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INHALTSVERZEICHNIS

BASTELIDEEN...........................................................................2
Blumentopf basteln .................................................................................................................... 2
Blumenstecker aus Holz ............................................................................................................ 3
Leuchtende Farben: Frühlingsbilder mit Zuckerkreide malen .......................................... 4
Mit Zeitungspapier interessante Frühlingsdeko basteln ............................................................ 5

ÜBERRASCHEN SIE DIE ELTERN MIT


EINEM FRÜHLINGSFEST FÜR GROSS UND KLEIN..................6
Schritt 1: Laden Sie die Eltern schriftlich ein.......................................................................... 6
Schritt 2: Basteln Sie eine zauberhafte Frühlingsdekoration.............................................. 7
Schritt 3: Mit diesen 4 Aktionen punkten Sie.......................................................................... 7
Schritt 4: Organisieren Sie ein einfaches Frühlingsbuffet.................................................... 8
Schritt 5: Zum Ausklang ein Lied............................................................................................... 9

DEN FRÜHLING RIECHEN, FÜHLEN, HÖREN,


SEHEN – SO ENTDECKEN KLEINKINDER DIE NATUR.............10
Sorgen Sie für Kleidung, die schützt, aber nicht isoliert...................................................... 10
Lassen Sie den Kindern Zeit für sinnliche Erlebnisse........................................................... 11
Entdecken Sie den Frühling bei Spaziergängen.................................................................... 11
Nutzen Sie die gefundenen Schätze........................................................................................ 13
Nehmen Sie Tiere unter die Lupe............................................................................................. 13
Beobachten Sie die Veränderungen im Kita-Garten............................................................. 13
Dokumentieren Sie die Veränderungen in Fotos.................................................................. 14

DER BAUM IM WANDEL DER JAHRESZEITEN – ENTDECKEN


SIE MIT IHREN KINDERN DEN JAHRESVERLAUF....................15
Winter............................................................................................................................................. 16
Frühling.......................................................................................................................................... 18
Sommer.......................................................................................................................................... 19
Herbst............................................................................................................................................. 20
BASTELIDEEN FÜR DEN FRÜHLING
Die Natur neu erleben

BASTELIDEEN
Blumentopf basteln
Im Garten, Wald, Park oder auf der Wiese: Kinder finden überall kleine Schätze in der Natur.
Mit diesen Fundstücken lassen sich ganz wunderbar Blumentöpfe verschönern. Diese kann
man anschließend z. B. mit Blumenzwiebeln für erste Frühlingsblumen bepflanzen.

Das wird gebraucht:


► 1 Blumentopf aus Ton pro Kind
► Fundstücke von draußen, z. B. Äste, Steine usw.
► Heißkleber
► Blumenerde
► Tulpenzwiebel, Krokuszwiebel

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So wird’s gemacht:
Zuerst sollten Sie den Heißkleber vorbereiten. Dann be-
kommt jedes Kind einen Tontopf zum Gestalten. Auf die
einzelnen Fundstücke geben Sie reichlich Heißkleber.
Nun darf das Kind den Gegenstand auf seinen Tontopf
drücken. Alle gesammelten Schätze werden so nach
und nach auf den Blumentopf geklebt. Der verzierte
Blumentopf wird anschließend noch bepflanzt. Füllen
Sie gemeinsam mit den Kindern Erde in die Blumentöp-
fe. In die Erde stecken die Kinder nach Belieben Blu-
menzwiebeln. Achten Sie gemeinsam mit den Kindern
darauf, dass die Erde im Topf in den kommenden Wo-
chen immer etwas feucht ist. Bald gibt es dann eine
doppelt schöne Überraschung: Ein blühendes Wunder
im mit Fundstücken verzierten Topf!

Blumenstecker aus Holz


Egal, ob im Blumentopf im Gruppenraum oder im Blumenbeet im Kita- Garten:
Blumenstecker sind dekorativ und ein schöner Blickfang. Mit Holzresten können
Sie zusammen mit den Kindern schnell und wirkungsvoll schöne Blumenstecker
gestalten.

