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Übungsaufgaben zum CATIA-Workshop

"Methodik für die


parametrisch-assoziative Konstruktion
im Karosserierohbau mit CATIA V5“

● Abgastopf

● B-Säule mit „Adaptive Sweep“

● Kolbenmulde

● Verrundungsfall „6 Kanten“

● Sharp Edge (Verrundungsübung)

● Hydrauliktopf

● Baugruppe Jet Engine

● Template Nut „Joggles“

● Motorhaube:
❍ Styling- und Motorhaubenadapter

❍ Seitenverstärkung

● Reserveradmulde
● Rohrkrümmer

● Power Copies:
❍ Erzeugen einfacher Power Copies und Ablegen in einem Katalog

❍ Einsatz von Power Copies

● Schloßverstärkung

● Sicken
❍ Template Ziehsicke Variante 1

❍ Template Ziehsicke Variante 2

❍ Template Ziehwulst

● Bodengruppe – Tunnel

● Übergang Ellipse in Langloch

● Übergang Polygon in Kreis

● Verrundung eines theoretischen Modells

● Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

● Template Eckkversteifungen „Stiffener“

● Zughaken
Abgastopf

Aufgabe Abgastopf
2_24
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, FSS
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Start.CATPart
In dieser Aufgabe ist das Modell eines Abgastopfes von Grund auf zu erstellen. Der Schwerpunkt liegt in
der Erzeugung einer flexiblen Änderungsstruktur. Verschiedene Methoden um dies zu erreichen sollen
gezeigt werden. Anschließend werden verschiedene Analyse-Tools vorgestellt werden und die
Modellqualität optimiert.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. Egbert Braß, E.Strohmer


IBM Deutschland GmbH
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Abgastopf

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell besitzt keine geometrischen Vorgaben, denn die Erzeugungsvorschrift soll komplett
aufgebaut werden. Wichtig ist es, die Logik der parametrisch-assoziativen Erzeugungsvorschrift zu
verstehen.

Das Startmodell beinhaltet:


Eine Achse und mehrere Planes

Benutzen Sie die gegebene


Elementebenennung!

Die hier dargestellte Methode zeigt die Steuerung der Geometrie von mehreren Planes aus. Sie sind
gleichzeitig auch die Supportelemente für die Lage der Profilkurven.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Erstellen der Referenzplanes
Erzeugen charakteristischer Splines in zwei Ebenen
Flächendefinition und Symmetrieoperationen
Analyse-Tools
Optimierung der Flächendefinition
Flächen-Analyse
Erzeugung alternativer Geometrie

4. Anmerkungen
Man kann die netzparallelen Ebenen mit Offset-Planes (Offset = 0mm) ersetzen. Warum?
Für ein stabiles Modell ist die Auswahl der Referenzen sehr wichtig. Sie sollen möglichst eindeutig
beschrieben werden.

2
Abgastopf

Lösung Abgastopf
2_24
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Start.CATPart
2_24_Abgastopf_V5_01_Step_0x.CATPart
2_24_Abgastopf_V5_01_End.CATPart
Die Modellierung eines Abgastopfes kann relativ einfach sein. Soll das Modell aber sehr stark änderbar
sein, so sind doch einige Gedanken über die Elementebeziehungen notwendig. Ziel dieser Übung ist es,
Beziehungen und Abhängigkeiten zu bilden, die eine stabile und änderungsfreundliche
Konstruktionsvorschrift ergeben. Anschließend sollten analoge Geometrielemente erzeugt und
ausgetauscht werden. Es werden auch bestimmte Optionen bei der Flächenerzeugung untersucht und
deren Einfluß auf die Flächenqualität analysiert und diskutiert.

1. Erzeugen von Steuerelementen (Wireframe)


Das Startmodell beinhaltet nur wenige Ebenen und eine Hauptachse. Trotzdem wird die Erzeugung
des Modells beschrieben, um die Strukturierung eines parametrisch-assoziativen Modells von Anfang
an zu zeigen.

Auch die 3 Ebenen im Ursprung werden durch Offsets (0mm) ersetzt:


Fünf Offset-Ebenen von yz-Ebene (Plane / Offset / 0, 50, 100, 200, -160)
Eine Offset-Ebene von xz-Ebene (Plane / Offset / 0)
Zwei Offset-Ebenen von xy-Ebene (Plane / Offset / 0, -50)
xz, xy, yz ins „HIDE“,
Elementebenennung wie im Startmodell (F2)
LokaleAchse aus Intersec von xz-ref und xy-ref (Intersec)
Ursprungspunkt aus yz-ref und lokaler Achse (Intersec)
Hier setzt jetzt das Startmodell ein!
3 Parallelen der lokalen Achse auf xz-ref (Parallel /Euclidean /20, 50, 100)
3 Parallelen der lokalen Achse auf xy-ref (Parallel / Euclidean / 170, 200, 230)
Parallel.4 auf Plane.8-bottom trim projizieren (Project / Normal)
Intersec xz-ref mit back-trim, ergibt z-ref (Intersec)
Intersec xy-ref mit back-trim, ergibt y-ref (Intersec)

Es ist vielleicht verwirrend, die Netzplanes praktisch mit Offset Null zu kopieren. Um das Modell jedoch
total unabhängig zu strukturieren und als geschlossene stabile Einheit zu betrachten, sollten
Netzplanes keine Steuerungsfunktion im Modell übernehmen.

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Abgastopf

Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Step_01.CATPart

2. Wireframe auf xz-ref


Dieser Schritt erstellt die Kurven auf der Ebene xz-ref. Punkte auf den Ebenen steuern hauptsächlich
Splines. In einem späteren Schritt sollten andere Erzeugungsmöglichkeiten zum Austausch erzeugt
und benutzt werden.

Punkt aus Parallel.3 in z-Richtung und z-ref (Intersec)


Point-space auf z-ref von Punkt 30 mm (nach außen) (Point /On curve)
2 Punkte auf Parallel.3 mit yz-ref und äußere Steuerungsplane (2 mal Intersec)
Spline Pt-space und yz-ref Intersec-point mit Tangenten (Spline)
Line zwischen yz-ref Intersec-point und äußerem Intersec-point (Line / Point-Point)
Joint Spline und Line; ändern der Graphicproperties (Join)
Intersec front-trim Plane mit Parallele.1 bzw. xz-Ebene (Intersec)
Zwei Punkte auf 2. Parallele mit yz-ref und äußere Steuerungsplane (Intersec)
Spline und Line analog wie oben (Spline) (Line)
Spline und Line zusammenfügen (Join)
Punkt zwischen yz-ref Intersec-points von Parallel.1 und Parallel.2 (Point / Between)
Punktprojektion auf mittlere Steuerungsplane (Project)
Spline zwischen 3 Punkten mit Tangenten an den Endpunkten (Spline)
Normale zum Punkt auf mittlere Steuerungsplane für Tangentenrichtung (Line / Normal to plane)
Spline zwischen 3 Punkten mit drei Tangenten erzeugen

4
Abgastopf
Damit sind die Kurven auf der xz-ref, die den Topf definieren, fertig. Die letzten zwei Splines sind als
Austauschelemente gedacht. Es gibt viele Möglichkeiten diese Wireframe-Elemente zu erzeugen.
Wichtig ist es darauf zu achten, daß die Kurven an den Steuerplanes verbunden sein müssen. Zur
Anschauung ändern Sie die Offsetparameter der Planes in x-Richtung. Auch der Point-space und der
Point-between definieren die Geometrie.
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Step_02.CATPart

3. Wireframe auf xy-ref


Der nächste Schritt enthält dieselbe Vorgehensweise für die xy-ref. Der einzige Unterschied besteht
darin, daß ein Steuerpunkt auf einer parallelen Ebene in z-Richtung liegt.

Punkt aus Parallel.3 in y-Richtung und y-ref (Intersec)


Point-space auf y-ref von Punkt 10 mm (nach außen) (Point /On curve)
Zwei Punkte auf Parallel.2 mit yz-ref und äußerer Steuerungsplane (Intersec)
Spline Pt-space und yz-ref Intersec-point mit Tangenten (Spline)
Line zwischen yz-ref Intersec-point und äußerem Intersec-point (Line / Point-Point)
Joint Spline und Line, ändern der Graphicproperties (Join)
Intersec front-trim Plane mit Projektion von Parallel.1 (Intersec)
Zwei Punkte auf Parallel.1 mit yz-ref und äußerer Steuerungsplane (Intersec)
Spline und Line analog wie oben (Spline) (Line)
Spline und Line zusammenfügen (Join)
Punkt zwischen yz-ref Intersec-points Parallel.1. und Parallel.2 (Point / Between)
Punktprojektion auf mittlere Steuerungsplane (Project)
Spline zwischen 3 Punkten mit Tangenten nur an den Endpunkten (Spline)
Normale zum Punkt auf mittlere Steuerungsplane für Tangentenrichtung (Line / Normal to plane)
Spline zwischen 3 Punkten mit drei Tangenten
Cross sections (Blaue Kurven):
Spline auf front-trim zwischen Schnittpunkten mit 2 Tangenten zu Ref_plns (Spline)
Spline auf back trim zwischen Schnittpunkten mit 2 Tangenten zu Ref_plns (Spline)
Die letzten zwei Kurven bestimmen die Form des Topfes in x-Richtung. Hier sind auch mehrere
Funktionen zur Kurvenerzeugung vorstellbar. Vorteil des Splines ist, daß er an den Definitionspunkten
einer definierbaren Tangentenrichtung folgen kann.
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Step_03.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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Abgastopf

4. Flächen-Lofts
Es sollen drei einfache Lofts zwischen den erstellten Kurven gemacht werden. Diese sind vollständig
von der Kurvengeometrie abhängig. Weitere Einstellparameter und Optionen werden später erklärt.

Back-Loft zwischen Außenkurven entlang cross section hinten (Loft mit 2 Sections und 1 Guide)
Front-Loft zwischen Innenkurven entlang cross section vorn (Loft mit 2 Sections und 1 Guide)
Intersec yz-ref mit Back-Loft (Intersec)
Intersec Außensteuerung mit Front-Loft (Intersec)
Split Lofts an Intersec so, daß ein Mittelbereich entsteht (Split)
Mittlerer Loft zwischen mittleren Kurven entlang Intersects (Loft mit 2 Sections und 2
Guides)
Alle drei Flächen miteinander verbinden (Join)
Ergebnis ist eine ¼-Fläche, die in x-Richtung von den Steuerplanes und Cross sections bestimmt wird.
In z- und y-Richtung sind es Splines, die die Form festlegen. Führen Sie die selben Änderungen wie im
2. Schritt nochmals durch. Als nächstes wird der Topf durch Spiegelungen vervollständigt. Blends
verbinden die Teilflächen zum Abschluß.

Symmetrieebene in z-Richtung abhängig vom bottom-trim (Plane / Offset / 20mm.)


Wireframe ins „Hide“
Join an der xz-ref symmetrisch spiegeln (Symmetry)
Verbinden beider Flächen (Join)
Spiegeln in z-Richtung (Symmetry)
Extrahiere der Boundaries der Fläche auf einer Seite (Boundary / Tangent continuity)
Definiere einer Blendfläche zwischen den zwei Kurven (Blend / Tangency)
Vorgang für die andere Seite wiederholen
Flächen zusammenfügen (Join)
Alle Elemente, außer die Ergebnisfläche, ins „Hide“

6
Abgastopf

Damit ist der Topf fertig modelliert. Die Form wird von einer ¼ -Fläche bestimmt.
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Step_04.CATPart

5. Beziehungen zwischen den Elemente


CATIA V5 bietet mehrere Möglichkeiten die geometrische Abhängigkeiten zwischen
Geometrieelementen zu erkennen und zu analysieren. Dies ist sehr wichtig bei der parametrisch-
assoziativen Modellierung.

Analysieren Sie die Modellstruktur im “Historical graph”. Klicken Sie das letzte Join-Element im Tree an
und selektieren sie das entsprechende Icon. Expandieren Sie das Element Join.6 und erklären Sie
seine geometrische Abhängigkeit. Die Eltern-Kind-Beziehungen eines Elementes können auch direkt
über dessen Kontextmenü aufgerufen werden.
Holen Sie das Element Loft.2 Back_loft aus dem “Hide”, und expandieren sie den Tree. Doppelklicken
Sie das Element Parallel.6 und ändern Sie den Offsetwert auf 250mm. Anhand der Struktur können
Sie erkennen,welche Elemente von der Änderung betroffen sind. Das Modell sollte aktualisiert werden.
Eine weitere Möglichkeit Elementebeziehungen zu erkennen ist die Quick-Edit-Funktion. Problem ist,
daß alle Elemente im “Show” sein müssen. Vorteil ist aber der direkte Zugang zur übergeordneten
Geometrie und deren Editierung.

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 7


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Abgastopf

6. Übergangs- und Flächenqualität


Folgender Schritt beschreibt Tools zur Flächenanalyse. Diese sind wichtig, um die Qualität einer
Fläche zu untersuchen. Weiterhin geben sie Auskunft über die Übergänge, z.B. deren Stetigkeit.

Als erstes wird die “Mapping analysis” für die Flächen benutzt. Dieses Tool beschreibt die Krümmung
eines Elementes. Es können verschiedene Analysetypen eingestellt werden. Dazu sind bestimmte
Einstellungen notwendig (View / Render Style / Apply customyzed View / Materials). Klicken Sie das
Mapping Analysis Icon an und anschließend die Topffläche.
Das linke Bild zeigt das Ergebnis für die “Gaussian Analysis”. Es sind weitere Analysemöglichkeiten
vorhanden, die Parameter können interaktiv geändert werden. Beachten Sie, daß die aus dem Blend
erstellte Fläche eine minimale Krümmung (blau) aufweist. Bei der Option “Limited”, rechtes Bild, kann
ein Grenzradius angegeben werden; alle Flächenbereiche die darunter liegen werden “grün” angezeigt.
Testen Sie es für Krümmungsradius R=50. Dies bedeutet eine Krümmung von 0.02. Höhere
Krümmungen sind am hinteren Rand zu erkennen.
Das nächste Analysetool ist der Connect Checker. Er bietet die Möglichkeit an, die Übergänge
zwischen verschiedenen Flächen zu untersuchen. Dies ist wichtig, um zu erkennenk, ob Übergänge
tangentenstetig sind oder ob es Lücken zwischen den Flächen gibt.
In diesem Fall ist es notwendig die miteinander verbundenen Flächen wieder in ihre Originalstücke zu
zerlegen. Klicken Sie wieder die Topf_Fläche und selektieren Sie die Disassemble Funktion. Erzeugen
sie vorher einen extra OpenBody, wohin CATIA die Einzelflächen schreiben kann. In diesem Beispiel
sind es 30 Sub-Elemente. Setzen Sie die Originalfläche ins “Hide” und bilden Sie eine “Trap” zum
Selektieren aller Flächen. Es sollten keine weitere Elemente im “Show” vorhanden sein. Klicken Sie
dann das Icon für den Connect Checker.

8
Abgastopf
Das Bild auf der linken Seite beschreibt das Analyseergebnis für die Abstandsanalyse. Die hell-blauen
Boundaries deuten darauf hin, daß es keine Lücken zwischen den Flächen gibt.
Das Bild auf der rechten Seite widerspiegelt die Tangentenstetigkeit zwischen den einzelnen Flächen.
Es ist deutlich zu erkennen, daß die Symmetrie bzgl. der Ebene xz-ref und die Verbindungen der
einzelnen Lofts sehr hohe Unstetigkeiten aufweisen. Der nächste Schritt wird versuchen, diese
Unstetigkeiten zu minimieren.
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Step_05.CATPart

7. Flächenoptimierung
Hier werden die Flächen neu erstellt. Der Aufbau unterscheidet sich zwar nicht vom 4. Schritt, aber
verschiedene Optionen sollen erlauben, je nach Bedarf, eine bessere Flächenqualität zu erreichen.

Es ist bei diesem Modell sicherlich nicht notwendig, beste Krümmungsstetigkeit zu erzielen. Die
Flächenübergänge sollten allerdings schon tangential verlaufen. Achten Sie auf die Angabe von
tangentialen Referenzflächen bei der Flächendefinition.
Connection-Analyse, sowie OpenBody “Surface and operations” ins “Hide” (F2)
Für das Back_loft gelten xy- und xz-refs als Tangente (Loft / Sections / Tgt. / Guide)
Wiederholen für Front_loft
Weiter wie in Abschnitt 4.
Mittlerer_loft, für jede Kurve ist eine Tangentenfläche gegeben (Loft / Sections /Tgt /
Guide /Tgt.)
Weitere Operationen wie Abschnitt 4 bis Blendflächen
Blend continuity ist “Curvature” (Blend / Continuity / Curvature)
Flächen zusammenfügen und Graphicdarstellung anpassen (Join)
Möglich wäre einfach auch, die veränderten Flächen neu zu definieren und das Modell zu
aktualisieren. Die Wiederholung dient daher ausschließlich der Möglichkeit eines späteren Vergleichs!
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_Step_06.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 9


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Abgastopf

8. Wiederholung der Analyse


Das Mapping hat wie erwartet wenig Änderungen ergeben. Besonders an der Verbindung zum Blend
ist eine Krümmungsstetigkeit zu erkennen, was optisch sicherlich gut ist. Die “Limited” Option zeigt
auch etwas größere Bereiche mit einem niedrigen Krümmungsradius.

Wir setzen den Connect Checker auf die vorher getrennten Flächen. Das Ergebnis ist hier eindeutig.
Alle Tangentenunstetigkeiten sind beseitigt. Die Flächen haben jetzt tangentenstetige Übergänge!
Modell(e): 2_24_Abgastopf_V5_01_End.CATPart

9. Sonstiges
Untersuchen sie mehrere Möglichkeiten der Kurvenerstellung, Verwenden Sie Connects für die
Zwischenkurven oder Conics für die Cross Sections!.Wie sieht es mit dem Sketcher aus?
Die Loft Funktion bietet eine Reihe von Definitionsmöglichkeiten, bspw. die Verwendung von Middle
Curves.
Das Modell kann mit Knowledge “aufgerüstet” werden. Man denke an Formeln für die Steuerung der
Planes ...

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B-Säule mit „Adaptative Sweep“

Aufgabe B-Säule mit „Adaptative Sweep“


2_23
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen Sketcher, Adaptative Sweep, Loft, Fillet
Modelle: 2_23_01_B_Saeule_Start.CATPart
2_23_02_B_Saeule_Top_Sweep.CATPart
2_23_03_B_Saeule_Bottom_Sweep.CATPart
2_23_04_B_Saeule_End.CATPart
Thema dieser Übung ist das Austragen von Profilen mit der Funktion „Adaptative Sweep“. Die Profilkontur
wird mit dem Sketcher konstruiert. Sie ist abhängig von externer Geometrie. Die Verbindung (Junction)
zwischen topologisch unterschiedlichen Profilen wird mittels Loft und manuellem „Koppeln“ erzeugt.
Anschließend ist das Modell zu verrunden.
1. Ergebnis

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


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B-Säule mit „Adaptative Sweep“

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_23_01_B_Saeule_Start.CATPart
Das Startmodell enthält alle Kurven und Flächen, die als externe Referenzen dienen sollen. Darüber
hinaus sind die Ebenen, in denen Schnitte plaziert werden sollen, gegeben.
Das Startmodell beinhaltet:
Externe Referenzflächen (z.B.
Flansche), an denen sich die B-Säule
orientiert
Randkurven für die Flansche
Positionen für die Sections der Sweep-
Flächen

Folgende Abbildung zeigt die Skizze im oberen Bereich („TOP“). In grün die Kontur mit den
vergebenen Constraints zu den externen Referenzflächen. Die Kontur startet bzw. endet direkt in den
Schnittpunkten mit den Limit-Kurven. Zu den externen Flanschflächen verläuft sie parallel (Abstand
0mm). Zu den anderen 5 Referenzflächen verläuft sie parallel im Abstand von 3mm. Gelb gestrichelt
die Schnitte durch diese Referenzflächen.

2
B-Säule mit „Adaptative Sweep“

Folgende Abbildung zeigt die Skizze im unteren Bereich („BOTTOM“). Auch hier in grün die Kontur mit
den vergebenen Constraints zu den externen Referenzflächen. Die Kontur startet bzw. endet direkt in
den Schnittpunkten mit den Limit-Kurven. Zu den externen Flanschflächen verläuft sie parallel
(Abstand 0mm). Zu den anderen 3 Referenzflächen verläuft sie parallel im Abstand von 3mm. Gelb
gestrichelt die Schnitte durch diese Referenzflächen.

3. Empfohlene Vorgehensweise

· Konstruktion der oberen Sweep-Fläche (TOP-Sweep) mit der dazugehörigen Profilskizze


· Konstruktion der unteren Sweep-Fläche (BOTTOM-Sweep) mit der dazugehörigen Profilskizze
· Konstruieren der Verbindungsfläche (Loft mit manuellem „Coupling“)
· Zusammenfügen der Teilflächen und Verrunden

4. Hinweise / Anmerkungen
Der Aufbau des Modells sollte mit dem komplexeren Sweep im oberen Bereich („TOP“) begonnen
werden. Die Skizze ist im Punkt „PT1_To“ zu erzeugen.
Im Anschluß daran ist der Sweep im unteren Bereich („BOTTOM“) zu konstruieren. Die Skizze ist im
Punkt „PT1_Bottom“ zu erzeugen.
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies im „Specification tree“) wird Wert gelegt!

Dr. E. Braß 3
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B-Säule mit „Adaptative Sweep“

4
B-Säule mit „Adaptative Sweep“

Lösung B-Säule mit „Adaptative Sweep“


2_23
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen Sketcher, Adaptative Sweep, Loft, Fillet
Modelle: 2_23_01_B_Saeule_Start.CATPart
2_23_02_B_Saeule_Top_Sweep.CATPart
2_23_03_B_Saeule_Bottom_Sweep.CATPart
2_23_04_B_Saeule_End.CATPart
Thema dieser Übung ist das Austragen von Profilen mit der Funktion „Adaptative Sweep“. Die Profilkontur
wird mit dem Sketcher konstruiert. Sie ist abhängig von externer Geometrie. Die Verbindung (Junction)
zwischen topologisch unterschiedlichen Profilen wird mittels Loft und manuellem „Koppeln“ erzeugt.
Anschließend ist das Modell zu verrunden.
1. Konstruktion der oberen Sweep-Fläche (TOP-Sweep) mit der dazugehörigen Profilskizze
Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_23_01_B_Saeule_Start.CATPart
Der OpenBody „TOP_Sweep“ ist aktiviert. Alle notwendigen Elemente sind vorhanden (OpenBody
„INPUT“). Die Profilskizze wird „on the fly“ erzeugt. Also wird jetzt die Funktion „Adaptative Sweep“
aufgerufen:
Guiding Curve Rear_Limit_Curve
Reference Surface ohne Selektion / bleibt frei
Sketch existiert noch nicht, daher mit MB3 in dieses Feld klicken;
„Create Sketch“ wird angeboten und natürlich selektiert.
Wir befinden uns jetzt im „Sketch creation for adaptative sweep“-Dialog – im „Running command“
Modus und arbeiten die geforderten Eingaben der Reihe nach ab:

Point PT1_TOP (der Punkt in dem die Skizze positioniert wird)


Optional construction elements
Rear_Limit_Crv (wird automatisch bei der Punkt-Selektion
erkannt!)
Rear_Flansch
TOP_Rear3_Strak
TOP_Rear2_Strak
TOP_Rear1_Strak
TOP_Outer_Strak
TOP_Front_Strak
Front_Flansch
Front_Limit_Crv
Mit „OK“ gelangt man zurück in den Sketcher-Modus. Der besseren Übersicht wegen sollten jetzt alle
störenden Elemente ausgeblendet werden:
Grid (Sketcher) „Off“ – (Tools/Options)
OpenBody „INPUT“ ins „HIDE“
OpenBody „TOP_Pt_Definition“ und „Absolute Axis“ der Skizze ins „Hide“
Jetzt kann skizziert werden. Am besten eignet sich das „Profil“-Icon. Das Profil sollte genau in den
Schnittpunkten mit den Limit-Kurven beginnen bzw. enden. Beim Skizzieren vom System vergebene,
unerwünschte Constraints müssen anschließend gelöscht werden. Constraints werden dann
entsprechend Skizze neu vergeben (Parallelität + Abstand, Winkel, Länge) und gegebenenfalls
maßlich korrigiert. Bei der Vergabe der Constraints am besten von innen nach außen vorgehen! Nicht

Dr. E. Braß 5
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B-Säule mit „Adaptative Sweep“
vergessen, daß das jeweils erste und letzte Segment der Skizze parallel mit den Flansch-
Konstruktionslinien laufen soll!

Nach der vollständigen Vergabe aller Constraints wird der Sketcher verlassen. Man wird in den
„Adaptative Sweep Definition“ Dialog zurückgeführt. Die „UserSection.1“ ist die soeben definierte.

6
B-Säule mit „Adaptative Sweep“
Das skizzierte Profil kann jetzt durch Selektion weiterer Punkte auf andere Sections übertragen
werden:
UserSection.2 PT2_TOP
UserSection.3 PT3_TOP
Danach kann die Sweep-Fläche berechnet werden! Der Spine ist mit der Guiding curve identisch!

Zwischenergebnis ist 2_23_02_B_Saeule_Top_Sweep.CATPart

2. Konstruktion der unteren Sweep-Fläche (BOTTOM-Sweep) mit der dazugehörigen Profilskizze


Die Vorgehensweise ist analog zu der im ersten Schritt beschriebenen. Der OpenBody
„BOTTOM_Sweep“ ist aktiviert. Alle notwendigen Elemente sind vorhanden (OpenBody „INPUT“). Die
Profilskizze wird „on the fly“ erzeugt. Also wird jetzt die Funktion „Adaptative Sweep“ aufgerufen:
Guiding Curve Rear_Limit_Curve
Reference Surface ohne Selektion / bleibt frei
Sketch existiert noch nicht, daher mit MB3 in dieses Feld klicken;
„Create Sketch“ wird angeboten und natürlich selektiert.
Wir befinden uns jetzt im „Sketch creation for adaptative sweep“-Dialog – im „Running command“
Modus und arbeiten die geforderten Eingaben der Reihe nach ab:

Point PT1_BOTTOM (der Punkt in dem die Skizze positioniert wird)


Optional construction elements
Rear_Limit_Crv (wird automatisch bei der Punkt-Selektion
erkannt!)
Rear_Flansch
BOTTOM_Rear_Strak
BOTTOM_Outer_Strak
BOTTOM_Front_PLN
Front_Flansch
Front_Limit_Crv

Mit „OK“ gelangt man zurück in den Sketcher-Modus. Der besseren Übersicht wegen sollten jetzt alle
störenden Elemente ausgeblendet werden:
Grid (Sketcher) „Off“ – (Tools/Options)
OpenBody „INPUT“ ins „HIDE“
OpenBody „BOTTOM_Pt_Definition“ ins „HIDE“
„Absolute Axis“ der Skizze ins „Hide“
Jetzt kann skizziert werden. Am besten eignet sich das „Profil“-Icon. Das Profil sollte genau in den
Schnittpunkten mit den Limit-Kurven beginnen bzw. enden. Beim Skizzieren vom System vergebene,
unerwünschte Constraints müssen anschließend gelöscht werden. Constraints werden dann
entsprechend Skizze neu vergeben (Parallelität + Abstand, Winkel, Länge) und gegebenenfalls
maßlich korrigiert. Bei der Vergabe der Constraints am besten von innen nach außen vorgehen! Nicht
vergessen, daß das jeweils erste und letzte Segment der Skizze parallel mit den Flansch-
Konstruktionslinien laufen soll!

Dr. E. Braß 7
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B-Säule mit „Adaptative Sweep“

Nach der vollständigen Vergabe aller Constraints wird der Sketcher verlassen. Man wird in den
„Adaptative Sweep Definition“ Dialog zurückgeführt. Die „UserSection.1“ ist die soeben definierte.

Das skizzierte Profil kann jetzt durch Selektion eines weiteren Punktes auf die zweite Section
übertragen werden:
UserSection.2 PT2_BOTTOM
Danach kann die Sweep-Fläche berechnet werden! Der Spine ist mit der Guiding curve identisch!

Zwischenergebnis ist 2_23_03_B_Saeule_Bottom_Sweep.CATPart

8
B-Säule mit „Adaptative Sweep“

3. Konstruieren der Verbindungsfläche (Loft mit manuellem „Coupling“)

Beide Sweeps sollen mit einer Loft-Fläche verbunden werden. Dazu werden „Section“- und
Führungskurven benötigt. Als „Sections“ dienen Schnittkurven mit den „Sweeps“. Führungskurven
können die beiden gegebenen „Limit_Crv’s“ sein.
Intersect_TOP (Intersection von Adaptative Sweep_TOP mit PLN_PT3_TOP
Intersect_BOTTOM (Intersection von Adaptative Sweep_BOTTOM mit PLN_PT1_BOTTOM
Für das manuelle „Coupling“ wäre es angeraten, 2 Punkte vorzubereiten, die
P1 (Point „On curve“, Intersect_BOTTOM, Ratio=0.85, „Geodesic“, Point = Default
(Extremity)
(die Position entspricht in etwa 1/3 des entsprechenden Segmentes)
P2 (Point „On curve“, Intersect_BOTTOM, Ratio=0.78, „Geodesic“, Point = Default
(Extremity)
(die Position entspricht in etwa 2/3 des entsprechenden Segmentes)

Jetzt kann die Loft-Fläche erzeugt werden:


Loft (Section 1 ist Intersect_TOP tangential zu Adaptative Sweep_TOP
Section 2 ist Intersect_BOTTOM tangential zu Adaptative Sweep_BOTTOM
Guide 1 ist Rear_Limit_Crv
Guide 2 ist Front_Limit_Crv
Spine – „No selection“
Stellt man „Section coupling“ auf „Tangency“ und läßt die Fläche berechnen, führt dies zu
einer Fehlermeldung. Es muß jetzt ein manuelles „Coupling“ (insgesamt 6 Coupling
Kurven)
durchgeführt werden. Dann kann die Fläche berechnet werden.

Dr. E. Braß 9
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PLM Solutions
B-Säule mit „Adaptative Sweep“

4. Zusammenfügen der Teilflächen und Verrunden

Die drei Teilflächen werden abschließend zusammengefügt und verrundet:


Join.1 (Adaptative Sweep:TOP, Loft, Adaptative Sweep:BOTTOM)
EdgeFillet.1 (R10, alle 5 durchgehenden Kanten von Join.1, „Tangency“ Propagation)
EdgeFillet.2 (R7, die beiden auslaufenden Kanten von Join.1, „Tangency“ Propagation)

Ergebnis ist 2_23_04_B_Saeule_End.CATPart

10
Kolbenmulde

Aufgabe Kolbenmulde
2_21
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Conics, Sweep – Typ “Conic”, Loft,
Duplicate OpenBody
Modelle: 2_21_01_Brennraum_Start.CATPart
2_21_02_Brennraum_Sketch_Spines.CATPart
2_21_03_Brennraum_Hilfskonstruktion.CATPart
2_21_04_Brennraum_3Flaechen.CATPart
2_21_05_Brennraum_Halber_Brennraum.CATPart
2_21_06_Brennraum_End.CATPart
Schwerpunkt dieser Übung ist der Umgang mit Conics – sowohl Kurven, als auch Sweep-Flächen dieses
Typs.
Ausgehend von Skizzen bzw. Kurven soll die Fläche einer Kolbenmulde konstruiert werden, die aus
möglichst wenig Teilflächen besteht und qualitativ hochwertig ist (Tangentailität). Die gegebene Kontur
soll nachträglich modifizierbar sein.
1. Ergebnis

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_21_01_Brennraum_Start.CATPart
Das Startmodell ist leer, d.h. die Geometrie ist von Grund auf neu zu erstellen.
Auf der folgenden Seite sind die geometrischen Ausgangsbedingungen skizziert und näher erläutert.
Der Durchmesser des Kolbens soll 100mm betragen. Sein Mittelpunkt liegt genau senkrecht (+Z) über
dem Fusspunkt.

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


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Kolbenmulde

Die Skizze der Kontur der Kolbenmulde (links)


liegt in der Ebene Z=32.5. Der Ursprung der 2D-
Skizze liegt bei [X,Y]=[0,0].
Die drei Kurven in der Grafik oben sind Parabeln
(P=0.5).
Sie laufen im Fusspunkt [X,Y,Z]=[-10,10,22.5]
zusammen und tangential in die Ebene Z=22.5.
Die Parabeln sind planar. Die Supportebenen
verlaufen netzparallel. 2 liegen in der Ebene X=-
10, eine in der Ebene Y=10.
Die Tangentenrichtung der Parabeln auf der
anderen Seite verläuft in einem Winkel von 60
Grad.

3. Empfohlene Vorgehensweise

· Konstruktion der notwendigen Ebenen und der Skizze sowie der Kurven
· Erarbeiten einer Vorgehensweise für die Konstruktion der Teilflächen
· Hilfskonstruktionen
· Teilflächen mit Sweep – Typ „Conic“
· Variantenvergleich für die Konstruktion der restlichen Flächen (Check Sweep, Fill; Loft)
· Zusamenfassen der Flächen und Ergänzen der Geometrie (Symmetrie, Trim mit oberer
Kolbenfläche)
· Flächen-Analysen

4. Hinweise / Anmerkungen
Das Modell ist parametrisch-assoziativ aufzubauen (GSD Workbench)!
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies im „Specification tree“) wird Wert gelegt!
Die Kontur muß modifizierbar sein. Das Ergebnis ist zu analysieren (Tangentialität).

