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Zu c) Soziologie ist die Wissenschaft die Soziales Handeln deutend verstehen

und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will.

Zweck- und Wertrationales Handeln


a. Aus welchen Mengen grenzt Weber soziales Handeln aus/Kriterien
Zu a) Soziales Handeln ist eine Untermenge des Handelns, welche eine
Untermenge des Verhaltens darstellt. Handeln ist ein menschlisches Verhalten
( äußeres oder ineres Tun, Unterlassen oder Dulden), wenn und insofern die
Handelnden mit ihm einen subjektiv gemeinten Sinn verbinden. Soziales
Handeln aber soll ein solches Handeln heißen, welches seinem von dem
Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird
und daran in seinem Ablauf orientiert ist.

Zu b) Zweckrational handelt, wer sein Handeln nach Zweck, Mittel und


Nebenfolgen orientiert und dabei sowohl die Mittel gegen die Zwecke, wie
die Zwecke gegen Nebenfolgen, wie endlich auch die verschiedenen möglichen
Zwecke gegeneinander rational abwägt.

Zu c) Wenn ich mich beim Einkaufen am Preis orientiere, immer das


Günstigste bei gleicher Qualität wähle, handle ich dabei zweckrational.

Zu d) Wertrationales Handeln ist im Gegensatz zum zweckrationalen Handeln


erfolgsunabhängig orientiert. Wer wertrational handelt, misst einem bestimmten
Sichverhalten einen ethischen, ästhetischen, religiösen oder wie immer sonst zu
deutenden Eigenwert bei.

Zu e) Autokauf: wenig Sprit verbrauch und einen Kofferraum wo meine


Golfausrüstung hineinpasst, kaufe ich mir das Auto aus zweckrationalen
Gründen. Und ich ihm ästhetischen Eigenwert beimesse(wertrational)

Orientierungsalternativen von Parsons


Orientierungsproblem Lösung

Antrieb Gratifikation – Aufschub affektiv – affektneutral


Wert Überpersönlich – Persönlich Kollektiv – Selbst
Situationsimmanent – transzendent Partikularismus – Universalismus
Objekt Modalität Qualität – Leistung
Funktionsbreite diffus – spezifisch
raditional – modern
Gemeinschaft – Gesellschaft

Parsons Orientierungsalternativen:
a. (4) Was ist die Alternative zur universalistischen Orientierung?
b. (2) Was ist die Alternative zur funktional diffusen Orientierung?
Abgrenzung?Beispiel!

Zu a) Partikularistische Orientierung. Orientiert sich Person partikularistisch,


orientiert sie sich an für Personen angemessenen Werten; orientiert sie sich
universalistisch, dann orientiert sie sich an für Kategorien für Personen
angemessene Werte. Ein Kind sieht seine Eltern partikularistisch, nur seine
Mutter, nicht irgendeine, ist die eigene Mutter. Der Schüler sieht seinen Lehrer
universalistisch,erst Unterricht durch Lehrer A, dann Lehrer B

Zu b) Die Alternative zur funktional diffusen Orientierung ist die funktional


spezifische Orientierung. Orientiert sich Ego an Alter funktional diffus,
erfüllt Alter mehrere Funktionen für Ego, orientiert sich Ego
funktional spezifisch, so erfüllt Alter nur eine spezifische Funktion.
Das Kind orientiert sich an seinen Eltern funktional diffus, es geht mit ihnen
ins Schwimmbad, wird von ihnen ernährt, von ihnen erzogen. Der Schüler
orientiert sich an seinem Lehrer funktional spezifisch, die Funktion des Lehrers
bezieht sich auf seinen spezifischen Handlungsrahmen, den Schüler zu lehren

b. (5) Ordnen Sie die Beziehung Eltern-Kind und die Beziehung Lehrer
Schüler einer der beiden Seiten
Zu b) Die Eltern-Kind-Beziehung lässt sich der traditionalen Lösung des
Orientierungsproblems zuordnen, die Lehrer-Kind-Beziehung der modernen
Lösung. Das Kind orientiert sich affektiv an seinen Eltern, der Schüler
affektneutral an seinem Lehrer. Das Kind sieht seine Eltern partikularistisch,
nur die eigene Mutter ist die Mutter, keine andere Mutter. Die Beziehung zwischen
Lehrer und Schüler dagegen ist universalistisch, nicht die Person des
Lehrers sondern seine Rolle ist für die Schüler-Lehrer-Beziehung entscheidend.

e.(2) Was ist der Orientierungspunkt auf der dritten Ebene/definition?


