P. D. OUSPENSKY

AUF DER SUCHE NACH DEM WUNDERBAREN
PERSPEKTIVEN DER WELTERFAHRUNG UND DER SELBSTERKENNTNIS

OTTO WILHELM BARTH-VERLAG

Titel der amerikanischen Ausgabe IN SEARCH OF THE MIRACULOUS. FRAGMENTS OF AN UNKNOWN TEACHING Ins Deutsche übertragen von Amold Keyserling und Louise Mareh

Vierte Aullage 1982 Copyright © 1966 und 1978 by Scherz Verlag Bern München Wien für Otto Wilhelm Barth-Verlag Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeder Art und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Die Suche von P. D. Ouspensky in Europa, Ägypten und dem Orient nach einer Lehre, die die Probleme von Mensch und Weltall für ihn lösen könnte, führte ihn 1915 zu seinem Treffen mit G. Gurdjieff. Es ist Gurdjieff, auf den er sich im Text dieses Buches als G. bezieht. '^Aufder Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis" ist der Bericht von Ouspenskys achtjähriger Arbeit als Gurdjieffs Schüler.

INHALT
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ERSTES KAPITEL
Rückkehr von Indien. Der Krieg und die „Suche nach dem Wunderbaren". Alte Gedanken. Die Frage nach „Schulen". Pläne für weitere Reisen. Der Osten und Europa. Eine Notiz in einer Moskauer Zeitung. Vorträge über Indien. Ich treffe G. Ein „verkleideter Mensch". Daa erste Gespräch. G.'s Meinung über die Schulen. Seine Gruppe. „Blick in die Wahrheit." Weitere Zusammentreffen und Gespräche. Die Organisation von G.'s Moskauer Gruppe. Bezahlung und die notwendigen Mittel für die ,^rbeit". „Schweigepflicht" und Verpflichtungen der Schüler. Ein Gespräch über den Osten. „Philosophie", „Theorie" und „Praxis". Wie wurde das System gefunden? G.'s Ideen: Der „Mensch ist eine Maschine", die von äußeren Einflüssen gelenkt wird. Alles „geschieht", keiner „tut" etwas. Um zu „tun", muß man zuerst „sein". Der Mensch ist verantwortlich für seine Handlungen, eine Maschine nicht. Ist Psychologie zum Studium von Maschinen notwendig? Das Versprechen, „Tatsachen" zu geben. Können Kriege verhindert werden? Gespräch über Planeten und Mond als lebendige Wesenheiten. Die „InteUigenz" von Sonne und Erde. „Subjektive" und „objektive" Kunst. ZWEITES KAPITEL Petersburg 1915. Laufende Geschehnisse und die Idee der Mcchanisierthcit Gedanken während meiner Rückreise nach Rußland Ende 1914. Deutsche Zeitungen in Stockholm. „Einfach ein Betrug". Kann der Gang der Geschichte als bewußt und willkürlich betrachtet werden? G. in Petersburg. Ein Gespräch über Gruppen. Hinweis auf esoterische Arbeit. „Gefängnis" und „Flucht aus dem Gefängnis". Waa ist für diese Flucht notwendig? Wer kann helfen und wie? Beginn von Zusammenkünften in Petersburg. Eine Frage über Rcinkamation und zukünftiges Leben. Wie kann man Unsterblichkeit erreichen? Kampf zwischen Ja und Nein. Kristallisierung auf richtiger oder auf falscher Grundlage. Die Notwendigkeit des Opfers. Gespräche mit G. und Beobachtungen. Ein Verkauf von Teppichen und Gespräch über Teppiche. Was G. über sich selbst erzählte. Frage nach altem Wissen und warum es verborgen ist. G.'s Antwort: Wissen ist nicht verborgen. Die Stofflichkeit des Wissens und die Weigerung des Menschen, ihm mitgeteiltes Wissen anzunehmen. Eine Frage über Unsterblichkeit. Die „vier Körper des Menschen". Beispiel der Retorte mit metallischen Pulvern. Der Weg des Fakirs, der Weg des Mönches und der Weg des Yogi. Der vierte Weg. Gibt es Zivihsationen und Kulturen?

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DRITTES KAPITEL G.'s grundsätzliche Ideen über den Menschen. Mangel an Einheit. Viele .,Ichs". Bau der menschlichen Maschine. Drei psychische Zentren. G.'s Methode, die Leitgedanken seines Systems darzustellen. Die Teilung dieses Buches in drei Abschnitte. Wiederholung unvermeidlich. Was menschliche Evolution bedeutet. Mechanischer Fortschritt unmöglich. Die europäische Idee über die Evolution des Menschen. Allverbundenheit in der Natur. Menschheit und Mond. Vorteil des einzelnen gegenüber den Massen. Die Notwendigkeit, die menschliche Maschine kennenzulernen. Fehlen eines dauernden unveränderlichen Ich im Menschen. Die Rolle der kleinen Ichs. Fehlen von Individualität und Willen im Menschen. Die ostliche Allegone von einem Haus mit seinen Dienern. Der „stellvertretende Haushältcr". Gespräch über einen Fakir auf Nägeln und buddhistische Magie. VIERTES KAPITEL Allgemeine Eindrücke von G.'s System. Rückschau. Eine der Grundvoraussetzungen. Die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Das Sein auf verschiedenen Stufen. Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie. Folge der Entwicklung des Wissens ohne entsprechende Wandlung des Seins und der Wandlung des Seins ohne Vennehrung des Wissens. Was „Verstehen" bedeutet. Verstehen als das Ergebnis von Wissen und Sein. Der Unterschied zwischen Verstehen und Wissen. Verstehen als Funktion von drei Zentren. Warum die Menschen versuchen, für Dinge, die sie nicht verstehen, Namen zu finden. Unsere Sprache. Warum die Menschen einander nicht verstehen. Das Wort „Mensch" und seine verschiedenen Bedeutungen. Die Sprache, die im System verwandt wird. Sieben Stufen des Begriffes „Mensch". Das Prinzip der Relativität in dem System. Einteilungen, die den Einteilungen des Menschen parallel laufen. Das Wort „Welt". Die Mannigfaltigkeit seiner Bedeutung. Untersuchung des Wortes „Welt" vom Gesichtspunkt des Relativitätsprinzips aus. Ein Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der drei Prinzipien oder drei Kräfte. Die Notwendigkeit dreier Kräfte für die Entstehung eines Phänomens. Die dritte Kraft. Warum wir die dritte Kraft nicht sehen. Die drei Kräfte in alten Lehren. Die Schöpfung der Welten durch den Willen des Absoluten. Eine Kette von Welten oder der „Schöpfungsstrahl". Die Anzahl der Gesetze in jeder Welt. 75

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FÜNFTES KAPITEL 118 Eine Vorlesung über die „Mechanik des Weltalls". Der Schopfungsstrahl und sein Wachstum aus dem Absoluten. Gegensatz zu bestimmten wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Mond als das Ende des Schöpfungsstrahls. Der Wille des Absoluten. Die Idee des Wunders. Unser Platz in der Welt. Der Mond nährt sich vom organischen Leben.

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Der Einfluß des Mondes und die Befreiung vom Mond. Verschiedene „Stofflichkeit" der verschiedenen Welten. Die Welt als eine Welt von Schwingungen. Die Schwingungen verlangsamen sich im Verhältnis ihrer Entfernung vom Absoluten. Sieben Arten von Stoff. Fragmente alter Lehren. Die vier Körper de» Menschen und ihre Beziehung zu verschiedenen Welten. Die Bedürfnisse der Natur auf den verschiedenen Stufen. Die Stellung der Erde im Kosmos. Die drei Kräfte und die kosmischen Eigenschaften des Stoffes. Atome zusammengesetzter Stoffe. Definition des Stoffes nach den Kräften, die sich durch ihn äußern. „Kohlenstoff", „Sauerstoff", „Stickstoff" und „Wasserstoff". Die drei Kräfte und die vier Stoffe. Ist der Mensch unsterblich oder nicht? Was bedeutet Unsterblichkeit? Ein Mensch, der den vierten Körper hat. Die Geschichte vom Seminaristen und der Allmacht Gottes. Gespräche über den Mond. Der Mond als das Gewicht an einer Uhr. Gespräch über eine Universalsprache. Erklärung des Abendmahls. SECHSTES KAPITEL Gespräch über Ziele. Kann die Lehre ein bestimmtes Ziel verfolgen? Das Ziel des Daseins. Persönliche Ziele. Die Zukunft kennen. Herr seiner selbst sein. Fortleben nach dem Tode. Ein Christ sein. Der Menschheit helfen. Kriege verhindern. G.'s Erklärungen. Esoterisches , , Christentum. „Verrückte Maschinen." Was sollte das Ziel eines Menschen sein? Die Gründe innerer Sklaverei. Womit der Weg zur Befreiung beginnt. „Erkenne dich selbst." Verschiedene Auffassungen dieser Idee. Selbst-Studium. Wie man studieren soll. Selbst-Beobachtung. Registrierung und Analyse. Ein Grundprinzip der Arbeit der menschlichen Maschine. Die drei Zentren: Denken, Fühlen und Empfinden. Die Arbeit der Zentren unterscheiden lernen. Versuche von Änderungen in der Arbeit der Maschine. Störung des Gleichgewichts. Wie stellt die Maschine ihr Gleichgewicht wieder her? Zufällige Veränderungen. Falsche Arbeit der Zentren. Einbildung. In den Tag hinein träumen. Gewohnheiten. Sich zum Zweck der Selbst-Beobachtung den Gewohnheiten widersetzen. Streben, keine negativen Gefühle auszudrücken. Registrierung der Mechanisiertheit. Veränderungen, die sich aus richtiger Selbst-Beobachtung ergeben. Die Idee des Bewegungszentrums. Die übliche Einteilung der menschlichen Handlungen. Ihre Einteilung nach den Zentren. Automatismus. Instinktive Handlungen. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungsfunktionen. Einteilung der Gefühle. Die verschiedenen Stufen der Zentren. SIEBENTES KAPITEL Ist „kosmisches Bewußtsein" erreichbar? Was ist Bewußtsein? G.'» Frage, was wir bei der Selbst-Beobachtung feststellten. Unsere Antworten. G.'s Bemerkung, daß wir das Wichtigste nicht begriffen hätten. Warum bemerken wir nicht, daß wir uns unser selbst nicht 142

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Seite ermnemf Es „beobachtet", es „denkt", es „spricht". Versuche, »ich seiner selbst zu erinnern. G.'s Erklärungen. Die Bedeutung des neuen Problems. Wissenschaft und Philosophie. Unsere Erfahrungen. Versuche, die Aufmerksamkeit zu teilen. Erste Empfindung bei absichtlichem Sich-seincr-selbst-Erinnern. Was wir von der Vergangenheit in Erinnerung behalten. Weitere Erfahrungen. Schlaf im Wachzustand und Erwachen. Was die europäische Psychologie übersehen hat. Verschiedene Auffassungen, was Bewußtsein ist. Das Studium des Menschen läuft dem Studium der Welt parallel. Auf das Gesetz der Drei folgt das Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. Mangelnde Stetigkeit der Schwingungen. Verschiedene Oktaven. Die Sieben-TonSkala. Das Gesetz der „Intervalle". Notwendigkeit „zusätzlicher Schocks". Was beim Fehlen „zusätzlicher Schocks" geschieht. Um zu tun, ist es notig, „zusätzliche Schocks" beherrschen zu können. Untergeordnete Oktaven, innere Oktaven. Organisches Leben an Stelle eines „Intervalls". Planctarische Einflüsse. Die laterale Oktave sol-do. Die Bedeutung der Noten la, sol, fa. Die Bedeutung der Noten do, si. Die Bedeutung der Noten mi, re. Die Rolle des „organischen Lebens" bei der Veränderung der Erdoberfläche. ACHTES KAPITEL 204 Verschiedene Bewußtseinszustände. Schlaf. Wachzustand. Selbstbewußtsein. Objektives Bewußtsein. Fehlen von Selbstbewußtsein. Was ist die erste Bedingung, um Selbstbwußtsein zu erlangen? Höhere Bewußtseinszustände und höhere Zentren. Der „Wachzustand" des gewöhnlichen Menschen ist Schlaf. Das Leben schlafender Menschen. Wie kann man erwachen? Was der Mensch ist, wenn er geboren wird. Was die „Erziehung" und das Beispiel der Umgebung ausmachen. Die Möglichkeiten des Menschen. Selbst-Studium. Innere Photographien. Verschiedene Menschen in einem Menschen. „Ich" und „Ouspensky". Wer ist aktiv und wer ist passiv? Der Mensch und seine Maske. Die Teilung seiner selbst als erste Stufe der Arbeit an sich selbst. Eine Grundeigenschaft des menschlichen Wesens. Warum man sich seiner selbst nicht erinnert. „Sich identifizieren." • „Sich nach etwas richten." Inneres und äußeres SichRichten. Was äußeres Sich-Richten einer Maschine bedeutet. „Ungerechtigkeit." Aufrichtigkeit und Schwäche. „Puffer.'1 Gewissen. Moralität. Gibt es eine allen gemeinsame Idee der Moral? Gibt es christliche Moral? Gibt es eine allgemeingültige Auffassung von Gut und Böse? Niemand tut etwas um des Bösen willen. Verschiedene Auffassungen des Guten und die Ergebnisse dieser verschiedenen Auffassungen. Worauf kann eine bleibende Vorstellung von Gut und Böse beruhen? Die Vorstellung von Wahrheit und Lüge. Der Kampf gegen „Puffer" und Lügen. Methoden der Schul-Arbeit. Unterordnung. Ein-

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sieht der eigenen Nichtigkeit. Persönlichkeit und Wcsenskern. Tote Menschen. Allgemeine Gesetze. Die Geldfrage. NEUNTES KAPITEL Der „Schöpfungsstrahl" in Form dreier Strahlungsoktaven. Die Beziehung von Stoffen und Kräften verschiedener Weltebcnen zu unserem Leben. Die Intervalle in den kosmischen Oktaven und die „Schocks", die sie ausfüllen. „Punkt des Weltalls." Die Dichtigkeit von Schwingungen. Drei Kräfte und vier Stoffe. „Kohlenstoff^', „Sauerstoff", „Stickstoff", „Wasserstoff". Zwölf Triaden. „Tabelle der Wasserstoffe." Der Stoff im Licht seiner chemischen, physikalischen. psychischen und kosmischen Eigenschaften. Die Intelligenz von Stoffen. Das ^,Atom". Jede menschliche Funktion und jeder menschliche Zustand hängt von der vorhandenen Energie ab. Die Stoffe im Menschen. Der Mensch hat genug Energie, um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen, wenn er mit seiner Energie sparsam umgeht. Verschwendung von Energie. „Lerne das Feine vom Groben zu scheiden." Die Erzeugung feiner „Wasserstoffe". Wandlung des Seins. Wachstum der inneren Körper. Der menschliche Organismus als eine dreistöckige Fabrik. Drei Arten von Nahrung. Die Einführung von Nahrung, Luft und Eindrucken in den Organismus. Die Umwandlung der Stoffe vollzieht sich nach dem Oktavengcsetz. Die Nahrungs-Oktave und die Luft-Oktave. Das Extrahieren „höherer Wasserstoffe". Die Oktave der Eindrücke entwickelt sich nicht. Die Möglichkeit, im Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes einen künstlichen „Schock" zu erzeugen. Bewußte Anstrengung. „Seiner selbst eingedenk sein." Daraus folgende Entwicklung von Eindrucksund Luft-Oktave. Ein zweiter bewußter „Schock". Anstrengung im Zusammenhang mit Gefühlen. Die Vorbereitung für diese Anstrengung. Analogie zwischen dem menschlichen Organismus und dem Weltall. Drei Stufen in der Evolution der menschlichen Maschine. Die Umwandlung der Gefühle. Alchimie. Die Zentren arbeiten mit verschiedenen „Wasserstoffen". Zwei höhere Zentren. Falsche Arbeit der niederen Zentren. Die Stofflichkeit aller inneren Vorgänge. 244

ZEHNTES KAPITEL 290 Wo beginnt der Weg? Das Gesetz des Zufalls. Verschiedene Arten von Einflüssen. Im Leben geschaffene Einflüsse. Einflüsse, die, außerhalb des Lebens geschaffen, nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Das „magnetische Zentrum". Ausschau nach dem Weg. Einen finden, der ihn kennt. Die dritte Art der Einflüsse: bewußt und unmittelbar. Befreiung vom Gesetz des Zufalls. „Stufe", „Treppe" und „Weg". Besondere Bedingungen des vierten Weges. Ein falsches magnetisches Zentrum ist möglich. Wie kann man falsche Wege erkennen? Lehrer und Schüler. Das Wissen beginnt mit der Lehre von den Kosmen. Die übliche Vorstellung von zwei Kosmen: „Makrokosmos" und „Mikro-

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kosmos". Die vollständige Lehre von den sieben Kosinen. Das Verhältnis der Kosmen zueinander gleich Null zu Unendlich. Das Prinzip der Relativität. „Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten." Was ein Wunder ist. „Die Dimensionenperiode." Überblick über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Theorie vieler Dimensionen. G.'s Bemerkung: „Zeit ist Atem." Ist der „Mikrokosmos" der Mensch oder das Atom? ELFTES KAPITEL 317 Ein Buch von Aphorismen. Erwachen, sterben, geboren werden. „So ein Weizenkorn nicht stirbt, wird es keine Frucht bringen." Was hindert den Menschen daran, wiedergeboren zu werden? Was hindert den Menschen am „Sterben"? Was hindert den Menschen am Erwachen? Fehlen der Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Was bedeutet die Einsicht der eigenen Nichtigkeit? Was verhindert diese Einsicht? Der hypnotische Einfluß des Lebens. Der Schlaf, in dem die Menschen leben, ist hypnotischer Schlaf. Der Magier und die Schafe. „Kundalini." Einbildung. Weckuhren. Organisierte Arbeit. Gruppen. Kann man in einer Gruppe ohne Lehrer arbeiten? Arbeit des Selbststudiums in einer Gruppe. Spiegel. Austausch von Beobachtungen. Allgemeine und individuelle Bedingungen. Regeln. ^,Hauptfehler." Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Gefahr nachahmender Arbeit. „Schranken." Wahrheit und Lüge. Aufrichtigkeit mit sich selbst. Anstrengungen. Akkumulatoren. Der große Akkumulator. Denk- und Gefühlsarbeit. Notwendigkeit des Fühlena. Die Möglichkeit, mittels des Gefühls zu verstehen, was nicht durch das Denken verstanden werden kann. Das Gefühlszentrum ist ein feineres Instrument als das Denkzentrum. Erklärung des Gähnens in Verbindung mit den Akkumulatoren. Rolle und Bedeutung des Lachens im Leben. Fehlen des Lachens in den höheren Zentren. ZWÖLFTES KAPITEL ; -S48 Die Arbeit in den Gruppen wird intensiver. Jeder Mensch hat ein begrenztes „Repertoire" von Rollen. Die Wahl zwischen der Arbeit an sich selbst und einem „geruhsamen Leben". Die Schwierigkeiten des Gehorsams. Der Zweck von „Aufgaben". G. gibt eine bestimmte Aufgabe. Die Reaktion von Freunden auf die Ideen des Systems. Es ruft in den Menschen das Beste oder das Schlechteste hervor. Was für Menschen können zur Arbeit kommen? Vorbereitung. Enttäuschtsein ist notwendig. Die Frage, woran einer leidet. Neue Einschätzung von Freunden. Ein Gespräch über Typen. G. gibt eine weitere Aufgabe. Versuche, die eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Die Betonungen. „Wcsenskern" und ^,Persönlichkeit". Aufrichtigkeit. Eine schlechte Laune. G. verspricht, jedwede Frage zu beantworten. „Ewige Wiederkehr." Ein Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern. Ein Gespräch über das Geschlecht. Die Rolle des

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Geschlechts als Hauptbewegkraft aller Mechanisiertheit. Das Geschlecht als Hauptmöglichkeit der Befreiung. Neugcburt. Die Umwandlung von Geschlechts-Energie. Mißbrauch des Geschlechts. Ist Enthaltsamkeit nützlich? Richtige Arbeit der Zentren. Ein dauernder Schwerpunkt. DREIZEHNTES KAPITEL 382 Die Intensität innerer Arbeit. Vorbereitung für „Tatsachen". Ein Besuch in Finnland. Das „Wunder" beginnt. Innere „Unterredungen" mit G. „Jetzt schlafen- Sie nicht." „Schlafende Menschen" sehen. Es ist unmöglich, Erscheinungen höherer Ordnung mit gewöhnlichen Mitteln zu untersuchen. Eine veränderte Betrachtung der „Handlungsmethoden". Der „Hauptzug" dies einzelnen. G.'s Erklärung hierzu. Die Umgestaltung der Gruppe. Jene, die die Arbeit verlassen. Zwischen zwei Stühlen sitzen. Schwierigkeit der Rückkehr. G.'s Wohnung. Reaktionen auf das Schweigen. „Lügen sehen." Eine *1 Vorführung. Wie kann man erwachen? Wie kann man den not- 1 wendigen Gefühlszustand erzeugen? Drei Wege. Die Notwendigkeit' des Opfers. „Sein Leiden >, opfern." Die erweiterte „Tabelle der^ Wasserstoffe". Ein „sich bewegendes Diagramm". Eine neue Ent-" deckung. „Wir haben sehr wenig Zeit." VIERZEHNTES KAPITEL Die Schwierigkeit, „objektive Wahrheiten" in gewöhnlicher Sprache mitzuteilen. Objektives und subjektives Wissen. Einheit in der Vielheit. Die Vermittlung objektiven Wissens. Die höheren Zentren. Mythen und Symbole. Wortformulierungen. „Wie oben, so unten." „Erkenne dich selbst." Zweiheit. Wandlung der Zweiheit in Dreiheit. Die Linie des Willens. Vierheit — Fünfheit — die Konstruktion des Pentagramms. Die fünf Zentren. Das Siegel Salomonis. Die Symbolik der Zahlen, geometrischen Figuren, Buchstaben und Worte. Weitere Symbologien. Richtiges und falsches Verstehen von Symbolen. Die Vereinigung von Wissen und Sein: Großes Tun. „Niemand kann einem Menschen etwas geben, was er nicht vorher besessen hat." Erreichung nur dank eigener Anstrengung. Verschiedene bekannte „Linien", die Symbole verwenden. Das System und sein Platz. Eines der Hauptsymbole dieser Lehre, das Enneagramm. Das Gesetz der Sieben in seiner Verbindung mit dem Gesetz der Drei. Untersuchung des Enneagramms. „Was ein Mensch nicht in da» Enneagramm einfügen kann, versteht er nicht." Ein Symbol in Bewegung. Das Enneagramm durch Bewegung erleben. Übungen. Eine Universalsprache. Objektive und subjektive Kunst. Musik. Objektive Musik fußt auf inneren Oktaven. Die mechanische Menschheit kann nur subjektive Kunst haben. Verschiedene Stufen des Seins eines Menschen. 409

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Wandlung ist nur an „Wegkreuzungen" möglich. Wachstum des Schöpfungsstrahls. Die vier „Wege" als vier Tore zum „exoterischen Kreis". Pseudo-esoterische Wege und Schulen. Schaf und Wurm.'s System als Führer in einem Labyrinth von Widersprüchen oder als Arche Noah. Das „organische Leben auf Erden".Seite FÜNFZEHNTES KAPITEL 439 Religion ist ein relativer Begriff. Die Beziehung verschiedener Zeiten zu den Zentren des menschlichen Körpers. SECHZEHNTES KAPITEL 464 Historische Ereignisse des Winters 1916/17. Die Beziehung zu den höheren Zentren. zwei. Die Initiation und die Mysterien. Die Fortsetzung der Arbeit in Moskau. Schulen des vierten Weges. Der Mond. Anwendung der Idee der Kosmen auf die inneren Vorgänge des menschlichen Organismus. ^. in dem sie leben. Zusammenstellung einer „Tabelle der Zeit in verschiedenen Kosmen".und einstöckige Maschinen. Der Vorgang der Evolution beginnt immer mit der Bildung eines bewußten Kerns. Anwendung der Minkowskischen Formel. Die Religionen entsprechen den Seinsstufen der Menschen. G. „Kosmische Berechnungen der Zeit" in gnostischer und indischer Literatur. „Wahrheit in Form einer Lüge. Der Sturz Nikolaus II. Zeitdimensionen verschiedener Kosmen. „Das Ende der russischen Geschichte. Der evolvierende Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. Das Leben der Moleküle und Elektronen. Drei-. Weiteres Studium der Diagramme und der Idee der Kosmen. verläßt Petersburg zum letzten Male. Nur Selbst-Initiation ist möglich. die gegen die Evolution kämpft? Evolviert die Menschheit? „Zweihundert bewußte Menschen konnten das ganze Leben auf Erden verändern.Kann Gebet helfen?" Beten lernen. die Erde und die Sonne. Seine Intelligenzgrade. Kant und die Idee der Skala. Ägyptische „Schulen der Wiederholung". G. Entwicklung der Idee „Zeit ist Atem" in bezug auf den Menschen." Esoterische Schulen im Osten. Der Mensch besteht aus Mensch. Die christliche Kirche als Schule." Pläne. „Wenn sie XIV . Wo erklingt das Wort „Ich" in einem selbst? Die zwei Teile richtiger Religion und was jeder enthalt. Drei Kosmen zusammengenommen schließen alle Gesetze des Weltalls in sich ein. Rußland zu verlassen. Der „äußere Kreis". Ein interessantes Ereignis — „Verklärung" oder „Mimik"? Die Eindrücke eines Journalisten von G. auf große und kleine Zellen. seine Nahrung zu verändern? Das „Diagramm alles Lebendigen". was sie essen. Allgemeine Unwissenheit über das Christentum. Gibt es eine bewußte Kraft. Hat der Mensch die Möglichkeit." Drei „innere Kreise" der Menschheit. Die Bewußtheit des Stoffes. Die Menschheit in einem Stillstand. Die „Techniken" der Religion. Bedeutung der Riten. Einteilung aller Geschöpfe in dreifacher Hinsicht: nach dem. was sie atmen und dem Medium. Eine Nachricht von G.

Rußland zu verlassen. Verschwendung von Energie infolge unnötiger Muskelanspannung. kommen Sie zu mir. vor- XV . Was bedeutet „ernst sein"? Nur eine Sache ist ernst. Die Wahl von Gmus. G. „Ereignisse" und die Notwendigkeit.'s Haltung gegenüber einem seiner Schüler. 501 ACHTZEHNTES KAPITEL 541 Petersburg. eröffnet sein Institut in Tiflis. Rückkehr zu G. „Die Ereignisse sind überhaupt nicht gegen uns. verkündet die Auflösung der Gruppe. Mehr Menschen kommen an. „Schulen sind unbedingt notwendig. Das Märchen vom Wolf und den Schafen. G. G. Die Wiederaufnahme der Arbeit." Wie kann man die Empfindung von „Ich" verstärken? Kurze Rückkehr nach Petersburg und Moskau. Sechs Wochen in Essentuky. in Alexandropol. „Gibt es außerhalb der . Gespräch über die Unmöglichkeit. Wie kann man wirkliche Freiheit erreichen? Der schwere Weg von Sklaverei und Gehorsam. die Menschen ihrem Typus gemäß gegeben wird. Derwischtänze. Die Forderungen des „Stop".Wege* keinen Weg?" Die „Wege" als Hilfe.'» Verhältnis zu seiner Familie. Eine letzte Reise nach Petersburg. SIEBZEHNTES KAPITEL August 1917. in Essentuky. Die Bildung einer Gruppe in Rostow und die Darstellung von G. G. mich von ihm zu trennen. inmitten der Massenverrücktheit irgend etwas zu tun. London als Endziel. Reise nach Konstantinopel. erzählt einen Fall von Stop in Zentralasien. Anstrengungen und Hilfe. Neue Gruppen werden G. zeigt Übungen zur Muskelbeherrschung und Entspannung. Die Gewohnheit zu reden. zeigt Aufmerksamkeitsübungen. Der Einfluß des Stop in Essentuky. Der Mensch ist der Sklave seines Körpers. Ein Atmungsexperiment. G. das Studium psychischer „Tricks"." Der Obyvatel." Ein Besuch bei G. Eine kleine Gesellschaft mit G. „Der subjektive und objektive Weg. in den Kaukasus." Die Vereinigung der Zentren ist die Hauptschwierigkeit bei der Arbeit an sich selbst. Unerläßlich sind großes Wissen. Die „Stop-Übung". enthüllt den Plan der ganzen Arbeit. Astrologie und Typen. Eine schwierige Zeit: Krieg und Epidemien. Oktober 1917.Seite ausruhen wollen. Praktische Ergebnisse der Arbeit an einem selbst: das Fühlen eines neuen Ich. Die Übungen sind schwieriger und mannigfaltiger als zuvor. Ein Fasten-Experiment Was „Sünde" ist. Rückkehr nach Piatigorsk. Verkauf von Seide. Die bolschewistische Revolution. Eine Botschaft für die dortigen Gruppen. Das Sammeln von Leuten. ein seltsames Vertrauen. G. G.'. Erkenntnis der Schwierigkeiten des Weges. kommt an. Innerer Kampf und ein Entschluß. Eine Gruppe von zwölf versammelt sich in Essentuky.und physische Übungen." „Über-Anstrengungen. G. Eine Vorführung. geht nach Sotschi. Weiteres Studium des Enneagramms. Denk. G.'s System. Was man zu opfern bereit ist. G. Der Entschluß.

geht nach Deutschland. G. Übersetzung eines Derwischliedes. Mein Entschluß. ermächtigt mich zum Schreiben und zur Veröffentlichung eines Buches. der Künstler und Dichter. G. . Arbeit im Chäteau du Prieure. Das Institut beginnt in Konstantinopel. G. Mein Entschluß. die Arbeit von Konstantinopel in London 1921 fortzusetzen. Ein Gespräch mit Catherine Mansfield. spricht über verschiedene Arten der Atmung. G. G. Vorführungen im Theätre des Champs Elysees in Paris. die Arbeit in London selbständig fortzusetzen. G. organisiert sein Institut in Fontainebleau. Atmen durch Bewegungen.'s Abreise nach Amerika 1924..gestellt.

in Europa. daß der Weg zum Unerkannten im Osten gefunden werden könne. gerade zu Beginn des ersten Weltkrieges. Der Krieg hatte mich in Colombo überrascht. von wo aus ich dann über England den Heimweg antrat. von der wir durch irgend etwas getrennt sind. Und es schien mir. der mit allen bisher bekannten und benützten nichts gemein hat. kehrte ich von einer langen Reise. die mich durch Ägypten. die in 1 . Das „Wunderbare" bedeutete für mich das Eindringen in diese unerkannte Wirklichkeit. daß es aus dem Labyrinth von Widersprüchen. Aber von wo aus dieser neue oder vergessene Weg beginne. bei Beginn meiner Reise in Petersburg. Auf meiner Rückreise und auch während meines mehrwöchentlichen Aufenthaltes in London wurden alle Gedanken über das Ergebnis meiner Suche durch die völlige Absurdität dieses Krieges verwirrt und vor allem durch die allgemeine Aufregung. Schon damals war es für mich eine ausgemachte Tatsache. es sei denn. daß sich jenseits dieses dünnen Schleiers von falscher Realität eine Wirklichkeit befindet. nichts Derartiges mehr gefunden werden könne. Seinerzeit. Schon vor langer Zeit war mir klar geworden. daß ein ganz neuer Weg gefunden werde. Für mich hat das Wort eine ganz bestimmte Bedeutung. konnte ich nicht sagen. Ceylon und Indien geführt hatte. in dem wir leben. Warum im Osten? Darauf war die Antwort schwer.ERSTES KAPITEL I m November 1914. Das „Wunderbare" ist an sich sehr schwer zu definieren. daß hier. daß ich mich auf die „Suche nach dem Wunderbaren" begäbe. nach Rußland zurück. hatte ich erklärt. Vielleicht spielte etwas Romantik in dieser Überzeugung mit — jedenfalls war es meine unumstößliche Überzeugung. keinen Ausweg gibt.

Aber später wurde mir klar. gehorte zu Stupins „Kleiner Bücherei" und bestand aus Abbildungen — zum Beispiel ein Mann. und ich erkannte ihn als gewaltiges memento mori. die ich jedoch noch nicht für sofort erwartete. dieser große europäische Krieg. Ich sagte mir. daß meine Suche nach dem „Wunderbaren" und alles. Aber damals hielt man den kommenden Zusammenbruch für zeitlich begrenzt. war Tatsache geworden. daß größte Eile notwendig sei und man nicht weiter einem Leben ohne Wegziel zustimmen könne. Aber bei meiner Rückkehr nach Rußland — wo mich alle Gedanken. Wir waren mitten darin. denn bei vielen Abbildungen konnte ich nicht verstehen. mußte ich gestehen. Spätere Erfahrungen bestärkten nur noch diese Überzeugung. Es hieß OffenMhtliche Absurditäten. und noch niemand sah das Ausmaß von innerer und äußerer Zerstörung und Auflösung voraus. mit denen ich ausgezogen war. in dem wir in Zukunft zu leben haben würden. daß überhaupt alles Bestehende „offensichtlich absurd" ist. sehr gegen meinen Willen. denn je großer ich wurde. das uns zeigte. an dessen Möglichkeit ich nicht glauben und auch dessen Wirklichkeit ich lange nicht anerkennen wollte. wieder tief bewegten — fühlte ich. daß dieses Buch wirkliches Leben schilderte. daß sich bei meiner Dies bezieht sich auf ein kleines Buch aus meiner Kindheit. desto mehr festigte sich in mir die Überzeugung. oft auch mich zu beeinflussen begann. vielleicht auch für ganz Europa. der auf seinem Rücken ein Haus trug. vor allem aus Indien. in denen wir nun einmal leben und arbeiten und auch Antworten auf unsere Fragen und Zweifel suchen. Der Krieg. was damit in Beziehung stand. Der Krieg berührte mein persönliches Leben nicht — jedenfalls nicht bis zur endgültigen Katastrophe. was an ihnen absurd sei: sie glichen genau den gewohnten Gegenständen im Leben. 1 2 . wichtiger war als mögliche oder wirkliche Geschehnisse in dieser Welt „offensichtlicher Absurditäten"1. unvermeidlich schien. die mir für Rußland. der Kriegszustand sei als eine dieser allgemeinen katastrophalen Lebensbedingungen aufzufassen. Seinerzeit hatte mich dieses Buch sehr beeindruckt.der Luft lag und in den Zeitungen wie auch in jedem Gespräch zutage trat und. ein Wagen mit viereckigen Rädern oder dergleichen. Nach Zusammenfassung all meiner Eindrücke aus dem Osten.

sondern ich mit der bestehenden. und nichts erschien mir zu unglaubwürdig in Verbindung damit. und so fort. daß persönliche individuelle Anstrengungen nicht genügen. im Gegenteil. daß ich nach einer Schule oder Schulen fahnden würde. andererseits wurde er kälter und entfernter. es müßte möglich sein. Vielleicht ist „zugeben" ein zu starker Ausdruck. Schon bei meiner Abfahrt wußte ich. Soviel war mir klar. und die eingeschlagene Richtung schien mir richtig. ihr magischer Schimmer hatte neue. Und auch zu meinem Bemühen. aber deren Zugang für uns verschüttet war. einen unphysischen Kontakt mit Schulen zu haben. aber mir schien. Die Idee der Schule selbst war eben für mich phantastisch. den ägyptischen oder denen. in Indien bestehende Schulen kennenzulernen. Ich konnte es nicht klar ausdrücken. was seit langem in Europa zu bestehen aufgehört hat. mit Schulen ferner Vergangenheit den Kontakt aufzunehmen. die Notre Dame gebaut haben. daß die Schulen viel von ihrem märchenartigen Charakter für mich einbüßten. als ich zuvor angenommen hatte. lebendigen Denktradition in Berührung kommen müsse.Rückkehr mein Problem noch schwieriger und komplizierter darstellte als vor der Abreise. daß das Geheimnis tiefer verborgen ist. Ich sollte besser sagen: mir träumte von der Möglichkeit. sozusagen „auf einer anderen Ebene". sogar der Beginn der Beziehung zu einer Schule müßte etwas Wunderbares an sich haben. 3 . Mir war klar. sah ich keinen Widerspruch. Ich meine damit. die noch irgendwo existierte. Zum Beispiel stellte ich mir vor. Zu diesem Entschluß war ich schon lang gekommen. Ich erkannte klar: dort ist etwas zu ßnden. Zwar hatten Indien und der Osten nicht nur nicht ihren Glanz des Wunderbaren für mich verloren. Aber gleichzeitig war ich zu der Überzeugung gelangt. Noch bei meiner Abreise gab ich vieles Phantastische in Verbindung mit Schulen zu. Die Grenzen von Raum und Zeit. müßten bei solcher Beziehung schwinden. sei es mit der pythagoräischen. so dachte ich. Aber der Begriff der gesuchten Schule selbst wandelte sich sehr während meiner Reisen — einerseits gewann er an Gestalt und wurde einfacher. früher nicht bestehende Schattierungen gewonnen.

Sie verlangten alles auf einmal. aber ich glaubte nicht. moralphilosophischer Artung. und alle Leute. Wiederum andere. ein wenig asketisch. Aber gleichzeitig reifte in mir die Überzeugung. Vor allem. Ich konnte ihnen nicht trauen: alles. Auf meiner Rückreise war nach einer Reihe von Begegnungen und Eindrücken die Schulidee wirklicher und faßbarer geworden. so glaubte ich. Es waren dies Schulen entweder religiösen oder doch halbreligiösen Charakters mit spezifisch frommer Färbung. Es wäre also nötig gewesen. hatte aber ihren phantastischen Charakter verloren. forderten aber auch sehr vieles. was die russischen Mystiker (in der russischen Mönchsliteratur) „Schönheit" oder „Verzauberung" nannten. allen meinen eigenen Gedanken. wie die Schulen der Jünger und Anhänger von Ramakrischna. in Indien zu bleiben. Diese Schulen interessierten mich sehr. nicht für mich geeignet seien. wohin er führen werde. war entweder Selbsttäuschung oder das. darüber hatte ich keine Zweifel. Diese versprachen sehr vieles. und zwar von unserer Seite. Andere Schulen wiederum waren von leicht sentimentaler. Daß es Schulen gebe. den Gedanken einer Rückkehr nach Europa aufzugeben. der später dauernd und von allen äußeren Störungen unabhängig werden würde. gewöhnlich als „Yogaschulen" beschrieben. werde es möglich sein. mit denen ich in Berührung kam. die mit 4 . was sie erreichten. daß sie wirkliches Wissen hätten. Sie zogen mich nicht an: wenn ich einen religiösen Weg gesucht hätte. sondern auch ihre Wahl. Zielen und Plänen zu entsagen und mich einem Weg anzuvertrauen. daß alle jene. Es gab unter ihren Mitgliedern sehr nette Menschen. einen solchen Kontakt zu finden. Noch eine andere Art von Schulen gab es dort. mit der ich aber keine Berührung aufnehmen konnte und von der ich nur hörte. so würde ich ihn auch in Rußland gefunden haben. von dem ich im vorhinein nicht wußte. weil ich folgendes eingesehen hatte: notwendig ist nicht allein die Suche nach einer Schule. die Entscheidung für sie.Gerade dort. fußten auf der Erreichung eines Trancezustands und ähnelten meiner Meinung nach dem Spiritismus. in Indien.

sei es eine Malerschule. wobei Träume den Platz wirklicher Suche einnähmen. unter Einschluß von Fakirwundem. Bald darauf übersiedelte ich nach Moskau und begann für eine Zeitung. Aber während dieser Zeit trug sich eine kleine Episode zu. sie müsse auf der gleichen irdischen Ebene bestehen und wirken wie jede andere Schule. esoterisch oder Yogi. Mir war 5 . Schweden und Finnland im schon auf Petrograd umgetauften Petersburg ein. glaube ich. Diesmal wollte ich mit dem mohammedanischen Osten beginnen. ob okkult. traf ich über Norwegen. Ich weilte dort etwa sechs Wochen. Von London kommend. Auf meinem Wege nach Indien hatte ich Pläne für weitere Reisen gefaßt. Aber keiner dieser Pläne sollte sich verwirklichen. eine Notiz in. vor allem Russisch-Zentralasien und Persien besuchen. Leitartikel zu schreiben. Aber ich glaubte trotz allem. das von einem gewissen „Inder" stamme. Und vor allem erkannte ich. der Stimme von Moskau. ragten deutlich aus dem Durchschnitt hervor. Sie bezog sich auf das Szenario eines Balletts mit Namen „Der Kampf der Magier". es müsse auch eine mehr rationale Art von Schulen geben und daß ein Mensch das Recht habe. während ich gerade die nächste Ausgabe vorbereitete. das von Spekulationen und Patriotismus überschäumte. Die Handlung des Balletts sollte ganz in Indien spielen und ein vollständiges Bild orientalischer Magie geben. Eines Tages fand ich im Zeitungsbüro. heiligen Tänzen und so fort. eine Tanzschule oder eine medizinische Schule. bis zu einem gewissen Grad seinen eigenen Weg zu kennen. daß diese Träume eines der Haupthindernisse auf jedem möglichen Weg zur Erkenntnis des „Wunderbaren" sein müßten. Zur gleichen Zeit gelangte ich zu folgender Überzeugung: was auch immer der Name einer Schule sei.ihnen in Berührung gewesen waren und mir darüber berichteten. die mit vielen späteren „Ereignissen" im Zusammenhang stand. Die Idee einer Schule „auf einer anderen Ebene" erkannte ich einfach als Zeichen von Schwäche. für die ich schon von Indien aus gearbeitet hatte.

einen 6 . die ich im Verlauf dieser Vorträge kennenlernte. um mich zu sehen. in der verschiedene „okkulte" Untersuchungen und Experimente ausgeführt würden. daß in dem Ballett alles zu finden sei.. aber da indische Szenarioschreiber von Balletten in Moskau verhältnismäßig selten waren. um dort die gleichen Vorträge zu halten. ohne ihren verborgenen Sinn und ihre Bedeutung zu erfassen oder ohne zu wissen. Hierbei dachte ich wieder an die „Schulen". Unter den Leuten. das ich zu schreiben beabsichtigte. denen das übliche Lügen und Leben in der Lüge widerwärtig geworden war. aber daß das „Wunderbare" dort wirklich existiere und durch viele Zeichen angedeutet werde.der leichtfertige Ton der Notiz unsympathisch. Bald nach diesem Ereignis verließ ich die Zeitung aus verschiedenen Gründen und ging nach Petersburg. Und ich erkannte. wo es gesucht werden sollte. Ich erhielt viele Briefe. schnitt ich die Anzeige aus und übernahm sie in meine Zeitung mit dem Zusatz. Daß ferner alle üblichen Wege dazu nutzlos seien und Indien seine Geheimnisse besser hüte. Nach Ostern ging ich nach Moskau. wie sie zu deren Erkenntnis gelangen könnten. Über tausend Menschen wohnten einer jeden in der Alexandrowskyhalle der Petersburger Duma bei. Leute kamen. Geleitet werde diese Arbeit durch einen gewissen G. die mich auf eine Gruppe in Moskau hinwiesen. Diese Vorträge waren als Einführung zu einem Buch über meine Reisen gedacht. In ihrem Verlauf erklärte ich. waren zwei — ein Musiker und ein Bildhauer —. was im richtigen Indien nicht angetroffen werden könne. Ihr Titel lautete: „Auf der Suche nach dem Wunderbaren" und „Die Probleme des Todes". als man gewöhnlich annehme. Dort hielt ich im Februar und März 1915 öffentliche Vorlesungen über meine indischen Reisen. Trotz des Krieges erweckten meine Vorlesungen sehr starkes Interesse. daß es auf der Grundlage einer „Suche nach dem Wunderbaren" möglich sein werde. daß man in Indien das „Wunderbare" nicht dort suche. an denen die Menschen achtlos vorbeigehen. eine große Anzahl von Menschen zu vereinen. was aber dorthin Reisende zu sehen wünschten.

Ich muß gestehen.. was mir diese zwei Leute über seine Gruppe und die in ihr ausgeführte Arbeit erzählten. Damen würden plötzlich in ihrem Zimmer „Augen" sehen. die in der Luft schwebten. anzulangen. könnten sich nicht bewegen und fielen dermaßen unter seinen Einfluß. außerdem entstehen meiner Erfahrung nach diese Geschichten nie ohne Mitwirkung derjenigen Leute. Mir waren schon viele derartige Geschichten zu Ohren gekommen. So bildet sich eine Mischung von Aberglauben. der das Ballettszenario verfaßt hatte. was er wünsche. alle ihre Gefühle. Oder wiederum andere würden in der Gegenwart dieses Orientalen plötzlich fühlen. ein. nicht mehr jung. M. daß er sie zu allem veranlassen könne. wenig interessierte: es schien sich um alle möglichen selbstsuggerierten Wunder zu handeln. auf die sie Bezug nehmen. selbst aus der Entfernung. was man von ihnen erwartet. mit schwarzem Schnurrbart und stechenden Augen. wie ich erfuhr. Erstaunlicherweise 7 . Sie würden merkwürdige Empfindungen in ihren Beinen verspüren. Wir gingen zu einem kleinen Cafe in einer lärmigen Seitenstraße. sie faszinierten und denen sie durch viele Straßen folgten. über das ich vor drei oder vier Monaten die Notiz in der Zeitung gefunden hatte. und ich hatte mir bereits eine bestimmte Meinung über dergleichen gebildet. G. Autosuggestion und fehlerhaftem Denken.kaukasischen Griechen — den gleichen „Inder". Meine erste Begegnung änderte jedoch vollständig meine Meinung über ihn und was ich von ihm erwarten könne. des Besitzers dieser Augen. daß er sie vollständig durchschaue. Aus diesem Grunde und im Lichte früherer Erfahrungen willigte ich nur nach langem Drängen eines meiner Bekannten. Dort sah ich dann einen Mann von orientalischem Typus. Gedanken und Wünsche kenne. Manche Leute erfinden Wunder zum eigenen Gebrauch oder erfinden genau das. All dieses und viele andere derartige Geschichten schienen mir einfach schlechter Romanstorf. daß mich alles. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Begegnung. zu treffen und mit ihm zu sprechen. um schließlich beim Haus eines gewissen Orientalen.

von denen ich nur gehört hatte und die ich sehr zu sehen wünschte. und man sich so verhalten und sprechen soll. erzählte mir von seiner Moskauer Arbeit. weil er sichtlich nicht das ist. daß in seiner — hauptsächlich psychologischen — Arbeit die Chemie eine große Rolle spielte. verstärkte noch die Fremdheit und Unerwartetheit des Eindruckes. G. daß er mehr Gewicht in die Antworten legte. Ich war immer noch unter dem Einfluß meiner Eindrücke aus dem Osten. „Was Sie sagen". schien weit gereist zu sein und war sichtlich an Orten gewesen. Diese Ausstattung machte einen merkwürdigen. faßte ich natürlich seine Worte buchstäblich auf. und dieser Akzent. über Esoterik und die YogaSchulen. Er sprach ein unkorrektes Russisch mit starkem kaukasischem Akzent. so wenig paßte seine Erscheinung zu Umgebung und Atmosphäre. wir sprachen über Indien. was er vorgibt. angetan mit einem schwarzen Mantel mit Samtkragen und einem schwarzen steifen Hut.schien er mir verkleidet zu sein. Ich entsinne mich nicht mehr. sprach ich. wo Kleinhändler und Handlungsreisende sich zu treffen pflegten. verließ uns nach kurzer Zeit. Dieser Mensch mit dem Gesicht eines indischen Radjas oder arabischen Scheichs. M. Da ich ihm das erstemal zuhörte. den ich mir sofort in weißem Burnus oder vergoldetem Turban vorstellte. wie unser Gespräch genau begann. saß hier in einem kleinen Cafe. mit dem wir alles andere zu assoziieren pflegen als philosophische Ideen. dessen Anblick einen verlegen macht. Ich verstand ihn nicht ganz. unerwarteten und fast erschreckenden Eindruck: ein schlecht verkleideter Mensch. Aus seinen Ausführungen ging hervor. als ob man den Mummenschanz nicht durchschaue. welche die menschliche Körperchemie studiere und durch Einführung und Entfernung verschiedenartiger Stoffe die moralische oder psychische Natur eines 8 . Ein in jeder Hinsicht außerordentlicher und hervorragender Brahmane erzählte in Travancore einem jungen Engländer von einer Schule. G. Seine Art zu sprechen — sorgfältig und genau — gefiel mir. Ich glaube. als in den Fragen enthalten war. Meine Fragen schienen ihn nicht nur nicht in Verlegenheit zu bringen: mir schien sogar. „erinnert mich an eine Geschichte von einer Schule in Südindien.

wohin er geht. daß alle Schulen zu allen Zeiten und in allen Ländern Rauschgifte in großem Umfange gebrauchten. um im vorhinein zu erkennen. um ihre Entwicklung. Es gibt in bezug auf diesen Weg eine eigene Chemie. geweckt oder eingeschläfert werden. Aber sie können in ganz anderer Richtung gebraucht werden. Manchmal ist dies der leichteste Weg. Deren Schüler nehmen sie zum Zwecke des Selbststudiums ein. was erst viel später als Ergebnis langer Arbeit erreicht werden kann. sagte ich. wirklich existiert. um von der Wirklichkeit all dieser Möglichkeiten überzeugt zu werden. Sollte es sich hierbei nicht in manchen Fällen um Rauschgifte handeln? Ich habe selbst eine ganze Reihe von Experimenten in dieser Richtung ausgeführt. welche die gleiche Methode zu benützen scheinen. was ich über Magie gelesen habe. ihre Anlagen besser kennenzulernen. „Es gibt Stoffe. sagte G. um einen Zustand zu erlangen. Eine jede kann geschwächt oder verstärkt. und dann nur unter der Leitung erfahrener 9 . welche Yogis zur Erreichung gewisser Zustände cinnehmen. in dem . Die Gleichheit von Methoden oder sogar von Ideen beweist gar nichts.Magie' möglich wird.." „Das mag sein". beweist mir ganz klar." „Da ist noch eine andere Frage. die mich sehr beschäftigt". sagte G. die Rauschgifte auf richtige Weise verwenden. was Sie mit .Menschen verändern könne. „aber es kann sich auch ganz anders verhalten. dann arbeitet er bewußt. Aber hierfür ist eine große Kenntnis der menschlichen Maschine und dieser speziellen Chemie erforderlich. er weiß dann. Wenn ein Mensch dies erkennt und dadurch überzeugt wird.Rauschgift' bezeichnen. was er theoretisch gelernt hat. und auch alles. Für jede Funktion dienen bestimmte Stoffe.. daß das. wenn sie sich als wirklich notwendig erweisen. Es gibt Schulen." „Ja". In allen Schulen. werden Experimente nur dann ausgeführt. „in vielen Fällen sind diese Stoffe das. Es gibt Schulen. in Wirklichkeit aber etwas ganz anderes darunter verstehen. die er oft in sich vermutet. bei denen nach dieser Methode gearbeitet wird. Das klingt ganz ähnlich wie Ihre Ausführungen.

die die gleichen oder ähnliche Stoffe verwenden. gerade unterwegs waren. in ein Haus zu kommen. sehr angesprochen. sagte. Die in diesen Schulen verwandten Stoffe sind nicht allein »Rauschgifte*. Außer den Schulen. gab er mir nicht einen einzigen an. Nachher natürlich stirbt er oder wird verrückt. wenn auch viele von ihnen aus solchen Drogen wie Opium. Er lud mich darauf ein. viele seiner Schüler waren beim ersten Aufgebot mobilisiert worden. daß seine Arbeit eine ganze Reihe wohlbekannter Leute in Moskau interessiere — „Professoren" und „Künstler". daß wir über Schulen mit großer Vorsicht sprechen müssen. „weil ich gebürtiger Moskauer bin. allerdings nur für eine gewisse Zeit. Wir nahmen einen Wagen und fuhren in der Richtung nach Sokolniki. sondern um bestimmte gewünschte Ergebnisse zu erreichen. und 10 . Auch solche Schulen gibt es. wie der Krieg viele seiner Pläne gestört habe. Sie sehen also. sagte ich. viele teure im Ausland bestellte Geräte und Instrumente waren verlorengegangen. Weiter erklärte er mir. wenn auch nur für eine kurze Zeitdauer. Aber als ich ihn nach den genauen Namen fragte. die mit seiner Arbeit verbunden seien. wie er sich ausdrückte. was G. wie Sie es nennen. die er gemietet habe und zu denen wir. „Ich frage". wie sie mir noch nie vorher begegnet waren..und fähiger Menschen. Dann sprach er weiter von den hohen Kosten. Auf dem Wege erklärte mir G. in denen solcherlei Experimente ausgeführt werden. Durch angemessenen Gebrauch solcher Stoffe kann ein Mensch sehr klug oder sehr stark gemacht werden. die alle Ergebnisse voraussehen und Maßnahmen gegen mögliche unerwünschte Folgen ergreifen. gibt es andere." Ich fühlte mich durch alles. aber nicht zum Experimentieren und Untersuchen. Hier fühlte ich einige neue Gesichtspunkte. wie ich begriff. aber die Ergebnisse werden vollständig andere sein. aber dies wird nicht in Betracht gezogen. Haschisch und so fort zubereitet werden. sie können praktisch das gleiche tun. wo sich einige seiner Schüler versammeln sollten. den teuren Wohnungen.

Ich glaube.'s Schülern geschrieben hatte. worin genau ihre Arbeit bestehe. die. Sie schlugen vor. daß ich überzeugt war. den Beginn-der Unterredung mit G. Weiterhin — und dies gefiel mir besonders. aber sie gaben mir keine direkten Antworten und in manchen Fällen bestanden sie darauf. Es ist schwierig. einer von G. zweitens kostete sie keine Miete und drittens konnte sie ihn nicht mehr als zehn Rubel im Monat kosten. Der Autor beschrieb darin sein Zusammentreffen und seine Bekanntschaft mit G. Natürlich stimmte ich zu. weil ich es erwartete — hatte der Autor bei seinem ersten Treffen mit G. daß der Autor in der Zeitung die gleiche Notiz über das Ballett „Der Kampf der Magier" fand." Hierauf erwiderte G. Bei dieser Vorstellung kam mir G. so daß ich mehr oder weniger jedermann kenne. Dies ließ mich sogleich aulhorchen.'s Schülern zu rekonstruieren. die sichtlich den Lehrern dieser Schule gehörte. nichts.außerdem habe ich an hiesigen Zeitungen gearbeitet. überraschten mich. Wir kamen nun zu einer großen leeren Wohnung über einer Gemeindeschule. Dieser offensichtliche Bluff war so merkwürdig. Warum hatte er von den umfangreichen Kosten dieser Wohnung gesprochen? Erstens gehörte ihm die Wohnung nicht. es müsse etwas bedeuten. Ich bin schon früher in solchen Wohnungen gewesen. wie sie sagten. als ob dieser ihn gleichsam auf seine 11 . die ich hörte. die wie Schullehrerinnen aussahen. es war am Platz des früheren Roten Teiches. der aber zur Zeit nicht in Moskau weilte. Ich versuchte herauszufinden. Einige der Dinge. sich in einer merkwürdigen. zehn Jahre lang. den Anfang einer Geschichte zu verlesen. mir völlig unverständlichen Terminologie auszudrücken. merkwürdig vor. da Gemeindeschullehrerinnen keine Möbel erhielten. das Gefühl. und darauf begann einer von ihnen laut aus einem Manuskript vorzulesen. Die Geschichte begann damit. Sogar das Fehlen von Möbeln bestätigte meine Vermutung. Einige seiner Schüler waren in der Wohnung: drei oder vier junge Männer und zwei Frauen. die ich selber im Winter in der Stimme Moskaus gelesen hatte.

Später erfuhr ich. Ferner enthielt sie einige seltsame und unerwartete Ideen über Kunst. ein Bein untergeschlagen. 12 . daß der Autor der Geschichte eine ßktive Person war und daß zwei bei der Verlesung anwesende Schüler G. wiege und wieder zurückstelle. Aber trotzdem beeindruckte sie mich. Ich fühlte. Als ich sie dann nach dem System. daß eine gewisse Lehre auf den Autor einen starken Eindruck gemacht habe. Er saß. als die Lesung beendet war. weil sich in ihr Hinweise auf ein System fanden. hörte die ganze Zeit aufmerksam zu. daß es mich sehr interessiert habe zuzuhören. Ich konnte es aber noch nicht nennen oder formulieren. seine Ideen in einer literarischen Form darzulegen. Seine Bewegungen gefielen mir: sie waren sehr sicher und von tigerartiger Geschmeidigkeit. Meiner Ansicht nach aber habe sie den Fehler. daß ich ihn lieber nicht hier in Moskau. Noch später hörte ich. Trichinopolis oder Madura. von denen ich kürzlich zurückgekehrt war. Die Geschichte hieß „Blick in die Wahrheit" und war sichtlich von einem Mann ohne jegliche literarische Erfahrung geschrieben. G.'s sie in der Absicht verfaßt hatten.Handfläche setze. die mich sehr stark berührten. rauchte und blickte manchmal zu mir herüber. nach einer kurzen Pause. der das erste Kapitel darstellen sollte. sei es im Hof einer Kairoer Moschee. selbst den Plan hierzu geliefert habe. G. Ich antwortete ihm. Sogar in seinem Schweigen war etwas. gebe aber keine Aufklärung über diese Lehre selbst Die Anwesenden begannen darauf. wie hat Ihnen die Geschichte gefallen?" fragte G. Die Geschichte schildere. nach dem »ic arbeiteten. nicht in dieser Wohnung getroffen hätte. selbst sagte nichts. mit mir zu argumentieren. auf einem Sofa. sie sagten. was ihn von den anderen unterschied. in einer der Ruinenstädte Ceylons oder einem der südindischen Tempel — Tanjore. trank schwarzen Kaffee aus einem Glas. nicht klarzumachen. um was es sich eigentlich dabei handle. daß ich das Wesentliche gar nicht verstanden habe. war damit beendet. „Nun. daß G. sondern in einem der Orte. das mich sehr interessierte. Die Lesung des Abschnittes.

Sie sprachen von „Arbeit an sich selbst". Sie alle gehörten zu jener besonderen Moskauer Schicht einer etwas armen „Intelligenz". Sehen Sie. antwortete ich. antworteten sie sehr unbestimmt. In Moskau wird ein Feuilleton in Fortsetzungen niemals öfter als einmal in der Woche gedruckt. „Dies ist kein Artikel. und damit war dieses Gespräch beendet G. Dieser Teil Ihrer Geschichte würde also etwa zehn Feuilletons benötigen. stammten sichtlich nicht von ihnen und bezogen sich auch nicht auf sie." „Das ist vollständig ausgeschlossen". erklärten sie nicht.'s Schülern nicht sehr befriedigend. als ob sie eine gelernte Rolle spielten. sagte G. Es ist der Beginn einer ganzen Erzählung und viel zu lang für eine Zeitung. ehe sie sich überhaupt dazu äußern.fragte und was denn seine wesentlichen Punkte seien. wir zählen den Lesestoff nach Zeilen. dann nur in einer Monatsschrift. Es war sogar seltsam. sagte nichts. ihnen auf der Suche nach dem Wunderbaren zu begegnen. „Eine Sache wollte ich Sie fragen". Und auf jeden Fall werden sie die ganze Geschichte verlangen. Im ganzen verlief meine Unterhaltung mit G. Die Geschichten. Gleichzeitig schienen sie mir aber alle anständige und nette Menschen zu sein. Außerdem waren die Schüler nicht im entferntesten mit dem Lehrer zu vergleichen. aber worin diese Arbeit bestehe. das bedeutet also zehn Wochen — und das Ganze ist das Gespräch einer Nacht! Wenn es überhaupt veröffentlicht werden kann. „Könnte dieser Artikel in einer Zeitung veröffentlicht werden? Wir dachten daran. Das übliche Feuilleton hat etwa dreihundert Zeilen. Die Verlesung beanspruchte zwei Stunden — das bedeutet ungefähr dreitausend Zeilen. ich meine etwas mit einem Anfang und einem Ende. die Öffentlichkeit auf diese Weise über unsere Arbeit zu informieren. ich fühlte etwas Künstliches und Absichtliches in ihrem Benehmen. gehört hatte. die ich zur Genüge kannte und von der niemals etwas Interessantes zu erwarten war. selbst war mir sofort als ganz ungewöhnlich vorgekom- 13 . die ich von M. nach kurzer Pause." G. Sie wissen. was wir in der Zeitung ein Feuilleton nennen. und da kenne ich keine hierfür geeignete.

die auf meine Fragen keine Antwort gaben. getroffen hatte. was ich suchte. Ich stellte mir vor. Ich fragte ihn. würde ich allen Kontakt mit ihm verlieren. ohne abzuwarten. überkam mich der Gedanke. jeden Tag. weder dort noch später. Mir wurde bald klar. Er antwortete. Wir verabschiedeten uns wortlos und trennten uns. wie ich allen meinen Freunden davon berichten würde. sie sind ja alle Freunde". den ich die ganze Zeit gespürt hatte. das ich noch nicht begreifen konnte. In seinen Erläuterungen empfand ich die Sicherheit des Fachmannes. Während der Woche meines Moskauer Aufenthaltes sah ich G. daß er vieles von dem wisse. von der ich sehr wenig verstanden hatte. eine sehr feine analytische Fähigkeit und ein System. eine neue Begegnung mit ihm ausmachen müsse. denen ich in Indien begegnet war und die mir niemand zu erklären vermocht hatte. Unter anderem erklärte er mir auch einige Phänomene. nahe bei meiner Wohnung.men. und im Verlauf dieses Abends wurde dieser Eindruck noch verstärkt. denn „er wird sie sofort anrufen. All das brachte in mir eine unerwartete Neigung zu lachen. daß ich sofort. einige Witze über G. wo ich G. ebenso die folgenden Tage. und schweigend kamen wir zur Tram und fuhren mit ihr in der Richtung zur Stadtmitte Moskaus. machen und über die langatmige und anspruchsvolle Erzählung. Mir war sehr seltsam zumute — eine lange Vorlesung. dessen Vorhandensein 14 . So versuchte ich mich zu beherrschen. Denn wenn ich das nicht täte. Als ich ihn verließ. Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir in Ochotny Nad. Am nächsten Tag war ich im gleichen Cafe. Menschen. er werde sich am nächsten Tag zur gleichen Zeit im selben Cafe aufhalten. Ich verließ den Ort zusammen mit einem der jungen Männer. zu schreien und zu singen hervor. Glücklicherweise hielt ich mich rechtzeitig zurück. an. ob ich ihn nicht noch einmal vor meiner Abreise nach Petersburg sehen könne. dazu G. mit seinem ungewöhnlichen Benehmen und seinem Einfluß auf seine Leute. Ich wollte meine Eindrücke dem jungen Manne mitteilen. als ob ich gerade der Schule oder einem merkwürdigen Zwangsaufenthalt entkommen wäre.

nur wenig. fort. „Diese Idee hat viele Seiten". um Experimente und dergleichen auszuführen. die Arbeit verlange. damit: er arbeite mit zwei voneinander getrennten Gruppen. seine Schüler müßten selbst die notwendigen Mittel für die Miete der Wohnungen aufbringen. wo sie sich zu treffen gedächten. wo er genau gewesen war. daß er nach Kairo oder einem anderen Ort gehe. ausführten. Gleichzeitig wolle und dürfe er nicht — er betonte letzteres — sein eigenes Geld auf die Organisation der Arbeit verwenden. Ich hätte gerne gewußt. dies genau in Erfahrung zu bringen. Ich sagte ihm. Ein. meiner Ansicht nach seien tausend Rubel für viele Menschen.'s Erklärungen mich nicht nur an die diskutierten Tatsachen denken ließen. die im Leben schwach seien. Jedes Mitglied dieser Gruppe zahle tausend Rubel im Jahr und könne mit ihm arbeiten. Ich traf G. Außerdem habe ihm die Erfahrung gezeigt. Nehmen wir zum Beispiel einmal an. erwiderte. daß Leute. G. aber es gelang mir nicht. daß eine Ausgabe von tausend Rubel ihn in Verlegenheit bringt. sagte G.oder zweimal erwähnte er seine Reisen im Osten. es sei keine andere Abmachung möglich. die nicht über private Mittel verfügten. weil G. wie er sich ausdrückte. „Die Arbeit jedes einzelnen kann Ausgaben verlangen. Über sich selbst sprach G. für Reisen und ähnliches.'s Gruppe nicht mehr wieder.ich aber schon fühlte. die verschiedene Arbeiten „entsprechend ihrer Vorbereitung und ihren Fähigkeiten". Wenn einer sein Leben so schlecht organisiert hat. die ich beobachtet oder vermutet hatte. mit uns zu arbeiten oder nicht. „Ferner". Wegen der Besonderheit seiner Arbeit könne er nämlich nur wenig Schüler haben. ob er fähig ist. Dazu braucht er Mittel. ohne daß seine gewöhnliche Beschäftigung im Leben dadurch beeinträchtigt werde. sondern auch an viele andere Dinge. würde er besser die Arbeit gar nicht erst anfangen. Seine Arbeit sei kein Wohltätigkeitsunternehmen und könne es auch nicht sein. Durch unsere Forderung finden wir heraus. „habe ich viel zu wenig Zeit. sich auch in der Arbeit schwach zeigten. um sie den 15 . fuhr G. Seine Moskauer Arbeit erklärte G. eine zu große Summe.

anderen zu opfern, bei denen ich nicht einmal sicher bin, ob sie ihnen nützen wird. Ich schätze meine Zeit sehr hoch ein, denn ich brauche sie für meine eigene Arbeit und kann und will sie nicht unproduktiv verbringen. Außerdem hat diese Angelegenheit noch eine andere Seite", sagte G. „Die Menschen schätzen nichts, für das sie nicht zahlen müssen." Ich hörte mit gemischten Gefühlen zu. Einerseits gefiel mir alles, was G. sagte. Das Fehlen jeglicher Sentimentalität und jeglichen konventionellen Geredes über Altruismus, von Ausdrücken wie „für das Wohl der Menschheit arbeiten" und dergleichen zog mich an. Auf der anderen Seite war ich überrascht, daß G. mich bezüglich der Geldfrage von etwas überzeugen wollte, wo gar keine Überzeugung nötig war! Wenn ich mit etwas nicht einverstanden war, dann nur damit: Ich glaubte nicht, daß G. auf diese Weise genug Geld erlangen werde. Keiner von seinen Schülern, die ich kennengelernt hatte, schien mir fähig, tausend Rubel im Jahr zu zahlen. Wenn er wirklich im Osten sichtbare und faßbare Spuren verborgenen Wissens gefunden hatte und seine Untersuchungen in dieser Richtung fortsetzte, dann war klar, daß er für diese Arbeit große Geldmittel benötigte, genau wie jedes wissenschaftliche Unternehmen, etwa eine Expedition in unbekannte Weltteile, die Ausgrabung einer alten Stadt oder eine Forschungsarbeit mit zahlreichen exakten physikalischen oder chemischen Experimenten. Es war ganz überflüssig, mich hiervon überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, schon begann in mir ein Plan Gestalt zu gewinnen. Wenn G. mir genaue Kenntnis seiner Arbeit ermöglichen würde, dann wäre es wahrscheinlich leicht für mich, die notwendigen Mittel zu erhalten, um die Arbeit auf festere Grundlagen zu stellen und ihr auch besser vorbereitete Menschen zuzuführen. Aber ich hatte natürlich nur eine sehr vage Vorstellung von dem, was diese Arbeit eigentlich sei. Ohne es direkt auszusprechen, gab G. mir zu verstehen, daß er mich als Schüler annehmen werde, sofern ich den Wunsch dazu äußerte. Ich sagte ihm, das Haupthindernis hierfür sei, daß ich nicht weiter in Moskau bleiben könne, da ich bereits in Petersburg

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einen Kontrakt mit einem Verleger abgeschlossen habe und mehrere Bücher zur Veröffentlichung vorbereite. G. erwiderte, er werde manchmal nach Petersburg kommen und versprach dies für die nahe Zukunft. Er werde mich seine Ankunft wissen lassen. „Aber wenn ich Ihrer Gruppe beitrete", sagte ich zu G., „würde ich vor einem schwierigen Problem stehen. Ich weiß nicht, ob Sie Ihren Schülern das Versprechen abverlangen, alles, was sie bei Ihnen lernen, geheimzuhalten: ein solches Versprechen könnte ich niemals geben. Zweimal hatte ich in meinem bisherigen Leben die Möglichkeit, Gruppen beizutreten, die mit einer, wenigstens der Beschreibung nach, der Ihren ähnlichen Arbeit beschäftigt waren und mich damals sehr ansprachen. Aber in beiden Fällen wäre die Bedingung die Zustimmung oder das Versprechen gewesen, alles, was ich auch lernen möge, geheimzuhalten. Und in beiden Fällen weigerte ich mich, denn vor allem anderen bin ich ein Schriftsteller und wünsche mir die freie Entscheidung darüber vorzubehalten, was ich schreibe und was nicht. Wenn ich versprechen würde, mir Mitgeteiltes geheimzuhalten, würde es nachher sehr schwierig für mich sein, das Gesagte von dem zu trennen, was mir in Verbindung mit diesem Problem oder auch ohne jegliche Beziehung dazu in den Sinn kommen würde. Zum Beispiel weiß ich bis jetzt sehr wenig von Ihren Ideen, aber mir ist klar, daß wir im Verlauf unserer Unterhaltung sehr bald zu den Fragen von Raum und Zeit, höheren Dimensionen und dergleichen kommen werden. Das sind aber nun alles Fragen, an deren Klärung ich schon seit vielen Jahren arbeite. Ich zweifle nicht, daß sie auch in Ihrem System eine große Bedeutung haben." G. nickte. „Sehen Sie, wenn wir nun unser Gespräch unter einer Schweigepflicht fortsetzten, dann wüßte ich nach der ersten Unterhaltung nicht mehr, was ich nun schreiben kann und was nicht." „Was denken Sie denn darüber?" fragte G. „Man soll nie zuviel reden. Es gibt Dinge, die nur für Schüler gesagt werden." „Ich könnte eine solche Bedingung nur vorübergehend annehmen", sagte ich. „Natürlich wäre es lächerlich, wenn ich sofort alles niederschreiben würde, was ich von Ihnen lerne. Aber wenn Sie nicht

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prinzipiell Ihre Ideen geheimhalten wollen, sondern nur Sorge tragen, daß sie nicht verstümmelt weitergegeben werden, dann wäre ich bereit, eine solche Bedingung anzunehmen und zu warten, bis ich Ihre Lehre besser verstanden habe. Ich traf einmal eine Gruppe, die sich mit verschiedenen sehr großzügigen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigte. Ihre Mitglieder machten kein Hehl aus ihrer Arbeit. Nur verlangten sie, niemand dürfe von einem Experiment reden oder es beschreiben, bevor er es selbst ausführen könne. Bevor er also dieses Experiment selbst wiederholen konnte, hatte er zu schweigen." „Ich wüßte selbst keine bessere Formulierung", sagte G. „Wenn Sie es so halten, wird diese Frage nie zwischen uns auftreten." „Sind irgendwelche Bedingungen mit der Teilnahme an Ihrer Gruppe verknüpft?" fragte ich, „und ist jeder Beitretende an Sie und Ihre Gruppe gebunden? In anderen Worten: Kann einer Ihre Arbeit nach seinem Belieben abbrechen oder nimmt er feste Verpflichtungen auf sich? Und was unternehmen Sie, wenn er diese nicht erfüllt?" „Es gibt keinerlei Bedingungen", antwortete G., „und kann auch keine geben. Unserer Überzeugung nach kennt ein Mensch sich nicht selbst, er ist nicht (er betonte diese Worte), das heißt, er ist nicht das, was er sein könnte und sein sollte. Aus diesem Grunde kann er auch keine Verträge abschließen oder Verpflichtungen eingehen. Er kann für seine eigene Zukunft gar keine Entscheidung treffen. Heute ist er eine Person, morgen wieder eine ganz andere. Er ist in keiner Weise an uns gebunden, und wenn er will, kann er jederzeit die Arbeit abbrechen und uns verlassen. Es gibt überhaupt keine Verpflichtungen, weder unsererseits, noch auf seiner Seite. „Wenn er will, kann er lernen. Er wird lange Zeit lernen und viel an sich selbst arbeiten müssen. Wenn er genug gelernt hat, ändert sich die Lage. Dann wird er selber sehen, ob ihm unsere Arbeit liegt oder nicht. Wenn er dann will, kann er mit uns arbeiten, wenn nicht, kann er uns verlassen. Bis zu diesem Augenblick ist er frei. Wenn er weiter bleibt, wird er dann fähig sein,

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Entscheidungen zu treffen oder Pläne für die Zukunft zu machen. „Nehmen wir zum Beispiel folgendes an. Es kann der Fall eintreten — natürlich nicht zu Beginn, sondern später — daß ein Mensch über etwas Gelerntes schweigen muß, und sei es auch nur für eine gewisse Zeit. Aber wie kann jemand, der sich selbst nicht kennt, ein Geheimnis zu wahren versprechen? Versprechen kann er es natürlich schon, aber wird er fähig sein, sein Versprechen auch zu halten? Denn er ist nicht ein einziger, viele verschiedene Personen leben in ihm. Eine davon verspricht und will auch ihr Versprechen halten. Aber morgen wird eine andere in ihm es seiner Frau erzählen oder einem Freund über einem Glas Wein, oder ein kluger Mann fragt ihn auf eine Weise aus, daß er gar nicht merkt, wie er alles preisgibt. Schließlich kann er auch noch hypnotisiert oder plötzlich angeschrien und erschreckt werden und dann wird er alles tun, was man von ihm will. Was für Verpflichtungen kann so ein Mensch auf sich nehmen? Nein, mit einem solchen Menschen können wir nicht ernst reden. Um ein Geheimnis hüten zu können, muß ein Mensch sich selbst kennen und muß er sein. Und der Mensch — so wie er ist — ist weit davon entfernt. „Manchmal stellen wir als Prüfung den Menschen zeitlich begrenzte Bedingungen. Gewöhnlich werden diese sehr bald gebrochen, aber niemals geben wir jemandem, in den wir kein Vertrauen haben, ein wichtiges Geheimnis weiter, so daß dies uns nichts ausmacht. Ich meine, es schadet nichts, wenn auch natürlich dadurch unsere Verbindung zu jenem Menschen gelöst wird und er damit jede Möglichkeit verliert, von uns etwas zu lernen, soweit es überhaupt etwas zu lernen gibt. Auch mag dies all seine persönlichen Freunde — ganz unerwartet für sie — beeinflussen." Ich entsinne mich, daß ich G. in einem Gespräch während der ersten Woche unserer Bekanntschaft von meiner Absicht erzählte, wieder nach dem Osten zu fahren» „Lohnt es sich, daran zu denken, und kann ich dort das finden, was ich suche?" fragte ich G. „Es ist sehr gut zur Erholung, für die Ferien dorthin zu gehen",

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antwortete G., „aber der Weg lohnt sich nicht für das, was Sie suchen. All das kann hier gefunden werden." Ich verstand, daß er die Arbeit mit ihm meinte. „Aber haben Schulen, die sich an Ort und Stelle inmitten alter Traditionen befinden, nicht gewisse Vorteile?" fragte ich. Als Antwort auf diese Frage sagte G. Verschiedenes, was ich erst später verstand. „Selbst wenn Sie dort Schulen finden würden, wären es doch nur .philosophische' Schulen", sagte er. „In Indien gibt es nur .philosophische' Schulen. Das ist schon seit langer Zeit so verteilt: in Indien .Philosophie', in Ägypten .Theorie' und im heutigen Persien, Mesopotamien und Turkestan .Praxis'." „Und ist es auch heute noch so geblieben?" fragte ich. „Zum Teil sogar jetzt noch", sagte er. „Aber Sie verstehen nicht genau, was ich mit .Philosophie', ,Theorie' und Praxis' meine. Diese Worte müssen in anderer Bedeutung als gewöhnlich verstanden werden. „Aber wenn wir von Schulen reden, so gibt es nur Spezialschulen, keine allgemeinen. Jeder Lehrer oder Guru ist Spezialist auf einem Gebiet. Der eine ist Astronom, ein anderer Bildhauer, wieder ein anderer Musiker. Und alle seine Schüler müssen als erstes den Wissenszweig studieren, in dem ihr Lehrer Spezialist ist, danach dann einen weiteren und so fort. Sie würden tausend Jahre brauchen, um alles zu studieren." „Aber wie haben Sie studiert?" „Ich war nicht allein. Es gab alle möglichen Fachleute unter uns. Jeder studierte sein Spezialgebiet, und dann versammelten wir uns und taten alles zusammen, was wir gefunden hatten." „Und wo sind Ihre Kameraden jetzt?" G. schwieg eine Weile, dann sagte er langsam, in die Feme schauend: „Einige sind gestorben, einige arbeiten und einige sind in die Abgeschiedenheit gegangen." Dieses Wort aus der Mönchssprache kam völlig unerwartet und versetzte mich in eine merkwürdige und unangenehme Stimmung. Gleichzeitig spürte ich ein gewisses absichtliches „Schauspielern"

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bei G., als ob er versuchte, mir von Zeit zu Zeit ein Wort hinzuwerfen, das mich .interessieren und in eine bestimmte Gedankenrichtung lenken würde. Als ich versuchte, noch bestimmter zu fragen, wo er sein Wissen erworben habe und wie weit es reiche, gab er mir keine direkte Antwort. „Wissen Sie", sagte G. einmal, „als Sie nach Indien fuhren, schrieben die Zeitungen über Ihre Reise und Ihre Ziele. Ich gab meinen Schülern die Aufgabe, Ihre Bücher zu lesen und dadurch zu bestimmen, was Sie seien, und daraus zu folgern, was Sie finden könnten. So wußten wir, was Sie finden würden, während Sie noch auf dem Weg dorthin waren." Damit fand dieses Gespräch ein Ende. Ich erkundigte mich einmal bei G. nach dem Ballett, das seinerzeit in der Zeitung erwähnt worden war und auf das auch die Erzählung „Blick in die Wahrheit" Bezug nahm; ob dieses Ballett wohl ein „Mysterienspiel" sei. „Mein Ballett ist kein .Mysterium'", sagte G. „Ich hatte die Absicht, ein interessantes und schönes Schauspiel zu schaffen. Natürlich ist unter der äußeren Form eine gewisse Bedeutung verborgen, aber es war nicht mein Ziel, diese Bedeutung herauszustellen und zu betonen. Einen wichtigen Platz nehmen gewisse Tänze ein. Ich will Ihnen dies kurz erklären. Nehmen wir einmal an, daß zum Zwecke des Studiums der Bewegung himmlischer Körper, zum Beispiel der Planeten des Sonnensystems, ein besonderer Mechanismus konstruiert würde, um die Bewegungsgesetze zu veranschaulichen und dem Gedächtnis einzuprägen. In diesem Mechanismus befindet sich jeder Planet, der durch eine Sphäre entsprechender Größe dargestellt wird, in einer gewissen Entfernung von der Zentralsphäre, welche die Sonne bedeutet. Der Mechanismus wird in Betrieb gesetzt, und alle Sphären beginnen sich auf den vorgeschriebenen Bahnen zu drehen und fortzubewegen. Dadurch stellen sie sichtbar die Gesetze dar, nach denen sich die Planetenbewegungen vollziehen. Dieser Mechanismus veranschau-

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licht alles, was überhaupt über das Sonnensystem bekannt ist. Ähnlich verhält es sich mit manchen Tanzrhythmen. In den genau festgelegten Bewegungen und Kombinationen der Tänzer werden bestimmte Gesetze veranschaulicht, die von denen, die sie kennen, verstanden werden. Solche Tänze nennt man »heilige Tänze'. Im Verlauf meiner Reise im Osten habe ich oft solchen Tänzen beigewohnt, die bei Gottesdiensten in zahllosen alten Tempeln abgehalten wurden. Einige dieser Tänze werden im ,Kampf der Magier' vorgeführt. Außerdem liegen dem .Kampf der Magier' drei Ideen zugrunde. Wenn ich aber dieses Ballett auf einer gewöhnlichen Bühne zeige, wird das Publikum niemals diese zugrundeliegenden Ideen verstehen." Aus seinen weiteren Ausführungen entnahm ich, daß es sich hierbei nicht um ein Ballett im üblichen Sinne, sondern um eine Reihe dramatischer und mimischer Szenen handle, die durch eine gemeinsame Handlung, begleitet von Musik und unterbrochen durch Tänze und Gesänge, zusammengehalten werden. Die geeignetste Bezeichnung wäre wohl „Revue" gewesen, aber eine Revue ohne jeden komischen Einschlag. Dieses „Ballett" oder diese „Revue" sollte heißen „Der Kampf der Magier". Die wichtigsten Szenen stellten die Schulen eines „weißen" und eines „schwarzen Magiers" dar mit Übungen der Schüler beider Schulen und einem Kampf zwischen den beiden Schulen. Die Handlung sollte auf dem Hintergrund des Lebens einer östlichen Stadt spielen und war mit heiligen Tänzen, Derwisch- und zahllosen nationalen östlichen Tänzen durchwoben und mit einer Liebesgeschichte, die wiederum allegorische Bedeutung hatte. Besonders fesselte mich die Tatsache, daß, wie G. erklärte, die gleichen Tänzer in der „Weißmagier"-Szene und der „Schwarzmagier"-Szene spielen und tanzen müßten und daß sie selbst und ihre Bewegungen im ersten Falle anziehend und schön und im zweiten häßlich und abstoßend sein müßten. „Sie verstehen, daß auf diese Weise die Teilnehmer alle Seiten von sich selbst sehen und kennen lernen. Infolgedessen ist das Ballett von ungeheurer Bedeutung zum Selbst-Studium", sagte G.