2
Kolbenmulde

Lösung Kolbenmulde
2_21
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Conics, Sweep – Typ “Conic”, Loft
Duplicate OpenBody
Modelle: 2_21_01_Brennraum_Start.CATPart
2_21_02_Brennraum_Sketch_Spines.CATPart
2_21_03_Brennraum_Hilfskonstruktion.CATPart
2_21_04_Brennraum_3Flaechen.CATPart
2_21_05_Brennraum_Halber_Brennraum.CATPart
2_21_06_Brennraum_End.CATPart
Schwerpunkt dieser Übung ist der Umgang mit Conics – sowohl Kurven, als auch Sweep-Flächen des
Typs „Conic“.
Objekt dieser Übung ist eine fiktive Kolbenmulde, die aufgrund der Symmetrie zunächst nur zur Hälfte
aufgebaut und dann gespiegelt wird.
1. Sketch-Ebenen, Skizze 1 und Spines erzeugen
Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_21_01_Brennraum_Start.CATPart
Fusspunkt erzeugen (-10, 10, 22.5)
Sketch-Plane.1 („Offset from plane“, XY ist Referenz, Z=+32.5mm)
Erzeugen der ersten Skizze (Sketch.1) in der Ebene „Sketch-Plane.1“
Je eine vertikale und horizontale Konstruktionslinie
zeichnen und beide koinzident zu den 2D-Achsen
machen.
Eine dritte Konstruktionslinie im Abstand von
10mm zur vertikalen Konstruktionslinie erzeugen.
2 Linien zeichnen (ca. 40mm lang):
eine im Abstand von 35mm zur Mittellinie (parallel
zur x-Achse) in Richtung +Y
die andere im Abstand von 20mm zur Mittellinie
(parallel zur x-Achse) in Richtung –Y
Je einen Endpunkt der beiden Linien mit
„Koinzidenz“ auf der dritten (vertikalen)
Konstruktionslinie festlegen.
Einen Vollkreis erzeugen (Mittelpunkt außerhalb
des Ursprungs, Radius zunächst beliebig). Dann
„Koinzidenz“ zwischen Kreismittelpunkt und
Sketch-Origin (Ursprung) erzeugen. Radius von
R=47.5mm einstellen.
Jeweils eine der beiden Linien mit dem Kreis
ausrunden (Corner; R15)

Dr. E. Braß 3
IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Kolbenmulde

Sketch-Plane.2 („Parallel through point“, YZ ist Referenz, Fusspunkt)


Sketch-Plane.3 („Parallel through point“, XZ ist Referenz, Fusspunkt)
Fuss-Plane.4 („Parallel through point“, XY ist Referenz, Fusspunkt)
Weiterhin werden noch zwei Spines benötigt. Achsparallele Linien sind in diesem Fall bestens
geeignet.
X SPINE Intersect.1 (Intersection von Sketch-Plane.3 und Fuss-Plane.4)
Y SPINE Intersect.2 (Intersection von Sketch-Plane.2 und Fuss-Plane.4)
Zwischenergebnis ist 2_21_02_Brennraum_Sketch_Spines.CATPart

2. Erzeugen notwendiger Hilfskonstruktionen – Teil 1

Auf der Kontur „Sketch.1“ sind drei Punkte zu konstruieren, von denen ausgehend Hilfslinien erzeugt
werden können:
AP-Point.2 (Point, „on curve“, Sketch.1, Ratio=0)
EP-Point.3 (Point, „on curve“, Sketch.1, Ratio=1)
PT3-Intersect.3 (Intersection von Sketch-Plane.3 mit Kontur „Sketch.1“)
Mit einer Linie (Typ „Point-Point“) sind AP-Point.2 und EP-Point.3 miteinander zu verbinden. Dann
können die drei Hilfslinien konstruiert werden:
Line.AP-60Grad („Angle to curve“, Line.AP-EP, Sketch-Plane.2, AP-Point.2, 60°, 0mm, 20mm)
Line.EP-60Grad („Angle to curve“, Line.AP-EP, Sketch-Plane.2, EP-Point.3, -60°, 0mm, 20mm)
Line.PT3-60Grad („Angle to curve“, X SPINE.Intersect.1, Sketch-Plane.3, PT3-Intersect.3, 60°,
0mm, 20mm)
Mit der Loft-Funktion kann nun eine Hilfsfläche definiert werden, die von den Nutzflächen als Referenz
für tangentialen Einlauf benötigt wird:
Loft.Referenzflaeche 3 Sections (Line.AP-60Grad, Line.EP-60Grad, Line.PT3-60Grad)
1 Führungskurve = Spine (Sketch.1)

4
Kolbenmulde

3. Konstruieren der noch fehlenden Conic-Kurven


Kurve „Conic.EP“
Support ist Sketch-Plane.2
Startpunkt ist EP-Point.3 mit der
Bedingung tangential zur Linie
Line.EP-60Grad
Endpunkt ist Fusspunkt mit der
Bedingung tangential zur Linie
Y SPINE Intersect.2
Parameter P=0.5 (Parabel)

Kurve „Conic.AP“
Support ist Sketch-Plane.2
Startpunkt ist AP-Point.2 mit der
Bedingung tangential zur Linie
Line.AP-60Grad
Endpunkt ist Fusspunkt mit der
Bedingung tangential zur Linie
Y SPINE Intersect.2
Parameter P=0.5 (Parabel)
Die beiden Conic-Kurven werden mit JOIN verbunden. Es entsteht das Element CONIC-Join.1

Kurve „Conic.3“
Support ist Sketch-Plane.3
Startpunkt ist PT3-Intersect.3 mit
der Bedingung tangential zur
Linie Line.PT3-60Grad
Endpunkt ist Fusspunkt mit der
Bedingung tangential zur Linie
X SPINE Intersect.1
Parameter P=0.5 (Parabel)

Dr. E. Braß 5
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Kolbenmulde

4. Erzeugen notwendiger Hilfskonstruktionen – Teil 2

Für die Konstruktion der Nutzflächen wäre es hilfreich, auf die Sub-Elemente der Skizze „Sketch.1“
zugreifen zu können. Das ist derzeit aber nicht möglich. Einen Ausweg bietet die Erzeugung einer
planaren Fill-Fläche, die u.a. durch die Skizze begrenzt wird. Von diesem Fill kann man mit „No
propagation“ die Boundaries in der gewünschten Form abgreifen.
Fill.1 (Fläche begrenzt von Sketch.1 und Line:AP-EP; punktstetig)
Sketch.1 „vererbt“ seine Topologie an Fill.1. Daher findet man in der Randkurve von Fill.1 auch die 5
Segmente von „Sketch.1“ wieder. Durch Aufruf der Funktion Boundary und Selektion der gewünschten
Kante kann man die einzelnen Segmente erzeugen (Ausbreitungstyp „No propagation“). Damit
entstehen folgende Kurven: Boundary.AP, Boundary.CORNER AP, Boundary.MIDDLE,
Boundary.CORNER EP und Boundary.EP,
Mit der Sweep-Funktion wird nun eine zweite Hilfsfläche definiert, die von den Nutzflächen als
Referenz für tangentialen Einlauf benutzt werden kann:
Sweep.Referenzflaeche Typ „Line“, Sub-Typ „With reference surface“
1 Führungskurve – CONIC-Join.1
1 Referenzfläche – Fuss-Plane.4
Winkel=180°, Länge1=5mm, Länge2=0mm

Zwischenergebnis ist 2_21_03_Brennraum_Hilfskonstruktion.CATPart

6
Kolbenmulde

5. Erste Nutzflächen erzeugen

Ziel ist es, die Gesamt-Nutzfläche der Kolbenmulde aus möglichst wenig Teilflächen
zusammenzusetzen, damit die Qualität nicht durch Unstetigkeiten leidet. Flächen mit hoher
Genauigkeit sind Sweep-Flächen vom Typ „Conic“. Ihr Nachteil besteht jedoch darin, daß man ihnen
seitlich keine Tangentialbedingungen mitgeben kann. Diesen Nachteil kann man zum einen durch
geschickte Aufteilung kompensieren und zum anderen durch Vergabe des gleichen Parameters wie
bei der Erzeugung der Kurven.
Die erste Fläche kann sofort konstruiert werden:
PATCH 1 – Sweep.2 Typ „Conic“, Sub-Typ „Two guide curves“
1. Führungskurve – CONIC-Join.1 mit tangentialem Übergang
(Winkel=0°) zur Sweep.Referenzflaeche
2. Führungskurve – Boundary.MIDDLE mit tangentialem Übergang
(Winkel=0°) zur Loft.Referenzflaeche
Parameter P=0.5 (Parabel)
Spine – Y SPINE Intersect.2
Von dieser Fläche werden die zwei seitlichen Randkurven erzeugt. Sie dienen als Führungskurven für
die Konstruktion der nächsten 2 Conic-Flächen:
Boundary.Patch 1 EP (Boundary, PATCH 1 – Sweep.2, Ausbreitungstyp „No propagation“)
Boundary.Patch 1 AP (Boundary, PATCH 1 – Sweep.2, Ausbreitungstyp „No propagation“)
Jetzt können die nächsten beiden Conic-Flächen erzeugt werden:
PATCH 2 – Sweep.3 Typ „Conic“, Sub-Typ „Two guide curves“
1. Führungskurve – Boundary.AP mit tangentialem Übergang
(Winkel=0°) zur Loft.Referenzflaeche
2. Führungskurve – Boundary.Patch 1 AP mit tangentialem Übergang
(Winkel=0°) zu PATCH 1 – Sweep.2
Parameter P=0.5 (Parabel)
Spine – X SPINE Intersect.1
PATCH 3 – Sweep.4 Typ „Conic“, Sub-Typ „Two guide curves“
1. Führungskurve – Boundary.EP mit tangentialem Übergang
(Winkel=0°) zur Loft.Referenzflaeche
2. Führungskurve – Boundary.Patch 1 EP mit tangentialem Übergang
(Winkel=0°) zu PATCH 1 – Sweep.2
Parameter P=0.5 (Parabel)
Spine – X SPINE Intersect.1

Zwischenergebnis ist 2_21_04_Brennraum_3Flaechen.CATPart

Dr. E. Braß 7
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Kolbenmulde

6. Schließen der Ecken

Die nächste Überlegung gilt der Frage – wie schließt man die beiden Ecken? Es scheinen 2 Varianten
realistisch:
Variante 1: basierend auf der Fill-Funktion
Variante 2: basierend auf Loft und „Padu-Spine“
Für beide Varianten werden zunächst zusätzliche Randkurven benötigt:
Boundary.Patch 2 (Boundary, PATCH 2 – Sweep.3, Ausbreitungstyp „No propagation“)
Boundary.Patch 3 (Boundary, PATCH 3 – Sweep.4, Ausbreitungstyp „No propagation“)
Mit diesen beiden Randkurven können dann auch die zwei bereits vorhandenen Randkurven
aufgesplittet werden:
Split.Boundary Patch 1 AP (Boundary Patch 1 AP gesplittet an Boundary.Patch 2)
Split.Boundary Patch 1 EP (Boundary Patch 1 EP gesplittet an Boundary.Patch 3)

Variante 1:
Die beiden Ecken werden mit Fill geschlossen:
PATCH 4 Fill (3 Randkurven - Boundary.Patch 2, Split.Boundary Patch 1 AP,
Boundary.Corner AP jeweils tangential zu den benachbarten Flächen, Continuity
„Tangent“)
PATCH 5 Fill (3 Randkurven - Split.Boundary Patch 1 EP, Boundary.Patch 3,
Boundary.Corner EP jeweils tangential zu den benachbarten Flächen, Continuity
„Tangent“)
Die 5 Teilflächen (3 Conics + 2 Fill) ergeben zusammen das Ergebnis von Variante 1. Man kann die
Qualität genauer analysieren. Variante 2 ist aufwendiger, aber qualitativ besser.

Variante 2:

8
Kolbenmulde
Für die Anwendung der Loft-Funktion sind bereits planare „Sections“ (die Randkurven) und
Führungskurven vorhanden. Es fehlt noch der ideale Spine. Wir konstruieren den „Padu-Spine“, einen
Kreisbogenabschnitt. Die Schritte dazu sind ein gewisser Aufwand. Das ist ein Fall für „Duplicate
OpenBody“. Dazu wird zunächst ein neuer OpenBody „PADU-Spine AP“ für den ersten „Padu-Spine“
eingefügt.
Die Definition des „Padu-Spine“ wird hier stellvertretend am Beispiel des PADU-Spine AP vorgestellt.
Durch zwei planare Kurven (spätere Loft-Sections) wird je eine Ebene gelegt. Die Intersection beider
Ebenen ergibt eine Linie. An beliebiger Stelle auf dieser Linie wird ein Punkt gesetzt. In diesem Punkt,
normal zur Linie wird eine dritte Ebene erzeugt. In dieser Ebene, in dem Punkt konstruiert man einen
Kreisbogen (Durchmesser beliebig) und trimmt ihn an den ersten beiden Ebenen. Der resultierende
Bogen eignet sich idealerweise als Spine für ein Loft zwischen zwei Sections!
Also nun zum PADU-Spine AP:
Plane.5 (Plane, „Through planar curve“, Split.Boundary Patch 1 AP)
Plane.6 (Plane, „Through planar curve“, Boundary.Patch 2)
Intersect.4 (Intersection zwischen Plane.6 und Plane.5)
Point.4 (Point, „On curve“, Intersect.4, beliebige Position)
Plane.7 (Plane, „Normal to curve“, Intersect.4, Point.4)
Circle.1 („Center and radius“, Point.4, Plane.7, R20, „whole circle“)
Split.3 (Circle.1 an Plane.5 und Plane.6; auf die richtige Orientierung achten!)
Split.3 stellt den „Padu-Spine“ für die gewünschte Seite dar. Alle Zwischenschritte werden ins „Hide“
gestellt. Das Kommando Insert / Advanced replication tools / Duplicate open body wird aufgerufen und
der OpenBody „PADU-Spine AP“ selektiert. In dem erscheinenden Dialog werden als Eingabe zwei
Randkurven erwartet. Hier müssen nun sinngemäß die Randkurven der anderen Ecke eingefügt
werden. Dabei muß unbedingt auf eine gleichgerichtete Orientierung der Vektoren geachtet werden!
Wenn man’s richtig macht entsteht ein neuer OpenBody mit dem zweiten Spine!
Jetzt kann es an die Definition der letzten beiden Loft-Flächen gehen:
PATCH 4 – Loft.2 (Section 1 ist Split.Boundary Patch 1 AP tangential zu PATCH1 –
Sweep.2
Section 2 ist Boundary Patch 2 tangential zu PATCH2 – Sweep.3
Führungskurve ist Boundary.Corner AP tangential zu
Loft.Referenzflaeche
Spine ist Split.3 („Padu-Spine“))
PATCH 5 – Loft.3 (Section 1 ist Boundary Patch 3 tangential zu PATCH3 – Sweep.4
Section 2 ist Split.Boundary Patch 1 EP tangential zu PATCH1 – Sweep.2
Führungskurve ist Boundary.Corner EP tangential zu
Loft.Referenzflaeche
Spine ist Split.4 („Padu-Spine“))
5 Teilflächen (3 Conics + 2 Fill) ergeben zusammen das Ergebnis von Variante 2:
Join.2 (PATCH 1 – Sweep.2, PATCH 2 – Sweep.3, PATCH 3 – Sweep.4,
PATCH 3 – Loft.2, PATCH 5 – Loft.3)

Dr. E. Braß 9
IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Kolbenmulde

Die drei Analysearten „Environment Mapping“, „Isophote Analysis“ und „Connect Checker“ (von links
nach rechts) geben einen Eindruck der Flächenqualität wieder.

Zwischenergebnis ist 2_21_05_Brennraum_Halber_Brennraum.CATPart

7. Ergänzen der Geometrie

Durch einige kleine Operationen wird die Geometrie vervollständigt. Es entsteht die obere
Kolbenfläche mit Mulde.
Project.1 („Normal“, Fusspunkt; Sketch-Plane.1)
Circle.3 („Center and radius“, Project.1, Sketch-Plane.1, R50, „whole circle“)
Symmetry.1 (Join.2 an Sketch-Plane.2)
Fill.4 (Circle.3, punktstetig)
Join.3 (Join.2, Symmetry.1)
Trim.1 (Join.3 mit Fill.4)
Mit Trim.1 ist das Endergebnis erreicht. Es ist auch in folgendem Modell zu finden.

Ergebnis ist 2_21_06_Brennraum_End.CATPart

Zur Modifikation der Mulde kann bspw. Sketch.1 modifiziert werden. Dazu muß in dieser Skizze unter
Constraints die Coincidence.12 gelöscht werden. Dann kann die Kontur modifiziert werden.

10
Verrundungsfall „6 Kanten“

Aufgabe Verrundungsfall „6 Kanten“


2_11
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Extrude, ShapeFillet
Modelle: 2_11_01_Ecke_Easy_Start.CATPart
2_11_02_Ecke_Easy_End.CATPart
Hauptziel dieser Übung ist das Üben einfacher Funktionalitäten zum Erzeugen planarer Flächen und zum
Verrunden. Am Beispiel einer Ecke, in die 6 Kanten einlaufen, ist eine geeignete Strategie zum Verrunden
zu erarbeiten.
1. Ergebnis

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_11_01_Ecke_Easy_Start.CATPart
Das Startmodell beinhaltet Drahtgeometrie, die zur Flächenerzeugung benutzt werden soll. Im Bild
oben ist das Ergebnis dargestellt.
Alle Verrundungsradien R30 !

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


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PLM Solutions
Verrundungsfall „6 Kanten“

Das Startmodell beinhaltet:


Explizite Drahtgeometrie (Linien) zur
Erzeugung der Flächen

3. Empfohlene Vorgehensweise

· Flächen mittels „Extrude“ aufbauen; vorhandene Linien als „Direction“ benutzen; Länge der Flächen
ist frei wählbar
· Verrunden der Flächen mit „ShapeFillet“
· Test des Modells auf Offsetfähigkeit

4. Hinweise / Anmerkungen
Das Modell ist mit prozeduralen Elementen aufzubauen (GSD Workbench)!
Varianz ist nicht vordergründiges Ziel dieser Übung. Sie könnte aber erreicht werden durch:
· Veränderung der Winkel zwischen den Flächen
· Variable bzw. unterschiedliche Radien
· Oder Koppeln aller Radien an einen treibenden Wert

2
Verrundungsfall „6 Kanten“

Lösung Verrundungsfall „6 Kanten“


2_11
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Extrude, ShapeFillet
Modelle: 2_11_01_Ecke_Easy_Start.CATPart
2_11_02_Ecke_Easy_End.CATPart
Hauptziel dieser Übung ist das Üben einfacher Funktionalitäten zum Erzeugen planarer Flächen und zum
Verrunden. Am Beispiel einer Ecke, in die 6 Kanten einlaufen, ist eine geeignete Strategie zum Verrunden
zu erarbeiten.

1. Wand- und Bodenfläche für die Reserveradmulde erzeugen


Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_11_01_Ecke_Easy_Start.CATPart

Extrude.1 (Line.5 in Richtung Line.7; 0mm bis –120mm)


Extrude.2 (Line.5 in Richtung Line.3; 0mm bis –100mm)
Fillet.1 (ShapeFillet zwischen Extrude.1 und Extrude.2, R30, „Smooth“)

Extrude.3 (Line.6 in Richtung Line.4; 0mm bis 120mm)


Extrude.4 (Line.6 in Richtung Line.8; 0mm bis 100mm)
Fillet.2 (ShapeFillet zwischen Extrude.3 und Extrude.4, R30, „Smooth“)

Dr. E. Braß 3
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PLM Solutions
Verrundungsfall „6 Kanten“

Extrude.5 (Line.7 in Richtung Z-Achse; -100mm bis 100mm)


Extrapol.1 (Boundary von Extrude.5, L=100mm, „Tangent“, „Assemble result“)
Fillet.3 (ShapeFillet zwischen Fillet.2 und Extrapol.1, R30, „Smooth“)

Fillet.4 (ShapeFillet zwischen Fillet.3 und Fillet.1, R30, „Smooth“)

Ergebnis ist 2_11_02_Ecke_Easy_End.CATPart

4
Sharp Edge (Verrundungsübung)

Aufgabe „Sharp Edge“


2_14 (Verrundungsübung)
Voraussetzungen: Kenntnisse aus der V5 Grundschulung
Modell(e): 2_14_01_Sharp_Edge_Start.CATPart
2_14_02_Sharp_Edge_End.CATPart
Toolbar: Operations (GSD Workbench)
Funktionen: JOIN, EDGE FILLET, VARIABLE RADIUS FILLET
Diese Übung dient zum kennen lernen der Verrundungsfunktionen in CATIA V5. Das Arbeiten mit der
Funktion „Join“ und das Ausführen von Änderungen sowie einfacher Operationen machen mit dem
Handling der Funktion vertraut.
Im Bild unten ist die zu erzeugende Geometrie bzw. Legende für die zu verrundenden Kanten abgebildet.

A-Kanten: Türkis (R3)


B-Kanten: Schwarz (R3 bis P5; ab P6 R2)
C-Kanten: Neon Grün (R2)
D-Kanten: Rot (R4)
G-Kanten: Rosa (R1,5 bis P1; ab P2 bis P3
R0,5 und ab P4 R1,5)
E-Kanten: Grün (R40)
F-Kanten: Blau (R2)
P4
P6
P3
P5

P1
P2

1. Hinweise
Nach dem Öffnen des Startmodells befindet sich importierte CATIA V4 Geometrie im Strukturbaum,
welche zu einer Fläche verbunden werden muss.
Sorgen sie für eine übersichtliche OpenBody-Struktur!

18. Juni 2001 E. Strohmer, Dr. E. Braß, W. Homolka


IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions / PLM Services
Sharp Edge (Verrundungsübung)

2
Sharp Edge (Verrundungsübung)

Lösung „Sharp Edge“


2_14 (Verrundungsübung)
Voraussetzungen: Kenntnisse aus der V5 Grundschulung
Modell(e): 2_14_01_Sharp_Edge_Start.CATPart
2_14_02_Sharp_Edge_End.CATPart
Toolbar: Operations (GSD Workbench)
Funktionen: JOIN, EDGE FILLET, VARIABLE RADIUS FILLET
Im Bild unten ist das fertig verrundete Flächenmodell zu sehen.

1. Schritt 1: Flächenverband erzeugen


Einfügen eines neuen OpenBody
JOIN Funktion anwählen
Alle nötigen Surfaces selektieren und JOIN erzeugen
2. Schritt 2: Anbringen der Verrundungen
Verrundungen mit der Funktion EDGE FILLET:
E-Kanten: R=40 (3 Kanten)
D-Kanten: R=4 (14 Kanten)
F-Kanten: R=2 (3 Kanten)
Verrundungen mit der Funktion VARIABLE RADIUS FILLET:
B-Kanten: R=3 bis P5 → R=2 ab P6; (Propagate Radius Fillet)
G-Kanten: R=1,5 bis P1 → R=0,5 von P2 bis P3 → R=1,5 bis P4 (Propagate Radius Fillet mit
Punktdefinition)
Überlappende Verrundung mit der Funktion EDGE FILLET:

E. Strohmer, Dr. E. Braß, W. Homolka 3


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PLM Solutions / PLM Services
Sharp Edge (Verrundungsübung)
C-Kante: R=2 (Propagate Radius Fillet)
Verrunden und Ändern von Radien
A-Kanten: R=3 (2 Kanten)
Ändern dieses Radius auf R=2
Restliche Kanten mit R=3 verrunden und auf R=2 abändern

4
Hydraulik Topf

Aufgabe Hydraulik Topf


2_15
Voraussetzungen: Kenntnisse aus der V5 Grundschulung
Modell(e): 2_15_01_Hydrauliktopf_Start.CATPart
2_15_02_Hydrauliktopf_Drahtgeometrie.CATPart
2_15_03_Hydrauliktopf_Flaechen.CATPart
2_15_04_Hydrauliktopf_End.CATPart
Toolbar: Wireframe, Surfaces, Operations (GSD Workbench)
Funktionen: Revolution, Extrude, Fill, Sweep, Split, ShapeFillet, EdgeFillet
Diese Übung dient zum kennen lernen einiger Grundfunktionen in CATIA V5. Ziel ist es, ausgehend vom
Startmodell einen Hydrauliktopf parametrisch-assoziativ aufzubauen.
Im Bild links die Ausgangsdrahtgeometrie. Rechts im Bild das fertig verrundete Flächenmodell.

1. Hinweise
Lage des Topfbodens [0, 0, 0].
Achten sie auf eine „saubere“ OpenBody-Struktur!
Konstruieren Sie zunächst mit Extrude und Revolution ein Flächenmodell. Maße sind nicht
vorgegeben! Orientieren Sie sich bzgl. der Größenverhältnisse an den vorgegebenen Rotationsachsen.
Benutzen Sie Radien zwischen R3 und R10!

18. Juni 2001 E. Strohmer, Dr. E. Braß, W. Homolka


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Hydraulik Topf

2
Hydraulik Topf

Lösung Hydraulik Topf


2_15
Voraussetzungen: Kenntnisse aus der V5 Grundschulung
Modell(e): 2_15_01_Hydrauliktopf_Start.CATPart
2_15_02_Hydrauliktopf_Drahtgeometrie.CATPart
2_15_03_Hydrauliktopf_Flaechen.CATPart
2_15_04_Hydrauliktopf_End.CATPart
Toolbar: Wireframe, Surfaces, Operations (GSD Workbench)
Funktionen: Revolution, Extrude, Fill, Sweep, Split, ShapeFillet, EdgeFillet

1. Skizzieren der Basiskonturen


Die ZX Ebene wird aktiviert und der Sketcher aufgerufen (Sketch.1).
Die Kontur für den Kegelstumpf wird mit einer Neigung von 25° zur Mittelachse und beliebiger Länge
konstruiert. Sie sollte in etwa durch den oberen Endpunkt der Mittelachse verlaufen! Im nächsten
Schritt werden zwei Ebenen (Offset zu XY) mit Abständen von 8 und 40mm erzeugt. Ein
darauffolgender Split (Split.1) begrenzt die soeben erzeugte Linie an den beiden Ebenen.
Es wird nun die Ebene Z=8 aktiviert und der Sketcher aufgerufen (Sketch.2).
Der Kreis für den „unteren Zylinder“ wird beliebig groß und nicht im Nullpunkt skizziert (Vorsicht -
automatische Constraint-Vergabe)! Danach werden zwei Constraints vergeben. Zum einen
„Coincidence“ (Kreis im Sketch Endpunkt Split.1) und zum anderen „Coincidence“ (Kreis im Sketch /
Mittelpunkt). Damit wird der Kreisdurchmesser angepaßt.

Im folgenden Sketch (Sketch.3; ZX Ebene) wird


die Kontur für den Zylinder mit Fase konstruiert
(Bild rechts).
Die Mantelfläche hat eine Neigung von 60° zur
Mittelachse. Die Fase steht senkrecht (H) auf der
Mittelachse. Weiterhin wird der Endpunkt der
Mantelfläche mit „Coincidence“ auf die Mittellinie
gelegt.

Der Sketch (Sketch.4, XY-Ebene) für den


mittleren Zylinder wird nach neben stehender
Abbildung erzeugt.
Die Abstandsbemaßung bezieht sich auf die
Ebenen YZ und ZX.

E. Strohmer, Dr. E. Braß, W. Homolka 3


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PLM Solutions / PLM Services
Hydraulik Topf

2. Flächen
Es wird ein neuer OpenBody eingefügt und ein 360°- Revolution mit dem „Split.1“ um die Mittelachse
erzeugt. Anschließend wird zum Einen der „untere Zylinder“ durch ein Extrude mit ausreichender
Länge in positiver Z-Richtung generiert und zum Anderen der „Zylinder mit Fase“ durch ein Revolution
von Sketch.2 um die gegebene Achse (Line.5). Weiterhin wird der „kleine Zylinder“ durch einen Sweep
– Typ „Circle“ („Center and radius“) mit Radius 12mm um Line.4 und der „mittlere Zylinder“ durch ein
Extrude in positive Z-Richtung und ausreichender Länge konstruiert. Im folgenden Schritt wird der
zuletzt erzeugte Extrude an der Plane.5 gesplittet und alle Zylinder an der Außenseite mit fünf Fill-
Operationen geschlossen.
3. Verrundungen
Die Kante, welche am Rotationskörper „Zylinder mit Fase“ entstanden ist, wird mit der Funktion
„EdgeFillet“ und R=5 realisiert. Alle anderen Verrundungen werden mit der Funktion „ShapeFillet“
erzeugt. Die Flächen des „unteren Zylinders“ und des Kegelstumpfes werden mit R=10 verrundet. Die
Fläche des „kleinen Zylinders“ (Sweep) wird mit dem Ergebnis der vorherigen Operation und dem
Radius R=5 verrundet. Sinngemäß gilt diese Vorgehensweise für alle restlichen Verrundungen, die
einen Radius von 3mm haben.

4
Baugruppe „Jet-Engine“

Aufgabe Baugruppe „Jet-Engine“


2_13
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, Assembly
Funktionen “Wireframe”, Sketcher, Spline, Loft, Transformation,
Connect Checker, Revolution, Smooth curve
Modelle: Jet_engine.CATProduct
2_13_01_Absorber_Start.CATPart
2_13_02_Absorber_Loft.CATPart
2_13_03_Absorber_End.CATPart
2_13_01_Konus_Start.CATPart
2_13_02_Konus_Revolute1.CATPart
2_13_03_Konus_End.CATPart
Thema dieser Übung sind neben Sketcher und einfachen Anwendungsfällen von Funktionen zur
Flächenerzeugung vor allem auch Transformationen und Kurven-/Flächenanalysen.
Objekt dieser Übung ist eine fiktive Triebwerksbaugruppe bestehend aus den zwei Bauteilen
„Schalldämpfer“ und „Konus“ im Auslaßbereich.
1. Ergebnis
Im Bild die fertige Baugruppe bestehend aus den beiden Einzelteilen, die nacheinander zu modellieren
sind.

2. Vorgaben und Startmodell

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Baugruppe „Jet-Engine“

Startmodelle sind 2_13_01_Absorber_Start.CATPart


2_13_01_Konus_Start.CATPart
Die Startmodelle beinhalten ausschließlich Drahtgeometrie, die als Ausgang zur Flächenerzeugung
benutzt werden soll.

Die Startmodelel beinhalten:


Drahtgeometrie zur Erzeugung der
Flächen
Oben Mittellinie und Ursprung für den
Absorber. Darunter Mittellinie und Kontur
des Konus.

Links außen die Skizze für


Section 1, rechts daneben die für
Section 3. Der Ursprung liegt
jeweils auf der Rotationsachse.
Das Profil von Section 2 ist mit
dem von Section 1 identisch, das
Profil von Section 4 mit dem von
Section 3.

Beachten Sie den Winkel von


15° für ein halbes Absorber-
element!

2
Baugruppe „Jet-Engine“

Links die vier Sections. Die


Zählung beginnt beim Ursprung,
rechts im Bild. Die Abstände der
Punkte vom Ursprung betragen:
P1: 310mm
P2: 320mm
P3: 685mm
P4: 695mm

Das Bild links ist ergänzt um die


Führungskurven für die Loft-
Definition. Die Führungskurven
sind in geeigneter Weise
aufzubauen!

3. Empfohlene Vorgehensweise

Aufbau des Absorbers

· Konstruktion der Rotationsachse und Hilfsgeometrie


· Skizzieren der beiden Konturen (Loft-Sections) für ein halbes Absorber-Element (lt. Vorgaben)
· Erzeugen von Loft-Führungskurven aus Linien und Splines
· Loft zur Erzeugung eines halben Absorber-Elementes
· Transformationen zur Definition des kompletten Absorbers

Aufbau des Konus

· Erzeugen des Konus


· Analyse der Konusfläche mit Connect-Checker
· Glätten der Profilkurve

Dr. E. Braß 3
IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Baugruppe „Jet-Engine“

· Konusfläche überarbeiten oder neu erzeugen?


· Analyse wiederholen

Aufbau der Baugruppe

· Ein neues Produkt erzeugen und benennen


· Beide Bauteile als existierende Komponenten in die Baugruppe einfügen

4. Hinweise / Anmerkungen
Das Modell ist mit prozeduralen Elementen aufzubauen (GSD Workbench)!
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies im „Specification tree“) wird Wert gelegt!
Vor der Analyse von Multi-cell Flächen müssen diese mit „Disassemble“ in explizite Geometrie
umgewandelt werden. (Dazu am besten einen neuen OpenBody einfügen/aktivieren!)
Testen Sie Änderungsmöglichkeiten (bspw. der skizzierten Konturen)

4
Baugruppe „Jet-Engine“

Lösung Baugruppe „Jet-Engine“


2_13
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, Assembly
Funktionen “Wireframe”, Sketcher, Spline, Loft, Transformation,
Connect Checker, Revolution, Smooth curve
Modelle: Jet_engine.CATProduct
2_13_01_Absorber_Start.CATPart
2_13_02_Absorber_Loft.CATPart
2_13_03_Absorber_End.CATPart
2_13_01_Konus_Start.CATPart
2_13_02_Konus_Revolute1.CATPart
2_13_03_Konus_End.CATPart
Thema dieser Übung sind neben Sketcher und einfachen Anwendungsfällen von Funktionen zur
Flächenerzeugung vor allem auch Transformationen und Kurven-/Flächenanalysen.
Objekt dieser Übung ist eine fiktive Triebwerksbaugruppe bestehend aus den zwei Bauteilen
„Schalldämpfer“ und „Konus“ im Auslaßbereich.

Aufbau des Absorbers

1. Skizzieren der beiden Konturen (Loft-Sections) für ein halbes Absorber-Element (lt. Vorgaben)
Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_13_01_Absorber_Start.CATPart
Im Startmodell sind Achse und Ursprung bereits vorgegeben. Vom Ursprung aus können auf der
Achse die 4 Punkte erzeugt werden. In jedem dieser Punkte wird eine Ebene normal zur Achse
generiert.

P1 (Point „On curve“, Axis, Distance = 310mm vom Ursprung , „Geodesic“)


P2 (Point „On curve“, Axis, Distance = 320mm vom Ursprung , „Geodesic“)
P3 (Point „On curve“, Axis, Distance = 685mm vom Ursprung , „Geodesic“)
P4 (Point „On curve“, Axis, Distance = 695mm vom Ursprung , „Geodesic“)
PLN Section 1 („Normal to curve“, Axis, P1)
PLN Section 2 („Normal to curve“, Axis, P2)
PLN Section 3 („Normal to curve“, Axis, P3)
PLN Section 4 („Normal to curve“, Axis, P4)
Mit dem Sketcher wird auf PLN Section 1 bzw. auf PLN Section 3 die vorgegebene Profilkontur
gezeichnet. Benutzen Sie Konstruktionslinien und Constraints (Vertikal, Maße, Winkel). Erzeugen Sie
zunächst einen beliebigen Vollkreis und passen ihn anschließend an (Mittelpunkt koinzident zum
Ursprung; Durchmesser, Trim). Die Sections 2 und 4 entstehen durch Projektion.