Das wird gebraucht:


► 1 Schaschlik-Stäbchen pro Kind
► Äste
► Astschere
► stabiler Karton
► Holzleim
► Heißkleber
► Schere

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So wird’s gemacht:
Sammeln Sie zusammen mit den Kindern im Wald oder Garten unterschiedlich
dicke Äste. Diese schneiden Sie anschließend mithilfe einer Astschere in kleine
Scheiben. Laden Sie die Kinder ein, nach Belieben eine Form auf den Karton zu ze-
ichnen und auszuschneiden, z. B. ein Herz, eine Blume usw. Geben Sie einen Klecks
Heißkleber unten an den ausgeschnittenen Karton. Dort hinein drücken die Kinder
das Schaschlik-Stäbchen. Nun können sie die Kartonform am Stiel mit Holzleim be-
streichen. Darauf kleben sie die Astscheiben – und zwar auf die Vorder- und Rück-
seite. Fertig sind die Blumenstecker aus Holzresten.

Leuchtende Farben: Frühlingsbilder mit Zucker-


kreide malen
Bei Bildern, die mit Zuckerkreiden gestaltet wurden, leuchten die Farben ganz phan-
tastisch. Inspirieren Sie die Kinder, ihre Frühlingsbilder doch einmal mit diesen be-
sonderen Kreiden zu gestalten.

Das wird gebraucht:


► 4 unterschiedlich farbige Tafelkreiden
► 4 Schälchen mit Wasser
► 8 TL Zucker
► pro Kind 1 Bogen Tonpapier
► Haarspray

So wird’s gemacht:
Geben Sie in jedes Schälchen mit Wasser 2 TL
Zucker. Nun legen die Kinder in jede Zucker-
wasserlösung für ca. 2 Minuten 1 Kreide. Haben
sich die Kreiden vollgesaugt, können sie aus der
Wasserschale genommen werden. Mit der Zuck-

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erkreide können die Kinder nun ihre Frühlingsbilder bunt gestalten. Sie werden
über die besonders kräftigen Farben staunen, die wunderschön leuchten. Damit
die Farben haltbar sind, können die Kinder ihre Bilder am Ende noch mit Haarspray
besprühen und so die Farben fixieren.

Mit Zeitungspapier interessante Frühlingsdeko basteln


Bunte Papierschmetterlinge und gefaltete Blüten sind eine allseits beliebte Früh-
lingsdeko. Dabei kann auch schlichtes Zeitungspapier als Gestaltungsmittel ein
echter Hingucker sein. Damit verschönern Sie im Frühling gemeinsam mit den Kin-
dern noch kahle Äste.

Das wird gebraucht:


► 1 leere Flasche
► Äste
► Zeitungspapier
► Paketschnur
► Schere
► dicke Stopfnadel

So wird’s gemacht:
Arrangieren Sie mit den Kindern Äste in einer Flasche,
und suchen Sie einen Platz dafür im Gruppenraum.
Dann bekommt jedes Kind eine Zeitungsseite. Daraus
schneidet es Blumen-, Schmetterlings- oder Käferfor-
men aus. Mit der Nadel stechen die Kinder vorsichtig
ein Loch in ihren Zeitungsdeko-Frühlingsgegenstand.
Schließlich wird ein Stück Paketschnur durch das Loch
gefädelt und verknotet. An diesem Anhänger werden
die Zeitungsfiguren an die Äste gehängt.

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ÜBERRASCHEN SIE DIE ELTERN MIT
EINEM FRÜHLINGSFEST FÜR GROSS
UND KLEIN
Jetzt zu Jahresbeginn planen Sie sicherlich schon die Feste und Feierlichkeiten für
die kommenden Monate. Haben Sie auch schon mal daran gedacht, anstelle eines
Sommerfestes ein Frühlingsfest zu feiern? Heißen Sie mit Ihrer Kita in diesem Jahr
den Frühling willkommen, indem Sie dieser Jahreszeit ein eigenes Fest voller Licht
und Farben widmen.

Damit bringen Sie Abwechslung ins Kita-Jahr und können in der oftmals stressigen
Zeit vor den Sommerferien auf ein Sommerfest verzichten. Letzteres freut auch viele
Eltern, die vor den Sommerferien ebenfalls viele Termine wahrnehmen müssen.

Auf dieser Seite lesen Sie, wie Sie in 5 Schritten ein kurzweiliges farbenfrohes Pro-
gramm für Ihr Frühlingsfest mit den Kleinkindern und ihren Familien gestalten.

