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Fibromyalgie • Diese 13 Symptome erleichtern die Diagnose

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Monika
Preuk

Chronische Schmerzen in den verschiedensten Bereichen, aber der Arzt findet keine
Ursache? Wer an Fibromyalgie leidet, muss oft eine Praxis-Odyssee überstehen, bis, mit
etwas Glück und bisweilen nach Jahren, die richtige Diagnose gestellt wird. Wichtig ist, auf
die Fibromyalgie-Symptome zu achten, denn Bluttest und Co sagen leider wenig aus.

Fibromyalgie: Die Symptome beobachten


Das Problematische am Fibromyalgiesyndrom (kurz FMS) ist: Mit gängigen Diagnose-
Methoden wie Röntgen, MRT und Laboruntersuchungen lässt sich nur ausschließen, dass es
sich um rheumatoide Arthritis oder Arthrose handelt. Einen Nachweis für den chronischen
Faser-Muskel-Schmerz, so eine andere Bezeichnung für Fibromyalgie, bringen all diese Tests
nicht. Die einzigen Hinweise liefern dann die Symptome. Und die können mitunter sehr
unterschiedlich ausfallen.

Symptome der Fibromyalgie reichen von Schmerzen bis zur


depressiven Verstimmung
Die 13 wichtigsten Anzeichen des Syndroms sind:

1. Chronischer Schmerz, meist über Monate hinweg und an wechselnden Stellen des
Körpers. Dabei sind vor allem Rücken, Nacken, Brustkorb und die Gelenke der
Arme, Hände, Beine und Füße betroffen. Der Schmerz wird meist als dumpf und
brennend empfunden. Auch das Raynaud-Syndrom kann als Symptom auftreten.
2. Nicht nur Gelenke schmerzen, sondern auch Muskelpartien. Es kommt zu
Verspannungen und Schmerzen, die sich ähnlich anfühlen wie ein heftiger
Muskelkater.
3. Erhöhte Druckempfindlichkeit an bestimmten Stellen des Körpers, den 18
sogenannten Tenderpoints. Dabei handelt es sich um spezielle Diagnosepunkte, die
häufig dort zu finden sind, wo Sehnen an den Muskeln ansetzen. Ist an mindestens elf
dieser Punkte die Druckschmerzempfindlichkeit erhöht, untermauert dies den
Verdacht auf ein Fibromyalgie-Leiden.
4. Erschöpfung, Konzentrationsschwäche und ständige Müdigkeit
5. Schlafstörungen
6. Kopfschmerzen
7. Morgensteifigkeit der Gelenke

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8. Kreislaufbeschwerden
9. Reizdarm (Bauchschmerzen, Darmkrämpfe, wechselnd Durchfall und Verstopfung)
10. Reizblase (Druck auf der Blase, häufiger Harndrang)
11. trockene, empfindliche Haut, trockene Schleimhäute
12. Überempfindlichkeit gegenüber Kälte, Licht, Lärm
13. psychische Probleme wie Ängste, Unruhe oder depressive Verstimmungen

Wie stark die Symptome ausgeprägt sind, hängt individuell von der Verfassung der
Betroffenen ab und ist auch tagesabhängig. So können Kälte, aber auch emotionaler Stress
die Schmerzen verstärken.

Störung der Schmerzverarbeitung als mögliche Ursache der


Fibromyalgie
Warum Muskeln und Gelenke schmerzen und eine allgemeine Überempfindlichkeit besteht,
hat die Forschung noch nicht herausgefunden. Vermutet wird, dass die
Schmerzverarbeitung im Gehirn zu stark reagiert. Reize, die normalerweise kaum weh tun,
führen bei Patienten mit Fibromyalgie zu einem deutlichen Schmerz.

Vermutet werden unter anderem hormonelle Veränderungen. Bei Fibromyalgie-Patienten


konnte anhand von Untersuchungen etwa festgestellt werden, dass Botenstoffe aus dem
Gleichgewicht geraten sind.

Viele nicht Betroffene denken – auch, weil die Krankheit so wenig erforscht und verstanden
ist –, dass sich Patienten die Schmerzen und Fibromyalgie-Symptome nur einbilden. Es
handelt sich jedoch um tatsächlich empfundene Schmerzen.

