P. D. OUSPENSKY

AUF DER SUCHE NACH DEM WUNDERBAREN
PERSPEKTIVEN DER WELTERFAHRUNG UND DER SELBSTERKENNTNIS

OTTO WILHELM BARTH-VERLAG

Titel der amerikanischen Ausgabe IN SEARCH OF THE MIRACULOUS. FRAGMENTS OF AN UNKNOWN TEACHING Ins Deutsche übertragen von Amold Keyserling und Louise Mareh

Vierte Aullage 1982 Copyright © 1966 und 1978 by Scherz Verlag Bern München Wien für Otto Wilhelm Barth-Verlag Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeder Art und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Die Suche von P. D. Ouspensky in Europa, Ägypten und dem Orient nach einer Lehre, die die Probleme von Mensch und Weltall für ihn lösen könnte, führte ihn 1915 zu seinem Treffen mit G. Gurdjieff. Es ist Gurdjieff, auf den er sich im Text dieses Buches als G. bezieht. '^Aufder Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis" ist der Bericht von Ouspenskys achtjähriger Arbeit als Gurdjieffs Schüler.

INHALT
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ERSTES KAPITEL
Rückkehr von Indien. Der Krieg und die „Suche nach dem Wunderbaren". Alte Gedanken. Die Frage nach „Schulen". Pläne für weitere Reisen. Der Osten und Europa. Eine Notiz in einer Moskauer Zeitung. Vorträge über Indien. Ich treffe G. Ein „verkleideter Mensch". Daa erste Gespräch. G.'s Meinung über die Schulen. Seine Gruppe. „Blick in die Wahrheit." Weitere Zusammentreffen und Gespräche. Die Organisation von G.'s Moskauer Gruppe. Bezahlung und die notwendigen Mittel für die ,^rbeit". „Schweigepflicht" und Verpflichtungen der Schüler. Ein Gespräch über den Osten. „Philosophie", „Theorie" und „Praxis". Wie wurde das System gefunden? G.'s Ideen: Der „Mensch ist eine Maschine", die von äußeren Einflüssen gelenkt wird. Alles „geschieht", keiner „tut" etwas. Um zu „tun", muß man zuerst „sein". Der Mensch ist verantwortlich für seine Handlungen, eine Maschine nicht. Ist Psychologie zum Studium von Maschinen notwendig? Das Versprechen, „Tatsachen" zu geben. Können Kriege verhindert werden? Gespräch über Planeten und Mond als lebendige Wesenheiten. Die „InteUigenz" von Sonne und Erde. „Subjektive" und „objektive" Kunst. ZWEITES KAPITEL Petersburg 1915. Laufende Geschehnisse und die Idee der Mcchanisierthcit Gedanken während meiner Rückreise nach Rußland Ende 1914. Deutsche Zeitungen in Stockholm. „Einfach ein Betrug". Kann der Gang der Geschichte als bewußt und willkürlich betrachtet werden? G. in Petersburg. Ein Gespräch über Gruppen. Hinweis auf esoterische Arbeit. „Gefängnis" und „Flucht aus dem Gefängnis". Waa ist für diese Flucht notwendig? Wer kann helfen und wie? Beginn von Zusammenkünften in Petersburg. Eine Frage über Rcinkamation und zukünftiges Leben. Wie kann man Unsterblichkeit erreichen? Kampf zwischen Ja und Nein. Kristallisierung auf richtiger oder auf falscher Grundlage. Die Notwendigkeit des Opfers. Gespräche mit G. und Beobachtungen. Ein Verkauf von Teppichen und Gespräch über Teppiche. Was G. über sich selbst erzählte. Frage nach altem Wissen und warum es verborgen ist. G.'s Antwort: Wissen ist nicht verborgen. Die Stofflichkeit des Wissens und die Weigerung des Menschen, ihm mitgeteiltes Wissen anzunehmen. Eine Frage über Unsterblichkeit. Die „vier Körper des Menschen". Beispiel der Retorte mit metallischen Pulvern. Der Weg des Fakirs, der Weg des Mönches und der Weg des Yogi. Der vierte Weg. Gibt es Zivihsationen und Kulturen?

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DRITTES KAPITEL G.'s grundsätzliche Ideen über den Menschen. Mangel an Einheit. Viele .,Ichs". Bau der menschlichen Maschine. Drei psychische Zentren. G.'s Methode, die Leitgedanken seines Systems darzustellen. Die Teilung dieses Buches in drei Abschnitte. Wiederholung unvermeidlich. Was menschliche Evolution bedeutet. Mechanischer Fortschritt unmöglich. Die europäische Idee über die Evolution des Menschen. Allverbundenheit in der Natur. Menschheit und Mond. Vorteil des einzelnen gegenüber den Massen. Die Notwendigkeit, die menschliche Maschine kennenzulernen. Fehlen eines dauernden unveränderlichen Ich im Menschen. Die Rolle der kleinen Ichs. Fehlen von Individualität und Willen im Menschen. Die ostliche Allegone von einem Haus mit seinen Dienern. Der „stellvertretende Haushältcr". Gespräch über einen Fakir auf Nägeln und buddhistische Magie. VIERTES KAPITEL Allgemeine Eindrücke von G.'s System. Rückschau. Eine der Grundvoraussetzungen. Die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Das Sein auf verschiedenen Stufen. Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie. Folge der Entwicklung des Wissens ohne entsprechende Wandlung des Seins und der Wandlung des Seins ohne Vennehrung des Wissens. Was „Verstehen" bedeutet. Verstehen als das Ergebnis von Wissen und Sein. Der Unterschied zwischen Verstehen und Wissen. Verstehen als Funktion von drei Zentren. Warum die Menschen versuchen, für Dinge, die sie nicht verstehen, Namen zu finden. Unsere Sprache. Warum die Menschen einander nicht verstehen. Das Wort „Mensch" und seine verschiedenen Bedeutungen. Die Sprache, die im System verwandt wird. Sieben Stufen des Begriffes „Mensch". Das Prinzip der Relativität in dem System. Einteilungen, die den Einteilungen des Menschen parallel laufen. Das Wort „Welt". Die Mannigfaltigkeit seiner Bedeutung. Untersuchung des Wortes „Welt" vom Gesichtspunkt des Relativitätsprinzips aus. Ein Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der drei Prinzipien oder drei Kräfte. Die Notwendigkeit dreier Kräfte für die Entstehung eines Phänomens. Die dritte Kraft. Warum wir die dritte Kraft nicht sehen. Die drei Kräfte in alten Lehren. Die Schöpfung der Welten durch den Willen des Absoluten. Eine Kette von Welten oder der „Schöpfungsstrahl". Die Anzahl der Gesetze in jeder Welt. 75

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FÜNFTES KAPITEL 118 Eine Vorlesung über die „Mechanik des Weltalls". Der Schopfungsstrahl und sein Wachstum aus dem Absoluten. Gegensatz zu bestimmten wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Mond als das Ende des Schöpfungsstrahls. Der Wille des Absoluten. Die Idee des Wunders. Unser Platz in der Welt. Der Mond nährt sich vom organischen Leben.

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Der Einfluß des Mondes und die Befreiung vom Mond. Verschiedene „Stofflichkeit" der verschiedenen Welten. Die Welt als eine Welt von Schwingungen. Die Schwingungen verlangsamen sich im Verhältnis ihrer Entfernung vom Absoluten. Sieben Arten von Stoff. Fragmente alter Lehren. Die vier Körper de» Menschen und ihre Beziehung zu verschiedenen Welten. Die Bedürfnisse der Natur auf den verschiedenen Stufen. Die Stellung der Erde im Kosmos. Die drei Kräfte und die kosmischen Eigenschaften des Stoffes. Atome zusammengesetzter Stoffe. Definition des Stoffes nach den Kräften, die sich durch ihn äußern. „Kohlenstoff", „Sauerstoff", „Stickstoff" und „Wasserstoff". Die drei Kräfte und die vier Stoffe. Ist der Mensch unsterblich oder nicht? Was bedeutet Unsterblichkeit? Ein Mensch, der den vierten Körper hat. Die Geschichte vom Seminaristen und der Allmacht Gottes. Gespräche über den Mond. Der Mond als das Gewicht an einer Uhr. Gespräch über eine Universalsprache. Erklärung des Abendmahls. SECHSTES KAPITEL Gespräch über Ziele. Kann die Lehre ein bestimmtes Ziel verfolgen? Das Ziel des Daseins. Persönliche Ziele. Die Zukunft kennen. Herr seiner selbst sein. Fortleben nach dem Tode. Ein Christ sein. Der Menschheit helfen. Kriege verhindern. G.'s Erklärungen. Esoterisches , , Christentum. „Verrückte Maschinen." Was sollte das Ziel eines Menschen sein? Die Gründe innerer Sklaverei. Womit der Weg zur Befreiung beginnt. „Erkenne dich selbst." Verschiedene Auffassungen dieser Idee. Selbst-Studium. Wie man studieren soll. Selbst-Beobachtung. Registrierung und Analyse. Ein Grundprinzip der Arbeit der menschlichen Maschine. Die drei Zentren: Denken, Fühlen und Empfinden. Die Arbeit der Zentren unterscheiden lernen. Versuche von Änderungen in der Arbeit der Maschine. Störung des Gleichgewichts. Wie stellt die Maschine ihr Gleichgewicht wieder her? Zufällige Veränderungen. Falsche Arbeit der Zentren. Einbildung. In den Tag hinein träumen. Gewohnheiten. Sich zum Zweck der Selbst-Beobachtung den Gewohnheiten widersetzen. Streben, keine negativen Gefühle auszudrücken. Registrierung der Mechanisiertheit. Veränderungen, die sich aus richtiger Selbst-Beobachtung ergeben. Die Idee des Bewegungszentrums. Die übliche Einteilung der menschlichen Handlungen. Ihre Einteilung nach den Zentren. Automatismus. Instinktive Handlungen. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungsfunktionen. Einteilung der Gefühle. Die verschiedenen Stufen der Zentren. SIEBENTES KAPITEL Ist „kosmisches Bewußtsein" erreichbar? Was ist Bewußtsein? G.'» Frage, was wir bei der Selbst-Beobachtung feststellten. Unsere Antworten. G.'s Bemerkung, daß wir das Wichtigste nicht begriffen hätten. Warum bemerken wir nicht, daß wir uns unser selbst nicht 142

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Seite ermnemf Es „beobachtet", es „denkt", es „spricht". Versuche, »ich seiner selbst zu erinnern. G.'s Erklärungen. Die Bedeutung des neuen Problems. Wissenschaft und Philosophie. Unsere Erfahrungen. Versuche, die Aufmerksamkeit zu teilen. Erste Empfindung bei absichtlichem Sich-seincr-selbst-Erinnern. Was wir von der Vergangenheit in Erinnerung behalten. Weitere Erfahrungen. Schlaf im Wachzustand und Erwachen. Was die europäische Psychologie übersehen hat. Verschiedene Auffassungen, was Bewußtsein ist. Das Studium des Menschen läuft dem Studium der Welt parallel. Auf das Gesetz der Drei folgt das Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. Mangelnde Stetigkeit der Schwingungen. Verschiedene Oktaven. Die Sieben-TonSkala. Das Gesetz der „Intervalle". Notwendigkeit „zusätzlicher Schocks". Was beim Fehlen „zusätzlicher Schocks" geschieht. Um zu tun, ist es notig, „zusätzliche Schocks" beherrschen zu können. Untergeordnete Oktaven, innere Oktaven. Organisches Leben an Stelle eines „Intervalls". Planctarische Einflüsse. Die laterale Oktave sol-do. Die Bedeutung der Noten la, sol, fa. Die Bedeutung der Noten do, si. Die Bedeutung der Noten mi, re. Die Rolle des „organischen Lebens" bei der Veränderung der Erdoberfläche. ACHTES KAPITEL 204 Verschiedene Bewußtseinszustände. Schlaf. Wachzustand. Selbstbewußtsein. Objektives Bewußtsein. Fehlen von Selbstbewußtsein. Was ist die erste Bedingung, um Selbstbwußtsein zu erlangen? Höhere Bewußtseinszustände und höhere Zentren. Der „Wachzustand" des gewöhnlichen Menschen ist Schlaf. Das Leben schlafender Menschen. Wie kann man erwachen? Was der Mensch ist, wenn er geboren wird. Was die „Erziehung" und das Beispiel der Umgebung ausmachen. Die Möglichkeiten des Menschen. Selbst-Studium. Innere Photographien. Verschiedene Menschen in einem Menschen. „Ich" und „Ouspensky". Wer ist aktiv und wer ist passiv? Der Mensch und seine Maske. Die Teilung seiner selbst als erste Stufe der Arbeit an sich selbst. Eine Grundeigenschaft des menschlichen Wesens. Warum man sich seiner selbst nicht erinnert. „Sich identifizieren." • „Sich nach etwas richten." Inneres und äußeres SichRichten. Was äußeres Sich-Richten einer Maschine bedeutet. „Ungerechtigkeit." Aufrichtigkeit und Schwäche. „Puffer.'1 Gewissen. Moralität. Gibt es eine allen gemeinsame Idee der Moral? Gibt es christliche Moral? Gibt es eine allgemeingültige Auffassung von Gut und Böse? Niemand tut etwas um des Bösen willen. Verschiedene Auffassungen des Guten und die Ergebnisse dieser verschiedenen Auffassungen. Worauf kann eine bleibende Vorstellung von Gut und Böse beruhen? Die Vorstellung von Wahrheit und Lüge. Der Kampf gegen „Puffer" und Lügen. Methoden der Schul-Arbeit. Unterordnung. Ein-

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sieht der eigenen Nichtigkeit. Persönlichkeit und Wcsenskern. Tote Menschen. Allgemeine Gesetze. Die Geldfrage. NEUNTES KAPITEL Der „Schöpfungsstrahl" in Form dreier Strahlungsoktaven. Die Beziehung von Stoffen und Kräften verschiedener Weltebcnen zu unserem Leben. Die Intervalle in den kosmischen Oktaven und die „Schocks", die sie ausfüllen. „Punkt des Weltalls." Die Dichtigkeit von Schwingungen. Drei Kräfte und vier Stoffe. „Kohlenstoff^', „Sauerstoff", „Stickstoff", „Wasserstoff". Zwölf Triaden. „Tabelle der Wasserstoffe." Der Stoff im Licht seiner chemischen, physikalischen. psychischen und kosmischen Eigenschaften. Die Intelligenz von Stoffen. Das ^,Atom". Jede menschliche Funktion und jeder menschliche Zustand hängt von der vorhandenen Energie ab. Die Stoffe im Menschen. Der Mensch hat genug Energie, um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen, wenn er mit seiner Energie sparsam umgeht. Verschwendung von Energie. „Lerne das Feine vom Groben zu scheiden." Die Erzeugung feiner „Wasserstoffe". Wandlung des Seins. Wachstum der inneren Körper. Der menschliche Organismus als eine dreistöckige Fabrik. Drei Arten von Nahrung. Die Einführung von Nahrung, Luft und Eindrucken in den Organismus. Die Umwandlung der Stoffe vollzieht sich nach dem Oktavengcsetz. Die Nahrungs-Oktave und die Luft-Oktave. Das Extrahieren „höherer Wasserstoffe". Die Oktave der Eindrücke entwickelt sich nicht. Die Möglichkeit, im Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes einen künstlichen „Schock" zu erzeugen. Bewußte Anstrengung. „Seiner selbst eingedenk sein." Daraus folgende Entwicklung von Eindrucksund Luft-Oktave. Ein zweiter bewußter „Schock". Anstrengung im Zusammenhang mit Gefühlen. Die Vorbereitung für diese Anstrengung. Analogie zwischen dem menschlichen Organismus und dem Weltall. Drei Stufen in der Evolution der menschlichen Maschine. Die Umwandlung der Gefühle. Alchimie. Die Zentren arbeiten mit verschiedenen „Wasserstoffen". Zwei höhere Zentren. Falsche Arbeit der niederen Zentren. Die Stofflichkeit aller inneren Vorgänge. 244

ZEHNTES KAPITEL 290 Wo beginnt der Weg? Das Gesetz des Zufalls. Verschiedene Arten von Einflüssen. Im Leben geschaffene Einflüsse. Einflüsse, die, außerhalb des Lebens geschaffen, nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Das „magnetische Zentrum". Ausschau nach dem Weg. Einen finden, der ihn kennt. Die dritte Art der Einflüsse: bewußt und unmittelbar. Befreiung vom Gesetz des Zufalls. „Stufe", „Treppe" und „Weg". Besondere Bedingungen des vierten Weges. Ein falsches magnetisches Zentrum ist möglich. Wie kann man falsche Wege erkennen? Lehrer und Schüler. Das Wissen beginnt mit der Lehre von den Kosmen. Die übliche Vorstellung von zwei Kosmen: „Makrokosmos" und „Mikro-

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kosmos". Die vollständige Lehre von den sieben Kosinen. Das Verhältnis der Kosmen zueinander gleich Null zu Unendlich. Das Prinzip der Relativität. „Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten." Was ein Wunder ist. „Die Dimensionenperiode." Überblick über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Theorie vieler Dimensionen. G.'s Bemerkung: „Zeit ist Atem." Ist der „Mikrokosmos" der Mensch oder das Atom? ELFTES KAPITEL 317 Ein Buch von Aphorismen. Erwachen, sterben, geboren werden. „So ein Weizenkorn nicht stirbt, wird es keine Frucht bringen." Was hindert den Menschen daran, wiedergeboren zu werden? Was hindert den Menschen am „Sterben"? Was hindert den Menschen am Erwachen? Fehlen der Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Was bedeutet die Einsicht der eigenen Nichtigkeit? Was verhindert diese Einsicht? Der hypnotische Einfluß des Lebens. Der Schlaf, in dem die Menschen leben, ist hypnotischer Schlaf. Der Magier und die Schafe. „Kundalini." Einbildung. Weckuhren. Organisierte Arbeit. Gruppen. Kann man in einer Gruppe ohne Lehrer arbeiten? Arbeit des Selbststudiums in einer Gruppe. Spiegel. Austausch von Beobachtungen. Allgemeine und individuelle Bedingungen. Regeln. ^,Hauptfehler." Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Gefahr nachahmender Arbeit. „Schranken." Wahrheit und Lüge. Aufrichtigkeit mit sich selbst. Anstrengungen. Akkumulatoren. Der große Akkumulator. Denk- und Gefühlsarbeit. Notwendigkeit des Fühlena. Die Möglichkeit, mittels des Gefühls zu verstehen, was nicht durch das Denken verstanden werden kann. Das Gefühlszentrum ist ein feineres Instrument als das Denkzentrum. Erklärung des Gähnens in Verbindung mit den Akkumulatoren. Rolle und Bedeutung des Lachens im Leben. Fehlen des Lachens in den höheren Zentren. ZWÖLFTES KAPITEL ; -S48 Die Arbeit in den Gruppen wird intensiver. Jeder Mensch hat ein begrenztes „Repertoire" von Rollen. Die Wahl zwischen der Arbeit an sich selbst und einem „geruhsamen Leben". Die Schwierigkeiten des Gehorsams. Der Zweck von „Aufgaben". G. gibt eine bestimmte Aufgabe. Die Reaktion von Freunden auf die Ideen des Systems. Es ruft in den Menschen das Beste oder das Schlechteste hervor. Was für Menschen können zur Arbeit kommen? Vorbereitung. Enttäuschtsein ist notwendig. Die Frage, woran einer leidet. Neue Einschätzung von Freunden. Ein Gespräch über Typen. G. gibt eine weitere Aufgabe. Versuche, die eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Die Betonungen. „Wcsenskern" und ^,Persönlichkeit". Aufrichtigkeit. Eine schlechte Laune. G. verspricht, jedwede Frage zu beantworten. „Ewige Wiederkehr." Ein Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern. Ein Gespräch über das Geschlecht. Die Rolle des

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Geschlechts als Hauptbewegkraft aller Mechanisiertheit. Das Geschlecht als Hauptmöglichkeit der Befreiung. Neugcburt. Die Umwandlung von Geschlechts-Energie. Mißbrauch des Geschlechts. Ist Enthaltsamkeit nützlich? Richtige Arbeit der Zentren. Ein dauernder Schwerpunkt. DREIZEHNTES KAPITEL 382 Die Intensität innerer Arbeit. Vorbereitung für „Tatsachen". Ein Besuch in Finnland. Das „Wunder" beginnt. Innere „Unterredungen" mit G. „Jetzt schlafen- Sie nicht." „Schlafende Menschen" sehen. Es ist unmöglich, Erscheinungen höherer Ordnung mit gewöhnlichen Mitteln zu untersuchen. Eine veränderte Betrachtung der „Handlungsmethoden". Der „Hauptzug" dies einzelnen. G.'s Erklärung hierzu. Die Umgestaltung der Gruppe. Jene, die die Arbeit verlassen. Zwischen zwei Stühlen sitzen. Schwierigkeit der Rückkehr. G.'s Wohnung. Reaktionen auf das Schweigen. „Lügen sehen." Eine *1 Vorführung. Wie kann man erwachen? Wie kann man den not- 1 wendigen Gefühlszustand erzeugen? Drei Wege. Die Notwendigkeit' des Opfers. „Sein Leiden >, opfern." Die erweiterte „Tabelle der^ Wasserstoffe". Ein „sich bewegendes Diagramm". Eine neue Ent-" deckung. „Wir haben sehr wenig Zeit." VIERZEHNTES KAPITEL Die Schwierigkeit, „objektive Wahrheiten" in gewöhnlicher Sprache mitzuteilen. Objektives und subjektives Wissen. Einheit in der Vielheit. Die Vermittlung objektiven Wissens. Die höheren Zentren. Mythen und Symbole. Wortformulierungen. „Wie oben, so unten." „Erkenne dich selbst." Zweiheit. Wandlung der Zweiheit in Dreiheit. Die Linie des Willens. Vierheit — Fünfheit — die Konstruktion des Pentagramms. Die fünf Zentren. Das Siegel Salomonis. Die Symbolik der Zahlen, geometrischen Figuren, Buchstaben und Worte. Weitere Symbologien. Richtiges und falsches Verstehen von Symbolen. Die Vereinigung von Wissen und Sein: Großes Tun. „Niemand kann einem Menschen etwas geben, was er nicht vorher besessen hat." Erreichung nur dank eigener Anstrengung. Verschiedene bekannte „Linien", die Symbole verwenden. Das System und sein Platz. Eines der Hauptsymbole dieser Lehre, das Enneagramm. Das Gesetz der Sieben in seiner Verbindung mit dem Gesetz der Drei. Untersuchung des Enneagramms. „Was ein Mensch nicht in da» Enneagramm einfügen kann, versteht er nicht." Ein Symbol in Bewegung. Das Enneagramm durch Bewegung erleben. Übungen. Eine Universalsprache. Objektive und subjektive Kunst. Musik. Objektive Musik fußt auf inneren Oktaven. Die mechanische Menschheit kann nur subjektive Kunst haben. Verschiedene Stufen des Seins eines Menschen. 409

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Drei Kosmen zusammengenommen schließen alle Gesetze des Weltalls in sich ein. „Das Ende der russischen Geschichte. auf große und kleine Zellen. Die Beziehung verschiedener Zeiten zu den Zentren des menschlichen Körpers. Wandlung ist nur an „Wegkreuzungen" möglich. Kant und die Idee der Skala. zwei. Einteilung aller Geschöpfe in dreifacher Hinsicht: nach dem. Der Vorgang der Evolution beginnt immer mit der Bildung eines bewußten Kerns. Der Mensch besteht aus Mensch. Der evolvierende Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. Schaf und Wurm. Allgemeine Unwissenheit über das Christentum. Ägyptische „Schulen der Wiederholung".'s System als Führer in einem Labyrinth von Widersprüchen oder als Arche Noah. Anwendung der Minkowskischen Formel. Der Mond. Rußland zu verlassen. SECHZEHNTES KAPITEL 464 Historische Ereignisse des Winters 1916/17. in dem sie leben. Die Initiation und die Mysterien." Drei „innere Kreise" der Menschheit. Die Menschheit in einem Stillstand.Kann Gebet helfen?" Beten lernen. „Wenn sie XIV . Schulen des vierten Weges. Zusammenstellung einer „Tabelle der Zeit in verschiedenen Kosmen". Der „äußere Kreis". Eine Nachricht von G. verläßt Petersburg zum letzten Male. was sie essen. Das Leben der Moleküle und Elektronen. seine Nahrung zu verändern? Das „Diagramm alles Lebendigen". Pseudo-esoterische Wege und Schulen. Die Fortsetzung der Arbeit in Moskau. Hat der Mensch die Möglichkeit.Seite FÜNFZEHNTES KAPITEL 439 Religion ist ein relativer Begriff. Die Beziehung zu den höheren Zentren. Gibt es eine bewußte Kraft. Weiteres Studium der Diagramme und der Idee der Kosmen. was sie atmen und dem Medium. Nur Selbst-Initiation ist möglich. „Wahrheit in Form einer Lüge. Der Sturz Nikolaus II. G. Die vier „Wege" als vier Tore zum „exoterischen Kreis". Wo erklingt das Wort „Ich" in einem selbst? Die zwei Teile richtiger Religion und was jeder enthalt. Die christliche Kirche als Schule. G. Ein interessantes Ereignis — „Verklärung" oder „Mimik"? Die Eindrücke eines Journalisten von G. Das „organische Leben auf Erden". Die „Techniken" der Religion. die Erde und die Sonne. Die Religionen entsprechen den Seinsstufen der Menschen. Drei-. Entwicklung der Idee „Zeit ist Atem" in bezug auf den Menschen. Die Bewußtheit des Stoffes. „Kosmische Berechnungen der Zeit" in gnostischer und indischer Literatur. Anwendung der Idee der Kosmen auf die inneren Vorgänge des menschlichen Organismus. Seine Intelligenzgrade. Wachstum des Schöpfungsstrahls." Esoterische Schulen im Osten. die gegen die Evolution kämpft? Evolviert die Menschheit? „Zweihundert bewußte Menschen konnten das ganze Leben auf Erden verändern. ^.und einstöckige Maschinen." Pläne. Bedeutung der Riten. Zeitdimensionen verschiedener Kosmen.

Gespräch über die Unmöglichkeit. Oktober 1917. Verkauf von Seide. die Menschen ihrem Typus gemäß gegeben wird. Die bolschewistische Revolution. Denk. „Schulen sind unbedingt notwendig. mich von ihm zu trennen. Was man zu opfern bereit ist. Derwischtänze." Die Vereinigung der Zentren ist die Hauptschwierigkeit bei der Arbeit an sich selbst. Die Gewohnheit zu reden. Mehr Menschen kommen an. enthüllt den Plan der ganzen Arbeit. Eine letzte Reise nach Petersburg. Innerer Kampf und ein Entschluß. verkündet die Auflösung der Gruppe. Was bedeutet „ernst sein"? Nur eine Sache ist ernst. das Studium psychischer „Tricks". Eine schwierige Zeit: Krieg und Epidemien. „Der subjektive und objektive Weg. Eine Botschaft für die dortigen Gruppen. 501 ACHTZEHNTES KAPITEL 541 Petersburg. Ein Fasten-Experiment Was „Sünde" ist." „Über-Anstrengungen. G. Verschwendung von Energie infolge unnötiger Muskelanspannung. Die Forderungen des „Stop". Der Mensch ist der Sklave seines Körpers. Weiteres Studium des Enneagramms. Wie kann man wirkliche Freiheit erreichen? Der schwere Weg von Sklaverei und Gehorsam. Die Übungen sind schwieriger und mannigfaltiger als zuvor. erzählt einen Fall von Stop in Zentralasien. G. inmitten der Massenverrücktheit irgend etwas zu tun. Ein Atmungsexperiment.'» Verhältnis zu seiner Familie. in Alexandropol. zeigt Aufmerksamkeitsübungen. Astrologie und Typen. Erkenntnis der Schwierigkeiten des Weges. vor- XV ." Ein Besuch bei G. „Die Ereignisse sind überhaupt nicht gegen uns. Die Wiederaufnahme der Arbeit. ein seltsames Vertrauen. G. Rußland zu verlassen. Die „Stop-Übung"." Der Obyvatel. Die Bildung einer Gruppe in Rostow und die Darstellung von G. G." Wie kann man die Empfindung von „Ich" verstärken? Kurze Rückkehr nach Petersburg und Moskau. Unerläßlich sind großes Wissen. Der Einfluß des Stop in Essentuky. G. Das Sammeln von Leuten.Wege* keinen Weg?" Die „Wege" als Hilfe. Der Entschluß. Eine kleine Gesellschaft mit G. G. kommt an. G. in Essentuky.Seite ausruhen wollen. „Gibt es außerhalb der . SIEBZEHNTES KAPITEL August 1917. Praktische Ergebnisse der Arbeit an einem selbst: das Fühlen eines neuen Ich. geht nach Sotschi. Sechs Wochen in Essentuky. eröffnet sein Institut in Tiflis. Eine Vorführung. G. Rückkehr nach Piatigorsk. London als Endziel.'s System. G. Eine Gruppe von zwölf versammelt sich in Essentuky. Reise nach Konstantinopel. Die Wahl von Gmus. Rückkehr zu G. in den Kaukasus. Neue Gruppen werden G. zeigt Übungen zur Muskelbeherrschung und Entspannung.'s Haltung gegenüber einem seiner Schüler. Das Märchen vom Wolf und den Schafen. kommen Sie zu mir. G. Anstrengungen und Hilfe. „Ereignisse" und die Notwendigkeit.'.und physische Übungen.

G. Arbeit im Chäteau du Prieure. Vorführungen im Theätre des Champs Elysees in Paris. Übersetzung eines Derwischliedes. organisiert sein Institut in Fontainebleau. G.'s Abreise nach Amerika 1924. Mein Entschluß. Das Institut beginnt in Konstantinopel.. der Künstler und Dichter. geht nach Deutschland. Mein Entschluß. G. die Arbeit von Konstantinopel in London 1921 fortzusetzen.gestellt. Atmen durch Bewegungen. ermächtigt mich zum Schreiben und zur Veröffentlichung eines Buches. G. G. G. Ein Gespräch mit Catherine Mansfield. die Arbeit in London selbständig fortzusetzen. spricht über verschiedene Arten der Atmung. .

Ceylon und Indien geführt hatte. daß der Weg zum Unerkannten im Osten gefunden werden könne. kehrte ich von einer langen Reise. Warum im Osten? Darauf war die Antwort schwer. Schon damals war es für mich eine ausgemachte Tatsache. daß sich jenseits dieses dünnen Schleiers von falscher Realität eine Wirklichkeit befindet. bei Beginn meiner Reise in Petersburg. von der wir durch irgend etwas getrennt sind. es sei denn. Der Krieg hatte mich in Colombo überrascht. gerade zu Beginn des ersten Weltkrieges. Das „Wunderbare" bedeutete für mich das Eindringen in diese unerkannte Wirklichkeit. daß ich mich auf die „Suche nach dem Wunderbaren" begäbe. hatte ich erklärt. Und es schien mir. von wo aus ich dann über England den Heimweg antrat. die mich durch Ägypten. Vielleicht spielte etwas Romantik in dieser Überzeugung mit — jedenfalls war es meine unumstößliche Überzeugung.ERSTES KAPITEL I m November 1914. daß es aus dem Labyrinth von Widersprüchen. in Europa. daß hier. Auf meiner Rückreise und auch während meines mehrwöchentlichen Aufenthaltes in London wurden alle Gedanken über das Ergebnis meiner Suche durch die völlige Absurdität dieses Krieges verwirrt und vor allem durch die allgemeine Aufregung. keinen Ausweg gibt. Schon vor langer Zeit war mir klar geworden. nichts Derartiges mehr gefunden werden könne. Aber von wo aus dieser neue oder vergessene Weg beginne. Für mich hat das Wort eine ganz bestimmte Bedeutung. die in 1 . Seinerzeit. in dem wir leben. nach Rußland zurück. daß ein ganz neuer Weg gefunden werde. Das „Wunderbare" ist an sich sehr schwer zu definieren. der mit allen bisher bekannten und benützten nichts gemein hat. konnte ich nicht sagen.

wieder tief bewegten — fühlte ich. desto mehr festigte sich in mir die Überzeugung. und noch niemand sah das Ausmaß von innerer und äußerer Zerstörung und Auflösung voraus. der auf seinem Rücken ein Haus trug. sehr gegen meinen Willen. Ich sagte mir. Aber damals hielt man den kommenden Zusammenbruch für zeitlich begrenzt. Seinerzeit hatte mich dieses Buch sehr beeindruckt. was damit in Beziehung stand. an dessen Möglichkeit ich nicht glauben und auch dessen Wirklichkeit ich lange nicht anerkennen wollte. war Tatsache geworden. denn je großer ich wurde. die mir für Rußland. dieser große europäische Krieg. ein Wagen mit viereckigen Rädern oder dergleichen. daß dieses Buch wirkliches Leben schilderte. was an ihnen absurd sei: sie glichen genau den gewohnten Gegenständen im Leben. Aber bei meiner Rückkehr nach Rußland — wo mich alle Gedanken. Wir waren mitten darin. das uns zeigte. die ich jedoch noch nicht für sofort erwartete. denn bei vielen Abbildungen konnte ich nicht verstehen. Spätere Erfahrungen bestärkten nur noch diese Überzeugung. Es hieß OffenMhtliche Absurditäten. Der Krieg. und ich erkannte ihn als gewaltiges memento mori. daß größte Eile notwendig sei und man nicht weiter einem Leben ohne Wegziel zustimmen könne. wichtiger war als mögliche oder wirkliche Geschehnisse in dieser Welt „offensichtlicher Absurditäten"1. daß überhaupt alles Bestehende „offensichtlich absurd" ist. vielleicht auch für ganz Europa. mit denen ich ausgezogen war. 1 2 . daß sich bei meiner Dies bezieht sich auf ein kleines Buch aus meiner Kindheit. gehorte zu Stupins „Kleiner Bücherei" und bestand aus Abbildungen — zum Beispiel ein Mann. in dem wir in Zukunft zu leben haben würden. mußte ich gestehen. Der Krieg berührte mein persönliches Leben nicht — jedenfalls nicht bis zur endgültigen Katastrophe. vor allem aus Indien. Aber später wurde mir klar. oft auch mich zu beeinflussen begann. Nach Zusammenfassung all meiner Eindrücke aus dem Osten. in denen wir nun einmal leben und arbeiten und auch Antworten auf unsere Fragen und Zweifel suchen. unvermeidlich schien.der Luft lag und in den Zeitungen wie auch in jedem Gespräch zutage trat und. daß meine Suche nach dem „Wunderbaren" und alles. der Kriegszustand sei als eine dieser allgemeinen katastrophalen Lebensbedingungen aufzufassen.

Die Idee der Schule selbst war eben für mich phantastisch. daß ich nach einer Schule oder Schulen fahnden würde. daß das Geheimnis tiefer verborgen ist. Noch bei meiner Abreise gab ich vieles Phantastische in Verbindung mit Schulen zu. Zum Beispiel stellte ich mir vor. im Gegenteil. sah ich keinen Widerspruch. sondern ich mit der bestehenden. Die Grenzen von Raum und Zeit. Mir war klar. Schon bei meiner Abfahrt wußte ich. mit Schulen ferner Vergangenheit den Kontakt aufzunehmen. daß persönliche individuelle Anstrengungen nicht genügen.Rückkehr mein Problem noch schwieriger und komplizierter darstellte als vor der Abreise. Vielleicht ist „zugeben" ein zu starker Ausdruck. die noch irgendwo existierte. sogar der Beginn der Beziehung zu einer Schule müßte etwas Wunderbares an sich haben. Ich erkannte klar: dort ist etwas zu ßnden. die Notre Dame gebaut haben. müßten bei solcher Beziehung schwinden. und so fort. ihr magischer Schimmer hatte neue. Und auch zu meinem Bemühen. Aber der Begriff der gesuchten Schule selbst wandelte sich sehr während meiner Reisen — einerseits gewann er an Gestalt und wurde einfacher. was seit langem in Europa zu bestehen aufgehört hat. Soviel war mir klar. Ich sollte besser sagen: mir träumte von der Möglichkeit. in Indien bestehende Schulen kennenzulernen. 3 . einen unphysischen Kontakt mit Schulen zu haben. andererseits wurde er kälter und entfernter. und die eingeschlagene Richtung schien mir richtig. Ich konnte es nicht klar ausdrücken. daß die Schulen viel von ihrem märchenartigen Charakter für mich einbüßten. Aber gleichzeitig war ich zu der Überzeugung gelangt. so dachte ich. als ich zuvor angenommen hatte. es müßte möglich sein. Ich meine damit. aber deren Zugang für uns verschüttet war. aber mir schien. früher nicht bestehende Schattierungen gewonnen. den ägyptischen oder denen. sozusagen „auf einer anderen Ebene". und nichts erschien mir zu unglaubwürdig in Verbindung damit. Zu diesem Entschluß war ich schon lang gekommen. lebendigen Denktradition in Berührung kommen müsse. Zwar hatten Indien und der Osten nicht nur nicht ihren Glanz des Wunderbaren für mich verloren. sei es mit der pythagoräischen.

Diese versprachen sehr vieles. mit denen ich in Berührung kam. sondern auch ihre Wahl. was sie erreichten. den Gedanken einer Rückkehr nach Europa aufzugeben. in Indien zu bleiben. Aber gleichzeitig reifte in mir die Überzeugung. Noch eine andere Art von Schulen gab es dort. war entweder Selbsttäuschung oder das. so würde ich ihn auch in Rußland gefunden haben. die Entscheidung für sie. wie die Schulen der Jünger und Anhänger von Ramakrischna. Andere Schulen wiederum waren von leicht sentimentaler. Zielen und Plänen zu entsagen und mich einem Weg anzuvertrauen. die mit 4 . was die russischen Mystiker (in der russischen Mönchsliteratur) „Schönheit" oder „Verzauberung" nannten. darüber hatte ich keine Zweifel. Vor allem. ein wenig asketisch. mit der ich aber keine Berührung aufnehmen konnte und von der ich nur hörte. Es gab unter ihren Mitgliedern sehr nette Menschen. Es waren dies Schulen entweder religiösen oder doch halbreligiösen Charakters mit spezifisch frommer Färbung. Daß es Schulen gebe. wohin er führen werde. werde es möglich sein. von dem ich im vorhinein nicht wußte. moralphilosophischer Artung. Auf meiner Rückreise war nach einer Reihe von Begegnungen und Eindrücken die Schulidee wirklicher und faßbarer geworden. einen solchen Kontakt zu finden. daß alle jene. hatte aber ihren phantastischen Charakter verloren. und alle Leute. Sie zogen mich nicht an: wenn ich einen religiösen Weg gesucht hätte. und zwar von unserer Seite. daß sie wirkliches Wissen hätten. in Indien. Diese Schulen interessierten mich sehr. allen meinen eigenen Gedanken. Ich konnte ihnen nicht trauen: alles. forderten aber auch sehr vieles. Es wäre also nötig gewesen. gewöhnlich als „Yogaschulen" beschrieben.Gerade dort. aber ich glaubte nicht. der später dauernd und von allen äußeren Störungen unabhängig werden würde. so glaubte ich. fußten auf der Erreichung eines Trancezustands und ähnelten meiner Meinung nach dem Spiritismus. Wiederum andere. weil ich folgendes eingesehen hatte: notwendig ist nicht allein die Suche nach einer Schule. nicht für mich geeignet seien. Sie verlangten alles auf einmal.

Und vor allem erkannte ich. sei es eine Malerschule. Diesmal wollte ich mit dem mohammedanischen Osten beginnen. das von einem gewissen „Inder" stamme. eine Tanzschule oder eine medizinische Schule. das von Spekulationen und Patriotismus überschäumte. Aber keiner dieser Pläne sollte sich verwirklichen. sie müsse auf der gleichen irdischen Ebene bestehen und wirken wie jede andere Schule. wobei Träume den Platz wirklicher Suche einnähmen. Die Idee einer Schule „auf einer anderen Ebene" erkannte ich einfach als Zeichen von Schwäche. Ich weilte dort etwa sechs Wochen. Zur gleichen Zeit gelangte ich zu folgender Überzeugung: was auch immer der Name einer Schule sei. Die Handlung des Balletts sollte ganz in Indien spielen und ein vollständiges Bild orientalischer Magie geben. bis zu einem gewissen Grad seinen eigenen Weg zu kennen. Von London kommend. während ich gerade die nächste Ausgabe vorbereitete. unter Einschluß von Fakirwundem. Bald darauf übersiedelte ich nach Moskau und begann für eine Zeitung. Aber ich glaubte trotz allem. die mit vielen späteren „Ereignissen" im Zusammenhang stand. Auf meinem Wege nach Indien hatte ich Pläne für weitere Reisen gefaßt. Leitartikel zu schreiben. Sie bezog sich auf das Szenario eines Balletts mit Namen „Der Kampf der Magier". der Stimme von Moskau. es müsse auch eine mehr rationale Art von Schulen geben und daß ein Mensch das Recht habe. für die ich schon von Indien aus gearbeitet hatte. Eines Tages fand ich im Zeitungsbüro. heiligen Tänzen und so fort.ihnen in Berührung gewesen waren und mir darüber berichteten. Schweden und Finnland im schon auf Petrograd umgetauften Petersburg ein. vor allem Russisch-Zentralasien und Persien besuchen. ob okkult. glaube ich. eine Notiz in. esoterisch oder Yogi. ragten deutlich aus dem Durchschnitt hervor. traf ich über Norwegen. Mir war 5 . Aber während dieser Zeit trug sich eine kleine Episode zu. daß diese Träume eines der Haupthindernisse auf jedem möglichen Weg zur Erkenntnis des „Wunderbaren" sein müßten.

was im richtigen Indien nicht angetroffen werden könne. Unter den Leuten. um dort die gleichen Vorträge zu halten. Dort hielt ich im Februar und März 1915 öffentliche Vorlesungen über meine indischen Reisen. Daß ferner alle üblichen Wege dazu nutzlos seien und Indien seine Geheimnisse besser hüte. an denen die Menschen achtlos vorbeigehen. was aber dorthin Reisende zu sehen wünschten. Diese Vorträge waren als Einführung zu einem Buch über meine Reisen gedacht. Bald nach diesem Ereignis verließ ich die Zeitung aus verschiedenen Gründen und ging nach Petersburg. Hierbei dachte ich wieder an die „Schulen". wie sie zu deren Erkenntnis gelangen könnten. In ihrem Verlauf erklärte ich. als man gewöhnlich annehme. Geleitet werde diese Arbeit durch einen gewissen G. daß in dem Ballett alles zu finden sei. daß man in Indien das „Wunderbare" nicht dort suche. daß es auf der Grundlage einer „Suche nach dem Wunderbaren" möglich sein werde. Ich erhielt viele Briefe. Leute kamen. um mich zu sehen. schnitt ich die Anzeige aus und übernahm sie in meine Zeitung mit dem Zusatz. die ich im Verlauf dieser Vorträge kennenlernte. eine große Anzahl von Menschen zu vereinen. denen das übliche Lügen und Leben in der Lüge widerwärtig geworden war. Und ich erkannte. Über tausend Menschen wohnten einer jeden in der Alexandrowskyhalle der Petersburger Duma bei. in der verschiedene „okkulte" Untersuchungen und Experimente ausgeführt würden. Ihr Titel lautete: „Auf der Suche nach dem Wunderbaren" und „Die Probleme des Todes". ohne ihren verborgenen Sinn und ihre Bedeutung zu erfassen oder ohne zu wissen. einen 6 . aber daß das „Wunderbare" dort wirklich existiere und durch viele Zeichen angedeutet werde. wo es gesucht werden sollte. waren zwei — ein Musiker und ein Bildhauer —. Nach Ostern ging ich nach Moskau. aber da indische Szenarioschreiber von Balletten in Moskau verhältnismäßig selten waren. die mich auf eine Gruppe in Moskau hinwiesen.der leichtfertige Ton der Notiz unsympathisch. Trotz des Krieges erweckten meine Vorlesungen sehr starkes Interesse.. das ich zu schreiben beabsichtigte.

des Besitzers dieser Augen. daß er sie vollständig durchschaue. über das ich vor drei oder vier Monaten die Notiz in der Zeitung gefunden hatte. was er wünsche. Ich muß gestehen. könnten sich nicht bewegen und fielen dermaßen unter seinen Einfluß. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Begegnung. M. wie ich erfuhr. sie faszinierten und denen sie durch viele Straßen folgten. was man von ihnen erwartet. wenig interessierte: es schien sich um alle möglichen selbstsuggerierten Wunder zu handeln. daß mich alles. Manche Leute erfinden Wunder zum eigenen Gebrauch oder erfinden genau das. So bildet sich eine Mischung von Aberglauben. und ich hatte mir bereits eine bestimmte Meinung über dergleichen gebildet. mit schwarzem Schnurrbart und stechenden Augen. zu treffen und mit ihm zu sprechen. Dort sah ich dann einen Mann von orientalischem Typus. G. Oder wiederum andere würden in der Gegenwart dieses Orientalen plötzlich fühlen. Erstaunlicherweise 7 . außerdem entstehen meiner Erfahrung nach diese Geschichten nie ohne Mitwirkung derjenigen Leute. Aus diesem Grunde und im Lichte früherer Erfahrungen willigte ich nur nach langem Drängen eines meiner Bekannten. Damen würden plötzlich in ihrem Zimmer „Augen" sehen. um schließlich beim Haus eines gewissen Orientalen. selbst aus der Entfernung. Mir waren schon viele derartige Geschichten zu Ohren gekommen. Wir gingen zu einem kleinen Cafe in einer lärmigen Seitenstraße.. Gedanken und Wünsche kenne. All dieses und viele andere derartige Geschichten schienen mir einfach schlechter Romanstorf. daß er sie zu allem veranlassen könne. der das Ballettszenario verfaßt hatte. alle ihre Gefühle. Autosuggestion und fehlerhaftem Denken. die in der Luft schwebten. auf die sie Bezug nehmen. Sie würden merkwürdige Empfindungen in ihren Beinen verspüren. anzulangen. ein. Meine erste Begegnung änderte jedoch vollständig meine Meinung über ihn und was ich von ihm erwarten könne. nicht mehr jung. was mir diese zwei Leute über seine Gruppe und die in ihr ausgeführte Arbeit erzählten.kaukasischen Griechen — den gleichen „Inder".

weil er sichtlich nicht das ist. als ob man den Mummenschanz nicht durchschaue. von denen ich nur gehört hatte und die ich sehr zu sehen wünschte. verstärkte noch die Fremdheit und Unerwartetheit des Eindruckes. G. mit dem wir alles andere zu assoziieren pflegen als philosophische Ideen. welche die menschliche Körperchemie studiere und durch Einführung und Entfernung verschiedenartiger Stoffe die moralische oder psychische Natur eines 8 . erzählte mir von seiner Moskauer Arbeit. und man sich so verhalten und sprechen soll. Ich glaube. angetan mit einem schwarzen Mantel mit Samtkragen und einem schwarzen steifen Hut.schien er mir verkleidet zu sein. schien weit gereist zu sein und war sichtlich an Orten gewesen. G. Ich entsinne mich nicht mehr. daß er mehr Gewicht in die Antworten legte. Diese Ausstattung machte einen merkwürdigen. Meine Fragen schienen ihn nicht nur nicht in Verlegenheit zu bringen: mir schien sogar. faßte ich natürlich seine Worte buchstäblich auf. wir sprachen über Indien. M. „erinnert mich an eine Geschichte von einer Schule in Südindien. als in den Fragen enthalten war. Ich verstand ihn nicht ganz. Dieser Mensch mit dem Gesicht eines indischen Radjas oder arabischen Scheichs. was er vorgibt. saß hier in einem kleinen Cafe. so wenig paßte seine Erscheinung zu Umgebung und Atmosphäre. daß in seiner — hauptsächlich psychologischen — Arbeit die Chemie eine große Rolle spielte. unerwarteten und fast erschreckenden Eindruck: ein schlecht verkleideter Mensch. und dieser Akzent. Da ich ihm das erstemal zuhörte. über Esoterik und die YogaSchulen. „Was Sie sagen". verließ uns nach kurzer Zeit. Ein in jeder Hinsicht außerordentlicher und hervorragender Brahmane erzählte in Travancore einem jungen Engländer von einer Schule. wie unser Gespräch genau begann. dessen Anblick einen verlegen macht. sprach ich. Er sprach ein unkorrektes Russisch mit starkem kaukasischem Akzent. Seine Art zu sprechen — sorgfältig und genau — gefiel mir. Aus seinen Ausführungen ging hervor. Ich war immer noch unter dem Einfluß meiner Eindrücke aus dem Osten. wo Kleinhändler und Handlungsreisende sich zu treffen pflegten. den ich mir sofort in weißem Burnus oder vergoldetem Turban vorstellte.

Für jede Funktion dienen bestimmte Stoffe. in dem . daß alle Schulen zu allen Zeiten und in allen Ländern Rauschgifte in großem Umfange gebrauchten. sagte ich." „Da ist noch eine andere Frage. Manchmal ist dies der leichteste Weg..Magie' möglich wird. was Sie mit . Sollte es sich hierbei nicht in manchen Fällen um Rauschgifte handeln? Ich habe selbst eine ganze Reihe von Experimenten in dieser Richtung ausgeführt. „aber es kann sich auch ganz anders verhalten. Deren Schüler nehmen sie zum Zwecke des Selbststudiums ein. wohin er geht. Das klingt ganz ähnlich wie Ihre Ausführungen. Die Gleichheit von Methoden oder sogar von Ideen beweist gar nichts." „Das mag sein".Menschen verändern könne. was er theoretisch gelernt hat. er weiß dann. Es gibt Schulen. dann arbeitet er bewußt. Aber hierfür ist eine große Kenntnis der menschlichen Maschine und dieser speziellen Chemie erforderlich. wenn sie sich als wirklich notwendig erweisen. sagte G.. wirklich existiert.Rauschgift' bezeichnen. die Rauschgifte auf richtige Weise verwenden. die er oft in sich vermutet. in Wirklichkeit aber etwas ganz anderes darunter verstehen. Wenn ein Mensch dies erkennt und dadurch überzeugt wird. welche die gleiche Methode zu benützen scheinen. „Es gibt Stoffe. geweckt oder eingeschläfert werden. um von der Wirklichkeit all dieser Möglichkeiten überzeugt zu werden. daß das. um ihre Entwicklung. um einen Zustand zu erlangen. „in vielen Fällen sind diese Stoffe das. was erst viel später als Ergebnis langer Arbeit erreicht werden kann. In allen Schulen. bei denen nach dieser Methode gearbeitet wird. und auch alles." „Ja". Eine jede kann geschwächt oder verstärkt. Aber sie können in ganz anderer Richtung gebraucht werden. sagte G. werden Experimente nur dann ausgeführt. was ich über Magie gelesen habe. ihre Anlagen besser kennenzulernen. Es gibt Schulen. die mich sehr beschäftigt". beweist mir ganz klar. und dann nur unter der Leitung erfahrener 9 . um im vorhinein zu erkennen. Es gibt in bezug auf diesen Weg eine eigene Chemie. welche Yogis zur Erreichung gewisser Zustände cinnehmen.

den teuren Wohnungen. wenn auch viele von ihnen aus solchen Drogen wie Opium. Wir nahmen einen Wagen und fuhren in der Richtung nach Sokolniki. viele teure im Ausland bestellte Geräte und Instrumente waren verlorengegangen. Durch angemessenen Gebrauch solcher Stoffe kann ein Mensch sehr klug oder sehr stark gemacht werden. Dann sprach er weiter von den hohen Kosten. aber dies wird nicht in Betracht gezogen. was G. daß seine Arbeit eine ganze Reihe wohlbekannter Leute in Moskau interessiere — „Professoren" und „Künstler". Hier fühlte ich einige neue Gesichtspunkte. in denen solcherlei Experimente ausgeführt werden. aber nicht zum Experimentieren und Untersuchen. wo sich einige seiner Schüler versammeln sollten. und 10 . die die gleichen oder ähnliche Stoffe verwenden. sondern um bestimmte gewünschte Ergebnisse zu erreichen. Außer den Schulen. wie der Krieg viele seiner Pläne gestört habe. Die in diesen Schulen verwandten Stoffe sind nicht allein »Rauschgifte*. gerade unterwegs waren. die alle Ergebnisse voraussehen und Maßnahmen gegen mögliche unerwünschte Folgen ergreifen. sagte ich. „Ich frage". gab er mir nicht einen einzigen an. daß wir über Schulen mit großer Vorsicht sprechen müssen. Auch solche Schulen gibt es. wie er sich ausdrückte." Ich fühlte mich durch alles. Nachher natürlich stirbt er oder wird verrückt. Er lud mich darauf ein. Weiter erklärte er mir. viele seiner Schüler waren beim ersten Aufgebot mobilisiert worden. wie sie mir noch nie vorher begegnet waren. sagte. Auf dem Wege erklärte mir G. Aber als ich ihn nach den genauen Namen fragte.und fähiger Menschen. sie können praktisch das gleiche tun. in ein Haus zu kommen. wie ich begriff. Haschisch und so fort zubereitet werden. gibt es andere. Sie sehen also. „weil ich gebürtiger Moskauer bin. wie Sie es nennen. wenn auch nur für eine kurze Zeitdauer. die er gemietet habe und zu denen wir. aber die Ergebnisse werden vollständig andere sein. sehr angesprochen. die mit seiner Arbeit verbunden seien. allerdings nur für eine gewisse Zeit..

Die Geschichte begann damit. das Gefühl. Sogar das Fehlen von Möbeln bestätigte meine Vermutung. Einige der Dinge. als ob dieser ihn gleichsam auf seine 11 . es war am Platz des früheren Roten Teiches. Der Autor beschrieb darin sein Zusammentreffen und seine Bekanntschaft mit G. Einige seiner Schüler waren in der Wohnung: drei oder vier junge Männer und zwei Frauen. überraschten mich. da Gemeindeschullehrerinnen keine Möbel erhielten. zehn Jahre lang. worin genau ihre Arbeit bestehe. Natürlich stimmte ich zu. es müsse etwas bedeuten. die. die wie Schullehrerinnen aussahen. Sie schlugen vor. und darauf begann einer von ihnen laut aus einem Manuskript vorzulesen. einer von G. zweitens kostete sie keine Miete und drittens konnte sie ihn nicht mehr als zehn Rubel im Monat kosten. aber sie gaben mir keine direkten Antworten und in manchen Fällen bestanden sie darauf.außerdem habe ich an hiesigen Zeitungen gearbeitet. Dieser offensichtliche Bluff war so merkwürdig. sich in einer merkwürdigen. Weiterhin — und dies gefiel mir besonders.'s Schülern zu rekonstruieren. daß der Autor in der Zeitung die gleiche Notiz über das Ballett „Der Kampf der Magier" fand. Es ist schwierig. die ich hörte. merkwürdig vor. Ich glaube. so daß ich mehr oder weniger jedermann kenne. Warum hatte er von den umfangreichen Kosten dieser Wohnung gesprochen? Erstens gehörte ihm die Wohnung nicht. wie sie sagten. der aber zur Zeit nicht in Moskau weilte." Hierauf erwiderte G.'s Schülern geschrieben hatte. die sichtlich den Lehrern dieser Schule gehörte. Dies ließ mich sogleich aulhorchen. Ich versuchte herauszufinden. Ich bin schon früher in solchen Wohnungen gewesen. Wir kamen nun zu einer großen leeren Wohnung über einer Gemeindeschule. den Anfang einer Geschichte zu verlesen. daß ich überzeugt war. die ich selber im Winter in der Stimme Moskaus gelesen hatte. weil ich es erwartete — hatte der Autor bei seinem ersten Treffen mit G. nichts. Bei dieser Vorstellung kam mir G. den Beginn-der Unterredung mit G. mir völlig unverständlichen Terminologie auszudrücken.

Aber trotzdem beeindruckte sie mich. von denen ich kürzlich zurückgekehrt war. G. selbst den Plan hierzu geliefert habe. nicht klarzumachen. Als ich sie dann nach dem System.Handfläche setze. Noch später hörte ich. Später erfuhr ich. nicht in dieser Wohnung getroffen hätte. Ich fühlte. was ihn von den anderen unterschied. sei es im Hof einer Kairoer Moschee. daß G. daß eine gewisse Lehre auf den Autor einen starken Eindruck gemacht habe. als die Lesung beendet war.'s sie in der Absicht verfaßt hatten. in einer der Ruinenstädte Ceylons oder einem der südindischen Tempel — Tanjore. G. das mich sehr interessierte. Ferner enthielt sie einige seltsame und unerwartete Ideen über Kunst. nach dem »ic arbeiteten. weil sich in ihr Hinweise auf ein System fanden. der das erste Kapitel darstellen sollte. daß es mich sehr interessiert habe zuzuhören. sondern in einem der Orte. Seine Bewegungen gefielen mir: sie waren sehr sicher und von tigerartiger Geschmeidigkeit. wiege und wieder zurückstelle. auf einem Sofa. mit mir zu argumentieren. selbst sagte nichts. hörte die ganze Zeit aufmerksam zu. wie hat Ihnen die Geschichte gefallen?" fragte G. Meiner Ansicht nach aber habe sie den Fehler. um was es sich eigentlich dabei handle. war damit beendet. Ich antwortete ihm. sie sagten. Die Geschichte schildere. gebe aber keine Aufklärung über diese Lehre selbst Die Anwesenden begannen darauf. Er saß. nach einer kurzen Pause. daß ich ihn lieber nicht hier in Moskau. seine Ideen in einer literarischen Form darzulegen. daß ich das Wesentliche gar nicht verstanden habe. trank schwarzen Kaffee aus einem Glas. daß der Autor der Geschichte eine ßktive Person war und daß zwei bei der Verlesung anwesende Schüler G. Sogar in seinem Schweigen war etwas. Ich konnte es aber noch nicht nennen oder formulieren. Die Geschichte hieß „Blick in die Wahrheit" und war sichtlich von einem Mann ohne jegliche literarische Erfahrung geschrieben. Trichinopolis oder Madura. „Nun. rauchte und blickte manchmal zu mir herüber. Die Lesung des Abschnittes. 12 . die mich sehr stark berührten. ein Bein untergeschlagen.

Außerdem waren die Schüler nicht im entferntesten mit dem Lehrer zu vergleichen. wir zählen den Lesestoff nach Zeilen. Und auf jeden Fall werden sie die ganze Geschichte verlangen. Sie alle gehörten zu jener besonderen Moskauer Schicht einer etwas armen „Intelligenz". das bedeutet also zehn Wochen — und das Ganze ist das Gespräch einer Nacht! Wenn es überhaupt veröffentlicht werden kann. Das übliche Feuilleton hat etwa dreihundert Zeilen. ihnen auf der Suche nach dem Wunderbaren zu begegnen.fragte und was denn seine wesentlichen Punkte seien. Es ist der Beginn einer ganzen Erzählung und viel zu lang für eine Zeitung. dann nur in einer Monatsschrift. ehe sie sich überhaupt dazu äußern. antworteten sie sehr unbestimmt. ich fühlte etwas Künstliches und Absichtliches in ihrem Benehmen. „Dies ist kein Artikel. Sehen Sie. „Könnte dieser Artikel in einer Zeitung veröffentlicht werden? Wir dachten daran. selbst war mir sofort als ganz ungewöhnlich vorgekom- 13 . und da kenne ich keine hierfür geeignete. nach kurzer Pause. Sie sprachen von „Arbeit an sich selbst". die ich zur Genüge kannte und von der niemals etwas Interessantes zu erwarten war." G." „Das ist vollständig ausgeschlossen". als ob sie eine gelernte Rolle spielten. Im ganzen verlief meine Unterhaltung mit G. die Öffentlichkeit auf diese Weise über unsere Arbeit zu informieren. ich meine etwas mit einem Anfang und einem Ende. und damit war dieses Gespräch beendet G. Die Geschichten. die ich von M. Sie wissen. sagte nichts.'s Schülern nicht sehr befriedigend. erklärten sie nicht. aber worin diese Arbeit bestehe. Die Verlesung beanspruchte zwei Stunden — das bedeutet ungefähr dreitausend Zeilen. antwortete ich. „Eine Sache wollte ich Sie fragen". Gleichzeitig schienen sie mir aber alle anständige und nette Menschen zu sein. stammten sichtlich nicht von ihnen und bezogen sich auch nicht auf sie. In Moskau wird ein Feuilleton in Fortsetzungen niemals öfter als einmal in der Woche gedruckt. sagte G. Es war sogar seltsam. gehört hatte. was wir in der Zeitung ein Feuilleton nennen. Dieser Teil Ihrer Geschichte würde also etwa zehn Feuilletons benötigen.

Mir war sehr seltsam zumute — eine lange Vorlesung. dazu G. Als ich ihn verließ. Er antwortete. weder dort noch später. mit seinem ungewöhnlichen Benehmen und seinem Einfluß auf seine Leute. ebenso die folgenden Tage. eine sehr feine analytische Fähigkeit und ein System. und schweigend kamen wir zur Tram und fuhren mit ihr in der Richtung zur Stadtmitte Moskaus. überkam mich der Gedanke. als ob ich gerade der Schule oder einem merkwürdigen Zwangsaufenthalt entkommen wäre. getroffen hatte. So versuchte ich mich zu beherrschen. Ich stellte mir vor. Am nächsten Tag war ich im gleichen Cafe. und im Verlauf dieses Abends wurde dieser Eindruck noch verstärkt. daß ich sofort. wo ich G. Wir verabschiedeten uns wortlos und trennten uns. Denn wenn ich das nicht täte. denen ich in Indien begegnet war und die mir niemand zu erklären vermocht hatte. In seinen Erläuterungen empfand ich die Sicherheit des Fachmannes. zu schreien und zu singen hervor. den ich die ganze Zeit gespürt hatte. von der ich sehr wenig verstanden hatte. Ich fragte ihn. das ich noch nicht begreifen konnte. ob ich ihn nicht noch einmal vor meiner Abreise nach Petersburg sehen könne. sie sind ja alle Freunde". eine neue Begegnung mit ihm ausmachen müsse. Unter anderem erklärte er mir auch einige Phänomene.men. was ich suchte. Während der Woche meines Moskauer Aufenthaltes sah ich G. wie ich allen meinen Freunden davon berichten würde. einige Witze über G. Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir in Ochotny Nad. denn „er wird sie sofort anrufen. All das brachte in mir eine unerwartete Neigung zu lachen. er werde sich am nächsten Tag zur gleichen Zeit im selben Cafe aufhalten. dessen Vorhandensein 14 . würde ich allen Kontakt mit ihm verlieren. daß er vieles von dem wisse. ohne abzuwarten. Ich wollte meine Eindrücke dem jungen Manne mitteilen. jeden Tag. nahe bei meiner Wohnung. Glücklicherweise hielt ich mich rechtzeitig zurück. Mir wurde bald klar. die auf meine Fragen keine Antwort gaben. Ich verließ den Ort zusammen mit einem der jungen Männer. machen und über die langatmige und anspruchsvolle Erzählung. an. Menschen.

Ich sagte ihm. die Arbeit verlange. würde er besser die Arbeit gar nicht erst anfangen. Außerdem habe ihm die Erfahrung gezeigt. „Die Arbeit jedes einzelnen kann Ausgaben verlangen. sondern auch an viele andere Dinge. wie er sich ausdrückte. ohne daß seine gewöhnliche Beschäftigung im Leben dadurch beeinträchtigt werde. Durch unsere Forderung finden wir heraus. Ein. aber es gelang mir nicht. wo er genau gewesen war. Wenn einer sein Leben so schlecht organisiert hat. daß Leute.oder zweimal erwähnte er seine Reisen im Osten. G. mit uns zu arbeiten oder nicht. für Reisen und ähnliches. „Diese Idee hat viele Seiten". meiner Ansicht nach seien tausend Rubel für viele Menschen. dies genau in Erfahrung zu bringen. Seine Arbeit sei kein Wohltätigkeitsunternehmen und könne es auch nicht sein. Ich traf G. Ich hätte gerne gewußt. um sie den 15 . eine zu große Summe. Über sich selbst sprach G.ich aber schon fühlte. Jedes Mitglied dieser Gruppe zahle tausend Rubel im Jahr und könne mit ihm arbeiten. Nehmen wir zum Beispiel einmal an. die nicht über private Mittel verfügten.'s Gruppe nicht mehr wieder. fort. daß eine Ausgabe von tausend Rubel ihn in Verlegenheit bringt. Wegen der Besonderheit seiner Arbeit könne er nämlich nur wenig Schüler haben. Seine Moskauer Arbeit erklärte G. damit: er arbeite mit zwei voneinander getrennten Gruppen. wo sie sich zu treffen gedächten. es sei keine andere Abmachung möglich. „Ferner". um Experimente und dergleichen auszuführen. ob er fähig ist. „habe ich viel zu wenig Zeit. Dazu braucht er Mittel. die ich beobachtet oder vermutet hatte. sagte G. die verschiedene Arbeiten „entsprechend ihrer Vorbereitung und ihren Fähigkeiten". seine Schüler müßten selbst die notwendigen Mittel für die Miete der Wohnungen aufbringen. ausführten. daß er nach Kairo oder einem anderen Ort gehe. fuhr G. Gleichzeitig wolle und dürfe er nicht — er betonte letzteres — sein eigenes Geld auf die Organisation der Arbeit verwenden. nur wenig.'s Erklärungen mich nicht nur an die diskutierten Tatsachen denken ließen. weil G. sich auch in der Arbeit schwach zeigten. erwiderte. die im Leben schwach seien.

anderen zu opfern, bei denen ich nicht einmal sicher bin, ob sie ihnen nützen wird. Ich schätze meine Zeit sehr hoch ein, denn ich brauche sie für meine eigene Arbeit und kann und will sie nicht unproduktiv verbringen. Außerdem hat diese Angelegenheit noch eine andere Seite", sagte G. „Die Menschen schätzen nichts, für das sie nicht zahlen müssen." Ich hörte mit gemischten Gefühlen zu. Einerseits gefiel mir alles, was G. sagte. Das Fehlen jeglicher Sentimentalität und jeglichen konventionellen Geredes über Altruismus, von Ausdrücken wie „für das Wohl der Menschheit arbeiten" und dergleichen zog mich an. Auf der anderen Seite war ich überrascht, daß G. mich bezüglich der Geldfrage von etwas überzeugen wollte, wo gar keine Überzeugung nötig war! Wenn ich mit etwas nicht einverstanden war, dann nur damit: Ich glaubte nicht, daß G. auf diese Weise genug Geld erlangen werde. Keiner von seinen Schülern, die ich kennengelernt hatte, schien mir fähig, tausend Rubel im Jahr zu zahlen. Wenn er wirklich im Osten sichtbare und faßbare Spuren verborgenen Wissens gefunden hatte und seine Untersuchungen in dieser Richtung fortsetzte, dann war klar, daß er für diese Arbeit große Geldmittel benötigte, genau wie jedes wissenschaftliche Unternehmen, etwa eine Expedition in unbekannte Weltteile, die Ausgrabung einer alten Stadt oder eine Forschungsarbeit mit zahlreichen exakten physikalischen oder chemischen Experimenten. Es war ganz überflüssig, mich hiervon überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, schon begann in mir ein Plan Gestalt zu gewinnen. Wenn G. mir genaue Kenntnis seiner Arbeit ermöglichen würde, dann wäre es wahrscheinlich leicht für mich, die notwendigen Mittel zu erhalten, um die Arbeit auf festere Grundlagen zu stellen und ihr auch besser vorbereitete Menschen zuzuführen. Aber ich hatte natürlich nur eine sehr vage Vorstellung von dem, was diese Arbeit eigentlich sei. Ohne es direkt auszusprechen, gab G. mir zu verstehen, daß er mich als Schüler annehmen werde, sofern ich den Wunsch dazu äußerte. Ich sagte ihm, das Haupthindernis hierfür sei, daß ich nicht weiter in Moskau bleiben könne, da ich bereits in Petersburg

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einen Kontrakt mit einem Verleger abgeschlossen habe und mehrere Bücher zur Veröffentlichung vorbereite. G. erwiderte, er werde manchmal nach Petersburg kommen und versprach dies für die nahe Zukunft. Er werde mich seine Ankunft wissen lassen. „Aber wenn ich Ihrer Gruppe beitrete", sagte ich zu G., „würde ich vor einem schwierigen Problem stehen. Ich weiß nicht, ob Sie Ihren Schülern das Versprechen abverlangen, alles, was sie bei Ihnen lernen, geheimzuhalten: ein solches Versprechen könnte ich niemals geben. Zweimal hatte ich in meinem bisherigen Leben die Möglichkeit, Gruppen beizutreten, die mit einer, wenigstens der Beschreibung nach, der Ihren ähnlichen Arbeit beschäftigt waren und mich damals sehr ansprachen. Aber in beiden Fällen wäre die Bedingung die Zustimmung oder das Versprechen gewesen, alles, was ich auch lernen möge, geheimzuhalten. Und in beiden Fällen weigerte ich mich, denn vor allem anderen bin ich ein Schriftsteller und wünsche mir die freie Entscheidung darüber vorzubehalten, was ich schreibe und was nicht. Wenn ich versprechen würde, mir Mitgeteiltes geheimzuhalten, würde es nachher sehr schwierig für mich sein, das Gesagte von dem zu trennen, was mir in Verbindung mit diesem Problem oder auch ohne jegliche Beziehung dazu in den Sinn kommen würde. Zum Beispiel weiß ich bis jetzt sehr wenig von Ihren Ideen, aber mir ist klar, daß wir im Verlauf unserer Unterhaltung sehr bald zu den Fragen von Raum und Zeit, höheren Dimensionen und dergleichen kommen werden. Das sind aber nun alles Fragen, an deren Klärung ich schon seit vielen Jahren arbeite. Ich zweifle nicht, daß sie auch in Ihrem System eine große Bedeutung haben." G. nickte. „Sehen Sie, wenn wir nun unser Gespräch unter einer Schweigepflicht fortsetzten, dann wüßte ich nach der ersten Unterhaltung nicht mehr, was ich nun schreiben kann und was nicht." „Was denken Sie denn darüber?" fragte G. „Man soll nie zuviel reden. Es gibt Dinge, die nur für Schüler gesagt werden." „Ich könnte eine solche Bedingung nur vorübergehend annehmen", sagte ich. „Natürlich wäre es lächerlich, wenn ich sofort alles niederschreiben würde, was ich von Ihnen lerne. Aber wenn Sie nicht

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prinzipiell Ihre Ideen geheimhalten wollen, sondern nur Sorge tragen, daß sie nicht verstümmelt weitergegeben werden, dann wäre ich bereit, eine solche Bedingung anzunehmen und zu warten, bis ich Ihre Lehre besser verstanden habe. Ich traf einmal eine Gruppe, die sich mit verschiedenen sehr großzügigen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigte. Ihre Mitglieder machten kein Hehl aus ihrer Arbeit. Nur verlangten sie, niemand dürfe von einem Experiment reden oder es beschreiben, bevor er es selbst ausführen könne. Bevor er also dieses Experiment selbst wiederholen konnte, hatte er zu schweigen." „Ich wüßte selbst keine bessere Formulierung", sagte G. „Wenn Sie es so halten, wird diese Frage nie zwischen uns auftreten." „Sind irgendwelche Bedingungen mit der Teilnahme an Ihrer Gruppe verknüpft?" fragte ich, „und ist jeder Beitretende an Sie und Ihre Gruppe gebunden? In anderen Worten: Kann einer Ihre Arbeit nach seinem Belieben abbrechen oder nimmt er feste Verpflichtungen auf sich? Und was unternehmen Sie, wenn er diese nicht erfüllt?" „Es gibt keinerlei Bedingungen", antwortete G., „und kann auch keine geben. Unserer Überzeugung nach kennt ein Mensch sich nicht selbst, er ist nicht (er betonte diese Worte), das heißt, er ist nicht das, was er sein könnte und sein sollte. Aus diesem Grunde kann er auch keine Verträge abschließen oder Verpflichtungen eingehen. Er kann für seine eigene Zukunft gar keine Entscheidung treffen. Heute ist er eine Person, morgen wieder eine ganz andere. Er ist in keiner Weise an uns gebunden, und wenn er will, kann er jederzeit die Arbeit abbrechen und uns verlassen. Es gibt überhaupt keine Verpflichtungen, weder unsererseits, noch auf seiner Seite. „Wenn er will, kann er lernen. Er wird lange Zeit lernen und viel an sich selbst arbeiten müssen. Wenn er genug gelernt hat, ändert sich die Lage. Dann wird er selber sehen, ob ihm unsere Arbeit liegt oder nicht. Wenn er dann will, kann er mit uns arbeiten, wenn nicht, kann er uns verlassen. Bis zu diesem Augenblick ist er frei. Wenn er weiter bleibt, wird er dann fähig sein,

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Entscheidungen zu treffen oder Pläne für die Zukunft zu machen. „Nehmen wir zum Beispiel folgendes an. Es kann der Fall eintreten — natürlich nicht zu Beginn, sondern später — daß ein Mensch über etwas Gelerntes schweigen muß, und sei es auch nur für eine gewisse Zeit. Aber wie kann jemand, der sich selbst nicht kennt, ein Geheimnis zu wahren versprechen? Versprechen kann er es natürlich schon, aber wird er fähig sein, sein Versprechen auch zu halten? Denn er ist nicht ein einziger, viele verschiedene Personen leben in ihm. Eine davon verspricht und will auch ihr Versprechen halten. Aber morgen wird eine andere in ihm es seiner Frau erzählen oder einem Freund über einem Glas Wein, oder ein kluger Mann fragt ihn auf eine Weise aus, daß er gar nicht merkt, wie er alles preisgibt. Schließlich kann er auch noch hypnotisiert oder plötzlich angeschrien und erschreckt werden und dann wird er alles tun, was man von ihm will. Was für Verpflichtungen kann so ein Mensch auf sich nehmen? Nein, mit einem solchen Menschen können wir nicht ernst reden. Um ein Geheimnis hüten zu können, muß ein Mensch sich selbst kennen und muß er sein. Und der Mensch — so wie er ist — ist weit davon entfernt. „Manchmal stellen wir als Prüfung den Menschen zeitlich begrenzte Bedingungen. Gewöhnlich werden diese sehr bald gebrochen, aber niemals geben wir jemandem, in den wir kein Vertrauen haben, ein wichtiges Geheimnis weiter, so daß dies uns nichts ausmacht. Ich meine, es schadet nichts, wenn auch natürlich dadurch unsere Verbindung zu jenem Menschen gelöst wird und er damit jede Möglichkeit verliert, von uns etwas zu lernen, soweit es überhaupt etwas zu lernen gibt. Auch mag dies all seine persönlichen Freunde — ganz unerwartet für sie — beeinflussen." Ich entsinne mich, daß ich G. in einem Gespräch während der ersten Woche unserer Bekanntschaft von meiner Absicht erzählte, wieder nach dem Osten zu fahren» „Lohnt es sich, daran zu denken, und kann ich dort das finden, was ich suche?" fragte ich G. „Es ist sehr gut zur Erholung, für die Ferien dorthin zu gehen",

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antwortete G., „aber der Weg lohnt sich nicht für das, was Sie suchen. All das kann hier gefunden werden." Ich verstand, daß er die Arbeit mit ihm meinte. „Aber haben Schulen, die sich an Ort und Stelle inmitten alter Traditionen befinden, nicht gewisse Vorteile?" fragte ich. Als Antwort auf diese Frage sagte G. Verschiedenes, was ich erst später verstand. „Selbst wenn Sie dort Schulen finden würden, wären es doch nur .philosophische' Schulen", sagte er. „In Indien gibt es nur .philosophische' Schulen. Das ist schon seit langer Zeit so verteilt: in Indien .Philosophie', in Ägypten .Theorie' und im heutigen Persien, Mesopotamien und Turkestan .Praxis'." „Und ist es auch heute noch so geblieben?" fragte ich. „Zum Teil sogar jetzt noch", sagte er. „Aber Sie verstehen nicht genau, was ich mit .Philosophie', ,Theorie' und Praxis' meine. Diese Worte müssen in anderer Bedeutung als gewöhnlich verstanden werden. „Aber wenn wir von Schulen reden, so gibt es nur Spezialschulen, keine allgemeinen. Jeder Lehrer oder Guru ist Spezialist auf einem Gebiet. Der eine ist Astronom, ein anderer Bildhauer, wieder ein anderer Musiker. Und alle seine Schüler müssen als erstes den Wissenszweig studieren, in dem ihr Lehrer Spezialist ist, danach dann einen weiteren und so fort. Sie würden tausend Jahre brauchen, um alles zu studieren." „Aber wie haben Sie studiert?" „Ich war nicht allein. Es gab alle möglichen Fachleute unter uns. Jeder studierte sein Spezialgebiet, und dann versammelten wir uns und taten alles zusammen, was wir gefunden hatten." „Und wo sind Ihre Kameraden jetzt?" G. schwieg eine Weile, dann sagte er langsam, in die Feme schauend: „Einige sind gestorben, einige arbeiten und einige sind in die Abgeschiedenheit gegangen." Dieses Wort aus der Mönchssprache kam völlig unerwartet und versetzte mich in eine merkwürdige und unangenehme Stimmung. Gleichzeitig spürte ich ein gewisses absichtliches „Schauspielern"

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bei G., als ob er versuchte, mir von Zeit zu Zeit ein Wort hinzuwerfen, das mich .interessieren und in eine bestimmte Gedankenrichtung lenken würde. Als ich versuchte, noch bestimmter zu fragen, wo er sein Wissen erworben habe und wie weit es reiche, gab er mir keine direkte Antwort. „Wissen Sie", sagte G. einmal, „als Sie nach Indien fuhren, schrieben die Zeitungen über Ihre Reise und Ihre Ziele. Ich gab meinen Schülern die Aufgabe, Ihre Bücher zu lesen und dadurch zu bestimmen, was Sie seien, und daraus zu folgern, was Sie finden könnten. So wußten wir, was Sie finden würden, während Sie noch auf dem Weg dorthin waren." Damit fand dieses Gespräch ein Ende. Ich erkundigte mich einmal bei G. nach dem Ballett, das seinerzeit in der Zeitung erwähnt worden war und auf das auch die Erzählung „Blick in die Wahrheit" Bezug nahm; ob dieses Ballett wohl ein „Mysterienspiel" sei. „Mein Ballett ist kein .Mysterium'", sagte G. „Ich hatte die Absicht, ein interessantes und schönes Schauspiel zu schaffen. Natürlich ist unter der äußeren Form eine gewisse Bedeutung verborgen, aber es war nicht mein Ziel, diese Bedeutung herauszustellen und zu betonen. Einen wichtigen Platz nehmen gewisse Tänze ein. Ich will Ihnen dies kurz erklären. Nehmen wir einmal an, daß zum Zwecke des Studiums der Bewegung himmlischer Körper, zum Beispiel der Planeten des Sonnensystems, ein besonderer Mechanismus konstruiert würde, um die Bewegungsgesetze zu veranschaulichen und dem Gedächtnis einzuprägen. In diesem Mechanismus befindet sich jeder Planet, der durch eine Sphäre entsprechender Größe dargestellt wird, in einer gewissen Entfernung von der Zentralsphäre, welche die Sonne bedeutet. Der Mechanismus wird in Betrieb gesetzt, und alle Sphären beginnen sich auf den vorgeschriebenen Bahnen zu drehen und fortzubewegen. Dadurch stellen sie sichtbar die Gesetze dar, nach denen sich die Planetenbewegungen vollziehen. Dieser Mechanismus veranschau-

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licht alles, was überhaupt über das Sonnensystem bekannt ist. Ähnlich verhält es sich mit manchen Tanzrhythmen. In den genau festgelegten Bewegungen und Kombinationen der Tänzer werden bestimmte Gesetze veranschaulicht, die von denen, die sie kennen, verstanden werden. Solche Tänze nennt man »heilige Tänze'. Im Verlauf meiner Reise im Osten habe ich oft solchen Tänzen beigewohnt, die bei Gottesdiensten in zahllosen alten Tempeln abgehalten wurden. Einige dieser Tänze werden im ,Kampf der Magier' vorgeführt. Außerdem liegen dem .Kampf der Magier' drei Ideen zugrunde. Wenn ich aber dieses Ballett auf einer gewöhnlichen Bühne zeige, wird das Publikum niemals diese zugrundeliegenden Ideen verstehen." Aus seinen weiteren Ausführungen entnahm ich, daß es sich hierbei nicht um ein Ballett im üblichen Sinne, sondern um eine Reihe dramatischer und mimischer Szenen handle, die durch eine gemeinsame Handlung, begleitet von Musik und unterbrochen durch Tänze und Gesänge, zusammengehalten werden. Die geeignetste Bezeichnung wäre wohl „Revue" gewesen, aber eine Revue ohne jeden komischen Einschlag. Dieses „Ballett" oder diese „Revue" sollte heißen „Der Kampf der Magier". Die wichtigsten Szenen stellten die Schulen eines „weißen" und eines „schwarzen Magiers" dar mit Übungen der Schüler beider Schulen und einem Kampf zwischen den beiden Schulen. Die Handlung sollte auf dem Hintergrund des Lebens einer östlichen Stadt spielen und war mit heiligen Tänzen, Derwisch- und zahllosen nationalen östlichen Tänzen durchwoben und mit einer Liebesgeschichte, die wiederum allegorische Bedeutung hatte. Besonders fesselte mich die Tatsache, daß, wie G. erklärte, die gleichen Tänzer in der „Weißmagier"-Szene und der „Schwarzmagier"-Szene spielen und tanzen müßten und daß sie selbst und ihre Bewegungen im ersten Falle anziehend und schön und im zweiten häßlich und abstoßend sein müßten. „Sie verstehen, daß auf diese Weise die Teilnehmer alle Seiten von sich selbst sehen und kennen lernen. Infolgedessen ist das Ballett von ungeheurer Bedeutung zum Selbst-Studium", sagte G.

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Ich verstand dies damals nur sehr wenig, aber eine gewisse Diskrepanz befremdete mich. „In der Zeitungsnotiz stand, daß Ihr .Ballett' in Moskau aufgeführt würde und gewisse bekannte Tänzer daran teilnähmen. Wie reimt sich das mit der Idee von Selbststudium zusammen? Diese werden bestimmt nicht spielen und tanzen, um sich selber zu erkennen." „All das ist noch keineswegs entschieden", sagte G. „Der Schreiber der Notiz war nicht gut informiert. All das kann sehr anders werden. Andererseits müssen die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob es ihnen gefällt oder nicht." „Und wer schreibt die Musik?" fragte ich. „Auch das ist noch nicht entschieden", antwortete G. Er sagte nichts weiter mehr zu diesem Thema, und ich kam erst fünf Jahre später wieder mit dem „Ballett" in Berührung. Einmal sprach ich mit G. in Moskau. Ich erzählte von London, wo ich kurz vorher geweilt hatte, über die erschreckende Mechanisierung, die sich in den großen europäischen Städten entwickelte und ohne die es wahrscheinlich unmöglich wäre, in diesen gev/altigen wirbelnden „mechanischen Spielzeugen" zu leben. „Menschen verwandeln sich in Maschinen", sagte ich. „Und zweifellos werden sie manchmal vollkommene Maschinen. Aber ich glaube nicht, daß sie noch denken können. Denn wenn sie dies versuchten, wären sie keine so zuverlässigen Maschinen mehr." „Ja", sagte G., „das ist wahr, aber auch nur teilweise. Es hängt vor allem davon ab, welche Funktion sie für ihre Arbeit in Anspruch nehmen. Wenn sie die richtige benützen, werden sie sogar fähig werden, noch besser in der Mitte aller maschinellen Arbeit zu denken. Aber ich wiederhole, nur wenn sie mit der richtigen Funktion denken." Ich begriff nicht, was G. mit „richtiger Funktion" meinte; dies wurde mir erst sehr viel später klar. „Und zweitens", fuhr er fort, „ist die Mechanisierung, von der Sie sprechen, überhaupt nicht gefährlich. Ein Mensch kann ein Mensch

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(er betonte dieses Wort) bleiben, auch wenn er mit Maschinen arbeitet. Es gibt eine andere Art von Vermechanisierung, die viel gefährlicher ist: selbst eine Maschine zu sein. Haben Sie sich je die Tatsache durch den Kopf gehen lassen, daß alle Menschen selbst Maschinen sind?" „Ja", antwortete ich, „vom streng wissenschaftlichen Standpunkt stellen sich alle Menschen als von äußeren Einflüssen gelenkte Maschinen dar. Aber die Frage lautet: Können wir denn den wissenschaftlichen Standpunkt ganz annehmen?" „Wissenschaftlich oder nicht wissenschaftlich ist alles dasselbe für mich", sagte G. „Ich möchte, daß Sie das verstehen, was ich sage. Schauen Sie, alle diese Menschen, die Sie sehen" — er deutete auf die Straße —, „sind einfach Maschinen — nichts weiter." „Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen", sagte ich, „und ich habe mir oft überlegt, wie wenig es in der Welt gibt, was sich gegen diese Form der Mechanisierung behaupten kann und seinen eigenen Weg zu wählen vermag." „Hier machen Sie Ihren größten Fehler", sagte G. „Sie denken, es gebe etwas, was fähig sei, den eigenen Weg zu wählen, etwas, was gegen die Mechaniserung aufkommen könne. Sie glauben also, daß nicht alles gleichermaßen mechanisch ist." „Aber natürlich nicht", rief ich aus, „Kunst, Poesie, Gedanken sind Phänomene eines ganz anderen Bereichs." „Genau des gleichen Bereichs", sagte G. „Diese Tätigkeiten sind genau so mechanisch wie alle anderen. Menschen sind Maschinen und von Maschinen können nur mechanische Handlungen erwartet werden." „Nun gut", sprach ich. „Aber gibt es nicht Menschen, die keine Maschinen sind?" „Möglicherweise", antwortete G., „nur nicht die Menschen, die Sie sehen. Sie kennen keine. Ich möchte, daß Sie das verstehen." Ich fand es seltsam, daß er derartig auf diesem Punkt bestand. Was er sagte, schien mir offensichtlich und unbestreitbar richtig. Gleichzeitig habe ich nie solche kurzen und allumfassenden Metaphern leiden mögen. Diese vergessen immer die Unterschiede.

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Ich hingegen hatte mich immer dazu bekannt, daß die Unterschiede das wichtigste seien und daß man, um Dinge zu verstehen, als erstes die Punkte aufßnden müsse, in denen sie nicht übereinstimmen. So fand ich es merkwürdig, daß G. auf einer Idee bestand, die mir offensichtlich erschien, wenn sie nicht zu sehr verallgemeinert wird und Ausnahmen zugelassen werden. „Menschen ähneln sich so wenig", sagte ich. „Ich glaube nicht, daß man sie alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt Wilde, es gibt mechanisierte Menschen, aber auch Intellektuelle, sogar Genies." „Ganz richtig", sagte G. „Menschen ähneln sich sehr wenig, aber die wirklichen Unterschiede können Sie weder bemerken noch erkennen. Der Unterschied, von dem Sie reden, besteht nicht; das muß ganz klar werden. Alle Menschen, die Sie sehen und kennen, und alle Menschen, die Sie kennenlernen können, sind Maschinen, tatsächlich Maschinen, die, wie Sie selbst sagten, nur von äußeren Einflüssen gelenkt werden. Als Maschinen werden sie geboren und als Maschinen sterben sie. Was haben Intellektuelle und Wilde damit zu tun? Selbst jetzt, in diesem Augenblick, wo wir uns unterhalten, bemühen sich einige Millionen Maschinen, sich gegenseitig zu vernichten. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Wo sind die Wilden und wo die Intellektuellen? Sie sind alle gleich ... „Aber es gibt eine Möglichkeit, aufzuhören eine Maschine zu sein. Daran müssen wir denken, nicht an die verschiedenen Maschinensorten, die es gibt. Natürlich gibt es verschiedene Maschinen; ein Auto ist eine Maschine, ein Grammophon ist eine Maschine und ebenso ein Gewehr. Aber was macht das? Es ist das gleiche, sie alle sind Maschinen." In Verbindung mit diesem Gespräch entsinne ich mich eines anderen. „Was ist Ihre Meinung über die moderne Psychologie?" fragte ich einmal G. mit der Absicht, das Gespräch auf die Psychoanalyse zu bringen, der ich schon bei ihrem ersten Erscheinen mißtraut hatte. Aber G. ließ mich gar nicht erst so weit kommen.

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„Bevor wir von Psychologie reden, muß klar sein, auf wen sie sich bezieht und auf wen nicht", sagte er. „Die Psychologie handelt vom Menschen, von menschlichen Wesen. Was für eine Psychologie (er betonte das Wort) kann es in bezug auf Maschinen geben? Zu deren Studium ist Mechanik vonnöten, nicht Psychologie. Darum beginnen wir mit der Mechanik. Es ist noch ein sehr langer Weg bis zur Psychologie." „Kann man aufhören, eine Maschine zu sein?" fragte ich. „Ah, das ist die Frage", sagte G., „wenn Sie mir öfters solche Fragen gestellt hätten, dann wären wir in unserem Gespräch vielleicht schon zu gewissen Ergebnissen gelangt. Es ist möglich aufzuhören, eine Maschine zu sein, aber dazu ist es erst einmal notwendig, die Maschine zu kennen. Eine Maschine, eine richtige Maschine, kennt sich nicht und kann sich nicht kennen. Wenn eine Maschine sich kennt, hat sie schon aufgehört, eine solche zu sein, jedenfalls so eine wie sie war. Sie beginnt dann schon für ihre Handlungen verantwortlich zu sein." „Das heißt also nach Ihnen, daß ein Mensch nicht für seine Handlungen verantwortlich ist?" fragte ich. „Ein Mensch (er betonte dieses Wort) ist verantwortlich. Eine Maschine ist nicht verantwortlich." Im Verlauf einer unserer Unterhaltungen fragte ich G.: „Was ist Ihrer Ansicht nach die beste Vorbereitung, um Ihre Methode kennenzulernen? Ist es zum Beispiel nützlich, die sogenannte okkulte und mystische Literatur zu studieren?" Bei meinen Worten dachte ich besonders an den „Tarot" und die Literatur darüber. „Ja", sagte G. „Sehr viel kann durch Lesen gefunden werden. Nehmen Sie zum Beispiel sich selbst: Sie würden schon eine ganze Menge wissen, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie man lesen muß. Ich meine, wenn Sie all das, was Sie in Ihrem Leben gelesen haben, wirklich verstanden hätten, wüßten Sie bereits das, nach dem Sie suchen. Wenn Sie zum Beispiel alles verstanden hätten, was in Ihrem eigenen Buche steht, wie heißt es doch?" — er machte etwas

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was Sie lesen. abgesehen von ihrer gewöhnlichen Bedeutung. Seine Worte enthielten. oberflächlich. und einige davon muß er los werden. Wenn ein Mensch gut Kaffee kochen oder gut Schuhe anfertigen kann. Leider kann niemand irgend etwas wirklich gut. wenn Sie verstehen. „Wir werden doch durch die Form unserer Wahrnehmungen bedingt. Ihr tieferer Sinn blieb noch lange verborgen. Er hat Tausende falscner Vorstellungen und Anschauungen. Aber natürlich kann kein Bach eine wirkliche Vorbereitung geben. dann ist es bereits möglich. Ich fragte G.. Was ein Mensch wirklich gut kann (er betonte das Wort . daß man mit der üblichen einfachen Bedeutung beginnen müsse.gut'). Zu allererst muß er gewisse Dinge verstehen. Man kennt und kann alles nur irgendwie.ganz Unmögliches aus dem Wort „Tertium Organum" — „dann würde ich mich vor Ihnen verbeugen und Sie bitten. irgend etwas zu tun." Hier war wieder eine dieser unerwarteten Wendungen. „Was er tun müsse?" fragte G. Sie haben nicht einmal eine Ahnung. um die verborgene Bedeutung von G. was das bloße Wort verstehen bedeutet. seinen Erklärungen zu geben pflegte. was besser sei. wie erstaunt. vor allem über sich selbst. Nun ist aber Verstehen das Wesentliche und Lesen ist nur dann nützlich. Ich hatte bereits eingeschen. das ist seine Vorbereitung. Aber Sie verstehen weder was Sie lesen noch was Sie schreiben. was einer tun müsse. um sich seine Lehre anzueignen." „Wie kann man sich von falschen Vorstellungen befreien?" fragte ich.'s Worten zu finden. die G. mich zu lehren. mit ihm zu reden." 27 27 . Seine Worte waren auch immer im üblichen Sinn bedeutungsvoll. zweifellos noch einen ganz anderen Sinn. „Es ist unmöglich. aber damit erschöpfte sich ihr Sinn noch keineswegs. Falsche Vorstellungen beruhen auf der Form unserer Wahrnehmungen. Noch ein anderes Gespräch ist mir im Gedächtnis geblieben. So ist es unmöglich zu sagen. Sonst wird das Neue auf einer falschen Grundlage aufgebaut und das Ergebnis wäre dann schlechter als was zuvor da war. ehe er irgend etwas Neues erwerben kann.

nicht wie er will. was sie denn tun sollen. „Wieder sprechen Sie von etwas ganz anderem". von seiner Wahrheit überzeugt zu werden. und ihre erste Frage ist immer. ihn zu verstehen. „Der Mensch ist eine Maschine. Und es geschieht auf die gleiche Weise. Überzeugungen. Und es geschieht in genau der gleichen Weise. wenn Sie ihm sagen. Alles geschieht — politische Bewegungen. In Wirklichkeit aber tut keiner etwas und kann keiner etwas tun. alle Wirkungen. Alles geschieht. Gedanken. Das ist das erste. Handlungen. tut. sondern wie es geschieht. Alles geschieht. schüttelte seinen Kopf.G. Meinungen und Gewohnheiten sind das Ergebnis äußerer Einflüsse. wie alles im persönlichen Leben des einzelnen geschieht. aber von diesen spreche ich nicht. Revolutionen. des Menschen Hauptirrtum ist seine Überzeugung. Der Mensch wird geboren. Alles. Aber wie ich schon sagte. Gefühle. alle wollen tun. Im Rahmen seines Wahrnehmungsvermögens kann ein Mensch sich mehr oder weniger irren. Alles geschieht. wie es nach einer Temperaturveränderung in der höheren Atmosphäre oder den benachbarten Wolken regnet. Aus sich heraus kann der Mensch weder eine einzelne Tat vollbringen noch einen einzigen Gedanken denken. Alle denken. die von ihm ausgehen — all das geschieht. Regierungswechsel — all dies geschieht. nichts erfinden. all das geschieht „Aber keiner wird Ihnen je glauben. schreibt Bücher. baut Häuser. was durch ihn getan wird. lebt. Kriege. sagte er. All seine Taten. Alles. „Diesen Sachverhalt sich klar zu veranschaulichen. „Sie sprechen von Irrtümern auf Grund von Wahrnehmungen. hassen. Worte. wie der Schnee durch die Sonne schmilzt und der Staub vom Winde aufgewirbelt wird. alles. was er sagt. daß er 28 28 . denkt. Der Mensch tut nicht lieben. was einem Menschen zustößt. was wir verstehen müssen. äußerer Eindrücke. er könne tun. wünschen. fühlt — all dies geschieht. Der Mensch kann nichts entdecken. sie könnten tun. stirbt. das heißt sich von tausend Illusionen über den Menschen befreien: daß er schöpferisch sei und bewußt sein eigenes Leben lenke und so fort. Nichts davon ist wahr.

Wenn wir unser Gespräch fortsetzen. alles hängt zusammen. werden Sie sehen. Das ist das Beleidigendste und Unangenehmste. Aber es ist eine Sache. rein gar nichts. „Versuchen Sie zu verstehen. nichts wird getan. als ob die anderen ständig das Falsche tun. seine eigene Theorie. Wenn eine einzige Angelegenheit anders sein könnte. muß man zuerst sein. Und dann hätte es vielleicht gar keinen Krieg gegeben. weil es die Wahrheit ist und niemand die Wahrheit hören will. was man tun könnte?" fragte ich. und eine andere Sache. Jeder glaubt. die es gibt. Und dazu muß man zuerst einsehen. Jeder denkt immer.gar nichts tun kann. in der üblichen 29 . Um zu tun. er könne es besser tun. was getan wird und vor allem was auf eine Art bereits ausgeführt worden ist. wie es ist. nichts so. Darum geschieht alles auf die einzig mögliche Weise. Man versteht nicht — und will auch gar nicht verstehen — daß. auf keine andere Art hätte getan werden können. „Überhaupt nichts. wirklich überzeugt zu sein. daß es so ist und es nie wieder zu vergessen. wie es getan werden sollte. Es lohnt sich nicht. In Wirklichkeit aber wird alles nach der einzigen Möglichkeit getan. was ich sage: alles wird durch alles bedingt. „Gibt es nichts. diese Sprache zu lernen. können wir leichter miteinander reden. wie sie sind." Das war sehr schwer zu verdauen. daß wir eine besondere Sprache verwenden und daß es notwendig ist. Es ist ganz besonders unangenehm und beleidigend. um mit uns zu sprechen. Wenn die Menschen anders wären. Es scheint immer allen Leuten. was sein bedeutet. könnte es anders gehen. bleibt alles. wie es getan werden sollte. es mit seinem ganzen Bestand zu empfinden. „Wenn Sie das verstehen." „Und kann niemand etwas tun?" „Das ist eine andere Frage. betonte das Wort) ist aber noch ein anderer Sachverhalt verknüpft. Haben Sie bemerkt. wäre gleich alles anders. nichts ist für sich. was man jemand sagen kann. Da sie so sind. etwas mit dem Denken zu verstehen. „Mit dieser Frage des Tuns (G. wie jeder über den Krieg redet? Jeder hat seinen eigenen Plan.

wenn die Menschen einander wirklich verstehen könnten? Aber sie können es nicht. wissen Sie. Sie werden später einsehen." Die Gespräche mit G. Sie sehen nicht ein. vieles für mich geändert hatten. es tun zu wollen und sich so zu entscheiden. Um sich zu verständigen. Man muß erst viel und lang lernen. Ich hatte ihm für die Mühe gedankt. und die unerwartete Wendung. die Wahrheit zu sagen. Denken Sie doch einmal nach — könnte es solche Zwietracht geben. weil wir uns in ihr gar nicht verständigen könnten. Und ich kann Ihnen versichern. und das zuallererst in einem selbst. Auch das mag Ihnen merkwürdig vorkommen. Darum versteht keiner weder sich noch irgendeinen anderen. die er sich um mich gegeben hatte. daß sie die Wahrheit sagen. was Wahrheit und was Lüge ist. 30 . fesselten mich von Tag zu Tag mehr. In der üblichen Sprache können sich die Menschen nicht miteinander verständigen. Auch das mag Ihnen im Augenblick fremd scheinen. das Wichtigste sind doch Tatsachen". „Weiter muß man lernen. Sie lügen die ganze Zeit sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. daß die Menschen verhältnismäßig wenig absichtlich lügen. Der Wunsch allein genügt nicht. In den meisten Fällen glauben sie. sowohl wenn sie lügen wollen als auch wenn sie die Wahrheit sagen wollen.Sprache zu reden. solche tiefen Mißverständnisse und solchen Haß gegen die Ansichten und Meinungen der anderen. daß man lernen muß. Und davon will niemand etwas wissen. die Wahrheit zu sagen. um fähig zu werden. ist das schwerste auf der Welt. muß man erst eine andere Sprache lernen. warum dies so ist. Die Wahrheit zu sprechen. die er jedem Gedankengang gab. wie ich schon einsah. „Aber trotzdem. Aber ich mußte nach Petersburg gehen. Aber dennoch ist es wahr. Und trotzdem lügen sie die ganze Zeit. Um die Wahrheit sagen zu können. die. und für seine Erklärungen. muß man erst erkennen. weil sie nicht umhin können zu lügen. die Wahrheit zu sagen. Ich entsinne mich noch meines letzten Gespräches mit ihm. Es scheint Ihnen genug zu sein.

daß ich auf dem rechten Wege bin. Wenn er sich nicht nach ihnen richten würde. sondern erst später. In seinem Verlauf sagte G.. hielt sein Wort. „Er ist ein schwacher Mensch"." Ich dachte wieder an „Wunder"." Später verstand ich. als ich wirklich „Tatsachen" begegnete. „Sie werden Tatsachen sehen". die innere Sklaverei. und von seinen Beziehungen zu verschiedenen Leuten. sagte G. Er sprach über einen Menschen. was für eine gewaltige Rolle es im Leben spielt und wieviel davon abhängt.sagte ich. Von unseren letzten Gesprächen in Moskau ist noch ein weiteres in meinem Gedächtnis haften geblieben. die allein würden mich zu überzeugen vermögen. weil er sich nach den anderen richtet. Ich entsinne mich noch eines anderen Gespräches über den Krieg. Aber vorerst ist noch vieles andere nötig. und ich sah ein. sagte G. Versuchen Sie darüber nachzudenken. daß ein Mensch sich nicht nach den anderen richten solle. würde alles anders sein." Ich verstand seine letzten Worte damals noch nicht. Wir saßen in Philipoffs Cafe in der Twerskaya. G. Und das nur. Es war brechend 31 . noch viel darüber zu sprechen. den ich bei ihm kennengelernt hatte. wieder verschiedenes." „Ganz im Gegenteil". und auch sie würden anders sein.sich nach jemand richten'?" fragte ich. innere Abhängigkeit schafft. denn G. Aber das war nicht eher als nach anderthalb Jahren. „Ich verspreche es Ihnen. sich nach jemand richten nannte. nannte sich nach jemand oder etwas richten jene Haltung. im August 1916. sagte G. was G. Später hatten wir Gelegenheit. „Wenn ich echte und wirkliche Tatsachen neuer und unbekannter Artung sehen könnte. „Was meinen Sie mit dem Wort . was mir erst später verständlich wurde. natürlich unbewußt. „Man nützt ihn aus. „es gibt nur eine Bedeutung." Es schien mir merkwürdig. Das Wort hat viele verschiedene Bedeutungen. „Gleichzeitig verstehe ich Sie und verstehe Sie auch nicht.

weil infolge des Lärms der interessanteste Teil seiner Ausführungen nicht bis an mein Ohr drang. Aber diesmal war das Ergebnis nicht besonders glänzend. gab ich nach. und wie immer mit ihm. gab ich das Hören auf und beobachtete einfach die Art. G. Ich hatte mich erst sogar geweigert. Nach einigen Versuchen. Haben Sie schon einmal bemerkt. oder irgend etwas Derartiges. daraus folgt Spannung. Die Unterredung begann mit meiner Frage: „Können Kriege verhindert werden?" Und G. antwortete: „Ja. sie glauben. „Um das zu verstehen. Sie verstehen nicht. wie Sie sich. Was ist denn Krieg überhaupt? Er ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. daß er erwidern würde: „Nein. oder daß sie einander für ein erhabenes Ziel abschlachten." Und dabei war ich nach früheren Gesprächen sicher gewesen. Irgendwo da oben haben sich zwei oder drei Planeten zu sehr einander genähert. daß sie sich umherbewegen können wie sie 32 . daß er manchmal absichtlich schwierige äußere Umstände für ein Gespräch suchte. oder daß sie jemanden oder etwas verteidigen müssen und daß dies eine edle Tat sei. muß man sehr viel wissen. daß sie eine Bedeutung haben. in welchem Ausmaß sie bloße Figuren in einem Spiel sind. seinen Ausführungen zu folgen. bestand aber darauf. sie können. Zuerst verstand ich. unangenehme und unbequeme Umgebung für eine Unterredung mit ihm in Kauf zu nehmen. fiebrige Atmosphäre geschaffen. was G. von denen mich nur einzelne Worte erreichten. wenn ein Mensch auf einem schmalen Steg an Ihnen vorbeigeht. Für diese dauert es vielleicht nur ein oder zwei Sekunden.voll und sehr lärmend. Ich hatte schon erkannt. Sie glauben. als ob sie einander haßten. aber dann begann ich den Faden zu verlieren. Dabei scheint es ihnen. sie können nicht!" „Aber die ganze Frage ist: wie?" sagte er. als ob er von mir eine Extraanstrengung verlange und die Bereitschaft. dort hinzugehen. ganz anspannen? Dieselbe Anspannung geschieht zwischen Planeten. aber hier auf der Erde beginnen die Menschen einander abzuschlachten und fahren damit vielleicht für mehrere Jahre fort. wie er redete. Der Krieg und die Kriegsgewinnler hatten eine unangenehme. sagte.

als ich die Unterredung zu rekonstruieren suchte. Aber in Wirklichkeit sind all ihre Bewegungen und Handlungen das Ergebnis planetarischer Einflüsse. dauerte es lange. waren seine Worte über den Unterschied der Zeit für die Planeten und für die Menschen. daß G. Aber über den Mond werden wir noch gesondert sprechen. Später baute ich sehr viel darauf auf. wird von außen her gelenkt. Und sie selbst bedeuten buchstäblich gar nichts. ob sie dies oder jenes tun. Alles. die Planeten und den Mond." Das war alles. und zwar entweder durch zufälliges Zusammentreffen von Einflüssen oder aber durch allgemeine kosmische Gesetze. was er die „ Wechselbeziehung von Kräften in verschiedenen Welten" nannte. Aber ich entsinne mich. die auf die Menschheit wirken. Die Idee war in großen Zügen folgende: die Menschheit. Und sogar als ich mich daran erinnerte. wird von zahlreichen 33 . daß weder Kaiser Wilhelm noch die Generäle. nur historische und psychologische Bedeutung. Aber diese Idee hat. so daß ich es gar nicht sogleich erfaßte und erst später bemerkte. bis ich die volle Bedeutung dieser Idee begriff. Etwa um die gleiche Zeit fesselte mich auch ein Gespräch über die Sonne. nämlich über die Einflüsse. Nur müssen wir verstehen. Dann spielt auch der Mond eine große Rolle in diesem Zusammenhang. auf welche Weise zufällige Einflüsse abgelenkt oder in verhältnismäßig harmlose verwandelt werden könnten. ein kleines Diagramm zeichnete und mir etwas zu erklären suchte. Es war wirklich eine interessante Vorstellung und deutete auf den esoterischen Sinn des „Opfers" hin. was ich hörte. Minister und Parlamente das geringste bedeuten oder ausrichten können.wollen. was in großem Ausmaß geschieht. wie das Gespräch begann. nämlich. was er mir eigentlich sagen wollte. jedenfalls zur jetzigen Zeit. Viel später verstand ich. Was wirklich wichtig war und er ganz beiläufig erwähnte. Dies war im Zusammenhang mit unserem vorigen Gespräch. oder richtiger das organische Leben auf der Erde. daß sie sich entscheiden können. Ich erinnere mich nicht mehr. sie glauben.

Einflüssen des Mondes. daß Sie eine Sache verstehen: es ist unmöglich. sich die Einflüsse auszuwählen: in anderen Worten. „Um zu erklären wie. sich von einem Einfluß zu befreien. Nach seinen Worten wäre der Mond kein „toter Planet". daß er Planeten und Mond als lebendige Wesen behandelte. wie er sich ausdrückte. und die Erde wird zur Sonne werden. sagte G. Auch die Sonne war einmal wie die Erde und die Erde wie der Mond. im nächsten Augenblick ein anderer. All diese Einflüsse wirken zugleich. von einem Einfluß auf einen anderen überzugehen. „darum werden wir hierüber ein anderes Mal sprechen.Ursachen und verschiedenen Welten gleichzeitig beeinflußt: von Einflüssen der Planeten. Dazu muß man im voraus wissen.'s interessierte mich vor allem. wie man gewöhnlich annimmt. mit einem bestimmten Alter. Die „allge- 34 . einer begrenzten Lebensdauer. mit Entwicklungsmöglichkeiten und der Fähigkeit der Wandlung zu anderen Seinszuständen. Jetzt möchte ich.. den Einfluß auszuwählen. ohne sogleich unter einen anderen zu fallen. mit all ihren Zusätzen und Veränderungen." Dies fesselte gleich meine Aufmerksamkeit. Dann wird in seiner Nähe ein neuer Mond auftauchen. unzuverlässiger und dogmatischer als die üblichen Theorien über die Entstehung der Planeten und Sonnensysteme. „und einmal wird er möglicherweise die gleiche Stufe wie die Erde erreichen. dem man sich unterwerfen will. „Aber der Mond wächst und entwickelt sich". und dann auch unter diesen Einfluß zu gelangen. sagte G. besteht darin. Und für den Menschen gibt es eine gewisse Möglichkeit. beginnend mit der Kant-Laplaceschen bis herunter zu den allerneuesten. Und noch früher war die Sonne wie der Mond. den „Intelligenzgrad der Erde" erreicht habe. ein Planet in den Uranfängen seiner Entwicklung. sondern im Gegenteil ein „Planet im Zustand des Geborenwerdens"." In dieser Rede G.. einmal ist der eine stärker. Einflüssen der Sonne und Einflüssen der Sterne. Nichts schien mir künstlicher. Alles. der noch nicht. welcher Einfluß der vorteilhaftere ist. würde ich einen langen Vortrag brauchen". die ganze Arbeit an sich selbst.

. was sie hätte erreichen können." „Wovon hängt das ab?" fragte ich.." „Ist dieser Zeitabschnitt bekannt?" fragte ich. ohne das geringste erreicht zu haben. G. und die Erde kann sehr wohl sterben. sagte G. „Er ist bekannt". wenn die Menschen ihn kennen würden.'s System eine vollständig andere Theorie hatte.meine Öffentlichkeit" hält diese Theorien. kann die Erde sterben. den verschiedensten Stufen angehören können.'s Antwort war sehr vage." In Moskau hatten wir um die gleiche Zeit auch einige interessante Gespräche über Kunst. sich die Köpfe einzuschlagen. wie es Menschen verschiedener Stufen gibt. oder jedenfalls die zuletzt bekanntgewordene. so gibt es ver- 35 . sagte G. die auf der Erde leben. „daß Menschen.. Es würde sogar noch schlimmer werden. „aber die Erde kann das gleiche werden. daß G. Danach würden sie anfangen. kennenlernte. was getan werden sollte. als ich G. „aber es wäre kein Vorteil. Sie standen in Beziehung zu der Geschichte. „Die Intelligenz der Sonne ist göttlich". Deshalb schien mir die Tatsache. für wissenschaftlich und bewiesen. obwohl sie äußerlich genau gleich aussehen. sagte G. sehr interessant und wichtig. „Es gibt eine bestimmte Zeitdauer für die Ausführung einer gewissen Sache". andere nicht und wieder andere würden Beweise verlangen. „Im Augenblick ist Ihnen noch nicht klar". So geht es mit allem bei den Menschen. Einige würden es glauben. „Wenn nach einer bestimmten Zeit das. Genau so. Aber das ist natürlich nicht sichergestellt. dazu noch eine organische. nicht getan worden ist. Aber in Wirklichkeit ist natürlich nichts weniger wissenschaftlich und unbewiesener als diese Theorien. ohne das erreicht zu haben. die ihre Ursache in ganz neuen Voraussetzungen hatte und eine andere universale Ordnung zeigte. „In welcher Beziehung steht die Intelligenz der Erde zur Intelligenz der Sonne?" fragte ich. sagte er. die an dem ersten Abend verlesen wurde.

Zwei Künstler mögen sich bemühen. Nachahmung der Natur oder anderer Menschen ist. Wirkliche Kunst ist etwas ganz anderes. „In wirklicher Kunst ist nichts zufällig. in ihm wachrufen. Unter Kunstwerken. vergessen Sie ihn bald und fahren fort. eines viel zu nahe an das andere. und die Wahrnehmung dieser Formen seitens anderer Menschen.Schöpfung' (er betonte das Wort . nur Phantasie oder Sucht nach Originalität bedeutet. daß Ihnen die verschiedenen Stufen erreichbar seien. das heißt auf zufälligen Assoziationen beruhend — dem Eindruck des Künstlers und seiner . und Sie glauben. In Ihrer Kunst ist alles subjektiv — des Künstlers Wahrnehmung von dieser oder jener Empfindung. Alles 36 . alles für eine Art von Kunst zu halten. als Sie annehmen dürften. in einem anderen Trauer.Schöpfung'). Und doch ist zwischen Ihrer Kunst und der. den Wahrnehmungen des Zuschauers. was der Künstler mitteilen wollte oder fühlte. Hörer und Leser wird wahrnehmen — nicht. die gleiche Empfindung durch ganz verschiedene Methoden in verschiedener Form auszudrücken oder aber verschiedene Wahrnehmungen in der gleichen Form — je nachdem wie es ihnen gelehrt wurde oder im Widerspruch dazu. ein anderer Künstler wieder ein anderes. Zuhörers oder Lesers. Aber da Sie den Unterschied nicht genau erkennen. ein gewaltiger Unterschied. Sie ist mathematisch. von der ich spreche. All dies ist subjektiv und all dies ist zufällig. da es nur mechanische Wiedergabe. Und der Zuschauer. die Formen. vor allem Werken alter Kunst. . Sie stellen die verschiedensten Dinge auf eine Stufe. treffen Sie plötzlich auf Dinge. daß diese Stufenunterschiede viel größer sind. Bei ein und derselben Erscheinung mag ein Künstler ein bestimmtes Gefühl haben. Nur sehen Sie noch nicht ein. die Sie nicht erklären können und die ein gewisses Etwas enthalten. das in der modernen Kunst nicht zu spüren ist.schiedene Stufen in der Kunst. in denen er seine Empfindungen auszudrücken versucht.in denen er seine Empfindungen ausdrückt. „Ich nenne Kunst nicht all das. Der eine gleiche Sonnenuntergang kann in einem Künstler das Gefühl der Freude hervorrufen. was Sie als solche bezeichnen. sondern was für Assoziationen die Formen.

Ein objektives Kunstwerk ist genau so ein Buch.kann in ihr vorausberechnet werden. Jeder genügend Vorbereitete. daß es nicht nur die denkerische. und sein Werk kann nicht einen Eindruck auf einen Menschen und einen anderen auf den nächsten machen — vorausgesetzt natürlich. in ihren 37 . „Die große ägyptische Sphinx ist so ein Kunstwerk. der dieses Buch liest. Es gibt Statuen von Göttern und verschiedenen mythologischen Gestalten." „Gibt es auch heute noch Werke von objektiver Kunst?" fragte ich. daß ein Mensch es auf eine Weise versteht und der nächste auf eine andere. sondern mit den Gefühlen. alles kann im voraus erkannt werden. sondern auch die Gefühlsseite des Menschen anspricht. mit dem Unterschied. allerdings nicht mit dem Denken. daß diese Figur viele Dinge enthielt. vorausgesetzt. daß diese genügend entwickelt sind. objektive Kunst. Schritt für Schritt. „Aber gleichzeitig wird das gleiche Kunstwerk auf Menschen verschiedener Seinsstufen einen verschiedenen Eindruck machen. Es wird immer. begannen wir dieses System zu entziffern. Im Verlauf unserer Reisen in Zentralasien fanden wir in der Wüste. Menschen auf niedrigeren Stufen werden nie soviel davon haben wie Menschen auf höheren Stufen. die man wie Bücher lesen kann. ein Buch über Astronomie oder Chemie. was er mitteilen will. ein großes. wird verstehen. Es ist ausgeschlossen. ebenso wie einige geschichtlich bekannte Bauwerke. am Fuße des Hindukusch. und zwar genau so wie er es meint. Aber nach kurzer Zeit begannen wir zu fühlen. die wir zuerst für einen alten Gott oder Teufel hielten. was der Autor meint. Denken Sie sich ein wissenschaftliches Werk. Das ist wirkliche. eine seltsame Figur. vollständiges und komplexes System der Kosmologie. „Natürlich gibt es sie". Zuerst erweckte sie in uns nur den Eindruck einer Kuriosität. einen und denselben Eindruck hervorrufen. daß beide auf der gleichen Stufe stehen. einige Götterstatuen und viele andere Dinge. mit mathematischer Gewißheit. antwortete G. Es war im Körper dieser Figur. Und langsam. Der Künstler weiß und versteht.

sagte. 38 . Wir begannen ihre Gedanken und Gefühle zu spüren. Das war wirkliche Kunst!" Ich war sehr von G. Es gab darunter Ideen. Ich verstand noch nicht alles.'s Ausführungen über Kunst beeindruckt. in ihren Augen. in ihrem Kopf. Im allgemeinen erstaunten mich viele Dinge.Beinen. von dem ich bisher jedoch nur einige Bruchstücke sah. aber nicht definieren konnte. was G. Ich hatte immer gefühlt. Einige von uns meinten. was sie uns über die Jahrtausende mitteilen wollten. Jedenfalls erfaßten wir die Bedeutung dessen. mit Schlüssen. sondern auch alle damit verknüpften Gefühle und Empfindungen. sondern ein Ganzes ausmachten. Nichtsdestoweniger wußte ich. überall. einfach ein Streit um Worte. die ich gefühlt hatte. Sein Prinzip der Teilung der Kunst in subjektive und objektive sagte mir sehr viel. So schienen mir alle Diskussionen über • Kunst ohne Anerkennung dieser Unterscheidungen und Abstufungen . nichts ohne Bedeutung. was er in diese Worte legte. gesagt hatte. die diese Statue geschaffen hatten. in ihren Ohren. Abstufungen bestehen. ihre Gesichter zu sehen und ihre Stimmen zu hören. fühlte ich eine Annäherung an die gleichen Abstufungen. in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Stufen. Und langsam verstanden wir das Ziel der Menschen. was er sagte. Armen. die ich weder definieren noch formulieren konnte und die auch noch niemand formuliert hatte. In der ganzen Statue gab es nichts Zufälliges. die G. daß seine Ideen nicht — wie sonst alle philosophischen und wissenschaftlichen Ideen — voneinander losgelöst waren. die wir nicht sehen noch verstehen können. daß es in der Kunst Unterscheidungen und Abstufungen gibt. zu denen ich schon vor langer Zeit gekommen war. die ich nicht annehmen konnte und die mir phantastisch und ohne jede Grundlage zu sein schienen. was ich selbst gedacht hatte. daß diese Unterscheidungen und .leer und nutzlos. In dem. Vor allem interessierte mich der innere Zusammenhang von allem. und nicht nur diese. Andere hingegen stimmten merkwürdig mit dem überein. . Ich fühlte bereits.

wirklich wußte. daß sich etwas schon für mich geändert hatte und von nun an alles anders verlaufen würde. daß G.Ich dachte darüber im Nachtzug auf dem Weg von Moskau nach Petersburg nach. Aber ich hatte eine innere Überzeugung. wonach ich suchte. noch konnte ich etwas genau formulieren. was man wissen muß. War es möglich. zu „Tatsachen" zu kommen? Ich war noch über nichts sicher. 39 . um von Worten oder Ideen zu Taten. Ich fragte mich. ob ich wirklich gefunden hatte.

aus der ich mich trotz aller Anstrengungen nicht befreien konnte. von der so viel im russischen Leben abhängt. Eines Tages. bevor ich das Beabsichtigte getan hätte. wurde ich ans Telephon gerufen und hörte G. Aber oft kehrte ich in Gedanken zu den Moskauer Gesprächen zurück. es war schon Herbst. Und zwischen Gesprächen mit anderen Menschen. als die Umstände besonders schwierig wurden. daß die Bekanntschaft mit ähnlichen 40 . Die Drucker streikten dauernd. an der ich teilnahm und in der alle möglichen Themen vom Krieg bis zur Psychologie diskutiert wurden. Die Zeit verging. Die verborgene selbstmörderische Geschäftigkeit. daß die Katastrophe auf uns hereinbrechen werde.s Stimme. las Korrekturen und so fort. er werde bald zurückkommen.ZWEITES KAPITEL I n Petersburg verging der Sommer mit der üblichen literarischen Arbeit. daß ich mir einige Male. Als er am nächsten Tag wegfuhr. Es vollzog sich eine „Kraftprobe"." Und bei diesem Gedanken wurde es mir immer leichter zumute. meine Arbeit wurde aufgehalten. Ich ging sofort zu ihm. Ich bereitete meine Bücher für neue Auflagen vor. sagte er mir. trat immer deutlicher zutage. Ich erinnere mich. Er war für einige Tage nach Petersburg gekommen. nach Moskau gehen. meinte er. sprach er zu mir genau so wie in Moskau. Und als ich ihm bei diesem zweiten Besuch von einer gewissen Gruppe in Petersburg erzählte. Alles begann zu schwanken. Der Krieg wurde nun auf russischem Boden geführt und kam uns immer näher. Und ich begann mir schon vorzustellen. sagte: „Ich werde alles aufgeben und zu G. die ihn in verschiedenen Angelegenheiten aufsuchten. Dies war der schreckliche Sommer 1915 mit seiner immer drückender werdenden Atmosphäre.

Aber lassen Sie uns annehmen. ist zu entkommen. Ich sprach zu meinen Freunden über ihn und wir begannen. Er fuhr nach Moskau und versprach. ihm einige Leute vorzustellen. Ein. was er damit meinte. „Sie verstehen Ihre eigene Lage nicht. was ein Einzelner nie tun kann. sprach eingehend über die Organisation von Gruppen für seine Arbeit und über deren Rolle in der Arbeit. das. Ich erreichte es. Eine Gruppe von Menschen kann tun. Aber wie entkommen? Es ist notwendig. „darum geht es nicht. nennen Sie es wie Sie wollen". Hinsichtlich seiner Pläne und Absichten erklärte er.Gruppe' der Anfang von allem ist. und es interessierte mich. nichts erreichen. Alles. eine Mauer zu untertunneln. wenn Sie ein vernünftiger Mann sind. Sie sind im Gefängnis. in einem kleinen Cafe auf dem Newsky stattfand. Einer allein kann nichts tun. in vierzehn Tagen zurückzukommen. Er kam wieder für kurz zurück.. was er unter „esoterisch" verstehe. dies wurde mir erst später klar. das ich früher nie von ihm gehört hatte. seine Ankunft zu erwarten. G.oder zweimal gebrauchte er das Wort „esoterisch". Ich entsinne mich eines Gespräches. um zu fragen. 41 . daß eine . Eine Gruppe mit einem wirklichen Führer kann mehr tun. sagte er. denn er denke daran. daß er seine Arbeit hier in größerem Umfange organisieren wolle: er beabsichtige öffentliche Vorlesungen zu halten. Einer allein kann nichts tun. „Das ist nicht wichtig. in Petersburg die gleiche Art Arbeit zu beginnen wie in Moskau. wie üblich bei G. können sie den Tunnel vollenden und entkommen. Wichtig ist. All das erinnerte mich zum Teil an das. Aber ich verstand nicht genau. was für „Experimente" und „Vorführungen" er meinte. was Sie wünschen können.Gruppen nützlich sein könne. daß zehn oder zwanzig Menschen da sind — wenn sie in Schichten arbeiten und einer den anderen deckt. was ich in Moskau gehört hatte. wich er der Antwort aus. eine Reihe von Experimenten und Vorführungen zu veranstalten und Menschen mit einem weiteren Bildungshorizont und besserer Vorbereitung zu interessieren. Aber als ich das Gespräch unterbrechen wollte.

daß G.„Außerdem kann niemand aus einem Gefängnis aufbrechen ohne die Hilfe schon zuvor Entkommener. Zum Beispiel erlaubte er mir selten. und seine Lieblingserklärung war dann folgende: Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann. Niemand kann ihm helfen oder ihn durch Gewalt. Ab Jänner 1916 kam G. vieles unnötig schwer mache. muß er zu allererst erkennen. daß er im Gefängnis ist. Gewöhnlich hatte eine frühere Versammlung mit der Bekanntmachung geendet. am folgenden Tage nach Moskau zurückkehren werde. im voraus ein Treffen festzusetzen. Nichts kann ohne eine Organisation erreicht werden. gegen seinen Willen oder im Gegensatz zu seinen Wünschen befreien. Manchmal begann er damit. kam später noch oft auf sein Gleichnis vom „Gefängnis" und „dem Gefängnis entkommen" zurück. wenn er nach Petersburg kam. und können auch Werkzeuge. Diese allein werden sagen können. Jedesmal. in welcher Richtung die Flucht. an denen er teilnahm. möglich ist. Wenn Befreiung möglich ist. manchmal mit einigen seiner Moskauer Schüler. Solange er das nicht einsieht. Am nächsten Morgen sagte er dann. entweder in Privathäusem oder in schon bestehenden Gruppen. sehen wollten. und vor allem durch bewußtes Streben nach einem festen Ziel. Mir schien. er habe sich entschlossen. Feilen oder was immer sich als nötig erweist. die G. Aber ein Gefangener allein kann diese Leute nicht finden und auch nicht mit ihnen in Beziehung treten. 42 . Ich verstand nicht ganz die Art und Weise. regelmäßig alle vierzehn Tage nach Petersburg. schicken. Dazu ist eine Organisation notwendig. hat er überhaupt keine Möglichkeit. Gewöhnlich kamen dreißig bis vierzig Menschen. daß G. solange er sich für frei hält. Der Tag verging in Cafes. wohin die Leute kamen. vor. Allmählich stellte ich immer mehr Leute G. dann ist sie nur als Ergebnis großer Arbeit und großer Anstrengungen zu erreichen. veranstaltete ich Gespräche und Vorlesungen." G. wie diese Versammlungen veranstaltet wurden. noch bis zum Abend zu bleiben.

43 . er war der Ansicht. und sagen Sie ihnen. dann. daß er eingeladen werde. „Der Mensch schätzt nichts. Im Gegenteil. und ich konnte nur wenig Leute zusammentrommeln.Erst am Abend. zu dieser Zeit sagte. die nicht in Petersburg wohnen. wie zufällig und unbedeutend diese auch immer sein mögen. Natürlich." Gewöhnlich eilte ich dann zum Telephon. „Und wenn ein Mensch bereits etwas gewittert hat. die Menschen seine Ideen schätzen lernen könnten. wird er den ganzen Tag am Telephon sitzen für den Fall. was sie gehört haben. sagte er. die zu kommen wünschen. die außerhalb Petersburgs wohnten. Wer erwartet. Aber das können wir nicht ändern. Er wollte es den Menschen auf keinen Fall leicht machen. Später werden wir vielleicht Versammlungen an fest bestimmten Tagen abhalten. und noch dazu im voraus. Manche. für die. an. Im Augenblick ist das unmöglich. ist es schwierig. konnten nie zu unseren Treffen kommen.'s Hauptbeweggründe klarer. daß wir uns an dem und dem Ort versammeln. was leicht zu haben ist". Aber die Vorlesungen und im allgemeinen alles. Vieles verstand ich später ganz anders als damals. eingeladen zu werden. eine oder anderthalb Stunden bevor unsere Zusammenkünfte gewöhnlich begannen. sagte er mir dann: „Warum können wir uns nicht heute treffen? Rufen Sie doch alle. seine Ideen kennenzulernen. Auch wurden mir G. Oder er selbst wird anrufen und nachfragen. sowohl in den Versammlungen als auch außerhalb ihrer. wie sie bewerten. daß. was G. damit er sich danach einrichten kann. Die Menschen müssen sich beweisen und zeigen. begannen mich mehr und mehr zu interessieren. laßt den ruhig weiter warten. in Zarskoje und so fort. aber natürlich waren alle schon um sieben oder halb acht Uhr abends besetzt." All dies und noch vieles andere blieb für mich damals eine halboffene Frage. glauben Sie mir.nur durch die Überwindung von Schwierigkeiten.

bei der alles von äußeren Einflüssen abhängt. Aber glauben Sie selbst. Wenn es im Menschen irgend etwas gibt. im Leben und nach dem Tode — wenn er nachher überhaupt noch weiter besteht — von sehr verschiedener Qualität sein kann. Was man den . nach dem Tode möglich sein.Astralleib' nennt. sagte G. hat überhaupt keine Zukunft irgendwelcher Art.Bei einer Gelegenheit in einer dieser Versammlungen fragte jemand nach der Möglichkeit der Wiederverkörpenmg.Astralleib' habe. ein gewisses Verschmelzen der inneren Eigenschaften des Menschen und eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen erreicht werden. Der Mensch wird nicht damit geboren. daß etwas dem physischen Tod bei einem Menschen widerstehen kann. Das ist ganz falsch. Das trifft auf sie zu.Astral- 44 . Die Maschine Mensch. was die Menschen . In beiden Fällen geschieht das Weiterleben im . das heißt durch furchtbar harte innere Arbeit und inneren Kampf.Reinkarnation' nennen. Staub wird wieder zu Staub. In einigen Fällen von fortgeschrittener Kristallisation kann das. Aber auch wenn etwas weiterlebt. Um überhaupt von irgendeinem zukünftigen Leben sprechen zu können. was die Menschen als . wird durch innere Fusion erreicht. kann auch nichts weiterleben.Astralleib' bedeutet. was fähig ist. wenn nichts da ist. muß eine gewisse Kristallisation stattfinden. wenn er sich in den Finger schneidet? Wenn etwas da ist im Menschen. so kann es den Tod überleben. Und nur wenige Menschen erlangen einen . „Vieles ist möglich". daß das Sein eines Menschen. in wieder anderen Fällen das.Leben im Jenseits' bezeichnen. und ob man Fällen von Verständigung mit Toten Glauben schenken könne. Sie wissen. der in Ohnmacht fällt oder alles vergißt. mit der alles geschieht. als ob jeder Mensch einen . die in einem Augenblick eine ist und im nächsten eine andere und wieder im nächsten eine dritte.. dann kann eben dieses möglicherweise auch dem Tod des physischen Körpers widerstehen. sie wird begraben und das ist alles. kann seine Zukunft sehr verschieden sein. was der Ausdruck . Aber die Ihnen bekannten Systeme gebrauchen diesen Ausdruck.Astralleib' oder mit Hilfe des „Astralleibes'. äußeren Einflüssen zu widerstehen. „aber zuerst ist es notwendig zu verstehen.

„Kristallisierung ist auf jeder Grundlage möglich. Aber Kristallisation ist möglich auf richtiger Grundlage und ist möglich auf falscher Grundlage. einen wirklich guten.Reibung1 erreicht.kristallisieren'. Aber das wäre eine falsche. und ein Mensch kann auf dieser Grundlage kristallisieren. Wenn er gebildet worden ist. wird durch . Nehmen wir zum Beispiel einen Räuber. ohne sich zu rühren. Ein solcher Mensch wird nicht die Möglichkeit weiterer Entwicklung haben. die Mücken beißen ihn.Nein' hervorrufen. der Kampf zwischen Ja' und . ihm ist heiß. durch den Kampf zwischen dem Ja' und dem . Er wird mit seinem Gewehr acht Stunden am Straßenrand hinter einem Stein stehen. Ein anderer ist ein Mönch.Nein'. die innere Einheit. .Reibung'. unvollständige Kristallisierung. Könnten Sie das tun? Die ganze Zeit — denken Sie daran — geht ein Kampf in ihm vor sich.leib'. aber er steht ruhig. wenn alles ohne Widerspruch in ihm geschieht. Wenn er nicht wiedergeboren wird. kann aber den Tod des physischen Körpers lange überleben. Die ganze Nacht schlägt er den Kopf gegen den Boden und betet. Auf diese Weise wird die Kristallisierung erreicht. „Die Verschmelzung. Aber wenn ein Kampf in ihm beginnt und wenn vor allem dieser in einer bestimmten Richtung verläuft. echten Räuber. dann beginnen sich allmählich dauernde Züge zu formen. Zum Beispiel ein fanatischer Glaube an die eine oder andere Idee oder die . Ich habe solche Räuber im Kaukasus gekannt. kann er den physischen Tod überdauern und kann sogar in einen neuen physischen Körper hineingeboren werden. und das ist nur durch schreckliches Leiden möglich. Er ist durstig. kann leicht auf falscher Grundlage beginnen. wenn er überall hingeht. Er hat Angst vor dem Teufel. wird er bleiben wie er ist. Um weitere Entwicklung zu ermöglichen. Wenn ein Mensch ohne inneren Kampf lebt. Das ist dann . er beginnt zu . dann stirbt er im Verlauf der Zeit. muß er erst wieder eingeschmolzen werden. Er ist nicht unsterblich. wohin er gezogen wird oder wohin der Wind bläst.Angst vor Sünde' kann einen wahrhaft fürchterlichen Kampf zwischen Ja' und .Reinkarnation'. So können Menschen eine un- 45 .Nein' im Menschen.

geheure innere Stärke erlangen; sie können Foltern ertragen; sie können erreichen, was sie wollen. Das heißt, nun hat sich in ihnen etwas Festes, etwas Dauerndes gebildet. Solche Menschen können unsterblich werden. Aber was nützt das schon? Ein Mensch dieser Art wird ein .unsterbliches Ding', wenn auch manchmal ein gewisses Maß von Bewußtheit in ihm erhalten bleibt. Aber sogar das geschieht, wohlgemerkt, sehr selten." Wie ich mich erinnere, prägte sich mir das auf diese Rede folgende Gespräch deswegen ein, weil viele Leute aus G.'s Rede ganz andere Dinge entnommen hatten als er sagte; andere wiederum beachteten nur G.'s zusätzliche und unwesentliche Bemerkungen und behielten allein diese. Die grundsätzlichen Prinzipien in den Ausführungen entgingen den meisten. Nur sehr wenige stellten Fragen nach den wesentlichen Punkten dessen, was er sagte. Eine dieser Fragen ist mir im Gedächtnis geblieben. „Auf welche Weise kann man in sich den Kampf zwischen ,Ja und ,Nein' hervorrufen?" fragte jemand. „Opfer sind notwendig", sagte G., „wenn nichts geopfert wird, kann nichts erreicht werden. Und man muß etwas Wertvolles opfern, man muß es für lange Zeit opfern und man muß viel opfern. Jedoch nicht für immer. Dies muß man verstehen, weil es oft nicht verstanden wird. Opfern ist nur so lange notwendig, als der Prozeß der Kristallisierung vor sich geht. Wenn er beendet ist, werden Opfer, Entsagung und Entbehrung überflüssig. Dann kann einer alles haben, was er will. Dann gibt es keine Gesetze mehr für ihn, er wird sich selbst zum Gesetz." Aus denen, die zu unseren Vorlesungen kamen, bildete sich langsam eine kleine Gruppe von Menschen heraus, die nicht eine einzige Gelegenheit vorbeigehen ließen, G. zuzuhören, und sich auch während seiner Abwesenheit trafen. Dies war der Anfang der ersten Petersburger Gruppe. Während dieser Zeit war ich viel mit G. zusammen und begann ihn besser zu verstehen. Man wurde bei ihm durch eine große Ein-

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fachheit und Natürlichkeit beeindruckt, die einen vollständig vergessen ließ, daß er für uns der Vertreter einer Welt des Wunderbaren und Unbekannten war. Weiter fühlte man sehr stark den Mangel jeglicher Affektiertheit oder der Sucht, Eindruckzumachen. Und dazu spürte man, daß er in nichts, was er tat, seinen Vorteil wahrnahm — eine vollständige Gleichgültigkeit gegenüber Annehmlichkeiten, Komfort, und die Fähigkeit, sich bei keiner Arbeit zu schonen, was immer diese sein möge. Manchmal liebte er fröhliche und lebendige Gesellschaft. Er veranstaltete gern große Mahlzeiten, kaufte große Mengen Wein und Essen, von denen er oft gar nichts aß oder trank. Viele Leute gewannen den Eindruck, er sei ein Gourmand, ein Liebhaber guten Lebens im allgemeinen, und uns schien es, daß er oft diesen Eindruck hervorrufen wollte, trotzdem wir alle schon sahen, daß er hierin „schauspielerte". Unser Eindruck des „Schauspielems" bei G. war außerordentlich stark. Unter uns sagten wir oft, daß wir ihn nie durchschauten noch durchschauen könnten. Bei jedem anderen hätte soviel „Schauspielern" den Eindruck von Falschheit hervorgerufen. Bei ihm machte es einen Eindruck von Stärke, jedoch, wie ich schon erwähnte, nicht immer — manchmal war zuviel davon da. Besonders zog mich bei ihm sein Sinn für Humor und das vollkommene Fehlen jeglicher Anmaßung von „Heiligkeit" oder dem Besitz „übernatürlicher" Kräfte an, obwohl er damals, wie wir uns später überzeugten, die Fähigkeit besaß, ungewöhnliche Phänomene psychischen Charakters hervorzurufen. Aber er lachte immer über Leute, die von ihm Wunder erwarteten. Er war ein außerordentlich vielseitiger Mensch; er kannte alles und konnte alles. Einmal erzählte er mir, daß er von seinen Reisen im Osten eine große Zahl von Teppichen mitgebracht habe, bei denen es viele doppelt gab und andere überhaupt keinen Wert vom künstlerischen Standpunkt aus hatten. Während seiner Besuche hatte er herausgefunden, daß der Verkaufspreis für Teppiche in Petersburg höher war als in Moskau, und bei jedem Kommen brachte er einen Ballen Teppiche mit, die er in Petersburg verkaufte.

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Einer anderen Version zufolge kaufte er einfach diese Teppiche in Moskau auf der „Tolkutschka" und brachte sie nach Petersburg zum Verkauf. Ich verstand nicht ganz, warum er das tat, aber ich fühlte, daß es mit der Idee seines „Schauspielerns" zusammenhing. Der Verkauf der Teppiche selbst war bemerkenswert. G. setzte eine Anzeige in die Zeitung und alle möglichen Leute kamen Teppiche kaufen. Bei solchen Gelegenheiten hielten sie ihn selbstverständlich nur für einen gewöhnlichen kaukasischen Teppichhändler. Ich saß stundenlang dabei und schaute zu, wie er zu den Leuten sprach, die zu ihm kamen. Ich bemerkte, daß er manchmal mit ihren Schwächen spielte. Eines Tages war er entweder sehr in Eile oder er hatte es einmal satt, Teppichhändler zu spielen, und bot einer offensichtlich reichen, jedoch sehr habgierigen Dame, die ein Dutzend seiner Teppiche ausgesucht hatte und verzweifelt handelte, alle im Zimmer befindlichen Teppiche für ungefähr ein Viertel des Preises derer, die sie ausgewählt hatte, an. Erst war sie überrascht, aber dann begann sie weiter zu handeln. G. lächelte und sagte, er würde es sich überlegen und ihr am nächsten Tag antworten. Aber den nächsten Tag war er nicht mehr in Petersburg und die Frau bekam gar nichts. Irgend etwas Derartiges geschah fast bei jeder Gelegenheit. Mit diesen Teppichen, in der Rolle des fahrenden Kaufmanns, machte er wieder den Eindruck eines Menschen in Verkleidung, einer Art Harun-al-Raschid, oder des Mannes mit der Tarnkappe im Märchen. Einmal, als ich nicht da war, kam ein „Okkultist" vom Scharlatantypus zu ihm, der in Spiritistenkreisen in Petersburg eine gewisse Rolle spielte und später unter den Bolschewiken „Professor" wurde. Er begann mit den Worten, daß er viel von G. und seinem Wissen gehört habe und seine Bekanntschaft machen wolle. G. spielte, wie er mir selbst berichtete, die Rolle eines echten Teppichhändlers. Mit dem stärksten kaukasischen Akzent und in gebrochenem Russisch begann er dem „Okkultisten" zu versichern, daß er sich geirrt habe, er verkaufe nur Teppiche; und er begann sofort welche aufzurollen und anzubieten.