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Ich verstand dies damals nur sehr wenig, aber eine gewisse Diskrepanz befremdete mich. „In der Zeitungsnotiz stand, daß Ihr .Ballett' in Moskau aufgeführt würde und gewisse bekannte Tänzer daran teilnähmen. Wie reimt sich das mit der Idee von Selbststudium zusammen? Diese werden bestimmt nicht spielen und tanzen, um sich selber zu erkennen." „All das ist noch keineswegs entschieden", sagte G. „Der Schreiber der Notiz war nicht gut informiert. All das kann sehr anders werden. Andererseits müssen die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob es ihnen gefällt oder nicht." „Und wer schreibt die Musik?" fragte ich. „Auch das ist noch nicht entschieden", antwortete G. Er sagte nichts weiter mehr zu diesem Thema, und ich kam erst fünf Jahre später wieder mit dem „Ballett" in Berührung. Einmal sprach ich mit G. in Moskau. Ich erzählte von London, wo ich kurz vorher geweilt hatte, über die erschreckende Mechanisierung, die sich in den großen europäischen Städten entwickelte und ohne die es wahrscheinlich unmöglich wäre, in diesen gev/altigen wirbelnden „mechanischen Spielzeugen" zu leben. „Menschen verwandeln sich in Maschinen", sagte ich. „Und zweifellos werden sie manchmal vollkommene Maschinen. Aber ich glaube nicht, daß sie noch denken können. Denn wenn sie dies versuchten, wären sie keine so zuverlässigen Maschinen mehr." „Ja", sagte G., „das ist wahr, aber auch nur teilweise. Es hängt vor allem davon ab, welche Funktion sie für ihre Arbeit in Anspruch nehmen. Wenn sie die richtige benützen, werden sie sogar fähig werden, noch besser in der Mitte aller maschinellen Arbeit zu denken. Aber ich wiederhole, nur wenn sie mit der richtigen Funktion denken." Ich begriff nicht, was G. mit „richtiger Funktion" meinte; dies wurde mir erst sehr viel später klar. „Und zweitens", fuhr er fort, „ist die Mechanisierung, von der Sie sprechen, überhaupt nicht gefährlich. Ein Mensch kann ein Mensch

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(er betonte dieses Wort) bleiben, auch wenn er mit Maschinen arbeitet. Es gibt eine andere Art von Vermechanisierung, die viel gefährlicher ist: selbst eine Maschine zu sein. Haben Sie sich je die Tatsache durch den Kopf gehen lassen, daß alle Menschen selbst Maschinen sind?" „Ja", antwortete ich, „vom streng wissenschaftlichen Standpunkt stellen sich alle Menschen als von äußeren Einflüssen gelenkte Maschinen dar. Aber die Frage lautet: Können wir denn den wissenschaftlichen Standpunkt ganz annehmen?" „Wissenschaftlich oder nicht wissenschaftlich ist alles dasselbe für mich", sagte G. „Ich möchte, daß Sie das verstehen, was ich sage. Schauen Sie, alle diese Menschen, die Sie sehen" — er deutete auf die Straße —, „sind einfach Maschinen — nichts weiter." „Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen", sagte ich, „und ich habe mir oft überlegt, wie wenig es in der Welt gibt, was sich gegen diese Form der Mechanisierung behaupten kann und seinen eigenen Weg zu wählen vermag." „Hier machen Sie Ihren größten Fehler", sagte G. „Sie denken, es gebe etwas, was fähig sei, den eigenen Weg zu wählen, etwas, was gegen die Mechaniserung aufkommen könne. Sie glauben also, daß nicht alles gleichermaßen mechanisch ist." „Aber natürlich nicht", rief ich aus, „Kunst, Poesie, Gedanken sind Phänomene eines ganz anderen Bereichs." „Genau des gleichen Bereichs", sagte G. „Diese Tätigkeiten sind genau so mechanisch wie alle anderen. Menschen sind Maschinen und von Maschinen können nur mechanische Handlungen erwartet werden." „Nun gut", sprach ich. „Aber gibt es nicht Menschen, die keine Maschinen sind?" „Möglicherweise", antwortete G., „nur nicht die Menschen, die Sie sehen. Sie kennen keine. Ich möchte, daß Sie das verstehen." Ich fand es seltsam, daß er derartig auf diesem Punkt bestand. Was er sagte, schien mir offensichtlich und unbestreitbar richtig. Gleichzeitig habe ich nie solche kurzen und allumfassenden Metaphern leiden mögen. Diese vergessen immer die Unterschiede.

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Ich hingegen hatte mich immer dazu bekannt, daß die Unterschiede das wichtigste seien und daß man, um Dinge zu verstehen, als erstes die Punkte aufßnden müsse, in denen sie nicht übereinstimmen. So fand ich es merkwürdig, daß G. auf einer Idee bestand, die mir offensichtlich erschien, wenn sie nicht zu sehr verallgemeinert wird und Ausnahmen zugelassen werden. „Menschen ähneln sich so wenig", sagte ich. „Ich glaube nicht, daß man sie alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt Wilde, es gibt mechanisierte Menschen, aber auch Intellektuelle, sogar Genies." „Ganz richtig", sagte G. „Menschen ähneln sich sehr wenig, aber die wirklichen Unterschiede können Sie weder bemerken noch erkennen. Der Unterschied, von dem Sie reden, besteht nicht; das muß ganz klar werden. Alle Menschen, die Sie sehen und kennen, und alle Menschen, die Sie kennenlernen können, sind Maschinen, tatsächlich Maschinen, die, wie Sie selbst sagten, nur von äußeren Einflüssen gelenkt werden. Als Maschinen werden sie geboren und als Maschinen sterben sie. Was haben Intellektuelle und Wilde damit zu tun? Selbst jetzt, in diesem Augenblick, wo wir uns unterhalten, bemühen sich einige Millionen Maschinen, sich gegenseitig zu vernichten. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Wo sind die Wilden und wo die Intellektuellen? Sie sind alle gleich ... „Aber es gibt eine Möglichkeit, aufzuhören eine Maschine zu sein. Daran müssen wir denken, nicht an die verschiedenen Maschinensorten, die es gibt. Natürlich gibt es verschiedene Maschinen; ein Auto ist eine Maschine, ein Grammophon ist eine Maschine und ebenso ein Gewehr. Aber was macht das? Es ist das gleiche, sie alle sind Maschinen." In Verbindung mit diesem Gespräch entsinne ich mich eines anderen. „Was ist Ihre Meinung über die moderne Psychologie?" fragte ich einmal G. mit der Absicht, das Gespräch auf die Psychoanalyse zu bringen, der ich schon bei ihrem ersten Erscheinen mißtraut hatte. Aber G. ließ mich gar nicht erst so weit kommen.

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„Bevor wir von Psychologie reden, muß klar sein, auf wen sie sich bezieht und auf wen nicht", sagte er. „Die Psychologie handelt vom Menschen, von menschlichen Wesen. Was für eine Psychologie (er betonte das Wort) kann es in bezug auf Maschinen geben? Zu deren Studium ist Mechanik vonnöten, nicht Psychologie. Darum beginnen wir mit der Mechanik. Es ist noch ein sehr langer Weg bis zur Psychologie." „Kann man aufhören, eine Maschine zu sein?" fragte ich. „Ah, das ist die Frage", sagte G., „wenn Sie mir öfters solche Fragen gestellt hätten, dann wären wir in unserem Gespräch vielleicht schon zu gewissen Ergebnissen gelangt. Es ist möglich aufzuhören, eine Maschine zu sein, aber dazu ist es erst einmal notwendig, die Maschine zu kennen. Eine Maschine, eine richtige Maschine, kennt sich nicht und kann sich nicht kennen. Wenn eine Maschine sich kennt, hat sie schon aufgehört, eine solche zu sein, jedenfalls so eine wie sie war. Sie beginnt dann schon für ihre Handlungen verantwortlich zu sein." „Das heißt also nach Ihnen, daß ein Mensch nicht für seine Handlungen verantwortlich ist?" fragte ich. „Ein Mensch (er betonte dieses Wort) ist verantwortlich. Eine Maschine ist nicht verantwortlich." Im Verlauf einer unserer Unterhaltungen fragte ich G.: „Was ist Ihrer Ansicht nach die beste Vorbereitung, um Ihre Methode kennenzulernen? Ist es zum Beispiel nützlich, die sogenannte okkulte und mystische Literatur zu studieren?" Bei meinen Worten dachte ich besonders an den „Tarot" und die Literatur darüber. „Ja", sagte G. „Sehr viel kann durch Lesen gefunden werden. Nehmen Sie zum Beispiel sich selbst: Sie würden schon eine ganze Menge wissen, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie man lesen muß. Ich meine, wenn Sie all das, was Sie in Ihrem Leben gelesen haben, wirklich verstanden hätten, wüßten Sie bereits das, nach dem Sie suchen. Wenn Sie zum Beispiel alles verstanden hätten, was in Ihrem eigenen Buche steht, wie heißt es doch?" — er machte etwas

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's Worten zu finden.gut'). Was ein Mensch wirklich gut kann (er betonte das Wort . Aber natürlich kann kein Bach eine wirkliche Vorbereitung geben. aber damit erschöpfte sich ihr Sinn noch keineswegs. Seine Worte waren auch immer im üblichen Sinn bedeutungsvoll. was das bloße Wort verstehen bedeutet. das ist seine Vorbereitung. zweifellos noch einen ganz anderen Sinn. So ist es unmöglich zu sagen. Sie haben nicht einmal eine Ahnung. um sich seine Lehre anzueignen. Wenn ein Mensch gut Kaffee kochen oder gut Schuhe anfertigen kann. Er hat Tausende falscner Vorstellungen und Anschauungen. Ich hatte bereits eingeschen. Nun ist aber Verstehen das Wesentliche und Lesen ist nur dann nützlich. die G. wenn Sie verstehen. Ich fragte G. was besser sei. seinen Erklärungen zu geben pflegte. oberflächlich. Leider kann niemand irgend etwas wirklich gut. „Wir werden doch durch die Form unserer Wahrnehmungen bedingt. dann ist es bereits möglich. was Sie lesen. Aber Sie verstehen weder was Sie lesen noch was Sie schreiben. „Was er tun müsse?" fragte G." 27 27 .ganz Unmögliches aus dem Wort „Tertium Organum" — „dann würde ich mich vor Ihnen verbeugen und Sie bitten. Zu allererst muß er gewisse Dinge verstehen. wie erstaunt. was einer tun müsse. ehe er irgend etwas Neues erwerben kann. „Es ist unmöglich. abgesehen von ihrer gewöhnlichen Bedeutung. mit ihm zu reden. Sonst wird das Neue auf einer falschen Grundlage aufgebaut und das Ergebnis wäre dann schlechter als was zuvor da war. um die verborgene Bedeutung von G. daß man mit der üblichen einfachen Bedeutung beginnen müsse. Falsche Vorstellungen beruhen auf der Form unserer Wahrnehmungen. vor allem über sich selbst. mich zu lehren. irgend etwas zu tun. Seine Worte enthielten. und einige davon muß er los werden." Hier war wieder eine dieser unerwarteten Wendungen." „Wie kann man sich von falschen Vorstellungen befreien?" fragte ich. Man kennt und kann alles nur irgendwie. Noch ein anderes Gespräch ist mir im Gedächtnis geblieben. Ihr tieferer Sinn blieb noch lange verborgen..

„Sie sprechen von Irrtümern auf Grund von Wahrnehmungen. Regierungswechsel — all dies geschieht. denkt. Revolutionen. Der Mensch kann nichts entdecken. baut Häuser. wünschen. Gedanken. stirbt. Aber wie ich schon sagte. und ihre erste Frage ist immer. Alles geschieht. sie könnten tun. ihn zu verstehen. Aus sich heraus kann der Mensch weder eine einzelne Tat vollbringen noch einen einzigen Gedanken denken. Alles geschieht. von seiner Wahrheit überzeugt zu werden. lebt. In Wirklichkeit aber tut keiner etwas und kann keiner etwas tun. Das ist das erste. Alles geschieht — politische Bewegungen. tut. des Menschen Hauptirrtum ist seine Überzeugung. Und es geschieht in genau der gleichen Weise. was wir verstehen müssen. was einem Menschen zustößt. Alles geschieht. wie es nach einer Temperaturveränderung in der höheren Atmosphäre oder den benachbarten Wolken regnet. Der Mensch tut nicht lieben. Alles. schüttelte seinen Kopf. das heißt sich von tausend Illusionen über den Menschen befreien: daß er schöpferisch sei und bewußt sein eigenes Leben lenke und so fort. was durch ihn getan wird. „Diesen Sachverhalt sich klar zu veranschaulichen. nicht wie er will. die von ihm ausgehen — all das geschieht. All seine Taten. wenn Sie ihm sagen. Alles. „Der Mensch ist eine Maschine. Handlungen. er könne tun. „Wieder sprechen Sie von etwas ganz anderem". Alle denken. wie der Schnee durch die Sonne schmilzt und der Staub vom Winde aufgewirbelt wird. hassen. sagte er. Kriege. Worte. Meinungen und Gewohnheiten sind das Ergebnis äußerer Einflüsse. was sie denn tun sollen. fühlt — all dies geschieht. wie alles im persönlichen Leben des einzelnen geschieht. all das geschieht „Aber keiner wird Ihnen je glauben. nichts erfinden. alles. Nichts davon ist wahr. alle Wirkungen. schreibt Bücher. sondern wie es geschieht.G. Überzeugungen. äußerer Eindrücke. daß er 28 28 . Der Mensch wird geboren. alle wollen tun. Gefühle. Und es geschieht auf die gleiche Weise. was er sagt. aber von diesen spreche ich nicht. Im Rahmen seines Wahrnehmungsvermögens kann ein Mensch sich mehr oder weniger irren.

Wenn wir unser Gespräch fortsetzen. in der üblichen 29 . wie jeder über den Krieg redet? Jeder hat seinen eigenen Plan. Aber es ist eine Sache. Haben Sie bemerkt. was getan wird und vor allem was auf eine Art bereits ausgeführt worden ist. wie es getan werden sollte. nichts ist für sich. Und dann hätte es vielleicht gar keinen Krieg gegeben. Darum geschieht alles auf die einzig mögliche Weise. was man jemand sagen kann. als ob die anderen ständig das Falsche tun. „Gibt es nichts. um mit uns zu sprechen. Wenn eine einzige Angelegenheit anders sein könnte. „Versuchen Sie zu verstehen. wie es ist. Es scheint immer allen Leuten. „Wenn Sie das verstehen. Jeder glaubt. bleibt alles. wirklich überzeugt zu sein. auf keine andere Art hätte getan werden können. daß es so ist und es nie wieder zu vergessen. Man versteht nicht — und will auch gar nicht verstehen — daß. die es gibt. und eine andere Sache.gar nichts tun kann. In Wirklichkeit aber wird alles nach der einzigen Möglichkeit getan. daß wir eine besondere Sprache verwenden und daß es notwendig ist. wie es getan werden sollte. es mit seinem ganzen Bestand zu empfinden. er könne es besser tun. „Überhaupt nichts. Um zu tun. muß man zuerst sein. diese Sprache zu lernen. nichts so. etwas mit dem Denken zu verstehen. wäre gleich alles anders. werden Sie sehen. nichts wird getan. Das ist das Beleidigendste und Unangenehmste. Es ist ganz besonders unangenehm und beleidigend. betonte das Wort) ist aber noch ein anderer Sachverhalt verknüpft. Wenn die Menschen anders wären. was ich sage: alles wird durch alles bedingt. was man tun könnte?" fragte ich. könnte es anders gehen. alles hängt zusammen." „Und kann niemand etwas tun?" „Das ist eine andere Frage. seine eigene Theorie. was sein bedeutet. weil es die Wahrheit ist und niemand die Wahrheit hören will. wie sie sind. können wir leichter miteinander reden. Da sie so sind. „Mit dieser Frage des Tuns (G. Jeder denkt immer." Das war sehr schwer zu verdauen. rein gar nichts. Es lohnt sich nicht. Und dazu muß man zuerst einsehen.

die Wahrheit zu sagen. solche tiefen Mißverständnisse und solchen Haß gegen die Ansichten und Meinungen der anderen. ist das schwerste auf der Welt." Die Gespräche mit G. wenn die Menschen einander wirklich verstehen könnten? Aber sie können es nicht. Und davon will niemand etwas wissen. Um die Wahrheit sagen zu können. wissen Sie. die Wahrheit zu sagen. Sie sehen nicht ein. warum dies so ist. muß man erst erkennen. wie ich schon einsah. Auch das mag Ihnen merkwürdig vorkommen. weil wir uns in ihr gar nicht verständigen könnten. In den meisten Fällen glauben sie. sowohl wenn sie lügen wollen als auch wenn sie die Wahrheit sagen wollen. und die unerwartete Wendung. In der üblichen Sprache können sich die Menschen nicht miteinander verständigen. daß sie die Wahrheit sagen. um fähig zu werden. die Wahrheit zu sagen. und für seine Erklärungen. und das zuallererst in einem selbst. Und trotzdem lügen sie die ganze Zeit. Auch das mag Ihnen im Augenblick fremd scheinen.Sprache zu reden. Man muß erst viel und lang lernen. weil sie nicht umhin können zu lügen. Es scheint Ihnen genug zu sein. die. die er sich um mich gegeben hatte. das Wichtigste sind doch Tatsachen". Aber dennoch ist es wahr. was Wahrheit und was Lüge ist. Und ich kann Ihnen versichern. die er jedem Gedankengang gab. daß man lernen muß. Aber ich mußte nach Petersburg gehen. Die Wahrheit zu sprechen. „Weiter muß man lernen. Sie werden später einsehen. fesselten mich von Tag zu Tag mehr. Der Wunsch allein genügt nicht. Ich entsinne mich noch meines letzten Gespräches mit ihm. 30 . daß die Menschen verhältnismäßig wenig absichtlich lügen. Ich hatte ihm für die Mühe gedankt. „Aber trotzdem. es tun zu wollen und sich so zu entscheiden. Denken Sie doch einmal nach — könnte es solche Zwietracht geben. vieles für mich geändert hatten. muß man erst eine andere Sprache lernen. Sie lügen die ganze Zeit sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. Um sich zu verständigen. Darum versteht keiner weder sich noch irgendeinen anderen.

wieder verschiedenes. Später hatten wir Gelegenheit. sagte G. Das Wort hat viele verschiedene Bedeutungen. hielt sein Wort." „Ganz im Gegenteil". Aber vorerst ist noch vieles andere nötig. daß ich auf dem rechten Wege bin. die allein würden mich zu überzeugen vermögen. und ich sah ein.sagte ich.sich nach jemand richten'?" fragte ich. noch viel darüber zu sprechen. sich nach jemand richten nannte. als ich wirklich „Tatsachen" begegnete. „Man nützt ihn aus. natürlich unbewußt. sagte G. sagte G." Später verstand ich. „Was meinen Sie mit dem Wort . den ich bei ihm kennengelernt hatte. Es war brechend 31 . würde alles anders sein. innere Abhängigkeit schafft. was G. Wenn er sich nicht nach ihnen richten würde. G. was mir erst später verständlich wurde.. und von seinen Beziehungen zu verschiedenen Leuten. daß ein Mensch sich nicht nach den anderen richten solle. Wir saßen in Philipoffs Cafe in der Twerskaya. im August 1916. nannte sich nach jemand oder etwas richten jene Haltung." Ich dachte wieder an „Wunder". Versuchen Sie darüber nachzudenken." Ich verstand seine letzten Worte damals noch nicht. die innere Sklaverei. In seinem Verlauf sagte G. „Wenn ich echte und wirkliche Tatsachen neuer und unbekannter Artung sehen könnte. „es gibt nur eine Bedeutung." Es schien mir merkwürdig. „Ich verspreche es Ihnen. „Er ist ein schwacher Mensch". Er sprach über einen Menschen. „Gleichzeitig verstehe ich Sie und verstehe Sie auch nicht. Aber das war nicht eher als nach anderthalb Jahren. und auch sie würden anders sein. weil er sich nach den anderen richtet. was für eine gewaltige Rolle es im Leben spielt und wieviel davon abhängt. sondern erst später. Und das nur. „Sie werden Tatsachen sehen". Von unseren letzten Gesprächen in Moskau ist noch ein weiteres in meinem Gedächtnis haften geblieben. denn G. Ich entsinne mich noch eines anderen Gespräches über den Krieg.

daß er manchmal absichtlich schwierige äußere Umstände für ein Gespräch suchte. seinen Ausführungen zu folgen. Irgendwo da oben haben sich zwei oder drei Planeten zu sehr einander genähert. sie können nicht!" „Aber die ganze Frage ist: wie?" sagte er. als ob er von mir eine Extraanstrengung verlange und die Bereitschaft. daraus folgt Spannung. G. muß man sehr viel wissen. bestand aber darauf. Nach einigen Versuchen. Ich hatte mich erst sogar geweigert. Der Krieg und die Kriegsgewinnler hatten eine unangenehme. Haben Sie schon einmal bemerkt." Und dabei war ich nach früheren Gesprächen sicher gewesen. aber dann begann ich den Faden zu verlieren. Sie glauben. wie Sie sich. Dabei scheint es ihnen. antwortete: „Ja. daß sie sich umherbewegen können wie sie 32 . daß sie eine Bedeutung haben. dort hinzugehen. in welchem Ausmaß sie bloße Figuren in einem Spiel sind. sie können. gab ich nach. gab ich das Hören auf und beobachtete einfach die Art. „Um das zu verstehen. als ob sie einander haßten.voll und sehr lärmend. Sie verstehen nicht. aber hier auf der Erde beginnen die Menschen einander abzuschlachten und fahren damit vielleicht für mehrere Jahre fort. und wie immer mit ihm. wenn ein Mensch auf einem schmalen Steg an Ihnen vorbeigeht. Für diese dauert es vielleicht nur ein oder zwei Sekunden. von denen mich nur einzelne Worte erreichten. weil infolge des Lärms der interessanteste Teil seiner Ausführungen nicht bis an mein Ohr drang. sie glauben. ganz anspannen? Dieselbe Anspannung geschieht zwischen Planeten. Die Unterredung begann mit meiner Frage: „Können Kriege verhindert werden?" Und G. was G. oder daß sie einander für ein erhabenes Ziel abschlachten. fiebrige Atmosphäre geschaffen. oder irgend etwas Derartiges. daß er erwidern würde: „Nein. Zuerst verstand ich. Was ist denn Krieg überhaupt? Er ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. oder daß sie jemanden oder etwas verteidigen müssen und daß dies eine edle Tat sei. unangenehme und unbequeme Umgebung für eine Unterredung mit ihm in Kauf zu nehmen. wie er redete. Aber diesmal war das Ergebnis nicht besonders glänzend. sagte. Ich hatte schon erkannt.

was ich hörte. nämlich. Viel später verstand ich. Aber ich entsinne mich. was er mir eigentlich sagen wollte.wollen. so daß ich es gar nicht sogleich erfaßte und erst später bemerkte. waren seine Worte über den Unterschied der Zeit für die Planeten und für die Menschen. daß G. ob sie dies oder jenes tun. Aber in Wirklichkeit sind all ihre Bewegungen und Handlungen das Ergebnis planetarischer Einflüsse. Nur müssen wir verstehen. Aber diese Idee hat. sie glauben. dauerte es lange. Minister und Parlamente das geringste bedeuten oder ausrichten können. als ich die Unterredung zu rekonstruieren suchte. Die Idee war in großen Zügen folgende: die Menschheit. wird von außen her gelenkt. Und sogar als ich mich daran erinnerte. was er die „ Wechselbeziehung von Kräften in verschiedenen Welten" nannte. Dies war im Zusammenhang mit unserem vorigen Gespräch. wird von zahlreichen 33 . was in großem Ausmaß geschieht. wie das Gespräch begann. ein kleines Diagramm zeichnete und mir etwas zu erklären suchte. nur historische und psychologische Bedeutung. daß sie sich entscheiden können. Ich erinnere mich nicht mehr. und zwar entweder durch zufälliges Zusammentreffen von Einflüssen oder aber durch allgemeine kosmische Gesetze. Es war wirklich eine interessante Vorstellung und deutete auf den esoterischen Sinn des „Opfers" hin. die auf die Menschheit wirken. Aber über den Mond werden wir noch gesondert sprechen. nämlich über die Einflüsse. Dann spielt auch der Mond eine große Rolle in diesem Zusammenhang. Und sie selbst bedeuten buchstäblich gar nichts. daß weder Kaiser Wilhelm noch die Generäle. Etwa um die gleiche Zeit fesselte mich auch ein Gespräch über die Sonne. Was wirklich wichtig war und er ganz beiläufig erwähnte. bis ich die volle Bedeutung dieser Idee begriff. die Planeten und den Mond. Alles. jedenfalls zur jetzigen Zeit. oder richtiger das organische Leben auf der Erde. auf welche Weise zufällige Einflüsse abgelenkt oder in verhältnismäßig harmlose verwandelt werden könnten. Später baute ich sehr viel darauf auf." Das war alles.

mit all ihren Zusätzen und Veränderungen." In dieser Rede G. „und einmal wird er möglicherweise die gleiche Stufe wie die Erde erreichen. „darum werden wir hierüber ein anderes Mal sprechen. sich von einem Einfluß zu befreien. und die Erde wird zur Sonne werden. und dann auch unter diesen Einfluß zu gelangen. welcher Einfluß der vorteilhaftere ist. einmal ist der eine stärker. Einflüssen der Sonne und Einflüssen der Sterne. beginnend mit der Kant-Laplaceschen bis herunter zu den allerneuesten. unzuverlässiger und dogmatischer als die üblichen Theorien über die Entstehung der Planeten und Sonnensysteme. mit einem bestimmten Alter. Alles. Auch die Sonne war einmal wie die Erde und die Erde wie der Mond.. wie man gewöhnlich annimmt. daß Sie eine Sache verstehen: es ist unmöglich." Dies fesselte gleich meine Aufmerksamkeit. den Einfluß auszuwählen. im nächsten Augenblick ein anderer. wie er sich ausdrückte.'s interessierte mich vor allem. Nach seinen Worten wäre der Mond kein „toter Planet". sagte G. Dann wird in seiner Nähe ein neuer Mond auftauchen. der noch nicht. sich die Einflüsse auszuwählen: in anderen Worten. Jetzt möchte ich. die ganze Arbeit an sich selbst. Einflüssen des Mondes. besteht darin. dem man sich unterwerfen will. den „Intelligenzgrad der Erde" erreicht habe. Und für den Menschen gibt es eine gewisse Möglichkeit. „Um zu erklären wie. daß er Planeten und Mond als lebendige Wesen behandelte. Nichts schien mir künstlicher. würde ich einen langen Vortrag brauchen". sondern im Gegenteil ein „Planet im Zustand des Geborenwerdens". Dazu muß man im voraus wissen. All diese Einflüsse wirken zugleich. Die „allge- 34 . mit Entwicklungsmöglichkeiten und der Fähigkeit der Wandlung zu anderen Seinszuständen. von einem Einfluß auf einen anderen überzugehen. ohne sogleich unter einen anderen zu fallen.. Und noch früher war die Sonne wie der Mond. „Aber der Mond wächst und entwickelt sich". ein Planet in den Uranfängen seiner Entwicklung.Ursachen und verschiedenen Welten gleichzeitig beeinflußt: von Einflüssen der Planeten. sagte G. einer begrenzten Lebensdauer.

wie es Menschen verschiedener Stufen gibt. dazu noch eine organische. die ihre Ursache in ganz neuen Voraussetzungen hatte und eine andere universale Ordnung zeigte. Einige würden es glauben. Sie standen in Beziehung zu der Geschichte. „aber die Erde kann das gleiche werden. Aber das ist natürlich nicht sichergestellt. „Im Augenblick ist Ihnen noch nicht klar". andere nicht und wieder andere würden Beweise verlangen. Es würde sogar noch schlimmer werden.. wenn die Menschen ihn kennen würden. G. sich die Köpfe einzuschlagen. „Er ist bekannt".'s Antwort war sehr vage. sagte er. nicht getan worden ist. Genau so. was getan werden sollte. kann die Erde sterben. „Es gibt eine bestimmte Zeitdauer für die Ausführung einer gewissen Sache". sagte G.." „Ist dieser Zeitabschnitt bekannt?" fragte ich. den verschiedensten Stufen angehören können. sagte G. so gibt es ver- 35 . obwohl sie äußerlich genau gleich aussehen. „Wenn nach einer bestimmten Zeit das. daß G. Aber in Wirklichkeit ist natürlich nichts weniger wissenschaftlich und unbewiesener als diese Theorien. als ich G. was sie hätte erreichen können. ohne das geringste erreicht zu haben. sehr interessant und wichtig. die auf der Erde leben. „aber es wäre kein Vorteil. die an dem ersten Abend verlesen wurde. Danach würden sie anfangen. und die Erde kann sehr wohl sterben. sagte G. kennenlernte. So geht es mit allem bei den Menschen. oder jedenfalls die zuletzt bekanntgewordene..meine Öffentlichkeit" hält diese Theorien. „In welcher Beziehung steht die Intelligenz der Erde zur Intelligenz der Sonne?" fragte ich. ohne das erreicht zu haben. für wissenschaftlich und bewiesen.'s System eine vollständig andere Theorie hatte. Deshalb schien mir die Tatsache." „Wovon hängt das ab?" fragte ich." In Moskau hatten wir um die gleiche Zeit auch einige interessante Gespräche über Kunst. „Die Intelligenz der Sonne ist göttlich". „daß Menschen.

das in der modernen Kunst nicht zu spüren ist. von der ich spreche. All dies ist subjektiv und all dies ist zufällig.Schöpfung'). „Ich nenne Kunst nicht all das. was Sie als solche bezeichnen.schiedene Stufen in der Kunst.in denen er seine Empfindungen ausdrückt. treffen Sie plötzlich auf Dinge. daß diese Stufenunterschiede viel größer sind. Und doch ist zwischen Ihrer Kunst und der. vergessen Sie ihn bald und fahren fort. Aber da Sie den Unterschied nicht genau erkennen. Der eine gleiche Sonnenuntergang kann in einem Künstler das Gefühl der Freude hervorrufen. als Sie annehmen dürften.Schöpfung' (er betonte das Wort . daß Ihnen die verschiedenen Stufen erreichbar seien. nur Phantasie oder Sucht nach Originalität bedeutet. Zuhörers oder Lesers. da es nur mechanische Wiedergabe. den Wahrnehmungen des Zuschauers. sondern was für Assoziationen die Formen. Wirkliche Kunst ist etwas ganz anderes. vor allem Werken alter Kunst. ein gewaltiger Unterschied. Alles 36 . Bei ein und derselben Erscheinung mag ein Künstler ein bestimmtes Gefühl haben. in denen er seine Empfindungen auszudrücken versucht. Und der Zuschauer. Nachahmung der Natur oder anderer Menschen ist. ein anderer Künstler wieder ein anderes. eines viel zu nahe an das andere. „In wirklicher Kunst ist nichts zufällig. alles für eine Art von Kunst zu halten. . Nur sehen Sie noch nicht ein. die Formen. die gleiche Empfindung durch ganz verschiedene Methoden in verschiedener Form auszudrücken oder aber verschiedene Wahrnehmungen in der gleichen Form — je nachdem wie es ihnen gelehrt wurde oder im Widerspruch dazu. was der Künstler mitteilen wollte oder fühlte. in ihm wachrufen. Unter Kunstwerken. Zwei Künstler mögen sich bemühen. und die Wahrnehmung dieser Formen seitens anderer Menschen. das heißt auf zufälligen Assoziationen beruhend — dem Eindruck des Künstlers und seiner . und Sie glauben. Sie stellen die verschiedensten Dinge auf eine Stufe. In Ihrer Kunst ist alles subjektiv — des Künstlers Wahrnehmung von dieser oder jener Empfindung. die Sie nicht erklären können und die ein gewisses Etwas enthalten. in einem anderen Trauer. Sie ist mathematisch. Hörer und Leser wird wahrnehmen — nicht.

ebenso wie einige geschichtlich bekannte Bauwerke. mit mathematischer Gewißheit.kann in ihr vorausberechnet werden. einen und denselben Eindruck hervorrufen. ein großes. Es gibt Statuen von Göttern und verschiedenen mythologischen Gestalten. Ein objektives Kunstwerk ist genau so ein Buch. eine seltsame Figur. „Natürlich gibt es sie". was der Autor meint. einige Götterstatuen und viele andere Dinge. Schritt für Schritt. daß diese genügend entwickelt sind. und zwar genau so wie er es meint. Der Künstler weiß und versteht. allerdings nicht mit dem Denken. Jeder genügend Vorbereitete. mit dem Unterschied. was er mitteilen will. die wir zuerst für einen alten Gott oder Teufel hielten. Zuerst erweckte sie in uns nur den Eindruck einer Kuriosität. Menschen auf niedrigeren Stufen werden nie soviel davon haben wie Menschen auf höheren Stufen. sondern auch die Gefühlsseite des Menschen anspricht. „Die große ägyptische Sphinx ist so ein Kunstwerk. vorausgesetzt. ein Buch über Astronomie oder Chemie. Es war im Körper dieser Figur. antwortete G. „Aber gleichzeitig wird das gleiche Kunstwerk auf Menschen verschiedener Seinsstufen einen verschiedenen Eindruck machen. wird verstehen. der dieses Buch liest. Das ist wirkliche. am Fuße des Hindukusch. Es wird immer. vollständiges und komplexes System der Kosmologie. Es ist ausgeschlossen. sondern mit den Gefühlen." „Gibt es auch heute noch Werke von objektiver Kunst?" fragte ich. daß diese Figur viele Dinge enthielt. Denken Sie sich ein wissenschaftliches Werk. Aber nach kurzer Zeit begannen wir zu fühlen. Im Verlauf unserer Reisen in Zentralasien fanden wir in der Wüste. in ihren 37 . begannen wir dieses System zu entziffern. Und langsam. daß beide auf der gleichen Stufe stehen. daß es nicht nur die denkerische. objektive Kunst. daß ein Mensch es auf eine Weise versteht und der nächste auf eine andere. alles kann im voraus erkannt werden. und sein Werk kann nicht einen Eindruck auf einen Menschen und einen anderen auf den nächsten machen — vorausgesetzt natürlich. die man wie Bücher lesen kann.

die ich weder definieren noch formulieren konnte und die auch noch niemand formuliert hatte. Sein Prinzip der Teilung der Kunst in subjektive und objektive sagte mir sehr viel. 38 . Ich fühlte bereits. zu denen ich schon vor langer Zeit gekommen war. was er in diese Worte legte. daß es in der Kunst Unterscheidungen und Abstufungen gibt. Ich verstand noch nicht alles. daß seine Ideen nicht — wie sonst alle philosophischen und wissenschaftlichen Ideen — voneinander losgelöst waren. in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Stufen. sondern auch alle damit verknüpften Gefühle und Empfindungen. und nicht nur diese. die ich nicht annehmen konnte und die mir phantastisch und ohne jede Grundlage zu sein schienen. Es gab darunter Ideen. was sie uns über die Jahrtausende mitteilen wollten. Jedenfalls erfaßten wir die Bedeutung dessen. gesagt hatte. die wir nicht sehen noch verstehen können. in ihrem Kopf. . überall. Wir begannen ihre Gedanken und Gefühle zu spüren. Einige von uns meinten. was ich selbst gedacht hatte. Das war wirkliche Kunst!" Ich war sehr von G. In dem. die ich gefühlt hatte. Armen. Abstufungen bestehen. So schienen mir alle Diskussionen über • Kunst ohne Anerkennung dieser Unterscheidungen und Abstufungen . von dem ich bisher jedoch nur einige Bruchstücke sah. mit Schlüssen. einfach ein Streit um Worte. Ich hatte immer gefühlt.'s Ausführungen über Kunst beeindruckt. die diese Statue geschaffen hatten. Und langsam verstanden wir das Ziel der Menschen. fühlte ich eine Annäherung an die gleichen Abstufungen. die G.Beinen. sondern ein Ganzes ausmachten. sagte. ihre Gesichter zu sehen und ihre Stimmen zu hören. In der ganzen Statue gab es nichts Zufälliges. was G. aber nicht definieren konnte. Vor allem interessierte mich der innere Zusammenhang von allem. in ihren Augen. Andere hingegen stimmten merkwürdig mit dem überein.leer und nutzlos. nichts ohne Bedeutung. was er sagte. Nichtsdestoweniger wußte ich. daß diese Unterscheidungen und . Im allgemeinen erstaunten mich viele Dinge. in ihren Ohren.

War es möglich. zu „Tatsachen" zu kommen? Ich war noch über nichts sicher. Aber ich hatte eine innere Überzeugung. noch konnte ich etwas genau formulieren. wirklich wußte. Ich fragte mich. ob ich wirklich gefunden hatte. wonach ich suchte. daß G. um von Worten oder Ideen zu Taten. 39 .Ich dachte darüber im Nachtzug auf dem Weg von Moskau nach Petersburg nach. daß sich etwas schon für mich geändert hatte und von nun an alles anders verlaufen würde. was man wissen muß.

meinte er. Der Krieg wurde nun auf russischem Boden geführt und kam uns immer näher. daß die Katastrophe auf uns hereinbrechen werde. daß die Bekanntschaft mit ähnlichen 40 . Aber oft kehrte ich in Gedanken zu den Moskauer Gesprächen zurück. es war schon Herbst. Alles begann zu schwanken. Und ich begann mir schon vorzustellen. von der so viel im russischen Leben abhängt. Die Zeit verging. wurde ich ans Telephon gerufen und hörte G. Und zwischen Gesprächen mit anderen Menschen. an der ich teilnahm und in der alle möglichen Themen vom Krieg bis zur Psychologie diskutiert wurden. las Korrekturen und so fort. Als er am nächsten Tag wegfuhr. sprach er zu mir genau so wie in Moskau. daß ich mir einige Male. aus der ich mich trotz aller Anstrengungen nicht befreien konnte. trat immer deutlicher zutage. Es vollzog sich eine „Kraftprobe". er werde bald zurückkommen. Die Drucker streikten dauernd. Er war für einige Tage nach Petersburg gekommen. Eines Tages. meine Arbeit wurde aufgehalten. Und als ich ihm bei diesem zweiten Besuch von einer gewissen Gruppe in Petersburg erzählte. Ich erinnere mich. Die verborgene selbstmörderische Geschäftigkeit. nach Moskau gehen. bevor ich das Beabsichtigte getan hätte. die ihn in verschiedenen Angelegenheiten aufsuchten. Dies war der schreckliche Sommer 1915 mit seiner immer drückender werdenden Atmosphäre." Und bei diesem Gedanken wurde es mir immer leichter zumute. Ich ging sofort zu ihm. Ich bereitete meine Bücher für neue Auflagen vor. sagte er mir.s Stimme. sagte: „Ich werde alles aufgeben und zu G. als die Umstände besonders schwierig wurden.ZWEITES KAPITEL I n Petersburg verging der Sommer mit der üblichen literarischen Arbeit.

Wichtig ist. eine Mauer zu untertunneln. und es interessierte mich. All das erinnerte mich zum Teil an das. das ich früher nie von ihm gehört hatte. „Das ist nicht wichtig. Ein. Eine Gruppe von Menschen kann tun. können sie den Tunnel vollenden und entkommen. Aber als ich das Gespräch unterbrechen wollte. daß eine . was er unter „esoterisch" verstehe. in vierzehn Tagen zurückzukommen. was ich in Moskau gehört hatte. in Petersburg die gleiche Art Arbeit zu beginnen wie in Moskau. was für „Experimente" und „Vorführungen" er meinte. was er damit meinte. sprach eingehend über die Organisation von Gruppen für seine Arbeit und über deren Rolle in der Arbeit. G. seine Ankunft zu erwarten. in einem kleinen Cafe auf dem Newsky stattfand. wich er der Antwort aus. Hinsichtlich seiner Pläne und Absichten erklärte er. Ich sprach zu meinen Freunden über ihn und wir begannen. sagte er.Gruppen nützlich sein könne. eine Reihe von Experimenten und Vorführungen zu veranstalten und Menschen mit einem weiteren Bildungshorizont und besserer Vorbereitung zu interessieren. Er kam wieder für kurz zurück. Aber lassen Sie uns annehmen. wenn Sie ein vernünftiger Mann sind. „Sie verstehen Ihre eigene Lage nicht. Ich erreichte es. wie üblich bei G. denn er denke daran.. daß er seine Arbeit hier in größerem Umfange organisieren wolle: er beabsichtige öffentliche Vorlesungen zu halten. nichts erreichen. was Sie wünschen können. was ein Einzelner nie tun kann. daß zehn oder zwanzig Menschen da sind — wenn sie in Schichten arbeiten und einer den anderen deckt. Ich entsinne mich eines Gespräches. Eine Gruppe mit einem wirklichen Führer kann mehr tun. nennen Sie es wie Sie wollen". Aber ich verstand nicht genau. dies wurde mir erst später klar. Er fuhr nach Moskau und versprach. 41 . das. Einer allein kann nichts tun.Gruppe' der Anfang von allem ist. ist zu entkommen.oder zweimal gebrauchte er das Wort „esoterisch". Aber wie entkommen? Es ist notwendig. Sie sind im Gefängnis. Alles. „darum geht es nicht. ihm einige Leute vorzustellen. um zu fragen. Einer allein kann nichts tun.

entweder in Privathäusem oder in schon bestehenden Gruppen. Ab Jänner 1916 kam G. Solange er das nicht einsieht. und seine Lieblingserklärung war dann folgende: Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann. Mir schien. Am nächsten Morgen sagte er dann. veranstaltete ich Gespräche und Vorlesungen. solange er sich für frei hält. Gewöhnlich kamen dreißig bis vierzig Menschen. Jedesmal. schicken. daß G. Nichts kann ohne eine Organisation erreicht werden. Zum Beispiel erlaubte er mir selten. Niemand kann ihm helfen oder ihn durch Gewalt. Manchmal begann er damit. Feilen oder was immer sich als nötig erweist. sehen wollten. und vor allem durch bewußtes Streben nach einem festen Ziel." G. möglich ist. Der Tag verging in Cafes. muß er zu allererst erkennen. Dazu ist eine Organisation notwendig. vor. noch bis zum Abend zu bleiben. er habe sich entschlossen. an denen er teilnahm. und können auch Werkzeuge. am folgenden Tage nach Moskau zurückkehren werde. Allmählich stellte ich immer mehr Leute G. Ich verstand nicht ganz die Art und Weise. manchmal mit einigen seiner Moskauer Schüler. wie diese Versammlungen veranstaltet wurden. wohin die Leute kamen. gegen seinen Willen oder im Gegensatz zu seinen Wünschen befreien. die G. in welcher Richtung die Flucht. dann ist sie nur als Ergebnis großer Arbeit und großer Anstrengungen zu erreichen. Aber ein Gefangener allein kann diese Leute nicht finden und auch nicht mit ihnen in Beziehung treten. Wenn Befreiung möglich ist. Diese allein werden sagen können. vieles unnötig schwer mache. regelmäßig alle vierzehn Tage nach Petersburg. wenn er nach Petersburg kam. daß G. kam später noch oft auf sein Gleichnis vom „Gefängnis" und „dem Gefängnis entkommen" zurück. 42 .„Außerdem kann niemand aus einem Gefängnis aufbrechen ohne die Hilfe schon zuvor Entkommener. daß er im Gefängnis ist. hat er überhaupt keine Möglichkeit. Gewöhnlich hatte eine frühere Versammlung mit der Bekanntmachung geendet. im voraus ein Treffen festzusetzen.

zu dieser Zeit sagte. die außerhalb Petersburgs wohnten. an. und noch dazu im voraus. wie sie bewerten. und ich konnte nur wenig Leute zusammentrommeln. konnten nie zu unseren Treffen kommen. Wer erwartet. und sagen Sie ihnen. die nicht in Petersburg wohnen. eine oder anderthalb Stunden bevor unsere Zusammenkünfte gewöhnlich begannen. „Der Mensch schätzt nichts. Aber die Vorlesungen und im allgemeinen alles. Im Gegenteil. laßt den ruhig weiter warten. Vieles verstand ich später ganz anders als damals. begannen mich mehr und mehr zu interessieren. wie zufällig und unbedeutend diese auch immer sein mögen. was G. 43 . Die Menschen müssen sich beweisen und zeigen. glauben Sie mir. Später werden wir vielleicht Versammlungen an fest bestimmten Tagen abhalten. daß.nur durch die Überwindung von Schwierigkeiten. Natürlich. Aber das können wir nicht ändern. eingeladen zu werden. in Zarskoje und so fort. Oder er selbst wird anrufen und nachfragen. Er wollte es den Menschen auf keinen Fall leicht machen. wird er den ganzen Tag am Telephon sitzen für den Fall. sagte er. aber natürlich waren alle schon um sieben oder halb acht Uhr abends besetzt. dann. die zu kommen wünschen. für die.Erst am Abend. seine Ideen kennenzulernen. ist es schwierig. Manche. Im Augenblick ist das unmöglich. sagte er mir dann: „Warum können wir uns nicht heute treffen? Rufen Sie doch alle. damit er sich danach einrichten kann. was leicht zu haben ist"." All dies und noch vieles andere blieb für mich damals eine halboffene Frage. daß er eingeladen werde. „Und wenn ein Mensch bereits etwas gewittert hat. was sie gehört haben. sowohl in den Versammlungen als auch außerhalb ihrer.'s Hauptbeweggründe klarer." Gewöhnlich eilte ich dann zum Telephon. er war der Ansicht. die Menschen seine Ideen schätzen lernen könnten. daß wir uns an dem und dem Ort versammeln. Auch wurden mir G.

wenn nichts da ist. wenn er sich in den Finger schneidet? Wenn etwas da ist im Menschen. das heißt durch furchtbar harte innere Arbeit und inneren Kampf. kann seine Zukunft sehr verschieden sein. und ob man Fällen von Verständigung mit Toten Glauben schenken könne. Sie wissen. Das trifft auf sie zu. „Vieles ist möglich". was der Ausdruck . mit der alles geschieht. Aber die Ihnen bekannten Systeme gebrauchen diesen Ausdruck. Der Mensch wird nicht damit geboren. daß etwas dem physischen Tod bei einem Menschen widerstehen kann. sagte G. Wenn es im Menschen irgend etwas gibt. Und nur wenige Menschen erlangen einen .Reinkarnation' nennen. Das ist ganz falsch. Aber auch wenn etwas weiterlebt. In einigen Fällen von fortgeschrittener Kristallisation kann das. als ob jeder Mensch einen . daß das Sein eines Menschen. der in Ohnmacht fällt oder alles vergißt. bei der alles von äußeren Einflüssen abhängt. In beiden Fällen geschieht das Weiterleben im . sie wird begraben und das ist alles. Was man den .Astralleib' nennt. muß eine gewisse Kristallisation stattfinden. kann auch nichts weiterleben.Leben im Jenseits' bezeichnen..Astralleib' bedeutet. äußeren Einflüssen zu widerstehen. so kann es den Tod überleben. was fähig ist. Aber glauben Sie selbst. hat überhaupt keine Zukunft irgendwelcher Art. dann kann eben dieses möglicherweise auch dem Tod des physischen Körpers widerstehen.Astralleib' habe. im Leben und nach dem Tode — wenn er nachher überhaupt noch weiter besteht — von sehr verschiedener Qualität sein kann. Die Maschine Mensch. Staub wird wieder zu Staub. die in einem Augenblick eine ist und im nächsten eine andere und wieder im nächsten eine dritte. was die Menschen als . „aber zuerst ist es notwendig zu verstehen. nach dem Tode möglich sein.Astral- 44 . wird durch innere Fusion erreicht. ein gewisses Verschmelzen der inneren Eigenschaften des Menschen und eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen erreicht werden. Um überhaupt von irgendeinem zukünftigen Leben sprechen zu können.Astralleib' oder mit Hilfe des „Astralleibes'.Bei einer Gelegenheit in einer dieser Versammlungen fragte jemand nach der Möglichkeit der Wiederverkörpenmg. was die Menschen . in wieder anderen Fällen das.

und das ist nur durch schreckliches Leiden möglich.kristallisieren'. Um weitere Entwicklung zu ermöglichen. Nehmen wir zum Beispiel einen Räuber. dann beginnen sich allmählich dauernde Züge zu formen.Nein'. wohin er gezogen wird oder wohin der Wind bläst. einen wirklich guten. die innere Einheit.Angst vor Sünde' kann einen wahrhaft fürchterlichen Kampf zwischen Ja' und . wird er bleiben wie er ist. So können Menschen eine un- 45 . ohne sich zu rühren. Er hat Angst vor dem Teufel. kann leicht auf falscher Grundlage beginnen. Zum Beispiel ein fanatischer Glaube an die eine oder andere Idee oder die . Wenn er nicht wiedergeboren wird. kann aber den Tod des physischen Körpers lange überleben. die Mücken beißen ihn. . Er ist nicht unsterblich. Ich habe solche Räuber im Kaukasus gekannt. Aber Kristallisation ist möglich auf richtiger Grundlage und ist möglich auf falscher Grundlage. wenn er überall hingeht. Ein anderer ist ein Mönch. Wenn ein Mensch ohne inneren Kampf lebt. unvollständige Kristallisierung.Nein' im Menschen. Ein solcher Mensch wird nicht die Möglichkeit weiterer Entwicklung haben. und ein Mensch kann auf dieser Grundlage kristallisieren. wird durch . durch den Kampf zwischen dem Ja' und dem .Nein' hervorrufen. der Kampf zwischen Ja' und . Wenn er gebildet worden ist. ihm ist heiß.Reibung'. wenn alles ohne Widerspruch in ihm geschieht. aber er steht ruhig. dann stirbt er im Verlauf der Zeit. kann er den physischen Tod überdauern und kann sogar in einen neuen physischen Körper hineingeboren werden. muß er erst wieder eingeschmolzen werden. Er wird mit seinem Gewehr acht Stunden am Straßenrand hinter einem Stein stehen. Er ist durstig.leib'. Die ganze Nacht schlägt er den Kopf gegen den Boden und betet. Aber das wäre eine falsche. Auf diese Weise wird die Kristallisierung erreicht.Reibung1 erreicht. echten Räuber. Aber wenn ein Kampf in ihm beginnt und wenn vor allem dieser in einer bestimmten Richtung verläuft. „Kristallisierung ist auf jeder Grundlage möglich. „Die Verschmelzung.Reinkarnation'. Könnten Sie das tun? Die ganze Zeit — denken Sie daran — geht ein Kampf in ihm vor sich. Das ist dann . er beginnt zu .

geheure innere Stärke erlangen; sie können Foltern ertragen; sie können erreichen, was sie wollen. Das heißt, nun hat sich in ihnen etwas Festes, etwas Dauerndes gebildet. Solche Menschen können unsterblich werden. Aber was nützt das schon? Ein Mensch dieser Art wird ein .unsterbliches Ding', wenn auch manchmal ein gewisses Maß von Bewußtheit in ihm erhalten bleibt. Aber sogar das geschieht, wohlgemerkt, sehr selten." Wie ich mich erinnere, prägte sich mir das auf diese Rede folgende Gespräch deswegen ein, weil viele Leute aus G.'s Rede ganz andere Dinge entnommen hatten als er sagte; andere wiederum beachteten nur G.'s zusätzliche und unwesentliche Bemerkungen und behielten allein diese. Die grundsätzlichen Prinzipien in den Ausführungen entgingen den meisten. Nur sehr wenige stellten Fragen nach den wesentlichen Punkten dessen, was er sagte. Eine dieser Fragen ist mir im Gedächtnis geblieben. „Auf welche Weise kann man in sich den Kampf zwischen ,Ja und ,Nein' hervorrufen?" fragte jemand. „Opfer sind notwendig", sagte G., „wenn nichts geopfert wird, kann nichts erreicht werden. Und man muß etwas Wertvolles opfern, man muß es für lange Zeit opfern und man muß viel opfern. Jedoch nicht für immer. Dies muß man verstehen, weil es oft nicht verstanden wird. Opfern ist nur so lange notwendig, als der Prozeß der Kristallisierung vor sich geht. Wenn er beendet ist, werden Opfer, Entsagung und Entbehrung überflüssig. Dann kann einer alles haben, was er will. Dann gibt es keine Gesetze mehr für ihn, er wird sich selbst zum Gesetz." Aus denen, die zu unseren Vorlesungen kamen, bildete sich langsam eine kleine Gruppe von Menschen heraus, die nicht eine einzige Gelegenheit vorbeigehen ließen, G. zuzuhören, und sich auch während seiner Abwesenheit trafen. Dies war der Anfang der ersten Petersburger Gruppe. Während dieser Zeit war ich viel mit G. zusammen und begann ihn besser zu verstehen. Man wurde bei ihm durch eine große Ein-

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fachheit und Natürlichkeit beeindruckt, die einen vollständig vergessen ließ, daß er für uns der Vertreter einer Welt des Wunderbaren und Unbekannten war. Weiter fühlte man sehr stark den Mangel jeglicher Affektiertheit oder der Sucht, Eindruckzumachen. Und dazu spürte man, daß er in nichts, was er tat, seinen Vorteil wahrnahm — eine vollständige Gleichgültigkeit gegenüber Annehmlichkeiten, Komfort, und die Fähigkeit, sich bei keiner Arbeit zu schonen, was immer diese sein möge. Manchmal liebte er fröhliche und lebendige Gesellschaft. Er veranstaltete gern große Mahlzeiten, kaufte große Mengen Wein und Essen, von denen er oft gar nichts aß oder trank. Viele Leute gewannen den Eindruck, er sei ein Gourmand, ein Liebhaber guten Lebens im allgemeinen, und uns schien es, daß er oft diesen Eindruck hervorrufen wollte, trotzdem wir alle schon sahen, daß er hierin „schauspielerte". Unser Eindruck des „Schauspielems" bei G. war außerordentlich stark. Unter uns sagten wir oft, daß wir ihn nie durchschauten noch durchschauen könnten. Bei jedem anderen hätte soviel „Schauspielern" den Eindruck von Falschheit hervorgerufen. Bei ihm machte es einen Eindruck von Stärke, jedoch, wie ich schon erwähnte, nicht immer — manchmal war zuviel davon da. Besonders zog mich bei ihm sein Sinn für Humor und das vollkommene Fehlen jeglicher Anmaßung von „Heiligkeit" oder dem Besitz „übernatürlicher" Kräfte an, obwohl er damals, wie wir uns später überzeugten, die Fähigkeit besaß, ungewöhnliche Phänomene psychischen Charakters hervorzurufen. Aber er lachte immer über Leute, die von ihm Wunder erwarteten. Er war ein außerordentlich vielseitiger Mensch; er kannte alles und konnte alles. Einmal erzählte er mir, daß er von seinen Reisen im Osten eine große Zahl von Teppichen mitgebracht habe, bei denen es viele doppelt gab und andere überhaupt keinen Wert vom künstlerischen Standpunkt aus hatten. Während seiner Besuche hatte er herausgefunden, daß der Verkaufspreis für Teppiche in Petersburg höher war als in Moskau, und bei jedem Kommen brachte er einen Ballen Teppiche mit, die er in Petersburg verkaufte.

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Einer anderen Version zufolge kaufte er einfach diese Teppiche in Moskau auf der „Tolkutschka" und brachte sie nach Petersburg zum Verkauf. Ich verstand nicht ganz, warum er das tat, aber ich fühlte, daß es mit der Idee seines „Schauspielerns" zusammenhing. Der Verkauf der Teppiche selbst war bemerkenswert. G. setzte eine Anzeige in die Zeitung und alle möglichen Leute kamen Teppiche kaufen. Bei solchen Gelegenheiten hielten sie ihn selbstverständlich nur für einen gewöhnlichen kaukasischen Teppichhändler. Ich saß stundenlang dabei und schaute zu, wie er zu den Leuten sprach, die zu ihm kamen. Ich bemerkte, daß er manchmal mit ihren Schwächen spielte. Eines Tages war er entweder sehr in Eile oder er hatte es einmal satt, Teppichhändler zu spielen, und bot einer offensichtlich reichen, jedoch sehr habgierigen Dame, die ein Dutzend seiner Teppiche ausgesucht hatte und verzweifelt handelte, alle im Zimmer befindlichen Teppiche für ungefähr ein Viertel des Preises derer, die sie ausgewählt hatte, an. Erst war sie überrascht, aber dann begann sie weiter zu handeln. G. lächelte und sagte, er würde es sich überlegen und ihr am nächsten Tag antworten. Aber den nächsten Tag war er nicht mehr in Petersburg und die Frau bekam gar nichts. Irgend etwas Derartiges geschah fast bei jeder Gelegenheit. Mit diesen Teppichen, in der Rolle des fahrenden Kaufmanns, machte er wieder den Eindruck eines Menschen in Verkleidung, einer Art Harun-al-Raschid, oder des Mannes mit der Tarnkappe im Märchen. Einmal, als ich nicht da war, kam ein „Okkultist" vom Scharlatantypus zu ihm, der in Spiritistenkreisen in Petersburg eine gewisse Rolle spielte und später unter den Bolschewiken „Professor" wurde. Er begann mit den Worten, daß er viel von G. und seinem Wissen gehört habe und seine Bekanntschaft machen wolle. G. spielte, wie er mir selbst berichtete, die Rolle eines echten Teppichhändlers. Mit dem stärksten kaukasischen Akzent und in gebrochenem Russisch begann er dem „Okkultisten" zu versichern, daß er sich geirrt habe, er verkaufe nur Teppiche; und er begann sofort welche aufzurollen und anzubieten.

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Der „Okkultist" ging weg, fest überzeugt, daß seine Freunde sich über ihn lustig gemacht hätten. „Es war offensichtlich, daß der Gauner nicht einen Groschen hatte", fügte G. hinzu, „sonst hätte ich ihm bestimmt den Preis für ein paar Teppiche abgenommen. Ein Perser pflegte zu ihm zu kommen, um seine Teppiche zu flicken. Eines Tages beobachtete ich, wie G. den Perser bei seiner Arbeit sehr aufmerksam beobachtete. „Ich möchte verstehen, wie er es macht, und ich verstehe es noch nicht", sagte G. „Sehen Sie den Haken, den er hat? Alles liegt an ihm. Ich wollte ihn ihm abkaufen, aber er will ihn nicht verkaufen." Den nächsten Tag kam ich früher als gewöhnlich. G. saß auf dem Fußboden und flickte einen Teppich, genau wie der Perser es getan hatte. Wollfäden aller Farben lagen um ihn verstreut und in seiner Hand hatte er denselben Haken, den ich bei dem Perser gesehen hatte. Wie ich erfuhr, hatte er ihn mit einer gewöhnlichen Feile aus der Klinge eines billigen Federmessers gefertigt und im Verlauf des Morgens hatte er alle Geheimnisse des Teppichflickens ergründet. Er erzählte mir viel über Teppiche, die, wie er oft erklärte, eine der ältesten Kunstformen darstellten. Er sprach von alten Gebräuchen, die in manchen Teilen Asiens mit dem Teppichknüpfen verbunden sind; wo ganze Dörfer zusammen an einem Teppich wirken; von Winterabenden, wenn alle Dorfbewohner, alt und jung, sich in einem großen Gebäude versammeln und in Gruppen nach einer im voraus bekannten und durch Überlieferung festgelegten Ordnung auf dem Fußboden sitzen oder stehen. Jede Gruppe beginnt ihre eigene Arbeit. Einige säubern die Wolle von Steinen und Splittern. Andere schlagen sie mit Stöcken. Eine dritte Gruppe kämmt die Wolle. Die vierte spinnt, die fünfte färbt die Wolle. Die sechste oder vielleicht die sechsundzwanzigste wirkt den Teppich. Männer, Frauen und Kinder, Greise und alte Frauen, alle haben ihre traditionelle Arbeit, und die ganze Arbeit wird unter Begleitung von Musik und Gesang gemacht. Die Spinnerinnen, mit Spindeln in der Hand, tanzen während ihrer Arbeit einen be-

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sonderen Tanz, und all die Bewegungen dieser verschieden beschäftigten Leute sind wie eine Bewegung und ein Rhythmus. Außerdem hat noch jeder Ort seine eigene Musik, seine eigenen besonderen Gesänge und Tänze, die seit undenklichen Zeiten mit der Teppichmacherkunst verknüpft sind. Während er mir dies erzählte, durchzuckte mich der Gedanke, daß vielleicht Form und Farbe der Teppiche mit der Musik zusammenhängen, vielleicht ihr Ausdruck in Form und Farbe sind; daß Teppiche sozusagen die Aufzeichnungen dieser Musik sind, die Koten, an Hand derer die Weisen wiedergegeben werden können. Für mich hatte diese Vorstellung nichts Fremdes, weil ich oft Musik in Form komplizierter Zeichnungen „sehen" konnte. a Aus einigen zufälligen Gesprächen mit G. gewann ich ein ge'Kvisses Bild von seinem früheren Leben. * Seine Kindheit hatte er an der Grenze Kleinasiens in seltsamen, sehr abgelegenen, fast biblischen Lebensumständen verbracht. Herden unzähliger Schafe. Wandern von Ort zu Ort. Zusammentreffen mit verschiedenen seltsamen Menschen. Seine Einbildungskraft wurde vor allem durch die Yezidis, die „Teufelsanbeter", angeregt, die seit seiner frühesten Jugend seine Aufmerksamkeit durch ihre unverständlichen Gebräuche und ihre Abhängigkeit von unbekannten Gesetzen gefesselt hatten. Er erzählte mir unter anderem, daß er als Kind oft beobachtet habe, wie Yezidi-Knaben unfähig waren, aus einem Kreis herauszutreten, der um sie auf dem Boden gezeichnet worden war. Seine Jugend verbrachte er in einer Atmosphäre von Märchen, Legenden und Überlieferungen. Das „Wunderbare" war in seiner Umgebung eine Tatsache. Weissagungen, die er hörte und die alle, die um ihn waren, fest glaubten, erfüllten sich und riefen in ihm den Glauben auch an vieles andere hervor. All dies hatte schon in frühester Jugend in ihm eine Neigung nach dem Geheimnisvollen, dem Unverständlichen und Magischen geweckt. Er sagte mir, schon als Kind habe er mehrere lange Reisen nach dem Osten unternommen. Was an diesen Geschichten wahr war, konnte ich nie genau entscheiden. Aber wie er berichtete,

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stieß er im Verlauf seiner Reisen auf viele Erscheinungen, die ihn auf die Existenz eines bestimmten Wissens hinwiesen, auf gewisse, über die gewöhnlichen Möglichkeiten hinausgehende Kräfte und Möglichkeiten des Menschen und ferner auf Leute mit hellseherischer Begabung und anderen wunderbaren Kräften. Allmählich begannen, wie er sagte, seine Abwesenheit von zu Hause und seine Reisen ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Er ging auf die Suche nach dem Wissen und den Leuten, die es besaßen. Und nach großen Schwierigkeiten fand er, wie er erzählte, in Gemeinscha^ mit einigen anderen, die gleich ihm auf der Suche nach dem Wunderbaren waren, die Quellen dieses Wissens. In all diesen Geschichten über ihn selbst war vieles widerspruchsvoll und kaum glaublich. Aber ich hatte schon begriffen, daß man an ihn nicht den üblichen Maßstab anlegen dürfe und er mit keinem gewöhnlichen Maß zu messen sei. Bei ihm konnte man über nichts sicher sein. Heute konnte er eine Sache sagen, morgen etwas ganz anderes und trotzdem konnte man ihn nicht des Widerspruches zeihen: man mußte nur verstehen und alles miteinander verbinden. Über Schulen und die Orte, wo er das Wissen, welches er zweifellos besaß, gefunden hatte, sprach er sehr wenig und immer oberflächlich. Er erwähnte tibetanische Klöster, den Chitral, den Berg Athos, Sufi-Schulen in Persien, in Buchara und Ostturkestan; femer Derwische der verschiedenen Orden. Aber alles nur auf sehr unbestimmte Weise. . Während eines Gespräches mit G. in unserer Gruppe — die langsam eine dauernde Einrichtung wurde — fragte ich: „Warum ist, wenn früheres Wissen bewahrt wurde und es, allgemein gesprochen, ein von unserer Wissenschaft und Philosophie getrenntes und diese sogar übertreffendes Wissen gibt, warum ist es dann so sorgfältig verborgen, warum wird es nicht Allgemeingut? Warum wollen die Träger dieses Wissens es nicht dem allgemeinen Lebensstrom überantworten, um einen besseren und erfolgreicheren Kampf gegen Betrug, Übel und Unwissenheit zu führen?" Das ist, glaube ich, wohl eine Frage, die jedem Menschen in den

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Sinn kommt, wenn er die erste Bekanntschaft mit esoterischen Ideen macht. „Hierauf gibt es zwei Antworten", sagte G., „erstens einmal ist dieses Wissen nicht verborgen. Zweitens kann es, gerade seiner Natur nach, nicht Allgemeingut werden. Wir wollen zunächst die zweite Feststellung untersuchen. Danach will ich Ihnen beweisen, daß Wissen (er betonte das Wort) viel erreichbarer ist für jene, die es verdauen können, als man gemeinhin annimmt. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, daß die Menschen es entweder nicht wollen oder nicht aufnehmen können. „Aber zuerst muß etwas anderes verstanden werden, nämlich, daß Wissen nicht allen, ja nicht einmal vielen zukommen kann. Das ist ein Gesetz. Sie verstehen dies nicht, weil Sie nicht verstehen, daß Wissen, gleich allem anderen in der Welt, stofflich ist. Es ist stofflich, und das heißt, daß es alle Eigenschaften der Stofflichkeit besitzt. Eine der ersten Eigenschaften der Stofflichkeit ist, daß der Stoff immer begrenzt ist, das heißt, die Menge eines gegebenen Stoffes an einem gegebenen Ort und unter gegebenen Bedingungen ist begrenzt. Sogar der Sand in der Wüste und das Wasser des Meeres hat eine begrenzte und unveränderliche Menge. Wenn also Wissen stofflich ist, so bedeutet dies, daß es an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit nur eine begrenzte Menge davon gibt. Man kann sagen, daß die Menschheit für eine gewisse Zeitspanne, sagen wir ein Jahrhundert, eine begrenzte Menge von Wissen zu ihrer Verfügung hat. Aber wir wissen, sogar aus unserer alltäglichen Erfahrung, daß der Wissensstoff ganz verschiedene Eigenschaften besitzt, je nachdem er in kleinen oder in großen Mengen eingenommen wird. In großer Menge, an einem bestimmten Ort, das heißt durch einen Menschen oder, sagen wir, eine kleine Gruppe von Menschen aufgenommen, zeitigt er sehr gute Ergebnisse. In kleiner Menge aufgenommen (das heißt durch jeden Menschen einer großen Menge), zeitigt er überhaupt keine Ergebnisse, oder sogar negative, den Erwartungen entgegengesetzte. Wenn also eine gewisse begrenzte Wissensmenge unter Millionen Menschen aufgeteilt wird, dann wird jeder einzelne sehr wenig davon erhalten, und

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diese geringe Menge wird weder an seinem Leben noch an seinem Verständnis der Dinge etwas ändern. Und, wie groß auch immer die Summe der Menschen sei, die dieses geringe Quantum Wissen erhalten, in ihrem Leben wird sich nichts ändern, außer vielleicht, daß es noch schwieriger wird. „Wenn aber dagegen große Wissensmengen in wenigen Leuten konzentriert werden, wird dieses Wissen sehr gute Ergebnisse zeitigen. Von diesem Gesichtspunkt ist es viel vorteilhafter, daß Wissen von einer kleinen Anzahl Menschen bewahrt und nicht unter Massen verstreut wird. „Wenn wir eine gewisse Menge Goldes nehmen und uns entschließen, eine Anzahl von Gegenständen damit zu vergolden, müssen wir die genaue Anzahl der Gegenstände wissen oder berechnen, die mit dieser Goldmenge vergoldet werden können. Wenn wir versuchen, eine größere Menge zu vergolden, werden sie unregelmäßig, fleckig mit Gold bedeckt sein und viel häßlicher aussehen, als wenn gar kein Gold auf ihnen wäre. Tatsächlich werden wir dann unser Gold verlieren. „Die Verteilung von Wissen geht nach genau dem gleichen Prinzip vor sich. Wenn es allen gegeben wird, bekommt keiner etwas. Wenn es hingegen bei einigen wenigen aufbewahrt wird, wird jeder genug haben, nicht nur das zu behalten, was er hat, sondern es auch noch zu vermehren. „Beim ersten Anblick scheint diese Theorie sehr ungerecht zu sein, da die Lage derjenigen, denen das Wissen gleichsam verweigert wird, damit andere einen größeren Anteil erhalten, sehr traurig und härter zu sein scheint, als sie sein sollte. In Wirklichkeit aber verhält es sich nicht so; und in der Verteilung des Wissens gibt es nicht die geringste Ungerechtigkeit. „Es ist eine Tatsache, 'daß die allermeisten Menschen gar kein Wissen wünschen. Sie weigern sich, daran Anteil zu nehmen und nehmen nicht einmal die Menge, die ihnen in der Verteilung zur Fristung ihres Lebens zusteht. Besonders zeigt sich dies in Zeiten von Massenverrücktheit, wie in Kriegen, Revolutionen und so fort, wenn die Menschen selbst den geringen Teil von gesundem Men-

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schenverstand, den sie haben, zu verlieren scheinen, und sich in vollständige Automaten verwandeln, sich ganz der Zerstörung in gewaltigem Umfang widmen; das heißt in anderen Worten, wenn sie sogar den Instinkt der Selbsterhaltung verlieren. Dann bleiben gewaltige Wissensmengen sozusagen unverlangt und können an die verteilt werden, die ihren Wert erkennen. „Darin liegt keine Ungerechtigkeit, weil die Empfänger des Wissens nichts wegnehmen, was anderen gehört. Sie nehmen nur das, was andere als nutzlos abgelehnt haben und was in jedem Falle verloren ginge, wenn sie es nicht nehmen würden. „Die Sammlung von Wissen durch einige Menschen hängt von der Zurückweisung dieses Wissens durch andere ab. „Es gibt Zeiten im Leben der Menschheit — die gewöhnlich mit dem Beginn des Untergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammenfallen —, wo die Massen unwiderbringlich ihre Vernunft verlieren und alles zerstören, was Jahrhunderte und Jahrtausende an Kultur geschaffen haben. Solche Zeiten von Massenverrücktheit, die oft mit geologischen Kataklysmen, Klimawechseln und ähnlichen Erscheinungen planetarischen Charakters zusammenfallen, befreien eine große Menge von Wissensstoff. Das wiederum erfordert die Arbeit, das Wissen zu sammeln, weil es sonst verlorenginge. So fällt die Arbeit, zerstreuten Wissensstoff zu sammeln, oft mit dem Beginn der Zerstörung von Kulturen und Zivilisationen zusammen. „Dieser Aspekt der Frage ist klar. Weder will die Menge noch sucht sie Wissen, und die Führer der Menge versuchen in ihrem eigenen Interesse, die Furcht und Abneigung gegen alles Neue und Unbekannte zu verstärken. Die Sklaverei, in der die Menschheit lebt, beruht auf dieser Furcht. Es ist sogar schwer, sich alle Schrecken dieser Sklaverei auszumalen. Wir verstehen nicht, was die Menschen verlieren. Aber um den Grund dieser Sklaverei zu verstehen, genügt es zu beobachten, wie die Menschen leben, was das Ziel ihrer Existenz, der Gegenstand ihrer Wünsche, Leidenschaften und Strebungen ist, woran sie denken, wovon sie reden, wem sie dienen und was sie verehren. Schauen Sie, wofür die kultivierte Menschheit unserer Zeit ihr Geld ausgibt; selbst wenn wir den Krieg beiseite

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lassen — was den höchsten Preis erzielt; wo sich die größten Menschenmengen versammeln. Wenn wir einen Augenblick diese Fragen bedenken, so wird uns klar, daß die Menschheit in ihrem jetzigen Zustand, mit ihren Interessen, für die sie lebt, nichts anderes erwarten kann, als was sie hat. Aber wie ich schon betonte, es kann nichts anders sein. Nehmen wir an, daß der gesamten Menschheit jährlich ein halbes Pfund Wissensstoff zugeteilt würde. Wenn dieses Wissen an alle verteilt wird, wird jeder so wenig erhalten, daß er der Trottel bleibt, der er war. Aber dank der Tatsache, daß nur wenige dieses Wissen wünschen, können diejenigen, die es annehmen, sagen wir, jeder ein Kömchen erhalten und dadurch die Möglichkeit erlangen, intelligenter zu werden. Alle könnten nicht intelligent werden, auch wenn sie es wünschten, und auch wenn sie intelligent wären, würde es nichts ändern. Es gibt ein allgemeines Gleichgewicht, das nicht gestört werden kann. „Das ist ein Aspekt. Der andere, wie ich Ihnen schon sagte, besteht darin, daß niemand etwas verbirgt: es gibt überhaupt kein Geheimnis. Aber die Erwerbung oder Weitergabe wirklichen Wissens erfordert große Arbeit und Anstrengung sowohl vom Gebenden als auch vom Empfangenden. Und diejenigen, die das Wissen haben, tun alles, was sie können, um es weiterzugeben und der größtmöglichen Anzahl von Menschen mitzuteilen, den anderen den Zugang zu erleichtern und sie zu befähigen, sich für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten. Wissen kann aber niemandem durch Zwang vermittelt werden. Und außerdem genügt, wie ich Ihnen schon sagte, eine vorurteilslose Prüfung des Lebens eines durchschnittlichen Menschen, was seine Tage ausfüllt und für was für Dinge er sich interessiert; sie wird sogleich zeigen, ob man die Menschen, die im Besitz des Wissens sind, anklagen kann, daß sie es verbergen, es anderen Menschen nicht mitteilen wollen oder andere nicht lehren wollen, was sie selbst wissen. „Derjenige, der wissen will, muß die ersten Anstrengungen selbst machen, um die Quelle des Wissens zu finden und sich ihr zu nahem, indem er aus der Hilfe und den Hinweisen Nutzen zieht, die allen gegeben werden, die aber die Menschen in der Regel weder be-

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merken noch erkennen wollen. Wissen kommt zu keinem Menschen ohne eine Anstrengung seinerseits. Man versteht dies sehr gut in bezug auf das übliche Wissen, aber un Falle des großen Wissens, wenn man seine Möglichkeit anerkennt, glaubt man, etwas anderes erwarten zu können. Jeder weiß sehr gut: wenn einer zum Beispiel Chinesisch lernen will, so braucht dies mehrere Jahre angestrengter Arbeit. Jeder weiß, daß man mindestens fünf Jahre benötigt, um die Grundlagen der Medizin zu erlernen, und vielleicht doppelt so lang zum Studium der Malerei oder Musik. Und trotzdem gibt es Theorien, die behaupten, daß man Wissen erlangen kann ohne jede Anstrengung seinerseits, daß man es sogar im Schlaf erwerben kann. Daß solche Theorien bestehen können, gibt eine weitere Erklärung, warum die Menschen kein Wissen erlangen können. Gleichzeitig ist es wichtig, zu verstehen, daß die unabhängigen Versuche eines Menschen, in dieser Richtung irgend etwas zu erreichen, kein Ergebnis zeitigen können. Ein Mensch kann nur Wissen erlangen mit Hilfe derer, die es bereits besitzen. Das muß von Anfang an verstanden werden. Man muß von dem lernen, der weiß." Bei einer der darauffolgenden Versammlungen fuhr G. fort, als Antwort auf eine Frage seine Ideen bezüglich der Reinkamation und des zukünftigen Lebens weiter zu entwickeln. Das Gespräch begann mit der Frage eines der Anwesenden: „Kann man sagen, daß der Mensch unsterblich ist?" „Unsterblichkeit ist eine der Eigenschaften, die wir dem Menschen zuschreiben, ohne eine genügende Kenntnis ihrer Bedeutung zu haben", sagte G. „Andere Eigenschaften dieser Art sind .Individualität' im Sinn innerer Einheit, ein ,bleibendes und unveränderliches Ich', .Bewußtsein' und ,Wille'. Alle diese Eigenschaften kann ein Mensch haben (er betonte das Wort kann), aber das will nicht heißen, daß sie zu ihm gehören oder zu einem jeden gehören. „Um zu verstehen, was der Mensch im Augenblick darstellt, das heißt auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe, muß man bis zu einem gewissen Grad eine Vorstellung haben, wie er sein kann, das heißt was er erreichen kann. Nur wenn man die richtige Folge der Ent-

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das in Figur l wiedergegeben ist. warum die vier Körper zusammen existieren können. das heißt der physische Leib. In dem dritten kann. und der dritte Körper hat die Möglichkeit. daß der menschliche Organismus. sich zuzuschreiben. einander durchdringen und vier unabhängige Organismen bilden. aus vier Körpern. der sich im gleichen Maße von dem dritten unterscheidet wie der dritte vom zweiten und der zweite vom ersten. der ein viel vorteilhafteres und lenkbareres Instrument für die Bewußtseinstätigkeit abgibt als der physische Körper. Das in diesem neuen Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein kann ihn lenken und hat auch vollständige Herrschaft über den physischen Körper. der seine mögliche Entwicklung vollendet hat. Wissen zu erwerben. in christlicher Terminologie 57 . der wiederum ihm eigene Eigenschaften hat. sind aber fähig. unabhängig voneinander zu handeln. Das Bewußtsein dieses dritten Körpers hat die vollständige Herrschaft über die zwei ersten Körper. Diese vier Körper bestehen aus Stoffen. ist. das weder dem ersten noch dem zweiten Körper erreichbar ist. was sie jetzt nicht besitzen und was sie vielleicht nur mit großer Arbeit und großer Mühe erwerben können. sich ein vierter entwickeln." G. In diesem zweiten Körper kann unter gewissen Bedingungen ein dritter Körper wachsen. Das im vierten Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein hat die unbedingte Herrschaft über die drei ersten Körper und sich selbst. von der sich in vielen alten und neuen Systemen Spuren Enden. eine so komplexe Organisation hat. zeichnete ein Diagramm. also ein Mensch im eigentlichen Sinne des Wortes. werden die Menschen aufhören. „Nach einer alten Lehre. besteht ein Mensch. die allmählich immer feiner werden. und sagte: „Der erste Körper ist der physische. sie stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander. „Diese vier Körper werden in verschiedenen Lehren auf verschiedene Weise erklärt. wiederum unter gewissen Bedingungen. die allein möglich ist. „Der Grund.Wicklung versteht. daß unter bestimmten Bedingungen ein neuer unabhängiger Organismus in ihm wachsen kann.

Aber fast alle diese Lehren. Korper geistiger Körper ^.der fleischliche Leib. In der Begriffssprache verschiedener östlicher Lehren ist der erste Körper der . der in »ich selbst die Ursachen seines Handelns trägt. Der zweite heißt in christlicher Terminologie der . Wille).natürliche' Korper. der zweite Körper ist das . nämlich: der Mensch wird nicht mit den feineren Körpern geboren. vorausgesetzt. von äußeren Ursachen unabhängig ist und der Körper des Willens ist.Herr' (Ich. der dritte der »geistige* Körper und der vierte.göttliche* Körper. der dritte ist der . 1 58 . den sich wenige leisten können. Wille) kausaler Korper „Solche Vergleiche und Parallelen können in den meisten Systemen und Lehren angetroffen werden. Die theosophische Begriffssprache bezeichnet den ersten als physischen Körper. Der Mensch kann auch sehr gut ohne einen .mentale' und der vierte der . daß günstige äußere und innere Bedingungen vorhanden sind.astral'. Korper fleischlicher Korper „Wagen" (Leib) physischer Korper 2. und sie können nur künstlich in ihm herangebildet werden. Wünsche) astraler Korper 3. obwohl sie in mehr oder weniger gebräuchlicher Form die Definitionen und Einteilungen der alten Lehre beibehalten haben. Figur l l. ist der .kausale'1 Körper. in esoterisch-christlicher Terminologie. Bewußtsein. vergaßen das Wichtigste oder haben es ausgelassen. Korper natürlicher Korper „Pferd" (Gefühle. Korper gottlicher Körper „Herr" (Bewußtsein. der dritte der . „Der .Wagen' (Leib).Kutscher' (Verstand) und der vierte der .Astralleib' leben. Ich.Astralleib' ist nicht ein für den Menschen unerläßliches Instrument. die dem Menschen mehr als nur den physischen Körper zubilligen.Kutscher" (Verstand) mentaler Korper 4. Sein physischer Leib hat alle lebensnotwendigen FunkDas heißt der Körper. Er bedeutet einen großen Luxus.Pferd' (Gefühle und Wünsche). den zweiten als .

