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Festschrift für Heiner Eichner

DIE SPRACHE

Zeitschrift für Sprachwissenschaft

Im Auftrag der Wiener Sprachgesellschaft herausgegeben von Heiner Eichner

unter Mitwirkung von Hans Christian Luschützky, Robert Nedoma, Oskar E. Pfeiffer, Klaus T. Schmidt und Chlodwig H. Werba

Redaktion: Robert Nedoma

48 (2009)

Wiener Sprachgesellschaft Harrassowitz Verlag · Wiesbaden

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Festschrift für Heiner Eichner

herausgegeben von Robert Nedoma und David Stifter

Wiener Sprachgesellschaft Harrassowitz Verlag · Wiesbaden

DIE SPRACHE – Zeitschrift für Sprachwissenschaft, 48 (2009)

Im Auftrag der Wiener Sprachgesellschaft herausgegeben von Heiner Eichner unter Mitwirkung von Hans Christian Luschützky, Robert Nedoma, Oskar E. Pfeiffer, Klaus T. Schmidt und Chlodwig H. Werba.

Anschrift: Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien, Dr. Karl Lueger Ring 1, A 1010 Wien, Österreich.

Alle redaktionelle Korrespondenz, Manuskripte und Bücher sind an den Herausgeber (Anschrift wie oben) zu richten. Für unverlangt eingesandte Bücher kann weder eine Besprechung noch Rücksendung garantiert werden.

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Die Aufnahme von Repliken und persönlichen Erklärungen wird prinzipiell abgelehnt; die Auto- r(inn)en sind ihrerseits zu einer streng sachlichen Formulierung angehalten.

© Wiener Sprachgesellschaft, Wien 2010 Gedruckt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Wien.

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Rechteinhaber, die nicht ermittelt werden konnten, werden gebeten, sich an die Wiener Sprachge- sellschaft zu wenden.

Satz: Robert Nedoma

Druck und Verarbeitung: AZ Druck und Datentechnik GmbH, Kempten

Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier.

Printed in Germany

www.harrassowitz verlag.de

ISSN 0376 401X

ISBN 978-3-447-06226-8

DIE SPRACHE • Bd. 48 (2009) *Hnr. Festschrift für Heiner Eichner

herausgegeben von Robert Nedoma und David Stifter

IX–XI

XIII–XVI

1–10

11–19

20–26

27–33

34–43

44–54

55–65

66–70

71–79

Vorwort

Tabula gratulatoria

ACKERMANN, KATSIARYNA

Zum slavischen asigmatischen Aorist

ARAPI, INA

Die Lokution do me thanë und andere synonyme Wortgefüge im Albanischen

BALLES, IRENE

Lang, rund und krumm: zu einigen indogermanischen Zusammenbildungen

BAMMESBERGER, ALFRED

Gotisch swesa (Skeireins II, 25–26). Mit Anmerkungen zum Dual beim Adjektiv

BOCK, ALBERT und BRUCH, BENJAMIN

Nucleus Length and Vocalic Alternation in Cornish Diphthongs

CHRISTIANSEN, BIRGIT

Typen von Sanktionsformeln in den lykischen Grabinschriften und ihre Funktionen

FEULNER, ANNA HELENE

Kuhns Gesetze im Beowulf

GRIFFITH, AARON

A note on pronominal coordination in Old Irish

ILLÉS, THERESA-SUSANNA

Modern Irish nominal declension: standard and application

VI

Inhalt

80–86

87–91

92–97

98–106

JANDA, MICHAEL

Eine mykenische Muse gratuliert Heiner Eichner

KLINGENSCHMITT, GERT

Zur Etymologie des Lateinischen: discere

LÜHR, ROSEMARIE

Das Formans lat. -ā- in Nomen und Verb

MATZINGER, JOACHIM

Illyrisch und Albanisch – Erkenntnisse und Desiderata

107–111 MCCONE, KIM

‘Kochen’

112–117 MELCHERT, H. CRAIG

The Animate Nominative Plural in Luvian and Lycian

118–126

NEDOMA, ROBERT

Matronae Aviaitinehae

OETTINGER, NORBERT

127–131 Die Derivationsbasis von idg. *daér- (*sHaiér-) ‘Bruder des Ehemannes’

132–138

REINHART, JOHANNES

Zur westslawischen Lehnwortkunde: westslawisch *cьlo ‘Zoll’

