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DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER VON J.W.

VON GOETHE
Seite 16 – 33

Szene 01

Es war der 16. Juni 1771. Werther saß auf seinem Stuhl und schrieb einen Brief an seinen
besten Freund Wilhelm über sein Treffen in einer Ball mit einer Frau namens Charlotte.
Dann machte er eine kurze Pause und lächelte, als er zum Fenster ging, um die Sonne zu
sehen. Ein Hauch von Licht wanderte zu seinem Gesicht und er lächelte weiter.

Am Abend schrieb er den Brief weiter. Er erzählte, dass er, zusammen mit einer Tänzerin
und ihrer Tante, in einer Kutsche zu Charlottes Haus gefahren sind.

Die Tante: “Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht verlieben.“
Werther: “Warum so?”
Die Tante: “Leider ist sie bereits mit einem würdiger Mann verlobt.“
Werther: “Das hat mich überhaupt nicht gestört.”

Sie kamen an, als die Sonne bereits unterging. Ein Dienstmädchen begrüßte sie.

Das Dienstmädchen: “Meine Herrin wird bald kommen. Bitte warten Sie einen Moment.”

Das Mädchen verschwundete. Als Werther durch die Tür eintrat, sah er Kinder zwischen
zwei und elf Jahren. Sie rannten hier und da und umgaben eine Dame mittlerer Größe. Sie
hielt ein Brot und Messer und schneidete es in kleinen Stücken.

Charlotte: “Bitte vergeben Sie, dass Sie warten. Aber ich habe fast vergessen, den Kindern
ihr Abendbrot zu geben.“

Werther war entzückt von Charlottes Stimme und Manieren. Charlotte ging für eine
Minute, um ihre Handschuhe zu holen. Als sie zurück war, warf eine ihrer Geschwister
einen fragenden Blick an Werther und Charlotte zu. Werther versuchte sich ihm zu nähern,
aber sie zog sich zurück.

Charlotte: “Komm Louise, begrüße diesen Herrn.“

Louise gehorchte bereitwillig und schüttelte Werther die Hand. Als sie weg wollten, bat
Charlotte ihre älteste Schwester, auf ihre Geschwister aufzupassen.

Charlotte: “Sorge für deine Geschwister, während ich weg bin, liebe Sophie und grüße den
Papa, wenn er nach Hause kommt.”

Sophie runzelte die Stirn und Charlotte lächelte wieder einmal wirklich entzückend. Die
beiden ältesten Jungen kletterten bereits zum Wagen. Charlotte stoppte die Kutsche und ließ
ihre Geschwister runtersteigen. Die Damen begrüßten sich und tauschten Komplimente über
ihre Kleider aus.
Zwei Herren empfingen Werther und die Frauen an der Kutsche. Als sie aus der Kutsche
stiegen, ertönte die Musik aus dem Ballsaal. Charlotte und ihr Tanzpartner begannen einen
englischen Country-Tanz. Werther führte eine Dame nach den anderen und wartete darauf,
mit Charlotte zu tanzen.

Sie begannen mit dem Walzertanzen. Charlotte tanzte mit Herz und Seele, ihre Figur ist alles
Harmonie, Eleganz und Anmut. Eine Dame kam vorbei. Sie sah Lotte lächelnd an und
nannte den Namen „Albert“.

Die Dame: “Albert.”


Werther: “Darf ich fragen, wer Albert ist?“
Charlotte: “Ich hatte keinen Grund, es von Ihnen zu verheimlichen. Albert ist ein würdiger
Mann, mit dem ich mich verlobt habe.“

Charlotte fand ihren Weg zurück zum Tanz. Sie sah so nachdenklich aus. Der Tanz war
noch nicht einmal beendet, als der Sturm schlug und heftig wurde, und die Musik vom
Donner verdeckt wurde. Die Partei brach Leute aus. Werther folgte Charlotte in den
Ballsaal. Sie gingen zum Fenster. Der Sturm hörte langsam auf, hinterließ einen leichten
Regen und erfüllte die Luft mit einem köstlichen Geruch. Charlotte legte den Kopf schief
und drehte sich zu Werther um. Ihre Augen waren feucht von Tränen. Plötzlich griff sie
Werthers Hand.

Charlotte (hohe Tonhöhe, voller Hochstimmung): “Klopstock!”

Werther ertrank in diesem überwältigenden Gefühl. Er bückte sich und küsste Charlottes
Händ mit Tränen in den Augen.

Szene 02

In seinen Briefen von 19. Juni und 19. Juli 1771 erzählte Wilhelm, was auf der Heimfahrt
vom Ball geschehen ist. Er hat auch beschlossen, Lotte wiederzusehen.

Werther: “Ich will dir erzählen, was auf der Heimfahrt vom Ball passiert ist. Es war
Sonnenaufgang, als ich und die Frauen nach Hause kamen. Die Tante und meine
Tanzpartnerin waren eingeschlafen. Vor dem Abschied mit Lotte ging ich weg mit der
Bitte, dass ich Lotte noch einmal sehen durfte.“

Werther (rief): “Ich werde sie sehen! Wenn ich aufwache und die Sonne aufgeht, werde
ich sie sehen! Und da habe ich für den ganzen Tag keinen anderen Wunsch mehr. Alles
andere wird unwichtig.“
Bella Fitriana Handayani
Revaldo Julian
Synthia Nurul H
Nadia Nur S
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Ati Karwati
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