„Die Funktionen des physischen Körpers kann man sich parallel den Funktionen der vier Körper vorstellen. in dem er die parallelen Funktionen eines Menschen mit nur einem physischen Leib und eines Menschen mit vier Körpern verglich.Astralleib* kann sogar den Eindruck erwecken. der seinerseits wieder von äußeren Einflüssen bestimmt wird. „soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit nur physischem Körper handelt.tionen in sich. daß der physische Körper mit den gleichen Stoffen arbeitet. Der gewöhnliche Mensch besitzt diese Körper und die entsprechenden Funktionen nicht. Das Denken.ich möchte nicht'. der nur einen physischen Leib besitzt." G. . das den Funktionen des dritten Körpers entspricht. . zeichnete ein anderes Diagramm (Figur 2). wird der Automat von äußeren Einwirkungen bedingt und die drei nächsten Funktionen hängen vom physischen Körper und den äußeren Einflüssen ab. er habe sie und macht dies auch andere glauben. das heißt ihm nicht gehören. Aber oft denkt er. . Der Hauptunterschied zwischen den Funktionen eines Menschen. obwohl jene sich natürlich sehr stark von ihnen unterscheiden. und den Funktionen der vier Körper ist der.ich habe nicht gern* —. daß im ersten Falle die Funktionen des physischen Körpers alle übrigen Funktionen beherrschen. in anderen Worten. das heißt Funktionen. Zweitens entsprechen alle seine Funktionen denen der höheren Körper. sondern auch andere täuschen.mentalen Körper' und den vierten Körper.ich habe gern'. „Dasselbe gilt natürlich noch mehr für den . daß alles vom Körper bestimmt wird. Im zweiten Falle geht die Herrschaft oder Kontrolle von den höheren Körpern aus. er sei ein sehr intellektueller oder sogar geistiger Mensch und mag nicht nur sich selbst. Ein Mensch ohne . ist hier ein rein mechanischer 59 .. die die Stelle des zweiten Körpers einnehmen. hängen von zufälligen Schocks oder Einflüssen ab. nur daß diese Stoffe noch nicht kristallisiert sind. aus denen die höheren Körper zusammengesetzt sind. Neigung oder Abneigung — »ich möchte*. Die Gründe hierfür sind folgende: erstens die Tatsache. sagte G. „Im ersten Falle".

die dem Denken und der Intelligenz gehorchen. und größere oder geringere Dauer von Begierden und Wünschen wird starker oder schwacher Wille genannt. weil er von Zu- 60 . soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit vier Körpern handelt. aus dem Automaten entstehend Gedanken. Wille. die den physischen Körper und seine Begierden meistert und fähig ist. Ego. Bewußtsein. Und femer gibt es den Willen.Vorgang. Figur 2 Verschiedene und widersprechende. sowohl sein Zögern als auch seinen Widerstand zu überwinden. von äußeren Einflüssen bedingt Wünsche. die von verschiedenen . hängt der Automatismus des physischen Körpers von den Einflüssen der anderen Körper ab. sondern dem Bewußtsein entspringt und durch eine Individualität oder ein einziges und dauerndes Ich gelenkt wird. Ich. das heißt eine Macht. die der Intelligenz unterworfen sind. Gefühlskräfte undWünsche. „Im zweiten Fall.frei' genannt werden. dem Bewußtsein und Willen Untertan. Denkfunktionen. An Stelle von zwiespältiger und oft gegensätzlicher Tätigkeit verschiedener Begierden gibt es nur ein einziges Ich. von Wünschen geschaffene „Willen" Automat. ganz. er hat nur Wünsche. die nicht nur aus oft gegensätzlichen Wünschen zusammengesetzt ist. Nur ein solcher Wille kann . Es besteht Individualität. Der Wille fehlt dem gewöhnlichen mechanischen Menschen. aus Wünschen kommend Der Leib gehorcht den Wünschen und Gefühlen.Ichs' herrühren. An Stelle des mechanischen Denkvorgangs steht das Bewußtsein. unteilbar und dauernd.

ihr allmähliches Wachstum und die Bedingungen für dieses Wachstum auf folgende Weise: „Stellen wir uns ein Gefäß oder eine Retorte vor. Jeden folgenden Augenblick können neue Einflüsse die Lage des oben beßndfichen Pulvers verändern und an seine Stelle ein anderes rücken. Das Feuer. Das ist ein Bild der Bildung des zweiten Körpers.fällen unabhängig ist und nicht von außen verändert und geleitet werden kann. Nichts ist bleibend in der Lage der Pulver. Wenn die Retorte geschüttelt oder mit dem Finger daran geklopft wird. bilden sie eine chemische Verbindung. das oben war. und unter solchen Bedingungen kann es auch nichts Bleibendes geben. Und nun können sie nicht mehr durch jene einfachen Methoden getrennt werden. wird durch . während dasjenige. die sie im Zustand mechanischer Mischung trennten und den Platz wechseln ließen. durch das die Verbindung erreicht wird. Wenn ein Mensch allen Wünschen nachgibt oder ihnen Vor- 61 . Auf diese Weise verschmolzen.Nein' hervorgerufen wird. die Wechselbeziehungen von Pulvern im Zustand mechanischer Mischung zu festigen.psychischen Lebens. Die Wissenschaft nennt diesen Zustand der Pulver den Zustand der mechanischen Mischung. das unten war. nach unten oder in die Mitte gelangen. Der Inhalt der Retorte ist unteilbar. die mit verschiedenen metallischen Pulvern gefüllt ist. plötzlich oben ist. Aber die Pulver können verschmolzen werden. Dazu muß eine besondere Art Feuer unter der Retorte angezündet werden. das sie durch Erhitzen und Schmelzen schließlich miteinander verbindet. Das wesentliche Kennzeichen der Wechselbeziehung der Pulver untereinander in dieser Art Mischung ist deren Unbeständigkeit und Veränderlichkeit.individuell' geworden. „Eine östliche Lehre beschreibt die Funktionen der vier Körper. kann das Pulver. . das sein genaues Gegenteil ist. Die Pulver sind in keiner Weise miteinander verbunden und jeder zufällige Wechsel in der Lage der Retorte verändert die Lage der Pulver zueinander. Dies ist ein genaues Bild unseres. ihr Wesen macht dies möglich. „Es ist unmöglich. die wiederum im Menschen durch den Kampf zwischen Ja' und .Reibung' erzeugt.

keine . das heißt die Verbindung kann neue Eigenschaften erhalten. das heißt die Unsterblichkeit. erreicht werden kann. „Nur der Mensch im Besitz aller vier voll entwickelten Körper kann ein Mensch im vollen Sinne dieses Wortes genannt werden. dieses Wissen und diese Kräfte zu festigen.seh üb leistet. denn da sie durch Einflüsse einer gewissen Art erworben wurden. 62 . die der durchschnittliche Mensch nicht besitzt. der Verbindung neue Eigenschaften zu verleihen. Aber durch ihre Bearbeitung in einer bestimmten Weis„e kann die Anzahl dieser Kennzeichen vermehrt werden. Eine dieser Eigenschaften ist Unsterblichkeit. können die gleichen Einflüsse oder andere sie auch wieder entfemen. „Wenn der dritte Körper gebildet worden ist und alle ihm erreichbaren Eigenschaften. kein Feuer. „Der Vorgang der Festigung dieser erworbenen Eigenschaften entspricht der Bildung des vierten Körpers. Ein solcher Mensch hat viele Eigenschaften. „Kehren wir zu unserem Beispiel zurück. das seine innere Welt langsam in eine einzige Einheit verwandelt. dann bleibt noch das Problem. ein gewisses spezifisches Gewicht.Reibung". entspricht der Bildung des dritten Körpers und dem Erwerb neuen Wissens und neuer Kräfte mit Hilfe dieses dritten Körpers. „Der Vorgang. Diese Eigenschaften stellen das Kennzeichen der fraglichen Substanz dar. Und alle enthalten Hinweise auf den Weg. Kräfte und alles ihm erreichbare Wissen erworben hat. zu radioaktivieren und so fort. wird er ein Feuer schallen. Die durch Verschmelzung erreichte chemische Verbindung hat gewisse Qualitäten. die sie vorher nicht hatte. die ihn stören. Mittels einer besonderen Art von Arbeit für alle drei Körper können diese Eigenschaften bleibender und unverlierbarer Besitz des dritten Körpers werden. eine gewisse elektrische Leitungsfähigkeit und so fort. daß durch Erwerb des vierten Körpers der Mensch unsterblich wird. gibt es keinen inneren Kampf in ihm. Alle Religionen und alten Lehren enthalten die Idee. sie zu magnetisieren. Es mag möglich sein. Aber wenn er unter Verfolgung eines festen Ziels mit den Wünschen kämpft. wie dieser vierte Körper.

manche länger.„In diesem Zusammenhang vergleichen manche Lehren den Menschen einem Hause mit vier Zimmern. Der Weg des Fakirs 2. mit der ein Mensch geboren wird. den Weg dahin zu zeigen. Mo- 63 . schwieriger und Ungewisser Weg. wo er aufgehort hatte. dem kleinsten und ärmsten. vermutet er nicht. manche sind kürzer. wird er wirklich Herr im Haus. und bevor er es erfährt. Alle bestehenden und allgemein bekannten Wege zur Unsterblichkeit können in drei Kategorien eingeteilt werden: 1. daß es die anderen Zimmer gibt. „Der Weg des Fakirs ist der Weg des Kampfes mit dem physischen Leib. beginnt er nach den Schlüsseln zu diesen Zimmern zu forschen. Aber der Mensch kann Unsterblichkeit erreichen. Und wenn einer ^den Weg in dieses Zimmer gefunden hat. die Herrschaft über seinen Körper zu erreichen. Der Mensch lebt in einem Zimmer. die mit Schätzen angefüllt sind. Es gibt sehr viele Wege. Tage. Der Fakir bemüht sich. Dies wird durch furchtbares Leiden erreicht. nämlich zur Unsterblichkeit. dort fort. durch Folterung des Körpers." Bei der nächsten Versammlung fuhr G. Wenn er dies erfährt. denn dann gehört es (hm ganz und für immer. Der Weg des l/ogi. Der Weg des Mönches 3. „Ich sagte das letztemal. vor allem zum vierten. manche Schwerer und manche leichter. physischen Willen. daß Unsterblichkeit nicht eine Eigenschaft ist. und alle Religionen bemühen sich. für Stunden. „Das vierte Zimmer gibt dem Menschen Unsterblichkeit. aber alle ohne Ausnahme führen oder trachten in einer Richtung zu führen. Der Fakir steht entweder regungslos in der gleichen Stellung. Der ganze Weg des Fakirs besteht aus verschiedenen unglaublich schwierigen körperlichen Übungen. Es ist ein langer. der Weg der Arbeit am ersten Zimmer. dem wichtigsten Raum.

wo sie ihn zuerst heilen und seine Bewegungskraft wieder herstellen. und dann beginnen sie ihn zu lehren. oder foltert sich mit Feuer. Aber seine anderen Funktionen — die emotionalen. Er hat Willen erworben. den vierten Körper zu bilden. Wenn er nicht vorher krank wird und stirbt. Gewöhnlich ist er zu alt. Ich weiß nicht. trugen ihn zum Fluß und wuschen ihn wie einen leblosen Gegenstand. welche Qualen er gelitten haben mußte. um eine neue Arbeit anzufangen. zum Beispiel sah ich einmal einen im inneren Hof eines indischen Tempels und schlief sogar in seiner Nähe. er kann ihn nicht gebrauchen. sich auszustrecken. „Sie können sich nicht vorstellen. die Funktionen des Denkens und Fühlens zu entwickeln. auf das er ihn anwenden kann. Ich habe viele gesehen. Aber dies hatte er nicht auf einmal erreicht. „Aber wo es Fakirschulen gibt. ob Sie je richtige Fakire gesehen haben.nate oder Jahre. nehmen sie ihn in eine Yogischule. besitzt aber nichts. um Wissen oder Selbstvervollkommnung zu erlangen. steckt die Beine in einen Ameisenhaufen und so fort. und das mag ihm helfen. Er war nicht mehr fähig. nicht weil er die Möglichkeiten 64 . die Schwierigkeiten des zweiten Teiles des Weges zu bewältigen. oder er sitzt mit ausgestreckten Armen auf einem nackten Stein in der Sonne. was man physischen Willen nennen kann. im Regen oder Schnee. um diesen Zustand zu erreichen. Stellen Sie sich vor. nämlich die Schwierigkeit. bevor er zu alt ist. „Und ein Mensch wird ein Fakir. gibt es auch Yogischulen. in ihm entwickelt und er erreicht das vierte Zimmer oder die Möglichkeit. was er überwinden. Yogis haben gewöhnlich ein wachsames Auge auf Fakire. was für Entbehrungen Fakire zu ertragen haben. Tag und Nacht während zwanzig Jahren hatte er auf Fußund Fingerspitzen gestanden. intellektuellen und so fort — bleiben unentwickelt. Seine Schüler trugen ihn von einem Ort zum anderen. Ein Fakir muß gehen und sprechen lernen wie ein Kleinkind. dann wird das. der unglaubliche Schwierigkeiten auf seinem Weg überwunden hat. Aber nun besitzt er einen Willen. Wenn ein Fakir das erstrebte Ziel erreicht hat.

im Laufe der Zeit. Indem er alle seine Gefühle einem einzigen unterwirft. nämlich 65 . „Außerdem werden auch noch andere Leute Fakire. daß ein Mann. Ein Mönch verwendet Jahre und Jahrzehnte auf den Kampf mit sich selbst. das heißt die Gefühle. die ihn nachahmen. In Persien heißt Fakir einfach Bettler und in Indien bezeichnen sich viele Gaukler als Fakire. Bisher habe ich nur von Fakiren gesprochen. Außerdem adoptieren Fakire oft Waisen oder kaufen einfach Kinder von armen Eltern. die in derselben Stellung sitzen oder stehen. Auch der Weg des Mönches ist sehr lang und hart. Natürlich nicht für lange. auf den zweiten Körper. einen starken Eindruck gemacht hat.Fakir' in Anführungszeichen gebrauche. Diese Kinder werden ihre Schüler. der Weg des religiösen Gefühls. bezeichnen oft Yogis mit dem Namen Fakir. vor allem gebildete Europäer. der Weg des Mönches und der Weg des Yogi ganz getrennt. den sie sahen. Dies ist der Weg des Glaubens. Und hin und wieder geschieht es. daß ich den Ausdruck . Neben jedem Fakir in den Tempeln kann man Leute sehen. sie nachzuahmen. Das ist der erste Weg. der ihn besonders beeindruckte. sondern sich der Schülergruppe des Fakirs anschließt und später. zu versprechen. In allen östlichen Ländern. Nur ein Mensch mit sehr starkem religiösem Gefühl und einer sehr starken religiösen Einbildungskraft kann ein »Mönch1 im wahren Sinn des Wortes werden. Und Europäer. wie auch Mönche verschiedener Wanderorden. ein nach einem freudigen Ereignis geborenes Kind den Fakiren zu überantworten. „Aber in Wirklichkeit sind der Weg des Fakirs. aber all seine Arbeit ist auf den zweiten Raum gerichtet.und Ergebnisse dieses Weges versteht und auch nicht aus einem religiösen Gefühl heraus. gibt es unter einfachen Leuten die Sitte. Sie müssen verstehen. des religiösen Opfers. einige nur äußerlich. aber andere werden dann später selbst Fakire. der zufällig an einem Festtag in den Tempel kam und einen Fakir nachahmte. einfach weil ihnen irgendein Fakir. „Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. ahmen sie nach oder werden angehalten. nicht wieder nach Hause zurückkehrt. wo es Fakire gibt. dann selbst ein Fakir wird. aber manchmal doch für einige Stunden.

Er hat aber in diesem Fall den Vorteil. Dies ist der Weg des Wissens. genau wie auch auf dem Weg des Fakirs und des Mönches. indem er seine Denkfähigkeit entwickelt. was er tun muß und in welcher Richtung er gehen muß. entwickelt er in sich die innere Einheit. Um von dem. das heißt jene Stufe in seiner Arbeit. wohin er geht. muß er seinen Körper und seine Denkfähigkeit entwickeln. Die Arbeit des Schülers besteht in der Nachahmung des Lehrers. noch wenigere überwinden *alle Schwierigkeiten. das heißt über das erste und zweite Zimmer. "•der Weg des Denkens. Er weiß alles. Der Weg des Yogi besteht in der Arbeit am dritten Raum und er sucht in den vierten Raum mittels der Erkenntnis einzudringen. Gebrauch machen zu können. sondern dient nur als Beispiel. daß er weiß. kann er das Ergebnis von dem. Der Yogi erreicht dies. was er erreicht hat. gleich dem Fakir und dem Mönch. aber kann nichts tun. was er erreicht hat. was ihm fehlt. „Die Wege unterscheiden sich auch durch das jeweilige Verhältnis zu Lehrer oder Führer. Das kann er nur durch neue Opfer. Sehr viele halten an. Die meisten sterben entweder vorher oder sie ^werden nur Mönche dem äußeren Anschein nach. Um etwas tun zu können. aber Körper und Gefühle bleiben unentwickelt. Sehr wenige kommen so weit. die Beherrschung seiner Gefühle. muß er die Meisterschaft über Körper und Gefühle gewinnen. nicht anwenden. und. 66 . Aber. wenn sie eine bestimmte Sache erreicht haben und gehen nicht mehr weiter. '• „Der dritte Weg ist der des Yogi. „Auf dem Wege des Fakirs hat ein Mensch keinen Lehrer im wahren Sinn des Wortes. und auf diesem Wege erreicht er das vierte Zimmer. neue Mühen und 5' neue Entbehrungen erreichen. Der Lehrer lehrt hier nicht. Ein Mönch muß t/ogi und Fakir ^werden. daß er seine Lage versteht. erreichen auch auf dem Weg des Yogi nur sehr wenige dieses Verständnis. wo ein Mensch weiß.dem Glauben. Aber sein physischer Körper und seine Denkfähigkeit bleiben unentwickelt. Dazu muß er neu mit der Arbeit beginnen und wieder durch verlängerte Anstrengungen bestimmte Ergebnisse erreichen.

diese auf sich anzuwenden. wenn auch in seinem Verständnis des Begriffes von Gott und dem Dienste für Gott vieles subjektiv und widerspruchsvoll sein mag. Das Gesetz für den Menschen ist sein Dasein im Bereich der mechanischen Einflüsse. Ein Mensch muß sein Heim aufgeben.Wege' die einzig möglichen Methoden für die Entwicklung der verborgenen Möglichkeiten des Menschen sind. Aber später wird der Mensch allmählich auf dem Weg des Yogi sein eigener Lehrer. „Aber alle diese Wege. Sie beginnen alle mit dem Schwersten: sein Leben vollständig zu wandeln und allen weltlichen Dingen zu entsagen. der Weg des Fakirs sowohl als auch der des Mönches und der des Yogi. gegen Gott. seiner Arbeit besteht darin. „Um den Kern dieser Lehre zu erfassen. sich ihm vollständig unterzuordnen. Bindungen und Pflichten des Lebens entsagen und in die Wüste gehen oder in ein Kloster oder in eine Yogischule.„Auf dem Wege des Mönches hat der Mensch einen Lehrer. Dies zeigt wiederum. irgend etwas auf einem dieser Wege zu erreichen. nur so kann er hoffen. Gott zu gehorchen und zu dienen. dem Lehrer unbedingt zu vertrauen. muß man klar verstehen. Aber die Hauptsache auf dem Weg des Mönches ist der Glaube an Gott. haben eines miteinander gemeinsam. seine Familie. Die Wege sind eng und gerade. und ein Teil seiner Pflicht. allen Freuden. zu gehorchen. dem ersten Schritt in dieser Richtung. Die Entwicklung dieser Möglichkeiten ist kein Gesetz. Aber gleichzeitig 67 . „Auf dem Wege des Yogi kann und darf ein Mensch nichts ohne Lehrer tun. dauernde Anstrengung. Der Weg zur Entwicklung verborgener Möglichkeiten ist ein Weg gegen die Katur. die Liebe zu Gott. dem Zustand der Maschine Mensch. Zu Beginn muß er seinen Lehrer nachahmen wie der Fakir und an ihn glauben wie der Mönch. Das erklärt auch die Schwierigkeiten und die Ausschließlichkeit dieser Wege. Er lernt die Methode seines Lehrers und allmählich lernt er auch. Vom ersten Tage an. muß er für die Welt sterben. daß die . so er eine hat. wie schwierig und selten eine solche Entwicklung ist.

Das tägliche Leben kann den Menschen bestenfalls zum Tode und zu nichts anderem führen. Die Idee der Wege kann nicht verstanden werden. religiösem oder sozialem Interesse ausgefüllt ist. sie entwickelt werden müßten und daß es auch die Mittel zu ihrer Entwicklung in seiner Umgebung geben müsse. so können wir mit absoluter Gewißheit sagen. philosophischem. Nur schwer verträgt er die Vorstellung. sich überhaupt irgendwelche Möglichkeiten zuzubilligen. Wenn wir tatsächlich alle Menschen nehmen. was dem Menschen zur Entwicklung seiner verborgenen Möglichkeiten zur Verfügung steht.Möglichkeit'. daß. „Gewöhnlich ist es hart für den Menschen. geht der Mensch gewöhnlich dazu über. kaum erkennbare Erscheinung. Darauf beruht ihre Macht und ihre Bedeutung. seine Anlagen könnten einerseits vollständig unentwickelt bleiben und verschwinden. Im täglichen Leben. Aber diese geringfügige Erscheinung enthält alles. Er hat nur ein dürftiges Verständnis für die Bedeutung des Wortes . gibt es nichts und kann es nichts geben. selbst einem Leben. und von denen wir zuverlässig glauben können. sind die Wege einegeringfügige. Er bildet sich ein. Mönche noch Yogis sind. Dies scheint ihm übertrieben. Die Wege stehen im Widerspruch zum alltäglichen Leben. beruhen auf anderen Prinzipien und sind anderen Gesetzen unterworfen. wenn er in sich Möglichkeiten hat. ungerecht und absurd. daß ihre Möglichkeiten nicht entwickelt werden können und auch nicht ent- 68 . sich hiermit abzufinden. was den Möglichkeiten gleichkäme. andererseits erfordere ihre Entwicklung furchtbare Anstrengungen und Ausdauer. Mönche oder Yogis werden. Im Wust des täglichen Lebens. daß sie niemals Fakire. wenn die Möglichkeit der menschlichen Entwicklung ohne ihre Hilfe zugegeben wird. die vom Standpunkt des Lebens ebensogut auch nicht bestehen könnten. Von der absoluten Weigerung. die in den Wegen enthalten sind. das mit wissenschaftlichem. die weder Fakire. Die Wege führen oder sollten den Menschen zur Unsterblichkeit führen. die unbedingte und unerläßliche Entwicklung derselben Möglichkeiten zu verlangen.kann nur über sie etwas erreicht werden. vor allem des modernen Lebens.

Dies muß man klar verstehen. während die westlichen Religionen dermaßen entartet sind. während man die gewohnten Lebensumstände beibehält. die nie vom vierten Weg gehört haben. „Und die Lage wäre wirklich hoffnungslos. daß es im inneren wie auch im äußeren Leben eines Menschen Verhältnisse geben kann. um das folgende zu begreifen. „Der vierte Weg verlangt kein Sichzurückziehen in die Wüste und erfordert nicht von einem Menschen. Außerdem muß er in Verhältnissen leben. Es gibt viele Menschen. Und zu allererst muß er gefunden werden. des Mönches oder des Yogi. Sie muß eine sehr ernste Vorbereitung sein. der nach Erkenntnis sucht. Mönches oder Yogi.oder Yogischule ähnlich ist. Auch die zahllosen okkulten und mystischen Gesellschaften und die naiven Experimente von spiritistischer Art und dergleichen mehr können überhaupt keine Ergebnisse zeitigen. Außerdem hat der vierte Weg keine feste Form wie der Weg des Fakirs. was einer Fakir. selbst eines intelligenten. die viele verschiedene Seiten umfaßt.wickelt werden. die unüberschreitbare Grenzen für den vierten Weg schaffen. die für die Arbeit auf dem vierten Weg günstig sind oder auf jeden Fall sie nicht unmöglich macht. „Gleichzeitig ist der Anfang des vierten Weges leichter als der Weg des Fakirs. wofür er vorher gelebt hat. Das heißt. Auf dem vierten Wege kann man arbeiten und diesem Weg folgen. Das ist die erste Prüfung. und wieder andere verneinen seine Existenz oder deren bloße Möglichkeit. Man muß einsehen. seine gewohnte Arbeit fortsetzt. daß es schon lange nichts Lebendiges mehr in ihnen gibt. hoffnungslos. Der vierte Weg beginnt auf einer viel fortgeschritteneren Stufe als der Weg des Yogi. alles aufzugeben und allem zu entsagen. „Unter den gewöhnlichen Verhältnissen des kultivierten Lebens ist die Lage eines Menschen. Er ist nicht so bekannt wie die drei überlieferten Wege. weil in seiner Umgebung nichts ist. wenn es nicht die Möglichkeit eines vierten Weges gäbe. seine 69 . ein Mensch muß für den vierten Weg vorbereitet sein und muß seine Vorbereitung im täglichen Leben erworben haben.

in denen sich ein Mensch beim Beginn der Arbeit befindet und wo ihn sozusagen die Arbeit findet. Ein Mensch darf nichts tun. was ihm gesagt wird. weil sie nicht Herr aller ihrer Funkätionen sind. der Mönch ist Herr seines Gefühls. würden künstlich für ihn sein. Je mehr er versteht. nicht aber seines Gefühls und seines Denkens. was er tut. Das Ergebnis der Arbeit steht im Verhältnis zur Bewußtheit der Arbeit. etwas in einem 70 . darf er nichts tun.1 Mönch und Yogi viel Unfertiges hinter sich zurück. was er ist. jedenfalls bei Beginn der Arbeit. Diese Bedingungen sind der Mensch selbst. sind die bestmöglichen für ihn. was er nicht versteht. Auf dem vierten Weg ist kein »Glaube* nötig: im Gegenteil. 'l Der Fakir arbeitet im ersten Zimmer. desto größer wird das Ergebnis seiner Anstrengungen sein. ^ „Somit berührt der vierte Weg alle Seiten des menschlichen Wesens gleichzeitig. Auf dem vierten Weg muß sich ein Mensch von der Wahrheit dessen. die Lebensumstände. Er ist Arbeit an allen drei Zimmern auf einmal. „Die Methode des vierten Weges besteht darin. . jede Art Glaube steht im Widerspruch zum vierten Weg. „Femer unterscheidet sich der vierte Weg von den anderen Wegen dadurch. daß die Hauptforderung an den Menschen eine Forderung nach Verstehen ist.früheren Beziehungen zu Menschen bestehen läßt und femer ohne etwas aufzugeben oder zu entsagen. weil das Leben eines Menschen und dessen Verhältnisse dem entsprechen. die das Leben selbst geschaffen hat. lassen Fakir. Dies ist das Grundprinzip des vierten Weges. Und bis er überzeugt ist. Im Gegenteil. nicht aber seines Körpers und seiner Denkfähigkeit. der Mönch im zweiten. Der Fakir ist Herr seines Körpers. außer als Experiment unter der Aufsicht seines Leiters und Lehrers. nicht aber seines Körpers und seines Gefühls. Wenn sie das vierte Zimmer erreichen. überzeugen. und sie können Idas Erreichte nicht anwenden. Sie sind seine natürlichen Lebensbedingungen. und unter solchen künstlichen Bedingungen würde die Arbeit nicht alle Seiten in ihm gleichzeitig berühren können. Alle anderen Bedingungen als diejenigen. der Yogi jlim dritten. der Yogi ist Herr seines Denkens.

„Von den vieren handelt der Fakir auf die gröbste Art. gleichzeitig auch am Denken und dem Gefühl zu arbeiten. daß der vierte Weg vieles wegläßt. „Der vierte Weg wird manchmal der Weg der schlauen Menschen genannt. Gefühls. „Wenn also ein Mensch Willen auf dem vierten Weg erreicht. Außerdem hat er viel Zeit gewonnen. weil er die Herrschaft über alle seine körperlichen. Mönch und Yogi nicht kennen. Parallele Serien von physischen. des Mönches und Yogi unzugänglich ist. die Fakir. gleichzeitig am Körper und den Gefühlen zu arbeiten. das für die Wege des Fakirs. in allen drei Richtungen gleichzeitig zu arbeiten. was überflüssig ist und nur aus Überlieferung in den anderen Wegen aufbewahrt wird. Außerdem ist es auf dem vierten Weg möglich. die gewisse Veränderungen in ihm hervorruft.Zimmer zu tun und gleichzeitig etwas entsprechendes in den beiden anderen Zimmern zu tun: das heißt. 71 . mit geschlossenen Augen. die Arbeit jedes einzelnen Menschen zu individualisieren. Das kommt daher. gleichzeitig am Denken und Körper zu arbeiten. Es macht keinen Unterschied.schlaue Mensch' das Geheimnis lernte — das ist nicht bekannt. eine gewisse Substanz. weiß sehr wenig und versteht auch sehr wenig. jeder kann nur das tun. vielleicht hat er es geerbt. Dies Wissen erlaubt es. Mönch und Yogi aus. während man am Gefühl arbeitet. das heißt. ohne Ziel. Er tut dies absolut blind. denkerischen und Gefühlsübungen dienen diesem Zweck. weil er gleichzeitig nebeneinander an allen drei Seiten seines Wesens arbeitet. Das kann erreicht werden dank der Tatsache. kann er ihn gebrauchen.und Denkfunktionen erworben hat. Wie der . daß er durch einen ganzen Monat intensiver Qual eine gewisse Kraft entwickelt. Der . Nehmen wir an. vielleicht stahl er es von irgend jemandem. was notwendig für ihn ist und nicht.schlaue Mensch' kennt das Geheimnis.schlaue Mensch' kennt einige Geheimnisse. während man das Denken bearbeitet. vielleicht hat er es gekauft. während man am physischen Körper arbeitet. Vielleicht fand er es in alten Büchern. was nutzlos für ihn ist. und mit seiner Hilfe sticht er Fakir. Der . daß man auf dem vierten Weg ein gewisses Wissen anwenden kann.

eine Woche im Gebet wie der Mönch. wofür der Fakir einen Monat Selbstfolterung benötigt. was für Stoffe er für sein Ziel benötigt. was er braucht. durch religiöse Überlieferung. warum er es will. wenn man weiß. Er weiß. Auf diese Weise verwendet der Yogi auf das gleiche Ziel nur einen Tag im Vergleich zum Monat des Fakirs und zur Woche des Mönches. einfach in Nachahmung von anderen. und auf diese Weise erhält er ohne Zeitverlust das gewünschte Ergebnis. und er glaubt. „Aber auf dem vierten Weg ist die Erkenntnis noch genauer und vollständiger. was zu tun ist. Und so. durch eine Woche emotionaler Anstrengung oder einen Tag geistiger Übungen — und auch. daß seine Anstrengungen und Opfer . „Der Yogi weiß erheblich mehr. ohne sich einen einzigen außerhalb liegenden Gedanken zu erlauben. und er erreicht. Er wird durch sein religiöses Gefühl geleitet. daß diese Substanz im Verlauf eines Tages durch eine gewisse Art geistiger Übungen oder Bewußtseinskonzentration herangebildet werden kann. „daß es zusätzlich zu 72 .Gott wohlgefällig sind'. er weiß. was er will. bereitet er sich einfach eine gewisse Pille.Methode oder Ergebnis zu kennen. wie man dies tut. eine gewisse Substanz in sich zu erzeugen. So versenkt er sich einen ganzen Tag in diese Übungen. „Der Mönch weiß ein wenig besser. daß es für seine Absicht notwendig ist. oder einen Monat in Selbstfolterung wie der Fakir. Er weiß zum Beispiel. Ein Mensch. sagte G. anstatt einen Tag mit geistigen Übungen zu verbringen wie der Yogi. enthält. der ihm sagt. das zu erreichen. Entbehrungen und so fort ihn fähig macht.. der den vierten Weg geht. was er will. daß eine Woche von Fasten. Er vertraut seinem Lehrer. Er weiß. und er weiß. weiß ganz genau. durch die Sehnsucht nach Vollendung und Erlösung. was er will. Nehmen wir an. daß sie von außen in den Organismus eingeführt werden kann. und wie er es erreichen kann. „Weiter muß bemerkt werden". daß diese Substanz im Körper durch einen Monat physischen Leidens hervorgerufen werden kann. unaufhörlichem Gebet. die alles.

der Kern wandelt sich nicht. weil es 1916 gesagt wurde. ein naiver Mönch oder ein vom Leben zurückgezogener Yogi sich auf dem Wege der Entwicklung befinden kann. All diese schönen Worte über Fortschritt und Zivilisation sind nichts als leere Worte. An einem der folgenden Tage kamen wir wieder auf die Wege zu sprechen." Dies beeindruckte uns natürlich besonders tief. daß die Tür zum vierten Zimmer künstlich mit einem Dietrich geöffnet wird. Der Mensch bleibt genau der gleiche. weil die Menschen an Fortschritt und Kultur glauben". die nur zeitweilige Ergebnisse liefern. aus dem es kein Entkommen gibt. Die äußere Form wandelt sich. Auch auf diesen Wegen sucht mancher den Schlüssel zum vierten Raum und findet ihn auch zuweilen. und falsche Wege. „Es kommt auch vor. Aber was er dann im vierten Zimmer vorfindet. als die neueste Äußerung der „Zivilisation" in Form eines Krieges. daß ein unwissender Fakir. „ist es natürlich schwierig zu glauben und die Vorstellung anzunehmen. ist noch nicht bekannt. sagte ich. Die moderne Zivilisation ist auf Gewalt. 73 .Zivilisierte' und . das kommt daher. fortfuhr zu wachsen und sich zu entwickeln und immer neue Millionen von Menschen in ihren Bannkreis zog. „Für einen Menschen westlicher Kultur". während ein gebildeter Europäer. .exaktem Wissen* und allen letzten Untersuchungsmethoden. gewappnet mit . überhaupt keine Hoffnung hat und sich in einem Kreis bewegt. Und in beiden Fällen kann sich das Zimmer als leer erweisen. sagte G. „Es gibt überhaupt keinen Fortschritt. wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte.kultivierte' Leute leben mit den gleichen Interessen wie die unwissendsten Wilden. jedoch nur falsche. Alles ist genau so wie schon vor Jahrtausenden und Jahrzehntausenden." Damit schloß G. Sklaverei und große Worte aufgebaut." „Ja. die sogar Dauer-Ergebnisse zeitigen können.diesen geeigneten und gesetzmäßigen Wegen auch kunstliche Wege gibt.

Alles geschieht. Und die unbewußte Geschäftigkeit von einer Million Maschinen muß notwendig in Zerstörung und Ausrottung enden. daß die gleichen Lastwagen sicher auch in Berlin. 74 . wo Sie verstehen werden. „Was erwarten Sie anderes". In diesen Bergen von Krücken für Beine. mit denen die Menschen sich betrügen. In unbewußten. sich ergänzten und kontrastierten. und ebenso tausend. Maschinen sind blind und unbewußt. . hunderttausend oder eine Million. Unwillkürlich malte ich mir aus. gerade weil sie so verschieden waren. soweit ich mich erinnere. Denn alle Handlungen müssen ihrer Natur entsprechen. Und dabei waren all diese Städte. dieses Gespräch. die bis zur Höhe des ersten Stockes der Häuser mit unbemalten hölzernen Krücken beladen waren.Fortschritt' und ." Damit endete. Und was für bewußte Anstrengungen kann es in Maschinen geben? Wenn eine Maschine unbewußt ist. dann sind auch hundert Maschinen unbewußt. die noch nicht verstümmelt waren. Diese Lastwagen berührten mich seltsam.» „Menschen sind Maschinen. Aber die Zeit wird kommen. Ich sprach zu unseren Leuten über diese Wagenladungen von Krücken und meine Gedanken hierüber bei unserem nächsten Zusammenkommen. sagte G. sah ich eine besonders zynische Verhöhnung aller Dinge. Rom und Konstantinopel herumfuhren. Sie können nicht das Resultat unbewußter und mechanischer Handlungen sein. unwillkürlichen Handlungen liegt eben die Wurzel allen Übels.Ich erinnere mich. sie können nicht anders sein. London. von denen ich die meisten kannte und die ich gern hatte. einige Tage vor diesem Gespräch zwei enorme Lastwagen auf der Litejnij gesehen zu haben. Wien. Sie können sich jetzt noch nicht alle Folgen dieses Übels vorstellen noch verstehen.Zivilisation' in der wirklichen Bedeutung dieser Worte können nur das Ergebnis bewußter Anstrengungen sein. niemand tut irgend etwas. für mich und untereinander nun feindlich gesinnt geworden und durch Wälle von Haß und Verbrechen voneinander getrennt.

Matthäus. brauchen Sie nicht mehr ins Kino gehen.'s System begriffen.DRITTES KAPITEL A nfang November 1915 hatte ich schon einige der Grundgedanken über den Menschen in G. daß ein Mensch. sondern Jeder einzelne Teil des Körpers. was für eine Menge von Iwans und Nikolausen in einem Menschen leben. Die rechte Hand hat ein anderes Bewußtsein als die linke. daß Iwan eine bestimmte Sache nicht zu tun vermag. daß nicht nur einzelne Organe. Sie werden erstaunt sein. Und Sie alle denken. wenn er Iwan heißt. Der Mensch bleibt niemals für lange Zeit der gleiche. wie er es konnte. daß er gelogen hat und sind darüber erstaunt. Wir glauben. Sergius. sagte er. Iwan kann nicht lügen. Zum Beispiel kann er nicht lügen. Der erste Punkt. den er betonte. Sie wissen. die nächste Minute Peter und wieder eine Minute später ist er Nikolaus. auch immer Iwan ist. Jetzt ist er Iwan. was Sie meinen?" „Nicht ganz". „Der größte Fehler ist".-Ich verstehe die Wirklichkeit dieses Bewußtseins und habe sie auch oft gespürt. auch ein eigenes Bewußtsein besitzt. Ich weiß. Ist es das. kann Nikolaus nicht umhin. es war Nikolaus. zu lügen. „Diese Art von Bewußtsein gibt es 75 . Und wenn sich die Gelegenheit bietet." „Hat dies irgend etwas mit dem Bewußtsein einzelner Körperteile und Organe zu tun?" fragte ich ihn bei dieser Gelegenheit. der gelogen hat. der eine eigene Funktion hat. Selten bleibt er auch nur für eine halbe Stunde der gleiche. . Er wandelt sich unaufhörlich. „zu glauben. antwortete G. war das Fehlen der Einheit im Menschen. der Mensch sei immer ein und derselbe. Nichts dergleichen. Dann finden Sie heraus. Simon. Wenn Sie diese beobachten lernen. er bleibe Iwan. Und wirklich.

was ihm paßt. erneut auf die Idee der verschiedenen menschlichen Körper zurück. Das ist unser Leben. jeder ist Kalif für eine Stunde. Die Existenz des . Denken Sie sich ein Land." „Wie kann man erkennen. drei oder mehr Körper haben können. antwortete G. Es ist nutz. und später müssen die anderen es ausbaden.auch. macht rücksichtslos.Astralkörpers' kann noch 76 . „Es gibt bestimmte Wege. Jemand wie Rockefeller in Amerika kann eine Menge Millionen haben. wo ein jeder für fünf Minuten König sein kann und für seine fünf Minuten alles mit dem Königreich anstellen kann. daß sie arbeiten müssen. Eine jede kennt ihren Platz und ihre Aufgabe. Aber es betrifft nicht uns. Es ist dieser physische Leib.Astralkörper' sehen. Die Hände wissen. sie ist aber verhältnismäßig harmlos. um das zu erkennen". ob ein Mensch einen . die zwei. daß sie gehen müssen. daß wir einen physischen Körper haben. Nur müssen wir immer im Auge behalten. aber diese Millionen nützen mir nichts. In unserem Falle ist es genau das gleiche. Wer immer die Oberhand gewinnt. Und so geht es fort durch das ganze Leben.Astralkörper' besitzt?" fragte ich. sich auf andere zu verlassen oder sich mit dem Gedanken an das zu trösten. den wir kennenlernen müssen. Sie nennen sich alle . Peters und Nikolause sind anders. Er verprügelt alle anderen und kümmert sich um nichts. was andere besitzen. Aber diese Iwans.Ich'. Jeder muß an sich denken. Er kann vom physischen Körper getrennt und sogar neben diesem photographiert werden. Das heißt. als Prinzip verstanden werden. daß die Frage sich mit dem physischen Körper nicht erschöpft und daß es Menschen gibt.und sinnlos. Aber im nächsten Augenblick ergreift ein anderer die Peitsche und schlägt ihn. Wir wissen. sie fühlen sich alle als Herren und keiner will den anderen anerkennen. muß als Idee. was er will. Aber das macht für uns persönlich keinen Unterschied. ist Herr. „Unter gewissen Bedingungen kann man den ." Während eines dieser Gespräche kam G. wenn ich nichts zu essen habe. „Daß der Mensch verschiedene Körper haben kann. Und es gibt gar keine Ordnung unter ihnen. und sonst wissen wir nichts. die Füße.

zu glauben." Danach fuhr G. In diesem Zusammenhang muß bemerkt werden. daß die Ideen nicht in der Form entwickelt wurden.bewußt'. All unsere Aufmerksamkeit muß vorerst auf das Studium des physischen Leibes beschränkt bleiben. daß wir nur ein einziges Funktionszentrum besitzen. Das Fehlen dieser Funktionen zeigt das Fehlen des . gab sie nur Stück für Stück. die Struktur der menschlichen Maschine zu verstehen. die verschiedenen Funktionen des Menschen und die Zentren. Im Augenblick möchte ich Ihnen nur klarmachen. Das muß vor allen Dingen verstanden werden.Astralkörpers' an. die voneinander völlig unabhängig sind. alles. in der Art zu erklären. was nicht unter dieses Zentrum fällt. Aber es ist noch zu früh. Es ist unmöglich. hiervon zu sprechen. nennen wir . G. nicht durch ein.leichter und einfacher durch seine Funktionen erkannt werden.Astralkörper' hat bestimmte Funktionen. Dessen Funktionen nennen wir . Unser Hauptirrtum ist. die der physische Leib nicht haben kann. unfähig sei zu tun und so fort. fort. Vom Bewußten und vom Unbewußten wollen wir später sprechen.unterbewußt'. sondern durch mehrere Funktionszentren geleitet wird. denn sonst kann man gar nichts anderes verstehen. die diese Funktionen lenken. wie sie wirklich stattfanden. getrennte Aufgaben haben und getrennte Bereiche. alle Gespräche in der Weise wiederzugeben. Diese Erklärungen und alle mit ihnen verbundenen Aussprachen dauerten ziemlich lange.unbewußt' oder . daß die Tätigkeit der menschlichen Maschine. dem Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen — daß der Mensch keine Möglichkeit der Wahl habe. die ich ihnen in meinen Vorlesungen gab. Der . Das Dasein dieser Funktionen läßt das Dasein des . das heißt unseres physischen Körpers. Darum habe ich alles psychologische und alles kosmologische Material in zwei besonderen Vorlesungsreihen gesammelt. in denen sie sich äußern. und fast bei jedem Gespräch kamen wir erneut auf die grundsätzlichen Ideen von der Mechanisiertheit des Menschen. Es ist notwendig. als ob er sie vor uns 77 .Astralkörpers' erkennen. wie sie in den psychologischen Vorlesungen dargelegt sind. Das ist unser Hauptirrtum.

wenn das Geschlechtszentrum mit eigener Energie arbeiten kann. aber das geschieht sehr selten. Beispiele zu suchen und so fort. und bei der Rolle. Instinkt. daß die drei Zentren der unteren Abteilung: das instinktive. die das Geschlechtszentrum in diesem Zusammenhang spielt.hüten oder schützen müsse." Ich erinnere mich noch einer anderen Bemerkung. Das dritte Mal entwickelte er es noch weiter. verweilte er oft bei dem. erneut behandelte. Später wurde das instinktive Zentrum als eine unabhängige und selbständige Maschine hinzugefügt. wenn er das gleiche Thema. die tatsächlich nur auf seine Auslassungen und Vorbehalte zurückzuführen waren. „Es ist etwas Großes. 78 . Bewegungs. Dann wiederum. Danach das Geschlechtszentrum. Das war. wie alle Zentren dem Geschlechtszentrum seine Energie rauben und mit dieser Energie ganz falsche Arbeit voll nutzloser Aufregung vollführen und dafür dem Geschlechtszentrum nutzlose Energie geben. Bei der ersten Gelegenheit sprach er von drei Zentren — dem Denk-. im Gespräch über die Energie dieser Zentren. Manchmal wies er selbst auf sichtliche Widersprüche in den gegebenen Theorien hin. Ich entsinne mich seiner Worte. Das nächste Mal. Gefühls-.und Geschlechtszcntrum. Nehmen wir zum Beispiel die Frage der Funktionen und Zentren. fügte er weiteres Material hinzu. was er falsche Tätigkeit der Zentren nannte. mit der es gar nicht arbeiten kann. wenn möglich von einem anderen Gesichtspunkt aus. weil es immer von anderen Zentren abhänge. Wenn er ein neues Thema erstmalig anschnitt. uns diese drei Funktionen unterscheiden zu lehren. Er schilderte oft. gab er nur allgemeine Grundsätze und hielt oft das Wesentlichste zurück. Zum Beispiel erklärte er zum Geschlechtszentrum.oder Bewegungszentrum. daß einige seiner Bemerkungen meine Aufmerksamkeit fesselten. daß es praktisch nie selbständig arbeite.und Bewegungszentrum — und versuchte. Fühl. in Beziehung zueinander als drei Kräfte arbeiten — und daß das Geschlechtszentrum in normalen Fällen als neutralisierende Kraft arbeitet. die sich nachher als Ursache vielen falschen Denkens und vieler falscher Schlüsse herausstellte. Ich entsinne mich. dem Denk-.

Während des ersten und der folgenden Gespräche über Zentren fügte G. nicht mit mir in Beziehung standen) die Vorstellung von drei Zentren aufrechterhalten. in gar keiner Beziehung standen. weil es im gewöhnlichen Menschen nicht drei. dann von vier. wirklich gesagt hatte. dann von fünf und schließlich von sieben Zentren. Teile von Zentren wurden selten in den Gesprächen erwähnt. vor allem deswegen. Es ist möglich. und manchmal.'s falsch wiedergegebenen und falsch aufgefaßten Bemerkungen über die Beziehungen der drei Zentren des unteren Stockwerkes zueinander fußte. alle Zentren gliederten sich in positive und negative Teile. und G.'s Vorbehalte in seinen ersten Vorträgen führten zu vielen Mißverständnissen. daß alle Zentren in drei Teile oder drei Stockwerke geteilt seien. sondern fünf Zentren gibt. daß diese Teilung für die verschiedenen Zentren nicht die gleiche sei. um so genau wie möglich der ersten zu folgen. Wie ich sagte. Dann sagte er. Und irgendwie war diese Idee mit der Vorstellung von drei Kräften verknüpft.gegenüber der aktiven und passiven Kraft von Instinkt. Fühl. die sich wiederum in drei weitere Teile gliederten. aber er hob nicht hervor. von der ich rede. die nicht mit meiner Arbeit im Zusammenhang standen. sprachen wir erst von drei Zentren. mit der sie in Wahrheit gar keine Verbindung hatte. was G. G. Diese Methode der Darstellung. fast jedesmal etwas Neues hinzu. erklärte. Aber er gab weder ein 79 . daß die Idee von drei Zentren (Denk-. schufen sie phantastische Theorien. ich wiederhole.und Bewegungszentrum) als Ausdruck der drei Kräfte auf G. So wurde durch verschiedene Gruppen (welche. vor allem in den späteren Gruppen. Viele Leute fanden Widersprüche zwischen der ersten Darstellung einer gegebenen Idee und darauf folgenden Erklärungen. Durch diese Verschmelzung zweier Ideen ganz verschiedener Ordnung und Bedeutung entstanden weitere Mißverständnisse und verstümmelten für den so Denkenden das ganze System.und Bewegungszentrum. die mit dem.

Jemand fragte bei einer Zusammenkunft: „Wie soll man den Begriff der Evolution verstehen?" „Die Evolution des Menschen".. gegen sie anzukämpfen — indem er darauf hinwies. sich nicht nach ihnen zu richten und nicht negative Gefühle auszudrücken —. wie ich mich an sie erinnere. soweit wir sehen können. Wandlungen. wiedergeben und dabei versuchen. Petersburg und in späteren Gruppen in der Art. Die Natur hat ihn so gemacht wie er ist. und in der großen Masse wird er auch. daß negative Gemütsbewegungen völlig unnötig seien und kein normales Zentrum für sie bestehe.Beispiel noch erwähnte er. „kann man als die Entwicklung der Kräfte und Anlagen verstehen. daß sich durch Aufmerksamkeit oder Beobachtung die Arbeit der Teile der Zentren unterscheiden ließe. von größtem Interesse. so bleiben. was bereits in der ersten und zweiten Vorlesungsreihe niedergelegt worden ist. sich nicht mit ihnen zu identifizieren. die möglicherweise die allgemeinen Erfordernisse der Natur verletzen. diese Art Wachstum kennzeichnet die wirkliche Evolution des Menschen. daß über einen gewissen Punkt hinaus diese 80 . „Betrachten wir einen Menschen im jetzigen Stadium seiner Entwicklung. ist es notwendig zu begreifen. die sich niemals von selbst. ebenso die Methoden. All dies und vieles andere wurde erst später festgestellt. das heißt mechanisch. Nur diese Art Entwicklung. antwortete G. entwickeln. Aber es ist unmöglich. die Wiederholung dessen zu vermeiden. wie G. „Um das Gesetz menschlicher Evolution zu verstehen. Trotzdem er zum Beispiel die Grundlage zum Studium der Rolle und Bedeutung negativer Gefühle gab. Ich werde im weiteren Verlauf die Gespräche und Vorlesungen von St. noch erklärte er. können nur in einzelnen Menschen stattfinden. Es gibt und kann keine andere Art von Evolution geben. und meiner Meinung nach ist die ursprüngliche Darstellung der Ideen des Systems in der Art. vervollständigte er diese Theorien nicht. sie gab. in manchen Fällen Wiederholungen zu vermeiden.

Im Verlauf des Zeitraumes. Die Evolution großer Massen ist den Zwecken der Natur entgegengesetzt. das heißt nicht notwendig für die Natur in einem bestimmten Zeitpunkt ihrer eigenen Entwicklung. die Evolution eines gewissen geringen Prozentsatzes mag mit ihnen in Einklang stehen. sowohl die Ergebnisse der Evolution als auch der Entartung. eine menschliche Evolution außerhalb der sie umgebenden Hatur für möglich zu halten oder die Evolution des Menschen als eine langsame Eroberung der Natur zu betrachten. und sie 81 . die sofort durch eine entsprechende Veränderung in entgegengesetzter Richtung ausgeglichen wird. „Nur ein so theoretisches und so weit von der Wirklichkeit entferntes Denken wie das heutige europäische konnte dazu kommen. den das menschliche Denken umfassen kann. denn sogar im Kampf gegen die Natur handelt der Mensch in Übereinstimmung mit ihren Zwecken. Und sie ist genau den Erfordernissen der Erde zur jetzigen Zeit angepaßt. das heißt die Entwicklung dieser Möglichkeiten in allen Menschen oder in den meisten oder sogar nur in einer größeren Anzahl ist für die Zwecke der Erde oder der Planetenwelt nicht notwendig. wenn auch vielleicht für verschiedene Zwecke. Aber die Evolution der Menschheit als Ganzes. wie auch das übrige organische Leben. Um es noch genauer zu sagen: die Evolution der Menschheit entspricht der Evolution der Planeten. „Die Menschheit schreitet weder voran noch entwickelt sie sich. ist nur eine teilweise Veränderung. besteht auf der Erde für den Zweck und Nutzen dieser Erde. Und femer kann die Menschheit als Ganzes niemals der Natur entrinnen. Das ist völlig ausgeschlossen. oder besser die Natur verwendet gleichermaßen. aber die Evolution der Planeten geschieht in für unsere Begriffe unermeßlichen Zeiträumen. Was uns Fortschritt oder Entwicklung zu sein scheint. können keine wesentlichen Veränderungen im Leben der Planeten vor sich gehen und kann infolgedessen auch keine wesentliche Wandlung im Leben der Menschheit stattfinden. „Die Menschheit.Evolution gar nicht notwendig ist. Sterben. Sich-Entwickeln. im Entarten dient der Mensch gleicherweise den Zwecken der Natur. Der Mensch hat in sich die Möglichkeit zur Evolution. Im Leben.

daß alle diese Hindernisse für den Menschen sehr nützlich sind. um es genauer zu sagen. wenn er einsieht. Im Gegenteil. ihm zu helfen.könnte für sie sogar schädlich oder tödlich sein. widersetzen sich auch der Entwicklung des einzelnen. wenn er seine Lage und die Möglichkeit. die sich der Evolution großer Menschenmassen entgegenstellen und die sie auf der Stufe festhalten. wenn sie nicht bestehen würden. daß er Kräfte hat. ist sozusagen gegen die Interessen und Kräfte der planetarischen Welt. Die Natur braucht diese Evolution nicht. „Aber trotzdem gibt es die Möglichkeit der Evolution. diese Lage zu verändern. Später werden Sie verstehen. Daher bestehen besondere Kräfte (planetarischen Charakters). „Zum Beispiel würde die Entwicklung der Menschheit über einen gewissen Punkt hinaus. tödlich für den Mond sein. dann würden sie nicht mehr vom Mond gefressen werden wollen. 82 . die Kräfte. müßten sie absichtlich geschaffen werden. erkennt. über einen gewissen Prozentsatz hinaus. Der Mensch muß verstehen: seine Entwicklung ist allein für ihn selbst notwendig. Niemand anders ist daran interessiert. Der Mond nährt sich vom organischen Leben. die der Entwicklung großer Menschheitsmassen Widerstand leisten. daß die Menschheit die Nahrung für den Mond darstellt. sie will sie nicht und kämpft gegen sie an. Und einer kann sie überlisten. Evolution kann aber nur dann zum Bedürfnis des Menschen werden. Der Mensch muß sie überlisten. die ganze Menschheit nicht. und sie kann in einzelnen Individuen mit Hilfe der geeigneten Kenntnisse und Methoden entwickelt werden. denn nur durch Überwindung von Schwierigkeiten kann ein Mensch die für ihn notwendigen Eigenschaften entwickeln. Evolution ist das Ergebnis eines bewußten Kampfes. Und niemand ist verpflichtet oder beabsichtigt. von der Menschheit. „Dies ist die Grundlage einer richtigen Ansicht über die menschliche Evolution. wo sie bleiben sollen. Wenn alle Menschen zu intelligent würden. Solche Entwicklung liegt nur im Interesse des Menschen allein. das heißt. Es gibt keine zwangsmäßige mechanische Evolution. oder. Die Menschheit ist ein Teil des organischen Lebens.

Evolution' ermöglicht. Sie haben eine ungefähre Vorstellung. ein Auto oder ein Flugzeug — aber sie wissen gar nichts oder fast gar nichts über Bauart. Genau im gleichen Maße ist ein einzelnes Individuum zu klein. im gleichen Verhältnis steht wie die Zelle zu unserem Organismus. es macht im Haushalt der Natur keinen Unterschied. „Der Vorteil des einzelnen Individuums ist seine Kleinheit. Und Bewußtsein kann sich nicht unbewußt entwickeln. würde Evolution wiederum unmöglich werden. die er nicht nützt. müssen wir von Anfang an verstehen.geschehen'. Die Evolution eines Menschen ist die Evolution seiner Fähigkeit zu . Im Sinne der Nutzbarmachung dieser Kräfte und Reichtümer ist Evolution möglich. Sie haben es hier mit einer sehr komplizierten Maschine zu tun. und das . hierauf beruhen seine . was die Größe anbetrifft. Arbeitsgang und Möglichkeiten dieser Maschine. „Die Leute wissen nicht. was seine . ob ein mechanischer Mensch mehr oder weniger da ist. Wir können dieses Größenverhältnis leicht verstehen. viel komplizierter als eine Lokomotive.tun'. Reichtümer. weil sie den Zweck dieser Funktionen nicht kennen. was ein Mensch eigentlich ist.die er brachliegen läßt. und der . daß keine mechanische Evolution möglich ist. Was für den einzelnen möglich ist.Wille' kann sich nicht unwillkürlich entwickeln. bleibt für die Massen unmöglich. zu dem es. Wir können ihrer nicht bewußt werden. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Willens. „Wenn wir von Evolution sprechen. was ihnen als Geburtsrecht zusteht. daß der Mensch 83 . um das Leben des kosmischen Organismus zu beeinträchtigen. Sie verstehen nicht einmal ihre einfachsten Funktionen.Tun' kann nicht das Ergebnis von Dingen sein.Möglichkeiten'. Und das ist es. Das Dasein oder Fehlen einer Zelle ändert nichts am Leben des ganzen Körpers. die . und sie kann keinen Einfluß auf das Leben oder die Funktionen des Organismus haben. wenn wir uns das Verhältnis einer mikroskopischen Zelle zu unserem eigenen Körper veranschaulichen. Aber wenn alle Menschen oder die meisten dies gewahr würden und erreichen wollten. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Bewußtseins.

„Einer der Hauptirrtümer des Menschen". Aber sie vermuten nicht.seine Maschine lenken lernen müsse. jede Empfindung sagt Ich. Sein Ich wechselt mit gleicher Geschwindigkeit wie seine Gedanken. in Wirklichkeit ist er immer eine verschiedene Person. kam G. daß man sie viel besser kennen kann als die Wissenschaft dies tut. „Der Mensch hat kein bleibendes und unveränderliches Ich.tun' kann und mit dem und durch den alles . es sei richtig zu glauben. Man denkt. ist seine Täuschung in bezug auf sein Ich. zum ganzen Menschen. jede Begierde. Gefühle und Stimmungen. Jeder versteht dies hinsichtlich des Flugzeuges. jede Stimmung. sie vermuten nicht. und daß unsachgemäße Handhabung der menschlichen Maschine genau so gefährlich ist wie unsachgemäße Handhabung irgendeiner anderen komplizierten Maschine.geschieht'. Warum studieren sie Medizin und gebrauchen ihre Dienste? Natürlich weil sie einsehen. daß instinktive Kenntnis einer Maschine unter keinen Umständen genug ist. „Der Mensch. ein Auto oder ein Flugzeug lenken lernen muß." Sehr oft. wenn er sich immer für ein und die gleiche Person hält. die . „den man sich immer vor Augen halten muß. daß man sie zu einer ganz anderen Leistung bringen kann. ein Wunsch oder eine Abneigung Ausdruck dieses Ganzen 84 . die er im vorigen Augenblick war. und er begeht einen gewaltigen Irrtum. sagte er. erneut auf das Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen. Jeder Gedanke. und dabei wissen doch die Menschen. des Autos oder einer Lokomotive. daß sie ihre Maschine nicht kennen. der nicht . genau so wie er eine Lokomotive. daß die Natur dem Menschen die notwendige Kenntnis seiner Maschine gegeben habe. Aber nur sehr selten zieht einer dies in Betracht für den Menschen im allgemeinen oder für sich im besonderen. fast bei jedem Gespräch. nicht die gleiche. der Mensch. kann kein dauerndes und einziges Ich haben. Und in jedem Fall hält man es für selbstverständlich. und daß ein Gedanke.Maschine Mensch'. daß dieses Ich zum Ganzen gehört. wie wir ihn kennen.

Regen rufen eine andere Gruppe von Ichs hervor. Der Mensch hat kein individuelles Ich. Nachahmung.ist. Nichts im Menschen kann diesen Wechsel von Ichs lenken. die in den . er lebt immer im letzten Ich. Kaste und Tradition öder der Glanz neuer Schlagworte schaffen in der Persönlichkeit eines Menschen sehr starke Ichs. Der Mensch ist eine Vielheit. Kälte. Wärme. Lesen. schönes Wetter rufen sofort eine ganze Gruppe von Ichs auf den Plan. bewußte Stärke. die ganze Reihen schwächerer. weil er davon gar nichts weiß. Aber an dessen Stelle gibt es Hunderte und Tausende getrennter kleiner Ichs. Und dies Ganze drückt sich einfach darum nicht aus. auf denen äußere Eindrücke verzeichnet werden (Anmerkung der Übersetzer). „Der Wechsel der Ichs. dann eine Empfindung. ihr offensichtlicher dauernder Kampf um die Herrschaft wird durch zufällige äußere Einflüsse gelenkt. Sonnenschein. aus denen die Persönlichkeit des Menschen besteht. dann wieder ein Gedanke. Aber es ist nicht ihre eigene. und jedesmal ist dieses Ich verschieden.Rollen'1 der Zentren verzeichnet sind. Und alle Ichs. haben den gleichen Ursprung wie diese . Jede Minute. Sein Name ist Legion. Jeder Gedanke und jede Begierde des Menschen entsteht und lebt ganz getrennt und unabhängig vom Ganzen. sie sind das Ergebnis äußerer Einwir' „Rollen" bezieht sich auf ein von G. Faktisch besteht überhaupt kein Grund für diese Annahme.Rollen'. 85 . Nebel. der hypnotische Einfluß von Religion. jeden Augenblick sagt oder denkt man Ich. Erziehung. Aber ihre Stärke ist die Stärke der Eindrücke. andere Assoziationen. da sie einander ausschließen und unvereinbar sind. Manche Ichs sind natürlich stärker als andere. nun ist es eine Begierde. anderer Ichs beherrschen. nie zueinander in Beziehung treten oder sogar im Gegenteil feindlich gegeneinander eingestellt sind. die sich oft untereinander gar nicht kennen. und so weiter ohne Ende. weil es als solches nur physisch besteht und abstrakt als ein Begriff. vor allem. sie wurde durch die Stärke von Zufällen oder mechanischen äußeren Einflüssen geschaffen. Gerade jetzt war es ein Gedanke. andere Gefühle und andere Handlungen. das die Zentren de» Menschen mit Grammophon„rollen" oder -platten vergleicht. gebrauchtes Bild. es nicht bemerkt.

das heißt das Ganze. sich das Ganze zu nennen. früh aufzustehen. Die einzige Rettungsmöglichkeit besteht darin. Es ist die Tragödie des Menschen. müssen ihr ganzes Leben dafür bezahlen. Schecksundwechsel zu unterzeichnen und der Mensch. „Der Mensch hat keine Individualität. aber kein Herr und kein Haushälter da sind. und beide. „So wird in einer Lehre der Mensch einem Haus verglichen. | nicht sich selbst. sondern jemand anderem. das heißt die gesamte Summe anderer Ichs. Ein Ich oder eine Gruppe von Ichs beschließt dies. was er soll. Jeder versucht. sowohl . die versuchen. daß eine Gruppe vernünftiger Diener sich ver- 86 . wenn auch nur für einen Augenblick. Aber das Aufstehen fällt unter die Zuständigkeit eines ganz anderen Ichs. in dem es eine Menge Diener gibt. „Und jedes einzelne kleine Ich ist fähig.Rollen' als auch Ichs. werden durch neue äußere Einflüsse in Bewegung gesetzt und gelenkt. daß jedes kleinelch das Recht hat. Versprechen zu geben. Die Dienstboten haben alle ihre Pflichten vergessen. zufälliger Ichs einzulösen. die Natur des Menschen von diesem Gesichtspunkt aus zu schildern. Er hat kein einziges großes Ich. das diese ^Entscheidung vollständig ablehnt oder sogar nichts davon weiß. Dies erklärt. im Namen des Ganzen zu handeln. niemand tut. Ein kleines zufälliges Ich mag etwas versprechen. „Die östlichen Lehren enthalten zahlreiche allegorische Bilder. die ganz unschuldig daran sind.kungen. ^In manchen Fällen kann dies sehr unangenehme Folgen für den f Menschen haben. Ein Mensch entschließt sich. den Morgen zu verschlafen i ?' und am Abend wird er sich erneut entschließen. Entscheidungen zu treffen. zuzustimmen oder abzulehnen. Dann verschwindet es und der Mensch. dafür aufzukommen hat. von morgen ab früh aufzustehen. den Herrn zu spielen. Oft besteht das ganze Leben eines Menschen darin. was ein anderes Ich oder das Ganze dann ausbaden muß. einfach aus Eitelkeit S oder aus Spaß. Der Mensch ist in eine Vielfalt kleiner Ichs geteilt. Wechsel kleiner. warum Menschen so oft Entscheidungen treffen und sie so selten ausführen. und durch diese Unordnung droht dem ganzen Haus große Gefahr. a Natürlich wird der Mensch fortfahren.

Dieser Fakir war. Auf diese Weise kann das . Obwohl er sichtlich acht- 87 . das die Ankunft seines Herrn erwartet. der auf einem Bett aus Nägeln liege. spitzen Eisennägeln versehenes Bett. Als ich das zweite Mal kam.sammelt und einen zeitweiligen Haushälter erwählt. Dieser stellvertretende Haushälter kann dann die anderen Diener auf ihren Platz verweisen und darauf sehen. daß sich im Hofe der Aurangzeb-Moschee am Ufer des Ganges ein Fakir aufhalte. um die Kuh zu holen. nicht nur ein schlauer Gaukler wie jene. die ich in Benares von einem „Fakir auf Nägeln" aufgenommen hatte. war weggegangen. ist häufig in östlichen Lehren zu finden. obgleich zweifellos ein „Professioneller". so hörte ich. taucht dieses Thema auch in verschiedener Form in vielen Gleichnissen der Evangelien auf. für seine Befreiung alles zu opfern und alles zu wagen.Haus' für die Ankunft des wirklichen Haushälters vorbereitet werden. wenn Zuschauer kamen. muß er einen sehr starken Wunsch nach Befreiung verspüren und muß bereit sein. und wie wir wissen. die ich in Ceylon sah. Bei einer Gelegenheit zeigte ich G. fallen noch zwei interessante Gespräche." In diese Zeit. eine Photographie. soviel ich verstand. das heißt den Beginn der St. in denen sich noch Spuren alten Wissens erhalten haben. „Aber auch das klarste Verstehen seiner Möglichkeiten wird einen Menschen ihrer Verwirklichung nicht näher bringen. Er legte sich wirklich fast nackt auf ein mit ziemlich langen. der Kutscher im Stall. Aber gegen eine Rupie zeigte er mir alle seine Künste. der Gärtner im Garten und so fort. Dies klang sehr geheimnisvoll und erschreckend. daß jeder seine eigene Arbeit verrichte: der Koch in der Küche. Um diese Möglichkeiten zu verwirklichen. war der Fakir da. legt& er sich nur darauf.-Petersburger Vorlesungen. das heißt einen stellvertretenden Haushälter. der Fakir. „Der Vergleich des Menschen mit einem Haus. Aber als ich kam. Mir war erzählt worden. der es dann seinerseits für die Ankunft des Herrn vorbereitet. ohne Fakir. stand das Bett mit Nägeln allein da. Er lag nicht auf seinem Bett und.

Ihnen dieses Wort zu sagen. Dann später wurde mittels posthypnotischer Suggestion die Unempfindlichkeit und Undurchdringlichkeit der Haut fixiert. In geringem Maße ist dies sogar für die gewöhnliche europäische Hypnose möglich. Ein Mensch wird in Schlaf versetzt und es wird ihm gesagt. Oder er müsse ein bestimmtes Wort aussprechen und werde sofort. zeigte ihm das Lichtbild und fragte ihn. Aber er weiß selber nicht. das in zwei Worten zu erklären". fühlt er ein unwider- 88 . daß er fünf Stunden nach seinem Aufwachen etwas Bestimmtes tun müsse. Wenn Sie ihn bestechen würden und ihn veranlassen könnten. zu berichten. noch kratzten sie ihn. Offensichtlich ist er viele Male hypnotisiert worden und während der Hypnose wurde seine Haut zuerst gegen Stiche unempfindlich gemacht und danach dagegen gefeit. Man hat einfach mit ihm experimentiert. Er kann sich sogar bereit erklären. daß dies nicht nur ein Trick sei. lag auf ihnen auf dem Rücken.. wie ich dieses Wort gebraucht habe. was er weiß. nur war er kein Schüler. Durst verspüren. denn es wäre ein ganz gewöhnliches Wort. Ich machte zwei Aufnahmen von ihm. sich für tot halten oder etwas Ähnliches. wie er es fertigbringt. Sie wissen. daß er ein bestimmtes Wort kenne. was posthypnotische Suggestion heißt. Der Fakir machte nicht den Eindruck eines intelligenten oder religiösen Menschen. konnte mir aber keine Erklärung dieser Erscheinung geben. würde er wahrscheinlich antworten. Aber gleichzeitig haben Sie recht. das gar keine Wirkung auf Sie haben würde. drehte er sich doch auf den Nägeln. Dann wird er geweckt. Aber das würde Ihnen nicht im geringsten helfen. auf dem Bauch. gelangweilten und gleichgültigen Ausdruck und nichts an ihm sprach von Streben nach Selbstopfer oder von Selbstfolterung. das er sagen müsse.gab. was er darüber denke. Sein Gesicht trug einen stumpfen. „Es ist schwierig. Dies alles erzählte ich G. auf der Seite. wenn er dies tue. antwortete G. zu glauben. und sichtlich stachen sie ihn weder. keine hastigen Bewegungen zu machen. Dieser Mann stammt aus einer Schule. Er war ein Experiment. und danach könne er sich auf seine Nägel niederlegen. „Erstens ist der Mann natürlich kein .Fakir' in dem Sinne. Und wenn die Zeit kommt.

stehliches Verlangen. Es gibt viele solche Leute in Indien. Man experimentiert an ihm. das ihm gegeben wurde. Dieses Wort versetzt ihn in einen hypnotischen Zustand. ob die „Wunder" nun als Tricks oder anders hingestellt wurden.Fakir' geschehen. Ich verlieh meiner Überzeugung Ausdruck. sei es. was er tue und wie er es tue. Man gewöhnte ihn daran. und wenn er nicht darüber spreche. 89 . Der Fakir selbst wußte nicht. Das geschieht oft in solchen Fällen. daß er durch Aussprechen eines bestimmten Wortes wieder fähig sein werde. oder. G. weil ich nie zuvor eine ähnliche gehört oder gelesen hatte.'s Erklärung schien mir nicht nur die einzig wahrscheinliche. die einzig mögliche. vielleicht für viele Jahre. was er tut und auf welche Weise es getan wird. trotzdem sie deren Existenz nicht anerkennen und sogar deren bloße Möglichkeit vom offiziellen Buddhismus geleugnet wird. wie er sein „Wunder" ausführte und hätte es darum auch gar nicht erklären können. Gerade dies war mit Ihrem . weil sie später daraus Nutzen ziehen. Die Schulen brauchen sie für Experimente. Und dann weckte man ihn. Aber natürlich weiß und versteht der Mann selbst nicht. der Ausführende wisse. Ohne Bezug auf diese Bemerkung und während ich. das zu tun. was ihm gesagt wurde. wie ich glaube. sie zu verkaufen. um zu leben. und läßt ihn dann einfach gehen. war immer angenommen. sondern ich wage zu behaupten. welche glücklich sind. weil er nicht wolle oder Angst habe. gerade meine Photographien zeigte. Bei einer anderen Gelegenheit sprachen wir über den Buddhismus auf Ceylon. spricht er es aus und sogleich fällt er in Trance. „Fakir-Wunder" zu erklären." Diese Erklärung interessierte mich sehr. So stellt er dieses eiserne Bett auf und verdient wahrscheinlich einige Rupien die Woche. apathisches Aussehen. wie er könne. In allen mir bekannten Versuchen. unter Hypnose auf Nägeln zu liegen. gewöhnlich kaufen sie diese Menschen als Kinder von den Eltern. Diesmal war es ganz anders. um ihm zu sagen. daß die Buddhisten Magie haben müßten. wenn er sich des Wortes erinnert. G. auf Nägeln zu liegen. Darum vielleicht hatte er so ein verschlafenes.

meiner Ansicht nach aus Elfenbein oder Perlmutter geschnitzt." 90 . Dieses Halsband aus Knochen. sagte G.Astralkörper' ist sozusagen daran befestigt.. „das ist eine Bedeutung dieses Ausdrucks. steht in direkter Beziehung zum sogenannten . in dem. Aber ich sprach von dem Glauben. Haben Sie niemals den Ausdruck . und dies ist ein Beispiel dafür. Der ." „Es ist so und es ist auch wieder nicht so".Halsband' verbindet den physischen mit dem astralen Körper.Astralkörper'. sagte ich. G. hörte mir aufmerksam zu. aber ich spreche von einer anderen Bedeutung. Die Besitzer hatten diese in meiner "Gegenwart geöffnet und mir etwas gezeigt. „aber das bedeutet etwas ganz anderes. sondern eine besondere Knochenbildung. wie üblich.Astralkörper' nach dem Tod des physischen Körpers weiterlebt. Sie haben recht. das . glockenförmige Dagoba aus Elfenbein." „Ja". innen hohl. das heißt eine kleine geschnitzte Wiedergabe einer Dagoba. das eine Reliquie sein sollte — eine kleine. der diesem Brauch zugrunde liegt. eine Buddhastatue stand. es sei ein Stück Knochen von einem Schüler Buddhas. „Haben sie Ihnen nicht erklärt. was die Kugel bedeute?" fragte er. Das ist Magie.Buddhas Halsband' genannt. den Sie sahen.sprach ich von einein kleinen Schrein in einem Privathaus zu Colombo. welches den Hals unterhalb der Haut umschließt. Sie werden diese Knochen in fast jedem Hause finden. die einige Menschen als Ergebnis besonderer Übungen in Form eines Halsbandes um deh Hals herum bekommen. „die Leute. so kann der Besitzer eines Knochens dieses Halsbandes immer mit dem ..Astralkörper' des Toten in Beziehung treten. daß der Knochen. sagte G. um genauer zu sein. Zu Füßen des Buddha lag eine kleine. ein echter ist. Wenn nun der . und es sei sehr alt und heilig. Natürlich folgt daraus nicht. „Sie sagten mir. Die Kette von Buddhas Wiedergeburten wird . daß dort Magie verwendet wird. die es Ihnen zeigten. runde Kugel in der Größe einer großen Gewehrkugel. wußten entweder nichts oder wollten Ihnen nichts sagen. anzunehmen. Es war nicht ein Knochenstück. oder.Buddhas Halsband' gehört?" „Ja". Aber man spricht nie offen davon.

Aber ich konnte nichts weiter darüber erfahren. etwas vor den Ohren beginnend. Diese Skizze erinnerte mich sofort an eine gewöhnliche graphische Darstellung der Lymphdrüsen im Nacken. um mir die Lage der kleinen Knochen unter der Haut zu zeigen. machte eine kleine Skizze.Und wieder mußte ich zugeben. daß ich früher nie auf eine solche Erklärung gestoßen war. G. sie führten in einem Halbkreis um den Nacken. 91 . wie sie in anatomischen Karten zu finden ist.

daß mir bei solchen Gelegenheiten oft mein erstes Zusammentreffen mit G. Aber irgend etwas hatte mich damals davon abgehalten. keine Schlüsse zu ziehen.'s Bestehen wissen oder wie leicht hätte ich ihn wieder aus den Augen verlieren können. die allmählich bei der Entwicklung einer photographischen Platte erscheinen. so wie Figuren oder eine Landschaft. und der Abend mit der Moskauer Gruppe einfiel. da ich eingesehen hatte. Vieles war mir noch nicht klar. Damals war auch ich sehr nahe daran gewesen. Und ich fand es sehr merkwürdig. und oft erklärte eine Sache manchmal ganz unerwartet eine andere. und ich mußte alles neu errichten. daß sie es dann anderen erklärten und schon ganz feste und bestimmte Meinungen über uns hatten. und seine Schüler zu fällen. aber viele Dinge hatten sich miteinander verbunden. daß ich das ganze System richtig darstellen könne. aber viele Stellen blieben noch leer und unvollständig. sagen zu hören.'s Vorträge führten in unseren Gruppen zu vielen Gesprächen. Aber ich versuchte. worüber wir sprachen. sondern zu warten. Ich muß gestehen. Gleichzeitig waren viele Dinge dem entgegengesetzt. eine große Spanne Zeit müsse noch verstreichen. Einige Teile des Systems begannen schon ungefähr Gestalt anzunehmen. Leute. das ich noch nicht gehört hatte. ein fertiges Urteil über G. wie leicht hätte ich überhaupt nichts von G. war ich beinahe entsetzt bei dem Gedanken: wie leicht hätte ich daran vorbeigehen können.VIERTES KAPITEL G . zu der vorher gar keine Verbindung zu bestehen schien. was ich vorher aufgebaut hatte. das ganze Bild. Ich erkannte ganz klar. ob ich ihn wiedersehen könne. sie verstünden sofort. was für einen ungeheuren Wert diese Ideen hatten. und nun. bis ich mir sagen könne. 92 . die einmal zu einer Vorlesung zu uns gekommen waren. wenn ich ihn nicht gefragt hätte. was ich erwartet hatte. Oft änderte ein neues Wort.

„zwei Linien. sagte er. daß das Wissen vom Sein abhängt. zum Beispiel könne er ein fähiger Wissenschaftler sein.Nicht-Existenz' entgegengesetzt ist. . was die Menschen nicht verstehen. Sie verstehen nicht nur dies letztere nicht. Aber sie verstehen dies nicht in Beziehung zum . 93 . „Es gibt". daß Wissen größer oder geringer sein kann. Es scheint hier selbstverständlich zu sein. oder wenn die Linie des Seins der Linie des Wissens voraus ist. schwächlicher.Sein' heißt für sie einfach . eitler. dann wird die menschliche Entwicklung falsch und muß früher oder später zu einem Stillstand kommen. entlang deren die menschliche Entwicklung vonstatten geht. Das Sein einer Pflanze und eines Tieres ist wieder ein verschiedenes Sein. auf ein Thema zurück. spitzfindiger. Nehmen wir zum Beispiel das Sein eines Minerals und einer Pflanze. Das Sein eines Tieres und eines Menschen ist ein verschiedenes Sein. Sie verstehen nicht. Und sie verstehen auch die Möglichkeit verschiedener Wissensstufen. parallel und unterstützen einander. das aber für viele von uns schwer zu begreifen war. Entdeckungen machen. Aber wenn die Linie des Wissens der Linie des Seins zu weit voraus ist.Wissen' bedeutet. die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Bei richtiger Evolution entwickeln sich die Linie des Wissens und die Linie des Seins gleichzeitig.In fast jeder seiner Vorlesungen kam G. welchem er sichtlich die größte Wichtigkeit zuschrieb. daß ein Professor überall seinen Regenschirm vergißt. Das genau ist es. daß ein Mensch großes Wissen besitzen könne. Und sie verstehen nicht. ein kleinlicher. Und besonders im westlichen Kulturkreis nimmt man an. daß Sein oder Existenz auf sehr verschiedenen Stufen und unter sehr verschiedenen Kategorien bestehen kann. Aber das Sein zweier Leute kann sich noch mehr voneinander unterscheiden als das Sein von Mineral und Tier. der die . „Die Menschen verstehen. Es ist ein verschiedenes Sein. neidischer. sondern sie wollen es auch ganz bestimmt nicht verstehen. Sie verstehen. naiver und zerstreuter Mensch zu sein. die Wissenschaft um ein Stück weiterbringen und zu gleicher Zeit könne er und habe auch das Recht.Sein'. was .Existenz'. egoistischer. das heißt von der einen oder der anderen Qualität.

gepaart mit Unwissenheit über eine andere Sache bleiben. „Solch ein Übergewicht des Wissens über das Sein beobachten wir in der heutigen Kultur. und es ist allein die Sammlung von Informationen ein und derselben Natur im Bereich bekannter Grenzen möglich. Ein Wechsel in der Natur des Wissens ist nur in Verbindung mit einem Wechsel in der Natur des Seins möglich.Der Grund hierfür ist. Es wird immer ein Wissen über eine Sache. »freier Wille'. daß ein Wissen. daß die Wissensstufe durch die Seinsstufe bedingt wird. auf das Leben unanwendbar oder geradezu schädlich.„Und trotzdem ist das sein Sein. neue Störungen hinzu. Die Idee des Wertes und der Wichtigkeit der Seinsstufe ist vollständig vergessen. daß das Wissen eines Menschen von der Stufe seines Seins abhängt.klares Bewußtsein'. „Als solches betrachtet. wird es theoretisch und abstrakt. Sie verstehen nicht. Die Menschen westlicher Kultur schreiben dem Wissensniveau eines Menschen einen großen Wert zu. was das heißt. fügt neue Schwierigkeiten. besser mit ihren Schwierigkeiten fertigzuwerden. hat das Sein eines Menschen viele verschiedene Seiten. Und sie verstehen nicht. die vorher nicht da waren. ohne Wissen des Inhalts. „Wenn das Wissen dem Sein sehr voraus ist. 94 . ein Wissen der Form. sein Wissen hänge nicht von seinem Sein ab. aber sie achten nicht das Seinsniveau und schämen sich nicht der geringen Stufe ihres eigenen Seins. das nicht im Verhältnis zum Sein steht. ohne Wissen des Ganzen. \. denn statt dem Leben zu dienen und den Menschen zu helfen. Das charakteristischste Kennzeichen eines modernen Menschen ist das Fehlen der Einheit m ihm und weiterhin das Fehlen sogar von Spuren jener Eigenschaften. das menschliche Leben zu komplizieren. als da sind . ein Wissen von Einzelheiten. die er sich am liebsten zuschreibt. beginnt es. Und ebenfalls hat man vergessen. Tatsächlich ist aber die Möglichkeit des Wissens auf einer bestimmten Seinsstufe begrenzt und endlich. In den Grenzen eines gegebenen Seins kann die Qualität des Wissens nicht verändert werden. für die wirklichen Bedürfnisse des Menschen nicht groß genug oder nicht geeignet ist. Und die Menschen denken.