Schritt 1: Laden Sie die Eltern


schriftlich ein
Malen Sie eine Blumenblüte mit Bleistift auf ein-
en DIN-A4-Bogen Papier und kopieren Sie diese
entsprechend der Anzahl der einzuladenden Famil-
ien auf buntes Papier. Dann schreiben Sie mit dem
PC: Einladung zum Frühlingsfest. Wann: Freitag, 28.
April von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr (bzw. Ihr Termin).
Wo: Auf dem Außengelände der Kita. Das erwartet
Sie: Käfer, Blumen, Pflanzspaß, Spiel und Spaß sow-
ie ein leckeres Buffet.

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Schritt 2: Basteln Sie eine zauberhafte Frühlingsde-
koration
Begeistern Sie die großen und kleinen Festbesucher mit einer fantasievollen und
farbenfrohen Dekoration. Spannen Sie dazu auf dem Außengelände bunte Krepp-
papierstreifen von Ast zu Ast oder von Spielgerät zu Spielgerät. So zaubern Sie ein-
en Frühlingshimmel aus bunten Farben. Sollte es regnen, können Sie das bunte
Papier auch in Ihrer Turnhalle oder den Kita-Fluren aufhängen. Vielleicht haben Sie
nähbegeisterte Mütter/Väter in Ihrer Kita, dann bitten Sie sie darum, zusätzlich far-
benfrohe Wimpelketten aus Stoff zu nähen oder eigene Ideen umzusetzen. Diese
halten nicht nur länger, sondern sind auch noch umweltfreundlicher.

Schritt 3: Mit diesen 4 Aktionen


punkten Sie
Der Schminktisch:
Am altbewährten Schminktisch verwandeln Sie die
Kleinkinder in Frühlingsboten und stimmen sie so auf
das Festmotto ein. Lassen Sie die Kinder z. B. zwischen
folgenden Frühlingsmotiven auswählen: Blumen-,
Käferoder Schmetterlingsgesicht.

Kartoffeln pflanzen:
Stecken Sie ein ca. 4 x 4 m großes, bereits umgegraben-
es Kartoffelbeet auf Ihrem Außengelände ab. Mit Ihrer
Hilfe können die Kleinkinder dort Kartoffelkeimlinge im
Abstand von ca. 30 cm zueinander in den Boden legen und anschließend wieder
mit Erde bedecken. Bis die Kartoffeln im September reif sind, können die Kinder sie
beim Wachsen beobachten, schließlich ernten und genießen.

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Osterglocken basteln:
Jedes Kind bekommt ein blaues DIN-A4-Papier. Da-
rauf klebt es mit Kleister aus grünen Pappresten einen
Blumenstängel und eine Wiese. Am oberen Ende des
Stängels klebt es eine weiße Muffinform als Blütenkelch
auf. Auch das Innere der Muffinform wird mit Kleister
eingestrichen und anschließend mit zu kleinen Kugeln
zusammengedrücktem gelbem Krepppapier beklebt –
fertig ist die Osterglocke! Die Kinder können ihr Werk
mit nach Hause nehmen.

Auf die Lupe, fertig los:


Markieren Sie auf Ihrem Außengelände verschiedene
Stellen, an denen sich der Frühling zeigt, beispielsweise
ein Stück frisch gewachsene Wiese, ein Blümchen, Am-
eisen, die an der Baumrinde eines Baumes entlangkrabbeln, eine Blüte usw. Als
Markierung können Sie kleine Fähnchen nutzen, die Sie in die Erde stecken oder mit
Klebeband befestigen. Die Kinder finden die Fähnchen und betrachten an diesen
Stellen das Frühlingserwachen durch kleine Lupen, die Sie vorher austeilen.

Schritt 4: Organisieren Sie ein ein-


faches Frühlingsbuffet
Im Frühling ist die Auswahl an saisonalen Produkten
nicht sehr groß. Hier bietet sich ein Kartoffelsalat mit ei-
nem veganen Dressing und Brötchen an.

Tipp für Ihre Praxis: Bitten Sie die Eltern, Kartoffeln für
den Salat abzukochen, zu pellen und zu schneiden.
Sie kümmern sich um das Dressing. Für 6 kg Kartoffeln
brauchen Sie 400 ml Rapsöl, 8 EL Weißweinessig und 1 l
Sojamilch. Vermischen Sie diese Zutaten mit dem Püri-
erstab für etwa 3 Minuten. Anschließend schmecken Sie noch mit Salz und Pfef-

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fer ab. Zum Kartoffelsalat bieten Sie Rohkost an. Richten Sie aus klein geschnit-
tenem Obst und Gemüse verschiedene Frühlingsmotive an. Legen Sie z. B. einen
Schmetterling, eine Blume oder einen Baum auf große Platten auf. Das ist ein ech-
ter Hingucker und es kann einfach aus der Hand gegessen werden.

