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2009 | AUF EINEN BLICK

Damit Menschen
wieder hoffen können.
2 GES C H ÄFTS BER ICHT 2009
„Denn die einen stehn im Dunkeln
Und die andern stehn im Licht.
Und man sieht nur die im Lichte,
die im Dunkeln sieht man nicht.“

BERTOLT BRECHT

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VORWORT

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


liebe Freunde unserer Arbeit,

Geprägt war das Jahr 2009 durch die Folgen der


Wirtschaftskrise: Milliardenschwere Bürgschaften der
Regierung sollten „systemrelevante“ Banken vor dem
Zusammenbruch bewahren. Um die Wirtschaft anzukur-
beln, wird eine „Abwrackprämie“ eingeführt. Das freut
– zumindest kurzfristig – die Automobil-Produzenten.
Dennoch geraten renommierte Kaufhaus-Ketten und
Versandhäuser in Existenznot, die Zahl der Insolvenzen
steigt, auch im Mittelstand!

Barak Obama, der Hoffnungsträger in Amerika und


Europa, kämpft ohne die erwartete Fortune an vielen
Fronten: Afghanistan, Guantanamo, Klimagipfel und
Krankenversicherung. Und obwohl er weitere Soldaten
an den Hindukusch schickt, verleiht ihm das Nobel-
Preis-Komitee den Friedensnobelpreis.
Die vom Finanz- und Wirtschafts-Schock ausgelösten
Krisenwellen erreichen im Jahresverlauf immer mehr
Banken, Versicherungen, Produzenten und Staats-
haushalte. Am Ende des Jahres ist noch kein Ende der
Nachwirkungen abzusehen, die Ursachen sind weder
umfassend erkannt, noch behoben.
Die Zahl der Armen, der Hungernden ist nach Angaben
der Welternährungsorganisation im Oktober 2009
(FAO) von 800 000 000 auf eine Milliarde Menschen
angestiegen! Dabei sollte die Zahl derer, die in extremer

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Armut leben und von weniger als einem Dollar pro Tag ehrenamtlichen Helfern. Aber auch den öffentlichen
leben müssen, halbiert werden. Eines der Millenniums- Förderern. Auf europäischer Ebene sind dies das Amt
entwicklungsziele! für humanitäre Hilfe der EU – ECHO und DIPECHO und
die Europäische Kommission. In Deutschland danken
Wir stehen hier vor einer riesigen Aufgabe, denn immer wir dem Auswärtigen Amt für Zuschüsse im Soforthilfe-
mehr Menschen – auch in Deutschland – versinken im bereich und dem Bundesministerium für wirtschaftliche
Dunkeln. Sie werden statistisch einfallsreich zugeordnet, Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe (BMZ). Vielen
abgestellt und geraten in Vergessenheit. Doch genau sie Dank auch an „Aktion Deutschland Hilft“ und an die Ak-
brauchen unsere Hilfe. tion „Ein Herz für Kinder“. Nicht zuletzt danken wir der
ADRA-Stiftung. Sie hat es ermöglicht, dass wir seit März
Und hier dürfen wir – trotz aller Widrigkeiten – viel in einem richtigen Bürogebäude untergebracht sind.
Positives berichten: wir haben für sauberes Trinkwasser
gesorgt, Kindern eine Ausbildung ermöglicht, Frauen
zu einem Beruf und Einkommen verholfen, damit sie
ihre Familie versorgen können. Auch in Deutschland
konnten wir in Zusammenarbeit mit den Sozialämtern
Kinder armer Familien unterstützen. Unsere „Aktion
Kinder helfen Kindern!“ hat hier eine gute Vorausset- Pastor Erich Lischek, Geschäftsführer
zung geschaffen. Lesen Sie auf den nächsten Seiten
unsere detaillierten Berichte. Sie werden sehen, wir
haben die im Dunkeln Stehenden nicht übersehen.
Entsprechend unserer Möglichkeiten haben wir unseren
Beitrag geleistet, die Millenniumsentwicklungsziele zu
erreichen. Dass wir dazu in der Lage waren, verdanken
wir in erster Linie unseren Spendern und über tausend

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„Über Geld spricht man nicht!“ – Bei ADRA ist es anders!
Wir machen unsere Einnahmen transparent – auch im Jahr 2009

ECHO ADH
3.402.950,00 € 242.460,42 €

Private Spenden EU
2.271.657,12 € 1.534.955,31 €

AA 379.944,08 € BMZ 364.907,68 €

Sonstige Einnahmen ADRA Netzwerk


225.229,95 € 33.000,00 €

Gesamteinnahmen
8.455.104,56 €

Allen unseren Geldgebern, Sponsoren und Spendern sagen wir ein

HERZLICHES DANKESCHÖN
EU – Europäische Union | ECHO – European Commission’s Humanitarian Aid Office | AA – Auswärtiges Amt
BMZ – Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | ADH – Aktion Deutschland Hilft

6 GES C H ÄFTS BER ICHT 2009


Transparenz gilt auch für Verwendung der anvertrauten Gelder
Hier unsere Aufstellung für das Jahr 2009

Ausgaben
8.455.104,56 €

4.394.809,45 €

1.593.944,82 €
534.745,37 € 595.998,25 €
31.628,00 € 192.122,98 € 234.545,60 €

Humanitäre Entwicklungs- Entwicklungs- Freiwilligen- Projekt- Personal- Öffentlich-


Hilfe zusammen- politische dienst begleitkosten kosten keitsarbeit
arbeit Bildung

Allen, die bei der Umsetzung der Projekte und Programme mitgearbeitet haben,
gilt ebenfalls unser besonderer Dank.

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In diese Projekte haben wir im Jahr 2009 investiert ...
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