Erregbarkeit. „Aber natürlich gibt es Enden und Grenzen. der wirklich Wissen ersehnt.dauerndes Selbst oder Ich' und die »Fähigkeit zu tun'. wie er aufwachen könne. sind sehr glücklich. deren Sein noch verändert werden kann. Aber im Augenblick wollen wir nur an etwas denken: was für ein Wissen kann ein schlafender Mensch haben? Und wenn Sie darüber nachdenken und gleichzeitig im Auge behalten. mit denen man nichts mehr anfangen kann. dann wird Ihnen sofort klar werden. daß keine Wandlung möglich ist. das das Fehlen von allem anderen in ihm erklärt. Feigheit. Über den Schlaf. Wahrha^igkeit oder eine Neigung zur Lüge. Wenn er lügt. Stolz. „Ein modemer Mensch verbringt sein Leben schlafend. zusammengebrochene Maschinen sind. Verderbtheit. Eingebildetheit. Es mag Sie überraschen. all dies und noch viel anderes macht das Sein eines Menschen aus. Die Menschen. die endgültig kranke. so bedeutet das. daß er nicht umhin kann. daß das Hauptkennzeichen des Seins eines modernen Menschen. daß ein Mensch. Wenn Sie daran denken. Allgemein gesprochen. Schlafend wird er geboren und schlafend stirbt er. ein Mensch kann nichts weder in sich noch außer sich tun. und so ist es mit allem. der Schlaf ist. Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit. „Aber dies alles im Menschen ist vollständig mechanisch. ist das Sein eines modernen Menschen von sehr niederer Qualität. Eitelkeit. daß nur einige wenige rich- 95 . Selbstbeherrschung. Dies muß man immer im Gedächtnis behalten. Egoismus. seine Bedeutung und seine Rolle im Leben werden wir später sprechen. werden Sie verstehen. Alles geschieht. Bereitschaft zum Selbstopfer. Wenn er die Wahrheit sagt. daß er nicht umhin kann zu lügen. Aber es gibt Menschen. wenn ich Ihnen sage. Mut. Und es kann eine so schlechte Qualität haben. daß Schlaf das Hauptkennzeichen unseres Seins darstellt. Lasterhaftigkeit. das heißt wie er sein Sein wandeln könne. Faulheit. die Wahrheit zu sagen.ein . hat das menschliche Sein viele verschiedene Seiten: Aktivität oder Passivität. so heißt das. Fleiß. Und diese Leute sind in der Mehrheit. „Äußerlich gesehen. Moralität. zuerst darüber nachdenken muß.

„In der Geschichte der Menschheit kennen wir viele Beispiele. genau das Gegenteil von dem zu tun. In beiden Fällen werden sowohl der schwache tfogi als auch der dumme Heilige zu einem Halt gebracht. was er will. einen Menschen. wenn das Sein das Wissen überwiegt. sagte G. wo ganze Zivilisationen untergingen. die den Leuten besonders anziehend erscheint „Wenn das Wissen das Sein überwiegt. was er tun soll. Das erworbene Sein wird zwecklos und Anstrengungen erweisen sich als nutzlos. das heißt. hat aber nicht die Kraft zum Tun." „Was ist das Ergebnis der Entwicklung der Wissenslinie ohne Sein oder der Entwicklung der Seinslinie ohne Wissen?" fragte jemand während eines Gespräches über diesen Gegenstand. das heißt. 96 . einen Menschen. „Die Entwicklung der Wissenslinie ohne die Seinslinie ergibt einen schwachen t/ogi".tiges Wissen erlangen können. weiß aber nichts. er kann etwas tun. Keiner von beiden kann sich weiterentwickeln. für den es keinen Unterschied zwischen einer Wissensart und einer anderen gibt. hat ein Mensch die Kraft zum Tun. weil das Wissen das Sein überwog oder das Sein das Wissen. ist das Gleichgewicht zwischen Wissen und Sein noch wichtiger als eine getrennte Entwicklung des einen oder des anderen. das heißt. der vieles weiß. was er weiß. der nicht versteht (er betonte diese Worte). der vieles tun kann. weiß ein Mensch. Trotzdem ist es gerade diese einseitige Entwicklung. die ihn weit von seinem Wege abführen und ihn veranlassen können. und wenn er irgend etwas tut. aber er weiß nicht. Andererseits. schwere Fehler zu begehen. einen Menschen ohne Urteilskraft. einen Menschen. Das ist nutzloses Wissen. Bei den anderen läßt es ihr Sein nicht zu. das heißt einen Menschen. „Allgemein gesprochen. handelt er in Gehorsam zu seinen subjektiven Gefühlen. Und eine getrennte Entwicklung von Wissen oder Sein ist keinesfalls wünschenswert. aber nichts tun kann. Und die Entwicklung auf der Seinslinie ohne Wissen ergibt einen dummen Heiligen. was. „das heißt. aber nicht weiß..

„Oft verwechseln die Menschen diese Begriffe und vermögen nicht klar den Unterschied zwischen ihnen zu erfassen. einen und denselben Gedanken auf vollständig verschiedene Weise verstanden hat. wie sie Verstehen anhäufen können und kümmern sich auch nicht darum. Verstehen ist das Ergebnis von Wissen und Sein. ganz sicher.„Um dies zu verstehen und um im allgemeinen die Natur de» Wissens und die Natur des Seins. „Wissen ist eine Sache. Und Wissen und Sein dürfen nicht zu weit voneinander abweichen. sonst wird sich das Verstehen als von beiden zu weit entfernt erweisen. „Im gewöhnlichen Denken unterscheiden die Menschen nicht zwischen Verstehen und Wissen. muß man zuerst die Beziehung von Wissen und Sein zum »Verstehen* begreifen. wie auch ihre Wechselbeziehung zueinander zu verstehen. Darum häufen sie Wissen an oder das. Und wenn einmal das Sein sich verändert hat. muß sich auch das Verstehen wandeln. daß er etwas so falsch verstanden hat. Auch wird das Verstehen nicht durch eine Vermehrung des Wissens allein vergrößert. Verstehen eine andere. richtig versteht. daß er in verschiedenen Zeiten seines Leben» eine und dieselbe Idee. was er nun. wenn 97 . wenn das Sein gleichmäßig mit dem Wissen wächst. „Und trotzdem weiß ein Mensch. „Der Unterschied zwischen Wissen und Verstehen wird klar. Sie glauben. der in der Selbst-Beobachtung geübt ist. daß sein Wissen sich nicht gewandelt hat und daß er damals genau so viel über den betreffenden Gegenstand wußte wie jetzt. Er findet es oft seltsam. aber sie wissen nicht. was sie Wissen nennen. „Wissen an sich führt nicht unbedingt zum Verstehen. seiner Meinung nach. In-anderen Worten: das Verstehen wächst nur mit dem Wachstum des Seins. Sie verändert sich nur. Auch verändert sich die Beziehung des Wissens zum Sein nicht nur durch ein Wachstum des Wissens. Und er erkennt gleichzeitig. daß ein größeres Verstehen von einem größeren Wissen abhänge. Was also hat sich verändert? Sein Sein hat sich verändert. Verstehen wird durch die Beziehung des Wissens zum Sein bedingt.

mit seinem ganzen Sein fühlen. zwei verschiedene Dinge sind und wissen wie zu tun nicht allein durch Wissen geschaffen wird.verstehen'. Verstehen hingegen ist die Funktion aller drei Zentren. der viele Namen kennt. der teilweise der Grund und teilweise die Folge dieser Abweichung ist. wo seine Unwissenheit sehr schnell zutage treten würde. daß wissen und wissen wie zu tun. So kann der Denkapparat etwas wissen. „Einer der Gründe für die Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie im Leben und den Mangel an Verständnis.einen Namen finden' heißt noch nicht . Sie erkennen. Aber . falschen Einteilungen. er verstehe die Idee der Mechanisiertheit. daß sie ein Ding nicht verstehen. dann sagen sie. was . wenn sie einsehen. wenn er sie nur mit seinem Verstand weiß. Und wenn sie einen Namen gefunden haben. Einem Menschen. falschen Assoziationen. einen Nomen zu finden. Unglücklicherweise geben sich die Leute meistens mit Namen zufrieden. daß Wissen die Funktion eines einzigen Zentrums sein kann. das heißt viele Worte. Diese Sprache ist voll von falschen Begriffen. mit der die Leute sprechen. wenn ein Mensch gleichzeitig fühlt und empfindet. Ein Mensch kann nicht sagen. das heißt. dem traut man ein großes Verständnis zu — natürlich wieder jedes Gebiet praktischer Tätigkeit ausgenommen. sie . seiner Vagheit und Ungenauigkeit. für das. Aber außerhalb des Gebietes praktischer Tätigkeit versteht man nicht klar. „Gewöhnlich versuchen die Menschen. Und die Hauptsache dabei ist: infolge der Hauptmerkmale des gewöhnlichen Denkvorgangs. „Auf dem Gebiet der praktischen Tätigkeit können die Menschen sehr gut zwischen bloßem Wissen und Verstehen unterscheiden. dann wird er sie verstehen.Verstehen' eigentlich heißt. findet sich in der Sprache. Er muß sie mit seinem ganzen Bestand. kann jedes Wort tausend verschiedene 98 . •was damit gemeint ist „Wir haben früher über die Mechanisiertheit gesprochen.wir erkennen. was sie nicht verstehen. aber Verstehen kommt nur dann zustande.verstünden'.

werden wir sofort sehen. daß sie einander oft. Sie bilden sich ein. daß sie die Autoren der Bücher. was für verschiedene Dinge jeder von ihnen sagt. die ihn im Augenblick bewegen. wenn sie es versuchen oder wollen. daß jeder von ihnen seine eigene Sprache spricht und die Sprache anderer Leute entweder nur vage oder überhaupt nicht versteht und keiner eine Ahnung davon hat. bis zu welchem Grade ihre Sprache subjektiv ist. Tatsächlich kann niemand irgend jemand anderes verstehen. sind sie sofort verloren und hören auf. Oder umgekehrt. aber sobald sie auf ein etwas komplizierteres Gebiet übergehen. daß ein jeder in einer ihm unbekannten Sprache redet. die ihnen gegebene Bedeutung zu untersuchen. verstehen und daß auch andere Leute sie verstehen. verstehen oder daß sie es jedenfalls können. das heißt. während sie in Wirklichkeit absolut verschiedene Dinge sagen und einander nicht im geringsten verstehen. einander zu verstehen. wenn nicht immer. die dauernd im Gespräch vorkommen. daß sie die gleiche Sprache sprechen und sich untereinander verständigen.Bedeutungen haben. Die Menschen haben die sehr feste Überzeugung oder den Glauben. zwei Menschen können dieselben Worte sagen und sich einbilden. welche die Menschen für sich schaffen und mit denen sie leben. Man sieht nicht ein. die sie lesen. das der Sprecher zu seiner Verfügung hat. Zwei Menschen können die gleiche Sache aus tiefer Überzeugung sagen. je nach dem Material. Die gewöhnliche Sprache ist nur dem praktischen Leben angepaßt. Das ist also eine der Illusionen. ohne den Verdacht zu haben. In Wirklichkeit ist diese Überzeugung völlig unbegründet. Die Menschen können einander Informationen praktischer Art mitteilen. auch wenn sie sich dessen nicht bewußt sind. daß sie genau das gleiche denken. daß jedermann in jedem Augenblick seines Lebens jedem Wort eine besondere Bedeutung 99 . miteinander übereinzustimmen oder einander zu verstehen. „Wenn wir die einfachsten Worte nehmen. sie bilden sich ein. und versuchen. aber sie mit verschiedenen Namen bezeichnen und endlos miteinander streiten. Die Menschen verstehen nicht klar. während er dieselben Worte benützt. und der Mannigfaltigkeit der Assoziationen.

wird jeder unwillkürlich dieses Wort von dem Gesichtspunkt aus sehen.Leben im Jenseits' und so fort. Ein Mensch kann sich im Augenblick mit der Frage der Beziehung zwischen den Geschlechtern befassen.Mensch' ausspricht. 100 . Dann wird das Wort . wie Menschen an der Unterhaltung teilnehmen. daß das Wort . wird er sich zuerst fragen — welcher? Mann oder Weib? Ein anderer Mensch mag religiös sein. Ein Naturwissenschaftler wird im Gespräch über den Menschen das Schwergewicht seiner Gedanken auf die Vorstellung der zoologischen Gattung Mensch legen. und der Begriff . und wenn er es hört.Mensch' und stellen wir uns eine Unterhaltung zwischen einer Gruppe von Leuten vor.Mensch' keine allgemeine Bedeutung für ihn haben. und seine erste Frage wird sein — Christ oder nicht Christ? Der dritte mag ein Arzt sein.Menschen' vom Gesichtspunkt seines . Ein Spiritist wird sich den . sofort die Idee von Gut und Böse damit verbinden und so fort und so weiter. seines Gesichtsbaues und an die Entfernung zwischen seinen Augen denken. „Nehmen wir einmal das Wort . oder von dem aus er aus einem bestimmten Grund ihn in diesem Augenblick betrachtet.Mensch' hört. daß die Menschen rieh in Medien und Nicht-Medien gliedern.Mensch' ausspricht.gesunder Mensch' und natürlich vom Gesichtspunkt seines Spezialfaches aus betrachtet werden.Menschen' eine statistische Einheit sehen oder ein Objekt für die Anwendung von Gesetzen. beim Sprechen über den Menschen wird er an die Struktur seiner Zähne.Mensch' wird für ihn heißen . von dem er gewohnt ist. sagen. einen potentiellen Verbrecher oder gar einen möglichen Klienten.kranker Mensch' oder . Ohne die geringste Übertreibung kann man sagen. in der man oft das Wort .Mensch' so viele Bedeutungen hat.verleiht. wenn er das Wort . den Menschen zu betrachten. das heißt. und daß diese Bedeutungen nichts miteinander gemein haben. seiner Finger. „Wenn jemand das Wort . die ein anderer Mensch ihm nie verleihen kann und die er auch nie erwartet. wenn er gefragt wird. vom . Ein Rechtsanwalt wird im .A^tralkörpers' aus vorstellen. Ein Moralist wird. und er mag.

Es ist ganz klar. Und das Studium der Systeme alten Wissens beginnt mit dem Studium einer Sprache. die es ermöglichen würde festzustellen. daß zu richtigem Studium. das heißt. und jeder Wissenszweig bemüht sich. von dem aus ein bestimmter Begriff gefaßt wird. desto schlimmer wird es. sie führt Relativität in alle Begriffe ein und ermöglicht dadurch eine genaue Bestimmung des gedanklichen Gesichtspunktes. und die den Schwerpunkt des Begriffes bestimmen würde. sind Ausdrücke der Bezogenheit. Aber es gibt keine Universalsprache. denn was gerade der gewöhnlichen Sprache fehlt. daß sie im gleichen Maße weiterwachsen werden. daß sie immer über verschiedene Dinge reden. und man hat allen Grund zu glauben. anstatt sich zu verringern. die es sofort ermöglicht zu sagen. „Wenn ein Mensch diese Sprache meistert. neue Namensbezeichnungen. „Für genaues Verstehen ist eine genaue Sprache unerläßlich. das ihm mittels der gewöhnlichen Sprache auch unter Benutzung aller möglichen wissenschaftlichen und philosophischen Fachausdrücke nicht mitgeteilt werden kann. ihre genaue Wechselbeziehung festzulegen. Die Mißverständnisse wachsen und vergrößern sich. dann kann ihm mit ihrer Hilfe ein großes Maß von Wissen und Information vermittelt werden. von welchem Gesichtspunkt aus und in welcher Verbindung es gesagt ist. die einen Hinweis auf den Gesichtspunkt bieten würde.„Die Menschen bemerken all diese Widersprüche gar nicht — sie bemerken nicht. nämlich das Prinzip der Relativität. eine genaue Sprache für sich selbst zu finden und festzulegen. was ein Mensch eigentlich meint. Und sogar in jedem getrennten Wissenszweig erscheinen unaufhörlich neue Terminologien. Diese neue Sprache enthält schwerlich neue Begriffe oder neue Namengebungen. Diese Idee ist vollständig klar. für einen exakten Gedankenaustausch eine exakte Sprache notwendig wäre. aber sie gründet den Bau der Sprache auf ein neues Prinzip. was man meint. daß sie einander nie verstehen. Die Menschen verwechseln ununterbrochen die Sprachen der verschiedenen Wissenschaften und bringen es nie fertig. Und je weiter es geht. Und die Menschen werden sich immer weniger und weniger verstehen. 101 .

Natürlich nicht Evolution im Sinne einer mechanischen Evolution.Alles in der Welt. die allein möglich ist. Mit diesen sieben Ideen wird man bereits fähig. wächst oder verwest. durch die wir uns 102 . Nur wenn wir bis zu einem gewissen Grad Mensch Nummer sieben und seine Fähigkeiten verstehen. vom Sonnensystem bis zum Menschen und vom Menschen bis zum Atom. Mensch Nummer vier. der die dem Menschen mögliche volle Entwicklung erreicht hat und alles hat. Diese Idee ist die Idee der Evolution. entartet. können wir die allmählichen Stufen erkennen. sondern im Sinne einer absichtlichen und bewußten Evolution. Mensch Nummer drei. gründet sich auf die Beziehung des untersuchten Gegenstandes zu seiner möglichen Entwicklung und auf den Hinweis seines Platzes in der Evolutionsleiter. Alles. in der Verständigung möglich ist. von der ich rede. verwendet man an Stelle des Wortes . da es eine solche gar nicht gibt. dauerndes und unveränderliches Ich. steigt oder fällt. als sie anerkannt und angenommen wird. Mensch Nummer zwei. die wir uns in unserer Blindheit und Unwissenheit immer zuschreiben. Nur Entartung und Zerstörung verlaufen mechanisch. wenn man vom Menschen redet. das heißt.„Die Haupteigenschaft der neuen Sprache ist. Unsterblichkeit und viele andere Eigenschaften. Mensch Nummer fünf. Hilfe von außen ist nur soweit möglich. sieben Worte. „Zu diesem Zweck sind viele unserer üblichen Ideen entsprechend den Stufen dieser Evolution eingeteilt. nämlich Mensch Nummer eins. „Die Sprache.Mensch'. Mensch Nummer sechs und Mensch Nummer sieben. sich zu verständigen. was sich nicht bewußt entwickeln kann. Individualität. das heißt Wille. In der Sprache. „Mensch Nummer sieben bedeutet einen Menschen. Bewußtsein. entwickelt sich oder entartet. was ein Mensch besitzen kann. Aber nichts entwickelt sich mechanisch. „Nehmen wir wieder den Begriff Mensch. sie werden in ihrer Wechselbeziehung vom Gesichtspunkt einer Idee aus betrachtet. wenn auch im Anfang nur durch das Gefühl. ^. daß alle Ideen in ihr um eine Idee konzentriert sind.

aber einen Menschen. „Jeder Mensch wird als Nummer eins. bei dem aber der Schwerpunkt seines Lebens im Denkzentrum liegt. bei dem die Gefühlsfunktionen alle anderen überwiegen. daß manche seiner Eigenschaften noch nicht bleibend geworden sind.ihm nahem können.und instinktiven Funktionen fortwährend die Gefühls. der Mensch. „Mensch Hummer eins bedeutet. verstehen wir den für uns möglichen Entwicklungsvorgang. das heißt. der Gefühlsmensch. der bereits Einheit erreicht hat. das heißt den Menschen. „Mensch Nummer eins. der emotionale Mensch. „Mensch Nummer fünf ist auch eine für uns unerreichbare Stufe des Menschen. Dies ist der Mensch des physischen Körpers. instinktiven und Gefühlsfunktionen hat. Er wird als Nummer eins. denn er ist ein Mensch. „Mensch Hummer zwei bedeutet einen Menschen auf dergleichen Entwicklungsstufe. bei dem die Denkfunktion die Oberhand über die Bewegungs-. das heißt der Mensch. von denkerischen Erwägungen aus anpackt. welche die mechanische Menschheit ausmachen und auf der gleichen Stufe stehen. Er unterscheidet sich von Mensch Nummer sieben nur durch die Tatsache. „Mensch Nummer sechs steht Mensch Nummer sieben sehr nahe.und Denkfunktionen überwiegen. der alles von Theorien. „Mensch Hummer drei bedeutet einen Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe. in dem die Bewegungs. Nummer zwei oder Nummer drei geboren. auf der sie geboren wurden. den Menschen der Vernunft. Nummer zwei und Nummer drei sind Leute. daß der Schwerpunkt seines psychischen Lebens im Bewegungszentrum liegt. Nummer zwei oder Nummer drei geboren und wird vier nur als Ergebnis von ganz bestimmten Anstrengungen. „Mensch Nummer vier ist ein Zwischenstadium. Ich werde später von ihm sprechen. bei dem der Schwerpunkt seines psychischen Lebens in dem Gefühlszentrum liegt. 103 . „Mensch Hummer vier wird nicht als solcher geboren.

Um Nummer sechs zu werden. Der Mensch Nummer vier ist schon auf einer anderen Stufe als Nummer eins. die man anderweitig nicht verstehen könnte. aber wir müssen bemerken. ein Zentrum kann in ihm nicht ein solches Übergewicht über die ändern haben. wie Mensch Nummer eins. wie dies bei Leuten der ersten drei Kategorien der Fall ist. alles was ihm zukommt und alles was durch ihn geschaffen wird. Er kann weder so geboren werden noch zufällig oder als Ergebnis gewöhnlicher Einflüsse des Heranwachsens und der Erziehung und so fort sich dazu entwickeln. ohne vier gewesen zu sein. je nach der Art des Menschen. wohin er geht. muß er absichtlich sein Sein von Mensch Nummer fünf verlieren. in seiner Wertung der Arbeit und in seiner Beziehung zu der Schule liegt. Glücklicherweise kommen diese Fälle von falscher Entwicklung sehr selten vor. von dessen Gesichtspunkt aus oder in Beziehung zu dem sie angenommen wurden. ins Gleichgewicht zu kommen. der in seinen Ideen. muß er wiederum seinen kristallisierten Wesenskern einschmelzen. er kann nicht wechseln. Diese Teilung vermittelt den ersten Begriff der auf den Menschen angewandten Relativität. Er kann Nummer fünf über Nummer vier werden und er kann Nummer fünf werden. „Mensch Nummer fünf ist schon kristallisiert. ebenfalls in sieben Kategorien gegliedert. Und dies kann nur durch furchtbares Leid erreicht werden. Und in diesem Fall kann er sich nicht weiter entwickeln. aber auch das Ergebnis falscher Arbeit sein kann. kann er nicht Nummer sechs und sieben werden. daß Mensch Nummer fünf das Ergebnis richtiger Arbeit. Außerdem haben seine psychischen Zentren bereits begonnen. Die Dinge können die eine oder eine ganz andere Bedeutung haben. 104 . zwei oder drei. Er beginnt sich bereits kennenzulernen und zu wissen. „In Übereinstimmung hiermit werden alle inneren und äußeren Vorgänge im Menschen. er hat einen dauernden Schwerpunkt. zwei und drei wechseln. „Die Einteilung der Menschen in sieben Kategorien oder sieben Nummern erklärt Tausende von Dingen.Mensch Nummer vier ist immer das Produkt der Arbeit von Schulen.

was er gern hat. auf wörtlichem Verstehen. was er nicht gern hat. welcher es von Mensch Nummer sieben erhielt. wird er im Gegenteil nur das kennen. was ein anderes nicht weiß. daß es ein Wissen Nummer eins gibt. als in seinen Kräften liegt. der es wiederum von Mensch Nummer sechs erhalten hat. Mensch Nummer eins. Was er weiß. auf Worten. kennt er nicht. Aber natürlich nimmt Mensch Nummer vier von diesem Wissen nur soviel auf. welches auf Nachahmung. Sein Wissen ist dem objektiven Wissen näher als das Wissen von Mensch Nummer vier. „Das Wissen von Mensch Nummer sechs ist das vollständige 105 . Überall und immer möchte er etwas Angenehmes haben. wenn er ein kranker Mensch ist. Schrecken und Haß in ihm wachruft. Menschen Nummer drei haben zum Beispiel gezählt. das von Mensch Nummer fünf kommt. Es ist ein Wissen. was er nicht gern hat. Mensch Nummer zwei und Mensch Nummer drei hat Mensch Nummer vier begonnen. Er könnte kein Ich haben. Es ist das Wissen von Bücherwürmern. wenn er ein solcher im vollen Sinne des Wortes ist. weiß Alles in ihm. „Das Wissen von Mensch Nummer fünf ist ganzes. Er hat ein unteilbares Ich erreicht und all sein Wissen gehört diesem Ich.„Man kann sagen. das auf subjektivem logischen Denken basiert. unteilbares Wissen. wie oft ein jeder Buchstabe des arabischen Alphabetes im Koran von Mohammed vorkommt und haben daraus ein ganzes Deutungssystems des Korans aufgebaut. „Das Wissen von Mensch Nummer drei ist Wissen. von Scholastikern. auf Instinkten beruht oder auswendig gelernt oder auch einem Menschen eingedrillt wird. „Das Wissen von Mensch Nummer zwei ist nur das Wissen von dem. lernt alles wie ein Papagei oder ein Affe. „Das Wissen des Menschen Nummer vier ist eine ganz andere Art Wissen. was ihn abstößt und Furcht. das etwas weiß. Aber im Vergleich zu Mensch Nummer eins. Oder. sich von den subjektiven Elementen seines Wissens zu befreien und auf dem Weg zu objektivem Wissen fortzuschreiten.

die aus Riten. „Die gleiche Einteilung in sieben Kategorien muß auf alles angewandt werden. Mensch Nummer eins. Nummer fünf und so fort geben. die Religion des Glaubens. Was immer Sie ihm auch sagen. das heißt das Sein des rationalen. Mensch Nummer fünf und höher besitzen. des emotionalen Menschen. aber es kann noch verlorengehen. was sich auf den Menschen bezieht. grausamen und wilden Charakter hat und so fort. erdachte Kunst. er wird es auf seine eigene Weise deuten.Häretikern' und . aus äußeren Formen. primitive und sinnliche Kunst. Es gibt Kunst Nummer eins. das Sein von Mensch Nummer drei. intellektuelle. es ist das objektive und vollständig praktische Wissen vom All.Wissen. Es gibt ein Sein von Mensch Nummer eins. kopierende Kunst oder rohe. zwei oder drei kann auf Grund seines Seins nicht das Wissen von Mensch Nummer vier. nachahmende. des theoretischen Menschen und so fort. wird jede Idee auf die Stufe bringen. der nach seinen Instinkten und seinen Empfindungen lebt. das einem Menschen erreichbar ist. theoretische Re- 106 . das heißt eine Religion. Dann gibt es Kunst Nummer zwei. das heißt das Sein eines Menschen. Und so muß es auch Kunst Nummer vier. der Liebe. die Tänze und Musik wilder Völker. „Das Wissen von Mensch Nummer sieben ist sein eigenes Wissen. der Impulse. Verehrung. aus Opfern und Zeremonien von eindrucksvoller Pracht und Glanz besteht oder im Gegenteil einen düsteren. der Begeisterung. das ihm nicht mehr genommen werden kann. Es ist ganz klar. das Sein des Menschen Nummer zwei. Kunst Nummer drei.Heiden' verwandelt. die sich leicht in die Religion der Verfolgung. die intellektuelle. das heißt das Sein des fühlenden. „Genau auf die gleiche Weise gibt es eine Religion des Menschen Nummer eins. warum Wissen nicht weit vom Sein entfernt sein kann. auf der er selbst sich befindet. „Genau so verhält es sich mit dem Sein. Unterdrückung und Ausrottung von . das ist die Kunst des Menschen Nummer eins. Es gibt di'e Religion von Mensch Nummer zwei. Dann gibt es die Religion des Menschen Nummer drei. sentimentale Kunst.

Überlegungen und Deutungen basierend. Nur ein Mensch Nummer vier strebt danach. Nummer zwei und Nummer drei können nicht in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben. Philosophie und alle Äußerungen des menschlichen 107 . Nummer zwei und Nummer drei überhaupt keinen Begriff haben. und nur Mensch Nummer fünf kann wirklich ein Christ sein.geschieht'. weil er sich weigert. „Tatsächlich sind Christentum Nummer eins. wirklich Christen zu sein. wovon die verschiedenen Formen des Protestantismus zeugen. daß man das Sein eines Christen haben.ligion von Beweisen und Argumenten. Sie sind nicht Herr ihrer selbst. Argumente. Theorien und so fort. dann wiederum gibt es ein Christentum Nummer eins. die wir kennen. Alle bestehenden und bekannten Religionen und Glaubensformen in der Welt gehören zu einer dieser drei Kategorien. Christentum Nummer zwei ist eine Gefühlsreligion. zu Religionskriegen führt. Nummer zwei und Nummer drei einfach äußere Nachahmungen. die zur Inquisition. Nummer zwei und Nummer drei sind wirklich die einzigen. „Mensch' Nummer eins. manchmal sehr rein. ihr letztes Hemd wegzugeben und morgen reißen sie einen Menschen in Stücke. ein Christ zu sein. Dann gibt es Christentum Nummer vier. das heißt Heidentum in christlicher Verkleidung. Denn ein Christ zu sein bedeutet. von dem Menschen Nummer eins. gründet sich auf Dialektik. solange wir bleiben. aber ohne Kraft. und deswegen können sie sich auch nicht entscheiden. Die Religionen Nummer eins. Sie werden durch jeden Zufall zum Schwanken gebracht. ihnen sein Hemd zu geben. Heute ist es so und morgen ganz anders. auf logischen Schlüssen. Was die Religion von Mensch Nummer vier oder die Religion von Mensch Nummer fünf und so fort ist. manchmal voll von Blutvergießen und Schrecken. „Wenn wir an Stelle von Religion im allgemeinen das Christentum nehmen. Christen zu sein. Heute sind sie bereit. was wir sind. weil alles mit ihnen . wissen wir nicht und können es nicht wissen. Christentum Nummer drei. „Wissenschaft. das heißt in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben muß.

die mentale und so fort. die Welt der vierten und der anderen Dimensionen.Jenseits'.Welt' eine ganze Reihe religiöser Ideen wachrufen. einem Christen. „Für den Astronomen wird die Welt aus Sternen und Nebeln bestehen. Jede . zum Beispiel den Begriff .Ebenen' denken. Assoziationen. und jeder Mensch auf eine ganz andere Weise.Welt' hört oder ausspricht. „Für einen Schüler der vedantischen Philosophie wird die Welt vor allem anderen Täuschung. „Ein Spiritist wird an das .Weltanschauung'.Mensch' untersuchten.Maya' sein. ihre eigenen Ideen. die durch gewohnte Assoziationen verursacht und in einem Wort ausgedrückt werden können. wird das Wort .Welt'. es wird sich notwendig mit der Idee Gottes verknüpfen.Lebens und menschlicher Tätigkeit können gleicherweise in sieben Kategorien eingeteilt werden. birgt in sich ihre eigenen Assoziationen. wenn er das Wort . Atomen oder Elektronen sein. Jeder Mensch versteht ihn auf seine eigene Weise. Jeder hat. aber die übliche Sprache. „Ein Theosoph wird an verschiedene . die einem anderen völlig fremd und unverständlich sind. wie verschieden und wie widerspruchsvoll und darüber hinaus wie verborgen und unmerklich selbst für den Sprecher die Bedeutungen und Bedeutungsschattierungen sind. haben wir gesehen. es wird eine Welt von Molekülen. „Nehmen wir ein anderes Wort. Ein Physiker wird die Welt vom Gesichtspunkt der Struktur der Materie betrachten. . „Und so weiter und so fort. ist sehr weit von jeder solchen Einteilung entfernt und das eben macht das Verständnis zwischen den Menschen so schwierig. mit der Idee der Weltschöpfung und des Weltenendes oder der »sündigen Welt' und so fort. die astrale. die 108 . in der Menschen reden. „Als wir die verschiedenen subjektiven Bedeutungen des Wortes . „In einem Menschen mit einer religiösen Weltanschauung. die physische. Die phänomenale und die numenalc Welt. die Welt der Geister denken. jede gewohnte Art zu denken.

wie die Welt oder die Welten. während der Mensch andere Gesetze nur dadurch verstehen kann. ohne das Universum zu studieren. wird er das Weltall erkennen und verstehen. indem man die objektive Welt erforscht. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen müssen darum parallel verlaufen. einander zu verstehen und sofort zu bestimmen. Und gleichzeitig wird er durch das Studium der Welt und der sie lenkenden Gesetze die Gesetze studieren und verstehen. „In Anbetracht des Begriffes . um gleichsam dieselbe Idee zu verstärken oder um die Idee verschiedener Welten auszudrücken. daß er sich selbst erforscht. den Menschen zu studieren.Welt von Gut und die Welt von Böse. weil in der üblichen Sprache der Begriff . In diesem Zusammenhang werden einige Gesetze leichter klar und verstanden. aber keine einzige allgemeine Idee. Das ist nicht leicht zu verstehen. daß es viele Welten gibt und daß wir nicht in einer Welt. von Anfang an zu verstehen. „Es ist unmöglich. Unsere Sprache hat nicht den Begriff von ineinander enthaltenen Welten. Und doch deutet die Vorstellung. Er wurde nach denselben Gesetzen erschaffen wie das Weltall. von welchem Gesichtspunkt aus sie die Welt betrachten. daß wir in verschiedenen Welten leben. Gleichzeitig ist es unmöglich. sondern in verschiedenen Welten leben. in denen 109 . alle Gesetze. gerade darauf hin.gerettet' werden und so weiter und so fort. dann nur. die parallel zueinander bestehen. die ihn regieren. Und wenn der Plural »Welten' gebraucht wird. Der Mensch ist ein Abbild der Welt. die es erschaffen haben und lenken. die stoffliche Welt und die unstoffliche Welt. Wenn er sich selber kennt und versteht.Welt' gewöhnlich im Singular gebraucht wird. ein System des Weltalls zu studieren. daß diese Welten ineinander enthalten sind und wir zu ihnen in verschiedener Beziehung stehen. kann der Mensch in der Welt . ohne dabei den Menschen zu studieren. „Wenn wir auf die Frage. wobei das eine dem anderen hilft. das Machtverhältnis zwischen den verschiedenen Nationen der Welt. „Die Menschen haben Tausende verschiedener Ideen über die Welt.Welt' ist es notwendig. die ihnen ermöglichen würde.

von dem die Planeten ein Teil sind.alle Welten' ein für uns unverständliches und unbekanntes Ganzes oder Eins sein müssen (wie ein Apfel eins ist). von dem sie einen Teil darstellt. Aber die Menschheit ist ein unzertrennlicher Teil des organischen Lebens auf Erden. was wir als .Welt' unsere Stemenwelt oder die Milchstraße. stellt die . Diese Welten zusammengenommen.Welt' für die Erde ist die planetarische Welt des Sonnensystems. „Was ist die . so können wir sagen. sich einen Zustand von Dingen 110 . „Für die Sonne wiederum ist die . daß für das organische Leben unser Planet. Was wäre dann die . „Wenn wir weiter zu philosophischen Schlüssen übergehen. die Erde. weil es alles in sich einschließt und von nichts abhängt. daß wir o^ den Namen Welt der Welt der Menschen geben. die in unermeßlichen Entfernungen voneinander im Raum »aller Welten' bestehen. darum wäre es richtig. eine Ansammlung von einer riesigen Anzahl von Sonnensystemen. „Aber das organische Leben ist auch in der Welt. von einem astronomischen Gesichtspunkt aus. eine Antwort wünschen. daß die uns nächste Welt das organische Leben auf Erden ist.Welt' darstellt. in der wir leben und von der wir ein Teil sind.Welt' in nächster und unmittelbarster Beziehung zu uns bezeichnen. die . „Aber die Erde ist auch in der Welt. Was ist also die . zu sagen. was das . bilden die . ist es möglich.Welt' für die Milchstraße.Welt* für .Absolute' oder das . „Weiterhin.Welt' für die Erde? „Die . Logisch ist es noch möglich. „Darauf können wir antworten. müssen wir uns zu allererst fragen.alle Welten* dar.Unabhängige' genannt werden könnte. daß . die Welt der Pflanzen. Tiere und Menschen. eine Vielzahl von Welten anzunehmen. der Menschheit. beschaffen seien. Dieses Ganze oder dieses Eins oder All.Welt' für das organische Leben? „Darauf können wir antworten.wir leben.Welt' für alle Planeten zusammengenommen? Die Sonne oder die Einflußsphäre der Sonne oder das Sonnensystem.

„Dies ist das »Gesetz der Drei' oder das Gesetz der drei Prinzipien oder der drei Kräfte. Die zeitgenössische Wissenschaft erkennt das Bestehen von zwei Kräften und die Notwendigkeit die- 111 .. Bei der nächsten Gelegenheit hatten wir viele Fragen. das heißt der Zustand der Dinge. wo das All ein einziges Ganzes bildet. Solch ein Ganzes wird sicherlich das Absolute. zuallererst ist er durch die nächste Welt beeinflußt. erreicht der unmittelbare Einfluß des Absoluten den Menschen nicht. „und ebenso die Gesetze der Wandlung von Einheit in Vielheit. daß jedes Phänomen." Damit beendete G. die ihm am nächsten steht und von der er ein Teil ist. aus dem durch Teilung und Gliederung die Vielfalt der von uns beobachteten Erscheinungen entsteht. Wie wir weiter sehen werden. Das heißt. „Bevor wir diese Einflüsse untersuchen".vorzustellen. von molekularen bis zu kosmischen Phänomenen. das alle Erscheinungen in aller Vielfalt oder Einheit aller Universen schafft. begann G. müssen wir das Grundgesetz untersuchen. weil es. „Das Absolute. Auch weiter entfernte Welten können den Menschen beeinflussen. darstellen. auf welcher Stufe und in welcher Welt es auch stattfinde. aber ihre Wirkung vermindert sich im Verhältnis zu ihrer Entferntheit oder zur Vergrößerung der Verschiedenheit zwischen ihnen und dem Menschen. trotzdem er gewiß der Wissenschaft unbekannt ist. sowohl direkt als auch durch dazwischenliegende Welten. das Ergebnis der Verbindung oder des Zusammentreffens dieser drei verschiedenen und gegensätzlichen Kräfte ist. „Der Mensch lebt in all diesen Welten. wenn das All ein Ganzes darstellt. Aber der Einfluß der nächsten Welt und der Einfluß der Stemenwelt ist bereits ganz klar im Leben des Menschen. aber auf verschiedene Weise. welches das Unabhängige bedeutet. Es beruht auf der Tatsache. ist sozusagen der ursprüngliche Urzustand der Dinge. hauptsächlich über die Einflüsse der verschiedenen Welten und warum uns der Einfluß des Absoluten nicht erreiche. das heißt das All. diese Vorlesung. unbegrenzt und unteilbar ist.

Ser zwei Kräfte zur Erzeugung von Erscheinungen an: Kraft und Widerstand, positiver und negativer Magnetismus, positive und negative Elektrizität, männliche und weibliche Zellen und so fort Aber sie sieht selbst diese zwei Kräfte nicht immer und überall. Nie würde eine Frage nach der dritten gestellt, oder wenn sie gestellt wurde, dann hat man sie kaum vernommen. „Wirklichem, exaktem Wissen nach können eine Kraft oder zwei Kräfte niemals eine Erscheinung hervorrufen. Die Anwesenheit einer dritten Kraft ist notwendig, denn es ist nur mittels einer dritten Kraft möglich, daß die zwei ersten das schaffen, was man eine Erscheinung nennen kann, ganz gleich in welcher Sphäre. „Die Lehre von den drei Kräften ist die Wurzel aller alten Systeme. Die erste Kraft kann man aktiv oder positiv nennen, die zweite passiv oder negativ; die dritte neutralisierend. Aber dies sind nur Namen, denn in Wirklichkeit sind alle drei Kräfte gleichermaßen aktiv und erscheinen aktiv, passiv und neutralisierend nur an den Punkten ihres Zusammentreffens, das heißt nur in Beziehung zueinander zu einem gegebenen Zeitpunkt. Die ersten zwei Kräfte sind dem Menschen mehr oder weniger verständlich, und die dritte kann manchmal entweder am Ansatzpunkt der Kräfte oder im ,Medium' oder im .Ergebnis' entdeckt werden. Aber allgemein gesprochen ist die dritte Kraft für unmittelbare Beobachtung und direktes Verstehen nicht leicht zugänglich. Der Grund hierfür liegt in der funktionellen Beschränktheit der gewöhnlichen psychischen Tätigkeit und in den grundsätzlichen Kategorien unserer Wahrnehmung der Erscheinungswelt, das heißt in unserem Raum- und Zeitempfinden, das sich aus diesen Begrenzungen ergibt. Die Menschen können die dritte Kraft nicht wahrnehmen und beobachten, ebensowenig wie sie räumlich die .vierte Dimension' wahrnehmen können. „Aber durch das Studium seiner selbst, der Äußerung seiner Gedanken, seines .Bewußtseins', seiner Tätigkeit, seiner Gewohnheiten, Begierden und so fort, kann der Mensch lernen, in sich selbst die Tätigkeit dieser drei Kräfte zu beobachten und zu sehen. Nehmen wir zum Beispiel an, daß ein Mensch an sich arbeiten will, um

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einige seiner Eigenschaften zu ändern, um eine höhere Stufe des Seins zu erreichen. Sein Wunsch, seine Initiative ist die aktive Kraft. Die Trägheit seines ganzen gewohnten psychischen Lebens, die im Gegensatz zu seiner Initiative steht, wird dann die passive oder die negative Kraft darstellen. Diese zwei Kräfte werden sich entweder die Waage halten oder eine wird die andere überwinden, wird aber gleichzeitig zu schwach für jegliche weitere Handlung werden. So werden sich die zwei Kräfte gleichsam umeinander drehen, eine wird die andere absorbieren, und sie werden überhaupt kein Ergebnis hervorbringen. Das mag für die ganze Dauer des Lebens so fortgehen. Ein Mensch kann Wunsch und Initiative verspüren, aber all diese Initiative kann darauf verwandt werden, die gewöhnliche Lebensträgheit zu überwinden und nichts für das Ziel übrigzulassen, auf das die Initiative hätte gerichtet werden sollen. Und so mag es fortgehen, wenn nicht die dritte Kraft in Erscheinung tritt, zum Beispiel in Form neuen Wissens, das sofort den Vorteil oder die Notwendigkeit der Arbeit an sich selbst aufzeigt und dadurch die Initiative unterstützt und stärkt. Dann kann mit Hilfe der dritten Kraft die Initiative der Trägheit Herr und der Mensch in der beabsichtigten Richtung aktiv werden. „Beispiele der Tätigkeit aller drei Kräfte und des Augenblicks des Eintrittes der dritten Kraft können in allen Äußerungen unseres psychischen Lebens gefunden werden, in allen Erscheinungen im Leben menschlicher Gemeinschaften und der Menschheit im ganzen und in allen Naturerscheinungen um uns. „Aber im Anfang genügt es, das allgemeine Prinzip zu verstehen: jede Erscheinung, gleich welcher Größenordnung, ist unausweichlich die Äußerung von drei Kräften; eine oder zwei Kräfte können keine Erscheinung hervorbringen. Und wenn wir in irgend etwas einen Stillstand beobachten oder eine endlose Zögerung an derselben Stelle, dann können wir sagen, daß an der bestimmten Stelle die dritte Kraft fehlt. Beim Versuch, dies zu verstehen, müssen wir uns erinnern, daß man Erscheinungen als Äußerungsform dreier Kräfte nicht beobachten kann, weil wir die objektive Welt in un-

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seren subjektiven Bewußtseinszuständen nicht beobachten können Und in der subjektiv beobachteten Erscheinungswelt sehen wir nur die Äußerung von einer oder zwei Kräften. Wenn wir die Äußerung von drei Kräften in jedem Vorgang sehen könnten, dann würden wir die Welt erkennen, wie sie ist (Ding an sich). Nur müssen wir uns daran erinnern, daß eine Erscheinung, die einfach zu sein scheint, in Wirklichkeit sehr mannigfaltig sein kann, das heißt, sie mag eine sehr komplizierte Verbindung von Dreiheiten sein. Aber wir wissen, daß wir die Welt nicht beobachten können, wie sie ist, und das sollte uns verstehen helfen, warum wir die dritte Kraft nicht sehen können. Die dritte Kraft ist eine Eigenschaft der wirklichen Welt. Die subjektive oder die Erscheinungswelt unserer Beobachtung ist nur relativ wirklich, und auf jeden Fall ist sie nicht vollständig. „Wenn wir nun auf die Welt, in der wir leben, zurückkommen, können wir sagen, daß im Absoluten wie in allem anderen drei Krä^e tätig sind, die aktive, die passive und die neutralisierende. Aber da seiner Natur nach das Absolute und alles in ihm eine Einheit darstellt, bilden hier auch die drei Kräfte eine Einheit. Dazu besitzen die drei Krä^e in der Formung eines unabhängigen Ganzen einen vollen und unabhängigen Willen, volles Bewußtsein und volles Verständnis ihrer selbst und all dessen, was sie tun. „Die Idee der Einheit der drei Kräfte im Absoluten bildet die Grundlage vieler alter Lehren: konsubstantielle und unteilbare Dreieinigkeit, Trimurti-Brahma, Wischnu und Siwa und so fort. „Die drei Kräfte des Absoluten, die ein Ganzes bilden, vereinigen und trennen sich nach ihrem eigenen Willen und ihrer eigenen Entscheidung, und an den Knotenpunkten schaffen sie Erscheinungen oder .Weiten'. Diese Welten, die durch den Willen des Absoluten erschaffen wurden, hängen in allem, was sich auf ihre Existenz bezieht, einzig von diesem Willen ab. In jeder dieser Welten wirken wieder die drei Kräfte. Da jedoch jede dieser Welten nicht das Ganze, sondern nur einen Teil darstellt, stellen die drei Kräfte in ihnen nicht ein Ganzes dar. Wir haben nun den Fall von drei Willen, drei Bewußtseinen, drei Einheiten. Jede der drei Kräfte

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enthält in sich die Möglichkeit aller drei Kräfte, aber an den Treffpunkten der drei Kräfte äußert sich jede nur nach einem Prinzip — dem aktiven, dem passiven oder dem neutralisierenden. Diese drei Kräfte schaffen zusammen eine Dreieinheit, die neue Erscheinungen hervorbringt. Aber diese Dreieinheit ist verschieden, sie ist nicht diejenige, die im Absoluten besteht, wo die drei Kräfte ein unteilbares Ganzes bilden und nur einen einzigen Willen und ein einziges Bewußtsein haben. In den Welten zweiter Ordnung sind die drei Kräfte nun geteilt und ihre Treffpunkte sind jetzt von verschiedener Natur. Im Absoluten ist Zeitpunkt und Ort ihres Zusammentreffens durch ihren einheitlichen Willen bestimmt. In den Welten zweiter Ordnung, wo nicht mehr einer, sondern drei Willen herrschen, werden die Treffpunkte durch einen getrennten Willen unabhängig von den anderen bestimmt, und daher werden die Treffpunkte zufällig oder mechanisch. Der Wille des Absoluten erschafft die Welt zweiter Ordnung und lenkt sie, aber er lenkt nicht ihre schöpferische Arbeit, in der ein mechanisches Element erscheint. „Stellen wir uns das Absolute als einen Kreis vor und in ihm eine Anzahl anderer Kreise, Welten zweiter Ordnung. Nehmen wir nun einen dieser Kreise. Das Absolute wird durch die Zahl l bezeichnet, weil die drei Kräfte im Absoluten ein Ganzes darstellen, und die kleinen Kreise bezeichnen wir durch die Zahl 3, weil in einer Welt zweiter Ordnung die drei Kräfte schon geteilt sind. „Die drei geteilten Kräfte in den Welten zweiter Ordnung, die in jeder dieser Welten zusammentreffen, schaffen neue Welten dritter Ordnung. Nehmen wir eine dieser Welten. Die Welt dritter Ordnung, die durch die drei Kräfte geschaffen ist, die halb mechanisch handeln, hängt nicht mehr vom einzigen Willen des Absoluten ab, sondern von drei mechanischen Gesetzen. Diese Welten werden durch drei Kräfte erzeugt, und nachdem sie geschaffen sind, äußern sie drei neue eigene Kräfte. Dadurch wird die Zahl der Kräfte in einer Welt dritter Ordnung sechs betragen. Auf unserer Skizze ist ein Kreis dritter Ordnung durch die Zahl 6 (3 plus 3) gekennzeichnet. In dieser Welt werden Welten einer neuen Ordnung geschaffen, der vierten Ordnung. In der. Welt vierter Ordnung sind

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drei Kräfte der Welt zweiter Ordnung, sechs Kräfte der Welt dritter Ordnung und drei von ihr selbst tätig, zusammen also zwölf Kräfte. Nehmen wir eine dieser Welten und bezeichnen wir sie mit der Zahl 12 (3 plus 6 plus 3). Da diese Welten einer noch größeren Anzahl von Gesetzen gehorchen und noch weiter vom einzigen Willen des Absoluten entfernt sind, sind sie noch mechanischer. Die Welten, die innerhalb dieser Welten geschaffen werden, werden von vierundzwanzig Kräften gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 3). Die Welten, die wiederum in diesen Welten geschaffen werden, werden durch achtundvierzig Kräfte gelenkt. Die Zahl 48 ergibt sich wie folgt: drei Kräfte aus der Welt, die unmittelbar aus dem Absoluten folgt, sechs aus der nächsten, zwölf aus der nächsten, vierundzwanzig aus der darauffolgenden und drei aus der eigenen Welt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 3), zusammen also achtundvierzig. Welten innerhalb dieser Achtundvierziger-Welten werden durch sechsundneunzig Kräfte gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 48 plus 3). Die Welten der nächsten Ordnung, wenn es welche gibt, werden durch einhundertzweiundneunzig Kräfte gelenkt und so fort. „Wenn wir eine der zahlreichen Welten nehmen, die im Absoluten geschaffen sind, das heißt Welt 3, so wird es eine Welt sein, die die gesamten Stemenwelten ähnlich unserer Milchstraße umfaßt. Wenn wir die Welt 6 nehmen, wird es eine der Welten innerhalb dieser Welten sein, nämlich die Stemhäufung, die wir als Milchstraße bezeichnen. Welt 12 wird eine der Sonnen sein, die die Milchstraße bilden, unsere Sonne. Welt 24 wird die Planetenwelt darstellen, das heißt alle Planeten des Sonnensystems. Welt 48 wird die Erde sein. Welt 96 wäre der Mond. Wenn der Mond einen Satelliten hätte, würde er Welt 192 sein und so fort. „Die Kette der Welten, deren Verbindungsglieder das Absolute, alle Welten, alle Sonnen, unsere Sonne, die Planeten, die Erde und der Mond sind, ergibt den .Schöpfungsstrahl', in dem wir uns befinden. Der Schöpfungsstrahl ist für uns die Welt im weitesten Sinne des Begriffes. Natürlich schließt der Schöpfungsstrahl nicht die Welt im vollen Sinne des Begriffes ein, da das Absolute eine

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Anzahl, vielleicht eine unendliche Zahl verschiedener Welten gebiert, von denen jede mit einem neuen und eigenen Schöpfungsstrahl beginnt. Des weiteren enthält jede dieser Welten eine Anzahl von Welten, die eine weitere Aufteilung des Schöpfungsstrahls darstellen, und von einer von diesen wählen wir eine aus, unsere Milchstraße; die Milchstraße besteht aus einer Zahl von Sonnen, aber von dieser Zahl nehmen wir die Sonne, die uns am nächsten ist, von der wir direkt abhängen und in deren Bereich wir leben, uns bewegen und unser Dasein haben. Jede dieser anderen Sonnen bedeutet eine neue Aufteilung des Strahls, aber wir können diese Strahlen nicht in gleicher Weise wie unseren Strahl untersuchen, nämlich den Strahl, in dem wir uns befinden. Weiterhin steht uns innerhalb unseres Sonnensystems die Planetenwelt näher als die Sonne selbst, und innerhalb der Planetenwelt steht uns die Erde am nächsten, der Planet, auf dem wir leben. Wir brauchen andere Planeten nicht in gleicherweise zu studieren, wie wir die Erde studieren, es genügt, daß wir sie alle zusammen betrachten, das heißt in einem beträchtlich kleinerem Maße, als wir die Erde betrachten. „Die Zahl der Kräfte innerhalb jeder Welt, eins, drei, sechs, zwölf und so fort, zeigt die Zahl der Gesetze an, der die betreffende Welt unterworfen ist. „Je weniger Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto näher steht sie dem Willen des Absoluten; je mehr Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto größer ist die Mechanisiertheit, desto weiter ist sie vom Willen des Absoluten entfernt. Wir leben in einer Welt, die achtundvierzig Gesetzesordnungen untersteht, das heißt sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt liegt und in einer sehr entfernten und dunklen Ecke des Weltalls. „Auf diese Weise hilft uns der Schöpfungsstrahl, unseren Platz in der Welt zu bestimmen und zu erkennen. Aber, wie Sie sehen, sind wir noch nicht zu den Fragen über die Einflüsse gekommen. Um den Unterschied zwischen den Einflüssen der verschiedenen Welten zu verstehen, müssen wir das Gesetz der Drei besser verstehen und dann noch ein anderes Grundgesetz — das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven."

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FÜNFTES KAPITEL
Nehmen wir das dreidimensionale Weltall und betrachten wir die Welt als eine Welt von Stoff und Kraft in der einfachsten und elementarsten Bedeutung dieser Begriffe. Höhere Dimensionen und neue Theorien über Stoff, Raum und Zeit, und ebenso andere Figur 3
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

Sonne

Alle Planeten

Erde Mond

Kategorien zur Erkenntnis der Welt, die in der Wissenschaft un­ bekannt sind, werden wir später besprechen. Im Augenblick ist es notwendig, sich das Weltall in der diagrammatischen Darstellung des .Schöpfungsstrahles' vom Absoluten bis zum Mond vorzustellen. „Der .Schöpfungsstrahl' scheint auf den ersten Blick nur ein sehr elementarer Plan des Weltalls zu sein, aber es wird einem bei

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weiterem Studium klar, daß es mit Hilfe dieses einfachen Planes möglich wird, eine Vielzahl von verschiedenen und gegensätzlichen philosophischen sowohl als auch religiösen und wissenschaftlichen Weltanschauungen in Übereinstimmung zu bringen und aus ihnen ein Ganzes zu formen. Die Idee des Schöpfungsstrahles gehört altem Wissen an, und viele der uns bekannten naiven geozentrischen Weltsysteme sind entweder unzulängliche Darstellungen der Idee des Schöpfungsstrahles oder Verstümmelungen dieser Idee als Folge buchstäblichen Verstehens. Wir bemerken, daß die Idee des Schöpfungsstrahles und sein Wachstum aus dem Absoluten einigen modernen, wenn auch nicht wirklich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen widerspricht. Nehmen wir zum Beispiel die Stufe Sonne, Erde, Mond. Nach der heute üblichen Meinung ist der Mond ein kalter, toter Himmelskörper, der einmal wie die Erde war, das heißt innere Hitze besaß, und noch früher eine geschmolzene Masse wie die Sonne war. Nach der üblichen Meinung war die Erde einmal wie die Sonne, wird langsam kälter und mag früher oder später auch eine gefrorene Masse werden wie der Mond. Gewöhnlich nimmt man an, daß auch die Sonne kälter wird und daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ähnlich wie die Erde und später ähnlich wie der Mond werde. „Zuallererst müssen wir natürlich bemerken, daß diese Ansicht nicht .wissenschaftlich' im strengen Sinne des Begriffs genannt werden kann, da es in der Wissenschaft, das heißt in der Astronomie oder noch besser der Astrophysik, viele verschiedene und widersprechende Hypothesen und Theorien über diesen Gegenstand gibt, von denen keine eine ernst zu nehmende Grundlage hat. Aber diese Ansicht ist die weitverbreitetste und ist die Ansicht des durchschnittlichen modernen Menschen über die Welt, in der wir leben, geworden. „Die Idee des Schöpfungsstrahles und seines Wachstums aus dem Absoluten widerspricht dieser heute allgemein angenommenen Ansicht. „Nach dieser Idee ist der Mond ein noch ungeborener Planet, einer, der sozusagen im Begriff ist, geboren zu werden. Er wird

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langsam warm und wird mit der Zeit (eine günstige Entwicklung des Schöpfungsstrahles vorausgesetzt) wie die Erde werden und einen eigenen Satelliten, einen neuen Mond, haben. Damit wird dem Schöpfungstrahl ein neues Glied hinzugefügt sein. Auch die Erde wird nicht kälter, sondern wird wärmer und kann einmal wie die Sonne werden. Wir beobachten einen solchen Vorgang zum Beispiel im System des Jupiter, der für seine Satelliten eine Sonne darstellt. Wenn wir alles zusammenfassen, was wir zuvor über den Schöpfungsstrahl von Welt l bis Welt 96 gesagt haben, müssen wir hinzufügen, daß die Zahlen, mit denen die Welten bezeichnet werden, die Anzahl der Kräfte oder Gesetzesordnungen anzeigen. welche die in Frage stehende Welt regieren. Im Absoluten gibt es nur eine Kraft und nur ein Gesetz — den einzigen und unabhängigen Willen des Absoluten. In der nächsten Welt gibt es drei Kräfte oder drei Gesetzesordnungen. In der nächsten sind sechs Gesetzesordnungen; in der folgenden zwölf; und so weiter. Auf unserer Welt, das heißt der Erde, wirken achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen wir unterworfen sind und durch die unser ganzes Leben gelenkt wird. Wenn wir auf dem Mond leben würden, dann würden wir sechsundneunzig Gesetzesgruppen unterstehen, das heißt, unser Leben und unsere Tätigkeit würde noch mechanischer sein und wir würden nicht die Möglichkeit haben, aus der Mechanisiertheit zu fliehen, die wir jetzt besitzen. „Wie wir schon gesagt haben, äußert sich der Wille des Absoluten nur in der unmittelbar nächsten Welt, die er innerhalb seiner selbst geschaffen hat, das heißt in Welt 3; der unmittelbare Wille des Absoluten reicht nicht bis zu Welt 6 und äußert sich in ihr nur in Form mechanischer Gesetze. Noch weiter, in den Welten 12, 24, 48 und 96 hat der Wille des Absoluten immer weniger und weniger Möglichkeit, sich zu äußern. Das heißt: in Welt 3 schafft das Absolute sozusagen einen allgemeinen Plan des ganzen übrigen Weltalls, das dann mechanisch weiterentwickelt wird. Der Wille des Absoluten kann sich in den folgenden Welten außerhalb dieses Planes nicht äußern, und wenn er sich in Übereinstimmung mit diesem Plan äußert, nimmt er die Form mechanischer Gesetze

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an. Das bedeutet, wenn das Absolute seinen Willen, sagen wir in unserer Welt, in Widerspruch zu den diese beherrschenden mechanischen Gesetzen äußern wollte, dann müßte es alle Welten, die zwischen ihm und unserer Welt liegen, zerstören. „Die Idee eines Wunders im Sinn einer Übertretung der Gesetze durch den Willen, der sie schuf, steht nicht allein im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand, sondern auch zu der bloßen Idee des Willens selbst. Ein ,Wunder' kann nur die Äußerung von Gesetzen sein, die dem Menschen unbekannt sind oder selten angetroffen werden. Ein Wunder ist die Äußerung der Gesetze einer anderen Welt in dieser Welt. „Auf der Erde sind wir sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt; wir sind von ihm durch achtundvierzig Ordnungen mechanischer Gesetze getrennt. Wenn wir uns von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, dann würden wir uns unter der Herrschaft von nur vierundzwanzig Gesetzen befinden, das heißt den Gesetzen der planetarischen Welt, und dann würden wir dem Absoluten und seinem Willen um eine Stufe näher sein. Wenn wir uns von einer Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, würden wir den Gesetzen der Sonne (zwölf Gesetzen) unterworfen sein und somit wieder dem Absoluten um eine Stufe näher kommen. Wenn wir weiterhin uns wieder von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, wären wir nur den Gesetzen der Stemenwelt unterworfen und nur noch eine Stufe vom unmittelbaren Willen des Absoluten entfernt. „Und es gibt für den Menschen die Möglichkeit, sich allmählich von den mechanischen Gesetzen zu befreien. „Das Studium der achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen der Mensch unterworfen ist, kann nicht abstrakt sein wie das Studium der Astronomie. Man kann sie nur kennenlernen, wenn man sie in sich selbst beobachtet und dadurch, daß man sich von innen befreit. Zu Beginn muß der Mensch einfach verstehen, daß er ganz unnötigerweise lausenden kleinlichen, aber unbequemen Gesetzen unterworfen ist, die für ihn durch andere Leute und ihn selbst geschaffen wurden. Wenn er versucht, sich von ihnen zu befreien,

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wird er sehen, daß er das nicht kann. Lange beharrliche Versuche, sich von ihnen zu befreien, werden ihn von seiner Sklaverei überzeugen. Die Gesetze, denen der Mensch unterworfen ist, können nur studiert werden, indem man mit ihnen ringt, indem man versucht, sich von ihnen zu befreien. Aber viel Wissen ist notwendig, um sich von einem Gesetz zu befreien, ohne ein anderes an seiner Statt zu schaffen. „Die Gesetzesgruppen und ihre Formen unterscheiden sich je nach dem Gesichtspunkt, von dem aus wir den Schöpfungsstrahl betrachten. „In unserem System ist das Ende des Schöpfungsstrahls, sozusagen das wachsende Ende des Zweiges, der Mond. Die Kraft für das Wachstum, das heißt für die Entwicklung des Mondes und die Schaffung von neuen Schößlingen, geht von der Erde zum Mond, wo sie durch die gemeinsame Tätigkeit der Sonne, aller anderen Planeten des Sonnensystems und der Erde selbst erzeugt wird. Diese Energie wird in einem großen Akkumulator auf der Oberfläche der Erde gesammelt und aufbewahrt. Dieser Akkumulator ist das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden ernährt den Mond. Alles, was auf der Erde lebt, Menschen, Tiere, Pflanzen, bildet die Nahrung für den Mond. Der Mond ist ein gewaltiges Lebewesen, das sich von all dem, was auf Erden lebt und wächst, ernährt. Ohne das organische Leben auf Erden könnte der Mond nicht bestehen, genau so wenig wie das organische Leben auf Erden ohne den Mond bestehen könnte. Weiterhin ist der Mond für das organische Leben ein gewaltiger Elektromagnet. Wenn die Tätigkeit des Elektromagneten zu einem plötzlichen Stillstand käme, würde das organische Leben zu nichts zerfallen. „Der Vorgang des Wachstums und der Erwärmung des Mondes hängt mit Leben und Tod auf der Erde zusammen. Alles was lebt gibt bei seinem Tode ein gewisses Quantum Energie frei, die es .belebt' hat; diese Energie oder die .Seelen* aller Lebewesen — Pflanzen, Tiere und Menschen — wird vom Mond wie durch einen gewaltigen Elektromagnet angezogen und bringt ihm die Wärme und das Leben, von denen sein Wachstum, das heißt das Wachstum

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Der Mond ist die hauptsächliche oder besser die nächste. so können wir der Macht des Mondes entrinnen.äußersten Rand'. tut dies auch der Mond. „Der Einfluß des Mondes auf alles Lebende zeigt sich in allen Geschehnissen auf Erden. kein Entkommen gibt. der ihr die Lebenskraft aussaugt. und eine bestimmte Kraft. in unermeßlich langen planetarischen Zeiträumen. „Die Seelen. Im Haushalt des Weltalls geht nichts verloren. dann tut dies der Mond. Handlungen und Äußerungen von Menschen. sich dem Einfluß des Mondes nicht entziehen. bedeutet Befreiung vom Mond. Tieren und Pflanzen sind vom Mond abhängig und werden vom Mond regiert. alle Selbstaufopferung. er ist die . Wenn ein Mensch einen anderen tötet. Unter gewöhnlichen Lebensbedingungen kann der Mensch. die ihre Arbeit auf einer Ebene vollbracht hat. wenn er sich für andere opfert. „Die Befreiung. die zum Mond gehen und sogar vielleicht ein gewisses Maß von Bewußtsein und Gedächtnis besitzen. die unmittelbare Bewegkraft all dessen. Wenn wir in uns Bewußtsein und Willen entwickeln und unser mechanisches Leben und alle unsere mechanischen Äußerungen ihnen unterwerfen. . abhängt. geht zu einer anderen über. alle heroischen Unternehmungen wie auch alle Handlungen des gewöhnlichen täglichen Lebens werden vom Mond gelenkt.wo nur Heulen und Zähneknirschen sein wird'. wie jedes andere lebende Wesen. um es anders auszudrücken. ist ihm unterworfen. hängt ganz vom Einfluß des großen Elektromagneten ab. welche die Erdkugel bedeckt. Die empfindliche dünne Schicht organischen Lebens. den Bedingungen. alle Verbrechen. Alle seine Bewegungen und folglich auch alle seine Handlungen werden vom Mond geleitet. abgesehen von einer allgemeinen Entwicklung. finden sich dort unter sechsundneunzig Gesetzen. Der Mond ist am . Alle Bewegungen. 123 . am Ende der Welt.äußere Dunkelheit' der christlichen Lehre. die mit dem Wachstum der geistigen Kräfte und Fähigkeiten kommt. aus denen es.des Schöpfungsstrahls. Der mechanische Teil unseres Lebens hängt vom Monde ab. was im organischen Leben auf Erden vorgeht. Alle Übeltaten. unter den Bedingungen des mineralischen Lebens oder.

alle Planeten'.alle Planeten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit der Erde. daß Gott gewogen und gemessen werden kann. Böse. daß der Stoff überall der gleiche ist. wird auch in sieben Kategorien eingeteilt. Falschheit und so weiter —. aber die Stofflichkeit ist verschieden. eine Kategorie innerhalb der anderen. sieben Welten. ist die Stofflichkeit des Weltalls. mit der wir uns vertraut machen müssen. was sich auf die Welt bezieht.alle Welten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . in verschiedene Kategorien gegliedert wird (Mensch Nummer eins. Wenn wir uns ins Gedächtnis rufen. Mensch Nummer zwei und so weiter). Die Stofflichkeit von . und die Stofflichkeit der Erde ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit des Mondes. Astrophysik. 124 . Die Stofflichkeit unserer Sonne ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . was sich auf die Welt bezieht. solche Methoden wie die Spektralanalyse und so fort beruhen auf dieser Annahme. Alles in diesem Weltall kann gewogen und gemessen werden.alle Sonnen' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit unserer Sonne. Der Schöpfungsstrahl schafft sieben verschiedene Ebenen in der Welt. Die Stofflichkeit des Absoluten ist einestofflichkeit anderer Ordnung als die von. den Stoff überall für das gleiche zu halten. dann heißt dies.Welt' und alles. Chemie. „Aber der Begriff . wie der Begriff . Man ist gewöhnt.berechnet' und in Form einer bestimmten Formel ausgedrückt werden kann. Das Absolute ist ebenso stofflich wägbar und meßbar wie der Mond oder der Mensch. Diese Idee ist vorerst schwierig zu begreifen. Wenn das Absolute Gott ist. Und die verschiedenen Grade der Stofflichkeit hängen direkt von den Qualitäten und Eigenschaften der an einem bestimmten Ort geäußerten Energie ab. daß der Begriff .„Die nächste Vorstellung. dann werden wir leicht verstehen. Die Stofflichkeit von .alle Sonnen'. Wahrheit. Alles.alle Welten'. Die ganze Physik. Die Stofflichkeit von . was sich auf ihn bezieht — Gut. in seine Bestandteile aufgelöst. das wir in Form des Schöpfungsstrahls betrachten. Und es ist wahr. sich auch in verschiedene Kategorien gliedert.Mensch' und alles. eine innerhalb der anderen.Stofflichkeit' ist ebenso relativ wie alles andere. .

sind dreimal so groß und dreimal so schwer. „Von diesem Gesichtspunkt aus besteht also die Welt aus Schwingungen und Stoff oder aus Stoff im Zustande der Schwingung.Atomen' bestehend ansehen. sondern als Eigenschaften oder Kennzeichen der von uns beobachteten Erscheinungswelt. aus schwingendem Stoff. und 125 .Stoff als aus .Wandlungen' im Zustand des . die nur auf der entsprechenden Ebene unteilbar sind. zusammenstoßen und miteinander verschmelzen. genügt eine elementare Vorstellung von Kraft und Stoff.Konstante' bezeichnen wir das Stoffliche. bis sie dann am Ende des Schöpfungsstrahls aufhören. Als . „Man kann den . die Atome der nächsten Ebene. In der nächsten Welt sind die Schwingungen langsamer und der Stoff dichter.Konstanten' oder des Stoffes bezeichnen wir als Äußerung von Kraft oder Energie. das heißt der Welt 3. den Stoff. die im Mittelpunkt beginnen. Nur die Atome des Absoluten sind wirklich unteilbar. „Im Absoluten sind die Schwingungen am schnellsten und ist der Stoff am wenigsten dicht. bestehen aus drei Atomen des Absoluten oder. Alle diese Wandlungen können als Ergebnis von Schwingungen oder Wellenbewegungen betrachtet werden. Im Absoluten. sich überkreuzen. In jeder Stoff Ordnung sind sie einfach gewisse Teilchen des jeweiligen Stoffes. Um mit dem Studium des Weltalls zu beginnen.„Stoff oder Substanz setzen notwendig das Bestehen von Kraft oder Energie voraus. wo alles eins ist. daß man eine dualistische Weltanschauung haben müsse. und . und von dort aus nach allen Richtungen gehen. Das Maß der Schwingungen steht im umgekehrten Verhältnis zur Dichte des Stoffes. Die Begriffe von Kraft und Stoff sind genau so relativ wie alles andere. Aber in dieser Verbindung werden Stoff und Kraft nicht als wirkliche Prinzipien der Welt selbst genommen. sind auch Kraft und Stoff eins. das beißt im Absoluten. Das heißt nicht. und dann wird der Stoff noch dichter und die Schwingungen entsprechend langsamer. wie wir sie durch unmittelbare Beobachtung mit unseren Sinnesorganen gewinnen. Die Atome werden auch in diesem Zusammenhang als Ergebnis der endgültigen Stoff teilung betrachtet. in anderen Worten.

seine Bewegungen sind entsprechend langsamer.alle Sonnen' Ein A t o m der Sonne Ein A t o m v o n . ist entsprechend dichter. der aus solchen Atomen besteht. Figur 4 Ein Atom des Absoluten Ein Atom von .ihre Bewegungen sind entsprechend langsamer. die Stofflichkeit der Erde ist von der 126 . Das Atom der Welt 96 hat im Vergleich zum Atom der Welt l eine enorme Größe. Seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. achtundvierzig.alle Planeten' Ein Atom der Erd« Ein Atom des Mondes „Die sieben Welten des Schöpfungsstrahls stellen sieben stoffliche Ordnungen dar. ein Atom bilden. Ein Atom der Welt 6 besteht aus sechs Atomen des Absoluten. Die Stofflichkeit des Mondes ist von der Stofflichkeit der Erde verschieden. miteinander verschmolzen. die.alle Welten' E i n A t o m v o n . und der Stoff. beziehungsweise sechsundneunzig. Das Atom der nächsten Welt besteht aus zwölf ursprünglichen Teilchen und die der nächsten Welten aus vierundzwanzig.

„Ein Stoff. aber. Genau dasselbe kann zwischen den verschiedenen Stoffarten im ganzen Weltall beobachtet werden: die feineren Stoffe durchdringen die gröberen.Stofflichkeit der Planetenwelt verschieden. daß wir die Durchdringung eines Stoffes durch einen Stoff von anderer uns bekannter Dichtigkeit betrachten. sondern gemischt oder besser ineinander verwoben. die Luft. ein solcher Stoff ist praktisch nur hypothetisch. der Stoff einer höheren Ebene ist für niedere Ebenen überhaupt nicht stofflich. die wir essen. Der Stoff der Welt 24 ist zu verdünnt. Der noch feinere Stoff der Welt 12 hat für die gewöhnliche Untersuchung überhaupt keine Kennzeichen der Stofflichkeit. in jeder Stofflichkeitsordnung. Es ist nicht nötig. sind nicht in Schichten getrennt. Wasser wiederum mit Gas durchdrungen werden. die wir atmen. aber unsere gewöhnliche Auffassung von Stofflichkeit erfaßt kaum die Stofflichkeit der Welten 96 und 48. Aber auf jeder Ebene. gasförmig. die Stofflichkeit der Planetenwelt ist von der Stofflichkeit der Sonne verschieden und so fort. das heißt Elektrizität. flüssig. unser eigener Körper — alles wird von allen im Weltall bestehenden Stoffen durchdrungen. das wir trinken. um vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt unserer Physik und Chemie aus als Stoff betrachtet zu werden. der uns umgibt. das Wasser. „Aller Stoff der Welt. die Nahrung. Weitere Abstufungen von Stoff sind: strahlende Energie. aus denen unsere Häuser gebaut sind. wird gemäß seiner Dichte in verschiedene Aggregatzustände eingeteilt: fest. Alle diese Stoffe. der für uns verständliche Kennzeichen von Stofflichkeit besitzt. Ein Stück Holz kann mit Wasser durchtränkt. Magnetismus und so weiter. „So haben wir anstatt eines Stoffbegriffes sieben Arten von Stoff. können ähnliche Beziehungen und Gliederungen der verschiedenen Zustände eines bestimmten Stoff es'gefunden werden. die Steine. das heißt. Wir können uns eine Vorstellung von der Verwobenheit von Stoffen verschiedener Dichtigkeiten dadurch machen. wie ich schon sagte. die zu den verschiedenen Ordnungen des Weltalls gehören. Licht. die Sonne zu studieren oder zu unter- 127 .

im Leben wie in der Arbeit muß alles erkämpft werden. unter verschiedenen Bedingungen. „Die Idee der Relativität nimmt einen sehr wichtigen Platz in dieser Lehre ein. Im Leben 128 . in dem alle ihm innewohnenden Kräfte entwickelt sind. auf denen sie wirken. aus denen das Weltall besteht.Menschen' im vollen Sinne des Wortes nehmen. Das Studium der Beziehungen der Gesetze zu den Ebenen. die gleichen Gesetze. und wir werden später noch auf sie zurückkommen. muß das Selbst-Studium mit dem Studium der Grundgesetze des Weltalls Hand in Hand gehen. In ihm sind alle Stoffe. die auf der Erde wirken. zu verstehen. es ist kalt. das Leben ist sehr hart. kann hier nur durch harte Arbeit erlangt werden. „Wir sind auf der Erde und hängen vollständig von den Gesetzen ab. das heißt. Vom kosmischen Gesichtspunkt ist die Erde ein sehr schlechter Platz — wie der entlegenste Teil von Nordsibirien. In gleicher Weise haben wir in uns die Stoffe aller anderen Welten. die Relativität jeder Sache und jeder Äußerung^ nach dem Ort. wenn wir den . darum können wir beim Studium des Menschen die ganze Welt studieren. was anderswo von selbst entsteht oder leicht erreicht wird. die gleichen Kräfte. führt uns zum Studium der Relativität. genau wie wir beim Studium der Welt den Menschen studieren können. kann nicht als vollständiges Bild oder als vollständiger Plan des Weltalls betrachtet werden — er ist eine unfertige Welt. Der Mensch ist im vollen Sinne des Wortes ein .suchen.Miniaturweltall'. Die Gesetze sind überall und auf allen Ebenen die gleichen. „Wie schon gesagt wurde. Alles. „Aber eine vollständige Parallele zwischen Mensch und Welt kann nur dann gezogen werden. der seine Evolution noch nicht beendet hat. Aber vor allem anderen ist es notwendig. das heißt. ein Mensch. arbeiten auch in ihm. verschiedene Erscheinungen hervor. weit von überall entfernt. Ein unentwickelter Mensch. um den Stoff der Sonnenwelt zu erforschen: dieser Stoff besteht in uns selbst und ist das Ergebnis der Teilung unserer Atome. die das Leben des Weltalls lenken. einen Menschen. Aber dieselben Gesetze bringen in verschiedenen Welten. den diese in der kosmischen Ordnung einnehmen.

ohne seine kosmischen Eigenschaften in Betracht zu ziehen. Die Erkenntnis dieses Gesetzes in irgendeinem Bereich enthüllt viel Neues. was wir tun und in allem. Nur auf diese Weise ist es möglich. Wir müssen lernen in allem. was wir vorher nicht sahen. wenn Sie wollen. daß wir. passiv oder neutralisierend werden. Demnach erscheint jede Substanz gleichsam in vier verschiedenen Aspekten oder Zuständen. Die gewöhnliche Wissenschaft kennt das Gesetz der Drei nicht. Jede Substanz kann zum Leiter einer der drei Kräfte und dementsprechend aktiv. Aber neben der gewöhnlichen Chemie gibt es eine andere. In diesem Zusammenhang müssen wir bemerken. Die besondere Chemie. ohne etwas zu tun. die kosmischen Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen. betrachtet jede Substanz. was wir studieren. wenn sich in einem gegebenen Augenblick keine Kraft durch sie äußert oder wenn sie zu den Äußerungen der Kräfte nicht in Beziehung gesetzt wird. die im Augenblick in ihnen wirkt. da alle zusammengesetzten Verbindungen ihren eigenen kosmischen Zweck und ihre eigene Bedeutung haben. und sie untersucht den Stoff. „Wenden wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Gesetz der Drei. welche durch die Kraft bedingt wird. daß ein Mensch eine Erbschaft macht und dann leben kann. Alle sind gleich und alle sind gleicherweise Bettler. Aber in der Arbeit geschieht nichts dergleichen. von der ich rede. soweit sie eine gesonderte Funktion hat. selbst eine zusammengesetzte. werden die kosmischen Eigenschaften jeder Substanz erstlich durch ihren Ort bestimmt und zweitens durch die Kraft. Und es kann weder die erste noch die zweite noch die dritte sein. viel. wenn wir vom Stoff sprechen.kommt es noch manchmal vor. Nehmen wir zum Beispiel die Chemie. Selbst am gleichen Ort unterliegt die Natur einer bestimmten Substanz einer großen Veränderung. als ein Element. besondere Chemie oder Alchimie. Von diesem Gesichtspunkt aus 129 . die Äußerungen dieses Gesetzes zu erkennen. Wie wir schon gesagt haben. nicht chemische Elemente meinen. die sich durch sie äußert. die den Stoff unter Einschluß seiner kosmischen Eigenschaften studiert.

ist ein Atom einer bestimmten Substanz die kleinste Menge dieser Substanz, in der alle chemischen, physischen und kosmischen Eigenschaften enthalten sind. Infolgedessen ist die Größe eines ,Atoms' der verschiedenen Substanzen nicht die gleiche. Und in manchen Fällen kann ein .Atom' sogar ein Teilchen sein, das mit bloßem Auge gesehen werden kann. „Die vier Aspekte oder Zustände jeder Substanz haben verschiedene Namen. „Wenn eine Substanz zum Leiter der ersten oder aktiven Kraft wird, nennt man sie .Kohlenstoff, und sie wird gleich dem Kohlenstoff der Chemie durch den Buchstaben C bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der zweiten oder passiven Kraft wird, nennt man sie .Sauerstoff, und gleich dem Sauerstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben 0 bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der dritten oder neutralisierenden Kra^ wird, nennt man sie .Stickstoff, und wie der Stickstoff in der Chemie wird sie mit dem Buchstaben N bezeichnet. „Eine Substanz ohne Bezug auf die Kraft, die durch sie wirkt, nennt man .Wasserstoff, und wie der Wasserstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben H bezeichnet. „Die aktive, passive und neutralisierende Kraft werden durch die Ziffern l, 2, 3 und die Substanzen durch die Buchstaben C, 0, N und H bezeichnet. Diese Bezeichnungen müssen verstanden werden." „Entsprechen diese vier Elemente den alten alchimistischen Elementen Feuer, Lu^, Wasser und Erde?" fragte einer von uns. „Ja, sie entsprechen ihnen", sagte G-, „aber wir werden diese benützen. Sie werden später verstehen, warum." Was ich hörte, interessierte mich sehr, denn es verband G.'s System mit dem System des Tarot, den ich einmal für einen möglichen Schlüssel zu verborgenem Wissen gehalten hatte. Weiterhin zeigte es mir eine Beziehung von drei zu vier, die mir neu war und die ich aus dem Tarot noch nicht hatte verstehen können. Der Tarot ist endgültig auf dem Gesetz von vier Prinzipien aufgebaut. Bisher hatte G. nur vom Gesetz der drei Prinzipien gesprochen. Aber nun

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sah ich, wie sich die drei in vier verwandelten und verstand die Notwendigkeit für diese Teilung, solange die Teilung in Kraft und Stoff für unsere unmittelbare Beobachtung besteht. „Drei" bezog sich auf Kraft und „vier" auf Stoff. Die weitere Bedeutung dieses Sachverhaltes blieb natürlich für mich noch dunkel, aber selbst das wenige, das G. sagte, versprach viel für die Zukunft. Femer interessierten mich sehr die Namen dieser Elemente: „Kohlenstoff^', „Sauerstoff^', „Stickstoff^' und „Wasserstoff^'. Ich muß hier bemerken, daß G., obwohl er ganz bestimmt versprochen hatte, genau zu erklären, warum diese und nicht andere Bezeichnungen gewählt wurden, dies nie tat. Später werde ich noch einmal auf diese Bezeichnungen zurückkommen. Versuche, den Ursprung dieser Bezeichnungen festzustellen, erklärten mir vieles bezüglich seines ganzen Systems und dessen Geschichte. Bei einer Versammlung, zu der eine ziemlich große Anzahl neuer Leute eingeladen war, die G. noch nicht früher gehört hatten, fragte man ihn: „Ist der Mensch unsterblich oder nicht?" „Ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten", sagte G. „Aber ich warne Sie, daß dies nicht vollständig mit dem üblichen Wissenstoff und in der üblichen Sprache möglich ist. „Sie fragen, ob der Mensch unsterblich sei oder nicht. „Ich antworte: sowohl ja als auch nein. „Diese Frage hat viele verschiedene Seiten. Erstens, was heißt überhaupt unsterblich? Sprechen Sie von absoluter Unsterblichkeit oder geben Sie verschiedene Grade zu? Wenn zum Beispiel nach dem leiblichen Tod etwas übrigbleibt, was für einige Zeit lebt und sein Bewußtsein bewahrt, kann dies Unsterblichkeit genannt werden oder nicht? Oder sagen wir es anders: ein wie langer Zeitraum solcher Existenz ist notwendig, um die Bezeichnung Unsterblichkeit zu verdienen? Ferner: schließt diese Frage die Möglichkeit verschiedener .Unsterblichkeiten' für verschiedene Menschen ein? Und es gibt noch viele andere Fragen. Ich sage Ihnen dies nur, um Ihnen zu zeigen, wie unbestimmt diese Fragen sind und wie leicht solche Worte wie .Unsterblichkeit' zu Täuschungen führen können. Tat-

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sächlich ist nichts unsterblich, sogar Gott ist sterblich. Zwischen Mensch und Gott besteht ein großer Unterschied, und Gott ist natürlich auf andere Weise sterblich als der Mensch. Es wäre viel besser, wenn wir an Stelle des Wortes .Unsterblichkeit' den Ausdruck ,Dasem nach dem Tod' setzen würden. Darauf will ich Ihnen antworten, daß der Mensch die Möglichkeit eines Daseins nach dem Tod hat. Aber Möglichkeit ist eine Sache und die Verwirklichung der Möglichkeit eine ganz andere. „Wir wollen nun betrachten, wovon diese Möglichkeit abhängt und was ihre Verwirklichung bedeutet." Dänach wiederholte G. kurz alles, was früher über die Struktur von Mensch und Welt gesagt worden war. Er zeichnete ein Diagramm des Schöpfungsstrahles und das Diagramm der vier Körper des Menschen [siehe Figuren l und 3]. Aber bezüglich der Körper des Menschen fügte er ein neues Detail hinzu. Er verwendete wieder den östlichen Vergleich des Menschen mit Wagen, Pferd, Kutscher und Herr und zeichnete das Diagramm mit einem Zusatz, der vorher nicht da war. „Der Mensch ist eine mannigfaltige Organisation", sagte er, „die aus vier Teilen besteht, die miteinander verbunden oder unverbunden oder schlecht verbunden sein können. Der Wagen ist mit dem Pferd durch die Deichsel verbunden, das Pferd ist mit dem Kutscher durch die Zügel verbunden und der Kutscher ist mit dem Herrn durch die Stimme des Herrn verbunden. Aber der Kutscher muß die Stimme seines Herrn hören und verstehen. Er muß fahren können, und das Pferd muß gelernt haben, den Zügeln zu gehorchen. In Bezug auf Pferd und Wagen muß das Pferd richtig angeschirrt sein. So gibt es drei Verbindungsglieder zwischen den vier Teilen dieser komplexen Organisation [siehe Figur 5 b]. Wenn etwas in einem dieser Verbindungsglieder fehlt, kann die Organisation nicht als ein einziges Ganzes handeln. Die Verbindungsglieder sind infolgedessen nicht weniger wichtig als die tatsächlichen .Körper'. Wenn ein Mensch an sich arbeitet, muß er gleichzeitig an den .Körpern' und an den .Verbindungsgliedern' arbeiten. Aber es ist eine verschiedene Arbeit.