REMMER, ULLA

139–144 Νιόβη und die Navagvas. Eine Dialektform in der griechischen Epik

145–155

156–166

167–174

RIEKEN, ELISABETH

Zur Entwicklung der neutralen a-Stämme im Hethitischen

SADOVSKI, VELIZAR

Ritual Formulae and Ritual Pragmatics in Veda and Avesta

SALOMON, CORINNA

Das Phonem als Entdeckung der Griechen

SCHAFFNER, STEFAN

175–181 Althochdeutsch foraharo m. n-St. ‘Verkündiger, Herold’ und harēn sw. Vb. III ‘rufen, anrufen’

182–191

SCHMIDT, KLAUS T.

Zu den konsonantischen Fernwirkungen im Tocharischen

DIE SPRACHE • 48 (2009), V–VII

Inhalt

VII

192–200

201–208

209–216

217–226

227–232

233–240

241–246

247–254

255–262

263–272

273–292

SCHMITT, RÜDIGER

Nabarzanes und sein Anhang. Ein iranistisch-onomastisches Lehrstück

SCHUMACHER, STEFAN

Eine neue venetische Inschrift aus Ampass bei Hall in Tirol

SCHWEIGER, GÜNTER

Fragment einer weiteren neuen altpersischen Inschrift aus Susa

SEYER, MARTIN und TEKOĞLU, RECAI

Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien – ein Zeugnis für die Ostpolitik des Perikle von Limyra?

SOWA, WOJCIECH

Lesbisch στιοπµων

STIFTER, DAVID

Neue Inschriften in norditalischer Schrift aus Österreich

STÜBER, KARIN

Zur Subjektskodierung mit do ‘zu, für’ beim altirischen Verbalnomen

TREMBLAY, XAVIER

Urindogermanisch *-#

WIDMER, PAUL

Die präverbale Partikel *haV des Britannischen als komplexer Konjunktor

Verzeichnis der wissenschaftlichen Publikationen von Heiner Eichner 1970–2009

Register Bd. 48 (2009)

(DAVID STIFTER)

DIE SPRACHE • 48 (2009), V–VII

Vorwort

Am 10.9.2010 vollendet Heiner Eichner sein 68. Lebensjahr. Die vorliegen- de Festschrift erscheint aus Anlass seiner Emeritierung, und zwar als Jahr- gangsband der Zeitschrift Die Sprache, der der Jubilar seit langem verbun- den ist – zuerst als Beiträger und bibliographischer Referent, später auch als Herausgeber. Heiner Eichner – in seinem Namen sind die Radikale der urindogermani- schen Wurzel *Hnr- ‘Mann’ zweimal enthalten – wurde 1942 im oberfränki- schen Kronach geboren. Das Denkmal für einen großen Linguisten aus die- ser Stadt, Johann Kaspar Zeuß, den Begründer der Keltologie, machte tiefen Eindruck auf das Kind bzw. den Jugendlichen. Heiner Eichner schloss das 1962 in München begonnene Studium im Jahre 1974 in Erlangen mit einer Dissertation bei Karl Hoffmann ab, in der er die Deklination des Hethiti- schen untersuchte. Anschließend war er ein Jahrzehnt lang in Regensburg tä- tig, zunächst als Wissenschaftlicher Assistent von Helmut Rix und dann – nachdem er sich mit einer Arbeit über indogermanische Numeralia habilitiert hatte – als Akademischer Oberrat. Ab 1984 folgten fünf Jahre eines Wander- daseins, in denen sich der Jubilar als Privatdozent in Basel und Eichstätt so- wie als Lehrbeauftragter an weiteren Universitäten verdingte. 1989 nahm er schließlich einen Ruf als Ordinarius für Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft am Institutsteil Indogermanistik des Instituts für Sprach- wissenschaft an der Universität Wien an und hat hier 42 Semester lang ge- wirkt. Ab 1995, nach dem Tod Jochem Schindlers, oblagen ihm die Leitung des Institutsteils Indogermanistik und für einige Jahre auch die der Kommis- sion für Iranistik (nunmehr: Institut für Iranistik) der Österreichischen Aka- demie der Wissenschaften. Mit der wohlwollenden Unterstützung des Geehr- ten konnte seit der Jahrtausendwende auch das Fach Keltologie an der Uni- versität Wien kräftig gedeihen. Ferner hat er auch sogenannte kleine indoger- manische Sprachen wie etwa Albanisch, Kurdisch und Zazaki im universitä- ren Bereich gefördert. Wie wohl nur wenige Fachvertreter ist Heiner Eichner ein Allrounder, der sich einem Großteil der indogermanischen Sprachen und Kulturen in For- schung und Lehre widmet; es gibt kaum einen Zweig des Indogermanischen, zu dem der Geehrte keine substanziellen Beiträge geliefert hat. Seit jeher gilt dem anatolischen Sprachzweig sein besonderes Augenmerk, und er konnte