Russland · Suppenküche in St. Petersburg


Ukraine · Rehabilitationszentrum für Straßenkinder
Laos · Sauberes Trinkwasser für Luangnamth -a
Kambodscha · Aufklärung von Jugendlichen in Sexualfragen
Indien · Nach dem Tsunami: Einkommen schaffen und Umwelt schützen
São Tomé und Príncipe · HIV/AIDS: Aufklärung und Prävention in Afrika -
Indien · Nachwehen des Tsunami: Ausbruch von Tuberkulose-Erkrankungen
Mongolei · Eigene Einnahmen durch eigenen Anbau
Tunesien · Ausbildung von Näherinnen zur Einkommenssicherung -
Sri Lanka · HEARTH-Projekt: Ausbildungsprogramm für Ernährung, Gesundheit und Hygiene
Sudan · Starthilfe für 1000 Heimkehrerfamilien
Myanmar · Sauberes Trinkwasser in 20 Ortschaften
Mongolei · Aufklärung junger Studenten im Umgang mit HIV
Äthiopien · Verbesserter Ausbildungszugang für AIDS-Waisen und gefährdete Kinder
Russland · Reittherapie für invalide Kinder --------
Togo · Aufklärung junger Studenten im Umgang mit HIV
Indien · Katastrophenvorsorge und Verbesserung der Lebensumstände
Albanien · Gesundheit beginnt in der Familie
Albanien · Grundausbildung für Roma-Kinder
Äthiopien · Gesundheit kommt durch gesunde Ernährung
Indien · Verbesserung der Lebensbedingungen srilankanischer Flüchtlinge in Tamil Nadu
Indien · Unterstützung von Opfern der Hungersnot in Mizoram
Somalia · Zugang zu sauberem Trinkwasser und Verbesserung sanitärer Einrichtungen
Afghanistan · Winterhilfe für Heimkehrer und Inlandsvertriebene
China · Unterstützung und Erweiterung der Neugeborenenvorsorge für Erdbebenopfer
Indien · Nothilfe für Überschwemmungsopfer in Bihar
Albanien · Einrichtung einer Roma-Schule
Albanien · Material für Gesundheitsklinik
Deutschland · „Aktion Kinder helfen Kindern!“ 2008
Republik Moldau · Kommunikations- und Bildungstraining für Heim- und Straßenkinder
Afghanistan · Winterhilfe für Familien
Albanien · Gesundheitsvorsorge für verwahrloste Kinder
Burundi · Jugendliche Sammeln für Häuser in Burundi
Deutschland · „Aktion Kinder helfen Kindern!“ 2009
Indien · Trainingseinheiten zur Katastrophenvorsorge
Indien · Rehabilitationsmaßnahmen für Flutopfer
Indien · Versorgung von Sri Lanka-Flüchtlingen
Kenia · Errichtung eines Gästehauses für freiwillige Helfer in der Mädchenschule in Kajiado
Kirgistan · Ausbildung von zwei Schreinern
Laos · Verbesserung des allgemeinen Gesundheitsstatus
Sri Lanka · Zugang zu sauberem Trinkwasser und Verbesserung sanitärer Einrichtungen
Nicaragua · Verbesserung der Lebensumstände nach Hurrikan „Ida“
Nepal · Reproduktionsmedizinische Vorsorge
Philippinen · Wasserversorgung für Opfer des Taifuns Ketsana
Paraguay · Schulerweiterungsprojekt
Serbien · Projekt „sicheres Haus“: Verhinderung familiärer Gewalt
Russland · Neujahrsgeschenke für sozial schwache Kinder
Sudan · Nahrungsmittelsicherheit und Steigerung des Einkommensniveaus für Rückkehrer
Somalia · Zugang zu sauberem Trinkwasser und Verbesserung sanitärer Einrichtungen
Somalia · Verbesserung der Grundbildung durch den Bau von Schulen
Thailand · Starthilfe für ethnische Minderheiten
Ukraine · Reha-Zentrum für Krisenfamilien

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2009 2010 2011 2012 2013

auch in diese Projekte haben


wir 2009 investiert ...
Republik Moldau · Warmes Essen für Familien
Österreich · Hochwasserhilfe in Niederösterreich
Bulgarien · Katastrophenhilfe während Hitzewelle in Bulgarien
Indien · Repartierungsvorbereitungen
Kenia · Ausbildung für Mädchen und Gesundheitspersonal
der Kajiado Mädchenschule
Kenia · Hilfsmaßnahmen zum Cholera-Ausbruch in Kenia
Republik Moldau · Verbesserung der
Wasserversorgungssysteme in zwei Kinderzentren
Myanmar · Nothilfe für die Betroffenen des Zyklons Nargis
Myanmar · Verbesserung des Zugangs zu Märkten,
Kliniken und Schulen
Philippinen · Überlebenshilfe nach dem Taifun Ketsana
Serbien · Hilfe für Kinder während der Kältewelle in Serbien
Serbien · Verbesserung der hygienischen Bedingungen in Kusici
Serbien · Kosovo - Verbesserung der hygienischen
Bedingungen in der Schule
Russland · Verbesserung der Lebensbedingungen
von Straßenkindern
Ukraine · Renovierung eines Kindergartens

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PROJEKTE

GESUNDHEIT

Laut UNAIDS lebten 2007


weltweit etwa 33 Millionen HIV-
positive Menschen, davon etwa
22 Millionen im südlichen Teil Afrikas.
Hauptursache für die hohe Anzahl
Infizierter in diesem Gebiet ist eine un-
zureichende Aufklärung der Menschen
– vor allem die ländliche Bevölkerung ist
aufgrund einer schlechten Infrastruktur
davon betroffen.

Aidsaufklärung
in Afrika
Ungeschützter Geschlechtsverkehr, frühe Schwanger- sie heute auch in ihrem Beruf
schaften, ein niedriges Ausbildungsniveau – vor allem bei weiter. Weitere 20 freiwillige Ge-
Mädchen, ein schlechter Gesundheitszustand und ein un- sundheitsagenten und Gemein-
zureichendes Einkommen sind wesentliche Gründe für die schaftsvertreter erhielten eine
Ausbreitung von HIV/AIDs. Ausbildung zur Durchführung
von Informationsveranstaltungen
Um den Menschen in Afrika zu helfen, hat ADRA über die Tragik der Immunschwä-
2007 in São Tomé und Príncipe und im westaf- cheerkrankung. Insgesamt konnte
rikanischen Togo Projekte zur HIV-Aufklärung durch dieses Projekt über 3 000
gestartet. Das sogenannte AWARE-Projekt in Menschen geholfen werden.
São Tomé und Príncipe lief bis Dezember
2009. Wo immer Publikumsbetrieb herrsch- Togo, ein kleines Land mit nur fünf
te, wiesen Plakate auf die Ansteckungsgefahr Millionen Einwohnern, hat die dritthöch-
und Präventionsmöglichkeiten hin. Beson- ste Anzahl AIDS-Infizierter im westlichen Afrika.
ders wichtig war es, den Frauen und Mäd- Begründet liegt das vor allem in einer mangelnden
chen Kenntnisse und Verhaltensweisen Sensibilisierung der Menschen für die Krankheit. Ziel des
in diesem Bereich zu vermitteln, damit ADRA-Projektes in Togo war es, die Aufmerksamkeit der
sie sich besser vor Ansteckungen schüt- Schüler und Studenten zwischen 12 und 24 Jahren für die
zen können. So haben wir 20 Kranken- Problematik von HIV/AIDS zu erhöhen. Insgesamt konn-
schwestern speziell zum Thema HIV/AIDS ten wir mit diesem Programm über 8 900 Personen direkt
geschult. Ihre neuen Sachkenntnisse geben erreichen.