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„Die Arbeit an sich selbst muß mit dem Kutscher beginnen. Der Kutscher ist das Denken. Um seines Herrn Stimme zu hören, darf der Kutscher vor allem nicht schlafen, das heißt, er muß aufwachen. Dann ist es möglich, daß der Herr eine Sprache spricht, die der Kutscher nicht versteht. Der Kutscher muß diese Sprache lernen. Wenn er sie gelernt hat, wird er den Herrn verstehen. Aber gleichzeitig damit muß er lernen, das Pferd zu kutschieren, es richtig an den Wagen anzuschirren, es zu füttern und den Wagen zu reinigen und ihn in Ordnung zu halten — denn was wäre der Nutzen seines Verständnisses der Worte des Herrn, wenn er nicht in der Lage wäre, irgend etwas zu tun. Der Herr heißt ihn irgendwohin fahren. Aber er kann sich nicht bewegen, weil das Pferd kein Futter gehabt hat, nicht angeschirrt ist und er nicht weiß, wo die Zügel sind. Das Pferd sind unsere Gefühle, der Wagen ist der Körper, das Denken muß lernen, die Gefühle zu beherrschen. Die Gefühle ziehen immer den Körper mit sich. Das ist die Ordnung, in der die Arbeit an sich selbst verlaufen muß. Aber denken wir daran, daß die Arbeit an den .Körpern', das heißt an Kutscher, Pferd und Wagen eine Sache ist. Und Arbeit an den .Verbindungsgliedern' —, das heißt, am Verständnis des Kutschers, das ihn mit seinem Herrn verbindet; an den .Zügeln', die ihn mit dem Pferd verbinden; und an .Deichsei' und ,Geschirr', die Pferd und Wagen verbinden — ist eine ganz andere Sache. „Manchmal geschieht es, daß die Körper ganz gut in Ordnung sind, daß aber die .Verbindungsglieder' nicht arbeiten. Was ist dann der Nutzen der ganzen Organisation? Genau wie im Fall unentwickelter Körper wird dann die ganze Organisation unvermeidlich von unten gelenkt, das heißt, nicht durch den Willen des Herrn, sondern durch Zufall. „In einem Menschen mit zwei Körpern ist der zweite Körper nur in Beziehung zum physischen Körper tätig; das heißt, daß das Bewußtsein im .Astralkörper' die Macht über den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den .Astralkörper' und ein Minus über den physischen [siehe Figur 5 c].

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„In einem Menschen mit drei Körpern ist der dritte oder .Mcntalkörper' aktiv gegenüber dem .Astralkörper' und dem physischen Körper. Dies bedeutet, daß das Bewußtsein im .Mentalkörper' volle Herrschaft über den .Astralleib' und über den physischen Leib hat." G. machte ein Plus über den .Mentalkörper' und ein Minus über den ,Astral'- und physischen Körper, die er durch eine Klammer miteinander verbunden hatte. „In einem Menschen mit vier Körpern ist der vierte Körper aktiv. Das bedeutet, daß das Bewußtsein im vierten Körper vollständige Macht über den .mentalen', den .astralen' und den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den vierten Körper und ein Minus über die anderen drei durch Klammer miteinander verbundenen Körper [siehe Figur 5 c]. „Wie Sie sehen", sagte er, „gibt es vier vollständig verschiedene Fälle. In einem Fall werden alle Funktionen durch den physischen Körper gelenkt [siehe Figur 5 a]. Er ist aktiv; in Beziehung zu ihm ist alles andere passiv. In einem anderen Fall hat der zweite Körper die Macht über den physischen. Im dritten Fall hat der .mentale' Körper die Macht über den .astralen' und den physischen. Und im vierten Fall hat der vierte Körper die Macht über die ersten drei. Wir haben früher gesehen, daß in einem Menschen, der nur einen physischen Körper hat, genau das gleiche Verhältnis zwischen; seinen verschiedenen Funktionen möglich ist. Die physischen Funk-fi tionen können Gefühl, Gedanke und Bewußtsein lenken. Das Fühlen-; kann die physischen Funktionen lenken, das Denken kann physische Funktionen und Gefühl lenken. Und das Bewußtsem kann physische Funktionen, Gefühl und Denken lenken. „In einem Menschen von zwei, drei oder vier Körpern lebt der aktivste Körper am längsten, das heißt, im Verhältnis zu den niederen Körpern ist er .unsterblich'." Er zeichnete erneut das Diagramm vom Schöpfungsstrahl, und an den Platz der Erde setzte er den physischen Korper des Menschen-

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„Das ist ein gewöhnlicher Mensch", sagte er, „Mensch Nummer eins, zwei, drei und vier. Er hat nur den physischen Körper. Der physische Körper stirbt und nichts bleibt von ihm übrig. Der physische Körper ist aus irdischen Stoffen zusammengesetzt, und beim Tode wird er wieder zu Erde. Er ist Staub und wird wieder zu Staub. Es ist unmöglich, von irgendeiner Art .Unsterblichkeit' in Bezug auf einen solchen Menschen zu sprechen. Aber wenn ein Figur 5

Mensch den zweiten Körper hat (er zeichnete den zweiten Körper auf dem Diagramm parallel zu den Planeten), ist dieser zweite Körper aus dem Stoff der Planetenwelt geschaffen und kann den Tod des physischen Körpers überdauern. Er ist nicht unsterblich im vollen Sinne des Wortes, weil nach einer gewissen Zeit auch er stirbt. Aber auf je'den Fall stirbt er nicht mit dem physischen Körper.

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„Wenn ein Mensch den dritten Körper hat (er setzte den dritten Körper auf dem Diagramm der Sonne parallel), besteht er aus Sonnenstoff und kann auch nach dem Tode des .Astralkörpers' bestehen. „Der vierte Körper besteht aus dem Stoff der Sternenwelt, das heißt aus Stoff, der nicht zum Sonnensystem gehört, und deswegen kann nichts innerhalb dieses Systems ihn zerstören, wenn er innerhalb der Grenzen des Sonnensystems kristallisiert ist. Das bedeutet, daß ein Mensch im Besitz des vierten Körpers unsterblich innerhalb der Grenzen des Sonnensystems ist [siehe Figur 6]. „Sie sehen jetzt, warum es unmöglich ist, die Frage: ,Ist ein Mensch unsterblich oder nicht'? sofort zu beantworten. Einer ist unsterblich, ein anderer ist es nicht, ein dritter versucht es zu werden, ein vierter hält sich für unsterblich und ist dabei nichts als ein Fleischklumpen." Als G. nach Moskau ging, kam unsere dauernde Gruppe auch ohne ihn zusammen. Ich habe verschiedene Gespräche unserer Gruppe im Gedächtnis behalten, die zu dem, was wir kürzlich von G. gehört hatten, in Beziehung standen. Wir führten viele Gespräche über die Idee des Wunders und über die Tatsache, daß das Absolute seinen Willen in unserer Welt nicht äußern kann und daß dieser Wille nur in Form mechanischer Gesetze wirkt und diese Gesetze nicht verletzen kann. Ich erinnere mich nicht mehr, wer sich als erster an eine wohlbekannte, wenn auch nicht sehr respektvolle Schulgeschichte erinnerte, in der wir sofort eine Illustration dieses Gesetzes sahen. Die Geschichte handelt von einem überalterten Studenten eines Seminars, der bei einer Endprüfung die Idee von Gottes Allmacht nicht versteht. „Nun, geben Sie mir ein Beispiel von etwas, was Gott nicht tun kann", sagte der prüfende Bischof. „Dazu brauche ich nicht lange, Eminenz", antwortete der Seminarist. „Jeder weiß, daß der Herrgott selbst das Trumpf-As nicht mit einer normalen Zwei trumpfen kann."

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Nichts konnte klarer sein. In dieser dummen Geschichte lag mehr Sinn als in tausend theologischen Abhandlungen. Die Gesetze eines Spiels machen sein Wesen aus. Eine Verletzung dieser Gesetze würde das ganze Spiel vernichten. Das Absolute kann ebensowenig in unser Leben eingreifen und andere Ergebnisse an die Stelle der natürlichen von uns geschaffenen Ursachen oder zufällig entstehenden Ergebnissen Figur 6
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

(Vierter

Korper 6 Gesetze)

Sonne

(Mentaler Körper 12 Gesetze) (Astraler Körper 24 Gesetze); (Physischer Körper 48 Gesetze)

Alle Planeten

Erde
Mond

setzen, als es das Trumpf-As mit der Zwei schlagen kann. Turgenjeff hat irgendwo geschrieben, daß alle gewöhnlichen Gebete auf ein einziges zurückgeführt werden könnten: „Herr, mach, daß zwei mal zwei nicht vier gibt." Das ist das gleiche, wie das TrumpfAs des Seminaristen. Ein anderes Gespräch war über den Mond und seine Beziehung zum organischen Leben auf Erden. Und wieder fand einer von unserer Gruppe ein sehr gutes Beispiel, das die Beziehung des Mondes zum organischen Leben zeigte.

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Der Mond ist das Gewicht an einer Uhr. Das organische Leben ist der Uhrmechanismus, der durch das Gewicht in Bewegung gesetzt wird. Die Schwere des Gewichts, der Zug der Kette am Zahnrad setzt die Räder und Zeiger der Uhr in Bewegung. Wenn das Gewicht weggenommen wird, dann werden alle Bewegungen im Mechanismus der Uhr sofort zum Stillstand gebracht. Der Mond ist ein gewaltiges Gewicht, das am organischen Leben hängt und es dadurch in Bewegung setzt. Was auch immer wir tun mögen, ob es gut oder schlecht, klug oder dumm ist, all die Bewegungen der Räder und Zeiger unseres Organismus hängen von diesem Gewicht ab, das dauernd seinen Druck auf uns ausübt. Ich personlich war sehr an der Frage der Relativität in Verbindung mit dem Platz, das heißt, dem Standort in der Welt interessiert. Ich war schon vor langer Zeit auf die Idee einer Relativität gekommen, die aus der Wechselbeziehung von Größen und Geschwindigkeiten herrührt. Aber die Idee des Platzes in der kosmischen Ordnung war sowohl mir als auch allen anderen ganz neu. Darum erschien es mir sehr seltsam, als ich einige Zeit danach zur Überzeugung gelangte, daß es dieselbe Sache sei, in anderen Worten, daß Größe und Geschwindigkeit den Platz bestimmten und der Platz wiederum Größe und Geschwindigkeit. Ich erinnere mich noch an ein anderes Gespräch während der gleichen Periode. Jemand fragte G. über die Möglichkeit einer Universalsprache — in welchem Zusammenhang, erinnere ich mich nicht mehr. ' „Eine Universalsprache ist möglich", sagte G., „nur werden die Menschen sie nie erfinden." „Warum nicht?" fragte einer von uns. „Erstens, weil sie schon vor langer Zeit erfunden worden ist", antwortete G., „und zweitens, weil das Verständnis dieser Sprache und die Ausdrucksfähigkeit nicht nur von ihrer Kenntnis abhängen, sondern auch vom Sein. Ich will sogar noch mehr sagen. Es gibt nicht eine, sondern drei Universalsprachen. Die erste kann man sprechen und schreiben, während man in den Grenzen seiner

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eigenen Sprache bleibt. Der einzige Unterschied ist, daß, wenn Menschen in ihrer gewöhnlichen Sprache sprechen, sie einander nicht verstehen, während sie aber in dieser Sprache einander verstehen. In der zweiten Sprache ist die geschriebene Sprache die gleiche für alle Völker, sozusagen wie Zahlen oder mathematische Formeln; aber die Leute sprechen immer noch ihre eigene Sprache, trotzdem versteht jeder den anderen, wenn er auch in einer unbekannten Sprache redet. Die dritte Sprache ist die gleiche für alle, sowohl im Wort als auch in der Schrift. Die Sprachverschiedenheiten verschwinden überhaupt auf dieser Stufe." „Ist das nicht das gleiche, was in den Apostelbriefen als die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel beschrieben wurde, als sie verschiedene Sprachen zu verstehen begannen?" fragte jemand. Ich bemerkte, daß solche Fragen G. immer ärgerten. „Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei", sagte er. Bei einer anderen Gelegenheit führte eine günstige Frage zu neuen und unerwarteten Erklärungen. Jemand fragte ihn bei einer Gelegenheit während eines Gesprächs, ob irgend etwas Wirkliches und Richtunggebendes in den Lehren und Riten der bestehenden Religionen zu finden sei. „Ja und nein", sagte G. „Stellen wir uns vor, wir sitzen hier und sprechen über die Religion, und das Dienstmädchen Mascha hört unsere Unterhaltung. Natürlich versteht sie es auf ihre eigene Weise und wiederholt dem Diener Iwan, was sie verstanden hat. Der Diener Iwan versteht es wieder auf seine eigene Weise und wiederholt das, was er verstanden hat, dem Kutscher Peter im Nebenhaus. Der Kutscher Peter geht aufs Land und erzählt im Dorf, worüber die Stadtmenschen reden. Glauben Sie, daß seine Erzählungen überhaupt dem ähneln werden, was wir sagten? Dies ist genau die Beziehung zwischen den bestehenden Religionen und dem, was ihre Grundlage war. Sie erhalten Lehren, Traditionen, Gebete, Riten nicht aus fünfter, sondern aus fünfundzwanzigster Hand, und dann ist natürlich alles so verstümmelt, daß es nicht mehr zu erkennen und alles Wesentliche schon längst vergessen ist.

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Zum Beispiel spielt in allen Glaubensformen die Überlieferung des Abendmahles Christi und seiner Jünger eine große Rolle. Liturgien und eine ganze Reihe Dogmen, Riten und Sakramente beruhen darauf. Dies war der Grund für Schismen, für die Trennung von Kirchen, zur Bildung von Sekten; wie viele Leute sind umgekommen, weil sie nicht diese oder jene Deutung davon annehmen wollten. Tatsächlich versteht niemand, was es genau war oder was Christus und seine Schüler an jenem Abend taten. Keine bestehende Erklärung ähnelt auch nur annähernd der Wahrheit, weil das in den Evangelien Aufgezeichnete erst schon einmal durch Kopieren und Übersetzen stark verstümmelt wurde; und zweitens, weil es geschrieben wurde für die, die wissen. Für die, die nicht wissen, kann es gar nichts erklären, und je mehr sie es zu verstehen suchen, desto tiefer landen sie im Irrtum. „Um zu verstehen, was beim Abendmahl vor sich ging, müssen wir zuerst verschiedene Gesetze kennen. „Sie erinnern sich, was ich über den .Astralkörper' gesagt habe? Wollen wir es uns noch einmal kurz ins Gedächtnis rufen. Menschen, die einen .Astralkörper' haben, können miteinander in Verbindung treten, sogar über eine Entfernung hin, ohne übliche physische Mittel zu gebrauchen. Damit aber so eine Verständigung möglich werde, müssen sie eine .Verbindung' zwischen sich schaffen. Aus diesem Grunde nehmen Menschen, die nach verschiedenen Orten oder verschiedenen Ländern gehen, irgendein Besitztum des anderen mit, vor allem Dinge, die mit seinem Körper in Berührung waren und mit seinen Strahlungen gesättigt sind und so fort. In der gleichen Weise pflegten Freunde, um die Verbindung mit einem Toten aufrechtzuerhalten, Gegenstände, die ihm gehört haben, bei sich zu behalten. Diese Dinge lassen sozusagen eine Spur hinter sich, etwas wie unsichtbare Drähte oder Fäden, die durch den Raum ausgespannt bleiben. Diese Fäden verbinden einen bestimmten Gegenstand mit dem Menschen, dem lebenden oder in manchen Fällen dem toten, dem der Gegenstand gehörte. Die Menschen wußten das seit ältesten Zeiten und haben den verschiedensten Gebrauch von dieser Kenntnis gemacht.

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Gleichzeitig aber wollten sie eine dauernde Verbindung mit Christus herstellen. was für eine Rolle er dabei spielen müsse. Zwei oder mehrere Menschen mischen ihr Blut in dem gleichen Gefäß und trinken dann von diesem. Und jeder wußte. daß viele verschiedene Nationen die Sitte der Blutsbrüderschaft haben. Und zu diesem Zweck gab er ihnen sein Blut zu trinken und sein Fleisch zu essen.„Spuren davon können in den Bräuchen vieler Völker gefunden werden. Es war nicht Brot noch Wein. wird eine einmal geschaffene Verbindung zwischen . Aber der Ursprung dieses Brauchs liegt tiefer.Astralkörpem' nach dem Glauben verschiedener Nationen auch nicht durch den Tod zerstört. die sie allein nie hätten finden können. abgestoßen.Astralkörpern' zu schaffen. andere im Gegenteil fühlten darin eine Wahrheit. „Das Abendmahl war eine magische Zeremonie. „Christus wußte. sehen Sie. daß er sterben müsse. Er wußte es und seine Jünger wußten es auch. Aber wer weiß irgend etwas hierüber in den bestehenden Religionen und wer versteht.Astralkörpern' zu schaffen. Danach werden sie als Blutsbrüder betrachtet. sondern richtiges Fleisch und richtiges Blut. ähnlich der Blutsbrüderschaft. Es war vorher so beschlossen worden. um eine Verbindung zwischen . Zu Beginn war dies eine magische Zeremonie. um eine Verbindung zwischen ." Diese Vorlesung und vor allem ihr Ende rief viele Gespräche in unserer Gruppe hervor. aber ihr Sinn ist seit langem verloren. Das Blut hat besondere Eigenschaften. schrieben dem Blut eine besondere Bedeutung von magischen Eigenschaften zu. was es bedeutet? Alles das ist schon lang vergessen und allem wurde eine ganz andere Bedeutung beigelegt. was G. Die Worte sind geblieben. zum Beispiel die Juden. Viele waren von dem. Sie wissen zum Beispiel. Und einige Völker. über Christus und das Abendmahl gesagt hatte. 141 . Dann.

sagte G. Ich fragte Sie nach ihrem persönlichen Ziel. vor allem weil es nicht nur ein. dann weiß er wirklich alles. sondern viele Daseinsziele gibt. daß wir mit der Lösung dieser Frage beginnen. Die Frage nach dem Ziel ist eine sehr wichtige Frage. Die Lehre selbst kann kein bestimmtes Ziel verfolgen. „Ich habe nicht von der philosophischen Bedeutung des Daseinsziels gesprochen. solange er das bleibt. weil wir eine Antwort auf diese Frage suchen. sind völlig hoffnungslos und nutzlos." „Sie mißverstehen mich". „Sie : wollen.tun'. Wie kann man irgend etwas . zu erreichen. weil es für Sie wichtig ist. Versuche." ^. diese Frage mit gewöhnlichen Methoden zu lösen.Tun' ein Ziel voraus. Jeder Mensch muß sein eigenes Ziel haben: der eine 142 . sagte einer der Anwesenden. etwas zu . Der Mensch kennt es nicht und kann es nicht kennen. „aber Sie müssen mir erlauben. Wenn ein Mensch dies weiß. was er ist. wird er noch nicht einmal fähig sein. sagte G. daß wir es im voraus wissen.tun'. was Sie erreichen wollen.SECHSTES KAPITEL T . Sie zeigt nur den besten Weg für die Menschen. Ihr eigenes Ziel zu bestimmen. was immer ihr Ziel gerade sein möge.Aber die Frage nach dem Ziel des Daseins ist eine der schwierigsten philosophischen Fragen". Sie erwarten von uns. anzufangen. darüber zu schweigen.1 ine der nächsten Vorlesungen begann mit der Frage eines AnJ-Lwesenden: „Was ist das Ziel dieser Lehre?" „Ich habe selbstverständlich mein eigenes Ziel".. Aber vielleicht sind wir nur hergekommen. Solange ein Mensch sein eigenes Ziel noch nicht für sich gefunden hat. Im Augenblick kann mein Ziel keine Bedeutung für Sie haben. Im Gegenteil. Ich habe nach etwas ganz anderem gefragt. ohne ein Ziel zu haben? Vor allem anderen setzt . und nicht nach dem Grund Ihres Daseins.

würde ich gerne arbeiten. wenn wir sie nicht kennen. unser Leben zu organisieren. sie zu beenden oder nicht?" „Sehr gut". Ich habe es immer für erniedrigend gehalten. und manchmal war ich sogar bei Experimenten. „Mir ist es gleichgültig. daß ich nach dem Tode meines physischen Körpers weiterleben werde. er kann den Tag und die Stunde seines Todes kennen und hat auch ein Recht darauf. wenn man nicht weiß. daß ein Mensch wissen könne. Wer kann sonst noch sein Ziel formulieren?" „Ich würde gerne überzeugt sein. wieviel Zeit er noch hat. daß ich die Zukunft erkennen möchte. daß die Menschen leben. die genaue Zukunft zu erkennen. Durch theoretisches Studium dieser Frage kam ich zu dem Schluß. Was ich am meisten fühle. und einmal habe ich beschlossen. daß die Zukunft erkannt werden kann. Vieles war für mich mit dieser Frage verknüpf. erfolgreich. ob wir uns auf dem gleichen Weg befinden oder nicht „Denken Sie daran. die Zukunft zu erkennen. der vierte möchte ein General sein und so fort. Wenn Sie mir Ihr Ziel sagen. ohne dies zu wissen. was ich jetzt bin. sagte G. so kann ich Ihnen sagen. bevor ich es wüßte. Ich frage nach Zielen dieser Art. daß ich nicht Herr meiner selbst bin." „Ich habe mein eigenes Ziel schon vor einigen Jahren ganz klar formuliert". wieviel Zeit ihm noch zur Verfügung steht. ein dritter will das Himmelreich. und wenn das von mir abhängt. in anderen Worten. und auch ein Recht habe. Ich war zum Beispiel der Ansicht. um nach meinem Tode weiterzuleben". unfähig sind. „ich sagte mir. oder. zu wissen. ob man Zeit haben wird. sagte einer der Versammelten.möchte Reichtümer haben. Denn was hat es für einen Zweck. Daraus schloß ich. daß wir die Zukunft kennen sollten und ein Recht darauf haben und daß wir. ob ich die Zukunft kenne oder nicht oder die Sicherheit erlange. bevor Sie hierher kamen. sagte ein anderer. irgendeine Arbeit zu beginnen.. nichts zu tun. ein anderer Gesundheit. wie Sie Ihr eigenes Ziel formuliert haben. „das erste Ziel ist also. „wenn ich bleibe. und wenn ich mein 143 . ist. sagte ich. nach dem Tode weiterzuleben".

Und wenn man genau studiert hat. Aber im Augenblick haben wir noch nicht genügend Material zur Verfügung. dann könnten wir auch die Zukunft kennen. sagte wieder ein anderer. um weiterzugehen. letztes Jahr oder vor zehn Jahren. Ohne dies ist nichts anderes möglich und ohne dies hat nichts einen Wert. ich möchte Herr meiner selbst sein. muß man zuerst die Gegenwart in allen Einzelheiten kennen. So. „Nun. wird Morgen in genau der gleichen Weise eine Folge von Heute sein. um diese Frage ernstlich zu behandeln. weil das Schicksal dem Typus entspricht. ist der Wunsch. würde ich sagen. Aber wir wollen mit der ersten Frage. ebensowenig. Wenn der Typus bekannt ist. dann wird Morgen wie Heute sein. wie wir es wünschen. dann kann auch sein Schicksal er- 144 . „Um die Zukunft zu kennen. hängt von drei Ursachen ab: vom Zufall. was gestern geschah. oder dem ersten Ziel. Wir können kein Schicksal im wirklichen Sinne des Wortes haben. Der heutige Tag ist. Was uns geschieht oder geschehen kann. was gesagt wurde. vorige Woche. wie man Kriege verhindern kann". Wenn wir einen Willen hätten. könnten wir allein durch ihn die Zukunft erkennen. wie er ist. Wenn wir ein Schicksal hätten. daß das Morgen anders ist. Wenn Heute nur eine Folge von Gestern ist. vom Schicksal oder von unserem eigenen Willen. anderen Menschen zu helfensagte ein anderer. Und wenn Heute wie Gestern ist. „Ich würde gerne wissen. vorgestern. „wir haben nun genügend Material. müssen Sie das Heute anders machen. „Ich würde gerne fähig sein. wie wir einen Willen haben können. weil der gestrige war. Die beste Formulierung dessen. Wenn Sie wollen. das ist genug". sagte der nächste. sagte G-. dann kann man ohne Irrtum sagen. beginnen.Ziel formulieren soll. was morgen geschehen wird und was nicht. ebenso die Vergangenheit." „Ich würde gern die Lehre Christi verstehen und ein Christ im wahren Sinne des Wortes sein". weil wir dann durch ihn die Zukunft in der Weise gestalten könnten. sein eigener Herr zu sein. wie wir sind. wie er war. hängen wir fast vollständig vom Zufall ab.

aber wir haben alles Recht zu sagen. daß wir unsere Zukunft kennen. muß man lernen. ob es sich lohnt. das zu sagen". wessen Zukunft gemeint ist. wohin sie gehen wird. Dann können wir. was unsere Vergangenheit war. aber fünf Minuten später geht sie schon wieder in eine ganz andere Richtung. „Und um die Zukunft praktisch kennenzulernen. morgen wieder ein anderer: heute kann ihm dies geschehen. was mit jedem von uns geschehen wird?" fragte jemand. Wenn er die Zukunft nicht kennt. wenn ein Mensch sein eigener Herr sein kann.. vom Ergebnis aus urteilend. in denen wir wirklich die Zukunft kennen und wo wir in Übereinstimmung mit diesem Wissen handeln. Heute ist der Mensch einer. bevor wir von der Zukunft reden. wissen. morgen jenes. „das heißt voraussagen. muß er zuerst sich selber kennen. Dann wird er sehen. 145 . Sie wird genau das sein. In der Arbeit an sich selbst muß man ein guter Geschäftsmann. die Augenblicke zu bemerken und sie im Gedächtnis zu behalten. das heißt sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft. Und die Kenntnis der Zukunft lohnt sich nur. sagte G. mit der Arbeit zu beginnen?" „Es ist unmöglich. Ihre Richtung wechselt jeden Augenblick. Das geschieht in einfacher Weise zum Beispiel im Geschäftsleben. daß wir wirklich die Zukunft kennen. Nichts kann sich von sich aus ändern. Manchmal ist es vielleicht besser. Jeder gute Geschäftsmann kennt die Zukunft. Wenn ein Mensch seine eigene Zukunft kennenlernen will. Aber Zufälle können nicht vorausgesehen werden.kannt werden. und Sie können berechnen. und alle Ihre Berechnungen erweisen sich als falsch. Es ist unmöglich. „Es klingt paradox. welches Ergebnis jeder von uns durch die Arbeit an sich selbst erreichen wird und ob es sich überhaupt für ihn lohnt. Darum müssen wir. „man kann die Zukunft nur für Menschen voraussagen. die Zukunft zu kennen." ^. beweisen.Aber können Sie nicht voraussehen. sie nicht zu kennen. die Zukunft für verrückte Maschinen vorauszusagen. In einem Augenblick geht eine Maschine dieser Art in einer Richtung. ein guter Kaufmann sein. geht sein Geschäft zugrunde.

wie man den endgültigen Tod vermeiden könne. Tod und Unsterblichkeit lenken. „Dafür ist es notwendig.sein'. von der Geburt bis zum Tode. Bei der Arbeit für das Leben arbeitet ein Mensch für den Tod oder besser für die Unsterblichkeit. weil die Gesetze überall die gleichen sind. Wenn ein Mensch sein eigenes Leben prüft. zu . so wie er es kennt.zu tun'. Ein Christ ist der. Wenn ein Mensch das eine erreicht. erreicht er auch das andere. was aus sich selbst leben kann. daß ein Christ nicht der ist. wie man ein Christ werden kann. wie man es vermeiden könne zu sterben. viele unserer . Äußere Einflüsse wechseln und wir wechseln mit ihnen. ob es existiert oder nicht. ohne für das gegenwärtige zu arbeiten. dann braucht dieses Etwas nicht zu sterben. nicht von der allgemeinen Arbeit getrennt werden. Wenn ein Mensch sich jede . Unter gewöhnlichen Umständen sterben wir jeden Augenblick. was dem Tod widerstehen kann. welcher in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften lebt. Minute wandelt. zu sein. . der sich als solcher bezeichnet oder den die anderen einen Christen nennen. Wenn ein Mensch in sich ein dauerndes Ich entwickelt. müssen wir fähig sein. dann kann dies auch den Tod des physischen Körpers überleben. „Zuallererst müssen wir uns klarmachen. wenn man so sagen kann. Um Christen zu sein. wie man es erlangen könne. die Leben.„Dann war da die Frage über das zukünftige Leben. dann bedeutet das: in ihm ist nichts. Das ganze Geheimnis ist dies: man kann nicht für das künftige Leben arbeiten. So wie wir sind. und auch das Leben anderer Menschen. wenn sich in ihm etwas bildet. und wir untersuchen nicht. Aber wenn er von äußeren Einflüssen unabhängig wird. dann studiert er alle Gesetze. Schon allein dadurch kann er unsterblich werden. „Eine andere Frage war. Ein Mensch mag allein zum Zwecke seiner eigenen Lebensinteressen danach streben. dann wird er auch Herr seines Todes. das einen Wechsel der äußeren Bedingungen überleben kann. wenn nichts in ihm den äußeren Einflüssen standhalten kann. können wir keine Christen sein. Darum kann die Arbeit für die Unsterblichkeit. Wir reden nicht eigens über das zukünftige Leben. Wir können 146 . das heißt. Wenn er Herr seines Lebens wird.Ichs' sterben.

Sie sind Maschinen. wobei er dieses Wort betonte. So wie wir sind. Die Verantwortung kommt später. Im Augenblick werden wir die Untersuchung unserer Fragen fortsetzen. Christ sein heißt verantwortlich sein. Und er kann auch nicht Christ sein. möchte ich Ihnen sagen: dies ist esoterisches Christentum. „Wir müßten viel und lange darüber reden. mit uns geschieht alles. weil wiederum manchmal . ein Christ zu sein.nicht tun. wie er es anstellen könne. Eine Maschine kann nicht Christ sein. nicht nur in Worten. Und anstatt zu wünschen." „Was ist die Beziehung der Lehre. sich an einen sehr guten. Und eine und die gleiche Sache kann nicht lange gewünscht werden. ihn lebendig zu fressen oder auf heißen Kohlen zu rösten. Oder wenn ein anderer ihm nicht glaubt. 147 . die bereits wissen. anstatt zu wünschen ein Christ zu sein. was Sie unter diesem Begriff verstehen. um uns klar zu werden. Sie sind nicht verantwortlich. was Sie über das Christentum wissen".es' nicht wünscht. wenn wir nicht einmal unsere Freunde lieben können? Manchmal liebt . Aber zum Nutzen derjenigen. Wenn ein Mensch nicht sein eigener Herr ist. Christ zu sein? Das sind einfach Dinge. die vom Zufall regiert werden. beginnt er daran zu denken. so wird er bereit sein. Sein heißt Herr seiner selbst sein. und vergißt darüber alles Christentum. Um ein Christ zu sein. wie wir es kennen?" fragte ein Anwesender. ein Automat. Er ist einfach eine Maschine. Christus sagt: »Liebet eure Feinde'. aber sehr teuren Teppich erinnert. hat er nichts und kann er nichts haben. antwortete G. „Ich weiß nicht. „Von den geäußerten Wünschen ist der richtigste der Wunsch. was für ein wunderbarer Christ er ist. die Sie darlegen. weil ein Mensch plötzlich.es' wünscht und manchmal .es' und manchmal liebt . diesen Teppich zu kaufen. und tatsächlich. wenn ein Mensch wenigstens teilweise aufhört. ein Christ sein zu wollen. können wir nicht einmal wünschen. anfängt. ist es für ein Auto oder eine Schreibmaschine oder ein Grammophon möglich. Denken Sie selbst.es' nicht.. den er in einem Laden gesehen hat. zum Christentum. Christen zu sein. muß man sein. aber wie können wir unsere Feinde lieben. eine Maschine zu sein. Wir werden die Bedeutung dieser Worte noch besprechen.

zu denken. und gibt statt dessen das eines anderen weg. dann wird er nicht anfangen zu denken. muß man 148 . gibt aber an Stelle dessen sein letztes Hemd weg. daran zu denken. heute Altruist. sie seien fähig. ein Egoist zu sein. Eine große Anzahl Menschen beschäftigt sich nur aus Faulheit in Gedanken und Gefühlen damit. Menschen zu helfen. und ist beleidigt. Aber wenn überhaupt keine Wahl da ist. Wünsche. damit er es wieder einem anderen geben könne. sich selbst zu helfen. „Jemand sagt zum Beispiel. ein Altruist oder ein Egoist zu sein. Dies heißt falsch und unaufrichtig mit sich selbst sein. wenn er nur so ist. an sich selbst zu arbeiten. wie er anderen Leuten helfen könne: er wird sich schämen. Menschen. sein letztes Hemd wegzugeben. Ein Mensch entscheidet sich. Menschheitsliebe. wenn er gar nicht anders sein kann. ein bewußter Egoist zu sein. was meistens geschieht. so wie wir sind. denn ohne dies ist nichts weiteres möglich. muß man erst' lernen. bevor man das Schwierige tun kann. er wolle den Menschen helfen. Um fähig zu werden. dem er sein letztes Hemd geben wollte. mit denen ein Mensch nichts anzufangen wüßte. Das ist es. Er entscheidet sich. aber an Stelle dessen raubt er dem Menschen. Nur ein bewußter Egoist kann Menschen helfen. daß jemand sich weigert. Wenn ein Mensch auf sich selber schaut. selbst wenn sie ihm gewährt würden. wie der Zufall ihn gemacht hat oder ihn macht. Altruismus. ein Egoist. anderen zu helfen. Um anderen zu helfen. und gleichzeitig ist es sehr angenehm für sie. dessen letztes Hemd. das sind alles sehr schöne Worte. dann übermorgen wieder Altruist. Oder er entscheidet sich. ihm sein Hemd zu geben. muß man erst lernen.Herr seiner selbst zu sein. können nichts tun. zu lieben oder nicht zu lieben. wenn ein Mensch durch eigene Wahl und eigenen Entschluß fähig wird. anderen zu helfen. dann hat das überhaupt keinen Wert. aber sie haben nur dann eine Bedeutung. morgen Egoist. Dann hat sein Entschluß einen Wert. „Und vor allem. wie er wirklich ist. sein eigenes Hemd wegzugeben. Und im Vergleich zu diesem Wunsch sind alle anderen Wünsche einfach kindische Träume. Sie sind zu faul.

wie sie andere Leute veranlassen können. All diese Theorien über universalen Frieden. daß sie andere Leute bekriegen würden. sagte G. was sie sind. von planetarischen Einflüssen verursacht.lernen. das Leichte zu tun. Wie können Kriege verhindert werden? Kriege können nicht verhindert werden. sie vermehren sich und können durch gewöhnliche Mittel nicht verhindert werden. „Und trotzdem hat es noch nie einen Krieg wie den gegenwärtigen gegeben. die das einsehen. aber auf eine andere Weise. „Dann war da eine Frage über Krieg. Wir müssen mit den Ursachen beginnen. etwas tun?" fragte der. Die Kriege vermindern sich nicht. Der Krieg wird von kosmischen Kräften. haben dies fast seit der Weltschöpfung versucht". manche außerhalb. über Friedenskonferenzen und so weiter sind wieder nichts als Faulheit und Heuchelei. Manche liegen im Menschen selbst." „Aber sicherlich können die. Und es ist noch sicherer. aber sie denken daran. die den Krieg verhindern wollten. die im Menschen 149 . die den Krieg hassen. wären sie imstande. was sie wollen. Menschen sind. das zu tun. Aber in den Menschen besteht überhaupt kein Widerstand gegen diese Einflüsse und kann auch keiner bestehen. solange die Menschen Sklaven sind. Der Krieg ist das Ergebnis der Sklaverei. diesen Einflüssen zu widerstehen und würden einander nicht umbringen. könnten sie nicht die anderen beeinflussen?" „Diejenigen. sich wirklich zusammenschlössen. Und so würden sie kämpfen. Der Krieg hat viele uns unbekannte Ursachen. Wenn eine genügende Anzahl Menschen. dann würden sie zuerst damit anfangen. Wenn sie Menschen wären und fähig zu tun. Die Menschen wollen nicht über sich selbst nachdenken. sie wollen nicht an sich arbeiten. daß es keinen Krieg mehr geben solle. die auch Kriege verhindern wollen. der die Frage über den Krieg gestellt hatte. die nicht mit ihnen übereinstimmen. kann man die Menschen gar nicht für den Krieg verantwortlich machen. alle zu bekriegen. Genau gesprochen. und sie können nicht anders sein. Man kann nicht mit dem Schwersten beginnen. in der die Menschen leben. „Wenn eine genügende Anzahl Menschen zu dem endgültigen Entschluß kommen würde.

warum in allen alten Lehren die erste Forderung am Beginn des Weges zur Befreiung war: Erkenne dich selbst. Aber er kann nicht aufhören. die auf ihn wirken. Aber obgleich modernes Denken um das Bestreben dieses Grundsatzes weiß. die .erkenne dich selbst' von der Notwendigkeit spricht. aus der Sklaverei befreit zu werden: danach sollte der Mensch streben. Wenn er von den Dingen frei wird. „Diese Worte". „Das ist der Grund. Befreiung. Ohne Selbsterkenntnis. Um daher frei zu werden. die viel älter sind als die sokratische. Nichts anderes gibt es für ihn.selbst sind. Der gewöhnliche Mensch unserer Zeit. liegen tatsächlich vielen Systemen und Schulen zugrunde. seine Maschine. „Wir werden nun über diese Worte sprechen. äußerlich ein Sklave zu sein. solange er sowohl äußerlich als auch innerlich ein Sklave bleibt. dann kann er auch von planetarischen Einflüssen frei werden. ohne Verständnis der Arbeit und der Funktionen seiner Maschine kann ein Mensch nicht frei sein. sagte G. Wie kann ein Mensch von den äußeren Einwirkungen großer kosmischer Kräfte frei werden. Frei zu werden. daß der Grundsatz . hat es nur eine sehr vage Vorstellung von seinem Sinn und seiner Bedeutung. „die gewöhnlich Sokrates zugeschrieben werden. und nichts anderes ist ihm möglich. wenn er sich nur ein wenig seiner Lage bewußt wird. das muß das Ziel des Menschen sein. sogar ein Mensch mit philosophischen oder wissenschaftlichen Interessen versteht nicht." Die nächste Vorlesung begann genau mit den Worten: erkenne dich selbst.. „Freiheit. zu kennen. solange er innerlich ein Sklave bleibt. Die Maschinen 150 . kann er sich selbst nicht lenken und wird immer ein Sklave bleiben und der Spielball der Kräfte. „Der erste Grund der inneren Sklaverei des Menschen ist seine Unwissenheit und vor allem seine Unwissenheit über sich selbst. wenn er der Sklave von allem ist. muß man die innere Freiheit erringen.menschliche Maschine'. was ihn umgibt? Er wird durch alles um ihn herum beherrscht.

sich selbst auf die richtige Weise kennenzulernen. Um eine Sache kennenzulernen. die Funktionen und die Gesetze seines Organismus studieren. daß er sich selbst studieren muß. Der Mensch in seinem gegenwärtigen Zustand ist sehr weit von der Selbstkenntnis entfernt. er wird nie verstehen. womit es in Beziehung steht und wovon es notwendigerweise abhängt. eine Sache so von der anderen abhängig. „Selbst-Studium ist die Arbeit oder der Weg. „Die Hauptmethode des Selbst-Studiums ist die Selbst-Beobachtung. verlangt ein gewisses Verstehen der 151 . wie und wieso bei jeder Gelegenheit alles in ihm . „Selbsterkenntnis ist ein sehr großes. wenn ein Mensch versteht. „Der Grundsatz . und er muß die Methoden des Selbst-Studiums studieren. verstehen muß. was ebenso notwendig ist. Es muß des Menschen Ziel sein. Darum kann genau genommen sein Ziel nicht einmal als Selbsterkenntnis bestimmt werden. Das Selbst-Studium muß sein großes Ziel sein. „Aber um sich selbst zu studieren. Alles im Menschen kennenzulernen ist möglich. aber es verlangt viel Zeit und Arbeit und vor allem die Anwendung der richtigen Methoden und. der zur Selbstkenntnis führt. Es ist schon genug. der sich selbst kennenlernen möchte. „Aber die Methoden der Selbst-Beobachtung und des richtigen Selbst-Studiums zu lernen. wo man anfängt und welche Methoden anzuwenden sind. sich selbst zu studieren. In der menschlichen Maschine ist alles so ineinander verwoben. irgendeine Funktion zu studieren. damit zu beginnen. was dies bedeutet. daß ein Mensch.sind in allen Menschen mehr oder weniger gleich. daß es ganz unmöglich ist. aber ein sehr vages und entferntes Ziel. darum muß der Mensch vor allem anderen die Struktur. die richtige Führung. muß man alles kennenlernen. muß man erst lernen. Der Mensch muß lernen.geschieht'. In erster Linie verlangt er. Ohne richtig angewandte Selbst-Beobachtung wird ein Mensch niemals die Verbindung und die Beziehung zwischen den verschiedenen Funktionen seiner Maschine verstehen. wie man studiert. ohne gleichzeitig alle anderen zu studieren.erkenne dich selbst' umfaßt einen sehr reichen Inhalt. wie er sich studieren soll.

auch nur die einfachsten Erscheinungen zu analysieren. Die Analyse wird erst viel später möglich. sondern muß eine innere Bestimmung sein. Daraus wird klar. fragt ein Mensch im allgemeinen: . ohne daß man die allgemeinen Gesetze kennt.Funktionen und Eigenschaften der menschlichen Maschine.Registrierung' ansammeln. Darum ist es bei der Beobachtung der Funktionen der menschlichen Maschine notwendig. zu analysieren. sie genau und sofort zu bestimmen. und die zweite Methode ist das Registrieren. Indem er sich mehr und mehr in diese Fragen vertieft. wenn ein Mensch alle Funktionen seiner Maschine und die sie beherrschenden Gesetze kennt. muß der Mensch erst eine genügende Menge Material mit Hilfe der . eine vollkommen nutzlose Zeitverschwendung. was in einem bestimmten Augenblick stattfindet. „Aber sogar abgesehen davon sind Versuche. die ihm in den Weg kommen. „Es gibt zwei Methoden der Selbst-Beobachtung: die Analyse oder Versuche der Analyse. . Bevor es möglich ist. daß nur eines von beiden geschehen kann: entweder Beobachtung oder der Versuch der Analyse. die richtige Einteilung der beobachteten Funktionen zu verstehen und fähig zu sein. „Beim Versuch. durch Empfindung. in der gleichen Weise. „Selbst-Beobachtung darf vor allem am Anfang keinesfalls Analyse oder der Versuch der Analyse werden. verliert er vollkommen den Faden der Selbst-Beobachtung und vergißt alles andere darüber.was ist dies? warum geschieht es auf diese Weise und nicht auf eine andere?' und er beginnt eine Antwort auf diese Fragen zu suchen und vergißt darüber alles weitere Beobachten. wie wir alle inneren Erlebnisse bestimmen.Registrierung'. Antworten auf die Fragen zu finden: wovon ein gewisses Ding abhängt und warum es geschieht. das heißt Versuche. das heißt das Ergebnis einer unmittelbaren Beobachtung dessen. ist das wichtigste Material in der 152 . einzelne Erscheinungen zu analysieren. verschiedene Erscheinungen. einfaches Verzeichnen im Verstand des Betrenenden von dem. Die Beobachtung kommt zu einem Stillstand. durch Geschmack. und diese Bestimmung darf nicht eine sprachliche. was im Augenblick beobachtet wird.

„Die Beobachtung muß mit der Gliederung der Funktionen beginnen. Aber man muß am Anfang beginnen. Alle frühere Erfahrung.Registrierungen' angesammelt und gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad zugrunde liegende Gesetze studiert und verstanden hat. Wenn man eine gewisse Anzahl von . was Bewegungstätigkeit bedeutet und was instinktive Tätigkeit bedeutet. als ob er sich überhaupt nicht kenne. Die ganze Tätigkeit der menschlichen Maschine ist in vier scharf begrenzte Gruppen geteilt.Registrieren' auf dem Verständnis der grundsätzlichen Prinzipien der Tätigkeit der menschlichen Maschine fußen. Es kann daher nicht benützt werden. 153 .Arbeit des Selbst-Studiums. Bewegungs. worin sich die Funktionen unterscheiden. „Die Beobachtung muß am Anfang beginnen. „Vom ersten Augenblick an muß die Beobachtung oder das . was intellektuelle Tätigkeit bedeutet. Die Selbst-Beobachtung kann ohne Kenntnis dieser Prinzipien nicht richtig angewandt werden — ohne daß man diese ununterbrochen vor Augen hat. was Gefühlstätigkeit bedeutet.Zentrum' gelenkt wird. Bei der Selbst-Beobachtung muß ein Mensch zwischen den vier Grundfunktionen seiner Maschine unterscheiden: der Denk-. Fühl-. Ein Mensch muß beginnen. vollkommen nutzlos und führt nirgends hin. Jede von einem Menschen beobachtete Erscheinung steht mit einer oder der anderen dieser Funktionen in Beziehung. wird zu einem geeigneten Zeitpunkt aufgenommen und benützt werden. jedenfalls nicht bei Beginn der Arbeit des Selbst-Studiums. Darum muß man vor Beginn der Beobachtung verstehen. Darum ist die gewöhnliche Selbst-Beobachtung. mit der die Menschen ihr ganzes Leben hindurch beschäftigt sind. dann wird Analyse möglich. Was davon einen Wert hat. Sie mögen viel wertvolles Material enthalten. als ob er sich niemals beobachtet hätte.und instinktiven Funktion. Aber all dieses Material beruht auf falscher Einteilung der beobachteten Funktionen und ist selbst falsch eingeteilt. sich so zu beobachten. das Ergebnis aller früheren Selbst-Beobachtung muß beiseite gelegt werden. von denen jede durch ein besonderes Him oder .

die sogenannten . wie sie ihre Funktionen empfinden. „Empfindung und Gefühl vernünfteln nicht. unter welches Zentrum die von ihm im Augenblick beobachteten Erscheinungen fallen. unter welche Gruppe. andere durch ihr Gefühl. was wir gewöhnlich nicht verstehen.„Gleich beim Beginn seiner Selbst-Beobachtung muß er versuchen. Denkschlüsse sind immer das Ergebnis des Vergleichs zweier oder mehrerer Eindrücke. sie bestimmen einfach einen gegebenen Eindruck dadurch. durch seine Farbe. „Die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen den Funktionen wird durch die Tatsache vergrößert. . kann man sagen. Jedenfalls braucht weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes mit dieser oder jener Farbe verbunden zu sein. vergleichen nicht. Das ist es. „Sehr allgemein gesprochen. andere wiederum haben Schwierigkeiten im Verstehen des Unterschiedes zwischen Fühlen und Empfinden. da sie ein und dasselbe Ding 154 .weißes Papier'. Manche nehmen hauptsächlich durch ihren Verstand wahr. sofort zu bestimmen.fünf Sinne' und andere. ja fast unmöglich für Menschen verschiedener Kategorien und von verschiedener Wahrnehmungsart. wieder andere durch ihre Empfindungen. In Wirklichkeit jedoch bestehen große Unterschiede in den Formen und Methoden ihrer Wahrnehmung. sind instinktiv. In der Wahrnehmung von weiß oder rot ist weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes. als sie es wirklich sind. Kälte und so fort. Wir glauben. indifferente Gefühle gibt es nicht. einander zu verstehen. andere zwischen einem Gedanken und einem Bewegungsimpuls. den Unterschied zwischen Denken und Fühlen zu verstehen. Darüber hinaus können Empfindungen indifferent sein: weder warm noch kalt. Es ist sehr schwer. seinen Geschmack oder Geruch. weder angenehm noch unangenehm: . Wahrnehmungen. daß die Menschen einander viel ähnlicher sind. daß die Menschen sich sehr durch die Art unterscheiden.roter Bleistift'. Gefühlsfunktionen sind immer angenehm oder unangenehm. ob er angenehm oder unangenehm im einen oder anderen Sinn ist. daß die Denkfunktion immer mittels des Vergleichs arbeitet. „Manche Leute finden es schwierig. wie die Wahrnehmung von Wärme.

Eine oder die andere Art der Wahrnehmung ist unmittelbar mit einer oder der anderen Weise der Reaktion auf äußere Ereignisse verknüpft. Und auch wenn er das bemerkt. muß danach trachten. daß jede normale psychische Funktion ein Mittel oder ein Instrument zur Erwerbung von Wissen ist. kann er nichts daran ändern. eine solche Wahrnehmungsfähigkeit zu erreichen. Wenn zwei Menschen die gleiche Sache verschieden wahrnehmen. Seine spezielle Art der Wahrnehmung wird durch die Arbeit seines Organismus als Ganzes bedingt. Ein Mensch nimmt mittels Gedanken und Empfindungen wahr. mit Hilfe der Empfindungen eine dritte Ansicht. unebenes Fenster. müssen wir verstehen. Sehr oft bezeichnet ein Mensch seine Gedanken oder seine intellektuellen Wahrnehmungen als Gefühle. daß sie sich selber nicht verstehen. daß die Menschen einander nicht verstehen. Unter gewöhnlichen Bedingungen sieht der Mensch die Welt durch ein verbogenes. „Um einen Weg der Unterscheidung zu finden. und in zweiter Linie dadurch. mit Hilfe der Gefühle eine andere. sagen wir der eine durch sein Fühlen und der andere durch sein Empfinden. Fühlen und Empfindung untersuchen. nennt seine Gefühle Gedanken und seine Empfindungen Gefühle. Jeder Mensch. sich gegenseitig in dem Zustand. 155 . Alle Funktionen sind wechselbezogen und gleichen sich aus. wenn wir ihn gleichzeitig mit Denken. so können sie sich ihr ganzes Leben lang darüber streiten und nie verstehen. Das letzte ist das häufigste. Die vollständigste. alle Funktionen streben danach.mit verschiedenen Namen und wiederum verschiedene Dinge mit dem gleichen Namen bezeichnen. ein anderer durch Gedanken und Gefühle und so fort. Außerdem sind verschiedene andere Verbindungen möglich. uns mögliche Kenntnis eines gegebenen Gegenstandes kann für uns nur erreicht werden. worin der Unterschied ihrer Haltung zu einem bestimmten Gegenstand besteht. der nach richtigem Wissen strebt. Das Ergebnis dieser Verschiedenheit der Wahrnehmung und Reaktion auf äußere Ereignisse drückt sich in erster Linie darin aus. Tatsächlich hat der eine diese Ansicht und der andere jene. Mit Hilfe des Denkens sehen wir eine Seite von Dingen und Ereignissen.

daß er alles vergißt. nicht imstande sein wird. die der Mensch nicht hat voraussehen können. Aber etwas anderes bemerkt er nicht. vergeßlich zu sein und Dinge zu verlieren. wieder her. verstehen. sich zu studieren. mäkelnd und unangenehm geworden ist. zu zerstören und zu vernichten. Er beginnt mit dieser Gewohnheit zu kämpfen. etwas zu ändern. wenn er beginnt. das Gleichgewicht wiederherzustellen. was andere Menschen bemerken. das er nicht im geringsten erwartete oder wünschte und das er nicht einmal vermutet haben kann. es zu ändern. erreicht er nach einer gewissen Zeit das erwünschte Ergebnis: er hört auf. und durch Anstrengungen in dieser Hinsicht stört er das Gleichgewicht der Maschine. ein gewisses Ergebnis zu erzielen. nämlich daß er leicht erregbar. alles verliert und so fort.in dem sie sich befinden. weil beim Wunsche. Die leichte 156 . daß er sehr zerstreut ist. Dies bemerkt er. wenn wir uns auch dieser Verbindung der verschiedenen Funktionen in uns nicht bewußt sind. was ihm mißfällt. mag es ihm gelingen. pedantisch. Aber alles in der Maschine ist miteinander verbunden. zu erhalten. wenn er in sich etwas entdeckt. es zu ändern. was ihm nicht gefällt. all das. Die Maschine versucht. sich wandeln eine andere. In jedem Augenblick ihrer Tätigkeit ist die Maschine in allen ihren einzelnen Teilen im Gleichgewicht. Wenn ein Mensch etwas beobachtet. Und beim Beginn des Selbst-Studiums muß er sich klar sein. und jede Funktion wird unvermeidlich durch eine andere Funktion oder durch eine ganze Reihe anderer Funktionen ausgeglichen. „Eine Wandlung ist unter gewöhnlichen Bedingungen unmöglich. Studieren ist eine Sache. was ihm mißfällt. und wenn er genügend methodisch und entschlossen verfährt. und stellt es durch die Schaffung einer neuen Funktion. daß er. Darum muß ein Mensch. Aber das Studium ist der erste Schritt zur Möglichkeit einer Wandlung in der Zukunft. Durch das Streben. der Mensch nur diese eine Sache ändern will. und Anstrengungen macht. daß für eine lange Zeit seine ganze Arbeit allein im Studium bestehen kann. Aber zusammen mit diesem Ergebnis wird er unvermeidlich ein anderes Ergebnis erreichen. Zum Beispiel mag ein Mensch beobachten.

wie man zu ihnen gelangen kann. Nur eine eingehende Analyse der psychischen Eigenschaften eines besonderen Menschen kann darlegen. zum Beispiel Geiz. warum der Verlust einer Eigenschaft das Auftreten einer anderen verursacht hat. die dem Ziel und der Richtung der Arbeit völlig entgegengesetzt sind. sofort seine Eindrücke dieser oder jener Kategorie zuordnen. unliebsame Wandlungen zu vermeiden oder auch die Erscheinung von Eigenschaften. an denen eine Wandlung vollzogen werden kann. ohne dadurch zusätzliche Ergebnisse hervorzurufen. „Man muß diese Punkte kennen und man muß wissen. bei denen er sofort sieht. „Wenn ein Mensch sich den Unterschied zwischen den Denk-. dem zweiten oder dem dritten Zentrum zugeordnet 157 . denn wenn man nicht mit ihnen beginnt. Nur auf diese Weise ist es möglich. bei denjenigen.Erregbarkeit ist als Ergebnis des Verlustes seiner Zerstreutheit aufgetreten. Genau so leicht kann irgendeine andere Eigenschaft erscheinen. „Aber im allgemeinen Plan der Arbeit und der Funktionen der menschlichen Maschine gibt es gewisse Punkte. muß man die Möglichkeit ausgleichender Wandlungen erwägen und sie im voraus in Betracht ziehen. Fühl. hinsichtlich derer er überhaupt keineiy Zweifel hat: das heißt. die keine Frage mit sich bringen. Neid oder etwas anderes. „Also wenn man an sich selbst in der richtigen Weise arbeitet. Dies heißt nun nicht.und Bewegungsfunktionen eingeprägt hat. während er sich beobachtet. schnell größer werden. die überhaupt keine Beziehung zur Zerstreutheit hat. zu welcher Kategorie sie gehören. wird nun klar dem ersten. dann wird die Anzahl der Beobachtungen. Und zuerst darf er nur bei solchen Beobachtungen verweilen. Und was erst zweifelhalt erschien. Er muß alle ungenauen und zweifelhaften Fälle beiseiteschieben und nur die im Gedächtnis behalten. daß Verlust von Zerstreutheit notwendig leichte Erregbarkeit ergeben muß. Warum? Das kann man unmöglich sagen. Wenn die Arbeit richtig durchgeführt wird. muß er. die nicht fraglich sind. wird man entweder überhaupt kein Ergebnis oder ganz falsche und unerwünschte Ergebnissse erzielen.

seine Arbeit einem anderen aufzubürden. das heißt. dann wird es alles durcheinanderbringen.werden können. für die es gar nicht geeignet ist. als wir denken. Die SelbstBeobachtung wird uns jedoch sehr schnell zeigen. oder jedenfalls. seine eigenen Assoziationen. als wir vermuten. sein eigenes Denken. Wenn in diesem Augenblick das Gefühlszentrum an seiner Statt zu arbeiten beginnt. während wir die Arbeit der Zentren beobachten. werden wir neben ihrer richtigen Arbeitsweise auch ihr falsches Arbeiten bemerken. Wie schon gesagt wurde. ver- 158 . In einem normalen gesunden Menschen tut jedes Zentrum seine eigene Arbeit. In einem unausgeglichenen Menschen geht diese Ersetzung eines Zentrums durch ein anderes fast stetig vor sich. Wenn das Gefühlszentrum für das Denkzentrum arbeitet. sondern was ihm im Augenblick am besten gefällt. Es gibt Situationen im Leben. und das Ergebnis dieser Störung wird sehr unbefriedigend sein.unausgeglichen' oder . zu fühlen oder vorzugeben. daß unser Innenleben viel reicher ist. mit denen das Denkzentrum allein fertig werden und einen Ausweg finden kann. die Arbeit eines anderen Zentrums zu tun. Fühl. den Versuch des Gefühlszentrums zu denken und den Versuch des Bewegungszentrums. Jedes Zentrum strebt gleichsam danach. und gleichzeitig strebt es danach. daß es fühlt.und Bewegungszentrum. daß es mehr Möglichkeiten enthält. das heißt. was es tun sollte. zu denken und zu fühlen. indem jedes Zentrum fähig wird. was man unter . „Gleichzeitig. Tatsächlich besteht jedes Zentrum aus drei Teilen: einem Denk-. da es die richtige Arbeit stört. seinen eigenen unmittelbaren Pflichten auszuweichen und nicht das zu tun. wird es schädlich. da es die Stetigkeit der psychischen Tätigkeit aufrechterhält. ist ein für ein anderes Zentrum arbeitendes Zentrum in manchen Fällen nützlich. und das ist genau das. die Arbeit eines Zentrums für ein anderes: den Versuch des Denkzentrums.neurotisch' versteht. Jedes Zentrum hat sein eigenes Gedächtnis. In jedem Zentrum kennen wir nur einen Teil. Aber wir wissen sehr wenig über diese Seite unserer Natur. die Arbeit. Aber wenn dies zur Gewohnheit wird. für die es besonders bestimmt ist und die es am besten durchführen kann.

Das Denken ist zu langsam. Ebenso kann der Verstand auch nicht Empfindungen würdigen. das heißt. Dies wird ganz klar. Außerdem verursacht in manchen Fällen die Einmischung des Denkzentrums ganz falsche Reaktionen. Wir sehen dies ganz klar. Es arbeitet einen bestimmten Aktionsplan aus und folgt ihm weiter. der Empfindung oder der Bewegung vorstellen. die Entscheidungen des Verstandes. Ereignisse. Wenn das Denkzentrum für das Gefüblszentrum arbeitet. indem er jeder Bewegung folgt. der über die Empfindungen eines anderen vernünftelt. Und die Entscheidungen des ersten. werden seine durch das 159 . wenn er versucht. scheinen ihm gleich zu sein. es genügt. das heißt. Das Denken kann die Feinheiten des Gefühls nicht verstehen.ursacht es eine überflüssige Nervosität. die für das Bewegungszentrum und das Gefühlszentrum ganz verschieden sind. und er wird sehen. in den Bereich des Gefühls. Er fühlt überhaupt nichts. Aber für den anderen sind jene Gefühle unbedingt da. können ihn niemals befriedigen. wenn wir uns die Einmischung des Denkens. Wenn er Schreibmaschine schreibt. sogar wenn sich die Umstände geändert haben und ein ganz anderer Weg des Handelns notwendig ist. mit seinem Verstand. in allen drei Fällen führt die Einmischung des Denkens zu ganz unerwünschten Ergebnissen. Fieberhaftigkeit und Eilfertigkeit in Lagen. macht einen Menschen unfähig. Seine Entscheidungen sind viel zu allgemein und entsprechen nicht den Entscheidungen. die das Gefüblszentrum gefällt hätte. jede Handlung überlegt zu tun. daß die Qualität seiner Arbeit sich sofort verändert. weil das Denkzentrum einfach unfähig ist. Beispiele dieser Art sind am leichtesten zu finden. Was für eine Arbeit auch immer ein Mensch tun mag. und. die rasche Entscheidungen verlangen. Noch kann er Bewegungen lenken. Ein gesättigter Mensch versteht einen Hungrigen nicht. bringt es Überlegung in Lagen. die Besonderheiten und Feinheiten der Lage zu unterscheiden. wenn wir uns einen Menschen vorstellen. wo im Gegenteil ruhiges Urteil und Überlegung wesentlich sind. die Feinheiten und Unterschiede in vielen Ereignissen zu verstehen. Diese sind für ihn tot. und so bestehen die Gefühle des anderen überhaupt nicht für ihn. des theoretischen Denkens.

die Richtung der Tätigkeit des Denkzentrums mit etwas anderem beschäftigt ist und wenn das Bewegungszentrum versucht.Nützlich' heißt in diesem Falle eine Tätigkeit. wenn er mit dem Denken steuert. fängt er sofort an. Jedes Zentrum hat seine eigene Form von Einbildung und Tagträumerei. Das geschieht gewöhnlich. Wenn man ein Auto mit seinem Verstand fährt. erzeugt zum Beispiel mechanisches Lesen oder mechanisches Hören. aber gewöhnlich nützen sowohl das Bewegungs. die notwendig sind. das heißt. Der Grund für Tagträumerei liegt immer im Gefühlsoder im Bewegungszentrum. sich vor jedem Buchstaben zu fragen: . kann man nur im niedrigsten Gang fahren. weil Tagträumerei seinen eigenen Neigungen entspricht.als auch das Gefühlszentrum hierfür das Denkzentrum aus. Es ist für einen gewöhnlichen Menschen absolut unmöglich. . „ .Wo ist das K?'. vor allem in den Straßen einer großen Stadt.Wo ist das Komma?'. welches sich sehr gern für diesen Zweck zur Verfügung stellt. Fehler zu machen oder sehr langsam zu schreiben.Bewegungszentrum gelenkten Finger die notwendigen Buchstaben von selber finden. Das Denken kann nicht mit all den Bewegungen Schritt halten. erstrebt kein Ergebnis. weil das Denkzentrum gewöhnlich nicht durch nützliche Arbeit. um eine größere Geschwindigkeit zu entwickeln.Einbildung' ist eine der Hauptquellen falscher Arbeit der Zentren. durch Gedanken oder durch Kontemplation abgelenkt wird.nützlicher' Denktätigkeit. wenn die Aufmerksamkeit. Aber wenn er versucht. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und zum Zwecke der Erreichung eines bestimmten Ergebnisses unternommen wird. . wie wenn ein Mensch nichts als Worte liest oder hört und sich dessen.Wie wird dieses Wort buchstabiert?'. Der eigentliche Vorgang wird durch das Denkzentrum ausgeführt. . sondern einfach durch Tagträume oder durch Einbildungen. Tagträumerei ist genau das Gegenteil von . „Die Arbeit des Bewegungszentrums an Stelle des Denkzentrums . gar nicht bewußt ist. das abwesende Denkzentrum zu ersetzen. was er liest oder hört. aber dies wird leicht eine Gewohnheit. mit voller Geschwindigkeit zu fahren. Die Neigung zur Tagträumerei be- 160 . Tagträumerei verfolgt kein Ziel.

über Krankheiten. Bewegun^szentrums. „Der nächste Gegenstand der Selbst-Beobachtung müssen die Gewohnheiten im allgemeinen sein. sich von ihnen. Die Beobachtung und das Studium von Gewohnheiten ist besonders schwierig. gegen sie anzukämpfen. Wir haben früher gesagt. oder Leiden. trotzdem er dies oft gar nicht gewahr wird und sogar leugnet. aus ihnen entkommen.Einbildung' und . Jeder erwachsene Mensch besteht vollständig aus Gewohnheiten. die man früher durchlebt oder . . wenn auch schwachen Versuch.Tagträumerei' sind Beispiele falscher Arbeit des Denkzentrums. das heißt. die ihnen oder ihrer Familie geschehen könnten. lebendig zu erhalten oder wiederzukäuen. Aber beim ersten. die Anstrengung einer Arbeit zu vermeiden. sowohl angenehme wie auch unangenehme. seinen Versuchen. Erlebnisse zu wiederholen.sich eingebildet' hat. Alle drei Zentren sind voll von Gewohnheiten.ruht zum Teil auf der Faulheit des Denkzentrums. und teilweise auf der Neigung des Gefühls. bevor er nicht alle seine Gewohnheiten studiert hat. „Die Beobachtung der Tätigkeit von Einbildung und Tagträumerei bildet einen sehr wichtigen Teil des Selbst-Studiums. Solange ein Mensch durch eine besondere Gewohnheit gelenkt wird. morbiden Dingen ist sehr kennzeichnend für den unausgeglichenen Zustand der menschlichen Maschine. wenn auch nur für einen Augenblick. dagegen anzukämpfen. Letzteres ist ganz unmöglich. daß 161 . Tagträume eines unangenehmen Charakters hingegen sind vollständig absurd. merkt er sie nicht. weil man. Darum muß man zwecks der Beobachtung und des Studiums von Gewohnheiten versuchen. Tagträume einer angenehmen Art kann man immerhin verstehen und für sie eine logische Rechtfertigung finden. die sie sich zuziehen. Tagträumerei von unangenehmen. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und in einer bestimmten Richtung geht. irgendwelche Gewohnheiten zu haben. um sie zu sehen und zu . Und dennoch verbringen viele Menschen neun Zehntel ihres Lebens in solchen schmerzlichen Tagträumen über Unglücke.registrieren'. bemerkt und fühlt er sie. die sie zu ertragen haben könnten. befreien muß. Dies eröffnet eine praktische Methode für die Selbst-Beobachtung. und ein Mensch kann sich nie kennen.und.

wo er gewohnt ist zu sitzen. er kann zu keiner Wandlung führen. mit sich selbst. aber ohne ihn ist Selbst-Beobachtung unmöglich. Ohne Kampf kann ein Mensch nicht sehen. das heißt. Der Kampf mit kleinen Gewohnheiten ist sehr schwierig und langweilig. das heißt. anders zu gehen. Wenn ein Mensch sich beobachten will. die elementarste Tätigkeit des Bewegungszentrums kennenzulernen. dann wird die Beobachtung möglich werden. wie er seine Feder hält. die er sonst mit seiner rechten Hand macht und umgekehrt. als er es gewohnt ist. Aber es ist auch wahr. daß er nur beobachten und . wenn er fortfährt. daß ein Mensch nichts beobachten und . sie auf eine andere Weise als gewöhnlich zu halten. das heißt mit seinen Gewohnheiten. was da ist. all seine unangenehmen Gefühle sofort auszudrücken. woraus er besteht. er muß sitzen. während er geht. zum Beispiel eine bestimmte Schrittweite zu halten. größere oder kleinere Schritte zu machen. wird er sich beobachten und seine Bewegungen studieren können. wie er geht. Zum Beispiel kann ein Mensch seine Bewegungen studieren wollen. „Sogar beim ersten Versuch. Um sich zu beobachten. schneller oder langsamer zu gehen.registrieren' kann. All dies wird ihm ermöglichen. die Gewohnheit. sich zu beobachten und die Gewohnheiten und Assoziationen des Bewegungszentrums zu studieren. während er schreibt. sie zu verändern. Dies ist wahr. Aber er zeigt. und er muß mit seiner linken Hand die Bewegungen machen. dann muß er darauf achten. muß ein Mensch versuchen. zu kämpfen. trifft der Mensch auf Gewohnheiten. er muß stehen. mag beobachten wollen. wo er gewohnt ist zu stehen.registrieren' kann. und wenn er dann versucht. Aber er wird dies nie erreichen. Aber wenn er versteht. er muß in ungewohnten Haltungen sitzen. und versuchen. zu be- 162 . vor allem zu keiner bleibenden oder dauernden Wandlung. auf die gewöhnliche Art und Weise zu gehen. daß seine gewohnte Art zu gehen aus einer Anzahl Gewohnheiten besteht. „Auf dem Gebiet der Gefühle ist es sehr nützlich. mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu gehen und so fort. Dieser Kampf kann keine unmittelbaren Ergebnisse zeitigen.ein Mensch nichts in sich ändern kann. wenn er nicht versucht.

Alles . und wieder ist ein neues Ich da. und er wird einsehen. Er ist eine der wenigen Richtungen. Noch schwieriger ist es für die Menschen. Darum muß Selbst-Beobachtung und Selbst-Studium von Anfang an von einem Kampf gegen das Äußern unangenehmer Gefühle begleitet sein. der unter dem Einfluß äußerer Anregungen handelt. ohne dafür andere unerwünschte Gewohnheiten zu schaffen. die durch zufällige Schocks von außen gelenkt wird. daß irgend etwas oder irgend jemand das verletzt. wenn sie fühlen. davon abzustehen. „Wenn ein Mensch alle diese Regeln einhält. in denen ein Mensch sich oder seine Gewohnheiten wandeln kann. daß er nur dann der gleiche bleibt und nichts Unerwartetes tut. Erstlich wird er mit unmißverständlicher Klarheit die Tatsache verzeichnen. was er im nächsten Augenblick sagen oder tun wird. und dieses Ich verschwindet und ein anderes nimmt seine Stelle ein. wenn keine unerwarteten äußeren Veränderungen statthaben. wird er eine ganze Reihe sehr wichtiger Seiten seines Wesens registrieren.geschieht'. sondern er hat gleichzeitig auch eine andere Bedeutung. daß in ihm nichts Bleibendes ist. und er wird sich überzeugen. Er wird seine vollständige Mechanisiertheit fühlen. Er wird einsehen. was sie für Ordnung oder Gerechtigkeit halten. Jeder Schock ruft eines seiner Ichs auf den Plan. „Der Kampf gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle ist nicht nur eine sehr gute Methode zur Selbst-Beobachtung. Er ist eine Maschine. er kann nichts . Er wird verstehen und sehen. Viele Menschen finden es sehr schwer. keine unangenehmen Empfindungen zu äußern. daß er nicht einmal für die kürzeste Zeitspanne für sich einstehen kann. daß seine Handlungen. Er wird einsehen. ihre Gefühle über schlechtes Wetter zu äußern. Ein anderer kleiner Wechsel in der Umgebung. daß er überhaupt keine Kontrolle über sich hat. Gefühle und Worte das Ergebnis äußerer Einflüsse sind und daß nichts von ihm selbst herrührt. Der Mensch wird beginnen zu verstehen.kämpfen. daß er tatsächlich ein Automat ist. von 163 .tun'. während er sich selbst beobachtet. Ein neuer Schock. daß er nicht weiß. daß seine Handlungen gänzlich durch äußere Bedingungen geleitet werden. Gedanken.

daß die menschlichen Handlungen sich gliedern in „bewußte" Handlungen. Ich fühlte sofort etwas Großes dahinter. sich auf die richtige Weise zu beobachten. nichts gibt. da das Studium der Gefühle und die Arbeit an den Gefühlen zur Grundlage der darauffolgenden Entwicklung des ganzen Systems wurde. war die Frage: In welche Beziehung setzt G. was bewußt wäre. man sei im Recht. die Bewegungsfunktionen zu den instinktiven Funktionen? Sind sie das gleiche oder etwas Verschiedenes? Und weiterhin. aber ohne bewußten Zweck) und „Reflexe" (einfache und komplexe. außerdem Handlungen. der eine so große Rolle in 164 . „instinktive Handlungen (förderliche. Und die Zukunft zeigte. Das erste war die Möglichkeit der Selbst-Wandlung.'s zu den Einteilungen. was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog und worüber ich sogleich nachzudenken begann. nicht eine einzige bleibende Funktion. Erstens ließ er den Begriff „bewußte" Handlungen nicht gelten. wie schon aus seinen Worten klar wurde. der anfängt. war die Idee des Bewegungszentrums. als ich das erstemal davon hörte. Das dritte. die niemals bewußt sind und in manchen Fällen sogar hinderlich sein können). Die Hauptsache. daß man niemals finden kann." Es gab einige Stellen in G. die besonders mein Interesse erweckten.dem aus eine Herrschaft ausgehen könnte. daß ein Mensch. Aber dies war viel später. Der Begriff „unterbewußt". Das zweite war die Forderung. „automatische" Handlungen (die zuerst bewußt sein müssen). und ferner. das heißt. weil es. mit einigen Vorbehalten und Zusätzen die alte Einteilung anzunehmen. G. die mich hier fesselte. nicht ein einziger dauernder Zustand.'s psychologischen Theorien. stellte diese ganze Struktur vollständig auf den Kopf. sich sofort zu wandeln beginnt. die in der üblichen Psychologie gebraucht werden? Ich hatte es für möglich gehalten. daß ich damit recht hatte. die unter dem Einfluß verborgener Gefühlsveranlagungen oder unbekannter innerer Impulse ausgeführt werden. „keine unangenehmen Gefühle auszudrücken". in welcher Beziehung stehen die Einteilungen G.

Und wie ich aus dem folgenden verstand. Aus seiner Rede ging hervor. sind die Reflexe. können sie nicht „automatisch" genannt werden. Die einzigen äußeren Funktionen. Ein Beispiel ist der Rekrut und der alte Soldat bei Gewehrübungen. daß diese Worte richtig nur auf die inneren Funktionen des Organismus angewandt werden dürfen. Besonders wichtig war in G. ohne sie selbst wahrzunehmen. nannte er diese „instinktive Handlungen".und instinktiven Funktionen in seiner Beschreibung interessierte mich sehr. Atmung. und icli kehrte in meinen Gesprächen mit ihm oft zu diesem Thema zurück. nicht als „automatisch". Er benützte den Begriff „automatisch" nur für die Handlungen. Die Einteilung der Handlungen nach den sie lenkenden Zentren beseitigte alle Ungewißheit und alle möglichen Zweifel in bezug auf die Richtigkeit dieser Einteilung. was das Wichtigste war. Blutkreislauf. daß die gleichen Handlungen aus verschiedenen Zentren herrühren können. Die Wechselbeziehung zwischen Bewegungs. Er räumte dem Automatismus einen wichtigen Platz ein. er sprach zum Beispiel von „automatischen Gedanken" und „automatischen Gefühlen".den Theorien mancher Autoren spielt. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungs- 165 . Verdauung — das sind die instinktiven Funktionen. hielt er von den äußeren Bewegungen nur die Reflexe für instinktive Handlungen. Der eine führt die Übung mit seinem Denkzentrum aus. erwies sich als ganz nutzlos und sogar irreführend. Wenn die gleichen Handlungen von einem Menschen beobachtet werden. das sie viel besser ausführt. weil Erscheinungen ganz verschiedener Kategorien unter den Begriff „unterbewußt" eingereiht werden. Aber G. Herzschlag. Als ich ihn nach den Reflexen fragte. Zu allererst machte G. die zu dieser Kategorie gehören. der andere mit dem Bewegungszentrum. auf den dauernden Mißbrauch der Worte „Instinkt" und „instinktiv" aufmerksam.'s System der Hinweis. bezeichnete Handlungen. er fand automatische Handlungen in allen Zentren. die durch das Bewegungszentrum gelenkt werden. aber er betrachtete die Bewegungsfunktionen als von den automatischen Funktionen verschieden und. die ein Mensch ausführt.