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Der „Okkultist" ging weg, fest überzeugt, daß seine Freunde sich über ihn lustig gemacht hätten. „Es war offensichtlich, daß der Gauner nicht einen Groschen hatte", fügte G. hinzu, „sonst hätte ich ihm bestimmt den Preis für ein paar Teppiche abgenommen. Ein Perser pflegte zu ihm zu kommen, um seine Teppiche zu flicken. Eines Tages beobachtete ich, wie G. den Perser bei seiner Arbeit sehr aufmerksam beobachtete. „Ich möchte verstehen, wie er es macht, und ich verstehe es noch nicht", sagte G. „Sehen Sie den Haken, den er hat? Alles liegt an ihm. Ich wollte ihn ihm abkaufen, aber er will ihn nicht verkaufen." Den nächsten Tag kam ich früher als gewöhnlich. G. saß auf dem Fußboden und flickte einen Teppich, genau wie der Perser es getan hatte. Wollfäden aller Farben lagen um ihn verstreut und in seiner Hand hatte er denselben Haken, den ich bei dem Perser gesehen hatte. Wie ich erfuhr, hatte er ihn mit einer gewöhnlichen Feile aus der Klinge eines billigen Federmessers gefertigt und im Verlauf des Morgens hatte er alle Geheimnisse des Teppichflickens ergründet. Er erzählte mir viel über Teppiche, die, wie er oft erklärte, eine der ältesten Kunstformen darstellten. Er sprach von alten Gebräuchen, die in manchen Teilen Asiens mit dem Teppichknüpfen verbunden sind; wo ganze Dörfer zusammen an einem Teppich wirken; von Winterabenden, wenn alle Dorfbewohner, alt und jung, sich in einem großen Gebäude versammeln und in Gruppen nach einer im voraus bekannten und durch Überlieferung festgelegten Ordnung auf dem Fußboden sitzen oder stehen. Jede Gruppe beginnt ihre eigene Arbeit. Einige säubern die Wolle von Steinen und Splittern. Andere schlagen sie mit Stöcken. Eine dritte Gruppe kämmt die Wolle. Die vierte spinnt, die fünfte färbt die Wolle. Die sechste oder vielleicht die sechsundzwanzigste wirkt den Teppich. Männer, Frauen und Kinder, Greise und alte Frauen, alle haben ihre traditionelle Arbeit, und die ganze Arbeit wird unter Begleitung von Musik und Gesang gemacht. Die Spinnerinnen, mit Spindeln in der Hand, tanzen während ihrer Arbeit einen be-

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sonderen Tanz, und all die Bewegungen dieser verschieden beschäftigten Leute sind wie eine Bewegung und ein Rhythmus. Außerdem hat noch jeder Ort seine eigene Musik, seine eigenen besonderen Gesänge und Tänze, die seit undenklichen Zeiten mit der Teppichmacherkunst verknüpft sind. Während er mir dies erzählte, durchzuckte mich der Gedanke, daß vielleicht Form und Farbe der Teppiche mit der Musik zusammenhängen, vielleicht ihr Ausdruck in Form und Farbe sind; daß Teppiche sozusagen die Aufzeichnungen dieser Musik sind, die Koten, an Hand derer die Weisen wiedergegeben werden können. Für mich hatte diese Vorstellung nichts Fremdes, weil ich oft Musik in Form komplizierter Zeichnungen „sehen" konnte. a Aus einigen zufälligen Gesprächen mit G. gewann ich ein ge'Kvisses Bild von seinem früheren Leben. * Seine Kindheit hatte er an der Grenze Kleinasiens in seltsamen, sehr abgelegenen, fast biblischen Lebensumständen verbracht. Herden unzähliger Schafe. Wandern von Ort zu Ort. Zusammentreffen mit verschiedenen seltsamen Menschen. Seine Einbildungskraft wurde vor allem durch die Yezidis, die „Teufelsanbeter", angeregt, die seit seiner frühesten Jugend seine Aufmerksamkeit durch ihre unverständlichen Gebräuche und ihre Abhängigkeit von unbekannten Gesetzen gefesselt hatten. Er erzählte mir unter anderem, daß er als Kind oft beobachtet habe, wie Yezidi-Knaben unfähig waren, aus einem Kreis herauszutreten, der um sie auf dem Boden gezeichnet worden war. Seine Jugend verbrachte er in einer Atmosphäre von Märchen, Legenden und Überlieferungen. Das „Wunderbare" war in seiner Umgebung eine Tatsache. Weissagungen, die er hörte und die alle, die um ihn waren, fest glaubten, erfüllten sich und riefen in ihm den Glauben auch an vieles andere hervor. All dies hatte schon in frühester Jugend in ihm eine Neigung nach dem Geheimnisvollen, dem Unverständlichen und Magischen geweckt. Er sagte mir, schon als Kind habe er mehrere lange Reisen nach dem Osten unternommen. Was an diesen Geschichten wahr war, konnte ich nie genau entscheiden. Aber wie er berichtete,

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stieß er im Verlauf seiner Reisen auf viele Erscheinungen, die ihn auf die Existenz eines bestimmten Wissens hinwiesen, auf gewisse, über die gewöhnlichen Möglichkeiten hinausgehende Kräfte und Möglichkeiten des Menschen und ferner auf Leute mit hellseherischer Begabung und anderen wunderbaren Kräften. Allmählich begannen, wie er sagte, seine Abwesenheit von zu Hause und seine Reisen ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Er ging auf die Suche nach dem Wissen und den Leuten, die es besaßen. Und nach großen Schwierigkeiten fand er, wie er erzählte, in Gemeinscha^ mit einigen anderen, die gleich ihm auf der Suche nach dem Wunderbaren waren, die Quellen dieses Wissens. In all diesen Geschichten über ihn selbst war vieles widerspruchsvoll und kaum glaublich. Aber ich hatte schon begriffen, daß man an ihn nicht den üblichen Maßstab anlegen dürfe und er mit keinem gewöhnlichen Maß zu messen sei. Bei ihm konnte man über nichts sicher sein. Heute konnte er eine Sache sagen, morgen etwas ganz anderes und trotzdem konnte man ihn nicht des Widerspruches zeihen: man mußte nur verstehen und alles miteinander verbinden. Über Schulen und die Orte, wo er das Wissen, welches er zweifellos besaß, gefunden hatte, sprach er sehr wenig und immer oberflächlich. Er erwähnte tibetanische Klöster, den Chitral, den Berg Athos, Sufi-Schulen in Persien, in Buchara und Ostturkestan; femer Derwische der verschiedenen Orden. Aber alles nur auf sehr unbestimmte Weise. . Während eines Gespräches mit G. in unserer Gruppe — die langsam eine dauernde Einrichtung wurde — fragte ich: „Warum ist, wenn früheres Wissen bewahrt wurde und es, allgemein gesprochen, ein von unserer Wissenschaft und Philosophie getrenntes und diese sogar übertreffendes Wissen gibt, warum ist es dann so sorgfältig verborgen, warum wird es nicht Allgemeingut? Warum wollen die Träger dieses Wissens es nicht dem allgemeinen Lebensstrom überantworten, um einen besseren und erfolgreicheren Kampf gegen Betrug, Übel und Unwissenheit zu führen?" Das ist, glaube ich, wohl eine Frage, die jedem Menschen in den

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Sinn kommt, wenn er die erste Bekanntschaft mit esoterischen Ideen macht. „Hierauf gibt es zwei Antworten", sagte G., „erstens einmal ist dieses Wissen nicht verborgen. Zweitens kann es, gerade seiner Natur nach, nicht Allgemeingut werden. Wir wollen zunächst die zweite Feststellung untersuchen. Danach will ich Ihnen beweisen, daß Wissen (er betonte das Wort) viel erreichbarer ist für jene, die es verdauen können, als man gemeinhin annimmt. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, daß die Menschen es entweder nicht wollen oder nicht aufnehmen können. „Aber zuerst muß etwas anderes verstanden werden, nämlich, daß Wissen nicht allen, ja nicht einmal vielen zukommen kann. Das ist ein Gesetz. Sie verstehen dies nicht, weil Sie nicht verstehen, daß Wissen, gleich allem anderen in der Welt, stofflich ist. Es ist stofflich, und das heißt, daß es alle Eigenschaften der Stofflichkeit besitzt. Eine der ersten Eigenschaften der Stofflichkeit ist, daß der Stoff immer begrenzt ist, das heißt, die Menge eines gegebenen Stoffes an einem gegebenen Ort und unter gegebenen Bedingungen ist begrenzt. Sogar der Sand in der Wüste und das Wasser des Meeres hat eine begrenzte und unveränderliche Menge. Wenn also Wissen stofflich ist, so bedeutet dies, daß es an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit nur eine begrenzte Menge davon gibt. Man kann sagen, daß die Menschheit für eine gewisse Zeitspanne, sagen wir ein Jahrhundert, eine begrenzte Menge von Wissen zu ihrer Verfügung hat. Aber wir wissen, sogar aus unserer alltäglichen Erfahrung, daß der Wissensstoff ganz verschiedene Eigenschaften besitzt, je nachdem er in kleinen oder in großen Mengen eingenommen wird. In großer Menge, an einem bestimmten Ort, das heißt durch einen Menschen oder, sagen wir, eine kleine Gruppe von Menschen aufgenommen, zeitigt er sehr gute Ergebnisse. In kleiner Menge aufgenommen (das heißt durch jeden Menschen einer großen Menge), zeitigt er überhaupt keine Ergebnisse, oder sogar negative, den Erwartungen entgegengesetzte. Wenn also eine gewisse begrenzte Wissensmenge unter Millionen Menschen aufgeteilt wird, dann wird jeder einzelne sehr wenig davon erhalten, und

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diese geringe Menge wird weder an seinem Leben noch an seinem Verständnis der Dinge etwas ändern. Und, wie groß auch immer die Summe der Menschen sei, die dieses geringe Quantum Wissen erhalten, in ihrem Leben wird sich nichts ändern, außer vielleicht, daß es noch schwieriger wird. „Wenn aber dagegen große Wissensmengen in wenigen Leuten konzentriert werden, wird dieses Wissen sehr gute Ergebnisse zeitigen. Von diesem Gesichtspunkt ist es viel vorteilhafter, daß Wissen von einer kleinen Anzahl Menschen bewahrt und nicht unter Massen verstreut wird. „Wenn wir eine gewisse Menge Goldes nehmen und uns entschließen, eine Anzahl von Gegenständen damit zu vergolden, müssen wir die genaue Anzahl der Gegenstände wissen oder berechnen, die mit dieser Goldmenge vergoldet werden können. Wenn wir versuchen, eine größere Menge zu vergolden, werden sie unregelmäßig, fleckig mit Gold bedeckt sein und viel häßlicher aussehen, als wenn gar kein Gold auf ihnen wäre. Tatsächlich werden wir dann unser Gold verlieren. „Die Verteilung von Wissen geht nach genau dem gleichen Prinzip vor sich. Wenn es allen gegeben wird, bekommt keiner etwas. Wenn es hingegen bei einigen wenigen aufbewahrt wird, wird jeder genug haben, nicht nur das zu behalten, was er hat, sondern es auch noch zu vermehren. „Beim ersten Anblick scheint diese Theorie sehr ungerecht zu sein, da die Lage derjenigen, denen das Wissen gleichsam verweigert wird, damit andere einen größeren Anteil erhalten, sehr traurig und härter zu sein scheint, als sie sein sollte. In Wirklichkeit aber verhält es sich nicht so; und in der Verteilung des Wissens gibt es nicht die geringste Ungerechtigkeit. „Es ist eine Tatsache, 'daß die allermeisten Menschen gar kein Wissen wünschen. Sie weigern sich, daran Anteil zu nehmen und nehmen nicht einmal die Menge, die ihnen in der Verteilung zur Fristung ihres Lebens zusteht. Besonders zeigt sich dies in Zeiten von Massenverrücktheit, wie in Kriegen, Revolutionen und so fort, wenn die Menschen selbst den geringen Teil von gesundem Men-

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schenverstand, den sie haben, zu verlieren scheinen, und sich in vollständige Automaten verwandeln, sich ganz der Zerstörung in gewaltigem Umfang widmen; das heißt in anderen Worten, wenn sie sogar den Instinkt der Selbsterhaltung verlieren. Dann bleiben gewaltige Wissensmengen sozusagen unverlangt und können an die verteilt werden, die ihren Wert erkennen. „Darin liegt keine Ungerechtigkeit, weil die Empfänger des Wissens nichts wegnehmen, was anderen gehört. Sie nehmen nur das, was andere als nutzlos abgelehnt haben und was in jedem Falle verloren ginge, wenn sie es nicht nehmen würden. „Die Sammlung von Wissen durch einige Menschen hängt von der Zurückweisung dieses Wissens durch andere ab. „Es gibt Zeiten im Leben der Menschheit — die gewöhnlich mit dem Beginn des Untergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammenfallen —, wo die Massen unwiderbringlich ihre Vernunft verlieren und alles zerstören, was Jahrhunderte und Jahrtausende an Kultur geschaffen haben. Solche Zeiten von Massenverrücktheit, die oft mit geologischen Kataklysmen, Klimawechseln und ähnlichen Erscheinungen planetarischen Charakters zusammenfallen, befreien eine große Menge von Wissensstoff. Das wiederum erfordert die Arbeit, das Wissen zu sammeln, weil es sonst verlorenginge. So fällt die Arbeit, zerstreuten Wissensstoff zu sammeln, oft mit dem Beginn der Zerstörung von Kulturen und Zivilisationen zusammen. „Dieser Aspekt der Frage ist klar. Weder will die Menge noch sucht sie Wissen, und die Führer der Menge versuchen in ihrem eigenen Interesse, die Furcht und Abneigung gegen alles Neue und Unbekannte zu verstärken. Die Sklaverei, in der die Menschheit lebt, beruht auf dieser Furcht. Es ist sogar schwer, sich alle Schrecken dieser Sklaverei auszumalen. Wir verstehen nicht, was die Menschen verlieren. Aber um den Grund dieser Sklaverei zu verstehen, genügt es zu beobachten, wie die Menschen leben, was das Ziel ihrer Existenz, der Gegenstand ihrer Wünsche, Leidenschaften und Strebungen ist, woran sie denken, wovon sie reden, wem sie dienen und was sie verehren. Schauen Sie, wofür die kultivierte Menschheit unserer Zeit ihr Geld ausgibt; selbst wenn wir den Krieg beiseite

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lassen — was den höchsten Preis erzielt; wo sich die größten Menschenmengen versammeln. Wenn wir einen Augenblick diese Fragen bedenken, so wird uns klar, daß die Menschheit in ihrem jetzigen Zustand, mit ihren Interessen, für die sie lebt, nichts anderes erwarten kann, als was sie hat. Aber wie ich schon betonte, es kann nichts anders sein. Nehmen wir an, daß der gesamten Menschheit jährlich ein halbes Pfund Wissensstoff zugeteilt würde. Wenn dieses Wissen an alle verteilt wird, wird jeder so wenig erhalten, daß er der Trottel bleibt, der er war. Aber dank der Tatsache, daß nur wenige dieses Wissen wünschen, können diejenigen, die es annehmen, sagen wir, jeder ein Kömchen erhalten und dadurch die Möglichkeit erlangen, intelligenter zu werden. Alle könnten nicht intelligent werden, auch wenn sie es wünschten, und auch wenn sie intelligent wären, würde es nichts ändern. Es gibt ein allgemeines Gleichgewicht, das nicht gestört werden kann. „Das ist ein Aspekt. Der andere, wie ich Ihnen schon sagte, besteht darin, daß niemand etwas verbirgt: es gibt überhaupt kein Geheimnis. Aber die Erwerbung oder Weitergabe wirklichen Wissens erfordert große Arbeit und Anstrengung sowohl vom Gebenden als auch vom Empfangenden. Und diejenigen, die das Wissen haben, tun alles, was sie können, um es weiterzugeben und der größtmöglichen Anzahl von Menschen mitzuteilen, den anderen den Zugang zu erleichtern und sie zu befähigen, sich für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten. Wissen kann aber niemandem durch Zwang vermittelt werden. Und außerdem genügt, wie ich Ihnen schon sagte, eine vorurteilslose Prüfung des Lebens eines durchschnittlichen Menschen, was seine Tage ausfüllt und für was für Dinge er sich interessiert; sie wird sogleich zeigen, ob man die Menschen, die im Besitz des Wissens sind, anklagen kann, daß sie es verbergen, es anderen Menschen nicht mitteilen wollen oder andere nicht lehren wollen, was sie selbst wissen. „Derjenige, der wissen will, muß die ersten Anstrengungen selbst machen, um die Quelle des Wissens zu finden und sich ihr zu nahem, indem er aus der Hilfe und den Hinweisen Nutzen zieht, die allen gegeben werden, die aber die Menschen in der Regel weder be-

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merken noch erkennen wollen. Wissen kommt zu keinem Menschen ohne eine Anstrengung seinerseits. Man versteht dies sehr gut in bezug auf das übliche Wissen, aber un Falle des großen Wissens, wenn man seine Möglichkeit anerkennt, glaubt man, etwas anderes erwarten zu können. Jeder weiß sehr gut: wenn einer zum Beispiel Chinesisch lernen will, so braucht dies mehrere Jahre angestrengter Arbeit. Jeder weiß, daß man mindestens fünf Jahre benötigt, um die Grundlagen der Medizin zu erlernen, und vielleicht doppelt so lang zum Studium der Malerei oder Musik. Und trotzdem gibt es Theorien, die behaupten, daß man Wissen erlangen kann ohne jede Anstrengung seinerseits, daß man es sogar im Schlaf erwerben kann. Daß solche Theorien bestehen können, gibt eine weitere Erklärung, warum die Menschen kein Wissen erlangen können. Gleichzeitig ist es wichtig, zu verstehen, daß die unabhängigen Versuche eines Menschen, in dieser Richtung irgend etwas zu erreichen, kein Ergebnis zeitigen können. Ein Mensch kann nur Wissen erlangen mit Hilfe derer, die es bereits besitzen. Das muß von Anfang an verstanden werden. Man muß von dem lernen, der weiß." Bei einer der darauffolgenden Versammlungen fuhr G. fort, als Antwort auf eine Frage seine Ideen bezüglich der Reinkamation und des zukünftigen Lebens weiter zu entwickeln. Das Gespräch begann mit der Frage eines der Anwesenden: „Kann man sagen, daß der Mensch unsterblich ist?" „Unsterblichkeit ist eine der Eigenschaften, die wir dem Menschen zuschreiben, ohne eine genügende Kenntnis ihrer Bedeutung zu haben", sagte G. „Andere Eigenschaften dieser Art sind .Individualität' im Sinn innerer Einheit, ein ,bleibendes und unveränderliches Ich', .Bewußtsein' und ,Wille'. Alle diese Eigenschaften kann ein Mensch haben (er betonte das Wort kann), aber das will nicht heißen, daß sie zu ihm gehören oder zu einem jeden gehören. „Um zu verstehen, was der Mensch im Augenblick darstellt, das heißt auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe, muß man bis zu einem gewissen Grad eine Vorstellung haben, wie er sein kann, das heißt was er erreichen kann. Nur wenn man die richtige Folge der Ent-

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In dem dritten kann. ist. einander durchdringen und vier unabhängige Organismen bilden. werden die Menschen aufhören." G. sich ein vierter entwickeln. „Diese vier Körper werden in verschiedenen Lehren auf verschiedene Weise erklärt. daß der menschliche Organismus. zeichnete ein Diagramm. sie stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander. sich zuzuschreiben. und sagte: „Der erste Körper ist der physische. von der sich in vielen alten und neuen Systemen Spuren Enden. in christlicher Terminologie 57 . wiederum unter gewissen Bedingungen. also ein Mensch im eigentlichen Sinne des Wortes. daß unter bestimmten Bedingungen ein neuer unabhängiger Organismus in ihm wachsen kann. eine so komplexe Organisation hat. das heißt der physische Leib. aus vier Körpern. das weder dem ersten noch dem zweiten Körper erreichbar ist. In diesem zweiten Körper kann unter gewissen Bedingungen ein dritter Körper wachsen.Wicklung versteht. „Nach einer alten Lehre. und der dritte Körper hat die Möglichkeit. Das Bewußtsein dieses dritten Körpers hat die vollständige Herrschaft über die zwei ersten Körper. der ein viel vorteilhafteres und lenkbareres Instrument für die Bewußtseinstätigkeit abgibt als der physische Körper. die allmählich immer feiner werden. „Der Grund. der sich im gleichen Maße von dem dritten unterscheidet wie der dritte vom zweiten und der zweite vom ersten. Das im vierten Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein hat die unbedingte Herrschaft über die drei ersten Körper und sich selbst. das in Figur l wiedergegeben ist. Diese vier Körper bestehen aus Stoffen. besteht ein Mensch. sind aber fähig. der wiederum ihm eigene Eigenschaften hat. warum die vier Körper zusammen existieren können. Wissen zu erwerben. unabhängig voneinander zu handeln. was sie jetzt nicht besitzen und was sie vielleicht nur mit großer Arbeit und großer Mühe erwerben können. der seine mögliche Entwicklung vollendet hat. Das in diesem neuen Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein kann ihn lenken und hat auch vollständige Herrschaft über den physischen Körper. die allein möglich ist.

der dritte der . 1 58 . Aber fast alle diese Lehren.der fleischliche Leib.mentale' und der vierte der .kausale'1 Körper. der dritte der »geistige* Körper und der vierte. daß günstige äußere und innere Bedingungen vorhanden sind.Kutscher" (Verstand) mentaler Korper 4. der zweite Körper ist das . Er bedeutet einen großen Luxus.Astralleib' leben. Wille). der in »ich selbst die Ursachen seines Handelns trägt. in esoterisch-christlicher Terminologie. Sein physischer Leib hat alle lebensnotwendigen FunkDas heißt der Körper.astral'. ist der . die dem Menschen mehr als nur den physischen Körper zubilligen. Wille) kausaler Korper „Solche Vergleiche und Parallelen können in den meisten Systemen und Lehren angetroffen werden. Korper geistiger Körper ^. Die theosophische Begriffssprache bezeichnet den ersten als physischen Körper. Korper fleischlicher Korper „Wagen" (Leib) physischer Korper 2. der dritte ist der . Korper natürlicher Korper „Pferd" (Gefühle.göttliche* Körper.Kutscher' (Verstand) und der vierte der . von äußeren Ursachen unabhängig ist und der Körper des Willens ist. den zweiten als . Korper gottlicher Körper „Herr" (Bewußtsein. Bewußtsein. Der zweite heißt in christlicher Terminologie der . „Der . nämlich: der Mensch wird nicht mit den feineren Körpern geboren. vergaßen das Wichtigste oder haben es ausgelassen. vorausgesetzt. Der Mensch kann auch sehr gut ohne einen . und sie können nur künstlich in ihm herangebildet werden. Ich. obwohl sie in mehr oder weniger gebräuchlicher Form die Definitionen und Einteilungen der alten Lehre beibehalten haben. In der Begriffssprache verschiedener östlicher Lehren ist der erste Körper der .natürliche' Korper. Wünsche) astraler Korper 3.Pferd' (Gefühle und Wünsche).Astralleib' ist nicht ein für den Menschen unerläßliches Instrument.Herr' (Ich. Figur l l.Wagen' (Leib). den sich wenige leisten können.

obwohl jene sich natürlich sehr stark von ihnen unterscheiden. er sei ein sehr intellektueller oder sogar geistiger Mensch und mag nicht nur sich selbst. Der Hauptunterschied zwischen den Funktionen eines Menschen. das heißt ihm nicht gehören." G. Die Gründe hierfür sind folgende: erstens die Tatsache. Der gewöhnliche Mensch besitzt diese Körper und die entsprechenden Funktionen nicht. zeichnete ein anderes Diagramm (Figur 2). „Die Funktionen des physischen Körpers kann man sich parallel den Funktionen der vier Körper vorstellen. das den Funktionen des dritten Körpers entspricht. und den Funktionen der vier Körper ist der. daß im ersten Falle die Funktionen des physischen Körpers alle übrigen Funktionen beherrschen. sagte G. Ein Mensch ohne . . . Das Denken. Neigung oder Abneigung — »ich möchte*. er habe sie und macht dies auch andere glauben. hängen von zufälligen Schocks oder Einflüssen ab. daß der physische Körper mit den gleichen Stoffen arbeitet. .tionen in sich. Im zweiten Falle geht die Herrschaft oder Kontrolle von den höheren Körpern aus.. sondern auch andere täuschen.mentalen Körper' und den vierten Körper. der seinerseits wieder von äußeren Einflüssen bestimmt wird. aus denen die höheren Körper zusammengesetzt sind.ich habe gern'. Aber oft denkt er. nur daß diese Stoffe noch nicht kristallisiert sind. Zweitens entsprechen alle seine Funktionen denen der höheren Körper.ich habe nicht gern* —. in dem er die parallelen Funktionen eines Menschen mit nur einem physischen Leib und eines Menschen mit vier Körpern verglich. daß alles vom Körper bestimmt wird. der nur einen physischen Leib besitzt. das heißt Funktionen. „Dasselbe gilt natürlich noch mehr für den .ich möchte nicht'. wird der Automat von äußeren Einwirkungen bedingt und die drei nächsten Funktionen hängen vom physischen Körper und den äußeren Einflüssen ab.Astralleib* kann sogar den Eindruck erwecken. ist hier ein rein mechanischer 59 . in anderen Worten. „soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit nur physischem Körper handelt. „Im ersten Falle". die die Stelle des zweiten Körpers einnehmen.

Und femer gibt es den Willen. Wille.Ichs' herrühren.Vorgang. Gefühlskräfte undWünsche.frei' genannt werden. Der Wille fehlt dem gewöhnlichen mechanischen Menschen. dem Bewußtsein und Willen Untertan. Ego. soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit vier Körpern handelt. An Stelle des mechanischen Denkvorgangs steht das Bewußtsein. die der Intelligenz unterworfen sind. das heißt eine Macht. und größere oder geringere Dauer von Begierden und Wünschen wird starker oder schwacher Wille genannt. Ich. Es besteht Individualität. Figur 2 Verschiedene und widersprechende. sondern dem Bewußtsein entspringt und durch eine Individualität oder ein einziges und dauerndes Ich gelenkt wird. die nicht nur aus oft gegensätzlichen Wünschen zusammengesetzt ist. von Wünschen geschaffene „Willen" Automat. hängt der Automatismus des physischen Körpers von den Einflüssen der anderen Körper ab. die von verschiedenen . weil er von Zu- 60 . Denkfunktionen. aus dem Automaten entstehend Gedanken. er hat nur Wünsche. ganz. die den physischen Körper und seine Begierden meistert und fähig ist. von äußeren Einflüssen bedingt Wünsche. An Stelle von zwiespältiger und oft gegensätzlicher Tätigkeit verschiedener Begierden gibt es nur ein einziges Ich. Nur ein solcher Wille kann . sowohl sein Zögern als auch seinen Widerstand zu überwinden. unteilbar und dauernd. Bewußtsein. aus Wünschen kommend Der Leib gehorcht den Wünschen und Gefühlen. die dem Denken und der Intelligenz gehorchen. „Im zweiten Fall.

plötzlich oben ist. die mit verschiedenen metallischen Pulvern gefüllt ist. das oben war. Dazu muß eine besondere Art Feuer unter der Retorte angezündet werden. . Wenn die Retorte geschüttelt oder mit dem Finger daran geklopft wird. nach unten oder in die Mitte gelangen. ihr Wesen macht dies möglich. durch das die Verbindung erreicht wird. das unten war. und unter solchen Bedingungen kann es auch nichts Bleibendes geben. die sie im Zustand mechanischer Mischung trennten und den Platz wechseln ließen. Die Pulver sind in keiner Weise miteinander verbunden und jeder zufällige Wechsel in der Lage der Retorte verändert die Lage der Pulver zueinander. Die Wissenschaft nennt diesen Zustand der Pulver den Zustand der mechanischen Mischung. Auf diese Weise verschmolzen. Der Inhalt der Retorte ist unteilbar.Reibung' erzeugt. die wiederum im Menschen durch den Kampf zwischen Ja' und . die Wechselbeziehungen von Pulvern im Zustand mechanischer Mischung zu festigen. während dasjenige. Wenn ein Mensch allen Wünschen nachgibt oder ihnen Vor- 61 . Dies ist ein genaues Bild unseres. bilden sie eine chemische Verbindung. ihr allmähliches Wachstum und die Bedingungen für dieses Wachstum auf folgende Weise: „Stellen wir uns ein Gefäß oder eine Retorte vor. Und nun können sie nicht mehr durch jene einfachen Methoden getrennt werden. Jeden folgenden Augenblick können neue Einflüsse die Lage des oben beßndfichen Pulvers verändern und an seine Stelle ein anderes rücken.fällen unabhängig ist und nicht von außen verändert und geleitet werden kann. Nichts ist bleibend in der Lage der Pulver. „Eine östliche Lehre beschreibt die Funktionen der vier Körper.Nein' hervorgerufen wird. Das Feuer. Das ist ein Bild der Bildung des zweiten Körpers. wird durch . das sein genaues Gegenteil ist. das sie durch Erhitzen und Schmelzen schließlich miteinander verbindet. Aber die Pulver können verschmolzen werden.psychischen Lebens. kann das Pulver. „Es ist unmöglich. Das wesentliche Kennzeichen der Wechselbeziehung der Pulver untereinander in dieser Art Mischung ist deren Unbeständigkeit und Veränderlichkeit.individuell' geworden.

Es mag möglich sein. sie zu magnetisieren. Ein solcher Mensch hat viele Eigenschaften. können die gleichen Einflüsse oder andere sie auch wieder entfemen. wird er ein Feuer schallen. zu radioaktivieren und so fort. gibt es keinen inneren Kampf in ihm. das seine innere Welt langsam in eine einzige Einheit verwandelt. Diese Eigenschaften stellen das Kennzeichen der fraglichen Substanz dar. Kräfte und alles ihm erreichbare Wissen erworben hat. „Der Vorgang der Festigung dieser erworbenen Eigenschaften entspricht der Bildung des vierten Körpers. entspricht der Bildung des dritten Körpers und dem Erwerb neuen Wissens und neuer Kräfte mit Hilfe dieses dritten Körpers. wie dieser vierte Körper. Und alle enthalten Hinweise auf den Weg. Mittels einer besonderen Art von Arbeit für alle drei Körper können diese Eigenschaften bleibender und unverlierbarer Besitz des dritten Körpers werden. Aber durch ihre Bearbeitung in einer bestimmten Weis„e kann die Anzahl dieser Kennzeichen vermehrt werden. Die durch Verschmelzung erreichte chemische Verbindung hat gewisse Qualitäten. „Nur der Mensch im Besitz aller vier voll entwickelten Körper kann ein Mensch im vollen Sinne dieses Wortes genannt werden. das heißt die Unsterblichkeit. der Verbindung neue Eigenschaften zu verleihen. dann bleibt noch das Problem. erreicht werden kann. „Der Vorgang. dieses Wissen und diese Kräfte zu festigen. „Kehren wir zu unserem Beispiel zurück. „Wenn der dritte Körper gebildet worden ist und alle ihm erreichbaren Eigenschaften. ein gewisses spezifisches Gewicht. denn da sie durch Einflüsse einer gewissen Art erworben wurden. Eine dieser Eigenschaften ist Unsterblichkeit. keine . Alle Religionen und alten Lehren enthalten die Idee. eine gewisse elektrische Leitungsfähigkeit und so fort. das heißt die Verbindung kann neue Eigenschaften erhalten.Reibung". die der durchschnittliche Mensch nicht besitzt. die ihn stören. Aber wenn er unter Verfolgung eines festen Ziels mit den Wünschen kämpft. die sie vorher nicht hatte. daß durch Erwerb des vierten Körpers der Mensch unsterblich wird. 62 . kein Feuer.seh üb leistet.

beginnt er nach den Schlüsseln zu diesen Zimmern zu forschen. „Das vierte Zimmer gibt dem Menschen Unsterblichkeit. Der Weg des l/ogi. Der Weg des Fakirs 2. daß Unsterblichkeit nicht eine Eigenschaft ist. für Stunden. durch Folterung des Körpers. manche sind kürzer." Bei der nächsten Versammlung fuhr G. Es gibt sehr viele Wege. Alle bestehenden und allgemein bekannten Wege zur Unsterblichkeit können in drei Kategorien eingeteilt werden: 1.„In diesem Zusammenhang vergleichen manche Lehren den Menschen einem Hause mit vier Zimmern. Der Fakir steht entweder regungslos in der gleichen Stellung. und alle Religionen bemühen sich. Wenn er dies erfährt. dort fort. Es ist ein langer. mit der ein Mensch geboren wird. vermutet er nicht. der Weg der Arbeit am ersten Zimmer. manche länger. dem wichtigsten Raum. „Ich sagte das letztemal. wird er wirklich Herr im Haus. aber alle ohne Ausnahme führen oder trachten in einer Richtung zu führen. dem kleinsten und ärmsten. vor allem zum vierten. und bevor er es erfährt. Dies wird durch furchtbares Leiden erreicht. die Herrschaft über seinen Körper zu erreichen. Tage. Aber der Mensch kann Unsterblichkeit erreichen. daß es die anderen Zimmer gibt. Mo- 63 . schwieriger und Ungewisser Weg. „Der Weg des Fakirs ist der Weg des Kampfes mit dem physischen Leib. denn dann gehört es (hm ganz und für immer. nämlich zur Unsterblichkeit. Der Mensch lebt in einem Zimmer. die mit Schätzen angefüllt sind. Der Fakir bemüht sich. physischen Willen. wo er aufgehort hatte. manche Schwerer und manche leichter. den Weg dahin zu zeigen. Der Weg des Mönches 3. Und wenn einer ^den Weg in dieses Zimmer gefunden hat. Der ganze Weg des Fakirs besteht aus verschiedenen unglaublich schwierigen körperlichen Übungen.

nämlich die Schwierigkeit. Tag und Nacht während zwanzig Jahren hatte er auf Fußund Fingerspitzen gestanden. nicht weil er die Möglichkeiten 64 . und dann beginnen sie ihn zu lehren. was er überwinden. er kann ihn nicht gebrauchen. Gewöhnlich ist er zu alt. intellektuellen und so fort — bleiben unentwickelt. Wenn ein Fakir das erstrebte Ziel erreicht hat. oder er sitzt mit ausgestreckten Armen auf einem nackten Stein in der Sonne. oder foltert sich mit Feuer. gibt es auch Yogischulen. der unglaubliche Schwierigkeiten auf seinem Weg überwunden hat. „Sie können sich nicht vorstellen. auf das er ihn anwenden kann. um eine neue Arbeit anzufangen.nate oder Jahre. und das mag ihm helfen. die Funktionen des Denkens und Fühlens zu entwickeln. „Und ein Mensch wird ein Fakir. sich auszustrecken. um diesen Zustand zu erreichen. zum Beispiel sah ich einmal einen im inneren Hof eines indischen Tempels und schlief sogar in seiner Nähe. Ich weiß nicht. in ihm entwickelt und er erreicht das vierte Zimmer oder die Möglichkeit. Er hat Willen erworben. steckt die Beine in einen Ameisenhaufen und so fort. den vierten Körper zu bilden. Wenn er nicht vorher krank wird und stirbt. dann wird das. Ich habe viele gesehen. Aber nun besitzt er einen Willen. trugen ihn zum Fluß und wuschen ihn wie einen leblosen Gegenstand. bevor er zu alt ist. welche Qualen er gelitten haben mußte. im Regen oder Schnee. Aber seine anderen Funktionen — die emotionalen. Aber dies hatte er nicht auf einmal erreicht. Ein Fakir muß gehen und sprechen lernen wie ein Kleinkind. was für Entbehrungen Fakire zu ertragen haben. ob Sie je richtige Fakire gesehen haben. was man physischen Willen nennen kann. „Aber wo es Fakirschulen gibt. Stellen Sie sich vor. Er war nicht mehr fähig. nehmen sie ihn in eine Yogischule. die Schwierigkeiten des zweiten Teiles des Weges zu bewältigen. wo sie ihn zuerst heilen und seine Bewegungskraft wieder herstellen. besitzt aber nichts. Seine Schüler trugen ihn von einem Ort zum anderen. um Wissen oder Selbstvervollkommnung zu erlangen. Yogis haben gewöhnlich ein wachsames Auge auf Fakire.

Sie müssen verstehen. den sie sahen. aber manchmal doch für einige Stunden. Und Europäer. die ihn nachahmen. aber andere werden dann später selbst Fakire. Und hin und wieder geschieht es. wie auch Mönche verschiedener Wanderorden. daß ein Mann. gibt es unter einfachen Leuten die Sitte. sondern sich der Schülergruppe des Fakirs anschließt und später. Bisher habe ich nur von Fakiren gesprochen. sie nachzuahmen.und Ergebnisse dieses Weges versteht und auch nicht aus einem religiösen Gefühl heraus. der ihn besonders beeindruckte. Ein Mönch verwendet Jahre und Jahrzehnte auf den Kampf mit sich selbst.Fakir' in Anführungszeichen gebrauche. die in derselben Stellung sitzen oder stehen. auf den zweiten Körper. Dies ist der Weg des Glaubens. wo es Fakire gibt. einfach weil ihnen irgendein Fakir. „Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. der Weg des religiösen Gefühls. Das ist der erste Weg. Diese Kinder werden ihre Schüler. Neben jedem Fakir in den Tempeln kann man Leute sehen. Indem er alle seine Gefühle einem einzigen unterwirft. „Aber in Wirklichkeit sind der Weg des Fakirs. nicht wieder nach Hause zurückkehrt. im Laufe der Zeit. ahmen sie nach oder werden angehalten. Außerdem adoptieren Fakire oft Waisen oder kaufen einfach Kinder von armen Eltern. der Weg des Mönches und der Weg des Yogi ganz getrennt. das heißt die Gefühle. der zufällig an einem Festtag in den Tempel kam und einen Fakir nachahmte. nämlich 65 . zu versprechen. dann selbst ein Fakir wird. aber all seine Arbeit ist auf den zweiten Raum gerichtet. Natürlich nicht für lange. einige nur äußerlich. In allen östlichen Ländern. des religiösen Opfers. Nur ein Mensch mit sehr starkem religiösem Gefühl und einer sehr starken religiösen Einbildungskraft kann ein »Mönch1 im wahren Sinn des Wortes werden. daß ich den Ausdruck . In Persien heißt Fakir einfach Bettler und in Indien bezeichnen sich viele Gaukler als Fakire. bezeichnen oft Yogis mit dem Namen Fakir. einen starken Eindruck gemacht hat. vor allem gebildete Europäer. „Außerdem werden auch noch andere Leute Fakire. Auch der Weg des Mönches ist sehr lang und hart. ein nach einem freudigen Ereignis geborenes Kind den Fakiren zu überantworten.

muß er seinen Körper und seine Denkfähigkeit entwickeln. die Beherrschung seiner Gefühle. Das kann er nur durch neue Opfer. Dies ist der Weg des Wissens. was er erreicht hat. wo ein Mensch weiß. kann er das Ergebnis von dem. und auf diesem Wege erreicht er das vierte Zimmer. wenn sie eine bestimmte Sache erreicht haben und gehen nicht mehr weiter. das heißt über das erste und zweite Zimmer.dem Glauben. daß er weiß. „Die Wege unterscheiden sich auch durch das jeweilige Verhältnis zu Lehrer oder Führer. entwickelt er in sich die innere Einheit. noch wenigere überwinden *alle Schwierigkeiten. Aber sein physischer Körper und seine Denkfähigkeit bleiben unentwickelt. Der Weg des Yogi besteht in der Arbeit am dritten Raum und er sucht in den vierten Raum mittels der Erkenntnis einzudringen. und. Sehr viele halten an. Er hat aber in diesem Fall den Vorteil. Ein Mönch muß t/ogi und Fakir ^werden. Der Yogi erreicht dies. sondern dient nur als Beispiel. "•der Weg des Denkens. aber kann nichts tun. Die Arbeit des Schülers besteht in der Nachahmung des Lehrers. was er erreicht hat. Um etwas tun zu können. Der Lehrer lehrt hier nicht. Sehr wenige kommen so weit. neue Mühen und 5' neue Entbehrungen erreichen. Gebrauch machen zu können. aber Körper und Gefühle bleiben unentwickelt. genau wie auch auf dem Weg des Fakirs und des Mönches. Um von dem. muß er die Meisterschaft über Körper und Gefühle gewinnen. Er weiß alles. nicht anwenden. indem er seine Denkfähigkeit entwickelt. 66 . gleich dem Fakir und dem Mönch. erreichen auch auf dem Weg des Yogi nur sehr wenige dieses Verständnis. das heißt jene Stufe in seiner Arbeit. was er tun muß und in welcher Richtung er gehen muß. was ihm fehlt. daß er seine Lage versteht. Die meisten sterben entweder vorher oder sie ^werden nur Mönche dem äußeren Anschein nach. wohin er geht. Dazu muß er neu mit der Arbeit beginnen und wieder durch verlängerte Anstrengungen bestimmte Ergebnisse erreichen. „Auf dem Wege des Fakirs hat ein Mensch keinen Lehrer im wahren Sinn des Wortes. '• „Der dritte Weg ist der des Yogi. Aber.

Dies zeigt wiederum. Zu Beginn muß er seinen Lehrer nachahmen wie der Fakir und an ihn glauben wie der Mönch. allen Freuden. der Weg des Fakirs sowohl als auch der des Mönches und der des Yogi. „Auf dem Wege des Yogi kann und darf ein Mensch nichts ohne Lehrer tun. wenn auch in seinem Verständnis des Begriffes von Gott und dem Dienste für Gott vieles subjektiv und widerspruchsvoll sein mag. daß die . wie schwierig und selten eine solche Entwicklung ist.Wege' die einzig möglichen Methoden für die Entwicklung der verborgenen Möglichkeiten des Menschen sind. nur so kann er hoffen. seine Familie. muß man klar verstehen. Bindungen und Pflichten des Lebens entsagen und in die Wüste gehen oder in ein Kloster oder in eine Yogischule. Die Wege sind eng und gerade. irgend etwas auf einem dieser Wege zu erreichen. und ein Teil seiner Pflicht. die Liebe zu Gott.„Auf dem Wege des Mönches hat der Mensch einen Lehrer. Das Gesetz für den Menschen ist sein Dasein im Bereich der mechanischen Einflüsse. Sie beginnen alle mit dem Schwersten: sein Leben vollständig zu wandeln und allen weltlichen Dingen zu entsagen. Vom ersten Tage an. dem ersten Schritt in dieser Richtung. diese auf sich anzuwenden. „Um den Kern dieser Lehre zu erfassen. Er lernt die Methode seines Lehrers und allmählich lernt er auch. „Aber alle diese Wege. Der Weg zur Entwicklung verborgener Möglichkeiten ist ein Weg gegen die Katur. gegen Gott. dem Zustand der Maschine Mensch. Die Entwicklung dieser Möglichkeiten ist kein Gesetz. haben eines miteinander gemeinsam. dauernde Anstrengung. Aber gleichzeitig 67 . Ein Mensch muß sein Heim aufgeben. so er eine hat. Gott zu gehorchen und zu dienen. sich ihm vollständig unterzuordnen. Aber die Hauptsache auf dem Weg des Mönches ist der Glaube an Gott. dem Lehrer unbedingt zu vertrauen. Das erklärt auch die Schwierigkeiten und die Ausschließlichkeit dieser Wege. zu gehorchen. Aber später wird der Mensch allmählich auf dem Weg des Yogi sein eigener Lehrer. muß er für die Welt sterben. seiner Arbeit besteht darin.

Im täglichen Leben. geht der Mensch gewöhnlich dazu über.Möglichkeit'. wenn er in sich Möglichkeiten hat. Im Wust des täglichen Lebens. Er hat nur ein dürftiges Verständnis für die Bedeutung des Wortes . Mönche oder Yogis werden. sind die Wege einegeringfügige. Er bildet sich ein. die vom Standpunkt des Lebens ebensogut auch nicht bestehen könnten. daß ihre Möglichkeiten nicht entwickelt werden können und auch nicht ent- 68 . religiösem oder sozialem Interesse ausgefüllt ist. seine Anlagen könnten einerseits vollständig unentwickelt bleiben und verschwinden. daß. Die Wege stehen im Widerspruch zum alltäglichen Leben. Wenn wir tatsächlich alle Menschen nehmen. Die Idee der Wege kann nicht verstanden werden. wenn die Möglichkeit der menschlichen Entwicklung ohne ihre Hilfe zugegeben wird. daß sie niemals Fakire. vor allem des modernen Lebens. beruhen auf anderen Prinzipien und sind anderen Gesetzen unterworfen. die in den Wegen enthalten sind. Das tägliche Leben kann den Menschen bestenfalls zum Tode und zu nichts anderem führen. die weder Fakire. andererseits erfordere ihre Entwicklung furchtbare Anstrengungen und Ausdauer. Mönche noch Yogis sind. Dies scheint ihm übertrieben. ungerecht und absurd. Von der absoluten Weigerung. selbst einem Leben. „Gewöhnlich ist es hart für den Menschen. die unbedingte und unerläßliche Entwicklung derselben Möglichkeiten zu verlangen. so können wir mit absoluter Gewißheit sagen. das mit wissenschaftlichem. Nur schwer verträgt er die Vorstellung. sich überhaupt irgendwelche Möglichkeiten zuzubilligen. und von denen wir zuverlässig glauben können. was dem Menschen zur Entwicklung seiner verborgenen Möglichkeiten zur Verfügung steht. gibt es nichts und kann es nichts geben. was den Möglichkeiten gleichkäme. kaum erkennbare Erscheinung. philosophischem. sich hiermit abzufinden.kann nur über sie etwas erreicht werden. sie entwickelt werden müßten und daß es auch die Mittel zu ihrer Entwicklung in seiner Umgebung geben müsse. Darauf beruht ihre Macht und ihre Bedeutung. Aber diese geringfügige Erscheinung enthält alles. Die Wege führen oder sollten den Menschen zur Unsterblichkeit führen.

ein Mensch muß für den vierten Weg vorbereitet sein und muß seine Vorbereitung im täglichen Leben erworben haben. Der vierte Weg beginnt auf einer viel fortgeschritteneren Stufe als der Weg des Yogi. was einer Fakir. die für die Arbeit auf dem vierten Weg günstig sind oder auf jeden Fall sie nicht unmöglich macht. Mönches oder Yogi. wenn es nicht die Möglichkeit eines vierten Weges gäbe. weil in seiner Umgebung nichts ist. „Gleichzeitig ist der Anfang des vierten Weges leichter als der Weg des Fakirs. Außerdem hat der vierte Weg keine feste Form wie der Weg des Fakirs. Sie muß eine sehr ernste Vorbereitung sein. Außerdem muß er in Verhältnissen leben. des Mönches oder des Yogi. um das folgende zu begreifen. wofür er vorher gelebt hat. die viele verschiedene Seiten umfaßt. „Unter den gewöhnlichen Verhältnissen des kultivierten Lebens ist die Lage eines Menschen. seine 69 . während man die gewohnten Lebensumstände beibehält. und wieder andere verneinen seine Existenz oder deren bloße Möglichkeit. Das heißt.wickelt werden. der nach Erkenntnis sucht. alles aufzugeben und allem zu entsagen. Es gibt viele Menschen. daß es im inneren wie auch im äußeren Leben eines Menschen Verhältnisse geben kann. hoffnungslos. während die westlichen Religionen dermaßen entartet sind. Das ist die erste Prüfung. Auch die zahllosen okkulten und mystischen Gesellschaften und die naiven Experimente von spiritistischer Art und dergleichen mehr können überhaupt keine Ergebnisse zeitigen. daß es schon lange nichts Lebendiges mehr in ihnen gibt. seine gewohnte Arbeit fortsetzt. Er ist nicht so bekannt wie die drei überlieferten Wege. Auf dem vierten Wege kann man arbeiten und diesem Weg folgen. Und zu allererst muß er gefunden werden. Dies muß man klar verstehen. die nie vom vierten Weg gehört haben. selbst eines intelligenten.oder Yogischule ähnlich ist. „Und die Lage wäre wirklich hoffnungslos. „Der vierte Weg verlangt kein Sichzurückziehen in die Wüste und erfordert nicht von einem Menschen. Man muß einsehen. die unüberschreitbare Grenzen für den vierten Weg schaffen.

sind die bestmöglichen für ihn. überzeugen. . jedenfalls bei Beginn der Arbeit. der Yogi jlim dritten. Dies ist das Grundprinzip des vierten Weges. Alle anderen Bedingungen als diejenigen. Im Gegenteil. Je mehr er versteht. ^ „Somit berührt der vierte Weg alle Seiten des menschlichen Wesens gleichzeitig. der Mönch im zweiten. daß die Hauptforderung an den Menschen eine Forderung nach Verstehen ist. und unter solchen künstlichen Bedingungen würde die Arbeit nicht alle Seiten in ihm gleichzeitig berühren können. was er ist. Sie sind seine natürlichen Lebensbedingungen. außer als Experiment unter der Aufsicht seines Leiters und Lehrers. lassen Fakir. der Yogi ist Herr seines Denkens. Auf dem vierten Weg muß sich ein Mensch von der Wahrheit dessen. Ein Mensch darf nichts tun. Er ist Arbeit an allen drei Zimmern auf einmal. Das Ergebnis der Arbeit steht im Verhältnis zur Bewußtheit der Arbeit. Der Fakir ist Herr seines Körpers. Auf dem vierten Weg ist kein »Glaube* nötig: im Gegenteil. weil sie nicht Herr aller ihrer Funkätionen sind. „Femer unterscheidet sich der vierte Weg von den anderen Wegen dadurch. was ihm gesagt wird.früheren Beziehungen zu Menschen bestehen läßt und femer ohne etwas aufzugeben oder zu entsagen. nicht aber seines Gefühls und seines Denkens. der Mönch ist Herr seines Gefühls. nicht aber seines Körpers und seines Gefühls. darf er nichts tun. würden künstlich für ihn sein. und sie können Idas Erreichte nicht anwenden. „Die Methode des vierten Weges besteht darin. jede Art Glaube steht im Widerspruch zum vierten Weg. weil das Leben eines Menschen und dessen Verhältnisse dem entsprechen.1 Mönch und Yogi viel Unfertiges hinter sich zurück. desto größer wird das Ergebnis seiner Anstrengungen sein. Und bis er überzeugt ist. nicht aber seines Körpers und seiner Denkfähigkeit. was er nicht versteht. Wenn sie das vierte Zimmer erreichen. Diese Bedingungen sind der Mensch selbst. die Lebensumstände. etwas in einem 70 . in denen sich ein Mensch beim Beginn der Arbeit befindet und wo ihn sozusagen die Arbeit findet. die das Leben selbst geschaffen hat. 'l Der Fakir arbeitet im ersten Zimmer. was er tut.

daß man auf dem vierten Weg ein gewisses Wissen anwenden kann. Das kommt daher. vielleicht hat er es geerbt.schlaue Mensch' das Geheimnis lernte — das ist nicht bekannt. „Der vierte Weg wird manchmal der Weg der schlauen Menschen genannt. weil er die Herrschaft über alle seine körperlichen. Dies Wissen erlaubt es. eine gewisse Substanz. Es macht keinen Unterschied. Gefühls. das heißt. gleichzeitig auch am Denken und dem Gefühl zu arbeiten.Zimmer zu tun und gleichzeitig etwas entsprechendes in den beiden anderen Zimmern zu tun: das heißt. „Von den vieren handelt der Fakir auf die gröbste Art. „Wenn also ein Mensch Willen auf dem vierten Weg erreicht.schlaue Mensch' kennt das Geheimnis. Der . Mönch und Yogi nicht kennen. 71 . Wie der . gleichzeitig am Denken und Körper zu arbeiten. jeder kann nur das tun. mit geschlossenen Augen. und mit seiner Hilfe sticht er Fakir. denkerischen und Gefühlsübungen dienen diesem Zweck. weiß sehr wenig und versteht auch sehr wenig. Mönch und Yogi aus. Er tut dies absolut blind. Außerdem ist es auf dem vierten Weg möglich. Vielleicht fand er es in alten Büchern. ohne Ziel. was notwendig für ihn ist und nicht. die Fakir. Das kann erreicht werden dank der Tatsache. Der . daß er durch einen ganzen Monat intensiver Qual eine gewisse Kraft entwickelt. in allen drei Richtungen gleichzeitig zu arbeiten. Nehmen wir an. weil er gleichzeitig nebeneinander an allen drei Seiten seines Wesens arbeitet. die Arbeit jedes einzelnen Menschen zu individualisieren. das für die Wege des Fakirs. gleichzeitig am Körper und den Gefühlen zu arbeiten.schlaue Mensch' kennt einige Geheimnisse. während man das Denken bearbeitet. was nutzlos für ihn ist. was überflüssig ist und nur aus Überlieferung in den anderen Wegen aufbewahrt wird. vielleicht hat er es gekauft. während man am Gefühl arbeitet. Außerdem hat er viel Zeit gewonnen. des Mönches und Yogi unzugänglich ist. die gewisse Veränderungen in ihm hervorruft. vielleicht stahl er es von irgend jemandem. während man am physischen Körper arbeitet. Parallele Serien von physischen. daß der vierte Weg vieles wegläßt.und Denkfunktionen erworben hat. kann er ihn gebrauchen.

die alles. „Der Yogi weiß erheblich mehr. Er weiß. einfach in Nachahmung von anderen. daß eine Woche von Fasten. durch religiöse Überlieferung. Er weiß. der ihm sagt. „daß es zusätzlich zu 72 .Gott wohlgefällig sind'. und auf diese Weise erhält er ohne Zeitverlust das gewünschte Ergebnis. daß seine Anstrengungen und Opfer . und er glaubt. und er erreicht. was er will. daß diese Substanz im Verlauf eines Tages durch eine gewisse Art geistiger Übungen oder Bewußtseinskonzentration herangebildet werden kann.. „Aber auf dem vierten Weg ist die Erkenntnis noch genauer und vollständiger. daß diese Substanz im Körper durch einen Monat physischen Leidens hervorgerufen werden kann. unaufhörlichem Gebet. sagte G. Auf diese Weise verwendet der Yogi auf das gleiche Ziel nur einen Tag im Vergleich zum Monat des Fakirs und zur Woche des Mönches. daß es für seine Absicht notwendig ist. anstatt einen Tag mit geistigen Übungen zu verbringen wie der Yogi. daß sie von außen in den Organismus eingeführt werden kann. Er weiß zum Beispiel. und wie er es erreichen kann. Nehmen wir an. was er braucht. Er wird durch sein religiöses Gefühl geleitet. Und so. Er vertraut seinem Lehrer. der den vierten Weg geht. „Weiter muß bemerkt werden". und er weiß. durch die Sehnsucht nach Vollendung und Erlösung. was für Stoffe er für sein Ziel benötigt. eine Woche im Gebet wie der Mönch. Ein Mensch. wenn man weiß. bereitet er sich einfach eine gewisse Pille.Methode oder Ergebnis zu kennen. „Der Mönch weiß ein wenig besser. durch eine Woche emotionaler Anstrengung oder einen Tag geistiger Übungen — und auch. das zu erreichen. wie man dies tut. enthält. eine gewisse Substanz in sich zu erzeugen. wofür der Fakir einen Monat Selbstfolterung benötigt. er weiß. weiß ganz genau. was er will. Entbehrungen und so fort ihn fähig macht. was er will. oder einen Monat in Selbstfolterung wie der Fakir. was zu tun ist. warum er es will. ohne sich einen einzigen außerhalb liegenden Gedanken zu erlauben. So versenkt er sich einen ganzen Tag in diese Übungen.

überhaupt keine Hoffnung hat und sich in einem Kreis bewegt. Alles ist genau so wie schon vor Jahrtausenden und Jahrzehntausenden." „Ja. 73 . wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte. ein naiver Mönch oder ein vom Leben zurückgezogener Yogi sich auf dem Wege der Entwicklung befinden kann. „Es gibt überhaupt keinen Fortschritt. Aber was er dann im vierten Zimmer vorfindet. Sklaverei und große Worte aufgebaut. fortfuhr zu wachsen und sich zu entwickeln und immer neue Millionen von Menschen in ihren Bannkreis zog. Der Mensch bleibt genau der gleiche. sagte ich. sagte G. die nur zeitweilige Ergebnisse liefern. „Für einen Menschen westlicher Kultur". weil es 1916 gesagt wurde. aus dem es kein Entkommen gibt. während ein gebildeter Europäer. daß die Tür zum vierten Zimmer künstlich mit einem Dietrich geöffnet wird. gewappnet mit . Auch auf diesen Wegen sucht mancher den Schlüssel zum vierten Raum und findet ihn auch zuweilen. „Es kommt auch vor. jedoch nur falsche. das kommt daher. als die neueste Äußerung der „Zivilisation" in Form eines Krieges." Dies beeindruckte uns natürlich besonders tief. All diese schönen Worte über Fortschritt und Zivilisation sind nichts als leere Worte. ist noch nicht bekannt. daß ein unwissender Fakir. die sogar Dauer-Ergebnisse zeitigen können. . An einem der folgenden Tage kamen wir wieder auf die Wege zu sprechen.kultivierte' Leute leben mit den gleichen Interessen wie die unwissendsten Wilden. der Kern wandelt sich nicht. „ist es natürlich schwierig zu glauben und die Vorstellung anzunehmen. Die moderne Zivilisation ist auf Gewalt. Die äußere Form wandelt sich. Und in beiden Fällen kann sich das Zimmer als leer erweisen. weil die Menschen an Fortschritt und Kultur glauben".diesen geeigneten und gesetzmäßigen Wegen auch kunstliche Wege gibt. und falsche Wege." Damit schloß G.exaktem Wissen* und allen letzten Untersuchungsmethoden.Zivilisierte' und .

sich ergänzten und kontrastierten. wo Sie verstehen werden. Rom und Konstantinopel herumfuhren." Damit endete. Maschinen sind blind und unbewußt.Ich erinnere mich. Alles geschieht. Aber die Zeit wird kommen. gerade weil sie so verschieden waren. sah ich eine besonders zynische Verhöhnung aller Dinge. Und die unbewußte Geschäftigkeit von einer Million Maschinen muß notwendig in Zerstörung und Ausrottung enden. von denen ich die meisten kannte und die ich gern hatte. soweit ich mich erinnere. mit denen die Menschen sich betrügen. Und was für bewußte Anstrengungen kann es in Maschinen geben? Wenn eine Maschine unbewußt ist. dann sind auch hundert Maschinen unbewußt. unwillkürlichen Handlungen liegt eben die Wurzel allen Übels. einige Tage vor diesem Gespräch zwei enorme Lastwagen auf der Litejnij gesehen zu haben. hunderttausend oder eine Million. Denn alle Handlungen müssen ihrer Natur entsprechen. Unwillkürlich malte ich mir aus. Wien. die noch nicht verstümmelt waren. London. Ich sprach zu unseren Leuten über diese Wagenladungen von Krücken und meine Gedanken hierüber bei unserem nächsten Zusammenkommen. für mich und untereinander nun feindlich gesinnt geworden und durch Wälle von Haß und Verbrechen voneinander getrennt. dieses Gespräch. sie können nicht anders sein. die bis zur Höhe des ersten Stockes der Häuser mit unbemalten hölzernen Krücken beladen waren. sagte G.Zivilisation' in der wirklichen Bedeutung dieser Worte können nur das Ergebnis bewußter Anstrengungen sein. In unbewußten. daß die gleichen Lastwagen sicher auch in Berlin. niemand tut irgend etwas. 74 . .» „Menschen sind Maschinen. Und dabei waren all diese Städte. „Was erwarten Sie anderes".Fortschritt' und . Sie können sich jetzt noch nicht alle Folgen dieses Übels vorstellen noch verstehen. In diesen Bergen von Krücken für Beine. Diese Lastwagen berührten mich seltsam. Sie können nicht das Resultat unbewußter und mechanischer Handlungen sein. und ebenso tausend.

zu lügen. war das Fehlen der Einheit im Menschen." „Hat dies irgend etwas mit dem Bewußtsein einzelner Körperteile und Organe zu tun?" fragte ich ihn bei dieser Gelegenheit. auch ein eigenes Bewußtsein besitzt. Sie wissen. Der erste Punkt. Dann finden Sie heraus. „zu glauben. daß Iwan eine bestimmte Sache nicht zu tun vermag.'s System begriffen. was Sie meinen?" „Nicht ganz". Zum Beispiel kann er nicht lügen. antwortete G. kann Nikolaus nicht umhin. Der Mensch bleibt niemals für lange Zeit der gleiche.DRITTES KAPITEL A nfang November 1915 hatte ich schon einige der Grundgedanken über den Menschen in G. der Mensch sei immer ein und derselbe. sondern Jeder einzelne Teil des Körpers. Iwan kann nicht lügen. wie er es konnte. Simon. auch immer Iwan ist. Selten bleibt er auch nur für eine halbe Stunde der gleiche. Ich weiß. Wenn Sie diese beobachten lernen. den er betonte. sagte er. Und Sie alle denken. „Diese Art von Bewußtsein gibt es 75 . Jetzt ist er Iwan. daß er gelogen hat und sind darüber erstaunt. Matthäus. Ist es das. Er wandelt sich unaufhörlich.-Ich verstehe die Wirklichkeit dieses Bewußtseins und habe sie auch oft gespürt. Und wirklich. der gelogen hat. Sergius. er bleibe Iwan. . daß ein Mensch. wenn er Iwan heißt. Sie werden erstaunt sein. Und wenn sich die Gelegenheit bietet. es war Nikolaus. der eine eigene Funktion hat. „Der größte Fehler ist". Die rechte Hand hat ein anderes Bewußtsein als die linke. was für eine Menge von Iwans und Nikolausen in einem Menschen leben. Nichts dergleichen. die nächste Minute Peter und wieder eine Minute später ist er Nikolaus. Wir glauben. brauchen Sie nicht mehr ins Kino gehen. daß nicht nur einzelne Organe.

erneut auf die Idee der verschiedenen menschlichen Körper zurück. Aber diese Iwans. Wer immer die Oberhand gewinnt. was ihm paßt. Das ist unser Leben. Sie nennen sich alle . aber diese Millionen nützen mir nichts. daß sie gehen müssen. die zwei.Astralkörper' besitzt?" fragte ich. und später müssen die anderen es ausbaden. sie fühlen sich alle als Herren und keiner will den anderen anerkennen. Peters und Nikolause sind anders. In unserem Falle ist es genau das gleiche. sie ist aber verhältnismäßig harmlos. drei oder mehr Körper haben können. Aber im nächsten Augenblick ergreift ein anderer die Peitsche und schlägt ihn. Jeder muß an sich denken. was er will. und sonst wissen wir nichts. Er kann vom physischen Körper getrennt und sogar neben diesem photographiert werden. Er verprügelt alle anderen und kümmert sich um nichts. die Füße. um das zu erkennen". daß die Frage sich mit dem physischen Körper nicht erschöpft und daß es Menschen gibt. Aber das macht für uns persönlich keinen Unterschied. „Es gibt bestimmte Wege. Es ist dieser physische Leib. Das heißt. „Daß der Mensch verschiedene Körper haben kann.Astralkörper' sehen.Astralkörpers' kann noch 76 . als Prinzip verstanden werden. Es ist nutz. muß als Idee. den wir kennenlernen müssen. wo ein jeder für fünf Minuten König sein kann und für seine fünf Minuten alles mit dem Königreich anstellen kann." „Wie kann man erkennen. Jemand wie Rockefeller in Amerika kann eine Menge Millionen haben. jeder ist Kalif für eine Stunde. was andere besitzen. wenn ich nichts zu essen habe. ob ein Mensch einen .auch. daß sie arbeiten müssen." Während eines dieser Gespräche kam G.Ich'.und sinnlos. Und es gibt gar keine Ordnung unter ihnen. Wir wissen. Nur müssen wir immer im Auge behalten. Denken Sie sich ein Land. Eine jede kennt ihren Platz und ihre Aufgabe. Und so geht es fort durch das ganze Leben. „Unter gewissen Bedingungen kann man den . sich auf andere zu verlassen oder sich mit dem Gedanken an das zu trösten. daß wir einen physischen Körper haben. Aber es betrifft nicht uns. Die Hände wissen. ist Herr. antwortete G. macht rücksichtslos. Die Existenz des .

Aber es ist noch zu früh. die voneinander völlig unabhängig sind.Astralkörper' hat bestimmte Funktionen. Das Fehlen dieser Funktionen zeigt das Fehlen des .unterbewußt'. Der . daß die Ideen nicht in der Form entwickelt wurden. die der physische Leib nicht haben kann. Darum habe ich alles psychologische und alles kosmologische Material in zwei besonderen Vorlesungsreihen gesammelt. daß die Tätigkeit der menschlichen Maschine. getrennte Aufgaben haben und getrennte Bereiche. in denen sie sich äußern. Es ist unmöglich. Im Augenblick möchte ich Ihnen nur klarmachen. die verschiedenen Funktionen des Menschen und die Zentren. nennen wir . All unsere Aufmerksamkeit muß vorerst auf das Studium des physischen Leibes beschränkt bleiben. die Struktur der menschlichen Maschine zu verstehen.Astralkörpers' erkennen. Diese Erklärungen und alle mit ihnen verbundenen Aussprachen dauerten ziemlich lange. Es ist notwendig. in der Art zu erklären. Unser Hauptirrtum ist.leichter und einfacher durch seine Funktionen erkannt werden. die diese Funktionen lenken. hiervon zu sprechen. dem Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen — daß der Mensch keine Möglichkeit der Wahl habe.bewußt'. nicht durch ein. In diesem Zusammenhang muß bemerkt werden. gab sie nur Stück für Stück. Dessen Funktionen nennen wir . unfähig sei zu tun und so fort. daß wir nur ein einziges Funktionszentrum besitzen. wie sie wirklich stattfanden. Das Dasein dieser Funktionen läßt das Dasein des . die ich ihnen in meinen Vorlesungen gab. denn sonst kann man gar nichts anderes verstehen. fort. alles. sondern durch mehrere Funktionszentren geleitet wird. Vom Bewußten und vom Unbewußten wollen wir später sprechen. das heißt unseres physischen Körpers. und fast bei jedem Gespräch kamen wir erneut auf die grundsätzlichen Ideen von der Mechanisiertheit des Menschen. als ob er sie vor uns 77 . was nicht unter dieses Zentrum fällt. alle Gespräche in der Weise wiederzugeben. Das ist unser Hauptirrtum. wie sie in den psychologischen Vorlesungen dargelegt sind. zu glauben. G.unbewußt' oder . Das muß vor allen Dingen verstanden werden." Danach fuhr G.Astralkörpers' an.

Später wurde das instinktive Zentrum als eine unabhängige und selbständige Maschine hinzugefügt. was er falsche Tätigkeit der Zentren nannte. Bewegungs. Instinkt. Ich entsinne mich seiner Worte.hüten oder schützen müsse. Ich entsinne mich. fügte er weiteres Material hinzu. Dann wiederum. wenn er das gleiche Thema. daß einige seiner Bemerkungen meine Aufmerksamkeit fesselten. aber das geschieht sehr selten. in Beziehung zueinander als drei Kräfte arbeiten — und daß das Geschlechtszentrum in normalen Fällen als neutralisierende Kraft arbeitet. die sich nachher als Ursache vielen falschen Denkens und vieler falscher Schlüsse herausstellte. daß die drei Zentren der unteren Abteilung: das instinktive. die das Geschlechtszentrum in diesem Zusammenhang spielt. Das dritte Mal entwickelte er es noch weiter. wie alle Zentren dem Geschlechtszentrum seine Energie rauben und mit dieser Energie ganz falsche Arbeit voll nutzloser Aufregung vollführen und dafür dem Geschlechtszentrum nutzlose Energie geben. 78 . Danach das Geschlechtszentrum.und Bewegungszentrum — und versuchte. im Gespräch über die Energie dieser Zentren. Das nächste Mal. wenn das Geschlechtszentrum mit eigener Energie arbeiten kann. „Es ist etwas Großes. Gefühls-. Fühl. Manchmal wies er selbst auf sichtliche Widersprüche in den gegebenen Theorien hin. erneut behandelte. und bei der Rolle. Das war. mit der es gar nicht arbeiten kann. dem Denk-. Beispiele zu suchen und so fort. Bei der ersten Gelegenheit sprach er von drei Zentren — dem Denk-. daß es praktisch nie selbständig arbeite.oder Bewegungszentrum. verweilte er oft bei dem. weil es immer von anderen Zentren abhänge. Wenn er ein neues Thema erstmalig anschnitt. Er schilderte oft. gab er nur allgemeine Grundsätze und hielt oft das Wesentlichste zurück. Nehmen wir zum Beispiel die Frage der Funktionen und Zentren.und Geschlechtszcntrum. Zum Beispiel erklärte er zum Geschlechtszentrum. wenn möglich von einem anderen Gesichtspunkt aus." Ich erinnere mich noch einer anderen Bemerkung. uns diese drei Funktionen unterscheiden zu lehren. die tatsächlich nur auf seine Auslassungen und Vorbehalte zurückzuführen waren.

von der ich rede. So wurde durch verschiedene Gruppen (welche. erklärte. Fühl. nicht mit mir in Beziehung standen) die Vorstellung von drei Zentren aufrechterhalten. vor allem deswegen. weil es im gewöhnlichen Menschen nicht drei. Durch diese Verschmelzung zweier Ideen ganz verschiedener Ordnung und Bedeutung entstanden weitere Mißverständnisse und verstümmelten für den so Denkenden das ganze System. Es ist möglich. alle Zentren gliederten sich in positive und negative Teile. Diese Methode der Darstellung. die sich wiederum in drei weitere Teile gliederten. aber er hob nicht hervor.'s falsch wiedergegebenen und falsch aufgefaßten Bemerkungen über die Beziehungen der drei Zentren des unteren Stockwerkes zueinander fußte. wirklich gesagt hatte. Während des ersten und der folgenden Gespräche über Zentren fügte G. sprachen wir erst von drei Zentren. Viele Leute fanden Widersprüche zwischen der ersten Darstellung einer gegebenen Idee und darauf folgenden Erklärungen. sondern fünf Zentren gibt. Und irgendwie war diese Idee mit der Vorstellung von drei Kräften verknüpft. daß diese Teilung für die verschiedenen Zentren nicht die gleiche sei. daß alle Zentren in drei Teile oder drei Stockwerke geteilt seien. die nicht mit meiner Arbeit im Zusammenhang standen. ich wiederhole. fast jedesmal etwas Neues hinzu. die mit dem. Wie ich sagte. mit der sie in Wahrheit gar keine Verbindung hatte. um so genau wie möglich der ersten zu folgen.und Bewegungszentrum) als Ausdruck der drei Kräfte auf G. in gar keiner Beziehung standen. G. und manchmal. Aber er gab weder ein 79 . dann von vier. und G. schufen sie phantastische Theorien. Dann sagte er. vor allem in den späteren Gruppen.gegenüber der aktiven und passiven Kraft von Instinkt. daß die Idee von drei Zentren (Denk-.und Bewegungszentrum.'s Vorbehalte in seinen ersten Vorträgen führten zu vielen Mißverständnissen. was G. dann von fünf und schließlich von sieben Zentren. Teile von Zentren wurden selten in den Gesprächen erwähnt.

daß über einen gewissen Punkt hinaus diese 80 . und in der großen Masse wird er auch. noch erklärte er. diese Art Wachstum kennzeichnet die wirkliche Evolution des Menschen. „Um das Gesetz menschlicher Evolution zu verstehen. Ich werde im weiteren Verlauf die Gespräche und Vorlesungen von St. daß negative Gemütsbewegungen völlig unnötig seien und kein normales Zentrum für sie bestehe. daß sich durch Aufmerksamkeit oder Beobachtung die Arbeit der Teile der Zentren unterscheiden ließe. „kann man als die Entwicklung der Kräfte und Anlagen verstehen. die sich niemals von selbst. antwortete G. Nur diese Art Entwicklung. Trotzdem er zum Beispiel die Grundlage zum Studium der Rolle und Bedeutung negativer Gefühle gab. Jemand fragte bei einer Zusammenkunft: „Wie soll man den Begriff der Evolution verstehen?" „Die Evolution des Menschen". Aber es ist unmöglich. in manchen Fällen Wiederholungen zu vermeiden. Petersburg und in späteren Gruppen in der Art. entwickeln. Wandlungen. gegen sie anzukämpfen — indem er darauf hinwies. wie G. wie ich mich an sie erinnere. sich nicht mit ihnen zu identifizieren. das heißt mechanisch. All dies und vieles andere wurde erst später festgestellt. vervollständigte er diese Theorien nicht. ebenso die Methoden. von größtem Interesse. und meiner Meinung nach ist die ursprüngliche Darstellung der Ideen des Systems in der Art. so bleiben. die möglicherweise die allgemeinen Erfordernisse der Natur verletzen. können nur in einzelnen Menschen stattfinden.. wiedergeben und dabei versuchen. Die Natur hat ihn so gemacht wie er ist.Beispiel noch erwähnte er. soweit wir sehen können. sich nicht nach ihnen zu richten und nicht negative Gefühle auszudrücken —. was bereits in der ersten und zweiten Vorlesungsreihe niedergelegt worden ist. „Betrachten wir einen Menschen im jetzigen Stadium seiner Entwicklung. sie gab. die Wiederholung dessen zu vermeiden. Es gibt und kann keine andere Art von Evolution geben. ist es notwendig zu begreifen.

können keine wesentlichen Veränderungen im Leben der Planeten vor sich gehen und kann infolgedessen auch keine wesentliche Wandlung im Leben der Menschheit stattfinden. die Evolution eines gewissen geringen Prozentsatzes mag mit ihnen in Einklang stehen. Und sie ist genau den Erfordernissen der Erde zur jetzigen Zeit angepaßt. Und femer kann die Menschheit als Ganzes niemals der Natur entrinnen. aber die Evolution der Planeten geschieht in für unsere Begriffe unermeßlichen Zeiträumen. wenn auch vielleicht für verschiedene Zwecke. und sie 81 . oder besser die Natur verwendet gleichermaßen. das heißt die Entwicklung dieser Möglichkeiten in allen Menschen oder in den meisten oder sogar nur in einer größeren Anzahl ist für die Zwecke der Erde oder der Planetenwelt nicht notwendig. „Die Menschheit schreitet weder voran noch entwickelt sie sich. Der Mensch hat in sich die Möglichkeit zur Evolution. Aber die Evolution der Menschheit als Ganzes. Im Verlauf des Zeitraumes. Das ist völlig ausgeschlossen. Um es noch genauer zu sagen: die Evolution der Menschheit entspricht der Evolution der Planeten. die sofort durch eine entsprechende Veränderung in entgegengesetzter Richtung ausgeglichen wird. sowohl die Ergebnisse der Evolution als auch der Entartung. eine menschliche Evolution außerhalb der sie umgebenden Hatur für möglich zu halten oder die Evolution des Menschen als eine langsame Eroberung der Natur zu betrachten.Evolution gar nicht notwendig ist. den das menschliche Denken umfassen kann. im Entarten dient der Mensch gleicherweise den Zwecken der Natur. Sich-Entwickeln. wie auch das übrige organische Leben. denn sogar im Kampf gegen die Natur handelt der Mensch in Übereinstimmung mit ihren Zwecken. ist nur eine teilweise Veränderung. Was uns Fortschritt oder Entwicklung zu sein scheint. „Nur ein so theoretisches und so weit von der Wirklichkeit entferntes Denken wie das heutige europäische konnte dazu kommen. „Die Menschheit. Im Leben. Sterben. das heißt nicht notwendig für die Natur in einem bestimmten Zeitpunkt ihrer eigenen Entwicklung. besteht auf der Erde für den Zweck und Nutzen dieser Erde. Die Evolution großer Massen ist den Zwecken der Natur entgegengesetzt.

daß die Menschheit die Nahrung für den Mond darstellt. denn nur durch Überwindung von Schwierigkeiten kann ein Mensch die für ihn notwendigen Eigenschaften entwickeln. „Dies ist die Grundlage einer richtigen Ansicht über die menschliche Evolution. „Aber trotzdem gibt es die Möglichkeit der Evolution. die Kräfte. daß er Kräfte hat. Und einer kann sie überlisten. Die Natur braucht diese Evolution nicht. „Zum Beispiel würde die Entwicklung der Menschheit über einen gewissen Punkt hinaus. diese Lage zu verändern. wenn sie nicht bestehen würden. sie will sie nicht und kämpft gegen sie an. Daher bestehen besondere Kräfte (planetarischen Charakters). Später werden Sie verstehen. widersetzen sich auch der Entwicklung des einzelnen. müßten sie absichtlich geschaffen werden. das heißt. wenn er einsieht. um es genauer zu sagen. 82 . ihm zu helfen. Der Mensch muß sie überlisten. Evolution kann aber nur dann zum Bedürfnis des Menschen werden. von der Menschheit. Und niemand ist verpflichtet oder beabsichtigt. ist sozusagen gegen die Interessen und Kräfte der planetarischen Welt. Der Mensch muß verstehen: seine Entwicklung ist allein für ihn selbst notwendig. und sie kann in einzelnen Individuen mit Hilfe der geeigneten Kenntnisse und Methoden entwickelt werden. Im Gegenteil. erkennt. wo sie bleiben sollen. dann würden sie nicht mehr vom Mond gefressen werden wollen. Der Mond nährt sich vom organischen Leben. oder. die der Entwicklung großer Menschheitsmassen Widerstand leisten. über einen gewissen Prozentsatz hinaus. die ganze Menschheit nicht. Es gibt keine zwangsmäßige mechanische Evolution. daß alle diese Hindernisse für den Menschen sehr nützlich sind. Niemand anders ist daran interessiert. Evolution ist das Ergebnis eines bewußten Kampfes. tödlich für den Mond sein. Solche Entwicklung liegt nur im Interesse des Menschen allein. wenn er seine Lage und die Möglichkeit.könnte für sie sogar schädlich oder tödlich sein. die sich der Evolution großer Menschenmassen entgegenstellen und die sie auf der Stufe festhalten. Wenn alle Menschen zu intelligent würden. Die Menschheit ist ein Teil des organischen Lebens.

wenn wir uns das Verhältnis einer mikroskopischen Zelle zu unserem eigenen Körper veranschaulichen. Arbeitsgang und Möglichkeiten dieser Maschine. „Die Leute wissen nicht. Und Bewußtsein kann sich nicht unbewußt entwickeln. ob ein mechanischer Mensch mehr oder weniger da ist. Aber wenn alle Menschen oder die meisten dies gewahr würden und erreichen wollten. im gleichen Verhältnis steht wie die Zelle zu unserem Organismus. müssen wir von Anfang an verstehen. daß der Mensch 83 . Sie haben eine ungefähre Vorstellung. zu dem es. daß keine mechanische Evolution möglich ist.Möglichkeiten'. es macht im Haushalt der Natur keinen Unterschied. und der .die er brachliegen läßt. und sie kann keinen Einfluß auf das Leben oder die Funktionen des Organismus haben. Reichtümer. und das . die . bleibt für die Massen unmöglich. Wir können ihrer nicht bewußt werden.Evolution' ermöglicht. Und das ist es. um das Leben des kosmischen Organismus zu beeinträchtigen. was ihnen als Geburtsrecht zusteht. was ein Mensch eigentlich ist. „Wenn wir von Evolution sprechen.tun'.geschehen'.Wille' kann sich nicht unwillkürlich entwickeln. was seine . Die Evolution eines Menschen ist die Evolution seiner Fähigkeit zu . Was für den einzelnen möglich ist. ein Auto oder ein Flugzeug — aber sie wissen gar nichts oder fast gar nichts über Bauart. viel komplizierter als eine Lokomotive. Sie verstehen nicht einmal ihre einfachsten Funktionen. Wir können dieses Größenverhältnis leicht verstehen. würde Evolution wiederum unmöglich werden. Im Sinne der Nutzbarmachung dieser Kräfte und Reichtümer ist Evolution möglich. was die Größe anbetrifft. „Der Vorteil des einzelnen Individuums ist seine Kleinheit. hierauf beruhen seine . Sie haben es hier mit einer sehr komplizierten Maschine zu tun. Das Dasein oder Fehlen einer Zelle ändert nichts am Leben des ganzen Körpers. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Bewußtseins. die er nicht nützt. weil sie den Zweck dieser Funktionen nicht kennen. Genau im gleichen Maße ist ein einzelnes Individuum zu klein. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Willens.Tun' kann nicht das Ergebnis von Dingen sein.

Aber nur sehr selten zieht einer dies in Betracht für den Menschen im allgemeinen oder für sich im besonderen. kam G.tun' kann und mit dem und durch den alles . „Der Mensch hat kein bleibendes und unveränderliches Ich. erneut auf das Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen. wie wir ihn kennen. Warum studieren sie Medizin und gebrauchen ihre Dienste? Natürlich weil sie einsehen. die er im vorigen Augenblick war. „Der Mensch. ist seine Täuschung in bezug auf sein Ich. sagte er. Jeder versteht dies hinsichtlich des Flugzeuges.Maschine Mensch'. Jeder Gedanke. daß man sie viel besser kennen kann als die Wissenschaft dies tut. ein Auto oder ein Flugzeug lenken lernen muß. daß man sie zu einer ganz anderen Leistung bringen kann. daß sie ihre Maschine nicht kennen. Man denkt. genau so wie er eine Lokomotive. ein Wunsch oder eine Abneigung Ausdruck dieses Ganzen 84 . Und in jedem Fall hält man es für selbstverständlich. es sei richtig zu glauben. wenn er sich immer für ein und die gleiche Person hält. und daß unsachgemäße Handhabung der menschlichen Maschine genau so gefährlich ist wie unsachgemäße Handhabung irgendeiner anderen komplizierten Maschine. und dabei wissen doch die Menschen. die . jede Empfindung sagt Ich. fast bei jedem Gespräch. Sein Ich wechselt mit gleicher Geschwindigkeit wie seine Gedanken. in Wirklichkeit ist er immer eine verschiedene Person. sie vermuten nicht. der Mensch. nicht die gleiche. daß dieses Ich zum Ganzen gehört. kann kein dauerndes und einziges Ich haben. des Autos oder einer Lokomotive. „Einer der Hauptirrtümer des Menschen". „den man sich immer vor Augen halten muß.seine Maschine lenken lernen müsse. daß die Natur dem Menschen die notwendige Kenntnis seiner Maschine gegeben habe. zum ganzen Menschen. jede Begierde. und daß ein Gedanke. Gefühle und Stimmungen. daß instinktive Kenntnis einer Maschine unter keinen Umständen genug ist. und er begeht einen gewaltigen Irrtum." Sehr oft.geschieht'. der nicht . Aber sie vermuten nicht. jede Stimmung.

sie wurde durch die Stärke von Zufällen oder mechanischen äußeren Einflüssen geschaffen. sie sind das Ergebnis äußerer Einwir' „Rollen" bezieht sich auf ein von G. Faktisch besteht überhaupt kein Grund für diese Annahme. das die Zentren de» Menschen mit Grammophon„rollen" oder -platten vergleicht. die in den . Der Mensch ist eine Vielheit. ihr offensichtlicher dauernder Kampf um die Herrschaft wird durch zufällige äußere Einflüsse gelenkt.Rollen'1 der Zentren verzeichnet sind.ist. Nachahmung. Sein Name ist Legion. nun ist es eine Begierde. aus denen die Persönlichkeit des Menschen besteht. Sonnenschein. er lebt immer im letzten Ich. andere Gefühle und andere Handlungen. Lesen. Nichts im Menschen kann diesen Wechsel von Ichs lenken. und jedesmal ist dieses Ich verschieden. Und dies Ganze drückt sich einfach darum nicht aus. Aber ihre Stärke ist die Stärke der Eindrücke. Jeder Gedanke und jede Begierde des Menschen entsteht und lebt ganz getrennt und unabhängig vom Ganzen. da sie einander ausschließen und unvereinbar sind. gebrauchtes Bild. Erziehung.Rollen'. Manche Ichs sind natürlich stärker als andere. Und alle Ichs. haben den gleichen Ursprung wie diese . schönes Wetter rufen sofort eine ganze Gruppe von Ichs auf den Plan. nie zueinander in Beziehung treten oder sogar im Gegenteil feindlich gegeneinander eingestellt sind. Nebel. es nicht bemerkt. und so weiter ohne Ende. der hypnotische Einfluß von Religion. auf denen äußere Eindrücke verzeichnet werden (Anmerkung der Übersetzer). die ganze Reihen schwächerer. Regen rufen eine andere Gruppe von Ichs hervor. Wärme. dann wieder ein Gedanke. Aber es ist nicht ihre eigene. 85 . Aber an dessen Stelle gibt es Hunderte und Tausende getrennter kleiner Ichs. weil er davon gar nichts weiß. die sich oft untereinander gar nicht kennen. vor allem. Kaste und Tradition öder der Glanz neuer Schlagworte schaffen in der Persönlichkeit eines Menschen sehr starke Ichs. weil es als solches nur physisch besteht und abstrakt als ein Begriff. anderer Ichs beherrschen. andere Assoziationen. Der Mensch hat kein individuelles Ich. bewußte Stärke. Gerade jetzt war es ein Gedanke. Jede Minute. Kälte. dann eine Empfindung. jeden Augenblick sagt oder denkt man Ich. „Der Wechsel der Ichs.

den Morgen zu verschlafen i ?' und am Abend wird er sich erneut entschließen. ^In manchen Fällen kann dies sehr unangenehme Folgen für den f Menschen haben. in dem es eine Menge Diener gibt. zuzustimmen oder abzulehnen. Versprechen zu geben. „Der Mensch hat keine Individualität. Die Dienstboten haben alle ihre Pflichten vergessen.kungen. Dann verschwindet es und der Mensch. werden durch neue äußere Einflüsse in Bewegung gesetzt und gelenkt. Entscheidungen zu treffen.Rollen' als auch Ichs. was ein anderes Ich oder das Ganze dann ausbaden muß. Aber das Aufstehen fällt unter die Zuständigkeit eines ganz anderen Ichs. sich das Ganze zu nennen. a Natürlich wird der Mensch fortfahren. daß jedes kleinelch das Recht hat. niemand tut. und beide. Dies erklärt. müssen ihr ganzes Leben dafür bezahlen. daß eine Gruppe vernünftiger Diener sich ver- 86 . Ein Ich oder eine Gruppe von Ichs beschließt dies. Die einzige Rettungsmöglichkeit besteht darin. sondern jemand anderem. die Natur des Menschen von diesem Gesichtspunkt aus zu schildern. „Die östlichen Lehren enthalten zahlreiche allegorische Bilder. und durch diese Unordnung droht dem ganzen Haus große Gefahr. zufälliger Ichs einzulösen. einfach aus Eitelkeit S oder aus Spaß. das heißt das Ganze. „Und jedes einzelne kleine Ich ist fähig. Oft besteht das ganze Leben eines Menschen darin. „So wird in einer Lehre der Mensch einem Haus verglichen. das heißt die gesamte Summe anderer Ichs. dafür aufzukommen hat. Es ist die Tragödie des Menschen. aber kein Herr und kein Haushälter da sind. Schecksundwechsel zu unterzeichnen und der Mensch. früh aufzustehen. das diese ^Entscheidung vollständig ablehnt oder sogar nichts davon weiß. was er soll. Der Mensch ist in eine Vielfalt kleiner Ichs geteilt. Ein Mensch entschließt sich. von morgen ab früh aufzustehen. die versuchen. sowohl . Ein kleines zufälliges Ich mag etwas versprechen. | nicht sich selbst. die ganz unschuldig daran sind. den Herrn zu spielen. warum Menschen so oft Entscheidungen treffen und sie so selten ausführen. Wechsel kleiner. Er hat kein einziges großes Ich. im Namen des Ganzen zu handeln. Jeder versucht. wenn auch nur für einen Augenblick.

stand das Bett mit Nägeln allein da. „Der Vergleich des Menschen mit einem Haus. der auf einem Bett aus Nägeln liege.sammelt und einen zeitweiligen Haushälter erwählt.-Petersburger Vorlesungen. muß er einen sehr starken Wunsch nach Befreiung verspüren und muß bereit sein. Bei einer Gelegenheit zeigte ich G. Mir war erzählt worden. eine Photographie. nicht nur ein schlauer Gaukler wie jene. die ich in Benares von einem „Fakir auf Nägeln" aufgenommen hatte. Dies klang sehr geheimnisvoll und erschreckend. Auf diese Weise kann das . daß jeder seine eigene Arbeit verrichte: der Koch in der Küche. „Aber auch das klarste Verstehen seiner Möglichkeiten wird einen Menschen ihrer Verwirklichung nicht näher bringen. spitzen Eisennägeln versehenes Bett. ist häufig in östlichen Lehren zu finden. taucht dieses Thema auch in verschiedener Form in vielen Gleichnissen der Evangelien auf. Aber als ich kam. war der Fakir da. Dieser stellvertretende Haushälter kann dann die anderen Diener auf ihren Platz verweisen und darauf sehen. das die Ankunft seines Herrn erwartet. so hörte ich. in denen sich noch Spuren alten Wissens erhalten haben. und wie wir wissen. Dieser Fakir war. der Kutscher im Stall." In diese Zeit. der es dann seinerseits für die Ankunft des Herrn vorbereitet. Als ich das zweite Mal kam. Er lag nicht auf seinem Bett und. der Gärtner im Garten und so fort. für seine Befreiung alles zu opfern und alles zu wagen. der Fakir. obgleich zweifellos ein „Professioneller". fallen noch zwei interessante Gespräche. die ich in Ceylon sah.Haus' für die Ankunft des wirklichen Haushälters vorbereitet werden. war weggegangen. Obwohl er sichtlich acht- 87 . das heißt einen stellvertretenden Haushälter. wenn Zuschauer kamen. Er legte sich wirklich fast nackt auf ein mit ziemlich langen. um die Kuh zu holen. Um diese Möglichkeiten zu verwirklichen. soviel ich verstand. daß sich im Hofe der Aurangzeb-Moschee am Ufer des Ganges ein Fakir aufhalte. das heißt den Beginn der St. Aber gegen eine Rupie zeigte er mir alle seine Künste. legt& er sich nur darauf. ohne Fakir.

Ihnen dieses Wort zu sagen. und sichtlich stachen sie ihn weder. „Es ist schwierig. was er darüber denke. zu berichten. Er kann sich sogar bereit erklären. würde er wahrscheinlich antworten. daß dies nicht nur ein Trick sei. In geringem Maße ist dies sogar für die gewöhnliche europäische Hypnose möglich. und danach könne er sich auf seine Nägel niederlegen. Er war ein Experiment. lag auf ihnen auf dem Rücken.Fakir' in dem Sinne. das er sagen müsse. was er weiß. denn es wäre ein ganz gewöhnliches Wort. Offensichtlich ist er viele Male hypnotisiert worden und während der Hypnose wurde seine Haut zuerst gegen Stiche unempfindlich gemacht und danach dagegen gefeit. Sein Gesicht trug einen stumpfen. fühlt er ein unwider- 88 . „Erstens ist der Mann natürlich kein . daß er fünf Stunden nach seinem Aufwachen etwas Bestimmtes tun müsse. Durst verspüren. Aber er weiß selber nicht. Aber gleichzeitig haben Sie recht.. Und wenn die Zeit kommt. wie ich dieses Wort gebraucht habe. auf dem Bauch. Wenn Sie ihn bestechen würden und ihn veranlassen könnten. zeigte ihm das Lichtbild und fragte ihn. keine hastigen Bewegungen zu machen. daß er ein bestimmtes Wort kenne. zu glauben. das in zwei Worten zu erklären". Dann wird er geweckt.gab. was posthypnotische Suggestion heißt. Dieser Mann stammt aus einer Schule. auf der Seite. Der Fakir machte nicht den Eindruck eines intelligenten oder religiösen Menschen. noch kratzten sie ihn. nur war er kein Schüler. Man hat einfach mit ihm experimentiert. Aber das würde Ihnen nicht im geringsten helfen. Dies alles erzählte ich G. antwortete G. Oder er müsse ein bestimmtes Wort aussprechen und werde sofort. wenn er dies tue. sich für tot halten oder etwas Ähnliches. Dann später wurde mittels posthypnotischer Suggestion die Unempfindlichkeit und Undurchdringlichkeit der Haut fixiert. konnte mir aber keine Erklärung dieser Erscheinung geben. drehte er sich doch auf den Nägeln. Ich machte zwei Aufnahmen von ihm. Ein Mensch wird in Schlaf versetzt und es wird ihm gesagt. das gar keine Wirkung auf Sie haben würde. gelangweilten und gleichgültigen Ausdruck und nichts an ihm sprach von Streben nach Selbstopfer oder von Selbstfolterung. Sie wissen. wie er es fertigbringt.

sondern ich wage zu behaupten. der Ausführende wisse.Fakir' geschehen. die einzig mögliche. weil ich nie zuvor eine ähnliche gehört oder gelesen hatte. weil sie später daraus Nutzen ziehen. Man experimentiert an ihm. wie er sein „Wunder" ausführte und hätte es darum auch gar nicht erklären können. So stellt er dieses eiserne Bett auf und verdient wahrscheinlich einige Rupien die Woche. daß die Buddhisten Magie haben müßten. „Fakir-Wunder" zu erklären. Dieses Wort versetzt ihn in einen hypnotischen Zustand. spricht er es aus und sogleich fällt er in Trance. apathisches Aussehen.'s Erklärung schien mir nicht nur die einzig wahrscheinliche. und wenn er nicht darüber spreche. oder. das zu tun. Darum vielleicht hatte er so ein verschlafenes. Der Fakir selbst wußte nicht. sie zu verkaufen. gewöhnlich kaufen sie diese Menschen als Kinder von den Eltern. 89 . Das geschieht oft in solchen Fällen. das ihm gegeben wurde. was ihm gesagt wurde. trotzdem sie deren Existenz nicht anerkennen und sogar deren bloße Möglichkeit vom offiziellen Buddhismus geleugnet wird. wie er könne. und läßt ihn dann einfach gehen. auf Nägeln zu liegen. Bei einer anderen Gelegenheit sprachen wir über den Buddhismus auf Ceylon. wenn er sich des Wortes erinnert. Ich verlieh meiner Überzeugung Ausdruck.stehliches Verlangen. G. daß er durch Aussprechen eines bestimmten Wortes wieder fähig sein werde. welche glücklich sind. was er tue und wie er es tue. Und dann weckte man ihn. Aber natürlich weiß und versteht der Mann selbst nicht. Gerade dies war mit Ihrem . war immer angenommen. um ihm zu sagen. sei es. Man gewöhnte ihn daran. gerade meine Photographien zeigte. In allen mir bekannten Versuchen. Ohne Bezug auf diese Bemerkung und während ich. vielleicht für viele Jahre. was er tut und auf welche Weise es getan wird. Diesmal war es ganz anders." Diese Erklärung interessierte mich sehr. unter Hypnose auf Nägeln zu liegen. wie ich glaube. Die Schulen brauchen sie für Experimente. ob die „Wunder" nun als Tricks oder anders hingestellt wurden. G. Es gibt viele solche Leute in Indien. weil er nicht wolle oder Angst habe. um zu leben.

„die Leute. das heißt eine kleine geschnitzte Wiedergabe einer Dagoba. in dem. runde Kugel in der Größe einer großen Gewehrkugel. aber ich spreche von einer anderen Bedeutung. Aber ich sprach von dem Glauben. Sie werden diese Knochen in fast jedem Hause finden. G. glockenförmige Dagoba aus Elfenbein. wie üblich. hörte mir aufmerksam zu. Aber man spricht nie offen davon. „das ist eine Bedeutung dieses Ausdrucks." „Es ist so und es ist auch wieder nicht so".Halsband' verbindet den physischen mit dem astralen Körper. steht in direkter Beziehung zum sogenannten . sagte ich.Astralkörper' nach dem Tod des physischen Körpers weiterlebt.Buddhas Halsband' gehört?" „Ja". Die Kette von Buddhas Wiedergeburten wird . anzunehmen." „Ja". und es sei sehr alt und heilig." 90 . sagte G. innen hohl. es sei ein Stück Knochen von einem Schüler Buddhas. „aber das bedeutet etwas ganz anderes. den Sie sahen.. Das ist Magie.Astralkörper' ist sozusagen daran befestigt.Astralkörper'. um genauer zu sein. Der . das eine Reliquie sein sollte — eine kleine. sagte G.Astralkörper' des Toten in Beziehung treten. die einige Menschen als Ergebnis besonderer Übungen in Form eines Halsbandes um deh Hals herum bekommen. welches den Hals unterhalb der Haut umschließt. „Sie sagten mir. Sie haben recht.sprach ich von einein kleinen Schrein in einem Privathaus zu Colombo. eine Buddhastatue stand. Haben Sie niemals den Ausdruck .. ein echter ist. „Haben sie Ihnen nicht erklärt. daß dort Magie verwendet wird. das . was die Kugel bedeute?" fragte er. meiner Ansicht nach aus Elfenbein oder Perlmutter geschnitzt. Natürlich folgt daraus nicht. Die Besitzer hatten diese in meiner "Gegenwart geöffnet und mir etwas gezeigt. Dieses Halsband aus Knochen. sondern eine besondere Knochenbildung. und dies ist ein Beispiel dafür. oder. der diesem Brauch zugrunde liegt.Buddhas Halsband' genannt. so kann der Besitzer eines Knochens dieses Halsbandes immer mit dem . daß der Knochen. wußten entweder nichts oder wollten Ihnen nichts sagen. Es war nicht ein Knochenstück. Wenn nun der . die es Ihnen zeigten. Zu Füßen des Buddha lag eine kleine.

Und wieder mußte ich zugeben. sie führten in einem Halbkreis um den Nacken. wie sie in anatomischen Karten zu finden ist. Diese Skizze erinnerte mich sofort an eine gewöhnliche graphische Darstellung der Lymphdrüsen im Nacken. daß ich früher nie auf eine solche Erklärung gestoßen war. 91 . G. etwas vor den Ohren beginnend. Aber ich konnte nichts weiter darüber erfahren. machte eine kleine Skizze. um mir die Lage der kleinen Knochen unter der Haut zu zeigen.

Aber irgend etwas hatte mich damals davon abgehalten. ob ich ihn wiedersehen könne. Leute. Ich erkannte ganz klar. daß ich das ganze System richtig darstellen könne. die einmal zu einer Vorlesung zu uns gekommen waren. Ich muß gestehen. Und ich fand es sehr merkwürdig. bis ich mir sagen könne. die allmählich bei der Entwicklung einer photographischen Platte erscheinen. Gleichzeitig waren viele Dinge dem entgegengesetzt. eine große Spanne Zeit müsse noch verstreichen. Einige Teile des Systems begannen schon ungefähr Gestalt anzunehmen. Vieles war mir noch nicht klar. daß sie es dann anderen erklärten und schon ganz feste und bestimmte Meinungen über uns hatten. und seine Schüler zu fällen. worüber wir sprachen. was ich vorher aufgebaut hatte. das ganze Bild. und der Abend mit der Moskauer Gruppe einfiel. und nun.'s Vorträge führten in unseren Gruppen zu vielen Gesprächen. so wie Figuren oder eine Landschaft. das ich noch nicht gehört hatte. Damals war auch ich sehr nahe daran gewesen. 92 . aber viele Dinge hatten sich miteinander verbunden.'s Bestehen wissen oder wie leicht hätte ich ihn wieder aus den Augen verlieren können. zu der vorher gar keine Verbindung zu bestehen schien. wie leicht hätte ich überhaupt nichts von G. Oft änderte ein neues Wort. und oft erklärte eine Sache manchmal ganz unerwartet eine andere. was ich erwartet hatte. Aber ich versuchte. sie verstünden sofort. ein fertiges Urteil über G. sagen zu hören. keine Schlüsse zu ziehen. was für einen ungeheuren Wert diese Ideen hatten. da ich eingesehen hatte. wenn ich ihn nicht gefragt hätte.VIERTES KAPITEL G . war ich beinahe entsetzt bei dem Gedanken: wie leicht hätte ich daran vorbeigehen können. aber viele Stellen blieben noch leer und unvollständig. sondern zu warten. daß mir bei solchen Gelegenheiten oft mein erstes Zusammentreffen mit G. und ich mußte alles neu errichten.

welchem er sichtlich die größte Wichtigkeit zuschrieb. „Die Menschen verstehen. neidischer. „Es gibt". sagte er. sondern sie wollen es auch ganz bestimmt nicht verstehen. 93 . . schwächlicher. Es scheint hier selbstverständlich zu sein. auf ein Thema zurück. Sie verstehen nicht. der die . daß ein Mensch großes Wissen besitzen könne. zum Beispiel könne er ein fähiger Wissenschaftler sein. oder wenn die Linie des Seins der Linie des Wissens voraus ist. die Wissenschaft um ein Stück weiterbringen und zu gleicher Zeit könne er und habe auch das Recht. Das genau ist es. Und sie verstehen auch die Möglichkeit verschiedener Wissensstufen. spitzfindiger. daß Wissen größer oder geringer sein kann. daß Sein oder Existenz auf sehr verschiedenen Stufen und unter sehr verschiedenen Kategorien bestehen kann. Aber sie verstehen dies nicht in Beziehung zum . entlang deren die menschliche Entwicklung vonstatten geht.Wissen' bedeutet. was die Menschen nicht verstehen.Existenz'. daß ein Professor überall seinen Regenschirm vergißt. naiver und zerstreuter Mensch zu sein. Aber das Sein zweier Leute kann sich noch mehr voneinander unterscheiden als das Sein von Mineral und Tier.In fast jeder seiner Vorlesungen kam G. das aber für viele von uns schwer zu begreifen war. eitler. Entdeckungen machen. ein kleinlicher. Sie verstehen nicht nur dies letztere nicht.Sein'. Aber wenn die Linie des Wissens der Linie des Seins zu weit voraus ist.Nicht-Existenz' entgegengesetzt ist. Das Sein einer Pflanze und eines Tieres ist wieder ein verschiedenes Sein. parallel und unterstützen einander. das heißt von der einen oder der anderen Qualität. egoistischer. was . Und sie verstehen nicht. Nehmen wir zum Beispiel das Sein eines Minerals und einer Pflanze. „zwei Linien. Sie verstehen. daß das Wissen vom Sein abhängt.Sein' heißt für sie einfach . Das Sein eines Tieres und eines Menschen ist ein verschiedenes Sein. dann wird die menschliche Entwicklung falsch und muß früher oder später zu einem Stillstand kommen. Und besonders im westlichen Kulturkreis nimmt man an. Bei richtiger Evolution entwickeln sich die Linie des Wissens und die Linie des Seins gleichzeitig. Es ist ein verschiedenes Sein. die Linie des Wissens und die Linie des Seins.

Und die Menschen denken. und es ist allein die Sammlung von Informationen ein und derselben Natur im Bereich bekannter Grenzen möglich. Die Menschen westlicher Kultur schreiben dem Wissensniveau eines Menschen einen großen Wert zu. daß das Wissen eines Menschen von der Stufe seines Seins abhängt. Sie verstehen nicht. die vorher nicht da waren. für die wirklichen Bedürfnisse des Menschen nicht groß genug oder nicht geeignet ist.„Und trotzdem ist das sein Sein.Der Grund hierfür ist. das nicht im Verhältnis zum Sein steht. ohne Wissen des Inhalts. „Wenn das Wissen dem Sein sehr voraus ist. Das charakteristischste Kennzeichen eines modernen Menschen ist das Fehlen der Einheit m ihm und weiterhin das Fehlen sogar von Spuren jener Eigenschaften. Es wird immer ein Wissen über eine Sache. In den Grenzen eines gegebenen Seins kann die Qualität des Wissens nicht verändert werden. Und sie verstehen nicht. daß die Wissensstufe durch die Seinsstufe bedingt wird. als da sind . daß ein Wissen. denn statt dem Leben zu dienen und den Menschen zu helfen. das menschliche Leben zu komplizieren. Ein Wechsel in der Natur des Wissens ist nur in Verbindung mit einem Wechsel in der Natur des Seins möglich. Tatsächlich ist aber die Möglichkeit des Wissens auf einer bestimmten Seinsstufe begrenzt und endlich. beginnt es. gepaart mit Unwissenheit über eine andere Sache bleiben. 94 . Und ebenfalls hat man vergessen. ohne Wissen des Ganzen. was das heißt. \. aber sie achten nicht das Seinsniveau und schämen sich nicht der geringen Stufe ihres eigenen Seins. ein Wissen der Form. fügt neue Schwierigkeiten.klares Bewußtsein'. neue Störungen hinzu. Die Idee des Wertes und der Wichtigkeit der Seinsstufe ist vollständig vergessen. „Solch ein Übergewicht des Wissens über das Sein beobachten wir in der heutigen Kultur. die er sich am liebsten zuschreibt. wird es theoretisch und abstrakt. ein Wissen von Einzelheiten. »freier Wille'. sein Wissen hänge nicht von seinem Sein ab. besser mit ihren Schwierigkeiten fertigzuwerden. auf das Leben unanwendbar oder geradezu schädlich. „Als solches betrachtet. hat das Sein eines Menschen viele verschiedene Seiten.

Faulheit. daß nur einige wenige rich- 95 . werden Sie verstehen. ein Mensch kann nichts weder in sich noch außer sich tun. Selbstbeherrschung. „Äußerlich gesehen. Alles geschieht. Fleiß. Wenn er lügt. Die Menschen. deren Sein noch verändert werden kann. wie er aufwachen könne. zuerst darüber nachdenken muß. „Ein modemer Mensch verbringt sein Leben schlafend. daß er nicht umhin kann zu lügen. „Aber dies alles im Menschen ist vollständig mechanisch.ein . das heißt wie er sein Sein wandeln könne. Stolz. Schlafend wird er geboren und schlafend stirbt er. Allgemein gesprochen. Wahrha^igkeit oder eine Neigung zur Lüge. Mut. Dies muß man immer im Gedächtnis behalten. Es mag Sie überraschen. ist das Sein eines modernen Menschen von sehr niederer Qualität. so heißt das. mit denen man nichts mehr anfangen kann. Wenn er die Wahrheit sagt. Bereitschaft zum Selbstopfer. Eingebildetheit. zusammengebrochene Maschinen sind. wenn ich Ihnen sage. Egoismus.dauerndes Selbst oder Ich' und die »Fähigkeit zu tun'. Aber im Augenblick wollen wir nur an etwas denken: was für ein Wissen kann ein schlafender Mensch haben? Und wenn Sie darüber nachdenken und gleichzeitig im Auge behalten. Moralität. Feigheit. das das Fehlen von allem anderen in ihm erklärt. Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit. Verderbtheit. dann wird Ihnen sofort klar werden. hat das menschliche Sein viele verschiedene Seiten: Aktivität oder Passivität. und so ist es mit allem. die Wahrheit zu sagen. daß das Hauptkennzeichen des Seins eines modernen Menschen. sind sehr glücklich. „Aber natürlich gibt es Enden und Grenzen. Lasterhaftigkeit. der wirklich Wissen ersehnt. daß Schlaf das Hauptkennzeichen unseres Seins darstellt. Erregbarkeit. daß er nicht umhin kann. seine Bedeutung und seine Rolle im Leben werden wir später sprechen. die endgültig kranke. Und diese Leute sind in der Mehrheit. so bedeutet das. daß keine Wandlung möglich ist. daß ein Mensch. Eitelkeit. Und es kann eine so schlechte Qualität haben. Über den Schlaf. all dies und noch viel anderes macht das Sein eines Menschen aus. Aber es gibt Menschen. Wenn Sie daran denken. der Schlaf ist.

Das ist nutzloses Wissen. er kann etwas tun. die ihn weit von seinem Wege abführen und ihn veranlassen können. das heißt einen Menschen. einen Menschen. weiß aber nichts. was er will. hat ein Mensch die Kraft zum Tun. aber er weiß nicht. was. ist das Gleichgewicht zwischen Wissen und Sein noch wichtiger als eine getrennte Entwicklung des einen oder des anderen." „Was ist das Ergebnis der Entwicklung der Wissenslinie ohne Sein oder der Entwicklung der Seinslinie ohne Wissen?" fragte jemand während eines Gespräches über diesen Gegenstand. sagte G. schwere Fehler zu begehen. der vieles tun kann. für den es keinen Unterschied zwischen einer Wissensart und einer anderen gibt. Trotzdem ist es gerade diese einseitige Entwicklung. das heißt. einen Menschen ohne Urteilskraft.tiges Wissen erlangen können. Und eine getrennte Entwicklung von Wissen oder Sein ist keinesfalls wünschenswert. aber nichts tun kann. Und die Entwicklung auf der Seinslinie ohne Wissen ergibt einen dummen Heiligen. In beiden Fällen werden sowohl der schwache tfogi als auch der dumme Heilige zu einem Halt gebracht. das heißt. Das erworbene Sein wird zwecklos und Anstrengungen erweisen sich als nutzlos. einen Menschen. was er weiß. weiß ein Mensch. Bei den anderen läßt es ihr Sein nicht zu. einen Menschen. was er tun soll. und wenn er irgend etwas tut.. „Die Entwicklung der Wissenslinie ohne die Seinslinie ergibt einen schwachen t/ogi". Keiner von beiden kann sich weiterentwickeln. hat aber nicht die Kraft zum Tun. „das heißt. „Allgemein gesprochen. wo ganze Zivilisationen untergingen. die den Leuten besonders anziehend erscheint „Wenn das Wissen das Sein überwiegt. das heißt. der vieles weiß. Andererseits. der nicht versteht (er betonte diese Worte). weil das Wissen das Sein überwog oder das Sein das Wissen. wenn das Sein das Wissen überwiegt. aber nicht weiß. 96 . handelt er in Gehorsam zu seinen subjektiven Gefühlen. genau das Gegenteil von dem zu tun. „In der Geschichte der Menschheit kennen wir viele Beispiele.

„Wissen an sich führt nicht unbedingt zum Verstehen. muß man zuerst die Beziehung von Wissen und Sein zum »Verstehen* begreifen. Verstehen eine andere. aber sie wissen nicht. Und wenn einmal das Sein sich verändert hat. daß ein größeres Verstehen von einem größeren Wissen abhänge. „Der Unterschied zwischen Wissen und Verstehen wird klar. Verstehen wird durch die Beziehung des Wissens zum Sein bedingt. Und Wissen und Sein dürfen nicht zu weit voneinander abweichen. „Wissen ist eine Sache. Auch wird das Verstehen nicht durch eine Vermehrung des Wissens allein vergrößert. daß er etwas so falsch verstanden hat. wie sie Verstehen anhäufen können und kümmern sich auch nicht darum. „Und trotzdem weiß ein Mensch. Und er erkennt gleichzeitig. Sie verändert sich nur. Sie glauben. seiner Meinung nach. ganz sicher. Er findet es oft seltsam. der in der Selbst-Beobachtung geübt ist. daß sein Wissen sich nicht gewandelt hat und daß er damals genau so viel über den betreffenden Gegenstand wußte wie jetzt. einen und denselben Gedanken auf vollständig verschiedene Weise verstanden hat. was er nun. „Oft verwechseln die Menschen diese Begriffe und vermögen nicht klar den Unterschied zwischen ihnen zu erfassen. daß er in verschiedenen Zeiten seines Leben» eine und dieselbe Idee. muß sich auch das Verstehen wandeln. In-anderen Worten: das Verstehen wächst nur mit dem Wachstum des Seins. was sie Wissen nennen. wenn 97 .„Um dies zu verstehen und um im allgemeinen die Natur de» Wissens und die Natur des Seins. Was also hat sich verändert? Sein Sein hat sich verändert. sonst wird sich das Verstehen als von beiden zu weit entfernt erweisen. wie auch ihre Wechselbeziehung zueinander zu verstehen. Darum häufen sie Wissen an oder das. Verstehen ist das Ergebnis von Wissen und Sein. richtig versteht. Auch verändert sich die Beziehung des Wissens zum Sein nicht nur durch ein Wachstum des Wissens. wenn das Sein gleichmäßig mit dem Wissen wächst. „Im gewöhnlichen Denken unterscheiden die Menschen nicht zwischen Verstehen und Wissen.

dem traut man ein großes Verständnis zu — natürlich wieder jedes Gebiet praktischer Tätigkeit ausgenommen. Sie erkennen.verstehen'. Verstehen hingegen ist die Funktion aller drei Zentren. wenn er sie nur mit seinem Verstand weiß. dann wird er sie verstehen. „Auf dem Gebiet der praktischen Tätigkeit können die Menschen sehr gut zwischen bloßem Wissen und Verstehen unterscheiden. So kann der Denkapparat etwas wissen. zwei verschiedene Dinge sind und wissen wie zu tun nicht allein durch Wissen geschaffen wird. Aber . aber Verstehen kommt nur dann zustande. sie . der teilweise der Grund und teilweise die Folge dieser Abweichung ist. für das. daß Wissen die Funktion eines einzigen Zentrums sein kann. Ein Mensch kann nicht sagen. findet sich in der Sprache.Verstehen' eigentlich heißt. was . Und die Hauptsache dabei ist: infolge der Hauptmerkmale des gewöhnlichen Denkvorgangs. Diese Sprache ist voll von falschen Begriffen. daß sie ein Ding nicht verstehen. „Einer der Gründe für die Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie im Leben und den Mangel an Verständnis. kann jedes Wort tausend verschiedene 98 . Er muß sie mit seinem ganzen Bestand. Unglücklicherweise geben sich die Leute meistens mit Namen zufrieden. wo seine Unwissenheit sehr schnell zutage treten würde.einen Namen finden' heißt noch nicht . was sie nicht verstehen. er verstehe die Idee der Mechanisiertheit. der viele Namen kennt. Aber außerhalb des Gebietes praktischer Tätigkeit versteht man nicht klar. Einem Menschen. einen Nomen zu finden. falschen Einteilungen. Und wenn sie einen Namen gefunden haben. das heißt. mit seinem ganzen Sein fühlen. seiner Vagheit und Ungenauigkeit. •was damit gemeint ist „Wir haben früher über die Mechanisiertheit gesprochen. mit der die Leute sprechen. daß wissen und wissen wie zu tun. das heißt viele Worte. wenn sie einsehen. falschen Assoziationen.verstünden'. „Gewöhnlich versuchen die Menschen. dann sagen sie. wenn ein Mensch gleichzeitig fühlt und empfindet.wir erkennen.

wenn sie es versuchen oder wollen. was für verschiedene Dinge jeder von ihnen sagt. während er dieselben Worte benützt. aber sie mit verschiedenen Namen bezeichnen und endlos miteinander streiten. bis zu welchem Grade ihre Sprache subjektiv ist. die dauernd im Gespräch vorkommen. das der Sprecher zu seiner Verfügung hat. „Wenn wir die einfachsten Worte nehmen. die sie lesen. während sie in Wirklichkeit absolut verschiedene Dinge sagen und einander nicht im geringsten verstehen. ohne den Verdacht zu haben. welche die Menschen für sich schaffen und mit denen sie leben. Die Menschen haben die sehr feste Überzeugung oder den Glauben. die ihn im Augenblick bewegen. das heißt. Tatsächlich kann niemand irgend jemand anderes verstehen. daß jedermann in jedem Augenblick seines Lebens jedem Wort eine besondere Bedeutung 99 . Die Menschen verstehen nicht klar. wenn nicht immer. miteinander übereinzustimmen oder einander zu verstehen. Sie bilden sich ein. daß sie die Autoren der Bücher. Zwei Menschen können die gleiche Sache aus tiefer Überzeugung sagen. sind sie sofort verloren und hören auf. einander zu verstehen. die ihnen gegebene Bedeutung zu untersuchen. zwei Menschen können dieselben Worte sagen und sich einbilden. und versuchen. daß sie genau das gleiche denken. daß sie die gleiche Sprache sprechen und sich untereinander verständigen. und der Mannigfaltigkeit der Assoziationen. Oder umgekehrt. Die gewöhnliche Sprache ist nur dem praktischen Leben angepaßt. Das ist also eine der Illusionen. In Wirklichkeit ist diese Überzeugung völlig unbegründet. aber sobald sie auf ein etwas komplizierteres Gebiet übergehen. daß sie einander oft. auch wenn sie sich dessen nicht bewußt sind. Die Menschen können einander Informationen praktischer Art mitteilen. Man sieht nicht ein. verstehen oder daß sie es jedenfalls können. verstehen und daß auch andere Leute sie verstehen. je nach dem Material. daß ein jeder in einer ihm unbekannten Sprache redet. sie bilden sich ein.Bedeutungen haben. daß jeder von ihnen seine eigene Sprache spricht und die Sprache anderer Leute entweder nur vage oder überhaupt nicht versteht und keiner eine Ahnung davon hat. werden wir sofort sehen.

Ein Mensch kann sich im Augenblick mit der Frage der Beziehung zwischen den Geschlechtern befassen. Dann wird das Wort .Mensch' hört.Mensch' so viele Bedeutungen hat.Mensch' wird für ihn heißen .Mensch' keine allgemeine Bedeutung für ihn haben. wenn er gefragt wird. 100 .Mensch' und stellen wir uns eine Unterhaltung zwischen einer Gruppe von Leuten vor. Ein Spiritist wird sich den .verleiht. beim Sprechen über den Menschen wird er an die Struktur seiner Zähne.Mensch' ausspricht. in der man oft das Wort . daß das Wort .A^tralkörpers' aus vorstellen.kranker Mensch' oder . einen potentiellen Verbrecher oder gar einen möglichen Klienten. Ein Moralist wird. sagen.Menschen' vom Gesichtspunkt seines . wenn er das Wort . die ein anderer Mensch ihm nie verleihen kann und die er auch nie erwartet.Menschen' eine statistische Einheit sehen oder ein Objekt für die Anwendung von Gesetzen. wird jeder unwillkürlich dieses Wort von dem Gesichtspunkt aus sehen. und wenn er es hört. den Menschen zu betrachten. und er mag. und der Begriff . wie Menschen an der Unterhaltung teilnehmen.Leben im Jenseits' und so fort. und daß diese Bedeutungen nichts miteinander gemein haben. Ohne die geringste Übertreibung kann man sagen. wird er sich zuerst fragen — welcher? Mann oder Weib? Ein anderer Mensch mag religiös sein. seiner Finger. daß die Menschen rieh in Medien und Nicht-Medien gliedern.Mensch' ausspricht. „Nehmen wir einmal das Wort . Ein Rechtsanwalt wird im . Ein Naturwissenschaftler wird im Gespräch über den Menschen das Schwergewicht seiner Gedanken auf die Vorstellung der zoologischen Gattung Mensch legen. von dem er gewohnt ist. das heißt. seines Gesichtsbaues und an die Entfernung zwischen seinen Augen denken. und seine erste Frage wird sein — Christ oder nicht Christ? Der dritte mag ein Arzt sein.gesunder Mensch' und natürlich vom Gesichtspunkt seines Spezialfaches aus betrachtet werden. vom . sofort die Idee von Gut und Böse damit verbinden und so fort und so weiter. oder von dem aus er aus einem bestimmten Grund ihn in diesem Augenblick betrachtet. „Wenn jemand das Wort .

und jeder Wissenszweig bemüht sich. Und die Menschen werden sich immer weniger und weniger verstehen. sie führt Relativität in alle Begriffe ein und ermöglicht dadurch eine genaue Bestimmung des gedanklichen Gesichtspunktes. daß sie im gleichen Maße weiterwachsen werden. anstatt sich zu verringern. das heißt. denn was gerade der gewöhnlichen Sprache fehlt. von dem aus ein bestimmter Begriff gefaßt wird. die einen Hinweis auf den Gesichtspunkt bieten würde. neue Namensbezeichnungen. Und das Studium der Systeme alten Wissens beginnt mit dem Studium einer Sprache. Es ist ganz klar. Diese Idee ist vollständig klar. Und je weiter es geht. das ihm mittels der gewöhnlichen Sprache auch unter Benutzung aller möglichen wissenschaftlichen und philosophischen Fachausdrücke nicht mitgeteilt werden kann. eine genaue Sprache für sich selbst zu finden und festzulegen. desto schlimmer wird es. Die Menschen verwechseln ununterbrochen die Sprachen der verschiedenen Wissenschaften und bringen es nie fertig. „Für genaues Verstehen ist eine genaue Sprache unerläßlich. die es ermöglichen würde festzustellen. Diese neue Sprache enthält schwerlich neue Begriffe oder neue Namengebungen.„Die Menschen bemerken all diese Widersprüche gar nicht — sie bemerken nicht. und die den Schwerpunkt des Begriffes bestimmen würde. was ein Mensch eigentlich meint. 101 . von welchem Gesichtspunkt aus und in welcher Verbindung es gesagt ist. Aber es gibt keine Universalsprache. Die Mißverständnisse wachsen und vergrößern sich. daß zu richtigem Studium. was man meint. Und sogar in jedem getrennten Wissenszweig erscheinen unaufhörlich neue Terminologien. für einen exakten Gedankenaustausch eine exakte Sprache notwendig wäre. aber sie gründet den Bau der Sprache auf ein neues Prinzip. dann kann ihm mit ihrer Hilfe ein großes Maß von Wissen und Information vermittelt werden. nämlich das Prinzip der Relativität. sind Ausdrücke der Bezogenheit. und man hat allen Grund zu glauben. daß sie immer über verschiedene Dinge reden. „Wenn ein Mensch diese Sprache meistert. ihre genaue Wechselbeziehung festzulegen. daß sie einander nie verstehen. die es sofort ermöglicht zu sagen.

^. die wir uns in unserer Blindheit und Unwissenheit immer zuschreiben. dauerndes und unveränderliches Ich.Alles in der Welt. können wir die allmählichen Stufen erkennen. Hilfe von außen ist nur soweit möglich.Mensch'. In der Sprache. das heißt Wille. Nur wenn wir bis zu einem gewissen Grad Mensch Nummer sieben und seine Fähigkeiten verstehen. Aber nichts entwickelt sich mechanisch. verwendet man an Stelle des Wortes . was sich nicht bewußt entwickeln kann. Unsterblichkeit und viele andere Eigenschaften. Mensch Nummer drei. nämlich Mensch Nummer eins. die allein möglich ist.„Die Haupteigenschaft der neuen Sprache ist. sich zu verständigen. „Die Sprache. Mensch Nummer zwei. sie werden in ihrer Wechselbeziehung vom Gesichtspunkt einer Idee aus betrachtet. Bewußtsein. vom Sonnensystem bis zum Menschen und vom Menschen bis zum Atom. entwickelt sich oder entartet. durch die wir uns 102 . Alles. Mensch Nummer vier. von der ich rede. was ein Mensch besitzen kann. Natürlich nicht Evolution im Sinne einer mechanischen Evolution. in der Verständigung möglich ist. wenn auch im Anfang nur durch das Gefühl. als sie anerkannt und angenommen wird. wenn man vom Menschen redet. steigt oder fällt. gründet sich auf die Beziehung des untersuchten Gegenstandes zu seiner möglichen Entwicklung und auf den Hinweis seines Platzes in der Evolutionsleiter. Diese Idee ist die Idee der Evolution. Mensch Nummer fünf. sondern im Sinne einer absichtlichen und bewußten Evolution. der die dem Menschen mögliche volle Entwicklung erreicht hat und alles hat. das heißt. „Zu diesem Zweck sind viele unserer üblichen Ideen entsprechend den Stufen dieser Evolution eingeteilt. „Nehmen wir wieder den Begriff Mensch. entartet. Mensch Nummer sechs und Mensch Nummer sieben. Nur Entartung und Zerstörung verlaufen mechanisch. Individualität. sieben Worte. „Mensch Nummer sieben bedeutet einen Menschen. wächst oder verwest. daß alle Ideen in ihr um eine Idee konzentriert sind. da es eine solche gar nicht gibt. Mit diesen sieben Ideen wird man bereits fähig.

der Gefühlsmensch. in dem die Bewegungs. das heißt der Mensch. „Mensch Nummer sechs steht Mensch Nummer sieben sehr nahe. aber einen Menschen.und instinktiven Funktionen fortwährend die Gefühls. bei dem die Gefühlsfunktionen alle anderen überwiegen.und Denkfunktionen überwiegen. das heißt den Menschen. „Mensch Hummer zwei bedeutet einen Menschen auf dergleichen Entwicklungsstufe. Nummer zwei und Nummer drei sind Leute. „Mensch Nummer eins. Er wird als Nummer eins. denn er ist ein Mensch. „Mensch Nummer vier ist ein Zwischenstadium. den Menschen der Vernunft. „Jeder Mensch wird als Nummer eins. „Mensch Hummer vier wird nicht als solcher geboren. „Mensch Hummer drei bedeutet einen Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe. verstehen wir den für uns möglichen Entwicklungsvorgang. instinktiven und Gefühlsfunktionen hat. der alles von Theorien. das heißt. „Mensch Hummer eins bedeutet. bei dem die Denkfunktion die Oberhand über die Bewegungs-. Dies ist der Mensch des physischen Körpers. bei dem der Schwerpunkt seines psychischen Lebens in dem Gefühlszentrum liegt. der Mensch. daß der Schwerpunkt seines psychischen Lebens im Bewegungszentrum liegt. 103 . Ich werde später von ihm sprechen. Nummer zwei oder Nummer drei geboren und wird vier nur als Ergebnis von ganz bestimmten Anstrengungen. Er unterscheidet sich von Mensch Nummer sieben nur durch die Tatsache.ihm nahem können. Nummer zwei oder Nummer drei geboren. bei dem aber der Schwerpunkt seines Lebens im Denkzentrum liegt. daß manche seiner Eigenschaften noch nicht bleibend geworden sind. von denkerischen Erwägungen aus anpackt. der emotionale Mensch. welche die mechanische Menschheit ausmachen und auf der gleichen Stufe stehen. „Mensch Nummer fünf ist auch eine für uns unerreichbare Stufe des Menschen. der bereits Einheit erreicht hat. auf der sie geboren wurden.

Mensch Nummer vier ist immer das Produkt der Arbeit von Schulen. aber auch das Ergebnis falscher Arbeit sein kann. „Mensch Nummer fünf ist schon kristallisiert. ins Gleichgewicht zu kommen. von dessen Gesichtspunkt aus oder in Beziehung zu dem sie angenommen wurden. ein Zentrum kann in ihm nicht ein solches Übergewicht über die ändern haben. ohne vier gewesen zu sein. zwei und drei wechseln. Der Mensch Nummer vier ist schon auf einer anderen Stufe als Nummer eins. ebenfalls in sieben Kategorien gegliedert. Und dies kann nur durch furchtbares Leid erreicht werden. „In Übereinstimmung hiermit werden alle inneren und äußeren Vorgänge im Menschen. zwei oder drei. die man anderweitig nicht verstehen könnte. Um Nummer sechs zu werden. er hat einen dauernden Schwerpunkt. Er beginnt sich bereits kennenzulernen und zu wissen. wie dies bei Leuten der ersten drei Kategorien der Fall ist. daß Mensch Nummer fünf das Ergebnis richtiger Arbeit. alles was ihm zukommt und alles was durch ihn geschaffen wird. muß er absichtlich sein Sein von Mensch Nummer fünf verlieren. kann er nicht Nummer sechs und sieben werden. er kann nicht wechseln. aber wir müssen bemerken. Und in diesem Fall kann er sich nicht weiter entwickeln. Er kann Nummer fünf über Nummer vier werden und er kann Nummer fünf werden. Außerdem haben seine psychischen Zentren bereits begonnen. je nach der Art des Menschen. 104 . Er kann weder so geboren werden noch zufällig oder als Ergebnis gewöhnlicher Einflüsse des Heranwachsens und der Erziehung und so fort sich dazu entwickeln. Diese Teilung vermittelt den ersten Begriff der auf den Menschen angewandten Relativität. der in seinen Ideen. Glücklicherweise kommen diese Fälle von falscher Entwicklung sehr selten vor. wohin er geht. muß er wiederum seinen kristallisierten Wesenskern einschmelzen. in seiner Wertung der Arbeit und in seiner Beziehung zu der Schule liegt. „Die Einteilung der Menschen in sieben Kategorien oder sieben Nummern erklärt Tausende von Dingen. Die Dinge können die eine oder eine ganz andere Bedeutung haben. wie Mensch Nummer eins.

„Man kann sagen. was er nicht gern hat. der es wiederum von Mensch Nummer sechs erhalten hat. Aber im Vergleich zu Mensch Nummer eins. daß es ein Wissen Nummer eins gibt. Mensch Nummer eins. von Scholastikern. Überall und immer möchte er etwas Angenehmes haben. Was er weiß. das von Mensch Nummer fünf kommt. Mensch Nummer zwei und Mensch Nummer drei hat Mensch Nummer vier begonnen. unteilbares Wissen. auf Instinkten beruht oder auswendig gelernt oder auch einem Menschen eingedrillt wird. Er hat ein unteilbares Ich erreicht und all sein Wissen gehört diesem Ich. was ein anderes nicht weiß. „Das Wissen von Mensch Nummer sechs ist das vollständige 105 . weiß Alles in ihm. wird er im Gegenteil nur das kennen. Aber natürlich nimmt Mensch Nummer vier von diesem Wissen nur soviel auf. Oder. das auf subjektivem logischen Denken basiert. wie oft ein jeder Buchstabe des arabischen Alphabetes im Koran von Mohammed vorkommt und haben daraus ein ganzes Deutungssystems des Korans aufgebaut. Sein Wissen ist dem objektiven Wissen näher als das Wissen von Mensch Nummer vier. auf wörtlichem Verstehen. Es ist das Wissen von Bücherwürmern. was er gern hat. „Das Wissen von Mensch Nummer fünf ist ganzes. Er könnte kein Ich haben. Schrecken und Haß in ihm wachruft. „Das Wissen von Mensch Nummer drei ist Wissen. kennt er nicht. auf Worten. was er nicht gern hat. wenn er ein solcher im vollen Sinne des Wortes ist. wenn er ein kranker Mensch ist. welcher es von Mensch Nummer sieben erhielt. Menschen Nummer drei haben zum Beispiel gezählt. was ihn abstößt und Furcht. „Das Wissen von Mensch Nummer zwei ist nur das Wissen von dem. sich von den subjektiven Elementen seines Wissens zu befreien und auf dem Weg zu objektivem Wissen fortzuschreiten. als in seinen Kräften liegt. das etwas weiß. lernt alles wie ein Papagei oder ein Affe. „Das Wissen des Menschen Nummer vier ist eine ganz andere Art Wissen. welches auf Nachahmung. Es ist ein Wissen.

nachahmende. Dann gibt es Kunst Nummer zwei. Mensch Nummer fünf und höher besitzen. Es ist ganz klar. Kunst Nummer drei. das einem Menschen erreichbar ist. das heißt das Sein des fühlenden. kopierende Kunst oder rohe. Unterdrückung und Ausrottung von . primitive und sinnliche Kunst. grausamen und wilden Charakter hat und so fort. Mensch Nummer eins. „Genau auf die gleiche Weise gibt es eine Religion des Menschen Nummer eins. wird jede Idee auf die Stufe bringen. die intellektuelle. der Impulse. Und so muß es auch Kunst Nummer vier. das ist die Kunst des Menschen Nummer eins. es ist das objektive und vollständig praktische Wissen vom All. des theoretischen Menschen und so fort. die sich leicht in die Religion der Verfolgung. intellektuelle. Es gibt di'e Religion von Mensch Nummer zwei. warum Wissen nicht weit vom Sein entfernt sein kann. die Religion des Glaubens. Nummer fünf und so fort geben. aber es kann noch verlorengehen. das heißt das Sein des rationalen. Verehrung. das heißt das Sein eines Menschen. auf der er selbst sich befindet. „Die gleiche Einteilung in sieben Kategorien muß auf alles angewandt werden. Dann gibt es die Religion des Menschen Nummer drei. Es gibt Kunst Nummer eins. das Sein von Mensch Nummer drei. „Das Wissen von Mensch Nummer sieben ist sein eigenes Wissen. sentimentale Kunst. er wird es auf seine eigene Weise deuten. das Sein des Menschen Nummer zwei. das heißt eine Religion. die Tänze und Musik wilder Völker.Heiden' verwandelt. der Liebe. des emotionalen Menschen. theoretische Re- 106 . Was immer Sie ihm auch sagen. „Genau so verhält es sich mit dem Sein. was sich auf den Menschen bezieht. die aus Riten.Häretikern' und . das ihm nicht mehr genommen werden kann.Wissen. der Begeisterung. zwei oder drei kann auf Grund seines Seins nicht das Wissen von Mensch Nummer vier. der nach seinen Instinkten und seinen Empfindungen lebt. aus Opfern und Zeremonien von eindrucksvoller Pracht und Glanz besteht oder im Gegenteil einen düsteren. aus äußeren Formen. erdachte Kunst. Es gibt ein Sein von Mensch Nummer eins.

Überlegungen und Deutungen basierend. daß man das Sein eines Christen haben. Nummer zwei und Nummer drei sind wirklich die einzigen. Christentum Nummer zwei ist eine Gefühlsreligion.geschieht'. Theorien und so fort. wovon die verschiedenen Formen des Protestantismus zeugen. das heißt Heidentum in christlicher Verkleidung. gründet sich auf Dialektik. „Mensch' Nummer eins. Christentum Nummer drei. Heute sind sie bereit. Nummer zwei und Nummer drei einfach äußere Nachahmungen. „Wissenschaft. solange wir bleiben. dann wiederum gibt es ein Christentum Nummer eins. Nummer zwei und Nummer drei überhaupt keinen Begriff haben. Denn ein Christ zu sein bedeutet. „Tatsächlich sind Christentum Nummer eins. die zur Inquisition. ihnen sein Hemd zu geben. Philosophie und alle Äußerungen des menschlichen 107 . ihr letztes Hemd wegzugeben und morgen reißen sie einen Menschen in Stücke. manchmal voll von Blutvergießen und Schrecken. und nur Mensch Nummer fünf kann wirklich ein Christ sein. weil er sich weigert. Dann gibt es Christentum Nummer vier. Alle bestehenden und bekannten Religionen und Glaubensformen in der Welt gehören zu einer dieser drei Kategorien. aber ohne Kraft. Argumente. Heute ist es so und morgen ganz anders. zu Religionskriegen führt. und deswegen können sie sich auch nicht entscheiden. auf logischen Schlüssen. ein Christ zu sein.ligion von Beweisen und Argumenten. von dem Menschen Nummer eins. Sie sind nicht Herr ihrer selbst. was wir sind. weil alles mit ihnen . Sie werden durch jeden Zufall zum Schwanken gebracht. wirklich Christen zu sein. Nur ein Mensch Nummer vier strebt danach. Die Religionen Nummer eins. Was die Religion von Mensch Nummer vier oder die Religion von Mensch Nummer fünf und so fort ist. Christen zu sein. die wir kennen. Nummer zwei und Nummer drei können nicht in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben. das heißt in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben muß. manchmal sehr rein. „Wenn wir an Stelle von Religion im allgemeinen das Christentum nehmen. wissen wir nicht und können es nicht wissen.