10 GES C H ÄFTS BERI CHT 2009


Aidsaufklärung in Asien
Auch in der Mongolei hat ADRA Deutschland 2008 ein
Projekt zur Aufklärung und Vorbeugung sexuell übertrag-
barerer Infektionen unter Wohnheimstudenten gestar-
tet. Aufgrund der Wohnsituation sind dort vor allem bei
Studenten Geschlechtskrankheiten verbreitet. Unser Pro-
gramm wird bis Ende 2011 laufen und soll das Bewusst-
sein und Verständnis der Studenten für die Gefahren und
die Übertragungswege von HIV und sexuell übertragbaren
Krankheiten fördern. Auch bieten wir Ausbilderschulungen
für Wohnheimstudenten an. Die Kursteilnehmer sind dann
in der Lage, selbst Informationsveranstaltungen für Frei-
willige durchzuführen. Im Jahr 2009 haben insgesamt 643
Studenten aus 32 Wohnheimen an der Erstausbildung für
Freiwillige teilgenommen – sie konnten ihr neu gewon-
nenes Wissen an 3 894 Kommilitonen weitergeben. Unter-
stützt wurden ihre Bemühungen durch themenbezogene
Ausstrahlungen im Fernsehen und Radio. Als langfristige
Anlaufstellen für Interessierte wurden zudem Kontaktstel-
len in den Studentenwohnheimen eingerichtet.

Im Oktober 2009 wurde zudem das projektbezogene MoU


(Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Das ist
eine Vereinbarung mit fünf regionalen Bezirksgesundheits-
zentren sowie sieben Familienkliniken. Sie sieht für die
Zukunft die gemeinsame Koordination, gegenseitige Un-
terstützung und Durchführung von Präventionsaktivitäten
für Studenten vor.

Aidsaufklärung in Osteuropa
Auch in Albanien hat ADRA 2009 ein Projekt zur HIV/
Aids-Aufklärung durchgeführt. Mehr als 2000 Schüler
und Studenten konnten an den von ADRA durchgeführten
Aufklärungsseminaren teilnehmen.

11
PROJEKTE

GESUNDHEIT

Erstversorgung bei
Cholera-Ausbruch in Kenia

D ie Lage der kenianischen Bevölkerung im Sep-


tember 2009 war bedrohlich. Seit nunmehr fünf
Jahren hatten die Bewohner der Region Kitui keinen
einzigen Regentropfen mehr gesehen. Menschen, Tiere,
Äcker und Ernten – alles litt unter der andauernden
Dürreperiode. Viele Wasserquellen wie handgegrabene
Brunnen, Zisternen und Erddämme waren ausgetrocknet
und es gab nur eine geringe Dichte an sanitären Anlagen.
Die Folge waren schlechte Hygieneverhältnisse und ver- Äthiopien: Gezeichnet
I
schmutztes Trinkwasser – Cholera brach aus.
Innerhalb kürzester Zeit stieg die Zahl der an Cholera n der Mustahil Region in Äthiopien fiel die Regen-
Erkrankten im Oktober auf über Hundert. Vor allem zeit seit Ende 2007 zweimal in Folge aus. Die Dürre
Kinder waren betroffen. ADRA startete daher mit Hilfe war so bedrückend, dass die Menschen ihr Hab und Gut
des Auswärtigen Amtes umgehend ein Projekt, um den mitsamt Vieh verkaufen mussten, um Lebensmittel zu er-
Ausbruch der Krankheit einzudämmen und die betrof- werben. Die Tragik der Situation reichte so weit, dass das
fenen Menschen medizinisch zu betreuen. Insge- vorhandene Essen ausschließlich Kindern gegeben wur-
samt wurden 1.440 m³ sauberes Trinkwasser de – Erwachsene und ältere Menschen mussten hungern.
und 72.000 Chlortabletten zum Reinigen der Dennoch stieg die Sterberate von Kindern im Alter bis
Wasservorräte verteilt. Zusätzlich wurden 11 zu fünf Jahren im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent.
Wassertanks mit je 5.000 Litern Fassungsver- ADRA half den Menschen in der Region mit mobilen Ein-
mögen als Sammelbehälter für Regenwasser satzteams und konnte innerhalb von drei Monaten etwa
aufgestellt und Medikamente zur Behandlung 8000 männliche und 13300 weibliche Patienten behan-
von Durchfallerkrankungen verteilt. 2 600 Müt- deln. 46 Prozent dieser Patienten waren Kinder im Alter
ter mit Kleinkindern unter fünf Jahren, sowie unter fünf Jahren. Zusätzlich versorgte ADRA über 3000
Schwangere und Senioren erhielten außer- Mütter und ihre kleinen Kinder mit Lebensmitteln, 1700
dem Lebensmittelnotrationen. Um langfri- unterernährte Kinder wurden außerdem ambulant be-
stig eine Verbesserung der Situation zu handelt.
erwirken, wurden außerdem Trainings
und Aufklärungsarbeit für eine bessere
Hygiene- und Sanitärsituation durchge-
führt.

Disclaimer: Diese Veröffentlichung wurde mit Unterstützung der Europäischen Union hergestellt. Für den
Inhalt dieser Veröffentlichung ist allein ADRA Deutschland verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise
12 GES C H ÄFTS BERI CHT 2009 als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden.
Wasser ist Gesundheit!

I n Laos ist die Alphabetisierungsrate sehr niedrig. Allerdings haben


die Bürger in Laos mit einem noch größeren Problem zu kämpfen –
ihrem schlechten Gesundheitszustand. Vor allem das Fehlen sauberen

von Dürre und Hunger Trinkwassers und der mangelnde Zugang zu einer ausreichenden Ge-
sundheitsversorgung gefährden die Gesundheit der Menschen.
Mit einem vom BMZ unterstützen Projekt leistet ADRA Deutschland seit
Für 3000 ältere Menschen, die ebenfalls an Unterernäh- 2009 Beihilfe zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes
rung litten, wurden spezielle Arbeitsprogramme einge- der Bevölkerung. Das Projekt läuft noch bis 2012 und unterstützt den
richtet. Die noch arbeitsfähigen Menschen beteiligten Bau von 12 Wasserversorgungssystemen und 510 Latrinen mittels
sich an gemeinnütziger Arbeit, indem sie Schutzdämme technischer und infrastruktureller Maßnahmen. Ergänzend soll der
gegen Wasserfluten errichteten, Straßen ausbesserten, Gesundheitszustand langfristig stabilisiert werden, indem das Gesund-
Schulgebäude renovierten, oder Wasserzisternen gruben, heitsbewusstsein gefördert und entsprechende Verhaltensveränderungen
um auf die nächste Dürre besser vorbereitet zu sein. Die eingeübt werden.
Bezahlung ihrer Leistungen erfolgte in Lebensmittelrati-
onen. So konnten sie sich und ihre Familien ernähren.