DIE SPRACHE • 48 (2009), IX–XI

X

Vorwort

auch anhand von altanatolischem (hethitischem) Sprachmaterial jenes urindo- germanische Lautgesetz entdecken, das nun seinen Namen trägt; in seiner Kernformulierung – in Nachbarschaft von H bleibt (das Timbre von) ē erhal- ten – 1 sind übrigens die Initialen des Entdeckernamens enthalten. Über den Rahmen der Indogermanistik hinaus sind es schließlich das Etruskische und die Plansprachen, die sein spezielles Interesse gefunden haben. Eine beträcht- liche Anzahl seiner Arbeiten hat epigraphisch bezeugtes Sprachmaterial oder ganze epigraphische Texte zum Gegenstand. Der Bogen spannt sich dabei von altanatolischen Quellen über etruskische, lateinische und norditalische Inschriften bis hin zu den runenepigraphischen Texten der älteren germani- schen Sprachen; dabei hat Heiner Eichner immer wieder auch paläographi- sche, metrische, texttheoretische und schriftgeschichtliche Aspekte in den Vordergrund gerückt. Einen besonderen Stellenwert nimmt seit vielen Jahren die Arbeit am lykischen Inschriftenkorpus ein, bei der sich die Teilnahme an Grabungen und die enge Zusammenarbeit mit Archäolog(inn)en als überaus ertragreich erwiesen hat. Wenn sich der Jubilar über all die Jahre mit der kon- sequenten sprachwissenschaftlichen Analyse ‘seiner’ epigraphischen Quellen intensiv beschäftigt hat, so bildete ein zweites Themenfeld, die Erforschung der urindogermanischen Akzent- und Ablauttypen, einen Forschungsschwer- punkt vor allem in der Erlanger und Regensburger Zeit; auf den Ergebnissen dieser früheren Arbeiten basieren dann weiterführende Überlegungen zum Wechselspiel von Flexion und Wortbildung bzw. zu Kollektiv und Kompre- hensiv als Numeri. Eine Würdigung wäre nicht vollständig ohne Verweis auf jene Einblicke, die „ohnehin jedem klar sind“ (O-Ton Jubilar), die man aber doch nur bei ihm in dieser Zahl und gleichsam frei Haus erhalten konnte. So ‘leben’ die An- und Einsichten des Geehrten, die seinem bemerkenswert großen fachli- chen Horizont entspringen, nicht nur in seinen eigenen Publikationen – die Zahl von Referenzen des Typs „Heiner Eichner, mündlicher Hinweis“ in Ar- beiten ihm Nahestehender ist Legende. Die in thematischer wie auch methodischer Hinsicht breit gestreuten Bei- träge in dieser Festschrift – aufgrund der großen Anzahl an Autor(inn)en musste es aus Umfangsgründen bei Miszellen bleiben – spiegeln die Vielfalt der Interessen und Aktivitäten Heiner Eichners wider. Die Herausgeber hof- fen, dass der Jubilar in den hier versammelten Beiträgen von Weggefährt(in- n)en, Kolleg(inn)en, Mitarbeiter(inne)n und Schüler(inne)n auch etliche Fa-

1 Heiner Eichner, Die Etymologie von heth. mehur. In: MSS 31 (1973), 53–107: 72.

DIE SPRACHE • 48 (2009), IX–XI

Vorwort

XI

cetten seiner eigenen Forschungs- und Lehrtätigkeit wiederzufinden vermag. Alle Beteiligten wünschen Heiner Eichner von Herzen weiterhin ungebro- chene Schaffenskraft und Schaffensfreude – ad multos annos! Die Herausgeber danken Michael Janda, Eva Lettner und Corinna Salo- mon für ihre Unterstützung bei der Arbeit an dieser Festschrift.