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PLM Solutions
Baugruppe „Jet-Engine“
Section 2 (Projection „Along a direction“, Section 1 – Sketch, PLN Section 2, Axis)
Section 4 (Projection „Along a direction“, Section 3 – Sketch, PLN Section 4, Axis)
2. Erzeugen von Loft-Führungskurven aus Linien und Splines
Zur Flächenerzeugung werden zwei Führungskurven (Guide) benötigt. Sie werden über die Vertices
der vier Sections erzeugt. Die Vertices der jeweils äußeren benachbarten Sections werden mit je einer
kurzen Linie verbunden. Die Verbindung der inneren beiden Sections erfolgt durch einen Spline
tangential in die benachbarten Linien. Der Spline liegt auf einer Supportebene. Eine Supportebene ist
ZX, die zweite ist zu ZX und um 15° um die Axis geneigt zu erzeugen!

Für jede der beiden Seiten sind je 2 kurze Linien und der Spine dazwischen zu einer Kurve
zusammenzufügen! Dabei entstehen die Elemente „zx Guide“ und „zx15 Guide“.

Wegen des einfachen Aufbaus


wird hier auf eine detailliertere
Darstellung verzichtet.

3. Loft zur Erzeugung eines halben Absorber-Elementes

6
Baugruppe „Jet-Engine“

Jetzt kann die Loft-Fläche definiert werden. Sie besteht aus 4


Sections, 2 Guides mit tangentialen Referenzflächen und einem
Spine („Axis“).
Tangentiale Referenzen können Flächen (z.B. Sweep, Extrude)
oder Planes (?) sein.

Zwischenergebnis ist 2_13_02_Absorber_Loft.CATPart

4. Transformationen zur Definition des kompletten Absorbers

Durch Transformationen (Symmetrie und Rotation) entsteht aus der Loft-Fläche das Absorbermodell:
Variante 1:
Symmetrie.1 (Loft.1 an ZX plane)
Element.1 (Join von Loft.1 und Symmetrie.1)
Element.2 (Rotate Element.1 um „Axis“ mit 30°)
Element.3 (Rotate Element.1 um „Axis“ mit 60°)

Join.4 (Join von Element.1, Element.2 und Element.3)


Element 4-6 (Rotate Join.4 um „Axis“ mit 90°)
Element 7-9 (Rotate Join.4 um „Axis“ mit 180°)
Element 10-12 (Rotate Join.4 um „Axis“ mit 270°)
Variante 2:

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Baugruppe „Jet-Engine“
Symmetrie.1 (Loft.1 an ZX plane)
Element.1 (Join von Loft.1 und Symmetrie.1)
Element 2-12 (Rotate Element.1 um „Axis“ mit 30° und Option „Repeat object after OK“
und Eingabe von 10 Wiederholungen)

Ergebnis ist 2_13_03_Absorber_End.CATPart

5. Änderungsmöglichkeit
Editieren des Section 3 – Sketch:
Lösche Distanz 367.5
Lösche Maß 220.5
Lösche Winkel 15°
Fixiere Schnittpunkt der vertikalen Konstruktionslinie mit Kreis R61.25
Fixiere Schnittpunkt der schrägen Konstruktionslinie mit Kreis R22
Modifiziere R61.25 à z.B. auf R70
Exit Sketcher und Update

Aufbau des Konus

6. Erzeugen des Konus und Analyse der Konusfläche mit Connect-Checker


Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_13_01_Konus_Start.CATPart

Im Startmodell sind Kontur und Achse bereits vorgegeben. Die Konusfläche wird durch Revolution der
Kontur um die Achse (0 bis 360°) erzeugt. Eine deutlich sichtbare umlaufende Lichtkante gibt Anlaß
zur Vermutung schlechter Flächenqualität. Ein Test mit Connect Checker soll Aufschluß geben. Dazu
wird ein neuer OpenBody „Test 1“ eingefügt. Durch Selektieren der „Konusflaeche 1“ und Ausführen
von Disassemble wird die Konusfläche in 4 Teilflächen zerlegt. Die Analyse mit dem Connect Checker
liefert eine Winkelabweichung von max 2.702° - eindeutig zu viel! Was tun – am besten die Kurve
glätten (unter Vernachlässigung der Abweichungen).

Zwischenergebnis ist 2_13_02_Konus_Revolute1.CATPart

8
Baugruppe „Jet-Engine“

7. Glätten der Profilkurve und Konusfläche überarbeiten oder neu erzeugen und Analyse wiederholen

Zunächst wird ein neuer „OpenBody“ eingefügt „Konus 2“. Dann wird die Kurve geglättet:
Kontur geglaettet (Smooth curve, Kontur, TangencyThreshold = 3°)
Wert wird nach Analyse gewählt!

Die neue Kontur kann entweder in den


vorhandenen Konus „eingebaut“ werden oder es
wird ein neuer Konus erzeugt, disassembled und
analysiert!

Ergebnis ist 2_13_03_Konus_End.CATPart

Aufbau der Baugruppe

In einem abschließenden Schritt ist ein neues Produkt zu erzeugen und zu benennen. In dieses
Produkt werden die beiden Bauteile als existierende Komponenten eingefügt.

Dr. E. Braß 9
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PLM Solutions
Baugruppe „Jet-Engine“

10
Template Nut „Joggles“

Aufgabe Template Nut „Joggles“


2_41
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Modell(e): 2_41_Joggle_offset_01_start.CATPart
2_41_Joggle_profile_01_start.CATPart
Es sind einfache PowerCopies zu erstellen, die zur schnellen Detaillierung von Modellen dienen. Joggles
unterstützen den Schweißvorgang im Karosserierohbau. Die Geometrie kann sehr einfach erzeugt
werden, aber es ist immer notwendig, das gewünschte Änderungsverhalten im Auge zu behalten.
Desweiteren sollen mit diesen PowerCopies Parameter, Formeln und Design Tables gespeichert werden.
Dies sind Möglichkeiten der Wissensspeicherung, die einfach angewendet werden können.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. Egbert Braß, E.Strohmer


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Template Nut „Joggles“

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell beinhaltet notwendige „wireframe“-Geometrie und eine Trägerfläche unter dem
OpenBody „Inputs“. Da das Modell zur einfachen Wiederverwendung in einem Katalog als
„PowerCopy“ gespeichert werden soll, ist von Beginn an auf die Baumstruktur zu achten. Man sollte
sich an die bewährte PowerCopy-Struktur halten!

Das Startmodell beinhaltet:


Boundary_Guide: rosa Kurve
Position: schwarzer Punkt
Surface support: graue Fläche

Diese Elemente sind die


geometrischen Inputs für die
Definition des Joggle. Sie
sollen austauschbar sein.

Beim Joggle spielt der Verlauf der Guide-Kurve eine Rolle. Normalerweise sollte er gerade sein. Wir
wollen aber bewußt einen allgemeineren Fall (gekrümmte Boundary) betrachten. Beim parametrisch-
assoziativen Konstruieren ist es immer besser den komplexeren Fall zu beschreiben. Dann sollte der
einfachere Fall auch handhabbar sein!
Technisch ist es eine weitere Fragestellung, ob der Joggle eine ebene Fläche besitzt oder er dem
Flächenverlauf folgen soll. Es wurden zwei Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, um diese Frage
anzugehen.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Basierend auf der Guidekurve, werden Stützflächen entrsprechend der Joggleform erstellt
und anschließend verrundet

Erstellung eines Profils im Sketcher, das den Joggle beschreibt


Flächen erzeugen und verrunden

Geometrie als PowerCopy definieren und – bei Bedarf - im Katalog speichern.

4. Anmerkungen
Die Arbeit mit Design Tables ist unter UNIX etwas eingeschränkter als unter Windows NT/2000.
Nachteilig sind die mangelhaften Editiermöglichkeiten der Textfiles (ASCII-Tabellen).
Wie Knowledge in einem PowerCopy gespeichert wird, hängt sehr stark von der Elementdefinition ab.
Achten Sie daher auf die hier beschriebenen Tips!

2
Template Nut „Joggles“

Lösung Template Nut „Joggles“


2_41
Modell(e): 2_41_Joggle_offset_01_start.CATPart
2_41_Joggle_offset_01_step_0x.CATPart
2_41_Joggle_offset_01_end.CATPart
2_41_Joggle_profile_01_start.CATPart
2_41_Joggle_profile_01_step_0x.CATPart
2_41_Joggle_profile_01_end.CATPart
Der erste hier angebotene Lösungsweg basiert auf einem Offset der Randkurve „Boundary_guide“, d.h.
die Jogglefläche entspricht der des Flanschs. Es sind nur wenige Parameter und Formeln definiert
worden. Der Anwender sollte jedoch die wichtigsten Parameter und deren geometrischen und
technologischen Abhängigkeiten kennen und mittels Knowledgeware beschreiben können.
Die zweite Lösung bietet eine andere Definitionsform des Joggles. Diesmal ist ein Profil im Sketcher
erzeugt worden. Parameter können dort direkt verändert und mit Hilfe einer Design Table effizient
verwaltet werden.

Variante 1

1. Geometrie für „Joggle Offset“


Startmodell: 2_41_Joggle_offset_01_start.CatPart

2 Punkte von Boundary-guide ab Position (Point / On curve / 50 mm.)


2 Planes „normal“ an den Punkten (Plane / Normal to curve)
Boundary-guide nach innen splitten (Split)
Plane tangential zur Support_sur auf Position (Plane / Tangent to surface)
Ref_Sweep darauf referenzierend senkrecht (Sweep / with Ref_sur)
Deie letzte Sweep-Fläche ist eine Stütztfläche für die Verschiebung der gesplitteten Guide nach oben.
Die endgültige Breite des Joggles wird allerdings erst im nächsten Schritt festgelegt. Folgen Sie der
Erzeugungsvorschrift weiter ...

Modell(e): 2_41_Joggle_offset_01_step1.CatPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Template Nut „Joggles“

2. Flächen des „Joggle Offset“

Plane “normal” to Boundary_guide on position (Plane / Normal to curve)


Getrimmte Kurve parallel auf Ref_Sweep verschieben (Parallel / Euclidean / 15 mm.)
Intersec Normal Plane mit Parallel curve (Intersec)
2 Punkte auf Parallel für Joggle_Breite (Point / On curve / 30 mm.)
2 Ebenen normal zu Parallel (Plane / Normal to curve)
Sweep aus Parallel referenzierend auf Ref_Sweep (Sweep / with Ref_sur / 90°, 0, 100)
2 Intersection-Kurven mit inneren Planes (Intersec)
2 Sweeps mit Neigung nach außen aus Intersects (Sweep / with Ref_sur / 65°, 100, 0)
Joggle Sweeps verrunden (Fillet / Skin-Skin / R=5)
Joggle mit Surface_support verrunden (Fillet / Skin-Skin / R=7)

Damit ist die Geometrieerzeugung abgeschlossen. Eine weitere Möglichkeit für die seitlichen Sweeps
wäre, eine Fläche zwischen zwei Schnittkurven (with two Limits) zu definieren. Die Schnittkurven
würden sich aus einem analogen Vorgang mit den äußeren Ebenen an der gesplitteten
“Boundary_Guide” ergeben. Dann wären “Außenbreite” und “Innenbreite” die beschreibenden
Parameter.

Modell(e): 2_41_Joggle_offset_01_end.CatPart

4
Template Nut „Joggles“

Variante 2

3. Geometrie für „Joggle Profile“

Startmodell: 2_41_Joggle_profile_01_start.CatPart

Als erstes müssen die Ebenen definiert werden, die für das Modell ausschlaggebend sind, um dann
den Sketch zu erzeugen. Um eine Führungskurve für den Sweep/Typ „Explicit“ zu erstellen, wird eine
Fläche tangential am Flansch erzeugt. Anschließend werden die Flächen verrundet.
Plane tangential zu Surf_support (Plane / Tangent to surf )
Plane normal to guiding curve (Plane / Normal to curve )
Sketch mit joggle-profil in letzter Plane (Sketch / with Ancher-point)
Line normal to plane on Position-point (Line / Normal to surface / Mirrored extent)
Sweep with reference to tgt. Plane (Sweep / with Ref_surf / 0°, 0, 100)
Intersec normal pln with Sweep (Intersec)
Die Positionierung des Profils ist nicht immer einfach. Am besten ist es, den Sketch bzgl. eines
Punktes (Position) zu referenzieren und diesen anschließend als Anchor-Point verwenden. Verwenden
Sie die Sweep-Fläche als Referenz.
Modell(e): 2_41_Joggle_profile_01_step2.CatPart
Sweep „explicit“ with Ref-surface (Sweep / Profile / With Ref_surf / Anchor point)
Verrunden (Fillet / Skin-skin)

Bringen Sie den OpenBody „Operations“ ins „Hide“ und das Geometrieergebnis in den übergeordneten
OpenBody. Damit ist die Modellierung der Geometrie fertig.

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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Template Nut „Joggles“

Modell(e): 2_41_Joggle_profile_01_end.CatPart

4. Erstellung einer PowerCopy mit Parametern


Jetzt geht es darum, Formeln und Parameter des Modells in die PowerCopy zu speichern. Sie sollen
beim wiederholten Einsatz der PowerCopy in das entsprechende Modell übertragen werden. Dabei
spielt die Art und Weise der Definition des PowerCopy eine entscheidende Rolle.
Sind in der PowerCopy keine Parameter definiert, so überträgt die PowerCopy weder Parameter noch
Formeln. Alle verwendeten Parameter werden als absolute numerische Werte übertragen.
Man kann einzelne Parameter während der PowerCopy-Definition selektieren und benennen (Public-
Name). Beim Einsetzen der PowerCopy können diese Parameterwerte direkt aktualisiert werden.
Desweiteren tauchen in dieser Auswahlliste nur die Parameter auf, die im Modell selber nicht explizit
definiert wurden. Somit ist dieser Vorgang für lokale Parameter empfehlenswert. In unserem Beispiel
sind das die Verrundungsradien.

Baumstruktur anpassen
Parameter für PowerCopy definieren
Formeln und Abhängigkeiten festlegen
Definiere Parameter „Joggle_halbe_breite“ (Formula / Add new parameter / lenght = 30)
Definiere Formel für Aussenpunkte (Formula=Joggle_halbe_breite + 20)
Definiere Parameter Offset_wert (Formula / Add new parameter / lenght = 20)
Formeln im Tree definieren mit Kontextmenü
Weitere Formeln nach Wunsch und Notwendigkeit definieren
Beim Definieren der PowerCopy werden nicht nur der entsprechende OpenBody, sondern auch die
einzelnen Parametern, die übertragen werden sollen, angeklickt. Es ist zu erkennen, daß das System
sie und die dazugehörigen Formeln in die PowerCopy-Struktur integriert.
Modell(e): 2_41_Joggle_offset_01_end_PC.CatPart

6
Template Nut „Joggles“

5. Erstellung einer PowerCopy mit Design Table


Jetzt geht es darum Design Tables in didere PowerCopy zu speichern bzw. in das Modell zu
übertragen. In diesem Fall werden die wichtigen Parameter im Profilsketch definiert und sollen mit
User-Parametern belegt werden.

Baumstruktur in Joggle-profile anpassen


4 Parameter für PC definieren (Joggle_Gesamtbreite, Joggle_Radius, Joggle_Winkel
und
Joggle_Offset)
Formeln und Abhängigkeiten festlegen
Design Table erstellen (Design Table / Create ... with current parameter values)
als „Destination“ OpenBody „Power_Copy“ selektieren
Edit table (Excel ?) (Neue Konfigurationswerte eingeben)
Konfigurationen testen und Modell speichern
Um die Design Table auch im PowerCopy zu speichern sind die im Schritt 4 beschriebenen Regeln zu
beachten. Klicken Sie auch die geforderten Parameter während der Definition an, so daß diese
automatisch übertragen werden.
Modell(e): 2_41_Joggle_profile_01_end_PC.CatPart

6. PowerCopies in einem Katalog speichern


Die soeben erstellten PowerCopies sollen in einem vorher definierten Katalog abgelegt werden.
In der UNIX-Umgebung spielt der Pfad des Katalogs eine wichtige Rolle. Der Katalog sollte
mindestens in der selben Verzeichnisebene wie die Dateien liegen, oder die Searchorder wird
entsprechend definiert.

7. Zu diskutierende Fragen
Technologisch interessant wäre die Klärung, ob Joggles planar sind oder der Flanschtopologie folgen
Inwiefern spielt die Ziehrichtung eine Rolle / sollte man diese in die PowerCopy einbinden?

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 7


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Template Nut „Joggles“

8
Styling- und Motorhaubenadapter

Aufgabe Styling- und Motorhaubenadapter


3_73
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, CATIA V4, V3 (Interoperability), ASS, FSS
OPTIONS für Publication und V4/V5-Space (?)
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter.CATPart
STYLE_A_1.model
In dieser Übung wird ein Adapter-Modell aufgebaut. Es entkoppelt die Eingangsdaten für den Bereich der
Motorhaube vom Styling-Modell. Die Struktur dieser Daten ändert sich in den meisten Fällen nicht mehr.
Die genaue Formgebung aber ist von vielen Faktoren abhängig und daher eher änderungsanfällig.
Da diese Daten bestimmend für die nachfolgenden Schritte im Konstruktionsprozeß sind, werden
Methodiken entwickelt um Änderungsschleifen zu minimieren. Um schneller und vor allem gezielter auf
diese Änderungen reagieren zu können, bildet man ein Adaptermodell, das von einem neuen Styling
schnell aktualisiert werden kann und darüber auch die assoziativ verknüpfte Konstruktion.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. Egbert Braß, E.Strohmer


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Styling- und Motorhaubenadapter

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell soll vom Teilnehmer selbst erzeugt werden, denn es handelt sich um eine komplette
Produktstruktur. Sie soll ein V4-Modell als Referenz und ein Part (Styling_adapter_A_1) enthalten, aus
dem das Adaptermodell erzeugt wird.

Das Startmodell beinhaltet:


Erstellen Sie einen Produkt mit der
dargestellten Struktur und importieren
Sie die dazu notwendige Geometrie
Inputs sind eine Surface und drei
darauf liegende Kurven.

Die Daten aus dem Styling haben unterschiedliche Qualität und sogar verschiedene Formate. In
diesem Beispiel werden V4-Daten aus einem Strak verwendet. Die Vorgehensweise ist jedoch für die
meisten Fälle die gleiche.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Übertragung der Geometrie von V4 nach V5
Analyse der Daten und gegebenenfalls (zulässige) Änderungen vornehmen
Elemente publizieren
Beschnittflächen für die Motorhaube erstellen
Referenzen für Verstärkungselemente publizieren
Verrunden und Aufdicken

4. Anmerkungen
Diese Übung beinhaltet eine sehr wichtige Methodik, die für weitere Aufgaben bestimmend ist. Obwohl
sie einfach zu erzeugen ist, verlangt sie eine vertiefte Einarbeitung in die parametrisch-assoziative
Konstruktionsmethodik.
Es sei darauf hingewiesen, daß die hier beschriebenen Schritte nicht unbedingt eine technologisch
richtige (produktionsfähige) Lösung darstellen. Die Konstruktionsvorschrift kann verschiedentlich
davon abweichen, aber die zugrunde liegende CAD-Methodik hat durchaus Bestand.

2
Styling- und Motorhaubenadapter

Lösung Styling- und Motorhaubenadapter


3_73
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter.CATPart
Style_A_1.model
Die folgende Aufgabe beschreibt eine wichtige Methodik, um die Vorteile eines parametrisch-assoziativen
Systems mit der MML-Technologie zu verbinden. Sie beschreibt eine Vorgehensweise, um Daten aus
dem Styling in das Konstruktionsmodell zu übertragen. Die Besonderheit besteht darin, daß die
Stylingelemente zwar grundsätzlich bestimmt sind, aber in ihrer geometrischen Definition jedoch häufigen
Änderungszyklen unterliegen. Ideal wäre die Möglichkeit, solche Styling-Änderungen automatisch mit den
assoziativen Modellen zu synchronisieren. Dazu wird ein sogenanntes Adaptermodell verwendet.
Am Beispiel einer Motorhaube wird diese Methodik gezeigt und in einer weiteren Aufgabe ein Teil einer
Innenblechverstärkung modelliert. In einem weiteren Schritt wird das Adaptermodell mit neuen
Stylingdaten synchronisiert. Die daraus abhängige Geometrie soll sich entsprechend an die neue
Topologie anpassen.

1. Strukturieren des Produktes und Importieren von V5-Daten

Öffne ein neues Produkt (New / Product)


Importiere V4-Stylingdaten (STYLE_A_1.model) (Insert / Existing component /....)
Füge ein neues Teil in die Struktur ein (Insert / New Part / ...)
Importieren der Geometrie in V5 ( *SUR, *CRV) (Copy / Paste)
Produkt und Teil benennen und speichern (File / Save all as)
Die Elemente mit Affinity als V5 definieren (Affinity / Ratios 1/1/1)
Geometrie benennen (Kontextmenü..)
Die Operation Affinity wird eingesetzt, ähnlich wie bei CATIA V4 die „Unspec transformation“ unter
SKIN. Dadurch erhält man ein V5-Element.
Die Option (File / Save all as) sieht im ersten Augenblick etwas verwirrend aus. Sie ermöglicht aber
alle wichtigen Angaben zur Speicherung, inklusive Auswirkungen auf andere Produktelemente.
Besonders innerhalb komplexer Produktstrukturen ist es empfehlenswert, mit dieser Funktion zu
arbeiten.

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Styling- und Motorhaubenadapter

2. Vorbereiten von Stylingdaten


Stylingdaten sind nicht immer sofort für die Konstruktion verwendbar. Je nach Konstruktionsabsicht
sind Extrapolationen, Änderung von Elementeorientierungen und Flächenmanipulationen notwendig.
Es ist zweckmäßig getrennte OpenBodies für die Flächen- und Kurvenbehandlung zu definieren.
Achten Sie dabei immer darauf, welche Elemente übereinander im „Show“ liegen. Am besten durch
Farben kennzeichnen.

Damit die darauf aufbauenden Modelle „sauber“ laufen, müssen die Elemente im Adaptermodell eine
analoge Richtung aufweisen. Im unserem Fall sollen alle Flächenvnormalen zum Fahrzeug-Inneren
und alle Kurven im Uhrzeigersinn (zum Fahrzeug gesehen) gerichtet sein.
Flächenbehandlung (Extrapolate / Curvature??? /...hier nicht nötig)
Check Orientation (Orientation / Reset to original)
Distance analysis mit V4-Import (hier nicht nötig / Abweichungen = 0 mm.)
Die Kurvenbehandlung richtet sich nach der Qualität der importierten Kurven. Die Schritte sind analog
wie oben beschrieben. Für den ersten Stylingadapter sind nur die Kurvenorientierungen zu
untersuchen. Man bemerkt jedoch, daß die hintere Kurve eine Krümmungsunstetigkeit aufweist. In
einem letzten Schritt wird eine einfache Ebene erzeugt, die als Ziehplane dienen soll.
Check Kurvenrichtung (in Uhrzeigersinn) (Invert Orientation / Reset initial / Change)
Krümmungsanalyse (FSS) (Porcupine Curvature analysis / select element)
Distance analysis (FSS) (Distance Analysis / select surface and one
curve)
Offset Plane von xy-Plane (Offset / 100 mm.)
Datumelement erzeugen (Kontextmenü / Isolate)
Setzen Sie die Netzplanes ins „Hide“
Mit Kompass Plane (Farbe ist schwarz) um 10° um die Y-Achse drehen und speichern.
Elemente mit Farbe identifizieren und speichern
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart

4
Styling- und Motorhaubenadapter

3. Publizieren von Elementen

Für das Publizieren der Fläche und der drei Kurven muß die Assembly Workbench auf Part-Instanz
Ebene aufgerufen werden. Dort die entsprechende Option suchen und die Elemente selektieren und
benennen. Tip: Merken Sie sich die „publish names“, denn diese sollen in weiteren Adaptermodellen
gleich lauten.
Part-Instance (ASS-Workbench) (Tools / Publication Management)
Selektiere Kurven, Flächen und Plane (Add / ....)
Speichern (File / Save all)
Die Funktion (Publication-Management) bietet umfangreiche Editiermöglichkeiten und auch in den
Options sind verschiedene Schalter, die durchaus eine wichtige Rolle bei der MML-Methodik spielen.
Hier einige Hinweise:
Options check (Shape / General / External References)
Selektionsmöglichkeit von Sub-Elemente ausschalten? (Tools / Publication Mgmt. / Selection)
Die Elemente können im Tree oder direkt am Modell selektiert werden. Im letzteren Fall kann es aber
passieren, daß man ein falsches Element (z.B. darüberliegendes) erwischt. Außerdem sollen
publizierte Elemente unterhalb der erzeugenden Part-instanz angeordnet sein. Dadurch wird
sichergestellt, daß der „Publish name“ und Modellzugehörigkeit eindeutig definiert sind.
Damit ist der Styling-Adapter fertig.
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart

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Styling- und Motorhaubenadapter

4. Beschnittfläche der Motorhaube


Mittels der Stylingkurven soll die tatsächliche Motorhaubenfläche erstellt werden. Dazu muß der
Fugenabstand abgetragen werden. Solche Abstände direkt an der Fläche bspw. durch „Parallel Curve“
zu definieren, könnte wegen der Flächenkrümmungen zu Ungenauigkeiten führen. Es wird empfohlen,
die Kurven auf eine Plane (sinnvollerweise die Ziehplane) zu projizieren und dort den Abstand zu
definieren.
Für die Abstellungen und die Beschnittfläche der Motorhaube sollen die Elemente direkt aus dem
vorher erzeugten Adaptermodell verwendet werden. Dazu selektieren Sie das Geometrieelement oder
im Tree unter Publication. Achtung - nicht das Ursprungselement anklicken, denn sonst erzeugen Sie
einen Reference-Link direkt zum Element!

In dem Augenblick wo Sie ein publiziertes Element in die Erzeugungsvorschrift eines neuen Parts
einbinden, erstellt das System sogenannte „External References“. Bei „published elements“ erscheint
das Element-Icon und ein blaues „ P „, gefolgt vom Namen und der Instanzzugehörigkeit. Sollte der
MML verloren gehen oder eine Synchronisierung notwendig sein, so erscheint das „ P „ in roter Farbe.
Als erstes werden Referenzachsen und eine Ziehrichtung definiert. Diese sind von der publizierten
Ziehplane abhängig.
Neues Part ins Produkt einfügen (Insert / New Part / )
Benennen und speichern (File / Save all as / )
Ursprungspunkt erzeugen (Point / Coordinates)
2 Normalen in x und y Richtung (800 mm.) (Line / Normal to pln /
Mirrored extent)
Projizieren Sie diese Achsen auf die Ziehplane (Project) / Normal)
Finden Sie den Schnittpunkt (Intersec)
Normale zur Ziehplane als Ziehrichtung (Line / Normal to plane)
Ursprungselemente ins NS, Ziehplaneelemente schwarz
Frontkurve (Public element selektieren) auf Ziehplane (Project / along direction)
Abstand für Fugenkante auf Plane abtragen (4 mm.) (Parallel / Richtung nach innen)
Auf Aussenhaut zurückprojizieren (= neue Beschnittkurven) (Project / along direction)
Vorgang für die Seiten- und Hintere Kurve wiederholen
Außenhaut an den drei Beschnittkurven neu begrenzen, Beschnittfläche (Split)
Der Splitvorgang kann vereinfacht werden. Dazu einfach die Splitelemente in entsprechender
Reihenfolge selektieren und jeweils die richtige Seite wählen. Somit ist die Beschnittfläche mit den
dazugehörigen Kurven erzeugt. Der nächste Schritt erstellt notwendige Abstellungsflächen für die
Innenblechver-stärkung.
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter_step_01.CATPart

6
Styling- und Motorhaubenadapter

5. Abstellungen

Diese Flächen sind für das Bördeln der Innenblechverstärkung nötig. Auf eine technologisch richtige
Lösung wird hier nicht tiefer eingegangen. Die Beschnittkurve soll entlang der Abstellfläche um die
3fache Blechstärke verschoben werden. (Sie beträgt hier s = 2 mm.).
Neuen OpenBody für senkrechte Abstellungen (Insert / Open_body)
3 Sweeps zur Stylingfläche, Spine ist die entsprechende Achse (Sweep / Ref_surf / 90°, 0, 30)
Beschnittkurven um 3x Blechstärke auf Sweep verschieben (Parallel, 6mm)
3 Sweeps senkrecht nach innen (Sweep / Ref_surf / 90°, 0, 18)
Publizieren Ziehrichtung, Beschnittkurve_seite und Abstellung_seite (3 Elemente publizieren)
Folgender Vorgang soll an allen drei Beschnittkurven wiederholt werden. Versuchen Sie es mit “Insert /
Advanced Replication tools /Duplicate OpenBody”. Passen Sie danach die Abstände und Namen an:
Boundary-points an Endstellen (Point / On curve / Extremity)
Space-points auf Kurven in 18 mm Abstand (Point / On curve / Distance)
Normal Planes um Abstellungen zu trimmen (Plane / Normal to curve)
Duplicate OpenBody (2x)
Innere Abstellungen mit Senkrechter Abst. verrunden (R = 2.2 mm.) (Fillet / Skin-Skin)
Abstellungen an Planes schneiden (Split)
Logischerweise ist der Abstand der Trim-Planes an der Symmetrieebene (xz-Plane) gleich Null zu
setzen. Die Abstände an der hinteren Ecke sind auch etwas größer zu definieren.
Damit sind die beschnittenen Flächen und Abstellungen für die Motorhaube definiert. Dieses Modell
gilt auch als Adaptermodell, denn es enthält Geometrie, mit deren Hilfe weitere Teile definiert
werden. Für die vollständige Motorhaubenverstärkung müssten die entsprechende Kurven und
Abstellungen auch an Front- und Hinterseite publiziert werden. Das ist jetzt aber nicht notwendig, da
die Verstärkung nicht auskonstruiert wird. Im folgenden Schritt sollen die Flächen miteinander
verrundet und schließlich aufgedickt werden.
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter_step_02.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 7


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Styling- und Motorhaubenadapter

6. Verrunden der Motorhaube

Beschnittkurven verrunden, Support ist aussenhaut (Corner / trim / R = 2.5 mm.)


Beschnittfläche an neuer Cornerkurve spliten (Split)
Pipe entlang der Cornerkurve (R = 2.2 mm.) (Sweep / Circle / Center and Radius)
3x Schnittkurven mit Abstellungen (Intersec)
Abstellungen an Schnittkurven trimmen (Split)
Verrundete Beschnittfläche mit Pipe schneiden und splitten (Intersec)
3x Sweeps zwischen Intersections, Surface ist Beschnittfläche (Sweep / Circle /
two guides and tangent)
7 Flächen zusammenführen (Join)
Damit ist die gesamte Motorhaube modelliert und verrundet. Jetzt geht es darum, das Stylingmodell zu
ersetzen und zu sehen, daß die Konstruktion robust genug ist (“durchläuft”).
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter_step_03.CATPart

8
Styling- und Motorhaubenadapter

7. Vorbereiten eines zweiten Stylingmodells


Um Zeitersparnisse bei der Anwendung dieser Methodik zu erkennen, soll ein neues Styling als
Adaptermodell vorbereitet werden. Starten Sie aus dem vorgegebenen Produkt. In ihm wurde nur die
notwendige V4-Geometrie importiert. Das V4-Modell enthält auch die A_1 Geometrie, so können die
Unterschiede sichtbar gemacht werden.

Öffne Styling_dummy.CATProduct
Affinitätoperationen an drei Kurven und einer Fläche (Affinity / 1,1,1)
Teste Orientierung (Invert orientation / Reset original?)
Mit Farbe kennzeichnen und Elemente publizieren
Speichern
Die genaue Vorgehensweise wurde schon im Schritt 2 beschrieben. Die Elemente sollen jetzt publiziert
werden. Es ist dabei sehr wichtig, daß die Geometrien genau die gleichen Namen bekommen wie die
analogen Elemente im V5_Stylingadapter_A_1. Nur so kann das System die entsprechende Elemente
in der Motorhaubenstruktur wiederfinden.
Modell(e): Styling_dummy.CATProduct
Style_A_2.model
V5_Stylingadapter_A_2.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 9


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Styling- und Motorhaubenadapter

8. Stylingänderungen an der Motorhaube


Im Produkt “Motorhaube” wird jetzt eine Komponente ersetzt:
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Dies geschieht in der “Product Structure” Workbench. Die neuen Stylingdaten zwingen das System zu
einer Aktualisierung der assoziativen Geometrie, in diesem Fall der Motorhaube und später der
Verstärkung.

Styling Komponente ersetzen (MB 3 / Components / Replace components)


Aktualisieren auf Strukturebene (Update)
Einzelteile mit (MB 3 / Object /Synchronize all)
Update.
Der Update läuft aber nicht durch. Beim Erzeugen der ersten Cornerkurve kann das System keinen
gemeinsamen Schnittpunkt finden. Analysieren Sie warum es nicht möglich ist .....!
Modell(e): Styling_dummy.CATProduct
Style_A_2.model
V5_Stylingadapter_A_2.CATPart
V5_Stylingadapter_A_2_step_01.CATPart

10
Styling- und Motorhaubenadapter

9. Sytlinganpassungen
Das Problem liegt darin, daß sich die Stylingkurven vorn nicht schneiden. Untersuchen Sie dies im
Modell V5_Stylingadapter_A_2_step_02.CATPart.

Die Front- bzw. die Seitenkurve sollen extrapoliert werden. Testen Sie, ob hinten auch ein Schnittpunkt
vorhanden ist. Dabei ist es hilfreich (View / Magnifier) zu verwenden. Öffnen Sie einen neuen
OpenBody für die Änderungen.
Edgepunkt der Frontkurve selektieren und 10 mm. (Extrapol / Tangency / Support: aussenhaut)
Teste auf Schnittpunkt (Intersec / Cancel)
Edgepunkt der Seitenkurve selektieren und 3 mm. (Extrapol / Tangency / Support: aussenhaut)
Neue Kurve Farbe und alten ins “Hide”.
Die alten Kurven müssen im Publication Management ersetzt werden. Dazu die Option Modify im
Menü verwenden und die neuen Kurven anklicken. Datei speichern und schließen. Schritt 9 soll
wiederholt werden. Diesmal läuft der Update. Es ist noch ein weiterer Stylingadapter vorbereitet:
V5_Stylingadapter_S_1.

