P.D. Ouspensky - Auf Der Suche Nach Dem Wunderbaren

P. D. OUSPENSKY

AUF DER SUCHE NACH DEM WUNDERBAREN
PERSPEKTIVEN DER WELTERFAHRUNG UND DER SELBSTERKENNTNIS

OTTO WILHELM BARTH-VERLAG

Titel der amerikanischen Ausgabe IN SEARCH OF THE MIRACULOUS. FRAGMENTS OF AN UNKNOWN TEACHING Ins Deutsche übertragen von Amold Keyserling und Louise Mareh

Vierte Aullage 1982 Copyright © 1966 und 1978 by Scherz Verlag Bern München Wien für Otto Wilhelm Barth-Verlag Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeder Art und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Die Suche von P. D. Ouspensky in Europa, Ägypten und dem Orient nach einer Lehre, die die Probleme von Mensch und Weltall für ihn lösen könnte, führte ihn 1915 zu seinem Treffen mit G. Gurdjieff. Es ist Gurdjieff, auf den er sich im Text dieses Buches als G. bezieht. '^Aufder Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis" ist der Bericht von Ouspenskys achtjähriger Arbeit als Gurdjieffs Schüler.

INHALT
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ERSTES KAPITEL
Rückkehr von Indien. Der Krieg und die „Suche nach dem Wunderbaren". Alte Gedanken. Die Frage nach „Schulen". Pläne für weitere Reisen. Der Osten und Europa. Eine Notiz in einer Moskauer Zeitung. Vorträge über Indien. Ich treffe G. Ein „verkleideter Mensch". Daa erste Gespräch. G.'s Meinung über die Schulen. Seine Gruppe. „Blick in die Wahrheit." Weitere Zusammentreffen und Gespräche. Die Organisation von G.'s Moskauer Gruppe. Bezahlung und die notwendigen Mittel für die ,^rbeit". „Schweigepflicht" und Verpflichtungen der Schüler. Ein Gespräch über den Osten. „Philosophie", „Theorie" und „Praxis". Wie wurde das System gefunden? G.'s Ideen: Der „Mensch ist eine Maschine", die von äußeren Einflüssen gelenkt wird. Alles „geschieht", keiner „tut" etwas. Um zu „tun", muß man zuerst „sein". Der Mensch ist verantwortlich für seine Handlungen, eine Maschine nicht. Ist Psychologie zum Studium von Maschinen notwendig? Das Versprechen, „Tatsachen" zu geben. Können Kriege verhindert werden? Gespräch über Planeten und Mond als lebendige Wesenheiten. Die „InteUigenz" von Sonne und Erde. „Subjektive" und „objektive" Kunst. ZWEITES KAPITEL Petersburg 1915. Laufende Geschehnisse und die Idee der Mcchanisierthcit Gedanken während meiner Rückreise nach Rußland Ende 1914. Deutsche Zeitungen in Stockholm. „Einfach ein Betrug". Kann der Gang der Geschichte als bewußt und willkürlich betrachtet werden? G. in Petersburg. Ein Gespräch über Gruppen. Hinweis auf esoterische Arbeit. „Gefängnis" und „Flucht aus dem Gefängnis". Waa ist für diese Flucht notwendig? Wer kann helfen und wie? Beginn von Zusammenkünften in Petersburg. Eine Frage über Rcinkamation und zukünftiges Leben. Wie kann man Unsterblichkeit erreichen? Kampf zwischen Ja und Nein. Kristallisierung auf richtiger oder auf falscher Grundlage. Die Notwendigkeit des Opfers. Gespräche mit G. und Beobachtungen. Ein Verkauf von Teppichen und Gespräch über Teppiche. Was G. über sich selbst erzählte. Frage nach altem Wissen und warum es verborgen ist. G.'s Antwort: Wissen ist nicht verborgen. Die Stofflichkeit des Wissens und die Weigerung des Menschen, ihm mitgeteiltes Wissen anzunehmen. Eine Frage über Unsterblichkeit. Die „vier Körper des Menschen". Beispiel der Retorte mit metallischen Pulvern. Der Weg des Fakirs, der Weg des Mönches und der Weg des Yogi. Der vierte Weg. Gibt es Zivihsationen und Kulturen?

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DRITTES KAPITEL G.'s grundsätzliche Ideen über den Menschen. Mangel an Einheit. Viele .,Ichs". Bau der menschlichen Maschine. Drei psychische Zentren. G.'s Methode, die Leitgedanken seines Systems darzustellen. Die Teilung dieses Buches in drei Abschnitte. Wiederholung unvermeidlich. Was menschliche Evolution bedeutet. Mechanischer Fortschritt unmöglich. Die europäische Idee über die Evolution des Menschen. Allverbundenheit in der Natur. Menschheit und Mond. Vorteil des einzelnen gegenüber den Massen. Die Notwendigkeit, die menschliche Maschine kennenzulernen. Fehlen eines dauernden unveränderlichen Ich im Menschen. Die Rolle der kleinen Ichs. Fehlen von Individualität und Willen im Menschen. Die ostliche Allegone von einem Haus mit seinen Dienern. Der „stellvertretende Haushältcr". Gespräch über einen Fakir auf Nägeln und buddhistische Magie. VIERTES KAPITEL Allgemeine Eindrücke von G.'s System. Rückschau. Eine der Grundvoraussetzungen. Die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Das Sein auf verschiedenen Stufen. Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie. Folge der Entwicklung des Wissens ohne entsprechende Wandlung des Seins und der Wandlung des Seins ohne Vennehrung des Wissens. Was „Verstehen" bedeutet. Verstehen als das Ergebnis von Wissen und Sein. Der Unterschied zwischen Verstehen und Wissen. Verstehen als Funktion von drei Zentren. Warum die Menschen versuchen, für Dinge, die sie nicht verstehen, Namen zu finden. Unsere Sprache. Warum die Menschen einander nicht verstehen. Das Wort „Mensch" und seine verschiedenen Bedeutungen. Die Sprache, die im System verwandt wird. Sieben Stufen des Begriffes „Mensch". Das Prinzip der Relativität in dem System. Einteilungen, die den Einteilungen des Menschen parallel laufen. Das Wort „Welt". Die Mannigfaltigkeit seiner Bedeutung. Untersuchung des Wortes „Welt" vom Gesichtspunkt des Relativitätsprinzips aus. Ein Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der drei Prinzipien oder drei Kräfte. Die Notwendigkeit dreier Kräfte für die Entstehung eines Phänomens. Die dritte Kraft. Warum wir die dritte Kraft nicht sehen. Die drei Kräfte in alten Lehren. Die Schöpfung der Welten durch den Willen des Absoluten. Eine Kette von Welten oder der „Schöpfungsstrahl". Die Anzahl der Gesetze in jeder Welt. 75

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FÜNFTES KAPITEL 118 Eine Vorlesung über die „Mechanik des Weltalls". Der Schopfungsstrahl und sein Wachstum aus dem Absoluten. Gegensatz zu bestimmten wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Mond als das Ende des Schöpfungsstrahls. Der Wille des Absoluten. Die Idee des Wunders. Unser Platz in der Welt. Der Mond nährt sich vom organischen Leben.

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Der Einfluß des Mondes und die Befreiung vom Mond. Verschiedene „Stofflichkeit" der verschiedenen Welten. Die Welt als eine Welt von Schwingungen. Die Schwingungen verlangsamen sich im Verhältnis ihrer Entfernung vom Absoluten. Sieben Arten von Stoff. Fragmente alter Lehren. Die vier Körper de» Menschen und ihre Beziehung zu verschiedenen Welten. Die Bedürfnisse der Natur auf den verschiedenen Stufen. Die Stellung der Erde im Kosmos. Die drei Kräfte und die kosmischen Eigenschaften des Stoffes. Atome zusammengesetzter Stoffe. Definition des Stoffes nach den Kräften, die sich durch ihn äußern. „Kohlenstoff", „Sauerstoff", „Stickstoff" und „Wasserstoff". Die drei Kräfte und die vier Stoffe. Ist der Mensch unsterblich oder nicht? Was bedeutet Unsterblichkeit? Ein Mensch, der den vierten Körper hat. Die Geschichte vom Seminaristen und der Allmacht Gottes. Gespräche über den Mond. Der Mond als das Gewicht an einer Uhr. Gespräch über eine Universalsprache. Erklärung des Abendmahls. SECHSTES KAPITEL Gespräch über Ziele. Kann die Lehre ein bestimmtes Ziel verfolgen? Das Ziel des Daseins. Persönliche Ziele. Die Zukunft kennen. Herr seiner selbst sein. Fortleben nach dem Tode. Ein Christ sein. Der Menschheit helfen. Kriege verhindern. G.'s Erklärungen. Esoterisches , , Christentum. „Verrückte Maschinen." Was sollte das Ziel eines Menschen sein? Die Gründe innerer Sklaverei. Womit der Weg zur Befreiung beginnt. „Erkenne dich selbst." Verschiedene Auffassungen dieser Idee. Selbst-Studium. Wie man studieren soll. Selbst-Beobachtung. Registrierung und Analyse. Ein Grundprinzip der Arbeit der menschlichen Maschine. Die drei Zentren: Denken, Fühlen und Empfinden. Die Arbeit der Zentren unterscheiden lernen. Versuche von Änderungen in der Arbeit der Maschine. Störung des Gleichgewichts. Wie stellt die Maschine ihr Gleichgewicht wieder her? Zufällige Veränderungen. Falsche Arbeit der Zentren. Einbildung. In den Tag hinein träumen. Gewohnheiten. Sich zum Zweck der Selbst-Beobachtung den Gewohnheiten widersetzen. Streben, keine negativen Gefühle auszudrücken. Registrierung der Mechanisiertheit. Veränderungen, die sich aus richtiger Selbst-Beobachtung ergeben. Die Idee des Bewegungszentrums. Die übliche Einteilung der menschlichen Handlungen. Ihre Einteilung nach den Zentren. Automatismus. Instinktive Handlungen. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungsfunktionen. Einteilung der Gefühle. Die verschiedenen Stufen der Zentren. SIEBENTES KAPITEL Ist „kosmisches Bewußtsein" erreichbar? Was ist Bewußtsein? G.'» Frage, was wir bei der Selbst-Beobachtung feststellten. Unsere Antworten. G.'s Bemerkung, daß wir das Wichtigste nicht begriffen hätten. Warum bemerken wir nicht, daß wir uns unser selbst nicht 142

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Seite ermnemf Es „beobachtet", es „denkt", es „spricht". Versuche, »ich seiner selbst zu erinnern. G.'s Erklärungen. Die Bedeutung des neuen Problems. Wissenschaft und Philosophie. Unsere Erfahrungen. Versuche, die Aufmerksamkeit zu teilen. Erste Empfindung bei absichtlichem Sich-seincr-selbst-Erinnern. Was wir von der Vergangenheit in Erinnerung behalten. Weitere Erfahrungen. Schlaf im Wachzustand und Erwachen. Was die europäische Psychologie übersehen hat. Verschiedene Auffassungen, was Bewußtsein ist. Das Studium des Menschen läuft dem Studium der Welt parallel. Auf das Gesetz der Drei folgt das Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. Mangelnde Stetigkeit der Schwingungen. Verschiedene Oktaven. Die Sieben-TonSkala. Das Gesetz der „Intervalle". Notwendigkeit „zusätzlicher Schocks". Was beim Fehlen „zusätzlicher Schocks" geschieht. Um zu tun, ist es notig, „zusätzliche Schocks" beherrschen zu können. Untergeordnete Oktaven, innere Oktaven. Organisches Leben an Stelle eines „Intervalls". Planctarische Einflüsse. Die laterale Oktave sol-do. Die Bedeutung der Noten la, sol, fa. Die Bedeutung der Noten do, si. Die Bedeutung der Noten mi, re. Die Rolle des „organischen Lebens" bei der Veränderung der Erdoberfläche. ACHTES KAPITEL 204 Verschiedene Bewußtseinszustände. Schlaf. Wachzustand. Selbstbewußtsein. Objektives Bewußtsein. Fehlen von Selbstbewußtsein. Was ist die erste Bedingung, um Selbstbwußtsein zu erlangen? Höhere Bewußtseinszustände und höhere Zentren. Der „Wachzustand" des gewöhnlichen Menschen ist Schlaf. Das Leben schlafender Menschen. Wie kann man erwachen? Was der Mensch ist, wenn er geboren wird. Was die „Erziehung" und das Beispiel der Umgebung ausmachen. Die Möglichkeiten des Menschen. Selbst-Studium. Innere Photographien. Verschiedene Menschen in einem Menschen. „Ich" und „Ouspensky". Wer ist aktiv und wer ist passiv? Der Mensch und seine Maske. Die Teilung seiner selbst als erste Stufe der Arbeit an sich selbst. Eine Grundeigenschaft des menschlichen Wesens. Warum man sich seiner selbst nicht erinnert. „Sich identifizieren." • „Sich nach etwas richten." Inneres und äußeres SichRichten. Was äußeres Sich-Richten einer Maschine bedeutet. „Ungerechtigkeit." Aufrichtigkeit und Schwäche. „Puffer.'1 Gewissen. Moralität. Gibt es eine allen gemeinsame Idee der Moral? Gibt es christliche Moral? Gibt es eine allgemeingültige Auffassung von Gut und Böse? Niemand tut etwas um des Bösen willen. Verschiedene Auffassungen des Guten und die Ergebnisse dieser verschiedenen Auffassungen. Worauf kann eine bleibende Vorstellung von Gut und Böse beruhen? Die Vorstellung von Wahrheit und Lüge. Der Kampf gegen „Puffer" und Lügen. Methoden der Schul-Arbeit. Unterordnung. Ein-

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sieht der eigenen Nichtigkeit. Persönlichkeit und Wcsenskern. Tote Menschen. Allgemeine Gesetze. Die Geldfrage. NEUNTES KAPITEL Der „Schöpfungsstrahl" in Form dreier Strahlungsoktaven. Die Beziehung von Stoffen und Kräften verschiedener Weltebcnen zu unserem Leben. Die Intervalle in den kosmischen Oktaven und die „Schocks", die sie ausfüllen. „Punkt des Weltalls." Die Dichtigkeit von Schwingungen. Drei Kräfte und vier Stoffe. „Kohlenstoff^', „Sauerstoff", „Stickstoff", „Wasserstoff". Zwölf Triaden. „Tabelle der Wasserstoffe." Der Stoff im Licht seiner chemischen, physikalischen. psychischen und kosmischen Eigenschaften. Die Intelligenz von Stoffen. Das ^,Atom". Jede menschliche Funktion und jeder menschliche Zustand hängt von der vorhandenen Energie ab. Die Stoffe im Menschen. Der Mensch hat genug Energie, um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen, wenn er mit seiner Energie sparsam umgeht. Verschwendung von Energie. „Lerne das Feine vom Groben zu scheiden." Die Erzeugung feiner „Wasserstoffe". Wandlung des Seins. Wachstum der inneren Körper. Der menschliche Organismus als eine dreistöckige Fabrik. Drei Arten von Nahrung. Die Einführung von Nahrung, Luft und Eindrucken in den Organismus. Die Umwandlung der Stoffe vollzieht sich nach dem Oktavengcsetz. Die Nahrungs-Oktave und die Luft-Oktave. Das Extrahieren „höherer Wasserstoffe". Die Oktave der Eindrücke entwickelt sich nicht. Die Möglichkeit, im Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes einen künstlichen „Schock" zu erzeugen. Bewußte Anstrengung. „Seiner selbst eingedenk sein." Daraus folgende Entwicklung von Eindrucksund Luft-Oktave. Ein zweiter bewußter „Schock". Anstrengung im Zusammenhang mit Gefühlen. Die Vorbereitung für diese Anstrengung. Analogie zwischen dem menschlichen Organismus und dem Weltall. Drei Stufen in der Evolution der menschlichen Maschine. Die Umwandlung der Gefühle. Alchimie. Die Zentren arbeiten mit verschiedenen „Wasserstoffen". Zwei höhere Zentren. Falsche Arbeit der niederen Zentren. Die Stofflichkeit aller inneren Vorgänge. 244

ZEHNTES KAPITEL 290 Wo beginnt der Weg? Das Gesetz des Zufalls. Verschiedene Arten von Einflüssen. Im Leben geschaffene Einflüsse. Einflüsse, die, außerhalb des Lebens geschaffen, nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Das „magnetische Zentrum". Ausschau nach dem Weg. Einen finden, der ihn kennt. Die dritte Art der Einflüsse: bewußt und unmittelbar. Befreiung vom Gesetz des Zufalls. „Stufe", „Treppe" und „Weg". Besondere Bedingungen des vierten Weges. Ein falsches magnetisches Zentrum ist möglich. Wie kann man falsche Wege erkennen? Lehrer und Schüler. Das Wissen beginnt mit der Lehre von den Kosmen. Die übliche Vorstellung von zwei Kosmen: „Makrokosmos" und „Mikro-

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kosmos". Die vollständige Lehre von den sieben Kosinen. Das Verhältnis der Kosmen zueinander gleich Null zu Unendlich. Das Prinzip der Relativität. „Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten." Was ein Wunder ist. „Die Dimensionenperiode." Überblick über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Theorie vieler Dimensionen. G.'s Bemerkung: „Zeit ist Atem." Ist der „Mikrokosmos" der Mensch oder das Atom? ELFTES KAPITEL 317 Ein Buch von Aphorismen. Erwachen, sterben, geboren werden. „So ein Weizenkorn nicht stirbt, wird es keine Frucht bringen." Was hindert den Menschen daran, wiedergeboren zu werden? Was hindert den Menschen am „Sterben"? Was hindert den Menschen am Erwachen? Fehlen der Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Was bedeutet die Einsicht der eigenen Nichtigkeit? Was verhindert diese Einsicht? Der hypnotische Einfluß des Lebens. Der Schlaf, in dem die Menschen leben, ist hypnotischer Schlaf. Der Magier und die Schafe. „Kundalini." Einbildung. Weckuhren. Organisierte Arbeit. Gruppen. Kann man in einer Gruppe ohne Lehrer arbeiten? Arbeit des Selbststudiums in einer Gruppe. Spiegel. Austausch von Beobachtungen. Allgemeine und individuelle Bedingungen. Regeln. ^,Hauptfehler." Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Gefahr nachahmender Arbeit. „Schranken." Wahrheit und Lüge. Aufrichtigkeit mit sich selbst. Anstrengungen. Akkumulatoren. Der große Akkumulator. Denk- und Gefühlsarbeit. Notwendigkeit des Fühlena. Die Möglichkeit, mittels des Gefühls zu verstehen, was nicht durch das Denken verstanden werden kann. Das Gefühlszentrum ist ein feineres Instrument als das Denkzentrum. Erklärung des Gähnens in Verbindung mit den Akkumulatoren. Rolle und Bedeutung des Lachens im Leben. Fehlen des Lachens in den höheren Zentren. ZWÖLFTES KAPITEL ; -S48 Die Arbeit in den Gruppen wird intensiver. Jeder Mensch hat ein begrenztes „Repertoire" von Rollen. Die Wahl zwischen der Arbeit an sich selbst und einem „geruhsamen Leben". Die Schwierigkeiten des Gehorsams. Der Zweck von „Aufgaben". G. gibt eine bestimmte Aufgabe. Die Reaktion von Freunden auf die Ideen des Systems. Es ruft in den Menschen das Beste oder das Schlechteste hervor. Was für Menschen können zur Arbeit kommen? Vorbereitung. Enttäuschtsein ist notwendig. Die Frage, woran einer leidet. Neue Einschätzung von Freunden. Ein Gespräch über Typen. G. gibt eine weitere Aufgabe. Versuche, die eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Die Betonungen. „Wcsenskern" und ^,Persönlichkeit". Aufrichtigkeit. Eine schlechte Laune. G. verspricht, jedwede Frage zu beantworten. „Ewige Wiederkehr." Ein Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern. Ein Gespräch über das Geschlecht. Die Rolle des

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Geschlechts als Hauptbewegkraft aller Mechanisiertheit. Das Geschlecht als Hauptmöglichkeit der Befreiung. Neugcburt. Die Umwandlung von Geschlechts-Energie. Mißbrauch des Geschlechts. Ist Enthaltsamkeit nützlich? Richtige Arbeit der Zentren. Ein dauernder Schwerpunkt. DREIZEHNTES KAPITEL 382 Die Intensität innerer Arbeit. Vorbereitung für „Tatsachen". Ein Besuch in Finnland. Das „Wunder" beginnt. Innere „Unterredungen" mit G. „Jetzt schlafen- Sie nicht." „Schlafende Menschen" sehen. Es ist unmöglich, Erscheinungen höherer Ordnung mit gewöhnlichen Mitteln zu untersuchen. Eine veränderte Betrachtung der „Handlungsmethoden". Der „Hauptzug" dies einzelnen. G.'s Erklärung hierzu. Die Umgestaltung der Gruppe. Jene, die die Arbeit verlassen. Zwischen zwei Stühlen sitzen. Schwierigkeit der Rückkehr. G.'s Wohnung. Reaktionen auf das Schweigen. „Lügen sehen." Eine *1 Vorführung. Wie kann man erwachen? Wie kann man den not- 1 wendigen Gefühlszustand erzeugen? Drei Wege. Die Notwendigkeit' des Opfers. „Sein Leiden >, opfern." Die erweiterte „Tabelle der^ Wasserstoffe". Ein „sich bewegendes Diagramm". Eine neue Ent-" deckung. „Wir haben sehr wenig Zeit." VIERZEHNTES KAPITEL Die Schwierigkeit, „objektive Wahrheiten" in gewöhnlicher Sprache mitzuteilen. Objektives und subjektives Wissen. Einheit in der Vielheit. Die Vermittlung objektiven Wissens. Die höheren Zentren. Mythen und Symbole. Wortformulierungen. „Wie oben, so unten." „Erkenne dich selbst." Zweiheit. Wandlung der Zweiheit in Dreiheit. Die Linie des Willens. Vierheit — Fünfheit — die Konstruktion des Pentagramms. Die fünf Zentren. Das Siegel Salomonis. Die Symbolik der Zahlen, geometrischen Figuren, Buchstaben und Worte. Weitere Symbologien. Richtiges und falsches Verstehen von Symbolen. Die Vereinigung von Wissen und Sein: Großes Tun. „Niemand kann einem Menschen etwas geben, was er nicht vorher besessen hat." Erreichung nur dank eigener Anstrengung. Verschiedene bekannte „Linien", die Symbole verwenden. Das System und sein Platz. Eines der Hauptsymbole dieser Lehre, das Enneagramm. Das Gesetz der Sieben in seiner Verbindung mit dem Gesetz der Drei. Untersuchung des Enneagramms. „Was ein Mensch nicht in da» Enneagramm einfügen kann, versteht er nicht." Ein Symbol in Bewegung. Das Enneagramm durch Bewegung erleben. Übungen. Eine Universalsprache. Objektive und subjektive Kunst. Musik. Objektive Musik fußt auf inneren Oktaven. Die mechanische Menschheit kann nur subjektive Kunst haben. Verschiedene Stufen des Seins eines Menschen. 409

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verläßt Petersburg zum letzten Male. Bedeutung der Riten. was sie atmen und dem Medium. Zusammenstellung einer „Tabelle der Zeit in verschiedenen Kosmen". Der Vorgang der Evolution beginnt immer mit der Bildung eines bewußten Kerns. Der Mensch besteht aus Mensch. Der Mond. Entwicklung der Idee „Zeit ist Atem" in bezug auf den Menschen. Die Bewußtheit des Stoffes. Die vier „Wege" als vier Tore zum „exoterischen Kreis". Die Initiation und die Mysterien. Der Sturz Nikolaus II. Das „organische Leben auf Erden". Eine Nachricht von G. ^. zwei." Drei „innere Kreise" der Menschheit. Anwendung der Minkowskischen Formel. Die „Techniken" der Religion. Anwendung der Idee der Kosmen auf die inneren Vorgänge des menschlichen Organismus. Rußland zu verlassen. Pseudo-esoterische Wege und Schulen. Die Beziehung zu den höheren Zentren. Allgemeine Unwissenheit über das Christentum. G. Die Fortsetzung der Arbeit in Moskau. die Erde und die Sonne. Wandlung ist nur an „Wegkreuzungen" möglich. Kant und die Idee der Skala.Seite FÜNFZEHNTES KAPITEL 439 Religion ist ein relativer Begriff. Wo erklingt das Wort „Ich" in einem selbst? Die zwei Teile richtiger Religion und was jeder enthalt. seine Nahrung zu verändern? Das „Diagramm alles Lebendigen". Die christliche Kirche als Schule. in dem sie leben. auf große und kleine Zellen. Der „äußere Kreis". was sie essen. Weiteres Studium der Diagramme und der Idee der Kosmen. Die Menschheit in einem Stillstand. Der evolvierende Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. Einteilung aller Geschöpfe in dreifacher Hinsicht: nach dem.Kann Gebet helfen?" Beten lernen. Nur Selbst-Initiation ist möglich. SECHZEHNTES KAPITEL 464 Historische Ereignisse des Winters 1916/17. Die Beziehung verschiedener Zeiten zu den Zentren des menschlichen Körpers. G. Das Leben der Moleküle und Elektronen. „Das Ende der russischen Geschichte. „Wahrheit in Form einer Lüge. Hat der Mensch die Möglichkeit. Ein interessantes Ereignis — „Verklärung" oder „Mimik"? Die Eindrücke eines Journalisten von G. Zeitdimensionen verschiedener Kosmen. die gegen die Evolution kämpft? Evolviert die Menschheit? „Zweihundert bewußte Menschen konnten das ganze Leben auf Erden verändern.und einstöckige Maschinen. Schaf und Wurm.'s System als Führer in einem Labyrinth von Widersprüchen oder als Arche Noah. Drei Kosmen zusammengenommen schließen alle Gesetze des Weltalls in sich ein. Drei-." Esoterische Schulen im Osten. Ägyptische „Schulen der Wiederholung"." Pläne. Wachstum des Schöpfungsstrahls. Die Religionen entsprechen den Seinsstufen der Menschen. „Wenn sie XIV . Schulen des vierten Weges. „Kosmische Berechnungen der Zeit" in gnostischer und indischer Literatur. Gibt es eine bewußte Kraft. Seine Intelligenzgrade.

Neue Gruppen werden G.Seite ausruhen wollen. zeigt Übungen zur Muskelbeherrschung und Entspannung." Der Obyvatel. Eine kleine Gesellschaft mit G.und physische Übungen. Rußland zu verlassen. Eine schwierige Zeit: Krieg und Epidemien." Ein Besuch bei G. Die Forderungen des „Stop". Oktober 1917. Die Bildung einer Gruppe in Rostow und die Darstellung von G. Verkauf von Seide. Astrologie und Typen. Unerläßlich sind großes Wissen. Was bedeutet „ernst sein"? Nur eine Sache ist ernst." Die Vereinigung der Zentren ist die Hauptschwierigkeit bei der Arbeit an sich selbst. Sechs Wochen in Essentuky.Wege* keinen Weg?" Die „Wege" als Hilfe. G. G. Innerer Kampf und ein Entschluß. „Ereignisse" und die Notwendigkeit. G. in Essentuky. SIEBZEHNTES KAPITEL August 1917. Ein Fasten-Experiment Was „Sünde" ist. Weiteres Studium des Enneagramms. kommen Sie zu mir. Anstrengungen und Hilfe. „Der subjektive und objektive Weg. ein seltsames Vertrauen.'s Haltung gegenüber einem seiner Schüler. Reise nach Konstantinopel. Die Wahl von Gmus. Was man zu opfern bereit ist." „Über-Anstrengungen. erzählt einen Fall von Stop in Zentralasien. G. Die Wiederaufnahme der Arbeit. G. Die „Stop-Übung". G. G. Rückkehr zu G. Eine letzte Reise nach Petersburg. eröffnet sein Institut in Tiflis. enthüllt den Plan der ganzen Arbeit. inmitten der Massenverrücktheit irgend etwas zu tun." Wie kann man die Empfindung von „Ich" verstärken? Kurze Rückkehr nach Petersburg und Moskau. Die bolschewistische Revolution. Verschwendung von Energie infolge unnötiger Muskelanspannung. London als Endziel. Der Einfluß des Stop in Essentuky. Wie kann man wirkliche Freiheit erreichen? Der schwere Weg von Sklaverei und Gehorsam. Eine Gruppe von zwölf versammelt sich in Essentuky. Die Gewohnheit zu reden. das Studium psychischer „Tricks".'» Verhältnis zu seiner Familie. in den Kaukasus. G. Erkenntnis der Schwierigkeiten des Weges. Rückkehr nach Piatigorsk. kommt an. „Gibt es außerhalb der . Der Entschluß. Gespräch über die Unmöglichkeit. mich von ihm zu trennen. „Schulen sind unbedingt notwendig. Das Sammeln von Leuten. Die Übungen sind schwieriger und mannigfaltiger als zuvor. Eine Vorführung. G. „Die Ereignisse sind überhaupt nicht gegen uns. Denk. in Alexandropol. Eine Botschaft für die dortigen Gruppen. Das Märchen vom Wolf und den Schafen.'.'s System. vor- XV . die Menschen ihrem Typus gemäß gegeben wird. G. Ein Atmungsexperiment. zeigt Aufmerksamkeitsübungen. Praktische Ergebnisse der Arbeit an einem selbst: das Fühlen eines neuen Ich. geht nach Sotschi. Der Mensch ist der Sklave seines Körpers. Mehr Menschen kommen an. Derwischtänze. 501 ACHTZEHNTES KAPITEL 541 Petersburg. verkündet die Auflösung der Gruppe.

G. die Arbeit in London selbständig fortzusetzen. G. Arbeit im Chäteau du Prieure. spricht über verschiedene Arten der Atmung. G. Mein Entschluß..'s Abreise nach Amerika 1924. G. ermächtigt mich zum Schreiben und zur Veröffentlichung eines Buches. Übersetzung eines Derwischliedes. die Arbeit von Konstantinopel in London 1921 fortzusetzen. G. Ein Gespräch mit Catherine Mansfield. . organisiert sein Institut in Fontainebleau. geht nach Deutschland. Das Institut beginnt in Konstantinopel. G. Vorführungen im Theätre des Champs Elysees in Paris.gestellt. der Künstler und Dichter. Atmen durch Bewegungen. Mein Entschluß.

Schon vor langer Zeit war mir klar geworden. von wo aus ich dann über England den Heimweg antrat. Für mich hat das Wort eine ganz bestimmte Bedeutung. Schon damals war es für mich eine ausgemachte Tatsache. daß ein ganz neuer Weg gefunden werde. kehrte ich von einer langen Reise. die mich durch Ägypten. daß hier. die in 1 . daß es aus dem Labyrinth von Widersprüchen. gerade zu Beginn des ersten Weltkrieges. hatte ich erklärt. in dem wir leben. nach Rußland zurück. Warum im Osten? Darauf war die Antwort schwer. Das „Wunderbare" bedeutete für mich das Eindringen in diese unerkannte Wirklichkeit. nichts Derartiges mehr gefunden werden könne. Auf meiner Rückreise und auch während meines mehrwöchentlichen Aufenthaltes in London wurden alle Gedanken über das Ergebnis meiner Suche durch die völlige Absurdität dieses Krieges verwirrt und vor allem durch die allgemeine Aufregung. Das „Wunderbare" ist an sich sehr schwer zu definieren. daß ich mich auf die „Suche nach dem Wunderbaren" begäbe. von der wir durch irgend etwas getrennt sind. in Europa. Ceylon und Indien geführt hatte. daß sich jenseits dieses dünnen Schleiers von falscher Realität eine Wirklichkeit befindet. Aber von wo aus dieser neue oder vergessene Weg beginne. bei Beginn meiner Reise in Petersburg. konnte ich nicht sagen. daß der Weg zum Unerkannten im Osten gefunden werden könne. der mit allen bisher bekannten und benützten nichts gemein hat. Seinerzeit. Vielleicht spielte etwas Romantik in dieser Überzeugung mit — jedenfalls war es meine unumstößliche Überzeugung. Der Krieg hatte mich in Colombo überrascht. keinen Ausweg gibt.ERSTES KAPITEL I m November 1914. Und es schien mir. es sei denn.

war Tatsache geworden. oft auch mich zu beeinflussen begann. mußte ich gestehen. sehr gegen meinen Willen.der Luft lag und in den Zeitungen wie auch in jedem Gespräch zutage trat und. 1 2 . Ich sagte mir. dieser große europäische Krieg. daß dieses Buch wirkliches Leben schilderte. desto mehr festigte sich in mir die Überzeugung. Nach Zusammenfassung all meiner Eindrücke aus dem Osten. was an ihnen absurd sei: sie glichen genau den gewohnten Gegenständen im Leben. in denen wir nun einmal leben und arbeiten und auch Antworten auf unsere Fragen und Zweifel suchen. und noch niemand sah das Ausmaß von innerer und äußerer Zerstörung und Auflösung voraus. und ich erkannte ihn als gewaltiges memento mori. denn bei vielen Abbildungen konnte ich nicht verstehen. daß überhaupt alles Bestehende „offensichtlich absurd" ist. der Kriegszustand sei als eine dieser allgemeinen katastrophalen Lebensbedingungen aufzufassen. ein Wagen mit viereckigen Rädern oder dergleichen. die ich jedoch noch nicht für sofort erwartete. das uns zeigte. gehorte zu Stupins „Kleiner Bücherei" und bestand aus Abbildungen — zum Beispiel ein Mann. vor allem aus Indien. mit denen ich ausgezogen war. wichtiger war als mögliche oder wirkliche Geschehnisse in dieser Welt „offensichtlicher Absurditäten"1. denn je großer ich wurde. wieder tief bewegten — fühlte ich. Aber später wurde mir klar. daß größte Eile notwendig sei und man nicht weiter einem Leben ohne Wegziel zustimmen könne. die mir für Rußland. Wir waren mitten darin. der auf seinem Rücken ein Haus trug. Der Krieg. daß sich bei meiner Dies bezieht sich auf ein kleines Buch aus meiner Kindheit. unvermeidlich schien. in dem wir in Zukunft zu leben haben würden. Spätere Erfahrungen bestärkten nur noch diese Überzeugung. vielleicht auch für ganz Europa. Aber damals hielt man den kommenden Zusammenbruch für zeitlich begrenzt. an dessen Möglichkeit ich nicht glauben und auch dessen Wirklichkeit ich lange nicht anerkennen wollte. Es hieß OffenMhtliche Absurditäten. daß meine Suche nach dem „Wunderbaren" und alles. Der Krieg berührte mein persönliches Leben nicht — jedenfalls nicht bis zur endgültigen Katastrophe. was damit in Beziehung stand. Seinerzeit hatte mich dieses Buch sehr beeindruckt. Aber bei meiner Rückkehr nach Rußland — wo mich alle Gedanken.

3 . lebendigen Denktradition in Berührung kommen müsse. die Notre Dame gebaut haben. Ich erkannte klar: dort ist etwas zu ßnden. Schon bei meiner Abfahrt wußte ich. in Indien bestehende Schulen kennenzulernen. Vielleicht ist „zugeben" ein zu starker Ausdruck. sozusagen „auf einer anderen Ebene". Aber der Begriff der gesuchten Schule selbst wandelte sich sehr während meiner Reisen — einerseits gewann er an Gestalt und wurde einfacher. früher nicht bestehende Schattierungen gewonnen. Aber gleichzeitig war ich zu der Überzeugung gelangt. sondern ich mit der bestehenden. sei es mit der pythagoräischen. daß die Schulen viel von ihrem märchenartigen Charakter für mich einbüßten. was seit langem in Europa zu bestehen aufgehört hat. ihr magischer Schimmer hatte neue. Zu diesem Entschluß war ich schon lang gekommen. Ich sollte besser sagen: mir träumte von der Möglichkeit. Zwar hatten Indien und der Osten nicht nur nicht ihren Glanz des Wunderbaren für mich verloren. als ich zuvor angenommen hatte. Die Idee der Schule selbst war eben für mich phantastisch. aber mir schien. Und auch zu meinem Bemühen. Soviel war mir klar. Zum Beispiel stellte ich mir vor. sah ich keinen Widerspruch. Die Grenzen von Raum und Zeit. im Gegenteil. den ägyptischen oder denen. daß das Geheimnis tiefer verborgen ist. daß ich nach einer Schule oder Schulen fahnden würde. einen unphysischen Kontakt mit Schulen zu haben. Noch bei meiner Abreise gab ich vieles Phantastische in Verbindung mit Schulen zu. es müßte möglich sein. Mir war klar. andererseits wurde er kälter und entfernter. mit Schulen ferner Vergangenheit den Kontakt aufzunehmen. aber deren Zugang für uns verschüttet war. und die eingeschlagene Richtung schien mir richtig. daß persönliche individuelle Anstrengungen nicht genügen. Ich meine damit. müßten bei solcher Beziehung schwinden. sogar der Beginn der Beziehung zu einer Schule müßte etwas Wunderbares an sich haben. Ich konnte es nicht klar ausdrücken. und so fort. und nichts erschien mir zu unglaubwürdig in Verbindung damit.Rückkehr mein Problem noch schwieriger und komplizierter darstellte als vor der Abreise. die noch irgendwo existierte. so dachte ich.

weil ich folgendes eingesehen hatte: notwendig ist nicht allein die Suche nach einer Schule. hatte aber ihren phantastischen Charakter verloren. Daß es Schulen gebe. die Entscheidung für sie. Noch eine andere Art von Schulen gab es dort. und alle Leute. in Indien zu bleiben. einen solchen Kontakt zu finden. Vor allem. was die russischen Mystiker (in der russischen Mönchsliteratur) „Schönheit" oder „Verzauberung" nannten. daß sie wirkliches Wissen hätten. moralphilosophischer Artung. Sie zogen mich nicht an: wenn ich einen religiösen Weg gesucht hätte. Es waren dies Schulen entweder religiösen oder doch halbreligiösen Charakters mit spezifisch frommer Färbung. der später dauernd und von allen äußeren Störungen unabhängig werden würde. in Indien. Diese versprachen sehr vieles. Ich konnte ihnen nicht trauen: alles. Auf meiner Rückreise war nach einer Reihe von Begegnungen und Eindrücken die Schulidee wirklicher und faßbarer geworden. aber ich glaubte nicht. wie die Schulen der Jünger und Anhänger von Ramakrischna. den Gedanken einer Rückkehr nach Europa aufzugeben. wohin er führen werde. allen meinen eigenen Gedanken. Andere Schulen wiederum waren von leicht sentimentaler. Diese Schulen interessierten mich sehr. Zielen und Plänen zu entsagen und mich einem Weg anzuvertrauen. sondern auch ihre Wahl. werde es möglich sein. ein wenig asketisch. Wiederum andere. darüber hatte ich keine Zweifel. gewöhnlich als „Yogaschulen" beschrieben. Aber gleichzeitig reifte in mir die Überzeugung. von dem ich im vorhinein nicht wußte. Es gab unter ihren Mitgliedern sehr nette Menschen. und zwar von unserer Seite.Gerade dort. nicht für mich geeignet seien. war entweder Selbsttäuschung oder das. fußten auf der Erreichung eines Trancezustands und ähnelten meiner Meinung nach dem Spiritismus. Sie verlangten alles auf einmal. mit der ich aber keine Berührung aufnehmen konnte und von der ich nur hörte. so würde ich ihn auch in Rußland gefunden haben. die mit 4 . mit denen ich in Berührung kam. was sie erreichten. so glaubte ich. daß alle jene. forderten aber auch sehr vieles. Es wäre also nötig gewesen.

das von Spekulationen und Patriotismus überschäumte. heiligen Tänzen und so fort. Zur gleichen Zeit gelangte ich zu folgender Überzeugung: was auch immer der Name einer Schule sei. eine Tanzschule oder eine medizinische Schule. Und vor allem erkannte ich. die mit vielen späteren „Ereignissen" im Zusammenhang stand. daß diese Träume eines der Haupthindernisse auf jedem möglichen Weg zur Erkenntnis des „Wunderbaren" sein müßten. ragten deutlich aus dem Durchschnitt hervor. Aber keiner dieser Pläne sollte sich verwirklichen. Auf meinem Wege nach Indien hatte ich Pläne für weitere Reisen gefaßt. wobei Träume den Platz wirklicher Suche einnähmen. unter Einschluß von Fakirwundem. ob okkult. esoterisch oder Yogi. Die Handlung des Balletts sollte ganz in Indien spielen und ein vollständiges Bild orientalischer Magie geben. das von einem gewissen „Inder" stamme. es müsse auch eine mehr rationale Art von Schulen geben und daß ein Mensch das Recht habe. Schweden und Finnland im schon auf Petrograd umgetauften Petersburg ein. Bald darauf übersiedelte ich nach Moskau und begann für eine Zeitung. Eines Tages fand ich im Zeitungsbüro. für die ich schon von Indien aus gearbeitet hatte. der Stimme von Moskau. Von London kommend. sie müsse auf der gleichen irdischen Ebene bestehen und wirken wie jede andere Schule. Diesmal wollte ich mit dem mohammedanischen Osten beginnen. Sie bezog sich auf das Szenario eines Balletts mit Namen „Der Kampf der Magier". Aber ich glaubte trotz allem. eine Notiz in. sei es eine Malerschule. glaube ich. traf ich über Norwegen. vor allem Russisch-Zentralasien und Persien besuchen. Ich weilte dort etwa sechs Wochen. bis zu einem gewissen Grad seinen eigenen Weg zu kennen. Mir war 5 . Die Idee einer Schule „auf einer anderen Ebene" erkannte ich einfach als Zeichen von Schwäche. Aber während dieser Zeit trug sich eine kleine Episode zu. Leitartikel zu schreiben.ihnen in Berührung gewesen waren und mir darüber berichteten. während ich gerade die nächste Ausgabe vorbereitete.

Unter den Leuten. einen 6 . aber da indische Szenarioschreiber von Balletten in Moskau verhältnismäßig selten waren. Über tausend Menschen wohnten einer jeden in der Alexandrowskyhalle der Petersburger Duma bei. Nach Ostern ging ich nach Moskau. Trotz des Krieges erweckten meine Vorlesungen sehr starkes Interesse. wo es gesucht werden sollte. Diese Vorträge waren als Einführung zu einem Buch über meine Reisen gedacht. was im richtigen Indien nicht angetroffen werden könne. wie sie zu deren Erkenntnis gelangen könnten. die mich auf eine Gruppe in Moskau hinwiesen. denen das übliche Lügen und Leben in der Lüge widerwärtig geworden war. schnitt ich die Anzeige aus und übernahm sie in meine Zeitung mit dem Zusatz. was aber dorthin Reisende zu sehen wünschten. an denen die Menschen achtlos vorbeigehen. in der verschiedene „okkulte" Untersuchungen und Experimente ausgeführt würden. Hierbei dachte ich wieder an die „Schulen". In ihrem Verlauf erklärte ich. um mich zu sehen.. um dort die gleichen Vorträge zu halten. Ihr Titel lautete: „Auf der Suche nach dem Wunderbaren" und „Die Probleme des Todes". das ich zu schreiben beabsichtigte. Und ich erkannte. Dort hielt ich im Februar und März 1915 öffentliche Vorlesungen über meine indischen Reisen. Ich erhielt viele Briefe. die ich im Verlauf dieser Vorträge kennenlernte. daß man in Indien das „Wunderbare" nicht dort suche.der leichtfertige Ton der Notiz unsympathisch. eine große Anzahl von Menschen zu vereinen. daß in dem Ballett alles zu finden sei. Leute kamen. Bald nach diesem Ereignis verließ ich die Zeitung aus verschiedenen Gründen und ging nach Petersburg. ohne ihren verborgenen Sinn und ihre Bedeutung zu erfassen oder ohne zu wissen. Geleitet werde diese Arbeit durch einen gewissen G. aber daß das „Wunderbare" dort wirklich existiere und durch viele Zeichen angedeutet werde. Daß ferner alle üblichen Wege dazu nutzlos seien und Indien seine Geheimnisse besser hüte. als man gewöhnlich annehme. waren zwei — ein Musiker und ein Bildhauer —. daß es auf der Grundlage einer „Suche nach dem Wunderbaren" möglich sein werde.

Oder wiederum andere würden in der Gegenwart dieses Orientalen plötzlich fühlen. Autosuggestion und fehlerhaftem Denken. Dort sah ich dann einen Mann von orientalischem Typus. M. was man von ihnen erwartet. was er wünsche. und ich hatte mir bereits eine bestimmte Meinung über dergleichen gebildet. ein. G. All dieses und viele andere derartige Geschichten schienen mir einfach schlechter Romanstorf. mit schwarzem Schnurrbart und stechenden Augen. Manche Leute erfinden Wunder zum eigenen Gebrauch oder erfinden genau das. anzulangen. der das Ballettszenario verfaßt hatte. auf die sie Bezug nehmen. Damen würden plötzlich in ihrem Zimmer „Augen" sehen. Mir waren schon viele derartige Geschichten zu Ohren gekommen. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Begegnung. über das ich vor drei oder vier Monaten die Notiz in der Zeitung gefunden hatte. alle ihre Gefühle. die in der Luft schwebten. wie ich erfuhr. daß mich alles. daß er sie zu allem veranlassen könne. selbst aus der Entfernung. könnten sich nicht bewegen und fielen dermaßen unter seinen Einfluß. um schließlich beim Haus eines gewissen Orientalen. nicht mehr jung. Wir gingen zu einem kleinen Cafe in einer lärmigen Seitenstraße. zu treffen und mit ihm zu sprechen.. sie faszinierten und denen sie durch viele Straßen folgten. außerdem entstehen meiner Erfahrung nach diese Geschichten nie ohne Mitwirkung derjenigen Leute.kaukasischen Griechen — den gleichen „Inder". Meine erste Begegnung änderte jedoch vollständig meine Meinung über ihn und was ich von ihm erwarten könne. was mir diese zwei Leute über seine Gruppe und die in ihr ausgeführte Arbeit erzählten. Erstaunlicherweise 7 . des Besitzers dieser Augen. Sie würden merkwürdige Empfindungen in ihren Beinen verspüren. wenig interessierte: es schien sich um alle möglichen selbstsuggerierten Wunder zu handeln. daß er sie vollständig durchschaue. Gedanken und Wünsche kenne. So bildet sich eine Mischung von Aberglauben. Ich muß gestehen. Aus diesem Grunde und im Lichte früherer Erfahrungen willigte ich nur nach langem Drängen eines meiner Bekannten.

Ein in jeder Hinsicht außerordentlicher und hervorragender Brahmane erzählte in Travancore einem jungen Engländer von einer Schule. wie unser Gespräch genau begann. faßte ich natürlich seine Worte buchstäblich auf. so wenig paßte seine Erscheinung zu Umgebung und Atmosphäre. daß in seiner — hauptsächlich psychologischen — Arbeit die Chemie eine große Rolle spielte. über Esoterik und die YogaSchulen. verstärkte noch die Fremdheit und Unerwartetheit des Eindruckes. den ich mir sofort in weißem Burnus oder vergoldetem Turban vorstellte. Ich entsinne mich nicht mehr. M. Ich war immer noch unter dem Einfluß meiner Eindrücke aus dem Osten. Aus seinen Ausführungen ging hervor. G. daß er mehr Gewicht in die Antworten legte. „Was Sie sagen". schien weit gereist zu sein und war sichtlich an Orten gewesen. Dieser Mensch mit dem Gesicht eines indischen Radjas oder arabischen Scheichs. Ich verstand ihn nicht ganz. und dieser Akzent. welche die menschliche Körperchemie studiere und durch Einführung und Entfernung verschiedenartiger Stoffe die moralische oder psychische Natur eines 8 . unerwarteten und fast erschreckenden Eindruck: ein schlecht verkleideter Mensch. Ich glaube. mit dem wir alles andere zu assoziieren pflegen als philosophische Ideen. als in den Fragen enthalten war. von denen ich nur gehört hatte und die ich sehr zu sehen wünschte. saß hier in einem kleinen Cafe. wo Kleinhändler und Handlungsreisende sich zu treffen pflegten. wir sprachen über Indien. erzählte mir von seiner Moskauer Arbeit. verließ uns nach kurzer Zeit. sprach ich.schien er mir verkleidet zu sein. Meine Fragen schienen ihn nicht nur nicht in Verlegenheit zu bringen: mir schien sogar. Da ich ihm das erstemal zuhörte. Er sprach ein unkorrektes Russisch mit starkem kaukasischem Akzent. was er vorgibt. G. dessen Anblick einen verlegen macht. und man sich so verhalten und sprechen soll. weil er sichtlich nicht das ist. Diese Ausstattung machte einen merkwürdigen. als ob man den Mummenschanz nicht durchschaue. „erinnert mich an eine Geschichte von einer Schule in Südindien. Seine Art zu sprechen — sorgfältig und genau — gefiel mir. angetan mit einem schwarzen Mantel mit Samtkragen und einem schwarzen steifen Hut.

Magie' möglich wird. und auch alles.. die mich sehr beschäftigt"." „Das mag sein". was er theoretisch gelernt hat.. Aber sie können in ganz anderer Richtung gebraucht werden. um einen Zustand zu erlangen. und dann nur unter der Leitung erfahrener 9 . die Rauschgifte auf richtige Weise verwenden. sagte ich. Es gibt in bezug auf diesen Weg eine eigene Chemie. daß das. um von der Wirklichkeit all dieser Möglichkeiten überzeugt zu werden. wirklich existiert. sagte G. was ich über Magie gelesen habe. in Wirklichkeit aber etwas ganz anderes darunter verstehen. ihre Anlagen besser kennenzulernen. wohin er geht. die er oft in sich vermutet. Wenn ein Mensch dies erkennt und dadurch überzeugt wird. werden Experimente nur dann ausgeführt. Eine jede kann geschwächt oder verstärkt. daß alle Schulen zu allen Zeiten und in allen Ländern Rauschgifte in großem Umfange gebrauchten. Deren Schüler nehmen sie zum Zwecke des Selbststudiums ein. Manchmal ist dies der leichteste Weg. um im vorhinein zu erkennen. Es gibt Schulen. „Es gibt Stoffe.Rauschgift' bezeichnen. In allen Schulen. bei denen nach dieser Methode gearbeitet wird. dann arbeitet er bewußt. Es gibt Schulen. beweist mir ganz klar. Die Gleichheit von Methoden oder sogar von Ideen beweist gar nichts. wenn sie sich als wirklich notwendig erweisen. sagte G." „Da ist noch eine andere Frage. welche Yogis zur Erreichung gewisser Zustände cinnehmen. er weiß dann. Das klingt ganz ähnlich wie Ihre Ausführungen. in dem . Sollte es sich hierbei nicht in manchen Fällen um Rauschgifte handeln? Ich habe selbst eine ganze Reihe von Experimenten in dieser Richtung ausgeführt. „in vielen Fällen sind diese Stoffe das. Für jede Funktion dienen bestimmte Stoffe.Menschen verändern könne. „aber es kann sich auch ganz anders verhalten. was Sie mit ." „Ja". geweckt oder eingeschläfert werden. welche die gleiche Methode zu benützen scheinen. was erst viel später als Ergebnis langer Arbeit erreicht werden kann. um ihre Entwicklung. Aber hierfür ist eine große Kenntnis der menschlichen Maschine und dieser speziellen Chemie erforderlich.

die mit seiner Arbeit verbunden seien. die er gemietet habe und zu denen wir.." Ich fühlte mich durch alles. die die gleichen oder ähnliche Stoffe verwenden. viele teure im Ausland bestellte Geräte und Instrumente waren verlorengegangen. sondern um bestimmte gewünschte Ergebnisse zu erreichen. wie der Krieg viele seiner Pläne gestört habe. sagte. wie sie mir noch nie vorher begegnet waren. gerade unterwegs waren. sehr angesprochen. Haschisch und so fort zubereitet werden. daß wir über Schulen mit großer Vorsicht sprechen müssen. Durch angemessenen Gebrauch solcher Stoffe kann ein Mensch sehr klug oder sehr stark gemacht werden. allerdings nur für eine gewisse Zeit. Weiter erklärte er mir. wenn auch viele von ihnen aus solchen Drogen wie Opium.und fähiger Menschen. den teuren Wohnungen. Außer den Schulen. aber nicht zum Experimentieren und Untersuchen. „Ich frage". was G. viele seiner Schüler waren beim ersten Aufgebot mobilisiert worden. aber die Ergebnisse werden vollständig andere sein. gab er mir nicht einen einzigen an. wenn auch nur für eine kurze Zeitdauer. Die in diesen Schulen verwandten Stoffe sind nicht allein »Rauschgifte*. gibt es andere. die alle Ergebnisse voraussehen und Maßnahmen gegen mögliche unerwünschte Folgen ergreifen. in ein Haus zu kommen. und 10 . aber dies wird nicht in Betracht gezogen. Aber als ich ihn nach den genauen Namen fragte. Hier fühlte ich einige neue Gesichtspunkte. sie können praktisch das gleiche tun. sagte ich. wo sich einige seiner Schüler versammeln sollten. Nachher natürlich stirbt er oder wird verrückt. in denen solcherlei Experimente ausgeführt werden. Sie sehen also. wie er sich ausdrückte. „weil ich gebürtiger Moskauer bin. Er lud mich darauf ein. Dann sprach er weiter von den hohen Kosten. wie ich begriff. Wir nahmen einen Wagen und fuhren in der Richtung nach Sokolniki. daß seine Arbeit eine ganze Reihe wohlbekannter Leute in Moskau interessiere — „Professoren" und „Künstler". Auch solche Schulen gibt es. wie Sie es nennen. Auf dem Wege erklärte mir G.

nichts. als ob dieser ihn gleichsam auf seine 11 . überraschten mich. merkwürdig vor. wie sie sagten. der aber zur Zeit nicht in Moskau weilte. die ich hörte. Einige der Dinge. Warum hatte er von den umfangreichen Kosten dieser Wohnung gesprochen? Erstens gehörte ihm die Wohnung nicht. aber sie gaben mir keine direkten Antworten und in manchen Fällen bestanden sie darauf. Einige seiner Schüler waren in der Wohnung: drei oder vier junge Männer und zwei Frauen. Dieser offensichtliche Bluff war so merkwürdig. es müsse etwas bedeuten. Natürlich stimmte ich zu.'s Schülern zu rekonstruieren. die ich selber im Winter in der Stimme Moskaus gelesen hatte. zweitens kostete sie keine Miete und drittens konnte sie ihn nicht mehr als zehn Rubel im Monat kosten. sich in einer merkwürdigen. mir völlig unverständlichen Terminologie auszudrücken. die wie Schullehrerinnen aussahen. Ich versuchte herauszufinden. da Gemeindeschullehrerinnen keine Möbel erhielten. daß ich überzeugt war. und darauf begann einer von ihnen laut aus einem Manuskript vorzulesen. Die Geschichte begann damit. worin genau ihre Arbeit bestehe. so daß ich mehr oder weniger jedermann kenne. Es ist schwierig. einer von G. Der Autor beschrieb darin sein Zusammentreffen und seine Bekanntschaft mit G. Weiterhin — und dies gefiel mir besonders. weil ich es erwartete — hatte der Autor bei seinem ersten Treffen mit G. die. die sichtlich den Lehrern dieser Schule gehörte. es war am Platz des früheren Roten Teiches. Bei dieser Vorstellung kam mir G. Sie schlugen vor. Dies ließ mich sogleich aulhorchen. das Gefühl. daß der Autor in der Zeitung die gleiche Notiz über das Ballett „Der Kampf der Magier" fand. Ich bin schon früher in solchen Wohnungen gewesen. Wir kamen nun zu einer großen leeren Wohnung über einer Gemeindeschule." Hierauf erwiderte G. zehn Jahre lang. Sogar das Fehlen von Möbeln bestätigte meine Vermutung. den Beginn-der Unterredung mit G. Ich glaube.außerdem habe ich an hiesigen Zeitungen gearbeitet.'s Schülern geschrieben hatte. den Anfang einer Geschichte zu verlesen.

wiege und wieder zurückstelle. Die Geschichte hieß „Blick in die Wahrheit" und war sichtlich von einem Mann ohne jegliche literarische Erfahrung geschrieben. nicht in dieser Wohnung getroffen hätte. der das erste Kapitel darstellen sollte. trank schwarzen Kaffee aus einem Glas. Später erfuhr ich. nicht klarzumachen. als die Lesung beendet war. G. G. von denen ich kürzlich zurückgekehrt war. das mich sehr interessierte. daß eine gewisse Lehre auf den Autor einen starken Eindruck gemacht habe. Als ich sie dann nach dem System.'s sie in der Absicht verfaßt hatten. wie hat Ihnen die Geschichte gefallen?" fragte G. Ich konnte es aber noch nicht nennen oder formulieren. Trichinopolis oder Madura. Die Geschichte schildere. gebe aber keine Aufklärung über diese Lehre selbst Die Anwesenden begannen darauf. sei es im Hof einer Kairoer Moschee. rauchte und blickte manchmal zu mir herüber. auf einem Sofa. selbst sagte nichts. mit mir zu argumentieren. hörte die ganze Zeit aufmerksam zu. um was es sich eigentlich dabei handle. daß G. „Nun. Er saß.Handfläche setze. die mich sehr stark berührten. seine Ideen in einer literarischen Form darzulegen. sie sagten. was ihn von den anderen unterschied. nach dem »ic arbeiteten. selbst den Plan hierzu geliefert habe. Meiner Ansicht nach aber habe sie den Fehler. Ferner enthielt sie einige seltsame und unerwartete Ideen über Kunst. Ich antwortete ihm. daß ich ihn lieber nicht hier in Moskau. ein Bein untergeschlagen. Ich fühlte. Seine Bewegungen gefielen mir: sie waren sehr sicher und von tigerartiger Geschmeidigkeit. 12 . Sogar in seinem Schweigen war etwas. Aber trotzdem beeindruckte sie mich. Die Lesung des Abschnittes. weil sich in ihr Hinweise auf ein System fanden. daß es mich sehr interessiert habe zuzuhören. daß der Autor der Geschichte eine ßktive Person war und daß zwei bei der Verlesung anwesende Schüler G. Noch später hörte ich. nach einer kurzen Pause. war damit beendet. daß ich das Wesentliche gar nicht verstanden habe. sondern in einem der Orte. in einer der Ruinenstädte Ceylons oder einem der südindischen Tempel — Tanjore.

die Öffentlichkeit auf diese Weise über unsere Arbeit zu informieren. Sie wissen. „Eine Sache wollte ich Sie fragen". Die Verlesung beanspruchte zwei Stunden — das bedeutet ungefähr dreitausend Zeilen. gehört hatte. nach kurzer Pause. selbst war mir sofort als ganz ungewöhnlich vorgekom- 13 . Im ganzen verlief meine Unterhaltung mit G. die ich von M. Sie alle gehörten zu jener besonderen Moskauer Schicht einer etwas armen „Intelligenz". Sie sprachen von „Arbeit an sich selbst". ich meine etwas mit einem Anfang und einem Ende. Und auf jeden Fall werden sie die ganze Geschichte verlangen. Das übliche Feuilleton hat etwa dreihundert Zeilen. ich fühlte etwas Künstliches und Absichtliches in ihrem Benehmen. das bedeutet also zehn Wochen — und das Ganze ist das Gespräch einer Nacht! Wenn es überhaupt veröffentlicht werden kann. die ich zur Genüge kannte und von der niemals etwas Interessantes zu erwarten war. Außerdem waren die Schüler nicht im entferntesten mit dem Lehrer zu vergleichen. und damit war dieses Gespräch beendet G. aber worin diese Arbeit bestehe. Es ist der Beginn einer ganzen Erzählung und viel zu lang für eine Zeitung. ehe sie sich überhaupt dazu äußern.'s Schülern nicht sehr befriedigend. erklärten sie nicht. Sehen Sie. Dieser Teil Ihrer Geschichte würde also etwa zehn Feuilletons benötigen. In Moskau wird ein Feuilleton in Fortsetzungen niemals öfter als einmal in der Woche gedruckt. sagte nichts. dann nur in einer Monatsschrift. was wir in der Zeitung ein Feuilleton nennen.fragte und was denn seine wesentlichen Punkte seien. Gleichzeitig schienen sie mir aber alle anständige und nette Menschen zu sein. sagte G. ihnen auf der Suche nach dem Wunderbaren zu begegnen. wir zählen den Lesestoff nach Zeilen. Die Geschichten. antworteten sie sehr unbestimmt. stammten sichtlich nicht von ihnen und bezogen sich auch nicht auf sie." „Das ist vollständig ausgeschlossen". und da kenne ich keine hierfür geeignete." G. „Könnte dieser Artikel in einer Zeitung veröffentlicht werden? Wir dachten daran. als ob sie eine gelernte Rolle spielten. „Dies ist kein Artikel. antwortete ich. Es war sogar seltsam.

von der ich sehr wenig verstanden hatte. In seinen Erläuterungen empfand ich die Sicherheit des Fachmannes. getroffen hatte. Denn wenn ich das nicht täte. Ich fragte ihn. Ich stellte mir vor. Ich verließ den Ort zusammen mit einem der jungen Männer. wie ich allen meinen Freunden davon berichten würde. als ob ich gerade der Schule oder einem merkwürdigen Zwangsaufenthalt entkommen wäre. So versuchte ich mich zu beherrschen. sie sind ja alle Freunde". und schweigend kamen wir zur Tram und fuhren mit ihr in der Richtung zur Stadtmitte Moskaus. ebenso die folgenden Tage. Unter anderem erklärte er mir auch einige Phänomene. er werde sich am nächsten Tag zur gleichen Zeit im selben Cafe aufhalten. und im Verlauf dieses Abends wurde dieser Eindruck noch verstärkt. ohne abzuwarten. eine sehr feine analytische Fähigkeit und ein System.men. All das brachte in mir eine unerwartete Neigung zu lachen. Wir verabschiedeten uns wortlos und trennten uns. Als ich ihn verließ. Mir wurde bald klar. dazu G. machen und über die langatmige und anspruchsvolle Erzählung. Während der Woche meines Moskauer Aufenthaltes sah ich G. überkam mich der Gedanke. Glücklicherweise hielt ich mich rechtzeitig zurück. eine neue Begegnung mit ihm ausmachen müsse. weder dort noch später. Mir war sehr seltsam zumute — eine lange Vorlesung. das ich noch nicht begreifen konnte. denen ich in Indien begegnet war und die mir niemand zu erklären vermocht hatte. denn „er wird sie sofort anrufen. Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir in Ochotny Nad. die auf meine Fragen keine Antwort gaben. nahe bei meiner Wohnung. Er antwortete. einige Witze über G. daß ich sofort. dessen Vorhandensein 14 . zu schreien und zu singen hervor. Menschen. wo ich G. Am nächsten Tag war ich im gleichen Cafe. ob ich ihn nicht noch einmal vor meiner Abreise nach Petersburg sehen könne. mit seinem ungewöhnlichen Benehmen und seinem Einfluß auf seine Leute. jeden Tag. Ich wollte meine Eindrücke dem jungen Manne mitteilen. daß er vieles von dem wisse. an. was ich suchte. den ich die ganze Zeit gespürt hatte. würde ich allen Kontakt mit ihm verlieren.

Ich hätte gerne gewußt. erwiderte. „habe ich viel zu wenig Zeit. Ich traf G. daß Leute. „Ferner". sich auch in der Arbeit schwach zeigten. die im Leben schwach seien. seine Schüler müßten selbst die notwendigen Mittel für die Miete der Wohnungen aufbringen. ausführten. Über sich selbst sprach G. G. Ich sagte ihm. Jedes Mitglied dieser Gruppe zahle tausend Rubel im Jahr und könne mit ihm arbeiten. „Die Arbeit jedes einzelnen kann Ausgaben verlangen. ob er fähig ist. „Diese Idee hat viele Seiten". sagte G. Ein. damit: er arbeite mit zwei voneinander getrennten Gruppen.'s Gruppe nicht mehr wieder. Wegen der Besonderheit seiner Arbeit könne er nämlich nur wenig Schüler haben. fuhr G. eine zu große Summe.oder zweimal erwähnte er seine Reisen im Osten. würde er besser die Arbeit gar nicht erst anfangen. Dazu braucht er Mittel. Außerdem habe ihm die Erfahrung gezeigt. aber es gelang mir nicht. Gleichzeitig wolle und dürfe er nicht — er betonte letzteres — sein eigenes Geld auf die Organisation der Arbeit verwenden. es sei keine andere Abmachung möglich. Durch unsere Forderung finden wir heraus. Seine Moskauer Arbeit erklärte G. dies genau in Erfahrung zu bringen. wo er genau gewesen war. nur wenig. ohne daß seine gewöhnliche Beschäftigung im Leben dadurch beeinträchtigt werde. weil G. wo sie sich zu treffen gedächten. sondern auch an viele andere Dinge. fort. Wenn einer sein Leben so schlecht organisiert hat.ich aber schon fühlte. mit uns zu arbeiten oder nicht. wie er sich ausdrückte. um Experimente und dergleichen auszuführen. Seine Arbeit sei kein Wohltätigkeitsunternehmen und könne es auch nicht sein. die ich beobachtet oder vermutet hatte.'s Erklärungen mich nicht nur an die diskutierten Tatsachen denken ließen. für Reisen und ähnliches. daß er nach Kairo oder einem anderen Ort gehe. um sie den 15 . meiner Ansicht nach seien tausend Rubel für viele Menschen. Nehmen wir zum Beispiel einmal an. die verschiedene Arbeiten „entsprechend ihrer Vorbereitung und ihren Fähigkeiten". die nicht über private Mittel verfügten. daß eine Ausgabe von tausend Rubel ihn in Verlegenheit bringt. die Arbeit verlange.

anderen zu opfern, bei denen ich nicht einmal sicher bin, ob sie ihnen nützen wird. Ich schätze meine Zeit sehr hoch ein, denn ich brauche sie für meine eigene Arbeit und kann und will sie nicht unproduktiv verbringen. Außerdem hat diese Angelegenheit noch eine andere Seite", sagte G. „Die Menschen schätzen nichts, für das sie nicht zahlen müssen." Ich hörte mit gemischten Gefühlen zu. Einerseits gefiel mir alles, was G. sagte. Das Fehlen jeglicher Sentimentalität und jeglichen konventionellen Geredes über Altruismus, von Ausdrücken wie „für das Wohl der Menschheit arbeiten" und dergleichen zog mich an. Auf der anderen Seite war ich überrascht, daß G. mich bezüglich der Geldfrage von etwas überzeugen wollte, wo gar keine Überzeugung nötig war! Wenn ich mit etwas nicht einverstanden war, dann nur damit: Ich glaubte nicht, daß G. auf diese Weise genug Geld erlangen werde. Keiner von seinen Schülern, die ich kennengelernt hatte, schien mir fähig, tausend Rubel im Jahr zu zahlen. Wenn er wirklich im Osten sichtbare und faßbare Spuren verborgenen Wissens gefunden hatte und seine Untersuchungen in dieser Richtung fortsetzte, dann war klar, daß er für diese Arbeit große Geldmittel benötigte, genau wie jedes wissenschaftliche Unternehmen, etwa eine Expedition in unbekannte Weltteile, die Ausgrabung einer alten Stadt oder eine Forschungsarbeit mit zahlreichen exakten physikalischen oder chemischen Experimenten. Es war ganz überflüssig, mich hiervon überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, schon begann in mir ein Plan Gestalt zu gewinnen. Wenn G. mir genaue Kenntnis seiner Arbeit ermöglichen würde, dann wäre es wahrscheinlich leicht für mich, die notwendigen Mittel zu erhalten, um die Arbeit auf festere Grundlagen zu stellen und ihr auch besser vorbereitete Menschen zuzuführen. Aber ich hatte natürlich nur eine sehr vage Vorstellung von dem, was diese Arbeit eigentlich sei. Ohne es direkt auszusprechen, gab G. mir zu verstehen, daß er mich als Schüler annehmen werde, sofern ich den Wunsch dazu äußerte. Ich sagte ihm, das Haupthindernis hierfür sei, daß ich nicht weiter in Moskau bleiben könne, da ich bereits in Petersburg

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einen Kontrakt mit einem Verleger abgeschlossen habe und mehrere Bücher zur Veröffentlichung vorbereite. G. erwiderte, er werde manchmal nach Petersburg kommen und versprach dies für die nahe Zukunft. Er werde mich seine Ankunft wissen lassen. „Aber wenn ich Ihrer Gruppe beitrete", sagte ich zu G., „würde ich vor einem schwierigen Problem stehen. Ich weiß nicht, ob Sie Ihren Schülern das Versprechen abverlangen, alles, was sie bei Ihnen lernen, geheimzuhalten: ein solches Versprechen könnte ich niemals geben. Zweimal hatte ich in meinem bisherigen Leben die Möglichkeit, Gruppen beizutreten, die mit einer, wenigstens der Beschreibung nach, der Ihren ähnlichen Arbeit beschäftigt waren und mich damals sehr ansprachen. Aber in beiden Fällen wäre die Bedingung die Zustimmung oder das Versprechen gewesen, alles, was ich auch lernen möge, geheimzuhalten. Und in beiden Fällen weigerte ich mich, denn vor allem anderen bin ich ein Schriftsteller und wünsche mir die freie Entscheidung darüber vorzubehalten, was ich schreibe und was nicht. Wenn ich versprechen würde, mir Mitgeteiltes geheimzuhalten, würde es nachher sehr schwierig für mich sein, das Gesagte von dem zu trennen, was mir in Verbindung mit diesem Problem oder auch ohne jegliche Beziehung dazu in den Sinn kommen würde. Zum Beispiel weiß ich bis jetzt sehr wenig von Ihren Ideen, aber mir ist klar, daß wir im Verlauf unserer Unterhaltung sehr bald zu den Fragen von Raum und Zeit, höheren Dimensionen und dergleichen kommen werden. Das sind aber nun alles Fragen, an deren Klärung ich schon seit vielen Jahren arbeite. Ich zweifle nicht, daß sie auch in Ihrem System eine große Bedeutung haben." G. nickte. „Sehen Sie, wenn wir nun unser Gespräch unter einer Schweigepflicht fortsetzten, dann wüßte ich nach der ersten Unterhaltung nicht mehr, was ich nun schreiben kann und was nicht." „Was denken Sie denn darüber?" fragte G. „Man soll nie zuviel reden. Es gibt Dinge, die nur für Schüler gesagt werden." „Ich könnte eine solche Bedingung nur vorübergehend annehmen", sagte ich. „Natürlich wäre es lächerlich, wenn ich sofort alles niederschreiben würde, was ich von Ihnen lerne. Aber wenn Sie nicht

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prinzipiell Ihre Ideen geheimhalten wollen, sondern nur Sorge tragen, daß sie nicht verstümmelt weitergegeben werden, dann wäre ich bereit, eine solche Bedingung anzunehmen und zu warten, bis ich Ihre Lehre besser verstanden habe. Ich traf einmal eine Gruppe, die sich mit verschiedenen sehr großzügigen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigte. Ihre Mitglieder machten kein Hehl aus ihrer Arbeit. Nur verlangten sie, niemand dürfe von einem Experiment reden oder es beschreiben, bevor er es selbst ausführen könne. Bevor er also dieses Experiment selbst wiederholen konnte, hatte er zu schweigen." „Ich wüßte selbst keine bessere Formulierung", sagte G. „Wenn Sie es so halten, wird diese Frage nie zwischen uns auftreten." „Sind irgendwelche Bedingungen mit der Teilnahme an Ihrer Gruppe verknüpft?" fragte ich, „und ist jeder Beitretende an Sie und Ihre Gruppe gebunden? In anderen Worten: Kann einer Ihre Arbeit nach seinem Belieben abbrechen oder nimmt er feste Verpflichtungen auf sich? Und was unternehmen Sie, wenn er diese nicht erfüllt?" „Es gibt keinerlei Bedingungen", antwortete G., „und kann auch keine geben. Unserer Überzeugung nach kennt ein Mensch sich nicht selbst, er ist nicht (er betonte diese Worte), das heißt, er ist nicht das, was er sein könnte und sein sollte. Aus diesem Grunde kann er auch keine Verträge abschließen oder Verpflichtungen eingehen. Er kann für seine eigene Zukunft gar keine Entscheidung treffen. Heute ist er eine Person, morgen wieder eine ganz andere. Er ist in keiner Weise an uns gebunden, und wenn er will, kann er jederzeit die Arbeit abbrechen und uns verlassen. Es gibt überhaupt keine Verpflichtungen, weder unsererseits, noch auf seiner Seite. „Wenn er will, kann er lernen. Er wird lange Zeit lernen und viel an sich selbst arbeiten müssen. Wenn er genug gelernt hat, ändert sich die Lage. Dann wird er selber sehen, ob ihm unsere Arbeit liegt oder nicht. Wenn er dann will, kann er mit uns arbeiten, wenn nicht, kann er uns verlassen. Bis zu diesem Augenblick ist er frei. Wenn er weiter bleibt, wird er dann fähig sein,

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Entscheidungen zu treffen oder Pläne für die Zukunft zu machen. „Nehmen wir zum Beispiel folgendes an. Es kann der Fall eintreten — natürlich nicht zu Beginn, sondern später — daß ein Mensch über etwas Gelerntes schweigen muß, und sei es auch nur für eine gewisse Zeit. Aber wie kann jemand, der sich selbst nicht kennt, ein Geheimnis zu wahren versprechen? Versprechen kann er es natürlich schon, aber wird er fähig sein, sein Versprechen auch zu halten? Denn er ist nicht ein einziger, viele verschiedene Personen leben in ihm. Eine davon verspricht und will auch ihr Versprechen halten. Aber morgen wird eine andere in ihm es seiner Frau erzählen oder einem Freund über einem Glas Wein, oder ein kluger Mann fragt ihn auf eine Weise aus, daß er gar nicht merkt, wie er alles preisgibt. Schließlich kann er auch noch hypnotisiert oder plötzlich angeschrien und erschreckt werden und dann wird er alles tun, was man von ihm will. Was für Verpflichtungen kann so ein Mensch auf sich nehmen? Nein, mit einem solchen Menschen können wir nicht ernst reden. Um ein Geheimnis hüten zu können, muß ein Mensch sich selbst kennen und muß er sein. Und der Mensch — so wie er ist — ist weit davon entfernt. „Manchmal stellen wir als Prüfung den Menschen zeitlich begrenzte Bedingungen. Gewöhnlich werden diese sehr bald gebrochen, aber niemals geben wir jemandem, in den wir kein Vertrauen haben, ein wichtiges Geheimnis weiter, so daß dies uns nichts ausmacht. Ich meine, es schadet nichts, wenn auch natürlich dadurch unsere Verbindung zu jenem Menschen gelöst wird und er damit jede Möglichkeit verliert, von uns etwas zu lernen, soweit es überhaupt etwas zu lernen gibt. Auch mag dies all seine persönlichen Freunde — ganz unerwartet für sie — beeinflussen." Ich entsinne mich, daß ich G. in einem Gespräch während der ersten Woche unserer Bekanntschaft von meiner Absicht erzählte, wieder nach dem Osten zu fahren» „Lohnt es sich, daran zu denken, und kann ich dort das finden, was ich suche?" fragte ich G. „Es ist sehr gut zur Erholung, für die Ferien dorthin zu gehen",

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antwortete G., „aber der Weg lohnt sich nicht für das, was Sie suchen. All das kann hier gefunden werden." Ich verstand, daß er die Arbeit mit ihm meinte. „Aber haben Schulen, die sich an Ort und Stelle inmitten alter Traditionen befinden, nicht gewisse Vorteile?" fragte ich. Als Antwort auf diese Frage sagte G. Verschiedenes, was ich erst später verstand. „Selbst wenn Sie dort Schulen finden würden, wären es doch nur .philosophische' Schulen", sagte er. „In Indien gibt es nur .philosophische' Schulen. Das ist schon seit langer Zeit so verteilt: in Indien .Philosophie', in Ägypten .Theorie' und im heutigen Persien, Mesopotamien und Turkestan .Praxis'." „Und ist es auch heute noch so geblieben?" fragte ich. „Zum Teil sogar jetzt noch", sagte er. „Aber Sie verstehen nicht genau, was ich mit .Philosophie', ,Theorie' und Praxis' meine. Diese Worte müssen in anderer Bedeutung als gewöhnlich verstanden werden. „Aber wenn wir von Schulen reden, so gibt es nur Spezialschulen, keine allgemeinen. Jeder Lehrer oder Guru ist Spezialist auf einem Gebiet. Der eine ist Astronom, ein anderer Bildhauer, wieder ein anderer Musiker. Und alle seine Schüler müssen als erstes den Wissenszweig studieren, in dem ihr Lehrer Spezialist ist, danach dann einen weiteren und so fort. Sie würden tausend Jahre brauchen, um alles zu studieren." „Aber wie haben Sie studiert?" „Ich war nicht allein. Es gab alle möglichen Fachleute unter uns. Jeder studierte sein Spezialgebiet, und dann versammelten wir uns und taten alles zusammen, was wir gefunden hatten." „Und wo sind Ihre Kameraden jetzt?" G. schwieg eine Weile, dann sagte er langsam, in die Feme schauend: „Einige sind gestorben, einige arbeiten und einige sind in die Abgeschiedenheit gegangen." Dieses Wort aus der Mönchssprache kam völlig unerwartet und versetzte mich in eine merkwürdige und unangenehme Stimmung. Gleichzeitig spürte ich ein gewisses absichtliches „Schauspielern"

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bei G., als ob er versuchte, mir von Zeit zu Zeit ein Wort hinzuwerfen, das mich .interessieren und in eine bestimmte Gedankenrichtung lenken würde. Als ich versuchte, noch bestimmter zu fragen, wo er sein Wissen erworben habe und wie weit es reiche, gab er mir keine direkte Antwort. „Wissen Sie", sagte G. einmal, „als Sie nach Indien fuhren, schrieben die Zeitungen über Ihre Reise und Ihre Ziele. Ich gab meinen Schülern die Aufgabe, Ihre Bücher zu lesen und dadurch zu bestimmen, was Sie seien, und daraus zu folgern, was Sie finden könnten. So wußten wir, was Sie finden würden, während Sie noch auf dem Weg dorthin waren." Damit fand dieses Gespräch ein Ende. Ich erkundigte mich einmal bei G. nach dem Ballett, das seinerzeit in der Zeitung erwähnt worden war und auf das auch die Erzählung „Blick in die Wahrheit" Bezug nahm; ob dieses Ballett wohl ein „Mysterienspiel" sei. „Mein Ballett ist kein .Mysterium'", sagte G. „Ich hatte die Absicht, ein interessantes und schönes Schauspiel zu schaffen. Natürlich ist unter der äußeren Form eine gewisse Bedeutung verborgen, aber es war nicht mein Ziel, diese Bedeutung herauszustellen und zu betonen. Einen wichtigen Platz nehmen gewisse Tänze ein. Ich will Ihnen dies kurz erklären. Nehmen wir einmal an, daß zum Zwecke des Studiums der Bewegung himmlischer Körper, zum Beispiel der Planeten des Sonnensystems, ein besonderer Mechanismus konstruiert würde, um die Bewegungsgesetze zu veranschaulichen und dem Gedächtnis einzuprägen. In diesem Mechanismus befindet sich jeder Planet, der durch eine Sphäre entsprechender Größe dargestellt wird, in einer gewissen Entfernung von der Zentralsphäre, welche die Sonne bedeutet. Der Mechanismus wird in Betrieb gesetzt, und alle Sphären beginnen sich auf den vorgeschriebenen Bahnen zu drehen und fortzubewegen. Dadurch stellen sie sichtbar die Gesetze dar, nach denen sich die Planetenbewegungen vollziehen. Dieser Mechanismus veranschau-

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licht alles, was überhaupt über das Sonnensystem bekannt ist. Ähnlich verhält es sich mit manchen Tanzrhythmen. In den genau festgelegten Bewegungen und Kombinationen der Tänzer werden bestimmte Gesetze veranschaulicht, die von denen, die sie kennen, verstanden werden. Solche Tänze nennt man »heilige Tänze'. Im Verlauf meiner Reise im Osten habe ich oft solchen Tänzen beigewohnt, die bei Gottesdiensten in zahllosen alten Tempeln abgehalten wurden. Einige dieser Tänze werden im ,Kampf der Magier' vorgeführt. Außerdem liegen dem .Kampf der Magier' drei Ideen zugrunde. Wenn ich aber dieses Ballett auf einer gewöhnlichen Bühne zeige, wird das Publikum niemals diese zugrundeliegenden Ideen verstehen." Aus seinen weiteren Ausführungen entnahm ich, daß es sich hierbei nicht um ein Ballett im üblichen Sinne, sondern um eine Reihe dramatischer und mimischer Szenen handle, die durch eine gemeinsame Handlung, begleitet von Musik und unterbrochen durch Tänze und Gesänge, zusammengehalten werden. Die geeignetste Bezeichnung wäre wohl „Revue" gewesen, aber eine Revue ohne jeden komischen Einschlag. Dieses „Ballett" oder diese „Revue" sollte heißen „Der Kampf der Magier". Die wichtigsten Szenen stellten die Schulen eines „weißen" und eines „schwarzen Magiers" dar mit Übungen der Schüler beider Schulen und einem Kampf zwischen den beiden Schulen. Die Handlung sollte auf dem Hintergrund des Lebens einer östlichen Stadt spielen und war mit heiligen Tänzen, Derwisch- und zahllosen nationalen östlichen Tänzen durchwoben und mit einer Liebesgeschichte, die wiederum allegorische Bedeutung hatte. Besonders fesselte mich die Tatsache, daß, wie G. erklärte, die gleichen Tänzer in der „Weißmagier"-Szene und der „Schwarzmagier"-Szene spielen und tanzen müßten und daß sie selbst und ihre Bewegungen im ersten Falle anziehend und schön und im zweiten häßlich und abstoßend sein müßten. „Sie verstehen, daß auf diese Weise die Teilnehmer alle Seiten von sich selbst sehen und kennen lernen. Infolgedessen ist das Ballett von ungeheurer Bedeutung zum Selbst-Studium", sagte G.

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Ich verstand dies damals nur sehr wenig, aber eine gewisse Diskrepanz befremdete mich. „In der Zeitungsnotiz stand, daß Ihr .Ballett' in Moskau aufgeführt würde und gewisse bekannte Tänzer daran teilnähmen. Wie reimt sich das mit der Idee von Selbststudium zusammen? Diese werden bestimmt nicht spielen und tanzen, um sich selber zu erkennen." „All das ist noch keineswegs entschieden", sagte G. „Der Schreiber der Notiz war nicht gut informiert. All das kann sehr anders werden. Andererseits müssen die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob es ihnen gefällt oder nicht." „Und wer schreibt die Musik?" fragte ich. „Auch das ist noch nicht entschieden", antwortete G. Er sagte nichts weiter mehr zu diesem Thema, und ich kam erst fünf Jahre später wieder mit dem „Ballett" in Berührung. Einmal sprach ich mit G. in Moskau. Ich erzählte von London, wo ich kurz vorher geweilt hatte, über die erschreckende Mechanisierung, die sich in den großen europäischen Städten entwickelte und ohne die es wahrscheinlich unmöglich wäre, in diesen gev/altigen wirbelnden „mechanischen Spielzeugen" zu leben. „Menschen verwandeln sich in Maschinen", sagte ich. „Und zweifellos werden sie manchmal vollkommene Maschinen. Aber ich glaube nicht, daß sie noch denken können. Denn wenn sie dies versuchten, wären sie keine so zuverlässigen Maschinen mehr." „Ja", sagte G., „das ist wahr, aber auch nur teilweise. Es hängt vor allem davon ab, welche Funktion sie für ihre Arbeit in Anspruch nehmen. Wenn sie die richtige benützen, werden sie sogar fähig werden, noch besser in der Mitte aller maschinellen Arbeit zu denken. Aber ich wiederhole, nur wenn sie mit der richtigen Funktion denken." Ich begriff nicht, was G. mit „richtiger Funktion" meinte; dies wurde mir erst sehr viel später klar. „Und zweitens", fuhr er fort, „ist die Mechanisierung, von der Sie sprechen, überhaupt nicht gefährlich. Ein Mensch kann ein Mensch

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(er betonte dieses Wort) bleiben, auch wenn er mit Maschinen arbeitet. Es gibt eine andere Art von Vermechanisierung, die viel gefährlicher ist: selbst eine Maschine zu sein. Haben Sie sich je die Tatsache durch den Kopf gehen lassen, daß alle Menschen selbst Maschinen sind?" „Ja", antwortete ich, „vom streng wissenschaftlichen Standpunkt stellen sich alle Menschen als von äußeren Einflüssen gelenkte Maschinen dar. Aber die Frage lautet: Können wir denn den wissenschaftlichen Standpunkt ganz annehmen?" „Wissenschaftlich oder nicht wissenschaftlich ist alles dasselbe für mich", sagte G. „Ich möchte, daß Sie das verstehen, was ich sage. Schauen Sie, alle diese Menschen, die Sie sehen" — er deutete auf die Straße —, „sind einfach Maschinen — nichts weiter." „Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen", sagte ich, „und ich habe mir oft überlegt, wie wenig es in der Welt gibt, was sich gegen diese Form der Mechanisierung behaupten kann und seinen eigenen Weg zu wählen vermag." „Hier machen Sie Ihren größten Fehler", sagte G. „Sie denken, es gebe etwas, was fähig sei, den eigenen Weg zu wählen, etwas, was gegen die Mechaniserung aufkommen könne. Sie glauben also, daß nicht alles gleichermaßen mechanisch ist." „Aber natürlich nicht", rief ich aus, „Kunst, Poesie, Gedanken sind Phänomene eines ganz anderen Bereichs." „Genau des gleichen Bereichs", sagte G. „Diese Tätigkeiten sind genau so mechanisch wie alle anderen. Menschen sind Maschinen und von Maschinen können nur mechanische Handlungen erwartet werden." „Nun gut", sprach ich. „Aber gibt es nicht Menschen, die keine Maschinen sind?" „Möglicherweise", antwortete G., „nur nicht die Menschen, die Sie sehen. Sie kennen keine. Ich möchte, daß Sie das verstehen." Ich fand es seltsam, daß er derartig auf diesem Punkt bestand. Was er sagte, schien mir offensichtlich und unbestreitbar richtig. Gleichzeitig habe ich nie solche kurzen und allumfassenden Metaphern leiden mögen. Diese vergessen immer die Unterschiede.

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Ich hingegen hatte mich immer dazu bekannt, daß die Unterschiede das wichtigste seien und daß man, um Dinge zu verstehen, als erstes die Punkte aufßnden müsse, in denen sie nicht übereinstimmen. So fand ich es merkwürdig, daß G. auf einer Idee bestand, die mir offensichtlich erschien, wenn sie nicht zu sehr verallgemeinert wird und Ausnahmen zugelassen werden. „Menschen ähneln sich so wenig", sagte ich. „Ich glaube nicht, daß man sie alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt Wilde, es gibt mechanisierte Menschen, aber auch Intellektuelle, sogar Genies." „Ganz richtig", sagte G. „Menschen ähneln sich sehr wenig, aber die wirklichen Unterschiede können Sie weder bemerken noch erkennen. Der Unterschied, von dem Sie reden, besteht nicht; das muß ganz klar werden. Alle Menschen, die Sie sehen und kennen, und alle Menschen, die Sie kennenlernen können, sind Maschinen, tatsächlich Maschinen, die, wie Sie selbst sagten, nur von äußeren Einflüssen gelenkt werden. Als Maschinen werden sie geboren und als Maschinen sterben sie. Was haben Intellektuelle und Wilde damit zu tun? Selbst jetzt, in diesem Augenblick, wo wir uns unterhalten, bemühen sich einige Millionen Maschinen, sich gegenseitig zu vernichten. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Wo sind die Wilden und wo die Intellektuellen? Sie sind alle gleich ... „Aber es gibt eine Möglichkeit, aufzuhören eine Maschine zu sein. Daran müssen wir denken, nicht an die verschiedenen Maschinensorten, die es gibt. Natürlich gibt es verschiedene Maschinen; ein Auto ist eine Maschine, ein Grammophon ist eine Maschine und ebenso ein Gewehr. Aber was macht das? Es ist das gleiche, sie alle sind Maschinen." In Verbindung mit diesem Gespräch entsinne ich mich eines anderen. „Was ist Ihre Meinung über die moderne Psychologie?" fragte ich einmal G. mit der Absicht, das Gespräch auf die Psychoanalyse zu bringen, der ich schon bei ihrem ersten Erscheinen mißtraut hatte. Aber G. ließ mich gar nicht erst so weit kommen.

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„Bevor wir von Psychologie reden, muß klar sein, auf wen sie sich bezieht und auf wen nicht", sagte er. „Die Psychologie handelt vom Menschen, von menschlichen Wesen. Was für eine Psychologie (er betonte das Wort) kann es in bezug auf Maschinen geben? Zu deren Studium ist Mechanik vonnöten, nicht Psychologie. Darum beginnen wir mit der Mechanik. Es ist noch ein sehr langer Weg bis zur Psychologie." „Kann man aufhören, eine Maschine zu sein?" fragte ich. „Ah, das ist die Frage", sagte G., „wenn Sie mir öfters solche Fragen gestellt hätten, dann wären wir in unserem Gespräch vielleicht schon zu gewissen Ergebnissen gelangt. Es ist möglich aufzuhören, eine Maschine zu sein, aber dazu ist es erst einmal notwendig, die Maschine zu kennen. Eine Maschine, eine richtige Maschine, kennt sich nicht und kann sich nicht kennen. Wenn eine Maschine sich kennt, hat sie schon aufgehört, eine solche zu sein, jedenfalls so eine wie sie war. Sie beginnt dann schon für ihre Handlungen verantwortlich zu sein." „Das heißt also nach Ihnen, daß ein Mensch nicht für seine Handlungen verantwortlich ist?" fragte ich. „Ein Mensch (er betonte dieses Wort) ist verantwortlich. Eine Maschine ist nicht verantwortlich." Im Verlauf einer unserer Unterhaltungen fragte ich G.: „Was ist Ihrer Ansicht nach die beste Vorbereitung, um Ihre Methode kennenzulernen? Ist es zum Beispiel nützlich, die sogenannte okkulte und mystische Literatur zu studieren?" Bei meinen Worten dachte ich besonders an den „Tarot" und die Literatur darüber. „Ja", sagte G. „Sehr viel kann durch Lesen gefunden werden. Nehmen Sie zum Beispiel sich selbst: Sie würden schon eine ganze Menge wissen, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie man lesen muß. Ich meine, wenn Sie all das, was Sie in Ihrem Leben gelesen haben, wirklich verstanden hätten, wüßten Sie bereits das, nach dem Sie suchen. Wenn Sie zum Beispiel alles verstanden hätten, was in Ihrem eigenen Buche steht, wie heißt es doch?" — er machte etwas

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seinen Erklärungen zu geben pflegte. was Sie lesen. wie erstaunt. vor allem über sich selbst. Aber Sie verstehen weder was Sie lesen noch was Sie schreiben. abgesehen von ihrer gewöhnlichen Bedeutung. „Was er tun müsse?" fragte G. Seine Worte waren auch immer im üblichen Sinn bedeutungsvoll. das ist seine Vorbereitung. „Es ist unmöglich. Wenn ein Mensch gut Kaffee kochen oder gut Schuhe anfertigen kann. aber damit erschöpfte sich ihr Sinn noch keineswegs. was das bloße Wort verstehen bedeutet. Aber natürlich kann kein Bach eine wirkliche Vorbereitung geben. die G. ehe er irgend etwas Neues erwerben kann." „Wie kann man sich von falschen Vorstellungen befreien?" fragte ich. und einige davon muß er los werden. Seine Worte enthielten. was besser sei. „Wir werden doch durch die Form unserer Wahrnehmungen bedingt. Man kennt und kann alles nur irgendwie. um sich seine Lehre anzueignen. Nun ist aber Verstehen das Wesentliche und Lesen ist nur dann nützlich." Hier war wieder eine dieser unerwarteten Wendungen. mit ihm zu reden. Ihr tieferer Sinn blieb noch lange verborgen." 27 27 . mich zu lehren. Leider kann niemand irgend etwas wirklich gut. was einer tun müsse. irgend etwas zu tun. Noch ein anderes Gespräch ist mir im Gedächtnis geblieben. Ich fragte G. Was ein Mensch wirklich gut kann (er betonte das Wort . So ist es unmöglich zu sagen. oberflächlich.. um die verborgene Bedeutung von G. daß man mit der üblichen einfachen Bedeutung beginnen müsse. Zu allererst muß er gewisse Dinge verstehen. zweifellos noch einen ganz anderen Sinn. wenn Sie verstehen. dann ist es bereits möglich.gut'). Falsche Vorstellungen beruhen auf der Form unserer Wahrnehmungen.ganz Unmögliches aus dem Wort „Tertium Organum" — „dann würde ich mich vor Ihnen verbeugen und Sie bitten. Sonst wird das Neue auf einer falschen Grundlage aufgebaut und das Ergebnis wäre dann schlechter als was zuvor da war. Er hat Tausende falscner Vorstellungen und Anschauungen. Sie haben nicht einmal eine Ahnung. Ich hatte bereits eingeschen.'s Worten zu finden.

Alles. „Sie sprechen von Irrtümern auf Grund von Wahrnehmungen. Und es geschieht in genau der gleichen Weise. was wir verstehen müssen. sondern wie es geschieht. Aus sich heraus kann der Mensch weder eine einzelne Tat vollbringen noch einen einzigen Gedanken denken. „Der Mensch ist eine Maschine. Und es geschieht auf die gleiche Weise. nicht wie er will. was einem Menschen zustößt. die von ihm ausgehen — all das geschieht. Alles geschieht. Alles geschieht. All seine Taten. sie könnten tun. das heißt sich von tausend Illusionen über den Menschen befreien: daß er schöpferisch sei und bewußt sein eigenes Leben lenke und so fort. Alles. wünschen. alle wollen tun. all das geschieht „Aber keiner wird Ihnen je glauben. schüttelte seinen Kopf.G. In Wirklichkeit aber tut keiner etwas und kann keiner etwas tun. fühlt — all dies geschieht. baut Häuser. Handlungen. Im Rahmen seines Wahrnehmungsvermögens kann ein Mensch sich mehr oder weniger irren. Regierungswechsel — all dies geschieht. Der Mensch tut nicht lieben. sagte er. Alle denken. und ihre erste Frage ist immer. nichts erfinden. er könne tun. Revolutionen. denkt. Nichts davon ist wahr. Worte. Überzeugungen. „Diesen Sachverhalt sich klar zu veranschaulichen. Aber wie ich schon sagte. aber von diesen spreche ich nicht. was er sagt. Meinungen und Gewohnheiten sind das Ergebnis äußerer Einflüsse. was durch ihn getan wird. Gefühle. was sie denn tun sollen. des Menschen Hauptirrtum ist seine Überzeugung. von seiner Wahrheit überzeugt zu werden. lebt. wie alles im persönlichen Leben des einzelnen geschieht. Das ist das erste. tut. Kriege. Der Mensch kann nichts entdecken. Der Mensch wird geboren. ihn zu verstehen. alles. Alles geschieht. stirbt. schreibt Bücher. wenn Sie ihm sagen. äußerer Eindrücke. daß er 28 28 . alle Wirkungen. hassen. Alles geschieht — politische Bewegungen. Gedanken. „Wieder sprechen Sie von etwas ganz anderem". wie es nach einer Temperaturveränderung in der höheren Atmosphäre oder den benachbarten Wolken regnet. wie der Schnee durch die Sonne schmilzt und der Staub vom Winde aufgewirbelt wird.

bleibt alles. daß wir eine besondere Sprache verwenden und daß es notwendig ist. Darum geschieht alles auf die einzig mögliche Weise. betonte das Wort) ist aber noch ein anderer Sachverhalt verknüpft. was sein bedeutet. Um zu tun. Wenn die Menschen anders wären. etwas mit dem Denken zu verstehen. Das ist das Beleidigendste und Unangenehmste. wie sie sind. könnte es anders gehen. es mit seinem ganzen Bestand zu empfinden. wie es ist. nichts so. wie es getan werden sollte. diese Sprache zu lernen. muß man zuerst sein. wirklich überzeugt zu sein. nichts wird getan. Und dazu muß man zuerst einsehen. „Versuchen Sie zu verstehen." „Und kann niemand etwas tun?" „Das ist eine andere Frage. wäre gleich alles anders. „Überhaupt nichts. „Gibt es nichts. „Mit dieser Frage des Tuns (G." Das war sehr schwer zu verdauen. daß es so ist und es nie wieder zu vergessen. rein gar nichts. Jeder glaubt. seine eigene Theorie. werden Sie sehen. in der üblichen 29 . „Wenn Sie das verstehen. was ich sage: alles wird durch alles bedingt. als ob die anderen ständig das Falsche tun.gar nichts tun kann. nichts ist für sich. Wenn wir unser Gespräch fortsetzen. Es scheint immer allen Leuten. Es ist ganz besonders unangenehm und beleidigend. auf keine andere Art hätte getan werden können. Jeder denkt immer. die es gibt. Haben Sie bemerkt. Wenn eine einzige Angelegenheit anders sein könnte. was man tun könnte?" fragte ich. Es lohnt sich nicht. was getan wird und vor allem was auf eine Art bereits ausgeführt worden ist. Da sie so sind. wie jeder über den Krieg redet? Jeder hat seinen eigenen Plan. alles hängt zusammen. weil es die Wahrheit ist und niemand die Wahrheit hören will. Aber es ist eine Sache. was man jemand sagen kann. Und dann hätte es vielleicht gar keinen Krieg gegeben. können wir leichter miteinander reden. und eine andere Sache. er könne es besser tun. um mit uns zu sprechen. wie es getan werden sollte. In Wirklichkeit aber wird alles nach der einzigen Möglichkeit getan. Man versteht nicht — und will auch gar nicht verstehen — daß.

wissen Sie. solche tiefen Mißverständnisse und solchen Haß gegen die Ansichten und Meinungen der anderen. Und ich kann Ihnen versichern. die." Die Gespräche mit G. Um sich zu verständigen. weil wir uns in ihr gar nicht verständigen könnten. vieles für mich geändert hatten. wie ich schon einsah. die Wahrheit zu sagen. Ich hatte ihm für die Mühe gedankt. Der Wunsch allein genügt nicht. die Wahrheit zu sagen. das Wichtigste sind doch Tatsachen". die er sich um mich gegeben hatte.Sprache zu reden. Sie sehen nicht ein. und für seine Erklärungen. daß sie die Wahrheit sagen. Die Wahrheit zu sprechen. Und davon will niemand etwas wissen. warum dies so ist. Sie werden später einsehen. In der üblichen Sprache können sich die Menschen nicht miteinander verständigen. Aber ich mußte nach Petersburg gehen. In den meisten Fällen glauben sie. weil sie nicht umhin können zu lügen. sowohl wenn sie lügen wollen als auch wenn sie die Wahrheit sagen wollen. „Aber trotzdem. es tun zu wollen und sich so zu entscheiden. „Weiter muß man lernen. was Wahrheit und was Lüge ist. und die unerwartete Wendung. Sie lügen die ganze Zeit sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. Es scheint Ihnen genug zu sein. Ich entsinne mich noch meines letzten Gespräches mit ihm. wenn die Menschen einander wirklich verstehen könnten? Aber sie können es nicht. daß die Menschen verhältnismäßig wenig absichtlich lügen. muß man erst eine andere Sprache lernen. Auch das mag Ihnen merkwürdig vorkommen. um fähig zu werden. Darum versteht keiner weder sich noch irgendeinen anderen. und das zuallererst in einem selbst. muß man erst erkennen. Denken Sie doch einmal nach — könnte es solche Zwietracht geben. die er jedem Gedankengang gab. Und trotzdem lügen sie die ganze Zeit. die Wahrheit zu sagen. Um die Wahrheit sagen zu können. daß man lernen muß. Man muß erst viel und lang lernen. 30 . fesselten mich von Tag zu Tag mehr. ist das schwerste auf der Welt. Aber dennoch ist es wahr. Auch das mag Ihnen im Augenblick fremd scheinen.

sich nach jemand richten nannte. sagte G. „Gleichzeitig verstehe ich Sie und verstehe Sie auch nicht. den ich bei ihm kennengelernt hatte. was für eine gewaltige Rolle es im Leben spielt und wieviel davon abhängt. In seinem Verlauf sagte G." Ich dachte wieder an „Wunder". würde alles anders sein. denn G. Versuchen Sie darüber nachzudenken. natürlich unbewußt." Ich verstand seine letzten Worte damals noch nicht. und ich sah ein. daß ein Mensch sich nicht nach den anderen richten solle. was mir erst später verständlich wurde. „Ich verspreche es Ihnen. innere Abhängigkeit schafft." Es schien mir merkwürdig. Und das nur. die innere Sklaverei. Wenn er sich nicht nach ihnen richten würde. daß ich auf dem rechten Wege bin. und auch sie würden anders sein. Später hatten wir Gelegenheit. weil er sich nach den anderen richtet. wieder verschiedenes. „es gibt nur eine Bedeutung. Ich entsinne mich noch eines anderen Gespräches über den Krieg. hielt sein Wort. und von seinen Beziehungen zu verschiedenen Leuten." „Ganz im Gegenteil". G. sagte G. Das Wort hat viele verschiedene Bedeutungen. was G. als ich wirklich „Tatsachen" begegnete. Er sprach über einen Menschen. Wir saßen in Philipoffs Cafe in der Twerskaya.. „Wenn ich echte und wirkliche Tatsachen neuer und unbekannter Artung sehen könnte. „Sie werden Tatsachen sehen". Aber vorerst ist noch vieles andere nötig. „Was meinen Sie mit dem Wort ." Später verstand ich. Es war brechend 31 .sagte ich. „Er ist ein schwacher Mensch".sich nach jemand richten'?" fragte ich. sondern erst später. im August 1916. noch viel darüber zu sprechen. „Man nützt ihn aus. Von unseren letzten Gesprächen in Moskau ist noch ein weiteres in meinem Gedächtnis haften geblieben. die allein würden mich zu überzeugen vermögen. sagte G. Aber das war nicht eher als nach anderthalb Jahren. nannte sich nach jemand oder etwas richten jene Haltung.

ganz anspannen? Dieselbe Anspannung geschieht zwischen Planeten. wie er redete. sie können. unangenehme und unbequeme Umgebung für eine Unterredung mit ihm in Kauf zu nehmen. daß sie eine Bedeutung haben. weil infolge des Lärms der interessanteste Teil seiner Ausführungen nicht bis an mein Ohr drang. als ob er von mir eine Extraanstrengung verlange und die Bereitschaft. oder daß sie jemanden oder etwas verteidigen müssen und daß dies eine edle Tat sei. daß sie sich umherbewegen können wie sie 32 . aber dann begann ich den Faden zu verlieren. fiebrige Atmosphäre geschaffen. wie Sie sich. Der Krieg und die Kriegsgewinnler hatten eine unangenehme. daß er erwidern würde: „Nein. sie glauben. sie können nicht!" „Aber die ganze Frage ist: wie?" sagte er. gab ich nach. seinen Ausführungen zu folgen. als ob sie einander haßten. Dabei scheint es ihnen. dort hinzugehen. Für diese dauert es vielleicht nur ein oder zwei Sekunden. gab ich das Hören auf und beobachtete einfach die Art. wenn ein Mensch auf einem schmalen Steg an Ihnen vorbeigeht. in welchem Ausmaß sie bloße Figuren in einem Spiel sind. oder irgend etwas Derartiges. Sie glauben. Zuerst verstand ich.voll und sehr lärmend. Aber diesmal war das Ergebnis nicht besonders glänzend. sagte. Die Unterredung begann mit meiner Frage: „Können Kriege verhindert werden?" Und G. G. Was ist denn Krieg überhaupt? Er ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. was G. muß man sehr viel wissen. Ich hatte mich erst sogar geweigert. Ich hatte schon erkannt." Und dabei war ich nach früheren Gesprächen sicher gewesen. daß er manchmal absichtlich schwierige äußere Umstände für ein Gespräch suchte. Irgendwo da oben haben sich zwei oder drei Planeten zu sehr einander genähert. Sie verstehen nicht. oder daß sie einander für ein erhabenes Ziel abschlachten. bestand aber darauf. und wie immer mit ihm. aber hier auf der Erde beginnen die Menschen einander abzuschlachten und fahren damit vielleicht für mehrere Jahre fort. Nach einigen Versuchen. daraus folgt Spannung. von denen mich nur einzelne Worte erreichten. Haben Sie schon einmal bemerkt. „Um das zu verstehen. antwortete: „Ja.

dauerte es lange. oder richtiger das organische Leben auf der Erde. Viel später verstand ich. bis ich die volle Bedeutung dieser Idee begriff. Und sie selbst bedeuten buchstäblich gar nichts. Etwa um die gleiche Zeit fesselte mich auch ein Gespräch über die Sonne." Das war alles. sie glauben. Aber in Wirklichkeit sind all ihre Bewegungen und Handlungen das Ergebnis planetarischer Einflüsse. daß weder Kaiser Wilhelm noch die Generäle.wollen. und zwar entweder durch zufälliges Zusammentreffen von Einflüssen oder aber durch allgemeine kosmische Gesetze. die Planeten und den Mond. daß sie sich entscheiden können. Ich erinnere mich nicht mehr. was ich hörte. Nur müssen wir verstehen. die auf die Menschheit wirken. nämlich. wird von außen her gelenkt. Und sogar als ich mich daran erinnerte. Aber diese Idee hat. Dies war im Zusammenhang mit unserem vorigen Gespräch. Später baute ich sehr viel darauf auf. daß G. was er mir eigentlich sagen wollte. auf welche Weise zufällige Einflüsse abgelenkt oder in verhältnismäßig harmlose verwandelt werden könnten. nämlich über die Einflüsse. Minister und Parlamente das geringste bedeuten oder ausrichten können. Die Idee war in großen Zügen folgende: die Menschheit. Was wirklich wichtig war und er ganz beiläufig erwähnte. so daß ich es gar nicht sogleich erfaßte und erst später bemerkte. wird von zahlreichen 33 . Aber ich entsinne mich. was er die „ Wechselbeziehung von Kräften in verschiedenen Welten" nannte. ob sie dies oder jenes tun. Alles. als ich die Unterredung zu rekonstruieren suchte. waren seine Worte über den Unterschied der Zeit für die Planeten und für die Menschen. wie das Gespräch begann. Dann spielt auch der Mond eine große Rolle in diesem Zusammenhang. ein kleines Diagramm zeichnete und mir etwas zu erklären suchte. Aber über den Mond werden wir noch gesondert sprechen. was in großem Ausmaß geschieht. nur historische und psychologische Bedeutung. jedenfalls zur jetzigen Zeit. Es war wirklich eine interessante Vorstellung und deutete auf den esoterischen Sinn des „Opfers" hin.

" In dieser Rede G. sondern im Gegenteil ein „Planet im Zustand des Geborenwerdens". Einflüssen der Sonne und Einflüssen der Sterne. ohne sogleich unter einen anderen zu fallen. Jetzt möchte ich. mit Entwicklungsmöglichkeiten und der Fähigkeit der Wandlung zu anderen Seinszuständen. ein Planet in den Uranfängen seiner Entwicklung. und dann auch unter diesen Einfluß zu gelangen. Einflüssen des Mondes. mit einem bestimmten Alter. den „Intelligenzgrad der Erde" erreicht habe. besteht darin. „und einmal wird er möglicherweise die gleiche Stufe wie die Erde erreichen. mit all ihren Zusätzen und Veränderungen. sich von einem Einfluß zu befreien. sich die Einflüsse auszuwählen: in anderen Worten. Nach seinen Worten wäre der Mond kein „toter Planet". daß er Planeten und Mond als lebendige Wesen behandelte. den Einfluß auszuwählen. Auch die Sonne war einmal wie die Erde und die Erde wie der Mond. Dazu muß man im voraus wissen. Und noch früher war die Sonne wie der Mond. unzuverlässiger und dogmatischer als die üblichen Theorien über die Entstehung der Planeten und Sonnensysteme. „darum werden wir hierüber ein anderes Mal sprechen. „Um zu erklären wie. sagte G. würde ich einen langen Vortrag brauchen". welcher Einfluß der vorteilhaftere ist. „Aber der Mond wächst und entwickelt sich".'s interessierte mich vor allem. dem man sich unterwerfen will. die ganze Arbeit an sich selbst.Ursachen und verschiedenen Welten gleichzeitig beeinflußt: von Einflüssen der Planeten. einer begrenzten Lebensdauer. Alles. wie man gewöhnlich annimmt.. Nichts schien mir künstlicher. wie er sich ausdrückte. und die Erde wird zur Sonne werden. einmal ist der eine stärker.. der noch nicht. Und für den Menschen gibt es eine gewisse Möglichkeit. daß Sie eine Sache verstehen: es ist unmöglich. sagte G. Die „allge- 34 . von einem Einfluß auf einen anderen überzugehen. beginnend mit der Kant-Laplaceschen bis herunter zu den allerneuesten." Dies fesselte gleich meine Aufmerksamkeit. im nächsten Augenblick ein anderer. All diese Einflüsse wirken zugleich. Dann wird in seiner Nähe ein neuer Mond auftauchen.

nicht getan worden ist. die ihre Ursache in ganz neuen Voraussetzungen hatte und eine andere universale Ordnung zeigte. kennenlernte. sagte er. Aber das ist natürlich nicht sichergestellt. was sie hätte erreichen können. so gibt es ver- 35 . dazu noch eine organische." „Wovon hängt das ab?" fragte ich. den verschiedensten Stufen angehören können. andere nicht und wieder andere würden Beweise verlangen.'s System eine vollständig andere Theorie hatte.. „Er ist bekannt". ohne das geringste erreicht zu haben. sagte G." „Ist dieser Zeitabschnitt bekannt?" fragte ich. was getan werden sollte.'s Antwort war sehr vage. für wissenschaftlich und bewiesen. „In welcher Beziehung steht die Intelligenz der Erde zur Intelligenz der Sonne?" fragte ich. „aber es wäre kein Vorteil. daß G. sehr interessant und wichtig.. „Im Augenblick ist Ihnen noch nicht klar". Sie standen in Beziehung zu der Geschichte. „Die Intelligenz der Sonne ist göttlich". sagte G. sagte G. Deshalb schien mir die Tatsache. als ich G. die an dem ersten Abend verlesen wurde. „aber die Erde kann das gleiche werden. Genau so. So geht es mit allem bei den Menschen. obwohl sie äußerlich genau gleich aussehen.meine Öffentlichkeit" hält diese Theorien. Danach würden sie anfangen. Aber in Wirklichkeit ist natürlich nichts weniger wissenschaftlich und unbewiesener als diese Theorien. „Es gibt eine bestimmte Zeitdauer für die Ausführung einer gewissen Sache". Es würde sogar noch schlimmer werden. kann die Erde sterben. sich die Köpfe einzuschlagen. oder jedenfalls die zuletzt bekanntgewordene. wenn die Menschen ihn kennen würden. „daß Menschen.. ohne das erreicht zu haben. die auf der Erde leben. wie es Menschen verschiedener Stufen gibt. G. und die Erde kann sehr wohl sterben." In Moskau hatten wir um die gleiche Zeit auch einige interessante Gespräche über Kunst. „Wenn nach einer bestimmten Zeit das. Einige würden es glauben.

treffen Sie plötzlich auf Dinge. Wirkliche Kunst ist etwas ganz anderes.schiedene Stufen in der Kunst. . als Sie annehmen dürften. Nur sehen Sie noch nicht ein. ein gewaltiger Unterschied. und Sie glauben. Aber da Sie den Unterschied nicht genau erkennen. vor allem Werken alter Kunst. das heißt auf zufälligen Assoziationen beruhend — dem Eindruck des Künstlers und seiner . Zuhörers oder Lesers. Und der Zuschauer. In Ihrer Kunst ist alles subjektiv — des Künstlers Wahrnehmung von dieser oder jener Empfindung. was der Künstler mitteilen wollte oder fühlte. das in der modernen Kunst nicht zu spüren ist. in einem anderen Trauer.Schöpfung' (er betonte das Wort . All dies ist subjektiv und all dies ist zufällig. was Sie als solche bezeichnen. „Ich nenne Kunst nicht all das. Hörer und Leser wird wahrnehmen — nicht. Bei ein und derselben Erscheinung mag ein Künstler ein bestimmtes Gefühl haben. Zwei Künstler mögen sich bemühen. Sie ist mathematisch. daß diese Stufenunterschiede viel größer sind. Alles 36 . die Formen. und die Wahrnehmung dieser Formen seitens anderer Menschen. die Sie nicht erklären können und die ein gewisses Etwas enthalten. sondern was für Assoziationen die Formen. die gleiche Empfindung durch ganz verschiedene Methoden in verschiedener Form auszudrücken oder aber verschiedene Wahrnehmungen in der gleichen Form — je nachdem wie es ihnen gelehrt wurde oder im Widerspruch dazu. ein anderer Künstler wieder ein anderes. Unter Kunstwerken. Sie stellen die verschiedensten Dinge auf eine Stufe. alles für eine Art von Kunst zu halten.Schöpfung'). vergessen Sie ihn bald und fahren fort. nur Phantasie oder Sucht nach Originalität bedeutet. Und doch ist zwischen Ihrer Kunst und der. Der eine gleiche Sonnenuntergang kann in einem Künstler das Gefühl der Freude hervorrufen. daß Ihnen die verschiedenen Stufen erreichbar seien. da es nur mechanische Wiedergabe. von der ich spreche. in denen er seine Empfindungen auszudrücken versucht.in denen er seine Empfindungen ausdrückt. den Wahrnehmungen des Zuschauers. eines viel zu nahe an das andere. „In wirklicher Kunst ist nichts zufällig. Nachahmung der Natur oder anderer Menschen ist. in ihm wachrufen.

antwortete G. daß ein Mensch es auf eine Weise versteht und der nächste auf eine andere.kann in ihr vorausberechnet werden. einen und denselben Eindruck hervorrufen. die wir zuerst für einen alten Gott oder Teufel hielten. sondern mit den Gefühlen. Im Verlauf unserer Reisen in Zentralasien fanden wir in der Wüste. daß diese Figur viele Dinge enthielt. mit mathematischer Gewißheit. Ein objektives Kunstwerk ist genau so ein Buch. mit dem Unterschied. Es wird immer. Menschen auf niedrigeren Stufen werden nie soviel davon haben wie Menschen auf höheren Stufen. Jeder genügend Vorbereitete. was der Autor meint. „Die große ägyptische Sphinx ist so ein Kunstwerk. eine seltsame Figur. die man wie Bücher lesen kann. alles kann im voraus erkannt werden. in ihren 37 . Und langsam. Aber nach kurzer Zeit begannen wir zu fühlen. Das ist wirkliche. ein Buch über Astronomie oder Chemie. Der Künstler weiß und versteht. und zwar genau so wie er es meint. ebenso wie einige geschichtlich bekannte Bauwerke. vollständiges und komplexes System der Kosmologie. der dieses Buch liest. allerdings nicht mit dem Denken. ein großes." „Gibt es auch heute noch Werke von objektiver Kunst?" fragte ich. Schritt für Schritt. am Fuße des Hindukusch. „Aber gleichzeitig wird das gleiche Kunstwerk auf Menschen verschiedener Seinsstufen einen verschiedenen Eindruck machen. sondern auch die Gefühlsseite des Menschen anspricht. begannen wir dieses System zu entziffern. vorausgesetzt. Es war im Körper dieser Figur. daß beide auf der gleichen Stufe stehen. was er mitteilen will. Es gibt Statuen von Göttern und verschiedenen mythologischen Gestalten. einige Götterstatuen und viele andere Dinge. wird verstehen. daß diese genügend entwickelt sind. Denken Sie sich ein wissenschaftliches Werk. Es ist ausgeschlossen. Zuerst erweckte sie in uns nur den Eindruck einer Kuriosität. „Natürlich gibt es sie". daß es nicht nur die denkerische. objektive Kunst. und sein Werk kann nicht einen Eindruck auf einen Menschen und einen anderen auf den nächsten machen — vorausgesetzt natürlich.

aber nicht definieren konnte. die G. in ihrem Kopf. Armen. Ich fühlte bereits. in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Stufen. Vor allem interessierte mich der innere Zusammenhang von allem. in ihren Augen. einfach ein Streit um Worte.'s Ausführungen über Kunst beeindruckt. daß es in der Kunst Unterscheidungen und Abstufungen gibt. die ich nicht annehmen konnte und die mir phantastisch und ohne jede Grundlage zu sein schienen. sondern ein Ganzes ausmachten.Beinen. Andere hingegen stimmten merkwürdig mit dem überein. In dem. Ich hatte immer gefühlt. sondern auch alle damit verknüpften Gefühle und Empfindungen. In der ganzen Statue gab es nichts Zufälliges. was ich selbst gedacht hatte. fühlte ich eine Annäherung an die gleichen Abstufungen. gesagt hatte. Jedenfalls erfaßten wir die Bedeutung dessen. Abstufungen bestehen. in ihren Ohren. sagte. Nichtsdestoweniger wußte ich. die wir nicht sehen noch verstehen können. Ich verstand noch nicht alles. . was sie uns über die Jahrtausende mitteilen wollten. 38 . daß diese Unterscheidungen und . Sein Prinzip der Teilung der Kunst in subjektive und objektive sagte mir sehr viel. daß seine Ideen nicht — wie sonst alle philosophischen und wissenschaftlichen Ideen — voneinander losgelöst waren. Es gab darunter Ideen. die ich gefühlt hatte. überall.leer und nutzlos. was er sagte. was er in diese Worte legte. So schienen mir alle Diskussionen über • Kunst ohne Anerkennung dieser Unterscheidungen und Abstufungen . Einige von uns meinten. die ich weder definieren noch formulieren konnte und die auch noch niemand formuliert hatte. Das war wirkliche Kunst!" Ich war sehr von G. Im allgemeinen erstaunten mich viele Dinge. die diese Statue geschaffen hatten. ihre Gesichter zu sehen und ihre Stimmen zu hören. mit Schlüssen. zu denen ich schon vor langer Zeit gekommen war. und nicht nur diese. Und langsam verstanden wir das Ziel der Menschen. was G. nichts ohne Bedeutung. Wir begannen ihre Gedanken und Gefühle zu spüren. von dem ich bisher jedoch nur einige Bruchstücke sah.

wonach ich suchte. Ich fragte mich. ob ich wirklich gefunden hatte. noch konnte ich etwas genau formulieren.Ich dachte darüber im Nachtzug auf dem Weg von Moskau nach Petersburg nach. daß G. zu „Tatsachen" zu kommen? Ich war noch über nichts sicher. was man wissen muß. um von Worten oder Ideen zu Taten. daß sich etwas schon für mich geändert hatte und von nun an alles anders verlaufen würde. wirklich wußte. 39 . War es möglich. Aber ich hatte eine innere Überzeugung.

sagte: „Ich werde alles aufgeben und zu G. Er war für einige Tage nach Petersburg gekommen. Dies war der schreckliche Sommer 1915 mit seiner immer drückender werdenden Atmosphäre. sagte er mir." Und bei diesem Gedanken wurde es mir immer leichter zumute. meinte er. trat immer deutlicher zutage. Ich bereitete meine Bücher für neue Auflagen vor. Die Zeit verging. las Korrekturen und so fort. Ich ging sofort zu ihm. Eines Tages. daß ich mir einige Male. daß die Bekanntschaft mit ähnlichen 40 . Ich erinnere mich. von der so viel im russischen Leben abhängt. wurde ich ans Telephon gerufen und hörte G. sprach er zu mir genau so wie in Moskau. als die Umstände besonders schwierig wurden.s Stimme. Der Krieg wurde nun auf russischem Boden geführt und kam uns immer näher. an der ich teilnahm und in der alle möglichen Themen vom Krieg bis zur Psychologie diskutiert wurden. Als er am nächsten Tag wegfuhr. Und als ich ihm bei diesem zweiten Besuch von einer gewissen Gruppe in Petersburg erzählte. daß die Katastrophe auf uns hereinbrechen werde. er werde bald zurückkommen. Alles begann zu schwanken. Es vollzog sich eine „Kraftprobe". aus der ich mich trotz aller Anstrengungen nicht befreien konnte. bevor ich das Beabsichtigte getan hätte. die ihn in verschiedenen Angelegenheiten aufsuchten. Und ich begann mir schon vorzustellen. Aber oft kehrte ich in Gedanken zu den Moskauer Gesprächen zurück. meine Arbeit wurde aufgehalten. Und zwischen Gesprächen mit anderen Menschen. es war schon Herbst. nach Moskau gehen. Die Drucker streikten dauernd.ZWEITES KAPITEL I n Petersburg verging der Sommer mit der üblichen literarischen Arbeit. Die verborgene selbstmörderische Geschäftigkeit.

in vierzehn Tagen zurückzukommen. wenn Sie ein vernünftiger Mann sind. denn er denke daran. Einer allein kann nichts tun. eine Reihe von Experimenten und Vorführungen zu veranstalten und Menschen mit einem weiteren Bildungshorizont und besserer Vorbereitung zu interessieren. Ich entsinne mich eines Gespräches. Alles.Gruppen nützlich sein könne. G. Aber wie entkommen? Es ist notwendig. Wichtig ist. „Das ist nicht wichtig. und es interessierte mich. dies wurde mir erst später klar. Einer allein kann nichts tun. in einem kleinen Cafe auf dem Newsky stattfand. was für „Experimente" und „Vorführungen" er meinte. eine Mauer zu untertunneln. Ich sprach zu meinen Freunden über ihn und wir begannen. Sie sind im Gefängnis. daß zehn oder zwanzig Menschen da sind — wenn sie in Schichten arbeiten und einer den anderen deckt. Eine Gruppe mit einem wirklichen Führer kann mehr tun. nennen Sie es wie Sie wollen". sagte er. was Sie wünschen können. Aber als ich das Gespräch unterbrechen wollte. ist zu entkommen. 41 . Aber lassen Sie uns annehmen. was er unter „esoterisch" verstehe.. in Petersburg die gleiche Art Arbeit zu beginnen wie in Moskau. können sie den Tunnel vollenden und entkommen. Eine Gruppe von Menschen kann tun. was ich in Moskau gehört hatte. seine Ankunft zu erwarten. Er fuhr nach Moskau und versprach. Aber ich verstand nicht genau. was ein Einzelner nie tun kann. Ein. daß eine . wie üblich bei G. um zu fragen. ihm einige Leute vorzustellen. „Sie verstehen Ihre eigene Lage nicht. das. nichts erreichen. daß er seine Arbeit hier in größerem Umfange organisieren wolle: er beabsichtige öffentliche Vorlesungen zu halten. Er kam wieder für kurz zurück. Ich erreichte es. das ich früher nie von ihm gehört hatte. „darum geht es nicht. wich er der Antwort aus. Hinsichtlich seiner Pläne und Absichten erklärte er. sprach eingehend über die Organisation von Gruppen für seine Arbeit und über deren Rolle in der Arbeit.Gruppe' der Anfang von allem ist. All das erinnerte mich zum Teil an das. was er damit meinte.oder zweimal gebrauchte er das Wort „esoterisch".

und vor allem durch bewußtes Streben nach einem festen Ziel. veranstaltete ich Gespräche und Vorlesungen. hat er überhaupt keine Möglichkeit. noch bis zum Abend zu bleiben. muß er zu allererst erkennen. Feilen oder was immer sich als nötig erweist. an denen er teilnahm. wohin die Leute kamen. regelmäßig alle vierzehn Tage nach Petersburg. kam später noch oft auf sein Gleichnis vom „Gefängnis" und „dem Gefängnis entkommen" zurück. Gewöhnlich hatte eine frühere Versammlung mit der Bekanntmachung geendet. möglich ist. gegen seinen Willen oder im Gegensatz zu seinen Wünschen befreien. daß er im Gefängnis ist. im voraus ein Treffen festzusetzen. Ich verstand nicht ganz die Art und Weise. die G. schicken. in welcher Richtung die Flucht. solange er sich für frei hält. Der Tag verging in Cafes." G. daß G. entweder in Privathäusem oder in schon bestehenden Gruppen. am folgenden Tage nach Moskau zurückkehren werde. wenn er nach Petersburg kam. Solange er das nicht einsieht. Dazu ist eine Organisation notwendig. Mir schien. Manchmal begann er damit. Nichts kann ohne eine Organisation erreicht werden. vieles unnötig schwer mache. Aber ein Gefangener allein kann diese Leute nicht finden und auch nicht mit ihnen in Beziehung treten. daß G. vor. Jedesmal. Zum Beispiel erlaubte er mir selten. und können auch Werkzeuge. Am nächsten Morgen sagte er dann. Niemand kann ihm helfen oder ihn durch Gewalt. dann ist sie nur als Ergebnis großer Arbeit und großer Anstrengungen zu erreichen. Ab Jänner 1916 kam G. und seine Lieblingserklärung war dann folgende: Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann.„Außerdem kann niemand aus einem Gefängnis aufbrechen ohne die Hilfe schon zuvor Entkommener. 42 . Gewöhnlich kamen dreißig bis vierzig Menschen. Diese allein werden sagen können. sehen wollten. Allmählich stellte ich immer mehr Leute G. Wenn Befreiung möglich ist. er habe sich entschlossen. wie diese Versammlungen veranstaltet wurden. manchmal mit einigen seiner Moskauer Schüler.

in Zarskoje und so fort. was G. sagte er mir dann: „Warum können wir uns nicht heute treffen? Rufen Sie doch alle. konnten nie zu unseren Treffen kommen. ist es schwierig. Im Gegenteil." Gewöhnlich eilte ich dann zum Telephon. die nicht in Petersburg wohnen. „Der Mensch schätzt nichts.nur durch die Überwindung von Schwierigkeiten. daß er eingeladen werde. eine oder anderthalb Stunden bevor unsere Zusammenkünfte gewöhnlich begannen. Vieles verstand ich später ganz anders als damals. Die Menschen müssen sich beweisen und zeigen. und sagen Sie ihnen. Aber das können wir nicht ändern. Manche. Oder er selbst wird anrufen und nachfragen. laßt den ruhig weiter warten. damit er sich danach einrichten kann. an.Erst am Abend. wird er den ganzen Tag am Telephon sitzen für den Fall. er war der Ansicht. eingeladen zu werden. die zu kommen wünschen. daß wir uns an dem und dem Ort versammeln. Aber die Vorlesungen und im allgemeinen alles. Natürlich. was sie gehört haben. für die. „Und wenn ein Mensch bereits etwas gewittert hat. 43 . wie sie bewerten. aber natürlich waren alle schon um sieben oder halb acht Uhr abends besetzt. seine Ideen kennenzulernen. sowohl in den Versammlungen als auch außerhalb ihrer. wie zufällig und unbedeutend diese auch immer sein mögen. Er wollte es den Menschen auf keinen Fall leicht machen. Wer erwartet. was leicht zu haben ist".'s Hauptbeweggründe klarer. Auch wurden mir G. Später werden wir vielleicht Versammlungen an fest bestimmten Tagen abhalten. zu dieser Zeit sagte. die Menschen seine Ideen schätzen lernen könnten. und ich konnte nur wenig Leute zusammentrommeln. begannen mich mehr und mehr zu interessieren. daß. glauben Sie mir. Im Augenblick ist das unmöglich. und noch dazu im voraus. dann. sagte er." All dies und noch vieles andere blieb für mich damals eine halboffene Frage. die außerhalb Petersburgs wohnten.

bei der alles von äußeren Einflüssen abhängt. In einigen Fällen von fortgeschrittener Kristallisation kann das. Aber glauben Sie selbst.Astral- 44 . im Leben und nach dem Tode — wenn er nachher überhaupt noch weiter besteht — von sehr verschiedener Qualität sein kann. In beiden Fällen geschieht das Weiterleben im . Staub wird wieder zu Staub. Aber die Ihnen bekannten Systeme gebrauchen diesen Ausdruck.Astralleib' bedeutet. was die Menschen als .Astralleib' nennt. Sie wissen. daß das Sein eines Menschen. der in Ohnmacht fällt oder alles vergißt.Reinkarnation' nennen. dann kann eben dieses möglicherweise auch dem Tod des physischen Körpers widerstehen. muß eine gewisse Kristallisation stattfinden. sagte G. Der Mensch wird nicht damit geboren. äußeren Einflüssen zu widerstehen. so kann es den Tod überleben. was der Ausdruck . kann seine Zukunft sehr verschieden sein.Astralleib' oder mit Hilfe des „Astralleibes'. ein gewisses Verschmelzen der inneren Eigenschaften des Menschen und eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen erreicht werden.. und ob man Fällen von Verständigung mit Toten Glauben schenken könne. Um überhaupt von irgendeinem zukünftigen Leben sprechen zu können. „aber zuerst ist es notwendig zu verstehen. das heißt durch furchtbar harte innere Arbeit und inneren Kampf. „Vieles ist möglich". was fähig ist.Astralleib' habe. hat überhaupt keine Zukunft irgendwelcher Art. wenn nichts da ist. daß etwas dem physischen Tod bei einem Menschen widerstehen kann. wird durch innere Fusion erreicht. Das trifft auf sie zu. in wieder anderen Fällen das. die in einem Augenblick eine ist und im nächsten eine andere und wieder im nächsten eine dritte.Leben im Jenseits' bezeichnen. kann auch nichts weiterleben. was die Menschen . Aber auch wenn etwas weiterlebt. Das ist ganz falsch. sie wird begraben und das ist alles. wenn er sich in den Finger schneidet? Wenn etwas da ist im Menschen. Und nur wenige Menschen erlangen einen . Wenn es im Menschen irgend etwas gibt. als ob jeder Mensch einen .Bei einer Gelegenheit in einer dieser Versammlungen fragte jemand nach der Möglichkeit der Wiederverkörpenmg. mit der alles geschieht. Was man den . Die Maschine Mensch. nach dem Tode möglich sein.

kann aber den Tod des physischen Körpers lange überleben. wohin er gezogen wird oder wohin der Wind bläst.Reibung'. er beginnt zu . Wenn er gebildet worden ist. echten Räuber. Um weitere Entwicklung zu ermöglichen. und ein Mensch kann auf dieser Grundlage kristallisieren. die Mücken beißen ihn. „Kristallisierung ist auf jeder Grundlage möglich. . kann leicht auf falscher Grundlage beginnen. Wenn er nicht wiedergeboren wird. So können Menschen eine un- 45 . muß er erst wieder eingeschmolzen werden. Aber Kristallisation ist möglich auf richtiger Grundlage und ist möglich auf falscher Grundlage. unvollständige Kristallisierung. kann er den physischen Tod überdauern und kann sogar in einen neuen physischen Körper hineingeboren werden. wenn er überall hingeht. Nehmen wir zum Beispiel einen Räuber.Nein'. Ich habe solche Räuber im Kaukasus gekannt. wenn alles ohne Widerspruch in ihm geschieht. ihm ist heiß. ohne sich zu rühren.Angst vor Sünde' kann einen wahrhaft fürchterlichen Kampf zwischen Ja' und .Reibung1 erreicht. und das ist nur durch schreckliches Leiden möglich. Könnten Sie das tun? Die ganze Zeit — denken Sie daran — geht ein Kampf in ihm vor sich. Aber das wäre eine falsche. Ein anderer ist ein Mönch.Nein' hervorrufen.Nein' im Menschen. Auf diese Weise wird die Kristallisierung erreicht. dann stirbt er im Verlauf der Zeit. Er wird mit seinem Gewehr acht Stunden am Straßenrand hinter einem Stein stehen. aber er steht ruhig. einen wirklich guten. Zum Beispiel ein fanatischer Glaube an die eine oder andere Idee oder die . wird durch . Er ist nicht unsterblich. der Kampf zwischen Ja' und . wird er bleiben wie er ist. Das ist dann . „Die Verschmelzung. dann beginnen sich allmählich dauernde Züge zu formen.Reinkarnation'. Die ganze Nacht schlägt er den Kopf gegen den Boden und betet. Ein solcher Mensch wird nicht die Möglichkeit weiterer Entwicklung haben. Wenn ein Mensch ohne inneren Kampf lebt. Aber wenn ein Kampf in ihm beginnt und wenn vor allem dieser in einer bestimmten Richtung verläuft.leib'. Er hat Angst vor dem Teufel. die innere Einheit. durch den Kampf zwischen dem Ja' und dem .kristallisieren'. Er ist durstig.

geheure innere Stärke erlangen; sie können Foltern ertragen; sie können erreichen, was sie wollen. Das heißt, nun hat sich in ihnen etwas Festes, etwas Dauerndes gebildet. Solche Menschen können unsterblich werden. Aber was nützt das schon? Ein Mensch dieser Art wird ein .unsterbliches Ding', wenn auch manchmal ein gewisses Maß von Bewußtheit in ihm erhalten bleibt. Aber sogar das geschieht, wohlgemerkt, sehr selten." Wie ich mich erinnere, prägte sich mir das auf diese Rede folgende Gespräch deswegen ein, weil viele Leute aus G.'s Rede ganz andere Dinge entnommen hatten als er sagte; andere wiederum beachteten nur G.'s zusätzliche und unwesentliche Bemerkungen und behielten allein diese. Die grundsätzlichen Prinzipien in den Ausführungen entgingen den meisten. Nur sehr wenige stellten Fragen nach den wesentlichen Punkten dessen, was er sagte. Eine dieser Fragen ist mir im Gedächtnis geblieben. „Auf welche Weise kann man in sich den Kampf zwischen ,Ja und ,Nein' hervorrufen?" fragte jemand. „Opfer sind notwendig", sagte G., „wenn nichts geopfert wird, kann nichts erreicht werden. Und man muß etwas Wertvolles opfern, man muß es für lange Zeit opfern und man muß viel opfern. Jedoch nicht für immer. Dies muß man verstehen, weil es oft nicht verstanden wird. Opfern ist nur so lange notwendig, als der Prozeß der Kristallisierung vor sich geht. Wenn er beendet ist, werden Opfer, Entsagung und Entbehrung überflüssig. Dann kann einer alles haben, was er will. Dann gibt es keine Gesetze mehr für ihn, er wird sich selbst zum Gesetz." Aus denen, die zu unseren Vorlesungen kamen, bildete sich langsam eine kleine Gruppe von Menschen heraus, die nicht eine einzige Gelegenheit vorbeigehen ließen, G. zuzuhören, und sich auch während seiner Abwesenheit trafen. Dies war der Anfang der ersten Petersburger Gruppe. Während dieser Zeit war ich viel mit G. zusammen und begann ihn besser zu verstehen. Man wurde bei ihm durch eine große Ein-

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fachheit und Natürlichkeit beeindruckt, die einen vollständig vergessen ließ, daß er für uns der Vertreter einer Welt des Wunderbaren und Unbekannten war. Weiter fühlte man sehr stark den Mangel jeglicher Affektiertheit oder der Sucht, Eindruckzumachen. Und dazu spürte man, daß er in nichts, was er tat, seinen Vorteil wahrnahm — eine vollständige Gleichgültigkeit gegenüber Annehmlichkeiten, Komfort, und die Fähigkeit, sich bei keiner Arbeit zu schonen, was immer diese sein möge. Manchmal liebte er fröhliche und lebendige Gesellschaft. Er veranstaltete gern große Mahlzeiten, kaufte große Mengen Wein und Essen, von denen er oft gar nichts aß oder trank. Viele Leute gewannen den Eindruck, er sei ein Gourmand, ein Liebhaber guten Lebens im allgemeinen, und uns schien es, daß er oft diesen Eindruck hervorrufen wollte, trotzdem wir alle schon sahen, daß er hierin „schauspielerte". Unser Eindruck des „Schauspielems" bei G. war außerordentlich stark. Unter uns sagten wir oft, daß wir ihn nie durchschauten noch durchschauen könnten. Bei jedem anderen hätte soviel „Schauspielern" den Eindruck von Falschheit hervorgerufen. Bei ihm machte es einen Eindruck von Stärke, jedoch, wie ich schon erwähnte, nicht immer — manchmal war zuviel davon da. Besonders zog mich bei ihm sein Sinn für Humor und das vollkommene Fehlen jeglicher Anmaßung von „Heiligkeit" oder dem Besitz „übernatürlicher" Kräfte an, obwohl er damals, wie wir uns später überzeugten, die Fähigkeit besaß, ungewöhnliche Phänomene psychischen Charakters hervorzurufen. Aber er lachte immer über Leute, die von ihm Wunder erwarteten. Er war ein außerordentlich vielseitiger Mensch; er kannte alles und konnte alles. Einmal erzählte er mir, daß er von seinen Reisen im Osten eine große Zahl von Teppichen mitgebracht habe, bei denen es viele doppelt gab und andere überhaupt keinen Wert vom künstlerischen Standpunkt aus hatten. Während seiner Besuche hatte er herausgefunden, daß der Verkaufspreis für Teppiche in Petersburg höher war als in Moskau, und bei jedem Kommen brachte er einen Ballen Teppiche mit, die er in Petersburg verkaufte.

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Einer anderen Version zufolge kaufte er einfach diese Teppiche in Moskau auf der „Tolkutschka" und brachte sie nach Petersburg zum Verkauf. Ich verstand nicht ganz, warum er das tat, aber ich fühlte, daß es mit der Idee seines „Schauspielerns" zusammenhing. Der Verkauf der Teppiche selbst war bemerkenswert. G. setzte eine Anzeige in die Zeitung und alle möglichen Leute kamen Teppiche kaufen. Bei solchen Gelegenheiten hielten sie ihn selbstverständlich nur für einen gewöhnlichen kaukasischen Teppichhändler. Ich saß stundenlang dabei und schaute zu, wie er zu den Leuten sprach, die zu ihm kamen. Ich bemerkte, daß er manchmal mit ihren Schwächen spielte. Eines Tages war er entweder sehr in Eile oder er hatte es einmal satt, Teppichhändler zu spielen, und bot einer offensichtlich reichen, jedoch sehr habgierigen Dame, die ein Dutzend seiner Teppiche ausgesucht hatte und verzweifelt handelte, alle im Zimmer befindlichen Teppiche für ungefähr ein Viertel des Preises derer, die sie ausgewählt hatte, an. Erst war sie überrascht, aber dann begann sie weiter zu handeln. G. lächelte und sagte, er würde es sich überlegen und ihr am nächsten Tag antworten. Aber den nächsten Tag war er nicht mehr in Petersburg und die Frau bekam gar nichts. Irgend etwas Derartiges geschah fast bei jeder Gelegenheit. Mit diesen Teppichen, in der Rolle des fahrenden Kaufmanns, machte er wieder den Eindruck eines Menschen in Verkleidung, einer Art Harun-al-Raschid, oder des Mannes mit der Tarnkappe im Märchen. Einmal, als ich nicht da war, kam ein „Okkultist" vom Scharlatantypus zu ihm, der in Spiritistenkreisen in Petersburg eine gewisse Rolle spielte und später unter den Bolschewiken „Professor" wurde. Er begann mit den Worten, daß er viel von G. und seinem Wissen gehört habe und seine Bekanntschaft machen wolle. G. spielte, wie er mir selbst berichtete, die Rolle eines echten Teppichhändlers. Mit dem stärksten kaukasischen Akzent und in gebrochenem Russisch begann er dem „Okkultisten" zu versichern, daß er sich geirrt habe, er verkaufe nur Teppiche; und er begann sofort welche aufzurollen und anzubieten.