ROBERT NEDOMA

Wien, im Juni 2010

DIE SPRACHE • 48 (2009), IX–XI

DAVID STIFTER

Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien – ein Zeugnis für die Ostpolitik des Perikle von Limyra?

MARTIN SEYER und RECAI TEKOĞLU

Dank der telefonischen Mitteilung von Herrn Hüseyin Sami Öztürk erfuhren die Autoren im August 2009 von der Existenz eines Felsgrabes mit einer ly- kischen Inschrift unweit der Ortschaft Beykonak, Gağaz mahallesi, etwas südöstlich des Städtchens Kumluca in Ostlykien. Die Auffindung dieses Gra- bes, das sehr abgelegen in einer unwegsamen Gegend in einem Landstrich na- mens Kaplan Yarığı liegt 1 , gelang mit der Hilfe eines lokalen Führers; seine bauhistorische, sprachwissenschaftliche und fotografische Aufnahme konnte bereits kurz danach erfolgen. 2 Die bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Grab- inschrift erhielt bei der im Rahmen des Projekts Corpus der Lykischen Sprach- denkmäler (im Folgenden: TL-Projekt) 3 vorgenommenen Fortsetzung der Nummerierung der seit 1901 gefundenen lykischen Inschriften (Neumann 1979) die Bezeichnung N 351.

Das Felsgrab (MARTIN SEYER)

Das Grabmal (Abb. 1–2), das in einer Felswand angelegt und annähernd nach Norden ausgerichtet ist, kann nur durch leichte Kletterei erreicht wer- den. Auf den letzten Metern vor der Anlage sind einige rudimentäre Stufen in den Fels geschlagen, die den aus westlicher Richtung erfolgenden Zustieg etwas erleichtern.

1 Die GPS-Koordinaten für dieses Grabmal lauten N 36° 1959,7; E 30° 2043,5.

2 Unser Dank gilt an dieser Stelle Bülent Đplikçioğlu (Istanbul), der uns nach Rück- sprache die Genehmigung für die Publikation dieses Grabes erteilte. Weiter danken die Autoren Regina Hügli (Wien), die als Fotografin der Limyra-Grabung auch die zeichnerische und fotografische Dokumentation dieses Grabmals übernahm, sowie Birgit Christiansen (Wien) für die kritische Durchsicht des Manuskriptes.

3 Für die Finanzierung dieses Projekts sei dem Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung herzlich gedankt, für die Genehmigung des Pro- jekts durch das Kultusministerium der Türkischen Republik gilt der Dank der Gene- raldirektion für Bauten und Museen.

DIE SPRACHE • 48 (2009), 217–226

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MARTIN SEYER und RECAI TEKOĞLU

218 M ARTIN S EYER und R ECAI T EKO Ğ LU Abb. 1–2: Beykonak, Felsgrab
218 M ARTIN S EYER und R ECAI T EKO Ğ LU Abb. 1–2: Beykonak, Felsgrab

Abb. 1–2: Beykonak, Felsgrab des Stamaha. Foto: Regina Hügli, Wien; Zeichnung: Regina Hügli, Martin Seyer.

Das Grab weist keinen Vorplatz auf, sondern ist auf einem Absatz von etwa 1,5 m Höhe und 30-40 cm Tiefe in die Wand geschlagen. An der Vor- derkante dieses Absatzes ist ein ‘Felsknollen’ mit einer Breite von ca. 30 cm und einer Höhe von ca. 15 cm belassen (Abb. 3), dessen Bedeutung nicht völlig geklärt ist. Möglicherweise diente er zur Befestigung eines Seils, um den steilen Felsaufschwung während der Bauarbeiten leichter überwinden zu können. 4 Nördlich vor dem Grab fällt der Fels über mehrere Meter steil zu einer größeren Geländestufe ab. 5

4 In einigen Fällen wurden Felsgräber, die sich an exponierten und schwer zu errei- chenden Stellen befinden, mit Hilfe von Gerüsten errichtet, von denen des öfteren noch entsprechende Löcher zur Befestigung im senkrechten Fels zu erkennen sind, vgl. z.B. Seyer 2008, 337 f. – An dem Grabmal in Kaplan Yarığı deutet jedoch nichts auf die Errichtung eines derartigen Gerüstes hin.