Modell(e): Styling_dummy.CATProduct
Style_A_2.model
V5_Stylingadapter_A_2.CATPart
V5_Stylingadapter_A_2_step_02.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 11


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Styling- und Motorhaubenadapter

10. Aufdicken der Motorhaubenfläche

Es wird empfohlen, diesen Teil der Übung erst nach der Aufgabe „Seitenverstärkung“ auszuführen. Die
Vorgehensweise ist einfach. Achten Sie darauf, daß die Vektoren nach innen zeigen!
Wechseln zur Part Design Workbench
Ergebnisfläche um 1.8 mm aufdicken. (Thick surface / 1. Offset)
Volumendurchdringung untersuchen
Mit Farbe kennzeichnen und speichern
Die Motorhaube und dazu gehörige Abstellungen wurden modelliert. Das Zusammenfügen der
Seitenverstärkung kann beispielsweise in der DMU-Workbench untersucht werden.
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter_end.CATPart
Seitenverstaerkung_end.CATPart

11. Sonstiges
Raum für Weiterentwicklungen
· DMU-Analyse
· Technologische Korrektheit der Lösung diskutieren

12
Seitenverstärkung

Aufgabe Seitenverstärkung
3_73
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, ASS, FSS, Part-design
OPTIONS für Publication
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter_step_03.CATPart
Diese Übung knüpft an die des Motorhaubenadapter an. Aus den Resultaten der vorangegangenen
Aufgabe werden weitere Teile konstruiert. Beschnittkurve und Abstellfläche sollen als Referenz für die
Konstruktion der Seitenverstärkung dienen. Die komplette Innenblechverstärkung der Motorhaube
referenziert auf Elemente des Motorhaubenadapters. Diese sollen sich nach gegebenen
Stylingänderungen auch entsprechend anpassen. Man sollte sich jedoch dessen bewußt sein, daß mit
zunehmender Abhängigkeit der Modelle untereinander die Änderungsflexibilität auch begrenzt wird.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. Egbert Braß, E.Strohmer


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Seitenverstärkung

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell ist durch das zuletzt erstellte Produkt und seine Komponenten gegeben. Ein neues
Part ist im Produkt zu definieren.

Das Startmodell beinhaltet:


Laden Sie die Produktstruktur der
Motorhaube und fügen Sie ein neues
Part hinzu. Notwendige Geometrie
muß vorher publiziert werden.
Achten Sie auf die Sichtbarkeit der
Elemente und verwechseln Sie nicht
Netz- mit Referenzplanes.

Es wird eine etwas vereinfachte Form einer Seitenverstärkung modelliert. In dieser Aufgabe kommt es
nicht auf eine technologisch richtige Lösung, sondern auf die richtige Anwendung und die Ausnutzung
der Vorteile beim Arbeiten mit Adaptermodellen an.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Lage der Verstärkung definieren (Element soll aufgedickt werden)
Kurven entlang Flächen verschieben
dem Modell entsprechend trimmen
Verrunden und Aufdicken
Stylingadapter austauschen.

4. Anmerkungen
Das Verrunden und Aufdicken der Flächen hängt unter anderem auch von der Qualität der Flächen ab.
Achten Sie auf eine sorgfältige Auswahl der Spines und Referenzflächen. Eingegebenen Radien sollen
größer als die Materialdicke sein.

2
Seitenverstärkung

Lösung Seitenverstärkung
3_73
Modell(e): Motorhaube.CATProduct
V5_Stylingadapter_A_1.CATPart
Motorhaubenadapter_step_03.CATPart
Als Grundlage für die Konstruktion der Verstärkung dienen Beschnittkurve und Abstellungsfläche an der
entsprechenden Seite. Diese Geometrieelemente wurden in der vorigen Aufgabe erstellt und publiziert.
Für die seitenverstärkung sind relativ große Flächen zu erzeugen. Kurven sind zu verschieben, um neue
Flächen zu generieren oder diese zu trimmen. Es wird mit der äußeren Seite der Verstärkung
angefangen.

1. Außenflächen der Seitenverstärkung

Um die Seitenverstärkung zu modellieren, muß die Aufdickung der Flächen mitbetrachtet werden. Da
die Motorhaube nach innen aufgedickt wird, ist es notwendig, den Anfang der Seitenverstärkung um 2
mm. nach unten zu verschieben. Bei der Verschiebung einer Kurve auf einer krummen Fläche kann
der Abstand verzerrt werden. Daher sollten feste Flanschbreiten auf eine Ebene projiziert und
abgetragen werden.
Die Stege der Verstärkung sollen einen absoluten Winkel zur Ziehplane haben, die Ziehplane wird
daher auch als Referenz genommen. Die Gurtfläche ist als xy-parallele Fläche konzipiert, daher wird
zuerst die Mittelachse gesucht und in y-Richtung extrudiert.
Insert neues Part in Produkt
Benennen und Speichern
Verschiebe Beschnittkurve_seite auf Abstellung (Parallel / Euclidean / 2 mm.)
Außenflansch-sweep (Ref. sur Abstellung / Spine x-achse / 90°, 0, 30)
Project Kurve auf Ziehplane in Ziehrichtung (Project / along direction)
Flanschbreite abtragen (Parallel / 18 mm.)
Zurück Projizieren auf Außenflansch (Project / along direction)
Aussensteg-sweep (Ref sur Ziehplane / Spine x-achse / 65°, 50 50)
Verschiebe Aussensteg um halbe Gurtbreite (Translate / y-direction / 15 mm.)
Verschiebe Aussenhaut um Gurthöhe (Translate / z-direction / -12 mm.)
Bilde Schnittachse aus beiden Flächen (Intersec)
Extrude in y-Richtung (Extrude / y-Richtung / 50, 50)
Trim1 ist Extrude und Aussensteg (Trim)
Trim Außenflansch mit Trim1 (Trim)
Flächen mit Farbe kennzeichnen und speichern

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Seitenverstärkung
Damit sind die Außenflächen der Verstärkung getrimmt. Im nächsten Schritt werden die Innenflächen
erstellt und die gesamte Verstärkung getrimmt.
Modell(e): Seitenverstaerkung_step_01.CATPart

2. Innenflächen der Seitenverstärkung und abschließendes Trimmen

Da die Schnittachse auf einem Extrude liegt, kann sie direkt um die halbe Gurtbreite wieder
verschoben werden. Von dort aus werden die weiteren Flächen für die Verstärkung erzeugt.
Schnittachse auf Extrude verschieben (Parallel / 15 mm.)
Innensteg-sweep (Ref. sur extrude / Spine x-achse / 115°, 50, 50)
Offset Aussenhaut für Innenflansch (Offset / 8 mm.)
Schnittkurve mit Innensteg-sweep (Intersection)
Project Kurve auf Ziehplane in Ziehrichtung (Project / along direction)
Flanschbreite abtragen (Parallel / 18 mm.)
Zurückprojizieren auf Innenflansch (Project / along direction)
Trim 3 aus Innenflansch und Innensteg (Trim)
Schnitt an Zurückprojizierte (Split)
Endflächen aneinander trimmen (Trim)
Als nächstes wird die Verstärkung in ihrer Länge getrimmt. Diese soll ja kleiner als die Länge der
Abstellung sein.
Boundary-points an Beschnittkurve (Point / On curve / Extremity)
Space-points auf Kurven in 30 mm Abstand (Point / On curve / Distance)
Normal Planes, um Verstärkung zu trimmen (Plane / Normal to curve)
Verstärkung an Planes schneiden (Split)
Beim letzten Vorgang erfolgt die Selektierung schrittweise, so daß das System die richtige Seite der
Fläche behält. Als letztes Visualisierung anpassen und Modell speichern.
Modell(e): Seitenverstaerkung_step_02.CATPart

4
Seitenverstärkung

3. Verrunden und Aufdicken

Eine Verrundung hätte schon im vorigen Schritt stattfinden müssen. Trimm-Operationen hätten mit der
Funktion (Fillet / Skin-Skin) ersetzt werden sollen. An dieser Stelle soll aber die EdgeFillet eingesetzt
werden, um den Re-route Vorgang beim Update zu üben.
Selektiere 4 Kanten (Fillet / Edge / R = 5 mm.)
Visualisierung anpassen und andere Elemente ins ”Hide”
Wechseln zur Part-design Workbench
Ergebnisfläche um 1.8 mm aufdicken. (Thick surface / 1. Offset)
Untersuchen der Volumendurchdringung
Die Fläche ist auch an den Edges aufgedickt worden. Deshalb muß der Außensteg um die
Materialdicke verkürzt werden. Löschen Sie zuerst das Volumen.

Verschobene Beschnittkurve (Schritt 1) auf Ziehplane (Project / along direction)


Abstand von 2 mm. abtragen (Parallel)
Auf Aussenflansch-sweep zurückprojizieren (Project / along direction)
Ergebnis (Fillet Edge) an neuer Kurve trimmen (Trim)
Ergebnisfläche um 1.8 mm aufdicken (Thick surface / 1. Offset)
Untersuche Volumendurchdringung und Modell speichern.
Modell(e): Seitenverstaerkung_end.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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Seitenverstärkung

4. Anpassung an neues Styling und Update mit Re-route

Die Seitenverstärkung soll sich auch an Stylingänderungen anpassen. Benutzen Sie dazu die in der
vorigen Aufgabe erzeugten Stylingadapter und ersetzen Sie diese in der Struktur. Die Vorgehensweise
dazu wurde vorher beschrieben.
Es ist empfehlenswert die Solids vorher zu löschen, um die Re-route Elemente besser zu erkennen.
Aufdickungen können nach einer erfolgreichen Flächenänderung wieder durchgeführt werden.
Beim Update kann das System die vier Edges der Verstärkung nicht von selbst zuordnen. Daher
kommt es zu einer Fehlermeldung. Als erstes soll die zuletzt korrekt erzeugte Geometrie ins “Show”
gestellt werden (falls nötig auch andere Elemente). Folgen Sie jetzt jeder Fehlerzeile, in dem Sie die
richtige Edge in der aktualisierten Geometrie selektieren. Stoßen Sie das Update noch einmal an und
stellen Sie die Visualisierungsverhältnisse wieder ein.
Modell(e): Seitenverstaerkung_end.CATPart

5. Sonstiges
Zu diskutieren:
· Technologische Korrektheit der Modelle
· Untersuche Lösung mit dem Adaptative Sweep

6
Reserveradmulde

Aufgabe Reserveradmulde
2_01
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Extrude, Revolution, Sweep, Fillet
Modelle: 2_01_01_Reserveradmulde_Start.CATPart
2_01_02_Reserveradmulde_Absatz.CATPart
2_01_02_Reserveradmulde_End.CATPart
Hauptziel dieser Übung ist das Erlernen einfacher Flächenfunktionen wie Extrude, Revolution und Sweep.
Darüber hinaus wird das Erzeugen von Drahtgeometrie und das Verrunden mit einbezogen.
Objekt dieser Übung ist eine fiktive Reserveradmulde.
1. Ergebnis

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_01_01_Reserveradmulde_Start.CATPart
Das Startmodell beinhaltet Drahtgeometrie, die als Ausgang zur Flächenerzeugung benutzt werden
soll. Im Bild oben ist das Ergebnis dargestellt.
die planaren Flächen haben eine Ausdehnung zwischen 0mm und 555mm
alle Verrundungsradien R15

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


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Reserveradmulde

Das Startmodell beinhaltet:


Drahtgeometrie zur Erzeugung der
Flächen
Einen Schnitt durch das fertige Modell

3. Empfohlene Vorgehensweise

· Wand- und Bodenfläche für die Reserveradmulde erzeugen


· Notwendige Flächen für den Absatz erzeugen (Fragestellung – wie werden die tangentialen Über-
gänge gewährleistet?
· Mittlere und obere planare Flächen erzeugen
· Verrunden (Erarbeiten einer geeigneten Vorgehensweise; Benutzen geeigneter Verrundungsfunk-
tionen,)
· Testen der erzielten Qualität durch Offsetbildung (Fläche oder Solide)

4. Hinweise / Anmerkungen
Das Modell ist mit prozeduralen Elementen aufzubauen (GSD Workbench)!
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies im „Specification tree“) wird Wert gelegt!

2
Reserveradmulde

Lösung Reserveradmulde
2_01
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Extrude, Revolution, Sweep, Fillet
Modelle: 2_01_01_Reserveradmulde_Start.CATPart
2_01_02_Reserveradmulde_Absatz.CATPart
2_01_02_Reserveradmulde_End.CATPart
Hauptziel dieser Übung ist das Erlernen einfacher Flächenfunktionen wie Extrude, Revolution und Sweep.
Darüber hinaus wird das Erzeugen von Drahtgeometrie und das Verrunden mit einbezogen.
Objekt dieser Übung ist eine fiktive Reserveradmulde.
1. Wand- und Bodenfläche für die Reserveradmulde erzeugen
Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_01_01_Reserveradmulde_Start.CATPart

Radmulde wird als Revolution erzeugt (hellblaue Kontur um gleichfarbige Achse; 2 x 90 Grad)
Bodenfläche ist eine Extrusion der untersten grünen Linie in Richtung der grün punktierten Linie
(Line.7) zwischen 0 und 555mm.
2. Notwendige Flächen für den Absatz erzeugen
(Fragestellung – wie werden die tangentialen Übergänge gewährleistet?

Der Absatz wird aus zwei Revolutions, zwei Extrusions- und einer Sweepfläche erzeugt.
Revolution 1 „Konvex“ (gelbe Kontur und Achse; Winkel 1=135°, Winkel 2=0°)
Revolution 2 „Konkav“ (lila Kontur und Achse; Winkel 1=90°, Winkel 2=135°)
Um die linke Extrusionsfläche zu erzeugen, muß eine Richtung vorgegeben sein. In diesem Beispiel
wird dazu eine Ebene durch die planare Kurve Curve.7 benutzt. Diese Kurve war bereits Grundlage für
die Erzeugung der Revolution 1. Sie dient jetzt gleichzeitig auch als Profil für die Extrusion. Die beiden
Grenzwerte sind 0mm und 258mm.
Die beiden noch fehlenden Teilflächen sollen durch Sweep in Z-Richtung erzeugt werden. Es bietet
sich an, eine Linie parallel zur Z-Achse als Spine zu verwenden. Ihre Position ist beliebig, sie muß nur
„lang genug“ sein, d.h. mindestens so lang wie die Führungskurven der zu erzeugenden Flächen.

Dr. E. Braß 3
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PLM Solutions
Reserveradmulde
Die rechte äußere Fläche wird erzeugt als Sweep – Typ „Linie“/ Subtyp „With tangency surface“. Füh-
rungskurve ist die pinkfarbene Curve.6; die konkave Revolutionfläche wird tangential angelaufen;
Spine ist die gerade erzeugte Linie.
Später muß die Revolutionfläche getrimmt werden. Daher bilden wir von der Sweepfläche die
Boundary, die dazu benutzt werden kann.
Jetzt muß noch die mittlere Fläche (zwischen den beiden Revolutions) erzeugt werden. Wir benötigen
eine Segmentfläche (Grad 1 in einer Richtung), die zu 2 benachbarten Flächen tangential ist. Dazu
bietet CATIA keine Funktion direkt an. In Z-Richtung gesehen wandert die Tangente entlang der
konvexen bzw. konkaven Revolutions. Blendsurf und Loft liefern eine s-förmig geschwungene Fläche.
Das Ergebnis läuft zwar tangential ein, ist aber mehrsegmentig. Einen möglichen Ausweg bietet
folgende Näherungslösung an. Man wählt auf der ersten Fläche eine geeignete Startkurve. Sie dient
als Ausgang für ein Sweep – Typ „Linie“/ Subtyp „With tangency surface“ auf eine zweite Fläche. Die
auf der zweiten Fläche liegende Randkurve der Sweepfläche dient als Ausgang für die gleiche
Operation, zurück auf die erste Fläche. Auch dort entsteht wieder eine Randkurve für ein neues
Sweep. Man „schaukelt“ sich langsam auf. Zwei, maximal drei Iterationsschritte reichen meist, um ein
hinreichend genaues (tangentenstetiges) Ergebnis zu erzielen:
Sweep – Typ „Linie“/ Subtyp „With tangency surface“ (die lila Curve.9 ist „Startkurve“, die konvexe
Revolution ist Referenzfläche; Spine ist die bereits benutzte Linie)
Boundary (tangent continuity, Sweepfläche)
Sweep – Typ „Linie“/ Subtyp „With tangency surface“ (Boundary, die konkave Revolution ist Referenz-
fläche; Spine ist die bereits benutzte Linie)
neue Boundary (tangent continuity, Sweepfläche)
Beide Revolutions können jetzt gesplittet werden.
Die 5 Einzelflächen werden dann mit JOIN zusammengefügt.

Zwischenergebnis ist 2_01_02_Reserveradmulde_Absatz.CATPart

3. Mittlere und obere planare Flächen erzeugen


Für diese beiden Flächen werden Extrusions benutzt:
Mitte-Extrude (Line.2 (mittlere grüne Linie); Line.7 als Richtung;
0mm bis 555mm)
Top-Extrude (Line.1 (obere grüne Linie); Line.7 als Richtung; 0mm
bis 555mm)

4
Reserveradmulde

4. Verrunden (Erarbeiten einer geeigneten Vorgehensweise; Benutzen geigneter


Verrundungsfunktionen)

Zum Verrunden werden Shape Fillet und Fillet Edge benutzt. Dazu müssen Randbedingungen und die
Vorgehensweise klar sein. Bspw. verlangt Fillet Edge ein vorheriges Trimmen und Verbinden der
Flächen. Andererseits ist Fillet Edge notwendig, um mit dem Fillet in einem Punkt auszulaufen.
Shape Fillet 1 (Top-Extrude; ABSATZ-Join, R15, „smooth“)
Shape Fillet 2 (Revolute.1, Boden-Extrude; R15, „smooth“)
Trim.1 (Fillet.1, Mitte-Extrude)
Trim.2 (Trim.1, Shape Fillet.2)

Edge Fillet 1 (1 Kante von Trim.2 selektieren, R15, „tangency propagation“)


Edge Fillet 2 (2 Kanten (beidseitig der Unstetigkeitsstelle) von EdgeFillet.1 selektieren, R15,
„tangency propagation“)
Die letzte Verrundung stellt gleichzeitig auch das Endergebnis dar.
Ergebnis ist 2_01_03_Reserveradmulde_End.CATPart

5. Testen der erzielten Qualität durch Offsetbildung (Fläche oder Solide)


Der maximal mögliche Wert für ein Offset wird bestimmt vom Krümmungsradius der Fläche. In diesem
fall sollten bis ca. 14mm möglich sein.
Fläche: GSD-WB, Funktion „Offset“ auf Edge Fillet.2
Solide: Part Design – WB, Funktion „Thick Surface“ auf Edge Fillet.2

Dr. E. Braß 5
IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Reserveradmulde

6
Rohrkrümmer

Aufgabe Rohrkrümmer
2_22
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen Sweep – Typ “Circle” und “Line”, Law Definition
Modelle: 2_22_01_Rohrkruemmer_Start.CATPart
2_22_02_Rohrkruemmer_Spine.CATPart
2_22_03_Rohrkruemmer_Law-Surf.CATPart
2_22_04_Rohrkruemmer_Teilflaechen.CATPart
2_22_05_Rohrkruemmer_End.CATPart
Schwerpunkt dieser Übung ist zum einen die Definition und Anwendung von „Laws“. Zum anderen steht
die Konstruktion von Sweep-Flächen, speziell der Typen „Circle“ und „Line“ im Mittelpunkt. Das Objekt,
ein „Rohrkrümmer“, besteht aus zwei, ineinander verschlungenen Sweep-Circle-Flächen mit Law-
gesteuertem Durchmesser. Diese beiden Flächen sind durch bi-tangentiale Flächen zu verbinden, die in
einer Richtung vom Grad 1 sein sollten!
1. Ergebnis

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_22_01_Rohrkruemmer_Start.CATPart
Das Startmodell enthält alle Kurven, die für die Definition der beiden Laws notwendig sind. Die beiden
Center-Kurven für die Sweep-Circle-Definition sind vorgegeben. 2 Skizzen in den Endpunkten dienen
der Orientierung. Sie zeigen, in welcher Richtung die Radienänderung verläuft. Gleichfarbige Kurven
gehören zusammen. Die Input-Elemente sind assoziativ, d.h. sie können auch modifiziert werden.

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


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Rohrkrümmer

Das Startmodell beinhaltet:


Referenz- und Definitionskurven für die
Law-definition (rechts außen)
2 Center-Kurven für die Konstruktion der
Sweep-Circle-Flächen
Skizzen zur Orientierung

Die beiden Center-Kurven sind zusammengesetzt aus zwei Linien (normal zur jeweiligen Ebene) und
einer krümmungsstetigen (!) Connect-Kurve. Deren Tension-Parameter bietet zusätzliche
Stellmöglichkeiten. Auch beide Law-Definitionskurven bestehen aus zwei Linien und einer
krümmungsstetigen Connect-Kurve.

3. Empfohlene Vorgehensweise

· Konstruktion eines „mittleren“ Spine


· Definition der beiden Laws
· Erzeugung der beiden Sweep-Circle-Flächen
· Splitten beider Flächen in jeweils 2 Bereiche
· Konstruktion der bitangentialen Flächen separat für jeden Bereich
· Analyse

4. Hinweise / Anmerkungen
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies im „Specification tree“) wird Wert gelegt!

2
Rohrkrümmer

Lösung Rohrkrümmer
2_22
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen Sweep – Typ “Circle” und “Line”, Law Definition
Modelle: 2_22_01_Rohrkruemmer_Start.CATPart
2_22_02_Rohrkruemmer_Spine.CATPart
2_22_03_Rohrkruemmer_Law-Surf.CATPart
2_22_04_Rohrkruemmer_Teilflaechen.CATPart
2_22_05_Rohrkruemmer_End.CATPart
Schwerpunkt dieser Übung ist zum einen die Definition und Anwendung von „Laws“. Zum anderen steht
die Konstruktion von Sweep-Flächen, speziell der Typen „Circle“ und „Line“ im Mittelpunkt. Das Objekt,
ein „Rohrkrümmer“, besteht aus zwei, ineinander verschlungenen Sweep-Circle-Flächen mit Law-
gesteuertem Durchmesser. Diese beiden Flächen sind durch bi-tangentiale Flächen zu verbinden, die in
einer Richtung vom Grad 1 sein sollten!
1. Konstruktion eines „mittleren“ Spine
Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_22_01_Rohrkruemmer_Start.CATPart
Für die bi-tangentialen Übergangsflächen wird ein Spine benötigt, da rote bzw. grüne Center-Kurve
diese Funktion aufgrund der Verwindung nicht übernehmen können! Ideal geeignet dafür wäre die
50%-Isoparametrische einer Segmentfläche, die zwischen beiden Center-Kurven aufgespannt werden
kann. Diese Funktion gibt es derzeit aber nicht (assoziativ). Daher muß eine Hilfskonstruktion her!

Ziel ist es, den gesuchten Spine als Schnittkurve zweier Sweep-Line-Flächen aufzubauen. Die erste
entsteht zwischen beiden Center-Kurven. Die zweite zwischen den Schnittkurven zweier sich
durchdringender Sweep-Circle-Flächen, die beide den gleichen Radius haben und die Center-Kurven
benutzen.
Sweep.8 (Sweep-Typ „Line“/“Two limits“,
Join.1 (grüne Center-Kurve), Join.2 (rote K.), Default-Spine)
Sweep.9 (Sweep-Typ „Circle“/“Center and Radius“, Join.1, R35, Default-Spine)
Sweep.10 (Sweep-Typ „Circle“/“Center and Radius“, Join.2, R35, Default-Spine)
Es werden noch zwei Punkte benötigt. Sie sollten so erzeugt werden, daß mittels Near-Operator die
aus zwei Elementen bestehende Schnittkurve separiert werden kann.
Point.10 (Point „On curve“, Sketch.1, Distance=0mm, von Default (Extremity))
Point.11 (Point „On curve“, andere Seite Sketch.1, Distance=0mm, von Default
(Extremity))
Intersect.2 (Intersection von Sweep.9 und Sweep.10 – liefert ein „multiples“ Element)
Near.2 (Intersect.2 an Point.11 – Ergebnis ist eine Kurve)
Near.3 (Intersect.2 an Point.10 – Ergebnis ist die zweite Kurve)

Dr. E. Braß 3
IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Rohrkrümmer
Sweep.11 (Sweep-Typ „Line“/“Two limits“, Near.2, Near.3, Default-Spine)
Blauer Spine (Intersection von Sweep.8 und Sweep.11)
Zwischenergebnis ist 2_22_02_Rohrkruemmer_Spine.CATPart

2. Definition der beiden Laws und Erzeugung der beiden Sweep-Circle-Flächen


Zwei Laws werden gebraucht und müssen daher definiert werden. Referenz“kurve“ ist jeweils Line.5.
Definitionskurven sind Join.4 (OpenBody „Red Law Curve“) und Join.3 (OpenBody
„Green Law Curve“).

Red Law.2
Reference ist Line.5
Definition ist Join.4

Green Law.3
Reference ist Line.5
Definition ist Join.3

Mit Hilfe der definierten Laws können nun die beiden Sweep-Circle-Flächen konstruiert werden.
Zusätzlich ist noch eine Sweep-Line-Fläche zu deren Split in Teilbereiche notwendig.

Green Sweep.12 (Sweep-Typ „Circle“/“Center and Radius“, Join.1,


Radius=Green Law.3, Default-Spine)
Red Sweep.13 (Sweep-Typ „Circle“/“Center and Radius“, Join.2,
Radius=Red Law.2, Default-Spine)
Sweep.14 zum Splitten (Sweep-Typ „Line“/“Two limits“, Join.1, Join.2,
Length1=40mm, Length2=40mm, Blauer Spine)

Zwischenergebnis ist 2_22_03_Rohrkruemmer_Law-Surf.CATPart

4
Rohrkrümmer

3. Konstruktion des bi-tangentialen Flächenübergangs für den ersten Teilbereich

Splitten der grünen bzw. roten Sweep-Circle-


Fläche an der Sweep-Line-Fläch:
Green Sweep splitted +Z
Green Sweep.12 gesplitted an
Sweep.14 zum Splitten
Red Sweep splitted +Z
Red Sweep.13 gesplitted an
Sweep.14 zum Splitten

Die entstandenen Teilflächen werden verrundet


und entlang der roten Teilfläche wird eine
Randkurve vom Fillet erzeugt:
Fillet.1
Green Sweep splitted +Z verrundet mit
Red Sweep splitted +Z,
R30, ohne Trim!
Boundary.1
Fillet.1, Propagation „Tangent continuity“

Von dieser Boundary ausgehend wird ein Sweep-


Line tangential auf die grüne Teilfläche und
dessen Randkurve auf der grünen Fläche
konstruiert:
Sweep.15
„Line“, „With tangency surface“,
Boundary.1 ist Führungskurve.
Green Sweep splitted +Z ist tangentiale
Fläche, Blauer Spine
Boundary.2
Sweep.15, Propagation „Tangent cont.“
Von der neuen Boundary ausgehend wird ein
Sweep-Line tangential auf die rote Teilfläche und
dessen Randkurve auf der roten Fläche
konstruiert:
Sweep.16
„Line“, „With tangency surface“,
Boundary.2 ist Führungskurve.
Red Sweep splitted +Z ist tangentiale
Fläche, Blauer Spine
Boundary.3 TGT_CRV 1
Sweep.16, Propagation „Tangent cont.“

Dr. E. Braß 5
IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Rohrkrümmer

Von der neuen Boundary ausgehend wird ein


Sweep-Line tangential auf die grüne Teilfläche
und dessen Randkurve auf der grünen Fläche
konstruiert:
Sweep.17 SEGMENT
„Line“, „With tangency surface“,
Boundary.3 TGT_CRV 1 ist
Führungskurve.
Green Sweep splitted +Z ist tangentiale
Fläche, Blauer Spine
Boundary.4 TGT_CRV 2
Sweep.17, Propagation „Tangent cont.“
Rote und grüne Teilfläche müssen noch an den
beiden zuletzt erzeugten Randkurven gesplittet
werden. Diese Splits zusammen mit Sweep.17
ergeben das Ergebnis für den ersten Teilbereich:
Split.12 - Green Sweep splitted +Z
Green Sweep splitted +Z gesplitted an
Boundary.4 TGT_CRV 2
Split.13 - Red Sweep splitted +Z
Red Sweep splitted +Z gesplitted an
Boundary.3 TGT_CRV 1

Zwischenergebnis ist 2_22_04_Rohrkruemmer_Teilflaechen.CATPart

4. Konstruktion des bi-tangentialen Flächenübergangs für den zweiten Teilbereich

Für die Konstruktion des zweiten Teilbereiches ist


der Schritt 3 sinngemäß zu wiederholen!
Ob hier Duplicate OpenBody helfen könnte?

Ergebnis ist 2_22_05_Rohrkruemmer_End.CATPart

6
Rohrkrümmer

5. Analyse und Bemerkungen


Folgende Abbildung zeigt die Analyse der entstandenen Teilflächen mit dem Connect Checker. Der
Übersichtlichkeit halber an dieser Stelle nur mit 3 Flächen dargestellt.

Das Approximieren der bi-tangentialen Verbindungsflächen ist nur dann erfolgreich, wenn zumindest
der Spine der beteiligten Sweep-Flächen krümmungsstetig ist! Anderenfalls führt das „tangentiale
Aufschaukeln“ zu keinem oder einem unbrauchbaren Ergebnis. Im Beispiel sind auch die Center-
Kurven und die Law-Definitionskurven krümmungsstetig aufgebaut worden.

Mögliche Änderung:
Input – LAW-Input – Red Law Curve – Parallel.3: R20 à R17
Weitere Änderung:
Sketcher für Ebene.1 aufrufen;
die Achse um ca. 10mm in Richtung –v herunter bewegen
Während des Update muß eins der Fillets auf R25 verkleinert werden

Dr. E. Braß 7
IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions
Rohrkrümmer

8
Einfache Powercopies für Rückwand

Aufgabe Erzeugen einfacher PowerCopies


2_42 und Ablegen in einem Katalog
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, Catalog Editor
Modell(e): 2_42_Basis_modell_for_PC.CATPart
2_42_Basis_modell_for_PC_2.CATPart
Bei dieser Aufgabe werden Modelle erstellt und als Power-Copy in einem Katalog hinterlegt. Die zugrunde
liegende Erzeugungsvorschrift ist so einfach und stabil wie möglich zu erstellen. Das Modell soll die
gewünschte Geometrie und Änderungsparameter enthalten. Diese sollen auch in jedem ähnlichen
Anwendungsfall eingesetzt werden können.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. Egbert Braß, E.Strohmer


IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions / PLM Services
Einfache Powercopies für Rückwand

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell ist ein ein sehr einfaches Szenario mit einer simplen Trägerfläche und notwendiger
Input-Geometrie.

Das Startmodell beinhaltet:


Trägerfläche Kaki
Ref_Pln Schwarz
Kontur Kurve
(Innenkontur 2.Kurve)

Diese Elemente sind die


geometrischen Inputs beim späteren
Einsetzen der PowerCopy.

Nachdem die Modelle erstellt wurden, sind sie als PowerCopy in einem vorher definierten Katalog zu
speichern. Die Strukturierung des Kataloges wird dabei vom System automatisch vorgenommen.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Erzeugen einer einfachen Geometrie aus den Inputs
PowerCopy Struktur anwenden
Katalog vorbereiten und PowerCopies speichern

4. Anmerkungen
Es ist notwendig, umfangreiche Untersuchungen der eingesetzten Parametern durchzuführen. Auch
müssen mehrere Typen von Ersatzgeometrien getestet werden. Manche Sketches besitzen bspw.
Sub-Elemente, die von Funktionen referenziert werden (Blendproblem bei planaren Konturen). Nur so
können die Topologie und die Grenzen des Modells verstanden werden. Dies ist zudem hilfreich bei
der späteren Anwendung. Es ist auch verständlich, daß nur derjenige eine PowerCopy sinnvoll
einsetzen kann, der ihre Randbedingungen studiert hat.

2
Einfache Powercopies für Rückwand

Lösung Erzeugen einfacher PowerCopies


2_42 und Ablegen in einem Katalog
Modell(e): 2_42_Basis_modell_for_PC.CATPart
2_42_Basis_modell_for_PC_2.CATPart
2_42_Geschlossene_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart
2_42_Rand_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart
2_42_2_Konturen_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart
Diese Übung zeigt wie wiederkehrende Erzeugungsvorschriften als PowerCopies erstellt und gespeichert
werden können. Anschließend werden sie in einem Katalog abgelegt. In der nächsten Übung werden
diese Katalogelemente in ein Modell eingesetzt. Diese Methodik erspart nicht nur Zeit sondern
standardisiert Teilkonstruktionen und kann auch für Wissensspeicherung verwendet werden.
Die Eingangsgeometrie soll so allgemein wie möglich sein, um der PowerCopy maximale Flexibilität zu
gewähren. Besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, daß keine Sub-Elemente verwendet werden. Die
Erzeugungsvorschrift soll so stabil wie möglich und an jeder Raumposition einsetzbar sein. Weiterhin soll
die PowerCopy der vorgeschlagenen Struktur entsprechen, denn nur so ergibt sich beim Einsatz in das
spätere Modell eine übersichtliche Strukturierung. Es ist sinnvoll, die Operationen und das Ergebnis in
verschiedene OpenBodies zu gliedern.