Ein Physiker wird die Welt vom Gesichtspunkt der Struktur der Materie betrachten. „Ein Theosoph wird an verschiedene . es wird sich notwendig mit der Idee Gottes verknüpfen. Die phänomenale und die numenalc Welt. „Ein Spiritist wird an das . die 108 . Atomen oder Elektronen sein. aber die übliche Sprache. einem Christen. die astrale. .Welt' eine ganze Reihe religiöser Ideen wachrufen. die einem anderen völlig fremd und unverständlich sind. zum Beispiel den Begriff . Jeder hat. ihre eigenen Ideen. die physische. die Welt der vierten und der anderen Dimensionen. Jeder Mensch versteht ihn auf seine eigene Weise. wird das Wort .Welt' hört oder ausspricht. „Als wir die verschiedenen subjektiven Bedeutungen des Wortes . die durch gewohnte Assoziationen verursacht und in einem Wort ausgedrückt werden können. wenn er das Wort . „Für den Astronomen wird die Welt aus Sternen und Nebeln bestehen. die Welt der Geister denken. in der Menschen reden.Maya' sein.Jenseits'.Lebens und menschlicher Tätigkeit können gleicherweise in sieben Kategorien eingeteilt werden. „In einem Menschen mit einer religiösen Weltanschauung. birgt in sich ihre eigenen Assoziationen.Welt'. die mentale und so fort.Mensch' untersuchten. „Für einen Schüler der vedantischen Philosophie wird die Welt vor allem anderen Täuschung. Assoziationen. „Und so weiter und so fort. wie verschieden und wie widerspruchsvoll und darüber hinaus wie verborgen und unmerklich selbst für den Sprecher die Bedeutungen und Bedeutungsschattierungen sind.Weltanschauung'. es wird eine Welt von Molekülen. und jeder Mensch auf eine ganz andere Weise.Ebenen' denken. ist sehr weit von jeder solchen Einteilung entfernt und das eben macht das Verständnis zwischen den Menschen so schwierig. mit der Idee der Weltschöpfung und des Weltenendes oder der »sündigen Welt' und so fort. haben wir gesehen. jede gewohnte Art zu denken. Jede . „Nehmen wir ein anderes Wort.

von Anfang an zu verstehen. die es erschaffen haben und lenken. dann nur. „Die Menschen haben Tausende verschiedener Ideen über die Welt. Und doch deutet die Vorstellung. In diesem Zusammenhang werden einige Gesetze leichter klar und verstanden. wie die Welt oder die Welten. ein System des Weltalls zu studieren. daß er sich selbst erforscht. die parallel zueinander bestehen. daß es viele Welten gibt und daß wir nicht in einer Welt. wird er das Weltall erkennen und verstehen. „In Anbetracht des Begriffes . indem man die objektive Welt erforscht.Welt von Gut und die Welt von Böse. während der Mensch andere Gesetze nur dadurch verstehen kann. die stoffliche Welt und die unstoffliche Welt. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen müssen darum parallel verlaufen. aber keine einzige allgemeine Idee.gerettet' werden und so weiter und so fort. die ihnen ermöglichen würde. sondern in verschiedenen Welten leben. wobei das eine dem anderen hilft. ohne dabei den Menschen zu studieren. Wenn er sich selber kennt und versteht. „Wenn wir auf die Frage. alle Gesetze. gerade darauf hin.Welt' ist es notwendig. daß wir in verschiedenen Welten leben. die ihn regieren. Er wurde nach denselben Gesetzen erschaffen wie das Weltall. das Machtverhältnis zwischen den verschiedenen Nationen der Welt. Der Mensch ist ein Abbild der Welt. einander zu verstehen und sofort zu bestimmen. Gleichzeitig ist es unmöglich. daß diese Welten ineinander enthalten sind und wir zu ihnen in verschiedener Beziehung stehen. den Menschen zu studieren. Und gleichzeitig wird er durch das Studium der Welt und der sie lenkenden Gesetze die Gesetze studieren und verstehen. ohne das Universum zu studieren. Unsere Sprache hat nicht den Begriff von ineinander enthaltenen Welten. von welchem Gesichtspunkt aus sie die Welt betrachten. um gleichsam dieselbe Idee zu verstärken oder um die Idee verschiedener Welten auszudrücken. „Es ist unmöglich. weil in der üblichen Sprache der Begriff . kann der Mensch in der Welt . Das ist nicht leicht zu verstehen. Und wenn der Plural »Welten' gebraucht wird. in denen 109 .Welt' gewöhnlich im Singular gebraucht wird.

bilden die .Absolute' oder das . Aber die Menschheit ist ein unzertrennlicher Teil des organischen Lebens auf Erden. sich einen Zustand von Dingen 110 . daß die uns nächste Welt das organische Leben auf Erden ist. „Wenn wir weiter zu philosophischen Schlüssen übergehen. „Weiterhin. daß . „Aber die Erde ist auch in der Welt. stellt die . ist es möglich. daß für das organische Leben unser Planet.Welt' für das organische Leben? „Darauf können wir antworten.alle Welten* dar. die . Dieses Ganze oder dieses Eins oder All. Was ist also die . darum wäre es richtig. „Darauf können wir antworten.Welt' für die Erde ist die planetarische Welt des Sonnensystems. was wir als .Welt' für alle Planeten zusammengenommen? Die Sonne oder die Einflußsphäre der Sonne oder das Sonnensystem. beschaffen seien.Welt' für die Milchstraße. der Menschheit. zu sagen.alle Welten' ein für uns unverständliches und unbekanntes Ganzes oder Eins sein müssen (wie ein Apfel eins ist).Welt* für . so können wir sagen. die Welt der Pflanzen.Welt' unsere Stemenwelt oder die Milchstraße. von einem astronomischen Gesichtspunkt aus. Tiere und Menschen. Diese Welten zusammengenommen. müssen wir uns zu allererst fragen.Unabhängige' genannt werden könnte. von dem die Planeten ein Teil sind. Logisch ist es noch möglich. was das . weil es alles in sich einschließt und von nichts abhängt. eine Vielzahl von Welten anzunehmen.wir leben. von dem sie einen Teil darstellt. „Aber das organische Leben ist auch in der Welt. die Erde.Welt' für die Erde? „Die .Welt' in nächster und unmittelbarster Beziehung zu uns bezeichnen. daß wir o^ den Namen Welt der Welt der Menschen geben. eine Antwort wünschen. eine Ansammlung von einer riesigen Anzahl von Sonnensystemen. die in unermeßlichen Entfernungen voneinander im Raum »aller Welten' bestehen. „Für die Sonne wiederum ist die . „Was ist die . Was wäre dann die .Welt' darstellt. in der wir leben und von der wir ein Teil sind.

wo das All ein einziges Ganzes bildet.. Die zeitgenössische Wissenschaft erkennt das Bestehen von zwei Kräften und die Notwendigkeit die- 111 . „Der Mensch lebt in all diesen Welten. Wie wir weiter sehen werden. die ihm am nächsten steht und von der er ein Teil ist. das heißt das All. „Dies ist das »Gesetz der Drei' oder das Gesetz der drei Prinzipien oder der drei Kräfte. unbegrenzt und unteilbar ist. Es beruht auf der Tatsache. sowohl direkt als auch durch dazwischenliegende Welten. Solch ein Ganzes wird sicherlich das Absolute. ist sozusagen der ursprüngliche Urzustand der Dinge. welches das Unabhängige bedeutet. das alle Erscheinungen in aller Vielfalt oder Einheit aller Universen schafft. Aber der Einfluß der nächsten Welt und der Einfluß der Stemenwelt ist bereits ganz klar im Leben des Menschen. Bei der nächsten Gelegenheit hatten wir viele Fragen. darstellen. trotzdem er gewiß der Wissenschaft unbekannt ist. aber ihre Wirkung vermindert sich im Verhältnis zu ihrer Entferntheit oder zur Vergrößerung der Verschiedenheit zwischen ihnen und dem Menschen. von molekularen bis zu kosmischen Phänomenen. „Das Absolute. Das heißt. hauptsächlich über die Einflüsse der verschiedenen Welten und warum uns der Einfluß des Absoluten nicht erreiche. müssen wir das Grundgesetz untersuchen. das heißt der Zustand der Dinge. aus dem durch Teilung und Gliederung die Vielfalt der von uns beobachteten Erscheinungen entsteht. weil es. diese Vorlesung." Damit beendete G. auf welcher Stufe und in welcher Welt es auch stattfinde. „Bevor wir diese Einflüsse untersuchen". begann G. aber auf verschiedene Weise. wenn das All ein Ganzes darstellt.vorzustellen. daß jedes Phänomen. Auch weiter entfernte Welten können den Menschen beeinflussen. „und ebenso die Gesetze der Wandlung von Einheit in Vielheit. zuallererst ist er durch die nächste Welt beeinflußt. das Ergebnis der Verbindung oder des Zusammentreffens dieser drei verschiedenen und gegensätzlichen Kräfte ist. erreicht der unmittelbare Einfluß des Absoluten den Menschen nicht.

Ser zwei Kräfte zur Erzeugung von Erscheinungen an: Kraft und Widerstand, positiver und negativer Magnetismus, positive und negative Elektrizität, männliche und weibliche Zellen und so fort Aber sie sieht selbst diese zwei Kräfte nicht immer und überall. Nie würde eine Frage nach der dritten gestellt, oder wenn sie gestellt wurde, dann hat man sie kaum vernommen. „Wirklichem, exaktem Wissen nach können eine Kraft oder zwei Kräfte niemals eine Erscheinung hervorrufen. Die Anwesenheit einer dritten Kraft ist notwendig, denn es ist nur mittels einer dritten Kraft möglich, daß die zwei ersten das schaffen, was man eine Erscheinung nennen kann, ganz gleich in welcher Sphäre. „Die Lehre von den drei Kräften ist die Wurzel aller alten Systeme. Die erste Kraft kann man aktiv oder positiv nennen, die zweite passiv oder negativ; die dritte neutralisierend. Aber dies sind nur Namen, denn in Wirklichkeit sind alle drei Kräfte gleichermaßen aktiv und erscheinen aktiv, passiv und neutralisierend nur an den Punkten ihres Zusammentreffens, das heißt nur in Beziehung zueinander zu einem gegebenen Zeitpunkt. Die ersten zwei Kräfte sind dem Menschen mehr oder weniger verständlich, und die dritte kann manchmal entweder am Ansatzpunkt der Kräfte oder im ,Medium' oder im .Ergebnis' entdeckt werden. Aber allgemein gesprochen ist die dritte Kraft für unmittelbare Beobachtung und direktes Verstehen nicht leicht zugänglich. Der Grund hierfür liegt in der funktionellen Beschränktheit der gewöhnlichen psychischen Tätigkeit und in den grundsätzlichen Kategorien unserer Wahrnehmung der Erscheinungswelt, das heißt in unserem Raum- und Zeitempfinden, das sich aus diesen Begrenzungen ergibt. Die Menschen können die dritte Kraft nicht wahrnehmen und beobachten, ebensowenig wie sie räumlich die .vierte Dimension' wahrnehmen können. „Aber durch das Studium seiner selbst, der Äußerung seiner Gedanken, seines .Bewußtseins', seiner Tätigkeit, seiner Gewohnheiten, Begierden und so fort, kann der Mensch lernen, in sich selbst die Tätigkeit dieser drei Kräfte zu beobachten und zu sehen. Nehmen wir zum Beispiel an, daß ein Mensch an sich arbeiten will, um

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einige seiner Eigenschaften zu ändern, um eine höhere Stufe des Seins zu erreichen. Sein Wunsch, seine Initiative ist die aktive Kraft. Die Trägheit seines ganzen gewohnten psychischen Lebens, die im Gegensatz zu seiner Initiative steht, wird dann die passive oder die negative Kraft darstellen. Diese zwei Kräfte werden sich entweder die Waage halten oder eine wird die andere überwinden, wird aber gleichzeitig zu schwach für jegliche weitere Handlung werden. So werden sich die zwei Kräfte gleichsam umeinander drehen, eine wird die andere absorbieren, und sie werden überhaupt kein Ergebnis hervorbringen. Das mag für die ganze Dauer des Lebens so fortgehen. Ein Mensch kann Wunsch und Initiative verspüren, aber all diese Initiative kann darauf verwandt werden, die gewöhnliche Lebensträgheit zu überwinden und nichts für das Ziel übrigzulassen, auf das die Initiative hätte gerichtet werden sollen. Und so mag es fortgehen, wenn nicht die dritte Kraft in Erscheinung tritt, zum Beispiel in Form neuen Wissens, das sofort den Vorteil oder die Notwendigkeit der Arbeit an sich selbst aufzeigt und dadurch die Initiative unterstützt und stärkt. Dann kann mit Hilfe der dritten Kraft die Initiative der Trägheit Herr und der Mensch in der beabsichtigten Richtung aktiv werden. „Beispiele der Tätigkeit aller drei Kräfte und des Augenblicks des Eintrittes der dritten Kraft können in allen Äußerungen unseres psychischen Lebens gefunden werden, in allen Erscheinungen im Leben menschlicher Gemeinschaften und der Menschheit im ganzen und in allen Naturerscheinungen um uns. „Aber im Anfang genügt es, das allgemeine Prinzip zu verstehen: jede Erscheinung, gleich welcher Größenordnung, ist unausweichlich die Äußerung von drei Kräften; eine oder zwei Kräfte können keine Erscheinung hervorbringen. Und wenn wir in irgend etwas einen Stillstand beobachten oder eine endlose Zögerung an derselben Stelle, dann können wir sagen, daß an der bestimmten Stelle die dritte Kraft fehlt. Beim Versuch, dies zu verstehen, müssen wir uns erinnern, daß man Erscheinungen als Äußerungsform dreier Kräfte nicht beobachten kann, weil wir die objektive Welt in un-

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seren subjektiven Bewußtseinszuständen nicht beobachten können Und in der subjektiv beobachteten Erscheinungswelt sehen wir nur die Äußerung von einer oder zwei Kräften. Wenn wir die Äußerung von drei Kräften in jedem Vorgang sehen könnten, dann würden wir die Welt erkennen, wie sie ist (Ding an sich). Nur müssen wir uns daran erinnern, daß eine Erscheinung, die einfach zu sein scheint, in Wirklichkeit sehr mannigfaltig sein kann, das heißt, sie mag eine sehr komplizierte Verbindung von Dreiheiten sein. Aber wir wissen, daß wir die Welt nicht beobachten können, wie sie ist, und das sollte uns verstehen helfen, warum wir die dritte Kraft nicht sehen können. Die dritte Kraft ist eine Eigenschaft der wirklichen Welt. Die subjektive oder die Erscheinungswelt unserer Beobachtung ist nur relativ wirklich, und auf jeden Fall ist sie nicht vollständig. „Wenn wir nun auf die Welt, in der wir leben, zurückkommen, können wir sagen, daß im Absoluten wie in allem anderen drei Krä^e tätig sind, die aktive, die passive und die neutralisierende. Aber da seiner Natur nach das Absolute und alles in ihm eine Einheit darstellt, bilden hier auch die drei Kräfte eine Einheit. Dazu besitzen die drei Krä^e in der Formung eines unabhängigen Ganzen einen vollen und unabhängigen Willen, volles Bewußtsein und volles Verständnis ihrer selbst und all dessen, was sie tun. „Die Idee der Einheit der drei Kräfte im Absoluten bildet die Grundlage vieler alter Lehren: konsubstantielle und unteilbare Dreieinigkeit, Trimurti-Brahma, Wischnu und Siwa und so fort. „Die drei Kräfte des Absoluten, die ein Ganzes bilden, vereinigen und trennen sich nach ihrem eigenen Willen und ihrer eigenen Entscheidung, und an den Knotenpunkten schaffen sie Erscheinungen oder .Weiten'. Diese Welten, die durch den Willen des Absoluten erschaffen wurden, hängen in allem, was sich auf ihre Existenz bezieht, einzig von diesem Willen ab. In jeder dieser Welten wirken wieder die drei Kräfte. Da jedoch jede dieser Welten nicht das Ganze, sondern nur einen Teil darstellt, stellen die drei Kräfte in ihnen nicht ein Ganzes dar. Wir haben nun den Fall von drei Willen, drei Bewußtseinen, drei Einheiten. Jede der drei Kräfte

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enthält in sich die Möglichkeit aller drei Kräfte, aber an den Treffpunkten der drei Kräfte äußert sich jede nur nach einem Prinzip — dem aktiven, dem passiven oder dem neutralisierenden. Diese drei Kräfte schaffen zusammen eine Dreieinheit, die neue Erscheinungen hervorbringt. Aber diese Dreieinheit ist verschieden, sie ist nicht diejenige, die im Absoluten besteht, wo die drei Kräfte ein unteilbares Ganzes bilden und nur einen einzigen Willen und ein einziges Bewußtsein haben. In den Welten zweiter Ordnung sind die drei Kräfte nun geteilt und ihre Treffpunkte sind jetzt von verschiedener Natur. Im Absoluten ist Zeitpunkt und Ort ihres Zusammentreffens durch ihren einheitlichen Willen bestimmt. In den Welten zweiter Ordnung, wo nicht mehr einer, sondern drei Willen herrschen, werden die Treffpunkte durch einen getrennten Willen unabhängig von den anderen bestimmt, und daher werden die Treffpunkte zufällig oder mechanisch. Der Wille des Absoluten erschafft die Welt zweiter Ordnung und lenkt sie, aber er lenkt nicht ihre schöpferische Arbeit, in der ein mechanisches Element erscheint. „Stellen wir uns das Absolute als einen Kreis vor und in ihm eine Anzahl anderer Kreise, Welten zweiter Ordnung. Nehmen wir nun einen dieser Kreise. Das Absolute wird durch die Zahl l bezeichnet, weil die drei Kräfte im Absoluten ein Ganzes darstellen, und die kleinen Kreise bezeichnen wir durch die Zahl 3, weil in einer Welt zweiter Ordnung die drei Kräfte schon geteilt sind. „Die drei geteilten Kräfte in den Welten zweiter Ordnung, die in jeder dieser Welten zusammentreffen, schaffen neue Welten dritter Ordnung. Nehmen wir eine dieser Welten. Die Welt dritter Ordnung, die durch die drei Kräfte geschaffen ist, die halb mechanisch handeln, hängt nicht mehr vom einzigen Willen des Absoluten ab, sondern von drei mechanischen Gesetzen. Diese Welten werden durch drei Kräfte erzeugt, und nachdem sie geschaffen sind, äußern sie drei neue eigene Kräfte. Dadurch wird die Zahl der Kräfte in einer Welt dritter Ordnung sechs betragen. Auf unserer Skizze ist ein Kreis dritter Ordnung durch die Zahl 6 (3 plus 3) gekennzeichnet. In dieser Welt werden Welten einer neuen Ordnung geschaffen, der vierten Ordnung. In der. Welt vierter Ordnung sind

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drei Kräfte der Welt zweiter Ordnung, sechs Kräfte der Welt dritter Ordnung und drei von ihr selbst tätig, zusammen also zwölf Kräfte. Nehmen wir eine dieser Welten und bezeichnen wir sie mit der Zahl 12 (3 plus 6 plus 3). Da diese Welten einer noch größeren Anzahl von Gesetzen gehorchen und noch weiter vom einzigen Willen des Absoluten entfernt sind, sind sie noch mechanischer. Die Welten, die innerhalb dieser Welten geschaffen werden, werden von vierundzwanzig Kräften gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 3). Die Welten, die wiederum in diesen Welten geschaffen werden, werden durch achtundvierzig Kräfte gelenkt. Die Zahl 48 ergibt sich wie folgt: drei Kräfte aus der Welt, die unmittelbar aus dem Absoluten folgt, sechs aus der nächsten, zwölf aus der nächsten, vierundzwanzig aus der darauffolgenden und drei aus der eigenen Welt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 3), zusammen also achtundvierzig. Welten innerhalb dieser Achtundvierziger-Welten werden durch sechsundneunzig Kräfte gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 48 plus 3). Die Welten der nächsten Ordnung, wenn es welche gibt, werden durch einhundertzweiundneunzig Kräfte gelenkt und so fort. „Wenn wir eine der zahlreichen Welten nehmen, die im Absoluten geschaffen sind, das heißt Welt 3, so wird es eine Welt sein, die die gesamten Stemenwelten ähnlich unserer Milchstraße umfaßt. Wenn wir die Welt 6 nehmen, wird es eine der Welten innerhalb dieser Welten sein, nämlich die Stemhäufung, die wir als Milchstraße bezeichnen. Welt 12 wird eine der Sonnen sein, die die Milchstraße bilden, unsere Sonne. Welt 24 wird die Planetenwelt darstellen, das heißt alle Planeten des Sonnensystems. Welt 48 wird die Erde sein. Welt 96 wäre der Mond. Wenn der Mond einen Satelliten hätte, würde er Welt 192 sein und so fort. „Die Kette der Welten, deren Verbindungsglieder das Absolute, alle Welten, alle Sonnen, unsere Sonne, die Planeten, die Erde und der Mond sind, ergibt den .Schöpfungsstrahl', in dem wir uns befinden. Der Schöpfungsstrahl ist für uns die Welt im weitesten Sinne des Begriffes. Natürlich schließt der Schöpfungsstrahl nicht die Welt im vollen Sinne des Begriffes ein, da das Absolute eine

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Anzahl, vielleicht eine unendliche Zahl verschiedener Welten gebiert, von denen jede mit einem neuen und eigenen Schöpfungsstrahl beginnt. Des weiteren enthält jede dieser Welten eine Anzahl von Welten, die eine weitere Aufteilung des Schöpfungsstrahls darstellen, und von einer von diesen wählen wir eine aus, unsere Milchstraße; die Milchstraße besteht aus einer Zahl von Sonnen, aber von dieser Zahl nehmen wir die Sonne, die uns am nächsten ist, von der wir direkt abhängen und in deren Bereich wir leben, uns bewegen und unser Dasein haben. Jede dieser anderen Sonnen bedeutet eine neue Aufteilung des Strahls, aber wir können diese Strahlen nicht in gleicher Weise wie unseren Strahl untersuchen, nämlich den Strahl, in dem wir uns befinden. Weiterhin steht uns innerhalb unseres Sonnensystems die Planetenwelt näher als die Sonne selbst, und innerhalb der Planetenwelt steht uns die Erde am nächsten, der Planet, auf dem wir leben. Wir brauchen andere Planeten nicht in gleicherweise zu studieren, wie wir die Erde studieren, es genügt, daß wir sie alle zusammen betrachten, das heißt in einem beträchtlich kleinerem Maße, als wir die Erde betrachten. „Die Zahl der Kräfte innerhalb jeder Welt, eins, drei, sechs, zwölf und so fort, zeigt die Zahl der Gesetze an, der die betreffende Welt unterworfen ist. „Je weniger Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto näher steht sie dem Willen des Absoluten; je mehr Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto größer ist die Mechanisiertheit, desto weiter ist sie vom Willen des Absoluten entfernt. Wir leben in einer Welt, die achtundvierzig Gesetzesordnungen untersteht, das heißt sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt liegt und in einer sehr entfernten und dunklen Ecke des Weltalls. „Auf diese Weise hilft uns der Schöpfungsstrahl, unseren Platz in der Welt zu bestimmen und zu erkennen. Aber, wie Sie sehen, sind wir noch nicht zu den Fragen über die Einflüsse gekommen. Um den Unterschied zwischen den Einflüssen der verschiedenen Welten zu verstehen, müssen wir das Gesetz der Drei besser verstehen und dann noch ein anderes Grundgesetz — das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven."

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FÜNFTES KAPITEL
Nehmen wir das dreidimensionale Weltall und betrachten wir die Welt als eine Welt von Stoff und Kraft in der einfachsten und elementarsten Bedeutung dieser Begriffe. Höhere Dimensionen und neue Theorien über Stoff, Raum und Zeit, und ebenso andere Figur 3
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

Sonne

Alle Planeten

Erde Mond

Kategorien zur Erkenntnis der Welt, die in der Wissenschaft un­ bekannt sind, werden wir später besprechen. Im Augenblick ist es notwendig, sich das Weltall in der diagrammatischen Darstellung des .Schöpfungsstrahles' vom Absoluten bis zum Mond vorzustellen. „Der .Schöpfungsstrahl' scheint auf den ersten Blick nur ein sehr elementarer Plan des Weltalls zu sein, aber es wird einem bei

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weiterem Studium klar, daß es mit Hilfe dieses einfachen Planes möglich wird, eine Vielzahl von verschiedenen und gegensätzlichen philosophischen sowohl als auch religiösen und wissenschaftlichen Weltanschauungen in Übereinstimmung zu bringen und aus ihnen ein Ganzes zu formen. Die Idee des Schöpfungsstrahles gehört altem Wissen an, und viele der uns bekannten naiven geozentrischen Weltsysteme sind entweder unzulängliche Darstellungen der Idee des Schöpfungsstrahles oder Verstümmelungen dieser Idee als Folge buchstäblichen Verstehens. Wir bemerken, daß die Idee des Schöpfungsstrahles und sein Wachstum aus dem Absoluten einigen modernen, wenn auch nicht wirklich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen widerspricht. Nehmen wir zum Beispiel die Stufe Sonne, Erde, Mond. Nach der heute üblichen Meinung ist der Mond ein kalter, toter Himmelskörper, der einmal wie die Erde war, das heißt innere Hitze besaß, und noch früher eine geschmolzene Masse wie die Sonne war. Nach der üblichen Meinung war die Erde einmal wie die Sonne, wird langsam kälter und mag früher oder später auch eine gefrorene Masse werden wie der Mond. Gewöhnlich nimmt man an, daß auch die Sonne kälter wird und daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ähnlich wie die Erde und später ähnlich wie der Mond werde. „Zuallererst müssen wir natürlich bemerken, daß diese Ansicht nicht .wissenschaftlich' im strengen Sinne des Begriffs genannt werden kann, da es in der Wissenschaft, das heißt in der Astronomie oder noch besser der Astrophysik, viele verschiedene und widersprechende Hypothesen und Theorien über diesen Gegenstand gibt, von denen keine eine ernst zu nehmende Grundlage hat. Aber diese Ansicht ist die weitverbreitetste und ist die Ansicht des durchschnittlichen modernen Menschen über die Welt, in der wir leben, geworden. „Die Idee des Schöpfungsstrahles und seines Wachstums aus dem Absoluten widerspricht dieser heute allgemein angenommenen Ansicht. „Nach dieser Idee ist der Mond ein noch ungeborener Planet, einer, der sozusagen im Begriff ist, geboren zu werden. Er wird

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langsam warm und wird mit der Zeit (eine günstige Entwicklung des Schöpfungsstrahles vorausgesetzt) wie die Erde werden und einen eigenen Satelliten, einen neuen Mond, haben. Damit wird dem Schöpfungstrahl ein neues Glied hinzugefügt sein. Auch die Erde wird nicht kälter, sondern wird wärmer und kann einmal wie die Sonne werden. Wir beobachten einen solchen Vorgang zum Beispiel im System des Jupiter, der für seine Satelliten eine Sonne darstellt. Wenn wir alles zusammenfassen, was wir zuvor über den Schöpfungsstrahl von Welt l bis Welt 96 gesagt haben, müssen wir hinzufügen, daß die Zahlen, mit denen die Welten bezeichnet werden, die Anzahl der Kräfte oder Gesetzesordnungen anzeigen. welche die in Frage stehende Welt regieren. Im Absoluten gibt es nur eine Kraft und nur ein Gesetz — den einzigen und unabhängigen Willen des Absoluten. In der nächsten Welt gibt es drei Kräfte oder drei Gesetzesordnungen. In der nächsten sind sechs Gesetzesordnungen; in der folgenden zwölf; und so weiter. Auf unserer Welt, das heißt der Erde, wirken achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen wir unterworfen sind und durch die unser ganzes Leben gelenkt wird. Wenn wir auf dem Mond leben würden, dann würden wir sechsundneunzig Gesetzesgruppen unterstehen, das heißt, unser Leben und unsere Tätigkeit würde noch mechanischer sein und wir würden nicht die Möglichkeit haben, aus der Mechanisiertheit zu fliehen, die wir jetzt besitzen. „Wie wir schon gesagt haben, äußert sich der Wille des Absoluten nur in der unmittelbar nächsten Welt, die er innerhalb seiner selbst geschaffen hat, das heißt in Welt 3; der unmittelbare Wille des Absoluten reicht nicht bis zu Welt 6 und äußert sich in ihr nur in Form mechanischer Gesetze. Noch weiter, in den Welten 12, 24, 48 und 96 hat der Wille des Absoluten immer weniger und weniger Möglichkeit, sich zu äußern. Das heißt: in Welt 3 schafft das Absolute sozusagen einen allgemeinen Plan des ganzen übrigen Weltalls, das dann mechanisch weiterentwickelt wird. Der Wille des Absoluten kann sich in den folgenden Welten außerhalb dieses Planes nicht äußern, und wenn er sich in Übereinstimmung mit diesem Plan äußert, nimmt er die Form mechanischer Gesetze

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an. Das bedeutet, wenn das Absolute seinen Willen, sagen wir in unserer Welt, in Widerspruch zu den diese beherrschenden mechanischen Gesetzen äußern wollte, dann müßte es alle Welten, die zwischen ihm und unserer Welt liegen, zerstören. „Die Idee eines Wunders im Sinn einer Übertretung der Gesetze durch den Willen, der sie schuf, steht nicht allein im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand, sondern auch zu der bloßen Idee des Willens selbst. Ein ,Wunder' kann nur die Äußerung von Gesetzen sein, die dem Menschen unbekannt sind oder selten angetroffen werden. Ein Wunder ist die Äußerung der Gesetze einer anderen Welt in dieser Welt. „Auf der Erde sind wir sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt; wir sind von ihm durch achtundvierzig Ordnungen mechanischer Gesetze getrennt. Wenn wir uns von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, dann würden wir uns unter der Herrschaft von nur vierundzwanzig Gesetzen befinden, das heißt den Gesetzen der planetarischen Welt, und dann würden wir dem Absoluten und seinem Willen um eine Stufe näher sein. Wenn wir uns von einer Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, würden wir den Gesetzen der Sonne (zwölf Gesetzen) unterworfen sein und somit wieder dem Absoluten um eine Stufe näher kommen. Wenn wir weiterhin uns wieder von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, wären wir nur den Gesetzen der Stemenwelt unterworfen und nur noch eine Stufe vom unmittelbaren Willen des Absoluten entfernt. „Und es gibt für den Menschen die Möglichkeit, sich allmählich von den mechanischen Gesetzen zu befreien. „Das Studium der achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen der Mensch unterworfen ist, kann nicht abstrakt sein wie das Studium der Astronomie. Man kann sie nur kennenlernen, wenn man sie in sich selbst beobachtet und dadurch, daß man sich von innen befreit. Zu Beginn muß der Mensch einfach verstehen, daß er ganz unnötigerweise lausenden kleinlichen, aber unbequemen Gesetzen unterworfen ist, die für ihn durch andere Leute und ihn selbst geschaffen wurden. Wenn er versucht, sich von ihnen zu befreien,

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wird er sehen, daß er das nicht kann. Lange beharrliche Versuche, sich von ihnen zu befreien, werden ihn von seiner Sklaverei überzeugen. Die Gesetze, denen der Mensch unterworfen ist, können nur studiert werden, indem man mit ihnen ringt, indem man versucht, sich von ihnen zu befreien. Aber viel Wissen ist notwendig, um sich von einem Gesetz zu befreien, ohne ein anderes an seiner Statt zu schaffen. „Die Gesetzesgruppen und ihre Formen unterscheiden sich je nach dem Gesichtspunkt, von dem aus wir den Schöpfungsstrahl betrachten. „In unserem System ist das Ende des Schöpfungsstrahls, sozusagen das wachsende Ende des Zweiges, der Mond. Die Kraft für das Wachstum, das heißt für die Entwicklung des Mondes und die Schaffung von neuen Schößlingen, geht von der Erde zum Mond, wo sie durch die gemeinsame Tätigkeit der Sonne, aller anderen Planeten des Sonnensystems und der Erde selbst erzeugt wird. Diese Energie wird in einem großen Akkumulator auf der Oberfläche der Erde gesammelt und aufbewahrt. Dieser Akkumulator ist das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden ernährt den Mond. Alles, was auf der Erde lebt, Menschen, Tiere, Pflanzen, bildet die Nahrung für den Mond. Der Mond ist ein gewaltiges Lebewesen, das sich von all dem, was auf Erden lebt und wächst, ernährt. Ohne das organische Leben auf Erden könnte der Mond nicht bestehen, genau so wenig wie das organische Leben auf Erden ohne den Mond bestehen könnte. Weiterhin ist der Mond für das organische Leben ein gewaltiger Elektromagnet. Wenn die Tätigkeit des Elektromagneten zu einem plötzlichen Stillstand käme, würde das organische Leben zu nichts zerfallen. „Der Vorgang des Wachstums und der Erwärmung des Mondes hängt mit Leben und Tod auf der Erde zusammen. Alles was lebt gibt bei seinem Tode ein gewisses Quantum Energie frei, die es .belebt' hat; diese Energie oder die .Seelen* aller Lebewesen — Pflanzen, Tiere und Menschen — wird vom Mond wie durch einen gewaltigen Elektromagnet angezogen und bringt ihm die Wärme und das Leben, von denen sein Wachstum, das heißt das Wachstum

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geht zu einer anderen über. Alle seine Bewegungen und folglich auch alle seine Handlungen werden vom Mond geleitet. tut dies auch der Mond. Alle Übeltaten. wie jedes andere lebende Wesen. am Ende der Welt. die ihre Arbeit auf einer Ebene vollbracht hat. Alle Bewegungen. den Bedingungen. Wenn wir in uns Bewußtsein und Willen entwickeln und unser mechanisches Leben und alle unsere mechanischen Äußerungen ihnen unterwerfen. „Die Seelen. um es anders auszudrücken. . so können wir der Macht des Mondes entrinnen. wenn er sich für andere opfert. Unter gewöhnlichen Lebensbedingungen kann der Mensch. sich dem Einfluß des Mondes nicht entziehen. Wenn ein Mensch einen anderen tötet. abhängt.äußersten Rand'. die mit dem Wachstum der geistigen Kräfte und Fähigkeiten kommt. was im organischen Leben auf Erden vorgeht. „Der Einfluß des Mondes auf alles Lebende zeigt sich in allen Geschehnissen auf Erden. er ist die .des Schöpfungsstrahls. finden sich dort unter sechsundneunzig Gesetzen. Der Mond ist am . welche die Erdkugel bedeckt. hängt ganz vom Einfluß des großen Elektromagneten ab. Im Haushalt des Weltalls geht nichts verloren. Der Mond ist die hauptsächliche oder besser die nächste. die zum Mond gehen und sogar vielleicht ein gewisses Maß von Bewußtsein und Gedächtnis besitzen. alle Verbrechen. 123 . Die empfindliche dünne Schicht organischen Lebens. Der mechanische Teil unseres Lebens hängt vom Monde ab. in unermeßlich langen planetarischen Zeiträumen. „Die Befreiung. alle Selbstaufopferung. aus denen es. kein Entkommen gibt. abgesehen von einer allgemeinen Entwicklung. ist ihm unterworfen. die unmittelbare Bewegkraft all dessen. alle heroischen Unternehmungen wie auch alle Handlungen des gewöhnlichen täglichen Lebens werden vom Mond gelenkt. und eine bestimmte Kraft.äußere Dunkelheit' der christlichen Lehre.wo nur Heulen und Zähneknirschen sein wird'. unter den Bedingungen des mineralischen Lebens oder. bedeutet Befreiung vom Mond. Tieren und Pflanzen sind vom Mond abhängig und werden vom Mond regiert. dann tut dies der Mond. Handlungen und Äußerungen von Menschen. der ihr die Lebenskraft aussaugt.

alle Welten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . aber die Stofflichkeit ist verschieden. Mensch Nummer zwei und so weiter).alle Welten'. Und die verschiedenen Grade der Stofflichkeit hängen direkt von den Qualitäten und Eigenschaften der an einem bestimmten Ort geäußerten Energie ab.alle Planeten'.Welt' und alles. Die Stofflichkeit von . ist die Stofflichkeit des Weltalls. Alles.Mensch' und alles. was sich auf die Welt bezieht.alle Planeten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit der Erde.berechnet' und in Form einer bestimmten Formel ausgedrückt werden kann. Die ganze Physik. Man ist gewöhnt. das wir in Form des Schöpfungsstrahls betrachten. Die Stofflichkeit von . mit der wir uns vertraut machen müssen. was sich auf die Welt bezieht.Stofflichkeit' ist ebenso relativ wie alles andere. Die Stofflichkeit von . Das Absolute ist ebenso stofflich wägbar und meßbar wie der Mond oder der Mensch. dann werden wir leicht verstehen. Und es ist wahr. Wenn das Absolute Gott ist. solche Methoden wie die Spektralanalyse und so fort beruhen auf dieser Annahme.alle Sonnen' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit unserer Sonne. eine Kategorie innerhalb der anderen. Chemie. Alles in diesem Weltall kann gewogen und gemessen werden. und die Stofflichkeit der Erde ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit des Mondes. daß der Stoff überall der gleiche ist.alle Sonnen'. wird auch in sieben Kategorien eingeteilt. sieben Welten. Der Schöpfungsstrahl schafft sieben verschiedene Ebenen in der Welt. eine innerhalb der anderen. daß Gott gewogen und gemessen werden kann. daß der Begriff . Falschheit und so weiter —. Die Stofflichkeit des Absoluten ist einestofflichkeit anderer Ordnung als die von. in seine Bestandteile aufgelöst. 124 . Astrophysik. dann heißt dies. „Aber der Begriff . Die Stofflichkeit unserer Sonne ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . Böse. wie der Begriff . Wenn wir uns ins Gedächtnis rufen. den Stoff überall für das gleiche zu halten.„Die nächste Vorstellung. Diese Idee ist vorerst schwierig zu begreifen. in verschiedene Kategorien gegliedert wird (Mensch Nummer eins. Wahrheit. . was sich auf ihn bezieht — Gut. sich auch in verschiedene Kategorien gliedert.

Stoff als aus . aus schwingendem Stoff. Das heißt nicht. das beißt im Absoluten. In jeder Stoff Ordnung sind sie einfach gewisse Teilchen des jeweiligen Stoffes. und 125 . wie wir sie durch unmittelbare Beobachtung mit unseren Sinnesorganen gewinnen. und . Als . Nur die Atome des Absoluten sind wirklich unteilbar. bestehen aus drei Atomen des Absoluten oder. sondern als Eigenschaften oder Kennzeichen der von uns beobachteten Erscheinungswelt. die nur auf der entsprechenden Ebene unteilbar sind. daß man eine dualistische Weltanschauung haben müsse. Die Atome werden auch in diesem Zusammenhang als Ergebnis der endgültigen Stoff teilung betrachtet. Um mit dem Studium des Weltalls zu beginnen. den Stoff. die im Mittelpunkt beginnen. sind auch Kraft und Stoff eins.Konstante' bezeichnen wir das Stoffliche.Wandlungen' im Zustand des . die Atome der nächsten Ebene.Konstanten' oder des Stoffes bezeichnen wir als Äußerung von Kraft oder Energie. „Man kann den . Das Maß der Schwingungen steht im umgekehrten Verhältnis zur Dichte des Stoffes. sich überkreuzen. und dann wird der Stoff noch dichter und die Schwingungen entsprechend langsamer. „Von diesem Gesichtspunkt aus besteht also die Welt aus Schwingungen und Stoff oder aus Stoff im Zustande der Schwingung. sind dreimal so groß und dreimal so schwer. Alle diese Wandlungen können als Ergebnis von Schwingungen oder Wellenbewegungen betrachtet werden. bis sie dann am Ende des Schöpfungsstrahls aufhören. genügt eine elementare Vorstellung von Kraft und Stoff. das heißt der Welt 3. in anderen Worten.Atomen' bestehend ansehen.„Stoff oder Substanz setzen notwendig das Bestehen von Kraft oder Energie voraus. und von dort aus nach allen Richtungen gehen. zusammenstoßen und miteinander verschmelzen. wo alles eins ist. Aber in dieser Verbindung werden Stoff und Kraft nicht als wirkliche Prinzipien der Welt selbst genommen. „Im Absoluten sind die Schwingungen am schnellsten und ist der Stoff am wenigsten dicht. Im Absoluten. Die Begriffe von Kraft und Stoff sind genau so relativ wie alles andere. In der nächsten Welt sind die Schwingungen langsamer und der Stoff dichter.

Seine Bewegungen sind entsprechend langsamer.ihre Bewegungen sind entsprechend langsamer. ein Atom bilden. seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. die.alle Welten' E i n A t o m v o n . die Stofflichkeit der Erde ist von der 126 . achtundvierzig. Die Stofflichkeit des Mondes ist von der Stofflichkeit der Erde verschieden. und der Stoff. beziehungsweise sechsundneunzig.alle Sonnen' Ein A t o m der Sonne Ein A t o m v o n . Das Atom der Welt 96 hat im Vergleich zum Atom der Welt l eine enorme Größe. der aus solchen Atomen besteht. Das Atom der nächsten Welt besteht aus zwölf ursprünglichen Teilchen und die der nächsten Welten aus vierundzwanzig. Ein Atom der Welt 6 besteht aus sechs Atomen des Absoluten.alle Planeten' Ein Atom der Erd« Ein Atom des Mondes „Die sieben Welten des Schöpfungsstrahls stellen sieben stoffliche Ordnungen dar. ist entsprechend dichter. Figur 4 Ein Atom des Absoluten Ein Atom von . miteinander verschmolzen.

in jeder Stofflichkeitsordnung. Magnetismus und so weiter. die zu den verschiedenen Ordnungen des Weltalls gehören. um vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt unserer Physik und Chemie aus als Stoff betrachtet zu werden. Der noch feinere Stoff der Welt 12 hat für die gewöhnliche Untersuchung überhaupt keine Kennzeichen der Stofflichkeit. Der Stoff der Welt 24 ist zu verdünnt. „Ein Stoff. unser eigener Körper — alles wird von allen im Weltall bestehenden Stoffen durchdrungen. die Steine. die Luft. Ein Stück Holz kann mit Wasser durchtränkt. „Aller Stoff der Welt. die Sonne zu studieren oder zu unter- 127 . wird gemäß seiner Dichte in verschiedene Aggregatzustände eingeteilt: fest. die Nahrung. der uns umgibt. Licht. ein solcher Stoff ist praktisch nur hypothetisch.Stofflichkeit der Planetenwelt verschieden. Alle diese Stoffe. das heißt Elektrizität. sondern gemischt oder besser ineinander verwoben. die wir essen. wie ich schon sagte. aus denen unsere Häuser gebaut sind. Weitere Abstufungen von Stoff sind: strahlende Energie. die wir atmen. Es ist nicht nötig. das wir trinken. der für uns verständliche Kennzeichen von Stofflichkeit besitzt. aber unsere gewöhnliche Auffassung von Stofflichkeit erfaßt kaum die Stofflichkeit der Welten 96 und 48. können ähnliche Beziehungen und Gliederungen der verschiedenen Zustände eines bestimmten Stoff es'gefunden werden. der Stoff einer höheren Ebene ist für niedere Ebenen überhaupt nicht stofflich. „So haben wir anstatt eines Stoffbegriffes sieben Arten von Stoff. Genau dasselbe kann zwischen den verschiedenen Stoffarten im ganzen Weltall beobachtet werden: die feineren Stoffe durchdringen die gröberen. die Stofflichkeit der Planetenwelt ist von der Stofflichkeit der Sonne verschieden und so fort. Wasser wiederum mit Gas durchdrungen werden. flüssig. sind nicht in Schichten getrennt. Aber auf jeder Ebene. das Wasser. daß wir die Durchdringung eines Stoffes durch einen Stoff von anderer uns bekannter Dichtigkeit betrachten. aber. gasförmig. Wir können uns eine Vorstellung von der Verwobenheit von Stoffen verschiedener Dichtigkeiten dadurch machen. das heißt.

Aber vor allem anderen ist es notwendig.Menschen' im vollen Sinne des Wortes nehmen. weit von überall entfernt. auf denen sie wirken. „Wir sind auf der Erde und hängen vollständig von den Gesetzen ab. unter verschiedenen Bedingungen. die gleichen Gesetze. die Relativität jeder Sache und jeder Äußerung^ nach dem Ort. der seine Evolution noch nicht beendet hat. das heißt. aus denen das Weltall besteht. Die Gesetze sind überall und auf allen Ebenen die gleichen. verschiedene Erscheinungen hervor. „Aber eine vollständige Parallele zwischen Mensch und Welt kann nur dann gezogen werden. um den Stoff der Sonnenwelt zu erforschen: dieser Stoff besteht in uns selbst und ist das Ergebnis der Teilung unserer Atome. Der Mensch ist im vollen Sinne des Wortes ein . ein Mensch. Im Leben 128 . einen Menschen. die gleichen Kräfte. wenn wir den . In ihm sind alle Stoffe. In gleicher Weise haben wir in uns die Stoffe aller anderen Welten. das heißt. muß das Selbst-Studium mit dem Studium der Grundgesetze des Weltalls Hand in Hand gehen. im Leben wie in der Arbeit muß alles erkämpft werden. und wir werden später noch auf sie zurückkommen. Vom kosmischen Gesichtspunkt ist die Erde ein sehr schlechter Platz — wie der entlegenste Teil von Nordsibirien. Alles. „Die Idee der Relativität nimmt einen sehr wichtigen Platz in dieser Lehre ein. die das Leben des Weltalls lenken. das Leben ist sehr hart. Aber dieselben Gesetze bringen in verschiedenen Welten. zu verstehen. kann nicht als vollständiges Bild oder als vollständiger Plan des Weltalls betrachtet werden — er ist eine unfertige Welt. „Wie schon gesagt wurde.suchen. Das Studium der Beziehungen der Gesetze zu den Ebenen. den diese in der kosmischen Ordnung einnehmen.Miniaturweltall'. kann hier nur durch harte Arbeit erlangt werden. in dem alle ihm innewohnenden Kräfte entwickelt sind. die auf der Erde wirken. Ein unentwickelter Mensch. arbeiten auch in ihm. es ist kalt. darum können wir beim Studium des Menschen die ganze Welt studieren. was anderswo von selbst entsteht oder leicht erreicht wird. genau wie wir beim Studium der Welt den Menschen studieren können. führt uns zum Studium der Relativität.

In diesem Zusammenhang müssen wir bemerken. Wie wir schon gesagt haben. wenn Sie wollen. ohne seine kosmischen Eigenschaften in Betracht zu ziehen. passiv oder neutralisierend werden. welche durch die Kraft bedingt wird. Die gewöhnliche Wissenschaft kennt das Gesetz der Drei nicht. die den Stoff unter Einschluß seiner kosmischen Eigenschaften studiert. Die Erkenntnis dieses Gesetzes in irgendeinem Bereich enthüllt viel Neues.kommt es noch manchmal vor. daß wir. Und es kann weder die erste noch die zweite noch die dritte sein. Nehmen wir zum Beispiel die Chemie. Selbst am gleichen Ort unterliegt die Natur einer bestimmten Substanz einer großen Veränderung. Alle sind gleich und alle sind gleicherweise Bettler. von der ich rede. Die besondere Chemie. die im Augenblick in ihnen wirkt. wenn wir vom Stoff sprechen. ohne etwas zu tun. werden die kosmischen Eigenschaften jeder Substanz erstlich durch ihren Ort bestimmt und zweitens durch die Kraft. daß ein Mensch eine Erbschaft macht und dann leben kann. was wir vorher nicht sahen. die kosmischen Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen. soweit sie eine gesonderte Funktion hat. da alle zusammengesetzten Verbindungen ihren eigenen kosmischen Zweck und ihre eigene Bedeutung haben. Jede Substanz kann zum Leiter einer der drei Kräfte und dementsprechend aktiv. Aber in der Arbeit geschieht nichts dergleichen. Aber neben der gewöhnlichen Chemie gibt es eine andere. „Wenden wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Gesetz der Drei. selbst eine zusammengesetzte. was wir studieren. Demnach erscheint jede Substanz gleichsam in vier verschiedenen Aspekten oder Zuständen. die sich durch sie äußert. Wir müssen lernen in allem. und sie untersucht den Stoff. Nur auf diese Weise ist es möglich. wenn sich in einem gegebenen Augenblick keine Kraft durch sie äußert oder wenn sie zu den Äußerungen der Kräfte nicht in Beziehung gesetzt wird. betrachtet jede Substanz. als ein Element. was wir tun und in allem. die Äußerungen dieses Gesetzes zu erkennen. Von diesem Gesichtspunkt aus 129 . besondere Chemie oder Alchimie. viel. nicht chemische Elemente meinen.

ist ein Atom einer bestimmten Substanz die kleinste Menge dieser Substanz, in der alle chemischen, physischen und kosmischen Eigenschaften enthalten sind. Infolgedessen ist die Größe eines ,Atoms' der verschiedenen Substanzen nicht die gleiche. Und in manchen Fällen kann ein .Atom' sogar ein Teilchen sein, das mit bloßem Auge gesehen werden kann. „Die vier Aspekte oder Zustände jeder Substanz haben verschiedene Namen. „Wenn eine Substanz zum Leiter der ersten oder aktiven Kraft wird, nennt man sie .Kohlenstoff, und sie wird gleich dem Kohlenstoff der Chemie durch den Buchstaben C bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der zweiten oder passiven Kraft wird, nennt man sie .Sauerstoff, und gleich dem Sauerstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben 0 bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der dritten oder neutralisierenden Kra^ wird, nennt man sie .Stickstoff, und wie der Stickstoff in der Chemie wird sie mit dem Buchstaben N bezeichnet. „Eine Substanz ohne Bezug auf die Kraft, die durch sie wirkt, nennt man .Wasserstoff, und wie der Wasserstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben H bezeichnet. „Die aktive, passive und neutralisierende Kraft werden durch die Ziffern l, 2, 3 und die Substanzen durch die Buchstaben C, 0, N und H bezeichnet. Diese Bezeichnungen müssen verstanden werden." „Entsprechen diese vier Elemente den alten alchimistischen Elementen Feuer, Lu^, Wasser und Erde?" fragte einer von uns. „Ja, sie entsprechen ihnen", sagte G-, „aber wir werden diese benützen. Sie werden später verstehen, warum." Was ich hörte, interessierte mich sehr, denn es verband G.'s System mit dem System des Tarot, den ich einmal für einen möglichen Schlüssel zu verborgenem Wissen gehalten hatte. Weiterhin zeigte es mir eine Beziehung von drei zu vier, die mir neu war und die ich aus dem Tarot noch nicht hatte verstehen können. Der Tarot ist endgültig auf dem Gesetz von vier Prinzipien aufgebaut. Bisher hatte G. nur vom Gesetz der drei Prinzipien gesprochen. Aber nun

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sah ich, wie sich die drei in vier verwandelten und verstand die Notwendigkeit für diese Teilung, solange die Teilung in Kraft und Stoff für unsere unmittelbare Beobachtung besteht. „Drei" bezog sich auf Kraft und „vier" auf Stoff. Die weitere Bedeutung dieses Sachverhaltes blieb natürlich für mich noch dunkel, aber selbst das wenige, das G. sagte, versprach viel für die Zukunft. Femer interessierten mich sehr die Namen dieser Elemente: „Kohlenstoff^', „Sauerstoff^', „Stickstoff^' und „Wasserstoff^'. Ich muß hier bemerken, daß G., obwohl er ganz bestimmt versprochen hatte, genau zu erklären, warum diese und nicht andere Bezeichnungen gewählt wurden, dies nie tat. Später werde ich noch einmal auf diese Bezeichnungen zurückkommen. Versuche, den Ursprung dieser Bezeichnungen festzustellen, erklärten mir vieles bezüglich seines ganzen Systems und dessen Geschichte. Bei einer Versammlung, zu der eine ziemlich große Anzahl neuer Leute eingeladen war, die G. noch nicht früher gehört hatten, fragte man ihn: „Ist der Mensch unsterblich oder nicht?" „Ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten", sagte G. „Aber ich warne Sie, daß dies nicht vollständig mit dem üblichen Wissenstoff und in der üblichen Sprache möglich ist. „Sie fragen, ob der Mensch unsterblich sei oder nicht. „Ich antworte: sowohl ja als auch nein. „Diese Frage hat viele verschiedene Seiten. Erstens, was heißt überhaupt unsterblich? Sprechen Sie von absoluter Unsterblichkeit oder geben Sie verschiedene Grade zu? Wenn zum Beispiel nach dem leiblichen Tod etwas übrigbleibt, was für einige Zeit lebt und sein Bewußtsein bewahrt, kann dies Unsterblichkeit genannt werden oder nicht? Oder sagen wir es anders: ein wie langer Zeitraum solcher Existenz ist notwendig, um die Bezeichnung Unsterblichkeit zu verdienen? Ferner: schließt diese Frage die Möglichkeit verschiedener .Unsterblichkeiten' für verschiedene Menschen ein? Und es gibt noch viele andere Fragen. Ich sage Ihnen dies nur, um Ihnen zu zeigen, wie unbestimmt diese Fragen sind und wie leicht solche Worte wie .Unsterblichkeit' zu Täuschungen führen können. Tat-

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sächlich ist nichts unsterblich, sogar Gott ist sterblich. Zwischen Mensch und Gott besteht ein großer Unterschied, und Gott ist natürlich auf andere Weise sterblich als der Mensch. Es wäre viel besser, wenn wir an Stelle des Wortes .Unsterblichkeit' den Ausdruck ,Dasem nach dem Tod' setzen würden. Darauf will ich Ihnen antworten, daß der Mensch die Möglichkeit eines Daseins nach dem Tod hat. Aber Möglichkeit ist eine Sache und die Verwirklichung der Möglichkeit eine ganz andere. „Wir wollen nun betrachten, wovon diese Möglichkeit abhängt und was ihre Verwirklichung bedeutet." Dänach wiederholte G. kurz alles, was früher über die Struktur von Mensch und Welt gesagt worden war. Er zeichnete ein Diagramm des Schöpfungsstrahles und das Diagramm der vier Körper des Menschen [siehe Figuren l und 3]. Aber bezüglich der Körper des Menschen fügte er ein neues Detail hinzu. Er verwendete wieder den östlichen Vergleich des Menschen mit Wagen, Pferd, Kutscher und Herr und zeichnete das Diagramm mit einem Zusatz, der vorher nicht da war. „Der Mensch ist eine mannigfaltige Organisation", sagte er, „die aus vier Teilen besteht, die miteinander verbunden oder unverbunden oder schlecht verbunden sein können. Der Wagen ist mit dem Pferd durch die Deichsel verbunden, das Pferd ist mit dem Kutscher durch die Zügel verbunden und der Kutscher ist mit dem Herrn durch die Stimme des Herrn verbunden. Aber der Kutscher muß die Stimme seines Herrn hören und verstehen. Er muß fahren können, und das Pferd muß gelernt haben, den Zügeln zu gehorchen. In Bezug auf Pferd und Wagen muß das Pferd richtig angeschirrt sein. So gibt es drei Verbindungsglieder zwischen den vier Teilen dieser komplexen Organisation [siehe Figur 5 b]. Wenn etwas in einem dieser Verbindungsglieder fehlt, kann die Organisation nicht als ein einziges Ganzes handeln. Die Verbindungsglieder sind infolgedessen nicht weniger wichtig als die tatsächlichen .Körper'. Wenn ein Mensch an sich arbeitet, muß er gleichzeitig an den .Körpern' und an den .Verbindungsgliedern' arbeiten. Aber es ist eine verschiedene Arbeit.

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„Die Arbeit an sich selbst muß mit dem Kutscher beginnen. Der Kutscher ist das Denken. Um seines Herrn Stimme zu hören, darf der Kutscher vor allem nicht schlafen, das heißt, er muß aufwachen. Dann ist es möglich, daß der Herr eine Sprache spricht, die der Kutscher nicht versteht. Der Kutscher muß diese Sprache lernen. Wenn er sie gelernt hat, wird er den Herrn verstehen. Aber gleichzeitig damit muß er lernen, das Pferd zu kutschieren, es richtig an den Wagen anzuschirren, es zu füttern und den Wagen zu reinigen und ihn in Ordnung zu halten — denn was wäre der Nutzen seines Verständnisses der Worte des Herrn, wenn er nicht in der Lage wäre, irgend etwas zu tun. Der Herr heißt ihn irgendwohin fahren. Aber er kann sich nicht bewegen, weil das Pferd kein Futter gehabt hat, nicht angeschirrt ist und er nicht weiß, wo die Zügel sind. Das Pferd sind unsere Gefühle, der Wagen ist der Körper, das Denken muß lernen, die Gefühle zu beherrschen. Die Gefühle ziehen immer den Körper mit sich. Das ist die Ordnung, in der die Arbeit an sich selbst verlaufen muß. Aber denken wir daran, daß die Arbeit an den .Körpern', das heißt an Kutscher, Pferd und Wagen eine Sache ist. Und Arbeit an den .Verbindungsgliedern' —, das heißt, am Verständnis des Kutschers, das ihn mit seinem Herrn verbindet; an den .Zügeln', die ihn mit dem Pferd verbinden; und an .Deichsei' und ,Geschirr', die Pferd und Wagen verbinden — ist eine ganz andere Sache. „Manchmal geschieht es, daß die Körper ganz gut in Ordnung sind, daß aber die .Verbindungsglieder' nicht arbeiten. Was ist dann der Nutzen der ganzen Organisation? Genau wie im Fall unentwickelter Körper wird dann die ganze Organisation unvermeidlich von unten gelenkt, das heißt, nicht durch den Willen des Herrn, sondern durch Zufall. „In einem Menschen mit zwei Körpern ist der zweite Körper nur in Beziehung zum physischen Körper tätig; das heißt, daß das Bewußtsein im .Astralkörper' die Macht über den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den .Astralkörper' und ein Minus über den physischen [siehe Figur 5 c].

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„In einem Menschen mit drei Körpern ist der dritte oder .Mcntalkörper' aktiv gegenüber dem .Astralkörper' und dem physischen Körper. Dies bedeutet, daß das Bewußtsein im .Mentalkörper' volle Herrschaft über den .Astralleib' und über den physischen Leib hat." G. machte ein Plus über den .Mentalkörper' und ein Minus über den ,Astral'- und physischen Körper, die er durch eine Klammer miteinander verbunden hatte. „In einem Menschen mit vier Körpern ist der vierte Körper aktiv. Das bedeutet, daß das Bewußtsein im vierten Körper vollständige Macht über den .mentalen', den .astralen' und den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den vierten Körper und ein Minus über die anderen drei durch Klammer miteinander verbundenen Körper [siehe Figur 5 c]. „Wie Sie sehen", sagte er, „gibt es vier vollständig verschiedene Fälle. In einem Fall werden alle Funktionen durch den physischen Körper gelenkt [siehe Figur 5 a]. Er ist aktiv; in Beziehung zu ihm ist alles andere passiv. In einem anderen Fall hat der zweite Körper die Macht über den physischen. Im dritten Fall hat der .mentale' Körper die Macht über den .astralen' und den physischen. Und im vierten Fall hat der vierte Körper die Macht über die ersten drei. Wir haben früher gesehen, daß in einem Menschen, der nur einen physischen Körper hat, genau das gleiche Verhältnis zwischen; seinen verschiedenen Funktionen möglich ist. Die physischen Funk-fi tionen können Gefühl, Gedanke und Bewußtsein lenken. Das Fühlen-; kann die physischen Funktionen lenken, das Denken kann physische Funktionen und Gefühl lenken. Und das Bewußtsem kann physische Funktionen, Gefühl und Denken lenken. „In einem Menschen von zwei, drei oder vier Körpern lebt der aktivste Körper am längsten, das heißt, im Verhältnis zu den niederen Körpern ist er .unsterblich'." Er zeichnete erneut das Diagramm vom Schöpfungsstrahl, und an den Platz der Erde setzte er den physischen Korper des Menschen-

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„Das ist ein gewöhnlicher Mensch", sagte er, „Mensch Nummer eins, zwei, drei und vier. Er hat nur den physischen Körper. Der physische Körper stirbt und nichts bleibt von ihm übrig. Der physische Körper ist aus irdischen Stoffen zusammengesetzt, und beim Tode wird er wieder zu Erde. Er ist Staub und wird wieder zu Staub. Es ist unmöglich, von irgendeiner Art .Unsterblichkeit' in Bezug auf einen solchen Menschen zu sprechen. Aber wenn ein Figur 5

Mensch den zweiten Körper hat (er zeichnete den zweiten Körper auf dem Diagramm parallel zu den Planeten), ist dieser zweite Körper aus dem Stoff der Planetenwelt geschaffen und kann den Tod des physischen Körpers überdauern. Er ist nicht unsterblich im vollen Sinne des Wortes, weil nach einer gewissen Zeit auch er stirbt. Aber auf je'den Fall stirbt er nicht mit dem physischen Körper.

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„Wenn ein Mensch den dritten Körper hat (er setzte den dritten Körper auf dem Diagramm der Sonne parallel), besteht er aus Sonnenstoff und kann auch nach dem Tode des .Astralkörpers' bestehen. „Der vierte Körper besteht aus dem Stoff der Sternenwelt, das heißt aus Stoff, der nicht zum Sonnensystem gehört, und deswegen kann nichts innerhalb dieses Systems ihn zerstören, wenn er innerhalb der Grenzen des Sonnensystems kristallisiert ist. Das bedeutet, daß ein Mensch im Besitz des vierten Körpers unsterblich innerhalb der Grenzen des Sonnensystems ist [siehe Figur 6]. „Sie sehen jetzt, warum es unmöglich ist, die Frage: ,Ist ein Mensch unsterblich oder nicht'? sofort zu beantworten. Einer ist unsterblich, ein anderer ist es nicht, ein dritter versucht es zu werden, ein vierter hält sich für unsterblich und ist dabei nichts als ein Fleischklumpen." Als G. nach Moskau ging, kam unsere dauernde Gruppe auch ohne ihn zusammen. Ich habe verschiedene Gespräche unserer Gruppe im Gedächtnis behalten, die zu dem, was wir kürzlich von G. gehört hatten, in Beziehung standen. Wir führten viele Gespräche über die Idee des Wunders und über die Tatsache, daß das Absolute seinen Willen in unserer Welt nicht äußern kann und daß dieser Wille nur in Form mechanischer Gesetze wirkt und diese Gesetze nicht verletzen kann. Ich erinnere mich nicht mehr, wer sich als erster an eine wohlbekannte, wenn auch nicht sehr respektvolle Schulgeschichte erinnerte, in der wir sofort eine Illustration dieses Gesetzes sahen. Die Geschichte handelt von einem überalterten Studenten eines Seminars, der bei einer Endprüfung die Idee von Gottes Allmacht nicht versteht. „Nun, geben Sie mir ein Beispiel von etwas, was Gott nicht tun kann", sagte der prüfende Bischof. „Dazu brauche ich nicht lange, Eminenz", antwortete der Seminarist. „Jeder weiß, daß der Herrgott selbst das Trumpf-As nicht mit einer normalen Zwei trumpfen kann."

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Nichts konnte klarer sein. In dieser dummen Geschichte lag mehr Sinn als in tausend theologischen Abhandlungen. Die Gesetze eines Spiels machen sein Wesen aus. Eine Verletzung dieser Gesetze würde das ganze Spiel vernichten. Das Absolute kann ebensowenig in unser Leben eingreifen und andere Ergebnisse an die Stelle der natürlichen von uns geschaffenen Ursachen oder zufällig entstehenden Ergebnissen Figur 6
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

(Vierter

Korper 6 Gesetze)

Sonne

(Mentaler Körper 12 Gesetze) (Astraler Körper 24 Gesetze); (Physischer Körper 48 Gesetze)

Alle Planeten

Erde
Mond

setzen, als es das Trumpf-As mit der Zwei schlagen kann. Turgenjeff hat irgendwo geschrieben, daß alle gewöhnlichen Gebete auf ein einziges zurückgeführt werden könnten: „Herr, mach, daß zwei mal zwei nicht vier gibt." Das ist das gleiche, wie das TrumpfAs des Seminaristen. Ein anderes Gespräch war über den Mond und seine Beziehung zum organischen Leben auf Erden. Und wieder fand einer von unserer Gruppe ein sehr gutes Beispiel, das die Beziehung des Mondes zum organischen Leben zeigte.

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Der Mond ist das Gewicht an einer Uhr. Das organische Leben ist der Uhrmechanismus, der durch das Gewicht in Bewegung gesetzt wird. Die Schwere des Gewichts, der Zug der Kette am Zahnrad setzt die Räder und Zeiger der Uhr in Bewegung. Wenn das Gewicht weggenommen wird, dann werden alle Bewegungen im Mechanismus der Uhr sofort zum Stillstand gebracht. Der Mond ist ein gewaltiges Gewicht, das am organischen Leben hängt und es dadurch in Bewegung setzt. Was auch immer wir tun mögen, ob es gut oder schlecht, klug oder dumm ist, all die Bewegungen der Räder und Zeiger unseres Organismus hängen von diesem Gewicht ab, das dauernd seinen Druck auf uns ausübt. Ich personlich war sehr an der Frage der Relativität in Verbindung mit dem Platz, das heißt, dem Standort in der Welt interessiert. Ich war schon vor langer Zeit auf die Idee einer Relativität gekommen, die aus der Wechselbeziehung von Größen und Geschwindigkeiten herrührt. Aber die Idee des Platzes in der kosmischen Ordnung war sowohl mir als auch allen anderen ganz neu. Darum erschien es mir sehr seltsam, als ich einige Zeit danach zur Überzeugung gelangte, daß es dieselbe Sache sei, in anderen Worten, daß Größe und Geschwindigkeit den Platz bestimmten und der Platz wiederum Größe und Geschwindigkeit. Ich erinnere mich noch an ein anderes Gespräch während der gleichen Periode. Jemand fragte G. über die Möglichkeit einer Universalsprache — in welchem Zusammenhang, erinnere ich mich nicht mehr. ' „Eine Universalsprache ist möglich", sagte G., „nur werden die Menschen sie nie erfinden." „Warum nicht?" fragte einer von uns. „Erstens, weil sie schon vor langer Zeit erfunden worden ist", antwortete G., „und zweitens, weil das Verständnis dieser Sprache und die Ausdrucksfähigkeit nicht nur von ihrer Kenntnis abhängen, sondern auch vom Sein. Ich will sogar noch mehr sagen. Es gibt nicht eine, sondern drei Universalsprachen. Die erste kann man sprechen und schreiben, während man in den Grenzen seiner

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eigenen Sprache bleibt. Der einzige Unterschied ist, daß, wenn Menschen in ihrer gewöhnlichen Sprache sprechen, sie einander nicht verstehen, während sie aber in dieser Sprache einander verstehen. In der zweiten Sprache ist die geschriebene Sprache die gleiche für alle Völker, sozusagen wie Zahlen oder mathematische Formeln; aber die Leute sprechen immer noch ihre eigene Sprache, trotzdem versteht jeder den anderen, wenn er auch in einer unbekannten Sprache redet. Die dritte Sprache ist die gleiche für alle, sowohl im Wort als auch in der Schrift. Die Sprachverschiedenheiten verschwinden überhaupt auf dieser Stufe." „Ist das nicht das gleiche, was in den Apostelbriefen als die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel beschrieben wurde, als sie verschiedene Sprachen zu verstehen begannen?" fragte jemand. Ich bemerkte, daß solche Fragen G. immer ärgerten. „Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei", sagte er. Bei einer anderen Gelegenheit führte eine günstige Frage zu neuen und unerwarteten Erklärungen. Jemand fragte ihn bei einer Gelegenheit während eines Gesprächs, ob irgend etwas Wirkliches und Richtunggebendes in den Lehren und Riten der bestehenden Religionen zu finden sei. „Ja und nein", sagte G. „Stellen wir uns vor, wir sitzen hier und sprechen über die Religion, und das Dienstmädchen Mascha hört unsere Unterhaltung. Natürlich versteht sie es auf ihre eigene Weise und wiederholt dem Diener Iwan, was sie verstanden hat. Der Diener Iwan versteht es wieder auf seine eigene Weise und wiederholt das, was er verstanden hat, dem Kutscher Peter im Nebenhaus. Der Kutscher Peter geht aufs Land und erzählt im Dorf, worüber die Stadtmenschen reden. Glauben Sie, daß seine Erzählungen überhaupt dem ähneln werden, was wir sagten? Dies ist genau die Beziehung zwischen den bestehenden Religionen und dem, was ihre Grundlage war. Sie erhalten Lehren, Traditionen, Gebete, Riten nicht aus fünfter, sondern aus fünfundzwanzigster Hand, und dann ist natürlich alles so verstümmelt, daß es nicht mehr zu erkennen und alles Wesentliche schon längst vergessen ist.

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Zum Beispiel spielt in allen Glaubensformen die Überlieferung des Abendmahles Christi und seiner Jünger eine große Rolle. Liturgien und eine ganze Reihe Dogmen, Riten und Sakramente beruhen darauf. Dies war der Grund für Schismen, für die Trennung von Kirchen, zur Bildung von Sekten; wie viele Leute sind umgekommen, weil sie nicht diese oder jene Deutung davon annehmen wollten. Tatsächlich versteht niemand, was es genau war oder was Christus und seine Schüler an jenem Abend taten. Keine bestehende Erklärung ähnelt auch nur annähernd der Wahrheit, weil das in den Evangelien Aufgezeichnete erst schon einmal durch Kopieren und Übersetzen stark verstümmelt wurde; und zweitens, weil es geschrieben wurde für die, die wissen. Für die, die nicht wissen, kann es gar nichts erklären, und je mehr sie es zu verstehen suchen, desto tiefer landen sie im Irrtum. „Um zu verstehen, was beim Abendmahl vor sich ging, müssen wir zuerst verschiedene Gesetze kennen. „Sie erinnern sich, was ich über den .Astralkörper' gesagt habe? Wollen wir es uns noch einmal kurz ins Gedächtnis rufen. Menschen, die einen .Astralkörper' haben, können miteinander in Verbindung treten, sogar über eine Entfernung hin, ohne übliche physische Mittel zu gebrauchen. Damit aber so eine Verständigung möglich werde, müssen sie eine .Verbindung' zwischen sich schaffen. Aus diesem Grunde nehmen Menschen, die nach verschiedenen Orten oder verschiedenen Ländern gehen, irgendein Besitztum des anderen mit, vor allem Dinge, die mit seinem Körper in Berührung waren und mit seinen Strahlungen gesättigt sind und so fort. In der gleichen Weise pflegten Freunde, um die Verbindung mit einem Toten aufrechtzuerhalten, Gegenstände, die ihm gehört haben, bei sich zu behalten. Diese Dinge lassen sozusagen eine Spur hinter sich, etwas wie unsichtbare Drähte oder Fäden, die durch den Raum ausgespannt bleiben. Diese Fäden verbinden einen bestimmten Gegenstand mit dem Menschen, dem lebenden oder in manchen Fällen dem toten, dem der Gegenstand gehörte. Die Menschen wußten das seit ältesten Zeiten und haben den verschiedensten Gebrauch von dieser Kenntnis gemacht.

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141 .Astralkörpern' zu schaffen. Und jeder wußte. Danach werden sie als Blutsbrüder betrachtet. daß viele verschiedene Nationen die Sitte der Blutsbrüderschaft haben. Zwei oder mehrere Menschen mischen ihr Blut in dem gleichen Gefäß und trinken dann von diesem. Die Worte sind geblieben.Astralkörpern' zu schaffen. Es war vorher so beschlossen worden. zum Beispiel die Juden. über Christus und das Abendmahl gesagt hatte. sehen Sie. was für eine Rolle er dabei spielen müsse. Sie wissen zum Beispiel. andere im Gegenteil fühlten darin eine Wahrheit. Gleichzeitig aber wollten sie eine dauernde Verbindung mit Christus herstellen. Dann. Es war nicht Brot noch Wein. daß er sterben müsse. schrieben dem Blut eine besondere Bedeutung von magischen Eigenschaften zu. die sie allein nie hätten finden können." Diese Vorlesung und vor allem ihr Ende rief viele Gespräche in unserer Gruppe hervor. sondern richtiges Fleisch und richtiges Blut. um eine Verbindung zwischen . Das Blut hat besondere Eigenschaften. was G. wird eine einmal geschaffene Verbindung zwischen . aber ihr Sinn ist seit langem verloren. Und einige Völker. ähnlich der Blutsbrüderschaft. „Das Abendmahl war eine magische Zeremonie. „Christus wußte. Aber wer weiß irgend etwas hierüber in den bestehenden Religionen und wer versteht. Zu Beginn war dies eine magische Zeremonie.„Spuren davon können in den Bräuchen vieler Völker gefunden werden. Viele waren von dem. Und zu diesem Zweck gab er ihnen sein Blut zu trinken und sein Fleisch zu essen. um eine Verbindung zwischen . Er wußte es und seine Jünger wußten es auch. was es bedeutet? Alles das ist schon lang vergessen und allem wurde eine ganz andere Bedeutung beigelegt. abgestoßen.Astralkörpem' nach dem Glauben verschiedener Nationen auch nicht durch den Tod zerstört. Aber der Ursprung dieses Brauchs liegt tiefer.

darüber zu schweigen. solange er das bleibt. ohne ein Ziel zu haben? Vor allem anderen setzt . Im Gegenteil. Aber vielleicht sind wir nur hergekommen. Die Lehre selbst kann kein bestimmtes Ziel verfolgen. Wenn ein Mensch dies weiß. Solange ein Mensch sein eigenes Ziel noch nicht für sich gefunden hat. weil wir eine Antwort auf diese Frage suchen.Tun' ein Ziel voraus. was Sie erreichen wollen. wird er noch nicht einmal fähig sein. Ich habe nach etwas ganz anderem gefragt. was er ist." „Sie mißverstehen mich". und nicht nach dem Grund Ihres Daseins. daß wir es im voraus wissen. Jeder Mensch muß sein eigenes Ziel haben: der eine 142 . Sie zeigt nur den besten Weg für die Menschen.SECHSTES KAPITEL T . Versuche. vor allem weil es nicht nur ein. dann weiß er wirklich alles.Aber die Frage nach dem Ziel des Daseins ist eine der schwierigsten philosophischen Fragen". was immer ihr Ziel gerade sein möge.. Ihr eigenes Ziel zu bestimmen. Der Mensch kennt es nicht und kann es nicht kennen.tun'.1 ine der nächsten Vorlesungen begann mit der Frage eines AnJ-Lwesenden: „Was ist das Ziel dieser Lehre?" „Ich habe selbstverständlich mein eigenes Ziel". weil es für Sie wichtig ist. sagte einer der Anwesenden. anzufangen. sondern viele Daseinsziele gibt. sagte G. sind völlig hoffnungslos und nutzlos. daß wir mit der Lösung dieser Frage beginnen.tun'. diese Frage mit gewöhnlichen Methoden zu lösen. „Sie : wollen. Die Frage nach dem Ziel ist eine sehr wichtige Frage. sagte G. „Ich habe nicht von der philosophischen Bedeutung des Daseinsziels gesprochen. Wie kann man irgend etwas . etwas zu . Ich fragte Sie nach ihrem persönlichen Ziel. Im Augenblick kann mein Ziel keine Bedeutung für Sie haben. zu erreichen." ^. Sie erwarten von uns. „aber Sie müssen mir erlauben.

und wenn das von mir abhängt. in anderen Worten. und wenn ich mein 143 . Daraus schloß ich. wieviel Zeit ihm noch zur Verfügung steht. ist. ob wir uns auf dem gleichen Weg befinden oder nicht „Denken Sie daran. daß ich nach dem Tode meines physischen Körpers weiterleben werde. unfähig sind. Wer kann sonst noch sein Ziel formulieren?" „Ich würde gerne überzeugt sein. würde ich gerne arbeiten. sagte ein anderer. die Zukunft zu erkennen." „Ich habe mein eigenes Ziel schon vor einigen Jahren ganz klar formuliert". sagte einer der Versammelten. Durch theoretisches Studium dieser Frage kam ich zu dem Schluß. wenn wir sie nicht kennen. daß die Menschen leben. sagte G. was ich jetzt bin. er kann den Tag und die Stunde seines Todes kennen und hat auch ein Recht darauf. ob man Zeit haben wird. ein anderer Gesundheit. „Mir ist es gleichgültig. sie zu beenden oder nicht?" „Sehr gut". daß die Zukunft erkannt werden kann. bevor Sie hierher kamen. um nach meinem Tode weiterzuleben". und manchmal war ich sogar bei Experimenten. daß ich die Zukunft erkennen möchte. daß wir die Zukunft kennen sollten und ein Recht darauf haben und daß wir. wie Sie Ihr eigenes Ziel formuliert haben. erfolgreich. daß ich nicht Herr meiner selbst bin. der vierte möchte ein General sein und so fort. „ich sagte mir. nichts zu tun. wenn man nicht weiß.möchte Reichtümer haben. zu wissen. sagte ich. ob ich die Zukunft kenne oder nicht oder die Sicherheit erlange. ein dritter will das Himmelreich. oder. Ich habe es immer für erniedrigend gehalten. und einmal habe ich beschlossen. so kann ich Ihnen sagen. Ich war zum Beispiel der Ansicht. wieviel Zeit er noch hat. Wenn Sie mir Ihr Ziel sagen. Vieles war für mich mit dieser Frage verknüpf. nach dem Tode weiterzuleben". „wenn ich bleibe. Ich frage nach Zielen dieser Art. die genaue Zukunft zu erkennen. Denn was hat es für einen Zweck. daß ein Mensch wissen könne. und auch ein Recht habe. Was ich am meisten fühle. bevor ich es wüßte.. irgendeine Arbeit zu beginnen. unser Leben zu organisieren. „das erste Ziel ist also. ohne dies zu wissen.

sagte wieder ein anderer. muß man zuerst die Gegenwart in allen Einzelheiten kennen. vom Schicksal oder von unserem eigenen Willen. „Um die Zukunft zu kennen. daß das Morgen anders ist. dann könnten wir auch die Zukunft kennen. ich möchte Herr meiner selbst sein. oder dem ersten Ziel. sein eigener Herr zu sein. Ohne dies ist nichts anderes möglich und ohne dies hat nichts einen Wert. das ist genug". „Ich würde gerne fähig sein. beginnen. was gesagt wurde. Wir können kein Schicksal im wirklichen Sinne des Wortes haben. um diese Frage ernstlich zu behandeln. hängt von drei Ursachen ab: vom Zufall. ebenso die Vergangenheit. dann kann man ohne Irrtum sagen.Ziel formulieren soll. ebensowenig. wird Morgen in genau der gleichen Weise eine Folge von Heute sein. wie man Kriege verhindern kann". „Ich würde gerne wissen. sagte der nächste. Wenn wir ein Schicksal hätten. wie wir einen Willen haben können. vorgestern. wie wir sind. weil das Schicksal dem Typus entspricht. könnten wir allein durch ihn die Zukunft erkennen. Die beste Formulierung dessen. Was uns geschieht oder geschehen kann. weil wir dann durch ihn die Zukunft in der Weise gestalten könnten. Aber im Augenblick haben wir noch nicht genügend Material zur Verfügung. „Nun. Und wenn Heute wie Gestern ist. „wir haben nun genügend Material. wie er war. dann wird Morgen wie Heute sein. weil der gestrige war. Aber wir wollen mit der ersten Frage. um weiterzugehen. Wenn Sie wollen. letztes Jahr oder vor zehn Jahren. wie er ist. was gestern geschah. Der heutige Tag ist. sagte G-. anderen Menschen zu helfensagte ein anderer." „Ich würde gern die Lehre Christi verstehen und ein Christ im wahren Sinne des Wortes sein". dann kann auch sein Schicksal er- 144 . vorige Woche. Wenn Heute nur eine Folge von Gestern ist. ist der Wunsch. Wenn der Typus bekannt ist. was morgen geschehen wird und was nicht. müssen Sie das Heute anders machen. Und wenn man genau studiert hat. Wenn wir einen Willen hätten. So. hängen wir fast vollständig vom Zufall ab. wie wir es wünschen. würde ich sagen.

was unsere Vergangenheit war.kannt werden. Wenn er die Zukunft nicht kennt. mit der Arbeit zu beginnen?" „Es ist unmöglich. Das geschieht in einfacher Weise zum Beispiel im Geschäftsleben. Sie wird genau das sein. in denen wir wirklich die Zukunft kennen und wo wir in Übereinstimmung mit diesem Wissen handeln. beweisen. Manchmal ist es vielleicht besser. bevor wir von der Zukunft reden. ein guter Kaufmann sein. Wenn ein Mensch seine eigene Zukunft kennenlernen will. aber fünf Minuten später geht sie schon wieder in eine ganz andere Richtung. wenn ein Mensch sein eigener Herr sein kann. daß wir wirklich die Zukunft kennen. Darum müssen wir. sagte G. ob es sich lohnt. Und die Kenntnis der Zukunft lohnt sich nur. aber wir haben alles Recht zu sagen. Heute ist der Mensch einer. muß er zuerst sich selber kennen. Jeder gute Geschäftsmann kennt die Zukunft. „Und um die Zukunft praktisch kennenzulernen. die Augenblicke zu bemerken und sie im Gedächtnis zu behalten. Nichts kann sich von sich aus ändern. vom Ergebnis aus urteilend. „Es klingt paradox. „man kann die Zukunft nur für Menschen voraussagen. Dann können wir. Aber Zufälle können nicht vorausgesehen werden.Aber können Sie nicht voraussehen. Ihre Richtung wechselt jeden Augenblick. wohin sie gehen wird. morgen wieder ein anderer: heute kann ihm dies geschehen. Dann wird er sehen. und Sie können berechnen. die Zukunft zu kennen. 145 . welches Ergebnis jeder von uns durch die Arbeit an sich selbst erreichen wird und ob es sich überhaupt für ihn lohnt. „das heißt voraussagen. Es ist unmöglich. die Zukunft für verrückte Maschinen vorauszusagen. muß man lernen. wessen Zukunft gemeint ist. und alle Ihre Berechnungen erweisen sich als falsch. wissen.. In der Arbeit an sich selbst muß man ein guter Geschäftsmann. In einem Augenblick geht eine Maschine dieser Art in einer Richtung. das heißt sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft. das zu sagen"." ^. morgen jenes. daß wir unsere Zukunft kennen. sie nicht zu kennen. was mit jedem von uns geschehen wird?" fragte jemand. geht sein Geschäft zugrunde.

Tod und Unsterblichkeit lenken. Darum kann die Arbeit für die Unsterblichkeit. „Dafür ist es notwendig.zu tun'. Äußere Einflüsse wechseln und wir wechseln mit ihnen. Wenn ein Mensch sein eigenes Leben prüft. nicht von der allgemeinen Arbeit getrennt werden. ohne für das gegenwärtige zu arbeiten. . ob es existiert oder nicht.Ichs' sterben. und wir untersuchen nicht. Ein Mensch mag allein zum Zwecke seiner eigenen Lebensinteressen danach streben. dann wird er auch Herr seines Todes. der sich als solcher bezeichnet oder den die anderen einen Christen nennen. müssen wir fähig sein. weil die Gesetze überall die gleichen sind.sein'. dann bedeutet das: in ihm ist nichts. Aber wenn er von äußeren Einflüssen unabhängig wird. so wie er es kennt. erreicht er auch das andere. wenn nichts in ihm den äußeren Einflüssen standhalten kann. Um Christen zu sein. wenn man so sagen kann. wenn sich in ihm etwas bildet. dann braucht dieses Etwas nicht zu sterben. Wenn ein Mensch sich jede . zu . was dem Tod widerstehen kann. wie man es erlangen könne. Wenn ein Mensch das eine erreicht. was aus sich selbst leben kann. Wenn ein Mensch in sich ein dauerndes Ich entwickelt. Bei der Arbeit für das Leben arbeitet ein Mensch für den Tod oder besser für die Unsterblichkeit. wie man den endgültigen Tod vermeiden könne. Wir können 146 . die Leben. das einen Wechsel der äußeren Bedingungen überleben kann. Ein Christ ist der. „Eine andere Frage war. So wie wir sind. Wir reden nicht eigens über das zukünftige Leben. welcher in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften lebt. dann kann dies auch den Tod des physischen Körpers überleben. können wir keine Christen sein. Das ganze Geheimnis ist dies: man kann nicht für das künftige Leben arbeiten. Schon allein dadurch kann er unsterblich werden. „Zuallererst müssen wir uns klarmachen. zu sein. wie man ein Christ werden kann. das heißt. dann studiert er alle Gesetze.„Dann war da die Frage über das zukünftige Leben. Minute wandelt. wie man es vermeiden könne zu sterben. von der Geburt bis zum Tode. Unter gewöhnlichen Umständen sterben wir jeden Augenblick. Wenn er Herr seines Lebens wird. viele unserer . daß ein Christ nicht der ist. und auch das Leben anderer Menschen.

es' und manchmal liebt . weil wiederum manchmal . wobei er dieses Wort betonte. anstatt zu wünschen ein Christ zu sein. wenn ein Mensch wenigstens teilweise aufhört. „Wir müßten viel und lange darüber reden. die vom Zufall regiert werden. Wir werden die Bedeutung dieser Worte noch besprechen. anfängt. eine Maschine zu sein. antwortete G. Denken Sie selbst. möchte ich Ihnen sagen: dies ist esoterisches Christentum. wie er es anstellen könne. was für ein wunderbarer Christ er ist. 147 . um uns klar zu werden. so wird er bereit sein. die Sie darlegen.es' wünscht und manchmal . Christ sein heißt verantwortlich sein. Sein heißt Herr seiner selbst sein." „Was ist die Beziehung der Lehre. weil ein Mensch plötzlich. Christ zu sein? Das sind einfach Dinge. ein Christ sein zu wollen. Und anstatt zu wünschen. ein Automat. ist es für ein Auto oder eine Schreibmaschine oder ein Grammophon möglich. Christus sagt: »Liebet eure Feinde'. mit uns geschieht alles. aber sehr teuren Teppich erinnert. diesen Teppich zu kaufen. Die Verantwortung kommt später. Christen zu sein. Und er kann auch nicht Christ sein. Sie sind Maschinen. ihn lebendig zu fressen oder auf heißen Kohlen zu rösten. muß man sein. nicht nur in Worten. Aber zum Nutzen derjenigen.es' nicht wünscht. ein Christ zu sein. „Ich weiß nicht. was Sie unter diesem Begriff verstehen. sich an einen sehr guten. was Sie über das Christentum wissen". Wenn ein Mensch nicht sein eigener Herr ist. Im Augenblick werden wir die Untersuchung unserer Fragen fortsetzen.es' nicht.nicht tun.. den er in einem Laden gesehen hat. hat er nichts und kann er nichts haben. beginnt er daran zu denken. zum Christentum. Oder wenn ein anderer ihm nicht glaubt. Sie sind nicht verantwortlich. „Von den geäußerten Wünschen ist der richtigste der Wunsch. aber wie können wir unsere Feinde lieben. Und eine und die gleiche Sache kann nicht lange gewünscht werden. wie wir es kennen?" fragte ein Anwesender. Um ein Christ zu sein. die bereits wissen. Eine Maschine kann nicht Christ sein. So wie wir sind. wenn wir nicht einmal unsere Freunde lieben können? Manchmal liebt . und tatsächlich. und vergißt darüber alles Christentum. Er ist einfach eine Maschine. können wir nicht einmal wünschen.

Altruismus. Dies heißt falsch und unaufrichtig mit sich selbst sein. Sie sind zu faul. dann hat das überhaupt keinen Wert. Und im Vergleich zu diesem Wunsch sind alle anderen Wünsche einfach kindische Träume. Wünsche. Dann hat sein Entschluß einen Wert. sich selbst zu helfen. Menschheitsliebe. aber an Stelle dessen raubt er dem Menschen. gibt aber an Stelle dessen sein letztes Hemd weg. ein Altruist oder ein Egoist zu sein. ihm sein Hemd zu geben. wie er wirklich ist. ein Egoist. Aber wenn überhaupt keine Wahl da ist. aber sie haben nur dann eine Bedeutung. Menschen. heute Altruist. „Jemand sagt zum Beispiel. zu lieben oder nicht zu lieben. ein Egoist zu sein. wie der Zufall ihn gemacht hat oder ihn macht. er wolle den Menschen helfen. dem er sein letztes Hemd geben wollte. Er entscheidet sich. Menschen zu helfen. wenn ein Mensch durch eigene Wahl und eigenen Entschluß fähig wird. Nur ein bewußter Egoist kann Menschen helfen. muß man erst' lernen. anderen zu helfen. was meistens geschieht. dann wird er nicht anfangen zu denken. muß man 148 . und gibt statt dessen das eines anderen weg. Eine große Anzahl Menschen beschäftigt sich nur aus Faulheit in Gedanken und Gefühlen damit. Oder er entscheidet sich. denn ohne dies ist nichts weiteres möglich. zu denken. so wie wir sind. dessen letztes Hemd. an sich selbst zu arbeiten. selbst wenn sie ihm gewährt würden. Um anderen zu helfen. damit er es wieder einem anderen geben könne. Ein Mensch entscheidet sich.Herr seiner selbst zu sein. mit denen ein Mensch nichts anzufangen wüßte. muß man erst lernen. morgen Egoist. wenn er nur so ist. sein eigenes Hemd wegzugeben. ein bewußter Egoist zu sein. bevor man das Schwierige tun kann. sein letztes Hemd wegzugeben. sie seien fähig. daran zu denken. Um fähig zu werden. anderen zu helfen. daß jemand sich weigert. das sind alles sehr schöne Worte. „Und vor allem. dann übermorgen wieder Altruist. und ist beleidigt. und gleichzeitig ist es sehr angenehm für sie. wie er anderen Leuten helfen könne: er wird sich schämen. wenn er gar nicht anders sein kann. Das ist es. können nichts tun. Wenn ein Mensch auf sich selber schaut.

die das einsehen. das zu tun. sagte G. „Wenn eine genügende Anzahl Menschen zu dem endgültigen Entschluß kommen würde. manche außerhalb. was sie sind. die nicht mit ihnen übereinstimmen. Und so würden sie kämpfen. etwas tun?" fragte der. Und es ist noch sicherer. Der Krieg hat viele uns unbekannte Ursachen. alle zu bekriegen. die den Krieg verhindern wollten. die den Krieg hassen. in der die Menschen leben. dann würden sie zuerst damit anfangen. und sie können nicht anders sein. daß es keinen Krieg mehr geben solle. die auch Kriege verhindern wollen. das Leichte zu tun. Wie können Kriege verhindert werden? Kriege können nicht verhindert werden. Aber in den Menschen besteht überhaupt kein Widerstand gegen diese Einflüsse und kann auch keiner bestehen. Die Menschen wollen nicht über sich selbst nachdenken. der die Frage über den Krieg gestellt hatte. „Dann war da eine Frage über Krieg. Der Krieg wird von kosmischen Kräften. was sie wollen. diesen Einflüssen zu widerstehen und würden einander nicht umbringen. sich wirklich zusammenschlössen. „Und trotzdem hat es noch nie einen Krieg wie den gegenwärtigen gegeben. kann man die Menschen gar nicht für den Krieg verantwortlich machen. daß sie andere Leute bekriegen würden." „Aber sicherlich können die. sie wollen nicht an sich arbeiten. über Friedenskonferenzen und so weiter sind wieder nichts als Faulheit und Heuchelei. Genau gesprochen. aber sie denken daran. die im Menschen 149 . All diese Theorien über universalen Frieden. haben dies fast seit der Weltschöpfung versucht". Menschen sind. Wenn eine genügende Anzahl Menschen. Man kann nicht mit dem Schwersten beginnen. aber auf eine andere Weise.lernen. solange die Menschen Sklaven sind. wie sie andere Leute veranlassen können. Die Kriege vermindern sich nicht. könnten sie nicht die anderen beeinflussen?" „Diejenigen. Manche liegen im Menschen selbst. wären sie imstande. sie vermehren sich und können durch gewöhnliche Mittel nicht verhindert werden. von planetarischen Einflüssen verursacht. Wir müssen mit den Ursachen beginnen. Der Krieg ist das Ergebnis der Sklaverei. Wenn sie Menschen wären und fähig zu tun.

äußerlich ein Sklave zu sein. was ihn umgibt? Er wird durch alles um ihn herum beherrscht." Die nächste Vorlesung begann genau mit den Worten: erkenne dich selbst. Nichts anderes gibt es für ihn. kann er sich selbst nicht lenken und wird immer ein Sklave bleiben und der Spielball der Kräfte. „die gewöhnlich Sokrates zugeschrieben werden. Aber er kann nicht aufhören. hat es nur eine sehr vage Vorstellung von seinem Sinn und seiner Bedeutung. die viel älter sind als die sokratische. wenn er sich nur ein wenig seiner Lage bewußt wird.erkenne dich selbst' von der Notwendigkeit spricht. wenn er der Sklave von allem ist.selbst sind. solange er sowohl äußerlich als auch innerlich ein Sklave bleibt. solange er innerlich ein Sklave bleibt. seine Maschine. zu kennen. „Wir werden nun über diese Worte sprechen. „Das ist der Grund. daß der Grundsatz .. liegen tatsächlich vielen Systemen und Schulen zugrunde. die auf ihn wirken. Frei zu werden. Befreiung. Der gewöhnliche Mensch unserer Zeit. Die Maschinen 150 . das muß das Ziel des Menschen sein.menschliche Maschine'. „Freiheit. Um daher frei zu werden. dann kann er auch von planetarischen Einflüssen frei werden. und nichts anderes ist ihm möglich. sagte G. Wenn er von den Dingen frei wird. muß man die innere Freiheit erringen. Ohne Selbsterkenntnis. aus der Sklaverei befreit zu werden: danach sollte der Mensch streben. ohne Verständnis der Arbeit und der Funktionen seiner Maschine kann ein Mensch nicht frei sein. „Der erste Grund der inneren Sklaverei des Menschen ist seine Unwissenheit und vor allem seine Unwissenheit über sich selbst. sogar ein Mensch mit philosophischen oder wissenschaftlichen Interessen versteht nicht. Aber obgleich modernes Denken um das Bestreben dieses Grundsatzes weiß. warum in allen alten Lehren die erste Forderung am Beginn des Weges zur Befreiung war: Erkenne dich selbst. Wie kann ein Mensch von den äußeren Einwirkungen großer kosmischer Kräfte frei werden. „Diese Worte". die .

verlangt ein gewisses Verstehen der 151 . muß man alles kennenlernen. verstehen muß.geschieht'. aber ein sehr vages und entferntes Ziel. was ebenso notwendig ist. darum muß der Mensch vor allem anderen die Struktur. die richtige Führung. eine Sache so von der anderen abhängig. wie und wieso bei jeder Gelegenheit alles in ihm . Es muß des Menschen Ziel sein. er wird nie verstehen. daß es ganz unmöglich ist. Darum kann genau genommen sein Ziel nicht einmal als Selbsterkenntnis bestimmt werden. In der menschlichen Maschine ist alles so ineinander verwoben. die Funktionen und die Gesetze seines Organismus studieren. Alles im Menschen kennenzulernen ist möglich. damit zu beginnen. „Selbsterkenntnis ist ein sehr großes. was dies bedeutet.erkenne dich selbst' umfaßt einen sehr reichen Inhalt. Um eine Sache kennenzulernen. womit es in Beziehung steht und wovon es notwendigerweise abhängt. „Die Hauptmethode des Selbst-Studiums ist die Selbst-Beobachtung. Der Mensch muß lernen. daß er sich selbst studieren muß. „Der Grundsatz . ohne gleichzeitig alle anderen zu studieren. Der Mensch in seinem gegenwärtigen Zustand ist sehr weit von der Selbstkenntnis entfernt. irgendeine Funktion zu studieren. wie er sich studieren soll. sich selbst zu studieren. der sich selbst kennenlernen möchte. wenn ein Mensch versteht.sind in allen Menschen mehr oder weniger gleich. In erster Linie verlangt er. wie man studiert. aber es verlangt viel Zeit und Arbeit und vor allem die Anwendung der richtigen Methoden und. muß man erst lernen. daß ein Mensch. sich selbst auf die richtige Weise kennenzulernen. Es ist schon genug. wo man anfängt und welche Methoden anzuwenden sind. „Selbst-Studium ist die Arbeit oder der Weg. Ohne richtig angewandte Selbst-Beobachtung wird ein Mensch niemals die Verbindung und die Beziehung zwischen den verschiedenen Funktionen seiner Maschine verstehen. der zur Selbstkenntnis führt. und er muß die Methoden des Selbst-Studiums studieren. „Aber um sich selbst zu studieren. Das Selbst-Studium muß sein großes Ziel sein. „Aber die Methoden der Selbst-Beobachtung und des richtigen Selbst-Studiums zu lernen.

Die Beobachtung kommt zu einem Stillstand. eine vollkommen nutzlose Zeitverschwendung. Bevor es möglich ist. Darum ist es bei der Beobachtung der Funktionen der menschlichen Maschine notwendig. und diese Bestimmung darf nicht eine sprachliche. „Aber sogar abgesehen davon sind Versuche. das heißt das Ergebnis einer unmittelbaren Beobachtung dessen. einfaches Verzeichnen im Verstand des Betrenenden von dem. verliert er vollkommen den Faden der Selbst-Beobachtung und vergißt alles andere darüber. Antworten auf die Fragen zu finden: wovon ein gewisses Ding abhängt und warum es geschieht. wie wir alle inneren Erlebnisse bestimmen. das heißt Versuche. ist das wichtigste Material in der 152 . „Selbst-Beobachtung darf vor allem am Anfang keinesfalls Analyse oder der Versuch der Analyse werden. in der gleichen Weise. durch Empfindung.was ist dies? warum geschieht es auf diese Weise und nicht auf eine andere?' und er beginnt eine Antwort auf diese Fragen zu suchen und vergißt darüber alles weitere Beobachten. durch Geschmack. „Es gibt zwei Methoden der Selbst-Beobachtung: die Analyse oder Versuche der Analyse. Die Analyse wird erst viel später möglich. fragt ein Mensch im allgemeinen: . sie genau und sofort zu bestimmen. Daraus wird klar. ohne daß man die allgemeinen Gesetze kennt. Indem er sich mehr und mehr in diese Fragen vertieft. „Beim Versuch.Registrierung'. verschiedene Erscheinungen. was im Augenblick beobachtet wird. zu analysieren.Registrierung' ansammeln. die ihm in den Weg kommen. sondern muß eine innere Bestimmung sein. und die zweite Methode ist das Registrieren. einzelne Erscheinungen zu analysieren. .Funktionen und Eigenschaften der menschlichen Maschine. die richtige Einteilung der beobachteten Funktionen zu verstehen und fähig zu sein. daß nur eines von beiden geschehen kann: entweder Beobachtung oder der Versuch der Analyse. auch nur die einfachsten Erscheinungen zu analysieren. muß der Mensch erst eine genügende Menge Material mit Hilfe der . wenn ein Mensch alle Funktionen seiner Maschine und die sie beherrschenden Gesetze kennt. was in einem bestimmten Augenblick stattfindet.

Ein Mensch muß beginnen. was Bewegungstätigkeit bedeutet und was instinktive Tätigkeit bedeutet. als ob er sich überhaupt nicht kenne. das Ergebnis aller früheren Selbst-Beobachtung muß beiseite gelegt werden. Aber man muß am Anfang beginnen. Die Selbst-Beobachtung kann ohne Kenntnis dieser Prinzipien nicht richtig angewandt werden — ohne daß man diese ununterbrochen vor Augen hat. 153 . Fühl-.und instinktiven Funktion. dann wird Analyse möglich. sich so zu beobachten. was Gefühlstätigkeit bedeutet. Es kann daher nicht benützt werden. Aber all dieses Material beruht auf falscher Einteilung der beobachteten Funktionen und ist selbst falsch eingeteilt. was intellektuelle Tätigkeit bedeutet. von denen jede durch ein besonderes Him oder . Bewegungs.Arbeit des Selbst-Studiums. wird zu einem geeigneten Zeitpunkt aufgenommen und benützt werden. jedenfalls nicht bei Beginn der Arbeit des Selbst-Studiums. „Die Beobachtung muß am Anfang beginnen. mit der die Menschen ihr ganzes Leben hindurch beschäftigt sind.Registrieren' auf dem Verständnis der grundsätzlichen Prinzipien der Tätigkeit der menschlichen Maschine fußen. Jede von einem Menschen beobachtete Erscheinung steht mit einer oder der anderen dieser Funktionen in Beziehung. worin sich die Funktionen unterscheiden. vollkommen nutzlos und führt nirgends hin. Wenn man eine gewisse Anzahl von .Registrierungen' angesammelt und gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad zugrunde liegende Gesetze studiert und verstanden hat. „Die Beobachtung muß mit der Gliederung der Funktionen beginnen. Was davon einen Wert hat. Bei der Selbst-Beobachtung muß ein Mensch zwischen den vier Grundfunktionen seiner Maschine unterscheiden: der Denk-. Sie mögen viel wertvolles Material enthalten. als ob er sich niemals beobachtet hätte. Alle frühere Erfahrung. Darum ist die gewöhnliche Selbst-Beobachtung. Darum muß man vor Beginn der Beobachtung verstehen. Die ganze Tätigkeit der menschlichen Maschine ist in vier scharf begrenzte Gruppen geteilt.Zentrum' gelenkt wird. „Vom ersten Augenblick an muß die Beobachtung oder das .

„Sehr allgemein gesprochen. In Wirklichkeit jedoch bestehen große Unterschiede in den Formen und Methoden ihrer Wahrnehmung. da sie ein und dasselbe Ding 154 . Es ist sehr schwer. wie die Wahrnehmung von Wärme. „Manche Leute finden es schwierig. einander zu verstehen. Wahrnehmungen. Jedenfalls braucht weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes mit dieser oder jener Farbe verbunden zu sein. unter welches Zentrum die von ihm im Augenblick beobachteten Erscheinungen fallen. Das ist es. daß die Menschen sich sehr durch die Art unterscheiden.„Gleich beim Beginn seiner Selbst-Beobachtung muß er versuchen. seinen Geschmack oder Geruch. was wir gewöhnlich nicht verstehen.fünf Sinne' und andere. weder angenehm noch unangenehm: .roter Bleistift'. Manche nehmen hauptsächlich durch ihren Verstand wahr. Denkschlüsse sind immer das Ergebnis des Vergleichs zweier oder mehrerer Eindrücke. vergleichen nicht. ja fast unmöglich für Menschen verschiedener Kategorien und von verschiedener Wahrnehmungsart. kann man sagen. . sind instinktiv. sofort zu bestimmen. ob er angenehm oder unangenehm im einen oder anderen Sinn ist. andere zwischen einem Gedanken und einem Bewegungsimpuls. andere durch ihr Gefühl. den Unterschied zwischen Denken und Fühlen zu verstehen. Gefühlsfunktionen sind immer angenehm oder unangenehm.weißes Papier'. sie bestimmen einfach einen gegebenen Eindruck dadurch. „Die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen den Funktionen wird durch die Tatsache vergrößert. wieder andere durch ihre Empfindungen. indifferente Gefühle gibt es nicht. Darüber hinaus können Empfindungen indifferent sein: weder warm noch kalt. In der Wahrnehmung von weiß oder rot ist weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes. Wir glauben. daß die Menschen einander viel ähnlicher sind. die sogenannten . unter welche Gruppe. andere wiederum haben Schwierigkeiten im Verstehen des Unterschiedes zwischen Fühlen und Empfinden. Kälte und so fort. durch seine Farbe. als sie es wirklich sind. daß die Denkfunktion immer mittels des Vergleichs arbeitet. „Empfindung und Gefühl vernünfteln nicht. wie sie ihre Funktionen empfinden.

mit Hilfe der Empfindungen eine dritte Ansicht. müssen wir verstehen. uns mögliche Kenntnis eines gegebenen Gegenstandes kann für uns nur erreicht werden. Das Ergebnis dieser Verschiedenheit der Wahrnehmung und Reaktion auf äußere Ereignisse drückt sich in erster Linie darin aus. daß die Menschen einander nicht verstehen. sich gegenseitig in dem Zustand. muß danach trachten. Die vollständigste. „Um einen Weg der Unterscheidung zu finden. eine solche Wahrnehmungsfähigkeit zu erreichen. kann er nichts daran ändern. Sehr oft bezeichnet ein Mensch seine Gedanken oder seine intellektuellen Wahrnehmungen als Gefühle. ein anderer durch Gedanken und Gefühle und so fort. Außerdem sind verschiedene andere Verbindungen möglich. Mit Hilfe des Denkens sehen wir eine Seite von Dingen und Ereignissen. Tatsächlich hat der eine diese Ansicht und der andere jene. Unter gewöhnlichen Bedingungen sieht der Mensch die Welt durch ein verbogenes. nennt seine Gefühle Gedanken und seine Empfindungen Gefühle. Seine spezielle Art der Wahrnehmung wird durch die Arbeit seines Organismus als Ganzes bedingt. so können sie sich ihr ganzes Leben lang darüber streiten und nie verstehen. Ein Mensch nimmt mittels Gedanken und Empfindungen wahr. unebenes Fenster.mit verschiedenen Namen und wiederum verschiedene Dinge mit dem gleichen Namen bezeichnen. Eine oder die andere Art der Wahrnehmung ist unmittelbar mit einer oder der anderen Weise der Reaktion auf äußere Ereignisse verknüpft. Fühlen und Empfindung untersuchen. wenn wir ihn gleichzeitig mit Denken. alle Funktionen streben danach. mit Hilfe der Gefühle eine andere. der nach richtigem Wissen strebt. 155 . Alle Funktionen sind wechselbezogen und gleichen sich aus. und in zweiter Linie dadurch. sagen wir der eine durch sein Fühlen und der andere durch sein Empfinden. Wenn zwei Menschen die gleiche Sache verschieden wahrnehmen. Das letzte ist das häufigste. worin der Unterschied ihrer Haltung zu einem bestimmten Gegenstand besteht. daß jede normale psychische Funktion ein Mittel oder ein Instrument zur Erwerbung von Wissen ist. Jeder Mensch. Und auch wenn er das bemerkt. daß sie sich selber nicht verstehen.

und wenn er genügend methodisch und entschlossen verfährt. all das. etwas zu ändern. In jedem Augenblick ihrer Tätigkeit ist die Maschine in allen ihren einzelnen Teilen im Gleichgewicht. der Mensch nur diese eine Sache ändern will. Aber etwas anderes bemerkt er nicht. Er beginnt mit dieser Gewohnheit zu kämpfen. vergeßlich zu sein und Dinge zu verlieren. es zu ändern. daß er sehr zerstreut ist. Darum muß ein Mensch. es zu ändern. Zum Beispiel mag ein Mensch beobachten. und stellt es durch die Schaffung einer neuen Funktion. erreicht er nach einer gewissen Zeit das erwünschte Ergebnis: er hört auf. Die leichte 156 . weil beim Wunsche. zu zerstören und zu vernichten. Studieren ist eine Sache. Dies bemerkt er. nämlich daß er leicht erregbar. was ihm mißfällt. zu erhalten.in dem sie sich befinden. daß für eine lange Zeit seine ganze Arbeit allein im Studium bestehen kann. das Gleichgewicht wiederherzustellen. Wenn ein Mensch etwas beobachtet. wenn er beginnt. Aber zusammen mit diesem Ergebnis wird er unvermeidlich ein anderes Ergebnis erreichen. pedantisch. sich zu studieren. und durch Anstrengungen in dieser Hinsicht stört er das Gleichgewicht der Maschine. sich wandeln eine andere. was andere Menschen bemerken. daß er alles vergißt. „Eine Wandlung ist unter gewöhnlichen Bedingungen unmöglich. das er nicht im geringsten erwartete oder wünschte und das er nicht einmal vermutet haben kann. was ihm mißfällt. und jede Funktion wird unvermeidlich durch eine andere Funktion oder durch eine ganze Reihe anderer Funktionen ausgeglichen. daß er. alles verliert und so fort. wenn er in sich etwas entdeckt. die der Mensch nicht hat voraussehen können. Aber das Studium ist der erste Schritt zur Möglichkeit einer Wandlung in der Zukunft. und Anstrengungen macht. wieder her. was ihm nicht gefällt. wenn wir uns auch dieser Verbindung der verschiedenen Funktionen in uns nicht bewußt sind. Durch das Streben. ein gewisses Ergebnis zu erzielen. nicht imstande sein wird. Die Maschine versucht. Aber alles in der Maschine ist miteinander verbunden. verstehen. mäkelnd und unangenehm geworden ist. mag es ihm gelingen. Und beim Beginn des Selbst-Studiums muß er sich klar sein.

Nur eine eingehende Analyse der psychischen Eigenschaften eines besonderen Menschen kann darlegen. „Man muß diese Punkte kennen und man muß wissen. „Wenn ein Mensch sich den Unterschied zwischen den Denk-. Wenn die Arbeit richtig durchgeführt wird. Neid oder etwas anderes. muß er. Er muß alle ungenauen und zweifelhaften Fälle beiseiteschieben und nur die im Gedächtnis behalten. bei denjenigen. Und was erst zweifelhalt erschien. „Also wenn man an sich selbst in der richtigen Weise arbeitet. ohne dadurch zusätzliche Ergebnisse hervorzurufen. die nicht fraglich sind. zu welcher Kategorie sie gehören. schnell größer werden. bei denen er sofort sieht. Genau so leicht kann irgendeine andere Eigenschaft erscheinen. denn wenn man nicht mit ihnen beginnt. Fühl. Dies heißt nun nicht. zum Beispiel Geiz. unliebsame Wandlungen zu vermeiden oder auch die Erscheinung von Eigenschaften. die überhaupt keine Beziehung zur Zerstreutheit hat.Erregbarkeit ist als Ergebnis des Verlustes seiner Zerstreutheit aufgetreten. Warum? Das kann man unmöglich sagen. dann wird die Anzahl der Beobachtungen. die dem Ziel und der Richtung der Arbeit völlig entgegengesetzt sind. wird man entweder überhaupt kein Ergebnis oder ganz falsche und unerwünschte Ergebnissse erzielen. während er sich beobachtet. muß man die Möglichkeit ausgleichender Wandlungen erwägen und sie im voraus in Betracht ziehen. die keine Frage mit sich bringen. dem zweiten oder dem dritten Zentrum zugeordnet 157 . „Aber im allgemeinen Plan der Arbeit und der Funktionen der menschlichen Maschine gibt es gewisse Punkte. Und zuerst darf er nur bei solchen Beobachtungen verweilen. an denen eine Wandlung vollzogen werden kann. warum der Verlust einer Eigenschaft das Auftreten einer anderen verursacht hat. hinsichtlich derer er überhaupt keineiy Zweifel hat: das heißt. wird nun klar dem ersten. daß Verlust von Zerstreutheit notwendig leichte Erregbarkeit ergeben muß. Nur auf diese Weise ist es möglich. wie man zu ihnen gelangen kann. sofort seine Eindrücke dieser oder jener Kategorie zuordnen.und Bewegungsfunktionen eingeprägt hat.

Tatsächlich besteht jedes Zentrum aus drei Teilen: einem Denk-. oder jedenfalls. dann wird es alles durcheinanderbringen. das heißt. was es tun sollte. ver- 158 . während wir die Arbeit der Zentren beobachten. Jedes Zentrum strebt gleichsam danach. seine eigenen Assoziationen. daß unser Innenleben viel reicher ist. und gleichzeitig strebt es danach. da es die richtige Arbeit stört. für die es gar nicht geeignet ist. seine Arbeit einem anderen aufzubürden. Jedes Zentrum hat sein eigenes Gedächtnis. In jedem Zentrum kennen wir nur einen Teil. zu fühlen oder vorzugeben. ist ein für ein anderes Zentrum arbeitendes Zentrum in manchen Fällen nützlich. sein eigenes Denken. sondern was ihm im Augenblick am besten gefällt. seinen eigenen unmittelbaren Pflichten auszuweichen und nicht das zu tun. zu denken und zu fühlen. Die SelbstBeobachtung wird uns jedoch sehr schnell zeigen. als wir vermuten. In einem normalen gesunden Menschen tut jedes Zentrum seine eigene Arbeit. als wir denken. Es gibt Situationen im Leben.werden können. die Arbeit eines Zentrums für ein anderes: den Versuch des Denkzentrums. die Arbeit eines anderen Zentrums zu tun. wird es schädlich. werden wir neben ihrer richtigen Arbeitsweise auch ihr falsches Arbeiten bemerken. Fühl. Aber wir wissen sehr wenig über diese Seite unserer Natur. und das ist genau das. mit denen das Denkzentrum allein fertig werden und einen Ausweg finden kann. Aber wenn dies zur Gewohnheit wird. daß es mehr Möglichkeiten enthält. Wenn das Gefühlszentrum für das Denkzentrum arbeitet. den Versuch des Gefühlszentrums zu denken und den Versuch des Bewegungszentrums.und Bewegungszentrum. daß es fühlt.neurotisch' versteht. und das Ergebnis dieser Störung wird sehr unbefriedigend sein. was man unter . Wenn in diesem Augenblick das Gefühlszentrum an seiner Statt zu arbeiten beginnt. „Gleichzeitig. für die es besonders bestimmt ist und die es am besten durchführen kann. die Arbeit.unausgeglichen' oder . indem jedes Zentrum fähig wird. das heißt. Wie schon gesagt wurde. In einem unausgeglichenen Menschen geht diese Ersetzung eines Zentrums durch ein anderes fast stetig vor sich. da es die Stetigkeit der psychischen Tätigkeit aufrechterhält.

Ereignisse. Dies wird ganz klar. Was für eine Arbeit auch immer ein Mensch tun mag. Fieberhaftigkeit und Eilfertigkeit in Lagen. macht einen Menschen unfähig. Beispiele dieser Art sind am leichtesten zu finden. die rasche Entscheidungen verlangen. Wenn das Denkzentrum für das Gefüblszentrum arbeitet. in den Bereich des Gefühls. der über die Empfindungen eines anderen vernünftelt. die das Gefüblszentrum gefällt hätte. Außerdem verursacht in manchen Fällen die Einmischung des Denkzentrums ganz falsche Reaktionen. wenn wir uns die Einmischung des Denkens. das heißt.ursacht es eine überflüssige Nervosität. Seine Entscheidungen sind viel zu allgemein und entsprechen nicht den Entscheidungen. wenn wir uns einen Menschen vorstellen. die für das Bewegungszentrum und das Gefühlszentrum ganz verschieden sind. daß die Qualität seiner Arbeit sich sofort verändert. indem er jeder Bewegung folgt. und er wird sehen. die Feinheiten und Unterschiede in vielen Ereignissen zu verstehen. die Entscheidungen des Verstandes. Wir sehen dies ganz klar. es genügt. Es arbeitet einen bestimmten Aktionsplan aus und folgt ihm weiter. wenn er versucht. und so bestehen die Gefühle des anderen überhaupt nicht für ihn. Noch kann er Bewegungen lenken. sogar wenn sich die Umstände geändert haben und ein ganz anderer Weg des Handelns notwendig ist. bringt es Überlegung in Lagen. des theoretischen Denkens. jede Handlung überlegt zu tun. Wenn er Schreibmaschine schreibt. Diese sind für ihn tot. und. Ebenso kann der Verstand auch nicht Empfindungen würdigen. Er fühlt überhaupt nichts. Und die Entscheidungen des ersten. in allen drei Fällen führt die Einmischung des Denkens zu ganz unerwünschten Ergebnissen. Das Denken ist zu langsam. mit seinem Verstand. Das Denken kann die Feinheiten des Gefühls nicht verstehen. scheinen ihm gleich zu sein. Ein gesättigter Mensch versteht einen Hungrigen nicht. können ihn niemals befriedigen. weil das Denkzentrum einfach unfähig ist. werden seine durch das 159 . das heißt. die Besonderheiten und Feinheiten der Lage zu unterscheiden. der Empfindung oder der Bewegung vorstellen. Aber für den anderen sind jene Gefühle unbedingt da. wo im Gegenteil ruhiges Urteil und Überlegung wesentlich sind.

Fehler zu machen oder sehr langsam zu schreiben. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und zum Zwecke der Erreichung eines bestimmten Ergebnisses unternommen wird. um eine größere Geschwindigkeit zu entwickeln. Das Denken kann nicht mit all den Bewegungen Schritt halten. wenn die Aufmerksamkeit. Tagträumerei ist genau das Gegenteil von . weil das Denkzentrum gewöhnlich nicht durch nützliche Arbeit. fängt er sofort an. . Der eigentliche Vorgang wird durch das Denkzentrum ausgeführt.Wo ist das K?'. aber dies wird leicht eine Gewohnheit.Wo ist das Komma?'.nützlicher' Denktätigkeit. mit voller Geschwindigkeit zu fahren. die notwendig sind. weil Tagträumerei seinen eigenen Neigungen entspricht. sondern einfach durch Tagträume oder durch Einbildungen. Wenn man ein Auto mit seinem Verstand fährt. gar nicht bewußt ist. Jedes Zentrum hat seine eigene Form von Einbildung und Tagträumerei.Wie wird dieses Wort buchstabiert?'. Das geschieht gewöhnlich. wenn er mit dem Denken steuert. . das abwesende Denkzentrum zu ersetzen. Es ist für einen gewöhnlichen Menschen absolut unmöglich. Aber wenn er versucht.Einbildung' ist eine der Hauptquellen falscher Arbeit der Zentren. durch Gedanken oder durch Kontemplation abgelenkt wird. . welches sich sehr gern für diesen Zweck zur Verfügung stellt.als auch das Gefühlszentrum hierfür das Denkzentrum aus. erzeugt zum Beispiel mechanisches Lesen oder mechanisches Hören. sich vor jedem Buchstaben zu fragen: . aber gewöhnlich nützen sowohl das Bewegungs. vor allem in den Straßen einer großen Stadt.Bewegungszentrum gelenkten Finger die notwendigen Buchstaben von selber finden. Tagträumerei verfolgt kein Ziel. kann man nur im niedrigsten Gang fahren. Der Grund für Tagträumerei liegt immer im Gefühlsoder im Bewegungszentrum. erstrebt kein Ergebnis. das heißt. was er liest oder hört.Nützlich' heißt in diesem Falle eine Tätigkeit. „ . wie wenn ein Mensch nichts als Worte liest oder hört und sich dessen. die Richtung der Tätigkeit des Denkzentrums mit etwas anderem beschäftigt ist und wenn das Bewegungszentrum versucht. „Die Arbeit des Bewegungszentrums an Stelle des Denkzentrums . Die Neigung zur Tagträumerei be- 160 .

registrieren'. morbiden Dingen ist sehr kennzeichnend für den unausgeglichenen Zustand der menschlichen Maschine. Letzteres ist ganz unmöglich. die Anstrengung einer Arbeit zu vermeiden. „Die Beobachtung der Tätigkeit von Einbildung und Tagträumerei bildet einen sehr wichtigen Teil des Selbst-Studiums. dagegen anzukämpfen. lebendig zu erhalten oder wiederzukäuen.ruht zum Teil auf der Faulheit des Denkzentrums. wenn auch schwachen Versuch. und ein Mensch kann sich nie kennen. daß 161 . Aber beim ersten. Und dennoch verbringen viele Menschen neun Zehntel ihres Lebens in solchen schmerzlichen Tagträumen über Unglücke. merkt er sie nicht. Tagträumerei von unangenehmen. . irgendwelche Gewohnheiten zu haben. oder Leiden. Dies eröffnet eine praktische Methode für die Selbst-Beobachtung. sowohl angenehme wie auch unangenehme. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und in einer bestimmten Richtung geht. aus ihnen entkommen. trotzdem er dies oft gar nicht gewahr wird und sogar leugnet. die ihnen oder ihrer Familie geschehen könnten. Solange ein Mensch durch eine besondere Gewohnheit gelenkt wird. Jeder erwachsene Mensch besteht vollständig aus Gewohnheiten. und teilweise auf der Neigung des Gefühls. Darum muß man zwecks der Beobachtung und des Studiums von Gewohnheiten versuchen. die sie sich zuziehen. Die Beobachtung und das Studium von Gewohnheiten ist besonders schwierig. Alle drei Zentren sind voll von Gewohnheiten. die sie zu ertragen haben könnten. bemerkt und fühlt er sie. um sie zu sehen und zu . Tagträume eines unangenehmen Charakters hingegen sind vollständig absurd. Bewegun^szentrums. „Der nächste Gegenstand der Selbst-Beobachtung müssen die Gewohnheiten im allgemeinen sein.Einbildung' und .sich eingebildet' hat. bevor er nicht alle seine Gewohnheiten studiert hat. Tagträume einer angenehmen Art kann man immerhin verstehen und für sie eine logische Rechtfertigung finden. wenn auch nur für einen Augenblick. gegen sie anzukämpfen. das heißt.und. befreien muß. weil man. Erlebnisse zu wiederholen. die man früher durchlebt oder . sich von ihnen. über Krankheiten.Tagträumerei' sind Beispiele falscher Arbeit des Denkzentrums. Wir haben früher gesagt. seinen Versuchen.

zum Beispiel eine bestimmte Schrittweite zu halten. Ohne Kampf kann ein Mensch nicht sehen. wie er geht. sich zu beobachten und die Gewohnheiten und Assoziationen des Bewegungszentrums zu studieren. All dies wird ihm ermöglichen.ein Mensch nichts in sich ändern kann. zu be- 162 . mit sich selbst. als er es gewohnt ist. wenn er nicht versucht. Aber er zeigt. die elementarste Tätigkeit des Bewegungszentrums kennenzulernen. er muß stehen. wird er sich beobachten und seine Bewegungen studieren können. mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu gehen und so fort. sie zu verändern. mag beobachten wollen. dann wird die Beobachtung möglich werden. Dies ist wahr. wenn er fortfährt. er muß in ungewohnten Haltungen sitzen. muß ein Mensch versuchen. wo er gewohnt ist zu sitzen.registrieren' kann. aber ohne ihn ist Selbst-Beobachtung unmöglich. trifft der Mensch auf Gewohnheiten. Um sich zu beobachten. die er sonst mit seiner rechten Hand macht und umgekehrt. wie er seine Feder hält. das heißt mit seinen Gewohnheiten. größere oder kleinere Schritte zu machen. das heißt. daß ein Mensch nichts beobachten und . er kann zu keiner Wandlung führen. sie auf eine andere Weise als gewöhnlich zu halten. Aber wenn er versteht. Aber er wird dies nie erreichen.registrieren' kann. „Sogar beim ersten Versuch. Aber es ist auch wahr. Der Kampf mit kleinen Gewohnheiten ist sehr schwierig und langweilig. und versuchen. zu kämpfen. die Gewohnheit. daß seine gewohnte Art zu gehen aus einer Anzahl Gewohnheiten besteht. und er muß mit seiner linken Hand die Bewegungen machen. vor allem zu keiner bleibenden oder dauernden Wandlung. daß er nur beobachten und . das heißt. auf die gewöhnliche Art und Weise zu gehen. „Auf dem Gebiet der Gefühle ist es sehr nützlich. was da ist. Zum Beispiel kann ein Mensch seine Bewegungen studieren wollen. anders zu gehen. Wenn ein Mensch sich beobachten will. schneller oder langsamer zu gehen. er muß sitzen. wo er gewohnt ist zu stehen. woraus er besteht. Dieser Kampf kann keine unmittelbaren Ergebnisse zeitigen. dann muß er darauf achten. während er geht. und wenn er dann versucht. all seine unangenehmen Gefühle sofort auszudrücken. während er schreibt.

Der Mensch wird beginnen zu verstehen. Erstlich wird er mit unmißverständlicher Klarheit die Tatsache verzeichnen. wird er eine ganze Reihe sehr wichtiger Seiten seines Wesens registrieren. Er ist eine der wenigen Richtungen. Er wird verstehen und sehen. er kann nichts . Er wird seine vollständige Mechanisiertheit fühlen. der unter dem Einfluß äußerer Anregungen handelt. was er im nächsten Augenblick sagen oder tun wird. von 163 . daß er überhaupt keine Kontrolle über sich hat. Ein anderer kleiner Wechsel in der Umgebung. und er wird einsehen. wenn keine unerwarteten äußeren Veränderungen statthaben. Ein neuer Schock. wenn sie fühlen. in denen ein Mensch sich oder seine Gewohnheiten wandeln kann. Darum muß Selbst-Beobachtung und Selbst-Studium von Anfang an von einem Kampf gegen das Äußern unangenehmer Gefühle begleitet sein. daß er nicht weiß. und er wird sich überzeugen.kämpfen. die durch zufällige Schocks von außen gelenkt wird. Alles .tun'. davon abzustehen. was sie für Ordnung oder Gerechtigkeit halten. daß irgend etwas oder irgend jemand das verletzt. Gefühle und Worte das Ergebnis äußerer Einflüsse sind und daß nichts von ihm selbst herrührt. daß er nicht einmal für die kürzeste Zeitspanne für sich einstehen kann. während er sich selbst beobachtet. „Der Kampf gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle ist nicht nur eine sehr gute Methode zur Selbst-Beobachtung. daß in ihm nichts Bleibendes ist.geschieht'. keine unangenehmen Empfindungen zu äußern. sondern er hat gleichzeitig auch eine andere Bedeutung. und dieses Ich verschwindet und ein anderes nimmt seine Stelle ein. daß seine Handlungen. ihre Gefühle über schlechtes Wetter zu äußern. Er ist eine Maschine. daß seine Handlungen gänzlich durch äußere Bedingungen geleitet werden. daß er tatsächlich ein Automat ist. Er wird einsehen. daß er nur dann der gleiche bleibt und nichts Unerwartetes tut. Jeder Schock ruft eines seiner Ichs auf den Plan. ohne dafür andere unerwünschte Gewohnheiten zu schaffen. Er wird einsehen. Viele Menschen finden es sehr schwer. und wieder ist ein neues Ich da. Noch schwieriger ist es für die Menschen. Gedanken. „Wenn ein Mensch alle diese Regeln einhält.

mit einigen Vorbehalten und Zusätzen die alte Einteilung anzunehmen. als ich das erstemal davon hörte. die mich hier fesselte. war die Idee des Bewegungszentrums. die in der üblichen Psychologie gebraucht werden? Ich hatte es für möglich gehalten. „automatische" Handlungen (die zuerst bewußt sein müssen). aber ohne bewußten Zweck) und „Reflexe" (einfache und komplexe.'s zu den Einteilungen. das heißt. Die Hauptsache. nicht eine einzige bleibende Funktion. Das erste war die Möglichkeit der Selbst-Wandlung. die besonders mein Interesse erweckten. daß ich damit recht hatte. daß ein Mensch. was bewußt wäre. Ich fühlte sofort etwas Großes dahinter. stellte diese ganze Struktur vollständig auf den Kopf.dem aus eine Herrschaft ausgehen könnte. „keine unangenehmen Gefühle auszudrücken". die niemals bewußt sind und in manchen Fällen sogar hinderlich sein können). „instinktive Handlungen (förderliche. daß die menschlichen Handlungen sich gliedern in „bewußte" Handlungen. die unter dem Einfluß verborgener Gefühlsveranlagungen oder unbekannter innerer Impulse ausgeführt werden. Aber dies war viel später. war die Frage: In welche Beziehung setzt G. sich auf die richtige Weise zu beobachten. Der Begriff „unterbewußt". daß man niemals finden kann. außerdem Handlungen. da das Studium der Gefühle und die Arbeit an den Gefühlen zur Grundlage der darauffolgenden Entwicklung des ganzen Systems wurde. nichts gibt. Das dritte. der eine so große Rolle in 164 .'s psychologischen Theorien. was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog und worüber ich sogleich nachzudenken begann. sich sofort zu wandeln beginnt. Das zweite war die Forderung. man sei im Recht. Erstens ließ er den Begriff „bewußte" Handlungen nicht gelten. in welcher Beziehung stehen die Einteilungen G. weil es. die Bewegungsfunktionen zu den instinktiven Funktionen? Sind sie das gleiche oder etwas Verschiedenes? Und weiterhin. wie schon aus seinen Worten klar wurde. und ferner. nicht ein einziger dauernder Zustand. der anfängt. G." Es gab einige Stellen in G. Und die Zukunft zeigte.

Blutkreislauf. ohne sie selbst wahrzunehmen. daß die gleichen Handlungen aus verschiedenen Zentren herrühren können. Er räumte dem Automatismus einen wichtigen Platz ein. erwies sich als ganz nutzlos und sogar irreführend. Und wie ich aus dem folgenden verstand. Er benützte den Begriff „automatisch" nur für die Handlungen. der andere mit dem Bewegungszentrum. die durch das Bewegungszentrum gelenkt werden. nicht als „automatisch". er fand automatische Handlungen in allen Zentren.'s System der Hinweis. Die einzigen äußeren Funktionen. Ein Beispiel ist der Rekrut und der alte Soldat bei Gewehrübungen. weil Erscheinungen ganz verschiedener Kategorien unter den Begriff „unterbewußt" eingereiht werden. Aus seiner Rede ging hervor. Besonders wichtig war in G. daß diese Worte richtig nur auf die inneren Funktionen des Organismus angewandt werden dürfen. die ein Mensch ausführt. auf den dauernden Mißbrauch der Worte „Instinkt" und „instinktiv" aufmerksam. sind die Reflexe. bezeichnete Handlungen.den Theorien mancher Autoren spielt. Zu allererst machte G. Der eine führt die Übung mit seinem Denkzentrum aus. Wenn die gleichen Handlungen von einem Menschen beobachtet werden. hielt er von den äußeren Bewegungen nur die Reflexe für instinktive Handlungen. was das Wichtigste war. nannte er diese „instinktive Handlungen". Atmung. Aber G. Als ich ihn nach den Reflexen fragte. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungs- 165 . das sie viel besser ausführt. er sprach zum Beispiel von „automatischen Gedanken" und „automatischen Gefühlen". Die Einteilung der Handlungen nach den sie lenkenden Zentren beseitigte alle Ungewißheit und alle möglichen Zweifel in bezug auf die Richtigkeit dieser Einteilung. die zu dieser Kategorie gehören. Herzschlag. Verdauung — das sind die instinktiven Funktionen.und instinktiven Funktionen in seiner Beschreibung interessierte mich sehr. und icli kehrte in meinen Gesprächen mit ihm oft zu diesem Thema zurück. aber er betrachtete die Bewegungsfunktionen als von den automatischen Funktionen verschieden und. können sie nicht „automatisch" genannt werden. Die Wechselbeziehung zwischen Bewegungs.

erklärte die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung in Bienenstöcken. indem er sie auf den Menschen und das wirkliche Problem des Selbst-Studiums lenkte. was es sieht. Durch Nachahmung geleitet. ist sehr oft eine Reihe komplexer Bewegungsfunktionen. aber das. daß jedes Zentrum nicht nur eine Bewegkraft. sprechen. die es über die wunderbare „Intelligenz" von Tieren oder den „Instinkt" gibt. Es konnte keinen Wechsel. müssen gelernt werden. da einige mehr. das als Empfänger verschiedener und manchmal sehr entfernter Einflüsse arbeite. aber instinktive Funktionen sind angeboren. sondern auch ein „Empfangsgerät" darstelle. Das Bestehen eines Bewegungszentrums. wie es überhaupt erst einmal zu dieser Ordnung gekommen war. Aber die „Nachahmung" erklärte nicht. 166 . das einerseits nicht vom Verstand abhängt. was man über Kriege.Funktionen ist folgender: die Bewegungsfunktionen eines Menschen sowohl als auch eines Tieres. andere weniger haben. Das Bewegungszentrum ahmt nach. Wenn ich daran dachte. Termiten.und Ameisenhaufen. Dies ist der Ursprung der Legenden. Die Vorstellung eines unabhängigen Bewegungszentrums. welche die jungen Tiere von älteren lernen. was gewöhnlich als Instinkt erklärt wird. Das Tier hat mehr. obwohl es Unterschiede gibt. Revolutionen. wich solchen Gesprächen immer aus. stellte viele Probleme auf eine ganz neue Grundlage. den Verstand nicht benötigt und ein eigenes Gehini darstellt und das andererseits nicht vom Instinkt abhängt und vor allem anderen lernen muß. der die Stelle der Intelligenz einnimmt und sie eine ganze Reihe sehr komplizierter und nützlicher Handlungen ausführen läßt. Völkerwanderungen und so weiter sagt. ohne zu überlegen. eines Vogels. eines Hundes. Eine der Haupteigenschaften des Bewegungszentrums ist dessen Fähigkeit zur Nachahmung. Aber G. Femer wurde mir vieles durch die Vorstellung klar. Der Mensch hat sehr wenig angeborene äußere Bewegungen. hat eine Generation sich ganz nach dem Vorbild der anderen richten müssen. Ich wollte sehr gern hierüber wie auch über viele andere Dinge in Verbindung damit mit G. überhaupt keine Abweichung von dem Vorbild geben. das mittels der Nachahmung arbeitet.

die sich auf der gleichen Stufe befinden. Den nächsten Augenblick ist das instinktive aktiv und das Bewegungszentrum passiv. Bewußtsein oder individueller Neigung handeln. „Gewiß". die möglicherweise von sehr weit herkommen. Aber zum Zwecke der Erleichterung im Denken und vor allem am Anfang." „Welches Zentrum im unteren Stockwerk ist aktiv und welches passiv?" „Das wechselt"." 167 . die Prinzipien zu erklären. weil die drei in ihm arbeitenden Zentren die Leiter der drei Kräfte sind. Das untere Stockwerk kann für sich bestehen. Das Denk-. Denk. Fühl. die äußeren Einflüssen folgen und nicht unter dem Einfluß von Willen. Wir betrachten die Handlungen eines Individuums als von ihm selbst herrührend. das Bewegungs. sagte G. wie Menschenmassen unter der Leitung planetarischer Einwirkungen sich bewegen. begann ich unseren grundsätzlichen Fehler in der Bewertung der Handlungen eines Individuums zu verstehen. sondern unter dem Einfluß äußerer Reize. wenn es nur wichtig ist.und Bewegungszentrum arbeiten auf verschiedenen Stufen. „Werden die instinktiven und die Bewegungsfunktionen durch zwei verschiedene Zentren gelenkt?" fragte ich einmal G.. Wir stellen uns nicht vor. Und außer verschiedenen Zuständen gibt es auch verschiedene Typen.und instinktive Zentrum jedoch auf einer Stufe.und Gefühlszentrum sind für das Leben nicht unerläßlich. Später werden Sie verstehen. sagte G.wenn ich mir vorstellte. daß die „Massen" aus Automaten bestehen. nehmen wir sie als ein Zentrum mit verschiedenen Funktionen an. „und ferner muß das Geschlechtszentrum hinzugefügt werden. was diese Stufen bedeuten und wovon sie abhängen. Sie müssen für beide Zustände in sich selbst Beispiele finden. Das Geschlechtszentrum ist die neutralisierende Kraft in bezug auf das instinktive und das Bewegungszentrum. in anderen das instinktive Zentrum. „Einen Augenblick ist das Bewegungszentrum aktiv und das instinktive passiv. In manchen Menschen ist das Bewegungszentrum aktiver. Dies sind die drei Zentren des unteren Stockwerkes.

SIEBENTES KAPITEL B ei einer Gelegenheit fragte ich G. uns zur Verfügung stehenden Mitteln ist es unmöglich. „kosmisches Bewußtsein" zu erreichen. „die gewöhnliche wissenschaftliche Sophisterei. im Gespräch. daß ich sagte erkennen können. Es ist Zeit. Manchmal kommt es der Ekstase nahe. nicht nur für einen kurzen Augenblick. was Sie gesagt haben: daß Sie Bewußtsein nur in sich selbst erkennen können. „das ist ein vager und unbestimmter Begriff. aber meistens ist es nur eine subjektive Gefühlserfahrung auf der Traumebene." „All das ist Unsinn". was Sie . daß 168 . müssen wir im allgemeinen bestimmen. sagte G. dann können Sie wissen.kosmisches Bewußtsein' nennen". In den meisten Fällen ist das sogenannte . Wir kennen es nur in uns selbst. denn Sie können es nur erkennen. das Dasein des Bewußtseins in einem anderen Menschen zu beweisen. Ich verstand den Ausdruck „kosmisches Bewußtsem" als ein für den Menschen mögliches höheres Bewußtsein in dem Sinne.. wie ich früher darüber in meinem Buch Tertium Organum geschrieben hatte. sondern für eine längere Zeitspanne. jeder kann damit bezeichnen. bevor wir überhaupt von . sagte ich.kosmischem Bewußtsein' reden. ob er es für möglich halte.kosmische Bewußtsein' einfach Phantasie. was Bewußtsein ist. daß Sie davon frei werden. was er will. Achten Sie darauf. Aber ganz abgesehen davon.. wenn es eine innere Qualität ist? Mit den gewöhnlichen. Und wenn Sie es nicht haben. „Ich weiß nicht. assoziatives Tagträumen in Verbindung mit verstärkter Arbeit des Gefühlszentrums. sagte G. wenn Sie es haben. „Wie definieren Sie Bewußtsein?" „Bewußtsem wird für undefinierbar gehalten". Nur eines ist wahr in dem. „und wie kann es auch definiert werden.

daß Bewußtsein entweder immer da ist oder nie da ist. arbeiten können. Sie können ebenfalls die Zeitpunkte bestimmen. Wissenschaft und Philosophie können Bewußtsein nicht definieren. und es sind auch keine Definitionen möglich. wo es gar nicht besteht. ohne sich dessen bewußt zu sein. handeln. Sie werden dann sehen. fühlen. und damit können Sie den Augenblick finden oder sich an ihn erinnern. daß Sie. „Ihr Hauptfehler besteht darin. nämlich daß die Augenblicke des Bewußtseins sehr kurz und durch lange Zwischenräume vollständig unbewußten mechanischen Arbeitens der Maschine unterbrochen sind. die sich stetig wandelt. Es ist notwendig. was Bewußtsein ist. zwischen Bewußtsein und der Möglichkeit von Bewußtsein zu unterscheiden. Eben ist sie da." 169 . Deshalb können wir nicht definieren. ob sie sich dessen. durch den . Sowohl das Bewußtsein als auch die verschiedenen Grade des Bewußtseins muß man in sich selbst feststellen — durch Empfindung. nun ist sie nicht da.Sie es nicht haben. solange Sie nicht verstehen. die Sie heute weder sehen noch erkennen. zwar nicht im selben Augenblick. daß es für eine lange Zeit abwesend gewesen ist.Geschmack*. Sie hätten immer Bewußtsein. Wir haben nur die Möglichkeit von Bewußtsein und seltene Augenblicke seines Aufblitzens. was Sie zu definieren haben. Und es gibt verschiedene Grade und verschiedene Stufen von Bewußtsein. daß Sie denken. Ich meine damit. daß Sie denken. in denen Sie dem Bewußtsein näher oder weiter davon entfernt sind. in dem es verschwand und in dem es wieder erschien. und femer im allgemeinen. in sich selbst die Augenblicke von Bewußtsein und die langen Zeitspannen des Mechanisiertseins zu sehen. aber später. In diesem Falle können Ihnen keine Definitionen helfen. weil sie es da definieren wollen. dann werden Sie ebenso sicher auch an anderen erkennen. wenn es wieder auftaucht. sehen können. sprechen. und wenn Sie lernen. bewußt sind oder nicht. Aber die Beobachtung des Erscheinens und Verschwindens des Bewußtseins in Ihnen selbst wird Ihnen unvermeidlich eine Tatsache klarmachen. In Wirklichkeit ist Bewußtsein eine Eigenschaft. was sie tun.

den sie nicht aufhalten konnten. Bei Ihnen .) Versuchen Sie..es denkt'. G. .wird bemerkt'. bei Beginn einer Zusammenkunft eine Frage. Ich hatte schon begonnen. während Sie sich beobachten. Um sich wirklich zu beobachten.) Sie fühlen sich selbst nicht. Sie fühlen nicht: ich beobachte. Andere sprachen von der Schwierigkeit. auf denen seine Argumente beruhten. daß er von uns Hinweise auf etwas Bestimmtes erwartete. muß man zuerst sich seiner selbst erinnern. „Keiner von Ihnen hat das Wichtigste bemerkt. und berichten Sie mir später die Ergebnisse. daß seine Worte über das Bewußtsein mir sofort klar wurden. „Ich meine. Bei einer Gelegenheit stellte G. ihn in solchen Umständen zu verstehen und sah. keiner von Ihnen hat bemerkt. denn ich sagte. Ich hatte sichtlich die Frage nicht vollständig verstanden oder ich äußerte meine eigenen Gedanken. Alles . als ob es ein „Organismus" sei. die nicht nur die Vorstellung einschließe. und die vollständig neue Bedeutung des Wortes wissen. ich sehe. sondern die Verbindung dieser Sache mit allem anderen. sagte er. sich Ihrer selbst zu erinnern. was wir während der Selbst-Beobachtung bemerken?" Einige der Anwesenden sagten. auf die alle Anwesenden der Reihe nach antworten mußten. bei Versuchen der Selbst-Beobachtung hätten sie besonders stark einen unaufhörlichen Gedankenstrom gespürt. daß man diese oder jene Sache kenne. daß Sie sich nicht Ihrer selbst erinnern.wird gesehen'.Ich kann nicht behaupten. Sonst 170 . Sie sind sich Ihrer selbst nicht bewußt. haben überhaupt einen Wert.beobachtet es' genau so wie . war von unseren Antworten sichtlich unbefriedigt. die von der SelbstErmnerung begleitet werden. (Er legte besonderen Nachdruck auf diese Worte. was mich am meisten beeindrucke. ich bemerke. Die Frage war: „Was ist das Wichtigste. (Er betonte wieder diese Worte.es spricht'. Aber eines der folgenden Gespräche erklärte mir die Prinzipien. Nur die Ergebnisse. auf das ich Sie hinwies".es lacht'. . die Arbeit eines Zentrums von der Arbeit eines anderen zu unterscheiden. die Ganzheit des Systems. . das wir entweder überhört oder nicht begriffen hatten. sei die Verbundenheit einer Sache mit einer anderen in diesem System. .

konnte ich weder denken noch sprechen. gaben mir viel zu denken. sondern zu versuchen. daß wir uns tatsächlich nie an uns selbst erinnern. die ganze menschliche Existenz. die Gedanken zu einem Stillstand brachten. Die Hauptschwierigkeit ist. Das ganze Leben beruht hierauf. daß er es könne. „Was wollen Sie mehr?" sagte G. während der Selbst-Beobachtung mich meiner selbst zu erinnern. wird er entweder auf Sie wütend werden. und dieses Ich stetig zu fühlen." Alles. Die Versuche von Selbst-Erinnerung führten zu keinem Ergebnis. Wenn Sie einen Menschen fragen. alles. Aber bevor ich auf meine weiteren Folgerungen eingehe. daß er sich nicht seiner selbst erinnern kann. und vor allem alle meine Versuche. Wenn ein Mensch wirklich weiß. Und was sind dann all Ihre Beobachtungen überhaupt wert?" Diese Worte von G.sind Sie selbst gar nicht an Ihren Beobachtungen beteiligt. was ich mir selbst dabei dachte. dann ist er schon dem Verständnis seines Seins nahegerückt. mich meiner selbst zu erinnern. außer daß sie mir zeigten. „Dies ist eine sehr wichtige Einsicht. zu beschreiben versuchen. mir zu sagen. hatten mir gezeigt und mich bald überzeugt. auf das Wissenschaft und Philosophie bis jetzt noch nicht gestoßen waren. daß ich hier einem gänzlich neuen Problem gegenüberstand. will ich nieine Anstrengungen. wie schwer dies ist. Der erste Eindruck war. sogar die Empfindungen 171 . Menschen. mich meiner selbst zu erinnern oder mir meiner selbst bewußt zu werden. oder er wird Sie für einen vollständigen Narren halten. wissen schon sehr viel. sagte. was G. ich tue. Wenn Sie ihm sagen. daß niemand es weiß. Aber ich nahm mir vor. keine Schlüsse zu ziehen. Schon die ersten Versuche zeigten mir.mich als Ich fühlte. wird er natürlich antworten. ob er sich seiner selbst erinnern könne. Wenn ich . die dies wissen (er betonte diese Worte). ich gehe. die ganze menschliche Blindheit. daß die Versuche. mich meiner selbst zu erinnern. Sie schienen mir sofort der Schlüssel zu seinen Worten über das Bewußtsein zu sein. daß er sich nicht seiner selbst erinnern könne.

keine Gedanken zuzulassen. wird meine Aufmerksamkeit sowohl auf den beobachteten Gegenstand als auch auf mich selbst gerichtet. meine Gedanken zum Stillstand zu bringen. Und meine ersten Versuche. mich meiner selbst zu erinnern. sich selbst zu empfinden. Eine zweite Pfeilspitze erscheint auf der Linie. die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten. Zum Beispiel gibt es eine wenn auch sehr allgemeine Beschreibung darüber in Edward Carpenters Buch Vom Gipfel Adams nach Elephanta. ohne die auf einen anderen Gegenstand gerichtete Aufmerksamkeit zu schwächen oder zu vernachlässigen. daß beim Anhalten der Gedanken die Aufmerksamkeit ganz auf die Anstrengung gerichtet ist. mich meiner selbst zu erinnern. während bei der Selbst-Erinnerung die Aufmerksamkeit geteilt wird. sah ich. Ich stellte es mir in der folgenden Weise vor: Wenn ich etwas beobachte. Femer konnte man sich auf diese Weise nur für eine sehr kurze Zeitspanne seiner selbst erinnern. ein Teil wird auf die gleiche Anstrengung gerichtet und der andere Teil darauf. dem Hauptkennzeichen der Selbst-Erinnerung. wird meine Aufmerksamkeit auf den beobachteten Gegenstand gerichtet — eine Linie mit einer Pfeilspitze. Ich spreche von der Teilung der Aufmerksamkeit. zu einer wenn auch wahrscheinlich sehr unvollständigen Definition von „Selbst-Erinnerung" zu kommen.der beobachtete Gegenstand.der beobachtete Gegenstand. Ich hatte früher einige Experimente in der Richtung gemacht. 172 . Diese letzte Einsicht befähigte mich. Ich *.wurden verschwommen. Tatsächlich war es fast das gleiche mit dem einen Unterschied. die nichtsdestoweniger sich in der Praxis als sehr nützlich erwies. riefen mir diese meine ersten Experimente ins Gedächtnis. daß das Problem darin bestand. Nachdem ich dies definiert hatte. wie es in Büchern über Yoga-Übungen erwähnt wird. Wenn ich gleichzeitig versuche. Femer konnte dieser „andere Gegenstand" sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von mir befinden. Ich -< >.