Nepal:
Frauengesundheit

I m ländlichen Nepal fehlt es an medizinischer


Ausrüstung, Arzneimitteln und geschultem, me-
dizinischem Personal. Vor allem die Gesundheit der
Frauen ist gefährdet. Gebärmuttervorfälle gehören
in Nepal zu den häufigsten Gesundheitsproblemen.
Auch die Anzahl an HIV-Infektionen ist in den ver-
gangenen Jahren stark gestiegen. ADRA konzen-
triert sich darauf, die notwendige chirur-
gische und medikamentöse Behandlung
der betroffenen Frauen sicherzustel-
len und Aufklärungsarbeit zu lei-
sten. Insgesamt richtet sich das
Projekt an über 21 000 Men-
schen. ADRA hat zu diesem
Thema im Rahmen der
entwicklungspolitischen
Bildung einen Film produ-
ziert.
Disclaimer: Diese Veröffentlichung wurde mit Unterstützung der Europäischen Union hergestellt. Für den
Inhalt dieser Veröffentlichung ist allein ADRA Deutschland verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise
als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden. 13
PROJEKTE

KATASTROPHENHILFE

Myanmar: Nothilfe für Betrof-


fene des Zyklons Nargis

A nfang Mai 2008 tobte Zyklon Nargis mit Windge-


schwindigkeiten von über 190 Kilometern in der
Stunde über das Flussdelta des Irrawaddy-Deltas in My-
cken wurden ausgebessert, für Trinkwasser gesorgt und
die Hygienebedingungen nachhaltig verbessert. Insge-
samt konnte durch dieses Projekt 80 Prozent der betrof-
anmar. Kilometerweit raste die daraus entstandene, drei- fenen Familien in 22 Dörfern der Zugang zu hygienischen
einhalb Meter hohe Flutwelle über das Land – 134 000 Bedarfsgütern und sanitären Einrichtungen ermöglicht
Menschen starben. werden. Diese Menschen haben nun täglich einen Zu-
Bereits vor dieser Naturkatastrophe hatte ADRA im Land gang zu mindestens 15 Litern sauberem Trinkwasser pro
Hilfe geleistet und stabile Brücken und Bootsanlegestellen Person, Essen und hygienischen Bedarfsgütern. Außer-
im Deltagebiet errichtet. Diese hatten die Sturmflut gut dem konnten mit Hilfe von Trainings die Kenntnisse von
überstanden und konnten Hunderten von Menschen das 60 Prozent der bedürftigen Familien in Bezug auf die per-
Leben retten. Vielerorts hat Nargis jedoch nichts unberührt sönliche Hygiene und den richtigen Umgang mit Wasser
gelassen. Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht, verbessert werden.
Reisernte und Felder verwüstet und viele Brunnen versal-
zen. Es fehlte an allen Ecken und Enden.
Mit Unterstützung des Europäischen Amtes für humani-
täre Hilfe führte ADRA Deutschland im Land Projekte der
Entwicklungszusammenarbeit durch. Schäden an Brü-

Disclaimer: Diese Veröffentlichung wurde mit Unterstützung der Europäischen Union hergestellt.
Für den Inhalt dieser Veröffentlichung ist allein ADRA Deutschland verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden.

14 GES C H ÄFTS BERI CHT 2009


Tropenstürme auf den Philip-
pinen – Sauberes Trinkwasser
für 12 000 Menschen

E s waren vermutlich die schlimmsten Überschwem-


mungen seit mehr als 40 Jahren, die nach den
Tropenstürmen Ketsana und Mirinae auf den Philippi-
nen herrschten. Nachdem Ketsana bereits im September
2009 für große Verwüstung sorgte, dramatisierte der
Taifun Mirinae Ende Oktober die Lage noch zusätzlich.
In wenigen Stunden fiel mehr Regen, als sonst in einem
ganzen Monat. Die Wasserquellen waren mit Müll und
Tierkadavern verunreinigt, so dass die Bevölkerung drin-
gend sauberes Trinkwasser benötigte, um den Ausbruch Umgehend wurde eine Wasserfilteranlage in die betrof-
von Infektionskrankheiten zu verhindern. fene Region gebracht. Diese erzeugt ca. 30.000 Liter
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes, stellte ADRA sauberes Trinkwasser pro Tag. Etwa 12 000 Menschen
schnell ein Projekt auf die Beine, um den Menschen vor hatten durch diese Maßnahme Zugang zu sauberem
Ort sauberes Wasser zur Verfügung stellen zu können. Trinkwasser.

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PROJEKTE

BILDUNG

Republik Moldau:
Lernen und Spaß im
Sommercamp

D ie meisten Kinder der Republik Moldau leben in


Dörfern weit weg von der Hauptstadt Chisinau. Die
Familien in den Dörfern sind arm und die Eltern oder
ADRA hat 382 Kinder zwischen sieben und sechzehn Jah-
ren in ein Feriencamp eingeladen. Dort konnten sie Ler-
nen und Spaß vereinen. Eine Woche konnten die Kinder
Großeltern wissen kaum, wie sie sich und ihre Kinder aus sozial schwachen Familien singen, Theater spielen,
ernähren sollen. Die Kinder haben nur wenig Spaß im Sport machen, basteln und ihre Talente unter Beweis
Leben – jeden Tag kämpfen sie ums nackte Überleben. stellen. Außerdem bekamen sie regelmäßige Mahlzeiten.
Normale Verhaltensregeln sind ihnen genauso fremd, wie Ziel dieses Camps war es vor allem, die Kinder in zwi-
echte Freundschaften. schenmenschlichen Beziehungen zu schulen und ihnen
klassische Verhaltensrichtlinien und einen gesunden Le-
bensstil zu vermitteln. Insgesamt waren alle Kinder über
die Abwechslung dankbar. Gleichzeitig konnten sie viele
neue Freundschaften knüpfen und haben einiges für ihre
Zukunft gelernt.

16 GES C H ÄFTS BERI CHT 2009


Entwicklungspolitische
Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit …

… hat bei ADRA die Aufgabe, in allgemein verständlicher Um sich den Bedürfnissen der interessierten Zielgrup-
Weise die komplexen Zusammenhänge und internationa- pen anzupassen, hat sich ADRA in 2009 stärker auf die
len Abhängigkeiten darzustellen. Damit sollen die Hinter- Produktion audiovisueller Medien konzentriert. Filme
gründe und Grundlagen unserer Arbeitsweise nachvoll- über die Frauen in Nepal, über Mädchen in Kenia, die
ziehbar gemacht werden. vor Beschneidung und Zwangsverheiratung fliehen, über
Ein weiterer Tätigkeitsbereich betrifft das Engagement die Ernährungssituation in Mosambik, oder die Straßen-
von ADRA, sich in entsprechenden Gremien und Verbän- und Waisenkinder in der Ukraine, sowie über entwick-
den an den Meinungsbildungsprozessen zu beteiligen, lungspolitische Bildungsreisen sind dabei entstanden.
um auf die deutsche und europäische Politik und ihre An vielen Wochenenden war ADRA zu Gast bei unter-
Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Dazu gehört auch schiedlichen Veranstaltungen der Kirchengemeinden
das Wahrnehmen einer Fürsprecher-Rolle, für die nicht und informierte auf Messen, Konferenzen, Fachkonfe-
oder nur wenig entwickelten Länder, oder bestimmte Be- renzen und Symposien über die Arbeit.
völkerungsgruppen. An 72 Schulen unterrichten die Lehrer anhand des Info-
ADRA Deutschland hat im Jahr 2009 jeweils themenbe- Materials von ADRA die Schüler über die Lebensumstän-
zogen kompetente Mitarbeiter in die Gremien entsendet de der Kinder in Ost- und Südost- Europa, die alljährlich
und an der Erarbeitung verschiedener Entschließungen zum Weihnachtsfest ein Geschenkpaket durch die „Akti-
und Erklärungen mitgewirkt. on Kinder helfen Kindern“ erhalten.
In der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit be-
diente sich ADRA im Berichtsjahr der Printmedien. Dazu
gehört vor allem die zweimonatige Herausgabe des Info-
blattes „ADRA direkt“.