1. PowerCopy „Geschlossene Funktionsfläche“

Startmodell: 2_42_Basis_modell_for_PC.CATPart

Geschlossene Fläche aus Kontur erstellen (Fill)


Mantelfläche an der Kontur (Sweep / With Ref-surface, Sketch.2, Plane.1,
. 105°. 100mm, 0mm)
Verrunden der beiden Flächen (Fill, Sweep) (Fillet / Skin-Skin, R3)
Verrunden mit Trägerfläche (Fillet.1, Extrude.1) (Fillet / Skin-Skin, R5)

Struktur für PowerCopies anpassen mit „Change OpenBody“ im Kontextmenü und Verbessern der
graphischen Darstellung. Namen ggfs. ändern und speichern.
Ergebnis: 2_42_Geschlossene_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Einfache Powercopies für Rückwand

2. PowerCopy „Geschlossene Kontur“


Startmodell: 2_42_Basis_modell_for_PC.CATPart

Planares Sweep auf Ref_Pln (Sweep / With Ref-surf bezogen auf


PLN1,
. 180°, 0mm, 40mm)
Konturverschiebung (Sketch.2) auf der Ref_Pln (PLN1) (Parallel / Euclidean, 18mm )
Mantelfläche an verschobener Kurve (Sweep / With Ref_Surf, PLN1, Parallel.1,
. 105°, 0mm, 50mm)
Verrundung Deck- und Mantelfläche (Fillet / Skin-Skin, R5)
Verrundung mit Trägerfläche (Fillet / Skin-Skin, R5)
Struktur für PowerCopies anpassen mit „Change OpenBody“ im Kontextmenü und Verbessern der
graphischen Darstellung. Ggfs.Namen ändern und speichern.
Modell(e): 2_42_Rand_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart

3. PowerCopy „2-Konturen_Funktionsfläche“
Startmodell: 2_42_Basis_modell_for_PC_2.CATPart

Mantelfläche an der Außenkontur (Sweep / With Ref-Surf, Sketch.3, Plane.1,


. 75°, 100mm, 0mm)
Geschlossene Fläche aus Außenkontur erstellen (Fill, Sketch.3)
Letzte Fläche an Innenkontur abgrenzen (Split / Fill.1 split an Sketch.2)
Ergebnis und Mantelfläche verrunden (Fillet / Skin-Skin, Split.1 mit Sweep.1,
R5)
Mit Trägerfläche verrunden (Fillet / Skin-Skin, Fillet.1 mit Extrude.1, R5)
Struktur für PowerCopies anpassen mit „Change OpenBody“ im Kontextmenü und Verbessern der
graphischen Darstellung. Namen ggfs.ändern und speichern.

4
Einfache Powercopies für Rückwand

Ergebnis: 2_42_2_Konture_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart
4. Erzeugen eines PowerCopiy und Speichern im Katalog

Folgende Vorgehensweise ist für alle drei PowerCopy Modelle durchzuführen:


Modell laden (Open / ....)
Selektieren des OpenBody Power-Copy, dann (Insert / Adv. Repl. Tools / PowerCopy Creation)
Name der PowerCopy eingeben
Inputs benennen, eindeutige Namen vergeben (z.B.):
Kontur
Ref_Pln
Trägerfläche
Parameter werden hier nicht definiert, da sie alle geändert werden können
Als Icon, erstellen man meist ein „Screengrab“
Aktualisieren und Abspeichern des Modells

Neues Katalog-Dokument (New / CatalogDocument)


Chapter.1 benennen (Kontextmenü / Definition / „PCs für Rückbank“)
Katalog speichern und schließen (Save as..)

Im Katalog speichern (Insert / PC Save in Catalog)


Suche nach erstelltem Katalog und öffnen
Klick OK um den Vorgang zu beenden
Modell(e): 2_42_PC_Rueckwand_Katalog.catalog

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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PLM Solutions / PLM Services
Einfache Powercopies für Rückwand

5. Die PowerCopy-Struktur

Auf der rechten Seite ist die PowerCopy-


Struktur abgebildet. Halten Sie sich bei
der Erstellung von PowerCopies daran!

6. Sonstiges
Umgang und Anwendung von Kataloge
Untersuche bessere und stabilere Erzeugungsvorschriften

6
Rückwand – Einsatz von PowerCopies

Aufgabe Rückwand
2_42 Einsatz von PowerCopies
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, CATIA V4, V3 (Interoperability), Catalog Editor
Modell(e): RUECKWAND_V4.model
Bei dieser Aufgabe werden komplexe Blechformen einer Fahrzeugrückwand schnell mit Hilfe von
PowerCopies erzeugt. Ziel dabei ist nicht nur, die Flexibilität dieser Methodik zu erläutern, sondern auch
für das parametrisch-assoziative Modellieren insgesamt. Die Grundgeometrie wird aus einem CATIA V4-
Modell eingefügt. Dabei wird ein Einblick in die Interoperabilität mit CATIA V4 gewährt.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. Egbert Braß, E.Strohmer


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Rückwand – Einsatz von PowerCopies

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell ist das V4-Modell einer Rückwand und beinhaltet notwendige „wireframe“-Geometrie
sowie Flächenelemente (*SURs, *FACs und *SKIs). Ziel ist es zu erläutern, wie man systematisch V4-
daten nach V5 überträgt und anschließend PowerCopies zur Detaillierung der importierten Daten
verwendet.

Das Startmodell beinhaltet:


Planes und darauf referenzierte
Konturen (als Kurven). Weiterhin die
FACes aus V4 und die SKIs, die als
Trägerflächen dienen.
Diese Elemente sind die
geometrischen Inputs für die
Detaillierung der Rückwand.

Im „Hide“ liegen weitere Wire-


frame-Elemente zur
vertiefenden Übung

Leider ist das Modell in V4 nicht richtig aufbereitet worden. Normalerweise müßten die einzelnen
*FACs zu einen gesamten *SKI zusammengefaßt worden sein. Dies wurde in diesem V4-Modell
offenbar nicht erledigt ...

3. Empfohlene Vorgehensweise
Übertragung der Geometrie von V4 nach V5
Anwendung von PowerCopies aus dem Katalog
Parameteranpassung und Korrektur topologischer Schwierigkeiten.

4. Anmerkungen
In dieser Übung spielt die Reihenfolge der eingesetzten PowerCopies eine wichtige Rolle. Am besten
folgt man diesem Weg:
Geschlossene hell-blaue Kontur für geschlossene Verprägung ohne Loch
Weiße Konturen für eine Verprägung mit Innen- und Außenkontur
Dunkelblaue Konturen für einen Außentopf
Es ist nötig, das Model in V4 nachzuarbeiten, denn das *ski dort, wo die PowerCopies eingesetzt
werden, hat auch unterliegende *FACs. Sie werden beim Importieren “mitgenommen”.

2
Rückwand – Einsatz von PowerCopies

Lösung Rückwand
2_42 Einsatz von PowerCopies
Modell(e): 2_42_Rueckwand_V4.model
2_42_Rueckwand_V5_01_Start.CATPart
2_42_Rueckwand_V5_01_Step_0x.CATPart
2_42_Rueckwand_V5_01_End.CATPart
Als erstes wird Geometrie aus V4 importiert. Dabei ist auf den Unterschied zwischen *SKIs und *FACs zu
achten. Danach werden die PowerCopies eingesetzt, auch deren wiederholende Anwendung wird geübt.

1. Importieren von V4_Wireframe

Startmodell ist: 2_42_Rueckwand_V4.model

Datei in den V4-Viewer laden (File / Open / ....)


Vertraut machen mit Datenstruktur (Mastertree / Expand)
Leeres V5-Part öffnen (File / New / Part)
Fenster teilen (Window / Tile Horizontally)
*Set1 CRVs, PLNs und SKIs in verschiedenen OpenBodies (Copy / Paste....)
V5-Modell aktualisieren und speichern (Reframe / Update / Save as..)
Farbe der SKIs ändern und ins „Hide“ (Properties / F2)
FACs (Set1, dann Set15) in neuen OpenBody importieren (Copy / Paste)
V4-Datei schließen und V5-Modell aktualisieren und speichern
Da auf der SKIs-Fläche gearbeitet werden soll, sind die darunter liegenden *FACes zu löschen. Hier
die dazu notwendigen Schritte:
Lösche *FAC2684 und *FAC2686
Suche im „Hide“ nach *SKI1295 und lösche die entsprechenden FACs, auch Fillets, SKI ins
SHOW

Ergebnis ist: 2_42_Rueckwand_V5_01_Start.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Rückwand – Einsatz von PowerCopies

2. Einsetzen des PowerCopy „Geschlossene_Kontur“

Das PowerCopy kann direkt mit “Advanced replication tools” oder über den Katalog aufgerufen
werden:
Variante 1 – Katalog: Open PC_Rueckbank_Katalog.catalog
. Selektiere 3-inputs und dann Geschlossene_Kontur_PC
Variante 2 – PowerCopy: Open Modell
. 2_42_Geschossene_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart
Hellblaue_Kontur für Außenkontur selektieren und falls nötig Richtungsvektor ändern
Hell_blaue Plane für Ref_Pln selektieren (Richtungsvektor am Ursprung)
Einsatzfläche ist die *SKI1295, Teste Vektoren-Übereinstimmung
PowerCopy benennen und mit OK bestätigen
darunterl iegende Einsatzfläche (*SKI1295) ins “Hide”
Achten sie auf die Struktur im Tree und die Vorteile eine vorausgeplanten Strukturierung. Weiterhin die
Icons für die Flächeninvertierung und die einfache Übertragung der Geometrie auf die Trägerfläche.
Eine weitere Möglichkeit PowerCopies aufzurufen ist über (Insert / Adv. Repl. Tools / PC Instantiation)
und das Laden der entsprechenden Datei.
Zwischenergebnis: 2_42_Rueckwand_V5_01_Step_01.CATPart

3. Wiederholte PowerCopy-Anwendung

Der vorangegangene Schritt wird jetzt mit einer anderen PowerCopy an den weißen Konturen
mehrmals wiederholt:
Das PowerCopy kann direkt mit “Advanced replication tools” oder über den Katalog aufgerufen
werden:

4
Rückwand – Einsatz von PowerCopies
Variante 1 – Katalog: Open PC_Rueckbank_Katalog.catalog
. Selektiere 4-inputs und dann 2_Konturen_PC
Variante 2 – PowerCopy: Open Modell
. 2_42_2_Konturen_Funktionsflaeche_for_PC.CATPart
Klick weiße Aussenkontur, Ref_Pln und dazu gehöriger Kreis als Innenkontur, achte auf Vektoren
Einsatzfläche ist die letzte Fillet-Operation (vgl. Schritt 2)
PowerCopy bennenen und Repeatschalter checken, mit OK berechnen lassen
Vorgang noch 3 mal wiederholen, dabei jedesmal Namen ändern und Repeatschalter checken
Schließlich Ergebnisflächen ins „Hide§, bis auf die letzte
Speichern und Darstellung ändern.
Es ist vorteilhaft die erste PowerCopy langsam einzusetzen, um die Vektorrichtungen zu untersuchen.
Bei der nächsten kann der Repeatschalter gesetzt sein. Während das PowerCopy-Menü eingeblendet
ist, kann die Fläche nicht ins „Hide“ geschickt werden. Selektieren Sie die Fläche zur Sicherheit im
Tree. Es ist empfehlenswert das Modell ab und zu zu speichern, vor allem nach oder vor dem Einsatz
von komplexen PowerCopies. Falls die Orientierung doch nicht stimmen sollte, kann es ohne Risiko
gelöscht werden. Die automatische Speicherung ist hier nicht empfehlenwert!
Ergebnis: 2_42_Rueckwand_V5_01_Step_02.CATPart

4. Topfkontur

Die Vorgehensweise ist genau dieselbe wie im vorigen Schritt, nur diesmal werden die dunkelblauen
Konturen verwendet. Außerdem liegt die Plane unterhalb der Trägerfläche. Es ist also empfehlenswert
das Modell zu drehen. Gewöhnen Sie sich an eine gewisse Systematik beim Betrachten der
Orientierung: Kurve in/entgegen Uhrzeigersinn bzw. Flächenvektor zur/entgegen Einsatzfläche.
Das Modell wird einen Fehler beim Update melden, weil der Radius des letzten Fillets etwas zu groß
gewählt wurde. Sehen Sie sich die Topologie mittels Edit (Menü-Fehlermeldung) an und setzen Sie
den Wert auf 3 mm. Aktualisieren Sie das Modell und legen Sie die Wireframe-Geometrie ins „Hide“.
Speichern Sie das Ergebnis ab.
Ergebnis: 2_42_Rueckwand_V5_01_Step_03.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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Rückwand – Einsatz von PowerCopies

5. Weitere Anwendung von PowerCopy

Holen Sie sich die restliche Wireframe-Geometrie aus dem “Hide”. Beim OpenBody “PLNs” sind die
ersten vier Planes interessant, beim OpenBody “CRVs” die ersten 13. Hier wird noch der Aufbau der
symmetrischen Stützfläche auf der linken Seite beschrieben:
Anwendung der 2_Contouren_PC auf die hellblauen Konturen
Verwenden Sie die PowerCopy auch auf die hellgrünen konzentrischen Kreise
Falls das Fillet nicht durchläuft, dann Parameter und Vektoren testen
Sonst Trim Konusfläche an Trägerfläche (Trim)
Erzeugen einer Kantenverrundung (Fillet / Edge)
Split Fillet_Edge an den kleinen Kreisen (1 Schritt) (Split / Cutting Elements)

Beim letzten Vorgang erfolgt die Selektierung schrittweise, so daß das System die richtige Seite der
Fläche behält. Als letztes Visualisierung anpassen und Modell speichern.
Ergebnis: 2_42_Rueckwand_V5_01_End.CATPart

6
Schlossverstärkung

Aufgabe Schlossverstärkung
2_03
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, CATIA V4-V3 (Interoperability)
Funktionen Import V4-Daten, „Wireframe“, Extrude, Sweep, Blend
Modell(e): 2_03_WS_006_1.model
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Start.CATPart
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_01.CATPart
...
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_05.CATPart
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_End.CATPart
Bei dieser Aufgabe wird eine Fläche detailliert. Ausgangspunkt ist ein CATIA V4 Flächenmodell. Aus
diesem Modell werden explizite Daten nach V5 übernommen und weiter verarbeitet. Dazu wird die GSD
Workbench benutzt, die eine parametrisch-assoziative Arbeitsweise ermöglicht.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. E. Braß, B. Neubauer, E.Strohmer


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PLM Solutions / PLM Services
Schlossverstärkung
2. Vorgaben und Startmodell
Startmodell ist 2_03_WS_006_1.model
Das Startmodell ist ein CATIA V4-Modell einer Motorhaubenschlossverstärkung und beinhaltet
notwendige „wireframe“-Geometrie, sowie Flächenelemente (*SUR‘s, *FAC‘s und *SKI‘s). Diese Daten
sollen in V5 eingelesen und dort weiterverarbeitet werden.

Das Startmodell beinhaltet:


Innenblechverstärkung einer Motor-
haube
mit Wireframe Geometrie im Schloss-
bereich.

Ein *SKI Element soll von den


anderen *FACs isoliert werden.

Das V4-Modell ist ein typisches Beispiel dafür, daß bei schlampiger Arbeitsweise nachgelagerte Berei-
che auch im negativen Sinne „profitieren“. Üblicherweise ist das Endergebnis bei der
Flächenkonstruktion in V4 zu einem *SKI-Element zusammenzufassen. Im vorliegenden Beispiel
umfaßt der SKIN aber nur einen kleinen Teil der Flächen.

3. Empfohlene Vorgehensweise
· Übertragen der Geometrie von V4 nach V5
· Erzeugung des Bodens, einer Tasche sowie einer Nut mit GSD-Funktionalität
· Nachträgliches Einbinden von Konturen aus dem Sketcher und Verrunden des Modells

4. Hinweise / Anmerkungen
Das Modell ist mit prozeduralen Elementen aufzubauen (GSD Workbench)!
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies) wird Wert gelegt!

2
Schlossverstärkung

Lösung Schlossverstärkung
2_03
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, CATIA V4-V3 (Interoperability)
Funktionen Import V4-Daten, „Wireframe“, Extrude, Sweep, Blend
Modell(e): 2_03_WS_006_1.model
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Start.CATPart
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_01.CATPart
...
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_05.CATPart
2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_End.CATPart
Aus einem V4-Modell werden die Daten der Innenblechverstärkung einer Motorhaube nach V5 importiert.
Es soll der Bereich Schlossverstärkung modelliert werden. Dabei sollen GSD Funktionen angewendet,
sowie Änderungen durchgeführt werden. Zunächst sollen die aus V4 kommenden Kurven benutzt werden,
danach sollen sie gegen Kurven aus dem V5-Sketcher ausgetauscht werden.

1. Importieren von V4-Drahtgeometrie


Startmodell ist 2_03_WS_006_1.model
Es gibt mehrere Möglichkeiten V4-Geometrie nach V5 zu importieren. Wichtig ist es, die Elemente in
V5 innerhalb von OpenBodies richtig zu strukturieren. Besonders Flächen sollten separiert werden,
denn V5 behandelt *SUR‘s, *FAC‘s und *SKI‘s wie Surfaces. Für die Modellierung benötigen wir
*SKI 194.

Datei in den V4-Viewer laden (File / Open / ....)


Datenstruktur sichten (Mastertree / Expand)
V5-Modell öffnen (File / New / Part)
CATIA-Fenster teilen (Window / Tile Horizontally)
*AXS3 ins „Hide“ (Prepare for drag and drop)
Modellbereich in V5-Modell übertragen (mit „Trap“ markieren; dann Copy /
Paste)
V5-Modell aktualisieren (Update) und speichern (Reframe - Update - Save as..)

Zwischenergebnis ist 2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Start.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, B. Neubauer, E. Strohmer 3


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PLM Solutions / PLM Services
Schlossverstärkung
V4-Modell schließen und V5-Modell strukturieren (Insert / Open_Body)
OpenBody „Faces“ soll alle *FAC‘s enthalten (Edit / Search)

Die Such-Funktion (Edit / Search / General) bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten Elemente mit
gemeinsamen Eigenschaften zu selektieren. Um alle *FACes zu selektieren muß folgendes eingeben
werden:
Name: *FAC*
Workbench: Generative Shape Design
Type: Surface
Nachdem alle FACes selektiert wurden, sind diese in einem neuen OpenBody zu ordnen und dann ist
das Modell zu speichern. Im nächsten Schritt wird die Konstruktion der Bodenfläche für den Schloss-
bereich erzeugt.

Zwischenergebnis ist 2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_01.CATPart

2. Erzeugen des Bodenbereichs

Extrudiere Linien INNER- und OUTER-EXTR entlang EQ-Y (Extrude / Direction; 250mm, 250mm)
Intersec Inner-Extrude mit Inner_Pln, (Intersec)
analog Intersec für Outer-Extrude mit Outer_Pln (Intersec)
(Die Planes wurden als Surface.414 und Surface.415 importiert)
Blend zwischen Intersectionkurven tangential zu den beiden erzeugten Extrudeflächen
(Blend / with support / tangency / “trim support”)
Ergebnis ist die Bodenfläche. Die Ebenen könnten neu definiert werden, denn sie sind einfache Offsets
von der Netzreferenz und sind sicherlich gut zu parametrisieren. Sie steuern die Länge des
Übergangsbereichs des Bodens.

Zwischenergebnis ist 2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_02.CATPart

4
Schlossverstärkung

3. Erzeugen des Taschenbereichs

Öffnen eines neuen OpenBody für die Tasche, deren Kontur aus einer gegebenen Kurve erzeugt wird.
Sie soll von der Ziehrichtung abhängig sein. Als Strukturinnenblech ist die im ersten Schritt isolierte
*SKI-Fläche zu nehmen. Es ist darauf zu achten, daß man keine *FAC selektiert.
Projizieren des TASCHEN_PRF in ZIEHRICHTUNG auf den Boden (Blend.1)
(Projection / „Along a direction“)
Sweep entlang der Kurve Project.1, Referenz ist DIE_PLN
(Sweep / „With reference surface“, 80°, 50mm, 30mm, Spine=Taschen_PRF)
Verrunden mit Boden (Shape Fillet) (R3)
Verrunden mit Strukturinnenblech (*SUR378 alias *SKI194) (Shape Fillet) (R5)
Für die Sweep-Fläche sollte die DIE_PLN - wo auch die Taschenkontur liegt - als Referenz gewählt
werden. Diese Kontur soll auch als Spine dienen. Spines sollten planare Kurven sein. Sweep-
Parameter sind:
Winkel: Neigung nach Außen um 80°
Länge1: Nach oben 50 mm.
Länge2: Nach unten 30 mm.
Für die Radien sind relativ kleine Radien anzuwählen, da die Taschenkontur auch kleine Eckradien
aufweist. Mit dem Boden können Radien über 5 mm. verwendet werden. Ändern Sie die Farbe und
speichern sie den Schritt.

Zwischenergebnis ist 2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_03.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, B. Neubauer, E. Strohmer 5


IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions / PLM Services
Schlossverstärkung

4. Erzeugen der Nut

Öffnen eines neuen OpenBody für die Nut, deren Kontur aus einer gegebenen Profilkurve am
Ursprung erzeugt wird. Sie soll von der Nutführung abhängig sein.
Sweep – Typ „Linie“ entlang der Kurve NUT_FÜHRUNG, (Sweep / „With reference surface“)
Für diesen Sweep sollte die DIE_PLN als Referenz gewählt werden, wo auch die NUT_FÜHRUNG
liegt. Diese soll auch als Spine dienen (default). Sweep-Parameter sind:
Winkel: senkrecht nach unten (90°)
Länge1: 0 mm.
Länge2: nach unten 120 mm.
Intersection der Sweep-Fläche mit Boden (Selektiere im Baum) (Intersec)
Schnittkurve parallel nach oben verschieben (D= 10 mm.) (Parallel / Euclidean, auf Sweep)
Sweep – Typ „explicit“ mit Ankerpunkt (*PT881)und NUT_FÜHRUNG als Spine (Sweep „explicit“)
Für die Fläche NUT_SWEEP ist auch die NUT_FÜHRUNG als Spine anzuwählen. Die zuletzt parallel
verschobene Kurve bestimmt die Höhe der Nut und dient als Führungskurve. Für die
Profilpositionierung ist der Punkt *PT881 als Ankerpunkt anzuklicken. Die DIE_PLN ist als
Referenzfläche anzugeben. Der Drehwinkel der Koordinatenachsen in der ersten Sweep-Ebene soll –
9° betragen.
NUT_SWEEP und Taschenbereich an Ebene Y=0 splitten (Split)
Beide Splits aneinander trimmen (Trim)
Verrunden mit R = 2 mm. (Fillet Edge )
Für das letzte Fillet sollen die Edges auf beiden Seiten des NUT_PROFILS selektiert werden.
Im nächsten Schritt werden die Kurven im Sketcher nachmodelliert.

Zwischenergebnis ist 2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_04.CATPart

6
Schlossverstärkung

5. Kurven im Sketcher nachmodellieren

Öffnen eines neuen OpenBody. Die DIE_PLN dient als Referenz für den Sketcher. Im Sketcher
können (in zwei verschiedenen Skizzen) die TASCHENFÜHRUNG- und die NUTPROFILKURVE
nachgebildet werden. Dazu ist am besten das Icon “Profil” zu verwenden. Auf Tangentenstetigkeit der
Kurven ist zu achten! Winkel und Radien sind zu bemassen.
Bevor die Kurven ausgetauscht werden, sollte das zuletzt erzeugten Edge Fillet gelöscht werden, denn
es greift auf Subelemente der Kurvengeometrie zu. L1 für den “Taschen”-Sweep von 50mm auf 30mm
reduzieren. Als nächstes können die Kurven ausgetauscht werden (MB3 - Replace / Delete replaced
elements and exclusive parents). Die Kurven NUT_FUEHRUNG und TASCHEN_PRF werden ersetzt
durch die beiden zuvor definierten Skizzen.

Aktualisieren Sie die Geometrie und führen Sie einfache Änderungen an den Skizzen durch (Radien
und Winkel ändern, Konturen verschieben). Abschließend ist das Edge Fillet noch einmal zu erzeugen
(R2).

Endergebnis ist 2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_Step_05.CATPart


2_03_Motorhaubenschloss_V5_01_End.CATPart

W. Homolka, Dr. E. Braß, B. Neubauer, E. Strohmer 7


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Schlossverstärkung

8
Template Ziehsicke Variante 1

Aufgabe Template Ziehsicke Variante 1


2_43
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Modell(e): 2_43_Sicke_B01_Template_01_Start.CATPart
Ziel dieser Aufgabe ist es, eine Erzeugungsvorschrift zu erstellen, die Sicken mit Kreisprofil auf Flächen
modelliert. Die Sicke soll als „Template“ bzw. PowerCopy die generative Arbeitsweise veranschaulichen,
indem sie einmal definiert wird und beliebig oft in anderen Modellen einsetzbar ist. Das Ergebnis enthält
nicht nur Änderungsparameter, es speichert außerdem unternehmensspezifisches Konstruktions-Know-
how.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. E. Braß, E.Strohmer


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Template Ziehsicke Variante 1

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell beinhaltet notwendige „wireframe“-Geometrie und eine Trägerfläche unter dem
OpenBody „Inputs“. Da das Modell zur bequemen Wiederverwendung in einem Katalog als
„PowerCopy“ gespeichert werden soll, ist auf seine Struktur von Beginn an zu achten. Am besten ist
es, die allgemein vorgeschlagene „PowerCopy-Baumstruktur“ zu benutzen.

Das Startmodell beinhaltet:


Sickenverlauf: blaue Kurve
Ref-Plane: blau (Ziehrichtung)
Trägerfläche : kaki

Diese Elemente sind die


geometrischen Inputs für die
Definition der Sicke. Sie sollen
austauschbar sein.
Das Sickenprofil wird hier
durch einen Kreisprofil als
„wireframe“-Element gegeben.

Technisch sind verschiedene Möglichkeiten der Sickenausprägung realisierbar. Beim Aufbau des
Templates ist die Konzeption besonders sorgfältig vorzunehmen, da in dieser Phase die
Änderungsflexibilität beim späteren Einsatz festgelegt wird.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Erstellung einer Center_Crv aus Sickenverlauf und Verlängerungen
Profilsweep und verrunden

4. Anmerkungen
Es sind mehrere Erzeugungsvorschriften möglich, die alle zum Ziel führen. Wichtig ist aber, daß diese
die tatsächlichen Konstruktionsabsichten widerspiegeln und die gewünschten Änderungen bei
Einhaltung definierter Bedingungen zulassen.

2
Template Ziehsicke Variante 1

Lösung Template Ziehsicke Variante 1


2_43
Modell(e): 2_43_Sicke_B01_Template_01_Start.CATPart
2_43_Sicke_B01_Template_01_Step_0x.CATPart
2_43_Sicke_B01_Template_01_End.CATPart
Das Modell ist geometrisch nicht komplex. Es läßt allerdings weniger Flexibilität bei der Auswahl des
Profils. Das vorliegende Modell widerspiegelt keine tatsächliche Ziehsituation. Es stellt lediglich die
Erzeugungsvorschrift in einer sehr allgemeinen Form dar, so daß sein Einsatz in anderen Modellen stabil
abläuft.

1. Kurvenverlängerung durch Duplicate OpenBody

Sickenverlauf als Guide für Sweep (Sweep / With Ref. Surface, Guide: Sickenverlauf,
Reference: Ziehplane, 90°, 150mm, 20mm, Default-
Spine)
Bilde Intersection mit Trägerfläche (Intersec)
Curve parallel (Intersect.1 auf Sweep.1, 5mm)
Insert OpenBody für tangentiale Verlängerung (....)
Extrempunkt an Intersection (Point / On curve / Extremity, auf Parallel curve, 0.15% vom Extr.)
Line mit 30° zur Kurve (gegen Ziehrichtung) (Line / Angle-Normal to curve, von Parallel.1 auf Sweep.1
in PT.1, -30°, 0mm, 100mm)
Project Line on Sweep (Project / Normal)
Duplicate OpenBody (Ändere Seite der Kurve)
Beim Open_body duplizieren sollte darauf geachtet werden, welche Elemente ihre Richtung ändern
müssen. Außerdem sind danach die Parameter, die nach einer Richtung wirken, überprüft werden.
Modell(e): 2_43_Sicke_B01_Template_01_Step_01.CatPart

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Template Ziehsicke Variante 1

2. Steuerfläche in Blickrichtung und Center_Crv

Verrunde Intersec mit Projizierten (Corner / Trim elements, R30,


Sweep als Support)
Erzeuge Extremity an Gesamtkurve (Point / On curve / Extremity)
Plane normal zur Kurve (Plane / Normal to curve)
Circle on Plane (Circle / Center and Radius, R10)
Erzeuge Sweep aus Kreisprofil (Sweep / Profil / Sine-default)
Verrunde Trägerfläche mit Sweep (Fillet / Skin-Skin)
Das Profil wird hier direkt als Wireframe-Element erzeugt. Es besteht auch die Möglichkeit es im
Sketcher auf der Plane zu erzeugen und an dem Extrempunkt zu verankern. Dies wäre eigentlich die
flexiblere Lösung. Der Spine für den Sweep sollte die Guide_Curve (Default) sein. Diese sichert, daß
jede Generating Curve ein Kreis ist.
Bringen Sie alle Konstruktionselemente ins „Hide“, bestimmen Sie die Farben und speichern Sie ab.
Inputgeometrie sollte sichtbar bleiben, damit sie beim Ersetzen leichter zu identifizieren ist. Der letzte
Schritt ergibt die neue Fläche mit eingesetzter Wulst, diese soll in den übergeordneten OpenBody
angehängt (PowerCopy-Baumstruktur) werden. Damit ist Modellierung der Geometrie fertig.

3. Erstellung der PowerCopy


Baumstruktur anpassen
OpenBody selektieren
Eingangselemente benennen und Modell speichern
Katalog erstellen und PowerCopy übertragen.
4. Sonstiges
Gruppierung des OpenBody mit folgenden Parametern:
Verrundungsradius = 10 mm.
Auslaufradius (Corner) = 40 mm.
Sickenprofil
Zieh- und Blickplane
Sickenverlauf in zwei Richtungen
Trägerfläche

4
Template Ziehsicke Variante 2

Aufgabe Template Ziehsicke Variante 2


2_43
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Modell(e): 2_43_Ziehsicke_Template_01_Start.CATPart
Ziel dieser Aufgabe ist es, eine Erzeugungsvorschrift zu erstellen, die Ziehsicken auf Flächen modelliert.
Ziehsicken werden eingesetzt , um den Materialfluß zu kontrollieren. Sie „bremsen“ den Materialfluß in
das Werkzeug und helfen somit Faltenbildung zu vermeiden. Die Ziehsicke soll als „Template“-Modell die
generative Arbeitsweise veranschaulichen, indem sie einmal definiert und beliebig oft in anderen Modellen
eingesetzt wird. Das Ergebnis enthält nicht nur Änderungsparameter, es speichert außerdem
unternehmensspezifisches KonstruktionsKnow-how.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. E. Braß, E.Strohmer


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Template Ziehsicke Variante 2

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell beinhaltet notwendige „wireframe“-Geometrie und eine Trägerfläche unter dem
OpenBody “Inputs“. Da das Modell zur komfortablen Wiederverwendung in einem Katalog als
„PowerCopy“ gespeichert werden soll, ist von Beginn an auf die Baumstruktur zu achten.

Das Startmodell beinhaltet:


Sickenverlauf-ZR: blaue Kurve
Ziehplane: blau (Ziehrichtung)
Sickenverlauf-BR: rosa Kurve
Blickplane: rosa (Blickrichtung)
Sickenprofil schwarz
Trägerfläche : kaki

Diese Elemente sind die


Eingangsgeometrien für die
Definition der Ziehsicke. Sie
sollen austauschbar sein.
Der Verlauf der Sicke ist hier in
zwei Richtungen vorgegeben.

Technisch sind verschiedene Möglichkeiten der Sickenausprägung realisierbar. Beim Aufbau des
Templates ist die Konzeption besonders sorgfältig vorzunehmen, da in dieser Phase die
Änderungsflexibilität beim späteren Einsatz festgelegt wird.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Geeignete Verlängerung der Verlaufskurven
Erstellung einer daraus resultierenden Center_Curve
Profilsweep (Wulst) konstruieren und verrunden

4. Anmerkungen
Es sind mehrere Erzeugungsvorschriften möglich, die alle zum Ziel führen. Wichtig ist aber, daß diese
die tatsächlichen Konstruktionsabsichten widerspiegeln und die gewünschten Änderungen bei
Einhaltung definierter Bedingungen zulassen.

2
Template Ziehsicke Variante 2

Lösung Template Ziehsicke Variante 2


2_43
Modell(e): 2_43_Ziehsicke_Template_01_Start.CATPart
2_43_Ziehsicke_Template_01_Step_01.CATPart
2_43_Ziehsicke_Template_01_Step_02.CATPart
2_43_Ziehsicke_Template_01_End.CATPart
Das Modell ist geometrisch nicht komplex, aber es sind die Profile und bestimmenden Parameter korrekt
zu definieren Komplex an diesem Modell ist es, den Verlauf der Sicke in zwei Richtungen parametrisch zu
definieren. Hier ist auch Erfahrung für die Parameter und Sickenverlauf nötig. Das vorliegende Modell
spiegelt nicht eine tatsächliche Ziehsituation wider. Es stellt lediglich die Erzeugungsvorschrift in einer
sehr allgemeinen Form dar, so daß sein Einsatz in anderen Modellen stabil abläuft.

