Sie sind auf Seite 1von 16

Satz: Andreas Linster

Kulturerbe

Satz: Andreas Linster Kulturerbe GENERALDIREKTION KULTURELLES ERBE Schätze des landes rheinland-Pfalz Wir machen
Satz: Andreas Linster Kulturerbe GENERALDIREKTION KULTURELLES ERBE Schätze des landes rheinland-Pfalz Wir machen

GENERALDIREKTION

KULTURELLES ERBE

Schätze des landes rheinland-Pfalz

Linster Kulturerbe GENERALDIREKTION KULTURELLES ERBE Schätze des landes rheinland-Pfalz Wir machen Geschichte lebendig.

Wir machen Geschichte lebendig.

ÜbersichtsKarte Schätze des landes rheinland-Pfalz Welterbe Limes Niederbieber, Neuwied Schloss bürresheim, Mayen
ÜbersichtsKarte
Schätze des landes
rheinland-Pfalz
Welterbe Limes
Niederbieber, Neuwied
Schloss bürresheim, Mayen
Koblenz
Festung ehrenbreitstein,
burgen, Schlösser, Altertümer,
landesmuseum Koblenz
boppard
Welterbe Mittelrheintal
Mainz
landesmuseum Mainz
landesdenkmalpflege
Neumagen
Mainzer Dom
Trier
rheinisches landesmuseum trier
Kaiserthermen
Porta Nigra
Wallertheim
Welterbe Trier
Donnersberg
Ludwigshafen
Kaiserslautern
Welterbe Dom zu Speyer
landesarchäologie Außenstelle Speyer
burg trifels, Annweiler
birkweiler

Titelfoto: Mädchen mit Glashund von Wallertheim („Kelti“), 2. Jhr. v. Chr.

Foto unten: Ausstellung KULTURERBE – Schätze des Landes Rheinland-Pfalz auf dem Schlossplatz der Festung Ehrenbreitstein, Sommer 2011

2

KuLturerbe – schätze des Landes rheinLand-PfaLz

Ob archäologisches Fundstück oder bauliches Denkmal, ob antikes, mittelalterliches oder neuzeitliches Kunstwerk:

Rheinland-Pfalz hat ein reiches kulturelles Erbe. Dieses Erbe zu erforschen, zu schützen, zu pflegen, zu vermitteln und alle Menschen daran teilhaben zu lassen, ist Ziel und Aufgabe für die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz.

Auf großformatigen Fotografien zeigt diese Schau heraus- ragende Objekte aus den Arbeitsbereichen aller Direktionen der GDKE Rheinland-Pfalz – den drei Landesmuseen in Mainz, Koblenz und Trier, der Landesdenkmalpflege, der Landesar- chäologie sowie Burgen, Schlösser, Altertümer.

Die „Schätze des Landes“ stehen jedoch nicht für sich allein. Zu jedem tritt in der bildlichen Inszenierung ein konkreter Mensch oder eine Gruppe: Frau, Mann, Kind von heute, die zeigen wie sehr diese Objekte zu unserem Leben gehören und dieses prägen. Derart verbindet diese Präsentation Informa- tionen über die kulturhistorischen Schätze mit der stolzen Botschaft „Wir alle sind Kulturerben!“.

Die Ausstellung gehört zum vielfältigen Angebot der GDKE Rheinland-Pfalz zum BUGA-Jahr 2011. Sie hat auf dem Schlossplatz der Festung Ehrenbreitstein ihren Platz gefunden. Ab 2012 geht die Ausstellung auf Wanderschaft.

Fotograf: Götz Schleser, berlin

3

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesmuseum Koblenz

ModeLL einer bÜcKer JungMeister bÜ.133

Das Landesmuseum Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein ist das Museum für die Kulturgeschichte der Technik in Rheinland-Pfalz. Ein besonderer Sammlungsschwerpunkt liegt auf Erfindungen berühmter Konstrukteure, die hier geboren wurden und weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen in der Fachwelt sorgten und die Technik ihrer Zeit revolutionierten.

Einer dieser kreativen Köpfe war der Flugzeugkonstrukteur Carl Clemens Bücker (1895-1976), der 1895 in Koblenz-Ehrenbreitstein geboren wurde und zunächst in Schweden und dann in Berlin Karriere machte.