17
INTEGRIERTE PROGRAMME
LAOS

Thailand: Starthilfe für


BURMA
ethnische Minderheiten

Bangkok
N ordthailand ist die Heimat verschie-
dener einheimischer Bergstämme,
die zum Teil schon vor Jahrhunderten aus
den Hochebenen Tibets und Südchinas über
Laos und Burma nach Nordthailand ein-
gewandert sind. In der Vergangenheit war
die Populationsdichte dieser Volksgruppen
gering und ihre Lebensweisen in den be-
waldeten Bergregionen Nordthailands kamen
kaum in Kontakt oder Konflikt mit der thai-
ländischen Bevölkerung.

18 GES C H ÄFTS BERI CHT 2009


Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich die ADRA hilft daher den armen, ethnischen Minderheitsgrup-
Lage jedoch verschärft. Die Bevölkerungsdichte steigt im- pen. Ein integriertes Dorf-Entwicklungsprogramm mit
mens und eine massive Abrodung der Waldvorkommen ganzheitlichem Ansatz soll die Lebenssituation der Men-
nimmt den nomadisierten Menschen die Lebensgrund- schen nachhaltig verbessern. Neben einem Zugang zu sau-
lage. Ein zunehmender Kontakt mit der entwickelten, berem Trinkwasser, sollen außerdem durch die Vergabe
städtischen Bevölkerung hat außerdem zu sozialen Span- von Kleinkrediten neue Möglichkeiten zur Gewinnung von
nungen und Schieflagen unter den Bergstämmen geführt. Lebensunterhalt geschaffen werden. Zusätzlich erhalten
70 Prozent der rund 5 600 Menschen leben außerdem die Stämme Gesundheitskurse, in denen Aufklärungsarbeit
unterhalb der in Thailand definierten Armutsgrenze von über mögliche Krankheiten und deren Bekämpfung gelei-
1,5 USD/Tag. stet wird.

19
„AKTION KINDER HELFEN KINDERN!“

helfen
nd er
Ki dern!
on

Kin
Akti

A uch 2009 war unsere weihnachtliche Paket-Akti-


on von „Aktion Kinder helfen Kindern!“ ein voller
Erfolg. Mit der Hilfe vieler engagierter Kinder konnte
ADRA Deutschland in sieben osteuropäischen Ländern
insgesamt 37.588 Pakete an bedürftige Kinder verschen-
ken. In Albanien, dem Kosovo, Mazedonien, der Repu-
blik Moldau, Rumänien, der Ukraine und Serbien haben
sich die Kinder riesig über Teddybären, Mützen, Bleistifte
und natürlich viele andere Geschenke gefreut.
Ursprünglich nicht vorgesehen, war der Versand
von Paketen nach Rumänien. Dank der vielen
fleißigen Kinder in Deutschland, konnten jedoch auch
dort Pakete verteilt werden. Außerdem war es uns mit
der Hilfe deutscher Spendengelder möglich, 800 Pakete
direkt in Russland zu packen und dort an arme Kinder zu
verteilen.

20 GES C H ÄFTS BERI CHT 2009


Neben der Paket-Aktion war es uns auch in diesem Jahr
möglich, einige Folgeprojekte für hilfsbedürftige Men-
schen in Osteuropa zu initiieren. In der albanischen
Hauptstadt Tirana beispielsweise konnte ADRA eine Am-
bulanz einrichten. Medikamente für die Behandlung eines
Kindes kosten ungefähr fünf Euro. Doch selbst diesen Be-
trag kann die arme Landbevölkerung nicht aufbringen.
Die Ambulanz-Ärzte fahren daher in die ärmeren länd-
lichen Regionen und leisten dort kostenfrei eine medi-
zinische Grundversorgung. Zusätzlich organisieren sie
Gesundheitsschulungen. Auf unterhaltsame Weise – mit
einem Plüsch-Drachen – zeigen sie den Kindern
beispielsweise, wie eine umfassende Zahnrei-
nigung erfolgt. Auch allgemeine Hilfestel-
lungen zu medizinischen Fragen, wie der
richtigen Hygiene, werden gegeben.

21
ADRA entsendet Personal – weltwärts

tchen.“
„Wir backen keine kleinen Brö

22 GES C H ÄFTS BERI CHT 2009


Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2009

Nachdem ADRA Deutschland e. V. im Juli 2008 die Aner-


kennung als Entsendeorganisation für den entwicklungs-
politischen Freiwilligendienst „weltwärts“ des Bundes-
ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung erhielt, konnten 2009 insgesamt 22 Freiwil-
lige in sieben Länder entsendet werden.
Vier Freiwillige gingen nach Argentinien in eine Kinderta-
gesstätte, Bäckerei, oder in einen Kindergarten. Drei wei-
tere Freiwillige unterstützten das Sprachinstitut der Uni-
versidad Adventista Centroamerica in Costa Rica durch
Englisch- und Deutschunterricht. Zwei gingen außerdem
nach Kenia in das Kajiado Mädchenheim und arbeiteten
dort in der Schule mit.
Außerdem wurden weitere 13 Freiwillige nach Mexiko,
Moldawien, Tansania und Kirgisien entsendet.

ADRA Freiwillige

23
Das ist ADRA Deutschland

D ie Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe


e. V. ist eine Nichtregierungsorganisation (NRO). Sie
wurde 1986 von der protestantischen Freikirche der Sieben-
und am 8. Dezember 1986 fand die Gründungsversamm-
lung von ADRA Deutschland durch Mitglieder, Leiter der
Institutionen und Vertreter der Landeskörperschaften der
ten-Tags-Adventisten in Deutschland gegründet. Gemäß dem Siebenten-Tags-Adventisten statt. Maßgeblich für die Grün-
Motto „Damit Menschen wieder hoffen können“, arbeitet dung verantwortlich zeigte sich Pastor Erich Lischek, der
ADRA weltweit mit zahlreichen nationalen und internationa- ADRA nach dem Aufbau als geschäftsführendes Vorstands-
len Partnern daran, Armut und Hunger zu bekämpfen. Durch mitglied erhalten blieb.
die Umsetzung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen Im Januar 1987 wurde ADRA Deutschland e.V. im offizi-
(UN-Development Goals), schafft ADRA die Grundlagen, da- ellen Vereinsregister aufgenommen. Erster Vorsitzender zu
mit Menschen eine berechtigte Hoffnung haben können. dieser Zeit war Pastor Harald Knott. Als Teil des internatio-
Als kirchliche Einrichtung hilft ADRA Menschen – unabhängig nalen ADRA-Netzwerkes, kann ADRA Deutschland heute auf
von ihrer politischen und religiösen Anschauung, oder ihrer 120 Länderbüros zurückgreifen, um in enger Abstimmung
ethnischen Herkunft. Die Auswirkungen der Globalisierung Projekte der humanitären Hilfe und der Entwicklungszu-
zeigen: Gemeinsam sind wir eine Welt, und auf vielfache Weise sammenarbeit durchzuführen. Mit diesen Partnern vor Ort
voneinander abhängig. Was in Afghanistan, Westafrika, in Rus- sorgen wir für einen möglichst reibungslosen und kosten-
sland oder in der Türkei geschieht, hat Auswirkungen auf alle günstigen Ablauf unserer Hilfsmaßnahmen.
Länder und Völker. Es geht jeden von uns an. So fließt nur ein absolutes Mindestmaß aller privaten Spen-
den und staatlichen Fördergelder in die Arbeit unserer
Unsere Geschichte Organisationsstrukturen. ADRA garantiert, dass Spenden-
Um den Herausforderungen internationaler Entwick- gelder schnell und direkt in die vorgesehenen Projekte und
lungszusammenarbeit zu begegnen, wurde im Jahr 1983 zu den hilfsbedürftigen Menschen gelangen.
die Adventist Development and Relief Agency (ADRA)
in den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen. Das Netz-
werk breitete sich in den folgenden Jahren weltweit aus