Das Bestehen eines Bewegungszentrums. Wenn ich daran dachte. das mittels der Nachahmung arbeitet. stellte viele Probleme auf eine ganz neue Grundlage. das als Empfänger verschiedener und manchmal sehr entfernter Einflüsse arbeite. wich solchen Gesprächen immer aus. Aber G. Das Bewegungszentrum ahmt nach. daß jedes Zentrum nicht nur eine Bewegkraft. eines Vogels. 166 . was es sieht. Völkerwanderungen und so weiter sagt. eines Hundes. sprechen. andere weniger haben. Ich wollte sehr gern hierüber wie auch über viele andere Dinge in Verbindung damit mit G. Es konnte keinen Wechsel.und Ameisenhaufen. aber instinktive Funktionen sind angeboren. welche die jungen Tiere von älteren lernen. obwohl es Unterschiede gibt. müssen gelernt werden. Eine der Haupteigenschaften des Bewegungszentrums ist dessen Fähigkeit zur Nachahmung. was gewöhnlich als Instinkt erklärt wird. da einige mehr. ist sehr oft eine Reihe komplexer Bewegungsfunktionen. Termiten. das einerseits nicht vom Verstand abhängt. Durch Nachahmung geleitet.Funktionen ist folgender: die Bewegungsfunktionen eines Menschen sowohl als auch eines Tieres. die es über die wunderbare „Intelligenz" von Tieren oder den „Instinkt" gibt. wie es überhaupt erst einmal zu dieser Ordnung gekommen war. erklärte die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung in Bienenstöcken. Der Mensch hat sehr wenig angeborene äußere Bewegungen. ohne zu überlegen. Das Tier hat mehr. was man über Kriege. Die Vorstellung eines unabhängigen Bewegungszentrums. sondern auch ein „Empfangsgerät" darstelle. indem er sie auf den Menschen und das wirkliche Problem des Selbst-Studiums lenkte. Aber die „Nachahmung" erklärte nicht. überhaupt keine Abweichung von dem Vorbild geben. der die Stelle der Intelligenz einnimmt und sie eine ganze Reihe sehr komplizierter und nützlicher Handlungen ausführen läßt. Dies ist der Ursprung der Legenden. Femer wurde mir vieles durch die Vorstellung klar. Revolutionen. den Verstand nicht benötigt und ein eigenes Gehini darstellt und das andererseits nicht vom Instinkt abhängt und vor allem anderen lernen muß. aber das. hat eine Generation sich ganz nach dem Vorbild der anderen richten müssen.

Bewußtsein oder individueller Neigung handeln. daß die „Massen" aus Automaten bestehen. Später werden Sie verstehen. was diese Stufen bedeuten und wovon sie abhängen. sondern unter dem Einfluß äußerer Reize. das Bewegungs. sagte G. die sich auf der gleichen Stufe befinden." 167 . begann ich unseren grundsätzlichen Fehler in der Bewertung der Handlungen eines Individuums zu verstehen. die möglicherweise von sehr weit herkommen. „Werden die instinktiven und die Bewegungsfunktionen durch zwei verschiedene Zentren gelenkt?" fragte ich einmal G. In manchen Menschen ist das Bewegungszentrum aktiver. die Prinzipien zu erklären. „Gewiß". Denk. Das Denk-. wenn es nur wichtig ist. „Einen Augenblick ist das Bewegungszentrum aktiv und das instinktive passiv.und Bewegungszentrum arbeiten auf verschiedenen Stufen." „Welches Zentrum im unteren Stockwerk ist aktiv und welches passiv?" „Das wechselt". die äußeren Einflüssen folgen und nicht unter dem Einfluß von Willen. weil die drei in ihm arbeitenden Zentren die Leiter der drei Kräfte sind.und Gefühlszentrum sind für das Leben nicht unerläßlich. „und ferner muß das Geschlechtszentrum hinzugefügt werden. in anderen das instinktive Zentrum. sagte G.wenn ich mir vorstellte.. Aber zum Zwecke der Erleichterung im Denken und vor allem am Anfang. Dies sind die drei Zentren des unteren Stockwerkes. wie Menschenmassen unter der Leitung planetarischer Einwirkungen sich bewegen. Wir betrachten die Handlungen eines Individuums als von ihm selbst herrührend. Den nächsten Augenblick ist das instinktive aktiv und das Bewegungszentrum passiv. nehmen wir sie als ein Zentrum mit verschiedenen Funktionen an. Sie müssen für beide Zustände in sich selbst Beispiele finden.und instinktive Zentrum jedoch auf einer Stufe. Fühl. Das Geschlechtszentrum ist die neutralisierende Kraft in bezug auf das instinktive und das Bewegungszentrum. Wir stellen uns nicht vor. Und außer verschiedenen Zuständen gibt es auch verschiedene Typen. Das untere Stockwerk kann für sich bestehen.

„und wie kann es auch definiert werden.kosmischem Bewußtsein' reden. was er will. uns zur Verfügung stehenden Mitteln ist es unmöglich. „das ist ein vager und unbestimmter Begriff. Wir kennen es nur in uns selbst.. sagte G. aber meistens ist es nur eine subjektive Gefühlserfahrung auf der Traumebene.SIEBENTES KAPITEL B ei einer Gelegenheit fragte ich G. was Bewußtsein ist." „All das ist Unsinn". Ich verstand den Ausdruck „kosmisches Bewußtsem" als ein für den Menschen mögliches höheres Bewußtsein in dem Sinne. Achten Sie darauf. was Sie . Es ist Zeit. Nur eines ist wahr in dem. daß ich sagte erkennen können. „kosmisches Bewußtsein" zu erreichen. wie ich früher darüber in meinem Buch Tertium Organum geschrieben hatte. „Wie definieren Sie Bewußtsein?" „Bewußtsem wird für undefinierbar gehalten".kosmische Bewußtsein' einfach Phantasie. bevor wir überhaupt von . Aber ganz abgesehen davon. was Sie gesagt haben: daß Sie Bewußtsein nur in sich selbst erkennen können. Manchmal kommt es der Ekstase nahe. sagte G. wenn Sie es haben.. In den meisten Fällen ist das sogenannte . das Dasein des Bewußtseins in einem anderen Menschen zu beweisen.kosmisches Bewußtsein' nennen". ob er es für möglich halte. daß Sie davon frei werden. daß 168 . „die gewöhnliche wissenschaftliche Sophisterei. Und wenn Sie es nicht haben. sondern für eine längere Zeitspanne. denn Sie können es nur erkennen. nicht nur für einen kurzen Augenblick. „Ich weiß nicht. im Gespräch. jeder kann damit bezeichnen. müssen wir im allgemeinen bestimmen. dann können Sie wissen. wenn es eine innere Qualität ist? Mit den gewöhnlichen. sagte ich. assoziatives Tagträumen in Verbindung mit verstärkter Arbeit des Gefühlszentrums.

Deshalb können wir nicht definieren. sehen können. daß Sie denken. Ich meine damit. fühlen. daß es für eine lange Zeit abwesend gewesen ist. daß Sie denken. Sie können ebenfalls die Zeitpunkte bestimmen. Wir haben nur die Möglichkeit von Bewußtsein und seltene Augenblicke seines Aufblitzens. Wissenschaft und Philosophie können Bewußtsein nicht definieren. Eben ist sie da. aber später. sprechen. und damit können Sie den Augenblick finden oder sich an ihn erinnern. „Ihr Hauptfehler besteht darin. in sich selbst die Augenblicke von Bewußtsein und die langen Zeitspannen des Mechanisiertseins zu sehen. und wenn Sie lernen. ob sie sich dessen. die sich stetig wandelt. Und es gibt verschiedene Grade und verschiedene Stufen von Bewußtsein. daß Bewußtsein entweder immer da ist oder nie da ist. handeln. In Wirklichkeit ist Bewußtsein eine Eigenschaft. bewußt sind oder nicht. arbeiten können." 169 . ohne sich dessen bewußt zu sein. weil sie es da definieren wollen. solange Sie nicht verstehen. die Sie heute weder sehen noch erkennen. nun ist sie nicht da. was Bewußtsein ist. zwar nicht im selben Augenblick.Geschmack*. daß Sie.Sie es nicht haben. wenn es wieder auftaucht. durch den . in dem es verschwand und in dem es wieder erschien. dann werden Sie ebenso sicher auch an anderen erkennen. In diesem Falle können Ihnen keine Definitionen helfen. und es sind auch keine Definitionen möglich. und femer im allgemeinen. Aber die Beobachtung des Erscheinens und Verschwindens des Bewußtseins in Ihnen selbst wird Ihnen unvermeidlich eine Tatsache klarmachen. was sie tun. Sie werden dann sehen. Sowohl das Bewußtsein als auch die verschiedenen Grade des Bewußtseins muß man in sich selbst feststellen — durch Empfindung. was Sie zu definieren haben. wo es gar nicht besteht. in denen Sie dem Bewußtsein näher oder weiter davon entfernt sind. Es ist notwendig. Sie hätten immer Bewußtsein. nämlich daß die Augenblicke des Bewußtseins sehr kurz und durch lange Zwischenräume vollständig unbewußten mechanischen Arbeitens der Maschine unterbrochen sind. zwischen Bewußtsein und der Möglichkeit von Bewußtsein zu unterscheiden.

Nur die Ergebnisse. sondern die Verbindung dieser Sache mit allem anderen. . Alles . die nicht nur die Vorstellung einschließe. daß er von uns Hinweise auf etwas Bestimmtes erwartete. Aber eines der folgenden Gespräche erklärte mir die Prinzipien. keiner von Ihnen hat bemerkt. haben überhaupt einen Wert. das wir entweder überhört oder nicht begriffen hatten. den sie nicht aufhalten konnten. was mich am meisten beeindrucke. auf die alle Anwesenden der Reihe nach antworten mußten. „Ich meine. ich sehe. ich bemerke. sei die Verbundenheit einer Sache mit einer anderen in diesem System. G. was wir während der Selbst-Beobachtung bemerken?" Einige der Anwesenden sagten. bei Beginn einer Zusammenkunft eine Frage. Sie fühlen nicht: ich beobachte. Andere sprachen von der Schwierigkeit. .) Versuchen Sie. die Ganzheit des Systems.es denkt'. auf das ich Sie hinwies". muß man zuerst sich seiner selbst erinnern. Die Frage war: „Was ist das Wichtigste. während Sie sich beobachten. Sonst 170 .) Sie fühlen sich selbst nicht. daß man diese oder jene Sache kenne. . Um sich wirklich zu beobachten. ihn in solchen Umständen zu verstehen und sah.es spricht'. Sie sind sich Ihrer selbst nicht bewußt. (Er legte besonderen Nachdruck auf diese Worte. Ich hatte schon begonnen.es lacht'. daß Sie sich nicht Ihrer selbst erinnern. Ich hatte sichtlich die Frage nicht vollständig verstanden oder ich äußerte meine eigenen Gedanken.wird bemerkt'. Bei Ihnen .. als ob es ein „Organismus" sei. . bei Versuchen der Selbst-Beobachtung hätten sie besonders stark einen unaufhörlichen Gedankenstrom gespürt. die von der SelbstErmnerung begleitet werden. „Keiner von Ihnen hat das Wichtigste bemerkt. war von unseren Antworten sichtlich unbefriedigt.Ich kann nicht behaupten. und berichten Sie mir später die Ergebnisse.beobachtet es' genau so wie . und die vollständig neue Bedeutung des Wortes wissen. denn ich sagte. die Arbeit eines Zentrums von der Arbeit eines anderen zu unterscheiden. sagte er. daß seine Worte über das Bewußtsein mir sofort klar wurden. auf denen seine Argumente beruhten.wird gesehen'. Bei einer Gelegenheit stellte G. (Er betonte wieder diese Worte. sich Ihrer selbst zu erinnern.

auf das Wissenschaft und Philosophie bis jetzt noch nicht gestoßen waren. mich meiner selbst zu erinnern. wird er entweder auf Sie wütend werden. sondern zu versuchen. daß die Versuche. wie schwer dies ist. „Was wollen Sie mehr?" sagte G. was G. Wenn Sie ihm sagen. sagte. daß niemand es weiß. Aber bevor ich auf meine weiteren Folgerungen eingehe. Aber ich nahm mir vor. daß wir uns tatsächlich nie an uns selbst erinnern. Schon die ersten Versuche zeigten mir. konnte ich weder denken noch sprechen." Alles. Der erste Eindruck war. mir zu sagen. gaben mir viel zu denken. Die Versuche von Selbst-Erinnerung führten zu keinem Ergebnis. wissen schon sehr viel. Und was sind dann all Ihre Beobachtungen überhaupt wert?" Diese Worte von G. die Gedanken zu einem Stillstand brachten. will ich nieine Anstrengungen. und vor allem alle meine Versuche. keine Schlüsse zu ziehen.sind Sie selbst gar nicht an Ihren Beobachtungen beteiligt. dann ist er schon dem Verständnis seines Seins nahegerückt. während der Selbst-Beobachtung mich meiner selbst zu erinnern. Sie schienen mir sofort der Schlüssel zu seinen Worten über das Bewußtsein zu sein. wird er natürlich antworten. Wenn ich . hatten mir gezeigt und mich bald überzeugt. Die Hauptschwierigkeit ist. die dies wissen (er betonte diese Worte). daß ich hier einem gänzlich neuen Problem gegenüberstand. Wenn ein Mensch wirklich weiß. was ich mir selbst dabei dachte.mich als Ich fühlte. außer daß sie mir zeigten. zu beschreiben versuchen. ich tue. oder er wird Sie für einen vollständigen Narren halten. alles. die ganze menschliche Existenz. „Dies ist eine sehr wichtige Einsicht. mich meiner selbst zu erinnern oder mir meiner selbst bewußt zu werden. ob er sich seiner selbst erinnern könne. Menschen. daß er es könne. sogar die Empfindungen 171 . Wenn Sie einen Menschen fragen. daß er sich nicht seiner selbst erinnern kann. mich meiner selbst zu erinnern. und dieses Ich stetig zu fühlen. daß er sich nicht seiner selbst erinnern könne. die ganze menschliche Blindheit. ich gehe. Das ganze Leben beruht hierauf.

zu einer wenn auch wahrscheinlich sehr unvollständigen Definition von „Selbst-Erinnerung" zu kommen. sich selbst zu empfinden. wird meine Aufmerksamkeit auf den beobachteten Gegenstand gerichtet — eine Linie mit einer Pfeilspitze. Wenn ich gleichzeitig versuche. Und meine ersten Versuche. mich meiner selbst zu erinnern. Ich spreche von der Teilung der Aufmerksamkeit. 172 . Tatsächlich war es fast das gleiche mit dem einen Unterschied. wie es in Büchern über Yoga-Übungen erwähnt wird. daß beim Anhalten der Gedanken die Aufmerksamkeit ganz auf die Anstrengung gerichtet ist. Ich stellte es mir in der folgenden Weise vor: Wenn ich etwas beobachte. Eine zweite Pfeilspitze erscheint auf der Linie. Femer konnte man sich auf diese Weise nur für eine sehr kurze Zeitspanne seiner selbst erinnern. sah ich. riefen mir diese meine ersten Experimente ins Gedächtnis. keine Gedanken zuzulassen. die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten.der beobachtete Gegenstand.der beobachtete Gegenstand.wurden verschwommen. Ich *. die nichtsdestoweniger sich in der Praxis als sehr nützlich erwies. wird meine Aufmerksamkeit sowohl auf den beobachteten Gegenstand als auch auf mich selbst gerichtet. Ich -< >. Zum Beispiel gibt es eine wenn auch sehr allgemeine Beschreibung darüber in Edward Carpenters Buch Vom Gipfel Adams nach Elephanta. Ich hatte früher einige Experimente in der Richtung gemacht. Femer konnte dieser „andere Gegenstand" sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von mir befinden. mich meiner selbst zu erinnern. Diese letzte Einsicht befähigte mich. ein Teil wird auf die gleiche Anstrengung gerichtet und der andere Teil darauf. dem Hauptkennzeichen der Selbst-Erinnerung. daß das Problem darin bestand. ohne die auf einen anderen Gegenstand gerichtete Aufmerksamkeit zu schwächen oder zu vernachlässigen. meine Gedanken zum Stillstand zu bringen. während bei der Selbst-Erinnerung die Aufmerksamkeit geteilt wird. Nachdem ich dies definiert hatte.

vorkommen. Nur die absichtliche Erzeugung solcher Augenblicke schuf eine Empfindung von Neuheit. Von den anderen weiß ich nur. Zweitens erkannte ich. So vieles verschwindet. endgültige Schlüsse zu ziehen. den Kopf nicht zu verlieren. zum Beispiel wenn man plötzlich um sich blickt und sagt: Wie merkwürdig — ich und dieser Ort! Oder in Augenblicken sehr starken Gefühls. er wird es nie 173 . Aber die Augenblicke. Gleichzeitig wurden mir zwei Dinge klar. da es notwendig ist. bei einer Reise unter neuen Menschen. daß Augenblicke von Selbst-Erinnerung im Leben. Ein Mensch fühlt etwas. sie ganz wieder hervorzurufen. wenn auch selten. Das heißt ich erkannte. da man seine eigene Stimme hört und sich selbst von außen sieht und beobachtet. er denkt. was ihm sehr groß zu sein scheint. sie noch einmal zu durchleben. daß Selbst-Erinnerung als Ergebnis dieser Methode nichts mit „Selbst-Fühlen" oder „Selbst-Analyse" gemein hat. in Augenblicken von Gefahr. in Augenblicken. der mir merkwürdig bekannt vorkam. Ich sah ganz klar. Irgendwie sah ich darin die Haupt-Absurdität des Lebens. in denen ich mich meiner selbst erinnert hatte. daß ich mich wirklich nur an diejenigen Augenblicke in der Vergangenheit erinnere. Sie traten entweder in neuen und unerwarteten Umgebungen auf oder an einem neuen Ort. daß meine ersten Lebenserinnerungen — in meinem eigenen Fall sehr frühe — Augenblicke des Selbst-Erinnerns waren. Aber ich sah bereits.Gleich die ersten Versuche solcher Aufmerksamkeits-Teilung zeigten mir deren Möglichkeit. Ich bin nicht imstande. daß sie stattfanden. Erstens stellte ich fest. Ich fürchtete mich immer noch. um es nachher zu vergessen? Femer war darin etwas Erniedrigendes. Diese letzte Einsicht enthüllte mir vieles andere. Warum soll man so viel erleben. Es war ein neuer und sehr interessanter Zustand. Die Schwäche und Mangelhaftigkeit unseres Gedächtnisses hatte mich immer erstaunt. daß ich an der Schwelle einer sehr großen Entdeckung stand. wo ich mich meiner selbst erinnerte. waren lebendig und in keiner Weise von der Gegenwart verschieden. Tatsächlich war ich seit frühester Jugend mit ihnen bekannt.

St. Ich erreichte die Nadejzdinskaja. Schließlich fühlte ich eine Art lächerlichen Ärgers über mich und bog in die Straße nach links ein. ohne den Faden derAufmerksamkeit. Darin war keine „Einbildung". waren ganz lebendig. Nun wurde mir klar. So pflegte ich zum Beispiel während dieser Zeit sehr viel nachts durch St. nieine Aufmerksamkeit längere Zeit auf das Selbst-Erinnem zu richten. außer vielleicht für kurze Momente. daß SelbstErinnern wunderbare Empfindungen vermittelt. Wenn unser Gedächtnis wirklich nur in Augenblicken des Selbst-Erinnerns lebendig ist. Hierauf wandte ich mich wieder dem Newsky zu und erkannte. Ich spazierte einmal den Litejnij entlang in Richtung auf den Newsky. Ich dachte an gar nichts.vergessen. und trotz aller meiner Anstrengungen war ich unfähig. als ich lernte. fand ihn wieder und verlor ihn wieder. die natürlicherweise — das heißt von selbst — uns nur sehr selten und unter außergewöhnlichen Bedingungen begegnen. zu anderen Zeiten wurde es von merkwürdigen Beobachtungen begleitet. sah ich. alles lenkte mich ab. jedenfalls bis ich die folgende Straße erreicht haben würde. ich ging einfach spazieren und versuchte. Aber davon will ich später sprechen. mich meiner selbst zu erinnern. mich meiner selbst zu erinnern. Später sollte ich auf die gleiche Art noch viele unerwartete Dinge entdecken. die Bewegung. und schaute umher. meine Aufmerksamkeit wenigstens für einige Zeit. Petersburg zu wandern und die Häuser und Straßen „zu empfinden". dann wird der Grund seiner Armut klar. Manchmal war das Selbst-Erinnern nicht erfolgreich. Später. daß es in 174 . ich hatte mich fest entschlossen. warum dem so war und warum es nicht anders sein konnte. Der Lärm. ein oder zwei Jahre vergehen — und nichts bleibt davon übrig. meine Aufmerksamkeit zu teilen. zu verlieren. All dies waren die Einsichten der ersten Tage. darauf zu konzentriereta. vor allem alte Häuser. die Empfindungen kamen ganz von selbst. Häuser. Peters• bürg ist voll von solchen merkwürdigen Empfindungen. Jeden Augenblick verlor ich den Faden meiner Aufmerksamkeit. und fast sprach ich mit ihnen.

Zwei Stunden später erwachte ich in der Tawritscheskaja. während ich in diesen Schlaf versunken war. dachte ich dort vorzusprechen und einige Zigaretten zu bestellen. während ich die Tawritscheskaja entlang fuhr. mich meiner selbst zu erinnern. Beim Erreichen des Newsky erinnerte ich mich noch meiner selbst und begann bereits. Ich kann beinahe sagen. den seltsamen Gefühlszustand inneren Friedens und Vertrauens zu verspüren. als ob ich etwas vergessen hätte. wo meine Zigaretten angefertigt wurden. Sofort erinnerte ich mich an alles. das heißt weit weg von dort. Wie ich entlang der Nadejzdinskaja spaziert war. Immer noch mich meiner selbst erinnernd. den gedanklichen Faden nicht zu verlieren. daß ich vergessen hatte. Dann hatte ich meine Absicht geändert. weil es spät geworden war. wie ich mich meiner selbst erinnert hatte. Ich war auf der linken Seite des Newsky bis zum Gostinij Dvor gegangen mit der Absicht. daß ich zu mir kam. — Und plötzlich erinnerte ich mich. Ich sprach über meine Beobachtungen und Schlüsse sowohl zu den Leuten unserer Gruppe als auch zu meinen zahlreichen literarischen Freunden und anderen. weiter zusammenhängende und nützliche Handlungen ausgeführt. war in meine Wohnung in der Litejnij gegangen und hatte mit den Druckern telephoniert. Ich fuhr mit einem Iswostschik zu den Druckern. Ich hatte zwei Briefe geschrieben. Gleichzeitig hatte ich. Die Empfindung des Erwachens war erstaunlich lebendig. Gerade um die Ecke am Newsky war ein Tabakladen. zur Offizerskaja zu gelangen. begann ich eine merkwürdige Unruhe zu verspüren.ruhigen Straßen für mich leichter war. 175 . deshalb wollte ich es auch in lärmigeren Straßen versuchen. Und auf dem Weg. Dann war ich wieder aus dem Haus gegangen. Ich hatte den Tabakhändler verlassen. Ich hatte einen Iswostschik gedungen und war zur Kavalergardskaja zu meinen Druckern gefahren. den große Anstrengungen dieser Art nach sich ziehen. wie ich an Zigaretten gedacht hatte und wie ich bei diesem Gedanken anscheinend in tiefen Schlaf gesunken war.

die europäische und westliche Psychologie im allgemeinen hätte eine Tatsache von gewaltiger Wichtigkeit übersehen. und daß nun die Arbeit an sich selbst nicht mehr nur leere Worte seien. Die Menschen. daß es solche Theorien schon früher gegeben habe. daß wir auf ein „Wunder" gestoßen seien und daß es etwas „Neues" sei. was ich Wolinsky erklärt hatte. Natürlich wußte Wundt davon." Ich wollte nicht mit Wolinsky streiten. „Das ist Apperzeption". fand in der Idee des „Selbst-Erinnems" nichts. Und natürlich war das. was Wundt geschrieben hatte. Wundt war der Idee nahegekommen.Ich sagte ihnen. was er nicht schon früher gekannt hätte. sondern absolut wirklich. den ich oft getroffen und mit dem ich seit 1909 viel gesprochen hatte und dessen Meinung ich hochschätzte. sagte er mir. und manchmal begannen sie mir sogar zu beweisen. alle nahmen es zu leicht. die zu unserer Gruppe gehörten. und dies nicht metaphorisch. Die anderen Menschen verstanden dies nicht. verstanden. daß dies der Schwerpunkt des ganzen Systems und aller Arbeit an sich selbst sei. ist Apperzeption. Ich hatte Wundt gelesen. überhaupt nicht das. daß wir in tiefem Schlaf leben. uns unser selbst erinnern können. Wolinsky. sondern eine wirkliche Tatsache voller Bedeutung. daß wir erwachen können. dank derer die Psychologie eine genaue und gleichzeitig eine praktische Wissenschaft werde. handeln und denken. Es ist genau das. Und daß wir. A. Mir fiel der Unterschied zwischen dem Verständnis seitens der Leute innerhalb unserer Gruppe und dem der übrigen Menschen auf. . wie Sie es nennen. aber andere waren ihr genau so nahegekommen 176 . nämlich. wenn wir genügend Anstrengungen machen. Ich sagte. wovon Sie sprechen. was es früher noch nirgends gegeben hatte. etwas.Einfache Beobachtung' ist Perzeption. „Haben Sie Wundts Logik gelesen? Sie werden dort seine letzte Definition der Apperzeption finden. daß wir uns unser selbst nicht erinnern. . L.Beobachtung mit Selbst-Erinnern'. wenn auch nicht alle sofort.

Und da er die Größe der Idee nicht gesehen hatte. Femer werden einige Gesetze leichter in der Welt. andere wieder leichter im Menschen beobachtet. die sich hinter seinen Gedanken über die verschiedenen Formen der Perzeption verbarg. als ich ihn darauf hinwies. ist sehr klein. Aber bei seiner ersten Vorlesung sprach er von etwas anderem. in den Erscheinungen verschiedener Ordnungen Analogien zu finden. mit der Welt zu beginnen und dann zum Menschen überzugehen. welche die Idee des Fehlens von Bewußtsein und die Idee der Möglichkeit einer willkürlichen Schaffung dieses Bewußtseins in unserem Denken einnehmen sollte. das nächstemal von Moskau kam. mit dem Menschen zu beginnen und dann auf die Welt überzugehen. Die Gesetze sind überall die gleichen. Später kam ich zu der Überzeugung.und waren später in einer anderen Richtung wieder davon abgewichen. Als G. fand er uns in Experimente über Selbst-Erinnem und in Diskussionen über diese Experimente vertieft. Verschiedene zahlenmäßige Ver- 177 . die alle Vorgänge in Welt und Mensch regieren. Wenn wir die Prinzipien irgendeines Gesetzes erkannt haben. „Die Anzahl der Grundgesetze. sowohl in der Welt als auch im Menschen. Darum ist es in manchen Fällen besser. Mir schien es nur merkwürdig. daß Wolinsky dies sogar dann nicht sehen konnte. warum dies so ist. daß diese Idee für viele sonst sehr intelligente Menschen unter einem undurchdringlichen Schleier verborgen ist — und noch viel später sah ich. und in anderen Fällen ist es besser. Er hatte die Größe der Idee nicht gesehen. konnte er auch natürlich die zentrale Stellung nicht erkennen. müssen wir nach seiner Äußerung in Welt und Mensch gleichzeitig Ausschau halten. „Bei richtigem Wissen muß das Studium des Menschen parallel zum Studium der Welt verlaufen. „Dieses parallele Studium von Welt und Mensch zeigt die grundsätzliche Einheit von allem auf und hilft. und das Studium der Welt muß parallel zum Studium des Menschen verlaufen.

wie es oft genannt wird. Das bedeutet. das die Schwingung trägt. Diesem Gesetz zufolge ist jedes Vorkommnis. Wenn die Kraft des Impulses erschöpft ist und der Widerstand des Mediums die Oberhand gewinnt. als ob sie sich ununterbrochen vollziehen. „Um die Bedeutung dieses Gesetzes zu verstehen. der negativen und der neutralisierenden. So ist eine der Grund- 178 . stärken oder schwächen einander. überwindet. entwickeln sich die Schwingungen einförmig und allmählich und können beim Fehlen von Widerstand sogar endlos sein. Davon haben wir schon gesprochen. das heißt bis zum Beginn der natürlichen Schwächung. jede Erscheinung in allen Welten ohne Ausnahme das Ergebnis einer gleichzeitigen Wirkung dreier Kräfte — der positiven. als die stetige Kraft des ursprünglichen Impulses weiterwirkt. Diese Schwingungen vollziehen sich in allen Arten und Dichtigkeiten des Stoffes. bringen einander zum Stillstand und so fort. „Das erste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der drei Kräfte oder drei Prinzipien. „Um die Mechanik des Universums zu verstehen. oder. Aber bis zu diesem Augenblick. sie entstammen verschiedenen Quellen und vollziehen sich in verschiedenen Richtungen. verlangsamen sich die Schwingungen natürlich und hören auf. welche die Schwingung verursacht und den Widerstand des Mediums. ist es notwendig. das Gesetz der Drei. kreuzen einander. muß man das Weltall als aus Schwingungen bestehend betrachten.Bindungen einiger Grundkräfte erschaffen all die scheinbare Mannigfaltigkeit der Erscheinungen. die komplexen Erscheinungen auf diese Grundkräfte zurückzuführen. aus dem das Weltall besteht. vom feinsten bis zum gröbsten. „Das nächste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. daß Schwingungen gewöhnlich so betrachtet werden. so lange aufsteigen oder absteigen. und in Zukunft werden wir auf dieses Gesetz in jedem neuen Forschungsgebiet zurückkommen. „Nach den im Westen anerkannten Theorien sind Schwingungen stetig. stoßen zusammen.

„Der Grundsatz der Unstetigkeit von Schwingungen bedeutet. das Medium. gleichmäßig. sondern gleichsam abwechselnd stärker und schwächer wird. daß die Kraft des ursprünglichen Schwingungsimpulses nicht einförmig wirkt. daß die Zeitspannen einförmiger Wirkung der Trägheit nicht gleichmäßig sind und daß 179 . bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Entwicklung wieder aufgehalten wird. wenn wir sagen. da ihm niemand widersprochen hat. und für eine kurze Zeit verlangsamen sie sich und verändern bis zu einem gewissen Grad ihre Natur oder ihre Richtung. und die Schwingungen entwickeln sich nur für eine gewisse Zeitspanne. die durch die Natur des Impulses. Nach dieser zeitweisen Verlangsamung sowohl im Aufsteigen als auch im Absteigen kommen die Schwingungen wieder in ihre frühere Richtung zurück und steigen eine gewisse Zeit einförmig auf oder ab. In einigen der neuesten Theorien beginnt diese Voraussetzung zu wanken.Voraussetzungen unserer Physik die Stetigkeit der Schwingungen. wenn dies auch nie genau formuliert wurde. zum Beispiel beginnen aufsteigende Schwingungen in einem gewissen Augenblick langsamer aufzusteigen und absteigende Schwingungen beginnen langsamer abzusteigen. die Schwingungen hören sozusagen auf. Trotzdem ist die Physik noch sehr weit von einer richtigen Ansicht über die Natur der Schwingungen oder das. sondern mit periodischer Beschleunigung und Verlangsamung entwickeln. dem Impuls zu folgen.' Die Kraft des Impulses wirkt ohne Veränderung ihrer Natur. daß sie sich nicht einförmig. Dieser Grundsatz kann noch genauer formuliert werden. ob sie auf. weil ersteres das Prinzip der Unstetigkeit von Schwingungen zur Grundlage des Verstehens von Schwingungen macht. daß es das bestimmte und notwendige Kennzeichen aller in der Natur vorkommenden Schwingungen ist.oder absteigen. die Verhältnisse und so weiter bestimmt wird. In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend. Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt tritt eine Veränderung ein. „In diesem Fall steht das alte Wissen im Widerspruch zur zeitgenössischen Wissenschaft. was unserer Auffassung von Schwingungen in der wirklichen Welt entspricht. gleich. entfernt.

daß es in diesem Schwingungs-intervall zwischen der gegebenen Anzahl von Schwingungen und einer doppelt so großen Anzahl zwei Stellen gibt. wo eine Verlangsamung in der Vermehrung der Schwingungen statthat. Eine ist mehr am Anfang. waren der alten Wissenschaft bekannt. In dieser Formel sind die Perioden. sie erreicht zweitausend. „Ungefähr so: Figur 8 1000 2000 |————————|———————————|——| „Die Gesetze. Diese Gesetze wurden in eine bestimmte Formel oder ein Diagramm gekleidet. die der Vermehrung der Schwingun- 180 . Figur 7 1000 2000 |—————————————————————| „Man hat festgestellt. das heißt. die Haltepunkte im Aufsteigen und Absteigen der Schwingungen. die andere länger. aber nicht der Anfang selbst. Nach einer gewissen Zeitspanne verdoppelt die Anzahl der Schwingungen. Die andere findet sich fast am Ende.die Verlangsamungsmomente der Schwingungen nicht symmetrisch verlaufen. denen die Verlangsamung oder die Ablenkung der Schwingungen von ihrer ursprünglichen Richtung unterworfen ist. in acht ungleiche Abschnitte aufgeteilt. innerhalb welcher sich die Schwingungen verdoppeln. werden die Entwicklungslinien der Schwingungen in Perioden aufgeteilt. Nehmen wir sie in dem Augenblick. noch besser. da sie im Verhältnis von eintausend pro Sekunde schwingen. das sich bis auf unsere Zeit erhalten hat. die der Verdoppelung oder Halbierung der Anzahl der Schwingungen in einem gegebenen Zeitraum entsprechen. „Um diese Verlangsamungsmomente zu bestimmen oder. Eine Periode ist kürzer. „Stellen wir uns eine Reihe zunehmender Schwingungen vor.

Zum Beispiel ist der Physik die Lichtskala bekannt. Gleichzeitig aber.gen entsprechen. Das Prinzip der Teilung der Periode. und verschiedene . das von alten Schulen ausgearbeitet und auf die Musik angewandt worden ist. „Das Studium der Struktur der musikalischen Sieben-Ton-Leiter ergibt eine sehr gute Grundlage für das Verständnis des kosmischen Oktaven-Gesetzes. chemische und andere Schwingungen denselben Gesetzen unterliegen wie Schallschwingungen. dann vergessen wurde und dann wieder gefunden oder . wenn auch diese Verknüpfung der Wissenschaft noch nicht ganz klar ist. „Nehmen wir wieder die aufsteigende Oktave. in der die Häufigkeit der Schwingungen wächst. werden wir merken. „Die Sieben-Ton-Leiter ist die Formel eines kosmischen Gesetzes. wenn wir die Äußerungen des Oktaven-Gesetzes in Schwingungen anderer Art untersuchen. daß es möglich ist. Auf diese Weise gelangte man zur musikalischen Sieben-Ton-Leiter. in acht ungleiche Teile beruht auf der Beobachtung der ungleichförmigen Vermehrung der Schwingungen in der ganzen Oktave. und daß Licht. Diese Periode der Verdoppelung der Schwingungen oder die Linie der Entwicklung der Schwingungen zwischen einer gegebenen Anzahl von Schwingungen und deren doppelter Anzahl wird eine Oktave genannt. in der die Schwingungen verdoppelt werden. das heißt bestehend aus acht. in der Chemie ist das periodische System der Elemente zweifellos eng mit dem Gesetz der Oktaven verknüpft. In sehr alten Zeiten fand eine dieser Schulen heraus. „Im Gewand dieser Formel wurde die Idee der Oktave von Lehrer auf Schüler überliefert. Hitze. die dem entferntesten Altertum bekannt war. von einer Schule zur anderen. daß diese Gesetze überall die gleichen sind. diese Formel auf die Musik anzuwenden. daß diese Oktave mit tausend Schwingungen pro Sekunde beginnt.entdeckt' wurde. das ist die Oktave. Nehmen wir an. Der achte Abschnitt wiederholt den ersten Abschnitt mit der doppelten Anzahl von Schwingungen.Stufen' der Oktave zeigen Beschleunigung und Verlangsamung zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung. 181 .

mi. das heißt eine Oktave.Bezeichnen wir diese tausend Schwingungen durch die Note do. das heißt. re. Figur 10 . Figur 11 9/8 do re 5/4 4/3 3/2 mi fa sol 5/3 la 15/8 si do „Der Unterschied in der Beschleunigung oder das Wachstum der Tonwerte oder der Unterschied im Ton verhält sich wie folgt: zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen do und re 9/8 l == 9/8 re und mi 5/4 9/8 ==10/9 5/4 = 16/15 Vermehrung verlang4 / 3 mi und fa samt fa und sol 3/2 4/3 == 9/8 5/3 3/2 ==10/9 sol und la la und si 15/8 5/3 == 9/8 15/8 == 16/15 Vermehrung wieder 2 si und do verlangsamt Anm. Figur 9 do ———————————————————————— do Der Abschnitt zwischen einem do und dem nächsten. wo sie zweitausend Schwingungen pro Sekunde erreichen. das heißt das do der nächsten Oktave. la 5/3. wird in sieben ungleiche Teile geteilt. Die Schwingungen wachsen. sol 3/2. mi 5/4. do. si 15/8 und do 2. la. si . fa. sol. Das Verhältnis der Tonwerte oder der Frequenz der Schwingungen ist folgendes: Wenn wir do als l annehmen. weil die Frequenz der Schwingungen sich nicht einförmig vermehrt. Die italienische Tonleiter do — re — mi — fa — sol — la — si — do entspricht der deutsdien c — d — e — f — g — a — h — c. fa 4/3. do. An dem Ort. 182 . befindet sich ein zweites do. ihre Frequenz nimmt zu. dann ist re 9/8.

10/9 und 16/15. In dieser Hinsicht werden. daß es drei Arten Intervalle innerhalb der Oktave gibt: 9/8. vpn denen acht Grundnoten sind: do. Das kleinste Intervall 16/15 erscheint zwischen mi und fa und zwischen si und do. „Auf diese Weise erhalten wir zwanzig Noten. Dies sind genau die Verlangsamungsstellen innerhalb der Oktave. ausgenommen die Intervalle mi — fa und si — do. daß sich zwischen zwei Noten immer zwei Halbtöne befinden. Wir sehen. mi. fa. wenn man von Oktaven im . re. das ist ein Halbton zwischen: do — re fa — sol re — mi sol — la la — si „Zwischen mi und fa und zwischen si und do wird der Halbton überhaupt nicht verwendet. la. si. do und zwölf dazwischenliegende: zwei zwischen jeder der folgenden zwei Noten: do re fa — sol re mi sol — la la si und je eine zwischen den folgenden zwei Noten: mi — fa si — do „Praktisch werden aber in der Musik an Stelle von zwölf dazwischenliegenden Halbtönen nur fünf verwendet. sol.kosmischen' oder mechanischen Sinn spricht. die in ganzen Zahlen 405. die nur einen Halbton haben und wo ein Halbton als ausgelassen betrachtet wird. „Bezüglich der musikalischen Sieben-Ton-Leiter nimmt man im allgemeinen (theoretisch) an. 400 und 384 entsprechen. nur die 183 . „Auf diese Weise gibt die Struktur der musikalischen Sieben-Ton Leiter ein Schema des kosmischen Gesetzes der Intervalle oder fehlenden Halbtöne.„Der Unterschied zwischen den Tönen oder zwischen den Tonwerten wird Intervall genannt.

Intervalle zwischen ml und fa und si und do als Intervalle bezeichnet. Die Oktave beginnt in der Richtung. warum alles in uns gedacht wird. so gibt es uns eine gänzlich neue Erklärung des ganzen Lebens. die dem entgegengesetzt ist. und durch fa. des Fortschritts und der Entwicklung der Erscheinungen auf allen Ebenen des von uns beobachteten Weltalls. „Wenn wir die volle Bedeutung des Oktaven-Gesetzes begreifen. und ebenfalls. All dies ist die klare und unmittelbare Wirkung der . warum wir weder denken noch tun können. la und si fällt sie in einem Winkel von ihrer ursprünglichen.Intervalle' oder der Verlangsamungen in der Entwicklung der Schwingungen. Dieses Gesetz erklärt. sol. die bei do begonnene Linie ändert ihre Richtung. warum alles mit uns geschieht und gewöhnlich auf eine Weise geschieht. warum es in der Natur keine geraden Linien gibt. „Was geschieht denn nun genau im Augenblick der Verlangsamung der Schwingungen? Es entsteht eine Abweichung von der ursprünglichen Richtung. was wir wollen oder erwarten. die durch den Pfeil gezeigt wird: „Aber zwischen mi und fa ergibt sich eine Abweichung. durch die ersten drei Noten gegebenen Richtung 184 .

185 .ab. eine „Die nächste Oktave zeigt eine noch bestimmtere Abweichung. die folgende eine noch bestimmtere. Zwischen si und do ergibt sich das zweite Intervall neue Abweichung. so daß die Linie der Oktaven sich schließlich vollständig umkehren kann und in einer der ursprünglichen entgegengesetzten Richtung fortschreitet. ein neuer Richtungswechsel.

„All dies und noch vieles andere kann nur mit Hilfe des Gesetzes der Oktaven im Verein mit einem Verständnis der Rolle und Bedeutung der . „Solch einen Lauf der Dinge. welche die Entwicklungslinie der Kraft dauernd zu Veränderungen veranlassen — in einer gebrochenen Linie weiterzugehen.Intervalle' erklärt werden. können wir in allem beobachten. Nach einer bestimmten Zeitspanne energischer Tätigkeit oder starker Gefühle oder richtigen Ver- 186 . warum gerade Linien in unserer Tätigkeit nie vorkommen. mit der wir begonnen haben. das oft dem ersten ganz entgegengesetzt ist. trotzdem wir das nicht bemerken und denken. in anderen Worten. sich zu drehen. warum wir nach Beginn einer Sache immer etwas vollständig anderes tun. F i g u r 16 „Dieses Gesetz zeigt. ihr . daß wir die gleiche Sache tun.eigener Gegensatz' zu werden und so fort.„Bei weiterer Entwicklung kann die Oktavenlinie oder Entwicklungslinie der Schwingungen in ihre ursprüngliche Richtung zurückkehren oder. das heißt einen Richtungswechsel. einen vollständigen Kreis bilden.

wenn auch nicht in derselben Richtung wie zu Beginn. der Gedanke wird dogmatisch. unter Beibehaltung ihres früheren Körnens. die esoterisches Christentum studierten. Aber die Linie entwickelt sich weiter. Philosophie. um von den Bibelpredigten über die Liebe zur Inquisition zu kommen. leichte Erregbarkeit. Feindseligkeit. buchstäblich. im persönlichen und vor allem im gesellschaftlichen und politischen Leben können wir beobachten. In Literatur. Alles geht in dieser Richtung für eine gewisse Zeit weiter. Flucht vor schwierigen Problemen. Wissenschaft. Die Arbeit wird mechanisch. Verärgerung. wieder eine Abweichung.stehens kommt eine Reaktion. dann kommt wieder eine Reaktion. Ermüdung und Gleichgültigkeit überkommen das Gefühl. der Gedanke geht in einem Kreis. ist nun eine notwendige und nutzlose Formalität. Vielleicht das interessanteste Beispiel solchen Richtungswechsels in der Linie der Entwicklung von Kräften findet sich in der Religionsgeschichte. an Stelle richtigen Denkens beginnt die Suche nach einem Kompromiß. eine Anzahl ganz fremder Elemente sind ins Gefühl eingetreten — Sich-Sorgen. wenn diese vorurteilslos studiert wird. Kunst. zu den Scholasti- 187 . Die Entwicklung der Kraft mag weitergehen. oder von den Asketen der frühen Jahrhunderte. wiederholt. der gefunden war. aber die Arbeit. und der Ausweg. was früher bekannt war. die mit großem Eifer und Begeisterung begonnen wurde. die die mechanische Menschheit gar nicht zur Kenntnis zu nehmen wünscht. Denken Sie. die Arbeit wird ermüdend und langweilig. „Das gleiche geschieht in allen Sphären menschlicher Tätigkeit. das Gefühl wird schwächer und schwächer und steigt auf die Stufe der gewöhnlichen täglichen Ereignisse herab. wieder ein Halt. Ein Studium der Geschichte von diesem Gesichtspunkt aus zeigt die erstaunlichsten Tatsachen. es folgt Unterdrückung. geht mehr und mehr verloren. vor allem in der Geschichte des Christentums. wie die Entwicklungslinie der Kräfte von ihrer ursprünglichen Richtung abweicht und nach einer gewissen Zeitspanne in einer diametral entgegengesetzten Richtung weitergeht. wie viele Veränderungen in der Entwicklungslinie der Kräfte stattgefunden haben müssen. Religion.

„Das Gesetz der Oktave erklärt viele Erscheinungen in unserem Leben.kern. alles bewegt sich. es bewegt sich entweder auf einer aufsteigenden oder auf einer absteigenden OktavenLinie. müssen wir lernen. was es war. oder weil wir den Abstieg für einen Aufstieg halten. weil wir immer denken. „Nichts kann sich dadurch entwickeln. Weder verstehen wir noch sehen wir. das heißt das Auf und Ab innerhalb jeder Linie. wo wir sie sehen.oder absteigt. stattfinden. erschlafft und entartet. „Und drittens. „Wir haben bisher hauptsächlich über die JJnstetigkeit der Schwingungen und über die Abweichung von Kräften gesprochen. Wir sehen die erste nicht. alles geht irgendwo hin. wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben könnten. Auf- 188 . Wir müssen nun klar die zwei anderen Prinzipien begreifen: die Unvermeidlichkeit sowohl des Aufstiegs als auch des Abstiegs in jeder Entwicklungslinie von Kräften und ebenso die periodischen Schwankungen. „Das erste ist das Prinzip der Kraftabweichung. zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven im Leben zu unterscheiden. daß es auf einer Ebene bleibt. wie man Bewußtsein durch mechanische Mittel vermehren kann. Aufstieg oder Abstieg ist die unausweichliche kosmische Voraussetzung für jede Handlung. Das sind die zwei Hauptursachen unserer Selbst-Täuschung. was um uns herum oder in uns vor sich geht. die unverständlich sind. entweder weil wir die Unvermeidlichkeit des Abstiegs nicht zugeben. daß in der tatsächlichen Entwicklung sowohl aufsteigender als auch absteigender Oktaven dauernd Schwankungen. daß Dinge für eine lange Zeitspanne auf der gleichen Ebene bleiben können. ob sie nun auf. die ausrechneten. „Das zweite ist die Tatsache. „Wenn wir gelernt haben. und wir sehen die zweite nicht. ein Auf und Ab. wandelt sich und entwickelt sich unvermeidlich oder verfällt. daß nichts auf der Welt am gleichen Platze bleibt oder das bleibt. ebenso unmöglich. wenn es keinen Aufstieg gibt. das heißt. weil Aufstiege. tatsächlich unmöglich sind.

unsere Wünsche. Gedanken. Der biblische Mythos von der Erschaffung der Welt in sechs Tagen und dem siebenten Tage. unsere Gefühle. die hier und dort im Menschen schwingen.Intervallen' in den Oktaven als auch die . dieses Auf und Ab. Dieses Hin und Her. Was für einen Bereich unseres Lebens wir auch nehmen. daß nichts je auf der gleichen Stufe und beständig bleibt.stieg und Abstieg innerhalb der Oktaven selbst zu unterscheiden. unsere Absichten.oder Abstiegsperioden durch.Intervalle' selbst. sie alle machen von Zeit zu Zeit Aufstiegs. diese wellenartigen Schwankungen von Stimmungen. war das Oktaven-Gesetz in all seinen Äußerungen dem alten Wissen bekannt. unsere Entscheidungen. überall und in allem steigen und fallen die Wellen. Unsere Energie in der einen oder anderen Richtung. wir können sehen. Energie. Gefühlen. Entschlossenheit sind sowohl Perioden der Kraft-Entwicklung zwischen den . das heißt die Einteilung der Woche in Werktage und Sonntage.besser' oder »schlechter* werden. „Wie schon gesagt wurde. 189 . sowohl solche psychischer Natur als auch solche. die von dem allgemeinen Gesetz abhängen. die unmittelbar mit unserem Leben verknüpft sind. ist auch ein Ausdruck des Oktaven-Gesetzes oder ein wenn auch unvollständiger Hinweis darauf. werden stärker oder schwächer. hauptsächlich weil wir immer in einer Richtung beginnen und später in einer anderen fortfahren. die ohne jeden sichtbaren Grund . „Vom Gesetz der Oktaven und seinen drei hauptsächlichen Äußerungen hängen viele Erscheinungen ab. überall und in allem geht das Schwingen des Pendels vor sich. „Und es gibt vielleicht hundert Pendel. „Selbst unsere Zeiteinteilung. ohne es zu bemerken. unsere Stimmungen. ist mit denselben Eigenschaften und inneren Voraussetzungen unserer Tätigkeit verknüpft. die plötzlich stärker wird und dann genau so plötzlich schwächer wird. Vom Oktaven-Gesetz hängt die Unvollkommenheit und Unvollständigkeit all unserer Erkenntnisse in allen Sphären ohne Ausnahme ab. an dem Gott von seinen Arbeiten ausruht.

ohne Unterbrechung zu entwickeln. im Naturverlauf und sogar in der menschlichen Tätigkeit beobachtet werden kann. das heißt. In unterbrochenen Oktaven beginnen sie nur und fallen dann. werden durch andere. „Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven.Intervalle' ausfüllen und es den Schwingungen der gegebenen Oktave ermöglichen. wenn sie auch selten ist. auf irgendeine Art ihre . Aber zwischen si und do braucht sie einen viel 190 . die sich auf die Kenntnis des Oktaven-Gesetzes gründen.Schwingungen' sich auf verschiedene Weise entwickeln können. daß eine richtige und fortschreitende Oktaven-Entwicklung. was wie ein Zufall aussieht. daß .Intervall' geht. die sie durchkreuzen oder in einer entgegengesetzten Richtung gehen heißen. ein zusätzlicher Schock' hinzutritt. sie sich ohne Störung weiter in der ursprünglichen Richtung bewegen wird. die diese kreuzen oder treffen. mit der sie begannen. der ihr in Kraft und Charakter entspricht. wird die Oktave sich ohne Störung bis si weiterentwickeln. In Oktaven. zeigen. „Und nur in Oktaven kosmischer Ordnung — sowohl in aufsteigenden wie absteigenden — entwickeln sich Schwingungen auf eine stetige und ordnungsgemäße Weise und folgen der gleichen Richtung. wenn die gegebene Oktave durch ein . sich in Freiheit. die von der ursprünglichen Richtung abweichen. entgegengesetzt sind. die denen. „Weitere Beobachtungen zeigen. die man am Beginn hätte erwarten können. Die Beobachtung solcher richtig entwickelter Oktaven läßt die Tatsache erkennen. Manchmal geschieht es. daß zu einer bestimmten Oktave parallellaufende Oktaven. in allen Lebensumständen. „Die richtige Entwicklung der Oktaven beruht auf etwas. „In einer aufsteigenden Oktave kommt das erste Intervall zwischen mi und fa. ohne irgend etwas zu verlieren oder ihre Natur zu verändern. Wenn entsprechende zusätzliche Energie an diesem Punkte hinzutritt. daß. ändern die Schwingungen ihre Natur und führen zu Ergebnissen. wenn in einem notwendigen Augenblick. stärkere Schwingungen ertränkt oder aufgesaugt.„Beobachtungen.

„In der großen kosmischen Oktave. Der Schöpfungsvorgang wird durch die Kraft des ursprünglichen Impulses und einen »zusätzlichen Schock' weiterentwickelt. der es ausfüllen kann. Die Welten.stärkeren zusätzlichen Schock für ihre richtige Entwicklung als zwischen mi und fa. hier ist dann ein »zusätzlicher Schock' notwendig. die uns in Form des Schöpfungsstrahls erreicht. Endet sich oft im do selbst oder in den durch do hervorgerufenen seitlichen Schwingungen. um uns richtiger auszudrücken. das Sonnensystem. Das . erschafft Welten innerhalb seiner selbst und beginnt auf diese Weise die absteigende Welt-Oktave. die zahlreiche Einflüsse zur Erde tragen. daß die planetarischen Strahlungen. sind si. Das Absolute ist das do dieser Oktave. diese zu erreichen oder.Schock' zwischen do und si. die das Absolute in sich selbst erschaffen. Das Absolute ist das All. vollständigen Willen und volles Bewußtsein besitzt. La wandelt sich in sol.Intervall' gleich am Anfang der Oktave auf. und der Stoff.Intervall' zwischen do und si wird in diesem Fall durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. Der Schöpf^ngsstrahl beginnt mit dem Absoluten. welches volle Einheit. nicht empfangen werden. Si wandelt sich in la. Das All. können wir das erste vollständige Beispiel des Oktaven-Gesetzes beobachten. Dies bedeutet. weil die Anzahl der Schwingungen der Oktave an diesem Punkt beträchtlich höher ist und zur Überwindung eines Stillstandes in der Oktavenentwiddung eine viel größere Intensität notwendig ist. das für uns unsere Sternenwelt. gibt es einen besonderen Apparat zum Empfang und 191 . unmittelbar nach dem ersten do. nicht fähig sind. Sol wandelt sich in fa. Aus diesem Grunde entwickelt sich eine absteigende Oktave viel leichter als eine aufsteigende und erreicht nach Überschreitung von si das fa ungestört. „In einer absteigenden Oktave hingegen tritt das größte . Um das . die planetarische Welt. die Erde wirft sie zurück. unsere Sonne. wenn auch ein beträchtlich schwächerer als der erste . die Milchstraße ist. Und hier zwischen der planetarischen Welt als Ganzem und unserer Erde tritt ein Intervall auf.Intervall' an dieser Stelle des Schöpf^ngsstrahls auszufüllen.

Wenn durch Zufall die Tätigkeit eines Menschen ein Ergebnis zeitigt und dies auch nur anscheinend oder dem Namen nach dem ursprünglichen Ziel ähnelt. Das heißt. versichert er sich selbst und anderen. Heiliger Starker bedeutet auch das Absolute oder Nichts. Wie ich schon gesagt habe. auf das ein neues do folgt — Nickis. und jeder andere könne auch sein Ziel erreichen.zur Übertragung der Planeteneinflüsse. Der Zufall ist natürlich eine sehr unsichere Sache. Das ist die zusammen bestehende und unteilbare Dreieinigkeit. das heißt. was sich zwischen ihnen befindet. daß es möglich sei. die es den Kraftlinien ermöglichen. können diese Schocks auch zufällig geschehen. Ein Mensch kann beim Roulette gewinnen. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Dies wiederum erzeugt in ihm die Täuschung. und die anderen werden es ihm glauben. die sechs Noten des Schöpfungsstrahls samt dem organischen Leben. daß gerade Linien die Regel sind und gebrochene und unterbrochene die Ausnahme. Zwischen All und Nichts befindet sich der Schöpfungsstrahl. das er sich gesetzt habe. heiliger Unsterblicher'? Dieses Gebet stammt aus dem alten Wissen. Alle drei zusammengenommen ergeben eines. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. „Wir müssen nun bei der Idee der .zusätzlichen Schocks' verweilen. In Wirklichkeit ist dies eine Täuschung. heiliger Starker. Aber dies 192 . er glaubt. die der Mensch manchmal sehen oder annehmen oder erwarten kann. In Wirklichkeit kann der Mensch nichts tun. Das organische Leben gibt der Erde alle für sie bestimmten Einflüsse weiter und ermöglicht die weitere Entwicklung und das Wachstum der Erde. Aber diese durch Zufall ausgerichteten Kraftlinien. „Kennen Sie das Gebet: »Heiliger Gott. Dieser Apparat ist das organische Leben auf Erden. Heiliger Gott bedeutet das Absolute oder das All. er habe das Ziel erreicht. daß es möglich sei zu tun. Heiliger Unsterblicher bedeutet das. des mi der kosmischen Oktave. und dann des Mondes oder des re. schaffen mehr als alles andere in ihm die Täuschung von geraden Linien.

ist genau die gleiche Art Zufall. kann ein Mensch sich sehr leicht täuschen und das . schafft im mechanischen Menschen die Überzeugung.sein ganzes Leben zu planen'. oder daß man Ziele in kleinen Dingen. irgend etwas dieser Art zu tun.Mensch-Maschine' ist. Ein Mensch. gleichzeitig müssen wir begreifen. wie man es nennt. daß er fähig ist. weil er nicht nur keine Herrschaft über die Dinge außerhalb seiner selbst. „Die größte Beleidigung für eine .erlangte' für das gewünschte Ergebnis halten. Ein bestimmtes Ziel. fähig. Aber bei den Tätigkeiten. Der einzige Unterschied ist. wenn sie nach einem strebt. Tatsächlich kann es sich natürlich auch nicht anders verhalten. daß sie sich niemals irgendeinem Ziele zubewegen kann und daß sie. das man sich im Leben oder auf irgendeiner menschlichen Tätigkeitsebene gesetzt hat. der 193 . erreicht.Maschine Mensch' ist in der Macht des Zufalls. und so fort. nämlich bei jedem bestimmten Einsatz. daß sie nichts tun. sich unvermeidlich ein anderes schaffen wird. . die wir uns gestellt haben. mit der sich die meisten Menschen befassen und wobei Jahre zwischen dem Beginn einer Sache und ihrem Ergebnis verstreichen. Dieses letztere muß sehr klar verstanden und eingesehen werden. zu erreichen. jedwedes Ziel zu erreichen. „In Wirklichkeit ist er natürlich unfähig. mit der Herrschaft über sich selbst. ihr zu sagen. und sie kann sich zufällig eine Zeitlang diesem Kanal entlang bewegen und dadurch die Täuschung verursachen. die keine Folgen haben können. nichts erreichen. sondern noch nicht einmal die Herrschaft über die Dinge in sich selbst hat. Ihre Tätigkeit mag durch Zufall in irgendeinen Kanal gelangen. das heißt er kann glauben. fähig. daß die Herrschaft über die Außenwelt mit der Herrschaft über die Innenwelt beginnt. der durch kosmische oder mechanische Kräfte geschaffen wurde. sich die Natur zu unterwerfen. wenn er im ganzen verloren hat. gewonnen zu haben. man wenigstens bei jeder einzelnen Gelegenheit sicher weiß. daß was das Roulette angeht. vor allem bei Tätigkeiten der Art.wäre Zufall. mit denen der Mensch sein Leben verbringt. Die . Solche zufällige Übereinstimmung von Ergebnissen mit Zielen. daß irgendwelche Ziele erreicht würden. ob man gewonnen oder verloren hat.

sich oder den Verlauf der Dinge in sich nicht beherrschen kann. in anderen Worten. die notwendigen . Der Mensch hat nur die Wahl. Für sie und um sie geschieht alles. Überzeugungen und Sympathien widerspricht. das Oktavengesetz zu kennen.Auf welche Weise kann diese Herrschaft erreicht werden? „Die technische Seite hiervon wird durch das Oktaven-Gesetz erklärt. was ihm und um ihn geschieht. ist es notwendig. auf seine eigene Tätigkeit die Methode anzuwenden. . das heißt in den Augenblicken.Intervalle' in all seinen Tätigkeitslinien zu erkennen und . „Es ist nur möglich. kann nichts beherrschen. entrinnen möchte. und sich mit dem Scheitern von allem.zusätzliche Schocks' nicht hinzutreten. oder er kann lernen.Intervalle' zu kennen und fähig zu sein.zusätzliche Schocks' zu schaffen. sogar wenn dies seinen innersten Neigungen.dahin zu treiben. ^. wie der Wind bläst' oder . entweder eine Richtung für seine Tätigkeit zu Enden.zusätzliche Schocks' hinzutreten. wenn die Schwingungen langsamer werden. „Die Möglichkeit künstlicher. die Augenblicke der . dies in einer Schule zu lernen. wenn ein Mensch der Rolle des passiven Beobachters all dessen. zu hoffen. in anderen Worten. Oktaven können sich folgerichtig und stetig in der beabsichtigten Richtung entwickeln. die dem mechanischen Lauf von Ereignissen in einem gegebenen Augenblick entspricht. die Augenblicke der . Es ist natürlich sinnlos. welche die kosmischen Kräfte durch Schaffung zusätzlicher Schocks' in den notwendigen Augenblicken benutzen. Wenn in den notwendigen Augenblicken . „Die »Maschine Mensch' kann nichts tun. sofern in den notwendigen Augenblicken .mit dem Strom zu schwimmen'. Um zu tun. zu versöhnen. so verändern die Oktaven ihre Richtung. die alle esoterischen Überliefe- 194 . was er zu unternehmen beginnt. daß zufällige „Schocks" in den notwendigen Augenblicken von selbst eintreten.zusätzlichen Schocks' zu schaffen. das heißt in einer richtig organisierten Schule. das heißt besonders geschaffener »zusätzlicher Schocks' gibt dem Studium der Oktaven-Gesetze eine praktische Bedeutung und macht dieses Studium unerläßlich und notwendig.

Intervalle'. Aus dem geraden Hauptstamm wachsen Verzweigungen nach allen Seiten.Intervalle' und die Folge. von dem die Zweige der seitlichen Oktaven ausgehen. Die sieben fundamentalen Noten der Oktaven und die zwei. wird Ihnen zum richtigen Zeitpunkt erklärt werden. wann . daß die Linie der Entwicklung der Linie der Schöpfung entgegengesetzt ist. „Beim Studium des Oktaven-Gesetzes muß man im Gedächtnis behalten. die Träger neuer Richtungen. Und dies wiederum wird Ihnen einen Aspekt der Vereinigung des Gesetzes der Sieben mit dem Gesetz der Drei erklären. verstehen. die sich wiederum teilen und zu Zweigen 195 . Die fundamentale Oktave kann dem Stamm eines Baumes verglichen werden. je drei Gruppen von drei Gliedern.rungen befolgt. ergeben insgesamt neun Glieder einer Kette. daß in der Lehre einer Schule einem Menschen Beispiele von sowohl absteigenden (schöpferischen) als auch aufsteigenden (sich entwickelnden) kosmischen Oktaven gegeben werden.Schocks' geschaffen werden müssen. und diese Bedingungen können nur in einer Schule geschaffen werden. daß sie dagegen wie gegen einen Strom angeht. Ohne Hilfe einer Schule kann ein Mensch aus sich selbst niemals das Oktaven-Gesetz. daß Oktaven in ihrer Beziehung zueinander in fundamentale und untergeordnete gegliedert werden. Er kann es nicht verstehen. Der Aufbau von Oktaven kann mit dem Aufbau eines Baumes verglichen werden. das heißt. weil gewisse Bedingungen zu diesem Zweck notwendig sind. Das westliche Denken. Aus den untergeordneten Oktaven erster Ordnung entstehen die untergeordneten Oktaven zweiter Ordnung und so fort. die Punkte der . verwechselt die aufsteigenden und die absteigenden Linien miteinander und versteht nicht. „Wie eine Schule auf den Prinzipien des Oktaven-Gesetzes begründet sein kann. Inzwischen kann nur gesagt werden. „Die fundamentalen Oktaven sind mit den zweitrangigen oder untergeordneten Oktaven auf eine bestimmte Weise verbunden. das weder etwas von Oktaven noch von dem Gesetz der Drei weiß. die selbst auf diesen Prinzipien begründet ist.

was uns bereits als ausgemachte Tat-." Das Oktaven-Gesetz verursachte natürlich sehr viele Gespräche in unserer Gruppe und auch viel Verwirrung. Aber die Schwierigkeit lag nicht nur darin. Die Idee des Oktaven-Gesetzes bildete somit einen dauernden Schwerpunkt. Wir kamen bei jeder Gelegenheit 196 . das Maß jedes Gliedes oder jedes Teils des menschlichen Körpers zu errechnen. die größte Aufmerksamkeit auf sich zog und die meisten Gespräche veranlaßte. die eine volle Oktave der ersten Ordnung ausmachen. Und wir kamen dauernd darauf zurück. Diese neun Grundmaße. die durch Zahlen einer bestimmten Größe ausgedrückt werden. wieder verloren. halten sich aber innerhalb bestimmter fester Grenzen. G. Allein schon ein „technisches" Verständnis des OktavenGesetzes beanspruchte viel Zeit. sache erschienen war. „Wie alles in der Natur weist der menschliche Körper. sowohl in sich wie an sich die gleichen Verhältnisse auf. wobei wir manchmal unerwartete Entdeckungen machten. Entsprechend der Anzahl der Noten in der Oktave und ihrer . wie zu manchen Zeiten die eine und dann wieder eine andere Idee zum Schwerpunkt unserer Arbeit wurde. „erst dann werden Sie es außerhalb Ihrer selbst bemerken. Es ist schwierig darzustellen. in der Bildung der Äderungen.Intervalle' hat der menschliche Körper neun ihm zugrunde liegende Maße. durch die wiederum neue Oktaven entstehen und so fort. der Auszahlungen und so fort. In den einzelnen Menschen sind natürlich diese Maße sehr verschieden. die immer kleiner und kleiner werden und schließlich sich mit Blättern bedecken. „Sie müssen dieses Gesetz in Ihnen selbst verstehen und fühlen". Auf diese Weise ist es möglich. gehen durch bestimmte Verbindungen zu den Maßen der untergeordneten Oktaven über. manchmal dagegen auch das." Dies ist natürlich wahr. da sie alle in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. der ein bestimmtes Ganzes darstellt. warnte uns die ganze Zeit gegen zuviel Theoretisieren.werden. Der gleiche Vorgang vollzieht sich im Aufbau der Blätter. sagte er.

auf sie zurück. nur eine allgemeine Skizze dieser Idee. rufen einander hervor. Nehmen wir an. nämlich von den sogenannten »inneren Schwingungen'. Dies bedeutet. aber er kam dauernd auf sie zurück. Sie werden voneinander zurückgeworfen. „Jede Note in jeder Oktave kann als eine Oktave auf einer anderen Ebene betrachtet werden. da es eine bestimmte Grenze für die Entwicklung innerer Oktaven gibt. daß innerhalb von Schwingungen andere Schwingungen stattfinden.Medien' verschiedener Dichtigkeit zugleich vor sich und durchdringen einander dabei. beherrschen oder verändern einander. bringen einander zum Stillstand. aber nicht ad infinitum. bis wir allmählich alles von dem Gesichtspunkt dieser Idee aus zu betrachten begannen. um uns ihre verschiedenen Aspekte und Bedeutungen klarzumachen. und daß jede Oktave auf eine große Anzahl innerer Oktaven zurückgeführt werden kann. „Um die Bedeutung des Oktaven-Gesetzes besser zu verstehen. Bei einem der folgenden Treffen gab er uns ein sehr interessantes Bild von einer anderen Bedeutung des Oktaven-Gesetzes mit weitreichenden Auswirkungen. In seinem ersten Gespräch gab G. muß man eine klare Vorstellung von einer anderen Eigenschaft der Schwingungen gewinnen. „Diese inneren Schwingungen gehen in . „Jede Note dieser inneren Oktaven enthält wiederum eine ganze Oktave und so fort für eine beträchtliche Weile. daß dieser Stoff oder dieses Medium aus den verhältnismäßig groben Atomen 197 . „Stellen wir uns Schwingungen in einem Stoff oder einem Medium von einer bestimmten Dichtigkeit vor. wir sprachen von ihr und besprachen ihre verschiedenen Aspekte bei jeder Zusammenkunft.

Der Stoff der Welt 6 ist von dem Stoff der Welt 3 durchdrungen." Bei der nächsten Versammlung sprach G. daß wir eine Oktave dieser Schwingungen zum Zwecke irgendeiner Art von Untersuchung genommen haben. Welt 3 wird vom Stoff der Welt l durchdrungen. „Wenn wir mit den Schwingungen der Welt 48 beginnen. Der Stoff der Welt 12 ist von dem . wieder von dem Schop- 198 . „Das sind die inneren Oktaven. Jede Note der Schwingungen der planetarischen Welt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sonnenwelt. Jede Schwingung der Sonnenwelt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sternenwelt und so weiter. Der Stoff der Welt 48 ist mit Stoff der Welt 24 gesättigt. die Schwingungen des Stoffes der Welt 24 stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Schwingungen im Stoff der Welt 48. Entsprechende Schwingungen bestehen in jeder dieser Welten und die Ordnung bleibt immer die gleiche. daß innerhalb der Grenzen dieser Oktave Schwingungen eines noch feineren Stoffes stattfinden. das Studium ihrer Beziehung zu den äußeren Oktaven und der mögliche Einfluß der ersteren auf die letzteren stellt einen sehr wichtigen Teil des Studiums von Welt und Mensch dar. das heißt jede Note der Schwingungen eines gröberen Stoffes enthält eine ganze Oktave der Schwingungen eines feineren Stoffes. nämlich jede Note der Schwingungen im Stoff der Welt 48 enthält eine ganze Oktave von Schwingungen im Stoff der Welt 24. und jede Note der Schwingungen der Welt 24 enthält eine ganze Oktave der ^Schwingungen der Welt 12. Auch in diesem Stoff gibt es Schwingungen. „Das Studium der inneren Oktaven. so können wir sagen. „Der Stoff der Welt 24 wird seinerseits vom Stoff der Welt 12 ' durchtränkt. daß eine Note der Schwingungen in dieser Welt eine Oktave oder sieben Noten von Schwingungen der planetarischen Welt enthält. Nehmen wir an. von dem jedes sozusagen eine Ansammlung von achtundvierzig Uratomen darstellt. Die Schwingungen in diesem Medium lassen sich in Oktaven einteilen und die Oktaven lassen sich in Noten gliedern. Wir müssen erkennen.der Welt 48 besteht. Stoff der Welt 6 durchdrungen.

alle Welten (Welt 3) — si. F i g u r 18 Das Absoluf« do Alle Welten sl la Alle Sonnen Sonne sol Alle Planeten fa Erde ml Mond je • do Das Absolute „Das Absolute oder All (Welt l) ist do. zum Teil ergänzte und entwickelte er seine früheren Ausführungen. Es ist — do. Es wäre dies eine absteigende Oktave. „Der Schöpfungsstrahl endet im Mond. der in einem bestimmten Augenblick vollständig ist. wie jeder andere Vorgang. der Mond Welt 96) — re. unsere Sonne (Welt 12) — sol.fungsstrahl. zum Teil wiederholte er. als Oktave betrachtet werden. „Bei der Untersuchung des Schöpfungsstrahls oder der kosmischen Oktave sehen wir. „Der Schöpfungsstrahl kann. in der do in si übergeht. Der Schöpfungsstrahl beginnt mit dem Absoluten. daß folgende . si in la und so fort. alle Planeten (Welt 24) — fa. Jenseits des Mondes gibt es Kichts. Das Absolute ist das All. die Erde (Welt 48) — mi. alle Sonnen (Welt 6) — la. Das ist auch das Absolute — do.Intervalle' in der Entwicklung 199 .

der die gesamte Erdoberfläche bedeckt und jene Einflüsse von der planetarischen Sphäre aufnimmt. „Alle großen Ereignisse im Leben der menschlichen Massen wer- 200 . Das gleiche Feld mit einer Menge Menschen darauf wird andere Einflüsse aufnehmen und weiterleiten. nimmt planetarische Einflüsse einer bestimmten Art auf und überträgt sie der Erde. Ein . das mit Gras bedeckt ist.dieser Oktave bestehen sollten: das erste zwischen do und si. Aber das erste . „Die Bedingungen zur Gewährleistung der richtigen Weiterleitung der Kräfte werden durch die Erzeugung eines bestimmten mechanischen Apparates zwischen den Planeten und der Erde geschaffen. und das zweite zwischen fa und mi. Mit dem zweiten . das heißt zwischen Welt l und Welt 3. Diese mechanische Erfindung. Eine der Äußerungen des Willens des Absoluten besteht genau im Ausfüllen dieses »Intervalls'. das heißt zwischen Welt 24 und Welt 48.Intervall' ist die Lage schwieriger.Intervall' ist vom Willen des Absoluten ausgefüllt. unerläßlich ist die Erschaffung einiger neuer Bedingungen. um das Intervall zwischen den Planeten und der Erde auszufüllen. zwischen dem Absoluten und »Alle Welten'.Vermittlungsstation der Kräfte'. diese . Die Bevölkerung von Europa nimmt eine Art von planetarischen Einflüssen auf und überträgt sie der Erde. um die richtige Weiterleitung der Kräfte zu sichern. Irgend etwas fehlt zwischen den Planeten und der Erde.Alle Planeten' und der Erde.zusätzlicher Schock' ist unerläßlich. Das organische Leben bildet etwas wie einen sensitiven Film.Intervall' zwischen aktiver und passiver Kraft ausfüllt. zwischen . Das organische Leben auf Erden wurde erschaffen. Das pflanzliche. „Das organische Leben stellt sozusagen das Wahrnehmungsorgan der Erde dar. die das . Ein einfaches Feld. die sonst die Erde nicht erreichen könnten. und zwar mittels einer bewußten Äußerung der neutralisierenden Kraft. tierische und menschliche Reich sind in dieser Hinsicht für die Erde gleich wichtig. ist das organische Leben auf Erden. Die planetarischen Einflüsse können die Erde nicht folgerichtig und voll erreichen. Die Bevölkerung von Afrika nimmt planetarische Einflüsse einer anderen Art auf und so fort.

Hierbei braucht die Sonne eine Art von Strahlen." Bei diesen Ausführungen lenkte G. Liebe oder Gerechtigkeit rechtfertigen. was auch immer in diesem dünnen Film organischen Lebens stattfindet. der Sonne. Gleichzeitig betonte er immer die Tatsache. leuchtete mir erst später ein. Warum er so auf diesem Punkte bestand. Während er einmal bei diesem Thema verweilte. die Planeten eine andere Art und der Mond eine dritte. in dem eines der Glieder das „organische Leben auf Erden" war. der Planeten und des Mondes dient. immer den Interessen der Erde. 201 . Mit Hilfe des organischen Lebens sendet jeder Teil der Erdoberfläche jeden Augenblick eine bestimmte Strahlenart in der Richtung auf die Sonne. Dies wird unmittelbar von den menschlichen Massen aufgenommen und die Leute beginnen einander zu hassen und zu töten. Gleichheit. gab er uns ein Diagramm der Oktaven-Struktur. daß. Alles. „Das organische Leben ist das Wahrnehmungsorgan der Erde und gleichzeitig ist es ein Strahlungsorgan. Irgend etwas Zufälliges und sehr Vorübergehendes geschieht im planetarischen Raum. einfach weil bestimmte Arten von Strahlen von einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche benötigt werden. Und viele Dinge geschehen. unsere Aufmerksamkeit besonders auf die Ungleichheit der Zeit. die Planeten und den Mond aus. wobei sie ihre Handlungen mit irgendeiner Theorie von Brüderlichkeit. da es für einen bestimmten Zweck erschaffen und ihm untergeordnet ist. Und jede zufällige kleine Spannung in planetarischen Sphären kann sich Jahre hindurch in der Verstärkung der einen oder anderen Sphäre menschlicher Tätigkeit widerspiegeln. was auf Erden geschieht. das heißt auf den Unterschied der Dauer von Geschehnissen in der planetarischen Welt und im menschlichen Leben. nichts Unnötiges und nichts Unabhängiges kann in ihm geschehen. Die menschliche Gesellschaft ist eine hochgradig sensitive Masse für den Empfang planetarischer Einflüsse. Sie sind das Ergebnis der Aufnahme planetarischer Einflüsse. erzeugt Strahlungen dieser Art.den durch planetarische Einflüsse verursacht.

„Diese zusätzliche oder seitliche Oktave des Schöpfungsstrahls beginnt in der Sonne". „Man muß wissen. daß jede Note jeder Oktave gleichzeitig irgendeine Note irgendeiner anderen Oktave darstellen kann. die durch sie verläuft. Irgendein Erzeugnis des Zerfalls von organischem Leben geht zum Mond. „In unserem gegenwärtigen Fall beginnt sol als do zu klingen. das heißt mit dem Mond. was re war. noch weiter absteigend. wie so viele Dinge in G. das ist mit der Erde. wie wir es kennen. daß dieser seitlichen Oktave eine große Bedeutung zukam. zwei höhere Noten hatte. beginnt in einem gewissen Augenblick als do zu klingen. das mußte re sein. und daß es in der Sonne begann. von ihr ausgehenden. erzeugen. in unserem Fall jede Note der kosmischen Oktave. Aber es war sichtlich mit der Idee der Nahrung für den Mond verknüpft. „Die Sonne. das sol der kosmischen Oktave. der üblichen modernen Idee. Das organische Leben verschwand zweifellos in die Erde. eine auf der Ebene der Planeten und eine auf der Ebene der Sonne. das do einer anderen. Dies war der wichtigste Punkt und widersprach wieder einmal. die Formation der 202 . daß das organische Leben." Wir fühlten sofort. daß jede Note jeder beliebigen Oktave. so war es möglich.'s System. sol==do. Die Rolle des organischen Lebens in der Struktur der Erdoberfläche war unbestreitbar. seitlichen Oktave darstellen kann. fa. Natürlich konnten wir nicht definieren. wonach das Leben sozusagen von unten entstanden sei. Beim Abstieg auf die Ebene der Planeten geht diese neue Oktave auf si über. ganz gewiß zu sein. sol. Oder es wäre noch genauer zu sagen. In seinen Erklärungen kam das Leben von oben. Was mi anging. Da gab es das Wachstum der Koralleninseln und der Kalkgebirge. die das organische Leben auf Erden in der Form. und das re mit dem re der kosmischen Oktave. Erstens wurde dadurch klar. in der Tabelle durch drei Noten dargestellt. erzeugt sie die drei Noten la. Viele Gespräche entstanden über die Noten mi und re der seitlichen Oktave. das mi dieser Oktave stimmt mit dem mi der kosmischen Oktave überein. sagte er.

Alles Ungewöhnliche. das wir studierten. Unerwartete und Zufällige verschwand. das Wachstum der Vegetation in Gewässern. eingeteilt waren.Kohlenablagerungen und die Petroleumfelder. 203 . die Veränderung des Bodens unter dem Einfluß der Vegetation. und ein unermeßlicher und genau ausgedachter Plan des Universums begann in Erscheinung zu treten. die „Bildung reichen Ackerlandes durch Würmer". Aber außerdem zeigte die seitliche Oktave mit besonderer Klarheit. wie leicht und richtig die Dinge in dem System. Klimawechsel infolge Entwässerung von Sümpfen und Zerstörung von Wäldern und viele andere Dinge. von denen wir wissen oder auch nicht wissen.

wenn man weiß. vor allem.klares Bewußtsein' oder »Wachzustand des Bewußtseins' erscheint ein Scherz. daß beide in verschiedenen Bewußtseinszuständen vor sich gehen können. sind zuerst einmal der Schlaf. Die zwei höheren Bewußtseinszustände sind ihm unzugänglich. Bücher schreiben. lebt nur in den zwei unteren Bewußtseinszuständen. Aber der gewöhnliche Mensch. in dem sie auf der Straße Spazierengehen. sagte er. so kann er sie doch nicht verstehen und beurteilt sie vom Gesichtspunkt des Bewußtseins. „wenn man nicht die Tatsache begreift. was klares Bewußtsein in Wirklichkeit ist und was der Zustand. über erhabene Themen sprechen.Wachzustand' des Bewußtseins. „Der dritte Bewußtseinszustand ist Selbst-Ermnem oder Bewußt- 204 . das heißt Mensch Nummer eins. „Insgesamt sind dem Menschen vier Bewußtseinszustände möglich (er betonte das Wort .klares Bewußtsein' nennen oder den . „Die zwei üblichen. in anderen Worten der passive Zustand. an der Politik teilnehmen. und den sie als aktiv betrachten und . „Weder die psychischen noch die physischen Funktionen des Menschen können verstanden werden". in dem der Mensch ein Drittel und oft auch die Hälfte seines Lebens verbringt. Und zweitens der Zustand. in dem er für gewöhnlich verharrt. tatsächlich ist. Der Begriff . in dem der Mensch lebt und handelt. auf die Frage des Bewußtseins zurück. und wenn er auch Augenblicke dieses Bewußtseins hat.ACHTES KAPITEL B ei einer der folgenden Vorlesungen kam G. sich gegenseitig umbringen. in dem die Menschen die andere Hälfte ihres Lebens verbringen. das heißt die unteren Bewußtseinszustände.Mensch'). Nummer zwei und Nummer drei.