Die Behandlung von Fibromyalgie: Diese Therapie-Bausteine


gibt es
Heilbar ist Fibromyalgie bis heute noch nicht. Setzt die Behandlung jedoch frühzeitig ein,
verschwinden die Schmerzen immerhin bei jedem zweiten Patienten auf Dauer. Vor allem
Bewegung kann vielen helfen, denn viele Patienten leiden unter hohen
Muskelverspannungen, die wiederum zu stärkeren Schmerzen führen, da bestimmte
Bewegungen gemieden werden, die nun einmal schmerzen. Aber Bewegung bringt auch
eine Entspannung der Muskulatur mit sich.

Zur Therapie der Fibromyalgie gehören folgende Maßnahmen:

Ausdauertraining: flottes Spazierengehen, Nordic Walking oder Fahrradfahren, pro


Woche dreimal für mindestens 30 Minuten

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Funktionstraining: Gymnastik oder Wassergymnastik, um Gelenke und Muskeln
gezielt zu stärken
Entspannungstraining
Verhaltenstherapie, um zu lernen, mit dem Schmerz besser umzugehen
Medikamente: zeitlich befristet Antidepressiva; Schmerzmittel besser nicht, wie die
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS) in ihren aktuellen
Leitlinien zur Behandlung der Fibromyalgie betont.
Vegetarische Ernährung bei Fibromyalgie: Patienten berichten, dass der Verzicht
auf Fleisch und Wurst ihre Beschwerden lindert.

Warum Schmerzmittel nicht helfen


Zwar leiden Fibromyalgie-Patienten vor allem an Schmerzen, doch wird vom Gebrauch von
klassischen Schmerzmitteln abgeraten – auch, weil sie gar nicht richtig wirken können und
im schlimmsten Fall abhängig machen. Denn ursächlich für FMS sind nicht
Entzündungsreaktionen, auf die Schmerzmittel wie Ibuprofen aber zugeschnitten sind. Und
gerade bei Schmerzmitteln mit Opioiden ist Vorsicht geboten, denn diese können schnell
abhängig machen. Die Leitlinie Fibromyalgie für Patienten der Deutschen
Schmerzgesellschaft gibt weitere Übersicht.

In Deutschland sind rund drei bis vier Prozent der Bevölkerung von Fibromyalgie
betroffen, die meisten davon sind Frauen. Die Dunkelziffer liegt jedoch vermutlich viel
höher, weil sich die Diagnose ausschließlich auf die Symptome stützt und es bis dato keinen
zuverlässigen Test auf die Schmerzkrankheit gibt.

Noch nicht lange als Krankheitsbild akzeptiert


Immer mehr wird versucht, die Krankheit ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. So setzt sich
auch Lady Gaga dafür ein, dass endlich mehr Verständnis dafür aufgebracht wird. Die
Künstlerin leidet selbst an Fibromyalgie – und hat kürzlich unter anderem mit der Vogue
darüber gesprochen:

Das Problem war lange Zeit, dass das "Weichteilrheuma", wie die Fibromyalgie lange
bezeichnet wurde, lange nicht als Krankheit anerkannt worden war, weil die Diagnose eben
so schwierig ist. Betroffene wurden als "Simulanten" verschrien, was noch mehr auf die
Psyche schlug. Ähnliches Verhalten gab und gibt es noch immer bei psychischen
Erkrankungen wie Depression oder auch beim Burnout-Syndrom. Doch mittlerweile gibt es
Studien sowie viele belastbare Daten – Fibromyalgie ist als Krankheit mit sehr hohem
Leidensdruck akzeptiert.