Unser Auftrag:
Projektbezogene Hilfe - schnell,
Die Hilfsorganisation ADRA arbeitet stets projektbezogen.
Durch diese Arbeitsweise sind Ihre Spenden kein „Tropfen
auf dem heißen Stein“. Die konkreten Hilfsprojekte sind
von den Menschen vor Ort genau beschrieben. Sie sind die
Grundlage für alle Maßnahmen, damit ihre Lebensqualität

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Die Strukturen von ADRA – PROJEKTFINANZIERUNG
ein weltweites Netzwerk • Durch freiwillige Spenden,

Die adventistischen Hilfsorganisationen – dazu gehören • Projektgebundene Zuschüsse und Zuwendungen

das Gesundheits- und das Bildungswerk samt der kirch- anderer Hilfsorganisationen,
lichen Diakonie – stehen weltweit in engem Kontakt und • durch Zuschüsse der Freikirche der

arbeiten Hand in Hand zusammen. ADRA ist ein inter- Siebenten-Tags-Adventisten,


national arbeitendes Netzwerk unabhängiger nationaler • durch Beteiligungen einheimische Partner

Länderorganisationen. Regionalbüros koordinieren die (Projektträger),


Arbeit auf den jeweiligen Kontinenten. Das sind unter • durch projektgebundene Zuwendungen

anderem Regionalbüros in Amerika, dem Pazifik, in Eur- des Auswärtigen Amtes.


opa, in Asien und in Afrika.
Diese sind in einem Dachverband – ADRA International PRÜFUNG-REVISION
– zusammengefasst. ADRA International hat seinen Sitz in ADRA wird von der Buchprüfungsabteilung der Freikir-
Silver Spring im US-Bundesstaat Maryland. Er wird durch che der Siebenten-Tags-Adventisten, Körperschaft des
eigene Spendenwerbung finanziert und ist so unabhängig öffentlichen Rechts, sowie einem unabhängigen Wirt-
von den finanziellen Mitteln der Länderorganisationen. schaftsprüfer bezüglich einer sorgfältigen Haushalts- und
Buchführung, sowie bezüglich der ordnungsgemäßen
Verwendung der Spenden und Zuwendungen überprüft
(siehe Bestätigungsvermerk).

, direkt, nachhaltig
nachhaltig erhöht wird. Dabei gilt in allen Phasen der Durchführung
das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe, Mitarbeit der Hilfeempfänger und
Integration vom ersten Moment der Planung, bis in die Verantwort-
lichkeit für die nachhaltige Wirkung in der Zukunft. Nur so kann
ADRA für eine echte Verbesserung der Lebenssituation sorgen.

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ADRA bekämpft strukturelle Armut, akute Notlagen und sorgt für
nachhaltige Verbesserung der Lebensgrundlagen für Menschen.

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Dazu führt ADRA Projekte der Entwicklungszusammen- Gesundheit
arbeit und der Katastrophenhilfe durch oder fördert die- Gesundheit ist ein weiteres Grundbedürfnis
se. Entwicklungszusammenarbeit wird als Integrations- und die Voraussetzung für jede Form einer
prozess verstanden, der bei den eigentlichen Ursachen Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort.
der Armut beginnt und danach strebt, dem Menschen in Programme der Gesundheitsvorsorge und der Gesun-
seinem Umfeld einen Platz zur Existenzbewältigung zu ge- derhaltung sind daher grundlegend für jede weitere Ent-
ben. Zu diesem Zweck arbeitet ADRA in acht Bereichen: wicklung. Sie werden durch Aktivitäten der Schulung und

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Aufklärung begleitet. Dazu gehört auch die Förderung
Ernährung von Gesundheitsstationen und Krankenhäusern.

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Ernährung und die Sicherung der Versorgung
mit Nahrungsmitteln, sind Grundbedürfnis und Bildung
Basis nachhaltiger Projektarbeit. Ziel ist dabei, Bildung sichert den Fortbestand und die Zu-
die Menschen in den Stand zu versetzen, sich eigenver- kunft begonnener Arbeit: Alphabetisierung,
antwortlich gesund und ausreichend zu versorgen. schulische Bildung für Kinder und Erwachsene

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schaffen die Grundlagen. Die berufsbildende Ausbildung Personalentsendung
passt sich den Bedürfnissen und Problemen vor Ort an Seit seinem Bestehen hat ADRA Deutschland
und richtet sich nach den zu entwickelnden Fähigkeiten Menschen in Einsatzgebiete entsendet. Waren
und Fertigkeiten. In den kommunal orientierten Aufga- dies anfänglich vor allem Fachkräfte, die bei
benbereich von ADRA gehört daher der Aufbau sozialer der direkten Projektdurchführung mitarbeiteten, ka-
Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Waisenhäuser men später ehrenamtliche und freiwillige Helfer hinzu,
und Werkstätten in unterversorgten Gebieten. die im Rahmen des Adventistischen Hilfsdienstes (FAH)

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eingesetzt wurden. Dann bot ADRA ein sogenanntes
Einkommen Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an – beide Angebote
Einkommen zu verdienen oder in Selbststän- wurden bevorzugt von jungen Menschen angenommen.
digkeit zu erwirtschaften, sind Vorausset- In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ju-
zungen für den Erhalt und die Steigerung von gend, konnten wir jungen Männern Zivildienststellen im
wirtschaftlichem und sozialem Wohlergehen. ADRA bie- Ausland vermitteln. Durch die Zusammenarbeit mit dem
tet hier Starthilfen bei der Gründung von Erfolg verspre- Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee (AKLHÜ) und
chenden Kleingewerbeunternehmen und Handwerksbe- letztlich durch die Kooperation mit dem Bundesministe-
trieben durch die Gewährung von Krediten. rium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick-

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lung (BMZ), schlossen wir uns an das Förderprogramm
Integrierte Programme „Weltwärts“ an, wodurch dieser Arbeitsbereich eine we-
Integrierte Programme berücksichtigen die sentliche Verstärkung erfuhr. Jedes Jahr entsendet dieser
Situation, dass die Durchführung eines einzel- Bereich mehr als 15 junge Männer und Frauen.

