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Eine Resolution des Europäischen Parlaments zur Verurteilung der Hinterziehung

humanitärer Hilfe durch Algerien und durch die Front Polisario

Brüssel-Mitglieder des Europäischen Parlaments haben kürzlich einen formellen


Mechanismus auf den Weg gebracht, um das Europäische Parlament über die Hinterziehung
humanitärer Hilfe an die inhaftierte Bevölkerung in Tinduf aufzuklären.

Der heutige am Donnerstag vorgelegte Resolutionsentwurf verurteilt die Fortsetzung dieses


Betrugs und fordert die Prüfung der veruntreuten europäischen Hilfe durch die Front Polisario
und Algerien ein.

Er erinnerte daran, dass in dem in 2015 veröffentlichten Bericht des Europäischen Amtes für
Betrugsbekämpfung "das Zustandekommen des Transfers humanitärer Hilfe, die von der
Europäischen Union an die Front Polisario eingeräumt wird, insbesondere zum Zwecke des
Waffenaufkaufs, aufgezeichnet wurde, da der Wert dieser Hilfe zwischen 1994 und 2004 105
Millionen Euro erreichte.

In der Resolution des Europäischen Parlaments wurde auch darauf verwiesen, dass "Algerien
eine Steuer von 5 Prozent auf diese Hilfe erhoben hat und eine Flüchtlingszählung abgelehnt
hat, die vom Hochflüchtlingskommissar der Vereinten Nationen in den Jahren 1977, 2003,
2005 und 2015 beantragt wurde".

Auf dieser Grundlage forderte er die Europäische Union dazu auf, "gemeinsam mit der
Organisation der Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in
Algerien eine Flüchtlingszählung in den Lagern Tinduf vorzunehmen".

In der Resolution wurde die Europäische Union überdies dazu aufgefordert, den Einsatz der
europäischen humanitären Hilfe durch die Front Polisario seit 2015 zu überprüfen.

Die Hinterziehung gezielter humanitärer Hilfe an die in Tinduf inhaftierte Bevölkerung ist in
den letzten Tagen wieder in den Vordergrund gerückt, nachdem eine Gruppe von Medien und
Mitgliedern des Europäischen Parlaments bekannt gegeben hatte, dass dieser Betrug trotz des
Kontextes der Covid-19-Pandemie fortgesetzt wurde.

Der Fall wurde am vergangenen Donnerstag im Rahmen einer Anhörung des EU-Kommissars
für Krisenmanagement Janez Lenarčič vor dem Entwicklungsausschuss des Europäischen
Parlaments zur Sprache gebracht.

Unabhängige Untersuchungen und unwiderlegbare Aussagen deckten die Besorgnis der


Mitglieder des Europäischen Parlaments hinsichtlich des Fortbestehens dieses Betrugs trotz
der von der Europäischen Kommission ergriffenen Maßnahmen auf.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com