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Der „Okkultist" ging weg, fest überzeugt, daß seine Freunde sich über ihn lustig gemacht hätten. „Es war offensichtlich, daß der Gauner nicht einen Groschen hatte", fügte G. hinzu, „sonst hätte ich ihm bestimmt den Preis für ein paar Teppiche abgenommen. Ein Perser pflegte zu ihm zu kommen, um seine Teppiche zu flicken. Eines Tages beobachtete ich, wie G. den Perser bei seiner Arbeit sehr aufmerksam beobachtete. „Ich möchte verstehen, wie er es macht, und ich verstehe es noch nicht", sagte G. „Sehen Sie den Haken, den er hat? Alles liegt an ihm. Ich wollte ihn ihm abkaufen, aber er will ihn nicht verkaufen." Den nächsten Tag kam ich früher als gewöhnlich. G. saß auf dem Fußboden und flickte einen Teppich, genau wie der Perser es getan hatte. Wollfäden aller Farben lagen um ihn verstreut und in seiner Hand hatte er denselben Haken, den ich bei dem Perser gesehen hatte. Wie ich erfuhr, hatte er ihn mit einer gewöhnlichen Feile aus der Klinge eines billigen Federmessers gefertigt und im Verlauf des Morgens hatte er alle Geheimnisse des Teppichflickens ergründet. Er erzählte mir viel über Teppiche, die, wie er oft erklärte, eine der ältesten Kunstformen darstellten. Er sprach von alten Gebräuchen, die in manchen Teilen Asiens mit dem Teppichknüpfen verbunden sind; wo ganze Dörfer zusammen an einem Teppich wirken; von Winterabenden, wenn alle Dorfbewohner, alt und jung, sich in einem großen Gebäude versammeln und in Gruppen nach einer im voraus bekannten und durch Überlieferung festgelegten Ordnung auf dem Fußboden sitzen oder stehen. Jede Gruppe beginnt ihre eigene Arbeit. Einige säubern die Wolle von Steinen und Splittern. Andere schlagen sie mit Stöcken. Eine dritte Gruppe kämmt die Wolle. Die vierte spinnt, die fünfte färbt die Wolle. Die sechste oder vielleicht die sechsundzwanzigste wirkt den Teppich. Männer, Frauen und Kinder, Greise und alte Frauen, alle haben ihre traditionelle Arbeit, und die ganze Arbeit wird unter Begleitung von Musik und Gesang gemacht. Die Spinnerinnen, mit Spindeln in der Hand, tanzen während ihrer Arbeit einen be-

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sonderen Tanz, und all die Bewegungen dieser verschieden beschäftigten Leute sind wie eine Bewegung und ein Rhythmus. Außerdem hat noch jeder Ort seine eigene Musik, seine eigenen besonderen Gesänge und Tänze, die seit undenklichen Zeiten mit der Teppichmacherkunst verknüpft sind. Während er mir dies erzählte, durchzuckte mich der Gedanke, daß vielleicht Form und Farbe der Teppiche mit der Musik zusammenhängen, vielleicht ihr Ausdruck in Form und Farbe sind; daß Teppiche sozusagen die Aufzeichnungen dieser Musik sind, die Koten, an Hand derer die Weisen wiedergegeben werden können. Für mich hatte diese Vorstellung nichts Fremdes, weil ich oft Musik in Form komplizierter Zeichnungen „sehen" konnte. a Aus einigen zufälligen Gesprächen mit G. gewann ich ein ge'Kvisses Bild von seinem früheren Leben. * Seine Kindheit hatte er an der Grenze Kleinasiens in seltsamen, sehr abgelegenen, fast biblischen Lebensumständen verbracht. Herden unzähliger Schafe. Wandern von Ort zu Ort. Zusammentreffen mit verschiedenen seltsamen Menschen. Seine Einbildungskraft wurde vor allem durch die Yezidis, die „Teufelsanbeter", angeregt, die seit seiner frühesten Jugend seine Aufmerksamkeit durch ihre unverständlichen Gebräuche und ihre Abhängigkeit von unbekannten Gesetzen gefesselt hatten. Er erzählte mir unter anderem, daß er als Kind oft beobachtet habe, wie Yezidi-Knaben unfähig waren, aus einem Kreis herauszutreten, der um sie auf dem Boden gezeichnet worden war. Seine Jugend verbrachte er in einer Atmosphäre von Märchen, Legenden und Überlieferungen. Das „Wunderbare" war in seiner Umgebung eine Tatsache. Weissagungen, die er hörte und die alle, die um ihn waren, fest glaubten, erfüllten sich und riefen in ihm den Glauben auch an vieles andere hervor. All dies hatte schon in frühester Jugend in ihm eine Neigung nach dem Geheimnisvollen, dem Unverständlichen und Magischen geweckt. Er sagte mir, schon als Kind habe er mehrere lange Reisen nach dem Osten unternommen. Was an diesen Geschichten wahr war, konnte ich nie genau entscheiden. Aber wie er berichtete,

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stieß er im Verlauf seiner Reisen auf viele Erscheinungen, die ihn auf die Existenz eines bestimmten Wissens hinwiesen, auf gewisse, über die gewöhnlichen Möglichkeiten hinausgehende Kräfte und Möglichkeiten des Menschen und ferner auf Leute mit hellseherischer Begabung und anderen wunderbaren Kräften. Allmählich begannen, wie er sagte, seine Abwesenheit von zu Hause und seine Reisen ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Er ging auf die Suche nach dem Wissen und den Leuten, die es besaßen. Und nach großen Schwierigkeiten fand er, wie er erzählte, in Gemeinscha^ mit einigen anderen, die gleich ihm auf der Suche nach dem Wunderbaren waren, die Quellen dieses Wissens. In all diesen Geschichten über ihn selbst war vieles widerspruchsvoll und kaum glaublich. Aber ich hatte schon begriffen, daß man an ihn nicht den üblichen Maßstab anlegen dürfe und er mit keinem gewöhnlichen Maß zu messen sei. Bei ihm konnte man über nichts sicher sein. Heute konnte er eine Sache sagen, morgen etwas ganz anderes und trotzdem konnte man ihn nicht des Widerspruches zeihen: man mußte nur verstehen und alles miteinander verbinden. Über Schulen und die Orte, wo er das Wissen, welches er zweifellos besaß, gefunden hatte, sprach er sehr wenig und immer oberflächlich. Er erwähnte tibetanische Klöster, den Chitral, den Berg Athos, Sufi-Schulen in Persien, in Buchara und Ostturkestan; femer Derwische der verschiedenen Orden. Aber alles nur auf sehr unbestimmte Weise. . Während eines Gespräches mit G. in unserer Gruppe — die langsam eine dauernde Einrichtung wurde — fragte ich: „Warum ist, wenn früheres Wissen bewahrt wurde und es, allgemein gesprochen, ein von unserer Wissenschaft und Philosophie getrenntes und diese sogar übertreffendes Wissen gibt, warum ist es dann so sorgfältig verborgen, warum wird es nicht Allgemeingut? Warum wollen die Träger dieses Wissens es nicht dem allgemeinen Lebensstrom überantworten, um einen besseren und erfolgreicheren Kampf gegen Betrug, Übel und Unwissenheit zu führen?" Das ist, glaube ich, wohl eine Frage, die jedem Menschen in den

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Sinn kommt, wenn er die erste Bekanntschaft mit esoterischen Ideen macht. „Hierauf gibt es zwei Antworten", sagte G., „erstens einmal ist dieses Wissen nicht verborgen. Zweitens kann es, gerade seiner Natur nach, nicht Allgemeingut werden. Wir wollen zunächst die zweite Feststellung untersuchen. Danach will ich Ihnen beweisen, daß Wissen (er betonte das Wort) viel erreichbarer ist für jene, die es verdauen können, als man gemeinhin annimmt. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, daß die Menschen es entweder nicht wollen oder nicht aufnehmen können. „Aber zuerst muß etwas anderes verstanden werden, nämlich, daß Wissen nicht allen, ja nicht einmal vielen zukommen kann. Das ist ein Gesetz. Sie verstehen dies nicht, weil Sie nicht verstehen, daß Wissen, gleich allem anderen in der Welt, stofflich ist. Es ist stofflich, und das heißt, daß es alle Eigenschaften der Stofflichkeit besitzt. Eine der ersten Eigenschaften der Stofflichkeit ist, daß der Stoff immer begrenzt ist, das heißt, die Menge eines gegebenen Stoffes an einem gegebenen Ort und unter gegebenen Bedingungen ist begrenzt. Sogar der Sand in der Wüste und das Wasser des Meeres hat eine begrenzte und unveränderliche Menge. Wenn also Wissen stofflich ist, so bedeutet dies, daß es an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit nur eine begrenzte Menge davon gibt. Man kann sagen, daß die Menschheit für eine gewisse Zeitspanne, sagen wir ein Jahrhundert, eine begrenzte Menge von Wissen zu ihrer Verfügung hat. Aber wir wissen, sogar aus unserer alltäglichen Erfahrung, daß der Wissensstoff ganz verschiedene Eigenschaften besitzt, je nachdem er in kleinen oder in großen Mengen eingenommen wird. In großer Menge, an einem bestimmten Ort, das heißt durch einen Menschen oder, sagen wir, eine kleine Gruppe von Menschen aufgenommen, zeitigt er sehr gute Ergebnisse. In kleiner Menge aufgenommen (das heißt durch jeden Menschen einer großen Menge), zeitigt er überhaupt keine Ergebnisse, oder sogar negative, den Erwartungen entgegengesetzte. Wenn also eine gewisse begrenzte Wissensmenge unter Millionen Menschen aufgeteilt wird, dann wird jeder einzelne sehr wenig davon erhalten, und

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diese geringe Menge wird weder an seinem Leben noch an seinem Verständnis der Dinge etwas ändern. Und, wie groß auch immer die Summe der Menschen sei, die dieses geringe Quantum Wissen erhalten, in ihrem Leben wird sich nichts ändern, außer vielleicht, daß es noch schwieriger wird. „Wenn aber dagegen große Wissensmengen in wenigen Leuten konzentriert werden, wird dieses Wissen sehr gute Ergebnisse zeitigen. Von diesem Gesichtspunkt ist es viel vorteilhafter, daß Wissen von einer kleinen Anzahl Menschen bewahrt und nicht unter Massen verstreut wird. „Wenn wir eine gewisse Menge Goldes nehmen und uns entschließen, eine Anzahl von Gegenständen damit zu vergolden, müssen wir die genaue Anzahl der Gegenstände wissen oder berechnen, die mit dieser Goldmenge vergoldet werden können. Wenn wir versuchen, eine größere Menge zu vergolden, werden sie unregelmäßig, fleckig mit Gold bedeckt sein und viel häßlicher aussehen, als wenn gar kein Gold auf ihnen wäre. Tatsächlich werden wir dann unser Gold verlieren. „Die Verteilung von Wissen geht nach genau dem gleichen Prinzip vor sich. Wenn es allen gegeben wird, bekommt keiner etwas. Wenn es hingegen bei einigen wenigen aufbewahrt wird, wird jeder genug haben, nicht nur das zu behalten, was er hat, sondern es auch noch zu vermehren. „Beim ersten Anblick scheint diese Theorie sehr ungerecht zu sein, da die Lage derjenigen, denen das Wissen gleichsam verweigert wird, damit andere einen größeren Anteil erhalten, sehr traurig und härter zu sein scheint, als sie sein sollte. In Wirklichkeit aber verhält es sich nicht so; und in der Verteilung des Wissens gibt es nicht die geringste Ungerechtigkeit. „Es ist eine Tatsache, 'daß die allermeisten Menschen gar kein Wissen wünschen. Sie weigern sich, daran Anteil zu nehmen und nehmen nicht einmal die Menge, die ihnen in der Verteilung zur Fristung ihres Lebens zusteht. Besonders zeigt sich dies in Zeiten von Massenverrücktheit, wie in Kriegen, Revolutionen und so fort, wenn die Menschen selbst den geringen Teil von gesundem Men-

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schenverstand, den sie haben, zu verlieren scheinen, und sich in vollständige Automaten verwandeln, sich ganz der Zerstörung in gewaltigem Umfang widmen; das heißt in anderen Worten, wenn sie sogar den Instinkt der Selbsterhaltung verlieren. Dann bleiben gewaltige Wissensmengen sozusagen unverlangt und können an die verteilt werden, die ihren Wert erkennen. „Darin liegt keine Ungerechtigkeit, weil die Empfänger des Wissens nichts wegnehmen, was anderen gehört. Sie nehmen nur das, was andere als nutzlos abgelehnt haben und was in jedem Falle verloren ginge, wenn sie es nicht nehmen würden. „Die Sammlung von Wissen durch einige Menschen hängt von der Zurückweisung dieses Wissens durch andere ab. „Es gibt Zeiten im Leben der Menschheit — die gewöhnlich mit dem Beginn des Untergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammenfallen —, wo die Massen unwiderbringlich ihre Vernunft verlieren und alles zerstören, was Jahrhunderte und Jahrtausende an Kultur geschaffen haben. Solche Zeiten von Massenverrücktheit, die oft mit geologischen Kataklysmen, Klimawechseln und ähnlichen Erscheinungen planetarischen Charakters zusammenfallen, befreien eine große Menge von Wissensstoff. Das wiederum erfordert die Arbeit, das Wissen zu sammeln, weil es sonst verlorenginge. So fällt die Arbeit, zerstreuten Wissensstoff zu sammeln, oft mit dem Beginn der Zerstörung von Kulturen und Zivilisationen zusammen. „Dieser Aspekt der Frage ist klar. Weder will die Menge noch sucht sie Wissen, und die Führer der Menge versuchen in ihrem eigenen Interesse, die Furcht und Abneigung gegen alles Neue und Unbekannte zu verstärken. Die Sklaverei, in der die Menschheit lebt, beruht auf dieser Furcht. Es ist sogar schwer, sich alle Schrecken dieser Sklaverei auszumalen. Wir verstehen nicht, was die Menschen verlieren. Aber um den Grund dieser Sklaverei zu verstehen, genügt es zu beobachten, wie die Menschen leben, was das Ziel ihrer Existenz, der Gegenstand ihrer Wünsche, Leidenschaften und Strebungen ist, woran sie denken, wovon sie reden, wem sie dienen und was sie verehren. Schauen Sie, wofür die kultivierte Menschheit unserer Zeit ihr Geld ausgibt; selbst wenn wir den Krieg beiseite

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lassen — was den höchsten Preis erzielt; wo sich die größten Menschenmengen versammeln. Wenn wir einen Augenblick diese Fragen bedenken, so wird uns klar, daß die Menschheit in ihrem jetzigen Zustand, mit ihren Interessen, für die sie lebt, nichts anderes erwarten kann, als was sie hat. Aber wie ich schon betonte, es kann nichts anders sein. Nehmen wir an, daß der gesamten Menschheit jährlich ein halbes Pfund Wissensstoff zugeteilt würde. Wenn dieses Wissen an alle verteilt wird, wird jeder so wenig erhalten, daß er der Trottel bleibt, der er war. Aber dank der Tatsache, daß nur wenige dieses Wissen wünschen, können diejenigen, die es annehmen, sagen wir, jeder ein Kömchen erhalten und dadurch die Möglichkeit erlangen, intelligenter zu werden. Alle könnten nicht intelligent werden, auch wenn sie es wünschten, und auch wenn sie intelligent wären, würde es nichts ändern. Es gibt ein allgemeines Gleichgewicht, das nicht gestört werden kann. „Das ist ein Aspekt. Der andere, wie ich Ihnen schon sagte, besteht darin, daß niemand etwas verbirgt: es gibt überhaupt kein Geheimnis. Aber die Erwerbung oder Weitergabe wirklichen Wissens erfordert große Arbeit und Anstrengung sowohl vom Gebenden als auch vom Empfangenden. Und diejenigen, die das Wissen haben, tun alles, was sie können, um es weiterzugeben und der größtmöglichen Anzahl von Menschen mitzuteilen, den anderen den Zugang zu erleichtern und sie zu befähigen, sich für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten. Wissen kann aber niemandem durch Zwang vermittelt werden. Und außerdem genügt, wie ich Ihnen schon sagte, eine vorurteilslose Prüfung des Lebens eines durchschnittlichen Menschen, was seine Tage ausfüllt und für was für Dinge er sich interessiert; sie wird sogleich zeigen, ob man die Menschen, die im Besitz des Wissens sind, anklagen kann, daß sie es verbergen, es anderen Menschen nicht mitteilen wollen oder andere nicht lehren wollen, was sie selbst wissen. „Derjenige, der wissen will, muß die ersten Anstrengungen selbst machen, um die Quelle des Wissens zu finden und sich ihr zu nahem, indem er aus der Hilfe und den Hinweisen Nutzen zieht, die allen gegeben werden, die aber die Menschen in der Regel weder be-

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merken noch erkennen wollen. Wissen kommt zu keinem Menschen ohne eine Anstrengung seinerseits. Man versteht dies sehr gut in bezug auf das übliche Wissen, aber un Falle des großen Wissens, wenn man seine Möglichkeit anerkennt, glaubt man, etwas anderes erwarten zu können. Jeder weiß sehr gut: wenn einer zum Beispiel Chinesisch lernen will, so braucht dies mehrere Jahre angestrengter Arbeit. Jeder weiß, daß man mindestens fünf Jahre benötigt, um die Grundlagen der Medizin zu erlernen, und vielleicht doppelt so lang zum Studium der Malerei oder Musik. Und trotzdem gibt es Theorien, die behaupten, daß man Wissen erlangen kann ohne jede Anstrengung seinerseits, daß man es sogar im Schlaf erwerben kann. Daß solche Theorien bestehen können, gibt eine weitere Erklärung, warum die Menschen kein Wissen erlangen können. Gleichzeitig ist es wichtig, zu verstehen, daß die unabhängigen Versuche eines Menschen, in dieser Richtung irgend etwas zu erreichen, kein Ergebnis zeitigen können. Ein Mensch kann nur Wissen erlangen mit Hilfe derer, die es bereits besitzen. Das muß von Anfang an verstanden werden. Man muß von dem lernen, der weiß." Bei einer der darauffolgenden Versammlungen fuhr G. fort, als Antwort auf eine Frage seine Ideen bezüglich der Reinkamation und des zukünftigen Lebens weiter zu entwickeln. Das Gespräch begann mit der Frage eines der Anwesenden: „Kann man sagen, daß der Mensch unsterblich ist?" „Unsterblichkeit ist eine der Eigenschaften, die wir dem Menschen zuschreiben, ohne eine genügende Kenntnis ihrer Bedeutung zu haben", sagte G. „Andere Eigenschaften dieser Art sind .Individualität' im Sinn innerer Einheit, ein ,bleibendes und unveränderliches Ich', .Bewußtsein' und ,Wille'. Alle diese Eigenschaften kann ein Mensch haben (er betonte das Wort kann), aber das will nicht heißen, daß sie zu ihm gehören oder zu einem jeden gehören. „Um zu verstehen, was der Mensch im Augenblick darstellt, das heißt auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe, muß man bis zu einem gewissen Grad eine Vorstellung haben, wie er sein kann, das heißt was er erreichen kann. Nur wenn man die richtige Folge der Ent-

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Wicklung versteht. der seine mögliche Entwicklung vollendet hat. werden die Menschen aufhören. das weder dem ersten noch dem zweiten Körper erreichbar ist. sie stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander. ist. sind aber fähig. daß der menschliche Organismus. von der sich in vielen alten und neuen Systemen Spuren Enden. Diese vier Körper bestehen aus Stoffen. die allein möglich ist. In dem dritten kann. das in Figur l wiedergegeben ist." G. der ein viel vorteilhafteres und lenkbareres Instrument für die Bewußtseinstätigkeit abgibt als der physische Körper. besteht ein Mensch. Das in diesem neuen Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein kann ihn lenken und hat auch vollständige Herrschaft über den physischen Körper. aus vier Körpern. wiederum unter gewissen Bedingungen. In diesem zweiten Körper kann unter gewissen Bedingungen ein dritter Körper wachsen. unabhängig voneinander zu handeln. eine so komplexe Organisation hat. sich ein vierter entwickeln. der wiederum ihm eigene Eigenschaften hat. einander durchdringen und vier unabhängige Organismen bilden. und sagte: „Der erste Körper ist der physische. Das im vierten Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein hat die unbedingte Herrschaft über die drei ersten Körper und sich selbst. der sich im gleichen Maße von dem dritten unterscheidet wie der dritte vom zweiten und der zweite vom ersten. die allmählich immer feiner werden. „Nach einer alten Lehre. warum die vier Körper zusammen existieren können. sich zuzuschreiben. das heißt der physische Leib. was sie jetzt nicht besitzen und was sie vielleicht nur mit großer Arbeit und großer Mühe erwerben können. „Der Grund. also ein Mensch im eigentlichen Sinne des Wortes. daß unter bestimmten Bedingungen ein neuer unabhängiger Organismus in ihm wachsen kann. Wissen zu erwerben. „Diese vier Körper werden in verschiedenen Lehren auf verschiedene Weise erklärt. und der dritte Körper hat die Möglichkeit. Das Bewußtsein dieses dritten Körpers hat die vollständige Herrschaft über die zwei ersten Körper. in christlicher Terminologie 57 . zeichnete ein Diagramm.

Astralleib' leben. vorausgesetzt.mentale' und der vierte der . Korper fleischlicher Korper „Wagen" (Leib) physischer Korper 2. Aber fast alle diese Lehren. und sie können nur künstlich in ihm herangebildet werden.Pferd' (Gefühle und Wünsche). vergaßen das Wichtigste oder haben es ausgelassen.Wagen' (Leib). der in »ich selbst die Ursachen seines Handelns trägt. der dritte ist der .kausale'1 Körper. in esoterisch-christlicher Terminologie. Bewußtsein. „Der . Der zweite heißt in christlicher Terminologie der . den sich wenige leisten können. Die theosophische Begriffssprache bezeichnet den ersten als physischen Körper. Ich. Wille). von äußeren Ursachen unabhängig ist und der Körper des Willens ist. Korper geistiger Körper ^. nämlich: der Mensch wird nicht mit den feineren Körpern geboren. der zweite Körper ist das .göttliche* Körper. ist der .Herr' (Ich. die dem Menschen mehr als nur den physischen Körper zubilligen.astral'. daß günstige äußere und innere Bedingungen vorhanden sind.Kutscher' (Verstand) und der vierte der . Korper gottlicher Körper „Herr" (Bewußtsein. der dritte der .natürliche' Korper.Kutscher" (Verstand) mentaler Korper 4. Wille) kausaler Korper „Solche Vergleiche und Parallelen können in den meisten Systemen und Lehren angetroffen werden. Er bedeutet einen großen Luxus.Astralleib' ist nicht ein für den Menschen unerläßliches Instrument. 1 58 .der fleischliche Leib. Der Mensch kann auch sehr gut ohne einen . obwohl sie in mehr oder weniger gebräuchlicher Form die Definitionen und Einteilungen der alten Lehre beibehalten haben. Figur l l. Wünsche) astraler Korper 3. Korper natürlicher Korper „Pferd" (Gefühle. den zweiten als . der dritte der »geistige* Körper und der vierte. In der Begriffssprache verschiedener östlicher Lehren ist der erste Körper der . Sein physischer Leib hat alle lebensnotwendigen FunkDas heißt der Körper.

zeichnete ein anderes Diagramm (Figur 2). Im zweiten Falle geht die Herrschaft oder Kontrolle von den höheren Körpern aus. daß der physische Körper mit den gleichen Stoffen arbeitet. und den Funktionen der vier Körper ist der. daß im ersten Falle die Funktionen des physischen Körpers alle übrigen Funktionen beherrschen. ist hier ein rein mechanischer 59 . das den Funktionen des dritten Körpers entspricht. nur daß diese Stoffe noch nicht kristallisiert sind. daß alles vom Körper bestimmt wird. Neigung oder Abneigung — »ich möchte*. Ein Mensch ohne . „Im ersten Falle".ich möchte nicht'. obwohl jene sich natürlich sehr stark von ihnen unterscheiden. „soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit nur physischem Körper handelt. . wird der Automat von äußeren Einwirkungen bedingt und die drei nächsten Funktionen hängen vom physischen Körper und den äußeren Einflüssen ab.tionen in sich. . in anderen Worten. „Die Funktionen des physischen Körpers kann man sich parallel den Funktionen der vier Körper vorstellen. Zweitens entsprechen alle seine Funktionen denen der höheren Körper. aus denen die höheren Körper zusammengesetzt sind. das heißt ihm nicht gehören. in dem er die parallelen Funktionen eines Menschen mit nur einem physischen Leib und eines Menschen mit vier Körpern verglich. hängen von zufälligen Schocks oder Einflüssen ab. die die Stelle des zweiten Körpers einnehmen. Der gewöhnliche Mensch besitzt diese Körper und die entsprechenden Funktionen nicht. er sei ein sehr intellektueller oder sogar geistiger Mensch und mag nicht nur sich selbst. der seinerseits wieder von äußeren Einflüssen bestimmt wird. er habe sie und macht dies auch andere glauben. sagte G. Die Gründe hierfür sind folgende: erstens die Tatsache.Astralleib* kann sogar den Eindruck erwecken. der nur einen physischen Leib besitzt. sondern auch andere täuschen.. Der Hauptunterschied zwischen den Funktionen eines Menschen. Das Denken. Aber oft denkt er.ich habe gern'. „Dasselbe gilt natürlich noch mehr für den ." G. das heißt Funktionen. .ich habe nicht gern* —.mentalen Körper' und den vierten Körper.

Der Wille fehlt dem gewöhnlichen mechanischen Menschen. Nur ein solcher Wille kann . sowohl sein Zögern als auch seinen Widerstand zu überwinden. Es besteht Individualität. Denkfunktionen. er hat nur Wünsche. die dem Denken und der Intelligenz gehorchen. die der Intelligenz unterworfen sind. die nicht nur aus oft gegensätzlichen Wünschen zusammengesetzt ist. hängt der Automatismus des physischen Körpers von den Einflüssen der anderen Körper ab. Ich. Gefühlskräfte undWünsche. Figur 2 Verschiedene und widersprechende. die den physischen Körper und seine Begierden meistert und fähig ist. An Stelle des mechanischen Denkvorgangs steht das Bewußtsein. Ego. die von verschiedenen . Bewußtsein. ganz. und größere oder geringere Dauer von Begierden und Wünschen wird starker oder schwacher Wille genannt. dem Bewußtsein und Willen Untertan. von äußeren Einflüssen bedingt Wünsche. aus Wünschen kommend Der Leib gehorcht den Wünschen und Gefühlen. Wille. soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit vier Körpern handelt. Und femer gibt es den Willen. von Wünschen geschaffene „Willen" Automat.Vorgang.Ichs' herrühren. An Stelle von zwiespältiger und oft gegensätzlicher Tätigkeit verschiedener Begierden gibt es nur ein einziges Ich. „Im zweiten Fall. weil er von Zu- 60 .frei' genannt werden. das heißt eine Macht. sondern dem Bewußtsein entspringt und durch eine Individualität oder ein einziges und dauerndes Ich gelenkt wird. aus dem Automaten entstehend Gedanken. unteilbar und dauernd.

Die Wissenschaft nennt diesen Zustand der Pulver den Zustand der mechanischen Mischung. kann das Pulver. Jeden folgenden Augenblick können neue Einflüsse die Lage des oben beßndfichen Pulvers verändern und an seine Stelle ein anderes rücken. plötzlich oben ist. das sein genaues Gegenteil ist. die Wechselbeziehungen von Pulvern im Zustand mechanischer Mischung zu festigen. Und nun können sie nicht mehr durch jene einfachen Methoden getrennt werden. Dazu muß eine besondere Art Feuer unter der Retorte angezündet werden. . Nichts ist bleibend in der Lage der Pulver. Die Pulver sind in keiner Weise miteinander verbunden und jeder zufällige Wechsel in der Lage der Retorte verändert die Lage der Pulver zueinander. Wenn ein Mensch allen Wünschen nachgibt oder ihnen Vor- 61 . Das wesentliche Kennzeichen der Wechselbeziehung der Pulver untereinander in dieser Art Mischung ist deren Unbeständigkeit und Veränderlichkeit. Das Feuer. Aber die Pulver können verschmolzen werden. die wiederum im Menschen durch den Kampf zwischen Ja' und . „Es ist unmöglich. Dies ist ein genaues Bild unseres. die sie im Zustand mechanischer Mischung trennten und den Platz wechseln ließen.psychischen Lebens. nach unten oder in die Mitte gelangen.Nein' hervorgerufen wird. Wenn die Retorte geschüttelt oder mit dem Finger daran geklopft wird. die mit verschiedenen metallischen Pulvern gefüllt ist. das sie durch Erhitzen und Schmelzen schließlich miteinander verbindet. während dasjenige. wird durch . das unten war.fällen unabhängig ist und nicht von außen verändert und geleitet werden kann. bilden sie eine chemische Verbindung. ihr allmähliches Wachstum und die Bedingungen für dieses Wachstum auf folgende Weise: „Stellen wir uns ein Gefäß oder eine Retorte vor. Der Inhalt der Retorte ist unteilbar. Auf diese Weise verschmolzen. ihr Wesen macht dies möglich. Das ist ein Bild der Bildung des zweiten Körpers.Reibung' erzeugt. das oben war. „Eine östliche Lehre beschreibt die Funktionen der vier Körper. durch das die Verbindung erreicht wird.individuell' geworden. und unter solchen Bedingungen kann es auch nichts Bleibendes geben.

zu radioaktivieren und so fort. Diese Eigenschaften stellen das Kennzeichen der fraglichen Substanz dar. 62 . wie dieser vierte Körper. dann bleibt noch das Problem. „Der Vorgang. Mittels einer besonderen Art von Arbeit für alle drei Körper können diese Eigenschaften bleibender und unverlierbarer Besitz des dritten Körpers werden. „Kehren wir zu unserem Beispiel zurück. können die gleichen Einflüsse oder andere sie auch wieder entfemen. Die durch Verschmelzung erreichte chemische Verbindung hat gewisse Qualitäten. kein Feuer. entspricht der Bildung des dritten Körpers und dem Erwerb neuen Wissens und neuer Kräfte mit Hilfe dieses dritten Körpers.seh üb leistet. Alle Religionen und alten Lehren enthalten die Idee. daß durch Erwerb des vierten Körpers der Mensch unsterblich wird. eine gewisse elektrische Leitungsfähigkeit und so fort. die der durchschnittliche Mensch nicht besitzt. denn da sie durch Einflüsse einer gewissen Art erworben wurden. das heißt die Unsterblichkeit. Aber durch ihre Bearbeitung in einer bestimmten Weis„e kann die Anzahl dieser Kennzeichen vermehrt werden. sie zu magnetisieren. der Verbindung neue Eigenschaften zu verleihen. das seine innere Welt langsam in eine einzige Einheit verwandelt. keine . Und alle enthalten Hinweise auf den Weg. gibt es keinen inneren Kampf in ihm. erreicht werden kann. „Der Vorgang der Festigung dieser erworbenen Eigenschaften entspricht der Bildung des vierten Körpers. die sie vorher nicht hatte. „Nur der Mensch im Besitz aller vier voll entwickelten Körper kann ein Mensch im vollen Sinne dieses Wortes genannt werden. das heißt die Verbindung kann neue Eigenschaften erhalten. Eine dieser Eigenschaften ist Unsterblichkeit. die ihn stören. wird er ein Feuer schallen. ein gewisses spezifisches Gewicht. Aber wenn er unter Verfolgung eines festen Ziels mit den Wünschen kämpft. „Wenn der dritte Körper gebildet worden ist und alle ihm erreichbaren Eigenschaften.Reibung". dieses Wissen und diese Kräfte zu festigen. Kräfte und alles ihm erreichbare Wissen erworben hat. Ein solcher Mensch hat viele Eigenschaften. Es mag möglich sein.

Aber der Mensch kann Unsterblichkeit erreichen.„In diesem Zusammenhang vergleichen manche Lehren den Menschen einem Hause mit vier Zimmern. nämlich zur Unsterblichkeit. manche Schwerer und manche leichter. Dies wird durch furchtbares Leiden erreicht. und alle Religionen bemühen sich. Und wenn einer ^den Weg in dieses Zimmer gefunden hat. vermutet er nicht. physischen Willen. Der Weg des Mönches 3. wird er wirklich Herr im Haus. vor allem zum vierten. „Der Weg des Fakirs ist der Weg des Kampfes mit dem physischen Leib. den Weg dahin zu zeigen. manche länger. manche sind kürzer. die mit Schätzen angefüllt sind. Der ganze Weg des Fakirs besteht aus verschiedenen unglaublich schwierigen körperlichen Übungen. Der Mensch lebt in einem Zimmer. Der Fakir bemüht sich. Es gibt sehr viele Wege. dem kleinsten und ärmsten. Mo- 63 . Alle bestehenden und allgemein bekannten Wege zur Unsterblichkeit können in drei Kategorien eingeteilt werden: 1. denn dann gehört es (hm ganz und für immer. für Stunden. beginnt er nach den Schlüsseln zu diesen Zimmern zu forschen. Der Weg des Fakirs 2. Tage. dort fort. Der Weg des l/ogi. dem wichtigsten Raum. Wenn er dies erfährt. „Ich sagte das letztemal. durch Folterung des Körpers. Der Fakir steht entweder regungslos in der gleichen Stellung. die Herrschaft über seinen Körper zu erreichen. „Das vierte Zimmer gibt dem Menschen Unsterblichkeit. schwieriger und Ungewisser Weg. daß Unsterblichkeit nicht eine Eigenschaft ist. daß es die anderen Zimmer gibt. aber alle ohne Ausnahme führen oder trachten in einer Richtung zu führen. wo er aufgehort hatte. und bevor er es erfährt. Es ist ein langer." Bei der nächsten Versammlung fuhr G. der Weg der Arbeit am ersten Zimmer. mit der ein Mensch geboren wird.

„Sie können sich nicht vorstellen. die Funktionen des Denkens und Fühlens zu entwickeln. um eine neue Arbeit anzufangen. Er war nicht mehr fähig. ob Sie je richtige Fakire gesehen haben. Tag und Nacht während zwanzig Jahren hatte er auf Fußund Fingerspitzen gestanden. Er hat Willen erworben. wo sie ihn zuerst heilen und seine Bewegungskraft wieder herstellen. Ich habe viele gesehen. um Wissen oder Selbstvervollkommnung zu erlangen. was für Entbehrungen Fakire zu ertragen haben. zum Beispiel sah ich einmal einen im inneren Hof eines indischen Tempels und schlief sogar in seiner Nähe. besitzt aber nichts. nehmen sie ihn in eine Yogischule. „Und ein Mensch wird ein Fakir. Aber seine anderen Funktionen — die emotionalen. im Regen oder Schnee. der unglaubliche Schwierigkeiten auf seinem Weg überwunden hat. Ich weiß nicht. den vierten Körper zu bilden. Yogis haben gewöhnlich ein wachsames Auge auf Fakire. „Aber wo es Fakirschulen gibt. bevor er zu alt ist. dann wird das. die Schwierigkeiten des zweiten Teiles des Weges zu bewältigen. gibt es auch Yogischulen.nate oder Jahre. er kann ihn nicht gebrauchen. sich auszustrecken. trugen ihn zum Fluß und wuschen ihn wie einen leblosen Gegenstand. nicht weil er die Möglichkeiten 64 . oder er sitzt mit ausgestreckten Armen auf einem nackten Stein in der Sonne. was man physischen Willen nennen kann. Aber nun besitzt er einen Willen. und dann beginnen sie ihn zu lehren. oder foltert sich mit Feuer. Ein Fakir muß gehen und sprechen lernen wie ein Kleinkind. steckt die Beine in einen Ameisenhaufen und so fort. Wenn er nicht vorher krank wird und stirbt. welche Qualen er gelitten haben mußte. Seine Schüler trugen ihn von einem Ort zum anderen. und das mag ihm helfen. nämlich die Schwierigkeit. intellektuellen und so fort — bleiben unentwickelt. Aber dies hatte er nicht auf einmal erreicht. Wenn ein Fakir das erstrebte Ziel erreicht hat. auf das er ihn anwenden kann. Stellen Sie sich vor. in ihm entwickelt und er erreicht das vierte Zimmer oder die Möglichkeit. was er überwinden. um diesen Zustand zu erreichen. Gewöhnlich ist er zu alt.

aber manchmal doch für einige Stunden. vor allem gebildete Europäer.Fakir' in Anführungszeichen gebrauche. daß ein Mann. wo es Fakire gibt. der ihn besonders beeindruckte. In allen östlichen Ländern. die ihn nachahmen. Das ist der erste Weg. nämlich 65 . einige nur äußerlich. auf den zweiten Körper. Indem er alle seine Gefühle einem einzigen unterwirft. bezeichnen oft Yogis mit dem Namen Fakir. ein nach einem freudigen Ereignis geborenes Kind den Fakiren zu überantworten. Diese Kinder werden ihre Schüler. der Weg des Mönches und der Weg des Yogi ganz getrennt. die in derselben Stellung sitzen oder stehen. Und hin und wieder geschieht es. zu versprechen. Sie müssen verstehen. des religiösen Opfers. Natürlich nicht für lange. „Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. der Weg des religiösen Gefühls. Und Europäer. im Laufe der Zeit.und Ergebnisse dieses Weges versteht und auch nicht aus einem religiösen Gefühl heraus. In Persien heißt Fakir einfach Bettler und in Indien bezeichnen sich viele Gaukler als Fakire. aber andere werden dann später selbst Fakire. Bisher habe ich nur von Fakiren gesprochen. einfach weil ihnen irgendein Fakir. Außerdem adoptieren Fakire oft Waisen oder kaufen einfach Kinder von armen Eltern. aber all seine Arbeit ist auf den zweiten Raum gerichtet. Neben jedem Fakir in den Tempeln kann man Leute sehen. sondern sich der Schülergruppe des Fakirs anschließt und später. „Aber in Wirklichkeit sind der Weg des Fakirs. „Außerdem werden auch noch andere Leute Fakire. gibt es unter einfachen Leuten die Sitte. nicht wieder nach Hause zurückkehrt. sie nachzuahmen. das heißt die Gefühle. Nur ein Mensch mit sehr starkem religiösem Gefühl und einer sehr starken religiösen Einbildungskraft kann ein »Mönch1 im wahren Sinn des Wortes werden. Auch der Weg des Mönches ist sehr lang und hart. der zufällig an einem Festtag in den Tempel kam und einen Fakir nachahmte. ahmen sie nach oder werden angehalten. daß ich den Ausdruck . Dies ist der Weg des Glaubens. den sie sahen. dann selbst ein Fakir wird. Ein Mönch verwendet Jahre und Jahrzehnte auf den Kampf mit sich selbst. wie auch Mönche verschiedener Wanderorden. einen starken Eindruck gemacht hat.

Das kann er nur durch neue Opfer. und. Die meisten sterben entweder vorher oder sie ^werden nur Mönche dem äußeren Anschein nach. genau wie auch auf dem Weg des Fakirs und des Mönches. daß er weiß. muß er die Meisterschaft über Körper und Gefühle gewinnen. gleich dem Fakir und dem Mönch. Sehr viele halten an. Um von dem. was er tun muß und in welcher Richtung er gehen muß. neue Mühen und 5' neue Entbehrungen erreichen. muß er seinen Körper und seine Denkfähigkeit entwickeln. „Die Wege unterscheiden sich auch durch das jeweilige Verhältnis zu Lehrer oder Führer.dem Glauben. das heißt über das erste und zweite Zimmer. Dies ist der Weg des Wissens. Gebrauch machen zu können. „Auf dem Wege des Fakirs hat ein Mensch keinen Lehrer im wahren Sinn des Wortes. und auf diesem Wege erreicht er das vierte Zimmer. indem er seine Denkfähigkeit entwickelt. Sehr wenige kommen so weit. noch wenigere überwinden *alle Schwierigkeiten. das heißt jene Stufe in seiner Arbeit. aber kann nichts tun. nicht anwenden. was er erreicht hat. Der Yogi erreicht dies. '• „Der dritte Weg ist der des Yogi. Der Weg des Yogi besteht in der Arbeit am dritten Raum und er sucht in den vierten Raum mittels der Erkenntnis einzudringen. Aber. die Beherrschung seiner Gefühle. Die Arbeit des Schülers besteht in der Nachahmung des Lehrers. Der Lehrer lehrt hier nicht. Er weiß alles. Er hat aber in diesem Fall den Vorteil. was ihm fehlt. erreichen auch auf dem Weg des Yogi nur sehr wenige dieses Verständnis. Um etwas tun zu können. aber Körper und Gefühle bleiben unentwickelt. entwickelt er in sich die innere Einheit. "•der Weg des Denkens. Aber sein physischer Körper und seine Denkfähigkeit bleiben unentwickelt. kann er das Ergebnis von dem. Ein Mönch muß t/ogi und Fakir ^werden. Dazu muß er neu mit der Arbeit beginnen und wieder durch verlängerte Anstrengungen bestimmte Ergebnisse erreichen. 66 . sondern dient nur als Beispiel. wenn sie eine bestimmte Sache erreicht haben und gehen nicht mehr weiter. wohin er geht. daß er seine Lage versteht. wo ein Mensch weiß. was er erreicht hat.

daß die . Aber gleichzeitig 67 . Die Wege sind eng und gerade. Ein Mensch muß sein Heim aufgeben. so er eine hat. dem Lehrer unbedingt zu vertrauen. muß er für die Welt sterben. und ein Teil seiner Pflicht. die Liebe zu Gott. der Weg des Fakirs sowohl als auch der des Mönches und der des Yogi. Das erklärt auch die Schwierigkeiten und die Ausschließlichkeit dieser Wege. Er lernt die Methode seines Lehrers und allmählich lernt er auch. Das Gesetz für den Menschen ist sein Dasein im Bereich der mechanischen Einflüsse. Aber die Hauptsache auf dem Weg des Mönches ist der Glaube an Gott. wenn auch in seinem Verständnis des Begriffes von Gott und dem Dienste für Gott vieles subjektiv und widerspruchsvoll sein mag. diese auf sich anzuwenden. „Um den Kern dieser Lehre zu erfassen. muß man klar verstehen.„Auf dem Wege des Mönches hat der Mensch einen Lehrer. „Auf dem Wege des Yogi kann und darf ein Mensch nichts ohne Lehrer tun. dem ersten Schritt in dieser Richtung. Gott zu gehorchen und zu dienen. Dies zeigt wiederum. wie schwierig und selten eine solche Entwicklung ist. gegen Gott. Sie beginnen alle mit dem Schwersten: sein Leben vollständig zu wandeln und allen weltlichen Dingen zu entsagen. seiner Arbeit besteht darin. zu gehorchen. Die Entwicklung dieser Möglichkeiten ist kein Gesetz. „Aber alle diese Wege. allen Freuden. seine Familie. dauernde Anstrengung. Bindungen und Pflichten des Lebens entsagen und in die Wüste gehen oder in ein Kloster oder in eine Yogischule. Der Weg zur Entwicklung verborgener Möglichkeiten ist ein Weg gegen die Katur. nur so kann er hoffen. sich ihm vollständig unterzuordnen. Zu Beginn muß er seinen Lehrer nachahmen wie der Fakir und an ihn glauben wie der Mönch. irgend etwas auf einem dieser Wege zu erreichen. Vom ersten Tage an. Aber später wird der Mensch allmählich auf dem Weg des Yogi sein eigener Lehrer. dem Zustand der Maschine Mensch.Wege' die einzig möglichen Methoden für die Entwicklung der verborgenen Möglichkeiten des Menschen sind. haben eines miteinander gemeinsam.

andererseits erfordere ihre Entwicklung furchtbare Anstrengungen und Ausdauer. Im täglichen Leben.kann nur über sie etwas erreicht werden. gibt es nichts und kann es nichts geben. Von der absoluten Weigerung. Dies scheint ihm übertrieben. seine Anlagen könnten einerseits vollständig unentwickelt bleiben und verschwinden. beruhen auf anderen Prinzipien und sind anderen Gesetzen unterworfen. kaum erkennbare Erscheinung. daß. Wenn wir tatsächlich alle Menschen nehmen. wenn er in sich Möglichkeiten hat. was dem Menschen zur Entwicklung seiner verborgenen Möglichkeiten zur Verfügung steht. die weder Fakire. Die Wege führen oder sollten den Menschen zur Unsterblichkeit führen.Möglichkeit'. was den Möglichkeiten gleichkäme. Im Wust des täglichen Lebens. Mönche noch Yogis sind. Mönche oder Yogis werden. vor allem des modernen Lebens. philosophischem. sie entwickelt werden müßten und daß es auch die Mittel zu ihrer Entwicklung in seiner Umgebung geben müsse. das mit wissenschaftlichem. sich überhaupt irgendwelche Möglichkeiten zuzubilligen. Die Wege stehen im Widerspruch zum alltäglichen Leben. Aber diese geringfügige Erscheinung enthält alles. sich hiermit abzufinden. „Gewöhnlich ist es hart für den Menschen. Er bildet sich ein. daß sie niemals Fakire. Die Idee der Wege kann nicht verstanden werden. die in den Wegen enthalten sind. so können wir mit absoluter Gewißheit sagen. Nur schwer verträgt er die Vorstellung. selbst einem Leben. geht der Mensch gewöhnlich dazu über. Das tägliche Leben kann den Menschen bestenfalls zum Tode und zu nichts anderem führen. die vom Standpunkt des Lebens ebensogut auch nicht bestehen könnten. religiösem oder sozialem Interesse ausgefüllt ist. daß ihre Möglichkeiten nicht entwickelt werden können und auch nicht ent- 68 . ungerecht und absurd. und von denen wir zuverlässig glauben können. wenn die Möglichkeit der menschlichen Entwicklung ohne ihre Hilfe zugegeben wird. die unbedingte und unerläßliche Entwicklung derselben Möglichkeiten zu verlangen. sind die Wege einegeringfügige. Darauf beruht ihre Macht und ihre Bedeutung. Er hat nur ein dürftiges Verständnis für die Bedeutung des Wortes .

„Gleichzeitig ist der Anfang des vierten Weges leichter als der Weg des Fakirs. was einer Fakir. „Der vierte Weg verlangt kein Sichzurückziehen in die Wüste und erfordert nicht von einem Menschen.oder Yogischule ähnlich ist. Es gibt viele Menschen. Und zu allererst muß er gefunden werden. die unüberschreitbare Grenzen für den vierten Weg schaffen. wenn es nicht die Möglichkeit eines vierten Weges gäbe. Außerdem muß er in Verhältnissen leben. Das ist die erste Prüfung. daß es schon lange nichts Lebendiges mehr in ihnen gibt. um das folgende zu begreifen. selbst eines intelligenten. „Unter den gewöhnlichen Verhältnissen des kultivierten Lebens ist die Lage eines Menschen. die viele verschiedene Seiten umfaßt. ein Mensch muß für den vierten Weg vorbereitet sein und muß seine Vorbereitung im täglichen Leben erworben haben. Der vierte Weg beginnt auf einer viel fortgeschritteneren Stufe als der Weg des Yogi.wickelt werden. während man die gewohnten Lebensumstände beibehält. und wieder andere verneinen seine Existenz oder deren bloße Möglichkeit. Dies muß man klar verstehen. Mönches oder Yogi. Das heißt. Außerdem hat der vierte Weg keine feste Form wie der Weg des Fakirs. der nach Erkenntnis sucht. während die westlichen Religionen dermaßen entartet sind. hoffnungslos. die nie vom vierten Weg gehört haben. Er ist nicht so bekannt wie die drei überlieferten Wege. alles aufzugeben und allem zu entsagen. „Und die Lage wäre wirklich hoffnungslos. Auf dem vierten Wege kann man arbeiten und diesem Weg folgen. Man muß einsehen. seine gewohnte Arbeit fortsetzt. Auch die zahllosen okkulten und mystischen Gesellschaften und die naiven Experimente von spiritistischer Art und dergleichen mehr können überhaupt keine Ergebnisse zeitigen. seine 69 . die für die Arbeit auf dem vierten Weg günstig sind oder auf jeden Fall sie nicht unmöglich macht. Sie muß eine sehr ernste Vorbereitung sein. weil in seiner Umgebung nichts ist. wofür er vorher gelebt hat. daß es im inneren wie auch im äußeren Leben eines Menschen Verhältnisse geben kann. des Mönches oder des Yogi.

„Femer unterscheidet sich der vierte Weg von den anderen Wegen dadurch. Auf dem vierten Weg ist kein »Glaube* nötig: im Gegenteil. Wenn sie das vierte Zimmer erreichen. nicht aber seines Körpers und seines Gefühls. überzeugen. der Yogi jlim dritten. jedenfalls bei Beginn der Arbeit. Der Fakir ist Herr seines Körpers. Im Gegenteil. was er nicht versteht. außer als Experiment unter der Aufsicht seines Leiters und Lehrers. was ihm gesagt wird. Auf dem vierten Weg muß sich ein Mensch von der Wahrheit dessen. die Lebensumstände. desto größer wird das Ergebnis seiner Anstrengungen sein. Das Ergebnis der Arbeit steht im Verhältnis zur Bewußtheit der Arbeit. Er ist Arbeit an allen drei Zimmern auf einmal. der Mönch ist Herr seines Gefühls. „Die Methode des vierten Weges besteht darin. der Mönch im zweiten. in denen sich ein Mensch beim Beginn der Arbeit befindet und wo ihn sozusagen die Arbeit findet. die das Leben selbst geschaffen hat. würden künstlich für ihn sein. Ein Mensch darf nichts tun. weil sie nicht Herr aller ihrer Funkätionen sind. weil das Leben eines Menschen und dessen Verhältnisse dem entsprechen. Je mehr er versteht. nicht aber seines Gefühls und seines Denkens. Und bis er überzeugt ist. etwas in einem 70 . was er tut. . und sie können Idas Erreichte nicht anwenden.1 Mönch und Yogi viel Unfertiges hinter sich zurück. lassen Fakir.früheren Beziehungen zu Menschen bestehen läßt und femer ohne etwas aufzugeben oder zu entsagen. sind die bestmöglichen für ihn. Dies ist das Grundprinzip des vierten Weges. daß die Hauptforderung an den Menschen eine Forderung nach Verstehen ist. Sie sind seine natürlichen Lebensbedingungen. ^ „Somit berührt der vierte Weg alle Seiten des menschlichen Wesens gleichzeitig. Diese Bedingungen sind der Mensch selbst. nicht aber seines Körpers und seiner Denkfähigkeit. jede Art Glaube steht im Widerspruch zum vierten Weg. was er ist. 'l Der Fakir arbeitet im ersten Zimmer. der Yogi ist Herr seines Denkens. Alle anderen Bedingungen als diejenigen. und unter solchen künstlichen Bedingungen würde die Arbeit nicht alle Seiten in ihm gleichzeitig berühren können. darf er nichts tun.

schlaue Mensch' das Geheimnis lernte — das ist nicht bekannt. während man am physischen Körper arbeitet. „Wenn also ein Mensch Willen auf dem vierten Weg erreicht. daß man auf dem vierten Weg ein gewisses Wissen anwenden kann. Er tut dies absolut blind. weil er die Herrschaft über alle seine körperlichen. Es macht keinen Unterschied. Außerdem ist es auf dem vierten Weg möglich. daß der vierte Weg vieles wegläßt. Dies Wissen erlaubt es. vielleicht stahl er es von irgend jemandem. und mit seiner Hilfe sticht er Fakir. vielleicht hat er es geerbt.und Denkfunktionen erworben hat. das heißt. weil er gleichzeitig nebeneinander an allen drei Seiten seines Wesens arbeitet. Das kommt daher. die gewisse Veränderungen in ihm hervorruft. ohne Ziel. Mönch und Yogi aus. Das kann erreicht werden dank der Tatsache. Gefühls. was nutzlos für ihn ist. die Fakir. was notwendig für ihn ist und nicht. „Von den vieren handelt der Fakir auf die gröbste Art. Wie der . 71 . gleichzeitig am Körper und den Gefühlen zu arbeiten.Zimmer zu tun und gleichzeitig etwas entsprechendes in den beiden anderen Zimmern zu tun: das heißt. Vielleicht fand er es in alten Büchern. denkerischen und Gefühlsübungen dienen diesem Zweck. Außerdem hat er viel Zeit gewonnen. kann er ihn gebrauchen. während man am Gefühl arbeitet. das für die Wege des Fakirs. jeder kann nur das tun.schlaue Mensch' kennt das Geheimnis. gleichzeitig auch am Denken und dem Gefühl zu arbeiten. Nehmen wir an. während man das Denken bearbeitet. in allen drei Richtungen gleichzeitig zu arbeiten. daß er durch einen ganzen Monat intensiver Qual eine gewisse Kraft entwickelt. eine gewisse Substanz. vielleicht hat er es gekauft. Mönch und Yogi nicht kennen. weiß sehr wenig und versteht auch sehr wenig.schlaue Mensch' kennt einige Geheimnisse. Parallele Serien von physischen. was überflüssig ist und nur aus Überlieferung in den anderen Wegen aufbewahrt wird. des Mönches und Yogi unzugänglich ist. die Arbeit jedes einzelnen Menschen zu individualisieren. mit geschlossenen Augen. gleichzeitig am Denken und Körper zu arbeiten. Der . Der . „Der vierte Weg wird manchmal der Weg der schlauen Menschen genannt.

wofür der Fakir einen Monat Selbstfolterung benötigt. sagte G. daß diese Substanz im Verlauf eines Tages durch eine gewisse Art geistiger Übungen oder Bewußtseinskonzentration herangebildet werden kann. durch religiöse Überlieferung. was er will. daß es für seine Absicht notwendig ist. der ihm sagt. was für Stoffe er für sein Ziel benötigt. Er vertraut seinem Lehrer. und auf diese Weise erhält er ohne Zeitverlust das gewünschte Ergebnis. der den vierten Weg geht. daß seine Anstrengungen und Opfer . „Der Mönch weiß ein wenig besser. was zu tun ist. unaufhörlichem Gebet. Er wird durch sein religiöses Gefühl geleitet. was er braucht. So versenkt er sich einen ganzen Tag in diese Übungen. „Weiter muß bemerkt werden". durch die Sehnsucht nach Vollendung und Erlösung.Gott wohlgefällig sind'..Methode oder Ergebnis zu kennen. und er erreicht. Auf diese Weise verwendet der Yogi auf das gleiche Ziel nur einen Tag im Vergleich zum Monat des Fakirs und zur Woche des Mönches. „Aber auf dem vierten Weg ist die Erkenntnis noch genauer und vollständiger. durch eine Woche emotionaler Anstrengung oder einen Tag geistiger Übungen — und auch. Er weiß. warum er es will. „daß es zusätzlich zu 72 . das zu erreichen. er weiß. und wie er es erreichen kann. wie man dies tut. weiß ganz genau. Er weiß zum Beispiel. bereitet er sich einfach eine gewisse Pille. und er glaubt. daß diese Substanz im Körper durch einen Monat physischen Leidens hervorgerufen werden kann. und er weiß. eine gewisse Substanz in sich zu erzeugen. Ein Mensch. wenn man weiß. eine Woche im Gebet wie der Mönch. daß eine Woche von Fasten. Nehmen wir an. die alles. was er will. „Der Yogi weiß erheblich mehr. was er will. Und so. Entbehrungen und so fort ihn fähig macht. enthält. anstatt einen Tag mit geistigen Übungen zu verbringen wie der Yogi. oder einen Monat in Selbstfolterung wie der Fakir. Er weiß. daß sie von außen in den Organismus eingeführt werden kann. einfach in Nachahmung von anderen. ohne sich einen einzigen außerhalb liegenden Gedanken zu erlauben.

ein naiver Mönch oder ein vom Leben zurückgezogener Yogi sich auf dem Wege der Entwicklung befinden kann. daß ein unwissender Fakir. und falsche Wege. All diese schönen Worte über Fortschritt und Zivilisation sind nichts als leere Worte. Der Mensch bleibt genau der gleiche. die nur zeitweilige Ergebnisse liefern. 73 ." „Ja. „Es kommt auch vor. „Für einen Menschen westlicher Kultur". die sogar Dauer-Ergebnisse zeitigen können. das kommt daher. fortfuhr zu wachsen und sich zu entwickeln und immer neue Millionen von Menschen in ihren Bannkreis zog.exaktem Wissen* und allen letzten Untersuchungsmethoden. sagte ich. An einem der folgenden Tage kamen wir wieder auf die Wege zu sprechen. ist noch nicht bekannt. Alles ist genau so wie schon vor Jahrtausenden und Jahrzehntausenden." Dies beeindruckte uns natürlich besonders tief. wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte.kultivierte' Leute leben mit den gleichen Interessen wie die unwissendsten Wilden. daß die Tür zum vierten Zimmer künstlich mit einem Dietrich geöffnet wird. Sklaverei und große Worte aufgebaut. sagte G. Aber was er dann im vierten Zimmer vorfindet." Damit schloß G. weil es 1916 gesagt wurde. aus dem es kein Entkommen gibt.diesen geeigneten und gesetzmäßigen Wegen auch kunstliche Wege gibt. Und in beiden Fällen kann sich das Zimmer als leer erweisen. als die neueste Äußerung der „Zivilisation" in Form eines Krieges. während ein gebildeter Europäer. „ist es natürlich schwierig zu glauben und die Vorstellung anzunehmen. „Es gibt überhaupt keinen Fortschritt. Die äußere Form wandelt sich. überhaupt keine Hoffnung hat und sich in einem Kreis bewegt. . Die moderne Zivilisation ist auf Gewalt. gewappnet mit . der Kern wandelt sich nicht. jedoch nur falsche. Auch auf diesen Wegen sucht mancher den Schlüssel zum vierten Raum und findet ihn auch zuweilen. weil die Menschen an Fortschritt und Kultur glauben".Zivilisierte' und .

London. Rom und Konstantinopel herumfuhren." Damit endete. für mich und untereinander nun feindlich gesinnt geworden und durch Wälle von Haß und Verbrechen voneinander getrennt. dann sind auch hundert Maschinen unbewußt. niemand tut irgend etwas. sie können nicht anders sein. einige Tage vor diesem Gespräch zwei enorme Lastwagen auf der Litejnij gesehen zu haben. mit denen die Menschen sich betrügen. sagte G. die noch nicht verstümmelt waren. „Was erwarten Sie anderes". . soweit ich mich erinnere. sich ergänzten und kontrastierten.» „Menschen sind Maschinen. 74 . dieses Gespräch. sah ich eine besonders zynische Verhöhnung aller Dinge. Sie können sich jetzt noch nicht alle Folgen dieses Übels vorstellen noch verstehen. Und die unbewußte Geschäftigkeit von einer Million Maschinen muß notwendig in Zerstörung und Ausrottung enden. gerade weil sie so verschieden waren.Ich erinnere mich. Ich sprach zu unseren Leuten über diese Wagenladungen von Krücken und meine Gedanken hierüber bei unserem nächsten Zusammenkommen. unwillkürlichen Handlungen liegt eben die Wurzel allen Übels. Wien. Unwillkürlich malte ich mir aus. von denen ich die meisten kannte und die ich gern hatte. und ebenso tausend. Und was für bewußte Anstrengungen kann es in Maschinen geben? Wenn eine Maschine unbewußt ist. hunderttausend oder eine Million. daß die gleichen Lastwagen sicher auch in Berlin.Fortschritt' und . Diese Lastwagen berührten mich seltsam. Aber die Zeit wird kommen. Alles geschieht. wo Sie verstehen werden. Denn alle Handlungen müssen ihrer Natur entsprechen. In unbewußten. In diesen Bergen von Krücken für Beine. die bis zur Höhe des ersten Stockes der Häuser mit unbemalten hölzernen Krücken beladen waren. Maschinen sind blind und unbewußt. Und dabei waren all diese Städte. Sie können nicht das Resultat unbewußter und mechanischer Handlungen sein.Zivilisation' in der wirklichen Bedeutung dieser Worte können nur das Ergebnis bewußter Anstrengungen sein.

's System begriffen. Wenn Sie diese beobachten lernen. was für eine Menge von Iwans und Nikolausen in einem Menschen leben.DRITTES KAPITEL A nfang November 1915 hatte ich schon einige der Grundgedanken über den Menschen in G. daß ein Mensch. sagte er. Und Sie alle denken. Und wirklich. der gelogen hat. der eine eigene Funktion hat. den er betonte. Wir glauben. wenn er Iwan heißt. Sergius. die nächste Minute Peter und wieder eine Minute später ist er Nikolaus. brauchen Sie nicht mehr ins Kino gehen. es war Nikolaus. Nichts dergleichen. daß nicht nur einzelne Organe. Matthäus. . Sie werden erstaunt sein. Simon. „zu glauben. Zum Beispiel kann er nicht lügen. sondern Jeder einzelne Teil des Körpers." „Hat dies irgend etwas mit dem Bewußtsein einzelner Körperteile und Organe zu tun?" fragte ich ihn bei dieser Gelegenheit. Iwan kann nicht lügen. wie er es konnte. daß Iwan eine bestimmte Sache nicht zu tun vermag. Und wenn sich die Gelegenheit bietet. Der Mensch bleibt niemals für lange Zeit der gleiche. Der erste Punkt. Dann finden Sie heraus. war das Fehlen der Einheit im Menschen. auch immer Iwan ist. Selten bleibt er auch nur für eine halbe Stunde der gleiche. Sie wissen. daß er gelogen hat und sind darüber erstaunt. was Sie meinen?" „Nicht ganz". „Diese Art von Bewußtsein gibt es 75 . er bleibe Iwan. antwortete G. zu lügen. Er wandelt sich unaufhörlich. Jetzt ist er Iwan. der Mensch sei immer ein und derselbe. Ich weiß.-Ich verstehe die Wirklichkeit dieses Bewußtseins und habe sie auch oft gespürt. auch ein eigenes Bewußtsein besitzt. „Der größte Fehler ist". Die rechte Hand hat ein anderes Bewußtsein als die linke. kann Nikolaus nicht umhin. Ist es das.

Jemand wie Rockefeller in Amerika kann eine Menge Millionen haben. antwortete G. Eine jede kennt ihren Platz und ihre Aufgabe. Und so geht es fort durch das ganze Leben. Das ist unser Leben. als Prinzip verstanden werden. um das zu erkennen". Das heißt.Astralkörpers' kann noch 76 . Die Hände wissen. sie fühlen sich alle als Herren und keiner will den anderen anerkennen. wo ein jeder für fünf Minuten König sein kann und für seine fünf Minuten alles mit dem Königreich anstellen kann.Ich'. In unserem Falle ist es genau das gleiche. drei oder mehr Körper haben können. und später müssen die anderen es ausbaden. ob ein Mensch einen . Die Existenz des . und sonst wissen wir nichts. was er will. jeder ist Kalif für eine Stunde. aber diese Millionen nützen mir nichts. Aber im nächsten Augenblick ergreift ein anderer die Peitsche und schlägt ihn. Peters und Nikolause sind anders. Nur müssen wir immer im Auge behalten. daß die Frage sich mit dem physischen Körper nicht erschöpft und daß es Menschen gibt. Aber diese Iwans. Er verprügelt alle anderen und kümmert sich um nichts. was ihm paßt. „Daß der Mensch verschiedene Körper haben kann. den wir kennenlernen müssen." „Wie kann man erkennen. Es ist nutz. daß sie arbeiten müssen. macht rücksichtslos.und sinnlos. wenn ich nichts zu essen habe. Denken Sie sich ein Land. daß sie gehen müssen. muß als Idee.Astralkörper' sehen. Aber das macht für uns persönlich keinen Unterschied. Sie nennen sich alle . Und es gibt gar keine Ordnung unter ihnen. Wer immer die Oberhand gewinnt. Aber es betrifft nicht uns. Es ist dieser physische Leib. Wir wissen. sich auf andere zu verlassen oder sich mit dem Gedanken an das zu trösten.auch. Jeder muß an sich denken. Er kann vom physischen Körper getrennt und sogar neben diesem photographiert werden. daß wir einen physischen Körper haben. ist Herr. die Füße. was andere besitzen. die zwei.Astralkörper' besitzt?" fragte ich. sie ist aber verhältnismäßig harmlos." Während eines dieser Gespräche kam G. „Es gibt bestimmte Wege. „Unter gewissen Bedingungen kann man den . erneut auf die Idee der verschiedenen menschlichen Körper zurück.

daß wir nur ein einziges Funktionszentrum besitzen. sondern durch mehrere Funktionszentren geleitet wird. daß die Tätigkeit der menschlichen Maschine. All unsere Aufmerksamkeit muß vorerst auf das Studium des physischen Leibes beschränkt bleiben. alles. die verschiedenen Funktionen des Menschen und die Zentren.Astralkörper' hat bestimmte Funktionen. alle Gespräche in der Weise wiederzugeben. das heißt unseres physischen Körpers. Unser Hauptirrtum ist. nennen wir . nicht durch ein. Der ." Danach fuhr G.Astralkörpers' an. zu glauben. Das ist unser Hauptirrtum. wie sie in den psychologischen Vorlesungen dargelegt sind. die diese Funktionen lenken. In diesem Zusammenhang muß bemerkt werden. in denen sie sich äußern. denn sonst kann man gar nichts anderes verstehen. Es ist unmöglich. fort. die Struktur der menschlichen Maschine zu verstehen. Aber es ist noch zu früh. Das muß vor allen Dingen verstanden werden. getrennte Aufgaben haben und getrennte Bereiche. hiervon zu sprechen. die der physische Leib nicht haben kann.unterbewußt'. gab sie nur Stück für Stück. Das Dasein dieser Funktionen läßt das Dasein des . als ob er sie vor uns 77 . Dessen Funktionen nennen wir . Vom Bewußten und vom Unbewußten wollen wir später sprechen. die voneinander völlig unabhängig sind. wie sie wirklich stattfanden. Das Fehlen dieser Funktionen zeigt das Fehlen des .bewußt'. unfähig sei zu tun und so fort. Diese Erklärungen und alle mit ihnen verbundenen Aussprachen dauerten ziemlich lange. daß die Ideen nicht in der Form entwickelt wurden. Darum habe ich alles psychologische und alles kosmologische Material in zwei besonderen Vorlesungsreihen gesammelt. in der Art zu erklären.unbewußt' oder . Im Augenblick möchte ich Ihnen nur klarmachen. dem Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen — daß der Mensch keine Möglichkeit der Wahl habe. G. was nicht unter dieses Zentrum fällt. Es ist notwendig. und fast bei jedem Gespräch kamen wir erneut auf die grundsätzlichen Ideen von der Mechanisiertheit des Menschen.Astralkörpers' erkennen. die ich ihnen in meinen Vorlesungen gab.leichter und einfacher durch seine Funktionen erkannt werden.

78 . wenn möglich von einem anderen Gesichtspunkt aus. und bei der Rolle. Bewegungs. Ich entsinne mich seiner Worte. weil es immer von anderen Zentren abhänge.hüten oder schützen müsse. erneut behandelte. Gefühls-. Ich entsinne mich. aber das geschieht sehr selten." Ich erinnere mich noch einer anderen Bemerkung. Das nächste Mal.oder Bewegungszentrum. Er schilderte oft. Bei der ersten Gelegenheit sprach er von drei Zentren — dem Denk-. die das Geschlechtszentrum in diesem Zusammenhang spielt. Das dritte Mal entwickelte er es noch weiter.und Bewegungszentrum — und versuchte. Später wurde das instinktive Zentrum als eine unabhängige und selbständige Maschine hinzugefügt. Das war. Dann wiederum. in Beziehung zueinander als drei Kräfte arbeiten — und daß das Geschlechtszentrum in normalen Fällen als neutralisierende Kraft arbeitet. verweilte er oft bei dem. daß die drei Zentren der unteren Abteilung: das instinktive. Instinkt. fügte er weiteres Material hinzu. gab er nur allgemeine Grundsätze und hielt oft das Wesentlichste zurück. daß es praktisch nie selbständig arbeite. wenn er das gleiche Thema. Nehmen wir zum Beispiel die Frage der Funktionen und Zentren. dem Denk-. Beispiele zu suchen und so fort. Danach das Geschlechtszentrum. wenn das Geschlechtszentrum mit eigener Energie arbeiten kann. Fühl. im Gespräch über die Energie dieser Zentren. die tatsächlich nur auf seine Auslassungen und Vorbehalte zurückzuführen waren. Zum Beispiel erklärte er zum Geschlechtszentrum. Wenn er ein neues Thema erstmalig anschnitt. daß einige seiner Bemerkungen meine Aufmerksamkeit fesselten. „Es ist etwas Großes. Manchmal wies er selbst auf sichtliche Widersprüche in den gegebenen Theorien hin. wie alle Zentren dem Geschlechtszentrum seine Energie rauben und mit dieser Energie ganz falsche Arbeit voll nutzloser Aufregung vollführen und dafür dem Geschlechtszentrum nutzlose Energie geben. mit der es gar nicht arbeiten kann.und Geschlechtszcntrum. was er falsche Tätigkeit der Zentren nannte. uns diese drei Funktionen unterscheiden zu lehren. die sich nachher als Ursache vielen falschen Denkens und vieler falscher Schlüsse herausstellte.

G. schufen sie phantastische Theorien. und G. sondern fünf Zentren gibt. mit der sie in Wahrheit gar keine Verbindung hatte. um so genau wie möglich der ersten zu folgen. aber er hob nicht hervor. vor allem in den späteren Gruppen. Durch diese Verschmelzung zweier Ideen ganz verschiedener Ordnung und Bedeutung entstanden weitere Mißverständnisse und verstümmelten für den so Denkenden das ganze System. daß die Idee von drei Zentren (Denk-. dann von vier. die mit dem. ich wiederhole. und manchmal. fast jedesmal etwas Neues hinzu. sprachen wir erst von drei Zentren. alle Zentren gliederten sich in positive und negative Teile. Viele Leute fanden Widersprüche zwischen der ersten Darstellung einer gegebenen Idee und darauf folgenden Erklärungen. was G. Wie ich sagte. die nicht mit meiner Arbeit im Zusammenhang standen.und Bewegungszentrum) als Ausdruck der drei Kräfte auf G. erklärte.gegenüber der aktiven und passiven Kraft von Instinkt. daß diese Teilung für die verschiedenen Zentren nicht die gleiche sei. Fühl. Diese Methode der Darstellung. wirklich gesagt hatte. die sich wiederum in drei weitere Teile gliederten. dann von fünf und schließlich von sieben Zentren. Während des ersten und der folgenden Gespräche über Zentren fügte G. von der ich rede.'s Vorbehalte in seinen ersten Vorträgen führten zu vielen Mißverständnissen. nicht mit mir in Beziehung standen) die Vorstellung von drei Zentren aufrechterhalten. So wurde durch verschiedene Gruppen (welche. Es ist möglich. daß alle Zentren in drei Teile oder drei Stockwerke geteilt seien.und Bewegungszentrum. Teile von Zentren wurden selten in den Gesprächen erwähnt. Aber er gab weder ein 79 . vor allem deswegen. Dann sagte er.'s falsch wiedergegebenen und falsch aufgefaßten Bemerkungen über die Beziehungen der drei Zentren des unteren Stockwerkes zueinander fußte. in gar keiner Beziehung standen. Und irgendwie war diese Idee mit der Vorstellung von drei Kräften verknüpft. weil es im gewöhnlichen Menschen nicht drei.

wie G. soweit wir sehen können. sich nicht mit ihnen zu identifizieren. wiedergeben und dabei versuchen. noch erklärte er. was bereits in der ersten und zweiten Vorlesungsreihe niedergelegt worden ist. können nur in einzelnen Menschen stattfinden. ebenso die Methoden. Trotzdem er zum Beispiel die Grundlage zum Studium der Rolle und Bedeutung negativer Gefühle gab. und in der großen Masse wird er auch. Es gibt und kann keine andere Art von Evolution geben. sich nicht nach ihnen zu richten und nicht negative Gefühle auszudrücken —. Wandlungen. antwortete G. entwickeln. Aber es ist unmöglich. Nur diese Art Entwicklung. gegen sie anzukämpfen — indem er darauf hinwies. daß über einen gewissen Punkt hinaus diese 80 . die möglicherweise die allgemeinen Erfordernisse der Natur verletzen. in manchen Fällen Wiederholungen zu vermeiden..Beispiel noch erwähnte er. „Betrachten wir einen Menschen im jetzigen Stadium seiner Entwicklung. daß negative Gemütsbewegungen völlig unnötig seien und kein normales Zentrum für sie bestehe. daß sich durch Aufmerksamkeit oder Beobachtung die Arbeit der Teile der Zentren unterscheiden ließe. sie gab. „kann man als die Entwicklung der Kräfte und Anlagen verstehen. von größtem Interesse. „Um das Gesetz menschlicher Evolution zu verstehen. Petersburg und in späteren Gruppen in der Art. wie ich mich an sie erinnere. so bleiben. Ich werde im weiteren Verlauf die Gespräche und Vorlesungen von St. die Wiederholung dessen zu vermeiden. die sich niemals von selbst. vervollständigte er diese Theorien nicht. Die Natur hat ihn so gemacht wie er ist. und meiner Meinung nach ist die ursprüngliche Darstellung der Ideen des Systems in der Art. All dies und vieles andere wurde erst später festgestellt. das heißt mechanisch. ist es notwendig zu begreifen. Jemand fragte bei einer Zusammenkunft: „Wie soll man den Begriff der Evolution verstehen?" „Die Evolution des Menschen". diese Art Wachstum kennzeichnet die wirkliche Evolution des Menschen.

Sterben. im Entarten dient der Mensch gleicherweise den Zwecken der Natur. Um es noch genauer zu sagen: die Evolution der Menschheit entspricht der Evolution der Planeten. Der Mensch hat in sich die Möglichkeit zur Evolution. denn sogar im Kampf gegen die Natur handelt der Mensch in Übereinstimmung mit ihren Zwecken. Und femer kann die Menschheit als Ganzes niemals der Natur entrinnen. Im Verlauf des Zeitraumes. Was uns Fortschritt oder Entwicklung zu sein scheint. „Die Menschheit. das heißt nicht notwendig für die Natur in einem bestimmten Zeitpunkt ihrer eigenen Entwicklung. Das ist völlig ausgeschlossen. sowohl die Ergebnisse der Evolution als auch der Entartung. „Die Menschheit schreitet weder voran noch entwickelt sie sich. Im Leben. können keine wesentlichen Veränderungen im Leben der Planeten vor sich gehen und kann infolgedessen auch keine wesentliche Wandlung im Leben der Menschheit stattfinden. wie auch das übrige organische Leben. Aber die Evolution der Menschheit als Ganzes. oder besser die Natur verwendet gleichermaßen. und sie 81 . die Evolution eines gewissen geringen Prozentsatzes mag mit ihnen in Einklang stehen. die sofort durch eine entsprechende Veränderung in entgegengesetzter Richtung ausgeglichen wird. den das menschliche Denken umfassen kann. das heißt die Entwicklung dieser Möglichkeiten in allen Menschen oder in den meisten oder sogar nur in einer größeren Anzahl ist für die Zwecke der Erde oder der Planetenwelt nicht notwendig. Und sie ist genau den Erfordernissen der Erde zur jetzigen Zeit angepaßt. aber die Evolution der Planeten geschieht in für unsere Begriffe unermeßlichen Zeiträumen. eine menschliche Evolution außerhalb der sie umgebenden Hatur für möglich zu halten oder die Evolution des Menschen als eine langsame Eroberung der Natur zu betrachten. wenn auch vielleicht für verschiedene Zwecke. ist nur eine teilweise Veränderung. besteht auf der Erde für den Zweck und Nutzen dieser Erde. Die Evolution großer Massen ist den Zwecken der Natur entgegengesetzt. „Nur ein so theoretisches und so weit von der Wirklichkeit entferntes Denken wie das heutige europäische konnte dazu kommen.Evolution gar nicht notwendig ist. Sich-Entwickeln.

Die Natur braucht diese Evolution nicht. die sich der Evolution großer Menschenmassen entgegenstellen und die sie auf der Stufe festhalten. „Zum Beispiel würde die Entwicklung der Menschheit über einen gewissen Punkt hinaus. Es gibt keine zwangsmäßige mechanische Evolution. wo sie bleiben sollen. wenn er seine Lage und die Möglichkeit. Wenn alle Menschen zu intelligent würden.könnte für sie sogar schädlich oder tödlich sein. sie will sie nicht und kämpft gegen sie an. das heißt. oder. die Kräfte. daß alle diese Hindernisse für den Menschen sehr nützlich sind. 82 . die der Entwicklung großer Menschheitsmassen Widerstand leisten. Und niemand ist verpflichtet oder beabsichtigt. Evolution ist das Ergebnis eines bewußten Kampfes. Im Gegenteil. die ganze Menschheit nicht. daß die Menschheit die Nahrung für den Mond darstellt. erkennt. um es genauer zu sagen. Daher bestehen besondere Kräfte (planetarischen Charakters). Später werden Sie verstehen. widersetzen sich auch der Entwicklung des einzelnen. über einen gewissen Prozentsatz hinaus. tödlich für den Mond sein. Solche Entwicklung liegt nur im Interesse des Menschen allein. Evolution kann aber nur dann zum Bedürfnis des Menschen werden. von der Menschheit. „Dies ist die Grundlage einer richtigen Ansicht über die menschliche Evolution. Der Mensch muß verstehen: seine Entwicklung ist allein für ihn selbst notwendig. und sie kann in einzelnen Individuen mit Hilfe der geeigneten Kenntnisse und Methoden entwickelt werden. dann würden sie nicht mehr vom Mond gefressen werden wollen. wenn sie nicht bestehen würden. „Aber trotzdem gibt es die Möglichkeit der Evolution. Niemand anders ist daran interessiert. Der Mensch muß sie überlisten. ist sozusagen gegen die Interessen und Kräfte der planetarischen Welt. wenn er einsieht. Die Menschheit ist ein Teil des organischen Lebens. daß er Kräfte hat. denn nur durch Überwindung von Schwierigkeiten kann ein Mensch die für ihn notwendigen Eigenschaften entwickeln. ihm zu helfen. Der Mond nährt sich vom organischen Leben. Und einer kann sie überlisten. müßten sie absichtlich geschaffen werden. diese Lage zu verändern.

tun'. Im Sinne der Nutzbarmachung dieser Kräfte und Reichtümer ist Evolution möglich.Evolution' ermöglicht.Tun' kann nicht das Ergebnis von Dingen sein. die . müssen wir von Anfang an verstehen. und sie kann keinen Einfluß auf das Leben oder die Funktionen des Organismus haben. würde Evolution wiederum unmöglich werden. ob ein mechanischer Mensch mehr oder weniger da ist. und das .Möglichkeiten'. und der . Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Bewußtseins.geschehen'. Genau im gleichen Maße ist ein einzelnes Individuum zu klein. ein Auto oder ein Flugzeug — aber sie wissen gar nichts oder fast gar nichts über Bauart. Sie haben es hier mit einer sehr komplizierten Maschine zu tun. hierauf beruhen seine . wenn wir uns das Verhältnis einer mikroskopischen Zelle zu unserem eigenen Körper veranschaulichen. um das Leben des kosmischen Organismus zu beeinträchtigen. Wir können ihrer nicht bewußt werden. Die Evolution eines Menschen ist die Evolution seiner Fähigkeit zu . was ihnen als Geburtsrecht zusteht. was die Größe anbetrifft.die er brachliegen läßt. Sie verstehen nicht einmal ihre einfachsten Funktionen. viel komplizierter als eine Lokomotive. Was für den einzelnen möglich ist. Und das ist es. im gleichen Verhältnis steht wie die Zelle zu unserem Organismus. Und Bewußtsein kann sich nicht unbewußt entwickeln. was seine . Das Dasein oder Fehlen einer Zelle ändert nichts am Leben des ganzen Körpers. Arbeitsgang und Möglichkeiten dieser Maschine. Aber wenn alle Menschen oder die meisten dies gewahr würden und erreichen wollten. bleibt für die Massen unmöglich. daß keine mechanische Evolution möglich ist. was ein Mensch eigentlich ist. es macht im Haushalt der Natur keinen Unterschied. „Die Leute wissen nicht. Wir können dieses Größenverhältnis leicht verstehen. zu dem es. „Wenn wir von Evolution sprechen. „Der Vorteil des einzelnen Individuums ist seine Kleinheit. daß der Mensch 83 . die er nicht nützt. weil sie den Zweck dieser Funktionen nicht kennen. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Willens. Sie haben eine ungefähre Vorstellung. Reichtümer.Wille' kann sich nicht unwillkürlich entwickeln.

der nicht . daß man sie zu einer ganz anderen Leistung bringen kann. Und in jedem Fall hält man es für selbstverständlich. fast bei jedem Gespräch.tun' kann und mit dem und durch den alles . und daß ein Gedanke. ein Auto oder ein Flugzeug lenken lernen muß. und dabei wissen doch die Menschen. „Der Mensch. wie wir ihn kennen. kann kein dauerndes und einziges Ich haben. Aber sie vermuten nicht. nicht die gleiche. und er begeht einen gewaltigen Irrtum. jede Empfindung sagt Ich. Aber nur sehr selten zieht einer dies in Betracht für den Menschen im allgemeinen oder für sich im besonderen. Warum studieren sie Medizin und gebrauchen ihre Dienste? Natürlich weil sie einsehen. ist seine Täuschung in bezug auf sein Ich.Maschine Mensch'. daß man sie viel besser kennen kann als die Wissenschaft dies tut." Sehr oft. kam G. es sei richtig zu glauben. daß sie ihre Maschine nicht kennen.seine Maschine lenken lernen müsse. Man denkt. Gefühle und Stimmungen. die . des Autos oder einer Lokomotive. sagte er. und daß unsachgemäße Handhabung der menschlichen Maschine genau so gefährlich ist wie unsachgemäße Handhabung irgendeiner anderen komplizierten Maschine. daß die Natur dem Menschen die notwendige Kenntnis seiner Maschine gegeben habe. „Der Mensch hat kein bleibendes und unveränderliches Ich. genau so wie er eine Lokomotive. jede Stimmung. in Wirklichkeit ist er immer eine verschiedene Person. der Mensch. Jeder versteht dies hinsichtlich des Flugzeuges. Jeder Gedanke. zum ganzen Menschen. ein Wunsch oder eine Abneigung Ausdruck dieses Ganzen 84 .geschieht'. die er im vorigen Augenblick war. daß instinktive Kenntnis einer Maschine unter keinen Umständen genug ist. erneut auf das Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen. sie vermuten nicht. wenn er sich immer für ein und die gleiche Person hält. daß dieses Ich zum Ganzen gehört. Sein Ich wechselt mit gleicher Geschwindigkeit wie seine Gedanken. „Einer der Hauptirrtümer des Menschen". „den man sich immer vor Augen halten muß. jede Begierde.

Aber ihre Stärke ist die Stärke der Eindrücke. dann eine Empfindung. gebrauchtes Bild. ihr offensichtlicher dauernder Kampf um die Herrschaft wird durch zufällige äußere Einflüsse gelenkt. der hypnotische Einfluß von Religion. die ganze Reihen schwächerer. Nebel. die in den . er lebt immer im letzten Ich. anderer Ichs beherrschen. Der Mensch hat kein individuelles Ich. vor allem. weil er davon gar nichts weiß. auf denen äußere Eindrücke verzeichnet werden (Anmerkung der Übersetzer). Nichts im Menschen kann diesen Wechsel von Ichs lenken. Sein Name ist Legion. Aber es ist nicht ihre eigene. Der Mensch ist eine Vielheit. Nachahmung. Aber an dessen Stelle gibt es Hunderte und Tausende getrennter kleiner Ichs. schönes Wetter rufen sofort eine ganze Gruppe von Ichs auf den Plan. Lesen. da sie einander ausschließen und unvereinbar sind. andere Assoziationen. „Der Wechsel der Ichs.Rollen'1 der Zentren verzeichnet sind. und so weiter ohne Ende. nun ist es eine Begierde. aus denen die Persönlichkeit des Menschen besteht.Rollen'. sie wurde durch die Stärke von Zufällen oder mechanischen äußeren Einflüssen geschaffen. Kälte. Kaste und Tradition öder der Glanz neuer Schlagworte schaffen in der Persönlichkeit eines Menschen sehr starke Ichs. Manche Ichs sind natürlich stärker als andere. es nicht bemerkt. weil es als solches nur physisch besteht und abstrakt als ein Begriff. dann wieder ein Gedanke. nie zueinander in Beziehung treten oder sogar im Gegenteil feindlich gegeneinander eingestellt sind. Jede Minute. Und dies Ganze drückt sich einfach darum nicht aus. jeden Augenblick sagt oder denkt man Ich. sie sind das Ergebnis äußerer Einwir' „Rollen" bezieht sich auf ein von G. Erziehung. 85 . bewußte Stärke. Und alle Ichs. Jeder Gedanke und jede Begierde des Menschen entsteht und lebt ganz getrennt und unabhängig vom Ganzen. die sich oft untereinander gar nicht kennen. das die Zentren de» Menschen mit Grammophon„rollen" oder -platten vergleicht. Sonnenschein. und jedesmal ist dieses Ich verschieden. haben den gleichen Ursprung wie diese . Faktisch besteht überhaupt kein Grund für diese Annahme. Regen rufen eine andere Gruppe von Ichs hervor. Wärme. Gerade jetzt war es ein Gedanke.ist. andere Gefühle und andere Handlungen.

Dann verschwindet es und der Mensch.Rollen' als auch Ichs. sondern jemand anderem. daß jedes kleinelch das Recht hat. ^In manchen Fällen kann dies sehr unangenehme Folgen für den f Menschen haben. im Namen des Ganzen zu handeln. und durch diese Unordnung droht dem ganzen Haus große Gefahr. Schecksundwechsel zu unterzeichnen und der Mensch. Er hat kein einziges großes Ich. „So wird in einer Lehre der Mensch einem Haus verglichen. Dies erklärt. Oft besteht das ganze Leben eines Menschen darin. Versprechen zu geben. das diese ^Entscheidung vollständig ablehnt oder sogar nichts davon weiß. Entscheidungen zu treffen. dafür aufzukommen hat. was ein anderes Ich oder das Ganze dann ausbaden muß. Jeder versucht. zufälliger Ichs einzulösen. einfach aus Eitelkeit S oder aus Spaß. Die einzige Rettungsmöglichkeit besteht darin. müssen ihr ganzes Leben dafür bezahlen. die ganz unschuldig daran sind. „Die östlichen Lehren enthalten zahlreiche allegorische Bilder. Ein kleines zufälliges Ich mag etwas versprechen. | nicht sich selbst. Es ist die Tragödie des Menschen. früh aufzustehen. die versuchen. Die Dienstboten haben alle ihre Pflichten vergessen. Wechsel kleiner. wenn auch nur für einen Augenblick. Ein Ich oder eine Gruppe von Ichs beschließt dies. in dem es eine Menge Diener gibt. zuzustimmen oder abzulehnen. das heißt das Ganze. die Natur des Menschen von diesem Gesichtspunkt aus zu schildern. was er soll.kungen. warum Menschen so oft Entscheidungen treffen und sie so selten ausführen. den Herrn zu spielen. Aber das Aufstehen fällt unter die Zuständigkeit eines ganz anderen Ichs. werden durch neue äußere Einflüsse in Bewegung gesetzt und gelenkt. von morgen ab früh aufzustehen. a Natürlich wird der Mensch fortfahren. sowohl . das heißt die gesamte Summe anderer Ichs. daß eine Gruppe vernünftiger Diener sich ver- 86 . den Morgen zu verschlafen i ?' und am Abend wird er sich erneut entschließen. Der Mensch ist in eine Vielfalt kleiner Ichs geteilt. „Der Mensch hat keine Individualität. und beide. niemand tut. Ein Mensch entschließt sich. aber kein Herr und kein Haushälter da sind. „Und jedes einzelne kleine Ich ist fähig. sich das Ganze zu nennen.

Aber als ich kam. obgleich zweifellos ein „Professioneller".sammelt und einen zeitweiligen Haushälter erwählt. in denen sich noch Spuren alten Wissens erhalten haben. Auf diese Weise kann das . „Aber auch das klarste Verstehen seiner Möglichkeiten wird einen Menschen ihrer Verwirklichung nicht näher bringen. spitzen Eisennägeln versehenes Bett. um die Kuh zu holen. der es dann seinerseits für die Ankunft des Herrn vorbereitet. das heißt einen stellvertretenden Haushälter." In diese Zeit. der auf einem Bett aus Nägeln liege. eine Photographie. das heißt den Beginn der St. war der Fakir da. die ich in Benares von einem „Fakir auf Nägeln" aufgenommen hatte. so hörte ich. Bei einer Gelegenheit zeigte ich G.Haus' für die Ankunft des wirklichen Haushälters vorbereitet werden. Er legte sich wirklich fast nackt auf ein mit ziemlich langen. daß jeder seine eigene Arbeit verrichte: der Koch in der Küche. wenn Zuschauer kamen. stand das Bett mit Nägeln allein da. muß er einen sehr starken Wunsch nach Befreiung verspüren und muß bereit sein. Dieser stellvertretende Haushälter kann dann die anderen Diener auf ihren Platz verweisen und darauf sehen. ohne Fakir. Mir war erzählt worden. „Der Vergleich des Menschen mit einem Haus. für seine Befreiung alles zu opfern und alles zu wagen. Er lag nicht auf seinem Bett und. die ich in Ceylon sah. Dieser Fakir war. und wie wir wissen. taucht dieses Thema auch in verschiedener Form in vielen Gleichnissen der Evangelien auf. ist häufig in östlichen Lehren zu finden. der Kutscher im Stall. Um diese Möglichkeiten zu verwirklichen. daß sich im Hofe der Aurangzeb-Moschee am Ufer des Ganges ein Fakir aufhalte. das die Ankunft seines Herrn erwartet. der Gärtner im Garten und so fort. Obwohl er sichtlich acht- 87 .-Petersburger Vorlesungen. Als ich das zweite Mal kam. legt& er sich nur darauf. war weggegangen. nicht nur ein schlauer Gaukler wie jene. fallen noch zwei interessante Gespräche. Aber gegen eine Rupie zeigte er mir alle seine Künste. der Fakir. soviel ich verstand. Dies klang sehr geheimnisvoll und erschreckend.

Ein Mensch wird in Schlaf versetzt und es wird ihm gesagt. antwortete G. Sein Gesicht trug einen stumpfen. Wenn Sie ihn bestechen würden und ihn veranlassen könnten. „Es ist schwierig. keine hastigen Bewegungen zu machen. „Erstens ist der Mann natürlich kein . gelangweilten und gleichgültigen Ausdruck und nichts an ihm sprach von Streben nach Selbstopfer oder von Selbstfolterung. Dieser Mann stammt aus einer Schule. Dies alles erzählte ich G. Oder er müsse ein bestimmtes Wort aussprechen und werde sofort. auf dem Bauch. konnte mir aber keine Erklärung dieser Erscheinung geben. drehte er sich doch auf den Nägeln. Aber gleichzeitig haben Sie recht. lag auf ihnen auf dem Rücken.. was er weiß. auf der Seite. das in zwei Worten zu erklären". daß dies nicht nur ein Trick sei. zu glauben.Fakir' in dem Sinne. noch kratzten sie ihn. würde er wahrscheinlich antworten. wie er es fertigbringt. das gar keine Wirkung auf Sie haben würde. was er darüber denke. wenn er dies tue. fühlt er ein unwider- 88 . Dann wird er geweckt. Man hat einfach mit ihm experimentiert. Dann später wurde mittels posthypnotischer Suggestion die Unempfindlichkeit und Undurchdringlichkeit der Haut fixiert. Ich machte zwei Aufnahmen von ihm. was posthypnotische Suggestion heißt. das er sagen müsse. sich für tot halten oder etwas Ähnliches. Er kann sich sogar bereit erklären. wie ich dieses Wort gebraucht habe. In geringem Maße ist dies sogar für die gewöhnliche europäische Hypnose möglich. Offensichtlich ist er viele Male hypnotisiert worden und während der Hypnose wurde seine Haut zuerst gegen Stiche unempfindlich gemacht und danach dagegen gefeit. nur war er kein Schüler. Der Fakir machte nicht den Eindruck eines intelligenten oder religiösen Menschen. zu berichten. Er war ein Experiment. Sie wissen. Aber das würde Ihnen nicht im geringsten helfen. daß er fünf Stunden nach seinem Aufwachen etwas Bestimmtes tun müsse. Durst verspüren. daß er ein bestimmtes Wort kenne. Ihnen dieses Wort zu sagen. und sichtlich stachen sie ihn weder.gab. denn es wäre ein ganz gewöhnliches Wort. und danach könne er sich auf seine Nägel niederlegen. Und wenn die Zeit kommt. zeigte ihm das Lichtbild und fragte ihn. Aber er weiß selber nicht.

welche glücklich sind. weil sie später daraus Nutzen ziehen.'s Erklärung schien mir nicht nur die einzig wahrscheinliche. wie er könne. sei es. Man experimentiert an ihm. daß er durch Aussprechen eines bestimmten Wortes wieder fähig sein werde. vielleicht für viele Jahre. Bei einer anderen Gelegenheit sprachen wir über den Buddhismus auf Ceylon. apathisches Aussehen. ob die „Wunder" nun als Tricks oder anders hingestellt wurden. weil ich nie zuvor eine ähnliche gehört oder gelesen hatte. 89 . spricht er es aus und sogleich fällt er in Trance. wie ich glaube.Fakir' geschehen. Diesmal war es ganz anders. gewöhnlich kaufen sie diese Menschen als Kinder von den Eltern. gerade meine Photographien zeigte. was er tut und auf welche Weise es getan wird. G. In allen mir bekannten Versuchen. das ihm gegeben wurde. weil er nicht wolle oder Angst habe. unter Hypnose auf Nägeln zu liegen. daß die Buddhisten Magie haben müßten." Diese Erklärung interessierte mich sehr. Und dann weckte man ihn. Darum vielleicht hatte er so ein verschlafenes. Ich verlieh meiner Überzeugung Ausdruck. und wenn er nicht darüber spreche. um zu leben. trotzdem sie deren Existenz nicht anerkennen und sogar deren bloße Möglichkeit vom offiziellen Buddhismus geleugnet wird. Gerade dies war mit Ihrem . oder. was ihm gesagt wurde. wenn er sich des Wortes erinnert. „Fakir-Wunder" zu erklären. der Ausführende wisse. Man gewöhnte ihn daran. Das geschieht oft in solchen Fällen. Die Schulen brauchen sie für Experimente. So stellt er dieses eiserne Bett auf und verdient wahrscheinlich einige Rupien die Woche. um ihm zu sagen.stehliches Verlangen. G. was er tue und wie er es tue. Der Fakir selbst wußte nicht. das zu tun. sie zu verkaufen. sondern ich wage zu behaupten. Dieses Wort versetzt ihn in einen hypnotischen Zustand. auf Nägeln zu liegen. wie er sein „Wunder" ausführte und hätte es darum auch gar nicht erklären können. Ohne Bezug auf diese Bemerkung und während ich. die einzig mögliche. war immer angenommen. und läßt ihn dann einfach gehen. Es gibt viele solche Leute in Indien. Aber natürlich weiß und versteht der Mann selbst nicht.

meiner Ansicht nach aus Elfenbein oder Perlmutter geschnitzt. was die Kugel bedeute?" fragte er.Astralkörper' ist sozusagen daran befestigt. ein echter ist. Das ist Magie. „das ist eine Bedeutung dieses Ausdrucks. glockenförmige Dagoba aus Elfenbein. sagte G. Zu Füßen des Buddha lag eine kleine. Sie werden diese Knochen in fast jedem Hause finden. Wenn nun der ..Astralkörper' nach dem Tod des physischen Körpers weiterlebt. eine Buddhastatue stand. es sei ein Stück Knochen von einem Schüler Buddhas." „Ja". Die Besitzer hatten diese in meiner "Gegenwart geöffnet und mir etwas gezeigt. welches den Hals unterhalb der Haut umschließt..sprach ich von einein kleinen Schrein in einem Privathaus zu Colombo. Aber man spricht nie offen davon. wie üblich.Buddhas Halsband' genannt. „die Leute. um genauer zu sein. steht in direkter Beziehung zum sogenannten . das eine Reliquie sein sollte — eine kleine. Natürlich folgt daraus nicht. Es war nicht ein Knochenstück. „aber das bedeutet etwas ganz anderes. aber ich spreche von einer anderen Bedeutung.Halsband' verbindet den physischen mit dem astralen Körper. wußten entweder nichts oder wollten Ihnen nichts sagen. und dies ist ein Beispiel dafür. hörte mir aufmerksam zu. oder. anzunehmen. in dem. so kann der Besitzer eines Knochens dieses Halsbandes immer mit dem . Aber ich sprach von dem Glauben. Der . die es Ihnen zeigten. innen hohl. daß der Knochen. den Sie sahen. „Haben sie Ihnen nicht erklärt. Dieses Halsband aus Knochen.Astralkörper' des Toten in Beziehung treten. der diesem Brauch zugrunde liegt. die einige Menschen als Ergebnis besonderer Übungen in Form eines Halsbandes um deh Hals herum bekommen. G. daß dort Magie verwendet wird. das heißt eine kleine geschnitzte Wiedergabe einer Dagoba. sondern eine besondere Knochenbildung. sagte G.Buddhas Halsband' gehört?" „Ja". und es sei sehr alt und heilig.Astralkörper'. das . runde Kugel in der Größe einer großen Gewehrkugel. sagte ich. Die Kette von Buddhas Wiedergeburten wird ." 90 . Sie haben recht. Haben Sie niemals den Ausdruck ." „Es ist so und es ist auch wieder nicht so". „Sie sagten mir.

etwas vor den Ohren beginnend. machte eine kleine Skizze. 91 .Und wieder mußte ich zugeben. um mir die Lage der kleinen Knochen unter der Haut zu zeigen. wie sie in anatomischen Karten zu finden ist. G. sie führten in einem Halbkreis um den Nacken. Diese Skizze erinnerte mich sofort an eine gewöhnliche graphische Darstellung der Lymphdrüsen im Nacken. daß ich früher nie auf eine solche Erklärung gestoßen war. Aber ich konnte nichts weiter darüber erfahren.

bis ich mir sagen könne. Leute. die allmählich bei der Entwicklung einer photographischen Platte erscheinen.VIERTES KAPITEL G . ob ich ihn wiedersehen könne. und der Abend mit der Moskauer Gruppe einfiel. Einige Teile des Systems begannen schon ungefähr Gestalt anzunehmen. worüber wir sprachen. daß sie es dann anderen erklärten und schon ganz feste und bestimmte Meinungen über uns hatten. Ich erkannte ganz klar.'s Vorträge führten in unseren Gruppen zu vielen Gesprächen. Aber irgend etwas hatte mich damals davon abgehalten. eine große Spanne Zeit müsse noch verstreichen. aber viele Stellen blieben noch leer und unvollständig. keine Schlüsse zu ziehen. das ich noch nicht gehört hatte. da ich eingesehen hatte. Oft änderte ein neues Wort. und oft erklärte eine Sache manchmal ganz unerwartet eine andere. und ich mußte alles neu errichten. ein fertiges Urteil über G. zu der vorher gar keine Verbindung zu bestehen schien. was ich erwartet hatte. wenn ich ihn nicht gefragt hätte. daß ich das ganze System richtig darstellen könne. wie leicht hätte ich überhaupt nichts von G. Ich muß gestehen. 92 . was ich vorher aufgebaut hatte. das ganze Bild. Aber ich versuchte. aber viele Dinge hatten sich miteinander verbunden. und seine Schüler zu fällen. Vieles war mir noch nicht klar.'s Bestehen wissen oder wie leicht hätte ich ihn wieder aus den Augen verlieren können. die einmal zu einer Vorlesung zu uns gekommen waren. Und ich fand es sehr merkwürdig. so wie Figuren oder eine Landschaft. daß mir bei solchen Gelegenheiten oft mein erstes Zusammentreffen mit G. sagen zu hören. und nun. sondern zu warten. was für einen ungeheuren Wert diese Ideen hatten. Gleichzeitig waren viele Dinge dem entgegengesetzt. Damals war auch ich sehr nahe daran gewesen. sie verstünden sofort. war ich beinahe entsetzt bei dem Gedanken: wie leicht hätte ich daran vorbeigehen können.

spitzfindiger. daß ein Professor überall seinen Regenschirm vergißt. was die Menschen nicht verstehen. Das Sein einer Pflanze und eines Tieres ist wieder ein verschiedenes Sein. dann wird die menschliche Entwicklung falsch und muß früher oder später zu einem Stillstand kommen. „Die Menschen verstehen. das aber für viele von uns schwer zu begreifen war. Und sie verstehen auch die Möglichkeit verschiedener Wissensstufen. naiver und zerstreuter Mensch zu sein.Wissen' bedeutet. der die . 93 . daß das Wissen vom Sein abhängt. parallel und unterstützen einander. daß Wissen größer oder geringer sein kann. das heißt von der einen oder der anderen Qualität. Aber wenn die Linie des Wissens der Linie des Seins zu weit voraus ist. schwächlicher. entlang deren die menschliche Entwicklung vonstatten geht.Nicht-Existenz' entgegengesetzt ist. . Es scheint hier selbstverständlich zu sein. ein kleinlicher.Sein' heißt für sie einfach . die Wissenschaft um ein Stück weiterbringen und zu gleicher Zeit könne er und habe auch das Recht. Bei richtiger Evolution entwickeln sich die Linie des Wissens und die Linie des Seins gleichzeitig. welchem er sichtlich die größte Wichtigkeit zuschrieb. Aber sie verstehen dies nicht in Beziehung zum . sagte er.Sein'. die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Nehmen wir zum Beispiel das Sein eines Minerals und einer Pflanze. daß ein Mensch großes Wissen besitzen könne. Und besonders im westlichen Kulturkreis nimmt man an. Sie verstehen. Es ist ein verschiedenes Sein. egoistischer.In fast jeder seiner Vorlesungen kam G. „zwei Linien. oder wenn die Linie des Seins der Linie des Wissens voraus ist. sondern sie wollen es auch ganz bestimmt nicht verstehen. daß Sein oder Existenz auf sehr verschiedenen Stufen und unter sehr verschiedenen Kategorien bestehen kann. Sie verstehen nicht. was . Das genau ist es. neidischer. Das Sein eines Tieres und eines Menschen ist ein verschiedenes Sein. „Es gibt". Sie verstehen nicht nur dies letztere nicht. Entdeckungen machen. eitler. Aber das Sein zweier Leute kann sich noch mehr voneinander unterscheiden als das Sein von Mineral und Tier. auf ein Thema zurück.Existenz'. zum Beispiel könne er ein fähiger Wissenschaftler sein. Und sie verstehen nicht.

ohne Wissen des Ganzen. die vorher nicht da waren. daß ein Wissen. Ein Wechsel in der Natur des Wissens ist nur in Verbindung mit einem Wechsel in der Natur des Seins möglich. Sie verstehen nicht. Und die Menschen denken. beginnt es. für die wirklichen Bedürfnisse des Menschen nicht groß genug oder nicht geeignet ist. neue Störungen hinzu. wird es theoretisch und abstrakt. Es wird immer ein Wissen über eine Sache. denn statt dem Leben zu dienen und den Menschen zu helfen. Tatsächlich ist aber die Möglichkeit des Wissens auf einer bestimmten Seinsstufe begrenzt und endlich. das menschliche Leben zu komplizieren. was das heißt. Das charakteristischste Kennzeichen eines modernen Menschen ist das Fehlen der Einheit m ihm und weiterhin das Fehlen sogar von Spuren jener Eigenschaften. „Solch ein Übergewicht des Wissens über das Sein beobachten wir in der heutigen Kultur. das nicht im Verhältnis zum Sein steht. „Als solches betrachtet.„Und trotzdem ist das sein Sein. sein Wissen hänge nicht von seinem Sein ab. besser mit ihren Schwierigkeiten fertigzuwerden. als da sind . daß das Wissen eines Menschen von der Stufe seines Seins abhängt.klares Bewußtsein'. hat das Sein eines Menschen viele verschiedene Seiten. und es ist allein die Sammlung von Informationen ein und derselben Natur im Bereich bekannter Grenzen möglich. gepaart mit Unwissenheit über eine andere Sache bleiben. In den Grenzen eines gegebenen Seins kann die Qualität des Wissens nicht verändert werden. daß die Wissensstufe durch die Seinsstufe bedingt wird. Und ebenfalls hat man vergessen. aber sie achten nicht das Seinsniveau und schämen sich nicht der geringen Stufe ihres eigenen Seins. ein Wissen der Form. fügt neue Schwierigkeiten. Die Idee des Wertes und der Wichtigkeit der Seinsstufe ist vollständig vergessen. ohne Wissen des Inhalts.Der Grund hierfür ist. ein Wissen von Einzelheiten. „Wenn das Wissen dem Sein sehr voraus ist. Die Menschen westlicher Kultur schreiben dem Wissensniveau eines Menschen einen großen Wert zu. die er sich am liebsten zuschreibt. 94 . auf das Leben unanwendbar oder geradezu schädlich. Und sie verstehen nicht. \. »freier Wille'.

sind sehr glücklich. der Schlaf ist. Aber im Augenblick wollen wir nur an etwas denken: was für ein Wissen kann ein schlafender Mensch haben? Und wenn Sie darüber nachdenken und gleichzeitig im Auge behalten. mit denen man nichts mehr anfangen kann. Mut. daß nur einige wenige rich- 95 .ein . ist das Sein eines modernen Menschen von sehr niederer Qualität. Die Menschen. Eitelkeit. Bereitschaft zum Selbstopfer. das das Fehlen von allem anderen in ihm erklärt. Erregbarkeit. deren Sein noch verändert werden kann. daß ein Mensch. Aber es gibt Menschen.dauerndes Selbst oder Ich' und die »Fähigkeit zu tun'. Egoismus. Wenn er lügt. Lasterhaftigkeit. Stolz. daß er nicht umhin kann. Faulheit. seine Bedeutung und seine Rolle im Leben werden wir später sprechen. daß Schlaf das Hauptkennzeichen unseres Seins darstellt. zusammengebrochene Maschinen sind. Dies muß man immer im Gedächtnis behalten. Und diese Leute sind in der Mehrheit. Über den Schlaf. Schlafend wird er geboren und schlafend stirbt er. werden Sie verstehen. „Äußerlich gesehen. der wirklich Wissen ersehnt. Fleiß. so bedeutet das. Wenn er die Wahrheit sagt. daß keine Wandlung möglich ist. Es mag Sie überraschen. zuerst darüber nachdenken muß. Verderbtheit. Und es kann eine so schlechte Qualität haben. Selbstbeherrschung. daß das Hauptkennzeichen des Seins eines modernen Menschen. ein Mensch kann nichts weder in sich noch außer sich tun. „Ein modemer Mensch verbringt sein Leben schlafend. und so ist es mit allem. „Aber dies alles im Menschen ist vollständig mechanisch. Wahrha^igkeit oder eine Neigung zur Lüge. hat das menschliche Sein viele verschiedene Seiten: Aktivität oder Passivität. Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit. Alles geschieht. „Aber natürlich gibt es Enden und Grenzen. Feigheit. wie er aufwachen könne. Wenn Sie daran denken. Allgemein gesprochen. Moralität. das heißt wie er sein Sein wandeln könne. all dies und noch viel anderes macht das Sein eines Menschen aus. die endgültig kranke. daß er nicht umhin kann zu lügen. die Wahrheit zu sagen. dann wird Ihnen sofort klar werden. so heißt das. wenn ich Ihnen sage. Eingebildetheit.

das heißt einen Menschen. 96 . „In der Geschichte der Menschheit kennen wir viele Beispiele. einen Menschen. aber nichts tun kann. weiß ein Mensch. „das heißt. das heißt.tiges Wissen erlangen können. wenn das Sein das Wissen überwiegt. aber nicht weiß. In beiden Fällen werden sowohl der schwache tfogi als auch der dumme Heilige zu einem Halt gebracht. „Die Entwicklung der Wissenslinie ohne die Seinslinie ergibt einen schwachen t/ogi". „Allgemein gesprochen. Trotzdem ist es gerade diese einseitige Entwicklung. ist das Gleichgewicht zwischen Wissen und Sein noch wichtiger als eine getrennte Entwicklung des einen oder des anderen. das heißt. hat ein Mensch die Kraft zum Tun. hat aber nicht die Kraft zum Tun. handelt er in Gehorsam zu seinen subjektiven Gefühlen. Und die Entwicklung auf der Seinslinie ohne Wissen ergibt einen dummen Heiligen. einen Menschen. sagte G. aber er weiß nicht. die ihn weit von seinem Wege abführen und ihn veranlassen können. Und eine getrennte Entwicklung von Wissen oder Sein ist keinesfalls wünschenswert. Andererseits. die den Leuten besonders anziehend erscheint „Wenn das Wissen das Sein überwiegt. was. er kann etwas tun. was er weiß. für den es keinen Unterschied zwischen einer Wissensart und einer anderen gibt. was er tun soll. Das ist nutzloses Wissen. das heißt." „Was ist das Ergebnis der Entwicklung der Wissenslinie ohne Sein oder der Entwicklung der Seinslinie ohne Wissen?" fragte jemand während eines Gespräches über diesen Gegenstand. der vieles weiß. Das erworbene Sein wird zwecklos und Anstrengungen erweisen sich als nutzlos. weiß aber nichts.. einen Menschen ohne Urteilskraft. der nicht versteht (er betonte diese Worte). einen Menschen. und wenn er irgend etwas tut. genau das Gegenteil von dem zu tun. wo ganze Zivilisationen untergingen. was er will. der vieles tun kann. schwere Fehler zu begehen. Keiner von beiden kann sich weiterentwickeln. Bei den anderen läßt es ihr Sein nicht zu. weil das Wissen das Sein überwog oder das Sein das Wissen.

„Um dies zu verstehen und um im allgemeinen die Natur de» Wissens und die Natur des Seins. Sie verändert sich nur. was sie Wissen nennen. „Wissen ist eine Sache. „Der Unterschied zwischen Wissen und Verstehen wird klar. was er nun. wie sie Verstehen anhäufen können und kümmern sich auch nicht darum. Darum häufen sie Wissen an oder das. daß er in verschiedenen Zeiten seines Leben» eine und dieselbe Idee. einen und denselben Gedanken auf vollständig verschiedene Weise verstanden hat. Auch verändert sich die Beziehung des Wissens zum Sein nicht nur durch ein Wachstum des Wissens. Und wenn einmal das Sein sich verändert hat. Und er erkennt gleichzeitig. ganz sicher. Verstehen ist das Ergebnis von Wissen und Sein. muß sich auch das Verstehen wandeln. daß ein größeres Verstehen von einem größeren Wissen abhänge. aber sie wissen nicht. „Im gewöhnlichen Denken unterscheiden die Menschen nicht zwischen Verstehen und Wissen. „Wissen an sich führt nicht unbedingt zum Verstehen. Verstehen eine andere. Auch wird das Verstehen nicht durch eine Vermehrung des Wissens allein vergrößert. daß sein Wissen sich nicht gewandelt hat und daß er damals genau so viel über den betreffenden Gegenstand wußte wie jetzt. wenn 97 . wie auch ihre Wechselbeziehung zueinander zu verstehen. Verstehen wird durch die Beziehung des Wissens zum Sein bedingt. „Und trotzdem weiß ein Mensch. daß er etwas so falsch verstanden hat. seiner Meinung nach. der in der Selbst-Beobachtung geübt ist. sonst wird sich das Verstehen als von beiden zu weit entfernt erweisen. Er findet es oft seltsam. wenn das Sein gleichmäßig mit dem Wissen wächst. muß man zuerst die Beziehung von Wissen und Sein zum »Verstehen* begreifen. „Oft verwechseln die Menschen diese Begriffe und vermögen nicht klar den Unterschied zwischen ihnen zu erfassen. Was also hat sich verändert? Sein Sein hat sich verändert. richtig versteht. Und Wissen und Sein dürfen nicht zu weit voneinander abweichen. In-anderen Worten: das Verstehen wächst nur mit dem Wachstum des Seins. Sie glauben.

Einem Menschen.einen Namen finden' heißt noch nicht . dem traut man ein großes Verständnis zu — natürlich wieder jedes Gebiet praktischer Tätigkeit ausgenommen. daß wissen und wissen wie zu tun. Aber außerhalb des Gebietes praktischer Tätigkeit versteht man nicht klar. Aber . mit der die Leute sprechen. wo seine Unwissenheit sehr schnell zutage treten würde.verstünden'.wir erkennen. wenn er sie nur mit seinem Verstand weiß. der teilweise der Grund und teilweise die Folge dieser Abweichung ist. falschen Assoziationen. wenn sie einsehen. mit seinem ganzen Sein fühlen. er verstehe die Idee der Mechanisiertheit. einen Nomen zu finden.verstehen'. Und die Hauptsache dabei ist: infolge der Hauptmerkmale des gewöhnlichen Denkvorgangs. wenn ein Mensch gleichzeitig fühlt und empfindet. für das. „Einer der Gründe für die Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie im Leben und den Mangel an Verständnis. Ein Mensch kann nicht sagen. das heißt. daß Wissen die Funktion eines einzigen Zentrums sein kann. •was damit gemeint ist „Wir haben früher über die Mechanisiertheit gesprochen. zwei verschiedene Dinge sind und wissen wie zu tun nicht allein durch Wissen geschaffen wird. dann sagen sie. Unglücklicherweise geben sich die Leute meistens mit Namen zufrieden. sie . was . seiner Vagheit und Ungenauigkeit. Er muß sie mit seinem ganzen Bestand. kann jedes Wort tausend verschiedene 98 . der viele Namen kennt. Und wenn sie einen Namen gefunden haben. Sie erkennen. Diese Sprache ist voll von falschen Begriffen. das heißt viele Worte. was sie nicht verstehen. falschen Einteilungen.Verstehen' eigentlich heißt. „Gewöhnlich versuchen die Menschen. findet sich in der Sprache. daß sie ein Ding nicht verstehen. dann wird er sie verstehen. Verstehen hingegen ist die Funktion aller drei Zentren. „Auf dem Gebiet der praktischen Tätigkeit können die Menschen sehr gut zwischen bloßem Wissen und Verstehen unterscheiden. So kann der Denkapparat etwas wissen. aber Verstehen kommt nur dann zustande.

und der Mannigfaltigkeit der Assoziationen. daß jedermann in jedem Augenblick seines Lebens jedem Wort eine besondere Bedeutung 99 . wenn nicht immer. Man sieht nicht ein. je nach dem Material. bis zu welchem Grade ihre Sprache subjektiv ist. das der Sprecher zu seiner Verfügung hat. werden wir sofort sehen. verstehen oder daß sie es jedenfalls können. sind sie sofort verloren und hören auf. während sie in Wirklichkeit absolut verschiedene Dinge sagen und einander nicht im geringsten verstehen. einander zu verstehen. die ihnen gegebene Bedeutung zu untersuchen.Bedeutungen haben. miteinander übereinzustimmen oder einander zu verstehen. In Wirklichkeit ist diese Überzeugung völlig unbegründet. daß sie genau das gleiche denken. Die Menschen haben die sehr feste Überzeugung oder den Glauben. und versuchen. aber sie mit verschiedenen Namen bezeichnen und endlos miteinander streiten. Die Menschen können einander Informationen praktischer Art mitteilen. auch wenn sie sich dessen nicht bewußt sind. daß ein jeder in einer ihm unbekannten Sprache redet. zwei Menschen können dieselben Worte sagen und sich einbilden. Die Menschen verstehen nicht klar. Zwei Menschen können die gleiche Sache aus tiefer Überzeugung sagen. daß sie die gleiche Sprache sprechen und sich untereinander verständigen. Das ist also eine der Illusionen. die sie lesen. Sie bilden sich ein. sie bilden sich ein. wenn sie es versuchen oder wollen. aber sobald sie auf ein etwas komplizierteres Gebiet übergehen. daß jeder von ihnen seine eigene Sprache spricht und die Sprache anderer Leute entweder nur vage oder überhaupt nicht versteht und keiner eine Ahnung davon hat. daß sie die Autoren der Bücher. die dauernd im Gespräch vorkommen. „Wenn wir die einfachsten Worte nehmen. Oder umgekehrt. verstehen und daß auch andere Leute sie verstehen. welche die Menschen für sich schaffen und mit denen sie leben. das heißt. die ihn im Augenblick bewegen. während er dieselben Worte benützt. was für verschiedene Dinge jeder von ihnen sagt. daß sie einander oft. Die gewöhnliche Sprache ist nur dem praktischen Leben angepaßt. ohne den Verdacht zu haben. Tatsächlich kann niemand irgend jemand anderes verstehen.

Mensch' und stellen wir uns eine Unterhaltung zwischen einer Gruppe von Leuten vor. „Nehmen wir einmal das Wort . seines Gesichtsbaues und an die Entfernung zwischen seinen Augen denken. Ein Spiritist wird sich den .Mensch' keine allgemeine Bedeutung für ihn haben. wie Menschen an der Unterhaltung teilnehmen. daß die Menschen rieh in Medien und Nicht-Medien gliedern.Menschen' eine statistische Einheit sehen oder ein Objekt für die Anwendung von Gesetzen. daß das Wort .Leben im Jenseits' und so fort.Mensch' ausspricht.A^tralkörpers' aus vorstellen. einen potentiellen Verbrecher oder gar einen möglichen Klienten.Mensch' ausspricht. von dem er gewohnt ist. und seine erste Frage wird sein — Christ oder nicht Christ? Der dritte mag ein Arzt sein. Ein Mensch kann sich im Augenblick mit der Frage der Beziehung zwischen den Geschlechtern befassen. in der man oft das Wort .gesunder Mensch' und natürlich vom Gesichtspunkt seines Spezialfaches aus betrachtet werden. den Menschen zu betrachten. Ohne die geringste Übertreibung kann man sagen. wird er sich zuerst fragen — welcher? Mann oder Weib? Ein anderer Mensch mag religiös sein.Mensch' so viele Bedeutungen hat. und der Begriff . wenn er gefragt wird. beim Sprechen über den Menschen wird er an die Struktur seiner Zähne.Menschen' vom Gesichtspunkt seines . sofort die Idee von Gut und Böse damit verbinden und so fort und so weiter. und wenn er es hört.kranker Mensch' oder . Ein Moralist wird. 100 . „Wenn jemand das Wort . und er mag. Dann wird das Wort . sagen. das heißt. Ein Rechtsanwalt wird im .Mensch' wird für ihn heißen .Mensch' hört. wenn er das Wort . oder von dem aus er aus einem bestimmten Grund ihn in diesem Augenblick betrachtet.verleiht. vom . wird jeder unwillkürlich dieses Wort von dem Gesichtspunkt aus sehen. Ein Naturwissenschaftler wird im Gespräch über den Menschen das Schwergewicht seiner Gedanken auf die Vorstellung der zoologischen Gattung Mensch legen. seiner Finger. und daß diese Bedeutungen nichts miteinander gemein haben. die ein anderer Mensch ihm nie verleihen kann und die er auch nie erwartet.

neue Namensbezeichnungen. eine genaue Sprache für sich selbst zu finden und festzulegen. Diese Idee ist vollständig klar. aber sie gründet den Bau der Sprache auf ein neues Prinzip. das ihm mittels der gewöhnlichen Sprache auch unter Benutzung aller möglichen wissenschaftlichen und philosophischen Fachausdrücke nicht mitgeteilt werden kann. Und je weiter es geht. „Für genaues Verstehen ist eine genaue Sprache unerläßlich. von welchem Gesichtspunkt aus und in welcher Verbindung es gesagt ist. Und das Studium der Systeme alten Wissens beginnt mit dem Studium einer Sprache. anstatt sich zu verringern. die einen Hinweis auf den Gesichtspunkt bieten würde. von dem aus ein bestimmter Begriff gefaßt wird. Die Mißverständnisse wachsen und vergrößern sich. Diese neue Sprache enthält schwerlich neue Begriffe oder neue Namengebungen. was man meint. sind Ausdrücke der Bezogenheit. Und sogar in jedem getrennten Wissenszweig erscheinen unaufhörlich neue Terminologien. nämlich das Prinzip der Relativität. denn was gerade der gewöhnlichen Sprache fehlt. sie führt Relativität in alle Begriffe ein und ermöglicht dadurch eine genaue Bestimmung des gedanklichen Gesichtspunktes. die es ermöglichen würde festzustellen. desto schlimmer wird es. und jeder Wissenszweig bemüht sich. ihre genaue Wechselbeziehung festzulegen. „Wenn ein Mensch diese Sprache meistert. daß sie einander nie verstehen. Und die Menschen werden sich immer weniger und weniger verstehen. dann kann ihm mit ihrer Hilfe ein großes Maß von Wissen und Information vermittelt werden. Die Menschen verwechseln ununterbrochen die Sprachen der verschiedenen Wissenschaften und bringen es nie fertig. für einen exakten Gedankenaustausch eine exakte Sprache notwendig wäre. daß zu richtigem Studium. Aber es gibt keine Universalsprache.„Die Menschen bemerken all diese Widersprüche gar nicht — sie bemerken nicht. das heißt. daß sie im gleichen Maße weiterwachsen werden. und die den Schwerpunkt des Begriffes bestimmen würde. 101 . und man hat allen Grund zu glauben. daß sie immer über verschiedene Dinge reden. was ein Mensch eigentlich meint. Es ist ganz klar. die es sofort ermöglicht zu sagen.

was ein Mensch besitzen kann. „Nehmen wir wieder den Begriff Mensch. die allein möglich ist. Nur Entartung und Zerstörung verlaufen mechanisch. in der Verständigung möglich ist. wenn man vom Menschen redet. Unsterblichkeit und viele andere Eigenschaften. Nur wenn wir bis zu einem gewissen Grad Mensch Nummer sieben und seine Fähigkeiten verstehen. Mensch Nummer sechs und Mensch Nummer sieben. Bewußtsein. Mit diesen sieben Ideen wird man bereits fähig. verwendet man an Stelle des Wortes . Mensch Nummer fünf. sieben Worte. Diese Idee ist die Idee der Evolution. entwickelt sich oder entartet. Mensch Nummer drei. steigt oder fällt. Alles.„Die Haupteigenschaft der neuen Sprache ist. Individualität. sich zu verständigen. der die dem Menschen mögliche volle Entwicklung erreicht hat und alles hat. Hilfe von außen ist nur soweit möglich. Natürlich nicht Evolution im Sinne einer mechanischen Evolution. „Mensch Nummer sieben bedeutet einen Menschen. In der Sprache. Mensch Nummer vier. gründet sich auf die Beziehung des untersuchten Gegenstandes zu seiner möglichen Entwicklung und auf den Hinweis seines Platzes in der Evolutionsleiter. nämlich Mensch Nummer eins. dauerndes und unveränderliches Ich. das heißt. wächst oder verwest. wenn auch im Anfang nur durch das Gefühl. das heißt Wille. Mensch Nummer zwei. von der ich rede. was sich nicht bewußt entwickeln kann. durch die wir uns 102 . Aber nichts entwickelt sich mechanisch.Mensch'. sondern im Sinne einer absichtlichen und bewußten Evolution. „Zu diesem Zweck sind viele unserer üblichen Ideen entsprechend den Stufen dieser Evolution eingeteilt. können wir die allmählichen Stufen erkennen. entartet. „Die Sprache. die wir uns in unserer Blindheit und Unwissenheit immer zuschreiben. vom Sonnensystem bis zum Menschen und vom Menschen bis zum Atom. sie werden in ihrer Wechselbeziehung vom Gesichtspunkt einer Idee aus betrachtet. als sie anerkannt und angenommen wird. da es eine solche gar nicht gibt. ^.Alles in der Welt. daß alle Ideen in ihr um eine Idee konzentriert sind.

das heißt. instinktiven und Gefühlsfunktionen hat. aber einen Menschen. der emotionale Mensch.und Denkfunktionen überwiegen. „Mensch Hummer drei bedeutet einen Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe. „Mensch Hummer zwei bedeutet einen Menschen auf dergleichen Entwicklungsstufe. 103 . „Mensch Hummer eins bedeutet. Ich werde später von ihm sprechen. von denkerischen Erwägungen aus anpackt. bei dem die Denkfunktion die Oberhand über die Bewegungs-. „Mensch Nummer fünf ist auch eine für uns unerreichbare Stufe des Menschen.ihm nahem können. verstehen wir den für uns möglichen Entwicklungsvorgang. in dem die Bewegungs. Nummer zwei und Nummer drei sind Leute. daß manche seiner Eigenschaften noch nicht bleibend geworden sind. daß der Schwerpunkt seines psychischen Lebens im Bewegungszentrum liegt. der Mensch. das heißt den Menschen. den Menschen der Vernunft.und instinktiven Funktionen fortwährend die Gefühls. „Mensch Hummer vier wird nicht als solcher geboren. bei dem die Gefühlsfunktionen alle anderen überwiegen. Er wird als Nummer eins. „Jeder Mensch wird als Nummer eins. Dies ist der Mensch des physischen Körpers. auf der sie geboren wurden. der bereits Einheit erreicht hat. bei dem der Schwerpunkt seines psychischen Lebens in dem Gefühlszentrum liegt. welche die mechanische Menschheit ausmachen und auf der gleichen Stufe stehen. der Gefühlsmensch. „Mensch Nummer vier ist ein Zwischenstadium. Nummer zwei oder Nummer drei geboren. Er unterscheidet sich von Mensch Nummer sieben nur durch die Tatsache. der alles von Theorien. bei dem aber der Schwerpunkt seines Lebens im Denkzentrum liegt. denn er ist ein Mensch. das heißt der Mensch. „Mensch Nummer sechs steht Mensch Nummer sieben sehr nahe. Nummer zwei oder Nummer drei geboren und wird vier nur als Ergebnis von ganz bestimmten Anstrengungen. „Mensch Nummer eins.

wohin er geht. aber wir müssen bemerken. die man anderweitig nicht verstehen könnte. aber auch das Ergebnis falscher Arbeit sein kann. Um Nummer sechs zu werden. Außerdem haben seine psychischen Zentren bereits begonnen. muß er wiederum seinen kristallisierten Wesenskern einschmelzen. kann er nicht Nummer sechs und sieben werden. ohne vier gewesen zu sein. ein Zentrum kann in ihm nicht ein solches Übergewicht über die ändern haben. zwei oder drei. muß er absichtlich sein Sein von Mensch Nummer fünf verlieren.Mensch Nummer vier ist immer das Produkt der Arbeit von Schulen. Er kann weder so geboren werden noch zufällig oder als Ergebnis gewöhnlicher Einflüsse des Heranwachsens und der Erziehung und so fort sich dazu entwickeln. Er beginnt sich bereits kennenzulernen und zu wissen. Glücklicherweise kommen diese Fälle von falscher Entwicklung sehr selten vor. Und in diesem Fall kann er sich nicht weiter entwickeln. Er kann Nummer fünf über Nummer vier werden und er kann Nummer fünf werden. der in seinen Ideen. „Die Einteilung der Menschen in sieben Kategorien oder sieben Nummern erklärt Tausende von Dingen. Und dies kann nur durch furchtbares Leid erreicht werden. „Mensch Nummer fünf ist schon kristallisiert. er kann nicht wechseln. alles was ihm zukommt und alles was durch ihn geschaffen wird. er hat einen dauernden Schwerpunkt. von dessen Gesichtspunkt aus oder in Beziehung zu dem sie angenommen wurden. Die Dinge können die eine oder eine ganz andere Bedeutung haben. ebenfalls in sieben Kategorien gegliedert. 104 . Der Mensch Nummer vier ist schon auf einer anderen Stufe als Nummer eins. ins Gleichgewicht zu kommen. wie Mensch Nummer eins. „In Übereinstimmung hiermit werden alle inneren und äußeren Vorgänge im Menschen. Diese Teilung vermittelt den ersten Begriff der auf den Menschen angewandten Relativität. daß Mensch Nummer fünf das Ergebnis richtiger Arbeit. zwei und drei wechseln. wie dies bei Leuten der ersten drei Kategorien der Fall ist. je nach der Art des Menschen. in seiner Wertung der Arbeit und in seiner Beziehung zu der Schule liegt.

„Das Wissen von Mensch Nummer fünf ist ganzes. lernt alles wie ein Papagei oder ein Affe. das von Mensch Nummer fünf kommt. „Das Wissen von Mensch Nummer sechs ist das vollständige 105 . weiß Alles in ihm. Überall und immer möchte er etwas Angenehmes haben. „Das Wissen von Mensch Nummer drei ist Wissen. wird er im Gegenteil nur das kennen. von Scholastikern. wenn er ein solcher im vollen Sinne des Wortes ist. unteilbares Wissen. als in seinen Kräften liegt. der es wiederum von Mensch Nummer sechs erhalten hat. „Das Wissen von Mensch Nummer zwei ist nur das Wissen von dem. was er nicht gern hat. Mensch Nummer zwei und Mensch Nummer drei hat Mensch Nummer vier begonnen. Es ist das Wissen von Bücherwürmern. kennt er nicht. welcher es von Mensch Nummer sieben erhielt. Er könnte kein Ich haben. Schrecken und Haß in ihm wachruft. „Das Wissen des Menschen Nummer vier ist eine ganz andere Art Wissen. auf Instinkten beruht oder auswendig gelernt oder auch einem Menschen eingedrillt wird. wenn er ein kranker Mensch ist. Aber im Vergleich zu Mensch Nummer eins. was ein anderes nicht weiß. das auf subjektivem logischen Denken basiert. das etwas weiß. Oder. auf Worten. Aber natürlich nimmt Mensch Nummer vier von diesem Wissen nur soviel auf. wie oft ein jeder Buchstabe des arabischen Alphabetes im Koran von Mohammed vorkommt und haben daraus ein ganzes Deutungssystems des Korans aufgebaut. was ihn abstößt und Furcht. Er hat ein unteilbares Ich erreicht und all sein Wissen gehört diesem Ich. Mensch Nummer eins. Was er weiß. welches auf Nachahmung. auf wörtlichem Verstehen. Es ist ein Wissen. Menschen Nummer drei haben zum Beispiel gezählt. Sein Wissen ist dem objektiven Wissen näher als das Wissen von Mensch Nummer vier. was er gern hat. sich von den subjektiven Elementen seines Wissens zu befreien und auf dem Weg zu objektivem Wissen fortzuschreiten. daß es ein Wissen Nummer eins gibt.„Man kann sagen. was er nicht gern hat.

primitive und sinnliche Kunst. Es gibt di'e Religion von Mensch Nummer zwei. Mensch Nummer fünf und höher besitzen. die intellektuelle. die sich leicht in die Religion der Verfolgung. die Tänze und Musik wilder Völker. das einem Menschen erreichbar ist. „Das Wissen von Mensch Nummer sieben ist sein eigenes Wissen. Und so muß es auch Kunst Nummer vier. das Sein des Menschen Nummer zwei. Kunst Nummer drei. des theoretischen Menschen und so fort. auf der er selbst sich befindet. sentimentale Kunst. das heißt das Sein des rationalen. „Genau so verhält es sich mit dem Sein. zwei oder drei kann auf Grund seines Seins nicht das Wissen von Mensch Nummer vier.Häretikern' und . die Religion des Glaubens. wird jede Idee auf die Stufe bringen. grausamen und wilden Charakter hat und so fort. die aus Riten. theoretische Re- 106 . Mensch Nummer eins. aus Opfern und Zeremonien von eindrucksvoller Pracht und Glanz besteht oder im Gegenteil einen düsteren. das ihm nicht mehr genommen werden kann. Dann gibt es Kunst Nummer zwei. das heißt das Sein des fühlenden. kopierende Kunst oder rohe. das Sein von Mensch Nummer drei. aber es kann noch verlorengehen. er wird es auf seine eigene Weise deuten.Wissen. warum Wissen nicht weit vom Sein entfernt sein kann. Was immer Sie ihm auch sagen. Es gibt ein Sein von Mensch Nummer eins. der Impulse. „Genau auf die gleiche Weise gibt es eine Religion des Menschen Nummer eins. das heißt eine Religion. Nummer fünf und so fort geben. es ist das objektive und vollständig praktische Wissen vom All. das ist die Kunst des Menschen Nummer eins. Es gibt Kunst Nummer eins. der nach seinen Instinkten und seinen Empfindungen lebt. Verehrung. erdachte Kunst. der Begeisterung. Unterdrückung und Ausrottung von . Es ist ganz klar. nachahmende. Dann gibt es die Religion des Menschen Nummer drei. intellektuelle. das heißt das Sein eines Menschen.Heiden' verwandelt. aus äußeren Formen. „Die gleiche Einteilung in sieben Kategorien muß auf alles angewandt werden. des emotionalen Menschen. was sich auf den Menschen bezieht. der Liebe.

Sie werden durch jeden Zufall zum Schwanken gebracht. die wir kennen. Nummer zwei und Nummer drei können nicht in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben. das heißt Heidentum in christlicher Verkleidung. Heute sind sie bereit. wirklich Christen zu sein. Christentum Nummer drei. und deswegen können sie sich auch nicht entscheiden. aber ohne Kraft. ihr letztes Hemd wegzugeben und morgen reißen sie einen Menschen in Stücke. solange wir bleiben. Überlegungen und Deutungen basierend. weil er sich weigert. „Mensch' Nummer eins. das heißt in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben muß. gründet sich auf Dialektik. Die Religionen Nummer eins. ein Christ zu sein. was wir sind. wissen wir nicht und können es nicht wissen. Dann gibt es Christentum Nummer vier.ligion von Beweisen und Argumenten. von dem Menschen Nummer eins. „Tatsächlich sind Christentum Nummer eins. Nummer zwei und Nummer drei sind wirklich die einzigen. Argumente. Theorien und so fort. Denn ein Christ zu sein bedeutet. die zur Inquisition.geschieht'. Nummer zwei und Nummer drei einfach äußere Nachahmungen. „Wissenschaft. und nur Mensch Nummer fünf kann wirklich ein Christ sein. wovon die verschiedenen Formen des Protestantismus zeugen. Philosophie und alle Äußerungen des menschlichen 107 . manchmal sehr rein. Nur ein Mensch Nummer vier strebt danach. daß man das Sein eines Christen haben. ihnen sein Hemd zu geben. Heute ist es so und morgen ganz anders. Christentum Nummer zwei ist eine Gefühlsreligion. auf logischen Schlüssen. Alle bestehenden und bekannten Religionen und Glaubensformen in der Welt gehören zu einer dieser drei Kategorien. Nummer zwei und Nummer drei überhaupt keinen Begriff haben. dann wiederum gibt es ein Christentum Nummer eins. manchmal voll von Blutvergießen und Schrecken. Sie sind nicht Herr ihrer selbst. zu Religionskriegen führt. weil alles mit ihnen . Was die Religion von Mensch Nummer vier oder die Religion von Mensch Nummer fünf und so fort ist. Christen zu sein. „Wenn wir an Stelle von Religion im allgemeinen das Christentum nehmen.