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nen Projekts kein nachhaltiges Ergebnis bringt,
weil zu viele Voraussetzungen fehlen. Das bedeutet, die Entwicklungspolitische Bildung
Zusammenarbeit muss an unterschiedlichen Bereichen Mit diesem Arbeitsbereich wendet sich ADRA
anknüpfen und einer Dorfgemeinschaft gleichzeitig die an die Öffentlichkeit in
Nahrung sichern, für die Ausbildung und die Gesundheit Deutschland, mit dem
sorgen, nach Wasser bohren, die Infrastruktur verbes- Ziel, das Bewusstsein für die
sern und die Eigenständigkeit der Menschen so fördern, vielfältigen Zusammenhänge
dass sie sich ihren Lebensunterhalt selber verdienen zwischen Nord und Süd zu
können. Bisweilen nennt man solche Projekte auch fördern. Dazu gehören Hin-
„Dorfentwicklungsprogramme“, oder im englischen tergrundinformationen über
„Community Development“. unsere Arbeitsweise und die

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Begründung unserer Philo-
Katastrophenhilfe sophie. Immer wichtiger
Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit wurde in den letzten
mit den Entwicklungsländern, die zumeist auch Jahren die Wahr-
Opfer von Natur- oder von Menschen verurs- nehmung der Für-
achten Katastrophen sind, kann sich ADRA bei Eintritt sprecher-Rolle für
einer Notlage der Verpflichtung zur Hilfe nicht entziehen. die Menschen, die
ADRA leistet humanitäre Hilfe durch die Verteilung von keine Stimme, keine
Nahrung und Kleidung. Wir sorgen für erste Unterkünfte Lobby haben.
und versorgen die Menschen durch ärztliche und medi-
zinische Hilfe, auch wenn in dem betroffenen Land keine
ADRA-Struktur bestehen sollte. Dazu gehören auch Pro-
jekte und Programme des Wiederaufbaus und der Kata-
strophenvorsorge.

Damit Menschen
wieder hoffen können.

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Unsere Partner

Auf internationaler Ebene

UNHCR
United Nations High Commissioner for Refugees, Genf,
Schweiz

UNO
ADRA International hat einen Beraterstatus bei den Verein-
ten Nationen, New York, USA

WFP

U
Rahmenabkommen mit dem WFP (World Food Programm),
nsere Partner sind die regionalen ADRA-Vertre- Rom, Italien
tungen in Europa, Australien, Afrika, in verschie-
denen Regionen Asiens, sowie in Nord- und Süd-Amerika
und die ADRA-Schwesterorganisationen in zurzeit 120 Län- Auf europäischer Ebene
dern, die ihre Projekte und Programme selbst entwickeln.
Weitere Partner sind die Siebenten-Tags-Adventisten in Concord
über 180 Ländern der Erde, deren kirchliche Strukturen Confédération européenne des ONG d’urgence et de déve-
von ADRA genutzt werden. loppement, Bruxelles
ADRA Deutschland e. V. arbeitet zusammen mit: Kommu- European NGO confederation for relief and development,
nen, staatlichen Einrichtungen, Nicht-Regierungs-Organi- Brussels. Zusammenschluss von Nicht-Regierungs-Organi-
sationen (NRO) in der Bundesrepublik Deutschland und sationen aus dem Bereich der Entwicklungs- und Katastro-
in den Entwicklungsländern. phenhilfe auf europäischer Ebene. Sitz in Brüssel, Belgien.

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ECHO
Die europäische Kommission engagiert sich seit ihrem Be-
stehen für die humanitäre Hilfe. Im Sinne der Subsidiarität
verlässt sie sich bezüglich der Durchführung der Projek-
tarbeit auf die Erfahrung zivilgesellschaftlicher Organisa-
tionen. ADRA Deutschland arbeitet eng mit den verschie-
denen Einrichtungen der EU sowohl in Brüssel, als auch
in den Empfängerländern zusammen, um den Menschen
eine optimale Unterstützung geben zu können.

EuropeAid
Organ der Europäischen Kommission zur Förderung der Aktion Deutschland Hilft
Entwicklungszusammenarbeit. Sitz in Brüssel, Belgien Aktion Deutschland Hilft wurde im Jahr 2001 gegründet,
um bei großen Katastrophen die Kräfte der erfahrenen
Hilfsorganisationen zu bündeln und gemeinsam Sofort-
In Deutschland und Nothilfe zu leisten. Zum Zweiten sollte der Öffentlich-
keit in Deutschland eine einzige Spenden-Konto-Nummer
angegeben werden, um Verwirrung durch eine Flut ver-
schiedener Hilfeaufrufe und unübersichtlich vieler Kon-
tonummern in den Medien zu vermeiden. Die Verteilung
der gesammelten Spenden berücksichtigt die Kompetenz
und die Kapazität der beteiligten Mitgliedsorganisationen.
Dadurch erhalten die tatsächlich tätigen Organisationen
entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit die benötigten Mit-
tel zugewiesen. Für die Bewilligung der Mittel sind klar
Bundesregierung, Auswärtiges Amt beschriebene Projekte Voraussetzung. Das ermöglicht
Mitglied im Koordinierungsausschuss für humanitäre Hilfe, lokale oder sektorale Überschneidungen, aber auch ent-
Sitz in Berlin sprechende Unterversorgung zu vermeiden. Schirmherr ist
Dr. Richard von Weizsäcker, während Außenminister Dr.
Frank-Walter Steinmeier sich als Kurator
für Aktion Deutschland Hilft einsetzt.
ADH ist keine Hilfsorganisation,
sondern ein Aktionsbündnis
von insgesamt zehn bundesweit
agierenden Hilfsorganisati-
onen. Darunter auch der Pa-
ritätische Wohlfahrtsverband,
BMZ der weitere sieben regional
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit tätige Organisationen reprä-
und Entwicklung (BMZ) wurde im Berichtszeitraum des Jah- sentiert. ADRA Deutschland
res 2008 von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul ist Gründungsmitglied von
geleitet. Das Ministerium arbeitet nicht nur mit staatlichen Aktion Deutschland Hilft.
Organisationen der Entwicklungzusammenarbeit, sondern
auch mit den Nichtregierungsorganisationen, so genannten
NROs zusammen. Das BMZ unterstützt die Arbeit dieser
Organisationen auch finanziell.