Man kann ohne jede Übertreibung behaupten. Augenblicke auch dieses Bewußtseinszustandes ereignen sich im Menschen. daß er sein Bewußtsein verloren hatte. der mit .sein seiner selbst oder das Bewußtsein des eigenen Seins. daß wir diesen Bewußtseinszustand nicht besitzen und daß wir ihn nicht durch Wünsche und Entschlüsse allein in uns erzeugen können. wie sie wirklich sind. „Für die meisten Menschen. kommt das nur von den falschen Lebensverhältnissen. er ist das Ergebnis inneren Wachstums und langer und schwieriger Arbeit an sich selbst. Wenn ein gewöhnlicher Mensch künstlich in den Zustand objektiven Bewußtseins gebracht und nachher auf seinen gewöhnlichen Zustand zurückgebracht wird. was damit 205 . „Die vierte Bewußtseinsstufe wird der Zustand des objektiven Bewußtsems genannt. In den Religionen aller Nationen gibt es Hinweise auf die Möglichkeit eines Bewußtseinszustandes dieser Art. Gewöhnlich nimmt man an. die Tatsache. dann wird er sich an nichts erinnern und für eine Weile denken. und wenn ein Mensch ihn nicht hat. „Aber der dritte Bewußtseinszustand kommt dem Menschen. daß in der heutigen Zeit der dritte Bewußtseinszustand im Menschen nur in Form sehr seltener Augenblicke vorkommt und daß er nur mittels eines besonderen Trainings mehr oder weniger dauernd gemacht werden kann. Unsere Wissenschaft und Philosophie haben die Tatsache übersehen. von Rechts wegen zu. ist die Hauptschwierigkeit auf dem Weg. daß sie denken. Bewußtsein seiner selbst zu erreichen. daß wir diesen Bewußtseinszustand haben oder daß wir ihn haben können.Erleuchtung' oder verschiedenen anderen Namen bezeichnet wird. Aber auf der Stufe des Bewußtseins seiner selbst kann ein Mensch Augenblicke des objektiven Bewußtseins haben und sich ihrer erinnern. Der einzig richtige Weg zu objektivem Bewußtsein führt über die Entwicklung des Bewußtsein seiner selbst. sie besäßen es. das heißt sie besäßen Bewußtsein seiner selbst und alles. so wie er ist. Auf dieser Stufe kann ein Mensch die Dinge sehen. jedoch nicht in Worten beschrieben werden kann. wenn wir wollen. „Der vierte Bewußtseinszustand im Menschen ist ein ganz anderer Seinszustand. sogar für die gebildeten und denkenden Menschen.

Diese Zentren sind in uns. Es scheint einleuchtend. in die Beweggründe seiner Handlungen. so werden wir sehen. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Eigenschaften unseres fälschlich sogenannten . von denen wir schon gesprochen haben. Kälte. er wird denken. in seine Gedanken. Wille. das . Stimmen. „Die zwei höheren Bewußtseinszustände — Bewußtsein seiner selbst und . nichts tun kann. „Außer den Zentren.verbunden ist. daß er nur durch lange und schwere Arbeit etwas erreichen könne. und ob er sich an sie erinnert oder nicht. Dies ist ein vollständig subjektiver Bewußtseinszustand. Im Wachzustand hin- 206 . so rufen sie in ihm doch nur phantastisch-subjektive Bilder hervor. Wärme. Aber wenn wir etwas tiefer in die Dinge eindringen. Sie seien verrückt oder Sie wollten ihn in der Hoffnung auf persönlichen Gewinn betrügen. Zunächst scheint dies ein ganz anderer Bewußtseinszustand. mit anderen Menschen reden. was er seiner Meinung nach schon hat. daß man einen Menschen nicht interessieren kann. daß er sich in einer besseren Lage befindet als während seines Schlafes. Sogar wenn ihn einige wirkliche Eindrücke erreichen. „Um uns den Unterschied zwischen den verschiedenen Bewußtseinszuständen klarzumachen. aber ihre Arbeit erreicht nicht unser gewöhnliches Bewußtsein. wenn wir einen Blick in seine innere Welt tun. die Empfindungen seines eigenen Körpers. zurückkehren. das heißt. Fähigkeit zu tun und so fort. gibt es zwei weitere Zentren im Menschen. dem Schlaf. Und sogar in einem schlimmeren. weil er im Schlafe passiv ist. Im Gegenteil.höhere Gefühlszentrum' und das . wenn man ihm sagt. Individualität im Sinne eines bleibenden und unveränderlichen Ichs. bleibt sich gleich. Der Mensch ist in seine Träume versunken. daß er sich fast im gleichen Zustand befindet wie im Schlafe. etwa Laute. Er kann sich bewegen. wollen wir wieder zum ersten Bewußtseinszustand.klaren Bewußtseins'. kann vorausberechnen.höhere Denkzentrum'. Dann wacht er auf. Gefahren sehen und sie vermeiden und so fort. sie sind voll entwickelt und arbeiten die ganze Zeit.objektives Bewußtsein' — sind mit der Tätigkeit der höheren Zentren im Menschen verknüpft. Es ist offensichtlich.

was geschieht. daß dies das Leben schlafender Menschen. „Wie oft bin ich schon gefragt worden. Und doch erinnert er sich nicht seiner selbst. was sie tun. weil dieser Schlaf durch das ganze uns umgebende Leben.ich liebe'. . Er schläft. ist seiner selbst nicht eingedenk.klares Bewußtsein' nennt. Er kann den Fluß seiner Gedanken nicht anhalten.ich habe gern'.ich will'. ob Kriege verhindert werden können. Zum Beispiel Krieg. Dazu ist es nur notwendig. daß einige Millionen schlafender Menschen versuchen. Was man . hat in Wirklichkeit einen Wert. Er ist eine Maschine. seine Gefühle und seine Aufmerksamkeit nicht beherrschen. Sie würden dies natürlich nicht tun. daß er nicht gern hat. All dies kann überhaupt keinen Wert haben. daß die Menschen aufwachen. das heißt. daß er gern hat. was es gibt. alles. daß er nicht will. . wacht er wirklich auf.gegen kann er unentwegt irgend etwas tun. Alles. was er meint. . Was bedeutet dies? Es bedeutet. Er sieht. . durch alle uns umgebenden Verhältnisse veranlaßt und aufrechterhalten wird. ist Schlaf. Gewiß können sie dies. Erst wenn ein Mensch beginnt.ich habe ungern'.und der Wachzustand. ein Leben im Schlafe ist. „Nehmen wir irgendein Ereignis im Leben der Menschheit. der Schlaf. ist eine Folge dieses Schlafes. was er meint. was er meint. einige Millionen anderer schlafender Menschen zu vernichten. Er lebt im Schlaf. und die Ergebnisse all seiner Handlungen fallen auf ihn und seine Umgebung zurück. Er lebt in einer subjektiven Welt von . Es ist jedoch das Schwerste. Er sieht nicht die wirkliche Welt. Die wirkliche Welt ist durch einen Schleier von Einbildungen vor ihm verborgen. sich seiner selbst zu erinnern.ich liebe nicht'. 207 . Alles. Das scheint eine Kleinigkeit zu sein. daß er will oder was er meint. wenn sie aufwachen würden. . kann seine Vorstellungen. was die Menschen sagen. und ein viel gefährlicherer Schlaf als der Schlaf nachts im Bett. sagen und tun sie im Schlaf. sind gleichermaßen subjektiv. Gerade im Augenblick wird ein Krieg geführt. Und dann gewinnt alles ihn umgebende Leben einen anderen Aspekt und eine andere Bedeutung. „Beide Bewußtseinszustände.ich will nicht'. Nur Erwachen und was zum Erwachen führt. alles geschieht mit ihm.

Es ist alles da. werden nur andere Leute zum Einschlafen bringen. wie sie es tun. daß er nicht durch den einfachen Wunsch allein erwachen kann. Darum ist noch mehr erforderlich. Im Gegenteil. der nicht schlaft und der nicht so leicht einschläft. die lebenswichtigsten. sie wachten auf. oder der dann bewußt schlafen geht.Erwachet'. Die Jünger Christi schliefen sogar. Aber wenn zum Beispiel zwanzig Menschen vereinbaren. Und nur dann ist es möglich. Aber verstehen es die Menschen? Die Menschen halten es einfach für eine Redensart. Wenn ein Mensch begreift. Ein Mensch muß sich um sie kümmern. wenn es weder ihm noch anderen schadet. Millionen Theorien erdenken. 208 . .„Wie kann man erwachen? Wie kann man diesem Schlaf entrinnen? Diese Fragen sind die wichtigsten. welcher zuerst erwacht. daß sie schlafen und aufwachen müßten. Sie müssen so einen Menschen Enden und ihn anstellen.wachet'. „Man kann jahrelang denken. und das alles im Schlaf. wenn man versucht zu erwachen. „In der Idee des Schlafes ist nichts Neues. Diese Bücher und diese Theorien. Beinahe seit der WeltSchöpfung wurde den Leuten gesagt. Wie oft geschieht dies zum Beispiel in den Evangelien! . als er im Garten von Gethsemane zum letzten Male betete. daß er sich nicht seiner selbst erinnert und daß Sich-seiner-selbst-Erinnem bedeutet. Man kann es sogar noch genauer sagen: ein Mensch kann nicht durch sich selbst erwachen. man kann ganze Bibliotheken von Büchern schreiben. die übrigen aufwecken wird. haben sie bereits eine Chance. »schlafet nicht'. weil alle zwanzig zur gleichen Zeit schlafen können und träumen können. Das muß man verstehen. daß er bis zu einem gewissen Grade aufwachen muß. sich seiner selbst zu erinnern. überzeugt zu werden. im Schlaf geschrieben und erdacht. wenn dies möglich ist. sie aufzuwecken und nicht wieder einschlafen zu lassen. aufzuwachen. und wenn er gleichzeitig die Erfahrung macht. für einen Ausdruck. ohne jede Möglichkeit zu erwachen. wie schwierig es ist. Aber vorher muß man von der Tatsache des Schlafes überzeugt werden. Ohne dies ist es unmöglich. Aber auch dies ist ungenügend. dann wird er verstehen. daß der. denen je ein Mensch begegnen kann.

er lebt sein ganzes Leben im Schlaf. warum. Der gewöhnliche Mensch. Denn wenn er daran dächte. Und die Menschen haben nicht die geringste Ahnung. kann er gar nicht an die Tatsache denken. Wie ich schon gesagt habe: der Mensch. daß die Menschen die Evangelien im Schlaf lesen. Ich sage Ihnen ernstlich. was man . „Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf das.Erziehung' nennt. wird sofort unterbunden. wenn sich tausende zum Schlaf zwingende Gewohnheiten angesammelt haben. In den meisten Fällen verliert der Mensch schon als Kind die Möglichkeit zu erwachen. Mit solchen Möglichkeiten ist er geschaffen und so wird er geboren. worauf ich Sie schon früher hingewiesen habe. was ich . Dies ist unvermeidlich. kann ein seiner selbst bewußtes Wesen sein. Und es geschieht höchst selten. dann würde er aufwachen.Mensch im vollen Sinne des Wortes' nenne. ist es notwendig.eine Metapher. wie die Natur ihn erschaffen hat. Um dies wörtlich zu verstehen. warum in den Evangelien nichts über den Schlaf steht. Ferner sterben viele Leute lange vor ihrem physischen Tod. daß er schläft. daß ich schon verschiedene Male gefragt wurde. Aber er wird unter schlafenden Leuten geboren und fällt natürlich unter ihnen gerade zu dem Zeitpunkt in tiefen Schlaf. Aber von solchen Fällen werden wir später sprechen. Dabei wird auf fast jeder Seite davon gesprochen. So geht alles weiter. wie er organisiert ist. um es später aufzuwecken. Solange ein Mensch tief schläft und ganz in seine Träume versunken ist. Ein voll entwickeiter Mensch. ein wenig aufzuwachen. was sie infolge dieses Schlafes verlieren. Ihnen mangelt vollständig das Verständnis. oder wenigstens zu versuchen aufzuwachen. Und wiederum ist es leicht zu verstehen. daß er schläft. und stirbt schlafend. willkürliche und unwillkürliche Suggestion und das. und sehr große Anstrengungen und sehr viel Hilfe sind notwendig. sollte vier Bewußtseinszustände besitzen. Das heißt einfach. das heißt. Alles spielt hierbei mit: die unwillkürliche Nachahmung älterer Menschen seitens des Kindes. da er seiner selbst bewußt werden könnte. daß dies wörtlich genommen werden muß. das heißt Mensch 209 . Jeder Versuch des Kindes zu erwachen.

sein eigenes Leben lenkendes Wesen. aber wenn sie nicht Fälschungen oder Nachahmungen sind. Da haben Sie nun ein vollständiges Bild des Seins von Mensch Nummer eins. das wirkliche. Er lebt in einer subjektiven Welt und kann nie aus ihr entkommen. daß er Bewußtsein seiner selbst sozusagen von Natur aus habe. das sich von selbst ändern wird.Nummer eins.Träume'. Sie können nicht einmal einen Schatten dessen begreifen. Das Wissen hingegen. Er kann ihn auch gar nicht vermuten. was ein Mensch erreichen kann. worin er besteht. betrachtet er als Zufälle oder etwas Vorübergehendes. Tatsachen. „Aber den dritten Bewußtseinszustand kennt der Mensch nicht und vermutet ihn nicht einmal. sich diesem Zustand zu nähern oder ihn zu erreichen. würde er antworten. seine . warum er niemals alle Kräfte anwenden kann. Er hält sich für ein bewußtes. denn wenn Sie ihm erklären wollten. außer in seltenen Augenblicken. lebt nur in zwei Bewußtseinszuständen. mit der Wirklichkeit vermischt. auf das der Mensch seinen eigenen Behauptungen zufolge hinstrebt. die dem widersprechen. was der dritte Bewußtseinszustand ist. Er weiß oder kann wenigstens von der Existenz des vierten Bewußtseinszustandes wissen. Im Bewußtsein eines schlafenden Menschen werden dessen Täuschungen. Und dies ist der Grund. Alle diese »mystischen Zustände' und so fort sind falsche Definitionen. Infolge der Auffassung. Im gewöhnlichen Bewußtseinszustand erworbenes Wissen ist mit Träumen vermischt. wird der Mensch natürlich nicht versuchen." G. objektive Wissen. die Voraussetzung dazu ist der Vollbesitz des vierten Bewußtseinszustandes. Nun ist aber ohne Bewußtsein seiner selbst oder den dritten Zustand der vierte Zustand. ist nur im vierten Bewußtseinszustand möglich. daß dies sein gewöhnlicher Zustand sei. Nummer zwei und Nummer drei. was wir als den objektiven Bewußtseinszustand bezeichnen. zwei und drei. begann das nächste Gespräch folgendermaßen: „Die Möglichkeiten des Menschen sind sehr groß. Aber nichts kann im Schlaf erreicht werden. das heißt. dann sind sie Augenblicke von dem. unmöglich. die er 210 . das heißt.

die nur ohne Licht möglich sind. Und während er sich beobachtet. Dabei sieht der Mensch ein. um das Wesen eines Vorganges vollständig zu verändern und viele von ihnen absolut unmöglich zu machen. „Es wurde schon früher gesagt. daß richtig gelenktes SelbstStudium und richtig gelenkte Selbst-Beobachtung einen Menschen zu der Einsicht bringen. was es ihm geben könnte. so wie er jetzt ist. wirft er sozusagen einen Lichtstrahl auf seine inneren Vorgänge. Und unter dem Einfluß dieses Lichtes beginnen die Vorgänge selbst sich zu ändern. und warum er immer nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt. Die Idee des Selbst-Studiums gewinnt in seinen Augen eine neue Bedeutung. Unsere inneren psychischen Vorgänge (unsere innere Alchimie) haben viel mit diesen chemischen Vorgängen gemein. nicht kann. Der Mensch fühlt. Genau so können viele psychische Prozesse nur im Dunkeln stattfinden. Schon ein schwaches Bewußtseins-Licht ist genug. Er fühlt. bemerkt er. nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt und arbeitet. daß irgend etwas mit seiner Maschine und seinen Funktionen in ihrem gewöhnlichen Zustand nicht in Ordnung ist. wie sie ist.besitzt. die bisher in völliger Dunkelheit gearbeitet haben. sich zu studieren. Er sieht jede Funktion so. in denen das Licht das Wesen des Vorganges verändert. daß er aus dem Leben nicht all das herausbekommen kann. daß es vielleicht nicht einmal der Mühe wert ist. Die Selbst-Beobachtung bringt den Menschen zur Einsicht der Notwendigkeit der Selbst-Wandlung. ein Mittel zum Erwachen darstellt. und daß er es wegen bestimmter funktioneller Störungen in seiner Maschine. Er beginnt zu verstehen. wie sie sein könnte oder sein sollte. Es gibt sehr viele chemische Prozesse. Genau aus diesem Grunde bleibt der weitaus größere Teil seiner Möglichkeiten unverwirklicht und der weitaus größere Teil seiner Kräfte unbenutzt. und sie ändern Gesetzen gehorchen läßt. daß die Selbst-Beobachtung ein Instrument der Selbst-Wandlung. daß die Selbst-Beobachtung an sich schon verschiedene Wandlungen in seinen inneren Vorgängen hervorruft. weil er schläft. Indem er sich beobachtet. und so. in seinem Wahrnehmungsapparat. 211 . daß er.

Dieser . sich selbst zu sehen. nicht nur die Arbeit der kleinen Räder und Hebel. wie die anderen ihn sehen. sondern Aufnahmen des Ganzen. Er hat die Arbeit der Maschine studiert.andere' Mensch ist er selbst und gleichzeitig nicht er selbst. was ein Mensch in einem bestimmten Augenblick in sich sehen kann. sondern auch die Arbeit an sich selbst zum Ziel der Selbst-Wandlung notwendig ist.„Wenn ein Mensch zu der Einsicht gelangt. Bewegungen. die ihm dann im Zusammenhang ganz klar zeigen. charakteristische Gefühle und charakteristische Gedanken einfangen kann. für den er sich bisher gehalten hat. wird er einen ganz anderen Menschen sehen. Wenn es einem Menschen gelingt. wie man charakteristische Haltungen. nicht nur getrennte Einzelheiten zu sehen. was er ist. nur diese oder jene Erscheinung zu registrieren und ein unparteiischer Zeuge zu sein. daß seine gewöhnliche Meinung über sich selbst. Wenn diese Photographien mit Erfolg aufgenommen werden und eine genügende Anzahl von ihnen da ist. in der er von Jahr zu Jahr gelebt hat. charakteristische Gesichtsausdrücke. den Klang der Stimme. 212 . sozusagen innere Photographien von sich selbst in verschiedenen Augenblicken seines Lebens und in verschiedenen Gemütszuständen aufzunehmen: und nicht Aufnahmen von Einzelheiten. Es ist er selbst. „Zu diesem Zweck muß ein Mensch lernen. interessante Augenblicke für diese Photographien zu erhaschen. sehr weit von der Wirklichkeit entfernt ist. das heißt. daß nicht nur das Selbst-Studium und die Selbst-Beobachtung. In anderen Worten. dann muß sich der Charakter seiner Selbst-Beobachtung ändern. Haltungen. Gesichtsausdrücke und so fort. sondern er muß alles im Zusammenhang als ein Ganzes sehen — seine Ganzheit. Stimmungen. Aber es ist nicht so leicht zu lernen. Empfindungen. „An Stelle des Menschen. dann wird er sehr bald ein ganzes Album von Bildern von sich selbst sammeln. Gefühle. Gedanken. Nun muß er anfangen. wird der Mensch sehen. wobei er versuchte. wie man diese Photographien in den interessantesten und charakteristischsten Momenten aufnehmen kann. diese Photographien müssen gleichzeitig alles enthalten. wie er es gesehen hat. Bisher hat er nur die Einzelheiten der Arbeit der Zentren studiert.

Und bei Beginn der Selbst-Beobachtung und des Selbst-Studiums ist es notwendig. . das wirkliche Ich. erkennt er schnell. Man muß lernen.0uspensky'. ist.er'.Zacharow' oder .Zacharow'. Der eine ist passiv.Petrow' oder . ist aktiv und spricht von sich selbst in der ersten Person. „Der eine ist der Mensch.Petrow' oder . daß es viel Unwirkliches.Ich' nennt und den andere . daß es zwei Menschen in ihm gibt. richtig zu denken.0uspensky'.Zacharow' ist.0uspensky'. Sobald er begonnen hat. nicht . . die ein Mensch haben kann. „Von diesem Gesichtspunkt aus ergibt sich schon vom allerersten Augenblick der Selbst-Beobachtung an eine sehr bestimmte Gefahr. Denn der Mensch weiß selbst. das. und das meiste.wie ihn andere Leute kennen und wie er in seinen Handlungen. Erfundenes und Künstliches in diesem anderen Menschen gibt. und natürlich werden sie es nicht auf die Weise tun oder sagen wie . daß er vollständig in der Macht seines . Das . der es ausführt. mit ihrer eigenen Auffassung. . was . Der Mensch muß einsehen.0uspensky'. Was auch immer er plant oder zu tun und zu sagen beabsichtigt. tut oder sagt. Der andere. Aber nicht ganz so. zu registrieren und zu beobachten.Ouspensky'. Worten und so fort erscheint.Ich' nennt. Seine Arbeit an sich selbst beginnt in dem Augenblick.Zacharow' oder .Ich' beginnt die Selbst-Beobachtung.Zacharow'. es ist nicht . den andere Leute kennen und den er selbst jetzt anfängt zu kennen. . was er tun kann.Petrow' aufgenommen und fort- 213 .Petrow' nennen. der sich . ist in Wirklichkeit aber nur . Der andere ist der wirkliche Er. das Wirkliche vom Erfundenen zu scheiden. „Dies ist die erste Einsicht. wie er tatsächlich ist. da er zu fühlen beginnt. das in seinem Leben nur für sehr kurze Augenblicke zum Vorschein kommt und das nur nach einer sehr langen Arbeitsspanne fest und beständig werden kann. den er . aber sie wird sofort von .Ich' es getan oder gesagt hätte. daß er tatsächlich aus zwei Menschen besteht. wird er nie weiterkommen. was mit ihm geschieht. sondern sein . sich zu teilen.Ich' tun wollte. „Solange sich ein Mensch für eine Person hält. und oft verändert diese Auffassung vollständig das. sondern auf ihre eigene Weise.Petrow' oder . .ich'.

Das heißt. was er für stark hält.0uspensky' zu nennen. was er nicht gern hat oder für schwach hält.er' und so fort. . wie in dem gerade erwähnten Beispiel.Zacharow'. keine Ausnahmen. .geführt. er erfindet für sich einen künstlichen Namen.0uspensky in mir'. Weiterhin nennt er das in sich Jch'. Er sucht es auf alle mögliche Weise zu vermeiden. eine Veränderung.Petrow' führen schon bei den ersten Schritten eine leichte Veränderung in diese SelbstBeobachtung ein.Ich' auf einer Seite und . . die ganz nebensächlich zu sein scheint. „Nehmen wir zum Beispiel an. während er dasjenige . er hat nicht Iwanow als Voraussetzung genommen.Petrow' oder . Auf dieser Grundlage beginnt er auf verschiedene Arten über sich nachzudenken. was er gern hat oder jedenfalls. Er findet das unangenehm. natürlich von Anfang an ganz falsch.' Er wird niemals Iwanow sagen. . da er sich schon über den wichtigsten Punkt getäuscht hat und nicht sein richtiges Selbst als Voraussetzung genommen hat. oder zu sagen .0uspensky'. als ob es einen 214 . sondern den eingebildeten . . sich in ihrer Unterhaltung mit sich selbst mit ihrem Vornamen oder Nachnamen oder Lieblingsnamen zu nennen. daß ein Mensch mit Namen Iwanow die Beschreibung dieser Methode der Selbst-Beobachtung hört. bei dem ihn niemand genannt hat oder jemals nennen wird. aber die in Wirklichkeit die ganze Angelegenheit von Grund auf ändert. Er nennt sich mit einem anderen Namen. Ihm wird gesagt. oder er nennt sich einfach . daß ein Mensch ungern seinen eigenen Namen gebraucht. einen Namen. „Petrow" oder „Zacharow". Aber . Wenn es zu der Selbst-Beobachtung kommt.0uspensky'. wenn er von sich in der dritten Person spricht. sich .Petrow' oder . dann ziehen sie vor.Zacharow' auf der anderen Seite. wie er es hört.0uspensky'. In diesem Zusammenhang sind die Menschen. . „Man glaubt gar nicht.Petrow' oder .Zacharow' oder . und so wird er unweigerlich jemandes anderen Nachnamen oder Vornamen benützen.0uspensky'. wie häufig es ist. .Zacharow' nennt.Er' oder . Und er teilt sich buchstäblich. daß der Mensch sich teilen muß. sagt er.und das ist „Ouspensky". die gewöhnt sind.Das ist „Ich"'.

Und da er sich in Wirklichkeit nicht von . seine Wünsche auszudrücken.0uspensky in ihm' auf. dann hört seine Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber . sondern was er selbst tun will. Vom Herrn muß . gleichgültig und teilnahmslos zu sein.Ouspensky* begreift. Aber man muß die Tatsache 215 .. eine Rolle. „Wenn er aufrichtig mit sich ist. daß er nicht .0uspensky' für Ouspensky selbst. tatsächlich sich von ihm trennt und sich von ihm entfernt hält.0uspensky' zum Diener werden.0uspensky'. die er unbewußt spielt und die er leider nicht zu spielen aufhören kann. daß er in der Gewalt von . was . daß dieser sein . Meinungen sind entweder seinen eigenen Ansichten. von .0uspensky' trennt. was immer er tun möchte.0uspensky' ist sein .0uspensky' sein Herr. Gefühlen und Stimmungen entgegengesetzt. tausend Dinge.0uspensky' ist. Er hat keinen eigenen Willen. alles wird durch . Und gleichzeitig ist .0uspensky' ist.0uspensky' befreien kann.0uspensky' durchkreuzt und verändert. weil er er selbst ist.0uspenskv' nichts ist als eine Maske. . „Aber wenn ein Mensch seine Hilflosigkeit gegenüber. muß er . daß er nicht . sich von .0uspensky' beherrschen und ihn veranlassen.0uspenskys' Wünsche. die er selbst niemals tun oder sagen würde. „Die erste Stufe der Arbeit an sich selbst besteht darin. Es gibt schon genug von . daß . fühlt er. Der Mensch versteht. Gedanken. „Auf dieser Stufe der Selbst-Beobachtung muß der Mensch begreifen. „Die Selbst-Beobachtung wird die Beobachtung von . .0uspensky' für ihn getan wird.0uspensky' Angst zu haben. was immer er tun oder sagen möchte. „Er beginnt.0uspensky' in ihnen geben könnte.Ouspensky' ist.0uspensky' in einem bestimmten Augenblick möchte. nicht das zu tun. und gleichzeitig fühlt er.Feind' ist. Sympathien. Antipathien. die ihn regiert und ihn tausend dumme Dinge sagen und tun läßt. Geschmack. die Rolle.Feind'. ganz gleich. Er ist der Sklave. die er trägt. beginnt zu fühlen. daß es vor allem sein Ziel sein muß. daß man sich innerlich von . Er hat keine Möglichkeiten. vor . oder sie haben nichts mit ihnen gemein.0uspensky' zu befreien. weil alles.

In diesem Zustand kann ein Mensch nichts erkennen. der es ihm zeigt. Wenn ein Mensch Glück hat. Die Menschen begreifen nicht. „In diesem Falle ist es das Gefährlichste. wobei er gleichzeitig eingedenk bleiben muß. was ihm gezeigt wird. das zu sehen.im Sinn behalten. was er wirklich ist. wo er ist undwo. daß er es schon besser weiß. desto mehr irrt er sich. Sie bilden sich ein. daß er ihre . Aber das Wesentliche hierbei ist. Aber wenn er auch nur in einem geringen Maße mit sich selbst aufrichtig ist und wirklich die Wahrheit erkennen will. daß der Mensch so 216 . und ihn nicht. Ein Mensch. wird sie niemals wieder finden. dann kann er eine genaue und unfehlbare Grundlage zur richtigen Beurteilung zuerst seiner selbst und dann der anderen Leute finden. Aber wie kann ein Mensch mit sich selbst aufrichtig sein. weil er sonst zweifellos denken wird. „Dies ist ein sehr ernster Augenblick in der Arbeit. daß er es kann.0uspensky' gerichtet bleiben muß. wo er ist und wo . Natürlich ist dies alles Selbst-Täuschung. Man muß sich daran erinnern. glaubt er leicht. Je überzeugter er davon ist. mit sich selbst aufrichtig zu sein.0uspensky* ist. der in diesem Augenblick die Richtung verliert. hieran hindert. daß er selbst alles verstehe und daß er wisse.0uspensky' ist. Aber darüber hinaus muß er dieser Person vertrauen. muß eine richtige sein.0uspensky' ist. was er in sich selbst sehen sollte? Jemand muß es ihm zeigen. daß die ganze Aufmerksamkeit auf . kann er zu diesem Zeitpunkt jemanden in seiner Nähe haben. da ein Mensch nicht erklären kann. Aber er kann sich selbst . sondern auch was andere Leute angeht. die ihm hilft. wie dies oft geschieht. daß er nicht . der ihm sagen kann.0uspensky' erklären. ob sie aufrichtig oder unaufrichtig sind. sich auf sein eigenes Urteil zu verlassen. Und dies ist keineswegs leicht. das heißt eine solche. weder in bezug auf sich noch in bezug auf andere. wenn er tatsächlich nicht aufrichtig das sieht. und damit muß er beginnen. daß Aufrichtigkeit gelernt werden muß. zumal wenn er zu denken beginnt. Und seine Haltung gegenüber dem Menschen. Und nicht nur was ihn angeht. daß es von ihrem Wunsch oder ihrer Entscheidung abhängt.0uspensky' sieht und kennt.

die Tatsache einzusehen. Der Mensch erinnert sich nicht. Wie früher gesagt wurde. „Und dies raubt den Ansichten und Meinungen eines Menschen jedwede Festigkeit und Genauigkeit. woran er gedacht oder was er gesagt hat. er wird sich nie so sehen. was er vor einem Monat. „Um zu wissen.wie er ist nicht die Mittel besitzt. um . auf diese inneren Photographien seiner selbst. wie er dachte oder wie er sprach. müssen Sie sich an vieles erinnern. und er erinnert sich nicht. „Dies wiederum ist mit einem der Hauptkennzeichen der Haltung 217 . erinnert sich nicht. Die Unfähigkeit zum Selbst-Erinnem zeigt sich auf mannigfaltige Weise. die er sich selbst gegeben hat. Man muß einsehen lernen. Und der Mensch vergißt besonders leicht. Aber im allgemeinen kann man wahrheitsgemäß sagen: wenn der Mensch sich an eine Sache erinnert. daß er sich nicht seiner selbst erinnert. ist eines seiner hauptsächlichen und charakteristischsten Kennzeichen und die Ursache von allem anderen in ihm.Ich' und . was sich auf ihn bezieht. Die Unfähigkeit des Menschen. bringt die Selbst-Beobachtung einen Menschen dazu. vergißt er zehn andere Sachen. Assoziationen.Ehrlichkeit'. . wie er wirklich ist. und nach Verlauf einer gewissen Zeitspanne erinnert er sich nicht mehr. sich seiner selbst zu erinnern. warum sich dies so verhält.Pflicht' und so fort verbunden sind. warum er sie begonnen hat. an die sich zu erinnern viel wichtiger wäre. Dies geschieht besonders oft im Zusammenhang mit der Arbeit an sich selbst. . die er vielleicht früher aufgenommen hat. daß ohne fremde Hilfe ein Mensch sich nie selbst erkennen kann. was schon früher gesagt wurde. er erinnert sich nicht an die Versprechung. Der Mensch erinnert sich nicht an seine Entscheidungen.Ehre'. die ihm anerzogen worden sind und die wiederum mit auch künstlich geschaffenen Auffassungen von . Er beginnt irgendeine Arbeit. einer Woche. wird er sich belügen und Dinge erfinden.0uspensky' in sich selbst zu unterscheiden. Selbst wenn er dies versucht. Ein Mensch kann sich an ein einem anderen gegebenes Versprechen nur mit Hilfe künstlicher Assoziationen erinnern. einem Tag oder sogar einer Stunde gesagt oder gefühlt hat.

nehmen sie für den ganzen Wald. nur verändert sich ihr Gegenstand. Es ist besonders schwer. die . Gefühle und Stimmungen. . muß man unaufhörlich auf der Hut und rücksichtslos mit sich selbst sein.Identifizierung' mit dem. „Die . sich aus der Identifizierung zu befreien. da es ihm scheint. die ihn am meisten interessieren. Der Mensch befindet sich dauernd in einem Zustand der Identifizierung. „Der Mensch identifiziert sich mit einem kleinen Problem.Begeisterung'. die ihnen am nächsten stehen. seine Arbeit und seine Aufmerksamkeit widmet.Identifizierung' bis in ihre Wurzeln hinein in einem selbst zu sehen und zu studieren.Spontaneität'. mit einer Stimmung identifiziert und vergißt seine eigenen weiteren Gedanken. und vergißt darüber vollständig die großen Ziele. mit denen er seine Arbeit begann. . Um sich aus der Identifizierung zu befreien. wenn Menschen sie in sich selbst beobachten. . daß es sehr schwierig ist. seine Gedanken oder seine Wünsche und seine Einbildungskraft anzieht. In der Arbeit an sich selbst sind die Menschen so stark mit verschiedenen Zielen identifiziert. Zwei oder drei Bäume. denen er seine Zeit. . nämlich seiner dauernden . das ihm in den Weg kam. alle die feinen und verborgenen Formen zu sehen. „Es ist notwendig. die die Identifizierung annimmt. weil es alles durchdringt und einen Menschen in dem Augenblick täuscht. sie zum Zwecke der Beobachtung von allem anderen zu scheiden. sie diese für einen sehr guten Zug halten und sie . Die Schwierigkeit des Kampfes mit der Identifizierung wird noch durch die Tatsache vermehrt. daß nur in einem Zustand der Identifizierung 218 .Eifer'. weil ein Mensch sich natürlicherweise leichter mit den Dingen identifiziert. Er identifiziert sich mit einem Gedanken und vergißt andere Gedanken.des Menschen sich selbst und seiner ganzen Umgebung gegenüber verknüpft. das heißt man muß keine Angst haben.Inspiration' oder ähnlich nennen und annehmen. „Das . er ist mit einem Gefühl.Leidenschaft'. was in einem bestimmten Augenblick seine Aufmerksamkeit. daß sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.Identifizierung' ist eine so allgemeine Eigenschaft. daß er dagegen ankämpfe.Sich-Identifizieren' ist einer unserer schrecklichsten Feinde. daß.

219 . kommt es oft vor. Er wird wirklich eine Pfeife. sich nicht zu identifizieren. Solange ein Mensch sich identifiziert oder identifiziert werden kann. Das ist Identifizierung. wenn er je etwas erreichen will. Er verliert sogar die letzte Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen. Ein Mensch. Um sich seiner selbst zu erinnern. er darf sich nicht immer und bei allen Gelegenheiten als . und einen anderen. Sie werden selbst zu Gier.Ich' bezeichnen. was der Zustand der Identifizierung bedeutet.Ich' in ihm. wenn sie über etwas streiten oder etwas zu beweisen suchen. sich selbst für eine Pfeife zu halten. sich nicht zu identifizieren. würden sie ihre Meinung ändern. wo die Leute Haschisch und andere Rauschgifte rauchen. daß er beginnt. darf ein Mensch zuallererst sich nicht mit sich selbst identifizieren. Im Zustand der Identifizierung kann ein Mensch nichts Vernünftiges tun. sondern eine Tatsache. ganz gleich auf welchem Gebiet. ihn selbst. oder sehen Sie. Das ist kein Witz. Schauen Sie die Leute in den Läden. Freiheit bedeutet zuallererst Freiheit von Identifizierung. daß ein Mensch sich so mit seiner Pfeife identifiziert. der sich mit irgend etwas identifiziert. und von ihnen selbst bleibt nichts übrig. die er noch hat. Aber um zu lernen. was mit ihm geschieht. Ein Mensch wird zu einer Sache. leisten kann. Im Osten. was sie selbst nicht wissen. Wenn die Menschen sehen könnten. Begierden oder Worten. mit dem er kämpfen und den er überwinden muß. ist er der Sklave von allem. in Theatern. wie sie sich mit Worten identifizieren. zu einem Stück Fleisch. nämlich auf die Identifizierung mit anderen in der Form des Sich-nach-ihnen-Richtens'.ein Mensch wirklich gute Arbeit. „Von den allgemeinen Formen der Identifizierung muß man die Aufmerksamkeit auf eine besondere Form der Identifizierung richten. vor allem etwas. in Restaurants an. daß es zwei in ihm gibt. Er muß sich daran erinnern. „Identifizierung ist das Haupthindernis für die Selbst-Erinnerung. Und dafür sind Haschisch oder Opium ganz unnötig. In Wirklichkeit ist dies natürlich eine Täuschung. ist es zuallererst nötig. kann sich nicht seiner selbt erinnern. das heißt das .

Und der Ausgangspunkt seines Urteils ist immer der. aber es ist eine Tatsache. welche Haltung sie ihm gegenüber einnehmen. sondern die sich zum Beispiel sogar nach dem Wetter richten.Ungerechtigkeit' ist eines der Worte. was andere über ihn denken. sich nicht nur nach der Ungerechtigkeit oder mangelnden Achtung seitens anderer zu richten. in denen sich sehr oft das . was jemand von ihm dachte. was einem solchen Menschen mißfällt. nicht genug höflich und zuvorkommend sind. Solches Sich-Richten fußt vollständig auf Erwartungen. oder im Gegenteil. . All dies quält ihn und entwickelt in ihm eine mißtrauische und feindliche Haltung gegenüber den Mitmenschen. sondern auch nach der Gesellschaft und nach historisch bedingten Verhältnissen. „Es gibt Menschen. daß jeder sieht. wie sie ihn behandeln. ungesetzlich. um ihm Vergnügen zu machen. Wenn ein Mensch sich über etwas empört.„Es gibt verschiedene Arten des Sich-nach-jemand-Richtens. so daß er eine ungeheure Energiemenge auf Vermutungen und Verdächtigungen verschwendet.sich mit einer Ungerechtigkeit abzufinden'. Das scheint lächerlich.Sich-Richtens' für ihn bedeuten. die sogar fähig sind. und daß alle dauernd ihrer Achtung. daß diese Dinge verändert werden können und sollen. Der Mensch nimmt alles so persönlich. scheint ihm ungerecht. . nach Schnee und Regen zu richten. 220 . daß die Menschen ihn nicht genug achten.Sich-Richten' verbirgt. ja unwillig und ärgerlich darüber werden. als sei alles in der Welt eigens angeordnet worden. der Hitze. dann würde das Aufhören des . „In den häufigsten Fällen identifiziert sich ein Mensch mit dem. was jemand über ihn sagte — all das gewinnt für ihn eine ungeheure Bedeutung. falsch und unlogisch zu sein. was für ein bemerkenswerter Mensch er ist. Kälte. „Und er »richtet sich' nicht nur nach einzelnen Menschen. Er denkt immer. Die Menschen sind imstande. was seiner Überzeugung nach eine Ungerechtigkeit ist. „All dies und noch vieles andere ist nur eine Form der Jdentifizierung*. Alles. um ihm Unbequemlichkeiten und Unannehmlichkeiten zu bereiten. Der Mensch erwartet innerlich. Sie können durch das Wetter irritiert. Wie jemand ihn ansah. sich nach dem Klima.

Er ärgert sich über sich und fühlt. aber er kann nicht aufhören. daß er vielleicht nicht genügend an den anderen denke. Und dies kann sehr weit führen. seinem Ziel näherzukommen. Ich habe viele solche Fälle gesehen. seine Schönheit. Schauspieler. Wenn ein Mensch ein Ziel hat.Zieles' aus entschieden werden. „Es gibt noch eine andere Form des . Auf diese Weise verliert der Mensch schließlich sein Gleichgewicht. nur vielleicht noch etwas schlimmer. seinen Verstand. Musiker. die einem Menschen viel Energie rauben kann. sofern er jemals eines gehabt hat. Die Menschen haben voreinander Angst.Sich-nach-etwas-Richtens'. Dies kann nur vom Gesichtspunkt des . das heißt an einer Haltung. dann . die schon im voraus bereit ist. seine Originalität und alle seine anderen Qualitäten Ausdruck verleihen sollten. wann ein Mensch wirklich . über mangelndes Verstehen und mangelnde Anerkennung beleidigt zu sein. was ihn zu seinem Ziel führt.Sollen' und . seine Geistesgegenwart. Er beginnt zu denken. und er sollte nichts tun. ihm nicht genügend Aufmerksamkeit zolle und ihm nicht genug nachgebe. und beginnt vollständig sinnlose Handlungen auszuführen.soll' und wann er . etwas tun zu . „Der gleiche Fall.ihrer Schätzung und Bewunderung für ihn.sich nicht zu richten'.sollen'.nicht sollen' ist auch ein schwieriges Thema. Diese Form beginnt damit. Schriftsteller.nicht soll'. wie dies oft bei Menschen mit sehr bescheidenem Äußeren vorkommt. Künstler und Politiker zum Beispiel sind fast ohne Ausnahme kranke Menschen. daß er sich nicht genug nach einem anderen richte und daß dieser andere deshalb beleidigt sei.sollte' er nur das tun.Sich-Richten' oder . . 221 . seine Klugheit oder seinen Witz. Diese Erwartungen selbst beruhen wiederum auf einer völlig phantastischen Vorstellung über ihr eigenes Selbst. was ihn daran hindert. wo doch gerade in solchen Fällen nichts anderes nottut als eben . das heißt.Sich-Kümmern'. ist der. während er tatsächlich gar nicht so tun sollte. dann an Erwartungen und schließlich am . daß dies dumm ist. Woran leiden sie? Erstens an einer außerordentlichen Meinung über sich selbst. es ist schwierig zu verstehen. daß ein Mensch zu denken anfängt. All das ist einfach Schwäche. daß ein Mensch glaubt.

Das äußere Sich-Richten fußt auf einer ganz anderen Beziehung 222 . „Bisher habe ich nur vom inneren Sich-Richten gesprochen. eine der Formen des Lügens. . und sie haben Angst davor. indem er sagt. weil sie glauben. Und ganz tief in seinem Inneren weiß der Mensch dies. nennt er sie . daß sie. einfach weil er schwach ist. Aber Sie müssen dies selbst tun. während er tatsächlich nicht mit seinen Schwächen kämpfen will. das heißt. ist natürlich eine Selbst-Täuschung. sind Äußerungen seiner Schwäche. Was der Mensch in diesem Falle Aufrichtigkeit nennt. „Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind in Wirklichkeit etwas ganz anderes. ist das äußere Sich-Richten. die Aufrichtigkeit zu verlieren.unaufrichtig' werden. das sogar zum Teil die Mittel liefert.Ehrlichkeit' und sagt sich. als sich identifizieren und innerlich nach etwas richten. wenn sie mit dem Sich-Richten in sich selbst zu kämpfen beginnen. glauben die Menschen sehr oft. daß er sich nicht beherrschen will. Sie müssen solche Beispiele in der Beobachtung Ihrer selbst und anderer suchen. Man könnte noch mehr Beispiele bringen. Identifizieren. ist in Wirklichkeit einfach. seine unangenehmen Gefühle auszudrücken. seines Unvermögens.Ehrlichkeit' kämpfen will. daß im einen Falle ein Mensch mit dem äußeren Ausdruck der Gefühle kämpft und im anderen Falle mit der inneren Äußerung der vielleicht gleichen Gefühle.„Wie ich schon gesagt habe. „Diese Furcht. verlieren. daß sie in diesem Fall etwas. einen Teil von sich. daß er nicht gegen seine . Hierbei geschieht das gleiche wie in den Versuchen.Aufrichtigkeit' oder . sich zu beherrschen. gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle anzukämpfen. dagegen zu kämpfen. und er kann nicht umhin. Aber er belügt sich selbst. Aber da er sich diese Schwäche nicht eingestehen will. „Das Gegenteil von innerem Sich-Richten. daß er nicht die Aufrichtigkeit verlieren möchte. sich richten. auf denen die menschlichen Schwächen beruhen. Der Mensch kann nicht anders. unangenehme Gefühle zum Ausdruck bringen. seiner Unfähigkeit. Der einzige Unterschied ist der.

in seine Lage versetzen und wird wirklich fähig werden. macht ein Mensch das Leben für sich und andere Menschen leicht. es sei die Schuld des anderen gewesen. an ihre Bedürfnisse. Sehr oft beginnt ein Mensch mit einem Segen und endet mit einem Fluch. sie glauben. was er wirklich über ihn denkt oder fühlt. nichts vormachen wollte. Sehr oft wünscht ein Mensch. das Verständnis ihres Geschmacks. sie hätten. sich im Leben äußerlich zu richten. Dies ist ein Beispiel. Dann macht er sich vor. sich nicht nach den anderen zu richten. Dann wird er sich an seinen Platz. und nachher beklagt er sich über die anderen Leute. nicht die Notwendigkeit verstehen. kann nur neues inneres Sich-Richten die Folge davon sein. wird seine Arbeit für ihn leichter werden. so daß nichts mit ihm anzufangen gewesen sei. „Richtiges äußeres Sich-Richten ist in der Arbeit sehr wichtig. Gleichzeitig verlangt das äußere Sich-Richten eine große Macht über sich selbst. Wenn er dies kann. was ein anderer Mensch denkt und fühlt. Er habe sich wirklich nach ihm richten. Aber wenn er sich einem Menschen mit seinen eigenen Erwartungen nähert. so wird er verstehen. Das äußere Sich-Richten erfordert Menschenkenntnis. Er beginnt mit dem Entschluß. nur weil sie sich in der Arbeit befinden. Aber der andere habe sich überhaupt nicht nach ihm richten wollen. an ihre Auffassungen. wird er natürlich diesem Wunsch nachgeben und sich nachher rechtfertigen und sagen. die sehr wohl die Notwendigkeit verstehen. Aber wenn ein Mensch sich wirklich seiner selbst erinnert. ihrer Gewohnheiten und Vorurteile. Es bedeutet die Anpassung an Menschen. daß er nicht lügen wollte. aufrichtig das auszudrücken oder irgendwie dem anderen zu zeigen. zu verstehen. nicht mit ihm streiten wollen und so fort. Und wenn er ein schwacher Mensch ist. daß er sich äußerlich richtet. ihm sogar nachgeben. wie sich äußeres SichRichten in inneres Sich-Richten verwandelt.zu den Menschen als das innere Sich-Richten. sich auch in der Arbeit äußerlich zu richten. Dadurch. daß er aufrichtig sein wollte. daß Menschen. daß ein anderer Mensch genau so eine Maschine ist wie er selbst. Es geschieht sehr oft. daß sie sich nicht nach ihm richten. ein 223 . eine große Selbstbeherrschung.

und die Hauptsache. ist. und an manchen Stellen haben sich künstliche Einrichtungen gebildet. Aber wir werden hiervon später noch einmal gesondert sprechen. sich dauernd belogen. wo Sie die Augen über Ihre eigenen Irrtümer geschlossen hatten. „Diese künstlichen Einrichtungen stören jetzt sehr all Ihre guten Absichten. All das hat natürlich die Maschine angreifen müssen. die Sie vergessen. zehnmal mehr äußeres Sich-Richten notwendig ist als im Leben. daß wir die Schwierigkeiten unserer Lage vergessen. die durch Ihre eigene falsche Arbeitsweise notwendig wurden. ist für den Menschen schwerer als alles andere. tausend unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse verursacht. neuen Maschine beginnen. Dies ist ein sehr wichtiger Grundsatz. daß die Arbeit nicht auf einer niedrigeren Stufe als der des Obyvatel1. 224 . sauberen. Sie verstehen nicht die ganze Mannigfaltigkeit Ihrer Organisation. Hinter Ihnen liegen viele Jahre eines falschen und dummen Lebens. 1 Für die Definition von Obyvatel siehe Seite 532. Diese Überzeugung loszuwerden. teilweise verrostet. und Sie sehen nicht ein. daß jede Anstrengung außer den gewünschten Ergebnissen. während in Wirklichkeit in der Arbeit. sich nicht zu richten. Halten Sie daran fest. Sie könnten schon tun. eines Schwelgens in jeder Art Schwäche. das heißt des gewöhnlichen Lebens beginnen und verlaufen kann. und der Erfolg dieser Arbeit steht immer im Verhältnis zu ihrer Würdigung und ihrem Verständnis. begann eines der folgenden Gespräche mit dem Hinweis.Recht. wenn sie überhaupt solche zeitigt. das heißt in der eigenen erfolgreichen Arbeit eines Menschen an sich selbst. daß Sie nicht von Anfang an mit einer hübschen. „Sie denken. andere beschuldigten und so weiter und so fort. der aus mancherlei Gründen leicht vergessen wird. selbstgerecht waren. weil nur das äußere Sich-Richten von seiner Seite sein Verständnis und seine Würdigung der Arbeit erweist. sagteer. „Sie denken oft auf eine sehr naive Weise". Die Maschine ist schmutzig." G. alle unangenehmen Wahrheiten zu vermeiden strebten.

geschaffen.Puffer' erzeugt werden. und er wird nicht die ganze Wucht des Aufeinanderpralls von widersprechenden Ansichten. Gefühle. Der Grund ihres Vorhandenseins ist das Bestehen vieler Widersprüche im Menschen. Wenn ein Mensch alle diese Widersprüche fühlte. dann würde er fühlen. widersprechenden Gefühlen und widersprechenden Worten spüren. daß er verrückt ist. Der Mensch kann diese Widersprüche nicht zerstören.Puffer' genannt.Puffer' ist ein Ausdruck. Er würde fühlen. die in ihm sind. kann er aufhören. wie er jetzt lebt und handelt. Andere entstehen unter dem hypnotischen Einfluß des gesamten uns umgebenden Lebens. Wir kennen die Bedeutung der Puffer an den Eisenbahnwagen.„Sie werden . „ . der eine besondere Erklärung erfordert. Ein jeder ist von Menschen umgeben.Puffer' bilden sich langsam und allmählich. Sie sind Einrichtungen. wenn Wagen aufeinander auffahren. zu fühlen. Er würde eine dauernde Reibung. die die Stoßwirkung verringern. die mittels . Aber wenn in ihm . Er muß entweder die Widersprüche zerstören oder aufhören. würde der Stoß eines Wagens gegen einen anderen sehr unangenehm und gefährlich sein. Es ist für niemanden angenehm. sondern durch den Menschen. sie zu fühlen. daß er verrückt ist. Sie sind nicht durch die Natur. Auf irgendeine Weise muß er diesen Gedanken meistern oder bannen. so könnte er nicht so ruhig leben und handeln.Puffern' 225 . Sehr viele .Erziehung' geschaffen. Darüber hinaus raubt so ein Gedanke dem Menschen sein Selbstvertrauen. Genau die gleichen Einrichtungen können im Menschen gefunden werden. wenn auch unwillkürlich. schwächt seine Energie und nimmt ihm seine Selbstachtung. widersprechender Meinungen. wie widersprechend und feindlich die verschiedenen Ichs unserer Persönlichkeit zueinander stehen.Puffer' werden künstlich durch . Die Puffer verringern die Wirkungen dieser Stöße und machen sie unbemerkbar. sie zu sehen und zu fühlen. Wir sehen nicht. Sympathien. „ . Worte und Handlungen. Wenn es keine Puffer gäbe. was er wirklich ist. eine dauernde Unruhe spüren. Wenn ein Mensch durch sein ganzes Leben alle die Widersprüche fühlen würde.

Puffer' machen dem Menschen sein Leben leichter. „Gewissen ist ein Zustand.Gewissen' zu einfach aufgefaßt. und weil es nur die Schocks sind.Bewußtsein' in der Gedankensphäre. Aber sie verhindern im Menschen die Möglichkeit innerer Entwicklung. sprechen.Puffer' helfen dem Menschen. sondern buchstäblich unerträglich für ihn sein. haben wir auch kein Gewissen. und in dem er sieht. ohne . was er liebt. das heißt ihn aufwecken können.Puffer' zu dem Zweck geschaffen werden.Gewissen' in der Gefühlssphäre dem Begriff . plötzlich alle diese Widerspräche auf einmal in sich fühlte.Puffer' zu leben. was er überhaupt fühlt oder fühlen kann. Und da jeder in seinem Inneren tausende widersprechende Gefühle hat. wenn er auf einmal fühlte.Puffer' wiegen den Menschen in Schlaf. die von einer tief verborgenen Einsicht seiner eigenen Nichtigkeit und Ängsten aller Art bis zu der dümmsten Art von Selbstüberschätzung. es bestünden keine Widersprüche und er könne in Frieden schlafen. Die . es sei alles gut. in dem der Mensch alles auf einmal fühlt.Puffer' in sich selbst. sein Gewissen nicht zu spüren. . die Stöße. wenn er die Wahrheit 226 . die einen Menschen aus dem Zustand. würde all dies zusammen zu fühlen nicht nur schmerzlich. „Im gewöhnlichen Leben wird der Begriff . wie wenig er weiß und wie viele Widersprüche in seinem Wissen bestehen. daß er all das. in dem er lebt. dessen ganze innere Welt aus Widersprüchen besteht. weil die . Da wir kein Bewußtsein haben. Selbstberuhigung und Selbstanpreisung reichen. „Wenn ein Mensch. denken und fühlen. „Bewußtsein ist ein Zustand. was er liebt. daß er lügt. Selbstvertrauen.Puffer' sind Einrichtungen. haßt und alles haßt. Handlungen und Worte nachahmt. Die . Als ob wir ein Gewissen hätten! In Wirklichkeit entspricht der Begriff . was er überhaupt weiß.leben. mit deren Hilfe ein Mensch immer im Recht sein kann. geben ihm die angenehme und friedliche Empfindung. schafft er unwillkürlich ähnliche . in dem der Mensch alles auf einmal weiß. der Erklärung verlangt. Indem er sie und ihre Meinungen. „Das Gewissen ist wieder ein Begriff. herausführen. die Schocks zu vermindern. Die . Es ist sehr schwer.

und die Einheit schaffen kann. Ferner erfordert die Vernichtung der . Das Gewissen kann er nicht zerstören. „Der Begriff Gewissen hat nichts mit dem Begriff Moralität gemein.Puffer' zu vernichten. fehlt. Das Gewissen ist für alle Menschen das gleiche. und wenn er die Scham und den Schrecken über dies alles empfände. das heißt. den man als . die bereit sind. entweder muß er die Widersprüche zerstören oder das Gewissen. Erwachen ist nur für die möglich. ist dieser Zustand des Gewissens sehr selten. sie nie zusammen sehen. „Aber glücklicherweise für den Menschen. das mit dem Gewahrwerden von Widersprüchen verbunden ist. das heißt.Puffer' in ihm und nehmen ihm die Möglichkeit. das allein alle die Pulver in der Glasretorte verschmelzen kann. Schon von frühester Kindheit an wachsen und verstärken sich die . seine inneren Widersprüche zu sehen. die Absurdität ihres Nebeneinander-Bestehens spüren. dann wäre er in dem Zustand.Gewissen' bezeichnen kann. und die Wahrheit sagt. die vorher erwähnt wurden. mit sich selbst zu kämpfen und an sich selbst für eine sehr lange Zeit und sehr beharrlich zu arbeiten. nie ihre Unvereinbarkeit. wenn er lügt. daß seine Arbeit alle möglichen Unbequemlichkeiten und Leiden aus dem langsamen Erwachen seines Gewissens mit sich bringt. für die. Vom Standpunkt des Verständnisses der verschiedenen Kategorien von Menschen aus 227 . die es suchen und wollen. und der Mensch muß dieser Arbeit zustimmen und verstehen. Hierfür ist es notwendig. darum gibt es für ihn überhaupt keine Gefahr eines plötzlichen Erwachens.Puffer' selbst eine sehr lange Arbeit. das heißt für seinen Frieden und seinen Schlaf. in dem er sich zu studieren beginnt. er kann ein Gefühl seines Selbst vom anderen durch unüberschreitbare Schranken trennen. die .sagt. „Das Gewissen ist eine allgemeine und dauernde Erscheinung.Puffern' möglich. all jenes innere Leiden auf sich zu nehmen. um dies zu erreichen. In diesem Zustand kann der Mensch nicht leben. die einem Menschen in dem Zustand. „Das Gewissen ist das Feuer. und das Gewissen ist nur in Abwesenheit von . aber er kann es einschläfern.

das heißt Vorbehalten.können wir sagen. daß es ein menschliches Gewissen gibt. Aber jedes momentane Erwachen des Gewissens in einem Menschen.Moralität' enthält nichts Allgemeines.christliche Moral' sei. im Gegenteil. Es gibt keine allgemeingültige Moral. ist auch die durch sie geschaffene Moral sehr unterschiedlich und widerspruchsvoll.klaren Bewußtseins' einstellen. Was in einer Gesellschaftsklasse moralisch ist. auf einem Boden von Aberglauben und falschen Ängsten. die manchmal auf vernünftiger Grundlage beruhen. daß die allgemeine Moral in Europa die . Moralität besteht aus . Sie besteht aus verschiedenen . und was in Europa moralisch ist. und allerlei Forderungen. es ist Freude einer völlig neuen Art. ist in China unmoralisch.Puffern'. Aber erstens einmal erlaubt der Begriff der »christlichen Moral' selbst sehr ver- 228 . Es ist sogar unmöglich. ist in einer anderen unmoralisch und umgekehrt.Tabus'. sie zu erhalten und zu verlängern. sondern im Gegenteil mit ihnen zusammenarbeitet und versucht. ist in Europa unmoralisch.Puffern'.Puffer* gibt und die Lebensbedingungen in verschiedenen Ländern. ist im Kaukasus unmoralisch. muß notwendig Leiden nach sich ziehen. zu sagen. Ein solches Gewissen ist nicht Leiden. Und da es vielerlei . und was im Kaukasus moralisch ist. daß es zum Beispiel auch nur in Europa eine allgemeine Moral gebe. Lebensaltern und Gesellschaftsklassen sich stark voneinander unterscheiden. „Die Moralität besteht aus . in dem keine Widersprüche zu finden sind. Moralität ist überall und immer eine künstliche Erscheinung. dann wird sich in diesen Augenblicken allmählich ein Element sehr feiner Freude. manchmal jedoch haben sie alle Bedeutung verloren oder nie eine Bedeutung gehabt und sind auf falscher Grundlage aufgebaut worden. ist in Petersburg unmoralisch. die wir überhaupt nicht verstehen können. ein Vorgeschmack des künftigen . Was in China moralisch ist. der Tausende verschiedener Ichs hat. Eine allen gemeinsame Moral gibt es nicht. Man sagt manchmal. Was in Petersburg moralisch ist. „Der Begriff . Und wenn diese Augenblicke des Gewissens länger werden und der Mensch sie nicht fürchtet.

christliche Moral' gerechtfertigt worden. weil es immer Menschen gibt. wie man das Gewissen findet. Die christliche Lehre ist für Christen. wird nicht von Liebe oder Christentum sprechen. mit ihm Zeit zu verschwenden. Sie sagen. gebracht hat. ganz gleich. Die Menschen lieben es nicht.christliche Moral' Europa diesen Krieg. denen Worte wertvoller als alles andere sind. ist ein leerer Mensch. „Moral und Gewissen sind ganz verschiedene Dinge. Eine Moral kann sehr leicht einer anderen widersprechen und diese sogar vollständig leugnen. weil er weiß. ist das Gewissen.Puffern' mag sehr moralisch sein. Was notwendig ist. aber es wird immer Gerede dieser Art geben.moralischer' ein Mensch ist. „und andere sagen. weil wir nicht Schwäche und Heuchelei unterstützen. die von Liebe und Moralität reden. daß sie die moralische Seite Ihrer Lehre nicht verstehen". für desto .christlicher Moral' gemein. Aber Moral ist nur Selbst-Suggestion. sagte G. dann ist es auf jeden Fall gut. Aber dies ist ein wahres Zeichen: wer so spricht. Ein Gewissen kann niemals einem anderen Gewissen widersprechen. was wir unter diesem Begriff verstehen. die . das heißt in allem danach handeln. „Die Menschen reden sehr gern über Moral.schiedene Deutungen. sondern im Gegenteil alle Masken abnehmen. Wer die Wahrheit sucht. Je . Und Christen sind diejenigen." „Natürlich nicht". wenn wir das sagen. sich so weit als möglich von solcher Moral fernzuhalten.unmoralischer' hält er die anderen. In der Regel ist das fast immer so. Ein Mensch mit . Können die. daß wir keine Liebe hätten. der nun vor sich geht.Puffer' verschiedener Menschen dagegen können sehr verschieden sein. die nach Christi Vorschriften leben. daß Ihre Lehre überhaupt keine Moral habe. „Wenn die . sagte einer von uns. das heißt zwei sehr moralische Menschen können einander für sehr unmoralisch halten. wie weit er von diesen entfernt ist. 229 . Wir lehren keine Moral. nur deswegen. in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften leben? Natürlich können sie dies nicht. es lohnt sich nicht. und viele Verbrechen sind durch die . Und in zweiter Linie hat das moderne Europa sehr wenig mit . Wir lehren." „Viele Leute sagen.

Der Grund ist wieder genau der gleiche.. daß es das Böse für den subjektiven Menschen überhaupt nicht gibt. „Man kann sagen. sondern daß es nur verschiedene Auffassungen vom Guten gibt. und es lohnt sich nicht einmal für Sie. zu versuchen. Nummer zwei und Nummer drei immer subjektiv und wechselt je nach Fall oder Lage." „Aber gibt es nicht auch Gut und Böse an sich. zu hoffen.„Der Begriff der Moral ist mit dem Begriff von guter und böser Lebensführung verknüpft. abgesehen vom Menschen?" fragte ein Anwesender. daß die Menschen nicht früher daran gedacht haben. natürlich nicht mit der der mechanischen Evolution. der Erzeugung von Einheit in ihm und der Bildung eines bleibenden Ich. Es ist naiv und nutzlos. Erinnern Sie sich nur an eines. Ein subjektiver Mensch kann keinen allgemeinen Begriff von Gut und Böse haben. Niemand tut je absichtlich etwas im Interesse des Bösen oder um des Bösen willen. „nur ist das für uns noch viel zu hoch. Die einzig mögliche bleibende Idee von Gut und Böse für den Menschen ist mit der Idee der Evolution verknüpft. wie er es versteht. die menschliche Unwissenheit und der tiefe Schlaf. sagte G. was seinen Wünschen oder Interessen oder seiner Auffassung über das Gute entgegengesetzt ist. Jeder handelt immer im Interesse des Guten. Für einen subjektiven Menschen ist alles böse. Infolgedessen ertränken. „Gewiß". daß es merkwürdig erscheint. der Wandlung seines Selbst. Jedoch die Tatsache bleibt bestehen. Aber jeder versteht es auf eine andere Weise. schlachten und töten die Menschen einander im Interesse des Guten. sondern mit der Idee der menschlichen Entwicklung durch bewußte Anstrengungen. daß die Menschen dies je verstehen werden und daß sie eine allgemeine und identische Idee vom Guten entwickeln werden. 230 . Aber der Begriff von Gut und Böse ist für verschiedene Menschen immer verschieden und in Mensch Nummer eins. daß sie dies nicht verstehen und jeder sein Gutes für das einzige Gute und alles übrige für böse hält. dies zu verstehen. in dem sie leben „Dies ist so offensichtlich.

das heißt für die. daß er schläft. Diejenigen. gibt es viele Eigenschaften. dann ist alles. was ihn daran hindert. „Wie wir schon früher erklärt haben. die keinen Wunsch haben können. gut und alles. und aufwachen will. Aber dies stimmt nur für die. für die nämlich. daß er tatsächlich kein Ziel hat und nirgendwohin fortschreitet. Und da die überwältigende Mehrzahl der Menschen es nicht einsieht und auch nie einsehen wird. aufzuwachen. was seinen Schlaf verlängert. alles. Was sie an der Verfolgung dieses Ziels hindert. ist das erste Zeichen eines nahen Erwachens. daß Gut und Böse für jeden das gleiche sein müßte. daß sie schläft. ist böse. daß sie schlafen. und was ihnen hilft.„Eine dauernde Idee von Gut und Böse kann im Menschen nur in Verbindung mit einem bleibenden Ziel und einem bleibenden Verständnis gebildet werden. welche aufwachen wollen. und darüber hinaus. die aber in Wirklichkeit nur Menschen eines höheren Entwicklungsgrades und eines höheren Evolutionsgrades als Mensch Nummer eins. was ihm aufzuwachen hilft. können kein Verständnis für Gut und Böse haben. Genau m der gleichen Weise wird er verstehen. Das Erwachen beginnt damit. daß sie schlafen. daß Gut und Böse für jeden bestehen. Was ihnen aufzuwachen hilft. daß ein Mensch einsieht. Nummer zwei und 231 . ist gut. böse. In Wirklichkeit hingegen gibt es Gut und Böse nur für einige wenige. was sie daran hindert. kann es für sie tatsächlich weder Gut noch Böse geben. und diejenigen. die nicht verstehen. daß sie ein Ziel haben und in irgendeiner Richtung fortschreiten. „Aber natürlich werden die meisten schlafenden Menschen behaupten. die verstehen. ist böse. daß er nirgendwohin fortschreitet und daß er nicht weiß. oder daß das Erwachen wirklich für ihn möglich wird. welche die Menschen sich zuschreiben. die ein Ziel haben und dieses Ziel verfolgen. was für andere Menschen gut und böse ist. „Dies steht im Widerspruch zu den allgemein herrschenden Vorstellungen. wohin er gehen soll. Die Menschen glauben gewöhnlich. ist gut. Wenn ein Mensch versteht. Die Einsicht eines Menschen.

Nummer drei haben können. „Die Idee von Gut und Böse wird manchmal mit der Idee von Wahrheit und Unwahrheit in Zusammenhang gebracht. auf seine Gedanken. Wille. die Fähigkeit zu tun. Zur gleichen Kategorie gehören Gut und Böse.Puffer' festgehalten wird. Individualität. Und dies ist gleichermaßen wahr. Und da die Menschen alle in jedem Augenblick auf verschiedenen Stufen stehen. Keine von ihnen hängt von ihm ab. manchmal . Seine Wahrheit wechselt.sagt es' eine Lüge. muß der Mensch die Unwahrheit in sich selbst 232 . „Um die Wechselbeziehung von Wahrheit und Unwahrheit im Leben zu verstehen. seine Gefühle oder seine Auffassungen von Wahrheit und Unwahrheit anwendet. die immer mit einem dauernden Ziel. was er gestern für falsch hielt. Und ein Mensch kann nie die Wahrheit sagen. beide hängen vom Zufall ab. so ist das nur. müssen ihre Auffassungen von Wahrheit ebenso verschieden voneinander sein. ein einziges und bleibendes Ich. Der Mensch bemerkt nicht einmal. „Dauernde Wahrheit und dauernde Unwahrheit kann es nur für einen dauernden Menschen geben. Aber ebensowenig wie es für den Durchschnittsmenschen Gut und Böse gibt. alles dies sind Eigenschaften. Folglich haben seine Wahrheit und seine Unwahrheit keinen Wert. Wenn der Mensch selbst sich dauernd ändert. Er bemerkt diese Übergänge genau so wenig wie die Übergänge seiner eigenen Ichs von einem ins andere. Manchmal . ein Zustand innerer Freiheit. werden sich für ihn auch Wahrheit und Unwahrheit dauernd ändern. mit einer dauernden Richtung und einem dauernden Schwerpunkt verknüpft sind. gibt es für ihn Wahrheit und Unwahrheit. wie er heute etwas für wahr zu halten beginnt. die ein durchschnittlicher Mensch nicht besitzt.sagt es' die Wahrheit. ob man es nun auf die Worte eines Menschen. „Im Leben eines durchschnittlichen Menschen haben Wahrheit und Unwahrheit überhaupt keinen moralischen Wert. Bewußtsein. Wenn sie für eine gewisse Zeitspanne nicht wechselt. und umgekehrt. wie ihre Auffassungen vom Guten. weil ein solcher Mensch sich niemals an eine einzige Wahrheit halten kann. weil sie durch .

233 . Worte. ist gewöhnt.studiert'. „Diese Lügen werden durch die . als der eigene Wille noch nicht voll entwickelt ist. weil man verstehen muß. das heißt bewußte Lenkung.Pu£Fer' lenken automatisch seine Handlungen. so kann es mit einem Menschen dazu kommen. Ich benutze das Wort . die man unbewußt anderen erzählt.Puffer' geschaffen. Das letztere ist gar nicht leicht. die dauernden unaufhörlichen Lügen. muß er seine eigenen Entscheidungen aufgeben. daß er sich ändern müsse. Willen entwickeln. Um sowohl die Lügen in einem selbst zu zerstören.Puffer' leben. und lernen muß zu gehorchen.Puffer' zerstört würden.Puffer' leben. die er sich selbst erzählt. der selbst schon gestärkt worden ist.erkennen. Gewöhnlich wird diese Unterordnung unter den Willen eines anderen Menschen vor allem anderen studiert. daß er die Notwendigkeit eingesehen hat. seinen eigenen Entscheidungen zu vertrauen. als auch die Lügen.Puffer' zerstört werden. daß die .seine eigenen Entschlüsse opfern'. daß seine Entschlüsse richtig sind. seine Handlungen zu lenken. bereit sein. Da aber Wille nicht in einer kurzen Zeitspanne auf Bestellung geschaffen werden kann.Puffer' zerstört werden.Puffer' in sich zerstört. die er während dieser Zeitspanne hat. nicht imstande ist. während er die . sei es auch nur automatische Lenkung. Gedanken und Gefühle. Wenn die . Aber wenn ein Mensch die Arbeit an sich selbst beginnt. während der Wille noch nicht genügend gestärkt ist. . Ein Mensch kann ohne Lenkung nicht leben. dem Willen eines anderen Menschen so lange zu gehorchen. warum solch ein Gehorsam notwendig ist. durch einen anderen Willen gelenkt zu werden.Puffer' anstrebt. kann ohne . welche die Zerstörung der . müssen die . Die einzige Möglichkeit. Die . Ein Mensch. „Darum muß man in der Schul-Arbeit. Folglich muß der Mensch zur gleichen Zeit. Selbst die Tatsache. und stärkt sein Vertrauen in sie. ist die. der seine Arbeit lenkt. zeigt ihm. die Herrschaft über sich selbst zu gewinnen. weil sonst der Wille des Menschen. der Willen besitzt. der mit der Arbeit des Selbst-Studiums beginnt und darauf hinzielt. dann würde alle Lenkung aufhören. Nur ein Mensch. Aber ein Mensch kann nicht ohne .

„In den Schulen des religiösen Weges wird vor allem anderen •Gehorsam' verlangt. daß er sein ganzes Leben lang irgendeinem äußeren Willen unterworfen war und nie eigene Entscheidungen getroffen hat. der noch nie in seinem Leben an Moral gedacht hat. daß man ihn zwingen werde. Ein Mensch. das heißt vollständige und fraglose Unterordnung ohne Verständnis. „Verzicht auf die eigene Entscheidung. beginnt zu fürchten. die Unterordnung unter den Willen eines anderen mag unübersteigbare Schwierigkeiten für einen Menschen bieten. daß man ihn zwingen werde. Er glaubt. der nicht vorher eingesehen hat. etwas zu tun. daß man ihn Dinge tun lassen werde. Es ist hart für ihn. bevor sich ein Mensch nicht von dieser Illusion befreit hat. Die Schulen des vierten Weges verlangen vor allem anderen Verstehen. die Illusion aufzugeben. Aber der Mensch ist sich dessen nicht bewußt. er muß seine Nichtigkeit im vollen Sinne des Wortes einsehen. daß er nicht existiert. Wie seltsam dies auch scheinen mag. er habe wirklich Grundsätze. Er hat Angst. Das Ergebnis der Anstrengungen steht immer im Verhältnis zum Verstehen. etwas Unmoralisches zu tun. Darüber hinaus schafft diese Furcht sofort in ihm die Illusion. was sie schädigen könne. „Nur dies Bewußtsein der eigenen Dichtigkeit kann die Furcht vor der Unterordnung unter den Willen eines anderen überwinden. daß er sein Leben selber lenke und organisiere. er habe das Recht der freien Wahl. um sie zu untergraben. die er in Wirklichkeit nie gehabt hat und niemals haben könnte. der noch nie an seine Gesundheit gedacht und alles überhaupt nur mögliche getan hat. Ein Mensch. Ein Mensch. daß er tatsächlich weder etwas opfert noch irgend etwas in seinem Leben ändert. die seinen Grundsätzen. so ist doch diese Furcht tatsächlich eines der schwersten Hindernisse auf dem Wege eines Menschen. er muß einsehen. Ansichten und Ideen entgegengesetzt sind. der sein ganzes Leben hindurch jeden'anderen in der schamlosesten 234 . weil er nichts zu verlieren hat. „Er muß einsehen. beginnt plötzlich zu fürchten. Aber keine Arbeit an sich selbst ist möglich. Ansichten und Überzeugungen. daß er nichts verlieren kann.

" Das nächste Mal begann G.Weise belogen hat. daß das Schicksal nur zu einem Teil des Menschen in Beziehung steht. um einem anderen Menschen zu gehorchen. Und nur auf diese Weise kann er dem Gesetz des Zufalls entrinnen. das heißt sich selbst und alle seine Handlungen zu beherrschen.nicht sein Eigenes' ist. Der Kern im Menschen ist sein Eigenes. Der Mensch hat nicht genügend Willen zu tun. die äußere Eindrücke in seinem Gedächtnis und in seinen Empfindungen hinterlassen haben. alle Worte und Bewegungen. Inzwischen müssen Sie eines begreifen. daß man ihn zwingen werde zu lügen. der mehr als vor allem anderen Angst hatte. was von außen gekommen ist. 235 . zeigt sich sehr oft stärker als alles andere. „Ich habe schon einmal von Schicksal und Zufall im Leben des Menschen kurz gesprochen. der einzige Weg ist. Schicksal ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. was er gelernt hat. des eigenen Willens und des Willens eines anderen Menschen. nämlich zu seinem Wesens-Kern. als es beim ersten Anblick scheint. die dem Typus eines Menschen entsprechen. Das kommt daher. Man sieht nicht ein. und so weiter ohne Ende. daß der Mensch aus zwei Teilen besteht: Kern und Persönlichkeit. . Wir wollen nun die Bedeutung dieser Worte im einzelnen prüfen. aber praktisch hat er es nie. „Die Frage des Willens. Der Mensch kann das Schicksal haben. alle Spuren. „Die Furcht. man würde ihn zwingen zu trinken. um einen eigenen Willen zu erwerben. daß eine Unterordnung. aber er hat genügend Willen. Ich kannte einen Säufer. der man bewußt zustimmt. was er widerspiegelt.Nicht sein Eigenes' bedeutet das. wieder mit der Frage des Willens. Die meisten Menschen sind von ihrem Schicksal getrennt und leben nur unter dem Gesetz des Zufalls. Die Persönlichkeit im Menschen ist das. beginnt plötzlich zu fürchten. „Man muß verstehen. das seinem Typus entspricht. aber nicht für jedermann. dem Willen eines anderen Menschen untergeordnet zu sein. die er gelernt hat. Es gibt keinen anderen Weg. was . ist viel verwickelter. Schicksal gibt es. Wir werden später über Typen reden.

Es ist.alle Gefühle. was . aus. und sehr oft geschieht es. die näher an der Natur. „Der Kern ist das Wahre im Menschen.Widerstand' gegenüber den Menschen seiner Umgebung eine große Rolle und ebenfalls die Versuche. fängt die Persönlichkeit zu wachsen an. so wie es ist.nicht sein Eigenes' ist. Je mehr die Persönlichkeit wächst. wo der Kern eines Menschen parallel zu seiner Persönlichkeit wächst. die durch Nachahmungen geschaffen wurden. 236 . daß der Kern sein Wachstum in einem sehr frühen Lebensalter einstellt und nicht mehr weiterwächst. Es ist Kern. kommt gewöhnlich nur in seinen Instinkten und in seinen einfachsten Empfindungen zum Ausdruck. all dies ist seine Persönlichkeit. das heißt durch . und teilweise durch deren unwillkürliche Nachahmung seitens des Kindes selbst.oder sechsjährigen Kindes stehenbleibt.sein Eigenes' oder das . Das Eigene im Menschen. auf der Stufe eines fünf. in Wirklichkeit . desto seltener und schwächer äußert sich der Kern. Die Persönlichkeit wird teilweise durch die absichtlichen Einflüsse anderer Leute geschaffen. Bei der Bildung der Persönlichkeit spielt auch der . „Ein kleines Kind hat noch keine Persönlichkeit. Solche Fälle stellen vor allem in den Verhältnissen des zivilisierten Lebens sehr seltene Ausnahmen dar. Es gibt jedoch Fälle. sein Geschmack. die Persönlichkeit ist das Falsche. in schwierigen Verhältnissen dauernden Kampfes und der Gefahr leben. alles. „Vom Gesichtspunkt der gewöhnlichen Psychologie aus ist die Einteilung des Menschen in Persönlichkeit und Kern kaum verständlich. was es als . daß der Kern eines erwachsenen Menschen.Wirkliche' betrachtet. was es wirklich ist. Genau genommen.Erziehung' beginnt. etwas vor ihnen zu verbergen.Erziehung'. seine Neigungen. gibt es eine solche Einteilung in der gewöhnlichen Psychologie überhaupt nicht. Seine Wünsche. Abneigungen drücken sein Wesen. Es geschieht sehr oft. selbst der eines sehr intellektuellen und im üblichen Sinne des Wortes sehr gebildeten Menschen. Dies bedeutet.nicht sein Eigenes' ist. was wir an diesem Menschen sehen. „Aber sobald die sogenannte . das heißt sein Kern. daß alles. Der Kern hat mehr Entwicklungsmöglichkeiten in Menschen.

was wir Wissenschaft. „Es gibt eine Möglichkeit. Wenn Persönlichkeit und Kern für eine Zeitspanne durch das eine oder andere dieser Mittel getrennt werden. alles. Nach Einnehmen dieses Rauschgiftes verschwindet dann gleichsam die Persönlichkeit eines Menschen für eine gewisse Zeit. voll von Sympathien und Antipathien. Einige Rauschgifte haben die Eigenschaft. daß unser ganzes Leben. Wenn wir das Experiment weiterverfolgen. experimentell die Beziehung der Persönlichkeit zum Kern nachzuprüfen.Eigenes' ist. Kunst und Politik nennen. 237 . so ist es möglich. was des Menschen .nicht ihr Eigenes' ist. daß es durch künstliche Mittel verloren. alles. bilden sich sozusagen zwei Wesen in ihm. Die Kultur schafft die Persönlichkeit und ist gleichzeitig das Produkt und Ergebnis der Persönlichkeit. und nur sein Kern bleibt. eines dieser Wesen einzuschläfern. unterscheidet «ich von dem. Wir sind uns nicht bewußt. die Persönlichkeit einzuschläfern. und eines dieser beiden beweist oft. was . geschaffen wird. Patriotismus. Haß. Liebe. die mit verschiedenen Stimmen sprechen. durch deren Hilfe es möglich ist. „Das Element. manchmal gewisse Arten von Übungen. und das Experiment mag damit beginnen. das heißt. aber sehr wenig von dem. was ihr . verändert oder weggenommen werden kann. durch die Tatsache. ihnen fehlt die Kultur. verschiedene Ziele und Interessen haben. daß ein Mensch voll der verschiedensten und erhabensten Ideen. was . daß entweder Persönlichkeit oder Kern eingeschläfert werden. Zu diesem Zweck benützen sie manchmal Hypnose. die Persönlichkeit des Menschen von seinem Kern zu trennen. was wir Zivilisation. Und dann kommt es vor. Sie haben mehr von dem. durch die menschliche Persönlichkeit. Anhänglichkeit. das ist durch das. welches »nicht sein Eigenes' ist. vollständig verschiedenen Geschmack.„Aber in der Regel ist die Persönlichkeit solcher Menschen sehr wenig entwickelt. manchmal besondere Rauschgifte. ohne den Kern anzugreifen. daß es sich auf der Stufe eines kleinen Kindes befindet. ihnen fehlt Erziehung und Bildung. In den östlichen Schulen sind Mittel und Wege bekannt.Eigenes' ist.nicht ihr Eigenes' ist. Philosophie.