Zu a) Parsons unterscheidet die kognitive Ebene, die affektive Ebene und die
Evaluative Ebene. Die ersten beiden kann man zur kognitiv-affektiven
Orientierungsebene zusammenfassen. Für soziales Handeln ist nach Parsons
die evaluative Ebene entscheidend, da alles soziale Handeln aufgrund eines
inneren Monologs, einem abwägen von Werten entsteht.

Zu b) Auf der kognitiven Ebene lernt das Kind nach den Prinzipien der
Generalisierung und der Differenzierung.

Zu c) Wird ein Kind von einem Hund angefallen, so generalisiert es dieses


Erlebnis und denkt, dass alle Hunde beißen. Wenn es nun einem kleinen Hund
begegnet, der nicht beißt, so differenziert es zwischen den Hunden und schließt, nur
große Hunde beißen.

Zu d) Auf den ersten beiden Ebenen richtet sich das Handeln nach dem Lustprinzip,
auf der dritten Ebene nach dem Realitätsprinzip

Zu e) Der Orientierungspunkt sind die Werte, die „Vorstellung des Wünschbaren“.


Sie stellen die sozial definierten Maßstäbe dar, an denen sich das Individuum
orientiert.
Sozialisation:
Zu a) Mit komplementarität der Erwartungen meint Parsons, dass sich die Erwartungen
Egos und Alters ergänzen. Eermöglicht beiden die Erfüllung der Bedürfnisse, die
hinter den Erwartungen stehen.

Zu b)Hierarchie der Generationen, zwei Geschlechter (Mutter und Vater)


→ Elternkoalition

Zu c) für den zweiten und dritten Schritt

Zu d)Kinder in Bezug auf Ernährung, Schutz, Anerkennung von Eltern abhängig


sind, orientieren sie sich am Willen der Eltern. Kind will von sich, was die Eltern
von ihm wollen. Es identifiziert sich mit ihnen und internalisiert die elterlichen
Normen. Im dritten Schritt des Sozialisationsprozesses lernt das Kind Verbote
und Gebote zu abstrahieren. Das Kind identifiziert sich mit beiden Elternteilen
und internalisiert die Normen von beiden. Weil ergänzende Rollen von Vater
und Mutter eine Koalition bilden, ist das Kind gezwungen, die oft konfligierenden
Normen von beiden in eine Hierarchie zu bringen.

Zu e)Iprimäre Sozialisation: allgemeine Normen (das Gewissen) vermittelt, auf


Familie beschränkt und zeitlich begrenzt.
sekundäre Sozialisation: spezifische Normen vermittelt.(gelten nur für bestimmte
Lebensbereiche, Situationen), außerhalb der Familie und zeitlich unbegrenzt

Werterwartungstheorie:
a. Grundgedanken/Grundbegriffe der Werterwartungstheorie
Zu a)Der Handelnde schätzt für jede Konsequenz einer Handlung den subjektiven
Nettonutzen und die Warscheinlichkeit für dessen Auftreten ein, summiert die
Produkte von Nutzen und Warscheinlichkeit jeder Konsequenz zum Gesamtnutzen
einer Handlungsalternative auf und wählt im Anschluss die
Alternative mit dem höchsten erwarteten Nutzen.