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UNSERE PARTNER

ADRAculture Gemeinsam für Afrika


Handelsgesellschaft mbH. Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt Die Kampagne Gemeinsam für Afrika wird seit dem Jahr
2002 von 25 Hilfsorganisationen getragen.
ADRA-Stiftung In dem gemeinsamen Appell fordern wir Politik und Ge-
Stiftung zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit sellschaft auf, sich stärker gegen Hunger und Armut in
und der humanitären Hilfe. Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt Afrika zu engagieren und für gerechte politische und öko-
nomische Rahmenbedingungen einzutreten. Unser Aufruf
AWW verweist auf umfangreiche Hintergrund-Informationen zur
Advent-Wohlfahrts-Werk, das Sozialwerk der Gemeinschaft gegenwärtigen Situation in Afrika und wendet sich auch
der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Sitz in an die Lehrkräfte in den Schulen. Unterstützt wird diese
Hannover. Kampagne natürlich vom Schirmherrn, dem Bundespräsi-
denten Horst Köhler, und weiteren Prominenten wie Anne
DVG Will und Wolfgang Niedecken.
Deutscher Verein für Gesundheitspflege. Sitz in Ostfildern ADRA Deutschland ist Gründungsmitglied von Gemeinsam
bei Stuttgart für Afrika.

IEZ
Institut für Entwicklungszusammenarbeit, Friedensau –
eine Einrichtung von ADRA Deutschland und der Hoch-
schule Friedensau, die im Rahmen des Studienganges
„Christliches Sozialwesen“ durch Prof. Dr. Horst Rolly das
Fach „Entwicklungszusammenarbeit“ anbietet.

DER ADRA – VORSTAND


Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für 5 Jahre gewählt und ist
im Sinne des Paragraphen 26 BGB geschäftsführender Vorstand. Er besteht aus
fünf Mitgliedern:

Günther Machel, Pastor Klaus van Treeck, Pastor


Vorsteher der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Direktor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten,
Süddeutscher Verband, Norddeutscher Verband,
1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

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Der Paritätische
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband politik im Sinne des weltweiten Aktionsprogramms AGEN-
Er ist einer der großen Dachverbände, zu dem ADRA als DA 21. Das Programm wurde 1992 von 179 Staaten auf
reguläres Mitglied gehört. Sitz in Berlin. der „Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten
Parität International: Ein Arbeitskreis des DPWV, in wel- Nationen“ (UNCED) in Rio de Janeiro beschlossen. Im
chem sich NROs der humanitären Auslandshilfe und der Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung, wird ein Aus-
Entwicklungszusammenarbeit treffen. gleich zwischen Reich und Arm, den Geschlechtern und
Generationen angestrebt.
VENRO
Im Verband Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regie- GCAP
rungs-Organisationen (kurz VENRO) setzen sich 117 VENRO ist Träger der deutschen Plattform des „Global Call
private und kirchliche Träger der Entwicklungszusam- to Action Against Poverty“ (GCAP), einer internationalen
menarbeit, der Nothilfe, sowie der entwicklungspoli- Kampagne, die sich in 112 Ländern für ein Ende der Ar-
tischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit im mut engagiert. Um eine öffentliche Aufmerksamkeit und
Rahmen ihrer jeweiligen spezifischen Aufgabenfelder für Wirkung zu erzielen, veranstaltet DSgA (Deine Stimme ge-
die Verwirklichung der Verbandsziele ein. VENRO ist so- gen Armut) verschiedene Events, und für die internationa-
mit die Plattform der deutschen Organisationen der Ent- le Politik begleitende Aktionen. In Deutschland setzt sich
wicklungszusammenarbeit. Daher vertritt VENRO auf der u.a. der Künstler Herbert Grönemeyer samt befreundeten
europäischen Plattform „CONCORD“ auch die deutschen Fachleuten aus der PR- und Medienbranche für die Um-
Organisationen. setzung der Entwicklungsziele durch die Bundesregierung
VENRO besitzt die gesellschaftliche Relevanz, um sich bei ein.
den verantwortlichen Regierungsstellen und Gremien für ADRA Deutschland unterstützt die Aktion „Deine Stimme
Gerechtigkeit in der „Einen Welt“ einzusetzen und mit gegen Armut“, um Armut zu einem öffentlichen Thema zu
noch größerem Nachdruck für die Bekämpfung der Ar- machen. Nur wenn wir uns der Armen und ihrer Not be-
mut, die Verwirklichung der Menschenrechte und die Be- wusst sind und offen darüber sprechen, werden sich auch
wahrung der natürlichen Lebensgrundlagen einzutreten. die Regierungen mit diesem Thema beschäftigen müssen.
VENRO verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Entwicklungs-

Peter Kunze, Dipl.-Betriebswirt Jörg Fehr, Ingenieur Bruno Vertailler,


Schatzmeister der Euro-Afrika-Division ADRA-Direktor der Euro-Afrika-Division, Bern Präsident der Euro-Afrika-Division, Bern
und der Freikirche der STA in Deutsch-
land.

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Unsere Philosophie –
Hoffnung schenken auf christlicher Basis

Der Mensch ist zum Ebenbild Gottes geschaffen.


Alle Menschen sind vor Gott gleich.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Lebensqualität.
Nach diesem christlichen Leitbild arbeitet die Hilfsorganisation
ADRA seit ihrer Gründung. Damit Menschen wieder hoffen
können, schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen, aus
denen Hoffnung und Motivation wieder entstehen können. Daraus
erwachsen die Kräfte, sich für eine erreichbare Verbesserung
der Lebensbedingungen einzusetzen. Menschen gewinnen eine
Perspektive, die sie aus Hunger, Leid und Armut hinausführt.
Durch diese Arbeit werden christliche Werte konkret fassbar:
ADRA respektiert und achtet die Menschen, die unsere Hilfe benötigen
und baut eine lernende und Anteil nehmende Beziehung zu ihnen auf.
ADRA baut auf diese Beziehungen auf und bekämpft gemeinsam mit
den Menschen vorhandene Notstände.
ADRA nutzt Technologien, die dem Anspruch
der Menschen angepasst sind, um deren
vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten
zu fördern.
ADRA fördert die gleichberechtigte
Mitwirkung von Frauen in der Ent- IMPRESSUM:
wicklungszusammenarbeit. HERAUSGEBER:
Erich Lischek, Geschäftsführer
ADRA unterstützt Kommunen da- ADRA Deutschland e. V.
Robert-Bosch-Str. 10, 64331 Weiterstadt
bei, ihre Möglichkeiten zum Schutz Telefon 06151 8115 - 0
Telefax 06151 8115 - 12
natürlicher Ressourcen und der Umwelt E-Mail: info@adra.de, www.adra.de

optimal zu nutzen. VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT:


Heinz-Hartmut Wilfert
Leiter der EPOL-Bildung und Öffentlichkeitsarbeit
ADRA möchte allen Menschen die
MITARBEITERIN:
Möglichkeit geben, ihre Anlagen frei zu Mirjam Greilich, Liane Gruber

entfalten und setzt sich daher beson- GESTALTUNG, PRODUKTION:


rasani.design, www.rasani.de
ders für die Rechte der Kinder ein.
DRUCK:
Grindeldruck GmbH
20144 Hamburg

ADRA-SPENDENKONTO:
Commerzbank, Darmstadt:
Kt.-Nr. 2000 702 09,
BLZ 508 800 50

ADRA steht für:


Adventist Development
And Relief Agency

Damit Menschen
wieder hoffen können.