1. Steuerfläche in Ziehrichtung
Modell(e): 2_43_Ziehsicke_Template_01_Start.CatPart

Ziehrichtung
Erzeuge einen Punkt auf Ziehplane (Point / On Plane, beliebige Position)
Definiere eine Linie senkrecht zur Ziehplane (Ziehrichtung) (Line / Normal to plane)
Blickrichtung
Vorgang für Blickplane wiederholen
Erzeuge in Ziehrichtung Extrempunkte von Sketch.2_Verlauf.Sicke (Point / On Curve / Extremity)
2x Tangentiale Verlängerung an den Extrempunkten (Line / Tangent to Curve / on support,
Sketch.2-Verlauf_Sicke, PT.4, Support: Ziehplane, Monotangent, 0mm, 100mm)
2 Verlängerungen und Kurve zusammenfügen (Join)
Erzeuge Extrusionsfläche in Ziehrichtung (Extrude, von Join in Richtung
Ziehrichtung, 20-150mm)
Erzeuge Offset (=0) für spätere Sicken Verschiebung (Offset)
Nachdem die Ziehrichtungen definiert wurden, wird der Sketch.2_Verlauf.Sicke verlängert. Aus dieser
Kurve soll eine Fläche extrudiert werden, die die Trägerfläche durchdringt. Die anschließend erzeugte
Offsetfläche bietet die Möglichkeit an, duch Änderung des Offsetwertes, eine Komponente der
CenterCrv, gesehen in Ziehrichtung, zu verschieben.
Ergebnis: 2_43_Ziehsicke_Template_01_Step_01.CatPart

2. Steuerfläche in Blickrichtung und Center_Crv

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Template Ziehsicke Variante 2

Erzeuge beide Extrempunkte von Project.1, in Blickrichtung (Point / On Curve / Extremity, Ratio=0
oder Ratio=1)
Linien an Extrempunkte mit 20° Neigung (Line / Angle-Normal to Curve / Support,
Crv: Project.1-Verlauf- in-Blickrichtung, Support ist Plane.3-Blickrichtung, Point.7, -50°, 0mm, 150mm)
Corner mit R80 mm. zwischen Linien (Corner / Trim elements, Line.6,
Project.1-Verlauf-in-Blickrichtung, Plane.3 – Blickrichtung, 80
mm)
Erzeuge Extrusionsfläche in Blickrichtung (Extrude, Corner.2 in Direction Line.2,
. Limit von 20...200mm)
Erzeuge Offset (=0) für spätere Sicken Verschiebung (Offset)
Schnittkurve der beiden Offsets ist Center_Curve der Sicke (Intersec)
Um die Steuerfläche in Blickrichtung zu erzeugen, sollen Linien, gegen die Ziehrichtung, an der Kurve
mit 50° Neigung angehängt werden und durch Corners verrundet werden. Aus dieser Kurve soll analog
wie im vorigen Schritt eine Fläche extrudiert und anschließend das Offset gebildet werden. Die
Schnittkurve zwischen den Offsets bildet die tatsächliche Center_Crv, die den Verlauf der Sicke
definiert. Achten Sie darauf, daß die Extrudefläche die Trägerfläche durchdringt.
Modell(e): 2_43_Ziehsicke_Template_01_Step_02.CatPart

3. Erzeugen der Sicke

Projiziere Center_Crv auf Ziehplane (Spine) (Project / Normal)


Sweep „Explicite“entlang der Center_Crv (Sweep / Explicite, Sketch.3 entlang Intersect.1,
Ref. Ist Ziehplane, 0°, Spine ist Projection der
Center Crv, Position profile, Anchor ist Point.1)
Sicke muß Trägerfläche 2x durchschneiden, sonst (Parameter ändern, Bsp. Winkel, Verlauf)
ShapeFillet R8 als letzte Operation noch einfügen
Für das Sweep „Explicite“ ist die Ziehplane als Referenzfläche anzuwählen. Der Verschiebepunkt soll
angeklickt und positioniert werden.

4
Template Ziehsicke Variante 2
Bringen Sie alle Konstruktionselemente ins „Hide“, bestimmen Sie Farben neu und speichern sie ab.
Inputgeometrie sollte sichtbar bleiben, damit sie beim Ersetzen leichter zu identifizieren ist. Der letzte
Schritt ergibt die neue Fläche mit eingesetztem Wulst, diese soll in den übergeordneten OpenBody
angehängt (PowerCopy-Struktur) werden. Damit ist Modellierung der Geometrie fertig.
Modell(e): 2_43_Ziehsicke _Template_01_End.CatPart

4. Erstellung der Power-Copy


Baumstruktur anpassen
OpenBody selektieren, Eingangselemente bennenen und Modell speichern
Katalog erstellen und Power-Copy übertragen.
5. Sonstiges
Gruppierung des OpenBodies mit folgenden Parametern:
Verrundungsradius = 10 mm.
Auslaufradius (Corner) = 40 mm.
Sickenprofil
Sieh- und Blickplane
Sickenverlauf in zwei Richtungen
Trägerfläche

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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Template Ziehsicke Variante 2

6
Template Ziehwulst

Aufgabe Template Ziehwulst


2_43
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Modell(e): 2_43_Ziehwulst_Template_01_Start.CATPart
Ziel dieser Aufgabe ist es eine Erzeugungsvorschrift zu erstellen, die Ziehwülste auf Flächen modelliert.
Ziehwülste werden benutzt, um große Ziehtiefenunterschiede innerhalb eines Bauteils auszugleichen und
das „überflüssige“ Material aufzunehmen. Die Ziehwulst soll als „Template“-Modell die generative
Arbeitsweise veranschaulichen, indem sie einmal definiert und beliebig oft in anderen Modellen eingesetzt
wird.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. E. Braß, E.Strohmer


IBM Deutschland GmbH
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Template Ziehwulst

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell beinhaltet notwendige „wireframe“-Geometrie und eine Trägerfläche unter dem
OpenBody „Inputs“. Da das Modell zur bequemen Wiederverwendung in einem Katalog als
„PowerCopy“ gespeichert werden soll, ist auf dessen Struktur von Beginn an zu achten. Am besten ist
es, die allgemein vorgeschlagene „PowerCopy-Struktur“ anzuwenden.

Das Startmodell beinhaltet:


Wulstverlauf: blaue Kurve
Wulstkontur: schwarze Kurve
Ziehplane: blau (Ziehrichtung)
Trägerfläche : kaki

Diese Elemente sind die


Eingangsgeometrien für die
Definition der Ziehwulst. Sie
sollen austauschbar sein.
Die Ziehrichtung wird hier
durch die Normale zur
Ziehplane festgelegt.

Technisch sind verschiedene Möglichkeiten der Ausprägung realisierbar. Charakteristisch sind große
Radien, um ein Reißen zu verhindern. Dabei sind wichtige geometrische Elemente die Verlaufskurve
und der beschreibende Profilquerschnitt. Beim Aufbau des Templates ist die Konzeption besonders
sorgfältig vorzunehmen, da in dieser Phase die Änderungsflexibilität beim späteren Einsatz festgelegt
wird.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Erzeugung eines geeigneten Spines für den Wulstverlauf
Erstellung von “wireframe”-Geometrie für die tatsächliche Center Curve
Sweep – Type “Explicite” (Wulst) und verrunden

4. Anmerkungen
Es sind mehrere Erzeugungsvorschriften möglich, die zum Ziel führen. Wichtig ist aber daß diese die
tatsächliche Konstruktionsabsicht widerspiegelt und die gewünschte Änderungen bei Einhaltung der
definierten Bedingungen zuläßt.
Manche Funktionsoptionen können Konstruktionsschritte sparen, z.B. “Trim elements” bei der
Definition von “Corners”.

2
Template Ziehwulst

Lösung Template Ziehwulst


2_43
Modell(e): 2_43_Ziehwulst_Template_01_Start.CATPart
2_43_Ziehwulst_Template_01_Step_01.CATPart
2_43_Ziehwulst_Template_01_End.CATPart
Das Modell ist geometrisch nicht komplex, aber Profile und bestimmende Parameter sind korrekt zu
definieren. Da die Ziehwulst ein technisch wichtiges Element ist, sollte man sehr genau auf die Bedeutung
der Parameter achten. Weiterhin ist es sehr wichtig eine Ziehrichtung (normal zur Ziehplane) als
konstruktive Referenz für das Modell zu halten.

1. Wulstverlauf auf Trägerfläche übertragen

Erzeuge ein Punkt auf Ziehplane (Point / On Plane, beliebige Position)


Definiere eine Linie senkrecht zur Ziehplane (Line / Normal to surf,
Ziehplane, PT, 0mm, 20mm)
Projiziere Wulstverlauf auf Trägerfläche (Project / along direction (Ziehrichtung))
Erzeuge beide Extrempunkte der projizierten Kurve (Point / On Curve / Extremity)
2 Tangentiale Verlängerungen der Kurve an den Punkten ( Line / Tangent to Curve /
on support=Trägerfläche,
Mono-tangent, 0-50mm)
Verlängerungen und Kurve zusammenfügen (Join)
Ergebnis dieses Schrittes ist die Kurve Proj_Wulstverlauf. Interessant sind hier die tangentialen
Verlängerungen (Bild) der projizierten Kurve, denn diese bestimmen den Einlauf (Länge 50 mm.) der
Wulst. Die Trägerfläche ist deshalb Support, um die Ergebniskurve auf der Fläche zu halten. Eine
weitere Alternative, die stabil genug ist (im Vergleich zu V4) wäre die Kurve tangential an den
Extrempunkten zu extrapolieren. Die Join Operation wird dabei automatisch erledigt.

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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PLM Solutions / PLM-Services
Template Ziehwulst

2. Center Curve für Wulst

Das nachfolgend aufgebaute Sweep dient als Trägerfläche für die Center Curve der Wulst. Danach
wird der senkrechte Auslauf aus der Fläche definiert:
Die Proj_Wulstverlauf auf die Ziehplane projizieren (SPINE) (Project / Normal)
Erzeuge Fläche Ref_Sweep (Sweep “Line”/ With Ref. Surf,
Guide=Join.1, Ref.: Ziehplane,
90°
100mm/100mm,
Spine: Projected Spine)
2 Planes normal zur Proj_Wulstverlauf an den Extrempunkten Plane / Normal to curve)
2 Segmente mit Ref_Sweep (Intersec)
2 Mit dem Proj_Wulstverlauf auf dem Ref_Sweep verrunden (Corner / Trim elements, R40)
Die Proj_Wulstverlauf kann normal auf die Fläche zurückprojiziert werden, da die Fläche eine Plane
ist. Die Parameter für den Sweep sind (90° / 100 / 100). Bei der Kurvenverrundung bietet das System
die zwei möglichen Lösungsvorschläge an, achten Sie darauf, daß die Krümmungsradien nach unten
gerichtet sind. Im Bild muß noch die richtige Lösung gewählt werden (R=40 mm.). Selektieren Sie
dabei die “Trim elements” Option. Die Center_Curve ist damit fertig.
Modell(e): 2_43_Ziehwulst_Template_01_Step_01.CatPart

3. Erzeugen der Wulst

Sweep mit Wulstprofil entlang der Center_Curve (Sweep “Explicite“ / Profil:


Profilquerschnitt, Guide: Corner.4,
Reference ist Sweep.2, 0°,
SPN=Default Roatation –90 um Point.1)
Ankerpunkt und Achse positionieren (Sweep / Positioning Parameters)
Verrunden, dabei auf Vektorrichtung achten (Verrunden / ShapeFillet. R5)

4
Template Ziehwulst
Für das „Explicite“ Sweep ist das Ref_Sweep als Referenzfläche anzuwählen. Der Verschiebepunkt
soll angeklickt und positioniert werden. Es ist notwendig sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der
Profilpositionierung zu beschäftigen.
Bringen Sie alle Konstruktionselemente ins „Hide“. Inputgeometrie sollte sichtbar bleiben, damit sie
beim Ersetzen leichter zu identifizieren ist. Der letzte Schritt ergibt die neue Fläche mit eingesetzter
Wulst. Sie soll in den übergeordneten OpenBody eingefügt (PC-Baumstruktur) werden. Damit ist
Modellierung der Geometrie fertig.
Modell(e): 2_43_Ziehwulst_Template_01_End.CatPart

4. Erstellung der Power-Copy


Baumstruktur anpassen
OpenBody selektieren
Eingangselemente bennenen und Modell speichern
Katalog erstellen und Power-Copy übertragen.

W. Homolka, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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Template Ziehwulst

6
Bodengruppe - Tunnel

Aufgabe Bodengruppe - Tunnel


3_72
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, Part-design, Assembly design
Modell(e): Produkt_Bodengruppe.CATProduct
V5_Tunnel_01_Start.CATPart
DMU_Schnitt_S3.CATPart
Stirnwand_Beispiel.CATPart
Bei diese Aufgabe soll der Tunnel eines Fahrzeuges abgebildet werden. Hauptsächlich sollen folgende
Themen dabei geübt werden: Change sketch support, Duplicate OpenBody und GSD Funktionalitäten.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, B. Neubauer, Dr. Egbert Braß, E.Strohmer


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Bodengruppe - Tunnel

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell ist ein Produkt. Dieses enthält mehrere Modelle, u.a. eine Stirnwand, die eher zur
Visualisierung und zum Verständnis beitragen sollen. Gegeben ist auch ein DMU-Schnitt, an den der
Tunnel Sketch angepaßt werden soll. Der erste Sketch, sowie Planes, die zu erzeugende Sections
definieren sind schon im Tunnel-Startmodell enthalten.

Das Startmodell beinhaltet:


Ein Produkt mit Visualisierungs-
elementen, wie im Bild dargestellt. Für
die Aufgabe sind die Section-Planes
und die Sketchkontur maßgebend.

Lassen Sie sich nicht durch die


Fehlermeldung beim Laden
des Produkts stören. Das
System sucht eine
Datei(Stirnwand), die für die
Übung nicht relevant ist.
Einfach den CLOSE Knopf
drücken.

Die hier dargestellte Methodik erzeugt ein Modell, dessen Geometrie von mehreren Ebenen gesteuert
wird. Ein Sketch soll auf alle Ebenen abgebildet und dann lokal an die Anforderungen (hier
Getriebeschnitte) angepaßt werden. Identifizieren Sie die jeweiligen Elemente im Startmodell.
Entsprechend soll der Flansch konstruiert werden.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Copy/Paste der Sketches und Ersetzen der Referenzplane, Sketch anpassen
Erzeugen von Lofts und „Zwischenlofts“, schließlich Kanten verrunden
Flanschgeometrie definieren (auch mit Sketcher)
Flanschteilflächen zusammenfügen und mit „Duplicate OpenBody“ kopieren
Solids für Ausprägungen modellieren
Geometrie für Bodenblech publizieren

4. Anmerkungen
Um ein komplexes OpenBody zu duplizieren sind Vorüberlegungen zur Baumstruktur nötig. Bewußt
wird nicht von Anfang an darauf eingegangen, sondern erst wenn es nötig ist. In vorliegenden Beispiel
ist es einfacher die Erzeugungsvorschrift später umzustrukturieren!

2
Bodengruppe - Tunnel

Lösung Bodengruppe - Tunnel


3_72
Modell(e): Produkt_Bodengruppe.CATProduct
V5_Tunnel_01_Start.CATPart
DMU_Schnitt_S3.CATPart
Stirnwand_Beispiel.CATPart
Die Übertragung von Sketches ist eine sehr komfortable Methodik isotopologische Profile entlang einer
Führungskurve zu positionieren und sie später mit Flächen zu verbinden. Es werden eine Vielzahl
verschiedener GSD-Funktionen verwendet, besonders für die Erzeugung von Loftflächen wird vertieft. V5
bietet den Vorteil, in einer gemeinsamen Umgebung verschiedene Workbenches zu verwenden.

1. Definieren der Tunnelsections


Zunächst sollte das fertige Produkt geladen werden. Man sollte sich mit den Bauteilen und der
Geometrie vertraut machen. Anschließend wird die Komponente „Tunnel-Sections“ durch
V5_Tunnel_01_Start.CATPart ersetzt und dieses Modell aktiviert.
Für die Tunnelsections sind die weißen Ebenen gedacht. Gegeben sind Anfang- und Endsections des
Tunnels. Damit die erste Änderungen am Sketcher einfacher sind, wurde ein DMU-Schnitt als
Referenz angegeben. Ändern Sie die Sketchparameter so, daß Sie dem vorgeschlagenen Profil nahe
kommen.

Copy Sketch.1 und Paste in O_B Loft mitte (MB3 / Copy / Paste)
Ändere Planereferenz auf Plane mit DMU-Schnitt (MB3 / Sketch.1 Object / Change sketch support)
Im Sketcher Maße an Schnitt anpassen
Wiederhole diese Schritte für nächste Section
Um den Sketch an den Schnitt anzupassen sollen folgende Maße geändert werden:
Höhe vom Mittelpunkt
Halbe Breite oben (2x)
Halbe Breite unten (2x)
Radien und Winkel
Es ist nicht wichtig den Sketch genau zu definieren, aber die Änderungen sollen zu einem
gleichförmigen Aussehen führen. Sie sollten bei der Definition des zweiten und dritten Sketches darauf
achten, daß Sie zum letzten Sketch vernünftig „Koppeln“ können. Reduzieren Sie einfach die Maße
proportional. Am einfachsten tun Sie sich, wenn der letzte Sketch dupliziert wird!

W. Homolka, B. Neubauer, Dr. E. Braß, E. Strohmer 3


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Bodengruppe - Tunnel

Sind die Lofts definiert, dann werden Zwischenlofts erzeugt und zusammengefügt, um letztendlich die
entstandenen Kanten verrunden zu können.
Loft zwischen beide Sections, Spine ist die Achse (Loft / Coupling: Tangency then curvature)
Wiederholen Sie dies für die nächste Sectionplane
Erzeugen Sie den hinteren Loft (Loft / Coupling: Tangency then curvature)
Zwischenlofts tangential zur anlaufende Fläche (Loft / Tangency support / Coupling: Tangency
then
curvature.)
Ergebnisflächen zusammenfügen (Join)
Untere Kanten an beiden Seiten selektieren (Fillet / Edge / R = 20 mm.)
Obere Kanten entsprechend (Fillet / Edge / R = 15 mm.)
Unnötige Elemente ins „Hide“
Visualisierung (und speichern)

Testen Sie die Änderungsmöglichkeiten des Modells, nicht nur im Sketcher, sondern auch bei der
Neupositionierung der Ebenen. Ist die Methodik verstanden und der erste Schnitt ausgeführt worden,
kann eine Konzeptfläche für einen Tunnel sehr schnell aufgebaut werden.
Im nächsten Schritt wird der Flansch aufgebaut.
Modell(e): V5_Tunnel_01_Step_01.CATPart

4
Bodengruppe - Tunnel

2. Linker Flansch
In diesem Schritt wird der linke Flansch zum Bodenblech hin konstruiert. Er besteht aus mehreren
Teilbereichen, die separat veränderbar sein sollen. Um die Aufgabe zu vereinfachen, wurde die
Referenz zum Fußraum nicht aus der Stirnwand übernommen. Geometrische und
konstruktionstechnische Abhängigkeiten sollen im spezifischen Fall definiert werden.

Referenz_Fußraum:
Neuer OpenBody “O_B-Linker Flansch”
Offset von der xz-Plane (Außen_begrenzend) (Plane / Offset / 267 mm.)
Sketch Ref_Fußraum auf 1. Tunnelsection (Sketcher)
Sweep nach vorne (Sweep / with ref. sur / 105°, 50, 0)
Der Sketch für den Fußraum ist eine einfache horizontale Linie und an die begrenzende xz-Offsetplane
angehängt (D.h. Koinzidenz des Linien-Anfangspunktes mit Mark.1, der seitlich begrenzenden PLN-
Intersection). Die Länge beträgt 200 mm. Die Höhe ist von der Plane-Bodenfreiheit aus mit 187 mm.
definiert. Als Support für den Sweep nehmen Sie die erste Sectionplane des Tunnels.

Referenz_Getriebe:
2x Offsetplanes von der yz-Plane (PLN1, PLN2) (Plane / Offset / 735 und (+155) mm.)
Sketch Referenz_Getriebe (PLN1) (Sketcher)
Copy /Paste Sketch
Change Sketch support, Bemassung anpassen (MB3 / Object Sketch / ...)
4 Linien zwischen passende Vertices (Line / Point to point)
Loft mit 4 Guides (Loft / 4 Guides / Spine / Ratio)

W. Homolka, B. Neubauer, Dr. E. Braß, E. Strohmer 5


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Bodengruppe - Tunnel

Sketcheränderungen: PLN1 PLN2


Höhe zur Bodenplane: 1.Section: 130 mm. 2. Section: 125 mm.
Breiten zur Mittelachse: 1.Section: 245 mm. 2. Section: 230 mm.
Der Sketch für die Ref_Getriebe wird auf der ersten Offsetplane erzeugt und dann mit Change Sketch
Support auf die nächste übertragen. Diese zwei Profile definieren einen Loft, der über vier Guide-
Kurven gesteuert wird.

Referenz_Antrieb:
2x Offsetplanes von der yz-Plane (Plane / Offset / 1205 und (+765) mm.)
PLN3: Copy / Paste Sketch aus Referenz_Getriebe
Change Sketch support, Bemassung anpassen (MB3 / Object Sketch / ...)
PLN 4: Copy / Paste Sketch aus Referenz_Getriebe
Change Sketch support, Bemassung anpassen (MB3 / Object Sketch / ...)
4 Linien zwischen passenden Vertices (Line / Point to point)
Loft mit 4 Guides (Loft / 4 Guides / Spine / Ratio)
Sketcheränderungen: PLN3 PLN4
Höhe zur Bodenplane: 1.Section: 34 mm. 2. Section: 44 mm.
Breiten zur Mittelachse: 1.Section: 218 mm. 2. Section: 218 mm.
Der Aufbau entspricht dem Aufbau von Ref_Getriebe. Es sind lediglich die Maße der Skizze
verschieden. Ändern Sie die Farbe der erzeugten Flächen.

6
Bodengruppe - Tunnel

Referenz_Hinterwagen:
Offset von der letzten Tunnelsection Plane (PLN1) (Plane / Offset / -15 mm.)
Offset von der xz-Plane für Außenbegrenzung (Plane / Offset / 240 mm.)
Copy / Paste Sketch aus Referenz_Fußraum auf Ref_Hinterwagen_Plane (PLN1)
Change Sketch support, Bemassung anpassen (MB3 / Object Sketch / ...)
Im Sketcher Bezugsplane ändern zu Außenbegrenzung
Sweep nach hinten, Referenz ist das Sketchsupport selber (Sweep / with ref. sur / 0°, 20, 0)
Um die horizontale Linie im Sketch auf die neue Außenplane zu referenzieren, gehen Sie in den
Sketcher und klicken Sie mit der rechten Maustaste das entsprechende Constraint. Redefinieren Sie
die Beziehung mit (More / Reconnect / Select Plane). Die Ref_Hinterwagen_Plane definiert gleichzeitig
die Breite des Flanschs hinten als Differenz zur letzten Tunnel-Section. Als Sketch wird der aus dem
Referenz_Fußraum verwendet. Die Differenz zur Bodenfreiheit Plane beträgt 51 mm.
Modell(e): V5_Tunnel_01_Step_02.CATPart

Verbindungsflächen:
Übergang Fußraum-Getriebe:
2x Offsetplanes von der Fußraum_Ref_Plane (Plane / Offset / 22 und (+10) mm.)
Innerer Endpunkt vom Sketch Ref_Fußraum (Point / On curve / Nearest Extremity)
3 Schnittpunkte Sketch mit xz-Planes (Intersec)
Loft between Sketches, tangent, Spine (Loft / tangency then curvature / 4 Coupling Pts.)
Übergang Getriebe-Antrieb:
Loft between Sketches, tangent, Spine (Loft / tangency then curvature / 4 Coupling Pts.)
Übergang Antrieb-Hinterwagen:
xz-parallelePlane durch zweites Sketch Vertex (Plane / Parallel through point)
Offsetplane dazu (nach innen) (Plane / Offset / 10 mm.)
Innerer Endpunkt vom Sketch Ref_Hinterwagen (Point / On curve / Nearest Extremity)
3 Schnittpunkte Sketch mit xz-Planes (Intersec)
Loft between Sketches, tangent, Spine (Loft / tangency then curvature / 4 Coupling Pts.)

W. Homolka, B. Neubauer, Dr. E. Braß, E. Strohmer 7


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PLM Solutions / PLM Services
Bodengruppe - Tunnel

Zusammenfügen und Verrunden:


Erzeugen Sie einen neuen OpenBody ZB-Flansch_links
Alle Flächen mit Join verbinden (Join )
Außensteg_Edge mit R =10 mm. verrunden (Fillet / Edge)
Innenkante mit R = 5 mm verrunden (Filet / Edge)
Damit ist der linke Tunnelflansch fertig. Entsprechend der üblichen Vorgehensweise würde man
entweder den ganzen Flansch noch einmal auf der rechten Seite konstruieren oder die Flächen
spiegeln. Die letzte Option ist nicht gewünscht, denn die Flansche müssen nicht unbedingt
spiegelsymmetrisch sein. Sie sollen lediglich die selbe Struktur aufweisen. Ein PowerCopy aus dem
Ganzen zu erstellen ist nicht so sinnvoll, denn der Flansch ist ein spezifisches Teil. Das Problem soll
im folgenden Schritt mit Duplicate OpenBody gelöst werden.
Modell(e): V5_Tunnel_01_Step_03.CATPart

8
Bodengruppe - Tunnel

3. OpenBody duplizieren (rechter Flansch) und verrunden


Dadurch, daß der Flansch auf der linken Seite der xz-Plane liegt, muß der Richtungsvektor dieser
Plane umgedreht werden. Das reicht aber nicht, denn die Sketches beziehen sich immer noch auf die
linke Seite. Damit auch sie umgedreht werden können, müssen sie als Inputs definiert werden.
Setzen Sie die Tunnelflächen ins “Hide”. Alle Sketch-Planes haben ein lokales gelbes Koordinaten
system. Klicken Sie jede an und führen Sie ein “Change OpenBody” durch. Alle Planes sollen unter
dem OpenBody “O_B-Working_Boxes” definiert werden.

Gehen Sie jetzt mit dem Befehl (Insert / Advanced replication tools / Duplicate Open_body) auf den
OpenBody “O_B Linke Flansch”. Das Menü zeigt die Inputliste und ein Bild der Elemente. Zu Ersetzen
sind immer gleiche Elemente. Alle yz-Offsetplanes (6x) und die xz-Plane (1x) müssen ihre Richtung
invertieren. Führen Sie einen Preview durch und bestätigen Sie die symmetrische Lage der einzelnen
Flächen, dann klicken Sie auf OK.

Die Sweep-Fläche für den Ref_Fußraum muß noch den umgedrehten Winkel bekommen (75°). Zum
Abschluß führen Sie die Schritte zum Zusammenfügen und Verrunden des Flansches durch. Mit der
Funktion (Fillet / Skin-Skin / R = 10 mm.) sollen die Flansche mit dem Tunnel verrundet werden.
Speichern Sie das Modell.
Modell(e): V5_Tunnel_01_Step_04.CATPart

W. Homolka, B. Neubauer, Dr. E. Braß, E. Strohmer 9


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PLM Solutions / PLM Services
Bodengruppe - Tunnel

10
Übergang Ellipse in Langloch

Aufgabe Übergang Ellipse in Langloch


2_02
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD, Sketcher, (Part Design)
Funktionen „Wireframe“, Transformation, Extrusion, Trim, Fillet
Modelle: 2_02_01_Uebergang_Ellipse_Langloch_Start.CATPart
2_02_02_Uebergang_Ellipse_Langloch_Konturen.CATPart
2_02_03_Uebergang_Ellipse_Langloch_Extrusions.CATPart
2_02_04_Uebergang_Ellipse_Langloch_End.CATPart
In dieser Aufgabe soll ausgehend von einer einfachen Skizze ein Kniestück aufgebaut werden, das den
Übergang von einer Ellipse (deren große Achse gegenüber der Waagerechten beliebig geneigt sein kann)
in einen ovalen Querschnitt (2 Halbkreise verbunden durch 2 Linien) realisiert.
1. Ergebnis
Im Bild links die Ausgangsdrahtgeometrie. Rechts im Bild das fertige Solidmodell.

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_02_01_Uebergang_Ellipse_Langloch_Start.CATPart
Das Startmodell ist ein leeres Modell, d.h. dieses Modell ist von Grund auf zu erstellen!
3. Hinweise
· Das Modell ist parametrisch-assoziativ aufzubauen.
· Erzeugen einer möglichst übersichtlichen Struktur (OpenBodies)
· Folgende Größen sollten änderbar sein: Öffnungswinkel der Grundstruktur, Neigung der Ellipse
zwischen 0 und 90 Grad (positiv/negativ), Verrundungsradius, Wandstärke
· Erfolgskriterium ist u.a. die Stabilität/Robustheit des fertigen Modells

18. Juni 2001 Dr. Egbert Braß


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Übergang Ellipse in Langloch

4. Vorgehensweise

Erzeugen der Grundkontur mit dem Sketcher (XY-


Ebene, Maße siehe Bild rechts)
Ebenen in den Endpunkten der Grundkontur
dienen als Support für den Aufbau der Konturen
(siehe Bild oben)

In der ersten Ebene wird eine Ellipse konstruiert


(Mittelpunkt ist ein Endpunkt der Grundkontur,
großer Durchmesser 150mm, kleiner
Durchmesser 110mm, Neigung zur XY-Ebene ist
–35 Grad).

Die Extrempunkte (in Z-Richtung) der Ellipse be-


stimmen die Breite der ovalen Kontur (sie ist iden-
tisch mit dem Durchmesser der Halbkreise). Das
„gerade Zwischenstück“ zwischen den beiden
Halbkreisen ist 40mm lang. Der zweite Endpunkt
der Grundkontur ist gleichzeitig Mittelpunkt der
ovalen Kontur.

Ausgehend von den beiden Profilen werden in geeigneter Weise Flächen erzeugt, getrimmt und
gegeneinander verrundet. Der Verrundungsradius beträgt 25mm.
Die Gesamtfläche ist mit einer Wandstärke von 5mm „aufzudicken“ (Part Design Workbench).

2
Übergang Ellipse in Langloch

Lösung Übergang Ellipse in Langloch


2_02
Voraussetzungen: Kenntnis GSD Wireframe, Operationen,
Modelle: 2_02_01_Uebergang_Ellipse_Langloch_Start.CATPart
2_02_02_Uebergang_Ellipse_Langloch_Konturen.CATPart
2_02_03_Uebergang_Ellipse_Langloch_Extrusions.CATPart
2_02_04_Uebergang_Ellipse_Langloch_End.CATPart
1. Skizzieren der Basiskontur
Startmodell ist 2_01_01_Uebergang_Ellipse_Langloch_Start.CATPart
Die Ebene XY wird aktiviert und der Sketcher aufgerufen. Die Kontur ist gemäß Skizze (Aufgabenblatt)
zu erstellen. Die kürzere Linie ist durch das Constraint „Vertical“ fixiert.
2. Skizzieren der Ellipse
Ebenen in den Endpunkten der Grundkontur müssen erzeugt werden. Sie dienen als Support für den
Aufbau der Konturen.
In der ersten Ebene (an der längeren Linie) wird eine Ellipse konstruiert (Mittelpunkt ist ein Endpunkt
der Grundkontur, großer Durchmesser 150mm, kleiner Durchmesser 110mm, Neigung zur XY-Ebene
ist –35 Grad).
Von der Ellipse sind die beiden Extrema (Punkte) in Z-Richtung (Minimum und Maximum) abzuleiten.
3. Konstruieren des Langloch (ovale Kontur)
Die Extrempunkte (in Z-Richtung) der Ellipse bestimmen die Breite
der ovalen Kontur (sie ist identisch mit dem Durchmesser der Halb-
kreise). Das „gerade Zwischenstück“ zwischen den beiden Halb-
kreisen ist 40mm lang. Der zweite Endpunkt der Grundkontur ist
gleichzeitig Mittelpunkt der ovalen Kontur.

Die Extrempunkte der Ellipse werden auf die Langloch-Ebene proji-


ziert (Typ „Normal“).
Die folgende Konstruktion erfolgt in der „Langloch-Ebene“.
2 Linien (LN1 und LN2) durch die projizierten Punkte erzeugen (Typ
„Point-Direction“, Direction „Linie der Basiskontur“; Länge ±100mm)

Eine weitere Linie (LN3) wird unter einem Winkel von 90 Grad zu
einer der gerade erzeugten Linien und durch den Konturmittelpunkt
erzeugt (Länge ±100mm)
Zu LN3 werden zwei Parallelkurven erzeugt (Abstand 20mm; Option
„Both sides“)

Dr. E. Braß 3
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Übergang Ellipse in Langloch

2 Punkte entstehen durch Schnitt der Parallelkurven mit LN1 oder


LN2.

2 Punkte werden durch Projektion des Konturmittelpunktes auf die


Parallelkurven erzeugt.
Entsprechend Abbildung werden zwei Vollkreise mittels zweier
Punkte erzeugt. (Stabilität: Vollkreis vs. Kreisbogen)

Durch mehrmaliges Trimmen der Kreise mit LN1 und LN2 entsteht
die Langloch-Kontur!

Zwischenergebnis ist 2_02_02_Uebergang_Ellipse_Langloch


_Konturen.CATPart

4. Flächen an Ellipse
Die Ellipse wird an den Extrema
gesplittet (in einer Operation
möglich!). Als Ergebnis sollte die
Hälfte ohne die „Nahtstelle“ ent-
stehen. Diese Hälfte wird gespie-
gelt (punktsymmetrisch am Mit-
telpunkt). (Stabilität: Spiegeln
der „nahtstellenfreien Kontur“
führt später zu mehr Robust-
heit (Winkel von 0 und 90 Grad
werden möglich)

Beide Kurven werden in


Richtung der Linie der
Basiskontur extrudiert. Die
Extrusionsflächen müssen „lang
genug“ sein, um die „Langloch“-
Flächen vollständig zu
durchdringen.

4
Übergang Ellipse in Langloch

5. Flächen Langloch
Die Langlochkontur wird an der Linie LN3 gesplittet (Option „Keep both sides“). Es entstehen 2 Kurven.
Beide Kurven werden in Richtung der Linie der Basiskontur extrudiert. Die Extrusionsflächen müssen
„lang genug“ sein, um die „Ellipsen“-Flächen vollständig zu durchdringen.

Zwischenergebnis ist 2_02_03_Uebergang_Ellipse_Langloch


_Extrusions.CATPart

6. Außen- und Innenseite trimmen und verrunden


Die äußere „Langloch“- wird gegen die äußere „Ellipsen“-Fläche getrimmt. Die entstehende scharfe
Kante wird mit „Fillet Edge“ und R25 verrundet.
Die gleiche Prozedur wird mit den Innenflächen wiederholt. (die Verrundungsradien können bei Bedarf
miteinander gelinkt werden)

Dr. E. Braß 5
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Übergang Ellipse in Langloch

7. Gesamtfläche und Solid


Die Join-Operation verbindet beide Flächen. Diese Gesamtfläche ist mit einer Wandstärke von 5mm
„aufzudicken“ (Part Design Workbench).