Zu b) Die Werterwartungstheorie überschätzt die menschliche Fähigkeit der


Nutzenschätzung und der Informationsverarbeitung. Des Weiteren spricht sie
dem Menschen fälschlicherweise absolute Rationalität zu und ignoriert
innerpsychologische Prozesse

Zu c) Im Alltag handeln Menschen meist nicht rational. Bietet man einer Person
20 Euro an oder einen Münzwurf um 50 Euro würden die meisten die 20 Euro
nehmen, obwohl nach der Werterwartungstheorie die Handlungsalternative mit
dem größeren Nutzen das Spiel um 50 Euro ist (0.5*50=25>20=1.0*20)

b. (3) Stellen Sie mit den Begriffen der Werterwartungstheorie Fall dar,
warum man nicht Lotterie spielen sollte
c. (3) Verändern Sie den Fall so, dass trotzdem erklärbar wird, warum
Menschen sich an einer Lotterie beteiligen.

Zu b) Der Akteur hat die Handlungsalternative „Spielen“ und nicht „Spielen“.


Spielt er, ergibt sich für die Konsequenz Gewinn 0,001*1000=1 addiert mit
der Konsequenz Loskauf 1*-5. Aufsummiert ergibt sich für die
Handlungsalternative Spielen nach der WET ein Wert von minus 4. Spielt er nicht,
ergibt sich für die Konsequenz Gewinn 0*1000=0 addiert mit der Konsequenz
Loskauf 0*-5=0, summa summarum Null. Nach der WET spielt man also nicht.

Zu c) Ergänzt man die Konsequenz Freude am Spiel, und ordnet hier ideele Werte
zu bspw. Spielfreude gleich 10€ ergibt sich für die Alternative Spielen ein wert
von 6, für die Alternative nicht spielen nach wie vor Null. Nun erklärt die WET
das scheinbar irrationale Verhalten der Akteure.

b. (1) Welche Form der Erklärung durch dieses Schema ausgeschlossen?


c. (3) Welche der drei Schritte kennen iauch die Akteure, welche nicht?

Zu b) Die Erklärung eines Makrophänomens durch ein anderes Makrophänomen


ist hierdurch ausgeschlossen.

Zu c) Der erste und zweite Schritt ist den Akteuren meist bewusst, der dritte Schritt,
das Aggregationsproblem, ist für den Akteur nicht fassbar.

c. Führen Sie das Erklärungsschema für einen Zieltatbestand ihrer Wahl


Zu c) Nehmen wir als sozialen Ausgangstatbestand den technischen Fortschritt
der dem einzelnen extreme Mobilität ermöglicht. Der Akteur soll ein
Familienvater sein, der sich aufgrund dieser ermöglichten Mobilität für einen
von seinem Wohnort weit entfernten Arbeitsplatz entscheidet. Da sich viele
Familienväter so entscheiden, aggregiert als Folge eine neue Familienform,
„living apart together“. Dieser neue sozilale Tatbestand lässt sich also über die
Mikroebene aus dem technischen Fortschritt heraus erklären(das wäre allerdings
nur eine mögliche Erklärung).

Zu a) Bei einem Nullsummenspiel konkurrieren mehrere Parteien um ein Gut,


produzieren jedoch keines. Bei einem Nichtnullsummenspiel können durch
kooperierendes Verhalten positive Externalitäten

Zu e) Im Gefangenendilemma liegt das Gleichgewicht bei der Defektion aller


teilnehmer. Da Ego sowie Alter rational und nutzenmaximierend sind und darum
wissen, dass Ego bzw. Alter auch rational und nutzenmaximierend sind, müssen
beide defektieren. Im Schnitt ist die Defektion die bessere Alternative, da (T+P)/2
größer als die durchschnittliche Auszahlung bei Kooperation, (R+S)/2.
Die Situation verhält sich für Ego und Alter gleich.

Gefangenendilemma:
b.Welche beiden bedingungen, damit die Akteure kooperieren?
c. Was versteht man unter „Rückwärtsinduktion“?
d.TFTs wichtigste Eigenschaften?
e. Was macht TFT wenn es auf eine Strategie „immer K“ trifft?
f. Was macht TFT wenn es auf eine Strategie „immer D“ trifft?
Zu b)Schatten der Zukunft muss groß sein, offene Zukunft

Zu c) Wenn ein Gefangenendilemma n mal wiederholt wird und n zu Beginn des


ersten Spiels feststeht, werden beide im letzten zug defektieren. Da beide darum
wissen, dass alter im letzten zug defektiert, defektieren beide schon im vorletzten
usw. Schlussendlich defektieren beide schon im ersten Zug, das
Gefangenendilemma lässt sich also als ein einziges Spiel auffassen.