Hier zeigen wir Ihnen das Modell einer Bücker Jungmeister BÜ.133, das ein Mechaniker der Flughafen- werft in Winningen für uns zur Startbahn trägt.

Flughafen- werft in Winningen für uns zur Startbahn trägt. Modell einer Bücker Jungmeister Bü.133 von 1935

Modell einer Bücker Jungmeister Bü.133 von 1935 Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Direktion Landesmuseum Koblenz

thonet-schauKeLstuhL fÜr Kinder

Wer kennt nicht die berühmten Wiener Kaffeehausstühle mit ihrer gebogenen Rückenlehne? Das Design und die Idee des Biegens von Holz unter Wasserdampf für die Möbelherstellung kommt von dem aus Boppard stammenden Michael Thonet (1796 – 1871), der später in Wien zu Weltruhm gelangte.

Auch der hier gezeigte Schaukel- stuhl für Kinder, dessen Design auf das Jahr 1860 zurückgeht, ist längst ein Klassiker.

Thonet-Schaukelstuhl für Kinder, nach 1860 Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Direktion Landesmuseum Koblenz

4

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesmuseum Koblenz

toni schneiders

Vier unbekannte tanzende Jungs vor den Mauern der Festung

Ehrenbreitstein inspirierten den Fotografen Toni Schneiders

1957 zu der hier klein gezeigten Aufnahme. Heute wären die

Jungs von damals Mitte Sechzig und hätten hoffentlich noch genau soviel Spaß, wie die Männer im März 2011 vor der Kamera von Götz Schleser.

Schneiders (1920-2006), in Urbar bei Koblenz geboren, zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Fotografie nach

1945 in Deutschland. Das Landesmuseum Koblenz und die

dort beheimatete Landessammlung zur Geschichte der Fotografie in Rheinland-Pfalz besitzt eine Vielzahl der Werke des Künstlers, die zuletzt 2006 in einer großen Retrospektive präsentiert wurden.

2006 in einer großen Retrospektive präsentiert wurden. toni Schneiders, Spielende Kinder auf der Festung

toni Schneiders, Spielende Kinder auf der Festung ehrenbreitstein, Original-Aufnahme von 1957 Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz, Direktion landesmuseum Koblenz

1957 Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz, Direktion landesmuseum Koblenz Aufnahme von Götz Schleser, 2011 5

Aufnahme von Götz Schleser, 2011

5

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion rheinisches landesmuseum trier

MundschenK-reLief

Das Rheinische Landesmuseum Trier ist eines der wichtigsten archäologischen Museen in Deutschland. Einzigartig und unverwechselbar ist die außergewöhnliche Fülle und Quali- tät der Zeugnisse zur Römerzeit. Ständig kommen durch Grabungen neue Exponate hinzu. Das hier gezeigte Relief wurde 1884 in den Fundamenten des spätrömischen Kastells Neumagen (Mosel) gefunden.

Der darauf abgebildete bärtige Mann wird allgemein als Mund- schenk gedeutet. Einen solchen konnte sich nur die wohlhabende Oberschicht leisten, was uns zu einer Inszenierung in einem Trierer Sterne-Restaurant veranlasste.

Mundschenk-Relief, um 185 n. Chr., heller grünlicher Sandstein Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier Gesellschaft für nützliche Forschung Trier e.V.

trevererMännchen

Die Bronzestatuette des sogenannten »Treverermännchens« zeigt einen Mann in einer zu römischer Zeit bei der Trierer Bevölkerung beliebten Tracht: Über der nur bis zum halben Oberschenkel reichenden Tunika trägt er einen einteiligen Kapuzen- mantel, die sogenannte paenula. Gamaschen und geschnürte Schuhe, in der man durchaus dem Regen und der Kälte im Winter trotzen konnte, komplettieren die Ausstattung.

Unseren Fotografen inspirierte das Männchen zu einem Shooting mit einem Trierer Winzer im Regenman- tel. Leider bei nahezu wolkenlosem Himmel…

„Treverermännchen“, Trier oder Umgebung 3. Jahrhundert n. Chr., Bronze Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier Gesellschaft für nützliche Forschung Trier e.V.

6

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion rheinisches landesmuseum trier

MÜnzPoKaL

Tief unten in den Gewölben der Kaiserthermen in Trier präsentiert uns der Numismatiker des Rheinischen Landes- museums Trier ein ganz besonders wertvolles Stück: einen massiv goldenen Münzpokal aus dem 18. Jahrhundert, den der damalige Domdekan Karl Kaspar Emmerich von Quadt († 1742) anfertigen ließ.