5 Auf dieser Fläche, exakt unterhalb des Felsgrabes, waren zur Zeit der Aufnahme die Spuren einer rezenten Raubgrabung zu erkennen.

DIE SPRACHE • 48 (2009), 217–226

Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien

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Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien 219 Abb. 3: Beykonak, Felsgrab des Stamaha , Grundriss. Zeichnung:

Abb. 3: Beykonak, Felsgrab des Stamaha, Grundriss. Zeichnung: Regina Hügli, Mar- tin Seyer.

, Grundriss. Zeichnung: Regina Hügli, Mar- tin Seyer. Abb. 4: Limyra, Felsgrab des Stamaha . Foto:

Abb. 4: Limyra, Felsgrab des Stamaha. Foto: Ludwig Fliesser, Wien.

Bei dem Bau handelt es sich um eine zweiteilige, eingeschossige Graban- lage, deren Fassade die charakteristische Form eines lykischen Hausgrabes mit Haupt- und Subkonstruktion aufweist 6 . Der Eingang ins Grabinnere wur- de durch eine Schiebetür verschlossen. Für die Bestattungen in der Grabkam- mer standen eine dreiseitig umlaufende Steinbank sowie ein dreiseitig umlau- fendes, aus dem Fels geschlagenes Wandbrett zur Verfügung (Abb. 3. 5). Über dem Dach der Anlage befindet sich eine rechteckige, annähernd re- gelmäßige Nische von etwa 2,1 × 1,4–1,5 × 1,1 m, deren Fassade keine archi- tektonische Gestaltung aufweist (Abb. 1. 2). Die exakte Ausführung der Stein- flächen im vorderen Bereich wie auch eine kleine quadratische Ausnehmung in der Decke, die wohl als Zapfenloch gedeutet werden kann, legen jedoch na-

6 Der Typologie von Jürgen Borchhardt zufolge entspricht das Grab dem Typus B II a:

Borchhardt 1975, 97 ff. – Zu den einzelnen Bestandteilen dieser Bauweise s. Schulz 2006; für die detaillierte Beschreibung einer derartigen Grabanlage s. z.B. Borchhardt et al. 2004.

DIE SPRACHE • 48 (2009), 217–226

220

MARTIN SEYER und RECAI TEKOĞLU

220 M ARTIN S EYER und R ECAI T EKO Ğ LU Abb. 5: Beykonak, Felsgrab

Abb. 5: Beykonak, Felsgrab des Stamaha, Grabkammer. Foto: Regina Hügli.

he, dass die Öffnung mit einer Steinplatte verschlossen war. 7 Die Nische bil- dete zweifellos eine eigene Grabkammer, doch lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen, ob sie einen eigenständigen Bau oder aber die obere Kammer des Felsgrabes darunter darstellte. Sollte sie zu dem unter ihr liegenden Grab ge- hören, wäre dieses dem Typus der kombinierten Anlage 8 zuzuordnen.

Die lykische Inschrift (RECAI TEKOĞLU)

Die Inschrift N 351 (Abb. 6) ist in zwei Zeilen eingemeißelt, wobei die ein- zelnen Worte durch den regelmäßigen Gebrauch von Worttrennungszeichen erkennbar sind. 9 Der Text beginnt nicht mit der Formel ebñn:χupã/prñna- wã/ñtatã:me-ti/-ne/-ije:prñnawat: ‘X, Sohn des Y’, die in lykischen Inschrif-

7 Wegen der exponierten Lage in der steilen Wand über dem Felsgrab musste auf eine zeichnerische Dokumentation der Nische verzichtet werden. Eine solche ließe sich nur unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel bewerkstelligen, die den Rahmen die- ser Unternehmung allerdings gesprengt hätte.