Nur die absichtliche Erzeugung solcher Augenblicke schuf eine Empfindung von Neuheit. endgültige Schlüsse zu ziehen. Aber die Augenblicke. Erstens stellte ich fest. vorkommen. Tatsächlich war ich seit frühester Jugend mit ihnen bekannt. Ich bin nicht imstande. was ihm sehr groß zu sein scheint. So vieles verschwindet. wenn auch selten. daß ich mich wirklich nur an diejenigen Augenblicke in der Vergangenheit erinnere. um es nachher zu vergessen? Femer war darin etwas Erniedrigendes. Die Schwäche und Mangelhaftigkeit unseres Gedächtnisses hatte mich immer erstaunt. in Augenblicken von Gefahr. Ein Mensch fühlt etwas. wo ich mich meiner selbst erinnerte. Warum soll man so viel erleben. in denen ich mich meiner selbst erinnert hatte. da es notwendig ist. daß ich an der Schwelle einer sehr großen Entdeckung stand. er denkt. zum Beispiel wenn man plötzlich um sich blickt und sagt: Wie merkwürdig — ich und dieser Ort! Oder in Augenblicken sehr starken Gefühls. sie ganz wieder hervorzurufen. den Kopf nicht zu verlieren. Aber ich sah bereits.Gleich die ersten Versuche solcher Aufmerksamkeits-Teilung zeigten mir deren Möglichkeit. waren lebendig und in keiner Weise von der Gegenwart verschieden. bei einer Reise unter neuen Menschen. Diese letzte Einsicht enthüllte mir vieles andere. da man seine eigene Stimme hört und sich selbst von außen sieht und beobachtet. daß Selbst-Erinnerung als Ergebnis dieser Methode nichts mit „Selbst-Fühlen" oder „Selbst-Analyse" gemein hat. Sie traten entweder in neuen und unerwarteten Umgebungen auf oder an einem neuen Ort. Gleichzeitig wurden mir zwei Dinge klar. sie noch einmal zu durchleben. Von den anderen weiß ich nur. Ich sah ganz klar. Es war ein neuer und sehr interessanter Zustand. Irgendwie sah ich darin die Haupt-Absurdität des Lebens. Ich fürchtete mich immer noch. in Augenblicken. daß meine ersten Lebenserinnerungen — in meinem eigenen Fall sehr frühe — Augenblicke des Selbst-Erinnerns waren. er wird es nie 173 . Zweitens erkannte ich. daß Augenblicke von Selbst-Erinnerung im Leben. daß sie stattfanden. der mir merkwürdig bekannt vorkam. Das heißt ich erkannte.

All dies waren die Einsichten der ersten Tage. Später sollte ich auf die gleiche Art noch viele unerwartete Dinge entdecken. Ich erreichte die Nadejzdinskaja. Schließlich fühlte ich eine Art lächerlichen Ärgers über mich und bog in die Straße nach links ein. alles lenkte mich ab. ich ging einfach spazieren und versuchte. mich meiner selbst zu erinnern. und fast sprach ich mit ihnen. jedenfalls bis ich die folgende Straße erreicht haben würde. daß SelbstErinnern wunderbare Empfindungen vermittelt. daß es in 174 . Peters• bürg ist voll von solchen merkwürdigen Empfindungen. nieine Aufmerksamkeit längere Zeit auf das Selbst-Erinnem zu richten. und schaute umher. Nun wurde mir klar. sah ich. vor allem alte Häuser. mich meiner selbst zu erinnern. darauf zu konzentriereta. Manchmal war das Selbst-Erinnern nicht erfolgreich. die Empfindungen kamen ganz von selbst. St. Häuser. und trotz aller meiner Anstrengungen war ich unfähig. Petersburg zu wandern und die Häuser und Straßen „zu empfinden". So pflegte ich zum Beispiel während dieser Zeit sehr viel nachts durch St. zu verlieren. meine Aufmerksamkeit wenigstens für einige Zeit. Darin war keine „Einbildung". zu anderen Zeiten wurde es von merkwürdigen Beobachtungen begleitet. meine Aufmerksamkeit zu teilen. Jeden Augenblick verlor ich den Faden meiner Aufmerksamkeit.vergessen. als ich lernte. Ich spazierte einmal den Litejnij entlang in Richtung auf den Newsky. fand ihn wieder und verlor ihn wieder. Aber davon will ich später sprechen. ich hatte mich fest entschlossen. außer vielleicht für kurze Momente. waren ganz lebendig. warum dem so war und warum es nicht anders sein konnte. Später. Der Lärm. Hierauf wandte ich mich wieder dem Newsky zu und erkannte. die Bewegung. die natürlicherweise — das heißt von selbst — uns nur sehr selten und unter außergewöhnlichen Bedingungen begegnen. ohne den Faden derAufmerksamkeit. Wenn unser Gedächtnis wirklich nur in Augenblicken des Selbst-Erinnerns lebendig ist. Ich dachte an gar nichts. ein oder zwei Jahre vergehen — und nichts bleibt davon übrig. dann wird der Grund seiner Armut klar.

weil es spät geworden war. Die Empfindung des Erwachens war erstaunlich lebendig. zur Offizerskaja zu gelangen. Dann war ich wieder aus dem Haus gegangen. das heißt weit weg von dort. war in meine Wohnung in der Litejnij gegangen und hatte mit den Druckern telephoniert. dachte ich dort vorzusprechen und einige Zigaretten zu bestellen. den seltsamen Gefühlszustand inneren Friedens und Vertrauens zu verspüren. Sofort erinnerte ich mich an alles. als ob ich etwas vergessen hätte. Ich war auf der linken Seite des Newsky bis zum Gostinij Dvor gegangen mit der Absicht. deshalb wollte ich es auch in lärmigeren Straßen versuchen. während ich in diesen Schlaf versunken war. — Und plötzlich erinnerte ich mich. Zwei Stunden später erwachte ich in der Tawritscheskaja. daß ich vergessen hatte. weiter zusammenhängende und nützliche Handlungen ausgeführt. wie ich an Zigaretten gedacht hatte und wie ich bei diesem Gedanken anscheinend in tiefen Schlaf gesunken war. den große Anstrengungen dieser Art nach sich ziehen. den gedanklichen Faden nicht zu verlieren. Beim Erreichen des Newsky erinnerte ich mich noch meiner selbst und begann bereits. Gerade um die Ecke am Newsky war ein Tabakladen. 175 . Ich hatte zwei Briefe geschrieben. begann ich eine merkwürdige Unruhe zu verspüren. wo meine Zigaretten angefertigt wurden.ruhigen Straßen für mich leichter war. während ich die Tawritscheskaja entlang fuhr. daß ich zu mir kam. Ich hatte einen Iswostschik gedungen und war zur Kavalergardskaja zu meinen Druckern gefahren. Ich hatte den Tabakhändler verlassen. Ich kann beinahe sagen. Immer noch mich meiner selbst erinnernd. Ich fuhr mit einem Iswostschik zu den Druckern. Gleichzeitig hatte ich. mich meiner selbst zu erinnern. Ich sprach über meine Beobachtungen und Schlüsse sowohl zu den Leuten unserer Gruppe als auch zu meinen zahlreichen literarischen Freunden und anderen. Dann hatte ich meine Absicht geändert. Und auf dem Weg. Wie ich entlang der Nadejzdinskaja spaziert war. wie ich mich meiner selbst erinnert hatte.

Beobachtung mit Selbst-Erinnern'. daß wir in tiefem Schlaf leben. sondern eine wirkliche Tatsache voller Bedeutung. den ich oft getroffen und mit dem ich seit 1909 viel gesprochen hatte und dessen Meinung ich hochschätzte. daß wir auf ein „Wunder" gestoßen seien und daß es etwas „Neues" sei. A. wovon Sie sprechen. dank derer die Psychologie eine genaue und gleichzeitig eine praktische Wissenschaft werde. Wundt war der Idee nahegekommen. alle nahmen es zu leicht. verstanden. Ich hatte Wundt gelesen. Wolinsky. daß wir uns unser selbst nicht erinnern. Natürlich wußte Wundt davon.Ich sagte ihnen. Und natürlich war das. daß es solche Theorien schon früher gegeben habe. fand in der Idee des „Selbst-Erinnems" nichts. L. die zu unserer Gruppe gehörten. ist Apperzeption." Ich wollte nicht mit Wolinsky streiten. nämlich. handeln und denken. sondern absolut wirklich. wenn auch nicht alle sofort. und daß nun die Arbeit an sich selbst nicht mehr nur leere Worte seien. . und dies nicht metaphorisch. wenn wir genügend Anstrengungen machen. die europäische und westliche Psychologie im allgemeinen hätte eine Tatsache von gewaltiger Wichtigkeit übersehen. Es ist genau das. aber andere waren ihr genau so nahegekommen 176 . was er nicht schon früher gekannt hätte. was ich Wolinsky erklärt hatte.Einfache Beobachtung' ist Perzeption. Mir fiel der Unterschied zwischen dem Verständnis seitens der Leute innerhalb unserer Gruppe und dem der übrigen Menschen auf. sagte er mir. uns unser selbst erinnern können. Und daß wir. etwas. und manchmal begannen sie mir sogar zu beweisen. . „Haben Sie Wundts Logik gelesen? Sie werden dort seine letzte Definition der Apperzeption finden. daß wir erwachen können. Die Menschen. „Das ist Apperzeption". Ich sagte. was es früher noch nirgends gegeben hatte. überhaupt nicht das. Die anderen Menschen verstanden dies nicht. daß dies der Schwerpunkt des ganzen Systems und aller Arbeit an sich selbst sei. was Wundt geschrieben hatte. wie Sie es nennen.

Die Gesetze sind überall die gleichen. daß Wolinsky dies sogar dann nicht sehen konnte. „Bei richtigem Wissen muß das Studium des Menschen parallel zum Studium der Welt verlaufen. Mir schien es nur merkwürdig. Später kam ich zu der Überzeugung. andere wieder leichter im Menschen beobachtet. konnte er auch natürlich die zentrale Stellung nicht erkennen. „Dieses parallele Studium von Welt und Mensch zeigt die grundsätzliche Einheit von allem auf und hilft. mit dem Menschen zu beginnen und dann auf die Welt überzugehen. Er hatte die Größe der Idee nicht gesehen. fand er uns in Experimente über Selbst-Erinnem und in Diskussionen über diese Experimente vertieft. ist sehr klein. in den Erscheinungen verschiedener Ordnungen Analogien zu finden. Verschiedene zahlenmäßige Ver- 177 . welche die Idee des Fehlens von Bewußtsein und die Idee der Möglichkeit einer willkürlichen Schaffung dieses Bewußtseins in unserem Denken einnehmen sollte. müssen wir nach seiner Äußerung in Welt und Mensch gleichzeitig Ausschau halten. die alle Vorgänge in Welt und Mensch regieren. und das Studium der Welt muß parallel zum Studium des Menschen verlaufen.und waren später in einer anderen Richtung wieder davon abgewichen. das nächstemal von Moskau kam. die sich hinter seinen Gedanken über die verschiedenen Formen der Perzeption verbarg. Wenn wir die Prinzipien irgendeines Gesetzes erkannt haben. als ich ihn darauf hinwies. Darum ist es in manchen Fällen besser. daß diese Idee für viele sonst sehr intelligente Menschen unter einem undurchdringlichen Schleier verborgen ist — und noch viel später sah ich. Femer werden einige Gesetze leichter in der Welt. warum dies so ist. Und da er die Größe der Idee nicht gesehen hatte. „Die Anzahl der Grundgesetze. Aber bei seiner ersten Vorlesung sprach er von etwas anderem. und in anderen Fällen ist es besser. mit der Welt zu beginnen und dann zum Menschen überzugehen. Als G. sowohl in der Welt als auch im Menschen.

muß man das Weltall als aus Schwingungen bestehend betrachten. „Um die Mechanik des Universums zu verstehen. „Um die Bedeutung dieses Gesetzes zu verstehen. Diese Schwingungen vollziehen sich in allen Arten und Dichtigkeiten des Stoffes. „Das erste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der drei Kräfte oder drei Prinzipien. Wenn die Kraft des Impulses erschöpft ist und der Widerstand des Mediums die Oberhand gewinnt. stoßen zusammen. welche die Schwingung verursacht und den Widerstand des Mediums. aus dem das Weltall besteht. als die stetige Kraft des ursprünglichen Impulses weiterwirkt. kreuzen einander. und in Zukunft werden wir auf dieses Gesetz in jedem neuen Forschungsgebiet zurückkommen. So ist eine der Grund- 178 . so lange aufsteigen oder absteigen. bringen einander zum Stillstand und so fort. oder. der negativen und der neutralisierenden. jede Erscheinung in allen Welten ohne Ausnahme das Ergebnis einer gleichzeitigen Wirkung dreier Kräfte — der positiven. Davon haben wir schon gesprochen. „Nach den im Westen anerkannten Theorien sind Schwingungen stetig. Diesem Gesetz zufolge ist jedes Vorkommnis. „Das nächste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. wie es oft genannt wird. sie entstammen verschiedenen Quellen und vollziehen sich in verschiedenen Richtungen. das heißt bis zum Beginn der natürlichen Schwächung. daß Schwingungen gewöhnlich so betrachtet werden. Aber bis zu diesem Augenblick. verlangsamen sich die Schwingungen natürlich und hören auf. das Gesetz der Drei. die komplexen Erscheinungen auf diese Grundkräfte zurückzuführen.Bindungen einiger Grundkräfte erschaffen all die scheinbare Mannigfaltigkeit der Erscheinungen. Das bedeutet. überwindet. stärken oder schwächen einander. das die Schwingung trägt. als ob sie sich ununterbrochen vollziehen. entwickeln sich die Schwingungen einförmig und allmählich und können beim Fehlen von Widerstand sogar endlos sein. vom feinsten bis zum gröbsten. ist es notwendig.

was unserer Auffassung von Schwingungen in der wirklichen Welt entspricht. Dieser Grundsatz kann noch genauer formuliert werden. gleich. Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt tritt eine Veränderung ein. die Schwingungen hören sozusagen auf. wenn dies auch nie genau formuliert wurde. weil ersteres das Prinzip der Unstetigkeit von Schwingungen zur Grundlage des Verstehens von Schwingungen macht. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Entwicklung wieder aufgehalten wird. die durch die Natur des Impulses. und für eine kurze Zeit verlangsamen sie sich und verändern bis zu einem gewissen Grad ihre Natur oder ihre Richtung. und die Schwingungen entwickeln sich nur für eine gewisse Zeitspanne. sondern mit periodischer Beschleunigung und Verlangsamung entwickeln. In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend. dem Impuls zu folgen.Voraussetzungen unserer Physik die Stetigkeit der Schwingungen.oder absteigen. In einigen der neuesten Theorien beginnt diese Voraussetzung zu wanken. Trotzdem ist die Physik noch sehr weit von einer richtigen Ansicht über die Natur der Schwingungen oder das. da ihm niemand widersprochen hat. ob sie auf. wenn wir sagen. gleichmäßig. sondern gleichsam abwechselnd stärker und schwächer wird. daß sie sich nicht einförmig. das Medium.' Die Kraft des Impulses wirkt ohne Veränderung ihrer Natur. daß die Kraft des ursprünglichen Schwingungsimpulses nicht einförmig wirkt. die Verhältnisse und so weiter bestimmt wird. „In diesem Fall steht das alte Wissen im Widerspruch zur zeitgenössischen Wissenschaft. „Der Grundsatz der Unstetigkeit von Schwingungen bedeutet. entfernt. daß es das bestimmte und notwendige Kennzeichen aller in der Natur vorkommenden Schwingungen ist. daß die Zeitspannen einförmiger Wirkung der Trägheit nicht gleichmäßig sind und daß 179 . zum Beispiel beginnen aufsteigende Schwingungen in einem gewissen Augenblick langsamer aufzusteigen und absteigende Schwingungen beginnen langsamer abzusteigen. Nach dieser zeitweisen Verlangsamung sowohl im Aufsteigen als auch im Absteigen kommen die Schwingungen wieder in ihre frühere Richtung zurück und steigen eine gewisse Zeit einförmig auf oder ab.

noch besser. „Ungefähr so: Figur 8 1000 2000 |————————|———————————|——| „Die Gesetze. Eine Periode ist kürzer. Eine ist mehr am Anfang. „Stellen wir uns eine Reihe zunehmender Schwingungen vor. das sich bis auf unsere Zeit erhalten hat. in acht ungleiche Abschnitte aufgeteilt. „Um diese Verlangsamungsmomente zu bestimmen oder. Nach einer gewissen Zeitspanne verdoppelt die Anzahl der Schwingungen. Figur 7 1000 2000 |—————————————————————| „Man hat festgestellt. denen die Verlangsamung oder die Ablenkung der Schwingungen von ihrer ursprünglichen Richtung unterworfen ist. Diese Gesetze wurden in eine bestimmte Formel oder ein Diagramm gekleidet. Die andere findet sich fast am Ende. die Haltepunkte im Aufsteigen und Absteigen der Schwingungen. aber nicht der Anfang selbst. wo eine Verlangsamung in der Vermehrung der Schwingungen statthat. sie erreicht zweitausend. da sie im Verhältnis von eintausend pro Sekunde schwingen. innerhalb welcher sich die Schwingungen verdoppeln. die der Vermehrung der Schwingun- 180 . Nehmen wir sie in dem Augenblick. werden die Entwicklungslinien der Schwingungen in Perioden aufgeteilt. daß es in diesem Schwingungs-intervall zwischen der gegebenen Anzahl von Schwingungen und einer doppelt so großen Anzahl zwei Stellen gibt. In dieser Formel sind die Perioden. das heißt.die Verlangsamungsmomente der Schwingungen nicht symmetrisch verlaufen. waren der alten Wissenschaft bekannt. die andere länger. die der Verdoppelung oder Halbierung der Anzahl der Schwingungen in einem gegebenen Zeitraum entsprechen.

daß diese Gesetze überall die gleichen sind.gen entsprechen. Auf diese Weise gelangte man zur musikalischen Sieben-Ton-Leiter. wenn wir die Äußerungen des Oktaven-Gesetzes in Schwingungen anderer Art untersuchen. in der Chemie ist das periodische System der Elemente zweifellos eng mit dem Gesetz der Oktaven verknüpft. „Nehmen wir wieder die aufsteigende Oktave. In sehr alten Zeiten fand eine dieser Schulen heraus. werden wir merken. von einer Schule zur anderen. Das Prinzip der Teilung der Periode. das von alten Schulen ausgearbeitet und auf die Musik angewandt worden ist. und verschiedene . „Das Studium der Struktur der musikalischen Sieben-Ton-Leiter ergibt eine sehr gute Grundlage für das Verständnis des kosmischen Oktaven-Gesetzes. Nehmen wir an. 181 . in der die Schwingungen verdoppelt werden. chemische und andere Schwingungen denselben Gesetzen unterliegen wie Schallschwingungen. wenn auch diese Verknüpfung der Wissenschaft noch nicht ganz klar ist. und daß Licht. „Im Gewand dieser Formel wurde die Idee der Oktave von Lehrer auf Schüler überliefert. in der die Häufigkeit der Schwingungen wächst. Gleichzeitig aber.Stufen' der Oktave zeigen Beschleunigung und Verlangsamung zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung. das ist die Oktave. das heißt bestehend aus acht. Diese Periode der Verdoppelung der Schwingungen oder die Linie der Entwicklung der Schwingungen zwischen einer gegebenen Anzahl von Schwingungen und deren doppelter Anzahl wird eine Oktave genannt. in acht ungleiche Teile beruht auf der Beobachtung der ungleichförmigen Vermehrung der Schwingungen in der ganzen Oktave. Zum Beispiel ist der Physik die Lichtskala bekannt. Hitze. daß diese Oktave mit tausend Schwingungen pro Sekunde beginnt. die dem entferntesten Altertum bekannt war. diese Formel auf die Musik anzuwenden. daß es möglich ist. Der achte Abschnitt wiederholt den ersten Abschnitt mit der doppelten Anzahl von Schwingungen. dann vergessen wurde und dann wieder gefunden oder .entdeckt' wurde. „Die Sieben-Ton-Leiter ist die Formel eines kosmischen Gesetzes.

si . An dem Ort. re. 182 . ihre Frequenz nimmt zu. do. Figur 11 9/8 do re 5/4 4/3 3/2 mi fa sol 5/3 la 15/8 si do „Der Unterschied in der Beschleunigung oder das Wachstum der Tonwerte oder der Unterschied im Ton verhält sich wie folgt: zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen do und re 9/8 l == 9/8 re und mi 5/4 9/8 ==10/9 5/4 = 16/15 Vermehrung verlang4 / 3 mi und fa samt fa und sol 3/2 4/3 == 9/8 5/3 3/2 ==10/9 sol und la la und si 15/8 5/3 == 9/8 15/8 == 16/15 Vermehrung wieder 2 si und do verlangsamt Anm. fa. dann ist re 9/8.Bezeichnen wir diese tausend Schwingungen durch die Note do. weil die Frequenz der Schwingungen sich nicht einförmig vermehrt. si 15/8 und do 2. la 5/3. das heißt das do der nächsten Oktave. Die Schwingungen wachsen. la. das heißt. sol 3/2. wird in sieben ungleiche Teile geteilt. das heißt eine Oktave. wo sie zweitausend Schwingungen pro Sekunde erreichen. mi. mi 5/4. Figur 9 do ———————————————————————— do Der Abschnitt zwischen einem do und dem nächsten. befindet sich ein zweites do. Das Verhältnis der Tonwerte oder der Frequenz der Schwingungen ist folgendes: Wenn wir do als l annehmen. Die italienische Tonleiter do — re — mi — fa — sol — la — si — do entspricht der deutsdien c — d — e — f — g — a — h — c. fa 4/3. sol. do. Figur 10 .

Wir sehen. ausgenommen die Intervalle mi — fa und si — do. Das kleinste Intervall 16/15 erscheint zwischen mi und fa und zwischen si und do. vpn denen acht Grundnoten sind: do.kosmischen' oder mechanischen Sinn spricht. 10/9 und 16/15. „Auf diese Weise erhalten wir zwanzig Noten. re. die in ganzen Zahlen 405. wenn man von Oktaven im . das ist ein Halbton zwischen: do — re fa — sol re — mi sol — la la — si „Zwischen mi und fa und zwischen si und do wird der Halbton überhaupt nicht verwendet. sol. Dies sind genau die Verlangsamungsstellen innerhalb der Oktave. daß sich zwischen zwei Noten immer zwei Halbtöne befinden. la. die nur einen Halbton haben und wo ein Halbton als ausgelassen betrachtet wird. In dieser Hinsicht werden. „Auf diese Weise gibt die Struktur der musikalischen Sieben-Ton Leiter ein Schema des kosmischen Gesetzes der Intervalle oder fehlenden Halbtöne. daß es drei Arten Intervalle innerhalb der Oktave gibt: 9/8. do und zwölf dazwischenliegende: zwei zwischen jeder der folgenden zwei Noten: do re fa — sol re mi sol — la la si und je eine zwischen den folgenden zwei Noten: mi — fa si — do „Praktisch werden aber in der Musik an Stelle von zwölf dazwischenliegenden Halbtönen nur fünf verwendet.„Der Unterschied zwischen den Tönen oder zwischen den Tonwerten wird Intervall genannt. si. 400 und 384 entsprechen. nur die 183 . fa. „Bezüglich der musikalischen Sieben-Ton-Leiter nimmt man im allgemeinen (theoretisch) an. mi.

Die Oktave beginnt in der Richtung. die durch den Pfeil gezeigt wird: „Aber zwischen mi und fa ergibt sich eine Abweichung.Intervalle zwischen ml und fa und si und do als Intervalle bezeichnet. „Was geschieht denn nun genau im Augenblick der Verlangsamung der Schwingungen? Es entsteht eine Abweichung von der ursprünglichen Richtung. warum alles in uns gedacht wird. und ebenfalls. die bei do begonnene Linie ändert ihre Richtung. durch die ersten drei Noten gegebenen Richtung 184 . die dem entgegengesetzt ist. des Fortschritts und der Entwicklung der Erscheinungen auf allen Ebenen des von uns beobachteten Weltalls. la und si fällt sie in einem Winkel von ihrer ursprünglichen. warum wir weder denken noch tun können. warum alles mit uns geschieht und gewöhnlich auf eine Weise geschieht. „Wenn wir die volle Bedeutung des Oktaven-Gesetzes begreifen. sol. so gibt es uns eine gänzlich neue Erklärung des ganzen Lebens. warum es in der Natur keine geraden Linien gibt. was wir wollen oder erwarten.Intervalle' oder der Verlangsamungen in der Entwicklung der Schwingungen. All dies ist die klare und unmittelbare Wirkung der . und durch fa. Dieses Gesetz erklärt.

ein neuer Richtungswechsel. 185 . so daß die Linie der Oktaven sich schließlich vollständig umkehren kann und in einer der ursprünglichen entgegengesetzten Richtung fortschreitet.ab. eine „Die nächste Oktave zeigt eine noch bestimmtere Abweichung. die folgende eine noch bestimmtere. Zwischen si und do ergibt sich das zweite Intervall neue Abweichung.

warum wir nach Beginn einer Sache immer etwas vollständig anderes tun. „Solch einen Lauf der Dinge. ihr .„Bei weiterer Entwicklung kann die Oktavenlinie oder Entwicklungslinie der Schwingungen in ihre ursprüngliche Richtung zurückkehren oder. „All dies und noch vieles andere kann nur mit Hilfe des Gesetzes der Oktaven im Verein mit einem Verständnis der Rolle und Bedeutung der .Intervalle' erklärt werden. einen vollständigen Kreis bilden. in anderen Worten. können wir in allem beobachten. daß wir die gleiche Sache tun. welche die Entwicklungslinie der Kraft dauernd zu Veränderungen veranlassen — in einer gebrochenen Linie weiterzugehen. warum gerade Linien in unserer Tätigkeit nie vorkommen. das heißt einen Richtungswechsel. trotzdem wir das nicht bemerken und denken.eigener Gegensatz' zu werden und so fort. Nach einer bestimmten Zeitspanne energischer Tätigkeit oder starker Gefühle oder richtigen Ver- 186 . das oft dem ersten ganz entgegengesetzt ist. mit der wir begonnen haben. sich zu drehen. F i g u r 16 „Dieses Gesetz zeigt.

ist nun eine notwendige und nutzlose Formalität. dann kommt wieder eine Reaktion. oder von den Asketen der frühen Jahrhunderte. Ein Studium der Geschichte von diesem Gesichtspunkt aus zeigt die erstaunlichsten Tatsachen. In Literatur. wenn auch nicht in derselben Richtung wie zu Beginn. Wissenschaft. an Stelle richtigen Denkens beginnt die Suche nach einem Kompromiß. zu den Scholasti- 187 . Aber die Linie entwickelt sich weiter. Die Arbeit wird mechanisch. die Arbeit wird ermüdend und langweilig. Alles geht in dieser Richtung für eine gewisse Zeit weiter. wiederholt. es folgt Unterdrückung. der Gedanke geht in einem Kreis. was früher bekannt war. die mit großem Eifer und Begeisterung begonnen wurde.stehens kommt eine Reaktion. und der Ausweg. Vielleicht das interessanteste Beispiel solchen Richtungswechsels in der Linie der Entwicklung von Kräften findet sich in der Religionsgeschichte. wieder eine Abweichung. leichte Erregbarkeit. buchstäblich. das Gefühl wird schwächer und schwächer und steigt auf die Stufe der gewöhnlichen täglichen Ereignisse herab. der Gedanke wird dogmatisch. Kunst. Verärgerung. wie die Entwicklungslinie der Kräfte von ihrer ursprünglichen Richtung abweicht und nach einer gewissen Zeitspanne in einer diametral entgegengesetzten Richtung weitergeht. Flucht vor schwierigen Problemen. aber die Arbeit. Religion. geht mehr und mehr verloren. Ermüdung und Gleichgültigkeit überkommen das Gefühl. im persönlichen und vor allem im gesellschaftlichen und politischen Leben können wir beobachten. „Das gleiche geschieht in allen Sphären menschlicher Tätigkeit. die die mechanische Menschheit gar nicht zur Kenntnis zu nehmen wünscht. vor allem in der Geschichte des Christentums. Denken Sie. die esoterisches Christentum studierten. wieder ein Halt. eine Anzahl ganz fremder Elemente sind ins Gefühl eingetreten — Sich-Sorgen. wie viele Veränderungen in der Entwicklungslinie der Kräfte stattgefunden haben müssen. Philosophie. der gefunden war. Die Entwicklung der Kraft mag weitergehen. Feindseligkeit. unter Beibehaltung ihres früheren Körnens. um von den Bibelpredigten über die Liebe zur Inquisition zu kommen. wenn diese vorurteilslos studiert wird.

ebenso unmöglich. was es war. das heißt das Auf und Ab innerhalb jeder Linie. weil Aufstiege. ob sie nun auf. „Nichts kann sich dadurch entwickeln. wo wir sie sehen. erschlafft und entartet. und wir sehen die zweite nicht. Aufstieg oder Abstieg ist die unausweichliche kosmische Voraussetzung für jede Handlung. Wir müssen nun klar die zwei anderen Prinzipien begreifen: die Unvermeidlichkeit sowohl des Aufstiegs als auch des Abstiegs in jeder Entwicklungslinie von Kräften und ebenso die periodischen Schwankungen.oder absteigt. zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven im Leben zu unterscheiden. die unverständlich sind. stattfinden. „Das zweite ist die Tatsache. wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben könnten. „Das Gesetz der Oktave erklärt viele Erscheinungen in unserem Leben. alles bewegt sich. daß in der tatsächlichen Entwicklung sowohl aufsteigender als auch absteigender Oktaven dauernd Schwankungen. wie man Bewußtsein durch mechanische Mittel vermehren kann. „Wenn wir gelernt haben. „Wir haben bisher hauptsächlich über die JJnstetigkeit der Schwingungen und über die Abweichung von Kräften gesprochen. was um uns herum oder in uns vor sich geht. daß nichts auf der Welt am gleichen Platze bleibt oder das bleibt. Weder verstehen wir noch sehen wir. Das sind die zwei Hauptursachen unserer Selbst-Täuschung. oder weil wir den Abstieg für einen Aufstieg halten. die ausrechneten.kern. weil wir immer denken. Auf- 188 . „Und drittens. „Das erste ist das Prinzip der Kraftabweichung. es bewegt sich entweder auf einer aufsteigenden oder auf einer absteigenden OktavenLinie. alles geht irgendwo hin. das heißt. Wir sehen die erste nicht. entweder weil wir die Unvermeidlichkeit des Abstiegs nicht zugeben. wandelt sich und entwickelt sich unvermeidlich oder verfällt. daß Dinge für eine lange Zeitspanne auf der gleichen Ebene bleiben können. müssen wir lernen. daß es auf einer Ebene bleibt. ein Auf und Ab. tatsächlich unmöglich sind. wenn es keinen Aufstieg gibt.

Dieses Hin und Her.Intervalle' selbst. Energie. „Selbst unsere Zeiteinteilung. wir können sehen. Unsere Energie in der einen oder anderen Richtung. unsere Stimmungen. hauptsächlich weil wir immer in einer Richtung beginnen und später in einer anderen fortfahren. Entschlossenheit sind sowohl Perioden der Kraft-Entwicklung zwischen den . Was für einen Bereich unseres Lebens wir auch nehmen. „Wie schon gesagt wurde. „Vom Gesetz der Oktaven und seinen drei hauptsächlichen Äußerungen hängen viele Erscheinungen ab. Vom Oktaven-Gesetz hängt die Unvollkommenheit und Unvollständigkeit all unserer Erkenntnisse in allen Sphären ohne Ausnahme ab. ohne es zu bemerken.Intervallen' in den Oktaven als auch die . 189 . werden stärker oder schwächer. daß nichts je auf der gleichen Stufe und beständig bleibt. ist auch ein Ausdruck des Oktaven-Gesetzes oder ein wenn auch unvollständiger Hinweis darauf. diese wellenartigen Schwankungen von Stimmungen. ist mit denselben Eigenschaften und inneren Voraussetzungen unserer Tätigkeit verknüpft. die hier und dort im Menschen schwingen. überall und in allem geht das Schwingen des Pendels vor sich. dieses Auf und Ab. die unmittelbar mit unserem Leben verknüpft sind. die ohne jeden sichtbaren Grund . „Und es gibt vielleicht hundert Pendel. unsere Gefühle. an dem Gott von seinen Arbeiten ausruht. sowohl solche psychischer Natur als auch solche.oder Abstiegsperioden durch. die plötzlich stärker wird und dann genau so plötzlich schwächer wird. überall und in allem steigen und fallen die Wellen. unsere Wünsche. das heißt die Einteilung der Woche in Werktage und Sonntage. Der biblische Mythos von der Erschaffung der Welt in sechs Tagen und dem siebenten Tage. unsere Absichten. sie alle machen von Zeit zu Zeit Aufstiegs. Gedanken. war das Oktaven-Gesetz in all seinen Äußerungen dem alten Wissen bekannt. Gefühlen. unsere Entscheidungen.stieg und Abstieg innerhalb der Oktaven selbst zu unterscheiden.besser' oder »schlechter* werden. die von dem allgemeinen Gesetz abhängen.

Wenn entsprechende zusätzliche Energie an diesem Punkte hinzutritt. ein zusätzlicher Schock' hinzutritt. ohne irgend etwas zu verlieren oder ihre Natur zu verändern. daß eine richtige und fortschreitende Oktaven-Entwicklung. daß . die diese kreuzen oder treffen. sich in Freiheit. daß zu einer bestimmten Oktave parallellaufende Oktaven. sie sich ohne Störung weiter in der ursprünglichen Richtung bewegen wird. die sie durchkreuzen oder in einer entgegengesetzten Richtung gehen heißen.„Beobachtungen. Manchmal geschieht es. wenn sie auch selten ist.Intervall' geht. zeigen. im Naturverlauf und sogar in der menschlichen Tätigkeit beobachtet werden kann. die denen. was wie ein Zufall aussieht. „Weitere Beobachtungen zeigen. stärkere Schwingungen ertränkt oder aufgesaugt. ohne Unterbrechung zu entwickeln.Intervalle' ausfüllen und es den Schwingungen der gegebenen Oktave ermöglichen. wird die Oktave sich ohne Störung bis si weiterentwickeln. das heißt. werden durch andere. ändern die Schwingungen ihre Natur und führen zu Ergebnissen. wenn in einem notwendigen Augenblick. die man am Beginn hätte erwarten können. auf irgendeine Art ihre . der ihr in Kraft und Charakter entspricht. In Oktaven. Aber zwischen si und do braucht sie einen viel 190 . „In einer aufsteigenden Oktave kommt das erste Intervall zwischen mi und fa.Schwingungen' sich auf verschiedene Weise entwickeln können. „Die richtige Entwicklung der Oktaven beruht auf etwas. mit der sie begannen. entgegengesetzt sind. die sich auf die Kenntnis des Oktaven-Gesetzes gründen. „Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven. wenn die gegebene Oktave durch ein . Die Beobachtung solcher richtig entwickelter Oktaven läßt die Tatsache erkennen. In unterbrochenen Oktaven beginnen sie nur und fallen dann. in allen Lebensumständen. die von der ursprünglichen Richtung abweichen. daß. „Und nur in Oktaven kosmischer Ordnung — sowohl in aufsteigenden wie absteigenden — entwickeln sich Schwingungen auf eine stetige und ordnungsgemäße Weise und folgen der gleichen Richtung.

Und hier zwischen der planetarischen Welt als Ganzem und unserer Erde tritt ein Intervall auf. wenn auch ein beträchtlich schwächerer als der erste . die Milchstraße ist. Der Schöpf^ngsstrahl beginnt mit dem Absoluten. Sol wandelt sich in fa. Si wandelt sich in la. nicht fähig sind. vollständigen Willen und volles Bewußtsein besitzt.Intervall' zwischen do und si wird in diesem Fall durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. „In einer absteigenden Oktave hingegen tritt das größte . Um das . das Sonnensystem. weil die Anzahl der Schwingungen der Oktave an diesem Punkt beträchtlich höher ist und zur Überwindung eines Stillstandes in der Oktavenentwiddung eine viel größere Intensität notwendig ist. und der Stoff. Endet sich oft im do selbst oder in den durch do hervorgerufenen seitlichen Schwingungen.stärkeren zusätzlichen Schock für ihre richtige Entwicklung als zwischen mi und fa. Das . die Erde wirft sie zurück. die planetarische Welt. daß die planetarischen Strahlungen. Dies bedeutet. die uns in Form des Schöpfungsstrahls erreicht. nicht empfangen werden. sind si.Intervall' an dieser Stelle des Schöpf^ngsstrahls auszufüllen. die zahlreiche Einflüsse zur Erde tragen. Das Absolute ist das All. Das All. können wir das erste vollständige Beispiel des Oktaven-Gesetzes beobachten. unmittelbar nach dem ersten do. La wandelt sich in sol.Schock' zwischen do und si. die das Absolute in sich selbst erschaffen. „In der großen kosmischen Oktave. Das Absolute ist das do dieser Oktave. hier ist dann ein »zusätzlicher Schock' notwendig. das für uns unsere Sternenwelt.Intervall' gleich am Anfang der Oktave auf. welches volle Einheit. erschafft Welten innerhalb seiner selbst und beginnt auf diese Weise die absteigende Welt-Oktave. um uns richtiger auszudrücken. Der Schöpfungsvorgang wird durch die Kraft des ursprünglichen Impulses und einen »zusätzlichen Schock' weiterentwickelt. diese zu erreichen oder. gibt es einen besonderen Apparat zum Empfang und 191 . der es ausfüllen kann. Die Welten. Aus diesem Grunde entwickelt sich eine absteigende Oktave viel leichter als eine aufsteigende und erreicht nach Überschreitung von si das fa ungestört. unsere Sonne.

Aber dies 192 . Heiliger Unsterblicher bedeutet das. In Wirklichkeit kann der Mensch nichts tun. das er sich gesetzt habe. Dieser Apparat ist das organische Leben auf Erden. daß gerade Linien die Regel sind und gebrochene und unterbrochene die Ausnahme. was sich zwischen ihnen befindet. „Wir müssen nun bei der Idee der . auf das ein neues do folgt — Nickis. Heiliger Gott bedeutet das Absolute oder das All. Heiliger Starker bedeutet auch das Absolute oder Nichts.zusätzlichen Schocks' verweilen. des mi der kosmischen Oktave.zur Übertragung der Planeteneinflüsse. und jeder andere könne auch sein Ziel erreichen. er glaubt. Der Zufall ist natürlich eine sehr unsichere Sache. er habe das Ziel erreicht. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. schaffen mehr als alles andere in ihm die Täuschung von geraden Linien. versichert er sich selbst und anderen. Das heißt. und die anderen werden es ihm glauben. Ein Mensch kann beim Roulette gewinnen. Zwischen All und Nichts befindet sich der Schöpfungsstrahl. Das ist die zusammen bestehende und unteilbare Dreieinigkeit. Aber diese durch Zufall ausgerichteten Kraftlinien. können diese Schocks auch zufällig geschehen. Wenn durch Zufall die Tätigkeit eines Menschen ein Ergebnis zeitigt und dies auch nur anscheinend oder dem Namen nach dem ursprünglichen Ziel ähnelt. daß es möglich sei. die sechs Noten des Schöpfungsstrahls samt dem organischen Leben. die der Mensch manchmal sehen oder annehmen oder erwarten kann. Das organische Leben gibt der Erde alle für sie bestimmten Einflüsse weiter und ermöglicht die weitere Entwicklung und das Wachstum der Erde. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. heiliger Starker. und dann des Mondes oder des re. heiliger Unsterblicher'? Dieses Gebet stammt aus dem alten Wissen. Wie ich schon gesagt habe. „Kennen Sie das Gebet: »Heiliger Gott. Alle drei zusammengenommen ergeben eines. die es den Kraftlinien ermöglichen. Dies wiederum erzeugt in ihm die Täuschung. das heißt. daß es möglich sei zu tun. In Wirklichkeit ist dies eine Täuschung.

ihr zu sagen. mit der Herrschaft über sich selbst. Ein Mensch. ob man gewonnen oder verloren hat. „In Wirklichkeit ist er natürlich unfähig. nämlich bei jedem bestimmten Einsatz. Der einzige Unterschied ist. man wenigstens bei jeder einzelnen Gelegenheit sicher weiß. daß die Herrschaft über die Außenwelt mit der Herrschaft über die Innenwelt beginnt. schafft im mechanischen Menschen die Überzeugung. gleichzeitig müssen wir begreifen. fähig. daß was das Roulette angeht. irgend etwas dieser Art zu tun. ist genau die gleiche Art Zufall. . „Die größte Beleidigung für eine . daß er fähig ist.erlangte' für das gewünschte Ergebnis halten. daß sie sich niemals irgendeinem Ziele zubewegen kann und daß sie. Aber bei den Tätigkeiten. und so fort. gewonnen zu haben. Dieses letztere muß sehr klar verstanden und eingesehen werden. Tatsächlich kann es sich natürlich auch nicht anders verhalten. wenn er im ganzen verloren hat. daß sie nichts tun. daß irgendwelche Ziele erreicht würden. mit der sich die meisten Menschen befassen und wobei Jahre zwischen dem Beginn einer Sache und ihrem Ergebnis verstreichen.Maschine Mensch' ist in der Macht des Zufalls.wäre Zufall. nichts erreichen. Ihre Tätigkeit mag durch Zufall in irgendeinen Kanal gelangen. die wir uns gestellt haben. jedwedes Ziel zu erreichen. erreicht. und sie kann sich zufällig eine Zeitlang diesem Kanal entlang bewegen und dadurch die Täuschung verursachen. sich unvermeidlich ein anderes schaffen wird. wenn sie nach einem strebt. sondern noch nicht einmal die Herrschaft über die Dinge in sich selbst hat. Die .sein ganzes Leben zu planen'. Solche zufällige Übereinstimmung von Ergebnissen mit Zielen. die keine Folgen haben können. weil er nicht nur keine Herrschaft über die Dinge außerhalb seiner selbst. das heißt er kann glauben. sich die Natur zu unterwerfen. fähig. wie man es nennt.Mensch-Maschine' ist. oder daß man Ziele in kleinen Dingen. der durch kosmische oder mechanische Kräfte geschaffen wurde. mit denen der Mensch sein Leben verbringt. kann ein Mensch sich sehr leicht täuschen und das . das man sich im Leben oder auf irgendeiner menschlichen Tätigkeitsebene gesetzt hat. zu erreichen. vor allem bei Tätigkeiten der Art. Ein bestimmtes Ziel. der 193 .

Auf welche Weise kann diese Herrschaft erreicht werden? „Die technische Seite hiervon wird durch das Oktaven-Gesetz erklärt. sogar wenn dies seinen innersten Neigungen.Intervalle' in all seinen Tätigkeitslinien zu erkennen und . ^.dahin zu treiben. und sich mit dem Scheitern von allem. dies in einer Schule zu lernen. Für sie und um sie geschieht alles. zu versöhnen. so verändern die Oktaven ihre Richtung. in anderen Worten. entweder eine Richtung für seine Tätigkeit zu Enden. Der Mensch hat nur die Wahl. das heißt in einer richtig organisierten Schule. in anderen Worten. sofern in den notwendigen Augenblicken . . auf seine eigene Tätigkeit die Methode anzuwenden. entrinnen möchte. die Augenblicke der . das heißt besonders geschaffener »zusätzlicher Schocks' gibt dem Studium der Oktaven-Gesetze eine praktische Bedeutung und macht dieses Studium unerläßlich und notwendig. was er zu unternehmen beginnt.mit dem Strom zu schwimmen'. die Augenblicke der . die alle esoterischen Überliefe- 194 . Oktaven können sich folgerichtig und stetig in der beabsichtigten Richtung entwickeln. Es ist natürlich sinnlos. „Es ist nur möglich. Um zu tun. „Die Möglichkeit künstlicher.Intervalle' zu kennen und fähig zu sein. daß zufällige „Schocks" in den notwendigen Augenblicken von selbst eintreten. Überzeugungen und Sympathien widerspricht. das heißt in den Augenblicken. zu hoffen. oder er kann lernen. das Oktavengesetz zu kennen.zusätzlichen Schocks' zu schaffen.sich oder den Verlauf der Dinge in sich nicht beherrschen kann. was ihm und um ihn geschieht. kann nichts beherrschen.zusätzliche Schocks' hinzutreten. die dem mechanischen Lauf von Ereignissen in einem gegebenen Augenblick entspricht.zusätzliche Schocks' zu schaffen. ist es notwendig. Wenn in den notwendigen Augenblicken . wenn die Schwingungen langsamer werden. welche die kosmischen Kräfte durch Schaffung zusätzlicher Schocks' in den notwendigen Augenblicken benutzen. die notwendigen . wenn ein Mensch der Rolle des passiven Beobachters all dessen. „Die »Maschine Mensch' kann nichts tun. wie der Wind bläst' oder .zusätzliche Schocks' nicht hinzutreten.

Der Aufbau von Oktaven kann mit dem Aufbau eines Baumes verglichen werden. verwechselt die aufsteigenden und die absteigenden Linien miteinander und versteht nicht.Schocks' geschaffen werden müssen. Ohne Hilfe einer Schule kann ein Mensch aus sich selbst niemals das Oktaven-Gesetz. Und dies wiederum wird Ihnen einen Aspekt der Vereinigung des Gesetzes der Sieben mit dem Gesetz der Drei erklären. daß sie dagegen wie gegen einen Strom angeht. Aus dem geraden Hauptstamm wachsen Verzweigungen nach allen Seiten. wann . Die sieben fundamentalen Noten der Oktaven und die zwei. „Die fundamentalen Oktaven sind mit den zweitrangigen oder untergeordneten Oktaven auf eine bestimmte Weise verbunden. und diese Bedingungen können nur in einer Schule geschaffen werden. wird Ihnen zum richtigen Zeitpunkt erklärt werden. Aus den untergeordneten Oktaven erster Ordnung entstehen die untergeordneten Oktaven zweiter Ordnung und so fort. die sich wiederum teilen und zu Zweigen 195 . daß die Linie der Entwicklung der Linie der Schöpfung entgegengesetzt ist. Inzwischen kann nur gesagt werden. die Punkte der . verstehen. daß in der Lehre einer Schule einem Menschen Beispiele von sowohl absteigenden (schöpferischen) als auch aufsteigenden (sich entwickelnden) kosmischen Oktaven gegeben werden. „Wie eine Schule auf den Prinzipien des Oktaven-Gesetzes begründet sein kann. die Träger neuer Richtungen. von dem die Zweige der seitlichen Oktaven ausgehen. weil gewisse Bedingungen zu diesem Zweck notwendig sind. je drei Gruppen von drei Gliedern.Intervalle' und die Folge.Intervalle'. Die fundamentale Oktave kann dem Stamm eines Baumes verglichen werden.rungen befolgt. Er kann es nicht verstehen. Das westliche Denken. daß Oktaven in ihrer Beziehung zueinander in fundamentale und untergeordnete gegliedert werden. ergeben insgesamt neun Glieder einer Kette. „Beim Studium des Oktaven-Gesetzes muß man im Gedächtnis behalten. das weder etwas von Oktaven noch von dem Gesetz der Drei weiß. das heißt. die selbst auf diesen Prinzipien begründet ist.

Der gleiche Vorgang vollzieht sich im Aufbau der Blätter. Aber die Schwierigkeit lag nicht nur darin. sache erschienen war. In den einzelnen Menschen sind natürlich diese Maße sehr verschieden. wie zu manchen Zeiten die eine und dann wieder eine andere Idee zum Schwerpunkt unserer Arbeit wurde. sagte er. die immer kleiner und kleiner werden und schließlich sich mit Blättern bedecken. G. Auf diese Weise ist es möglich. Allein schon ein „technisches" Verständnis des OktavenGesetzes beanspruchte viel Zeit. der Auszahlungen und so fort. was uns bereits als ausgemachte Tat-. halten sich aber innerhalb bestimmter fester Grenzen. durch die wiederum neue Oktaven entstehen und so fort." Das Oktaven-Gesetz verursachte natürlich sehr viele Gespräche in unserer Gruppe und auch viel Verwirrung. „Wie alles in der Natur weist der menschliche Körper. Diese neun Grundmaße. Wir kamen bei jeder Gelegenheit 196 . der ein bestimmtes Ganzes darstellt. die durch Zahlen einer bestimmten Größe ausgedrückt werden. die eine volle Oktave der ersten Ordnung ausmachen. gehen durch bestimmte Verbindungen zu den Maßen der untergeordneten Oktaven über. die größte Aufmerksamkeit auf sich zog und die meisten Gespräche veranlaßte. da sie alle in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. „erst dann werden Sie es außerhalb Ihrer selbst bemerken. manchmal dagegen auch das. in der Bildung der Äderungen. Und wir kamen dauernd darauf zurück. sowohl in sich wie an sich die gleichen Verhältnisse auf. Entsprechend der Anzahl der Noten in der Oktave und ihrer ." Dies ist natürlich wahr.Intervalle' hat der menschliche Körper neun ihm zugrunde liegende Maße. wieder verloren. warnte uns die ganze Zeit gegen zuviel Theoretisieren. das Maß jedes Gliedes oder jedes Teils des menschlichen Körpers zu errechnen.werden. Es ist schwierig darzustellen. wobei wir manchmal unerwartete Entdeckungen machten. Die Idee des Oktaven-Gesetzes bildete somit einen dauernden Schwerpunkt. „Sie müssen dieses Gesetz in Ihnen selbst verstehen und fühlen".

„Jede Note in jeder Oktave kann als eine Oktave auf einer anderen Ebene betrachtet werden. muß man eine klare Vorstellung von einer anderen Eigenschaft der Schwingungen gewinnen. Dies bedeutet. In seinem ersten Gespräch gab G.auf sie zurück. „Um die Bedeutung des Oktaven-Gesetzes besser zu verstehen. bis wir allmählich alles von dem Gesichtspunkt dieser Idee aus zu betrachten begannen. „Diese inneren Schwingungen gehen in . Bei einem der folgenden Treffen gab er uns ein sehr interessantes Bild von einer anderen Bedeutung des Oktaven-Gesetzes mit weitreichenden Auswirkungen. Sie werden voneinander zurückgeworfen.Medien' verschiedener Dichtigkeit zugleich vor sich und durchdringen einander dabei. da es eine bestimmte Grenze für die Entwicklung innerer Oktaven gibt. „Jede Note dieser inneren Oktaven enthält wiederum eine ganze Oktave und so fort für eine beträchtliche Weile. bringen einander zum Stillstand. daß dieser Stoff oder dieses Medium aus den verhältnismäßig groben Atomen 197 . um uns ihre verschiedenen Aspekte und Bedeutungen klarzumachen. Nehmen wir an. aber nicht ad infinitum. nur eine allgemeine Skizze dieser Idee. daß innerhalb von Schwingungen andere Schwingungen stattfinden. beherrschen oder verändern einander. nämlich von den sogenannten »inneren Schwingungen'. wir sprachen von ihr und besprachen ihre verschiedenen Aspekte bei jeder Zusammenkunft. und daß jede Oktave auf eine große Anzahl innerer Oktaven zurückgeführt werden kann. rufen einander hervor. „Stellen wir uns Schwingungen in einem Stoff oder einem Medium von einer bestimmten Dichtigkeit vor. aber er kam dauernd auf sie zurück.

wieder von dem Schop- 198 . und jede Note der Schwingungen der Welt 24 enthält eine ganze Oktave der ^Schwingungen der Welt 12. daß eine Note der Schwingungen in dieser Welt eine Oktave oder sieben Noten von Schwingungen der planetarischen Welt enthält. Nehmen wir an. die Schwingungen des Stoffes der Welt 24 stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Schwingungen im Stoff der Welt 48. Jede Schwingung der Sonnenwelt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sternenwelt und so weiter. Der Stoff der Welt 48 ist mit Stoff der Welt 24 gesättigt. „Das Studium der inneren Oktaven. Stoff der Welt 6 durchdrungen. daß wir eine Oktave dieser Schwingungen zum Zwecke irgendeiner Art von Untersuchung genommen haben. Der Stoff der Welt 6 ist von dem Stoff der Welt 3 durchdrungen. Wir müssen erkennen. „Das sind die inneren Oktaven. „Wenn wir mit den Schwingungen der Welt 48 beginnen. Die Schwingungen in diesem Medium lassen sich in Oktaven einteilen und die Oktaven lassen sich in Noten gliedern. so können wir sagen." Bei der nächsten Versammlung sprach G. Auch in diesem Stoff gibt es Schwingungen. nämlich jede Note der Schwingungen im Stoff der Welt 48 enthält eine ganze Oktave von Schwingungen im Stoff der Welt 24. Entsprechende Schwingungen bestehen in jeder dieser Welten und die Ordnung bleibt immer die gleiche. das heißt jede Note der Schwingungen eines gröberen Stoffes enthält eine ganze Oktave der Schwingungen eines feineren Stoffes. „Der Stoff der Welt 24 wird seinerseits vom Stoff der Welt 12 ' durchtränkt. das Studium ihrer Beziehung zu den äußeren Oktaven und der mögliche Einfluß der ersteren auf die letzteren stellt einen sehr wichtigen Teil des Studiums von Welt und Mensch dar. Welt 3 wird vom Stoff der Welt l durchdrungen.der Welt 48 besteht. von dem jedes sozusagen eine Ansammlung von achtundvierzig Uratomen darstellt. Der Stoff der Welt 12 ist von dem . Jede Note der Schwingungen der planetarischen Welt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sonnenwelt. daß innerhalb der Grenzen dieser Oktave Schwingungen eines noch feineren Stoffes stattfinden.

wie jeder andere Vorgang. alle Sonnen (Welt 6) — la. die Erde (Welt 48) — mi. Das Absolute ist das All. als Oktave betrachtet werden. Jenseits des Mondes gibt es Kichts. alle Planeten (Welt 24) — fa. in der do in si übergeht. „Der Schöpfungsstrahl kann. Es ist — do. der in einem bestimmten Augenblick vollständig ist. Der Schöpfungsstrahl beginnt mit dem Absoluten. der Mond Welt 96) — re. unsere Sonne (Welt 12) — sol. daß folgende . F i g u r 18 Das Absoluf« do Alle Welten sl la Alle Sonnen Sonne sol Alle Planeten fa Erde ml Mond je • do Das Absolute „Das Absolute oder All (Welt l) ist do.fungsstrahl. „Der Schöpfungsstrahl endet im Mond. „Bei der Untersuchung des Schöpfungsstrahls oder der kosmischen Oktave sehen wir. Es wäre dies eine absteigende Oktave. zum Teil ergänzte und entwickelte er seine früheren Ausführungen. zum Teil wiederholte er.Intervalle' in der Entwicklung 199 . si in la und so fort. Das ist auch das Absolute — do. alle Welten (Welt 3) — si.

und zwar mittels einer bewußten Äußerung der neutralisierenden Kraft. die sonst die Erde nicht erreichen könnten. Ein . Mit dem zweiten .dieser Oktave bestehen sollten: das erste zwischen do und si. die das .Vermittlungsstation der Kräfte'. das heißt zwischen Welt l und Welt 3. „Die Bedingungen zur Gewährleistung der richtigen Weiterleitung der Kräfte werden durch die Erzeugung eines bestimmten mechanischen Apparates zwischen den Planeten und der Erde geschaffen.Intervall' ist vom Willen des Absoluten ausgefüllt. Die planetarischen Einflüsse können die Erde nicht folgerichtig und voll erreichen. Die Bevölkerung von Europa nimmt eine Art von planetarischen Einflüssen auf und überträgt sie der Erde. nimmt planetarische Einflüsse einer bestimmten Art auf und überträgt sie der Erde. um das Intervall zwischen den Planeten und der Erde auszufüllen. Eine der Äußerungen des Willens des Absoluten besteht genau im Ausfüllen dieses »Intervalls'. Das gleiche Feld mit einer Menge Menschen darauf wird andere Einflüsse aufnehmen und weiterleiten. unerläßlich ist die Erschaffung einiger neuer Bedingungen. „Das organische Leben stellt sozusagen das Wahrnehmungsorgan der Erde dar. ist das organische Leben auf Erden. Ein einfaches Feld. um die richtige Weiterleitung der Kräfte zu sichern. „Alle großen Ereignisse im Leben der menschlichen Massen wer- 200 . Das pflanzliche. das heißt zwischen Welt 24 und Welt 48.Alle Planeten' und der Erde. zwischen . zwischen dem Absoluten und »Alle Welten'. das mit Gras bedeckt ist. Diese mechanische Erfindung. Das organische Leben auf Erden wurde erschaffen.Intervall' zwischen aktiver und passiver Kraft ausfüllt. Das organische Leben bildet etwas wie einen sensitiven Film. Aber das erste . und das zweite zwischen fa und mi. der die gesamte Erdoberfläche bedeckt und jene Einflüsse von der planetarischen Sphäre aufnimmt.zusätzlicher Schock' ist unerläßlich.Intervall' ist die Lage schwieriger. Irgend etwas fehlt zwischen den Planeten und der Erde. diese . tierische und menschliche Reich sind in dieser Hinsicht für die Erde gleich wichtig. Die Bevölkerung von Afrika nimmt planetarische Einflüsse einer anderen Art auf und so fort.

Irgend etwas Zufälliges und sehr Vorübergehendes geschieht im planetarischen Raum. Gleichheit. immer den Interessen der Erde. 201 . leuchtete mir erst später ein. Während er einmal bei diesem Thema verweilte. was auch immer in diesem dünnen Film organischen Lebens stattfindet. in dem eines der Glieder das „organische Leben auf Erden" war. Und viele Dinge geschehen. der Planeten und des Mondes dient. Hierbei braucht die Sonne eine Art von Strahlen. der Sonne. wobei sie ihre Handlungen mit irgendeiner Theorie von Brüderlichkeit. Liebe oder Gerechtigkeit rechtfertigen. das heißt auf den Unterschied der Dauer von Geschehnissen in der planetarischen Welt und im menschlichen Leben. Warum er so auf diesem Punkte bestand. Mit Hilfe des organischen Lebens sendet jeder Teil der Erdoberfläche jeden Augenblick eine bestimmte Strahlenart in der Richtung auf die Sonne. Die menschliche Gesellschaft ist eine hochgradig sensitive Masse für den Empfang planetarischer Einflüsse. da es für einen bestimmten Zweck erschaffen und ihm untergeordnet ist. Dies wird unmittelbar von den menschlichen Massen aufgenommen und die Leute beginnen einander zu hassen und zu töten. Gleichzeitig betonte er immer die Tatsache. erzeugt Strahlungen dieser Art.den durch planetarische Einflüsse verursacht. die Planeten und den Mond aus. „Das organische Leben ist das Wahrnehmungsorgan der Erde und gleichzeitig ist es ein Strahlungsorgan. einfach weil bestimmte Arten von Strahlen von einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche benötigt werden. Alles. die Planeten eine andere Art und der Mond eine dritte. Und jede zufällige kleine Spannung in planetarischen Sphären kann sich Jahre hindurch in der Verstärkung der einen oder anderen Sphäre menschlicher Tätigkeit widerspiegeln. was auf Erden geschieht. nichts Unnötiges und nichts Unabhängiges kann in ihm geschehen. unsere Aufmerksamkeit besonders auf die Ungleichheit der Zeit. gab er uns ein Diagramm der Oktaven-Struktur." Bei diesen Ausführungen lenkte G. daß. Sie sind das Ergebnis der Aufnahme planetarischer Einflüsse.

das sol der kosmischen Oktave. „In unserem gegenwärtigen Fall beginnt sol als do zu klingen. daß jede Note jeder Oktave gleichzeitig irgendeine Note irgendeiner anderen Oktave darstellen kann. erzeugt sie die drei Noten la. sol. Das organische Leben verschwand zweifellos in die Erde. das mußte re sein. in der Tabelle durch drei Noten dargestellt. Was mi anging. was re war. Viele Gespräche entstanden über die Noten mi und re der seitlichen Oktave. Da gab es das Wachstum der Koralleninseln und der Kalkgebirge. wie wir es kennen. das mi dieser Oktave stimmt mit dem mi der kosmischen Oktave überein. Beim Abstieg auf die Ebene der Planeten geht diese neue Oktave auf si über. die durch sie verläuft.'s System. fa. Oder es wäre noch genauer zu sagen. Dies war der wichtigste Punkt und widersprach wieder einmal. In seinen Erklärungen kam das Leben von oben. Irgendein Erzeugnis des Zerfalls von organischem Leben geht zum Mond. und das re mit dem re der kosmischen Oktave. von ihr ausgehenden. das heißt mit dem Mond.„Diese zusätzliche oder seitliche Oktave des Schöpfungsstrahls beginnt in der Sonne". Erstens wurde dadurch klar. Aber es war sichtlich mit der Idee der Nahrung für den Mond verknüpft. die Formation der 202 . der üblichen modernen Idee." Wir fühlten sofort. daß dieser seitlichen Oktave eine große Bedeutung zukam. wonach das Leben sozusagen von unten entstanden sei. die das organische Leben auf Erden in der Form. sagte er. das ist mit der Erde. sol==do. in unserem Fall jede Note der kosmischen Oktave. zwei höhere Noten hatte. „Man muß wissen. beginnt in einem gewissen Augenblick als do zu klingen. Natürlich konnten wir nicht definieren. daß das organische Leben. daß jede Note jeder beliebigen Oktave. so war es möglich. noch weiter absteigend. wie so viele Dinge in G. Die Rolle des organischen Lebens in der Struktur der Erdoberfläche war unbestreitbar. und daß es in der Sonne begann. das do einer anderen. „Die Sonne. eine auf der Ebene der Planeten und eine auf der Ebene der Sonne. erzeugen. seitlichen Oktave darstellen kann. ganz gewiß zu sein.

die „Bildung reichen Ackerlandes durch Würmer". das Wachstum der Vegetation in Gewässern. von denen wir wissen oder auch nicht wissen. Aber außerdem zeigte die seitliche Oktave mit besonderer Klarheit. Alles Ungewöhnliche. wie leicht und richtig die Dinge in dem System. eingeteilt waren. und ein unermeßlicher und genau ausgedachter Plan des Universums begann in Erscheinung zu treten.Kohlenablagerungen und die Petroleumfelder. die Veränderung des Bodens unter dem Einfluß der Vegetation. 203 . Unerwartete und Zufällige verschwand. das wir studierten. Klimawechsel infolge Entwässerung von Sümpfen und Zerstörung von Wäldern und viele andere Dinge.

„Insgesamt sind dem Menschen vier Bewußtseinszustände möglich (er betonte das Wort . Die zwei höheren Bewußtseinszustände sind ihm unzugänglich. „Die zwei üblichen. über erhabene Themen sprechen. und wenn er auch Augenblicke dieses Bewußtseins hat. an der Politik teilnehmen.Wachzustand' des Bewußtseins. in dem sie auf der Straße Spazierengehen. Nummer zwei und Nummer drei. lebt nur in den zwei unteren Bewußtseinszuständen. „wenn man nicht die Tatsache begreift. in dem der Mensch ein Drittel und oft auch die Hälfte seines Lebens verbringt. Und zweitens der Zustand. tatsächlich ist. in anderen Worten der passive Zustand. in dem der Mensch lebt und handelt. „Der dritte Bewußtseinszustand ist Selbst-Ermnem oder Bewußt- 204 . wenn man weiß. was klares Bewußtsein in Wirklichkeit ist und was der Zustand. Der Begriff . so kann er sie doch nicht verstehen und beurteilt sie vom Gesichtspunkt des Bewußtseins. und den sie als aktiv betrachten und . auf die Frage des Bewußtseins zurück. sich gegenseitig umbringen.Mensch').klares Bewußtsein' nennen oder den .klares Bewußtsein' oder »Wachzustand des Bewußtseins' erscheint ein Scherz.ACHTES KAPITEL B ei einer der folgenden Vorlesungen kam G. das heißt Mensch Nummer eins. sind zuerst einmal der Schlaf. Aber der gewöhnliche Mensch. daß beide in verschiedenen Bewußtseinszuständen vor sich gehen können. in dem er für gewöhnlich verharrt. in dem die Menschen die andere Hälfte ihres Lebens verbringen. sagte er. vor allem. das heißt die unteren Bewußtseinszustände. „Weder die psychischen noch die physischen Funktionen des Menschen können verstanden werden". Bücher schreiben.

Der einzig richtige Weg zu objektivem Bewußtsein führt über die Entwicklung des Bewußtsein seiner selbst. die Tatsache. „Für die meisten Menschen. „Der vierte Bewußtseinszustand im Menschen ist ein ganz anderer Seinszustand. „Die vierte Bewußtseinsstufe wird der Zustand des objektiven Bewußtsems genannt. er ist das Ergebnis inneren Wachstums und langer und schwieriger Arbeit an sich selbst. daß sie denken.Erleuchtung' oder verschiedenen anderen Namen bezeichnet wird. Aber auf der Stufe des Bewußtseins seiner selbst kann ein Mensch Augenblicke des objektiven Bewußtseins haben und sich ihrer erinnern. Augenblicke auch dieses Bewußtseinszustandes ereignen sich im Menschen. Wenn ein gewöhnlicher Mensch künstlich in den Zustand objektiven Bewußtseins gebracht und nachher auf seinen gewöhnlichen Zustand zurückgebracht wird. der mit . das heißt sie besäßen Bewußtsein seiner selbst und alles. wenn wir wollen. dann wird er sich an nichts erinnern und für eine Weile denken. Unsere Wissenschaft und Philosophie haben die Tatsache übersehen. kommt das nur von den falschen Lebensverhältnissen. ist die Hauptschwierigkeit auf dem Weg. daß wir diesen Bewußtseinszustand haben oder daß wir ihn haben können. sie besäßen es. und wenn ein Mensch ihn nicht hat. daß wir diesen Bewußtseinszustand nicht besitzen und daß wir ihn nicht durch Wünsche und Entschlüsse allein in uns erzeugen können. Bewußtsein seiner selbst zu erreichen. wie sie wirklich sind. was damit 205 . daß in der heutigen Zeit der dritte Bewußtseinszustand im Menschen nur in Form sehr seltener Augenblicke vorkommt und daß er nur mittels eines besonderen Trainings mehr oder weniger dauernd gemacht werden kann. Gewöhnlich nimmt man an. von Rechts wegen zu. Auf dieser Stufe kann ein Mensch die Dinge sehen. so wie er ist.sein seiner selbst oder das Bewußtsein des eigenen Seins. Man kann ohne jede Übertreibung behaupten. jedoch nicht in Worten beschrieben werden kann. „Aber der dritte Bewußtseinszustand kommt dem Menschen. In den Religionen aller Nationen gibt es Hinweise auf die Möglichkeit eines Bewußtseinszustandes dieser Art. sogar für die gebildeten und denkenden Menschen. daß er sein Bewußtsein verloren hatte.

„Um uns den Unterschied zwischen den verschiedenen Bewußtseinszuständen klarzumachen. Fähigkeit zu tun und so fort. Und sogar in einem schlimmeren. daß er sich fast im gleichen Zustand befindet wie im Schlafe. Stimmen. zurückkehren. mit anderen Menschen reden. die Empfindungen seines eigenen Körpers. Es scheint einleuchtend. das . in die Beweggründe seiner Handlungen. Wille. Dies ist ein vollständig subjektiver Bewußtseinszustand. kann vorausberechnen. das heißt. Dann wacht er auf. Zunächst scheint dies ein ganz anderer Bewußtseinszustand. in seine Gedanken. Wärme. und ob er sich an sie erinnert oder nicht.höhere Gefühlszentrum' und das . bleibt sich gleich. Es ist offensichtlich. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Eigenschaften unseres fälschlich sogenannten . er wird denken.verbunden ist.höhere Denkzentrum'. so rufen sie in ihm doch nur phantastisch-subjektive Bilder hervor. nichts tun kann. Er kann sich bewegen. Individualität im Sinne eines bleibenden und unveränderlichen Ichs.klaren Bewußtseins'. dem Schlaf. von denen wir schon gesprochen haben. wenn man ihm sagt. daß man einen Menschen nicht interessieren kann. wenn wir einen Blick in seine innere Welt tun. so werden wir sehen. Aber wenn wir etwas tiefer in die Dinge eindringen. wollen wir wieder zum ersten Bewußtseinszustand. weil er im Schlafe passiv ist. Kälte. Der Mensch ist in seine Träume versunken.objektives Bewußtsein' — sind mit der Tätigkeit der höheren Zentren im Menschen verknüpft. Sogar wenn ihn einige wirkliche Eindrücke erreichen. „Die zwei höheren Bewußtseinszustände — Bewußtsein seiner selbst und . aber ihre Arbeit erreicht nicht unser gewöhnliches Bewußtsein. etwa Laute. daß er sich in einer besseren Lage befindet als während seines Schlafes. Im Gegenteil. „Außer den Zentren. Im Wachzustand hin- 206 . daß er nur durch lange und schwere Arbeit etwas erreichen könne. Diese Zentren sind in uns. gibt es zwei weitere Zentren im Menschen. Gefahren sehen und sie vermeiden und so fort. was er seiner Meinung nach schon hat. Sie seien verrückt oder Sie wollten ihn in der Hoffnung auf persönlichen Gewinn betrügen. sie sind voll entwickelt und arbeiten die ganze Zeit.

.ich will nicht'. ob Kriege verhindert werden können. Zum Beispiel Krieg. Er lebt in einer subjektiven Welt von . All dies kann überhaupt keinen Wert haben. . was geschieht. Sie würden dies natürlich nicht tun. daß einige Millionen schlafender Menschen versuchen. Es ist jedoch das Schwerste. sich seiner selbst zu erinnern. 207 .klares Bewußtsein' nennt. Er sieht. Er schläft.und der Wachzustand. weil dieser Schlaf durch das ganze uns umgebende Leben.ich liebe'. Das scheint eine Kleinigkeit zu sein. das heißt. was sie tun. daß er nicht gern hat. Die wirkliche Welt ist durch einen Schleier von Einbildungen vor ihm verborgen. hat in Wirklichkeit einen Wert. seine Gefühle und seine Aufmerksamkeit nicht beherrschen.ich habe ungern'. was er meint. was es gibt. ist eine Folge dieses Schlafes. daß er gern hat. . der Schlaf. Gerade im Augenblick wird ein Krieg geführt. wenn sie aufwachen würden. ein Leben im Schlafe ist. . Gewiß können sie dies.gegen kann er unentwegt irgend etwas tun. Er lebt im Schlaf. sagen und tun sie im Schlaf. Was man . Er ist eine Maschine. Alles. daß dies das Leben schlafender Menschen. Er sieht nicht die wirkliche Welt. alles geschieht mit ihm. Er kann den Fluß seiner Gedanken nicht anhalten. „Nehmen wir irgendein Ereignis im Leben der Menschheit. wacht er wirklich auf. sind gleichermaßen subjektiv.ich liebe nicht'.ich habe gern'. Was bedeutet dies? Es bedeutet. Erst wenn ein Mensch beginnt.ich will'. daß er will oder was er meint. und die Ergebnisse all seiner Handlungen fallen auf ihn und seine Umgebung zurück. und ein viel gefährlicherer Schlaf als der Schlaf nachts im Bett. Dazu ist es nur notwendig. alles. ist Schlaf. was er meint. ist seiner selbst nicht eingedenk. Und dann gewinnt alles ihn umgebende Leben einen anderen Aspekt und eine andere Bedeutung. kann seine Vorstellungen. Alles. daß er nicht will. Nur Erwachen und was zum Erwachen führt. Und doch erinnert er sich nicht seiner selbst. „Beide Bewußtseinszustände. . daß die Menschen aufwachen. einige Millionen anderer schlafender Menschen zu vernichten. was die Menschen sagen. „Wie oft bin ich schon gefragt worden. was er meint. durch alle uns umgebenden Verhältnisse veranlaßt und aufrechterhalten wird.

„Man kann jahrelang denken. im Schlaf geschrieben und erdacht. Das muß man verstehen. sie wachten auf. aufzuwachen. Millionen Theorien erdenken. Man kann es sogar noch genauer sagen: ein Mensch kann nicht durch sich selbst erwachen. Ein Mensch muß sich um sie kümmern. sie aufzuwecken und nicht wieder einschlafen zu lassen. wenn es weder ihm noch anderen schadet. Sie müssen so einen Menschen Enden und ihn anstellen. für einen Ausdruck.wachet'. werden nur andere Leute zum Einschlafen bringen. weil alle zwanzig zur gleichen Zeit schlafen können und träumen können. Diese Bücher und diese Theorien. der nicht schlaft und der nicht so leicht einschläft. daß er nicht durch den einfachen Wunsch allein erwachen kann. denen je ein Mensch begegnen kann. Darum ist noch mehr erforderlich. haben sie bereits eine Chance. und das alles im Schlaf. wenn dies möglich ist. Im Gegenteil. sich seiner selbst zu erinnern. und wenn er gleichzeitig die Erfahrung macht. wenn man versucht zu erwachen. Aber vorher muß man von der Tatsache des Schlafes überzeugt werden. oder der dann bewußt schlafen geht. Wie oft geschieht dies zum Beispiel in den Evangelien! . wie sie es tun. daß der. daß er bis zu einem gewissen Grade aufwachen muß. die übrigen aufwecken wird. Und nur dann ist es möglich. »schlafet nicht'. wie schwierig es ist. ohne jede Möglichkeit zu erwachen. dann wird er verstehen. überzeugt zu werden. man kann ganze Bibliotheken von Büchern schreiben. als er im Garten von Gethsemane zum letzten Male betete. Aber verstehen es die Menschen? Die Menschen halten es einfach für eine Redensart. Ohne dies ist es unmöglich.„Wie kann man erwachen? Wie kann man diesem Schlaf entrinnen? Diese Fragen sind die wichtigsten. . Es ist alles da. daß sie schlafen und aufwachen müßten. die lebenswichtigsten.Erwachet'. welcher zuerst erwacht. Beinahe seit der WeltSchöpfung wurde den Leuten gesagt. „In der Idee des Schlafes ist nichts Neues. 208 . Aber auch dies ist ungenügend. Aber wenn zum Beispiel zwanzig Menschen vereinbaren. Wenn ein Mensch begreift. Die Jünger Christi schliefen sogar. daß er sich nicht seiner selbst erinnert und daß Sich-seiner-selbst-Erinnem bedeutet.

Das heißt einfach. Ein voll entwickeiter Mensch. Ferner sterben viele Leute lange vor ihrem physischen Tod. ist es notwendig. da er seiner selbst bewußt werden könnte. In den meisten Fällen verliert der Mensch schon als Kind die Möglichkeit zu erwachen. was sie infolge dieses Schlafes verlieren. das heißt. willkürliche und unwillkürliche Suggestion und das. Jeder Versuch des Kindes zu erwachen. daß er schläft. Alles spielt hierbei mit: die unwillkürliche Nachahmung älterer Menschen seitens des Kindes. wird sofort unterbunden. wie die Natur ihn erschaffen hat. ein wenig aufzuwachen. daß er schläft.eine Metapher. oder wenigstens zu versuchen aufzuwachen. Dies ist unvermeidlich. worauf ich Sie schon früher hingewiesen habe. Und die Menschen haben nicht die geringste Ahnung.Mensch im vollen Sinne des Wortes' nenne. sollte vier Bewußtseinszustände besitzen. um es später aufzuwecken. Und es geschieht höchst selten.Erziehung' nennt. Ihnen mangelt vollständig das Verständnis. daß dies wörtlich genommen werden muß. Aber von solchen Fällen werden wir später sprechen. „Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf das. Um dies wörtlich zu verstehen. und stirbt schlafend. was ich . und sehr große Anstrengungen und sehr viel Hilfe sind notwendig. Mit solchen Möglichkeiten ist er geschaffen und so wird er geboren. warum in den Evangelien nichts über den Schlaf steht. Solange ein Mensch tief schläft und ganz in seine Träume versunken ist. dann würde er aufwachen. So geht alles weiter. er lebt sein ganzes Leben im Schlaf. Wie ich schon gesagt habe: der Mensch. kann ein seiner selbst bewußtes Wesen sein. Der gewöhnliche Mensch. Und wiederum ist es leicht zu verstehen. das heißt Mensch 209 . daß die Menschen die Evangelien im Schlaf lesen. warum. wie er organisiert ist. wenn sich tausende zum Schlaf zwingende Gewohnheiten angesammelt haben. Dabei wird auf fast jeder Seite davon gesprochen. Aber er wird unter schlafenden Leuten geboren und fällt natürlich unter ihnen gerade zu dem Zeitpunkt in tiefen Schlaf. kann er gar nicht an die Tatsache denken. was man . Denn wenn er daran dächte. Ich sage Ihnen ernstlich. daß ich schon verschiedene Male gefragt wurde.

Im gewöhnlichen Bewußtseinszustand erworbenes Wissen ist mit Träumen vermischt. Sie können nicht einmal einen Schatten dessen begreifen. Im Bewußtsein eines schlafenden Menschen werden dessen Täuschungen. Das Wissen hingegen. würde er antworten. Infolge der Auffassung. Er hält sich für ein bewußtes. was wir als den objektiven Bewußtseinszustand bezeichnen. wird der Mensch natürlich nicht versuchen. Er kann ihn auch gar nicht vermuten. unmöglich. die dem widersprechen. sich diesem Zustand zu nähern oder ihn zu erreichen. Tatsachen. das heißt." G. aber wenn sie nicht Fälschungen oder Nachahmungen sind. was ein Mensch erreichen kann. das sich von selbst ändern wird. objektive Wissen. Er lebt in einer subjektiven Welt und kann nie aus ihr entkommen. zwei und drei.Träume'. Da haben Sie nun ein vollständiges Bild des Seins von Mensch Nummer eins. Nun ist aber ohne Bewußtsein seiner selbst oder den dritten Zustand der vierte Zustand. mit der Wirklichkeit vermischt. Alle diese »mystischen Zustände' und so fort sind falsche Definitionen. Aber nichts kann im Schlaf erreicht werden. denn wenn Sie ihm erklären wollten.Nummer eins. Und dies ist der Grund. warum er niemals alle Kräfte anwenden kann. was der dritte Bewußtseinszustand ist. seine . das heißt. lebt nur in zwei Bewußtseinszuständen. daß er Bewußtsein seiner selbst sozusagen von Natur aus habe. Er weiß oder kann wenigstens von der Existenz des vierten Bewußtseinszustandes wissen. ist nur im vierten Bewußtseinszustand möglich. das wirkliche. worin er besteht. die Voraussetzung dazu ist der Vollbesitz des vierten Bewußtseinszustandes. Nummer zwei und Nummer drei. auf das der Mensch seinen eigenen Behauptungen zufolge hinstrebt. „Aber den dritten Bewußtseinszustand kennt der Mensch nicht und vermutet ihn nicht einmal. daß dies sein gewöhnlicher Zustand sei. betrachtet er als Zufälle oder etwas Vorübergehendes. sein eigenes Leben lenkendes Wesen. außer in seltenen Augenblicken. die er 210 . dann sind sie Augenblicke von dem. begann das nächste Gespräch folgendermaßen: „Die Möglichkeiten des Menschen sind sehr groß.

so wie er jetzt ist. Und unter dem Einfluß dieses Lichtes beginnen die Vorgänge selbst sich zu ändern. Dabei sieht der Mensch ein. 211 . nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt und arbeitet.besitzt. nicht kann. „Es wurde schon früher gesagt. Die Idee des Selbst-Studiums gewinnt in seinen Augen eine neue Bedeutung. und sie ändern Gesetzen gehorchen läßt. Die Selbst-Beobachtung bringt den Menschen zur Einsicht der Notwendigkeit der Selbst-Wandlung. Indem er sich beobachtet. daß es vielleicht nicht einmal der Mühe wert ist. daß er. daß richtig gelenktes SelbstStudium und richtig gelenkte Selbst-Beobachtung einen Menschen zu der Einsicht bringen. bemerkt er. daß irgend etwas mit seiner Maschine und seinen Funktionen in ihrem gewöhnlichen Zustand nicht in Ordnung ist. um das Wesen eines Vorganges vollständig zu verändern und viele von ihnen absolut unmöglich zu machen. daß er aus dem Leben nicht all das herausbekommen kann. wirft er sozusagen einen Lichtstrahl auf seine inneren Vorgänge. die bisher in völliger Dunkelheit gearbeitet haben. und daß er es wegen bestimmter funktioneller Störungen in seiner Maschine. ein Mittel zum Erwachen darstellt. und warum er immer nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt. Und während er sich beobachtet. Er fühlt. die nur ohne Licht möglich sind. wie sie ist. Genau so können viele psychische Prozesse nur im Dunkeln stattfinden. Der Mensch fühlt. was es ihm geben könnte. und so. Unsere inneren psychischen Vorgänge (unsere innere Alchimie) haben viel mit diesen chemischen Vorgängen gemein. daß die Selbst-Beobachtung ein Instrument der Selbst-Wandlung. wie sie sein könnte oder sein sollte. weil er schläft. sich zu studieren. in denen das Licht das Wesen des Vorganges verändert. Er sieht jede Funktion so. in seinem Wahrnehmungsapparat. daß die Selbst-Beobachtung an sich schon verschiedene Wandlungen in seinen inneren Vorgängen hervorruft. Er beginnt zu verstehen. Es gibt sehr viele chemische Prozesse. Schon ein schwaches Bewußtseins-Licht ist genug. Genau aus diesem Grunde bleibt der weitaus größere Teil seiner Möglichkeiten unverwirklicht und der weitaus größere Teil seiner Kräfte unbenutzt.

wie die anderen ihn sehen. charakteristische Gesichtsausdrücke. Bewegungen. nicht nur die Arbeit der kleinen Räder und Hebel. Dieser . wie man charakteristische Haltungen. sich selbst zu sehen. Wenn diese Photographien mit Erfolg aufgenommen werden und eine genügende Anzahl von ihnen da ist. dann muß sich der Charakter seiner Selbst-Beobachtung ändern. nicht nur getrennte Einzelheiten zu sehen. was er ist. daß seine gewöhnliche Meinung über sich selbst. charakteristische Gefühle und charakteristische Gedanken einfangen kann. sehr weit von der Wirklichkeit entfernt ist. Wenn es einem Menschen gelingt. In anderen Worten. Gedanken. die ihm dann im Zusammenhang ganz klar zeigen. sozusagen innere Photographien von sich selbst in verschiedenen Augenblicken seines Lebens und in verschiedenen Gemütszuständen aufzunehmen: und nicht Aufnahmen von Einzelheiten. Haltungen. Bisher hat er nur die Einzelheiten der Arbeit der Zentren studiert. Er hat die Arbeit der Maschine studiert. Nun muß er anfangen. was ein Mensch in einem bestimmten Augenblick in sich sehen kann. nur diese oder jene Erscheinung zu registrieren und ein unparteiischer Zeuge zu sein. 212 . wobei er versuchte. wie er es gesehen hat. sondern Aufnahmen des Ganzen. Aber es ist nicht so leicht zu lernen. Stimmungen. sondern auch die Arbeit an sich selbst zum Ziel der Selbst-Wandlung notwendig ist. wie man diese Photographien in den interessantesten und charakteristischsten Momenten aufnehmen kann. Gesichtsausdrücke und so fort. sondern er muß alles im Zusammenhang als ein Ganzes sehen — seine Ganzheit. wird der Mensch sehen. dann wird er sehr bald ein ganzes Album von Bildern von sich selbst sammeln. Empfindungen. „Zu diesem Zweck muß ein Mensch lernen. das heißt. Es ist er selbst. den Klang der Stimme. wird er einen ganz anderen Menschen sehen.„Wenn ein Mensch zu der Einsicht gelangt.andere' Mensch ist er selbst und gleichzeitig nicht er selbst. in der er von Jahr zu Jahr gelebt hat. „An Stelle des Menschen. interessante Augenblicke für diese Photographien zu erhaschen. diese Photographien müssen gleichzeitig alles enthalten. Gefühle. daß nicht nur das Selbst-Studium und die Selbst-Beobachtung. für den er sich bisher gehalten hat.

aber sie wird sofort von . den er . „Solange sich ein Mensch für eine Person hält.Ouspensky'.Petrow' oder . erkennt er schnell. .0uspensky'. Aber nicht ganz so. tut oder sagt. der sich . da er zu fühlen beginnt. ist aktiv und spricht von sich selbst in der ersten Person.ich'. daß es viel Unwirkliches. „Von diesem Gesichtspunkt aus ergibt sich schon vom allerersten Augenblick der Selbst-Beobachtung an eine sehr bestimmte Gefahr. nicht . „Dies ist die erste Einsicht.Petrow' nennen. wird er nie weiterkommen.Petrow' oder . der es ausführt.Ich' nennt. und oft verändert diese Auffassung vollständig das. sich zu teilen. . wie er tatsächlich ist. das in seinem Leben nur für sehr kurze Augenblicke zum Vorschein kommt und das nur nach einer sehr langen Arbeitsspanne fest und beständig werden kann. Erfundenes und Künstliches in diesem anderen Menschen gibt. Der eine ist passiv. Was auch immer er plant oder zu tun und zu sagen beabsichtigt.Ich' tun wollte. .Zacharow' ist. Man muß lernen. sondern sein .Zacharow'. ist. ist in Wirklichkeit aber nur .Zacharow' oder . es ist nicht . das wirkliche Ich.Ich' nennt und den andere . das Wirkliche vom Erfundenen zu scheiden. daß er vollständig in der Macht seines . das.0uspensky'.Ich' es getan oder gesagt hätte. Und bei Beginn der Selbst-Beobachtung und des Selbst-Studiums ist es notwendig.Zacharow'. sondern auf ihre eigene Weise.Petrow' oder .wie ihn andere Leute kennen und wie er in seinen Handlungen.Zacharow' oder . Der Mensch muß einsehen.Petrow' aufgenommen und fort- 213 . Sobald er begonnen hat.er'. daß es zwei Menschen in ihm gibt. „Der eine ist der Mensch. daß er tatsächlich aus zwei Menschen besteht. Der andere.Ich' beginnt die Selbst-Beobachtung. mit ihrer eigenen Auffassung.0uspensky'. und das meiste. zu registrieren und zu beobachten. . was . Worten und so fort erscheint. die ein Mensch haben kann. den andere Leute kennen und den er selbst jetzt anfängt zu kennen. Seine Arbeit an sich selbst beginnt in dem Augenblick. was er tun kann. Der andere ist der wirkliche Er. Denn der Mensch weiß selbst. richtig zu denken. was mit ihm geschieht. Das .0uspensky'. . und natürlich werden sie es nicht auf die Weise tun oder sagen wie .

da er sich schon über den wichtigsten Punkt getäuscht hat und nicht sein richtiges Selbst als Voraussetzung genommen hat. Das heißt.Petrow' führen schon bei den ersten Schritten eine leichte Veränderung in diese SelbstBeobachtung ein.0uspensky'. wie er es hört.Zacharow'. .0uspensky'. oder er nennt sich einfach . aber die in Wirklichkeit die ganze Angelegenheit von Grund auf ändert. die gewöhnt sind.0uspensky in mir'. natürlich von Anfang an ganz falsch.Petrow' oder . bei dem ihn niemand genannt hat oder jemals nennen wird. wie in dem gerade erwähnten Beispiel. während er dasjenige . Auf dieser Grundlage beginnt er auf verschiedene Arten über sich nachzudenken. oder zu sagen . . die ganz nebensächlich zu sein scheint.Zacharow' oder .Zacharow' auf der anderen Seite.geführt.0uspensky'. Wenn es zu der Selbst-Beobachtung kommt. Weiterhin nennt er das in sich Jch'. sich in ihrer Unterhaltung mit sich selbst mit ihrem Vornamen oder Nachnamen oder Lieblingsnamen zu nennen. daß ein Mensch mit Namen Iwanow die Beschreibung dieser Methode der Selbst-Beobachtung hört. wenn er von sich in der dritten Person spricht. als ob es einen 214 . Und er teilt sich buchstäblich.Petrow' oder . Ihm wird gesagt. sich .0uspensky' zu nennen. „Petrow" oder „Zacharow". daß der Mensch sich teilen muß. was er gern hat oder jedenfalls.er' und so fort. Aber . er hat nicht Iwanow als Voraussetzung genommen. und so wird er unweigerlich jemandes anderen Nachnamen oder Vornamen benützen.Zacharow' nennt. sondern den eingebildeten . daß ein Mensch ungern seinen eigenen Namen gebraucht.Das ist „Ich"'. . .0uspensky'. Er nennt sich mit einem anderen Namen.Ich' auf einer Seite und . dann ziehen sie vor. er erfindet für sich einen künstlichen Namen. einen Namen. . wie häufig es ist.' Er wird niemals Iwanow sagen.und das ist „Ouspensky". eine Veränderung. keine Ausnahmen.Er' oder . In diesem Zusammenhang sind die Menschen. . was er nicht gern hat oder für schwach hält. Er sucht es auf alle mögliche Weise zu vermeiden. „Man glaubt gar nicht. Er findet das unangenehm. . sagt er. „Nehmen wir zum Beispiel an. was er für stark hält.Petrow' oder .

die ihn regiert und ihn tausend dumme Dinge sagen und tun läßt. Meinungen sind entweder seinen eigenen Ansichten. „Wenn er aufrichtig mit sich ist.0uspensky' ist sein . . daß er nicht . Gefühlen und Stimmungen entgegengesetzt. „Er beginnt.0uspensky'.0uspensky' durchkreuzt und verändert. Sympathien. Geschmack.0uspensky' trennt. weil er er selbst ist. Er ist der Sklave. nicht das zu tun. daß er in der Gewalt von . vor .. fühlt er. Gedanken.Ouspensky* begreift. was .0uspensky' ist.0uspensky' zum Diener werden.0uspenskv' nichts ist als eine Maske. daß man sich innerlich von . Er hat keinen eigenen Willen.0uspensky' Angst zu haben. daß dieser sein . Und da er sich in Wirklichkeit nicht von . die er selbst niemals tun oder sagen würde. ganz gleich. daß er nicht . seine Wünsche auszudrücken. tatsächlich sich von ihm trennt und sich von ihm entfernt hält.0uspensky' zu befreien. Der Mensch versteht. oder sie haben nichts mit ihnen gemein. „Die erste Stufe der Arbeit an sich selbst besteht darin. „Auf dieser Stufe der Selbst-Beobachtung muß der Mensch begreifen. dann hört seine Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber .0uspensky' in ihnen geben könnte. weil alles. und gleichzeitig fühlt er. alles wird durch .0uspensky' für Ouspensky selbst. Antipathien. sondern was er selbst tun will.0uspensky in ihm' auf. was immer er tun möchte. tausend Dinge.Feind'. die Rolle.0uspenskys' Wünsche. die er trägt. „Aber wenn ein Mensch seine Hilflosigkeit gegenüber. gleichgültig und teilnahmslos zu sein.Ouspensky' ist.0uspensky' beherrschen und ihn veranlassen. eine Rolle. „Die Selbst-Beobachtung wird die Beobachtung von .0uspensky' in einem bestimmten Augenblick möchte. was immer er tun oder sagen möchte. .0uspensky' befreien kann. daß es vor allem sein Ziel sein muß.0uspensky' ist. Aber man muß die Tatsache 215 . daß . Und gleichzeitig ist . von .Feind' ist. sich von . Er hat keine Möglichkeiten. Vom Herrn muß . beginnt zu fühlen. muß er . Es gibt schon genug von .0uspensky' für ihn getan wird.0uspensky' sein Herr. die er unbewußt spielt und die er leider nicht zu spielen aufhören kann.

Ein Mensch.im Sinn behalten. Sie bilden sich ein. Man muß sich daran erinnern. Aber er kann sich selbst . daß er ihre . der in diesem Augenblick die Richtung verliert. kann er zu diesem Zeitpunkt jemanden in seiner Nähe haben. was er wirklich ist. muß eine richtige sein. zumal wenn er zu denken beginnt. sich auf sein eigenes Urteil zu verlassen.0uspensky' ist. daß Aufrichtigkeit gelernt werden muß. Aber wie kann ein Mensch mit sich selbst aufrichtig sein. daß der Mensch so 216 . was ihm gezeigt wird.0uspensky' erklären. die ihm hilft. sondern auch was andere Leute angeht. wie dies oft geschieht.0uspensky' ist. das heißt eine solche. wo er ist und wo . da ein Mensch nicht erklären kann. weil er sonst zweifellos denken wird. daß er selbst alles verstehe und daß er wisse.0uspensky' sieht und kennt. ob sie aufrichtig oder unaufrichtig sind. und ihn nicht. daß er es schon besser weiß. Und dies ist keineswegs leicht. Je überzeugter er davon ist. Und seine Haltung gegenüber dem Menschen. wird sie niemals wieder finden. daß er es kann. Aber das Wesentliche hierbei ist. der es ihm zeigt. „Dies ist ein sehr ernster Augenblick in der Arbeit. dann kann er eine genaue und unfehlbare Grundlage zur richtigen Beurteilung zuerst seiner selbst und dann der anderen Leute finden. desto mehr irrt er sich. wenn er tatsächlich nicht aufrichtig das sieht.0uspensky' gerichtet bleiben muß. wobei er gleichzeitig eingedenk bleiben muß. das zu sehen. Natürlich ist dies alles Selbst-Täuschung.0uspensky* ist. glaubt er leicht. wo er ist undwo. daß die ganze Aufmerksamkeit auf . der ihm sagen kann. Aber wenn er auch nur in einem geringen Maße mit sich selbst aufrichtig ist und wirklich die Wahrheit erkennen will. In diesem Zustand kann ein Mensch nichts erkennen. Und nicht nur was ihn angeht. mit sich selbst aufrichtig zu sein. hieran hindert. Wenn ein Mensch Glück hat. „In diesem Falle ist es das Gefährlichste. was er in sich selbst sehen sollte? Jemand muß es ihm zeigen. und damit muß er beginnen. Die Menschen begreifen nicht. daß er nicht . weder in bezug auf sich noch in bezug auf andere. daß es von ihrem Wunsch oder ihrer Entscheidung abhängt. Aber darüber hinaus muß er dieser Person vertrauen.

an die sich zu erinnern viel wichtiger wäre. Der Mensch erinnert sich nicht an seine Entscheidungen. woran er gedacht oder was er gesagt hat. ist eines seiner hauptsächlichen und charakteristischsten Kennzeichen und die Ursache von allem anderen in ihm. die er vielleicht früher aufgenommen hat. wie er wirklich ist. was sich auf ihn bezieht. Dies geschieht besonders oft im Zusammenhang mit der Arbeit an sich selbst. Wie früher gesagt wurde. sich seiner selbst zu erinnern. warum er sie begonnen hat. „Um zu wissen.Ehre'. daß ohne fremde Hilfe ein Mensch sich nie selbst erkennen kann. daß er sich nicht seiner selbst erinnert. „Und dies raubt den Ansichten und Meinungen eines Menschen jedwede Festigkeit und Genauigkeit. und er erinnert sich nicht. wie er dachte oder wie er sprach.0uspensky' in sich selbst zu unterscheiden. . wird er sich belügen und Dinge erfinden.Ich' und . Der Mensch erinnert sich nicht. auf diese inneren Photographien seiner selbst.wie er ist nicht die Mittel besitzt. die Tatsache einzusehen. vergißt er zehn andere Sachen. warum sich dies so verhält. erinnert sich nicht. um . Er beginnt irgendeine Arbeit. müssen Sie sich an vieles erinnern. Selbst wenn er dies versucht. Und der Mensch vergißt besonders leicht. was schon früher gesagt wurde. Die Unfähigkeit des Menschen.Pflicht' und so fort verbunden sind. Die Unfähigkeit zum Selbst-Erinnem zeigt sich auf mannigfaltige Weise. „Dies wiederum ist mit einem der Hauptkennzeichen der Haltung 217 .Ehrlichkeit'. . Ein Mensch kann sich an ein einem anderen gegebenes Versprechen nur mit Hilfe künstlicher Assoziationen erinnern. Man muß einsehen lernen. einer Woche. und nach Verlauf einer gewissen Zeitspanne erinnert er sich nicht mehr. die er sich selbst gegeben hat. was er vor einem Monat. die ihm anerzogen worden sind und die wiederum mit auch künstlich geschaffenen Auffassungen von . einem Tag oder sogar einer Stunde gesagt oder gefühlt hat. er wird sich nie so sehen. bringt die Selbst-Beobachtung einen Menschen dazu. Assoziationen. er erinnert sich nicht an die Versprechung. Aber im allgemeinen kann man wahrheitsgemäß sagen: wenn der Mensch sich an eine Sache erinnert.

Leidenschaft'.des Menschen sich selbst und seiner ganzen Umgebung gegenüber verknüpft. weil ein Mensch sich natürlicherweise leichter mit den Dingen identifiziert. die die Identifizierung annimmt. das ihm in den Weg kam. Zwei oder drei Bäume. die ihn am meisten interessieren. Der Mensch befindet sich dauernd in einem Zustand der Identifizierung. das heißt man muß keine Angst haben. daß nur in einem Zustand der Identifizierung 218 . nehmen sie für den ganzen Wald. denen er seine Zeit. nämlich seiner dauernden . daß er dagegen ankämpfe.Begeisterung'. Gefühle und Stimmungen.Inspiration' oder ähnlich nennen und annehmen. „Der Mensch identifiziert sich mit einem kleinen Problem. sie zum Zwecke der Beobachtung von allem anderen zu scheiden. die . „Die . er ist mit einem Gefühl. und vergißt darüber vollständig die großen Ziele.Spontaneität'. . „Das . daß sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. was in einem bestimmten Augenblick seine Aufmerksamkeit. weil es alles durchdringt und einen Menschen in dem Augenblick täuscht.Sich-Identifizieren' ist einer unserer schrecklichsten Feinde. da es ihm scheint. Er identifiziert sich mit einem Gedanken und vergißt andere Gedanken. daß es sehr schwierig ist. mit einer Stimmung identifiziert und vergißt seine eigenen weiteren Gedanken. seine Arbeit und seine Aufmerksamkeit widmet. nur verändert sich ihr Gegenstand. sich aus der Identifizierung zu befreien.Identifizierung' mit dem.Eifer'. Um sich aus der Identifizierung zu befreien.Identifizierung' bis in ihre Wurzeln hinein in einem selbst zu sehen und zu studieren. alle die feinen und verborgenen Formen zu sehen.Identifizierung' ist eine so allgemeine Eigenschaft. Es ist besonders schwer. daß. . sie diese für einen sehr guten Zug halten und sie . Die Schwierigkeit des Kampfes mit der Identifizierung wird noch durch die Tatsache vermehrt. . In der Arbeit an sich selbst sind die Menschen so stark mit verschiedenen Zielen identifiziert. . mit denen er seine Arbeit begann. wenn Menschen sie in sich selbst beobachten. die ihnen am nächsten stehen. „Es ist notwendig. seine Gedanken oder seine Wünsche und seine Einbildungskraft anzieht. muß man unaufhörlich auf der Hut und rücksichtslos mit sich selbst sein.

Ein Mensch. wo die Leute Haschisch und andere Rauschgifte rauchen. leisten kann. wenn sie über etwas streiten oder etwas zu beweisen suchen. Um sich seiner selbst zu erinnern. sondern eine Tatsache. die er noch hat. kommt es oft vor. Er wird wirklich eine Pfeife. er darf sich nicht immer und bei allen Gelegenheiten als . was der Zustand der Identifizierung bedeutet. sich nicht zu identifizieren. ist es zuallererst nötig. darf ein Mensch zuallererst sich nicht mit sich selbst identifizieren. Er verliert sogar die letzte Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen. ganz gleich auf welchem Gebiet. der sich mit irgend etwas identifiziert. Sie werden selbst zu Gier. 219 . wenn er je etwas erreichen will. Freiheit bedeutet zuallererst Freiheit von Identifizierung. daß es zwei in ihm gibt. sich selbst für eine Pfeife zu halten. Solange ein Mensch sich identifiziert oder identifiziert werden kann. und einen anderen. Begierden oder Worten. Aber um zu lernen. Im Zustand der Identifizierung kann ein Mensch nichts Vernünftiges tun. Im Osten. das heißt das .Ich' bezeichnen. nämlich auf die Identifizierung mit anderen in der Form des Sich-nach-ihnen-Richtens'. Wenn die Menschen sehen könnten. Schauen Sie die Leute in den Läden. ist er der Sklave von allem. sich nicht zu identifizieren. was mit ihm geschieht. wie sie sich mit Worten identifizieren. und von ihnen selbst bleibt nichts übrig. Und dafür sind Haschisch oder Opium ganz unnötig. Ein Mensch wird zu einer Sache. oder sehen Sie. ihn selbst. vor allem etwas. In Wirklichkeit ist dies natürlich eine Täuschung. Das ist kein Witz. würden sie ihre Meinung ändern. daß er beginnt. kann sich nicht seiner selbt erinnern. daß ein Mensch sich so mit seiner Pfeife identifiziert. mit dem er kämpfen und den er überwinden muß. was sie selbst nicht wissen.ein Mensch wirklich gute Arbeit. Das ist Identifizierung. zu einem Stück Fleisch. „Von den allgemeinen Formen der Identifizierung muß man die Aufmerksamkeit auf eine besondere Form der Identifizierung richten. in Theatern. in Restaurants an. Er muß sich daran erinnern. „Identifizierung ist das Haupthindernis für die Selbst-Erinnerung.Ich' in ihm.

Und der Ausgangspunkt seines Urteils ist immer der. was seiner Überzeugung nach eine Ungerechtigkeit ist. wie sie ihn behandeln. der Hitze. was einem solchen Menschen mißfällt.„Es gibt verschiedene Arten des Sich-nach-jemand-Richtens. oder im Gegenteil. daß diese Dinge verändert werden können und sollen. was jemand über ihn sagte — all das gewinnt für ihn eine ungeheure Bedeutung. Alles. dann würde das Aufhören des . . welche Haltung sie ihm gegenüber einnehmen. daß die Menschen ihn nicht genug achten. Sie können durch das Wetter irritiert. was für ein bemerkenswerter Mensch er ist. Kälte. sondern die sich zum Beispiel sogar nach dem Wetter richten. Der Mensch nimmt alles so persönlich. Er denkt immer. 220 . „Und er »richtet sich' nicht nur nach einzelnen Menschen. um ihm Vergnügen zu machen. was andere über ihn denken. sondern auch nach der Gesellschaft und nach historisch bedingten Verhältnissen. was jemand von ihm dachte. „In den häufigsten Fällen identifiziert sich ein Mensch mit dem. Der Mensch erwartet innerlich. die sogar fähig sind. „All dies und noch vieles andere ist nur eine Form der Jdentifizierung*. daß jeder sieht. aber es ist eine Tatsache. Wenn ein Mensch sich über etwas empört. scheint ihm ungerecht. Die Menschen sind imstande. und daß alle dauernd ihrer Achtung. falsch und unlogisch zu sein. nach Schnee und Regen zu richten.Ungerechtigkeit' ist eines der Worte. Wie jemand ihn ansah. . als sei alles in der Welt eigens angeordnet worden. ungesetzlich. Solches Sich-Richten fußt vollständig auf Erwartungen. sich nach dem Klima. in denen sich sehr oft das . Das scheint lächerlich. so daß er eine ungeheure Energiemenge auf Vermutungen und Verdächtigungen verschwendet.Sich-Richten' verbirgt. ja unwillig und ärgerlich darüber werden. All dies quält ihn und entwickelt in ihm eine mißtrauische und feindliche Haltung gegenüber den Mitmenschen.sich mit einer Ungerechtigkeit abzufinden'. um ihm Unbequemlichkeiten und Unannehmlichkeiten zu bereiten. sich nicht nur nach der Ungerechtigkeit oder mangelnden Achtung seitens anderer zu richten. „Es gibt Menschen. nicht genug höflich und zuvorkommend sind.Sich-Richtens' für ihn bedeuten.

Er beginnt zu denken. Diese Erwartungen selbst beruhen wiederum auf einer völlig phantastischen Vorstellung über ihr eigenes Selbst. Dies kann nur vom Gesichtspunkt des . wann ein Mensch wirklich . und beginnt vollständig sinnlose Handlungen auszuführen. nur vielleicht noch etwas schlimmer.nicht sollen' ist auch ein schwieriges Thema. Die Menschen haben voreinander Angst.Sich-Richten' oder . etwas tun zu . seine Schönheit. die einem Menschen viel Energie rauben kann. daß dies dumm ist. . Ich habe viele solche Fälle gesehen. die schon im voraus bereit ist. was ihn daran hindert. daß ein Mensch glaubt.Zieles' aus entschieden werden.sollte' er nur das tun. daß er vielleicht nicht genügend an den anderen denke. wo doch gerade in solchen Fällen nichts anderes nottut als eben .Sich-Kümmern'. „Der gleiche Fall. aber er kann nicht aufhören. Wenn ein Mensch ein Ziel hat.Sollen' und .Sich-nach-etwas-Richtens'.ihrer Schätzung und Bewunderung für ihn. es ist schwierig zu verstehen. über mangelndes Verstehen und mangelnde Anerkennung beleidigt zu sein. sofern er jemals eines gehabt hat. das heißt an einer Haltung. das heißt. ihm nicht genügend Aufmerksamkeit zolle und ihm nicht genug nachgebe. Und dies kann sehr weit führen.nicht soll'. wie dies oft bei Menschen mit sehr bescheidenem Äußeren vorkommt. daß ein Mensch zu denken anfängt. seinen Verstand. Musiker. was ihn zu seinem Ziel führt.sollen'. daß er sich nicht genug nach einem anderen richte und daß dieser andere deshalb beleidigt sei. Schauspieler. Auf diese Weise verliert der Mensch schließlich sein Gleichgewicht. Diese Form beginnt damit. Woran leiden sie? Erstens an einer außerordentlichen Meinung über sich selbst. All das ist einfach Schwäche. „Es gibt noch eine andere Form des . seinem Ziel näherzukommen.soll' und wann er . und er sollte nichts tun. Er ärgert sich über sich und fühlt. seine Geistesgegenwart. 221 . seine Klugheit oder seinen Witz. dann an Erwartungen und schließlich am .sich nicht zu richten'. Schriftsteller. Künstler und Politiker zum Beispiel sind fast ohne Ausnahme kranke Menschen. dann . während er tatsächlich gar nicht so tun sollte. ist der. seine Originalität und alle seine anderen Qualitäten Ausdruck verleihen sollten.

Und ganz tief in seinem Inneren weiß der Mensch dies. sich zu beherrschen. . als sich identifizieren und innerlich nach etwas richten. das heißt. „Das Gegenteil von innerem Sich-Richten. Man könnte noch mehr Beispiele bringen. und sie haben Angst davor. Aber da er sich diese Schwäche nicht eingestehen will. während er tatsächlich nicht mit seinen Schwächen kämpfen will. daß er nicht gegen seine . daß im einen Falle ein Mensch mit dem äußeren Ausdruck der Gefühle kämpft und im anderen Falle mit der inneren Äußerung der vielleicht gleichen Gefühle. daß er sich nicht beherrschen will. ist das äußere Sich-Richten. „Bisher habe ich nur vom inneren Sich-Richten gesprochen. seine unangenehmen Gefühle auszudrücken. und er kann nicht umhin. glauben die Menschen sehr oft. Was der Mensch in diesem Falle Aufrichtigkeit nennt. seines Unvermögens. das sogar zum Teil die Mittel liefert.unaufrichtig' werden. Aber er belügt sich selbst. indem er sagt. Der Mensch kann nicht anders. unangenehme Gefühle zum Ausdruck bringen. Das äußere Sich-Richten fußt auf einer ganz anderen Beziehung 222 . daß sie in diesem Fall etwas. daß sie. nennt er sie . einfach weil er schwach ist. Sie müssen solche Beispiele in der Beobachtung Ihrer selbst und anderer suchen. sind Äußerungen seiner Schwäche. dagegen zu kämpfen. Der einzige Unterschied ist der.Ehrlichkeit' und sagt sich. ist natürlich eine Selbst-Täuschung.Aufrichtigkeit' oder . weil sie glauben. einen Teil von sich. wenn sie mit dem Sich-Richten in sich selbst zu kämpfen beginnen. daß er nicht die Aufrichtigkeit verlieren möchte. auf denen die menschlichen Schwächen beruhen. Aber Sie müssen dies selbst tun. ist in Wirklichkeit einfach. Identifizieren. eine der Formen des Lügens. Hierbei geschieht das gleiche wie in den Versuchen. sich richten.„Wie ich schon gesagt habe. die Aufrichtigkeit zu verlieren. „Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind in Wirklichkeit etwas ganz anderes.Ehrlichkeit' kämpfen will. seiner Unfähigkeit. verlieren. gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle anzukämpfen. „Diese Furcht.

Sehr oft beginnt ein Mensch mit einem Segen und endet mit einem Fluch. wird seine Arbeit für ihn leichter werden. Dann wird er sich an seinen Platz. an ihre Auffassungen. sie hätten. daß er nicht lügen wollte. Es geschieht sehr oft. Aber wenn er sich einem Menschen mit seinen eigenen Erwartungen nähert. Aber wenn ein Mensch sich wirklich seiner selbst erinnert. eine große Selbstbeherrschung. Wenn er dies kann. es sei die Schuld des anderen gewesen.zu den Menschen als das innere Sich-Richten. Dadurch. macht ein Mensch das Leben für sich und andere Menschen leicht. wie sich äußeres SichRichten in inneres Sich-Richten verwandelt. nichts vormachen wollte. nur weil sie sich in der Arbeit befinden. Gleichzeitig verlangt das äußere Sich-Richten eine große Macht über sich selbst. Aber der andere habe sich überhaupt nicht nach ihm richten wollen. Sehr oft wünscht ein Mensch. Es bedeutet die Anpassung an Menschen. an ihre Bedürfnisse. zu verstehen. daß Menschen. und nachher beklagt er sich über die anderen Leute. daß er sich äußerlich richtet. was ein anderer Mensch denkt und fühlt. daß er aufrichtig sein wollte. Und wenn er ein schwacher Mensch ist. sie glauben. ein 223 . ihrer Gewohnheiten und Vorurteile. so wird er verstehen. Das äußere Sich-Richten erfordert Menschenkenntnis. Dann macht er sich vor. Er habe sich wirklich nach ihm richten. aufrichtig das auszudrücken oder irgendwie dem anderen zu zeigen. nicht die Notwendigkeit verstehen. die sehr wohl die Notwendigkeit verstehen. das Verständnis ihres Geschmacks. Er beginnt mit dem Entschluß. ihm sogar nachgeben. sich im Leben äußerlich zu richten. daß ein anderer Mensch genau so eine Maschine ist wie er selbst. Dies ist ein Beispiel. in seine Lage versetzen und wird wirklich fähig werden. kann nur neues inneres Sich-Richten die Folge davon sein. wird er natürlich diesem Wunsch nachgeben und sich nachher rechtfertigen und sagen. „Richtiges äußeres Sich-Richten ist in der Arbeit sehr wichtig. daß sie sich nicht nach ihm richten. nicht mit ihm streiten wollen und so fort. sich nicht nach den anderen zu richten. was er wirklich über ihn denkt oder fühlt. so daß nichts mit ihm anzufangen gewesen sei. sich auch in der Arbeit äußerlich zu richten.

ist für den Menschen schwerer als alles andere. und die Hauptsache. „Diese künstlichen Einrichtungen stören jetzt sehr all Ihre guten Absichten. sagteer. Halten Sie daran fest. sich dauernd belogen. die Sie vergessen. der aus mancherlei Gründen leicht vergessen wird. zehnmal mehr äußeres Sich-Richten notwendig ist als im Leben. 224 . die durch Ihre eigene falsche Arbeitsweise notwendig wurden. Aber wir werden hiervon später noch einmal gesondert sprechen. „Sie denken. wo Sie die Augen über Ihre eigenen Irrtümer geschlossen hatten. und der Erfolg dieser Arbeit steht immer im Verhältnis zu ihrer Würdigung und ihrem Verständnis. Die Maschine ist schmutzig. 1 Für die Definition von Obyvatel siehe Seite 532. während in Wirklichkeit in der Arbeit. All das hat natürlich die Maschine angreifen müssen. weil nur das äußere Sich-Richten von seiner Seite sein Verständnis und seine Würdigung der Arbeit erweist. Sie verstehen nicht die ganze Mannigfaltigkeit Ihrer Organisation. „Sie denken oft auf eine sehr naive Weise". daß die Arbeit nicht auf einer niedrigeren Stufe als der des Obyvatel1. andere beschuldigten und so weiter und so fort. alle unangenehmen Wahrheiten zu vermeiden strebten. daß jede Anstrengung außer den gewünschten Ergebnissen. Hinter Ihnen liegen viele Jahre eines falschen und dummen Lebens. das heißt in der eigenen erfolgreichen Arbeit eines Menschen an sich selbst." G. Diese Überzeugung loszuwerden. teilweise verrostet. begann eines der folgenden Gespräche mit dem Hinweis. und an manchen Stellen haben sich künstliche Einrichtungen gebildet. das heißt des gewöhnlichen Lebens beginnen und verlaufen kann. wenn sie überhaupt solche zeitigt. eines Schwelgens in jeder Art Schwäche. ist. sich nicht zu richten. Dies ist ein sehr wichtiger Grundsatz. daß wir die Schwierigkeiten unserer Lage vergessen. Sie könnten schon tun. und Sie sehen nicht ein. neuen Maschine beginnen. daß Sie nicht von Anfang an mit einer hübschen. selbstgerecht waren.Recht. tausend unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse verursacht. sauberen.

die mittels . zu fühlen. Sehr viele . daß er verrückt ist. Er muß entweder die Widersprüche zerstören oder aufhören. Genau die gleichen Einrichtungen können im Menschen gefunden werden. schwächt seine Energie und nimmt ihm seine Selbstachtung. Sie sind nicht durch die Natur. wie er jetzt lebt und handelt.Puffer' ist ein Ausdruck. sie zu fühlen. sie zu sehen und zu fühlen. und er wird nicht die ganze Wucht des Aufeinanderpralls von widersprechenden Ansichten. Sie sind Einrichtungen. die in ihm sind. wie widersprechend und feindlich die verschiedenen Ichs unserer Persönlichkeit zueinander stehen. Worte und Handlungen. Darüber hinaus raubt so ein Gedanke dem Menschen sein Selbstvertrauen. Wenn ein Mensch alle diese Widersprüche fühlte. Die Puffer verringern die Wirkungen dieser Stöße und machen sie unbemerkbar. eine dauernde Unruhe spüren. dann würde er fühlen. wenn Wagen aufeinander auffahren.Puffer' bilden sich langsam und allmählich. was er wirklich ist. widersprechenden Gefühlen und widersprechenden Worten spüren. so könnte er nicht so ruhig leben und handeln.Puffer' werden künstlich durch . daß er verrückt ist. Der Grund ihres Vorhandenseins ist das Bestehen vieler Widersprüche im Menschen.Puffern' 225 . Es ist für niemanden angenehm. Andere entstehen unter dem hypnotischen Einfluß des gesamten uns umgebenden Lebens. Auf irgendeine Weise muß er diesen Gedanken meistern oder bannen. geschaffen. Er würde fühlen. der eine besondere Erklärung erfordert. Er würde eine dauernde Reibung. Gefühle.Erziehung' geschaffen. wenn auch unwillkürlich.Puffer' erzeugt werden. Der Mensch kann diese Widersprüche nicht zerstören. Wenn ein Mensch durch sein ganzes Leben alle die Widersprüche fühlen würde. sondern durch den Menschen. die die Stoßwirkung verringern. Wir kennen die Bedeutung der Puffer an den Eisenbahnwagen. Aber wenn in ihm . „ . Wir sehen nicht. widersprechender Meinungen. „ .Puffer' genannt. Wenn es keine Puffer gäbe. Sympathien. Ein jeder ist von Menschen umgeben. kann er aufhören. würde der Stoß eines Wagens gegen einen anderen sehr unangenehm und gefährlich sein.„Sie werden .

ohne . es sei alles gut. „Im gewöhnlichen Leben wird der Begriff . Selbstvertrauen. was er überhaupt weiß. sprechen.Puffer' wiegen den Menschen in Schlaf. Die . sondern buchstäblich unerträglich für ihn sein. Handlungen und Worte nachahmt. die von einer tief verborgenen Einsicht seiner eigenen Nichtigkeit und Ängsten aller Art bis zu der dümmsten Art von Selbstüberschätzung. „Wenn ein Mensch.Puffer' helfen dem Menschen. Die . wie wenig er weiß und wie viele Widersprüche in seinem Wissen bestehen. in dem der Mensch alles auf einmal weiß. was er überhaupt fühlt oder fühlen kann. sein Gewissen nicht zu spüren. daß er lügt. und weil es nur die Schocks sind.Puffer' sind Einrichtungen.Puffer' zu dem Zweck geschaffen werden. Indem er sie und ihre Meinungen.Gewissen' zu einfach aufgefaßt. die Schocks zu vermindern. plötzlich alle diese Widerspräche auf einmal in sich fühlte. denken und fühlen. „Bewußtsein ist ein Zustand. die Stöße. Die . die einen Menschen aus dem Zustand. würde all dies zusammen zu fühlen nicht nur schmerzlich.Puffer' zu leben. „Das Gewissen ist wieder ein Begriff.Puffer' machen dem Menschen sein Leben leichter. es bestünden keine Widersprüche und er könne in Frieden schlafen. Aber sie verhindern im Menschen die Möglichkeit innerer Entwicklung.Puffer' in sich selbst. in dem der Mensch alles auf einmal fühlt. was er liebt. geben ihm die angenehme und friedliche Empfindung. wenn er die Wahrheit 226 . herausführen. Da wir kein Bewußtsein haben. das heißt ihn aufwecken können. Es ist sehr schwer. Selbstberuhigung und Selbstanpreisung reichen. dessen ganze innere Welt aus Widersprüchen besteht. . der Erklärung verlangt. „Gewissen ist ein Zustand.Bewußtsein' in der Gedankensphäre. Und da jeder in seinem Inneren tausende widersprechende Gefühle hat. haßt und alles haßt. haben wir auch kein Gewissen. weil die . wenn er auf einmal fühlte. schafft er unwillkürlich ähnliche . und in dem er sieht.Gewissen' in der Gefühlssphäre dem Begriff .leben. mit deren Hilfe ein Mensch immer im Recht sein kann. in dem er lebt. Als ob wir ein Gewissen hätten! In Wirklichkeit entspricht der Begriff . was er liebt. daß er all das.

sie nie zusammen sehen. „Aber glücklicherweise für den Menschen.Puffern' möglich. Das Gewissen ist für alle Menschen das gleiche. und die Wahrheit sagt. Hierfür ist es notwendig. die vorher erwähnt wurden. den man als . Das Gewissen kann er nicht zerstören.Puffer' selbst eine sehr lange Arbeit. das mit dem Gewahrwerden von Widersprüchen verbunden ist. fehlt. Schon von frühester Kindheit an wachsen und verstärken sich die . das allein alle die Pulver in der Glasretorte verschmelzen kann. in dem er sich zu studieren beginnt.Puffer' in ihm und nehmen ihm die Möglichkeit. und der Mensch muß dieser Arbeit zustimmen und verstehen. Erwachen ist nur für die möglich. das heißt. nie ihre Unvereinbarkeit. und wenn er die Scham und den Schrecken über dies alles empfände.Gewissen' bezeichnen kann.Puffer' zu vernichten. In diesem Zustand kann der Mensch nicht leben. für die. wenn er lügt. Ferner erfordert die Vernichtung der . die bereit sind. er kann ein Gefühl seines Selbst vom anderen durch unüberschreitbare Schranken trennen. die . „Der Begriff Gewissen hat nichts mit dem Begriff Moralität gemein. die es suchen und wollen. die einem Menschen in dem Zustand. darum gibt es für ihn überhaupt keine Gefahr eines plötzlichen Erwachens. aber er kann es einschläfern. entweder muß er die Widersprüche zerstören oder das Gewissen. und das Gewissen ist nur in Abwesenheit von . „Das Gewissen ist eine allgemeine und dauernde Erscheinung. die Absurdität ihres Nebeneinander-Bestehens spüren. das heißt für seinen Frieden und seinen Schlaf. all jenes innere Leiden auf sich zu nehmen. um dies zu erreichen. dann wäre er in dem Zustand.sagt. Vom Standpunkt des Verständnisses der verschiedenen Kategorien von Menschen aus 227 . seine inneren Widersprüche zu sehen. „Das Gewissen ist das Feuer. ist dieser Zustand des Gewissens sehr selten. daß seine Arbeit alle möglichen Unbequemlichkeiten und Leiden aus dem langsamen Erwachen seines Gewissens mit sich bringt. das heißt. und die Einheit schaffen kann. mit sich selbst zu kämpfen und an sich selbst für eine sehr lange Zeit und sehr beharrlich zu arbeiten.

und was im Kaukasus moralisch ist. Aber jedes momentane Erwachen des Gewissens in einem Menschen. Eine allen gemeinsame Moral gibt es nicht. ist in China unmoralisch. und was in Europa moralisch ist. die manchmal auf vernünftiger Grundlage beruhen.klaren Bewußtseins' einstellen. ist in Petersburg unmoralisch. Und da es vielerlei . ist in einer anderen unmoralisch und umgekehrt. und allerlei Forderungen. zu sagen. Es ist sogar unmöglich. Man sagt manchmal. manchmal jedoch haben sie alle Bedeutung verloren oder nie eine Bedeutung gehabt und sind auf falscher Grundlage aufgebaut worden. Und wenn diese Augenblicke des Gewissens länger werden und der Mensch sie nicht fürchtet. daß es zum Beispiel auch nur in Europa eine allgemeine Moral gebe. in dem keine Widersprüche zu finden sind. dann wird sich in diesen Augenblicken allmählich ein Element sehr feiner Freude. Aber erstens einmal erlaubt der Begriff der »christlichen Moral' selbst sehr ver- 228 . Was in Petersburg moralisch ist.Moralität' enthält nichts Allgemeines. muß notwendig Leiden nach sich ziehen.Puffer* gibt und die Lebensbedingungen in verschiedenen Ländern. der Tausende verschiedener Ichs hat. die wir überhaupt nicht verstehen können. sie zu erhalten und zu verlängern. daß die allgemeine Moral in Europa die . Moralität ist überall und immer eine künstliche Erscheinung. das heißt Vorbehalten. Es gibt keine allgemeingültige Moral. Sie besteht aus verschiedenen . Was in China moralisch ist.können wir sagen.Tabus'. ein Vorgeschmack des künftigen . sondern im Gegenteil mit ihnen zusammenarbeitet und versucht. Was in einer Gesellschaftsklasse moralisch ist. Ein solches Gewissen ist nicht Leiden. Moralität besteht aus . ist im Kaukasus unmoralisch. es ist Freude einer völlig neuen Art. im Gegenteil. Lebensaltern und Gesellschaftsklassen sich stark voneinander unterscheiden. „Der Begriff .christliche Moral' sei. ist in Europa unmoralisch. ist auch die durch sie geschaffene Moral sehr unterschiedlich und widerspruchsvoll. „Die Moralität besteht aus . daß es ein menschliches Gewissen gibt.Puffern'. auf einem Boden von Aberglauben und falschen Ängsten.Puffern'.

Sie sagen.unmoralischer' hält er die anderen. Wer die Wahrheit sucht. daß sie die moralische Seite Ihrer Lehre nicht verstehen". gebracht hat. „Moral und Gewissen sind ganz verschiedene Dinge. es lohnt sich nicht. Wir lehren. weil wir nicht Schwäche und Heuchelei unterstützen. aber es wird immer Gerede dieser Art geben.christlicher Moral' gemein. Wir lehren keine Moral. daß Ihre Lehre überhaupt keine Moral habe. „und andere sagen. ist ein leerer Mensch. sich so weit als möglich von solcher Moral fernzuhalten. Ein Mensch mit .christliche Moral' Europa diesen Krieg." „Viele Leute sagen. 229 ." „Natürlich nicht". Können die. „Die Menschen reden sehr gern über Moral. „Wenn die . sondern im Gegenteil alle Masken abnehmen. mit ihm Zeit zu verschwenden. die nach Christi Vorschriften leben.christliche Moral' gerechtfertigt worden. in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften leben? Natürlich können sie dies nicht. wird nicht von Liebe oder Christentum sprechen. ganz gleich. die von Liebe und Moralität reden. weil er weiß. sagte einer von uns. Und Christen sind diejenigen. Die Menschen lieben es nicht. In der Regel ist das fast immer so. und viele Verbrechen sind durch die . ist das Gewissen. Aber dies ist ein wahres Zeichen: wer so spricht. Je . wie man das Gewissen findet. wenn wir das sagen. daß wir keine Liebe hätten. Und in zweiter Linie hat das moderne Europa sehr wenig mit . nur deswegen. Eine Moral kann sehr leicht einer anderen widersprechen und diese sogar vollständig leugnen. die . Die christliche Lehre ist für Christen.moralischer' ein Mensch ist. Ein Gewissen kann niemals einem anderen Gewissen widersprechen. das heißt zwei sehr moralische Menschen können einander für sehr unmoralisch halten. für desto . sagte G. dann ist es auf jeden Fall gut. Was notwendig ist. denen Worte wertvoller als alles andere sind. das heißt in allem danach handeln. Aber Moral ist nur Selbst-Suggestion. was wir unter diesem Begriff verstehen.Puffer' verschiedener Menschen dagegen können sehr verschieden sein.Puffern' mag sehr moralisch sein. wie weit er von diesen entfernt ist. der nun vor sich geht.schiedene Deutungen. weil es immer Menschen gibt.

Für einen subjektiven Menschen ist alles böse. Die einzig mögliche bleibende Idee von Gut und Böse für den Menschen ist mit der Idee der Evolution verknüpft. was seinen Wünschen oder Interessen oder seiner Auffassung über das Gute entgegengesetzt ist. „Man kann sagen. daß die Menschen nicht früher daran gedacht haben. abgesehen vom Menschen?" fragte ein Anwesender. daß es das Böse für den subjektiven Menschen überhaupt nicht gibt. Nummer zwei und Nummer drei immer subjektiv und wechselt je nach Fall oder Lage. zu hoffen. die menschliche Unwissenheit und der tiefe Schlaf. Niemand tut je absichtlich etwas im Interesse des Bösen oder um des Bösen willen. und es lohnt sich nicht einmal für Sie. Aber jeder versteht es auf eine andere Weise. Jedoch die Tatsache bleibt bestehen. daß es merkwürdig erscheint.„Der Begriff der Moral ist mit dem Begriff von guter und böser Lebensführung verknüpft. zu versuchen. sondern daß es nur verschiedene Auffassungen vom Guten gibt. natürlich nicht mit der der mechanischen Evolution. „Gewiß". sondern mit der Idee der menschlichen Entwicklung durch bewußte Anstrengungen. Ein subjektiver Mensch kann keinen allgemeinen Begriff von Gut und Böse haben. in dem sie leben „Dies ist so offensichtlich. Erinnern Sie sich nur an eines. Es ist naiv und nutzlos." „Aber gibt es nicht auch Gut und Böse an sich. daß die Menschen dies je verstehen werden und daß sie eine allgemeine und identische Idee vom Guten entwickeln werden. der Wandlung seines Selbst.. Jeder handelt immer im Interesse des Guten. der Erzeugung von Einheit in ihm und der Bildung eines bleibenden Ich. daß sie dies nicht verstehen und jeder sein Gutes für das einzige Gute und alles übrige für böse hält. schlachten und töten die Menschen einander im Interesse des Guten. „nur ist das für uns noch viel zu hoch. wie er es versteht. dies zu verstehen. Der Grund ist wieder genau der gleiche. sagte G. 230 . Aber der Begriff von Gut und Böse ist für verschiedene Menschen immer verschieden und in Mensch Nummer eins. Infolgedessen ertränken.

was seinen Schlaf verlängert. und darüber hinaus. daß sie schlafen. „Wie wir schon früher erklärt haben. die aber in Wirklichkeit nur Menschen eines höheren Entwicklungsgrades und eines höheren Evolutionsgrades als Mensch Nummer eins. „Aber natürlich werden die meisten schlafenden Menschen behaupten. Nummer zwei und 231 . daß Gut und Böse für jeden bestehen.„Eine dauernde Idee von Gut und Böse kann im Menschen nur in Verbindung mit einem bleibenden Ziel und einem bleibenden Verständnis gebildet werden. daß ein Mensch einsieht. aufzuwachen. die nicht verstehen. ist das erste Zeichen eines nahen Erwachens. Aber dies stimmt nur für die. alles. die ein Ziel haben und dieses Ziel verfolgen. die verstehen. Was sie an der Verfolgung dieses Ziels hindert. können kein Verständnis für Gut und Böse haben. Das Erwachen beginnt damit. daß sie schläft. Diejenigen. „Dies steht im Widerspruch zu den allgemein herrschenden Vorstellungen. daß sie ein Ziel haben und in irgendeiner Richtung fortschreiten. welche die Menschen sich zuschreiben. Und da die überwältigende Mehrzahl der Menschen es nicht einsieht und auch nie einsehen wird. und diejenigen. gibt es viele Eigenschaften. daß sie schlafen. was für andere Menschen gut und böse ist. Wenn ein Mensch versteht. daß er schläft. oder daß das Erwachen wirklich für ihn möglich wird. ist böse. wohin er gehen soll. was sie daran hindert. böse. was ihm aufzuwachen hilft. Die Menschen glauben gewöhnlich. In Wirklichkeit hingegen gibt es Gut und Böse nur für einige wenige. und aufwachen will. kann es für sie tatsächlich weder Gut noch Böse geben. daß Gut und Böse für jeden das gleiche sein müßte. ist gut. daß er nirgendwohin fortschreitet und daß er nicht weiß. ist böse. Was ihnen aufzuwachen hilft. dann ist alles. daß er tatsächlich kein Ziel hat und nirgendwohin fortschreitet. die keinen Wunsch haben können. gut und alles. und was ihnen hilft. das heißt für die. ist gut. welche aufwachen wollen. Die Einsicht eines Menschen. Genau m der gleichen Weise wird er verstehen. was ihn daran hindert. für die nämlich.

Und ein Mensch kann nie die Wahrheit sagen. seine Gefühle oder seine Auffassungen von Wahrheit und Unwahrheit anwendet. manchmal . was er gestern für falsch hielt. „Dauernde Wahrheit und dauernde Unwahrheit kann es nur für einen dauernden Menschen geben. ein einziges und bleibendes Ich. alles dies sind Eigenschaften. Er bemerkt diese Übergänge genau so wenig wie die Übergänge seiner eigenen Ichs von einem ins andere. „Im Leben eines durchschnittlichen Menschen haben Wahrheit und Unwahrheit überhaupt keinen moralischen Wert.Nummer drei haben können. müssen ihre Auffassungen von Wahrheit ebenso verschieden voneinander sein. gibt es für ihn Wahrheit und Unwahrheit. werden sich für ihn auch Wahrheit und Unwahrheit dauernd ändern. Der Mensch bemerkt nicht einmal.sagt es' die Wahrheit. die ein durchschnittlicher Mensch nicht besitzt. „Um die Wechselbeziehung von Wahrheit und Unwahrheit im Leben zu verstehen. Keine von ihnen hängt von ihm ab.Puffer' festgehalten wird. Zur gleichen Kategorie gehören Gut und Böse. die immer mit einem dauernden Ziel. beide hängen vom Zufall ab. Wenn sie für eine gewisse Zeitspanne nicht wechselt. muß der Mensch die Unwahrheit in sich selbst 232 . wie er heute etwas für wahr zu halten beginnt. mit einer dauernden Richtung und einem dauernden Schwerpunkt verknüpft sind. Und dies ist gleichermaßen wahr. Und da die Menschen alle in jedem Augenblick auf verschiedenen Stufen stehen. Seine Wahrheit wechselt. Wenn der Mensch selbst sich dauernd ändert. ein Zustand innerer Freiheit. Folglich haben seine Wahrheit und seine Unwahrheit keinen Wert. so ist das nur. Individualität. Bewußtsein.sagt es' eine Lüge. „Die Idee von Gut und Böse wird manchmal mit der Idee von Wahrheit und Unwahrheit in Zusammenhang gebracht. und umgekehrt. wie ihre Auffassungen vom Guten. weil sie durch . Aber ebensowenig wie es für den Durchschnittsmenschen Gut und Böse gibt. auf seine Gedanken. ob man es nun auf die Worte eines Menschen. die Fähigkeit zu tun. Manchmal . weil ein solcher Mensch sich niemals an eine einzige Wahrheit halten kann. Wille.