Ergebnis ist 2_02_04_Uebergang_Ellipse_Langloch_End.CATPart

6
Übergang Polygon in Kreis

Aufgabe Übergang Polygon in Kreis


2_31
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen Sketcher, Loft mit Coupling, Fillets
Modelle: 2_31_V0_01_Uebergang_Start.CATPart
2_31_V0_02_Uebergang_Sketch_Step1.CATPart
2_31_V1_03_Uebergang_Sketch.CATPart
2_31_V1_04_Uebergang_Lofts.CATPart
2_31_V1_05_Uebergang_End.CATPart
2_31_V2_03_Uebergang_Sketch_StartV2.CATPart
2_31_V2_04_Uebergang_Sketch_ready.CATPart
2_31_V2_05_Uebergang_Coupling.CATPart
2_31_V2_06_Uebergang_End.CATPart
Thema dieser Übung ist neben der Anwendung des Sketchers auch die Loft-Funktion mit „Closing-„ und
„Coupling-„ Punkten. Des weiteren werden Verrundungen erzeugt. Gegenstand der Übung ist der
Übergang aus einer Polygon-Kontur (mit verrundeten Ecken) in einen Kreis. Zwischen den Radien der
Kontur bestehen bestimmte Abhängigkeiten, die zu beachten sind. Die Übergangsfläche soll beide
Konturen einhalten und eine vernünftige Patch-Aufteilung haben. Zwei mögliche Varianten sind
aufzubauen und anschließend zu diskutieren.
1. Ergebnis

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_31_V0_01_Uebergang_Start.CATPart
Das Startmodell enthält eine Skizze mit einigen Punkten. Diese sind zu einem geschlossenen
Polygonzug zu verbinden. Anschließend kann diesem Konturzug innerhalb des Sketchers ein tri-
tangent Kreis einbeschrieben werden (Darstellung folgende Seite rechts oben). Von diesem
theoretischen Modell ausgehend sollen im rechten oberen Bereich zwei Corner mit gleichem Radius
(R14) direkt ineinander übergehen. Alle anderen Corner sind mit R10 auszurunden. Der
einbeschriebene Kreis soll auf die Ebene Z=75 projiziert werden. Zwischen beiden geschlossenen
Kurvenzügen ist eine Fläche aufzubauen.

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


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Übergang Polygon in Kreis

Das Startmodell beinhaltet:


Eine Skizze mit Punkten zur
Konstruktion eines Polygonzugs mit
einbeschriebenem tri-tangentialen Kreis.
Die Skizze liegt in der Ebene Z=0.

Variante 1: Lösungsansatz mit FilletEdge

Ansatz ist es, ausgehend von der äußeren Kontur mehrere Lofts auf die projizierte Kreisfläche zu
erzeugen und diese Lofts dann anschließend miteinander zu verrunden. Für die Lofterzeugung muß
der Kreis in Abschnitte unterteilt werden. Diese ergeben sich, wenn man parallel zur Außenkontur
Konstruktionslinien zeichnet. Die Schnittpunkte mit dem Kreis stellen gleichzeitig die Grenzen der
einzelnen Abschnitte dar. Durch den vorgegebenen Startwert 6,5mm können 4 Konstruktionslinien
direkt gezeichnet werden. Die 5. Konstruktionslinie verläuft vom Polygoneckpunkt zu einem
vorhandenen Schnittpunkt (siehe Darstellung). Damit ergibt sich auch die 6. und letzte
Konstruktionslinie. Sie verläuft parallel zur fünften KL durch den benachbarten Polygonpunkt und liefert
einen Schnittpunkt mit dem Kreis.
Die Ecken des Polygons sind später mit R10 zu verrunden.

2
Übergang Polygon in Kreis

Variante 2: Lösungsansatz mit Loft

Ansatz dieser Variante ist es, die äußere Kontur fertig im Sketcher aufzubauen. Der einbeschriebene
tri-tangentiale Kreis wird später auf die Ebene Z=75 projiziert. Zwischen beiden geschlossenen
Konturen ist eine einzige Loftfläche als Übergang zu definieren. Dazu sind in geeigneter Weise
Closing- und Coupling-Punkte vorzubereiten. Die Maße für die Konturen sind der Abbildung zu
entnehmen. Der Corner-Radius R10 wird von einem Maß getrieben. Die Verbindungslinie der beiden
Corner R14 wird durch deren gemeinsamen Wendepunkt halbiert. Diese Beziehung soll auch bei
Änderung des Radius bestehen bleiben. Auch bei diesen beiden Radien ist ein Maß das treibende!

3. Empfohlene Vorgehensweise

Variante 1: Lösungsansatz mit FilletEdge

· Zeichnen der Kontur mit dem Sketcher


· Aufteilen der Kontur in die zwei Bereiche „Basis“ und „Top“
· Drahtgeometrie in beiden Bereichen konstruieren
· Seitenflächen aufbauen
· Zusammenfügen der Seitenflächen und Verrunden

Variante 2: Lösungsansatz mit Loft

· Zeichnen der Kontur mit dem Sketcher


· Generieren der Coupling- und bei Bedarf der Closing-Punkte
· Generieren der Section-Kurven für Loft in den zwei Bereichen „Basis“ und „Top“
· Spine generieren und Loftfläche konstruieren

Dr. E. Braß 3
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Übergang Polygon in Kreis

4. Hinweise / Anmerkungen
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies im „Specification tree“) wird Wert gelegt!
Einer Modifikation der Basiskontur muß die Übergangsfläche assoziativ folgen können.
Die Modelle sollten robust bezüglich Änderungen sein.

4
Übergang Polygon in Kreis

Lösung Übergang Polygon in Kreis


2_31
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen Sketcher, Loft mit Coupling, Fillets
Modelle: 2_31_V0_01_Uebergang_Start.CATPart
2_31_V0_02_Uebergang_Sketch_Step1.CATPart
2_31_V1_03_Uebergang_Sketch.CATPart
2_31_V1_04_Uebergang_Lofts.CATPart
2_31_V1_05_Uebergang_End.CATPart
2_31_V2_03_Uebergang_Sketch_StartV2.CATPart
2_31_V2_04_Uebergang_Sketch_ready.CATPart
2_31_V2_05_Uebergang_Coupling.CATPart
2_31_V2_06_Uebergang_End.CATPart
Thema dieser Übung ist neben der Anwendung des Sketchers auch die Loft-Funktion mit „Closing-„ und
„Coupling-„ Punkten. Des weiteren werden Verrundungen erzeugt. Gegenstand der Übung ist der
Übergang aus einer Polygon-Kontur (mit verrundeten Ecken) in einen Kreis. Zwischen den Radien der
Kontur bestehen bestimmte Abhängigkeiten, die zu beachten sind. Die Übergangsfläche soll beide
Konturen einhalten und eine vernünftige Patch-Aufteilung haben. Zwei mögliche Varianten sind
aufzubauen und anschließend zu diskutieren.

1. Polygonzug mit tri-tangentialem Kreis zeichnen


Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_31_V0_01_Uebergang_Start.CATPart
Die im Startmodell vorhandene Skizze wird aufgerufen. Im Sketcher wird mittels der bereits
vorhandenen Punkte ein Polygon gezeichnet. Diesem Polygon wird der Kreis einbeschrieben (siehe
Abbildung Aufgabenstellung).

Dr. E. Braß 5
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Übergang Polygon in Kreis

Die Bilder oben geben die Schritte zur Konstruktion der „speziellen“ Ecke wieder. Zunächst werden
zwei Corner R10 erzeugt. Die Maß-Constraints und das Geradenstück zwischen den beiden
Ausrundungen werden gelöscht. Dann werden die beiden angrenzenden Corner-Punkte mit
„Coincidence“ aufeinander „gezogen“. Anschließend werden die Corner „tangential“ zueinander
gemacht.
Zur Visualisierung können drei Konstruktionslinien gezeichnet werden. Sie beginnen bzw. enden im
gleichen Punkt wie die Ausrundungen. Die beiden äußeren Konstruktionslinien sollen zusätzlich
tangential in das Polygon einlaufen. Die mittlere Konstruktionslinie soll „koinzident“ zum Corner-
Wendepunkt sein.
Durch Selektion (mit CTRL-Taste) von Corner-Mittelpunkt 1, Corner-Mittelpunkt 2 und Corner-
Wendepunkt können die drei Punkte „äquidistant“ gemacht werden (Achtung: Richtige Reihenfolge
beachten). Durch Ziehen eines der beiden Mittelpunkte verändern dann beide Radien ihren Wert
analog. Durch Vergabe eines zusätzlichen Maßes kann man den Freiheitsgrad weiter „beschneiden“.
Damit ist der erste Schritt des Skizzieren beendet. Variante 1 und 2 gehen jetzt unterschiedlich vor!

Alternative

Wesentlich schneller und weniger umständlich ist folgende Schrittfolge. Zunächst werden auch zwei
Corner R10 erzeugt. Die Maß-Constraints werden gleich wieder gelöscht. Durch Selektion (mit CTRL-
Taste) von Corner-Mittelpunkt 1, Corner-Mittelpunkt 2 und verbindendem Geradenstück können die
beiden Corner bezüglich der Gerade „symmetrisch“ gemacht werden (Achtung: Richtige
Selektionsreihenfolge beachten). Dabei werden in „one shot“ das Geradenstück eliminiert und die
Corner tangential zueinander gemacht. Damit ist auch bei dieser Alternative der erste Schritt des
Skizzieren beendet. Variante 1 und 2 gehen jetzt unterschiedlich vor!

Zwischenergebnis ist 2_31_V0_02_Uebergang_Sketch_Step1.CATPart

6
Übergang Polygon in Kreis

Variante 1: Lösungsansatz mit FilletEdge

2. Vervollständigen der Skizze

Wie in der Aufgabenstellung


beschrieben ist die Skizze zu
vervollständigen. Es sollte sich
nebenstehendes Bild ergeben
(eine Reihe Constraints sind
ausgeblendet).
Hinweise:
Konstruktionslinien für die
Elemente verwenden die nicht
zur Kontur gehören!
Alle doppelten Schnittpunkte
löschen. Alle übrigen Schnitt-
punkte mit dem Kreis dürfen
keine Konstruktionselemente
sein!

Zwischenergebnis ist 2_31_V1_03_Uebergang_Sketch.CATPart

3. Drahtgeometrie erzeugen und theoretisches Flächenmodell aufbauen

Die Sketchkonturen müssen in zwei Bereiche aufgeteilt werden – „Basis“ und „Top“. Zu diesem Zweck
werden zwei neue OpenBodies ins Modell eingefügt – „Basiskontur“ und „Topkontur“. Der OpenBody
„Basiskontur“ wird aktiviert.

Mit Line („Point-Point“) werden


zwischen den Vertices der
Skizze bzw. Punkten aus der
Skizze 6 Linien erzeugt (Line.1
bis Line.6).

Der OpenBody „Topkontur“ wird aktiviert.

Dr. E. Braß 7
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Übergang Polygon in Kreis

Für die Topkontur wird bei Z=75 eine Offset-Plane zu XY erzeugt. Aus der Skizze wird die Kreiskontur
extrahiert und anschließend auf die neue Ebene projiziert.

Um einen stabilen Kreisbogen für die weitere Verwendung zu erhalten, sollte man dessen „Nahtstelle“
eliminieren. Dazu wird durch den Sketch-Kreis-Mittelpunkt eine Ebene parallel zu YZ erzeugt. Daran
wird der projizierte Kreis aufgesplittet und per Symmetrie (an der gleichen Ebene) wieder
vervollständigt. Durch Join wird wieder eine vollständige Kreiskontur gebildet.

Mit einer Operation können die 6 Punkte aus der Kreisskizze in die Topkontur projiziert werden
(„Normal“ Projection auf Offsetebene). Durch Split an je 2 benachbarten Punkten entstehen
Kreissegmente (vgl. mittlere Abbildung). Sie korrespondieren mit den Segmenten aus der
„Basiskontur“ (Bild rechts).

8
Übergang Polygon in Kreis

Ein neuer OpenBody „Seitenflaechen


scharfkantig“ wird eingefügt. Für die einzelnen
Lofts wird ein Spine benötigt (sonst ist kein Join
auf die einzelnen Lofts möglich). Geeignet ist eine
Linie parallel zur Z-Achse. Die Position ist beliebig.
Der Spine sollte aber „lang genug“ sein.
Die Loft-Flächen werden aus je 2 Section-Kurven
(1 Kreisbogen und 1 Linie) mit dem Spine erzeugt.
Führungskurven werden nicht benutzt. Die Lofts
sollten gleich orientiert sein (z.B. Section 1 –
Basis; Section 2 – Top).

Zwischenergebnis ist 2_31_V1_04_Uebergang_Lofts.CATPart

4. Zusammenfügen der Seitenflächen und Verrunden

Ein neuer OpenBody „Verrunden“ wird eingefügt. Alle 6 Lofts werden mit Join zusammengefasst. Dann
wird zunächst ein EdgeFillet mit R14 auf die entsprechenden 2 Kanten ausgeführt. Dieser Radius
sollte vom treibenden Maß in der Skizze abhängig gemacht werden! Abschließend wird auf die
restlichen 4 Kanten ein EdgeFillet mit R10 ausgeführt.
Damit ist die Variante 1 fertig. Vergleichen Sie Flächenmodell mit Skizze! Was ist zu bemerken?

Ergebnis ist 2_31_V1_05_Uebergang_End.CATPart

Dr. E. Braß 9
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Übergang Polygon in Kreis

Variante 2: Lösungsansatz mit Loft

2. Vervollständigen der Skizze

Starmodell ist 2_31_V2_03_Uebergang_Sketch_StartV2.CATPart

Wie in der Aufgabenstellung


beschrieben ist die Skizze zu
vervollständigen. Es sollte sich
nebenstehendes Bild ergeben.
Hinweise:
4 Corner erzeugen – eine davon
mit R10 und die anderen 3 per
„Formula“ davon abhängig
machen (grafische Selektion
möglich!)

Zwischenergebnis ist 2_31_V2_04_Uebergang_Sketch_ready.CATPart

3. Erzeugen der Elemente für die Loft-Definition (Section-Kurven, Coupling-Punkte, Spine)

Für die Loft-Definition sind zwei Section-Kurven notwendig – die äußere Kontur auf der Ebene Z=0 und
die Kreiskontur auf Z=75. Dazu müssen die Konturen per Sketch Extract separiert, die Ebene Z=75 als
Offset zu Z=0 erzeugt und der Kreis auf diese Ebene projiziert werden.

10
Übergang Polygon in Kreis
Für das Coupling sollte auf jedem Kreisbogen (Corner) der Skizze eine Ebene „Normal zur Kurve“
genau in der Corner-Mitte erzeugt und mit dem einbeschriebenen Kreis zum Schnitt gebracht werden.
Die Kreisbögen bekommt man über den Umweg einer planaren Fill-Fläche, die aus dem Sketch-
Extract der äußeren Kontur gebildet wird. Mit der Boundary-Funktion kann man von der Fill-Fläche alle
6 Randbögen abgreifen (Propagationtype „No propagation“). Mit „Point or Plane creation“ können die
Ebenen bei 50% Bogenlänge und normal zur Kurve direkt erzeugt werden.

Mit allen 6 Ebenen schneidet man nun Section 2 (den projizierten Kreis). Es entsteht immer ein
multiples Ergebnis (2 Punkte). Mittels „Near“ wird der nächstliegende Schnittpunkt ausgewählt. Die
Referenz für Near kann der Schnittpunkt der jeweiligen Ebene mit der Corner-Kurve sein.
Für die Loftfläche wird ein Spine benötigt. Geeignet ist eine Linie parallel zur Z-Achse. Die Position ist
beliebig (z.B. der Koordinatenursprung). Der Spine sollte aber „lang genug“ sein – im Beispiel reichen
100mm.

Zwischenergebnis ist 2_31_V2_05_Uebergang_Coupling.CATPart

4. Loft-Definition

Die Loftfläche kann konstruiert werden:


Loft.1 (Section 1 ist Extract.1, d.h. die äußere Sketch-Kontur
Section 2 ist Project.1, d.h. der projizierte Kreisbogen
Spine ist die gerade erzeugte Linie)
Es ist festzustellen, daß das Ergebnis nicht unbedingt das Gewünschte ist. Das automatische Coupling
ist bereits unbrauchbar. Nun können die vorbereiteten Coupling-Punkte ins Spiel gebracht werden. Die
Selektion der Coupling-Punkte muß in der Reihenfolge der Sections erfolgen! Es kann zwar jetzt eine

Dr. E. Braß 11
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Übergang Polygon in Kreis
halbwegs brauchbare Loft-Fläche berechnet werden, duch unterschiedliche Closing-Punkte sind einige
Patches aber immer noch unbefriedigend!
Closing-Punkte kann man austauschen. Wir erzeugen sie wie die Coupling-Punkte. Diesmal muß die
seitliche Fill-Randkurve als Ausgangselement dienen!

Diesmal kann die Loftfläche endlich konstruiert werden:


Loft.1 (Section 1 ist Extract.1, d.h. die äußere Sketch-Kontur mit Closing-Point 1
Section 2 ist Project.1, d.h. der projizierte Kreisbogen mit Closing-Point 2
Spine ist die gerade erzeugte Linie
Coupling mode ist „Ratio“,
6 manuelle Coupling-Kurven werden definiert)
Damit ist die Variante 2 auch fertig. Vergleichen Sie beide Erzeugungsvarianten und beurteilen Sie die
Ergebnisse!

Ergebnis ist 2_31_V2_06_Uebergang_End.CATPart

12
Verrundung eines theoretischen Modells

Aufgabe Verrundung eines theoretischen Modells


2_12
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Extrude, Blend, Fillet
Modelle: 2_12_01_Verrundung_Flaechen_Start.CATPart
2_12_02_Verrundung_Flaechen_Wireframe.CATPart
2_12_03_Verrundung_Flaechen_Flaechen.CATPart
2_12_04_Verrundung_End.CATPart
Ziel dieser Übung ist es, ein einfaches Flächenmodell, basierend auf einer parametrisch-assoziativen
Drahtgeometrie, zu konstruieren und anschließend in geeigneter Weise zu verrunden.
1. Ergebnis

2. Vorgaben und Startmodell


Startmodell ist 2_12_01_Verrundung_Flaechen_Start.CATPart
Das Startmodell ist bis auf einige vordefinierte OpenBodies leer. Die Geometrie ist entsprechend der
Vorgaben von Grund auf zu erstellen.

18. Juni 2001 Dr. E. Braß


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Verrundung eines theoretischen Modells

Für die Verrundungen gilt:


Blau entspricht R50
Rot entspricht R100

3. Empfohlene Vorgehensweise

· Aufbau der Drahtgeometrie (Ebenen, Punkte, Linien)


· Konstruieren des theoretischen Flächenmodells
· Verrunden des theoretischen Flächenmodells

4. Hinweise / Anmerkungen
Das Modell ist mit prozeduralen Elementen aufzubauen (GSD Workbench)!
Auf eine möglichst übersichtliche Struktur (OpenBodies im „Specification tree“) wird Wert gelegt!
Testen sie die Modifikationsmöglichkeiten über Verschieben von Ebenen und Punkten!

5. Aufbau der Drahtgeometrie (Ebenen, Punkte, Linien)


Links abgebildetes Drahtgeometrie-Modell soll
zunächst erarbeitet werden. Gestartet wird mit den
Ebenen.

Nacheinander werden 7 Ebenen als „Offset“ von der ZX-Ebene erzeugt:


Y=239 Y=200 Y=0 Y=-106 Y=-135 Y=-230 Y=-260
Im folgenden werden nacheinander Linien auf den Supportebenen konstruiert. Die Punkte dazu
werden „on the fly“ als „Point on plane“ auf der angegebenen Supportebene erzeugt! Die angegebenen
Koordinaten sind [H,V]!

2
Verrundung eines theoretischen Modells

Line.1 (auf Y=239, Point.1 [270,67], Point.2 [150,67])


Line.2 (auf Y=200, Point.3 [178,75], Point.4 [150,180])
Line.3 (auf Y=200, Point.4 [150,180], Point.5 [-150,180])

Line.4 (auf Y=0, Point.6 [174,110], Point.7 [150,200])


Line.5 (auf Y=0, Point.7 [150,200], Point.8 [-150,200])
Line.6 (auf Y=-106, Point.9 [-30,305], Point.10 [-150,305])
Line.7 (auf Y=-135, Point.11 [270,133], Point.12 [66,133])

Line.8 (auf Y=-230, Point.13 [-30,305], Point.14 [-150,305])


Line.9 (auf Y=-260, Point.15 [270,133], Point.16 [66,133])
Es werden noch zwei zusätzliche Punkte benötigt:
Point.17 (als Mittelpunkt von Line.5, „on curve“, „middle“)
Point.18 (auf Line.7; 120mm vom Vertex entfernt)
Jetzt sind noch einige Verbindungslinien zu erzeugen (Line – „Point-Point“):
Line.10 (Point.1 – Point.11)
Line.11 (Point.4 – Point.7)
Line.12 (Point.17 – Point.9)
Line.13 (Point.17 – Point.12)
Line.14 (Point.7 – Point.18)
Line.15 (Point.9 – Point.13)
Line.16 (Point.12 – Point.16)
Line.17 (Point.11 – Point.15)
Line.18 (Point.12 – Point.9)
Line.19 (Point.16 – Point.13)
Line.20 (Point.3 – Point.6)
Line.21 (Point.6 – Point.18)

Dr. E. Braß 3
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Verrundung eines theoretischen Modells
Die letzten beiden Linien sollte man gestrichelt zeichnen. In Abhängigkeit von den Maßen liegen sie
nicht unbedingt auf der Fläche!

Zwischenergebnis ist 2_12_02_Verrundung_Flaechen_Wireframe.CATPart

4
Verrundung eines theoretischen Modells

Lösung Verrundung eines theoretischen Modells


2_12
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Funktionen “Wireframe”, Extrude, Blend, Fillet
Modelle: 2_12_01_Verrundung_Flaechen_Start.CATPart
2_12_02_Verrundung_Flaechen_Wireframe.CATPart
2_12_03_Verrundung_Flaechen_Flaechen.CATPart
2_12_04_Verrundung_End.CATPart
Ziel dieser Übung ist es, ein einfaches Flächenmodell, basierend auf einer parametrisch-assoziativen
Drahtgeometrie, zu konstruieren und anschließend in geeigneter Weise zu verrunden.

1. Konstruieren des theoretischen Flächenmodells


Laden des Startmodells
Startmodell ist 2_12_02_Verrundung_Flaechen_Wireframe.CATPart
Ausgehend vom Drahtmodell kann jetzt ein theoretisches Flächenmodell aufgebaut werden. Für die
Erzeugung der Flächen empfiehlt sich eine Kombination von punktstetigen Blend-Flächen und
Extrusionsflächen. Auch Fill-Flächen sind theoretisch möglich. Blend erzeugt zwischen Linien Single-
Patches vom Grad 1x5 (Grad 1 in Verbindungsrichtung, Grad 5 entlang der Linien). Extrude erzeugt
Single-Patches vom Grad 1x1.

Extrude.1 (Line.10 entlang Line.7, 250mm, 0mm)


Blend.1 (Line.2 – Line.4)
Blend.2 (Line.3 – Line.5)

Extrude.2 (Line.4 entlang Line.14, 180mm, 0mm)


Extrude.3 (Line.12 entlang Line.18, 220mm, 0mm)
Split.1,Split.2 (Line.5 an Point.17, „Keep both sides“)
Split.3,Split.4 (Line.7 an Point.18, „Keep both sides“)
Blend.3 (Split.2 – Line.6)

Dr. E. Braß 5
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Verrundung eines theoretischen Modells

Blend.4 (Split.1 – Split.3)


Blend.5 (Line.7 – Line.9)
Blend.6 (Line.18 – Line.19)

Blend.7 (Line.6 – Line.8)


Extrapol.1 (Edge von Blend.1, 10mm „Tangent“/“Tangent“) (obere Abbildung Mitte)
Extrapol.2 (Edge von Blend.4, 10mm „Tangent“/“Tangent“) (obere abbildung rechts)

Das die beiden Blendflächen „zu kurz“ sind, bemerkt man spätestens beim Verrunden...

Zwischenergebnis ist 2_12_03_Verrundung_Flaechen_Flaechen.CATPart

2. Verrunden des theoretischen Flächenmodells

ShapeFillet.1 (Blend.3 – Blend.7, R100, „Smooth“, „Trim“)


ShapeFillet.2 (Extrude.3 – Blend.6, R100, „Smooth“, „Trim“)
ShapeFillet.3 (Fillet.2 – Fillet.1, R50, „Smooth“, „Trim“)

6
Verrundung eines theoretischen Modells

ShapeFillet.4 (Blend.2 – Extrapol.2, R50, „Maximum“, „Trim“)


ShapeFillet.5 (Extrapol.1 - Extrude.2, R50, „Smooth“, „Trim“)
ShapeFillet.6 (Extrude.1 – Blend.5, R100, „Smooth“, „Trim“)

Trim.1 (ShapeFillet.4 – ShapeFillet.5)


Trim.2 (Trim.1 – ShapeFillet.6)
EdgeFillet.1 (Trim.2, R100, 1 Edge, „Smooth“, „Tangency“, „Trim“)

EdgeFillet.2 (EdgeFillet.1, R50, 1 Edge, „Smooth“, „Tangency“, „Trim“)


EdgeFillet.3 (EdgeFillet.2, R50, 1 Edge, „Smooth“, „Tangency“, „Trim“)
ShapeFillet.7 (EdgeFillet.3 – ShapeFillet.3, R50, „Smooth“, „Trim“)

Ergebnis ist 2_12_04_Verrundung_End.CATPart

Dr. E. Braß 7
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Verrundung eines theoretischen Modells

8
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Aufgabe Verstärkung
3_71 aus Grundkörper und Rahmen
Voraussetzungen: GSD, Assembly, Design in Context, Publishing
Modelle: Product_Start.CATProduct
Grundkoerper_Start.CATPart
Rahmen_Start.CATPart
Und als fertiges Szenario:
Verstaerkung.CATProduct
Grundkoerper.CATPart
Grundkoerper_neu.CATPart
Rahmen_fertig.CATPart
In dieser Aufgabe soll zu einem vorhandenen parametrisch-assoziativ aufgebauten „Grundkoerper“ ein
„Rahmen“ konstruiert werden.

Im Startmodell sind bereits einige Informationen enthalten. Dazu gehören folgende Ausgangselemente
(im OpenBody „Input“):
· Ziehrichtung und Ziehebene
· Hilfsebene PLN1
· Kontur zur Festlegung der Position der Rahmenecke
· Kontur für die Funktionsfläche unten
· Kontur für Verrundung bzw. Durchbruch

18. Juni 2001 Dr. Egbert Braß


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Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Im zusätzlich gegebenen OpenBody


„Visuelle Referenz“ ist die Drahtgeometrie des zu
erzeugenden Rahmens vorgegeben, angepasst auf
die gegebene maßliche Konfiguration. Dieser
OpenBody steht zunächst im „hide“.

Gegebene Werte sind


Flanschbreite vorn = 14.5mm
Flanschbreite hinten=22.5mm
Kippwinkel Ebene=2 Grad (vgl. Abbildung)
Überhang Flansch hinten oben auf Flansch hinten=10mm
Länge Funktionsfläche1=23mm
Breite der Funktionsfläche1=11.4mm
1. Hinweise
Das Modell ist parametrisch-assoziativ aufzubauen.
Erzeugen einer möglichst übersichtlichen Struktur (OpenBodies)
Folgende Größen sollten änderbar sein: Öffnungswinkel der Grundstruktur, Neigung der Ellipse
zwischen 0 und 90 Grad (positiv/negativ), Verrundungsradius, Wandstärke
Erfolgskriterium ist u.a. die Stabilität/Robustheit des fertigen Modells

2
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Folgende Darstellung enthält Informationen zur Aufteilung des Theoretischen Modells in verschiedene
Bereiche, die sich auch in vordefinierten OpenBodies widerspiegeln. An den Kanten sind die Radien für
die Verrundungen angegeben. Die Koordinatenwerte können ignoriert werden.

3
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

4
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Lösung Verstärkung
3_71 aus Grundkörper und Rahmen
Voraussetzungen: GSD, Assembly, Design in Context, Publishing
Modelle: Product_Start.CATProduct
Grundkoerper_Start.CATPart
Rahmen_Start.CATPart
Und als fertiges Szenario:
Verstaerkung.CATProduct
Grundkoerper.CATPart
Grundkoerper_neu.CATPart
Rahmen_fertig.CATPart

1. Vorbereiten der Arbeitsumgebung (Kontext)


Laden der Assembly Workbench
Ändern des Produktnamens in “Product_Start”
Einfügen der vorhandenen Komponenten „Grundkoerper_Start“ und „Rahmen_Start“ in das Produkt
2. Publizieren von Elementen
Um die Abhängigkeit zwischen Rahmen und Grundkoerper herzustellen, müssen im Part
Grundkoerper_Start Elemente publiziert werden. Dazu im Assembly-Kontext das
Produktstrukturdokument von Grundkoerper_Start aktivieren. Der Zugriff auf Tools / Publication
Management ist damit gegeben und die publizierten Elemente werden unter Grundkoerper_Start
abgelegt!! Sie sind nur unter Assembly sichtbar! Hier die Übersicht der benötigten Elemente:
Element zu finden in OpenBody Name des zu publizierenden Name, der für das „published“
... Elementes Element zu vergeben ist
Konstruktion / Absatz 2 Absatz 2 Absatz 2

Konstruktion / Absatz 1 Seitenwand Absatz 2 Seitenwand

Konstruktion / Absatz 1 Funktionsflaeche 1 – Extrude.4 Fkts_Flaeche

5
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Konstruktion / Flansch vorn Fl unten – Offset.2 Flansch unten vorn

Konstruktion / Mittelteil Extrude.1 Mittelteil

Konstruktion PLN für Absatz Fl vorn PLN Flanschabsatz

Symmetrieebene Open_body.3 Symmetrieebene

Beim Publishing ist unbedingt darauf zu achten, daß keine “Faces” in der Tabelle auftauchen. Sie
können später nicht selektiert werden. Man vermeidet das durch Selektion des gewünschten
Elementes im Tree! Selektieren in der Grafik liefert dagegen immer Faces!
3. Konstruktion
Aktivieren Sie das Modell „Rahmen_Start“ und falls nicht automatisch geschehen, aktivieren Sie die
GSD Workbench.
Strukturieren Sie die Konstruktion in mehrere OpenBodies (zur Unterstützung sind bereits OpenBodies
im Modell vordefiniert):

PLN Flanschabsatz vorn Offset=0 auf „published“ PLN


Flanschabsatz

PLN Seitl Flbegr vorn Offset=5.5mm auf


PLN Flanschabsatz vorn (in +Y)
PLN Seitl Begr Rahmen Offset=37.7mm auf
PLN Flanschabsatz vorn (in -Y)
PLN Seitl Flbegr hinten Offset=3.07mm auf
PLN Flanschabsatz vorn (in -Y)

6
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Flansch hinten – Split1 Split von „published“ Surface Absatz 2


mit PLN Seitl Begr Rahmen

Flansch vorn – Split1 Split von „published“ Surface


Flansch unten vorn mit
PLN Seitl Begr Rahmen
Flansch vorn – Bound1 Intersection von „published“ Surface
Mittelteil
mit Flansch vorn – Split1
Flansch hinten – Intersec Intersection von „published“ Surface
Mittelteil
mit Flansch hinten – Split1

Flansch vorn – Split2 Split von


Flansch vorn – Split1
mit
Flansch vorn – Bound1
Flansch hinten – Bound1 Parallelverschiebung (Euclid) in
Richtung Flansch vorn von
Flansch hinten – Intersec
auf Flansch hinten – Split1
(l=1.6mm)
Flansch hinten – Split2 Split von
Flansch hinten – Split1
mit
Flansch hinten – Bound1
Flansch vorn – Bound2 Parallelverschiebung (Euclid) von
Flansch vorn – Bound1
auf Flansch vorn – Split2
(Flanschbreite vorn=14.5mm)
Flansch vorn – Split3 Split von
Flansch vorn – Split2
mit
Flansch vorn – Bound2
Flansch hinten – Bound2 Parallelverschiebung (Euclid) von
Flansch hinten – Bound1
auf Flansch hinten – Split2
(Flanschbreite hinten=22.5mm)
Flansch hinten – Split3 Split von
Flansch hinten – Split2
mit
Flansch hinten – Bound2

Seitenwand Rahmen Offset=0.4mm nach „außen“ auf


„published“ Surface Seitenwand

7
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Flansch hinten – Bound3 Randkurve („No propagation“) auf


Surface
Flansch hinten – Split3

P1 von Bound3 Point „On curve“ auf


Flansch hinten – Bound3
bei Ratio=1
PLN P1 Plane “Normal to curve” auf
Flansch hinten – Bound3 in
P1 von Bound3

P2 von Bound3 Point „On curve“ auf


Flansch hinten – Bound3
bei Ratio=0
PLN P2 Plane “Normal to curve” auf
Flansch hinten – Bound3 in
P2 von Bound3

Gekippte PLN Plane “Angle to plane”


Achse ist
Flansch hinten – Bound1
Referenz ist PLN P1
Kippwinkel=2 Grad
Seitenwand – Split12 Split von
Seitenwand Rahmen
mit
PLN P2 und
Gekippte PLN
Flansch hinten oben Offset=0mm auf „published“ Surface
Fkts-Flaeche
Flansch hinten oben verl Extrapolation („Tangent“) der Surface
Flansch hinten oben um 10mm
(„Assemble result“)
PLN Split Ueberhang Offset=10mm nach aussen auf PLN P2

Flansch hinten oben - Split von


Split12 Flansch hinten oben
mit
PLN Split Ueberhang und
Gekippte PLN
Seitenwand – Split34 Split von
Seitenwand – Split12
mit
Flansch hinten – Split3 und
Flansch hinten oben - Split12

8
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Flansch hinten oben – Split von


Split3 Flansch hinten oben - Split12
mit
Seitenwand – Split34

Flansch hinten oben – Intersection von


Bound1 ungetrimmt Gekippte PLN mit
Flansch hinten oben verl
P0 für Split von Bound1 Intersection von
ungetrimmt Flansch hinten oben – Bound1
ungetrimmt mit
Surface Seitenwand Rahmen
Flansch hinten oben – Split von
Bound1 Flansch hinten oben – Bound1
ungetrimmt mit
P0 für Split von Bound1 ungetrimmt
P1 von Bound1 – Breite Point „On curve“ auf
Funktionsflaeche1 Flansch hinten oben – Bound1
bei Länge=23 von
P0 für Split von Bound1 ungetrimmt
PLN P1 von Bound1 Plane “Normal to curve” auf
Flansch hinten oben – Bound1 in
P1 von Bound1 – Breite
Funktionsfläche
Flansch hinten oben – Split von
Split4 Flansch hinten oben – Split3
ungetrimmt mit
PLN P1 von Bound1
Flansch hinten oben – Intersection von
Bound2 Flansch hinten oben – Split3
mit PLN P1 von Bound1
CRV1 für Cutout Parallelverschiebung (Euclid) in
Richtung Flansch hinten von
Flansch hinten oben – Bound2
auf Flansch hinten oben – Split4
(l=18mm)
CRV2 für Cutout Intersection von
Flansch hinten oben – Split4
mit PLN P2 (Flansch hinten)
Cutout Corner mit R5 zwischen
CRV2 für Cutout und
CRV1 für Cutout
(Option „Trim elements“)