8 S. zu dieser Grabform Borchhardt 1993; Seyer / Kogler 2007.

9 Vgl. Tekoğlu 2006.

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Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien

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Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien 221 Abb. 6: Die lykische Inschrift N 351. Foto: Regina

Abb. 6: Die lykische Inschrift N 351. Foto: Regina Hügli.

ten zumeist auftritt, sondern mit der Nennung des Patronyms und des Na- mens des Grabeigentümers. Die erste Zeile umfasst 15, die zweite 44 Zeichen. Die durchschnittliche Höhe der Buchstaben beträgt 2,5 cm, doch sind einige auch beträchtlich grö- ßer oder kleiner. Der Abstand zwischen den beiden Zeilen sowie den einzel- nen Zeichen ist nicht regelmäßig. Wegen der natürlichen Schäden an der Oberfläche des geglätteten Felsens wurden darüber hinaus an einigen Stellen Lücken zwischen den Buchstaben gelassen. An mehreren Stellen der In- schrift lassen sich Reste roter Farbe nachweisen, weswegen die Buchstaben wohl farbig gestaltet waren. Die Höhe der gesamten Inschrift beträgt 7 cm, ihre maximale Breite 118 cm. – Die folgende Umschrift ist nach der Autop- sie und einem Abklatsch gefertigt:

I: apñχuχah:tideimi II: tamaha-ti:prñnawate:hrppi-ladi:se-tideime:se-χ[[b]]ahba ‘[I:] Der Sohn des Apñχuχa, [II:] Stamaha [ist es], der [dieses Grab] angelegt hat für die Gemahlin und die Kinder und die χahba.’ Zeile II: Der erste Buchstabe lässt sich als Sigma lesen, dessen oberer Teil durch ei- nen Schaden im Fels allerdings nicht sichtbar ist. – Buchstabe 40: Die Verwendung des b kann nur irrtümlich erfolgt sein, da das letzte Wort unzweifelhaft als χahba zu deuten ist.

Die Inschrift enthält im Prinzip keine Besonderheiten, da sie lediglich aus der Bauformel und der Widmungsformel besteht. Es ist allerdings auffallend, dass sowohl der Name des Grabherrn als auch das Patronym identisch mit jenen der lykischen Inschrift TL 127 auf Grab 28 in Nekropole III von Limy- ra (Abb. 4) sind. Beim Namen des Erbauers des limyräischen Grabmals er- geben sich lediglich Schwierigkeiten in der Lesung des ersten Vokals, der bisweilen als a und bisweilen als e interpretiert wurde. 10 Auch der Name des

10 Kalinka 1901, 85 (TL 127): sta]maha; Friedrich 1932, 84 (Nr. 127): st[a]maha; Zgu- sta 1964, 477 (§ 1473): Stemaha; Melchert 2001, 127: st[e]maha; Melchert 2004, 104: Stemaha („Reading Stamaha also possible“); Neumann /Tischler 2007, 332:

stamaha oder stemaha.

DIE SPRACHE • 48 (2009), 217–226

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MARTIN SEYER und RECAI TEKOĞLU

Vaters, der in der neu gefundenen Inschrift ohne Zweifel als Apñχuχa zu le- sen ist, unterscheidet sich in einem Punkt von jenem in TL 127, da er in die- ser Inschrift ebenso unzweifelhaft als Epñχuχa bezeichnet wird. Der Wechsel des ursprünglichen e mit a ist hier auf den Umlaut im Lykischen zurückzu- führen. 11 Dass der Text mit dem Namen des Vaters beginnt, ist eine Ausnahme in den lykischen Inschriften, für die kein syntaktischer Grund erkennbar ist. Die gängige syntaktische Ordnung besteht aus 1. Name des Grabeigentümers – 2. Relativpronomen -ti 12 – 3. Verb – 4. Patronym im Genitiv – 5. tideimi, für die in den lykischen Inschriften folgende Beispiele existieren:

TL 29,1: ikuwe-ti:prñnawate:ipresidah:tideimi

TL 62,1 f.:

TL 95,1 (?) : [t]eburehi:j--ti:prñ[n]awate[ ]i[ ]l[ ]ini[

unuwmi-ti prñnawate purihimrbbeseh tideimi

TL 98,1:

pizzi-ti:prñnawate:ddepñneweh:tideimi

TL 99,1:

purihimeti-ti:prñnawate:masasah:tideimi

TL 116,1 f.: [

TL 127,1: st[a]maha-t[i prñ]nawate:epñχuχa<h> tideimi.