„Darum muß man in der Schul-Arbeit. ist die. bereit sein. Die einzige Möglichkeit. ist gewöhnt. Das letztere ist gar nicht leicht. Aber wenn ein Mensch die Arbeit an sich selbst beginnt. die Herrschaft über sich selbst zu gewinnen. Worte. Folglich muß der Mensch zur gleichen Zeit. Nur ein Mensch. seinen eigenen Entscheidungen zu vertrauen. während er die .seine eigenen Entschlüsse opfern'. daß er sich ändern müsse. der Willen besitzt. 233 . weil sonst der Wille des Menschen. Ein Mensch. kann ohne . Wenn die . Die .Puffer' geschaffen. Gedanken und Gefühle. welche die Zerstörung der . der seine Arbeit lenkt. nicht imstande ist. Willen entwickeln. als der eigene Wille noch nicht voll entwickelt ist. die er während dieser Zeitspanne hat. der mit der Arbeit des Selbst-Studiums beginnt und darauf hinzielt. weil man verstehen muß. Ein Mensch kann ohne Lenkung nicht leben. durch einen anderen Willen gelenkt zu werden.Puffer' zerstört würden.Puffer' leben. „Diese Lügen werden durch die . und lernen muß zu gehorchen. die dauernden unaufhörlichen Lügen.Pu£Fer' lenken automatisch seine Handlungen. daß seine Entschlüsse richtig sind. daß er die Notwendigkeit eingesehen hat.Puffer' in sich zerstört. müssen die . das heißt bewußte Lenkung. warum solch ein Gehorsam notwendig ist. Ich benutze das Wort .erkennen. der selbst schon gestärkt worden ist. dem Willen eines anderen Menschen so lange zu gehorchen. Selbst die Tatsache. Um sowohl die Lügen in einem selbst zu zerstören. dann würde alle Lenkung aufhören. zeigt ihm.Puffer' zerstört werden. während der Wille noch nicht genügend gestärkt ist.Puffer' leben. seine Handlungen zu lenken. und stärkt sein Vertrauen in sie. so kann es mit einem Menschen dazu kommen.Puffer' zerstört werden. Da aber Wille nicht in einer kurzen Zeitspanne auf Bestellung geschaffen werden kann. die er sich selbst erzählt.studiert'. daß die . Gewöhnlich wird diese Unterordnung unter den Willen eines anderen Menschen vor allem anderen studiert. sei es auch nur automatische Lenkung.Puffer' anstrebt. die man unbewußt anderen erzählt. Aber ein Mensch kann nicht ohne . muß er seine eigenen Entscheidungen aufgeben. als auch die Lügen. .

bevor sich ein Mensch nicht von dieser Illusion befreit hat. daß man ihn zwingen werde. daß er nichts verlieren kann. Die Schulen des vierten Weges verlangen vor allem anderen Verstehen. daß man ihn Dinge tun lassen werde. Ein Mensch. die Unterordnung unter den Willen eines anderen mag unübersteigbare Schwierigkeiten für einen Menschen bieten. die Illusion aufzugeben. er habe das Recht der freien Wahl. etwas Unmoralisches zu tun. Aber der Mensch ist sich dessen nicht bewußt.„In den Schulen des religiösen Weges wird vor allem anderen •Gehorsam' verlangt. „Verzicht auf die eigene Entscheidung. er habe wirklich Grundsätze. Darüber hinaus schafft diese Furcht sofort in ihm die Illusion. der nicht vorher eingesehen hat. er muß seine Nichtigkeit im vollen Sinne des Wortes einsehen. Das Ergebnis der Anstrengungen steht immer im Verhältnis zum Verstehen. Er hat Angst. „Nur dies Bewußtsein der eigenen Dichtigkeit kann die Furcht vor der Unterordnung unter den Willen eines anderen überwinden. so ist doch diese Furcht tatsächlich eines der schwersten Hindernisse auf dem Wege eines Menschen. Es ist hart für ihn. „Er muß einsehen. Aber keine Arbeit an sich selbst ist möglich. die seinen Grundsätzen. daß er tatsächlich weder etwas opfert noch irgend etwas in seinem Leben ändert. um sie zu untergraben. Er glaubt. daß man ihn zwingen werde. Wie seltsam dies auch scheinen mag. daß er sein ganzes Leben lang irgendeinem äußeren Willen unterworfen war und nie eigene Entscheidungen getroffen hat. der noch nie an seine Gesundheit gedacht und alles überhaupt nur mögliche getan hat. Ein Mensch. Ansichten und Überzeugungen. Ein Mensch. daß er sein Leben selber lenke und organisiere. das heißt vollständige und fraglose Unterordnung ohne Verständnis. weil er nichts zu verlieren hat. was sie schädigen könne. er muß einsehen. der sein ganzes Leben hindurch jeden'anderen in der schamlosesten 234 . daß er nicht existiert. die er in Wirklichkeit nie gehabt hat und niemals haben könnte. beginnt plötzlich zu fürchten. beginnt zu fürchten. der noch nie in seinem Leben an Moral gedacht hat. etwas zu tun. Ansichten und Ideen entgegengesetzt sind.

nämlich zu seinem Wesens-Kern. Die Persönlichkeit im Menschen ist das. Wir werden später über Typen reden. die dem Typus eines Menschen entsprechen. dem Willen eines anderen Menschen untergeordnet zu sein. Die meisten Menschen sind von ihrem Schicksal getrennt und leben nur unter dem Gesetz des Zufalls. man würde ihn zwingen zu trinken. Schicksal ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. der einzige Weg ist. „Die Frage des Willens. aber nicht für jedermann. des eigenen Willens und des Willens eines anderen Menschen.Nicht sein Eigenes' bedeutet das. Das kommt daher. um einen eigenen Willen zu erwerben. die er gelernt hat. alle Worte und Bewegungen. Und nur auf diese Weise kann er dem Gesetz des Zufalls entrinnen. Wir wollen nun die Bedeutung dieser Worte im einzelnen prüfen." Das nächste Mal begann G. Der Mensch hat nicht genügend Willen zu tun. beginnt plötzlich zu fürchten. ist viel verwickelter. . alle Spuren. das seinem Typus entspricht. aber praktisch hat er es nie.nicht sein Eigenes' ist. zeigt sich sehr oft stärker als alles andere. 235 . Ich kannte einen Säufer. das heißt sich selbst und alle seine Handlungen zu beherrschen. „Man muß verstehen. Der Kern im Menschen ist sein Eigenes. wieder mit der Frage des Willens. daß das Schicksal nur zu einem Teil des Menschen in Beziehung steht. der mehr als vor allem anderen Angst hatte. um einem anderen Menschen zu gehorchen. was . „Die Furcht. Man sieht nicht ein. Inzwischen müssen Sie eines begreifen. „Ich habe schon einmal von Schicksal und Zufall im Leben des Menschen kurz gesprochen. daß der Mensch aus zwei Teilen besteht: Kern und Persönlichkeit. was er gelernt hat. und so weiter ohne Ende.Weise belogen hat. was von außen gekommen ist. daß man ihn zwingen werde zu lügen. daß eine Unterordnung. als es beim ersten Anblick scheint. Es gibt keinen anderen Weg. Der Mensch kann das Schicksal haben. die äußere Eindrücke in seinem Gedächtnis und in seinen Empfindungen hinterlassen haben. Schicksal gibt es. was er widerspiegelt. der man bewußt zustimmt. aber er hat genügend Willen.

was . fängt die Persönlichkeit zu wachsen an. kommt gewöhnlich nur in seinen Instinkten und in seinen einfachsten Empfindungen zum Ausdruck. Das Eigene im Menschen.alle Gefühle. „Der Kern ist das Wahre im Menschen.Erziehung'. alles. Es ist. Seine Wünsche. in schwierigen Verhältnissen dauernden Kampfes und der Gefahr leben. Je mehr die Persönlichkeit wächst. Dies bedeutet. die näher an der Natur. Die Persönlichkeit wird teilweise durch die absichtlichen Einflüsse anderer Leute geschaffen. Abneigungen drücken sein Wesen. daß der Kern sein Wachstum in einem sehr frühen Lebensalter einstellt und nicht mehr weiterwächst. „Vom Gesichtspunkt der gewöhnlichen Psychologie aus ist die Einteilung des Menschen in Persönlichkeit und Kern kaum verständlich. selbst der eines sehr intellektuellen und im üblichen Sinne des Wortes sehr gebildeten Menschen. Der Kern hat mehr Entwicklungsmöglichkeiten in Menschen. so wie es ist.nicht sein Eigenes' ist. aus. 236 . Solche Fälle stellen vor allem in den Verhältnissen des zivilisierten Lebens sehr seltene Ausnahmen dar. was es wirklich ist. in Wirklichkeit . desto seltener und schwächer äußert sich der Kern.sein Eigenes' oder das . Bei der Bildung der Persönlichkeit spielt auch der .Wirkliche' betrachtet. die Persönlichkeit ist das Falsche. seine Neigungen. sein Geschmack. Genau genommen. „Aber sobald die sogenannte . die durch Nachahmungen geschaffen wurden. und teilweise durch deren unwillkürliche Nachahmung seitens des Kindes selbst. auf der Stufe eines fünf. daß der Kern eines erwachsenen Menschen. was es als . Es geschieht sehr oft.Erziehung' beginnt.Widerstand' gegenüber den Menschen seiner Umgebung eine große Rolle und ebenfalls die Versuche. wo der Kern eines Menschen parallel zu seiner Persönlichkeit wächst. was wir an diesem Menschen sehen. etwas vor ihnen zu verbergen. Es ist Kern. Es gibt jedoch Fälle.nicht sein Eigenes' ist. das heißt durch . daß alles.oder sechsjährigen Kindes stehenbleibt. gibt es eine solche Einteilung in der gewöhnlichen Psychologie überhaupt nicht. „Ein kleines Kind hat noch keine Persönlichkeit. das heißt sein Kern. und sehr oft geschieht es. all dies ist seine Persönlichkeit.

welches »nicht sein Eigenes' ist. Anhänglichkeit.„Aber in der Regel ist die Persönlichkeit solcher Menschen sehr wenig entwickelt. ihnen fehlt die Kultur. bilden sich sozusagen zwei Wesen in ihm. Kunst und Politik nennen. Liebe. manchmal gewisse Arten von Übungen. Wenn wir das Experiment weiterverfolgen. Die Kultur schafft die Persönlichkeit und ist gleichzeitig das Produkt und Ergebnis der Persönlichkeit. „Es gibt eine Möglichkeit.Eigenes' ist. aber sehr wenig von dem. was .nicht ihr Eigenes' ist. alles. Wir sind uns nicht bewußt. und das Experiment mag damit beginnen. daß unser ganzes Leben. vollständig verschiedenen Geschmack. geschaffen wird. Patriotismus. ohne den Kern anzugreifen. daß entweder Persönlichkeit oder Kern eingeschläfert werden. Sie haben mehr von dem. was ihr . und eines dieser beiden beweist oft. das heißt. was . verändert oder weggenommen werden kann. Zu diesem Zweck benützen sie manchmal Hypnose. und nur sein Kern bleibt. was des Menschen . daß es sich auf der Stufe eines kleinen Kindes befindet. Einige Rauschgifte haben die Eigenschaft. ihnen fehlt Erziehung und Bildung. Haß. verschiedene Ziele und Interessen haben. In den östlichen Schulen sind Mittel und Wege bekannt. 237 . daß ein Mensch voll der verschiedensten und erhabensten Ideen. „Das Element. durch die menschliche Persönlichkeit. was wir Zivilisation. durch deren Hilfe es möglich ist. was wir Wissenschaft. unterscheidet «ich von dem. das ist durch das. Wenn Persönlichkeit und Kern für eine Zeitspanne durch das eine oder andere dieser Mittel getrennt werden. so ist es möglich.nicht ihr Eigenes' ist.Eigenes' ist. durch die Tatsache. eines dieser Wesen einzuschläfern. manchmal besondere Rauschgifte. experimentell die Beziehung der Persönlichkeit zum Kern nachzuprüfen. Nach Einnehmen dieses Rauschgiftes verschwindet dann gleichsam die Persönlichkeit eines Menschen für eine gewisse Zeit. die Persönlichkeit des Menschen von seinem Kern zu trennen. daß es durch künstliche Mittel verloren. Und dann kommt es vor. die Persönlichkeit einzuschläfern. Philosophie. voll von Sympathien und Antipathien. die mit verschiedenen Stimmen sprechen. alles.

Überzeugungen sich plötzlich als ganz leer erweist. daß die Individualität eines Menschen sein erwachsener. was ihn vorher erregt hat.Ich' eines Menschen. verabscheut die Kälte. „Wenn wir einen durchschnittlichen kultivierten Menschen nehmen. liebt die Wärme. Alles. Dinge. zeigt sich der Kern in einem Menschen als voll ausgewachsen und voll entwickelt. läßt ihn nun vollständig gleichgültig. verabscheut den Gedanken der Arbeit oder schätzt im Gegenteil die Vorstellung physischer Bewegung. seine Individualität. sein Leben zu opfern. reifer Kern ist. In der Regel ist der Kern des Menschen entweder primitiv. ohne Gefühle. wild und kindisch oder sonst einfach dumm. so werden wir sehen. sogar in Fällen von unentwickelten Persönlichkeiten. wenn es am wenigsten erwartet wird. Alles. als ob sie nie bestanden hätten. für die er bereit gewesen war. „Aber dies geschieht sehr selten. wäh- 238 . Geschmack. ohne Überzeugungen. Die Entwicklung des Kems hängt von der Arbeit an einem selbst ab. scheinen ihm nun lächerlich und bedeutungslos und seiner Aufmerksamkeit unwürdig. ohne Ansichten. Manchmal sieht er die Künstlichkeit und den eingebildeten Charakter seiner gewöhnlichen Stimmungen oder seiner hochklingenden Worte. muß man zuallererst den dauernden Druck der Persönlichkeit auf ihn schwächen. Aber um dem Kem das Wachstum zu ermöglichen. ohne Gedanken. daß in der überwältigenden Mehrheit von Fällen seine Persönlichkeit das aktive Element darstellt. Man kann sagen. Das wirkliche . und in diesem Falle vereinigt der Kem alles. kann nur aus seinem Kern wachsen. Begierden. manchmal vergißt er sie einfach. „Manchmal. wenn auch sehr selten. ist eine kleine Anzahl instinktiver Neigungen und Vorlieben.Gewohnheiten. Er hat gern Süßigkeiten. wenn ein Mensch zwischen seiner Persönlichkeit und seinem Kern zu unterscheiden beginnt. was er in sich finden kann. „Ein sehr wichtiger Augenblick in der Arbeit an sich selbst kommt dann. was in einem Menschen ernst und wirklich ist. und dann. Und das ist alles. weil die Hindernisse für das Wachstum des Kerns in der Persönlichkeit enthalten sind.

kann er nicht beginnen. weil ihre Persönlichkeit sich als ungenügend entwickelt erweist.rend sein Kern das passive Element bildet. daß sie sich der Möglichkeit des Wachstums näher befinden. ist in den Fällen von weniger kultivierten Menschen der Kern oft stärker entwickelt als in einem kultivierten Menschen. sich zu studieren. Auf diese Weise ist die Evolution für einen kultivierten und einen unkultivierten Menschen gleich schwer. mit seinen mechanischen Gewohnheiten zu kämpfen.nicht sein Eigenes' ist.Puffer' die Hauptwaffe darstellen. eine solche Arbeit zu unternehmen. kann ein Mensch nicht beginnen. „Wie schon früher gesagt wurde. Ein kultivierter Mensch lebt weit von der Natur. in künstlichen Lebensverhältnissen^ und entwickelt seine Persönlichkeit auf Kosten seines 239 . an sich selbst zu arbeiten. Das innere Wachstum eines Menschen kann nicht beginnen. einfach weil kein Grund oder kein Motiv für ihn da ist. Die Persönlichkeit muß passiv und der Kern muß aktiv werden. Es könnte scheinen. das . die für einen Menschen mit entwickeltem Intellekt möglich sind. für die Arbeit an sich selbst. bleiben ihm offen. daß alle Wege für ihn verschlossen sind. „Das heißt nicht. wenn die .Puffer' entfernt oder geschwächt werden. auf das sich die Arbeit an sich selbst gründen muß. Aber die Methoden und Mittel.Rollen'. die von einer bestimmten Arbeit der Zentren herrühren. Die Persönlichkeit besteht aus . kann er nicht beginnen. aber in Wirklichkeit ist das nicht so.Puffern'. weit von\natüriichen Daseinsbedingungen. ist eine gewisse Entwicklung der Persönlichkeit in gleichem Maße wie eine gewisse Stärke des Kerns notwendig. Der Weg des Fakirs und der Weg des Mönches. einen Mangel an dem Material. mit deren Hilfe die Persönlichkeit sich den Kern unterworfen hält.Rollen' und aus . das heißt einen Mangel an Wissen. einen Mangel an Tatsachen. sind für ihn unmöglich. die keine intellektuelle Entwicklung verlangen. Dies kann nur geschehen. Für das innere Wachstum. Ohne einige Wissensvorräte. solange dieser Zustand unverändert bestehen bleibt. Eine ungenügend entwickelte Per-' sönlichkeit bedeutet einen Mangel an . ohne eine gewisse Menge Materials. weil die .

Sie sieht nie. schlecht. würden wir vor Entsetzen verrückt werden. das heißt. sofern der Kern eines Menschen innen verfault ist oder einige unheilbare Fehler enthält. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Menschen. „Es ist gut für uns. Die Persönlichkeit sieht nur. so daß der Kern ein kleines entstelltes Ding wird. daß ein Mensch nichts vorzeitig sieht. weil sie etwas derartiges ohne die richtige Vorbereitung herausfinden. Wenn wir wüßten. daß wir dies nicht sehen und nicht wissen. sind Menschen. wenn er aufwachen will. heißt dies dann. Aber dies geschieht selten. So etwas ereignet sich ziemlich häufig. wird er sicher verrückt. die innerlich leer sind. Das ist gleichzeitig gut und schlecht. daß das Schicksal im Vergleich zum Zufall dem 240 . Eine anormale Entwicklung der Persönlichkeit bringt oft die Entwicklung des Kerns an einem so frühen Zeitpunkt zu einem Halt. „Femer geschieht es oft. daß der Kern in einem Menschen stirbt. dann ist eine lange vorbereitende Arbeitszeit erforderlich. wie viele Menschen tatsächlich tot sind und eine wie große Anzahl dieser toten Menschen unser Leben lenken. was sie nicht sehen sollten. während seine Persönlichkeit und sein Körper noch lebendig sind. Um ohne Gefahr zu sehen. der in normaleren und natürlicheren Bedingungen lebt. sie sind tatsächlich bereits tot. wenn ein Mensch schlafen will. Und tatsächlich werden Leute oft verrückt. Es ist gut. und diese Arbeit wird ganz fruchtlos bleiben. die Wahrheit sieht. Wenn der Kern sehr wenig entwickelt ist. der nichts tun kann. was sie gern sieht und was ihr Leben nicht stört. Ein günstiger Beginn der Arbeit an einem selbst erfordert den glücklichen Umstand einer gleichmäßigen Entwicklung von Persönlichkeit und Kem. daß sie etwas sehen. entwickelt seinen Kern auf Kosten seiner Persönlichkeit. Gewöhnlich ist alles so eingerichtet. die wir auf den Straßen einer großen Stadt treffen. was sie nicht mag. Solch ein Umstand bietet die größte Gewißheit des Erfolges. Wenn ein Mensch.Kerns. muß man sich bereits auf dem Weg befinden. Ein weniger kultivierter Mensch. Von einem kleinen entstellten Ding kann nichts mehr erwartet werden. das heißt." „Wenn der Kem dem Einfluß des Schicksals unterworfen ist.

die wiederum dem Willen eines anderen Menschen untersteht. Und in gleicher Weise. All dies ist mit der Befreiung von der Persönlichkeit verbunden. sowohl dem Zufall als auch wenn nötig dem Schicksal standzuhalten. und die Einbildung verringert wird. er kann sich von vielen von ihnen befreien. dieser Wille wird ihn führen.Puffern' und von der Einbildung befreit. Die Persönlichkeit nährt sich von Einbildung und Unwahrheit. daß es möglich ist. der fähig ist. gibt es auch ein allgemeines oder kollektives Schicksal. Kollektiver Zufall und kollektives Schicksal werden durch allgemeine Gesetze gelenkt.Menschen immer freundlich gesinnt ist?" fragte ein Anwesender. vieles hing von den Fragen 241 . „Das Schicksal ist nur in dem Sinn besser als der Zufall. Bezüglich des Zufalls kann man gar nichts wissen. Wenn ein Mensch sich eine eigene Individualität schaffen möchte. das bedeutet es gar nicht". In solchen Fällen gibt es jedoch Möglichkeiten. dann muß er sich zuerst von den allgemeinen Gesetzen befreien. was vor einem liegt. Daß es nicht möglich ist. Der erste Schritt hierzu besteht darin. bis sich ein eigener Wille in ihm gebildet hat. antwortete ihm G. sich von seinem eigenen Schicksal loszulösen. die Gespräche in ihrer genauen Ordnung zu rekonstruieren. sich auf das. Vieles wurde wiederholt. vorzubereiten. verringert wird. daß G. Die allgemeinen Gesetze sind überhaupt nicht für den Menschen verpflichtend. dann wird die Persönlichkeit bald schwächer. daß man damit rechnen kann. Genau wie es individuelle Zufälle gibt. wenn er sich von den . in der ein Mensch lebt. daß es möglich ist." Die geschilderten Gespräche umfassen eine Zeitspanne von einigen Monaten. wie es ein individuelles Schicksal gibt. versteht sich aus dem Grunde. oft zwanzig verschiedene Gegenstände an einem Abend behandelte. so gibt es auch allgemeine oder kollektive Zufälle. und er beginnt entweder durch das Schicksal oder durch eine Arbeitslinie beherrscht zu werden. Aber das Schicksal kann auch unangenehm oder schwierig sein. daß man den allgemeinen Gesetzen entgeht. Wenn die Unwahrheit. es im voraus zu kennen. „Und kann das Schicksal einen Menschen zur Arbeit veranlassen?" „Nein.

Nehmen wir an. Nur die. Sie sind bereit. Hierbei war es sehr charakteristisch. Sie befreit uns sofort von vielen nutzlosen Menschen. Nichts zeigt die Menschen so sehr. die nicht zahlen konnten oder die nur sehr wenig zahlen konnten. beliebige Summen für ihre eigenen 242 . um ins Himmelreich zu kommen?" sagten sie. nach Geld. daß sie nur künstlich voneinander getrennt werden konnten. Nein. Zu dieser Zeit hatten schon bestimmte Typen von Menschen begonnen. so würde es immer noch notwendig sein. viele Ideen waren so nah miteinander verknüpft. wenn ich ihm über derartige Gespräche berichtete. Diejenigen. für die die verlangte Summe eine Lappalie bedeutete. wieviel Falschheit und Heuchelei dabei im Spiel ist. die durch die Anwesenden gestellt wurden. daß Sie hundert Mitglieder hätten. seine Reisen nach Petersburg und die Zeit. verstanden dies nicht oder wollten es nicht verstehen. und wenn Sie zweihundert. daß sie nicht darauf rechnen konnten. „Bedeutet das. und Sie wollen tausend Rubel. Christus sagte seinen Schülern: . eine negative Haltung zu unserer Arbeit zu zeigen. Das würde bereits hunderttausend ausmachen. „Die Leute zahlen nicht für solche Dinge und dafür kann man auch kein Geld verlangen. die er und andere der Arbeit widmeten. sogar wenn wir überhaupt kein Geld brauchten.'s Arbeit. „Nehmt weder Bargeld noch Banknoten! Und muß man nicht für ein Eisenbahnbillett Geld geben? Muß das Hotel nicht bezahlt werden? Sie sehen. verstanden immer. Geld kosteten. die nur mit Schwierigkeiten bezahlen konnten. die Geld hatten. daß wir zahlen müssen. diese Bezahlung aufrechtzuerhalten. und daß G.Nehmt weder Bargeld noch Banknoten'. lächelte immer. Daraus könnte man ein sehr gutes Geschäft machen. sondern Menschen mit Mitteln. etwas für nichts zu erhalten. dreihundert hätten? Dreihunderttausend im Jahr ist sehr viel Geld. Abgesehen von der mangelnden „Liebe" waren viele Menschen sehr unwillig über die Forderung nach Bezahlung. wie ihre Haltung gegenüber Geld.ab. daß nicht die unwillig waren." G.

Manche Menschen werden diese Schranke nie überschreiten. Und später fanden wir heraus. Sie werden es später sehen. zahlten nicht nur für sich. Und wenn sie diese nicht überschreiten. ab. Außerdem gibt es noch andere Dinge. im Prinzip diese Frage sehr genau nahm. . Und trotzdem G. die man in Betracht ziehen muß. was ihnen beliebt von mir zu nehmen. Ich muß für sie arbeiten und ihnen alles gratis geben. lehnte er in Praxis niemanden auf Grund dessen. Die Leute. daß sie keine andere je überschreiten werden. Viele Menschen konnten tatsächlich nicht zahlen.Wie kann man mit Wissen handeln? Das sollte frei sein. sondern auch für andere." Die anderen Überlegungen waren sehr einfach. daß er kein Geld hatte. 243 .persönlichen Phantasien zu verschwenden. die tausend Rubel zahlten.' Genau aus diesem Grunde ist die Forderung nach Bezahlung notwendig. so bedeutet das. daß er sogar viele seiner Schüler unterhielt. aber sie haben überhaupt keine Wertschätzung für die Arbeit eines anderen.

Schöpf^ngsstrahl' in Form dreier Strahlungsoktoven vorstellen: die erste Oktave zwischen dem Absoluten und der Sonne. „Wir wollen darum den . daß der Vorgang der Schöpfung niemals zu einem Halt kommt.Schöpfungsstrahl' in einer abgekürzten Form nehmen: Absolutes — Sonne — Erde—Mond.NEUNTES KAPITEL B ei einer Vorlesung begann G. Ebenso wirkt jede dieser Welten weiter auf die darauffolgenden Welten. . Die Sonne beeinflußt die Planeten. Wir werden nun von den Vorgängen sprechen. die in der bereits geschaffenen und bestehenden Welt stattfinden. dauert fort. „Die Wirkung des Absoluten auf die Welt oder auf die Welten. oder in anderen Worten. Aber wir dürfen nicht vergessen. die die Sternenwelt und den interplanetarischen Raum durchlaufen. das Diagramm des Weltalls auf eine völlig neue Weise zu zeichnen. wir wollen den Verlauf der Strahlungen 244 . wir wollen uns den . daß. die planetarischen Bedingungen für uns als bleibend betrachtet werden können. die durch es oder in ihm geschaffen worden sind. „Bisher haben wir nur von den Kräften gesprochen. wenn wir es nach unserer Zeit berechnen. der vom Absoluten ausgeht. . „Um diese Strahlungen zu studieren. sagte er. die zweite Oktave zwischen der Sonne und der Erde. auch wenn das Wachstum in einem planetarischen Maßstab so langsam vor sich geht. nachdem das Weltall bereits geschaffen worden ist. und die dritte Oktave zwischen der Erde und dem Mond.Alle Sonnen' der Milchstraße beeinflussen unsere Sonne. „von dem Schöpf^ngsvorgang. wollen wir den .Schöpfungsstrahl' betrachten. welche die Welten erschaffen".Alle Planeten' beeinflussen die Erde und die Erde beeinflußt den Mond. Diese Einflüsse werden durch Strahlen vermittelt.

zwischen diesen vier Hauptpunkten des Universums untersuchen. der es ausfüllt. Zwei Noten sind in der Sonne selbst miteingeschlossen. Figur 22 Intervall Das Absolut« Intervall Erster Schock „Die Strahlungen erreichen die Sonne. fa. der uns unbekannt ist. dann 245 . ein .Intervall'.Intervall' zwischen ihnen.Schock'. also: F i g u r 21 Intervall Das Absolut« „Dann folgt ein . sol. | und das . und unsere Funktionen darin verstehen. aber nichtsdestoweniger besteht. und si.Intervall' und der . „Wir müssen unseren Platz in diesem Weltall. das in Form dreien Strahlungsoktaven zwischen vier Punkten betrachtet wird. Figur 20 Intervall Das Absolut« „Dann folgen die Noten la. do. „In der ersten Oktave umfaßt das Absolute zwei Noten. re. do und si. dann mi. finden.

fa. dann mi. tatsächlich nur drei von außen ergänzt werden müssen. werden uns befähigen. die 246 . „Dann ein. Die Erde: do. obwohl es sechs »Intervalle* in diesen drei Oktaven gibt.folgen la. dann wieder ein »Intervall*. Das zweite »Intervall* do — si wird durch den Einfluß der Masse der Sonne auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. Diese »zusätzlichen Schocks* können entweder von anderen Oktaven. die zum Monde gehen. sol. do. daß. die Beziehung der Stoffe und Kräfte verschiedener Weltebenen zu unserem eigenen Leben zu erklären. in deren Form wir uns nun das Weltall vorstellen wollen. Das erste »Intervall* zwischen do und si wird durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. Nur die »Intervalle* zwischen mi und fa müssen durch »zusätzliche Schocks* ausgefüllt werden. und dann la. und darauf gehen die Strahlungen weiter zur Erde. das es ausfüllt. Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall Sonne „Diese drei Strahlungsoktaven. „Wir müssen beachten. fa — die Strahlungen. re und der Mond. ein »Intervall*. dann mi und re. si.Intervall* und der »Schock* oder das organische Leben. sol. Und das dritte »Intervall* do — si wird durch die Wirkung der Masse der Erde auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. ein uns unbekannter »Schock*.

Figur 24 Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall j Sonne Intervall Zweiter Schock (das organische Leben auf Erden) Intervall Erde Intervall Dritter Schock Mond 247 .

Wasserstoff einfach nicht durch Raum begrenzten Stoff bedeutet.Schocks' zwischen mi — fa in der ersten Oktave das Absolute — Sonne. in dem diese Kraft wirkt. daß die Note do der Leiter der aktiven Kraft ist.Dichtigkeit der Schwingungen' und umgekehrt. je höher die . Die .Dichtigkeit der Schwingungen'.Dichtigkeit des Stoffes' gebraucht.durch den betreff enden Punkt gehen. desto niedriger die .ein Punkt des Weltalls'.Kohlenstoff (C) ist. Wir wissen nichts über das Wesen des . Die größte . nämlich ein . die durch die Zahl l bezeichnet wird. eine ganz bestimmte Bedeutung hat. die an höheren Punkten beginnen. „Wir müssen bemerken. so werden wir sehen.Punkt' kann nicht durch den Begriff . Der Begriff . stellt die höchste Schwingungsfrequenz oder die höchste Schwingungsdichtigkeit dar. der in ihm vorherrscht oder seine Mitte bildet.Punkt' ist immer im Raum begrenzt. Aber der . die den gegebenen Punkt durchkreuzen.Punkt' stellt eine gewisse Verbindung von Wasserstoffen dar.Schwingungsdichtigkeit' entspricht der .Wasserstoffes' bezeichnet werden. den ich gebraucht habe. weil .aktive' Kraft. .Schocks' zwischen mi und fa in der Oktave Erde — Mond ist uns unbekannt. „Wenn wir nun die erste dieser arei Strahlungs-Oktaven.Dichtigkeit von Schwingungen' findet sich im feinsten. die in der Sonne beginnt. Das Wesen des . „Der Ausdruck . Ein . je höher die . sol.Dichtigkeit des Stoffes'. desto niedriger die . oder von parallelen Oktaven. daß der Begriff . oder von parallelen Oktaven. fa der Oktave. die an einem bestimmten Ort besteht und eine bestimmte Funktion in dem einen oder anderen System erfüllt. während der Stoff. das heißt die drei Noten la.Dichtigkeit des Stoffes'. Und im dichtest- 248 . vom Gesichtspunkt des Dreier-Gesetzes aus untersuchen. das heißt die Oktave das Absolute — Sonne.Punkt des Weltalls' durch die Zahl des . das heißt. Gleichzeitig kann ein . im verdünntesten Stoff.Wasserstoff ersetzt werden. herrühren. welche die Note do im Absoluten erzeugt.Schock' in der Oktave Sonne — Erde ist das organische Leben auf Erden.Schwingungsfrequenz' und wird als Gegensatz zur .

„Die Note la ist der Leiter der neutralisierenden Kraft. N behalten die Zahlen l. als Leiter der neutralisierenden Kraft in seiner stofflichen Dichtigkeit zwischen . dessen Dichtigkeit wir durch die Zahl 6 (als die Summe von l. Daher entspricht der feinste Stoff der größten . wobei der .Stickstoff aktiver als der . während der Stoff. weil der . 2. also . „.Kohlenstoff* ist immer l. 3) bezeichnen werden. „Die aktive Kraft im Absoluten stellt die größte . Und der Stoff. 3.Sauerstoff ist.Sauerstoff.Sauerstoff steht. nämlich H 6: Die erste Triade „C.Stickstoff zusammen ergebenden Stoff der vierten Ordnung oder .Stickstoff. . tritt 249 . die geringste stoffliche Dichtigkeit hat.Stickstoff und . . Aber in der Dichtigkeit des Stoffes folgen sie sich in der Ordnung: .möglichen Stoff verlangsamen sich die Schwingungen und kommen fast zu einem Stillstand.Kohlenstoff.Kohlenstoff. ist . die durch die Zahl 3 bezeichnet wird. 0.Kohlenstoff. . „In der Wirkung der Kräfte stehen sie in der Folge von l. das heißt der erste . in dem die Note la erklingt. 2. 3. und der Stoff.Kohlenstoff.Sauerstoff und . »Sauerstoff ist immer 2 und . 2. in dem sich diese Schwingungen vollziehen.Wasserstoff (H). .Sauerstoff und .Stickstoff ist immer 3. in dem diese passive Kraft wirkt oder in dem die Note si erklingt. ist „Sauerstoff" (0).Schwingungsdichtigkeit' dar. bezeichnet durch die Zahl 2.Stickstoff. „Die Note si im Absoluten ist der Leiter der passiven Kraft.Stickstoff (N).Sauerstoff' der dichteste der drei ist. „Aber da der .Schwingungsdichtigkeit'. der die Zahl 3 beibehält.Kohlenstoff und .

der . Der . der in der zweiten Triade . 2. 6 sein. die ihm entsprechen. der .er in die nächste Triade als aktives Prinzip ein.Sauerstoff eine Dichtigkeit von 3.Stickstoff die Dichtigkeit von 4 und der . und zwar mit der Dichtigkeit von 2. mi. zusammen werden sie . erhält eine Dichtigkeit von 4.Schock'. Wenn der »Kohlenstoff mit der Dichtigkeit 2 eintritt. „Somit ist die Note la der ersten Triade der Leiter der aktiven Kraft in der nächsten Triade. das heißt der . dann müssen »Sauerstoff und .Stickstoff war. .Stickstoff hat eine Dichtigkeit von 2 und der . Mit anderen Worten.Kohlenstoff.Stickstoff und .Wasserstoff^ 12 (H 12) ergeben: Die zweite Triade „Entsprechend dem gleichen Plan und der gleichen Ordnung wird die folgende Triade in dieser Weise aufgebaut: fa.Kohlenstoff der zweiten Triade wird die Dichtigkeit von 2 besitzen.Stickstoff dem an Dichtigkeit entsprechen und dabei das Verhältnis der Dichtigkeiten der ersten Triade wiederholen. 3 — in der zweiten Triade wird es also 2. der . 4. in die sie mit der Dichtigkeit 2 eintritt. müssen eine Dichtigkeit von 8 und 12 haben.Sauerstoff^ die Dichtigkeit von 6.Sauerstoff. In der ersten Triade war das Verhältnis der Dichtigkeiten l. Zusammen werden sie .Wasserstoff 24 (H 24) ergeben: Die dritte Triade 250 .

re. do — . re.Wasserstoff 768 (H 768): 251 .Wasserstoff" 48 (H 48) ergeben: Die vierte Triade mi C 8 8 8 1 } | H 48 re do 0 16 24 16 N 24 16 24 Die Triade do. do wird in der gleichen Aufbauordnung . fo — . la wird .„Die nächste Triade ana.Wasserstoff 384 (H384): Die siebente Triade Mi. .Wasserstoff 192 (H 192): Die sechste Triade ^ Fa. mi — .Schock'.Wasserstoff 96 (H 96) ergeben: Die fünfte Triade Die Triade la. sol. si.

Wasserstoff 6144 (H6144): Die elfte Triade Mi.Die achte Triade Do. re.Schock'. do — . fa— . la . si.Wasserstoff 3072 (H3072): Die zehnte Triade Fa.Wasserstoff 1536 (H 1536): Die neunte Triade La. sol.. mi — .Wasgerstof^ 12288 (H 12 288): Die zwölfte Triade 252 . .

Wasserstoffe' mit Dichtigkeiten. die es im Weltall vom Absoluten bis zum Mond gibt.Wasserstoff 6 unlöslich.Wasserstoff l annehmen 253 . ließe sich der Platz bestimmen. die von 6 bis 12288 reichen: Tafel I „Diese zwölf . ist .Wasserstoffe' stellen die zwölf Stoffkategorien dar. und wenn es möglich wäre. Wir können ihn deswegen als . den der Mensch in der Welt einnimmt. innerhalb der Grenzen unserer gewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten.Wir erhalten zwölf . welche von diesen Stoffen den menschlichen Organismus bilden und in ihm wirken. „Aber an der Stelle. wo wir uns befinden. genau festzustellen.

254 .Wasserstoff 6. erhalten wir eine Skala von .Wasserstoff6 ist nichtsdestoweniger für uns unlösbar.Wasserstoff l bis /Wasserstoff 6144: Tafel II ^.und den nächsten »Wasserstoff1 12 als .Wasserstoffe' durch zwei teilen. und alles Folgende wieder durch zwei teilen. den nächsten '.Wasserstoff danach als . Deshalb können wir ihn auch als .Wasserstoff* 6.Wasserstoff* l annehmen.Aber auch . Indem wir alle folgenden .

Jeder dieser .„Die so erreichte Skala von l bis 3072 können wir für das Studium des Menschen benützen: Tafel III „Alle Stoffe von .Wasserstoffe' schließt eine große Anzahl uns bekannter chemischer Substanzen ein. die durch irgendeine mit unserem Orga- 255 .Wasserstoff' 3072 finden sich im menschlichen Organismus und spielen dort eine Rolle.Wasserstoff' 6 bis .

der . in anderen Worten. was unsere Physik und Chemie als Stoff betrachten. weiterhin ist dies der Stoff des tierischen Magnetismus. aber auch jede Verbindung von Elementen. . „ . die wir atmen. Jedes einfache Element ist ein .Wasserstoff 256 . „Wir wollen mit .Nahrung' dienen können. auf. fallen unter . so wie ein Stück Holz. sie nach ihrer Beziehung zum Leben und den Funktionen unseres Organismus einzuteilen. die ein Mensch nicht einatmen kann. wir dürfen nicht vergessen. sowohl in der Welt als auch im menschlichen Organismus. Vitamine und so fort.Wasserstoffe' 48. „Überhaupt müssen wir. wenn wir die . „Diese Art der Definition von Stoff befähigt uns.Wasserstoff einer bestimmten Dichte. mit . ist ein .Wasserstoff wird als Nahrung definiert. daß der Begriff . In anderen Worten.Wasserstoff 768 umfaßt alle Stoffe.Wasserstoff 96 hört der sogenannte Stoff oder das.Wasserstoff' 96 wird durch die verdünnten Gase dargestellt.dünner' Stoff mit geringer Nahrungseigenschaft sich .Nahrung' dienen können.n-Strahlen' der Hormone.Wasserstoff 768 beginnen.Tabelle der Wasserstoffe' betrachten. die nicht als . immer im Gedächtnis behalten. „Die . „. In anderen Worten. Andererseits wird ein . daß jeder . die aber eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben spielen. Dieser . Stoffe unseres seelischen und geistigen Lebens auf verschiedenen Stufen.Wasserstoff eine sehr umfassende Bedeutung hat.Wasserstoff 192 ist die Luft der Atmosphäre. ein Stück Eisen unter . die dem Menschen als .Wasserstoff 96 umfaßt ebenfalls Stoffe. „ .Wasserstoff 3072. .nismus in Verbindung stehende Funktion zusammenhängen.Wasserstoff 384 nähern. Stoffe. der Ausstrahlungen des menschlichen Körpers. die eine bestimmte Funktion hat. 12 und 6 sind Stoffe. die oft nur von einigen angenommen und von anderen geleugnet werden.Wasserstoff 1536.Wasserstoff. die für unsere Chemie kaum feststellbar sind oder sich nur aus Spuren oder Ergebnissen erkennen lassen.Wasserstoff 384 ist Wasser. die unserer Physik und Chemie unbekannt sind. 24.

Atomgewicht 35.Wasserstoff 96 entspricht dem Brom Br. nämlich. . Die Chemie. die gewissen . von der wir hier sprechen. die noch alle ihre chemischen. „Außerdem kann man in der Tabelle der Atomgewichte Elemente aufzeigen. die ihren Platz im Weltall bestimmen. und ihrer Beziehung zu anderen Stoffen. Die Atomgewichte dieser Elemente stehen fast im Verhältnis einer Oktave zueinander. deren Atomgewichte fast in einem richtigen Oktaven-Verhältnis zueinander stehen.Wasserstoffen' entsprechen. daß die gewöhnliche Chemie nicht alle Eigenschaften einer Substanz in Betracht zieht. Atomgewicht 19.5. Kohlenstoff. das heißt das unvollständige Oktaven-Verhältnis. . 14 und 16. und dann unter dem Gesichtspunkt ihrer Beziehung zum Menschen und zu den Funktionen des Menschen.dieser Tabelle eine ungeheure Anzahl verschiedener Stoffe einschließt. Atomgewicht 127. das heißt einen ge- 257 . in anderen Worten. Die geringe Ungenauigkeit. daß sie ihre . studiert die Stoffe auf einer von der gewöhnlichen Chemie verschiedenen Grundlage und zieht nicht nur die chemischen und physikalischen.Wasserstoff 12 entspricht dem Wasserstoff der Chemie (Atomgewicht l).Wasserstoff 192 entspricht dem Jod J. das Atomgewicht des einen ist fast doppelt so groß wie das Atomgewicht eines anderen. kosmischen und psychischen Eigenschaften hat (jede Substanz hat nämlich außer ihren kosmischen Eigenschaften auch psychische Eigenschaften.kosmische Gruppe' darstellen.Wasserstoff48 entspricht dem Chlor Cl. die durch ein und dieselbe Funktion in unserem Organismus verbunden sind und eine bestimmte . Atomgewicht 80. „. So entspricht . wird durch die Tatsache verursacht.kosmischen Eigenschaften' nicht einbezieht. das heißt Elemente. Stickstoff und Sauerstoff (der Chemie) haben die Atomgewichte 12. „Diese Chemie oder Alchimie betrachtet die Stoffe zuallererst unter dem Gesichtspunkt ihrer Funktionen. und .Wasserstoff 24 dem Fluor Fl. sondern auch die psychischen und kosmischen Eigenschaften der Stoffe in Betracht. Unter einem Atom einer Substanz ist die kleinste Menge der betreffenden Substanz zu verstehen.

Also ein kleiner Tropfen Wasser. ein Atom Luft (das heißt atmosphärischer Luft.wissen Grad von Intelligenz). alle Substanzen. Dampf. „Die . „Dieses Atom ist die kleinste Wassermenge. vom Gesichtspunkt ihrer Beziehung zu den verschiedenen Ebenen des Weltalls aus zu untersuchen. was dem Gaszustand des Wassers. Das grundsätzliche und wichtigste Prinzip des Überganges der Triaden ineinander und der Struktur des Stoffes verstand ich erst später. die noch alle Eigenschaften des Wassers besitzt." Zu diesem Punkt muß ich sagen. ein Atom Brot.Tabelle der Wasserstoffe' macht es möglich. sondern auch auf alle zusammengesetzten Stoffe angewandt werden. aber andere Funktionen besitzt und daher auch andere kosmische und psychische Eigenschaften hat. bei einer bestimmten Temperatur durch ein besonderes Thermometer gemessen. ein Atom Fleisch und so fort geben. Es kann ein Atom Wasser.Atom' kann deswegen nicht nur auf Elemente. die für die menschliche Atmung geeignet ist). die den Organismus eines Menschen ausmachen. ermöglicht uns diese Tatsache. sondern etwas. der unter gewissen Bedingungen mit bloßem Auge gesehen werden kann. nahekommt. Bei weiterer Teilung verschwinden einige dieser Eigenschaften.'s versuche ich im allge- 258 . Und da jede menschliche Funktion das Ergebnis der Wirkungen bestimmter Substanzen und jede Substanz mit einer bestimmten Ebene des Weltalls verbunden ist. die bestimmte Funktionen im Weltall oder im menschlichen Leben besitzen. Ein Atom Wasser ist in diesem Zusammenhang ein Zehntel eines Zehntels eines Kubikmillimeters Wasser. daß die „drei Schwingungsoktaven" und die von ihnen abgeleitete „Tabelle der Wasserstoffe" für uns lange ein Stein des Anstoßes blieben. Der Begriff . die Beziehungen zwischen den menschlichen Funktionen und den Ebenen des Weltalls festzustellen. das heißt es ist dann nicht mehr Wasser. In meiner Darlegung der Vorlesungen G. der sich chemisch auf keine Weise vom Wasser im flüssigen Zustand unterscheidet. und ich werde an geeigneter Stelle darüber sprechen.

einem jungen Ingenieur. „Aber ich habe sie bereits gehört". Da ich gewohnte Worte vernahm. Eine Episode ist in meinem Gedächtnis geblieben.'s bereits erwähnten Moskauer Schülern gehörte. Diese „Leiter von der Erde zum Himmel" ließ mich an die sehr ähnlichen Weltempfindungen denken. Ein neues Modell dei Wfboü*. Die Vorlesung wurde von P.meinen. ich hätte diese Vorlesung schon früher gehört. obwohl dies nicht immer möglich ist. Es war bei einer der Wiederholungen dieser Vorlesung über die Struktur des Stoffes in Verbindung mit der Mechanik des Weltalls. rauchte und dachte an etwas anderes. war auch da. 259 . die Ganzheit und die „Mathematischheit" von allem in der Welt spürte1. setzte mich darum in einer Ecke des großen Wohnzimmers nieder. „Warum hörten Sie dieser Vorlesung nicht zu?" fragte er mich. sagte ich. Ich kam. Und femer verstand ich nicht sofort. die ich einige Jahre früher während meiner seltsamen Experimente hatte. Auf mich persönlich machte die „Tabelle der Wasserstoffe" einen sehr starken Eindruck. der später noch stärker werden sollte. weil viele Dinge sehr oft wiederholt wurden und in irgendeiner Form in fast allen Vorlesungen vorkamen. G. als sie bei ihrer einfachen Darstellung vermuten lassen. als die Vorlesung schon begonnen hatte. sie bei den ersten Malen. da ich davon hörte. nahm ich an. daß diese Ideen viel schwieriger aufzunehmen sind und ihr Gehalt viel tiefer ist. das heißt entweder in Verbindung mit der Erläuterung des „Schöpfungsstrahls" oder in Verbindung mit der Erklärung des Oktavengesetzes. * Vgl. nachdem sie vorbei war. Kapitel 8. Aber abgesehen von den in mir hervorgerufenen seltsamen Empfindungen. der zu G. als ich so stark die Verbundenheit. gehalten. war ich weit davon entfernt. eine chronologische Ordnung beizubehalten. „Experimentelle Mystik^'. nach ihrem richtigen Wert einzuschätzen. Diese Vorlesung wurde mit verschiedenen Variationen oft wiederholt.

der bald Regen. was ich gehört hatte. das mehr als eine Meile von der nächsten Wohnstätte entfernt war. und was G. bestand. ich verstand nicht. obwohl ich mir sehr wohl bewußt war. sie schon kannten? Aber da wurde gerade das behandelt. die aus sechs Menschen. bald Schnee in Böen brachte." Nach kurzem Schweigen sagte er: „Nun. im November 1917. von dem wir später gehört hatten. Während ich eine Frage überdachte. die Sie nicht hören wollten. an das konnte ich mich leider unter keinen Umständen erinnern. Erinnern Sie sich an eine Vorlesung. Eines Abends saßen wir beisammen und sprachen. hauptsächlich über einen Widerspruch in diesem Diagramm. Ich dachte gerade an einige Folgerungen aus der „Tabelle der Wasserstoffe". Diesmal gab er mir keine direkte Antwort.. Aber was genau gesagt worden war. alles zusammenzufassen. würden Sie dann zu Fuß dorthin gehen?" „Gewiß". wenn Sie hören würden. da Sie. sagte er. Ich verstand das erst viel später. „Sie sollten das wissen". was er von mir erwartete und warum ich zum zweitenmal der gleichen Vorlesung zuhören sollte. erinnerte ich mich oft ganz deutlich. als die Vorlesungen vorbei waren und ich versuchte.G. „es wurde davon in den Petersburger Vorlesungen gesprochen. was ich fragte. wie lang- 260 . viel später darauf antwortete. schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. am Ufer des Schwarzen Meeres. darunter G. Es war schon spät und das Wetter war sehr schlecht. weilte eine kleine Gruppe von uns. fünf Meilen nördlich von Tuapse in einem kleinen Landhaus. Und wirklich. verglichen mit einem anderen. ein nordöstlicher Wind blies. sagte ich. und ich hätte viel darum gegeben. Und ganz ehrlich. Vielleicht haben Sie nicht zugehört.. sie noch einmal zu hören. Fast zwei Jahre später. wie Sie sagten. daß sie in einer der Vorlesungen besprochen worden war. Meine Frage bezog sich auf Wasserstoffe unterhalb der normalen Ebene. was es genau war. wonach Sie jetzt fragen. Später will ich erklären. daß wieder die gleiche Vorlesung in Tuapse gehalten würde.

für Dinge. „Denken Sie. Petersburg. Schnee. von seiner erstaunlichen Fähigkeit ab. die völlig nutzlos für ihn sind. Aber bei etwas wirklich Wichtigem. daß ich den ganzen Weg schon mehr als einmal gegangen bin. wurde das. Natürlich hing viel von seiner Art der Darstellung. weil es keine andere Möglichkeit gab." „Ja". G. Zurückschauend kann ich nicht umhin. Ohne irgendeine Notwendigkeit würden sie jede denkbare Schwierigkeit auf sich nehmen. „Was die Vorlesung betrifft. Aber in Wirklichkeit denken sie genau entgegengesetzt. einfach. wußte ich dennoch. alle grundsätzlichen und wesentlichen Punkte herauszustellen und sich nicht in unnötige Einzel- 261 . Der Mensch will auf keinen Fall für irgend etwas zahlen. zu staunen." „Was ist dabei zu überlegen?" sagte ich. wenn in Tuapse jemand eine Vorlesung über diese Dinge halten würde. Natürlich würde ich ohne ein Wort gehen. Aber für etwas Wichtiges niemals. tatsächlich in Petersburg besprochen. was für ihn das Wichtigste ist.. Dunkelheit. und vor allem will er nicht für das zahlen. Regen. über die Geschwindigkeit. daß man für alles zahlen muß und daß man im Verhältnis zum Empfangenen zahlen muß. uns die grundsätzlichen Ideen seines Systems vermittelte. Das muß von sejbst zu ihm kommen. rühren sie keinen Finger. wird er jede Summe zahlen. Wenn Sie damals zugehört hätten. das ihnen wirklich etwas geben kann. daß es überhaupt keinen Widerspruch zwischen den Diagrammen gibt und daß es überhaupt keinen geben kann. „wenn die Leute doch wirklich auf diese Weise überlegen würden. Aber gewöhnlich denkt der Mensch das Gegenteil. So ist die menschliche Natur." Aber nun zurück nach St. mit der G. „Sie wissen. „Würden Sie wirklich gehen?" fragte er. würden Sie jetzt verstehen.wierig und kalt die Straße sein würde. Sie wissen. wenn es keine Pferde gab oder kein Platz für mich im Wagen war. fünfundzwanzig Meilen. daß mich das nicht abhalten würde. Wind. wonach Sie fragten. Für Nichtigkeiten. lachte. sagte G. Und ohne besonderen Grund.

Einbildung. auf schlechte Stimmungen. um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen. zu studieren oder zu fühlen. die in gar keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit steht. Was gelernt werden muß. das wir an Dingen nehmen. das eine ungeheure Menge Energie verbraucht. auf das . jeder Gedanke.Interesse'. Nervosität. den größeren Teil der Energie. auf nützliche Arbeit zu verwenden. die Erwartung unangenehmer möglicher und unmöglicher Dinge. aber in allem. jeder Zustand. einebestimmte Substanz. wenn wir die Energie zum . 262 . wenn er einzusehen beginnt. Aber wir können uns nur an uns selbst erinnern. es zu verstehen. „Wir waren zu dem Schluß gekommen. Jede Funktion. die wir besitzen. die in Wirklichkeit überhaupt nicht interessant sind: auf die dauernde Verschwendung der . Im Anschluß an die „Wasserstoffe" begann G. Tagträumen und so weiter. daß jeder normale Mensch Energie genug hat. Wir können nur etwas studieren. jedes Gefühl benötigt eine bestimmte Energie. die er sich gesetzt hat? „Die Antwort ist. „Wir verwenden unsere Energie hauptsächlich auf unnötige und unangenehme Gefühle. ist. bevor die wesentlichen Punkte verstanden waren.heiten zu verlieren. auf unnötige Muskelanspannung. die unser Organismus erzeugt. daß er nicht genug Energie hat.Selbst-Erinnem' haben.tun'. jede Handlung. Die Energie wird auf falsche Arbeit von Zentren verwandt. was wir tun. auf unnötige Hast. die um uns herum geschehen. anstatt sie unproduktiv zu verschwenden. Erregbarkeit.Aufmerksamkeitskraft' und so weiter und so fort. oder an anderen Leuten. „Was tut also ein Mensch. wenn wir die Energie haben. auf dauerndes Geschwätz. um die Ziele zu erreichen. die nächste Vorlesung: „Wir möchten .unser selbst erinnern' müssen. verstehen oder fühlen. daß wir uns . sind wir durch die Energiemenge gebunden und begrenzt.

Wasserstoffe' und verwandelt sie in feinere . als er erwartete.Wasserstoffe' mittels einer ganzen Reihe komplizierter alchimistischer Vorgänge. die notwendig ist. Nachdem der Mensch seine Maschine bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen hat und sich überzeugt hat. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die Erzeugung der feineren .Wasserstoffe' durch die menschliche Fabrik. Tatsächlich erzeugt die Fabrik gar nichts — all ihre Maschinen. „Das Studium des Arbeitsgangs des menschlichen Organismus zeigt. Die Fabrik erhält als Rohmaterial von der Außenwelt eine Anzahl grober . um die eigene Existenz aufrechtzuerhalten. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen erreicht diese Fabrik nie die volle. sie werden alle auf den Unterhalt der Fabrik selbst verwendet. daß dies ganz gut möglich ist. gegen all diese Gewohnheiten seines Lebens anzukämpfen. „Der menschliche Organismus stellt eine chemische Fabrik dar. ungenügend. weil nur ein kleiner Teil der Maschinen in Gebrauch ist und weil nur die Materialmenge erzeugt wird. Eine derartige Leitung der Fabrik ist offensichtlich im höchsten Grade unwirtschaftlich. kommt er nichtsdestoweniger zu dem Schluß. die Produktion auf das ihr mögliche Maximum zu steigern. die auf sehr große Produktion angelegt ist. daß sie viel mehr Energie erzeugt. ihr mögliche Produktion. und mit Hilfe dieser Energie kann er auf jeden Fall die Arbeit des Selbststudiums und der Selbst-Vervollkommnung beginnen. so würden 263 . daß diese Energie nicht genügt und daß er. die Summe der erzeugten Energie vermehren muß. wenn er mit seiner Arbeit fortfahren will. Wenn es uns gelänge. an der wir vom Gesichtspunkt der Möglichkeit höherer Bewußtseins-Stufen und der Arbeit höherer Zentren besonders interessiert sind. all ihre ausgesuchte Ausstattung dienen tatsächlich überhaupt keinem Zweck und erhalten nur mit Schwierigkeit ihre eigene Existenz.„Wenn der Mensch anfängt. „Die Arbeit dieser Fabrik besteht darin. „Später wird jedoch das Problem schwieriger. eine Art von Stoff in eine andere zu verwandeln. nämlich den im kosmischen Sinne gröberen Stoff in feineren. spart er eine ungeheure Energiemenge.

nur in viel größeren Mengen.Astralkörpers' notwendigen Substanzen erzeugen. muß ein Kind gute Nahrung bekommen. Dann würde der ganze Körper.Wasserstoffen' gesättigt werden. das heißt wenn er die Erzeugung der feinen . des astralen.Fabrik' alles ausgibt.Lerne das Feine vom Groben zu scheiden' — dieses Prinzip aus den »Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistus' bezieht sich auf die Arbeit der menschlichen Fabrik. das für das Wachstum der Gewebe notwendig ist.wir beginnen. aus den verschiedenen Nahrungsarten. das durch keine anderen Mittel erreicht werden kann. sein Organismus muß sich in einem gesunden Zustand befinden. „Dies kann jedoch unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen nicht geschehen. Wenn der physische Organismus eine genügende Menge dieser feinen Substanzen zu erzeugen beginnt und der . Das gleiche ist für das Wachstum des . Der Überschuß dieser Substanzen kann dann zur Bildung und zum Wachstum des . auf eine höhere SeinsEbene bringen. alle Gewebe. des mentalen und so fort. um aus dieser Nahrung das Material zu erzeugen. ist ein stofflicher Vorgang. Fernerhin benötigt der .Astralkörpers' notwendig.Astralkörper' für sein Wachstum die gleichen Substanzen wie die. Das innere Wachstum. „ . die feineren . das Wachstum der inneren Körper des Menschen. die der Organismus einnimmt. das »Feine vom Groben zu scheiden'.astrale Körper' in ihm schon gebildet ist.mentalen 264 .Wasserstoffe' auf ihr mögliches Maximum bringt. die sich allmählich in ihnen ablagern und in einer bestimmten Weise kristallisieren würden. mit diesen feinen . was sie erzeugt. schafft er durch diese Tatsache allein für sich die Möglichkeit eines inneren Wachstums. alle Zellen.Wasserstoffe' würde allmählich den ganzen Organismus auf eine andere Stufe. Um zu wachsen. muß er die für das Wachstum des . welcher dem Wachstum des physischen Leibes völlig analog verläuft.'weil die . Und wenn ein Mensch lernt. welche für die Aufrechterhaltung des physischen Körpers notwendig sind. dann braucht der astrale Organismus für seine Erhaltung weniger von diesen Substanzen als während seines Wachstums.Wasserstoffe' aufzusparen. Diese Kristallisierung der feinen .

Die Luft. ist Nahrung. 3. daß wir mit jedem äußeren Eindruck. werden im Organismus durch die Nahrung erzeugt. diese Energie. die den . für die höheren Bewußtseins-Funktionen und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. der mit der Hilfe der gleichen Substanzen wächst. All die für das Wachstum und die Ernährung der höheren Körper notwendigen Substanzen müssen innerhalb des physischen Organismus erzeugt werden. wie schon ge sagt wurde. für die psychische Arbeit. die wir atmen. Wir müssen uns jedoch erinnern. Die normale Nahrung. so bedeutet das. daß die menschliche Maschine richtig und wirtschaftlich arbeitet. Aber wieso die Eindrücke eine Nahrung darstellen. die wir essen. die für die Erhaltung des Lebens des Organismus. die von außen in den Organismus eintritt. ob er nun die Form eines Lautes. „Alle Substanzen. von außen her eine gewisse Energiemenge. dient dem Wachstum des vierten Körpers. 2. und der physische Organismus ist nur unter der Bedingung fähig. „Der menschliche Organismus nimmt drei Arten von Nahrung auf: 1.mentalen Körpers' mehr von diesen Substanzen als das Wachstum und die Ernährung des . Femer kann. sie zu erzeugen.Körpers' benützt werden. mag zuerst schwierig zu verstehen sein. Der Überschuß der Substanzen. „Es ist nicht schwer einzusehen. einer Gesichtswahrnehmung oder eines Geruches hat. die den . Aber natürlich erfordert das Wachstum des .astralen Körpers'. Energie nicht ohne Stoff vermittelt werden. daß Luft eine Art Nahrung für den Organismus darstellt. eine gewisse Anzahl von Schwingungen aufnehmen. Unsere Eindrücke. Aber in allen Fällen muß der Überschuß sehr groß sein. daß auch Stoffe von außen eindringen. Wenn Eindrücke von außen Energien von außen mit sich in den Organismus hineinbringen. die den Organismus im vollen Sinne des Wortes ernähren. die von außen in ihn hineinkommt.Astralkörper' ernähren.mentalen Körper' ernähren. „Für seine normale Existenz muß der Organismus alle drei 265 .

Luft und physische Nahrung befähigen den Organismus. der uns Bewegung vermittelt. die über sechzig Tage dauerten. Es sind Fälle von Hungern bekannt. Ohne Luft kann er nur einige Minuten leben. Natürlich kann ein solches Hungern nicht als vollständig betrachtet werden. Luft und Eindrücke. wenn er vier Minuten ohne Luft ist.Nahrungsarten erhalten. da in allen Fällen solchen künstlichen Hungerns die Betreffenden Wasser zu sich genommen haben. gewöhnlich stirbt ein Mensch. trotzdem es klar ist. nicht mehr als zwei oder drei. raubte. alle drei werden benötigt. Der Organismus kann für eine verhältnismäßig lange Zeitspanne bestehen. durch die wir leben. Nichtsdestoweniger kann ein Mensch sogar ohne Wasser und ohne Nahrung für einige Tage leben. Eindrücke und Luft befähigen einen Menschen. wobei der Organismus nichts von seiner Vitalität verlor und sich sehr schnell wieder erholte. Der Organismus kann nicht nur von einer. bis zum Ende seiner normalen Lebensdauer zu leben und die Substanzen zu erzeugen. die uns von außen zukommen. sondern auch für die Bildung und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. sobald er wieder Nahrung zu sich zu nehmen begann. uns bewegen und sind. Aber die Beziehung dieser Nahrungsstoffe zueinander und ihre Bedeutung für den Organismus ist nicht die gleiche. Die Natur übermittelt uns durch unsere Eindrücke die Energie. 266 . so würde er sofort sterben. die nicht nur zur Erhaltung des Lebens. Wenn der Fluß der Eindrücke auf irgendeine Weise zu einem Halt gebracht werden könnte oder wenn man dem Organismus seine Fähigkeit. Wenn der Strom dieser Energie angehalten wird. das heißt physische Nahrung. auch nicht von zwei Nahrungsarten existieren. Der Hauptmotor ist für uns die Natur. Eindrücke. daß ein Mensch von Eindrücken allein nicht lang leben kann. etwas länger zu leben. Ohne Eindrücke kann ein Mensch nicht einen Augenblick leben. Eindrücke zu empfangen. gleicht einem Treibriemen. Der Strom von Eindrücken. die uns umgebende Welt. ohne frische physische Nahrung zu erhalten. so wird unsere Maschine sofort zu arbeiten aufhören. Infolgedessen sind von den drei Nahrungsarten die für uns wichtigste die Eindrücke.

Der oberste Stock dieser Fabrik besteht aus dem menschlichen Kopf. 267 . „Betrachten wir den menschlichen Organismus als eine dreiF i g u r 25 Kopf Brust Rücken und unterer Teil des Körpers jstöckige Fabrik. Dieser »Wasserstoff* kommt in das untere Stockwerk des Organismus als »Sauerstoff* do 768. F i g u r 26 Erde Die Einführung von Nahrung (H 768) in den Organismus Physische Nahrung ist H 768 oder la. fa der dritten kosmischen Schwingungsoktave. und der untere aus dem Magen.„Der Vorgang der Verwandlung der in den Organismus kommenden Substanzen in feinere geschieht nach dem Oktaven-Gesetz. dem Rücken und dem unteren Teil des Körpers. sol. Der mittlere Stock aus der Brust.

„. vereinigt sich mit . der die Note 268 . der sich im Organismus befindet.Kohlenstoff 96 im Organismus. und mit ihm zuF i g u r 28 •ortsetzung der Verdauung der Nahrung (H 768) im Organismus sammen bringt es einen neuen . 192 hervor.Stickstoff mi 192 ist.Sauerstoff 768 vereinigt sich mit .Kohlenstoff 192. N 384 ist die nächste Note re.Sauerstoff wird. Aus der Vereinigung von 0 768 und C 192 ergibt sich N 384. Figur 27 Der Beginn derNahrunqsverdauung (H 768) im Organismus „Re 384. das in der nächsten Triade .

derNahrungsoktave. Wenn kein . in der Form 269 . kann sich die Substanz mi 192 nicht von selbst in die volle Note fa verwandeln. Obergang der Nahrungsprodukte insol 48 „An der Stelle im Organismus. wo mi 192 allein zu einem Halt käme.zusätzlicher Schock' hinzuF i g u r 29 Die Einführung von Lütt (H192) in den Organismus und der Schock.den Luft auf das Intervall mi . ein »zusätzlicher Schock' ist notwendig.„Wie aus dem Oktaven-Gesetz bekannt ist. tritt die »zweite Nahrung' hinzu — Luft. F i g u r 30 Fortsetzung. kann mi nicht selbständig in fa einer aufsteigenden Oktave übergehen.fa der Nahrungsoktave verursacht kommt.

von do 192. Wandlung der Nahrungsprodukte In sl 12 stoff 48. re. das heißt alle notwendige Energie. die die gleiche Dichtigkeit wie sie selbst hat. Die Note do hat alle notwendigen Halbtöne.Stickstoff 96 ist die Note fa. in . Die Energie von do gibt mi 192 Kraft genug. um in die nächste Note überzugehen.Stickstoff 96 überzugehen. . der sich schon im Organismus befindet. das heißt mi. Figur 31 Fortsetzung derNahrungsoktave. Wandlung der Nahrungsprodukte in la 24 und sie gibt sozusagen einen Teil ihrer Energie an die Note mi ab.KohlenFigur 32 Forlsetzung derNahrungsoktave. um durch die Verbindung mit . 270 . do der zweiten kosmischen Strahlungsoktave.

271 .zusätzlichen Schocks' erzeugt wird. „Die Note sol 48 geht durch den im Organismus vorhandener. | .„Fa 96 geht durch die Verbindung mit dem im Organismus vorhandenen .Kohlenstoff 24 in . F i g u r 33 H 192 Der Beginn der Verdauung von Luft im Organis- „La 24 vereinigt sich mit dem im Organismus vorhandenen . Si 12 ist die höchste Substanz.Stickstoff 48 über — die Note sol.Kohlenstoff 12 in .Stickstoff 24 über — la 24.LuffOktave Im Organismus mit Hilfe des durch die Luft herbeigeführten . die im Organismus aus physischer Nahrung Fortsetzung F i g u r 34 der .Stickstoff 12 oder si 12.Kohlenstoff 6 und wandelt sich in . .

das als .Kohlenstoffs' 24 in mi 48 über. Für den 272 . F i g u r 35 Das Eindringen von (Eindrücken' in den Organis- vereinigt sich seinerseits an einer bestimmten Stelle mit dem im Organismus anwesenden .Kohlenstoff 48 und geht in re 96 über. F i g u r 36 Die drei Nahrungsarten und die Verdauung von H 768 und H 190 im Organismus mit Hilfe eines mechanischen .Schocks'. Der Normalzustand des Organismus und die Normalerzeugung von feinen Störten aus den Nahrungsprodukten „Re 96 geht mit Hilfe des . und damit ist die Entwicklung der zweiten Oktave beendet.„Do 192 (Luft).Sauerstoff in den mittleren Stock der Fabrik gelangt und einen Teil seiner Energie an mi 192 abgibt.

Gleichzeitig kommt do 48 nicht mit mi 48 in Berührung. und für alle ihre höheren Funktionen kann die Fabrik nur diesen höheren Stoff verwenden. wo ein Eindruck in unser Bewußtsein kommt. „Es gibt jedoch eine Möglichkeit. Das bedeutet. „Die dritte Oktave beginnt mit do 48. um in die folgende Note überzugehen. so daß es weder selbst in die nächste Note übergehen noch einen Teil seiner Energie an mi 48 abgeben kann. und unter den gewöhnlichen Lebensverhältnissen entwickelt sie sich auch nicht weiter.Übergang von mi in fa ist ein . fa der zweiten kosmischen Oktave .Sonne — Erde'. fehlt der hierfür notwendige .künstlicher Schock' an dieser Stelle bedeutet eine bestimmte Anstrengung im Augenblick des Empfanges eines Eindrucks. Wir erinnern uns nicht. das ist la. Zu diesem Zweck muß man einen besonders gearteten . daß der .zusätzlicher Schock' notwendig.künstlicher Schock'? Er ist mit dem Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes verknüpft. das heißt die Luft-Oktave. „Vorher wurde erklärt. 273 . „Die Eindrücke dringen in den Organismus in Form von »Sauerstoff 48 ein. sich weiterzuentwickeln. wo do 48 eintritt.künstlichen Schock' an der Stelle schaffen.künstliche Schock' auf die Kote do48 treffen muß. und die dritte Oktave klingt nur als do. aber in diesem Punkt hat die Natur keinen »zusätzlichen Schock' vorbereitet. „Was aber bedeutet ein . wo die dritte Oktave gleich an ihrem Anfang nicht weiterkann. aber an dieser Stelle des Organismus. Ein . Die höchste von der Fabrik erzeugte Substanz ist si 12. „Unter normalen Bedingungen. das heißt die Luft-Oktave und die Eindrucks-Oktave zu befähigen. und die zweite Oktave.Kohlenstoff'12. das heißt den Bedingungen des gewöhnlichen Daseins. Die Note do48 bezeichnet den Augenblick. kann sich nicht weiterentwickeln. die Erzeugung zu vermehren. „Do 48 hat genug Energie. sol. daß wir uns unter gewöhnlichen Lebensbedingungen unser selbst nicht erinnern. kommt die Erzeugung der feinen Stoffe durch die Fabrik an dieser Stelle zu einem Halt.

den er während des Selbst-Erinnems aufnimmt. daß man im Augenblick der Aufnahme eines Eindrucks eine bewußte Anstrengung macht [siehe Figur 37]. wird jeder Eindruck. Selbst-Beobachtung im Augenblick des Empfangs eines Eindruckes. eines Gedankens oder einer Handlung nicht unserer selbst gewahr. daß die mit der Selbst-Erinnerung verknüpfte Empfindung ein Gefühls-Element mit sich bringt. als ob ich mir sagen würde: . mit dem mi 48 der zweiten Oktave in Beziehung zu treten und dieser Note die erforderliche Energiemenge für die Verwandlung von mi in fa zu verleihen. Aber wenn ich mich meiner selbst erinnere. Gleichzeitig befähigt die mit dem Übergang von einer Note zu einer anderen und der Wandlung von 48 in 24 verknüpfte Anstrengung das do 48 der dritten Oktave. der durch die Tatsache des .Kohlenstoff 12 an die fragliche Stelle. das heißt aus der zweiten Nahrungsart. erzeugt wird.das heißt wir empfinden uns selbst nicht. La 6 ist der höchste Stoff. sozusagen verdoppelt. wir werden im Augenblick einer Wahrnehmung. 274 . all das zusammen verdoppelt die Stärke der Eindrücke und macht do 48 zu re 24. Auf diese Weise erstreckt sich der do 48 verliehene . Dieser zweite Eindruck.ich schaue'. Anstrengungen. fa 24 in sol 12 über. sich zu entwickeln. der vom Organismus aus der Luft. eines Gefühls. „Mi 48 geht in fa 24. ist der zusätzliche Schock. sol 12 geht in la 6 über. Dies wird jedoch nur dadurch erreicht.Schock' auch auf mi 48 und befähigt die zweite Oktave. daß ich schaue. An Stelle eines Eindrucks von der Straße gibt es nun zwei Eindrücke. sich seiner selbst zu erinnern. Ferner geschieht es oft. so schaue ich nicht einfach auf die Straße. die Registrierung sozusagen des Empfangs der Eindrücke und die gleichzeitige Bestimmung der aufgenommenen Eindrücke. ich fühle. Beobachtung der eigenen Eindrücke im Augenblick ihrer Aufnahme. einen von der Straße und einen anderen von mir. die Straße betrachtend. In einem gewöhnlichen psychischen Zustand schaue ich einfach auf die Straße. Wenn ein Mensch dies versteht und sich seiner selbst zu erinnern versucht.Mich-meinerselbst-Erinnems' erzeugt wird. das heißt die Arbeit der Maschine bringt eine gewisse Menge von .

die ausgeatmete Luft ganz verschieden ist. Aber einige Menschen atmen nicht fünfzehn. Diese genaue Analyse zeigt. was dies bedeutet. Nehmen wir einmal an. die wir F i g u r 37 Die Entwicklung der Luft-Oktave nach dem ersten bewußten . enthält die Luft eine große Anzahl der Wissenschaft nicht bekannter Substanzen. vorhanden. aus zwanzig unserer Wissenschaft unbekannten Elementen besteht. sondern nur zehn Elemente aus.Schock' atmen. daß. obwohl die von verschiedenen Leuten eingeatmete Luft genau die gleiche ist. daß fünf dieser Elemente immer absorbiert werden. Abgesehen von den Elementen. Diese fünf Elemente sind .höheren Wasserstoffe' sind in jedem Teilchen der Luft. Diese . Nehmen wir an.höhere Wasserstoffe'. Folglich besteht die von jedem Menschen ausgeatmete Luft aus fünfzehn Elementen. die unserer Wissenschaft bekannt sind. fünf ernähren den Organismus. Aber eine genaue Analyse sowohl der eingeatmeten als auch der ausgeatmeten Luft ist möglich. Wir atmen alle dieselbe Luft. Durch das Einatmen der Luft 275 . die für diese undefinierbar und ihrer Beobachtung unzugänglich sind. das heißt sie absorbieren fünf Elemente mehr. die wir einatmen.„Man muß verstehen. daß die Luft. Eine gewisse Anzahl dieser Elemente wird durch jeden sie atmenden Menschen absorbiert.

es zu erzeugen. Denn die im Organismus enthaltenen feinen Substanzen verhalten sich wie ein Magnet zu den in der eingeatmeten Luft Figur 38 Die Entwicklung der EindrucksOktave nach dem ersten bewußten . werden sie wieder in die Luft ausgeatmet.höheren Wasserstoffe' in uns ein. „Um mehr zu entnehmen. aber wenn unser Organismus nicht weiß. Wir kommen wieder auf das alte alchimistische Gesetz zurück: .führen wir diese . sie herauszulösen und zu behalten. „Wir haben die Entwicklung zweier Oktaven verfolgt. ist es notwendig. niedrige Metalle (grobe Stoffe) in wertvolle (feine Stoffe) zu verwandeln.Wenn man überhaupt kein Gold hat. Manche entnehmen mehr. andere weniger. bleiben sie in ihm. beginnt durch eine b^^ußte 276 . Auf diese Weise atmen wir alle die gleiche Luft.Schock" enthaltenen Substanzen. in unserem Organismus eine gewisse Menge entsprechender feinerer Substanzen zu haben.' „Die ganze Alchimie ist nichts anderes als eine allegorische Beschreibung der menschlichen Fabrik und ihrer Arbeit.' . muß man zuerst eine gewisse Menge richtigen Goldes haben. wie er sie aus den Luftteilchen herauslösen und behalten kann. Wenn der Organismus fähig ist. gibt es kein Mittel. Die dritte Oktave. aber wir entnehmen ihr verschiedene Substanzen.Um Gold zu machen. die Oktave der Eindrücke.

die sich nicht in die folgenden Noten verwandeln können. An dieser Stelle kommt die Entwicklung der unteren Oktave zu einem Halt. „Für die Weiterentwicklung der zwei Oktaven ist an einer bestimmten Stelle in der Maschine ein zweiter bewußter . daß die erste Oktave si 12. ®o 48 geht in re 24 über.Anstrengung. So halten die erste F i g u r 39 Das vollständige Bild der intensiven Arbeit des Organismus und der Intensiven Produktion von Stoffen aus den Nahrungsprodukten nach dem ersten b e w u ß t e n . „Wenn wir nun das Ergebnis der Entwicklung dieser drei Oktaven untersuchen. so werden wir sehen.Schock- und die dritte Oktave bei drei Noten an. eine 277 . re 24 in mi 12.Schock'. die zweite la6 und die dritte mi 12 erreicht hat.

sich nicht .Schock' ausgefüllt. wollen wir die Welt wieder wie früher in Form dreier Oktaven vom Absoluten bis zur Sonne. können wir erkennen. daß diese im Verlauf der Zeit den Charakter der Fabrik selbst vollständig verändern. Vom Gesichtspunkt der allgemeinen Arbeit der Maschine aus kann man im allgemeinen sagen. daß diese Anstrengung mit dem Gefühlsleben verknüpft ist.innerlich nach etwas richten'. Wenn sie nun mit einem mechanischen und einem bewußten . sich nicht .Schocks' erzeugt die Fabrik eine so große Menge feiner Stoffe. erzeugt sie eine viel größere Menge feiner Stoffe. nur eine sehr geringe Menge der feinen Substanzen erzeugt. „Keine unangenehmen Gefühle ausdrücken. unter normalen Bedingungen und mit einem mechanischen . 278 . von der Sonne bis zur Erde und von der Erde bis zum Mond betrachten. Aber was dieser Einfluß wirklich ist und wie er erzeugt werden muß. Bei der Arbeit mit zwei bewußten . „Wenn wir nun die Arbeit der menschlichen Fabrik als Ganzes betrachten. Das Wesen dieser Anstrengung erfordert ein besonderes Studium. tatsächlich nur si 12. kann nur in Verbindung mit einer allgemeinen Beschreibung der Arbeit der menschlichen Fabrik oder der menschlichen Maschine erklärt werden. dies alles ist die Vorbereitung für die zweite Anstrengung. ihre Entwicklung fortzusetzen.neue bewußte Anstrengung notwendig. durch welche Mittel wir in den Augenblicken. die Produktionsfähigkeit der Fabrik vermehren können.Schock' arbeitet. „Die dreistöckige Fabrik stellt ein Miniatur-Weltall dar und ist nach den gleichen Gesetzen und dem gleichen Plan wie das ganze Weltall konstruiert.Schock' arbeitend.identifizieren'. daß sie einen besonderen Einfluß auf die eigenen Gefühle darstellt. das heißt dem menschlichen Organismus und dem Weltall zu verstehen. und in jeder Oktave wird der Platz dieses fehlenden Halbtons durch einen bestimmten . daß die Fabrik. da die Erzeugung der feinen Stoffe aufhört. Jeder dieser drei Oktaven fehlt zwischen fa und mi ein Halbton. Wir sehen. welche die zwei Oktaven befähigt. „Um die Analogie zwischen dem Menschen.

das heißt auf Leben und Funktionen von Mensch Nummer eins. nach einer Analogie zwischen der dreistöckigen Fabrik und den drei Oktaven des Universums zu suchen.Schock' vom Beginn der zweiten 279 . psychologisch. seine Rolle im menschlichen Organismus und wenn möglich die besonderen mit ihr verbundenen Empfindungen müssen bestimmt werden. genau festgestellt ist. Er ist do 192 der kosmischen Fabrik. entwickelt sich auf normale Weise bis mi 192. das heißt die NahrungsOktave. Der . in anderen Worten.der an dem betreffenden Punkt künstlich erzeugt wird. Ein weiteres Studium der Analogie zwischen Mensch und Weltall ist nur nach einem genauen Studium der menschlichen Maschine möglich. Der . Nummer zwei und Nummer drei. Das bedeutet: um mit irgendeinem weiteren Studium fortzufahren.Schock' ist do 768 der kosmischen dreistöckigen Fabrik.Wasserstoffes' herausßnden. physiologisch und anatomisch definiert werden. die jeder . wie er durch die Natur erschaffen wurde.Wasserstoff in unserem Organismus spielt. dieser . Der . Die erste Oktave. er ist do 48 der kosmischen Fabrik. das heißt. seine Funktionen. und zwar auf der gleichen Ebene und nach den gleichen Gesetzen. daß die drei »zusätzlichen Schocks' in den drei Oktaven des Universums den drei Nahrungsarten entsprechen.Schock' in der oberen Oktave entspricht den Eindrücken. jeder Wasserstoff muß chemisch. und nachdem die Rolle. „Das Studium der Arbeit des menschlichen Organismus als eine chemische Fabrik zeigt uns drei Stadien in der Entwicklung der menschlichen Maschine. so werden wir sehen.Schock' in der mittleren Oktave entspricht der Luft. „Das erste Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. An dieser Stelle erhält sie automatisch einen . Wenn wir nun anfangen. Bei der inneren Arbeit dieser kosmischen dreistöckigen Fabrik unterliegen alle drei Nahrungsarten der gleichen Umwandlung wie in der menschlichen Fabrik.Schock' in der unteren Oktave entspricht der physischen Nahrung. müssen wir den genauen Zweck jedes . die in den menschlichen Organismus gelangen.

„Das zweite Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. der durch den Eintritt der zweiten Oktave hervorgerufen wird. wenn ein Mensch einen bewußten willentlichen .Schocks' kann nicht so leicht beschrieben werden wie das Wesen des ersten willkürlichen . Die Natur hat nur für einen . wenn die Arbeit des Organismus genügend intensiv ist.Schock'. Zuerst einmal wird dieser willentliche . die diesen .Schocks' bei do 48. Ein Mensch muß diesen .Schock' an Punkt do 48 erzeugt. nämlich die Luft-Oktave.Schock'.Schock' vorgesorgt.Schock' weiterentwickeln. nämlich die Oktave der Eindrücke. die in diesem Fall mi 12 erreicht. drei Noten der zweiten und eine Note der dritten Oktave ein vollständiges Bild der Arbeit der . So stellen sieben Noten der ersten Oktave. Das Wesen dieses zweiten . nämlich den . wo sie zu einem Halt kommt. oder sogar weiter bis la 6 und so fort. sich in fa zu verwandeln.Schock' auf die zweite Oktave übertragen.Schock' hervorruft. wenn er die Erzeugung von feinen . beginnt mit do 48 und hält dort an. „Die Anstrengung. sich zu entwickeln. der einer Entwicklung der dritten Oktave helfen würde und dadurch das mi der zweiten Oktave befähigen würde.Oktave.Schock' durch seine eigene persönliche Anstrengung erzeugen. muß man die Bedeutung von si 12 und mi 12 verstehen. und ihre Entwicklung geht folgerichtig bis si 12 weiter. So sehen wir im zweiten Stadium der Arbeit des menschlichen Organismus die volle Entwicklung der zweiten Oktave und dreier Noten der dritten Oktave. Aber die Natur hat den zweiten »Schock1 weder vorausgesehen noch für ihn vorgesorgt.Schocks' zu verstehen. beginnt mit do 192 und entwickelt sich bis mi 48. die dem mi der ersten Oktave hilft. Keine dieser Oktaven kann sich ohne einen frischen .menschlichen Fabrik' in ihrem ersten und natürlichen Zustand dar. Um das Wesen dieses . das ist der . Die dritte Oktave. die dritte bei der Note mi 12. Die erste Oktave kam bei der Note si 12 zu einem Halt. Der gleiche . die sich bis sol 12 entwickelt. muß in der 280 .Schock' befähigt auch die dritte Oktave. die Eindrucks-Oktave.Wasserstoffen' in seinem Organismus vermehren will. in fa überzugehen. Die zweite Oktave.

Diese Wandlung der Gefühle wird dann die Umwandlung von si 12 im menschlichen Organismus unterstützen. da sie auf keine Weise in ihm fixiert sind. Der zweite willentliche . aber da mi 12 nur als Ergebnis des ersten .Schock' beginnen und dann auf den zweiten . Wirkliche. Die Idee dieser Umwandlung war vielen alten Lehren sowohl wie auch einigen verhältnismäßig neuen.Schock' bei mi 12 übergehen. bis diese Wandlung erreicht ist. Wenn diese Wandlung erreicht ist. Aber die Alchimisten sprachen von dieser Umwandlung in der allegorischen Form der Umwandlung von niedrigen Metallen in wertvolle. dann kann man von einem Menschen sagen. Schocks' möglich. Kein ernstliches Wachstum. außerdem sind sie nur in den Sphären von Gedanken und Gefühl erreicht. nachdem die Umwandlung von mi 12 begonnen hat. Von diesem hängt jedoch das Ganze ab. Auf dem Wege des Mönches und dem Wege des Fakirs beginnt die Arbeit am zweiten . und man kann auch sagen.Arbeit an den Gefühlen. muß die Arbeit sich notwendig mangels anderen Materials auf si 12 konzentrieren und ergibt oft ganz falsche Ergebnisse.Wasserstoffe' in feinere im menschlichen Organismus. „Die Alchimisten. in der Wandlung und Umwandlung der Gefühle bestehen. alle von einem Menschen erreichten Ergebnisse noch verlorengehen können.Schock' vor der Arbeit am ersten . begannen direkt mit ihr. Sie wußten nichts oder sagten wenigstens nichts über das Wesen des ersten willentlichen . Die richtige Arbeit auf dem vierten Weg muß mit dem ersten willentlichen . vor allem die Wandlung von mi 12. daß. bekannt.Schocks' geschaffen werden kann. das heißt kein Wachstum der höheren Körper im Organismus. daß er das erreicht habe. wie der Alchimie des Mittelalters.Schocks' aus. der in Selbst-Erinnern und in der Beobachtung der empfangenen Eindrücke besteht. 281 . die von dieser Verwandlung sprachen. objektive Ergebnisse können nur erreicht werden. ist ohne diese Wandlung möglich. wonach er gestrebt hat.Schock' samt Umwandlung wird physisch nur nach langer Übung des ersten willentlichen .Schock'. In Wirklichkeit meinten sie jedoch die Wandlung grober .

Wasserstoff' arbeitende Zentrum arbeitet schneller. „Die Zentren der menschlichen Maschine arbeiten mit verschiedenen »Wasserstoffen'. beweglicherem . der Arbeit des instinktiven Gehirns. Wir können weder unseren eigenen Bewegungen noch den Bewegungen anderer Leute folgen. „Das Denk.oder intellektuelle Zentrum ist das langsamste der drei Zentren. instinktiven Funktionen unseres Organismus zu folgen.Schock' am Punkte mi 12 erzeugt und wenn in ihm die Wandlung oder Umwandlung dieser »Wasserstoffe* in »höhere Wasserstoffe' beginnt.Wasserstoff 24 ist viele Male schneller und beweglicher als .Wasserstoff 48.„Das dritte Stadium in der Arbeit des menschlichen Organismus beginnt dann. vollbringt seine Arbeit langsamer. die wir bis jetzt untersucht haben. schwereren und dichteren . „Wenn die »Tabelle der Wasserstoffe' genügend verstanden wird. Das mit leichterem.Wasserstoff 24. „Das Bewegungszentrum arbeitet mit . In Wirklichkeit arbeitet es jedoch sehr selten mit diesem feinen . . Darin liegt ihr Hauptunterschied. „Das Gefühlszentrum kann mit . das nämlich eine Seite des Bewegungszentrums darstellt. zeigt sie sofort viele neue Seiten in der Arbeit der menschlichen Maschine und erhellt klarer als alles andere die Gründe für die Verschiedenheiten zwischen den Zentren und ihren Funktionen. Das Zentrum. Noch weniger sind wir fähig.Wasserstoff-Tabelle).Wasserstoff arbeitet.Wasserstoff. das mit einem gröberen. Und in den meisten Fällen unterscheidet sich seine Arbeit 282 . wenn ein Mensch in sich einen zweiten willentlichen . Für den Übergang von Mensch Nummer vier auf die Stufe von Mensch Nummer fünf ist eine beträchtliche Zeitspanne der Umwandlung und Kristallisierung nötig. Darum kann das intellektuelle Zentrum nie der Arbeit des Bewegungszentrums folgen. der Arbeit der inneren.Wasserstoff 12 arbeiten. Das zweite Stadium und der Beginn des dritten Stadiums beziehen sich auf Leben und Funktionen des Menschen Nummer vier.Wasserstoff48 (gemäß der dritten Skala der . wenn sie nicht künstlich verlangsamt werden. Es arbeitet mit .

das mit Wasserstoff 12 arbeitet. so 283 . Und es ist gerade dieser Mangel an Entwicklung oder das unvollständige Funktionieren der unteren Zentren. aber sie stehen weder mit unserem gewöhnlichen Leben in Verbindung noch mit den drei Zentren. die nicht entwickelt sind.Wasserstoffe' aus betrachten. abgesehen von diesen drei Zentren und den damit verbundenen Funktionen. welche die Menschen. was uns daran hindert. mit denen die Zentren arbeiten. warum die höheren Zentren nicht mit den unteren verbunden werden können. „Das Vorhandensein dieser höheren Zentren in uns ist ein größeres Rätsel als die verborgenen Schätze.wenig von der Arbeit des Bewegungs. das Bewegungszentrum mit . gibt es zwei höhere Zentren: „Das höhere Gefühlszentrum. „Alle mystischen und okkulten Systeme erkennen das Bestehen höherer Kräfte und Fähigkeiten im Menschen an. diese im Menschen verborgenen Kräfte zu entwickeln. „Wenn wir die Arbeit der menschlichen Maschine vom Gesichtspunkt der . daß sie behauptet: die höheren Zentren sind im Menschen vorhanden und sind voll entwickelt. Unsere Lehre unterscheidet sich von vielen anderen dadurch. „Um die Arbeit der menschlichen Maschine und ihre Möglichkeiten zu verstehen.Wasserstoff48. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. trotzdem sie in vielen Fällen das Bestehen dieser Kräfte und Fähigkeiten nur in Form von Möglichkeiten zugeben und von der Notwendigkeit sprechen. von der Arbeit der höheren Zentren Gebrauch zu machen. „Das intellektuelle Zentrum arbeitet mit . „Wie schon früher gesagt wurde. in denen wir unser selbst bewußt sind. „Es sind die unteren Zentren. und' das höhere Denkzentrum. seit den ältesten Zeiten gesucht haben. „Wenn das Gefühlszentrum mit . muß man wissen. daß es.oder des instinktiven Zentrums. im Menschen noch zwei voll entwickelte und richtig funktionierende Zentren gibt.Wasserstoff 24. so werden wir sehen. die an das Geheimnisvolle und Wunderbare glauben. was Intensität und Geschwindigkeit anbetrifft.Wasserstoff 12 arbeitete.

oder in gewissen pathologischen Zuständen. was die Ursache und was die Wirkung ist. wie epileptischen Anfällen oder zufälligen traumatischen Verletzungen des Gehirns. und der Mensch erfährt neue Gefühle. ein bewußtloser Zustand. neue Eindrücke. „Wenn wir die Zentren unseres gewöhnlichen Bewußtseins absichtlich und nach Belieben mit dem höheren Denkzentrum in Verbindung bringen könnten. ekstatischer Zustände und so fort kennen wir Fälle solcher Verbindungen. die ihm vorher vollständig unbekannt waren und für deren Beschreibung er weder Worte noch Ausdrücke hat. Gefühlen. in welchen Fällen es schwierig ist. „Das höhere Denkzentrum. daß überhaupt keine Verbindung stattfinden kann und wir nicht die Stimmen in uns hören.würde seine Arbeit mit der Arbeit des höheren Gefühlszentrums verbunden sein. die durch . Mit ihm ist die Verbindung nur durch das höhere Gefühlszentrum möglich. In den Fällen. Nur aus der Beschreibung mystischer Erfahrungen. Das Gedächtnis behält nur den ersten Augenblick. das heißt ob der pathologische Zustand aus ihnen entsteht oder ihre Ursache darstellt. Bildern und Ideen aufzunehmen. die plötzlich auf es hereinbrechen. wenn die Flut 284 . wird ein Mensch bewußtlos. die Flut von Gedanken. die von dem höheren Gefühlszentrum kommen und uns rufen. wo die Arbeit des Gefühlszentrums die Stärke und Schnelligkeit erreicht. wo ein zufälliger Kontakt mit dem höheren Denkzentrum stattfindet. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. so würde uns dies in unserem gegenwärtigen Allgemeinzustand überhaupt keinen Nutzen bringen. zu bestimmen. noch weniger erreichbar. Das Him weigert sich. Aber unter gewöhnlichen Bedingungen ist der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit unserer üblichen Gefühle und der Geschwindigkeit ' des höheren Gefühlszentrums so groß. ist noch weiter von uns entfernt. Und an Stelle eines lebhaften Gedankens oder eines lebhaften Gefühls entsteht im Gegenteil eine vollständige Leere. Diese Zustände können auf der Grundlage religiöser Gefühle vorkommen oder für kurze Augenblicke durch besondere Rauschgifte. In den meisten Fällen. ergibt sich eine vorübergehende Verbindung mit dem höheren Gefühlszentrum.Wasserstoff 12 gegeben ist.

Fühl. die es besser als jedes andere Zentrum ausführen kann. zu begreifen und im Gedächtnis zu behalten. die völlig außerhalb der Grenzen der weltlichen Maßstäbe liegen.auf das Hirn einströmt. Um also die Arbeit der unteren Zentren zu regeln und zu beschleunigen. weil das eine oder andere von ihnen anstatt seinen eigenen ihm zukommenden Funktionen oft die Arbeit der anderen Zentren auf sich nimmt. „Um eine richtige und dauernde Verbindung zwischen den niederen und höheren Zentren zu erlangen.mystischen' und . wenn die Flut weicht und das Bewußtsein zurückkehrt. die eine zeitweilige Verbindung mit einem höheren Zentrum darstellen. die Arbeit der niederen Zentren zu regeln und zu beschleunigen. 285 . der von Farben spricht. Dies verringert die Geschwindigkeit der allgemeinen Arbeit der Maschine beträchtlich und macht die Beschleunigung der Arbeit der Zentren sehr schwierig. was von sogenannten . „Ferner arbeiten. daß nichts von den gewöhnlichen Empfindungen im Leben damit verglichen werden kann. Aber sogar diese Augenblicke sind so voll von ungewöhnlichen Schattierungen und Farben. und den letzten Augenblick. der von Musik spricht.und Bewegungszentrum alles auf ihre eigene Weise. was von diesen ungewöhnlichen Erlebnissen im Gedächtnis bleibt. ist es notwendig. daß es einem besser vorbereiteten Hirn gelingt. Unsere gewöhnlichen Zentren können bei der Wiedergabe der Eindrücke der höheren Zentren einem blinden Menschen verglichen werden. die unteren Zentren auf eine falsche Weise. was es in der Ekstase fühlte und verstand. Aber selbst in diesen Fällen erinnern und übertragen das Denk-. wie schon gesagt wurde. etwas von dem. oder einem tauben. übertragen Dinge in die weltliche dreidimensionale Form. auf diese Weise entstellen sie natürlich jede Spur dessen. Das ist gewöhnlich alles. übersetzen vollständig neue und nie früher erfahrene Empfindungen in die Sprache der gewöhnlichen täglichen Empfindungen.ekstatischen' Erfahrungen übrigbleibt. muß das erste Ziel darin bestehen. jedes Zentrum von ihm fremder und unnatürlicher Arbeit zu befreien und es zu seiner eigenen Arbeit zurückzuführen. Nur ganz selten geschieht es.

die Gewohnheit. mit uns selbst. Wir heben eine Nadel vom Boden auf und verwenden auf diese Handlung so viel Energie. daß wir viel mehr Energie auf diese dauernde Bereitschaft für Arbeit. der dauernde Wechsel von Stimmungen. in Phantasien. und wenn niemand anders da ist. den wir weder anhalten noch beherrschen können. Wenn wir gehen. Die Muskeln sind angespannt. als auf alle wirkliche. Hast und eine ganze Reihe automatischer Handlungen. das für die härteste und anstrengendste Arbeit notwendig ist. die wir nie ausführen. sofort in Bewegung gesetzt. dauernd mit jedem und über alles zu sprechen. Ja sogar im Schlaf sind die Muskeln unserer Arme. unseres Nackens. daß wir dauernd und zu allen Zeiten Muskelenergie verausgaben. wenn wir sitzen. und wir sehen nicht ein. Aber die Hauptsache ist. sind die Muskeln unserer Schultern und Arme unnötig angespannt. einen umfangreichen Band zuschreiben. Sobald wir nur eine kleine und unbedeutende Arbeit zu verrichten beginnen. wie auf die Tätigkeit unangenehmer Gefühle oder den Ausdruck unangenehmer Empfindungen. „Ferner können wir noch auf die Gewohnheit hinweisen. als genügen würde. Gefühlen und Empfindungen und eine ungeheure' Anzahl ganz nutzloser 286 . die vollständig unnötig und in jeder Hinsicht schädlich ist. Beispiele solcher unnötiger Tätigkeit können in jeder Menge gefunden werden. Erstens haben wir da den dauernden Strom von Gedanken in unserem Kopf. um einen Menschen unseres eigenen Gewichtes aufzuheben. als nötig wäre. nützliche Arbeit. auch wenn wir gar nichts tun. auf Sorgen. Wir schreiben einen kurzen Brief und verwenden darauf so viel Muskelenergie.„Sehr viel Energie wird auch auf Arbeit verwandt. und der eine ungeheure Menge unserer Energie verbraucht. sogar wenn wir gar nichts tun. Rückens und Magens auf unnötige Weise angespannt. wird ein ganzes Muskelsystem. ja unseres ganzen Körpers angespannt. unserer Beine. unseres Gesichts. in Tagträumen zu schwelgen. Zweitens haben wir die ganz unnötige dauernde Anspannung der Muskeln unseres Organismus. Ruhelosigkeit. die wir während unseres Lebens vollbringen. verwenden. die vollständig nutzlos sind. sind die Muskeln unserer Beine.

müssen wir lernen. 287 . was früher über die Arbeit an sich selbst gesagt wurde.höheren Denkzentrum*. um richtiger zu sprechen. die allmählich die unteren Zentren mit den oberen verbinden wird. zu denken.Tabelle der Wasserstoffe' zu begreifen hilft. bezeichnet die andere Terminologie als das . Dies sind. deren Funktionen unser Leben darstellen. willentlichen und anderen inneren Vorgänge. die ein Mensch sich zu fühlen. Man kann sagen. daß das . verschiedene Aspekte der nächsten Stufe in der menschlichen Entwicklung. zu regeln und auszugleichen. „Was wir verstehen müssen und was uns die . Es wäre falsch. „Der . mit der von unserem Organismus erzeugten Energie hauszuhalten.Astralkörper' nennt. zu tun oder zu " sagen verpflichtet fühlt. gefühlsmäßigen.höhere Gefühlszentrum' für die Arbeit des . Aber der eine erfordert das andere. unter Einschluß der erhabensten poeti| sehen Eingebungen.höhere Gefühlszentrum'. „Um die Arbeit der drei Zentren. einer ist der Ausdruck gewisser Seiten und Funktionen des anderen. verfolgt ein und das gleiche Ziel. „Der vierte Körper braucht ein vollständiges und harmonisches Arbeiten aller Zentren.Astralkörper' für das vollständige und richtige Funktionieren des »höheren Gefühlszentrums' in Verbindung mit dem niedrigeren notwendig ist. Oder man kann sagen. der eine kann ohne das andere nicht bestehen. ist die Idee der vollständigen Stofflichkeit aller psychischen.Astralkörpers' notwendig ist.| Dinge. Was die eine Terminologie den . obgleich der Unterschied hier nicht nur in der Terminologie allein liegt. sie nicht auf unnötige Funktionen zu verschwenden. daß der . zu sagen. denkerischen. religiöser Ekstasen und mystischer Offenj barungen. Und er hat die vollständige Herrschaft über diese Arbeit oder ist ihr Ausdruck. sondern sie für die Tätigkeit aufzusparen. „Alles. über die Bildung von innerer Einheit und den Übergang von der Stufe von Mensch Nummer eins.mentale Körper' entspricht dem . daß sie ein und dasselbe sind. Nummer zwei und Nummer drei auf die Stufe von Mensch Nummer vier und weiter.

Die Zentren können Maschinen verglichen werden.Wasserstoff 48. die mit Brennstoffen verschiedener Eigenschaften arbeiten. er verlangt . Femer wird eine große Menge aller erzeugten Brennstoffe ganz nutzlos verwandt. Die Kräfte. sie läuft einfach aus. der entweder zu schwach oder zu leicht entzündbar ist. die die Verteilung der Brennstoffe unter die verschiedenen Zentren regeln.Wasserstoff 24. beziehungsweise die Verbrennung von . Außerdem finden im Laboratorium oft Explosionen statt. Unglücklicherweise stimmt jedoch etwas mit dem Laboratorium nicht. eine dritte kann nicht mit Petroleum arbeiten.Wasserstoff^ 12. die mit einem Schlag allen für den nächsten Tag. Ärger. Die feineren Substanzen unseres Organismus können als Substanzen gekennzeichnet werden. und die Zentren erhalten Brennstoff. Der eine Vorgang verlangt die Verwendung. Für einen dritten Vorgang ist . geht verloren. er bedarf einer femeren. möglicherweise sogar für eine längere Zeitspanne. wie sie von den verschiedenen Zentren benötigt werden. Eine Maschine kann mittels Ölabfall oder Rohöl arbeiten. ein anderer Vorgang kann nicht mit Wasserstoff 48 durchgeführt werden. besser brennbaren Substanz — . in dem die Verbrennungsstoffe der verschiedenen Stärken. daß unser Organismus verschiedene Arten von Brennstoff für die verschiedenen Zentren hat. vorbereiteten Brennstoff zerstören und imstande sind. die auf verschiedene Weise zünden. aus verschiedenen Rohstoffen zubereitet werden. „Gewöhnlich erzeugt der Organismus im Laufe eines Tages all die für den folgenden Tag notwendigen Stoffe. machen oft Fehler. daß all diese Stoffe durch irgendein nutzloses und gewöhnlich auch unangenehmes Gefühl ausgegeben und verbraucht werden.„Die Stofflichkeit von Vorgängen bedeutet ihre Abhängigkeit von der Qualität des Stoffes oder der dazu verwandten Substanz. Dabei kommt es oft vor. Eine andere braucht Petroleum. die Erwartung von irgend etwas 288 . der ganzen Fabrik nicht wieder gutzumachenden Schaden zuzufügen. Schlechte Stimmungen. „So sehen wir. sondern benötigt Benzin.Wasserstoff 24 zu schwach. während der Organismus selbst einem Laboratorium verglichen werden kann.

ihm entsprechenden Substanz erfordert. Zweifel. Es gibt keinen einzigen Vorgang. ein einziger Wutausbruch oder irgendein anderes starkes Gefühl kann sofort alle im Laboratorium erzeugten Stoffe zur Explosion bringen und einen Menschen für eine lange Zeitspanne oder sogar für immer innerlich leer lassen. Wenn diese Substanz da ist. leichte Erregbarkeit. Aber wenn die Substanz erschöpft ist. kommt der Vorgang zu einem Halt. der nicht die Verausgabung einer gewissen." 289 . Furcht. wenn es einen gewissen Intensitätsgrad erreicht. „Alle psychischen Vorgänge sind stofflich. geht der Vorgang weiter. in einer halben Stunde oder sogar in einer halben Minute alle die für den nächsten Tag vorbereiteten Stoffe aulbrauchen. ein Gefühl der Beleidigung. jedes dieser Gefühle kann.Unangenehmes.

daß sie in ihrem Ursprung bewußt sind. Einer von ihnen fragte: „Womit beginnt der Weg?" Der Mensch. daß die Menschen gewöhnlich denken. die noch nie bei unseren Zusammenkünften gewesen waren. die außerhalb dieses Lebens geschaffen werden. Nation. daß der Weg (er betonte dieses Wort) auf derselben Stufe beginnt. Klima. „beruht auf der Tatsache. Land. oder esoterische Einflüsse.'s Beschreibung der vier Wege nicht gehört. Ich will versuchen. das heißt. Erziehung. Einflüsse. trotzdem sie auf der Erde sind. sagte G-. Sitten und Gebräuchen. Der Weg beginnt auf einer anderen. Ihnen das auf die folgende Weise zu erklären. Der Beginn des Weges wird gewöhnlich für leichter oder einfacher gehalten. Gerade das verstehen die Menschen gewöhnlich nicht. Vermögen. Die Einflüsse von Rasse.ZEHNTES KAPITEL E inmal waren bei einer Versammlung eine große Anzahl Menschen anwesend. Einflüsse des inneren Kreises. die anderen Gesetzen unterliegen. Die zweite Art sind Einflüsse. viel höheren Stufe. Gesellschaft. die wiederum durch den Zufall gelenkt werden. Armut. „Der Mensch lebt ein Leben unter dem Gesetz des Zufalls und ferner unter zwei Arten von Einflüssen. der diese Frage stellte. hatte G. und er gebrauchte das Wort „Weg" im üblichen religiös-mystischen Sinn. „Die erste Art dieser Einflüsse wird im Leben selbst oder durch das Leben -selbst geschaffen. Diese Einflüsse unterscheiden sich erstens dadurch von den anderen. Das ist ganz falsch. als er in Wirklichkeit ist. Zeitgeist und so fort. sie sind bewußt von bewußten Menschen für einen bestimmten Zweck geschaffen wor- 290 . Familie. auf der das Leben verläuft. Beruf. „Die Hauptschwierigkeit im Verstehen der Idee des Weges".

Kunstwerken und so fort auf. sie nicht auseinanderhält. philosophischen Doktrinen. Einflüsse dieser Art treten gewöhnlich in Gestalt von religiösen Systemen und Lehren. die zwei Arten von Einflüssen auseinanderzuhalten. Es ist notwendig. Wir haben über den Beginn des Weges gesprochen. Eine Schwierigkeit besteht darin. Natürlich ist ihre Verteilung ungleich. ein dritter ist fast ganz davon ausgeschlossen. einen Katalog von den einen wie von den anderen zu machen. Da sie bei ihrer Weitergabe und Deutung im Leben verändert und verzerrt werden. um es richtiger auszudrücken. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. sind die Bedingungen für alle mehr oder weniger die gleichen. daß diese Einflüsse nur in ihrem Ursprung bewußt sind. vennischen sich aber dann mit Einflüssen der ersten Art. und alles hängt von diesem Verstehen ab. so werden wir bald sehen. Der Beginn des Weges hängt gerade von diesem Verstehen oder der Fähigkeit ab. Einflüsse. der andere weniger. „Wenn wir darüber nachdenken. ist unmöglich. sie können auf einen bestimmten Menschen wirken oder sie können auch nicht auf ihn wirken. das heißt. „Sie kommen für einen bestimmten Zweck ins Leben. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt.den. daß es für uns nicht schwierig ist. das heißt. Wenn ein Mensch. 291 . sie verschmelzen gleichsam mit den Einflüssen der ersten Art. die im Leben geschaffen sind. Aber dem kann man nicht abhelfen. das heißt. zu verstehen. von Einflüssen zu unterscheiden. fallen auch sie unter das allgemeine Gesetz des Zufalls und beginnen mechanisch zu wirken. Das ist schon Schicksal. Aber man muß im Gedächtnis behalten. auf den sie wirken. wandeln sich die Einflüsse der zweiten Art in Einflüsse der ersten Art. zwischen den beiden Arten von Einflüssen zu unterscheiden. Sobald sie in den allgemeinen Lebensstrudel geraten. Der eine Mensch empfängt mehr Einflüsse. sie können ihn erreichen oder auch nicht. die Schwierigkeiten sind für alle die gleichen. Wenn wir allgemein sprechen und das normale Leben unter normalen Bedingungen und für einen normalen Menschen annehmen. das heißt ihren Unterschied nicht sieht oder fühlt. Sie aufzuzählen.

Sie beginnen in ihm. den Weg zu finden. sie wirken auf die gleiche Weise. Wenn das magnetische Zentrum genügend Kraft und genügende Entwicklung erlangt. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. und wenn er sich darüber Rechenschaft ablegt. empfindet sie alle zusammen. Aber wenn ein Mensch.dann ist ihre Wirkung auf ihn auch keine verschiedene. umzukehren und sogar sich in einer bestimmten Richtung zu bewegen. Wenn das magnetische Zentrum genügend Nahrung erhält und wenn es keinen starken Widerstand seitens der anderen Teile der Persönlichkeit eines Menschen erfährt. die nicht im Leben selbst geschaffen werden. dann erklärt er es falsch. versteht ein Mensch bereits die Idee des Weges und beginnt nach dem Weg Ausschau zu halten. die sich nicht um diese Suche bekümmern und die einen Menschen ablenken können. ihn verpflichten. Das hängt von den Verhältnissen und Umständen ab. in welcher Hinsicht. gerade in dem Augenblick. Er legt sich keine Rechenschaft darüber ab. er erinnert sich an sie alle zusammen. von der Macht des magnetischen Zentrums. sondern die Tatsache. zwischen ihnen zu unterscheiden und die auf eine Seite stellt. wird das magnetische Zentrum die Orientierung dieses Menschen zu beeinflussen beginnen. wie und warum. die das Ergebnis der im Leben erzeugten Einflüsse sind. Aber dies ist nicht das Wesentliche. auf der gleichen Stufe und zeitigen die gleichen Ergebnisse. von der Macht und der Richtung solcher inneren Neigungen. beginnt. jedoch richtig 292 . ein gewisses Ganzes auszumachen. wenn er nicht aktiv sucht. daß diese Einflüsse sich in ihm sammeln und nach einer gewissen Zeitspanne in ihm eine Art magnetisches Zentrum werden. das heißt. „Wenn das magnetische Zentrum richtig arbeitet und ein Mensch wirklich sucht und selbst. „Die Ergebnisse der Einflüsse. der diese Einflüsse empfängt. Die Suche nach dem Weg kann viele Jahre brauchen und mag zu nichts führen. sammeln sich dann in ihm. dann wird die Unterscheidung allmählich leichter und nach einer gewissen Zeitspanne kann er sie nicht länger mit den gewöhnlichen Lebenseinflüssen verwechseln. das verwandte Einflüsse anzuziehen beginnt und auf diese Weise wächst. in dem die Möglichkeit erscheint.

Sie liegt zwischen . er kann nicht allein hinaufgehen. Einflüsse der zweiten Art. Der Einfluß dieses Menschen auf ihn geht durch sein magnetisches Zentrum. so kann er einen anderen Menschen treffen. Der Einfluß des Menschen. daß er erstens ein unmittelbarer Einfluß und zweitens ein bewußter Einfluß ist. Im Augenblick wollen wir uns vorstellen. Nur über diese Treppe kann man auf den . wo die Treppe endet. sie und auch ihre Wirkung stehen außerhalb des Gesetzes vom Zufall. die aus dem Leben stammen. daß er einen Menschen trifft. sind in ihrem Ursprung bewußt. wird die erste Schwelle oder die erste Stufe genannt. Einflüsse der zweiten Art können durch Bücher. der sein Führer ist. befreit sich ein Mensch von dem Gesetz des Zufalls. Und die Treppe wiederum geht der Betreffende mit Hilfe des Menschen hinauf. der den Weg kennt. durch philosophische Systeme. der ihn sucht. einen Menschen trifft. Der Weg beginnt erst da. ist eine besondere Art Einfluß. das heißt nach der letzten Stufe der Treppe. auf einer viel höheren Ebene als der des gewöhnlichen Lebens. Einflüsse der dritten Art können niemals unter das Gesetz des Zufalls fallen. Aber davon werden wir später sprechen. mit Einflüssen. ihm zu helfen. aber später werden sie in den allgemeinen Lebensstrudel geworfen. der wirklich den Weg kennt und bereit ist. die das magnetische Zentrum schaffen.Weg' gelangen. vermischt und unterliegen ebenfalls dem Gesetz des Zufalls. 293 . der den Weg kennt. auf den Menschen. Und hier. „Hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. „Der Augenblick. der den Weg kennt und der direkt oder durch andere Menschen mit einem Zentrum in Verbindung steht. der sich dadurch von den früheren zwei unterscheidet. in dem ein Mensch.Weg'. der nach dem Weg Ausschau hält. die das magnetische Zentrum geschaffen haben. Das muß man verstehen. an diesem Punkt.Leben' und .Treppe'. und von dem die Ideen herrühren. das außerhalb des Gesetzes vom Zufall ist. Von dieser ersten Stufe beginnt die .fühlt. Einflüsse der dritten Art können nur durch eine Person direkt auf eine andere mittels mündlicher Weitergabe geschehen. durch Riten geschehen.

um andere Menschen auf seine Stufe zu bringen. kann er jeden Augenblick herunterfallen und muß wieder von vome beginnen. womit. die er über seinen Führer gehabt haben mag. selbst wenn er auf der Treppe ziemlich hoch hinauf gelangt ist. was er erreicht. So sind beim vierten Weg die Bedingungen für den Aufstieg auf der . Aber wenn er die letzte Stufe hinter sich hat und den Weg betritt. 294 . sehr schwankend. seinem Wissen und seinen Kräften. an seinem Führer. Der andere wiederum muß einen Dritten an seine Stelle setzen. Zweitens kann er nicht mehr so leicht die Ergebnisse seiner Arbeit verlieren und kann nicht wieder in das gewöhnliche Leben zurückfallen. zu beantworten. Solche Lagen können auf dem Weg auch vorkommen. Wenn sie anhalten. Wenn die Menschen. weil es verschiedene Wege gibt. und darum ist es unmöglich zu sagen. Aber wenn sie nicht aufsteigen. und gleichzeitig wird der Führer für ihn viel weniger nötig als zuvor. In vielen Hinsichten mag er sogar unabhängig werden und wissen. kann er es vollständig verlieren. um höher aufzusteigen. was er geopfert hat. auf seine Stufe aufsteigen. Ein Mensch mag zum Beispiel irgend etwas erreichen. Gleichzeitig ist das. desto mehr von denen ab. Erstens verschwinden alle Zweifel. hält auch er an. j e höher er aufsteigt.Treppe' derartig. bevor er nicht einen anderen Menschen auf seine eigene Stufe gebracht hat. was man im allgemeinen über die /Treppe' und über den . das sich überhaupt nicht im Leben befindet. wird er alles zurückerhalten. Der Weg beginnt mit etwas. ändert sich das alles. und mag diese später opfern. er mag an allem zweifeln. Selbst wenn er den Weg verläßt. die es auf den anderen Wegen nicht gibt. Darum hängt ein Mensch. mit denen er arbeitet. die ihm folgen.„Darum ist es unmöglich. an seinen eigenen Kräften. Manchmal wird gesagt: während ein Mensch die Treppe hinaufgeht. Hiervon haben wir früher gesprochen. wird er unfähig sein. „Dies ist beinahe alles. daß ein Mensch nicht auf eine höhere Stufe aufsteigen kann. richtig ist. womit der Weg beginnt. ob das. was er tut. ist er über nichts sicher. Und auf dem vierten Weg zum Beispiel gibt es besondere Bedingungen.Weg' sagen kann. einige besondere Kräfte. an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren. wohin er geht. die Frage.

Es kann in sich selbst geteilt sein. ob er Ideen des objektiven Wissens von subjektiven wissenschaftlichen und philosophischen Ideen unterscheiden kann. Und nur im Verhältnis zu ihrer eigenen Entwicklung beginnen sie weiter zu sehen und zu erkennen. vom richtigen Führer und vom richtigen Weg gesprochen. daß sie ihr eigenes Gegenteil geworden sind. hergekommen ist. von wo das. was sie wissen. Solch ein falsch gebildetes magnetisches Zentrum kann keine richtige Orientierung vermitteln. wo sich dieses Zentrum befindet und wie man von ihm Wissen und Hilfe erhält. oder Spuren von Einflüssen der zweiten Art. Aber in Wirklichkeit kennt 295 . er mag genau wissen. ob er genau den Ursprung dessen. Das heißt. das heißt es kann Widersprüche einschließen. Ferner können sich in ihm Einflüsse der ersten Art vorfinden. „Das Ergebnis der Arbeit eines Menschen. „Bisher habe ich nur vom richtigen magnetischen Zentrum. in welcher das magnetische Zentrum falsch gebildet worden ist. In den meisten Fällen beginnen die Menschen genau damit. Aber es ist eine Lage möglich. der die Rolle des Lehrers auf sich nimmt. die aber so verstümmelt sind. von dem er selbst sein Wissen erhalten hat. hängt nicht davon ab. sondern hängt vielmehr davon ab. Ein Mensch mit einem falschen magnetischen Zentrum kann auch nach dem Weg Ausschau halten und kann einen anderen treffen. der sich als Lehrer bezeichnet und sagt. das sich außerhalb des Gesetzes vom Zufall befinde. ob seine Ideen tatsächlich vom esoterischen Zentrum herrühren und ob er selbst esoterische Ideen verstehen und unterscheiden kann. das sind solche. daß sie nur eine Stufe über ihrer eigenen kennen. oder er mag nichts davon wissen und nur den Menschen kennen.„Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Stellung des Lehrers in seinem Verhältnis zu dem esoterischen Zentrum. er mag nämlich mehr oder weniger über dieses esoterische Zentrum wissen. was er lehrt. die im Leben im Gewand von Einflüssen der zweiten Art geschaffen wurden. kennt. daß er den Weg kenne und mit einem Zentrum in Beziehung stehe.

Man dreht sich einfach auf der gleichen Stelle und denkt. „Glücklicherweise geschieht dies jedoch sehr selten. Dies ist es. Je höher der Schüler. einen falschen Weg zu erkennen. Aber ein Schüler auf einer Stufe. 2. Er kann sich wirklich irren und denken. Aber gewöhnlich sehen die Menschen dies nicht nur nicht ein. desto höher der Lehrer. die den Ergebnissen des richtigen Weges genau entgegengesetzt sind. der den Weg sucht. falsche Wege sind sehr häufig. kann nicht auf einen Lehrer einer sehr hohen Stufe rechnen. können Sie schon viele nützliche Schlüsse ziehen. die nicht besonders hoch ist. während er in Wirklichkeit gar nichts weiß. man gehe irgendwohin.er vielleicht den Weg nicht und steht gar nicht mit so einem Zentrum in Verbindung. Er kann einem anderen trauen. daß der Lehrer immer der Stufe des Schülers entspricht. Das ist ein Gesetz. „Wenn der Mensch. sondern verlangen im Gegenteil. Aber aus dem. Es kann nicht in zwei Worten gesagt werden. ohne den richtigen Weg zu kennen. Das heißt. einen desto höheren Lehrer. ihm vertraut. was ich Ihnen gesagt habe. so kann er ihn in eine ganz andere Richtung führen als er verspricht. der sich seinerseits irrt. daß er etwas weiß. daß es gar keinen Zweck hat. Sie können zum Beispiel sehen." „Wie kann ein falscher Weg erkannt werden?" fragte jemand. „Es ist unmöglich. 3. sich darum zu sorgen. Niemand kann über seine eigene Stufe hinaussehen. Tatsächlich kann der Schüler die Stufe des Lehrers nie sehen. Man muß daran denken. aber in den meisten Fällen führen sie nirgends hin. wie man einen falschen Weg erkennen kann. wenn Sie sich an alles Gesagte und an alles daraus Folgende erinnern. das heißt. je niedriger sie selbst sind. er kann ihn vom richtigen Wege sehr weit ab führen und ihn zu Ergebnissen bringen. „Wie er erkannt werden kann?" sagte G. Das richtige Verständnis dieser Tatsache ist bereits ein sehr 296 . Außerdem gibt es hier wieder viele Möglichkeiten: 1. wie man den richtigen Weg findet. wovon wir die ganze Zeit sprechen. Er kann absichtlich täuschen.

mich wiederholen ließ. der ist der Lehrer. Auf dem vierten Weg gibt es nicht nur einen Lehrer. Und es kommt ihm nie in den Sinn. Wie schon gesagt. als G. Der Schüler kann nicht ohne den Lehrer fortschreiten. auf der Stufe eines Apostels zu stehen. und der Lehrer kann nicht ohne den Schüler oder ohne Schüler fortschreiten. Gerade in Verbindung mit diesem Gesetz ergibt sich eine der grundsätzlichen Lehren des vierten Weges. Mit einem Geringeren gibt er sich nicht ab. was er über den Weg und das magnetische Zentrum gesagt hatte. womit das Wissen beginnt. auf welcher das Gesetz des menschlichen Aufstiegs beruht. desto schwieriger ist es für den Schüler. Und dies ist nicht eine allgemeine Überlegung. was ihm bereits gegeben wurde. daß er. Was ein Mensch empfangen hat. Und wenn der Unterschied der Stufen zwischen Lehrer und Schüler über ein gewisses Maß hinausgeht. nur dann kann er mehr empfangen. wenn er einen solchen Lehrer wie Jesus Christus treffen würde — wenn wir ihn so nehmen. um ein Schüler Jesu Christi zu sein. nach einem ziemlich langen Gespräch über Wissen und Sein: „Genau genommen. Es gibt ein bestimmtes Gesetz. niemals fähig wäre. weil Sie noch nicht wissen. Je höher der Lehrer. wie er in den Evangelien beschrieben wird —. will aber als Lehrer keinen anderen als Jesus Christus selbst haben. so ist auch der Schüler für den Lehrer unerläßlich. legte ich diese Idee in folgendem Diagramm nieder: Bei einer der folgenden Versammlungen sagte G. solange er nicht einen anderen Menschen an seine eigene Stelle gebracht hat." Bei einer der folgenden Zusammenkünfte. sondern eine unerläßliche und ganz konkrete Regel. da es notwendig wäre. Aber es kommt sehr selten vor. Wer immer der Ältere ist. muß er sofort weitergeben. ihm zu folgen. kein Mensch kann auf eine höhere Stufe aufsteigen.beträchtliches Verständnis. Sonst wird ihm sogar das genommen. werden die Schwierigkeiten auf dem Weg des Schülers unübersteigbar. Gewöhnlich ist der Mensch selbst keinen roten Heller wert. 297 . Und da der Lehrer für den Schüler unerläßlich ist. sogar. können Sie jetzt noch nicht über Wissen reden.

wird ein Mensch vom Gesetz des Zufalls frei. . der Einfluß des Menschen H l auf den Menschen H Wenn er tatsächlich mit dem esoterischen Zentrum in Verbindung steht. mit dem esoterischen Zentrum hat. . .Einflüsse. 298 . direkt oder durch Nachfolge. die außerhalb des Lebens geschaffen sind. . Leben. . Dieser Einfluß ist bewußt. weder direkt oder durch Nachfolge. und durch seine Wirkung auf den Punkt M nämlich das magnetische Zentrum. das außerhalb der allgemeinen Lebensgesetze steht. das magnetische Zentrum im Menschen. der sich selbst täuscht oder andere täuscht und keine Verbindung. ein Mensch. ein Mensch. der durch Nachfolge mit einem esoterischen Zentrum in Verbindung steht oder dies vorgibt. das esoterische Zentrum. . . das heißt vom Leben selbst erzeug-te Einflüsse — die erste Art Einflüsse.. dann ist dies die dritte Art Einfluß. ein einzelner Mensch. . im Leben.F i g u r 40 . aber in den allgemeinen Lebensstrudel geraten — die zweite Art Einflüsse.

„Der dritte Kosmos ist der Makrokosmos — der . analog zu dem großen.dritte Kosmos'. . in ihrer Beziehung zueinander betrachtet.weite Kosmos'. Aber diese Lehre ist unvollständig und nichts kann von ihr abgeleitet. die eine in der anderen eingeschlossen sind und alle nach dem Bild und Gleichnis der größten von ihnen. daß sie überhaupt keine Idee von der Analogie zwischen Mensch und Welt vermitteln kann. . „Der sechste Kosmos ist der fritokosmos — der . „Der zweite Kosmos ist der Agiokösmos — der heilige Kosmos oder der Megalokosmos. die alle anderen in sich einschließt. „Der fünfte Kosmos ist der Mesokosmos — der . Die Idee zweier analoger Kosmen. daß die vollständige Kosmenlehre nicht von zwei. der »große Kosmos'. stellen ein vollständiges Bild des Weltalls dar. Das Universum gilt als »großer Kosmos' und de Mensch als . wobei einer im anderen enthalten ist.großer Kosmos' und .kleiner Kosmos'.kleiner Kosmos'.„Das Wissen beginnt mit der Lehre über die Kosmen. Die Kosmenlehre untersucht sieben Kosmen: „Der erste Kosmos ist der Protokosmos — der . „Sie kennen die Ausdrücke .zweite Kosmos'.mittlere Kosmos'. viel vollständigeren alten esoterischen Lehre über die Kosmen oder Welten ist. „Der Protokosmos ist das Absolute im Schopfungsstrahl oder 299 .kleine Welt'. „Jedoch ist es notwendig zu wissen. geschaffen wurden. „Die Lehre von den zwei Kosmen ist aus der Kabbala und anderen noch älteren Systemen bekannt. „Der siebente Kosmos ist der Mikrokosmos — der . nichts auf ihr aufgebaut werden Nichts kann von ihr abgeleitet werden. ist so unvollständig. sondern von sieben Kosmen spricht. „Der vierte Kosmos ist der Deuterokosmos — der .Makrokosmos' und .erste Kosmos'.Wie oben so unten' ist ein Ausdruck der sich auf die Kosmen bezieht. Darin komm die Idee der Einheit und Ähnlichkeit von Welt und Mensch zum Ausdruck. weil diese Lehre nur ein abgespaltenes Fragment einer anderen. die von einer großen und vollständigen Lehre zufällig übriggeblieben sind.große Welt und . „Nur die sieben Kosmen.kleine Kosmos'.Mikrokosmos' Dies bedeutet .

Atom Wasser' geben. beibehält.Atom' bezeichnen. Infolgedessen sind die Kosmen nicht vollständig analog. denkt. in welcher die Substanz alle ihre Eigenschaften. Der Tritokosmos ist der Mensch.Welt l. „Sie sehen. psychische und kosmische. fühlt. „Die Bedingungen für die Wirkung der Gesetze sind auf jeder Ebene. den darüber und den darunter. „Jeder Kosmos ist ein lebendes Wesen.. dann wäre die Analogie zwischen ihnen vollständig. sagte G. Der Deuterokosmos ist die Sonne. „Alle Kosmen sind das Ergebnis der Wirkung der gleichen Kräfte und der gleichen Gesetze. durch die zwei angrenzenden Kosmen bestimmt. Die Gesetze sind überall die gleichen. genau so wenig wie es zwischen den verschiedenen Noten in der Oktave eine vollständige Analogie gibt. Drei nebeneinander befindliche Kosmen geben ein vollständiges Bild der Äußerung der Gesetze des Weltalls. das ist in jedem Kosmos. atmet. die kleinste Menge irgendeiner Substanz. das Sonnensystem (Welt 12). Unter diesem Gesichtspunkt kann es zum Beispiel ein .Atom'. das heißt auf verschiedenen Stufen. Wenn das Oktaven-Gesetz nicht bestünde. aber wegen des Oktaven-Gesetzes gibt es keine vollständige Analogie zwischen ihnen. unterschiedlich oder mindestens auf nicht ganz die gleiche Weise. aber sie äußern sich auf den verschiedenen Ebenen des Weltalls. Der Makrokosmos ist unsere Sternenwelt oder die Milchstraße (Welt 6 im Schöpfungsstrahl). „Wie ich schon früher erklärt habe". irgendeine unmittelbare Analogie zwischen ihnen zu sehen oder festzustellen. physische. Ein Kosmos kann kein vollständiges Bild 300 . chemische. was wir als . Der Mikrokosmos ist das . „ist das.Alle Planeten' (Welt 24) oder die Erde als Stellvertreter der planetarischen Welt. das lebt. daß es unmöglich ist. Nur drei zusammengenommene Kosmen sind je drei anderen ähnlich und analog. Der Agiokosmos ist Welt 3 (. geboren wird und stirbt. Der Mesokosmos ist .alle Welten' im Schöpfungsstrahl). daß in der allgemeinen Ordnung der sieben Kosmen der Mikrokosmos und der Makrokosmos so weit voneinander entfernt sind.

Im Schöpfungsstrahl werden die Welten in der tatsächlichen Beziehung. daß das Verhältnis vom Mikrokosmos zum Tritokosmos das gleiche ist wie das von Null zu Unendlich. Zusammengenommen bestimmen diese zwei Kosmen den zwischen ihnen befindlichen. 301 . unseren Platz in der Welt zu verstehen. Daher ist die quantitative Beziehung zwischen den Welten im Schöpfungsstrahl nicht beständig. „Die Idee der Kosmen hilft uns. zum Beispiel die Beziehung zwischen Erde und Mond. das heißt einen größeren und einen kleineren — kennen.alle Sonnen' zu unserer Sonne. in einem anderen Fall auf einer anderen Ebene ist sie geringer. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet. und sie löst viele Probleme. von unserem Gesichtspunkt aus betrachtet: Mond. Dies bedeutet. Milchstraße und so fort. so wird uns das Prinzip der Einteilung des Weltalls in Kosmen. Wenn wir verstehen. zum Beispiel die Beziehung von . zu verstehen. Erde. „Die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen ist von der Beziehung einer Welt zu einer anderen im astronomischen Schöpfungsstrahl verschieden. Der Deuterokosmos und der Tritokosmos bestimmen den Mesokosmos und so fort. muß man die zwei angrenzenden Kosmen — den über und den unter ihm. So bestimmen der Mesokosmos und der Mikrokosmos zusammen den Tritokosmos. sofort klar werden. uns ein mehr oder weniger klares Bild der Welt ohne diese Teilung vorzustellen. ist es notwendig. Sonne. was dies bedeutet. ein Kosmos verhält sich zu einem anderen wie Null zu Unendlich. Um daruni einen Kosmos zu kennen. wie sie für uns im Weltall bestehen. Aber die Beziehung der Kosmen zueinander ist dauernd und immer die gleiche. In einem Fall oder auf einer Ebene ist sie größer. die Notwendigkeit solch einer Teilung und die Unmöglichkeit für uns selbst. das Verhältnis vom Tritokosmos zum Mesokosmos wie von Null zu Unendlich.geben. Planeten. „Um die Bedeutung der Einteilung in Kosmen und der Beziehung der Kosmen zueinander zu verstehen. das Verhältnis vom Mesokosmos zum Deuterokosmos ist das von Null zu Unendlich und so weiter. zum Beispiel die mit Zeit. Das heißt.

Das letztere ist besonders wichtig.' Gewöhnlich wird dieser Ausdruck ganz falsch gedeutet. Auf diese Weise vollzieht sich die BewußtseinsErweiterung gleichzeitig in zwei Richtungen. „Die Idee der Kosmen befähigt uns. „In Wirklichkeit bedeutet dies. „Diese Idee wird Ihnen vielleicht einige Ausdrücke erklären. eine genaue Vorstellung der Welt zu haben.Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten. und all die anderen Kosmen betrachtet er vom Gesichtspunkt des einen Kosmos aus. Beim ersten Anblick scheint im System der Kosmen viel Paradoxes zu sein. Zur Erkenntnis sowohl des Großen als auch des Kleinen ist in gleicher Weise eine Wandlung im Menschen nötig. des größeren Kosmos über ihm und des kleineren unter ihm. gleichzeitig das Leben der Atome zu empfinden beginnt oder daß sein Bewußtsein auf deren Stufe gelangt. da es ganz unmöglich ist. steht in direkter Beziehung zur Kosmenlehre. nämlich der Richtung zu den höheren Kosmen. dem Größeren und dem Geringeren zu. oder dessen Bewußtsein auf die Stufe der Planetenwelt gelangt. Wenn wir nach Parallelen und Analogien zwischen den 302 . In seinem gewöhnlichen Zustand ist der Mensch seiner selbst nur in einein Kosmos bewußt. Die Erweiterung des Bewußtseins vollzieht sich nicht nur in einer Richtung.Raum und so fort verbundenen. Und vor allem hilft diese Idee. wenn es sich nach oben erweitert. zum Beispiel der Spruch: . tut es dies zu gleicher Zeit auch nach unten. In Wirklichkeit ist jedoch dieses anscheinende Paradoxon einfach die Relativität. das Studium der Relativität auf eine sichere Grundlage zu stellen. das Prinzip der Relativität genau festzulegen. das menschliche Bewußtsein zu erweitem und seine Fähigkeiten zum Wissen zu vermehren. ohne das Prinzip der Relativität festgelegt zu haben. Durch die Erweiterung seines Bewußtseins und die Intensivierung seiner psychischen Funktionen gelangt er gleichzeitig in die Sphäre der Tätigkeit und des Lebens zweier anderer Kosmen. der das Leben der Planeten zu fühlen beginnt. „Die Idee der Möglichkeit. daß zum Beispiel ein Mensch. auf die Sie in okkulter Literatur gestoßen sind.

das heißt. vom Gesichtspunkt Ihrer Dimensionen aus zu besprechen. „Die Äußerung der Gesetze eines Kosmos in einem anderen Kosmos stellt das dar. ist es sehr nützlich. schafft allein die Idee der Kosmen eine feste Grundlage zur Feststellung der Gesetze der Relativität. 2. Hierdurch verändert sich gewöhnlich das Bild der Welt und der Dinge vollständig. so können wir jeden Kosmos in drei Beziehungen betrachten: 1." „Alles. sie unter dem Gesichtspunkt der Gesetze eines anderen Kosmos untersuche. das Leben und die Erscheinungen eines Kosmos zu untersuchen. in Beziehung zu einem niedrigeren oder kleineren Kosmos. zu mir und fügte hinzu: „Versuchen Sie all das. ein ganz anderes Aussehen und haben eine völlig andere Bedeutung." Diesen Worten folgte ein ziemlich langes Schweigen. Folglich ist es möglich.Kosmen Ausschau halten. zu behaupten. und 3. Diese Gesetze sind uns unverständlich und unbekannt und deshalb wunderbar. in Beziehung zu sich selbst. von einem anderen Kosmos aus gesehen. sagte ich. Es ist eine Erscheinung. „bezieht sich zweifellos auf das Problem der Dimensionen. was ich gerade jetzt gesagt habe. was Sie sagten". als ob man sie von einem anderen Kosmos aus betrachte. was wir ein Wunder nennen. die sich nach den Gesetzen eines anderen Kosmos vollzieht. in Beziehung zu einem höheren oder großeren Kosmos. Wirkliche Wissenschaft und wirkliche Philosophie sollten auf der Kenntnis der Gesetze der Relativität begründet sein. Es kann keine andere Art Wunder geben. Dann wandte sich G. daß Wissenschaft und Philosophie in der wahren Bedeutung dieser Begriffe mit der Idee der Kosmen beginnen. Alle Lebenserscheinungen eines bestimmten Kosmos gewinnen. Viele neue Erscheinungen werden sichtbar und viele andere Erscheinungen verschwinden. Ein Wunder ist weder eine Durchbrechung von Gesetzen noch eine Erscheinung außerhalb der Gesetze. „Um die Gesetze der Relativität zu verstehen. „Wie wir schon früher gesagt haben. 303 . Aber bevor ich zu diesen übergehe.

„Wenn wir diesen Gesichtspunkt annehmen. Warum der dritte? Der erste ist der Protokosmos. der mir nicht ganz klar ist. Die Beziehung vom Punkt zur Linie. All dies wird später erklärt werden1. daß der Begriff Mikrokosmos nicht in Beziehung zum Menschen gesetzt werden kann?" fragte einer der Zuhörer. vom dreidimensionalen Körper zum vierdimensionalen Körper und so fort. es später änderte. das heißt der dritte Kosmos. die Idee vom Mikrokosmos mit dem Menschen zu verbinden. 304 . „Das schafft eine merkwürdige Verschiedenheit in der Terminologie. „Sehen Sie. daß der Mensch eine Welt in sich selbst darstellt. Wir sind gewöhnt." „Zuallererst müssen wir untersuchen. werden wir zugeben ' Ich erwähne dies. der Ebene zum Körper. was ich sagte.hätte ich gerne einen Punkt geklärt. Aber Sie geben dem Menschen die Bezeichnung Tritokosmos. Der Mikrokosmos ist das Atom oder besser" — er hielt inne. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet". werden wir die Beziehung eines Kosmos zum anderen verstehen." Dann wandte er sich wieder mir zu. als ob er nach einem Wort suche — „die Mikrobe. der Linie zur Ebene. „Sie werden es später verstehen." „Ja". Dies bedeutet." „Aber meinen Sie wirklich. Dies ist in der Geometrie die Beziehung einer Einheit einer gewissen Anzahl von Dimensionen zu einer anderen Einheit mit einer größeren Anzahl von Dimensionen. der zweite die Sonne oder der Deuterokosmos. „Der Mensch ist der Tritokosmos. Nämlich das. die unserer Untersuchung zugänglich ist.. sagte G. „Wenn wir dies verstehen. dem Makrokosmos. weil G. das im Augenblick zu erklären". Eine Welt analog zur großen Welt. Warum ist der Mensch der dritte Kosmos?" „Es ist schwer. was Sie über den Mikrokosmos gesagt haben. „Aber halten Sie sich nicht bei dieser Frage auf. In der Welt. was Sie von Ihrem Standpunkt aus dazu sagen können. sagte ich. sagte G. haben wir ein klares Beispiel der Beziehung von Null zu Unendlich. und halten Sie sich dabei genau an das.

Die Sonne. die erste. ist. die zweite und so fort bis zur sech-* sten Dimension. wie Sie sagen. die in einer Beziehung von Null zu Unendlich zueinander stehen. daß die Beziehung von einem Kosmos zu einem anderen die Beziehung von zwei Körpern verschiedener Dimensionen zueinander ist. Nichtsdestoweniger stimmt meine . Ich weiß nicht. die so weit von uns entfernt oder so klein ist. Die Bewegung der Linie rechtwinklig zu sich selbst ist eine 305 . Der nächste Kosmos. daß wir etwas als einen Punkt sehen. entlang dessen er sich bewegt. aber eine Welt. vierdimensional sein. Die Null-Dimension oder der Punkt ist eine Grenze. wie dies auch für die unmittelbare Wahrnehmung zutrifft. „Was mich persönlich an diesem System von Kosmen am meisten interessiert. dann ist in Beziehung zu diesem Punkt der Mensch eine Linie. es ist genau das gleiche. als einen Punkt nehmen. die ich in meinem Buch Ein neues Modell des Weltalls aufgezeigt habe. ich habe noch nie von sieben Kosmen gehört. was sich hinter diesem Punkt verbirgt. Es kann tatsächlich ein Punkt sein. als eine Linie. das Sonnensystem. „Die »Dimensionen-Periode' enthält in sich sieben Dimensionen. wie dies gekommen ist. das ist ein Körper ohne Dimensionen. Es ist nicht nur ein Zusammentreffen von Einzelheiten.Dimensionen-Periode' genau hiermit überein. ist für die Erde dreidimensional. und es kann auch eine ganze Welt sein.müssen. ist bezüglich des Menschen eine Ebene. das heißt den Mikrokosmos. dann muß der nächste Kosmos.Atom' oder die .Dimensionen-Periode' sehe. Auf die gleiche Weise sieht der Punkt selbst den Raum. Wenn wir das . das heißt eindimensional. das heißt der über ihm ist. . der nächste fünfdimensional und so fort. die Sternenwelt für die Sonne vierdimensional. das heißt sie hat zwei Dimensionen.Mikrobe'. daß sie uns wie ein Punkt erscheint. Dies bedeutet. die Erde.Alle Welten' sind fünfdimensional und das Absolute oder der Protokosmos sechsdimensional. daß ich in ihnen die volle . Wenn ein Kosmos dreidimensional ist. Die Null-Dimension. daß wir aber nicht wissen. Die Bewegung dieses Punktes im Raum erscheint uns als eine Linie.