Den Münzpokal und den dazugehörigen Unterteller zieren 41 antike Goldmünzen, acht Nachgüsse antiker Stücke sowie zwei prächtige Goldmedaillen des 17. und 18. Jahrhunderts. Auf selbstbewusste Weise verbinden sich in dem pracht- vollen Stück so der Stolz auf lokale Zeugnisse des Altertums mit dem Anspruch kirchlicher Macht und dem Bedürfnis nach Repräsentation.

kirchlicher Macht und dem Bedürfnis nach Repräsentation. Münzpokal, Augsburg (?), 1732, Gold und Emaille

Münzpokal, Augsburg (?), 1732, Gold und Emaille Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier

7

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesarchäologie, Außenstelle Speyer

KeLtischer achsnageL

Die Kelten, die vor 2.500 Jahren auch Teile des heutigen Rheinland-Pfalz besiedelten, gelten als erste Hochkultur Europas und waren Meister der Schmiedekunst.

Der figürlich verzierte bronzene Achsnagel aus dem großen keltischen Oppidum auf dem Donnersberg (Nordpfalz) sorgte einst dafür, dass das Rad eines keltischen Wagens sich nicht von der Achse lösen konnte. Die Verzierung des Nagels mit einem grimmig dreinblickenden Maskenkopf, der eine haubenartige Krone trägt, macht ihn zu einem besonderen Einzelstück keltischen Kunstschaffens, zu dem bis jetzt jegliche Vergleiche fehlen.

Kunstschaffens, zu dem bis jetzt jegliche Vergleiche fehlen. Replik eines Keltischen Achsnagels, 2. Jh. v. Chr.,

Replik eines Keltischen Achsnagels, 2. Jh. v. Chr., Bronze Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer

8

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesarchäologie, Außenstelle Koblenz

röMische drachenstandarte

Der bei Niederbieber (Neuwied) von den Landesarchäologen ausgegrabene Drachenkopf war bei seiner Entdeckung 1974 eine Sensation: Er ist bis heute das einzige bisher bekannte Original einer Standarte in Drachenform (draco). An dem aus dünnem Kupferblech getriebenen und feuervergoldeten Drachenkopf war ein schlauchförmiger Windsack aus Stoff angesetzt. Wenn der Reiter die Standarte im Galopp hoch- hielt, strömte der Luftzug durch den geöffneten Rachen, blies den Stoffleib auf und ließ ihn einem Drachenkörper gleich im Wind schlängeln.

Das römische Leben, seine Sitten und Bräuche stellen heute zahlreiche Gruppen nach. Besonders authentisch tut dies die Römergruppe COHORS VII RÆTORVM EQ aus Rheinbrohl, die wir für diese Inszenierung gewinnen konnten.

Der originale Drachenkopf wird heute in der Dauerausstel- lung „Geborgene Schätze – Archäologie an Mittelrhein und Mosel“ auf der Festung Ehrenbreitstein gezeigt.

und Mosel“ auf der Festung Ehrenbreitstein gezeigt. römische Drachenstandarte, 4. Jh. n. Chr., getriebenes

römische Drachenstandarte, 4. Jh. n. Chr., getriebenes Kupferblech mit Feuervergoldung Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz, Direktion landesarchäologie, Außenstelle Koblenz

9

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesdenkmalpflege

Mainzer doM

Der im Jahr 1009 geweihte Mainzer Dom ist künstlerisch und historisch gesehen von höchster Bedeutung. Das Bauwerk gehört zu den herausragenden Zeugnissen des christlichen Glaubens in Europa. Die schicksalhafte und wechselvolle Geschichte des Mainzer Doms war über Jahrhunderte hinweg eng mit der machtvollen Stellung der Mainzer Erzbischöfe verbunden. Entsprechend prachtvoll gestalteten sie ihre Hauptkirche.

Seit mehreren Jahren läuft die Außenrestaurierung des Doms, die auch vom Land Rheinland-Pfalz unterstützt wird. Fachlich beraten wird das Großprojekt von den Experten der Direktion Landesdenkmalpflege.