i]zikle-ti

prñnawate piχmmah tideimi

Die ungewöhnliche Satzstellung in der vorliegenden Inschrift ist wahrschein- lich auf ein Versehen des Steinmetzen zurückzuführen, der auf die Einfügung des Namens des Vaters an der üblichen Stelle vergaß und ihn deshalb nach- träglich an den Beginn des Textes stellte. 13 Diese Interpretation erklärt jeden- falls den Umstand, dass die erste Zeile lediglich aus zwei Worten besteht, wohingegen der umfangreichere Teil der Inschrift mit der Erwähnung der übrigen Begünstigten in der zweiten Zeile steht. Neben der Frau und den Kin- dern tritt hier die Bezeichnung χahba (allerdings in falscher Schreibung als χbahba) auf, bei der es sich wahrscheinlich um einen Verwandtschaftsgrad handelt. 14 Die Endung -a ist hier als Endung des Dativs Plural zu deuten, wie beispielsweise auch in TL 46,2. 15

11 Zum Umlaut vgl. Neumann 1969, 376; Melchert 1992, 52; Hajnal 1995, 76 ff.

12 S. Neumann / Tischler 2007, 356 f. – Vgl. hingegen beispielsweise Melchert (2004, 65), der das -ti in TL 127 als „reflexive particle“ interpretiert.

13 In diesem Fall wären dem Steinmetz in dieser Inschrift gleich zwei Fehler unterlau- fen, was jedoch keinen singulären Fall darstellte, da beispielsweise auch die Inschrift am Grabmal des Ñθurigaχa im zentrallykischen Çindam (TL 77) zumindest zwei Schreibfehler aufweist: Seyer i. Dr., 53 f. mit Anm. 10.

14 Schweyer 2002, 182: „petit-fils/fille“; Melchert 2004, 80: „grandchild“; Neumann / Tischler 2007, 109 f.: „Enkel, Enkelin“ und „Nachkomme“.

15 Laroche 1974, 140.

DIE SPRACHE • 48 (2009), 217–226

Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien

223

Kurze Überlegungen zum Grabmal und zu seinem Besitzer

(MARTIN SEYER, RECAI TEKOĞLU)

Das Vorkommen desselben Personennamens in den beiden Inschriften führt unweigerlich zu der Frage, ob er sich auf dieselbe Person bezieht. Zwar ist es generell problematisch, bei Namengleichheit in verschiedenen Inschriften auch auf Personengleichheit zu schließen, 16 doch scheint hier tatsächlich einer der wenigen Fälle vorzuliegen, in denen dies zutrifft, 17 da nicht nur die Namen einander entsprechen, sondern die beiden Inschriften daneben zusätzliche wei- tere Parallelen aufweisen, wie beispielsweise die unkanonische Wortfolge am Anfang der Inschrift 18 oder auch die Erwähnung der χahba unter den Begün- stigten, für die es ansonsten in Lykien nur sehr wenige Belege gibt. 19 Die Frage, warum Stamaha neben seinem (einteiligen) Felsgrab in Limy- ra eine weitere Anlage in Ostlykien errichten ließ, lässt sich selbstverständ- lich nicht mit Sicherheit beantworten, doch ist sie wahrscheinlich im Zu- sammenhang mit der Ausdehnung des Machtbereichs von Zmuri/Limyra unter dem Dynasten Perikle in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. zu sehen, der zumindest zeitweise über ganz Lykien und die Milyas herrsch- te. 20 Von den kriegerischen Aktivitäten des Perikle in Ostlykien zeugen nur wenige Quellen. Polyainos von Makedonien (V,22) berichtet beispielsweise von dem erfolgreichen Versuch des Milesiers Charimenes, mit Hilfe einer List trotz der seinetwegen errichteten Blockade des Hafens von Phaselis durch den limyräischen Dynasten unerkannt aus Lykien zu entkommen. Tre- vor R. Bryce 21 und Jürgen Borchhardt 22 folgern aus dieser Nachricht, dass Perikle auch den östlichsten Teil Lykiens beherrschte. 23 Einen weiteren Be- weis für die Herrschaft dieses Dynasten über den Bereich östlich des Limy- ros erkennt Borchhardt in den beiden Felsgräbern mit lykischen Inschriften in Rhodiapolis sowie im Grab des Apollonios bei Asartaş, in deren Erbauern

16 Vgl. Schweyer 2002, 128 ff.; Seyer i. Dr., 61.

17 Aufzählung weiterer wahrscheinlicher Beispiele: Seyer i. Dr., 69 mit Anm. 87.

18 Auch ohne den angenommenen Fehler des Steinmetzen findet sich diese Wortfolge lediglich in sechs weiteren Inschriften, s. dazu oben.