Die Linie der Zeit ist eine Ebene der Ewigkeit. „Bisher habe ich die Linie vom Gesichtspunkt des Punktes aus betrachtet und die Ebene vom Gesichtspunkt der Linie.Ebene. in Form einer Ebene. entlang dessen sie sich bewegt. Linie und Ebene durch die Tatsache. aber Punkt. ' „Aber wenn wir sagen. In diesem Fall stellt die Ebene die Begrenzung eines Körpers.Körper' hat eine unabhängige physische Existenz. : „Ein . wie wir sie fühlen. „Aber Existenz in der Zeit umfaßt nicht alle Aspekte der Existenz. dann wird ein dreidimensionaler Körper ein Schnitt durch es. Der Punkt ist die Begrenzung oder ein Schnitt durch die Linie. ist die vierte Dimension. seine Projektion oder seine Grenze sein. die Linie die Projektion einer Ebene und der Punkt die Projektion einer Linie. das heißt er besitzt eine Anzahl verschiedener physischer Eigenschaften. oder seiner Seite. „Ein dreidimensionaler Körper unterscheidet sich von Punkt. daß er für unsere Wahrnehmung eine wirkliche physische Existenz hat. Wenn wir Existenz als eine Ausdehnung entlang der vierten Dimension annehmen. wenn wir uns das Leben als einen vierdimensionalen Körper vorstellen. Die Ewigkeit hat eine Dimension mehr 306 . Die Linie ist die Begrenzung der Ebene oder ein Schnitt durch sie. Die Zeit liegt außerhalb des dreidimensionalen Raums. meinen wir hiermit Existenz in der Zeit. Die Zeit.existiert'. Existenz ist für uns Existenz in der Zeit. oder einen Schnitt durch ihn dar. Wenn wir uns die Zeit als eine Linie vorstellen. Linie und Ebene können auch vom Gesichtspunkt eines dreidimensionalen Körpers aus betrachtet werden. ein Ding . Außer der Existenz in der Zeit besteht auch alles Existierende in der Ewigkeit. Existenz in der Zeit ist Bewegung oder Ausdehnung entlang der vierten Dimension. „Ewigkeit ist die unendliche Existenz jedes Zeitaugenblicks. dann wird diese Linie an jedem Punkt von den Linien der Ewigkeit durchkreuzt. Die Ebene ist in Wirklichkeit nur die Projektion eines Körpers. und die Linie selbst sieht den Raum. Jeder Punkt der Zeitlinie ist eine Linie der Ewigkeit. Aber es gibt keine Zeit in einem dreidimensionalen Raum.

Das Aufeinanderfolgen dieser Augenblicke der Verwirklichung einer Möglichkeit stellt die Zeitlinie dar. Auch dieser Moment hat eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten in einem bestimmten Sinn. Aschenbecher oder alle zusammen.. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen Möglichkeit und Unmöglichkeit. Ich kann einen Bleistift oder ein Stück Papier oder einen Aschenbecher herunterwerfen.i. um die Idee der fünften und sechsten Dimension zu ver. Es gibt verschiedene Verbindungen von Möglichkeiten in bezug auf die Dinge. Ein Bleistift wird auf den Boden geworfen. Und der Augenblick danach wird wieder ein Augenblick der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten sein.als die Zeit. manchmal eine kleine. stehen. Die Möglichkeiten. 307 . aber ich kann nicht eine Orange vom Tisch nehmen und auf den Boden werfen. die von diesem Tisch auf die Erde geworfen werden können. dann ist der nächste Moment ein Moment der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten. werden in der Ewigkeit endlos weiter verwirklicht. „Weiter. wenn Zeit die vierte Dimension ist. muß eine gewisseAnschauung über dieZeit aufgestellt werden. Man muß sich klar sein. Es gibt nur. manchmal eine größere. aber jeder Zeitmoment hat eine unendliche Existenz in der Ewigkeit. „Jeder Augenblick der Zeit enthält eine gewisse Anzahl von Mög-^ lichkeiten. oder ein Stück Papier und einen. jedoch nie eine unendliche Anzahl. Dann kommt ein neuer Moment. oder einen* Bleistift und einen Aschenbecher. dann ist der Ewigkeitsraum fünfdimensional. einen Bleistift oder einen Aschenbecher von diesem Tisch nehmen und auf den Boden werfen. . Wenn wir als einen Zeitmoment den Moment annehmen. die nicht auf dem Tisch liegt. daß es Möglichkeiten und daß es Unmöglichkeiten gibt. oder wiederum einen Bleistift und ein Stück Papier. Dies ist die Verwirklichung einer der Möglichkeiten. Wenn der Zeitraum vierdimensional ist. während die unverwirklichten Möglichkeiten unverwirklicht bleiben und auch nicht verwirklicht werden können. in dem diese Möglichkeiten bestehen. Ich kann ein Stück Papier. diese Möglichkeiten. die verwirklicht worden sind. ist Ewigkeit die fünfte Dimension. oder gar nichts. Infolgedessen.

verwirklicht. in der . „Die sechste Dimension ist die Linie der Verwirklichung aller Möglichkeiten. eine volle Dimensionen-Periode. welche die Grundlage meines Heuen Modells des Weltalls bildet. dessen Darstellung wir eben gehört haben. was einmal verwirklicht worden ist. bilden sieben Dimensionen. daß es vollständig der . so wird der Tritokosmos für dieses den vierdimensionalen Raum darstellen. von der Null-Dimension bis zur sechsten Dimension.Mikrobe'.Atom' oder die . Die Ewigkeit ist jedoch nur eine Ebene. Jenseits dieser Periode ist entweder nichts. so werden sie entlang von Radien verlaufen. es bezeichnete. In der Ewigkeit bleibt alles.höheren Ewigkeit' oder dem sechsdimensionalen Raum. in der sechsten Dimension. vor allem durch die Tatsache. Die Verwirklichung aller geschaffenen oder entstandenen Möglichkeiten bestimmt das Wesen der Welt. die von der Zeitlinie durchkreuzt wird. betrachten. müssen verwirklicht werden. außerhalb des fünfdimensionalen Raumes. die von einem Punkt in verschiedenen Winkeln zur Zeit. also.und Ewigkeitslinie ausgehen. wie G. . und alles Unverwirklichte bleibt unverwirklicht. t „Die vierte Dimension ist die Folge der Augenblicke während der Verwirklichung einer Möglichkeit. der Mesokosmos 308 .„Aber alle Möglichkeiten. „Wenn wir daher den Mikrokosmos. Wenn wir uns die Linien der Verwirklichung dieser Möglichkeiten vorstellen. „Wie gesagt. Gleichzeitig ist für die Verwirklichung dieser Möglichkeiten innerhalb der Grenzen der Ewigkeit kein Platz. die in meiner Arbeit nicht klar waren. „Wie ich schon gesagt habe. berührt mich das System der Kosmen. Diese Linien werden außerhalb der Ewigkeit verlaufen. das . oder die gleiche Periode mag sich auf einer anderen Ebene wiederholen.6 „Die fünfte Dimension ist die Linie der ewigen Existenz oder der 'ilWiederholung einmal verwirklichter Möglichkeiten. nur geht dieses System von Kosmen noch weiter und erklärt viele Dinge.Dimensionen-Periode' entspricht. die geschaffen worden sind oder in der Welt entstanden sind. An jeder Stelle dieser Linie bleibt eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten unverwirklicht.

Das bedeutet. Ein fünfdimensionaler Körper ist nur eine unvollständige Ansicht eines sechsdimensionalen Körpers. Und natürlich ist eine Ebene eine unvollständige Ansicht eines dreidimensionalen Körpers. „Wenn wir den Menschen als Tritokosmos annehmen. daß die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers verschieden sein kann. „Da jeder Kosmos eine wirkliche physische Existenz hat. was tatsächlich unendlich ist. wie im Bereich dessen. in Beziehung zu einem höheren Kosmos ein Punkt. wie es ein Kosmos ist. ein dreidimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines vierdimensionalen Körpers. aber die vierte Dimension liegt für ihn im nächsthöheren und im nächstniedrigeren Kosmos. ein vierdimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines fünfdimensionalen Körpers.Mikrobe' innerhalb der Grenzen des Sonnensystems verwirklicht werden. Nur ein sechsdimensionaler Körper kann vollständig wirklich sein. In Beziehung zu einem niedrigeren Kosmos ist er vierdimensional. „Das bedeutet. was tatsächlich null ist. dann ist für ihn der Mesokosmos der vierdimensionale Raum. daß alle Möglichkeiten des . „Gleicherweise werden alle Möglichkeiten des Mesokosmos im Agiokosmos verwirklicht und alle Möglichkeiten des Deuterokosmos oder der Sonne im Protokosmos oder dem Absoluten. liegt die vierte Dimension ebensosehr im Bereich des sehr Großen wie auch im Bereich des sehr Kleinen.den fünfdimensionalen Raum und der Deuterokosmos den sechsdimensionalen Raum. Letzteres ist vielleicht das Paradoxeste. aber nichtsdestoweniger ist es genau wie es sein sollte. das heißt die Ansicht einer Seite.Atoms' oder der . der Deuterokosmos der fünfdimensionale Raum und der Makrokosmos der sechsdimensionale. genau so im Bereich dessen. Gleichermaßen ist eine Linie eine unvoll- 309 . „Ferner müssen wir verstehen. ist darum jeder Kosmos für sich oder in sich dreidimensional. Für einen dreidimensionalen Körper. daß alle Möglichkeiten des Tritokosmos im Makrokosmos verwirklicht werden. Um es anders zu sagen: er selbst ist dreidimensional.

Es ist 310 . dann wird die Linie der Erdbewegung eine Spirale.Erdkugel' ist ein eingebildeter Körper. Wenn wir uns eine seitliche Bewegung dieser Spirale vorstellen. Diese Dreidimensionalität ist nur eingebildet. wenn wir uns die Linie der Sonnenbewegung veranschaulichen. Unsere Ansicht von ihr ist unvollständig. auf welche Weise die Form der Erde sich wandeln muß. Jemand. dann wird diese Bewegung eine Figur ergeben. mag ihn möglicherweise auch als dreidimensionalen Körper sehen. welche die Erde selbst als eine dreidimensionale Figur sehen kann. Wenn wir uns die Sonne im Makrokosmos vorstellen. Die . sondern eine Linie. das heißt in bezug auf die Sonne. wie sehen sie als einen Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt ihres vollständigen Seins. Aber diese sechsdimensionale Erde kann auch für sich selbst dreidimensional sein. die jedoch nichtsdestoweniger die sechsdimensionale Form der Erde ist. „Die Möglichkeiten der Erde werden im Agiokosmos verwirklicht. das heißt. in welcher die Erde sich selbst sieht. Im Deuterokosmos. aber in einer vollständig anderen Art von Dreidimensionalität. Sie ist ein Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt der sechsdimensionalen Erde. Als ein dreidimensionaler Körper ist die Erde für sich selbst ganz verschieden von dem. Und tatsächlich können wir auch bis zu einem gewissen Grade erkennen. die wir als Bahn der Erde um die Sonne verfolgen. dies bedeutet. der ihn von außen ansieht. ist die Erde nicht mehr ein Punkt (wenn wir den Punkt als die reihenmäßige Verkleinerung eines dreidimensionalen Körpers annehmen). was sie für uns darstellt. die wir uns nicht vorstellen können. nur kennen wir nicht die Form. wenn wir auch nicht wissen. auf welche Weise. welche die Linie der Sonnenbewegung umkreist. daß im Agiokosmos die Erde ein sechsdimensionaler Körper ist. weil wir die Art ihrer Bewegung nicht kennen.ständige Ansicht einer Ebene und ein Punkt eine unvollständige Ansicht einer Linie. Zum Beispiel stellen wir uns die Erde als dreidimensional vor. „Ferner kann sich ein sechsdimensionaler Körper als dreidimensionalen Körper sehen. und können auch keine Vorstellung davon haben.

" Er sagte nichts weiter. daß G. G. worauf Sie bis jetzt noch nicht gekommen sind. dies zu verstehen.notwendig.. Später fügte einer von G. was G. Sein Prinzip der Relativität hat nichts mit dem Prinzip der Relativität in der Mechanik oder mit dem Einsteins zu tun. bearbeiten können. die ich im Neuen Modell des Weltalls herausgearbeitet hatte. „Ich will nur eines noch hinzufügen: „Zeit ist Atem — versuchen Sie. Dies war ein direkter Übergang von dem „dreidimensionalen Weltall". Beachten Sie zum Beispiel. weil sonst die Vorstellung der Dreidimensionalität der Kosmen mit unserer Vorstellung dreidimensionaler Körper vermengt wird.^ finden können. „Es ist sehr viel in dem. mit dem wir begonnen hatten.1 „aber dieses Material muß ausgearbeitet werden. also die vierundzwanzig Stunden oder Tag und Nacht.'s Moskauer Schülern hinzu.'s Vorlesung über die Kosmen und das darauffolgende Gespräch fesselte mich sehr. „Und dieser letzte Punkt scheint mir mit dem verknüpft zu sein. einmal beim Gespräch über die Kosmen und die verschiedene Zeit in den verschiedenen Kosmen gesagt habe. den „Atem des organischen Lebens" darstellen.Prinzip der Relativität' nennt. nämlich zu den Problemen von Raum und Zeit und 311 . daß die Zeit i in den verschiedenen Kosmen verschieden ist. das heißt es ist möglich." Damit beendete ich meine Übersicht über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Dimensionen-Periode aus. zu den Problemen. sagte G. Es ist wiederum das gleiche wie im Neuen Modell des Weltalls. dies festzustellen und zu verstehen. dann werden Sie auf vieles stoßen. genau festzustellen. Wenn Sie heraus. wie die Zeit in einem Kosmos zu der Zeit in einem anderen Kosmos in Beziehung steht. Und sie kann genau berechnet werden. das . daß Schlaf und Wachen der Lebewesen und Pflanzen. wie Sie das Material. das Sie jetzt haben. was Sie gerade gesagt haben". Die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers kann verschieden sein. es ist das Prinzip der Relativität des Daseins.

Dies war zwar zunächst nur hypothetisch. aber nichtsdestoweniger stimmte es mit dem ganzen System von Welt und Mensch vollständig überein. die Beziehung des Menschen zu anderen Kosmen festzustellen".höheren Dimensionen. an denen ich mehrere Jahre gearbeitet hatte. daß diese Fragen im späteren Gespräch ganz leicht lösbar wurden. Einige von uns versuchten. zu dem. mit G. sagte in diesem Zusammenhang einer von uns. erreichten wir lange Zeit kein Ergebnis. bestand er auf seinen Definitionen. „Wenn es Ihnen gelingt. daß einer von uns ihm einmal. Diese Definitionen schienen mir die einzig logisch möglichen zu sein. so würde es viel leichter sein. Besonders waren wir durch den „Mikrokosmos" verwirrt. und obgleich wir alle in der Idee der Kosmen sehr viele Möglichkeiten sahen. 312 . bei denen wir versuchten. Über ein Jahr lang fügte G. Jedes individuelle Lebewesen — ein Hund. was der Mikrokosmos bedeutet". als er Petersburg verließ — es mag sogar seine endgültige Abreise 1917 gewesen sein —. Ich erinnere mich. als wir den Menschen als „Mikrokosmos" annahmen. tiefer in die Idee der Kosmen einzudringen und sie weiterzuentwickeln.. sie zurückgewiesen hatte. „Wenn wir den Menschen als Mikrokosmos und als Tritokosmos das Menschengeschlecht oder besser das organische Leben annehmen könnten. Ihnen ebenfalls klar werden. ein Baum — konnte als ein Mikrokosmos angenommen werden. „Versuchen Sie zu verstehen. was er über die Kosmen gesagt hatte. darüber zu sprechen. nichts weiter hinzu." Ich erinnere mich. Aber bei den ein oder zwei Gelegenheiten. am Bahnhof bezüglich der Kosmen eine Frage stellte. antwortete G. worüber Sie mich jetzt fragen. Und ich konnte nicht verstehen. eine Katze. dann wird alles weitere. die Verbindung aller Lebewesen stellte den Tritokosmos oder das organische Leben auf Erden dar. der mit mir versucht hatte. das zu verstehen. Z. diese Probleme von vielen verschiedenen Seiten anzugehen. warum G.

als einen Punkt annehmen. wollte. das heißt in Verbindung mit der vierundzwanzigstündigen Drehung der Erde um ihre Achse. A u s „Blick in die Wahrheit. Im Mesokosmos. das heißt unter anderen Menschen und inmitten der Natur." Dies bestärkte uns noch weiter in dem Entschluß. das mir G. während er sich von Ort zu Ort bewegt. als ich mich wieder dem Problem der Kosmen zuwandte. Durch diese Annahme bekamen viele Dinge für mich einen besseren Zusammenhang. die Linie dar. und darin bedeutete „Mikrokosmos" Mensch. wenn man die Bewegung der 313 . daß das Leben des einzelnen Menschen — des Mikrokosmos — von denselben Gesetzen gelenkt wird. gegeben hatte. sagte ich. Später wurde uns klar. Rufen Sie sich ins Gedächtnis zurück: „Wie oben. als ich das erstemal dort war. nämlich den Beginn der Geschichte. wir müssen ihn in einer sehr kleinen Größenordnung und in sehr großer Entfernung von uns selbst annehmen. das heißt.Jedenfalls entschloß ich mich später. „Wenn wir die Beziehung zwischen den Kosmen graphisch darstellen wollen". den Menschen als den Mikrokosmos und den Tritokosmos als das organische Leben auf Erden zu betrachten. und sind zur Erde zurückgekehrt. Und als ich einmal das Manuskript Blick in die Wahrheit. die er auf der Oberfläche der Erdkugel beschreibt. Nun haben Sie eine Vorstellung von den Gesetzen. daß Sie jetrt schon ohne weitere Erklärung die Behauptung nicht mehr bestreiten werden. fand ich darin die Ausdrücke „Makrokosmos" und „Mikrokosmos". den Begriff „Mikrokosmos" auf den Menschen anzuwenden. „so müssen wir den Mikrokosmos. durchlas. Ich erinnere mich an ein Gespräch über diesen Gegenstand. und worauf er unsere Gedanken hierdurch lenken wollte. wird diese Linie zu einer Ebene. daß wir den Begriff „Mikrokosmos" auf im Vergleich zum Menschen kleinere Größen anwenden sollten. das heißt den Menschen. das heißt. während sie in Beziehung zur Sonne. warum G. Dann stellt sein Leben im Tritokosmos. die in der Moskauer Gruppe vorgelesen worden war. die das Leben des Makrokosmos lenken." Ich glaube. so unten.

die Sonne. vom nächsten Kosmos aus gesehen. wenn wir versuchen. und der Mensch kann im Makrokosmos nur als Atom des Tritokosmos existieren. „In diesem Fall verwirklichen sich alle Möglichkeiten des Menschen in der Sonne. die Erde. das Dasein eines Kosmos innerhalb eines anderen zu begreifen. wie zum Beispiel das Dasein des Menschen innerhalb des organischen Lebens oder in seiner Beziehung zum organischen Leben. in anderen Worten. Die Möglichkeiten der Erde verwirklichen sich im Megalokosmos und die Möglichkeiten der Sonne im Protokosmos. Der Makrokosmos ist der Kosmos. in dem sich die Möglichkeiten des Tritokosmos verwirklichen. „Die gewöhnliche wissenschaftliche Anschauung betrachtet den Menschen als dreidimensionalen Körper. In diesem Fall muß das organische Leben notwendig in der Zeit betrachtet werden. oder. in anderen Worten. „Jenseits der Sonne. haben wir zwei Dreidimensionalitäten. auch ein dreidimensionaler Korper war. dann ist der Tritokosmos — das organische Leben auf Erden — ein vierdimensionaler Körper. hat und kann er kein Dasein haben oder. das heißt der Mensch oder der Mikrokosmos. Aber da unser Ausgangspunkt. das heißt jenseits des Sonnensystems. Die Erde hat fünf Dimensionen und die Sonne sechs. das heißt eines niedrigeren Kosmos in einem höheren. Dasein in der Zeit ist die Ausdehnung in der vierten Dimension. existiert er überhaupt nicht. das organische Leben auf Erden als Ganzes betrachtet sie mehr als eine Erscheinung denn als dreidimensionalen Körper.Erde um die Sonne in Betracht zieht. Dies entspricht dem. was schon früher gesagt wurde. das Sonnensystem und die Milchstraße dagegen betrachtet sie als dreidimensionalen Körper. eines kleineren Kosmos in einem größeren. sie wird etwas wirklich Bestehendes. 314 . „Die Ungenauigkeit dieser Anschauung wird offensichtlich. ein dreidimensionaler Körper wird. Im Makrokosmos existiert der Mensch überhaupt nicht. nämlich daß der Mensch Nummer sieben innerhalb der Grenzen des Sonnensystems unsterblich wird. etwas Verwirklichtes. „Wenn der Mikrokosmos oder Mensch ein dreidimensionaler Körper ist.

„Auch kann die Erde nicht als dreidimensionaler Körper betrachtet werden. darstellen. die um die Sonne kreist. . und zu einem vierten Mikrokosmos — dem Elektron.'s Worte über die VcrBcfaiedenhdt der Zeit in den verschiedenen Kosmen zurück. sondern eine Art Spindel innerhalb dieser Spirale. sondern eine Spirale. das ich lösen konnte und mußte. „Weiterhin stellen sieben Kosmen eine Dimensionen-Periode dar. Wenn der Mensch ein Mikrokosmos. zu ihm ungefähr im gleichen Verhältnis stehen wie er selbst zum organischen Leben auf Erden. Die Spirale und die Spindel zusammen müssen im nächsten Kosmos eine seitliche Bewegung ausführen.Moleküle* und . dann werden die mikroskopischen Zellen. Wenn wir noch weitergehen. 315 . und die niedrigen Kosmen werden immer in genau diesem Verhältnis zum Mikrokosmos stehen. Diese Einteilungen und Definitionen. Ihre Bewegung um ihre eigene Achse macht sie zu einem fünfdimensionaien Körper. daß die Kette der Kosmen mit dem Mikrokosmos zu einem Ende kommt.Zellen'. Nur im Ruhezustand wäre sie dreidimensional. Besonders oft kam ich auf G. sind möglicherweise sehr unvollständig. daß der nächste Kosmos das Elektron ist." Es ist schwer. aber dies heißt nicht. Hier war ein Rätsel. aus denen sein Körper besteht. so können wir sagen. das heißt ein Kosmos in sich ist. zweiten Mikrokosmos — der Zelle. den nächsten Kosmos. es mag sein. die die nächste Stufe. Auf diese Weise kommen wir zu einem. und die Sonne ist keine Kugel. daß die Wissenschaft mit der Zeit andere feststellen wird. Eine mikroskopische Zelle. Die Erde ist keine Kugel. da uns weder die Art noch die Richtung der Bewegung bekannt ist. zu einem dritten Mikrokosmos — dem Molekül. all die Gespräche zu rekonstruieren. aber das Ergebnis dieser Bewegung können wir nicht kennen. während ihre Bewegung um die Sonne die Erde vierdimensional macht. setzt sich aus Milliarden von Molekülen zusammen. aber das Prinzip wird immer das gleiche bleiben.Elektronen'. nämlich . die wir damals über die Kosmen führten. die sich an der Grenze der mikroskopischen Sichtbarkeit befindet.

Nachdem ich mich endlich entschlossen hatte. Aber der Name ist bedeutungslos. Durch einen solchen Aufbau wurde zweifellos eine vollständige Inkommensurabilität zwischen den Kosmen begründet oder beibehalten. Unterhalb des Menschen. 316 . das heißt die Vorstellung von zwei mikroskopischen Individuen. nachdem wir das erstemal von ihr gehort hatten. Alles andere stimmte mit G. zu versuchen. Weder „Molekül" noch „Elektron" schienen mir sehr vernünftige oder zulässige Bezeichnungen zu sein. als es mir zum erstenmal gelang. daß G. Jetzt möchte ich nur noch. die Bezeichnungen der Kosmen und den Ursprung dieser Bezeichnungen niemals. alles. sondern eine ziemlich große Zelle. Nicht jede Zelle und nicht eine Zelle unter jeder Bedingung. die Frage zu beantworten. trotzdem ich diese Bezeichnung nicht verstand. das heißt das Verhältnis von Null zu Unendlich wurde aufrechterhalten. eine . zusammenzufassen. Die Idee der Kosmen wurde erst ein Jahr. Als nächsten Kosmos konnte man eine kleine ultramikroskopische Zelle annehmen. Der nächste Kosmos war das Molekül und der nächste das Elektron. welches ich „Tritokosmos" nannte. erklärte. die sich voneinander so unterscheiden wie der „Mensch" von einer „großen Zelle". Aber von dieser Tabelle will ich später sprechen. nahm ich den Menschen als Mikrokosmos an. Die Idee von zwei Kosmen in der mikroskopischen Welt.Tabelle der Zeiten in den verschiedenen Kosmen" zu konstruieren. das heißt der nächste kleinere Kosmos. Als nächsten Kosmos in Beziehung zum Menschen nahm ich das „organische Leben auf Erden" an. weiterentwickelt. wie zum Beispiel die Embryo-Zelle des menschlichen Organismus. warum das organische Leben auf Erden der „dritte" Kosmos sei. nämlich im Frühling 1917. wie er es versprochen hatte. was ich über den Gegenstand dachte. da ich nicht imstande gewesen wäre.'s System überein. Und später Wurden durch dieses System viele interessante Konstruktionen möglich. ist in der Bakteriologie allgemein bekannt. hinzufügen. aber mangels anderer konnte man sie annnehmen. war die „Zelle".

sagt das Buch folgendes: „.' „Dieser Text hat viele verschiedene Bedeutungen. bringt es viele Früchte. sagte G. kann er geboren werden. und vor allem werden Sie einsehen. kann er sterben: wenn er stirbt. Aber zuerst ist es notwendig. „Zu Beginn wollen wir den wohlbekannten Text über den Samen nehmen. und wir werden oft darauf zurückkommen. Aber von Zeit zu Zeit werden wir verschiedene Bibeltexte zum Ausgangspunkt unserer Diskussionen nehmen. bei einer Gelegenheit „Meiner Meinung nach ist die Zeit für uns noch nicht gekommen. aber wenn es stirbt." 317 .' I ch werde oft über verschiedene Texte. das niemals veröffentlicht wurde und wahrscheinlich auch nie veröffentlicht werden wird.ELFTES KAPITEL aus den Evangelien gefragt". daß in den uns bekannten Texten die wichtigsten Punkte gewöhnlich fehlen. „Es gibt ein Buch von Aphorismen. „In Beziehung zu dem. sie auf die richtige Weise zu behandeln. von den Evangelien zu sprechen. Gleichnisse und so fort „An einer anderen Stelle heißt es: „. das in diesem Text enthaltene Prinzip in seiner vollen Anwendung auf den Menschen zu kennen.So ein Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt. bleibt es allein. und um zu sterben. muß er erst aufwachen. der sterben muß. . wovon wir im Augenblick sprechen. um geboren zu werden. Dies erfordert viel mehr Wissen. aber um geboren zu werden.Ein Mensch kann geboren werden. Ich habe dieses Buch schon in Verbindung mit der Frage über die Bedeutung des Wissens erwähnt und habe damals einen Aphorismus dieses Buches zitiert. muß er zuerst sterben.Wenn ein Mensch erwacht. Das wird Sie lehren.

was dies bedeutet. daß ein Mensch noch nicht . „Um aber fähig zu werden. kann er nicht geboren werden. „Wir haben schon genug über die Bedeutung des . den Beginn der Bildung von Individualität.' und so fort. erwachen oder nicht schlafen.Wachet. dies zu erreichen.Sterben'.„Wir müssen herausfinden. das heißt die eigene vollständige und unbedingte Mechanisiertheit und Hilf- 318 . an seiner Dummheit. „ . . oder jedenfalls zu beginnen. Wenn ein Mensch stirbt. Wenn Sie die Bibel aufmerksam studieren. daß oft auf die Möglichkeit des Geborenwerdens hingewiesen wird. zu .gestorben' ist. Aber diese drei Möglichkeiten des Menschen. Hier kommt die Möglichkeit des Erwachens zu Hilfe. Er muß sich davon freimachen. ohne vorher gestorben zu sein. Diese Ichs müssen sterben.. sterben und geboren werden.geboren' zu werden. kann er ein . . die ihn in der Lage festhalten.Geborenwerdens' gesprochen.Sterbens' und viele Male auf die Notwendigkeit des ..Sterben'. die Tatsache. denn ihr wisset nicht den Tag noch die Stunde. verschiedene Male auf die Notwendigkeit des .sein'.unsterbliches Ding' werden. Dies bezieht sich auf den Beginn eines neuen Wachstums des Wesenkerns. Trotzdem ist dies gerade da» Wesentliche. die Identifizierung mit den Dingen erhält tausend nutzloser Ichs im Menschen am Leben. An allem in seinem Leben hängt er. es zu erreichen. das heißt er muß sich von tausend kleinlichen Bindungen und Identifizierungen freimachen.Geborenwerden'. dann würde er dadurch gehindert. werden Sie sehen. ihn daran. ohne gestorben zu sein. Wenn ein Mensch geboren wird. ohne erwacht zu sein. und würde er geboren. Das Hängen an den Dingen. . er hängt an seiner Einbildung.Erwachens' — . möglicherweise an seinen Leiden noch mehr als an allem anderen. daß er noch nicht erwacht ist.Aufwachen'. Erwachen bedeutet die eigene Nichtigkeit erkennen. Dies sind drei aufeinanderfolgende Zustände. damit das große Ich geboren werden kann. muß ein Mensch sterben. So hindert die Tatsache. sind miteinander nicht in Verbindung gebracht. in der er sich befindet. hindert ihn am . Aber wie kann man sie zum Sterben bringen? Sie wollen nicht sterben. den Beginn der Entstehung eines unteilbaren Ich. sogar an seinen Leiden.

daß nichts.Willen'. und andererseits sieht er ein. „Aber um eine Sache immer zu sehen. Aber ganz gleich. was er hat. weiß er noch nichts über sich selbst.falschen Ichs' und dann weiter all die phantastischen Vorstellungen über seine .losigkeit einsehen. zu . daß alles. sein . muß man sie zuerst überhaupt sehen. Stellen Sie sich vor. kann er sich so sehen. jemand hat etwas in sich gesehen. Alle neuen 319 .TunKönnen'. was er als sein Eigenes betrachtet hat. seine . seine Gewohnheiten. Gedanken. Und es genügt nicht.Kräfte'. sein Geschmack. einen Augenblick.sterben'. und zwar nicht nur für eine Sekunde. und es nie wieder vergessen. Und wenn ein Mensch seine Nichtigkeit fühlt. wie es war. Damit fühlt der Mensch seine eigene Nichtigkeit. seinen . sondern für dauernd. die ihn entsetzen müssen. an den Tatsachen des eigenen Lebens erkennen. daß er es nicht tun kann. Diese Aspekte sind erstens seine . was für Anstrengungen er auch macht. seine Ansichten. das heißt. Wenn der Mensch beginnt. die vom Gesichtspunkt seines inneren Wachstums entweder unnötig sind oder es hindern. Überzeugungen. daß alles so bleibt. seine Hilflosigkeit und seine Nichtigkeit.Bewußtsein'. und wenn auch nur für eine Sekunde. wird er in sich viele Dinge sehen. „Dieses dauernde Bewußtsein seiner Nichtigkeit und seiner Hilflosigkeit wird einem Menschen schließlich den Mut verleihen. es zu beenden. es abzulegen. sein . das heißt nicht nur im Geist oder in seinem Bewußtsein zu sterben. sobald er sich zu erkennen beginnt. Man muß es an klaren. einfachen und konkreten Tatsachen.Initiative'. wie er wirklich ist. sich ein wenig kennenzulernen. Daran erkennt er sein Unvermögen. sondern sich entweder durch Nachahmung gebildet haben oder fertig von irgendwo übernommen worden sind. sein Eigenes ist. er fühlt. Solange der Mensch nicht über sich selbst entsetzt ist.Individualität'. was ihn entsetzt Er entschließt sich. sondern tatsächlich zu sterben und tatsächlich und für immer all die Seiten seines Wesens abzulegen. Schluß damit zu machen.Entschlossenheit* und so fort. dies philosophisch in Worten zu wissen. seine . sogar Fehler und Laster nicht sein Eigenes sind. seine .

„Zuallererst muß man einsehen. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald. „Es gibt eine östliche Erzählung. Um bewußt. Aber man muß auf einmal und für immer sterben. Nun war dieser Magier sehr geizig. in der Absicht aufzuwachen. daß der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte. eine gewisse Entscheidung gefällt hat. auf einmal ganz zu erwachen. fielen in Abgründe. die Wahrheit zu sehen und seine Lage zu erkennen. ist es notwendig.Kräfte und Fähigkeiten zur Einsicht kommen auf ein und die gleiche Weise zustande. und die ihn daran hindern. Zuerst erscheinen sie wie ein kurzes Aufleuchten in seltenen und kurzen Augenblicken. später erscheinen sie öfter und halten länger vor. für die es nützlich und vorteilhaft ist. daß ihnen die Haut 320 . bestimmte Hindernisse überwunden. mit einem Zaun umgeben. sondern ein hypnotischer Schlaf ist Man ist hypnotisiert. und ihnen dies nicht lieb war. Er wollte keinen Schäfer anstellen. weil sie wußten. daß der Schlaf. die von einem sehr reichen Magier handelt. sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch. auf der seine Schafe grasten. und dieser hypnotische Zustand wird dauernd in einem aufrechterhalten und verstärkt. bis sie schließlich nach sehr langer Arbeit bleibend werden. „Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. Dies wäre schwierig und sogar menschenunmöglich. Zuerst muß man beginnen. nicht ein normaler. Das gleiche gilt für das Erwachen. zu handeln. in dem man sich befindet. die den Menschen in seinem Schlafzustand festhalten. wenn ihm nicht das langsame und allmähliche Erwachen vorausginge. die den Menschen daran hindern. Es ist unmöglich. aufzuwachen. für kurze Augenblicke zu erwachen. der sehr viele Schafe hatte. nachdem man gewisse Anstrengungen gemacht. Es muß wohl Kräfte geben. und vor allem liefen sie fort. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst. noch wollte er die Weide. von der es kein Zurück mehr gibt. und ihn in der Gewalt seiner Träume lassen. daß der Mensch in seinem hypnotischen Zustand verbleibt. „Aber es gibt tausend Dinge. das Wesen der Kräfte zu kennen.

wenn 321 . alles in der Welt für sie zu tun. der Magier. Zweitens suggerierte er ihnen. die Macht der Phantasie. Dies ist völlig falsch. „Diese Erzählung ist eine gute Veranschaulichung der menschlichen Lage. „In Wirklichkeit ist Kundalini die Macht der Einbildung. wie diese Okkultisten das Wort irgendwo gefunden. jedenfalls nicht am gleichen Tag. Dieser Ausdruck wird oft gebraucht. anstatt zu handeln. Geschlechtsenergie für andere Zwecke zu verwenden. Manchmal wird sie mit dem Geschlecht. sie wären Adler. mit der Geschlechtsenergie in Zusammenhang gebracht. daß es möglich sei. aber seine Bedeutung vollständig verändert und aus einer sehr gefährlichen und schrecklichen Sache etwas gemacht haben. „Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. sie wären Magier. an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde. Aber keine der bekannten Theorien hat eine richtige Erklärung für die Kundalini-Kraft. der seine Herde so liebe. wenn ihnen irgend etwas geschehen sollte. daß. Wenn ein Mensch träumt. Es ist sehr merkwürdig. sie wären Löwen. daß er bereit sei. Und vor allem ist Kundalini überhaupt nichts Ersehnenswertes oder für die menschliche Entwicklung Nützliches.abgezogen würde. es nicht gerade jetzt geschehen werde. was begehrenswert erscheint und wie ein Segen ersehnt wird. sondern warteten ruhig auf den Tag. daß sie überhaupt keine Schafe seien. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen. um eine Art merkwürdiger Kraft zu bezeichnen. das . daß er. ein guter Herr sei. darüber nachzudenken. das heißt mit der Vorstellung. welche die Stelle einer wirklichen Funktion einnimmt. wieder anderen. die im Menschen vorhanden ist und erweckt werden kann. weil Kundalini in allem sein kann. und drittens suggerierte er ihnen. „In der sogenannten . sie wären Menschen und wieder anderen. und daß sie darum keinen Grund hätten.Feuer der Kundalini' oder die »Schlange der Kundalini'. sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. anderen.okkulten' Literatur ist Ihnen jedenfalls schon der Ausdruck . einigen von ihnen suggerierte er.Kundalini' begegnet. Sie liefen nie wieder weg.

aber die Menschen vermögen ihn nicht zu sehen. und der Mensch kann erwachen. Kundalini kann in allen Zentren wirken. Er sagt sich. daß er wach sei. wenn er einmal aufgewacht ist. daß er nicht schlafe. bevor er endlich erwacht. Ein Schaf. mit zehnfacher Energie auf ihn zu wirken. die in ihm wirkt. könnten sie auch nicht für eine Sekunde bleiben.Erwachen' bedeutet für einen Menschen . wie sie sind. ein Löwe. aber praktisch ist es fast unmöglich. und er schläft sofort wieder ein. beim hypnotischen Schlaf ist das anders. einzuschlafen. Kundalini ist die Kraft. ein Adler oder ein Magier zu sein. denn sobald ein Mensch für einen Augenblick aufwacht und seine Augen öffnet. aber nicht kann. lebt unter der Macht der Kundalini. die ihn veranlaßt haben. einfach weil sie hypnotisiert sind. der Mensch kann sich nicht zwicken. weil es einen Au^^eg gibt. Hierin liegt die Hauptschwierigkeit und hierin liegt auch die Garantie für diese Möglichkeit. das sich für einen Löwen oder einen Magier hält. Wenn sie wirklich ihre wahre Lage sehen und verstehen könnten. jedenfalls nicht zu Beginn des Erwachens. die in die Menschen gelegt wurde. Und wenn. wie entsetzlich sie ist. in einem anderen Zustand. um sie in ihrem jetzigen Zustand festzuhalten. beginnen alle die Kräfte. wobei er sehr oft träumt. . „Kundalini ist eine Kraft. Sie würden nach einem Ausweg suchen und ihn auch schnell finden. in Wirklichkeit jedoch fährt er fort zu schlafen — und dies kann einige Male geschehen. wenn er sich einbildet. es gibt keine objektiven Kennzeichen. was Gott verhüten möge. daß er wach sei oder aufwache. in denen ein Mensch aufwachen möchte.seine Träume den Platz der Wirklichkeit einnehmen. ein Mensch irgend etwas von objektiven Kennzeichen gehört 322 . „Es gibt gewisse Zustände im gewöhnlichen Schlaf. um sich zu vergewissem.enthypnotisiert' werden. und mit ihrer Hilfe können alle Zentren sich mit dem Eingebildeten an Stelle des Wirklichen begnügen. denn es gibt keinen organischen Grund für den Schlaf. so ist es die Kraft der Kundalini. „Theoretisch kann er es. die sie in ihrem hypnotischen Zustand festhält. Aber beim normalen Schlaf ist er.

hat. wenn alle schlafen? Er wird jemanden anstellen. daß man sich viel zu schnell an die Weckuhr gewöhnt und sie bald nicht mehr hört. wird sich wahrscheinlich weigern. Oder man muß sich mit Weckuhren umgeben. um sich ihrer zu erinnern. daß diese Arbeit bald in Schlaf 323 . wenn jemand erwachen will. muß man sich ihrer erinnern. Was ist dann der Zweck eines solchen Menschen? Und jemand. der die Schwierigkeit des Erwachens voll begreift. der ihn eine längere Zeit hindurch dauernd schüttelt. Weckuhren müssen aufgezogen werden. Folglich muß einer da sein. des Erfindens und des Wechseins der Uhren ohne fremde Hilfe durchführen wird. Viele Weckuhren sind notwendig. der diese Schocks erteilt. aber auch dieser schläft ein. um einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Ein heftiger Schock ist notwendig. ist ein Schock nicht genug. Aber auch hier gibt es wiederum verschiedene Schwierigkeiten. der Mensch gewöhnt sich an alle Wecker. der ihn aufwecken soll. daß ein Mensch von sich aus all die Arbeit des Aufziehens. kann verstehen. und nach einer gewissen Zeit schläft er darum nur um so besser. er jemanden anstellen muß. dann benötigt man eine lange Reihe dauernder Schocks. Aber wenn einer fest schläft. Ich sagte schon früher. die einen nicht schlafen lassen. Und was noch schlimmer ist. viel wichtigere Arbeit auszuführen haben. und immer neue. Aber wen kann er anstellen. Man kann durch eine Weckuhr geweckt werden. „Nur der. seine Zeit auf das Wecken des anderen zu verschwenden: er wird eine eigene. „Es gibt auch die Möglichkeit. daß zum Erwachen lange und harte Arbeit notwendig ist. Aber es besteht nur sehr wenig Aussicht. der wirklich wach bleiben kann. um sie aufzuziehen. daß. durch mechanische Mittel geweckt zu werden. dann verwandelt Kundalini dies alles sofort in Einbildung und Träume. muß man aufwachen. Darum müssen die Wecker ständig gewechselt und immer wieder neue erfunden werden. aufzuwachen. Im Laufe der Zeit kann dies einem Menschen helfen. „Was ist denn im allgemeinen notwendig. Viel wahrscheinlicher ist. Das Dumme ist jedoch.

Nötig ist. daß er Weckuhren erfinde. „Aber um all dies zu erreichen und zu wirklichen Ergebnissen zu kommen. daß jemand auf denjenigen achte. die aufwachen wollen. Ohne diese Voraussetzungen können keine Anstrengungen irgendwelche Ergeb- 324 . Wecker zu haben. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. nötig ist es. muß eine gewisse Anzahl von Menschen zusammenarbeiten. als nur einem einzelnen. einer allein leicht über sein Erwachen täuschen und einfach einen neuen Traum für Erwachen halten. Die Arbeit muß organisiert werden und einen Führer haben. sie aufziehe und wechsle. die helfen können. und ohne diese Hilfe kann niemand etwas erreichen. Genau so verhält es sich dabei mit Weckuhren. aber der einundzwanzigste wird wach sein und die übrigen wecken. und im Schlaf träumt er dann davon. denn um eine solche Arbeit zu beginnen und zu organisieren. daß jemand den Betreffenden wecke. Wenn mehrere Menschen beschließen. Es kann oft geschehen. der aufwachen will. Nur dann kann sie die von ihr erwarteten Ergebnisse zeitigen. Zusammen können sie einander sehr große Hilfe leisten. sagen wir. das ein gewöhnlicher Mensch nicht besitzen kann. Und natürlich helfen sie lieber. Aber einem allein kann nicht geholfen werden.übergeht. ein zweiter eine andere. „Einer allein kann nichts tun. nötig ist. der ihn weckt. „Darum muß ein Mensch. werden sie sich gegenseitig wecken. zwanzig oder dreißig Menschen. „Vor allem anderen braucht er Hilfe. und nachher können sie diese austauschen. nach anderen Leuten Ausschau halten. „Infolgedessen ist zum Erwachen eine Verbindung von Anstrengungen nötig. Außerdem kann sich. Diejenigen. zusammen gegen den Schlaf zu kämpfen. daß zwanzig von ihnen schlafen. die auch aufwachen wollen. und mit ihnen zusammenarbeiten. ist ein Wissen nötig. daß man dauernd neue Wecker erfinde. schätzen ihre Zeit sehr hoch ein. Einer erfindet eine Weckuhr. wie schon früher gesagt wurde. und nötig ist auch. und damit schläft er nur um so fester.

nahem und dem sie dienen. so bringt nichts auf Erden sie dazu. Aber wenn ihre erste Anstrengung und ihr erstes Opfer Gehorsam sein soll.Vorbereitungsschule' nennen kann. „Keine Gruppenarbeit ist ohne Lehrer möglich. wenn auch noch nicht vollständig. Die Gruppen werden durch den Lehrer gebildet. die vom Gesichtspunkt seiner Ziele einander nützlich sein können. die alle zusammen das bilden. „Gewöhnlich beginnt man seine Studien in einer kleinen Gruppe. einem anderen zu gehorchen.nisse hervorrufen. Die Arbeit von Gruppen mit einem falschen Lehrer kann nur negative Resultate ergeben. Wenn sie dieses Ziel. der ihre Methode kennt und der selbst eine so organisierte Arbeit mitgemacht hat. das heißt das Ziel des Lehrers. Für sich allein und aus eigener Initiative mögen sie großer Anstrengungen und großer Opfer fähig sein. wird ihre eigene Arbeit bewußter und kann folglich zu besseren Re- 325 . bevor sie nicht das Wesen und die Prinzipien der Arbeit und der damit verbundenen Ideen verstanden haben. aber diese Folterungen werden sie nicht aufwecken. verstanden haben. „Das nächste wichtige Kennzeichen der Gruppenarbeit ist. Für manche Leute ist dies am schwierigsten zu verstehen. ohne es zu wissen. von dem die Anfänger in der Arbeit gar keine Vorstellung haben und das ihnen auch nicht erklärt werden kann. „Die Arbeit muß organisiert werden. und sie kann nur von dem organisiert werden. Aber dieses Ziel. daß alle ihre Anstrengungen und alle ihre Opfer nutzlos sind. was man eine . dem sie sich. dieses Ziel. Diese Gruppe steht meistens mit einer ganzen Reihe ähnlicher Gruppen auf verschiedenen Stufen in Verbindung. „Das erste und wichtigste Kennzeichen dieser Gruppen ist die Tatsache. der ihre Probleme und Ziele. ist das notwendige ausgleichende Prinzip in ihrer eigenen Arbeit. daß die Gruppen mit einem Ziel zusammenhängen. der Typen aussucht. verstehen zu lernen. Und sie wollen sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen. daß sie nicht nach dem Wunsch und der Wahl ihrer Mitglieder zusammengestellt werden. Die Menschen mögen sich foltern. Ihre erste Aufgabe ist es.

der die Arbeit in einer Gruppe beginnt. und mit Gewalt aufgeweckt werden muß. Aber . So dienen einem die Mitglieder der Gruppe als Spiegel. Petrow besteht aus zwei Teilen — . daß er nicht nur einer ist: ein Teil von ihm ist der Mensch. der überhaupt keine Lust hat.Petrow' zu kämpfen.sultaten führen. Gleichzeitig lernt man auf dem Weg des Selbst-Studiums. Und es gibt viele Dinge. Die Arbeit des Selbststudiums kann nur in dazu eigens organisierten Gruppen geschehen.Petrow' machtlos. der zwischen den .Ichs' beginnen nun gegen einen . „Das erste Ziel eines Menschen. . Und das ist j a die Absicht. und der andere Teil ist Jwanow'. „Eine Gruppe ist gewöhnlich ein Pakt. Es ist eine allgemeine Eigenschaft der menschlichen Natur.Ich' und . Aber um sich selbst in den Fehlem der anderen und nicht nur die Fehler der anderen zu sehen. um gemeinsam gegen . Auf jeden Fall können sie seinen Schlaf stören und er kann nicht mehr so friedlich schlafen wie zuvor.Ichs* einer gewissen Gruppe von Menschen geschlossen wurde. die man aber in anderen bemerkt Und. daß zwanzig Menschen da sind.Petrow' oder . . Nehmen wir nun an. „Nehmen wir Petrow. wie ich gerade gesagt habe.Petrow' ist der Herr. aufzuwachen. daß man leichter die Fehler der anderen sieht als seine eigenen. Jetzt können sie sich als stärker erweisen als er ist.Iwanow'. Aber. daß man selbst die Fehler besitzt. muß ein Mensch sehr auf der Hut und sehr aufrichtig mit sich selbst sein. muß das Selbst-Studium sein. die man in sich selbst nicht sieht. kann das Ziel des Lehrers am Anfang meist nicht erklärt werden.Petrow' oder . 326 . in denen man sich selbst sieht. das heißt gegen ihre eigenen »falschen Persönlichkeiten'. wie ich schon sagte. daß diese Eigenschaften die eigenen sind. Aber wenn eine gewisse Anzahl von Leuten sich zu diesem Zweck vereint.Zacharow' anzukämpfen. dann werden sie sogar unwillkürlich gegenseitig einander helfen. . Einer allein kann sich selbst nicht sehen.Petrow'. „Er muß sich immer wieder daran erinnern.Ich' ist gegen . der aufwachen möchte.Zacharow'. zwanzig . in diesem Falle weiß man. die man in anderen sieht.

„Dies ist eine unerläßliche Bedingung. weil der Austausch von Beobachtungen einer der Zwecke ist. und zwar nicht nur während sie Mitglieder sind. daß sie alles geheimhalten müssen. was sie in der Gruppe hören oder erfahren. jede Möglichkeit versperren. werden ihren Mitgliedern verschiedene Bedingungen gestellt. das in der Gruppe Gesagte richtig wiederzugeben. Es wird ihnen klar. „Die Allgemeinbedingungen bei Beginn der Arbeit sind gewöhnlich folgender Art. irgend etwas in Verbindung mit der Arbeit zu verstehen. daß sie unfähig sind. das aus der Selbst-Beobachtung stammt. was sie selbst gelernt haben. daß sie unfähig sind.„Weiterhin beginnt man in der Arbeit des Selbst-Studiums Material zu sammeln. Und jeder von ihnen wird fähig sein. daß sie ihren Freunden dadurch. oder mit ihren Freunden auszutauschen. erstens Allgemeinbedingungen für alle Mitglieder und zweitens individuelle Bedingungen für individuelle Mitglieder. die ihnen nahestehen. ihren Freunden eine richtige Vorstellung von dem zu geben. sondern auch für alle Zeit danach. und daß ebensowenig eine Absicht besteht. aus ihrer eigenen persönlichen Erfahrung zu lernen. daß gar nicht versucht wird. die Arbeit irgendwann zu beginnen. In anderen Worten: es muß ihnen klar sein. wieviel Zeit und wieviel Erklärung dazu notwendig ist. Vor allem wird allen Mitgliedern einer Gruppe erklärt. sie an ihrem Recht zu hindern. aus etwas ein Geheimnis zu machen. daß sie ihnen falsche Vorstellungen vermitteln. was in den Gruppen gesagt wird. wieviel Anstrengung. das 327 . „Ein Grund für diese Beschränkung ist die Tatsache. deren Sinn ihnen gleich von Anfang an klar sein muß. Sie beginnen sehr bald. Wenn ein Mensch trotzdem versucht. das ganze Material zu benützen. zu denen die Gruppe da ist. ihre Ansichten mit denen. ferner schaffen sie Eich selbst sehr viele Schwierigkeiten und noch viel mehr Unannehmlichkeiten für die Zukunft. was nicht wesentlich ein Geheimnis ist. das zu begreifen. Gleichzeitig beginnen sie auch zu verstehen. Zwanzig Menschen werden zwanzigmal soviel Material haben. „Wenn eine Gruppe organisiert wird.

schweigen kann. einen wie großen Platz in seinem Leben das Lügen oder auch nur die Unterdrückung der Wahrheit einnimmt. oder sie deuten alles. Entweder beginnen die Menschen mit ihm zu argumentieren. und in diesem Fall ist Schweigen die schwierigste Enthaltsamkeit von allen. die sich für schweigsame Wesen halten und Einsamkeit und Beschaulichkeit lieben. kann Herr seiner selbst werden. beginnt er eine Seite dieses Vorbehaltes zu begreifen. erwarten sie von ihm. beginnt er Seiten in sich zu sehen. seine Gedanken mitzuteilen. Dies ist der mechanischste aller Wünsche. Und aus diesem Grunde ist diese Forderung besonders wichtig. wird er sehr schnell davon überzeugt werden. Der Mensch ist sich nicht bewußt. die ihn interessieren. sich als emste und vernünftige Wesen zu betrachten. „Aber für viele Menschen ist es sehr schwierig. und dies ist vor allem für Menschen schwer. Wenn er dies sieht und die Nutzlosigkeit solcher Versuche versteht. ist die. daß sie dem Lehrer der Gruppe die volle Wahrheit sagen müssen. Nur ein Mensch. wenn nötig. daß es für den Menschen sehr schwierig ist. Der Mensch kann weder mit sich selbst noch mit anderen auf- 328 . was er ihnen erzählt. „Die andere und nicht weniger wichtige Seite besteht in der Tatsache. oder für diejenigen. daß er ihren Theorien zuhöre. „Die nächste Forderung. die gewöhnt sind. was sie von ihm hören. „Auch das muß klar und richtig verstanden werden. zu schweigen. die er früher nie bemerkt hat. und ohne ihm zuhören zu wollen. in einem völlig anderen Sinn aus.in den Gruppen Gehörte seinen Freunden weiterzugeben. wie er es nennt. falsch und legen alles. Wenn ein Mensch sich daran hält und dessen eingedenk bleibt. daß eines ihrer Haupt-Kennzeichen überflüssige Gesprächigkeit ist. Aber wenn ein Mensch dies versteht oder wenigstens diese Regel befolgt. über Dinge. Er möchte mit jedem. so wird dies für ihn die bestmögliche Übung zur Selbst-Erinnerung und zur Entwicklung seines Willens sein. darüber sprechen. der. dem er gewohnt ist. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. daß Versuche in dieser Richtung zu völlig unerwarteten und unerwünschten Ergebnissen führen. sich mit dem Gedanken vertraut zu machen.

Ungeduld. Verheimlichung. aber auf jeden Fall wird es weniger schaden als Lüge. seinem Lehrer zu mißtrauen. sobald sie in der Gruppe sind. Er versteht nicht einmal. wird der Lehrer für ihn überflüssig und er wird für den Lehrer überflüssig. wenn sie finden. macht dies seine Anwesenheit in der Gruppe vollständig nutzlos und ist noch schlimmer. Widerstand oder Mißtrauen gegenüber dem Lehrer. als wenn er zu ihm oder in seiner Anwesenheit grob oder unhöflich ist. „Außer den aufgezählten grundsätzlichen Forderungen wird natürlich erwartet. Dadurch wird er zwar nichts erreichen. wenn sie seine Handlungen kritisieren. dem Lehrer zu mißtrauen und dies auszudrücken beginnen. um zu lernen und an sich zu arbeiten.richtig sein. wie sie es selbst verstehen. daß die Mitglieder der Gruppe arbeiten. Er bildet sich ein. die Wahrheit zu sagen oder nicht. Wenn er den Lehrer absichtlich belügt oder mit ihm unaufrichtig ist oder etwas unterdrückt. ist die. Und in diesem Fall ist es besser für ihn. aufrichtig zu sein oder nicht. warum sie zur Gruppe kamen. oder zu versuchen. daß sie sich erinnern müssen. aufrichtig zu sein. beendet dies sofort jede Möglichkeit weiterer Arbeit. Wenn sie. daß sie arbeiten. als sich die Schüler erinnern. Sie kamen. Wenn sie nur der Gruppe beiwohnen und nicht arbeiten. Schroffheit. oder wenn sie ihre bloße Anwesen- 329 . wenn sie Mangel an äußerer Achtung in bezug auf den Lehrer zeigen. und zwar nicht so zu lernen und an sich zu arbeiten. sondern sich bloß einbilden. daß sie zum Lernen und nicht zum Lehren gekommen sind. zu lernen. sondern wie es ihnen geheißen wird. wie die Gruppe geführt werden sollte. zu gehen und nach einem anderen Lehrer Ausschau zu halten. eine Neigung zu argumentieren. denn die Arbeit ist nur solange möglich. wenn es notwendig ist. daß sie besser verstehen. „Wenn ein Mensch beginnt. daß es von ihm abhänge. „Die nächste Forderung. Darum muß er dies lernen und vor allem es zuerst in Beziehung auf den Lehrer der Arbeit lernen. und vor allem. Mangel an Respekt für ihn. daß es eines der schwierigsten Dinge auf Erden ist. ohne einen solchen zu arbeiten. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird.

angenehm oder bequem sein. daß die Regeln nicht das Ziel verfolgen. alles zu vermeiden. der arbeiten möchte. sich ihrer selbst zu erinnern und dies bei Beginn der Arbeit zu verstehen. Die Regeln verfolgen ein bestimmtes Ziel: die Schüler sich so benehmen zu lassen. dann wären keine Regeln nötig. sie müssen schwierig. und Regeln können niemals leicht. oder wenn sie. das heißt. ihre Anwesenheit in der Gruppe als Zerstreuung betrachten.hcit in der Gruppe für Arbeit halten. darum sind Regeln unerläßlich. „Die aufgezählten grundsätzlichen Forderungen bilden das Material für die Regeln. Aber der 330 . Und je schneller sie weggeschickt werden oder von selbst gehen. den Menschen in der Arbeit und dem Lehrer gegenüber benehmen sollten. Die Regeln sind die Wecker. unangenehm und unbequem sein. dann ist ihre Anwesenheit in der Gruppe gleichfalls vollständig nutzlos. Wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und dies verstehen würden. Und an die Regeln erinnert zu werden. durch die sie angenehme Bekanntschaften und so weiter machen. Im Gegenteil. welche für alle Mitglieder einer Gruppe verpflichtend sind. . Und sie fragen sogar: können wir nicht ohne Regeln arbeiten? Die Regeln scheinen ihnen eine unnötige Beschränkung ihrer Freiheit oder eine unangenehme Formalität zu sein. was ihn an der Arbeit hindern oder ihm schaden könnte. wie sie sich den Menschen außerhalb der Arbeit. und zweitens helfen sie ihm. ihn zu zerstreuen oder zu befriedigen oder ihm die Dinge zu erleichtern. desto besser ist es für sie und für die anderen.als ob sie wären'. wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und verstehen würden. die den schlafenden Menschen wecken. In erster Linie helfen die Regeln jedem. „Sehr oft geschieht es bei Beginn einer Arbeit. die die Arbeit dem Schüler gibt. Da sie aber nicht fähig sind. daß sie sich benehmen würden. sich seiner selbst zu erinnern. Es ist klar. „In Wirklichkeit sind die Regeln die erste und Viaupthilfe. daß den Mitgliedern einer Gruppe die eine oder andere Regel nicht gefällt. wie es oft geschieht. sonst können sie ihren Zweck nicht erfüllen. scheint ihnen böser Wille oder Unzufriedenheit seitens des Lehrers.

„Das Studium des Hauptfehlers und der Kampf dagegen stellen tatsächlich den individuellen Weg jedes Menschen dar. dieihrer- 331 . Der eine Mensch redet zuviel.Außer diesen allgemeinen Regeln gibt es gewisse individuelle Bedingungen. um die sich seine ganze »falsche Persönlichkeit' dreht. die versuchen. Wie könnte es hier auch allgemeine Regeln geben? Was dem einen nützt. ist er so weit. und nur. und muß lernen zu reden. „Alles. solche Regeln zu entwickeln. Kein anderer als der Lehrer kann dies tun. entweder zu nichts führen oder Schaden verursachen.Hauptfehler' oder seinen . Persönliche Richtlinien können nur individuell gegeben werden. „Dies erfordert gewisse Erklärungen. Dieses Ziel ist die Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit. Die persönliche Arbeit jedes Menschen muß darin bestehen. er muß lernen zu schweigen. bezieht sich auf wirkliche Gruppen in Verbindung mit wirklicher.Hauptzug' beziehen.Mensch. der gewissermaßen sein Zentrum ausmacht. Er ist wie eine Achse. zu den nächsten und viel schwierigeren Stufen der Arbeit übergehen zu können. ärgert sich über den Wecker und fragt: kann man denn nicht ohne Wecker aufwachen? ^. die jedem Menschen einzeln gestellt werden und sich gewöhnlich auf seinen . seinen Hauptfehler nicht von sich aus finden. Ein anderer Mensch schweigt. Der Lehrer muß ihn auf diesen Zug hinweisen und ihm zeigen. konkreter Arbeit. schadet dem anderen. aber das Ziel muß für alle das gleiche sein. wie er dagegen ankämpfen kann. wenn er dies dauernd f^hlt. was bisher gesagt wurde. gegen diesen Hauptfehler anzukämpfen. Die allgemeinen Regeln für die Gruppenarbeit beziehen sich auf jeden. warum es hier keine allgemeinen Regeln für die Arbeit geben kann und warum alle Systeme. Und so ist es immer und mit allem. der seine Augen für eine Sekunde öffnet. Wiederum kann hier der einzelne seinen eigenen Zug. Nur wenn ein Mensch wirklich und wahrhaftig von seiner eigenen Hilflosigkeit und Nichtigkeit überz-ugt ist. wenn er reden sollte. Dies ist praktisch ein Gesetz. „Jeder Mensch hat in seinem Charakter einen bestimmten Zug. Dies erklärt.

ohne daß sie es wissen und verstehen.schwarze Magie'. Diese sind nicht ^einmal . was . die aber naive Menschen täuschen und in ihnen Glauben. Was man schwarze Magie nennt. was als der . „Während dieser Vorlesungen wurden mir oft Fragen gestellt. ja sogar für das beste Ziel auszunützen.vierte Weg' bezeichnet wurde. ob er gut oder böse ist. Es kann keine zwei Arten von .seits mit dem. etwas gehört. zu behaupten. fußt auf der Betörung und auf dem Ausnutzen menschlicher Schwächen. „Hierbei dürfen wir nicht vergessen. Ich habe schon früher gesagt. zusammenhängt. daß die schwarze Magie notwendig egoistisch sei.Tun' nicht erlaubt. kann nach dem Heil der Menschheit oder nach der Errettung der Menschheit von wirklichen oder eingebildeten Übeln streben. Er hat etwas gelernt. und es gibt das . ganz gleich. für sich selbst etwas zu erreichen. Es gibt die Mechanik. er weiß etwas. Begeisterung und sogar Fanatismus hervorrufen kann. im Interesse des Bösen tut. daß niemand jemals etwas um des Bösen willen. was . nachgeahmte Gruppen und nachgeahmte Arbeit.Tun'.Tun' geben. Dieses Kennzeichen besteht in der Neigung.geschieht'. Das ist ganz falsch. Schwarze Magie bedeutet keineswegs Magie des Bösen. eine Nachahmung des äußeren Anscheins von . Aber das. daß ein . und es kann nur eine Art von . Ebenso ist es ganz falsch. daß es weder rote. was man schwarze Magie nennen kann. „Darum ist es bei der richtigen Arbeit.Tun' ist Magie. die Menschen für irgendein.schwarze Magie' sei. Aber es gibt eine Fälschung. . Aber es gibt viele nachgeahmte Wege. grüne noch gelbe Magie gibt.schwarzer Magier'. auf jeden Fall in einer Schule gewesen ist. indem man entweder in ihnen Glauben und Betörung hervorruft oder ihnen Furcht einflößt. die keinerlei objektive Ergebnisse zeitigen kann. 332 . hat immer ein bestimmtes Kennzeichen. im Menschen den Zustand der Betörung hervorzurufen. daß in der schwarzen Magie ein Mensch danach strebe.Tun'. das heißt beim richtigen . und ich habe darauf geantwortet. Betörung. nämlich das.Tun' geben. Jeder tut alles im Interesse des Guten. so wie er es versteht. Die schwarze Magie kann ganz altruistisch sein.

er sei ein . Jede . „Zuerst ist es sehr schwierig. ob die erhaltenen Richtlinien richtig oder falsch sind. so ist dies bis zu einem gewissen Grade eine Garantie.schwarze Magie'. daß die andere. Ihre Arbeit besteht einfach im Nachäffen. gelangen die Mitglieder solcher Kreise zur Einsicht ihrer eigenen Wichtigkeit und zum Wachstum einer falschen Persönlichkeit. wie zum Beispiel die verschiedenen . wenn nicht sogar einfacher Betrug.Er ist einfach ein .halbgebildeter Mensch'. nachzuprüfen. andere halten sich für . etwas. was man weiß und was man nicht weiß. der einer Schule auch nur nahegestanden wäre.Lehrer'. Aber nachahmende Arbeit dieser Art verleiht sehr viel Selbstbefriedigung. Einer fühlt. das heißt sie kann die Täuschung und den Schlaf nur vermehren. Dies kann zu keiner Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit führen.Arbeit' dieser Art kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. und jeder ist befriedigt. weil auch 333 . Im Gegenteil. praktische Seite auch richtig sein dürfte. genug zu wissen. statt ihre eigene Nichtigkeit zu erkennen. Nicht nur. Der theoretische Teil der Arbeit mag sich in dieser Hinsicht als nützlich erweisen. weil er glaubte.schwarzen Magier' etwas lernen. Er kann sogar manchmal zufällig die Wahrheit sagen. was man mit gewöhnlichen Mitteln lernen kann und was nicht. Aber natürlich ist es weit davon entfernt. eine volle Garantie zu sein. und wenn jemand behauptet. Und wenn man etwas Neues lernt. daß es vieles gibt. Man weiß. er habe sie. wenn auch auf eine falsche Weise. sich nicht mehr anderen unterordnen zu müssen und unabhängig arbeiten und sogar die Arbeit von anderen leiten zu können. Man weiß. Nichtsdestoweniger kann man vom . weil man von diesem Aspekt aus leichter urteilen kann. sondern sie haben auch nie jemanden getroffen. was schlimmer ist als die .Schüler'. Darum sage ich. der entweder aus einer Schule hinausgeworfen worden ist oder sie selbst verlassen hat. anstatt sie zu verringern. daß ihre Lehrer nie in einer Schule gewesen sind. was nicht auf die gewöhnliche Weise aus Büchern und so weiter gelernt werden kann. so ist dies Illusion und Selbsttäuschung.okkulten' und theosophischen Gesellschaften und Gruppen. ob die Arbeit richtig oder falsch ist.

die der Lehrer nicht einmal Aufgaben nennt. Die Besonderheit der Schranken beruht auf der Tatsache. und sogar das nur für eine kurze Zeit. der eine schwer zu überwindende Schranke gemeistert hat. gegen den eigenen Hauptzug oder Hauptfehler ist der wichtigste Teil der Arbeit und muß in Taten. Wenn er sieht.Schranken' genannt. daß ein Mensch. Wenn ein Mensch diese Aufgaben ausführt.in seinen gewöhnlichen Schlaf. dann hält er sozusagen zwischen zwei Schranken an und kann weder nach vorwärts noch nach rückwärts. kämpft er mit sich selbst. deren Ausführung die Überwindung seines Hauptzuges erfordert. was verlangt wird. arbeitet er an sich. Das ist das Schlimmste. geht er zu immer schwierigeren über. daß er verstanden wird und die Aufgaben ausgeführt werden. die es glauben. nicht mehr. sondern gibt sie nur in Form von Andeutungen.hier Fehler möglich sind. Und es gibt Menschen. nachzuprüfen beginnt. nicht in Worten vor sich gehen. Zu diesem Zweck gibt der Lehrer jedem Schüler bestimmte Aufgaben. so heißt das. er riskiert es nur dann. Wenn er die Aufgaben vermeidet und versucht. zu geben. und er sagt nicht viel über sie. mit anderen Worten. die die Überwindung innerer Schranken erfordern. Alle okkulten und spiritistischen Gesellschaften und Kreise behaupten. in seinen gewöhnlichen Trott zurückfallen kann. wenn sie auch nur subjektiv schwierig sind. wenn der Betreffende sich schon bei kleinen Schranken genügend stark gezeigt hat. „Schwierigere Aufgaben. gewöhn- 334 . was einem Menschen geschehen kann. „In richtig organisierten Gruppen wird kein Glaube verlangt. „Der Kampf gegen das »falsche Ich'. was er hört. „Oft geschieht es. daß sich Leute. desto besser ist es für ihn. Und wenn er nach Überwindung der ersten Schranke Angst vor den folgenden bekommt und nicht weitergeht. werden . denn je schneller ein Mensch all das. sie nicht auszuführen. bestimmte Aufgaben. ist einfach ein wenig Vertrauen. sie besäßen ein neues Wissen. die bei einer Schranke. Gewöhnlich werden zu Anfang nur sehr leichte Aufgaben gestellt. Darum ist der Lehrer bei der Wahl von Aufgaben und Schranken gewöhnlich sehr vorsichtig. daß er entweder nicht arbeiten will oder nicht arbeiten kann.

ich der kleinsten und einfachsten. gegen den Lehrer und gegen die anderen Mitglieder der Gruppe wenden und sie gerade dessen zeihen. gegen die Arbeit. Aber viele Menschen zeigen unter solchen Umständen eine Seite ihres Wesens. wie er sich benimmt. Und manchmal ist dies ein notwendiges Mittel. um zu sehen. absichtlich dem. was er gehört hat. um das Wesen eines Menschen zu enthüllen. Manchmal wird ein Mensch absichtlich auf die Probe gestellt. stehengeblieben sind. wie die Arbeit in 335 . die Hauptsache ist seine eigene persönliche Haltung. „Nichts — was sollte schon mit ihm geschehen?" sagte G. daß er arbeiten möchte. daß er verpflichtet ist. wenn man ihn ein wenig kratzt? „Aber dies ist nicht die Hauptsache. Er wird in eine solche Lage gebracht. Aber nichts kennzeichnet einen Menschen besser als seine Haltung gegenüber Arbeit und Lehrer. was ihnen an ihnen selbst offenbar geworden ist. und ob er diese Einschätzung beibehält oder verliert. nachdem er diese verlassen hat. wegzugehen. Ein Mensch kann lange Zeit ganz ehrlich glauben. und sogar große Anstrengungen machen. Und welche Bestrafung könnte schlimmer sein? „Es ist unmöglich." „Was geschieht dann mit ihm?" fragte einer der Zuhörer. „Manchmal bereuen sie dies später und beschuldigen sich selbst. ungerecht oder falsch behandelt worden zu sein. vollständig zu beschreiben. eine falsche Bedeutung verleihen und so fort. alle möglichen Auslegungen erfinden. Und dann beobachtet man ihn. die sie sonst nie zeigen würden. und vollständig berechtigterweise einen Groll entweder gegen den Lehrer oder gegen jemand anderen in sich trägt. und dann kann er alles hinwerfen und sich sogar endgültig gegen die Arbeit stellen. die vermittelt wurden. „Er ist seine eigene Bestrafung. Solange man zu einem Menschen freundlich ist. seine eigene Einschätzung der Ideen. wird er auch zu einem freundlich sein. wenn er glaubt. aber wie wird er sein. sich rechtfertigen. Ein anständiger Mensch wird sich auch dann anständig benehmen. dann beschuldigen sie wieder andere. dann bereuen sie wieder und so fort.

was Sie immer im Gedächtnis behalten müssen. fort. vermehrt die Forderungen. weigert er sich. werden die Forderungen an ihn größer. wie zum Beispiel dessen. „Hier ist etwas. Eine Lüge gegenüber dem Lehrer. die ihrer Natur nach noch gereinigt werden könnten. was der Mensch selbst jemand anderem gesagt hat. das Lügen gegenüber dem Lehrer zu überwinden. daß der Lehrer eine sehr schwierige Aufgabe auf sich nimmt. desto größer werden die neuen Forderungen. Wenn irgendein wichtiger Bestandteil der Maschine zerbrochen oder nicht in Ordnung ist. die mit der Arbeit fortfahren und aus der Erfahrung lernen. Verheimlichungen irgendeiner Art. daß man es schon gar nicht mehr bemerkt.einer Gruppe vor sich geht". deren wahre Bedeutung nur denen enthüllt werden wird. Natürlich nimmt er nur die Maschinen an. werden ganz hoffnungslos. was . oder sofort alles aufgeben. die an ihn gestellt werden. sie anzunehmen. Und je größere Anstrengungen er macht. „Man muß es selbst erfahren. sogar die unbedeutendste. oder dessen. „Auf dieser Stufe machen die Menschen sehr oft einen Fehler. „Sie müssen sich bewußt sein. Man belügt so viel und unaufhörlich sowohl sich selbst als auch andere. was ein anderer gebeten hat. ist die schwierigste Schranke die Überwindung des Lügens. geheimzuhalten. Man muß sich entweder sofort entscheiden. Aber sogar solche Maschinen. „Allgemein gesprochen. ihm nur die Wahrheit zu sagen. sind die Forderungen an ihn sehr gering. aber sobald er seine Anstrengungen vermehrt. Trotzdem muß das Lügen überwunden werden. ist. die verlangt wird. die ein Mensch macht. Und die erste Anstrengung. wenn sie zu lügen beginnen. Solange ein Mensch noch keine ernstlichen Anstrengungen gemacht hat. Jede Anstrengung. deren Wiederherstellung in seiner Macht steht. fuhr G. All das bisher Gesagte waren nur Andeutungen. besonders wenn er früher irgendwelche Anstrengungen gemacht hat. nämlich die Reinigung und Wiederherstellung der menschlichen Maschine. bringt die Arbeit dieses Menschen sofort zu einem Ende.Schranken' bedeuten und was für Schwierigkeiten sie darstellen. 336 .

dem man dauernd begegnet. Dies ist eine . Sie glauben. werden heute an ihn keine Forderungen gestellt. Nichts. „Wie ich schon gesagt habe. ihnen irgendein Recht oder irgendwelche Vorteile geben.kluge Aufrichtigkeit'. „Die zweite Schranke ist sehr oft die Überwindung der Angst. Das heißt natürlich nicht. die außerhalb der Arbeit stehen und diese weder verstehen noch anerkennen können. Aber wenn ein Mensch lernen will. die der Lehrer für irgendeine Aufgabe bestimmt hat. jede Möglichkeit irgendeiner Arbeit. wird er niemals lernen. Wenn er lernen will. sozusagen ihre früheren Verdienste. wie es eine kluge Unaufrichtigkeit und eine dumme Unaufrichtigkeit gibt. entschuldigt ihn heute. klug aufrichtig zu sein. wenn sie nicht arbeiten oder später etwas falsch machen. auf die gleiche Weise zu lügen. denn wenn ein Mensch in der Gruppe fortfährt. daß Aufrichtigkeit nicht . auf kluge Weise unaufrichtig zu sein. 337 . die schon länger als er arbeiten. aufrichtig sein. muß er lernen. zerstört. wie er andere und sich selbst im Leben belügt. daß die früher gemachten Anstrengungen. Aber es gibt verschiedene Arten von Aufrichtigkeit. Es gibt eine kluge Aufrichtigkeit und es gibt eine dumme Aufrichtigkeit. so heißt das.Mangel an Achtung' werden darf. Aber innerhalb der Gruppe ist Aufrichtigkeit eine absolute Forderung. Aber hier müssen wir bemerken. wenn ein Mensch gestern nichts getan hat. Ganz im Gegenteil. muß er zuallererst mit seinem Lehrer und mit den Menschen. was ein Mensch gestern getan hat. Dumme Aufrichtigkeit und dumme Unaufrichtigkeit sind gleichermaßen mechanisch. nichts zu tun. wie ich schon gesagt habe. genau so. bezüglich der Arbeit unaufrichtig zu sein und dann darüber zu schweigen. wenn er mit Leuten zusammen ist. daß er heute mehr tun muß. die Wahrheit von einer Lüge zu unterscheiden. und wenn er gestern irgend etwas getan hat. ist eine der ersten Forderungen die Aufrichtigkeit. Wer nichts tut. die die an sie gestellten Forderungen verringern müßten und gleichsam eine Entschuldigung sein sollten. bekommt auch nichts. Dies ist natürlich grundfalsch. daß es besser sei. Mangel an Achtung gegenüber dem Lehrer oder gegenüber denen.

sich zu rechtfertigen. Was auf der negativen Seite verzeichnet ist. Aber dies ist wieder eine heikle Angelegenheit und darf nicht übertrieben werden. der schon große Opfer gebracht hat. und seine Fehler und Missetaten auf der anderen Seite verzeichnet. sogar dann. wenn man nicht schuldig ist. Dinge. daß diese mit der Angst vor Spinnen oder Mäusen oder dunklen Zimmern oder mit unberechenbaren nervösen Ängsten nichts gemein haben. dann kann eine kleine Übertretung das Ergebnis ganzer Jahre von Arbeit und Anstrengungen zerstören. Was auf der positiven Seite steht. Es ist darum in der Arbeit oft besser. Sonst wird das Ergebnis wieder Lüge. Sie müssen sich klar sein. Genau wie die Überwindung von Lügen individuell verschieden ist. „Man muß ganz allgemein einsehen. Ganz im Gegenteil. die eigene Schuld zuzugeben. Lügen und Ängste — das ist die Atmosphäre. von denen ich spreche. so auch die Überwindung der Angst." 338 . eingebildete Ängste. die ein Mensch unternimmt. der noch keine Anstrengung gemacht und noch nichts geopfert hat. welche einem Menschen vergeben werden könnten. daß positive Anstrengungen und sogar Opfer in der Arbeit spätere Fehler nicht rechtfertigen oder entschuldigen. kann niemals das auf der negativen Seite Stehende wettmachen. Wenn ein Mensch seinen Fehler einsieht. „Dies scheint ungerecht. Die Ängste. Seine Anstrengungen und Opfer werden auf der einen Seite des Buches. inmitten derer ein Mensch lebt. „Der Kampf gegen die Lüge in einem selbst und der Kampf gegen die Angst ist die erste positive Arbeit. Diese Ängste müssen zuerst erkannt und dann zerstört werden. das heißt durch eine sofortige und vollständige Beichte vor sich selbst und gegenüber den anderen und vor allem gegenüber dem Lehrer. Für jeden Menschen werden besondere Konten geführt. aber man muß das Gesetz verstehen. können einem anderen. kann nur durch die Wahrheit entfernt werden. nicht vergeben werden. sind gewöhnlich mit den Lügen verbunden. und zwar durch Angst verursachte Lüge sein. in welcher der gewöhnliche Mensch lebt.Gewöhnlich hat ein Mensch viele unnötige. aber fortfährt. Jeder Mensch hat seine nur ihm eigenen Ängste.

„Diese Regel der gemeinsamen Verantwortung muß man immer vor Augen haben. wie sie sein sollte. um im Laufe der Zeit eine Gruppe zu werden. wenn er durch den Lehrer weggeschickt wird. hört er auf. wie Sie später sehen werden. Dies ist ein Gesetz. Die Mitglieder einer Gruppe sind nicht nur für die Fehler der anderen. nicht äußerlich. Wir werden uns vorbereiten. Alle Mitglieder einer Gruppe sind Freunde und Brüder. sich darauf vorzubereiten. natürlich von innen her.Bei einer anderen Gelegenheit sagte G. Der Fehler eines einzelnen wird als Fehler aller betrachtet. Sie hat noch eine andere Seite. wird es nur eine vorbereitende Gruppe sein. sondern auch für ihr Scheitern verantwortlich. Und dieses Gesetz ist gut begründet. daß wir sofort mit der Bildung einer Gruppe beginnen können. daß in einer Gruppe jeder für den anderen verantwortlich ist. „Was ist hierzu nötig? Zuallererst müssen Sie verstehen. es kann keine persönlichen Sympathien oder Antipathien geben. aber wenn einer von ihnen weggeht. Eine Gruppe ist eine große Sache. gleichzeitig von allen erworben wird. Oft ist diese Regel sehr hart. Dann wäre es eine Gruppe. Der Erfolg eines einzelnen ist der Erfolg aller. Solange es keine allgemeine Arbeit gibt. eine Gruppe so. Die Teile der Maschine müssen einander kennen und einander helfen. Ich müßte Ihnen in dieser Arbeit vertrauen und Sie müßten mir und sich untereinander vertrauen. eine Gruppe zu werden. das. In einer Gruppe können die persönlichen Interessen nicht den Interessen der anderen oder dem Interesse der Arbeit entgegengesetzt sein. Aber es ist nur möglich. nachzuahmen. im Gespräch über Gruppen: „Glauben Sie nicht. wie einer. was einer erwirbt. welche die Arbeit hindern. Eine Gruppe wird für eine bestimmte gemeinsame Arbeit. „Eine Gruppe muß wie eine Maschine arbeiten. führt unvermeidlich zur Auflösung der ganzen Gruppe. ein Freund und Bruder zu sein und wird sofort ein Fremder. indem man versucht. der abgeschnitten ist. für ein bestimmtes Ziel begonnen. da. und vor allem. Ein schwerwiegender Fehler seitens eines einzigen. wie zum Beispiel die Übertretung einer grundsätzlichen Regel. nachzuahmen. nichts- 339 . Das Scheitern eines einzelnen ist das Scheitern aller.

Später geht einer von ihnen weg.destoweniger aber ist sie notwendig. daß die Arbeit eines Menschen Ergebnisse in allen drei Richtungen zeitigt. das heißt Mann und Frau werden als ein Mitglied der Gruppe gerechnet. sagte er. „Weiterhin dürfen Sie nicht vergessen. Darauf gab er uns einige bestimmte Aufgaben." Hiemach ging G. wo es sich um nahe Beziehungen. einmal einige interessante Bemerkungen zu den allgemeinen Grundsätzen der Gruppenbildung hinzu.Hauptfehler' über. zählen wir sie als einen. mit denen die Arbeit unserer Gruppe begann. Und er kann sich selbst nützlich sein. Ich glaube. Wenn das nicht der Fall ist. 340 . daß ich Ihnen nur in dem Maße helfen kann. „Sie nehmen alles zu theoretisch". „Sie sollten jetzt schon mehr wissen. wie Sie mir helfen. als wir im Kaukasus waren. Mutter und Tochter und so fort. Der andere hat kein Recht. gemessen werden. Das Verdienst oder die Nützlichkeit der Gruppen wird durch ihre Ergebnisse bestimmt. so ist er dadurch auch für die Arbeit nützlich. Es ist natürlich wünschenswert. Er kann für mich nützlich sein. Der Weggegangene fühlt sich gekränkt. „Die Arbeit jedes Menschen kann in drei Richtungen verlaufen. kann man sich auch mit zweien zufriedengeben. wie Mann und Frau. Wenn ein Mensch zum Beispiel für mich nützlich ist. er versteht dies nicht und sie streiten. fügte G. Um dies in den Fällen zu vermeiden. sondern nach der Anzahl und der Größe Ihrer Anstrengungen. auf die einzelnen Aufgaben und die Bestimmung unserer . 1917. daß ich sie hier anführen muß. Später. welches fast sicher gleich null sein wird. zu ihm von der Arbeit der Gruppe zu sprechen. handelt. wird der andere für schuldig gehalten und muß auch weggehen. Die Existenz der Gruppen an sich ist kein besonderes Verdienst. Zwei Menschen mögen lebenslang Freunde gewesen sein und zusammen einer Gruppe beigetreten sein. und ebensowenig ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ein besonderes Verdienst. Er kann für die Arbeit nützlich sein. Wenn daher einer in der Arbeit nicht fortfahren kann und weggeht. Ferner wird Ihre Hilfe vor allem am Anfang nicht nach dem tatsächlichen Ergebnis.

durch Anstrengungen. so ist dies viel schlimmer. Kur Über-Anstrengungen zählen. und dann kann die gleiche Tatsache. Die Arbeit läßt ihn hinter sich. zu uns über Anstrengungen in Verbindung mit den Aufgaben. die mit einem besonderen Stoff 341 . was noch wichtiger ist. dann wird ihm die Tatsache. „daß gewöhnliche Anstrengungen nicht zählen. wie er vorher war. Wenn ein Mensch für sich nichts nimmt und sich nicht wandelt. zu sterben. wenn er so bleibt. langsam schädlich werden." „Können Über-Anstrengungen nicht gefährlich sein?" fragte einer der Zuhörer. durch die er nützlich war. Bald nachdem unsere Gruppe oder „vorbereitende Gruppe" gebildet worden war. Es gibt zwei kleine Akkumulatoren nah bei jedem Zentrum. Sommer 1916. als wir glauben. Das ist eine Seite." Ich komme wieder auf St. sprach G. daß er zufällig für eine kurze Zeitspanne nützlich gewesen ist.Oder wenn er für die Arbeit nützlich ist. ist er auch für mich nützlich. Wir sind viel stärker. Aber wir machen davon keinen Gebrauch. ein Mensch ist für die Arbeit und für mich nützlich. Wenn ein Mensch selbst nicht wächst oder sich nicht wandelt. Aber andererseits ist es nicht so leicht. Sie müssen eine Eigentümlichkeit im Aufbau der menschlichen Maschine verstehen. Und so ist es immer und mit allem.. „Sie müssen verstehen". die keine Über-Anstrengungen machen wollen. Die Arbeit wächst und wandelt sich. zurück. Aber angenommen. um zu erwachen. sagte G. Diejenigen. die er uns gestellt hatte. Petersburg. nicht gutgeschrieben und. sich selber zu nützen. sagte er. so kann er nicht mit der Arbeit Schritt halten. weil es nicht lange dauern kann. von Anstrengungen zu sterben. seine Nützlichkeit dauert nicht lange. „Eine sehr wichtige Rolle in der menschlichen Maschine spielt eine gewisse Art von Akkumulator. „aber es ist besser. ist aber nicht imstande. sollten lieber alles aufgeben und sich um ihre Gesundheit kümmern. „Natürlich können sie es". als im Schlaf zu leben. der gewöhnlich besonders auf seine Gesundheit bedacht war.

es zu verstehen. daß das Zentrum mit dem zweiten Akku- 342 . zeichnete eine allgemeine Skizze der „menschlichen Maschine" und wies auf die Lage des großen und der kleinen Akkumulatoren und die Verbindung zwischen ihnen hin. Er würde gern aufhören. der die kleineren ladet. und außerdem ist jeder von ihnen sowohl mit dem Zentrum verbunden. in welchem Fall sich einige . der für die Arbeit des betreffenden Zentrums notwendig ist. fühlt der Mensch sich müde. wenn er gerade ein schwieriges Problem löst.gefüllt sind.Rollen' im Denkapparat seines Kopfes drehen. oder an etwas anderes denken. Wenn ein Akkumulator fast leer ist. Die kleinen Akkumulatoren sind miteinander verbunden. Oder nehmen wir an. sich hinsetzen. Aber ganz unerwartet fühlt er einen neuen Zustrom von Kraft und wird wieder fähig zu gehen oder zu arbeiten." F i g u r 41 Zentrum Akkumulatoren G. daß ein Mensch arbeitet oder ein schwieriges Buch liest und versucht. „Die Akkumulatoren arbeiten auf folgende Weise". in welchem Fall sich . „Außerdem gibt es im Organismus einen großen Akkumulator. neben dem er steht. sagte er.Rollen' im Bewegungszentrum drehen. daß er einen Hügel hinaufsteigt und müde wird. Dies bedeutet. „Im ersten Fall bezieht das Denkzentrum und im zweiten das Bewegungszentrum die für ihre Arbeit notwendige Energie aus den kleinen Akkumulatoren. „Nehmen wir einmal an. wenn er geht. als auch mit dem großen Akkumulator.

Jedenfalls geht die Arbeit weiter. oder eine Zigarette. Der Mensch fühlt sich wieder müde. manchmal eine Anstrengung. „Wieder ein äußerer Schock oder eine kurze Pause. Die Arbeit des Zentrums geht weiter. Inzwischen füllt sich der erste Akkumulator mit Energie aus dem großen Akkumulator. manchmal ein Schock. Manchmal ist eine kleine F i g u r 42 Ruhepause notwendig. Der Mensch geht weiter oder arbeitet weiter.mulator verbunden worden ist und ihm Energie entnimmt. und er ist mit dem ersten Akku- 343 . Nach einer gewissen Zeitspanne ist die Energie im zweiten Akkumulator auch verbraucht. um diese Verbindung zu gewährleisten. oder eine Anstrengung.

Der große Akkumulator enthält eine ungeheure Energiemenge. verbraucht schnell alle seine Energie und verbindet sich wieder mit dem ersten Akkumulator und so fort. wo der große Akkumulator all seiner Energie bar und entleert ist und der Organismus stirbt. er bekommt Kopfweh. Aber dies geschieht sehr selten. aufgenommen hat. Aber es kann leicht geschehen. weiter schneller aus dem großen Akkumulator ausströmt als sie einströmt. Das Zentrum verbraucht seine Energie schnell. sich aus dem großen Akkumulator wieder aufzufüllen und nur die Hälfte der Energie. Wenn ein Mensch die Verbindung mit dem großen Akkumulator gefunden hat. erste noch nicht genug Zeit gehabt hat. Das Zentrum wird mit ihm verbunden. Wunder zu vollbringen. ihm Energie zu entnehmen. Aber diesmal war der erste Akkumulator nur halbvoll. daß das Zentrum direkt mit dem großen Akkumulator verbunden worden ist. und in der Zwischenzeit hat der zweite Akkumulator nur eine Viertelfüllung erreicht. „Nachdem das Zentrum wieder mit dem ersten Akkumulator verbunden ist. die aus Luft. „Dann plötzlich bringt wieder eine kurze Ruhepause oder ein äußerer Schock oder eine Anstrengung einen neuen Energiezustrom. Er fällt fast um. und der Mensch wird noch einmal fähig zu denken. Nach einer gewissen Zeit erreicht der Organismus den Zustand. daß der. Zuckungen oder er fühlt sich krank. Gewöhnlich hört der Organismus automatisch schon lange vor diesem Zeit- 344 . daß keiner der kleinen Akkumulatoren auch nur einen Tropfen Energie übrig hat. wenn die . „Dies bedeutet. ist er buchstäblich fähig. er ist nur halbvoll. oder sein Organismus ist angegriffen. die er fassen kann.Rollen' sich weiterdrehen und die Energie.mulator verbunden. beginnt es. Diesmal fühlt sich der Mensch wirklich müde. schläft fast ein. Aber natürlich. zu gehen oder zu arbeiten. daß das Zentrum die Energie aus dem zweiten Akkumulator so schnell herausgesaugt hat. Essen und Eindrücken hergestellt wird. dann kommt ein Augenblick. während der zweite Akkumulator mit dem großen Akkumulator verbunden wird und aus ihm Energie bezieht.

Faulheit oder der Angst vor Anstrengungen sterben. und daß viele Dinge für das Denkzentrum unerreichbar sind. besonders wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen. Solange wir unfähig sind. wie man die Energie direkt aus dem großen Akkumulator beziehen kann. welche die Arbeit lange vor der wirklichen Gefahr anhält. daß dieses neue 345 . die von einem Menschen verlangt werden. Damit der Organismus dahin gelangt. die Gefahr. Die Verbindung mit dem großen Akkumulator kann nur mittels des Gefühlszentrums durchgeführt werden. das jeweils notwendige Zentrum mit dem großen Akkumulator zu verbinden.und Denkzentrum können von sich aus nur aus den kleinen Akkumulatoren Energie beziehen. „Wir müssen lernen. ist die Energie der kleinen Akkumulatoren ungenügend. ist nicht sehr groß. ist all unsere Arbeit verschwendet. Das Gefühlszentrum ist ein viel feinerer Apparat als das Denkzentrum. zu lernen. sind besondere Bedingungen notwendig. da wir einschlafen. „Dies ist jedoch nur mit Hilfe des Gefühlszentrums möglich. ehe unsere Anstrengungen irgendein Ergebnis zeitigen können.punkt zu arbeiten auf. als er tatsächlich weiß und versteht. an ihnen zu sterben. der den Weg betritt. Darum muß ihr Ziel die Entwicklung der Tätigkeit des Gefühlszentrums sein. Unter gewöhnlichen Bedingungen wird der Mensch einschlafen oder ohnmächtig werden. „Gerade das verstehen die Menschen nicht. dies zu tun. „Die kleinen Akkumulatoren genügen für die gewöhnliche alltägliche Arbeit des Lebens. so muß er sich klar sein. Man kann leichter an Untätigkeit. Wenn irgend jemand mehr wissen und verstehen möchte. für das innere Wachstum und die Anstrengungen. „Demzufolge braucht man vor Anstrengungen keine Angst zu haben. „Im Gegenteil. dies zu verstehen. daß im ganzen Denkzentrum der einzig arbeitende Teil der Formungsapparat ist. oder es wird eine innere Störung auftreten. unser Ziel ist es. Das instinktive. Es ist wesentlich. wo er wegen Erschöpfung all seiner Energie stirbt. Aber für die Arbeit an sich selbst. Bewegungs.

das heißt die Entladung der in den Akkumulatoren angesammelten überflüssigen Energie. Durch das Gähnen wird Energie in die kleinen Akkumulatoren eingepumpt. und der Mensch die ganze Zeit gähnt. Ich habe bisher von dieser Einzelheit noch nicht gesprochen. Aber das Lachen ist die dem Gähnen entgegengesetzte Funktion. ohne daß man von den Akkumulatoren und ihrer Rolle im Organismus weiß. wenn ein Mensch gähnen möchte. sondern nur in denen.Wissen und Verstehen mittels des Gefühlszentrums und nicht mittels des Denkzentrums erworben wird. wenn ein Mensch. die ein Anhalten des Herzschlags verursachen können. „Es gibt zwei unverständliche Funktionen in unserem Organismus. und es gibt auch Fälle. beim Besteigen eines Berges fast unaufhörlich gähnt. daß sie nicht zu erklären sind. in denen mit der Pumpe etwas nicht stimmt. 4 „Das Lachen ist auch unmittelbar mit den Akkumulatoren verknüpft. daß Sie gähnen. wenn Sie müde sind. noch eine sehr interessante Bemerkung über das Gähnen und das Lachen. aber dadurch keine Energie hineinpumpt. die in zwei Teile gegliedert sind — einen positiven und einen negativen. ich werde dies tun. „Das Studium und die Beobachtung des Gähnens von diesem ^Gesichtspunkt aus enthüllt viel Neues und Interessantes. Es gibt gewisse Krankheitsfälle. Vor allem kann man dies zum Beispiel in den Bergen sehen. gähnt man fast unaufhörlich. Wenn sie sich zu schnell entleeren. der nicht an sie gewöhnt ist. die vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht zu erklären sind". Lachen gibt es nicht in allen Zentren. sondern Herauspumpen. das heißt. machte G. „Sie haben schon bemerkt. wenn wir zu einer mehr 346 ." Außer dem. wenn eines von ihnen keine Zeit hat. sich aufzufüllen. '. während das andere entleert wird. was er über die Akkumulatoren gesagt hatte. „obwohl die Wissenschaft natürlich nicht zugibt. es sind dies das Gähnen und das Lachen. so daß sie ohne Wirkung arbeitet. aber nicht dazu imstande ist. sagte er. Keines von ihnen kann richtig verstanden und erklärt werden. Es ist nicht Einpumpen.

Manche Menschen lachen nicht. Erinnern Sie sich daran. daß Lachen und Gähnen sehr ansteckend sind. die ihm von dem dafür zuständigen Akkumulator zufließt. alle Energie für nützliche Arbeit zu verwenden. Lachen ist ein Gegenmittel. daß Christus je gelacht habe. In» Augenblick wollen wir nur das Denkzentrum betrachten." 347 . „Weil das Lachen uns von überflüssiger Energie erlöst. die. Dann kann jeder. diese zwei entgegengesetzten Eindrücke einer Tatsache zu harmonisieren und zu verdauen. Sie müssen eines verstehen. Haß und Mißtrauen. Dies zeigt. wenn sie unverbraucht bleibt. sogar der gewöhnlichste Eindruck. werden könnte". in Bosheit. das heißt er kann beide Hälften des Zentrums zugleich ansprechen und dadurch Lachen. doppelt aufgenommen werden." „Warum ist Lachen so angenehm?" fragte jemand. weil sie vollständig in negativen Gefühlen stecken. In den höheren Zentren kann es kein Lachen geben. die gleichzeitig beide Hälften des Zentrums ansprechen und sofort ein scharfes Ja' oder . nämlich zu Gift. Solch ein gleichzeitiges Ja' und . Aber dieses Gegenmittel ist nur solange notwendig. warum Menschen nicht lachen. Aber außerdem gibt es verschiedene Gründe. Und tatsächlich werden Sie in der Bibel keinen Hinweis oder keine Erwähnung der Tatsache finden.Nein' gibt. Von Christus wird berichtet. daß sie notwendige Funktionen des instinktiven und des Bewegungszentrums sind. Andere wiederum lachen nicht. „Sie müssen verstehen. daß er nie gelacht habe. „Wir haben immer viel von diesem Gift in uns. Es gibt Eindrücke. In einem anderen Fall geschieht es. weil sie keine negativen Gefühle haben können. negativ. daß sich im Akkumulator zu viel solcher Energie angesammelt hat. in Furcht. das heißt eine Energieentladung veranlassen. und da das Zentrum nicht imstande ist. die das Zentrum nicht aufbrauchen kann. daß ich Ihnen nur eine Übersicht geben kann. als wir unfähig sind.Nein' erzeugt im Zentrum eine Art Krampt. weil es in den hoheren Zentren keine Teilung und kein Ja' und . beginnt es in Form von Lachen die Energie auszustoßen. antwortete G.Nein' hervorrufen.ins einzelne gehenden Untersuchung der Zentren übergehen.

Im Gegenteil. weil ich plötzlich auf dieser Fahrt verstand.'s Moskauer Schülern war zu dieser Zeit ein ganz anderes als das erste im Frühling des vorhergehenden Jahres. Einige Male veranstaltete G. die sich vor uns ausbreiteten. ihnen ge- 348 . was irgendwie gar nicht nach St. Petersburg gut verborgen geblieben waren. wir hatten alle einander besser kennengelernt. worin ihre Moskauer Arbeit bestand und was G. zusammengehalten wurde. daß er uns die ganze Zeit beobachtete und viele von uns bei diesen Gelegenheiten ganz neue Seiten ihres Wesens zeigten. bei seiner Ankunft von Moskau größere Ausflüge aufs Land und Picknicks. Jetzt schienen sie mir nicht mehr künstlich zu sein oder eine auswendig gelernte Rolle zu spielen. diese anscheinend ganz ziellosen Unterhaltungen veranstaltete. Petersburg paßte. begann die Arbeit unserer Gruppe neue und intensivere Formen anzunehmen. flußaufwärts an der Newa gelegen. ich erwartete ihr Kommen immer mit Spannung und versuchte von ihnen zu erfahren. warum G. und wenn es auch kleine Reibereien gab. verbrachte die meiste Zeit in St. Eine Fahrt nach Ostrowky. ist besonders in meinem Gedächtnis geblieben. Zu dieser Zeit waren wir ungefähr dreißig. Petersburg. die durch das gemeinsame Interesse an den neuen Ideen und die neuen Möglichkeiten von Wissen und Selbsterkenntnis.ZWÖLFTES KAPITEL D amals. Wir trafen uns fast jeden Abend. Mein Zusammentreffen mit G. Unsere Vorlesungen und Zusammenkünfte hatten zu dieser Zeit schon ihren formellen Charakter verloren. so bildeten wir doch im ganzen eine sehr geschlossene Gruppe. Ich erkannte. G. wobei wir Schaschlik aßen. die bei den formellen Versammlungen in St. im Hochsommer 1916. ging nur für einige Tage nach Moskau und kam gewöhnlich mit zwei oder drei seiner Moskauer Schüler zurück.

zerstörte er oft durch 349 . Und ich erfuhr sehr viel durch sie. einander lehrten. Man muß lernen. was mir in meiner späteren Arbeit sehr nützte. Und damals. Gleichzeitig verstand ich. Aber bei den allgemeinen Versammlungen war es für uns außerordentlich interessant zu hören. mit derselben Art von Fragen begannen und überrascht waren. mit dem die Menschen an unsere Arbeit herantreten. welches Sie studieren?" „Was ist der Ursprung dieses Systems?" und so weiter. solche Fragen zu stellen. Durch meine neuen Gespräche mit ihnen wurde mir die Entwicklung eines ganz bestimmten Plans klar. während sie von ihm lernten. allein waren.sagt hatte. die neu zu uns kamen. und uns. G. um dies zu verstehen. die wir anfangs gestellt hatten. einfachen Dinge zu verstehen. dessen Schüler mit ihm lebten und arbeiteten und. Aber als wir wieder mit G. Ich begann. Wir lernten nicht nur von G. sondern wir mußten auch voneinander lernen. die auch wir nicht hatten verstehen können. vor etwas über einem Jahr. warum dies so sein sollte. teilnahm.Arbeit an sich selbst'?" „Woraus besteht das System. Die ursprüngliche Gruppe traf sich zu dieser Zeit gesondert. das wir noch nicht wußten. ich hätte das Recht. warum G. für gekünstelt oder für Darsteller einer gelernten Rolle hielten. Mir wurde klar. zu befreien und konnten G. daß wir sie nicht beantworteten. und es war ganz klar. Dieses Zusammentreffen mit neu hinzukommenden Menschen gab uns ein gewisses Maß von Selbst-Befriedigung. schon besser als zuvor verstehen. Ich verstand jetzt. hatte ich geglaubt. daß diese Fragen nicht beantwortet werden konnten.'s Gruppe wie die „Schule" irgendeines mittelalterlichen Malers zu betrachten. wie naiv meine Fragen gewesen waren: „Worauf fußt Ihre . uns von dem Selbst-Vertrauen und dem AllesWissen. die gleichen elementaren. und wie sie genau so unfähig waren. genau wie die Menschen. Wir begannen schon. Neue Leute erschienen jedoch nur bei großen Versammlungen. wie neu hinzukommende Menschen genau dieselben Fragen stellten. an denen G.'s Moskauer Schüler meine Fragen bei unserem ersten Zusammentreffen nicht beantworten konnten.. wie wir schon sehen konnten.

Und zu verschiedenen Zeitpunkten ist der Mensch vollständig mit einem von ihnen identifiziert und unfähig. schon vieles zu wissen. saßen wir hier und sprachen miteinander. eine geeignete Rolle zu finden und wird für eine kurze Zeit er selbst. Oder nehmen wir den Doktor. „Der ganze Fehler ist. Zum Beispiel sehe ich. dann ist er unfähig. bildet einen sehr notwendigen Teil der Selbst-Erkenntnis. Das Repertoire jedes Menschen ist sehr begrenzt. wenn ihn irgend etwas zeitweise aus seinem Dreh herausreißen sollte. bedeutet. weder in uns selbst noch bei anderen. Aber das Wesentliche ist. sich von ihm zu trennen. hat er eine bestimmte Rolle: aber bringen Sie ihn in eine nur etwas andere Lage. ein oder zwei im Amt (einen für seine Untergebenen und einen anderen für seine Vorgesetzten). die er j e nach den verschiedenen Umständen spielt". in die er im Leben gewöhnlich kommt. „aber ich sehe Sie ganz verschieden. „Für jede Lage. sagte er. Und denjenigen. Seine Rollen zu sehen. wenn ich mit ihm allein bin.Iwan Iwanowitsch' nicht nur einer ist. daß Sie ganz sicher sind. einen für Freunde im Gasthaus und vielleicht noch einen.ein Wort alles. in diesem Zusammenhang. sehr unbequem fühlt und sein Bestes tut. daß heute ein Ouspensky hergekommen ist. sein eigenes Repertoire. Dann kamen Sie alle. „Sie müssen erkennen. immer ein und derselbe zu sein". was wir für uns selbst aufgebaut hatten.ich' und . Er war eine Person. Ein oder zwei für seine Familie. vor allem seine Begrenztheit zu kennen. weil auch . Ein Mensch hat deren mindestens fünf oder sechs. die ein Mensch spielt. sehen Sie sehr selten. Und wenn ein Mensch nur . daß sich der Mensch außerhalb seines Repertoires.Iwan Iwanowitsch' sagt. daß wir tatsächlich bisher gar nichts wußten oder verstanden. sagte G. Zufällig sah ich zu ihm hinüber und sehe jetzt einen ganz anderen Doktor hier sitzen. wieder zu einer seiner gewohnten Rollen zu- 350 . während gestern ein anderer da war. daß jeder Mensch ein bestimmtes Repertoire von Rollen hat. Bevor Sie kamen. den ich sehe. der sich für erhabene Ideen interessiert und intellektuelle Gespräche liebt. und zwang uns einzusehen. Das Studium der Rollen. wird er nicht sein ganzes Selbst sehen.

Er arbeitet überhaupt nicht und hat auch gar keine Bequemlichkeit. Aber wenn er an sich arbeiten will. Und warum ist es schwer? Vor allem. Aber wenn er sich entscheidet. sich zu entscheiden. Sobald er in seinen alten Trott zurückfallen kann. Aber dann taucht die Frage auf: Was will er eigentlich? Ein ruhiges Leben oder die Arbeit an sich selbst? Wenn er sich nach einem ruhigen Leben sehnt. Als Ergebnis sitzt er zwischen zwei Stühlen. deren Leitung nur 351 . Und es ist klar. Nur indem man diese Unannehmlichkeit erfährt. er schämt sich und möchte davonlaufen. geht alles wieder wie geschmiert und das Gefühl von Verlegenheit und Anspannung verschwindet. In Worten wählt er die Arbeit. alles zum Teufel zu jagen und die wirkliche Arbeit zu beginnen. sich jemandem unterzuordnen. Er denkt. aber in Wirklichkeit will er seinen Frieden nicht verlieren. wenn er keine geeignete Rolle in seinem Repertoire finden kann. warum sich dies so verhält. Der Mensch muß sich entscheiden. Aber es ist sehr schwer für einen Menschen. Aber hier kommt dann etwas Neues und Unbekanntes. jemandem zu gehorchen. sich doch damit abzufinden. Er hat keine Ahnung. selbst wenn er es auch für schlecht hält.Wenn ein Mensch Schwierigkeiten und Opfer für sich selbst erfinden könnte.rückzukehren. muß er diesen Frieden zerstören. Das ist die allerunbequemste Lage. sei es auch schlecht. Und das Schwierigste für ihn ist. In seinen üblichen Rollen fühlt er sich angenehm und zufrieden. daß es nötig ist. Wenn ein Mensch keine seiner üblichen Rollen spielt. das heißt er versucht sich selbst zu betrügen. Aber dies ist leider nicht möglich. Es ist unerläßlich. ob er irgendein Ergebnis erwarten kann oder nicht. ist auf keinen Fall möglich. einem anderen zu gehorchen oder der Richtlinie einer allgemeinen Arbeit zu folgen. aber in der Arbeit muß man sich. kann man sich wirklich beobachten. fühlt er sich nackt. Alle beide zu haben. ist das Ergebnis oft Betrug. es ist besser. weil sein Leben zu leicht ist und. so darf er sich vor allem niemals aus seinem Repertoire herausbegeben. So ist es im Leben. mit seiner Verlegenheit und Anspannung und mit dem Gefühl der Unannehmlichkeit und Hilflosigkeit abfinden. so würde er manchmal sehr weit kommen. um sich selbst zu beobachten. Ihm ist kalt. er doch schon zu sehr daran gewöhnt ist.

Und damals erklärte ich. wenn er diese Phantasien los wird und sich so sieht. Das kann jedoch erst im Verlauf der Arbeit geschehen." Bei einer anderen Gelegenheit führte G. diesen Ideen näherzukommen. die seinem Typus. Gelegentlich trägt die Gruppe auch die Verantwortung für individuelle Aufgaben. Sie würden es ihnen sogar unmöglich gemacht haben. Sie werden sich daran erinnern. Sie würden nicht imstande gewesen sein. Natürlich verschwindet diese Schwierigkeit. Es war im Gegenteil eine bestimmte Regel. wie er wirklich ist. daß ich im Anfang dagegen war.einem Menschen obliegen kann. ein richtiges Bild. einen richtigen Eindruck davon zu vermitteln. daß keiner von Ihnen. irgend etwas zu entscheiden oder zu tun. imstande zu sein. was es für einen Menschen geben kann. ausgenommen diejenigen. denen ich es besonders auf getragen hatte. intensiver gegen seinen Hauptfehler anzukämpfen. gibt es auch allgemeine Aufgaben. würden Sie sie für immer abgeschreckt haben. daß jedem Menschen bei der Arbeit seine besonderen Aufgaben gestellt werden. weil das Leben ihm zu leicht fällt. und zwar deswegen. seinem Hauptzug oder seinem Hauptfehler entsprechen. daß Sie außerhalb der Gruppe über die Ideen des Systems sprechen. zu irgend jemand über die Gruppe oder die Vorlesungen oder die Ideen reden sollte. Aber abgesehen von individuellen Aufgaben. Aber zuerst wollen wir die allgemeinen Aufgaben untersuchen. Anstatt den Menschen die Möglichkeit zu geben. diese Ideen auch anderen zu vermitteln. der glaubt. das ihm eine Gelegenheit gibt. warum dies notwendig sei. das heißt etwas. Solch eine Unterordnung ist das Schwierigste. zu irgendeiner späteren Zeit dazu- 352 . Zum Beispiel sollten Sie jetzt bereits ein gewisses Verständnis für das Wesen dieses Systems und seiner Hauptmethoden haben und Sie sollten imstande sein. die der Gruppe als Ganzem gestellt werden und für deren Ausführung oder Nichtausführung die ganze Gruppe dann verantwortlich ist. dieses Gespräch über die Arbeit der Gruppen fort und sagte: „Später werden Sie sehen. Der Beginn der Arbeit und mehr noch ihre Weiterführung ist sehr schwierig.

Es zeigte sich. Andererseits hatten andere überhaupt keinen Zweifel. mit wem es sich zu sprechen lohnt und mit wem es sich nicht lohnt. Aber gleichzeitig gibt es Menschen. auf die die meisten unserer Leute keine Antwort fanden. was wir von der Arbeit gehabt hätten. Menschen abzuschätzen. dann sollten Sie auch fähig sein. Andere wiederum fragten. zu den Versammlungen mit. das Gehörte zu verstehen. zu verstehen. daß Sie bereits etwas aufgenommen und verstanden haben. Jeder war voll von seinen Eindrücken über seine Gespräche mit Freunden. und nicht von den anderen erwarten. das Gehörte anderen weiterzugeben. die fähig sind. wenn sie danach fragen. Und wenn Sie wirklich Anstrengungen gemacht haben. und drückten ganz offen Zweifel über unser „SelbstErinnern" aus. bei Unterredungen mit Ihren Freunden und Bekannten auf diese Themen zu kommen. das kurz vorher gegeben worden war." A Die nächste Versammlung danach war sehr interessant. und bringen Sie sie. indem er einen Satz aus einem amüsanten Schauspiel parodierte. und jeder war etwas entmutigt und enttäuscht.Geographie' hiermit zu tun?" fragte mich einer meiner Freunde sehr geistreich. diese Ideen aufzunehmen und mit denen es sich zu sprechen lohnt. die Interesse dafür zeigen. daß viele Freunde und Bekannte sehr scharfsinnige Fragen stellten.zukommen. Aber jeder muß einsehen. Sie fragten zum Beispiel. mit ihnen darüber zu sprechen. Wieder andere fanden den „Schöpfungsstrahl" und die „sieben Kosmen" lächerlich und nutzlos. daß sie „sich ihrer selbst erinnerten". jeder hatte viele Fragen. und zweitens. daß dies seine eigene Aufgabe ist. Aber nun hat sich die Lage geändert. Sie haben schon genug gehört. Die richtige Ausführung dieser Aufgabe durch einen jeden von Ihnen wird zeigen. daß Sie fähig sind. es für ihn zu tun. weil die Mehrzahl der Menschen keine dieser Ideen begreifen kann und es vollständig zwecklos ist. Darum gebe ich Ihnen allen eine bestimmte Aufgabe. wer die Zentren gesehen habe und 353 . jene vorzubereiten. „Was hat . versuchen Sie. „Versuchen Sie.

daß keine Idee der „Menschheitsliebe" in diesem System enthalten sei. daß keine Spur vom Wunderbaren darin zu finden sei. lachte. Ein anderer mag hingegen überhaupt keine Fähigkeiten zu haben scheinen. „Das ist noch gar nichts". daß ein Mensch zuallererst eine gewisse . Er sollte wissen. daß er denkt und sogar sehr ernstlich denkt. Noch andere fanden die Idee des Esoterischen „unterhaltend. daß unsere Ideen gründlicher Materialismus seien. 11 „Sie müssen verstehen. wieder andere fanden die Idee. „Dafür ist es notwendig.zu sein'. Andere sagten. „wenn Sie alles zusammenfassen würden. mit ihm über diese Ideen zu sprechen. aber nicht überzeugend". sagte G. •was man auf gewöhnlichem Wege über esoterische Ideen. absurd. Andere fanden. daß wir nichts „tun" könnten.wie sie gesehen werden könnten. Sie können einen Menschen Ihr ganzes Leben kennen und glauben. sogar eine bloße Berührung damit ruft im Menschen entweder das Beste oder das Schlechteste wach. ja. was für ^Menschen zu dieser Arbeit kommen können und was für Menschen nicht dazu kommen können. müssen wir feststellen. zur Arbeit zu kommen?" fragte ein Anwesender. würden Sie selbst nicht mehr daran glauben. Versuchen Sie. er wäre sogar ziemlich intelligent. G. er wäre nicht übel. ein gewisses Gepäck haben muß. über die Möglichkeiten der inneren Entwicklung 354 .'Vorbereitung. Dieses System hat eine wunderbare Eigenschaft. die fähig sind. sagte er. und Sie werden finden. aber sprechen Sie mit ihm über diese Themen. bis zu einem gewissen Grad . Andere waren nicht bereit. ist eine andere Frage". Andere sagten. daß diese Idee im allgemeinen eine „neue Erfindung" sei. Jedoch bevor wir hiervon sprechen." „Wie können wir Menschen erkennen. daß er ein vollständiger Trottel ist. ihre Abstammung vom Affen zu opfern. kein Idealismus und so weiter und so fort. als wir ihm unsere Gespräche mit unseren Freunden erzählten. fi „Wie man sie erkennen kann. über verborgenes Wissen. was die Menschen über dieses System sagen könnten. daß wir Menschen zu Maschinen machen wollten. und Sie werden sofort erkennen.

Das bedeutet nicht. und so fort. Wenn er einen guten Kern hat. daß er nur von der Lehre und den Methoden . das bedeutet. muß er von der Politik enttäuscht sein. was das Wertvollste in diesem System ist. das heißt von ihren Kräften. Und hierzu muß er auch auf irgendeine Weise gelangen. Wenn er ein Politiker ist. müssen die Menschen enttäuscht sein. Auch ist es günstig. Um dieses System ernstlich anzugehen. was er bisher getan hat. enttäuscht von dem. mit einem Menschen zu reden. Im allgemeinen ist es sehr schwierig. Ein Mensch kann nicht herausfinden. muß er von seiner Wissenschaft enttäuscht sein. Ich meine. Aber Sie müssen verstehen. enttäuscht ist. bestehen aus zwei Teilen. wenig gelesen und wenig nachgedacht hat. daß er seinen Glauben verlieren sollte. Man kann sagen. daß es eine allgemeine Regel für jeden gibt. Wenn er ein Okkultist ist. Wenn er ein Theosoph ist. muß er von seiner Religion enttäuscht sein. wonach er gesucht hat. und zweitens von allen überlieferten Wegen.des Menschen und so fort erfahren kann. muß er vom Okkultismus enttäuscht sein. gibt es für ihn einen anderen Weg ohne irgendwelche Gespräche. wird er es sehr schwierig finden. Im Gegenteil.enttäuscht' ist und erkennt. Wenn er ein Wissenschaftler ist. wenn er mindestens eine gewisse wissenschaftliche oder philosophische Bildung hat. Wenn ein Mensch eine gute Kenntnis der Religion hat. der nur wenig weiß. wenn er nicht von dem. Wenn er ein religiöser Mensch ist. natürlich mit Ausnahme der vollständig entarteten Religionen der Wilden und der erfundenen Religionen und Sekten der modernen Zeit. kann auch dies nützlich sein. daß die ihm bekannte religiöse Lehre für ihn nicht genügt und ihn nirgendwohin führen kann. diese Idee sollte ihm nicht als etwas vollständig Neues erscheinen. Sonst ist es schwierig. Alle religiösen Lehren. Wenn er ein Philosoph ist. was dies bedeutet. Ich sage zum Beispiel. Aber wenn er an religiöse Formen gebunden ist und ihren Kem nicht versteht. muß er von der Philosophie enttäuscht sein. mit ihm zu sprechen. daß ein religiöser Mensch von der Religion enttäuscht sein muß. muß er von der Theosophie enttäuscht sein. zuerst von sich selbst. dem 355 . aber in diesem Falle muß er gehorchen und seinen Willen aufgeben.

was er früher getan und was ihn früher interessiert hat. daß er auf seinem früheren Weg irgend etwas finden könne oder daß er bis jetzt noch nicht alle Wege versucht habe. Von der Philosophie enttäuscht zu sein. heißt nicht das Vertrauen in das Wunderbare zu verlieren. den verborgenen und unbekannten Teil der Religion zu finden. Von der Religion enttäuscht zu sein. heißt. daß die gewöhnlichen wissenschaftlichen Methoden nicht nur nutzlos sind. alles. und daß. so bedeutet dies. daß die gewöhnliche Philosophie bedeutet. und daß die Menschen überhaupt nicht wissen. was er zu tun gewohnt ist. was der Mensch kennt oder auf dem gewöhnlichen Weg lernen kann. das zu tun. zugängliche und sogar angepriesene Okkultismus. daß man das Interesse für das Wissen verlieren müßte. bedeutet.sichtbaren und dem verborgenen. daß ein Mensch alles aufgeben muß. was Philosophie sein sollte. Aber solange er weiterhin glaubt. trotzdem es auch wahre Philosophie geben kann und geben sollte. obwohl es irgendwo irgend etwas Wirkliches gibt. es bedeutet nur. sondern auch zu der Konstruktion absurder und sich selbst widersprechender Theorien führen. unter welchem Namen er auch auftreten möge. davon überzeugt zu sein. aus einem leeren Gefäß etwas in ein anderes gießen. Vom Okkultismus enttäuscht zu sein. Das ist ganz unnötig. Von der Wissenschaft enttäuscht zu sein. daß er noch nicht bereit ist. nur Scharlatanerei und Selbstbetrug ist. es ist sogar oft besser. daß der gewöhnliche. Aber er muß einsehen. oder daß er allein aus sich selbst irgend etwas finden oder tun könnte. und nachdem man sich hiervon überzeugt hat. nach anderen zu suchen. was er braucht. Ich meine hiermit nicht. mit ihm über unser System zu sprechen. von dem sichtbaren Teil enttäuscht zu sein und die Notwendigkeit zu spüren. was er bisher zu tun pflegte. wie das russische Sprichwort sagt. davon überzeugt zu sein. und dann kann er zu unserer Arbeit kommen. „Wenn also ein Mensch zu diesem Zustand der Enttäuschung über alle möglichen und zugänglichen Wege gekommen ist. daß er fortfährt. überzeugt zu sein. Im Gegenteil. dann lohnt es sich. bedeutet nicht. ganz gleich. Es bedeutet nur. nicht das ist. daß dies nur ein Beruf oder eine Gewohnheit oder eine Not- 356 .

ganz gleich. Und diejenigen. was sie von Ihnen lernen können. was Sie ihm sagen. weil sie alles." „Aber damit fangen die Menschen nicht an". erkennen. sich nicht zu . der von etwas anderem überzeugt ist. ihnen nicht zuviel zu erzählen. dann wird alles. was Sie sagen. Inzwischen vergessen Sie vor allem eines nicht: ein Mensch muß genügend von den üblichen Wegen enttäuscht sein und gleichzeitig glauben oder fähig sein. und er wird Ihnen nicht einmal ernstlich zuhören. wie ungeschickt Sie sich auch ausdrücken mögen. brauchen es nicht. nämlich um andere Menschen an der Nase herumzuführen. die schon gesucht und sich verbrannt haben. Und Sie müssen sich immer daran erinnern und aufpassen. „Es gibt nur eine Sache. die nahe mit ihnen in Beziehung stehen. und zwar ist dies »berufsmäßiger Okkultismus'.wendigkeit ist. auf ihn Zeit zu verschwenden. taugen für uns überhaupt nicht. die sich noch nicht verbrannt haben. aber wir werden später von ihnen sprechen. Dieses System ist für diejenigen. sagte einer von uns. Er wird dann fähig werden. berufsmäßige Scharlatanerei. All diese Spiritisten. „Sie fragen: geben wir die Existenz des Äthers zu? Oder was halten wir von der Entwicklungslehre? Oder warum glauben wir nicht an den Fortschritt? Oder warum glauben wir nicht. „Es gibt noch andere Kategorien. die nicht für uns taugen. für ihre eigenen Zwecke benützen könnten. daß es irgendwo irgend etwas gibt. die noch nicht gesucht haben und nicht suchen." „All diese Fragen sind gut". Aber wenn Sie mit einem Menschen sprechen. Wenn Sie mit einem solchen Menschen sprechen. Heiler. die Vorstellung anzunehmen. Die. in anderen Worten. „und Sie können von jeder 357 . oder sogar die Menschen. sagte G. Dann wird er sich ganz anders verhalten.identifizieren'. so mag er den Geschmack der Wahrheit in dem. brauchen es auch nicht. ihm absurd scheinen. Es lohnt sich nicht. daß die Menschen ihr Leben auf der Grundlage der Gerechtigkeit und des Gemeinnutzens aufbauen könnten und sollten? Und Dinge dieser Art.. die mit der Arbeit vollständig unvereinbar ist. Hellseher und so fort.

nirgends hinführend und sogar abstoßend. daß er an der Frage leidet. was irgend jemand anders gesagt. oder was er in irgendeinem Buch gelesen hat. zu denen wir eine innere Beziehung gefühlt hatten. daß Menschen. die wir am häufigsten trafen. was meine eigene persönliche Erfahrung angeht. an der er leidet. führten uns unwillkürlich zu einer Einschätzung unserer Freunde von einem völlig neuen Gesichtspunkt aus. darüber zu reden. Ich muß zugeben. Sie verstehen. uns ausdrücklich aufgefordert hatte. die uns im Herzen feindlich 358 ." Unsere Gespräche über Leute. schienen unseren Freunden alt und langweilig. Dies erstaunte uns mehr als alles andere. oder aber er kann die Frage stellen. dann können Sie ihm darauf antworten und dann kann jede Frage zum System führen. dies mir einen sehr seltsamen. Und wenn es eine Frage ist. die uns bekümmerten. nicht dasselbe darin sahen wie wir. ja sogar etwas ganz Entgegengesetztes darin finden konnten. oder um zu wiederholen. weil dies die Frage ist. jedenfalls mit denen. In dieser Hinsicht erlebten wir alle bittere Enttäuschungen. mit denen wir in früheren Zeiten über alle Fragen. Ich spreche von der absoluten Unmöglichkeit. und in denen wir immer einen Widerhall gefunden hatten. die man für das System interessieren und die arbeiten könnten. Aber es ist notwendig. ja sogar schmerzlichen Eindruck machte. sofern sie nur aufrichtig ist. uns zu verstehen. hatten wir natürlich alle auf die eine oder die andere Weise versucht. Sogar bevor G. um irgend etwas zu sagen. die für uns neu und originell waren. Im gewöhnlichen Leben sind wir natürlich im Bereich gewöhnlicher Fragen daran gewöhnt und wissen. die Ideen.Frage ans beginnen. hatten sprechen können. daß. daß Menschen. zu unseren Freunden von dem System zu sprechen. an der er leidet. daß ich hiermit Folgendes meine: diese Frage über den Äther oder über den Fortschritt oder über den Gemeinnutzen kann von einem Menschen einfach gefragt werden. Und in den meisten Fällen fand unsere Begeisterung über die Ideen des Systems eine sehr kalte Aufnahme. Wir waren überrascht. Menschen dazu zu bringen. Man verstand uns nicht.

daß Sie nicht mehr so gut lügen. mit denen wir einen großen Teil unserer Zeit zu verbringen pflegten und die uns früher besser zu verstehen schienen als irgend jemand. G. wir veränderten uns zu unserem Nachteil. was G. der zuerst bemerkte. und auf ihre eigene Weise haben sie damit recht. Sie haben jetzt schon begonnen. Aber als wir nun erkannten. sagte. sagte er. sie sagten uns. unsere frühere Aufgeschlossenheit. und Sie können nicht mehr so reden. Sie sind jetzt fähig. wir wüden wie „Maschinen". hörten auf zu fühlen. sie mit unserem Interesse an G. und wir wiederholten nur gleich Papageien alles. das heißt. „Warten Sie nur. Sie haben Mitleid mit Ihnen. weniger originell und. rief dies einen entmutigenden Eindruck in uns hervor. daß Sie aufgehört haben. zu lügen." Er betonte dieses Wort. sich manchmal einzugestehen. dächten nicht mehr originell.'s System anzustecken. führten zu nichts. und alle unsere Versuche. wer von uns es war. Wer gut lügt. die wir nie gesagt haben und so fort. Aber Sie schämen sich bereits. die meisten unserer Freunde waren nur gleichgültig. wir würden farblos. daß es etwas gibt. „Verstehen Sie. Aber manchmal gewannen sie einen sehr merkwürdigen Eindruck von uns. es kommt noch schlimmer". als ob Sie alles über alles wüßten. uns mißverstehen. engstirnig oder des Denkens unfähig sind. die wir nie hatten. Solche Fälle waren natürlich die Ausnahmen. was Sie nicht wissen oder nicht verstehen. was wir sagen. als wir ihm dies berichteten. lachte. daß Sie nicht mehr so interessant lügen können wie früher. was das wirklich bedeutet? Es bedeutet. die wir als unsere Art von Menschen zu betrachten pflegten. Sie fanden uns weniger an^ regend als früher. als ob wir verwelken würden. zu sterben. was für Menschen Ihre Freunde sind. alles. wir verlören unsere frühere Ursprünglichkeit. daß all dies von Leuten geschah. daß unsere Freunde fanden. daß Sie jetzt weniger interessant sind. Auf diese Weise können Sie jetzt wirklich sehen.gesinnt. ist ein interessanter Mensch. verzerren und verstümmeln und uns Gedanken zuschreiben. wie Sie sagen. jedenfalls. weniger aufgeschlossen. zu lügen. „Es ist noch ein langer Weg 359 . Ich erinnere mich nicht mehr. Natürlich bedeutet dies. Worte.

und zu unseren neuen Eindrücken über unsere Freunde zurück. daß Sie alles verstünden oder jedenfalls fähig wären. aber nun verstehe ich überhaupt nichts. Sie können sich nicht mehr so aufrichtig selbst betrügen wie früher. aber ein gewisses Maß von Dummheit ist Ihnen schon ausgegangen. weil Sie die Wissenschaft von Typen nur dadurch lernen können. daß der Geschmack am Verstehen Ihnen früher ganz unbekannt war. daß ich überhaupt nichts verstehe?" sagte einer der Anwesenden. daß ich wenigstens manchmal irgend etwas verstehe. „Jeder von Ihnen". und ihre inneren Reaktionen auf die Dinge sind genau die gleichen. „hat wahrscheinlich in seinem Leben Menschen ein und desselben Typus getroffen. daß Sie in den Bindungen. wiederholte alles. und nun scheint Ihnen der Geschmack am Verstehen einen Mangel an Verstehen zu bedeuten. 360 . Sie haben jetzt schon einen Geschmack an der Wahrheit. Alles andere ist Einbildung. Jetzt. „Als Sie überhaupt nichts verstanden. sagte G. die unsere Freunde von uns hatten. dachten Sie. glauben Sie." „Das heißt. Das kommt daher. alles zu verstehen. Sie müssen verstehen. Einmal hatten wir ein sehr langes und interessantes Gespräch über „Typen". sagte er. mit vielen Zusätzen und Hinweisen für die persönliche Arbeit. daß Sie Typen treffen. daß Sie schon begonnen haben zu verstehen". Was einer gern hat. Und wir begannen zu begreifen. verabscheut auch der andere. Solche Menschen sehen oft einer wie der andere aus. daß diese Ideen mehr als alles andere die Menschen entweder vereinen oder scheiden. wo Sie begonnen haben etwas zu verstehen. was er schon früher über dieses Thema gesagt hatte. „Früher pflegte ich zu denken.bis zum vollständigen Tod. daß Sie nichts verstehen. hat auch der andere gem. Es gibt keine andere Methode." „Warum scheint es mir manchmal. Solche Gelegenheiten müssen Sie im Gedächtnis behalten. G. Was einer verabscheut." In unseren Gesprächen kehrten wir oft zu den Eindrücken.

Irgend jemand fragt unweigerlich. Andere sagen mehr. was überhaupt mitgeteilt werden kann. Es ist genau da» gleiche wie mit den . was ist der Hauptunterschied zwischen ihnen und wie können wir sie.achtundvierzig Gesetzen'.in denen Sie leben. nicht mehr als sechs oder sieben Typen treffen können. „Dürfen wir diese zwölf Typen kennenlernen. wenn ich von den Typen sprach. schon lange erklärt worden wäre? Aber es ist eine Tatsache. ich meine. und die Sprache. „Einige Menschen sagen zwölf^'. kennen Sie jetzt noch nicht und können Sie auch für lange Zeit noch nicht kennen. von denen 361 . daß solche Worte eine Zeitverschwendung sind. Sie verstehen mich noch nicht und werden mich auch noch lange nicht verstehen. daß man Ihnen alles mitteilt. hat irgendein kluger Mensch diese Frage gestellt. Es gibt Dinge. ob man nicht diese achtundvierzig Gesetze kennen kann. sagte G. sagte G. „Der Überlieferung nach stellen die zwölf Apostel die zwölf Typen dar. Mit Hilfe des Mitgeteilten müssen Sie den Rest selbst finden. Wie kommt es. „Jedesmal. daß die Typen und ihre Verschiedenheiten nicht in der gewöhnlichen Sprache definiert werden können. Denken Sie an den Unterschied zwischen Wissen und Sein. wenn es erklärt werden könnte. Verstehen Sie doch. „Ich habe diese Frage erwartet". Als ob dies möglich wäre. Alle übrigen sind Zusammensetzungen aus diesen Grundtypen. wenn wir sie treffen. das heißt ihre charakteristischen Züge und Kennzeichen?" fragte einer der Anwesenden. Aber ich weiß." Er hielt inne. in der sie definiert werden könnten." „Wie viele Grundtypen gibt es alles in allem?" fragte jemand. daß Sie nicht verstehen. erkennen und voneinander unterscheiden?" fragte einer von uns. warum können wir diese nicht kennen." „Aber wenn es um uns nicht mehr als sieben Typen gibt. daß dies. „Sie müssen mit sich selbst und den Beobachtungen. trotzdem es im Leben eine viel größere Anzahl von Grundtypen gibt. für deren Verständnis ein anderes Sein notwendig ist.

man muß wissen. denn ein jeder befindet sich in der gleichen Lage. Diese Aufgabe wird Ihnen wieder einmal zeigen. ihre Lebensgeschichte zu erzählen. sagte G. sich von ihm zu . Und während seiner Abwesenheit versuchten wir auf verschiedene Weise. Sie müssen dabei aufrichtig sein und keine Angst haben. es wird gleichzeitig eine allgemeine und persönliche Aufgabe sein. Lassen Sie jeden in der Gruppe von seinem Leben erzählen. nach Moskau. wie er ist. Also er muß voll und fest überzeugt sein. sind überhaupt keine Typen< Um Typen zu sehen. jeder muß sich so zeigen. jeder muß sich enthüllen. warum und wie die Dinge geschehen sind. sondern in kleinen Gruppen." Bald danach fuhr G. was sie 362 . daß die anderen das gleiche tun müssen. Um seinen eigenen Typus zu kennen. daß all diese Versuche überhaupt keinen Erfolg hatten.ich schon gesprochen habe. die aus den Leuten bestanden. aber das. Betonen Sie die hauptsächlichen und wesentlichen Dinge. was er in der Gruppe sagt. beginnen*'. daß nichts sonstwo wiederholt wird. Einige verloren sich in unnötigen Einzelheiten oder in Beschreibungen dessen. Einige von Ihnen glauben. Alles muß bis in die letzten Einzelheiten ohne Verschönerung und ohne Auslassung erzählt werden. mit dem Sie nichts anfangen konnten. daß. „sonst wäre es ein Wissen. Ich muß sagen. daß Sie Typen erkennen können. andere zu wenig.. ohne bei Kleinigkeiten und Besonderheiten zu verweilen. Einige sagten zu viel. um G. Niemand würde zu sprechen wagen. muß man das eigene Leben gut studieren. Und dann kann er ohne Furcht sprechen und verstehen.trennen'. außerhalb von ihr wiederholt wird. die uns auf getragenen Aufgaben auszuführen. muß man seinen eigenen Typus kennen und fähig sein. auf meine Veranlassung hin. das ganze eigene Leben vom allerersten Anfang an. Zuallererst versuchten einige.'s Aufgaben leichter in die Tat umzusetzen. und zwar nicht in den allgemeinen Versammlungen. daß andere es in einer falschen Weise aufnehmen werden. warum man außerhalb der Gruppen nichts erzählen darf. was Sie sehen. die ihnen am besten bekannt waren. Ich möchte Ihnen allen eine Aufgabe stellen. wenn er glaubte oder vermutete.

so aufrichtig wie möglich zu sein. die niemanden interessierten. aber was eigentlich falsch war. was von uns erwartet wurde. und im Gespräche über gewisse Abschnitte meines Lebens versuchte ich nur. Irgend etwas in mir protestierte dermaßen stark dagegen. und ich sah schnell ein. Ich hatte G. und Familienerinnerungen. daß ich nicht einmal versuchte. daß sie beim Gespräch über sich selbst und ihr Leben auch mit verschiedenen Stimmen und verschiedenen Betonungen sprachen. einige Eindrücke meiner frühen Kindheit zu vermitteln. die mir ein psychologisches Interesse zu haben schienen. Dies half mir. daß die Betreffenden bei dem. den allgemeinen Verlauf und die Bedeutung der Tatsachen zu berichten. die ich nicht erzählen wollte. andere Menschen zu verstehen. konnten sogar die nicht bestimmen. die versucht hatten. Dies war eine ganz unerwartete Erkenntnis. aber spürte fast augenblicklich eine Gewißheit. die ich zuerst in mir selbst gehört hatte und die mir zeigten. daß es viele Dinge gibt. das G.für ihre besonderen und originellen Kennzeichen hielten. 363 . Aber alles zusammen vermochte nicht das Ergebnis zu zeitigen. Die Beobachtung der Betonungen ermöglichte mir später. Als erstes versuchte ich. daß dies sicherlich nicht das war. Aber niemand interessierte sich dafür. meine Lebensgeschichte ohne besondere Schwierigkeiten zu erzählen. andere betonten ihre „Sünden" und Irrtümer. daß meine Stimme und die Betonungen sich veränderten. Irgend etwas war falsch. sobald ich auf diese Weise sprach. In diesem Zusammenhang bemerkte ich. etwas verbergen wollten. Ich begann zu bemerken. Aber in Wirklichkeit erwies sich dies als ganz unmöglich. Statt dessen gab es Anekdoten oder chronologische Memoiren. Und es gab bestimmte Betonungen. weil ich mich an ein sehr frühes Lebensalter erinnere und selbst immer sehr über einige dieser frühen Eindrücke erstaunt war. sichtlich erwartete. Ich fuhr weiter fort. Aber die Betonungen gaben sie preis. Ich erinnere mich an meine eigenen Versuche. daß ich fähig sein würde. vieles andere zu verstehen. was sie erzählten.'s Idee ganz ohne Widerspruch angenommen und geglaubt. die die Anwesenden gähnen ließen. die zu erzählen ich nicht die geringste Absicht hatte. dagegen anzukämpfen.

In den meisten Fällen hört sein Kern schon in einem sehr frühen Alter auf. sagte jemand anderer. „Man muß denken lernen. Weltanschauungen nennen. was sie Ideen. daß wir noch nicht „Persönlichkeit" und „Wesenskem" zu trennen wüßten. „Wie würden Sie Ihr Eigentum von dem." „Aber Sie haben selbst gesagt. sagte er.Als G. Man muß wissen. antwortete G. der in seinem Leben überhaupt keine Verbindung mit der Arbeit hat. „Darum müssen wir erst einmal genau feststellen. daß die meisten Menschen vor allem in Ihren Gesellschaftskreisen sehr wenig Eigenes haben." „Wie kann der Kern von der Persönlichkeit getrennt werden?" fragte einer der Anwesenden. Gerade jetzt habe ich von einem Menschen gesprochen. Und man muß erkennen. Alles. trennen?" antwortete G. was sie besitzen. wichtige Beamte. wo das eine oder das andere Ihrer Kennzeichen herrührt. Und all das zusammen macht Ihre Persönlichkeit aus und muß entfernt werden. Und das ist noch nicht einmal so schlimm. was nicht Ihr Eigentum ist. wohlbekannte Schriftsteller. und so verbergen sie einander gegenseitig. erzählten wir ihm von unseren Versuchen: er hörte allem zu und sagte nur. daß einige Seiten des Kerns schon im Alter von fünf oder sechs Jahren sich zu entwickeln aufhören und damit alles endet.intellektuellen' Klassen gehört. „Ganz richtig". das nächste Mal nach St. besteht fast nur aus Persönlichkeit. „und der Kem verbirgt sich hinter der Persönlichkeit. Professoren voll der verschiedensten Ideen. Petersburg kam (diesmal war er zwei oder drei Wochen in Moskau geblieben). Überzeugungen. deren Kem ungefähr im Alter von zwölf Jahren seine Entwicklung abgeschlossen hat. haben sie von verschiedenen Quellen gestohlen. daß die Arbeit mit der Persönlichkeit beginnt". sich zu entwickeln. ist nicht ihr Eigentum und meistens gestohlen. „Die Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem Kern". Solch ein Mensch. Manchmal geschieht es. wovon wir sprechen — von welchem Augenblick in der Entwicklung eines Menschen und von welcher Seinsstufe. besonders wenn er zu den . Ich kenne angesehene Familienväter. die fast schon Minister sind. alles übrige ist nicht 364 . alles. Ansichten.

in was für einem Ausmaß Sie sich nicht kennen". meine Lebensgeschichte 365 . oder es verdankt seine Entstehung der Nachahmung fertiger Vorbilder." Hiemach führten wir viele Gespräche. wenn Sie die Wahrheit sagen möchten. Ohne dies erledigt zu haben. daß Sie früher oder später da hindurch müssen. sagte G. aber später verlor ich alles wieder und spürte den zweifellos tiefen Schlaf. in dem ich mich befand. Eines Tages werde ich jedem seinen Hauptzug oder seinen Hauptfehler sagen. Das Scheitern der Versuche. Dies wird als eine der ersten Proben auf dem Weg bezeichnet. Wir werden dann sehen. gescheitert waren. uns gestellt hatte. „Dies zeigt nur. Alles." Zu dieser Zeit fand ein sehr interessantes Gespräch statt. sowohl sich selbst als auch andere zu belügen. Die ganze Wahrheit über sich selbst zu sagen. Aber je mehr wir redeten. was er tatsächlich von uns wollte. bewegte mich sehr stark. teilnahm. aufrichtig zu sein". daß wenigstens einige von Ihnen aufrichtig das tun wollten. Zuerst schien mir irgend etwas zu gelingen. was es heißt. was damals geschah. daß Sie dies nicht können und nicht einmal wissen. Aber bevor man sie sagen kann. Aber gleichzeitig sehen Sie. desto weniger verstanden wir. ist sehr schwierig. kann man nicht weitergehen. woraus die Wahrheit über Sie selbst besteht. was ich gesagt hatte. an denen G. die G. „Ich zweifle nicht daran. es ist auswendig gelernt oder aus Büchern entnommen. Aber vergessen Sie nicht. „Sie verstehen nicht. wie Sie damit anfangen sollten.ihr Eigenes. nämlich ihre Lebensgeschichte erzählen. daß Sie weder die Worte noch die Gedanken finden. ob Sie mich dabei verstehen werden oder nicht. muß man sie kennen. den Grund dafür zu finden. besonders stark berührte es mich. warum wir in der Aufgabe. mich für eine längere Zeitspanne meiner selbst zu erinnern. Und Sie wissen nicht einmal. und in deren Verlauf wir versuchten. sagte G. daß ich trotz aller Anstrengung nicht imstande war." „Was verstehen wir denn nicht?" fragte jemand. „Sie sind so daran gewöhnt.