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Erkrankungen des Weichteilgewebes: Unter Weichteilgewebe wird alles im Körper verstanden, was
nicht aus Knochen und Knorpel besteht und kein inneres Organ ist. Das sind zum Beispiel Bänder,
Sehnen, Sehnenansätze, Muskeln, Schleimbeutel oder Muskelhüllen. Die Weichteile schützen die
knöchernen Gelenkanteile im Körper. Weichteilverletzungen entstehen häufig durch Stürze, direkte oder
indirekte Gewalteinwirkungen. Oft kommt es auch bei Sportverletzungen zu Weichteilverletzungen.
Foto: iStock/Thomas_EyeDesign

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Aus welchen Gründen gehen in Deutschland Lebende am häufigsten zum Arzt? Wir stellen Ihnen die
großen Volkskrankheiten vor... Foto: iStock (3) Collage Bild der Frau Online

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Hypertonie (Bluthochdruck): Bei dieser Volkskrankheit ist der Druck, den das Blut bei jedem Herzschlag
auf die Gefäße ausübt, zu hoch (höher als 140/90 mmHG). Bluthochdruck wird bspw. durch Übergewicht,
Rauchen oder zu wenig Bewegung ausgelöst. Mögliche Folgekrankheiten sind Schlaganfall oder
Herzinfarkt. So senken Sie den Bluthochdruck auf natürliche Weise... Foto: iStock/mixetto

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Rückenschmerzen: Laut Statistiken leiden fast 70 Prozent der Deutschen an Rückenschmerzen. Mehr als
38 Millionen Besuche bei Haus- oder Fachärzten jährlich sind rückenschmerzbedingt. Die Ursachen
können ganz unterschiedlich sein. Rückenschmerzen entstehen vor allem durch strapazierte Muskeln und
Bänder oder Verschleiß der Wirbelsäule und der Bandscheiben. Entdecken Sie wertvolle Ratgeber zum
Thema Rückenschmerzen... Foto: iStock/Tom Merton

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Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe) Die Magen-Darm-Grippe als wird meist durch Viren (z. B.
Noroviren oder Rotaviren) ausgelöst. Die typischen Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Dazu können Bauch-, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Eine Magen-Darm-Grippe ist hoch
ansteckend, sie kann über eine Schmier- oder eine Tröpfcheninfektion übertragen werden. In der Regel
klingen die Beschwerden nach einer Dauer von zwei bis sechs Tagen wieder ab. Foto: iStock/Dean/Drobot

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Diabetes mellitus: In Deutschland leiden schätzungsweise acht Millionen Menschen an Diabetes mellitus
(Zuckerkrankheit). Dabei liegt eine krankhafte Störung des Zuckerstoffwechsels vor, der Blutzuckerspiegel
ist dauerhaft erhöht. Es gibt verschiedene Formen von Diabetes (z. B. Diabetes I, Diabetes II,
Schwangerschaftsdiabetes). Ein gesunder Blutzuckerwert kann durch die richtige Ernährung, ausreichend
Bewegung und eine entsprechende medikamentöse Therapie erreicht werden. Weitere Informationen zu
den drei Diabetes-Typen... Foto: iStock/skynesher

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Chronische ischämische Herzkrankheit: Die chronisch ischämische (ischämisch bedeutet mangelhaft
durchblutet) Herzerkrankung ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels, die länger als vier Wochen
dauert. Häufig wird sie auch koronare Herzkrankheit (KHK) genannt. In Deutschland leiden etwa 1 Million
Menschen an dieser Krankheit. Die häufigste Ursache dieser Krankheit ist einer Verkalkung der
Herzkranzgefäße. Dabei können ein oder mehrere Herzkranzgefäße betroffen sein. Wenn die
Durchblutung stark eingeschränkt ist, kann auch der Herzmuskel Schaden nehmen. Das Gefährliche an
der chronisch ischämischen Herzkrankheit ist, dass auch ohne Symptome bereits eine starke Verengung
der Herzkranzgefäße vorliegen kann. Foto: iStock/kupicoo

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Akute Infektionen der Atemwege: Eine akute Atemwegsinfektion kann an jeder Stelle der Atemwege
entstehen. Dabei ist ein Infekt der oberen Atemwege (Nase, Nebenhöhlen und Rachenraum) deutlich
häufiger als ein Atemwegsinfekt der unteren Atemwege (Luftröhre, Bronchien und Lunge). Akute Infekte
der oberen Atemwege verlaufen in der Regel unkompliziert. Dennoch sind die Betroffenen durch typische
Symptome teilweise erheblich in ihrem Allgemeinbefinden eingeschränkt. Infektiöse
Atemwegserkrankungen und deren direkte Auswirkungen reichen von einer einfachen Erkältung über die
akute Bronchitis bis hin zur Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung und
Mandelentzündung. Foto: iStock/South_agency

