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Interaktionen mit Skype im Französischunterricht im Anfängerbereich:

Integrationsmöglichkeiten

Christophe Bouyssi, Leibniz Universität Hannover

Einführung

1. Das Konzept des Blended Learning besteht (…) darin, dass sich Präsenzphasen und E-Learning-Phasen abwechseln. Dienen die Präsenztreffen dem Kennenlernen, der Wissensvertiefung durch Vorträge, kooperativen Diskussion und dem Erfahrungsaustausch, so fokussieren die

E-Learnung-Phasen den Wissenserwerb durch selbst gesteuertes

individuelles und kooperatives Lernen.

2. Blended Learning bedeutet aber auch, dass die zu vermittelten Lernhinhalte auf verschiedene Medien und Methoden verteilt werden.

(Kopp, B., Mandl, H., 2009:141-2)

Instrument

Telekonferenz

Instrument Telekonferenz Video- konferenz STUD. 2 STUD. 7 STUD. 1 STUD. 3 STUD. 8 STUD. 4
Video- konferenz STUD. 2 STUD. 7 STUD. 1 STUD. 3 STUD. 8 STUD. 4 STUD.
Video-
konferenz
STUD. 2
STUD. 7
STUD. 1
STUD. 3
STUD. 8
STUD. 4
STUD. 5
STUD. 6

Instrument: Videokonferenzanlage

STUD. STUD. 4 STUD. STUD. 3 5 6 STUD. STUD. 7 2 STUD. STUD. 8
STUD.
STUD.
4 STUD.
STUD.
3
5
6 STUD.
STUD.
7
2
STUD.
STUD.
8
1
Video-
konferenz
STUD.
STUD.
STUD.
2 STUD.
STUD.
STUD.
STUD.
STUD.
7 8
4
5 6
1 3
Instrument: Visiophonie (Skype) Stud. 1 Stud. 2 Stud. 3 Stud. 6 Stud. 4 Stud. 5

Instrument: Visiophonie (Skype)

Stud. 1 Stud. 2 Stud. 3 Stud. 6 Stud. 4 Stud. 5 Stud. 7 PC
Stud. 1
Stud. 2
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PC 1
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PC 4
SKYPE
SKYPE
SKYPE
SKYPE
SKYPE
Stud. 1
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Stud. 5
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Stud. 7
SKYPE Stud. 1 Stud. 2 Stud. 3 Stud. 4 Stud. 5 Stud. 6 Stud. 7 02.03.12

Die Konversation

Goffman

Ein Sprechen, das erfolgt, wenn sich eine kleine Zahl von

Teilnehmern zusammen stellt und sich in eine von ihnen gefühlten

Auszeit ohne materielle Aufgaben zusammen kommt; eine Mußestunde, die Selbstzweck ist.“

Symmetrische Beziehungsform

Kooperation ist wichtiger als Konkurrenz

Internes Ziel: Kontakt, soziale Bindungen, Gastlichkeit

Informell, spontan, alltagsorientiert, freier Sprechwechsel

(Vion, 1992)

Die Konversation im

Fremdsprachenunterricht

Schwierigkeiten

Sprechangst

A2 Niveau

Asymmetrische Beziehungsform

Die Konversation im

Fremdsprachenunterricht

Mündliche Interaktion in GER (A2)

Kann sich relativ leicht in strukturierten Situationen und kurzen Gesprächen

verständigen, sofern die Gesprächspartner, falls nötig, helfen. Kann ohne

übermäßige Mühe in einfachen Routinegesprächen zurechtkommen; kann Fragen stellen und beantworten und in vorhersehbaren Alltagssituationen Gedanken und Informationen zu vertrauten Themen austauschen.

Tandem Definition

Tim Lewis (2012)

Tandem Learning: “Two partners work together to help one another to :

• learn to communicate in each other’s language

get to know each other

learn more about the culture from which their partner comes

• benefit from their partner’s knowledge and experience (of language and culture, work, leisure and education)”

Lewis, T. (2012). « L’apprentissage des langues en tandem ». In Conférence à l’université de Poitiers, [27/01/2012] 01h 37min 12s. Consultable en ligne http://uptv.univ-poitiers.fr/web/canal/44/theme/36/manif/365/video/2875/index.html lien valide le 27.02.12

IntegrationsKonzept in 3 Stufen

         

Art der

Frankreich

Deutschland

Kurs

Instrument

Aufgabe

Stufe

   

Text

 

Zusammen

1

G1

G2

produktion

Blog

arbeit

Stufe

         

2

G1

G3

Auffrischungs

Skype

Tandem

     

kurs

   
         

Stufe

   

(Intensiv)

   

3

G4

G3

Skype

Tandem

Stufe 1

Stufe 1 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 11

Stufe 1

Fragebogen

Kommunikationsinstrument

Aufgaben

Rolle der Dozenten

Ergebnisse Feste Ansprechpartner

Authentische Kommunikation

Verbesserung des mündlichen Ausdrucks

Korrektur

Vertiefung der Diskussion

die Universität Hannover kennen zu lernen

Gruppen

Hannover

Stufe 2

Neue Studenten: Sie haben den Kurs Textproduktion nicht besucht.

– „Auffrischungskurs“: Niveau A2

Intensivkurs: mehr Flexibilität für Synchrone Kommunikation

Strasbourg: Selbe Gruppe, DaF.

Tandem-Sitzung

Findet am Ende des ersten Tages statt.

Dauer: ca. 1 Stunde.