" G. aber ich ging nicht auf sie ein und fuhr mit meinen eigenen Gedanken fort. sagte G. hatte mir schweigend zugehört und dann von etwas anderem zu sprechen begonnen. „wie wir die Dinge nennen.'s Worte blieben in meinem Gedächtnis hängen. daß er mich aus meiner schlechten Stimmung bringen wollte. „Ich verspreche Ihnen jetzt. die Sie zu stellen belieben. obwohl irgend etwa» in mir sich weigerte. Bald werden wir anfangen. so wie dies in Märchen geschieht. Und ich f^hle. Aber diese Gespräche waren beinahe immer Monologe geblieben. wollte. Und plötzlich erinnerte ich mich. mich zu verstehen: bisher haben wir versucht. wie Sie es am Anfang zu tun pflegten. Aber ich verstehe Sie nicht mehr und Sie erklären nicht mehr so. die Dinge bei ihren richtigen Namen zu nennen. und war ihm innerlich dafür dankbar." Ich fehlte. jede Frage zu beantworten. sagte G. Ich hatte oft versucht. schon besänftigt zu sein. sagte ich. klar zu verstehen. sagte ich. Über die anderen kann ich nicht sprechen. daß wir überhaupt nichts erreichen. G. Versuchen Sie. daß auf diese Weise nichts erreicht wird. „Was macht es aus". „Was ist mit Ihnen heute?" fragte G. oder besser. meine Ansichten vorzulegen. Ich war kurz angebunden oder sehr schweigsam. wenn ich keinen Zusammenhang finden kann? Nicht eine meiner Fragen. „Nur fühle ich. zum Essen in ein Restaurant auf der Sadowoja gegenüber dem Gostinny Dwor. über die Wiederholung des Lebens. für jedes Ding seinen richtigen Platz zu finden. vermehrte noch meine schlechte Stimmung. daß ich vor allem wissen wollte. In diesem Zustand ging ich mit G. sondern in leichter Erregbarkeit zeigte. lachend. wie immer bei mir. „Ich weiß es selbst nicht".zu erzählen und vor allem die Tatsache. unser Gespräch darauf zu bringen und G. daß es mir nicht einmal gelang. über die „ewige Wiederkehr" dachte. was G. nicht in einer Depression. wie ich sie verstand. was G. die Sie beantworten!" „Sehr gut". die sich." „Warten Sie ein wenig". das. 366 . daß ich nichts erreiche. „Bald werden neue Gespräche beginnen.

Alle Gesetze können in einem Leben erkannt werden. was Sie über die Wieder. Aber in einem größeren Maßstab können neue Kräfte hinzukommen. Wenn Sie ihm etwas über die Wiederkehr sagen. warum ich nicht hiervon spreche. das heißt. Das Wissen um die Wiederkehr des Lebens ist für einen Menschen nichts Neues. betrachtet. wenn er etwas erreicht. wenn er nicht danach strebt. „Ja und nein". Und wenn Sie verstehen. sagte ich. daß alle einmal geschaffenen oder geformten Neigungen wachsen müssen?" fragte ich. Was nützt es. das wir kennen. Aber denken Sie darüber nach. kehr denken. wenn ein Mensch sich nicht wandelt. „Es ist in den meisten Fällen wahr." „Ist der Schluß richtig. kann dies nicht mehr verlorengehen. werden Sie ihr noch näherkommen. wenn ein Mensch von der Wiederkehr weiß.„Nun gut". wenn so viel Zeit und so viele Möglichkeiten noch vor ihm liegen — die ganze Ewigkeit? Warum sollte er sich heute darum kümmern? Dies ist eben der Grund. sich zu ändern. nur daß wir nichts davon wissen und uns nicht daran erinnern?" „Diese Idee der Wiederkehr". Aber was Sie sagen.. wird dies nur seinen Schlaf vermehren. das heißt in diesem Leben. was ich jetzt sagen 367 . oder wiederholt sich alles vielleicht eine unendliche Anzahl von Malen. aber es ist die nächstmögliche Annäherung an die Wahrheit. warum das System nichts über die Wiederkehr sagt und nur dieses eine Leben. es für ihn keine Wiederkehr gibt.« Warum sollte er heute irgendwelche Anstrengungen machen. sagte G. In diesem Fall kann die Wahrheit nicht mit Worten ausgedrückt werden. wenn er nicht einsieht. Das System hat ohne das Streben nach Selbst-Wandlung weder Bedeutung noch Sinn. sich ihrer aber nicht bewußt ist und sich selbst nicht wandelt? Man kann sogar sagen. Aber wenn er etwas Wesentliches in sich ändert. „sagen Sie mir. Und die Arbeit an der Selbst-Wandlung muß beute beginnen. Liegt irgendeine Wahrheit darin oder keine? Ich meine: leben wir nur dies eine Mal und verschwinden dann. sofort. wie sich alles in einem Leben wiederholt. um dieser Wiederholung zu entgehen. daß. ist sehr nahe daran. sagte G. Ich werde dies jetzt nicht erklären. genau wie es in einem Leben wahr ist. „ist nicht die ganze und absolute Wahrheit.

Wir wollen versuchen. Und ich weiß. berührte mich nicht. Sie sind nicht beständig. Er hatte mir etwas sehr Substantielles gegeben und konnte es nicht mehr zurücknehmen. und alles. von dem in „Blick in die Wahrheit" die Rede war." Alles. die Idee der 368 . aus sich selbst heraus mechanisch weiterbestehen und sich weiterentwickeln. Ich begann auch seine Betonungen zu verstehen. ihn aufzuheitern'. Ich fühlte. Aber die Tatsache. vielleicht gibt es überhaupt keine Wiederkehr. wenn ein schmollender Ouspensky dasitzt und weder ißt noch trinkt. Femer gibt es eine bestimmte Zeit. daß Ouspensky dieses Steckenpferd hat — »ewige Wiederkehr'. Es gibt Neigungen. Ich glaubte seinen Scherzen nicht und glaubte auch nicht. an ihnen zu arbeiten. die. was G. daß ich recht hatte. Die Zukunft zeigte. war für mich von ungeheurer Wichtigkeit. interessierte mich außerordentlich. Meine schlechte Laune verschwand. daß er meine grundsätzlichen Voraussetzungen anerkannt. Ich wußte. was er fragen würde. Möglichkeiten für alles (er betonte diese Worte) bestehen nur für eine bestimmte Zeit. was er hinzugefügt hatte. wie leicht es ist. Sie umzustimmen. und ich bemerkte nicht einmal wann. mich verulkte. daß ich die Umrisse des „majestätischen Gebäudes" sah. Aber was für ein Vergnügen ist es. G. Und wie kann man einen Menschen aufheitern? Einer liebt komische Geschichten. sagte. wenn man aufhört." Aber daß G. denn obwohl G. Aber vielleicht baute ich nur ein Luftschloß für Sie. Alles begann sofort Zusammenhang zu gewinnen. daß er das. „Sie sehen. jede seiner Fragen zu beantworten.werde: auch planetarische Einflüsse können sich ändern. einfach erfunden hatte. dachte ich mir. Außerdem können auch die Neigungen selbst verschieden sein. und es gibt andere. Beim anderen muß man sein Steckenpferd herausfinden. eine bestimmte Zeitspanne für alles. einmal entstanden. . Darum bot ich ihm an. saß lächelnd dabei. bei denen dauernde Unterstützung notwendig ist und die sofort schwächer werden und sogar ganz verschwinden oder sich in Traum verwandeln können. Vieles davon hatte ich vorher „vermutet". was er über die Wiederkehr gesagt hatte.

Der eine war nicht mehr jung und hatte eine ziemlich hervorragende Stellung in der Gesellschaft. Der ältere der zwei. wenn er auf die verlorenen Möglichkeiten der Menschen zu sprechen kam. uns zu. „Nun beobachten Sie". Auf ein Zeichen von G. die verschiedenen Kategorien und Stufen angehörten. Bei unseren Gesprächen sprach er viel und oft über sich selbst. die ihn sehr entsetzten. Ich übergehe den Beginn des Experimentes. Die Gespräche in den Gruppen gingen wie gewöhnlich weiter. vor allem. Wir waren alle sehr interessiert. daß er ein Experiment machen wolle. flüsterte G. Der andere war jünger. ohne daß wir ihn ansahen.. ihn zu verstehen. Einmal sagte G.Wiederkehr nicht in die Darstellung seines Systems einführte. ich will nur die Leute beschreiben. über das Christentum. Oft spielte er den Clown oder brachte endlose Argumente formaler Art über die eine oder andere Einzelheit des Systems ohne irgendwelche Beziehung zum Ganzen vor. Ich will nicht seine Methoden beschreiben. Viele von uns hielten ihn nicht für einen ernsten Menschen. Es war sehr schwierig. Der junge begann dem Gespräch zuzuhören und sprach 369 . bezog er sich doch mehrere Male darauf. wir aber noch nichts zu sehen bekommen hatten. vermischte auf die unmöglichste Weise verschiedene Gesichtspunkte und Worte. Er sprach in einer verwirrten und umständlichen Art sogar von den einfachsten Dingen. die laufenden Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg und über alle möglichen Arten von „Skandalen". um uns die Trennung von Persönlichkeit und Wesenskem zu veranschaulichen. weil er schon vor langem „Experimente" versprochen hatte. der sich gerade über etwas ereifert hatte. die sich dem System genähert hatten und dann wieder davon abgewichen waren. wurde plötzlich mitten in einem Satz still. Das Gespräch verlief wie gewöhnlich. Wir saßen im großen Wohnzimmer. fuhren wir in unserer Unterhaltung fort. die er am ersten Abend für das Experiment wählte. seine Familie. schien in seinen Stuhl zu versinken und blickte gerade vor sich hin.

„Fragen Sie ihn. wenn wir nfft den Deutschen Frieden schlössen. sagte er in einer unsicheren Stimme. was jetzt stattfindet. Er erzählte uns auf klare. „Nun. daß irgend jemand ihn frage. jeder wäre verpflichtet. als ob er bei der Frage aufwache. was der Frager sagte. sagte einer von uns. an was er denke. einfache und verständliche Weise. ohne überflüssige Worte. Seine Stimme war anders geworden. ruhig. Der erste saß noch immer beweigungslos da. „Ich verstehe nicht. ja oder nein — für oder gegen den Krieg. an die Folgen für Rußland. „Ich?" Er hob seinen Kopf. Dann schwieg er." „Denken Sie nicht an die Folgen all dessen. und niemand hätte das Recht. „Wie merkwürdig. Ich erinnere mich überhaupt nicht an etwas Derartiges. wenn sie sich für unsere Ideen interessieren und der Arbeit beitreten würden?" 370 . er rauchte eine Zigarette und dachte sichtlich über irgend etwas nach. „Es interessiert mich überhaupt nicht und ich weiß auch nichts darüber. Denken Sie jetzt noch genau so?" „Ich weiß es wirklich nicht". darüber nachzudenken. „was geschehen würde. niemand hätte das Recht. sagte G." „Nun gut. als ob er zu einem Ball zusammengeschrumpft sei. für die ganze Zivilisation?" Er schüttelte seinen Kopf wie mit Bedauern. ohne Übertreibungen und ohne Witzelei einige Beobachtungen über sich selbst. es interessiert mich überhaupt nicht. nicht darüber nachzudenken. an was er denkt". jeder müsse eine bestimmte Meinung haben. den Krieg zu vergessen. „An nichts." „Aber Sie interessieren sich doch dafür?" „Nein. worüber Sie reden". als ob er sich entschuldigen wollte oder als ob er überrascht sei." Er lächelte schwach. sagte er. Wir sahen uns alle an. Sie sprachen gerade über den Krieg". „Sagte ich das?" „Ja sicher.dann selbst. „Ja?" sagte er. als ob er nicht begriffe. Wäre es nicht viel leichter für Sie. Sie sagten." Er hörte zu. vorher sprachen Sie über Ihre Familie.

praktisch überhaupt nichts übrigbleibe. Sie hätten Angst vor dem Abgrund. In der Persönlichkeit des anderen gab es auch viel unnütze Gesprächigkeit. aber hinter dieser Persönlichkeit stand ein Wesens„kern. in seiner Persönlichkeit liege. vielleicht". während Sie aufgewacht sind?" „Das weiß ich nicht. daß er schläft?" ^„Und Sie selbst?" fragte einer von uns.„Ja. wie Sie es ausdrückten. „Aber warum sollte ich darüber nachdenken?" „Nun. was Sie gern hätten." „Wenn man Sie fragen würde. seiner Befürchtungen und Aufregungen bilde. die wir kaum erkannten. dann schaute er wieder auf das Glas und sagte in einer so ernsten Stimme und mit einer so ernsten Betonung. erwiderte er mit unsicherer Stimme. als ob er etwas überlege. was hätten Sie gern?" Auf dem kleinen Tisch neben ihm stand ein noch nicht geleertes Glas Tee. der ebensoviel wie die Persönlichkeit wußte und es besser 371 . daß wir uns alle ansahen: „Ich glaube. zweimal schaute er um sich. Keiner von beiden erinnerte sich am nächsten Tag an irgend etwas. was beim ersten Menschen den Gegenstand seiner gewöhnlichen Konversation. Dies war das zweite „Experiment". daß alles. was würden Sie sagen?" Wieder ein verwunderter Blick — „ich möchte gar nichts. ich hätte gerne etwas Himbeermarmelade." „Warum ist er eingeschlafen. „ I c h im Gegenteil bin aufgewacht. Sie sagten. wenn seine Persönlichkeit schlafe. „Können Sie nicht sehen. erklärte uns." Damit endete dieses Experiment." „Aber denken Sie nach. und daß. der sich zwischen Ihnen und Ihrer Familie verbreitere/' Keine Antwort. „Aber was denken Sie jetzt darüber?" „Ich denke überhaupt nicht darüber nach. Er schaute es lange an." „Warum befragen Sie ihn?" sagte eine Stimme aus einer Ecke. G.

Persönlichkeit' alles verfälschen und alles sich selbst zuschreiben würde. nämlich auf den Kern. Die Persönlichkeit ist in unserem Fall das Ergebnis von falscher Arbeit der Zentren. In Wirklichkeit sehen Sie nicht Typen von Mann und Frau. „daß jeder Mann sein ganzes Leben hindurch immer mit Frauen eines bestimmten Typus und jede Frau mit Männern eines bestimmten Typus in Verbindung tritt.. so würde der eine Typus immer den anderen Typus finden und nie würden falsche Typen zusammenkommen. sagte G. „die Persönlichkeit hat es vergessen. als ob der Typus der Frau für jeden Mann vorausbestimmt wäre und ebenso der Typus des Mannes für jede Frau. die nichts mit den Interessen und dem Geschmack des Kerns gemein haben. sagte G. „Der Kem erinnert sich". sondern Typen von Ereignissen. sagte G. was der Kern gern hat — und gern haben.wußte. Aber die Menschen leben in der Persönlichkeit. und wenn die Persönlichkeit einschlief. weil die ." „Aber was nützt ihm dies. Wenn die Menschen im Einklang mit ihrem Kem leben würden. „Schlimmer". Wovon ich spreche. was geschah. Die Persönlichkeit hat ihre eigenen Interessen und ihren eigenen Geschmack. was für eine ungeheure Rolle der . bezieht sich auf den wirklichen Typus. Es ist so. „Warten Sie und Sie werden noch Schlimmeres sehen. sagte G.: „Haben Sie bemerkt." Als wir ein anderes Mal über „Typen" sprachen.Typus' in der Beziehung zwischen Mann und Frau spielt?" „Ich habe bemerkt". „Haben Sie bemerkt. und nichts entging ihm. wenn auch er sich nicht daran erinnert?" sagte einer von uns." „Darin ist viel Wahrheit". sagte ich. auf die er ein viel größeres Anrecht hatte. daß er entgegen seiner Gewohnheit sehr wenig redete?" sagte G. Aus diesem Grunde kann die Persönlichkeit genau das verabscheuen. sagte einer von uns. nahm der Kem ihre Stelle ein. „Aber er beobachtete Sie alle und alles. „Aber natürlich ist es in dieser Form viel zu allgemein. Und dies war nötig." „Aber das ist eine Art schwarzer Magie". 372 .

Keine Schauspielerei kann hier etwas helfen. Hier beginnt der Kampf zwischen Kern und Persönlichkeit. alles das ist . Auf irgendeine Weise gewinnt der Kern oder der Typus die Oberhand und entscheidet. um ein neues Stück zu sehen oder zu beten? Das geschieht nur dem Anschein nach. zu den zahlreichen Festen? Nur eine Sache. Mechanisiertheit ist besonders gefährlich. Auch kann die sogenannte Liebe hierbei nicht helfen. „Sie müssen versuchen zu verstehen. Die Persönlichkeit will nichts davon hören und nimmt auch keine Rücksicht darauf. Der Kem weiß. „Gleichzeitig spielt in der Aufrechterhaltung des mechanischen Lebens das . Und sie hassen einander. das durch sich besteht und durch nichts anderes bedingt wird. Theater. Aber das Übel liegt in der daueroden SelbstTäuschung!" 373 . Wenn das Geschlecht seiner selbst richtig bewußt ist und sich nicht in etwas anderem verhüllt. bringt die Menschen in die Cafes. Was. Glauben Sie. von der ich spreche. aber kann es nicht erklären. daß die Menschen ins Theater oder in die Kirche gehen. Alles. Religion. Sie hat ihre eigenen Wünsche. weil der mechanische Mensch in der wirklichen Bedeutung des Wortes nicht lieben kann — bei ihm liebt es oder liebt es nicht. was ich meine. Aller Schlaf. wenn die Menschen versuchen. glauben Sie. Die Hauptsache ist sowohl im Theater als auch in der Kirche. Kunst. in die Restaurants. Geschlecht: dies ist die Haupttriebkraft aller Mechanisiertheit. Immerhin müssen diese zwei auf irgendeine Weise zusammenleben. das Geschlecht. alle Hypnose hängt von ihm ab. steht mit dem Geschlecht im Zusammenhang: Politik. Aber ihre Macht erstreckt sich nicht über den Augenblick hinaus.was der Kern verabscheut. was sie wirklich ist. daß viele Frauen oder viele Männer dort sind.Geschlecht' eine gewaltige Rolle. Musik. ist bereits eine große Errungenschaft. sie durch etwas anderes zu erklären und nicht durch das. „In diesem Fall können Vernunft oder Berechnung nichts ausrichten. was die Menschen tun. Im Gegenteil. Und sie handelt auf ihre eigene Weise.Geschlecht'. Dies ist der Schwerpunkt aller Versammlungen. was er will. dann ist dies nicht die Mechanisiertheit.

sagte er.neue Geburt'. was über die achtundvierzig Gesetze gesagt wurde? Sie können nicht verändert werden. Aber dieser . Es schließt die hauptsächliche Form der Sklaverei in sich ein und ist auch die Hauptmöglichkeit aller Befreiung. was sollte man in einem solchen Falle tun? Als ob es möglich wäre. Entsinnen Sie sich. nämlich in der Macht des Geschlechts über die Menschen. „Dies ist etwas.„Was folgt nun daraus: Soll es so sein oder soll es geändert werden?" fragte jemand. viele verschiedene Möglichkeiten eingeschlossen sind.Wasserstoff si 12 kann sich mit Hilfe eines . „ . Man kann dem allgemeinen Gesetz entrinnen.Wasserstoff. man kann dem allgemeinen Gesetz entfliehen. das allgemeine Gesetz nicht verändert werden kann. hängt genau so sehr von der Geschlechts-Energie ab wie die physische Geburt und die Fortpflanzung der Gattung.Schock' kann 374 . Dies ist der Stoff. das heißt es gibt eine Möglichkeit. wie naiv solche Fragen sind. das heißt. Vor allem deswegen. mit dem das Geschlecht arbeitet und den das Geschlecht erzeugt. G. diesen Zustand für einen selbst zu ändern. Sie sollten verstehen. über das ich gerade spreche. „ . lächelte. Aber man kann seine eigene Lage in bezug auf dieses Gesetz verändern. Und Sie fragen: Kann man es so lassen oder sollte man es ändern! Gott selbst könnte nichts daran ändern. von der wir gesprochen haben. aber sich von einer beträchtlichen Anzahl von ihnen zu befreien ist möglich. „Die . der das Enderzeugnis der Nahrungsumwandlung im menschlichen Organismus darstellt. Kosmische Kräfte haben diesen Zustand der Dinge geschaffen und kosmische Kräfte beherrschen diesen Zustand der Dinge.zusätzlichen Schocks' in do der nächsten Oktave verwandeln. weil in diesem Gesetz. genau wie in allen anderen. was die Menschen immer fragen".Wasserstoff* si 12 ist der . was Sie verstehen müssen. sie fragen: soll das so sein oder wie kann es verändert werden. daß in diesem Fall. irgend etwas zu verändern oder zu tun! Sie sollten jedenfalls schon eingesehen haben. Es ist . Das ist es.Frucht'. „Worüber Sie auch sprechen mögen.Same' oder .

und verschiedene Oktaven können beginnen. den die Alchimie als die Wandlung des . alle seine Zellen sind sozusagen von den Ausstrahlungen des Stoffes si 12 durchtränkt. was die Alchimie . daß der .Umwandlung' nennt. Eine neue Oktave beginnt innerhalb . Dies ist die Geburt des . „Dies ist der übliche und natürliche Weg.des Organismus.Schock' der ersten Art dar.Groben' in das . Der ganze physische Körper. innerhalb des Organismus.Astralkörpers'. tatsächlich ein neues Leben ohne Hilfe der Vereinigung beider Prinzipien. das heißt die Bildung des . nur ist der Vorgang verschieden. zu erschaffen. eine außerhalb des Organismus. Die Vereinigung von männlichen und weiblichen si 12 und alles. „Die vollständige Verwandlung. Und wenn sie genügend gesättigt sind. „Die Verwandlung des Stoffes si 12 in Emanationen und die altmähliche Sättigung des ganzen Organismus damit ist das. die Energie von si 12 zu gebrauchen. was sie begleitet.Feine' bezeichnet oder die Verwandlung niedriger Metalle in Gold.Astralkörpers'. Gerade dieser Übergang des physischen Körpers in den astralen ist es. der das si erzeugt hat. In einem kranken oder einem verkommenen oder einem verkrüppelten Organismus ist keine Verwandlung möglich. Und dies ist die Möglichkeit.Astralkörper' aus dem gleichen Material.doppelter Natur sein. des männlichen und des weiblichen.Astralkörpers' aus. Aber im gleichen Organismus gibt es noch eine weitere Möglichkeit. so beginnt der Stoff si 12 zu kristallisieren. und die neue Oktave. normal funktionierenden Organismus möglich. entwickelt sich unabhängig als ein neuer Organismus oder als ein neues Leben." „Ist für die Wandlung vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit notwendig und ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit im 375 . die mit ihrer Hilfe begonnen wird. Die Kristallisierung dieses Stoffes macht die Bildung des . und die andere im Organismus selbst. stellt den . aus dem gleichen Stoff wie der physische Körper geboren wird. Sie müssen verstehen. ist nur in einem gesunden. in dem si 12 erzeugt worden ist.Verwandlung' oder . nicht außerhalb seiner.

„Dies ist nicht eine. Dies bedeutet mit anderen Worten. ist die Enthaltsamkeit nicht mehr nötig. was er damit tun soll. Im dritten Fall verlangt der Beginn der Verwandlung keine Enthaltsamkeit." „Was ist im allgemeinen die richtigste Art der Lebensführung in diesem Zusammenhang vom Gesichtspunkt der Arbeit aus?" „Das ist unmöglich zu sagen. Bevor er nicht ein neues und genaues Wissen hat. „Dann die andere Frage: Jst geschlechtliche Enthaltsamkeit für die Arbeit nützlich oder nicht?' „Sie ist nützlich. wenn alle Zentren enthaltsam sind. wenn er weiß. nämlich für gewisse Menschentypen. solange ein Mensch nicht weiß. kann die Verwandlung mit einem normalen Geschlechtsleben beginnen und kann sogar schneller beginnen und in Verbindung mit einer großen äußeren Verausgabung von Geschlechtsenergie besser verlaufen. daß. In anderen Fällen. daß ohne lange und vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit die Wandlung nicht beginnt. Aber wenn sie einmal begonnen hat. Ich will dies noch klarer machen. Und bei wieder anderen tritt sie ganz von selbst ein. Wenn er nicht weiß. Ich wiederhole. das heißt bei anderen Tpyen. wird durch die Enthaltsamkeit überhaupt nichts erreicht. Für andere ist sie überhaupt nicht nötig. überhaupt nichts zu versuchen. damit die Wandlung anfangen kann. wenn die Wandlung beginnt. es besser für ihn ist. dann könnte es gar nichts Schlimmeres geben. Für gewisse Typen ist eine lange und vollständige sexuelle Enthaltsamkeit notwendig. sagte G. sondern eine ganze Reihe von Fragen".allgemeinen für die Arbeit an sich selbst nützlich?" fragten wir ihn. „Erstens ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit nur in gewissen Fällen für die Wandlung notwendig. aber nach Beginn benötigt die Verwandlung die gesamte Geschlechts-Energie und beendet das normale Geschlechtsleben oder die äußere Verausgabung der Geschlechtsenergic. Und femer kann Enthaltsamkeit einem Menschen nur dann nützen. Wenn ein Zentrum enthaltsam ist und volle Freiheit der Einbildung und des Sich-Auslebens in den anderen herrscht. was er mit der so gesparten Energie anfangen kann. genügt 376 .

wo das Hauptübel liegt und was an der Sklaverei schuld ist. müssen von Anfang an zerstört werden. was der Mißbrauch des Geschlechts in der eigentlichen Bedeutung dieser Worte heißt.Originalität'. hat es zu etwas geführt. oder um noch genauer zu sein. Es liegt nicht im Geschlecht selbst. Man muß die menschliche Maschine sehr gut kennen. dauernd arbeitende . normale Empfindungen gegen anormale auszu-* wechseln. Aber man muß sich immer vor Augen halten. wird wieder mißverstanden. Aber dies sind verhältnismäßig unschuldige Formen geschlechtlichen Mißbrauchs. Diese haben in der Arbeit überhaupt keinen Platz. Geschlechtsenergie auszugeben: normales Geschlechtsleben und Wandlung. in sehr seltenen Fällen. Manchmal. wird es zu nichts als Psychopathie führen. Aber das ist es nicht. Die moderne Erziehung und das moderne Leben schaffen eine ungeheure Anzahl von sexuellen Psychopathen. daß nur ein in geschlechtlicher Hinsicht vollständig normaler Mensch irgendwelche Aussichten in der Arbeit hat. „Allgemein gibt es nur zwei richtige Wege. weil die anormalen leichter zu verbergen sind. worüber ich sprechen möchte. Sie müssen verstehen. wenn sein Leben durch die gewohnten Regeln und Prinzipien geleitet wird.es völlig. Gewöhnlich glauben die Menschen. Alle Erfindungen auf dieser Ebene sind sehr gefährlich. merkwürdige Wünsche.Puffer'. Er bedeutet falsche Arbeit der Zentren in Beziehung auf das Geschlecht. Wenn er auf dieser Ebene zu theoretisieren und zu erfinden beginnt. Aber was Mißbrauch des Geschlechts bedeutet. merkwürdiger Geschmack. Irgendwelche Art von ." 377 . um zu begreifen. oder auf der anderen Seite Furcht. aber in den meisten Fällen bedeutet die sogenannte Enthaltsamkeit einfach. das heißt das Wirken des Geschlechtszentrums durch andere Zentren und das Wirken anderer Zentren durch das Geschlechtszentrum. das Funktionieren des Geschlechtszentrums mit von anderen Zentren geliehener Energie und das Funktionieren von anderen Zentren mit vom Geschlechtszentrum geliehener Energie. sondern im Mißbrauch des Geschlechts. „Seit undenklichen Zeiten haben die Menschen Enthaltsamkeit versucht. es seien dies entweder Exzesse oder Perversität.

genau wie im höheren Gefühls. daß das Geschlechtszentrum sich mit dem negativen Teil des Gefühlszentrums oder mit dem negativen Teil des Instinktzentrums verbindet. Keine unangenehmen Empfindungen oder Gefühle sind in ihm zu finden." „Mit welchem . die unangenehme Gefühle und Empfindungen erfahren.Nein' im Denkzentrum. angenehme und unangenehme Empfindungen im Bewegungs. hatte.Wasserstoff 12". Abnonnalitäten in der Arbeit des Geschlechtszentrums benötigen ein besonderes Studium. Menschen. Entweder gibt es eine angenehme Empfindung. In allen anderen Zentren. Aber tatsächlich arbeitet es sehr selten mit dem richtigen . sagte er bei dieser Gelegenheit. im Instinkt. Dies ist si 12. Jedoch geschieht es oft infolge der falschen Arbeit der Zentren. daß es normalerweise im Geschlechtszentrum. sagte G. „Es kann". Behauptung und Verneinung. In ihm sind keine positiven und negativeil Seiten. im Denk-. dann kann das Geschlechtszentrum als der neutralisierende Teil des Bewegungszentrums betrachtet werden. wenn er gefragt wurde. außer den höheren. Und dann ruft eine bestimmte Art von Anregung des Geschlechtszentrums oder sogar jede Anregung des Geschlechtszentrums unangenehme Gefühle und Empfindungen hervor. Ja' und . „Das Geschlechtszentrum arbeitet mit . im Fühl-.„Kann das Geschlecht als unabhängiges Zentrum betrachtet werden9" fragte einer der Anwesenden. vollständige Gleichgültigkeit.Wasserstoff. Im Geschlechtszentrum gibt es keine solche Teilung. überhaupt keine Empfindung. es sollte damit arbeiten. oder gar nichts. die in ihnen durch Ideen und Einbildungen im 378 . im Bewegungszentrum.Wasserstoff arbeitet das Geschlechtszentrum?" fragte ein anderer. in all diesen gibt es sozusagen zwei Hälften — die positive und die negative. keine negative Seite gibt. ein angenehmes Gefühl. aber wir waren nicht imstande gewesen.und im höheren Denkzentrum. nie darauf eine direkte Antwort gegeben. Diese Frage hatte uns schon lange interessiert.und Instinktzentrum. „Wenn jedoch das untere Stockwerk als ein Ganzes genommen wird. sie zu beantworten. „Zuallererst muß man bemerken. „Das heißt. Und G.

Die Energie bleibt erhalten und geht auf andere Zentren" über. Unangenehme Gefühle und Empfindungen stammen alle aus dem Gefühls. dem ewigen Feuer. Das Gefühlszentrum predigt Christentum. Wissenschaft oder Politik — immer kämpft es. daß es schneller und stärker als alle anderen Zentren arbeitet. ringt. klettert auf Berge. Das Bewegungszentrum beschäftigt sich mit Sport. Das bedeutet. die an-' deren Zentren rauben dem Geschlechtszentrum die Energie. Aber sie können nicht seine Energie zerstören. neigen dazu. an einer gewissen Heftigkeit.Puffer' das Geschlechtszentrum sich unterworfen halten. der Qual der Sünder. was mit dem Geschlecht zusammenhängt.oder dem Instinktzentrum. Tatsächlich lenkt das Geschlecht alle anderen Zentren. In all diesen Fällen.. stellt verschiedene Rekorde auf.. Weiterhin muß man sich daran erinnern.Zusammenhang mit dem Geschlecht hervorgerufen werden. Unter gewöhnlichen Umständen. sollte entweder angenehm oder gleichgültig sein. kämpft und so fort. sie können seine normale Äußerung verhindern. raubt. ficht. an einer Hitzigkeit erkannt werden. in denen sowohl in der Arbeit des Denkzentrums als auch 379 . aber bei Verwendung der Energie des Geschlechtszentrums beschäftigt es sich nicht nur mit Philosophie. Askese oder die Angst und den Schrecken vor der Sünde. Enthaltsamkeit. diese als eine große Tugend oder etwas Originelles zu betrachten. brennt und tötet.Geschmack'. Alles. die esnicht selbst benützt. der Hölle. Gefühls. in anderen Worten. Die . findet über sie ihren Ausdruck. streitet. daß das Geschlechtszentrum mit »Wasserstoff 12 arbeitet. das heißt. wenn ein Mensch weder Bewußtsein noch Willen hat. Auf der anderen Seite bringt es Revolutionen zum Ausbruch. die für die in Frage stehenden Angelegenheiten gar nicht notwendig ist. tatsächlich ist dies einfach eine Krankheit. können nur . und tut all dies mit der Energie des Geschlechtszentrums. springt.Puffer' können es gänzlich auf den Nullpunkt bringen. „Dies ist der »Mißbrauch des Geschlechts'. kritisiert und schafft neue subjektive Theorien. Das Denkzentrum schreibt Bücher. alles mit der gleichen Energie.und Bewegungszentrums kann an einem" bestimmten . Die Energie des Geschlechtszentrums in der) Arbeit des Denk-.

Wasserstoffe' sehr wichtig. besondere Heftigkeit und außerdem die Nutzlosigkeit der betreffenden Arbeit. „Aber Sie sollten jetzt schon verstanden haben.oder Bewegungszentrum können jemals irgend etwas Nützliches mit der Energie des Geschlechtszentrums hervorbringen. Gleichzeitig erzeugt seine Verbindung mit dem Denkzentrum und der Gebrauch von dessen Energie viel zu viel Einbildungen über das Geschlecht selbst und außerdem eine Neigung. gibt es immer ein allgemeines Kennzeichen. die viel niedriger und gröber als seine eigene ist. Weder das Denk.Wasserstoff 12 arbeitet.„Aber dies ist nur ein Aspekt." „Was muß man tun. die ihm zukommen könnte. sich mit diesen Einbildungen zufriedenzugeben. lachte.und Bewegungszentrums diese mit der Energie des Geschlechtszentrums arbeiten. was keines der gewöhnlichen Zentren vermag. Dies ist ein Beispiel vom Mißbrauch des Geschlechts! . Und trotzdem ist das Geschlechtszentrum für die allgemeine Tätigkeit sehr wichtig und vor allem für das innere Wachstum des Organismus. an sich selbst 380 . daß. dieses keine mehr für sich übrig hat und die Energie anderer Zentren stehlen muß. einem Menschen. kann es eine sehr feine Eindrucksnahrung aufnehmen. um gegen den »Mißbrauch des Geschlechts* zu kämpfen?" fragte ein Anwesender. und dies ist eine bestimmte.Wasserstoffen' 48 und 24. nämlich mit den verhältnismäßig niedrigen . Die feine Eindrucksnahrung ist zur Herstellung der höheren . Ein anderer besteht in der Tatsache. wenn die Energie des Geschlechtszentrums von anderen Zentren geraubt und auf nutzlose Arbeit verwandt wird. Verbindung mit dem Gefühlszentrum erzeugt Sentimentalität oder im Gegensatz dazu Eifersucht und Grausamkeit. „Gerade auf diese Frage habe ich gewartet". daß es genau so unmöglich ist.noch das Gefühls. denn da es mit . G. Aber wenn das Geschlechtszentrum mit einer Energie arbeitet. sagte er. der noch nicht begonnen hat. im Organismus die Rolle zu spielen. die nicht seine eigene ist.in der Arbeit des Gefühls. Dies ist wieder ein Bild vom Mißbrauch des Geschlechts. dann werden seine Eindrücke viel gröber und es hört auf.

daß alles andere mechanisiert und zwecklos ist. um diese Mißbräuche zu vermeiden. wenn es seine eigene Energie verwendet. Seiner Energie nach. Wenn ein dauernder Schwerpunkt geschaffen ist. Die richtige Arbeit an sich selbst beginnt mit der Schaffung eines dauernden Schwerpunktes. zu erklären. „Die Rolle des Geschlechtszentrums bei der Schaffung eines allgemeinen Gleichgewichtszustandes und eines dauernden Schwerpunktes kann sehr bedeutend sein. seine Bewertung der Arbeit und seine Einsicht. daß nur die Haltung des Menschen zur Arbeit. steht das Geschlechtszentrum auf einer Ebene mit dem höheren Gefühlszentrum. Deshalb wäre es eine große Sache." 381 .zu arbeiten und die Struktur der Maschine noch nicht kennt. Und alle anderen Zentren sind ihm untergeordnet. in ihm einen dauernden Schwerpunkt schaffen kann. was man tun muß. nämlich wenn das Geschlechtszentrum mit seiner eigenen Energie und an der ihm zukommenden Stelle arbeitete. zur Schule. das heißt. würden alle anderen Zentren richtig an ihrer Stelle und mit ihrer eigenen Energie arbeiten. wie zu sagen.Mißbrauch des Geschlechts' bedeutet. wenn es mit seiner eigenen Energie arbeiten würde. Und in diesem Falle. dann beginnt alles andere unter seine Herrschaft zu kommen und geordnet zu werden. Die Frage lautet folgendermaßen: woraus und auf welche Weise kann ein dauernder Schwerpunkt geschaffen werden? Und darauf kann man antworten. Dies allein würde auf eine verhältnismäßig hohe Seinsstufe hinweisen. was .

und wir versuchten. solange die Verhältnisse günstig waren. das Arbeitsmaß in uns selbst zu vergrößern und alles zu tun. weil sie im Grunde nur Versuche waren. zu wenig täten. Auch machte ich eine Reihe ziemlich schwieriger Denkübungen zur Konzentrierung der Aufmerksamkeit. Ich beschreibe diese Experimente und Übungen nicht im einzelnen. genau so plötzlich aufhören könnte. und auch „Wiederholung" nach der Methode des „DenkGebetes". Im Zusammenhang damit begann ich nach einem bestimmten System zu „atmen". ohne eine genaue Kenntnis der möglichen Ergebnisse zu haben. wobei ich eine gewisse Erfahrung in dieser Hinsicht benützte.DREIZEHNTES KAPITEL D er Hochsommer 1916 hat sich dem Gedächtnis aller Mitglieder unserer Gruppe als eine Zeit sehr großer innerer Arbeitsintensität eingeprägt. aber sehr „intensiver" Fastenübungen durch. das mir früher viel dazu verholten hatte. dem Organismus möglichst starke Schocks zuzufügen. ja daß wir im Vergleich zu der Unermeßlichkeit der Aufgabe. mehr zu wissen. Aber alle diese Dinge zusammengenommen und auch unsere Gespräche und Versammlungen hielten mich in einem Zustand un- 382 . Wir sahen ein. daß wir uns beeilen müßten. Ich begann eine Reihe von Experimenten oder Übungen. meinen Weg zu erfühlen. das in Verbindung mit Fasten früher bei mir interessante psychische Ergebnisse gezeitigt hatte. daß unsere Aussicht. Wir fühlten alle. was uns möglich war. die wir uns gestellt hatten. die ich früher erworben hatte. Ich nenne sie intensiv. weil ich sie überhaupt nicht vom hygienischen Standpunkt aus betrachtete. sondern im Gegenteil versuchte. Ich führte eine Reihe kurzer. wie sie gekommen war. meine Aufmerksamkeit zu konzentrieren und mich selbst zu beobachten.

die das Gebiet dessen. Seite 30/1. Aber wenn sie gefunden hatten. daß er unerläßlich ist und ohne ihn keine Tatsachen möglich sind. die irgendeine Art außergewöhnlicher Erlebnisse gehabt und sich nachher geweigert hatten. was wir für möglich. Der wichtigste Teil dieser Erfahrungen bestand in ihrem inneren --T Siehe Kapitel l. was ich gefunden habe. verstand auch zur gleichen Zeit. wenn ich sie in den Erinnerungen oder Aufzeichnungen von Leuten fand. was wir nicht verstehen können. Und ich glaube. Ich sah und beobachtete Tatsachen. anerkannt oder zulässig halten. 383 . weil es überhaupt keine Möglichkeit gibt. Und nun befand ich mich selbst in genau der gleichen Lage. die ich im August 1916 haben sollte. ist genau das.gewöhnlicher Spannung und bereiteten mich natürlich in einem hohen Maße für die Reihe von außergewöhnlichen Erlebnissen vor. Aber ich kann nicht beschreiben. daß dies nicht nur in meinem Falle so war. denn G. ein gefühlsmäßiger. Diese anderen Dinge bestanden aus der Vorbereitung. Ich entsinne mich. daß Behauptungen dieser Art mich immer aufgebracht hatten. Nun komme ich auf etwas sehr Schwieriges zu sprechen." — Dies schien mir immer künstlich und erfunden. Ich hatte gefunden. und ich kann nichts darüber aussagen. sie zu beschreiben. Und ich konnte nur antworten. was G. als daß sie zum Allgemeingut werden könnten. Sie hatten das Wunderbare gesucht und glaubten. daß viele andere Dinge noch vor den Tatsachen notwendig seien1. Dieser Zustand. daß es in ihnen viel zu viel Persönliches gab. diese „Tatsachen" selbst zu beschreiben. gemeint hatte. hielt sein Wort und ich sah Tatsachen. sie hätten es auf die eine oder andere Weise gefunden. so sagten sie immer das gleiche: „Ich habe es gefunden. dem Verstehen gewisser Ideen und einem gewissen Seins-Zustand. Warum? Diese Frage habe ich mir selber oft gestellt. sondern daß es immer so ist. was ich suchte. was sie suchten. vollständig hinausgingen. als er sagte. das heißt wir verstehen nicht.

und Dr. N. S. obgleich die Bewegungen und Haltungen in sich selbst keine außergewöhnliche Schwierigkeit darstellten und ein guter Turner sie ohne besondere Anstrengung hätte ausführen können. Wie ich schon gesagt habe. als er mich. Z in einen kleinen. Wir saßen auf „türkische Weise" auf dem Boden. Ich kann mit unbedingter Gewißheit sagen. das sie begleitete. Am Abend kamen wir auf unsere Versuche. einmal einen anderen von uns herausfordern wolle. Später kam G. nämlich was ich über Dr. M. wieder zu der Frage zurück. Petersburg kürzlich oft unsere Zusammenkünfte gehabt hatten. als er vor allen anderen etwas wiederholte. als ob er einmal diesen. keinerlei 384 . war sehr scharf und sarkastisch.Gehalt und in dem neuen Wissen. zu bemerken. G. er sie jedoch auf andere Weise als er ausführen würde. er selbst mache sie auf eine bestimmte Weise mit entspannten Muskeln. daß. und besonders betonte er unsere Feigheit und die Faulheit unserer Gedanken. daß G. und G. und etwa acht unserer Leute waren da. S. unser Leben zu erzählen. G. nach all meinem Fasten und anderen Experimenten war ich in einem eher aufgeregten und nervösen Zustand und physisch weniger im Gleichgewicht als gewöhnlich. warum wir unsere Lebensgeschichte nicht erzählen könnten. was ich ihm in unbedingtem Vertrauen gesagt hatte. Dr. begann uns gewisse Haltungen und körperliche Bewegungen zu erklären und zu zeigen. daß in all seinen Bewegungen ein erstaunliches Maß von Sicherheit und Genauigkeit war. zu sprechen. war hauptsächlich deswegen für mich sehr unangenehm. erklärte. Ich kam zum Landhaus von E. Ich war besonders betroffen. aber ich konnte sie äußerlich nachahmen. ein Athlet zu sein. Ich habe niemals vorgegeben. in dessen Haus wir in St. gesonderten Raum rief. weil ich immer bei anderen derartige Reden verurteilt hatte. Und damit begann das Wunder. Ich konnte nicht umhin. dachte. Ich glaube. G. in Finnland. obgleich ein Turner natürlich diese Bewegungen leicht ausführen könne. Was er sagte. es war ungefähr zehn Uhr. Aber auch der äußere Aspekt kann nur sehr annähernd beschrieben werden.

noch hypnotisierte er mich auf irgendeine bekannte Methode. und Dr. gab mir einen Monat Zeit. indem er seinerseits Z. seine Gedanken zu hören. ganz gleich wie schwierig das sei. und S. die G. daß zwischen den Worten. die ich entweder annehmen mußte. Alles begann damit.. G. Die Angelegenheit bezog sich auf gewisse Bedingungen. Ich antwortete ihm bejahend. G. Er stellte mir eine bestimmte Frage. das heißt er gab mir keine Rauschgifte. die er mich fragte und die ich nicht wiedergeben kann. S. bestand auf der Zeitspanne eines Monats. mir sagte. und die Dinge. G.äußere Methoden benützte. wie man ihn oft in Landhäusern findet. nickte mir zu und hielt mit dem Reden inne. Dr. ich würde es sofort ausführen. besonders Z. sofern man es ein Gespräch nennen kann. G. 385 . die für mich bestimmt waren. was stattfand. Ich wollte die Zeit nicht annehmen und sagte. und zwar in der Brust. Z. „Warum sagte er das?" fragte G. Ich saß G. Ich war sehr aufgeregt durch die Dinge. Seine Frage rief in mir ein sehr starkes Gefühl hervor. S. Und plötzlich bemerkte ich. die Wahrheit zu erkennen oder zu sagen. „Gedanken" waren. und ich beantwortete sie. Z . in der Nähe des Herzens. dauerte nicht weniger als eine halbe Stunde. stellte mir wortlos Fragen. waren sichtlich erstaunt über das. Er saß still. gegenüber. oder ich hätte die Arbeit zu verlassen. Ich fing einen dieser Gedanken auf und antwortete darauf. Wir saßen in einem kleinen Zimmer mit hölzernem Fußboden ohne Teppich. Seine Worte verwirrten mich sehr. „Fragte ich ihn irgend etwas?" Und sofort stellte er mir eine noch schwierigere Frage auf die gleiche Weise wie zuvor. sprach von unseren „Hauptzügen". in der gewöhnlichen Weise. Dann war eine ziemlich lange Pause. ansah. Aber G. wobei ich auf die gewöhnliche Weise redete.auf der ändern. daß ich anfing. Dieses Gespräch. Nach einiger Zeit hörte ich seine Stimme in mir. die er uns allen sagte. ohne ein Wort zu sagen. was er verlange. er saß da und lächelte. Ich sah ihn an. unserer Unfähigkeit. Und wieder antwortete ich darauf mit der gewöhnlichen Stimme. laut sprechend. Schließlich stand er auf und wir gingen hinaus auf die Veranda. war auf einer Seite von mir.

daß er mir nicht glauben und daß er mich auslachen würde. daß ich recht hatte. wo die übrigen saßen. Dann berührte mich irgend etwas. sprach gerade mit Z. sehr stark. konnte aber nichts finden. Bei dieser Gelegenheit hörte ich nicht nur. war es bereits dunkel auf der kleinen Veranda. kann ich nur sehr wenig berichten. und S. in einem Augenblick. und auch meiner eigenen Lage. G. In Wirklichkeit waren G. und G. was er über mich sagte. Ich sah ein. So ging es für ein oder zwei Stunden weiter. wenn ich ihm dieses andere zeigte. was G.. in Wirklichkeit nicht gab. Irgend etwas sehr Seltsames war an dieser Unterredung. sondern antwortete auch in Gedanken. Von da aus ging ich in den Wald. gesagt hatte. Ich wußte. recht hatte. daß es das. 386 . begann in mir wieder eine merkwürdige Aufregung. Aber ich hatte etwas anderes gefunden. Ich versuchte mir etwas auszudenken. Schließlich. mein Puls fing stark zu schlagen an und ich hörte wieder G. Als ich zu dem Haus zurückkehrte. was sie als eine Tatsache bestätigen würde. alle anderen seien bereits zu Bett gegangen. Bald nachdem ich ins Bett gegangen war. obwohl sich dann erst die Hauptsache ereignete. Manchmal schien es mir. durchblitzte mich ein Gedanke. ging in mein eigenes Zimmer und legte mich nieder. und ich sprang von meinem Stuhl auf und ging in den Garten. dann verlor ich es wieder. Lange Zeit saß ich in einer Art Lichtung und rauchte.'s Stimme in meiner Brust. und spätere Ereignisse zeigten mir. aber obgleich ich versuchte. was ich für fest und zuverlässig in mir gehalten hatte. ganz in der Gewalt der außerordentlichsten Gedanken und Gefühle. und die anderen zu dieser Zeit beim Abendessen auf der großen Veranda. was nachher geschah. in dessen Folge ich sehr schnell zu einem klaren und richtigen Verständnis all dessen gelangte.Auf der anderen Seite des Hauses war eine andere große Veranda. Dort spazierte ich lange Zeit im Dunkel umher. Aber für mich selbst war es unbezweifelbar. ich hätte etwas gefunden. der mir wie der Gipfel der Widersprüche und des inneren Drangsais vorkam. Ich nahm an. Schließlich konnte es eine „Einbildung" oder ein Wachtraum sein. daß G. Über das. hörte mich und antwortete mir.

als ob er auf eine Antwort warte. war sehr stark und völlig neu und ganz anders wie alles andere. brachte plötzlich alle meine Gedanken und Gefühle zu einem Stillstand. hätte ich mich selber fragen und auch beantworten können. was wichtig genug war. etwas. etwas Konkretes zu fragen. Sie sind jetzt müde"." Und seine Stimme schwieg. und irgend etwas lahmte mich buchstäblich vollständig. ich glaube. bei der man weiß. wo wir am vorhergehenden Abend gesessen hatten. ich bat ihn zu warten. mir ein bißchen Zeit zu geben. „Sie sind jetzt müde. daß G. im Garten zwanzig Meter weg an einem runden Tisch. aber ich zitterte am ganzen Köper. Was er sagte. um mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. „schlafen Sie. Ich hatte sogar den Eindruck. y Ich empfand.G. und auf eine oder zwei meiner Fragen gab er absichtlich unbestimmte Antworten. saß G. drei unserer Leute waren bei ihm. was gestern nacht geschehen ist". Es war keine Furcht. „Fragt ihn.'s Stimme in meiner Brust. Aus irgendeinem Grunde ärgerte mich dies. als ich auf die kleine Terrasse herauskam. daß er konkrete Antworten vermied. Am Morgen. trotzdem ich furchtbare Anstrengungen machte. sagte seine Stimme. 387 . Ich drehte mich um und ging zur Terrasse. sagte er schließlich. „Ein andermal". so daß ich kein einziges Wort artikulieren konnte. „Nun gut. hörte ich wieder G. die ich ihm stellte und auf die er antwortete. Aber das Gefühl. was jeden Zweifel an der Wirklichkeit der Unterredung oder seiner Teilnahme daran aufgehoben hätte. jedenfalls nicht eine bewußte Furcht. Als ich sie erreichte. Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen. warte und nicht lange warten werde. sagte G. dann hielt er an. wir werden dies bis zu einem späteren Zeitpunkt lassen. daß man Angst hat. es sei eine Unterredung. Und gewisse Fragen. was mich sofort aufmerken ließ. Nach einer langen Pause fragte mich G. weil ich eine be* jahende Antwort geben wollte. die später als „Beweise" hätten dienen können. konnte ich nichts finden." Ich begann etwas zu sagen.

388 . verschwand alles. die mir besonders schwierig erschienen waren. die mit uns dasaßen.. das den ganzen Tag und noch länger andauerte. Gleichzeitig fühlte ich eine außergewöhnliche Gedankenklarheit und versuchte. sahen uns verwundert an. über Ihre Arbeit nach. mich auf bestimmte Probleme zu konzentrieren. konnte aber nichts sagen. „Lassen Sie es". G. Und ich war die ganze Zeit in einem ungewöhnlichen Gefühlszustand. Bewußtsein. „Wie kann ich dies loswerden? Ich kann es nicht länger ertragen". wollte auch gar nichts reden. der mich manchmal zu bedrücken begann. hatte meine Gedanken beantwortet. Ich wandte ihm meine Augen zu. „Wo gehen Sie hin? Setzen Sie sich hierher!" sagt er mit seiner gewöhnlichen Stimme. würde ich sofort alles andere verstehen. Während dieser drei Tage führten wir viele Gespräche über die verschiedensten Themen. fragte ich G. die eine Kraft ausmachen. Ich begann über die erste Triade des „Schöpfungsstrahls" nachzudenken. Ich setzte mich zu ihm. laut. — Wille. sagte ich. sagte G. sagte er. Dann begann etwas sehr Merkwürdiges. und er schaute mich an.. Wir blieben noch drei weitere Tage in Finnland. Und was war das Dritte? fragte ich mich. die ich auf gewöhnliche Weise nicht finden könnte. Mir schien. „Möchten Sie schlafen gehen?" sagte G. über die drei Kräfte. „Gewiß nicht". „Sie können jetzt nicht die Antwort finden. daß ich vielleicht in diesem ungewöhnlichen Zustand Antworten auf die Fragen finden könnte. Er lächelte." Die Leute. aber als ich versuchte. Was konnten sie bedeuten? Können wir sie bestimmen? Können wir ihre Bedeutung verstehen? Irgend etwas begann sich in meinem Kopf zu formulieren. Mir kam der Gedanke in den Sinn. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg". zu. Denken Sie lieber über sich selbst. wenn ich das Dritte benennen könnte. es in Worte zu fassen.„HaitiIch hielt an und drehte mich G.

In diesem Augenblick schlafen Sie nicht!" Ich glaube nicht. was er in seinen Träumen sah. G. die ich gesagt hatte. Zweifellos erfand ich sehr viel. seine Träume sehen könnte. vieles hatte überhaupt keine Beziehung zur Wirklichkeit. schlief. die ich zu jener Zeit sagte. Hiernach folgte eine merkwürdige Zeit. Aber er ging weiter. Er fuhr ab. fuhr nach Moskau und wir gingen direkt vom Finnland-Bahnhof zum NikolajewskyBahnhof. Viele Dinge.„Was fragen Sie dann? Dies ist es. Schließlich fuhren wir nach St. Es kam mir in den Sinn. der auf mich zukam. daß ich. Aber das Wunderbare war noch längst nicht zu Ende gekommen. w a s Sie wünschten. Zwei oder drei Tag-e nach G. 389 . Nach ihm kam ein anderer Schlafender. Darüber konnte überhaupt kein Zweifel sein. Und während dieser Zeitspanne sah ich von Zeit zu Zeit „schlafende Menschen". mich an die Dinge zu erinnern. ging er sichtlich in Träumen versunken. und ich „unterhielt" mich mit ihm. Dies erfordert eine besondere Erklärung. und plötzlich sah ich. Zweifellos „schlieft' ich in manchen Augenblicken. Ein schlafender Iswostschik fuhr vorbei mit zwei schlafenden Insassen. Sie dauerte etwa drei Wochen an. Wieder spät am Abend dieses Tages gab es neue und sehr merkwürdige Erscheinungen. benutzen Sie es. Trotzdem seine Augen offen waren. Es war eine unbezweifelbare und deutliche Empfindung. daß der Mann. Eine ziemlich große Gruppe war zusammengekommen. Petersburg. Später war es sehr merkwürdig. während ich ihn im Abteil des nach Moskau fahrenden Zuges sah. das heißt verstehen könnte. daß dies ganz wahr war. wobei ihm diese wie Wolken über seinem Gesicht hingen. wenn ich ihn lange genug anschauen würde. Alle um mich herum schliefen. um ihn zu verabschieden. Und ich war über viele Dinge in mir selbst überrascht. Plötzlich fand ich mich in der Lage des Prinzen im „Dornröschen". müssen meine Gefährten bei diesem merkwürdigen Abenteuer sehr überrascht haben.'s Abreise ging ich die Troitskystraße entlang. Vieles glich dem Schlaf.

fähig wurde.Es war mir klar. „schlafende Leute" zu sehen. mediumistische Erscheinungen und so weiter könnten auf die gleiche Weise untersucht werden. das heißt ich hatte Dinge in mir gesehen. Ich erzählte nur einigen unserer Leute von diesen Experimenten. daß viel Phantasie in dem war. daß dies geschehen war. Diese Empfindungen dauerten einige Minuten. mich meiner selbst zu erinnern. meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. diese Empfindungen für so lange zu verstärken und zu verlängern. nämlich den Dingen und meiner Umgebung nicht zu erlauben. Und obgleich ich später wieder der gleiche wurde. Erscheinungen einer höheren Ordnung. Ich konnte mir keine klare Rechenschaft darüber ablegen. daß ich durch den Versuch. die wir gewöhnlich nicht sehen. wie „Telepathie". kann mittels gewöhnlicher Mittel in einem gewöhnlichen Bewußtseinszustand wie eine physische Erscheinung beobachtet oder untersucht werden. war folgende: keine Erscheinung einer höheren Ordnung. Erscheinungen höherer 390 . Eine Sache. das heißt keine Erscheinung. Aber ich hatte mich selbst gesehen. chemische oder meteorologische Erscheinungen untersuchen kann. die das Gebiet der gewöhnlichen. Aber alles in mir war auf den Kopf gestellt. Und es besteht kein Zweifel. der ich vordem gewesen war. konnte ich nicht umhin zu wissen. was es bedeutete: viele Dinge können mit unseren Augen gesehen werden. Später wa-r wieder alles wie gewöhnlich. die manchmal „metaphysisch" genannt wird. Darüber konnte kein Zweifel bestehen. und ich konnte nichts vergessen. Wenn die Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. die ich früher nie gesehen hatte. Aber ich machte sofort die Entdeckung. als sie versuchten. Es ist vollständig absurd zu glauben. weil ich offensichtlich selbst eingeschlafen war. nicht zerstreut zu werden. täglich zu beobachtenden Dinge überschreitet. was ich während dieser drei Wochen sagte und dachte. Am nächsten Tage wiederholten sie sich sehr schwach. „Hellsehen". was genau geschehen war. keine Erscheinung der Art. sich ihrer selbst zu erinnern. hörte ich auf. als ich genug Kraft hatte. wie man elektrische. und zwei von ihnen hatten ähnliche Erlebnisse. die Zukunft voraussehen. die ich damals ganz klar verstand.

Und später sah ich deutlich ein. nämlich die Nutzlosigkeit. das heißt Ergebnisse. Diese Wandlungen selbst zu beschreiben. Er bezieht sich auf eine Veränderung. ähnelte dem Anschein nach Tolstois Nicht-Widerstand-Leisten. daß sie in keiner Weise mit dem. Viele Aspekte hiervon wurden mir erst später klar. die ich in verschiedenen Ansichten von mir. war die Schwächung meines außerordentlichen Individualismus. aber nun verstand ich auch den Grund. zweite Tatsache war. die ich dort erlebt hatte. zu den gleichen Schlüssen gelangt. über meine Umgebung und besonders über die „Handlungsmethoden" in mir vollzogen. ganz bestimmte Wandlungen in meinen Ansichten über mich selbst. Und dies schließt jede Möglichkeit von „richtig durchgeführten" Laboratoriumsexperimenten und -beobachtungen aus. die ich feststellen konnte. wenn dies ohne genauere Bestimmung gesagt werden kann. Von da an begann ich. daß sich zu diesem Zeitpunkt gewisse. mehr meine Gemeinschaft mit ihnen zu spüren. ganz gleich welchen Zieles anzuwenden. mehr die Menschen zu sehen. Der zweite interessante Schluß. die ich im Heuen Modell des Weltalls im Kapitel „Experimentelle Mystik" beschrieben habe. Wozu ich gekommen war. für die sie angewandt werden. Gewalt zur Erreichung irgendeines. in verschiedenen Formulierungen meiner Ziele. Wünsche und Sehnsüchte bemerkte. was in Finnland gesagt wurde. sondern daß sie das Ergebnis der Gefühle waren. Die erste Tatsache. die im Gegensatz zu den Zielen stehen. der bis zu diesem Zeitpunkt der Hauptzug meiner Haltung gegenüber dem Leben gewesen war. Ich war früher nach eigenen Experimenten. warum dies unmöglich ist.Ordnung erfordern für ihre Untersuchung und ihr Studium einen besonderen Gemütszustand. im Zusammenhang standen. daß in überhaupt allem gewalttätige Mittel und Methoden nur negative Ergebnisse zeitigen können. ist sehr schwer. daß ich irgendwo sehr tief in mir selbst den esoterischen Grundsatz der Unmöglichkeit der Gewaltanwendung verstand. Ich kann nur sagen. ist viel schwieriger zu beschreiben. Ich sah mit unbezweifelbarer Klarheit ein und verlor auch später niemals ganz dieses Gefühl. zu dem ich kam. Und die. 391 .

weil der „Piotr Demianowitsch" jedes Menschen sich sozusagen „um seinen Hauptzug" bildet." „Sie wissen überhaupt nichts von sich". „Ich stimme nur damit nicht überein. was mich beängstigt hätte. Bei manchen Leuten kann dieser Zug so unter verschiedenen formalen Äußerungen verborgen sein. Petersburg kam. was Sie sagen. immer. als G. daß ihm die Tatsache. daß die Menschen mich so sehen mögen.aber es war keineswegs Nicht-Widerstand-Leisten. und warum ich Angst gehabt habe. war es Anfang September. sondern von einem praktischen Gesichtspunkt zu dieser Überzeugung gekommen war. daß er recht habe. Und dann kann ein Mensch sich selbst für seinen Hauptzug nehmen. sagte einer von uns. genau wie ich meinen Hauptzug „Ouspensky" nennen könnte oder. Das nächste Mal. Wenn irgend jemand nicht mit der von G. was besser oder schlechter. daß nicht jedermanns Hauptzug bestimmt werden kann. war sehr geschickt in der Bestimmung der Hauptzüge. so sagte G. „Wenn dies der Fall war. Dabei kann es keinen Irrtum geben. weil ich nicht von einem ethischen. gegebenen Bestimmung seines „Hauptzuges" einverstanden war. daß er etwas gesagt habe. daß er fast unmöglich zu finden ist. was genau in Finnland geschehen war. Er erklärte nichts weiter. bedeutet das. ist viel schlimmer.. den ich in mir kenne. G. ihn immer nannte. Bei diesem Besuch lag der Schwerpunkt der Gespräche im „Hauptzug" oder „Hauptfehler" von einem jeden von uns. sagte ihm G. ob es wahr sei. wie Sie es beschreiben. Bei dieser Gelegenheit erkannte ich. Ich versuchte ihn zu fragen. daß der Betreffende mit ihm nicht übereinstimme. tatsächlich mein Hauptzug ist". zeige. sondern was wirksamer und angebrachter ist. „wenn Sie 392 . „Piotr Demianowitsch". wie G. nicht vom Ständpunkt dessen. daß das. daß Sie nicht bereit waren". nach St. Aber ich bestreite nicht. „Der Hauptzug. sagte G.

Natürlich können Sie ihn nicht immer in Worten definieren. und ihn zerstören. daß er nie zu Hause ist. uns den Hauptzug darstellte. sagte G. daß er überhaupt nicht existiere.äußeres Sich-Richten' geben. Wie kann er sich nach irgend etwas ödet irgend jemandem richten?" Ich war erstaunt über die künstlerische Vollendung. den Sie machen möchten." 393 . „Zum Beispiel Soundso"." Einem anderen von uns sagte er auf die Frage nach dem Hauptzug." Das Gespräch über die Eindrücke brachte uns wieder zu dem ^..Es kann kein richtiges . „Die Mitmenschen sehen den Hauptzug eines Menschen. das war Kunst. seiner sei. und wie er einen wünschenswerten oder einen unerwünschten Eindruck hervorrufen kann. Und die anderen Menschen sehen Sie sicherlich auf die Art. G. solange ein Mensch in seinem Hauptzug festsitzt". Aber Sie sehen nicht. die ein Mensch auf andere macht. daß Sie immer so sind. Nehmen Sie zum Beispiel Spitznamen. Aber wenn Sie so wie jetzt sind. wie verborgen dieser auch sein mag. „Sein Hauptzug ist. „Das heißt nicht. Wenn Sie das. Das war schon nicht mehr Psychologie. als Ihren Hauptzug annehmen. betonte diese Worte. dann würden Sie nicht diesen Zug haben. „so werden Sie auf die Menschen nicht den Eindruck machen. sondern jeden Eindruck. „Sie verstehen." Hiermit begann ein langes Gespräch über die Eindrücke. Aber ihre Definitionen sind oft sehr gut und treffend. Und wenn Sie einen Weg finden. das heißt seine unwillkürliche Äußerung zerstören". was ich Ihnen gesagt habe. wie ich es Ihnen sagte. gegen diesen Hauptzug anzukämpfen. „Und Psychologie sollte Kunst sein". antwortete G. ^. so werden Sie verstehen. „Psychologie kann niemals nur eine Wissenschaft sein.inneren" und „äußeren Sich-Richten". den Sie jetzt auf sie machen.etwas wüßten. existieren Sie überhaupt nicht. sagte G. er nannte einen unserer Gruppe. mit der G. ich sehe Sie nicht". Spitznamen bezeichnen manchmal sehr gut den Hauptzug. wie die Menschen Sie sehen. wie diese Sie sehen.

. an dem er das Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern ausgeführt und der um Himbeermarmelade gebeten hatte — sein Kennzeichen sei. Wir müßten eine bestimmte Entscheidung treffen. mit jedem über alles zu streiten.Einem anderen sagte er. und wir trafen uns bei ihm in kleinen Gruppen. Wer nicht aufwachen will. er habe kein Schamgefühl. sagte G. erklärte einem anderen in unserer Gruppe — es waf der Mann in mittleren Jahren. seinem Gefährten im Experiment. ob wir mit ihm weitergehen und arbeiten wollten. G. er würde mit jedem von uns einzeln reden und jeder 394 . er wäre in der öffentlichen Bibliothek gewesen und hätte die enzyklopädischen Wörterbücher von vier Sprachen nach der Bedeutung des Wortes „Gewissen" durchgesehen. daß ei. Niemand konnte umhin. Zu dieser Zeit wohnte G. „daß man nichts Schreckliches von Ihnen verlangt. Er fügte hinzu. Aber es hat keinen Sinn. in einer Wohnung an der Liteiny in der Nähe des Newsky. „Aber ich streite doch nie!" antwortete der Mensch sofort sehr heftig.kein Gewissen habe. G. Am folgenden Tag kam der Betreffende und sagte. daß wir so weitermachten. sein Hauptzug sei eine Neigung. zwischen zwei Stühlen zu sitzen. zu lachen. sagte er. und sofort machte dieser einen ganz komischen Witz über sich selbst. daß er die Arbeit nur mit denen fortsetzen würde. denn eine halbernste Haltung könne überhaupt kein Ergebnis zeitigen. Einmal sagte er. Er hatte sich stark erkältet. die einen bestimmten und ernsten Entschluß faßten. machte nur eine Handbewegung. „Sie wissen jetzt schon"." Er sagte. es habe keinen Sinn. Dem anderen Mann. oder ob es besser sei. alle Versuche in dieser Richtung aufzugeben. gegen ihre Mechanisiertheit und den Schlaf anzukämpfen. den soll man jedenfalls gut schlafen lassen.

Und nur die Menschen können für mich nützlich sein. so irren Sie sich in beiden Fällen gewaltig. mit sich selbst zu kämpfen. das heißt G. und alle waren über die merkwürdigen und ganz unerwarteten Anklagen sehr erstaunt. und nur bei manchen Gelegenheiten verlor er sich in einer formalen Haltung oder in „buchstäblichem Verstehen". Wir hätten G.'s Unterredungen mit Mitgliedern der Gruppe dauerten ungefähr eine Woche. Mit einigen sprach er sehr lange. ob Sie sich auf dem gleichen Weg wie ich befinden oder nicht. worin mein Ziel besteht. daß dies mir viel Befriedigung gibt". was G. P-.. in ihrer Abwesenheit gesprochen hatte. und sollten jetzt auch schon einsehen. 395 ." Damit endete dieses Gespräch. mit anderen nicht so lang. Ihre Haltung war zuerst mißtrauisch und argwöhnisch und wurde dann sogar sichtlich feindlich gegen fast alle. ein Mißverständnis von seiner Seite und bei den übrigen Gruppenmitgliedem einen Mangel an Sympathie und Gefühl sahen. das heißt gegen ihre Mechanisiertheit zu kämpfen. aufhörten. die plötzlich. „Sie glauben vielleicht. die für mich bei der Erreichung meines Zieles nützlich sein können. die sich fest entschlossen haben. die ich tun könnte. irgend etwas zu verstehen. Ich will nichts weiter sagen. wir sagten ihnen nicht. der Mann im mittleren Alter. G. sagte er. weil ich ein bestimmtes Ziel habe. Niemand wußte. warum er. was ich tun könnte. Es gibt sehr viele andere Dinge. bestand die Prüfung in Ehren und wurde schnell ein sehr tätiges Mitglied unserer Gruppe. Wenn ja. es schien uns wie durch eine Art Magie. sagte. woher es kam. wovon G. und in allem. Schließlich verblieben fast alle. „oder vielleicht glauben Sie. „Wir machten aus allem ein Geheimnis".müsse ihm einen ausreichenden Grund aufzeigen. Nur zwei fielen ab. Sie sollten jetzt schon besser begreifen. den ich in Verbindung mit den Experimenten der Teilung von Persönlichkeit und Wesenskem erwähnte. daß es nichts anderes gibt. so ist dies nur deswegen. Und wenn ich meine Zeit hierauf verwende. Aber in Zukunft werde ich nur mit denen arbeiten. sich um ihn kümmern solle.

wodurch wir ihn zu Irrtümern veranlaßten. Wir würden ihm alle unsere Gespräche mit ihnen berichten. alles in einem falschen Licht darzustellen. das Wichtigste zu verstehen. Aber Sie können mich nicht täuschen. die heuchelten. Er lachte sehr. damit er ihnen nußtraue. „und was für ein ärmlicher Idiot ich von ihrem Gesichtspunkt aus bin! Wie leicht ich doch zu täuschen bin! Sie sehen. sich gegenseitig schöntäten und gleichzeitig die anderen ausspionierten. Wenn es sich nicht so verhielte. „Nicht nur können Sie nichts tun". Leute um sich «zu haben. die uns bisher i fremd gewesen war.. Dies ist ein Gesetz. sie haben aufgehört. Wir hätten G. alles g-anz anders zu sehen. die Angst hätten. er ziehe es vor. der er früher zu sein pflegte.über sie Geschichten erzählt. Ich kann Sie täuschen. Und dies war besonders merkwürdig. wenn ich will. der die Arbeit lehrt. da wir alle Tatsachen verstümmelten und uns bemühten. von den Menschen die Wahrheit zu verlangen. ihm die Wahrheit zu sagen. sagte ihnen G. wäre ein ganz anderer geworden. anspruchsvoll. „vollständig gewandelt". ganz verschieden von dem.gerade damals die meisten von uns sich in einem sehr intensiven Gefühlszustand befanden und diesen zwei protestierenden Mitgliedern unserer Gruppe besonders gut gesinnt waren. In der Arbeit kann der. über sie zu reden. als es war. zur Gruppe zurückzukommen?" fragten einige von uns G. und ich müßte von Ihnen lernen. nun wäre er scharf. habe alles Gefühl und alles Interesse für einzelne verloren. „Wie hoch sie die Arbeit schätzen". welches aus dem über Wissen und Sein Gesagten hervorgeht. Gleichzeitig habe sich G. Wir waren über diese und ähnliche Reden sehr überrascht. sagte er. habe aufgehört. nicht getäuscht werden. brachten sofort eine ganz neue Atmosphäre mit sich. Sie . daß wir ihm nach ihrer Meinung immer „falsche Eindrücke" über sie berichteten. „sondern Sie 396 . falsche Eindrücke über sie vermittelt und ihn veranlaßt. mit G. dann würden Sie nichts von mir lernen." „Wie sollen wir mit ihnen sprechen und wie können wir ihnen helfen. Viele Male versuchten wir. als wir ihm erzählten. weil .

Und dies zeigt sich sofort in ihrer Haltung gegenüber den Ideen und dem. andere zu beschuldigen.nehmen eine andere 397 . daß alles. Der Hauptgrund hierfür ist. die die zwei noch haben. sie könnten das Neue erwerben und das Alte behalten. was ich sage. zurückzukommen. als ob sie fähig wären. Versuche der Selbst-Rechtfertigung sind: Versuche. aber es kommt auf das gleiche heraus. sich selbst zu erkennen." „Wie konnte dies geschehen?" fragten andere ihn. sie könnten zwischen zwei Stühlen sitzen. sie bringen in ihre Arbeit schon ihre eigene lumpige subjektive Haltung mit. das heißt. über mich und jeden anderen Urteile abzugeben. weil Sie durch solche Versuche die letzte Chance vernichten. sagte G. das heißt sie haben es einmal eingesehen. „und darum scheint es Ihnen merkwürdig. Es ist immer sehr schwer. die ohne irgendwelche Art von Überredung oder Zwang zustandekommt. irgend etwas zu beurteilen. um zu lernen. daß es immer auf die gleiche Weise geschieht. Schon jetzt »nehmen sie eine Sache an' und . und Sie werden sehen. ihre eigene Wertschätzung von Ideen und Menschen zu haben. Aber später werden Sie erkennen. Es muß zerstört werden und kann nur durch Leiden zerstört werden. Aber im nächsten Augenblick vergessen sie dies alles.sollten es auch nicht versuchen. sie glauben dies natürlich nicht bewußt. etwas. was Sie über mich und sich selbst gehört haben. was für sie schädlicher ist als alles andere. Verstehen Sie doch. Das bedeutet mehr und mehr lügen. Und dann muß es eine vollständig freiwillige Entscheidung sein. Und gewöhnlich denken die Menschen. „Warum wandelte sich ihre Haltung gegenüber uns allen und gegenüber Ihnen so plötzlich und unerwartet?" „Für Sie ist es der erste derartige Fall". sie beginnen.. Wenn es vorher für sie schwer war. Sie sind Toren und sie wissen es schon. um sich selber im Recht zu fühlen. wird es jetzt zehnmal schwieriger sein. Aus diesem Grund sind sie gekommen. daß es sehr oft vorkommt. um zur Selbsterkenntnis und zum Verstehen zu gelangen. „Und was ist es. daß man nicht zwischen zwei Stühlen sitzen kann. was sie vor allem zu behalten wünschen? Erstens das Recht.

Geschnatter' beginnt — neue Theorien und neue Erklärungen. ihre Lage zu erkennen und zurückzukommen. Sie sind ein Paar. Und auch Sie werden es aus den Folgen kennenlernen. Ein . „Und das Komischste hierbei ist. sein Lied ausgesungen ist. Idioten. in einer Sache trauen sie mir. oder sogar von denen ich keine Ahnung habe. ihn herunterzurutschen. Es ist schwer. Und so weiter und so fort wie eine Drehorgel. hören sie sofort auf. alle anderen Mitglieder der Gruppe sind Toren. aber welche sie besser als ich wissen und verstehen. beginne ich über Dinge zu reden. Aber sie sind ein Paar. in einer anderen Sache trauen sie mir nicht. und sogar wenn sie zurückkommen wollten. Und in der Hauptsache denken sie.arbeiten' zu können. daß sie sich einbilden. sie sind Freunde." 398 . weiß ich schon alles. so wäre es leichter für sie. jeder für sich selbst. Nun kann einer ohne den anderen nicht zurückkommen. daß.Sache nicht an'. würde ich nur einen von ihnen und nicht den anderen aufnehmen. Sie verspüren sogar keine Verlegenheit. und der eine unterstützt den anderen gerade in seinen Schwächen. daß dies mit irgendeiner Art . was er später sagen wird. Dies ist ein Gesetz. von denen ich gar nichts weiß. wenn ein Mensch diese Saite anschlägt. was ich sage oder tue. die weder mit der Arbeit noch mit meinen Ausführungen etwas gemein haben. in dieser Haltung mit mir und anderen zu sprechen. Tatsächlich ist dies vollständig unmöglich. Es ist spaßig. aber sehr leicht. das heißt ohne mir in allem zu trauen und ohne alles anzunehmen. dem einen stimmen sie zu. Aber wenn sie selbst verrückte Dinge tun. „Und beachten Sie ein Weiteres. in diesem Moment. es in Beziehung auf sich selbst zu sehen. das andere lehnen sie ab. Fehler und Ungenauigkeiten zu finden und ebenso in allem.Arbeit' verbunden werden kann. unter solchen Bedingungen . daß die Menschen dies bezüglich anderer sehen können. Indem sie etwas nicht annehmen oder einer Sache mißtrauen. Jetzt. setzen sie sofort etwas eigenes an deren Stelle. Wären sie getrennt. Und sie verstehen nicht einmal. den Hügel zu erklettern. Sie beginnen in allem. Wenn ein Mensch irgend etwas in dieser Richtung sagt. was andere sagen oder tun.

und es zeige unsere schlimmsten Eigenschaften. im Gegenteil. 399 . Aber ich sage Ihnen. die hinkamen — die alle G. was sie überhaupt tun können. entschloß sich sogar. komisch. um ihnen zu zeigen. Vor allem hatten alle Leute. Dies ist ein gutes Beispiel dafür. abweichen. Seine kleine Wohnung auf der Bolschaja Dmitrowka. muß er seinen Freund verlassen und allein zurückkommen. sie hängen aneinander und hindern sich gegenseitig. um den ersten zu befähigen. setzten sich. Das allein war schon ungewöhnlich. wie Menschen das Schlimmste tun. sie glaubten. die Reaktion verschiedener Menschentypen auf das „Schweigen" zu verzeichnen. wenn sie von dem. Sie begannen zu reden und redeten unaufhörlich. mit ihnen zu reden.'s Schüler waren — keine Angst zu schweifen. der uns „unterdrücke". ich oder sein Freund. Andererseits waren andere beleidigt. Wenn er wichtiger ist.'s Schüler ihnen überlegen seien. dann gibt es nichts weiter zu reden. vor allem unsere Schwäche und unsere vollständige Unterordnung unter G. daß es sich nicht einmal lohne.Schweigen" sei gegen sie gerichtet. und ihnen zu verstehen zu geben. eine gezwungene und erfundene Rolle zu spielen. „unnatürlich". P. „Das ist eine ganz andere Frage". als ob sie Angst hätten. was für sie gut ist. in Moskau. Aber auf zufällige und neugierige Besucher machte dieses Schweigen einen außerordentlich merkwürdigen Eindruck. erstaunte mich durch ihre besondere Atmosphäre. das . sich selbst zu fragen.. aufzuhören. aber wenn ich der Wichtigere bin. Und es war nichts Bedrückendes oder Unangenehmes in diesem Schweigen. Dabei wurde mir klar. in der alle Böden und Wände im östlichen Stil mit Teppichen und die Zimmerdecken mit Seidengehängen bedeckt waren. wer für ihn wichtiger sei. andere fanden es dumm.„Warum?" fragte ein Anwesender. es gab ein Gefühl der Sicherheit und der Befreiung von der Notwendigkeit." Im Oktober war ich mit G. wie sehr G. sagte G. Sie kamen. Und dann später mag der andere zurückkommen.. rauchten und sprachen oft stundenlang kein einziges Wort. „Im augenblicklichen Fall nur.

Und nachdem er eine Zeitlang dagesessen war. begann unser Gast zu erzählen. den ich schon vorher getroffen hatte und der manchmal zu G. Dies war nicht der einzige Fall. und er bemerkte überhaupt nicht die Blicke. der ihm einige außerordentlich interessante Dinge über den Krieg. daß ich sähe. 400 . Dann blickte ich wieder auf den Sprechenden und sah. etwas einzusehen. über Friedensmöglichkeiten und so fort erzählt habe. etwas sich selbst einzugestehen. die wir im Sommer gemacht hatten. Mir wurde klar. daß sie genau wie ich empfanden und kaum fähig waren. sehr schnell zu reden. hört er die verschiedenen Betonungen und beginnt die Lügen anderer Leute zu erkennen. unser Leben zu beschreiben. selbst war nicht da. Es war dort nicht möglich zu lügen. Außer mir waren noch zwei oder drei Menschen in der Wohnung. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. wenn wir die Tatsachen zu verbergen suchten. einfach weil er das Schweigen nicht ertragen konnte. daß auch in diesem Fall das Ganze in der Betonung lag. ihn anzusehen. Er erfand das alles auf der Stelle. erkennbar und greifbar. wie er lüge. gründet. das heißt etwas aufwacht. Mir schien es. eine Art Selbstverteidigung ist und sich immer auf ein Nicht-bereit-Sein. Ich blickte auf die anderen und sah. Aber sofort. die wir unabsichtlich miteinander wechselten. Ich entsann mich plötzlich der Versuche. Es war mir peinlich. wenn er ruhig ist. würde er erkennen. wobei ihn sein Gegenstand mehr und mehr fortriß. immer zu reden.'s Wohnung. Er hatte niemanden getroffen und niemand hatte ihm irgend etwas erzählt.daß die Menschen das Schweigen mehr als alles andere fürchten und daß unsere Neigung. daß er allein nichts bemerkte und fortfuhr.. um zu beginnen. Einmal kam ein Bekannter von G. Eine Lüge wurde dort sofort offensichtlich. so bemerkt er die Betonungen der anderen nicht und ist unfähig. und die „Betonung". Plötzlich empfand ich. Sehr schnell bemerkte ich eine noch überraschendere Eigenheit von G. daß er log. wie er gerade einen Menschen getroffen habe. Wenn ein Mensch darauflosredet oder einfach auf eine Gelegenheit wartet. G. ihr Lächeln zu unterdrücken. mit der wir sprachen.'s Gruppen kam. wenn ich ihn anblickte.

unterhielt ihn die ganze Zeit und goß ihm Wein ein. Er sprach über den Krieg. Aber er war sehr interessiert. A. über alle unsere Verbündeten und Feinde. das damals luxuriös war.Wir sprachen verschiedene Male mit G. über Bodenverbesserung. Piroschki.'s Erlaubnis lud ich ihn ein. aber von all denen. Ich wollte sehr gern einige meiner Moskauer Freunde bei G. in seine Nähe. zu ihm zum Essen zu kommen. bemerkte 401 . rief etwa fünfzehn seiner Leute zusammen und veranstaltete ein Essen. die mittags beginnen und bis zum Abend dauern. dann sprach er über das Trocknen von Gemüse für die Wehrmacht (womit er sich damals neben seiner Joumalistenarbeit beschäftigte). Ackerbauchemie und Chemie im allgemeinen. Petersburg gesehen hatte. nüt Sakuski.'s Wohnung erinnerte mich sehr stark an mein Gefühl von „schlafenden Menschen". würde beleidigt sein. die „Materialisation von Händen" und über anderes. hielt dies für fünf Minuten aus. kagetischem Wein und so fort. obwohl er gewöhnlich mit Arbeit überladen war und von einem Ort zum anderen hastete.. da ich fürchtete. war sehr freundlich zu ihm. Schaschlik. A. zu was für einer Prüfung ich meinen alten Freund gebracht hatte. erzählte. es war eine jener kaukasischen Mahlzeiten. — G. den Eindruck. Ich war im Begriff zu sprechen. daß ich davon absah. dann über künstliche Düngung. Mein Gefühl von mechanisch lügenden Menschen hier in G. als ich erkannte. Mir wurde plötzlich anders zumute. mein alter Zeitungsfreund W. die ich während dieser Tage traf. — Er setzte A. Ich erzählte ihnen. noch sonst jemand sprach ein einziges Wort. blickte so wild zu mir herüber. Weder G. einführen. Mit einem Wort. über Spiritismus. was in Finnland geschehen war. Petersburg über alle möglichen Gegenstände wieder. aber G. A. woran ich mich jetzt nicht mehr erinnere. Es schwiegen nämlich alle.'s Schülern über diesen Gegenstand. übrigens waren meine Ängste umsonst. besonders über das Trocknen von Zwiebeln. lebendig genug zu sein. und über .die „schlafenden Menschen". als ich ihm von G. und mit G. Dann begann er zu reden. er gab die Meinungen aller öffentlichen Persönlichkeiten von Moskau und St. Der arme A. machte mir nur einer. A. die ich in den Straßen von St.

„Den nennt man einen gescheiten Menschen. sagte er.Erlebnisse' — ich wähle dieses Wort nur. erinnere ich mich an eines. alles übrige zu finden. Diesmal begann G. Und er wußte. zum Narren gehalten. selbst zu sprechen. so wäre das alles. ohne einen Augenblick aufzuhören. Und er redete selbst die ganze Zeit. wovon ich rede" — er nickte —. Ich war sehr beschämt. die ich im August hatte".Sdamals befand. wenn ich ihm seine Hosen weggenommen hätte. „Wenn ich fähig wäre. Gleichzeitig aber weiß ich. Ich begriff. Aber denken Sie nach. Petersburg. denn ich glaube. und so war er auf den Leim gegangen. ich wäre dann fähig. nachdem A. Er konnte natürlich nichts Derartiges erwartet haben. „Da sehen Sie es". Dann schüttelte er G. Dabei war er viel besser als viele andere. seinen Leuten eine Vorführung gegeben hatte. was ist er denn wert? Er ist nicht mehr jung. wirklich. Er log nicht. daß G. er war so von seinem eigenen Reden und seiner eigenen Gesprächigkeit hingerissen. das mit einem anderen Gespräch in St. natürlich auf seine eigene Weise. „Was halten Sie für das Wichtigste von allem. sie willentlich hervorzurufen und zu benützen. daß diese . mit viel Gefühl die Hand und dankte ihm für seine „sehr interessante Unterredung". die Wahrheit zu hören. in dem ich mich . wovon er redete. sonst will er nichts. Sie hatten den armen A. Wenn er nur reden kann. daß sie immer davon abhängen 402 . lachte verschmitzt. „Natürlich die Erlebnisse. was Sie bisher gelernt haben?" fragte er mich. sagte ich. wo er eine Gelegenheit gehabt hätte. Aber er hätte es nicht einmal gemerkt. Und ich weiß. der mich ansah. Und vielleicht war dies das einzige Mal in seinem Leben. aber Sie verstehen." Von den Moskauer Gesprächen mit G. was ich ersehnen könnte..nichts. bis vier Uhr redete. daß er glücklich am Tische sitzen blieb und. Und so sind alle. von dem ich schon berichtete. zusammenhängt. weil ich kein anderes weiß. gegangen war. G. „von dem Gefühlszustand abhingen.

erzeugte. sie müßten etwas opfern. sagte G. sie müßten . in mir den Gefühlszustand. zufällig kommen. Und drittens. „Ich will ihn natürlich selbst erzeugen". Sie können ihn selbst schaffen. wirkliche Dinge zu opfern. zu sagen. um ihn zu erlangen. er habe es bereits einmal getan und ich müßte nun entweder warten. Es ist viel leichter.Gesundheit' opfern. Was ziehen Sie vor?" Ich gestehe. „Erstens. was die Menschen nicht verstehen. . — Wie kann man diesen Gefühlszustand erzeugen? Sagen Sie es mir. daß es von selber geschehe. Der Mensch ist so beschaffen.werden. was sie haben. Sie glauben. als ob ich schliefe. würde ich sehr schnell zu diesen Erlebnissen kommen. Dies ist »Schlaf und jenes . sehr schwierig. Ein Mensch mag allen möglichen Vergnügungen entsagen. oder ich müßte selbst etwas tun. „Aber wie kann das gemacht werden?" „Ich habe schon vorher gesagt. Sie verstehen dies wörtlich.Wach-Sein'. was die Menschen opfern müssen. was sie sich einbilden zu haben und in Wirklichkeit aber nicht haben. daß ich eine Sekunde lang den sehr starken Wunsch hatte." „Es gibt drei Wege".Glauben'. wenn ein anderer. daß er sagen würde. Aber wenn es irgend etwas in der Welt gibt. aber sein Leiden wird er nicht aufgeben. daß Opfer notwendig sind". sagte G. Aber das ist schwierig für sie.„Ohne Opfer kann nichts erreicht werden. so ist es die Vorstellung vom Opfer. Tatsächlich müssen sie nur das opfern. „Etwas anderes. jemand kann ihn in Ihnen erzeugen. All diese Worte müssen in Anführungszeichen verstanden werden. Zweitens. ist auch sehr schwer. Sein Leiden zu opfern. daß er an nichts so sehr gebunden ist wie an sein Leiden. Und man muß vom Leiden frei 403 . Aber ich fühle mich unendlich weit von diesem Gefühlszustand entfernt. von welchem ich sprach. Aber ich sah sofort ein. sagte ich. Sie müssen ihre Einbildungen opfern. ich zöge es vor. Nun haben sie aber weder Glauben noch Ruhe noch Gesundheit. dieser Zustand kann von selbst. . Zum Beispiel einmal habe ich gesagt.Ruhe'. das heißt er. ist ihr Leiden. Wenn ich solch einen Gefühlszustand in mir selbst hervorrufen könnte.

werden. Ich konnte mich von der Notwendigkeit der reduzierten Skalen nicht überzeugen. Hier ist das Absolute .'s System und Lehrmethode klarmachte. wie wir sie in St. In solcher Form war die Tabelle kaum verständlich. hatten sie die Reduktion fortgesetzt und alles in allem zwölf Skalen aufgestellt.Wasserstoff4 96. unter anderem zeigten sie mir wieder die „Tabelle der Wasserstoffe".'s Schüler verschiedene Gesetze erklärt. Keiner/der nicht vom Leiden befreit ist. Nun entziffern Sie. was dies bedeutet. aber gleichzeitig muß man damit beginnen. fuhr ich in einer 404 . kann arbeiten. aber in einer beträchtlich erweiterten Form. Hier ereignete sich ein interessanter Vorfall. sein Leiden zu opfern. Wasser ist das Absolute für ein Stück Zucker. Nämlich außer den drei „Wasserstoffe-Skalen. Nehmen wir die neunte Skala." Aber ich war unfähig. der mir vieles in G. der nicht sein Leiden geopfert hat. Aber ich konnte nichts damit anfangen. Petersburg genannt hatten. all diese verschiedenen Skalen mit den verschiedenen Kosmen zu vereinigen." Ich blieb ungefähr eine Woche in Moskau und kehrte nach Petersburg mit einer frischen Ladung von Ideen und Eindrücken zurück.Wasserstoff4 384 oder Wasser. die sich auf den Menschen und die Welt bezogen. Nichts kann ohne Leiden erreicht werden. Ich begann nachzudenken. zeigte mir eine Tabelle. das Prinzip zu erfassen. Später muß noch viel über das Leiden gesagt werden. „Nehmen wir zum Beispiel die siebente Skala41. „Das Absolute ist hier . genau zu bestimmen. Feuer ist folglich das Absolute für ein Stück Holz. Feuer kann als Beispiel von . uns vorher ausgearbeitet hatte. Während meines Moskauer Aufenthaltes hatten mir G. die bis zur fünften Skala aufgestellt war und sich auf parallele Stufen in verschiedenen Welten bezog. ob es nicht möglich sei. Und nachdem ich bei diesem Gedanken verweilt hatte. die G. P.Wasserstoff4 96 dienen. auf Grundlage dessen es möglich wäre. wann man solch eine Skala benützen könne. sagte P.

H6 Hl H12 Hl H6 H12 H24 H12 Hl H6 Hl H6 H12 H24 H96 H384 Tabelle 4 H6 Hl H24 Hl H6 H6 H12 H24 H12 H24 H48 H48 H96 H192 Hl H12 H6 H48 H24 H12 H96 H48 H24 H192 H48 H24 H48 H96 H192 H384 H768 H96 H192 H384 H768 H1536 H96 H48 405 H384 H192 H96 H768 H384 H192 Hl H6 H12 H48 H24 Hl H6 H12 Hl H6 Hl H1536 H768 H384 H3Ü72 H1536 H768 H6144 H3072 H1536 H12288 H6144 H3072 H 192 H96 H48 H24 H12 H6 .

von denen die erste „Wasserstoff-Skala abgeleitet war. Es war 406 . Gleichzeitig erkannte ich. könnte ich den anderen nichts sagen. mittein. diese bei seiner Ankunft in St. und am folgenden Tag ging ich zu unserer Zusammenkunft. Und ich verließ Moskau mit dem unangenehmen Gefühl. Und die ganze Zeit. wer auch immer nach Moskau führe und irgendwelche neue Erklärungen ^oder Vorlesungen höre. i fühlte ich. der von allgemeinen Fragen und Gesetzen handelte. Petersjburg. daß darin etwas Wichtiges enthalten war. 3 in l. während ich die Moskauer Gespräche genau überdachte. daß ich nicht nur nichts Neues erworben. wie wir den Teil von G. während ich von einer Sache sprach. 3 und l. Gleichzeitig schien es mir. die Hauptsache zu ver. ging eine andere durch meinen Kopf: Wie soll ich anfangen? — Was bedeutet der Übergang von l. irgend etwas von den „drei Strahlungs-Oktaven" zu verstehen. In diesem Zustand kam ich in i St. 2. denn wenn ich nicht erst selbst etwas fände.'s System. Petersburg an. 3.vollständig falschen Richtung fort. daß ich nicht fähig sein würde. 2? Kann ein Beispiel eines solchen Überganges in uns bekannten Erscheinungen gefunden werden? Ich fühlte. bezeichneten. Petersburg •j allen anderen mitteilen müsse. soweit als möglich hinauszuschieben. 2 und die Beziehungen zwischen „Kohlenstoff^'. Ich begann auf der Tafel das Diagramm zu zeichnen. weil die Kosmen natürlich überhaupt keine Beziehung zu der Einteilung der Skalen haben. wobei ich versuchte. 3. Der Stein des Anstoßes war die Beziehung der drei Kräfte l. „Sauerstoff^' und „Stickstoff". daß ich jetzt sofort etwas finden müsse. daß. Das ärgerte mich und j ich wußte nicht. Aber auf dem Weg nach St. weil ich sie selber nicht verstand. 2. was ich tun sollte. nämlich was ich schon zu verstehen geglaubt hatte. daß ich im allgemeinen aufgehört hatte. sondern auch das Alte verloren hatte. den Beginn des Gespräches über die „Diagramme". Wir hatten in unserer Gruppe eine Abmachung. Ich berichtete über die allgemeinen Eindrücke meiner Reise.

" „Gerade aus dem Grunde. deren Zweck ich nicht verstand. daß es nötig sei." Ich sah ein. Wir waren bereits an diese Terminologie und an G. daß ich für einige Zeit gar nicht hörte. daß noch viele andere Schwierigkeiten vor uns liegen. sagte ich. daß wir nur sehr wenig Zeit haben.das Diagramm der Strahlungen in drei Oktaven: das Absolute — Sonne — Erde — Mond.und Verstehensmethode entdeckt hätte. was ich sagen würde. bei dem die Glieder der Kette wie in einem mystischen Tanz Platz wechselten. Und unter dem Ansporn dieser Empfindung fand ich. und wir werden sie niemals lösen. 3 und l. „Würde es nicht einfacher sein. sich dieses Diagramm als ein sich bewegendes vorzustellen.'s Darstellungsart gewöhnt. Später hatte ich mit G. daß man anderen Leuten etwa<> erklärt. eine neue Wahrnehmungs. Aber nachdem ich meine Gedanken gesammelt hatte. was über das ihnen bereits Bekannte hinausginge. 2. Aber ich wußte überhaupt nicht. 3. als ob ich für mich selbst neue Möglichkeiten. ein Gespräch über verschiedene Skalen. so zu han- 407 . wenn wir in diesem Tempo fortfahren. was ich sagte. sogleich Beispiele hierfür sowohl im menschlichen Organismus und in der astronomischen Welt als auch in der Mechanik der Wellenbewegungen. „Wir verschwenden unsere Zeit auf Rätselraten". Und plötzlich verband und erklärte ein einziges Wort. Ich empfand in diesem Wort soviel. ist es notwendig. das mir in den Kopf kam und das niemand in Moskau ausgesprochen hatte. sah ich. Sie selbst haben gesagt. daß Beispiele oder Analogien des Überganges der Kräfte l. was ich selbst auf dem Weg zur Versammlung nicht verstanden hatte. nämlich dadurch. und das oft. diese rascher zu lösen? Sie wissen. uns zu helfen. weil nur wenig Zeit da ist und noch mehr Schwierigkeiten vor uns liegen. 2 in der wirklichen Welt gefunden werden müssen. Dies verursachte in mir eine außerordentlich starke und klare Empfindung. alles: „Ein sich bewegendes Diagramm. sobald ich gesagt hatte. daß sie mir zuhörten und daß ich alles erklärt hatte.

dein. „Wenn Sie vor diesen Schwierigkeiten schon Angst haben. daß irgend etwas in den Schulen in einer vollständigen Form gegeben wird? Sie betrachten das sehr naiv. aber nicht wartet. Und Sie möchten. das Gespräch auf bestimmte Dinge bringen. wie man es nimmt. wie wird es später sein? Glauben Sie. wenn es nicht gegeben wird. wie ich es tue". aus Geschichten." 408 . Sie müssen wissen. Das ist nie der Fall. sagte G. daß alles sehr einfach sei. bis jemand kommt und es einem gibt. Manchmal kann man etwas aus Witzen lernen. wenn nötig stiehlt. Sie müssen schlau sein. so tun als ob.

soweit ich mich daran erinnere. Wie ich schon früher erwähnt habe. mit unseren Worten „objektive Wahrheiten" zu vermitteln. sagte G. auf die G. Wissen von Dingen an sich. das auf den gewöhnlichen Methoden der Beobachtung und der Nachprüfung von Beobachtungen beruht. Wissen auf Grund alter Methoden und Beobachtungsprinzipien.V I E R Z E H N T E S KAPITEL E s gab einige Punkte. die den Inhalt und die Bedeu- 409 . Das erste war die Frage der „Selbst-Erinnerung" und die Notwendigkeit dauernder Arbeit an sich selbst. gebrauchte G. der Einheit in der Vielheit. und das zweite war die Frage der Unvollkommenheit unserer Sprache und der Schwierigkeit. nannte er subjektiv. unweigerlich in all seinen Gesprächen mit uns zurückkam. die von der Beobachtung uns zugänglicher Tatsachen in subjektiven Bewußtseinszuständen abgeleitet werden. das war für ihn objektives Wissen. „ist die Idee der Einheit von allem. Von ältesten Zeiten an haben Menschen. das einen „objektiven Bewußtseinszustand" begleitet. und zum Teil meine eigenen Aufzeichnungen der Petersburger Gespräche benütze. indem er die Einteilung in „subjektive" und „objektive" Bewußtseinszustände zur Grundlage nahm. die einige von G.'s Moskauer Schülern machten.. alle wissenschaftlichen Theorien. Wissen. die Ausdrücke „objektiv" und „subjektiv" in einem besonderen Sinn. wenn die formellen Vorlesungen beendet waren. Wissen vom All. All unser gewöhnliches Wissen. indem ich zum Teil Aufzeichnungen. zu vermitteln. Ich will versuchen. das Folgende. zu denen Außenstehende zugelassen wurden. um dies zu erreichen. „Eine der zentralen Ideen objektiven Wissens".

die ihre richtige Aufnahme seitens anderer gewährleisten und die Möglichkeit der Verstümmelung und Verfälschung bei der Weitergabe ausschließen. 410 . die danach strebten. durchziehen die ganze Geschichte der Menschheit von der ältesten bis zur heutigen Zeit und haben sich in den Formen religiösen Glaubens und philosophischer Systeme gleich Denkmälern auf den Wegen dieser Versuche. denen diese Idee vermittelt wurde. von der alles andere abgeleitet wird. die danach strebten. Zu diesem Zweck verlangte man von den Menschen. müssen es verstümmeln und an Stelle der Wahrheit mehr und mehr Täuschungen erzeugen. eine Bestimmung des »grundsätzlichen Prinzips' •oder der apyi zu geben. welche die Menschen auf die Stufe des . „Versuche sowohl der einen als auch der anderen Art.tung dieser Idee verstanden und in ihr die Grundlage objektiven Wissens sahen. .Objektives Wissen mit der Idee der Einheit geht aber mit objektivem Bewußtsein Hand in Hand. mußte die Idee in Formen gefaßt werden. Die Formen. Die richtige Übermittlung der Ideen objektiven Wissens war immer ein Teil der Aufgabe derjenigen. einen Weg zu finden. die Einheit von allem zu sehen und zu fühlen.objektiven Bewußtseins' bringen sollten. ein Glaubenselement zu schaffen und eine Gefühlswelle hervorzurufen. oder i in religiösen Lehren. die dieses Wissen besaßen. um diese Idee in einer den anderen verständlichen Form zu vermitteln. und zwar mit entsprechender Vollständigkeit und Genauigkeit. Um dies durchzuführen. und die Idee selbst wurde entweder in einer logischen Form gegeben. wie zum Beispiel in philosophischen Systemen. Mit objektivem Bewußtsein ist es möglich.. wenn es durch subjektives Bewußtsein wahrgenommen wird. manchmal weniger erfolgreich. eine geeignete Vorbereitung. Versuche. In solchen Fällen mußte die Idee der Einheit von allem als die grundsätzliche und zentrale Idee dieses Wissens zuerst vermittelt werden. erhalten. danach gestrebt. Für das subjektive Bewußtsein ist jedoch die Welt in Millionen gesonderter und unzusammenhängender Erscheinungen gespalten. die dieses Wissen ausdrücken. manchmal : mehr. das Denken der Menschheit und das esoterische Denken zu vereinen.

die Eindrücke der Vielheit und Mannigfaltigkeit in subjektiven Bewußtseinszuständen zum Ausdruck bringt und darauf aufgebaut ist. ihnen die dem Intellekt unzugänglichen Ideen zu vermitteln. welche für den objektiven Bewußtseinszustand erkenntlich und offensichtlich ist. im voraus zum Scheitern verurteilt.höhere Denkzentrum'. durch . und die Prinzipien der Teilung des Ganzen nicht finden kann.Symbole' (oder die Formeln und Ausdrücke. Aus diesem Grunde sind alle Versuche. „In der Erkenntnis der Unvollkommenheit und Schwäche der gewöhnlichen Sprache haben die Menschen im Besitz objektiven Wissens versucht.Mythen'. die die Möglichkeit falscher Deutungen ausschließen. „Nichtsdestoweniger besteht die Idee der Einheit von allem auch im intellektuellen Denken. Es kann immer alles verstanden werden.Mythen' und .diese Erscheinungen in irgendeinem wissenschaftlichen oder philosophischen System zu verbinden. aber in ihrer Beziehung zur Vielheit kann sie in Worten oder logischen Formen niemals klar ausgedrückt werden. die diese Idee unverändert von einer Schule zur anderen. Das Ziel der . Hier verbleibt immer die unübersteigbare Schwierigkeit dieser Sprache. die höheren Zentren des Menschen anzusprechen.Mythen' waren für das höhere Gefühlszentrum bestimmt. weil man nicht zur Idee der Ganzheit kommen kann. .höhere Gefühls-' und das . die Idee der Einheit durch . wenn man von gesonderten Tatsachen ausgeht. aber nur mit den zuständigen Zentren. Die Vorbereitung zur Aufnahme 411 . die eine Summe ihres Inhaltes darstellen) nur mit dem Denken zu verstehen oder zu erklären. „Es wurde schon gesagt.Symbole' und durch besondere Wortformeln auszudrücken. daß in den höheren Bewußtseinszuständen des Menschen die höheren psychischen Zentren arbeiten: das . oft sogar von einer Epoche zur anderen überliefert haben. führen zu nichts. .Symbole' war es. . auf denen diese Teilung beruht. niemals mit genügender Vollständigkeit und Klarheit vermitteln. und zwar in Formen. kann die Idee der Einheit.Symbole' für das höhere Denkzentrum. Eine Sprache.Mythen' und . ohne die Gesetze zu kennen.

daß alle Gesetze des Kosmos im Atom oder in jeder anderen Erscheinung. „Von diesem Gesichtspunkt ist eine andere Formel. und sie überliefern nicht nur das Wissen selbst. gab es eine mit einer besonderen Bedeutung. gehören die Diagramme der Grundgesetze des Weltalls. gefunden werden können. „Zu den Symbolen. weil ein buchstäbliches oder formales Verstehen von Symbolen es sofort unmöglich machte. voll von besonders tiefer Bedeutung und eines der führenden 412 . ohne fremde Elemente hinzuzufügen. Diese Formel behauptet. sondern zeigen auch den Weg dazu. welche eine Zusammenfassung des Inhaltes vieler Symbole darstellen. nämlich die Formel . denn nur ein richtig vorbereitetes Denken kann diese Ideen den höheren Zentren vermitteln. die ersten schlössen die Prinzipien der gesonderten Wissensgebiete ein. mit dem Studium seiner selbst und der Erkenntnis der in ihm wirkenden Grundgesetze beginnen. „Die Symbole wurden in grundlegende und untergeordnete eingeteilt. die gewissen Gesetzen zufolge eine Ganzheit bildet. „Unter den Formeln. ihrem Aufbau und ihrer Bedeutung bildete einen sehr wichtigen Teil der Vorbereitung der Aufnahme objektiven Wissens und war in sich selbst eine Prüfung. die zur Überlieferung der Ideen des objektiven Wissens dienen.von Ideen. die zweiten brachten die wesentliche Natur der Erscheinungen in ihrer Beziehung zur Einheit zum Ausdruck. der nach der Erkenntnis des Weltalls strebt. Die Grundgesetze der Triaden und Oktaven sind in allen Erscheinungen zu finden und sollten gleichzeitig sowohl in der Welt als auch im Menschen untersucht werden. die zu objektivem Wissen zählen. Das Studium von Symbolen. so unten' aus den Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistos. zu irgendeinem weiteren Wissen zu kommen. muß über den Weg des Denkens geschehen. ist der Mensch ein näherer und erreichbarerer Gegenstand für die Untersuchung und das Wissen als die Welt der Erscheinungen außerhalb seiner selbst. Derselbe Sinn liegt in der Analogie zwischen dem Mikrokosmos (Mensch) und dem Makrokosmos (Weltall). Deshalb soll der Mensch.wie oben. Aber was ihn selbst betrifft. erkenne dich selbst.

aber die Bedeutung eines Symbols und die Enthüllung seines Kems kann nur dem vermittelt und nur von dem verstanden werden. der schon zu einem gewissen Verständnis dieser Symbole in sich selbst gelangt ist. in Vereinigung oder im Gegensatz zueinander. In diesem Sinn lehrt jedes Symbol uns etwas über uns selbst. „Dem Verständnis von Symbolen kann man auf folgende Weise näherkommen: beim Studium der Erscheinungswelt sieht man zu allererst in allem das Wirken zweier Prinzipien. das heißt die wesentliche Natur des Prinzips aufzeigen. wovon das eine dem anderen entgegengesetzt ist und die. und beim Selbst-Studium studiert er die Welt. Beim Studium der Welt und ihrer Gesetze studiert ein Mensch sich selbst. der sozusagen schon weiß. welche sich in verschiedenen Richtungen bewegen. Aber bezüglich des Kosmos ist er nur ein Zuschauer und noch dazu einer. Und dann wird das Symbol für ihn zu einer Synthese seines Wissens und dient ihm als Ausdruck und zur Übermittlung desselben. das sie geschaffen hat. der nur die Oberfläche der Erscheinungen kennt. Dies klingt wie ein Paradoxon. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen unterstützen einander. „Die Bedeutung der Symbole kann nur einem Menschen klargemacht werden. kann er sozusagen die Auswirkung der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit auf den dauernden Kampf mit sich selbst auf dem Wege zur Selbst-Erkenntnis beschränken. was dieses Symbol enthält. das unter dem Namen das Siegel Salomonis bekannt ist. Auf diese Weise wird er die Linie des Willens zuerst in den Kreislauf der Zeit und dann in den Kreislauf der Ewigkeit einführen. das eine oder andere Ergebnis zeitigen.Symbole auf dem Weg zur Erkenntnis der Wahrheit. Diese Äußerung der großen Gesetze der Zweiheit und Dreiheit sieht der Mensch gleichzeitig im Kosmos und in sich selbst. genau wie es dem Menschen diente. Jedoch bezüglich seiner selbst kann sein Verständnis der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit in einer praktischen Form Ausdruck finden. während sie sich für ihn nur in einer Richtung zu bewegen scheinen. 413 . Dieser Vorgang wird in ihm das große Symbol erzeugen. wenn er nämlich diese Gesetze in sich selbst verstanden hat. der es geschaffen hat.

kann diese Dualität in sich erkennen. Die Gedanken sind dem Gefühl entgegengesetzt. das ganze menschliche Leben vor sich geht. Dies ist die Zweiheit. nützliche und schädliche. in der alle Wahrnehmungen. haben bezüglich der inneren Entwicklung des Menschen eine bestimmte Bedeutung. Gefühle und . und alles ist gleichermaßen mechanisch. Diesem Verständnis muß die Zerstörung der Selbst-Täuschung vorausgehen.Gedanken eines Menschen werden in positive und negative. 4. welche sie ausdrücken. Sie zeigen die verschiedenen Stufen auf dem Wege der menschlichen Selbst-Vervollkommnung und des Wachstums seines Seins. der heutige Sieger ist der Besiegte von morgen. Bewegungsimpulse stehen einer instinktiven Sehnsucht nach Ruhe gegenüber. was mechanisch und dem. der sich auch nur ein wenig beobachtet. Das Verständnis der Zweiheit in einem selbst beginnt mit der Einsicht der Mechanisiertheit und der Einsicht des Unterschiedes zwischen dem. 5. nötige und unnötige. Alle Empfindungen. wird morgen zweitrangig und untergeordnet. Eindrücke.Gegensatzpaaren'. Die Arbeit der Zentren vollzieht sich im Zeichen dieser Einteilung. alle Reaktionen. Er besteht gänzlich aus Zweiheiten oder . in der ein Mensch lebt. „Der Mensch in seinem normalen. gleichermaßen unabhängig vom Willen und führt gleichermaßen zu keinem irgendwie gearteten Ziel. was uns heute führt. 6.„Die rinfackeren Symbole: Figur 43 oder die Zahlen 2. gute und schlechte und • in angenehme und unangenehme eingeteilt. der sogar 414 . „Aber diese Dualität scheint zu wechseln. ihm natürlichen Zustand wird als Zweiheit angenommen. was bewußt ist. 3. Jeder Mensch.

Wenn jedoch ein Mensch die Arbeit der fünf Zentren in sich in harmonischen Einklang bringt. Und von diesen Bedeutungen muß zweifellos vor allem die begriffen werden. den mechanischen Vorgängen. Wir wissen. eine Ganzheit hält. eine bestimmte. ergibt eine bleibende Ergebnislinie in der Zeit und bildet die Verwandlung der Dreiheit in die Uierheit. daß der Mensch fünf Zentren hat: das Denk-. hat nicht eine. aus bewußten Motiven stammende Entscheidung entgegenzusetzen. welche das fehlende Prinzip darstellen und den Menschen in direkte und dauernde Verbindung 415 .Schocks' zu wirken pflegten und zufällige Ergebnisse zeitigten. „Wenn die Selbst-Täuschung zerstört ist und der Mensch anfängt. sogar bezüglich des Menschen.seine mechanischsten Handlungen für willentlich und bewußt und sich selbst für eine Einheit. Die Schaffung eines dauernden dritten Prinzips ist für den Menschen die Verwandlung der Zweiheit in die Dreiheit. „Die Entwicklung der menschlichen Maschine und die Bereicherung des Seins beginnt mit einem neuen und ungewohnten Arbeiten dieser Maschine. der zur weiteren Entwicklung unfähig ist. Zu diesem Zweck beginnt der Mensch mit dem Bestreben. Die nächste Stufe. welche sich gemäß den Gesetzen der Zweiheit vollziehen. den Unterschied zwischen dem Mechanischen und dem Bewußten in sich selbst zu sehen. sondern viele verschiedene Bedeutungen. die sich auf die richtige Arbeit der Zentren bezieht. Die überwiegende Entwicklung irgendeines Zentrums auf Kosten der anderen erzeugt einen außerordentlich einseitigen Menschentypus. Gefühls-. instinktive und Geschlechtszentrum. dann »schließt er das Pentagramm in sich ein' und wird ein ausgebildeter Typus des physisch vollkommenen Menschen. „Die Stärkung dieser Entscheidung und deren dauernde und unfehlbare Anwendung auf alle Ereignisse. bei denen früher zufällige neutralisierende . Die vollständige und richtige Arbeit der fünf Zentren vereint diese mit den höheren Zentren. die Verwandlung der Vierheit in die Fünfheit und die Konstruktion des Pentagramms. Bewegungs-. beginnt ein Kampf um die Verwirklichung des Bewußtseins im Leben und um die Unterordnung des Mechanischen unter das Bewußte.

„Der gleiche Vorgang der harmonischen Entwicklung des Menschen kann vom Gesichtspunkt des Oktaven-Gesetzes aus betrachtet werden. die unter dem Namen . Die sieben Grundtöne der Oktave drücken das Gesetz der Sieben aus. das heißt die Krönung des Vorganges. 5. Auf diese Weise schließt das Oktaven-Gesetz und der Entwicklungsvorgang. Die Symbolik der Zahlen kann nicht ohne das Oktaven-Gesetz oder ohne eine klare Vorstellung. weil ein Symbol nie vollständig gedeutet werden kann. verstanden werden. ergibt die achte Stufe.zusätzlichen Schocks' ergeben neun Stufen. die aus zwei oder mehr Ziffern bestehen. „In diesem Beispiel wird die Reihe der gegebenen Symbole — 2. indem er in einen unabhängigen und in sich vollständigen Lebenskreis eingeschlossen wird. scheint diese Methode 416 . 4. Es kann nur auf die gleiche Weise verstanden werden. zehnte. was man als die Symbolik der Zahlen bezeichnen kann. „In den westlichen Systemen des Okkultismus gibt es eine Methode. er verkörpert in sich das Siegel Salomonis. Die letzte. die die Symbolik der Zahlen nicht verstehen. 6 — als auf einen bestimmten Vorgang anwendbar gedeutet. wie Oktaven im Dezimalsystem ausgedrückt werden und umgekehrt. 3. Durch Einschluß des do der nächsten Oktave erhalten wir zehn Stufen.theosophische Addition' bekannt ist. macht er sich von fremden Einflüssen oder zufälligen Schocks frei.Intervallen' und den . wie zum Beispiel die Idee der Selbst-Erkenntnis verstanden werden muß. Stufe ist das Ende des vorigen und der Beginn des neuen Kreislaufes. durch die Quersumme dieser Ziffern. das heißt. „Und dann wird der Mensch ein sechszackiger Stern. An dieser Stelle kommen wir zu dem. Das Oktaven-Gesetz gibt ein anderes System von Symbolen.mit dem objektiven Bewußtsein und objektiven Wissen bringen. Menschen. den es ausdrückt. nämlich die Bestimmung von Zahlen. Die sieben Grundtöne zusammen mit den zwei . Im Sinn des Oktaven-Gesetzes ist jeder vollständige Vorgang ein Übergang der Note do durch eine Reihe von nachfolgenden Tönen zum do der nächsten Oktave. Die Hinzufügung des do der nächsten Oktave. Jedoch sogar diese Deutung ist unvollständig. die Zahlen von eins bis zehn ein.

von welchen aus es geprüft werden kann. sind in der Symbolik Zahlen mit bestimmten geometrischen Figuren verknüpft und ergänzen sich gegenseitig. daß die Symbole buchstäblich verstanden werden und man ihnen eine einzige Bedeutung verleiht. Symbole. In der . Das hat seinen Grund darin. das sie zu einer Ganzheit vereint. In der Hand des Unfähigen und Unwissenden jedoch. „Ferner gibt es eine Symbolik der Magie. Im Ausdruck des Gesetzes der Einheit einer unendlichen Mannigfaltigkeit besitzt das Symbol selbst eine unendliche Anzahl von Aspekten. weil sie nämlich alle Vielheit in die sie beherrschenden Grundgesetze auflöst. die in die Worte der gewöhnlichen Sprache übertragen sind. für den hat die Methode der theosophischen Addition eine tiefe Bedeutung. Eine Vereinigung der vier symbolischen Methoden von Zahlen. der die Einheit alles Bestehenden versteht und den Schlüssel für diese Einheit hat. geometrischen Figuren. Buchstaben und Worten ergibt eine komplizierte. undeutlich und sehr leicht . so gute Absichten er auch haben möge. eine Symbolik der Alchimie und eine Symbolik der Astrologie und ebenfalls das System der Symbole des larot. der es erfassen will.ihr eigenes Gegenteil'. die Fähigkeit. Für einen Menschen jedoch. und erfordert von einem Menschen. „Wie wir früher erwähnt haben. Der Grund hierfür besteht in der Tatsache.Gerät der Täuschung'. zwängen ihre Bedeutung in einen engen dogmatischen Rahmen. die durch die Zahlen von eins bis zehn ausgedrückt werden. „Jedes dieser Systeme kann als Mittel dienen.Kabbala' ist auch eine Symbolik der Buchstaben in Gebrauch und in Verbindung mit der Buchstabensymbolik eine Symbolik der Worte. wird das gleiche Symbol ein . der selbst die sehr relative Freiheit der logischen Untersuchung eines Gegenstandes unmöglich macht. aber vollkommenere Methode. es gleichzeitig von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu sehen.der Vereinigung von Zahlen absolut willkürlich zu sein und zu nichts zu führen. Die Wahrheit wird wieder durch eine 417 . um die Idee der Einheit zu vermitteln. daß ein Symbol niemals in einer endgültigen und bestimmten Bedeutung angenommen werden kann. werden in ihnen starr.

weil es das Streben nach wirklichen Ergebnissen. indem er ihnen eine Meinung entgegensetzt. beginnt — anstatt Anstrengungen zu machen. muß man vorher gelernt haben und bereits wissen. wie man zuhören muß. sie zu bestreiten oder zurückzuweisen. wenn der Zuhörer die entsprechenden Anstrengungen macht und in einem entsprechenden Zustand ist. etwas buchstäblich zu verstehen. durchsichtig wird. Um die Sprache verstehen zu können. was sie hören. sind von vornherein zum Scheitern verurteilt und führen in den meisten Fällen zu weiteren Täuschungen. um diese zu verstehen —. „Richtiges Verständnis von Symbolen kann nicht zu Meinungsverschiedenheiten führen. der Dinge vernimmt. der jedoch für jene. die er als lichtig betrachtet und die gewöhnlich überhaupt keine Beziehung zu ihnen hat. nach der Vereinigung von Wissen und Sein. verstärkt.A äußere Lügendecke verschleiert. Alle Versuche. und sie zu erkennen. Es ist wohl bekannt. sie verhüllen es wie ein Schleier. die es ersehnen und ihn anzusehen verstehen. irgend etwas Neues zu erreichen. ist nur auf einer gewissen Entwicklungsstufe und nur dann möglich. Reines Wissen kann nur in Symbolen vermittelt werden. erfordert eine ungeheure Anstrengung des Sichtens. Es vertieft das Wissen und kann nicht theoretisch bleiben. Ein Mensch jedoch. die für ihn neu sind. wenn von objektivem Wissen und der Vereinigung von Vielfalt und Einheit die Rede ist. obwohl diese Symbolik nicht von jedem verstanden wird. das heißt nach dem Großen Tun. von der Symbolik der Sprache zu sprechen. die sie buchstäblich und nur in einer Bedeutung aufgefaßt haben. weil der Intellektualismus der zeitgenössischen Erziehung die Menschen mit einer Neigung und einem Hang erfüllt. bei welchem die Idee des Symbols selbst verlorengeht. Auf diese Weise versperrt er sich jede Aussicht. Alchimie und besonders der Magie in solchen Leuten entstanden sind. gegen alles. logische Defini- 418 . hierbei zu verweilen. was für Irrtümer aus den Symbolen der Religion. wenn sie symbolisch wird. „Es ist notwendig. „Und in diesem Sinn ist es möglich. Die innere Bedeutung von etwas Gesagtem zu verstehen.

ist. weil dort exakte Definitionen allein notwendig Ungenauigkeiten in der Bedeutung mit sich bringen. daß er solches Wissen haben kann. ihm einen Ansporn zur Arbeit zu geben. Niemand kann ihm je geben. die er bezüglich seiner eigenen Arbeit erhalten hat. welche nicht durch die Energiestärke des sich vollziehenden Vorganges ausgefüllt werden 419 . Das bedeutet nicht. dieses Wesen selbst zu verstehen. daß er kein Wissen erreichen wird. jeder Ton auf einer anderen Ebene wieder eine ganze Oktave bildet. in seiner allmählichen Entwicklung vollends durch das Gesetz des Aufbaues der Sieben-Ton-Leiter bedingt ist. auf dem Weg der Selbst-Erkenntnis fortschreiten kann.Intervalle' zwischen mi und fa und zwischen si und do. ausgerüstet mit einem genauen Wissen aller Einzelheiten. Alles. fesseln sich die Menschen unbewußt selbst mit ihrem Wunsch nach Genauigkeit in diesem Bereich. Im Zusammenhang hiermit wurde erwähnt. das einem Menschen vermittelt wird. was er nicht vorher besessen hat. Ohne es zu bemerken. die er selbst für sich tun sollte. „Wir haben früher vom Oktaven-Gesetz gesprochen. es gibt sie nur dort. Die . ganz gleich auf welcher Ebene er stattfindet. es für ihn schwierig macht. zu befolgen. im Gegenteil. dann muß er zuallererst einsehen. was er sucht. bevor er ein Verständnis vom Wesen einer Sache erlangt hat. ohne sich zuerst die Mühe gemacht zu haben. daß er. und von diesem Gesichtspunkt aus spielt die richtig verstandene Symbolik die Rolle eines solchen Ansporns für unsere Erkenntnis. wofür wir sie gewöhnlich halten. „Infolge dieser erwähnten Neigung unseres Denkens geschieht es oft. und daß er nur aus sich selbst heraus und durch seine eigenen Anstrengungen das erreichen kann. aber sie unterscheiden sich sehr von dem. und wenn er erwartet. was ein anderer für ihn tun kann. Und wenn irgend jemand annimmt. daß exaktes Wissen von Einzelheiten. ehe er nicht die notwendigen Anstrengungen macht. daß jeder Vorgang. daß jede Note. niemand kann für ihn die Arbeit leisten. die Hinweise. daß es auf dem Weg des wahren Wissens keine genauen Begriffsbestimmungen gibt. von der Tatsache.tionen und logische Beweisgründe ins Feld zu führen.

welche die Grundlage einer Linie bilden. „Um alles mit dem Gesetz der Oktavenstruktur in Zusammenhang stehende Wissen in eine Ganzheit zu verwandeln. Wenn aber ein vollständiges Wissen und Verständnis der Grundlinien fehlt. die Möglichkeit gibt.Oktaven-Gesetz' alle Vorgänge des Weltalls miteinander verbindet und dem. in Richtung auf diese gleich den Radien eines Kreises verlaufen. erfordern. zu Verwirrung und Irrtum führen. der die Reihen des Überganges und die Gesetze des Aufbaues der Oktave kennt. welche zur Überlieferung des Wissens symbolische Methoden verwenden. die mehr oder weniger bekannt sind. wobei Linien die neun Punkte auf dem Krcisumfang in einer gewissen Ordnung verbinden. die zur Erkenntnis der Einheit führen. Deswegen ist es manchmal möglich. verbinden gerade durch diesen Sachverhalt einen Vorgang mit anderen Vorgängen. sozusagen äußere Hilfe. daß die Wege. desto näher kommen sie auch einander. Hieraus folgt. die sich nach der Mitte zu bewegen.können und einen von außen kommenden .Schock'. „Von den Hauptlinien. zwischen zwei benachbarten Linien eine Zwischenlinie zu bilden. gibt es ein gewisses Symbol in Form eines in neun Teile gegliederten Kreises. können solche Zwischenwege leicht zu einer Vermischung von Linien. daß das . können vier genannt werden: 420 . die dieses Symbol gebraucht. je näher sie dem Mittelpunkt kommmen. ist es notwendig. „Bevor wir nun zum Studium des Symbols selbst übergehen. muß man immer im Gedächtnis behalten. alles und jede Erscheinung in ihrem Wesen genau zu erkennen und ebenso alle Wechselbeziehungen innerhalb der Erscheinungen und alles damit Verbundenen. „Aus diesem Grunde können theoretische Behauptungen. „Um die Beziehung dieser Lehren untereinander zu verstehen. gewisse Aspekte der Lehre. manchmal vom Gesichtspunkt der Behauptungen einer anderen Linie erklärt werden und umgekehrt. zu verstehen und ebenso die Beziehung dieser Lehre zu anderen Systemen.

Wie andere Linien benützt sie die symbolische Methode. und darum führen Versuche. indische. „Die Lehre. die 2. „Dieses Symbol sieht folgendermaßen aus: F i g u r 44 421 . die 4. und eines ihrer Hauptsymbole ist die bereits erwähnte Figur. von anderen Linien unabhängig und war bis zum heutigen Tage vollständig unbekannt. persische. nämlich der in neun Teile gegliederte Kreis. deren Theorie wir darlegen. ägyptische. „Außerdem gibt es zwei in Europa bekannte Linien. sie zu einer praktischen Verwirklichung zu bringen. die 3. ist vollständig selbständig. Beide Linien tragen in sich Wahrheitskömer. „Femer kennen wir von der letzten nur die Philosophie und von den drei ersten Teile ihrer Theorie. nämlich die Theosophie und den sogenannten westlichen Okkultismus. die hebräische.1. aber keine von ihnen besitzt ein vollständiges Wissen. die aus einer Mischung der Grundlinien entstanden sind. nur zu negativen Ergebnissen.

der den Kreisumfang am obersten Punkt durchschneidet.„Der Kreis wird in neun gleiche Teile geteilt. das einen in neun Teile geteilten Kreis mit den diese Teile verbindenden Linien darstellt. weder in Büchern noch in mündlicher Überlieferung. Sechs Punkte sind durch eine Figur verknüpft. die nicht in die ursprüngliche komplizierte Figur einbezogen sind. Ihm wurde von den Wissenden eine so große Bedeutung verliehen. „Dieses Symbol ist im Studium des .Okkultismus' nirgends zu Enden. das die Punkte miteinander verbindet. Femer ist der oberste Punkt der Scheitel eines gleichseitigen Dreiecks. So kann man zum Beispiel auf eine Darstellung folgender Art stoßen: F i g u r 45 „Oder eine andere: F i g u r 46 „Das Symbol. „In der Literatur können nur einige Hinweise darauf und teilweise Darstellungen gefunden werden. drückt das Gesetz der 422 . die in bezug auf einen Durchmesser. seine Kenntnis geheimzuhalten. symmetrisch ist. daß sie es für notwendig erachteten.

Das Symbol als Ganzes ist do. zeigt sich das Ergebnis in der Zahl 8 auf der linken Seite und der Zahl l auf der rechten Seite. Es ist ein Kreis — ein vollendeter Kreis. von S. Paris 1901. Karppe. Aber sogar diese Konstruktion zeigt die inneren Gesetze einer Oktave und weist auf eine Methode hin. Zusammen mit den zwei »zusätzlichen Sdiocks*." 423 . Die Aufeinanderfolge der Stufen in dem Prozeß muß mit der AufeinAnmerkung: In dem Buch „Etudes sur les origines de la natme du Zohar". „Die Oktave hat sieben Töne. Es ist die Null unseres Dezimalsystems. welche dieses mit einem vollständigen Ausdruck des Oktaven-Gesetzes verbindet. in sich alles für das eigene Dasein Notwendige.Intervalle' mi — fa und si — do ausfüllen. Die verschiedenen Punkte in der Teilung des Kreisumfangs symbolisieren die Stufen des Vorganges. genau das gleiche Prinzip zeigt sich bei 9X6. Bei 9X5 wird die Ordnung umgekehrt. das heißt die Einer nehmen die linke Seite und die Zehner die rechte Seite ein. ist komplizierter als die hier dargestellte.Sieben in seinem Zusammenhang mit dem Gesetz der Drei aus. Der Kreis symbolisiert diesen Vorgang. In gleicher Weise erscheinen bei 9X8 die Zahlen 7 auf der linken und 2 auf der rechten Seite. „Das isolierte Dasein eines Dinges oder einer Erscheinung. Er enthält. „Die vollständige Konstruktion dieses Symbols. deren ZiffernZeichen ein geschlossener Kreis ist. findet sich eine Zeichnung eines in neun Teile gegliederten Kreises mit folgender Beschreibung des Kreises: „Wenn wir 9 mit 9 multiplizieren. von seiner Umgebung abgesondert. Seite 200 bis 201. ist der geschlossene Kreis eines ewig wiederkehrenden und ununterbrochen fließenden Vorgangs. und der achte ist eine Wiederholung des ersten. das heißt etwas mit einer ordnungsgemäßen und vollständigen Existenz. welche die . die untersucht werden. gibt es neun Elemente. wie man das Wesen eines Dinges an sich erkennen kann.

müssen wir uns die Gesetze ihres Aufbaues klarmachen. Darum wird der oberste Punkt des Dreiecks. dem Punkt.anderfolge der Zahlen von eins bis neun verbunden werden. mit der Zahl 9 bezeichnet. vollendet den Kreis. die den Kreislauf schließt und wieder beginnt. Die neunte Stufe. F i g u r 47 „Wenn wir nun zur Untersuchung der komplizierten Figur innerhalb des Kreises übergehen. und auf die übrigen Punkte werden die Zahlen l bis 8 verteilt. der dem do entspricht. der an dieser Stelle neu beginnt. die das . wo Beginn und Ende zusammenfallen. Infolgedessen liegt jeder Anfang und jede Vollendung des Kreises im Scheitelpunkt des Dreiecks.Intervall' si — do ausfüllt. das heißt schließt den Kreis. Aber es ist die neunte Stufe. wie der Scheitelpunkt des Dreiecks sich unendlich oft auf der Grundlinie aufträgt. in dem Punkt. Der Scheitel des Dreiecks vereinigt die Zweiheit seiner Basis und ermöglicht mannigfaltige Formen seiner Darstellung in den verschiedensten Dreiecken auf die gleiche Weise. Die Gesetze der Einheit spiegeln sich in allen 424 . wo der Kreis sich schließt. der im unendlich fließenden Kreis als die zwei do der Oktave erklingt.

Die Zahlen 3. „Wenn wir diese Reihe periodischer Dezimalzahlen untersuchen. . fünf Siebentel. erhalten wir: 1/7=0. erhalten wir neun. Sie bilden ein gesondertes Dreieck. die ganze Periode vollständig zu rekonstruieren. die in sich selbst eine ganze Oktave enthält.999999 . „Wenn wir nun auf den Umkreis alle neun Zahlen von eins bis neun auftragen und diese in der Periode inbegriffenen Zahlen durch Linien in derselben Reihenfolge. . . sechs Siebentel und sieben Siebentel. 2/7=0.571428 . . Wenn wir diese Teile in Dezimalzahlen ausrechnen. . . . mit welcher Zahl wir beginnen —. um zu den sieben Noten dieser Oktave zu gelangen. die wir in dem Kreis finden. . daß alle außer der letzten Periode aus den gleichen sechs Ziffern in einer bestimmten Reihenfolge bestehen. Wenn wir eine Einheit als eine Note annehmen. dann zwei Siebentel.theosophische Addition' verwenden und die Zahlen der Periode zusammenzählen. 7/7=0. .Erscheinungen.428571 . 3/7=0. . die freie Dreieinigkeit des Symbols. In jeder einzelnen Note ist wieder eine ganze Oktave enthalten. so daß es möglich ist. wenn man die erste Ziffer der Periode kennt. sehen wir sofort.285714 . 6/7=0. 6 und 9 sind nicht in der Periode inbegriffen.142857 . . . 4/7=0. und für die Konstruktion des Diagramms wird erst ein Siebentel genommen. miteinander verbinden.857142 . vier Siebentel. nämlich eine ganze Oktave. dann drei Siebentel. die den gleichen Gesetzen unterliegt wie die 425 . so müssen wir diese Einheit in sieben ungleiche Teile teilen. 5/7=0. . „Wenn wir nun die . . in der die Zahlen der Periode stehen — gleichgültig. Das Dezimalsystem gründet sich auf die gleichen Gesetze.714285 . erhalten wir die Figur. Aber in der graphischen Darstellung wird auf die Ungleichheit der Teile keine Rücksicht genommen.

Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. das die drei Punkte auf dem Kreisumfang. wo die Schocks aus äußeren Quellen hinzutreten und wo man in die Oktave eindringen kann.Intervalle' in der Oktave ausfüllen. in ein Ganzes zusammenschließt. und diese zwei Figuren ergeben in ihrer Verbindung die innere Struktur der Oktave und ihrer Noten. 6.Schocks' spielen.erste. was außerhalb ihrer existiert. Die Zahlen 3. Die Lage dieser Noten entspricht den Zahlen der Periode und die Zeichnung einer Oktave sieht aus wie folgt: F i g u r 48 „Das Dreieck 9—3—6. Darüber hinaus klingt jede Erscheinung. die nicht in der Periode Inbegriffen sind. verbindet das Gesetz der Sieben und das Gesetz der Drei.Intervallen' in der Oktave. Das Gesetz der Drei stammt sozusagen aus dem Gesetz der Sieben. die dritte ist sozusagen überflüssig und ersetzt gleichzeitig die Grundnote. das heißt in einem anderen Kreis die Rolle übernehmen. welche die . entsprechen den zwei . 9 sind nicht in der Periode Inbegriffen. Auch hier ist also do im Besitz dieser Möglichkeit und mittels des Dreiecks 3—6—9 mit den Stellen in der Oktave verbunden. die nicht in die Periode fällt. in eine Wechselbeziehung mit einer ihr ähnlichen Erscheinung zu treten. Deshalb kann sich do aus dem Kreis herauslösen und in ordnungsgemäße Beziehung zu einem anderen Kreis treten. Zwei von ihnen. die imstande ist. die in dem untersuchten Kreis die . die 426 . ohne seine „An dieser Stelle unserer Überlegung wäre es ganz richtig. um die Verbindung mit dem herzustellen. als die Note do in einer entsprechenden Oktave. 3 und 6. das Dreieck durchdringt die Periode.

an seinem richtigen Platz zwischen den Noten mi und fa und das andere.Intervalle'. dann hätten wir den folgenden Kreis: Figur 49 und die neun Elemente des geschlossenen Kreises wären auf folgende Weise symmetrisch gruppiert worden: F i g u r 50 „Die Verteilung. welches durch die Zahl 6 bezeichnet wird. zwischen sol und la. wo doch sein richtiger Platz zwischen si und do wäre? „Wenn die Bedingungen der Erscheinung des zweiten Intervalls (6) an ihrer richtigen Stelle beachtet worden wären. welches durch die Zahl 3 bezeichnet wird.Frage zu stellen: warum ist eines der . die wir erhalten: F i g u r 51 kann nur folgende Gruppierung ergeben: 427 .

Schocks' bei den sich im Menschen und Weltall vollziehenden Vorgängen gesagt wurde. daß sich der Übergang von do auf si. daß in der kosmischen Oktave der Übergang des .F i g u r 52 das heißt. „Als wir die Anwendung des Oktaven-Gesetzes auf den Kosmos untersuchten. Es wurde darauf hingewiesen. „Die offensichtliche Anordnung des Intervalls an einer falschen Stelle zeigt denen. wurde die Stufe .Sonne—Erde' auf folgende Weise dargestellt: F i g u r 53 „Bezüglich der drei Strahlungs-Oktaven wiesen wir darauf hin. wo es nicht notwendig ist. sich daran zu erinnern.Inter- 428 . die fähig sind. das Symbol zu lesen. innerhalb des Sonnenorganismus vollzieht. das Ausfüllen des Intervalls.Schock' für den Übergang von si auf do notwendig ist. ist es notwendig. was über die Rolle der . in einem Fall x zwischen mi und fa und im anderen zwischen sol und la. „Um dies zu verstehen. was für eine Art .