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Nichttoxisches Struma (Vergrößerung der Schilddrüse): Die häufigste Schilddrüsenveränderung ist die
durch Jodmangel hervorgerufene Vergrößerung der Schilddrüse, im Volksmund unter dem Namen Kropf
bekannt. In der Medizin wird diese Erkrankung Struma genannt. Häufigste Ursache für die Vergrößerung
ist eine mangelnde Jodzufuhr. Um das wenige Jod optimal zu verwerten, bildet die Schilddrüse mehr
Gewebe und schwillt somit an. Ein Kropf kann auch durch eine Schilddrüsenentzündung verursacht
werden oder durch Schilddrüsenknoten. Foto: iStock/RossHelen

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Depression: Hierunter versteht man schwere ernst zu nehmende psychische Erkrankungen, die von
einem Arzt professionell behandelt werden sollten. Die Depression gehört zu den großen
Volkskrankheiten, jährlich erkranken rund sechs Millionen Deutsche an ihr. Betroffene leiden unter
Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interessensverlust. Eine akute Depression macht es den
Betroffenen oft unmöglich alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Das sind typische Depressions-Symptome...
Foto: iStock/PeopleImages

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Adipositas (Fettleibigkeit): Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Zahl der Menschen mit
Übergewicht in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Hauptgrund von Adipositas ist vor allem eine zu fettige
und kalorienreiche Ernährung und zu wenig Bewegung. Von Adipositas sprechen Mediziner, wenn der BMI
(Body-Mass-Index) höher als 30 liegt. Zum Vergleich: Normalgewichtige Menschen haben einen BMI von
18,5 bis 24,9. Adipositas beeinträchtigt zahlreiche Organsysteme und kann daher ausgeprägte
körperliche Beschwerden und Folgeerkrankungen hervorrufen. Foto: iStock/GrapeImages

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Krankheiten der Leber: Etwa fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Leberkrankheit. Zu
den häufigsten Erkrankungen zählen eine Leberentzündung (Hepatitis), eine Leberzirrhose
(Schrumpfleber), eine Fettleber sowie Leberkrebs. Oftmals bleiben Lebererkrankungen lange Zeit
unbemerkt, da sie sich in einem frühen Stadium lediglich durch unspezifische Symptome wie
Abgeschlagenheit und Müdigkeit äußern. Foto: iStock/Jan-Otto

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Migräne: Die Migräne ist ein in unregelmäßigen Abständen immer wieder auftretender Kopfschmerz, der
häufig einseitig auftritt und von Patienten als hämmernd, pulsierend oder bohrend beschrieben wird.
Zusätzlich leiden viele Migräne-Patienten unter Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen. Eine starke
Migräne kann Betroffene in ihrem Alltag massiv einschränken. Die Dauer einer einzelnen Attacke beträgt
zwischen vier und 72 Stunden. In verschiedenen zeitlichen Abständen leiden Patienten immer wieder
unter solchen Migräne-Anfällen. Über die Ursachen diskutieren Fachleute immer noch, ein Auslöser sollen
bestimmte Botenstoffe im Gehirn sein. Weitere Ratgeber zum Thema Migräne Foto: iStock/svetikd

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Gastritis (Magenschleimhautentzündung): Bei einer Gastritis ist die Magenschleimhaut entzündet.
Typische Symptome sind Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl, Durchfall, Blähungen und Mundgeruch.
Es gibt zwei verschiedene Arten der Gastritis: Die akute, die eher selten auftritt, und die chronische. In
beiden Fällen entstehen entzündliche Schwellungen der Magenschleimhaut oder sogar geschwürartige
Schleimhautschädigungen. Durch diese Schädigung kann die aggressive Magensäure die Schleimhaut
angreifen, auf Dauer kann dies sogar zu einem Magengeschwür führen. Foto: iStock/Sasha_Suzi

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Varizen (Krampfadern an den Beinen): Krampfadern sind Erweiterungen der oberflächlichen Venen, die
besonders häufig an den Beinen auftreten. Sie zeigen sich meist als harmlose bläuliche Schlängelungen
unter der Haut und werden in der Medizin manchmal auch Varikosis genannt. Frauen leiden häufiger an
Krampfadern als Männer. Nur in wenigen, fortgeschrittenen Fällen verursachen Krampfadern Symptome
wie Wasseransammlungen im Gewebe und Hautgeschwüre. Foto: iStock/gilaxia