Zu d) Freundlichkeit, Provozierbarkeit Zu e) immer K Zu f) immer D


Kollektivgut:
a. (2) Wie definiert Olson ein Kollektivgut? Beispiel!.
b. (4) Aufgrund welcher beiden Überlegungen tragen die Mitglieder
einer Gruppe nicht ohne weiteres zur Produktion eines Kollektivguts bei?
c. (4) Welche zwei Mittel sieht Olson, um die Mitglieder einer Gruppe zur
Produktion eines Kollektivguts zu motivieren? Geben Sie zu jedem Mittel
ein Beispiel.
Zu a) Ein Kollektivgut ist ein Gut, von dem keiner der sozialen Gruppe
ausgeschlossen werden kann. Niedrige Strompreise beispielsweise sind ein
Kollektivgut, von dem kein Mitglied der Gruppe der Stromkunden ausgeschlossen
werden kann.
Zu b) 1. Überlegung:Wenn genügend andere zum Kollektivgut beitragen und das
Kollektivgut zustande kommt, werde ich nicht mitmachen, kann meine Ressourcen
schonen und trotzdem vom Kollektivgut profitieren.
2. Überlegung: Wenn nicht genügend andere mitmachen und das Kollektivgut
nicht zustande kommt, habe ich wenigstens den Aufwand eines eigenen Beitrags
gespart, wenn ich nicht mitmache.

Zu c) Zwang; die Mitglieder der gruppe werden zur Kooperation gezwungen,


die möglichkeit der Defektion wird ausgeschlossen.(Beispiel: Jeder Student muss
den Asta-Beitrag zahlen.)Selektive Anreize; den kooperierenden Gruppenmitgliedern
werden Vorteile verschafft, der Nettonutzen der Kooperation steigt. (beispielsweise
günstige Versicherungen für Gewerkschaftsmitglieder.)

Entstehung von Normen:

Zu a) Normen sind Sollenserwartungen, die von einer Person an eine andere


gehegt werden.

Zu b) Die Gültigkeit einer Norm ist ein sozialer Tatbestand; eine Norm ist gültig,
wenn eine Sollenserwartung von genügend Mitgliedern einer Gruppe befolgt und
die Übertretung von genügend Mitgliedern sanktioniert wird. (S.131)

Zu c) Das Zusammenleben schafft Interdependenzen, die für jeden eine Externalität


darstellen. Da negative Externalitäten unvermeidlich und unwillkommen sind,
entstehen Normen, die diese negativen Externalitäten ausschließen. Negative
Externalitäten schaffen also Bedarf an einer Norm. (S.131)

Zu d) Jeder Bewohner einer Stadt hat ein Interesse an nächtlicher Ruhe, es besteht
also Bedarf an einer Norm die diese positive Externalität der Nachtruhe sicherstellt.
Wird die Norm des nächtlichen Ruhehaltens gebrochen, wird der Ruhestörer von
den anderen sanktioniert, beispielsweise durch Rufen der Polizei.(S.131)

Zu e) Die Metanorm besagt, dass das Nicht-Sanktionieren einer Normverletztung


auch sanktioniert werden muss, damit die Norm eingehalten wird.

Zu f) Normspiel: Es gibt zwei Rollen; der Akteur, der sich für die Kooperation oder
Defektion entscheiden muss und der Akteur, der den Defekteur bestrafen oder nicht
bestrafen kann.
Metanormspiel: Im Metanormspiel kommt der Akteur hinzu der den Akteur, der die
Defektion nicht bestraft, bestraft oder gewähren lässt.
Zu g) Beim Normspiel fällt die Sanktionsbereitschaft und steigt die
Defektionsbereitschaft der Akteure, da die Sanktion ihrerseits Kosten verursacht.
Beim Metanormspiel wird die Sanktionsbereitschaft durch die Sanktionierung der
Nichtsanktion aufrechterhalten, weshalb die Norm entstehen kann.