Schritt 5: Zum Ausklang ein Lied


Versammeln Sie sich zum Abschluss mit allen Eltern und
Kindern in einem Kreis auf Ihrer Frühlingswiese und sin-
gen Sie gemeinsam ein Frühlingslied, wie z. B. „Immer
wieder kommt ein neuer Frühling“. Das gemeinsame
Singen stärkt zum Schluss noch einmal das Gemein-
schaftsgefühl der Kinder, Eltern und Erzieher. Vielleicht
haben Sie die Möglichkeit, den Gesang noch mit ver-
schiedenen Instrumenten zu begleiten.

Und wenn es regnet?


Bei nassem Wetter feiern Sie das Frühlingsfest im Bewe-
gungsraum Ihrer Einrichtung. Dort kann beispielsweise
das Buffet aufgebaut werden und Raum zum Essen und
zum gemeinsamen Austausch sein. In den Gruppenräu-
men können die unterschiedlichen Angebote und Spiele
durchgeführt werden. Das Spiel „Auf die Lupe, fertig los“
ersetzen Sie, indem Sie Kopien von Frühlingsblumen
im Raum verteilen, die die Kinder suchen müssen. Für
das Pflanzangebot nutzen Sie eine große Wanne mit
Muttererde, in die die Kinder die Kartoffeln pflanzen. Als
Highlight können die Kinder die Wanne mit Unterstützu-
ng Ihrer Eltern nach Draußen in den Regen stellen. So
bekommen die Kartoffelsetzlinge ihre erste Wässerung
direkt von der Natur selbst. Machen Sie Fotos zur Erin-
nerung.

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DEN FRÜHLING RIECHEN, FÜHLEN,
HÖREN, SEHEN – SO ENTDECKEN
KLEINKINDER DIE NATUR
Kleinkinder haben ein großes Interesse an der Natur – vor allem, wenn jetzt der
Frühling erwacht. Die Kleinkinder erleben die leuchtenden Farben der Natur, riech-
en den Blütenduft und hören Vogelgezwitscher. Positive Naturerfahrungen fördern
die Persönlichkeitsentwicklung von Kleinkindern.

Sie stärken ihr Selbstvertrauen, ihre Wahrnehmung, ihr ästhetisches Empfinden


und fördern die Achtung vor der Natur. Zudem schulen die Kleinkinder ihre Auf-
merksamkeit und Konzentration sowie die motorischen Fähigkeiten. Nutzen Sie
diese Jahreszeit, um den Kleinkindern viele Anregungen zu bieten.

Sorgen Sie für Kleidung, die schützt, aber nicht


isoliert
„Es gibt kein falsches Wetter, nur die falsche Kleidung.“
Dieser Spruch gilt auch für die sinnlichen Erlebnisse. Si-
cherlich sind Regenkleidung und Matschhosen an regneri-
schen Tagen sinnvoll. Wenn es nur noch ein wenig feucht
oder windig ist, sind sie aber übertrieben. Wie sollen die
Kleinkinder sinnliche Erfahrungen in der Natur sammeln,
wenn sie komplett in Plastik gehüllt sind und dadurch vie-
les nicht fühlen können?

Sprechen Sie mit den Eltern darüber, dass Matschhosen


zwar die Kleidung der Kleinkinder vor Gras- und Erdflecken
schützen, aber den Kindern auch grundlegende Sinneser-
fahrungen rauben. Bitten Sie die Eltern, den Kleinkindern
lieber Kleidung anzuziehen, die auch einen Grasfleck ha-

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ben darf: eine Hose, die es verträgt, wenn das Kleinkind über den Boden krabbelt,
und eine Baumwolljacke, bei der das Kind den Wind spüren kann.

Lassen Sie den Kindern Zeit für sinnliche Erleb-


nisse
Kleinkinder sind von Natur aus interessiert an sinnlichen Erfahrungen. Aus eigenem
Antrieb erkunden sie fast alles mit ihren Fingern. Sie riechen an Pflanzen und pro-
bieren vieles. Sie suchen auf unebenem Boden oder an umgefallenen Baumstäm-
men und Steinen Reize für ihr Gleichgewichtssystem, indem sie darauf klettern, bal-
ancieren und herunterspringen.