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Spondylosis deformans (Veränderungen der Wirbelkörper): Von einer Spondylarthrose oder auch
Spondylosis deformans spricht die Medizin bei abnutzungsbedingten Veränderungen an den
Wirbelkörpern. Sie ist meist durch dauerhafte Fehlhaltung oder Übergewicht sowie vor allem durch den
Verschleiß von Bandscheiben und Wirbelkörpern bedingt. Die Spondylarthorse tritt altersbedingt bei fast
jedem Menschen auf. Typische Beschwerden sind stechende und ziehende Schmerzen im Bereich der
Hals- oder Lendenwirbelsäule sowie im Nacken - die auch in die Schultern, Arme und Beine ausstrahlen
können. Foto: iStock/fstop123

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Gonarthrose (Knie-Arthrose): Die Arthrose des Kniegelenks, Gonarthrose genannt, gehört zu den
häufigsten Abnutzungserscheinungen der Gelenke. Der fortschreitende Gelenkverschleiß führt dazu, dass
der Knorpel im Kniegelenk zerstört wird. Der Patient kann das Gelenk nicht mehr schmerzfrei bewegen, ist
die Krankheit bereits fortgeschritten, kann das Kniegelenk sogar versteifen. In solchen Fällen sind meist
eine Operation und ein künstliches Kniegelenk die einzige Möglichkeit, um die Beweglichkeit des Knies zu
erhalten. So kann Arthose vorgebeugt werden... Foto: iStock/Wavebreakmedia

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Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (Raucherlunge): Die Krankheit wird umgangssprachlich
auch Raucherlunge genannt, weil sie in der Mehrzahl der Fälle durch Rauchen ausgelöst wird. Bei der
COPD sind die Atemwege dauerhaft entzündet und verengt. Die Krankheit entwickelt sich meist sehr
langsam über einige Jahrzehnte hinweg. Patienten leiden über eine längere Zeit, meist sogar mehrere
Jahre, an Husten, Auswurf und Atemnot. In solchen Fällen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Foto: iStock/Wavebreakmedia

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Asthma bronchiale: Beim Asthma oder auch Asthma bronchiale handelt es sich um eine dauerhafte
(chronische) Entzündung und Verengung der Bronchien. Asthmatiker leiden an anfallsartiger Atemnot und
Husten. Mit verschiedenen Medikamenten können die Symptome gelindert werden. In Deutschland nimmt
die Zahl der Patienten immer mehr zu. Asthma ist inzwischen eine der bedeutendsten chronischen
Krankheiten und wird vor allem bei Kindern häufig diagnostiziert. Etwa zehn Prozent aller Kinder leiden
an Asthma bronchial, Jungen häufiger als Mädchen. Foto: iStock/hsyncoban

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Gastroösophageale Refluxkrankheit: Bei der Refluxkrankheit ) schließt der Magen nicht richtig, so dass
ein gesteigerter Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre möglich ist. Patienten mit einer
Refluxkrankheit leiden unter Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein, die sich im Liegen
oftmals verschlimmern. Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland ist davon betroffen, Frauen häufiger als
Männer. Ein Arzt kann die Refluxkrankheit mithilfe einer 24-Stunden-pH-Metrie sicher diagnostizieren.
Medikamente oder eine Ernährungsumstellung können die Beschwerden lindern. Foto: iStock/fotostorm

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Bandscheibenvorfall: Die Bandscheibe wird vor allem durch viel und langanhaltendes Sitzen belastet.
Ein Bandscheibenvorfall (auch Diskusprolaps oder Diskushernie genannt) kann ein Grund für
Rückenschmerzen sein. Dabei tritt das gallertartige Gewebe der Bandscheibe aus dem Faserring und
verursacht Schmerzen. Nach dem Bandscheibenvorfall macht im Normalfall zunächst die betroffene
Stelle Probleme, später strahlen die Schmerzen in den Arm oder die Beine aus. Sogar
Lähmungserscheinungen sind möglich. Weitere Ratgeber zum Thema Osteoporose...
Foto: iStock/amriphoto