Maya' sein. die mentale und so fort. es wird eine Welt von Molekülen. „Als wir die verschiedenen subjektiven Bedeutungen des Wortes . die physische. jede gewohnte Art zu denken.Weltanschauung'.Welt' eine ganze Reihe religiöser Ideen wachrufen. birgt in sich ihre eigenen Assoziationen. Jeder hat. Ein Physiker wird die Welt vom Gesichtspunkt der Struktur der Materie betrachten.Mensch' untersuchten.Ebenen' denken. die 108 . die Welt der vierten und der anderen Dimensionen. „Ein Theosoph wird an verschiedene . wie verschieden und wie widerspruchsvoll und darüber hinaus wie verborgen und unmerklich selbst für den Sprecher die Bedeutungen und Bedeutungsschattierungen sind. wenn er das Wort .Welt' hört oder ausspricht. „Ein Spiritist wird an das . einem Christen. mit der Idee der Weltschöpfung und des Weltenendes oder der »sündigen Welt' und so fort. haben wir gesehen.Welt'. ist sehr weit von jeder solchen Einteilung entfernt und das eben macht das Verständnis zwischen den Menschen so schwierig. die durch gewohnte Assoziationen verursacht und in einem Wort ausgedrückt werden können. „Für den Astronomen wird die Welt aus Sternen und Nebeln bestehen. „Nehmen wir ein anderes Wort. Die phänomenale und die numenalc Welt. wird das Wort . „Für einen Schüler der vedantischen Philosophie wird die Welt vor allem anderen Täuschung. Jede .Lebens und menschlicher Tätigkeit können gleicherweise in sieben Kategorien eingeteilt werden.Jenseits'. „Und so weiter und so fort. aber die übliche Sprache. die astrale. ihre eigenen Ideen. Assoziationen. „In einem Menschen mit einer religiösen Weltanschauung. die einem anderen völlig fremd und unverständlich sind. Atomen oder Elektronen sein. es wird sich notwendig mit der Idee Gottes verknüpfen. zum Beispiel den Begriff . . in der Menschen reden. und jeder Mensch auf eine ganz andere Weise. die Welt der Geister denken. Jeder Mensch versteht ihn auf seine eigene Weise.

ohne das Universum zu studieren. „In Anbetracht des Begriffes . daß diese Welten ineinander enthalten sind und wir zu ihnen in verschiedener Beziehung stehen. alle Gesetze. Der Mensch ist ein Abbild der Welt. daß es viele Welten gibt und daß wir nicht in einer Welt. weil in der üblichen Sprache der Begriff . die stoffliche Welt und die unstoffliche Welt. Gleichzeitig ist es unmöglich. von welchem Gesichtspunkt aus sie die Welt betrachten. die parallel zueinander bestehen. das Machtverhältnis zwischen den verschiedenen Nationen der Welt. während der Mensch andere Gesetze nur dadurch verstehen kann. ohne dabei den Menschen zu studieren. „Wenn wir auf die Frage.Welt' gewöhnlich im Singular gebraucht wird. wie die Welt oder die Welten. wobei das eine dem anderen hilft. einander zu verstehen und sofort zu bestimmen. wird er das Weltall erkennen und verstehen. die ihn regieren. kann der Mensch in der Welt . Unsere Sprache hat nicht den Begriff von ineinander enthaltenen Welten. in denen 109 . Wenn er sich selber kennt und versteht. In diesem Zusammenhang werden einige Gesetze leichter klar und verstanden. Das ist nicht leicht zu verstehen. um gleichsam dieselbe Idee zu verstärken oder um die Idee verschiedener Welten auszudrücken. Und doch deutet die Vorstellung. dann nur. daß er sich selbst erforscht. ein System des Weltalls zu studieren.gerettet' werden und so weiter und so fort. die es erschaffen haben und lenken. indem man die objektive Welt erforscht. sondern in verschiedenen Welten leben. die ihnen ermöglichen würde. Und gleichzeitig wird er durch das Studium der Welt und der sie lenkenden Gesetze die Gesetze studieren und verstehen. den Menschen zu studieren. „Es ist unmöglich. von Anfang an zu verstehen.Welt' ist es notwendig. daß wir in verschiedenen Welten leben. Und wenn der Plural »Welten' gebraucht wird. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen müssen darum parallel verlaufen. aber keine einzige allgemeine Idee. gerade darauf hin.Welt von Gut und die Welt von Böse. Er wurde nach denselben Gesetzen erschaffen wie das Weltall. „Die Menschen haben Tausende verschiedener Ideen über die Welt.

wir leben. daß .Welt' unsere Stemenwelt oder die Milchstraße. „Weiterhin.alle Welten* dar. „Wenn wir weiter zu philosophischen Schlüssen übergehen. daß die uns nächste Welt das organische Leben auf Erden ist. in der wir leben und von der wir ein Teil sind. daß für das organische Leben unser Planet.alle Welten' ein für uns unverständliches und unbekanntes Ganzes oder Eins sein müssen (wie ein Apfel eins ist). Was ist also die .Welt' für die Erde ist die planetarische Welt des Sonnensystems. beschaffen seien.Welt' für alle Planeten zusammengenommen? Die Sonne oder die Einflußsphäre der Sonne oder das Sonnensystem.Welt' für die Milchstraße.Welt* für . von einem astronomischen Gesichtspunkt aus. „Darauf können wir antworten. von dem die Planeten ein Teil sind. daß wir o^ den Namen Welt der Welt der Menschen geben. sich einen Zustand von Dingen 110 . „Für die Sonne wiederum ist die . Diese Welten zusammengenommen. Tiere und Menschen. Aber die Menschheit ist ein unzertrennlicher Teil des organischen Lebens auf Erden.Unabhängige' genannt werden könnte.Absolute' oder das .Welt' für die Erde? „Die . stellt die . „Aber das organische Leben ist auch in der Welt. eine Ansammlung von einer riesigen Anzahl von Sonnensystemen. müssen wir uns zu allererst fragen.Welt' in nächster und unmittelbarster Beziehung zu uns bezeichnen. Logisch ist es noch möglich. von dem sie einen Teil darstellt.Welt' für das organische Leben? „Darauf können wir antworten. was das . die Erde. darum wäre es richtig. so können wir sagen. eine Vielzahl von Welten anzunehmen. eine Antwort wünschen. bilden die . ist es möglich. Dieses Ganze oder dieses Eins oder All. „Was ist die . die Welt der Pflanzen.Welt' darstellt. zu sagen. weil es alles in sich einschließt und von nichts abhängt. was wir als . die . die in unermeßlichen Entfernungen voneinander im Raum »aller Welten' bestehen. Was wäre dann die . der Menschheit. „Aber die Erde ist auch in der Welt.

begann G. „Dies ist das »Gesetz der Drei' oder das Gesetz der drei Prinzipien oder der drei Kräfte. das Ergebnis der Verbindung oder des Zusammentreffens dieser drei verschiedenen und gegensätzlichen Kräfte ist. das heißt der Zustand der Dinge. weil es. „und ebenso die Gesetze der Wandlung von Einheit in Vielheit. müssen wir das Grundgesetz untersuchen. wo das All ein einziges Ganzes bildet. Es beruht auf der Tatsache. Die zeitgenössische Wissenschaft erkennt das Bestehen von zwei Kräften und die Notwendigkeit die- 111 . auf welcher Stufe und in welcher Welt es auch stattfinde." Damit beendete G. erreicht der unmittelbare Einfluß des Absoluten den Menschen nicht. Das heißt. daß jedes Phänomen. darstellen. „Bevor wir diese Einflüsse untersuchen". aber auf verschiedene Weise. zuallererst ist er durch die nächste Welt beeinflußt. Solch ein Ganzes wird sicherlich das Absolute. wenn das All ein Ganzes darstellt.vorzustellen. sowohl direkt als auch durch dazwischenliegende Welten. diese Vorlesung. „Der Mensch lebt in all diesen Welten. unbegrenzt und unteilbar ist. das alle Erscheinungen in aller Vielfalt oder Einheit aller Universen schafft. „Das Absolute. aber ihre Wirkung vermindert sich im Verhältnis zu ihrer Entferntheit oder zur Vergrößerung der Verschiedenheit zwischen ihnen und dem Menschen. Auch weiter entfernte Welten können den Menschen beeinflussen. Aber der Einfluß der nächsten Welt und der Einfluß der Stemenwelt ist bereits ganz klar im Leben des Menschen.. hauptsächlich über die Einflüsse der verschiedenen Welten und warum uns der Einfluß des Absoluten nicht erreiche. aus dem durch Teilung und Gliederung die Vielfalt der von uns beobachteten Erscheinungen entsteht. Wie wir weiter sehen werden. welches das Unabhängige bedeutet. die ihm am nächsten steht und von der er ein Teil ist. trotzdem er gewiß der Wissenschaft unbekannt ist. ist sozusagen der ursprüngliche Urzustand der Dinge. von molekularen bis zu kosmischen Phänomenen. Bei der nächsten Gelegenheit hatten wir viele Fragen. das heißt das All.

Ser zwei Kräfte zur Erzeugung von Erscheinungen an: Kraft und Widerstand, positiver und negativer Magnetismus, positive und negative Elektrizität, männliche und weibliche Zellen und so fort Aber sie sieht selbst diese zwei Kräfte nicht immer und überall. Nie würde eine Frage nach der dritten gestellt, oder wenn sie gestellt wurde, dann hat man sie kaum vernommen. „Wirklichem, exaktem Wissen nach können eine Kraft oder zwei Kräfte niemals eine Erscheinung hervorrufen. Die Anwesenheit einer dritten Kraft ist notwendig, denn es ist nur mittels einer dritten Kraft möglich, daß die zwei ersten das schaffen, was man eine Erscheinung nennen kann, ganz gleich in welcher Sphäre. „Die Lehre von den drei Kräften ist die Wurzel aller alten Systeme. Die erste Kraft kann man aktiv oder positiv nennen, die zweite passiv oder negativ; die dritte neutralisierend. Aber dies sind nur Namen, denn in Wirklichkeit sind alle drei Kräfte gleichermaßen aktiv und erscheinen aktiv, passiv und neutralisierend nur an den Punkten ihres Zusammentreffens, das heißt nur in Beziehung zueinander zu einem gegebenen Zeitpunkt. Die ersten zwei Kräfte sind dem Menschen mehr oder weniger verständlich, und die dritte kann manchmal entweder am Ansatzpunkt der Kräfte oder im ,Medium' oder im .Ergebnis' entdeckt werden. Aber allgemein gesprochen ist die dritte Kraft für unmittelbare Beobachtung und direktes Verstehen nicht leicht zugänglich. Der Grund hierfür liegt in der funktionellen Beschränktheit der gewöhnlichen psychischen Tätigkeit und in den grundsätzlichen Kategorien unserer Wahrnehmung der Erscheinungswelt, das heißt in unserem Raum- und Zeitempfinden, das sich aus diesen Begrenzungen ergibt. Die Menschen können die dritte Kraft nicht wahrnehmen und beobachten, ebensowenig wie sie räumlich die .vierte Dimension' wahrnehmen können. „Aber durch das Studium seiner selbst, der Äußerung seiner Gedanken, seines .Bewußtseins', seiner Tätigkeit, seiner Gewohnheiten, Begierden und so fort, kann der Mensch lernen, in sich selbst die Tätigkeit dieser drei Kräfte zu beobachten und zu sehen. Nehmen wir zum Beispiel an, daß ein Mensch an sich arbeiten will, um

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einige seiner Eigenschaften zu ändern, um eine höhere Stufe des Seins zu erreichen. Sein Wunsch, seine Initiative ist die aktive Kraft. Die Trägheit seines ganzen gewohnten psychischen Lebens, die im Gegensatz zu seiner Initiative steht, wird dann die passive oder die negative Kraft darstellen. Diese zwei Kräfte werden sich entweder die Waage halten oder eine wird die andere überwinden, wird aber gleichzeitig zu schwach für jegliche weitere Handlung werden. So werden sich die zwei Kräfte gleichsam umeinander drehen, eine wird die andere absorbieren, und sie werden überhaupt kein Ergebnis hervorbringen. Das mag für die ganze Dauer des Lebens so fortgehen. Ein Mensch kann Wunsch und Initiative verspüren, aber all diese Initiative kann darauf verwandt werden, die gewöhnliche Lebensträgheit zu überwinden und nichts für das Ziel übrigzulassen, auf das die Initiative hätte gerichtet werden sollen. Und so mag es fortgehen, wenn nicht die dritte Kraft in Erscheinung tritt, zum Beispiel in Form neuen Wissens, das sofort den Vorteil oder die Notwendigkeit der Arbeit an sich selbst aufzeigt und dadurch die Initiative unterstützt und stärkt. Dann kann mit Hilfe der dritten Kraft die Initiative der Trägheit Herr und der Mensch in der beabsichtigten Richtung aktiv werden. „Beispiele der Tätigkeit aller drei Kräfte und des Augenblicks des Eintrittes der dritten Kraft können in allen Äußerungen unseres psychischen Lebens gefunden werden, in allen Erscheinungen im Leben menschlicher Gemeinschaften und der Menschheit im ganzen und in allen Naturerscheinungen um uns. „Aber im Anfang genügt es, das allgemeine Prinzip zu verstehen: jede Erscheinung, gleich welcher Größenordnung, ist unausweichlich die Äußerung von drei Kräften; eine oder zwei Kräfte können keine Erscheinung hervorbringen. Und wenn wir in irgend etwas einen Stillstand beobachten oder eine endlose Zögerung an derselben Stelle, dann können wir sagen, daß an der bestimmten Stelle die dritte Kraft fehlt. Beim Versuch, dies zu verstehen, müssen wir uns erinnern, daß man Erscheinungen als Äußerungsform dreier Kräfte nicht beobachten kann, weil wir die objektive Welt in un-

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seren subjektiven Bewußtseinszuständen nicht beobachten können Und in der subjektiv beobachteten Erscheinungswelt sehen wir nur die Äußerung von einer oder zwei Kräften. Wenn wir die Äußerung von drei Kräften in jedem Vorgang sehen könnten, dann würden wir die Welt erkennen, wie sie ist (Ding an sich). Nur müssen wir uns daran erinnern, daß eine Erscheinung, die einfach zu sein scheint, in Wirklichkeit sehr mannigfaltig sein kann, das heißt, sie mag eine sehr komplizierte Verbindung von Dreiheiten sein. Aber wir wissen, daß wir die Welt nicht beobachten können, wie sie ist, und das sollte uns verstehen helfen, warum wir die dritte Kraft nicht sehen können. Die dritte Kraft ist eine Eigenschaft der wirklichen Welt. Die subjektive oder die Erscheinungswelt unserer Beobachtung ist nur relativ wirklich, und auf jeden Fall ist sie nicht vollständig. „Wenn wir nun auf die Welt, in der wir leben, zurückkommen, können wir sagen, daß im Absoluten wie in allem anderen drei Krä^e tätig sind, die aktive, die passive und die neutralisierende. Aber da seiner Natur nach das Absolute und alles in ihm eine Einheit darstellt, bilden hier auch die drei Kräfte eine Einheit. Dazu besitzen die drei Krä^e in der Formung eines unabhängigen Ganzen einen vollen und unabhängigen Willen, volles Bewußtsein und volles Verständnis ihrer selbst und all dessen, was sie tun. „Die Idee der Einheit der drei Kräfte im Absoluten bildet die Grundlage vieler alter Lehren: konsubstantielle und unteilbare Dreieinigkeit, Trimurti-Brahma, Wischnu und Siwa und so fort. „Die drei Kräfte des Absoluten, die ein Ganzes bilden, vereinigen und trennen sich nach ihrem eigenen Willen und ihrer eigenen Entscheidung, und an den Knotenpunkten schaffen sie Erscheinungen oder .Weiten'. Diese Welten, die durch den Willen des Absoluten erschaffen wurden, hängen in allem, was sich auf ihre Existenz bezieht, einzig von diesem Willen ab. In jeder dieser Welten wirken wieder die drei Kräfte. Da jedoch jede dieser Welten nicht das Ganze, sondern nur einen Teil darstellt, stellen die drei Kräfte in ihnen nicht ein Ganzes dar. Wir haben nun den Fall von drei Willen, drei Bewußtseinen, drei Einheiten. Jede der drei Kräfte

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enthält in sich die Möglichkeit aller drei Kräfte, aber an den Treffpunkten der drei Kräfte äußert sich jede nur nach einem Prinzip — dem aktiven, dem passiven oder dem neutralisierenden. Diese drei Kräfte schaffen zusammen eine Dreieinheit, die neue Erscheinungen hervorbringt. Aber diese Dreieinheit ist verschieden, sie ist nicht diejenige, die im Absoluten besteht, wo die drei Kräfte ein unteilbares Ganzes bilden und nur einen einzigen Willen und ein einziges Bewußtsein haben. In den Welten zweiter Ordnung sind die drei Kräfte nun geteilt und ihre Treffpunkte sind jetzt von verschiedener Natur. Im Absoluten ist Zeitpunkt und Ort ihres Zusammentreffens durch ihren einheitlichen Willen bestimmt. In den Welten zweiter Ordnung, wo nicht mehr einer, sondern drei Willen herrschen, werden die Treffpunkte durch einen getrennten Willen unabhängig von den anderen bestimmt, und daher werden die Treffpunkte zufällig oder mechanisch. Der Wille des Absoluten erschafft die Welt zweiter Ordnung und lenkt sie, aber er lenkt nicht ihre schöpferische Arbeit, in der ein mechanisches Element erscheint. „Stellen wir uns das Absolute als einen Kreis vor und in ihm eine Anzahl anderer Kreise, Welten zweiter Ordnung. Nehmen wir nun einen dieser Kreise. Das Absolute wird durch die Zahl l bezeichnet, weil die drei Kräfte im Absoluten ein Ganzes darstellen, und die kleinen Kreise bezeichnen wir durch die Zahl 3, weil in einer Welt zweiter Ordnung die drei Kräfte schon geteilt sind. „Die drei geteilten Kräfte in den Welten zweiter Ordnung, die in jeder dieser Welten zusammentreffen, schaffen neue Welten dritter Ordnung. Nehmen wir eine dieser Welten. Die Welt dritter Ordnung, die durch die drei Kräfte geschaffen ist, die halb mechanisch handeln, hängt nicht mehr vom einzigen Willen des Absoluten ab, sondern von drei mechanischen Gesetzen. Diese Welten werden durch drei Kräfte erzeugt, und nachdem sie geschaffen sind, äußern sie drei neue eigene Kräfte. Dadurch wird die Zahl der Kräfte in einer Welt dritter Ordnung sechs betragen. Auf unserer Skizze ist ein Kreis dritter Ordnung durch die Zahl 6 (3 plus 3) gekennzeichnet. In dieser Welt werden Welten einer neuen Ordnung geschaffen, der vierten Ordnung. In der. Welt vierter Ordnung sind

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drei Kräfte der Welt zweiter Ordnung, sechs Kräfte der Welt dritter Ordnung und drei von ihr selbst tätig, zusammen also zwölf Kräfte. Nehmen wir eine dieser Welten und bezeichnen wir sie mit der Zahl 12 (3 plus 6 plus 3). Da diese Welten einer noch größeren Anzahl von Gesetzen gehorchen und noch weiter vom einzigen Willen des Absoluten entfernt sind, sind sie noch mechanischer. Die Welten, die innerhalb dieser Welten geschaffen werden, werden von vierundzwanzig Kräften gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 3). Die Welten, die wiederum in diesen Welten geschaffen werden, werden durch achtundvierzig Kräfte gelenkt. Die Zahl 48 ergibt sich wie folgt: drei Kräfte aus der Welt, die unmittelbar aus dem Absoluten folgt, sechs aus der nächsten, zwölf aus der nächsten, vierundzwanzig aus der darauffolgenden und drei aus der eigenen Welt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 3), zusammen also achtundvierzig. Welten innerhalb dieser Achtundvierziger-Welten werden durch sechsundneunzig Kräfte gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 48 plus 3). Die Welten der nächsten Ordnung, wenn es welche gibt, werden durch einhundertzweiundneunzig Kräfte gelenkt und so fort. „Wenn wir eine der zahlreichen Welten nehmen, die im Absoluten geschaffen sind, das heißt Welt 3, so wird es eine Welt sein, die die gesamten Stemenwelten ähnlich unserer Milchstraße umfaßt. Wenn wir die Welt 6 nehmen, wird es eine der Welten innerhalb dieser Welten sein, nämlich die Stemhäufung, die wir als Milchstraße bezeichnen. Welt 12 wird eine der Sonnen sein, die die Milchstraße bilden, unsere Sonne. Welt 24 wird die Planetenwelt darstellen, das heißt alle Planeten des Sonnensystems. Welt 48 wird die Erde sein. Welt 96 wäre der Mond. Wenn der Mond einen Satelliten hätte, würde er Welt 192 sein und so fort. „Die Kette der Welten, deren Verbindungsglieder das Absolute, alle Welten, alle Sonnen, unsere Sonne, die Planeten, die Erde und der Mond sind, ergibt den .Schöpfungsstrahl', in dem wir uns befinden. Der Schöpfungsstrahl ist für uns die Welt im weitesten Sinne des Begriffes. Natürlich schließt der Schöpfungsstrahl nicht die Welt im vollen Sinne des Begriffes ein, da das Absolute eine

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Anzahl, vielleicht eine unendliche Zahl verschiedener Welten gebiert, von denen jede mit einem neuen und eigenen Schöpfungsstrahl beginnt. Des weiteren enthält jede dieser Welten eine Anzahl von Welten, die eine weitere Aufteilung des Schöpfungsstrahls darstellen, und von einer von diesen wählen wir eine aus, unsere Milchstraße; die Milchstraße besteht aus einer Zahl von Sonnen, aber von dieser Zahl nehmen wir die Sonne, die uns am nächsten ist, von der wir direkt abhängen und in deren Bereich wir leben, uns bewegen und unser Dasein haben. Jede dieser anderen Sonnen bedeutet eine neue Aufteilung des Strahls, aber wir können diese Strahlen nicht in gleicher Weise wie unseren Strahl untersuchen, nämlich den Strahl, in dem wir uns befinden. Weiterhin steht uns innerhalb unseres Sonnensystems die Planetenwelt näher als die Sonne selbst, und innerhalb der Planetenwelt steht uns die Erde am nächsten, der Planet, auf dem wir leben. Wir brauchen andere Planeten nicht in gleicherweise zu studieren, wie wir die Erde studieren, es genügt, daß wir sie alle zusammen betrachten, das heißt in einem beträchtlich kleinerem Maße, als wir die Erde betrachten. „Die Zahl der Kräfte innerhalb jeder Welt, eins, drei, sechs, zwölf und so fort, zeigt die Zahl der Gesetze an, der die betreffende Welt unterworfen ist. „Je weniger Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto näher steht sie dem Willen des Absoluten; je mehr Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto größer ist die Mechanisiertheit, desto weiter ist sie vom Willen des Absoluten entfernt. Wir leben in einer Welt, die achtundvierzig Gesetzesordnungen untersteht, das heißt sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt liegt und in einer sehr entfernten und dunklen Ecke des Weltalls. „Auf diese Weise hilft uns der Schöpfungsstrahl, unseren Platz in der Welt zu bestimmen und zu erkennen. Aber, wie Sie sehen, sind wir noch nicht zu den Fragen über die Einflüsse gekommen. Um den Unterschied zwischen den Einflüssen der verschiedenen Welten zu verstehen, müssen wir das Gesetz der Drei besser verstehen und dann noch ein anderes Grundgesetz — das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven."

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FÜNFTES KAPITEL
Nehmen wir das dreidimensionale Weltall und betrachten wir die Welt als eine Welt von Stoff und Kraft in der einfachsten und elementarsten Bedeutung dieser Begriffe. Höhere Dimensionen und neue Theorien über Stoff, Raum und Zeit, und ebenso andere Figur 3
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

Sonne

Alle Planeten

Erde Mond

Kategorien zur Erkenntnis der Welt, die in der Wissenschaft un­ bekannt sind, werden wir später besprechen. Im Augenblick ist es notwendig, sich das Weltall in der diagrammatischen Darstellung des .Schöpfungsstrahles' vom Absoluten bis zum Mond vorzustellen. „Der .Schöpfungsstrahl' scheint auf den ersten Blick nur ein sehr elementarer Plan des Weltalls zu sein, aber es wird einem bei

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weiterem Studium klar, daß es mit Hilfe dieses einfachen Planes möglich wird, eine Vielzahl von verschiedenen und gegensätzlichen philosophischen sowohl als auch religiösen und wissenschaftlichen Weltanschauungen in Übereinstimmung zu bringen und aus ihnen ein Ganzes zu formen. Die Idee des Schöpfungsstrahles gehört altem Wissen an, und viele der uns bekannten naiven geozentrischen Weltsysteme sind entweder unzulängliche Darstellungen der Idee des Schöpfungsstrahles oder Verstümmelungen dieser Idee als Folge buchstäblichen Verstehens. Wir bemerken, daß die Idee des Schöpfungsstrahles und sein Wachstum aus dem Absoluten einigen modernen, wenn auch nicht wirklich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen widerspricht. Nehmen wir zum Beispiel die Stufe Sonne, Erde, Mond. Nach der heute üblichen Meinung ist der Mond ein kalter, toter Himmelskörper, der einmal wie die Erde war, das heißt innere Hitze besaß, und noch früher eine geschmolzene Masse wie die Sonne war. Nach der üblichen Meinung war die Erde einmal wie die Sonne, wird langsam kälter und mag früher oder später auch eine gefrorene Masse werden wie der Mond. Gewöhnlich nimmt man an, daß auch die Sonne kälter wird und daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ähnlich wie die Erde und später ähnlich wie der Mond werde. „Zuallererst müssen wir natürlich bemerken, daß diese Ansicht nicht .wissenschaftlich' im strengen Sinne des Begriffs genannt werden kann, da es in der Wissenschaft, das heißt in der Astronomie oder noch besser der Astrophysik, viele verschiedene und widersprechende Hypothesen und Theorien über diesen Gegenstand gibt, von denen keine eine ernst zu nehmende Grundlage hat. Aber diese Ansicht ist die weitverbreitetste und ist die Ansicht des durchschnittlichen modernen Menschen über die Welt, in der wir leben, geworden. „Die Idee des Schöpfungsstrahles und seines Wachstums aus dem Absoluten widerspricht dieser heute allgemein angenommenen Ansicht. „Nach dieser Idee ist der Mond ein noch ungeborener Planet, einer, der sozusagen im Begriff ist, geboren zu werden. Er wird

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langsam warm und wird mit der Zeit (eine günstige Entwicklung des Schöpfungsstrahles vorausgesetzt) wie die Erde werden und einen eigenen Satelliten, einen neuen Mond, haben. Damit wird dem Schöpfungstrahl ein neues Glied hinzugefügt sein. Auch die Erde wird nicht kälter, sondern wird wärmer und kann einmal wie die Sonne werden. Wir beobachten einen solchen Vorgang zum Beispiel im System des Jupiter, der für seine Satelliten eine Sonne darstellt. Wenn wir alles zusammenfassen, was wir zuvor über den Schöpfungsstrahl von Welt l bis Welt 96 gesagt haben, müssen wir hinzufügen, daß die Zahlen, mit denen die Welten bezeichnet werden, die Anzahl der Kräfte oder Gesetzesordnungen anzeigen. welche die in Frage stehende Welt regieren. Im Absoluten gibt es nur eine Kraft und nur ein Gesetz — den einzigen und unabhängigen Willen des Absoluten. In der nächsten Welt gibt es drei Kräfte oder drei Gesetzesordnungen. In der nächsten sind sechs Gesetzesordnungen; in der folgenden zwölf; und so weiter. Auf unserer Welt, das heißt der Erde, wirken achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen wir unterworfen sind und durch die unser ganzes Leben gelenkt wird. Wenn wir auf dem Mond leben würden, dann würden wir sechsundneunzig Gesetzesgruppen unterstehen, das heißt, unser Leben und unsere Tätigkeit würde noch mechanischer sein und wir würden nicht die Möglichkeit haben, aus der Mechanisiertheit zu fliehen, die wir jetzt besitzen. „Wie wir schon gesagt haben, äußert sich der Wille des Absoluten nur in der unmittelbar nächsten Welt, die er innerhalb seiner selbst geschaffen hat, das heißt in Welt 3; der unmittelbare Wille des Absoluten reicht nicht bis zu Welt 6 und äußert sich in ihr nur in Form mechanischer Gesetze. Noch weiter, in den Welten 12, 24, 48 und 96 hat der Wille des Absoluten immer weniger und weniger Möglichkeit, sich zu äußern. Das heißt: in Welt 3 schafft das Absolute sozusagen einen allgemeinen Plan des ganzen übrigen Weltalls, das dann mechanisch weiterentwickelt wird. Der Wille des Absoluten kann sich in den folgenden Welten außerhalb dieses Planes nicht äußern, und wenn er sich in Übereinstimmung mit diesem Plan äußert, nimmt er die Form mechanischer Gesetze

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an. Das bedeutet, wenn das Absolute seinen Willen, sagen wir in unserer Welt, in Widerspruch zu den diese beherrschenden mechanischen Gesetzen äußern wollte, dann müßte es alle Welten, die zwischen ihm und unserer Welt liegen, zerstören. „Die Idee eines Wunders im Sinn einer Übertretung der Gesetze durch den Willen, der sie schuf, steht nicht allein im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand, sondern auch zu der bloßen Idee des Willens selbst. Ein ,Wunder' kann nur die Äußerung von Gesetzen sein, die dem Menschen unbekannt sind oder selten angetroffen werden. Ein Wunder ist die Äußerung der Gesetze einer anderen Welt in dieser Welt. „Auf der Erde sind wir sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt; wir sind von ihm durch achtundvierzig Ordnungen mechanischer Gesetze getrennt. Wenn wir uns von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, dann würden wir uns unter der Herrschaft von nur vierundzwanzig Gesetzen befinden, das heißt den Gesetzen der planetarischen Welt, und dann würden wir dem Absoluten und seinem Willen um eine Stufe näher sein. Wenn wir uns von einer Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, würden wir den Gesetzen der Sonne (zwölf Gesetzen) unterworfen sein und somit wieder dem Absoluten um eine Stufe näher kommen. Wenn wir weiterhin uns wieder von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, wären wir nur den Gesetzen der Stemenwelt unterworfen und nur noch eine Stufe vom unmittelbaren Willen des Absoluten entfernt. „Und es gibt für den Menschen die Möglichkeit, sich allmählich von den mechanischen Gesetzen zu befreien. „Das Studium der achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen der Mensch unterworfen ist, kann nicht abstrakt sein wie das Studium der Astronomie. Man kann sie nur kennenlernen, wenn man sie in sich selbst beobachtet und dadurch, daß man sich von innen befreit. Zu Beginn muß der Mensch einfach verstehen, daß er ganz unnötigerweise lausenden kleinlichen, aber unbequemen Gesetzen unterworfen ist, die für ihn durch andere Leute und ihn selbst geschaffen wurden. Wenn er versucht, sich von ihnen zu befreien,

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wird er sehen, daß er das nicht kann. Lange beharrliche Versuche, sich von ihnen zu befreien, werden ihn von seiner Sklaverei überzeugen. Die Gesetze, denen der Mensch unterworfen ist, können nur studiert werden, indem man mit ihnen ringt, indem man versucht, sich von ihnen zu befreien. Aber viel Wissen ist notwendig, um sich von einem Gesetz zu befreien, ohne ein anderes an seiner Statt zu schaffen. „Die Gesetzesgruppen und ihre Formen unterscheiden sich je nach dem Gesichtspunkt, von dem aus wir den Schöpfungsstrahl betrachten. „In unserem System ist das Ende des Schöpfungsstrahls, sozusagen das wachsende Ende des Zweiges, der Mond. Die Kraft für das Wachstum, das heißt für die Entwicklung des Mondes und die Schaffung von neuen Schößlingen, geht von der Erde zum Mond, wo sie durch die gemeinsame Tätigkeit der Sonne, aller anderen Planeten des Sonnensystems und der Erde selbst erzeugt wird. Diese Energie wird in einem großen Akkumulator auf der Oberfläche der Erde gesammelt und aufbewahrt. Dieser Akkumulator ist das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden ernährt den Mond. Alles, was auf der Erde lebt, Menschen, Tiere, Pflanzen, bildet die Nahrung für den Mond. Der Mond ist ein gewaltiges Lebewesen, das sich von all dem, was auf Erden lebt und wächst, ernährt. Ohne das organische Leben auf Erden könnte der Mond nicht bestehen, genau so wenig wie das organische Leben auf Erden ohne den Mond bestehen könnte. Weiterhin ist der Mond für das organische Leben ein gewaltiger Elektromagnet. Wenn die Tätigkeit des Elektromagneten zu einem plötzlichen Stillstand käme, würde das organische Leben zu nichts zerfallen. „Der Vorgang des Wachstums und der Erwärmung des Mondes hängt mit Leben und Tod auf der Erde zusammen. Alles was lebt gibt bei seinem Tode ein gewisses Quantum Energie frei, die es .belebt' hat; diese Energie oder die .Seelen* aller Lebewesen — Pflanzen, Tiere und Menschen — wird vom Mond wie durch einen gewaltigen Elektromagnet angezogen und bringt ihm die Wärme und das Leben, von denen sein Wachstum, das heißt das Wachstum

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um es anders auszudrücken. Wenn ein Mensch einen anderen tötet. Alle Übeltaten. und eine bestimmte Kraft. alle Verbrechen. geht zu einer anderen über. welche die Erdkugel bedeckt. Handlungen und Äußerungen von Menschen.wo nur Heulen und Zähneknirschen sein wird'. Der Mond ist die hauptsächliche oder besser die nächste. bedeutet Befreiung vom Mond. wenn er sich für andere opfert. dann tut dies der Mond. Wenn wir in uns Bewußtsein und Willen entwickeln und unser mechanisches Leben und alle unsere mechanischen Äußerungen ihnen unterwerfen. finden sich dort unter sechsundneunzig Gesetzen. „Die Seelen. Im Haushalt des Weltalls geht nichts verloren. „Der Einfluß des Mondes auf alles Lebende zeigt sich in allen Geschehnissen auf Erden. Der Mond ist am . Tieren und Pflanzen sind vom Mond abhängig und werden vom Mond regiert. alle heroischen Unternehmungen wie auch alle Handlungen des gewöhnlichen täglichen Lebens werden vom Mond gelenkt. in unermeßlich langen planetarischen Zeiträumen. unter den Bedingungen des mineralischen Lebens oder. die zum Mond gehen und sogar vielleicht ein gewisses Maß von Bewußtsein und Gedächtnis besitzen. am Ende der Welt.des Schöpfungsstrahls. die unmittelbare Bewegkraft all dessen. den Bedingungen. er ist die . abhängt. sich dem Einfluß des Mondes nicht entziehen. Alle seine Bewegungen und folglich auch alle seine Handlungen werden vom Mond geleitet.äußersten Rand'. Unter gewöhnlichen Lebensbedingungen kann der Mensch. die ihre Arbeit auf einer Ebene vollbracht hat. tut dies auch der Mond. die mit dem Wachstum der geistigen Kräfte und Fähigkeiten kommt. was im organischen Leben auf Erden vorgeht. hängt ganz vom Einfluß des großen Elektromagneten ab. Alle Bewegungen. so können wir der Macht des Mondes entrinnen. abgesehen von einer allgemeinen Entwicklung. Die empfindliche dünne Schicht organischen Lebens. alle Selbstaufopferung. Der mechanische Teil unseres Lebens hängt vom Monde ab. aus denen es. wie jedes andere lebende Wesen. ist ihm unterworfen. der ihr die Lebenskraft aussaugt. „Die Befreiung. kein Entkommen gibt.äußere Dunkelheit' der christlichen Lehre. 123 . .

das wir in Form des Schöpfungsstrahls betrachten. eine innerhalb der anderen.alle Welten'.alle Welten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . dann werden wir leicht verstehen. sieben Welten. Die Stofflichkeit unserer Sonne ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von .berechnet' und in Form einer bestimmten Formel ausgedrückt werden kann. Wenn das Absolute Gott ist. was sich auf die Welt bezieht. Das Absolute ist ebenso stofflich wägbar und meßbar wie der Mond oder der Mensch.„Die nächste Vorstellung. Mensch Nummer zwei und so weiter). in seine Bestandteile aufgelöst. dann heißt dies. aber die Stofflichkeit ist verschieden. . wird auch in sieben Kategorien eingeteilt. Und die verschiedenen Grade der Stofflichkeit hängen direkt von den Qualitäten und Eigenschaften der an einem bestimmten Ort geäußerten Energie ab.alle Sonnen'. Chemie. Die ganze Physik.alle Planeten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit der Erde. und die Stofflichkeit der Erde ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit des Mondes. Die Stofflichkeit des Absoluten ist einestofflichkeit anderer Ordnung als die von. was sich auf die Welt bezieht. Wenn wir uns ins Gedächtnis rufen. den Stoff überall für das gleiche zu halten. daß der Begriff . Man ist gewöhnt.Welt' und alles. in verschiedene Kategorien gegliedert wird (Mensch Nummer eins. Diese Idee ist vorerst schwierig zu begreifen. solche Methoden wie die Spektralanalyse und so fort beruhen auf dieser Annahme. Und es ist wahr.Stofflichkeit' ist ebenso relativ wie alles andere. 124 .alle Planeten'.Mensch' und alles. Alles in diesem Weltall kann gewogen und gemessen werden. Alles. daß der Stoff überall der gleiche ist. eine Kategorie innerhalb der anderen. Astrophysik. Die Stofflichkeit von . Der Schöpfungsstrahl schafft sieben verschiedene Ebenen in der Welt. ist die Stofflichkeit des Weltalls. Wahrheit. „Aber der Begriff . wie der Begriff . was sich auf ihn bezieht — Gut. Die Stofflichkeit von . sich auch in verschiedene Kategorien gliedert. mit der wir uns vertraut machen müssen. Die Stofflichkeit von . daß Gott gewogen und gemessen werden kann.alle Sonnen' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit unserer Sonne. Falschheit und so weiter —. Böse.

genügt eine elementare Vorstellung von Kraft und Stoff. Alle diese Wandlungen können als Ergebnis von Schwingungen oder Wellenbewegungen betrachtet werden. die nur auf der entsprechenden Ebene unteilbar sind. in anderen Worten. Um mit dem Studium des Weltalls zu beginnen.„Stoff oder Substanz setzen notwendig das Bestehen von Kraft oder Energie voraus. In der nächsten Welt sind die Schwingungen langsamer und der Stoff dichter. Die Begriffe von Kraft und Stoff sind genau so relativ wie alles andere.Atomen' bestehend ansehen. Die Atome werden auch in diesem Zusammenhang als Ergebnis der endgültigen Stoff teilung betrachtet. „Man kann den . In jeder Stoff Ordnung sind sie einfach gewisse Teilchen des jeweiligen Stoffes. bestehen aus drei Atomen des Absoluten oder. aus schwingendem Stoff. die im Mittelpunkt beginnen. sich überkreuzen.Konstanten' oder des Stoffes bezeichnen wir als Äußerung von Kraft oder Energie. Das Maß der Schwingungen steht im umgekehrten Verhältnis zur Dichte des Stoffes. Nur die Atome des Absoluten sind wirklich unteilbar. Das heißt nicht. Aber in dieser Verbindung werden Stoff und Kraft nicht als wirkliche Prinzipien der Welt selbst genommen. sind dreimal so groß und dreimal so schwer. „Im Absoluten sind die Schwingungen am schnellsten und ist der Stoff am wenigsten dicht. und 125 . sondern als Eigenschaften oder Kennzeichen der von uns beobachteten Erscheinungswelt. zusammenstoßen und miteinander verschmelzen. und . das beißt im Absoluten. Als . „Von diesem Gesichtspunkt aus besteht also die Welt aus Schwingungen und Stoff oder aus Stoff im Zustande der Schwingung. und von dort aus nach allen Richtungen gehen. bis sie dann am Ende des Schöpfungsstrahls aufhören. und dann wird der Stoff noch dichter und die Schwingungen entsprechend langsamer. das heißt der Welt 3.Stoff als aus . wo alles eins ist. wie wir sie durch unmittelbare Beobachtung mit unseren Sinnesorganen gewinnen. sind auch Kraft und Stoff eins. den Stoff. Im Absoluten.Konstante' bezeichnen wir das Stoffliche. daß man eine dualistische Weltanschauung haben müsse. die Atome der nächsten Ebene.Wandlungen' im Zustand des .

ein Atom bilden. die Stofflichkeit der Erde ist von der 126 . der aus solchen Atomen besteht. Die Stofflichkeit des Mondes ist von der Stofflichkeit der Erde verschieden. miteinander verschmolzen. ist entsprechend dichter. Das Atom der Welt 96 hat im Vergleich zum Atom der Welt l eine enorme Größe.ihre Bewegungen sind entsprechend langsamer. die. Ein Atom der Welt 6 besteht aus sechs Atomen des Absoluten. Seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. beziehungsweise sechsundneunzig.alle Sonnen' Ein A t o m der Sonne Ein A t o m v o n .alle Welten' E i n A t o m v o n . Das Atom der nächsten Welt besteht aus zwölf ursprünglichen Teilchen und die der nächsten Welten aus vierundzwanzig. und der Stoff.alle Planeten' Ein Atom der Erd« Ein Atom des Mondes „Die sieben Welten des Schöpfungsstrahls stellen sieben stoffliche Ordnungen dar. achtundvierzig. seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. Figur 4 Ein Atom des Absoluten Ein Atom von .

die Steine. die Sonne zu studieren oder zu unter- 127 . Der Stoff der Welt 24 ist zu verdünnt. unser eigener Körper — alles wird von allen im Weltall bestehenden Stoffen durchdrungen. das heißt Elektrizität. das wir trinken. das Wasser. flüssig. können ähnliche Beziehungen und Gliederungen der verschiedenen Zustände eines bestimmten Stoff es'gefunden werden. aber. Magnetismus und so weiter. das heißt. der uns umgibt. daß wir die Durchdringung eines Stoffes durch einen Stoff von anderer uns bekannter Dichtigkeit betrachten. aus denen unsere Häuser gebaut sind. sind nicht in Schichten getrennt. Es ist nicht nötig.Stofflichkeit der Planetenwelt verschieden. wie ich schon sagte. sondern gemischt oder besser ineinander verwoben. der für uns verständliche Kennzeichen von Stofflichkeit besitzt. Weitere Abstufungen von Stoff sind: strahlende Energie. ein solcher Stoff ist praktisch nur hypothetisch. Wasser wiederum mit Gas durchdrungen werden. Alle diese Stoffe. wird gemäß seiner Dichte in verschiedene Aggregatzustände eingeteilt: fest. die wir atmen. aber unsere gewöhnliche Auffassung von Stofflichkeit erfaßt kaum die Stofflichkeit der Welten 96 und 48. Genau dasselbe kann zwischen den verschiedenen Stoffarten im ganzen Weltall beobachtet werden: die feineren Stoffe durchdringen die gröberen. der Stoff einer höheren Ebene ist für niedere Ebenen überhaupt nicht stofflich. die Stofflichkeit der Planetenwelt ist von der Stofflichkeit der Sonne verschieden und so fort. Ein Stück Holz kann mit Wasser durchtränkt. Aber auf jeder Ebene. Licht. „So haben wir anstatt eines Stoffbegriffes sieben Arten von Stoff. in jeder Stofflichkeitsordnung. die wir essen. um vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt unserer Physik und Chemie aus als Stoff betrachtet zu werden. „Aller Stoff der Welt. gasförmig. Der noch feinere Stoff der Welt 12 hat für die gewöhnliche Untersuchung überhaupt keine Kennzeichen der Stofflichkeit. Wir können uns eine Vorstellung von der Verwobenheit von Stoffen verschiedener Dichtigkeiten dadurch machen. die Luft. die zu den verschiedenen Ordnungen des Weltalls gehören. „Ein Stoff. die Nahrung.

Menschen' im vollen Sinne des Wortes nehmen. die das Leben des Weltalls lenken. die auf der Erde wirken.Miniaturweltall'. muß das Selbst-Studium mit dem Studium der Grundgesetze des Weltalls Hand in Hand gehen. Vom kosmischen Gesichtspunkt ist die Erde ein sehr schlechter Platz — wie der entlegenste Teil von Nordsibirien. und wir werden später noch auf sie zurückkommen. zu verstehen. darum können wir beim Studium des Menschen die ganze Welt studieren. In ihm sind alle Stoffe. verschiedene Erscheinungen hervor. In gleicher Weise haben wir in uns die Stoffe aller anderen Welten. kann hier nur durch harte Arbeit erlangt werden. das Leben ist sehr hart. aus denen das Weltall besteht. kann nicht als vollständiges Bild oder als vollständiger Plan des Weltalls betrachtet werden — er ist eine unfertige Welt. arbeiten auch in ihm. Die Gesetze sind überall und auf allen Ebenen die gleichen. der seine Evolution noch nicht beendet hat. „Aber eine vollständige Parallele zwischen Mensch und Welt kann nur dann gezogen werden. Aber dieselben Gesetze bringen in verschiedenen Welten. Aber vor allem anderen ist es notwendig. „Wir sind auf der Erde und hängen vollständig von den Gesetzen ab. es ist kalt. weit von überall entfernt. im Leben wie in der Arbeit muß alles erkämpft werden. das heißt. einen Menschen. wenn wir den .suchen. Alles. in dem alle ihm innewohnenden Kräfte entwickelt sind. unter verschiedenen Bedingungen. den diese in der kosmischen Ordnung einnehmen. „Wie schon gesagt wurde. Ein unentwickelter Mensch. Im Leben 128 . die gleichen Gesetze. um den Stoff der Sonnenwelt zu erforschen: dieser Stoff besteht in uns selbst und ist das Ergebnis der Teilung unserer Atome. genau wie wir beim Studium der Welt den Menschen studieren können. die gleichen Kräfte. das heißt. Das Studium der Beziehungen der Gesetze zu den Ebenen. ein Mensch. was anderswo von selbst entsteht oder leicht erreicht wird. führt uns zum Studium der Relativität. auf denen sie wirken. „Die Idee der Relativität nimmt einen sehr wichtigen Platz in dieser Lehre ein. Der Mensch ist im vollen Sinne des Wortes ein . die Relativität jeder Sache und jeder Äußerung^ nach dem Ort.

passiv oder neutralisierend werden. was wir studieren. Von diesem Gesichtspunkt aus 129 . Und es kann weder die erste noch die zweite noch die dritte sein. Aber in der Arbeit geschieht nichts dergleichen. die sich durch sie äußert. daß ein Mensch eine Erbschaft macht und dann leben kann. soweit sie eine gesonderte Funktion hat. die kosmischen Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen. viel. Die Erkenntnis dieses Gesetzes in irgendeinem Bereich enthüllt viel Neues. Wie wir schon gesagt haben. was wir tun und in allem. Die gewöhnliche Wissenschaft kennt das Gesetz der Drei nicht. als ein Element. Nur auf diese Weise ist es möglich. wenn wir vom Stoff sprechen. betrachtet jede Substanz. die im Augenblick in ihnen wirkt. Demnach erscheint jede Substanz gleichsam in vier verschiedenen Aspekten oder Zuständen. was wir vorher nicht sahen. selbst eine zusammengesetzte. die Äußerungen dieses Gesetzes zu erkennen. Die besondere Chemie. werden die kosmischen Eigenschaften jeder Substanz erstlich durch ihren Ort bestimmt und zweitens durch die Kraft. wenn sich in einem gegebenen Augenblick keine Kraft durch sie äußert oder wenn sie zu den Äußerungen der Kräfte nicht in Beziehung gesetzt wird. Alle sind gleich und alle sind gleicherweise Bettler. nicht chemische Elemente meinen. besondere Chemie oder Alchimie. Selbst am gleichen Ort unterliegt die Natur einer bestimmten Substanz einer großen Veränderung. Wir müssen lernen in allem. In diesem Zusammenhang müssen wir bemerken. ohne seine kosmischen Eigenschaften in Betracht zu ziehen. ohne etwas zu tun. von der ich rede. Jede Substanz kann zum Leiter einer der drei Kräfte und dementsprechend aktiv. „Wenden wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Gesetz der Drei. Nehmen wir zum Beispiel die Chemie. da alle zusammengesetzten Verbindungen ihren eigenen kosmischen Zweck und ihre eigene Bedeutung haben. die den Stoff unter Einschluß seiner kosmischen Eigenschaften studiert. welche durch die Kraft bedingt wird.kommt es noch manchmal vor. wenn Sie wollen. und sie untersucht den Stoff. daß wir. Aber neben der gewöhnlichen Chemie gibt es eine andere.

ist ein Atom einer bestimmten Substanz die kleinste Menge dieser Substanz, in der alle chemischen, physischen und kosmischen Eigenschaften enthalten sind. Infolgedessen ist die Größe eines ,Atoms' der verschiedenen Substanzen nicht die gleiche. Und in manchen Fällen kann ein .Atom' sogar ein Teilchen sein, das mit bloßem Auge gesehen werden kann. „Die vier Aspekte oder Zustände jeder Substanz haben verschiedene Namen. „Wenn eine Substanz zum Leiter der ersten oder aktiven Kraft wird, nennt man sie .Kohlenstoff, und sie wird gleich dem Kohlenstoff der Chemie durch den Buchstaben C bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der zweiten oder passiven Kraft wird, nennt man sie .Sauerstoff, und gleich dem Sauerstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben 0 bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der dritten oder neutralisierenden Kra^ wird, nennt man sie .Stickstoff, und wie der Stickstoff in der Chemie wird sie mit dem Buchstaben N bezeichnet. „Eine Substanz ohne Bezug auf die Kraft, die durch sie wirkt, nennt man .Wasserstoff, und wie der Wasserstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben H bezeichnet. „Die aktive, passive und neutralisierende Kraft werden durch die Ziffern l, 2, 3 und die Substanzen durch die Buchstaben C, 0, N und H bezeichnet. Diese Bezeichnungen müssen verstanden werden." „Entsprechen diese vier Elemente den alten alchimistischen Elementen Feuer, Lu^, Wasser und Erde?" fragte einer von uns. „Ja, sie entsprechen ihnen", sagte G-, „aber wir werden diese benützen. Sie werden später verstehen, warum." Was ich hörte, interessierte mich sehr, denn es verband G.'s System mit dem System des Tarot, den ich einmal für einen möglichen Schlüssel zu verborgenem Wissen gehalten hatte. Weiterhin zeigte es mir eine Beziehung von drei zu vier, die mir neu war und die ich aus dem Tarot noch nicht hatte verstehen können. Der Tarot ist endgültig auf dem Gesetz von vier Prinzipien aufgebaut. Bisher hatte G. nur vom Gesetz der drei Prinzipien gesprochen. Aber nun

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sah ich, wie sich die drei in vier verwandelten und verstand die Notwendigkeit für diese Teilung, solange die Teilung in Kraft und Stoff für unsere unmittelbare Beobachtung besteht. „Drei" bezog sich auf Kraft und „vier" auf Stoff. Die weitere Bedeutung dieses Sachverhaltes blieb natürlich für mich noch dunkel, aber selbst das wenige, das G. sagte, versprach viel für die Zukunft. Femer interessierten mich sehr die Namen dieser Elemente: „Kohlenstoff^', „Sauerstoff^', „Stickstoff^' und „Wasserstoff^'. Ich muß hier bemerken, daß G., obwohl er ganz bestimmt versprochen hatte, genau zu erklären, warum diese und nicht andere Bezeichnungen gewählt wurden, dies nie tat. Später werde ich noch einmal auf diese Bezeichnungen zurückkommen. Versuche, den Ursprung dieser Bezeichnungen festzustellen, erklärten mir vieles bezüglich seines ganzen Systems und dessen Geschichte. Bei einer Versammlung, zu der eine ziemlich große Anzahl neuer Leute eingeladen war, die G. noch nicht früher gehört hatten, fragte man ihn: „Ist der Mensch unsterblich oder nicht?" „Ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten", sagte G. „Aber ich warne Sie, daß dies nicht vollständig mit dem üblichen Wissenstoff und in der üblichen Sprache möglich ist. „Sie fragen, ob der Mensch unsterblich sei oder nicht. „Ich antworte: sowohl ja als auch nein. „Diese Frage hat viele verschiedene Seiten. Erstens, was heißt überhaupt unsterblich? Sprechen Sie von absoluter Unsterblichkeit oder geben Sie verschiedene Grade zu? Wenn zum Beispiel nach dem leiblichen Tod etwas übrigbleibt, was für einige Zeit lebt und sein Bewußtsein bewahrt, kann dies Unsterblichkeit genannt werden oder nicht? Oder sagen wir es anders: ein wie langer Zeitraum solcher Existenz ist notwendig, um die Bezeichnung Unsterblichkeit zu verdienen? Ferner: schließt diese Frage die Möglichkeit verschiedener .Unsterblichkeiten' für verschiedene Menschen ein? Und es gibt noch viele andere Fragen. Ich sage Ihnen dies nur, um Ihnen zu zeigen, wie unbestimmt diese Fragen sind und wie leicht solche Worte wie .Unsterblichkeit' zu Täuschungen führen können. Tat-

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sächlich ist nichts unsterblich, sogar Gott ist sterblich. Zwischen Mensch und Gott besteht ein großer Unterschied, und Gott ist natürlich auf andere Weise sterblich als der Mensch. Es wäre viel besser, wenn wir an Stelle des Wortes .Unsterblichkeit' den Ausdruck ,Dasem nach dem Tod' setzen würden. Darauf will ich Ihnen antworten, daß der Mensch die Möglichkeit eines Daseins nach dem Tod hat. Aber Möglichkeit ist eine Sache und die Verwirklichung der Möglichkeit eine ganz andere. „Wir wollen nun betrachten, wovon diese Möglichkeit abhängt und was ihre Verwirklichung bedeutet." Dänach wiederholte G. kurz alles, was früher über die Struktur von Mensch und Welt gesagt worden war. Er zeichnete ein Diagramm des Schöpfungsstrahles und das Diagramm der vier Körper des Menschen [siehe Figuren l und 3]. Aber bezüglich der Körper des Menschen fügte er ein neues Detail hinzu. Er verwendete wieder den östlichen Vergleich des Menschen mit Wagen, Pferd, Kutscher und Herr und zeichnete das Diagramm mit einem Zusatz, der vorher nicht da war. „Der Mensch ist eine mannigfaltige Organisation", sagte er, „die aus vier Teilen besteht, die miteinander verbunden oder unverbunden oder schlecht verbunden sein können. Der Wagen ist mit dem Pferd durch die Deichsel verbunden, das Pferd ist mit dem Kutscher durch die Zügel verbunden und der Kutscher ist mit dem Herrn durch die Stimme des Herrn verbunden. Aber der Kutscher muß die Stimme seines Herrn hören und verstehen. Er muß fahren können, und das Pferd muß gelernt haben, den Zügeln zu gehorchen. In Bezug auf Pferd und Wagen muß das Pferd richtig angeschirrt sein. So gibt es drei Verbindungsglieder zwischen den vier Teilen dieser komplexen Organisation [siehe Figur 5 b]. Wenn etwas in einem dieser Verbindungsglieder fehlt, kann die Organisation nicht als ein einziges Ganzes handeln. Die Verbindungsglieder sind infolgedessen nicht weniger wichtig als die tatsächlichen .Körper'. Wenn ein Mensch an sich arbeitet, muß er gleichzeitig an den .Körpern' und an den .Verbindungsgliedern' arbeiten. Aber es ist eine verschiedene Arbeit.

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„Die Arbeit an sich selbst muß mit dem Kutscher beginnen. Der Kutscher ist das Denken. Um seines Herrn Stimme zu hören, darf der Kutscher vor allem nicht schlafen, das heißt, er muß aufwachen. Dann ist es möglich, daß der Herr eine Sprache spricht, die der Kutscher nicht versteht. Der Kutscher muß diese Sprache lernen. Wenn er sie gelernt hat, wird er den Herrn verstehen. Aber gleichzeitig damit muß er lernen, das Pferd zu kutschieren, es richtig an den Wagen anzuschirren, es zu füttern und den Wagen zu reinigen und ihn in Ordnung zu halten — denn was wäre der Nutzen seines Verständnisses der Worte des Herrn, wenn er nicht in der Lage wäre, irgend etwas zu tun. Der Herr heißt ihn irgendwohin fahren. Aber er kann sich nicht bewegen, weil das Pferd kein Futter gehabt hat, nicht angeschirrt ist und er nicht weiß, wo die Zügel sind. Das Pferd sind unsere Gefühle, der Wagen ist der Körper, das Denken muß lernen, die Gefühle zu beherrschen. Die Gefühle ziehen immer den Körper mit sich. Das ist die Ordnung, in der die Arbeit an sich selbst verlaufen muß. Aber denken wir daran, daß die Arbeit an den .Körpern', das heißt an Kutscher, Pferd und Wagen eine Sache ist. Und Arbeit an den .Verbindungsgliedern' —, das heißt, am Verständnis des Kutschers, das ihn mit seinem Herrn verbindet; an den .Zügeln', die ihn mit dem Pferd verbinden; und an .Deichsei' und ,Geschirr', die Pferd und Wagen verbinden — ist eine ganz andere Sache. „Manchmal geschieht es, daß die Körper ganz gut in Ordnung sind, daß aber die .Verbindungsglieder' nicht arbeiten. Was ist dann der Nutzen der ganzen Organisation? Genau wie im Fall unentwickelter Körper wird dann die ganze Organisation unvermeidlich von unten gelenkt, das heißt, nicht durch den Willen des Herrn, sondern durch Zufall. „In einem Menschen mit zwei Körpern ist der zweite Körper nur in Beziehung zum physischen Körper tätig; das heißt, daß das Bewußtsein im .Astralkörper' die Macht über den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den .Astralkörper' und ein Minus über den physischen [siehe Figur 5 c].

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„In einem Menschen mit drei Körpern ist der dritte oder .Mcntalkörper' aktiv gegenüber dem .Astralkörper' und dem physischen Körper. Dies bedeutet, daß das Bewußtsein im .Mentalkörper' volle Herrschaft über den .Astralleib' und über den physischen Leib hat." G. machte ein Plus über den .Mentalkörper' und ein Minus über den ,Astral'- und physischen Körper, die er durch eine Klammer miteinander verbunden hatte. „In einem Menschen mit vier Körpern ist der vierte Körper aktiv. Das bedeutet, daß das Bewußtsein im vierten Körper vollständige Macht über den .mentalen', den .astralen' und den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den vierten Körper und ein Minus über die anderen drei durch Klammer miteinander verbundenen Körper [siehe Figur 5 c]. „Wie Sie sehen", sagte er, „gibt es vier vollständig verschiedene Fälle. In einem Fall werden alle Funktionen durch den physischen Körper gelenkt [siehe Figur 5 a]. Er ist aktiv; in Beziehung zu ihm ist alles andere passiv. In einem anderen Fall hat der zweite Körper die Macht über den physischen. Im dritten Fall hat der .mentale' Körper die Macht über den .astralen' und den physischen. Und im vierten Fall hat der vierte Körper die Macht über die ersten drei. Wir haben früher gesehen, daß in einem Menschen, der nur einen physischen Körper hat, genau das gleiche Verhältnis zwischen; seinen verschiedenen Funktionen möglich ist. Die physischen Funk-fi tionen können Gefühl, Gedanke und Bewußtsein lenken. Das Fühlen-; kann die physischen Funktionen lenken, das Denken kann physische Funktionen und Gefühl lenken. Und das Bewußtsem kann physische Funktionen, Gefühl und Denken lenken. „In einem Menschen von zwei, drei oder vier Körpern lebt der aktivste Körper am längsten, das heißt, im Verhältnis zu den niederen Körpern ist er .unsterblich'." Er zeichnete erneut das Diagramm vom Schöpfungsstrahl, und an den Platz der Erde setzte er den physischen Korper des Menschen-

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„Das ist ein gewöhnlicher Mensch", sagte er, „Mensch Nummer eins, zwei, drei und vier. Er hat nur den physischen Körper. Der physische Körper stirbt und nichts bleibt von ihm übrig. Der physische Körper ist aus irdischen Stoffen zusammengesetzt, und beim Tode wird er wieder zu Erde. Er ist Staub und wird wieder zu Staub. Es ist unmöglich, von irgendeiner Art .Unsterblichkeit' in Bezug auf einen solchen Menschen zu sprechen. Aber wenn ein Figur 5

Mensch den zweiten Körper hat (er zeichnete den zweiten Körper auf dem Diagramm parallel zu den Planeten), ist dieser zweite Körper aus dem Stoff der Planetenwelt geschaffen und kann den Tod des physischen Körpers überdauern. Er ist nicht unsterblich im vollen Sinne des Wortes, weil nach einer gewissen Zeit auch er stirbt. Aber auf je'den Fall stirbt er nicht mit dem physischen Körper.

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„Wenn ein Mensch den dritten Körper hat (er setzte den dritten Körper auf dem Diagramm der Sonne parallel), besteht er aus Sonnenstoff und kann auch nach dem Tode des .Astralkörpers' bestehen. „Der vierte Körper besteht aus dem Stoff der Sternenwelt, das heißt aus Stoff, der nicht zum Sonnensystem gehört, und deswegen kann nichts innerhalb dieses Systems ihn zerstören, wenn er innerhalb der Grenzen des Sonnensystems kristallisiert ist. Das bedeutet, daß ein Mensch im Besitz des vierten Körpers unsterblich innerhalb der Grenzen des Sonnensystems ist [siehe Figur 6]. „Sie sehen jetzt, warum es unmöglich ist, die Frage: ,Ist ein Mensch unsterblich oder nicht'? sofort zu beantworten. Einer ist unsterblich, ein anderer ist es nicht, ein dritter versucht es zu werden, ein vierter hält sich für unsterblich und ist dabei nichts als ein Fleischklumpen." Als G. nach Moskau ging, kam unsere dauernde Gruppe auch ohne ihn zusammen. Ich habe verschiedene Gespräche unserer Gruppe im Gedächtnis behalten, die zu dem, was wir kürzlich von G. gehört hatten, in Beziehung standen. Wir führten viele Gespräche über die Idee des Wunders und über die Tatsache, daß das Absolute seinen Willen in unserer Welt nicht äußern kann und daß dieser Wille nur in Form mechanischer Gesetze wirkt und diese Gesetze nicht verletzen kann. Ich erinnere mich nicht mehr, wer sich als erster an eine wohlbekannte, wenn auch nicht sehr respektvolle Schulgeschichte erinnerte, in der wir sofort eine Illustration dieses Gesetzes sahen. Die Geschichte handelt von einem überalterten Studenten eines Seminars, der bei einer Endprüfung die Idee von Gottes Allmacht nicht versteht. „Nun, geben Sie mir ein Beispiel von etwas, was Gott nicht tun kann", sagte der prüfende Bischof. „Dazu brauche ich nicht lange, Eminenz", antwortete der Seminarist. „Jeder weiß, daß der Herrgott selbst das Trumpf-As nicht mit einer normalen Zwei trumpfen kann."

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Nichts konnte klarer sein. In dieser dummen Geschichte lag mehr Sinn als in tausend theologischen Abhandlungen. Die Gesetze eines Spiels machen sein Wesen aus. Eine Verletzung dieser Gesetze würde das ganze Spiel vernichten. Das Absolute kann ebensowenig in unser Leben eingreifen und andere Ergebnisse an die Stelle der natürlichen von uns geschaffenen Ursachen oder zufällig entstehenden Ergebnissen Figur 6
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

(Vierter

Korper 6 Gesetze)

Sonne

(Mentaler Körper 12 Gesetze) (Astraler Körper 24 Gesetze); (Physischer Körper 48 Gesetze)

Alle Planeten

Erde
Mond

setzen, als es das Trumpf-As mit der Zwei schlagen kann. Turgenjeff hat irgendwo geschrieben, daß alle gewöhnlichen Gebete auf ein einziges zurückgeführt werden könnten: „Herr, mach, daß zwei mal zwei nicht vier gibt." Das ist das gleiche, wie das TrumpfAs des Seminaristen. Ein anderes Gespräch war über den Mond und seine Beziehung zum organischen Leben auf Erden. Und wieder fand einer von unserer Gruppe ein sehr gutes Beispiel, das die Beziehung des Mondes zum organischen Leben zeigte.

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Der Mond ist das Gewicht an einer Uhr. Das organische Leben ist der Uhrmechanismus, der durch das Gewicht in Bewegung gesetzt wird. Die Schwere des Gewichts, der Zug der Kette am Zahnrad setzt die Räder und Zeiger der Uhr in Bewegung. Wenn das Gewicht weggenommen wird, dann werden alle Bewegungen im Mechanismus der Uhr sofort zum Stillstand gebracht. Der Mond ist ein gewaltiges Gewicht, das am organischen Leben hängt und es dadurch in Bewegung setzt. Was auch immer wir tun mögen, ob es gut oder schlecht, klug oder dumm ist, all die Bewegungen der Räder und Zeiger unseres Organismus hängen von diesem Gewicht ab, das dauernd seinen Druck auf uns ausübt. Ich personlich war sehr an der Frage der Relativität in Verbindung mit dem Platz, das heißt, dem Standort in der Welt interessiert. Ich war schon vor langer Zeit auf die Idee einer Relativität gekommen, die aus der Wechselbeziehung von Größen und Geschwindigkeiten herrührt. Aber die Idee des Platzes in der kosmischen Ordnung war sowohl mir als auch allen anderen ganz neu. Darum erschien es mir sehr seltsam, als ich einige Zeit danach zur Überzeugung gelangte, daß es dieselbe Sache sei, in anderen Worten, daß Größe und Geschwindigkeit den Platz bestimmten und der Platz wiederum Größe und Geschwindigkeit. Ich erinnere mich noch an ein anderes Gespräch während der gleichen Periode. Jemand fragte G. über die Möglichkeit einer Universalsprache — in welchem Zusammenhang, erinnere ich mich nicht mehr. ' „Eine Universalsprache ist möglich", sagte G., „nur werden die Menschen sie nie erfinden." „Warum nicht?" fragte einer von uns. „Erstens, weil sie schon vor langer Zeit erfunden worden ist", antwortete G., „und zweitens, weil das Verständnis dieser Sprache und die Ausdrucksfähigkeit nicht nur von ihrer Kenntnis abhängen, sondern auch vom Sein. Ich will sogar noch mehr sagen. Es gibt nicht eine, sondern drei Universalsprachen. Die erste kann man sprechen und schreiben, während man in den Grenzen seiner

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eigenen Sprache bleibt. Der einzige Unterschied ist, daß, wenn Menschen in ihrer gewöhnlichen Sprache sprechen, sie einander nicht verstehen, während sie aber in dieser Sprache einander verstehen. In der zweiten Sprache ist die geschriebene Sprache die gleiche für alle Völker, sozusagen wie Zahlen oder mathematische Formeln; aber die Leute sprechen immer noch ihre eigene Sprache, trotzdem versteht jeder den anderen, wenn er auch in einer unbekannten Sprache redet. Die dritte Sprache ist die gleiche für alle, sowohl im Wort als auch in der Schrift. Die Sprachverschiedenheiten verschwinden überhaupt auf dieser Stufe." „Ist das nicht das gleiche, was in den Apostelbriefen als die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel beschrieben wurde, als sie verschiedene Sprachen zu verstehen begannen?" fragte jemand. Ich bemerkte, daß solche Fragen G. immer ärgerten. „Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei", sagte er. Bei einer anderen Gelegenheit führte eine günstige Frage zu neuen und unerwarteten Erklärungen. Jemand fragte ihn bei einer Gelegenheit während eines Gesprächs, ob irgend etwas Wirkliches und Richtunggebendes in den Lehren und Riten der bestehenden Religionen zu finden sei. „Ja und nein", sagte G. „Stellen wir uns vor, wir sitzen hier und sprechen über die Religion, und das Dienstmädchen Mascha hört unsere Unterhaltung. Natürlich versteht sie es auf ihre eigene Weise und wiederholt dem Diener Iwan, was sie verstanden hat. Der Diener Iwan versteht es wieder auf seine eigene Weise und wiederholt das, was er verstanden hat, dem Kutscher Peter im Nebenhaus. Der Kutscher Peter geht aufs Land und erzählt im Dorf, worüber die Stadtmenschen reden. Glauben Sie, daß seine Erzählungen überhaupt dem ähneln werden, was wir sagten? Dies ist genau die Beziehung zwischen den bestehenden Religionen und dem, was ihre Grundlage war. Sie erhalten Lehren, Traditionen, Gebete, Riten nicht aus fünfter, sondern aus fünfundzwanzigster Hand, und dann ist natürlich alles so verstümmelt, daß es nicht mehr zu erkennen und alles Wesentliche schon längst vergessen ist.

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Zum Beispiel spielt in allen Glaubensformen die Überlieferung des Abendmahles Christi und seiner Jünger eine große Rolle. Liturgien und eine ganze Reihe Dogmen, Riten und Sakramente beruhen darauf. Dies war der Grund für Schismen, für die Trennung von Kirchen, zur Bildung von Sekten; wie viele Leute sind umgekommen, weil sie nicht diese oder jene Deutung davon annehmen wollten. Tatsächlich versteht niemand, was es genau war oder was Christus und seine Schüler an jenem Abend taten. Keine bestehende Erklärung ähnelt auch nur annähernd der Wahrheit, weil das in den Evangelien Aufgezeichnete erst schon einmal durch Kopieren und Übersetzen stark verstümmelt wurde; und zweitens, weil es geschrieben wurde für die, die wissen. Für die, die nicht wissen, kann es gar nichts erklären, und je mehr sie es zu verstehen suchen, desto tiefer landen sie im Irrtum. „Um zu verstehen, was beim Abendmahl vor sich ging, müssen wir zuerst verschiedene Gesetze kennen. „Sie erinnern sich, was ich über den .Astralkörper' gesagt habe? Wollen wir es uns noch einmal kurz ins Gedächtnis rufen. Menschen, die einen .Astralkörper' haben, können miteinander in Verbindung treten, sogar über eine Entfernung hin, ohne übliche physische Mittel zu gebrauchen. Damit aber so eine Verständigung möglich werde, müssen sie eine .Verbindung' zwischen sich schaffen. Aus diesem Grunde nehmen Menschen, die nach verschiedenen Orten oder verschiedenen Ländern gehen, irgendein Besitztum des anderen mit, vor allem Dinge, die mit seinem Körper in Berührung waren und mit seinen Strahlungen gesättigt sind und so fort. In der gleichen Weise pflegten Freunde, um die Verbindung mit einem Toten aufrechtzuerhalten, Gegenstände, die ihm gehört haben, bei sich zu behalten. Diese Dinge lassen sozusagen eine Spur hinter sich, etwas wie unsichtbare Drähte oder Fäden, die durch den Raum ausgespannt bleiben. Diese Fäden verbinden einen bestimmten Gegenstand mit dem Menschen, dem lebenden oder in manchen Fällen dem toten, dem der Gegenstand gehörte. Die Menschen wußten das seit ältesten Zeiten und haben den verschiedensten Gebrauch von dieser Kenntnis gemacht.

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Danach werden sie als Blutsbrüder betrachtet. zum Beispiel die Juden. Er wußte es und seine Jünger wußten es auch. Aber der Ursprung dieses Brauchs liegt tiefer. was für eine Rolle er dabei spielen müsse. Und jeder wußte. andere im Gegenteil fühlten darin eine Wahrheit. sehen Sie. sondern richtiges Fleisch und richtiges Blut. was G. daß er sterben müsse. Die Worte sind geblieben. um eine Verbindung zwischen . aber ihr Sinn ist seit langem verloren.Astralkörpern' zu schaffen. um eine Verbindung zwischen . „Das Abendmahl war eine magische Zeremonie. Gleichzeitig aber wollten sie eine dauernde Verbindung mit Christus herstellen. 141 . ähnlich der Blutsbrüderschaft. Aber wer weiß irgend etwas hierüber in den bestehenden Religionen und wer versteht. über Christus und das Abendmahl gesagt hatte. Sie wissen zum Beispiel.„Spuren davon können in den Bräuchen vieler Völker gefunden werden. wird eine einmal geschaffene Verbindung zwischen . Es war nicht Brot noch Wein. die sie allein nie hätten finden können. „Christus wußte. Und einige Völker. Und zu diesem Zweck gab er ihnen sein Blut zu trinken und sein Fleisch zu essen.Astralkörpern' zu schaffen. Zu Beginn war dies eine magische Zeremonie. Es war vorher so beschlossen worden. Dann." Diese Vorlesung und vor allem ihr Ende rief viele Gespräche in unserer Gruppe hervor.Astralkörpem' nach dem Glauben verschiedener Nationen auch nicht durch den Tod zerstört. schrieben dem Blut eine besondere Bedeutung von magischen Eigenschaften zu. Das Blut hat besondere Eigenschaften. Zwei oder mehrere Menschen mischen ihr Blut in dem gleichen Gefäß und trinken dann von diesem. abgestoßen. daß viele verschiedene Nationen die Sitte der Blutsbrüderschaft haben. Viele waren von dem. was es bedeutet? Alles das ist schon lang vergessen und allem wurde eine ganz andere Bedeutung beigelegt.

Solange ein Mensch sein eigenes Ziel noch nicht für sich gefunden hat. Sie erwarten von uns. Versuche. sind völlig hoffnungslos und nutzlos. sagte G." „Sie mißverstehen mich". Die Lehre selbst kann kein bestimmtes Ziel verfolgen. wird er noch nicht einmal fähig sein. Wenn ein Mensch dies weiß. sondern viele Daseinsziele gibt.Aber die Frage nach dem Ziel des Daseins ist eine der schwierigsten philosophischen Fragen". Jeder Mensch muß sein eigenes Ziel haben: der eine 142 .SECHSTES KAPITEL T . Im Augenblick kann mein Ziel keine Bedeutung für Sie haben. Im Gegenteil. daß wir mit der Lösung dieser Frage beginnen. „aber Sie müssen mir erlauben. darüber zu schweigen. daß wir es im voraus wissen. Ich fragte Sie nach ihrem persönlichen Ziel. anzufangen. diese Frage mit gewöhnlichen Methoden zu lösen. solange er das bleibt. Aber vielleicht sind wir nur hergekommen. dann weiß er wirklich alles. etwas zu . Wie kann man irgend etwas . „Sie : wollen. weil es für Sie wichtig ist.Tun' ein Ziel voraus. ohne ein Ziel zu haben? Vor allem anderen setzt . weil wir eine Antwort auf diese Frage suchen. und nicht nach dem Grund Ihres Daseins.tun'. Ich habe nach etwas ganz anderem gefragt. was Sie erreichen wollen. vor allem weil es nicht nur ein. Ihr eigenes Ziel zu bestimmen. sagte einer der Anwesenden. Die Frage nach dem Ziel ist eine sehr wichtige Frage. was immer ihr Ziel gerade sein möge. sagte G. „Ich habe nicht von der philosophischen Bedeutung des Daseinsziels gesprochen. Sie zeigt nur den besten Weg für die Menschen. was er ist.1 ine der nächsten Vorlesungen begann mit der Frage eines AnJ-Lwesenden: „Was ist das Ziel dieser Lehre?" „Ich habe selbstverständlich mein eigenes Ziel".. Der Mensch kennt es nicht und kann es nicht kennen. zu erreichen." ^.tun'.

Ich frage nach Zielen dieser Art. sagte G. wie Sie Ihr eigenes Ziel formuliert haben. ist. daß ich nicht Herr meiner selbst bin. die genaue Zukunft zu erkennen. daß die Zukunft erkannt werden kann. und wenn ich mein 143 . Was ich am meisten fühle. daß wir die Zukunft kennen sollten und ein Recht darauf haben und daß wir. daß ein Mensch wissen könne. daß die Menschen leben. Ich habe es immer für erniedrigend gehalten. irgendeine Arbeit zu beginnen. Vieles war für mich mit dieser Frage verknüpf. daß ich nach dem Tode meines physischen Körpers weiterleben werde. „wenn ich bleibe. wieviel Zeit ihm noch zur Verfügung steht. was ich jetzt bin. „ich sagte mir. um nach meinem Tode weiterzuleben".möchte Reichtümer haben. erfolgreich. sie zu beenden oder nicht?" „Sehr gut". nach dem Tode weiterzuleben". ein anderer Gesundheit. zu wissen. „Mir ist es gleichgültig. Denn was hat es für einen Zweck. Wer kann sonst noch sein Ziel formulieren?" „Ich würde gerne überzeugt sein. ob ich die Zukunft kenne oder nicht oder die Sicherheit erlange. bevor ich es wüßte. Daraus schloß ich. wenn man nicht weiß. daß ich die Zukunft erkennen möchte. ohne dies zu wissen. wenn wir sie nicht kennen. und manchmal war ich sogar bei Experimenten. wieviel Zeit er noch hat. der vierte möchte ein General sein und so fort. Wenn Sie mir Ihr Ziel sagen. bevor Sie hierher kamen.. und einmal habe ich beschlossen. sagte ich. er kann den Tag und die Stunde seines Todes kennen und hat auch ein Recht darauf. unfähig sind. sagte ein anderer. so kann ich Ihnen sagen. Ich war zum Beispiel der Ansicht." „Ich habe mein eigenes Ziel schon vor einigen Jahren ganz klar formuliert". die Zukunft zu erkennen. ob man Zeit haben wird. sagte einer der Versammelten. ob wir uns auf dem gleichen Weg befinden oder nicht „Denken Sie daran. nichts zu tun. in anderen Worten. oder. und auch ein Recht habe. ein dritter will das Himmelreich. würde ich gerne arbeiten. unser Leben zu organisieren. Durch theoretisches Studium dieser Frage kam ich zu dem Schluß. „das erste Ziel ist also. und wenn das von mir abhängt.

Wenn Sie wollen. anderen Menschen zu helfensagte ein anderer. müssen Sie das Heute anders machen. ist der Wunsch. So. könnten wir allein durch ihn die Zukunft erkennen. dann könnten wir auch die Zukunft kennen. Was uns geschieht oder geschehen kann. das ist genug". vorige Woche. wie wir sind. Wenn wir ein Schicksal hätten. weil der gestrige war. um weiterzugehen. beginnen. hängen wir fast vollständig vom Zufall ab. was morgen geschehen wird und was nicht. „Um die Zukunft zu kennen. Aber wir wollen mit der ersten Frage. sagte der nächste. ebenso die Vergangenheit. oder dem ersten Ziel.Ziel formulieren soll. Wenn Heute nur eine Folge von Gestern ist. daß das Morgen anders ist. Wenn wir einen Willen hätten." „Ich würde gern die Lehre Christi verstehen und ein Christ im wahren Sinne des Wortes sein". „Nun. wie man Kriege verhindern kann". hängt von drei Ursachen ab: vom Zufall. wie er war. was gesagt wurde. ich möchte Herr meiner selbst sein. sein eigener Herr zu sein. was gestern geschah. weil wir dann durch ihn die Zukunft in der Weise gestalten könnten. Und wenn Heute wie Gestern ist. vorgestern. Wenn der Typus bekannt ist. dann kann man ohne Irrtum sagen. Ohne dies ist nichts anderes möglich und ohne dies hat nichts einen Wert. vom Schicksal oder von unserem eigenen Willen. weil das Schicksal dem Typus entspricht. wie er ist. Wir können kein Schicksal im wirklichen Sinne des Wortes haben. um diese Frage ernstlich zu behandeln. „Ich würde gerne fähig sein. muß man zuerst die Gegenwart in allen Einzelheiten kennen. „Ich würde gerne wissen. dann kann auch sein Schicksal er- 144 . „wir haben nun genügend Material. letztes Jahr oder vor zehn Jahren. würde ich sagen. Die beste Formulierung dessen. Und wenn man genau studiert hat. wie wir einen Willen haben können. Aber im Augenblick haben wir noch nicht genügend Material zur Verfügung. sagte G-. wird Morgen in genau der gleichen Weise eine Folge von Heute sein. ebensowenig. dann wird Morgen wie Heute sein. Der heutige Tag ist. sagte wieder ein anderer. wie wir es wünschen.

In einem Augenblick geht eine Maschine dieser Art in einer Richtung. aber fünf Minuten später geht sie schon wieder in eine ganz andere Richtung. sagte G. beweisen. Jeder gute Geschäftsmann kennt die Zukunft. morgen wieder ein anderer: heute kann ihm dies geschehen. wessen Zukunft gemeint ist." ^. bevor wir von der Zukunft reden. daß wir wirklich die Zukunft kennen. vom Ergebnis aus urteilend. geht sein Geschäft zugrunde. sie nicht zu kennen. ob es sich lohnt. und Sie können berechnen. wissen. Heute ist der Mensch einer. und alle Ihre Berechnungen erweisen sich als falsch. In der Arbeit an sich selbst muß man ein guter Geschäftsmann. welches Ergebnis jeder von uns durch die Arbeit an sich selbst erreichen wird und ob es sich überhaupt für ihn lohnt. 145 . Und die Kenntnis der Zukunft lohnt sich nur. „Es klingt paradox.. „das heißt voraussagen. Dann wird er sehen. aber wir haben alles Recht zu sagen.Aber können Sie nicht voraussehen. mit der Arbeit zu beginnen?" „Es ist unmöglich.kannt werden. was unsere Vergangenheit war. „Und um die Zukunft praktisch kennenzulernen. Dann können wir. Nichts kann sich von sich aus ändern. Sie wird genau das sein. wohin sie gehen wird. Es ist unmöglich. Manchmal ist es vielleicht besser. Wenn ein Mensch seine eigene Zukunft kennenlernen will. wenn ein Mensch sein eigener Herr sein kann. die Augenblicke zu bemerken und sie im Gedächtnis zu behalten. Wenn er die Zukunft nicht kennt. muß er zuerst sich selber kennen. daß wir unsere Zukunft kennen. die Zukunft für verrückte Maschinen vorauszusagen. Aber Zufälle können nicht vorausgesehen werden. Das geschieht in einfacher Weise zum Beispiel im Geschäftsleben. Darum müssen wir. ein guter Kaufmann sein. die Zukunft zu kennen. muß man lernen. in denen wir wirklich die Zukunft kennen und wo wir in Übereinstimmung mit diesem Wissen handeln. morgen jenes. Ihre Richtung wechselt jeden Augenblick. das heißt sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft. was mit jedem von uns geschehen wird?" fragte jemand. das zu sagen". „man kann die Zukunft nur für Menschen voraussagen.

„Dann war da die Frage über das zukünftige Leben. „Dafür ist es notwendig. So wie wir sind. Ein Mensch mag allein zum Zwecke seiner eigenen Lebensinteressen danach streben. Wir reden nicht eigens über das zukünftige Leben. Äußere Einflüsse wechseln und wir wechseln mit ihnen. Minute wandelt. Aber wenn er von äußeren Einflüssen unabhängig wird. was aus sich selbst leben kann. Wir können 146 . wie man es vermeiden könne zu sterben. wenn man so sagen kann. das einen Wechsel der äußeren Bedingungen überleben kann. wenn nichts in ihm den äußeren Einflüssen standhalten kann. Wenn ein Mensch sich jede . daß ein Christ nicht der ist. dann kann dies auch den Tod des physischen Körpers überleben. die Leben. „Zuallererst müssen wir uns klarmachen. Unter gewöhnlichen Umständen sterben wir jeden Augenblick. wie man den endgültigen Tod vermeiden könne. Wenn ein Mensch in sich ein dauerndes Ich entwickelt. wie man es erlangen könne. wie man ein Christ werden kann. erreicht er auch das andere. dann wird er auch Herr seines Todes. zu sein. Darum kann die Arbeit für die Unsterblichkeit. Tod und Unsterblichkeit lenken. was dem Tod widerstehen kann. „Eine andere Frage war. Wenn ein Mensch das eine erreicht. dann bedeutet das: in ihm ist nichts. können wir keine Christen sein. ohne für das gegenwärtige zu arbeiten.sein'. Um Christen zu sein. Schon allein dadurch kann er unsterblich werden. viele unserer . und wir untersuchen nicht. . zu . Bei der Arbeit für das Leben arbeitet ein Mensch für den Tod oder besser für die Unsterblichkeit.Ichs' sterben. das heißt. und auch das Leben anderer Menschen. der sich als solcher bezeichnet oder den die anderen einen Christen nennen. dann studiert er alle Gesetze. wenn sich in ihm etwas bildet. dann braucht dieses Etwas nicht zu sterben. Wenn er Herr seines Lebens wird. weil die Gesetze überall die gleichen sind. ob es existiert oder nicht. welcher in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften lebt. von der Geburt bis zum Tode.zu tun'. müssen wir fähig sein. Ein Christ ist der. so wie er es kennt. nicht von der allgemeinen Arbeit getrennt werden. Das ganze Geheimnis ist dies: man kann nicht für das künftige Leben arbeiten. Wenn ein Mensch sein eigenes Leben prüft.

weil wiederum manchmal . nicht nur in Worten. anfängt. ihn lebendig zu fressen oder auf heißen Kohlen zu rösten. die vom Zufall regiert werden. diesen Teppich zu kaufen.es' wünscht und manchmal . so wird er bereit sein. beginnt er daran zu denken. Aber zum Nutzen derjenigen. Die Verantwortung kommt später. wie er es anstellen könne. Eine Maschine kann nicht Christ sein. Christen zu sein. weil ein Mensch plötzlich.. „Wir müßten viel und lange darüber reden. 147 . Und anstatt zu wünschen. können wir nicht einmal wünschen. eine Maschine zu sein. Im Augenblick werden wir die Untersuchung unserer Fragen fortsetzen. Christ zu sein? Das sind einfach Dinge. muß man sein. antwortete G. Um ein Christ zu sein.es' nicht. den er in einem Laden gesehen hat. Denken Sie selbst. aber wie können wir unsere Feinde lieben. Und er kann auch nicht Christ sein. Und eine und die gleiche Sache kann nicht lange gewünscht werden." „Was ist die Beziehung der Lehre. und tatsächlich. „Ich weiß nicht. die Sie darlegen. was Sie unter diesem Begriff verstehen. anstatt zu wünschen ein Christ zu sein. ein Automat. wobei er dieses Wort betonte. wenn wir nicht einmal unsere Freunde lieben können? Manchmal liebt . möchte ich Ihnen sagen: dies ist esoterisches Christentum. zum Christentum. Wir werden die Bedeutung dieser Worte noch besprechen. Sie sind nicht verantwortlich. wie wir es kennen?" fragte ein Anwesender. um uns klar zu werden. Oder wenn ein anderer ihm nicht glaubt. was Sie über das Christentum wissen". Christus sagt: »Liebet eure Feinde'. wenn ein Mensch wenigstens teilweise aufhört. und vergißt darüber alles Christentum. Christ sein heißt verantwortlich sein.es' und manchmal liebt . Wenn ein Mensch nicht sein eigener Herr ist.es' nicht wünscht. ein Christ zu sein. aber sehr teuren Teppich erinnert. hat er nichts und kann er nichts haben. sich an einen sehr guten. „Von den geäußerten Wünschen ist der richtigste der Wunsch.nicht tun. So wie wir sind. ist es für ein Auto oder eine Schreibmaschine oder ein Grammophon möglich. mit uns geschieht alles. Er ist einfach eine Maschine. die bereits wissen. Sie sind Maschinen. was für ein wunderbarer Christ er ist. ein Christ sein zu wollen. Sein heißt Herr seiner selbst sein.

was meistens geschieht. Sie sind zu faul. Er entscheidet sich. heute Altruist. anderen zu helfen. morgen Egoist. zu denken. dann hat das überhaupt keinen Wert. daß jemand sich weigert. dem er sein letztes Hemd geben wollte. Ein Mensch entscheidet sich. ein bewußter Egoist zu sein. er wolle den Menschen helfen. ein Egoist. Dann hat sein Entschluß einen Wert. so wie wir sind. gibt aber an Stelle dessen sein letztes Hemd weg. wenn ein Mensch durch eigene Wahl und eigenen Entschluß fähig wird. aber sie haben nur dann eine Bedeutung. muß man erst' lernen. muß man erst lernen. Und im Vergleich zu diesem Wunsch sind alle anderen Wünsche einfach kindische Träume. Oder er entscheidet sich. „Jemand sagt zum Beispiel. bevor man das Schwierige tun kann. Aber wenn überhaupt keine Wahl da ist. dann übermorgen wieder Altruist. selbst wenn sie ihm gewährt würden. mit denen ein Mensch nichts anzufangen wüßte. dessen letztes Hemd. Menschen zu helfen. ihm sein Hemd zu geben. Das ist es. können nichts tun. sich selbst zu helfen. anderen zu helfen. zu lieben oder nicht zu lieben. an sich selbst zu arbeiten. aber an Stelle dessen raubt er dem Menschen. Dies heißt falsch und unaufrichtig mit sich selbst sein. sein eigenes Hemd wegzugeben. wie er anderen Leuten helfen könne: er wird sich schämen. wie er wirklich ist. Altruismus. und ist beleidigt. Um anderen zu helfen. dann wird er nicht anfangen zu denken. wenn er gar nicht anders sein kann. denn ohne dies ist nichts weiteres möglich. und gibt statt dessen das eines anderen weg. sie seien fähig. ein Altruist oder ein Egoist zu sein. daran zu denken. und gleichzeitig ist es sehr angenehm für sie. Menschen. Um fähig zu werden. sein letztes Hemd wegzugeben. wenn er nur so ist. Wenn ein Mensch auf sich selber schaut. ein Egoist zu sein. muß man 148 . Eine große Anzahl Menschen beschäftigt sich nur aus Faulheit in Gedanken und Gefühlen damit. wie der Zufall ihn gemacht hat oder ihn macht. Menschheitsliebe. Nur ein bewußter Egoist kann Menschen helfen. das sind alles sehr schöne Worte. Wünsche. damit er es wieder einem anderen geben könne. „Und vor allem.Herr seiner selbst zu sein.

die den Krieg verhindern wollten. die nicht mit ihnen übereinstimmen. könnten sie nicht die anderen beeinflussen?" „Diejenigen. die das einsehen. was sie wollen. der die Frage über den Krieg gestellt hatte. aber auf eine andere Weise. etwas tun?" fragte der. die im Menschen 149 . „Dann war da eine Frage über Krieg. dann würden sie zuerst damit anfangen. sich wirklich zusammenschlössen. manche außerhalb. Menschen sind. „Und trotzdem hat es noch nie einen Krieg wie den gegenwärtigen gegeben. Wenn eine genügende Anzahl Menschen. Manche liegen im Menschen selbst. aber sie denken daran. sie wollen nicht an sich arbeiten. alle zu bekriegen. kann man die Menschen gar nicht für den Krieg verantwortlich machen. Die Kriege vermindern sich nicht. Wenn sie Menschen wären und fähig zu tun. und sie können nicht anders sein. über Friedenskonferenzen und so weiter sind wieder nichts als Faulheit und Heuchelei. diesen Einflüssen zu widerstehen und würden einander nicht umbringen. Und so würden sie kämpfen.lernen. Der Krieg wird von kosmischen Kräften. All diese Theorien über universalen Frieden. Und es ist noch sicherer. haben dies fast seit der Weltschöpfung versucht". in der die Menschen leben. die auch Kriege verhindern wollen. Man kann nicht mit dem Schwersten beginnen. Der Krieg hat viele uns unbekannte Ursachen. Aber in den Menschen besteht überhaupt kein Widerstand gegen diese Einflüsse und kann auch keiner bestehen. Wir müssen mit den Ursachen beginnen. das zu tun. solange die Menschen Sklaven sind. sagte G. die den Krieg hassen. wie sie andere Leute veranlassen können. sie vermehren sich und können durch gewöhnliche Mittel nicht verhindert werden. Wie können Kriege verhindert werden? Kriege können nicht verhindert werden. „Wenn eine genügende Anzahl Menschen zu dem endgültigen Entschluß kommen würde. Genau gesprochen. wären sie imstande. daß es keinen Krieg mehr geben solle. Der Krieg ist das Ergebnis der Sklaverei. das Leichte zu tun. von planetarischen Einflüssen verursacht. Die Menschen wollen nicht über sich selbst nachdenken. daß sie andere Leute bekriegen würden. was sie sind." „Aber sicherlich können die.

Aber er kann nicht aufhören. ohne Verständnis der Arbeit und der Funktionen seiner Maschine kann ein Mensch nicht frei sein. „Diese Worte". was ihn umgibt? Er wird durch alles um ihn herum beherrscht. „Wir werden nun über diese Worte sprechen. Nichts anderes gibt es für ihn. Der gewöhnliche Mensch unserer Zeit. kann er sich selbst nicht lenken und wird immer ein Sklave bleiben und der Spielball der Kräfte. warum in allen alten Lehren die erste Forderung am Beginn des Weges zur Befreiung war: Erkenne dich selbst. Aber obgleich modernes Denken um das Bestreben dieses Grundsatzes weiß. sogar ein Mensch mit philosophischen oder wissenschaftlichen Interessen versteht nicht. „Freiheit. zu kennen. wenn er sich nur ein wenig seiner Lage bewußt wird. liegen tatsächlich vielen Systemen und Schulen zugrunde. Wenn er von den Dingen frei wird. und nichts anderes ist ihm möglich. „die gewöhnlich Sokrates zugeschrieben werden. solange er sowohl äußerlich als auch innerlich ein Sklave bleibt. Um daher frei zu werden. Befreiung. muß man die innere Freiheit erringen. äußerlich ein Sklave zu sein.selbst sind. daß der Grundsatz . sagte G. „Der erste Grund der inneren Sklaverei des Menschen ist seine Unwissenheit und vor allem seine Unwissenheit über sich selbst. aus der Sklaverei befreit zu werden: danach sollte der Mensch streben. die . hat es nur eine sehr vage Vorstellung von seinem Sinn und seiner Bedeutung. Wie kann ein Mensch von den äußeren Einwirkungen großer kosmischer Kräfte frei werden. solange er innerlich ein Sklave bleibt. Frei zu werden. seine Maschine. die viel älter sind als die sokratische." Die nächste Vorlesung begann genau mit den Worten: erkenne dich selbst. die auf ihn wirken. Ohne Selbsterkenntnis.menschliche Maschine'. wenn er der Sklave von allem ist.erkenne dich selbst' von der Notwendigkeit spricht.. „Das ist der Grund. das muß das Ziel des Menschen sein. dann kann er auch von planetarischen Einflüssen frei werden. Die Maschinen 150 .

In erster Linie verlangt er. „Selbst-Studium ist die Arbeit oder der Weg. was ebenso notwendig ist. Um eine Sache kennenzulernen. muß man erst lernen. der zur Selbstkenntnis führt. damit zu beginnen. aber ein sehr vages und entferntes Ziel. „Die Hauptmethode des Selbst-Studiums ist die Selbst-Beobachtung. verstehen muß. Der Mensch in seinem gegenwärtigen Zustand ist sehr weit von der Selbstkenntnis entfernt. darum muß der Mensch vor allem anderen die Struktur. wie und wieso bei jeder Gelegenheit alles in ihm . „Der Grundsatz .sind in allen Menschen mehr oder weniger gleich. Das Selbst-Studium muß sein großes Ziel sein. muß man alles kennenlernen. daß er sich selbst studieren muß. Darum kann genau genommen sein Ziel nicht einmal als Selbsterkenntnis bestimmt werden. „Selbsterkenntnis ist ein sehr großes. und er muß die Methoden des Selbst-Studiums studieren. ohne gleichzeitig alle anderen zu studieren. Der Mensch muß lernen. sich selbst auf die richtige Weise kennenzulernen. irgendeine Funktion zu studieren. er wird nie verstehen. daß ein Mensch. der sich selbst kennenlernen möchte. sich selbst zu studieren. wie man studiert. „Aber die Methoden der Selbst-Beobachtung und des richtigen Selbst-Studiums zu lernen.geschieht'. Ohne richtig angewandte Selbst-Beobachtung wird ein Mensch niemals die Verbindung und die Beziehung zwischen den verschiedenen Funktionen seiner Maschine verstehen. wenn ein Mensch versteht. „Aber um sich selbst zu studieren. verlangt ein gewisses Verstehen der 151 . was dies bedeutet.erkenne dich selbst' umfaßt einen sehr reichen Inhalt. aber es verlangt viel Zeit und Arbeit und vor allem die Anwendung der richtigen Methoden und. die Funktionen und die Gesetze seines Organismus studieren. Es ist schon genug. die richtige Führung. Es muß des Menschen Ziel sein. daß es ganz unmöglich ist. wie er sich studieren soll. Alles im Menschen kennenzulernen ist möglich. eine Sache so von der anderen abhängig. womit es in Beziehung steht und wovon es notwendigerweise abhängt. In der menschlichen Maschine ist alles so ineinander verwoben. wo man anfängt und welche Methoden anzuwenden sind.

das heißt Versuche. Bevor es möglich ist. und die zweite Methode ist das Registrieren. auch nur die einfachsten Erscheinungen zu analysieren. die richtige Einteilung der beobachteten Funktionen zu verstehen und fähig zu sein.Registrierung'. Antworten auf die Fragen zu finden: wovon ein gewisses Ding abhängt und warum es geschieht. daß nur eines von beiden geschehen kann: entweder Beobachtung oder der Versuch der Analyse. wie wir alle inneren Erlebnisse bestimmen. Die Analyse wird erst viel später möglich. einzelne Erscheinungen zu analysieren. ohne daß man die allgemeinen Gesetze kennt. die ihm in den Weg kommen. durch Empfindung. fragt ein Mensch im allgemeinen: . wenn ein Mensch alle Funktionen seiner Maschine und die sie beherrschenden Gesetze kennt.was ist dies? warum geschieht es auf diese Weise und nicht auf eine andere?' und er beginnt eine Antwort auf diese Fragen zu suchen und vergißt darüber alles weitere Beobachten. in der gleichen Weise. einfaches Verzeichnen im Verstand des Betrenenden von dem. muß der Mensch erst eine genügende Menge Material mit Hilfe der . sondern muß eine innere Bestimmung sein. Die Beobachtung kommt zu einem Stillstand. eine vollkommen nutzlose Zeitverschwendung. „Es gibt zwei Methoden der Selbst-Beobachtung: die Analyse oder Versuche der Analyse. was im Augenblick beobachtet wird. Daraus wird klar. „Aber sogar abgesehen davon sind Versuche. zu analysieren. „Beim Versuch. . durch Geschmack. ist das wichtigste Material in der 152 . das heißt das Ergebnis einer unmittelbaren Beobachtung dessen. verliert er vollkommen den Faden der Selbst-Beobachtung und vergißt alles andere darüber. sie genau und sofort zu bestimmen. verschiedene Erscheinungen. was in einem bestimmten Augenblick stattfindet.Registrierung' ansammeln. Indem er sich mehr und mehr in diese Fragen vertieft. und diese Bestimmung darf nicht eine sprachliche.Funktionen und Eigenschaften der menschlichen Maschine. Darum ist es bei der Beobachtung der Funktionen der menschlichen Maschine notwendig. „Selbst-Beobachtung darf vor allem am Anfang keinesfalls Analyse oder der Versuch der Analyse werden.

153 . was Bewegungstätigkeit bedeutet und was instinktive Tätigkeit bedeutet. Aber man muß am Anfang beginnen. „Die Beobachtung muß mit der Gliederung der Funktionen beginnen. mit der die Menschen ihr ganzes Leben hindurch beschäftigt sind. Aber all dieses Material beruht auf falscher Einteilung der beobachteten Funktionen und ist selbst falsch eingeteilt. Es kann daher nicht benützt werden. Wenn man eine gewisse Anzahl von . das Ergebnis aller früheren Selbst-Beobachtung muß beiseite gelegt werden. Sie mögen viel wertvolles Material enthalten. was Gefühlstätigkeit bedeutet. Darum ist die gewöhnliche Selbst-Beobachtung. Was davon einen Wert hat. Die ganze Tätigkeit der menschlichen Maschine ist in vier scharf begrenzte Gruppen geteilt. Fühl-. sich so zu beobachten. „Die Beobachtung muß am Anfang beginnen. Jede von einem Menschen beobachtete Erscheinung steht mit einer oder der anderen dieser Funktionen in Beziehung. „Vom ersten Augenblick an muß die Beobachtung oder das .Registrierungen' angesammelt und gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad zugrunde liegende Gesetze studiert und verstanden hat. von denen jede durch ein besonderes Him oder . Bewegungs. Darum muß man vor Beginn der Beobachtung verstehen. worin sich die Funktionen unterscheiden. vollkommen nutzlos und führt nirgends hin. als ob er sich niemals beobachtet hätte. dann wird Analyse möglich. Ein Mensch muß beginnen.Registrieren' auf dem Verständnis der grundsätzlichen Prinzipien der Tätigkeit der menschlichen Maschine fußen. was intellektuelle Tätigkeit bedeutet.Arbeit des Selbst-Studiums. Die Selbst-Beobachtung kann ohne Kenntnis dieser Prinzipien nicht richtig angewandt werden — ohne daß man diese ununterbrochen vor Augen hat. jedenfalls nicht bei Beginn der Arbeit des Selbst-Studiums.und instinktiven Funktion.Zentrum' gelenkt wird. Bei der Selbst-Beobachtung muß ein Mensch zwischen den vier Grundfunktionen seiner Maschine unterscheiden: der Denk-. Alle frühere Erfahrung. als ob er sich überhaupt nicht kenne. wird zu einem geeigneten Zeitpunkt aufgenommen und benützt werden.

einander zu verstehen.fünf Sinne' und andere. andere zwischen einem Gedanken und einem Bewegungsimpuls. die sogenannten . In Wirklichkeit jedoch bestehen große Unterschiede in den Formen und Methoden ihrer Wahrnehmung. sie bestimmen einfach einen gegebenen Eindruck dadurch. wieder andere durch ihre Empfindungen. weder angenehm noch unangenehm: . sind instinktiv. Gefühlsfunktionen sind immer angenehm oder unangenehm. als sie es wirklich sind.„Gleich beim Beginn seiner Selbst-Beobachtung muß er versuchen. . „Sehr allgemein gesprochen. Wir glauben. Denkschlüsse sind immer das Ergebnis des Vergleichs zweier oder mehrerer Eindrücke. Manche nehmen hauptsächlich durch ihren Verstand wahr. indifferente Gefühle gibt es nicht. was wir gewöhnlich nicht verstehen. andere wiederum haben Schwierigkeiten im Verstehen des Unterschiedes zwischen Fühlen und Empfinden. unter welche Gruppe. andere durch ihr Gefühl. „Manche Leute finden es schwierig.roter Bleistift'. kann man sagen. „Empfindung und Gefühl vernünfteln nicht.weißes Papier'. vergleichen nicht. da sie ein und dasselbe Ding 154 . durch seine Farbe. Jedenfalls braucht weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes mit dieser oder jener Farbe verbunden zu sein. Es ist sehr schwer. ob er angenehm oder unangenehm im einen oder anderen Sinn ist. Wahrnehmungen. den Unterschied zwischen Denken und Fühlen zu verstehen. wie sie ihre Funktionen empfinden. unter welches Zentrum die von ihm im Augenblick beobachteten Erscheinungen fallen. Das ist es. Darüber hinaus können Empfindungen indifferent sein: weder warm noch kalt. daß die Menschen sich sehr durch die Art unterscheiden. wie die Wahrnehmung von Wärme. In der Wahrnehmung von weiß oder rot ist weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes. daß die Menschen einander viel ähnlicher sind. ja fast unmöglich für Menschen verschiedener Kategorien und von verschiedener Wahrnehmungsart. sofort zu bestimmen. „Die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen den Funktionen wird durch die Tatsache vergrößert. daß die Denkfunktion immer mittels des Vergleichs arbeitet. seinen Geschmack oder Geruch. Kälte und so fort.

nennt seine Gefühle Gedanken und seine Empfindungen Gefühle. müssen wir verstehen. Wenn zwei Menschen die gleiche Sache verschieden wahrnehmen. Die vollständigste. mit Hilfe der Empfindungen eine dritte Ansicht. Fühlen und Empfindung untersuchen. daß jede normale psychische Funktion ein Mittel oder ein Instrument zur Erwerbung von Wissen ist. uns mögliche Kenntnis eines gegebenen Gegenstandes kann für uns nur erreicht werden. worin der Unterschied ihrer Haltung zu einem bestimmten Gegenstand besteht. unebenes Fenster. alle Funktionen streben danach. Tatsächlich hat der eine diese Ansicht und der andere jene. Unter gewöhnlichen Bedingungen sieht der Mensch die Welt durch ein verbogenes. Jeder Mensch. muß danach trachten. Alle Funktionen sind wechselbezogen und gleichen sich aus. Das letzte ist das häufigste. sich gegenseitig in dem Zustand. sagen wir der eine durch sein Fühlen und der andere durch sein Empfinden. ein anderer durch Gedanken und Gefühle und so fort. Sehr oft bezeichnet ein Mensch seine Gedanken oder seine intellektuellen Wahrnehmungen als Gefühle. Und auch wenn er das bemerkt. „Um einen Weg der Unterscheidung zu finden.mit verschiedenen Namen und wiederum verschiedene Dinge mit dem gleichen Namen bezeichnen. der nach richtigem Wissen strebt. und in zweiter Linie dadurch. so können sie sich ihr ganzes Leben lang darüber streiten und nie verstehen. Eine oder die andere Art der Wahrnehmung ist unmittelbar mit einer oder der anderen Weise der Reaktion auf äußere Ereignisse verknüpft. Das Ergebnis dieser Verschiedenheit der Wahrnehmung und Reaktion auf äußere Ereignisse drückt sich in erster Linie darin aus. kann er nichts daran ändern. wenn wir ihn gleichzeitig mit Denken. eine solche Wahrnehmungsfähigkeit zu erreichen. 155 . Ein Mensch nimmt mittels Gedanken und Empfindungen wahr. daß sie sich selber nicht verstehen. daß die Menschen einander nicht verstehen. Seine spezielle Art der Wahrnehmung wird durch die Arbeit seines Organismus als Ganzes bedingt. Mit Hilfe des Denkens sehen wir eine Seite von Dingen und Ereignissen. mit Hilfe der Gefühle eine andere. Außerdem sind verschiedene andere Verbindungen möglich.

all das. und wenn er genügend methodisch und entschlossen verfährt. und durch Anstrengungen in dieser Hinsicht stört er das Gleichgewicht der Maschine. zu erhalten. die der Mensch nicht hat voraussehen können. In jedem Augenblick ihrer Tätigkeit ist die Maschine in allen ihren einzelnen Teilen im Gleichgewicht. der Mensch nur diese eine Sache ändern will.in dem sie sich befinden. Die leichte 156 . wieder her. nämlich daß er leicht erregbar. sich zu studieren. es zu ändern. zu zerstören und zu vernichten. wenn er beginnt. es zu ändern. das er nicht im geringsten erwartete oder wünschte und das er nicht einmal vermutet haben kann. Und beim Beginn des Selbst-Studiums muß er sich klar sein. vergeßlich zu sein und Dinge zu verlieren. daß er. Darum muß ein Mensch. daß er alles vergißt. Aber zusammen mit diesem Ergebnis wird er unvermeidlich ein anderes Ergebnis erreichen. pedantisch. wenn er in sich etwas entdeckt. und Anstrengungen macht. sich wandeln eine andere. und jede Funktion wird unvermeidlich durch eine andere Funktion oder durch eine ganze Reihe anderer Funktionen ausgeglichen. erreicht er nach einer gewissen Zeit das erwünschte Ergebnis: er hört auf. mag es ihm gelingen. was ihm nicht gefällt. Durch das Streben. was ihm mißfällt. nicht imstande sein wird. verstehen. Aber etwas anderes bemerkt er nicht. Aber alles in der Maschine ist miteinander verbunden. „Eine Wandlung ist unter gewöhnlichen Bedingungen unmöglich. daß für eine lange Zeit seine ganze Arbeit allein im Studium bestehen kann. mäkelnd und unangenehm geworden ist. Er beginnt mit dieser Gewohnheit zu kämpfen. und stellt es durch die Schaffung einer neuen Funktion. daß er sehr zerstreut ist. Aber das Studium ist der erste Schritt zur Möglichkeit einer Wandlung in der Zukunft. Die Maschine versucht. wenn wir uns auch dieser Verbindung der verschiedenen Funktionen in uns nicht bewußt sind. alles verliert und so fort. Studieren ist eine Sache. was andere Menschen bemerken. etwas zu ändern. ein gewisses Ergebnis zu erzielen. Wenn ein Mensch etwas beobachtet. Dies bemerkt er. weil beim Wunsche. was ihm mißfällt. Zum Beispiel mag ein Mensch beobachten. das Gleichgewicht wiederherzustellen.

ohne dadurch zusätzliche Ergebnisse hervorzurufen. dem zweiten oder dem dritten Zentrum zugeordnet 157 . bei denen er sofort sieht. Warum? Das kann man unmöglich sagen. die dem Ziel und der Richtung der Arbeit völlig entgegengesetzt sind. während er sich beobachtet. zu welcher Kategorie sie gehören. Nur auf diese Weise ist es möglich. muß man die Möglichkeit ausgleichender Wandlungen erwägen und sie im voraus in Betracht ziehen.und Bewegungsfunktionen eingeprägt hat. die nicht fraglich sind. Und zuerst darf er nur bei solchen Beobachtungen verweilen. daß Verlust von Zerstreutheit notwendig leichte Erregbarkeit ergeben muß. „Aber im allgemeinen Plan der Arbeit und der Funktionen der menschlichen Maschine gibt es gewisse Punkte. schnell größer werden.Erregbarkeit ist als Ergebnis des Verlustes seiner Zerstreutheit aufgetreten. unliebsame Wandlungen zu vermeiden oder auch die Erscheinung von Eigenschaften. zum Beispiel Geiz. „Wenn ein Mensch sich den Unterschied zwischen den Denk-. Dies heißt nun nicht. Fühl. denn wenn man nicht mit ihnen beginnt. bei denjenigen. Genau so leicht kann irgendeine andere Eigenschaft erscheinen. Nur eine eingehende Analyse der psychischen Eigenschaften eines besonderen Menschen kann darlegen. dann wird die Anzahl der Beobachtungen. Und was erst zweifelhalt erschien. Wenn die Arbeit richtig durchgeführt wird. wie man zu ihnen gelangen kann. muß er. an denen eine Wandlung vollzogen werden kann. hinsichtlich derer er überhaupt keineiy Zweifel hat: das heißt. „Man muß diese Punkte kennen und man muß wissen. Neid oder etwas anderes. warum der Verlust einer Eigenschaft das Auftreten einer anderen verursacht hat. die überhaupt keine Beziehung zur Zerstreutheit hat. Er muß alle ungenauen und zweifelhaften Fälle beiseiteschieben und nur die im Gedächtnis behalten. wird man entweder überhaupt kein Ergebnis oder ganz falsche und unerwünschte Ergebnissse erzielen. wird nun klar dem ersten. die keine Frage mit sich bringen. „Also wenn man an sich selbst in der richtigen Weise arbeitet. sofort seine Eindrücke dieser oder jener Kategorie zuordnen.

seinen eigenen unmittelbaren Pflichten auszuweichen und nicht das zu tun. die Arbeit eines Zentrums für ein anderes: den Versuch des Denkzentrums. die Arbeit eines anderen Zentrums zu tun. Es gibt Situationen im Leben.werden können.unausgeglichen' oder . Jedes Zentrum hat sein eigenes Gedächtnis. „Gleichzeitig.und Bewegungszentrum. zu denken und zu fühlen. seine eigenen Assoziationen. Die SelbstBeobachtung wird uns jedoch sehr schnell zeigen. den Versuch des Gefühlszentrums zu denken und den Versuch des Bewegungszentrums.neurotisch' versteht. als wir denken. und das Ergebnis dieser Störung wird sehr unbefriedigend sein. Aber wenn dies zur Gewohnheit wird. während wir die Arbeit der Zentren beobachten. indem jedes Zentrum fähig wird. Tatsächlich besteht jedes Zentrum aus drei Teilen: einem Denk-. Wenn das Gefühlszentrum für das Denkzentrum arbeitet. werden wir neben ihrer richtigen Arbeitsweise auch ihr falsches Arbeiten bemerken. In einem unausgeglichenen Menschen geht diese Ersetzung eines Zentrums durch ein anderes fast stetig vor sich. ver- 158 . In einem normalen gesunden Menschen tut jedes Zentrum seine eigene Arbeit. was man unter . ist ein für ein anderes Zentrum arbeitendes Zentrum in manchen Fällen nützlich. und das ist genau das. sein eigenes Denken. da es die Stetigkeit der psychischen Tätigkeit aufrechterhält. Wie schon gesagt wurde. für die es besonders bestimmt ist und die es am besten durchführen kann. mit denen das Denkzentrum allein fertig werden und einen Ausweg finden kann. In jedem Zentrum kennen wir nur einen Teil. Wenn in diesem Augenblick das Gefühlszentrum an seiner Statt zu arbeiten beginnt. dann wird es alles durcheinanderbringen. daß es mehr Möglichkeiten enthält. daß es fühlt. das heißt. oder jedenfalls. daß unser Innenleben viel reicher ist. da es die richtige Arbeit stört. für die es gar nicht geeignet ist. Aber wir wissen sehr wenig über diese Seite unserer Natur. seine Arbeit einem anderen aufzubürden. was es tun sollte. wird es schädlich. zu fühlen oder vorzugeben. die Arbeit. als wir vermuten. Fühl. sondern was ihm im Augenblick am besten gefällt. und gleichzeitig strebt es danach. Jedes Zentrum strebt gleichsam danach. das heißt.

Das Denken ist zu langsam. scheinen ihm gleich zu sein. Noch kann er Bewegungen lenken. der über die Empfindungen eines anderen vernünftelt. Wenn das Denkzentrum für das Gefüblszentrum arbeitet. die Feinheiten und Unterschiede in vielen Ereignissen zu verstehen. indem er jeder Bewegung folgt. Fieberhaftigkeit und Eilfertigkeit in Lagen. Dies wird ganz klar. weil das Denkzentrum einfach unfähig ist. und. wo im Gegenteil ruhiges Urteil und Überlegung wesentlich sind. wenn wir uns einen Menschen vorstellen. daß die Qualität seiner Arbeit sich sofort verändert. mit seinem Verstand. Es arbeitet einen bestimmten Aktionsplan aus und folgt ihm weiter. werden seine durch das 159 . und so bestehen die Gefühle des anderen überhaupt nicht für ihn. Wenn er Schreibmaschine schreibt. Ereignisse. das heißt. das heißt. die Entscheidungen des Verstandes. bringt es Überlegung in Lagen. Ein gesättigter Mensch versteht einen Hungrigen nicht. Und die Entscheidungen des ersten. Was für eine Arbeit auch immer ein Mensch tun mag. die das Gefüblszentrum gefällt hätte. Seine Entscheidungen sind viel zu allgemein und entsprechen nicht den Entscheidungen. die Besonderheiten und Feinheiten der Lage zu unterscheiden. es genügt.ursacht es eine überflüssige Nervosität. des theoretischen Denkens. Er fühlt überhaupt nichts. sogar wenn sich die Umstände geändert haben und ein ganz anderer Weg des Handelns notwendig ist. Ebenso kann der Verstand auch nicht Empfindungen würdigen. die für das Bewegungszentrum und das Gefühlszentrum ganz verschieden sind. jede Handlung überlegt zu tun. Diese sind für ihn tot. in allen drei Fällen führt die Einmischung des Denkens zu ganz unerwünschten Ergebnissen. Aber für den anderen sind jene Gefühle unbedingt da. Wir sehen dies ganz klar. die rasche Entscheidungen verlangen. macht einen Menschen unfähig. Außerdem verursacht in manchen Fällen die Einmischung des Denkzentrums ganz falsche Reaktionen. in den Bereich des Gefühls. Beispiele dieser Art sind am leichtesten zu finden. Das Denken kann die Feinheiten des Gefühls nicht verstehen. und er wird sehen. der Empfindung oder der Bewegung vorstellen. wenn wir uns die Einmischung des Denkens. können ihn niemals befriedigen. wenn er versucht.

sondern einfach durch Tagträume oder durch Einbildungen. Wenn man ein Auto mit seinem Verstand fährt. Das geschieht gewöhnlich.Wo ist das Komma?'. sich vor jedem Buchstaben zu fragen: . erstrebt kein Ergebnis. fängt er sofort an. was er liest oder hört.Einbildung' ist eine der Hauptquellen falscher Arbeit der Zentren. wenn er mit dem Denken steuert. mit voller Geschwindigkeit zu fahren.nützlicher' Denktätigkeit. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und zum Zwecke der Erreichung eines bestimmten Ergebnisses unternommen wird. Fehler zu machen oder sehr langsam zu schreiben. weil Tagträumerei seinen eigenen Neigungen entspricht. die notwendig sind. wie wenn ein Mensch nichts als Worte liest oder hört und sich dessen. wenn die Aufmerksamkeit. „Die Arbeit des Bewegungszentrums an Stelle des Denkzentrums . Aber wenn er versucht. um eine größere Geschwindigkeit zu entwickeln. Tagträumerei ist genau das Gegenteil von . das heißt.Bewegungszentrum gelenkten Finger die notwendigen Buchstaben von selber finden. aber dies wird leicht eine Gewohnheit. Die Neigung zur Tagträumerei be- 160 . Das Denken kann nicht mit all den Bewegungen Schritt halten. Es ist für einen gewöhnlichen Menschen absolut unmöglich. aber gewöhnlich nützen sowohl das Bewegungs. weil das Denkzentrum gewöhnlich nicht durch nützliche Arbeit. . . gar nicht bewußt ist. die Richtung der Tätigkeit des Denkzentrums mit etwas anderem beschäftigt ist und wenn das Bewegungszentrum versucht. durch Gedanken oder durch Kontemplation abgelenkt wird. das abwesende Denkzentrum zu ersetzen. welches sich sehr gern für diesen Zweck zur Verfügung stellt. Der eigentliche Vorgang wird durch das Denkzentrum ausgeführt.Wie wird dieses Wort buchstabiert?'.Nützlich' heißt in diesem Falle eine Tätigkeit.Wo ist das K?'. „ . Jedes Zentrum hat seine eigene Form von Einbildung und Tagträumerei. erzeugt zum Beispiel mechanisches Lesen oder mechanisches Hören. Tagträumerei verfolgt kein Ziel. vor allem in den Straßen einer großen Stadt. kann man nur im niedrigsten Gang fahren. Der Grund für Tagträumerei liegt immer im Gefühlsoder im Bewegungszentrum. .als auch das Gefühlszentrum hierfür das Denkzentrum aus.

die sie sich zuziehen.Einbildung' und . merkt er sie nicht. wenn auch schwachen Versuch. um sie zu sehen und zu .und. befreien muß. wenn auch nur für einen Augenblick. Aber beim ersten. das heißt.sich eingebildet' hat.ruht zum Teil auf der Faulheit des Denkzentrums. oder Leiden. weil man. Alle drei Zentren sind voll von Gewohnheiten. bemerkt und fühlt er sie. Jeder erwachsene Mensch besteht vollständig aus Gewohnheiten. trotzdem er dies oft gar nicht gewahr wird und sogar leugnet. Tagträume einer angenehmen Art kann man immerhin verstehen und für sie eine logische Rechtfertigung finden. Wir haben früher gesagt. die man früher durchlebt oder . Bewegun^szentrums. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und in einer bestimmten Richtung geht.registrieren'. gegen sie anzukämpfen. über Krankheiten. seinen Versuchen. Tagträumerei von unangenehmen. morbiden Dingen ist sehr kennzeichnend für den unausgeglichenen Zustand der menschlichen Maschine.Tagträumerei' sind Beispiele falscher Arbeit des Denkzentrums. Darum muß man zwecks der Beobachtung und des Studiums von Gewohnheiten versuchen. und ein Mensch kann sich nie kennen. sich von ihnen. lebendig zu erhalten oder wiederzukäuen. Letzteres ist ganz unmöglich. daß 161 . Die Beobachtung und das Studium von Gewohnheiten ist besonders schwierig. Dies eröffnet eine praktische Methode für die Selbst-Beobachtung. die sie zu ertragen haben könnten. aus ihnen entkommen. sowohl angenehme wie auch unangenehme. . Tagträume eines unangenehmen Charakters hingegen sind vollständig absurd. „Die Beobachtung der Tätigkeit von Einbildung und Tagträumerei bildet einen sehr wichtigen Teil des Selbst-Studiums. irgendwelche Gewohnheiten zu haben. „Der nächste Gegenstand der Selbst-Beobachtung müssen die Gewohnheiten im allgemeinen sein. Solange ein Mensch durch eine besondere Gewohnheit gelenkt wird. dagegen anzukämpfen. bevor er nicht alle seine Gewohnheiten studiert hat. und teilweise auf der Neigung des Gefühls. Erlebnisse zu wiederholen. die ihnen oder ihrer Familie geschehen könnten. Und dennoch verbringen viele Menschen neun Zehntel ihres Lebens in solchen schmerzlichen Tagträumen über Unglücke. die Anstrengung einer Arbeit zu vermeiden.

Aber er wird dies nie erreichen. all seine unangenehmen Gefühle sofort auszudrücken. zu kämpfen. sie zu verändern. Dies ist wahr. während er schreibt. Aber es ist auch wahr. er muß in ungewohnten Haltungen sitzen. die er sonst mit seiner rechten Hand macht und umgekehrt.registrieren' kann. und versuchen. Aber wenn er versteht. daß er nur beobachten und . das heißt. er muß stehen. er muß sitzen. mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu gehen und so fort. wenn er fortfährt. Der Kampf mit kleinen Gewohnheiten ist sehr schwierig und langweilig. All dies wird ihm ermöglichen. anders zu gehen. Wenn ein Mensch sich beobachten will. und wenn er dann versucht. wo er gewohnt ist zu stehen. muß ein Mensch versuchen. sie auf eine andere Weise als gewöhnlich zu halten. woraus er besteht. Ohne Kampf kann ein Mensch nicht sehen. Dieser Kampf kann keine unmittelbaren Ergebnisse zeitigen. Aber er zeigt. Zum Beispiel kann ein Mensch seine Bewegungen studieren wollen. und er muß mit seiner linken Hand die Bewegungen machen. schneller oder langsamer zu gehen. wo er gewohnt ist zu sitzen. daß seine gewohnte Art zu gehen aus einer Anzahl Gewohnheiten besteht. zum Beispiel eine bestimmte Schrittweite zu halten. was da ist. mag beobachten wollen. mit sich selbst. aber ohne ihn ist Selbst-Beobachtung unmöglich. „Sogar beim ersten Versuch.ein Mensch nichts in sich ändern kann. trifft der Mensch auf Gewohnheiten. das heißt mit seinen Gewohnheiten. die elementarste Tätigkeit des Bewegungszentrums kennenzulernen. dann wird die Beobachtung möglich werden. wird er sich beobachten und seine Bewegungen studieren können. das heißt. sich zu beobachten und die Gewohnheiten und Assoziationen des Bewegungszentrums zu studieren.registrieren' kann. er kann zu keiner Wandlung führen. wenn er nicht versucht. zu be- 162 . größere oder kleinere Schritte zu machen. daß ein Mensch nichts beobachten und . wie er seine Feder hält. vor allem zu keiner bleibenden oder dauernden Wandlung. „Auf dem Gebiet der Gefühle ist es sehr nützlich. auf die gewöhnliche Art und Weise zu gehen. als er es gewohnt ist. dann muß er darauf achten. während er geht. wie er geht. Um sich zu beobachten. die Gewohnheit.

Er wird verstehen und sehen. während er sich selbst beobachtet. ohne dafür andere unerwünschte Gewohnheiten zu schaffen. und er wird einsehen. wenn keine unerwarteten äußeren Veränderungen statthaben. Gefühle und Worte das Ergebnis äußerer Einflüsse sind und daß nichts von ihm selbst herrührt. in denen ein Mensch sich oder seine Gewohnheiten wandeln kann. und dieses Ich verschwindet und ein anderes nimmt seine Stelle ein. daß seine Handlungen.tun'. Er wird seine vollständige Mechanisiertheit fühlen. was er im nächsten Augenblick sagen oder tun wird. davon abzustehen. was sie für Ordnung oder Gerechtigkeit halten. und wieder ist ein neues Ich da. keine unangenehmen Empfindungen zu äußern. wird er eine ganze Reihe sehr wichtiger Seiten seines Wesens registrieren. wenn sie fühlen. Jeder Schock ruft eines seiner Ichs auf den Plan. ihre Gefühle über schlechtes Wetter zu äußern. daß er nicht weiß. daß er nicht einmal für die kürzeste Zeitspanne für sich einstehen kann. Er ist eine der wenigen Richtungen. Erstlich wird er mit unmißverständlicher Klarheit die Tatsache verzeichnen. er kann nichts . Er ist eine Maschine. daß er nur dann der gleiche bleibt und nichts Unerwartetes tut. Ein anderer kleiner Wechsel in der Umgebung.geschieht'.kämpfen. sondern er hat gleichzeitig auch eine andere Bedeutung. die durch zufällige Schocks von außen gelenkt wird. Er wird einsehen. daß er überhaupt keine Kontrolle über sich hat. daß irgend etwas oder irgend jemand das verletzt. Viele Menschen finden es sehr schwer. und er wird sich überzeugen. Der Mensch wird beginnen zu verstehen. Noch schwieriger ist es für die Menschen. Er wird einsehen. daß seine Handlungen gänzlich durch äußere Bedingungen geleitet werden. der unter dem Einfluß äußerer Anregungen handelt. „Der Kampf gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle ist nicht nur eine sehr gute Methode zur Selbst-Beobachtung. daß er tatsächlich ein Automat ist. Darum muß Selbst-Beobachtung und Selbst-Studium von Anfang an von einem Kampf gegen das Äußern unangenehmer Gefühle begleitet sein. Alles . daß in ihm nichts Bleibendes ist. Gedanken. „Wenn ein Mensch alle diese Regeln einhält. von 163 . Ein neuer Schock.

sich auf die richtige Weise zu beobachten. „keine unangenehmen Gefühle auszudrücken". und ferner. aber ohne bewußten Zweck) und „Reflexe" (einfache und komplexe. mit einigen Vorbehalten und Zusätzen die alte Einteilung anzunehmen. die niemals bewußt sind und in manchen Fällen sogar hinderlich sein können). war die Idee des Bewegungszentrums. Aber dies war viel später. sich sofort zu wandeln beginnt.'s zu den Einteilungen. daß ein Mensch. Und die Zukunft zeigte. Das dritte. der anfängt. war die Frage: In welche Beziehung setzt G. daß man niemals finden kann. Ich fühlte sofort etwas Großes dahinter. stellte diese ganze Struktur vollständig auf den Kopf. die Bewegungsfunktionen zu den instinktiven Funktionen? Sind sie das gleiche oder etwas Verschiedenes? Und weiterhin. „automatische" Handlungen (die zuerst bewußt sein müssen). G. daß die menschlichen Handlungen sich gliedern in „bewußte" Handlungen. die mich hier fesselte. außerdem Handlungen. „instinktive Handlungen (förderliche. daß ich damit recht hatte. die in der üblichen Psychologie gebraucht werden? Ich hatte es für möglich gehalten. nichts gibt." Es gab einige Stellen in G. Das erste war die Möglichkeit der Selbst-Wandlung. die unter dem Einfluß verborgener Gefühlsveranlagungen oder unbekannter innerer Impulse ausgeführt werden. Der Begriff „unterbewußt". als ich das erstemal davon hörte. da das Studium der Gefühle und die Arbeit an den Gefühlen zur Grundlage der darauffolgenden Entwicklung des ganzen Systems wurde. Die Hauptsache. man sei im Recht. Erstens ließ er den Begriff „bewußte" Handlungen nicht gelten. das heißt. Das zweite war die Forderung. nicht eine einzige bleibende Funktion. weil es. der eine so große Rolle in 164 .dem aus eine Herrschaft ausgehen könnte. was bewußt wäre. was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog und worüber ich sogleich nachzudenken begann. wie schon aus seinen Worten klar wurde. die besonders mein Interesse erweckten. in welcher Beziehung stehen die Einteilungen G.'s psychologischen Theorien. nicht ein einziger dauernder Zustand.

's System der Hinweis. Blutkreislauf. bezeichnete Handlungen. die ein Mensch ausführt. Besonders wichtig war in G. Er benützte den Begriff „automatisch" nur für die Handlungen. Die einzigen äußeren Funktionen. der andere mit dem Bewegungszentrum. was das Wichtigste war. Als ich ihn nach den Reflexen fragte. Die Wechselbeziehung zwischen Bewegungs. daß diese Worte richtig nur auf die inneren Funktionen des Organismus angewandt werden dürfen. Aus seiner Rede ging hervor. er sprach zum Beispiel von „automatischen Gedanken" und „automatischen Gefühlen". Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungs- 165 . die zu dieser Kategorie gehören. sind die Reflexe. nicht als „automatisch". er fand automatische Handlungen in allen Zentren.und instinktiven Funktionen in seiner Beschreibung interessierte mich sehr.den Theorien mancher Autoren spielt. Er räumte dem Automatismus einen wichtigen Platz ein. können sie nicht „automatisch" genannt werden. erwies sich als ganz nutzlos und sogar irreführend. Die Einteilung der Handlungen nach den sie lenkenden Zentren beseitigte alle Ungewißheit und alle möglichen Zweifel in bezug auf die Richtigkeit dieser Einteilung. die durch das Bewegungszentrum gelenkt werden. nannte er diese „instinktive Handlungen". aber er betrachtete die Bewegungsfunktionen als von den automatischen Funktionen verschieden und. auf den dauernden Mißbrauch der Worte „Instinkt" und „instinktiv" aufmerksam. Atmung. das sie viel besser ausführt. Herzschlag. Zu allererst machte G. Und wie ich aus dem folgenden verstand. daß die gleichen Handlungen aus verschiedenen Zentren herrühren können. weil Erscheinungen ganz verschiedener Kategorien unter den Begriff „unterbewußt" eingereiht werden. Ein Beispiel ist der Rekrut und der alte Soldat bei Gewehrübungen. und icli kehrte in meinen Gesprächen mit ihm oft zu diesem Thema zurück. Der eine führt die Übung mit seinem Denkzentrum aus. Aber G. Verdauung — das sind die instinktiven Funktionen. hielt er von den äußeren Bewegungen nur die Reflexe für instinktive Handlungen. Wenn die gleichen Handlungen von einem Menschen beobachtet werden. ohne sie selbst wahrzunehmen.

welche die jungen Tiere von älteren lernen. erklärte die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung in Bienenstöcken. Ich wollte sehr gern hierüber wie auch über viele andere Dinge in Verbindung damit mit G. stellte viele Probleme auf eine ganz neue Grundlage. den Verstand nicht benötigt und ein eigenes Gehini darstellt und das andererseits nicht vom Instinkt abhängt und vor allem anderen lernen muß. Durch Nachahmung geleitet. was es sieht. Der Mensch hat sehr wenig angeborene äußere Bewegungen. Termiten.Funktionen ist folgender: die Bewegungsfunktionen eines Menschen sowohl als auch eines Tieres. Völkerwanderungen und so weiter sagt. die es über die wunderbare „Intelligenz" von Tieren oder den „Instinkt" gibt. sondern auch ein „Empfangsgerät" darstelle. das einerseits nicht vom Verstand abhängt. andere weniger haben. aber instinktive Funktionen sind angeboren. Revolutionen. wich solchen Gesprächen immer aus. Das Bestehen eines Bewegungszentrums. was gewöhnlich als Instinkt erklärt wird. ohne zu überlegen. obwohl es Unterschiede gibt. müssen gelernt werden. das mittels der Nachahmung arbeitet. eines Vogels. Wenn ich daran dachte. sprechen. Das Bewegungszentrum ahmt nach. überhaupt keine Abweichung von dem Vorbild geben. was man über Kriege. Dies ist der Ursprung der Legenden. 166 . hat eine Generation sich ganz nach dem Vorbild der anderen richten müssen. daß jedes Zentrum nicht nur eine Bewegkraft. Aber G. Die Vorstellung eines unabhängigen Bewegungszentrums. Femer wurde mir vieles durch die Vorstellung klar.und Ameisenhaufen. indem er sie auf den Menschen und das wirkliche Problem des Selbst-Studiums lenkte. Es konnte keinen Wechsel. das als Empfänger verschiedener und manchmal sehr entfernter Einflüsse arbeite. ist sehr oft eine Reihe komplexer Bewegungsfunktionen. eines Hundes. Aber die „Nachahmung" erklärte nicht. Das Tier hat mehr. aber das. der die Stelle der Intelligenz einnimmt und sie eine ganze Reihe sehr komplizierter und nützlicher Handlungen ausführen läßt. Eine der Haupteigenschaften des Bewegungszentrums ist dessen Fähigkeit zur Nachahmung. wie es überhaupt erst einmal zu dieser Ordnung gekommen war. da einige mehr.

daß die „Massen" aus Automaten bestehen. Den nächsten Augenblick ist das instinktive aktiv und das Bewegungszentrum passiv. die Prinzipien zu erklären. Bewußtsein oder individueller Neigung handeln. Wir betrachten die Handlungen eines Individuums als von ihm selbst herrührend.und instinktive Zentrum jedoch auf einer Stufe. Das Denk-. „Werden die instinktiven und die Bewegungsfunktionen durch zwei verschiedene Zentren gelenkt?" fragte ich einmal G. In manchen Menschen ist das Bewegungszentrum aktiver. die sich auf der gleichen Stufe befinden. in anderen das instinktive Zentrum. begann ich unseren grundsätzlichen Fehler in der Bewertung der Handlungen eines Individuums zu verstehen. „und ferner muß das Geschlechtszentrum hinzugefügt werden." 167 . wie Menschenmassen unter der Leitung planetarischer Einwirkungen sich bewegen. was diese Stufen bedeuten und wovon sie abhängen. „Einen Augenblick ist das Bewegungszentrum aktiv und das instinktive passiv. Später werden Sie verstehen. Und außer verschiedenen Zuständen gibt es auch verschiedene Typen." „Welches Zentrum im unteren Stockwerk ist aktiv und welches passiv?" „Das wechselt".und Bewegungszentrum arbeiten auf verschiedenen Stufen.. Fühl.und Gefühlszentrum sind für das Leben nicht unerläßlich. wenn es nur wichtig ist. sondern unter dem Einfluß äußerer Reize. Dies sind die drei Zentren des unteren Stockwerkes. die äußeren Einflüssen folgen und nicht unter dem Einfluß von Willen. weil die drei in ihm arbeitenden Zentren die Leiter der drei Kräfte sind. die möglicherweise von sehr weit herkommen. Das Geschlechtszentrum ist die neutralisierende Kraft in bezug auf das instinktive und das Bewegungszentrum. nehmen wir sie als ein Zentrum mit verschiedenen Funktionen an. das Bewegungs. Sie müssen für beide Zustände in sich selbst Beispiele finden. „Gewiß".wenn ich mir vorstellte. Denk. Wir stellen uns nicht vor. Aber zum Zwecke der Erleichterung im Denken und vor allem am Anfang. Das untere Stockwerk kann für sich bestehen. sagte G. sagte G.