Begleiten Sie die Kleinkinder bei ihren Erkundungsgängen


und geben Sie ihnen ausreichend Zeit, um den Zauber
der erwachenden Natur wahrzunehmen. Nehmen Sie sich
selbst zurück und beobachten Sie die Erlebnisse und Er-
fahrungen, die das jeweilige Kleinkind macht.

Die Beobachtungen, die Sie in dem Moment manchen,


eignen sich sehr gut für die Dokumentation im Portfolio
oder für Lerngeschichten. Lassen Sie die sinnlichen Ein-
drücke auf die Kleinkinder wirken und sich ins kindliche
Bewusstsein verankern. Sobald Sie merken, dass das
Kleinkind sich nicht mehr konzentriert den sinnlichen Er-
lebnissen widmet, beginnen Sie, Fragen zu stellen oder
Dinge zu erklären.

Entdecken Sie den Frühling bei Spaziergängen


Machen Sie sich gemeinsam mit den Kleinkindern auf den Weg. Gehen Sie auf eine
Wiese, in den Wald oder in einen Park. Dort gibt es allerhand für Kleinkinder zu

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entdecken. Fördern Sie die visuelle Wahrnehmung, indem Sie die Kleinkinder zum
bewussten Hinsehen einladen.

Betrachten Sie beispielsweise den Boden genau und fragen Sie nach einer Weile
die Kinder, was dort zum Vorschein kommt. Laden Sie die Kleinkinder ein, mit den
Fingern durch die Erde zu graben. So lässt sich noch viel mehr entdecken. Riechen
Sie gemeinsam an der Erde.

Gestalten Sie Einladungen so, dass sie auch von berufstätigen Eltern wahrgenom-
men werden können. Legen Sie beispielsweise Elterngespräche morgens in die
Bringzeit oder auf den späten Nachmittag. Da auch Sie auf Ihre Freizeit und Ihren
Feierabend achten sollten, reservieren Sie die Termine vorrangig für Eltern, die
diese wirklich benötigen.

Tipp für Ihre Praxis:


Halten Sie Ihre Bildungsangebote mit der Kamera fest.
Drucken Sie die Bilder aus und schreiben Sie dazu, welche
Bereiche Sie gefördert haben. So wissen die Eltern den
Wert Ihrer Arbeit noch mehr zu schätzen.

Nutzen Sie die nachfolgenden Angebote. Damit fördern


Sie neben dem Naturbewusstsein vielfältige weitere
Fähigkeiten der Kleinkinder, wie Sie der Übersicht entneh-
men können.

Wichtiger Hinweis:
Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, welche Pflanzen
giftig sind. Diese dürfen die Kleinkinder nicht berühren
und schon gar nicht in den Mund nehmen. Nehmen Sie
ein Pflanzenbestimmungsbuch mit. Das bietet Ihnen vor
Ort eine Hilfestellung.

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Nutzen Sie die gefundenen Schätze
Nehmen Sie Fundstücke und die gepflückten Blumen mit in die Kita. Folgende
Nutzungsvarianten bieten sich an:
► Stöcke eignen sich zum Spielen und Basteln.
► Alle gefundenen Schätze können auf einem Tisch präsentiert werden.
► Geben Sie die Blumen in eine Vase oder Schale mit Wasser.

Nehmen Sie Tiere unter die Lupe


Im Frühling erwachen viele Tiere aus ihrem Winterschlaf oder kommen aus dem
warmen Süden zurück in unsere heimischen Gefilde. Kleinstlebewesen tummeln
sich zwischen Gräsern und Blumen. Entdecken Sie mit den Kleinkindern die Käfer,
Schmetterlinge, Regenwürmer, Raupen und Ameisen.

Nehmen Sie sich Lupen und gehen Sie in Ihren Kita-Garten oder unternehmen Sie
wiederum mit den Kleinkindern einen Spaziergang. Je nachdem, ob Sie eine Wi-
ese, einen Park oder einen Wald ansteuern, werden die Kleinkinder andere – auch
größere – Lebewesen entdecken können. Nehmen Sie sich auch hier wieder die
Zeit, um die einzelnen Tiere mit den Kleinkindern zu beobachten und zu belaus-
chen. Anschließend nutzen Sie die Beobachtungen für weitere Aktivitäten, bei
denen die Kinder die Bewegungen oder Geräusche der Tiere nachahmen. Welche
Förderbereiche Sie damit ansprechen, entnehmen Sie der Übersicht rechts.