Flansch hinten oben – Split von


Split5 Flansch hinten oben – Split4 mit
Cutout

9
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Flansch hinten oben – Split von


Bound1 Trim2 Flansch hinten oben – Bound1 an
PLN P1 von Bound1

Funktionsflaeche1 Profil ist


Flansch hinten oben – Bound1
Trim2
Extrusionsrichtung ist normal zu
PLN P1
und Ausdehnung ist größer als Breite
der Funktionsflaeche1=15mm
Funktionsflaeche1 – AUX Offset entspricht Breite der
PLN Funktionsflaeche1=11.4mm von
Gekippte PLN
Funktionsflaeche1 – Intersection von
Bound1 Funktionsflaeche1 mit
Funktionsflaeche1 – AUX PLN
Funktionsflaeche1 – Split1 Split von
Funktionsflaeche1 an
Funktionsflaeche1 – Bound1

P3 von Bound1 Intersection von


Flansch hinten – Bound1 mit
Seitenwand Rahmen
PLN P3 Plane “Normal to curve” auf
Flansch hinten– Bound1 in
P3 von Bound1

Flansch vorn – P1 von Intersection von


Bound1 PLN P3 mit
Flansch vorn – Bound1
Flansch vorn – P2 von Point „On curve“ auf
Bound1 Flansch vorn – Bound1
bei Länge=6 von
Flansch vorn – P1 von Bound1
in Richtung Symmetrieebene
Flansch vorn – PLN P2 Plane “Normal to curve” auf
Flansch vorn– Bound1 in
Flansch vorn – P2 von Bound1

Flansch hinten – P4 von Intersection von


Bound1 Flansch hinten – Bound1
Flansch vorn – PLN P2

10
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Flansch hinten – Bound1 Split von


Split in P4 Flansch hinten –Bound1
an
Flansch hinten – P4 von Bound1
Flansch vorn – Bound1 Split von
Split in P2 Flansch vorn –Bound1
an
Flansch vorn – P2 von Bound1

Ecke Blend zwischen


Flansch hinten –Bound1 Split in P4
und
Flansch vorn –Bound1 Split in P2
jeweils punktstetig

Flansch hinten – Split45 Split von


Flansch hinten – Split3 an
Seitenwand Rahmen und
PLN Seitl Begr hinten
Flansch vorn – Split4 Split von
Flansch vorn – Split3 an
PLN Seitl Flbegr vorn

Ecke - Bound1 Boundary von Ecke (tangentenstetig)

Ecke – Sketch proj Projektion von


Position Rahmenecke – Sketch1
entlang der Ziehrichtung auf Ecke
Ecke – P1 von Bound1 Intersection von
Ecke – Sketch proj mit
Ecke - Bound1

Flansch hinten – P5 von Intersection von


Bound1 PLN Seitl Begr hinten mit
Flansch hinten – Bound1
Flansch vorn – P3 von Intersection von
Bound1 Flansch vorn – Bound1 mit
PLN Seitl Flbegr vorn
Ecke – Line1 Linie („Point-Point“) von
Ecke – P1 von Bound1 nach
Flansch hinten – P5 von Bound1
Ecke – Line2 Linie („Point-Point“) von
Ecke – P1 von Bound1 nach
Flansch vorn – P3 von Bound1

11
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Ecke – Corner Corner mit R10 zwischen


Ecke – Line1 und Ecke – Line2 und
Support Ecke (Option „Trim elements“)

Ecke – Split1 Split von Ecke an Ecke - Corner


Ecke – Line3 Linie („Point-Point“) von
P3 von Bound1 nach
Flansch vorn – P2 von Bound1

Seitenwand – Bound1 Intersection von


Gekippte PLN und
Seitenwand Rahmen
Seitenwand vorn Extrusionsfläche
Profil ist Seitenwand – Bound1
Richtung ist Ecke – Line3
Ausdehnung von 0 bis 100mm

Seitenwand vorn – Split1 Split von


Seitenwand vorn mit Ecke – Line3
Ecke – Split2 Split von
Ecke – Split1 an Ecke – Line3

Funktionsflaeche1 – Crv1 Intersection von


Seitenwand vorn – Split1 und
Funktionsflaeche1 – Split1
Funktionsflaeche1 – P1 Point „On curve“ auf
von Crv1 Funktionsflaeche1 – Crv1
bei Ratio=1 von
P0 für Split von Bound1 ungetrimmt
Seitenwand vorn – Line1 Linie („Point-Point“) von
Funktionsflaeche1 – P1 von Crv1
nach Flansch vorn – P2 von Bound1

Seitenwand vorn – Split2 Split von


Seitenwand vorn – Split1 an
Funktionsflaeche1 – Crv1 und
Seitenwand vorn – Line1

Funktionsflaeche1 – Split2 Split von


Funktionsflaeche1 – Split1 an
Funktionsflaeche1 – Crv1

12
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Uebergang Extrusionsfläche
Profil ist Flansch vorn – Bound1
Richtung ist Seitenwand vorn – Line1
Ausdehnung von 15 bis 85mm
Uebergang – Split1 Split von Uebergang
an Seitenwand vorn – Line1

Seitenwand vorn – Offset Offset=10mm von Seitenwand vorn in


Richtung Symmetrieebene
Uebergang – GuideCrv1 Intersection von Seitenwand vorn –
Offset und Uebergang

Uebergang – Bound1 Intersection von Uebergang – Split1


und “published“ Surface Mittelteil
Uebergang – Split2 Split von
Uebergang – Split1 an
Uebergang – Bound1
Uebergang – GuideCrv2 Parallelverschiebung (Euclid) von
Uebergang – Bound1 auf
Uebergang – Split2 (l=6.8mm)
Uebergang – Bound2 Trim von
Uebergang – GuideCrv2 und
Uebergang – GuideCrv1
Uebergang – Split3 Split von
Uebergang – Split2 an
Uebergang – Bound2

Funktionsflaeche2 Extrusionsfläche
Profil ist Kontur Fktsfl unt – Sketch2
Richtung ist PLN 1
Ausdehnung von -65 bis 180mm
Uebergang – Sweep Sweep Segment Fläche
GuideCrv1 Typ “With reference surface”
Guide ist Uebergang – GuideCrv1
Referenz ist Uebergang
Winkel=225 Grad; Default-Spine
Uebergang – Sweep Sweep Segment Fläche
GuideCrv2 Typ “With reference surface”
Guide ist Uebergang – GuideCrv2
Referenz ist Uebergang
Winkel=225 Grad; Default-Spine
Funktionsflaeche2 – Crv1 Intersection zwischen
Uebergang – Sweep GuideCrv2
und Funktionsflaeche2

13
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Funktionsflaeche2 – Crv2 Intersection zwischen


Uebergang – Sweep GuideCrv1
und Funktionsflaeche2
Funktionsflaeche2 – P1 Intersection zwischen
Funktionsflaeche2 – Crv1
und Funktionsflaeche2 – Crv2

Uebergang – Split4 Split von


Uebergang – Sweep GuideCrv1 an
Uebergang – Sweep GuideCrv2
Funktionsflaeche2 – Parallelverschiebung (Euclid) von
Bound1 Funktionsflaeche2 – Crv1 auf
Funktionsflaeche2 (l=5mm)
Funktionsflaeche2 – Parallelverschiebung (Euclid) von
Bound2 Funktionsflaeche2 – Crv1 auf
Funktionsflaeche2 (l=25mm)

Uebergang – AUX PLN Plane („Through two lines“)


Linie1 ist Uebergang- GuideCrv1
Linie2 ist Ziehrichtung
Uebergang planar – PLN Plane („Parallel through point“)
Referenz ist Uebergang- AUX PLN
Point ist Funktionsflaeche2 – P1

Funktionsflaeche1 – P2 Point „On curve“ auf


von Bound1 Funktionsflaeche1 – Bound1
bei Ratio=1 von Default (Extremity)
Funktionsflaeche1 – PLN Plane („Parallel through point“)
P2 von Bound1 Referenz ist Uebergang- AUX PLN
Point ist
Funktionsflaeche1 – P2 von Bound1

Funktionsflaeche2 – P2 Intersection zwischen


auf Bound2 Funktionsflaeche2 – Bound2
und Funktionsflaeche1 – PLN P2 von
Bound1
Funktionsflaeche2 – Split von
Bound2 Trim an P2 Funktionsflaeche2 – Bound2
an
Funktionsflaeche2 – P2 auf Bound2
Uebergang2 Blend (punktstetig) zwischen
Funktionsflaeche1 – Bound1
und Funktionsflaeche2 – Bound2
Trim an P2

Uebergang planar – Int1 Intersection zwischen


Uebergang – Split4
und Uebergang planar – PLN
Uebergang planar – Int2 Intersection zwischen Uebergang2
und Uebergang planar – PLN

14
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Uebergang planar – Int3 Intersection zwischen


Funktionsflaeche2
und Uebergang planar – PLN

Uebergang planar – Trim1 Trim zwischen


Uebergang planar – Int1 und
Uebergang planar – Int2
Uebergang planar – Trim2 Trim zwischen
Uebergang planar – Trim1 und
Uebergang planar – Int3
Uebergang – Split5 Split von
Uebergang – Split5 an
Uebergang planar – Int1
Uebergang planar – Fill Fill von
Uebergang planar – Trim2

Funktionsflaeche2 – Sketch Extract von


Sketch3 Extract1 Sketch3 (Aussenkreis)
Funktionsflaeche2 – Sketch Extract von
Sketch3 Extract2 Sketch3 (Innenkreis)
Funktionsflaeche2 – Projektion von
Project1 Funktionsflaeche2 – Sketch3
Extract1 entlang der Ziehrichtung
auf Funktionsflaeche2
Funktionsflaeche2 – Projektion von
Project2 Funktionsflaeche2 – Sketch3
Extract2 entlang der Ziehrichtung
auf Funktionsflaeche2

Funktionsflaeche2 – AUX Point „On curve“ auf


PT für Near Funktionsflaeche2 – Bound2
bei Distance=20mm von
Funktionsflaeche2 – P2 auf Bound2
Funktionsflaeche2 – Corner R15 zwischen
Corner1 Funktionsflaeche2 – P2 auf Bound2
und Funktionsflaeche2 – Project1
Support ist Funktionsflaeche2
Funktionsflaeche2 – Multiples Element ist
Near1 Funktionsflaeche2 – Corner1
Referenzelement ist
Funktionsflaeche2 – AUX PT für
Near
Funktionsflaeche2 – Corner R10 zwischen
Corner2 Funktionsflaeche2 – Project1 und
Funktionsflaeche2 – Bound1
Support ist Funktionsflaeche2

15
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Funktionsflaeche2 – Multiples Element ist


Near2 Funktionsflaeche2 – Corner2
Referenzelement ist
Funktionsflaeche2 – AUX PT für
Near
Funktionsflaeche2 – Trim von Funktionsflaeche2 –
Bound3-1 Bound1
mit Funktionsflaeche2 – Near2
Funktionsflaeche2 – Trim von
Bound3-2 Funktionsflaeche2 – Bound3-1
mit Funktionsflaeche2 – Project1
Funktionsflaeche2 – Trim von
Bound3-3 Funktionsflaeche2 – Bound3-2
mit Funktionsflaeche2 – Near1
Funktionsflaeche2 – Trim von
Bound3-4 Funktionsflaeche2 – Bound3-3
mit Funktionsflaeche2 – Bound2
Funktionsflaeche2 – Split1 Split von
Funktionsflaeche2 an
Funktionsflaeche2 – Bound3-4
und Funktionsflaeche2 – Project2
Uebergang – Split6 Split von
Uebergang – Sweep GuideCrv2
an Uebergang – Sweep GuideCrv1
Uebergang – Split7 Split von Uebergang – Split6
an Funktionsflaeche2 – Crv1

Funktionsflaeche2 – Split2 Split von Funktionsflaeche2 – Split1


an Funktionsflaeche2 – Crv1
Funktionsflaeche2 – Split3 Split von Funktionsflaeche2 – Split2
an Uebergang planar – Int3

Uebergang – Split8 Split von Uebergang – Split3


an Funktionsflaeche1

Uebergang2 – Join für Join folgender Elemente


Split Uebergang planar – Fill
Uebergang – Split5
Uebergang2 – Trim Trim von Uebergang2 und
Uebergang2 – Join für Split

16
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

Theoretisches Modell – Einsammeln aller Flächen


Join

Theoretisches Modell – Split von


Symmetrie Split Theoretisches Modell – Join
an “published“ Symmetrieebene

4. Verrunden
EdgeFillet.2 Theoretisches Modell –
Symmetrie Split
1 Kante mit R15

EdgeFillet.3 EdgeFillet.2
1 Kante mit R3

EdgeFillet.4 EdgeFillet.3
1 Kante mit R3

EdgeFillet.5 EdgeFillet.4
2 Kanten mit R15-R9-R3-R3
(“linear”)

EdgeFillet.9 EdgeFillet.5
1 Kante mit R3

EdgeFillet.10 EdgeFillet.9
1 Kante mit R3

EdgeFillet.11 EdgeFillet.10
1 Kante mit R20.8

EdgeFillet.12 EdgeFillet.11
1 Kante mit R10

EdgeFillet.13 EdgeFillet.12
1 Kante mit R10

17
Verstärkung aus Grundkörper und Rahmen

EdgeFillet.14 EdgeFillet.13
1 Kante mit R4

EdgeFillet.15 EdgeFillet.14
2 Kanten mit R5

Das letzte Fillet verkörpert gleichzeitig das verrundete Endergebnis.


Das theoretische und das verrundete Modell können mit zusätzlichen Attributen versehen werden (z.B.
Farben und Layer). Im fertigen Trainingsmodell Rahmen_fertig.CATPart liegt das theoretische
Modell auf Layer 50, das verrundete auf Layer 100.
5. Änderungsszenario

Laden des Produktes


Verstaerkung.CATProduct
Dabei werden die beiden CATParts
Rahmen_fertig.CATPart und
Grundkoerper.CATPart mit geladen.
Die Baugruppe ist in sich „up to date“. Durch
Ersetzen von „Grundkoerper“ soll eine Änderung
ausgelöst werden.
Im Modell sind beide Repräsentationen (Theorie und verrundet) sichtbar. Mit Tools / Vizualisation
Filters wird „Verrundetes Modell“ eingestellt. Eventuell muß der Filter noch definiert werden:
layer!=0&
layer=100

In der Assembly WB wird das Kontextmenü von


„Grundkoerper“ aufgerufen. Mit
Components / Replace components wird
„Grundkoerper_neu“ geladen. Die Unterschiede
sind bereits in der Grafik sichtbar. Geometrie
durchdringt sich. Das Höhenniveau der beiden
planaren Absätze vorn und hinten ist nicht mehr
gleich.
Jetzt wird Modell „Rahmen_fertig“ durch
Doppelklick aktiviert. Die GSD WB startet. Mit
MB3 wird das Kontextmenü von Modell
„Rahmen_fertig“ geöffnet. Im untersten Eintrag,
„Rahmen_fertig object“ wird synchronize all
gewählt.
Mit Update erfolgt die Neuberechnung des
Modells.

18
Template Eckversteifungen „Stiffener“

Aufgabe Template Eckversteifungen „Stiffener“


2_44
Voraussetzungen: CATIA Workbench GSD
Modell(e): 2_44_Stiffener_Line_Angle_01_Start.CATPart
2_44_Stiffener_with_Line_01_Start.CATPart
2_44_Stiffener_Round_01_Start.CATPart
Eckversteifungen oder Stiffener dienen der Versteifung eines Blechteils. Sie sind allgemein beschrieben
und meistens unternehmensintern mit klaren Vorschriften definiert. Hiervon ist auch der Lösungsweg
abhängig und die Erzeugungsvorschrift richtet sich nach den gegebenen Inputs. Beschrieben werden drei
verschiedene Möglichkeiten.

1. Ergebnis

18. Juni 2001 W. Homolka, Dr. E. Braß, E.Strohmer


IBM Deutschland GmbH
PLM Solutions / PLM Services
Template Eckversteifungen „Stiffener“

2. Vorgaben und Startmodell


Das Startmodell beinhaltet notwendige „wireframe“-Geometrie und eine Trägerfläche unter dem
OpenBody „Inputs“. Da das Modell zur bequemen Wiederverwendung in einem Katalog als
„PowerCopy“ gespeichert werden soll, ist auf die Struktur von Beginn an zu achten. Am besten ist es,
die vorgeschlagene „PowerCopy-Struktur“ zu beachten.

Das Startmodell beinhaltet:


Boundary-guide: rosa Kurve
Position: schwarzer Punkt
Surface-support : grau

Diese Elemente sind die


geometrischen Inputs für die
Definition der Eckversteifung.
Sie sollen austauschbar sein.

Die erste Lösung beschreibt eine sehr simple Erzeugungsvorschrift. Die nächste Lösung bezieht sich
auf eine gegebene Ziehplane. Der Verlauf der Eckversteifung ist auch gegeben. Das ist in den meisten
Fällen so. Die letzte Lösung zeigt Möglichkeiten Eckversteifungen aus definierten Geometrien,
angepaßt an die lokale Topologie, zu erzeugen.

3. Empfohlene Vorgehensweise
Erzeugen Referenzplane mit Führungslinie
Erstellen geeigneter Flächen und Verrunden

Definieren projizierten Verlauf und Sketchplane


Erzeugen Profil und Flächen, dann Verrunden

Schnittpunkte mit Suppontfläche


Referenzebene für Kreiskontur
Flächen erstellen und verrunden

4. Anmerkungen
Hier können auch Parameter, Formeln und Design Tables erstellt werden.

2
Template Eckversteifungen „Stiffener“

Lösung Template Eckversteifungen „Stiffener“


2_44

Start Langversion

Voraussetzungen: Knüpfen sie mit Ihrem Ergebnis aus der Kurzversion mit den hier vorgeschlagenen
Modellschritte an.
Modell(e): 2_44_Stiffener_Line_Angle_01_start.CATPart
2_44_Stiffener_Line_Angle_01_end.CATPart
2_44_Stiffener_with_Line_01_start.CATPart
2_44_Stiffener_with_Line_01_end.CATPart
2_44_Stiffener_Round_01_start.CATPart
2_44_Stiffener_Round_01_end.CATPart
Der erste Lösungsvorschlag bietet eine sehr einfache Möglichkeit Eckversteifungen geometrisch genau zu
definieren. Die Führungslinie ist in der PowerCopy als Line_with_Angle parametrisiert.

Variante 1

1. Line_Angle Stiffener
Startmodell: 2_44_Stiffener_Line_Angle_01_start.CatPart

Plane normal zur Boundary-guide am Position PT (Plane / Normal to curve)


Intersec with Surface-Support (Intersec)
Punkt auf Schnittkurve mit Flansch (Point / On curve / 20 mm von Position
PT)
Linie für Stiffener Führung (Line / Angle to curve, Intersect.2,
Plane.3, Point.3, 120°, 0, 100)
Sweep ausFührungslinie referenzierend auf Plane (Sweep / With Ref_sur / 40°, 100, 0)
Spiegeln der Sweepfläche an Plane (Symmetry)
Verrunden beider Flächen (Fillet / Skin-Skin / R3 mm.)
Verrunden mit Support (Fillet / Skin-Skin / R5 mm.)
PC Struktur anpassen
Speichern als PC in Katalog
Dies ist eine sehr schnelle Art solche Rippen zu erstellen. Die Einstellparameter sind auch einfach und
eindeutig. Das einzige was problematisch sein kann ist die Intersection mit der Surface_Support. Es

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kann nämlich der Fall eintreten, daß die Fläche mehrere Schnittbereiche mit der Plane hat. Dann muß
über das Re-routing das richtige Sub-element genommen werden.
Ergebnis: 2_44_Stiffener_Line_Angle_01_end_PC.CatPart

Variante 2

2. Stiffener with Line


Startmodell: 2_44_Stiffener_with_Line_01_start.CatPart

Diese Eckversteifung erzeugt keine Schnittkurve mit der Zielfläche, aber der Ablauf der Rippe und eine
Referenzplane (Ziehplane?) muß gegeben sein.
Projiziere Führungskurve auf Ziehplane (Project / Normal)
Erzeuge Mittelpunkt auf projizierter Linie (Point / On Curve / Middle point)
Plane normal zur Projizierten auf den Mittelpunkt (Plane / Normal to curve)
Sketch mit Rippenkontur an Punkt verankert (Sketcher)
Profilsweep mit Verankerung und referenzierend auf Ziehplane (Sweep “Explicite” /
Anchor point,
Sketch, Führungslinie, Ziehplane,
0°, Spine=Project curve
Verrunden (ShapeFillet R7)
Power-copy Struktur einbringen und in Katalog speichern
Das Sweep schneidet nicht immer die Flanschfläche wie gewünscht. Hier sollte man darauf achten,
daß die Surface-Support groß genug ist oder das Profil entsüprechend klein gehalten wird.
Ergebnis: 2_44_Stiffener_with_Line_01_end_PC.CatPart

4
Template Eckversteifungen „Stiffener“

Variante 3

3. Round Stiffener
Startmodell: 2_44_Stiffener_Round_01_start.CatPart

Erzeuge Mittelpunkt der Führungslinie (Point / On curve / Middle)


Split Führungslinie an Punkt (Split / Keep both elements)
2 Intersecting points mit Support surface (Intersec)
2 Planes tangential an der Surface (Plane / Tgt to surf)
Intersec Planes beider Referenzachse entsteht (Intersec)
Projiziere Mittelpunkt auf Ref_achse (Project / Normal)
Plane normal zur Führungslinie an projizierten Punkt (Plane / Normal to curve)
Intersec Punkt Plane mit Führungslinie (Intersec)
Kreis mit Center und Intersec Punkt auf Führungskurve (Circle / Center and Point / Whole circle)
Sweep „explicite“, Kreis als Profil entlang Führungskurve (Sweep „explicite“, Circle, Führungslinie,
keine Referenzfläche, Default-Spine)
Verrunden mit Supportfläche (Fillet / Skin-Skin / R7 mm.)
Bringen Sie alle Konstruktionselemente ins „Hide“ und speichern Sie ab. Inputgeometrie sollte sichtbar
bleiben, damit sie beim Ersetzen leichter zu identifizieren ist. Der letzte Schritt ergibt die neue Fläche
mit eingesetzter Eckversteifung. Diese sollte in den übergeordneten OpenBody angehängt werden.
Damit ist die Modellierung der Geometrie fertig. Erzeugen Sie eine PowerCopy aus dem Modell und
speichern Sie diese im Katalog.
Ergebnis: 2_44_Stiffener_Round_01_end_PC.CatPart

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Zughaken

Aufgabe Zughaken
2_32
Voraussetzungen: Kenntnis GSD Wireframe, Operationen
Modell(e): 2_32_01_Zughaken_Start.CATPart
2_32_02_Zughaken_Hakenkontur.CATPart
2_32_03_Zughaken_Drahtgeometrie.CATPart
2_32_04_Zughaken_End.CATPart
Toolbar: Wireframe, Surfaces, Operations (GSD Workbench)
Funktionen: Extrude, Sweep, Split
In dieser Übung soll ausgehend von einem Startmodell und einer Zeichnung ein Zughagen erstellt werden.
Ziel dieser Aufgabe ist es die Funktionen der Wireframe-Workbench zu vertiefen und durch geeignetes
Vorgehen ein komplexes Flächenmodell erzeugen zu können.
Im Bild links Zeichnung mit den notwendigen Maßen. Rechts im Bild das fertige Flächenmodell.

18. Juni 2001 E. Strohmer, Dr. E. Braß, W. Homolka


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Zughaken

1. Hinweise
Lage der oberen Anlagefläche 0, 0, 0.
Wählen sie eine gut durchdachte OpenBody-Struktur!
Das Modell ist soweit wie möglich parametrisch-assoziativ aufzubauen.
Wählen Sie geeignete Teilflächen, um die entgültige Außenform zu generieren.
Versuchen Sie keine Sub-Elemente zu erzeugen, sondern immer eindeutige Lösungen zu gemerieren.
Achten Sie darauf, dass keine Sonderzeichen und Umlaute bei der Namensnomenklatur vergeben
werden.
2. Empfohlene Vorgehensweise
Erstellen der Hakenkontor mit 3D
Drahtgeometrieelementen der GSD Workbench.
Die Maße entnehmen sie bitte dem
Aufgabenblatt.
In den benötigten Ebenen werden die
Profilquerschnitte mit dem Sketcher erzeugt. Die
Maße sowie die Lage der Skizzen entnehmen sie
bitte ebenso dem Aufgabenblatt.

Teilen Sie die Außenfläche/Skizzen des


Zughakens in harmonische Segmente auf, um
geeignete Teilflächen für die Generierung der
Hakenoberfläche zu bekommen.
Erarbeiten sie sich Führungselemente und
geeignete Leitkurven für die zu erzeugenden
Flächen.

Ausgehend von den erzeugten Profilsegmenten werden in geeigneter Weise Flächen erzeugt,
zusammengefügt und getrimmt.

2
Zughaken

Lösung Zughaken
2_32
Voraussetzungen: Kenntnis GSD Wireframe, Operationen
Modell(e): 2_32_01_Zughaken_Start.CATPart
2_32_02_Zughaken_Hakenkontur.CATPart
2_32_03_Zughaken_Wireframe.CATPart
2_32_04_Zughaken_End.CATPart
Toolbar: Wireframe, Surfaces, Operations (GSD Workbench)
Funktionen: Extrude, Sweep, Loft, Fill, Boundary, Join, Rotate, Symmetry, Projection, Split,
Trim, Intersect, Parallel Curve, Spline, Circle, Plane, Line, Point

Erstellen der Kontur in der ZX Ebene (Supportebene) durch Einsatz der Wireframe-Funktionen. Die Maße
entnehmen sie bitte dem Aufgabenblatt. Diese Lösung erhebt keinen Anspruch auf vollständige
Assoziativität und stellt nur eine mögliche Lösung dar.

1. Skizzieren der Innenkontur

Begonnen wird mit dem Innenkreis (D=55) und


der Linie für den Schaft auf der Innenseite. Die
Innenkontur setzt sich aus mehreren bi-
tangentialen Kreisen zusammen:
Bitangent & Radius:
Circle.1/Linie.2/R=77
Circle.1/ParallelCurve24mmCircle.2/R=77

2. Skizzieren der Hakenspitze

Für die Erzeugung dieses Kreisprofil_für_


Kugelkappe (Bitangent & Radius) wird zum Einen
ein Teil des Circle.6 aus der Innenkontur
verwendet (generiert durch einen Split an zwei
Punkten, um keine Sub-Elemente zu erzeugen)
und zum Anderen eine Parallelverschiebung zu
Intersect.2 im Abstand 35mm.

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Zughaken

3. Skizzieren der Außenkontur

Begonnen wird mit der Linie für den Schaft auf


der Außenseite und dem Erzeugen der
Radienmittelpunkte für die folgenden Kreise:
Center & Radius :
Radiusmittelpunkt_fürCircle.3/R=74,5
Radiusmittelpunkt_fürCircle.5/R=68,5

Um bei einem der folgenden bitangentialen Kreise eine eindeutige Lösung zu bekommen, wird ein Trim
zwischen Circle.3 und Circle.5 durchgeführt.
Bitangent & Radius: Circle.3/Linie.1/R=30
Kreisprofil_für_Kugelkappe/Trim_zwischen_Circle.3_und_Circle.5/ R=77

Ergebnis ist 2_32_Zughaken_Hakenkontur.CATPart

4. Skizzieren der Querschnitte


Für die Flächendefinition werden folgende Querschnitte und Ebenen benötigt, deren Maße und Lage
dem Aufgabenblatt zu entnehmen sind:

Kreisquerschnitt im Schaft liegt auf einer


assoziativen Ebene durch den Anfangspunkt
des ersten Kreises in der Außenkonturkontur.

4
Zughaken

Der horizontale Querschnitt liegt auf Plane.1.


(Offset von XY Ebene und Intersect_für_
Sketch_horizontal_1 bzw ..._2)

Der vertikale Querschnitt liegt auf derYZ


Plane.
(Intersect_für_Sketch_vertical_1 bzw ..._2)

Der Kreisquerschnitt in der Hakenspitze liegt


auf einer assoziativen Ebene, die durch die
Position des Kreisquerschnittes auf dem
Aufgabenblatt bestimmt wird.

Ergebnis ist 2_32_03_Zughaken_Wireframe.CATPart

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Zughaken

5. Loftdefinitionen
Um die Flächen des Zughakens generieren zu können, müssen geeignete Sektionen aus den
Querschnitten gewählt werden. In dieser Lösung wurden die einzelnen Querschnitte in vier Sektoren
unterteilt, die durch Splitoperationen an geeigneten Punkten, Spiegelungen und Zusammenfügen
erzeugt worden sind (diese Vorgehensweise wurde gewählt, um so genannte „Nahtstellen“ für die
weitere Konstruktion zu verwenden). Diese benutzten Trennpunkte dienen ebenfalls zur Definition von
Führungskurven (Splines), welche die gleiche Tangentenrichtung besitzen müssen und als „Nahtstelle“
zwischen den einzelnen Lofts fungieren (vgl. folgende Abbildungen):

Um die Außenform des Zughakens durch die Loftoperationen genau bestimmen zu können, werden
aus der Hakenkontur durch Trimmoperationen geeignete Führungselemente (Guide Curves) generiert.

6. Leitkurvendefinition (Spines)
Bei den zu erzeugenden Flächen durch die Loftfunktion, ist es von Vorteil Leitkurven zu definieren, die
immer planare Kurven sein sollen. Die Leitkurven für den inneren und äußeren Loft erhält man deshalb
durch Projektion der Führungselemente (Ergebnis der Trimmoperationen mit der Außenkontur) auf die
ZX Ebene.

7. Flächendefinition

Der Schaft des Zughakens, wird aus einem


Sweep mit ausreichender Länge in pos. Z-
Richtung erzeugt. Als Führungskurve dient der
Kreisquerschnitt im Schaft und als
Referenzfläche die Plane.4 (siehe 4.1: Skizzieren
der Querschnitte).

6
Zughaken

Die folgenden drei Teilflächen des Hakens werden mit Hilfe der Funktion Loft konstruiert.
Die jeweiligen Sektionen aus den einzelnen Querschnitten dienen als Eingangsgrößen für die zu
erzeugenden Lofts.

Sektionen für Loft_Innen:


Spli.24, der eine Tangentialbedingung zu
Sweep.1 besitzt (Kreisprofil_im_Schaft).
Split.23 (horizontaler_Querschnitt)
Join.1 (vertikaler_Querschnitt)
Join.2 (Kreisprofil_in_der_Hakenspitze)
Führungselemente:
Spline.5 (obere_Hakenhälfte)
Split.1_Hakenanfang (Innenkontur)
Spline.6 (obere_Hakenhälfte)
Leitkurven: Spine_Innen

Sektionen für Loft_Aussen:


Join.4, der eine Tangentialbedingung zu
Sweep.1 besitzt (Kreisprofil_im_Schaft).
Trimm.8 (horizontaler_Querschnitt)
Join.3 (vertikaler_Querschnitt)
Join.5 (Kreisprofil_in_der_Hakenspitze)
Führungselemente:
Spline.7 (untere_Hakenhälfte)
Split.1_Hakenanfang (Aussenkontur)
Spline.8 (untere_Hakenhälfte)
Leitkurven: Spine_Innen

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Zughaken

Sektionen für Loft.3 und Loft.4 (zwei


getrennte Loftoperationen)
Split.36 + Split.37, die wiederum eine
Tangentialbedingung zu Sweep.1 besitzen
(Kreisprofil_im_Schaft).
Split.31 + 34 (horizontaler_Querschnitt)
Split.32 + 33 (vertikaler_Querschnitt)
Rotation.10 + Splitt.35
(Kreisprofil_in_der_Hakenspitze)
Führungselemente:
Spline.7 + 8 (untere_Hakenhälfte)
Spline.5 + 6 (obere_Hakenhälfte)
Die Splines müssen jeweils eine
Tangentialbedingung zu den beiden Lofts für
Innen und Außen besitzen.
Leitkurven: 2 x Spine_Innen

Das folgende Zusammenfügen der bisher


erzeugten Flächen zu einem Verbund (Join) wird
durchgeführt, um die erste Begrenzung
(Boundary_grosser_Kreis) für den letzten Loft zu
bekommen.

Der nächste Schritt umfasst die Konzeption der Kugel auf der Hakenspitze. In diesem Fall muss aus
dem tangentialen Kreis am Ende der Hakenspitzenkontur ein Profil für eine Kugel (Revolve) gebildet
werden. Ziel dieser Aktion ist es, die Zweite der beiden benötigten Begrenzungen
(Boundary_kleiner_Kreis aus einen Split an der Ebene.7) für den Loft zu erzeugen.
Als drittes und letztes Element wird noch eine Leitkurve für den Loft aufgebaut. Sie geht durch die
Kreismittelpunkte des Kugelprofils und dem Kreisprofil_in_der_Hakenspitze.

Sektionen für Loft.5


Boundary_kleiner_Kreis, die eine
Tangentialbedingung zu Kugelfläche besitzt
und deren Closing Point neu definiert werden
muss.
Boundary_grosser_Kreis die ebenfalls eine
Tangentialbedingung zum Join.6 besitzt und
deren Closing Point neu definiert werden
muss.
Leitkurve: Spline_für_Loft.5

8
Zughaken

Durch einen Split an der XY Ebene wird der


Zughaken in seiner Länge begrenzt.
Eine Fill-Operation am Schaftende schliesst die
Geometrie. Ein letztes Zusammenfügen von
Kugelfläche, Loft.5, Fill.1 und Join.6 wird der
endgültige Flächenverband erzeugt.
Ergebnis: 2_32_04_Zughaken_End.CATPart

Es besteht nun die Möglichkeit in der Part Design


Workbench eine Close Surface zu generieren.

Überprüfen Sie bitte die Maße gemäß des Aufgabenblattes und führen Sie vernünftige Änderungen durch.
Beurteilen Sie ebenso die Flächen und machen Sie Vorschläge wie die Qualität dieser noch verbessert
werden kann. (Stichwort Connect Curve -> Krümmungsstetige Übergänge in den Profilen)

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Zughaken

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