„Ich weiß nicht. dann können Sie wissen.. bevor wir überhaupt von . „die gewöhnliche wissenschaftliche Sophisterei. „kosmisches Bewußtsein" zu erreichen. im Gespräch. Und wenn Sie es nicht haben. Achten Sie darauf. Nur eines ist wahr in dem. daß Sie davon frei werden." „All das ist Unsinn". nicht nur für einen kurzen Augenblick. sondern für eine längere Zeitspanne. was Sie .kosmische Bewußtsein' einfach Phantasie. ob er es für möglich halte. was er will.kosmisches Bewußtsein' nennen". müssen wir im allgemeinen bestimmen. denn Sie können es nur erkennen.. Aber ganz abgesehen davon. uns zur Verfügung stehenden Mitteln ist es unmöglich.kosmischem Bewußtsein' reden. jeder kann damit bezeichnen. daß ich sagte erkennen können. „und wie kann es auch definiert werden. Ich verstand den Ausdruck „kosmisches Bewußtsem" als ein für den Menschen mögliches höheres Bewußtsein in dem Sinne.SIEBENTES KAPITEL B ei einer Gelegenheit fragte ich G. wenn Sie es haben. das Dasein des Bewußtseins in einem anderen Menschen zu beweisen. sagte G. „das ist ein vager und unbestimmter Begriff. aber meistens ist es nur eine subjektive Gefühlserfahrung auf der Traumebene. wenn es eine innere Qualität ist? Mit den gewöhnlichen. sagte G. assoziatives Tagträumen in Verbindung mit verstärkter Arbeit des Gefühlszentrums. daß 168 . sagte ich. Manchmal kommt es der Ekstase nahe. „Wie definieren Sie Bewußtsein?" „Bewußtsem wird für undefinierbar gehalten". Es ist Zeit. Wir kennen es nur in uns selbst. was Bewußtsein ist. wie ich früher darüber in meinem Buch Tertium Organum geschrieben hatte. In den meisten Fällen ist das sogenannte . was Sie gesagt haben: daß Sie Bewußtsein nur in sich selbst erkennen können.

arbeiten können. was sie tun. Wissenschaft und Philosophie können Bewußtsein nicht definieren. sehen können. zwar nicht im selben Augenblick. Deshalb können wir nicht definieren. zwischen Bewußtsein und der Möglichkeit von Bewußtsein zu unterscheiden. aber später. und damit können Sie den Augenblick finden oder sich an ihn erinnern. Wir haben nur die Möglichkeit von Bewußtsein und seltene Augenblicke seines Aufblitzens. „Ihr Hauptfehler besteht darin. Sie werden dann sehen. solange Sie nicht verstehen. wenn es wieder auftaucht. dann werden Sie ebenso sicher auch an anderen erkennen. Sowohl das Bewußtsein als auch die verschiedenen Grade des Bewußtseins muß man in sich selbst feststellen — durch Empfindung. und es sind auch keine Definitionen möglich. daß Bewußtsein entweder immer da ist oder nie da ist. Ich meine damit. die Sie heute weder sehen noch erkennen." 169 . wo es gar nicht besteht. ohne sich dessen bewußt zu sein. Sie können ebenfalls die Zeitpunkte bestimmen. in dem es verschwand und in dem es wieder erschien. bewußt sind oder nicht. nun ist sie nicht da. Und es gibt verschiedene Grade und verschiedene Stufen von Bewußtsein. daß Sie denken. In diesem Falle können Ihnen keine Definitionen helfen. weil sie es da definieren wollen. was Sie zu definieren haben. nämlich daß die Augenblicke des Bewußtseins sehr kurz und durch lange Zwischenräume vollständig unbewußten mechanischen Arbeitens der Maschine unterbrochen sind.Sie es nicht haben. daß Sie denken. durch den . ob sie sich dessen. sprechen. und wenn Sie lernen. Aber die Beobachtung des Erscheinens und Verschwindens des Bewußtseins in Ihnen selbst wird Ihnen unvermeidlich eine Tatsache klarmachen. was Bewußtsein ist.Geschmack*. Eben ist sie da. Sie hätten immer Bewußtsein. In Wirklichkeit ist Bewußtsein eine Eigenschaft. in sich selbst die Augenblicke von Bewußtsein und die langen Zeitspannen des Mechanisiertseins zu sehen. Es ist notwendig. fühlen. daß Sie. in denen Sie dem Bewußtsein näher oder weiter davon entfernt sind. und femer im allgemeinen. handeln. daß es für eine lange Zeit abwesend gewesen ist. die sich stetig wandelt.

haben überhaupt einen Wert. sei die Verbundenheit einer Sache mit einer anderen in diesem System. bei Beginn einer Zusammenkunft eine Frage. die Ganzheit des Systems.es denkt'. „Keiner von Ihnen hat das Wichtigste bemerkt. war von unseren Antworten sichtlich unbefriedigt. Nur die Ergebnisse. auf die alle Anwesenden der Reihe nach antworten mußten.Ich kann nicht behaupten. und berichten Sie mir später die Ergebnisse. daß Sie sich nicht Ihrer selbst erinnern. ich bemerke. was wir während der Selbst-Beobachtung bemerken?" Einige der Anwesenden sagten. Bei Ihnen . sondern die Verbindung dieser Sache mit allem anderen.beobachtet es' genau so wie . und die vollständig neue Bedeutung des Wortes wissen. die von der SelbstErmnerung begleitet werden.) Sie fühlen sich selbst nicht. . Bei einer Gelegenheit stellte G.) Versuchen Sie. das wir entweder überhört oder nicht begriffen hatten. Andere sprachen von der Schwierigkeit. daß man diese oder jene Sache kenne.es lacht'. G. den sie nicht aufhalten konnten.wird bemerkt'. denn ich sagte. . „Ich meine. daß er von uns Hinweise auf etwas Bestimmtes erwartete. als ob es ein „Organismus" sei. was mich am meisten beeindrucke. Sonst 170 . die Arbeit eines Zentrums von der Arbeit eines anderen zu unterscheiden. . muß man zuerst sich seiner selbst erinnern.. die nicht nur die Vorstellung einschließe. keiner von Ihnen hat bemerkt. sich Ihrer selbst zu erinnern. . Ich hatte schon begonnen. Sie sind sich Ihrer selbst nicht bewußt. Alles . ihn in solchen Umständen zu verstehen und sah. (Er legte besonderen Nachdruck auf diese Worte. auf denen seine Argumente beruhten. Um sich wirklich zu beobachten. (Er betonte wieder diese Worte.es spricht'. Sie fühlen nicht: ich beobachte. bei Versuchen der Selbst-Beobachtung hätten sie besonders stark einen unaufhörlichen Gedankenstrom gespürt. Aber eines der folgenden Gespräche erklärte mir die Prinzipien. während Sie sich beobachten. Ich hatte sichtlich die Frage nicht vollständig verstanden oder ich äußerte meine eigenen Gedanken. daß seine Worte über das Bewußtsein mir sofort klar wurden. Die Frage war: „Was ist das Wichtigste. auf das ich Sie hinwies". ich sehe.wird gesehen'. sagte er.

die Gedanken zu einem Stillstand brachten. daß er es könne. Schon die ersten Versuche zeigten mir. Der erste Eindruck war. hatten mir gezeigt und mich bald überzeugt. und vor allem alle meine Versuche. außer daß sie mir zeigten. Sie schienen mir sofort der Schlüssel zu seinen Worten über das Bewußtsein zu sein. und dieses Ich stetig zu fühlen. oder er wird Sie für einen vollständigen Narren halten. daß wir uns tatsächlich nie an uns selbst erinnern. daß ich hier einem gänzlich neuen Problem gegenüberstand. wissen schon sehr viel. sondern zu versuchen. alles. daß niemand es weiß. zu beschreiben versuchen. Und was sind dann all Ihre Beobachtungen überhaupt wert?" Diese Worte von G. „Was wollen Sie mehr?" sagte G. auf das Wissenschaft und Philosophie bis jetzt noch nicht gestoßen waren. die dies wissen (er betonte diese Worte). ich gehe. mich meiner selbst zu erinnern. Das ganze Leben beruht hierauf. wird er natürlich antworten. dann ist er schon dem Verständnis seines Seins nahegerückt.mich als Ich fühlte. konnte ich weder denken noch sprechen. die ganze menschliche Blindheit. „Dies ist eine sehr wichtige Einsicht. Aber bevor ich auf meine weiteren Folgerungen eingehe. will ich nieine Anstrengungen. wird er entweder auf Sie wütend werden." Alles. keine Schlüsse zu ziehen. Menschen. Wenn Sie ihm sagen. Die Versuche von Selbst-Erinnerung führten zu keinem Ergebnis. Die Hauptschwierigkeit ist. ich tue. während der Selbst-Beobachtung mich meiner selbst zu erinnern. Wenn ich .sind Sie selbst gar nicht an Ihren Beobachtungen beteiligt. was ich mir selbst dabei dachte. daß die Versuche. Wenn ein Mensch wirklich weiß. ob er sich seiner selbst erinnern könne. gaben mir viel zu denken. daß er sich nicht seiner selbst erinnern kann. Aber ich nahm mir vor. sagte. wie schwer dies ist. daß er sich nicht seiner selbst erinnern könne. mich meiner selbst zu erinnern. Wenn Sie einen Menschen fragen. die ganze menschliche Existenz. sogar die Empfindungen 171 . mich meiner selbst zu erinnern oder mir meiner selbst bewußt zu werden. mir zu sagen. was G.

während bei der Selbst-Erinnerung die Aufmerksamkeit geteilt wird. sich selbst zu empfinden. dem Hauptkennzeichen der Selbst-Erinnerung.der beobachtete Gegenstand. Ich -< >. Und meine ersten Versuche. meine Gedanken zum Stillstand zu bringen. sah ich. riefen mir diese meine ersten Experimente ins Gedächtnis. Zum Beispiel gibt es eine wenn auch sehr allgemeine Beschreibung darüber in Edward Carpenters Buch Vom Gipfel Adams nach Elephanta.wurden verschwommen. Nachdem ich dies definiert hatte. wird meine Aufmerksamkeit sowohl auf den beobachteten Gegenstand als auch auf mich selbst gerichtet. Tatsächlich war es fast das gleiche mit dem einen Unterschied. Ich hatte früher einige Experimente in der Richtung gemacht. Ich spreche von der Teilung der Aufmerksamkeit. Ich stellte es mir in der folgenden Weise vor: Wenn ich etwas beobachte. Femer konnte man sich auf diese Weise nur für eine sehr kurze Zeitspanne seiner selbst erinnern. ein Teil wird auf die gleiche Anstrengung gerichtet und der andere Teil darauf. wie es in Büchern über Yoga-Übungen erwähnt wird. Wenn ich gleichzeitig versuche. ohne die auf einen anderen Gegenstand gerichtete Aufmerksamkeit zu schwächen oder zu vernachlässigen. 172 . wird meine Aufmerksamkeit auf den beobachteten Gegenstand gerichtet — eine Linie mit einer Pfeilspitze. mich meiner selbst zu erinnern. daß beim Anhalten der Gedanken die Aufmerksamkeit ganz auf die Anstrengung gerichtet ist. Ich *. die nichtsdestoweniger sich in der Praxis als sehr nützlich erwies. zu einer wenn auch wahrscheinlich sehr unvollständigen Definition von „Selbst-Erinnerung" zu kommen. daß das Problem darin bestand.der beobachtete Gegenstand. keine Gedanken zuzulassen. mich meiner selbst zu erinnern. Eine zweite Pfeilspitze erscheint auf der Linie. Femer konnte dieser „andere Gegenstand" sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von mir befinden. die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten. Diese letzte Einsicht befähigte mich.

er denkt. er wird es nie 173 . den Kopf nicht zu verlieren. Ein Mensch fühlt etwas. Diese letzte Einsicht enthüllte mir vieles andere. Irgendwie sah ich darin die Haupt-Absurdität des Lebens. daß Augenblicke von Selbst-Erinnerung im Leben. Das heißt ich erkannte. Aber ich sah bereits. Tatsächlich war ich seit frühester Jugend mit ihnen bekannt. Es war ein neuer und sehr interessanter Zustand. Gleichzeitig wurden mir zwei Dinge klar. endgültige Schlüsse zu ziehen. sie noch einmal zu durchleben. daß sie stattfanden. da man seine eigene Stimme hört und sich selbst von außen sieht und beobachtet. da es notwendig ist. Ich sah ganz klar. Von den anderen weiß ich nur. vorkommen. daß meine ersten Lebenserinnerungen — in meinem eigenen Fall sehr frühe — Augenblicke des Selbst-Erinnerns waren. Ich fürchtete mich immer noch. in denen ich mich meiner selbst erinnert hatte. daß Selbst-Erinnerung als Ergebnis dieser Methode nichts mit „Selbst-Fühlen" oder „Selbst-Analyse" gemein hat. daß ich an der Schwelle einer sehr großen Entdeckung stand. Erstens stellte ich fest. wenn auch selten. wo ich mich meiner selbst erinnerte. daß ich mich wirklich nur an diejenigen Augenblicke in der Vergangenheit erinnere. zum Beispiel wenn man plötzlich um sich blickt und sagt: Wie merkwürdig — ich und dieser Ort! Oder in Augenblicken sehr starken Gefühls. Warum soll man so viel erleben. Sie traten entweder in neuen und unerwarteten Umgebungen auf oder an einem neuen Ort. Die Schwäche und Mangelhaftigkeit unseres Gedächtnisses hatte mich immer erstaunt. Nur die absichtliche Erzeugung solcher Augenblicke schuf eine Empfindung von Neuheit. was ihm sehr groß zu sein scheint. sie ganz wieder hervorzurufen. um es nachher zu vergessen? Femer war darin etwas Erniedrigendes. in Augenblicken von Gefahr. der mir merkwürdig bekannt vorkam. bei einer Reise unter neuen Menschen. in Augenblicken. Zweitens erkannte ich.Gleich die ersten Versuche solcher Aufmerksamkeits-Teilung zeigten mir deren Möglichkeit. Aber die Augenblicke. waren lebendig und in keiner Weise von der Gegenwart verschieden. Ich bin nicht imstande. So vieles verschwindet.

Häuser. Darin war keine „Einbildung". nieine Aufmerksamkeit längere Zeit auf das Selbst-Erinnem zu richten. waren ganz lebendig. warum dem so war und warum es nicht anders sein konnte. Nun wurde mir klar. alles lenkte mich ab. mich meiner selbst zu erinnern. ohne den Faden derAufmerksamkeit. die natürlicherweise — das heißt von selbst — uns nur sehr selten und unter außergewöhnlichen Bedingungen begegnen. Hierauf wandte ich mich wieder dem Newsky zu und erkannte. Später. dann wird der Grund seiner Armut klar. Wenn unser Gedächtnis wirklich nur in Augenblicken des Selbst-Erinnerns lebendig ist. Ich dachte an gar nichts. und schaute umher. All dies waren die Einsichten der ersten Tage. die Bewegung. sah ich. die Empfindungen kamen ganz von selbst. ich ging einfach spazieren und versuchte. daß SelbstErinnern wunderbare Empfindungen vermittelt. Manchmal war das Selbst-Erinnern nicht erfolgreich. daß es in 174 . und trotz aller meiner Anstrengungen war ich unfähig. Jeden Augenblick verlor ich den Faden meiner Aufmerksamkeit. zu verlieren. zu anderen Zeiten wurde es von merkwürdigen Beobachtungen begleitet. ich hatte mich fest entschlossen. Ich spazierte einmal den Litejnij entlang in Richtung auf den Newsky. meine Aufmerksamkeit zu teilen. St. meine Aufmerksamkeit wenigstens für einige Zeit. Aber davon will ich später sprechen. vor allem alte Häuser. Schließlich fühlte ich eine Art lächerlichen Ärgers über mich und bog in die Straße nach links ein. So pflegte ich zum Beispiel während dieser Zeit sehr viel nachts durch St. ein oder zwei Jahre vergehen — und nichts bleibt davon übrig. fand ihn wieder und verlor ihn wieder. jedenfalls bis ich die folgende Straße erreicht haben würde. Der Lärm. außer vielleicht für kurze Momente. Ich erreichte die Nadejzdinskaja. Petersburg zu wandern und die Häuser und Straßen „zu empfinden". Peters• bürg ist voll von solchen merkwürdigen Empfindungen. darauf zu konzentriereta. mich meiner selbst zu erinnern. Später sollte ich auf die gleiche Art noch viele unerwartete Dinge entdecken.vergessen. und fast sprach ich mit ihnen. als ich lernte.

Gleichzeitig hatte ich. weiter zusammenhängende und nützliche Handlungen ausgeführt. Gerade um die Ecke am Newsky war ein Tabakladen. Beim Erreichen des Newsky erinnerte ich mich noch meiner selbst und begann bereits. Dann war ich wieder aus dem Haus gegangen. Die Empfindung des Erwachens war erstaunlich lebendig. Wie ich entlang der Nadejzdinskaja spaziert war. Ich hatte einen Iswostschik gedungen und war zur Kavalergardskaja zu meinen Druckern gefahren.ruhigen Straßen für mich leichter war. zur Offizerskaja zu gelangen. den seltsamen Gefühlszustand inneren Friedens und Vertrauens zu verspüren. das heißt weit weg von dort. Ich war auf der linken Seite des Newsky bis zum Gostinij Dvor gegangen mit der Absicht. Ich sprach über meine Beobachtungen und Schlüsse sowohl zu den Leuten unserer Gruppe als auch zu meinen zahlreichen literarischen Freunden und anderen. daß ich zu mir kam. weil es spät geworden war. den gedanklichen Faden nicht zu verlieren. mich meiner selbst zu erinnern. während ich die Tawritscheskaja entlang fuhr. Immer noch mich meiner selbst erinnernd. Ich hatte zwei Briefe geschrieben. war in meine Wohnung in der Litejnij gegangen und hatte mit den Druckern telephoniert. dachte ich dort vorzusprechen und einige Zigaretten zu bestellen. daß ich vergessen hatte. als ob ich etwas vergessen hätte. Dann hatte ich meine Absicht geändert. wie ich an Zigaretten gedacht hatte und wie ich bei diesem Gedanken anscheinend in tiefen Schlaf gesunken war. wo meine Zigaretten angefertigt wurden. — Und plötzlich erinnerte ich mich. Sofort erinnerte ich mich an alles. Zwei Stunden später erwachte ich in der Tawritscheskaja. deshalb wollte ich es auch in lärmigeren Straßen versuchen. während ich in diesen Schlaf versunken war. Ich fuhr mit einem Iswostschik zu den Druckern. begann ich eine merkwürdige Unruhe zu verspüren. 175 . Ich kann beinahe sagen. wie ich mich meiner selbst erinnert hatte. Und auf dem Weg. den große Anstrengungen dieser Art nach sich ziehen. Ich hatte den Tabakhändler verlassen.

wenn wir genügend Anstrengungen machen. was es früher noch nirgends gegeben hatte. handeln und denken. uns unser selbst erinnern können. daß wir in tiefem Schlaf leben. Und daß wir. sagte er mir. etwas. „Haben Sie Wundts Logik gelesen? Sie werden dort seine letzte Definition der Apperzeption finden. was Wundt geschrieben hatte. was ich Wolinsky erklärt hatte. und manchmal begannen sie mir sogar zu beweisen.Beobachtung mit Selbst-Erinnern'. Die Menschen. nämlich.Einfache Beobachtung' ist Perzeption. Mir fiel der Unterschied zwischen dem Verständnis seitens der Leute innerhalb unserer Gruppe und dem der übrigen Menschen auf. verstanden. den ich oft getroffen und mit dem ich seit 1909 viel gesprochen hatte und dessen Meinung ich hochschätzte. sondern absolut wirklich. Ich hatte Wundt gelesen. dank derer die Psychologie eine genaue und gleichzeitig eine praktische Wissenschaft werde. und dies nicht metaphorisch. Wundt war der Idee nahegekommen. Natürlich wußte Wundt davon. die europäische und westliche Psychologie im allgemeinen hätte eine Tatsache von gewaltiger Wichtigkeit übersehen. wenn auch nicht alle sofort. Wolinsky. aber andere waren ihr genau so nahegekommen 176 . daß wir auf ein „Wunder" gestoßen seien und daß es etwas „Neues" sei. daß es solche Theorien schon früher gegeben habe. ist Apperzeption. L. wovon Sie sprechen." Ich wollte nicht mit Wolinsky streiten. die zu unserer Gruppe gehörten. A. daß wir erwachen können. Die anderen Menschen verstanden dies nicht. alle nahmen es zu leicht. daß wir uns unser selbst nicht erinnern. Es ist genau das. überhaupt nicht das. Ich sagte. fand in der Idee des „Selbst-Erinnems" nichts. und daß nun die Arbeit an sich selbst nicht mehr nur leere Worte seien. sondern eine wirkliche Tatsache voller Bedeutung. Und natürlich war das. daß dies der Schwerpunkt des ganzen Systems und aller Arbeit an sich selbst sei. „Das ist Apperzeption".Ich sagte ihnen. was er nicht schon früher gekannt hätte. . wie Sie es nennen. .

Wenn wir die Prinzipien irgendeines Gesetzes erkannt haben. „Bei richtigem Wissen muß das Studium des Menschen parallel zum Studium der Welt verlaufen. Mir schien es nur merkwürdig. und in anderen Fällen ist es besser. sowohl in der Welt als auch im Menschen. konnte er auch natürlich die zentrale Stellung nicht erkennen. mit der Welt zu beginnen und dann zum Menschen überzugehen. fand er uns in Experimente über Selbst-Erinnem und in Diskussionen über diese Experimente vertieft. ist sehr klein. Er hatte die Größe der Idee nicht gesehen. Verschiedene zahlenmäßige Ver- 177 . daß Wolinsky dies sogar dann nicht sehen konnte. „Die Anzahl der Grundgesetze. daß diese Idee für viele sonst sehr intelligente Menschen unter einem undurchdringlichen Schleier verborgen ist — und noch viel später sah ich. Und da er die Größe der Idee nicht gesehen hatte. mit dem Menschen zu beginnen und dann auf die Welt überzugehen. müssen wir nach seiner Äußerung in Welt und Mensch gleichzeitig Ausschau halten. und das Studium der Welt muß parallel zum Studium des Menschen verlaufen. Später kam ich zu der Überzeugung. Aber bei seiner ersten Vorlesung sprach er von etwas anderem. die sich hinter seinen Gedanken über die verschiedenen Formen der Perzeption verbarg. Darum ist es in manchen Fällen besser. warum dies so ist. Als G. Die Gesetze sind überall die gleichen. das nächstemal von Moskau kam. als ich ihn darauf hinwies. andere wieder leichter im Menschen beobachtet. in den Erscheinungen verschiedener Ordnungen Analogien zu finden. Femer werden einige Gesetze leichter in der Welt. die alle Vorgänge in Welt und Mensch regieren.und waren später in einer anderen Richtung wieder davon abgewichen. welche die Idee des Fehlens von Bewußtsein und die Idee der Möglichkeit einer willkürlichen Schaffung dieses Bewußtseins in unserem Denken einnehmen sollte. „Dieses parallele Studium von Welt und Mensch zeigt die grundsätzliche Einheit von allem auf und hilft.

vom feinsten bis zum gröbsten. als die stetige Kraft des ursprünglichen Impulses weiterwirkt. „Nach den im Westen anerkannten Theorien sind Schwingungen stetig. ist es notwendig. stärken oder schwächen einander. Aber bis zu diesem Augenblick. so lange aufsteigen oder absteigen. muß man das Weltall als aus Schwingungen bestehend betrachten. „Das nächste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. kreuzen einander. entwickeln sich die Schwingungen einförmig und allmählich und können beim Fehlen von Widerstand sogar endlos sein. wie es oft genannt wird. als ob sie sich ununterbrochen vollziehen. Diese Schwingungen vollziehen sich in allen Arten und Dichtigkeiten des Stoffes. überwindet. So ist eine der Grund- 178 . verlangsamen sich die Schwingungen natürlich und hören auf. bringen einander zum Stillstand und so fort. das Gesetz der Drei. Davon haben wir schon gesprochen. und in Zukunft werden wir auf dieses Gesetz in jedem neuen Forschungsgebiet zurückkommen. sie entstammen verschiedenen Quellen und vollziehen sich in verschiedenen Richtungen. die komplexen Erscheinungen auf diese Grundkräfte zurückzuführen. Das bedeutet. aus dem das Weltall besteht. „Um die Bedeutung dieses Gesetzes zu verstehen. das heißt bis zum Beginn der natürlichen Schwächung. jede Erscheinung in allen Welten ohne Ausnahme das Ergebnis einer gleichzeitigen Wirkung dreier Kräfte — der positiven. „Das erste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der drei Kräfte oder drei Prinzipien. welche die Schwingung verursacht und den Widerstand des Mediums. stoßen zusammen. das die Schwingung trägt. Wenn die Kraft des Impulses erschöpft ist und der Widerstand des Mediums die Oberhand gewinnt.Bindungen einiger Grundkräfte erschaffen all die scheinbare Mannigfaltigkeit der Erscheinungen. daß Schwingungen gewöhnlich so betrachtet werden. der negativen und der neutralisierenden. oder. „Um die Mechanik des Universums zu verstehen. Diesem Gesetz zufolge ist jedes Vorkommnis.

wenn dies auch nie genau formuliert wurde. gleich. daß es das bestimmte und notwendige Kennzeichen aller in der Natur vorkommenden Schwingungen ist. zum Beispiel beginnen aufsteigende Schwingungen in einem gewissen Augenblick langsamer aufzusteigen und absteigende Schwingungen beginnen langsamer abzusteigen. ob sie auf. Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt tritt eine Veränderung ein. „Der Grundsatz der Unstetigkeit von Schwingungen bedeutet. daß sie sich nicht einförmig. die durch die Natur des Impulses. daß die Kraft des ursprünglichen Schwingungsimpulses nicht einförmig wirkt. In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend. daß die Zeitspannen einförmiger Wirkung der Trägheit nicht gleichmäßig sind und daß 179 . sondern gleichsam abwechselnd stärker und schwächer wird. was unserer Auffassung von Schwingungen in der wirklichen Welt entspricht. Dieser Grundsatz kann noch genauer formuliert werden. da ihm niemand widersprochen hat. und die Schwingungen entwickeln sich nur für eine gewisse Zeitspanne. Trotzdem ist die Physik noch sehr weit von einer richtigen Ansicht über die Natur der Schwingungen oder das. gleichmäßig. wenn wir sagen. sondern mit periodischer Beschleunigung und Verlangsamung entwickeln.' Die Kraft des Impulses wirkt ohne Veränderung ihrer Natur. Nach dieser zeitweisen Verlangsamung sowohl im Aufsteigen als auch im Absteigen kommen die Schwingungen wieder in ihre frühere Richtung zurück und steigen eine gewisse Zeit einförmig auf oder ab. weil ersteres das Prinzip der Unstetigkeit von Schwingungen zur Grundlage des Verstehens von Schwingungen macht. das Medium. die Verhältnisse und so weiter bestimmt wird. dem Impuls zu folgen. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Entwicklung wieder aufgehalten wird. entfernt. „In diesem Fall steht das alte Wissen im Widerspruch zur zeitgenössischen Wissenschaft.Voraussetzungen unserer Physik die Stetigkeit der Schwingungen.oder absteigen. die Schwingungen hören sozusagen auf. In einigen der neuesten Theorien beginnt diese Voraussetzung zu wanken. und für eine kurze Zeit verlangsamen sie sich und verändern bis zu einem gewissen Grad ihre Natur oder ihre Richtung.

waren der alten Wissenschaft bekannt. werden die Entwicklungslinien der Schwingungen in Perioden aufgeteilt. daß es in diesem Schwingungs-intervall zwischen der gegebenen Anzahl von Schwingungen und einer doppelt so großen Anzahl zwei Stellen gibt. Nach einer gewissen Zeitspanne verdoppelt die Anzahl der Schwingungen. das sich bis auf unsere Zeit erhalten hat. innerhalb welcher sich die Schwingungen verdoppeln. aber nicht der Anfang selbst. noch besser. in acht ungleiche Abschnitte aufgeteilt. Die andere findet sich fast am Ende. „Stellen wir uns eine Reihe zunehmender Schwingungen vor. „Ungefähr so: Figur 8 1000 2000 |————————|———————————|——| „Die Gesetze. die der Vermehrung der Schwingun- 180 . „Um diese Verlangsamungsmomente zu bestimmen oder. Figur 7 1000 2000 |—————————————————————| „Man hat festgestellt. Nehmen wir sie in dem Augenblick. das heißt. wo eine Verlangsamung in der Vermehrung der Schwingungen statthat. Eine ist mehr am Anfang. Eine Periode ist kürzer.die Verlangsamungsmomente der Schwingungen nicht symmetrisch verlaufen. denen die Verlangsamung oder die Ablenkung der Schwingungen von ihrer ursprünglichen Richtung unterworfen ist. da sie im Verhältnis von eintausend pro Sekunde schwingen. Diese Gesetze wurden in eine bestimmte Formel oder ein Diagramm gekleidet. sie erreicht zweitausend. die Haltepunkte im Aufsteigen und Absteigen der Schwingungen. die der Verdoppelung oder Halbierung der Anzahl der Schwingungen in einem gegebenen Zeitraum entsprechen. die andere länger. In dieser Formel sind die Perioden.

und daß Licht.entdeckt' wurde. das ist die Oktave. das von alten Schulen ausgearbeitet und auf die Musik angewandt worden ist. „Die Sieben-Ton-Leiter ist die Formel eines kosmischen Gesetzes. in der die Häufigkeit der Schwingungen wächst. 181 . wenn auch diese Verknüpfung der Wissenschaft noch nicht ganz klar ist. daß es möglich ist. Nehmen wir an.gen entsprechen. „Das Studium der Struktur der musikalischen Sieben-Ton-Leiter ergibt eine sehr gute Grundlage für das Verständnis des kosmischen Oktaven-Gesetzes. Diese Periode der Verdoppelung der Schwingungen oder die Linie der Entwicklung der Schwingungen zwischen einer gegebenen Anzahl von Schwingungen und deren doppelter Anzahl wird eine Oktave genannt. und verschiedene . wenn wir die Äußerungen des Oktaven-Gesetzes in Schwingungen anderer Art untersuchen. das heißt bestehend aus acht. chemische und andere Schwingungen denselben Gesetzen unterliegen wie Schallschwingungen. Hitze. „Im Gewand dieser Formel wurde die Idee der Oktave von Lehrer auf Schüler überliefert.Stufen' der Oktave zeigen Beschleunigung und Verlangsamung zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung. von einer Schule zur anderen. daß diese Gesetze überall die gleichen sind. dann vergessen wurde und dann wieder gefunden oder . in der Chemie ist das periodische System der Elemente zweifellos eng mit dem Gesetz der Oktaven verknüpft. in acht ungleiche Teile beruht auf der Beobachtung der ungleichförmigen Vermehrung der Schwingungen in der ganzen Oktave. die dem entferntesten Altertum bekannt war. in der die Schwingungen verdoppelt werden. In sehr alten Zeiten fand eine dieser Schulen heraus. daß diese Oktave mit tausend Schwingungen pro Sekunde beginnt. Der achte Abschnitt wiederholt den ersten Abschnitt mit der doppelten Anzahl von Schwingungen. werden wir merken. diese Formel auf die Musik anzuwenden. Zum Beispiel ist der Physik die Lichtskala bekannt. Das Prinzip der Teilung der Periode. „Nehmen wir wieder die aufsteigende Oktave. Auf diese Weise gelangte man zur musikalischen Sieben-Ton-Leiter. Gleichzeitig aber.

An dem Ort. Die Schwingungen wachsen. fa 4/3.Bezeichnen wir diese tausend Schwingungen durch die Note do. dann ist re 9/8. Figur 9 do ———————————————————————— do Der Abschnitt zwischen einem do und dem nächsten. Figur 11 9/8 do re 5/4 4/3 3/2 mi fa sol 5/3 la 15/8 si do „Der Unterschied in der Beschleunigung oder das Wachstum der Tonwerte oder der Unterschied im Ton verhält sich wie folgt: zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen do und re 9/8 l == 9/8 re und mi 5/4 9/8 ==10/9 5/4 = 16/15 Vermehrung verlang4 / 3 mi und fa samt fa und sol 3/2 4/3 == 9/8 5/3 3/2 ==10/9 sol und la la und si 15/8 5/3 == 9/8 15/8 == 16/15 Vermehrung wieder 2 si und do verlangsamt Anm. fa. do. la. do. Figur 10 . Die italienische Tonleiter do — re — mi — fa — sol — la — si — do entspricht der deutsdien c — d — e — f — g — a — h — c. befindet sich ein zweites do. sol 3/2. weil die Frequenz der Schwingungen sich nicht einförmig vermehrt. ihre Frequenz nimmt zu. wird in sieben ungleiche Teile geteilt. das heißt eine Oktave. mi 5/4. Das Verhältnis der Tonwerte oder der Frequenz der Schwingungen ist folgendes: Wenn wir do als l annehmen. wo sie zweitausend Schwingungen pro Sekunde erreichen. la 5/3. sol. si 15/8 und do 2. mi. 182 . si . re. das heißt. das heißt das do der nächsten Oktave.

kosmischen' oder mechanischen Sinn spricht. Das kleinste Intervall 16/15 erscheint zwischen mi und fa und zwischen si und do. 10/9 und 16/15. Wir sehen. „Auf diese Weise gibt die Struktur der musikalischen Sieben-Ton Leiter ein Schema des kosmischen Gesetzes der Intervalle oder fehlenden Halbtöne. die in ganzen Zahlen 405. „Auf diese Weise erhalten wir zwanzig Noten. wenn man von Oktaven im . si. nur die 183 . ausgenommen die Intervalle mi — fa und si — do. Dies sind genau die Verlangsamungsstellen innerhalb der Oktave. „Bezüglich der musikalischen Sieben-Ton-Leiter nimmt man im allgemeinen (theoretisch) an. vpn denen acht Grundnoten sind: do. fa. das ist ein Halbton zwischen: do — re fa — sol re — mi sol — la la — si „Zwischen mi und fa und zwischen si und do wird der Halbton überhaupt nicht verwendet. daß es drei Arten Intervalle innerhalb der Oktave gibt: 9/8. die nur einen Halbton haben und wo ein Halbton als ausgelassen betrachtet wird. re. sol. la. mi.„Der Unterschied zwischen den Tönen oder zwischen den Tonwerten wird Intervall genannt. 400 und 384 entsprechen. In dieser Hinsicht werden. daß sich zwischen zwei Noten immer zwei Halbtöne befinden. do und zwölf dazwischenliegende: zwei zwischen jeder der folgenden zwei Noten: do re fa — sol re mi sol — la la si und je eine zwischen den folgenden zwei Noten: mi — fa si — do „Praktisch werden aber in der Musik an Stelle von zwölf dazwischenliegenden Halbtönen nur fünf verwendet.

Dieses Gesetz erklärt. warum wir weder denken noch tun können. warum es in der Natur keine geraden Linien gibt.Intervalle' oder der Verlangsamungen in der Entwicklung der Schwingungen. des Fortschritts und der Entwicklung der Erscheinungen auf allen Ebenen des von uns beobachteten Weltalls. warum alles in uns gedacht wird.Intervalle zwischen ml und fa und si und do als Intervalle bezeichnet. und durch fa. die bei do begonnene Linie ändert ihre Richtung. la und si fällt sie in einem Winkel von ihrer ursprünglichen. durch die ersten drei Noten gegebenen Richtung 184 . sol. die durch den Pfeil gezeigt wird: „Aber zwischen mi und fa ergibt sich eine Abweichung. so gibt es uns eine gänzlich neue Erklärung des ganzen Lebens. die dem entgegengesetzt ist. was wir wollen oder erwarten. Die Oktave beginnt in der Richtung. „Wenn wir die volle Bedeutung des Oktaven-Gesetzes begreifen. „Was geschieht denn nun genau im Augenblick der Verlangsamung der Schwingungen? Es entsteht eine Abweichung von der ursprünglichen Richtung. warum alles mit uns geschieht und gewöhnlich auf eine Weise geschieht. und ebenfalls. All dies ist die klare und unmittelbare Wirkung der .

185 . eine „Die nächste Oktave zeigt eine noch bestimmtere Abweichung. so daß die Linie der Oktaven sich schließlich vollständig umkehren kann und in einer der ursprünglichen entgegengesetzten Richtung fortschreitet. ein neuer Richtungswechsel. die folgende eine noch bestimmtere.ab. Zwischen si und do ergibt sich das zweite Intervall neue Abweichung.

welche die Entwicklungslinie der Kraft dauernd zu Veränderungen veranlassen — in einer gebrochenen Linie weiterzugehen. mit der wir begonnen haben. warum gerade Linien in unserer Tätigkeit nie vorkommen. in anderen Worten. warum wir nach Beginn einer Sache immer etwas vollständig anderes tun. F i g u r 16 „Dieses Gesetz zeigt.eigener Gegensatz' zu werden und so fort. das oft dem ersten ganz entgegengesetzt ist. können wir in allem beobachten. Nach einer bestimmten Zeitspanne energischer Tätigkeit oder starker Gefühle oder richtigen Ver- 186 . sich zu drehen. ihr . „All dies und noch vieles andere kann nur mit Hilfe des Gesetzes der Oktaven im Verein mit einem Verständnis der Rolle und Bedeutung der . einen vollständigen Kreis bilden. trotzdem wir das nicht bemerken und denken. das heißt einen Richtungswechsel. „Solch einen Lauf der Dinge.„Bei weiterer Entwicklung kann die Oktavenlinie oder Entwicklungslinie der Schwingungen in ihre ursprüngliche Richtung zurückkehren oder.Intervalle' erklärt werden. daß wir die gleiche Sache tun.

Philosophie. aber die Arbeit. unter Beibehaltung ihres früheren Körnens. Aber die Linie entwickelt sich weiter. und der Ausweg. wie viele Veränderungen in der Entwicklungslinie der Kräfte stattgefunden haben müssen. buchstäblich. an Stelle richtigen Denkens beginnt die Suche nach einem Kompromiß. die die mechanische Menschheit gar nicht zur Kenntnis zu nehmen wünscht. der Gedanke geht in einem Kreis. oder von den Asketen der frühen Jahrhunderte. zu den Scholasti- 187 . die esoterisches Christentum studierten. Denken Sie. vor allem in der Geschichte des Christentums. ist nun eine notwendige und nutzlose Formalität. wenn auch nicht in derselben Richtung wie zu Beginn. eine Anzahl ganz fremder Elemente sind ins Gefühl eingetreten — Sich-Sorgen. im persönlichen und vor allem im gesellschaftlichen und politischen Leben können wir beobachten. Verärgerung. wenn diese vorurteilslos studiert wird. das Gefühl wird schwächer und schwächer und steigt auf die Stufe der gewöhnlichen täglichen Ereignisse herab. Vielleicht das interessanteste Beispiel solchen Richtungswechsels in der Linie der Entwicklung von Kräften findet sich in der Religionsgeschichte. Wissenschaft. was früher bekannt war. Kunst. wieder ein Halt. um von den Bibelpredigten über die Liebe zur Inquisition zu kommen. Religion. es folgt Unterdrückung. Feindseligkeit.stehens kommt eine Reaktion. wieder eine Abweichung. die mit großem Eifer und Begeisterung begonnen wurde. Die Arbeit wird mechanisch. der gefunden war. Ermüdung und Gleichgültigkeit überkommen das Gefühl. die Arbeit wird ermüdend und langweilig. Alles geht in dieser Richtung für eine gewisse Zeit weiter. dann kommt wieder eine Reaktion. In Literatur. wiederholt. „Das gleiche geschieht in allen Sphären menschlicher Tätigkeit. Die Entwicklung der Kraft mag weitergehen. Ein Studium der Geschichte von diesem Gesichtspunkt aus zeigt die erstaunlichsten Tatsachen. Flucht vor schwierigen Problemen. leichte Erregbarkeit. wie die Entwicklungslinie der Kräfte von ihrer ursprünglichen Richtung abweicht und nach einer gewissen Zeitspanne in einer diametral entgegengesetzten Richtung weitergeht. der Gedanke wird dogmatisch. geht mehr und mehr verloren.

ebenso unmöglich. „Wir haben bisher hauptsächlich über die JJnstetigkeit der Schwingungen und über die Abweichung von Kräften gesprochen. daß in der tatsächlichen Entwicklung sowohl aufsteigender als auch absteigender Oktaven dauernd Schwankungen. das heißt das Auf und Ab innerhalb jeder Linie.kern. „Wenn wir gelernt haben. tatsächlich unmöglich sind. erschlafft und entartet. Aufstieg oder Abstieg ist die unausweichliche kosmische Voraussetzung für jede Handlung. „Das erste ist das Prinzip der Kraftabweichung. oder weil wir den Abstieg für einen Aufstieg halten. wenn es keinen Aufstieg gibt. ob sie nun auf. was es war. Wir sehen die erste nicht. „Das zweite ist die Tatsache. alles geht irgendwo hin. müssen wir lernen. daß Dinge für eine lange Zeitspanne auf der gleichen Ebene bleiben können. entweder weil wir die Unvermeidlichkeit des Abstiegs nicht zugeben. Auf- 188 . weil wir immer denken. die unverständlich sind. alles bewegt sich. „Das Gesetz der Oktave erklärt viele Erscheinungen in unserem Leben. „Nichts kann sich dadurch entwickeln. wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben könnten. es bewegt sich entweder auf einer aufsteigenden oder auf einer absteigenden OktavenLinie.oder absteigt. die ausrechneten. „Und drittens. das heißt. Das sind die zwei Hauptursachen unserer Selbst-Täuschung. weil Aufstiege. Wir müssen nun klar die zwei anderen Prinzipien begreifen: die Unvermeidlichkeit sowohl des Aufstiegs als auch des Abstiegs in jeder Entwicklungslinie von Kräften und ebenso die periodischen Schwankungen. wo wir sie sehen. daß nichts auf der Welt am gleichen Platze bleibt oder das bleibt. stattfinden. und wir sehen die zweite nicht. ein Auf und Ab. Weder verstehen wir noch sehen wir. zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven im Leben zu unterscheiden. wie man Bewußtsein durch mechanische Mittel vermehren kann. daß es auf einer Ebene bleibt. was um uns herum oder in uns vor sich geht. wandelt sich und entwickelt sich unvermeidlich oder verfällt.

189 .stieg und Abstieg innerhalb der Oktaven selbst zu unterscheiden. Energie. ohne es zu bemerken. unsere Entscheidungen. Gedanken. unsere Wünsche. daß nichts je auf der gleichen Stufe und beständig bleibt. die hier und dort im Menschen schwingen. werden stärker oder schwächer. wir können sehen. unsere Gefühle. war das Oktaven-Gesetz in all seinen Äußerungen dem alten Wissen bekannt. Entschlossenheit sind sowohl Perioden der Kraft-Entwicklung zwischen den . sowohl solche psychischer Natur als auch solche. ist auch ein Ausdruck des Oktaven-Gesetzes oder ein wenn auch unvollständiger Hinweis darauf. hauptsächlich weil wir immer in einer Richtung beginnen und später in einer anderen fortfahren. „Vom Gesetz der Oktaven und seinen drei hauptsächlichen Äußerungen hängen viele Erscheinungen ab. die von dem allgemeinen Gesetz abhängen. „Wie schon gesagt wurde.oder Abstiegsperioden durch. diese wellenartigen Schwankungen von Stimmungen. „Und es gibt vielleicht hundert Pendel. unsere Stimmungen. die ohne jeden sichtbaren Grund . Unsere Energie in der einen oder anderen Richtung. dieses Auf und Ab. ist mit denselben Eigenschaften und inneren Voraussetzungen unserer Tätigkeit verknüpft. die plötzlich stärker wird und dann genau so plötzlich schwächer wird. Gefühlen. „Selbst unsere Zeiteinteilung. Was für einen Bereich unseres Lebens wir auch nehmen. überall und in allem steigen und fallen die Wellen.besser' oder »schlechter* werden. unsere Absichten. an dem Gott von seinen Arbeiten ausruht. Der biblische Mythos von der Erschaffung der Welt in sechs Tagen und dem siebenten Tage. die unmittelbar mit unserem Leben verknüpft sind. Vom Oktaven-Gesetz hängt die Unvollkommenheit und Unvollständigkeit all unserer Erkenntnisse in allen Sphären ohne Ausnahme ab. das heißt die Einteilung der Woche in Werktage und Sonntage. Dieses Hin und Her. sie alle machen von Zeit zu Zeit Aufstiegs. überall und in allem geht das Schwingen des Pendels vor sich.Intervallen' in den Oktaven als auch die .Intervalle' selbst.

Die Beobachtung solcher richtig entwickelter Oktaven läßt die Tatsache erkennen. daß zu einer bestimmten Oktave parallellaufende Oktaven. werden durch andere. wenn in einem notwendigen Augenblick. daß eine richtige und fortschreitende Oktaven-Entwicklung. In Oktaven. wenn sie auch selten ist. „Die richtige Entwicklung der Oktaven beruht auf etwas. ohne irgend etwas zu verlieren oder ihre Natur zu verändern. „In einer aufsteigenden Oktave kommt das erste Intervall zwischen mi und fa. ändern die Schwingungen ihre Natur und führen zu Ergebnissen. auf irgendeine Art ihre . im Naturverlauf und sogar in der menschlichen Tätigkeit beobachtet werden kann. Wenn entsprechende zusätzliche Energie an diesem Punkte hinzutritt. wird die Oktave sich ohne Störung bis si weiterentwickeln. zeigen. entgegengesetzt sind.Schwingungen' sich auf verschiedene Weise entwickeln können. die diese kreuzen oder treffen. „Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven.Intervalle' ausfüllen und es den Schwingungen der gegebenen Oktave ermöglichen. In unterbrochenen Oktaven beginnen sie nur und fallen dann. ohne Unterbrechung zu entwickeln. in allen Lebensumständen. „Weitere Beobachtungen zeigen. die von der ursprünglichen Richtung abweichen. „Und nur in Oktaven kosmischer Ordnung — sowohl in aufsteigenden wie absteigenden — entwickeln sich Schwingungen auf eine stetige und ordnungsgemäße Weise und folgen der gleichen Richtung.„Beobachtungen. die sie durchkreuzen oder in einer entgegengesetzten Richtung gehen heißen. der ihr in Kraft und Charakter entspricht. mit der sie begannen. die man am Beginn hätte erwarten können. die sich auf die Kenntnis des Oktaven-Gesetzes gründen. ein zusätzlicher Schock' hinzutritt.Intervall' geht. Aber zwischen si und do braucht sie einen viel 190 . die denen. Manchmal geschieht es. das heißt. was wie ein Zufall aussieht. daß . sich in Freiheit. wenn die gegebene Oktave durch ein . daß. sie sich ohne Störung weiter in der ursprünglichen Richtung bewegen wird. stärkere Schwingungen ertränkt oder aufgesaugt.

hier ist dann ein »zusätzlicher Schock' notwendig. können wir das erste vollständige Beispiel des Oktaven-Gesetzes beobachten. sind si. die das Absolute in sich selbst erschaffen.Schock' zwischen do und si. um uns richtiger auszudrücken. die uns in Form des Schöpfungsstrahls erreicht. unsere Sonne. „In einer absteigenden Oktave hingegen tritt das größte . die Milchstraße ist. und der Stoff. Aus diesem Grunde entwickelt sich eine absteigende Oktave viel leichter als eine aufsteigende und erreicht nach Überschreitung von si das fa ungestört.Intervall' gleich am Anfang der Oktave auf. nicht fähig sind. Der Schöpf^ngsstrahl beginnt mit dem Absoluten.stärkeren zusätzlichen Schock für ihre richtige Entwicklung als zwischen mi und fa. Der Schöpfungsvorgang wird durch die Kraft des ursprünglichen Impulses und einen »zusätzlichen Schock' weiterentwickelt. wenn auch ein beträchtlich schwächerer als der erste . das für uns unsere Sternenwelt. Die Welten. Das All. Das Absolute ist das do dieser Oktave. erschafft Welten innerhalb seiner selbst und beginnt auf diese Weise die absteigende Welt-Oktave. Das Absolute ist das All. vollständigen Willen und volles Bewußtsein besitzt. nicht empfangen werden. Endet sich oft im do selbst oder in den durch do hervorgerufenen seitlichen Schwingungen. „In der großen kosmischen Oktave. Um das . daß die planetarischen Strahlungen. Und hier zwischen der planetarischen Welt als Ganzem und unserer Erde tritt ein Intervall auf. der es ausfüllen kann. die zahlreiche Einflüsse zur Erde tragen. Si wandelt sich in la. unmittelbar nach dem ersten do. die Erde wirft sie zurück. diese zu erreichen oder. das Sonnensystem. gibt es einen besonderen Apparat zum Empfang und 191 . die planetarische Welt.Intervall' an dieser Stelle des Schöpf^ngsstrahls auszufüllen. La wandelt sich in sol. Dies bedeutet. weil die Anzahl der Schwingungen der Oktave an diesem Punkt beträchtlich höher ist und zur Überwindung eines Stillstandes in der Oktavenentwiddung eine viel größere Intensität notwendig ist. Sol wandelt sich in fa. welches volle Einheit. Das .Intervall' zwischen do und si wird in diesem Fall durch den Willen des Absoluten ausgefüllt.

das er sich gesetzt habe.zur Übertragung der Planeteneinflüsse. Aber dies 192 . ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Ein Mensch kann beim Roulette gewinnen. und dann des Mondes oder des re. schaffen mehr als alles andere in ihm die Täuschung von geraden Linien. heiliger Unsterblicher'? Dieses Gebet stammt aus dem alten Wissen. das heißt. was sich zwischen ihnen befindet. er glaubt. Dies wiederum erzeugt in ihm die Täuschung. können diese Schocks auch zufällig geschehen. daß gerade Linien die Regel sind und gebrochene und unterbrochene die Ausnahme. Das heißt. die sechs Noten des Schöpfungsstrahls samt dem organischen Leben. daß es möglich sei. Der Zufall ist natürlich eine sehr unsichere Sache. auf das ein neues do folgt — Nickis. versichert er sich selbst und anderen. die es den Kraftlinien ermöglichen. Wenn durch Zufall die Tätigkeit eines Menschen ein Ergebnis zeitigt und dies auch nur anscheinend oder dem Namen nach dem ursprünglichen Ziel ähnelt. Das ist die zusammen bestehende und unteilbare Dreieinigkeit. er habe das Ziel erreicht. Aber diese durch Zufall ausgerichteten Kraftlinien. Wie ich schon gesagt habe. und die anderen werden es ihm glauben. daß es möglich sei zu tun. „Kennen Sie das Gebet: »Heiliger Gott. und jeder andere könne auch sein Ziel erreichen. die der Mensch manchmal sehen oder annehmen oder erwarten kann. heiliger Starker. „Wir müssen nun bei der Idee der . ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Dieser Apparat ist das organische Leben auf Erden.zusätzlichen Schocks' verweilen. In Wirklichkeit kann der Mensch nichts tun. Heiliger Unsterblicher bedeutet das. Alle drei zusammengenommen ergeben eines. Heiliger Gott bedeutet das Absolute oder das All. Zwischen All und Nichts befindet sich der Schöpfungsstrahl. des mi der kosmischen Oktave. Heiliger Starker bedeutet auch das Absolute oder Nichts. In Wirklichkeit ist dies eine Täuschung. Das organische Leben gibt der Erde alle für sie bestimmten Einflüsse weiter und ermöglicht die weitere Entwicklung und das Wachstum der Erde.

Solche zufällige Übereinstimmung von Ergebnissen mit Zielen. daß irgendwelche Ziele erreicht würden. ob man gewonnen oder verloren hat. ihr zu sagen. daß was das Roulette angeht. fähig. „In Wirklichkeit ist er natürlich unfähig. das man sich im Leben oder auf irgendeiner menschlichen Tätigkeitsebene gesetzt hat. nichts erreichen. Ein bestimmtes Ziel. mit der Herrschaft über sich selbst. sondern noch nicht einmal die Herrschaft über die Dinge in sich selbst hat. das heißt er kann glauben. ist genau die gleiche Art Zufall. wenn er im ganzen verloren hat. fähig. gleichzeitig müssen wir begreifen. kann ein Mensch sich sehr leicht täuschen und das . der durch kosmische oder mechanische Kräfte geschaffen wurde. Tatsächlich kann es sich natürlich auch nicht anders verhalten. Der einzige Unterschied ist. gewonnen zu haben. und sie kann sich zufällig eine Zeitlang diesem Kanal entlang bewegen und dadurch die Täuschung verursachen.erlangte' für das gewünschte Ergebnis halten. und so fort. daß sie sich niemals irgendeinem Ziele zubewegen kann und daß sie. der 193 . mit denen der Mensch sein Leben verbringt. mit der sich die meisten Menschen befassen und wobei Jahre zwischen dem Beginn einer Sache und ihrem Ergebnis verstreichen. . Aber bei den Tätigkeiten. Ein Mensch.wäre Zufall. man wenigstens bei jeder einzelnen Gelegenheit sicher weiß. die keine Folgen haben können. sich die Natur zu unterwerfen. Die . Dieses letztere muß sehr klar verstanden und eingesehen werden. nämlich bei jedem bestimmten Einsatz. oder daß man Ziele in kleinen Dingen. zu erreichen. wie man es nennt. Ihre Tätigkeit mag durch Zufall in irgendeinen Kanal gelangen. wenn sie nach einem strebt. daß er fähig ist. weil er nicht nur keine Herrschaft über die Dinge außerhalb seiner selbst.sein ganzes Leben zu planen'. schafft im mechanischen Menschen die Überzeugung.Mensch-Maschine' ist. „Die größte Beleidigung für eine . sich unvermeidlich ein anderes schaffen wird. jedwedes Ziel zu erreichen.Maschine Mensch' ist in der Macht des Zufalls. daß die Herrschaft über die Außenwelt mit der Herrschaft über die Innenwelt beginnt. irgend etwas dieser Art zu tun. erreicht. daß sie nichts tun. vor allem bei Tätigkeiten der Art. die wir uns gestellt haben.

ist es notwendig. zu hoffen. zu versöhnen. das heißt in den Augenblicken. „Es ist nur möglich. wenn ein Mensch der Rolle des passiven Beobachters all dessen. was er zu unternehmen beginnt. .Intervalle' zu kennen und fähig zu sein. wenn die Schwingungen langsamer werden. in anderen Worten.zusätzlichen Schocks' zu schaffen. welche die kosmischen Kräfte durch Schaffung zusätzlicher Schocks' in den notwendigen Augenblicken benutzen. so verändern die Oktaven ihre Richtung.dahin zu treiben.zusätzliche Schocks' nicht hinzutreten. oder er kann lernen. die notwendigen . Wenn in den notwendigen Augenblicken . das heißt in einer richtig organisierten Schule. auf seine eigene Tätigkeit die Methode anzuwenden. die Augenblicke der . ^. Überzeugungen und Sympathien widerspricht. entweder eine Richtung für seine Tätigkeit zu Enden. das Oktavengesetz zu kennen. Um zu tun. was ihm und um ihn geschieht. entrinnen möchte. sogar wenn dies seinen innersten Neigungen. die Augenblicke der . sofern in den notwendigen Augenblicken . und sich mit dem Scheitern von allem.mit dem Strom zu schwimmen'.zusätzliche Schocks' hinzutreten. Oktaven können sich folgerichtig und stetig in der beabsichtigten Richtung entwickeln. Es ist natürlich sinnlos. daß zufällige „Schocks" in den notwendigen Augenblicken von selbst eintreten.Auf welche Weise kann diese Herrschaft erreicht werden? „Die technische Seite hiervon wird durch das Oktaven-Gesetz erklärt. das heißt besonders geschaffener »zusätzlicher Schocks' gibt dem Studium der Oktaven-Gesetze eine praktische Bedeutung und macht dieses Studium unerläßlich und notwendig.sich oder den Verlauf der Dinge in sich nicht beherrschen kann. die dem mechanischen Lauf von Ereignissen in einem gegebenen Augenblick entspricht. Der Mensch hat nur die Wahl.Intervalle' in all seinen Tätigkeitslinien zu erkennen und . in anderen Worten. die alle esoterischen Überliefe- 194 .zusätzliche Schocks' zu schaffen. „Die »Maschine Mensch' kann nichts tun. dies in einer Schule zu lernen. „Die Möglichkeit künstlicher. kann nichts beherrschen. Für sie und um sie geschieht alles. wie der Wind bläst' oder .

Inzwischen kann nur gesagt werden. Die fundamentale Oktave kann dem Stamm eines Baumes verglichen werden. daß die Linie der Entwicklung der Linie der Schöpfung entgegengesetzt ist. die Träger neuer Richtungen. verwechselt die aufsteigenden und die absteigenden Linien miteinander und versteht nicht. Er kann es nicht verstehen. die selbst auf diesen Prinzipien begründet ist. Das westliche Denken. Und dies wiederum wird Ihnen einen Aspekt der Vereinigung des Gesetzes der Sieben mit dem Gesetz der Drei erklären.rungen befolgt. je drei Gruppen von drei Gliedern.Schocks' geschaffen werden müssen.Intervalle'. die Punkte der . „Wie eine Schule auf den Prinzipien des Oktaven-Gesetzes begründet sein kann. „Die fundamentalen Oktaven sind mit den zweitrangigen oder untergeordneten Oktaven auf eine bestimmte Weise verbunden. Der Aufbau von Oktaven kann mit dem Aufbau eines Baumes verglichen werden. daß Oktaven in ihrer Beziehung zueinander in fundamentale und untergeordnete gegliedert werden. wann . von dem die Zweige der seitlichen Oktaven ausgehen. Aus dem geraden Hauptstamm wachsen Verzweigungen nach allen Seiten. Aus den untergeordneten Oktaven erster Ordnung entstehen die untergeordneten Oktaven zweiter Ordnung und so fort. das heißt. die sich wiederum teilen und zu Zweigen 195 . Die sieben fundamentalen Noten der Oktaven und die zwei.Intervalle' und die Folge. Ohne Hilfe einer Schule kann ein Mensch aus sich selbst niemals das Oktaven-Gesetz. verstehen. wird Ihnen zum richtigen Zeitpunkt erklärt werden. daß sie dagegen wie gegen einen Strom angeht. weil gewisse Bedingungen zu diesem Zweck notwendig sind. daß in der Lehre einer Schule einem Menschen Beispiele von sowohl absteigenden (schöpferischen) als auch aufsteigenden (sich entwickelnden) kosmischen Oktaven gegeben werden. ergeben insgesamt neun Glieder einer Kette. das weder etwas von Oktaven noch von dem Gesetz der Drei weiß. und diese Bedingungen können nur in einer Schule geschaffen werden. „Beim Studium des Oktaven-Gesetzes muß man im Gedächtnis behalten.

sowohl in sich wie an sich die gleichen Verhältnisse auf. die immer kleiner und kleiner werden und schließlich sich mit Blättern bedecken. „Wie alles in der Natur weist der menschliche Körper. Der gleiche Vorgang vollzieht sich im Aufbau der Blätter." Dies ist natürlich wahr.werden. halten sich aber innerhalb bestimmter fester Grenzen. Und wir kamen dauernd darauf zurück. wobei wir manchmal unerwartete Entdeckungen machten. „Sie müssen dieses Gesetz in Ihnen selbst verstehen und fühlen"." Das Oktaven-Gesetz verursachte natürlich sehr viele Gespräche in unserer Gruppe und auch viel Verwirrung. die durch Zahlen einer bestimmten Größe ausgedrückt werden. „erst dann werden Sie es außerhalb Ihrer selbst bemerken. da sie alle in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. warnte uns die ganze Zeit gegen zuviel Theoretisieren. Auf diese Weise ist es möglich. der ein bestimmtes Ganzes darstellt. die größte Aufmerksamkeit auf sich zog und die meisten Gespräche veranlaßte. Entsprechend der Anzahl der Noten in der Oktave und ihrer . die eine volle Oktave der ersten Ordnung ausmachen. G. Es ist schwierig darzustellen. wieder verloren.Intervalle' hat der menschliche Körper neun ihm zugrunde liegende Maße. sache erschienen war. wie zu manchen Zeiten die eine und dann wieder eine andere Idee zum Schwerpunkt unserer Arbeit wurde. Wir kamen bei jeder Gelegenheit 196 . der Auszahlungen und so fort. Allein schon ein „technisches" Verständnis des OktavenGesetzes beanspruchte viel Zeit. das Maß jedes Gliedes oder jedes Teils des menschlichen Körpers zu errechnen. Aber die Schwierigkeit lag nicht nur darin. was uns bereits als ausgemachte Tat-. sagte er. In den einzelnen Menschen sind natürlich diese Maße sehr verschieden. durch die wiederum neue Oktaven entstehen und so fort. Die Idee des Oktaven-Gesetzes bildete somit einen dauernden Schwerpunkt. in der Bildung der Äderungen. gehen durch bestimmte Verbindungen zu den Maßen der untergeordneten Oktaven über. manchmal dagegen auch das. Diese neun Grundmaße.

da es eine bestimmte Grenze für die Entwicklung innerer Oktaven gibt. bis wir allmählich alles von dem Gesichtspunkt dieser Idee aus zu betrachten begannen. Bei einem der folgenden Treffen gab er uns ein sehr interessantes Bild von einer anderen Bedeutung des Oktaven-Gesetzes mit weitreichenden Auswirkungen. „Stellen wir uns Schwingungen in einem Stoff oder einem Medium von einer bestimmten Dichtigkeit vor. „Jede Note in jeder Oktave kann als eine Oktave auf einer anderen Ebene betrachtet werden. muß man eine klare Vorstellung von einer anderen Eigenschaft der Schwingungen gewinnen. rufen einander hervor. daß dieser Stoff oder dieses Medium aus den verhältnismäßig groben Atomen 197 . In seinem ersten Gespräch gab G.auf sie zurück. und daß jede Oktave auf eine große Anzahl innerer Oktaven zurückgeführt werden kann. „Jede Note dieser inneren Oktaven enthält wiederum eine ganze Oktave und so fort für eine beträchtliche Weile. aber er kam dauernd auf sie zurück. beherrschen oder verändern einander. „Um die Bedeutung des Oktaven-Gesetzes besser zu verstehen. wir sprachen von ihr und besprachen ihre verschiedenen Aspekte bei jeder Zusammenkunft. bringen einander zum Stillstand. aber nicht ad infinitum. Sie werden voneinander zurückgeworfen. nämlich von den sogenannten »inneren Schwingungen'. nur eine allgemeine Skizze dieser Idee. „Diese inneren Schwingungen gehen in . Nehmen wir an. Dies bedeutet.Medien' verschiedener Dichtigkeit zugleich vor sich und durchdringen einander dabei. um uns ihre verschiedenen Aspekte und Bedeutungen klarzumachen. daß innerhalb von Schwingungen andere Schwingungen stattfinden.

das Studium ihrer Beziehung zu den äußeren Oktaven und der mögliche Einfluß der ersteren auf die letzteren stellt einen sehr wichtigen Teil des Studiums von Welt und Mensch dar. Die Schwingungen in diesem Medium lassen sich in Oktaven einteilen und die Oktaven lassen sich in Noten gliedern. und jede Note der Schwingungen der Welt 24 enthält eine ganze Oktave der ^Schwingungen der Welt 12.der Welt 48 besteht. daß wir eine Oktave dieser Schwingungen zum Zwecke irgendeiner Art von Untersuchung genommen haben. Der Stoff der Welt 6 ist von dem Stoff der Welt 3 durchdrungen. nämlich jede Note der Schwingungen im Stoff der Welt 48 enthält eine ganze Oktave von Schwingungen im Stoff der Welt 24. wieder von dem Schop- 198 . Der Stoff der Welt 48 ist mit Stoff der Welt 24 gesättigt. so können wir sagen. Auch in diesem Stoff gibt es Schwingungen." Bei der nächsten Versammlung sprach G. Jede Note der Schwingungen der planetarischen Welt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sonnenwelt. „Wenn wir mit den Schwingungen der Welt 48 beginnen. daß eine Note der Schwingungen in dieser Welt eine Oktave oder sieben Noten von Schwingungen der planetarischen Welt enthält. „Das sind die inneren Oktaven. von dem jedes sozusagen eine Ansammlung von achtundvierzig Uratomen darstellt. Welt 3 wird vom Stoff der Welt l durchdrungen. Wir müssen erkennen. Entsprechende Schwingungen bestehen in jeder dieser Welten und die Ordnung bleibt immer die gleiche. Der Stoff der Welt 12 ist von dem . Jede Schwingung der Sonnenwelt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sternenwelt und so weiter. daß innerhalb der Grenzen dieser Oktave Schwingungen eines noch feineren Stoffes stattfinden. „Das Studium der inneren Oktaven. das heißt jede Note der Schwingungen eines gröberen Stoffes enthält eine ganze Oktave der Schwingungen eines feineren Stoffes. die Schwingungen des Stoffes der Welt 24 stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Schwingungen im Stoff der Welt 48. Stoff der Welt 6 durchdrungen. „Der Stoff der Welt 24 wird seinerseits vom Stoff der Welt 12 ' durchtränkt. Nehmen wir an.

„Der Schöpfungsstrahl kann. Jenseits des Mondes gibt es Kichts. alle Planeten (Welt 24) — fa. der Mond Welt 96) — re. si in la und so fort. F i g u r 18 Das Absoluf« do Alle Welten sl la Alle Sonnen Sonne sol Alle Planeten fa Erde ml Mond je • do Das Absolute „Das Absolute oder All (Welt l) ist do. Es ist — do.Intervalle' in der Entwicklung 199 . in der do in si übergeht. zum Teil wiederholte er. alle Sonnen (Welt 6) — la. zum Teil ergänzte und entwickelte er seine früheren Ausführungen. Der Schöpfungsstrahl beginnt mit dem Absoluten.fungsstrahl. Das ist auch das Absolute — do. Das Absolute ist das All. wie jeder andere Vorgang. Es wäre dies eine absteigende Oktave. unsere Sonne (Welt 12) — sol. „Bei der Untersuchung des Schöpfungsstrahls oder der kosmischen Oktave sehen wir. alle Welten (Welt 3) — si. daß folgende . die Erde (Welt 48) — mi. der in einem bestimmten Augenblick vollständig ist. „Der Schöpfungsstrahl endet im Mond. als Oktave betrachtet werden.

Aber das erste . Das pflanzliche. „Die Bedingungen zur Gewährleistung der richtigen Weiterleitung der Kräfte werden durch die Erzeugung eines bestimmten mechanischen Apparates zwischen den Planeten und der Erde geschaffen. das heißt zwischen Welt l und Welt 3. Mit dem zweiten .Intervall' ist die Lage schwieriger. Das organische Leben auf Erden wurde erschaffen. tierische und menschliche Reich sind in dieser Hinsicht für die Erde gleich wichtig. Die Bevölkerung von Afrika nimmt planetarische Einflüsse einer anderen Art auf und so fort. Ein einfaches Feld. Irgend etwas fehlt zwischen den Planeten und der Erde. das mit Gras bedeckt ist.dieser Oktave bestehen sollten: das erste zwischen do und si.Vermittlungsstation der Kräfte'. Diese mechanische Erfindung.zusätzlicher Schock' ist unerläßlich. diese . Die planetarischen Einflüsse können die Erde nicht folgerichtig und voll erreichen. die sonst die Erde nicht erreichen könnten. das heißt zwischen Welt 24 und Welt 48.Intervall' zwischen aktiver und passiver Kraft ausfüllt. „Das organische Leben stellt sozusagen das Wahrnehmungsorgan der Erde dar.Intervall' ist vom Willen des Absoluten ausgefüllt. „Alle großen Ereignisse im Leben der menschlichen Massen wer- 200 . der die gesamte Erdoberfläche bedeckt und jene Einflüsse von der planetarischen Sphäre aufnimmt. Eine der Äußerungen des Willens des Absoluten besteht genau im Ausfüllen dieses »Intervalls'. Das gleiche Feld mit einer Menge Menschen darauf wird andere Einflüsse aufnehmen und weiterleiten. zwischen . und das zweite zwischen fa und mi. die das .Alle Planeten' und der Erde. nimmt planetarische Einflüsse einer bestimmten Art auf und überträgt sie der Erde. und zwar mittels einer bewußten Äußerung der neutralisierenden Kraft. zwischen dem Absoluten und »Alle Welten'. Das organische Leben bildet etwas wie einen sensitiven Film. um die richtige Weiterleitung der Kräfte zu sichern. ist das organische Leben auf Erden. um das Intervall zwischen den Planeten und der Erde auszufüllen. Ein . Die Bevölkerung von Europa nimmt eine Art von planetarischen Einflüssen auf und überträgt sie der Erde. unerläßlich ist die Erschaffung einiger neuer Bedingungen.

Die menschliche Gesellschaft ist eine hochgradig sensitive Masse für den Empfang planetarischer Einflüsse. Liebe oder Gerechtigkeit rechtfertigen. Und jede zufällige kleine Spannung in planetarischen Sphären kann sich Jahre hindurch in der Verstärkung der einen oder anderen Sphäre menschlicher Tätigkeit widerspiegeln." Bei diesen Ausführungen lenkte G. wobei sie ihre Handlungen mit irgendeiner Theorie von Brüderlichkeit. Gleichheit. Sie sind das Ergebnis der Aufnahme planetarischer Einflüsse. die Planeten eine andere Art und der Mond eine dritte. das heißt auf den Unterschied der Dauer von Geschehnissen in der planetarischen Welt und im menschlichen Leben. einfach weil bestimmte Arten von Strahlen von einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche benötigt werden. 201 . Während er einmal bei diesem Thema verweilte. was auf Erden geschieht. gab er uns ein Diagramm der Oktaven-Struktur. daß. der Planeten und des Mondes dient. in dem eines der Glieder das „organische Leben auf Erden" war. Mit Hilfe des organischen Lebens sendet jeder Teil der Erdoberfläche jeden Augenblick eine bestimmte Strahlenart in der Richtung auf die Sonne. Hierbei braucht die Sonne eine Art von Strahlen.den durch planetarische Einflüsse verursacht. der Sonne. Warum er so auf diesem Punkte bestand. immer den Interessen der Erde. „Das organische Leben ist das Wahrnehmungsorgan der Erde und gleichzeitig ist es ein Strahlungsorgan. die Planeten und den Mond aus. was auch immer in diesem dünnen Film organischen Lebens stattfindet. Alles. leuchtete mir erst später ein. da es für einen bestimmten Zweck erschaffen und ihm untergeordnet ist. Irgend etwas Zufälliges und sehr Vorübergehendes geschieht im planetarischen Raum. Dies wird unmittelbar von den menschlichen Massen aufgenommen und die Leute beginnen einander zu hassen und zu töten. unsere Aufmerksamkeit besonders auf die Ungleichheit der Zeit. Und viele Dinge geschehen. Gleichzeitig betonte er immer die Tatsache. nichts Unnötiges und nichts Unabhängiges kann in ihm geschehen. erzeugt Strahlungen dieser Art.

Beim Abstieg auf die Ebene der Planeten geht diese neue Oktave auf si über. daß dieser seitlichen Oktave eine große Bedeutung zukam.'s System. daß das organische Leben. „Man muß wissen. daß jede Note jeder beliebigen Oktave. die das organische Leben auf Erden in der Form. beginnt in einem gewissen Augenblick als do zu klingen. „In unserem gegenwärtigen Fall beginnt sol als do zu klingen. in unserem Fall jede Note der kosmischen Oktave. Viele Gespräche entstanden über die Noten mi und re der seitlichen Oktave. Oder es wäre noch genauer zu sagen. Natürlich konnten wir nicht definieren. das sol der kosmischen Oktave. fa. das mußte re sein. noch weiter absteigend. wie wir es kennen. Da gab es das Wachstum der Koralleninseln und der Kalkgebirge.„Diese zusätzliche oder seitliche Oktave des Schöpfungsstrahls beginnt in der Sonne". so war es möglich. sagte er. die durch sie verläuft. sol. wonach das Leben sozusagen von unten entstanden sei. Erstens wurde dadurch klar. der üblichen modernen Idee. sol==do. erzeugen." Wir fühlten sofort. und daß es in der Sonne begann. In seinen Erklärungen kam das Leben von oben. erzeugt sie die drei Noten la. was re war. seitlichen Oktave darstellen kann. das do einer anderen. wie so viele Dinge in G. Die Rolle des organischen Lebens in der Struktur der Erdoberfläche war unbestreitbar. Was mi anging. „Die Sonne. und das re mit dem re der kosmischen Oktave. Irgendein Erzeugnis des Zerfalls von organischem Leben geht zum Mond. ganz gewiß zu sein. in der Tabelle durch drei Noten dargestellt. eine auf der Ebene der Planeten und eine auf der Ebene der Sonne. Das organische Leben verschwand zweifellos in die Erde. das mi dieser Oktave stimmt mit dem mi der kosmischen Oktave überein. das ist mit der Erde. Aber es war sichtlich mit der Idee der Nahrung für den Mond verknüpft. Dies war der wichtigste Punkt und widersprach wieder einmal. das heißt mit dem Mond. von ihr ausgehenden. daß jede Note jeder Oktave gleichzeitig irgendeine Note irgendeiner anderen Oktave darstellen kann. zwei höhere Noten hatte. die Formation der 202 .

die Veränderung des Bodens unter dem Einfluß der Vegetation. Klimawechsel infolge Entwässerung von Sümpfen und Zerstörung von Wäldern und viele andere Dinge. 203 . Unerwartete und Zufällige verschwand.Kohlenablagerungen und die Petroleumfelder. von denen wir wissen oder auch nicht wissen. Alles Ungewöhnliche. die „Bildung reichen Ackerlandes durch Würmer". wie leicht und richtig die Dinge in dem System. das wir studierten. und ein unermeßlicher und genau ausgedachter Plan des Universums begann in Erscheinung zu treten. Aber außerdem zeigte die seitliche Oktave mit besonderer Klarheit. eingeteilt waren. das Wachstum der Vegetation in Gewässern.

auf die Frage des Bewußtseins zurück. „wenn man nicht die Tatsache begreift.klares Bewußtsein' nennen oder den . „Der dritte Bewußtseinszustand ist Selbst-Ermnem oder Bewußt- 204 . in dem der Mensch ein Drittel und oft auch die Hälfte seines Lebens verbringt. und wenn er auch Augenblicke dieses Bewußtseins hat.Mensch'). sagte er. „Weder die psychischen noch die physischen Funktionen des Menschen können verstanden werden". Die zwei höheren Bewußtseinszustände sind ihm unzugänglich. über erhabene Themen sprechen. Der Begriff . an der Politik teilnehmen. lebt nur in den zwei unteren Bewußtseinszuständen. Bücher schreiben. das heißt die unteren Bewußtseinszustände. sich gegenseitig umbringen. in dem die Menschen die andere Hälfte ihres Lebens verbringen. Und zweitens der Zustand. tatsächlich ist. was klares Bewußtsein in Wirklichkeit ist und was der Zustand.klares Bewußtsein' oder »Wachzustand des Bewußtseins' erscheint ein Scherz. „Insgesamt sind dem Menschen vier Bewußtseinszustände möglich (er betonte das Wort . in dem er für gewöhnlich verharrt.ACHTES KAPITEL B ei einer der folgenden Vorlesungen kam G. vor allem. sind zuerst einmal der Schlaf. das heißt Mensch Nummer eins. und den sie als aktiv betrachten und . in dem der Mensch lebt und handelt. in dem sie auf der Straße Spazierengehen.Wachzustand' des Bewußtseins. wenn man weiß. „Die zwei üblichen. so kann er sie doch nicht verstehen und beurteilt sie vom Gesichtspunkt des Bewußtseins. in anderen Worten der passive Zustand. daß beide in verschiedenen Bewußtseinszuständen vor sich gehen können. Nummer zwei und Nummer drei. Aber der gewöhnliche Mensch.

so wie er ist. daß wir diesen Bewußtseinszustand nicht besitzen und daß wir ihn nicht durch Wünsche und Entschlüsse allein in uns erzeugen können. „Für die meisten Menschen. Bewußtsein seiner selbst zu erreichen. Unsere Wissenschaft und Philosophie haben die Tatsache übersehen. wenn wir wollen.sein seiner selbst oder das Bewußtsein des eigenen Seins. „Der vierte Bewußtseinszustand im Menschen ist ein ganz anderer Seinszustand. was damit 205 . „Die vierte Bewußtseinsstufe wird der Zustand des objektiven Bewußtsems genannt. daß wir diesen Bewußtseinszustand haben oder daß wir ihn haben können. Augenblicke auch dieses Bewußtseinszustandes ereignen sich im Menschen. Der einzig richtige Weg zu objektivem Bewußtsein führt über die Entwicklung des Bewußtsein seiner selbst. Auf dieser Stufe kann ein Mensch die Dinge sehen. er ist das Ergebnis inneren Wachstums und langer und schwieriger Arbeit an sich selbst. Wenn ein gewöhnlicher Mensch künstlich in den Zustand objektiven Bewußtseins gebracht und nachher auf seinen gewöhnlichen Zustand zurückgebracht wird. Gewöhnlich nimmt man an. kommt das nur von den falschen Lebensverhältnissen. ist die Hauptschwierigkeit auf dem Weg. „Aber der dritte Bewußtseinszustand kommt dem Menschen. sogar für die gebildeten und denkenden Menschen. In den Religionen aller Nationen gibt es Hinweise auf die Möglichkeit eines Bewußtseinszustandes dieser Art. sie besäßen es. Man kann ohne jede Übertreibung behaupten. dann wird er sich an nichts erinnern und für eine Weile denken. die Tatsache. daß er sein Bewußtsein verloren hatte.Erleuchtung' oder verschiedenen anderen Namen bezeichnet wird. von Rechts wegen zu. daß in der heutigen Zeit der dritte Bewußtseinszustand im Menschen nur in Form sehr seltener Augenblicke vorkommt und daß er nur mittels eines besonderen Trainings mehr oder weniger dauernd gemacht werden kann. wie sie wirklich sind. Aber auf der Stufe des Bewußtseins seiner selbst kann ein Mensch Augenblicke des objektiven Bewußtseins haben und sich ihrer erinnern. das heißt sie besäßen Bewußtsein seiner selbst und alles. daß sie denken. der mit . und wenn ein Mensch ihn nicht hat. jedoch nicht in Worten beschrieben werden kann.

Im Wachzustand hin- 206 . „Außer den Zentren. Fähigkeit zu tun und so fort. was er seiner Meinung nach schon hat. Im Gegenteil. er wird denken.höhere Gefühlszentrum' und das . weil er im Schlafe passiv ist. von denen wir schon gesprochen haben. wenn man ihm sagt. und ob er sich an sie erinnert oder nicht. Sie seien verrückt oder Sie wollten ihn in der Hoffnung auf persönlichen Gewinn betrügen.klaren Bewußtseins'. Er kann sich bewegen. Wärme. Und sogar in einem schlimmeren. in seine Gedanken. das . Es ist offensichtlich. aber ihre Arbeit erreicht nicht unser gewöhnliches Bewußtsein. etwa Laute. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Eigenschaften unseres fälschlich sogenannten . Sogar wenn ihn einige wirkliche Eindrücke erreichen. Individualität im Sinne eines bleibenden und unveränderlichen Ichs.verbunden ist. so rufen sie in ihm doch nur phantastisch-subjektive Bilder hervor. daß er sich fast im gleichen Zustand befindet wie im Schlafe. Wille. in die Beweggründe seiner Handlungen. mit anderen Menschen reden. das heißt. Es scheint einleuchtend. dem Schlaf. wollen wir wieder zum ersten Bewußtseinszustand. daß er nur durch lange und schwere Arbeit etwas erreichen könne. Stimmen. kann vorausberechnen. Zunächst scheint dies ein ganz anderer Bewußtseinszustand. die Empfindungen seines eigenen Körpers. Gefahren sehen und sie vermeiden und so fort.höhere Denkzentrum'. daß man einen Menschen nicht interessieren kann. Dann wacht er auf. daß er sich in einer besseren Lage befindet als während seines Schlafes.objektives Bewußtsein' — sind mit der Tätigkeit der höheren Zentren im Menschen verknüpft. „Die zwei höheren Bewußtseinszustände — Bewußtsein seiner selbst und . bleibt sich gleich. Der Mensch ist in seine Träume versunken. Dies ist ein vollständig subjektiver Bewußtseinszustand. wenn wir einen Blick in seine innere Welt tun. Diese Zentren sind in uns. Kälte. „Um uns den Unterschied zwischen den verschiedenen Bewußtseinszuständen klarzumachen. zurückkehren. so werden wir sehen. nichts tun kann. gibt es zwei weitere Zentren im Menschen. Aber wenn wir etwas tiefer in die Dinge eindringen. sie sind voll entwickelt und arbeiten die ganze Zeit.

Er ist eine Maschine. sich seiner selbst zu erinnern. daß dies das Leben schlafender Menschen.gegen kann er unentwegt irgend etwas tun. „Nehmen wir irgendein Ereignis im Leben der Menschheit. sind gleichermaßen subjektiv. Es ist jedoch das Schwerste. das heißt. was er meint. ist eine Folge dieses Schlafes.ich habe gern'. daß er will oder was er meint. Er lebt in einer subjektiven Welt von . . Gewiß können sie dies. was es gibt. Erst wenn ein Mensch beginnt.ich liebe'. Er kann den Fluß seiner Gedanken nicht anhalten. „Wie oft bin ich schon gefragt worden.und der Wachzustand. Alles. einige Millionen anderer schlafender Menschen zu vernichten. Und dann gewinnt alles ihn umgebende Leben einen anderen Aspekt und eine andere Bedeutung. der Schlaf.ich habe ungern'. ob Kriege verhindert werden können. alles. Zum Beispiel Krieg. seine Gefühle und seine Aufmerksamkeit nicht beherrschen. Er lebt im Schlaf. daß er nicht will. daß er gern hat. daß er nicht gern hat. daß einige Millionen schlafender Menschen versuchen. 207 . . was sie tun. wacht er wirklich auf. was er meint. und die Ergebnisse all seiner Handlungen fallen auf ihn und seine Umgebung zurück. weil dieser Schlaf durch das ganze uns umgebende Leben. kann seine Vorstellungen.ich liebe nicht'. ein Leben im Schlafe ist. Er sieht nicht die wirkliche Welt. „Beide Bewußtseinszustände. Alles. Nur Erwachen und was zum Erwachen führt. Die wirkliche Welt ist durch einen Schleier von Einbildungen vor ihm verborgen. Dazu ist es nur notwendig.ich will'. Und doch erinnert er sich nicht seiner selbst. alles geschieht mit ihm. hat in Wirklichkeit einen Wert. Gerade im Augenblick wird ein Krieg geführt. Was bedeutet dies? Es bedeutet. daß die Menschen aufwachen. wenn sie aufwachen würden. All dies kann überhaupt keinen Wert haben. durch alle uns umgebenden Verhältnisse veranlaßt und aufrechterhalten wird. Sie würden dies natürlich nicht tun. ist seiner selbst nicht eingedenk. Er sieht. was die Menschen sagen.klares Bewußtsein' nennt. ist Schlaf. Das scheint eine Kleinigkeit zu sein.ich will nicht'. . sagen und tun sie im Schlaf. und ein viel gefährlicherer Schlaf als der Schlaf nachts im Bett. Was man . was geschieht. was er meint. . Er schläft. .

oder der dann bewußt schlafen geht. Aber verstehen es die Menschen? Die Menschen halten es einfach für eine Redensart. wie schwierig es ist. Sie müssen so einen Menschen Enden und ihn anstellen. und das alles im Schlaf. 208 . Im Gegenteil. Ohne dies ist es unmöglich. Es ist alles da. Das muß man verstehen. daß der. daß er sich nicht seiner selbst erinnert und daß Sich-seiner-selbst-Erinnem bedeutet. daß sie schlafen und aufwachen müßten.Erwachet'. Beinahe seit der WeltSchöpfung wurde den Leuten gesagt. und wenn er gleichzeitig die Erfahrung macht. Aber auch dies ist ungenügend. denen je ein Mensch begegnen kann.wachet'. sich seiner selbst zu erinnern. wie sie es tun. wenn dies möglich ist. man kann ganze Bibliotheken von Büchern schreiben. „Man kann jahrelang denken.„Wie kann man erwachen? Wie kann man diesem Schlaf entrinnen? Diese Fragen sind die wichtigsten. werden nur andere Leute zum Einschlafen bringen. ohne jede Möglichkeit zu erwachen. haben sie bereits eine Chance. Diese Bücher und diese Theorien. wenn es weder ihm noch anderen schadet. sie wachten auf. Aber vorher muß man von der Tatsache des Schlafes überzeugt werden. überzeugt zu werden. dann wird er verstehen. Die Jünger Christi schliefen sogar. die übrigen aufwecken wird. die lebenswichtigsten. Wenn ein Mensch begreift. Millionen Theorien erdenken. im Schlaf geschrieben und erdacht. aufzuwachen. Ein Mensch muß sich um sie kümmern. wenn man versucht zu erwachen. für einen Ausdruck. als er im Garten von Gethsemane zum letzten Male betete. der nicht schlaft und der nicht so leicht einschläft. daß er bis zu einem gewissen Grade aufwachen muß. »schlafet nicht'. Man kann es sogar noch genauer sagen: ein Mensch kann nicht durch sich selbst erwachen. welcher zuerst erwacht. Und nur dann ist es möglich. sie aufzuwecken und nicht wieder einschlafen zu lassen. Wie oft geschieht dies zum Beispiel in den Evangelien! . . „In der Idee des Schlafes ist nichts Neues. Aber wenn zum Beispiel zwanzig Menschen vereinbaren. daß er nicht durch den einfachen Wunsch allein erwachen kann. weil alle zwanzig zur gleichen Zeit schlafen können und träumen können. Darum ist noch mehr erforderlich.

Und die Menschen haben nicht die geringste Ahnung. Alles spielt hierbei mit: die unwillkürliche Nachahmung älterer Menschen seitens des Kindes. ein wenig aufzuwachen. warum. Denn wenn er daran dächte.eine Metapher. und sehr große Anstrengungen und sehr viel Hilfe sind notwendig. Ich sage Ihnen ernstlich. Um dies wörtlich zu verstehen. da er seiner selbst bewußt werden könnte. warum in den Evangelien nichts über den Schlaf steht. willkürliche und unwillkürliche Suggestion und das. wenn sich tausende zum Schlaf zwingende Gewohnheiten angesammelt haben. worauf ich Sie schon früher hingewiesen habe. ist es notwendig. kann ein seiner selbst bewußtes Wesen sein. Jeder Versuch des Kindes zu erwachen. das heißt Mensch 209 . sollte vier Bewußtseinszustände besitzen. er lebt sein ganzes Leben im Schlaf. kann er gar nicht an die Tatsache denken. wie er organisiert ist.Erziehung' nennt. und stirbt schlafend. wird sofort unterbunden. wie die Natur ihn erschaffen hat. Aber von solchen Fällen werden wir später sprechen. Mit solchen Möglichkeiten ist er geschaffen und so wird er geboren. Ihnen mangelt vollständig das Verständnis. dann würde er aufwachen. Ein voll entwickeiter Mensch. daß er schläft. daß er schläft. daß die Menschen die Evangelien im Schlaf lesen. was man . oder wenigstens zu versuchen aufzuwachen. Und wiederum ist es leicht zu verstehen. Und es geschieht höchst selten. „Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf das. Das heißt einfach. daß ich schon verschiedene Male gefragt wurde. Ferner sterben viele Leute lange vor ihrem physischen Tod. Dies ist unvermeidlich. Solange ein Mensch tief schläft und ganz in seine Träume versunken ist. das heißt. daß dies wörtlich genommen werden muß. In den meisten Fällen verliert der Mensch schon als Kind die Möglichkeit zu erwachen. was ich . um es später aufzuwecken. Dabei wird auf fast jeder Seite davon gesprochen. Der gewöhnliche Mensch.Mensch im vollen Sinne des Wortes' nenne. So geht alles weiter. was sie infolge dieses Schlafes verlieren. Aber er wird unter schlafenden Leuten geboren und fällt natürlich unter ihnen gerade zu dem Zeitpunkt in tiefen Schlaf. Wie ich schon gesagt habe: der Mensch.

aber wenn sie nicht Fälschungen oder Nachahmungen sind. Das Wissen hingegen. denn wenn Sie ihm erklären wollten. unmöglich.Träume'. das wirkliche. worin er besteht. Infolge der Auffassung. seine . würde er antworten. das heißt. Er weiß oder kann wenigstens von der Existenz des vierten Bewußtseinszustandes wissen. begann das nächste Gespräch folgendermaßen: „Die Möglichkeiten des Menschen sind sehr groß. das sich von selbst ändern wird. auf das der Mensch seinen eigenen Behauptungen zufolge hinstrebt. Nummer zwei und Nummer drei. Tatsachen. was der dritte Bewußtseinszustand ist. sein eigenes Leben lenkendes Wesen. warum er niemals alle Kräfte anwenden kann. betrachtet er als Zufälle oder etwas Vorübergehendes. die Voraussetzung dazu ist der Vollbesitz des vierten Bewußtseinszustandes." G. Alle diese »mystischen Zustände' und so fort sind falsche Definitionen. Sie können nicht einmal einen Schatten dessen begreifen. lebt nur in zwei Bewußtseinszuständen. Er hält sich für ein bewußtes. zwei und drei. objektive Wissen. das heißt. ist nur im vierten Bewußtseinszustand möglich. „Aber den dritten Bewußtseinszustand kennt der Mensch nicht und vermutet ihn nicht einmal. Er kann ihn auch gar nicht vermuten.Nummer eins. Im gewöhnlichen Bewußtseinszustand erworbenes Wissen ist mit Träumen vermischt. Nun ist aber ohne Bewußtsein seiner selbst oder den dritten Zustand der vierte Zustand. die dem widersprechen. wird der Mensch natürlich nicht versuchen. die er 210 . was ein Mensch erreichen kann. mit der Wirklichkeit vermischt. außer in seltenen Augenblicken. Aber nichts kann im Schlaf erreicht werden. sich diesem Zustand zu nähern oder ihn zu erreichen. Da haben Sie nun ein vollständiges Bild des Seins von Mensch Nummer eins. Und dies ist der Grund. dann sind sie Augenblicke von dem. Im Bewußtsein eines schlafenden Menschen werden dessen Täuschungen. Er lebt in einer subjektiven Welt und kann nie aus ihr entkommen. daß er Bewußtsein seiner selbst sozusagen von Natur aus habe. daß dies sein gewöhnlicher Zustand sei. was wir als den objektiven Bewußtseinszustand bezeichnen.

sich zu studieren. Er fühlt. wie sie ist. Er beginnt zu verstehen. Der Mensch fühlt. ein Mittel zum Erwachen darstellt. „Es wurde schon früher gesagt. Es gibt sehr viele chemische Prozesse. bemerkt er. Die Selbst-Beobachtung bringt den Menschen zur Einsicht der Notwendigkeit der Selbst-Wandlung. daß die Selbst-Beobachtung ein Instrument der Selbst-Wandlung. weil er schläft. so wie er jetzt ist. daß richtig gelenktes SelbstStudium und richtig gelenkte Selbst-Beobachtung einen Menschen zu der Einsicht bringen. Er sieht jede Funktion so. und sie ändern Gesetzen gehorchen läßt.besitzt. in seinem Wahrnehmungsapparat. Unsere inneren psychischen Vorgänge (unsere innere Alchimie) haben viel mit diesen chemischen Vorgängen gemein. daß er. daß es vielleicht nicht einmal der Mühe wert ist. um das Wesen eines Vorganges vollständig zu verändern und viele von ihnen absolut unmöglich zu machen. daß irgend etwas mit seiner Maschine und seinen Funktionen in ihrem gewöhnlichen Zustand nicht in Ordnung ist. in denen das Licht das Wesen des Vorganges verändert. Und unter dem Einfluß dieses Lichtes beginnen die Vorgänge selbst sich zu ändern. wirft er sozusagen einen Lichtstrahl auf seine inneren Vorgänge. Indem er sich beobachtet. was es ihm geben könnte. Und während er sich beobachtet. 211 . die bisher in völliger Dunkelheit gearbeitet haben. nicht kann. und so. die nur ohne Licht möglich sind. Die Idee des Selbst-Studiums gewinnt in seinen Augen eine neue Bedeutung. daß er aus dem Leben nicht all das herausbekommen kann. nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt und arbeitet. daß die Selbst-Beobachtung an sich schon verschiedene Wandlungen in seinen inneren Vorgängen hervorruft. Genau so können viele psychische Prozesse nur im Dunkeln stattfinden. Dabei sieht der Mensch ein. und warum er immer nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt. Genau aus diesem Grunde bleibt der weitaus größere Teil seiner Möglichkeiten unverwirklicht und der weitaus größere Teil seiner Kräfte unbenutzt. wie sie sein könnte oder sein sollte. und daß er es wegen bestimmter funktioneller Störungen in seiner Maschine. Schon ein schwaches Bewußtseins-Licht ist genug.

diese Photographien müssen gleichzeitig alles enthalten. nicht nur die Arbeit der kleinen Räder und Hebel. für den er sich bisher gehalten hat. Gefühle. sich selbst zu sehen. dann muß sich der Charakter seiner Selbst-Beobachtung ändern. wie man charakteristische Haltungen. was ein Mensch in einem bestimmten Augenblick in sich sehen kann. wie er es gesehen hat. sehr weit von der Wirklichkeit entfernt ist. dann wird er sehr bald ein ganzes Album von Bildern von sich selbst sammeln. Wenn diese Photographien mit Erfolg aufgenommen werden und eine genügende Anzahl von ihnen da ist. die ihm dann im Zusammenhang ganz klar zeigen. charakteristische Gefühle und charakteristische Gedanken einfangen kann. „An Stelle des Menschen. wobei er versuchte. sondern auch die Arbeit an sich selbst zum Ziel der Selbst-Wandlung notwendig ist. wie die anderen ihn sehen. was er ist. daß seine gewöhnliche Meinung über sich selbst. Bisher hat er nur die Einzelheiten der Arbeit der Zentren studiert. Es ist er selbst. nicht nur getrennte Einzelheiten zu sehen. Dieser . sondern Aufnahmen des Ganzen. Bewegungen.„Wenn ein Mensch zu der Einsicht gelangt. wie man diese Photographien in den interessantesten und charakteristischsten Momenten aufnehmen kann. sozusagen innere Photographien von sich selbst in verschiedenen Augenblicken seines Lebens und in verschiedenen Gemütszuständen aufzunehmen: und nicht Aufnahmen von Einzelheiten. wird er einen ganz anderen Menschen sehen. Stimmungen.andere' Mensch ist er selbst und gleichzeitig nicht er selbst. interessante Augenblicke für diese Photographien zu erhaschen. Haltungen. „Zu diesem Zweck muß ein Mensch lernen. In anderen Worten. Gesichtsausdrücke und so fort. charakteristische Gesichtsausdrücke. daß nicht nur das Selbst-Studium und die Selbst-Beobachtung. Nun muß er anfangen. Gedanken. 212 . das heißt. nur diese oder jene Erscheinung zu registrieren und ein unparteiischer Zeuge zu sein. sondern er muß alles im Zusammenhang als ein Ganzes sehen — seine Ganzheit. Wenn es einem Menschen gelingt. in der er von Jahr zu Jahr gelebt hat. wird der Mensch sehen. Empfindungen. Aber es ist nicht so leicht zu lernen. Er hat die Arbeit der Maschine studiert. den Klang der Stimme.

Petrow' oder . sondern auf ihre eigene Weise.ich'. Der eine ist passiv. sich zu teilen. daß er tatsächlich aus zwei Menschen besteht. Denn der Mensch weiß selbst.Ich' es getan oder gesagt hätte. Sobald er begonnen hat. „Von diesem Gesichtspunkt aus ergibt sich schon vom allerersten Augenblick der Selbst-Beobachtung an eine sehr bestimmte Gefahr. aber sie wird sofort von . .Petrow' nennen. . Und bei Beginn der Selbst-Beobachtung und des Selbst-Studiums ist es notwendig. ist. Man muß lernen.0uspensky'. Aber nicht ganz so. wird er nie weiterkommen. was . es ist nicht .er'. nicht . ist in Wirklichkeit aber nur . und natürlich werden sie es nicht auf die Weise tun oder sagen wie . den andere Leute kennen und den er selbst jetzt anfängt zu kennen.0uspensky'.Ich' tun wollte. zu registrieren und zu beobachten. den er .Zacharow'. der es ausführt. daß es zwei Menschen in ihm gibt.Ouspensky'. „Dies ist die erste Einsicht. erkennt er schnell. das wirkliche Ich.Zacharow'. . was mit ihm geschieht. Der Mensch muß einsehen. und das meiste. Seine Arbeit an sich selbst beginnt in dem Augenblick.0uspensky'.Zacharow' oder .Petrow' oder . Der andere. das in seinem Leben nur für sehr kurze Augenblicke zum Vorschein kommt und das nur nach einer sehr langen Arbeitsspanne fest und beständig werden kann. daß es viel Unwirkliches.Zacharow' oder . das Wirkliche vom Erfundenen zu scheiden. tut oder sagt.Petrow' aufgenommen und fort- 213 .Zacharow' ist. mit ihrer eigenen Auffassung. das. . Der andere ist der wirkliche Er. sondern sein . wie er tatsächlich ist. da er zu fühlen beginnt. Das . Erfundenes und Künstliches in diesem anderen Menschen gibt. der sich . daß er vollständig in der Macht seines .Ich' nennt und den andere . ist aktiv und spricht von sich selbst in der ersten Person.Ich' nennt. „Solange sich ein Mensch für eine Person hält. . Worten und so fort erscheint. und oft verändert diese Auffassung vollständig das. „Der eine ist der Mensch. richtig zu denken. was er tun kann. Was auch immer er plant oder zu tun und zu sagen beabsichtigt.Ich' beginnt die Selbst-Beobachtung.0uspensky'.Petrow' oder . die ein Mensch haben kann.wie ihn andere Leute kennen und wie er in seinen Handlungen.

die gewöhnt sind. Aber .Petrow' oder . wie er es hört. er hat nicht Iwanow als Voraussetzung genommen.0uspensky in mir'.Ich' auf einer Seite und . wie in dem gerade erwähnten Beispiel. Er nennt sich mit einem anderen Namen. Ihm wird gesagt.und das ist „Ouspensky". .Zacharow'. sagt er. aber die in Wirklichkeit die ganze Angelegenheit von Grund auf ändert. oder er nennt sich einfach . . Er findet das unangenehm. als ob es einen 214 . . was er für stark hält. was er gern hat oder jedenfalls.0uspensky'.Zacharow' nennt. sondern den eingebildeten . daß der Mensch sich teilen muß.Zacharow' oder . bei dem ihn niemand genannt hat oder jemals nennen wird. die ganz nebensächlich zu sein scheint. „Nehmen wir zum Beispiel an. .' Er wird niemals Iwanow sagen. während er dasjenige .Petrow' oder . oder zu sagen . Und er teilt sich buchstäblich. dann ziehen sie vor. natürlich von Anfang an ganz falsch.Zacharow' auf der anderen Seite. und so wird er unweigerlich jemandes anderen Nachnamen oder Vornamen benützen. keine Ausnahmen. einen Namen.geführt. „Man glaubt gar nicht. Auf dieser Grundlage beginnt er auf verschiedene Arten über sich nachzudenken.er' und so fort. Wenn es zu der Selbst-Beobachtung kommt. wenn er von sich in der dritten Person spricht.0uspensky'. . Weiterhin nennt er das in sich Jch'.Das ist „Ich"'. eine Veränderung. da er sich schon über den wichtigsten Punkt getäuscht hat und nicht sein richtiges Selbst als Voraussetzung genommen hat. Das heißt.Petrow' führen schon bei den ersten Schritten eine leichte Veränderung in diese SelbstBeobachtung ein. wie häufig es ist. daß ein Mensch ungern seinen eigenen Namen gebraucht. sich in ihrer Unterhaltung mit sich selbst mit ihrem Vornamen oder Nachnamen oder Lieblingsnamen zu nennen.0uspensky' zu nennen. In diesem Zusammenhang sind die Menschen. Er sucht es auf alle mögliche Weise zu vermeiden. was er nicht gern hat oder für schwach hält.0uspensky'. . er erfindet für sich einen künstlichen Namen. „Petrow" oder „Zacharow".0uspensky'. daß ein Mensch mit Namen Iwanow die Beschreibung dieser Methode der Selbst-Beobachtung hört.Petrow' oder . sich .Er' oder . .

Aber man muß die Tatsache 215 . was immer er tun möchte.. Der Mensch versteht.0uspensky' sein Herr. „Die Selbst-Beobachtung wird die Beobachtung von .0uspensky' zu befreien. daß er nicht . dann hört seine Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber . die ihn regiert und ihn tausend dumme Dinge sagen und tun läßt. Er ist der Sklave. ganz gleich.0uspensky in ihm' auf. Vom Herrn muß . nicht das zu tun. Gefühlen und Stimmungen entgegengesetzt. Geschmack. Meinungen sind entweder seinen eigenen Ansichten. „Auf dieser Stufe der Selbst-Beobachtung muß der Mensch begreifen. vor . Er hat keinen eigenen Willen.0uspensky' zum Diener werden.0uspensky' ist. „Er beginnt. daß .Feind' ist. . die Rolle.0uspensky' in einem bestimmten Augenblick möchte. sondern was er selbst tun will. daß er in der Gewalt von . muß er .0uspensky'.Ouspensky' ist. . was .0uspenskys' Wünsche. daß es vor allem sein Ziel sein muß. Und gleichzeitig ist . die er trägt.0uspensky' durchkreuzt und verändert. oder sie haben nichts mit ihnen gemein.0uspensky' ist.Feind'.0uspensky' ist sein . „Die erste Stufe der Arbeit an sich selbst besteht darin. gleichgültig und teilnahmslos zu sein.0uspensky' für ihn getan wird.0uspensky' beherrschen und ihn veranlassen. was immer er tun oder sagen möchte. eine Rolle. daß man sich innerlich von .0uspensky' Angst zu haben. „Wenn er aufrichtig mit sich ist.0uspensky' in ihnen geben könnte. die er selbst niemals tun oder sagen würde. Es gibt schon genug von . fühlt er.0uspenskv' nichts ist als eine Maske. und gleichzeitig fühlt er. tatsächlich sich von ihm trennt und sich von ihm entfernt hält.0uspensky' für Ouspensky selbst. daß dieser sein . weil alles. Antipathien. alles wird durch . tausend Dinge. beginnt zu fühlen. daß er nicht . Gedanken.0uspensky' befreien kann. sich von . die er unbewußt spielt und die er leider nicht zu spielen aufhören kann.Ouspensky* begreift. Sympathien. weil er er selbst ist. „Aber wenn ein Mensch seine Hilflosigkeit gegenüber. von . Und da er sich in Wirklichkeit nicht von .0uspensky' trennt. Er hat keine Möglichkeiten. seine Wünsche auszudrücken.

wobei er gleichzeitig eingedenk bleiben muß. weil er sonst zweifellos denken wird. daß er es schon besser weiß. wo er ist und wo . Aber er kann sich selbst . daß er nicht . was ihm gezeigt wird. glaubt er leicht. was er wirklich ist. hieran hindert. Aber das Wesentliche hierbei ist. ob sie aufrichtig oder unaufrichtig sind. Wenn ein Mensch Glück hat. „Dies ist ein sehr ernster Augenblick in der Arbeit. „In diesem Falle ist es das Gefährlichste. mit sich selbst aufrichtig zu sein. zumal wenn er zu denken beginnt. die ihm hilft. Die Menschen begreifen nicht. Ein Mensch. wo er ist undwo.0uspensky' gerichtet bleiben muß. daß Aufrichtigkeit gelernt werden muß. Und nicht nur was ihn angeht.0uspensky' erklären. daß er ihre . Je überzeugter er davon ist. und ihn nicht. und damit muß er beginnen.0uspensky* ist.0uspensky' sieht und kennt. das zu sehen. kann er zu diesem Zeitpunkt jemanden in seiner Nähe haben. Sie bilden sich ein. der in diesem Augenblick die Richtung verliert.0uspensky' ist. der es ihm zeigt. wie dies oft geschieht. desto mehr irrt er sich. daß der Mensch so 216 . was er in sich selbst sehen sollte? Jemand muß es ihm zeigen. Natürlich ist dies alles Selbst-Täuschung. Aber darüber hinaus muß er dieser Person vertrauen. wird sie niemals wieder finden. muß eine richtige sein. sich auf sein eigenes Urteil zu verlassen. Und seine Haltung gegenüber dem Menschen.0uspensky' ist. sondern auch was andere Leute angeht. wenn er tatsächlich nicht aufrichtig das sieht. In diesem Zustand kann ein Mensch nichts erkennen. da ein Mensch nicht erklären kann. dann kann er eine genaue und unfehlbare Grundlage zur richtigen Beurteilung zuerst seiner selbst und dann der anderen Leute finden. der ihm sagen kann. Und dies ist keineswegs leicht. das heißt eine solche. Aber wie kann ein Mensch mit sich selbst aufrichtig sein. Aber wenn er auch nur in einem geringen Maße mit sich selbst aufrichtig ist und wirklich die Wahrheit erkennen will. daß es von ihrem Wunsch oder ihrer Entscheidung abhängt. daß er selbst alles verstehe und daß er wisse. daß die ganze Aufmerksamkeit auf . daß er es kann.im Sinn behalten. weder in bezug auf sich noch in bezug auf andere. Man muß sich daran erinnern.

einer Woche. daß ohne fremde Hilfe ein Mensch sich nie selbst erkennen kann. Ein Mensch kann sich an ein einem anderen gegebenes Versprechen nur mit Hilfe künstlicher Assoziationen erinnern. „Dies wiederum ist mit einem der Hauptkennzeichen der Haltung 217 . Er beginnt irgendeine Arbeit. Aber im allgemeinen kann man wahrheitsgemäß sagen: wenn der Mensch sich an eine Sache erinnert.Pflicht' und so fort verbunden sind. Man muß einsehen lernen. Die Unfähigkeit des Menschen. und nach Verlauf einer gewissen Zeitspanne erinnert er sich nicht mehr. Selbst wenn er dies versucht.0uspensky' in sich selbst zu unterscheiden. erinnert sich nicht. daß er sich nicht seiner selbst erinnert. „Um zu wissen. müssen Sie sich an vieles erinnern. er wird sich nie so sehen. bringt die Selbst-Beobachtung einen Menschen dazu. Die Unfähigkeit zum Selbst-Erinnem zeigt sich auf mannigfaltige Weise.Ich' und . wie er dachte oder wie er sprach. an die sich zu erinnern viel wichtiger wäre. woran er gedacht oder was er gesagt hat. . wird er sich belügen und Dinge erfinden. . Assoziationen. und er erinnert sich nicht. einem Tag oder sogar einer Stunde gesagt oder gefühlt hat. Wie früher gesagt wurde. auf diese inneren Photographien seiner selbst. was er vor einem Monat. „Und dies raubt den Ansichten und Meinungen eines Menschen jedwede Festigkeit und Genauigkeit. sich seiner selbst zu erinnern. Und der Mensch vergißt besonders leicht. warum er sie begonnen hat.Ehre'. die ihm anerzogen worden sind und die wiederum mit auch künstlich geschaffenen Auffassungen von . ist eines seiner hauptsächlichen und charakteristischsten Kennzeichen und die Ursache von allem anderen in ihm.Ehrlichkeit'.wie er ist nicht die Mittel besitzt. warum sich dies so verhält. die Tatsache einzusehen. die er sich selbst gegeben hat. Der Mensch erinnert sich nicht an seine Entscheidungen. Der Mensch erinnert sich nicht. die er vielleicht früher aufgenommen hat. wie er wirklich ist. vergißt er zehn andere Sachen. was sich auf ihn bezieht. er erinnert sich nicht an die Versprechung. was schon früher gesagt wurde. um . Dies geschieht besonders oft im Zusammenhang mit der Arbeit an sich selbst.

Eifer'.Identifizierung' bis in ihre Wurzeln hinein in einem selbst zu sehen und zu studieren.des Menschen sich selbst und seiner ganzen Umgebung gegenüber verknüpft. daß sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. mit denen er seine Arbeit begann. da es ihm scheint. „Die . Um sich aus der Identifizierung zu befreien. sie diese für einen sehr guten Zug halten und sie . daß. Der Mensch befindet sich dauernd in einem Zustand der Identifizierung. die ihn am meisten interessieren. . daß er dagegen ankämpfe. das heißt man muß keine Angst haben. daß nur in einem Zustand der Identifizierung 218 . Zwei oder drei Bäume. seine Gedanken oder seine Wünsche und seine Einbildungskraft anzieht. In der Arbeit an sich selbst sind die Menschen so stark mit verschiedenen Zielen identifiziert. muß man unaufhörlich auf der Hut und rücksichtslos mit sich selbst sein. seine Arbeit und seine Aufmerksamkeit widmet. denen er seine Zeit. die . . . daß es sehr schwierig ist. das ihm in den Weg kam. die ihnen am nächsten stehen.Sich-Identifizieren' ist einer unserer schrecklichsten Feinde.Identifizierung' ist eine so allgemeine Eigenschaft. die die Identifizierung annimmt. „Es ist notwendig. .Inspiration' oder ähnlich nennen und annehmen. sich aus der Identifizierung zu befreien. weil es alles durchdringt und einen Menschen in dem Augenblick täuscht.Spontaneität'. sie zum Zwecke der Beobachtung von allem anderen zu scheiden. Gefühle und Stimmungen. er ist mit einem Gefühl. nehmen sie für den ganzen Wald.Begeisterung'. „Der Mensch identifiziert sich mit einem kleinen Problem. Er identifiziert sich mit einem Gedanken und vergißt andere Gedanken. und vergißt darüber vollständig die großen Ziele. wenn Menschen sie in sich selbst beobachten. nämlich seiner dauernden . Es ist besonders schwer. mit einer Stimmung identifiziert und vergißt seine eigenen weiteren Gedanken. alle die feinen und verborgenen Formen zu sehen. was in einem bestimmten Augenblick seine Aufmerksamkeit. „Das . Die Schwierigkeit des Kampfes mit der Identifizierung wird noch durch die Tatsache vermehrt. weil ein Mensch sich natürlicherweise leichter mit den Dingen identifiziert. nur verändert sich ihr Gegenstand.Identifizierung' mit dem.Leidenschaft'.

Wenn die Menschen sehen könnten. Und dafür sind Haschisch oder Opium ganz unnötig. kommt es oft vor. Schauen Sie die Leute in den Läden. zu einem Stück Fleisch. ganz gleich auf welchem Gebiet. „Identifizierung ist das Haupthindernis für die Selbst-Erinnerung. sich selbst für eine Pfeife zu halten. ist es zuallererst nötig. und einen anderen. Im Zustand der Identifizierung kann ein Mensch nichts Vernünftiges tun. Er muß sich daran erinnern. kann sich nicht seiner selbt erinnern. Aber um zu lernen. der sich mit irgend etwas identifiziert. Ein Mensch. wenn sie über etwas streiten oder etwas zu beweisen suchen. was mit ihm geschieht.Ich' in ihm. Er verliert sogar die letzte Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen. er darf sich nicht immer und bei allen Gelegenheiten als . mit dem er kämpfen und den er überwinden muß. und von ihnen selbst bleibt nichts übrig. was der Zustand der Identifizierung bedeutet. sich nicht zu identifizieren. Das ist kein Witz. daß es zwei in ihm gibt. ist er der Sklave von allem. Sie werden selbst zu Gier. nämlich auf die Identifizierung mit anderen in der Form des Sich-nach-ihnen-Richtens'. wo die Leute Haschisch und andere Rauschgifte rauchen. in Theatern.ein Mensch wirklich gute Arbeit. Begierden oder Worten. In Wirklichkeit ist dies natürlich eine Täuschung. Solange ein Mensch sich identifiziert oder identifiziert werden kann. Ein Mensch wird zu einer Sache. vor allem etwas. wenn er je etwas erreichen will. Freiheit bedeutet zuallererst Freiheit von Identifizierung. Das ist Identifizierung. 219 . das heißt das . sich nicht zu identifizieren. ihn selbst. wie sie sich mit Worten identifizieren.Ich' bezeichnen. in Restaurants an. oder sehen Sie. Um sich seiner selbst zu erinnern. würden sie ihre Meinung ändern. Im Osten. daß ein Mensch sich so mit seiner Pfeife identifiziert. leisten kann. darf ein Mensch zuallererst sich nicht mit sich selbst identifizieren. die er noch hat. „Von den allgemeinen Formen der Identifizierung muß man die Aufmerksamkeit auf eine besondere Form der Identifizierung richten. Er wird wirklich eine Pfeife. daß er beginnt. was sie selbst nicht wissen. sondern eine Tatsache.

was jemand über ihn sagte — all das gewinnt für ihn eine ungeheure Bedeutung. Sie können durch das Wetter irritiert. Solches Sich-Richten fußt vollständig auf Erwartungen. welche Haltung sie ihm gegenüber einnehmen. nach Schnee und Regen zu richten. „Es gibt Menschen. der Hitze. ungesetzlich.Sich-Richtens' für ihn bedeuten. die sogar fähig sind. was für ein bemerkenswerter Mensch er ist. um ihm Unbequemlichkeiten und Unannehmlichkeiten zu bereiten. wie sie ihn behandeln. sich nach dem Klima. und daß alle dauernd ihrer Achtung. was andere über ihn denken. dann würde das Aufhören des . Das scheint lächerlich. . was einem solchen Menschen mißfällt. als sei alles in der Welt eigens angeordnet worden. sich nicht nur nach der Ungerechtigkeit oder mangelnden Achtung seitens anderer zu richten. so daß er eine ungeheure Energiemenge auf Vermutungen und Verdächtigungen verschwendet. „Und er »richtet sich' nicht nur nach einzelnen Menschen. Die Menschen sind imstande. Kälte. Der Mensch nimmt alles so persönlich. . ja unwillig und ärgerlich darüber werden. Der Mensch erwartet innerlich. daß jeder sieht. 220 . scheint ihm ungerecht. um ihm Vergnügen zu machen. sondern auch nach der Gesellschaft und nach historisch bedingten Verhältnissen. daß diese Dinge verändert werden können und sollen. falsch und unlogisch zu sein.sich mit einer Ungerechtigkeit abzufinden'. sondern die sich zum Beispiel sogar nach dem Wetter richten.Sich-Richten' verbirgt. All dies quält ihn und entwickelt in ihm eine mißtrauische und feindliche Haltung gegenüber den Mitmenschen. was jemand von ihm dachte. oder im Gegenteil. nicht genug höflich und zuvorkommend sind. was seiner Überzeugung nach eine Ungerechtigkeit ist. aber es ist eine Tatsache. Wenn ein Mensch sich über etwas empört. in denen sich sehr oft das . Wie jemand ihn ansah.„Es gibt verschiedene Arten des Sich-nach-jemand-Richtens. „In den häufigsten Fällen identifiziert sich ein Mensch mit dem. daß die Menschen ihn nicht genug achten. „All dies und noch vieles andere ist nur eine Form der Jdentifizierung*.Ungerechtigkeit' ist eines der Worte. Er denkt immer. Alles. Und der Ausgangspunkt seines Urteils ist immer der.

seinem Ziel näherzukommen. All das ist einfach Schwäche. Dies kann nur vom Gesichtspunkt des .nicht soll'. etwas tun zu . ist der. Auf diese Weise verliert der Mensch schließlich sein Gleichgewicht. seine Geistesgegenwart. . Schriftsteller. die schon im voraus bereit ist. Und dies kann sehr weit führen.Sollen' und .ihrer Schätzung und Bewunderung für ihn. Er beginnt zu denken. es ist schwierig zu verstehen. daß ein Mensch zu denken anfängt. und er sollte nichts tun. Künstler und Politiker zum Beispiel sind fast ohne Ausnahme kranke Menschen. ihm nicht genügend Aufmerksamkeit zolle und ihm nicht genug nachgebe. „Es gibt noch eine andere Form des . Diese Erwartungen selbst beruhen wiederum auf einer völlig phantastischen Vorstellung über ihr eigenes Selbst. wann ein Mensch wirklich . während er tatsächlich gar nicht so tun sollte. und beginnt vollständig sinnlose Handlungen auszuführen. daß dies dumm ist. seinen Verstand. Diese Form beginnt damit.Sich-Richten' oder . Er ärgert sich über sich und fühlt.Sich-nach-etwas-Richtens'. wie dies oft bei Menschen mit sehr bescheidenem Äußeren vorkommt. aber er kann nicht aufhören. das heißt an einer Haltung. Woran leiden sie? Erstens an einer außerordentlichen Meinung über sich selbst.sich nicht zu richten'. Schauspieler.soll' und wann er .Zieles' aus entschieden werden. daß er vielleicht nicht genügend an den anderen denke. Wenn ein Mensch ein Ziel hat. seine Schönheit. wo doch gerade in solchen Fällen nichts anderes nottut als eben . nur vielleicht noch etwas schlimmer. daß ein Mensch glaubt. „Der gleiche Fall. sofern er jemals eines gehabt hat. dann . dann an Erwartungen und schließlich am . 221 . über mangelndes Verstehen und mangelnde Anerkennung beleidigt zu sein. was ihn daran hindert. das heißt. was ihn zu seinem Ziel führt. daß er sich nicht genug nach einem anderen richte und daß dieser andere deshalb beleidigt sei. Die Menschen haben voreinander Angst. seine Originalität und alle seine anderen Qualitäten Ausdruck verleihen sollten. Musiker.Sich-Kümmern'.sollte' er nur das tun. die einem Menschen viel Energie rauben kann. seine Klugheit oder seinen Witz.sollen'.nicht sollen' ist auch ein schwieriges Thema. Ich habe viele solche Fälle gesehen.

Sie müssen solche Beispiele in der Beobachtung Ihrer selbst und anderer suchen. Was der Mensch in diesem Falle Aufrichtigkeit nennt. während er tatsächlich nicht mit seinen Schwächen kämpfen will. seines Unvermögens. seiner Unfähigkeit. „Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind in Wirklichkeit etwas ganz anderes. Identifizieren. daß im einen Falle ein Mensch mit dem äußeren Ausdruck der Gefühle kämpft und im anderen Falle mit der inneren Äußerung der vielleicht gleichen Gefühle. Und ganz tief in seinem Inneren weiß der Mensch dies. einfach weil er schwach ist. sich zu beherrschen.Aufrichtigkeit' oder . glauben die Menschen sehr oft. eine der Formen des Lügens. seine unangenehmen Gefühle auszudrücken. sind Äußerungen seiner Schwäche. ist das äußere Sich-Richten. das heißt. Man könnte noch mehr Beispiele bringen. und er kann nicht umhin. Das äußere Sich-Richten fußt auf einer ganz anderen Beziehung 222 . wenn sie mit dem Sich-Richten in sich selbst zu kämpfen beginnen. indem er sagt.Ehrlichkeit' kämpfen will. als sich identifizieren und innerlich nach etwas richten. Aber Sie müssen dies selbst tun. Aber da er sich diese Schwäche nicht eingestehen will. sich richten.„Wie ich schon gesagt habe. Der einzige Unterschied ist der. Aber er belügt sich selbst. daß sie. Hierbei geschieht das gleiche wie in den Versuchen.Ehrlichkeit' und sagt sich. daß er nicht gegen seine . unangenehme Gefühle zum Ausdruck bringen. ist natürlich eine Selbst-Täuschung. gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle anzukämpfen. auf denen die menschlichen Schwächen beruhen. weil sie glauben. daß er nicht die Aufrichtigkeit verlieren möchte. nennt er sie . verlieren. Der Mensch kann nicht anders. „Das Gegenteil von innerem Sich-Richten. .unaufrichtig' werden. die Aufrichtigkeit zu verlieren. daß sie in diesem Fall etwas. und sie haben Angst davor. ist in Wirklichkeit einfach. „Bisher habe ich nur vom inneren Sich-Richten gesprochen. daß er sich nicht beherrschen will. dagegen zu kämpfen. „Diese Furcht. einen Teil von sich. das sogar zum Teil die Mittel liefert.

daß sie sich nicht nach ihm richten. aufrichtig das auszudrücken oder irgendwie dem anderen zu zeigen. sich nicht nach den anderen zu richten. wie sich äußeres SichRichten in inneres Sich-Richten verwandelt. Es bedeutet die Anpassung an Menschen. sich auch in der Arbeit äußerlich zu richten. an ihre Auffassungen. macht ein Mensch das Leben für sich und andere Menschen leicht. ihm sogar nachgeben. Sehr oft beginnt ein Mensch mit einem Segen und endet mit einem Fluch. Dann wird er sich an seinen Platz.zu den Menschen als das innere Sich-Richten. zu verstehen. ihrer Gewohnheiten und Vorurteile. die sehr wohl die Notwendigkeit verstehen. Aber der andere habe sich überhaupt nicht nach ihm richten wollen. sich im Leben äußerlich zu richten. Gleichzeitig verlangt das äußere Sich-Richten eine große Macht über sich selbst. Das äußere Sich-Richten erfordert Menschenkenntnis. eine große Selbstbeherrschung. daß er nicht lügen wollte. Sehr oft wünscht ein Mensch. daß ein anderer Mensch genau so eine Maschine ist wie er selbst. Aber wenn er sich einem Menschen mit seinen eigenen Erwartungen nähert. es sei die Schuld des anderen gewesen. Dies ist ein Beispiel. nicht mit ihm streiten wollen und so fort. Und wenn er ein schwacher Mensch ist. ein 223 . nur weil sie sich in der Arbeit befinden. Aber wenn ein Mensch sich wirklich seiner selbst erinnert. daß er sich äußerlich richtet. daß Menschen. Dann macht er sich vor. wird er natürlich diesem Wunsch nachgeben und sich nachher rechtfertigen und sagen. Wenn er dies kann. kann nur neues inneres Sich-Richten die Folge davon sein. nicht die Notwendigkeit verstehen. Es geschieht sehr oft. daß er aufrichtig sein wollte. das Verständnis ihres Geschmacks. wird seine Arbeit für ihn leichter werden. und nachher beklagt er sich über die anderen Leute. was er wirklich über ihn denkt oder fühlt. sie hätten. was ein anderer Mensch denkt und fühlt. so wird er verstehen. so daß nichts mit ihm anzufangen gewesen sei. „Richtiges äußeres Sich-Richten ist in der Arbeit sehr wichtig. Dadurch. sie glauben. an ihre Bedürfnisse. Er beginnt mit dem Entschluß. in seine Lage versetzen und wird wirklich fähig werden. nichts vormachen wollte. Er habe sich wirklich nach ihm richten.

die Sie vergessen. sich dauernd belogen. alle unangenehmen Wahrheiten zu vermeiden strebten. Sie verstehen nicht die ganze Mannigfaltigkeit Ihrer Organisation. die durch Ihre eigene falsche Arbeitsweise notwendig wurden. eines Schwelgens in jeder Art Schwäche. und der Erfolg dieser Arbeit steht immer im Verhältnis zu ihrer Würdigung und ihrem Verständnis. „Sie denken oft auf eine sehr naive Weise"." G. sich nicht zu richten. weil nur das äußere Sich-Richten von seiner Seite sein Verständnis und seine Würdigung der Arbeit erweist. das heißt des gewöhnlichen Lebens beginnen und verlaufen kann. während in Wirklichkeit in der Arbeit. ist für den Menschen schwerer als alles andere. Dies ist ein sehr wichtiger Grundsatz. wenn sie überhaupt solche zeitigt. und Sie sehen nicht ein. und an manchen Stellen haben sich künstliche Einrichtungen gebildet. Aber wir werden hiervon später noch einmal gesondert sprechen. „Diese künstlichen Einrichtungen stören jetzt sehr all Ihre guten Absichten. Die Maschine ist schmutzig. das heißt in der eigenen erfolgreichen Arbeit eines Menschen an sich selbst. Hinter Ihnen liegen viele Jahre eines falschen und dummen Lebens. „Sie denken. wo Sie die Augen über Ihre eigenen Irrtümer geschlossen hatten. der aus mancherlei Gründen leicht vergessen wird. daß jede Anstrengung außer den gewünschten Ergebnissen. 224 . selbstgerecht waren. daß Sie nicht von Anfang an mit einer hübschen. und die Hauptsache. daß wir die Schwierigkeiten unserer Lage vergessen. andere beschuldigten und so weiter und so fort. zehnmal mehr äußeres Sich-Richten notwendig ist als im Leben. teilweise verrostet. 1 Für die Definition von Obyvatel siehe Seite 532. ist. daß die Arbeit nicht auf einer niedrigeren Stufe als der des Obyvatel1. sauberen. begann eines der folgenden Gespräche mit dem Hinweis.Recht. tausend unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse verursacht. Halten Sie daran fest. Diese Überzeugung loszuwerden. All das hat natürlich die Maschine angreifen müssen. sagteer. Sie könnten schon tun. neuen Maschine beginnen.

Genau die gleichen Einrichtungen können im Menschen gefunden werden. Darüber hinaus raubt so ein Gedanke dem Menschen sein Selbstvertrauen. die die Stoßwirkung verringern. Wenn es keine Puffer gäbe. die in ihm sind. Auf irgendeine Weise muß er diesen Gedanken meistern oder bannen. wie er jetzt lebt und handelt. Er würde eine dauernde Reibung. schwächt seine Energie und nimmt ihm seine Selbstachtung. Worte und Handlungen.Puffer' genannt. „ . zu fühlen. wenn auch unwillkürlich. was er wirklich ist. die mittels .Puffer' bilden sich langsam und allmählich. Er muß entweder die Widersprüche zerstören oder aufhören. „ . daß er verrückt ist.Puffer' werden künstlich durch . Aber wenn in ihm . Sehr viele . wie widersprechend und feindlich die verschiedenen Ichs unserer Persönlichkeit zueinander stehen. Der Mensch kann diese Widersprüche nicht zerstören. Ein jeder ist von Menschen umgeben. widersprechenden Gefühlen und widersprechenden Worten spüren. Wir kennen die Bedeutung der Puffer an den Eisenbahnwagen. würde der Stoß eines Wagens gegen einen anderen sehr unangenehm und gefährlich sein. Sympathien. Der Grund ihres Vorhandenseins ist das Bestehen vieler Widersprüche im Menschen. Wir sehen nicht. eine dauernde Unruhe spüren. widersprechender Meinungen. daß er verrückt ist. der eine besondere Erklärung erfordert. sondern durch den Menschen. sie zu fühlen. und er wird nicht die ganze Wucht des Aufeinanderpralls von widersprechenden Ansichten. Es ist für niemanden angenehm.Erziehung' geschaffen. Er würde fühlen. Sie sind Einrichtungen.Puffern' 225 . dann würde er fühlen. Andere entstehen unter dem hypnotischen Einfluß des gesamten uns umgebenden Lebens.„Sie werden . wenn Wagen aufeinander auffahren. so könnte er nicht so ruhig leben und handeln. Sie sind nicht durch die Natur. sie zu sehen und zu fühlen. Gefühle. geschaffen. Wenn ein Mensch durch sein ganzes Leben alle die Widersprüche fühlen würde. kann er aufhören.Puffer' erzeugt werden. Wenn ein Mensch alle diese Widersprüche fühlte.Puffer' ist ein Ausdruck. Die Puffer verringern die Wirkungen dieser Stöße und machen sie unbemerkbar.

Selbstvertrauen. schafft er unwillkürlich ähnliche . wenn er auf einmal fühlte. die von einer tief verborgenen Einsicht seiner eigenen Nichtigkeit und Ängsten aller Art bis zu der dümmsten Art von Selbstüberschätzung. der Erklärung verlangt. „Das Gewissen ist wieder ein Begriff. weil die .Puffer' in sich selbst. es sei alles gut. was er liebt. in dem er lebt. Als ob wir ein Gewissen hätten! In Wirklichkeit entspricht der Begriff . Handlungen und Worte nachahmt. „Bewußtsein ist ein Zustand. würde all dies zusammen zu fühlen nicht nur schmerzlich. „Im gewöhnlichen Leben wird der Begriff .Puffer' helfen dem Menschen. wie wenig er weiß und wie viele Widersprüche in seinem Wissen bestehen.Bewußtsein' in der Gedankensphäre. plötzlich alle diese Widerspräche auf einmal in sich fühlte. das heißt ihn aufwecken können. Die . die einen Menschen aus dem Zustand. „Gewissen ist ein Zustand. Aber sie verhindern im Menschen die Möglichkeit innerer Entwicklung. wenn er die Wahrheit 226 . ohne .Puffer' zu dem Zweck geschaffen werden. es bestünden keine Widersprüche und er könne in Frieden schlafen. Indem er sie und ihre Meinungen. geben ihm die angenehme und friedliche Empfindung. was er überhaupt fühlt oder fühlen kann. was er liebt. haben wir auch kein Gewissen. in dem der Mensch alles auf einmal fühlt. was er überhaupt weiß. sein Gewissen nicht zu spüren. dessen ganze innere Welt aus Widersprüchen besteht. sprechen. denken und fühlen.Puffer' wiegen den Menschen in Schlaf. Die . Selbstberuhigung und Selbstanpreisung reichen. mit deren Hilfe ein Mensch immer im Recht sein kann.Gewissen' zu einfach aufgefaßt.Puffer' sind Einrichtungen. und weil es nur die Schocks sind. daß er lügt. in dem der Mensch alles auf einmal weiß. und in dem er sieht. die Stöße. haßt und alles haßt.Puffer' machen dem Menschen sein Leben leichter. . daß er all das. „Wenn ein Mensch. Da wir kein Bewußtsein haben. Und da jeder in seinem Inneren tausende widersprechende Gefühle hat. sondern buchstäblich unerträglich für ihn sein. die Schocks zu vermindern. Es ist sehr schwer. herausführen. Die .leben.Gewissen' in der Gefühlssphäre dem Begriff .Puffer' zu leben.

Puffer' selbst eine sehr lange Arbeit. Erwachen ist nur für die möglich. Das Gewissen kann er nicht zerstören. die es suchen und wollen. den man als . Vom Standpunkt des Verständnisses der verschiedenen Kategorien von Menschen aus 227 . ist dieser Zustand des Gewissens sehr selten. und wenn er die Scham und den Schrecken über dies alles empfände. sie nie zusammen sehen. die vorher erwähnt wurden.Gewissen' bezeichnen kann. das allein alle die Pulver in der Glasretorte verschmelzen kann. seine inneren Widersprüche zu sehen. daß seine Arbeit alle möglichen Unbequemlichkeiten und Leiden aus dem langsamen Erwachen seines Gewissens mit sich bringt. Ferner erfordert die Vernichtung der . nie ihre Unvereinbarkeit. und die Wahrheit sagt. die bereit sind. „Das Gewissen ist eine allgemeine und dauernde Erscheinung. entweder muß er die Widersprüche zerstören oder das Gewissen. all jenes innere Leiden auf sich zu nehmen. um dies zu erreichen. Hierfür ist es notwendig. darum gibt es für ihn überhaupt keine Gefahr eines plötzlichen Erwachens. und das Gewissen ist nur in Abwesenheit von . das heißt. Schon von frühester Kindheit an wachsen und verstärken sich die . mit sich selbst zu kämpfen und an sich selbst für eine sehr lange Zeit und sehr beharrlich zu arbeiten.Puffer' in ihm und nehmen ihm die Möglichkeit. dann wäre er in dem Zustand. er kann ein Gefühl seines Selbst vom anderen durch unüberschreitbare Schranken trennen. In diesem Zustand kann der Mensch nicht leben. und die Einheit schaffen kann. die . „Der Begriff Gewissen hat nichts mit dem Begriff Moralität gemein. das heißt für seinen Frieden und seinen Schlaf. und der Mensch muß dieser Arbeit zustimmen und verstehen. fehlt. „Das Gewissen ist das Feuer. „Aber glücklicherweise für den Menschen. die Absurdität ihres Nebeneinander-Bestehens spüren. die einem Menschen in dem Zustand. Das Gewissen ist für alle Menschen das gleiche. das heißt. das mit dem Gewahrwerden von Widersprüchen verbunden ist. wenn er lügt. aber er kann es einschläfern.sagt.Puffer' zu vernichten.Puffern' möglich. für die. in dem er sich zu studieren beginnt.

Man sagt manchmal. daß die allgemeine Moral in Europa die . Eine allen gemeinsame Moral gibt es nicht. Was in China moralisch ist.Moralität' enthält nichts Allgemeines. Moralität ist überall und immer eine künstliche Erscheinung. manchmal jedoch haben sie alle Bedeutung verloren oder nie eine Bedeutung gehabt und sind auf falscher Grundlage aufgebaut worden. ist in China unmoralisch. zu sagen.Puffer* gibt und die Lebensbedingungen in verschiedenen Ländern. und allerlei Forderungen. Moralität besteht aus . sie zu erhalten und zu verlängern. und was im Kaukasus moralisch ist. ist in einer anderen unmoralisch und umgekehrt. Es gibt keine allgemeingültige Moral. und was in Europa moralisch ist. ist im Kaukasus unmoralisch. Es ist sogar unmöglich. Und da es vielerlei . daß es ein menschliches Gewissen gibt. dann wird sich in diesen Augenblicken allmählich ein Element sehr feiner Freude. „Der Begriff . im Gegenteil.können wir sagen. der Tausende verschiedener Ichs hat. Was in einer Gesellschaftsklasse moralisch ist. Ein solches Gewissen ist nicht Leiden. Was in Petersburg moralisch ist.Puffern'.christliche Moral' sei. Aber erstens einmal erlaubt der Begriff der »christlichen Moral' selbst sehr ver- 228 . das heißt Vorbehalten.klaren Bewußtseins' einstellen.Tabus'. muß notwendig Leiden nach sich ziehen. ist auch die durch sie geschaffene Moral sehr unterschiedlich und widerspruchsvoll. „Die Moralität besteht aus . Aber jedes momentane Erwachen des Gewissens in einem Menschen. die wir überhaupt nicht verstehen können. in dem keine Widersprüche zu finden sind. auf einem Boden von Aberglauben und falschen Ängsten. ist in Europa unmoralisch. ist in Petersburg unmoralisch. sondern im Gegenteil mit ihnen zusammenarbeitet und versucht. die manchmal auf vernünftiger Grundlage beruhen. daß es zum Beispiel auch nur in Europa eine allgemeine Moral gebe. Und wenn diese Augenblicke des Gewissens länger werden und der Mensch sie nicht fürchtet. Sie besteht aus verschiedenen .Puffern'. Lebensaltern und Gesellschaftsklassen sich stark voneinander unterscheiden. ein Vorgeschmack des künftigen . es ist Freude einer völlig neuen Art.

christliche Moral' gerechtfertigt worden. es lohnt sich nicht. aber es wird immer Gerede dieser Art geben. die nach Christi Vorschriften leben. Ein Gewissen kann niemals einem anderen Gewissen widersprechen.schiedene Deutungen. Wer die Wahrheit sucht. sondern im Gegenteil alle Masken abnehmen. sagte einer von uns. „und andere sagen.Puffern' mag sehr moralisch sein. daß wir keine Liebe hätten.unmoralischer' hält er die anderen. in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften leben? Natürlich können sie dies nicht.christlicher Moral' gemein. Die Menschen lieben es nicht. was wir unter diesem Begriff verstehen. mit ihm Zeit zu verschwenden. 229 . ist das Gewissen. Was notwendig ist. Aber dies ist ein wahres Zeichen: wer so spricht. die .Puffer' verschiedener Menschen dagegen können sehr verschieden sein. ganz gleich. sich so weit als möglich von solcher Moral fernzuhalten. das heißt zwei sehr moralische Menschen können einander für sehr unmoralisch halten. weil es immer Menschen gibt." „Viele Leute sagen. Ein Mensch mit . Die christliche Lehre ist für Christen. Aber Moral ist nur Selbst-Suggestion. sagte G. gebracht hat. ist ein leerer Mensch. für desto . Können die. und viele Verbrechen sind durch die . Und Christen sind diejenigen. Eine Moral kann sehr leicht einer anderen widersprechen und diese sogar vollständig leugnen. denen Worte wertvoller als alles andere sind. Wir lehren keine Moral. wird nicht von Liebe oder Christentum sprechen.christliche Moral' Europa diesen Krieg. Und in zweiter Linie hat das moderne Europa sehr wenig mit . das heißt in allem danach handeln. wenn wir das sagen. „Moral und Gewissen sind ganz verschiedene Dinge. wie man das Gewissen findet. der nun vor sich geht. In der Regel ist das fast immer so. weil wir nicht Schwäche und Heuchelei unterstützen. Je . „Wenn die .moralischer' ein Mensch ist. daß Ihre Lehre überhaupt keine Moral habe. weil er weiß. nur deswegen." „Natürlich nicht". Wir lehren. „Die Menschen reden sehr gern über Moral. wie weit er von diesen entfernt ist. daß sie die moralische Seite Ihrer Lehre nicht verstehen". Sie sagen. die von Liebe und Moralität reden. dann ist es auf jeden Fall gut.

Die einzig mögliche bleibende Idee von Gut und Böse für den Menschen ist mit der Idee der Evolution verknüpft. 230 . abgesehen vom Menschen?" fragte ein Anwesender. Für einen subjektiven Menschen ist alles böse. zu versuchen. wie er es versteht. Es ist naiv und nutzlos. natürlich nicht mit der der mechanischen Evolution." „Aber gibt es nicht auch Gut und Böse an sich. der Wandlung seines Selbst. „Man kann sagen. Jeder handelt immer im Interesse des Guten. Erinnern Sie sich nur an eines. Der Grund ist wieder genau der gleiche. zu hoffen. daß sie dies nicht verstehen und jeder sein Gutes für das einzige Gute und alles übrige für böse hält. „Gewiß". und es lohnt sich nicht einmal für Sie. „nur ist das für uns noch viel zu hoch. Aber der Begriff von Gut und Böse ist für verschiedene Menschen immer verschieden und in Mensch Nummer eins. dies zu verstehen. was seinen Wünschen oder Interessen oder seiner Auffassung über das Gute entgegengesetzt ist. sagte G. daß es merkwürdig erscheint. Infolgedessen ertränken. daß die Menschen nicht früher daran gedacht haben. der Erzeugung von Einheit in ihm und der Bildung eines bleibenden Ich. daß die Menschen dies je verstehen werden und daß sie eine allgemeine und identische Idee vom Guten entwickeln werden. Niemand tut je absichtlich etwas im Interesse des Bösen oder um des Bösen willen. Aber jeder versteht es auf eine andere Weise.. Nummer zwei und Nummer drei immer subjektiv und wechselt je nach Fall oder Lage. daß es das Böse für den subjektiven Menschen überhaupt nicht gibt. Jedoch die Tatsache bleibt bestehen. die menschliche Unwissenheit und der tiefe Schlaf.„Der Begriff der Moral ist mit dem Begriff von guter und böser Lebensführung verknüpft. in dem sie leben „Dies ist so offensichtlich. sondern mit der Idee der menschlichen Entwicklung durch bewußte Anstrengungen. sondern daß es nur verschiedene Auffassungen vom Guten gibt. Ein subjektiver Mensch kann keinen allgemeinen Begriff von Gut und Böse haben. schlachten und töten die Menschen einander im Interesse des Guten.

„Aber natürlich werden die meisten schlafenden Menschen behaupten. daß sie schläft. wohin er gehen soll. oder daß das Erwachen wirklich für ihn möglich wird. ist das erste Zeichen eines nahen Erwachens. daß sie ein Ziel haben und in irgendeiner Richtung fortschreiten. und darüber hinaus. dann ist alles. ist gut. böse. Die Einsicht eines Menschen. ist gut. Aber dies stimmt nur für die. ist böse. aufzuwachen. die keinen Wunsch haben können. Das Erwachen beginnt damit. die verstehen. was für andere Menschen gut und böse ist. ist böse. Genau m der gleichen Weise wird er verstehen. „Dies steht im Widerspruch zu den allgemein herrschenden Vorstellungen. die ein Ziel haben und dieses Ziel verfolgen. was seinen Schlaf verlängert. für die nämlich. welche aufwachen wollen. Diejenigen. und aufwachen will. „Wie wir schon früher erklärt haben. was ihn daran hindert. daß Gut und Böse für jeden bestehen. Die Menschen glauben gewöhnlich. Was sie an der Verfolgung dieses Ziels hindert. alles. daß er schläft. kann es für sie tatsächlich weder Gut noch Böse geben. was sie daran hindert. daß er tatsächlich kein Ziel hat und nirgendwohin fortschreitet. die nicht verstehen. daß er nirgendwohin fortschreitet und daß er nicht weiß. und diejenigen. Nummer zwei und 231 . daß Gut und Böse für jeden das gleiche sein müßte. In Wirklichkeit hingegen gibt es Gut und Böse nur für einige wenige. gibt es viele Eigenschaften. Was ihnen aufzuwachen hilft. was ihm aufzuwachen hilft. können kein Verständnis für Gut und Böse haben. welche die Menschen sich zuschreiben. daß sie schlafen. das heißt für die. gut und alles. und was ihnen hilft. daß ein Mensch einsieht. Und da die überwältigende Mehrzahl der Menschen es nicht einsieht und auch nie einsehen wird.„Eine dauernde Idee von Gut und Böse kann im Menschen nur in Verbindung mit einem bleibenden Ziel und einem bleibenden Verständnis gebildet werden. Wenn ein Mensch versteht. daß sie schlafen. die aber in Wirklichkeit nur Menschen eines höheren Entwicklungsgrades und eines höheren Evolutionsgrades als Mensch Nummer eins.

ein einziges und bleibendes Ich. ein Zustand innerer Freiheit. wie er heute etwas für wahr zu halten beginnt. „Die Idee von Gut und Böse wird manchmal mit der Idee von Wahrheit und Unwahrheit in Zusammenhang gebracht. Manchmal . Und dies ist gleichermaßen wahr. was er gestern für falsch hielt. Er bemerkt diese Übergänge genau so wenig wie die Übergänge seiner eigenen Ichs von einem ins andere. Und ein Mensch kann nie die Wahrheit sagen. Bewußtsein. Keine von ihnen hängt von ihm ab. weil ein solcher Mensch sich niemals an eine einzige Wahrheit halten kann. alles dies sind Eigenschaften. müssen ihre Auffassungen von Wahrheit ebenso verschieden voneinander sein. Folglich haben seine Wahrheit und seine Unwahrheit keinen Wert. Der Mensch bemerkt nicht einmal. Zur gleichen Kategorie gehören Gut und Böse. Wenn sie für eine gewisse Zeitspanne nicht wechselt. Wille. „Um die Wechselbeziehung von Wahrheit und Unwahrheit im Leben zu verstehen. die ein durchschnittlicher Mensch nicht besitzt. mit einer dauernden Richtung und einem dauernden Schwerpunkt verknüpft sind. werden sich für ihn auch Wahrheit und Unwahrheit dauernd ändern. Aber ebensowenig wie es für den Durchschnittsmenschen Gut und Böse gibt. gibt es für ihn Wahrheit und Unwahrheit. so ist das nur. manchmal . auf seine Gedanken. Und da die Menschen alle in jedem Augenblick auf verschiedenen Stufen stehen. „Dauernde Wahrheit und dauernde Unwahrheit kann es nur für einen dauernden Menschen geben. wie ihre Auffassungen vom Guten. beide hängen vom Zufall ab.sagt es' eine Lüge.Nummer drei haben können. muß der Mensch die Unwahrheit in sich selbst 232 . die immer mit einem dauernden Ziel.Puffer' festgehalten wird.sagt es' die Wahrheit. die Fähigkeit zu tun. und umgekehrt. Individualität. weil sie durch . Wenn der Mensch selbst sich dauernd ändert. Seine Wahrheit wechselt. seine Gefühle oder seine Auffassungen von Wahrheit und Unwahrheit anwendet. „Im Leben eines durchschnittlichen Menschen haben Wahrheit und Unwahrheit überhaupt keinen moralischen Wert. ob man es nun auf die Worte eines Menschen.