Schocks'. die genau von der Natur vorausbestimmt sind. die einen . mittels einer Reihe innerer Vorgänge die Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. um sich selbständig in die nächste Note. Und die dritte Oktave vereint sich mit der zweiten an der Stelle. nämlich der Oktave des Essens und Trinkens. an der Stelle. daß genau wie in vielen chemischen Prozessen nur bestimmte Mengen von Stoffen. wo die erste Oktave in ihrer Entwicklung bei der Note mi zu einem Halt kommt.zusätzlichen Schock' braucht. Nur bei einer vollständigen und harmonischen Übereinstimmung zwischen allen drei Nahrungsarten durch Verstärkung oder Abschwächung ver- 429 . „Wie schon früher erwähnt. Die Qualität und Quantität können dadurch geregelt werden. zu verwandeln. vereint sich mit der ersten. Der Übergang fa—mi in der kosmischen Oktave wird mechanisch mit Hilfe einer besonderen Maschine vollzogen. Die zweite Oktave. in mi. um in ein neues do überzugehen. die es fa. Wenn wir die Nahrungsvorgänge im menschlichen Organismus und die Verwandlung der in ihn eingeführten Stoffe untersuchen. „Der endgültige Stoff im Prozeß der Nabrungs-Oktave ist die Substanz si (»Wasserstoff 12 der dritten Skala). Aber nachdem drei Oktaven an der Erzeugung dieser Substanz teilgenommen haben.valls' do—si durch den Willen des Absoluten vollzogen wird.Intervalle' und . „Genau das gleiche Verhältnis wiederholt sich in allen abgeschlossenen Vorgängen. ohne seine Note zu verändern. so finden wir in diesen Vorgängen genau die gleichen .drei Nahrungsarten' in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. welches in sie eindringt. das heißt die innere Kraft zu sammeln. daß man die drei vom Organismus aufgenommenen Nahrungsarten regelt. wo die zweite Oktave in ihrer Entwicklung an der Note mi zu einem Halt kommt. ermöglicht. Verbindungen der erforderlichen Qualität ergeben. Jede von ihnen ist der Beginn einer neuen Oktave. „Aber man muß verstehen. nimmt der Mensch drei Arten von Nahrung auf. und so müssen im menschlichen Organismus die . ergibt sich ihr Einfluß auch im endgültigen Resultat durch die Bestimmung ihrer Qualität. das ist die Luft-Oktave.

die den Übergang der Noten regeln. zwei Bestandteile des Vorganges. die inneren Vorgänge praktisch zu beeinflussen.Schocks* und die Gesetze.Eindrücke'. regulieren kann. sich in die Note mi zu ver- 430 . „Wir haben die kosmische Oktave . daß keine willkürlichen Versuche. nämlich Nahrung und Atem.drei Stockwerke'. Infolgedessen klingt es am Anfang in der Maschine als do. Diese Gesetze sind überall die gleichen. die in das mittlere Stockwerk eintritt wie die Luft beim Atmen. sogar wenn es jemandem gelänge. zu dem gewünschten Ziel führen kann.schiedener Teile des Vorganges wird das gewünschte Ergebnis erzielt. „An der Stelle des Intervalls fa—mi in der kosmischen StrahlungsOktave werden im Diagramm die . wenn man den Kosmos studiert. wie man die Nahrung des dritten Stockwerkes. „Der Vorgang des Überganges fa—mi kann auf die schematischste Weise folgendermaßen dargestellt werden: das kosmische fa tritt in diese Maschine wie die Nahrung des unteren Stockwerkes ein und beginnt den Kreislauf seiner Wandlungen. Wenn man den Menschen studiert. die gleichen drei Schocks. zu regulieren.Absolutes—Mond' nach dem Gesetz der Drei in drei untergeordnete Oktaven zerlegt. die Nahrung oder den Atem im buchstäblichen Sinne des Wortes zu regulieren. welche dort in gleicher Weise wie im menschlichen Körper zu finden sind. die Natur der möglichen . In diesen drei Oktaven verhält sich der Kosmos genau wie der Mensch — die gleichen . studiert man den Kosmos. weil es noch wichtiger ist. sich das genaue gegenseitige Verhältnis der in den Organismus eintretenden Substanzen. „Darum ist es wesentlich. noch bevor man daran denken kann.Maschinen' vermerkt. klarzumachen. was man tut und warum und was für ein Ergebnis man erreichen wird. „Aber man muß sich dessen bewußt sein. studiert man den Menschen. die wiederum der Note fa innerhalb der Maschine dazu verhilft. Die Substanz sol der kosmischen Oktave dient als die Substanz. solange man nicht genau weiß. die . „Und weiterhin. wäre das wiederum nicht genug.

wandeln. kann man sagen. 431 . die Eigenschaften von sol erwirbt. Und da dieser Vorgang sich innerhalb der Oktave vollzieht und sich tatsächlich innerhalb der Note fa entwickelt. wird im oberen Stockwerk mit der Substanz des kosmischen la verbunden. daß fa. Dies wird symbolisch folgendermassen dargestellt: Figur 55 „Dieses Symbol zeigt. Auch dieses sol klingt beim Eintritt in die Maschine als do. steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Symbol des in neun Teile geteilten Kreises. fa als Nahrung für die Maschine. In der Figur 54 Ordnung ihrer Aufeinanderfolge ist nach dem Gesetz der Drei la das aktive Element. sol. Der Stoff. Das aktive Prinzip in ZusammenWirkung mit dem passiven (das heißt mit ihm durch das neutralisierende Prinzip vereint) ergibt ein bestimmtes Ergebnis. dienen die folgenden Noten la. der so zustande kommt. ohne seine Tonlage zu verlieren. wir hieraus ersehen. die in das obere Stockwerk der Maschine als do eintritt: „Wie. daß die Substanz fa in der Mischung mit der Substanz la als Ergebnis die Substanz sol ergibt. was wir über die Strahlungs-Oktaven und über die Nahrungs-Oktaven im menschlichen Organismus gesagt haben. „Alles. sol das neutralisierende und fa das passive. Dieses Symbol als Ausdruck einer vollkommenen Synthese enthält in sich alle Elemente der von ihm dargestellten Gesetze.

was er vorher noch nicht wußte. wer der Lehrer und wer der Schüler ist. der es benützen kann. versteht man nicht. was man in das Enneagramm einfügen kann. macht das Enneagramm Bücher und Bibliotheken vollständig überflüssig. was mit diesen Oktaven zusammenhängt. „Wenn zwei Menschen. Das innere Dreieck zeigt das Vorhandensein höherer Elemente nach der Tabelle der . wer von ihnen mehr weiß und wer folglich auf einer höheren Stufe steht. Kaffee. und jedesmal kann er etwas Neues lernen. jeder Kosmos. das heißt wer der Ältere. und noch vieles mehr abgeleitet und mit seiner Hilfe weitergegeben werden. muß man verstehen. Das Studium dieser Pflanzen kann uns viel über das Enneagramm offenbaren. Und so kann man sagen. beziehungsweise versteht. und mit seiner Hilfe werden sie sofort sehen.und aus ihm kann alles. dann werden sie das Enneagramm zeichnen. kam oft und in vielen Zusammenhängen auf das Enneagramm zurück. die im Leben des Menschen eine bestimmte Rolle spielen. die so viele verschiedene Bedeutungen hat. die in verschiedenen Schulen gewesen sind. Tabak und vielen anderen. Für den Menschen. Ein Mensch. „Aber nicht jedes dieser Enneagramme hat ein inneres Dreieck. als es Stufen von Menschen gibt 432 .ist ein Enneagramm". Alles Wissen kann im Enneagramm zusammengefaßt und mit Hilfe des Enneagramms gedeutet werden. der allein in der Wüste ist. daß man nur das weiß. Tee. Hopfen. daß das Enneagramm ein universales Symbol ist. Alles kann im Enneagramm zusammengefaßt und in ihm gefunden werden. etwas. „Jedes vollständige Ganze. Dieses innere Dreieck befindet sich in Pflanzen wie Hanf. Das Enneagramm ist die fundamentale Hieroglyphe einer Universalsprache. jede Pflanze . Was man nicht in das Enneagramm einfügen kann. jeder Organismus. sich treffen. „Allgemein gesprochen." G. sagte er.Wasserstoffe' in einem bestimmten Organismus an. kann das Enneagramm in den Sand malen und die ewigen Gesetze des Weltalls daraus lesen. Mohn.

„Um das Enneagramm zu verstehen. Das Enneagramm ist ein schematisches Diagramm der dauernden Bewegung. Aber natürlich muß man wissen. in der die Übungen stattfanden. Und es ist klar. Und dann begannen sie sich in Richtung auf die Zahlen der Perioden in einer sehr interessanten Bewegung zu bewegen.„Das Enneagramm ist dauernde Bewegung. Sie suchten außerhalb von sich. die mit den Zahlen l bis 9 bezeichnet wären." Viel später — es war im Jahr 1922 — als G. das lebendige Symbol ist die Bewegung. wurde ein großes Enneagramm gezeichnet. Ein sich nicht bewegendes Enneagramm ist ein totes Symbol. es zu benützen. wie dieses Enneagramm zu lesen ist. Das Verständnis dieses Symbols und die Fähigkeit. warum sie das perpetuum mobile nicht finden können. das gleiche perpetuum mobile. die niemand ohne Belehrung durch einen Wissenden irgendwie praktisch anwenden kann. das heißt an den Punkten. Damals sagte G. wo sich im Enneagramm die Linien kreuzten. das heißt einer Maschine von dauernder Bewegung. gibt dem Menschen eine sehr große Macht. sein Institut in Frankreich organisierte und seine Schüler Tänze und Derwischübungen studierten. muß man es sich bewegt. was in ihnen war. „Die Kenntnis des Enneagramms wurde lange Zeit geheimgehalten. während die wirkliche dauernde Bewegung ein Teil einer anderen dauernden Bewegung ist und nicht losgetrennt von ihr erzeugt werden kann. wie man eine Maschine konstruiert. das die Menschen seit dem ältesten Altertum gesucht und niemals gefunden haben. die mit der „Bewegung des Enneagramms" in Beziehung standen. zeigte er ihnen Übungen. und wenn es nun sozusagen allen zugänglich gemacht wird. in Bewegung vorstellen. und sie versuchten dauernde Bewegung zu konstruieren. und die an den Übungen teilnehmenden Schüler standen an den Stellen. Auf den Boden der Halle. wobei sie sich an den Treffpunkten umeinander drehten. so nur in einer unvollständigen und theoretischen Form. Es ist das perpetuum mobile und ist auch der Stein der Weisen der Alchimisten.. daß Übungen mit Bewegungen nach dem 433 .

weil 434 . Sie haben zweifellos schon bemerkt. daß es ohne Teilnahme an diesen Übungen und ohne eine bestimmte Stelle in ihnen einzunehmen. Diese zusätzlichen Symbole bezogen sich auf die „Zentren". was das Wichtigste ist. Der erste Grad dieser Sprache ermöglicht es den Menschen. wieder von der Existenz einer universalen „philosophischen" Sprache. sagte G.philosophische Sprache' dar. „Der Rhythmus der Bewegungen selbst suggeriert die notwendigen Ideen und erhält die notwendige Spannung aufrecht. Ohne sie kann man nicht fühlen. ihre eigenen Gedanken auszudrücken und die Gedanken von anderen über Dinge zu verstehen. In dieser Zeichnung wurden innerhalb des Enneagramms die vier Tiere der Apokalypse dargestellt: der Stier. was schon seit langem besteht und bekannt ist." „In welcher Beziehung stehen diese Sprachen zur Kunst?" fragte jemand. Und er sagte auch. daß ich während unserer Vorlesungen und Gespräche oft von Anwesenden über die Kunst gefragt wurde. sagte er. „Und stellt nicht die Kunst selbst diese . In Zusammenhang mit den Gesprächen über die Bedeutung des Enneagramms als Universalsymbol sprach G. sagte er. der Löwe. der Mensch und der Adler — und mit ihnen eine Taube. was schon vor langer Zeit gefunden wurde. „Und in diesem Fall wie auch in vielen anderen suchen sie etwas. Ich tat dies. sondern drei universale Sprachen gibt. das Enneagramm zu verstehen. „Es ist möglich. „Es gibt Kunst und Kunst. von welcher Kunst Sie sprechen". nach welcher die anderen verstandesmäßig suchen?" „Ich weiß nicht. oder genauer drei verschiedene Grade. diesen Gegenstand zu besprechen. Ich habe schon früher gesagt. „Die Menschen haben seit langem versucht. fast unmöglich sei. und versuchen etwas zu erdenken und zu erfinden." Eine andere Zeichnung des Enneagramms wurde unter seiner Leitung im Jahre 1920 in Konstantinopel ausgeführt. das Enneagramm durch Bewegung zu erleben". daß es nicht nur eine. denen gegenüber die gewöhnliche Sprache machtlos ist. daß ich aber immer vermieden habe.Enneagramm in seinem Ballett „Der Kampf der Magier" eine wichtige Rolle spielten. eine Universalsprache zu erfinden".

Sie unterscheiden nicht zwischen diesen beiden Sachverhalten. und sie haben keine Ahnung. . sage ich. die eine ganz verschieden von der anderen — objektive und subjektive Kunst. „Ich will versuchen. sie stünden auf der gleichen Stufe wie subjektive Kunstwerke. wird diese Melodie für mein ganzes späteres Leben traurige und bedrückende Gedanken in mir hervorrufen. Sie sagen. Alles. Gleichzeitig ist es zwecklos.sie wird geschaffen'. was sie meinen. fröhliche Gedanken hervorrufen. alles. „Vor allem dürfen Sie nicht vergessen. Was subjektive Kunst betrifft. das heißt Sie erwarten. was Sie Kunst nennen. weil Sie der subjektiven Kunst die Kennzeichen der objektiven Kunst zuschreiben. zu versuchen. Aber in Wirklichkeit ist es zuweilen ganz anders. das richtige Verhältnis der Dinge einem Menschen zu erklären. so daß ich vielleicht jetzt mit Ihnen sogar schon über Kunst sprechen kann. der noch nicht einmal das Abc über sich selbst. ein Künstler schafft etwas. und zweitens. daß Werke subjektiver Kunst in jedem Menschen die gleiche Reaktion hervorrufen. Alles wird durch Assoziationen bedingt. was ich als objektive Kunst bezeichne. ist vor allem deswegen schwierig. wobei sie etwas ganz anderes meinen. ein Begräbnismarsch müsse in jedem traurige und feierliche Gedanken und jede Tanzmusik. glauben. weil Sie. Die Leute sprechen von einer Sache. das heißt etwas. was ich überhaupt nicht als Kunst bezeichne. Femer schreiben Sie subjektiver Kunst eine unveränderliche Wirkung zu. zu bestimmen. „Das. wenn Sie zufällig auf objektive Kunstwerke stoßen. Und wenn 435 . ist subjektive Kunst. Wenn mir an einem Tag ein großes Unglück geschieht und ich gerade eine heitere Melodie das erstemal höre. aber hier liegt der ganze Unterschied. das heißt über den Menschen kennt. daß es zwei Arten von Kunst gibt. Ich sage dies nur bezüglich objektiver Kunst. weil ich nur objektive Kunst Kunst nenne. Wir haben jetzt schon lange genug miteinander gesprochen und Sie sollten dieses Abc jetzt schon kennen. Sie denken zum Beispiel.ich alle gewöhnlichen Gespräche über Kunst für völlig bedeutungslos halte. Ihnen meine Idee klarzumachen. was Sie kennen. zum Beispiel ein Komarinsky.

und so fort. In objektiver Kunst gibt es nichts Unbestimmtes. das heißt er ist in der Macht von Ideen. der Art von Hypnose. die der Künstler ihnen vermitteln wollte. daß bei objektiver Kunst der Künstler wirklich . wegnehmen. wenn sie auf diese Weise bestimmt wäre?" fragte einer von uns." „Ich weiß nicht. daß der Künstler selbst nicht weiß. seinen Gewohnheiten.es schafft' mit ihm und durch ihn. Und die Wirkung dieses Werkes auf die Menschen ist eine ganz bestimmte. unter der er lebt. Sie lenken ihn und drücken sich in der einen oder anderen Form aus. Gedanken und Stimmungen. sagte G. Weder in der Schöpfung objektiver Kunst noch in den Eindrücken. die er selbst nicht versteht und über die er überhaupt keine Herrschaft hat. Hierbei ist nichts unveränderlich. „Und ist es nicht gerade eine gewisse Unbestimmtheit. . die gleichen Ideen aufnehmen und die gleichen Gefühle haben. Und wenn sie zufällig diese oder jene Form angenommen haben. worüber Sie reden". Wie ich schon gesagt habe. die er darin ausdrücken will. ich messe das Verdienst der Kunst nach ihrer Bewußtheit und Sie nach ihrer Unbewußtheit. ein trauriges Lied höre. „Bei der subjektiven Kunst ist alles zufällig. wenn wir die Tatsache. natürlich jeder nach seiner Stufe.Buch' und keine Kunst. Unfaßbarkeit. schafft der Künstler nichts. das heißt er gestaltet das. seinem Geschmack. kann es etwas Zufälliges geben. dann erzeugt diese Form genau so zufällig im Menschen diese oder jene Wirkung.schafft'. wo ich besonders glücklich bin. dann wird es ein ." „Würde die Kunst nicht aufhören. wird dieses Lied immer glückliche Gedanken hervorrufen. was er erreichen wird oder was für einen Eindruck sein Werk auf die Menschen machen wird. Wir können 436 . Kunst zu sein. je nach seiner Stimmung. was er beabsichtigt.ich an einem Tag. die sie hervorruft. er bringt in sein Werk die Ideen und Gefühle. sie werden. die die Kunst zum Beispiel von der Wissenschaft unterscheidet? Wenn wir diese Unbestimmtheit wegnehmen. „Der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Kunst ist der. nichts bestimmt. „Wir haben verschiedene Standpunkte. Und so ist es mit allem anderen.

zu richten. diese Fragen selbst zu beantworten. „und eben diese Tatsache.einander nicht verstehen. wie Sie es nennen. sondern auch bestiiumte physische Ergebnisse zeitigen. daß die Menschen verstanden. „Ich will Ihnen nur ein Beispiel nennen — Musik. der einzige Unterschied ist der. zeigt. sie werden hören und doch nicht hören. daß der Künstler seine Ideen nicht direkt durch Worte oder Zeichen oder Hieroglyphen übermittelt. aber objektive Musik kann dies wirklich 437 . „müssen Prinzipien verstanden werden. Wenn Sie diese Prinzipien erfassen. wobei er weiß. Es kann Musik geben." „Ganz wahr". sagte G." „Können Sie uns andere Werke objektiver Kunst nennen?" „Gibt es in der zeitgenössischen Kunst etwas. Und sie kann nicht nur bestimmte psychologische Ergebnisse. was er tut und warum er es tut. was wir objektiv nennen könnten?" „Wann wurde das letzte objektive Kunstwerk geschaffen?" Fast jeder Anwesende begann diese und ähnliche Fragen an G." Einer der Anwesenden sagte: „Von den Statuen der Götter in den alten griechischen Tempeln sind uns Legenden überliefert worden. Es kann Musik geben. wird keine Mauern zerstören. sagte G. die einen Menschen sofort töten würde.Buch' sein. dann wird nichts. Die übliche Musik. ganz gleich welcher Art. Die biblische Legende der Zerstörung der Mauern von Jericho durch Musik ist eine solche Legende von objektiver Musik. „Bevor wir hiervon sprechen". die er bewußt und sachgemäß hervorruft. werden Sie imstande sein. irgend etwas erklären. Wenn Sie sie jedoch nicht erfassen. Ein Werk objektiver Kunst soll ein . Objektive Musik beruht nur auf den »inneren Oktaven'. daß zum Beispiel die Statue des Zeus in Olympia in jedermann einen bestimmten und immer gleichen Eindruck hervorrief.. Gerade hierüber wurde einst gesagt: sie werden sehen und doch nicht sehen.. die Wasser zum Gefrieren bringt. daß es solche Geschichten gibt. daß der Unterschied zwischen wahrer und falscher Kunst genau hierin liegt. ob ihre Wirkung unveränderlich oder vom Zufall abhängig ist. was ich Ihnen sagen kann. sondern durch gewisse Gefühle.

Nummer zwei und Nummer drei besteht. daß Kunst nicht nur einesprache ist. Die Musik der Schlangenbändiger im Osten ist eine Annäherung an objektive Musik. aber vom Gefühlszentrum empfunden werden. aber in dieser einzigen Note vollziehen sich andauernd . Sehr oft ist es nur eine Note. um diese Augenblicke richtig zu verstehen und um sie richtig zu benützen." 438 . genauer gesagt. so werden Sie verstehen. mit dem. nur etwas komplizierter. die sehr lange hingezogen wird und nur wenig steigt und fällt. weil Orpheus Wissen durch Musik zu vermitteln pflegte. kann natürlich nur subjektive Kunst haben. Und sie kann nicht nur zerstören. wenn auch natürlich sehr primitiv. sondern etwas viel Größeres.tun. Und die Schlange hört diese Musik oder. die für die Ohren unhörbar sind. sondern auch aufbauen. In der Legende von Orpheus gibt es Hinweise auf objektive Musik. sie fühlt sie und gehorcht ihr. was über die Kunst gesagt wurde. die aus Mensch Nummer eins. und die Menschen würden ihr gehorchen. ist eine große innere Einheit und eine große Selbstbeherrschung unerläßlich. was ich früher über die verschiedenen Stufen des menschlichen Seins gesagt habe. Die gleiche Musik. Die objektive Kunst verlangt zumindest Augenblicke objektiven Bewußtseins. was ich gerade sagte.innere Oktaven' und Melodien »innerer Oktaven'. „So sehen Sie. Die mechanische Menschheit. Und wenn Sie das. in Zusammenhang bringen.

die sich auf Religion bezog. die Religion von Mensch Nummer zwei von einer anderen Art und die Religion von Mensch Nummer drei von einer dritten Art. die ich nun beschreibe. daß er dieser Religion anhänge. sondern man . sagte er immer. Nummer zwei und Nummer drei vollständig Verschiedenes. einige Male die Frage der Religion. widersprechen. „In erster Linie". soviel man kann. die Religion eines Menschen auf einer Seinsstufe ist nicht geeignet für einen Menschen auf einer anderen Seinsstufe. „Man muß verstehen. daß die Religion von Mensch Nummer eins von einer Art ist. Und die Religion eines Menschen braucht überhaupt nicht für einen anderen geeignet zu sein. so kann er nicht behaupten. Nummer fünf und weiter ist etwas von der Religion von Mensch Nummer eins. er zeigt seine Haltung gegenüber der Religion durch seine Taten und kann seine Haltung nur durch seine Taten zeigen. haben überhaupt kein Recht hierzu.lebt' seine Religion. immer damit. Die überwiegende Mehrheit der Menschen. weil sie nicht nur die Forderungen ihrer Religion 439 .denkt' seine Religion nicht nur oder . begann G. Ob der Mensch will oder nicht. die sich Christen nennen. Wenn also seine Taten denen. sondern Einbildung oder Philosophie.fühlt' sie. berührte G. daß er die Tatsache betonte. nämlich Ende 1916. man . sonst ist es keine Religion. „In zweiter Linie ist Religion Tun. die von einer bestimmten Religion gefordert werden. Die Religion von Mensch Nummer vier. „ist Religion ein relativer Begriff. es sei etwas Grundfalsches in der Grundlage unserer gewöhnlichen Haltung gegenüber religiösen Problemen. das heißt. Sie entspricht der Stufe des Seins eines Menschen. Und wenn ihm jemand eine Frage stellte.F Ü N F Z E H N T E S KAPITEL B ei den Gesprächen jener Zeit.

Ich'.Ich' weiß davon. lange Übung ist unerläßlich. die Backe hinzuhalten. er ist nicht . der ihn geschlagen hat. daß dieser seine linke Backe hinhalten wird? Keineswegs. sondern nicht einmal daran denken. „Der Mensch an sich ist nicht einer.nicht befolgen. der nicht Christi Vorschriften befolgt.wir' oder. „Das Christentum verbietet den Mord. oder er wird einfach davonlaufen. Nehmen wir an. sondern muß imstande sein. daß sie nicht nur keine Christen sein wollen. wie es gelehrt wurde zu reagieren. darüber nachzudenken. über sie lacht oder sie durch eigene Erfindungen ersetzt oder einfach vergißt. Aber es ist in allem so. aber sie sehen nicht ein.Ich' erinnert sich daran — die anderen nicht. bevor es dem Betreffenden zum Bewußtsein kommt. sich einen Christen zu nennen. denn um ein Christ zu sein. Die Menschen nennen sich Christen. Entweder wird er den Menschen ins Gesicht schlagen. richtiger. daß diese Forderungen befolgt werden sollten. Jedoch unser ganzer Fortschritt ist im Grunde genommen nur Fortschritt in der Technik des Mordes und Fortschritt in der Kriegführung. Glauben Sie. einer zu sein. diese Vorschriften zu befolgen. oder nach einem Polizisten rufen. „Ich habe das Beispiel des Krieges angeführt.sie'. daß es wirklich geschieht. gemäß der Bibel die linke Backe hinzuhalten. Er wird nicht einmal Zeit haben. Sein Bewegungszentrum wird auf seine übliche Weise reagieren. um fähig zu werden. Ein . ein . muß man es nicht nur wünschen. daß ein Mensch sich entscheidet. sich als Christ zu bezeichnen. Und wenn dieses Hinhalten mechanisch 440 . Wie können wir uns also Christen nennen? „Niemand hat das Recht. Wenn man überhaupt nicht an sie denkt. weil es das treffendste Beispiel ist. Aber ein . wenn ihn jemand auf die rechte schlägt. sondern sogar keine sein können. daß man ein Christ sein will. was er tut. er ist . Alles rührt davon her. wenn man versucht. Nehmen wir an. daß jemand einen Menschen schlägt.Ich' entscheidet dies entweder im Denken oder im Gefühlszentrum. hat man überhaupt kein Recht. Man kann sagen. er ist . „Lange Belehrung.

Ich spreche von alten Gebeten. wie er beten soll und fähig ist. oder wir glauben." „Aber kann nicht das Gebet im allgemeinen objektive Ergebnisse zeitigen?" fragte ein Anwesender. wessen Gebet es ist". sondern einfach Selbst-Täuschung. ihren ganzen Inhalt. Dies ist natürlich nicht wahr. oder was es zum Essen geben wird und Derartiges. Aber das Wesentliche ist. Die meisten Gebete haben überhaupt nichts mit Bittgebeten gemein. das heißt von Mensch Nummer eins. Und ein Mensch kann immer neue Gebete für sich aufstellen. daß ein Mensch seine Backe hinhält. Das weiß man sogar aus dem gewöhnlichen Gottesdienst. was in ihnen ist. Es kann keine objektiven Ergebnisse zeitigen. so meinen wir damit immer nur eine Art Gebet — das Bittgebet. Selbst-Hypnose. strebt er danach. wessen Gebet". „Ich habe schon gesagt. es hängt davon ab. genau so wie man alles andere lernen muß. Wer weiß. antwortete G. kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. Nummer zwei und Nummer drei. Selbst-Suggestion. „Man muß lernen zu beten. Aber wenn wir vom Gebet oder den Ergebnissen des Gebetes sprechen. viele von ihnen sind viel älter als das Christentum. Aber es kann ein Gebet 441 . Diese Gebete sind sozusagen Rekapitulationen: indem ein Mensch sie laut oder im Geist wiederholt. bei dem kann das Gebet Ergebnisse zeitigen. weil er nichts anderes tun kann. sich in der richtigen Weise zu konzentrieren. mit seinem Denken und seinem Gefühl das zu erleben. „Das Gebet des subjektiven Menschen. wie ein Christ zu leben?" fragte jemand. Wenn er es zehntausendmal am Tage wiederholt und dabei nur daran denkt. dann ist es kein Gebet. weil es in diesem Fall bedeutet. nämlich Selbst-Tröstung. daß das Bittgebet mit allen anderen Arten von Gebeten vereint werden kann. Aber man muß verstehen.ist — so hat es wieder keinen Wert. daß es verschiedene Gebete gibt und daß ihre Ergebnisse verschieden sind. wie er es sagt. „Es hängt davon ab.ich will ernst sein'. Zum Beispiel kann er sagen: . schnell damit fertig zu werden. sagte G." „Kann nicht das Gebet einem Menschen helfen.

was . so geht es immer. Alles Übel kommt davon. sondern eine Menge kleinlicher.ich will' hängt mit den Zielen der Arbeit an sich selbst zusammen.werden. lärmender. daß er sich nicht erinnern kann. was er gesehen hat. Das Sein eines Menschen.Ich' und versucht gleichzeitig an alles zu denken. daß er es öfter bemerken wird. dann kann sein Gebet ein Ergebnis in dem Sinne zeitigen. auf verschiedene Weise .es will nicht' sucht er sein eigenes . An welches Selbst will er sich erinnern? Lohnt es sich.Sich erinnern' — was bedeutet . Er möchte nicht nur im Sinne des einfachen Daseins . daß er sich leichter dazu bringt.ich will' nach. sondern im Sinne der ganzen Größe der Macht.Meiner selbst' — wieder kehrt er zu sich zurück. streitsüchtiger Jchs'. Aber diesem . eine neue Bedeutung für ihn.beten': . und fühlt. das Pferd.Sein' — der Mensch denkt darüber nach.sein' erwirbt ein Gewicht. wenn er sich mehr erinnern könnte. wenn ein Mensch das Gebet auf folgende Weise verrichtet: Er sagt . was er weiß! Sein ganzes Leben wäre anders.Ich' ist der Herr. . Das Wort .Will' — dabei denkt er über die Bedeutung von . was er beschlossen hat. was er über .zu sein'. . den Kutscher und den Herrn. was es heißt. der tun kann.sich erinnern'? Der Mensch muß über das Erinnern nachdenken. . An wie wenig er sich doch erinnert! Wie oft er vergißt. daß er es wirklich wünscht.Ich' weiß.Ich' sein.sein'. daß er sich an sein ganzes Selbst erinnert? Wie kann er das finden. wenn er nicht ernst ist.es will' und . ist sehr wichtig. ernst zu sein.es will' und . Genau so kann ein Mensch . »der Herr'. was dies bedeutet. was es heißt. Wenn er versteht. ernst zu sein. . ernst zu sein.ich will' entgegenzusetzen.Emst' — der Mensch denkt nach.Sein' bedeutet. Aber er möchte ein . Kann er wollen? Mit ihm . Welche Antwort er sich darauf gibt. daß er an Stärke gewinnt.es will nicht'. er hat nicht ein . Er erinnert sich an den Wagen. das heißt es bringt die dritte Kraft zur gewöhnlichen Verbindung der zwei Kräfte .will es' oder . In Wirklichkeit besteht es nicht. in dem alles geschieht. .es will nicht'. . Es ist möglich. dieses . die er haben kann. Das Sein eines mechanischen Menschen. woran er sich erinnern will? Die Idee der Arbeit! Wie kann er sich 442 .Ich'.ich will mich meiner selbst erinnern'. wenn er sich richtig klarmacht.

Aber all das ist nicht wahr. bei denen es notwendig ist. als wir denken. Dann bittet er Gott. Und dann sind es genau diese Gedanken. ihn zu bemerken? Und wer soll ihn bemerken? Gott selbst. wenn sie mechanisch wiederholt oder gesungen werden. erbarme Dich meiner. der Tempel. Sie sehen. „Im christlichen Glauben gibt es sehr viele Gebete wie dieses. in dem sich die Gläubigen versammeln und in dem nach besonderen Riten die Gottesdienste gehalten werden. Zum Beispiel die Kirche. Sie glauben. das Singen der Gesänge und so weiter. Aber lohnt es sich überhaupt. das heißt des christlichen Tempels.selbst mit der Idee der Arbeit in Zusammenhang bringen? Und so weiter und so fort. Aber sie verlieren jeden Sinn und alle Bedeutung. von den Kirchenvätern erfunden wurde. diese äußere Form sei zum Teil von heidnischen Religionen und zum Teil von den Hebräern übernommen worden. die das für ihn tun könnten. Aber woran kann er denken und was für ein Ergebnis wird ein Gebet haben. alle diese Gedanken und noch viele andere sollten durch seinen Sinn gehen. sich seiner zu erbarmen. ihn zu bemerken? Was ist denn in ihm. wenn er nur wie ein Papagei wiederholt: Herr. Zuerst einmal können die Kirche und der Gottesdienst in der Form. Andere glauben. was er von Gott verlangt. Er sollte ein wenig nachdenken. erbarme Dich meiner! Herr. daß dies überhaupt kein Ergebnis haben kann. daß die äußere Form des Gottesdienstes. erbarme Dich meiner! Sie wissen selbst. von vielem wissen wir weder die Geschichte noch den Ursprung. daß es sich lohnt. was Gott ist und was er selbst ist. über jedes Wort nachzudenken. erbarme Dich meiner! Herr. „Im allgemeinen wissen wir sehr wenig über das Christentum und die Form des christlichen Kultes. „Nehmen Sie das gewöhnliche Herr. die sie in den ersten Jahrhunderten 443 . Was bedeutet das? Ein Mensch ruft Gott an. woher stammt sie? Viele Leute denken überhaupt nicht darüber nach. wenn er dies einfache Gebet ausspricht. einen Vergleich anstellen und sich fragen. Aber hierzu muß Gott erst überhaupt an ihn denken und ihn bemerken. Die Frage nach dem Ursprung der christlichen Kirche. ist viel interessanter. die Riten.

die das wahre Christentum ausmachen. Dies gilt annähernd von der christlichen Kirche unserer Zeit. Dieses Ägypten gab es an der gleichen Stelle wie das andere. In diesem prähistorischen Ägypten gab es besondere Schulen. wenn ich sage. die . das in diesen Schulen gelernt werden konnte. daß seine Religion auf denselben Prinzipien und Ideen beruhte. jedoch nicht von dem Ägypten. daß wir nicht einmal wissen. in der die Lehrer Vorlesungen halten und erklärende Vorführungen veranstalten. das heißt. und wo die Schüler oder einfach die Leute. Die jüdische Synagoge. Manchmal dauerte diese Wiederholung eine Woche oder einen Monat. ganz verschieden. Die christliche Kirche ist — eine Schule. diese Vorlesungen oder Vorführungen für Zeremonien oder Riten oder . ' „Viele Menschen mag es befremden. ohne zu wissen. ihre Verbindung mit der Schule 444 . Nur kleine Teile davon sind auf historische Zeiten gekommen. „Die christliche Kirche.Schulen der Wiederholung' genannt wurden. von der die Menschen vergessen haben. das wir kennen. das heißt für Magie halten. und diese Teile wurden so sorgsam verwahrt. daß dieses prähistorische Ägypten viele tausend Jahre vor der Geburt Christi schon christlich war. das ganze Wissen. Man stelle sich eine Schule vor. der jüdische Tempel. die christliche Form des Gottesdienstes ist nicht von den Kirchenvätern erfunden worden. wo sie verwahrt wurden. noch im Judentum etwas Derartiges gab. in manchen Schulen vielleicht sogar jeden Tag. sondern von einem uns unbekannten. die in die Schule kommen.des Christentums angenommen haben. aber viel früher. wie sie im ersten und zweiten Jahrhundert auftrat. weil es weder in den griechischen noch in den römischen Kulten. Es wurde alles in fertiger Form von Ägypten übernommen. nicht vom Heidentum übernommen worden sein. daß sie eine Schule ist. die griechischen und römischen Tempel verschiedener Götter waren von der christlichen Kirche. die diesen Kurs mitmachten. daß dies Vorlesungen und Vorführungen sind.Sakramente'. Dank dieser Wiederholungen erhielten die Menschen. In diesen Schulen wurde an bestimmten Tagen. in einer kompakten Form öffentlich wiederholt.

im Gedächtnis. daß er mit sehr vielen Allegorien aufräumte. wie vieles in reiner Form aufbewahrt ist und wie wenig wir von all dem verstehen. An einigen besonderen Tagen im Jahr waren diese . Responsorien." Im weiteren Verlauf führte G. wenn sie unverändert vollzogen werden". Individuelle Gebete. Was mich an G. Und der Hauptunterschied war. wie auch die Feiertage und alle religiösen Symbole. Seine Erklärung unterschied sich sehr von den gewöhnlichen theologischen und sogar von den mystischen Auslegungen. was sie gelernt hatten. nur um einer . „Jede Zeremonie und jeder Ritus haben einen Wert. die vom Weltall und Menschen handelt. „Diese . daß wir viele Dinge für Allegorien halten. wenn auch ihre Bedeutung schon seit langem in Vergessenheit geraten ist. Leider wurden damals keine Aufzeichnungen gemacht. daß aus seinen Erläuterungen offensichtlich hervorging. die Form des Gottesdienstes in den christlichen Kirchen stellt in ihrer Gesamtheit einen Wiederholungskurs der Wissenschaft dar. alle hatten ihre eigene Bedeutung in dieser Wiederholung. Die Idee war. daß von den ersten Worten an die Liturgie sozusagen durch den ganzen Vorgang der Schöpfung geht und alle seine Stufen und Übergänge darlegt." Was er früher über das Abendmahl gesagt hatte.'s Erklärungen besonders verwunderte. sie aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren.Wiederholung' zuzuhören und ihre Verbindung mit der Schule aufs neue zu stärken. und ich will es nicht unternehmen.Wiederholungen' besonders umfassend und wurden mit besonderer Feierlichkeit durchgeführt — und diese Tage besaßen selbst eine symbolische Bedeutung. Damit meine ich. Hymnen.Schulen der Wiederholung' dienten den christlichen Kirchen als Vorbild. einige sehr interessante Beispiele der Auslegung verschiedener Teile der orthodoxen Liturgie an. Manchmal kamen sie von sehr weit her.lebendig und behielten alles. „Eine Zeremonie ist ein Buch. ist ein gutes Beispiel dafür. war. 445 . sagte er. die überhaupt keine Allegorien sind und die man viel einfacher und psychologischer verstehen sollte.

andere wieder spürten es in der Brust und andere über dem Kopf — außerhalb des Körpers. gleichzeitig hervor. Ein Ritus enthält oft mehr als hundert Bücher. daß einige von uns beim Aussprechen des Wortes . Aber sehr bald begannen wir zu bemerken. diese Empfindung in mir hervorzurufen. was bis auf unsere Zeit überliefert wurde. daß ich persönlich vollständig unfähig war. fähig zu sein. in jedem Augenblick. was verlorenging und vergessen wurde.Ich' laut aussprechen. als ob das Wort im Kopf erklänge. Bei einer Gelegenheit sagte G.Ich' die deutliche Empfindung hatten. wo man über 446 . „Ein Mönch kniet oder steht in einer bestimmten Haltung mit erhobenen. was er meinte. die sich sozusagen auf die „Technik" der Religion beziehen. haben Sie bemerkt. jede Muskelgruppe oder auch die Muskeln des ganzen Körpers willentlich anzuspannen oder zu entspannen. das heißt für verschiedene Arten von Meditation. wie man den Atem beherrschen könne und von der Notwendigkeit. G. hörte all diesen Bemerkungen zu und sagte. an den Ellbogen abgebogenen Armen und sagt laut und gedehnt ego. wo dieses Wort in Ihnen erklingt?" Wir verstanden nicht sofort." Indem er auf das hinwies. hob G. in diesem Zusammenhang gebe es eine Übung. „Der Zweck dieser Übung ist. Jeder. wobei er zugleich lauscht. der es versteht. die sich in den Klöstern auf dem Berg Athos bis auf die heutige Zeit erhalten habe. wo das Wort „ego" widerklingt. Er sprach von den heiligen Tänzen. kann es lesen. besonderen Haltungen für verschiedene Gebete. und über viele Dinge. und mich dabei auf andere berufen muß.. als er von Konzentrationsübungen sprach und wie man die Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Teil des Körpers konzentrieren könne: „Wenn Sie das Wort . Hier muß ich erwähnen.in dem sehr viel geschrieben steht. die die „Gottesdienste" in den „Tempeln der Wiederholung" begleitet hatten und in der christlichen Form des Gottesdienstes nicht erhalten sind. Er sprach auch von verschiedenen Übungen.

" „Sehr wahr". wären viele Dinge. sein „Ich" zu fühlen und es von einem Zentrum zum anderen zu bringen. außer rein subjektiven zu kommen. „denn dies ist schließlich die Hauptsache. wie die Vorschriften Christi auszuführen sind und was sie wirklich bedeuten. daß Kant über diese Äußerung wohl sehr überrascht gewesen wäre. sagte G. wertvoll. — Die Erde als dreidimensionaler Körper ist das phenomenon. diese vergessene „Technik" zu studieren. und mit seiner Hilfe ist es immer möglich. „Diesen geheimen Teil gibt es auch im Christentum. was getan werden soll.. oder jedenfalls würde solch ein Verständnis unvollständig und sehr subjektiv sein. die er geschrieben hat.sich nachdenkt. sagte ich. genau wie in anderen Religionen. wird im Verlauf der Zeit verstümmelt und weicht vom Ursprünglichen ab. daß es ohne sie unmöglich sei. und femer. aus zwei Teilen besteht. anführen. als sechsdimensionaler Körper das numenon. was der erste Teil lehrt. Dieser Teil wird in besonderen Schulen geheimgehalten." Hier muß ich noch ein weiteres Gespräch mit G. auf dem Wege der Religion zu irgendwelchen Ergebnissen. Dieser Teil wird Allgemeingut. wieder einmal im Zusammenhang mit den Kosmen. die durch Wissende zu einem bestimmten Zweck geschaffen worden ist. das heißt jede. „Dies steht mit Kants Idee der phenomena und numena im Zusammenhang". „Ohne diesen zweiten Teil kann es kein Verständnis von Religion geben. zuhörte. was ihm mangelte. wies viele Male auf die Notwendigkeit hin. „Sie müssen verstehen". wie man das tun soll. Wenn Kant die Idee der Skala in seine Beweisführung eingeführt hätte. Der eine Teil lehrt. Das war das einzige. Aber die Idee der Skala 447 . sagte er. und er lehrt. Der zweite Teil lehrt." G. „fügen Sie hier nur noch die Idee der Skala hinzu. „daß jede wirkliche Religion. das im ersten Teil Verstümmelte zu berichtigen oder das Vergessene zu ergänzen." Während ich G. dachte ich.

die ihr zu einer Zeit ihrer Existenz genügten. So ist das organische Leben ein unerläßliches Glied in der Kette der Welten. über die ich noch sprechen werde. alles hat eine bestimmte Aufgabe. der die Integrität eines mechanischen Systems verletzt. Das organische Leben muß sich deswegen entwickeln und den Bedürfnissen der Planeten und der Erde anpassen. die nicht ohne es bestehen könnten. daß es nichts Zufälliges oder Unnötiges in der Natur gibt und geben kann. aber im Sinn größerer Bewußtheit. Um feinere Einflüsse aufzunehmen. verweilte G. wo ihm diese Nahrung nicht mehr genügt. den Mond zu ernähren. größerer Empfänglichkeit. daß das organische Leben der Erde planetarische Einflüsse verschiedener Art zuführt und daß es dazu dient. Aber auch die Erde wächst. wo er durch sie nicht mehr wachsen 448 . daß es mit ihr als Ausgangspunkt möglich ist. Das gewöhnliche Wissen bringt es mit nichts in Zusammenhang und zieht keine Schlüsse aus der Tatsache seiner Existenz. empfindlicherer Aufnahmsapparat notwendig. Etwa ein Jahr später. die wir zu kennen glauben.lag mir sehr. Die planetarischen Einflüsse. aber später kommt eine Zeit. Aber Sie sollten bereits verstanden haben. die ihm durch organisches Leben einer bestimmten Qualität vermittelt wird. und es ihm ermöglicht. „Für das gewöhnliche Wissen". Wir haben schon früher gesagt. bei dem „organischen Leben auf Erden". Und ich erkannte. sagte er. sind ungenügend geworden. sie bedarf der Auf nähme feinerer Einflüsse. Als wir bei einer Gelegenheit von dem geordneten Zusammenhang von allem im Weltall sprachen. viel Neues und Unerwartetes zu finden. zu wachsen und stärker zu werden. genau wie es nicht ohne sie bestehen kann. Gleicherweise kann auch der Mond zu einer Zeitspanne mit Nahrung befriedigt werden. „ist das organische Leben eine Art zufälligen Zusatzes. in Dingen. alles erfüllt einen bestimmten Zweck. ist ein feinerer. nicht der Größe nach. stellte ich eine Tabelle der Zeit in den verschiedenen Kosmen auf. während ich die Idee der Kosmen im Zusammenhang mit dem Problem der Zeit entwickelte.

so kommen auch die anderen zu einem Stillstand. Das Ende dieses Zweiges. sie hängt von der harmonischen und richtigen Wirkung ihrer eigenen Gewebe ab. daß das organische Leben. um seinem Zweck zu entsprechen. diesen Hunger zu stillen. Alles. daß entweder das Wachstum des ganzen Schöpfungsstrahls zum Stillstand kommt oder daß er einen anderen Weg für sein Wachstum finden. Aber die Vollendung dieses Wachstums ist überhaupt nicht gewährleistet. Wenn dieses organische Leben verschwindet oder stirbt. der neue Sprößlinge treibt. wird der ganze Zweig sofort verwelken. Das gleiche.kann und anfängt. wenn auch langsamer. wie wir ihn angenommen haben. was man über den Schöpfungsstrahl oder seinen Teil Erde—Mond sagen kann. eine Art seitlichen Zweiges entwickeln muß. der Erde und des Mondes entsprechenden Stufe stehen muß. wenn er weder neue Schößlinge treibt noch diese zu treiben verspricht. Das organische Leben auf Erden ist eine mannigfaltige Erscheinung. dann bedeutet das. der jenseits des organischen Lebens liegt. sonst erfüllt es nicht seine Funktion. wie jedem gesonderten Zweig eines großen Baumes. „Wir müssen daran denken. ein wachsender Zweig. in der die gesonder- 449 . Daran muß man denken.und Wachstumsmöglichkeit gegeben. Daraus folgt. sich entwickeln und auf einer den Bedürfnissen der Planeten. Das bedeutet. ist der Mond. entspricht nicht seinem Zweck. wie das Wachstum des Mondes vom organischen Leben auf Erden bedingt wird. daß das Wachstum des Schöpfungsstrahls vom organischen Leben auf Erden abhängt. Das organische Leben muß imstande sein. muß geschehen. vom Absoluten bis zum Mond wie der Zweig eines Baumes ist. seiner Evolution aufgehalten wird und die an es gestellten Forderungen nicht erfüllen kann. Wenn die Entwicklung eines Gewebes aufhört. bezieht sich auch auf das organische Leben auf Erden. jedenfalls der Teil des Zweiges. Wenn der Mond nicht wächst. Der Zweig kann verwelken. Dem Schöpfungsstrahl oder sagen wir dem Teil Erde—Mond ist genau die gleiche Entwicklungs. hungrig zu werden. daß der Schöpfungsstrahl. Gleichzeitig ersehen wir aus dem früher Gesagten. wenn das organische Leben in seiner Entwicklung.

Vorläufig wollen wir die Menschheit als Ganzes betrachten. In jeder gesonderten Entwicklungszelle gibt es sich entwickelnde Teile und Teile. soweit wir sie historisch kennen. sich zu entwickeln. Mond und Menschheit befinden. Wenn sich die Menschheit nicht entwickelt. für den sie geschaffen wurde. daß diese Entwicklung niemals gewährleistet ist: sie ist nur möglich und kann in jedem Augenblick und an jeder Stelle aufhören. auf welcher Stufe der ihnen möglichen Entwicklung sich Erde.ten Teile voneinander abhängen. Gleichzeitig wird die Menschheit. Wir können dies nicht wissen. und es gibt Gewebe. und kann daher zerstört werden. Oder. aber hiervon werden wir später sprechen. die sich entwickeln. die als Nahrung für die sich entwickelnden dienen. Auch die Menschheit hat einen Entwicklungsteil. Dann gibt es innerhalb der sich entwickelnden Gewebe sich entwickelnde Zellen und Zellen.Ende des Zweiges' wächst. wenn sie aufhört. die entsprechende Entwicklung des organischen Lebens abzuwarten oder nicht. die sich entwickeln. die als Nahrung und Medium für jene dienen. Somit kann die Beendigung der Entwicklung die Vernichtung der Menschheit bedeuten. daß die Entwicklung des organischen Lebens aufhören und dies wiederum das Wachstum des Schöpfungsstrahls zum Stillstand bringen wird. „Wir haben keine Anhaltspunkte. „Der sich entwickelnde Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. für den Zweck. daß die Anzahl von Möglichkeiten niemals unbegrenzt ist. daß die Menschheit sich in einem Kreis bewegt. daß das . so bedeutet das. genauer gesprochen. Aber man muß immer und in allem daran denken. in welcher Periode der planetarischen Entwicklung wir uns befinden und ob Mond und Erde Zeit haben. Aber wissende Menschen mögen natürlich genaue Kenntnis davon haben. Allgemeines Wachstum ist nur unter der Bedingung möglich. das heißt sie mögen wissen. „Gleichzeitig müssen wir bei der Prüfung des Lebens der Menschheit. zugeben. es gibt im organischen Leben Gewebe. aber wir dürfen nicht vergessen. die als Nahrung und Medium für die sich entwickelnden dienen. nutzlos. In einem Jahrhundert zerstört sie 450 . um sagen zu können.

Ein anderer erfindet sofort eine entgegengesetzte Theorie. daß die Menschheit sich in einem Stillstand befindet. Der eine erfindet eine Theorie. hat man allen Grund. Er kann nur an gewissen . und selbst wenn Leute. und der Vorgang wird sich nach mechanischen Gesetzen vollziehen und entwickeln. Allgemein gesprochen. Das Wachstum des Wissens auf einem Gebiet ruft das Wachstum der. die unvermeidliche Zerstörung von allem voraussehen. Unwissenheit auf einem anderen hervor. Stillstand bedeutet. Freiheit in einer Beziehung ruft Sklaverei in einer anderen hervor. Und beide 451 . Zwischen den Wegkreuzungen kann nichts getan werden. und vom Stillstand führt ein gerader Weg zu Niedergang und Entartung. Und sie erfinden verschiedene Theorien. nach der es sich ihrer Meinung nach vollziehen sollte. daß das Leben der Menschheit nicht auf die Weise vor sich geht. zu denken und zu behaupten. so werden wir sehen. was sie in einem anderen geschaffen hat. können sie doch nichts tun. Wenn ein Aberglaube verschwindet. die nach ihrer Meinung das ganze Leben der Menschheit verändern sollten. Das Auftreten einer Eigenschaft ruft unmittelbar das Auftreten einer anderen entgegengesetzten Eigenschaft hervor. etwas getan werden kann. nichts getan wird. und der Fortschritt der letzten hundert Jahre in mechanischen Dingen ging auf Kosten vieler anderer vielleicht viel wichtigerer Dinge.Wegkreuzungen' verändert und auf einen neuen Weg gebracht werden. die der Ansicht sind. der sich auf eine bestimmte Weise vollzieht. Verfeinerung auf der einen Seite verursacht Vulgarität auf der anderen. dann kann auch später nichts getan werden. tritt ein anderer an seine Stelle und so weiter. „Wenn wir uns nun das Oktaven-Gesetz vor Augen halten. bei den Oktaven nannten wir sie die Intervalle mi—fa und si—do. daß ein solcher ausgeglichener Vorgang.alles. die ich eben als Wegkreuzungen bezeichnet habe. Ich wiederhole. daß Fortschritt und Rückschritt sich die Waage halten. „Natürlich gibt es sehr viele Leute. Wenn nun aber ein Vorgang eine . daß nur in bestimmten Augenblicken. nicht in jedem Augenblick nach Belieben verändert werden kann.Kreuzung' überschreitet und nichts geschieht. die an diesem Vorgang teilhaben.

verhält sich ganz analog dem Prozeß der dem einzelnen Menschen möglichen Entwicklung. das heißt der Kraft. die die Menschheit und das organische Leben im Weltprozeß spielen. und bilden sich ein. Sie behaupten. Alles hat in der Natur sein Ziel und seinen Zweck. nämlich jener Entwicklung. für die der Mensch geschaffen ist. die allein die Lage verändern kann. und zweitens die Beseitigung des . und all diese Theorien und der Streit zwischen ihnen stellen zweifellos eine der Kräfte dar. in dem sie sich gegenwärtig befindet.erwarten. Und viele Leute glauben tatsächlich der einen oder der anderen. nämlich die untergeordnete Rolle. Und er beginnt mit der gleichen Tatsache. die Erde. die für die Menschheit als ein Ganzes möglich ist. Intellektuelle Theorien stellen den Menschen in die Mitte von allem. Und die ganze Zeit tauchen neue Theorien auf. Und so ist es mit allen intellektuellen Theorien. Beseitigung der Ungleichheit würde Vernichtung der Entwicklungsmöglichkeit bedeuten. sondern es würde sogar verhängnisvoll sein.Schocks'. aber die Menschen hören nicht auf. dann zieht sie andere 452 . der Mond. sein ganzes Leben zu ändern. hauptsächlich deswegen. seine Nichtigkeit. die Sterne. sowohl die Ungleichheit der Menschen als auch ihr Leiden. die ihrerseits wieder entgegengesetzte Theorien verursachen. nämlich eine gewisse Gruppe von Zellen wird allmählich bewußt. das heißt sein Leben auf vernünftigen Grundsätzen aufzubauen. es sei möglich. an ihre eigenen Theorien oder die anderer Leute zu glauben. wenn sie verwirklicht würden. die die Menschheit in dem Zustand festhalten. sein vorübergehendes Dasein und anderes. alles besteht für ihn. Beseitigung des Leidens würde erstens die Beseitigung einer ganzen Reihe von Wahrnehmungen bedeuten. ein Mensch sei nach Belieben fähig. Nebenbei sind all diese Theorien für das allgemeine Wohl und die allgemeine Gleichheit nicht nur nicht zu verwirklichen. „Der Prozeß der Entwicklung. All diese Theorien sind zweifellos ganz phantastisch. Sie vergessen sogar die verhältnismäßige Kleinheit des Menschen. Das Leben nimmt natürlich seinen eigenen Lauf. etwas zu tun. weil sie das Wichtigste nicht in Betracht ziehen. die Sonne. daß alle ihnen glauben.

sagte G. auch vereinen und wenigstens für eine gewisse Zeit vom Kampf gegen den Evolutionsprozeß leben. die manchmal . Im 453 . In der Menschheit sowohl wie im Einzelmenschen beginnt alles mit der Bildung eines bewußten Kerns. Ich habe dies aufgezeichnet. Woher kommt dieses Bewußtsein? Natürlich vom Evolutionsprozeß.Mechanisiertheit'. wird aber schon beim nächsten Schritt mechanisch — und wird mehr und mehr mechanisch." „Kann man sagen. Jedes Anhalten verursacht eine Trennung vom Grundprozeß. nämlich daß es nur zwei kämpfende Kräfte in der Welt gibt — . daß es eine bewußte Kraft gibt.Involution' und . Der Unterschied zwischen ihnen ist der folgende: ein Involutionsvorgang beginnt bewußt im Absoluten. die gegen die Entwicklung der Menschheit ankämpft?" fragte ich. Es gibt zwei Prozesse. genau wie alle mechanischen Gewohnheiten. „Woher kann diese Kraft kommen?" fragte ich. macht sie sich untertänig und bringt allmählich den ganzen Organismus dazu. Geschmacksrichtungen und Schwächen gegen das bewußte Selbst-Erinnem im Menschen ankämpfen. Das ist Entwicklung.Zellen an. wird aber mehr und mehr bewußt. Alle mechanischen Kräfte des Lebens kämpfen gegen die Bildung dieses bewußten Kems in der Menschheit. Der Evolutionsprozeß muß ohne Unterbrechung fortschreiten. und es kann keine andere Art von Entwicklung geben. während er sich entwickelt.Bewußtsein' und ..Evolution' genannt werden. „Von einem gewissen Gesichtspunkt aus kann man es sagen". ein Evolutionsprozeß beginnt halbbewußt. während er sich entwickelt. So können sich abgetrennte Fragmente von Bewußtsein. zu trinken und zu schlafen. die in ihrer Entwicklung aufgehalten wurden. „und es kann für uns im Augenblick keine praktische Bedeutung haben. dies zu erklären". ihren Zielen zu folgen und nicht nur zu essen. antwortete G. Jedoch Bewußtsein und bewußter Widerstand gegen den Evolutionsvorgang können in gewissen Augenblicken auch beim Involutionsvorgang auftreten. weil es seinen früheren Worten zu widersprechen scheint. „Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen.

„Können wir zum Beispiel sagen. Das Leben wird von den am wenigsten Bewußten. „Können wir sagen. jedes Mittel zu verwenden. Und wenn wir uns an die vollständige Analogie zwischen Menschheit und Mensch erinnern. festzustellen. neue Feindschaften. daß wir im Leben ein Übergewicht der besten. die nur einen zeitweiligen Erfolg ergeben. neue Mißverständnisse. daß die Kräfte. sogar solche. „So gibt es in der gegenwärtigen Lage der Menschheit überhaupt nichts. wenn diese auch natürlich nicht mit jenen. Die Ursache hierfür ist. die die Evolution leiten. zur Vereinigung hin beobachtet werden können? Natürlich nichts dergleichen. was auf eine sich vollziehende Evolution hinweist. die Anzeichen dafür festzustellen.Grunde macht dies den Evolutionsprozeß nur interessanter. ob die Menschheit als evolvierend betrachtet werden kann. Für uns ist es nur wichtig. Im Gegenteil. diese Frage hat für uns keine praktische Bedeutung. daß das Leben von einer Gruppe bewußter Menschen gelenkt wird? Wo sind sie? Wer sind sie? Wir sehen genau das Gegenteil. wenn wir die Menschheit mit einem Menschen ver- 454 . Die widerstrebenden Kräfte sind in ihrer Wahl von Mitteln nicht begrenzt und immer imstande. „Aber wie ich schon gesagt habe. welche den Evolutionsprozeß lenken. Im Gegenteil. in anderen Worten. eine begrenztere Auswahl von Mitteln haben. und als Endergebnis sowohl die Evolution als auch die Involution an der fraglichen Stelle vernichten. zu vergleichen sind. wird es nicht schwer sein. den am tiefsten Schlafenden gelenkt. Anstatt gegen mechanische Kräfte zu kämpfen. wann eine Evolution beginnt und wann sie sich vollzieht. sie können nur gewisse Mittel und gewisse Methoden verwenden. stärksten und mutigsten Elemente beobachten können? Nichts dergleichen. Wir sehen nur neue Spaltungen. kann es in gewissen Augenblicken einen Kampf gegen den absichtlichen Widerstand ziemlich mächtiger Kräfte geben. „Können wir sagen. Diese widerstrebenden Kräfte können manchmal sogar siegen. daß im Leben Bestrebungen zur Einheit hin. wir sehen ein Übergewicht von Gemeinheit und Dummheit aller Art.

der sie unfähig macht. daß sie alle einander kennen?" fragte der Betreffende wieder. was ich bisher gesagt habe. betrifft die ganze Menschheit. seine Sklaverei gern zu haben. Und das ist das Schrecklichste. Oder. daß die Sklaverei des Menschen wächst und zunimmt. die Evolution der Menschheit kann sich nur durch die Evolution einer gewissen Gruppe vollziehen. die Führung einer bewußten Gruppe anzunehmen. „Die zeitgenössische Kultur verlangt Automaten. „Das wissen nur sie selbst"." „Wieviele Leute könnte es in dieser bewußten Gruppe geben?" fragte jemand. sagte G. jedenfalls ganz ungenügend. die ihrerseits den Rest der Menschheit beeinflussen und führen wird. die inmitten einer Menge 455 . wenn wir es von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. wo dies alles endet und wo es einen Ausweg gibt. Unwirklichen und Fremden auf Kosten des Natürlichen. können wir sagen. „Gleichzeitig hiermit beobachten wir ein Wachstum des Automatischen. daß es solch eine Gruppe gibt? Vielleicht können wir es auf Grund einiger Anzeichen. oder ob es überhaupt ein Ende und einen Ausweg gibt. was einem Menschen geschehen kann. Wirklichen und Eigenen. Er braucht keine Ketten mehr. um den Rest der Menschheit zu unterjochen. „Heißt das. zu sagen. Teile von Maschinen.gleichen. „Können wir sagen. daß es zwei oder drei Menschen gibt. „Wie könnte es anders sein?" fragte G. das heißt ein Wachstum des Künstlichen. Aber wie ich vorher betonte. Er fängt an. daß es eine sehr kleine Gruppe ist. Und die Menschen verlieren zweifellos ihre erworbenen Gewohnheiten der Unabhängigkeit und werden Automaten. Es ist unmöglich. dann können wir ganz klar das Wachstum der Persönlichkeit auf Kosten des Kerns beobachten. daß die Menschheit sich in einem Zustand befindet. aber jedenfalls müssen wir zugeben. „Stellen Sie sich vor. „Alles. Der Mensch wird ein williger Sklave. Eines allein ist sicher. auf sie stolz zu sein.

Aber zweihundert bewußte Menschen. Wie viele sind es? Wir wissen es nicht und können es nicht wissen. oder vielleicht schlafen die anderen Menschen zu fest.schlafender Leute wach sind. daß die ganze Menschheit. bevor wir nicht werden wie sie. Erstens planetarische Einflüsse.Ich'. die aus den inneren Kreisen der Menschheit herrühren. können sie nicht kennen. stellt in Wirklichkeit nur den äußeren Kreis der Menschheit dar. „So können wir uns vorstellen. deren Dasein und Bedeutung die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr vermuten. nämlich die gesamte historische und prähistorische Menschheit. „Früher. zu der wir gehören. die schlafen. wiesen wir darauf hin. sowohl die uns bekannte als auch die uns unbekannte. volle Beherrschung dieser Bewußtseinszustände. 456 . das heißt ein unteilbares . als sie planetarische Einflüsse vermuten. dieser Kreis besteht aus Menschen. durch Kräfte aus zwei verschiedenen Quellen gelenkt wird. alle Formen des dem Menschen möglichen Bewußtseins. so wie die Wissenschaft und Zivilisation sie kennt. jeder von ihnen hat im vollsten Ausmaße Individualität. als wir über die Geschichte der Menschheit sprachen. wenn sie existierten und es für notwendig und gerechtfertigt hielten. daß das Leben der Menschheit. die vollständig mechanisch wirken und von den menschlichen Massen genau wie vom Einzelmenschen ganz unwillkürlich und unbewußt aufgenommen werden. sozusagen aus verschiedenen konzentrischen Kreisen besteht. „Der innere Kreis wird der . die die höchste dem Menschen erreichbare Entwicklung erlangt haben.esoterische' genannt. daß jeder Mensch nur auf seiner eigenen Seinsstufe sehen kann. Es wurde schon früher ganz klar gesagt. könnten das ganze Leben auf der Erde verwandeln. Sicherlich werden sie einander kennen. „Wir haben die Probleme der Esoterik berührt. zu der wir gehören. „Die Menschheit. Sie können nichts tun. innerhalb dessen es mehrere andere Kreise gibt. Aber jene. und ferner Einflüsse. oder es ist vielleicht die Zeit noch nicht gekommen. Aber entweder gibt es noch nicht soviele oder sie wollen es nicht. das ganze dem Menschen erreichbare Wissen und einen freien und unabhängigen Willen.

die sich nicht in ihrem Tun ausdrückt. die zu diesem Kreis gehören. wird die Menschheit gewöhnlich nur in zwei Kreise gegliedert und der •exoterische Kreis' im Gegensatz zum esoterischen als das gewöhnliche Leben betrachtet. Ein Mitglied des mesoterischen Kreises berechnet. „Den nächsten Kreis nennt man den . die die Existenz der Esoterik anerkennt. Ihr Verstehen kann nicht in Taten zum Ausdruck kommen. keine Unterschiede im Verstehen zwischen ihnen geben. „Der dritte Kreis wird der . die bisher in ihrem Tun noch keinen Ausdruck gefunden haben. wie wir sehen. Natürlich bezieht sich dies auf ein Wissen kosmischer Art. Aber wie schon gesagt.was ihrer Erkenntnis entgegengesetzt ist. ein Mitglied des exoterischen Kreises kontempliert.mesoterischen'.exoterische' genannt. weil es der äußere Kreis des inneren Teils der Menschheit ist. Was einer versteht. besitzen alle Eigenschaften der Mitglieder des esoterischen Kreises mit dem einzigen Unterschied. In Wirklichkeit ist. das heißt den mittleren. verstehen alle anderen. daß ihr Wissen mehr theoretisch ist. ist dieses Verständnis im Vergleich zum Verständnis des esoterischen Kreises etwas mehr theoretisch. weil sie auf einem gemeinsamen und gleichen Verstehen beruht. Aber es kann zwischen ihnen keine Unterschiede im Verständnis geben. Jedoch ihr Verstehen ist genau so exakt und deswegen mit dem Verstehen der Menschen des esoterischen Kreises identisch. sie können keine Erkenntnis haben. das heißt der äußere. Die Menschen. die zu diesem Kreis gehören. Zwischen ihnen kann es keine Zwietracht. Infolgedessen ist ihre Tätigkeit vollständig koordiniert und führt zu einem gemeinsamen Ziel ohne jede Art von Zwang. das heißt es ist abstrakter als das Wissen des mesoterischen Kreises. Menschen. Sie wissen und verstehen viele Dinge. wissen vieles von dem. und alle verstehen auf die gleiche Weise wie einer. Der eine versteht auf die gleiche Weise wie alle anderen. kein Mißverständnis geben. was die Menschen der esoterischen und mesoterischen Kreise wissen. der 457 . Sie wissen mehr als sie tun. Gleichzeitig kann es keine Zwietracht. aber ihr Wissen über die Kosmen hat einen mehr philosophischen Charakter. „In der Literatur.

Jeder versteht auf seine Weise und alle verstehen verschieden. wo das Verstehen anfängt. durch welche die Menschen des mechanischen Kreises eindringen können.äußere Kreis' ist der Kreis der mechanischen Menschheit. der wir zugehören und die wir allein kennen. Wenn sich Menschen. können wir uns auf dem Umfang des dritten inneren Kreises. „Der . in den exoterischen Kreis einzudringen. das heißt der Kreis. der Weg der Menschen Nummer eins. „Wenn wir uns die Menschheit in Form von vier konzentrischen Kreisen vorstellen. Dieser Kreis wird manchmal der Kreis der . die diesem Kreis angehören. „Der erste Weg ist der Weg des Fakirs.exoterische Kreis' sehr weit von uns entfernt. Das erste Zeichen dieses Kreises ist es.Esoterik'. wo keiner den anderen versteht und sich auch keine Mühe macht. Und diese Menschen werden sich des mangelnden Verstehens gewöhnlich in ganz verschiedenen Formen bewußt. zu verstehen und verstanden zu werden. In diesem Kreis ist außer in seltenen..Verwirrung der Zungen' genannt. kein gemeinsames Verständnis möglich. „Diese vier Tore entsprechen den früher beschriebenen vier Wegen. verstanden zu werden. in dem jeder seine eigene besondere Sprache spricht. 458 . außerordentlichen Augenblicken oder in Dingen ohne große Bedeutung. „Die Möglichkeit zu verstehen hängt also für die Menschen von der Möglichkeit ab. Für den gewöhnlichen Menschen ist er schon . denn das gemeinsame Verständnis beginnt erst im exoterischen Kreis und ist nur dort möglich. die auf ein bestimmtes Wesen beschränkt sind. der instinktivbeweglich-sinnlichen Menschen ohne viel Verstand und ohne viel Herz. nämlich des exoterischen Kreises. vier Tore vorstellen. des allgemein mangelnden Verständnisses bewußt werden und sich danach sehnen. daß es unter den ihm zugehörigen Menschen kein gemeinsames Verstehen gibt und auch nicht geben kann. daß sie eine unbewußte Tendenz zum inneren Kreis haben. dann bedeutet dies. der Menschen des physischen Körpers.

den diejenigen gehen können.oder dreitausend Jahren gab es noch andere Wege. „Der vierte Weg besteht nie ohne irgendwelche Arbeit einer bestimmten Bedeutung. dem Weg des Mönches und dem Weg des Yogi. „Abgesehen von diesen drei Wegen gibt es einen vierten Weg. unterscheiden sie sich äußerlich nur wenig von religiösen Schulen.„Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. Herz und Körper dürfen nicht besonders stark sein. der Weg der Menschen Nummer zwei. daß sie an bleibende Formen gebunden sind. die durch lange Perioden der Geschichte fast unverändert bestanden haben. Dies ist der Weg des Denkens. denen die drei ersten nicht offenstehen. sie standen einander viel näher. Er hat keine bestimmte Form und es gibt keine mit ihm verbundenen Institutionen. „Vor zwei. um das herum und im Zusammenhang mit dem er allein bestehen kann. „Der dritte Weg ist der Weg des Yogi. der religiöse Weg. der Weg der Menschen Nummer drei. daß er nie ein bleibender Weg ist. „Der Grundunterschied zwischen den drei ersten Wegen. Und in verschiedenen Geschichtsperioden haben verschiedene Gemeinschaften oder Orden von Fakiren in verschiedenen Ländern bestanden und bestehen sogar noch. Er erscheint und verschwindet wieder nach seinen eigenen ihn lenkenden Gesetzen. „Der vierte Weg unterscheidet sich von den alten und neuen Wegen durch die Tatsache. das heißt der Gefühlsmenschen. und dem vierten Weg besteht in der Tatsache. verschwindet der vierte Weg. sonst könnten sie ein Hindernis auf diesem Wege bilden. das heißt er verschwindet an 459 . die es jetzt nicht mehr gibt. Denken und Körper sollten hier nicht zu stark sein. nämlich dem Weg des Fakirs. Wo es Yogischulen gibt. Wenn diese Arbeit zu Ende ist. das heißt. Diese drei traditionellen Wege sind innerhalb der Grenzen unserer historischen Zeitspanne bleibende Wege. wenn das gestellte Ziel erreicht ist. und die jetzt bestehenden Wege "waren noch nicht so scharf voneinander getrennt. ohne irgendein Unternehmen. Die Grundlage dieser Institutionen ist die Religion.

sich bewußte Mitarbeiter zu schaffen. beginnen auf die eine oder andere Weise ihre eigene persönliche Arbeit. und die Möglichkeit erlangt haben. „Aber manchmal geschieht es. hängt von vielen Umständen und Bedingungen ab. desto schneller kann er für sie nützlich werden und desto mehr kann er für sich selbst daraus gewinnen. Aber die Hoffnung. Sie bestehen nie an sich als Schulen zum Zwecke der Erziehung und Belehrung. „Die Arbeit der Schulen des vierten Weges hat viele Formen und viele Bedeutungen. Schulen des vierten Weges bestehen für die Bedürfnisse der Arbeit. die Möglichkeit. die ausgeführt wird. auf dem Weg unabhängig fortzukommen. was zu lernen möglich war. die im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Unternehmen ausgeführt wird. verlassen die Bühne. wie auch die Möglichkeit. aus dieser Gelegenheit Nutzen zu ziehen.dem betreffenden Platz. „Je schneller ein Mensch das Ziel der Arbeit. als die Arbeit andauert. einen Weg zu finden. was das Grundziel der Arbeit ist. die um die Arbeit herum waren. verschwindet in der betreffenden Form und besteht vielleicht in einer anderen Form an anderer Stelle weiter. „Auf dem vierten Wege kann in keiner Arbeit mechanische Hilfe gebraucht werden. die nur ihre äußere Seite kannten und die ganze Arbeit von diesem äußeren Aspekt aus sahen. und somit ist es die erste Aufgabe derjenigen. die die Arbeit begonnen haben. daß nach Schließung der Schule eine Anzahl Leute übrigbleibt. die eine solche Arbeit beginnen. die der Mensch hat. werden die Schulen geschlossen. „Ohne an sich selber oder an der Richtigkeit ihrer Schlüsse und 460 . „Aber ganz gleich. Inmitten der gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die einzige Hoffnung. Wenn die Arbeit getan ist. Diejenigen von ihnen. begreift. die Schulen bestehen nur solange. die gelernt haben. auf Arbeit dieser Art zu stoßen. Der mechanische Mensch kann keine bewußte Arbeit vollbringen. auf solche eine Arbeit zu stoßen. Die Menschen. Nur bewußte Arbeit kann in allen Unternehmungen des vierten Weges nützlich sein.

das größer als das Leben ist. Um sie fortzusetzen. kann die Wahrheit nur in Form einer Lüge zu den Menschen kommen — nur in dieser Form sind sie fähig. Wir wissen praktisch gar nichts über die richtigen Schulen. sie zu verdauen und sich einzuverleiben. die Idee der Initiation. zu unterscheiden. und auch das nur dann. und geben dieselben Versprechungen. zu hören und zu erfahren. die vollständig im materialistischen Leben versunken ist. die Arbeit fortzusetzen. was wir über die verschiedenen Arten von okkulten. die sie ausführen. ebensosehr für die Zwecke ihres eigenen Daseins als für die Zwecke der Arbeit kosmischen Charakters. lehren die Menschen. auf solche Nachahmungen. wo das Wirkliche endet und die Nachahmung beginnt Genau genommen bezieht sich fast alles. und wenn es nicht diese pseudo-esoterischen Schulen gäbe. und Schulen. mit Ausnahme der Ergebnisse ihrer Arbeit. hätte die überwältigende Mehrheit der Menschen überhaupt keine Möglichkeit. Sogar die Grundidee der Esoterik. Freimaurer. Auf Grund der vielen Eigentümlichkeiten des menschlichen Wesens. die sie selber bekommen haben. nur in dieser Form sind sie fähig. Aber wenn wir auf die Geschichte zurückschauen. All dies kann natürlich nur eine äußere Nachahmung sein. erreicht die Menschen in den meisten Fällen über pseudo-esoterische Systeme und Schulen. die Ergebnisse richtiger Arbeit von Fälschungen und Nachahmungen zu unterscheiden. vom Bestehen von etwas.und alchimistischen Schulen wissen. sie aufzunehmen. Unverhüllte Wahrheit würde für sie eine unverdauliche Nahrung bilden. ist es uns fast unmöglich. wenn wir fähig sind. weil die Wahrheit in ihrer reinen Form ihnen unzugänglich ist. „Außerdem Endet sich manchmal ein Wahrheitskömchen in un- 461 . entschließen sie sich.ihres Verständnisses zu zweifeln. eine gewisse Anzahl von Menschen zu erziehen. was sie selber gelernt haben. vor allem des zeitgenössischen. „Aber solche pseudo-esoterische Systeme spielen auch in der Arbeit und Tätigkeit esoterischer Kreise eine Rolle. Sie sind nämlich das Zwischenglied zwischen einer Menschheit. die daran interessiert sind. bilden sie neue Schulen.

wird uns auch in vollständig falscher Form vermittelt. Aber wie kann man sie erkennen? Wenn Sie hineinkommen.veränderter Form in pseudo-esoterischen Bewegungen. „Esoterische Schulen. Es mag in ihren Schriften. ohne erkannt zu werden. Über den dritten und vierten Hof erfahren Sie nicht einmal etwas. Zugang zum zweiten Hof haben nur Menschen einer gewissen Kaste oder solche mit besonderer Erlaubnis. manchmal als Ausnahme sogar Leute einer anderen Religion und Europäer. die es vielleicht in einigen Ländern des Ostens gibt. Die Gläubigen haben gewöhnlich zum ersten äußeren Hof Zugang. weil sie im Gewand gewöhnlicher Klöster und Tempel bestehen. Eines von Dutzenden von Klöstern ist eine Schule. Und Sie können tatsächlich dieselbe Ordnung in allen Tempeln beobachten. ermöglichen es esoterischen Schulen. sie gehörten zu einer besonderen Kaste. „Die Idee der Initiation. Die tibetanischen Klöster sind gewöhnlich in Form von vier konzentrischen Kreisen oder vier konzentrischen Höfen. Aber dies wissen Sie nicht. zu existieren. in kirchlichen Religionen. ihren Überlieferungen. Die indischen Tempel. vor allem die in Südindien. ihren Dogmen und in ihren Vorschriften aufbewahrt sein. die es mit kleineren Abweichungen überall gibt. man sagt Ihnen. eines im anderen enthalten. Zugang zum dritten Hof haben nur dem Tempel zugehörige Menschen und Zugang zum vierten nur Brahmanen und Priester. können Sie einen esoterischen Tempel oder ein esoterisches Kloster nicht von einem gewöhnlichen unterscheiden. Zum zweiten haben nur Schüler Zugang. in okkulten und theosophischen Schulen. sind schwer zu finden. werden Sie nur in den ersten Hof gelangen. sind nach demselben Plan gebaut. und wenn man es Ihnen nicht sagt. auf 462 . Organisationen dieser Art. ihren Auffassungen von Hierarchie. die durch hohe Mauern getrennt sind. gebaut. die wir über die alten Mysterien besitzen. Die Mysterien stellten einen besonderen Weg dar. das heißt nicht pseudo-esoterische Schulen. Die Legenden über die äußeren Riten der Initiation wurden aus Bruchstücken von Nachrichten gescharfen. ihren Riten. die uns über pseudo-esoterische Systeme erreicht. jedoch in Form von Vierecken.

nämlich die Initiation. eine Wandlung des Seins hängt nur von der Arbeit ab. und die muß der Mensch an sich selbst tun. gekennzeichnet. Man glaubt. Und nur in pseudo-esoterischen Systemen. Inneres Wachstum. indem er in ein Sakrament verwandelt wird. Dies gehört wiederum zur Psychologie eines Nachahmungsweges. Aber eine Wandlung des Seins kann nicht durch irgendwelche Riten bewirkt werden." 463 . „Der Übergang von einer Seinsstufe zu einer anderen wurde durch gewisse Darstellungs-Zeremonien. In Wirklichkeit gibt es nur Selbst-Initiation. beginnt man den Riten eine unabhängige Bedeutung zuzusprechen. Es gibt keine äußere Initiation und kann sie auch gar nicht geben. Riten sind nur das Kennzeichen einer vollendeten Wandlung. Systeme und Schulen können auf Methoden und Wege hinweisen. die er selbst tun muß. in denen es nichts anderes als diese Riten gibt. die in allegorischer Form den gesamten Weg der Entwicklung von Mensch und Welt darstellten. dem Eingeweihten gewisse Kräfte vermittelt. daß ein Ritus. aber kein System oder keine Schule kann für einen Menschen die Arbeit tun.welchem neben einer schwierigen und langen Studienperiode theatralische Darstellungen einer besonderen Art gegeben wurden.

sie nicht zu bemerken. klar. wie die Beobachtung von Geschehnissen dieser Zeitspanne. den Krieg zu galvanisieren. dem Geschehen Einhalt zu gebieten. In erster Linie war es jedem. ohne den Anschein zu erwecken. begann die Lage in Rußland recht düster auszusehen. den Krieg fortzuführen. uns wie durch ein Wunder von den „Ereignissen" femgehalten. Bis dahin hatten wir. Im weiteren Verlauf werde ich die Dinge erwähnen. und wir konnten nicht länger umhin. und zwar durch sich selbst. die. Es ist keineswegs meine Aufgabe. 464 . obwohl sie erst dunkel dämmerte. Außerdem hätte nichts so guten Stoff für das Studium der „Mechanisiertheit" von Ereignissen geben können. Andererseits war dies jedoch eine so außergewöhnliche Zeit. die Geschehnisse zu schildern oder zu analysieren. sie rückten jedem von uns persönlich näher. Nun rückten uns die „Ereignisse" näher. durch irgendeine innere Müdigkeit und durch die Einsicht der Sinnlosigkeit all dieses Grauens. der sehen konnte und wollte.SECHZEHNTES KAPITEL D amals. im November 1916. daß ich nicht ganz vermeiden kann. Gleichzeitig war es unmöglich. und in Wirklichkeit war es nie so klar. konnten zu irgendeinem Ergebnis führen. ich meine. daß der Krieg zu Ende ging. die von dem Willen irgendeines Menschen abzuhängen schienen oder scheinen konnten. das heißt von dem gänzlichen und vollständigen Fehlen irgendeines Willenselementes. Keine Versuche irgendwelcher Art. Niemand glaubte mehr an irgendwelche Schlagworte. trotzdem schon feste Wurzeln gefaßt hatte. ich sei sowohl blind als auch taub gewesen. die Vorkommnisse in unserer Umgebung zu erwähnen. jedenfalls die meisten von uns. daß alles geschieht und daß niemand etwas tut. Jedoch auch dies war Täuschung. und alle Gespräche über die Notwendigkeit.

oder die Notwendigkeit. Ich war immer der Ansicht. auf eine aktive überzugehen. Alles verlief auf die einzig mögliche Weise und konnte in keiner anderen Weise verlaufen. daß alles einem unbekannten Ende zusteuerte.'s System uns ein gewisses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. zu viele fürchteten sie. wie wir ohne es leben und in dem Labyrinth all der bestehenden Widersprüche unseren Weg finden könnten. nicht nach Petersburg. wissen. wie wir uns inmitten all dieses Chaos fühlen würden. Wir konnten uns nicht mehr vorstellen. seine eigene Hilflosigkeit einzusehen. daß dies sein letzter Winter sein würde? Doch zu viele Menschen haßten diese Stadt. was sie vorbereiteten. wenn wir nicht das System hätten. sich nun jedoch vorbereiteten. Und es war offensichtlich. aber einige Mitglieder unserer Gruppe gingen nach Moskau und brachten bei ihrer Rückkehr neue Diagramme und einige Aufzeichnungen mit. das sogar unfähig war. Besonders berührte mich zu dieser Zeit die Lage berufsmäßiger Politiker der Linken. die bisher eine passive Rolle gespielt hatten. daß niemand die Ereignisse abwenden oder in irgendwelche sichere Kanäle leiten konnte.'s Moskauer Schüler unter seiner Leitung ausgeführt hatten. In zweiter Linie war es klar. und obwohl es klar war. Wir sprachen damals oft davon. daß der Zusammenbruch näherrückte. Um genau zu sein: sie zeigten sich als die Blindesten. gab G. die am wenigsten Vorbereiteten und waren am wenigsten fähig zu verstehen. wohin sie führten. zeigten nur die Hilflosigkeit des menschlichen Denkens. Viele neue Menschen erschienen damals in unserer Gruppe. Ich erinnere mich so gut an Petersburg im letzten Winter seines Bestehens. Wer konnte damals. Diese Zeit kennzeichnet der Beginn der Gespräche über die Arche Noah. das mehr und mehr unser Eigen wurde. den Krieg zu beenden. daß der Mythos der Arche Noah 465 . Während der letzten Monate des Jahres 1916 kam G. sogar für sich selbst. selbst bei Annahme des Schlimmsten. Unsere Versammlungen gingen weiter. die G. und ihre Tage waren gezählt. daß niemand irgend etwas aufhalten konnte. was sie wirklich taten.

den Grad der Intelligenz und des Bewußtseins festzustellen. desto weniger intelligent ist er. Und je dichter die Schwingungen. Wir müssen nun erkennen.Tabelle der Wasserstoffe' als eine Tabelle der Schwingungen und Dichtigkeiten von Stoffen betrachtet. „Bisher haben wir". Das System selbst war eine „Arche". uns zur Zeit der „Sintflut" zu retten. alles ist auf seine eigene Weise intelligent und bewußt. in der wir darauf hoffen konnten.eine esoterische Allegorie sei. Die Geschwindigkeit der Schwingungen eines bestimmten Stoffes zeigt jedoch seinen Intelligenz-Grad an. daß dieser Mythos nicht nur eine Allegorie der allgemeinen Vorstellung von Esoterik war. sondern gleich2eitig auch ein Plan jeder esoterischen Arbeit unter Einschluß unserer eigenen. desto weniger bewußt. die in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen. während sie hilft. desto bewußter und intelligenter ist der Stoff. worüber er bisher gesprochen hatte. weil der Bewußtseinsgrad dem Dichtigkeitsgrad oder der Geschwindigkeit der Schwingungen entspricht Das bedeutet: je dichter der Stoff. gleichzeitig dazu. Viele in unserer Gemeinschaft hatten nun zu sehen begonnen. Bei einem der ersten Gespräche zeigte er uns eine vollständig neue Seite alles dessen. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. „Die »Tabelle der Wasserstoffe' dient. wo die Schwingungen aufhören. kam erst Anfang Februar 1917. Nur drückt sich dieses Bewußtsein und diese Intelligen2 auf verschiedenen Seins-Stufen — das heißt in verschiedenen Skalen — auf verschiedene Weise aus. es gibt nur verschiedene Grade und Stufen des Belebtseins. G. Zum Beispiel haben wir bisher nicht von der Intelligenz oder dem Bewußtsein des Stoffes gesprochen. Alles lebt auf seine eigene Weise. 466 . Sie dürfen nicht vergessen. daß die Dichtigkeit der Schwingungen und die Dichtigkeit des Stoffes viele andere Eigenschaften des Stoffes anzeigen. sagte er. Aber Sie müssen ein für allemal verstehen. „Wirklich toter Stoff beginnt da. „die . die Dichtigkeit des Stoffes und die Geschwindigkeit der Schwingungen zu bestimmen. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt.

wievielmal dieser oder jener . machte eine Zeichnung. Das heißt. „Wie der Grad der stofflichen Dichtigkeit mittels der . dies ist sozusagen der .Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen auf der Erdoberfläche beschäftigen wir uns nicht mit totem Stoff.Wasserstoffe'. da sich die Tiere wesentlich vom Menschen unterscheiden. so auch der Grad der Intelligenz. ist lebendiger Stoff und auf seine eigene Weise intelligent." G.allgemeine Wasserstoff aller der . die aus vielen . der seinen Schwerpunkt bildet.Wasserstoff intelligenter ist als ein anderer. „Der Wurm besteht aus nur einem Stockwerk. bestimmen wir nicht nur ihre Dichtigkeit. Bisher haben wir nur über den Menschen gesprochen. beruht auf dem Prinzip.Tabelle der Wasserstoffe' zur Bestimmung verschiedener Eigenschaften von Dingen und von lebenden Geschöpfen. Die höchsten uns bekannten Tiere bestehen aus zwei Stockwerken und die niedrigsten aus nur einem Stockwerk. wievielmal ein . sondern wir können auch sagen.Tabelle der Wasserstoffe' verschiedene Stellen einnehmen. der uns bekannt ist. „Die Verwendung der .Wasserstoff gibt. aus denen ein Geschöpf oder Ding besteht. Und wir haben den Menschen als eine dreistöckige Struktur angenommen. „Der Mensch besteht aus drei Stockwerken. Die Seinsstufe ist in erster Linie durch die Anzahl der Stockwerke in der Maschine bestimmt. „Das Schaf besteht aus zwei Stockwerken. Wir können nicht gleichzeitig vom Menschen und vom Tier sprechen. Um diesen . Und wir können nicht nur sagen. die innerhalb der .Wasserstoffen' bestehen.Tabelle der Wasserstoffe' bestimmt wird. Zuallererst müssen wir die Seinsstufe des betreffenden Geschöpfes kennen.Wasserstoff dichter oder leichter ist als ein anderer. All der Stoff.allgemeinen Wasserstoff' zu finden. „Gleichzeitig sind das untere und mittlere Stockwerk des Men- 467 . werden wir zuerst von lebenden Geschöpfen sprechen. durch den Vergleich zwischen Stoffen. sondern auch ihre Intelligenz. Und die Wissenschaft kann ihn sich nicht beschaffen. daß es in jedem lebenden Geschöpf und in jedem Ding einen bestimmten .

Im allgemeinen ist der . „Wenn Sie sich an das Diagramm der vier Körper des Menschen erinnern.Wasserstoffe' des oberen Stockwerkes gezeigt wurden.F i g u r 56 Mensch Schaf Wurm sehen sozusagen dem Schaf und das unterste Stockwerk dem Wurm gleichwertig.Wasserstoff 12. Der Schwerpunkt des dritten Körpers ist .Menschen'. daß ein Mensch aus einem Menschen. Aber diese Begriffsbestimmungen sind nur in Einzelfällen wichtig. seine Seinsstufe wird durch die Seinsstufe der Geschöpfe bestimmt. Der Mensch ist ein mannigfaltiges Geschöpf.Wasserstoff 24 und der Schwerpunkt des vierten Körpers ist . So kann man sagen. das heißt des physischen Körpers des Menschen. Der Schwerpunkt des Astralkörpers ist . Das Schaf und der Wurm spielen eine größere oder geringere Rolle im Menschen. 468 . So spielt der Wurm die Hauptrolle in Mensch Nummer eins. aus denen er zusammengesetzt ist. Die Intelligenz vpn . in Mensch Nummer zwei das "Schaf und in Mensch Nummer drei — der Mensch. das wir früher besprochen haben und in dem die durchschnittlichen . einem Schaf und einem Wurm besteht.Wasserstoff 48.Wasserstoff 96. „Der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes im Menschen ist .Wasserstoff 96 bestimmt die durchschnittliche Intelligenz des . und daß ein Schaf aus einem Schaf und einem Wurm besteht.Mensch' durch den Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes bestimmt.

Wasserstoff 1536 und . zeichnete folgendes Diagramm: F i g u r 57 48 96 192 24 48 96 12 24 48 6 12 24 „Der Schwerpunkt des oberen Stockwerkes ist nur um einen . daß die . wievielmal . wievielmal intelligenter ist Jesus Christus als ein Tisch? „Ein Tisch hat keine Stockwerke. „Aber wie ich schon gesagt habe: um mittels der .Tabelle der Wasserstoffe'. welche die erste 469 . „Wenn wir dies als Ausgangspunkt nehmen.Intelligenz' nicht an der Dichtigkeit des Stoffes.Wasserstoff 6. ist es zum Beispiel möglich. sondern in einer ganz anderen Progression. Er befindet sich vollständig zwischen . meine gegenwärtigen Ausführungen zu verstehen. Und der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes ist nur um einen . Dieser ist der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes eines Menschen Nummer acht.Tabelle der Wasserstoffe' die Seinsstufe zu bestimmen.Wasserstoff höher als der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes.Wasserstoff 1536. nimmt man gewöhnlich das mittlere Stockwerk. folgende Probleme zu lösen: „Nehmen wir an.Wasserstoff 6 intelligenter ist als . Mensch Nummer acht ist . werden wir feststellen.Wasserstoff 3072 nach der dritten Skala der . daß Jesus Christus Mensch Nummer acht ist.Wasserstoff' höher als der Schwerpunkt des unteren Stockwerkes. Die Dichtigkeit der Schwingungen vermehrt sich jedoch nicht durch Verdoppelung wie in den Oktaven der ." G.Wasserstoffe'.wird es leichter für Sie sein. Aber wir müssen uns in diesem Zusammenhang daran erinnern. wievielmal intelligenter Mensch Nummer acht ist als ein Tisch. sondern an der Dichtigkeit der Schwingungen erkannt wird. Und wenn wir berechnen können.

so werden Sie in der Lage sein. „Diese Merkmale sind die Seinsmerkmale.Wasserstoff 192. Es gibt kein Wesen auf unserem Planeten. ja sogar höher als 384. in der der Mensch nicht leben könnte. Er nährt sich von . Wenn Sie den genauen Koeffizienten dieser Vermehrung kennen. aber sie lebt in einem Bienenstock in einer Atmosphäre.zahlenmäßig um viele Male übertrifft. daß dieses Problem. Säugetiere. in dem es lebt.Wasserstoff. In der gewöhnlichen Wissenschaft wird die Einteilung nach äußeren Merkmalen vollzogen — Knochen. im exakten Wissen geschieht die Einteilung nach kosmischen Merkmalen.Wasserstoff 768 nähren..Wasserstoff 768. nicht 768. einer für den Menschen ungenießbaren Nahrung. „Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen ist es unerläßlich für Sie. atmet . dieses Problem zu lösen. was es atmet und drittens. gelöst werden kann.Wasserstoff 192 und lebt in . was das Geschöpf ißt. „Dies sind die drei kosmischen Seinsmerkmale. der viel höher ist als 768. Es gibt jedoch Wesen. Art und Gattung eines Geschöpfes mit größter Genauigkeit sowohl bezüglich anderer Geschöpfe als auch nach dem Platz. zweitens. die höher sind als er. Zähne. Wirbeltiere. das ihm gleicht. die für alles Lebendige identisch sind und es uns ermöglichen.Wasserstoff. Tatsächlich gibt es eindeutige Merkmale. Eine Biene nährt sich von einem . 470 . so merkwürdig es auch scheinen mag. Nagetiere usw. Ich möchte nur zeigen. durch das Medium. Tiere wie ein Hund können sich von . vom Gesichtspunkt ihres kosmischen Daseins her zu verstehen. Aber er ist ein Tier einer Art. Die kosmische Seinsstufe jedes lebenden Geschöpfes wird bestimmt durch: „Erstens. die sich von allen anderen Tieren unterscheidet. den es im Weltall einnimmt. „Nehmen wir zum Beispiel den Menschen. nähren. den Grundsatz der Einteilung und Bestimmung von Lebewesen vom kosmischen Gesichtspunkt. Von einem äußeren Gesichtspunkt aus ist der Mensch ein Tier. sondern einem. Funktionen. festzustellen. der 1536 nahekommt. sie können sich aber auch von einem niedrigeren .

die sich nicht für menschliche Nahrung eignen. Eine gebackene Kartoffel ist intelligenter als eine rohe Kartoffel.„Nehmen wir ein anderes Beispiel — einen Mehlwurm. „Ein Fisch nährt sich von .Wasserstoff 192 und teilweise in . sehr umfassende Begriffe sind. und meinten mit diesem . gewinnen wir damit die Möglichkeit für sehr genaue Definitionen. daß diese Substanzen wiederum in verschiedene Gattungen eingeteilt werden können. für das er als Nahrung dienen kann.Wasserstoff 1536. eine rohe Kartoffel oder eine gebackene Kartoffel? Eine rohe Kartoffel kann als Nahrung für Schweine dienen und eine gebackene als Nahrung für Menschen. Er nährt sich von Mehl. daß ein Hund.Wasserstoff* 192 und lebt in . Was zum Beispiel ist von diesem Gesichtspunkt aus intelligenter. der viel gröber ist als . wenn man sie wie wir in Oktaven zusammenfaßt.Wasserstoff. atmet nur teilweise . werden Sie sehen. weil der Wurm auch von verdorbenem Mehl leben kann.Tabelle der Wasserstoffe' zusammen.Wasserstoff 1536. einem . Nehmen wir also auch diesen als 1536 an.Wasserstoff 768. daß dieser Plan.Wasserstoff 96 und lebt teilweise in . lebt in .Wasserstoff 1536 nähren. die feinsten Unterscheidungen zwischen den Gattungen der Lebewesen zu treffen.Wasserstoff Substanzen organischen Ursprungs. „Die Intelligenz eines Stoffes wird durch das Geschöpf bestimmt.Wasserstoff* 192. „Wenn Sie versuchen. ein Fisch und ein Mehlwurm sich gleicherweise von . daß die . „Ein Baum nährt sich von . Wenn wir nun erkennen. diese Begriffsbestimmungen weiterzuführen. Er atmet .Wasserstoff 192 und teilweise . es ermöglicht. so einfach er auf den ersten Blick ist. Wir nahmen zum Beispiel an.Wasserstoff* 384 und atmet .Wasserstoff' 1536. besonders wenn Sie im Sinn behalten.Wasserstoffe'. Genau so verhält es sich mit der Luft und genau so mit dem Medium. „Wenn diese Grundsätze der Einteilung und Bestimmung auf die fichtige Weise verstanden werden.Wasserstoff 3072 (Erdboden). „Diese kosmischen Seinsmerkmale hängen unmittelbar mit der Bestimmung der Intelligenz nach der . so werden viele Dinge klar und 471 .

und aus Eindrücken. und wenn Sie ihm feine Stoffe statt grobe Stoffe zuführen. „Als wir früher über die Nahrungsoktaven in der dreistöckigen Fabrik sprachen. nämlich aus Nahrung in der eigentlichen Bedeutung des Wortes — Eßbarem und Trinkbarem —.Wasserstoff 384 ist Wasser. Der Mensch kann nicht seine Nahrung verbessern. zum Beispiel wäre . das heißt die Qualität der dem Menschen möglichen Eindrücke. weißglühende Gase. Nehmen wir nun an. die wir atmen. und stirbt sehr bald. Der Mensch muß sich überhaupt 472 . sie zu verwandeln. für die Arbeit. . zum Beispiel uns von .Wasserstoffe' in den Organismus einführen. Wieviel einfacher und leichter wäre dann die Zubereitung der feinen Stoffe im Organismus! Aber leider ist das ganz unmöglich. daß alle feineren. Verbesserung würde in diesem Fall tatsächlich alles schlimmer machen. in dem es lebt. die Luft. und das Medium. die es atmet. daß wir die Qualität der Nahrung und der Luft verbessern. die ein Mensch unmöglich atmen kann. müßte er sich von Wasser nähren und Feuer atmen. sahen wir. nach Belieben verändern.Wasserstoff 96 ist Feuer. Der kosmische Standort jedes Wesens bestimmt seine Nahrung in gleichem Maße wie die Luft. das heißt sie feiner machen. Nahrung und Luft zu verbessern. Aber während es für ihn nicht möglich ist.Wasserstoff 384 anstatt 768 nähren und . ist er nicht in der Lage. Gerade hierauf beruht die Möglichkeit der Evolution. Wenn ein Mensch seine Nahrung verbessern würde. das Wachstum und die Entwicklung des Organismus notwendigen Wasserstoffe aus drei Nahrungsaiten stammen. sind keinem kosmischen Gesetz unterworfen. Der Organismus ist eingerichtet. oder das Medium. Weder Luft noch Nahrung können verändert werden. Aber die Eindrücke. aus der Luft. Kein Lebewesen kann seine Nahrung.Wasserstoff 96 anstatt 192 entweder sehr verdünnte Luft oder sehr heiße. gerade diese groben Stoffe in feine Stoffe zu verwandeln.Wasserstoff 96 anstatt 192 atmen könnten. die es atmet.verständlich. in dem es lebt. kann er seine Eindrücke in sehr hohem Maße verbessern und auf diese Weise feine . Offensichtlich ist dies unmöglich. er kann nicht die Luft verbessern. . Genau so verhält es sich mit der Nahrung.

zeichnete ein Diagramm in Form einer Leiter mit elf Vierecken. was für diese Art Geschöpf oder Wesen auf einer gewissen Stufe als Nahrung dient und für was sie selber Nahrung sind. Das Diagramm dieser Einteilung wird das . der sich von niedrigeren . sagte er. wieder auf das Thema der Einteilung nach kosmischen Merkmalen zurück. sowohl nach oben. „das Sie auch verstehen sollten.Lebewesen' bezeichnen. wird sich sicherlich von einem. weil in der kosmischen Ordnung jede Gattung von Geschöpfen sich von einer bestimmten Klasse niedrigerer Geschöpfe nährt und als Nahrung für eine Klasse höherer Geschöpfe dient. Es ist eine Einteilung in einem ganz anderen Oktavenverhältnis. hinaus. nach .Wasserstoff im unteren Kreis zeigt. als auch nach unten. jeglicher Seinsgrad danach bestimmt. sagte er. Vor allem zeigt diese Einteilung.Wasserstoffen' nährt. über die Lebewesen hinaus. und ein Mensch. Der . ja sogar H 3 zugänglich. was wir als . führt uns weit über die Grenzen dessen. Die andere Einteilung. wovon sich die betreffende Gattung von Geschöpfen nährt. Die erste Einteilung." G.Luft' und dem Medium." Bei einem der folgenden Gespräche kam G. In jedes Viereck mit Ausnahme der zwei obersten zeichnete er drei Kreise mit Zahlen. sondern Gattungen in einem sehr weiten Sinn.Wasserstoff im oberen Kreis zeigt die 473 .Lebewesen'. es sind ihm auch H 24. wie wir sie kennen. „Der . . das heißt auf Individuen. daß es in der Natur überhaupt keine Sprünge gibt. und sie behandelt nicht Individuen.Wasserstoffen' nährt.nicht von den trüben Eindrücken von H 48 nähren. von der ich nun sprechen werde. „Jedes Viereck stellt eine Seinsstufe dar". In der Natur steht alles im Zusammenhang und ist alles lebendig. bezieht sich nur auf die . H 12 und H 6. unter die Lebewesen. Das verändert das ganze Bild. der das obere Stockwerk seiner Maschine mit höheren . „Es gibt noch ein anderes System der Einteilung".Nahrung'.Diagramm alles Lebendigen' genannt. „Nach diesem Diagramm wird jegliches Geschöpf. unter Einschluß der Pflanzen. unterscheiden.

der zeigt. was diese Geschöpfe sind.Wasserstoff dieser Gattung. und der . Diesem Diagramm nach ist der Mensch . die sich von diesen Geschöpfen ernährt.Gattung. F i g u r 58 Das Absolute Das ewig Un wandelbare Engel Mensch Erzengel WirbeHlere Pilanzen Minerale Wirbellose Tiere Metalle Das Absolute „Der Platz des Menschen ist das siebente Viereck von unten gerechnet und das fünfte von oben.Wasserstoff 96 und dient 474 .Wasserston' im nuttleren Kreis ist der durchschnittliche .Wasserstoff 24. nährt sich von .

diese Wesen wollen wir als .Wasserstoff 6. einen Kreis in die Mitte und in diesen Kreis ein Dreieck.Engel' nennen. und das folgende Viereck hat in unserer irdischen Sprache keinen Namen. und nannte es das „Ewig Unwandelbare". 48." Im untersten Viereck zeichnete er ein kleines Dreieck mit dem Scheitel nach unten. 12. Und vergleichen Sie auch dieses Diagramm nicht mit anderen." 475 . „Suchen Sie für den Augenblick nicht nach Widersprüchen.Heiliger Starker' sprachen. die wir nicht kennen. jeden mit einem Punkt in der Mitte. die innerhalb der Mineralien eine gesonderte kosmische Gruppe bilden. Das nächste die Mineralien. 6. Sie erinnern sich. Wir wollen sie .Wasserstoff' 96. „Auf der anderen Seite des Menschen befindet sich das. sagte er. folglich nährt sich der Mensch von wirbellosen Tieren. Dieses Viereck kommt mit dem Absoluten in Berührung.Heilige Starke'. das nächste die Metalle. „Das nächstniedere Viereck sind die Pflanzen. Dies ist der . 24 —. Warum? Was bedeutet das? Das eine wie das andere ist richtig." In das folgende Viereck setzte er die Zahlen 3 und 12 und zwei Kreise. daß wir früher über . sich darin zurechtzufinden. Dem Nahrungsdiagramm nach nährt sich der Mensch von . Nur müssen Sie es für lange Zeit von den übrigen gesondert betrachten.Wasserstoff 768. weil wir Stoffe in diesem Zustand auf der Erdoberfläche niemals finden. Das ist eine Gattung von Geschöpfen. Später. und nannte es „das Absolute". und in das nächste Viereck setzte er die Zahlen l und 6.Wasserstoff 96.selbst als Nahrung für . wenn Sie dies erfassen. Das nächste Viereck — l.Erzengel' bezeichnen. „Aber allmählich werden Sie lernen. „Dieses Diagramm wird Ihnen vorerst nicht sehr verständlich sein". werden Sie alles in einen Zusammenhang bringen. diesem Diagramm nach von . Viereck 3. sondern versuchen Sie zu verstehen. Das nächste Viereck unterhalb des Menschen sind Wirbeltiere. das einen anderen Kreis mit einem Punkt als Mittelpunkt enthielt. das nächste die wirbellosen Tiere Wirbellose Tiere sind . was dies bedeutet.

„Dies ist ein unvollständiger . „ein . sprach von der Plattform des Wagens aus mit uns. Aber was uns sehr verwirrte. wie wir ihn immer gekannt hatten. Viel später fragte ich ihn.Wasserstoff der dritten Skala. aber es gibt dafür keinen . vollständig fehlte. was dies bedeute.Wasserstoff".Stickstoff wird für die nächste Triade . Wir verabschiedeten uns alle am Nikolajewsky-Bahnhof. Nehmen wir nun den letzten .Sauerstoff und . darauf.Wasserstoff 3072. . 476 . „Nun weiter: . ist aber unfertig. Er gehört zur gleichen.Stickstoff 1024 zusammen. Viele andere Dinge wurden uns allmählich klar. was ich von G.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. Nach dem zweiten Läuten ging er in den »Wagen — sein Abteil war das der Tür am nächsten gelegene — und kam zum Fenster.Kohlenstoff. nämlich zur dritten Skala. „Jeder vollständige . Im Zusammenhang mit seiner Abreise trug sich etwas sehr Interessantes zu.Sauerstoff und keinen .Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. sagte er. Ich versuchte. sich in irgend etwas Weiteres zu verwandeln. Gleichzeitig bestand aber G.Wasserstoff besteht aus .Stickstoff. Dieser .'s letzter Besuch in Petersburg.Stickstoff. war das Erscheinen von „Wasserstoff^' 6144. G. über dieses merkwürdige Diagramm hörte. wonach ich mich in meinen äußeren Entscheidungen hätte richten können. die mit „Wasserstoff^' 3072 schloß. die „Engel" als Planeten und die „Erzengel" als Sonnen zu betrachten. ein . mit ihm über die kommenden Ereignisse zu sprechen. Deshalb wird er durch Verdichtung selbst . In unseren Gesprächen über dieses Diagramm kamen wir bald überein. daß die Bezifferung der „Wasserstoffe" der dritten Skala entnommen sei. der in der vorigen Skala der „Wasserstoffe".Sauerstoff 1536 und .Kohlenstoff. Er war der gewöhnliche G-. Aber er sagte nichts Bestimmtes." Dies war G.Dies war tatsächlich alles. der dritten. ist jedoch ein toter Wasserstoff ohne jede Möglichkeit. das wirklich viele frühere Ausführungen umzustoßen schien.Kohlenstoff 512.Wasserstoff setzt sich aus . Es war am Bahnhof. .Wasserstoff6144. .

wenn wir sie auch nicht alle gleichmäßig bemerkt hatten. wenn man die Kunst der Mimik beherrsche. nicht persönlich. Er hatte gesagt. Was war dies? Vielleicht war es ein Fall von Mimik. Ich erinnere mich nicht. waren einige Bekannte von mir und sogar ein paar 477 . Er fuhr im gleichen Wagen. die wir G. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. man könne die Menschen zwingen. fuhr A. daß wir sie alle gesehen hatten. Das dritte Läuten folgte fast unmittelbar auf das zweite. als ob er plötzlich ein regierender Fürst oder Staatsmann irgendeines unbekannten Königreiches geworden sei. Es ist sehr schwierig. aber auf der Plattform war er ein gewöhnlicher Mensch wie jeder andere gewesen. All dies dauerte nur einige Sekunden. als wir allein waren.'s sprach. was außerhalb der üblichen Erscheinungen lag. was geschah. zu dem er jetzt reiste und den wir verabschiedeten. nicht denjenigen. verabschiedeten. Wir. während am anderen Ende eine Gruppe stand.Er war anders! Im Fenster sahen wir einen anderen Menschen. mit einer ganz außerordentlichen Bedeutung und Würde in jedem Blick und jeder Bewegung. Aber unter den Leuten. man könne wunderschön oder häßlich werden. die A. G. standen am einen Ende des Wagens. die ihn verabschiedeten. und es zeigte sich. aber sie empfanden und erlebten etwas. wer als erster von dieser „Verklärung" G.. den Unterschied zu beschreiben. könne man die eigene Erscheinung vollständig verändern. hatte uns früher erklärt. und aus dem Fenster blickte uns ein Mensch ganz anderer Art an. Er hatte sich während dieser wenigen Sekunden gewandelt. der in den Zug eingestiegen war. Einige von uns konnten damals nicht klar erkennen. Im Wagen mit G. während sie stattfand. einen zu bemerken. oder man könne sich tatsächlich unsichtbar machen. und der Zug fuhr ab. ein sehr bekannter Journalist. Ich kannte A. verabschiedete. der gerade damals von Petersburg fortgeschickt wurde (es war gerade vor der Revolution). Aber alle ohne Ausnahme hatten etwas Ungewöhnliches gefühlt.

und ich fragte ihn geradeheraus: 478 . und der von seiner Höhe auf die lärmenden Leute herabsah. daß er vom gleichen südlichen orientalischen Typus zu sein schien wie die übrigen Spekulanten. „Mein Mitreisender hielt sich abseits. mitarbeitete. als ob diese Leute für ihn wie kleine Fliegen seien. die den Wagen füllten. . A. eine Horde von Geiern. daß hier ein Mensch war. Am meisten interessierte mich die Tatsache. Er war ein Perser oder Tatare. die er auf dem Weg von Petersburg nach Moskau gehabt hatte. Er trank Tee. leicht lächelten. auf die er von unerreichbaren Höhen herabschaue. ein stiller Mensch in einer kostbaren Astrachanmütze.' Im Ton seiner Stimme. die Gedanken und Eindrücke beschrieb.Ja. einen Artikel „Auf dem Wege". aus denen ein kluger Mensch viel Geld machen konnte'. wenn nicht sogar mit Ehrfurcht. zuweilen blickte er mit größter Verachtung auf das Durcheinander und Lärmen dieser gestikulierenden Menschen. die kalt und ruhig war. die sich bemühten. zwei oder drei von ihnen waren bei unseren Versammlungen gewesen und gingen von einer Gruppe zur anderen. und einige rätselhafte Sätze im Gespräch bestärkten in ihm noch die Überzeugung. Ein merkwürdiger Orientale war mit ihm im gleichen Wagen gefahren. dessen Millionen sich vermehrten. Jeder will ein Millionär werden. in Rußland gibt es im Augenblick viel Geschäfte. sagte er mit einem bewegungslosen und blassen Gesicht. der ihm unter der lärmenden Menge von Spekulanten. durch seine außerordentliche Würde und Ruhe aufgefallen war. die irgendwo im Agrionischen Raum herumflogen. in dem A.Es ist ja Krieg. wobei er sein Glas zur Abkühlung vorsichtig auf den schmalen Fenstertisch setzte.. genau so. und nach einer weiteren Pause erklärte er: . mit großer Achtung an. Er schwieg und fuhr dann fort: . so schien es mir wenigstens.Freunde. in dem die schwarzen Augen. unter dem Arm hatte er einen französischen Roman. höflich wie bei einem Orientalen. mit kohlschwarzen Augen und einem Schnurrbart wie Selim-Khan . während er schlief. ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Geld zu machen. Warum wich er seinem eigenen Fleisch und Blut aus und verachtete es? Aber zu meinem Glück begann er zu mir zu sprechen.. an der A. glaubte ich eine Art fatalistischen und rücksichtslosen Prahlens zu entdecken. Und sie ihrerseits blickten ihn. hielt ihn für einen „ölkönig" aus Baku. Einige Tage später enthielt die Zeitung. um irgendein Aas zu zerreißen — er war dunkelbäutig.Sie regen sich sehr auf. das an Zynismus grenzte.

Während der letzten zwei Jahre hatte ich alle meine Zeit auf G.Was meinen Sie?' fragte er zurück. dessen Kapital nur von der Ordnung des Sonnensystems abhängt. es war mir nicht gelungen. noch dessen Interessen sich in diesem Grund Krieg und Frieden überlegen erweisen . und zwar sehr bald.Wir machen immer Profite.Aber womit handeln Sie denn?' — . Aber A. Man fühlte. oder G. " Besonders überraschte uns G. G. daß sicher irgend etwas geschehen werde. und ich wiederholte: .'" (G.'s „französischer Roman". ausländische Ausgaben vorzubereiten. er habe nicht gehört oder nicht verstanden. Nur diejenigen.Wollen Sie das nicht auch?' Er antwortete mit einer unbestimmten und leicht ironischen Geste. ihn erfunden und seinen eigenen Eindrücken hinzugefügt. hatte ihn tatsächlich einen französischen Roman in einem kleinen.' .. seine Gruppen. die Bücher zu veröffentlichen.'s Abreise erhielten wir bis zur Revolution nur ein. Es war mir nicht gelungen.. die mit dieser Arbeit verbundenen Gespräche und Reisen verwandt und meine eigenen Angelegenheiten vollständig vernachlässigt. meinte natürlich esoterische Arbeit. Nach G. bezog dies auf „öl" — und er setzte folgende Schlußfolgerung ans Ende seiner Geschichte vom „ölkönig". las ja kein Französisch. von denen der Lauf der Ereignisse noch abzuhängen 479 . Mir schien.Wollen Sie nicht auch Profite machen?' Er lächelte besonders ruhig und sagte ernst: . obwohl ich gleich zu Beginn des Krieges erkannt hatte.Und Sie?' — . Inzwischen wurde die Atmosphäre immer düsterer. Wir machen immer Profite.'s Arbeit. .Mit Sonnenenergie. die kaum umgestoßen werden wird. Alle meine Pläne waren schon längst umgestoßen worden. Entweder hatte A. gelb gebundenen oder vielleicht nicht einmal gelb gebundenen Einband „sehen" lassen.) „Es hätte mich interessiert. Krieg oder kein Krieg ist uns ganz gleich. daß ich meine literarische Arbeit würde ins Ausland verlegen müssen. die ich zu veröffentlichen beabsichtigt hatte. Uns berührt das nicht. noch weiter mit ihm zu sprechen und noch mehr von der Psychologie eines so merkwürdigen Menschen zu erfahren.oder zweimal Nachrichten aus Moskau.. „die Sammlung von Wissen und das Sammeln der Menschen".

dies zu sehen oder zu fühlen. Menschen. die an Ort und Stelle. hatte mich immer interessiert. sagte ich mir. von allen verlassen und verraten. Aber die ganze Angelegenheit hatte nichts mit ihm als Person 480 . die sie bedrohte. empfand ich. Die Marionetten erkannten nicht die Gefahr. „Ilowaiski kann aus seinem Grab aufstehen und an das Ende seiner Bücher schreiben . Als ich in einem nur auf einer Seite bedruckten Flugblatt die Abdankung von Nikolaus II.schien. und verstanden nicht. Schließlich brach der Sturm los. daß wir zu dieser Zeit von der „Macht der Theorien" sprachen. Daß ich recht hatte. die alle ihre Hoffnungen in sie gesetzt und in ihr die Befreiung von irgend etwas gesehen hatten. aber er wurde vollständig mißverstanden und verstand auch nicht sein eigenes Selbst.März 1917. daß Leute. was tatsächlich geschah. Ich erinnere mich. Die Person des Kaisers Nikolaus II. Die „große unblutige Revolution" fand statt — die offensichtlichste und absurdeste Lüge. auch sie bewegte und an der Nase herumführte. wo er. wie dies viele andere damals taten. las. daß hierin der Schwerpunkt aller Geschehnisse lag. das Ende der russischen Geschichte' ". daß derselbe Draht. die auf die Revolution gewartet hatten. wird durch das Ende seines Tagebuches bewiesen. Ein Marionettentheater wird auf die gleiche Weise gespielt. konnten und wollten nicht sehen. was nach ihrer Ansicht geschehen sollte. an diese Lüge glauben und inmitten all der Mordtaten von einer „unblutigen" Revolution sprechen konnten. im Mittelpunkt aller Geschehnisse standen. Aber das Merkwürdigste von allem war. das von den Bolschewiken veröffentlicht wurde und sich auf die Zeit bezieht. und sahen nur das. aber ich wollte mich einfach nicht selber täuschen. wunderbare Stärke und sogar Seelengröße zeigte. Ich hatte überhaupt keine Gefühle für die Dynastie. waren unfähig. er schien mir in vielen Hinsichten ein bemerkenswerter Mensch zu sein. die man sich hätte ausdenken können. der den Verbrecher mit dem Messer in der Hand hinter dem Busch hervorzieht.

aber die neue Regierung wollte diese Tatsache nicht anerkennen. die aus den Kasernen ausbrachen oder aus den Zügen. für deren Schaffung so viele Opfer gebracht worden waren. Aber ich war über unsere „Intelligenzler" überrascht. Aber dieses Wort hatte immer noch eine große Bedeutung für die Armee und für die bürokratische Maschine. erwies sich. eine Woche nach der Revolution brachte ich die wichtigsten Mitglieder unserer Gruppe in der Wohnung von Dr. die er in sich darstellte. die. war unmöglich. Die Ereignisse bewegten sich mit atemraubender Geschwindigkeit. S. Der Krieg hatte in Wirklichkeit schon früher aufgehört. die im Begriff waren. Der berühmte Menschikoff schrieb einen Artikel „Über die Freiheit". Die Abdankung des „Zaren" in solch einem Augenblick mußte die ganze Maschine zerstören. zusammen und setzte ihnen meine Ansichten über die Lage der Dinge auseinander. wie zu erwarten war.zu tun. worüber sie sich freuten. Ich glaube. Und wir hatten nichts anderes. trotzdem arbeitete und alles zusammenhielt. sondern mit dem Prinzip der Einheit der Macht und der Verantwortlichkeit gegenüber dieser Macht. Ich sagte. meiner Meinung nach habe es überhaupt keinen Sinn. Aber das erstaunlichste dabei war. Der „Zar" war der unerläßliche Mittelteil dieser Maschine. Sogar die Nowoje Wremja wurde plötzlich eine sozialistische Zeitung. aber sichtlich konnte er ihn selbst nicht verdauen und gab es auf. als ein Bluff. Eine neue Lüge wurde begonnen. und wir müßten ins Ausland gehen. Die Armee brach in wenigen Tagen zusammen. Und für das Volk hatte das Wort „Zar" schon lange alle Bedeutung verloren. daß dieses Prinzip von einem beträchtlichen Teil der russischen Intelligenz geleugnet wurde. Ich spreche nicht von den Soldaten. Irgend etwas „auf dem Marsch" zu schaffen. Die berühmte „öffentliche Zusammenarbeit". Es ist wahr. wenn auch unvollkommen. sie zur Niedermetzelung zu bringen. in Rußland zu bleiben. daß die Menschen etwas finden konnten. die von „Patrioten" sofort zu „Revolutionären" und „Sozialisten" geworden waren. aller Wahrscheinlichkeit nach gäbe es nur eine kurze Periode verhältnismäßiger Ruhe und dann würde alles zusammen- 481 .

brechen. Andere waren von der üblichen Täuschung befangen. Bald nach der Versammlung in Dr. das heißt vor der Revolution. daraus konnte man entnehmen. 482 . nicht ohne ihn weggehen. wohin. daß meine Ansicht viel Zustimmung fand. er forderte mich auf. obwohl ich sah. Seit der Revolution war nur ein Brief aus Moskau gekommen. und ihnen schien es möglich. Zu guter Letzt entschloß ich mich. daß. als er sie schrieb. Er schrieb. Ihnen schienen meine Worte übertrieben. gehört und auch seit langer Zeit keine Nachricht mehr von ihm erhalten hatten. doch zu warten. um es aufrichtiger zu sagen. aber niemand wußte. Diese Nachricht stellte mich vor ein sehr schwieriges Problem. Die meisten erkannten nicht den Ernst der Lage. in Rußland zu bleiben. und seine Karte war im Februar geschrieben. Hierbei könnten wir nichts helfen und unsere Arbeit würde unmöglich sein. daß G. was geschieht. daß alles. S. die Arbeit der Gruppen bis zu seiner Rückkehr gegen Ostern fortzusetzen. daß wir nichts von G. Und er war in den Kaukasus gefahren. morgen unmöglich werden kann. die sich in unregelmäßigen Abständen trafen. Aus der Postkarte ging hervor. die er vor einem Monat im Zug auf dem Weg von Moskau nach dem Kaukasus geschrieben hatte und die die ganze Zeit wegen der herrschenden Unordnung auf dem Postamt gelegen hatte. und konnte keine Beziehung zur gegenwärtigen Lage haben.'s Zustimmung oder. er ginge nach Alexandropol. Schließlich entschlossen wir uns zu warten. zum Besten geschieht. und ferner noch einige gesonderte Gruppen. Ich kann nicht behaupten. jedenfalls sahen sie keinen Grund zur Eile. Gleichzeitig wollte ich aber nicht ohne G. was heute möglich wäre. Für andere war die Hauptschwierigkeit.. Moskau vor der Revolution verlassen hatte und noch nichts von den Ereignissen wissen konnte. Ich hielt es für sinnlos und dumm. daß sich alles wieder beruhigen und normal werden könnte. abgereist war. Zu dieser Zeit gab es zwei Gruppen mit insgesamt ungefähr vierzig Menschen.'s Haus erhielt ich eine Postkarte von G. daß G.

bekommen hatten. G. daß zu diesen „Diagrammen". Und in der letzten Unterhaltung hatte G. Der Mensch atmet in normalem Zustand in der Minute ungefähr zwanzig Male voll ein und aus. Aber zu dieser Zeit hatten wir uns schon entschlossen. Als ich einmal einige im Vorjahr gemachte Aufzeichnungen durchging. Ich erwähnte auch die Schwierigkeiten. Und ich versuchte mich daran zu erinnern.Atem des organischen Lebens'? Was ist Schlafen und Wachen? „Für den Menschen und alle mit ihm vergleichbaren und in ähn- 483 . Lange Zeit konnte ich nichts damit anfangen. Mir schien die ganze Zeit. Unsere Gruppen trafen sich weiter und erwarteten G. die im Zusammenhang mit der verschiedenen Bedeutung von „Mikrokosmos" und „Tritokosmos" auftauchten. die wir von G. „Drei Sekunden. Dann erinnerte ich mich an G.'s Worte über verschiedene Zeit in verschiedenen Kosmen interessierten mich brennend. den „Menschen" als „Mikrokosmos" und das organische Leben auf Erden als „Tritokosmos" zu verstehen. vielleicht würde uns bei einem tieferen Studium der „Diagramme" allmählich deren innere Bedeutung klar werden. Unsere Gespräche kamen oft auf die „Diagramme" zurück. was P. ins Ausland zu gehen. Es war schon schwieriger. Früher schrieb ich. viel ungesagt geblieben war. daß die „Kosmen" mich besonders anzogen.Ostern kam — doch keine Nachrichten von G. dem schweigend zugestimmt.Schlafen und Wachen' der . und ich dachte oft. in dem er sagte. Folglich beansprucht ein voller Atemzug ungefähr drei Sekunden. Eine Woche nach Ostern kam ein Telegramm. „Was ist Atem?" fragte ich mich. daß „Zeit Atem ist". hielt ich bei den „Kosmen" an. „Warum sind . mir über „Schlafen und Wachen" und über den „Atem des organischen Lebens" gesagt hatte. besonders wenn wir mit neuen Leuten in unserer Gruppe sprachen. weil sie vollständig mit der „Dimensionen-Periode" des Heuen Modells des Weltalls übereinstimmten. Die erste „provisorische Regierung" kam zu einem Ende. daß er im Mai ankomme.'s Worte.

das heißt bei Tag. sogar für Pflanzen. genau auf die gleiche Weise gibt es für alle Säugetiere wie auch für den Menschen einen Unterschied in der Aufnahme von Sauerstoff und COz nachts und tags. Durch die Teilung von 28. und wenn sie wachen. „Könnte man die Parallele nicht weiterentwickeln?" fragte ich Tafel 6 Mikrokosmos Mensch Atem: 3 Sekunden Tag und Nacht: 24 Stunden Leben: 79 Jahre Tritokosmos Organisches Leben Atem: 24 Stunden Tag und Nacht: 79 Jahre Mesokosmos Erde Atem: 79 Jahre 484 ." Diesen Überlegungen nach stellte ich die Perioden des Atmens und des Schlafens und Wachens auf folgende Weise dar: Tafel 5 Mikrokosmos Tritokosmos Atem 3 Sekunden Schlafen und Wachen 24 Stunden Atem 24 Stunden Schlafen und Wachen ? Ich erhielt eine einfache „Regel der Drei". ein. aus. Das interessierte mich.800 (Tage und Nächte) durch 365 kam ich fast genau auf 79 Jahre. während sie schlafen. Das entsprach nichts mir Bekanntem im organischen Leben. Außerdem sind Schlafen und Wachen Atem. im Schlaf und im Wachen.800. Durch die Teilung von vierundzwanzig Stunden durch drei Sekunden erhielt ich 28.liehen Umständen lebenden Organismen. aber es stellte die menschliche Lebensdauer dar. sind dies vierundzwanzig Stunden. Zum Beispiel Pflanzen atmen. 79 Jahre machen meinen früheren Überlegungen nach Schlafen und Wachen des „organischen Lebens" aus. das heißt in der Nacht.

mich. dann ist es unmöglich. links vom Mikrokosmos (auf dem Diagramm) zwei Kosmen anzunehmen. die unter dem Menschen stehen". Ich ordnete die erhaltenen Zahlen auf die folgende Weise: 79 Jahre bedeuteten wiederum nichts im Leben der Erde. Man kann nicht sagen.000 Jahre. Nacht — Leben 3 Sekunden — 3 Sekunden 24 Stunden 79 Jahre 3 Sekundsrn 24 Stunden 79 Jahre 2. Jahre Jahre 75 Milliarden Jahre Das Ergebnis war sehr interessant. Indem ich 2. Diese Zahl sollte die Dauer des Lebens der Erde bedeuten.000. 24 SHumden "79 Jdhss 2. daß eine solche Teilung der Zellen in zwei Kategorien von der Wissenschaft schon endgültig angenommen worden ist. nicht zuzugeben. sind viele Forscher zu dem Schluß gekommen. Zweieinhalb Millionen Jahre für das organische Leben und 75 Milliarden Jahre für die Erde.800 und erhielt etwas weniger als zweieinhalb Millionen Jahre. Soweit scheinen diese Zahlen logisch möglich. Und obwohl die Lebensdauer einer einzelnen Zelle noch in keiner Weise als festgestellt betrachtet werden kann." Ich entschloß mich.000.500. „Sehen wir zu. 24 Stunden bestimmen die Lebensdauer einer Zelle. fast unsichtbaren Zellen. Darauf multiplizierte ich 79 Jahre mit 28.5 Mill.000 Jahre mit SO. die voneinander so verschieden sind wie die Welt der Menschen und die Welt verhältnismäßig großer Mikroorganismen und Zellen. Ich erhielt das folgende Bild: Tafel 7 Kleine Zellen Große Zelle» Mikrokosmos (Mensch) Organisches Leben Erde Atem — Tag u. 75. in welchem Verhältnis sie hierzu stehen. erhielt ich eine Zahl von elf Ziffern. sagte ich mir.000 zum Zwecke der einfacheren Berechnung multiplizierte. daß für eine spezialisierte Zelle wie eine Zelle des menschlichen Organismus 485 . daß diese Welt aus zwei Welten besteht. „Aber es gibt Kosmen. Aber wenn wir an Dimensionen innerhalb der „Mikrowelt" denken.5 Mill. und darunter verstand ich erstens verhältnismäßig große mikroskopische Zellen und zweitens die (zulässig) kleinsten.

Gleichzeitig kennzeichnet jede dieser Perioden eine entsprechende.000 — die kürzeste Gesichtswahrnehmung. versuchte ich eine vollständigere Tabelle zu zeichnen.000 nahm ich nur runde Zahlen und nur zwei Koeffizienten.400. Ohne noch irgendwelche Schlüsse zu ziehen. von denen ich den ersten als „Molekül" und den zweiten als „Elektron" bezeichnete. Eine Zehntausendstel Sekunde war das Ergebnis.000 nahm ich als 90. 3 und 9. daß die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen sich wie „Null zu Unendlich" verhärt. konnte ich noch nicht sagen. das heißt die Reihe der Kosmen um zwei niedrigere zu erweitern. Aber gleichzeitig erinnerte ich mich. was man für ein Ergebnis erhält. Aber drei Sekunden des Lebens einer kleinen Zelle — das enthüllte mir vieles und machte vor allem verständlich.000 als 3. Das sagte mir nichts. aber niedrigere Periode in einem höheren Kosmos und eine entsprechende höhere Periode in einem niedrigeren Kosmos. „Das Ver- 486 . warum es so schwierig ist. Für leichteres Rechnen und zum Zwecke der Klarheit nahm ich 30. Ich erhielt die folgende Tabelle: Diese Tafel brachte m.000 schien zu groß.000. 75.ich auf viele Gedanken. Die Zeitdauer eines elektrischen Funkens und gleichzeitig die Dauer der kürzesten visuellen Wahrnehmung. Und in einem derartigen Verhältnis konnte kein Koeffizient zu groß sein.000. Der Koeffizient 30. Weiter versuchte ich zu sehen. das heißt drei Sekunden. durch 30.000. Atem oder die Dauer von Einatmung und Ausatmung. und 79 als 80 und so weiter.000. Ob es möglich war. so nahm ich 2.000 geteilt wird. trotzdem sie ihrer Größe nach unter einem guten Mikroskop erkannt werden müßten.000.die Lebensdauer genau vierundzwanzig Stunden zu sein scheint.800.000 an Stelle von 28. die Periode von Wachen und Schlafen und das durchschnittlich längste Lebensalter. Der Atem der Zelle entspricht drei Sekunden. Vier Perioden erschienen miteinander verbunden oder voneinander getrennt durch den gleichen Koeffizienten 30. Dann wiederum zum Zwecke der Klarheit wie bei der Multiplikation mit 30.000.000. wenn „Atem". diese Zellen zu sehen. sie für richtig zu halten und in ihr ein genaues Bild der Beziehung eines Kosmos zu einem anderen zu sehen.

000 second 3 seconds SO years 24 hours 3 million years 90 milliard years 3 1015 years (number of 16 figures) 487 1 10.000 second l 10.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 31015 years (number of | 16 figures) 910» i years (number of 20 figures) Tag und Nacht ! 90 milliard years 31015 years 9 10» years (number of (number of 16 figures) 20 figures) 31023 years ! (number of 24 figures) Leben l 300.000.000 second 91019 years (number of 16 figures) 3 1023 years (number of (number of 20 figures) 24 figures) 9102* years (number of 29 figures) .000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 3 seconds j 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 3J015 years Atem l 10.Elektron Molekül Zellen Zellen kosmos Kleine Große Tritokosmos kosmos kosmos kosmos kosmos teroMakroOgioOgloMesoM ejo- MikroProtoProfo- Deu- (Mensch) kosmos Eindruck l 10.

Nehmen wir zum Beispiel den Menschen im Verhältnis zur Sonne. über Kosmen gesagt hatte. alle Gesetze des Weltalls zu verstehen. jeder Kosmos sei für sich dreidimensional. mit welchem ich anfangen sollte. der sich zwischen ihnen befindet. Ich versuchte mich an alles zu erinnern. intelligentes Wesen. Wie entstand die Bewegung von einem Kosmos zu einem anderen 488 . Jeder Kosmos wird geboren. oder zwei Kosmen. Die Kosmen stellen sich in ihrem Verhältnis zueinander als Größen von einer höheren oder geringeren Anzahl von Dimensionen dar. Es kann aber nur sechs Dimensionen oder mit null sieben geben. wenn wir den Menschen als ersten Kosmos annehmen. der kleinstmöglichen Gesichtswahmehmung. daß der nächste Kosmos über ihm für ihn vierdimensional ist und der nächste Kosmos unter ihm zweidimensional. der obere und der untere. Aber ein langes Menschenleben. ich wußte nicht." — „Wenn ein Mensch in seinem Bewußtsein auf die Stufe eines höheren Kosmos gelangt. In einem Kosmos ist es unmöglich. verschwanden die geringeren Kosmen lange bevor sie die siebente Dimension erreichten. macht für die Sonne nur die Zeit eines elektrischen Funkens aus. Beim ersten Anblick scheint dies merkwürdig. bestimmen den Kosmos. daß in jedem dieser Worte ein Schlüssel für das Verständnis der Struktur der Welt war. Der nächste Kosmos darüber fünfdimensional und der nächste Kosmos darunter eindimensional. und mittels dieser Tafel erhält man elf Kosmen. denn sobald ich die Existenzdauer eines Kosmos in bezug auf höhere Kosmen in Betracht zog. aber es waren zu viele Schlüssel." Ich fühlte. was G. lebt und stirbt. aber nur beim ersten Anblick.hältnis Null zu Unendlich" war das Größenverhältnis der verschiedenen Dimensionen. Dies bedeutet. gelangt er eben durch diese Tatsache auf die Stufe eines niedrigeren Kosmos. achtzig Jahre. G. aber drei Kosmen zusammengenommmen umfassen in sich alle Gesetze des Weltalls. sagte. „Jeder Kosmos ist ein belebtes. Die Sonne erscheint in bezug auf den Menschen als vierte Dimension.

die das Atmen in Anspruch nimmt. so kommen wir zu dem unvermeidlichen Schluß. daß die Erde nicht auf die Art ihrer selbst bewußt sein kann. das heißt in Form einer Sphäre. der mir in den Sinn kam. die Bewegungen der verschiedenen Kosmen zu vergleichen. das heißt für die unmittelbare Wahrnehmung werde die Dauer des Atems als Gegenwart empfunden. Und wenn wir die ungeheure Entfernung in Betracht ziehen. Dies war übrigens der erste Gedanke. zur Lichtgeschwindigkeit und so fort. das heißt gleich der Geschwindigkeit eines elektrischen Funkens. vor einem Jahr nach der ersten Vorlesung über Kosmen zu seinen vorhergehenden Ausführungen hinzufügte: Zeit ist Atem. wie wir sie kennen. Es ist sehr zweifelhaft. Hiervon ausgehend und in der Annahme. Ich hatte somit eine völlig unerwartete Bestätigung aller Schlüsse und Folgerungen des Neuen Modells des Weltalls erhalten. 489 . daß die Empfindung des Selbst. die die Erde in dieser Zeit zu bewältigen hat. Damals dachte ich. erhielt ich einige sehr überraschende Verhältnisse. würde seine Drehung um die Sonne ungefähr eine Fünfundzwanzigstel Sekunde beanspruchen. kam ich zu dem Schluß. Als ich begann. das heißt des eigenen Körpers. ob bei solcher Geschwindigkeit die Erde die Bewegung um ihre eigene Achse bemerken könnte. Das letztere schien mir wahrscheinlicher auf Grund der Bestimmung der Gegenwart als der Zeit. Wenn der Mensch sich drehte. der Atem wäre die Zeiteinheit. als G. daß die Erde mit einem Atemzug in achtzig Jahren die Empfindung ihrer selbst mit achtzig Ringen einer Spirale verbindet. sondern ihrer selbst als Ring oder einer langen Spirale von Ringen bewußt sein muß.und wo und wann verschwand sie? In welchem Verhältnis standen die von mir gefundenen Zahlen zu den mehr oder weniger als sicher angenommenen Zahlen der kosmischen Bewegungen. mit der Empfindung der Gegenwart in Zusammenhang steht. der Elektronen in einem Atom. die Dauer einer Momentphotographie. er meine vielleicht. wie zum Beispiel zur Geschwindigkeit der Bewegung himmlischer Körper. zum Beispiel für die Erde war die Periode der Bewegung um ihre eigene Achse gleich einem Zehntausendstel einer Sekunde.

Die Substanz. der nicht über die Fragen der Physiologie nachdenkt. wenn wir einsehen. das heißt in acht Stunden (was einer Sekunde entspricht). sondern ständig die Aufmerksamkeit darauf richten. In vierundzwanzig Stunden. fand ich schon im ersten von ihnen die Erklärung dessen. der die verschiedenen Nervenzentren ernährt. aber es sollte einem Physiologen klar sein. einer unserer Atemzüge vierundzwanzig Stunden dauert. weiterverbraucht. mit anderen Substanzen vermischt und dann in Form dieser Mischung erst als Brennstoff. alle inneren Kräfteverhältnisse und die Form und Art der Reaktionen verändert. bei jeder passenden Gelegenheit auf sie hinzuweisen. die kleinste Abweichung vom Üblichen wird sofort bemerkt. Mir war es immer fast als Scharlatanismus seitens der Physiologen erschienen. die sich in meiner Tabelle links vom Menschen befinden. sie wird in ihre Bestandteile aufgelöst. als ob sie nicht bestünde. was mir in der Arbeit unseres Organismus immer am rätselhaftesten und unerklärlichsten erschienen war. im Prozeß der Analyse geht sie durch eine Reihe von Laboratorien.Als ich zu den niedrigeren Kosmen kam. selbst in der Hälfte dieser Zeit. macht es vollständig phantastisch und wunderbar. sich den 490 . daß sich in dieser ganz unmerklichen Zeitspanne. sogar in einem Drittel. was sie erklären kann. All dies muß ziemlich viel Zeit beanspruchen. die in den Organismus eingeführt wurde. daß dieser Tatsache keine genügende Bedeutung beigemessen wird. Aber die phantastische Seite fällt weg. das heißt zu denen. im Organismus eine ganze Reihe mannigfaltiger chemischer und anderer Vorgänge vollzieht. Daß sich dies in Sekunden unserer Zeit vollzieht. daß das Trinken einer Tasse starken Kaffees oder eines Glases Kognaks oder das Einatmen des Rauchs einer Zigarette sofort vom ganzen Körper empfunden wird. die ungefähr einem Atemzug gleicht. die offensichtlich das Leben des Organismus lenken. ist es möglich. Aber in diesem Falle sollte sie meiner Ansicht nach die Tatsache nicht verbergen und übergehen. nämlich die erstaunliche. Die Wissenschaft erklärt natürlich nur. mag über die Tatsache nicht erstaunt sein. daß für die großen Zellen. Ein Mensch. geradezu blitzartige Geschwindigkeit vieler innerer Vorgänge. wird sorgfältig analysiert.

den man gesehen hat. in der sich diese Zellen vermehren. als Grundlage. Gewöhnlich nimmt man an. die an der Grenze oder jenseits der Grenze mikroskopischer Sicht stehen. l leben und sterben. eine Analogie ist notwendig. sozusagen als das lebende Innere der Bausteine eines Stoffes angenommen werden. die Augen schließt und sofort wieder öffnet. fand ich wieder eine Erklärung für das Unerklärliche. um zu verstehen. vor allem jene. daß die Kürze des Daseines eines Moleküls fast unvorstellbar ist. die. Von diesem bequemen Gedanken müssen wir uns trennen. wenn für sie schon fünfzehn Sekunden gleich vier Jahrhunderten sind? Als ich dann zur Welt der Moleküle kam. Das Molekül. sterbenden Zellen unseres Organismus und ihr Ersetztwerden durch andere bringen uns dieser Anschauung nahe. ist es nicht mehr der Stein. Als ich dann zum Kosmos der kleinen Zellen kam. Zum Beispiel die Fälle einer fast augenblicklichen Ansteckung bei Epidemien oder ansteckenden Krankheiten im allgemeinen. Aber auch dann sieht man nicht die 491 . daß die Moleküle. was dies bedeutet. so lange bestehen wie der betreffende Stoff. sah ich mich der Tatsache gegenüber. Eisen. Toter Stoff. um direkt auf unsere Vorstellung zu wirken. obwohl sie strukturell sehr kompliziert sind. genau wie er in einer großen und gut geleiteten „chemischen Fabrik" mit verschiedenen Laboratorien durchgeführt werden könnte. Die. Wenn man einen Stein betrachtet.Ablauf aller der erwähnten Vorgänge auf ordnungsgemäße Weise vorzustellen. und wenn es lebendig bleibt. zu klein. Wenn drei Sekunden die Lebensgrenze für eine kleine Zelle dieser Art darstellen und dem langen Leben eines Menschen entsprechen. kann nicht äußerlich tot sein. was wäre dann die Geschwindigkeit. Granit. Seine Lebensspanne ist gleich einem elektrischen Funken oder dem zehntausendsten Teil einer Sekunde. kein einziges der beim erstenmal gesehenen Moleküle ist übriggeblieben. Ein Vergleich. deren Erreger noch nicht gefunden worden sind. müssen von innen heraus noch schneller als unser Organismus erneuert werden. Tatsächlich erneuert er sich vor unseren Augen. das innerlich lebt. Kupfer. muß es wie alles Lebendige geboren werden.

dann vollführt sie meiner Tabelle nach während ihrer Lebensdauer eine Anzahl von Bahnen um die Sonne. sondern nur ihre Spuren.und einer neunstelligen Zahl — das heißt zwei Stellen anstatt vier. sondern mit dem Neptun vergleichen. Die Beziehung des Lebens eines Elektrons zu unserer Wahrnehmung läßt sich folgendermaßen bestimmen. Erstens existiert es nur für den dreihundertmillionsten Teil einer Sekunde. oder unter Einschluß des Koeffizienten einer siebenstelligen Zahl. Man nimmt an. Man sollte sich vor Augen halten. folgt daraus. Dies erklärt auch. fand ich mich gleich von Anfang an in der sechsdimensionalen Welt. das heißt in der Welt des Elektrons. worüber ich im zweiten Kapitel des Heuen Modells des Weltalls geschrieben habe. Wenn wir die Erde in ihrer Bewegung um die Sonne betrachten. Und außerdem ist die Geschwindigkeit eines Elektrons innerhalb des Atoms nur eine sehr ungefähre Größe. im letzten Kosmos. nämlich . „warum wir keine Moleküle sehen können". Weiter. sondern mit dem Neptun vergleichen. Ich fragte mich.der Unterschied zwischen einer sieben. daß der Unterschied der Umlaufperioden der Planeten um die