Beobachten Sie die Veränderungen im Kita-Garten


Besonders der Garten Ihrer Kita bietet sich an, um mit den Kleinkindern das Früh-
lingserwachen und die Veränderungen der Natur zu erleben. Gehen Sie mit den
Kleinkindern in den Garten und suchen Sie gemeinsam einen Baum oder Strauch
aus, dessen Veränderungen Sie in den nächsten Wochen beobachten.

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Betrachten Sie mit den Kleinkindern den Baum intensiv. Schauen Sie sich die Kno-
spen der bald wachsenden Blätter an. Zeigen Sie den Kleinkindern, wie Sie die jun-
gen Blätter den Knospen entrollen. Streichen Sie den Kleinkindern mit den zarten
Blättern über die Hände und über die Wangen. Dabei machen die Kleinkinder span-
nende Entdeckungen: So weich und zart sind die neuen Blätter! Lassen Sie die Kind-
er selbst ausprobieren, wie aus der festen Knospe das zarte Blatt zum Vorschein
kommt, und sich selbst mit den Blättern streicheln.

Laden Sie die Kleinkinder auch ein, an den neuen Blättern, den Blüten, am Stamm
zu riechen und alles zu betasten. So erleben die Kinder die Natur ganzheitlich. Spre-
chen Sie über diese Sinneserfahrungen. Nutzen Sie dabei Wörter wie: „Der Stamm
ist glatt/rau. Der Stamm riecht holzig. Die Knospen riechen frisch.“ Dadurch festigen
Sie die sinnlichen Erfahrungen und fördern die Sprachentwicklung der Kleinkinder.

Dokumentieren Sie die Veränderungen in Fotos


Machen Sie ein Foto von dem Baum oder Strauch. Dies wiederholen Sie mindestens
einmal in der Woche. Sprechen Sie über die Veränderungen. Sicherlich werden die
Kleinkinder von selbst auch den Baum oder Strauch bei ihrem Aufenthalt im Garten
genau beobachten. Nutzen Sie dazu Wörter wie „kahl – Blätter, Knospen – Blüten
und Früchte“. So fördern Sie die Sprachentwicklung, die visuelle Wahrnehmung
und das Naturbewusstsein.

Entwickeln Sie die Fotos und betrachten Sie diese in einem Morgenkreis mit
den Kleinkindern: Welche Unterschiede können die Kleinkinder entdecken? Wie
verändert sich das Gewächs? Kleben Sie mit den Kleinkindern die einzelnen Fotos
nacheinander auf ein Plakat. So dokumentieren Sie die Veränderungen. Hängen
Sie das Plakat an eine für die Kleinkinder gut sichtbare Stelle. Die Kinder werden die
Dokumentation immer wieder intensiv betrachten.

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DER BAUM IM WANDEL DER
JAHRESZEITEN – ENTDECKEN SIE MIT
IHREN KINDERN DEN JAHRESVERLAUF
Ein Thema + ein ganzes Jahr lang = null Langeweile! Wie soll das gehen, fragen Sie
sich? Die Antwort steht vielleicht auch vor Ihrer Eingangstür.

Die Natur bietet die vielfältigsten Möglichkeiten, sich mit den Kindern intensiv ein
Jahr lang einer Sache zu widmen. Durch die Jahreszeiten bleibt Ihr Projekt ständig
in Bewegung, verändert sich und wird so nie langweilig. Vielleicht haben auch Sie
auf dem Grundstück Ihrer Einrichtung einen Baum stehen. Oder die Kinder haben
auf dem Spielplatz ihren Lieblingskletterbaum.

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► Stellen Sie diesen Baum für ein Jahr in den Mittelpunkt, und gestalten Sie ein
Projekt, das sich mit dem Baum im Jahresverlauf befasst.

Die folgenden Tabellen bietet Ihnen eine Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten


sowie Fragen, die Ihre Kinder zum Erforschen anregen sollen. Natürlich bieten sich
auch andere Themen aus der Natur für ein Jahresprojekt an, z. B. Tiere auf der Wi-
ese, Vögel in unserem Garten, die Sträucher unserer Einrichtung oder die Wiese in
4 Jahreszeiten.