Ein Mensch. daß er die Notwendigkeit eingesehen hat. das heißt bewußte Lenkung. Nur ein Mensch. Die einzige Möglichkeit. der mit der Arbeit des Selbst-Studiums beginnt und darauf hinzielt.Pu£Fer' lenken automatisch seine Handlungen. Das letztere ist gar nicht leicht. so kann es mit einem Menschen dazu kommen. Wenn die . ist die. der selbst schon gestärkt worden ist. dann würde alle Lenkung aufhören. durch einen anderen Willen gelenkt zu werden.Puffer' zerstört würden. als der eigene Wille noch nicht voll entwickelt ist. Gewöhnlich wird diese Unterordnung unter den Willen eines anderen Menschen vor allem anderen studiert. . muß er seine eigenen Entscheidungen aufgeben. kann ohne .studiert'. während der Wille noch nicht genügend gestärkt ist.Puffer' leben. nicht imstande ist. welche die Zerstörung der . Ich benutze das Wort .erkennen. sei es auch nur automatische Lenkung. bereit sein. „Diese Lügen werden durch die . Willen entwickeln. „Darum muß man in der Schul-Arbeit.seine eigenen Entschlüsse opfern'. als auch die Lügen.Puffer' zerstört werden. Da aber Wille nicht in einer kurzen Zeitspanne auf Bestellung geschaffen werden kann. Worte. 233 . müssen die . Aber ein Mensch kann nicht ohne . weil sonst der Wille des Menschen. die Herrschaft über sich selbst zu gewinnen. Aber wenn ein Mensch die Arbeit an sich selbst beginnt. Ein Mensch kann ohne Lenkung nicht leben.Puffer' geschaffen. seinen eigenen Entscheidungen zu vertrauen. die dauernden unaufhörlichen Lügen. und lernen muß zu gehorchen. Selbst die Tatsache. daß er sich ändern müsse.Puffer' in sich zerstört. während er die . Folglich muß der Mensch zur gleichen Zeit. warum solch ein Gehorsam notwendig ist. die er während dieser Zeitspanne hat. die er sich selbst erzählt. Gedanken und Gefühle. zeigt ihm.Puffer' leben. der seine Arbeit lenkt. dem Willen eines anderen Menschen so lange zu gehorchen.Puffer' anstrebt. Um sowohl die Lügen in einem selbst zu zerstören. die man unbewußt anderen erzählt. daß die . daß seine Entschlüsse richtig sind. weil man verstehen muß. und stärkt sein Vertrauen in sie. der Willen besitzt. seine Handlungen zu lenken.Puffer' zerstört werden. ist gewöhnt. Die .

er habe wirklich Grundsätze. der nicht vorher eingesehen hat. daß er tatsächlich weder etwas opfert noch irgend etwas in seinem Leben ändert. daß er sein ganzes Leben lang irgendeinem äußeren Willen unterworfen war und nie eigene Entscheidungen getroffen hat. der sein ganzes Leben hindurch jeden'anderen in der schamlosesten 234 . die seinen Grundsätzen. Er glaubt. Wie seltsam dies auch scheinen mag. Ansichten und Überzeugungen. bevor sich ein Mensch nicht von dieser Illusion befreit hat. Die Schulen des vierten Weges verlangen vor allem anderen Verstehen. daß er nichts verlieren kann. was sie schädigen könne. Aber der Mensch ist sich dessen nicht bewußt. beginnt zu fürchten. Darüber hinaus schafft diese Furcht sofort in ihm die Illusion. „Nur dies Bewußtsein der eigenen Dichtigkeit kann die Furcht vor der Unterordnung unter den Willen eines anderen überwinden. daß er nicht existiert. die er in Wirklichkeit nie gehabt hat und niemals haben könnte. weil er nichts zu verlieren hat. er habe das Recht der freien Wahl. um sie zu untergraben. Ein Mensch. daß man ihn zwingen werde. das heißt vollständige und fraglose Unterordnung ohne Verständnis. etwas zu tun. Es ist hart für ihn. der noch nie in seinem Leben an Moral gedacht hat. so ist doch diese Furcht tatsächlich eines der schwersten Hindernisse auf dem Wege eines Menschen. er muß seine Nichtigkeit im vollen Sinne des Wortes einsehen. Er hat Angst. er muß einsehen. Aber keine Arbeit an sich selbst ist möglich. Ein Mensch. daß man ihn Dinge tun lassen werde. Ein Mensch. Ansichten und Ideen entgegengesetzt sind. die Unterordnung unter den Willen eines anderen mag unübersteigbare Schwierigkeiten für einen Menschen bieten. Das Ergebnis der Anstrengungen steht immer im Verhältnis zum Verstehen. beginnt plötzlich zu fürchten. daß er sein Leben selber lenke und organisiere.„In den Schulen des religiösen Weges wird vor allem anderen •Gehorsam' verlangt. die Illusion aufzugeben. daß man ihn zwingen werde. der noch nie an seine Gesundheit gedacht und alles überhaupt nur mögliche getan hat. etwas Unmoralisches zu tun. „Verzicht auf die eigene Entscheidung. „Er muß einsehen.

Nicht sein Eigenes' bedeutet das. daß eine Unterordnung. der einzige Weg ist. aber er hat genügend Willen. was er gelernt hat. „Ich habe schon einmal von Schicksal und Zufall im Leben des Menschen kurz gesprochen. das seinem Typus entspricht. um einen eigenen Willen zu erwerben. Das kommt daher. der man bewußt zustimmt. Der Mensch kann das Schicksal haben. Der Kern im Menschen ist sein Eigenes. wieder mit der Frage des Willens. des eigenen Willens und des Willens eines anderen Menschen. das heißt sich selbst und alle seine Handlungen zu beherrschen. der mehr als vor allem anderen Angst hatte. 235 . was er widerspiegelt. und so weiter ohne Ende. dem Willen eines anderen Menschen untergeordnet zu sein. alle Spuren. beginnt plötzlich zu fürchten. Und nur auf diese Weise kann er dem Gesetz des Zufalls entrinnen. ist viel verwickelter. zeigt sich sehr oft stärker als alles andere.Weise belogen hat. Die meisten Menschen sind von ihrem Schicksal getrennt und leben nur unter dem Gesetz des Zufalls. um einem anderen Menschen zu gehorchen. Inzwischen müssen Sie eines begreifen. daß das Schicksal nur zu einem Teil des Menschen in Beziehung steht. Der Mensch hat nicht genügend Willen zu tun. aber nicht für jedermann. daß man ihn zwingen werde zu lügen. Es gibt keinen anderen Weg. die äußere Eindrücke in seinem Gedächtnis und in seinen Empfindungen hinterlassen haben. die dem Typus eines Menschen entsprechen." Das nächste Mal begann G. Die Persönlichkeit im Menschen ist das. nämlich zu seinem Wesens-Kern. man würde ihn zwingen zu trinken. „Die Frage des Willens. die er gelernt hat. Schicksal gibt es. was . was von außen gekommen ist. Wir werden später über Typen reden. „Die Furcht. Man sieht nicht ein. alle Worte und Bewegungen. als es beim ersten Anblick scheint. . Wir wollen nun die Bedeutung dieser Worte im einzelnen prüfen. „Man muß verstehen. Schicksal ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse.nicht sein Eigenes' ist. Ich kannte einen Säufer. aber praktisch hat er es nie. daß der Mensch aus zwei Teilen besteht: Kern und Persönlichkeit.

gibt es eine solche Einteilung in der gewöhnlichen Psychologie überhaupt nicht. sein Geschmack. in schwierigen Verhältnissen dauernden Kampfes und der Gefahr leben.oder sechsjährigen Kindes stehenbleibt. so wie es ist. was . „Vom Gesichtspunkt der gewöhnlichen Psychologie aus ist die Einteilung des Menschen in Persönlichkeit und Kern kaum verständlich. Der Kern hat mehr Entwicklungsmöglichkeiten in Menschen. selbst der eines sehr intellektuellen und im üblichen Sinne des Wortes sehr gebildeten Menschen. Es ist.nicht sein Eigenes' ist.Erziehung' beginnt. „Der Kern ist das Wahre im Menschen. kommt gewöhnlich nur in seinen Instinkten und in seinen einfachsten Empfindungen zum Ausdruck.Widerstand' gegenüber den Menschen seiner Umgebung eine große Rolle und ebenfalls die Versuche. daß der Kern sein Wachstum in einem sehr frühen Lebensalter einstellt und nicht mehr weiterwächst. Je mehr die Persönlichkeit wächst.nicht sein Eigenes' ist. fängt die Persönlichkeit zu wachsen an. auf der Stufe eines fünf. 236 . Abneigungen drücken sein Wesen. „Aber sobald die sogenannte . daß der Kern eines erwachsenen Menschen. Es ist Kern. daß alles. Solche Fälle stellen vor allem in den Verhältnissen des zivilisierten Lebens sehr seltene Ausnahmen dar. Bei der Bildung der Persönlichkeit spielt auch der . was es wirklich ist.Erziehung'. Es geschieht sehr oft. wo der Kern eines Menschen parallel zu seiner Persönlichkeit wächst.alle Gefühle.Wirkliche' betrachtet. „Ein kleines Kind hat noch keine Persönlichkeit. und sehr oft geschieht es. Seine Wünsche. Genau genommen. was es als . Dies bedeutet. das heißt sein Kern. Es gibt jedoch Fälle. alles. in Wirklichkeit . und teilweise durch deren unwillkürliche Nachahmung seitens des Kindes selbst. Das Eigene im Menschen. seine Neigungen. die näher an der Natur. aus. das heißt durch . desto seltener und schwächer äußert sich der Kern. Die Persönlichkeit wird teilweise durch die absichtlichen Einflüsse anderer Leute geschaffen. die durch Nachahmungen geschaffen wurden. die Persönlichkeit ist das Falsche. all dies ist seine Persönlichkeit. was wir an diesem Menschen sehen.sein Eigenes' oder das . etwas vor ihnen zu verbergen.

und das Experiment mag damit beginnen. bilden sich sozusagen zwei Wesen in ihm. manchmal gewisse Arten von Übungen. experimentell die Beziehung der Persönlichkeit zum Kern nachzuprüfen. Nach Einnehmen dieses Rauschgiftes verschwindet dann gleichsam die Persönlichkeit eines Menschen für eine gewisse Zeit. eines dieser Wesen einzuschläfern.„Aber in der Regel ist die Persönlichkeit solcher Menschen sehr wenig entwickelt. so ist es möglich.Eigenes' ist. Wir sind uns nicht bewußt. 237 . welches »nicht sein Eigenes' ist. Wenn wir das Experiment weiterverfolgen. verschiedene Ziele und Interessen haben. das ist durch das. was des Menschen . was ihr . Anhänglichkeit. Kunst und Politik nennen. die mit verschiedenen Stimmen sprechen. unterscheidet «ich von dem. die Persönlichkeit des Menschen von seinem Kern zu trennen. das heißt. ihnen fehlt die Kultur. Und dann kommt es vor. aber sehr wenig von dem. In den östlichen Schulen sind Mittel und Wege bekannt. Zu diesem Zweck benützen sie manchmal Hypnose. was . daß ein Mensch voll der verschiedensten und erhabensten Ideen. voll von Sympathien und Antipathien. geschaffen wird. Wenn Persönlichkeit und Kern für eine Zeitspanne durch das eine oder andere dieser Mittel getrennt werden. was wir Wissenschaft. daß entweder Persönlichkeit oder Kern eingeschläfert werden. durch deren Hilfe es möglich ist. Sie haben mehr von dem. was wir Zivilisation. vollständig verschiedenen Geschmack. daß es sich auf der Stufe eines kleinen Kindes befindet. Philosophie. was .nicht ihr Eigenes' ist. verändert oder weggenommen werden kann. die Persönlichkeit einzuschläfern. Liebe. daß unser ganzes Leben. Die Kultur schafft die Persönlichkeit und ist gleichzeitig das Produkt und Ergebnis der Persönlichkeit. manchmal besondere Rauschgifte. „Es gibt eine Möglichkeit. „Das Element. ihnen fehlt Erziehung und Bildung. durch die menschliche Persönlichkeit.Eigenes' ist. Haß. und eines dieser beiden beweist oft. Patriotismus. ohne den Kern anzugreifen. alles. durch die Tatsache. alles.nicht ihr Eigenes' ist. und nur sein Kern bleibt. Einige Rauschgifte haben die Eigenschaft. daß es durch künstliche Mittel verloren.

weil die Hindernisse für das Wachstum des Kerns in der Persönlichkeit enthalten sind. Alles. wenn ein Mensch zwischen seiner Persönlichkeit und seinem Kern zu unterscheiden beginnt. Begierden. sogar in Fällen von unentwickelten Persönlichkeiten. daß in der überwältigenden Mehrheit von Fällen seine Persönlichkeit das aktive Element darstellt. wenn es am wenigsten erwartet wird.Ich' eines Menschen. muß man zuallererst den dauernden Druck der Persönlichkeit auf ihn schwächen. wäh- 238 . manchmal vergißt er sie einfach. Alles. ohne Ansichten. ohne Überzeugungen. „Manchmal. was in einem Menschen ernst und wirklich ist. verabscheut den Gedanken der Arbeit oder schätzt im Gegenteil die Vorstellung physischer Bewegung. verabscheut die Kälte. seine Individualität. „Ein sehr wichtiger Augenblick in der Arbeit an sich selbst kommt dann. läßt ihn nun vollständig gleichgültig. Geschmack. ist eine kleine Anzahl instinktiver Neigungen und Vorlieben. „Wenn wir einen durchschnittlichen kultivierten Menschen nehmen. „Aber dies geschieht sehr selten. Dinge. In der Regel ist der Kern des Menschen entweder primitiv. und dann. Manchmal sieht er die Künstlichkeit und den eingebildeten Charakter seiner gewöhnlichen Stimmungen oder seiner hochklingenden Worte. und in diesem Falle vereinigt der Kem alles.Gewohnheiten. daß die Individualität eines Menschen sein erwachsener. was ihn vorher erregt hat. wild und kindisch oder sonst einfach dumm. kann nur aus seinem Kern wachsen. Die Entwicklung des Kems hängt von der Arbeit an einem selbst ab. reifer Kern ist. als ob sie nie bestanden hätten. scheinen ihm nun lächerlich und bedeutungslos und seiner Aufmerksamkeit unwürdig. Er hat gern Süßigkeiten. Aber um dem Kem das Wachstum zu ermöglichen. ohne Gefühle. zeigt sich der Kern in einem Menschen als voll ausgewachsen und voll entwickelt. sein Leben zu opfern. Und das ist alles. ohne Gedanken. für die er bereit gewesen war. so werden wir sehen. Überzeugungen sich plötzlich als ganz leer erweist. liebt die Wärme. was er in sich finden kann. Man kann sagen. Das wirkliche . wenn auch sehr selten.

aber in Wirklichkeit ist das nicht so. eine solche Arbeit zu unternehmen. weil ihre Persönlichkeit sich als ungenügend entwickelt erweist. daß alle Wege für ihn verschlossen sind. wenn die . Ohne einige Wissensvorräte. Das innere Wachstum eines Menschen kann nicht beginnen.nicht sein Eigenes' ist. Eine ungenügend entwickelte Per-' sönlichkeit bedeutet einen Mangel an . „Das heißt nicht. mit deren Hilfe die Persönlichkeit sich den Kern unterworfen hält. die keine intellektuelle Entwicklung verlangen. ist eine gewisse Entwicklung der Persönlichkeit in gleichem Maße wie eine gewisse Stärke des Kerns notwendig. auf das sich die Arbeit an sich selbst gründen muß. kann ein Mensch nicht beginnen.Puffern'. in künstlichen Lebensverhältnissen^ und entwickelt seine Persönlichkeit auf Kosten seines 239 . die für einen Menschen mit entwickeltem Intellekt möglich sind. Für das innere Wachstum. Dies kann nur geschehen. ist in den Fällen von weniger kultivierten Menschen der Kern oft stärker entwickelt als in einem kultivierten Menschen.rend sein Kern das passive Element bildet. bleiben ihm offen. einen Mangel an Tatsachen. an sich selbst zu arbeiten. sind für ihn unmöglich. Die Persönlichkeit muß passiv und der Kern muß aktiv werden. einen Mangel an dem Material. die von einer bestimmten Arbeit der Zentren herrühren. weit von\natüriichen Daseinsbedingungen. daß sie sich der Möglichkeit des Wachstums näher befinden. kann er nicht beginnen. weil die . Die Persönlichkeit besteht aus . „Wie schon früher gesagt wurde.Puffer' entfernt oder geschwächt werden. Der Weg des Fakirs und der Weg des Mönches. ohne eine gewisse Menge Materials. solange dieser Zustand unverändert bestehen bleibt. das . kann er nicht beginnen. sich zu studieren. Aber die Methoden und Mittel.Puffer' die Hauptwaffe darstellen. Auf diese Weise ist die Evolution für einen kultivierten und einen unkultivierten Menschen gleich schwer. Es könnte scheinen. das heißt einen Mangel an Wissen.Rollen'. mit seinen mechanischen Gewohnheiten zu kämpfen. Ein kultivierter Mensch lebt weit von der Natur. einfach weil kein Grund oder kein Motiv für ihn da ist. für die Arbeit an sich selbst.Rollen' und aus .

entwickelt seinen Kern auf Kosten seiner Persönlichkeit. dann ist eine lange vorbereitende Arbeitszeit erforderlich. Aber dies geschieht selten. daß das Schicksal im Vergleich zum Zufall dem 240 . Eine anormale Entwicklung der Persönlichkeit bringt oft die Entwicklung des Kerns an einem so frühen Zeitpunkt zu einem Halt. so daß der Kern ein kleines entstelltes Ding wird. daß der Kern in einem Menschen stirbt. das heißt. Es ist gut. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Menschen. wird er sicher verrückt. sie sind tatsächlich bereits tot. „Es ist gut für uns. Und tatsächlich werden Leute oft verrückt. würden wir vor Entsetzen verrückt werden. der in normaleren und natürlicheren Bedingungen lebt. was sie nicht mag." „Wenn der Kem dem Einfluß des Schicksals unterworfen ist. daß sie etwas sehen. und diese Arbeit wird ganz fruchtlos bleiben. das heißt. daß ein Mensch nichts vorzeitig sieht. So etwas ereignet sich ziemlich häufig. Ein weniger kultivierter Mensch. während seine Persönlichkeit und sein Körper noch lebendig sind. die innerlich leer sind. Wenn der Kern sehr wenig entwickelt ist. muß man sich bereits auf dem Weg befinden. Ein günstiger Beginn der Arbeit an einem selbst erfordert den glücklichen Umstand einer gleichmäßigen Entwicklung von Persönlichkeit und Kem. heißt dies dann. Solch ein Umstand bietet die größte Gewißheit des Erfolges. wie viele Menschen tatsächlich tot sind und eine wie große Anzahl dieser toten Menschen unser Leben lenken. „Femer geschieht es oft. der nichts tun kann. sind Menschen. wenn er aufwachen will. wenn ein Mensch schlafen will. Um ohne Gefahr zu sehen. Wenn ein Mensch. weil sie etwas derartiges ohne die richtige Vorbereitung herausfinden. was sie gern sieht und was ihr Leben nicht stört. die wir auf den Straßen einer großen Stadt treffen. Sie sieht nie. sofern der Kern eines Menschen innen verfault ist oder einige unheilbare Fehler enthält.Kerns. die Wahrheit sieht. Gewöhnlich ist alles so eingerichtet. Das ist gleichzeitig gut und schlecht. schlecht. daß wir dies nicht sehen und nicht wissen. Wenn wir wüßten. was sie nicht sehen sollten. Von einem kleinen entstellten Ding kann nichts mehr erwartet werden. Die Persönlichkeit sieht nur.

Die allgemeinen Gesetze sind überhaupt nicht für den Menschen verpflichtend. in der ein Mensch lebt. sich von seinem eigenen Schicksal loszulösen. vieles hing von den Fragen 241 . „Und kann das Schicksal einen Menschen zur Arbeit veranlassen?" „Nein.Menschen immer freundlich gesinnt ist?" fragte ein Anwesender. Daß es nicht möglich ist. Bezüglich des Zufalls kann man gar nichts wissen. Und in gleicher Weise. versteht sich aus dem Grunde. Wenn die Unwahrheit." Die geschilderten Gespräche umfassen eine Zeitspanne von einigen Monaten. Der erste Schritt hierzu besteht darin. bis sich ein eigener Wille in ihm gebildet hat. daß es möglich ist. wie es ein individuelles Schicksal gibt. vorzubereiten. daß G. dann wird die Persönlichkeit bald schwächer. sowohl dem Zufall als auch wenn nötig dem Schicksal standzuhalten. „Das Schicksal ist nur in dem Sinn besser als der Zufall. dieser Wille wird ihn führen. In solchen Fällen gibt es jedoch Möglichkeiten. All dies ist mit der Befreiung von der Persönlichkeit verbunden. und die Einbildung verringert wird. so gibt es auch allgemeine oder kollektive Zufälle. Vieles wurde wiederholt. daß man den allgemeinen Gesetzen entgeht. die wiederum dem Willen eines anderen Menschen untersteht. das bedeutet es gar nicht". antwortete ihm G. die Gespräche in ihrer genauen Ordnung zu rekonstruieren. verringert wird. daß es möglich ist. und er beginnt entweder durch das Schicksal oder durch eine Arbeitslinie beherrscht zu werden.Puffern' und von der Einbildung befreit. sich auf das. es im voraus zu kennen. gibt es auch ein allgemeines oder kollektives Schicksal. daß man damit rechnen kann. der fähig ist. er kann sich von vielen von ihnen befreien. oft zwanzig verschiedene Gegenstände an einem Abend behandelte. Wenn ein Mensch sich eine eigene Individualität schaffen möchte. Genau wie es individuelle Zufälle gibt. dann muß er sich zuerst von den allgemeinen Gesetzen befreien. was vor einem liegt. Die Persönlichkeit nährt sich von Einbildung und Unwahrheit. Aber das Schicksal kann auch unangenehm oder schwierig sein. wenn er sich von den . Kollektiver Zufall und kollektives Schicksal werden durch allgemeine Gesetze gelenkt.

daß sie nicht darauf rechnen konnten. wieviel Falschheit und Heuchelei dabei im Spiel ist. Geld kosteten.ab. „Bedeutet das. die er und andere der Arbeit widmeten. Hierbei war es sehr charakteristisch. seine Reisen nach Petersburg und die Zeit. sogar wenn wir überhaupt kein Geld brauchten.'s Arbeit. eine negative Haltung zu unserer Arbeit zu zeigen. viele Ideen waren so nah miteinander verknüpft. „Die Leute zahlen nicht für solche Dinge und dafür kann man auch kein Geld verlangen. Nur die. die Geld hatten. für die die verlangte Summe eine Lappalie bedeutete. daß nicht die unwillig waren. verstanden dies nicht oder wollten es nicht verstehen. und wenn Sie zweihundert. daß Sie hundert Mitglieder hätten. wenn ich ihm über derartige Gespräche berichtete. daß sie nur künstlich voneinander getrennt werden konnten. dreihundert hätten? Dreihunderttausend im Jahr ist sehr viel Geld. daß wir zahlen müssen. sondern Menschen mit Mitteln.Nehmt weder Bargeld noch Banknoten'. Das würde bereits hunderttausend ausmachen. Abgesehen von der mangelnden „Liebe" waren viele Menschen sehr unwillig über die Forderung nach Bezahlung. lächelte immer. so würde es immer noch notwendig sein. Daraus könnte man ein sehr gutes Geschäft machen." G. wie ihre Haltung gegenüber Geld. diese Bezahlung aufrechtzuerhalten. um ins Himmelreich zu kommen?" sagten sie. die durch die Anwesenden gestellt wurden. etwas für nichts zu erhalten. Zu dieser Zeit hatten schon bestimmte Typen von Menschen begonnen. Christus sagte seinen Schülern: . Nehmen wir an. die nur mit Schwierigkeiten bezahlen konnten. „Nehmt weder Bargeld noch Banknoten! Und muß man nicht für ein Eisenbahnbillett Geld geben? Muß das Hotel nicht bezahlt werden? Sie sehen. beliebige Summen für ihre eigenen 242 . Nein. und Sie wollen tausend Rubel. verstanden immer. Nichts zeigt die Menschen so sehr. und daß G. die nicht zahlen konnten oder die nur sehr wenig zahlen konnten. Sie befreit uns sofort von vielen nutzlosen Menschen. nach Geld. Sie sind bereit. Diejenigen.

Die Leute. Und wenn sie diese nicht überschreiten. Manche Menschen werden diese Schranke nie überschreiten. die tausend Rubel zahlten. die man in Betracht ziehen muß. so bedeutet das. zahlten nicht nur für sich. daß er kein Geld hatte.persönlichen Phantasien zu verschwenden. lehnte er in Praxis niemanden auf Grund dessen. 243 . was ihnen beliebt von mir zu nehmen. im Prinzip diese Frage sehr genau nahm. Viele Menschen konnten tatsächlich nicht zahlen. Und später fanden wir heraus. sondern auch für andere. daß er sogar viele seiner Schüler unterhielt." Die anderen Überlegungen waren sehr einfach. ab. Und trotzdem G.' Genau aus diesem Grunde ist die Forderung nach Bezahlung notwendig. daß sie keine andere je überschreiten werden. Außerdem gibt es noch andere Dinge. . aber sie haben überhaupt keine Wertschätzung für die Arbeit eines anderen. Ich muß für sie arbeiten und ihnen alles gratis geben. Sie werden es später sehen.Wie kann man mit Wissen handeln? Das sollte frei sein.

NEUNTES KAPITEL B ei einer Vorlesung begann G. wir wollen den Verlauf der Strahlungen 244 . wir wollen uns den . das Diagramm des Weltalls auf eine völlig neue Weise zu zeichnen. „Die Wirkung des Absoluten auf die Welt oder auf die Welten. auch wenn das Wachstum in einem planetarischen Maßstab so langsam vor sich geht. . dauert fort. die zweite Oktave zwischen der Sonne und der Erde. der vom Absoluten ausgeht. daß. . „Wir wollen darum den . „Bisher haben wir nur von den Kräften gesprochen. die planetarischen Bedingungen für uns als bleibend betrachtet werden können. Wir werden nun von den Vorgängen sprechen.Schöpfungsstrahl' betrachten. oder in anderen Worten. wenn wir es nach unserer Zeit berechnen. daß der Vorgang der Schöpfung niemals zu einem Halt kommt. die durch es oder in ihm geschaffen worden sind. „Um diese Strahlungen zu studieren. Diese Einflüsse werden durch Strahlen vermittelt.Alle Planeten' beeinflussen die Erde und die Erde beeinflußt den Mond. sagte er. und die dritte Oktave zwischen der Erde und dem Mond.Schöpfungsstrahl' in einer abgekürzten Form nehmen: Absolutes — Sonne — Erde—Mond. Die Sonne beeinflußt die Planeten. nachdem das Weltall bereits geschaffen worden ist. Ebenso wirkt jede dieser Welten weiter auf die darauffolgenden Welten.Alle Sonnen' der Milchstraße beeinflussen unsere Sonne. die in der bereits geschaffenen und bestehenden Welt stattfinden. welche die Welten erschaffen". die die Sternenwelt und den interplanetarischen Raum durchlaufen.Schöpf^ngsstrahl' in Form dreier Strahlungsoktoven vorstellen: die erste Oktave zwischen dem Absoluten und der Sonne. „von dem Schöpf^ngsvorgang. wollen wir den . Aber wir dürfen nicht vergessen.

do und si. Zwei Noten sind in der Sonne selbst miteingeschlossen. dann mi. also: F i g u r 21 Intervall Das Absolut« „Dann folgt ein . Figur 22 Intervall Das Absolut« Intervall Erster Schock „Die Strahlungen erreichen die Sonne. und si.zwischen diesen vier Hauptpunkten des Universums untersuchen. der es ausfüllt. „Wir müssen unseren Platz in diesem Weltall.Schock'. und unsere Funktionen darin verstehen.Intervall' und der .Intervall' zwischen ihnen. der uns unbekannt ist. das in Form dreien Strahlungsoktaven zwischen vier Punkten betrachtet wird. aber nichtsdestoweniger besteht. dann 245 . „In der ersten Oktave umfaßt das Absolute zwei Noten. sol. ein . fa. finden. re. | und das . Figur 20 Intervall Das Absolut« „Dann folgen die Noten la.Intervall'. do.

folgen la. re und der Mond. werden uns befähigen. sol. „Dann ein. Das erste »Intervall* zwischen do und si wird durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. ein uns unbekannter »Schock*. die 246 . si. tatsächlich nur drei von außen ergänzt werden müssen. Nur die »Intervalle* zwischen mi und fa müssen durch »zusätzliche Schocks* ausgefüllt werden. und dann la. in deren Form wir uns nun das Weltall vorstellen wollen. dann mi und re. dann wieder ein »Intervall*. do. fa. fa — die Strahlungen. das es ausfüllt. Und das dritte »Intervall* do — si wird durch die Wirkung der Masse der Erde auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. daß. und darauf gehen die Strahlungen weiter zur Erde. Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall Sonne „Diese drei Strahlungsoktaven. obwohl es sechs »Intervalle* in diesen drei Oktaven gibt. die zum Monde gehen. sol.Intervall* und der »Schock* oder das organische Leben. Die Erde: do. Das zweite »Intervall* do — si wird durch den Einfluß der Masse der Sonne auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. Diese »zusätzlichen Schocks* können entweder von anderen Oktaven. ein »Intervall*. die Beziehung der Stoffe und Kräfte verschiedener Weltebenen zu unserem eigenen Leben zu erklären. „Wir müssen beachten. dann mi.

Figur 24 Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall j Sonne Intervall Zweiter Schock (das organische Leben auf Erden) Intervall Erde Intervall Dritter Schock Mond 247 .

daß die Note do der Leiter der aktiven Kraft ist. je höher die . je höher die . Die größte .Wasserstoff ersetzt werden.Schocks' zwischen mi und fa in der Oktave Erde — Mond ist uns unbekannt. im verdünntesten Stoff. daß der Begriff . oder von parallelen Oktaven.Wasserstoff einfach nicht durch Raum begrenzten Stoff bedeutet.Dichtigkeit der Schwingungen'.Schocks' zwischen mi — fa in der ersten Oktave das Absolute — Sonne.durch den betreff enden Punkt gehen. das heißt die Oktave das Absolute — Sonne.ein Punkt des Weltalls'. stellt die höchste Schwingungsfrequenz oder die höchste Schwingungsdichtigkeit dar. „Wenn wir nun die erste dieser arei Strahlungs-Oktaven. Der Begriff . desto niedriger die . Aber der . die an höheren Punkten beginnen.Dichtigkeit des Stoffes'.aktive' Kraft. so werden wir sehen. oder von parallelen Oktaven. die an einem bestimmten Ort besteht und eine bestimmte Funktion in dem einen oder anderen System erfüllt.Dichtigkeit des Stoffes' gebraucht.Punkt des Weltalls' durch die Zahl des .Wasserstoffes' bezeichnet werden. während der Stoff. die in der Sonne beginnt. Wir wissen nichts über das Wesen des . sol. Das Wesen des .Punkt' stellt eine gewisse Verbindung von Wasserstoffen dar. Die . die durch die Zahl l bezeichnet wird.Schwingungsdichtigkeit' entspricht der . vom Gesichtspunkt des Dreier-Gesetzes aus untersuchen.Punkt' ist immer im Raum begrenzt.Kohlenstoff (C) ist.Dichtigkeit von Schwingungen' findet sich im feinsten. eine ganz bestimmte Bedeutung hat. in dem diese Kraft wirkt.Dichtigkeit des Stoffes'. das heißt die drei Noten la. desto niedriger die . der in ihm vorherrscht oder seine Mitte bildet. weil . „Wir müssen bemerken.Schock' in der Oktave Sonne — Erde ist das organische Leben auf Erden. nämlich ein . fa der Oktave. .Schwingungsfrequenz' und wird als Gegensatz zur . die den gegebenen Punkt durchkreuzen. Ein . Gleichzeitig kann ein . Und im dichtest- 248 . welche die Note do im Absoluten erzeugt. herrühren. das heißt.Punkt' kann nicht durch den Begriff . „Der Ausdruck .Dichtigkeit der Schwingungen' und umgekehrt. den ich gebraucht habe.

Schwingungsdichtigkeit' dar. in dem die Note la erklingt. Aber in der Dichtigkeit des Stoffes folgen sie sich in der Ordnung: . „Die Note si im Absoluten ist der Leiter der passiven Kraft. in dem diese passive Kraft wirkt oder in dem die Note si erklingt. „Aber da der . wobei der . Und der Stoff.Sauerstoff ist.Stickstoff.Stickstoff.Kohlenstoff.Sauerstoff' der dichteste der drei ist. also . in dem sich diese Schwingungen vollziehen.Kohlenstoff. »Sauerstoff ist immer 2 und . „Die aktive Kraft im Absoluten stellt die größte . 2. 3) bezeichnen werden.Wasserstoff (H). dessen Dichtigkeit wir durch die Zahl 6 (als die Summe von l. ist . tritt 249 . 3.Sauerstoff und .Stickstoff zusammen ergebenden Stoff der vierten Ordnung oder .Sauerstoff steht. „. die durch die Zahl 3 bezeichnet wird. als Leiter der neutralisierenden Kraft in seiner stofflichen Dichtigkeit zwischen .Sauerstoff und . der die Zahl 3 beibehält. 2. ist „Sauerstoff" (0).Stickstoff aktiver als der .Stickstoff und . „Die Note la ist der Leiter der neutralisierenden Kraft.Stickstoff (N).möglichen Stoff verlangsamen sich die Schwingungen und kommen fast zu einem Stillstand.Stickstoff ist immer 3. während der Stoff. nämlich H 6: Die erste Triade „C.Kohlenstoff und . N behalten die Zahlen l. Daher entspricht der feinste Stoff der größten .Kohlenstoff. . .Schwingungsdichtigkeit'. weil der . . 0.Kohlenstoff. und der Stoff. die geringste stoffliche Dichtigkeit hat.Sauerstoff. bezeichnet durch die Zahl 2. 3.Kohlenstoff* ist immer l. das heißt der erste . „In der Wirkung der Kräfte stehen sie in der Folge von l. 2. .

Stickstoff hat eine Dichtigkeit von 2 und der . 2. die ihm entsprechen. der in der zweiten Triade .Sauerstoff eine Dichtigkeit von 3.Kohlenstoff der zweiten Triade wird die Dichtigkeit von 2 besitzen. und zwar mit der Dichtigkeit von 2. der . 4. Mit anderen Worten.er in die nächste Triade als aktives Prinzip ein.Sauerstoff. mi. 3 — in der zweiten Triade wird es also 2. . das heißt der .Wasserstoff^ 12 (H 12) ergeben: Die zweite Triade „Entsprechend dem gleichen Plan und der gleichen Ordnung wird die folgende Triade in dieser Weise aufgebaut: fa. zusammen werden sie . Zusammen werden sie .Stickstoff und . in die sie mit der Dichtigkeit 2 eintritt. Der .Stickstoff die Dichtigkeit von 4 und der . der . 6 sein.Schock'. erhält eine Dichtigkeit von 4. Wenn der »Kohlenstoff mit der Dichtigkeit 2 eintritt.Stickstoff war. dann müssen »Sauerstoff und . müssen eine Dichtigkeit von 8 und 12 haben.Stickstoff dem an Dichtigkeit entsprechen und dabei das Verhältnis der Dichtigkeiten der ersten Triade wiederholen. „Somit ist die Note la der ersten Triade der Leiter der aktiven Kraft in der nächsten Triade.Wasserstoff 24 (H 24) ergeben: Die dritte Triade 250 . In der ersten Triade war das Verhältnis der Dichtigkeiten l.Kohlenstoff. der .Sauerstoff^ die Dichtigkeit von 6.

si. do wird in der gleichen Aufbauordnung . do — . la wird .Wasserstoff 768 (H 768): 251 .Wasserstoff 384 (H384): Die siebente Triade Mi. re. sol. re.„Die nächste Triade ana.Wasserstoff" 48 (H 48) ergeben: Die vierte Triade mi C 8 8 8 1 } | H 48 re do 0 16 24 16 N 24 16 24 Die Triade do.Wasserstoff 192 (H 192): Die sechste Triade ^ Fa. fo — . mi — .Schock'.Wasserstoff 96 (H 96) ergeben: Die fünfte Triade Die Triade la. .

Wasgerstof^ 12288 (H 12 288): Die zwölfte Triade 252 .Wasserstoff 6144 (H6144): Die elfte Triade Mi.Wasserstoff 1536 (H 1536): Die neunte Triade La. .Die achte Triade Do. sol. fa— . si.Wasserstoff 3072 (H3072): Die zehnte Triade Fa. mi — . do — . la .Schock'. re..

Wir können ihn deswegen als . ist . die von 6 bis 12288 reichen: Tafel I „Diese zwölf .Wasserstoff l annehmen 253 . die es im Weltall vom Absoluten bis zum Mond gibt. ließe sich der Platz bestimmen. wo wir uns befinden.Wasserstoff 6 unlöslich. innerhalb der Grenzen unserer gewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten. genau festzustellen. „Aber an der Stelle. den der Mensch in der Welt einnimmt.Wasserstoffe' mit Dichtigkeiten.Wir erhalten zwölf . und wenn es möglich wäre. welche von diesen Stoffen den menschlichen Organismus bilden und in ihm wirken.Wasserstoffe' stellen die zwölf Stoffkategorien dar.

und den nächsten »Wasserstoff1 12 als .Wasserstoff* 6. Deshalb können wir ihn auch als . und alles Folgende wieder durch zwei teilen.Wasserstoff l bis /Wasserstoff 6144: Tafel II ^.Aber auch . den nächsten '.Wasserstoffe' durch zwei teilen.Wasserstoff danach als . erhalten wir eine Skala von . Indem wir alle folgenden .Wasserstoff* l annehmen.Wasserstoff6 ist nichtsdestoweniger für uns unlösbar.Wasserstoff 6. 254 .

Jeder dieser .Wasserstoffe' schließt eine große Anzahl uns bekannter chemischer Substanzen ein.Wasserstoff' 3072 finden sich im menschlichen Organismus und spielen dort eine Rolle.„Die so erreichte Skala von l bis 3072 können wir für das Studium des Menschen benützen: Tafel III „Alle Stoffe von .Wasserstoff' 6 bis . die durch irgendeine mit unserem Orga- 255 .

„Die .Tabelle der Wasserstoffe' betrachten.Wasserstoff 96 umfaßt ebenfalls Stoffe. fallen unter . die dem Menschen als . die aber eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben spielen. „Überhaupt müssen wir. die ein Mensch nicht einatmen kann. Vitamine und so fort.Wasserstoff 3072. 12 und 6 sind Stoffe. . so wie ein Stück Holz. mit . der Ausstrahlungen des menschlichen Körpers.Wasserstoff' 96 wird durch die verdünnten Gase dargestellt. die oft nur von einigen angenommen und von anderen geleugnet werden.dünner' Stoff mit geringer Nahrungseigenschaft sich . die für unsere Chemie kaum feststellbar sind oder sich nur aus Spuren oder Ergebnissen erkennen lassen.Wasserstoff. ein Stück Eisen unter . der . „ . die nicht als .Wasserstoff eine sehr umfassende Bedeutung hat. Andererseits wird ein .Wasserstoff 256 . weiterhin ist dies der Stoff des tierischen Magnetismus. . „ . In anderen Worten. Jedes einfache Element ist ein .Nahrung' dienen können. ist ein . wir dürfen nicht vergessen. die unserer Physik und Chemie unbekannt sind. wenn wir die .Wasserstoff 192 ist die Luft der Atmosphäre. daß der Begriff .Nahrung' dienen können. Dieser . In anderen Worten.Wasserstoffe' 48. daß jeder . sie nach ihrer Beziehung zum Leben und den Funktionen unseres Organismus einzuteilen.n-Strahlen' der Hormone.Wasserstoff 1536. immer im Gedächtnis behalten.Wasserstoff 384 nähern. die eine bestimmte Funktion hat. in anderen Worten.Wasserstoff einer bestimmten Dichte.Wasserstoff 768 beginnen. was unsere Physik und Chemie als Stoff betrachten. aber auch jede Verbindung von Elementen. sowohl in der Welt als auch im menschlichen Organismus.Wasserstoff 96 hört der sogenannte Stoff oder das. auf. die wir atmen. „Wir wollen mit .nismus in Verbindung stehende Funktion zusammenhängen. „Diese Art der Definition von Stoff befähigt uns.Wasserstoff 384 ist Wasser.Wasserstoff 768 umfaßt alle Stoffe. „.Wasserstoff wird als Nahrung definiert. Stoffe unseres seelischen und geistigen Lebens auf verschiedenen Stufen. Stoffe. 24.

„Diese Chemie oder Alchimie betrachtet die Stoffe zuallererst unter dem Gesichtspunkt ihrer Funktionen. . . Unter einem Atom einer Substanz ist die kleinste Menge der betreffenden Substanz zu verstehen. und dann unter dem Gesichtspunkt ihrer Beziehung zum Menschen und zu den Funktionen des Menschen. das heißt Elemente. in anderen Worten. studiert die Stoffe auf einer von der gewöhnlichen Chemie verschiedenen Grundlage und zieht nicht nur die chemischen und physikalischen. daß die gewöhnliche Chemie nicht alle Eigenschaften einer Substanz in Betracht zieht. kosmischen und psychischen Eigenschaften hat (jede Substanz hat nämlich außer ihren kosmischen Eigenschaften auch psychische Eigenschaften.Wasserstoff 12 entspricht dem Wasserstoff der Chemie (Atomgewicht l). Die Chemie.kosmische Gruppe' darstellen.Wasserstoffen' entsprechen. Atomgewicht 80. daß sie ihre . Atomgewicht 35. nämlich. von der wir hier sprechen. sondern auch die psychischen und kosmischen Eigenschaften der Stoffe in Betracht. deren Atomgewichte fast in einem richtigen Oktaven-Verhältnis zueinander stehen. Die Atomgewichte dieser Elemente stehen fast im Verhältnis einer Oktave zueinander. die ihren Platz im Weltall bestimmen.kosmischen Eigenschaften' nicht einbezieht. „Außerdem kann man in der Tabelle der Atomgewichte Elemente aufzeigen.5. die noch alle ihre chemischen. „. Kohlenstoff. wird durch die Tatsache verursacht. Stickstoff und Sauerstoff (der Chemie) haben die Atomgewichte 12. das heißt das unvollständige Oktaven-Verhältnis. Atomgewicht 19. 14 und 16. das heißt einen ge- 257 . das Atomgewicht des einen ist fast doppelt so groß wie das Atomgewicht eines anderen. die durch ein und dieselbe Funktion in unserem Organismus verbunden sind und eine bestimmte . die gewissen .Wasserstoff 24 dem Fluor Fl. und . Die geringe Ungenauigkeit.Wasserstoff 192 entspricht dem Jod J.Wasserstoff 96 entspricht dem Brom Br. Atomgewicht 127.Wasserstoff48 entspricht dem Chlor Cl. und ihrer Beziehung zu anderen Stoffen.dieser Tabelle eine ungeheure Anzahl verschiedener Stoffe einschließt. So entspricht .

„Dieses Atom ist die kleinste Wassermenge. die Beziehungen zwischen den menschlichen Funktionen und den Ebenen des Weltalls festzustellen. daß die „drei Schwingungsoktaven" und die von ihnen abgeleitete „Tabelle der Wasserstoffe" für uns lange ein Stein des Anstoßes blieben. ein Atom Fleisch und so fort geben. In meiner Darlegung der Vorlesungen G. ermöglicht uns diese Tatsache. alle Substanzen. die für die menschliche Atmung geeignet ist). nahekommt. „Die . bei einer bestimmten Temperatur durch ein besonderes Thermometer gemessen. und ich werde an geeigneter Stelle darüber sprechen. der sich chemisch auf keine Weise vom Wasser im flüssigen Zustand unterscheidet. das heißt es ist dann nicht mehr Wasser. sondern etwas. ein Atom Brot. Das grundsätzliche und wichtigste Prinzip des Überganges der Triaden ineinander und der Struktur des Stoffes verstand ich erst später. Bei weiterer Teilung verschwinden einige dieser Eigenschaften.wissen Grad von Intelligenz). ein Atom Luft (das heißt atmosphärischer Luft. Also ein kleiner Tropfen Wasser. Ein Atom Wasser ist in diesem Zusammenhang ein Zehntel eines Zehntels eines Kubikmillimeters Wasser. die noch alle Eigenschaften des Wassers besitzt. der unter gewissen Bedingungen mit bloßem Auge gesehen werden kann. was dem Gaszustand des Wassers. Es kann ein Atom Wasser.Tabelle der Wasserstoffe' macht es möglich. aber andere Funktionen besitzt und daher auch andere kosmische und psychische Eigenschaften hat. Dampf.Atom' kann deswegen nicht nur auf Elemente. die bestimmte Funktionen im Weltall oder im menschlichen Leben besitzen. vom Gesichtspunkt ihrer Beziehung zu den verschiedenen Ebenen des Weltalls aus zu untersuchen. sondern auch auf alle zusammengesetzten Stoffe angewandt werden.'s versuche ich im allge- 258 . Der Begriff . die den Organismus eines Menschen ausmachen." Zu diesem Punkt muß ich sagen. Und da jede menschliche Funktion das Ergebnis der Wirkungen bestimmter Substanzen und jede Substanz mit einer bestimmten Ebene des Weltalls verbunden ist.

war ich weit davon entfernt. weil viele Dinge sehr oft wiederholt wurden und in irgendeiner Form in fast allen Vorlesungen vorkamen. G. das heißt entweder in Verbindung mit der Erläuterung des „Schöpfungsstrahls" oder in Verbindung mit der Erklärung des Oktavengesetzes. setzte mich darum in einer Ecke des großen Wohnzimmers nieder. als sie bei ihrer einfachen Darstellung vermuten lassen. sie bei den ersten Malen. „Warum hörten Sie dieser Vorlesung nicht zu?" fragte er mich.'s bereits erwähnten Moskauer Schülern gehörte. als die Vorlesung schon begonnen hatte. gehalten. „Aber ich habe sie bereits gehört". Die Vorlesung wurde von P. nach ihrem richtigen Wert einzuschätzen. Und femer verstand ich nicht sofort. obwohl dies nicht immer möglich ist. Es war bei einer der Wiederholungen dieser Vorlesung über die Struktur des Stoffes in Verbindung mit der Mechanik des Weltalls. „Experimentelle Mystik^'. nachdem sie vorbei war.meinen. Auf mich persönlich machte die „Tabelle der Wasserstoffe" einen sehr starken Eindruck. 259 . sagte ich. Aber abgesehen von den in mir hervorgerufenen seltsamen Empfindungen. * Vgl. Diese Vorlesung wurde mit verschiedenen Variationen oft wiederholt. einem jungen Ingenieur. die ich einige Jahre früher während meiner seltsamen Experimente hatte. Diese „Leiter von der Erde zum Himmel" ließ mich an die sehr ähnlichen Weltempfindungen denken. der zu G. eine chronologische Ordnung beizubehalten. Eine Episode ist in meinem Gedächtnis geblieben. war auch da. nahm ich an. da ich davon hörte. rauchte und dachte an etwas anderes. daß diese Ideen viel schwieriger aufzunehmen sind und ihr Gehalt viel tiefer ist. ich hätte diese Vorlesung schon früher gehört. der später noch stärker werden sollte. als ich so stark die Verbundenheit. Ich kam. Kapitel 8. die Ganzheit und die „Mathematischheit" von allem in der Welt spürte1. Da ich gewohnte Worte vernahm. Ein neues Modell dei Wfboü*.

ein nordöstlicher Wind blies. bestand.. wie lang- 260 . Diesmal gab er mir keine direkte Antwort. daß wieder die gleiche Vorlesung in Tuapse gehalten würde. die Sie nicht hören wollten. ich verstand nicht. darunter G. Ich verstand das erst viel später. hauptsächlich über einen Widerspruch in diesem Diagramm. was es genau war. Später will ich erklären. im November 1917. obwohl ich mir sehr wohl bewußt war. erinnerte ich mich oft ganz deutlich. Aber was genau gesagt worden war. sie noch einmal zu hören. würden Sie dann zu Fuß dorthin gehen?" „Gewiß". Erinnern Sie sich an eine Vorlesung. und ich hätte viel darum gegeben. und was G. verglichen mit einem anderen. „Sie sollten das wissen". „es wurde davon in den Petersburger Vorlesungen gesprochen. schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. Meine Frage bezog sich auf Wasserstoffe unterhalb der normalen Ebene. Es war schon spät und das Wetter war sehr schlecht." Nach kurzem Schweigen sagte er: „Nun. wonach Sie jetzt fragen. fünf Meilen nördlich von Tuapse in einem kleinen Landhaus. wie Sie sagten. viel später darauf antwortete. als die Vorlesungen vorbei waren und ich versuchte. Eines Abends saßen wir beisammen und sprachen. Während ich eine Frage überdachte. was er von mir erwartete und warum ich zum zweitenmal der gleichen Vorlesung zuhören sollte.G. alles zusammenzufassen. Ich dachte gerade an einige Folgerungen aus der „Tabelle der Wasserstoffe".. an das konnte ich mich leider unter keinen Umständen erinnern. von dem wir später gehört hatten. das mehr als eine Meile von der nächsten Wohnstätte entfernt war. daß sie in einer der Vorlesungen besprochen worden war. Und wirklich. da Sie. sie schon kannten? Aber da wurde gerade das behandelt. sagte ich. weilte eine kleine Gruppe von uns. Vielleicht haben Sie nicht zugehört. was ich fragte. Fast zwei Jahre später. der bald Regen. was ich gehört hatte. am Ufer des Schwarzen Meeres. wenn Sie hören würden. die aus sechs Menschen. bald Schnee in Böen brachte. Und ganz ehrlich. sagte er.

tatsächlich in Petersburg besprochen. Schnee." Aber nun zurück nach St. „Würden Sie wirklich gehen?" fragte er. Dunkelheit." „Ja". Und ohne besonderen Grund. Ohne irgendeine Notwendigkeit würden sie jede denkbare Schwierigkeit auf sich nehmen. was für ihn das Wichtigste ist. daß mich das nicht abhalten würde. Aber für etwas Wichtiges niemals. Natürlich würde ich ohne ein Wort gehen. „wenn die Leute doch wirklich auf diese Weise überlegen würden. alle grundsätzlichen und wesentlichen Punkte herauszustellen und sich nicht in unnötige Einzel- 261 . und vor allem will er nicht für das zahlen. wenn in Tuapse jemand eine Vorlesung über diese Dinge halten würde. uns die grundsätzlichen Ideen seines Systems vermittelte. Sie wissen. einfach. wurde das. das ihnen wirklich etwas geben kann. daß es überhaupt keinen Widerspruch zwischen den Diagrammen gibt und daß es überhaupt keinen geben kann. „Denken Sie. mit der G." „Was ist dabei zu überlegen?" sagte ich. G. „Was die Vorlesung betrifft. Für Nichtigkeiten. weil es keine andere Möglichkeit gab. Wind. von seiner erstaunlichen Fähigkeit ab.wierig und kalt die Straße sein würde. So ist die menschliche Natur. wonach Sie fragten. Zurückschauend kann ich nicht umhin. die völlig nutzlos für ihn sind. fünfundzwanzig Meilen. wußte ich dennoch. Natürlich hing viel von seiner Art der Darstellung.. rühren sie keinen Finger. Regen. daß man für alles zahlen muß und daß man im Verhältnis zum Empfangenen zahlen muß. „Sie wissen. wenn es keine Pferde gab oder kein Platz für mich im Wagen war. Aber gewöhnlich denkt der Mensch das Gegenteil. lachte. Wenn Sie damals zugehört hätten. wird er jede Summe zahlen. Das muß von sejbst zu ihm kommen. Aber bei etwas wirklich Wichtigem. Petersburg. daß ich den ganzen Weg schon mehr als einmal gegangen bin. Aber in Wirklichkeit denken sie genau entgegengesetzt. zu staunen. über die Geschwindigkeit. für Dinge. Der Mensch will auf keinen Fall für irgend etwas zahlen. sagte G. würden Sie jetzt verstehen.

jedes Gefühl benötigt eine bestimmte Energie.Aufmerksamkeitskraft' und so weiter und so fort.unser selbst erinnern' müssen. die Erwartung unangenehmer möglicher und unmöglicher Dinge. um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen. aber in allem. das wir an Dingen nehmen. Einbildung. was wir tun. Die Energie wird auf falsche Arbeit von Zentren verwandt. zu studieren oder zu fühlen. auf das . Nervosität. die wir besitzen. Erregbarkeit. Im Anschluß an die „Wasserstoffe" begann G. die nächste Vorlesung: „Wir möchten . sind wir durch die Energiemenge gebunden und begrenzt. es zu verstehen. Was gelernt werden muß. die um uns herum geschehen. daß er nicht genug Energie hat. oder an anderen Leuten. bevor die wesentlichen Punkte verstanden waren. verstehen oder fühlen. einebestimmte Substanz. auf dauerndes Geschwätz. „Was tut also ein Mensch. Wir können nur etwas studieren. jede Handlung. jeder Gedanke.Interesse'. Jede Funktion. auf unnötige Hast. die er sich gesetzt hat? „Die Antwort ist. die in Wirklichkeit überhaupt nicht interessant sind: auf die dauernde Verschwendung der . auf unnötige Muskelanspannung. Tagträumen und so weiter. anstatt sie unproduktiv zu verschwenden. ist. jeder Zustand. das eine ungeheure Menge Energie verbraucht. wenn wir die Energie zum . auf nützliche Arbeit zu verwenden.Selbst-Erinnem' haben. Aber wir können uns nur an uns selbst erinnern. um die Ziele zu erreichen.tun'. „Wir waren zu dem Schluß gekommen. die in gar keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit steht. wenn er einzusehen beginnt. 262 . die unser Organismus erzeugt. „Wir verwenden unsere Energie hauptsächlich auf unnötige und unangenehme Gefühle. den größeren Teil der Energie. wenn wir die Energie haben. auf schlechte Stimmungen. daß jeder normale Mensch Energie genug hat. daß wir uns .heiten zu verlieren.

gegen all diese Gewohnheiten seines Lebens anzukämpfen. als er erwartete.Wasserstoffe' durch die menschliche Fabrik. ihr mögliche Produktion. die notwendig ist. so würden 263 . die auf sehr große Produktion angelegt ist. Tatsächlich erzeugt die Fabrik gar nichts — all ihre Maschinen. daß dies ganz gut möglich ist.Wasserstoffe' mittels einer ganzen Reihe komplizierter alchimistischer Vorgänge. „Später wird jedoch das Problem schwieriger. nämlich den im kosmischen Sinne gröberen Stoff in feineren. um die eigene Existenz aufrechtzuerhalten. weil nur ein kleiner Teil der Maschinen in Gebrauch ist und weil nur die Materialmenge erzeugt wird. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen erreicht diese Fabrik nie die volle. daß diese Energie nicht genügt und daß er. Wenn es uns gelänge. die Produktion auf das ihr mögliche Maximum zu steigern. Nachdem der Mensch seine Maschine bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen hat und sich überzeugt hat. sie werden alle auf den Unterhalt der Fabrik selbst verwendet. „Die Arbeit dieser Fabrik besteht darin. daß sie viel mehr Energie erzeugt. kommt er nichtsdestoweniger zu dem Schluß. wenn er mit seiner Arbeit fortfahren will. spart er eine ungeheure Energiemenge. „Das Studium des Arbeitsgangs des menschlichen Organismus zeigt. all ihre ausgesuchte Ausstattung dienen tatsächlich überhaupt keinem Zweck und erhalten nur mit Schwierigkeit ihre eigene Existenz. ungenügend. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die Erzeugung der feineren .Wasserstoffe' und verwandelt sie in feinere .„Wenn der Mensch anfängt. „Der menschliche Organismus stellt eine chemische Fabrik dar. an der wir vom Gesichtspunkt der Möglichkeit höherer Bewußtseins-Stufen und der Arbeit höherer Zentren besonders interessiert sind. eine Art von Stoff in eine andere zu verwandeln. die Summe der erzeugten Energie vermehren muß. Die Fabrik erhält als Rohmaterial von der Außenwelt eine Anzahl grober . und mit Hilfe dieser Energie kann er auf jeden Fall die Arbeit des Selbststudiums und der Selbst-Vervollkommnung beginnen. Eine derartige Leitung der Fabrik ist offensichtlich im höchsten Grade unwirtschaftlich.

das »Feine vom Groben zu scheiden'. Das innere Wachstum.Lerne das Feine vom Groben zu scheiden' — dieses Prinzip aus den »Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistus' bezieht sich auf die Arbeit der menschlichen Fabrik. Wenn der physische Organismus eine genügende Menge dieser feinen Substanzen zu erzeugen beginnt und der . mit diesen feinen . um aus dieser Nahrung das Material zu erzeugen. nur in viel größeren Mengen. Der Überschuß dieser Substanzen kann dann zur Bildung und zum Wachstum des . welche für die Aufrechterhaltung des physischen Körpers notwendig sind. alle Gewebe. muß ein Kind gute Nahrung bekommen.Astralkörper' für sein Wachstum die gleichen Substanzen wie die. Diese Kristallisierung der feinen . dann braucht der astrale Organismus für seine Erhaltung weniger von diesen Substanzen als während seines Wachstums. das durch keine anderen Mittel erreicht werden kann. die der Organismus einnimmt.astrale Körper' in ihm schon gebildet ist. schafft er durch diese Tatsache allein für sich die Möglichkeit eines inneren Wachstums. auf eine höhere SeinsEbene bringen.Wasserstoffe' würde allmählich den ganzen Organismus auf eine andere Stufe. des astralen. des mentalen und so fort. Dann würde der ganze Körper. aus den verschiedenen Nahrungsarten. das heißt wenn er die Erzeugung der feinen . Das gleiche ist für das Wachstum des . das für das Wachstum der Gewebe notwendig ist.wir beginnen.mentalen 264 . Um zu wachsen. Und wenn ein Mensch lernt.Wasserstoffe' auf ihr mögliches Maximum bringt. was sie erzeugt.Fabrik' alles ausgibt.Astralkörpers' notwendig.'weil die . die sich allmählich in ihnen ablagern und in einer bestimmten Weise kristallisieren würden. „Dies kann jedoch unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen nicht geschehen. die feineren .Wasserstoffe' aufzusparen. „ . alle Zellen. welcher dem Wachstum des physischen Leibes völlig analog verläuft. muß er die für das Wachstum des .Astralkörpers' notwendigen Substanzen erzeugen. Fernerhin benötigt der . das Wachstum der inneren Körper des Menschen. ist ein stofflicher Vorgang. sein Organismus muß sich in einem gesunden Zustand befinden.Wasserstoffen' gesättigt werden.

einer Gesichtswahrnehmung oder eines Geruches hat. Wenn Eindrücke von außen Energien von außen mit sich in den Organismus hineinbringen. Femer kann. die wir atmen. die wir essen.mentalen Körpers' mehr von diesen Substanzen als das Wachstum und die Ernährung des . Unsere Eindrücke. der mit der Hilfe der gleichen Substanzen wächst. Aber natürlich erfordert das Wachstum des .astralen Körpers'. für die psychische Arbeit. Die normale Nahrung. sie zu erzeugen. die von außen in den Organismus eintritt. „Der menschliche Organismus nimmt drei Arten von Nahrung auf: 1. so bedeutet das. daß Luft eine Art Nahrung für den Organismus darstellt. die für die Erhaltung des Lebens des Organismus. Aber wieso die Eindrücke eine Nahrung darstellen. Energie nicht ohne Stoff vermittelt werden. „Alle Substanzen. die den .mentalen Körper' ernähren. die den . die den Organismus im vollen Sinne des Wortes ernähren. Die Luft. daß die menschliche Maschine richtig und wirtschaftlich arbeitet. und der physische Organismus ist nur unter der Bedingung fähig. Aber in allen Fällen muß der Überschuß sehr groß sein. ob er nun die Form eines Lautes. Wir müssen uns jedoch erinnern. mag zuerst schwierig zu verstehen sein. für die höheren Bewußtseins-Funktionen und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. ist Nahrung. All die für das Wachstum und die Ernährung der höheren Körper notwendigen Substanzen müssen innerhalb des physischen Organismus erzeugt werden. die von außen in ihn hineinkommt. 2. daß wir mit jedem äußeren Eindruck. Der Überschuß der Substanzen.Astralkörper' ernähren. von außen her eine gewisse Energiemenge.Körpers' benützt werden. diese Energie. wie schon ge sagt wurde. „Es ist nicht schwer einzusehen. 3. „Für seine normale Existenz muß der Organismus alle drei 265 . dient dem Wachstum des vierten Körpers. eine gewisse Anzahl von Schwingungen aufnehmen. daß auch Stoffe von außen eindringen. werden im Organismus durch die Nahrung erzeugt.

auch nicht von zwei Nahrungsarten existieren. sondern auch für die Bildung und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. die über sechzig Tage dauerten. gewöhnlich stirbt ein Mensch. raubte. Wenn der Strom dieser Energie angehalten wird. sobald er wieder Nahrung zu sich zu nehmen begann. Eindrücke. Der Strom von Eindrücken. trotzdem es klar ist. etwas länger zu leben. das heißt physische Nahrung. Der Organismus kann für eine verhältnismäßig lange Zeitspanne bestehen. Aber die Beziehung dieser Nahrungsstoffe zueinander und ihre Bedeutung für den Organismus ist nicht die gleiche. wenn er vier Minuten ohne Luft ist. Wenn der Fluß der Eindrücke auf irgendeine Weise zu einem Halt gebracht werden könnte oder wenn man dem Organismus seine Fähigkeit. die uns umgebende Welt. ohne frische physische Nahrung zu erhalten. der uns Bewegung vermittelt. Eindrücke zu empfangen. so würde er sofort sterben. die nicht nur zur Erhaltung des Lebens. die uns von außen zukommen. Ohne Luft kann er nur einige Minuten leben. Natürlich kann ein solches Hungern nicht als vollständig betrachtet werden. Luft und Eindrücke. Die Natur übermittelt uns durch unsere Eindrücke die Energie. Eindrücke und Luft befähigen einen Menschen. so wird unsere Maschine sofort zu arbeiten aufhören. 266 . da in allen Fällen solchen künstlichen Hungerns die Betreffenden Wasser zu sich genommen haben. Es sind Fälle von Hungern bekannt. Nichtsdestoweniger kann ein Mensch sogar ohne Wasser und ohne Nahrung für einige Tage leben. Der Organismus kann nicht nur von einer. Infolgedessen sind von den drei Nahrungsarten die für uns wichtigste die Eindrücke. Der Hauptmotor ist für uns die Natur. daß ein Mensch von Eindrücken allein nicht lang leben kann. uns bewegen und sind. Luft und physische Nahrung befähigen den Organismus. nicht mehr als zwei oder drei. durch die wir leben. wobei der Organismus nichts von seiner Vitalität verlor und sich sehr schnell wieder erholte. Ohne Eindrücke kann ein Mensch nicht einen Augenblick leben.Nahrungsarten erhalten. alle drei werden benötigt. bis zum Ende seiner normalen Lebensdauer zu leben und die Substanzen zu erzeugen. gleicht einem Treibriemen.

Der oberste Stock dieser Fabrik besteht aus dem menschlichen Kopf. F i g u r 26 Erde Die Einführung von Nahrung (H 768) in den Organismus Physische Nahrung ist H 768 oder la. sol. 267 .„Der Vorgang der Verwandlung der in den Organismus kommenden Substanzen in feinere geschieht nach dem Oktaven-Gesetz. „Betrachten wir den menschlichen Organismus als eine dreiF i g u r 25 Kopf Brust Rücken und unterer Teil des Körpers jstöckige Fabrik. Dieser »Wasserstoff* kommt in das untere Stockwerk des Organismus als »Sauerstoff* do 768. Der mittlere Stock aus der Brust. und der untere aus dem Magen. fa der dritten kosmischen Schwingungsoktave. dem Rücken und dem unteren Teil des Körpers.

Kohlenstoff 192. der die Note 268 . 192 hervor.Sauerstoff wird. der sich im Organismus befindet.Stickstoff mi 192 ist. und mit ihm zuF i g u r 28 •ortsetzung der Verdauung der Nahrung (H 768) im Organismus sammen bringt es einen neuen . Figur 27 Der Beginn derNahrunqsverdauung (H 768) im Organismus „Re 384. Aus der Vereinigung von 0 768 und C 192 ergibt sich N 384. N 384 ist die nächste Note re. das in der nächsten Triade .Kohlenstoff 96 im Organismus. vereinigt sich mit .Sauerstoff 768 vereinigt sich mit .„.

in der Form 269 . Obergang der Nahrungsprodukte insol 48 „An der Stelle im Organismus. kann mi nicht selbständig in fa einer aufsteigenden Oktave übergehen. derNahrungsoktave.den Luft auf das Intervall mi . Wenn kein . ein »zusätzlicher Schock' ist notwendig. F i g u r 30 Fortsetzung. wo mi 192 allein zu einem Halt käme.zusätzlicher Schock' hinzuF i g u r 29 Die Einführung von Lütt (H192) in den Organismus und der Schock.fa der Nahrungsoktave verursacht kommt. tritt die »zweite Nahrung' hinzu — Luft.„Wie aus dem Oktaven-Gesetz bekannt ist. kann sich die Substanz mi 192 nicht von selbst in die volle Note fa verwandeln.

um durch die Verbindung mit . .von do 192. Wandlung der Nahrungsprodukte in la 24 und sie gibt sozusagen einen Teil ihrer Energie an die Note mi ab. Die Note do hat alle notwendigen Halbtöne. die die gleiche Dichtigkeit wie sie selbst hat.Stickstoff 96 überzugehen. das heißt mi. 270 . do der zweiten kosmischen Strahlungsoktave.Stickstoff 96 ist die Note fa. um in die nächste Note überzugehen. der sich schon im Organismus befindet. Figur 31 Fortsetzung derNahrungsoktave.KohlenFigur 32 Forlsetzung derNahrungsoktave. Wandlung der Nahrungsprodukte In sl 12 stoff 48. das heißt alle notwendige Energie. re. Die Energie von do gibt mi 192 Kraft genug. in .

Stickstoff 12 oder si 12. Si 12 ist die höchste Substanz. F i g u r 33 H 192 Der Beginn der Verdauung von Luft im Organis- „La 24 vereinigt sich mit dem im Organismus vorhandenen .zusätzlichen Schocks' erzeugt wird.Kohlenstoff 24 in .„Fa 96 geht durch die Verbindung mit dem im Organismus vorhandenen .Kohlenstoff 12 in . „Die Note sol 48 geht durch den im Organismus vorhandener.Stickstoff 24 über — la 24. die im Organismus aus physischer Nahrung Fortsetzung F i g u r 34 der . 271 . | . .LuffOktave Im Organismus mit Hilfe des durch die Luft herbeigeführten .Kohlenstoff 6 und wandelt sich in .Stickstoff 48 über — die Note sol.

Schocks'.Kohlenstoffs' 24 in mi 48 über. Der Normalzustand des Organismus und die Normalerzeugung von feinen Störten aus den Nahrungsprodukten „Re 96 geht mit Hilfe des . und damit ist die Entwicklung der zweiten Oktave beendet. Für den 272 .Kohlenstoff 48 und geht in re 96 über. F i g u r 36 Die drei Nahrungsarten und die Verdauung von H 768 und H 190 im Organismus mit Hilfe eines mechanischen . das als . F i g u r 35 Das Eindringen von (Eindrücken' in den Organis- vereinigt sich seinerseits an einer bestimmten Stelle mit dem im Organismus anwesenden .„Do 192 (Luft).Sauerstoff in den mittleren Stock der Fabrik gelangt und einen Teil seiner Energie an mi 192 abgibt.

„Vorher wurde erklärt.Kohlenstoff'12. das heißt die Luft-Oktave. aber in diesem Punkt hat die Natur keinen »zusätzlichen Schock' vorbereitet. Die höchste von der Fabrik erzeugte Substanz ist si 12. wo do 48 eintritt.künstlicher Schock' an dieser Stelle bedeutet eine bestimmte Anstrengung im Augenblick des Empfanges eines Eindrucks. „Was aber bedeutet ein . das heißt den Bedingungen des gewöhnlichen Daseins. fa der zweiten kosmischen Oktave . um in die folgende Note überzugehen. aber an dieser Stelle des Organismus. „Die Eindrücke dringen in den Organismus in Form von »Sauerstoff 48 ein. „Unter normalen Bedingungen. daß wir uns unter gewöhnlichen Lebensbedingungen unser selbst nicht erinnern. fehlt der hierfür notwendige .künstlicher Schock'? Er ist mit dem Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes verknüpft. so daß es weder selbst in die nächste Note übergehen noch einen Teil seiner Energie an mi 48 abgeben kann. Wir erinnern uns nicht.künstlichen Schock' an der Stelle schaffen.Sonne — Erde'.zusätzlicher Schock' notwendig. kann sich nicht weiterentwickeln. und die zweite Oktave. sich weiterzuentwickeln. „Es gibt jedoch eine Möglichkeit. Das bedeutet. Ein . das ist la. Zu diesem Zweck muß man einen besonders gearteten . „Do 48 hat genug Energie. und für alle ihre höheren Funktionen kann die Fabrik nur diesen höheren Stoff verwenden. die Erzeugung zu vermehren. 273 . „Die dritte Oktave beginnt mit do 48.künstliche Schock' auf die Kote do48 treffen muß. Die Note do48 bezeichnet den Augenblick. kommt die Erzeugung der feinen Stoffe durch die Fabrik an dieser Stelle zu einem Halt. und unter den gewöhnlichen Lebensverhältnissen entwickelt sie sich auch nicht weiter. sol. daß der . Gleichzeitig kommt do 48 nicht mit mi 48 in Berührung. und die dritte Oktave klingt nur als do.Übergang von mi in fa ist ein . das heißt die Luft-Oktave und die Eindrucks-Oktave zu befähigen. wo die dritte Oktave gleich an ihrem Anfang nicht weiterkann. wo ein Eindruck in unser Bewußtsein kommt.

eines Gefühls. fa 24 in sol 12 über. als ob ich mir sagen würde: . einen von der Straße und einen anderen von mir. die Straße betrachtend.das heißt wir empfinden uns selbst nicht. wir werden im Augenblick einer Wahrnehmung. das heißt aus der zweiten Nahrungsart. sich seiner selbst zu erinnern. Selbst-Beobachtung im Augenblick des Empfangs eines Eindruckes. eines Gedankens oder einer Handlung nicht unserer selbst gewahr. Dies wird jedoch nur dadurch erreicht. Auf diese Weise erstreckt sich der do 48 verliehene . In einem gewöhnlichen psychischen Zustand schaue ich einfach auf die Straße. ich fühle. „Mi 48 geht in fa 24. 274 . Wenn ein Mensch dies versteht und sich seiner selbst zu erinnern versucht. den er während des Selbst-Erinnems aufnimmt. mit dem mi 48 der zweiten Oktave in Beziehung zu treten und dieser Note die erforderliche Energiemenge für die Verwandlung von mi in fa zu verleihen. An Stelle eines Eindrucks von der Straße gibt es nun zwei Eindrücke. La 6 ist der höchste Stoff. ist der zusätzliche Schock. Gleichzeitig befähigt die mit dem Übergang von einer Note zu einer anderen und der Wandlung von 48 in 24 verknüpfte Anstrengung das do 48 der dritten Oktave.Mich-meinerselbst-Erinnems' erzeugt wird. erzeugt wird. die Registrierung sozusagen des Empfangs der Eindrücke und die gleichzeitige Bestimmung der aufgenommenen Eindrücke.ich schaue'. sich zu entwickeln. der durch die Tatsache des . daß ich schaue. Anstrengungen. so schaue ich nicht einfach auf die Straße. all das zusammen verdoppelt die Stärke der Eindrücke und macht do 48 zu re 24. Ferner geschieht es oft. daß die mit der Selbst-Erinnerung verknüpfte Empfindung ein Gefühls-Element mit sich bringt. der vom Organismus aus der Luft. das heißt die Arbeit der Maschine bringt eine gewisse Menge von . sol 12 geht in la 6 über.Kohlenstoff 12 an die fragliche Stelle.Schock' auch auf mi 48 und befähigt die zweite Oktave. Aber wenn ich mich meiner selbst erinnere. wird jeder Eindruck. daß man im Augenblick der Aufnahme eines Eindrucks eine bewußte Anstrengung macht [siehe Figur 37]. Beobachtung der eigenen Eindrücke im Augenblick ihrer Aufnahme. sozusagen verdoppelt. Dieser zweite Eindruck.

Diese fünf Elemente sind . Abgesehen von den Elementen. Nehmen wir einmal an.Schock' atmen. enthält die Luft eine große Anzahl der Wissenschaft nicht bekannter Substanzen.höheren Wasserstoffe' sind in jedem Teilchen der Luft. daß. die unserer Wissenschaft bekannt sind. Aber einige Menschen atmen nicht fünfzehn. was dies bedeutet.„Man muß verstehen. Durch das Einatmen der Luft 275 . die für diese undefinierbar und ihrer Beobachtung unzugänglich sind. daß fünf dieser Elemente immer absorbiert werden. die ausgeatmete Luft ganz verschieden ist. die wir F i g u r 37 Die Entwicklung der Luft-Oktave nach dem ersten bewußten . die wir einatmen. vorhanden. Wir atmen alle dieselbe Luft. das heißt sie absorbieren fünf Elemente mehr. obwohl die von verschiedenen Leuten eingeatmete Luft genau die gleiche ist. aus zwanzig unserer Wissenschaft unbekannten Elementen besteht. Aber eine genaue Analyse sowohl der eingeatmeten als auch der ausgeatmeten Luft ist möglich. daß die Luft. Nehmen wir an.höhere Wasserstoffe'. Folglich besteht die von jedem Menschen ausgeatmete Luft aus fünfzehn Elementen. Diese . fünf ernähren den Organismus. sondern nur zehn Elemente aus. Diese genaue Analyse zeigt. Eine gewisse Anzahl dieser Elemente wird durch jeden sie atmenden Menschen absorbiert.

beginnt durch eine b^^ußte 276 . „Wir haben die Entwicklung zweier Oktaven verfolgt.' „Die ganze Alchimie ist nichts anderes als eine allegorische Beschreibung der menschlichen Fabrik und ihrer Arbeit. aber wir entnehmen ihr verschiedene Substanzen. Die dritte Oktave.höheren Wasserstoffe' in uns ein.' . andere weniger. es zu erzeugen. werden sie wieder in die Luft ausgeatmet.Schock" enthaltenen Substanzen. sie herauszulösen und zu behalten. aber wenn unser Organismus nicht weiß.Wenn man überhaupt kein Gold hat. gibt es kein Mittel.führen wir diese . bleiben sie in ihm. muß man zuerst eine gewisse Menge richtigen Goldes haben. ist es notwendig. Denn die im Organismus enthaltenen feinen Substanzen verhalten sich wie ein Magnet zu den in der eingeatmeten Luft Figur 38 Die Entwicklung der EindrucksOktave nach dem ersten bewußten . Manche entnehmen mehr. „Um mehr zu entnehmen. Wir kommen wieder auf das alte alchimistische Gesetz zurück: .Um Gold zu machen. Auf diese Weise atmen wir alle die gleiche Luft. in unserem Organismus eine gewisse Menge entsprechender feinerer Substanzen zu haben. Wenn der Organismus fähig ist. niedrige Metalle (grobe Stoffe) in wertvolle (feine Stoffe) zu verwandeln. wie er sie aus den Luftteilchen herauslösen und behalten kann. die Oktave der Eindrücke.

Anstrengung. die zweite la6 und die dritte mi 12 erreicht hat. die sich nicht in die folgenden Noten verwandeln können. daß die erste Oktave si 12. ®o 48 geht in re 24 über. so werden wir sehen. re 24 in mi 12. An dieser Stelle kommt die Entwicklung der unteren Oktave zu einem Halt.Schock- und die dritte Oktave bei drei Noten an. „Für die Weiterentwicklung der zwei Oktaven ist an einer bestimmten Stelle in der Maschine ein zweiter bewußter . „Wenn wir nun das Ergebnis der Entwicklung dieser drei Oktaven untersuchen. So halten die erste F i g u r 39 Das vollständige Bild der intensiven Arbeit des Organismus und der Intensiven Produktion von Stoffen aus den Nahrungsprodukten nach dem ersten b e w u ß t e n .Schock'. eine 277 .

sich nicht . und in jeder Oktave wird der Platz dieses fehlenden Halbtons durch einen bestimmten . daß sie einen besonderen Einfluß auf die eigenen Gefühle darstellt. wollen wir die Welt wieder wie früher in Form dreier Oktaven vom Absoluten bis zur Sonne. Das Wesen dieser Anstrengung erfordert ein besonderes Studium. ihre Entwicklung fortzusetzen. dies alles ist die Vorbereitung für die zweite Anstrengung.Schock' arbeitet.innerlich nach etwas richten'.Schocks' erzeugt die Fabrik eine so große Menge feiner Stoffe.identifizieren'. „Wenn wir nun die Arbeit der menschlichen Fabrik als Ganzes betrachten. unter normalen Bedingungen und mit einem mechanischen . nur eine sehr geringe Menge der feinen Substanzen erzeugt. kann nur in Verbindung mit einer allgemeinen Beschreibung der Arbeit der menschlichen Fabrik oder der menschlichen Maschine erklärt werden. tatsächlich nur si 12. Bei der Arbeit mit zwei bewußten . Jeder dieser drei Oktaven fehlt zwischen fa und mi ein Halbton.neue bewußte Anstrengung notwendig. die Produktionsfähigkeit der Fabrik vermehren können. daß die Fabrik. welche die zwei Oktaven befähigt. sich nicht .Schock' ausgefüllt. „Keine unangenehmen Gefühle ausdrücken. da die Erzeugung der feinen Stoffe aufhört. Wir sehen. erzeugt sie eine viel größere Menge feiner Stoffe. durch welche Mittel wir in den Augenblicken. können wir erkennen. Aber was dieser Einfluß wirklich ist und wie er erzeugt werden muß. Vom Gesichtspunkt der allgemeinen Arbeit der Maschine aus kann man im allgemeinen sagen. „Um die Analogie zwischen dem Menschen. daß diese Anstrengung mit dem Gefühlsleben verknüpft ist. „Die dreistöckige Fabrik stellt ein Miniatur-Weltall dar und ist nach den gleichen Gesetzen und dem gleichen Plan wie das ganze Weltall konstruiert. 278 .Schock' arbeitend. daß diese im Verlauf der Zeit den Charakter der Fabrik selbst vollständig verändern. von der Sonne bis zur Erde und von der Erde bis zum Mond betrachten. Wenn sie nun mit einem mechanischen und einem bewußten . das heißt dem menschlichen Organismus und dem Weltall zu verstehen.

und nachdem die Rolle. daß die drei »zusätzlichen Schocks' in den drei Oktaven des Universums den drei Nahrungsarten entsprechen. er ist do 48 der kosmischen Fabrik.Schock' ist do 768 der kosmischen dreistöckigen Fabrik. seine Funktionen. Wenn wir nun anfangen. physiologisch und anatomisch definiert werden. Er ist do 192 der kosmischen Fabrik. Nummer zwei und Nummer drei. seine Rolle im menschlichen Organismus und wenn möglich die besonderen mit ihr verbundenen Empfindungen müssen bestimmt werden. An dieser Stelle erhält sie automatisch einen .Schock' vom Beginn der zweiten 279 . genau festgestellt ist. Der . entwickelt sich auf normale Weise bis mi 192. so werden wir sehen.Wasserstoffes' herausßnden. „Das erste Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. wie er durch die Natur erschaffen wurde. Bei der inneren Arbeit dieser kosmischen dreistöckigen Fabrik unterliegen alle drei Nahrungsarten der gleichen Umwandlung wie in der menschlichen Fabrik. die in den menschlichen Organismus gelangen. Ein weiteres Studium der Analogie zwischen Mensch und Weltall ist nur nach einem genauen Studium der menschlichen Maschine möglich. Der . jeder Wasserstoff muß chemisch.Schock' in der mittleren Oktave entspricht der Luft. nach einer Analogie zwischen der dreistöckigen Fabrik und den drei Oktaven des Universums zu suchen. das heißt. in anderen Worten. das heißt die NahrungsOktave. „Das Studium der Arbeit des menschlichen Organismus als eine chemische Fabrik zeigt uns drei Stadien in der Entwicklung der menschlichen Maschine. die jeder .Schock' in der oberen Oktave entspricht den Eindrücken.der an dem betreffenden Punkt künstlich erzeugt wird. Die erste Oktave. müssen wir den genauen Zweck jedes . Der . das heißt auf Leben und Funktionen von Mensch Nummer eins. und zwar auf der gleichen Ebene und nach den gleichen Gesetzen.Schock' in der unteren Oktave entspricht der physischen Nahrung. dieser . Das bedeutet: um mit irgendeinem weiteren Studium fortzufahren.Wasserstoff in unserem Organismus spielt. psychologisch.

in fa überzugehen. Zuerst einmal wird dieser willentliche . der einer Entwicklung der dritten Oktave helfen würde und dadurch das mi der zweiten Oktave befähigen würde. die in diesem Fall mi 12 erreicht.Schock' an Punkt do 48 erzeugt. Die zweite Oktave. Um das Wesen dieses . „Das zweite Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus.Schock' durch seine eigene persönliche Anstrengung erzeugen. die Eindrucks-Oktave. wenn er die Erzeugung von feinen .Schock' vorgesorgt. So sehen wir im zweiten Stadium der Arbeit des menschlichen Organismus die volle Entwicklung der zweiten Oktave und dreier Noten der dritten Oktave. das ist der . und ihre Entwicklung geht folgerichtig bis si 12 weiter. muß man die Bedeutung von si 12 und mi 12 verstehen. beginnt mit do 192 und entwickelt sich bis mi 48. Aber die Natur hat den zweiten »Schock1 weder vorausgesehen noch für ihn vorgesorgt. die dem mi der ersten Oktave hilft. wo sie zu einem Halt kommt. „Die Anstrengung. Keine dieser Oktaven kann sich ohne einen frischen . Ein Mensch muß diesen . nämlich den . Die dritte Oktave. die diesen . So stellen sieben Noten der ersten Oktave.Oktave.Schocks' zu verstehen. muß in der 280 . nämlich die Oktave der Eindrücke. wenn die Arbeit des Organismus genügend intensiv ist.Schocks' bei do 48.Wasserstoffen' in seinem Organismus vermehren will. nämlich die Luft-Oktave.Schock'. sich in fa zu verwandeln.Schocks' kann nicht so leicht beschrieben werden wie das Wesen des ersten willkürlichen .Schock' auf die zweite Oktave übertragen. die dritte bei der Note mi 12. Der gleiche .menschlichen Fabrik' in ihrem ersten und natürlichen Zustand dar. beginnt mit do 48 und hält dort an. sich zu entwickeln. Die Natur hat nur für einen . drei Noten der zweiten und eine Note der dritten Oktave ein vollständiges Bild der Arbeit der . oder sogar weiter bis la 6 und so fort. die sich bis sol 12 entwickelt.Schock' befähigt auch die dritte Oktave. der durch den Eintritt der zweiten Oktave hervorgerufen wird. wenn ein Mensch einen bewußten willentlichen .Schock' weiterentwickeln. Das Wesen dieses zweiten .Schock' hervorruft. Die erste Oktave kam bei der Note si 12 zu einem Halt.Schock'.

Schock' bei mi 12 übergehen. wonach er gestrebt hat.Schock' vor der Arbeit am ersten . bis diese Wandlung erreicht ist. das heißt kein Wachstum der höheren Körper im Organismus. „Die Alchimisten. der in Selbst-Erinnern und in der Beobachtung der empfangenen Eindrücke besteht. objektive Ergebnisse können nur erreicht werden. Kein ernstliches Wachstum. Wirkliche. vor allem die Wandlung von mi 12. Sie wußten nichts oder sagten wenigstens nichts über das Wesen des ersten willentlichen . daß er das erreicht habe. aber da mi 12 nur als Ergebnis des ersten . muß die Arbeit sich notwendig mangels anderen Materials auf si 12 konzentrieren und ergibt oft ganz falsche Ergebnisse. daß. Wenn diese Wandlung erreicht ist. nachdem die Umwandlung von mi 12 begonnen hat. und man kann auch sagen. dann kann man von einem Menschen sagen.Schock'. da sie auf keine Weise in ihm fixiert sind.Schock' samt Umwandlung wird physisch nur nach langer Übung des ersten willentlichen . Der zweite willentliche . Auf dem Wege des Mönches und dem Wege des Fakirs beginnt die Arbeit am zweiten . außerdem sind sie nur in den Sphären von Gedanken und Gefühl erreicht. die von dieser Verwandlung sprachen.Schocks' geschaffen werden kann. Schocks' möglich. 281 .Schocks' aus.Schock' beginnen und dann auf den zweiten . begannen direkt mit ihr. Diese Wandlung der Gefühle wird dann die Umwandlung von si 12 im menschlichen Organismus unterstützen. Die richtige Arbeit auf dem vierten Weg muß mit dem ersten willentlichen . Die Idee dieser Umwandlung war vielen alten Lehren sowohl wie auch einigen verhältnismäßig neuen. ist ohne diese Wandlung möglich. In Wirklichkeit meinten sie jedoch die Wandlung grober . in der Wandlung und Umwandlung der Gefühle bestehen. alle von einem Menschen erreichten Ergebnisse noch verlorengehen können.Wasserstoffe' in feinere im menschlichen Organismus. Aber die Alchimisten sprachen von dieser Umwandlung in der allegorischen Form der Umwandlung von niedrigen Metallen in wertvolle.Arbeit an den Gefühlen. wie der Alchimie des Mittelalters. bekannt. Von diesem hängt jedoch das Ganze ab.

Wasserstoff arbeitet. „Wenn die »Tabelle der Wasserstoffe' genügend verstanden wird. wenn sie nicht künstlich verlangsamt werden. der Arbeit der inneren. Und in den meisten Fällen unterscheidet sich seine Arbeit 282 . Darum kann das intellektuelle Zentrum nie der Arbeit des Bewegungszentrums folgen.Wasserstoff 24 ist viele Male schneller und beweglicher als . Das mit leichterem.Wasserstoff' arbeitende Zentrum arbeitet schneller. „Die Zentren der menschlichen Maschine arbeiten mit verschiedenen »Wasserstoffen'.Wasserstoff-Tabelle). die wir bis jetzt untersucht haben. instinktiven Funktionen unseres Organismus zu folgen.oder intellektuelle Zentrum ist das langsamste der drei Zentren. schwereren und dichteren . das mit einem gröberen. Für den Übergang von Mensch Nummer vier auf die Stufe von Mensch Nummer fünf ist eine beträchtliche Zeitspanne der Umwandlung und Kristallisierung nötig. „Das Bewegungszentrum arbeitet mit . Darin liegt ihr Hauptunterschied. Das Zentrum. Wir können weder unseren eigenen Bewegungen noch den Bewegungen anderer Leute folgen. das nämlich eine Seite des Bewegungszentrums darstellt.Wasserstoff48 (gemäß der dritten Skala der . beweglicherem .„Das dritte Stadium in der Arbeit des menschlichen Organismus beginnt dann. wenn ein Mensch in sich einen zweiten willentlichen .Wasserstoff 24. Das zweite Stadium und der Beginn des dritten Stadiums beziehen sich auf Leben und Funktionen des Menschen Nummer vier.Wasserstoff 48. In Wirklichkeit arbeitet es jedoch sehr selten mit diesem feinen . „Das Gefühlszentrum kann mit . vollbringt seine Arbeit langsamer.Wasserstoff 12 arbeiten. zeigt sie sofort viele neue Seiten in der Arbeit der menschlichen Maschine und erhellt klarer als alles andere die Gründe für die Verschiedenheiten zwischen den Zentren und ihren Funktionen. „Das Denk.Schock' am Punkte mi 12 erzeugt und wenn in ihm die Wandlung oder Umwandlung dieser »Wasserstoffe* in »höhere Wasserstoffe' beginnt. Noch weniger sind wir fähig. Es arbeitet mit . der Arbeit des instinktiven Gehirns.Wasserstoff. .

das mit Wasserstoff 6 arbeitet. aber sie stehen weder mit unserem gewöhnlichen Leben in Verbindung noch mit den drei Zentren. „Das intellektuelle Zentrum arbeitet mit .wenig von der Arbeit des Bewegungs. und' das höhere Denkzentrum. was uns daran hindert. die nicht entwickelt sind. daß es. was Intensität und Geschwindigkeit anbetrifft. Und es ist gerade dieser Mangel an Entwicklung oder das unvollständige Funktionieren der unteren Zentren. die an das Geheimnisvolle und Wunderbare glauben. „Um die Arbeit der menschlichen Maschine und ihre Möglichkeiten zu verstehen. seit den ältesten Zeiten gesucht haben. diese im Menschen verborgenen Kräfte zu entwickeln. trotzdem sie in vielen Fällen das Bestehen dieser Kräfte und Fähigkeiten nur in Form von Möglichkeiten zugeben und von der Notwendigkeit sprechen. in denen wir unser selbst bewußt sind. muß man wissen. „Wenn wir die Arbeit der menschlichen Maschine vom Gesichtspunkt der . „Alle mystischen und okkulten Systeme erkennen das Bestehen höherer Kräfte und Fähigkeiten im Menschen an. warum die höheren Zentren nicht mit den unteren verbunden werden können. das Bewegungszentrum mit . so werden wir sehen.Wasserstoffe' aus betrachten. mit denen die Zentren arbeiten. von der Arbeit der höheren Zentren Gebrauch zu machen. „Wenn das Gefühlszentrum mit . daß sie behauptet: die höheren Zentren sind im Menschen vorhanden und sind voll entwickelt.Wasserstoff48. im Menschen noch zwei voll entwickelte und richtig funktionierende Zentren gibt. „Das Vorhandensein dieser höheren Zentren in uns ist ein größeres Rätsel als die verborgenen Schätze. Unsere Lehre unterscheidet sich von vielen anderen dadurch. so 283 . „Es sind die unteren Zentren. gibt es zwei höhere Zentren: „Das höhere Gefühlszentrum. „Wie schon früher gesagt wurde. abgesehen von diesen drei Zentren und den damit verbundenen Funktionen.Wasserstoff 24. welche die Menschen. das mit Wasserstoff 12 arbeitet.Wasserstoff 12 arbeitete.oder des instinktiven Zentrums.

würde seine Arbeit mit der Arbeit des höheren Gefühlszentrums verbunden sein. das heißt ob der pathologische Zustand aus ihnen entsteht oder ihre Ursache darstellt. ergibt sich eine vorübergehende Verbindung mit dem höheren Gefühlszentrum. „Wenn wir die Zentren unseres gewöhnlichen Bewußtseins absichtlich und nach Belieben mit dem höheren Denkzentrum in Verbindung bringen könnten. wie epileptischen Anfällen oder zufälligen traumatischen Verletzungen des Gehirns. noch weniger erreichbar. zu bestimmen. Aber unter gewöhnlichen Bedingungen ist der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit unserer üblichen Gefühle und der Geschwindigkeit ' des höheren Gefühlszentrums so groß. ein bewußtloser Zustand. Bildern und Ideen aufzunehmen. neue Eindrücke. so würde uns dies in unserem gegenwärtigen Allgemeinzustand überhaupt keinen Nutzen bringen. und der Mensch erfährt neue Gefühle. wo ein zufälliger Kontakt mit dem höheren Denkzentrum stattfindet. daß überhaupt keine Verbindung stattfinden kann und wir nicht die Stimmen in uns hören. Das Gedächtnis behält nur den ersten Augenblick. in welchen Fällen es schwierig ist. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. Das Him weigert sich. die durch . ekstatischer Zustände und so fort kennen wir Fälle solcher Verbindungen. In den Fällen. Und an Stelle eines lebhaften Gedankens oder eines lebhaften Gefühls entsteht im Gegenteil eine vollständige Leere. wenn die Flut 284 . die ihm vorher vollständig unbekannt waren und für deren Beschreibung er weder Worte noch Ausdrücke hat.Wasserstoff 12 gegeben ist. wo die Arbeit des Gefühlszentrums die Stärke und Schnelligkeit erreicht. wird ein Mensch bewußtlos. In den meisten Fällen. Mit ihm ist die Verbindung nur durch das höhere Gefühlszentrum möglich. die plötzlich auf es hereinbrechen. ist noch weiter von uns entfernt. Diese Zustände können auf der Grundlage religiöser Gefühle vorkommen oder für kurze Augenblicke durch besondere Rauschgifte. oder in gewissen pathologischen Zuständen. was die Ursache und was die Wirkung ist. die von dem höheren Gefühlszentrum kommen und uns rufen. Nur aus der Beschreibung mystischer Erfahrungen. die Flut von Gedanken. Gefühlen. „Das höhere Denkzentrum.

was es in der Ekstase fühlte und verstand. Unsere gewöhnlichen Zentren können bei der Wiedergabe der Eindrücke der höheren Zentren einem blinden Menschen verglichen werden. muß das erste Ziel darin bestehen. „Um eine richtige und dauernde Verbindung zwischen den niederen und höheren Zentren zu erlangen. die völlig außerhalb der Grenzen der weltlichen Maßstäbe liegen. die Arbeit der niederen Zentren zu regeln und zu beschleunigen. 285 . die eine zeitweilige Verbindung mit einem höheren Zentrum darstellen.auf das Hirn einströmt. zu begreifen und im Gedächtnis zu behalten. was von sogenannten . übertragen Dinge in die weltliche dreidimensionale Form. und den letzten Augenblick. jedes Zentrum von ihm fremder und unnatürlicher Arbeit zu befreien und es zu seiner eigenen Arbeit zurückzuführen.und Bewegungszentrum alles auf ihre eigene Weise. die es besser als jedes andere Zentrum ausführen kann. auf diese Weise entstellen sie natürlich jede Spur dessen. Aber sogar diese Augenblicke sind so voll von ungewöhnlichen Schattierungen und Farben. übersetzen vollständig neue und nie früher erfahrene Empfindungen in die Sprache der gewöhnlichen täglichen Empfindungen. die unteren Zentren auf eine falsche Weise. der von Musik spricht. weil das eine oder andere von ihnen anstatt seinen eigenen ihm zukommenden Funktionen oft die Arbeit der anderen Zentren auf sich nimmt. Dies verringert die Geschwindigkeit der allgemeinen Arbeit der Maschine beträchtlich und macht die Beschleunigung der Arbeit der Zentren sehr schwierig. Aber selbst in diesen Fällen erinnern und übertragen das Denk-. Um also die Arbeit der unteren Zentren zu regeln und zu beschleunigen. daß nichts von den gewöhnlichen Empfindungen im Leben damit verglichen werden kann. daß es einem besser vorbereiteten Hirn gelingt. der von Farben spricht. Fühl. wie schon gesagt wurde. was von diesen ungewöhnlichen Erlebnissen im Gedächtnis bleibt. Nur ganz selten geschieht es. „Ferner arbeiten. oder einem tauben.ekstatischen' Erfahrungen übrigbleibt.mystischen' und . Das ist gewöhnlich alles. etwas von dem. wenn die Flut weicht und das Bewußtsein zurückkehrt. ist es notwendig.

daß wir viel mehr Energie auf diese dauernde Bereitschaft für Arbeit. den wir weder anhalten noch beherrschen können. dauernd mit jedem und über alles zu sprechen. Zweitens haben wir die ganz unnötige dauernde Anspannung der Muskeln unseres Organismus. in Phantasien. Hast und eine ganze Reihe automatischer Handlungen. unseres Nackens. der dauernde Wechsel von Stimmungen. Aber die Hauptsache ist. mit uns selbst. die vollständig unnötig und in jeder Hinsicht schädlich ist. einen umfangreichen Band zuschreiben. als genügen würde. Sobald wir nur eine kleine und unbedeutende Arbeit zu verrichten beginnen. und wenn niemand anders da ist. die vollständig nutzlos sind. „Ferner können wir noch auf die Gewohnheit hinweisen. als auf alle wirkliche. Ruhelosigkeit. wenn wir sitzen. und der eine ungeheure Menge unserer Energie verbraucht. Wenn wir gehen. daß wir dauernd und zu allen Zeiten Muskelenergie verausgaben. nützliche Arbeit. Wir schreiben einen kurzen Brief und verwenden darauf so viel Muskelenergie. auch wenn wir gar nichts tun. als nötig wäre. die Gewohnheit. sind die Muskeln unserer Beine. sind die Muskeln unserer Schultern und Arme unnötig angespannt. sogar wenn wir gar nichts tun. wie auf die Tätigkeit unangenehmer Gefühle oder den Ausdruck unangenehmer Empfindungen. sofort in Bewegung gesetzt. die wir während unseres Lebens vollbringen. in Tagträumen zu schwelgen. Die Muskeln sind angespannt. Erstens haben wir da den dauernden Strom von Gedanken in unserem Kopf. und wir sehen nicht ein. ja unseres ganzen Körpers angespannt. Wir heben eine Nadel vom Boden auf und verwenden auf diese Handlung so viel Energie. unseres Gesichts. Gefühlen und Empfindungen und eine ungeheure' Anzahl ganz nutzloser 286 . unserer Beine. Ja sogar im Schlaf sind die Muskeln unserer Arme. Rückens und Magens auf unnötige Weise angespannt. auf Sorgen.„Sehr viel Energie wird auch auf Arbeit verwandt. verwenden. wird ein ganzes Muskelsystem. um einen Menschen unseres eigenen Gewichtes aufzuheben. die wir nie ausführen. Beispiele solcher unnötiger Tätigkeit können in jeder Menge gefunden werden. das für die härteste und anstrengendste Arbeit notwendig ist.

mit der von unserem Organismus erzeugten Energie hauszuhalten. „Um die Arbeit der drei Zentren. über die Bildung von innerer Einheit und den Übergang von der Stufe von Mensch Nummer eins. was früher über die Arbeit an sich selbst gesagt wurde. deren Funktionen unser Leben darstellen. „Alles. um richtiger zu sprechen. einer ist der Ausdruck gewisser Seiten und Funktionen des anderen. ist die Idee der vollständigen Stofflichkeit aller psychischen.Tabelle der Wasserstoffe' zu begreifen hilft. Aber der eine erfordert das andere. sie nicht auf unnötige Funktionen zu verschwenden.Astralkörper' nennt. obgleich der Unterschied hier nicht nur in der Terminologie allein liegt. willentlichen und anderen inneren Vorgänge. gefühlsmäßigen. die ein Mensch sich zu fühlen.höhere Gefühlszentrum' für die Arbeit des . religiöser Ekstasen und mystischer Offenj barungen. der eine kann ohne das andere nicht bestehen.höheren Denkzentrum*. Und er hat die vollständige Herrschaft über diese Arbeit oder ist ihr Ausdruck. zu regeln und auszugleichen. verschiedene Aspekte der nächsten Stufe in der menschlichen Entwicklung. daß der . „Der vierte Körper braucht ein vollständiges und harmonisches Arbeiten aller Zentren. sondern sie für die Tätigkeit aufzusparen.Astralkörper' für das vollständige und richtige Funktionieren des »höheren Gefühlszentrums' in Verbindung mit dem niedrigeren notwendig ist. 287 . die allmählich die unteren Zentren mit den oberen verbinden wird. Oder man kann sagen. bezeichnet die andere Terminologie als das .Astralkörpers' notwendig ist. unter Einschluß der erhabensten poeti| sehen Eingebungen. verfolgt ein und das gleiche Ziel. zu denken. daß sie ein und dasselbe sind. Es wäre falsch. daß das . zu tun oder zu " sagen verpflichtet fühlt. Nummer zwei und Nummer drei auf die Stufe von Mensch Nummer vier und weiter. Man kann sagen.höhere Gefühlszentrum'. „Der .| Dinge. „Was wir verstehen müssen und was uns die . denkerischen. Was die eine Terminologie den .mentale Körper' entspricht dem . zu sagen. müssen wir lernen. Dies sind.

Für einen dritten Vorgang ist .Wasserstoff 48. Schlechte Stimmungen. die Erwartung von irgend etwas 288 . die mit einem Schlag allen für den nächsten Tag. „Gewöhnlich erzeugt der Organismus im Laufe eines Tages all die für den folgenden Tag notwendigen Stoffe. möglicherweise sogar für eine längere Zeitspanne. Femer wird eine große Menge aller erzeugten Brennstoffe ganz nutzlos verwandt. Ärger.Wasserstoff 24 zu schwach. die auf verschiedene Weise zünden. Eine andere braucht Petroleum. er bedarf einer femeren. der ganzen Fabrik nicht wieder gutzumachenden Schaden zuzufügen. in dem die Verbrennungsstoffe der verschiedenen Stärken. Dabei kommt es oft vor. wie sie von den verschiedenen Zentren benötigt werden. „So sehen wir. geht verloren. Der eine Vorgang verlangt die Verwendung. besser brennbaren Substanz — . sondern benötigt Benzin. Die Kräfte. daß all diese Stoffe durch irgendein nutzloses und gewöhnlich auch unangenehmes Gefühl ausgegeben und verbraucht werden. die die Verteilung der Brennstoffe unter die verschiedenen Zentren regeln. die mit Brennstoffen verschiedener Eigenschaften arbeiten. daß unser Organismus verschiedene Arten von Brennstoff für die verschiedenen Zentren hat. Die feineren Substanzen unseres Organismus können als Substanzen gekennzeichnet werden. während der Organismus selbst einem Laboratorium verglichen werden kann. Die Zentren können Maschinen verglichen werden. sie läuft einfach aus. machen oft Fehler. aus verschiedenen Rohstoffen zubereitet werden.Wasserstoff^ 12.Wasserstoff 24. er verlangt . eine dritte kann nicht mit Petroleum arbeiten. der entweder zu schwach oder zu leicht entzündbar ist.„Die Stofflichkeit von Vorgängen bedeutet ihre Abhängigkeit von der Qualität des Stoffes oder der dazu verwandten Substanz. und die Zentren erhalten Brennstoff. Unglücklicherweise stimmt jedoch etwas mit dem Laboratorium nicht. vorbereiteten Brennstoff zerstören und imstande sind. ein anderer Vorgang kann nicht mit Wasserstoff 48 durchgeführt werden. Außerdem finden im Laboratorium oft Explosionen statt. Eine Maschine kann mittels Ölabfall oder Rohöl arbeiten. beziehungsweise die Verbrennung von .

ein Gefühl der Beleidigung. Zweifel. Furcht. Aber wenn die Substanz erschöpft ist." 289 . kommt der Vorgang zu einem Halt. wenn es einen gewissen Intensitätsgrad erreicht. in einer halben Stunde oder sogar in einer halben Minute alle die für den nächsten Tag vorbereiteten Stoffe aulbrauchen. ein einziger Wutausbruch oder irgendein anderes starkes Gefühl kann sofort alle im Laboratorium erzeugten Stoffe zur Explosion bringen und einen Menschen für eine lange Zeitspanne oder sogar für immer innerlich leer lassen. Es gibt keinen einzigen Vorgang. „Alle psychischen Vorgänge sind stofflich. der nicht die Verausgabung einer gewissen. Wenn diese Substanz da ist. ihm entsprechenden Substanz erfordert. geht der Vorgang weiter. jedes dieser Gefühle kann.Unangenehmes. leichte Erregbarkeit.

sie sind bewußt von bewußten Menschen für einen bestimmten Zweck geschaffen wor- 290 . Sitten und Gebräuchen. und er gebrauchte das Wort „Weg" im üblichen religiös-mystischen Sinn. Ihnen das auf die folgende Weise zu erklären. Nation. Familie.'s Beschreibung der vier Wege nicht gehört. Die zweite Art sind Einflüsse. der diese Frage stellte. Das ist ganz falsch. daß der Weg (er betonte dieses Wort) auf derselben Stufe beginnt. Einflüsse. Klima. „beruht auf der Tatsache. die noch nie bei unseren Zusammenkünften gewesen waren. „Der Mensch lebt ein Leben unter dem Gesetz des Zufalls und ferner unter zwei Arten von Einflüssen. Der Weg beginnt auf einer anderen. auf der das Leben verläuft. Der Beginn des Weges wird gewöhnlich für leichter oder einfacher gehalten. hatte G. daß sie in ihrem Ursprung bewußt sind. Ich will versuchen. Gesellschaft. die anderen Gesetzen unterliegen. „Die Hauptschwierigkeit im Verstehen der Idee des Weges". Vermögen.ZEHNTES KAPITEL E inmal waren bei einer Versammlung eine große Anzahl Menschen anwesend. Zeitgeist und so fort. Land. viel höheren Stufe. als er in Wirklichkeit ist. sagte G-. die wiederum durch den Zufall gelenkt werden. das heißt. oder esoterische Einflüsse. die außerhalb dieses Lebens geschaffen werden. Erziehung. „Die erste Art dieser Einflüsse wird im Leben selbst oder durch das Leben -selbst geschaffen. Die Einflüsse von Rasse. Beruf. Armut. trotzdem sie auf der Erde sind. daß die Menschen gewöhnlich denken. Einer von ihnen fragte: „Womit beginnt der Weg?" Der Mensch. Einflüsse des inneren Kreises. Diese Einflüsse unterscheiden sich erstens dadurch von den anderen. Gerade das verstehen die Menschen gewöhnlich nicht.

um es richtiger auszudrücken. auf den sie wirken. das heißt. sie können ihn erreichen oder auch nicht. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. so werden wir bald sehen. das heißt. Einflüsse dieser Art treten gewöhnlich in Gestalt von religiösen Systemen und Lehren. philosophischen Doktrinen. sind die Bedingungen für alle mehr oder weniger die gleichen. Der Beginn des Weges hängt gerade von diesem Verstehen oder der Fähigkeit ab. Kunstwerken und so fort auf. 291 . daß diese Einflüsse nur in ihrem Ursprung bewußt sind.den. Da sie bei ihrer Weitergabe und Deutung im Leben verändert und verzerrt werden. Der eine Mensch empfängt mehr Einflüsse. Wir haben über den Beginn des Weges gesprochen. ein dritter ist fast ganz davon ausgeschlossen. von Einflüssen zu unterscheiden. Sie aufzuzählen. „Wenn wir darüber nachdenken. ist unmöglich. die im Leben geschaffen sind. Es ist notwendig. sie nicht auseinanderhält. daß es für uns nicht schwierig ist. fallen auch sie unter das allgemeine Gesetz des Zufalls und beginnen mechanisch zu wirken. sie verschmelzen gleichsam mit den Einflüssen der ersten Art. Einflüsse. „Sie kommen für einen bestimmten Zweck ins Leben. das heißt ihren Unterschied nicht sieht oder fühlt. der andere weniger. die Schwierigkeiten sind für alle die gleichen. zwischen den beiden Arten von Einflüssen zu unterscheiden. und alles hängt von diesem Verstehen ab. das heißt. Wenn ein Mensch. Sobald sie in den allgemeinen Lebensstrudel geraten. zu verstehen. Aber man muß im Gedächtnis behalten. Eine Schwierigkeit besteht darin. Wenn wir allgemein sprechen und das normale Leben unter normalen Bedingungen und für einen normalen Menschen annehmen. sie können auf einen bestimmten Menschen wirken oder sie können auch nicht auf ihn wirken. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. vennischen sich aber dann mit Einflüssen der ersten Art. einen Katalog von den einen wie von den anderen zu machen. Natürlich ist ihre Verteilung ungleich. Das ist schon Schicksal. die zwei Arten von Einflüssen auseinanderzuhalten. Aber dem kann man nicht abhelfen. wandeln sich die Einflüsse der zweiten Art in Einflüsse der ersten Art.

ihn verpflichten. empfindet sie alle zusammen. zwischen ihnen zu unterscheiden und die auf eine Seite stellt. Er legt sich keine Rechenschaft darüber ab. Wenn das magnetische Zentrum genügend Nahrung erhält und wenn es keinen starken Widerstand seitens der anderen Teile der Persönlichkeit eines Menschen erfährt. sie wirken auf die gleiche Weise. versteht ein Mensch bereits die Idee des Weges und beginnt nach dem Weg Ausschau zu halten. der diese Einflüsse empfängt. Sie beginnen in ihm. wie und warum. das verwandte Einflüsse anzuziehen beginnt und auf diese Weise wächst. beginnt. die nicht im Leben selbst geschaffen werden. die sich nicht um diese Suche bekümmern und die einen Menschen ablenken können. sammeln sich dann in ihm. Das hängt von den Verhältnissen und Umständen ab. Aber dies ist nicht das Wesentliche. umzukehren und sogar sich in einer bestimmten Richtung zu bewegen. „Die Ergebnisse der Einflüsse. auf der gleichen Stufe und zeitigen die gleichen Ergebnisse. wenn er nicht aktiv sucht. das heißt. ein gewisses Ganzes auszumachen. Aber wenn ein Mensch. „Wenn das magnetische Zentrum richtig arbeitet und ein Mensch wirklich sucht und selbst. Wenn das magnetische Zentrum genügend Kraft und genügende Entwicklung erlangt.dann ist ihre Wirkung auf ihn auch keine verschiedene. die das Ergebnis der im Leben erzeugten Einflüsse sind. dann erklärt er es falsch. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. in dem die Möglichkeit erscheint. dann wird die Unterscheidung allmählich leichter und nach einer gewissen Zeitspanne kann er sie nicht länger mit den gewöhnlichen Lebenseinflüssen verwechseln. jedoch richtig 292 . wird das magnetische Zentrum die Orientierung dieses Menschen zu beeinflussen beginnen. in welcher Hinsicht. von der Macht des magnetischen Zentrums. er erinnert sich an sie alle zusammen. den Weg zu finden. gerade in dem Augenblick. Die Suche nach dem Weg kann viele Jahre brauchen und mag zu nichts führen. daß diese Einflüsse sich in ihm sammeln und nach einer gewissen Zeitspanne in ihm eine Art magnetisches Zentrum werden. sondern die Tatsache. von der Macht und der Richtung solcher inneren Neigungen. und wenn er sich darüber Rechenschaft ablegt.

Einflüsse der dritten Art können niemals unter das Gesetz des Zufalls fallen. der sich dadurch von den früheren zwei unterscheidet. auf den Menschen. Der Weg beginnt erst da. Sie liegt zwischen . Im Augenblick wollen wir uns vorstellen. der den Weg kennt. Und die Treppe wiederum geht der Betreffende mit Hilfe des Menschen hinauf. ist eine besondere Art Einfluß. sind in ihrem Ursprung bewußt. auf einer viel höheren Ebene als der des gewöhnlichen Lebens.Leben' und . er kann nicht allein hinaufgehen. ihm zu helfen. Von dieser ersten Stufe beginnt die .fühlt. daß er einen Menschen trifft. Nur über diese Treppe kann man auf den . an diesem Punkt. Aber davon werden wir später sprechen. die das magnetische Zentrum schaffen. der den Weg kennt. die das magnetische Zentrum geschaffen haben. 293 . und von dem die Ideen herrühren.Weg'. mit Einflüssen. der ihn sucht.Treppe'. Einflüsse der dritten Art können nur durch eine Person direkt auf eine andere mittels mündlicher Weitergabe geschehen. Der Einfluß des Menschen. aber später werden sie in den allgemeinen Lebensstrudel geworfen. sie und auch ihre Wirkung stehen außerhalb des Gesetzes vom Zufall. Einflüsse der zweiten Art können durch Bücher. Das muß man verstehen. die aus dem Leben stammen. befreit sich ein Mensch von dem Gesetz des Zufalls.Weg' gelangen. Und hier. Der Einfluß dieses Menschen auf ihn geht durch sein magnetisches Zentrum. Einflüsse der zweiten Art. durch philosophische Systeme. „Hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. einen Menschen trifft. wird die erste Schwelle oder die erste Stufe genannt. durch Riten geschehen. daß er erstens ein unmittelbarer Einfluß und zweitens ein bewußter Einfluß ist. das heißt nach der letzten Stufe der Treppe. vermischt und unterliegen ebenfalls dem Gesetz des Zufalls. in dem ein Mensch. der nach dem Weg Ausschau hält. so kann er einen anderen Menschen treffen. „Der Augenblick. wo die Treppe endet. der den Weg kennt und der direkt oder durch andere Menschen mit einem Zentrum in Verbindung steht. das außerhalb des Gesetzes vom Zufall ist. der sein Führer ist. der wirklich den Weg kennt und bereit ist.

weil es verschiedene Wege gibt. sehr schwankend. womit. auf seine Stufe aufsteigen. ob das. Erstens verschwinden alle Zweifel. Wenn die Menschen.„Darum ist es unmöglich.Treppe' derartig. Solche Lagen können auf dem Weg auch vorkommen. was man im allgemeinen über die /Treppe' und über den . um andere Menschen auf seine Stufe zu bringen. die ihm folgen. So sind beim vierten Weg die Bedingungen für den Aufstieg auf der . was er tut. womit der Weg beginnt. Der andere wiederum muß einen Dritten an seine Stelle setzen. seinem Wissen und seinen Kräften. ist er über nichts sicher. 294 . Wenn sie anhalten. die Frage. wohin er geht. an seinem Führer. um höher aufzusteigen. ändert sich das alles. Aber wenn sie nicht aufsteigen. Gleichzeitig ist das. die er über seinen Führer gehabt haben mag.Weg' sagen kann. an seinen eigenen Kräften. einige besondere Kräfte. richtig ist. Manchmal wird gesagt: während ein Mensch die Treppe hinaufgeht. Ein Mensch mag zum Beispiel irgend etwas erreichen. daß ein Mensch nicht auf eine höhere Stufe aufsteigen kann. wird er alles zurückerhalten. wird er unfähig sein. mit denen er arbeitet. Darum hängt ein Mensch. und mag diese später opfern. das sich überhaupt nicht im Leben befindet. Hiervon haben wir früher gesprochen. desto mehr von denen ab. hält auch er an. was er erreicht. Zweitens kann er nicht mehr so leicht die Ergebnisse seiner Arbeit verlieren und kann nicht wieder in das gewöhnliche Leben zurückfallen. Selbst wenn er den Weg verläßt. Der Weg beginnt mit etwas. und darum ist es unmöglich zu sagen. bevor er nicht einen anderen Menschen auf seine eigene Stufe gebracht hat. In vielen Hinsichten mag er sogar unabhängig werden und wissen. kann er jeden Augenblick herunterfallen und muß wieder von vome beginnen. j e höher er aufsteigt. und gleichzeitig wird der Führer für ihn viel weniger nötig als zuvor. zu beantworten. kann er es vollständig verlieren. er mag an allem zweifeln. die es auf den anderen Wegen nicht gibt. Aber wenn er die letzte Stufe hinter sich hat und den Weg betritt. an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren. „Dies ist beinahe alles. selbst wenn er auf der Treppe ziemlich hoch hinauf gelangt ist. Und auf dem vierten Weg zum Beispiel gibt es besondere Bedingungen. was er geopfert hat.

der die Rolle des Lehrers auf sich nimmt. Aber es ist eine Lage möglich. was sie wissen. Ferner können sich in ihm Einflüsse der ersten Art vorfinden. daß sie ihr eigenes Gegenteil geworden sind. das heißt es kann Widersprüche einschließen. was er lehrt. vom richtigen Führer und vom richtigen Weg gesprochen. die aber so verstümmelt sind. Aber in Wirklichkeit kennt 295 . „Bisher habe ich nur vom richtigen magnetischen Zentrum. in welcher das magnetische Zentrum falsch gebildet worden ist. „Das Ergebnis der Arbeit eines Menschen. In den meisten Fällen beginnen die Menschen genau damit. hergekommen ist. wo sich dieses Zentrum befindet und wie man von ihm Wissen und Hilfe erhält. ob seine Ideen tatsächlich vom esoterischen Zentrum herrühren und ob er selbst esoterische Ideen verstehen und unterscheiden kann. die im Leben im Gewand von Einflüssen der zweiten Art geschaffen wurden. Und nur im Verhältnis zu ihrer eigenen Entwicklung beginnen sie weiter zu sehen und zu erkennen.„Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Stellung des Lehrers in seinem Verhältnis zu dem esoterischen Zentrum. ob er Ideen des objektiven Wissens von subjektiven wissenschaftlichen und philosophischen Ideen unterscheiden kann. von dem er selbst sein Wissen erhalten hat. von wo das. der sich als Lehrer bezeichnet und sagt. hängt nicht davon ab. oder Spuren von Einflüssen der zweiten Art. das sich außerhalb des Gesetzes vom Zufall befinde. Solch ein falsch gebildetes magnetisches Zentrum kann keine richtige Orientierung vermitteln. daß sie nur eine Stufe über ihrer eigenen kennen. Das heißt. das sind solche. er mag genau wissen. er mag nämlich mehr oder weniger über dieses esoterische Zentrum wissen. sondern hängt vielmehr davon ab. Es kann in sich selbst geteilt sein. oder er mag nichts davon wissen und nur den Menschen kennen. ob er genau den Ursprung dessen. Ein Mensch mit einem falschen magnetischen Zentrum kann auch nach dem Weg Ausschau halten und kann einen anderen treffen. kennt. daß er den Weg kenne und mit einem Zentrum in Beziehung stehe.

Dies ist es. falsche Wege sind sehr häufig. wie man den richtigen Weg findet. die den Ergebnissen des richtigen Weges genau entgegengesetzt sind. einen desto höheren Lehrer. wovon wir die ganze Zeit sprechen. „Es ist unmöglich. „Wie er erkannt werden kann?" sagte G.er vielleicht den Weg nicht und steht gar nicht mit so einem Zentrum in Verbindung. 3. Aber gewöhnlich sehen die Menschen dies nicht nur nicht ein. während er in Wirklichkeit gar nichts weiß. Das heißt. Man muß daran denken. kann nicht auf einen Lehrer einer sehr hohen Stufe rechnen. der den Weg sucht. was ich Ihnen gesagt habe. einen falschen Weg zu erkennen. der sich seinerseits irrt. Er kann sich wirklich irren und denken. können Sie schon viele nützliche Schlüsse ziehen. Er kann absichtlich täuschen. die nicht besonders hoch ist. desto höher der Lehrer. „Glücklicherweise geschieht dies jedoch sehr selten. aber in den meisten Fällen führen sie nirgends hin. daß der Lehrer immer der Stufe des Schülers entspricht. Niemand kann über seine eigene Stufe hinaussehen. sondern verlangen im Gegenteil. wenn Sie sich an alles Gesagte und an alles daraus Folgende erinnern. sich darum zu sorgen. Er kann einem anderen trauen. je niedriger sie selbst sind. ohne den richtigen Weg zu kennen." „Wie kann ein falscher Weg erkannt werden?" fragte jemand. Aber ein Schüler auf einer Stufe. man gehe irgendwohin. so kann er ihn in eine ganz andere Richtung führen als er verspricht. er kann ihn vom richtigen Wege sehr weit ab führen und ihn zu Ergebnissen bringen. das heißt. Sie können zum Beispiel sehen. Man dreht sich einfach auf der gleichen Stelle und denkt. daß es gar keinen Zweck hat. Tatsächlich kann der Schüler die Stufe des Lehrers nie sehen. Das ist ein Gesetz. „Wenn der Mensch. ihm vertraut. wie man einen falschen Weg erkennen kann. 2. Außerdem gibt es hier wieder viele Möglichkeiten: 1. Aber aus dem. daß er etwas weiß. Das richtige Verständnis dieser Tatsache ist bereits ein sehr 296 . Je höher der Schüler. Es kann nicht in zwei Worten gesagt werden.

womit das Wissen beginnt. so ist auch der Schüler für den Lehrer unerläßlich. und der Lehrer kann nicht ohne den Schüler oder ohne Schüler fortschreiten. Mit einem Geringeren gibt er sich nicht ab. Und es kommt ihm nie in den Sinn. nach einem ziemlich langen Gespräch über Wissen und Sein: „Genau genommen. 297 . legte ich diese Idee in folgendem Diagramm nieder: Bei einer der folgenden Versammlungen sagte G. Sonst wird ihm sogar das genommen. auf welcher das Gesetz des menschlichen Aufstiegs beruht. solange er nicht einen anderen Menschen an seine eigene Stelle gebracht hat.beträchtliches Verständnis. wenn er einen solchen Lehrer wie Jesus Christus treffen würde — wenn wir ihn so nehmen. werden die Schwierigkeiten auf dem Weg des Schülers unübersteigbar. Es gibt ein bestimmtes Gesetz. Was ein Mensch empfangen hat. um ein Schüler Jesu Christi zu sein. daß er. was er über den Weg und das magnetische Zentrum gesagt hatte. Und dies ist nicht eine allgemeine Überlegung. als G. sogar. Je höher der Lehrer. will aber als Lehrer keinen anderen als Jesus Christus selbst haben. mich wiederholen ließ. nur dann kann er mehr empfangen. Und wenn der Unterschied der Stufen zwischen Lehrer und Schüler über ein gewisses Maß hinausgeht. desto schwieriger ist es für den Schüler. Wer immer der Ältere ist. da es notwendig wäre. was ihm bereits gegeben wurde." Bei einer der folgenden Zusammenkünfte. der ist der Lehrer. kein Mensch kann auf eine höhere Stufe aufsteigen. auf der Stufe eines Apostels zu stehen. Wie schon gesagt. niemals fähig wäre. Gewöhnlich ist der Mensch selbst keinen roten Heller wert. wie er in den Evangelien beschrieben wird —. Und da der Lehrer für den Schüler unerläßlich ist. muß er sofort weitergeben. können Sie jetzt noch nicht über Wissen reden. sondern eine unerläßliche und ganz konkrete Regel. Gerade in Verbindung mit diesem Gesetz ergibt sich eine der grundsätzlichen Lehren des vierten Weges. Der Schüler kann nicht ohne den Lehrer fortschreiten. ihm zu folgen. Auf dem vierten Weg gibt es nicht nur einen Lehrer. weil Sie noch nicht wissen. Aber es kommt sehr selten vor.

ein Mensch. der durch Nachfolge mit einem esoterischen Zentrum in Verbindung steht oder dies vorgibt. . mit dem esoterischen Zentrum hat. . die außerhalb des Lebens geschaffen sind. Dieser Einfluß ist bewußt. ein einzelner Mensch.F i g u r 40 . wird ein Mensch vom Gesetz des Zufalls frei. . . dann ist dies die dritte Art Einfluß. aber in den allgemeinen Lebensstrudel geraten — die zweite Art Einflüsse. das esoterische Zentrum. . der Einfluß des Menschen H l auf den Menschen H Wenn er tatsächlich mit dem esoterischen Zentrum in Verbindung steht. der sich selbst täuscht oder andere täuscht und keine Verbindung. . das magnetische Zentrum im Menschen.Einflüsse. das außerhalb der allgemeinen Lebensgesetze steht. das heißt vom Leben selbst erzeug-te Einflüsse — die erste Art Einflüsse. weder direkt oder durch Nachfolge. Leben. ein Mensch.. direkt oder durch Nachfolge. 298 . . im Leben. und durch seine Wirkung auf den Punkt M nämlich das magnetische Zentrum. .

wobei einer im anderen enthalten ist. „Der dritte Kosmos ist der Makrokosmos — der .große Welt und . die von einer großen und vollständigen Lehre zufällig übriggeblieben sind.kleine Kosmos'.weite Kosmos'. „Der vierte Kosmos ist der Deuterokosmos — der . „Der zweite Kosmos ist der Agiokösmos — der heilige Kosmos oder der Megalokosmos. Das Universum gilt als »großer Kosmos' und de Mensch als .„Das Wissen beginnt mit der Lehre über die Kosmen.mittlere Kosmos'. der »große Kosmos'. daß die vollständige Kosmenlehre nicht von zwei. „Der fünfte Kosmos ist der Mesokosmos — der . daß sie überhaupt keine Idee von der Analogie zwischen Mensch und Welt vermitteln kann. die alle anderen in sich einschließt. „Der siebente Kosmos ist der Mikrokosmos — der . die eine in der anderen eingeschlossen sind und alle nach dem Bild und Gleichnis der größten von ihnen. „Der Protokosmos ist das Absolute im Schopfungsstrahl oder 299 .kleine Welt'.zweite Kosmos'. in ihrer Beziehung zueinander betrachtet. „Nur die sieben Kosmen. Aber diese Lehre ist unvollständig und nichts kann von ihr abgeleitet. sondern von sieben Kosmen spricht.Mikrokosmos' Dies bedeutet .Wie oben so unten' ist ein Ausdruck der sich auf die Kosmen bezieht. . Die Kosmenlehre untersucht sieben Kosmen: „Der erste Kosmos ist der Protokosmos — der .großer Kosmos' und . „Jedoch ist es notwendig zu wissen. . Die Idee zweier analoger Kosmen. „Der sechste Kosmos ist der fritokosmos — der .kleiner Kosmos'.dritte Kosmos'. „Die Lehre von den zwei Kosmen ist aus der Kabbala und anderen noch älteren Systemen bekannt. viel vollständigeren alten esoterischen Lehre über die Kosmen oder Welten ist. weil diese Lehre nur ein abgespaltenes Fragment einer anderen.Makrokosmos' und .kleiner Kosmos'. nichts auf ihr aufgebaut werden Nichts kann von ihr abgeleitet werden.erste Kosmos'. stellen ein vollständiges Bild des Weltalls dar. Darin komm die Idee der Einheit und Ähnlichkeit von Welt und Mensch zum Ausdruck. ist so unvollständig. analog zu dem großen. „Sie kennen die Ausdrücke . geschaffen wurden.

„Wie ich schon früher erklärt habe". Infolgedessen sind die Kosmen nicht vollständig analog. durch die zwei angrenzenden Kosmen bestimmt. was wir als . Wenn das Oktaven-Gesetz nicht bestünde. Der Agiokosmos ist Welt 3 (. genau so wenig wie es zwischen den verschiedenen Noten in der Oktave eine vollständige Analogie gibt. dann wäre die Analogie zwischen ihnen vollständig.Atom'. das Sonnensystem (Welt 12). Unter diesem Gesichtspunkt kann es zum Beispiel ein . sagte G. das lebt. daß in der allgemeinen Ordnung der sieben Kosmen der Mikrokosmos und der Makrokosmos so weit voneinander entfernt sind. den darüber und den darunter. Drei nebeneinander befindliche Kosmen geben ein vollständiges Bild der Äußerung der Gesetze des Weltalls. „Sie sehen. „Jeder Kosmos ist ein lebendes Wesen. psychische und kosmische. die kleinste Menge irgendeiner Substanz. irgendeine unmittelbare Analogie zwischen ihnen zu sehen oder festzustellen. „Alle Kosmen sind das Ergebnis der Wirkung der gleichen Kräfte und der gleichen Gesetze. Der Deuterokosmos ist die Sonne. aber wegen des Oktaven-Gesetzes gibt es keine vollständige Analogie zwischen ihnen.Atom' bezeichnen. chemische.Alle Planeten' (Welt 24) oder die Erde als Stellvertreter der planetarischen Welt. Der Tritokosmos ist der Mensch. Der Mesokosmos ist . denkt. das heißt auf verschiedenen Stufen. das ist in jedem Kosmos. in welcher die Substanz alle ihre Eigenschaften. „Die Bedingungen für die Wirkung der Gesetze sind auf jeder Ebene. fühlt. Ein Kosmos kann kein vollständiges Bild 300 . physische.Atom Wasser' geben. unterschiedlich oder mindestens auf nicht ganz die gleiche Weise. daß es unmöglich ist.alle Welten' im Schöpfungsstrahl).. geboren wird und stirbt. aber sie äußern sich auf den verschiedenen Ebenen des Weltalls. „ist das. Der Makrokosmos ist unsere Sternenwelt oder die Milchstraße (Welt 6 im Schöpfungsstrahl). atmet. Die Gesetze sind überall die gleichen. beibehält.Welt l. Der Mikrokosmos ist das . Nur drei zusammengenommene Kosmen sind je drei anderen ähnlich und analog.

Dies bedeutet. wie sie für uns im Weltall bestehen. sofort klar werden. „Um die Bedeutung der Einteilung in Kosmen und der Beziehung der Kosmen zueinander zu verstehen. und sie löst viele Probleme. unseren Platz in der Welt zu verstehen. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet. So bestimmen der Mesokosmos und der Mikrokosmos zusammen den Tritokosmos. muß man die zwei angrenzenden Kosmen — den über und den unter ihm. Aber die Beziehung der Kosmen zueinander ist dauernd und immer die gleiche. zum Beispiel die Beziehung von . 301 . von unserem Gesichtspunkt aus betrachtet: Mond. so wird uns das Prinzip der Einteilung des Weltalls in Kosmen. die Notwendigkeit solch einer Teilung und die Unmöglichkeit für uns selbst. In einem Fall oder auf einer Ebene ist sie größer. zu verstehen. das Verhältnis vom Tritokosmos zum Mesokosmos wie von Null zu Unendlich. Wenn wir verstehen. Der Deuterokosmos und der Tritokosmos bestimmen den Mesokosmos und so fort. das heißt einen größeren und einen kleineren — kennen. „Die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen ist von der Beziehung einer Welt zu einer anderen im astronomischen Schöpfungsstrahl verschieden. in einem anderen Fall auf einer anderen Ebene ist sie geringer. Erde. ist es notwendig. Um daruni einen Kosmos zu kennen.geben. Zusammengenommen bestimmen diese zwei Kosmen den zwischen ihnen befindlichen. das Verhältnis vom Mesokosmos zum Deuterokosmos ist das von Null zu Unendlich und so weiter.alle Sonnen' zu unserer Sonne. Milchstraße und so fort. zum Beispiel die Beziehung zwischen Erde und Mond. Das heißt. uns ein mehr oder weniger klares Bild der Welt ohne diese Teilung vorzustellen. Sonne. Daher ist die quantitative Beziehung zwischen den Welten im Schöpfungsstrahl nicht beständig. „Die Idee der Kosmen hilft uns. was dies bedeutet. ein Kosmos verhält sich zu einem anderen wie Null zu Unendlich. Im Schöpfungsstrahl werden die Welten in der tatsächlichen Beziehung. Planeten. daß das Verhältnis vom Mikrokosmos zum Tritokosmos das gleiche ist wie das von Null zu Unendlich. zum Beispiel die mit Zeit.

des größeren Kosmos über ihm und des kleineren unter ihm. „Die Idee der Kosmen befähigt uns. der das Leben der Planeten zu fühlen beginnt. „Die Idee der Möglichkeit. da es ganz unmöglich ist. gleichzeitig das Leben der Atome zu empfinden beginnt oder daß sein Bewußtsein auf deren Stufe gelangt. „In Wirklichkeit bedeutet dies. In Wirklichkeit ist jedoch dieses anscheinende Paradoxon einfach die Relativität. wenn es sich nach oben erweitert. Durch die Erweiterung seines Bewußtseins und die Intensivierung seiner psychischen Funktionen gelangt er gleichzeitig in die Sphäre der Tätigkeit und des Lebens zweier anderer Kosmen.Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten. Beim ersten Anblick scheint im System der Kosmen viel Paradoxes zu sein. zum Beispiel der Spruch: . das Studium der Relativität auf eine sichere Grundlage zu stellen.Raum und so fort verbundenen.' Gewöhnlich wird dieser Ausdruck ganz falsch gedeutet. steht in direkter Beziehung zur Kosmenlehre. Zur Erkenntnis sowohl des Großen als auch des Kleinen ist in gleicher Weise eine Wandlung im Menschen nötig. Wenn wir nach Parallelen und Analogien zwischen den 302 . das Prinzip der Relativität genau festzulegen. dem Größeren und dem Geringeren zu. eine genaue Vorstellung der Welt zu haben. In seinem gewöhnlichen Zustand ist der Mensch seiner selbst nur in einein Kosmos bewußt. und all die anderen Kosmen betrachtet er vom Gesichtspunkt des einen Kosmos aus. Die Erweiterung des Bewußtseins vollzieht sich nicht nur in einer Richtung. oder dessen Bewußtsein auf die Stufe der Planetenwelt gelangt. daß zum Beispiel ein Mensch. tut es dies zu gleicher Zeit auch nach unten. nämlich der Richtung zu den höheren Kosmen. Auf diese Weise vollzieht sich die BewußtseinsErweiterung gleichzeitig in zwei Richtungen. das menschliche Bewußtsein zu erweitem und seine Fähigkeiten zum Wissen zu vermehren. Und vor allem hilft diese Idee. Das letztere ist besonders wichtig. ohne das Prinzip der Relativität festgelegt zu haben. „Diese Idee wird Ihnen vielleicht einige Ausdrücke erklären. auf die Sie in okkulter Literatur gestoßen sind.

" Diesen Worten folgte ein ziemlich langes Schweigen. Ein Wunder ist weder eine Durchbrechung von Gesetzen noch eine Erscheinung außerhalb der Gesetze. das Leben und die Erscheinungen eines Kosmos zu untersuchen. Diese Gesetze sind uns unverständlich und unbekannt und deshalb wunderbar. Dann wandte sich G. Wirkliche Wissenschaft und wirkliche Philosophie sollten auf der Kenntnis der Gesetze der Relativität begründet sein. in Beziehung zu einem niedrigeren oder kleineren Kosmos. Viele neue Erscheinungen werden sichtbar und viele andere Erscheinungen verschwinden. 2. in Beziehung zu einem höheren oder großeren Kosmos. ist es sehr nützlich. Es kann keine andere Art Wunder geben. daß Wissenschaft und Philosophie in der wahren Bedeutung dieser Begriffe mit der Idee der Kosmen beginnen. Alle Lebenserscheinungen eines bestimmten Kosmos gewinnen. ein ganz anderes Aussehen und haben eine völlig andere Bedeutung. schafft allein die Idee der Kosmen eine feste Grundlage zur Feststellung der Gesetze der Relativität.Kosmen Ausschau halten. was ich gerade jetzt gesagt habe. Aber bevor ich zu diesen übergehe. „Wie wir schon früher gesagt haben." „Alles. und 3. 303 . Hierdurch verändert sich gewöhnlich das Bild der Welt und der Dinge vollständig. „Die Äußerung der Gesetze eines Kosmos in einem anderen Kosmos stellt das dar. so können wir jeden Kosmos in drei Beziehungen betrachten: 1. was wir ein Wunder nennen. in Beziehung zu sich selbst. „Um die Gesetze der Relativität zu verstehen. vom Gesichtspunkt Ihrer Dimensionen aus zu besprechen. „bezieht sich zweifellos auf das Problem der Dimensionen. was Sie sagten". zu behaupten. als ob man sie von einem anderen Kosmos aus betrachte. von einem anderen Kosmos aus gesehen. sie unter dem Gesichtspunkt der Gesetze eines anderen Kosmos untersuche. Es ist eine Erscheinung. zu mir und fügte hinzu: „Versuchen Sie all das. die sich nach den Gesetzen eines anderen Kosmos vollzieht. das heißt. sagte ich. Folglich ist es möglich.

