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1/17/2017 Scheffelgymnasium  Skript Biologie

Das Elektronenmikroskop
Auflösungsvermögen des menschlichen Auges:            ca. 0,2 mm  =  2 x 10­4   m  
Auflösungsgrenze des Lichtmikroskops:                         ca. 200 nm  =  2 x 10­7   m
Auflösungsgrenze des Elektronenmikroskops                ca.     1 nm  =  1 x 10­9  m

Nachteile des ElMi gegen über dem LiMi:
1) Nur tote Objekte können betrachtet werden
Vorteil:  
2) Nur Schwarzweiß­Bilder
Viel besseres Auflösungsvermögen
3) Großer Aufwand (Kunstharz­Einbettung,
Ultradünnschnitte..) 
Prinzipielle Arbeitsweise:
Grundsätzlich ähnlich wie Lichtmikroskop!
Unterschied:
"Lichtquelle" sind Elektronen. Die Linsen sind durch magnetische Felder ersetzt. Bildentstehung auf einen
Leuchtschirm.
Hochvakuum im Inneren des Elektronenmikroskopes. Elektronen würden von Luftmolekülen gebremst.
Aus diesem Grund können auch nur entwässerte Präparate, aber niemals lebende Objekte beobachtet
werden. 
Grundelement eines Elektronenmikroskopes ist eine Röhre, vergleichbar mit einer Fernsehröhre. Eine
Glühkathode liefert Elektronen: Hochspannung zwischen Kathode und Anode beschleunigt Elektronen.
Die Elektronen fliegen durch ein Loch in der Anode und treffen auf das Objekt (sehr dünn,
Ultradünnschnitte! ). Elektronen durchdringen das Objekt, werden abgelenkt oder reflektiert. Die
Vergrößerung erfolgt dann durch ein magnetisches Objektiv und ein  magnetisches Okular (Projektiv).
Die Elektronen treffen schließlich auf einen Leuchtschirm. Helle Stellen zeigen an, dass an dieser Stelle
des Objektes Elektronen durchgelassen wurden. Dunkle Stellen entsprechen den Teilen des Objektes, die
für Elektronen wenig oder gar nicht durchlässig sind. Zur Verstärkung des Bildkontrastes werden die
Präparate mit Schwermetallsalzen behandelt.

http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/science/biologie/Cytologie/3elmi/das_elektronenmikroskop.htm 1/4
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ABI­Frage:   
Auf welche Weise können Zellstrukturen bei der Herstellung von Präparaten sichtbar gemacht werden 
a) beim Elektronenmikroskop b) beim Lichtmikroskop . (Jeweils mit Erklärung)
Antwort: Da Zellstrukturen sowohl für Lichtstrahlen als auch für Elektronenstrahlen fast durchsichtig
sind d.h. zu wenig Strahlung absorbieren, muss man in beiden Fällen den Kontrast durch "Anfärben"
erhöhen:
Kontrastierung für das ElMi: Schwermetallatome bzw. Schwermetall­Ionen (Uran,Osmium,
Platin...)
Kontrastierung für das LiMi: Farbstoffe

In beiden Fällen lagern sich die Kontrastmittel selektiv an bestimmte Oberflächen (Membranen, Fasern,
Riesenmoleküle wie DNA oder Zellulose...) an und verändern die Durchlässigkeit des Präparats für die
Strahlung. Im LiMi macht sich dies durch farbige Kontrastierung bemerkbar, im ElMi durch Hell­Dunkel­
Kontrastierung.

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