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Liebe Patientin, lieber Patient,

Sie leiden unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, die medikamentös


behandelt werden sollte. Ich
habe Ihnen Adalimumab verordnet. Dieses orientierende Informationsblatt soll Ihnen
die vorgesehene Behandlung
mit Adalimumab erläutern. Es dient als Besprechungsgrundlage und erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit.
Offene Fragen können Sie im ärztlichen Gespräch stellen, bevor Sie in die
vorgeschlagene Behandlung einwilligen.
.
Adalimumab ist ein 'Basistherapeutikum' für die Dauerbehandlung. Es ist ein
Immunsuppressivum und soll die
Krankheit langfristig günstig beeinflussen, indem das Fortschreiten der Erkrankung
aufgehalten wird und sich
dadurch die Schmerzen und Beschwerden verbessern. Adalimumab gehört zu den
Siologika•. Es ist ein
biologisch hergestelltes Eiweißmedikament, das entzündungshemmend wirkt, indem es
den
Entzündungsbotenstoff TNF-a blockiert.

Der Nutzen der Basistherapie überwiegt das Risiko für unerwünschte Wirkungen. Wie
bei allen Medikamenten
können auch mit Adalimumab unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, in sehr seltenen
Einzelfällen mit ernsten
oder lebensbedrohlichen Schäden. Ich informiere Sie daher über das Medikament und
auch darüber, worauf Sie
achten müssen. Wichtig ist, dass Sie die verordneten regelmäßigen Kontrollen
termingerecht durchführen. Damit
können Sie mit Hilfe dieser Information und unserem Gespräch die geplante
notwendige Behandlung mit der
höchstmöglichen Sicherheit durchführen.

Was ist Adalimumab?


Adalimumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen den Botenstoff
Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-a). TNF-a ist
maßgeblich an der Entzündungsreaktion bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
beteiligt. Adalimumab
bindet TNF-a, sodass dieses nicht seine Wirkung entfalten kann. Adalimumab ist in
Deutschland für die
Behandlung der mittelschweren und schweren Colitis ulcerosa und des M. Crohn
zugelassen.

Wie wird die Behandlung mit Adalimumab durchgeführt?


Adalimumab wird als PEN (=Fertigspritze. die per Knopfdruck ausgelöst wird)
subkutan (d.h. unter die Haut)
verabreicht. Adalimumab (Humiraü) gibt es in einer Dosis von 40mg und 80mg.
Colitis ulcerosa/M. Crohn: Nach erstmaliger Injektion in der Praxis (mit
Unterstützung des Praxispersonals),
erfolgen die weiteren Injektionen alle zwei Wochen je nach Wunsch in der Praxis
oder zu Hause.
Die Injektionsmenge wie auch die Intervalle werden im Verlauf individuell
angepasst.

Das Medikament muss immer kühl bei Temperaturen zwischen 2° und 8°C gelagert
werden (nicht einfrieren). Bitte
beachten Sie dies und benutzen Sie zum Abholen aus der Apotheke sowie für den
Transport zum Arzt eine
Kühltasche mit Kühlakku. Häufig stellen auch Apotheken eine Kühlbox zur Verfügung.
Bei Erwärmung ist mit
einem Wirkverlust des Medikamentes zu rechnen! Die Pens sollten vor Licht
geschützt werden (am besten im
Karton aufbewahren).

Ein einzelner Pen kann bis zu 14 Tage bei Temperaturen bis maximal 25° gelagert
werden. Der Pen muss
allerdings vernichtet werden, wenn er nicht innerhalb von 14 Tagen verwendet wird.

Wann tritt eine Wirkung ein?


In der Regel merken die Patienten eine Besserung nach 4-8 Wochen. Nach 3 Monaten
wird vom Arzt erstmals
beurteilt, ob ein ausreichendes Ansprechen auf die Therapie vorliegt.

Wie lange wird die Therapie mit Adalimumab durchgeführt?


Adalimumab eignet sich für eine langjährige Behandlung der chronisch-entzündlichen
Darmerkrankung. Bei guter
Verträglichkeit kann die Behandlung über viele Jahre erfolgen. Die Behandlung wird
auch dann fortgeführt, wenn sich die Beschwerden der chronisch-entzündlichen
Darmerkrankung deutlich gebessert haben.
sich die Beschwerden der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung deutlich gebessert
haben.

Wer darf nicht mit Adalimumab behandelt werden (Kontraindikationen)?


Patienten, die eine nachgewiesene Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe von
Adalimumab haben, dürfen nicht mit dem Präparat behandelt werden. Patienten mit
einer klinisch relevanten Infektionskrankheit, z.B. einer
dem Präparat behandelt werden. Patienten mit einer klinisch relevanten
Infektionskrankheit, z.B. einer
Tuberkulose, dürfen nicht behandelt werden. Patienten mit einer schweren
Herzschwäche (Herzinsuffiziens III°
und IV°) sind von der Therapie ausgeschlossen.

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