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Bronchitis: Es gibt zwei Formen der Bronchitis: Die akute und die chronische. Allgemein wird unter der
akuten Bronchitis ein akuter Infekt der oberen Atemwege bezeichnet. Typische Symptome sind
andauernder, produktiver oder trockener Husten, der ein bis drei Wochen anhält. Von einer chronischen
Bronchitis sprechen Mediziner, wenn Husten mit Auswurf in zwei aufeinander folgenden Jahren fast
täglich über mindestens drei Monate auftritt. Wie bei der akuten Form liegt der Entzündungsschwerpunkt
bei einer chronischen Bronchitis in den Bronchien. Entdecken Sie sieben Hausmittel gegen Bronchitits...
Foto: iStock/franckreporter

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Herzinsuffizienz: Die Krankheit wird häufig auch als Herzschwäche bezeichnet. Man versteht darunter
akute oder chronische Zustände, in denen das Herz nicht in der Lage ist, den Organismus mit ausreichend
Sauerstoff zu versorgen, um den Stoffwechsel in Ruhe sowie unter körperlicher Belastung
aufrechtzuerhalten. Das Herz kann dabei so stark geschädigt sein, dass es versagt – es kommt zum
plötzlichen Herztod. Ursachen für die Herzschwäche können zum Beispiel koronare Herzerkrankungen
oder Bluthochdruck sein. Foto: iStock/ByeByeTokyo

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Kardiale Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen): Bei Herzrhythmusstörungen wird die normale
Herzfrequenz durch verschiedene Ursachen gestört. Das Herz schlägt dann entweder zu langsam
(Bradykardie), zu schnell (Tachykardie) oder unregelmäßig (Arrhythmie). Der unregelmäßige Herztakt
kann als Herzstolpern oder Herzrasen empfunden werden. Zudem kann es zu Schwindel, Ohnmacht,
Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen sowie zu Brustschmerzen und Brustenge kommen.
Herzrhythmusstörungen entstehen entweder im Herzvorhof oder in der Herzkammer. Foto: iStock/Mutlu
Kurtbas

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Osteoporose: Darunter verstehen Mediziner eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der es zum
Knochenschwund kommt. Mit Fortschreiten der Krankheit wird die Knochenmasse immer mehr abgebaut,
die Knochen werden instabil und brechen leichter – besonders im Bereich der Wirbelkörper. Bei Frauen ist
der Knochenschwund häufiger als bei Männern. Außerdem leiden vor allem ältere Menschen unter der
Krankheit. Das häufigste Symptom von Osteoporose sind Knochenbrüche, die ohne ersichtlichen Grund
auftreten. Foto: iStock/jakoblund

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Cholelithiasis (Gallensteine): Gallensteine sind auskristallisierte, schlecht lösliche Bestandteile der
Gallenflüssigkeit. Sie sind entweder in der Gallenblase oder im Gallengang zu finden. In den meisten
Fällen verursachen Gallensteine keine Beschwerden. Sie können aber auch Schmerzen im rechten
Oberbauch bis hin zu heftigen Gallenkoliken auslösen. Vor allem in jüngeren Jahren leiden Frauen
häufiger an Gallensteinen als Männer. Mit dem Alter wird dieser Geschlechtsunterschied bezüglich der
Gallenstein-Häufigkeit geringer. Risikofaktoren für Gallensteine sind beispielsweise Diabetes mellitus, eine
Schwangerschaft, die Einnahme weiblicher Geschlechtshormone sowie eine ballaststoffarme,
cholesterinreiche Ernährung. Foto: iStock/Jan-Otto

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Schlafstörungen: Ein Schlafproblem gehört medizinisch betrachtet zur Gruppe der Schlafstörungen und
wird auch mit dem Fachbegriff Insomnie bezeichnet. Darunter versteht man Probleme beim Einschlafen,
Durchschlafstörungen und vorzeitiges Erwachen. Unter Schlaflosigkeit leiden laut Statistik ungefähr 45
Prozent der Bevölkerung, besonders betroffen sind ältere Menschen. Ein Arzt sollte aufgesucht werden,
wenn man über einem Monat drei Nächte oder mehr in der Woche keinen durchgehenden, erholsamen
Schlaf findet und sich tagsüber müde und kraftlos oder auch nervös und gereizt fühlt. In solchen Fällen
sprechen Mediziner von chronischen Schlafstörungen. Foto: iStock/KatarzynaBialasiewicz