19 Melchert 2004, 80.

20 Zum Herrschaftsbereich des Perikle s. beispielsweise Kolb 1992, 15; Zimmermann 1992, 28 ff. pass.; Borchhardt 1996–1997, 1 ff.

21 Bryce 1980, 380.

22 Borchhardt 1996–1997, 2. – Vgl. hingegen Wörrle 1996–1997, 24 f.

23 Vgl. dazu auch Adak (2007, 43), der eine politische Kontrolle Lykiens über die Städ- te Rhodiapolis, Korydalla und Gagai bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. postuliert.

DIE SPRACHE • 48 (2009), 217–226

224

MARTIN SEYER und RECAI TEKOĞLU

er von Perikle in den eroberten Gebieten eingesetzte Befehlsträger erkennt. 24 Auch wenn aufgrund dieser spärlichen Kenntnis keine sichere Aussage mög- lich ist, könnte der Umstand, dass Stamaha sowohl in Limyra als auch in ei- ner von Perikle kontrollierten Gegend südöstlich von Korydalla für sich und seine Familie ein Felsgrab bauen ließ, doch dafür sprechen, dass er in diesem Gebiet in offizieller Stellung eingesetzt war. Man kann zumindest in Erwä- gung ziehen, dass er mit seiner Familie aus Limyra, wo er für sich und seine Familie bereits ein Grab errichtet hatte, in die Umgebung der modernen Ort- schaft Beykonak versetzt und nach seinem Tod auch dort bestattet wurde. 25 Die Inschrift am Grabmal des Stamaha bei Beykonak (N 351) ist jeden- falls die zweite lykische Inschrift östlich von Korydalla neben jener am Fels- grab am Asartaş (N 335) 26 . Während in dessen Umgebung eine kleine, als Dynastensitz gedeutete 27 Garnisonssiedlung bezeugt ist, zu der das Grab mit N 335 und dasjenige des Apollonios zweifellos zu beziehen sind, ist die Ge- gend des Grabes bei Beykonak diesbezüglich noch nicht untersucht. Verein- zelte Keramikfragmente an der Oberfläche deuten jedoch auch hier auf ehe- malige Siedlungstätigkeit in der Umgebung hin. 28

Bibliographie

Adak 2007 = Mustafa Adak, Die dorische und äolische Kolonisation des ly- kisch-pamphylischen Grenzraumes im Lichte der Epigraphik. In: Griechi- sche Epigraphik in Lykien. Eine Zwischenbilanz. Akten des Internationa- len Kolloquiums München 2005, ed. Christof Schuler (= Denkschriften der Österreich. Akademie der Wissenschaften, Philosoph.-histor. Kl., 354 = Tituli Asiae Minoris, Ergänzungsbd. 25; Wien 2007), 41–49. Borchhardt 1975 = Myra: eine lykische Metropole in antiker und byzantini- scher Zeit, ed. Jürgen Borchhardt (= Istanbuler Forsch. 30; Berlin 1975).

24 Borchhardt 1996–1997, 7 ff.

25 Es lässt sich wohl weder anhand der Architektur noch der Inschrift entscheiden, wel- che der beiden Anlagen früher entstand. − Die beiden fortgeschrittenen Lautungen beim Umlaut Epñχuχa(h) > Apñχuχah und χahbe > χahba können immerhin als Indi- zien für ein jüngeres sprachliches Alter und somit auch für die Entstehung von N 351 nach TL 127 zu werten sein. Für diesen Hinweis sind die Autoren Heiner Eichner (Wien) zu Dank verpflichtet.

26 Wörrle 1996–1997, 24; Tekoğlu 2004, 107 f.; Adak 2007, 43 f.

27 Adak 2007, 44.

28 Auch die Aussage eines Einheimischen, nach der sich in dieser Gegend antike Mau- ern und Gebäude befinden sollen, lassen Überreste einer Siedlung vermuten.

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Das Felsgrab des Stamaha in Ostlykien

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Österreichisches Archäologisches Institut Wien • Franz Klein-Gasse 1 • A-1190 Wien E-Mail: martin.seyer@oeai.at

[Auf Wunsch von Recai Tekoğlu unterbleibt die Angabe seiner Postadresse. – Red.] E-Mail: tekoglur@me.com

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