Ein Teil der Instandsetzungsarbeiten wird in den kunsthand- werklichen Werkstätten der Dombauhütte ausgeführt, die seit 1984 sogar im Steinmetzhandwerk ausbildet. Besonderen Wert legt man darauf, möglichst originalgetreues Material zu verwenden und historische Oberflächengestaltung nachzu- empfinden. Die Steinmetze wenden hierbei meist traditio- nelle Handwerkstechniken und -werkzeuge an.

meist traditio- nelle Handwerkstechniken und -werkzeuge an. Mainzer Dom, geweiht 1009 n. Chr. – fachliche Beratung

Mainzer Dom, geweiht 1009 n. Chr. – fachliche Beratung der Gesamtsanierung durch die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege

10

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesdenkmalpflege

PfäLzisches Winzergehöft

Die Landesdenkmalpflege kümmert sich von der wissen- schaftlichen Erfassung, Erforschung und Dokumentation der über 45.000 Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz bis hin zur konkreten Beratung bei Instandsetzungsmaßnahmen. Neben Großprojekten wie dem Mainzer Dom, gehört hierzu auch die Zusammenarbeit mit privaten Eigentümern.

Ein besonders gelungenes Beispiel für ein gutes und ver- trauensvolles Miteinander ist die Sanierung eines barocken Winzergehöfts in Birkweiler (Südpfalz), das 2010 mit dem ersten Sparkassen Denkmalpreis Rheinland-Pfalz ausge- zeichnet wurde.

In liebevoller Kleinarbeit, mit aufwendigen Recherchen nach den historisch richtigen Farben und Baumaterialien – von den Dachziegeln bis zu Türverzierungen und –beschlägen – restaurierten die heutigen Eigentümer das 811 Quadratmeter große Anwesen. Eine Arbeit, die sich gelohnt hat und zeigt wie gut sich in einem historischen Gebäude mit modernen Wohnansprüchen leben und arbeiten läßt.

mit modernen Wohnansprüchen leben und arbeiten läßt. Pfälzisches Winzergehöft von 1750 – fachliche Beratung

Pfälzisches Winzergehöft von 1750 – fachliche Beratung der Gesamtsanierung durch die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege

11

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesmuseum Mainz

»KeLti«

Im Jahr 1951 wurden am Rand einer Ziegeleigrube in Wallert- heim (Landkreis Alzey-Worms) mehrere keltische Brandgrä- ber gefunden. Zwei der Gräber fielen dabei besonders auf, da sie von einem Graben umgeben direkt nebeneinander lagen. Noch ungewöhnlicher war aber eine der Beigaben:

ein kleiner gläserner Hund, der mit 2,1 cm Länge kaum größer als ein Fingernagel ist, aber durch seine feine Aus- arbeitung besticht, die sogar eine zoologische Bestimmung zulässt. Es handelt sich um einen sogenannten Torfhund, der in latènezeitlichen Siedlungen häufig vorkam. Vermutlich war das Hündchen einem kleinen Mädchen als symbolischer Begleiter beigegeben.

Hundefiguren aus dieser Zeit sind relativ selten und bestehen in der Regel aus Ton, Bronze, Eisen oder Gagat. Der Wallertheimer Glashund ist damit absolut einzigartig.

Der Wallertheimer Glashund ist damit absolut einzigartig. Glashund von Wallertheim ("Kelti"), 2. Jh. v. Chr.,

Glashund von Wallertheim ("Kelti"), 2. Jh. v. Chr., Glas Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesmuseum Mainz

12

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion landesmuseum Mainz

statuette eines Jungen Pferdes

Das Landesmuseum Mainz ist eines der ältesten Museen in Deutschland und begeistert mit einer hochkarätigen kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlung von den Anfängen der Kultur bis zur Kunst der Gegenwart, darunter auch Werke des in Mainz geborenen, und weit über regionale Grenzen bekannten Bildhauers Philipp Harth (1885 – 1968). Dieser hat sich ausschließlich mit dem Thema Tierplastik befasst, von denen rund 40 Werke im Besitz des Landesmuseums sind.

Die Auswahl der kleinen Pferdeplastik ist dabei nicht zu- fällig, ist doch das Museum im historischen Gebäude des ehemaligen kurfürstlichen Marstalls, d.h. den herrschaft- lichen Stallbauten, untergebracht. Auf dessen Dach lockt ein großes goldenes Ross die Besucherinnen und Besucher weithin sichtbar an.