Warum der dritte? Der erste ist der Protokosmos. als ob er nach einem Wort suche — „die Mikrobe. Eine Welt analog zur großen Welt. das im Augenblick zu erklären". Wir sind gewöhnt. was Sie von Ihrem Standpunkt aus dazu sagen können. Nämlich das. die unserer Untersuchung zugänglich ist. weil G. All dies wird später erklärt werden1. was Sie über den Mikrokosmos gesagt haben. dem Makrokosmos. die Idee vom Mikrokosmos mit dem Menschen zu verbinden. sagte G. haben wir ein klares Beispiel der Beziehung von Null zu Unendlich. werden wir die Beziehung eines Kosmos zum anderen verstehen. Aber Sie geben dem Menschen die Bezeichnung Tritokosmos. In der Welt. der mir nicht ganz klar ist.. „Sehen Sie. daß der Begriff Mikrokosmos nicht in Beziehung zum Menschen gesetzt werden kann?" fragte einer der Zuhörer. das heißt der dritte Kosmos.hätte ich gerne einen Punkt geklärt. was ich sagte. Warum ist der Mensch der dritte Kosmos?" „Es ist schwer. vom dreidimensionalen Körper zum vierdimensionalen Körper und so fort. daß der Mensch eine Welt in sich selbst darstellt. sagte ich. „Der Mensch ist der Tritokosmos. werden wir zugeben ' Ich erwähne dies. und halten Sie sich dabei genau an das." „Ja". der Ebene zum Körper." „Aber meinen Sie wirklich. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet". „Aber halten Sie sich nicht bei dieser Frage auf. sagte G. Der Mikrokosmos ist das Atom oder besser" — er hielt inne. „Das schafft eine merkwürdige Verschiedenheit in der Terminologie. „Wenn wir diesen Gesichtspunkt annehmen." „Zuallererst müssen wir untersuchen. Dies ist in der Geometrie die Beziehung einer Einheit einer gewissen Anzahl von Dimensionen zu einer anderen Einheit mit einer größeren Anzahl von Dimensionen. der zweite die Sonne oder der Deuterokosmos." Dann wandte er sich wieder mir zu. „Sie werden es später verstehen. „Wenn wir dies verstehen. Dies bedeutet. Die Beziehung vom Punkt zur Linie. 304 . der Linie zur Ebene. es später änderte.

was sich hinter diesem Punkt verbirgt. aber eine Welt. dann muß der nächste Kosmos. wie dies gekommen ist.müssen. die erste.Atom' oder die . die ich in meinem Buch Ein neues Modell des Weltalls aufgezeigt habe. wie Sie sagen. Nichtsdestoweniger stimmt meine . die in einer Beziehung von Null zu Unendlich zueinander stehen.Mikrobe'. als einen Punkt nehmen.Dimensionen-Periode' sehe. Es ist nicht nur ein Zusammentreffen von Einzelheiten. „Die »Dimensionen-Periode' enthält in sich sieben Dimensionen. das Sonnensystem. es ist genau das gleiche. Die Null-Dimension. ich habe noch nie von sieben Kosmen gehört. ist für die Erde dreidimensional. die Sternenwelt für die Sonne vierdimensional. „Was mich persönlich an diesem System von Kosmen am meisten interessiert. entlang dessen er sich bewegt. vierdimensional sein. Der nächste Kosmos. daß wir aber nicht wissen. Wenn ein Kosmos dreidimensional ist. ist bezüglich des Menschen eine Ebene. das heißt sie hat zwei Dimensionen. . Die Sonne.Dimensionen-Periode' genau hiermit überein. die Erde.Alle Welten' sind fünfdimensional und das Absolute oder der Protokosmos sechsdimensional. Auf die gleiche Weise sieht der Punkt selbst den Raum. die zweite und so fort bis zur sech-* sten Dimension. Die Bewegung dieses Punktes im Raum erscheint uns als eine Linie. und es kann auch eine ganze Welt sein. Die Null-Dimension oder der Punkt ist eine Grenze. dann ist in Beziehung zu diesem Punkt der Mensch eine Linie. Die Bewegung der Linie rechtwinklig zu sich selbst ist eine 305 . Es kann tatsächlich ein Punkt sein. daß sie uns wie ein Punkt erscheint. das ist ein Körper ohne Dimensionen. Wenn wir das . das heißt der über ihm ist. wie dies auch für die unmittelbare Wahrnehmung zutrifft. Ich weiß nicht. als eine Linie. daß die Beziehung von einem Kosmos zu einem anderen die Beziehung von zwei Körpern verschiedener Dimensionen zueinander ist. ist. Dies bedeutet. daß ich in ihnen die volle . das heißt den Mikrokosmos. das heißt eindimensional. die so weit von uns entfernt oder so klein ist. daß wir etwas als einen Punkt sehen. der nächste fünfdimensional und so fort.

in Form einer Ebene. Linie und Ebene durch die Tatsache. das heißt er besitzt eine Anzahl verschiedener physischer Eigenschaften. daß er für unsere Wahrnehmung eine wirkliche physische Existenz hat. „Bisher habe ich die Linie vom Gesichtspunkt des Punktes aus betrachtet und die Ebene vom Gesichtspunkt der Linie.existiert'. : „Ein . dann wird ein dreidimensionaler Körper ein Schnitt durch es. die Linie die Projektion einer Ebene und der Punkt die Projektion einer Linie. „Ein dreidimensionaler Körper unterscheidet sich von Punkt. Die Linie der Zeit ist eine Ebene der Ewigkeit. Der Punkt ist die Begrenzung oder ein Schnitt durch die Linie. Die Ewigkeit hat eine Dimension mehr 306 . wenn wir uns das Leben als einen vierdimensionalen Körper vorstellen. Wenn wir Existenz als eine Ausdehnung entlang der vierten Dimension annehmen. Existenz ist für uns Existenz in der Zeit. „Aber Existenz in der Zeit umfaßt nicht alle Aspekte der Existenz. Wenn wir uns die Zeit als eine Linie vorstellen. ' „Aber wenn wir sagen. Linie und Ebene können auch vom Gesichtspunkt eines dreidimensionalen Körpers aus betrachtet werden. ein Ding . entlang dessen sie sich bewegt. „Ewigkeit ist die unendliche Existenz jedes Zeitaugenblicks. meinen wir hiermit Existenz in der Zeit.Ebene.Körper' hat eine unabhängige physische Existenz. dann wird diese Linie an jedem Punkt von den Linien der Ewigkeit durchkreuzt. Die Zeit. oder einen Schnitt durch ihn dar. seine Projektion oder seine Grenze sein. und die Linie selbst sieht den Raum. Jeder Punkt der Zeitlinie ist eine Linie der Ewigkeit. aber Punkt. Die Zeit liegt außerhalb des dreidimensionalen Raums. Die Linie ist die Begrenzung der Ebene oder ein Schnitt durch sie. oder seiner Seite. Die Ebene ist in Wirklichkeit nur die Projektion eines Körpers. wie wir sie fühlen. ist die vierte Dimension. Aber es gibt keine Zeit in einem dreidimensionalen Raum. Außer der Existenz in der Zeit besteht auch alles Existierende in der Ewigkeit. In diesem Fall stellt die Ebene die Begrenzung eines Körpers. Existenz in der Zeit ist Bewegung oder Ausdehnung entlang der vierten Dimension.

die nicht auf dem Tisch liegt. aber ich kann nicht eine Orange vom Tisch nehmen und auf den Boden werfen. Infolgedessen. Die Möglichkeiten. „Jeder Augenblick der Zeit enthält eine gewisse Anzahl von Mög-^ lichkeiten. Es gibt nur. Es gibt verschiedene Verbindungen von Möglichkeiten in bezug auf die Dinge. diese Möglichkeiten. Dies ist die Verwirklichung einer der Möglichkeiten. Ein Bleistift wird auf den Boden geworfen.. 307 . dann ist der Ewigkeitsraum fünfdimensional. um die Idee der fünften und sechsten Dimension zu ver. während die unverwirklichten Möglichkeiten unverwirklicht bleiben und auch nicht verwirklicht werden können. Wenn der Zeitraum vierdimensional ist. muß eine gewisseAnschauung über dieZeit aufgestellt werden. Und der Augenblick danach wird wieder ein Augenblick der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten sein. oder ein Stück Papier und einen. einen Bleistift oder einen Aschenbecher von diesem Tisch nehmen und auf den Boden werfen. „Weiter. werden in der Ewigkeit endlos weiter verwirklicht. daß es Möglichkeiten und daß es Unmöglichkeiten gibt. die verwirklicht worden sind.i. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen Möglichkeit und Unmöglichkeit. aber jeder Zeitmoment hat eine unendliche Existenz in der Ewigkeit. oder wiederum einen Bleistift und ein Stück Papier. Aschenbecher oder alle zusammen. manchmal eine kleine. oder einen* Bleistift und einen Aschenbecher. manchmal eine größere. Ich kann einen Bleistift oder ein Stück Papier oder einen Aschenbecher herunterwerfen. wenn Zeit die vierte Dimension ist. stehen. Man muß sich klar sein. Ich kann ein Stück Papier. Wenn wir als einen Zeitmoment den Moment annehmen. oder gar nichts. in dem diese Möglichkeiten bestehen. die von diesem Tisch auf die Erde geworfen werden können. Dann kommt ein neuer Moment. Auch dieser Moment hat eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten in einem bestimmten Sinn. ist Ewigkeit die fünfte Dimension. . dann ist der nächste Moment ein Moment der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten. jedoch nie eine unendliche Anzahl.als die Zeit. Das Aufeinanderfolgen dieser Augenblicke der Verwirklichung einer Möglichkeit stellt die Zeitlinie dar.

der Mesokosmos 308 .6 „Die fünfte Dimension ist die Linie der ewigen Existenz oder der 'ilWiederholung einmal verwirklichter Möglichkeiten. und alles Unverwirklichte bleibt unverwirklicht.Atom' oder die . dessen Darstellung wir eben gehört haben.und Ewigkeitslinie ausgehen. die geschaffen worden sind oder in der Welt entstanden sind. t „Die vierte Dimension ist die Folge der Augenblicke während der Verwirklichung einer Möglichkeit. betrachten. Die Verwirklichung aller geschaffenen oder entstandenen Möglichkeiten bestimmt das Wesen der Welt.Dimensionen-Periode' entspricht. es bezeichnete. berührt mich das System der Kosmen. nur geht dieses System von Kosmen noch weiter und erklärt viele Dinge. „Wie ich schon gesagt habe. verwirklicht. Jenseits dieser Periode ist entweder nichts. . Diese Linien werden außerhalb der Ewigkeit verlaufen.„Aber alle Möglichkeiten. in der . so wird der Tritokosmos für dieses den vierdimensionalen Raum darstellen. Die Ewigkeit ist jedoch nur eine Ebene. müssen verwirklicht werden. die von einem Punkt in verschiedenen Winkeln zur Zeit. „Wenn wir daher den Mikrokosmos. bilden sieben Dimensionen. die in meiner Arbeit nicht klar waren. also. „Wie gesagt. An jeder Stelle dieser Linie bleibt eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten unverwirklicht. von der Null-Dimension bis zur sechsten Dimension. das . oder die gleiche Periode mag sich auf einer anderen Ebene wiederholen. die von der Zeitlinie durchkreuzt wird. so werden sie entlang von Radien verlaufen. welche die Grundlage meines Heuen Modells des Weltalls bildet.Mikrobe'. In der Ewigkeit bleibt alles. Gleichzeitig ist für die Verwirklichung dieser Möglichkeiten innerhalb der Grenzen der Ewigkeit kein Platz. „Die sechste Dimension ist die Linie der Verwirklichung aller Möglichkeiten.höheren Ewigkeit' oder dem sechsdimensionalen Raum. was einmal verwirklicht worden ist. wie G. vor allem durch die Tatsache. daß es vollständig der . außerhalb des fünfdimensionalen Raumes. in der sechsten Dimension. Wenn wir uns die Linien der Verwirklichung dieser Möglichkeiten vorstellen. eine volle Dimensionen-Periode.

genau so im Bereich dessen. Letzteres ist vielleicht das Paradoxeste. der Deuterokosmos der fünfdimensionale Raum und der Makrokosmos der sechsdimensionale. „Da jeder Kosmos eine wirkliche physische Existenz hat. aber nichtsdestoweniger ist es genau wie es sein sollte. Nur ein sechsdimensionaler Körper kann vollständig wirklich sein. daß die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers verschieden sein kann. in Beziehung zu einem höheren Kosmos ein Punkt. Für einen dreidimensionalen Körper. Das bedeutet. ist darum jeder Kosmos für sich oder in sich dreidimensional. daß alle Möglichkeiten des Tritokosmos im Makrokosmos verwirklicht werden. aber die vierte Dimension liegt für ihn im nächsthöheren und im nächstniedrigeren Kosmos. was tatsächlich unendlich ist. „Ferner müssen wir verstehen. Und natürlich ist eine Ebene eine unvollständige Ansicht eines dreidimensionalen Körpers.Mikrobe' innerhalb der Grenzen des Sonnensystems verwirklicht werden. „Das bedeutet. ein vierdimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines fünfdimensionalen Körpers. dann ist für ihn der Mesokosmos der vierdimensionale Raum. was tatsächlich null ist. Um es anders zu sagen: er selbst ist dreidimensional.Atoms' oder der . das heißt die Ansicht einer Seite. liegt die vierte Dimension ebensosehr im Bereich des sehr Großen wie auch im Bereich des sehr Kleinen. In Beziehung zu einem niedrigeren Kosmos ist er vierdimensional. „Wenn wir den Menschen als Tritokosmos annehmen. daß alle Möglichkeiten des . wie es ein Kosmos ist. ein dreidimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines vierdimensionalen Körpers. Gleichermaßen ist eine Linie eine unvoll- 309 .den fünfdimensionalen Raum und der Deuterokosmos den sechsdimensionalen Raum. Ein fünfdimensionaler Körper ist nur eine unvollständige Ansicht eines sechsdimensionalen Körpers. wie im Bereich dessen. „Gleicherweise werden alle Möglichkeiten des Mesokosmos im Agiokosmos verwirklicht und alle Möglichkeiten des Deuterokosmos oder der Sonne im Protokosmos oder dem Absoluten.

welche die Linie der Sonnenbewegung umkreist. Zum Beispiel stellen wir uns die Erde als dreidimensional vor. Die . Wenn wir uns eine seitliche Bewegung dieser Spirale vorstellen. daß im Agiokosmos die Erde ein sechsdimensionaler Körper ist. wenn wir uns die Linie der Sonnenbewegung veranschaulichen. „Ferner kann sich ein sechsdimensionaler Körper als dreidimensionalen Körper sehen. Wenn wir uns die Sonne im Makrokosmos vorstellen. wenn wir auch nicht wissen. weil wir die Art ihrer Bewegung nicht kennen. sondern eine Linie. Im Deuterokosmos.ständige Ansicht einer Ebene und ein Punkt eine unvollständige Ansicht einer Linie. das heißt. Diese Dreidimensionalität ist nur eingebildet. Jemand. aber in einer vollständig anderen Art von Dreidimensionalität.Erdkugel' ist ein eingebildeter Körper. auf welche Weise. wie sehen sie als einen Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt ihres vollständigen Seins. auf welche Weise die Form der Erde sich wandeln muß. und können auch keine Vorstellung davon haben. Unsere Ansicht von ihr ist unvollständig. die wir als Bahn der Erde um die Sonne verfolgen. ist die Erde nicht mehr ein Punkt (wenn wir den Punkt als die reihenmäßige Verkleinerung eines dreidimensionalen Körpers annehmen). das heißt in bezug auf die Sonne. was sie für uns darstellt. nur kennen wir nicht die Form. dann wird diese Bewegung eine Figur ergeben. Sie ist ein Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt der sechsdimensionalen Erde. Und tatsächlich können wir auch bis zu einem gewissen Grade erkennen. die jedoch nichtsdestoweniger die sechsdimensionale Form der Erde ist. in welcher die Erde sich selbst sieht. mag ihn möglicherweise auch als dreidimensionalen Körper sehen. der ihn von außen ansieht. Als ein dreidimensionaler Körper ist die Erde für sich selbst ganz verschieden von dem. dies bedeutet. Es ist 310 . dann wird die Linie der Erdbewegung eine Spirale. welche die Erde selbst als eine dreidimensionale Figur sehen kann. Aber diese sechsdimensionale Erde kann auch für sich selbst dreidimensional sein. „Die Möglichkeiten der Erde werden im Agiokosmos verwirklicht. die wir uns nicht vorstellen können.

den „Atem des organischen Lebens" darstellen. zu den Problemen. Es ist wiederum das gleiche wie im Neuen Modell des Weltalls. mit dem wir begonnen hatten." Damit beendete ich meine Übersicht über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Dimensionen-Periode aus. das Sie jetzt haben.Prinzip der Relativität' nennt. Sein Prinzip der Relativität hat nichts mit dem Prinzip der Relativität in der Mechanik oder mit dem Einsteins zu tun. sagte G. weil sonst die Vorstellung der Dreidimensionalität der Kosmen mit unserer Vorstellung dreidimensionaler Körper vermengt wird. daß die Zeit i in den verschiedenen Kosmen verschieden ist. genau festzustellen.'s Moskauer Schülern hinzu. „Es ist sehr viel in dem. das heißt es ist möglich. worauf Sie bis jetzt noch nicht gekommen sind. wie Sie das Material." Er sagte nichts weiter. dies zu verstehen. G. was G. Die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers kann verschieden sein. bearbeiten können. es ist das Prinzip der Relativität des Daseins.^ finden können. nämlich zu den Problemen von Raum und Zeit und 311 . daß Schlaf und Wachen der Lebewesen und Pflanzen. Wenn Sie heraus. Dies war ein direkter Übergang von dem „dreidimensionalen Weltall".1 „aber dieses Material muß ausgearbeitet werden. die ich im Neuen Modell des Weltalls herausgearbeitet hatte. das . „Ich will nur eines noch hinzufügen: „Zeit ist Atem — versuchen Sie. dann werden Sie auf vieles stoßen. wie die Zeit in einem Kosmos zu der Zeit in einem anderen Kosmos in Beziehung steht.notwendig. also die vierundzwanzig Stunden oder Tag und Nacht. Beachten Sie zum Beispiel..'s Vorlesung über die Kosmen und das darauffolgende Gespräch fesselte mich sehr. Und sie kann genau berechnet werden. „Und dieser letzte Punkt scheint mir mit dem verknüpft zu sein. was Sie gerade gesagt haben". einmal beim Gespräch über die Kosmen und die verschiedene Zeit in den verschiedenen Kosmen gesagt habe. Später fügte einer von G. daß G. dies festzustellen und zu verstehen.

Und ich konnte nicht verstehen. bestand er auf seinen Definitionen. Diese Definitionen schienen mir die einzig logisch möglichen zu sein. worüber Sie mich jetzt fragen. Jedes individuelle Lebewesen — ein Hund. Ihnen ebenfalls klar werden. „Versuchen Sie zu verstehen. Einige von uns versuchten." Ich erinnere mich. sie zurückgewiesen hatte. sagte in diesem Zusammenhang einer von uns. Z. antwortete G. der mit mir versucht hatte. 312 . mit G. Dies war zwar zunächst nur hypothetisch. nichts weiter hinzu. so würde es viel leichter sein. als wir den Menschen als „Mikrokosmos" annahmen. Aber bei den ein oder zwei Gelegenheiten. darüber zu sprechen. daß einer von uns ihm einmal. bei denen wir versuchten. an denen ich mehrere Jahre gearbeitet hatte. eine Katze. als er Petersburg verließ — es mag sogar seine endgültige Abreise 1917 gewesen sein —. was der Mikrokosmos bedeutet". Über ein Jahr lang fügte G. diese Probleme von vielen verschiedenen Seiten anzugehen. am Bahnhof bezüglich der Kosmen eine Frage stellte. das zu verstehen. daß diese Fragen im späteren Gespräch ganz leicht lösbar wurden. aber nichtsdestoweniger stimmte es mit dem ganzen System von Welt und Mensch vollständig überein. tiefer in die Idee der Kosmen einzudringen und sie weiterzuentwickeln. zu dem. was er über die Kosmen gesagt hatte. ein Baum — konnte als ein Mikrokosmos angenommen werden. „Wenn es Ihnen gelingt.. die Beziehung des Menschen zu anderen Kosmen festzustellen". warum G. Ich erinnere mich. erreichten wir lange Zeit kein Ergebnis.höheren Dimensionen. dann wird alles weitere. die Verbindung aller Lebewesen stellte den Tritokosmos oder das organische Leben auf Erden dar. „Wenn wir den Menschen als Mikrokosmos und als Tritokosmos das Menschengeschlecht oder besser das organische Leben annehmen könnten. und obgleich wir alle in der Idee der Kosmen sehr viele Möglichkeiten sahen. Besonders waren wir durch den „Mikrokosmos" verwirrt.

als einen Punkt annehmen. wird diese Linie zu einer Ebene. als ich das erstemal dort war. daß das Leben des einzelnen Menschen — des Mikrokosmos — von denselben Gesetzen gelenkt wird. das heißt unter anderen Menschen und inmitten der Natur. den Menschen als den Mikrokosmos und den Tritokosmos als das organische Leben auf Erden zu betrachten. Und als ich einmal das Manuskript Blick in die Wahrheit. und darin bedeutete „Mikrokosmos" Mensch. gegeben hatte." Dies bestärkte uns noch weiter in dem Entschluß. die Linie dar. wollte. durchlas. Dann stellt sein Leben im Tritokosmos." Ich glaube. fand ich darin die Ausdrücke „Makrokosmos" und „Mikrokosmos". als ich mich wieder dem Problem der Kosmen zuwandte. die er auf der Oberfläche der Erdkugel beschreibt. daß Sie jetrt schon ohne weitere Erklärung die Behauptung nicht mehr bestreiten werden. und worauf er unsere Gedanken hierdurch lenken wollte. daß wir den Begriff „Mikrokosmos" auf im Vergleich zum Menschen kleinere Größen anwenden sollten. Durch diese Annahme bekamen viele Dinge für mich einen besseren Zusammenhang. A u s „Blick in die Wahrheit. wenn man die Bewegung der 313 .Jedenfalls entschloß ich mich später. das heißt. warum G. Im Mesokosmos. den Begriff „Mikrokosmos" auf den Menschen anzuwenden. Ich erinnere mich an ein Gespräch über diesen Gegenstand. Nun haben Sie eine Vorstellung von den Gesetzen. während er sich von Ort zu Ort bewegt. das mir G. „Wenn wir die Beziehung zwischen den Kosmen graphisch darstellen wollen". das heißt in Verbindung mit der vierundzwanzigstündigen Drehung der Erde um ihre Achse. „so müssen wir den Mikrokosmos. das heißt den Menschen. nämlich den Beginn der Geschichte. die das Leben des Makrokosmos lenken. die in der Moskauer Gruppe vorgelesen worden war. sagte ich. Später wurde uns klar. während sie in Beziehung zur Sonne. wir müssen ihn in einer sehr kleinen Größenordnung und in sehr großer Entfernung von uns selbst annehmen. so unten. Rufen Sie sich ins Gedächtnis zurück: „Wie oben. und sind zur Erde zurückgekehrt. das heißt.

auch ein dreidimensionaler Korper war. dann ist der Tritokosmos — das organische Leben auf Erden — ein vierdimensionaler Körper. und der Mensch kann im Makrokosmos nur als Atom des Tritokosmos existieren. existiert er überhaupt nicht. Dies entspricht dem. „Jenseits der Sonne. in dem sich die Möglichkeiten des Tritokosmos verwirklichen. Im Makrokosmos existiert der Mensch überhaupt nicht. wie zum Beispiel das Dasein des Menschen innerhalb des organischen Lebens oder in seiner Beziehung zum organischen Leben. haben wir zwei Dreidimensionalitäten. „In diesem Fall verwirklichen sich alle Möglichkeiten des Menschen in der Sonne. vom nächsten Kosmos aus gesehen. „Die gewöhnliche wissenschaftliche Anschauung betrachtet den Menschen als dreidimensionalen Körper. hat und kann er kein Dasein haben oder. nämlich daß der Mensch Nummer sieben innerhalb der Grenzen des Sonnensystems unsterblich wird. Die Möglichkeiten der Erde verwirklichen sich im Megalokosmos und die Möglichkeiten der Sonne im Protokosmos. Die Erde hat fünf Dimensionen und die Sonne sechs. in anderen Worten. ein dreidimensionaler Körper wird. In diesem Fall muß das organische Leben notwendig in der Zeit betrachtet werden. das heißt der Mensch oder der Mikrokosmos. in anderen Worten. das heißt eines niedrigeren Kosmos in einem höheren. Dasein in der Zeit ist die Ausdehnung in der vierten Dimension. das Sonnensystem und die Milchstraße dagegen betrachtet sie als dreidimensionalen Körper. die Sonne. Aber da unser Ausgangspunkt. das Dasein eines Kosmos innerhalb eines anderen zu begreifen. sie wird etwas wirklich Bestehendes. was schon früher gesagt wurde. etwas Verwirklichtes. das heißt jenseits des Sonnensystems.Erde um die Sonne in Betracht zieht. das organische Leben auf Erden als Ganzes betrachtet sie mehr als eine Erscheinung denn als dreidimensionalen Körper. „Die Ungenauigkeit dieser Anschauung wird offensichtlich. „Wenn der Mikrokosmos oder Mensch ein dreidimensionaler Körper ist. eines kleineren Kosmos in einem größeren. wenn wir versuchen. die Erde. 314 . Der Makrokosmos ist der Kosmos. oder.

Ihre Bewegung um ihre eigene Achse macht sie zu einem fünfdimensionaien Körper.Elektronen'. zu einem dritten Mikrokosmos — dem Molekül.Zellen'. sondern eine Spirale. es mag sein. daß die Kette der Kosmen mit dem Mikrokosmos zu einem Ende kommt." Es ist schwer. Die Erde ist keine Kugel. so können wir sagen. und zu einem vierten Mikrokosmos — dem Elektron. sind möglicherweise sehr unvollständig. die die nächste Stufe. darstellen. Eine mikroskopische Zelle. die sich an der Grenze der mikroskopischen Sichtbarkeit befindet. zu ihm ungefähr im gleichen Verhältnis stehen wie er selbst zum organischen Leben auf Erden. den nächsten Kosmos. die um die Sonne kreist.Moleküle* und . Besonders oft kam ich auf G. zweiten Mikrokosmos — der Zelle. und die niedrigen Kosmen werden immer in genau diesem Verhältnis zum Mikrokosmos stehen. . Wenn wir noch weitergehen. aber das Ergebnis dieser Bewegung können wir nicht kennen. aber dies heißt nicht. dann werden die mikroskopischen Zellen.„Auch kann die Erde nicht als dreidimensionaler Körper betrachtet werden. während ihre Bewegung um die Sonne die Erde vierdimensional macht. 315 . aber das Prinzip wird immer das gleiche bleiben. all die Gespräche zu rekonstruieren. Diese Einteilungen und Definitionen. Die Spirale und die Spindel zusammen müssen im nächsten Kosmos eine seitliche Bewegung ausführen. nämlich . Wenn der Mensch ein Mikrokosmos. „Weiterhin stellen sieben Kosmen eine Dimensionen-Periode dar. das heißt ein Kosmos in sich ist. das ich lösen konnte und mußte. Hier war ein Rätsel. die wir damals über die Kosmen führten. sondern eine Art Spindel innerhalb dieser Spirale. Auf diese Weise kommen wir zu einem. Nur im Ruhezustand wäre sie dreidimensional. daß der nächste Kosmos das Elektron ist. daß die Wissenschaft mit der Zeit andere feststellen wird. aus denen sein Körper besteht. da uns weder die Art noch die Richtung der Bewegung bekannt ist. und die Sonne ist keine Kugel. setzt sich aus Milliarden von Molekülen zusammen.'s Worte über die VcrBcfaiedenhdt der Zeit in den verschiedenen Kosmen zurück.

warum das organische Leben auf Erden der „dritte" Kosmos sei. Alles andere stimmte mit G. zu versuchen. die Frage zu beantworten. Und später Wurden durch dieses System viele interessante Konstruktionen möglich. die sich voneinander so unterscheiden wie der „Mensch" von einer „großen Zelle". ist in der Bakteriologie allgemein bekannt. Nicht jede Zelle und nicht eine Zelle unter jeder Bedingung. das heißt der nächste kleinere Kosmos. trotzdem ich diese Bezeichnung nicht verstand. was ich über den Gegenstand dachte. Als nächsten Kosmos konnte man eine kleine ultramikroskopische Zelle annehmen. weiterentwickelt. die Bezeichnungen der Kosmen und den Ursprung dieser Bezeichnungen niemals. erklärte. da ich nicht imstande gewesen wäre. sondern eine ziemlich große Zelle.Nachdem ich mich endlich entschlossen hatte. eine . Als nächsten Kosmos in Beziehung zum Menschen nahm ich das „organische Leben auf Erden" an. Die Idee der Kosmen wurde erst ein Jahr. Jetzt möchte ich nur noch. zusammenzufassen. 316 .'s System überein. wie zum Beispiel die Embryo-Zelle des menschlichen Organismus. aber mangels anderer konnte man sie annnehmen. daß G. war die „Zelle". als es mir zum erstenmal gelang. Weder „Molekül" noch „Elektron" schienen mir sehr vernünftige oder zulässige Bezeichnungen zu sein. alles. wie er es versprochen hatte.Tabelle der Zeiten in den verschiedenen Kosmen" zu konstruieren. das heißt die Vorstellung von zwei mikroskopischen Individuen. Der nächste Kosmos war das Molekül und der nächste das Elektron. Die Idee von zwei Kosmen in der mikroskopischen Welt. Unterhalb des Menschen. welches ich „Tritokosmos" nannte. Durch einen solchen Aufbau wurde zweifellos eine vollständige Inkommensurabilität zwischen den Kosmen begründet oder beibehalten. nämlich im Frühling 1917. das heißt das Verhältnis von Null zu Unendlich wurde aufrechterhalten. hinzufügen. Aber der Name ist bedeutungslos. nahm ich den Menschen als Mikrokosmos an. Aber von dieser Tabelle will ich später sprechen. nachdem wir das erstemal von ihr gehort hatten.

„In Beziehung zu dem. sagt das Buch folgendes: „. und vor allem werden Sie einsehen. bleibt es allein. und um zu sterben. aber wenn es stirbt.So ein Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt. Gleichnisse und so fort „An einer anderen Stelle heißt es: „. Ich habe dieses Buch schon in Verbindung mit der Frage über die Bedeutung des Wissens erwähnt und habe damals einen Aphorismus dieses Buches zitiert. bei einer Gelegenheit „Meiner Meinung nach ist die Zeit für uns noch nicht gekommen. wovon wir im Augenblick sprechen. „Es gibt ein Buch von Aphorismen. Das wird Sie lehren. sie auf die richtige Weise zu behandeln." 317 . bringt es viele Früchte. kann er geboren werden.Ein Mensch kann geboren werden. Aber zuerst ist es notwendig. sagte G. . kann er sterben: wenn er stirbt. und wir werden oft darauf zurückkommen. um geboren zu werden. das niemals veröffentlicht wurde und wahrscheinlich auch nie veröffentlicht werden wird. „Zu Beginn wollen wir den wohlbekannten Text über den Samen nehmen. das in diesem Text enthaltene Prinzip in seiner vollen Anwendung auf den Menschen zu kennen.' „Dieser Text hat viele verschiedene Bedeutungen. aber um geboren zu werden. muß er zuerst sterben. der sterben muß. Dies erfordert viel mehr Wissen. von den Evangelien zu sprechen.Wenn ein Mensch erwacht. muß er erst aufwachen.' I ch werde oft über verschiedene Texte. daß in den uns bekannten Texten die wichtigsten Punkte gewöhnlich fehlen.ELFTES KAPITEL aus den Evangelien gefragt". Aber von Zeit zu Zeit werden wir verschiedene Bibeltexte zum Ausgangspunkt unserer Diskussionen nehmen.

die Identifizierung mit den Dingen erhält tausend nutzloser Ichs im Menschen am Leben. Er muß sich davon freimachen.geboren' zu werden.Geborenwerden'. oder jedenfalls zu beginnen. was dies bedeutet. werden Sie sehen. Wenn Sie die Bibel aufmerksam studieren.. die Tatsache. möglicherweise an seinen Leiden noch mehr als an allem anderen. muß ein Mensch sterben. an seiner Dummheit. ohne gestorben zu sein. und würde er geboren. hindert ihn am .Erwachens' — . So hindert die Tatsache. Trotzdem ist dies gerade da» Wesentliche. erwachen oder nicht schlafen. Dies bezieht sich auf den Beginn eines neuen Wachstums des Wesenkerns. ihn daran. daß er noch nicht erwacht ist. An allem in seinem Leben hängt er. es zu erreichen.. „Wir haben schon genug über die Bedeutung des .Aufwachen'. daß ein Mensch noch nicht . denn ihr wisset nicht den Tag noch die Stunde.sein'.Sterbens' und viele Male auf die Notwendigkeit des . dies zu erreichen.gestorben' ist. sogar an seinen Leiden. kann er ein . zu . . „Um aber fähig zu werden.Wachet. Wenn ein Mensch stirbt. den Beginn der Entstehung eines unteilbaren Ich. Hier kommt die Möglichkeit des Erwachens zu Hilfe. den Beginn der Bildung von Individualität. sterben und geboren werden. „ . sind miteinander nicht in Verbindung gebracht. damit das große Ich geboren werden kann. dann würde er dadurch gehindert.' und so fort.Geborenwerdens' gesprochen.Sterben'. Das Hängen an den Dingen. die ihn in der Lage festhalten. das heißt er muß sich von tausend kleinlichen Bindungen und Identifizierungen freimachen. das heißt die eigene vollständige und unbedingte Mechanisiertheit und Hilf- 318 . er hängt an seiner Einbildung.Sterben'. . Erwachen bedeutet die eigene Nichtigkeit erkennen. verschiedene Male auf die Notwendigkeit des . in der er sich befindet. Aber wie kann man sie zum Sterben bringen? Sie wollen nicht sterben.unsterbliches Ding' werden. Aber diese drei Möglichkeiten des Menschen. daß oft auf die Möglichkeit des Geborenwerdens hingewiesen wird. kann er nicht geboren werden. Dies sind drei aufeinanderfolgende Zustände. ohne erwacht zu sein. ohne vorher gestorben zu sein. Diese Ichs müssen sterben.„Wir müssen herausfinden. Wenn ein Mensch geboren wird. .

und wenn auch nur für eine Sekunde. das heißt nicht nur im Geist oder in seinem Bewußtsein zu sterben.sterben'. und zwar nicht nur für eine Sekunde. Und wenn ein Mensch seine Nichtigkeit fühlt. weiß er noch nichts über sich selbst. Schluß damit zu machen.Bewußtsein'. Damit fühlt der Mensch seine eigene Nichtigkeit. sich ein wenig kennenzulernen. sondern sich entweder durch Nachahmung gebildet haben oder fertig von irgendwo übernommen worden sind. jemand hat etwas in sich gesehen. einfachen und konkreten Tatsachen. wie er wirklich ist. daß alles so bleibt. wird er in sich viele Dinge sehen. das heißt.TunKönnen'. er fühlt. sondern für dauernd. Überzeugungen. sein Geschmack. seine . Gedanken.Kräfte'.Initiative'. was er als sein Eigenes betrachtet hat.Willen'. die vom Gesichtspunkt seines inneren Wachstums entweder unnötig sind oder es hindern. sondern tatsächlich zu sterben und tatsächlich und für immer all die Seiten seines Wesens abzulegen.Entschlossenheit* und so fort. seine Ansichten.Individualität'. Solange der Mensch nicht über sich selbst entsetzt ist. „Dieses dauernde Bewußtsein seiner Nichtigkeit und seiner Hilflosigkeit wird einem Menschen schließlich den Mut verleihen. seine . daß alles. die ihn entsetzen müssen. und andererseits sieht er ein. Stellen Sie sich vor. „Aber um eine Sache immer zu sehen. was ihn entsetzt Er entschließt sich. seine . dies philosophisch in Worten zu wissen. an den Tatsachen des eigenen Lebens erkennen. kann er sich so sehen. daß nichts. und es nie wieder vergessen. muß man sie zuerst überhaupt sehen. sobald er sich zu erkennen beginnt. sein .losigkeit einsehen. Man muß es an klaren. es zu beenden. Alle neuen 319 . sogar Fehler und Laster nicht sein Eigenes sind. sein Eigenes ist. seinen . zu . Diese Aspekte sind erstens seine . einen Augenblick. Wenn der Mensch beginnt. seine Hilflosigkeit und seine Nichtigkeit. Aber ganz gleich. Und es genügt nicht. was für Anstrengungen er auch macht. es abzulegen. sein . daß er es nicht tun kann. wie es war. Daran erkennt er sein Unvermögen. seine Gewohnheiten. was er hat.falschen Ichs' und dann weiter all die phantastischen Vorstellungen über seine .

„Es gibt eine östliche Erzählung. daß ihnen die Haut 320 . für die es nützlich und vorteilhaft ist. wenn ihm nicht das langsame und allmähliche Erwachen vorausginge. bis sie schließlich nach sehr langer Arbeit bleibend werden. von der es kein Zurück mehr gibt. das Wesen der Kräfte zu kennen. sondern ein hypnotischer Schlaf ist Man ist hypnotisiert. sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch. und ihnen dies nicht lieb war. die Wahrheit zu sehen und seine Lage zu erkennen. zu handeln. ist es notwendig. daß der Schlaf. bestimmte Hindernisse überwunden. Er wollte keinen Schäfer anstellen. in der Absicht aufzuwachen. Zuerst muß man beginnen. die den Menschen in seinem Schlafzustand festhalten. Dies wäre schwierig und sogar menschenunmöglich. Es muß wohl Kräfte geben. Um bewußt. und dieser hypnotische Zustand wird dauernd in einem aufrechterhalten und verstärkt. weil sie wußten. „Aber es gibt tausend Dinge. die den Menschen daran hindern. und die ihn daran hindern. Nun war dieser Magier sehr geizig. die von einem sehr reichen Magier handelt. für kurze Augenblicke zu erwachen. später erscheinen sie öfter und halten länger vor. nachdem man gewisse Anstrengungen gemacht. und ihn in der Gewalt seiner Träume lassen. Es ist unmöglich. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald. eine gewisse Entscheidung gefällt hat. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst. daß der Mensch in seinem hypnotischen Zustand verbleibt. und vor allem liefen sie fort. daß der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte.Kräfte und Fähigkeiten zur Einsicht kommen auf ein und die gleiche Weise zustande. auf einmal ganz zu erwachen. auf der seine Schafe grasten. „Zuallererst muß man einsehen. „Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. mit einem Zaun umgeben. nicht ein normaler. aufzuwachen. der sehr viele Schafe hatte. fielen in Abgründe. Zuerst erscheinen sie wie ein kurzes Aufleuchten in seltenen und kurzen Augenblicken. noch wollte er die Weide. in dem man sich befindet. Aber man muß auf einmal und für immer sterben. Das gleiche gilt für das Erwachen.

sie wären Löwen. „Diese Erzählung ist eine gute Veranschaulichung der menschlichen Lage. mit der Geschlechtsenergie in Zusammenhang gebracht. einigen von ihnen suggerierte er. jedenfalls nicht am gleichen Tag. wenn 321 . darüber nachzudenken. daß er. sie wären Adler. Es ist sehr merkwürdig. Wenn ein Mensch träumt. weil Kundalini in allem sein kann. daß es möglich sei. Sie liefen nie wieder weg.Kundalini' begegnet. an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde.okkulten' Literatur ist Ihnen jedenfalls schon der Ausdruck . der seine Herde so liebe. Manchmal wird sie mit dem Geschlecht. anstatt zu handeln. Dieser Ausdruck wird oft gebraucht. das heißt mit der Vorstellung. sie wären Magier. Und vor allem ist Kundalini überhaupt nichts Ersehnenswertes oder für die menschliche Entwicklung Nützliches. daß er bereit sei.Feuer der Kundalini' oder die »Schlange der Kundalini'. es nicht gerade jetzt geschehen werde. was begehrenswert erscheint und wie ein Segen ersehnt wird. Geschlechtsenergie für andere Zwecke zu verwenden. und drittens suggerierte er ihnen. Zweitens suggerierte er ihnen. Aber keine der bekannten Theorien hat eine richtige Erklärung für die Kundalini-Kraft. daß sie überhaupt keine Schafe seien. welche die Stelle einer wirklichen Funktion einnimmt. alles in der Welt für sie zu tun. daß. die Macht der Phantasie. „In Wirklichkeit ist Kundalini die Macht der Einbildung. Dies ist völlig falsch. ein guter Herr sei. um eine Art merkwürdiger Kraft zu bezeichnen. der Magier. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen. die im Menschen vorhanden ist und erweckt werden kann. sondern warteten ruhig auf den Tag. anderen. sie wären Menschen und wieder anderen. „Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. wie diese Okkultisten das Wort irgendwo gefunden. wenn ihnen irgend etwas geschehen sollte. wieder anderen. das . „In der sogenannten . und daß sie darum keinen Grund hätten.abgezogen würde. aber seine Bedeutung vollständig verändert und aus einer sehr gefährlichen und schrecklichen Sache etwas gemacht haben.

Hierin liegt die Hauptschwierigkeit und hierin liegt auch die Garantie für diese Möglichkeit. einfach weil sie hypnotisiert sind. und der Mensch kann erwachen. denn sobald ein Mensch für einen Augenblick aufwacht und seine Augen öffnet. jedenfalls nicht zu Beginn des Erwachens. könnten sie auch nicht für eine Sekunde bleiben. Kundalini ist die Kraft. wie entsetzlich sie ist. daß er wach sei oder aufwache. in Wirklichkeit jedoch fährt er fort zu schlafen — und dies kann einige Male geschehen. einzuschlafen. in einem anderen Zustand. „Es gibt gewisse Zustände im gewöhnlichen Schlaf. ein Mensch irgend etwas von objektiven Kennzeichen gehört 322 . daß er nicht schlafe. mit zehnfacher Energie auf ihn zu wirken. die in die Menschen gelegt wurde. Wenn sie wirklich ihre wahre Lage sehen und verstehen könnten. das sich für einen Löwen oder einen Magier hält. wie sie sind. in denen ein Mensch aufwachen möchte. so ist es die Kraft der Kundalini. . Sie würden nach einem Ausweg suchen und ihn auch schnell finden. Aber beim normalen Schlaf ist er. was Gott verhüten möge. die ihn veranlaßt haben. ein Adler oder ein Magier zu sein. um sie in ihrem jetzigen Zustand festzuhalten. aber nicht kann. Er sagt sich. um sich zu vergewissem. lebt unter der Macht der Kundalini. beim hypnotischen Schlaf ist das anders.Erwachen' bedeutet für einen Menschen . es gibt keine objektiven Kennzeichen. Und wenn. „Theoretisch kann er es. daß er wach sei. Ein Schaf. bevor er endlich erwacht. ein Löwe. und er schläft sofort wieder ein. und mit ihrer Hilfe können alle Zentren sich mit dem Eingebildeten an Stelle des Wirklichen begnügen. die sie in ihrem hypnotischen Zustand festhält. die in ihm wirkt. beginnen alle die Kräfte. weil es einen Au^^eg gibt. wenn er sich einbildet. Kundalini kann in allen Zentren wirken. der Mensch kann sich nicht zwicken. „Kundalini ist eine Kraft. wobei er sehr oft träumt. aber die Menschen vermögen ihn nicht zu sehen. denn es gibt keinen organischen Grund für den Schlaf. aber praktisch ist es fast unmöglich.seine Träume den Platz der Wirklichkeit einnehmen. wenn er einmal aufgewacht ist.enthypnotisiert' werden.

Aber auch hier gibt es wiederum verschiedene Schwierigkeiten. daß ein Mensch von sich aus all die Arbeit des Aufziehens. und nach einer gewissen Zeit schläft er darum nur um so besser. der diese Schocks erteilt. Was ist dann der Zweck eines solchen Menschen? Und jemand. der ihn aufwecken soll. muß man sich ihrer erinnern. „Nur der. daß diese Arbeit bald in Schlaf 323 . Man kann durch eine Weckuhr geweckt werden. und immer neue. daß. ist ein Schock nicht genug. Folglich muß einer da sein. kann verstehen. daß zum Erwachen lange und harte Arbeit notwendig ist. daß man sich viel zu schnell an die Weckuhr gewöhnt und sie bald nicht mehr hört. dann benötigt man eine lange Reihe dauernder Schocks. der wirklich wach bleiben kann. der ihn eine längere Zeit hindurch dauernd schüttelt. des Erfindens und des Wechseins der Uhren ohne fremde Hilfe durchführen wird. Aber wen kann er anstellen. Viel wahrscheinlicher ist. wenn alle schlafen? Er wird jemanden anstellen. um sie aufzuziehen. Aber wenn einer fest schläft. Und was noch schlimmer ist. Aber es besteht nur sehr wenig Aussicht. „Es gibt auch die Möglichkeit. die einen nicht schlafen lassen. Oder man muß sich mit Weckuhren umgeben. er jemanden anstellen muß. wird sich wahrscheinlich weigern.hat. um sich ihrer zu erinnern. Weckuhren müssen aufgezogen werden. seine Zeit auf das Wecken des anderen zu verschwenden: er wird eine eigene. wenn jemand erwachen will. aufzuwachen. durch mechanische Mittel geweckt zu werden. viel wichtigere Arbeit auszuführen haben. Das Dumme ist jedoch. aber auch dieser schläft ein. um einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Ein heftiger Schock ist notwendig. der die Schwierigkeit des Erwachens voll begreift. muß man aufwachen. dann verwandelt Kundalini dies alles sofort in Einbildung und Träume. Ich sagte schon früher. Viele Weckuhren sind notwendig. Im Laufe der Zeit kann dies einem Menschen helfen. der Mensch gewöhnt sich an alle Wecker. Darum müssen die Wecker ständig gewechselt und immer wieder neue erfunden werden. „Was ist denn im allgemeinen notwendig.

sagen wir. „Vor allem anderen braucht er Hilfe. und mit ihnen zusammenarbeiten. Außerdem kann sich. „Infolgedessen ist zum Erwachen eine Verbindung von Anstrengungen nötig. wie schon früher gesagt wurde. ein zweiter eine andere. nötig ist. Nur dann kann sie die von ihr erwarteten Ergebnisse zeitigen. schätzen ihre Zeit sehr hoch ein. daß zwanzig von ihnen schlafen. zwanzig oder dreißig Menschen. Es kann oft geschehen. und nachher können sie diese austauschen. Und natürlich helfen sie lieber. und damit schläft er nur um so fester. Genau so verhält es sich dabei mit Weckuhren. als nur einem einzelnen. nach anderen Leuten Ausschau halten. ist ein Wissen nötig. sie aufziehe und wechsle. Diejenigen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Aber einem allein kann nicht geholfen werden. einer allein leicht über sein Erwachen täuschen und einfach einen neuen Traum für Erwachen halten. Nötig ist. die aufwachen wollen. und im Schlaf träumt er dann davon. zusammen gegen den Schlaf zu kämpfen. nötig ist es. und nötig ist auch. daß jemand auf denjenigen achte. Einer erfindet eine Weckuhr. daß jemand den Betreffenden wecke. „Darum muß ein Mensch. und ohne diese Hilfe kann niemand etwas erreichen.übergeht. Wenn mehrere Menschen beschließen. werden sie sich gegenseitig wecken. die auch aufwachen wollen. der ihn weckt. das ein gewöhnlicher Mensch nicht besitzen kann. Die Arbeit muß organisiert werden und einen Führer haben. die helfen können. „Einer allein kann nichts tun. Wecker zu haben. Ohne diese Voraussetzungen können keine Anstrengungen irgendwelche Ergeb- 324 . Zusammen können sie einander sehr große Hilfe leisten. muß eine gewisse Anzahl von Menschen zusammenarbeiten. der aufwachen will. „Aber um all dies zu erreichen und zu wirklichen Ergebnissen zu kommen. daß man dauernd neue Wecker erfinde. aber der einundzwanzigste wird wach sein und die übrigen wecken. denn um eine solche Arbeit zu beginnen und zu organisieren. daß er Weckuhren erfinde.

„Das nächste wichtige Kennzeichen der Gruppenarbeit ist. daß die Gruppen mit einem Ziel zusammenhängen. „Gewöhnlich beginnt man seine Studien in einer kleinen Gruppe. was man eine . Die Arbeit von Gruppen mit einem falschen Lehrer kann nur negative Resultate ergeben. von dem die Anfänger in der Arbeit gar keine Vorstellung haben und das ihnen auch nicht erklärt werden kann. so bringt nichts auf Erden sie dazu. der ihre Methode kennt und der selbst eine so organisierte Arbeit mitgemacht hat. Für sich allein und aus eigener Initiative mögen sie großer Anstrengungen und großer Opfer fähig sein. dem sie sich. „Die Arbeit muß organisiert werden. Für manche Leute ist dies am schwierigsten zu verstehen. ist das notwendige ausgleichende Prinzip in ihrer eigenen Arbeit.nisse hervorrufen. Wenn sie dieses Ziel. nahem und dem sie dienen. wenn auch noch nicht vollständig. Ihre erste Aufgabe ist es. Und sie wollen sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen. wird ihre eigene Arbeit bewußter und kann folglich zu besseren Re- 325 . einem anderen zu gehorchen. Diese Gruppe steht meistens mit einer ganzen Reihe ähnlicher Gruppen auf verschiedenen Stufen in Verbindung. und sie kann nur von dem organisiert werden. Aber dieses Ziel. „Keine Gruppenarbeit ist ohne Lehrer möglich.Vorbereitungsschule' nennen kann. das heißt das Ziel des Lehrers. Die Menschen mögen sich foltern. daß sie nicht nach dem Wunsch und der Wahl ihrer Mitglieder zusammengestellt werden. verstanden haben. die alle zusammen das bilden. daß alle ihre Anstrengungen und alle ihre Opfer nutzlos sind. der Typen aussucht. Aber wenn ihre erste Anstrengung und ihr erstes Opfer Gehorsam sein soll. der ihre Probleme und Ziele. ohne es zu wissen. dieses Ziel. bevor sie nicht das Wesen und die Prinzipien der Arbeit und der damit verbundenen Ideen verstanden haben. „Das erste und wichtigste Kennzeichen dieser Gruppen ist die Tatsache. aber diese Folterungen werden sie nicht aufwecken. die vom Gesichtspunkt seiner Ziele einander nützlich sein können. verstehen zu lernen. Die Gruppen werden durch den Lehrer gebildet.

326 . „Nehmen wir Petrow. Gleichzeitig lernt man auf dem Weg des Selbst-Studiums. . So dienen einem die Mitglieder der Gruppe als Spiegel. kann das Ziel des Lehrers am Anfang meist nicht erklärt werden. daß man selbst die Fehler besitzt. aufzuwachen. die man aber in anderen bemerkt Und. Und es gibt viele Dinge. muß das Selbst-Studium sein. der die Arbeit in einer Gruppe beginnt. um gemeinsam gegen . . Einer allein kann sich selbst nicht sehen. Aber .Zacharow'. daß man leichter die Fehler der anderen sieht als seine eigenen.Petrow' oder .Ichs* einer gewissen Gruppe von Menschen geschlossen wurde.Petrow' ist der Herr. Petrow besteht aus zwei Teilen — . dann werden sie sogar unwillkürlich gegenseitig einander helfen. Aber. das heißt gegen ihre eigenen »falschen Persönlichkeiten'. . und der andere Teil ist Jwanow'.sultaten führen. daß zwanzig Menschen da sind. „Das erste Ziel eines Menschen. „Eine Gruppe ist gewöhnlich ein Pakt. in denen man sich selbst sieht. und mit Gewalt aufgeweckt werden muß.Ich' und . daß diese Eigenschaften die eigenen sind. wie ich schon sagte. „Er muß sich immer wieder daran erinnern. Und das ist j a die Absicht. in diesem Falle weiß man.Petrow' oder .Ich' ist gegen . die man in anderen sieht.Zacharow' anzukämpfen. Auf jeden Fall können sie seinen Schlaf stören und er kann nicht mehr so friedlich schlafen wie zuvor.Petrow' zu kämpfen. der zwischen den .Ichs' beginnen nun gegen einen . Aber wenn eine gewisse Anzahl von Leuten sich zu diesem Zweck vereint. Aber um sich selbst in den Fehlem der anderen und nicht nur die Fehler der anderen zu sehen.Petrow'.Petrow' machtlos. wie ich gerade gesagt habe.Iwanow'. der überhaupt keine Lust hat. Die Arbeit des Selbststudiums kann nur in dazu eigens organisierten Gruppen geschehen. der aufwachen möchte. muß ein Mensch sehr auf der Hut und sehr aufrichtig mit sich selbst sein. daß er nicht nur einer ist: ein Teil von ihm ist der Mensch. Nehmen wir nun an. zwanzig . Es ist eine allgemeine Eigenschaft der menschlichen Natur. die man in sich selbst nicht sieht. Jetzt können sie sich als stärker erweisen als er ist.

Wenn ein Mensch trotzdem versucht. Sie beginnen sehr bald. das ganze Material zu benützen. daß sie unfähig sind. das in der Gruppe Gesagte richtig wiederzugeben. was in den Gruppen gesagt wird. Zwanzig Menschen werden zwanzigmal soviel Material haben. „Dies ist eine unerläßliche Bedingung. erstens Allgemeinbedingungen für alle Mitglieder und zweitens individuelle Bedingungen für individuelle Mitglieder. ihre Ansichten mit denen. sie an ihrem Recht zu hindern. weil der Austausch von Beobachtungen einer der Zwecke ist. das zu begreifen. werden ihren Mitgliedern verschiedene Bedingungen gestellt. In anderen Worten: es muß ihnen klar sein. Und jeder von ihnen wird fähig sein. wieviel Anstrengung. das aus der Selbst-Beobachtung stammt.„Weiterhin beginnt man in der Arbeit des Selbst-Studiums Material zu sammeln. daß sie ihnen falsche Vorstellungen vermitteln. „Ein Grund für diese Beschränkung ist die Tatsache. Gleichzeitig beginnen sie auch zu verstehen. ihren Freunden eine richtige Vorstellung von dem zu geben. wieviel Zeit und wieviel Erklärung dazu notwendig ist. ferner schaffen sie Eich selbst sehr viele Schwierigkeiten und noch viel mehr Unannehmlichkeiten für die Zukunft. aus ihrer eigenen persönlichen Erfahrung zu lernen. und zwar nicht nur während sie Mitglieder sind. daß gar nicht versucht wird. daß sie alles geheimhalten müssen. was sie selbst gelernt haben. sondern auch für alle Zeit danach. die Arbeit irgendwann zu beginnen. Es wird ihnen klar. was nicht wesentlich ein Geheimnis ist. zu denen die Gruppe da ist. deren Sinn ihnen gleich von Anfang an klar sein muß. jede Möglichkeit versperren. „Wenn eine Gruppe organisiert wird. oder mit ihren Freunden auszutauschen. „Die Allgemeinbedingungen bei Beginn der Arbeit sind gewöhnlich folgender Art. irgend etwas in Verbindung mit der Arbeit zu verstehen. und daß ebensowenig eine Absicht besteht. die ihnen nahestehen. daß sie ihren Freunden dadurch. daß sie unfähig sind. das 327 . was sie in der Gruppe hören oder erfahren. aus etwas ein Geheimnis zu machen. Vor allem wird allen Mitgliedern einer Gruppe erklärt.

„Die andere und nicht weniger wichtige Seite besteht in der Tatsache. dem er gewohnt ist. was sie von ihm hören.in den Gruppen Gehörte seinen Freunden weiterzugeben. Nur ein Mensch. Dies ist der mechanischste aller Wünsche. der. daß sie dem Lehrer der Gruppe die volle Wahrheit sagen müssen. Wenn ein Mensch sich daran hält und dessen eingedenk bleibt. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. Entweder beginnen die Menschen mit ihm zu argumentieren. Aber wenn ein Mensch dies versteht oder wenigstens diese Regel befolgt. oder sie deuten alles. daß Versuche in dieser Richtung zu völlig unerwarteten und unerwünschten Ergebnissen führen. „Auch das muß klar und richtig verstanden werden. in einem völlig anderen Sinn aus. Der Mensch ist sich nicht bewußt. daß es für den Menschen sehr schwierig ist. zu schweigen. und in diesem Fall ist Schweigen die schwierigste Enthaltsamkeit von allen. oder für diejenigen. was er ihnen erzählt. schweigen kann. einen wie großen Platz in seinem Leben das Lügen oder auch nur die Unterdrückung der Wahrheit einnimmt. die er früher nie bemerkt hat. die ihn interessieren. die sich für schweigsame Wesen halten und Einsamkeit und Beschaulichkeit lieben. Und aus diesem Grunde ist diese Forderung besonders wichtig. beginnt er eine Seite dieses Vorbehaltes zu begreifen. daß eines ihrer Haupt-Kennzeichen überflüssige Gesprächigkeit ist. seine Gedanken mitzuteilen. und dies ist vor allem für Menschen schwer. beginnt er Seiten in sich zu sehen. ist die. die gewöhnt sind. kann Herr seiner selbst werden. Wenn er dies sieht und die Nutzlosigkeit solcher Versuche versteht. darüber sprechen. Er möchte mit jedem. daß er ihren Theorien zuhöre. sich mit dem Gedanken vertraut zu machen. wird er sehr schnell davon überzeugt werden. wenn nötig. Der Mensch kann weder mit sich selbst noch mit anderen auf- 328 . und ohne ihm zuhören zu wollen. sich als emste und vernünftige Wesen zu betrachten. so wird dies für ihn die bestmögliche Übung zur Selbst-Erinnerung und zur Entwicklung seines Willens sein. „Aber für viele Menschen ist es sehr schwierig. „Die nächste Forderung. über Dinge. wie er es nennt. falsch und legen alles. erwarten sie von ihm.

oder wenn sie ihre bloße Anwesen- 329 . Sie kamen. „Die nächste Forderung. ohne einen solchen zu arbeiten. sobald sie in der Gruppe sind. Wenn sie. daß sie sich erinnern müssen. Er versteht nicht einmal. aber auf jeden Fall wird es weniger schaden als Lüge. wenn sie Mangel an äußerer Achtung in bezug auf den Lehrer zeigen. daß sie arbeiten. und zwar nicht so zu lernen und an sich zu arbeiten. „Außer den aufgezählten grundsätzlichen Forderungen wird natürlich erwartet. dem Lehrer zu mißtrauen und dies auszudrücken beginnen. wenn es notwendig ist. ist die. oder zu versuchen. die Wahrheit zu sagen oder nicht. warum sie zur Gruppe kamen. daß die Mitglieder der Gruppe arbeiten. Und in diesem Fall ist es besser für ihn. Wenn sie nur der Gruppe beiwohnen und nicht arbeiten. Ungeduld. Verheimlichung. daß sie besser verstehen. „Wenn ein Mensch beginnt. denn die Arbeit ist nur solange möglich. daß es eines der schwierigsten Dinge auf Erden ist. als wenn er zu ihm oder in seiner Anwesenheit grob oder unhöflich ist. Wenn er den Lehrer absichtlich belügt oder mit ihm unaufrichtig ist oder etwas unterdrückt. Dadurch wird er zwar nichts erreichen. aufrichtig zu sein. macht dies seine Anwesenheit in der Gruppe vollständig nutzlos und ist noch schlimmer. daß sie zum Lernen und nicht zum Lehren gekommen sind. Schroffheit. daß es von ihm abhänge. eine Neigung zu argumentieren. zu lernen. Er bildet sich ein. sondern sich bloß einbilden. Mangel an Respekt für ihn.richtig sein. zu gehen und nach einem anderen Lehrer Ausschau zu halten. beendet dies sofort jede Möglichkeit weiterer Arbeit. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. sondern wie es ihnen geheißen wird. Darum muß er dies lernen und vor allem es zuerst in Beziehung auf den Lehrer der Arbeit lernen. aufrichtig zu sein oder nicht. wie sie es selbst verstehen. um zu lernen und an sich zu arbeiten. und vor allem. seinem Lehrer zu mißtrauen. wird der Lehrer für ihn überflüssig und er wird für den Lehrer überflüssig. als sich die Schüler erinnern. Widerstand oder Mißtrauen gegenüber dem Lehrer. wenn sie seine Handlungen kritisieren. wenn sie finden. wie die Gruppe geführt werden sollte.

dann wären keine Regeln nötig. Und je schneller sie weggeschickt werden oder von selbst gehen. Es ist klar. ihre Anwesenheit in der Gruppe als Zerstreuung betrachten. daß sie sich benehmen würden. angenehm oder bequem sein. die die Arbeit dem Schüler gibt. Die Regeln sind die Wecker. dann ist ihre Anwesenheit in der Gruppe gleichfalls vollständig nutzlos. welche für alle Mitglieder einer Gruppe verpflichtend sind. und Regeln können niemals leicht. scheint ihnen böser Wille oder Unzufriedenheit seitens des Lehrers. der arbeiten möchte. Aber der 330 . In erster Linie helfen die Regeln jedem. desto besser ist es für sie und für die anderen. wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und verstehen würden. Die Regeln verfolgen ein bestimmtes Ziel: die Schüler sich so benehmen zu lassen. und zweitens helfen sie ihm. „Sehr oft geschieht es bei Beginn einer Arbeit. was ihn an der Arbeit hindern oder ihm schaden könnte. sich seiner selbst zu erinnern. den Menschen in der Arbeit und dem Lehrer gegenüber benehmen sollten. das heißt. Und an die Regeln erinnert zu werden. oder wenn sie. wie es oft geschieht. Wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und dies verstehen würden. Und sie fragen sogar: können wir nicht ohne Regeln arbeiten? Die Regeln scheinen ihnen eine unnötige Beschränkung ihrer Freiheit oder eine unangenehme Formalität zu sein. alles zu vermeiden. sie müssen schwierig. .als ob sie wären'. daß den Mitgliedern einer Gruppe die eine oder andere Regel nicht gefällt. durch die sie angenehme Bekanntschaften und so weiter machen. sonst können sie ihren Zweck nicht erfüllen. wie sie sich den Menschen außerhalb der Arbeit. daß die Regeln nicht das Ziel verfolgen. „In Wirklichkeit sind die Regeln die erste und Viaupthilfe. Im Gegenteil. ihn zu zerstreuen oder zu befriedigen oder ihm die Dinge zu erleichtern. unangenehm und unbequem sein. sich ihrer selbst zu erinnern und dies bei Beginn der Arbeit zu verstehen. die den schlafenden Menschen wecken. Da sie aber nicht fähig sind. „Die aufgezählten grundsätzlichen Forderungen bilden das Material für die Regeln. darum sind Regeln unerläßlich.hcit in der Gruppe für Arbeit halten.

Ein anderer Mensch schweigt. ärgert sich über den Wecker und fragt: kann man denn nicht ohne Wecker aufwachen? ^. „Jeder Mensch hat in seinem Charakter einen bestimmten Zug. „Dies erfordert gewisse Erklärungen. Dies ist praktisch ein Gesetz. und nur. Die persönliche Arbeit jedes Menschen muß darin bestehen. Wie könnte es hier auch allgemeine Regeln geben? Was dem einen nützt. „Das Studium des Hauptfehlers und der Kampf dagegen stellen tatsächlich den individuellen Weg jedes Menschen dar. der seine Augen für eine Sekunde öffnet. er muß lernen zu schweigen. Die allgemeinen Regeln für die Gruppenarbeit beziehen sich auf jeden. wenn er dies dauernd f^hlt. Der Lehrer muß ihn auf diesen Zug hinweisen und ihm zeigen. „Alles.Hauptzug' beziehen. seinen Hauptfehler nicht von sich aus finden. die versuchen. schadet dem anderen. Persönliche Richtlinien können nur individuell gegeben werden. und muß lernen zu reden.Außer diesen allgemeinen Regeln gibt es gewisse individuelle Bedingungen. die jedem Menschen einzeln gestellt werden und sich gewöhnlich auf seinen .Hauptfehler' oder seinen . aber das Ziel muß für alle das gleiche sein. gegen diesen Hauptfehler anzukämpfen. Er ist wie eine Achse. Der eine Mensch redet zuviel. bezieht sich auf wirkliche Gruppen in Verbindung mit wirklicher. Wiederum kann hier der einzelne seinen eigenen Zug. zu den nächsten und viel schwierigeren Stufen der Arbeit übergehen zu können. Kein anderer als der Lehrer kann dies tun. warum es hier keine allgemeinen Regeln für die Arbeit geben kann und warum alle Systeme. Nur wenn ein Mensch wirklich und wahrhaftig von seiner eigenen Hilflosigkeit und Nichtigkeit überz-ugt ist. Dieses Ziel ist die Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit. konkreter Arbeit. ist er so weit. wie er dagegen ankämpfen kann. um die sich seine ganze »falsche Persönlichkeit' dreht. entweder zu nichts führen oder Schaden verursachen. was bisher gesagt wurde. Und so ist es immer und mit allem. wenn er reden sollte.Mensch. solche Regeln zu entwickeln. der gewissermaßen sein Zentrum ausmacht. Dies erklärt. dieihrer- 331 .

auf jeden Fall in einer Schule gewesen ist. Ebenso ist es ganz falsch. daß in der schwarzen Magie ein Mensch danach strebe. Das ist ganz falsch. daß es weder rote.seits mit dem. Schwarze Magie bedeutet keineswegs Magie des Bösen. indem man entweder in ihnen Glauben und Betörung hervorruft oder ihnen Furcht einflößt. Dieses Kennzeichen besteht in der Neigung. Diese sind nicht ^einmal . ganz gleich. und ich habe darauf geantwortet.schwarzer Magier'. eine Nachahmung des äußeren Anscheins von . ob er gut oder böse ist. Aber es gibt eine Fälschung.geschieht'. nämlich das. die aber naive Menschen täuschen und in ihnen Glauben. was . im Interesse des Bösen tut. Jeder tut alles im Interesse des Guten. für sich selbst etwas zu erreichen. Betörung. und es kann nur eine Art von . Er hat etwas gelernt. 332 .Tun' geben. „Während dieser Vorlesungen wurden mir oft Fragen gestellt.Tun'.Tun' geben.Tun'. daß niemand jemals etwas um des Bösen willen. Es gibt die Mechanik. Was man schwarze Magie nennt.schwarze Magie'.schwarze Magie' sei. und es gibt das .Tun' ist Magie. ohne daß sie es wissen und verstehen. etwas gehört. „Hierbei dürfen wir nicht vergessen. Begeisterung und sogar Fanatismus hervorrufen kann.vierte Weg' bezeichnet wurde. Die schwarze Magie kann ganz altruistisch sein. grüne noch gelbe Magie gibt. fußt auf der Betörung und auf dem Ausnutzen menschlicher Schwächen. daß ein . Aber das. Ich habe schon früher gesagt. was man schwarze Magie nennen kann. „Darum ist es bei der richtigen Arbeit. die keinerlei objektive Ergebnisse zeitigen kann. was . Es kann keine zwei Arten von . so wie er es versteht. . nachgeahmte Gruppen und nachgeahmte Arbeit.Tun' nicht erlaubt. das heißt beim richtigen . Aber es gibt viele nachgeahmte Wege. kann nach dem Heil der Menschheit oder nach der Errettung der Menschheit von wirklichen oder eingebildeten Übeln streben. was als der . er weiß etwas. zusammenhängt. hat immer ein bestimmtes Kennzeichen. die Menschen für irgendein. zu behaupten. ja sogar für das beste Ziel auszunützen. daß die schwarze Magie notwendig egoistisch sei. im Menschen den Zustand der Betörung hervorzurufen.

andere halten sich für . nachzuprüfen. Und wenn man etwas Neues lernt. weil man von diesem Aspekt aus leichter urteilen kann. sondern sie haben auch nie jemanden getroffen. eine volle Garantie zu sein.okkulten' und theosophischen Gesellschaften und Gruppen. praktische Seite auch richtig sein dürfte. daß ihre Lehrer nie in einer Schule gewesen sind. Dies kann zu keiner Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit führen. Man weiß. was nicht auf die gewöhnliche Weise aus Büchern und so weiter gelernt werden kann. Der theoretische Teil der Arbeit mag sich in dieser Hinsicht als nützlich erweisen. Im Gegenteil.schwarze Magie'. „Zuerst ist es sehr schwierig. er sei ein . der entweder aus einer Schule hinausgeworfen worden ist oder sie selbst verlassen hat. wie zum Beispiel die verschiedenen . so ist dies Illusion und Selbsttäuschung. so ist dies bis zu einem gewissen Grade eine Garantie. Nicht nur. weil er glaubte. das heißt sie kann die Täuschung und den Schlaf nur vermehren.Arbeit' dieser Art kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. sich nicht mehr anderen unterordnen zu müssen und unabhängig arbeiten und sogar die Arbeit von anderen leiten zu können. wenn auch auf eine falsche Weise. anstatt sie zu verringern. Aber natürlich ist es weit davon entfernt. gelangen die Mitglieder solcher Kreise zur Einsicht ihrer eigenen Wichtigkeit und zum Wachstum einer falschen Persönlichkeit. was schlimmer ist als die . Nichtsdestoweniger kann man vom . was man weiß und was man nicht weiß.Er ist einfach ein .Lehrer'. was man mit gewöhnlichen Mitteln lernen kann und was nicht.halbgebildeter Mensch'. er habe sie. und wenn jemand behauptet.schwarzen Magier' etwas lernen. ob die erhaltenen Richtlinien richtig oder falsch sind. Aber nachahmende Arbeit dieser Art verleiht sehr viel Selbstbefriedigung. daß die andere. Man weiß.Schüler'. Jede . statt ihre eigene Nichtigkeit zu erkennen. Ihre Arbeit besteht einfach im Nachäffen. genug zu wissen. und jeder ist befriedigt. ob die Arbeit richtig oder falsch ist. Einer fühlt. Er kann sogar manchmal zufällig die Wahrheit sagen. weil auch 333 . wenn nicht sogar einfacher Betrug. Darum sage ich. daß es vieles gibt. der einer Schule auch nur nahegestanden wäre. etwas.

die es glauben. was einem Menschen geschehen kann. sondern gibt sie nur in Form von Andeutungen. deren Ausführung die Überwindung seines Hauptzuges erfordert. Das ist das Schlimmste. Die Besonderheit der Schranken beruht auf der Tatsache. gegen den eigenen Hauptzug oder Hauptfehler ist der wichtigste Teil der Arbeit und muß in Taten. nicht in Worten vor sich gehen. Zu diesem Zweck gibt der Lehrer jedem Schüler bestimmte Aufgaben. Alle okkulten und spiritistischen Gesellschaften und Kreise behaupten. Gewöhnlich werden zu Anfang nur sehr leichte Aufgaben gestellt. denn je schneller ein Mensch all das. mit anderen Worten. er riskiert es nur dann. Wenn ein Mensch diese Aufgaben ausführt. werden . und sogar das nur für eine kurze Zeit.Schranken' genannt. desto besser ist es für ihn. Darum ist der Lehrer bei der Wahl von Aufgaben und Schranken gewöhnlich sehr vorsichtig. der eine schwer zu überwindende Schranke gemeistert hat. kämpft er mit sich selbst. geht er zu immer schwierigeren über.in seinen gewöhnlichen Schlaf. nicht mehr. sie nicht auszuführen. daß er verstanden wird und die Aufgaben ausgeführt werden. ist einfach ein wenig Vertrauen. bestimmte Aufgaben. nachzuprüfen beginnt. in seinen gewöhnlichen Trott zurückfallen kann. „Der Kampf gegen das »falsche Ich'. daß er entweder nicht arbeiten will oder nicht arbeiten kann. daß sich Leute. arbeitet er an sich. Und es gibt Menschen. die der Lehrer nicht einmal Aufgaben nennt. sie besäßen ein neues Wissen. so heißt das. wenn der Betreffende sich schon bei kleinen Schranken genügend stark gezeigt hat. und er sagt nicht viel über sie. was er hört. daß ein Mensch. „Schwierigere Aufgaben. Und wenn er nach Überwindung der ersten Schranke Angst vor den folgenden bekommt und nicht weitergeht. zu geben. was verlangt wird. gewöhn- 334 . wenn sie auch nur subjektiv schwierig sind. die die Überwindung innerer Schranken erfordern. Wenn er die Aufgaben vermeidet und versucht. „Oft geschieht es. „In richtig organisierten Gruppen wird kein Glaube verlangt. die bei einer Schranke. dann hält er sozusagen zwischen zwei Schranken an und kann weder nach vorwärts noch nach rückwärts. Wenn er sieht.hier Fehler möglich sind.

dann bereuen sie wieder und so fort. wird er auch zu einem freundlich sein. und dann kann er alles hinwerfen und sich sogar endgültig gegen die Arbeit stellen. die vermittelt wurden. Er wird in eine solche Lage gebracht. „Er ist seine eigene Bestrafung. nachdem er diese verlassen hat. was ihnen an ihnen selbst offenbar geworden ist. und vollständig berechtigterweise einen Groll entweder gegen den Lehrer oder gegen jemand anderen in sich trägt. die sie sonst nie zeigen würden." „Was geschieht dann mit ihm?" fragte einer der Zuhörer. aber wie wird er sein. absichtlich dem. ungerecht oder falsch behandelt worden zu sein. alle möglichen Auslegungen erfinden. dann beschuldigen sie wieder andere. wie die Arbeit in 335 . und sogar große Anstrengungen machen. gegen die Arbeit. wie er sich benimmt.ich der kleinsten und einfachsten. Aber viele Menschen zeigen unter solchen Umständen eine Seite ihres Wesens. daß er verpflichtet ist. wenn man ihn ein wenig kratzt? „Aber dies ist nicht die Hauptsache. um das Wesen eines Menschen zu enthüllen. eine falsche Bedeutung verleihen und so fort. Und dann beobachtet man ihn. Ein Mensch kann lange Zeit ganz ehrlich glauben. daß er arbeiten möchte. Und manchmal ist dies ein notwendiges Mittel. Solange man zu einem Menschen freundlich ist. und ob er diese Einschätzung beibehält oder verliert. Aber nichts kennzeichnet einen Menschen besser als seine Haltung gegenüber Arbeit und Lehrer. die Hauptsache ist seine eigene persönliche Haltung. gegen den Lehrer und gegen die anderen Mitglieder der Gruppe wenden und sie gerade dessen zeihen. Ein anständiger Mensch wird sich auch dann anständig benehmen. Manchmal wird ein Mensch absichtlich auf die Probe gestellt. Und welche Bestrafung könnte schlimmer sein? „Es ist unmöglich. seine eigene Einschätzung der Ideen. was er gehört hat. stehengeblieben sind. vollständig zu beschreiben. sich rechtfertigen. „Nichts — was sollte schon mit ihm geschehen?" sagte G. „Manchmal bereuen sie dies später und beschuldigen sich selbst. wegzugehen. um zu sehen. wenn er glaubt.

das Lügen gegenüber dem Lehrer zu überwinden. Wenn irgendein wichtiger Bestandteil der Maschine zerbrochen oder nicht in Ordnung ist. die ihrer Natur nach noch gereinigt werden könnten. sind die Forderungen an ihn sehr gering. werden die Forderungen an ihn größer. deren wahre Bedeutung nur denen enthüllt werden wird. fuhr G. nämlich die Reinigung und Wiederherstellung der menschlichen Maschine. vermehrt die Forderungen. die verlangt wird. Natürlich nimmt er nur die Maschinen an. oder sofort alles aufgeben. bringt die Arbeit dieses Menschen sofort zu einem Ende. sogar die unbedeutendste. weigert er sich. die an ihn gestellt werden. „Man muß es selbst erfahren. deren Wiederherstellung in seiner Macht steht. wenn sie zu lügen beginnen. aber sobald er seine Anstrengungen vermehrt. Und die erste Anstrengung. was .einer Gruppe vor sich geht". Solange ein Mensch noch keine ernstlichen Anstrengungen gemacht hat. Aber sogar solche Maschinen. sie anzunehmen. 336 .Schranken' bedeuten und was für Schwierigkeiten sie darstellen. Trotzdem muß das Lügen überwunden werden. Man muß sich entweder sofort entscheiden. geheimzuhalten. die mit der Arbeit fortfahren und aus der Erfahrung lernen. Jede Anstrengung. die ein Mensch macht. was ein anderer gebeten hat. Und je größere Anstrengungen er macht. was Sie immer im Gedächtnis behalten müssen. Man belügt so viel und unaufhörlich sowohl sich selbst als auch andere. ihm nur die Wahrheit zu sagen. daß man es schon gar nicht mehr bemerkt. „Auf dieser Stufe machen die Menschen sehr oft einen Fehler. was der Mensch selbst jemand anderem gesagt hat. „Allgemein gesprochen. Eine Lüge gegenüber dem Lehrer. Verheimlichungen irgendeiner Art. werden ganz hoffnungslos. daß der Lehrer eine sehr schwierige Aufgabe auf sich nimmt. „Hier ist etwas. wie zum Beispiel dessen. All das bisher Gesagte waren nur Andeutungen. „Sie müssen sich bewußt sein. desto größer werden die neuen Forderungen. oder dessen. ist. ist die schwierigste Schranke die Überwindung des Lügens. besonders wenn er früher irgendwelche Anstrengungen gemacht hat. fort.

Sie glauben. daß es besser sei. Mangel an Achtung gegenüber dem Lehrer oder gegenüber denen. klug aufrichtig zu sein. wie er andere und sich selbst im Leben belügt. Dies ist eine . die schon länger als er arbeiten. bezüglich der Arbeit unaufrichtig zu sein und dann darüber zu schweigen. muß er lernen. die außerhalb der Arbeit stehen und diese weder verstehen noch anerkennen können. Aber wenn ein Mensch lernen will. denn wenn ein Mensch in der Gruppe fortfährt. Das heißt natürlich nicht. wenn er mit Leuten zusammen ist. zerstört. jede Möglichkeit irgendeiner Arbeit.Mangel an Achtung' werden darf. nichts zu tun. und wenn er gestern irgend etwas getan hat. Wer nichts tut. genau so. Aber hier müssen wir bemerken. ihnen irgendein Recht oder irgendwelche Vorteile geben. wie ich schon gesagt habe. werden heute an ihn keine Forderungen gestellt. daß die früher gemachten Anstrengungen. die die an sie gestellten Forderungen verringern müßten und gleichsam eine Entschuldigung sein sollten. daß Aufrichtigkeit nicht . wird er niemals lernen. die Wahrheit von einer Lüge zu unterscheiden. Aber innerhalb der Gruppe ist Aufrichtigkeit eine absolute Forderung. 337 .dem man dauernd begegnet. Nichts. entschuldigt ihn heute. ist eine der ersten Forderungen die Aufrichtigkeit. sozusagen ihre früheren Verdienste. Es gibt eine kluge Aufrichtigkeit und es gibt eine dumme Aufrichtigkeit. „Wie ich schon gesagt habe. auf kluge Weise unaufrichtig zu sein. muß er zuallererst mit seinem Lehrer und mit den Menschen. was ein Mensch gestern getan hat. „Die zweite Schranke ist sehr oft die Überwindung der Angst. wenn ein Mensch gestern nichts getan hat. Dumme Aufrichtigkeit und dumme Unaufrichtigkeit sind gleichermaßen mechanisch. wie es eine kluge Unaufrichtigkeit und eine dumme Unaufrichtigkeit gibt. Aber es gibt verschiedene Arten von Aufrichtigkeit. die der Lehrer für irgendeine Aufgabe bestimmt hat. Wenn er lernen will. auf die gleiche Weise zu lügen.kluge Aufrichtigkeit'. daß er heute mehr tun muß. wenn sie nicht arbeiten oder später etwas falsch machen. aufrichtig sein. so heißt das. bekommt auch nichts. Dies ist natürlich grundfalsch. Ganz im Gegenteil.

aber man muß das Gesetz verstehen. dann kann eine kleine Übertretung das Ergebnis ganzer Jahre von Arbeit und Anstrengungen zerstören. aber fortfährt. Ganz im Gegenteil. nicht vergeben werden. und seine Fehler und Missetaten auf der anderen Seite verzeichnet." 338 . sich zu rechtfertigen. Lügen und Ängste — das ist die Atmosphäre. Was auf der negativen Seite verzeichnet ist. der noch keine Anstrengung gemacht und noch nichts geopfert hat. die ein Mensch unternimmt. Jeder Mensch hat seine nur ihm eigenen Ängste. kann nur durch die Wahrheit entfernt werden. inmitten derer ein Mensch lebt. der schon große Opfer gebracht hat. Sonst wird das Ergebnis wieder Lüge. wenn man nicht schuldig ist. und zwar durch Angst verursachte Lüge sein. Sie müssen sich klar sein. so auch die Überwindung der Angst. Diese Ängste müssen zuerst erkannt und dann zerstört werden. in welcher der gewöhnliche Mensch lebt. von denen ich spreche. Dinge. sind gewöhnlich mit den Lügen verbunden. Für jeden Menschen werden besondere Konten geführt. daß diese mit der Angst vor Spinnen oder Mäusen oder dunklen Zimmern oder mit unberechenbaren nervösen Ängsten nichts gemein haben. welche einem Menschen vergeben werden könnten. Es ist darum in der Arbeit oft besser. Wenn ein Mensch seinen Fehler einsieht.Gewöhnlich hat ein Mensch viele unnötige. Was auf der positiven Seite steht. „Der Kampf gegen die Lüge in einem selbst und der Kampf gegen die Angst ist die erste positive Arbeit. „Man muß ganz allgemein einsehen. die eigene Schuld zuzugeben. Die Ängste. eingebildete Ängste. daß positive Anstrengungen und sogar Opfer in der Arbeit spätere Fehler nicht rechtfertigen oder entschuldigen. Genau wie die Überwindung von Lügen individuell verschieden ist. „Dies scheint ungerecht. können einem anderen. sogar dann. das heißt durch eine sofortige und vollständige Beichte vor sich selbst und gegenüber den anderen und vor allem gegenüber dem Lehrer. Aber dies ist wieder eine heikle Angelegenheit und darf nicht übertrieben werden. kann niemals das auf der negativen Seite Stehende wettmachen. Seine Anstrengungen und Opfer werden auf der einen Seite des Buches.

nachzuahmen. Alle Mitglieder einer Gruppe sind Freunde und Brüder. „Was ist hierzu nötig? Zuallererst müssen Sie verstehen. sich darauf vorzubereiten. Die Teile der Maschine müssen einander kennen und einander helfen. Ich müßte Ihnen in dieser Arbeit vertrauen und Sie müßten mir und sich untereinander vertrauen. Oft ist diese Regel sehr hart. „Eine Gruppe muß wie eine Maschine arbeiten. Ein schwerwiegender Fehler seitens eines einzigen. eine Gruppe zu werden. hört er auf. Sie hat noch eine andere Seite. „Diese Regel der gemeinsamen Verantwortung muß man immer vor Augen haben. um im Laufe der Zeit eine Gruppe zu werden. für ein bestimmtes Ziel begonnen. Der Fehler eines einzelnen wird als Fehler aller betrachtet. Das Scheitern eines einzelnen ist das Scheitern aller. daß in einer Gruppe jeder für den anderen verantwortlich ist. Eine Gruppe ist eine große Sache. Solange es keine allgemeine Arbeit gibt. Und dieses Gesetz ist gut begründet. im Gespräch über Gruppen: „Glauben Sie nicht. es kann keine persönlichen Sympathien oder Antipathien geben. aber wenn einer von ihnen weggeht. nachzuahmen. indem man versucht. wie zum Beispiel die Übertretung einer grundsätzlichen Regel. wird es nur eine vorbereitende Gruppe sein. führt unvermeidlich zur Auflösung der ganzen Gruppe. da. wie einer. Die Mitglieder einer Gruppe sind nicht nur für die Fehler der anderen. eine Gruppe so. nicht äußerlich. Dann wäre es eine Gruppe. ein Freund und Bruder zu sein und wird sofort ein Fremder. wie Sie später sehen werden. Der Erfolg eines einzelnen ist der Erfolg aller. natürlich von innen her. wenn er durch den Lehrer weggeschickt wird. der abgeschnitten ist. Aber es ist nur möglich. welche die Arbeit hindern. wie sie sein sollte. sondern auch für ihr Scheitern verantwortlich. und vor allem. Dies ist ein Gesetz. Eine Gruppe wird für eine bestimmte gemeinsame Arbeit. nichts- 339 . gleichzeitig von allen erworben wird. Wir werden uns vorbereiten. was einer erwirbt.Bei einer anderen Gelegenheit sagte G. In einer Gruppe können die persönlichen Interessen nicht den Interessen der anderen oder dem Interesse der Arbeit entgegengesetzt sein. daß wir sofort mit der Bildung einer Gruppe beginnen können. das.

Es ist natürlich wünschenswert. Der Weggegangene fühlt sich gekränkt. Die Existenz der Gruppen an sich ist kein besonderes Verdienst. Mutter und Tochter und so fort. „Sie sollten jetzt schon mehr wissen. auf die einzelnen Aufgaben und die Bestimmung unserer . Ich glaube. „Weiterhin dürfen Sie nicht vergessen. daß ich Ihnen nur in dem Maße helfen kann. Zwei Menschen mögen lebenslang Freunde gewesen sein und zusammen einer Gruppe beigetreten sein.destoweniger aber ist sie notwendig. zu ihm von der Arbeit der Gruppe zu sprechen. wie Mann und Frau. wie Sie mir helfen. fügte G. er versteht dies nicht und sie streiten. kann man sich auch mit zweien zufriedengeben. 1917. Er kann für die Arbeit nützlich sein. sondern nach der Anzahl und der Größe Ihrer Anstrengungen. Um dies in den Fällen zu vermeiden. handelt. Wenn daher einer in der Arbeit nicht fortfahren kann und weggeht. einmal einige interessante Bemerkungen zu den allgemeinen Grundsätzen der Gruppenbildung hinzu. wird der andere für schuldig gehalten und muß auch weggehen. Später. Der andere hat kein Recht. Darauf gab er uns einige bestimmte Aufgaben. so ist er dadurch auch für die Arbeit nützlich. als wir im Kaukasus waren. welches fast sicher gleich null sein wird. mit denen die Arbeit unserer Gruppe begann. „Sie nehmen alles zu theoretisch". Ferner wird Ihre Hilfe vor allem am Anfang nicht nach dem tatsächlichen Ergebnis. 340 . sagte er. zählen wir sie als einen." Hiemach ging G. wo es sich um nahe Beziehungen. „Die Arbeit jedes Menschen kann in drei Richtungen verlaufen. Das Verdienst oder die Nützlichkeit der Gruppen wird durch ihre Ergebnisse bestimmt. daß die Arbeit eines Menschen Ergebnisse in allen drei Richtungen zeitigt. Später geht einer von ihnen weg. Wenn ein Mensch zum Beispiel für mich nützlich ist.Hauptfehler' über. Und er kann sich selbst nützlich sein. Er kann für mich nützlich sein. und ebensowenig ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ein besonderes Verdienst. gemessen werden. das heißt Mann und Frau werden als ein Mitglied der Gruppe gerechnet. daß ich sie hier anführen muß. Wenn das nicht der Fall ist.

wie er vorher war. so ist dies viel schlimmer. was noch wichtiger ist." „Können Über-Anstrengungen nicht gefährlich sein?" fragte einer der Zuhörer. Die Arbeit wächst und wandelt sich. langsam schädlich werden. so kann er nicht mit der Arbeit Schritt halten. durch die er nützlich war. „daß gewöhnliche Anstrengungen nicht zählen. nicht gutgeschrieben und. der gewöhnlich besonders auf seine Gesundheit bedacht war. die mit einem besonderen Stoff 341 . Petersburg. zu sterben. von Anstrengungen zu sterben. ist er auch für mich nützlich. daß er zufällig für eine kurze Zeitspanne nützlich gewesen ist. als im Schlaf zu leben. die keine Über-Anstrengungen machen wollen. Wenn ein Mensch für sich nichts nimmt und sich nicht wandelt. ist aber nicht imstande. Aber angenommen. die er uns gestellt hatte. Aber andererseits ist es nicht so leicht. Sie müssen eine Eigentümlichkeit im Aufbau der menschlichen Maschine verstehen. dann wird ihm die Tatsache. sprach G. seine Nützlichkeit dauert nicht lange. Kur Über-Anstrengungen zählen. Aber wir machen davon keinen Gebrauch. sollten lieber alles aufgeben und sich um ihre Gesundheit kümmern. Diejenigen. „aber es ist besser. Und so ist es immer und mit allem. „Natürlich können sie es". Bald nachdem unsere Gruppe oder „vorbereitende Gruppe" gebildet worden war. sagte er. Es gibt zwei kleine Akkumulatoren nah bei jedem Zentrum. Sommer 1916." Ich komme wieder auf St. zurück.Oder wenn er für die Arbeit nützlich ist. wenn er so bleibt. weil es nicht lange dauern kann. ein Mensch ist für die Arbeit und für mich nützlich. Das ist eine Seite. sich selber zu nützen. sagte G. um zu erwachen. und dann kann die gleiche Tatsache. „Sie müssen verstehen".. Wir sind viel stärker. als wir glauben. „Eine sehr wichtige Rolle in der menschlichen Maschine spielt eine gewisse Art von Akkumulator. zu uns über Anstrengungen in Verbindung mit den Aufgaben. durch Anstrengungen. Die Arbeit läßt ihn hinter sich. Wenn ein Mensch selbst nicht wächst oder sich nicht wandelt.

Rollen' im Bewegungszentrum drehen.gefüllt sind. oder an etwas anderes denken. Die kleinen Akkumulatoren sind miteinander verbunden. der die kleineren ladet. als auch mit dem großen Akkumulator. „Nehmen wir einmal an. neben dem er steht. Oder nehmen wir an.Rollen' im Denkapparat seines Kopfes drehen. in welchem Fall sich einige . daß das Zentrum mit dem zweiten Akku- 342 . Wenn ein Akkumulator fast leer ist. Er würde gern aufhören. wenn er geht. daß er einen Hügel hinaufsteigt und müde wird. „Außerdem gibt es im Organismus einen großen Akkumulator. fühlt der Mensch sich müde. es zu verstehen. und außerdem ist jeder von ihnen sowohl mit dem Zentrum verbunden. zeichnete eine allgemeine Skizze der „menschlichen Maschine" und wies auf die Lage des großen und der kleinen Akkumulatoren und die Verbindung zwischen ihnen hin. „Die Akkumulatoren arbeiten auf folgende Weise". Aber ganz unerwartet fühlt er einen neuen Zustrom von Kraft und wird wieder fähig zu gehen oder zu arbeiten. in welchem Fall sich . der für die Arbeit des betreffenden Zentrums notwendig ist. „Im ersten Fall bezieht das Denkzentrum und im zweiten das Bewegungszentrum die für ihre Arbeit notwendige Energie aus den kleinen Akkumulatoren." F i g u r 41 Zentrum Akkumulatoren G. wenn er gerade ein schwieriges Problem löst. sagte er. Dies bedeutet. sich hinsetzen. daß ein Mensch arbeitet oder ein schwieriges Buch liest und versucht.

Der Mensch geht weiter oder arbeitet weiter. oder eine Zigarette. Nach einer gewissen Zeitspanne ist die Energie im zweiten Akkumulator auch verbraucht. manchmal eine Anstrengung. Der Mensch fühlt sich wieder müde. Die Arbeit des Zentrums geht weiter. manchmal ein Schock.mulator verbunden worden ist und ihm Energie entnimmt. Jedenfalls geht die Arbeit weiter. oder eine Anstrengung. und er ist mit dem ersten Akku- 343 . Inzwischen füllt sich der erste Akkumulator mit Energie aus dem großen Akkumulator. Manchmal ist eine kleine F i g u r 42 Ruhepause notwendig. „Wieder ein äußerer Schock oder eine kurze Pause. um diese Verbindung zu gewährleisten.

die er fassen kann. Gewöhnlich hört der Organismus automatisch schon lange vor diesem Zeit- 344 . Aber diesmal war der erste Akkumulator nur halbvoll. aufgenommen hat. und der Mensch wird noch einmal fähig zu denken. „Nachdem das Zentrum wieder mit dem ersten Akkumulator verbunden ist.Rollen' sich weiterdrehen und die Energie. zu gehen oder zu arbeiten. Das Zentrum wird mit ihm verbunden. ihm Energie zu entnehmen. dann kommt ein Augenblick. während der zweite Akkumulator mit dem großen Akkumulator verbunden wird und aus ihm Energie bezieht. Der große Akkumulator enthält eine ungeheure Energiemenge. daß keiner der kleinen Akkumulatoren auch nur einen Tropfen Energie übrig hat. Aber es kann leicht geschehen. Wenn ein Mensch die Verbindung mit dem großen Akkumulator gefunden hat. ist er buchstäblich fähig. Essen und Eindrücken hergestellt wird. Das Zentrum verbraucht seine Energie schnell. Nach einer gewissen Zeit erreicht der Organismus den Zustand. schläft fast ein. „Dann plötzlich bringt wieder eine kurze Ruhepause oder ein äußerer Schock oder eine Anstrengung einen neuen Energiezustrom.mulator verbunden. und in der Zwischenzeit hat der zweite Akkumulator nur eine Viertelfüllung erreicht. Aber dies geschieht sehr selten. er ist nur halbvoll. „Dies bedeutet. weiter schneller aus dem großen Akkumulator ausströmt als sie einströmt. Wunder zu vollbringen. Aber natürlich. oder sein Organismus ist angegriffen. erste noch nicht genug Zeit gehabt hat. wo der große Akkumulator all seiner Energie bar und entleert ist und der Organismus stirbt. Diesmal fühlt sich der Mensch wirklich müde. verbraucht schnell alle seine Energie und verbindet sich wieder mit dem ersten Akkumulator und so fort. beginnt es. daß der. Zuckungen oder er fühlt sich krank. er bekommt Kopfweh. wenn die . sich aus dem großen Akkumulator wieder aufzufüllen und nur die Hälfte der Energie. die aus Luft. Er fällt fast um. daß das Zentrum die Energie aus dem zweiten Akkumulator so schnell herausgesaugt hat. daß das Zentrum direkt mit dem großen Akkumulator verbunden worden ist.

Unter gewöhnlichen Bedingungen wird der Mensch einschlafen oder ohnmächtig werden. „Im Gegenteil. Es ist wesentlich. Das instinktive. die Gefahr. Man kann leichter an Untätigkeit. Darum muß ihr Ziel die Entwicklung der Tätigkeit des Gefühlszentrums sein. Bewegungs. sind besondere Bedingungen notwendig. besonders wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen. unser Ziel ist es. wie man die Energie direkt aus dem großen Akkumulator beziehen kann. oder es wird eine innere Störung auftreten. die von einem Menschen verlangt werden. Das Gefühlszentrum ist ein viel feinerer Apparat als das Denkzentrum. für das innere Wachstum und die Anstrengungen. Wenn irgend jemand mehr wissen und verstehen möchte. „Wir müssen lernen. „Demzufolge braucht man vor Anstrengungen keine Angst zu haben. dies zu tun. „Die kleinen Akkumulatoren genügen für die gewöhnliche alltägliche Arbeit des Lebens. ist all unsere Arbeit verschwendet. welche die Arbeit lange vor der wirklichen Gefahr anhält. dies zu verstehen. an ihnen zu sterben. Solange wir unfähig sind. daß im ganzen Denkzentrum der einzig arbeitende Teil der Formungsapparat ist. „Dies ist jedoch nur mit Hilfe des Gefühlszentrums möglich. als er tatsächlich weiß und versteht. da wir einschlafen. Damit der Organismus dahin gelangt. und daß viele Dinge für das Denkzentrum unerreichbar sind.und Denkzentrum können von sich aus nur aus den kleinen Akkumulatoren Energie beziehen. Aber für die Arbeit an sich selbst. Faulheit oder der Angst vor Anstrengungen sterben. wo er wegen Erschöpfung all seiner Energie stirbt. so muß er sich klar sein. ist die Energie der kleinen Akkumulatoren ungenügend.punkt zu arbeiten auf. der den Weg betritt. daß dieses neue 345 . ist nicht sehr groß. das jeweils notwendige Zentrum mit dem großen Akkumulator zu verbinden. zu lernen. Die Verbindung mit dem großen Akkumulator kann nur mittels des Gefühlszentrums durchgeführt werden. ehe unsere Anstrengungen irgendein Ergebnis zeitigen können. „Gerade das verstehen die Menschen nicht.

während das andere entleert wird. aber nicht dazu imstande ist. Aber das Lachen ist die dem Gähnen entgegengesetzte Funktion. sondern Herauspumpen. es sind dies das Gähnen und das Lachen. beim Besteigen eines Berges fast unaufhörlich gähnt. die in zwei Teile gegliedert sind — einen positiven und einen negativen. „Sie haben schon bemerkt. Es ist nicht Einpumpen. Durch das Gähnen wird Energie in die kleinen Akkumulatoren eingepumpt. ohne daß man von den Akkumulatoren und ihrer Rolle im Organismus weiß. das heißt. und der Mensch die ganze Zeit gähnt. die vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht zu erklären sind". „Es gibt zwei unverständliche Funktionen in unserem Organismus.Wissen und Verstehen mittels des Gefühlszentrums und nicht mittels des Denkzentrums erworben wird. der nicht an sie gewöhnt ist. „obwohl die Wissenschaft natürlich nicht zugibt. machte G. Ich habe bisher von dieser Einzelheit noch nicht gesprochen. so daß sie ohne Wirkung arbeitet. aber dadurch keine Energie hineinpumpt. Lachen gibt es nicht in allen Zentren. gähnt man fast unaufhörlich. Es gibt gewisse Krankheitsfälle. sagte er. Keines von ihnen kann richtig verstanden und erklärt werden. was er über die Akkumulatoren gesagt hatte. Vor allem kann man dies zum Beispiel in den Bergen sehen. sich aufzufüllen. wenn eines von ihnen keine Zeit hat. wenn ein Mensch gähnen möchte. noch eine sehr interessante Bemerkung über das Gähnen und das Lachen." Außer dem. daß sie nicht zu erklären sind. ich werde dies tun. wenn ein Mensch. daß Sie gähnen. 4 „Das Lachen ist auch unmittelbar mit den Akkumulatoren verknüpft. Wenn sie sich zu schnell entleeren. die ein Anhalten des Herzschlags verursachen können. das heißt die Entladung der in den Akkumulatoren angesammelten überflüssigen Energie. wenn Sie müde sind. wenn wir zu einer mehr 346 . in denen mit der Pumpe etwas nicht stimmt. '. und es gibt auch Fälle. „Das Studium und die Beobachtung des Gähnens von diesem ^Gesichtspunkt aus enthüllt viel Neues und Interessantes. sondern nur in denen.

daß Christus je gelacht habe. sogar der gewöhnlichste Eindruck. beginnt es in Form von Lachen die Energie auszustoßen. das heißt eine Energieentladung veranlassen. die gleichzeitig beide Hälften des Zentrums ansprechen und sofort ein scharfes Ja' oder . Sie müssen eines verstehen. wenn sie unverbraucht bleibt. die. daß er nie gelacht habe. Aber außerdem gibt es verschiedene Gründe. nämlich zu Gift. Andere wiederum lachen nicht. In einem anderen Fall geschieht es. in Furcht. Haß und Mißtrauen. daß Lachen und Gähnen sehr ansteckend sind. Solch ein gleichzeitiges Ja' und . Dann kann jeder. werden könnte". als wir unfähig sind. weil es in den hoheren Zentren keine Teilung und kein Ja' und . die ihm von dem dafür zuständigen Akkumulator zufließt.ins einzelne gehenden Untersuchung der Zentren übergehen. „Weil das Lachen uns von überflüssiger Energie erlöst.Nein' gibt. daß ich Ihnen nur eine Übersicht geben kann. in Bosheit. daß sie notwendige Funktionen des instinktiven und des Bewegungszentrums sind. das heißt er kann beide Hälften des Zentrums zugleich ansprechen und dadurch Lachen. „Sie müssen verstehen. Von Christus wird berichtet. daß sich im Akkumulator zu viel solcher Energie angesammelt hat. Dies zeigt. Manche Menschen lachen nicht. Erinnern Sie sich daran.Nein' erzeugt im Zentrum eine Art Krampt. Aber dieses Gegenmittel ist nur solange notwendig. Lachen ist ein Gegenmittel. warum Menschen nicht lachen. alle Energie für nützliche Arbeit zu verwenden.Nein' hervorrufen." „Warum ist Lachen so angenehm?" fragte jemand. In den höheren Zentren kann es kein Lachen geben. und da das Zentrum nicht imstande ist. die das Zentrum nicht aufbrauchen kann. antwortete G. negativ. weil sie keine negativen Gefühle haben können." 347 . „Wir haben immer viel von diesem Gift in uns. In» Augenblick wollen wir nur das Denkzentrum betrachten. diese zwei entgegengesetzten Eindrücke einer Tatsache zu harmonisieren und zu verdauen. Und tatsächlich werden Sie in der Bibel keinen Hinweis oder keine Erwähnung der Tatsache finden. doppelt aufgenommen werden. Es gibt Eindrücke. weil sie vollständig in negativen Gefühlen stecken.

flußaufwärts an der Newa gelegen. Petersburg paßte. die bei den formellen Versammlungen in St. Mein Zusammentreffen mit G. verbrachte die meiste Zeit in St. diese anscheinend ganz ziellosen Unterhaltungen veranstaltete. Eine Fahrt nach Ostrowky. Petersburg gut verborgen geblieben waren. Zu dieser Zeit waren wir ungefähr dreißig. die durch das gemeinsame Interesse an den neuen Ideen und die neuen Möglichkeiten von Wissen und Selbsterkenntnis. die sich vor uns ausbreiteten. Ich erkannte. zusammengehalten wurde. weil ich plötzlich auf dieser Fahrt verstand. so bildeten wir doch im ganzen eine sehr geschlossene Gruppe. Im Gegenteil. Einige Male veranstaltete G. begann die Arbeit unserer Gruppe neue und intensivere Formen anzunehmen. bei seiner Ankunft von Moskau größere Ausflüge aufs Land und Picknicks. was irgendwie gar nicht nach St. ich erwartete ihr Kommen immer mit Spannung und versuchte von ihnen zu erfahren. ist besonders in meinem Gedächtnis geblieben. wir hatten alle einander besser kennengelernt. daß er uns die ganze Zeit beobachtete und viele von uns bei diesen Gelegenheiten ganz neue Seiten ihres Wesens zeigten. und wenn es auch kleine Reibereien gab. Jetzt schienen sie mir nicht mehr künstlich zu sein oder eine auswendig gelernte Rolle zu spielen. Petersburg.ZWÖLFTES KAPITEL D amals. warum G. im Hochsommer 1916. Wir trafen uns fast jeden Abend. worin ihre Moskauer Arbeit bestand und was G.'s Moskauer Schülern war zu dieser Zeit ein ganz anderes als das erste im Frühling des vorhergehenden Jahres. G. ihnen ge- 348 . ging nur für einige Tage nach Moskau und kam gewöhnlich mit zwei oder drei seiner Moskauer Schüler zurück. wobei wir Schaschlik aßen. Unsere Vorlesungen und Zusammenkünfte hatten zu dieser Zeit schon ihren formellen Charakter verloren.

die neu zu uns kamen. die gleichen elementaren. Ich verstand jetzt. dessen Schüler mit ihm lebten und arbeiteten und. das wir noch nicht wußten. Ich begann. ich hätte das Recht. Aber bei den allgemeinen Versammlungen war es für uns außerordentlich interessant zu hören. uns von dem Selbst-Vertrauen und dem AllesWissen. Die ursprüngliche Gruppe traf sich zu dieser Zeit gesondert. warum dies so sein sollte. Wir begannen schon. Man muß lernen. einfachen Dinge zu verstehen. und es war ganz klar. an denen G. allein waren. solche Fragen zu stellen. und uns. um dies zu verstehen. G. vor etwas über einem Jahr. Und ich erfuhr sehr viel durch sie. wie naiv meine Fragen gewesen waren: „Worauf fußt Ihre .'s Gruppe wie die „Schule" irgendeines mittelalterlichen Malers zu betrachten. Gleichzeitig verstand ich. warum G. Neue Leute erschienen jedoch nur bei großen Versammlungen. mit derselben Art von Fragen begannen und überrascht waren. wie neu hinzukommende Menschen genau dieselben Fragen stellten. daß diese Fragen nicht beantwortet werden konnten. Durch meine neuen Gespräche mit ihnen wurde mir die Entwicklung eines ganz bestimmten Plans klar. mit dem die Menschen an unsere Arbeit herantreten. für gekünstelt oder für Darsteller einer gelernten Rolle hielten.Arbeit an sich selbst'?" „Woraus besteht das System. hatte ich geglaubt. Und damals. sondern wir mußten auch voneinander lernen. Wir lernten nicht nur von G. zerstörte er oft durch 349 . und wie sie genau so unfähig waren.. genau wie die Menschen. zu befreien und konnten G. wie wir schon sehen konnten. teilnahm. einander lehrten. die auch wir nicht hatten verstehen können. Dieses Zusammentreffen mit neu hinzukommenden Menschen gab uns ein gewisses Maß von Selbst-Befriedigung. Mir wurde klar.'s Moskauer Schüler meine Fragen bei unserem ersten Zusammentreffen nicht beantworten konnten. Aber als wir wieder mit G. während sie von ihm lernten. daß wir sie nicht beantworteten. welches Sie studieren?" „Was ist der Ursprung dieses Systems?" und so weiter. schon besser als zuvor verstehen.sagt hatte. was mir in meiner späteren Arbeit sehr nützte. die wir anfangs gestellt hatten.

daß sich der Mensch außerhalb seines Repertoires. wird er nicht sein ganzes Selbst sehen. „Für jede Lage. ein oder zwei im Amt (einen für seine Untergebenen und einen anderen für seine Vorgesetzten). wieder zu einer seiner gewohnten Rollen zu- 350 . Und wenn ein Mensch nur . daß wir tatsächlich bisher gar nichts wußten oder verstanden. während gestern ein anderer da war. Zum Beispiel sehe ich. Oder nehmen wir den Doktor. dann ist er unfähig. Das Studium der Rollen. Dann kamen Sie alle. Ein Mensch hat deren mindestens fünf oder sechs. eine geeignete Rolle zu finden und wird für eine kurze Zeit er selbst.Iwan Iwanowitsch' sagt. die ein Mensch spielt. was wir für uns selbst aufgebaut hatten. Seine Rollen zu sehen. Aber das Wesentliche ist. der sich für erhabene Ideen interessiert und intellektuelle Gespräche liebt. den ich sehe.ich' und . Und denjenigen. Er war eine Person. Das Repertoire jedes Menschen ist sehr begrenzt. sein eigenes Repertoire.Iwan Iwanowitsch' nicht nur einer ist. die er j e nach den verschiedenen Umständen spielt". „Der ganze Fehler ist. „aber ich sehe Sie ganz verschieden. schon vieles zu wissen. vor allem seine Begrenztheit zu kennen. wenn ihn irgend etwas zeitweise aus seinem Dreh herausreißen sollte. in die er im Leben gewöhnlich kommt. Zufällig sah ich zu ihm hinüber und sehe jetzt einen ganz anderen Doktor hier sitzen. und zwang uns einzusehen. hat er eine bestimmte Rolle: aber bringen Sie ihn in eine nur etwas andere Lage. daß heute ein Ouspensky hergekommen ist.ein Wort alles. sich von ihm zu trennen. sehr unbequem fühlt und sein Bestes tut. Bevor Sie kamen. einen für Freunde im Gasthaus und vielleicht noch einen. sagte er. immer ein und derselbe zu sein". sehen Sie sehr selten. weder in uns selbst noch bei anderen. „Sie müssen erkennen. weil auch . in diesem Zusammenhang. daß Sie ganz sicher sind. bedeutet. saßen wir hier und sprachen miteinander. daß jeder Mensch ein bestimmtes Repertoire von Rollen hat. bildet einen sehr notwendigen Teil der Selbst-Erkenntnis. Und zu verschiedenen Zeitpunkten ist der Mensch vollständig mit einem von ihnen identifiziert und unfähig. Ein oder zwei für seine Familie. wenn ich mit ihm allein bin. sagte G.

Das ist die allerunbequemste Lage. jemandem zu gehorchen. geht alles wieder wie geschmiert und das Gefühl von Verlegenheit und Anspannung verschwindet. Aber dies ist leider nicht möglich. aber in der Arbeit muß man sich. weil sein Leben zu leicht ist und. Und es ist klar. warum sich dies so verhält. Aber hier kommt dann etwas Neues und Unbekanntes. Nur indem man diese Unannehmlichkeit erfährt. Ihm ist kalt. Alle beide zu haben. ist auf keinen Fall möglich. Er denkt. einem anderen zu gehorchen oder der Richtlinie einer allgemeinen Arbeit zu folgen. Aber wenn er an sich arbeiten will. Er hat keine Ahnung. es ist besser. Als Ergebnis sitzt er zwischen zwei Stühlen. deren Leitung nur 351 . alles zum Teufel zu jagen und die wirkliche Arbeit zu beginnen. Es ist unerläßlich. Und das Schwierigste für ihn ist. mit seiner Verlegenheit und Anspannung und mit dem Gefühl der Unannehmlichkeit und Hilflosigkeit abfinden. sich doch damit abzufinden. In seinen üblichen Rollen fühlt er sich angenehm und zufrieden. Wenn ein Mensch keine seiner üblichen Rollen spielt. In Worten wählt er die Arbeit. sich jemandem unterzuordnen. Und warum ist es schwer? Vor allem. daß es nötig ist. ob er irgendein Ergebnis erwarten kann oder nicht. aber in Wirklichkeit will er seinen Frieden nicht verlieren. Der Mensch muß sich entscheiden. muß er diesen Frieden zerstören. sei es auch schlecht. so würde er manchmal sehr weit kommen. Er arbeitet überhaupt nicht und hat auch gar keine Bequemlichkeit.rückzukehren. er schämt sich und möchte davonlaufen. Sobald er in seinen alten Trott zurückfallen kann. Aber dann taucht die Frage auf: Was will er eigentlich? Ein ruhiges Leben oder die Arbeit an sich selbst? Wenn er sich nach einem ruhigen Leben sehnt. Aber es ist sehr schwer für einen Menschen. So ist es im Leben. ist das Ergebnis oft Betrug. Aber wenn er sich entscheidet. kann man sich wirklich beobachten. selbst wenn er es auch für schlecht hält.Wenn ein Mensch Schwierigkeiten und Opfer für sich selbst erfinden könnte. fühlt er sich nackt. er doch schon zu sehr daran gewöhnt ist. sich zu entscheiden. um sich selbst zu beobachten. das heißt er versucht sich selbst zu betrügen. so darf er sich vor allem niemals aus seinem Repertoire herausbegeben. wenn er keine geeignete Rolle in seinem Repertoire finden kann.

Sie würden nicht imstande gewesen sein. wenn er diese Phantasien los wird und sich so sieht. diese Ideen auch anderen zu vermitteln. ausgenommen diejenigen. Der Beginn der Arbeit und mehr noch ihre Weiterführung ist sehr schwierig. Es war im Gegenteil eine bestimmte Regel. gibt es auch allgemeine Aufgaben. dieses Gespräch über die Arbeit der Gruppen fort und sagte: „Später werden Sie sehen. Zum Beispiel sollten Sie jetzt bereits ein gewisses Verständnis für das Wesen dieses Systems und seiner Hauptmethoden haben und Sie sollten imstande sein. zu irgendeiner späteren Zeit dazu- 352 . wie er wirklich ist. Das kann jedoch erst im Verlauf der Arbeit geschehen. seinem Hauptzug oder seinem Hauptfehler entsprechen. das heißt etwas. der glaubt. daß ich im Anfang dagegen war. würden Sie sie für immer abgeschreckt haben. Und damals erklärte ich. Gelegentlich trägt die Gruppe auch die Verantwortung für individuelle Aufgaben. das ihm eine Gelegenheit gibt. die der Gruppe als Ganzem gestellt werden und für deren Ausführung oder Nichtausführung die ganze Gruppe dann verantwortlich ist. zu irgend jemand über die Gruppe oder die Vorlesungen oder die Ideen reden sollte. Sie werden sich daran erinnern. daß jedem Menschen bei der Arbeit seine besonderen Aufgaben gestellt werden. denen ich es besonders auf getragen hatte. weil das Leben ihm zu leicht fällt. und zwar deswegen. Aber zuerst wollen wir die allgemeinen Aufgaben untersuchen." Bei einer anderen Gelegenheit führte G. was es für einen Menschen geben kann. Sie würden es ihnen sogar unmöglich gemacht haben. die seinem Typus. Aber abgesehen von individuellen Aufgaben. irgend etwas zu entscheiden oder zu tun. Solch eine Unterordnung ist das Schwierigste. ein richtiges Bild. Natürlich verschwindet diese Schwierigkeit. daß Sie außerhalb der Gruppe über die Ideen des Systems sprechen. imstande zu sein. daß keiner von Ihnen. einen richtigen Eindruck davon zu vermitteln.einem Menschen obliegen kann. diesen Ideen näherzukommen. warum dies notwendig sei. intensiver gegen seinen Hauptfehler anzukämpfen. Anstatt den Menschen die Möglichkeit zu geben.

Die richtige Ausführung dieser Aufgabe durch einen jeden von Ihnen wird zeigen. versuchen Sie. Und wenn Sie wirklich Anstrengungen gemacht haben. Sie fragten zum Beispiel. daß sie „sich ihrer selbst erinnerten". Es zeigte sich. Sie haben schon genug gehört. Andere wiederum fragten. und drückten ganz offen Zweifel über unser „SelbstErinnern" aus. zu den Versammlungen mit. „Was hat .zukommen. Wieder andere fanden den „Schöpfungsstrahl" und die „sieben Kosmen" lächerlich und nutzlos. und nicht von den anderen erwarten. dann sollten Sie auch fähig sein. daß viele Freunde und Bekannte sehr scharfsinnige Fragen stellten. diese Ideen aufzunehmen und mit denen es sich zu sprechen lohnt.Geographie' hiermit zu tun?" fragte mich einer meiner Freunde sehr geistreich. indem er einen Satz aus einem amüsanten Schauspiel parodierte. das Gehörte anderen weiterzugeben. das Gehörte zu verstehen. das kurz vorher gegeben worden war. weil die Mehrzahl der Menschen keine dieser Ideen begreifen kann und es vollständig zwecklos ist. jeder hatte viele Fragen. Aber nun hat sich die Lage geändert. daß Sie bereits etwas aufgenommen und verstanden haben." A Die nächste Versammlung danach war sehr interessant. Aber jeder muß einsehen. Menschen abzuschätzen. und jeder war etwas entmutigt und enttäuscht. jene vorzubereiten. Andererseits hatten andere überhaupt keinen Zweifel. zu verstehen. mit wem es sich zu sprechen lohnt und mit wem es sich nicht lohnt. daß dies seine eigene Aufgabe ist. was wir von der Arbeit gehabt hätten. wer die Zentren gesehen habe und 353 . es für ihn zu tun. die fähig sind. Darum gebe ich Ihnen allen eine bestimmte Aufgabe. die Interesse dafür zeigen. mit ihnen darüber zu sprechen. auf die die meisten unserer Leute keine Antwort fanden. „Versuchen Sie. und zweitens. bei Unterredungen mit Ihren Freunden und Bekannten auf diese Themen zu kommen. wenn sie danach fragen. Jeder war voll von seinen Eindrücken über seine Gespräche mit Freunden. Aber gleichzeitig gibt es Menschen. und bringen Sie sie. daß Sie fähig sind.

Andere waren nicht bereit. G. Dieses System hat eine wunderbare Eigenschaft. wieder andere fanden die Idee. zur Arbeit zu kommen?" fragte ein Anwesender. bis zu einem gewissen Grad . Versuchen Sie. ist eine andere Frage". er wäre nicht übel. daß er denkt und sogar sehr ernstlich denkt. und Sie werden finden. daß er ein vollständiger Trottel ist. was die Menschen über dieses System sagen könnten. daß wir Menschen zu Maschinen machen wollten. 11 „Sie müssen verstehen. •was man auf gewöhnlichem Wege über esoterische Ideen. aber nicht überzeugend". „Dafür ist es notwendig. ja. und Sie werden sofort erkennen. daß unsere Ideen gründlicher Materialismus seien. Ein anderer mag hingegen überhaupt keine Fähigkeiten zu haben scheinen. Sie können einen Menschen Ihr ganzes Leben kennen und glauben. Andere sagten. kein Idealismus und so weiter und so fort. Andere fanden. „wenn Sie alles zusammenfassen würden. daß keine Idee der „Menschheitsliebe" in diesem System enthalten sei. Noch andere fanden die Idee des Esoterischen „unterhaltend. absurd.'Vorbereitung. lachte. würden Sie selbst nicht mehr daran glauben. müssen wir feststellen. daß wir nichts „tun" könnten. ein gewisses Gepäck haben muß. Andere sagten. daß diese Idee im allgemeinen eine „neue Erfindung" sei. aber sprechen Sie mit ihm über diese Themen." „Wie können wir Menschen erkennen. Jedoch bevor wir hiervon sprechen. Er sollte wissen. sagte G. fi „Wie man sie erkennen kann.wie sie gesehen werden könnten. ihre Abstammung vom Affen zu opfern. daß ein Mensch zuallererst eine gewisse . mit ihm über diese Ideen zu sprechen. daß keine Spur vom Wunderbaren darin zu finden sei. die fähig sind. als wir ihm unsere Gespräche mit unseren Freunden erzählten. „Das ist noch gar nichts". er wäre sogar ziemlich intelligent.zu sein'. über die Möglichkeiten der inneren Entwicklung 354 . was für ^Menschen zu dieser Arbeit kommen können und was für Menschen nicht dazu kommen können. sogar eine bloße Berührung damit ruft im Menschen entweder das Beste oder das Schlechteste wach. sagte er. über verborgenes Wissen.

muß er von der Politik enttäuscht sein. und so fort. mit einem Menschen zu reden. daß er nur von der Lehre und den Methoden . Aber Sie müssen verstehen. Um dieses System ernstlich anzugehen. und zweitens von allen überlieferten Wegen. wenig gelesen und wenig nachgedacht hat. was dies bedeutet. Wenn er ein Okkultist ist. Im allgemeinen ist es sehr schwierig. enttäuscht von dem.des Menschen und so fort erfahren kann. muß er von seiner Religion enttäuscht sein. muß er von seiner Wissenschaft enttäuscht sein. müssen die Menschen enttäuscht sein. Man kann sagen. diese Idee sollte ihm nicht als etwas vollständig Neues erscheinen. wenn er mindestens eine gewisse wissenschaftliche oder philosophische Bildung hat. Wenn ein Mensch eine gute Kenntnis der Religion hat. das bedeutet. Ich sage zum Beispiel. kann auch dies nützlich sein. natürlich mit Ausnahme der vollständig entarteten Religionen der Wilden und der erfundenen Religionen und Sekten der modernen Zeit. wonach er gesucht hat. Wenn er ein religiöser Mensch ist. Das bedeutet nicht. Wenn er ein Theosoph ist. gibt es für ihn einen anderen Weg ohne irgendwelche Gespräche. Sonst ist es schwierig. bestehen aus zwei Teilen. Aber wenn er an religiöse Formen gebunden ist und ihren Kem nicht versteht. daß es eine allgemeine Regel für jeden gibt. wenn er nicht von dem. mit ihm zu sprechen. daß er seinen Glauben verlieren sollte. Ein Mensch kann nicht herausfinden. der nur wenig weiß. enttäuscht ist. Wenn er ein Wissenschaftler ist. aber in diesem Falle muß er gehorchen und seinen Willen aufgeben. Alle religiösen Lehren. das heißt von ihren Kräften. Auch ist es günstig.enttäuscht' ist und erkennt. wird er es sehr schwierig finden. muß er von der Philosophie enttäuscht sein. muß er vom Okkultismus enttäuscht sein. zuerst von sich selbst. Im Gegenteil. dem 355 . Wenn er einen guten Kern hat. Ich meine. was das Wertvollste in diesem System ist. Wenn er ein Politiker ist. daß die ihm bekannte religiöse Lehre für ihn nicht genügt und ihn nirgendwohin führen kann. was er bisher getan hat. daß ein religiöser Mensch von der Religion enttäuscht sein muß. Wenn er ein Philosoph ist. muß er von der Theosophie enttäuscht sein. Und hierzu muß er auch auf irgendeine Weise gelangen.

daß die gewöhnliche Philosophie bedeutet. Es bedeutet nur. zugängliche und sogar angepriesene Okkultismus.sichtbaren und dem verborgenen. was der Mensch kennt oder auf dem gewöhnlichen Weg lernen kann. dann lohnt es sich. daß dies nur ein Beruf oder eine Gewohnheit oder eine Not- 356 . bedeutet. was er bisher zu tun pflegte. es bedeutet nur. Von der Philosophie enttäuscht zu sein. was Philosophie sein sollte. alles. sondern auch zu der Konstruktion absurder und sich selbst widersprechender Theorien führen. trotzdem es auch wahre Philosophie geben kann und geben sollte. daß der gewöhnliche. heißt nicht das Vertrauen in das Wunderbare zu verlieren. daß die gewöhnlichen wissenschaftlichen Methoden nicht nur nutzlos sind. nur Scharlatanerei und Selbstbetrug ist. Ich meine hiermit nicht. das zu tun. was er braucht. obwohl es irgendwo irgend etwas Wirkliches gibt. daß er noch nicht bereit ist. daß er fortfährt. davon überzeugt zu sein. wie das russische Sprichwort sagt. es ist sogar oft besser. bedeutet nicht. Aber solange er weiterhin glaubt. und daß die Menschen überhaupt nicht wissen. so bedeutet dies. Im Gegenteil. heißt. was er früher getan und was ihn früher interessiert hat. was er zu tun gewohnt ist. überzeugt zu sein. und dann kann er zu unserer Arbeit kommen. Von der Wissenschaft enttäuscht zu sein. Von der Religion enttäuscht zu sein. den verborgenen und unbekannten Teil der Religion zu finden. unter welchem Namen er auch auftreten möge. daß man das Interesse für das Wissen verlieren müßte. „Wenn also ein Mensch zu diesem Zustand der Enttäuschung über alle möglichen und zugänglichen Wege gekommen ist. mit ihm über unser System zu sprechen. oder daß er allein aus sich selbst irgend etwas finden oder tun könnte. nach anderen zu suchen. ganz gleich. davon überzeugt zu sein. und daß. von dem sichtbaren Teil enttäuscht zu sein und die Notwendigkeit zu spüren. und nachdem man sich hiervon überzeugt hat. aus einem leeren Gefäß etwas in ein anderes gießen. daß ein Mensch alles aufgeben muß. daß er auf seinem früheren Weg irgend etwas finden könne oder daß er bis jetzt noch nicht alle Wege versucht habe. Das ist ganz unnötig. Aber er muß einsehen. Vom Okkultismus enttäuscht zu sein. nicht das ist.

Und Sie müssen sich immer daran erinnern und aufpassen. nämlich um andere Menschen an der Nase herumzuführen. die sich noch nicht verbrannt haben. „Es gibt nur eine Sache. Und diejenigen. „und Sie können von jeder 357 . für ihre eigenen Zwecke benützen könnten. die nahe mit ihnen in Beziehung stehen. wie ungeschickt Sie sich auch ausdrücken mögen." „All diese Fragen sind gut". Es lohnt sich nicht. sagte G. aber wir werden später von ihnen sprechen. brauchen es auch nicht. was Sie ihm sagen. erkennen. und zwar ist dies »berufsmäßiger Okkultismus'. die nicht für uns taugen. ihnen nicht zuviel zu erzählen. Aber wenn Sie mit einem Menschen sprechen. ganz gleich. berufsmäßige Scharlatanerei. die Vorstellung anzunehmen. sich nicht zu . die noch nicht gesucht haben und nicht suchen. „Es gibt noch andere Kategorien. weil sie alles. und er wird Ihnen nicht einmal ernstlich zuhören.. sagte einer von uns. taugen für uns überhaupt nicht. Dieses System ist für diejenigen. „Sie fragen: geben wir die Existenz des Äthers zu? Oder was halten wir von der Entwicklungslehre? Oder warum glauben wir nicht an den Fortschritt? Oder warum glauben wir nicht. daß es irgendwo irgend etwas gibt. Inzwischen vergessen Sie vor allem eines nicht: ein Mensch muß genügend von den üblichen Wegen enttäuscht sein und gleichzeitig glauben oder fähig sein. die schon gesucht und sich verbrannt haben. was sie von Ihnen lernen können. Wenn Sie mit einem solchen Menschen sprechen. brauchen es nicht. auf ihn Zeit zu verschwenden. Hellseher und so fort. ihm absurd scheinen. daß die Menschen ihr Leben auf der Grundlage der Gerechtigkeit und des Gemeinnutzens aufbauen könnten und sollten? Und Dinge dieser Art. der von etwas anderem überzeugt ist. oder sogar die Menschen. die mit der Arbeit vollständig unvereinbar ist." „Aber damit fangen die Menschen nicht an". Er wird dann fähig werden.wendigkeit ist. Heiler. so mag er den Geschmack der Wahrheit in dem. Die. dann wird alles. in anderen Worten.identifizieren'. Dann wird er sich ganz anders verhalten. All diese Spiritisten. was Sie sagen.

die für uns neu und originell waren. darüber zu reden. ja sogar schmerzlichen Eindruck machte. daß. nirgends hinführend und sogar abstoßend. Aber es ist notwendig. zu denen wir eine innere Beziehung gefühlt hatten. die wir am häufigsten trafen. ja sogar etwas ganz Entgegengesetztes darin finden konnten. In dieser Hinsicht erlebten wir alle bittere Enttäuschungen. hatten wir natürlich alle auf die eine oder die andere Weise versucht. jedenfalls mit denen. an der er leidet. was meine eigene persönliche Erfahrung angeht. die man für das System interessieren und die arbeiten könnten.Frage ans beginnen. oder aber er kann die Frage stellen. oder um zu wiederholen. Wir waren überrascht. an der er leidet. sofern sie nur aufrichtig ist. daß ich hiermit Folgendes meine: diese Frage über den Äther oder über den Fortschritt oder über den Gemeinnutzen kann von einem Menschen einfach gefragt werden. Und wenn es eine Frage ist. weil dies die Frage ist. dann können Sie ihm darauf antworten und dann kann jede Frage zum System führen. Man verstand uns nicht. Menschen dazu zu bringen. schienen unseren Freunden alt und langweilig. Ich muß zugeben. und in denen wir immer einen Widerhall gefunden hatten. dies mir einen sehr seltsamen. uns ausdrücklich aufgefordert hatte. uns zu verstehen. Und in den meisten Fällen fand unsere Begeisterung über die Ideen des Systems eine sehr kalte Aufnahme. was irgend jemand anders gesagt. Sogar bevor G. daß Menschen." Unsere Gespräche über Leute. Im gewöhnlichen Leben sind wir natürlich im Bereich gewöhnlicher Fragen daran gewöhnt und wissen. die uns im Herzen feindlich 358 . daß Menschen. die Ideen. mit denen wir in früheren Zeiten über alle Fragen. daß er an der Frage leidet. oder was er in irgendeinem Buch gelesen hat. Sie verstehen. hatten sprechen können. Dies erstaunte uns mehr als alles andere. um irgend etwas zu sagen. Ich spreche von der absoluten Unmöglichkeit. führten uns unwillkürlich zu einer Einschätzung unserer Freunde von einem völlig neuen Gesichtspunkt aus. nicht dasselbe darin sahen wie wir. zu unseren Freunden von dem System zu sprechen. die uns bekümmerten.

als ob Sie alles über alles wüßten. Wer gut lügt. Aber als wir nun erkannten. Aber manchmal gewannen sie einen sehr merkwürdigen Eindruck von uns. führten zu nichts. die meisten unserer Freunde waren nur gleichgültig. Worte. wir würden farblos. wie Sie sagen. alles. als ob wir verwelken würden. lachte. weniger originell und. sich manchmal einzugestehen. und alle unsere Versuche. wir verlören unsere frühere Ursprünglichkeit. uns mißverstehen. G. zu lügen. engstirnig oder des Denkens unfähig sind. wir veränderten uns zu unserem Nachteil. sie sagten uns. was G. wir wüden wie „Maschinen".'s System anzustecken. was für Menschen Ihre Freunde sind. daß Sie nicht mehr so interessant lügen können wie früher. und wir wiederholten nur gleich Papageien alles. dächten nicht mehr originell. sagte er. Aber Sie schämen sich bereits. die wir nie hatten. die wir als unsere Art von Menschen zu betrachten pflegten. daß unsere Freunde fanden. unsere frühere Aufgeschlossenheit. daß Sie nicht mehr so gut lügen.gesinnt. rief dies einen entmutigenden Eindruck in uns hervor. was das wirklich bedeutet? Es bedeutet. Sie haben jetzt schon begonnen. als wir ihm dies berichteten. sagte. der zuerst bemerkte. es kommt noch schlimmer". und auf ihre eigene Weise haben sie damit recht. Ich erinnere mich nicht mehr. zu lügen. daß Sie aufgehört haben. daß es etwas gibt. sie mit unserem Interesse an G. Natürlich bedeutet dies. mit denen wir einen großen Teil unserer Zeit zu verbringen pflegten und die uns früher besser zu verstehen schienen als irgend jemand. was wir sagen. Sie sind jetzt fähig. was Sie nicht wissen oder nicht verstehen. zu sterben. „Warten Sie nur. daß Sie jetzt weniger interessant sind. hörten auf zu fühlen. jedenfalls. Sie haben Mitleid mit Ihnen. die wir nie gesagt haben und so fort. daß all dies von Leuten geschah. Sie fanden uns weniger an^ regend als früher. weniger aufgeschlossen. das heißt. Solche Fälle waren natürlich die Ausnahmen. und Sie können nicht mehr so reden. wer von uns es war. ist ein interessanter Mensch." Er betonte dieses Wort. verzerren und verstümmeln und uns Gedanken zuschreiben. „Es ist noch ein langer Weg 359 . „Verstehen Sie. Auf diese Weise können Sie jetzt wirklich sehen.

daß Sie in den Bindungen. glauben Sie. daß Sie alles verstünden oder jedenfalls fähig wären. aber nun verstehe ich überhaupt nichts. und nun scheint Ihnen der Geschmack am Verstehen einen Mangel an Verstehen zu bedeuten. was er schon früher über dieses Thema gesagt hatte. daß Sie schon begonnen haben zu verstehen". weil Sie die Wissenschaft von Typen nur dadurch lernen können. wo Sie begonnen haben etwas zu verstehen. 360 . Jetzt. Solche Menschen sehen oft einer wie der andere aus. daß Sie nichts verstehen. sagte G." In unseren Gesprächen kehrten wir oft zu den Eindrücken. wiederholte alles. und zu unseren neuen Eindrücken über unsere Freunde zurück. G. Sie haben jetzt schon einen Geschmack an der Wahrheit. „hat wahrscheinlich in seinem Leben Menschen ein und desselben Typus getroffen. sagte er." „Das heißt. Was einer gern hat. verabscheut auch der andere. hat auch der andere gem. Was einer verabscheut. „Als Sie überhaupt nichts verstanden. „Jeder von Ihnen". Alles andere ist Einbildung. daß Sie Typen treffen. dachten Sie. Sie können sich nicht mehr so aufrichtig selbst betrügen wie früher. aber ein gewisses Maß von Dummheit ist Ihnen schon ausgegangen. „Früher pflegte ich zu denken. alles zu verstehen. die unsere Freunde von uns hatten. Es gibt keine andere Methode. daß ich überhaupt nichts verstehe?" sagte einer der Anwesenden." „Warum scheint es mir manchmal.bis zum vollständigen Tod. Das kommt daher. Und wir begannen zu begreifen. und ihre inneren Reaktionen auf die Dinge sind genau die gleichen. daß diese Ideen mehr als alles andere die Menschen entweder vereinen oder scheiden. daß der Geschmack am Verstehen Ihnen früher ganz unbekannt war. daß ich wenigstens manchmal irgend etwas verstehe. Sie müssen verstehen. mit vielen Zusätzen und Hinweisen für die persönliche Arbeit. Einmal hatten wir ein sehr langes und interessantes Gespräch über „Typen". Solche Gelegenheiten müssen Sie im Gedächtnis behalten.

sagte G. „Dürfen wir diese zwölf Typen kennenlernen. wenn ich von den Typen sprach. Alle übrigen sind Zusammensetzungen aus diesen Grundtypen. „Der Überlieferung nach stellen die zwölf Apostel die zwölf Typen dar. kennen Sie jetzt noch nicht und können Sie auch für lange Zeit noch nicht kennen. daß solche Worte eine Zeitverschwendung sind. Es ist genau da» gleiche wie mit den . daß dies. trotzdem es im Leben eine viel größere Anzahl von Grundtypen gibt. „Jedesmal." Er hielt inne." „Aber wenn es um uns nicht mehr als sieben Typen gibt.in denen Sie leben. Es gibt Dinge. ich meine. daß Sie nicht verstehen. ob man nicht diese achtundvierzig Gesetze kennen kann. Mit Hilfe des Mitgeteilten müssen Sie den Rest selbst finden. „Sie müssen mit sich selbst und den Beobachtungen. Andere sagen mehr." „Wie viele Grundtypen gibt es alles in allem?" fragte jemand. wenn es erklärt werden könnte. Irgend jemand fragt unweigerlich. in der sie definiert werden könnten. „Einige Menschen sagen zwölf^'. erkennen und voneinander unterscheiden?" fragte einer von uns. sagte G. was überhaupt mitgeteilt werden kann. Aber ich weiß. Denken Sie an den Unterschied zwischen Wissen und Sein. daß man Ihnen alles mitteilt. hat irgendein kluger Mensch diese Frage gestellt. nicht mehr als sechs oder sieben Typen treffen können. daß die Typen und ihre Verschiedenheiten nicht in der gewöhnlichen Sprache definiert werden können. „Ich habe diese Frage erwartet".achtundvierzig Gesetzen'. von denen 361 . das heißt ihre charakteristischen Züge und Kennzeichen?" fragte einer der Anwesenden. Als ob dies möglich wäre. schon lange erklärt worden wäre? Aber es ist eine Tatsache. was ist der Hauptunterschied zwischen ihnen und wie können wir sie. für deren Verständnis ein anderes Sein notwendig ist. Wie kommt es. wenn wir sie treffen. Verstehen Sie doch. warum können wir diese nicht kennen. Sie verstehen mich noch nicht und werden mich auch noch lange nicht verstehen. und die Sprache.

daß andere es in einer falschen Weise aufnehmen werden. Einige von Ihnen glauben. sagte G. und zwar nicht in den allgemeinen Versammlungen. daß nichts sonstwo wiederholt wird. ohne bei Kleinigkeiten und Besonderheiten zu verweilen. Und während seiner Abwesenheit versuchten wir auf verschiedene Weise. auf meine Veranlassung hin. daß. Ich möchte Ihnen allen eine Aufgabe stellen. warum und wie die Dinge geschehen sind.'s Aufgaben leichter in die Tat umzusetzen. wie er ist. beginnen*'.. Und dann kann er ohne Furcht sprechen und verstehen. nach Moskau. was Sie sehen. sich von ihm zu . daß all diese Versuche überhaupt keinen Erfolg hatten. Betonen Sie die hauptsächlichen und wesentlichen Dinge. muß man seinen eigenen Typus kennen und fähig sein. sind überhaupt keine Typen< Um Typen zu sehen. Niemand würde zu sprechen wagen. außerhalb von ihr wiederholt wird. Diese Aufgabe wird Ihnen wieder einmal zeigen. sondern in kleinen Gruppen. Um seinen eigenen Typus zu kennen. die uns auf getragenen Aufgaben auszuführen. was sie 362 . Zuallererst versuchten einige. wenn er glaubte oder vermutete. jeder muß sich so zeigen. Sie müssen dabei aufrichtig sein und keine Angst haben. Einige verloren sich in unnötigen Einzelheiten oder in Beschreibungen dessen. jeder muß sich enthüllen. Also er muß voll und fest überzeugt sein. mit dem Sie nichts anfangen konnten. die ihnen am besten bekannt waren. was er in der Gruppe sagt. andere zu wenig. die aus den Leuten bestanden. ihre Lebensgeschichte zu erzählen. „sonst wäre es ein Wissen. Ich muß sagen. Einige sagten zu viel.trennen'.ich schon gesprochen habe. man muß wissen. Lassen Sie jeden in der Gruppe von seinem Leben erzählen. es wird gleichzeitig eine allgemeine und persönliche Aufgabe sein. denn ein jeder befindet sich in der gleichen Lage. muß man das eigene Leben gut studieren. um G. aber das. daß Sie Typen erkennen können." Bald danach fuhr G. daß die anderen das gleiche tun müssen. warum man außerhalb der Gruppen nichts erzählen darf. Alles muß bis in die letzten Einzelheiten ohne Verschönerung und ohne Auslassung erzählt werden. das ganze eigene Leben vom allerersten Anfang an.

Statt dessen gab es Anekdoten oder chronologische Memoiren. den allgemeinen Verlauf und die Bedeutung der Tatsachen zu berichten. weil ich mich an ein sehr frühes Lebensalter erinnere und selbst immer sehr über einige dieser frühen Eindrücke erstaunt war. andere betonten ihre „Sünden" und Irrtümer. was sie erzählten. sobald ich auf diese Weise sprach. konnten sogar die nicht bestimmen. Aber alles zusammen vermochte nicht das Ergebnis zu zeitigen. die mir ein psychologisches Interesse zu haben schienen. die zu erzählen ich nicht die geringste Absicht hatte. Ich hatte G. einige Eindrücke meiner frühen Kindheit zu vermitteln. 363 . Aber niemand interessierte sich dafür. Aber die Betonungen gaben sie preis. Und es gab bestimmte Betonungen. vieles andere zu verstehen. Als erstes versuchte ich. und ich sah schnell ein. Ich fuhr weiter fort. meine Lebensgeschichte ohne besondere Schwierigkeiten zu erzählen. daß dies sicherlich nicht das war. daß sie beim Gespräch über sich selbst und ihr Leben auch mit verschiedenen Stimmen und verschiedenen Betonungen sprachen. so aufrichtig wie möglich zu sein. Die Beobachtung der Betonungen ermöglichte mir später. Irgend etwas war falsch. daß die Betreffenden bei dem. Ich erinnere mich an meine eigenen Versuche. Irgend etwas in mir protestierte dermaßen stark dagegen. sichtlich erwartete. die ich zuerst in mir selbst gehört hatte und die mir zeigten. daß ich fähig sein würde.'s Idee ganz ohne Widerspruch angenommen und geglaubt. Dies half mir. Aber in Wirklichkeit erwies sich dies als ganz unmöglich. die ich nicht erzählen wollte. aber was eigentlich falsch war. und im Gespräche über gewisse Abschnitte meines Lebens versuchte ich nur. andere Menschen zu verstehen. die niemanden interessierten. etwas verbergen wollten. die die Anwesenden gähnen ließen. dagegen anzukämpfen. Dies war eine ganz unerwartete Erkenntnis. die versucht hatten. daß es viele Dinge gibt. und Familienerinnerungen. daß ich nicht einmal versuchte. daß meine Stimme und die Betonungen sich veränderten. In diesem Zusammenhang bemerkte ich. was von uns erwartet wurde. das G. Ich begann zu bemerken. aber spürte fast augenblicklich eine Gewißheit.für ihre besonderen und originellen Kennzeichen hielten.

" „Aber Sie haben selbst gesagt. was nicht Ihr Eigentum ist. In den meisten Fällen hört sein Kern schon in einem sehr frühen Alter auf. Gerade jetzt habe ich von einem Menschen gesprochen. erzählten wir ihm von unseren Versuchen: er hörte allem zu und sagte nur. der in seinem Leben überhaupt keine Verbindung mit der Arbeit hat. „Man muß denken lernen. Und das ist noch nicht einmal so schlimm. haben sie von verschiedenen Quellen gestohlen. trennen?" antwortete G. besonders wenn er zu den . „Darum müssen wir erst einmal genau feststellen. Manchmal geschieht es. alles. Ich kenne angesehene Familienväter. daß die Arbeit mit der Persönlichkeit beginnt". wovon wir sprechen — von welchem Augenblick in der Entwicklung eines Menschen und von welcher Seinsstufe. Und man muß erkennen. sagte er. Petersburg kam (diesmal war er zwei oder drei Wochen in Moskau geblieben). Solch ein Mensch." „Wie kann der Kern von der Persönlichkeit getrennt werden?" fragte einer der Anwesenden. Alles. „Wie würden Sie Ihr Eigentum von dem. „Die Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem Kern". besteht fast nur aus Persönlichkeit. alles übrige ist nicht 364 . die fast schon Minister sind.Als G. was sie besitzen. daß die meisten Menschen vor allem in Ihren Gesellschaftskreisen sehr wenig Eigenes haben. daß wir noch nicht „Persönlichkeit" und „Wesenskem" zu trennen wüßten. sagte jemand anderer. ist nicht ihr Eigentum und meistens gestohlen. Professoren voll der verschiedensten Ideen. und so verbergen sie einander gegenseitig. antwortete G. deren Kem ungefähr im Alter von zwölf Jahren seine Entwicklung abgeschlossen hat. wohlbekannte Schriftsteller. wichtige Beamte.intellektuellen' Klassen gehört. Und all das zusammen macht Ihre Persönlichkeit aus und muß entfernt werden. sich zu entwickeln. Man muß wissen. das nächste Mal nach St. Weltanschauungen nennen. Ansichten. was sie Ideen. Überzeugungen. „und der Kem verbirgt sich hinter der Persönlichkeit. „Ganz richtig". daß einige Seiten des Kerns schon im Alter von fünf oder sechs Jahren sich zu entwickeln aufhören und damit alles endet. wo das eine oder das andere Ihrer Kennzeichen herrührt.