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Koxarthrose (Hüftgelenks-Arthrose): Der Verschleiß des Hüftgelenks ist eine relativ häufige Form von
Arthrose. Über Jahre hinweg schreitet die Abnutzung des Gelenks immer voran. Die Symptome sind starke
Schmerzen in der Hüfte, eine eingeschränkte Beweglichkeit und in schweren Fällen sogar eine Versteifung
des Gelenks. Obwohl die Arthrose meist erst im höheren Erwachsenenalter in Erscheinung tritt, ist sie kein
reines Altersleiden. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei mehr als der Hälfte aller Menschen die
Abnutzung der Gelenke bereits ab dem 35. Lebensjahr beginnt. Foto: iStock/Jan-Otto

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Hämorrhoiden: Bei einem Hämorrhoidenleiden staut sich Blut im Gefäßpolster, das nicht mehr
ungestört aus dem unteren Analkanal abfließen kann. Die Folge: Die kleinen Blutgefäße des
Schwellkörpers erweitern sich und bilden knotenartige Vorwölbungen der Schleimhaut. Hämorrhoiden
sind nicht bösartig, aber sie sind unangenehm und bereiten Beschwerden. Erste typische Symptome für
Hämorrhoiden sind hellrotes Blut im Stuhl (blutende Hämorrhoiden) und Blutspuren auf dem
Toilettenpapier oder in der Unterwäsche. Um seltene Erkrankungen auszuschließen sollte die Ursache
vom einem Arzt abgeklärt werden. Foto: iStock/vadimguzhva

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Krankheiten des Harnsystems: Das Harnsystem besteht aus den Nieren, den Harnleitern, der Harnblase
und der Harnröhre. Das zentrale Organ des Harnsystems sind die Nieren, sie filtern giftige Stoffe und
andere Substanzen, die der Organismus nicht mehr braucht, aus dem Körper. Deshalb werden sie
umgangssprachlich auch das Klärwerk des Körpers genannt. Häufige Krankheiten des Harnsystems sind
beispielsweise Harnwegsinfektionen, Blasenentzündungen, Nierenzysten und Inkontinenz.
Foto: iStock/Jan-Otto

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Prostatahyperplasie (Vergrößerung der Prostata): Bei einer Prostatahyperplasie liegt eine gutartige
Vergrößerung der Prostata vor. Typische Beschwerden sind: Häufiger Harndrang, nächtliche Gänge zur
Toilette und das Gefühl, dass die Blase nie ganz leer wird. Jeder fünfte Mann im Alter von 50 bis 60 Jahren
hat diese Beschwerden. Bei älteren Männern treten sie noch häufiger auf. Eine Prostatahyperplasie sollte
frühzeitig von einem Arzt abgeklärt werden, dieser kann mithilfe von standardisierten Fragebögen,
Ultraschalluntersuchungen und speziellen urologischen Diagnosemethoden das Ausmaß der Erkrankung
einschätzen. Bei schweren Fällen ist eine Operation notwendig. Foto: iStock/Wavebreakmedia

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Erkrankungen des Weichteilgewebes: Unter Weichteilgewebe wird alles im Körper verstanden, was
nicht aus Knochen und Knorpel besteht und kein inneres Organ ist. Das sind zum Beispiel Bänder,
Sehnen, Sehnenansätze, Muskeln, Schleimbeutel oder Muskelhüllen. Die Weichteile schützen die
knöchernen Gelenkanteile im Körper. Weichteilverletzungen entstehen häufig durch Stürze, direkte oder
indirekte Gewalteinwirkungen. Oft kommt es auch bei Sportverletzungen zu Weichteilverletzungen.
Foto: iStock/Thomas_EyeDesign

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Aus welchen Gründen gehen in Deutschland Lebende am häufigsten zum Arzt? Wir stellen Ihnen die
großen Volkskrankheiten vor... Foto: iStock (3) Collage Bild der Frau Online

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Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Mehr dazu lesen Sie auf unserer
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