Kommunikationssprache: Zielsprache

Aufgabe

Stufe 2

Sich vorstellen und sich kennen lernen (nach T. Lewis)

Die französischen Studenten waren sehr motiviert und hatten die Aufgabe, das Gespräch zu führen.

Ergebnisse

1) In Deutschland

Stufe 2

Inhaltlich und förmlich war das Gespräch ähnlich wie in der Definition von Tim Lewis: sie haben sich vorgestellt, über Freizeit, Hannover und Strasbourg gesprochen.

Einige Studenten hatten noch nie so lange auf Französisch gesprochen und festgestellt haben, dass sie sich mit Franzosen austauschen können.

Die Nervosität ist immer dabei. Am Anfang sind die Studenten auf die Kommunikation konzentriert und langsam haben sie sich mit der Sprache

beschäftigt: Selbstkorrektur.

Sie haben manchmal meine Unterstützung gefragt. Es ging nicht um sprachliche Hilfe, sondern um Idee für das Gespräch.

Ergebnisse

2) In Frankreich (I)

Stufe 2

Nach unserer Skype-Session habe ich noch eine Stunde im Seminar den Austausch besprochen. Die Studenten sind sehr enthusiastisch gewesen. Sie haben zwar überhaupt nicht über die „phrases à terminer“ gesprochen, aber ich habe auch nicht von einem 1. Gespräch erwartet, dass es sehr in die Tiefe gehen würde.

Bei dem Bild der Franzosen und Deutschen kamen die Clichés zum Ausdruck „Baguette und Wein“ und „Kartoffeln und Bier“, woraufhin ich ironisch meine Studenten gefragt

habe, ob sie an diese Lebensmittel denken, wenn sie mich sehen.

Sie haben aber auch über praktische Dinge gesprochen. So möchte eine meiner Studentinnen Deinem Studenten Informationen ¨über die Universität in Montpellier liefern, wobei ich nicht weiß, ob das Interesse Deines Studenten darauf beruht, dass es sich bei

meiner Studentin aus Montpellier um ein sehr hübsches Mädchen handelt.

Ergebnisse

2) In Frankreich (II)

Stufe 2

Positiv ist festzuhalten, dass durch das direkte Gespräch, die Scheu und Schüchternheit meiner Studenten gefallen ist. Vor dem Gespräch musste ich nämlich noch minutenlang auf sie einreden, um sie zu beruhigen und ihnen Selbstvertrauen zu Verleihen. Danach ging es aber wie von selbst.

Gruppen

Stufe 3

Hannover: Selbe Gruppe; 2 Tage später.

Grenoble

Neue Gruppe

Studenten in einem Sprachenzentrum, DaF, Niveau A2-B1.

Tandem-Sitzung ist neben andere Aktivitäten im Blended Learning integriert.

Tandem-Sitzung

Dauer: ca. 1 Stunde und 20 Minuten

Kommunikationssprache: Zielsprache

Stufe 3

Aufgabe: Konversation mit der deutschen und französischen Kultur im Fokus.

1. Studenten aus Straßburg hatten einen Fragebogen über ihre Repräsentation von Deutschland im Internet ausgefüllt.

2. Studenten aus Hannover hatten die Antworten der Franzosen ausgewertet und analysiert.

3. Sie wollen prüfen, ob die Studenten in Grenoble die gleiche Repräsentation haben.

4. Sie haben gemeinsam einige Konversationsthemen vorbereitet, um die Repräsentation von den Franzosen zu sammeln. Das Ziel ist die Antworte von den Franzosen innerhalb der deutschen nach dem Tandem-Sitzung zu vergleichen.

Stufe 3

Ergebnisse: In Hannover

Felduntersuchung:

Tonaufnahme einer deutschen Studentin

Videoaufnahme eines deutschen Studenten

Fotos

2 Evaluationsbogen nach dem Kurs

Notizen von den deutschen Studenten

Stufe 3

Stufe 3 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 21

Stufe 3

Stufe 3 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 22

Stufe 3

Stufe 3 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 23

Stufe 3

Stufe 3 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 24

Stufe 3

Stufe 3 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 25

Stufe 3

Stufe 3 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 26

Stufe 3

1
1

2

Stufe 3 1 2 3 4 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 27

3

Stufe 3 1 2 3 4 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 27

4

Stufe 3 1 2 3 4 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 27

Stufe 3

Stufe 3 02.03.12 Christophe Bouyssi Workshop Greifswald 28

Stufe 3

2sprachige Konversation

1. Sequenz: 39 Min.

Kennenlernen, Studium, Praktikum im Ausland,

Kamerun und Brasilien

Wird viel gelacht

Viele und deutliche Verständnissignale

Einige Fragen zur Sprache

2. Sequenz. 9 Min.

Aufgabe

Weniger gelacht

Viele Korrektur

3. Sequenz: 32 Min.

Musikrichtung,

Grenoble

Herkunftsregion

Schlußwort

Synchrone und audiovisuelle Interaktionen:

Neue Diskurse

Neue Interaktionen

Neues Lernen:

Von Auszeit zum Lernen?

– Von der „Klasse“ zur „Lerngemeinschaft“?

Lernmodule?

Referenzen

Goffman, E. (1973). La mise en scène de la vie quotidienne, t. 1 : La présentation de

soi, Paris, Minuit.

Lewis, T. (2012). « L’apprentissage des langues en tandem ». In Conférence à l’université de Poitiers, [27/01/2012] 01h 37min 12s.

Vion, R. (1992). Les interactions verbales. Paris : Hachette.

Ende

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