„Sie verstehen nicht. Aber je mehr wir redeten. was es heißt. mich für eine längere Zeitspanne meiner selbst zu erinnern. „Sie sind so daran gewöhnt. warum wir in der Aufgabe. was ich gesagt hatte." „Was verstehen wir denn nicht?" fragte jemand." Hiemach führten wir viele Gespräche. „Ich zweifle nicht daran. an denen G. in dem ich mich befand. aufrichtig zu sein". Und Sie wissen nicht einmal. Aber bevor man sie sagen kann. Ohne dies erledigt zu haben. daß wenigstens einige von Ihnen aufrichtig das tun wollten. ob Sie mich dabei verstehen werden oder nicht. Dies wird als eine der ersten Proben auf dem Weg bezeichnet. Wir werden dann sehen. kann man nicht weitergehen. bewegte mich sehr stark. besonders stark berührte es mich. Alles. nämlich ihre Lebensgeschichte erzählen. was er tatsächlich von uns wollte. sagte G. sowohl sich selbst als auch andere zu belügen. Aber vergessen Sie nicht. teilnahm. oder es verdankt seine Entstehung der Nachahmung fertiger Vorbilder. daß ich trotz aller Anstrengung nicht imstande war. den Grund dafür zu finden. muß man sie kennen. aber später verlor ich alles wieder und spürte den zweifellos tiefen Schlaf. „Dies zeigt nur. Aber gleichzeitig sehen Sie. ist sehr schwierig. uns gestellt hatte. desto weniger verstanden wir. Das Scheitern der Versuche. wenn Sie die Wahrheit sagen möchten. Die ganze Wahrheit über sich selbst zu sagen. sagte G. daß Sie früher oder später da hindurch müssen. in was für einem Ausmaß Sie sich nicht kennen". daß Sie dies nicht können und nicht einmal wissen. woraus die Wahrheit über Sie selbst besteht. daß Sie weder die Worte noch die Gedanken finden." Zu dieser Zeit fand ein sehr interessantes Gespräch statt. Zuerst schien mir irgend etwas zu gelingen. und in deren Verlauf wir versuchten. es ist auswendig gelernt oder aus Büchern entnommen. meine Lebensgeschichte 365 . die G. wie Sie damit anfangen sollten. gescheitert waren. was damals geschah. Eines Tages werde ich jedem seinen Hauptzug oder seinen Hauptfehler sagen.ihr Eigenes.

Aber ich verstehe Sie nicht mehr und Sie erklären nicht mehr so. meine Ansichten vorzulegen. nicht in einer Depression. In diesem Zustand ging ich mit G. daß es mir nicht einmal gelang. jede Frage zu beantworten. Ich hatte oft versucht. klar zu verstehen." G. obwohl irgend etwa» in mir sich weigerte. wie Sie es am Anfang zu tun pflegten. mich zu verstehen: bisher haben wir versucht. Ich war kurz angebunden oder sehr schweigsam. sagte ich. was G. und war ihm innerlich dafür dankbar. 366 . die Sie beantworten!" „Sehr gut". daß wir überhaupt nichts erreichen. daß ich nichts erreiche. Und plötzlich erinnerte ich mich. vermehrte noch meine schlechte Stimmung. so wie dies in Märchen geschieht. Über die anderen kann ich nicht sprechen. „Was ist mit Ihnen heute?" fragte G. Versuchen Sie. „Ich verspreche Ihnen jetzt. Und ich f^hle.'s Worte blieben in meinem Gedächtnis hängen. sagte ich. wie ich sie verstand. was G. daß ich vor allem wissen wollte. daß auf diese Weise nichts erreicht wird. schon besänftigt zu sein. sagte G. unser Gespräch darauf zu bringen und G. wie immer bei mir." Ich fehlte." „Warten Sie ein wenig". zum Essen in ein Restaurant auf der Sadowoja gegenüber dem Gostinny Dwor. „Ich weiß es selbst nicht". Bald werden wir anfangen. sagte G. hatte mir schweigend zugehört und dann von etwas anderem zu sprechen begonnen. „Was macht es aus". über die „ewige Wiederkehr" dachte. G. „wie wir die Dinge nennen. wenn ich keinen Zusammenhang finden kann? Nicht eine meiner Fragen. aber ich ging nicht auf sie ein und fuhr mit meinen eigenen Gedanken fort. das.zu erzählen und vor allem die Tatsache. daß er mich aus meiner schlechten Stimmung bringen wollte. für jedes Ding seinen richtigen Platz zu finden. lachend. oder besser. die Dinge bei ihren richtigen Namen zu nennen. die sich. „Bald werden neue Gespräche beginnen. die Sie zu stellen belieben. sondern in leichter Erregbarkeit zeigte. Aber diese Gespräche waren beinahe immer Monologe geblieben. wollte. über die Wiederholung des Lebens. „Nur fühle ich.

Aber denken Sie darüber nach. sagte G. nur daß wir nichts davon wissen und uns nicht daran erinnern?" „Diese Idee der Wiederkehr". Aber wenn er etwas Wesentliches in sich ändert. Und wenn Sie verstehen. Das Wissen um die Wiederkehr des Lebens ist für einen Menschen nichts Neues. was Sie über die Wieder. Das System hat ohne das Streben nach Selbst-Wandlung weder Bedeutung noch Sinn. das heißt. genau wie es in einem Leben wahr ist. Aber was Sie sagen. daß alle einmal geschaffenen oder geformten Neigungen wachsen müssen?" fragte ich.. „Es ist in den meisten Fällen wahr. „Ja und nein". betrachtet. Alle Gesetze können in einem Leben erkannt werden. werden Sie ihr noch näherkommen. warum das System nichts über die Wiederkehr sagt und nur dieses eine Leben. wenn er nicht danach strebt. Liegt irgendeine Wahrheit darin oder keine? Ich meine: leben wir nur dies eine Mal und verschwinden dann. „ist nicht die ganze und absolute Wahrheit. kehr denken. was ich jetzt sagen 367 . um dieser Wiederholung zu entgehen. daß. Aber in einem größeren Maßstab können neue Kräfte hinzukommen. ist sehr nahe daran. sich ihrer aber nicht bewußt ist und sich selbst nicht wandelt? Man kann sogar sagen. das wir kennen. sagte ich. wenn so viel Zeit und so viele Möglichkeiten noch vor ihm liegen — die ganze Ewigkeit? Warum sollte er sich heute darum kümmern? Dies ist eben der Grund.„Nun gut". Wenn Sie ihm etwas über die Wiederkehr sagen. kann dies nicht mehr verlorengehen. wie sich alles in einem Leben wiederholt.« Warum sollte er heute irgendwelche Anstrengungen machen." „Ist der Schluß richtig. Ich werde dies jetzt nicht erklären. wird dies nur seinen Schlaf vermehren. sagte G. sich zu ändern. warum ich nicht hiervon spreche. sofort. wenn ein Mensch sich nicht wandelt. Was nützt es. wenn ein Mensch von der Wiederkehr weiß. wenn er nicht einsieht. „sagen Sie mir. In diesem Fall kann die Wahrheit nicht mit Worten ausgedrückt werden. es für ihn keine Wiederkehr gibt. oder wiederholt sich alles vielleicht eine unendliche Anzahl von Malen. wenn er etwas erreicht. aber es ist die nächstmögliche Annäherung an die Wahrheit. das heißt in diesem Leben. Und die Arbeit an der Selbst-Wandlung muß beute beginnen.

daß ich recht hatte. Femer gibt es eine bestimmte Zeit. daß Ouspensky dieses Steckenpferd hat — »ewige Wiederkehr'. bei denen dauernde Unterstützung notwendig ist und die sofort schwächer werden und sogar ganz verschwinden oder sich in Traum verwandeln können. berührte mich nicht.werde: auch planetarische Einflüsse können sich ändern. Und ich weiß. von dem in „Blick in die Wahrheit" die Rede war. Außerdem können auch die Neigungen selbst verschieden sein. Ich begann auch seine Betonungen zu verstehen. Vieles davon hatte ich vorher „vermutet". wie leicht es ist. Aber vielleicht baute ich nur ein Luftschloß für Sie. Meine schlechte Laune verschwand. Sie sind nicht beständig. was er hinzugefügt hatte. Es gibt Neigungen. war für mich von ungeheurer Wichtigkeit. Er hatte mir etwas sehr Substantielles gegeben und konnte es nicht mehr zurücknehmen. vielleicht gibt es überhaupt keine Wiederkehr. die. Beim anderen muß man sein Steckenpferd herausfinden. Ich wußte. wenn ein schmollender Ouspensky dasitzt und weder ißt noch trinkt. interessierte mich außerordentlich. saß lächelnd dabei. Alles begann sofort Zusammenhang zu gewinnen. und alles. mich verulkte. sagte. Ich fühlte. Und wie kann man einen Menschen aufheitern? Einer liebt komische Geschichten. was er über die Wiederkehr gesagt hatte. daß ich die Umrisse des „majestätischen Gebäudes" sah. dachte ich mir. Ich glaubte seinen Scherzen nicht und glaubte auch nicht. Aber was für ein Vergnügen ist es. daß er das. was er fragen würde. wenn man aufhört. Darum bot ich ihm an. Sie umzustimmen. ihn aufzuheitern'. Die Zukunft zeigte. daß er meine grundsätzlichen Voraussetzungen anerkannt. einfach erfunden hatte. „Sie sehen. einmal entstanden. und es gibt andere. ." Aber daß G. G. jede seiner Fragen zu beantworten. und ich bemerkte nicht einmal wann. an ihnen zu arbeiten. die Idee der 368 . denn obwohl G. eine bestimmte Zeitspanne für alles." Alles. Aber die Tatsache. Möglichkeiten für alles (er betonte diese Worte) bestehen nur für eine bestimmte Zeit.Wir wollen versuchen. was G. aus sich selbst heraus mechanisch weiterbestehen und sich weiterentwickeln.

Der eine war nicht mehr jung und hatte eine ziemlich hervorragende Stellung in der Gesellschaft. Einmal sagte G. Die Gespräche in den Gruppen gingen wie gewöhnlich weiter. Auf ein Zeichen von G. über das Christentum. fuhren wir in unserer Unterhaltung fort. Ich will nicht seine Methoden beschreiben. wenn er auf die verlorenen Möglichkeiten der Menschen zu sprechen kam. die er am ersten Abend für das Experiment wählte. „Nun beobachten Sie". weil er schon vor langem „Experimente" versprochen hatte. vermischte auf die unmöglichste Weise verschiedene Gesichtspunkte und Worte. Bei unseren Gesprächen sprach er viel und oft über sich selbst. Der andere war jünger. flüsterte G. bezog er sich doch mehrere Male darauf. schien in seinen Stuhl zu versinken und blickte gerade vor sich hin. die sich dem System genähert hatten und dann wieder davon abgewichen waren. Der ältere der zwei. Er sprach in einer verwirrten und umständlichen Art sogar von den einfachsten Dingen. vor allem. ihn zu verstehen. uns zu.. ich will nur die Leute beschreiben. Oft spielte er den Clown oder brachte endlose Argumente formaler Art über die eine oder andere Einzelheit des Systems ohne irgendwelche Beziehung zum Ganzen vor. ohne daß wir ihn ansahen. Wir saßen im großen Wohnzimmer. um uns die Trennung von Persönlichkeit und Wesenskem zu veranschaulichen. Wir waren alle sehr interessiert. daß er ein Experiment machen wolle. wir aber noch nichts zu sehen bekommen hatten. seine Familie.Wiederkehr nicht in die Darstellung seines Systems einführte. Ich übergehe den Beginn des Experimentes. die laufenden Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg und über alle möglichen Arten von „Skandalen". die ihn sehr entsetzten. der sich gerade über etwas ereifert hatte. Das Gespräch verlief wie gewöhnlich. Es war sehr schwierig. wurde plötzlich mitten in einem Satz still. die verschiedenen Kategorien und Stufen angehörten. Der junge begann dem Gespräch zuzuhören und sprach 369 . Viele von uns hielten ihn nicht für einen ernsten Menschen.

als ob er zu einem Ball zusammengeschrumpft sei. es interessiert mich überhaupt nicht. sagte er. ja oder nein — für oder gegen den Krieg. nicht darüber nachzudenken. sagte G. Wäre es nicht viel leichter für Sie. sagte einer von uns. Ich erinnere mich überhaupt nicht an etwas Derartiges. Dann schwieg er. „An nichts. an die Folgen für Rußland. als ob er bei der Frage aufwache. Wir sahen uns alle an. als ob er nicht begriffe. „Sagte ich das?" „Ja sicher. „was geschehen würde. für die ganze Zivilisation?" Er schüttelte seinen Kopf wie mit Bedauern. den Krieg zu vergessen.dann selbst. Seine Stimme war anders geworden." Er hörte zu. „Ich verstehe nicht." „Nun gut. „Nun. „Ja?" sagte er. an was er denkt". er rauchte eine Zigarette und dachte sichtlich über irgend etwas nach. sagte er in einer unsicheren Stimme. als ob er sich entschuldigen wollte oder als ob er überrascht sei. „Ich?" Er hob seinen Kopf. ruhig. jeder müsse eine bestimmte Meinung haben. an was er denke. ohne überflüssige Worte. Der erste saß noch immer beweigungslos da. ohne Übertreibungen und ohne Witzelei einige Beobachtungen über sich selbst." Er lächelte schwach. darüber nachzudenken. niemand hätte das Recht. Sie sprachen gerade über den Krieg". daß irgend jemand ihn frage. „Fragen Sie ihn." „Aber Sie interessieren sich doch dafür?" „Nein. „Wie merkwürdig. und niemand hätte das Recht. Er erzählte uns auf klare. wenn sie sich für unsere Ideen interessieren und der Arbeit beitreten würden?" 370 . einfache und verständliche Weise. Sie sagten. was jetzt stattfindet." „Denken Sie nicht an die Folgen all dessen. Denken Sie jetzt noch genau so?" „Ich weiß es wirklich nicht". vorher sprachen Sie über Ihre Familie. jeder wäre verpflichtet. worüber Sie reden". was der Frager sagte. „Es interessiert mich überhaupt nicht und ich weiß auch nichts darüber. wenn wir nfft den Deutschen Frieden schlössen.

wie Sie es ausdrückten. der sich zwischen Ihnen und Ihrer Familie verbreitere/' Keine Antwort. während Sie aufgewacht sind?" „Das weiß ich nicht." Damit endete dieses Experiment. was würden Sie sagen?" Wieder ein verwunderter Blick — „ich möchte gar nichts. „Aber warum sollte ich darüber nachdenken?" „Nun. daß wir uns alle ansahen: „Ich glaube.„Ja. daß alles. die wir kaum erkannten. in seiner Persönlichkeit liege. Er schaute es lange an." „Warum befragen Sie ihn?" sagte eine Stimme aus einer Ecke. ich hätte gerne etwas Himbeermarmelade. was beim ersten Menschen den Gegenstand seiner gewöhnlichen Konversation. seiner Befürchtungen und Aufregungen bilde. als ob er etwas überlege. was hätten Sie gern?" Auf dem kleinen Tisch neben ihm stand ein noch nicht geleertes Glas Tee." „Warum ist er eingeschlafen. erwiderte er mit unsicherer Stimme. wenn seine Persönlichkeit schlafe. „ I c h im Gegenteil bin aufgewacht. aber hinter dieser Persönlichkeit stand ein Wesens„kern. „Aber was denken Sie jetzt darüber?" „Ich denke überhaupt nicht darüber nach. daß er schläft?" ^„Und Sie selbst?" fragte einer von uns. praktisch überhaupt nichts übrigbleibe. der ebensoviel wie die Persönlichkeit wußte und es besser 371 . vielleicht". und daß. Keiner von beiden erinnerte sich am nächsten Tag an irgend etwas. Dies war das zweite „Experiment"." „Wenn man Sie fragen würde. „Können Sie nicht sehen." „Aber denken Sie nach. was Sie gern hätten. erklärte uns. zweimal schaute er um sich. Sie hätten Angst vor dem Abgrund. G. dann schaute er wieder auf das Glas und sagte in einer so ernsten Stimme und mit einer so ernsten Betonung. Sie sagten. In der Persönlichkeit des anderen gab es auch viel unnütze Gesprächigkeit.

Die Persönlichkeit hat ihre eigenen Interessen und ihren eigenen Geschmack. nahm der Kem ihre Stelle ein. sagte G. sagte G. Wenn die Menschen im Einklang mit ihrem Kem leben würden.wußte. sondern Typen von Ereignissen. wenn auch er sich nicht daran erinnert?" sagte einer von uns.. die nichts mit den Interessen und dem Geschmack des Kerns gemein haben.: „Haben Sie bemerkt. auf die er ein viel größeres Anrecht hatte. „die Persönlichkeit hat es vergessen. „Schlimmer"." „Aber das ist eine Art schwarzer Magie". nämlich auf den Kern. sagte ich. so würde der eine Typus immer den anderen Typus finden und nie würden falsche Typen zusammenkommen. was für eine ungeheure Rolle der . Es ist so. was geschah." Als wir ein anderes Mal über „Typen" sprachen. und wenn die Persönlichkeit einschlief. Die Persönlichkeit ist in unserem Fall das Ergebnis von falscher Arbeit der Zentren.Typus' in der Beziehung zwischen Mann und Frau spielt?" „Ich habe bemerkt". und nichts entging ihm. als ob der Typus der Frau für jeden Mann vorausbestimmt wäre und ebenso der Typus des Mannes für jede Frau.Persönlichkeit' alles verfälschen und alles sich selbst zuschreiben würde. bezieht sich auf den wirklichen Typus. sagte G. sagte einer von uns. In Wirklichkeit sehen Sie nicht Typen von Mann und Frau." „Aber was nützt ihm dies. „Aber er beobachtete Sie alle und alles. Und dies war nötig. Wovon ich spreche. Aber die Menschen leben in der Persönlichkeit. „daß jeder Mann sein ganzes Leben hindurch immer mit Frauen eines bestimmten Typus und jede Frau mit Männern eines bestimmten Typus in Verbindung tritt. weil die . 372 . „Haben Sie bemerkt. „Aber natürlich ist es in dieser Form viel zu allgemein. daß er entgegen seiner Gewohnheit sehr wenig redete?" sagte G." „Darin ist viel Wahrheit". „Warten Sie und Sie werden noch Schlimmeres sehen. Aus diesem Grunde kann die Persönlichkeit genau das verabscheuen. sagte G. „Der Kem erinnert sich". was der Kern gern hat — und gern haben.

was der Kern verabscheut. Die Hauptsache ist sowohl im Theater als auch in der Kirche. ist bereits eine große Errungenschaft. „Sie müssen versuchen zu verstehen. Kunst. Geschlecht: dies ist die Haupttriebkraft aller Mechanisiertheit. „Gleichzeitig spielt in der Aufrechterhaltung des mechanischen Lebens das . Dies ist der Schwerpunkt aller Versammlungen. daß viele Frauen oder viele Männer dort sind. zu den zahlreichen Festen? Nur eine Sache. das Geschlecht. Wenn das Geschlecht seiner selbst richtig bewußt ist und sich nicht in etwas anderem verhüllt. Aller Schlaf. Und sie handelt auf ihre eigene Weise. „In diesem Fall können Vernunft oder Berechnung nichts ausrichten. sie durch etwas anderes zu erklären und nicht durch das. Der Kem weiß. Im Gegenteil. Und sie hassen einander. Immerhin müssen diese zwei auf irgendeine Weise zusammenleben. Keine Schauspielerei kann hier etwas helfen. Aber das Übel liegt in der daueroden SelbstTäuschung!" 373 . Alles. das durch sich besteht und durch nichts anderes bedingt wird. bringt die Menschen in die Cafes. weil der mechanische Mensch in der wirklichen Bedeutung des Wortes nicht lieben kann — bei ihm liebt es oder liebt es nicht. was ich meine. was sie wirklich ist.Geschlecht' eine gewaltige Rolle. Hier beginnt der Kampf zwischen Kern und Persönlichkeit. Die Persönlichkeit will nichts davon hören und nimmt auch keine Rücksicht darauf. Theater. Glauben Sie. in die Restaurants. was die Menschen tun. daß die Menschen ins Theater oder in die Kirche gehen. Musik.Geschlecht'. Mechanisiertheit ist besonders gefährlich. Auch kann die sogenannte Liebe hierbei nicht helfen. alles das ist . was er will. steht mit dem Geschlecht im Zusammenhang: Politik. aber kann es nicht erklären. glauben Sie. dann ist dies nicht die Mechanisiertheit. alle Hypnose hängt von ihm ab. Was. wenn die Menschen versuchen. Sie hat ihre eigenen Wünsche. Religion. Aber ihre Macht erstreckt sich nicht über den Augenblick hinaus. um ein neues Stück zu sehen oder zu beten? Das geschieht nur dem Anschein nach. Auf irgendeine Weise gewinnt der Kern oder der Typus die Oberhand und entscheidet. von der ich spreche.

nämlich in der Macht des Geschlechts über die Menschen. das heißt. der das Enderzeugnis der Nahrungsumwandlung im menschlichen Organismus darstellt. wie naiv solche Fragen sind.zusätzlichen Schocks' in do der nächsten Oktave verwandeln. weil in diesem Gesetz. irgend etwas zu verändern oder zu tun! Sie sollten jedenfalls schon eingesehen haben. das allgemeine Gesetz nicht verändert werden kann.Wasserstoff* si 12 ist der . Entsinnen Sie sich. genau wie in allen anderen.neue Geburt'. was sollte man in einem solchen Falle tun? Als ob es möglich wäre. sagte er. aber sich von einer beträchtlichen Anzahl von ihnen zu befreien ist möglich. „ . mit dem das Geschlecht arbeitet und den das Geschlecht erzeugt.Wasserstoff si 12 kann sich mit Hilfe eines . Es schließt die hauptsächliche Form der Sklaverei in sich ein und ist auch die Hauptmöglichkeit aller Befreiung. Man kann dem allgemeinen Gesetz entrinnen. das heißt es gibt eine Möglichkeit. G. man kann dem allgemeinen Gesetz entfliehen. was über die achtundvierzig Gesetze gesagt wurde? Sie können nicht verändert werden. Kosmische Kräfte haben diesen Zustand der Dinge geschaffen und kosmische Kräfte beherrschen diesen Zustand der Dinge. über das ich gerade spreche. hängt genau so sehr von der Geschlechts-Energie ab wie die physische Geburt und die Fortpflanzung der Gattung. Sie sollten verstehen.Schock' kann 374 . viele verschiedene Möglichkeiten eingeschlossen sind. Aber man kann seine eigene Lage in bezug auf dieses Gesetz verändern. Das ist es. „Worüber Sie auch sprechen mögen. Und Sie fragen: Kann man es so lassen oder sollte man es ändern! Gott selbst könnte nichts daran ändern. was Sie verstehen müssen. daß in diesem Fall.Same' oder . sie fragen: soll das so sein oder wie kann es verändert werden. was die Menschen immer fragen". diesen Zustand für einen selbst zu ändern.„Was folgt nun daraus: Soll es so sein oder soll es geändert werden?" fragte jemand. „ . von der wir gesprochen haben. Aber dieser .Frucht'. Dies ist der Stoff. „Dies ist etwas.Wasserstoff. Es ist . „Die . Vor allem deswegen. lächelte.

das heißt die Bildung des . was sie begleitet.Schock' der ersten Art dar. so beginnt der Stoff si 12 zu kristallisieren. und die andere im Organismus selbst.Astralkörper' aus dem gleichen Material. des männlichen und des weiblichen. Die Vereinigung von männlichen und weiblichen si 12 und alles. eine außerhalb des Organismus. „Die vollständige Verwandlung.doppelter Natur sein. Aber im gleichen Organismus gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Dies ist die Geburt des . entwickelt sich unabhängig als ein neuer Organismus oder als ein neues Leben. der das si erzeugt hat. Und dies ist die Möglichkeit. Sie müssen verstehen. Eine neue Oktave beginnt innerhalb . daß der . alle seine Zellen sind sozusagen von den Ausstrahlungen des Stoffes si 12 durchtränkt. ist nur in einem gesunden.Astralkörpers'. nur ist der Vorgang verschieden.Astralkörpers'. aus dem gleichen Stoff wie der physische Körper geboren wird. die mit ihrer Hilfe begonnen wird. was die Alchimie .Astralkörpers' aus. und die neue Oktave.des Organismus. Die Kristallisierung dieses Stoffes macht die Bildung des . in dem si 12 erzeugt worden ist. Und wenn sie genügend gesättigt sind.Feine' bezeichnet oder die Verwandlung niedriger Metalle in Gold. Der ganze physische Körper. Gerade dieser Übergang des physischen Körpers in den astralen ist es. und verschiedene Oktaven können beginnen. die Energie von si 12 zu gebrauchen.Groben' in das .Umwandlung' nennt." „Ist für die Wandlung vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit notwendig und ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit im 375 . stellt den . tatsächlich ein neues Leben ohne Hilfe der Vereinigung beider Prinzipien. In einem kranken oder einem verkommenen oder einem verkrüppelten Organismus ist keine Verwandlung möglich. „Dies ist der übliche und natürliche Weg. nicht außerhalb seiner. den die Alchimie als die Wandlung des .Verwandlung' oder . „Die Verwandlung des Stoffes si 12 in Emanationen und die altmähliche Sättigung des ganzen Organismus damit ist das. normal funktionierenden Organismus möglich. zu erschaffen. innerhalb des Organismus.

überhaupt nichts zu versuchen. Für gewisse Typen ist eine lange und vollständige sexuelle Enthaltsamkeit notwendig. dann könnte es gar nichts Schlimmeres geben. „Dann die andere Frage: Jst geschlechtliche Enthaltsamkeit für die Arbeit nützlich oder nicht?' „Sie ist nützlich. aber nach Beginn benötigt die Verwandlung die gesamte Geschlechts-Energie und beendet das normale Geschlechtsleben oder die äußere Verausgabung der Geschlechtsenergic. Wenn er nicht weiß. Aber wenn sie einmal begonnen hat. wenn er weiß. Für andere ist sie überhaupt nicht nötig. was er damit tun soll. In anderen Fällen." „Was ist im allgemeinen die richtigste Art der Lebensführung in diesem Zusammenhang vom Gesichtspunkt der Arbeit aus?" „Das ist unmöglich zu sagen. sondern eine ganze Reihe von Fragen". nämlich für gewisse Menschentypen. solange ein Mensch nicht weiß. ist die Enthaltsamkeit nicht mehr nötig. genügt 376 . wenn die Wandlung beginnt. damit die Wandlung anfangen kann. sagte G. es besser für ihn ist. Und bei wieder anderen tritt sie ganz von selbst ein. Und femer kann Enthaltsamkeit einem Menschen nur dann nützen. wenn alle Zentren enthaltsam sind. wird durch die Enthaltsamkeit überhaupt nichts erreicht. Im dritten Fall verlangt der Beginn der Verwandlung keine Enthaltsamkeit. Bevor er nicht ein neues und genaues Wissen hat. kann die Verwandlung mit einem normalen Geschlechtsleben beginnen und kann sogar schneller beginnen und in Verbindung mit einer großen äußeren Verausgabung von Geschlechtsenergie besser verlaufen. Ich will dies noch klarer machen. daß. daß ohne lange und vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit die Wandlung nicht beginnt. „Erstens ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit nur in gewissen Fällen für die Wandlung notwendig. Dies bedeutet mit anderen Worten. Wenn ein Zentrum enthaltsam ist und volle Freiheit der Einbildung und des Sich-Auslebens in den anderen herrscht. „Dies ist nicht eine. das heißt bei anderen Tpyen. Ich wiederhole.allgemeinen für die Arbeit an sich selbst nützlich?" fragten wir ihn. was er mit der so gesparten Energie anfangen kann.

merkwürdiger Geschmack. merkwürdige Wünsche. oder um noch genauer zu sein. wird wieder mißverstanden. Die moderne Erziehung und das moderne Leben schaffen eine ungeheure Anzahl von sexuellen Psychopathen. Es liegt nicht im Geschlecht selbst. müssen von Anfang an zerstört werden. was der Mißbrauch des Geschlechts in der eigentlichen Bedeutung dieser Worte heißt. Man muß die menschliche Maschine sehr gut kennen. weil die anormalen leichter zu verbergen sind. Aber dies sind verhältnismäßig unschuldige Formen geschlechtlichen Mißbrauchs. worüber ich sprechen möchte. „Allgemein gibt es nur zwei richtige Wege. aber in den meisten Fällen bedeutet die sogenannte Enthaltsamkeit einfach. Diese haben in der Arbeit überhaupt keinen Platz. wird es zu nichts als Psychopathie führen. das Funktionieren des Geschlechtszentrums mit von anderen Zentren geliehener Energie und das Funktionieren von anderen Zentren mit vom Geschlechtszentrum geliehener Energie. „Seit undenklichen Zeiten haben die Menschen Enthaltsamkeit versucht. wo das Hauptübel liegt und was an der Sklaverei schuld ist. dauernd arbeitende . wenn sein Leben durch die gewohnten Regeln und Prinzipien geleitet wird. sondern im Mißbrauch des Geschlechts. in sehr seltenen Fällen.Originalität'.Puffer'. Irgendwelche Art von . Aber was Mißbrauch des Geschlechts bedeutet. Er bedeutet falsche Arbeit der Zentren in Beziehung auf das Geschlecht. daß nur ein in geschlechtlicher Hinsicht vollständig normaler Mensch irgendwelche Aussichten in der Arbeit hat. Aber das ist es nicht. normale Empfindungen gegen anormale auszu-* wechseln. um zu begreifen." 377 . Geschlechtsenergie auszugeben: normales Geschlechtsleben und Wandlung. es seien dies entweder Exzesse oder Perversität. Wenn er auf dieser Ebene zu theoretisieren und zu erfinden beginnt. hat es zu etwas geführt. Manchmal. Aber man muß sich immer vor Augen halten. Sie müssen verstehen.es völlig. das heißt das Wirken des Geschlechtszentrums durch andere Zentren und das Wirken anderer Zentren durch das Geschlechtszentrum. Gewöhnlich glauben die Menschen. oder auf der anderen Seite Furcht. Alle Erfindungen auf dieser Ebene sind sehr gefährlich.

Wasserstoff arbeitet das Geschlechtszentrum?" fragte ein anderer.„Kann das Geschlecht als unabhängiges Zentrum betrachtet werden9" fragte einer der Anwesenden. daß es normalerweise im Geschlechtszentrum. Ja' und . Entweder gibt es eine angenehme Empfindung. vollständige Gleichgültigkeit.Wasserstoff. Jedoch geschieht es oft infolge der falschen Arbeit der Zentren. dann kann das Geschlechtszentrum als der neutralisierende Teil des Bewegungszentrums betrachtet werden. aber wir waren nicht imstande gewesen.und Instinktzentrum. oder gar nichts. keine negative Seite gibt. im Denk-. „Wenn jedoch das untere Stockwerk als ein Ganzes genommen wird. Menschen. im Fühl-. „Es kann". genau wie im höheren Gefühls. sagte G. nie darauf eine direkte Antwort gegeben. im Instinkt. Und G. hatte. wenn er gefragt wurde. Dies ist si 12. die unangenehme Gefühle und Empfindungen erfahren.und im höheren Denkzentrum." „Mit welchem . Im Geschlechtszentrum gibt es keine solche Teilung. ein angenehmes Gefühl.Nein' im Denkzentrum. „Zuallererst muß man bemerken. In allen anderen Zentren. „Das heißt. außer den höheren. Diese Frage hatte uns schon lange interessiert. in all diesen gibt es sozusagen zwei Hälften — die positive und die negative. daß das Geschlechtszentrum sich mit dem negativen Teil des Gefühlszentrums oder mit dem negativen Teil des Instinktzentrums verbindet. Und dann ruft eine bestimmte Art von Anregung des Geschlechtszentrums oder sogar jede Anregung des Geschlechtszentrums unangenehme Gefühle und Empfindungen hervor. sie zu beantworten.Wasserstoff 12". In ihm sind keine positiven und negativeil Seiten. Keine unangenehmen Empfindungen oder Gefühle sind in ihm zu finden. überhaupt keine Empfindung. es sollte damit arbeiten. Abnonnalitäten in der Arbeit des Geschlechtszentrums benötigen ein besonderes Studium. Aber tatsächlich arbeitet es sehr selten mit dem richtigen . Behauptung und Verneinung. angenehme und unangenehme Empfindungen im Bewegungs. „Das Geschlechtszentrum arbeitet mit . die in ihnen durch Ideen und Einbildungen im 378 . im Bewegungszentrum. sagte er bei dieser Gelegenheit.

Das Bewegungszentrum beschäftigt sich mit Sport. Auf der anderen Seite bringt es Revolutionen zum Ausbruch. die an-' deren Zentren rauben dem Geschlechtszentrum die Energie. Enthaltsamkeit. In all diesen Fällen.oder dem Instinktzentrum. können nur . Das Gefühlszentrum predigt Christentum. ficht. klettert auf Berge. die esnicht selbst benützt.Puffer' das Geschlechtszentrum sich unterworfen halten. dem ewigen Feuer. sollte entweder angenehm oder gleichgültig sein. und tut all dies mit der Energie des Geschlechtszentrums. kritisiert und schafft neue subjektive Theorien. „Dies ist der »Mißbrauch des Geschlechts'. neigen dazu. Unangenehme Gefühle und Empfindungen stammen alle aus dem Gefühls. Unter gewöhnlichen Umständen. daß es schneller und stärker als alle anderen Zentren arbeitet. Askese oder die Angst und den Schrecken vor der Sünde. an einer gewissen Heftigkeit. springt. in denen sowohl in der Arbeit des Denkzentrums als auch 379 . raubt. Die Energie bleibt erhalten und geht auf andere Zentren" über. Das bedeutet. das heißt. diese als eine große Tugend oder etwas Originelles zu betrachten. Alles. findet über sie ihren Ausdruck. Wissenschaft oder Politik — immer kämpft es. was mit dem Geschlecht zusammenhängt. Weiterhin muß man sich daran erinnern. ringt.. Tatsächlich lenkt das Geschlecht alle anderen Zentren. sie können seine normale Äußerung verhindern.Zusammenhang mit dem Geschlecht hervorgerufen werden. brennt und tötet. streitet. daß das Geschlechtszentrum mit »Wasserstoff 12 arbeitet. aber bei Verwendung der Energie des Geschlechtszentrums beschäftigt es sich nicht nur mit Philosophie. alles mit der gleichen Energie.und Bewegungszentrums kann an einem" bestimmten .Puffer' können es gänzlich auf den Nullpunkt bringen. Die Energie des Geschlechtszentrums in der) Arbeit des Denk-. kämpft und so fort. die für die in Frage stehenden Angelegenheiten gar nicht notwendig ist.Geschmack'. wenn ein Mensch weder Bewußtsein noch Willen hat. Gefühls. Das Denkzentrum schreibt Bücher. Aber sie können nicht seine Energie zerstören.. Die . stellt verschiedene Rekorde auf. der Qual der Sünder. tatsächlich ist dies einfach eine Krankheit. an einer Hitzigkeit erkannt werden. in anderen Worten. der Hölle.

was keines der gewöhnlichen Zentren vermag.noch das Gefühls. die ihm zukommen könnte. die viel niedriger und gröber als seine eigene ist. „Aber Sie sollten jetzt schon verstanden haben. Weder das Denk. nämlich mit den verhältnismäßig niedrigen . daß. der noch nicht begonnen hat. Die feine Eindrucksnahrung ist zur Herstellung der höheren .Wasserstoffe' sehr wichtig.Wasserstoff 12 arbeitet. Aber wenn das Geschlechtszentrum mit einer Energie arbeitet. gibt es immer ein allgemeines Kennzeichen. im Organismus die Rolle zu spielen.oder Bewegungszentrum können jemals irgend etwas Nützliches mit der Energie des Geschlechtszentrums hervorbringen.in der Arbeit des Gefühls. sagte er. Dies ist ein Beispiel vom Mißbrauch des Geschlechts! . Gleichzeitig erzeugt seine Verbindung mit dem Denkzentrum und der Gebrauch von dessen Energie viel zu viel Einbildungen über das Geschlecht selbst und außerdem eine Neigung. besondere Heftigkeit und außerdem die Nutzlosigkeit der betreffenden Arbeit. an sich selbst 380 . Ein anderer besteht in der Tatsache. lachte. dann werden seine Eindrücke viel gröber und es hört auf. Und trotzdem ist das Geschlechtszentrum für die allgemeine Tätigkeit sehr wichtig und vor allem für das innere Wachstum des Organismus. G. „Gerade auf diese Frage habe ich gewartet"." „Was muß man tun. wenn die Energie des Geschlechtszentrums von anderen Zentren geraubt und auf nutzlose Arbeit verwandt wird. daß es genau so unmöglich ist. die nicht seine eigene ist. und dies ist eine bestimmte. denn da es mit . sich mit diesen Einbildungen zufriedenzugeben.und Bewegungszentrums diese mit der Energie des Geschlechtszentrums arbeiten.„Aber dies ist nur ein Aspekt. dieses keine mehr für sich übrig hat und die Energie anderer Zentren stehlen muß. Dies ist wieder ein Bild vom Mißbrauch des Geschlechts. Verbindung mit dem Gefühlszentrum erzeugt Sentimentalität oder im Gegensatz dazu Eifersucht und Grausamkeit. um gegen den »Mißbrauch des Geschlechts* zu kämpfen?" fragte ein Anwesender. einem Menschen.Wasserstoffen' 48 und 24. kann es eine sehr feine Eindrucksnahrung aufnehmen.

Die Frage lautet folgendermaßen: woraus und auf welche Weise kann ein dauernder Schwerpunkt geschaffen werden? Und darauf kann man antworten. seine Bewertung der Arbeit und seine Einsicht. Und in diesem Falle. Deshalb wäre es eine große Sache. wenn es mit seiner eigenen Energie arbeiten würde. was man tun muß. nämlich wenn das Geschlechtszentrum mit seiner eigenen Energie und an der ihm zukommenden Stelle arbeitete. wenn es seine eigene Energie verwendet. „Die Rolle des Geschlechtszentrums bei der Schaffung eines allgemeinen Gleichgewichtszustandes und eines dauernden Schwerpunktes kann sehr bedeutend sein. zur Schule. daß nur die Haltung des Menschen zur Arbeit." 381 . das heißt. Wenn ein dauernder Schwerpunkt geschaffen ist. Und alle anderen Zentren sind ihm untergeordnet. würden alle anderen Zentren richtig an ihrer Stelle und mit ihrer eigenen Energie arbeiten.Mißbrauch des Geschlechts' bedeutet. Dies allein würde auf eine verhältnismäßig hohe Seinsstufe hinweisen.zu arbeiten und die Struktur der Maschine noch nicht kennt. Die richtige Arbeit an sich selbst beginnt mit der Schaffung eines dauernden Schwerpunktes. wie zu sagen. zu erklären. daß alles andere mechanisiert und zwecklos ist. dann beginnt alles andere unter seine Herrschaft zu kommen und geordnet zu werden. was . steht das Geschlechtszentrum auf einer Ebene mit dem höheren Gefühlszentrum. um diese Mißbräuche zu vermeiden. in ihm einen dauernden Schwerpunkt schaffen kann. Seiner Energie nach.

dem Organismus möglichst starke Schocks zuzufügen. zu wenig täten. was uns möglich war. das mir früher viel dazu verholten hatte. wobei ich eine gewisse Erfahrung in dieser Hinsicht benützte. meinen Weg zu erfühlen. Ich nenne sie intensiv. Aber alle diese Dinge zusammengenommen und auch unsere Gespräche und Versammlungen hielten mich in einem Zustand un- 382 . genau so plötzlich aufhören könnte. daß wir uns beeilen müßten. das Arbeitsmaß in uns selbst zu vergrößern und alles zu tun. die ich früher erworben hatte. wie sie gekommen war. das in Verbindung mit Fasten früher bei mir interessante psychische Ergebnisse gezeitigt hatte. sondern im Gegenteil versuchte. ja daß wir im Vergleich zu der Unermeßlichkeit der Aufgabe. meine Aufmerksamkeit zu konzentrieren und mich selbst zu beobachten. weil sie im Grunde nur Versuche waren. und wir versuchten. Ich führte eine Reihe kurzer. Wir sahen ein. die wir uns gestellt hatten. Im Zusammenhang damit begann ich nach einem bestimmten System zu „atmen". Ich beschreibe diese Experimente und Übungen nicht im einzelnen. ohne eine genaue Kenntnis der möglichen Ergebnisse zu haben. aber sehr „intensiver" Fastenübungen durch. weil ich sie überhaupt nicht vom hygienischen Standpunkt aus betrachtete. Auch machte ich eine Reihe ziemlich schwieriger Denkübungen zur Konzentrierung der Aufmerksamkeit. Wir fühlten alle. Ich begann eine Reihe von Experimenten oder Übungen.DREIZEHNTES KAPITEL D er Hochsommer 1916 hat sich dem Gedächtnis aller Mitglieder unserer Gruppe als eine Zeit sehr großer innerer Arbeitsintensität eingeprägt. solange die Verhältnisse günstig waren. mehr zu wissen. und auch „Wiederholung" nach der Methode des „DenkGebetes". daß unsere Aussicht.

Und ich glaube." — Dies schien mir immer künstlich und erfunden. was ich suchte. Ich hatte gefunden. Seite 30/1. als er sagte. Und nun befand ich mich selbst in genau der gleichen Lage. anerkannt oder zulässig halten. diese „Tatsachen" selbst zu beschreiben. dem Verstehen gewisser Ideen und einem gewissen Seins-Zustand. verstand auch zur gleichen Zeit. daß Behauptungen dieser Art mich immer aufgebracht hatten. ein gefühlsmäßiger. die ich im August 1916 haben sollte. daß viele andere Dinge noch vor den Tatsachen notwendig seien1. Ich sah und beobachtete Tatsachen. sie hätten es auf die eine oder andere Weise gefunden. daß dies nicht nur in meinem Falle so war. was wir für möglich. so sagten sie immer das gleiche: „Ich habe es gefunden. hielt sein Wort und ich sah Tatsachen. Aber wenn sie gefunden hatten. was wir nicht verstehen können. was ich gefunden habe. Nun komme ich auf etwas sehr Schwieriges zu sprechen. gemeint hatte. weil es überhaupt keine Möglichkeit gibt. denn G. als daß sie zum Allgemeingut werden könnten. die irgendeine Art außergewöhnlicher Erlebnisse gehabt und sich nachher geweigert hatten. Dieser Zustand. die das Gebiet dessen. 383 . sie zu beschreiben. Sie hatten das Wunderbare gesucht und glaubten. was sie suchten. was G. wenn ich sie in den Erinnerungen oder Aufzeichnungen von Leuten fand. Aber ich kann nicht beschreiben. ist genau das. und ich kann nichts darüber aussagen. Und ich konnte nur antworten. daß es in ihnen viel zu viel Persönliches gab. daß er unerläßlich ist und ohne ihn keine Tatsachen möglich sind.gewöhnlicher Spannung und bereiteten mich natürlich in einem hohen Maße für die Reihe von außergewöhnlichen Erlebnissen vor. das heißt wir verstehen nicht. Ich entsinne mich. Diese anderen Dinge bestanden aus der Vorbereitung. Warum? Diese Frage habe ich mir selber oft gestellt. vollständig hinausgingen. Der wichtigste Teil dieser Erfahrungen bestand in ihrem inneren --T Siehe Kapitel l. sondern daß es immer so ist.

obgleich die Bewegungen und Haltungen in sich selbst keine außergewöhnliche Schwierigkeit darstellten und ein guter Turner sie ohne besondere Anstrengung hätte ausführen können. einmal einen anderen von uns herausfordern wolle. Ich war besonders betroffen. nämlich was ich über Dr. Ich kann mit unbedingter Gewißheit sagen. daß in all seinen Bewegungen ein erstaunliches Maß von Sicherheit und Genauigkeit war. S. Und damit begann das Wunder. warum wir unsere Lebensgeschichte nicht erzählen könnten. wieder zu der Frage zurück. G.Gehalt und in dem neuen Wissen. G. nach all meinem Fasten und anderen Experimenten war ich in einem eher aufgeregten und nervösen Zustand und physisch weniger im Gleichgewicht als gewöhnlich. er selbst mache sie auf eine bestimmte Weise mit entspannten Muskeln. Ich kam zum Landhaus von E. war sehr scharf und sarkastisch. ein Athlet zu sein. Ich glaube. M. es war ungefähr zehn Uhr. er sie jedoch auf andere Weise als er ausführen würde. G. Ich habe niemals vorgegeben. und G. zu sprechen. als er mich. Z in einen kleinen. Am Abend kamen wir auf unsere Versuche. Dr. erklärte. in dessen Haus wir in St. N. daß. Wir saßen auf „türkische Weise" auf dem Boden. S. was ich ihm in unbedingtem Vertrauen gesagt hatte. und Dr. Ich konnte nicht umhin. in Finnland. daß G. Was er sagte. obgleich ein Turner natürlich diese Bewegungen leicht ausführen könne. keinerlei 384 . unser Leben zu erzählen. zu bemerken. Aber auch der äußere Aspekt kann nur sehr annähernd beschrieben werden. aber ich konnte sie äußerlich nachahmen. war hauptsächlich deswegen für mich sehr unangenehm. Wie ich schon gesagt habe. Später kam G. weil ich immer bei anderen derartige Reden verurteilt hatte. als ob er einmal diesen. begann uns gewisse Haltungen und körperliche Bewegungen zu erklären und zu zeigen. und etwa acht unserer Leute waren da. als er vor allen anderen etwas wiederholte. und besonders betonte er unsere Feigheit und die Faulheit unserer Gedanken. dachte. Petersburg kürzlich oft unsere Zusammenkünfte gehabt hatten. das sie begleitete. gesonderten Raum rief.

Ich antwortete ihm bejahend. ansah. Ich saß G. in der gewöhnlichen Weise. seine Gedanken zu hören. G. laut sprechend. wie man ihn oft in Landhäusern findet. die ich entweder annehmen mußte. Z . nickte mir zu und hielt mit dem Reden inne. ganz gleich wie schwierig das sei. Ich fing einen dieser Gedanken auf und antwortete darauf. gab mir einen Monat Zeit. noch hypnotisierte er mich auf irgendeine bekannte Methode. waren sichtlich erstaunt über das. Ich sah ihn an. Dieses Gespräch. bestand auf der Zeitspanne eines Monats. „Gedanken" waren. und ich beantwortete sie. besonders Z. wobei ich auf die gewöhnliche Weise redete. Die Angelegenheit bezog sich auf gewisse Bedingungen. die er mich fragte und die ich nicht wiedergeben kann. die Wahrheit zu erkennen oder zu sagen. S. die G. Seine Worte verwirrten mich sehr. unserer Unfähigkeit. Und wieder antwortete ich darauf mit der gewöhnlichen Stimme. er saß da und lächelte. Dann war eine ziemlich lange Pause. was er verlange. sofern man es ein Gespräch nennen kann. 385 . G. ohne ein Wort zu sagen. Aber G. und Dr. Und plötzlich bemerkte ich.äußere Methoden benützte. dauerte nicht weniger als eine halbe Stunde. mir sagte. das heißt er gab mir keine Rauschgifte. Dr. „Fragte ich ihn irgend etwas?" Und sofort stellte er mir eine noch schwierigere Frage auf die gleiche Weise wie zuvor. in der Nähe des Herzens. S. Z. Er saß still. und zwar in der Brust. sprach von unseren „Hauptzügen".auf der ändern. und S. gegenüber.. stellte mir wortlos Fragen. und die Dinge. indem er seinerseits Z. G. Ich wollte die Zeit nicht annehmen und sagte. daß zwischen den Worten. die er uns allen sagte. Seine Frage rief in mir ein sehr starkes Gefühl hervor. die für mich bestimmt waren. daß ich anfing. oder ich hätte die Arbeit zu verlassen. Nach einiger Zeit hörte ich seine Stimme in mir. Ich war sehr aufgeregt durch die Dinge. Alles begann damit. war auf einer Seite von mir. was stattfand. Er stellte mir eine bestimmte Frage. G. „Warum sagte er das?" fragte G. Schließlich stand er auf und wir gingen hinaus auf die Veranda. ich würde es sofort ausführen. Wir saßen in einem kleinen Zimmer mit hölzernem Fußboden ohne Teppich.

und spätere Ereignisse zeigten mir. Von da aus ging ich in den Wald. Schließlich. ganz in der Gewalt der außerordentlichsten Gedanken und Gefühle. in Wirklichkeit nicht gab. daß er mir nicht glauben und daß er mich auslachen würde. und S. Aber für mich selbst war es unbezweifelbar. hörte mich und antwortete mir. gesagt hatte. mein Puls fing stark zu schlagen an und ich hörte wieder G. Über das.'s Stimme in meiner Brust. Ich sah ein. was ich für fest und zuverlässig in mir gehalten hatte. daß es das. recht hatte. durchblitzte mich ein Gedanke. war es bereits dunkel auf der kleinen Veranda. Irgend etwas sehr Seltsames war an dieser Unterredung. und G. der mir wie der Gipfel der Widersprüche und des inneren Drangsais vorkam. dann verlor ich es wieder. Dann berührte mich irgend etwas. Schließlich konnte es eine „Einbildung" oder ein Wachtraum sein. ging in mein eigenes Zimmer und legte mich nieder. in einem Augenblick. sondern antwortete auch in Gedanken. Bald nachdem ich ins Bett gegangen war. So ging es für ein oder zwei Stunden weiter. und ich sprang von meinem Stuhl auf und ging in den Garten. was sie als eine Tatsache bestätigen würde. G. kann ich nur sehr wenig berichten. Ich versuchte mir etwas auszudenken. Dort spazierte ich lange Zeit im Dunkel umher. alle anderen seien bereits zu Bett gegangen. Ich nahm an. sprach gerade mit Z. und die anderen zu dieser Zeit beim Abendessen auf der großen Veranda. In Wirklichkeit waren G. Aber ich hatte etwas anderes gefunden. was nachher geschah. obwohl sich dann erst die Hauptsache ereignete. Ich wußte. Manchmal schien es mir. in dessen Folge ich sehr schnell zu einem klaren und richtigen Verständnis all dessen gelangte. ich hätte etwas gefunden. was G. daß G. wenn ich ihm dieses andere zeigte. Lange Zeit saß ich in einer Art Lichtung und rauchte. 386 . sehr stark. Bei dieser Gelegenheit hörte ich nicht nur.Auf der anderen Seite des Hauses war eine andere große Veranda. begann in mir wieder eine merkwürdige Aufregung. wo die übrigen saßen. daß ich recht hatte. konnte aber nichts finden.. Als ich zu dem Haus zurückkehrte. und auch meiner eigenen Lage. aber obgleich ich versuchte. was er über mich sagte.

konnte ich nichts finden. „schlafen Sie. saß G. weil ich eine be* jahende Antwort geben wollte. und irgend etwas lahmte mich buchstäblich vollständig. so daß ich kein einziges Wort artikulieren konnte. Am Morgen. was wichtig genug war. was jeden Zweifel an der Wirklichkeit der Unterredung oder seiner Teilnahme daran aufgehoben hätte. daß er konkrete Antworten vermied." Ich begann etwas zu sagen. Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen. etwas. „Ein andermal". „Nun gut. und auf eine oder zwei meiner Fragen gab er absichtlich unbestimmte Antworten. was mich sofort aufmerken ließ. als ich auf die kleine Terrasse herauskam. Ich hatte sogar den Eindruck. sagte seine Stimme. daß man Angst hat. ich glaube. „Sie sind jetzt müde. ich bat ihn zu warten. die ich ihm stellte und auf die er antwortete.G. dann hielt er an. mir ein bißchen Zeit zu geben. Als ich sie erreichte. als ob er auf eine Antwort warte. wir werden dies bis zu einem späteren Zeitpunkt lassen. bei der man weiß. was gestern nacht geschehen ist".'s Stimme in meiner Brust. Aus irgendeinem Grunde ärgerte mich dies. Es war keine Furcht. Was er sagte. daß G. Nach einer langen Pause fragte mich G. sagte G. wo wir am vorhergehenden Abend gesessen hatten. brachte plötzlich alle meine Gedanken und Gefühle zu einem Stillstand. hörte ich wieder G. es sei eine Unterredung. Ich drehte mich um und ging zur Terrasse. die später als „Beweise" hätten dienen können. jedenfalls nicht eine bewußte Furcht. „Fragt ihn. trotzdem ich furchtbare Anstrengungen machte. aber ich zitterte am ganzen Köper. drei unserer Leute waren bei ihm. sagte er schließlich. Und gewisse Fragen. y Ich empfand. 387 . Sie sind jetzt müde". hätte ich mich selber fragen und auch beantworten können. warte und nicht lange warten werde. im Garten zwanzig Meter weg an einem runden Tisch. etwas Konkretes zu fragen." Und seine Stimme schwieg. Aber das Gefühl. um mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. war sehr stark und völlig neu und ganz anders wie alles andere.

Ich setzte mich zu ihm.. Denken Sie lieber über sich selbst. die mir besonders schwierig erschienen waren. sagte G. Gleichzeitig fühlte ich eine außergewöhnliche Gedankenklarheit und versuchte. „Gewiß nicht". die ich auf gewöhnliche Weise nicht finden könnte. verschwand alles. die eine Kraft ausmachen. laut. Ich wandte ihm meine Augen zu. — Wille. zu. „Wie kann ich dies loswerden? Ich kann es nicht länger ertragen". „Möchten Sie schlafen gehen?" sagte G. konnte aber nichts sagen. hatte meine Gedanken beantwortet. wollte auch gar nichts reden. daß ich vielleicht in diesem ungewöhnlichen Zustand Antworten auf die Fragen finden könnte. über die drei Kräfte. und er schaute mich an. „Lassen Sie es". sahen uns verwundert an. Und was war das Dritte? fragte ich mich. 388 . wenn ich das Dritte benennen könnte. Was konnten sie bedeuten? Können wir sie bestimmen? Können wir ihre Bedeutung verstehen? Irgend etwas begann sich in meinem Kopf zu formulieren.„HaitiIch hielt an und drehte mich G. „Sie können jetzt nicht die Antwort finden. es in Worte zu fassen. aber als ich versuchte. Ich begann über die erste Triade des „Schöpfungsstrahls" nachzudenken. fragte ich G. Er lächelte. Wir blieben noch drei weitere Tage in Finnland. sagte er. würde ich sofort alles andere verstehen. das den ganzen Tag und noch länger andauerte.. der mich manchmal zu bedrücken begann. Und ich war die ganze Zeit in einem ungewöhnlichen Gefühlszustand. Mir kam der Gedanke in den Sinn. Bewußtsein. „Wo gehen Sie hin? Setzen Sie sich hierher!" sagt er mit seiner gewöhnlichen Stimme. Während dieser drei Tage führten wir viele Gespräche über die verschiedensten Themen." Die Leute. mich auf bestimmte Probleme zu konzentrieren. G. sagte ich. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg". Dann begann etwas sehr Merkwürdiges. die mit uns dasaßen. über Ihre Arbeit nach. Mir schien.

Zweifellos „schlieft' ich in manchen Augenblicken. Aber das Wunderbare war noch längst nicht zu Ende gekommen. Darüber konnte überhaupt kein Zweifel sein. und ich „unterhielt" mich mit ihm. was er in seinen Träumen sah. und plötzlich sah ich. fuhr nach Moskau und wir gingen direkt vom Finnland-Bahnhof zum NikolajewskyBahnhof. daß der Mann. w a s Sie wünschten. daß ich. müssen meine Gefährten bei diesem merkwürdigen Abenteuer sehr überrascht haben. 389 . vieles hatte überhaupt keine Beziehung zur Wirklichkeit. Alle um mich herum schliefen. G. wobei ihm diese wie Wolken über seinem Gesicht hingen. Sie dauerte etwa drei Wochen an. Und ich war über viele Dinge in mir selbst überrascht. Und während dieser Zeitspanne sah ich von Zeit zu Zeit „schlafende Menschen". Wieder spät am Abend dieses Tages gab es neue und sehr merkwürdige Erscheinungen. um ihn zu verabschieden. die ich gesagt hatte. mich an die Dinge zu erinnern. Es war eine unbezweifelbare und deutliche Empfindung.'s Abreise ging ich die Troitskystraße entlang. Trotzdem seine Augen offen waren. ging er sichtlich in Träumen versunken. Es kam mir in den Sinn. Hiernach folgte eine merkwürdige Zeit. Zwei oder drei Tag-e nach G. Vieles glich dem Schlaf. In diesem Augenblick schlafen Sie nicht!" Ich glaube nicht. Plötzlich fand ich mich in der Lage des Prinzen im „Dornröschen". daß dies ganz wahr war. während ich ihn im Abteil des nach Moskau fahrenden Zuges sah. schlief. Schließlich fuhren wir nach St. Petersburg. Nach ihm kam ein anderer Schlafender. Dies erfordert eine besondere Erklärung. wenn ich ihn lange genug anschauen würde. Später war es sehr merkwürdig. Eine ziemlich große Gruppe war zusammengekommen. Er fuhr ab. seine Träume sehen könnte. benutzen Sie es. der auf mich zukam. Viele Dinge. Aber er ging weiter. Zweifellos erfand ich sehr viel. die ich zu jener Zeit sagte. Ein schlafender Iswostschik fuhr vorbei mit zwei schlafenden Insassen.„Was fragen Sie dann? Dies ist es. das heißt verstehen könnte.

wie man elektrische. Später wa-r wieder alles wie gewöhnlich. „schlafende Leute" zu sehen. Eine Sache. Ich erzählte nur einigen unserer Leute von diesen Experimenten. fähig wurde. Aber alles in mir war auf den Kopf gestellt. was ich während dieser drei Wochen sagte und dachte. sich ihrer selbst zu erinnern. Aber ich machte sofort die Entdeckung. als sie versuchten. mich meiner selbst zu erinnern. keine Erscheinung der Art.Es war mir klar. hörte ich auf. „Hellsehen". und ich konnte nichts vergessen. die Zukunft voraussehen. Aber ich hatte mich selbst gesehen. was genau geschehen war. chemische oder meteorologische Erscheinungen untersuchen kann. Am nächsten Tage wiederholten sie sich sehr schwach. war folgende: keine Erscheinung einer höheren Ordnung. mediumistische Erscheinungen und so weiter könnten auf die gleiche Weise untersucht werden. was es bedeutete: viele Dinge können mit unseren Augen gesehen werden. Wenn die Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. Ich konnte mir keine klare Rechenschaft darüber ablegen. die das Gebiet der gewöhnlichen. als ich genug Kraft hatte. wie „Telepathie". das heißt ich hatte Dinge in mir gesehen. Erscheinungen einer höheren Ordnung. Und es besteht kein Zweifel. daß dies geschehen war. die manchmal „metaphysisch" genannt wird. kann mittels gewöhnlicher Mittel in einem gewöhnlichen Bewußtseinszustand wie eine physische Erscheinung beobachtet oder untersucht werden. Diese Empfindungen dauerten einige Minuten. nämlich den Dingen und meiner Umgebung nicht zu erlauben. die ich früher nie gesehen hatte. meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. täglich zu beobachtenden Dinge überschreitet. Erscheinungen höherer 390 . Darüber konnte kein Zweifel bestehen. die ich damals ganz klar verstand. der ich vordem gewesen war. Es ist vollständig absurd zu glauben. daß viel Phantasie in dem war. und zwei von ihnen hatten ähnliche Erlebnisse. die wir gewöhnlich nicht sehen. konnte ich nicht umhin zu wissen. weil ich offensichtlich selbst eingeschlafen war. Und obgleich ich später wieder der gleiche wurde. daß ich durch den Versuch. nicht zerstreut zu werden. das heißt keine Erscheinung. diese Empfindungen für so lange zu verstärken und zu verlängern.

Wünsche und Sehnsüchte bemerkte. über meine Umgebung und besonders über die „Handlungsmethoden" in mir vollzogen. 391 . Ich sah mit unbezweifelbarer Klarheit ein und verlor auch später niemals ganz dieses Gefühl. Wozu ich gekommen war. nämlich die Nutzlosigkeit. zweite Tatsache war. wenn dies ohne genauere Bestimmung gesagt werden kann. Und dies schließt jede Möglichkeit von „richtig durchgeführten" Laboratoriumsexperimenten und -beobachtungen aus. warum dies unmöglich ist. in verschiedenen Formulierungen meiner Ziele. was in Finnland gesagt wurde. für die sie angewandt werden. ähnelte dem Anschein nach Tolstois Nicht-Widerstand-Leisten. Ich kann nur sagen. die ich in verschiedenen Ansichten von mir. das heißt Ergebnisse. Ich war früher nach eigenen Experimenten. die im Gegensatz zu den Zielen stehen. daß sich zu diesem Zeitpunkt gewisse. Und später sah ich deutlich ein. Von da an begann ich. ist viel schwieriger zu beschreiben. daß ich irgendwo sehr tief in mir selbst den esoterischen Grundsatz der Unmöglichkeit der Gewaltanwendung verstand. Er bezieht sich auf eine Veränderung. ganz gleich welchen Zieles anzuwenden. Und die. ganz bestimmte Wandlungen in meinen Ansichten über mich selbst. sondern daß sie das Ergebnis der Gefühle waren. Gewalt zur Erreichung irgendeines.Ordnung erfordern für ihre Untersuchung und ihr Studium einen besonderen Gemütszustand. mehr die Menschen zu sehen. Die erste Tatsache. Der zweite interessante Schluß. die ich im Heuen Modell des Weltalls im Kapitel „Experimentelle Mystik" beschrieben habe. daß in überhaupt allem gewalttätige Mittel und Methoden nur negative Ergebnisse zeitigen können. die ich feststellen konnte. im Zusammenhang standen. der bis zu diesem Zeitpunkt der Hauptzug meiner Haltung gegenüber dem Leben gewesen war. Diese Wandlungen selbst zu beschreiben. Viele Aspekte hiervon wurden mir erst später klar. mehr meine Gemeinschaft mit ihnen zu spüren. die ich dort erlebt hatte. zu den gleichen Schlüssen gelangt. zu dem ich kam. ist sehr schwer. daß sie in keiner Weise mit dem. aber nun verstand ich auch den Grund. war die Schwächung meines außerordentlichen Individualismus.

genau wie ich meinen Hauptzug „Ouspensky" nennen könnte oder. wie Sie es beschreiben. daß der Betreffende mit ihm nicht übereinstimme. Ich versuchte ihn zu fragen. was besser oder schlechter. weil der „Piotr Demianowitsch" jedes Menschen sich sozusagen „um seinen Hauptzug" bildet. tatsächlich mein Hauptzug ist". daß nicht jedermanns Hauptzug bestimmt werden kann. daß das. war sehr geschickt in der Bestimmung der Hauptzüge. daß er recht habe. „Ich stimme nur damit nicht überein. so sagte G. Das nächste Mal. zeige.aber es war keineswegs Nicht-Widerstand-Leisten. nach St. nicht vom Ständpunkt dessen. daß er fast unmöglich zu finden ist. Aber ich bestreite nicht. was genau in Finnland geschehen war. den ich in mir kenne. „Wenn dies der Fall war. Er erklärte nichts weiter. bedeutet das. was Sie sagen. sondern von einem praktischen Gesichtspunkt zu dieser Überzeugung gekommen war. immer. und warum ich Angst gehabt habe. Bei diesem Besuch lag der Schwerpunkt der Gespräche im „Hauptzug" oder „Hauptfehler" von einem jeden von uns. Bei dieser Gelegenheit erkannte ich. daß die Menschen mich so sehen mögen. wie G. sagte G. daß Sie nicht bereit waren". gegebenen Bestimmung seines „Hauptzuges" einverstanden war. „wenn Sie 392 . sondern was wirksamer und angebrachter ist. weil ich nicht von einem ethischen. als G.. daß er etwas gesagt habe. Dabei kann es keinen Irrtum geben. Wenn irgend jemand nicht mit der von G. G. sagte einer von uns. Petersburg kam. ob es wahr sei. „Piotr Demianowitsch". was mich beängstigt hätte. Und dann kann ein Mensch sich selbst für seinen Hauptzug nehmen. daß ihm die Tatsache. Bei manchen Leuten kann dieser Zug so unter verschiedenen formalen Äußerungen verborgen sein. ist viel schlimmer. sagte ihm G." „Sie wissen überhaupt nichts von sich". ihn immer nannte. „Der Hauptzug. war es Anfang September.

dann würden Sie nicht diesen Zug haben. „Das heißt nicht. wie verborgen dieser auch sein mag. Spitznamen bezeichnen manchmal sehr gut den Hauptzug. uns den Hauptzug darstellte. Aber Sie sehen nicht.inneren" und „äußeren Sich-Richten".etwas wüßten. G. „so werden Sie auf die Menschen nicht den Eindruck machen. und wie er einen wünschenswerten oder einen unerwünschten Eindruck hervorrufen kann. als Ihren Hauptzug annehmen. betonte diese Worte. Wenn Sie das. „Sie verstehen. so werden Sie verstehen. „Psychologie kann niemals nur eine Wissenschaft sein. sagte G.." Einem anderen von uns sagte er auf die Frage nach dem Hauptzug. wie die Menschen Sie sehen. „Zum Beispiel Soundso". solange ein Mensch in seinem Hauptzug festsitzt". wie diese Sie sehen. Nehmen Sie zum Beispiel Spitznamen. existieren Sie überhaupt nicht.Es kann kein richtiges . sondern jeden Eindruck. den Sie machen möchten. das heißt seine unwillkürliche Äußerung zerstören". ^. „Die Mitmenschen sehen den Hauptzug eines Menschen. daß Sie immer so sind. „Sein Hauptzug ist. „Und Psychologie sollte Kunst sein". die ein Mensch auf andere macht. Das war schon nicht mehr Psychologie. er nannte einen unserer Gruppe. und ihn zerstören. antwortete G. Aber ihre Definitionen sind oft sehr gut und treffend. was ich Ihnen gesagt habe. Aber wenn Sie so wie jetzt sind. Wie kann er sich nach irgend etwas ödet irgend jemandem richten?" Ich war erstaunt über die künstlerische Vollendung. Und wenn Sie einen Weg finden. daß er überhaupt nicht existiere. das war Kunst. Und die anderen Menschen sehen Sie sicherlich auf die Art.äußeres Sich-Richten' geben." 393 . sagte G. mit der G. ich sehe Sie nicht". gegen diesen Hauptzug anzukämpfen." Das Gespräch über die Eindrücke brachte uns wieder zu dem ^. wie ich es Ihnen sagte. Natürlich können Sie ihn nicht immer in Worten definieren." Hiermit begann ein langes Gespräch über die Eindrücke. den Sie jetzt auf sie machen. daß er nie zu Hause ist. seiner sei.

er habe kein Schamgefühl. sagte er. Wer nicht aufwachen will. er wäre in der öffentlichen Bibliothek gewesen und hätte die enzyklopädischen Wörterbücher von vier Sprachen nach der Bedeutung des Wortes „Gewissen" durchgesehen. Aber es hat keinen Sinn. „Aber ich streite doch nie!" antwortete der Mensch sofort sehr heftig. machte nur eine Handbewegung. alle Versuche in dieser Richtung aufzugeben.Einem anderen sagte er. gegen ihre Mechanisiertheit und den Schlaf anzukämpfen. den soll man jedenfalls gut schlafen lassen. Dem anderen Mann.. Wir müßten eine bestimmte Entscheidung treffen. mit jedem über alles zu streiten. zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Er fügte hinzu. G. daß wir so weitermachten. daß ei. und sofort machte dieser einen ganz komischen Witz über sich selbst. Er hatte sich stark erkältet. erklärte einem anderen in unserer Gruppe — es waf der Mann in mittleren Jahren. Zu dieser Zeit wohnte G. und wir trafen uns bei ihm in kleinen Gruppen. Am folgenden Tag kam der Betreffende und sagte.kein Gewissen habe." Er sagte. zu lachen. „Sie wissen jetzt schon". oder ob es besser sei. „daß man nichts Schreckliches von Ihnen verlangt. ob wir mit ihm weitergehen und arbeiten wollten. seinem Gefährten im Experiment. sagte G. die einen bestimmten und ernsten Entschluß faßten. in einer Wohnung an der Liteiny in der Nähe des Newsky. Einmal sagte er. sein Hauptzug sei eine Neigung. denn eine halbernste Haltung könne überhaupt kein Ergebnis zeitigen. G. es habe keinen Sinn. an dem er das Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern ausgeführt und der um Himbeermarmelade gebeten hatte — sein Kennzeichen sei. daß er die Arbeit nur mit denen fortsetzen würde. Niemand konnte umhin. er würde mit jedem von uns einzeln reden und jeder 394 .

und alle waren über die merkwürdigen und ganz unerwarteten Anklagen sehr erstaunt. Aber in Zukunft werde ich nur mit denen arbeiten. so ist dies nur deswegen. Mit einigen sprach er sehr lange. die ich tun könnte. sich um ihn kümmern solle. warum er. sagte. Ich will nichts weiter sagen. weil ich ein bestimmtes Ziel habe. und in allem. wovon G. Wenn ja.müsse ihm einen ausreichenden Grund aufzeigen. mit anderen nicht so lang. so irren Sie sich in beiden Fällen gewaltig. Und nur die Menschen können für mich nützlich sein. Sie sollten jetzt schon besser begreifen. und nur bei manchen Gelegenheiten verlor er sich in einer formalen Haltung oder in „buchstäblichem Verstehen". in ihrer Abwesenheit gesprochen hatte. Wir hätten G. ein Mißverständnis von seiner Seite und bei den übrigen Gruppenmitgliedem einen Mangel an Sympathie und Gefühl sahen. die plötzlich.'s Unterredungen mit Mitgliedern der Gruppe dauerten ungefähr eine Woche. und sollten jetzt auch schon einsehen. den ich in Verbindung mit den Experimenten der Teilung von Persönlichkeit und Wesenskem erwähnte. ob Sie sich auf dem gleichen Weg wie ich befinden oder nicht." Damit endete dieses Gespräch. das heißt gegen ihre Mechanisiertheit zu kämpfen. Und wenn ich meine Zeit hierauf verwende. „Wir machten aus allem ein Geheimnis". was G. sagte er. G. daß es nichts anderes gibt. wir sagten ihnen nicht. „oder vielleicht glauben Sie. die sich fest entschlossen haben. aufhörten. 395 . Niemand wußte. es schien uns wie durch eine Art Magie. irgend etwas zu verstehen. Schließlich verblieben fast alle. Nur zwei fielen ab. Es gibt sehr viele andere Dinge. der Mann im mittleren Alter. mit sich selbst zu kämpfen. daß dies mir viel Befriedigung gibt". worin mein Ziel besteht. Ihre Haltung war zuerst mißtrauisch und argwöhnisch und wurde dann sogar sichtlich feindlich gegen fast alle.. das heißt G. bestand die Prüfung in Ehren und wurde schnell ein sehr tätiges Mitglied unserer Gruppe. P-. woher es kam. die für mich bei der Erreichung meines Zieles nützlich sein können. „Sie glauben vielleicht. was ich tun könnte.

daß wir ihm nach ihrer Meinung immer „falsche Eindrücke" über sie berichteten. die Angst hätten.über sie Geschichten erzählt. mit G. und ich müßte von Ihnen lernen. Wir waren über diese und ähnliche Reden sehr überrascht. habe aufgehört. welches aus dem über Wissen und Sein Gesagten hervorgeht. Er lachte sehr. ihm die Wahrheit zu sagen. von den Menschen die Wahrheit zu verlangen. Ich kann Sie täuschen. zur Gruppe zurückzukommen?" fragten einige von uns G. „Nicht nur können Sie nichts tun". die uns bisher i fremd gewesen war.. nun wäre er scharf. Wenn es sich nicht so verhielte. dann würden Sie nichts von mir lernen. der er früher zu sein pflegte. er ziehe es vor. Viele Male versuchten wir. „sondern Sie 396 . sie haben aufgehört. falsche Eindrücke über sie vermittelt und ihn veranlaßt. alles in einem falschen Licht darzustellen. Aber Sie können mich nicht täuschen. ganz verschieden von dem. weil . damit er ihnen nußtraue. Gleichzeitig habe sich G.gerade damals die meisten von uns sich in einem sehr intensiven Gefühlszustand befanden und diesen zwei protestierenden Mitgliedern unserer Gruppe besonders gut gesinnt waren. Und dies war besonders merkwürdig. brachten sofort eine ganz neue Atmosphäre mit sich. Wir hätten G. die heuchelten." „Wie sollen wir mit ihnen sprechen und wie können wir ihnen helfen. als es war. sich gegenseitig schöntäten und gleichzeitig die anderen ausspionierten. als wir ihm erzählten. Sie . Leute um sich «zu haben. „Wie hoch sie die Arbeit schätzen". der die Arbeit lehrt. sagte ihnen G. das Wichtigste zu verstehen. In der Arbeit kann der. wäre ein ganz anderer geworden. „vollständig gewandelt". sagte er. Wir würden ihm alle unsere Gespräche mit ihnen berichten. wenn ich will. nicht getäuscht werden. Dies ist ein Gesetz. über sie zu reden. wodurch wir ihn zu Irrtümern veranlaßten. alles g-anz anders zu sehen. habe alles Gefühl und alles Interesse für einzelne verloren. „und was für ein ärmlicher Idiot ich von ihrem Gesichtspunkt aus bin! Wie leicht ich doch zu täuschen bin! Sie sehen. da wir alle Tatsachen verstümmelten und uns bemühten. anspruchsvoll.

wird es jetzt zehnmal schwieriger sein. Schon jetzt »nehmen sie eine Sache an' und . das heißt sie haben es einmal eingesehen." „Wie konnte dies geschehen?" fragten andere ihn. Sie sind Toren und sie wissen es schon. irgend etwas zu beurteilen. daß es immer auf die gleiche Weise geschieht.nehmen eine andere 397 . über mich und jeden anderen Urteile abzugeben. Wenn es vorher für sie schwer war. Das bedeutet mehr und mehr lügen. Und dies zeigt sich sofort in ihrer Haltung gegenüber den Ideen und dem. daß alles. Der Hauptgrund hierfür ist. Es ist immer sehr schwer. sagte G. etwas. Verstehen Sie doch. was sie vor allem zu behalten wünschen? Erstens das Recht. was ich sage. was Sie über mich und sich selbst gehört haben. sie könnten das Neue erwerben und das Alte behalten. sie beginnen. um sich selber im Recht zu fühlen. und Sie werden sehen. aber es kommt auf das gleiche heraus. sie bringen in ihre Arbeit schon ihre eigene lumpige subjektive Haltung mit. die ohne irgendwelche Art von Überredung oder Zwang zustandekommt. die die zwei noch haben.sollten es auch nicht versuchen. Aber im nächsten Augenblick vergessen sie dies alles. Versuche der Selbst-Rechtfertigung sind: Versuche. andere zu beschuldigen. sich selbst zu erkennen. als ob sie fähig wären. Und dann muß es eine vollständig freiwillige Entscheidung sein. „Warum wandelte sich ihre Haltung gegenüber uns allen und gegenüber Ihnen so plötzlich und unerwartet?" „Für Sie ist es der erste derartige Fall". weil Sie durch solche Versuche die letzte Chance vernichten. sie könnten zwischen zwei Stühlen sitzen. das heißt. Aber später werden Sie erkennen. daß es sehr oft vorkommt. „und darum scheint es Ihnen merkwürdig. daß man nicht zwischen zwei Stühlen sitzen kann. ihre eigene Wertschätzung von Ideen und Menschen zu haben. sie glauben dies natürlich nicht bewußt. um zu lernen. Und gewöhnlich denken die Menschen. um zur Selbsterkenntnis und zum Verstehen zu gelangen.. was für sie schädlicher ist als alles andere. „Und was ist es. Aus diesem Grund sind sie gekommen. Es muß zerstört werden und kann nur durch Leiden zerstört werden. zurückzukommen.

Indem sie etwas nicht annehmen oder einer Sache mißtrauen." 398 . würde ich nur einen von ihnen und nicht den anderen aufnehmen. Dies ist ein Gesetz. die weder mit der Arbeit noch mit meinen Ausführungen etwas gemein haben. was andere sagen oder tun. Und sie verstehen nicht einmal.Sache nicht an'. Ein . „Und beachten Sie ein Weiteres.arbeiten' zu können. jeder für sich selbst. Und so weiter und so fort wie eine Drehorgel. Sie verspüren sogar keine Verlegenheit. hören sie sofort auf. so wäre es leichter für sie. setzen sie sofort etwas eigenes an deren Stelle. weiß ich schon alles. sein Lied ausgesungen ist. was er später sagen wird. Es ist spaßig. Wären sie getrennt. unter solchen Bedingungen . Und auch Sie werden es aus den Folgen kennenlernen. oder sogar von denen ich keine Ahnung habe. ihre Lage zu erkennen und zurückzukommen.Arbeit' verbunden werden kann. Aber wenn sie selbst verrückte Dinge tun. „Und das Komischste hierbei ist. daß. Idioten. daß die Menschen dies bezüglich anderer sehen können. daß dies mit irgendeiner Art . und der eine unterstützt den anderen gerade in seinen Schwächen. alle anderen Mitglieder der Gruppe sind Toren. Aber sie sind ein Paar. in dieser Haltung mit mir und anderen zu sprechen. Fehler und Ungenauigkeiten zu finden und ebenso in allem. Sie sind ein Paar. daß sie sich einbilden. dem einen stimmen sie zu. in diesem Moment. aber welche sie besser als ich wissen und verstehen. den Hügel zu erklettern. in einer Sache trauen sie mir. aber sehr leicht. es in Beziehung auf sich selbst zu sehen.Geschnatter' beginnt — neue Theorien und neue Erklärungen. Nun kann einer ohne den anderen nicht zurückkommen. Sie beginnen in allem. ihn herunterzurutschen. Und in der Hauptsache denken sie. und sogar wenn sie zurückkommen wollten. Wenn ein Mensch irgend etwas in dieser Richtung sagt. beginne ich über Dinge zu reden. in einer anderen Sache trauen sie mir nicht. von denen ich gar nichts weiß. Es ist schwer. das andere lehnen sie ab. was ich sage oder tue. wenn ein Mensch diese Saite anschlägt. sie sind Freunde. Tatsächlich ist dies vollständig unmöglich. das heißt ohne mir in allem zu trauen und ohne alles anzunehmen. Jetzt.

was für sie gut ist. wie sehr G. wer für ihn wichtiger sei. Vor allem hatten alle Leute.. entschloß sich sogar. Das allein war schon ungewöhnlich. das . Und dann später mag der andere zurückkommen. sie hängen aneinander und hindern sich gegenseitig. sagte G. vor allem unsere Schwäche und unsere vollständige Unterordnung unter G. und es zeige unsere schlimmsten Eigenschaften. erstaunte mich durch ihre besondere Atmosphäre. im Gegenteil. Aber auf zufällige und neugierige Besucher machte dieses Schweigen einen außerordentlich merkwürdigen Eindruck. als ob sie Angst hätten. komisch. Dies ist ein gutes Beispiel dafür. die Reaktion verschiedener Menschentypen auf das „Schweigen" zu verzeichnen. setzten sich.'s Schüler waren — keine Angst zu schweifen. in Moskau. um ihnen zu zeigen. P. und ihnen zu verstehen zu geben. abweichen. mit ihnen zu reden. „Im augenblicklichen Fall nur. sich selbst zu fragen. „unnatürlich". Dabei wurde mir klar. wenn sie von dem. Aber ich sage Ihnen. die hinkamen — die alle G. in der alle Böden und Wände im östlichen Stil mit Teppichen und die Zimmerdecken mit Seidengehängen bedeckt waren. daß es sich nicht einmal lohne. der uns „unterdrücke".'s Schüler ihnen überlegen seien. „Das ist eine ganz andere Frage". Andererseits waren andere beleidigt." Im Oktober war ich mit G. Sie kamen. um den ersten zu befähigen.„Warum?" fragte ein Anwesender. Wenn er wichtiger ist. 399 . Seine kleine Wohnung auf der Bolschaja Dmitrowka.. es gab ein Gefühl der Sicherheit und der Befreiung von der Notwendigkeit. Und es war nichts Bedrückendes oder Unangenehmes in diesem Schweigen. rauchten und sprachen oft stundenlang kein einziges Wort. sie glaubten. ich oder sein Freund. muß er seinen Freund verlassen und allein zurückkommen. wie Menschen das Schlimmste tun. dann gibt es nichts weiter zu reden. aber wenn ich der Wichtigere bin. was sie überhaupt tun können. aufzuhören. eine gezwungene und erfundene Rolle zu spielen. Sie begannen zu reden und redeten unaufhörlich. andere fanden es dumm.Schweigen" sei gegen sie gerichtet.

erkennbar und greifbar. Dies war nicht der einzige Fall. daß ich sähe. wobei ihn sein Gegenstand mehr und mehr fortriß. Er erfand das alles auf der Stelle. daß er log. Und nachdem er eine Zeitlang dagesessen war. wie er lüge. selbst war nicht da. wie er gerade einen Menschen getroffen habe. Es war mir peinlich. Einmal kam ein Bekannter von G. begann unser Gast zu erzählen.'s Wohnung. hört er die verschiedenen Betonungen und beginnt die Lügen anderer Leute zu erkennen. Mir wurde klar. Wenn ein Mensch darauflosredet oder einfach auf eine Gelegenheit wartet. und er bemerkte überhaupt nicht die Blicke. mit der wir sprachen. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden.'s Gruppen kam. sehr schnell zu reden. Ich blickte auf die anderen und sah. unser Leben zu beschreiben. die wir unabsichtlich miteinander wechselten. und die „Betonung". wenn er ruhig ist. der ihm einige außerordentlich interessante Dinge über den Krieg. Sehr schnell bemerkte ich eine noch überraschendere Eigenheit von G. ihr Lächeln zu unterdrücken. daß sie genau wie ich empfanden und kaum fähig waren. 400 .. Mir schien es. Es war dort nicht möglich zu lügen. etwas sich selbst einzugestehen. Er hatte niemanden getroffen und niemand hatte ihm irgend etwas erzählt. Außer mir waren noch zwei oder drei Menschen in der Wohnung. wenn ich ihn anblickte. so bemerkt er die Betonungen der anderen nicht und ist unfähig. gründet. wenn wir die Tatsachen zu verbergen suchten. Eine Lüge wurde dort sofort offensichtlich. eine Art Selbstverteidigung ist und sich immer auf ein Nicht-bereit-Sein. um zu beginnen. Ich entsann mich plötzlich der Versuche.daß die Menschen das Schweigen mehr als alles andere fürchten und daß unsere Neigung. etwas einzusehen. über Friedensmöglichkeiten und so fort erzählt habe. ihn anzusehen. einfach weil er das Schweigen nicht ertragen konnte. daß auch in diesem Fall das Ganze in der Betonung lag. würde er erkennen. Aber sofort. G. immer zu reden. den ich schon vorher getroffen hatte und der manchmal zu G. die wir im Sommer gemacht hatten. daß er allein nichts bemerkte und fortfuhr. Plötzlich empfand ich. das heißt etwas aufwacht. Dann blickte ich wieder auf den Sprechenden und sah.

Piroschki. A. Schaschlik. übrigens waren meine Ängste umsonst.. die „Materialisation von Händen" und über anderes. er gab die Meinungen aller öffentlichen Persönlichkeiten von Moskau und St. Petersburg über alle möglichen Gegenstände wieder. es war eine jener kaukasischen Mahlzeiten. — Er setzte A. besonders über das Trocknen von Zwiebeln.'s Wohnung erinnerte mich sehr stark an mein Gefühl von „schlafenden Menschen". kagetischem Wein und so fort. nüt Sakuski. Ich erzählte ihnen. Ich wollte sehr gern einige meiner Moskauer Freunde bei G. Weder G. Petersburg gesehen hatte. dann über künstliche Düngung.die „schlafenden Menschen". die ich während dieser Tage traf. was in Finnland geschehen war. als ich erkannte. woran ich mich jetzt nicht mehr erinnere. unterhielt ihn die ganze Zeit und goß ihm Wein ein. bemerkte 401 . Ich war im Begriff zu sprechen. in seine Nähe. über Spiritismus. noch sonst jemand sprach ein einziges Wort.Wir sprachen verschiedene Male mit G. blickte so wild zu mir herüber. zu was für einer Prüfung ich meinen alten Freund gebracht hatte. aber G. — G. dann sprach er über das Trocknen von Gemüse für die Wehrmacht (womit er sich damals neben seiner Joumalistenarbeit beschäftigte). Ackerbauchemie und Chemie im allgemeinen.'s Erlaubnis lud ich ihn ein. A. mein alter Zeitungsfreund W. obwohl er gewöhnlich mit Arbeit überladen war und von einem Ort zum anderen hastete. A.'s Schülern über diesen Gegenstand. den Eindruck. war sehr freundlich zu ihm. lebendig genug zu sein. über Bodenverbesserung. die mittags beginnen und bis zum Abend dauern. würde beleidigt sein. da ich fürchtete. rief etwa fünfzehn seiner Leute zusammen und veranstaltete ein Essen. Mit einem Wort. Mir wurde plötzlich anders zumute. und über . die ich in den Straßen von St. einführen. das damals luxuriös war. zu ihm zum Essen zu kommen. über alle unsere Verbündeten und Feinde. erzählte. als ich ihm von G. Der arme A. aber von all denen. hielt dies für fünf Minuten aus. Aber er war sehr interessiert. und mit G. Mein Gefühl von mechanisch lügenden Menschen hier in G. Dann begann er zu reden. daß ich davon absah. Er sprach über den Krieg. machte mir nur einer. A. Es schwiegen nämlich alle.

„Natürlich die Erlebnisse. alles übrige zu finden. Und ich weiß. daß G. „Den nennt man einen gescheiten Menschen. seinen Leuten eine Vorführung gegeben hatte. in dem ich mich . mit viel Gefühl die Hand und dankte ihm für seine „sehr interessante Unterredung". Und vielleicht war dies das einzige Mal in seinem Leben. „von dem Gefühlszustand abhingen. Sie hatten den armen A. der mich ansah. daß er glücklich am Tische sitzen blieb und. sonst will er nichts. von dem ich schon berichtete. Er konnte natürlich nichts Derartiges erwartet haben.nichts. Wenn er nur reden kann. daß diese . wovon ich rede" — er nickte —. ohne einen Augenblick aufzuhören. Petersburg. Und er wußte. weil ich kein anderes weiß. Und so sind alle. wo er eine Gelegenheit gehabt hätte. Aber denken Sie nach. das mit einem anderen Gespräch in St. sie willentlich hervorzurufen und zu benützen. erinnere ich mich an eines. was Sie bisher gelernt haben?" fragte er mich. Aber er hätte es nicht einmal gemerkt. gegangen war. „Da sehen Sie es". daß sie immer davon abhängen 402 . die ich im August hatte". die Wahrheit zu hören. Diesmal begann G. Dann schüttelte er G. sagte er." Von den Moskauer Gesprächen mit G. „Was halten Sie für das Wichtigste von allem. wovon er redete. Dabei war er viel besser als viele andere. Und er redete selbst die ganze Zeit. was ist er denn wert? Er ist nicht mehr jung. und so war er auf den Leim gegangen. was ich ersehnen könnte. ich wäre dann fähig. er war so von seinem eigenen Reden und seiner eigenen Gesprächigkeit hingerissen. nachdem A. Gleichzeitig aber weiß ich. wenn ich ihm seine Hosen weggenommen hätte.Sdamals befand. Er log nicht. bis vier Uhr redete. „Wenn ich fähig wäre. so wäre das alles. selbst zu sprechen. denn ich glaube. zusammenhängt.Erlebnisse' — ich wähle dieses Wort nur. Ich begriff. zum Narren gehalten.. lachte verschmitzt. aber Sie verstehen. sagte ich. natürlich auf seine eigene Weise. wirklich. G. Ich war sehr beschämt.

Sie verstehen dies wörtlich. sagte G. sagte G. Sie können ihn selbst schaffen. „Etwas anderes. Sein Leiden zu opfern. in mir den Gefühlszustand. er habe es bereits einmal getan und ich müßte nun entweder warten. daß ich eine Sekunde lang den sehr starken Wunsch hatte. das heißt er. Aber wenn es irgend etwas in der Welt gibt. zufällig kommen." „Es gibt drei Wege". All diese Worte müssen in Anführungszeichen verstanden werden. was die Menschen nicht verstehen. sie müßten . ist ihr Leiden. . Was ziehen Sie vor?" Ich gestehe.„Ohne Opfer kann nichts erreicht werden. erzeugte. oder ich müßte selbst etwas tun. Sie glauben. Der Mensch ist so beschaffen. Ein Mensch mag allen möglichen Vergnügungen entsagen. von welchem ich sprach. zu sagen. „Aber wie kann das gemacht werden?" „Ich habe schon vorher gesagt. als ob ich schliefe.werden. dieser Zustand kann von selbst. Nun haben sie aber weder Glauben noch Ruhe noch Gesundheit. daß er an nichts so sehr gebunden ist wie an sein Leiden. „Ich will ihn natürlich selbst erzeugen".Glauben'. Und man muß vom Leiden frei 403 . Wenn ich solch einen Gefühlszustand in mir selbst hervorrufen könnte. was die Menschen opfern müssen.Gesundheit' opfern. Und drittens. Sie müssen ihre Einbildungen opfern. würde ich sehr schnell zu diesen Erlebnissen kommen.Wach-Sein'. Zum Beispiel einmal habe ich gesagt. wenn ein anderer. wirkliche Dinge zu opfern. Tatsächlich müssen sie nur das opfern. was sie haben. — Wie kann man diesen Gefühlszustand erzeugen? Sagen Sie es mir. ich zöge es vor. . sie müßten etwas opfern.Ruhe'. Aber das ist schwierig für sie. was sie sich einbilden zu haben und in Wirklichkeit aber nicht haben. Aber ich fühle mich unendlich weit von diesem Gefühlszustand entfernt. „Erstens. so ist es die Vorstellung vom Opfer. jemand kann ihn in Ihnen erzeugen. Dies ist »Schlaf und jenes . sagte ich. daß es von selber geschehe. aber sein Leiden wird er nicht aufgeben. Es ist viel leichter. daß er sagen würde. daß Opfer notwendig sind". ist auch sehr schwer. Zweitens. Aber ich sah sofort ein. um ihn zu erlangen. sehr schwierig.

Petersburg genannt hatten. wann man solch eine Skala benützen könne. aber in einer beträchtlich erweiterten Form. Ich begann nachzudenken." Aber ich war unfähig.'s System und Lehrmethode klarmachte. ob es nicht möglich sei.Wasserstoff4 96 dienen. Wasser ist das Absolute für ein Stück Zucker. Ich konnte mich von der Notwendigkeit der reduzierten Skalen nicht überzeugen. Hier ist das Absolute ." Ich blieb ungefähr eine Woche in Moskau und kehrte nach Petersburg mit einer frischen Ladung von Ideen und Eindrücken zurück.Wasserstoff4 96. genau zu bestimmen. sagte P. hatten sie die Reduktion fortgesetzt und alles in allem zwölf Skalen aufgestellt. aber gleichzeitig muß man damit beginnen. „Nehmen wir zum Beispiel die siebente Skala41. was dies bedeutet. die sich auf den Menschen und die Welt bezogen. die G. all diese verschiedenen Skalen mit den verschiedenen Kosmen zu vereinigen. Nun entziffern Sie. Nämlich außer den drei „Wasserstoffe-Skalen.werden. Nehmen wir die neunte Skala. „Das Absolute ist hier . der mir vieles in G. wie wir sie in St. Aber ich konnte nichts damit anfangen. kann arbeiten. Feuer kann als Beispiel von . die bis zur fünften Skala aufgestellt war und sich auf parallele Stufen in verschiedenen Welten bezog. Nichts kann ohne Leiden erreicht werden. Keiner/der nicht vom Leiden befreit ist. zeigte mir eine Tabelle. sein Leiden zu opfern. Feuer ist folglich das Absolute für ein Stück Holz. das Prinzip zu erfassen. Und nachdem ich bei diesem Gedanken verweilt hatte. Später muß noch viel über das Leiden gesagt werden.'s Schüler verschiedene Gesetze erklärt. unter anderem zeigten sie mir wieder die „Tabelle der Wasserstoffe". auf Grundlage dessen es möglich wäre.Wasserstoff4 384 oder Wasser. Während meines Moskauer Aufenthaltes hatten mir G. P. fuhr ich in einer 404 . In solcher Form war die Tabelle kaum verständlich. Hier ereignete sich ein interessanter Vorfall. der nicht sein Leiden geopfert hat. uns vorher ausgearbeitet hatte.

H6 Hl H12 Hl H6 H12 H24 H12 Hl H6 Hl H6 H12 H24 H96 H384 Tabelle 4 H6 Hl H24 Hl H6 H6 H12 H24 H12 H24 H48 H48 H96 H192 Hl H12 H6 H48 H24 H12 H96 H48 H24 H192 H48 H24 H48 H96 H192 H384 H768 H96 H192 H384 H768 H1536 H96 H48 405 H384 H192 H96 H768 H384 H192 Hl H6 H12 H48 H24 Hl H6 H12 Hl H6 Hl H1536 H768 H384 H3Ü72 H1536 H768 H6144 H3072 H1536 H12288 H6144 H3072 H 192 H96 H48 H24 H12 H6 .

mittein. daß ich jetzt sofort etwas finden müsse. den Beginn des Gespräches über die „Diagramme". weil ich sie selber nicht verstand. während ich die Moskauer Gespräche genau überdachte. Petersburg •j allen anderen mitteilen müsse. von denen die erste „Wasserstoff-Skala abgeleitet war. 3. Der Stein des Anstoßes war die Beziehung der drei Kräfte l. 3 in l. daß. diese bei seiner Ankunft in St. wobei ich versuchte. 3 und l.'s System. der von allgemeinen Fragen und Gesetzen handelte. die Hauptsache zu ver. wer auch immer nach Moskau führe und irgendwelche neue Erklärungen ^oder Vorlesungen höre. ging eine andere durch meinen Kopf: Wie soll ich anfangen? — Was bedeutet der Übergang von l. Und die ganze Zeit. In diesem Zustand kam ich in i St. 2 und die Beziehungen zwischen „Kohlenstoff^'. Wir hatten in unserer Gruppe eine Abmachung. 2. daß ich nicht nur nichts Neues erworben. daß ich im allgemeinen aufgehört hatte. soweit als möglich hinauszuschieben. während ich von einer Sache sprach. Das ärgerte mich und j ich wußte nicht. sondern auch das Alte verloren hatte. wie wir den Teil von G. Ich begann auf der Tafel das Diagramm zu zeichnen. i fühlte ich. „Sauerstoff^' und „Stickstoff". Aber auf dem Weg nach St. was ich tun sollte. 3. Ich berichtete über die allgemeinen Eindrücke meiner Reise. Und ich verließ Moskau mit dem unangenehmen Gefühl. daß ich nicht fähig sein würde. könnte ich den anderen nichts sagen. irgend etwas von den „drei Strahlungs-Oktaven" zu verstehen. denn wenn ich nicht erst selbst etwas fände. Es war 406 . 2. nämlich was ich schon zu verstehen geglaubt hatte. bezeichneten. weil die Kosmen natürlich überhaupt keine Beziehung zu der Einteilung der Skalen haben. Petersjburg.vollständig falschen Richtung fort. Petersburg an. daß darin etwas Wichtiges enthalten war. Gleichzeitig schien es mir. und am folgenden Tag ging ich zu unserer Zusammenkunft. Gleichzeitig erkannte ich. 2? Kann ein Beispiel eines solchen Überganges in uns bekannten Erscheinungen gefunden werden? Ich fühlte.

daß Beispiele oder Analogien des Überganges der Kräfte l. uns zu helfen. als ob ich für mich selbst neue Möglichkeiten. deren Zweck ich nicht verstand. ist es notwendig. „Würde es nicht einfacher sein. diese rascher zu lösen? Sie wissen. weil nur wenig Zeit da ist und noch mehr Schwierigkeiten vor uns liegen.das Diagramm der Strahlungen in drei Oktaven: das Absolute — Sonne — Erde — Mond. und wir werden sie niemals lösen. was ich selbst auf dem Weg zur Versammlung nicht verstanden hatte. Wir waren bereits an diese Terminologie und an G.'s Darstellungsart gewöhnt. Dies verursachte in mir eine außerordentlich starke und klare Empfindung. bei dem die Glieder der Kette wie in einem mystischen Tanz Platz wechselten. daß wir nur sehr wenig Zeit haben. alles: „Ein sich bewegendes Diagramm. daß es nötig sei. was ich sagen würde. und das oft." Ich sah ein. sah ich. das mir in den Kopf kam und das niemand in Moskau ausgesprochen hatte. Ich empfand in diesem Wort soviel. daß ich für einige Zeit gar nicht hörte. Sie selbst haben gesagt. 2. Später hatte ich mit G. 3. 3 und l. eine neue Wahrnehmungs.und Verstehensmethode entdeckt hätte. sobald ich gesagt hatte. so zu han- 407 . „Wir verschwenden unsere Zeit auf Rätselraten". was ich sagte. daß sie mir zuhörten und daß ich alles erklärt hatte. 2 in der wirklichen Welt gefunden werden müssen. ein Gespräch über verschiedene Skalen. was über das ihnen bereits Bekannte hinausginge. sagte ich. sich dieses Diagramm als ein sich bewegendes vorzustellen. nämlich dadurch." „Gerade aus dem Grunde. wenn wir in diesem Tempo fortfahren. Aber ich wußte überhaupt nicht. Und plötzlich verband und erklärte ein einziges Wort. Und unter dem Ansporn dieser Empfindung fand ich. daß man anderen Leuten etwa<> erklärt. daß noch viele andere Schwierigkeiten vor uns liegen. Aber nachdem ich meine Gedanken gesammelt hatte. sogleich Beispiele hierfür sowohl im menschlichen Organismus und in der astronomischen Welt als auch in der Mechanik der Wellenbewegungen.

Und Sie möchten. sagte G. daß irgend etwas in den Schulen in einer vollständigen Form gegeben wird? Sie betrachten das sehr naiv. wenn es nicht gegeben wird. aber nicht wartet." 408 . Manchmal kann man etwas aus Witzen lernen. das Gespräch auf bestimmte Dinge bringen. wie wird es später sein? Glauben Sie. „Wenn Sie vor diesen Schwierigkeiten schon Angst haben. so tun als ob. wie ich es tue". wenn nötig stiehlt. aus Geschichten.dein. daß alles sehr einfach sei. Sie müssen wissen. Sie müssen schlau sein. bis jemand kommt und es einem gibt. Das ist nie der Fall. wie man es nimmt.

nannte er subjektiv. die Ausdrücke „objektiv" und „subjektiv" in einem besonderen Sinn.'s Moskauer Schülern machten. das war für ihn objektives Wissen. Von ältesten Zeiten an haben Menschen. Wie ich schon früher erwähnt habe. um dies zu erreichen. Wissen vom All.V I E R Z E H N T E S KAPITEL E s gab einige Punkte. die den Inhalt und die Bedeu- 409 . die einige von G. Ich will versuchen. „Eine der zentralen Ideen objektiven Wissens". zu vermitteln. indem ich zum Teil Aufzeichnungen.. mit unseren Worten „objektive Wahrheiten" zu vermitteln. der Einheit in der Vielheit. wenn die formellen Vorlesungen beendet waren. und zum Teil meine eigenen Aufzeichnungen der Petersburger Gespräche benütze. indem er die Einteilung in „subjektive" und „objektive" Bewußtseinszustände zur Grundlage nahm. zu denen Außenstehende zugelassen wurden. Wissen. unweigerlich in all seinen Gesprächen mit uns zurückkam. Wissen von Dingen an sich. sagte G. das einen „objektiven Bewußtseinszustand" begleitet. das Folgende. und das zweite war die Frage der Unvollkommenheit unserer Sprache und der Schwierigkeit. auf die G. Das erste war die Frage der „Selbst-Erinnerung" und die Notwendigkeit dauernder Arbeit an sich selbst. „ist die Idee der Einheit von allem. das auf den gewöhnlichen Methoden der Beobachtung und der Nachprüfung von Beobachtungen beruht. gebrauchte G. All unser gewöhnliches Wissen. die von der Beobachtung uns zugänglicher Tatsachen in subjektiven Bewußtseinszuständen abgeleitet werden. alle wissenschaftlichen Theorien. soweit ich mich daran erinnere. Wissen auf Grund alter Methoden und Beobachtungsprinzipien.

oder i in religiösen Lehren. von der alles andere abgeleitet wird. durchziehen die ganze Geschichte der Menschheit von der ältesten bis zur heutigen Zeit und haben sich in den Formen religiösen Glaubens und philosophischer Systeme gleich Denkmälern auf den Wegen dieser Versuche. Versuche. wenn es durch subjektives Bewußtsein wahrgenommen wird. welche die Menschen auf die Stufe des .Objektives Wissen mit der Idee der Einheit geht aber mit objektivem Bewußtsein Hand in Hand. Die Formen. manchmal weniger erfolgreich. um diese Idee in einer den anderen verständlichen Form zu vermitteln. die danach strebten. einen Weg zu finden. und die Idee selbst wurde entweder in einer logischen Form gegeben. die dieses Wissen ausdrücken. .. ein Glaubenselement zu schaffen und eine Gefühlswelle hervorzurufen. eine Bestimmung des »grundsätzlichen Prinzips' •oder der apyi zu geben. „Versuche sowohl der einen als auch der anderen Art. und zwar mit entsprechender Vollständigkeit und Genauigkeit. die ihre richtige Aufnahme seitens anderer gewährleisten und die Möglichkeit der Verstümmelung und Verfälschung bei der Weitergabe ausschließen. wie zum Beispiel in philosophischen Systemen.tung dieser Idee verstanden und in ihr die Grundlage objektiven Wissens sahen. Für das subjektive Bewußtsein ist jedoch die Welt in Millionen gesonderter und unzusammenhängender Erscheinungen gespalten. eine geeignete Vorbereitung. manchmal : mehr. erhalten. 410 . Zu diesem Zweck verlangte man von den Menschen. die dieses Wissen besaßen. das Denken der Menschheit und das esoterische Denken zu vereinen. Um dies durchzuführen. müssen es verstümmeln und an Stelle der Wahrheit mehr und mehr Täuschungen erzeugen. mußte die Idee in Formen gefaßt werden. In solchen Fällen mußte die Idee der Einheit von allem als die grundsätzliche und zentrale Idee dieses Wissens zuerst vermittelt werden. die danach strebten. Die richtige Übermittlung der Ideen objektiven Wissens war immer ein Teil der Aufgabe derjenigen. danach gestrebt. Mit objektivem Bewußtsein ist es möglich. die Einheit von allem zu sehen und zu fühlen.objektiven Bewußtseins' bringen sollten. denen diese Idee vermittelt wurde.

aber nur mit den zuständigen Zentren. ohne die Gesetze zu kennen. Es kann immer alles verstanden werden. die Idee der Einheit durch . „Es wurde schon gesagt. führen zu nichts. die die Möglichkeit falscher Deutungen ausschließen. daß in den höheren Bewußtseinszuständen des Menschen die höheren psychischen Zentren arbeiten: das . die eine Summe ihres Inhaltes darstellen) nur mit dem Denken zu verstehen oder zu erklären. . auf denen diese Teilung beruht.Symbole' und durch besondere Wortformeln auszudrücken.Symbole' (oder die Formeln und Ausdrücke. kann die Idee der Einheit. „Nichtsdestoweniger besteht die Idee der Einheit von allem auch im intellektuellen Denken. durch .diese Erscheinungen in irgendeinem wissenschaftlichen oder philosophischen System zu verbinden. welche für den objektiven Bewußtseinszustand erkenntlich und offensichtlich ist. Die Vorbereitung zur Aufnahme 411 . . oft sogar von einer Epoche zur anderen überliefert haben. niemals mit genügender Vollständigkeit und Klarheit vermitteln. im voraus zum Scheitern verurteilt.höhere Gefühls-' und das . die diese Idee unverändert von einer Schule zur anderen. „In der Erkenntnis der Unvollkommenheit und Schwäche der gewöhnlichen Sprache haben die Menschen im Besitz objektiven Wissens versucht.Mythen' und . Aus diesem Grunde sind alle Versuche.Symbole' war es. .Mythen'. und die Prinzipien der Teilung des Ganzen nicht finden kann. Eine Sprache.Mythen' waren für das höhere Gefühlszentrum bestimmt. wenn man von gesonderten Tatsachen ausgeht. aber in ihrer Beziehung zur Vielheit kann sie in Worten oder logischen Formen niemals klar ausgedrückt werden. Das Ziel der .Mythen' und . ihnen die dem Intellekt unzugänglichen Ideen zu vermitteln. und zwar in Formen. die höheren Zentren des Menschen anzusprechen.Symbole' für das höhere Denkzentrum. die Eindrücke der Vielheit und Mannigfaltigkeit in subjektiven Bewußtseinszuständen zum Ausdruck bringt und darauf aufgebaut ist. weil man nicht zur Idee der Ganzheit kommen kann.höhere Denkzentrum'. Hier verbleibt immer die unübersteigbare Schwierigkeit dieser Sprache.

mit dem Studium seiner selbst und der Erkenntnis der in ihm wirkenden Grundgesetze beginnen. denn nur ein richtig vorbereitetes Denken kann diese Ideen den höheren Zentren vermitteln. und sie überliefern nicht nur das Wissen selbst. die ersten schlössen die Prinzipien der gesonderten Wissensgebiete ein. weil ein buchstäbliches oder formales Verstehen von Symbolen es sofort unmöglich machte. die zu objektivem Wissen zählen. so unten' aus den Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistos. Aber was ihn selbst betrifft.wie oben. „Die Symbole wurden in grundlegende und untergeordnete eingeteilt. Deshalb soll der Mensch. die gewissen Gesetzen zufolge eine Ganzheit bildet. gefunden werden können. der nach der Erkenntnis des Weltalls strebt. Das Studium von Symbolen. gab es eine mit einer besonderen Bedeutung. zu irgendeinem weiteren Wissen zu kommen. gehören die Diagramme der Grundgesetze des Weltalls. Diese Formel behauptet. welche eine Zusammenfassung des Inhaltes vieler Symbole darstellen.von Ideen. muß über den Weg des Denkens geschehen. ohne fremde Elemente hinzuzufügen. Derselbe Sinn liegt in der Analogie zwischen dem Mikrokosmos (Mensch) und dem Makrokosmos (Weltall). ihrem Aufbau und ihrer Bedeutung bildete einen sehr wichtigen Teil der Vorbereitung der Aufnahme objektiven Wissens und war in sich selbst eine Prüfung. die zweiten brachten die wesentliche Natur der Erscheinungen in ihrer Beziehung zur Einheit zum Ausdruck. daß alle Gesetze des Kosmos im Atom oder in jeder anderen Erscheinung. „Von diesem Gesichtspunkt ist eine andere Formel. „Zu den Symbolen. erkenne dich selbst. die zur Überlieferung der Ideen des objektiven Wissens dienen. „Unter den Formeln. nämlich die Formel . sondern zeigen auch den Weg dazu. Die Grundgesetze der Triaden und Oktaven sind in allen Erscheinungen zu finden und sollten gleichzeitig sowohl in der Welt als auch im Menschen untersucht werden. voll von besonders tiefer Bedeutung und eines der führenden 412 . ist der Mensch ein näherer und erreichbarerer Gegenstand für die Untersuchung und das Wissen als die Welt der Erscheinungen außerhalb seiner selbst.

das unter dem Namen das Siegel Salomonis bekannt ist. Auf diese Weise wird er die Linie des Willens zuerst in den Kreislauf der Zeit und dann in den Kreislauf der Ewigkeit einführen. 413 . der nur die Oberfläche der Erscheinungen kennt. das sie geschaffen hat. wovon das eine dem anderen entgegengesetzt ist und die. Dies klingt wie ein Paradoxon. wenn er nämlich diese Gesetze in sich selbst verstanden hat. der es geschaffen hat. Dieser Vorgang wird in ihm das große Symbol erzeugen. Jedoch bezüglich seiner selbst kann sein Verständnis der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit in einer praktischen Form Ausdruck finden. kann er sozusagen die Auswirkung der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit auf den dauernden Kampf mit sich selbst auf dem Wege zur Selbst-Erkenntnis beschränken. und beim Selbst-Studium studiert er die Welt. „Dem Verständnis von Symbolen kann man auf folgende Weise näherkommen: beim Studium der Erscheinungswelt sieht man zu allererst in allem das Wirken zweier Prinzipien. Aber bezüglich des Kosmos ist er nur ein Zuschauer und noch dazu einer. Diese Äußerung der großen Gesetze der Zweiheit und Dreiheit sieht der Mensch gleichzeitig im Kosmos und in sich selbst.Symbole auf dem Weg zur Erkenntnis der Wahrheit. genau wie es dem Menschen diente. Und dann wird das Symbol für ihn zu einer Synthese seines Wissens und dient ihm als Ausdruck und zur Übermittlung desselben. aber die Bedeutung eines Symbols und die Enthüllung seines Kems kann nur dem vermittelt und nur von dem verstanden werden. „Die Bedeutung der Symbole kann nur einem Menschen klargemacht werden. Beim Studium der Welt und ihrer Gesetze studiert ein Mensch sich selbst. der schon zu einem gewissen Verständnis dieser Symbole in sich selbst gelangt ist. der sozusagen schon weiß. In diesem Sinn lehrt jedes Symbol uns etwas über uns selbst. während sie sich für ihn nur in einer Richtung zu bewegen scheinen. welche sich in verschiedenen Richtungen bewegen. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen unterstützen einander. was dieses Symbol enthält. in Vereinigung oder im Gegensatz zueinander. das eine oder andere Ergebnis zeitigen. das heißt die wesentliche Natur des Prinzips aufzeigen.

Das Verständnis der Zweiheit in einem selbst beginnt mit der Einsicht der Mechanisiertheit und der Einsicht des Unterschiedes zwischen dem. gute und schlechte und • in angenehme und unangenehme eingeteilt. der heutige Sieger ist der Besiegte von morgen. Jeder Mensch. Dies ist die Zweiheit. Er besteht gänzlich aus Zweiheiten oder . Eindrücke.Gedanken eines Menschen werden in positive und negative. der sich auch nur ein wenig beobachtet. das ganze menschliche Leben vor sich geht. Die Gedanken sind dem Gefühl entgegengesetzt. ihm natürlichen Zustand wird als Zweiheit angenommen. Die Arbeit der Zentren vollzieht sich im Zeichen dieser Einteilung. was mechanisch und dem. „Aber diese Dualität scheint zu wechseln. wird morgen zweitrangig und untergeordnet. alle Reaktionen. Alle Empfindungen. was uns heute führt. 4. nützliche und schädliche. welche sie ausdrücken. Diesem Verständnis muß die Zerstörung der Selbst-Täuschung vorausgehen. was bewußt ist. und alles ist gleichermaßen mechanisch. in der alle Wahrnehmungen.„Die rinfackeren Symbole: Figur 43 oder die Zahlen 2. 3. kann diese Dualität in sich erkennen. Bewegungsimpulse stehen einer instinktiven Sehnsucht nach Ruhe gegenüber. „Der Mensch in seinem normalen. nötige und unnötige. haben bezüglich der inneren Entwicklung des Menschen eine bestimmte Bedeutung. gleichermaßen unabhängig vom Willen und führt gleichermaßen zu keinem irgendwie gearteten Ziel. in der ein Mensch lebt. der sogar 414 .Gegensatzpaaren'. 5. 6. Sie zeigen die verschiedenen Stufen auf dem Wege der menschlichen Selbst-Vervollkommnung und des Wachstums seines Seins. Gefühle und .

dann »schließt er das Pentagramm in sich ein' und wird ein ausgebildeter Typus des physisch vollkommenen Menschen. Die Schaffung eines dauernden dritten Prinzips ist für den Menschen die Verwandlung der Zweiheit in die Dreiheit. welche das fehlende Prinzip darstellen und den Menschen in direkte und dauernde Verbindung 415 . Und von diesen Bedeutungen muß zweifellos vor allem die begriffen werden. welche sich gemäß den Gesetzen der Zweiheit vollziehen. den mechanischen Vorgängen. Zu diesem Zweck beginnt der Mensch mit dem Bestreben. bei denen früher zufällige neutralisierende . daß der Mensch fünf Zentren hat: das Denk-. „Die Entwicklung der menschlichen Maschine und die Bereicherung des Seins beginnt mit einem neuen und ungewohnten Arbeiten dieser Maschine. den Unterschied zwischen dem Mechanischen und dem Bewußten in sich selbst zu sehen. eine bestimmte. der zur weiteren Entwicklung unfähig ist. Bewegungs-. beginnt ein Kampf um die Verwirklichung des Bewußtseins im Leben und um die Unterordnung des Mechanischen unter das Bewußte. Wir wissen. sogar bezüglich des Menschen. instinktive und Geschlechtszentrum. Die vollständige und richtige Arbeit der fünf Zentren vereint diese mit den höheren Zentren. Die überwiegende Entwicklung irgendeines Zentrums auf Kosten der anderen erzeugt einen außerordentlich einseitigen Menschentypus. sondern viele verschiedene Bedeutungen.Schocks' zu wirken pflegten und zufällige Ergebnisse zeitigten. die sich auf die richtige Arbeit der Zentren bezieht. „Die Stärkung dieser Entscheidung und deren dauernde und unfehlbare Anwendung auf alle Ereignisse. Die nächste Stufe. Wenn jedoch ein Mensch die Arbeit der fünf Zentren in sich in harmonischen Einklang bringt.seine mechanischsten Handlungen für willentlich und bewußt und sich selbst für eine Einheit. hat nicht eine. ergibt eine bleibende Ergebnislinie in der Zeit und bildet die Verwandlung der Dreiheit in die Uierheit. aus bewußten Motiven stammende Entscheidung entgegenzusetzen. Gefühls-. eine Ganzheit hält. „Wenn die Selbst-Täuschung zerstört ist und der Mensch anfängt. die Verwandlung der Vierheit in die Fünfheit und die Konstruktion des Pentagramms.

durch die Quersumme dieser Ziffern.theosophische Addition' bekannt ist. Jedoch sogar diese Deutung ist unvollständig. Stufe ist das Ende des vorigen und der Beginn des neuen Kreislaufes. nämlich die Bestimmung von Zahlen. die unter dem Namen . Auf diese Weise schließt das Oktaven-Gesetz und der Entwicklungsvorgang. An dieser Stelle kommen wir zu dem. wie zum Beispiel die Idee der Selbst-Erkenntnis verstanden werden muß. 3. die aus zwei oder mehr Ziffern bestehen. Die Symbolik der Zahlen kann nicht ohne das Oktaven-Gesetz oder ohne eine klare Vorstellung.zusätzlichen Schocks' ergeben neun Stufen. was man als die Symbolik der Zahlen bezeichnen kann. „Der gleiche Vorgang der harmonischen Entwicklung des Menschen kann vom Gesichtspunkt des Oktaven-Gesetzes aus betrachtet werden. Das Oktaven-Gesetz gibt ein anderes System von Symbolen. das heißt. das heißt die Krönung des Vorganges. „Und dann wird der Mensch ein sechszackiger Stern. zehnte. Es kann nur auf die gleiche Weise verstanden werden. Die letzte. verstanden werden.mit dem objektiven Bewußtsein und objektiven Wissen bringen. 6 — als auf einen bestimmten Vorgang anwendbar gedeutet. indem er in einen unabhängigen und in sich vollständigen Lebenskreis eingeschlossen wird. Die sieben Grundtöne zusammen mit den zwei . scheint diese Methode 416 . 4. die Zahlen von eins bis zehn ein. Durch Einschluß des do der nächsten Oktave erhalten wir zehn Stufen. weil ein Symbol nie vollständig gedeutet werden kann. Die sieben Grundtöne der Oktave drücken das Gesetz der Sieben aus. Im Sinn des Oktaven-Gesetzes ist jeder vollständige Vorgang ein Übergang der Note do durch eine Reihe von nachfolgenden Tönen zum do der nächsten Oktave. die die Symbolik der Zahlen nicht verstehen. „In den westlichen Systemen des Okkultismus gibt es eine Methode. wie Oktaven im Dezimalsystem ausgedrückt werden und umgekehrt. „In diesem Beispiel wird die Reihe der gegebenen Symbole — 2. er verkörpert in sich das Siegel Salomonis. Menschen. Die Hinzufügung des do der nächsten Oktave. ergibt die achte Stufe.Intervallen' und den . macht er sich von fremden Einflüssen oder zufälligen Schocks frei. den es ausdrückt. 5.

Eine Vereinigung der vier symbolischen Methoden von Zahlen.der Vereinigung von Zahlen absolut willkürlich zu sein und zu nichts zu führen. die durch die Zahlen von eins bis zehn ausgedrückt werden. weil sie nämlich alle Vielheit in die sie beherrschenden Grundgesetze auflöst. wird das gleiche Symbol ein . Buchstaben und Worten ergibt eine komplizierte. um die Idee der Einheit zu vermitteln.ihr eigenes Gegenteil'. undeutlich und sehr leicht . von welchen aus es geprüft werden kann. die Fähigkeit. für den hat die Methode der theosophischen Addition eine tiefe Bedeutung. das sie zu einer Ganzheit vereint. daß ein Symbol niemals in einer endgültigen und bestimmten Bedeutung angenommen werden kann. werden in ihnen starr. zwängen ihre Bedeutung in einen engen dogmatischen Rahmen. es gleichzeitig von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu sehen. „Wie wir früher erwähnt haben. Das hat seinen Grund darin. die in die Worte der gewöhnlichen Sprache übertragen sind.Kabbala' ist auch eine Symbolik der Buchstaben in Gebrauch und in Verbindung mit der Buchstabensymbolik eine Symbolik der Worte. sind in der Symbolik Zahlen mit bestimmten geometrischen Figuren verknüpft und ergänzen sich gegenseitig. daß die Symbole buchstäblich verstanden werden und man ihnen eine einzige Bedeutung verleiht. In der . so gute Absichten er auch haben möge. eine Symbolik der Alchimie und eine Symbolik der Astrologie und ebenfalls das System der Symbole des larot. und erfordert von einem Menschen.Gerät der Täuschung'. In der Hand des Unfähigen und Unwissenden jedoch. Die Wahrheit wird wieder durch eine 417 . der selbst die sehr relative Freiheit der logischen Untersuchung eines Gegenstandes unmöglich macht. „Jedes dieser Systeme kann als Mittel dienen. geometrischen Figuren. der die Einheit alles Bestehenden versteht und den Schlüssel für diese Einheit hat. der es erfassen will. „Ferner gibt es eine Symbolik der Magie. aber vollkommenere Methode. Im Ausdruck des Gesetzes der Einheit einer unendlichen Mannigfaltigkeit besitzt das Symbol selbst eine unendliche Anzahl von Aspekten. Der Grund hierfür besteht in der Tatsache. Für einen Menschen jedoch. Symbole.

weil es das Streben nach wirklichen Ergebnissen. hierbei zu verweilen. Um die Sprache verstehen zu können. obwohl diese Symbolik nicht von jedem verstanden wird. sind von vornherein zum Scheitern verurteilt und führen in den meisten Fällen zu weiteren Täuschungen. beginnt — anstatt Anstrengungen zu machen. der Dinge vernimmt. sie zu bestreiten oder zurückzuweisen. was für Irrtümer aus den Symbolen der Religion. ist nur auf einer gewissen Entwicklungsstufe und nur dann möglich. indem er ihnen eine Meinung entgegensetzt. nach der Vereinigung von Wissen und Sein. wenn sie symbolisch wird. erfordert eine ungeheure Anstrengung des Sichtens. das heißt nach dem Großen Tun. Reines Wissen kann nur in Symbolen vermittelt werden. Ein Mensch jedoch. was sie hören. bei welchem die Idee des Symbols selbst verlorengeht. logische Defini- 418 .A äußere Lügendecke verschleiert. Es ist wohl bekannt. die es ersehnen und ihn anzusehen verstehen. weil der Intellektualismus der zeitgenössischen Erziehung die Menschen mit einer Neigung und einem Hang erfüllt. die für ihn neu sind. durchsichtig wird. irgend etwas Neues zu erreichen. „Richtiges Verständnis von Symbolen kann nicht zu Meinungsverschiedenheiten führen. der jedoch für jene. „Es ist notwendig. und sie zu erkennen. muß man vorher gelernt haben und bereits wissen. Auf diese Weise versperrt er sich jede Aussicht. von der Symbolik der Sprache zu sprechen. die sie buchstäblich und nur in einer Bedeutung aufgefaßt haben. etwas buchstäblich zu verstehen. „Und in diesem Sinn ist es möglich. wie man zuhören muß. um diese zu verstehen —. Es vertieft das Wissen und kann nicht theoretisch bleiben. wenn der Zuhörer die entsprechenden Anstrengungen macht und in einem entsprechenden Zustand ist. wenn von objektivem Wissen und der Vereinigung von Vielfalt und Einheit die Rede ist. sie verhüllen es wie ein Schleier. Die innere Bedeutung von etwas Gesagtem zu verstehen. Alchimie und besonders der Magie in solchen Leuten entstanden sind. gegen alles. verstärkt. die er als lichtig betrachtet und die gewöhnlich überhaupt keine Beziehung zu ihnen hat. Alle Versuche.

auf dem Weg der Selbst-Erkenntnis fortschreiten kann. bevor er ein Verständnis vom Wesen einer Sache erlangt hat. zu befolgen. daß er. und wenn er erwartet. ist. das einem Menschen vermittelt wird. Das bedeutet nicht. „Wir haben früher vom Oktaven-Gesetz gesprochen. es gibt sie nur dort. Und wenn irgend jemand annimmt. was ein anderer für ihn tun kann. die er bezüglich seiner eigenen Arbeit erhalten hat. Die . von der Tatsache. in seiner allmählichen Entwicklung vollends durch das Gesetz des Aufbaues der Sieben-Ton-Leiter bedingt ist. daß es auf dem Weg des wahren Wissens keine genauen Begriffsbestimmungen gibt. weil dort exakte Definitionen allein notwendig Ungenauigkeiten in der Bedeutung mit sich bringen. aber sie unterscheiden sich sehr von dem. daß jede Note. Niemand kann ihm je geben. fesseln sich die Menschen unbewußt selbst mit ihrem Wunsch nach Genauigkeit in diesem Bereich. welche nicht durch die Energiestärke des sich vollziehenden Vorganges ausgefüllt werden 419 . jeder Ton auf einer anderen Ebene wieder eine ganze Oktave bildet. daß exaktes Wissen von Einzelheiten. Im Zusammenhang hiermit wurde erwähnt. „Infolge dieser erwähnten Neigung unseres Denkens geschieht es oft. ehe er nicht die notwendigen Anstrengungen macht.Intervalle' zwischen mi und fa und zwischen si und do. dieses Wesen selbst zu verstehen. niemand kann für ihn die Arbeit leisten. und daß er nur aus sich selbst heraus und durch seine eigenen Anstrengungen das erreichen kann. es für ihn schwierig macht. die er selbst für sich tun sollte. daß er solches Wissen haben kann. was er sucht.tionen und logische Beweisgründe ins Feld zu führen. ihm einen Ansporn zur Arbeit zu geben. Ohne es zu bemerken. ausgerüstet mit einem genauen Wissen aller Einzelheiten. Alles. ohne sich zuerst die Mühe gemacht zu haben. im Gegenteil. und von diesem Gesichtspunkt aus spielt die richtig verstandene Symbolik die Rolle eines solchen Ansporns für unsere Erkenntnis. dann muß er zuallererst einsehen. daß jeder Vorgang. ganz gleich auf welcher Ebene er stattfindet. wofür wir sie gewöhnlich halten. daß er kein Wissen erreichen wird. was er nicht vorher besessen hat. die Hinweise.

gewisse Aspekte der Lehre. je näher sie dem Mittelpunkt kommmen. verbinden gerade durch diesen Sachverhalt einen Vorgang mit anderen Vorgängen.Schock'. wobei Linien die neun Punkte auf dem Krcisumfang in einer gewissen Ordnung verbinden. muß man immer im Gedächtnis behalten. die zur Erkenntnis der Einheit führen.können und einen von außen kommenden . „Um alles mit dem Gesetz der Oktavenstruktur in Zusammenhang stehende Wissen in eine Ganzheit zu verwandeln. können vier genannt werden: 420 . Deswegen ist es manchmal möglich. können solche Zwischenwege leicht zu einer Vermischung von Linien. „Bevor wir nun zum Studium des Symbols selbst übergehen. daß die Wege.Oktaven-Gesetz' alle Vorgänge des Weltalls miteinander verbindet und dem. „Aus diesem Grunde können theoretische Behauptungen. zwischen zwei benachbarten Linien eine Zwischenlinie zu bilden. in Richtung auf diese gleich den Radien eines Kreises verlaufen. der die Reihen des Überganges und die Gesetze des Aufbaues der Oktave kennt. „Um die Beziehung dieser Lehren untereinander zu verstehen. die dieses Symbol gebraucht. Hieraus folgt. desto näher kommen sie auch einander. zu Verwirrung und Irrtum führen. daß das . Wenn aber ein vollständiges Wissen und Verständnis der Grundlinien fehlt. die sich nach der Mitte zu bewegen. welche zur Überlieferung des Wissens symbolische Methoden verwenden. ist es notwendig. manchmal vom Gesichtspunkt der Behauptungen einer anderen Linie erklärt werden und umgekehrt. alles und jede Erscheinung in ihrem Wesen genau zu erkennen und ebenso alle Wechselbeziehungen innerhalb der Erscheinungen und alles damit Verbundenen. gibt es ein gewisses Symbol in Form eines in neun Teile gegliederten Kreises. sozusagen äußere Hilfe. „Von den Hauptlinien. die Möglichkeit gibt. welche die Grundlage einer Linie bilden. zu verstehen und ebenso die Beziehung dieser Lehre zu anderen Systemen. erfordern. die mehr oder weniger bekannt sind.

indische. die hebräische. nur zu negativen Ergebnissen. die 2. aber keine von ihnen besitzt ein vollständiges Wissen. „Die Lehre. die 3. Wie andere Linien benützt sie die symbolische Methode. nämlich der in neun Teile gegliederte Kreis.1. ist vollständig selbständig. „Dieses Symbol sieht folgendermaßen aus: F i g u r 44 421 . Beide Linien tragen in sich Wahrheitskömer. von anderen Linien unabhängig und war bis zum heutigen Tage vollständig unbekannt. deren Theorie wir darlegen. „Femer kennen wir von der letzten nur die Philosophie und von den drei ersten Teile ihrer Theorie. und eines ihrer Hauptsymbole ist die bereits erwähnte Figur. und darum führen Versuche. nämlich die Theosophie und den sogenannten westlichen Okkultismus. ägyptische. die aus einer Mischung der Grundlinien entstanden sind. „Außerdem gibt es zwei in Europa bekannte Linien. persische. die 4. sie zu einer praktischen Verwirklichung zu bringen.

die nicht in die ursprüngliche komplizierte Figur einbezogen sind. So kann man zum Beispiel auf eine Darstellung folgender Art stoßen: F i g u r 45 „Oder eine andere: F i g u r 46 „Das Symbol. das einen in neun Teile geteilten Kreis mit den diese Teile verbindenden Linien darstellt. weder in Büchern noch in mündlicher Überlieferung.„Der Kreis wird in neun gleiche Teile geteilt. seine Kenntnis geheimzuhalten. „In der Literatur können nur einige Hinweise darauf und teilweise Darstellungen gefunden werden. Femer ist der oberste Punkt der Scheitel eines gleichseitigen Dreiecks. „Dieses Symbol ist im Studium des . Ihm wurde von den Wissenden eine so große Bedeutung verliehen. der den Kreisumfang am obersten Punkt durchschneidet. die in bezug auf einen Durchmesser. Sechs Punkte sind durch eine Figur verknüpft. symmetrisch ist. daß sie es für notwendig erachteten. das die Punkte miteinander verbindet.Okkultismus' nirgends zu Enden. drückt das Gesetz der 422 .

Seite 200 bis 201. in sich alles für das eigene Dasein Notwendige. „Das isolierte Dasein eines Dinges oder einer Erscheinung. genau das gleiche Prinzip zeigt sich bei 9X6. Der Kreis symbolisiert diesen Vorgang. von seiner Umgebung abgesondert. In gleicher Weise erscheinen bei 9X8 die Zahlen 7 auf der linken und 2 auf der rechten Seite. von S. Zusammen mit den zwei »zusätzlichen Sdiocks*. „Die Oktave hat sieben Töne. das heißt die Einer nehmen die linke Seite und die Zehner die rechte Seite ein. Karppe. zeigt sich das Ergebnis in der Zahl 8 auf der linken Seite und der Zahl l auf der rechten Seite. „Die vollständige Konstruktion dieses Symbols.Sieben in seinem Zusammenhang mit dem Gesetz der Drei aus. Die Aufeinanderfolge der Stufen in dem Prozeß muß mit der AufeinAnmerkung: In dem Buch „Etudes sur les origines de la natme du Zohar".Intervalle' mi — fa und si — do ausfüllen. gibt es neun Elemente. Aber sogar diese Konstruktion zeigt die inneren Gesetze einer Oktave und weist auf eine Methode hin. ist komplizierter als die hier dargestellte. Es ist die Null unseres Dezimalsystems. Die verschiedenen Punkte in der Teilung des Kreisumfangs symbolisieren die Stufen des Vorganges. Bei 9X5 wird die Ordnung umgekehrt. welche die . deren ZiffernZeichen ein geschlossener Kreis ist. ist der geschlossene Kreis eines ewig wiederkehrenden und ununterbrochen fließenden Vorgangs. Das Symbol als Ganzes ist do. wie man das Wesen eines Dinges an sich erkennen kann. Er enthält. findet sich eine Zeichnung eines in neun Teile gegliederten Kreises mit folgender Beschreibung des Kreises: „Wenn wir 9 mit 9 multiplizieren. welche dieses mit einem vollständigen Ausdruck des Oktaven-Gesetzes verbindet. die untersucht werden. Paris 1901." 423 . Es ist ein Kreis — ein vollendeter Kreis. das heißt etwas mit einer ordnungsgemäßen und vollständigen Existenz. und der achte ist eine Wiederholung des ersten.

die das . Die Gesetze der Einheit spiegeln sich in allen 424 . müssen wir uns die Gesetze ihres Aufbaues klarmachen. Der Scheitel des Dreiecks vereinigt die Zweiheit seiner Basis und ermöglicht mannigfaltige Formen seiner Darstellung in den verschiedensten Dreiecken auf die gleiche Weise. mit der Zahl 9 bezeichnet. der an dieser Stelle neu beginnt. wie der Scheitelpunkt des Dreiecks sich unendlich oft auf der Grundlinie aufträgt. F i g u r 47 „Wenn wir nun zur Untersuchung der komplizierten Figur innerhalb des Kreises übergehen. die den Kreislauf schließt und wieder beginnt. Darum wird der oberste Punkt des Dreiecks. vollendet den Kreis. und auf die übrigen Punkte werden die Zahlen l bis 8 verteilt. in dem Punkt. wo Beginn und Ende zusammenfallen. dem Punkt.anderfolge der Zahlen von eins bis neun verbunden werden. Die neunte Stufe. Aber es ist die neunte Stufe. Infolgedessen liegt jeder Anfang und jede Vollendung des Kreises im Scheitelpunkt des Dreiecks. der dem do entspricht. das heißt schließt den Kreis.Intervall' si — do ausfüllt. wo der Kreis sich schließt. der im unendlich fließenden Kreis als die zwei do der Oktave erklingt.

sechs Siebentel und sieben Siebentel. .285714 . . „Wenn wir nun auf den Umkreis alle neun Zahlen von eins bis neun auftragen und diese in der Periode inbegriffenen Zahlen durch Linien in derselben Reihenfolge. „Wenn wir nun die . . 6/7=0. erhalten wir neun. die wir in dem Kreis finden. 3/7=0. . miteinander verbinden. 6 und 9 sind nicht in der Periode inbegriffen. . die freie Dreieinigkeit des Symbols. . . so daß es möglich ist. die in sich selbst eine ganze Oktave enthält. . . Wenn wir diese Teile in Dezimalzahlen ausrechnen. so müssen wir diese Einheit in sieben ungleiche Teile teilen. Die Zahlen 3. dann zwei Siebentel. und für die Konstruktion des Diagramms wird erst ein Siebentel genommen. In jeder einzelnen Note ist wieder eine ganze Oktave enthalten.714285 . .Erscheinungen. Das Dezimalsystem gründet sich auf die gleichen Gesetze. .999999 . 5/7=0. nämlich eine ganze Oktave. Sie bilden ein gesondertes Dreieck. . „Wenn wir diese Reihe periodischer Dezimalzahlen untersuchen. Aber in der graphischen Darstellung wird auf die Ungleichheit der Teile keine Rücksicht genommen.571428 . vier Siebentel. fünf Siebentel.857142 . mit welcher Zahl wir beginnen —. 2/7=0. Wenn wir eine Einheit als eine Note annehmen. um zu den sieben Noten dieser Oktave zu gelangen. erhalten wir die Figur. die ganze Periode vollständig zu rekonstruieren. erhalten wir: 1/7=0. 7/7=0. 4/7=0.428571 . in der die Zahlen der Periode stehen — gleichgültig. dann drei Siebentel.theosophische Addition' verwenden und die Zahlen der Periode zusammenzählen. daß alle außer der letzten Periode aus den gleichen sechs Ziffern in einer bestimmten Reihenfolge bestehen. wenn man die erste Ziffer der Periode kennt. sehen wir sofort. . .142857 . die den gleichen Gesetzen unterliegt wie die 425 .