Gestaltungsvorschläge und Forscherfragen zum Projekt „Baum im Jahresver-


lauf“

Winter

Betrachtungs- und Gestaltung- Forscherfragen


smöglichkeiten

Baum mit allen Sinnen kennen le- Welche Teile hat ein Baum?
rnen: tasten, riechen, umfassen, sehen

Fotografieren „unseres“ Baums Sehen alle Bäume gleich aus?

Teile“ des Baumes kennen lernen: Wozu braucht der Baum Wurzeln?
Wurzeln, Stamm, Rinde, Äste,Zweige,
Krone

Details wie z. B. Astgabelungen, her- Welche Funktion hat die Rinde?


ausragende Wurzeln,

Wuchsstelle der Blätter erkennen, Warum hat er keine Blätter?


betrachten und malen

Malen des Baums in echter Größe für Wie groß und alt ist der Baum?
die Gruppenraumwand

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Typische Baumform erkennen und Wie können wir das herausfinden?
mit anderen Bäumen vergleichen

Name des Baums anhand von unten Könnt ihr euch daran erinnern, wie
liegenden Blättern und Früchten her- der Baum im Sommer/Herbst aussah?
ausfinden z. B. Buche

Was hatte er da, was er nun nicht


Funktion der Wurzeln mit Schwamm mehr hat?
erklären Entdecken wir noch Reste von seinen
Blättern und Früchten?

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Frühling

Betrachtungs- und Gestaltung-


Forscherfragen
smöglichkeiten

Alle 4–5 Tage die Entwicklung des


Wie verändert sich der Baum?
Baums betrachten und fotografieren

„Baum“ im Gruppenraum entsprech-


Woher kommen Blätter und Blüten?
end gestalten

Suchen nach Bäumen mit anderen


Warum wachsen sie jetzt?
Blättern und Blüten

Kinder malen eigenen kleinen Baum


Was passiert mit den Blüten?
mit Blüten

Besuch im Wald mit Bestimmungs-


buch, andere Bäume erkennen und Welche Form haben die Blätter?
benennen

Kennen lernen der Tiere, die die Wie fühlen sich die Blätter an?
Blüten nutzen: die Tiere malen, ge-
Wie sehen die Blüten der anderen
stalten und spielen, ihr Verhalten
Bäume aus?
genau beobachten und anschließend
darüber sprechen Naschen Tiere von den Blüten?

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Sommer

Betrachtungs- und Gestaltung-


Forscherfragen
smöglichkeiten

Das Wachstum der Früchte wöchen-


tlich vergleichen, messen, fotografie- Wie sieht der Baum jetzt aus?
ren

„Baum“ im Gruppenraum verändern Wächst eine Frucht?

Termin mit Förster: Kennenlernen ver-


schiedener Bäume und Jahresringe, Wohnen Tiere im Baum?
ungelöste Fragen stellen

Was braucht ein Baum zum Wachsen? Wozu dient der Baum den Menschen?

Unterscheiden von Laub- und Nadel-


Was macht er, wenn es nicht regnet?
bäumen

Was passiert, wenn wir die Frucht vom


„Baumsaft“ entdecken
Baum abmachen?

Kennenlernen des Lebensumfeldes


der Tiere

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Herbst
Im Herbst verfärben sich die Blätter an den Bäumen. Der Baum richtet sich auf
den „Winterschlaf“ ein. Er hört auf zu wachsen und zieht alle Pflanzensäfte in die
Wurzeln hinein. Mit dem Saft wird auch der grüne Farbstoff (Chlorophyll) aus den
Blättern gezogen. Nur noch der rote und der gelbe Farbstoff sind zu sehen und so
werden die Blätter im Herbst bunt.

Betrachtungs- und Gestaltung- Forscherfragen


smöglichkeiten

Baum im Herbst kennen lernen und Welche Farben bekommt der Baum?
fotografieren

„Baum“ im Gruppenraum entsprech- Wie und warum verändern sich die


end gestalten Blätter?

Sammeln und Erforschen der Früchte, Was passiert mit den Früchten, was
ggf. verarbeiten mit den Blättern?

Blättermemory, -girlanden, -män- Was geschieht mit dem unten liegen-


nchen herstellen den Laub?

Blätter-Schatten-Raten veranstalten Ist der Baum in fast 1 Jahr gewachsen?

Blätter mit Wachsfarben durchreiben: Kann ich ihn umfassen?


„Frottage“

Aus einem großen Blätterhaufen die


Blätter unseres Baums herausfinden

Das Fallen der Blätter rhythmisch ge-


stalten und nachspielen

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IMPRESSUM

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