Ross die Besucherinnen und Besucher weithin sichtbar an. Statuette eines jungen Pferdes, 1941/42, Bronze

Statuette eines jungen Pferdes, 1941/42, Bronze Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesmuseum Mainz

13

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion burgen Schlösser Altertümer

burg trifeLs

Aus Sandstein erbaut, thront die Burg Trifels 494 Meter hoch über Annweiler (Pfalz) auf einem dreifach gespaltenen Felsen des Sonnenbergs. Daher leitet sich wahrscheinlich auch der Name Trifels ab – dreifacher Fels. Im Mittelalter bewahrten hier die Könige und Kaiser des römisch-deutschen Reiches immer wieder ihren wertvollsten Besitz auf: Die Reichskleinodien. Die Nachbildungen von Reichskrone, Reichsapfel, Reichs- schwert und heiliger Lanze können die Gäste heute in der neu inszenierten Schatzkammer der Burg bestaunen.

Ihre traumhafte Lage inmitten des Pfälzer Waldes macht die Burg Trifels auch zu einem beliebten Wanderziel. Burg Trifels ist mit den nahegelegenen Burgen Anebos und Scharfenberg durch den Annwei- lerer Burgenweg verbunden.

schLoss bÜrresheiM

Burg Trifels, Annweiler, erste urkundliche Erwähnung 1081 n. Chr. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer

Spitze Türmchen, dicke Mauern, kunstvolles Fachwerk:

Schloss Bürresheim bei Mayen (Eifel) durfte bereits als Filmkulisse für diverse Verfilmungen, darunter der Kino- Kassenschlager "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" (als "Schloss Brunwald") herhalten – so märchenhaft ist es.

Hinter den bis zu vier Meter dicken Mauern verbirgt sich heute das älteste, kontinuierlich gewachsene Schlossinventar in Rheinland-Pfalz. So wurde Schloss Bürresheim nie zerstört und Generationen einer Adelsfamilie konnten hier bis 1938 unbehelligt wohnen. Im Laufe der Jahrhunderte trugen sie – wie hier im Musikzimmer – eine reiche Einrichtung an Möbeln und Bildern zusammen, die einen schönen Kontrast zu der jungen Frau mit iPad bilden.

einen schönen Kontrast zu der jungen Frau mit iPad bilden. Schloss Bürresheim, St. Johann bei Mayen,

Schloss Bürresheim, St. Johann bei Mayen, erste urkundliche Erwähnung 1157 n. Chr. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer

14

Generaldirektion Kulturelles erbe rheinland-Pfalz – Direktion burgen Schlösser Altertümer

Porta nigra

Die Porta Nigra, heute UNESCO-Welterbe und Wahrzeichen der Stadt Trier, ist das besterhaltene Stadttor der römischen Welt nördlich der Alpen. Das sie bis heute in ihrer impo- santen Größe beeindruckt und nicht der Zerstörung zum Opfer fiel, verdankt sie nicht zuletzt dem heiligen Simeon. Der griechische Wandermönch ließ sich im 11. Jahrhundert in das „schwarze Tor“ einmauern, um in Einsamkeit ein frommes Leben zu führen. Nach seinem Tod wurde die Porta Nigra zur Kirche umgebaut und blieb so bis in die Gegenwart erhalten.

In Gedenken an diese sakrale Nutzung findet seit 2007 jedes Jahr am Vorabend des Tags des offenen Denkmals (2. Sonntag im September) ein Hochamt mit Domkapitular Hans-Wilhelm Ehlen in den historischen Mauern statt, der uns hier aus einem der Fenster entgegenschaut.

statt, der uns hier aus einem der Fenster entgegenschaut. Porta Nigra, Trier, 2. Jh. n. Chr.

Porta Nigra, Trier, 2. Jh. n. Chr. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer

15

Stand: September 2011

Stand: September 2011 GeNeraldireKTioN KulTurelles erbe rheiNlaNd-Pfalz Festung Ehrenbreitstein 56077 Koblenz Fon 02 61 /

GeNeraldireKTioN KulTurelles erbe rheiNlaNd-Pfalz

Festung Ehrenbreitstein 56077 Koblenz

Fon 02 61 / 66 75-0 info@gdke.rlp.de www.gdke.rlp.de

Fotograf:

Götz Schleser, Berlin, www.goetz-schleser.de für image|trust , Koblenz, www.imagetrust.de