Intervallen' in der Oktave. die dritte ist sozusagen überflüssig und ersetzt gleichzeitig die Grundnote. die imstande ist. um die Verbindung mit dem herzustellen. wo die Schocks aus äußeren Quellen hinzutreten und wo man in die Oktave eindringen kann. die in dem untersuchten Kreis die . ohne seine „An dieser Stelle unserer Überlegung wäre es ganz richtig. Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. Auch hier ist also do im Besitz dieser Möglichkeit und mittels des Dreiecks 3—6—9 mit den Stellen in der Oktave verbunden. Das Gesetz der Drei stammt sozusagen aus dem Gesetz der Sieben. Die Zahlen 3. welche die . die 426 . als die Note do in einer entsprechenden Oktave. 6. 3 und 6.Schocks' spielen. das die drei Punkte auf dem Kreisumfang. Die Lage dieser Noten entspricht den Zahlen der Periode und die Zeichnung einer Oktave sieht aus wie folgt: F i g u r 48 „Das Dreieck 9—3—6. was außerhalb ihrer existiert. die nicht in der Periode Inbegriffen sind. das Dreieck durchdringt die Periode. verbindet das Gesetz der Sieben und das Gesetz der Drei.Intervalle' in der Oktave ausfüllen. Deshalb kann sich do aus dem Kreis herauslösen und in ordnungsgemäße Beziehung zu einem anderen Kreis treten. 9 sind nicht in der Periode Inbegriffen. das heißt in einem anderen Kreis die Rolle übernehmen. in ein Ganzes zusammenschließt. Darüber hinaus klingt jede Erscheinung. und diese zwei Figuren ergeben in ihrer Verbindung die innere Struktur der Oktave und ihrer Noten. entsprechen den zwei .erste. in eine Wechselbeziehung mit einer ihr ähnlichen Erscheinung zu treten. die nicht in die Periode fällt. Zwei von ihnen.

welches durch die Zahl 3 bezeichnet wird. zwischen sol und la. die wir erhalten: F i g u r 51 kann nur folgende Gruppierung ergeben: 427 . welches durch die Zahl 6 bezeichnet wird. dann hätten wir den folgenden Kreis: Figur 49 und die neun Elemente des geschlossenen Kreises wären auf folgende Weise symmetrisch gruppiert worden: F i g u r 50 „Die Verteilung. an seinem richtigen Platz zwischen den Noten mi und fa und das andere.Frage zu stellen: warum ist eines der .Intervalle'. wo doch sein richtiger Platz zwischen si und do wäre? „Wenn die Bedingungen der Erscheinung des zweiten Intervalls (6) an ihrer richtigen Stelle beachtet worden wären.

was für eine Art . daß in der kosmischen Oktave der Übergang des . sich daran zu erinnern. „Als wir die Anwendung des Oktaven-Gesetzes auf den Kosmos untersuchten. „Um dies zu verstehen. „Die offensichtliche Anordnung des Intervalls an einer falschen Stelle zeigt denen.Schock' für den Übergang von si auf do notwendig ist. was über die Rolle der . wo es nicht notwendig ist. daß sich der Übergang von do auf si. die fähig sind. ist es notwendig.Sonne—Erde' auf folgende Weise dargestellt: F i g u r 53 „Bezüglich der drei Strahlungs-Oktaven wiesen wir darauf hin. das Ausfüllen des Intervalls. das Symbol zu lesen. Es wurde darauf hingewiesen. in einem Fall x zwischen mi und fa und im anderen zwischen sol und la.Inter- 428 .Schocks' bei den sich im Menschen und Weltall vollziehenden Vorgängen gesagt wurde.F i g u r 52 das heißt. wurde die Stufe . innerhalb des Sonnenorganismus vollzieht.

drei Nahrungsarten' in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. Jede von ihnen ist der Beginn einer neuen Oktave. wo die zweite Oktave in ihrer Entwicklung an der Note mi zu einem Halt kommt. das ist die Luft-Oktave. daß man die drei vom Organismus aufgenommenen Nahrungsarten regelt. Und die dritte Oktave vereint sich mit der zweiten an der Stelle. Verbindungen der erforderlichen Qualität ergeben. und so müssen im menschlichen Organismus die . in mi. mittels einer Reihe innerer Vorgänge die Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. vereint sich mit der ersten. Nur bei einer vollständigen und harmonischen Übereinstimmung zwischen allen drei Nahrungsarten durch Verstärkung oder Abschwächung ver- 429 . an der Stelle. die genau von der Natur vorausbestimmt sind. ohne seine Note zu verändern. Der Übergang fa—mi in der kosmischen Oktave wird mechanisch mit Hilfe einer besonderen Maschine vollzogen. welches in sie eindringt. wo die erste Oktave in ihrer Entwicklung bei der Note mi zu einem Halt kommt.Intervalle' und . das heißt die innere Kraft zu sammeln. „Aber man muß verstehen. Die Qualität und Quantität können dadurch geregelt werden. so finden wir in diesen Vorgängen genau die gleichen . die einen . Wenn wir die Nahrungsvorgänge im menschlichen Organismus und die Verwandlung der in ihn eingeführten Stoffe untersuchen. ermöglicht. um in ein neues do überzugehen. Die zweite Oktave.Schocks'. „Der endgültige Stoff im Prozeß der Nabrungs-Oktave ist die Substanz si (»Wasserstoff 12 der dritten Skala). nämlich der Oktave des Essens und Trinkens. nimmt der Mensch drei Arten von Nahrung auf. „Wie schon früher erwähnt. daß genau wie in vielen chemischen Prozessen nur bestimmte Mengen von Stoffen.valls' do—si durch den Willen des Absoluten vollzogen wird. „Genau das gleiche Verhältnis wiederholt sich in allen abgeschlossenen Vorgängen. ergibt sich ihr Einfluß auch im endgültigen Resultat durch die Bestimmung ihrer Qualität.zusätzlichen Schock' braucht. Aber nachdem drei Oktaven an der Erzeugung dieser Substanz teilgenommen haben. zu verwandeln. die es fa. um sich selbständig in die nächste Note.

sich das genaue gegenseitige Verhältnis der in den Organismus eintretenden Substanzen. die Nahrung oder den Atem im buchstäblichen Sinne des Wortes zu regulieren. wäre das wiederum nicht genug. nämlich Nahrung und Atem. die . daß keine willkürlichen Versuche. „Aber man muß sich dessen bewußt sein. „Wir haben die kosmische Oktave . die inneren Vorgänge praktisch zu beeinflussen. In diesen drei Oktaven verhält sich der Kosmos genau wie der Mensch — die gleichen . welche dort in gleicher Weise wie im menschlichen Körper zu finden sind. noch bevor man daran denken kann.drei Stockwerke'.Absolutes—Mond' nach dem Gesetz der Drei in drei untergeordnete Oktaven zerlegt. studiert man den Menschen. Wenn man den Menschen studiert. Infolgedessen klingt es am Anfang in der Maschine als do. die wiederum der Note fa innerhalb der Maschine dazu verhilft. sich in die Note mi zu ver- 430 . studiert man den Kosmos. regulieren kann. die gleichen drei Schocks.Maschinen' vermerkt. zwei Bestandteile des Vorganges. die in das mittlere Stockwerk eintritt wie die Luft beim Atmen. was man tut und warum und was für ein Ergebnis man erreichen wird.Eindrücke'. die Natur der möglichen . wenn man den Kosmos studiert. Diese Gesetze sind überall die gleichen. weil es noch wichtiger ist. „Darum ist es wesentlich.schiedener Teile des Vorganges wird das gewünschte Ergebnis erzielt. zu dem gewünschten Ziel führen kann. die den Übergang der Noten regeln. sogar wenn es jemandem gelänge. klarzumachen.Schocks* und die Gesetze. solange man nicht genau weiß. Die Substanz sol der kosmischen Oktave dient als die Substanz. „Der Vorgang des Überganges fa—mi kann auf die schematischste Weise folgendermaßen dargestellt werden: das kosmische fa tritt in diese Maschine wie die Nahrung des unteren Stockwerkes ein und beginnt den Kreislauf seiner Wandlungen. wie man die Nahrung des dritten Stockwerkes. „An der Stelle des Intervalls fa—mi in der kosmischen StrahlungsOktave werden im Diagramm die . zu regulieren. „Und weiterhin.

sol das neutralisierende und fa das passive. kann man sagen. fa als Nahrung für die Maschine. Und da dieser Vorgang sich innerhalb der Oktave vollzieht und sich tatsächlich innerhalb der Note fa entwickelt. wird im oberen Stockwerk mit der Substanz des kosmischen la verbunden. die in das obere Stockwerk der Maschine als do eintritt: „Wie. Der Stoff. was wir über die Strahlungs-Oktaven und über die Nahrungs-Oktaven im menschlichen Organismus gesagt haben. In der Figur 54 Ordnung ihrer Aufeinanderfolge ist nach dem Gesetz der Drei la das aktive Element. Dies wird symbolisch folgendermassen dargestellt: Figur 55 „Dieses Symbol zeigt. Dieses Symbol als Ausdruck einer vollkommenen Synthese enthält in sich alle Elemente der von ihm dargestellten Gesetze. steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Symbol des in neun Teile geteilten Kreises. wir hieraus ersehen. die Eigenschaften von sol erwirbt. sol.wandeln. dienen die folgenden Noten la. Das aktive Prinzip in ZusammenWirkung mit dem passiven (das heißt mit ihm durch das neutralisierende Prinzip vereint) ergibt ein bestimmtes Ergebnis. der so zustande kommt. Auch dieses sol klingt beim Eintritt in die Maschine als do. daß die Substanz fa in der Mischung mit der Substanz la als Ergebnis die Substanz sol ergibt. „Alles. daß fa. 431 . ohne seine Tonlage zu verlieren.

wer der Lehrer und wer der Schüler ist. Das Enneagramm ist die fundamentale Hieroglyphe einer Universalsprache. etwas. jeder Kosmos. muß man verstehen. wer von ihnen mehr weiß und wer folglich auf einer höheren Stufe steht. Was man nicht in das Enneagramm einfügen kann. was mit diesen Oktaven zusammenhängt.und aus ihm kann alles. versteht man nicht. daß das Enneagramm ein universales Symbol ist. die im Leben des Menschen eine bestimmte Rolle spielen. jede Pflanze . macht das Enneagramm Bücher und Bibliotheken vollständig überflüssig. Hopfen. Alles kann im Enneagramm zusammengefaßt und in ihm gefunden werden. sich treffen. Kaffee. Für den Menschen. „Wenn zwei Menschen. der es benützen kann. jeder Organismus. Tee. kam oft und in vielen Zusammenhängen auf das Enneagramm zurück.ist ein Enneagramm". die so viele verschiedene Bedeutungen hat. „Aber nicht jedes dieser Enneagramme hat ein inneres Dreieck.Wasserstoffe' in einem bestimmten Organismus an. als es Stufen von Menschen gibt 432 . Das Studium dieser Pflanzen kann uns viel über das Enneagramm offenbaren. kann das Enneagramm in den Sand malen und die ewigen Gesetze des Weltalls daraus lesen. dann werden sie das Enneagramm zeichnen. und noch vieles mehr abgeleitet und mit seiner Hilfe weitergegeben werden. Das innere Dreieck zeigt das Vorhandensein höherer Elemente nach der Tabelle der . was er vorher noch nicht wußte. sagte er. Tabak und vielen anderen. was man in das Enneagramm einfügen kann. „Allgemein gesprochen. daß man nur das weiß. Ein Mensch. Alles Wissen kann im Enneagramm zusammengefaßt und mit Hilfe des Enneagramms gedeutet werden. Mohn. und mit seiner Hilfe werden sie sofort sehen. Und so kann man sagen. das heißt wer der Ältere. Dieses innere Dreieck befindet sich in Pflanzen wie Hanf. und jedesmal kann er etwas Neues lernen. der allein in der Wüste ist. „Jedes vollständige Ganze. die in verschiedenen Schulen gewesen sind. beziehungsweise versteht." G.

während die wirkliche dauernde Bewegung ein Teil einer anderen dauernden Bewegung ist und nicht losgetrennt von ihr erzeugt werden kann. das die Menschen seit dem ältesten Altertum gesucht und niemals gefunden haben." Viel später — es war im Jahr 1922 — als G. das gleiche perpetuum mobile. „Die Kenntnis des Enneagramms wurde lange Zeit geheimgehalten. daß Übungen mit Bewegungen nach dem 433 . wo sich im Enneagramm die Linien kreuzten. Und es ist klar. das heißt an den Punkten. wie dieses Enneagramm zu lesen ist. muß man es sich bewegt. die mit der „Bewegung des Enneagramms" in Beziehung standen. sein Institut in Frankreich organisierte und seine Schüler Tänze und Derwischübungen studierten. Sie suchten außerhalb von sich. gibt dem Menschen eine sehr große Macht. Und dann begannen sie sich in Richtung auf die Zahlen der Perioden in einer sehr interessanten Bewegung zu bewegen. und sie versuchten dauernde Bewegung zu konstruieren. so nur in einer unvollständigen und theoretischen Form. „Um das Enneagramm zu verstehen. Ein sich nicht bewegendes Enneagramm ist ein totes Symbol. das lebendige Symbol ist die Bewegung.„Das Enneagramm ist dauernde Bewegung. warum sie das perpetuum mobile nicht finden können. Das Enneagramm ist ein schematisches Diagramm der dauernden Bewegung. wie man eine Maschine konstruiert. Aber natürlich muß man wissen. die niemand ohne Belehrung durch einen Wissenden irgendwie praktisch anwenden kann. die mit den Zahlen l bis 9 bezeichnet wären. wurde ein großes Enneagramm gezeichnet. zeigte er ihnen Übungen. und die an den Übungen teilnehmenden Schüler standen an den Stellen. und wenn es nun sozusagen allen zugänglich gemacht wird. Das Verständnis dieses Symbols und die Fähigkeit.. Damals sagte G. was in ihnen war. Auf den Boden der Halle. wobei sie sich an den Treffpunkten umeinander drehten. es zu benützen. Es ist das perpetuum mobile und ist auch der Stein der Weisen der Alchimisten. in Bewegung vorstellen. das heißt einer Maschine von dauernder Bewegung. in der die Übungen stattfanden.

sagte er. daß es ohne Teilnahme an diesen Übungen und ohne eine bestimmte Stelle in ihnen einzunehmen.philosophische Sprache' dar. was schon seit langem besteht und bekannt ist. eine Universalsprache zu erfinden". daß ich während unserer Vorlesungen und Gespräche oft von Anwesenden über die Kunst gefragt wurde." Eine andere Zeichnung des Enneagramms wurde unter seiner Leitung im Jahre 1920 in Konstantinopel ausgeführt. daß es nicht nur eine. „Und in diesem Fall wie auch in vielen anderen suchen sie etwas. fast unmöglich sei. diesen Gegenstand zu besprechen. Diese zusätzlichen Symbole bezogen sich auf die „Zentren". In dieser Zeichnung wurden innerhalb des Enneagramms die vier Tiere der Apokalypse dargestellt: der Stier. „Der Rhythmus der Bewegungen selbst suggeriert die notwendigen Ideen und erhält die notwendige Spannung aufrecht. Ohne sie kann man nicht fühlen. von welcher Kunst Sie sprechen". sagte G. „Die Menschen haben seit langem versucht. der Löwe. oder genauer drei verschiedene Grade. nach welcher die anderen verstandesmäßig suchen?" „Ich weiß nicht. „Es ist möglich. weil 434 . „Und stellt nicht die Kunst selbst diese . das Enneagramm zu verstehen. sagte er. Ich habe schon früher gesagt. sondern drei universale Sprachen gibt. der Mensch und der Adler — und mit ihnen eine Taube. wieder von der Existenz einer universalen „philosophischen" Sprache. „Es gibt Kunst und Kunst." „In welcher Beziehung stehen diese Sprachen zur Kunst?" fragte jemand. In Zusammenhang mit den Gesprächen über die Bedeutung des Enneagramms als Universalsymbol sprach G. Ich tat dies.Enneagramm in seinem Ballett „Der Kampf der Magier" eine wichtige Rolle spielten. Sie haben zweifellos schon bemerkt. ihre eigenen Gedanken auszudrücken und die Gedanken von anderen über Dinge zu verstehen. denen gegenüber die gewöhnliche Sprache machtlos ist. daß ich aber immer vermieden habe. was das Wichtigste ist. das Enneagramm durch Bewegung zu erleben". Der erste Grad dieser Sprache ermöglicht es den Menschen. und versuchen etwas zu erdenken und zu erfinden. Und er sagte auch. was schon vor langer Zeit gefunden wurde.

ich alle gewöhnlichen Gespräche über Kunst für völlig bedeutungslos halte. die eine ganz verschieden von der anderen — objektive und subjektive Kunst. Aber in Wirklichkeit ist es zuweilen ganz anders. sage ich. was Sie kennen. ist vor allem deswegen schwierig. der noch nicht einmal das Abc über sich selbst. Sie unterscheiden nicht zwischen diesen beiden Sachverhalten. weil ich nur objektive Kunst Kunst nenne. Gleichzeitig ist es zwecklos. „Das. wird diese Melodie für mein ganzes späteres Leben traurige und bedrückende Gedanken in mir hervorrufen. daß Werke subjektiver Kunst in jedem Menschen die gleiche Reaktion hervorrufen. und sie haben keine Ahnung. weil Sie. zum Beispiel ein Komarinsky. was ich überhaupt nicht als Kunst bezeichne. Was subjektive Kunst betrifft. was Sie Kunst nennen. wobei sie etwas ganz anderes meinen. so daß ich vielleicht jetzt mit Ihnen sogar schon über Kunst sprechen kann. weil Sie der subjektiven Kunst die Kennzeichen der objektiven Kunst zuschreiben. ist subjektive Kunst. was ich als objektive Kunst bezeichne. zu bestimmen. Und wenn 435 . das richtige Verhältnis der Dinge einem Menschen zu erklären. fröhliche Gedanken hervorrufen. Wenn mir an einem Tag ein großes Unglück geschieht und ich gerade eine heitere Melodie das erstemal höre. wenn Sie zufällig auf objektive Kunstwerke stoßen. alles. das heißt über den Menschen kennt. Alles wird durch Assoziationen bedingt. . Sie denken zum Beispiel. Wir haben jetzt schon lange genug miteinander gesprochen und Sie sollten dieses Abc jetzt schon kennen.sie wird geschaffen'. Ihnen meine Idee klarzumachen. ein Begräbnismarsch müsse in jedem traurige und feierliche Gedanken und jede Tanzmusik. zu versuchen. das heißt Sie erwarten. Femer schreiben Sie subjektiver Kunst eine unveränderliche Wirkung zu. Alles. aber hier liegt der ganze Unterschied. sie stünden auf der gleichen Stufe wie subjektive Kunstwerke. ein Künstler schafft etwas. was sie meinen. „Ich will versuchen. Die Leute sprechen von einer Sache. Ich sage dies nur bezüglich objektiver Kunst. daß es zwei Arten von Kunst gibt. und zweitens. glauben. Sie sagen. das heißt etwas. „Vor allem dürfen Sie nicht vergessen.

ich an einem Tag. Und die Wirkung dieses Werkes auf die Menschen ist eine ganz bestimmte. Kunst zu sein. wegnehmen. Und wenn sie zufällig diese oder jene Form angenommen haben. dann erzeugt diese Form genau so zufällig im Menschen diese oder jene Wirkung.Buch' und keine Kunst. wenn wir die Tatsache. unter der er lebt. sagte G.schafft'. Und so ist es mit allem anderen." „Würde die Kunst nicht aufhören. die der Künstler ihnen vermitteln wollte. Sie lenken ihn und drücken sich in der einen oder anderen Form aus. Wie ich schon gesagt habe. natürlich jeder nach seiner Stufe. sie werden. wird dieses Lied immer glückliche Gedanken hervorrufen. Weder in der Schöpfung objektiver Kunst noch in den Eindrücken. nichts bestimmt. die er darin ausdrücken will. „Der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Kunst ist der. das heißt er gestaltet das. worüber Sie reden". Unfaßbarkeit. die die Kunst zum Beispiel von der Wissenschaft unterscheidet? Wenn wir diese Unbestimmtheit wegnehmen. das heißt er ist in der Macht von Ideen." „Ich weiß nicht. die gleichen Ideen aufnehmen und die gleichen Gefühle haben. seinem Geschmack. Wir können 436 . Gedanken und Stimmungen. ich messe das Verdienst der Kunst nach ihrer Bewußtheit und Sie nach ihrer Unbewußtheit. schafft der Künstler nichts. dann wird es ein . die er selbst nicht versteht und über die er überhaupt keine Herrschaft hat. „Bei der subjektiven Kunst ist alles zufällig. der Art von Hypnose. daß bei objektiver Kunst der Künstler wirklich . je nach seiner Stimmung. ein trauriges Lied höre. „Und ist es nicht gerade eine gewisse Unbestimmtheit. seinen Gewohnheiten. die sie hervorruft. wenn sie auf diese Weise bestimmt wäre?" fragte einer von uns.es schafft' mit ihm und durch ihn. wo ich besonders glücklich bin. und so fort. In objektiver Kunst gibt es nichts Unbestimmtes. „Wir haben verschiedene Standpunkte. . was er beabsichtigt. Hierbei ist nichts unveränderlich. daß der Künstler selbst nicht weiß. was er erreichen wird oder was für einen Eindruck sein Werk auf die Menschen machen wird. kann es etwas Zufälliges geben. er bringt in sein Werk die Ideen und Gefühle.

was ich Ihnen sagen kann." „Können Sie uns andere Werke objektiver Kunst nennen?" „Gibt es in der zeitgenössischen Kunst etwas. Es kann Musik geben. sondern durch gewisse Gefühle. Und sie kann nicht nur bestimmte psychologische Ergebnisse. Es kann Musik geben. zeigt." Einer der Anwesenden sagte: „Von den Statuen der Götter in den alten griechischen Tempeln sind uns Legenden überliefert worden. ob ihre Wirkung unveränderlich oder vom Zufall abhängig ist. aber objektive Musik kann dies wirklich 437 . diese Fragen selbst zu beantworten. daß der Unterschied zwischen wahrer und falscher Kunst genau hierin liegt. dann wird nichts. Objektive Musik beruht nur auf den »inneren Oktaven'. die er bewußt und sachgemäß hervorruft. Wenn Sie sie jedoch nicht erfassen. wird keine Mauern zerstören. daß es solche Geschichten gibt. daß der Künstler seine Ideen nicht direkt durch Worte oder Zeichen oder Hieroglyphen übermittelt.Buch' sein. wie Sie es nennen. sie werden hören und doch nicht hören. sondern auch bestiiumte physische Ergebnisse zeitigen. was wir objektiv nennen könnten?" „Wann wurde das letzte objektive Kunstwerk geschaffen?" Fast jeder Anwesende begann diese und ähnliche Fragen an G. Wenn Sie diese Prinzipien erfassen. Die übliche Musik. Die biblische Legende der Zerstörung der Mauern von Jericho durch Musik ist eine solche Legende von objektiver Musik. daß die Menschen verstanden. was er tut und warum er es tut. Ein Werk objektiver Kunst soll ein . ganz gleich welcher Art.. die Wasser zum Gefrieren bringt. daß zum Beispiel die Statue des Zeus in Olympia in jedermann einen bestimmten und immer gleichen Eindruck hervorrief. zu richten. werden Sie imstande sein. „und eben diese Tatsache. „Ich will Ihnen nur ein Beispiel nennen — Musik. wobei er weiß. irgend etwas erklären. „Bevor wir hiervon sprechen". „müssen Prinzipien verstanden werden." „Ganz wahr". sagte G. Gerade hierüber wurde einst gesagt: sie werden sehen und doch nicht sehen.. der einzige Unterschied ist der.einander nicht verstehen. die einen Menschen sofort töten würde. sagte G.

" 438 . die für die Ohren unhörbar sind. genauer gesagt. Nummer zwei und Nummer drei besteht. mit dem. um diese Augenblicke richtig zu verstehen und um sie richtig zu benützen. aber in dieser einzigen Note vollziehen sich andauernd .innere Oktaven' und Melodien »innerer Oktaven'. kann natürlich nur subjektive Kunst haben. was ich gerade sagte. so werden Sie verstehen. die aus Mensch Nummer eins. die sehr lange hingezogen wird und nur wenig steigt und fällt. daß Kunst nicht nur einesprache ist. und die Menschen würden ihr gehorchen. Sehr oft ist es nur eine Note. nur etwas komplizierter. Die objektive Kunst verlangt zumindest Augenblicke objektiven Bewußtseins. sondern etwas viel Größeres. in Zusammenhang bringen. sie fühlt sie und gehorcht ihr. „So sehen Sie. Und die Schlange hört diese Musik oder. Und wenn Sie das. Die Musik der Schlangenbändiger im Osten ist eine Annäherung an objektive Musik. Die mechanische Menschheit.tun. weil Orpheus Wissen durch Musik zu vermitteln pflegte. wenn auch natürlich sehr primitiv. ist eine große innere Einheit und eine große Selbstbeherrschung unerläßlich. sondern auch aufbauen. was über die Kunst gesagt wurde. In der Legende von Orpheus gibt es Hinweise auf objektive Musik. was ich früher über die verschiedenen Stufen des menschlichen Seins gesagt habe. aber vom Gefühlszentrum empfunden werden. Die gleiche Musik. Und sie kann nicht nur zerstören.

Und die Religion eines Menschen braucht überhaupt nicht für einen anderen geeignet zu sein. Die überwiegende Mehrheit der Menschen. daß er die Tatsache betonte.lebt' seine Religion. „In erster Linie". so kann er nicht behaupten.F Ü N F Z E H N T E S KAPITEL B ei den Gesprächen jener Zeit. Nummer fünf und weiter ist etwas von der Religion von Mensch Nummer eins. die Religion eines Menschen auf einer Seinsstufe ist nicht geeignet für einen Menschen auf einer anderen Seinsstufe. „ist Religion ein relativer Begriff. „In zweiter Linie ist Religion Tun. es sei etwas Grundfalsches in der Grundlage unserer gewöhnlichen Haltung gegenüber religiösen Problemen. die sich Christen nennen. begann G. sonst ist es keine Religion. „Man muß verstehen. Wenn also seine Taten denen. Sie entspricht der Stufe des Seins eines Menschen. sondern Einbildung oder Philosophie. weil sie nicht nur die Forderungen ihrer Religion 439 . berührte G. nämlich Ende 1916. immer damit. sondern man . Nummer zwei und Nummer drei vollständig Verschiedenes. daß er dieser Religion anhänge. Ob der Mensch will oder nicht. haben überhaupt kein Recht hierzu. einige Male die Frage der Religion. soviel man kann. Und wenn ihm jemand eine Frage stellte. widersprechen. sagte er immer. die von einer bestimmten Religion gefordert werden. er zeigt seine Haltung gegenüber der Religion durch seine Taten und kann seine Haltung nur durch seine Taten zeigen. Die Religion von Mensch Nummer vier. das heißt. daß die Religion von Mensch Nummer eins von einer Art ist.fühlt' sie. die Religion von Mensch Nummer zwei von einer anderen Art und die Religion von Mensch Nummer drei von einer dritten Art. die ich nun beschreibe.denkt' seine Religion nicht nur oder . die sich auf Religion bezog. man .

diese Vorschriften zu befolgen. über sie lacht oder sie durch eigene Erfindungen ersetzt oder einfach vergißt. hat man überhaupt kein Recht. Sein Bewegungszentrum wird auf seine übliche Weise reagieren. daß ein Mensch sich entscheidet. was er tut.Ich' entscheidet dies entweder im Denken oder im Gefühlszentrum. „Der Mensch an sich ist nicht einer. wenn man versucht. „Lange Belehrung. Ein . die Backe hinzuhalten. daß jemand einen Menschen schlägt. Die Menschen nennen sich Christen. wie es gelehrt wurde zu reagieren. oder er wird einfach davonlaufen. darüber nachzudenken. um fähig zu werden. aber sie sehen nicht ein. der nicht Christi Vorschriften befolgt. „Ich habe das Beispiel des Krieges angeführt.Ich' weiß davon. sich als Christ zu bezeichnen. er ist . muß man es nicht nur wünschen. Aber es ist in allem so. Glauben Sie. daß man ein Christ sein will. sondern nicht einmal daran denken.Ich'. sondern muß imstande sein. weil es das treffendste Beispiel ist. daß sie nicht nur keine Christen sein wollen. Nehmen wir an. denn um ein Christ zu sein. Jedoch unser ganzer Fortschritt ist im Grunde genommen nur Fortschritt in der Technik des Mordes und Fortschritt in der Kriegführung. Nehmen wir an.Ich' erinnert sich daran — die anderen nicht. Alles rührt davon her. „Das Christentum verbietet den Mord. wenn ihn jemand auf die rechte schlägt. Wie können wir uns also Christen nennen? „Niemand hat das Recht. bevor es dem Betreffenden zum Bewußtsein kommt. sich einen Christen zu nennen. er ist . sondern sogar keine sein können. Aber ein . Wenn man überhaupt nicht an sie denkt. richtiger. oder nach einem Polizisten rufen. Entweder wird er den Menschen ins Gesicht schlagen. der ihn geschlagen hat. Und wenn dieses Hinhalten mechanisch 440 . daß es wirklich geschieht. lange Übung ist unerläßlich. ein .wir' oder.sie'. daß diese Forderungen befolgt werden sollten.nicht befolgen. Man kann sagen. gemäß der Bibel die linke Backe hinzuhalten. einer zu sein. Er wird nicht einmal Zeit haben. daß dieser seine linke Backe hinhalten wird? Keineswegs. er ist nicht .

wie er beten soll und fähig ist. „Es hängt davon ab. Selbst-Hypnose. oder wir glauben. Selbst-Suggestion. dann ist es kein Gebet. Zum Beispiel kann er sagen: . „Ich habe schon gesagt. weil es in diesem Fall bedeutet. so meinen wir damit immer nur eine Art Gebet — das Bittgebet. ihren ganzen Inhalt. sondern einfach Selbst-Täuschung." „Kann nicht das Gebet einem Menschen helfen. wessen Gebet". schnell damit fertig zu werden. antwortete G. Wenn er es zehntausendmal am Tage wiederholt und dabei nur daran denkt. das heißt von Mensch Nummer eins. „Das Gebet des subjektiven Menschen. Dies ist natürlich nicht wahr. genau so wie man alles andere lernen muß. Aber das Wesentliche ist. Aber man muß verstehen. Aber wenn wir vom Gebet oder den Ergebnissen des Gebetes sprechen. was in ihnen ist. weil er nichts anderes tun kann. strebt er danach. Nummer zwei und Nummer drei. Es kann keine objektiven Ergebnisse zeitigen. Das weiß man sogar aus dem gewöhnlichen Gottesdienst. Und ein Mensch kann immer neue Gebete für sich aufstellen. oder was es zum Essen geben wird und Derartiges. Diese Gebete sind sozusagen Rekapitulationen: indem ein Mensch sie laut oder im Geist wiederholt. nämlich Selbst-Tröstung. wie ein Christ zu leben?" fragte jemand." „Aber kann nicht das Gebet im allgemeinen objektive Ergebnisse zeitigen?" fragte ein Anwesender. es hängt davon ab. Ich spreche von alten Gebeten. Wer weiß.ist — so hat es wieder keinen Wert. daß ein Mensch seine Backe hinhält. wie er es sagt. kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. Die meisten Gebete haben überhaupt nichts mit Bittgebeten gemein. viele von ihnen sind viel älter als das Christentum. wessen Gebet es ist". bei dem kann das Gebet Ergebnisse zeitigen. sagte G. Aber es kann ein Gebet 441 . sich in der richtigen Weise zu konzentrieren. mit seinem Denken und seinem Gefühl das zu erleben. daß das Bittgebet mit allen anderen Arten von Gebeten vereint werden kann. „Man muß lernen zu beten. daß es verschiedene Gebete gibt und daß ihre Ergebnisse verschieden sind.ich will ernst sein'.

daß er an Stärke gewinnt. Das Sein eines mechanischen Menschen. was er über .ich will' nach. daß er sich leichter dazu bringt. der tun kann. An wie wenig er sich doch erinnert! Wie oft er vergißt. Wenn er versteht. wenn ein Mensch das Gebet auf folgende Weise verrichtet: Er sagt . Welche Antwort er sich darauf gibt. Es ist möglich.will es' oder . so geht es immer. daß er sich an sein ganzes Selbst erinnert? Wie kann er das finden. Das Sein eines Menschen.ich will' hängt mit den Zielen der Arbeit an sich selbst zusammen. An welches Selbst will er sich erinnern? Lohnt es sich. woran er sich erinnern will? Die Idee der Arbeit! Wie kann er sich 442 .Sein' bedeutet. den Kutscher und den Herrn.Sein' — der Mensch denkt darüber nach. .Emst' — der Mensch denkt nach. was es heißt. lärmender. sondern im Sinne der ganzen Größe der Macht. . Kann er wollen? Mit ihm . was er gesehen hat.es will nicht'. . ernst zu sein. streitsüchtiger Jchs'. wenn er sich richtig klarmacht.es will' und .Will' — dabei denkt er über die Bedeutung von . »der Herr'.beten': .Ich' und versucht gleichzeitig an alles zu denken. das Pferd. dann kann sein Gebet ein Ergebnis in dem Sinne zeitigen.Ich' ist der Herr. daß er sich nicht erinnern kann.sich erinnern'? Der Mensch muß über das Erinnern nachdenken.ich will' entgegenzusetzen. ernst zu sein.es will nicht' sucht er sein eigenes . sondern eine Menge kleinlicher. .Meiner selbst' — wieder kehrt er zu sich zurück. ernst zu sein. Genau so kann ein Mensch . und fühlt.Ich' sein. das heißt es bringt die dritte Kraft zur gewöhnlichen Verbindung der zwei Kräfte .Sich erinnern' — was bedeutet . was es heißt.werden. was dies bedeutet. ist sehr wichtig. . auf verschiedene Weise .es will' und . Er erinnert sich an den Wagen. Das Wort . was .Ich'. eine neue Bedeutung für ihn.Ich' weiß. daß er es öfter bemerken wird. was er weiß! Sein ganzes Leben wäre anders. wenn er sich mehr erinnern könnte. wenn er nicht ernst ist. in dem alles geschieht. In Wirklichkeit besteht es nicht. Aber er möchte ein . was er beschlossen hat. Er möchte nicht nur im Sinne des einfachen Daseins . Alles Übel kommt davon.es will nicht'. Aber diesem . dieses . daß er es wirklich wünscht. . er hat nicht ein .sein'.ich will mich meiner selbst erinnern'. die er haben kann.zu sein'.sein' erwirbt ein Gewicht.

Zuerst einmal können die Kirche und der Gottesdienst in der Form. wenn er dies einfache Gebet ausspricht. diese äußere Form sei zum Teil von heidnischen Religionen und zum Teil von den Hebräern übernommen worden. Er sollte ein wenig nachdenken. Die Frage nach dem Ursprung der christlichen Kirche. sich seiner zu erbarmen. Aber sie verlieren jeden Sinn und alle Bedeutung. daß es sich lohnt. Aber hierzu muß Gott erst überhaupt an ihn denken und ihn bemerken. wenn sie mechanisch wiederholt oder gesungen werden. über jedes Wort nachzudenken. die das für ihn tun könnten. woher stammt sie? Viele Leute denken überhaupt nicht darüber nach. ihn zu bemerken? Was ist denn in ihm. von vielem wissen wir weder die Geschichte noch den Ursprung. was Gott ist und was er selbst ist. das Singen der Gesänge und so weiter. als wir denken. Aber woran kann er denken und was für ein Ergebnis wird ein Gebet haben. in dem sich die Gläubigen versammeln und in dem nach besonderen Riten die Gottesdienste gehalten werden. alle diese Gedanken und noch viele andere sollten durch seinen Sinn gehen. „Im christlichen Glauben gibt es sehr viele Gebete wie dieses. von den Kirchenvätern erfunden wurde. Aber lohnt es sich überhaupt. „Im allgemeinen wissen wir sehr wenig über das Christentum und die Form des christlichen Kultes. Aber all das ist nicht wahr. ist viel interessanter. Was bedeutet das? Ein Mensch ruft Gott an. erbarme Dich meiner! Sie wissen selbst. bei denen es notwendig ist. Sie sehen. einen Vergleich anstellen und sich fragen. daß die äußere Form des Gottesdienstes. daß dies überhaupt kein Ergebnis haben kann. erbarme Dich meiner! Herr. wenn er nur wie ein Papagei wiederholt: Herr. ihn zu bemerken? Und wer soll ihn bemerken? Gott selbst. Andere glauben. Und dann sind es genau diese Gedanken.selbst mit der Idee der Arbeit in Zusammenhang bringen? Und so weiter und so fort. das heißt des christlichen Tempels. Dann bittet er Gott. erbarme Dich meiner! Herr. was er von Gott verlangt. der Tempel. die Riten. Zum Beispiel die Kirche. Sie glauben. „Nehmen Sie das gewöhnliche Herr. erbarme Dich meiner. die sie in den ersten Jahrhunderten 443 .

von der die Menschen vergessen haben. die in die Schule kommen.des Christentums angenommen haben. und wo die Schüler oder einfach die Leute. ohne zu wissen. „Die christliche Kirche. die christliche Form des Gottesdienstes ist nicht von den Kirchenvätern erfunden worden. die . aber viel früher. daß dies Vorlesungen und Vorführungen sind. daß sie eine Schule ist. Dies gilt annähernd von der christlichen Kirche unserer Zeit. Die christliche Kirche ist — eine Schule. in manchen Schulen vielleicht sogar jeden Tag. Dank dieser Wiederholungen erhielten die Menschen. Manchmal dauerte diese Wiederholung eine Woche oder einen Monat. In diesem prähistorischen Ägypten gab es besondere Schulen. ' „Viele Menschen mag es befremden. das heißt für Magie halten. ihre Verbindung mit der Schule 444 .Schulen der Wiederholung' genannt wurden. Dieses Ägypten gab es an der gleichen Stelle wie das andere. Die jüdische Synagoge. jedoch nicht von dem Ägypten. daß seine Religion auf denselben Prinzipien und Ideen beruhte. das heißt. nicht vom Heidentum übernommen worden sein. der jüdische Tempel. die griechischen und römischen Tempel verschiedener Götter waren von der christlichen Kirche.Sakramente'. in einer kompakten Form öffentlich wiederholt. Man stelle sich eine Schule vor. sondern von einem uns unbekannten. die das wahre Christentum ausmachen. Nur kleine Teile davon sind auf historische Zeiten gekommen. wie sie im ersten und zweiten Jahrhundert auftrat. noch im Judentum etwas Derartiges gab. diese Vorlesungen oder Vorführungen für Zeremonien oder Riten oder . daß wir nicht einmal wissen. und diese Teile wurden so sorgsam verwahrt. Es wurde alles in fertiger Form von Ägypten übernommen. das in diesen Schulen gelernt werden konnte. in der die Lehrer Vorlesungen halten und erklärende Vorführungen veranstalten. wenn ich sage. wo sie verwahrt wurden. daß dieses prähistorische Ägypten viele tausend Jahre vor der Geburt Christi schon christlich war. das wir kennen. das ganze Wissen. In diesen Schulen wurde an bestimmten Tagen. die diesen Kurs mitmachten. weil es weder in den griechischen noch in den römischen Kulten. ganz verschieden.

und ich will es nicht unternehmen. wenn auch ihre Bedeutung schon seit langem in Vergessenheit geraten ist. An einigen besonderen Tagen im Jahr waren diese . alle hatten ihre eigene Bedeutung in dieser Wiederholung. Hymnen.Schulen der Wiederholung' dienten den christlichen Kirchen als Vorbild. Manchmal kamen sie von sehr weit her. „Jede Zeremonie und jeder Ritus haben einen Wert. die Form des Gottesdienstes in den christlichen Kirchen stellt in ihrer Gesamtheit einen Wiederholungskurs der Wissenschaft dar. Was mich an G. daß er mit sehr vielen Allegorien aufräumte. Damit meine ich. Responsorien. daß aus seinen Erläuterungen offensichtlich hervorging. Individuelle Gebete. sie aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. im Gedächtnis. wie auch die Feiertage und alle religiösen Symbole. die vom Weltall und Menschen handelt. Und der Hauptunterschied war.Wiederholung' zuzuhören und ihre Verbindung mit der Schule aufs neue zu stärken. „Diese .lebendig und behielten alles.Wiederholungen' besonders umfassend und wurden mit besonderer Feierlichkeit durchgeführt — und diese Tage besaßen selbst eine symbolische Bedeutung. was sie gelernt hatten. „Eine Zeremonie ist ein Buch. ist ein gutes Beispiel dafür. wenn sie unverändert vollzogen werden". Leider wurden damals keine Aufzeichnungen gemacht. sagte er. Die Idee war. einige sehr interessante Beispiele der Auslegung verschiedener Teile der orthodoxen Liturgie an. Seine Erklärung unterschied sich sehr von den gewöhnlichen theologischen und sogar von den mystischen Auslegungen.'s Erklärungen besonders verwunderte. die überhaupt keine Allegorien sind und die man viel einfacher und psychologischer verstehen sollte. wie vieles in reiner Form aufbewahrt ist und wie wenig wir von all dem verstehen. war. daß von den ersten Worten an die Liturgie sozusagen durch den ganzen Vorgang der Schöpfung geht und alle seine Stufen und Übergänge darlegt. daß wir viele Dinge für Allegorien halten." Was er früher über das Abendmahl gesagt hatte." Im weiteren Verlauf führte G. nur um einer . 445 .

Ich' die deutliche Empfindung hatten. was bis auf unsere Zeit überliefert wurde. andere wieder spürten es in der Brust und andere über dem Kopf — außerhalb des Körpers. was er meinte. Aber sehr bald begannen wir zu bemerken. kann es lesen. wo man über 446 . an den Ellbogen abgebogenen Armen und sagt laut und gedehnt ego. wobei er zugleich lauscht. und über viele Dinge.Ich' laut aussprechen.in dem sehr viel geschrieben steht. die sich sozusagen auf die „Technik" der Religion beziehen. „Ein Mönch kniet oder steht in einer bestimmten Haltung mit erhobenen. diese Empfindung in mir hervorzurufen. und mich dabei auf andere berufen muß. wo dieses Wort in Ihnen erklingt?" Wir verstanden nicht sofort. Er sprach auch von verschiedenen Übungen. als er von Konzentrationsübungen sprach und wie man die Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Teil des Körpers konzentrieren könne: „Wenn Sie das Wort . Er sprach von den heiligen Tänzen. daß einige von uns beim Aussprechen des Wortes . daß ich persönlich vollständig unfähig war. G.. was verlorenging und vergessen wurde. das heißt für verschiedene Arten von Meditation. in jedem Augenblick. besonderen Haltungen für verschiedene Gebete. der es versteht. wo das Wort „ego" widerklingt. Bei einer Gelegenheit sagte G. als ob das Wort im Kopf erklänge. die die „Gottesdienste" in den „Tempeln der Wiederholung" begleitet hatten und in der christlichen Form des Gottesdienstes nicht erhalten sind. haben Sie bemerkt. „Der Zweck dieser Übung ist. die sich in den Klöstern auf dem Berg Athos bis auf die heutige Zeit erhalten habe. Jeder. jede Muskelgruppe oder auch die Muskeln des ganzen Körpers willentlich anzuspannen oder zu entspannen. Ein Ritus enthält oft mehr als hundert Bücher. gleichzeitig hervor. Hier muß ich erwähnen. wie man den Atem beherrschen könne und von der Notwendigkeit. hörte all diesen Bemerkungen zu und sagte. hob G. fähig zu sein. in diesem Zusammenhang gebe es eine Übung." Indem er auf das hinwies.

und mit seiner Hilfe ist es immer möglich. Das war das einzige. die er geschrieben hat. „Sie müssen verstehen". wies viele Male auf die Notwendigkeit hin. was ihm mangelte. sein „Ich" zu fühlen und es von einem Zentrum zum anderen zu bringen." G. Wenn Kant die Idee der Skala in seine Beweisführung eingeführt hätte." „Sehr wahr". oder jedenfalls würde solch ein Verständnis unvollständig und sehr subjektiv sein. daß es ohne sie unmöglich sei. Der eine Teil lehrt. „Dies steht mit Kants Idee der phenomena und numena im Zusammenhang". dachte ich. sagte er. wie man das tun soll. zuhörte. „Ohne diesen zweiten Teil kann es kein Verständnis von Religion geben. das heißt jede.. das im ersten Teil Verstümmelte zu berichtigen oder das Vergessene zu ergänzen. „daß jede wirkliche Religion. „Diesen geheimen Teil gibt es auch im Christentum. wertvoll. sagte G. auf dem Wege der Religion zu irgendwelchen Ergebnissen. genau wie in anderen Religionen. wird im Verlauf der Zeit verstümmelt und weicht vom Ursprünglichen ab. was getan werden soll. Dieser Teil wird Allgemeingut. wären viele Dinge. „fügen Sie hier nur noch die Idee der Skala hinzu. wie die Vorschriften Christi auszuführen sind und was sie wirklich bedeuten. — Die Erde als dreidimensionaler Körper ist das phenomenon. was der erste Teil lehrt. „denn dies ist schließlich die Hauptsache. diese vergessene „Technik" zu studieren. sagte ich. und femer. als sechsdimensionaler Körper das numenon.sich nachdenkt." Hier muß ich noch ein weiteres Gespräch mit G. die durch Wissende zu einem bestimmten Zweck geschaffen worden ist. Der zweite Teil lehrt. anführen. aus zwei Teilen besteht. wieder einmal im Zusammenhang mit den Kosmen. Aber die Idee der Skala 447 . Dieser Teil wird in besonderen Schulen geheimgehalten. außer rein subjektiven zu kommen. daß Kant über diese Äußerung wohl sehr überrascht gewesen wäre." Während ich G. und er lehrt.

nicht der Größe nach. die wir zu kennen glauben. So ist das organische Leben ein unerläßliches Glied in der Kette der Welten.lag mir sehr. den Mond zu ernähren. über die ich noch sprechen werde. die ihr zu einer Zeit ihrer Existenz genügten. Und ich erkannte. sagte er. in Dingen. Wir haben schon früher gesagt. Die planetarischen Einflüsse. daß es nichts Zufälliges oder Unnötiges in der Natur gibt und geben kann. stellte ich eine Tabelle der Zeit in den verschiedenen Kosmen auf. aber im Sinn größerer Bewußtheit. „ist das organische Leben eine Art zufälligen Zusatzes. die ihm durch organisches Leben einer bestimmten Qualität vermittelt wird. verweilte G. Als wir bei einer Gelegenheit von dem geordneten Zusammenhang von allem im Weltall sprachen. ist ein feinerer. sind ungenügend geworden. Um feinere Einflüsse aufzunehmen. zu wachsen und stärker zu werden. genau wie es nicht ohne sie bestehen kann. daß das organische Leben der Erde planetarische Einflüsse verschiedener Art zuführt und daß es dazu dient. Etwa ein Jahr später. während ich die Idee der Kosmen im Zusammenhang mit dem Problem der Zeit entwickelte. sie bedarf der Auf nähme feinerer Einflüsse. wo er durch sie nicht mehr wachsen 448 . Aber auch die Erde wächst. empfindlicherer Aufnahmsapparat notwendig. Das organische Leben muß sich deswegen entwickeln und den Bedürfnissen der Planeten und der Erde anpassen. die nicht ohne es bestehen könnten. alles hat eine bestimmte Aufgabe. wo ihm diese Nahrung nicht mehr genügt. und es ihm ermöglicht. der die Integrität eines mechanischen Systems verletzt. Gleicherweise kann auch der Mond zu einer Zeitspanne mit Nahrung befriedigt werden. größerer Empfänglichkeit. viel Neues und Unerwartetes zu finden. daß es mit ihr als Ausgangspunkt möglich ist. Aber Sie sollten bereits verstanden haben. alles erfüllt einen bestimmten Zweck. „Für das gewöhnliche Wissen". aber später kommt eine Zeit. Das gewöhnliche Wissen bringt es mit nichts in Zusammenhang und zieht keine Schlüsse aus der Tatsache seiner Existenz. bei dem „organischen Leben auf Erden".

Alles. daß der Schöpfungsstrahl. hungrig zu werden. wenn das organische Leben in seiner Entwicklung. um seinem Zweck zu entsprechen. daß das organische Leben. daß das Wachstum des Schöpfungsstrahls vom organischen Leben auf Erden abhängt. wenn er weder neue Schößlinge treibt noch diese zu treiben verspricht. Wenn die Entwicklung eines Gewebes aufhört. was man über den Schöpfungsstrahl oder seinen Teil Erde—Mond sagen kann. wie das Wachstum des Mondes vom organischen Leben auf Erden bedingt wird. sich entwickeln und auf einer den Bedürfnissen der Planeten. Wenn der Mond nicht wächst. jedenfalls der Teil des Zweiges. so kommen auch die anderen zu einem Stillstand.und Wachstumsmöglichkeit gegeben. vom Absoluten bis zum Mond wie der Zweig eines Baumes ist. wird der ganze Zweig sofort verwelken. der neue Sprößlinge treibt. daß entweder das Wachstum des ganzen Schöpfungsstrahls zum Stillstand kommt oder daß er einen anderen Weg für sein Wachstum finden. Aber die Vollendung dieses Wachstums ist überhaupt nicht gewährleistet. der Erde und des Mondes entsprechenden Stufe stehen muß. muß geschehen. in der die gesonder- 449 . sonst erfüllt es nicht seine Funktion. ein wachsender Zweig. wenn auch langsamer. wie wir ihn angenommen haben. Daran muß man denken. Daraus folgt. Das organische Leben auf Erden ist eine mannigfaltige Erscheinung. diesen Hunger zu stillen. Dem Schöpfungsstrahl oder sagen wir dem Teil Erde—Mond ist genau die gleiche Entwicklungs. sie hängt von der harmonischen und richtigen Wirkung ihrer eigenen Gewebe ab. Wenn dieses organische Leben verschwindet oder stirbt. bezieht sich auch auf das organische Leben auf Erden. dann bedeutet das. Der Zweig kann verwelken. Das gleiche. Das bedeutet.kann und anfängt. wie jedem gesonderten Zweig eines großen Baumes. der jenseits des organischen Lebens liegt. Gleichzeitig ersehen wir aus dem früher Gesagten. Das organische Leben muß imstande sein. eine Art seitlichen Zweiges entwickeln muß. entspricht nicht seinem Zweck. seiner Evolution aufgehalten wird und die an es gestellten Forderungen nicht erfüllen kann. ist der Mond. Das Ende dieses Zweiges. „Wir müssen daran denken.

Vorläufig wollen wir die Menschheit als Ganzes betrachten. Wenn sich die Menschheit nicht entwickelt. In jeder gesonderten Entwicklungszelle gibt es sich entwickelnde Teile und Teile. für den sie geschaffen wurde. soweit wir sie historisch kennen.Ende des Zweiges' wächst. „Gleichzeitig müssen wir bei der Prüfung des Lebens der Menschheit.ten Teile voneinander abhängen. so bedeutet das. und es gibt Gewebe. „Der sich entwickelnde Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. In einem Jahrhundert zerstört sie 450 . Aber wissende Menschen mögen natürlich genaue Kenntnis davon haben. wenn sie aufhört. die entsprechende Entwicklung des organischen Lebens abzuwarten oder nicht. es gibt im organischen Leben Gewebe. daß diese Entwicklung niemals gewährleistet ist: sie ist nur möglich und kann in jedem Augenblick und an jeder Stelle aufhören. sich zu entwickeln. und kann daher zerstört werden. die sich entwickeln. um sagen zu können. Gleichzeitig wird die Menschheit. Oder. Dann gibt es innerhalb der sich entwickelnden Gewebe sich entwickelnde Zellen und Zellen. in welcher Periode der planetarischen Entwicklung wir uns befinden und ob Mond und Erde Zeit haben. für den Zweck. daß das . die als Nahrung und Medium für die sich entwickelnden dienen. zugeben. das heißt sie mögen wissen. „Wir haben keine Anhaltspunkte. die als Nahrung und Medium für jene dienen. die sich entwickeln. aber hiervon werden wir später sprechen. genauer gesprochen. die als Nahrung für die sich entwickelnden dienen. Allgemeines Wachstum ist nur unter der Bedingung möglich. Aber man muß immer und in allem daran denken. Mond und Menschheit befinden. Somit kann die Beendigung der Entwicklung die Vernichtung der Menschheit bedeuten. Auch die Menschheit hat einen Entwicklungsteil. daß die Anzahl von Möglichkeiten niemals unbegrenzt ist. auf welcher Stufe der ihnen möglichen Entwicklung sich Erde. daß die Entwicklung des organischen Lebens aufhören und dies wiederum das Wachstum des Schöpfungsstrahls zum Stillstand bringen wird. nutzlos. daß die Menschheit sich in einem Kreis bewegt. Wir können dies nicht wissen. aber wir dürfen nicht vergessen.

daß das Leben der Menschheit nicht auf die Weise vor sich geht. nicht in jedem Augenblick nach Belieben verändert werden kann. so werden wir sehen. und der Vorgang wird sich nach mechanischen Gesetzen vollziehen und entwickeln. Allgemein gesprochen. Zwischen den Wegkreuzungen kann nichts getan werden. Stillstand bedeutet. Wenn ein Aberglaube verschwindet. und der Fortschritt der letzten hundert Jahre in mechanischen Dingen ging auf Kosten vieler anderer vielleicht viel wichtigerer Dinge. die an diesem Vorgang teilhaben. Unwissenheit auf einem anderen hervor. was sie in einem anderen geschaffen hat. „Wenn wir uns nun das Oktaven-Gesetz vor Augen halten. die unvermeidliche Zerstörung von allem voraussehen. und selbst wenn Leute. „Natürlich gibt es sehr viele Leute. tritt ein anderer an seine Stelle und so weiter. Das Auftreten einer Eigenschaft ruft unmittelbar das Auftreten einer anderen entgegengesetzten Eigenschaft hervor. der sich auf eine bestimmte Weise vollzieht. daß Fortschritt und Rückschritt sich die Waage halten. daß die Menschheit sich in einem Stillstand befindet.Kreuzung' überschreitet und nichts geschieht.Wegkreuzungen' verändert und auf einen neuen Weg gebracht werden. Das Wachstum des Wissens auf einem Gebiet ruft das Wachstum der. Und sie erfinden verschiedene Theorien. die nach ihrer Meinung das ganze Leben der Menschheit verändern sollten.alles. nach der es sich ihrer Meinung nach vollziehen sollte. können sie doch nichts tun. Ein anderer erfindet sofort eine entgegengesetzte Theorie. hat man allen Grund. Verfeinerung auf der einen Seite verursacht Vulgarität auf der anderen. zu denken und zu behaupten. Und beide 451 . die ich eben als Wegkreuzungen bezeichnet habe. nichts getan wird. dann kann auch später nichts getan werden. Wenn nun aber ein Vorgang eine . Ich wiederhole. die der Ansicht sind. bei den Oktaven nannten wir sie die Intervalle mi—fa und si—do. daß ein solcher ausgeglichener Vorgang. daß nur in bestimmten Augenblicken. etwas getan werden kann. Freiheit in einer Beziehung ruft Sklaverei in einer anderen hervor. Der eine erfindet eine Theorie. Er kann nur an gewissen . und vom Stillstand führt ein gerader Weg zu Niedergang und Entartung.

nämlich jener Entwicklung. und all diese Theorien und der Streit zwischen ihnen stellen zweifellos eine der Kräfte dar. seine Nichtigkeit. die ihrerseits wieder entgegengesetzte Theorien verursachen. verhält sich ganz analog dem Prozeß der dem einzelnen Menschen möglichen Entwicklung. wenn sie verwirklicht würden. an ihre eigenen Theorien oder die anderer Leute zu glauben. Beseitigung der Ungleichheit würde Vernichtung der Entwicklungsmöglichkeit bedeuten. und zweitens die Beseitigung des . Und viele Leute glauben tatsächlich der einen oder der anderen. daß alle ihnen glauben. Intellektuelle Theorien stellen den Menschen in die Mitte von allem. alles besteht für ihn. die Erde. Das Leben nimmt natürlich seinen eigenen Lauf. Und so ist es mit allen intellektuellen Theorien. es sei möglich. Sie vergessen sogar die verhältnismäßige Kleinheit des Menschen. nämlich eine gewisse Gruppe von Zellen wird allmählich bewußt. All diese Theorien sind zweifellos ganz phantastisch. hauptsächlich deswegen. die die Menschheit in dem Zustand festhalten. Und die ganze Zeit tauchen neue Theorien auf. ein Mensch sei nach Belieben fähig. aber die Menschen hören nicht auf. sowohl die Ungleichheit der Menschen als auch ihr Leiden. und bilden sich ein. das heißt der Kraft. Sie behaupten. dann zieht sie andere 452 . sein ganzes Leben zu ändern. Alles hat in der Natur sein Ziel und seinen Zweck. weil sie das Wichtigste nicht in Betracht ziehen. nämlich die untergeordnete Rolle. die allein die Lage verändern kann. „Der Prozeß der Entwicklung. Und er beginnt mit der gleichen Tatsache.Schocks'. der Mond. etwas zu tun. sein vorübergehendes Dasein und anderes. die Sterne. Beseitigung des Leidens würde erstens die Beseitigung einer ganzen Reihe von Wahrnehmungen bedeuten. für die der Mensch geschaffen ist. in dem sie sich gegenwärtig befindet. die für die Menschheit als ein Ganzes möglich ist.erwarten. sondern es würde sogar verhängnisvoll sein. das heißt sein Leben auf vernünftigen Grundsätzen aufzubauen. Nebenbei sind all diese Theorien für das allgemeine Wohl und die allgemeine Gleichheit nicht nur nicht zu verwirklichen. die Sonne. die die Menschheit und das organische Leben im Weltprozeß spielen.

Im 453 . Woher kommt dieses Bewußtsein? Natürlich vom Evolutionsprozeß. sagte G. während er sich entwickelt. auch vereinen und wenigstens für eine gewisse Zeit vom Kampf gegen den Evolutionsprozeß leben. Der Unterschied zwischen ihnen ist der folgende: ein Involutionsvorgang beginnt bewußt im Absoluten.Bewußtsein' und . Es gibt zwei Prozesse.Evolution' genannt werden. In der Menschheit sowohl wie im Einzelmenschen beginnt alles mit der Bildung eines bewußten Kerns. und es kann keine andere Art von Entwicklung geben. „Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen. „Von einem gewissen Gesichtspunkt aus kann man es sagen". Das ist Entwicklung. ein Evolutionsprozeß beginnt halbbewußt. die in ihrer Entwicklung aufgehalten wurden. weil es seinen früheren Worten zu widersprechen scheint. nämlich daß es nur zwei kämpfende Kräfte in der Welt gibt — . Der Evolutionsprozeß muß ohne Unterbrechung fortschreiten. So können sich abgetrennte Fragmente von Bewußtsein. Jedes Anhalten verursacht eine Trennung vom Grundprozeß. wird aber mehr und mehr bewußt.. die gegen die Entwicklung der Menschheit ankämpft?" fragte ich. Ich habe dies aufgezeichnet. ihren Zielen zu folgen und nicht nur zu essen. „und es kann für uns im Augenblick keine praktische Bedeutung haben. daß es eine bewußte Kraft gibt.Mechanisiertheit'. zu trinken und zu schlafen. Alle mechanischen Kräfte des Lebens kämpfen gegen die Bildung dieses bewußten Kems in der Menschheit. genau wie alle mechanischen Gewohnheiten. Jedoch Bewußtsein und bewußter Widerstand gegen den Evolutionsvorgang können in gewissen Augenblicken auch beim Involutionsvorgang auftreten. wird aber schon beim nächsten Schritt mechanisch — und wird mehr und mehr mechanisch. Geschmacksrichtungen und Schwächen gegen das bewußte Selbst-Erinnem im Menschen ankämpfen. die manchmal . antwortete G." „Kann man sagen. „Woher kann diese Kraft kommen?" fragte ich.Zellen an. macht sie sich untertänig und bringt allmählich den ganzen Organismus dazu.Involution' und . dies zu erklären". während er sich entwickelt.

Für uns ist es nur wichtig. die nur einen zeitweiligen Erfolg ergeben. Im Gegenteil. zur Vereinigung hin beobachtet werden können? Natürlich nichts dergleichen. eine begrenztere Auswahl von Mitteln haben. kann es in gewissen Augenblicken einen Kampf gegen den absichtlichen Widerstand ziemlich mächtiger Kräfte geben. diese Frage hat für uns keine praktische Bedeutung. Die Ursache hierfür ist. neue Feindschaften. „Können wir sagen. festzustellen. wir sehen ein Übergewicht von Gemeinheit und Dummheit aller Art. Das Leben wird von den am wenigsten Bewußten. jedes Mittel zu verwenden. „Können wir sagen. wird es nicht schwer sein. Anstatt gegen mechanische Kräfte zu kämpfen. zu vergleichen sind. Diese widerstrebenden Kräfte können manchmal sogar siegen. welche den Evolutionsprozeß lenken. die die Evolution leiten. wann eine Evolution beginnt und wann sie sich vollzieht. was auf eine sich vollziehende Evolution hinweist. daß die Kräfte. „Können wir zum Beispiel sagen. „Aber wie ich schon gesagt habe. in anderen Worten. die Anzeichen dafür festzustellen. wenn diese auch natürlich nicht mit jenen. sogar solche. ob die Menschheit als evolvierend betrachtet werden kann. daß das Leben von einer Gruppe bewußter Menschen gelenkt wird? Wo sind sie? Wer sind sie? Wir sehen genau das Gegenteil. wenn wir die Menschheit mit einem Menschen ver- 454 . daß wir im Leben ein Übergewicht der besten. den am tiefsten Schlafenden gelenkt.Grunde macht dies den Evolutionsprozeß nur interessanter. Die widerstrebenden Kräfte sind in ihrer Wahl von Mitteln nicht begrenzt und immer imstande. Wir sehen nur neue Spaltungen. neue Mißverständnisse. sie können nur gewisse Mittel und gewisse Methoden verwenden. daß im Leben Bestrebungen zur Einheit hin. „So gibt es in der gegenwärtigen Lage der Menschheit überhaupt nichts. Und wenn wir uns an die vollständige Analogie zwischen Menschheit und Mensch erinnern. Im Gegenteil. und als Endergebnis sowohl die Evolution als auch die Involution an der fraglichen Stelle vernichten. stärksten und mutigsten Elemente beobachten können? Nichts dergleichen.

Oder. daß es solch eine Gruppe gibt? Vielleicht können wir es auf Grund einiger Anzeichen. „Heißt das. „Alles. die Führung einer bewußten Gruppe anzunehmen. auf sie stolz zu sein. oder ob es überhaupt ein Ende und einen Ausweg gibt. um den Rest der Menschheit zu unterjochen. Der Mensch wird ein williger Sklave. daß die Menschheit sich in einem Zustand befindet. was einem Menschen geschehen kann. was ich bisher gesagt habe. „Gleichzeitig hiermit beobachten wir ein Wachstum des Automatischen. Teile von Maschinen. daß es eine sehr kleine Gruppe ist. Aber wie ich vorher betonte. Er braucht keine Ketten mehr. zu sagen. die Evolution der Menschheit kann sich nur durch die Evolution einer gewissen Gruppe vollziehen. „Können wir sagen. Es ist unmöglich. daß die Sklaverei des Menschen wächst und zunimmt. die ihrerseits den Rest der Menschheit beeinflussen und führen wird. der sie unfähig macht. Unwirklichen und Fremden auf Kosten des Natürlichen. wo dies alles endet und wo es einen Ausweg gibt.gleichen. sagte G. Eines allein ist sicher. betrifft die ganze Menschheit. „Stellen Sie sich vor. dann können wir ganz klar das Wachstum der Persönlichkeit auf Kosten des Kerns beobachten. „Das wissen nur sie selbst". aber jedenfalls müssen wir zugeben. das heißt ein Wachstum des Künstlichen. daß es zwei oder drei Menschen gibt. die inmitten einer Menge 455 . „Die zeitgenössische Kultur verlangt Automaten. Und die Menschen verlieren zweifellos ihre erworbenen Gewohnheiten der Unabhängigkeit und werden Automaten. „Wie könnte es anders sein?" fragte G. jedenfalls ganz ungenügend." „Wieviele Leute könnte es in dieser bewußten Gruppe geben?" fragte jemand. Wirklichen und Eigenen. wenn wir es von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. Und das ist das Schrecklichste. können wir sagen. seine Sklaverei gern zu haben. Er fängt an. daß sie alle einander kennen?" fragte der Betreffende wieder.

die die höchste dem Menschen erreichbare Entwicklung erlangt haben. so wie die Wissenschaft und Zivilisation sie kennt. deren Dasein und Bedeutung die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr vermuten. „Der innere Kreis wird der . alle Formen des dem Menschen möglichen Bewußtseins. daß jeder Mensch nur auf seiner eigenen Seinsstufe sehen kann. Sicherlich werden sie einander kennen. die schlafen. volle Beherrschung dieser Bewußtseinszustände. dieser Kreis besteht aus Menschen. nämlich die gesamte historische und prähistorische Menschheit. wiesen wir darauf hin. „Früher. als wir über die Geschichte der Menschheit sprachen. zu der wir gehören. jeder von ihnen hat im vollsten Ausmaße Individualität. zu der wir gehören. Aber entweder gibt es noch nicht soviele oder sie wollen es nicht. das ganze dem Menschen erreichbare Wissen und einen freien und unabhängigen Willen. durch Kräfte aus zwei verschiedenen Quellen gelenkt wird. stellt in Wirklichkeit nur den äußeren Kreis der Menschheit dar. „Wir haben die Probleme der Esoterik berührt. als sie planetarische Einflüsse vermuten. Wie viele sind es? Wir wissen es nicht und können es nicht wissen. können sie nicht kennen. 456 . das heißt ein unteilbares .Ich'. daß das Leben der Menschheit. oder es ist vielleicht die Zeit noch nicht gekommen. bevor wir nicht werden wie sie. innerhalb dessen es mehrere andere Kreise gibt. daß die ganze Menschheit.esoterische' genannt. wenn sie existierten und es für notwendig und gerechtfertigt hielten. Erstens planetarische Einflüsse. oder vielleicht schlafen die anderen Menschen zu fest. Es wurde schon früher ganz klar gesagt.schlafender Leute wach sind. die aus den inneren Kreisen der Menschheit herrühren. sozusagen aus verschiedenen konzentrischen Kreisen besteht. könnten das ganze Leben auf der Erde verwandeln. Aber jene. „So können wir uns vorstellen. Aber zweihundert bewußte Menschen. und ferner Einflüsse. Sie können nichts tun. „Die Menschheit. die vollständig mechanisch wirken und von den menschlichen Massen genau wie vom Einzelmenschen ganz unwillkürlich und unbewußt aufgenommen werden. sowohl die uns bekannte als auch die uns unbekannte.

aber ihr Wissen über die Kosmen hat einen mehr philosophischen Charakter. Sie wissen mehr als sie tun. und alle verstehen auf die gleiche Weise wie einer. Sie wissen und verstehen viele Dinge. In Wirklichkeit ist. ein Mitglied des exoterischen Kreises kontempliert. die sich nicht in ihrem Tun ausdrückt. wird die Menschheit gewöhnlich nur in zwei Kreise gegliedert und der •exoterische Kreis' im Gegensatz zum esoterischen als das gewöhnliche Leben betrachtet. kein Mißverständnis geben. die die Existenz der Esoterik anerkennt. Jedoch ihr Verstehen ist genau so exakt und deswegen mit dem Verstehen der Menschen des esoterischen Kreises identisch.was ihrer Erkenntnis entgegengesetzt ist. die zu diesem Kreis gehören. „Der dritte Kreis wird der . „Den nächsten Kreis nennt man den . daß ihr Wissen mehr theoretisch ist. verstehen alle anderen. ist dieses Verständnis im Vergleich zum Verständnis des esoterischen Kreises etwas mehr theoretisch. Die Menschen.mesoterischen'. das heißt es ist abstrakter als das Wissen des mesoterischen Kreises.exoterische' genannt. wie wir sehen. weil sie auf einem gemeinsamen und gleichen Verstehen beruht. das heißt den mittleren. Was einer versteht. was die Menschen der esoterischen und mesoterischen Kreise wissen. Infolgedessen ist ihre Tätigkeit vollständig koordiniert und führt zu einem gemeinsamen Ziel ohne jede Art von Zwang. Ihr Verstehen kann nicht in Taten zum Ausdruck kommen. Natürlich bezieht sich dies auf ein Wissen kosmischer Art. sie können keine Erkenntnis haben. Aber wie schon gesagt. der 457 . das heißt der äußere. Der eine versteht auf die gleiche Weise wie alle anderen. Zwischen ihnen kann es keine Zwietracht. weil es der äußere Kreis des inneren Teils der Menschheit ist. Aber es kann zwischen ihnen keine Unterschiede im Verständnis geben. Menschen. die zu diesem Kreis gehören. wissen vieles von dem. „In der Literatur. die bisher in ihrem Tun noch keinen Ausdruck gefunden haben. keine Unterschiede im Verstehen zwischen ihnen geben. Ein Mitglied des mesoterischen Kreises berechnet. besitzen alle Eigenschaften der Mitglieder des esoterischen Kreises mit dem einzigen Unterschied. Gleichzeitig kann es keine Zwietracht.

wo das Verstehen anfängt. „Der .Esoterik'. denn das gemeinsame Verständnis beginnt erst im exoterischen Kreis und ist nur dort möglich. der Weg der Menschen Nummer eins. nämlich des exoterischen Kreises. „Diese vier Tore entsprechen den früher beschriebenen vier Wegen. in den exoterischen Kreis einzudringen. Dieser Kreis wird manchmal der Kreis der .Verwirrung der Zungen' genannt.äußere Kreis' ist der Kreis der mechanischen Menschheit. können wir uns auf dem Umfang des dritten inneren Kreises. wo keiner den anderen versteht und sich auch keine Mühe macht. Jeder versteht auf seine Weise und alle verstehen verschieden.exoterische Kreis' sehr weit von uns entfernt. „Der erste Weg ist der Weg des Fakirs. daß sie eine unbewußte Tendenz zum inneren Kreis haben. die diesem Kreis angehören. In diesem Kreis ist außer in seltenen. außerordentlichen Augenblicken oder in Dingen ohne große Bedeutung. „Wenn wir uns die Menschheit in Form von vier konzentrischen Kreisen vorstellen. daß es unter den ihm zugehörigen Menschen kein gemeinsames Verstehen gibt und auch nicht geben kann. die auf ein bestimmtes Wesen beschränkt sind. „Die Möglichkeit zu verstehen hängt also für die Menschen von der Möglichkeit ab.. vier Tore vorstellen. der Menschen des physischen Körpers. Für den gewöhnlichen Menschen ist er schon . Das erste Zeichen dieses Kreises ist es. der instinktivbeweglich-sinnlichen Menschen ohne viel Verstand und ohne viel Herz. Wenn sich Menschen. dann bedeutet dies. zu verstehen und verstanden zu werden. in dem jeder seine eigene besondere Sprache spricht. verstanden zu werden. durch welche die Menschen des mechanischen Kreises eindringen können. kein gemeinsames Verständnis möglich. der wir zugehören und die wir allein kennen. das heißt der Kreis. 458 . Und diese Menschen werden sich des mangelnden Verstehens gewöhnlich in ganz verschiedenen Formen bewußt. des allgemein mangelnden Verständnisses bewußt werden und sich danach sehnen.

denen die drei ersten nicht offenstehen. der religiöse Weg. nämlich dem Weg des Fakirs. unterscheiden sie sich äußerlich nur wenig von religiösen Schulen. um das herum und im Zusammenhang mit dem er allein bestehen kann. Er hat keine bestimmte Form und es gibt keine mit ihm verbundenen Institutionen. „Der Grundunterschied zwischen den drei ersten Wegen. Wo es Yogischulen gibt. dem Weg des Mönches und dem Weg des Yogi. „Abgesehen von diesen drei Wegen gibt es einen vierten Weg. daß er nie ein bleibender Weg ist. „Vor zwei. daß sie an bleibende Formen gebunden sind. die es jetzt nicht mehr gibt. der Weg der Menschen Nummer drei. Und in verschiedenen Geschichtsperioden haben verschiedene Gemeinschaften oder Orden von Fakiren in verschiedenen Ländern bestanden und bestehen sogar noch. Denken und Körper sollten hier nicht zu stark sein. „Der dritte Weg ist der Weg des Yogi. das heißt. „Der vierte Weg unterscheidet sich von den alten und neuen Wegen durch die Tatsache. das heißt der Gefühlsmenschen. sonst könnten sie ein Hindernis auf diesem Wege bilden.„Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. und dem vierten Weg besteht in der Tatsache. den diejenigen gehen können. das heißt er verschwindet an 459 . Die Grundlage dieser Institutionen ist die Religion. Dies ist der Weg des Denkens. Herz und Körper dürfen nicht besonders stark sein. verschwindet der vierte Weg. Er erscheint und verschwindet wieder nach seinen eigenen ihn lenkenden Gesetzen. Diese drei traditionellen Wege sind innerhalb der Grenzen unserer historischen Zeitspanne bleibende Wege. die durch lange Perioden der Geschichte fast unverändert bestanden haben. ohne irgendein Unternehmen.oder dreitausend Jahren gab es noch andere Wege. Wenn diese Arbeit zu Ende ist. und die jetzt bestehenden Wege "waren noch nicht so scharf voneinander getrennt. sie standen einander viel näher. der Weg der Menschen Nummer zwei. „Der vierte Weg besteht nie ohne irgendwelche Arbeit einer bestimmten Bedeutung. wenn das gestellte Ziel erreicht ist.

die Möglichkeit. Der mechanische Mensch kann keine bewußte Arbeit vollbringen. Die Menschen. die nur ihre äußere Seite kannten und die ganze Arbeit von diesem äußeren Aspekt aus sahen. hängt von vielen Umständen und Bedingungen ab. die im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Unternehmen ausgeführt wird. Nur bewußte Arbeit kann in allen Unternehmungen des vierten Weges nützlich sein. die die Arbeit begonnen haben. beginnen auf die eine oder andere Weise ihre eigene persönliche Arbeit. auf solche eine Arbeit zu stoßen. „Ohne an sich selber oder an der Richtigkeit ihrer Schlüsse und 460 . was das Grundziel der Arbeit ist. „Auf dem vierten Wege kann in keiner Arbeit mechanische Hilfe gebraucht werden. wie auch die Möglichkeit. werden die Schulen geschlossen. die um die Arbeit herum waren. Inmitten der gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die einzige Hoffnung. als die Arbeit andauert. „Aber ganz gleich. sich bewußte Mitarbeiter zu schaffen. „Je schneller ein Mensch das Ziel der Arbeit. aus dieser Gelegenheit Nutzen zu ziehen. „Die Arbeit der Schulen des vierten Weges hat viele Formen und viele Bedeutungen. und somit ist es die erste Aufgabe derjenigen. Wenn die Arbeit getan ist. auf Arbeit dieser Art zu stoßen. auf dem Weg unabhängig fortzukommen. Schulen des vierten Weges bestehen für die Bedürfnisse der Arbeit. die ausgeführt wird. die gelernt haben. desto schneller kann er für sie nützlich werden und desto mehr kann er für sich selbst daraus gewinnen. verlassen die Bühne. begreift. einen Weg zu finden. die eine solche Arbeit beginnen. was zu lernen möglich war. verschwindet in der betreffenden Form und besteht vielleicht in einer anderen Form an anderer Stelle weiter. Diejenigen von ihnen. Aber die Hoffnung.dem betreffenden Platz. die Schulen bestehen nur solange. und die Möglichkeit erlangt haben. „Aber manchmal geschieht es. Sie bestehen nie an sich als Schulen zum Zwecke der Erziehung und Belehrung. daß nach Schließung der Schule eine Anzahl Leute übrigbleibt. die der Mensch hat.

„Aber solche pseudo-esoterische Systeme spielen auch in der Arbeit und Tätigkeit esoterischer Kreise eine Rolle.ihres Verständnisses zu zweifeln. kann die Wahrheit nur in Form einer Lüge zu den Menschen kommen — nur in dieser Form sind sie fähig. weil die Wahrheit in ihrer reinen Form ihnen unzugänglich ist. das größer als das Leben ist. Sie sind nämlich das Zwischenglied zwischen einer Menschheit. „Außerdem Endet sich manchmal ein Wahrheitskömchen in un- 461 . zu hören und zu erfahren. Um sie fortzusetzen. Sogar die Grundidee der Esoterik. und auch das nur dann. was sie selber gelernt haben. zu unterscheiden. Aber wenn wir auf die Geschichte zurückschauen. und geben dieselben Versprechungen. nur in dieser Form sind sie fähig. All dies kann natürlich nur eine äußere Nachahmung sein. ebensosehr für die Zwecke ihres eigenen Daseins als für die Zwecke der Arbeit kosmischen Charakters. Unverhüllte Wahrheit würde für sie eine unverdauliche Nahrung bilden. sie zu verdauen und sich einzuverleiben. die daran interessiert sind. die sie ausführen. die sie selber bekommen haben. mit Ausnahme der Ergebnisse ihrer Arbeit. vor allem des zeitgenössischen. was wir über die verschiedenen Arten von okkulten. lehren die Menschen. entschließen sie sich. die vollständig im materialistischen Leben versunken ist.und alchimistischen Schulen wissen. hätte die überwältigende Mehrheit der Menschen überhaupt keine Möglichkeit. ist es uns fast unmöglich. Freimaurer. sie aufzunehmen. und wenn es nicht diese pseudo-esoterischen Schulen gäbe. wenn wir fähig sind. Wir wissen praktisch gar nichts über die richtigen Schulen. eine gewisse Anzahl von Menschen zu erziehen. auf solche Nachahmungen. vom Bestehen von etwas. die Arbeit fortzusetzen. bilden sie neue Schulen. die Ergebnisse richtiger Arbeit von Fälschungen und Nachahmungen zu unterscheiden. und Schulen. erreicht die Menschen in den meisten Fällen über pseudo-esoterische Systeme und Schulen. Auf Grund der vielen Eigentümlichkeiten des menschlichen Wesens. die Idee der Initiation. wo das Wirkliche endet und die Nachahmung beginnt Genau genommen bezieht sich fast alles.

ihren Auffassungen von Hierarchie. manchmal als Ausnahme sogar Leute einer anderen Religion und Europäer. zu existieren. die durch hohe Mauern getrennt sind. weil sie im Gewand gewöhnlicher Klöster und Tempel bestehen. Über den dritten und vierten Hof erfahren Sie nicht einmal etwas. Die Legenden über die äußeren Riten der Initiation wurden aus Bruchstücken von Nachrichten gescharfen. Es mag in ihren Schriften. ihren Riten. wird uns auch in vollständig falscher Form vermittelt. können Sie einen esoterischen Tempel oder ein esoterisches Kloster nicht von einem gewöhnlichen unterscheiden. Aber dies wissen Sie nicht. in okkulten und theosophischen Schulen. die uns über pseudo-esoterische Systeme erreicht. Die indischen Tempel. werden Sie nur in den ersten Hof gelangen. ermöglichen es esoterischen Schulen. ihren Überlieferungen. sie gehörten zu einer besonderen Kaste. man sagt Ihnen. auf 462 . Die Gläubigen haben gewöhnlich zum ersten äußeren Hof Zugang. Zugang zum zweiten Hof haben nur Menschen einer gewissen Kaste oder solche mit besonderer Erlaubnis. ihren Dogmen und in ihren Vorschriften aufbewahrt sein. Zum zweiten haben nur Schüler Zugang. jedoch in Form von Vierecken. vor allem die in Südindien. ohne erkannt zu werden. die es mit kleineren Abweichungen überall gibt. Organisationen dieser Art. eines im anderen enthalten. Eines von Dutzenden von Klöstern ist eine Schule. Zugang zum dritten Hof haben nur dem Tempel zugehörige Menschen und Zugang zum vierten nur Brahmanen und Priester. in kirchlichen Religionen. das heißt nicht pseudo-esoterische Schulen. „Esoterische Schulen. Die tibetanischen Klöster sind gewöhnlich in Form von vier konzentrischen Kreisen oder vier konzentrischen Höfen. sind schwer zu finden. und wenn man es Ihnen nicht sagt. Und Sie können tatsächlich dieselbe Ordnung in allen Tempeln beobachten. Die Mysterien stellten einen besonderen Weg dar. „Die Idee der Initiation. gebaut. sind nach demselben Plan gebaut.veränderter Form in pseudo-esoterischen Bewegungen. die es vielleicht in einigen Ländern des Ostens gibt. die wir über die alten Mysterien besitzen. Aber wie kann man sie erkennen? Wenn Sie hineinkommen.

„Der Übergang von einer Seinsstufe zu einer anderen wurde durch gewisse Darstellungs-Zeremonien. aber kein System oder keine Schule kann für einen Menschen die Arbeit tun. eine Wandlung des Seins hängt nur von der Arbeit ab. und die muß der Mensch an sich selbst tun. Man glaubt. Und nur in pseudo-esoterischen Systemen." 463 . in denen es nichts anderes als diese Riten gibt. In Wirklichkeit gibt es nur Selbst-Initiation. nämlich die Initiation. indem er in ein Sakrament verwandelt wird. Aber eine Wandlung des Seins kann nicht durch irgendwelche Riten bewirkt werden. dem Eingeweihten gewisse Kräfte vermittelt. Riten sind nur das Kennzeichen einer vollendeten Wandlung.welchem neben einer schwierigen und langen Studienperiode theatralische Darstellungen einer besonderen Art gegeben wurden. die in allegorischer Form den gesamten Weg der Entwicklung von Mensch und Welt darstellten. Inneres Wachstum. Es gibt keine äußere Initiation und kann sie auch gar nicht geben. gekennzeichnet. Dies gehört wiederum zur Psychologie eines Nachahmungsweges. die er selbst tun muß. beginnt man den Riten eine unabhängige Bedeutung zuzusprechen. Systeme und Schulen können auf Methoden und Wege hinweisen. daß ein Ritus.

ich sei sowohl blind als auch taub gewesen. Niemand glaubte mehr an irgendwelche Schlagworte. Jedoch auch dies war Täuschung. Andererseits war dies jedoch eine so außergewöhnliche Zeit. ohne den Anschein zu erwecken. das heißt von dem gänzlichen und vollständigen Fehlen irgendeines Willenselementes. Nun rückten uns die „Ereignisse" näher. Im weiteren Verlauf werde ich die Dinge erwähnen. die Vorkommnisse in unserer Umgebung zu erwähnen. Bis dahin hatten wir. den Krieg zu galvanisieren. den Krieg fortzuführen. ich meine. trotzdem schon feste Wurzeln gefaßt hatte. und wir konnten nicht länger umhin. und in Wirklichkeit war es nie so klar. dem Geschehen Einhalt zu gebieten. Keine Versuche irgendwelcher Art. sie rückten jedem von uns persönlich näher. konnten zu irgendeinem Ergebnis führen. sie nicht zu bemerken. die Geschehnisse zu schildern oder zu analysieren. daß alles geschieht und daß niemand etwas tut. die von dem Willen irgendeines Menschen abzuhängen schienen oder scheinen konnten.SECHZEHNTES KAPITEL D amals. In erster Linie war es jedem. Gleichzeitig war es unmöglich. Es ist keineswegs meine Aufgabe. daß ich nicht ganz vermeiden kann. uns wie durch ein Wunder von den „Ereignissen" femgehalten. Außerdem hätte nichts so guten Stoff für das Studium der „Mechanisiertheit" von Ereignissen geben können. 464 . jedenfalls die meisten von uns. daß der Krieg zu Ende ging. durch irgendeine innere Müdigkeit und durch die Einsicht der Sinnlosigkeit all dieses Grauens. die. wie die Beobachtung von Geschehnissen dieser Zeitspanne. und zwar durch sich selbst. und alle Gespräche über die Notwendigkeit. begann die Lage in Rußland recht düster auszusehen. der sehen konnte und wollte. klar. im November 1916. obwohl sie erst dunkel dämmerte.

sogar für sich selbst. wie wir ohne es leben und in dem Labyrinth all der bestehenden Widersprüche unseren Weg finden könnten. daß niemand irgend etwas aufhalten konnte. die G. Während der letzten Monate des Jahres 1916 kam G. Wir konnten uns nicht mehr vorstellen. sich nun jedoch vorbereiteten. zu viele fürchteten sie. daß der Mythos der Arche Noah 465 . Wer konnte damals. die am wenigsten Vorbereiteten und waren am wenigsten fähig zu verstehen. Um genau zu sein: sie zeigten sich als die Blindesten.'s System uns ein gewisses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. wie wir uns inmitten all dieses Chaos fühlen würden. die bisher eine passive Rolle gespielt hatten. auf eine aktive überzugehen. daß niemand die Ereignisse abwenden oder in irgendwelche sichere Kanäle leiten konnte. Diese Zeit kennzeichnet der Beginn der Gespräche über die Arche Noah. selbst bei Annahme des Schlimmsten. seine eigene Hilflosigkeit einzusehen. wissen. den Krieg zu beenden. In zweiter Linie war es klar. daß dies sein letzter Winter sein würde? Doch zu viele Menschen haßten diese Stadt. nicht nach Petersburg. wohin sie führten. Ich war immer der Ansicht. aber einige Mitglieder unserer Gruppe gingen nach Moskau und brachten bei ihrer Rückkehr neue Diagramme und einige Aufzeichnungen mit. Ich erinnere mich so gut an Petersburg im letzten Winter seines Bestehens. wenn wir nicht das System hätten. zeigten nur die Hilflosigkeit des menschlichen Denkens. gab G. daß der Zusammenbruch näherrückte. und obwohl es klar war. Alles verlief auf die einzig mögliche Weise und konnte in keiner anderen Weise verlaufen. Besonders berührte mich zu dieser Zeit die Lage berufsmäßiger Politiker der Linken. was sie vorbereiteten. das sogar unfähig war.'s Moskauer Schüler unter seiner Leitung ausgeführt hatten. Unsere Versammlungen gingen weiter. Viele neue Menschen erschienen damals in unserer Gruppe. das mehr und mehr unser Eigen wurde. Und es war offensichtlich. und ihre Tage waren gezählt.oder die Notwendigkeit. daß alles einem unbekannten Ende zusteuerte. Wir sprachen damals oft davon. was sie wirklich taten.

daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. desto bewußter und intelligenter ist der Stoff.eine esoterische Allegorie sei. Bei einem der ersten Gespräche zeigte er uns eine vollständig neue Seite alles dessen. worüber er bisher gesprochen hatte. „Wirklich toter Stoff beginnt da. Alles lebt auf seine eigene Weise. sagte er. daß die Dichtigkeit der Schwingungen und die Dichtigkeit des Stoffes viele andere Eigenschaften des Stoffes anzeigen.Tabelle der Wasserstoffe' als eine Tabelle der Schwingungen und Dichtigkeiten von Stoffen betrachtet. Die Geschwindigkeit der Schwingungen eines bestimmten Stoffes zeigt jedoch seinen Intelligenz-Grad an. desto weniger intelligent ist er. die Dichtigkeit des Stoffes und die Geschwindigkeit der Schwingungen zu bestimmen. desto weniger bewußt. Wir müssen nun erkennen. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. 466 . Zum Beispiel haben wir bisher nicht von der Intelligenz oder dem Bewußtsein des Stoffes gesprochen. in der wir darauf hoffen konnten. alles ist auf seine eigene Weise intelligent und bewußt. Viele in unserer Gemeinschaft hatten nun zu sehen begonnen. „Die »Tabelle der Wasserstoffe' dient. Aber Sie müssen ein für allemal verstehen. „die . sondern gleich2eitig auch ein Plan jeder esoterischen Arbeit unter Einschluß unserer eigenen. während sie hilft. Und je dichter die Schwingungen. uns zur Zeit der „Sintflut" zu retten. Nur drückt sich dieses Bewußtsein und diese Intelligen2 auf verschiedenen Seins-Stufen — das heißt in verschiedenen Skalen — auf verschiedene Weise aus. kam erst Anfang Februar 1917. die in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen. den Grad der Intelligenz und des Bewußtseins festzustellen. gleichzeitig dazu. weil der Bewußtseinsgrad dem Dichtigkeitsgrad oder der Geschwindigkeit der Schwingungen entspricht Das bedeutet: je dichter der Stoff. es gibt nur verschiedene Grade und Stufen des Belebtseins. Das System selbst war eine „Arche". wo die Schwingungen aufhören. G. Sie dürfen nicht vergessen. „Bisher haben wir". daß dieser Mythos nicht nur eine Allegorie der allgemeinen Vorstellung von Esoterik war.

sondern wir können auch sagen.Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen auf der Erdoberfläche beschäftigen wir uns nicht mit totem Stoff. „Gleichzeitig sind das untere und mittlere Stockwerk des Men- 467 . durch den Vergleich zwischen Stoffen." G. Wir können nicht gleichzeitig vom Menschen und vom Tier sprechen. „Der Mensch besteht aus drei Stockwerken. „Wie der Grad der stofflichen Dichtigkeit mittels der .Wasserstoffen' bestehen.Tabelle der Wasserstoffe' verschiedene Stellen einnehmen. da sich die Tiere wesentlich vom Menschen unterscheiden. dies ist sozusagen der .allgemeinen Wasserstoff' zu finden. All der Stoff.Wasserstoff dichter oder leichter ist als ein anderer. „Der Wurm besteht aus nur einem Stockwerk. Um diesen . daß es in jedem lebenden Geschöpf und in jedem Ding einen bestimmten . Und wir haben den Menschen als eine dreistöckige Struktur angenommen. Und die Wissenschaft kann ihn sich nicht beschaffen.Tabelle der Wasserstoffe' zur Bestimmung verschiedener Eigenschaften von Dingen und von lebenden Geschöpfen. sondern auch ihre Intelligenz.Tabelle der Wasserstoffe' bestimmt wird. Die Seinsstufe ist in erster Linie durch die Anzahl der Stockwerke in der Maschine bestimmt. machte eine Zeichnung.Wasserstoff intelligenter ist als ein anderer. wievielmal ein . die innerhalb der . wievielmal dieser oder jener . bestimmen wir nicht nur ihre Dichtigkeit. die aus vielen . so auch der Grad der Intelligenz. beruht auf dem Prinzip. Zuallererst müssen wir die Seinsstufe des betreffenden Geschöpfes kennen. aus denen ein Geschöpf oder Ding besteht. der uns bekannt ist. Das heißt. werden wir zuerst von lebenden Geschöpfen sprechen. der seinen Schwerpunkt bildet.Wasserstoff gibt.allgemeine Wasserstoff aller der .Wasserstoffe'. Und wir können nicht nur sagen. Bisher haben wir nur über den Menschen gesprochen. „Das Schaf besteht aus zwei Stockwerken. ist lebendiger Stoff und auf seine eigene Weise intelligent. „Die Verwendung der . Die höchsten uns bekannten Tiere bestehen aus zwei Stockwerken und die niedrigsten aus nur einem Stockwerk.

Wasserstoff 96 bestimmt die durchschnittliche Intelligenz des . Die Intelligenz vpn . aus denen er zusammengesetzt ist. Das Schaf und der Wurm spielen eine größere oder geringere Rolle im Menschen. und daß ein Schaf aus einem Schaf und einem Wurm besteht.F i g u r 56 Mensch Schaf Wurm sehen sozusagen dem Schaf und das unterste Stockwerk dem Wurm gleichwertig. Der Schwerpunkt des dritten Körpers ist . Der Mensch ist ein mannigfaltiges Geschöpf.Wasserstoff 48. „Der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes im Menschen ist . Im allgemeinen ist der . das heißt des physischen Körpers des Menschen. „Wenn Sie sich an das Diagramm der vier Körper des Menschen erinnern. einem Schaf und einem Wurm besteht.Menschen'. So kann man sagen.Mensch' durch den Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes bestimmt. 468 . daß ein Mensch aus einem Menschen. Aber diese Begriffsbestimmungen sind nur in Einzelfällen wichtig. das wir früher besprochen haben und in dem die durchschnittlichen . Der Schwerpunkt des Astralkörpers ist . seine Seinsstufe wird durch die Seinsstufe der Geschöpfe bestimmt. So spielt der Wurm die Hauptrolle in Mensch Nummer eins.Wasserstoff 12. in Mensch Nummer zwei das "Schaf und in Mensch Nummer drei — der Mensch.Wasserstoff 24 und der Schwerpunkt des vierten Körpers ist .Wasserstoffe' des oberen Stockwerkes gezeigt wurden.Wasserstoff 96.

Die Dichtigkeit der Schwingungen vermehrt sich jedoch nicht durch Verdoppelung wie in den Oktaven der . Aber wir müssen uns in diesem Zusammenhang daran erinnern. wievielmal intelligenter Mensch Nummer acht ist als ein Tisch.Wasserstoff 3072 nach der dritten Skala der . meine gegenwärtigen Ausführungen zu verstehen. Und der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes ist nur um einen . daß die . Mensch Nummer acht ist . nimmt man gewöhnlich das mittlere Stockwerk.Wasserstoff' höher als der Schwerpunkt des unteren Stockwerkes.Tabelle der Wasserstoffe'. sondern an der Dichtigkeit der Schwingungen erkannt wird.Wasserstoff 1536.Wasserstoff höher als der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes.Wasserstoff 6. daß Jesus Christus Mensch Nummer acht ist.Wasserstoff 1536 und . Dieser ist der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes eines Menschen Nummer acht. zeichnete folgendes Diagramm: F i g u r 57 48 96 192 24 48 96 12 24 48 6 12 24 „Der Schwerpunkt des oberen Stockwerkes ist nur um einen . „Wenn wir dies als Ausgangspunkt nehmen.Intelligenz' nicht an der Dichtigkeit des Stoffes. wievielmal .Tabelle der Wasserstoffe' die Seinsstufe zu bestimmen.wird es leichter für Sie sein. folgende Probleme zu lösen: „Nehmen wir an. „Aber wie ich schon gesagt habe: um mittels der . Er befindet sich vollständig zwischen . welche die erste 469 . ist es zum Beispiel möglich.Wasserstoffe'. sondern in einer ganz anderen Progression. Und wenn wir berechnen können.Wasserstoff 6 intelligenter ist als . wievielmal intelligenter ist Jesus Christus als ein Tisch? „Ein Tisch hat keine Stockwerke. werden wir feststellen." G.

der 1536 nahekommt.Wasserstoff. In der gewöhnlichen Wissenschaft wird die Einteilung nach äußeren Merkmalen vollzogen — Knochen. ja sogar höher als 384.Wasserstoff.zahlenmäßig um viele Male übertrifft. Funktionen. „Nehmen wir zum Beispiel den Menschen. „Diese Merkmale sind die Seinsmerkmale. atmet . die sich von allen anderen Tieren unterscheidet. Er nährt sich von . Eine Biene nährt sich von einem . vom Gesichtspunkt ihres kosmischen Daseins her zu verstehen. sie können sich aber auch von einem niedrigeren . Ich möchte nur zeigen. Die kosmische Seinsstufe jedes lebenden Geschöpfes wird bestimmt durch: „Erstens. in dem es lebt. aber sie lebt in einem Bienenstock in einer Atmosphäre. so merkwürdig es auch scheinen mag. Nagetiere usw. 470 . Von einem äußeren Gesichtspunkt aus ist der Mensch ein Tier. Aber er ist ein Tier einer Art. sondern einem. Wenn Sie den genauen Koeffizienten dieser Vermehrung kennen. nähren. dieses Problem zu lösen.Wasserstoff 192. Tiere wie ein Hund können sich von . den es im Weltall einnimmt. im exakten Wissen geschieht die Einteilung nach kosmischen Merkmalen. einer für den Menschen ungenießbaren Nahrung. Es gibt jedoch Wesen. nicht 768. in der der Mensch nicht leben könnte.Wasserstoff 192 und lebt in . was das Geschöpf ißt. was es atmet und drittens. die höher sind als er.Wasserstoff 768 nähren. Tatsächlich gibt es eindeutige Merkmale.Wasserstoff 768. festzustellen. „Dies sind die drei kosmischen Seinsmerkmale. zweitens. Zähne. Art und Gattung eines Geschöpfes mit größter Genauigkeit sowohl bezüglich anderer Geschöpfe als auch nach dem Platz. Es gibt kein Wesen auf unserem Planeten. die für alles Lebendige identisch sind und es uns ermöglichen. gelöst werden kann. der viel höher ist als 768. das ihm gleicht. durch das Medium. Säugetiere.. so werden Sie in der Lage sein. Wirbeltiere. den Grundsatz der Einteilung und Bestimmung von Lebewesen vom kosmischen Gesichtspunkt. „Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen ist es unerläßlich für Sie. daß dieses Problem.

„Wenn diese Grundsätze der Einteilung und Bestimmung auf die fichtige Weise verstanden werden. „Wenn Sie versuchen. wenn man sie wie wir in Oktaven zusammenfaßt. sehr umfassende Begriffe sind. die sich nicht für menschliche Nahrung eignen. so einfach er auf den ersten Blick ist.Wasserstoff Substanzen organischen Ursprungs. daß diese Substanzen wiederum in verschiedene Gattungen eingeteilt werden können. es ermöglicht.Wasserstoff 3072 (Erdboden).Wasserstoff' 1536. Nehmen wir also auch diesen als 1536 an. so werden viele Dinge klar und 471 . atmet nur teilweise .Wasserstoff. der viel gröber ist als . die feinsten Unterscheidungen zwischen den Gattungen der Lebewesen zu treffen. Genau so verhält es sich mit der Luft und genau so mit dem Medium.Wasserstoff 1536.Wasserstoffe'. daß die . Eine gebackene Kartoffel ist intelligenter als eine rohe Kartoffel.Wasserstoff 96 und lebt teilweise in . Er atmet . daß ein Hund.Wasserstoff 1536. Er nährt sich von Mehl.„Nehmen wir ein anderes Beispiel — einen Mehlwurm.Wasserstoff 768.Wasserstoff* 192 und lebt in . „Ein Fisch nährt sich von . Wir nahmen zum Beispiel an.Wasserstoff* 192. weil der Wurm auch von verdorbenem Mehl leben kann. gewinnen wir damit die Möglichkeit für sehr genaue Definitionen. daß dieser Plan.Wasserstoff* 384 und atmet . diese Begriffsbestimmungen weiterzuführen. ein Fisch und ein Mehlwurm sich gleicherweise von . „Die Intelligenz eines Stoffes wird durch das Geschöpf bestimmt. und meinten mit diesem . für das er als Nahrung dienen kann.Wasserstoff 192 und teilweise . „Ein Baum nährt sich von . lebt in .Wasserstoff 1536 nähren. einem .Tabelle der Wasserstoffe' zusammen. besonders wenn Sie im Sinn behalten. Wenn wir nun erkennen. eine rohe Kartoffel oder eine gebackene Kartoffel? Eine rohe Kartoffel kann als Nahrung für Schweine dienen und eine gebackene als Nahrung für Menschen. „Diese kosmischen Seinsmerkmale hängen unmittelbar mit der Bestimmung der Intelligenz nach der . Was zum Beispiel ist von diesem Gesichtspunkt aus intelligenter. werden Sie sehen.Wasserstoff 192 und teilweise in .

Verbesserung würde in diesem Fall tatsächlich alles schlimmer machen. und das Medium. Der kosmische Standort jedes Wesens bestimmt seine Nahrung in gleichem Maße wie die Luft. Wieviel einfacher und leichter wäre dann die Zubereitung der feinen Stoffe im Organismus! Aber leider ist das ganz unmöglich. und aus Eindrücken. Der Organismus ist eingerichtet. in dem es lebt. oder das Medium. sind keinem kosmischen Gesetz unterworfen.Wasserstoff 384 ist Wasser. . gerade diese groben Stoffe in feine Stoffe zu verwandeln.Wasserstoff 96 anstatt 192 entweder sehr verdünnte Luft oder sehr heiße. „Als wir früher über die Nahrungsoktaven in der dreistöckigen Fabrik sprachen. sahen wir.verständlich. das heißt die Qualität der dem Menschen möglichen Eindrücke. nach Belieben verändern. die ein Mensch unmöglich atmen kann.Wasserstoff 96 anstatt 192 atmen könnten. sie zu verwandeln.Wasserstoff 384 anstatt 768 nähren und .Wasserstoffe' in den Organismus einführen. er kann nicht die Luft verbessern. Gerade hierauf beruht die Möglichkeit der Evolution. kann er seine Eindrücke in sehr hohem Maße verbessern und auf diese Weise feine . weißglühende Gase. und stirbt sehr bald. zum Beispiel wäre . Der Mensch kann nicht seine Nahrung verbessern. Aber die Eindrücke. in dem es lebt. Aber während es für ihn nicht möglich ist. und wenn Sie ihm feine Stoffe statt grobe Stoffe zuführen. daß alle feineren. Kein Lebewesen kann seine Nahrung. die es atmet. Wenn ein Mensch seine Nahrung verbessern würde. Nahrung und Luft zu verbessern. nämlich aus Nahrung in der eigentlichen Bedeutung des Wortes — Eßbarem und Trinkbarem —. ist er nicht in der Lage. zum Beispiel uns von .Wasserstoff 96 ist Feuer. aus der Luft. für die Arbeit. . Genau so verhält es sich mit der Nahrung. daß wir die Qualität der Nahrung und der Luft verbessern. Offensichtlich ist dies unmöglich. die es atmet. das heißt sie feiner machen. Nehmen wir nun an. das Wachstum und die Entwicklung des Organismus notwendigen Wasserstoffe aus drei Nahrungsaiten stammen. die wir atmen. müßte er sich von Wasser nähren und Feuer atmen. die Luft. Weder Luft noch Nahrung können verändert werden. Der Mensch muß sich überhaupt 472 .

der sich von niedrigeren .Wasserstoffen' nährt. Das verändert das ganze Bild. sagte er. was für diese Art Geschöpf oder Wesen auf einer gewissen Stufe als Nahrung dient und für was sie selber Nahrung sind. unter Einschluß der Pflanzen. Es ist eine Einteilung in einem ganz anderen Oktavenverhältnis. Das Diagramm dieser Einteilung wird das .nicht von den trüben Eindrücken von H 48 nähren. über die Lebewesen hinaus. „Es gibt noch ein anderes System der Einteilung". und ein Mensch. das heißt auf Individuen. In der Natur steht alles im Zusammenhang und ist alles lebendig.Diagramm alles Lebendigen' genannt. sowohl nach oben.Wasserstoffen' nährt.Luft' und dem Medium. wird sich sicherlich von einem. weil in der kosmischen Ordnung jede Gattung von Geschöpfen sich von einer bestimmten Klasse niedrigerer Geschöpfe nährt und als Nahrung für eine Klasse höherer Geschöpfe dient. In jedes Viereck mit Ausnahme der zwei obersten zeichnete er drei Kreise mit Zahlen." G. unter die Lebewesen. und sie behandelt nicht Individuen. der das obere Stockwerk seiner Maschine mit höheren . Der . „das Sie auch verstehen sollten. sondern Gattungen in einem sehr weiten Sinn. wovon sich die betreffende Gattung von Geschöpfen nährt." Bei einem der folgenden Gespräche kam G. zeichnete ein Diagramm in Form einer Leiter mit elf Vierecken.Wasserstoff im oberen Kreis zeigt die 473 . wieder auf das Thema der Einteilung nach kosmischen Merkmalen zurück. „Der . bezieht sich nur auf die . daß es in der Natur überhaupt keine Sprünge gibt. ja sogar H 3 zugänglich. als auch nach unten.Nahrung'. Die andere Einteilung. was wir als . jeglicher Seinsgrad danach bestimmt. nach . H 12 und H 6. .Lebewesen' bezeichnen. sagte er. von der ich nun sprechen werde.Lebewesen'. führt uns weit über die Grenzen dessen.Wasserstoff im unteren Kreis zeigt. hinaus. es sind ihm auch H 24. „Nach diesem Diagramm wird jegliches Geschöpf. wie wir sie kennen. Vor allem zeigt diese Einteilung. Die erste Einteilung. „Jedes Viereck stellt eine Seinsstufe dar". unterscheiden.

Wasserstoff 24.Wasserstoff 96 und dient 474 . was diese Geschöpfe sind.Wasserston' im nuttleren Kreis ist der durchschnittliche . die sich von diesen Geschöpfen ernährt. nährt sich von . Diesem Diagramm nach ist der Mensch .Wasserstoff dieser Gattung. der zeigt. F i g u r 58 Das Absolute Das ewig Un wandelbare Engel Mensch Erzengel WirbeHlere Pilanzen Minerale Wirbellose Tiere Metalle Das Absolute „Der Platz des Menschen ist das siebente Viereck von unten gerechnet und das fünfte von oben.Gattung. und der .

sich darin zurechtzufinden. 12. jeden mit einem Punkt in der Mitte. die wir nicht kennen.Wasserstoff 96. werden Sie alles in einen Zusammenhang bringen. Viereck 3. Sie erinnern sich. Später. Warum? Was bedeutet das? Das eine wie das andere ist richtig. 6. „Das nächstniedere Viereck sind die Pflanzen. daß wir früher über . Das nächste Viereck — l." Im untersten Viereck zeichnete er ein kleines Dreieck mit dem Scheitel nach unten. diesem Diagramm nach von . sagte er.selbst als Nahrung für . einen Kreis in die Mitte und in diesen Kreis ein Dreieck. „Suchen Sie für den Augenblick nicht nach Widersprüchen. und nannte es „das Absolute".Wasserstoff' 96.Erzengel' bezeichnen. und das folgende Viereck hat in unserer irdischen Sprache keinen Namen.Heiliger Starker' sprachen. Das ist eine Gattung von Geschöpfen. Und vergleichen Sie auch dieses Diagramm nicht mit anderen. und in das nächste Viereck setzte er die Zahlen l und 6. 24 —. und nannte es das „Ewig Unwandelbare"." 475 . diese Wesen wollen wir als . „Aber allmählich werden Sie lernen. das einen anderen Kreis mit einem Punkt als Mittelpunkt enthielt. Das nächste die Mineralien. Nur müssen Sie es für lange Zeit von den übrigen gesondert betrachten.Wasserstoff 768. sondern versuchen Sie zu verstehen.Wasserstoff 6. weil wir Stoffe in diesem Zustand auf der Erdoberfläche niemals finden. „Dieses Diagramm wird Ihnen vorerst nicht sehr verständlich sein". wenn Sie dies erfassen. Das nächste Viereck unterhalb des Menschen sind Wirbeltiere. „Auf der anderen Seite des Menschen befindet sich das. was dies bedeutet.Engel' nennen. Wir wollen sie ." In das folgende Viereck setzte er die Zahlen 3 und 12 und zwei Kreise. das nächste die wirbellosen Tiere Wirbellose Tiere sind . die innerhalb der Mineralien eine gesonderte kosmische Gruppe bilden. folglich nährt sich der Mensch von wirbellosen Tieren. Dem Nahrungsdiagramm nach nährt sich der Mensch von . Dieses Viereck kommt mit dem Absoluten in Berührung. 48. das nächste die Metalle.Heilige Starke'. Dies ist der .

. Nach dem zweiten Läuten ging er in den »Wagen — sein Abteil war das der Tür am nächsten gelegene — und kam zum Fenster. war das Erscheinen von „Wasserstoff^' 6144. 476 .Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. Es war am Bahnhof. nämlich zur dritten Skala. darauf.Wasserstoff besteht aus . aber es gibt dafür keinen . sich in irgend etwas Weiteres zu verwandeln. was dies bedeute.Sauerstoff 1536 und . Ich versuchte. .Wasserstoff6144.Sauerstoff und keinen . wonach ich mich in meinen äußeren Entscheidungen hätte richten können.Stickstoff. ist aber unfertig.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. Aber was uns sehr verwirrte.Kohlenstoff. die mit „Wasserstoff^' 3072 schloß." Dies war G.Kohlenstoff. Er war der gewöhnliche G-. Wir verabschiedeten uns alle am Nikolajewsky-Bahnhof. wie wir ihn immer gekannt hatten. „Nun weiter: . G.Wasserstoff 3072. ein . Aber er sagte nichts Bestimmtes.Sauerstoff und . die „Engel" als Planeten und die „Erzengel" als Sonnen zu betrachten.Wasserstoff". „Dies ist ein unvollständiger . „ein . Nehmen wir nun den letzten .Stickstoff wird für die nächste Triade . der in der vorigen Skala der „Wasserstoffe". was ich von G. Er gehört zur gleichen. sagte er. daß die Bezifferung der „Wasserstoffe" der dritten Skala entnommen sei. mit ihm über die kommenden Ereignisse zu sprechen. ist jedoch ein toter Wasserstoff ohne jede Möglichkeit. über dieses merkwürdige Diagramm hörte.Stickstoff 1024 zusammen.Wasserstoff setzt sich aus . Gleichzeitig bestand aber G. Dieser . der dritten.Dies war tatsächlich alles.Stickstoff. Im Zusammenhang mit seiner Abreise trug sich etwas sehr Interessantes zu. sprach von der Plattform des Wagens aus mit uns. das wirklich viele frühere Ausführungen umzustoßen schien. Viele andere Dinge wurden uns allmählich klar. . In unseren Gesprächen über dieses Diagramm kamen wir bald überein. Deshalb wird er durch Verdichtung selbst .Wasserstoff der dritten Skala.Kohlenstoff 512. „Jeder vollständige . vollständig fehlte. Viel später fragte ich ihn.'s letzter Besuch in Petersburg.

All dies dauerte nur einige Sekunden. wenn wir sie auch nicht alle gleichmäßig bemerkt hatten. Es ist sehr schwierig. mit einer ganz außerordentlichen Bedeutung und Würde in jedem Blick und jeder Bewegung. Was war dies? Vielleicht war es ein Fall von Mimik. könne man die eigene Erscheinung vollständig verändern. wer als erster von dieser „Verklärung" G. einen zu bemerken. G. Er hatte gesagt. während am anderen Ende eine Gruppe stand. die ihn verabschiedeten. als wir allein waren. oder man könne sich tatsächlich unsichtbar machen.'s sprach. Er hatte sich während dieser wenigen Sekunden gewandelt. die wir G. und aus dem Fenster blickte uns ein Mensch ganz anderer Art an. daß wir sie alle gesehen hatten. zu dem er jetzt reiste und den wir verabschiedeten. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. aber sie empfanden und erlebten etwas. Einige von uns konnten damals nicht klar erkennen. was außerhalb der üblichen Erscheinungen lag. den Unterschied zu beschreiben. verabschiedete. Aber alle ohne Ausnahme hatten etwas Ungewöhnliches gefühlt. verabschiedeten. standen am einen Ende des Wagens.Er war anders! Im Fenster sahen wir einen anderen Menschen. und der Zug fuhr ab. nicht denjenigen. Ich kannte A. Im Wagen mit G. Das dritte Läuten folgte fast unmittelbar auf das zweite.. die A. Aber unter den Leuten. was geschah. der gerade damals von Petersburg fortgeschickt wurde (es war gerade vor der Revolution). Ich erinnere mich nicht. waren einige Bekannte von mir und sogar ein paar 477 . und es zeigte sich. wenn man die Kunst der Mimik beherrsche. während sie stattfand. man könne die Menschen zwingen. der in den Zug eingestiegen war. fuhr A. Wir. man könne wunderschön oder häßlich werden. hatte uns früher erklärt. nicht persönlich. ein sehr bekannter Journalist. aber auf der Plattform war er ein gewöhnlicher Mensch wie jeder andere gewesen. als ob er plötzlich ein regierender Fürst oder Staatsmann irgendeines unbekannten Königreiches geworden sei. Er fuhr im gleichen Wagen.

so schien es mir wenigstens. Am meisten interessierte mich die Tatsache. ein stiller Mensch in einer kostbaren Astrachanmütze. „Mein Mitreisender hielt sich abseits. wobei er sein Glas zur Abkühlung vorsichtig auf den schmalen Fenstertisch setzte. die den Wagen füllten. und ich fragte ihn geradeheraus: 478 . . Und sie ihrerseits blickten ihn. die irgendwo im Agrionischen Raum herumflogen. mit großer Achtung an. zuweilen blickte er mit größter Verachtung auf das Durcheinander und Lärmen dieser gestikulierenden Menschen. leicht lächelten. die Gedanken und Eindrücke beschrieb. auf die er von unerreichbaren Höhen herabschaue. in Rußland gibt es im Augenblick viel Geschäfte. Jeder will ein Millionär werden. aus denen ein kluger Mensch viel Geld machen konnte'. in dem die schwarzen Augen. das an Zynismus grenzte. höflich wie bei einem Orientalen. und einige rätselhafte Sätze im Gespräch bestärkten in ihm noch die Überzeugung.. mitarbeitete. einen Artikel „Auf dem Wege". Einige Tage später enthielt die Zeitung.. ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Geld zu machen. dessen Millionen sich vermehrten. A. während er schlief.Sie regen sich sehr auf. daß er vom gleichen südlichen orientalischen Typus zu sein schien wie die übrigen Spekulanten. zwei oder drei von ihnen waren bei unseren Versammlungen gewesen und gingen von einer Gruppe zur anderen. sagte er mit einem bewegungslosen und blassen Gesicht. Er trank Tee. eine Horde von Geiern. glaubte ich eine Art fatalistischen und rücksichtslosen Prahlens zu entdecken.Freunde. in dem A. Warum wich er seinem eigenen Fleisch und Blut aus und verachtete es? Aber zu meinem Glück begann er zu mir zu sprechen. durch seine außerordentliche Würde und Ruhe aufgefallen war. und der von seiner Höhe auf die lärmenden Leute herabsah. und nach einer weiteren Pause erklärte er: . hielt ihn für einen „ölkönig" aus Baku.' Im Ton seiner Stimme. Er schwieg und fuhr dann fort: . Er war ein Perser oder Tatare. mit kohlschwarzen Augen und einem Schnurrbart wie Selim-Khan . die sich bemühten. die er auf dem Weg von Petersburg nach Moskau gehabt hatte. der ihm unter der lärmenden Menge von Spekulanten. an der A. als ob diese Leute für ihn wie kleine Fliegen seien. wenn nicht sogar mit Ehrfurcht.Ja. daß hier ein Mensch war. genau so. unter dem Arm hatte er einen französischen Roman. um irgendein Aas zu zerreißen — er war dunkelbäutig.Es ist ja Krieg. die kalt und ruhig war. Ein merkwürdiger Orientale war mit ihm im gleichen Wagen gefahren.

Aber womit handeln Sie denn?' — .) „Es hätte mich interessiert. Alle meine Pläne waren schon längst umgestoßen worden. hatte ihn tatsächlich einen französischen Roman in einem kleinen.oder zweimal Nachrichten aus Moskau. ausländische Ausgaben vorzubereiten. Nach G. und ich wiederholte: . Krieg oder kein Krieg ist uns ganz gleich. ihn erfunden und seinen eigenen Eindrücken hinzugefügt.Mit Sonnenenergie. . seine Gruppen.. meinte natürlich esoterische Arbeit.Wollen Sie das nicht auch?' Er antwortete mit einer unbestimmten und leicht ironischen Geste.. die mit dieser Arbeit verbundenen Gespräche und Reisen verwandt und meine eigenen Angelegenheiten vollständig vernachlässigt.'s „französischer Roman". „die Sammlung von Wissen und das Sammeln der Menschen". las ja kein Französisch. dessen Kapital nur von der Ordnung des Sonnensystems abhängt.'s Abreise erhielten wir bis zur Revolution nur ein. und zwar sehr bald. es war mir nicht gelungen. noch weiter mit ihm zu sprechen und noch mehr von der Psychologie eines so merkwürdigen Menschen zu erfahren. " Besonders überraschte uns G. daß sicher irgend etwas geschehen werde.. Man fühlte. Entweder hatte A.Wollen Sie nicht auch Profite machen?' Er lächelte besonders ruhig und sagte ernst: .Wir machen immer Profite. Inzwischen wurde die Atmosphäre immer düsterer. er habe nicht gehört oder nicht verstanden. Uns berührt das nicht. Mir schien.' . von denen der Lauf der Ereignisse noch abzuhängen 479 . G. gelb gebundenen oder vielleicht nicht einmal gelb gebundenen Einband „sehen" lassen.'" (G. die ich zu veröffentlichen beabsichtigt hatte. Während der letzten zwei Jahre hatte ich alle meine Zeit auf G. Nur diejenigen. daß ich meine literarische Arbeit würde ins Ausland verlegen müssen.'s Arbeit. Es war mir nicht gelungen. die Bücher zu veröffentlichen.Und Sie?' — . bezog dies auf „öl" — und er setzte folgende Schlußfolgerung ans Ende seiner Geschichte vom „ölkönig". Wir machen immer Profite. oder G.Was meinen Sie?' fragte er zurück. obwohl ich gleich zu Beginn des Krieges erkannt hatte. die kaum umgestoßen werden wird. noch dessen Interessen sich in diesem Grund Krieg und Frieden überlegen erweisen . Aber A.

hatte mich immer interessiert. wo er. was nach ihrer Ansicht geschehen sollte.schien. im Mittelpunkt aller Geschehnisse standen. sagte ich mir. Die „große unblutige Revolution" fand statt — die offensichtlichste und absurdeste Lüge.März 1917. Aber die ganze Angelegenheit hatte nichts mit ihm als Person 480 . und verstanden nicht. Ich hatte überhaupt keine Gefühle für die Dynastie. Die Person des Kaisers Nikolaus II. Schließlich brach der Sturm los. die auf die Revolution gewartet hatten. und sahen nur das. wird durch das Ende seines Tagebuches bewiesen. auch sie bewegte und an der Nase herumführte. von allen verlassen und verraten. daß hierin der Schwerpunkt aller Geschehnisse lag. die man sich hätte ausdenken können. Die Marionetten erkannten nicht die Gefahr. aber ich wollte mich einfach nicht selber täuschen. Ein Marionettentheater wird auf die gleiche Weise gespielt. Menschen. die sie bedrohte. empfand ich. wunderbare Stärke und sogar Seelengröße zeigte. er schien mir in vielen Hinsichten ein bemerkenswerter Mensch zu sein. Daß ich recht hatte. dies zu sehen oder zu fühlen. was tatsächlich geschah. waren unfähig. daß Leute. daß derselbe Draht. Als ich in einem nur auf einer Seite bedruckten Flugblatt die Abdankung von Nikolaus II. die an Ort und Stelle. aber er wurde vollständig mißverstanden und verstand auch nicht sein eigenes Selbst. Aber das Merkwürdigste von allem war. las. daß wir zu dieser Zeit von der „Macht der Theorien" sprachen. konnten und wollten nicht sehen. wie dies viele andere damals taten. das Ende der russischen Geschichte' ". der den Verbrecher mit dem Messer in der Hand hinter dem Busch hervorzieht. Ich erinnere mich. das von den Bolschewiken veröffentlicht wurde und sich auf die Zeit bezieht. an diese Lüge glauben und inmitten all der Mordtaten von einer „unblutigen" Revolution sprechen konnten. die alle ihre Hoffnungen in sie gesetzt und in ihr die Befreiung von irgend etwas gesehen hatten. „Ilowaiski kann aus seinem Grab aufstehen und an das Ende seiner Bücher schreiben .

die von „Patrioten" sofort zu „Revolutionären" und „Sozialisten" geworden waren. Es ist wahr. erwies sich. Ich sagte. die im Begriff waren. sie zur Niedermetzelung zu bringen. Der berühmte Menschikoff schrieb einen Artikel „Über die Freiheit". wie zu erwarten war. zusammen und setzte ihnen meine Ansichten über die Lage der Dinge auseinander. Aber dieses Wort hatte immer noch eine große Bedeutung für die Armee und für die bürokratische Maschine. Aber ich war über unsere „Intelligenzler" überrascht. Die Abdankung des „Zaren" in solch einem Augenblick mußte die ganze Maschine zerstören. Und wir hatten nichts anderes. Der „Zar" war der unerläßliche Mittelteil dieser Maschine. für deren Schaffung so viele Opfer gebracht worden waren. in Rußland zu bleiben. Die Ereignisse bewegten sich mit atemraubender Geschwindigkeit. worüber sie sich freuten. eine Woche nach der Revolution brachte ich die wichtigsten Mitglieder unserer Gruppe in der Wohnung von Dr. Irgend etwas „auf dem Marsch" zu schaffen. als ein Bluff. Ich glaube. die. Eine neue Lüge wurde begonnen. die er in sich darstellte. wenn auch unvollkommen. die aus den Kasernen ausbrachen oder aus den Zügen. aber sichtlich konnte er ihn selbst nicht verdauen und gab es auf. daß dieses Prinzip von einem beträchtlichen Teil der russischen Intelligenz geleugnet wurde. S. trotzdem arbeitete und alles zusammenhielt. daß die Menschen etwas finden konnten. Die Armee brach in wenigen Tagen zusammen. war unmöglich. meiner Meinung nach habe es überhaupt keinen Sinn. Und für das Volk hatte das Wort „Zar" schon lange alle Bedeutung verloren. Der Krieg hatte in Wirklichkeit schon früher aufgehört.zu tun. aller Wahrscheinlichkeit nach gäbe es nur eine kurze Periode verhältnismäßiger Ruhe und dann würde alles zusammen- 481 . Sogar die Nowoje Wremja wurde plötzlich eine sozialistische Zeitung. Ich spreche nicht von den Soldaten. Die berühmte „öffentliche Zusammenarbeit". sondern mit dem Prinzip der Einheit der Macht und der Verantwortlichkeit gegenüber dieser Macht. und wir müßten ins Ausland gehen. aber die neue Regierung wollte diese Tatsache nicht anerkennen. Aber das erstaunlichste dabei war.

brechen. Andere waren von der üblichen Täuschung befangen. Zu dieser Zeit gab es zwei Gruppen mit insgesamt ungefähr vierzig Menschen. daß sich alles wieder beruhigen und normal werden könnte. in Rußland zu bleiben. morgen unmöglich werden kann. daß meine Ansicht viel Zustimmung fand. nicht ohne ihn weggehen. und seine Karte war im Februar geschrieben. 482 . wohin. Gleichzeitig wollte ich aber nicht ohne G. daß G. gehört und auch seit langer Zeit keine Nachricht mehr von ihm erhalten hatten. und ferner noch einige gesonderte Gruppen. die sich in unregelmäßigen Abständen trafen. Moskau vor der Revolution verlassen hatte und noch nichts von den Ereignissen wissen konnte. Und er war in den Kaukasus gefahren. er ginge nach Alexandropol. jedenfalls sahen sie keinen Grund zur Eile. Er schrieb. und ihnen schien es möglich. Ich kann nicht behaupten.'s Haus erhielt ich eine Postkarte von G. Ich hielt es für sinnlos und dumm. um es aufrichtiger zu sagen. Diese Nachricht stellte mich vor ein sehr schwieriges Problem. daß G. daß.. als er sie schrieb. Schließlich entschlossen wir uns zu warten.'s Zustimmung oder. die Arbeit der Gruppen bis zu seiner Rückkehr gegen Ostern fortzusetzen. abgereist war. aber niemand wußte. Für andere war die Hauptschwierigkeit. er forderte mich auf. das heißt vor der Revolution. Die meisten erkannten nicht den Ernst der Lage. und konnte keine Beziehung zur gegenwärtigen Lage haben. Seit der Revolution war nur ein Brief aus Moskau gekommen. was geschieht. was heute möglich wäre. Hierbei könnten wir nichts helfen und unsere Arbeit würde unmöglich sein. Ihnen schienen meine Worte übertrieben. die er vor einem Monat im Zug auf dem Weg von Moskau nach dem Kaukasus geschrieben hatte und die die ganze Zeit wegen der herrschenden Unordnung auf dem Postamt gelegen hatte. doch zu warten. obwohl ich sah. S. Zu guter Letzt entschloß ich mich. daß alles. Bald nach der Versammlung in Dr. daraus konnte man entnehmen. zum Besten geschieht. Aus der Postkarte ging hervor. daß wir nichts von G.

was P. „Warum sind .'s Worte über verschiedene Zeit in verschiedenen Kosmen interessierten mich brennend.Ostern kam — doch keine Nachrichten von G. die wir von G. in dem er sagte. daß „Zeit Atem ist". „Drei Sekunden. G. Und ich versuchte mich daran zu erinnern. ins Ausland zu gehen.Schlafen und Wachen' der . daß zu diesen „Diagrammen". besonders wenn wir mit neuen Leuten in unserer Gruppe sprachen. Ich erwähnte auch die Schwierigkeiten. Unsere Gespräche kamen oft auf die „Diagramme" zurück. Als ich einmal einige im Vorjahr gemachte Aufzeichnungen durchging. den „Menschen" als „Mikrokosmos" und das organische Leben auf Erden als „Tritokosmos" zu verstehen. mir über „Schlafen und Wachen" und über den „Atem des organischen Lebens" gesagt hatte. die im Zusammenhang mit der verschiedenen Bedeutung von „Mikrokosmos" und „Tritokosmos" auftauchten. daß er im Mai ankomme. Dann erinnerte ich mich an G. und ich dachte oft. Der Mensch atmet in normalem Zustand in der Minute ungefähr zwanzig Male voll ein und aus. Eine Woche nach Ostern kam ein Telegramm. Lange Zeit konnte ich nichts damit anfangen. daß die „Kosmen" mich besonders anzogen. viel ungesagt geblieben war. weil sie vollständig mit der „Dimensionen-Periode" des Heuen Modells des Weltalls übereinstimmten.Atem des organischen Lebens'? Was ist Schlafen und Wachen? „Für den Menschen und alle mit ihm vergleichbaren und in ähn- 483 . Mir schien die ganze Zeit. vielleicht würde uns bei einem tieferen Studium der „Diagramme" allmählich deren innere Bedeutung klar werden. Aber zu dieser Zeit hatten wir uns schon entschlossen. Folglich beansprucht ein voller Atemzug ungefähr drei Sekunden.'s Worte. Es war schon schwieriger. Früher schrieb ich. bekommen hatten. hielt ich bei den „Kosmen" an. „Was ist Atem?" fragte ich mich. Und in der letzten Unterhaltung hatte G. dem schweigend zugestimmt. Die erste „provisorische Regierung" kam zu einem Ende. Unsere Gruppen trafen sich weiter und erwarteten G.

Das interessierte mich.800. sind dies vierundzwanzig Stunden. im Schlaf und im Wachen. aus. das heißt in der Nacht. Zum Beispiel Pflanzen atmen. aber es stellte die menschliche Lebensdauer dar. Außerdem sind Schlafen und Wachen Atem. ein. „Könnte man die Parallele nicht weiterentwickeln?" fragte ich Tafel 6 Mikrokosmos Mensch Atem: 3 Sekunden Tag und Nacht: 24 Stunden Leben: 79 Jahre Tritokosmos Organisches Leben Atem: 24 Stunden Tag und Nacht: 79 Jahre Mesokosmos Erde Atem: 79 Jahre 484 ." Diesen Überlegungen nach stellte ich die Perioden des Atmens und des Schlafens und Wachens auf folgende Weise dar: Tafel 5 Mikrokosmos Tritokosmos Atem 3 Sekunden Schlafen und Wachen 24 Stunden Atem 24 Stunden Schlafen und Wachen ? Ich erhielt eine einfache „Regel der Drei". Durch die Teilung von 28.800 (Tage und Nächte) durch 365 kam ich fast genau auf 79 Jahre. 79 Jahre machen meinen früheren Überlegungen nach Schlafen und Wachen des „organischen Lebens" aus. genau auf die gleiche Weise gibt es für alle Säugetiere wie auch für den Menschen einen Unterschied in der Aufnahme von Sauerstoff und COz nachts und tags. während sie schlafen. sogar für Pflanzen. Durch die Teilung von vierundzwanzig Stunden durch drei Sekunden erhielt ich 28. Das entsprach nichts mir Bekanntem im organischen Leben. das heißt bei Tag. und wenn sie wachen.liehen Umständen lebenden Organismen.

" Ich entschloß mich. Indem ich 2. 24 Stunden bestimmen die Lebensdauer einer Zelle. Aber wenn wir an Dimensionen innerhalb der „Mikrowelt" denken.000 zum Zwecke der einfacheren Berechnung multiplizierte. daß eine solche Teilung der Zellen in zwei Kategorien von der Wissenschaft schon endgültig angenommen worden ist. fast unsichtbaren Zellen. links vom Mikrokosmos (auf dem Diagramm) zwei Kosmen anzunehmen. 75. Soweit scheinen diese Zahlen logisch möglich. sind viele Forscher zu dem Schluß gekommen. daß diese Welt aus zwei Welten besteht.800 und erhielt etwas weniger als zweieinhalb Millionen Jahre.000. Nacht — Leben 3 Sekunden — 3 Sekunden 24 Stunden 79 Jahre 3 Sekundsrn 24 Stunden 79 Jahre 2. Diese Zahl sollte die Dauer des Lebens der Erde bedeuten. Zweieinhalb Millionen Jahre für das organische Leben und 75 Milliarden Jahre für die Erde. erhielt ich eine Zahl von elf Ziffern. „Sehen wir zu. Ich erhielt das folgende Bild: Tafel 7 Kleine Zellen Große Zelle» Mikrokosmos (Mensch) Organisches Leben Erde Atem — Tag u. Man kann nicht sagen.000 Jahre. in welchem Verhältnis sie hierzu stehen. dann ist es unmöglich. daß für eine spezialisierte Zelle wie eine Zelle des menschlichen Organismus 485 . die unter dem Menschen stehen". Jahre Jahre 75 Milliarden Jahre Das Ergebnis war sehr interessant.5 Mill.5 Mill.mich.000.500. die voneinander so verschieden sind wie die Welt der Menschen und die Welt verhältnismäßig großer Mikroorganismen und Zellen. Und obwohl die Lebensdauer einer einzelnen Zelle noch in keiner Weise als festgestellt betrachtet werden kann. nicht zuzugeben. „Aber es gibt Kosmen. Darauf multiplizierte ich 79 Jahre mit 28. 24 SHumden "79 Jdhss 2.000 Jahre mit SO. Ich ordnete die erhaltenen Zahlen auf die folgende Weise: 79 Jahre bedeuteten wiederum nichts im Leben der Erde. sagte ich mir. und darunter verstand ich erstens verhältnismäßig große mikroskopische Zellen und zweitens die (zulässig) kleinsten.

Der Koeffizient 30. wenn „Atem".000.000. Gleichzeitig kennzeichnet jede dieser Perioden eine entsprechende. Dann wiederum zum Zwecke der Klarheit wie bei der Multiplikation mit 30.ich auf viele Gedanken.000 nahm ich als 90. Ohne noch irgendwelche Schlüsse zu ziehen.000 geteilt wird. Atem oder die Dauer von Einatmung und Ausatmung. versuchte ich eine vollständigere Tabelle zu zeichnen.000 schien zu groß. Die Zeitdauer eines elektrischen Funkens und gleichzeitig die Dauer der kürzesten visuellen Wahrnehmung.400.000. Und in einem derartigen Verhältnis konnte kein Koeffizient zu groß sein. aber niedrigere Periode in einem höheren Kosmos und eine entsprechende höhere Periode in einem niedrigeren Kosmos. die Periode von Wachen und Schlafen und das durchschnittlich längste Lebensalter. das heißt drei Sekunden. Ich erhielt die folgende Tabelle: Diese Tafel brachte m. trotzdem sie ihrer Größe nach unter einem guten Mikroskop erkannt werden müßten. so nahm ich 2. Für leichteres Rechnen und zum Zwecke der Klarheit nahm ich 30. Das sagte mir nichts.000 als 3.000 an Stelle von 28. Vier Perioden erschienen miteinander verbunden oder voneinander getrennt durch den gleichen Koeffizienten 30. durch 30. Weiter versuchte ich zu sehen.000. sie für richtig zu halten und in ihr ein genaues Bild der Beziehung eines Kosmos zu einem anderen zu sehen.000 — die kürzeste Gesichtswahrnehmung. konnte ich noch nicht sagen. warum es so schwierig ist. und 79 als 80 und so weiter. Der Atem der Zelle entspricht drei Sekunden.000. 75. Ob es möglich war. was man für ein Ergebnis erhält. daß die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen sich wie „Null zu Unendlich" verhärt. das heißt die Reihe der Kosmen um zwei niedrigere zu erweitern.die Lebensdauer genau vierundzwanzig Stunden zu sein scheint.000 nahm ich nur runde Zahlen und nur zwei Koeffizienten. Eine Zehntausendstel Sekunde war das Ergebnis.800.000. diese Zellen zu sehen. „Das Ver- 486 .000. 3 und 9. von denen ich den ersten als „Molekül" und den zweiten als „Elektron" bezeichnete. Aber gleichzeitig erinnerte ich mich. Aber drei Sekunden des Lebens einer kleinen Zelle — das enthüllte mir vieles und machte vor allem verständlich.

000 second l 10.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 31015 years (number of | 16 figures) 910» i years (number of 20 figures) Tag und Nacht ! 90 milliard years 31015 years 9 10» years (number of (number of 16 figures) 20 figures) 31023 years ! (number of 24 figures) Leben l 300.000 second 3 seconds SO years 24 hours 3 million years 90 milliard years 3 1015 years (number of 16 figures) 487 1 10.000 second 91019 years (number of 16 figures) 3 1023 years (number of (number of 20 figures) 24 figures) 9102* years (number of 29 figures) .000.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 3 seconds j 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 3J015 years Atem l 10.Elektron Molekül Zellen Zellen kosmos Kleine Große Tritokosmos kosmos kosmos kosmos kosmos teroMakroOgioOgloMesoM ejo- MikroProtoProfo- Deu- (Mensch) kosmos Eindruck l 10.

intelligentes Wesen. aber nur beim ersten Anblick. sagte. Ich versuchte mich an alles zu erinnern. Nehmen wir zum Beispiel den Menschen im Verhältnis zur Sonne.hältnis Null zu Unendlich" war das Größenverhältnis der verschiedenen Dimensionen. aber drei Kosmen zusammengenommmen umfassen in sich alle Gesetze des Weltalls. daß in jedem dieser Worte ein Schlüssel für das Verständnis der Struktur der Welt war. achtzig Jahre. was G. aber es waren zu viele Schlüssel." — „Wenn ein Mensch in seinem Bewußtsein auf die Stufe eines höheren Kosmos gelangt. Wie entstand die Bewegung von einem Kosmos zu einem anderen 488 . gelangt er eben durch diese Tatsache auf die Stufe eines niedrigeren Kosmos. oder zwei Kosmen. jeder Kosmos sei für sich dreidimensional. Jeder Kosmos wird geboren. alle Gesetze des Weltalls zu verstehen. über Kosmen gesagt hatte. G. mit welchem ich anfangen sollte. lebt und stirbt. der kleinstmöglichen Gesichtswahmehmung. verschwanden die geringeren Kosmen lange bevor sie die siebente Dimension erreichten. In einem Kosmos ist es unmöglich. Die Sonne erscheint in bezug auf den Menschen als vierte Dimension. wenn wir den Menschen als ersten Kosmos annehmen. Die Kosmen stellen sich in ihrem Verhältnis zueinander als Größen von einer höheren oder geringeren Anzahl von Dimensionen dar. Dies bedeutet. macht für die Sonne nur die Zeit eines elektrischen Funkens aus. der obere und der untere. der sich zwischen ihnen befindet." Ich fühlte. Der nächste Kosmos darüber fünfdimensional und der nächste Kosmos darunter eindimensional. Es kann aber nur sechs Dimensionen oder mit null sieben geben. ich wußte nicht. bestimmen den Kosmos. daß der nächste Kosmos über ihm für ihn vierdimensional ist und der nächste Kosmos unter ihm zweidimensional. und mittels dieser Tafel erhält man elf Kosmen. denn sobald ich die Existenzdauer eines Kosmos in bezug auf höhere Kosmen in Betracht zog. Aber ein langes Menschenleben. „Jeder Kosmos ist ein belebtes. Beim ersten Anblick scheint dies merkwürdig.

Als ich begann. die die Erde in dieser Zeit zu bewältigen hat. das heißt des eigenen Körpers. kam ich zu dem Schluß. die Bewegungen der verschiedenen Kosmen zu vergleichen. er meine vielleicht. Hiervon ausgehend und in der Annahme. daß die Erde mit einem Atemzug in achtzig Jahren die Empfindung ihrer selbst mit achtzig Ringen einer Spirale verbindet. würde seine Drehung um die Sonne ungefähr eine Fünfundzwanzigstel Sekunde beanspruchen. die das Atmen in Anspruch nimmt. als G. Damals dachte ich.und wo und wann verschwand sie? In welchem Verhältnis standen die von mir gefundenen Zahlen zu den mehr oder weniger als sicher angenommenen Zahlen der kosmischen Bewegungen. sondern ihrer selbst als Ring oder einer langen Spirale von Ringen bewußt sein muß. vor einem Jahr nach der ersten Vorlesung über Kosmen zu seinen vorhergehenden Ausführungen hinzufügte: Zeit ist Atem. Dies war übrigens der erste Gedanke. Ich hatte somit eine völlig unerwartete Bestätigung aller Schlüsse und Folgerungen des Neuen Modells des Weltalls erhalten. das heißt in Form einer Sphäre. wie zum Beispiel zur Geschwindigkeit der Bewegung himmlischer Körper. so kommen wir zu dem unvermeidlichen Schluß. der Elektronen in einem Atom. die Dauer einer Momentphotographie. der mir in den Sinn kam. zum Beispiel für die Erde war die Periode der Bewegung um ihre eigene Achse gleich einem Zehntausendstel einer Sekunde. mit der Empfindung der Gegenwart in Zusammenhang steht. das heißt für die unmittelbare Wahrnehmung werde die Dauer des Atems als Gegenwart empfunden. daß die Empfindung des Selbst. daß die Erde nicht auf die Art ihrer selbst bewußt sein kann. Wenn der Mensch sich drehte. Das letztere schien mir wahrscheinlicher auf Grund der Bestimmung der Gegenwart als der Zeit. 489 . Es ist sehr zweifelhaft. erhielt ich einige sehr überraschende Verhältnisse. der Atem wäre die Zeiteinheit. zur Lichtgeschwindigkeit und so fort. wie wir sie kennen. das heißt gleich der Geschwindigkeit eines elektrischen Funkens. ob bei solcher Geschwindigkeit die Erde die Bewegung um ihre eigene Achse bemerken könnte. Und wenn wir die ungeheure Entfernung in Betracht ziehen.

Aber die phantastische Seite fällt weg. Die Substanz. ist es möglich. der die verschiedenen Nervenzentren ernährt. die sich in meiner Tabelle links vom Menschen befinden. weiterverbraucht. All dies muß ziemlich viel Zeit beanspruchen. die ungefähr einem Atemzug gleicht. fand ich schon im ersten von ihnen die Erklärung dessen. selbst in der Hälfte dieser Zeit. was sie erklären kann. im Organismus eine ganze Reihe mannigfaltiger chemischer und anderer Vorgänge vollzieht. Daß sich dies in Sekunden unserer Zeit vollzieht. sondern ständig die Aufmerksamkeit darauf richten. die offensichtlich das Leben des Organismus lenken. im Prozeß der Analyse geht sie durch eine Reihe von Laboratorien. daß sich in dieser ganz unmerklichen Zeitspanne. die in den Organismus eingeführt wurde. sogar in einem Drittel.Als ich zu den niedrigeren Kosmen kam. daß das Trinken einer Tasse starken Kaffees oder eines Glases Kognaks oder das Einatmen des Rauchs einer Zigarette sofort vom ganzen Körper empfunden wird. wenn wir einsehen. sie wird in ihre Bestandteile aufgelöst. was mir in der Arbeit unseres Organismus immer am rätselhaftesten und unerklärlichsten erschienen war. einer unserer Atemzüge vierundzwanzig Stunden dauert. als ob sie nicht bestünde. Ein Mensch. mit anderen Substanzen vermischt und dann in Form dieser Mischung erst als Brennstoff. die kleinste Abweichung vom Üblichen wird sofort bemerkt. wird sorgfältig analysiert. Aber in diesem Falle sollte sie meiner Ansicht nach die Tatsache nicht verbergen und übergehen. daß für die großen Zellen. bei jeder passenden Gelegenheit auf sie hinzuweisen. der nicht über die Fragen der Physiologie nachdenkt. mag über die Tatsache nicht erstaunt sein. Die Wissenschaft erklärt natürlich nur. macht es vollständig phantastisch und wunderbar. daß dieser Tatsache keine genügende Bedeutung beigemessen wird. das heißt zu denen. alle inneren Kräfteverhältnisse und die Form und Art der Reaktionen verändert. Mir war es immer fast als Scharlatanismus seitens der Physiologen erschienen. das heißt in acht Stunden (was einer Sekunde entspricht). geradezu blitzartige Geschwindigkeit vieler innerer Vorgänge. aber es sollte einem Physiologen klar sein. sich den 490 . In vierundzwanzig Stunden. nämlich die erstaunliche.

daß die Moleküle. muß es wie alles Lebendige geboren werden. die an der Grenze oder jenseits der Grenze mikroskopischer Sicht stehen. sozusagen als das lebende Innere der Bausteine eines Stoffes angenommen werden. sah ich mich der Tatsache gegenüber. Kupfer. Aber auch dann sieht man nicht die 491 . als Grundlage. Von diesem bequemen Gedanken müssen wir uns trennen. wenn für sie schon fünfzehn Sekunden gleich vier Jahrhunderten sind? Als ich dann zur Welt der Moleküle kam. Gewöhnlich nimmt man an. obwohl sie strukturell sehr kompliziert sind. das innerlich lebt. Tatsächlich erneuert er sich vor unseren Augen. sterbenden Zellen unseres Organismus und ihr Ersetztwerden durch andere bringen uns dieser Anschauung nahe. um zu verstehen. Seine Lebensspanne ist gleich einem elektrischen Funken oder dem zehntausendsten Teil einer Sekunde. fand ich wieder eine Erklärung für das Unerklärliche. so lange bestehen wie der betreffende Stoff. den man gesehen hat. Ein Vergleich. Zum Beispiel die Fälle einer fast augenblicklichen Ansteckung bei Epidemien oder ansteckenden Krankheiten im allgemeinen. Das Molekül. daß die Kürze des Daseines eines Moleküls fast unvorstellbar ist. in der sich diese Zellen vermehren. was dies bedeutet. deren Erreger noch nicht gefunden worden sind. die Augen schließt und sofort wieder öffnet. müssen von innen heraus noch schneller als unser Organismus erneuert werden. Wenn drei Sekunden die Lebensgrenze für eine kleine Zelle dieser Art darstellen und dem langen Leben eines Menschen entsprechen. Als ich dann zum Kosmos der kleinen Zellen kam. die. kein einziges der beim erstenmal gesehenen Moleküle ist übriggeblieben. was wäre dann die Geschwindigkeit. Die. eine Analogie ist notwendig. um direkt auf unsere Vorstellung zu wirken. vor allem jene. genau wie er in einer großen und gut geleiteten „chemischen Fabrik" mit verschiedenen Laboratorien durchgeführt werden könnte. zu klein. Toter Stoff. Granit. l leben und sterben. Wenn man einen Stein betrachtet. und wenn es lebendig bleibt. kann nicht äußerlich tot sein. ist es nicht mehr der Stein. Eisen.Ablauf aller der erwähnten Vorgänge auf ordnungsgemäße Weise vorzustellen.

sondern nur ihre Spuren. Man nimmt an.der Unterschied zwischen einer sieben. Die 492 . worüber ich im zweiten Kapitel des Heuen Modells des Weltalls geschrieben habe. daß der Unterschied der Umlaufperioden der Planeten um die Sonne in unserem System eine dreistellige Zahl darstellt. Dies erklärt auch. weil Merkur die Sonne vierhundertsechzigmal schneller umkreist als Neptun. deren Kürze über unser Vorstellungsvermögen geht. Unsere schnellste visuelle Wahrnehmung ist gleich eine zehntausendstel Sekunde. „warum wir keine Moleküle sehen können". Weiter. die einer elfstelligen Zahl entspricht. Die Beziehung