In der Regel ist der Kern des Menschen entweder primitiv. was ihn vorher erregt hat. was in einem Menschen ernst und wirklich ist. Alles. Und das ist alles.Ich' eines Menschen. sogar in Fällen von unentwickelten Persönlichkeiten. „Manchmal. Das wirkliche . verabscheut die Kälte. wenn es am wenigsten erwartet wird. „Ein sehr wichtiger Augenblick in der Arbeit an sich selbst kommt dann. ohne Gefühle. „Aber dies geschieht sehr selten. läßt ihn nun vollständig gleichgültig. Er hat gern Süßigkeiten. scheinen ihm nun lächerlich und bedeutungslos und seiner Aufmerksamkeit unwürdig. verabscheut den Gedanken der Arbeit oder schätzt im Gegenteil die Vorstellung physischer Bewegung. Dinge. Man kann sagen. daß die Individualität eines Menschen sein erwachsener. wäh- 238 . liebt die Wärme. ohne Gedanken. manchmal vergißt er sie einfach. ohne Überzeugungen. muß man zuallererst den dauernden Druck der Persönlichkeit auf ihn schwächen. und dann. Geschmack. wenn auch sehr selten. daß in der überwältigenden Mehrheit von Fällen seine Persönlichkeit das aktive Element darstellt. als ob sie nie bestanden hätten. Aber um dem Kem das Wachstum zu ermöglichen. ohne Ansichten. Die Entwicklung des Kems hängt von der Arbeit an einem selbst ab. Begierden. ist eine kleine Anzahl instinktiver Neigungen und Vorlieben. weil die Hindernisse für das Wachstum des Kerns in der Persönlichkeit enthalten sind. seine Individualität. wild und kindisch oder sonst einfach dumm. Manchmal sieht er die Künstlichkeit und den eingebildeten Charakter seiner gewöhnlichen Stimmungen oder seiner hochklingenden Worte. wenn ein Mensch zwischen seiner Persönlichkeit und seinem Kern zu unterscheiden beginnt. Überzeugungen sich plötzlich als ganz leer erweist. „Wenn wir einen durchschnittlichen kultivierten Menschen nehmen. sein Leben zu opfern. Alles. zeigt sich der Kern in einem Menschen als voll ausgewachsen und voll entwickelt. was er in sich finden kann. reifer Kern ist. kann nur aus seinem Kern wachsen. für die er bereit gewesen war. so werden wir sehen.Gewohnheiten. und in diesem Falle vereinigt der Kem alles.

an sich selbst zu arbeiten. ist eine gewisse Entwicklung der Persönlichkeit in gleichem Maße wie eine gewisse Stärke des Kerns notwendig. kann ein Mensch nicht beginnen. ist in den Fällen von weniger kultivierten Menschen der Kern oft stärker entwickelt als in einem kultivierten Menschen. die keine intellektuelle Entwicklung verlangen. kann er nicht beginnen. „Das heißt nicht. ohne eine gewisse Menge Materials.Rollen'. Die Persönlichkeit besteht aus . daß alle Wege für ihn verschlossen sind. auf das sich die Arbeit an sich selbst gründen muß. einen Mangel an Tatsachen. aber in Wirklichkeit ist das nicht so. Ohne einige Wissensvorräte. die von einer bestimmten Arbeit der Zentren herrühren.rend sein Kern das passive Element bildet. für die Arbeit an sich selbst. Der Weg des Fakirs und der Weg des Mönches. sind für ihn unmöglich. weil die .Puffern'. bleiben ihm offen.nicht sein Eigenes' ist. in künstlichen Lebensverhältnissen^ und entwickelt seine Persönlichkeit auf Kosten seines 239 . mit deren Hilfe die Persönlichkeit sich den Kern unterworfen hält. einfach weil kein Grund oder kein Motiv für ihn da ist. Das innere Wachstum eines Menschen kann nicht beginnen. Aber die Methoden und Mittel. weit von\natüriichen Daseinsbedingungen. einen Mangel an dem Material. Dies kann nur geschehen. Die Persönlichkeit muß passiv und der Kern muß aktiv werden. sich zu studieren. Es könnte scheinen.Puffer' entfernt oder geschwächt werden. weil ihre Persönlichkeit sich als ungenügend entwickelt erweist. das heißt einen Mangel an Wissen. Eine ungenügend entwickelte Per-' sönlichkeit bedeutet einen Mangel an . Für das innere Wachstum. daß sie sich der Möglichkeit des Wachstums näher befinden. Auf diese Weise ist die Evolution für einen kultivierten und einen unkultivierten Menschen gleich schwer. mit seinen mechanischen Gewohnheiten zu kämpfen. Ein kultivierter Mensch lebt weit von der Natur.Puffer' die Hauptwaffe darstellen. eine solche Arbeit zu unternehmen. wenn die . „Wie schon früher gesagt wurde. solange dieser Zustand unverändert bestehen bleibt. das . die für einen Menschen mit entwickeltem Intellekt möglich sind. kann er nicht beginnen.Rollen' und aus .

„Femer geschieht es oft. der in normaleren und natürlicheren Bedingungen lebt. daß sie etwas sehen. was sie nicht mag. Von einem kleinen entstellten Ding kann nichts mehr erwartet werden. Um ohne Gefahr zu sehen. was sie gern sieht und was ihr Leben nicht stört. Sie sieht nie. wie viele Menschen tatsächlich tot sind und eine wie große Anzahl dieser toten Menschen unser Leben lenken. Eine anormale Entwicklung der Persönlichkeit bringt oft die Entwicklung des Kerns an einem so frühen Zeitpunkt zu einem Halt. während seine Persönlichkeit und sein Körper noch lebendig sind. Wenn der Kern sehr wenig entwickelt ist. Das ist gleichzeitig gut und schlecht. dann ist eine lange vorbereitende Arbeitszeit erforderlich. Die Persönlichkeit sieht nur. muß man sich bereits auf dem Weg befinden. Solch ein Umstand bietet die größte Gewißheit des Erfolges. würden wir vor Entsetzen verrückt werden. daß wir dies nicht sehen und nicht wissen. der nichts tun kann. Und tatsächlich werden Leute oft verrückt. das heißt. daß der Kern in einem Menschen stirbt. das heißt. wenn ein Mensch schlafen will. Gewöhnlich ist alles so eingerichtet. heißt dies dann. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Menschen. Es ist gut. sofern der Kern eines Menschen innen verfault ist oder einige unheilbare Fehler enthält. und diese Arbeit wird ganz fruchtlos bleiben. die wir auf den Straßen einer großen Stadt treffen. die innerlich leer sind. Aber dies geschieht selten. so daß der Kern ein kleines entstelltes Ding wird. Ein weniger kultivierter Mensch. schlecht. Wenn wir wüßten." „Wenn der Kem dem Einfluß des Schicksals unterworfen ist. wird er sicher verrückt. sie sind tatsächlich bereits tot.Kerns. die Wahrheit sieht. „Es ist gut für uns. Wenn ein Mensch. was sie nicht sehen sollten. wenn er aufwachen will. sind Menschen. So etwas ereignet sich ziemlich häufig. daß das Schicksal im Vergleich zum Zufall dem 240 . weil sie etwas derartiges ohne die richtige Vorbereitung herausfinden. daß ein Mensch nichts vorzeitig sieht. entwickelt seinen Kern auf Kosten seiner Persönlichkeit. Ein günstiger Beginn der Arbeit an einem selbst erfordert den glücklichen Umstand einer gleichmäßigen Entwicklung von Persönlichkeit und Kem.

Vieles wurde wiederholt. wie es ein individuelles Schicksal gibt. versteht sich aus dem Grunde. oft zwanzig verschiedene Gegenstände an einem Abend behandelte. so gibt es auch allgemeine oder kollektive Zufälle. die Gespräche in ihrer genauen Ordnung zu rekonstruieren. Kollektiver Zufall und kollektives Schicksal werden durch allgemeine Gesetze gelenkt. in der ein Mensch lebt.Menschen immer freundlich gesinnt ist?" fragte ein Anwesender. In solchen Fällen gibt es jedoch Möglichkeiten. daß man damit rechnen kann. er kann sich von vielen von ihnen befreien. daß es möglich ist. „Das Schicksal ist nur in dem Sinn besser als der Zufall. dieser Wille wird ihn führen. sowohl dem Zufall als auch wenn nötig dem Schicksal standzuhalten. und er beginnt entweder durch das Schicksal oder durch eine Arbeitslinie beherrscht zu werden. antwortete ihm G. Der erste Schritt hierzu besteht darin. Daß es nicht möglich ist. Wenn die Unwahrheit. Die Persönlichkeit nährt sich von Einbildung und Unwahrheit. Die allgemeinen Gesetze sind überhaupt nicht für den Menschen verpflichtend. das bedeutet es gar nicht". vorzubereiten. dann wird die Persönlichkeit bald schwächer. daß es möglich ist. daß man den allgemeinen Gesetzen entgeht. daß G. gibt es auch ein allgemeines oder kollektives Schicksal. wenn er sich von den . Genau wie es individuelle Zufälle gibt. All dies ist mit der Befreiung von der Persönlichkeit verbunden. „Und kann das Schicksal einen Menschen zur Arbeit veranlassen?" „Nein. Und in gleicher Weise. sich auf das. was vor einem liegt." Die geschilderten Gespräche umfassen eine Zeitspanne von einigen Monaten. sich von seinem eigenen Schicksal loszulösen.Puffern' und von der Einbildung befreit. die wiederum dem Willen eines anderen Menschen untersteht. Aber das Schicksal kann auch unangenehm oder schwierig sein. und die Einbildung verringert wird. es im voraus zu kennen. vieles hing von den Fragen 241 . dann muß er sich zuerst von den allgemeinen Gesetzen befreien. verringert wird. Wenn ein Mensch sich eine eigene Individualität schaffen möchte. Bezüglich des Zufalls kann man gar nichts wissen. der fähig ist. bis sich ein eigener Wille in ihm gebildet hat.

Geld kosteten. „Bedeutet das. „Die Leute zahlen nicht für solche Dinge und dafür kann man auch kein Geld verlangen. eine negative Haltung zu unserer Arbeit zu zeigen. verstanden dies nicht oder wollten es nicht verstehen. daß sie nur künstlich voneinander getrennt werden konnten. um ins Himmelreich zu kommen?" sagten sie. für die die verlangte Summe eine Lappalie bedeutete. die Geld hatten.'s Arbeit. daß sie nicht darauf rechnen konnten. etwas für nichts zu erhalten. seine Reisen nach Petersburg und die Zeit. wieviel Falschheit und Heuchelei dabei im Spiel ist. Nehmen wir an. Hierbei war es sehr charakteristisch. viele Ideen waren so nah miteinander verknüpft. verstanden immer. Das würde bereits hunderttausend ausmachen. wenn ich ihm über derartige Gespräche berichtete. Diejenigen. Nur die. die nur mit Schwierigkeiten bezahlen konnten. daß Sie hundert Mitglieder hätten. sogar wenn wir überhaupt kein Geld brauchten. und wenn Sie zweihundert. Sie sind bereit. Zu dieser Zeit hatten schon bestimmte Typen von Menschen begonnen. „Nehmt weder Bargeld noch Banknoten! Und muß man nicht für ein Eisenbahnbillett Geld geben? Muß das Hotel nicht bezahlt werden? Sie sehen. und Sie wollen tausend Rubel. Nichts zeigt die Menschen so sehr." G. daß wir zahlen müssen. Christus sagte seinen Schülern: . sondern Menschen mit Mitteln.Nehmt weder Bargeld noch Banknoten'. so würde es immer noch notwendig sein. nach Geld. diese Bezahlung aufrechtzuerhalten. Nein. und daß G. Daraus könnte man ein sehr gutes Geschäft machen. die nicht zahlen konnten oder die nur sehr wenig zahlen konnten. die er und andere der Arbeit widmeten. wie ihre Haltung gegenüber Geld. Sie befreit uns sofort von vielen nutzlosen Menschen. daß nicht die unwillig waren. beliebige Summen für ihre eigenen 242 . Abgesehen von der mangelnden „Liebe" waren viele Menschen sehr unwillig über die Forderung nach Bezahlung. die durch die Anwesenden gestellt wurden. lächelte immer. dreihundert hätten? Dreihunderttausend im Jahr ist sehr viel Geld.ab.

Außerdem gibt es noch andere Dinge. was ihnen beliebt von mir zu nehmen." Die anderen Überlegungen waren sehr einfach. Und später fanden wir heraus. Ich muß für sie arbeiten und ihnen alles gratis geben. daß er kein Geld hatte. daß er sogar viele seiner Schüler unterhielt. zahlten nicht nur für sich. Und trotzdem G. daß sie keine andere je überschreiten werden. Und wenn sie diese nicht überschreiten. . Manche Menschen werden diese Schranke nie überschreiten. 243 . die man in Betracht ziehen muß.Wie kann man mit Wissen handeln? Das sollte frei sein. so bedeutet das. Sie werden es später sehen. sondern auch für andere. Die Leute.' Genau aus diesem Grunde ist die Forderung nach Bezahlung notwendig. ab. Viele Menschen konnten tatsächlich nicht zahlen. lehnte er in Praxis niemanden auf Grund dessen. aber sie haben überhaupt keine Wertschätzung für die Arbeit eines anderen. die tausend Rubel zahlten. im Prinzip diese Frage sehr genau nahm.persönlichen Phantasien zu verschwenden.

Alle Planeten' beeinflussen die Erde und die Erde beeinflußt den Mond. die in der bereits geschaffenen und bestehenden Welt stattfinden. auch wenn das Wachstum in einem planetarischen Maßstab so langsam vor sich geht. „Wir wollen darum den .Schöpfungsstrahl' in einer abgekürzten Form nehmen: Absolutes — Sonne — Erde—Mond. wenn wir es nach unserer Zeit berechnen. daß der Vorgang der Schöpfung niemals zu einem Halt kommt. das Diagramm des Weltalls auf eine völlig neue Weise zu zeichnen. sagte er.Schöpfungsstrahl' betrachten. die die Sternenwelt und den interplanetarischen Raum durchlaufen. „Die Wirkung des Absoluten auf die Welt oder auf die Welten. und die dritte Oktave zwischen der Erde und dem Mond. Ebenso wirkt jede dieser Welten weiter auf die darauffolgenden Welten.Alle Sonnen' der Milchstraße beeinflussen unsere Sonne. daß. . . die durch es oder in ihm geschaffen worden sind. „von dem Schöpf^ngsvorgang. oder in anderen Worten. der vom Absoluten ausgeht. „Um diese Strahlungen zu studieren. Aber wir dürfen nicht vergessen. Wir werden nun von den Vorgängen sprechen. wir wollen den Verlauf der Strahlungen 244 . wollen wir den . dauert fort. die planetarischen Bedingungen für uns als bleibend betrachtet werden können.NEUNTES KAPITEL B ei einer Vorlesung begann G.Schöpf^ngsstrahl' in Form dreier Strahlungsoktoven vorstellen: die erste Oktave zwischen dem Absoluten und der Sonne. Diese Einflüsse werden durch Strahlen vermittelt. nachdem das Weltall bereits geschaffen worden ist. die zweite Oktave zwischen der Sonne und der Erde. „Bisher haben wir nur von den Kräften gesprochen. Die Sonne beeinflußt die Planeten. welche die Welten erschaffen". wir wollen uns den .

re.Intervall'. und unsere Funktionen darin verstehen. Figur 20 Intervall Das Absolut« „Dann folgen die Noten la. der uns unbekannt ist.Schock'. der es ausfüllt. finden. also: F i g u r 21 Intervall Das Absolut« „Dann folgt ein . und si. ein . do und si. das in Form dreien Strahlungsoktaven zwischen vier Punkten betrachtet wird.zwischen diesen vier Hauptpunkten des Universums untersuchen. „Wir müssen unseren Platz in diesem Weltall. sol. Zwei Noten sind in der Sonne selbst miteingeschlossen. dann mi. dann 245 . „In der ersten Oktave umfaßt das Absolute zwei Noten. aber nichtsdestoweniger besteht. | und das .Intervall' und der . do.Intervall' zwischen ihnen. fa. Figur 22 Intervall Das Absolut« Intervall Erster Schock „Die Strahlungen erreichen die Sonne.

sol. Und das dritte »Intervall* do — si wird durch die Wirkung der Masse der Erde auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt.Intervall* und der »Schock* oder das organische Leben. das es ausfüllt. tatsächlich nur drei von außen ergänzt werden müssen. dann mi. ein »Intervall*. sol. „Wir müssen beachten.folgen la. Das zweite »Intervall* do — si wird durch den Einfluß der Masse der Sonne auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. dann mi und re. fa. Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall Sonne „Diese drei Strahlungsoktaven. fa — die Strahlungen. Das erste »Intervall* zwischen do und si wird durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. werden uns befähigen. Nur die »Intervalle* zwischen mi und fa müssen durch »zusätzliche Schocks* ausgefüllt werden. die 246 . die Beziehung der Stoffe und Kräfte verschiedener Weltebenen zu unserem eigenen Leben zu erklären. Diese »zusätzlichen Schocks* können entweder von anderen Oktaven. ein uns unbekannter »Schock*. do. in deren Form wir uns nun das Weltall vorstellen wollen. und dann la. obwohl es sechs »Intervalle* in diesen drei Oktaven gibt. die zum Monde gehen. re und der Mond. dann wieder ein »Intervall*. daß. si. „Dann ein. und darauf gehen die Strahlungen weiter zur Erde. Die Erde: do.

Figur 24 Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall j Sonne Intervall Zweiter Schock (das organische Leben auf Erden) Intervall Erde Intervall Dritter Schock Mond 247 .

fa der Oktave. Der Begriff .Punkt des Weltalls' durch die Zahl des .Dichtigkeit der Schwingungen' und umgekehrt. Die . „Wir müssen bemerken. „Der Ausdruck . Gleichzeitig kann ein . .durch den betreff enden Punkt gehen.Schwingungsfrequenz' und wird als Gegensatz zur . desto niedriger die . während der Stoff. Ein . welche die Note do im Absoluten erzeugt.Schocks' zwischen mi und fa in der Oktave Erde — Mond ist uns unbekannt.Punkt' kann nicht durch den Begriff .Schock' in der Oktave Sonne — Erde ist das organische Leben auf Erden.Schocks' zwischen mi — fa in der ersten Oktave das Absolute — Sonne. der in ihm vorherrscht oder seine Mitte bildet.Punkt' stellt eine gewisse Verbindung von Wasserstoffen dar. herrühren. weil . vom Gesichtspunkt des Dreier-Gesetzes aus untersuchen. in dem diese Kraft wirkt. daß der Begriff . das heißt die Oktave das Absolute — Sonne. desto niedriger die .Wasserstoffes' bezeichnet werden. „Wenn wir nun die erste dieser arei Strahlungs-Oktaven. im verdünntesten Stoff. sol.Kohlenstoff (C) ist.Dichtigkeit des Stoffes'. das heißt die drei Noten la.Dichtigkeit des Stoffes'. die in der Sonne beginnt.aktive' Kraft. oder von parallelen Oktaven.Wasserstoff ersetzt werden. oder von parallelen Oktaven. Wir wissen nichts über das Wesen des . Aber der . Das Wesen des . die durch die Zahl l bezeichnet wird. Die größte . je höher die . Und im dichtest- 248 .Schwingungsdichtigkeit' entspricht der . die an höheren Punkten beginnen. so werden wir sehen. je höher die .Wasserstoff einfach nicht durch Raum begrenzten Stoff bedeutet.Dichtigkeit von Schwingungen' findet sich im feinsten. eine ganz bestimmte Bedeutung hat. das heißt. die den gegebenen Punkt durchkreuzen. die an einem bestimmten Ort besteht und eine bestimmte Funktion in dem einen oder anderen System erfüllt.Dichtigkeit der Schwingungen'. nämlich ein . stellt die höchste Schwingungsfrequenz oder die höchste Schwingungsdichtigkeit dar.Punkt' ist immer im Raum begrenzt. daß die Note do der Leiter der aktiven Kraft ist.Dichtigkeit des Stoffes' gebraucht.ein Punkt des Weltalls'. den ich gebraucht habe.

. Und der Stoff. in dem die Note la erklingt. „. Aber in der Dichtigkeit des Stoffes folgen sie sich in der Ordnung: .Schwingungsdichtigkeit'. „Aber da der .Schwingungsdichtigkeit' dar. während der Stoff.Stickstoff ist immer 3.möglichen Stoff verlangsamen sich die Schwingungen und kommen fast zu einem Stillstand. in dem sich diese Schwingungen vollziehen. „Die Note la ist der Leiter der neutralisierenden Kraft.Sauerstoff.Sauerstoff ist. 2.Kohlenstoff. . 2. tritt 249 . und der Stoff.Sauerstoff' der dichteste der drei ist.Kohlenstoff* ist immer l. der die Zahl 3 beibehält. das heißt der erste . 3.Kohlenstoff und . N behalten die Zahlen l.Sauerstoff und .Sauerstoff und .Sauerstoff steht. ist „Sauerstoff" (0). 2. weil der . Daher entspricht der feinste Stoff der größten .Kohlenstoff. als Leiter der neutralisierenden Kraft in seiner stofflichen Dichtigkeit zwischen . nämlich H 6: Die erste Triade „C. . 0. dessen Dichtigkeit wir durch die Zahl 6 (als die Summe von l.Stickstoff (N). bezeichnet durch die Zahl 2.Stickstoff und .Wasserstoff (H). »Sauerstoff ist immer 2 und . 3) bezeichnen werden. also .Stickstoff zusammen ergebenden Stoff der vierten Ordnung oder .Kohlenstoff.Stickstoff. „Die Note si im Absoluten ist der Leiter der passiven Kraft.Kohlenstoff. „In der Wirkung der Kräfte stehen sie in der Folge von l. in dem diese passive Kraft wirkt oder in dem die Note si erklingt. die durch die Zahl 3 bezeichnet wird. wobei der . 3.Stickstoff. ist . „Die aktive Kraft im Absoluten stellt die größte . . die geringste stoffliche Dichtigkeit hat.Stickstoff aktiver als der .

der . „Somit ist die Note la der ersten Triade der Leiter der aktiven Kraft in der nächsten Triade. dann müssen »Sauerstoff und .Kohlenstoff der zweiten Triade wird die Dichtigkeit von 2 besitzen.Wasserstoff^ 12 (H 12) ergeben: Die zweite Triade „Entsprechend dem gleichen Plan und der gleichen Ordnung wird die folgende Triade in dieser Weise aufgebaut: fa. der in der zweiten Triade .Wasserstoff 24 (H 24) ergeben: Die dritte Triade 250 .Stickstoff war. das heißt der .Schock'.Kohlenstoff. 3 — in der zweiten Triade wird es also 2. und zwar mit der Dichtigkeit von 2. erhält eine Dichtigkeit von 4. 2.Sauerstoff^ die Dichtigkeit von 6.Sauerstoff. Wenn der »Kohlenstoff mit der Dichtigkeit 2 eintritt.Stickstoff hat eine Dichtigkeit von 2 und der . 6 sein. die ihm entsprechen.Stickstoff dem an Dichtigkeit entsprechen und dabei das Verhältnis der Dichtigkeiten der ersten Triade wiederholen. Der .Stickstoff und . der . der .Sauerstoff eine Dichtigkeit von 3. müssen eine Dichtigkeit von 8 und 12 haben.er in die nächste Triade als aktives Prinzip ein. Zusammen werden sie . mi. 4. zusammen werden sie . . Mit anderen Worten. In der ersten Triade war das Verhältnis der Dichtigkeiten l.Stickstoff die Dichtigkeit von 4 und der . in die sie mit der Dichtigkeit 2 eintritt.

re.Wasserstoff 96 (H 96) ergeben: Die fünfte Triade Die Triade la. sol. mi — . la wird .Wasserstoff 192 (H 192): Die sechste Triade ^ Fa. . do wird in der gleichen Aufbauordnung . do — .Schock'. si. fo — .Wasserstoff 384 (H384): Die siebente Triade Mi.Wasserstoff" 48 (H 48) ergeben: Die vierte Triade mi C 8 8 8 1 } | H 48 re do 0 16 24 16 N 24 16 24 Die Triade do. re.Wasserstoff 768 (H 768): 251 .„Die nächste Triade ana.

.Wasserstoff 1536 (H 1536): Die neunte Triade La. si.. fa— . la .Wasserstoff 6144 (H6144): Die elfte Triade Mi. mi — . do — . sol.Wasserstoff 3072 (H3072): Die zehnte Triade Fa. re.Wasgerstof^ 12288 (H 12 288): Die zwölfte Triade 252 .Schock'.Die achte Triade Do.

die von 6 bis 12288 reichen: Tafel I „Diese zwölf . die es im Weltall vom Absoluten bis zum Mond gibt.Wasserstoff l annehmen 253 .Wasserstoffe' mit Dichtigkeiten. und wenn es möglich wäre. wo wir uns befinden. ließe sich der Platz bestimmen.Wasserstoff 6 unlöslich. innerhalb der Grenzen unserer gewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten. genau festzustellen. welche von diesen Stoffen den menschlichen Organismus bilden und in ihm wirken. den der Mensch in der Welt einnimmt.Wir erhalten zwölf .Wasserstoffe' stellen die zwölf Stoffkategorien dar. ist . Wir können ihn deswegen als . „Aber an der Stelle.

Indem wir alle folgenden .Wasserstoff* l annehmen. Deshalb können wir ihn auch als .Wasserstoffe' durch zwei teilen.Wasserstoff l bis /Wasserstoff 6144: Tafel II ^.Wasserstoff danach als .Wasserstoff* 6.Aber auch . 254 . den nächsten '.Wasserstoff6 ist nichtsdestoweniger für uns unlösbar. erhalten wir eine Skala von .und den nächsten »Wasserstoff1 12 als . und alles Folgende wieder durch zwei teilen.Wasserstoff 6.

die durch irgendeine mit unserem Orga- 255 .Wasserstoff' 6 bis . Jeder dieser .Wasserstoff' 3072 finden sich im menschlichen Organismus und spielen dort eine Rolle.„Die so erreichte Skala von l bis 3072 können wir für das Studium des Menschen benützen: Tafel III „Alle Stoffe von .Wasserstoffe' schließt eine große Anzahl uns bekannter chemischer Substanzen ein.

n-Strahlen' der Hormone. die nicht als . immer im Gedächtnis behalten. die ein Mensch nicht einatmen kann. „ . „Diese Art der Definition von Stoff befähigt uns.Wasserstoff 384 ist Wasser. „Wir wollen mit .Wasserstoff 192 ist die Luft der Atmosphäre.Wasserstoff 96 hört der sogenannte Stoff oder das. der Ausstrahlungen des menschlichen Körpers.Wasserstoff 3072. Stoffe. die aber eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben spielen. weiterhin ist dies der Stoff des tierischen Magnetismus.Wasserstoff' 96 wird durch die verdünnten Gase dargestellt. wenn wir die . Dieser .dünner' Stoff mit geringer Nahrungseigenschaft sich .Tabelle der Wasserstoffe' betrachten.Wasserstoffe' 48.Wasserstoff 96 umfaßt ebenfalls Stoffe.Wasserstoff 768 beginnen.Wasserstoff eine sehr umfassende Bedeutung hat. sie nach ihrer Beziehung zum Leben und den Funktionen unseres Organismus einzuteilen. In anderen Worten. Stoffe unseres seelischen und geistigen Lebens auf verschiedenen Stufen. Andererseits wird ein . die wir atmen.Wasserstoff. wir dürfen nicht vergessen. die dem Menschen als . In anderen Worten. 24. in anderen Worten.nismus in Verbindung stehende Funktion zusammenhängen. daß jeder .Nahrung' dienen können. die unserer Physik und Chemie unbekannt sind. fallen unter . Jedes einfache Element ist ein . „Die . mit . 12 und 6 sind Stoffe. daß der Begriff .Wasserstoff einer bestimmten Dichte.Wasserstoff 256 .Wasserstoff wird als Nahrung definiert.Wasserstoff 384 nähern. die oft nur von einigen angenommen und von anderen geleugnet werden. aber auch jede Verbindung von Elementen.Wasserstoff 768 umfaßt alle Stoffe. „Überhaupt müssen wir. die für unsere Chemie kaum feststellbar sind oder sich nur aus Spuren oder Ergebnissen erkennen lassen. sowohl in der Welt als auch im menschlichen Organismus. auf.Wasserstoff 1536. . was unsere Physik und Chemie als Stoff betrachten. „ . der . Vitamine und so fort. so wie ein Stück Holz. ist ein . die eine bestimmte Funktion hat. „.Nahrung' dienen können. ein Stück Eisen unter . .

in anderen Worten. „Außerdem kann man in der Tabelle der Atomgewichte Elemente aufzeigen. von der wir hier sprechen. Unter einem Atom einer Substanz ist die kleinste Menge der betreffenden Substanz zu verstehen. So entspricht . das heißt einen ge- 257 . Die Atomgewichte dieser Elemente stehen fast im Verhältnis einer Oktave zueinander. studiert die Stoffe auf einer von der gewöhnlichen Chemie verschiedenen Grundlage und zieht nicht nur die chemischen und physikalischen. Atomgewicht 35. Die Chemie. daß die gewöhnliche Chemie nicht alle Eigenschaften einer Substanz in Betracht zieht. Die geringe Ungenauigkeit. und ihrer Beziehung zu anderen Stoffen. .dieser Tabelle eine ungeheure Anzahl verschiedener Stoffe einschließt. nämlich. deren Atomgewichte fast in einem richtigen Oktaven-Verhältnis zueinander stehen. die durch ein und dieselbe Funktion in unserem Organismus verbunden sind und eine bestimmte . wird durch die Tatsache verursacht.Wasserstoff48 entspricht dem Chlor Cl.Wasserstoff 96 entspricht dem Brom Br. Atomgewicht 19.kosmischen Eigenschaften' nicht einbezieht. sondern auch die psychischen und kosmischen Eigenschaften der Stoffe in Betracht.5.Wasserstoff 12 entspricht dem Wasserstoff der Chemie (Atomgewicht l). Kohlenstoff. „Diese Chemie oder Alchimie betrachtet die Stoffe zuallererst unter dem Gesichtspunkt ihrer Funktionen. . kosmischen und psychischen Eigenschaften hat (jede Substanz hat nämlich außer ihren kosmischen Eigenschaften auch psychische Eigenschaften. Stickstoff und Sauerstoff (der Chemie) haben die Atomgewichte 12. Atomgewicht 80. das Atomgewicht des einen ist fast doppelt so groß wie das Atomgewicht eines anderen.Wasserstoff 24 dem Fluor Fl. die noch alle ihre chemischen. die gewissen . das heißt Elemente.Wasserstoff 192 entspricht dem Jod J. „. und dann unter dem Gesichtspunkt ihrer Beziehung zum Menschen und zu den Funktionen des Menschen. Atomgewicht 127. und . 14 und 16.Wasserstoffen' entsprechen. daß sie ihre .kosmische Gruppe' darstellen. die ihren Platz im Weltall bestimmen. das heißt das unvollständige Oktaven-Verhältnis.

aber andere Funktionen besitzt und daher auch andere kosmische und psychische Eigenschaften hat. das heißt es ist dann nicht mehr Wasser. In meiner Darlegung der Vorlesungen G. nahekommt. was dem Gaszustand des Wassers. daß die „drei Schwingungsoktaven" und die von ihnen abgeleitete „Tabelle der Wasserstoffe" für uns lange ein Stein des Anstoßes blieben." Zu diesem Punkt muß ich sagen.'s versuche ich im allge- 258 . ein Atom Fleisch und so fort geben. ein Atom Brot. alle Substanzen. sondern auch auf alle zusammengesetzten Stoffe angewandt werden. die den Organismus eines Menschen ausmachen.Atom' kann deswegen nicht nur auf Elemente.wissen Grad von Intelligenz). Es kann ein Atom Wasser. Also ein kleiner Tropfen Wasser. bei einer bestimmten Temperatur durch ein besonderes Thermometer gemessen. Und da jede menschliche Funktion das Ergebnis der Wirkungen bestimmter Substanzen und jede Substanz mit einer bestimmten Ebene des Weltalls verbunden ist. „Dieses Atom ist die kleinste Wassermenge. Der Begriff . die bestimmte Funktionen im Weltall oder im menschlichen Leben besitzen. die für die menschliche Atmung geeignet ist). die Beziehungen zwischen den menschlichen Funktionen und den Ebenen des Weltalls festzustellen. vom Gesichtspunkt ihrer Beziehung zu den verschiedenen Ebenen des Weltalls aus zu untersuchen. ein Atom Luft (das heißt atmosphärischer Luft. sondern etwas.Tabelle der Wasserstoffe' macht es möglich. die noch alle Eigenschaften des Wassers besitzt. Dampf. Das grundsätzliche und wichtigste Prinzip des Überganges der Triaden ineinander und der Struktur des Stoffes verstand ich erst später. der sich chemisch auf keine Weise vom Wasser im flüssigen Zustand unterscheidet. Bei weiterer Teilung verschwinden einige dieser Eigenschaften. der unter gewissen Bedingungen mit bloßem Auge gesehen werden kann. und ich werde an geeigneter Stelle darüber sprechen. Ein Atom Wasser ist in diesem Zusammenhang ein Zehntel eines Zehntels eines Kubikmillimeters Wasser. ermöglicht uns diese Tatsache. „Die .

Und femer verstand ich nicht sofort.meinen.'s bereits erwähnten Moskauer Schülern gehörte. der später noch stärker werden sollte. daß diese Ideen viel schwieriger aufzunehmen sind und ihr Gehalt viel tiefer ist. Diese Vorlesung wurde mit verschiedenen Variationen oft wiederholt. sagte ich. * Vgl. „Experimentelle Mystik^'. Diese „Leiter von der Erde zum Himmel" ließ mich an die sehr ähnlichen Weltempfindungen denken. 259 . obwohl dies nicht immer möglich ist. weil viele Dinge sehr oft wiederholt wurden und in irgendeiner Form in fast allen Vorlesungen vorkamen. nach ihrem richtigen Wert einzuschätzen. einem jungen Ingenieur. als die Vorlesung schon begonnen hatte. setzte mich darum in einer Ecke des großen Wohnzimmers nieder. G. Auf mich persönlich machte die „Tabelle der Wasserstoffe" einen sehr starken Eindruck. Ich kam. rauchte und dachte an etwas anderes. nahm ich an. Da ich gewohnte Worte vernahm. ich hätte diese Vorlesung schon früher gehört. sie bei den ersten Malen. nachdem sie vorbei war. eine chronologische Ordnung beizubehalten. der zu G. Ein neues Modell dei Wfboü*. da ich davon hörte. war ich weit davon entfernt. Kapitel 8. die Ganzheit und die „Mathematischheit" von allem in der Welt spürte1. als sie bei ihrer einfachen Darstellung vermuten lassen. Die Vorlesung wurde von P. „Warum hörten Sie dieser Vorlesung nicht zu?" fragte er mich. Eine Episode ist in meinem Gedächtnis geblieben. als ich so stark die Verbundenheit. gehalten. „Aber ich habe sie bereits gehört". war auch da. Es war bei einer der Wiederholungen dieser Vorlesung über die Struktur des Stoffes in Verbindung mit der Mechanik des Weltalls. die ich einige Jahre früher während meiner seltsamen Experimente hatte. Aber abgesehen von den in mir hervorgerufenen seltsamen Empfindungen. das heißt entweder in Verbindung mit der Erläuterung des „Schöpfungsstrahls" oder in Verbindung mit der Erklärung des Oktavengesetzes.

daß wieder die gleiche Vorlesung in Tuapse gehalten würde. bestand. am Ufer des Schwarzen Meeres. wenn Sie hören würden. obwohl ich mir sehr wohl bewußt war. das mehr als eine Meile von der nächsten Wohnstätte entfernt war. Diesmal gab er mir keine direkte Antwort. Eines Abends saßen wir beisammen und sprachen. die Sie nicht hören wollten. viel später darauf antwortete. wie lang- 260 . Später will ich erklären. weilte eine kleine Gruppe von uns. Und wirklich. bald Schnee in Böen brachte. der bald Regen. an das konnte ich mich leider unter keinen Umständen erinnern.. ein nordöstlicher Wind blies. „Sie sollten das wissen". erinnerte ich mich oft ganz deutlich. ich verstand nicht. Und ganz ehrlich. wie Sie sagten. Meine Frage bezog sich auf Wasserstoffe unterhalb der normalen Ebene. schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. daß sie in einer der Vorlesungen besprochen worden war. Ich dachte gerade an einige Folgerungen aus der „Tabelle der Wasserstoffe". und was G. sie noch einmal zu hören. Vielleicht haben Sie nicht zugehört. die aus sechs Menschen. da Sie. Erinnern Sie sich an eine Vorlesung. hauptsächlich über einen Widerspruch in diesem Diagramm. verglichen mit einem anderen. sie schon kannten? Aber da wurde gerade das behandelt. sagte ich. sagte er. was es genau war. Aber was genau gesagt worden war. darunter G. Während ich eine Frage überdachte. würden Sie dann zu Fuß dorthin gehen?" „Gewiß". Ich verstand das erst viel später. alles zusammenzufassen. als die Vorlesungen vorbei waren und ich versuchte. und ich hätte viel darum gegeben. fünf Meilen nördlich von Tuapse in einem kleinen Landhaus.G. wonach Sie jetzt fragen. von dem wir später gehört hatten.. was ich fragte. „es wurde davon in den Petersburger Vorlesungen gesprochen." Nach kurzem Schweigen sagte er: „Nun. was ich gehört hatte. im November 1917. Fast zwei Jahre später. was er von mir erwartete und warum ich zum zweitenmal der gleichen Vorlesung zuhören sollte. Es war schon spät und das Wetter war sehr schlecht.

weil es keine andere Möglichkeit gab. und vor allem will er nicht für das zahlen. tatsächlich in Petersburg besprochen. „Würden Sie wirklich gehen?" fragte er. uns die grundsätzlichen Ideen seines Systems vermittelte. „Was die Vorlesung betrifft.. Dunkelheit. Der Mensch will auf keinen Fall für irgend etwas zahlen. würden Sie jetzt verstehen. daß man für alles zahlen muß und daß man im Verhältnis zum Empfangenen zahlen muß. G. Ohne irgendeine Notwendigkeit würden sie jede denkbare Schwierigkeit auf sich nehmen. rühren sie keinen Finger. fünfundzwanzig Meilen. daß mich das nicht abhalten würde. So ist die menschliche Natur. „Denken Sie. Petersburg. für Dinge. einfach. Wind. Aber gewöhnlich denkt der Mensch das Gegenteil. daß es überhaupt keinen Widerspruch zwischen den Diagrammen gibt und daß es überhaupt keinen geben kann. die völlig nutzlos für ihn sind. Regen. Schnee. wird er jede Summe zahlen. Aber für etwas Wichtiges niemals. das ihnen wirklich etwas geben kann. wenn in Tuapse jemand eine Vorlesung über diese Dinge halten würde. lachte. über die Geschwindigkeit. Sie wissen. zu staunen. „Sie wissen." Aber nun zurück nach St. von seiner erstaunlichen Fähigkeit ab. Aber bei etwas wirklich Wichtigem." „Was ist dabei zu überlegen?" sagte ich. Das muß von sejbst zu ihm kommen. „wenn die Leute doch wirklich auf diese Weise überlegen würden. Für Nichtigkeiten. was für ihn das Wichtigste ist. daß ich den ganzen Weg schon mehr als einmal gegangen bin. Und ohne besonderen Grund. wonach Sie fragten. Natürlich würde ich ohne ein Wort gehen. mit der G. wenn es keine Pferde gab oder kein Platz für mich im Wagen war. sagte G. alle grundsätzlichen und wesentlichen Punkte herauszustellen und sich nicht in unnötige Einzel- 261 . wurde das. Aber in Wirklichkeit denken sie genau entgegengesetzt. Zurückschauend kann ich nicht umhin.wierig und kalt die Straße sein würde. Natürlich hing viel von seiner Art der Darstellung." „Ja". Wenn Sie damals zugehört hätten. wußte ich dennoch.

Aber wir können uns nur an uns selbst erinnern. ist. oder an anderen Leuten.tun'. auf unnötige Hast. Im Anschluß an die „Wasserstoffe" begann G. die um uns herum geschehen. zu studieren oder zu fühlen. die nächste Vorlesung: „Wir möchten . jedes Gefühl benötigt eine bestimmte Energie. um die Ziele zu erreichen. Die Energie wird auf falsche Arbeit von Zentren verwandt. das wir an Dingen nehmen. den größeren Teil der Energie. „Wir verwenden unsere Energie hauptsächlich auf unnötige und unangenehme Gefühle. Nervosität. daß wir uns . jeder Gedanke. „Wir waren zu dem Schluß gekommen. anstatt sie unproduktiv zu verschwenden. Einbildung. um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen. Erregbarkeit. auf dauerndes Geschwätz. daß jeder normale Mensch Energie genug hat. die in gar keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit steht. daß er nicht genug Energie hat.heiten zu verlieren. Was gelernt werden muß. auf unnötige Muskelanspannung. die in Wirklichkeit überhaupt nicht interessant sind: auf die dauernde Verschwendung der . „Was tut also ein Mensch. Wir können nur etwas studieren. auf nützliche Arbeit zu verwenden. Jede Funktion. jeder Zustand. wenn er einzusehen beginnt. die er sich gesetzt hat? „Die Antwort ist. wenn wir die Energie zum . 262 . die wir besitzen. die Erwartung unangenehmer möglicher und unmöglicher Dinge.Aufmerksamkeitskraft' und so weiter und so fort. auf das . sind wir durch die Energiemenge gebunden und begrenzt. auf schlechte Stimmungen. wenn wir die Energie haben. Tagträumen und so weiter.Interesse'. verstehen oder fühlen. was wir tun. jede Handlung.Selbst-Erinnem' haben. das eine ungeheure Menge Energie verbraucht. bevor die wesentlichen Punkte verstanden waren.unser selbst erinnern' müssen. aber in allem. die unser Organismus erzeugt. es zu verstehen. einebestimmte Substanz.

Wasserstoffe' durch die menschliche Fabrik. ihr mögliche Produktion. wenn er mit seiner Arbeit fortfahren will. kommt er nichtsdestoweniger zu dem Schluß. all ihre ausgesuchte Ausstattung dienen tatsächlich überhaupt keinem Zweck und erhalten nur mit Schwierigkeit ihre eigene Existenz. sie werden alle auf den Unterhalt der Fabrik selbst verwendet. Eine derartige Leitung der Fabrik ist offensichtlich im höchsten Grade unwirtschaftlich. eine Art von Stoff in eine andere zu verwandeln.Wasserstoffe' mittels einer ganzen Reihe komplizierter alchimistischer Vorgänge. gegen all diese Gewohnheiten seines Lebens anzukämpfen. die Summe der erzeugten Energie vermehren muß. die notwendig ist. weil nur ein kleiner Teil der Maschinen in Gebrauch ist und weil nur die Materialmenge erzeugt wird. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen erreicht diese Fabrik nie die volle. Wenn es uns gelänge. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die Erzeugung der feineren . nämlich den im kosmischen Sinne gröberen Stoff in feineren. Die Fabrik erhält als Rohmaterial von der Außenwelt eine Anzahl grober . ungenügend.Wasserstoffe' und verwandelt sie in feinere . Tatsächlich erzeugt die Fabrik gar nichts — all ihre Maschinen. daß dies ganz gut möglich ist. die Produktion auf das ihr mögliche Maximum zu steigern. so würden 263 . Nachdem der Mensch seine Maschine bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen hat und sich überzeugt hat. spart er eine ungeheure Energiemenge. „Die Arbeit dieser Fabrik besteht darin. „Später wird jedoch das Problem schwieriger. um die eigene Existenz aufrechtzuerhalten. „Das Studium des Arbeitsgangs des menschlichen Organismus zeigt. daß sie viel mehr Energie erzeugt. „Der menschliche Organismus stellt eine chemische Fabrik dar. daß diese Energie nicht genügt und daß er. die auf sehr große Produktion angelegt ist. an der wir vom Gesichtspunkt der Möglichkeit höherer Bewußtseins-Stufen und der Arbeit höherer Zentren besonders interessiert sind. und mit Hilfe dieser Energie kann er auf jeden Fall die Arbeit des Selbststudiums und der Selbst-Vervollkommnung beginnen.„Wenn der Mensch anfängt. als er erwartete.

Fernerhin benötigt der . das »Feine vom Groben zu scheiden'. die sich allmählich in ihnen ablagern und in einer bestimmten Weise kristallisieren würden. welche für die Aufrechterhaltung des physischen Körpers notwendig sind. um aus dieser Nahrung das Material zu erzeugen. des astralen. die feineren . muß er die für das Wachstum des . Der Überschuß dieser Substanzen kann dann zur Bildung und zum Wachstum des .Wasserstoffe' aufzusparen. alle Gewebe.Fabrik' alles ausgibt.wir beginnen. das für das Wachstum der Gewebe notwendig ist. Um zu wachsen. Das gleiche ist für das Wachstum des . sein Organismus muß sich in einem gesunden Zustand befinden. das Wachstum der inneren Körper des Menschen.Wasserstoffe' würde allmählich den ganzen Organismus auf eine andere Stufe. „Dies kann jedoch unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen nicht geschehen.astrale Körper' in ihm schon gebildet ist. muß ein Kind gute Nahrung bekommen. des mentalen und so fort. welcher dem Wachstum des physischen Leibes völlig analog verläuft. auf eine höhere SeinsEbene bringen. das heißt wenn er die Erzeugung der feinen . Dann würde der ganze Körper. mit diesen feinen .Astralkörper' für sein Wachstum die gleichen Substanzen wie die. das durch keine anderen Mittel erreicht werden kann. Und wenn ein Mensch lernt.Astralkörpers' notwendigen Substanzen erzeugen. nur in viel größeren Mengen. Wenn der physische Organismus eine genügende Menge dieser feinen Substanzen zu erzeugen beginnt und der .Astralkörpers' notwendig. was sie erzeugt.Lerne das Feine vom Groben zu scheiden' — dieses Prinzip aus den »Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistus' bezieht sich auf die Arbeit der menschlichen Fabrik. „ . ist ein stofflicher Vorgang. die der Organismus einnimmt. aus den verschiedenen Nahrungsarten. Das innere Wachstum.mentalen 264 . dann braucht der astrale Organismus für seine Erhaltung weniger von diesen Substanzen als während seines Wachstums. schafft er durch diese Tatsache allein für sich die Möglichkeit eines inneren Wachstums.Wasserstoffen' gesättigt werden. Diese Kristallisierung der feinen .Wasserstoffe' auf ihr mögliches Maximum bringt. alle Zellen.'weil die .

Unsere Eindrücke. die den . Aber wieso die Eindrücke eine Nahrung darstellen.Astralkörper' ernähren.Körpers' benützt werden. ob er nun die Form eines Lautes. einer Gesichtswahrnehmung oder eines Geruches hat. Energie nicht ohne Stoff vermittelt werden. wie schon ge sagt wurde. „Für seine normale Existenz muß der Organismus alle drei 265 . daß die menschliche Maschine richtig und wirtschaftlich arbeitet. und der physische Organismus ist nur unter der Bedingung fähig.mentalen Körpers' mehr von diesen Substanzen als das Wachstum und die Ernährung des . mag zuerst schwierig zu verstehen sein. daß Luft eine Art Nahrung für den Organismus darstellt. Wir müssen uns jedoch erinnern. die von außen in ihn hineinkommt. eine gewisse Anzahl von Schwingungen aufnehmen. die von außen in den Organismus eintritt. der mit der Hilfe der gleichen Substanzen wächst. von außen her eine gewisse Energiemenge. ist Nahrung. Die normale Nahrung. Die Luft. werden im Organismus durch die Nahrung erzeugt. Der Überschuß der Substanzen. „Alle Substanzen. die wir essen. „Es ist nicht schwer einzusehen. daß wir mit jedem äußeren Eindruck. für die höheren Bewußtseins-Funktionen und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. so bedeutet das. die den Organismus im vollen Sinne des Wortes ernähren. die für die Erhaltung des Lebens des Organismus. für die psychische Arbeit. Aber natürlich erfordert das Wachstum des . Femer kann. dient dem Wachstum des vierten Körpers. die wir atmen. diese Energie. 2. „Der menschliche Organismus nimmt drei Arten von Nahrung auf: 1. 3. die den .astralen Körpers'. All die für das Wachstum und die Ernährung der höheren Körper notwendigen Substanzen müssen innerhalb des physischen Organismus erzeugt werden. sie zu erzeugen. Aber in allen Fällen muß der Überschuß sehr groß sein. Wenn Eindrücke von außen Energien von außen mit sich in den Organismus hineinbringen. daß auch Stoffe von außen eindringen.mentalen Körper' ernähren.

die uns von außen zukommen. alle drei werden benötigt. Nichtsdestoweniger kann ein Mensch sogar ohne Wasser und ohne Nahrung für einige Tage leben. Eindrücke und Luft befähigen einen Menschen. uns bewegen und sind. so wird unsere Maschine sofort zu arbeiten aufhören. Ohne Luft kann er nur einige Minuten leben. Der Organismus kann nicht nur von einer. Luft und Eindrücke. gewöhnlich stirbt ein Mensch. daß ein Mensch von Eindrücken allein nicht lang leben kann. wobei der Organismus nichts von seiner Vitalität verlor und sich sehr schnell wieder erholte. bis zum Ende seiner normalen Lebensdauer zu leben und die Substanzen zu erzeugen. Eindrücke zu empfangen. gleicht einem Treibriemen. Der Hauptmotor ist für uns die Natur. Eindrücke. auch nicht von zwei Nahrungsarten existieren. etwas länger zu leben. ohne frische physische Nahrung zu erhalten. die über sechzig Tage dauerten. Infolgedessen sind von den drei Nahrungsarten die für uns wichtigste die Eindrücke. der uns Bewegung vermittelt. Der Organismus kann für eine verhältnismäßig lange Zeitspanne bestehen. so würde er sofort sterben. die nicht nur zur Erhaltung des Lebens. Aber die Beziehung dieser Nahrungsstoffe zueinander und ihre Bedeutung für den Organismus ist nicht die gleiche. sobald er wieder Nahrung zu sich zu nehmen begann. trotzdem es klar ist. die uns umgebende Welt. das heißt physische Nahrung. Die Natur übermittelt uns durch unsere Eindrücke die Energie. da in allen Fällen solchen künstlichen Hungerns die Betreffenden Wasser zu sich genommen haben. Wenn der Fluß der Eindrücke auf irgendeine Weise zu einem Halt gebracht werden könnte oder wenn man dem Organismus seine Fähigkeit. Luft und physische Nahrung befähigen den Organismus. wenn er vier Minuten ohne Luft ist. Ohne Eindrücke kann ein Mensch nicht einen Augenblick leben. raubte.Nahrungsarten erhalten. Natürlich kann ein solches Hungern nicht als vollständig betrachtet werden. Es sind Fälle von Hungern bekannt. 266 . nicht mehr als zwei oder drei. Der Strom von Eindrücken. Wenn der Strom dieser Energie angehalten wird. sondern auch für die Bildung und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. durch die wir leben.

und der untere aus dem Magen. Der mittlere Stock aus der Brust. Der oberste Stock dieser Fabrik besteht aus dem menschlichen Kopf. F i g u r 26 Erde Die Einführung von Nahrung (H 768) in den Organismus Physische Nahrung ist H 768 oder la. Dieser »Wasserstoff* kommt in das untere Stockwerk des Organismus als »Sauerstoff* do 768.„Der Vorgang der Verwandlung der in den Organismus kommenden Substanzen in feinere geschieht nach dem Oktaven-Gesetz. fa der dritten kosmischen Schwingungsoktave. 267 . „Betrachten wir den menschlichen Organismus als eine dreiF i g u r 25 Kopf Brust Rücken und unterer Teil des Körpers jstöckige Fabrik. sol. dem Rücken und dem unteren Teil des Körpers.

N 384 ist die nächste Note re. der die Note 268 . das in der nächsten Triade .Sauerstoff 768 vereinigt sich mit . Figur 27 Der Beginn derNahrunqsverdauung (H 768) im Organismus „Re 384. vereinigt sich mit .Stickstoff mi 192 ist.„. 192 hervor. Aus der Vereinigung von 0 768 und C 192 ergibt sich N 384.Kohlenstoff 96 im Organismus.Sauerstoff wird. der sich im Organismus befindet.Kohlenstoff 192. und mit ihm zuF i g u r 28 •ortsetzung der Verdauung der Nahrung (H 768) im Organismus sammen bringt es einen neuen .

ein »zusätzlicher Schock' ist notwendig. derNahrungsoktave. in der Form 269 .fa der Nahrungsoktave verursacht kommt.„Wie aus dem Oktaven-Gesetz bekannt ist. kann mi nicht selbständig in fa einer aufsteigenden Oktave übergehen.den Luft auf das Intervall mi . F i g u r 30 Fortsetzung. Obergang der Nahrungsprodukte insol 48 „An der Stelle im Organismus.zusätzlicher Schock' hinzuF i g u r 29 Die Einführung von Lütt (H192) in den Organismus und der Schock. kann sich die Substanz mi 192 nicht von selbst in die volle Note fa verwandeln. wo mi 192 allein zu einem Halt käme. Wenn kein . tritt die »zweite Nahrung' hinzu — Luft.

Stickstoff 96 überzugehen. 270 . Die Note do hat alle notwendigen Halbtöne.Stickstoff 96 ist die Note fa. . der sich schon im Organismus befindet. in .von do 192. re.KohlenFigur 32 Forlsetzung derNahrungsoktave. Wandlung der Nahrungsprodukte in la 24 und sie gibt sozusagen einen Teil ihrer Energie an die Note mi ab. do der zweiten kosmischen Strahlungsoktave. das heißt mi. Figur 31 Fortsetzung derNahrungsoktave. die die gleiche Dichtigkeit wie sie selbst hat. Wandlung der Nahrungsprodukte In sl 12 stoff 48. das heißt alle notwendige Energie. Die Energie von do gibt mi 192 Kraft genug. um in die nächste Note überzugehen. um durch die Verbindung mit .

die im Organismus aus physischer Nahrung Fortsetzung F i g u r 34 der . 271 .Stickstoff 12 oder si 12. „Die Note sol 48 geht durch den im Organismus vorhandener.Stickstoff 48 über — die Note sol.Stickstoff 24 über — la 24. Si 12 ist die höchste Substanz.Kohlenstoff 24 in .LuffOktave Im Organismus mit Hilfe des durch die Luft herbeigeführten . .zusätzlichen Schocks' erzeugt wird.„Fa 96 geht durch die Verbindung mit dem im Organismus vorhandenen .Kohlenstoff 12 in .Kohlenstoff 6 und wandelt sich in . | . F i g u r 33 H 192 Der Beginn der Verdauung von Luft im Organis- „La 24 vereinigt sich mit dem im Organismus vorhandenen .

F i g u r 36 Die drei Nahrungsarten und die Verdauung von H 768 und H 190 im Organismus mit Hilfe eines mechanischen .Schocks'.„Do 192 (Luft).Sauerstoff in den mittleren Stock der Fabrik gelangt und einen Teil seiner Energie an mi 192 abgibt. das als . Für den 272 . und damit ist die Entwicklung der zweiten Oktave beendet. Der Normalzustand des Organismus und die Normalerzeugung von feinen Störten aus den Nahrungsprodukten „Re 96 geht mit Hilfe des . F i g u r 35 Das Eindringen von (Eindrücken' in den Organis- vereinigt sich seinerseits an einer bestimmten Stelle mit dem im Organismus anwesenden .Kohlenstoff 48 und geht in re 96 über.Kohlenstoffs' 24 in mi 48 über.

Gleichzeitig kommt do 48 nicht mit mi 48 in Berührung. das ist la. und die zweite Oktave. so daß es weder selbst in die nächste Note übergehen noch einen Teil seiner Energie an mi 48 abgeben kann.künstlicher Schock' an dieser Stelle bedeutet eine bestimmte Anstrengung im Augenblick des Empfanges eines Eindrucks.künstliche Schock' auf die Kote do48 treffen muß. fehlt der hierfür notwendige . und unter den gewöhnlichen Lebensverhältnissen entwickelt sie sich auch nicht weiter. sich weiterzuentwickeln. „Unter normalen Bedingungen.künstlicher Schock'? Er ist mit dem Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes verknüpft. 273 . aber an dieser Stelle des Organismus.künstlichen Schock' an der Stelle schaffen. das heißt die Luft-Oktave und die Eindrucks-Oktave zu befähigen.Sonne — Erde'. Die höchste von der Fabrik erzeugte Substanz ist si 12.zusätzlicher Schock' notwendig. „Es gibt jedoch eine Möglichkeit. wo ein Eindruck in unser Bewußtsein kommt. Zu diesem Zweck muß man einen besonders gearteten . wo do 48 eintritt. Die Note do48 bezeichnet den Augenblick. kommt die Erzeugung der feinen Stoffe durch die Fabrik an dieser Stelle zu einem Halt. „Was aber bedeutet ein . Wir erinnern uns nicht. fa der zweiten kosmischen Oktave .Kohlenstoff'12. „Die Eindrücke dringen in den Organismus in Form von »Sauerstoff 48 ein. und die dritte Oktave klingt nur als do. sol. und für alle ihre höheren Funktionen kann die Fabrik nur diesen höheren Stoff verwenden. die Erzeugung zu vermehren. „Vorher wurde erklärt. „Die dritte Oktave beginnt mit do 48. wo die dritte Oktave gleich an ihrem Anfang nicht weiterkann. aber in diesem Punkt hat die Natur keinen »zusätzlichen Schock' vorbereitet. das heißt den Bedingungen des gewöhnlichen Daseins. daß wir uns unter gewöhnlichen Lebensbedingungen unser selbst nicht erinnern.Übergang von mi in fa ist ein . um in die folgende Note überzugehen. daß der . „Do 48 hat genug Energie. kann sich nicht weiterentwickeln. Ein . das heißt die Luft-Oktave. Das bedeutet.

An Stelle eines Eindrucks von der Straße gibt es nun zwei Eindrücke. sozusagen verdoppelt. so schaue ich nicht einfach auf die Straße. einen von der Straße und einen anderen von mir. La 6 ist der höchste Stoff. all das zusammen verdoppelt die Stärke der Eindrücke und macht do 48 zu re 24. Ferner geschieht es oft. Wenn ein Mensch dies versteht und sich seiner selbst zu erinnern versucht.Kohlenstoff 12 an die fragliche Stelle.Mich-meinerselbst-Erinnems' erzeugt wird. das heißt aus der zweiten Nahrungsart. ist der zusätzliche Schock. sich zu entwickeln. daß ich schaue. daß man im Augenblick der Aufnahme eines Eindrucks eine bewußte Anstrengung macht [siehe Figur 37]. der durch die Tatsache des . das heißt die Arbeit der Maschine bringt eine gewisse Menge von .Schock' auch auf mi 48 und befähigt die zweite Oktave. Aber wenn ich mich meiner selbst erinnere. 274 . Auf diese Weise erstreckt sich der do 48 verliehene . Dies wird jedoch nur dadurch erreicht. erzeugt wird. fa 24 in sol 12 über. als ob ich mir sagen würde: . Beobachtung der eigenen Eindrücke im Augenblick ihrer Aufnahme. sich seiner selbst zu erinnern. Dieser zweite Eindruck. Selbst-Beobachtung im Augenblick des Empfangs eines Eindruckes. sol 12 geht in la 6 über. ich fühle.ich schaue'. In einem gewöhnlichen psychischen Zustand schaue ich einfach auf die Straße. Gleichzeitig befähigt die mit dem Übergang von einer Note zu einer anderen und der Wandlung von 48 in 24 verknüpfte Anstrengung das do 48 der dritten Oktave. mit dem mi 48 der zweiten Oktave in Beziehung zu treten und dieser Note die erforderliche Energiemenge für die Verwandlung von mi in fa zu verleihen. die Straße betrachtend. die Registrierung sozusagen des Empfangs der Eindrücke und die gleichzeitige Bestimmung der aufgenommenen Eindrücke. daß die mit der Selbst-Erinnerung verknüpfte Empfindung ein Gefühls-Element mit sich bringt.das heißt wir empfinden uns selbst nicht. eines Gedankens oder einer Handlung nicht unserer selbst gewahr. den er während des Selbst-Erinnems aufnimmt. der vom Organismus aus der Luft. wir werden im Augenblick einer Wahrnehmung. „Mi 48 geht in fa 24. wird jeder Eindruck. Anstrengungen. eines Gefühls.

Nehmen wir an. Wir atmen alle dieselbe Luft. enthält die Luft eine große Anzahl der Wissenschaft nicht bekannter Substanzen. das heißt sie absorbieren fünf Elemente mehr.höheren Wasserstoffe' sind in jedem Teilchen der Luft. Diese fünf Elemente sind . die unserer Wissenschaft bekannt sind. Aber eine genaue Analyse sowohl der eingeatmeten als auch der ausgeatmeten Luft ist möglich.„Man muß verstehen. Durch das Einatmen der Luft 275 .höhere Wasserstoffe'. Aber einige Menschen atmen nicht fünfzehn. Diese . Diese genaue Analyse zeigt. was dies bedeutet. die wir einatmen. daß fünf dieser Elemente immer absorbiert werden. daß. Folglich besteht die von jedem Menschen ausgeatmete Luft aus fünfzehn Elementen. daß die Luft. die für diese undefinierbar und ihrer Beobachtung unzugänglich sind. obwohl die von verschiedenen Leuten eingeatmete Luft genau die gleiche ist. Eine gewisse Anzahl dieser Elemente wird durch jeden sie atmenden Menschen absorbiert. Abgesehen von den Elementen. Nehmen wir einmal an. die wir F i g u r 37 Die Entwicklung der Luft-Oktave nach dem ersten bewußten . vorhanden. die ausgeatmete Luft ganz verschieden ist.Schock' atmen. sondern nur zehn Elemente aus. fünf ernähren den Organismus. aus zwanzig unserer Wissenschaft unbekannten Elementen besteht.

andere weniger. aber wir entnehmen ihr verschiedene Substanzen. beginnt durch eine b^^ußte 276 . wie er sie aus den Luftteilchen herauslösen und behalten kann.Wenn man überhaupt kein Gold hat. bleiben sie in ihm.Um Gold zu machen. sie herauszulösen und zu behalten.' „Die ganze Alchimie ist nichts anderes als eine allegorische Beschreibung der menschlichen Fabrik und ihrer Arbeit. Wenn der Organismus fähig ist. aber wenn unser Organismus nicht weiß. muß man zuerst eine gewisse Menge richtigen Goldes haben. Wir kommen wieder auf das alte alchimistische Gesetz zurück: .höheren Wasserstoffe' in uns ein. die Oktave der Eindrücke. Auf diese Weise atmen wir alle die gleiche Luft. Denn die im Organismus enthaltenen feinen Substanzen verhalten sich wie ein Magnet zu den in der eingeatmeten Luft Figur 38 Die Entwicklung der EindrucksOktave nach dem ersten bewußten . Manche entnehmen mehr.Schock" enthaltenen Substanzen. „Um mehr zu entnehmen. werden sie wieder in die Luft ausgeatmet. in unserem Organismus eine gewisse Menge entsprechender feinerer Substanzen zu haben. ist es notwendig. es zu erzeugen. niedrige Metalle (grobe Stoffe) in wertvolle (feine Stoffe) zu verwandeln. „Wir haben die Entwicklung zweier Oktaven verfolgt.führen wir diese . Die dritte Oktave.' . gibt es kein Mittel.

re 24 in mi 12. ®o 48 geht in re 24 über. eine 277 . So halten die erste F i g u r 39 Das vollständige Bild der intensiven Arbeit des Organismus und der Intensiven Produktion von Stoffen aus den Nahrungsprodukten nach dem ersten b e w u ß t e n . die zweite la6 und die dritte mi 12 erreicht hat. „Für die Weiterentwicklung der zwei Oktaven ist an einer bestimmten Stelle in der Maschine ein zweiter bewußter .Schock- und die dritte Oktave bei drei Noten an. so werden wir sehen.Schock'.Anstrengung. An dieser Stelle kommt die Entwicklung der unteren Oktave zu einem Halt. die sich nicht in die folgenden Noten verwandeln können. „Wenn wir nun das Ergebnis der Entwicklung dieser drei Oktaven untersuchen. daß die erste Oktave si 12.

Vom Gesichtspunkt der allgemeinen Arbeit der Maschine aus kann man im allgemeinen sagen.Schock' arbeitend. daß diese Anstrengung mit dem Gefühlsleben verknüpft ist. daß die Fabrik. sich nicht . tatsächlich nur si 12. Wenn sie nun mit einem mechanischen und einem bewußten . dies alles ist die Vorbereitung für die zweite Anstrengung. und in jeder Oktave wird der Platz dieses fehlenden Halbtons durch einen bestimmten . erzeugt sie eine viel größere Menge feiner Stoffe. wollen wir die Welt wieder wie früher in Form dreier Oktaven vom Absoluten bis zur Sonne. „Die dreistöckige Fabrik stellt ein Miniatur-Weltall dar und ist nach den gleichen Gesetzen und dem gleichen Plan wie das ganze Weltall konstruiert.Schock' arbeitet. Das Wesen dieser Anstrengung erfordert ein besonderes Studium. „Um die Analogie zwischen dem Menschen. Jeder dieser drei Oktaven fehlt zwischen fa und mi ein Halbton. „Keine unangenehmen Gefühle ausdrücken. können wir erkennen.neue bewußte Anstrengung notwendig. ihre Entwicklung fortzusetzen. daß diese im Verlauf der Zeit den Charakter der Fabrik selbst vollständig verändern. das heißt dem menschlichen Organismus und dem Weltall zu verstehen. unter normalen Bedingungen und mit einem mechanischen . „Wenn wir nun die Arbeit der menschlichen Fabrik als Ganzes betrachten. sich nicht .identifizieren'. daß sie einen besonderen Einfluß auf die eigenen Gefühle darstellt. 278 . die Produktionsfähigkeit der Fabrik vermehren können. kann nur in Verbindung mit einer allgemeinen Beschreibung der Arbeit der menschlichen Fabrik oder der menschlichen Maschine erklärt werden.Schock' ausgefüllt. durch welche Mittel wir in den Augenblicken. Bei der Arbeit mit zwei bewußten . Aber was dieser Einfluß wirklich ist und wie er erzeugt werden muß.innerlich nach etwas richten'. nur eine sehr geringe Menge der feinen Substanzen erzeugt. von der Sonne bis zur Erde und von der Erde bis zum Mond betrachten.Schocks' erzeugt die Fabrik eine so große Menge feiner Stoffe. da die Erzeugung der feinen Stoffe aufhört. Wir sehen. welche die zwei Oktaven befähigt.

genau festgestellt ist. in anderen Worten. entwickelt sich auf normale Weise bis mi 192. so werden wir sehen. das heißt die NahrungsOktave. nach einer Analogie zwischen der dreistöckigen Fabrik und den drei Oktaven des Universums zu suchen. Die erste Oktave. Der . Das bedeutet: um mit irgendeinem weiteren Studium fortzufahren. Nummer zwei und Nummer drei.Schock' ist do 768 der kosmischen dreistöckigen Fabrik.Wasserstoff in unserem Organismus spielt. Der . Bei der inneren Arbeit dieser kosmischen dreistöckigen Fabrik unterliegen alle drei Nahrungsarten der gleichen Umwandlung wie in der menschlichen Fabrik. seine Rolle im menschlichen Organismus und wenn möglich die besonderen mit ihr verbundenen Empfindungen müssen bestimmt werden.der an dem betreffenden Punkt künstlich erzeugt wird. müssen wir den genauen Zweck jedes . wie er durch die Natur erschaffen wurde. psychologisch.Schock' in der mittleren Oktave entspricht der Luft. jeder Wasserstoff muß chemisch. dieser .Schock' in der oberen Oktave entspricht den Eindrücken. das heißt. Er ist do 192 der kosmischen Fabrik. daß die drei »zusätzlichen Schocks' in den drei Oktaven des Universums den drei Nahrungsarten entsprechen. die jeder . seine Funktionen. Wenn wir nun anfangen.Wasserstoffes' herausßnden. er ist do 48 der kosmischen Fabrik. die in den menschlichen Organismus gelangen.Schock' in der unteren Oktave entspricht der physischen Nahrung. „Das Studium der Arbeit des menschlichen Organismus als eine chemische Fabrik zeigt uns drei Stadien in der Entwicklung der menschlichen Maschine. physiologisch und anatomisch definiert werden. das heißt auf Leben und Funktionen von Mensch Nummer eins. und zwar auf der gleichen Ebene und nach den gleichen Gesetzen. „Das erste Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. Der . Ein weiteres Studium der Analogie zwischen Mensch und Weltall ist nur nach einem genauen Studium der menschlichen Maschine möglich. und nachdem die Rolle.Schock' vom Beginn der zweiten 279 . An dieser Stelle erhält sie automatisch einen .

Aber die Natur hat den zweiten »Schock1 weder vorausgesehen noch für ihn vorgesorgt. die Eindrucks-Oktave. nämlich den . beginnt mit do 48 und hält dort an.Schocks' bei do 48. nämlich die Oktave der Eindrücke. drei Noten der zweiten und eine Note der dritten Oktave ein vollständiges Bild der Arbeit der . Um das Wesen dieses . Der gleiche .Schock' weiterentwickeln. das ist der .Schock' durch seine eigene persönliche Anstrengung erzeugen. Keine dieser Oktaven kann sich ohne einen frischen .Schock' hervorruft. Das Wesen dieses zweiten . wenn die Arbeit des Organismus genügend intensiv ist. der durch den Eintritt der zweiten Oktave hervorgerufen wird.Schock'. „Das zweite Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. So sehen wir im zweiten Stadium der Arbeit des menschlichen Organismus die volle Entwicklung der zweiten Oktave und dreier Noten der dritten Oktave. „Die Anstrengung. die in diesem Fall mi 12 erreicht. die diesen .Schock' auf die zweite Oktave übertragen. sich zu entwickeln. muß in der 280 . Die Natur hat nur für einen . beginnt mit do 192 und entwickelt sich bis mi 48. in fa überzugehen. Die zweite Oktave. wenn ein Mensch einen bewußten willentlichen .Wasserstoffen' in seinem Organismus vermehren will. sich in fa zu verwandeln. Die erste Oktave kam bei der Note si 12 zu einem Halt. wo sie zu einem Halt kommt.Schock' an Punkt do 48 erzeugt. So stellen sieben Noten der ersten Oktave. Zuerst einmal wird dieser willentliche . die sich bis sol 12 entwickelt.Schocks' kann nicht so leicht beschrieben werden wie das Wesen des ersten willkürlichen .menschlichen Fabrik' in ihrem ersten und natürlichen Zustand dar. die dritte bei der Note mi 12. muß man die Bedeutung von si 12 und mi 12 verstehen.Schocks' zu verstehen. wenn er die Erzeugung von feinen .Oktave. Ein Mensch muß diesen .Schock' befähigt auch die dritte Oktave. nämlich die Luft-Oktave. Die dritte Oktave. der einer Entwicklung der dritten Oktave helfen würde und dadurch das mi der zweiten Oktave befähigen würde.Schock' vorgesorgt.Schock'. die dem mi der ersten Oktave hilft. oder sogar weiter bis la 6 und so fort. und ihre Entwicklung geht folgerichtig bis si 12 weiter.

dann kann man von einem Menschen sagen. alle von einem Menschen erreichten Ergebnisse noch verlorengehen können. „Die Alchimisten. wonach er gestrebt hat.Arbeit an den Gefühlen.Schock'. In Wirklichkeit meinten sie jedoch die Wandlung grober . wie der Alchimie des Mittelalters. nachdem die Umwandlung von mi 12 begonnen hat. in der Wandlung und Umwandlung der Gefühle bestehen. begannen direkt mit ihr. Auf dem Wege des Mönches und dem Wege des Fakirs beginnt die Arbeit am zweiten . 281 . und man kann auch sagen. außerdem sind sie nur in den Sphären von Gedanken und Gefühl erreicht.Schocks' geschaffen werden kann. aber da mi 12 nur als Ergebnis des ersten .Wasserstoffe' in feinere im menschlichen Organismus. Sie wußten nichts oder sagten wenigstens nichts über das Wesen des ersten willentlichen .Schock' beginnen und dann auf den zweiten . objektive Ergebnisse können nur erreicht werden. ist ohne diese Wandlung möglich. Von diesem hängt jedoch das Ganze ab. Der zweite willentliche . daß. Kein ernstliches Wachstum. bis diese Wandlung erreicht ist. das heißt kein Wachstum der höheren Körper im Organismus. Die Idee dieser Umwandlung war vielen alten Lehren sowohl wie auch einigen verhältnismäßig neuen. Die richtige Arbeit auf dem vierten Weg muß mit dem ersten willentlichen . Wirkliche.Schock' bei mi 12 übergehen. vor allem die Wandlung von mi 12.Schocks' aus. Schocks' möglich. die von dieser Verwandlung sprachen. da sie auf keine Weise in ihm fixiert sind. der in Selbst-Erinnern und in der Beobachtung der empfangenen Eindrücke besteht.Schock' samt Umwandlung wird physisch nur nach langer Übung des ersten willentlichen .Schock' vor der Arbeit am ersten . bekannt. muß die Arbeit sich notwendig mangels anderen Materials auf si 12 konzentrieren und ergibt oft ganz falsche Ergebnisse. Aber die Alchimisten sprachen von dieser Umwandlung in der allegorischen Form der Umwandlung von niedrigen Metallen in wertvolle. daß er das erreicht habe. Diese Wandlung der Gefühle wird dann die Umwandlung von si 12 im menschlichen Organismus unterstützen. Wenn diese Wandlung erreicht ist.

Noch weniger sind wir fähig. instinktiven Funktionen unseres Organismus zu folgen. beweglicherem . vollbringt seine Arbeit langsamer. In Wirklichkeit arbeitet es jedoch sehr selten mit diesem feinen .Wasserstoff 24 ist viele Male schneller und beweglicher als . schwereren und dichteren . Darin liegt ihr Hauptunterschied. „Die Zentren der menschlichen Maschine arbeiten mit verschiedenen »Wasserstoffen'. . Und in den meisten Fällen unterscheidet sich seine Arbeit 282 .„Das dritte Stadium in der Arbeit des menschlichen Organismus beginnt dann.Wasserstoff48 (gemäß der dritten Skala der .Wasserstoff. das nämlich eine Seite des Bewegungszentrums darstellt. „Das Denk. wenn sie nicht künstlich verlangsamt werden.oder intellektuelle Zentrum ist das langsamste der drei Zentren. „Das Gefühlszentrum kann mit . Das mit leichterem.Wasserstoff-Tabelle). „Wenn die »Tabelle der Wasserstoffe' genügend verstanden wird. der Arbeit der inneren. Das zweite Stadium und der Beginn des dritten Stadiums beziehen sich auf Leben und Funktionen des Menschen Nummer vier.Wasserstoff 48. die wir bis jetzt untersucht haben. Es arbeitet mit . der Arbeit des instinktiven Gehirns.Wasserstoff arbeitet. das mit einem gröberen. wenn ein Mensch in sich einen zweiten willentlichen .Wasserstoff' arbeitende Zentrum arbeitet schneller. Darum kann das intellektuelle Zentrum nie der Arbeit des Bewegungszentrums folgen.Wasserstoff 24. „Das Bewegungszentrum arbeitet mit . Für den Übergang von Mensch Nummer vier auf die Stufe von Mensch Nummer fünf ist eine beträchtliche Zeitspanne der Umwandlung und Kristallisierung nötig. Das Zentrum. Wir können weder unseren eigenen Bewegungen noch den Bewegungen anderer Leute folgen.Wasserstoff 12 arbeiten.Schock' am Punkte mi 12 erzeugt und wenn in ihm die Wandlung oder Umwandlung dieser »Wasserstoffe* in »höhere Wasserstoffe' beginnt. zeigt sie sofort viele neue Seiten in der Arbeit der menschlichen Maschine und erhellt klarer als alles andere die Gründe für die Verschiedenheiten zwischen den Zentren und ihren Funktionen.

gibt es zwei höhere Zentren: „Das höhere Gefühlszentrum. trotzdem sie in vielen Fällen das Bestehen dieser Kräfte und Fähigkeiten nur in Form von Möglichkeiten zugeben und von der Notwendigkeit sprechen. was Intensität und Geschwindigkeit anbetrifft. „Wie schon früher gesagt wurde. im Menschen noch zwei voll entwickelte und richtig funktionierende Zentren gibt. mit denen die Zentren arbeiten. muß man wissen. diese im Menschen verborgenen Kräfte zu entwickeln. „Alle mystischen und okkulten Systeme erkennen das Bestehen höherer Kräfte und Fähigkeiten im Menschen an. warum die höheren Zentren nicht mit den unteren verbunden werden können. so 283 . „Um die Arbeit der menschlichen Maschine und ihre Möglichkeiten zu verstehen. „Wenn wir die Arbeit der menschlichen Maschine vom Gesichtspunkt der . Und es ist gerade dieser Mangel an Entwicklung oder das unvollständige Funktionieren der unteren Zentren. daß es. von der Arbeit der höheren Zentren Gebrauch zu machen. aber sie stehen weder mit unserem gewöhnlichen Leben in Verbindung noch mit den drei Zentren. „Wenn das Gefühlszentrum mit .Wasserstoff48. so werden wir sehen. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. abgesehen von diesen drei Zentren und den damit verbundenen Funktionen. die an das Geheimnisvolle und Wunderbare glauben.Wasserstoff 12 arbeitete. die nicht entwickelt sind. seit den ältesten Zeiten gesucht haben. was uns daran hindert. „Das Vorhandensein dieser höheren Zentren in uns ist ein größeres Rätsel als die verborgenen Schätze.Wasserstoff 24. „Das intellektuelle Zentrum arbeitet mit . das mit Wasserstoff 12 arbeitet. daß sie behauptet: die höheren Zentren sind im Menschen vorhanden und sind voll entwickelt.Wasserstoffe' aus betrachten. „Es sind die unteren Zentren. Unsere Lehre unterscheidet sich von vielen anderen dadurch.wenig von der Arbeit des Bewegungs. und' das höhere Denkzentrum. welche die Menschen. das Bewegungszentrum mit .oder des instinktiven Zentrums. in denen wir unser selbst bewußt sind.

Das Gedächtnis behält nur den ersten Augenblick. ekstatischer Zustände und so fort kennen wir Fälle solcher Verbindungen. In den Fällen. Diese Zustände können auf der Grundlage religiöser Gefühle vorkommen oder für kurze Augenblicke durch besondere Rauschgifte. die von dem höheren Gefühlszentrum kommen und uns rufen. ergibt sich eine vorübergehende Verbindung mit dem höheren Gefühlszentrum. die Flut von Gedanken. die durch . Das Him weigert sich. zu bestimmen. die plötzlich auf es hereinbrechen. oder in gewissen pathologischen Zuständen. Nur aus der Beschreibung mystischer Erfahrungen. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. Und an Stelle eines lebhaften Gedankens oder eines lebhaften Gefühls entsteht im Gegenteil eine vollständige Leere. „Das höhere Denkzentrum. wenn die Flut 284 . ist noch weiter von uns entfernt.würde seine Arbeit mit der Arbeit des höheren Gefühlszentrums verbunden sein. Mit ihm ist die Verbindung nur durch das höhere Gefühlszentrum möglich. wo die Arbeit des Gefühlszentrums die Stärke und Schnelligkeit erreicht. wird ein Mensch bewußtlos. Gefühlen. daß überhaupt keine Verbindung stattfinden kann und wir nicht die Stimmen in uns hören.Wasserstoff 12 gegeben ist. Aber unter gewöhnlichen Bedingungen ist der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit unserer üblichen Gefühle und der Geschwindigkeit ' des höheren Gefühlszentrums so groß. das heißt ob der pathologische Zustand aus ihnen entsteht oder ihre Ursache darstellt. die ihm vorher vollständig unbekannt waren und für deren Beschreibung er weder Worte noch Ausdrücke hat. „Wenn wir die Zentren unseres gewöhnlichen Bewußtseins absichtlich und nach Belieben mit dem höheren Denkzentrum in Verbindung bringen könnten. und der Mensch erfährt neue Gefühle. neue Eindrücke. wie epileptischen Anfällen oder zufälligen traumatischen Verletzungen des Gehirns. ein bewußtloser Zustand. wo ein zufälliger Kontakt mit dem höheren Denkzentrum stattfindet. noch weniger erreichbar. was die Ursache und was die Wirkung ist. In den meisten Fällen. so würde uns dies in unserem gegenwärtigen Allgemeinzustand überhaupt keinen Nutzen bringen. Bildern und Ideen aufzunehmen. in welchen Fällen es schwierig ist.

die Arbeit der niederen Zentren zu regeln und zu beschleunigen. „Um eine richtige und dauernde Verbindung zwischen den niederen und höheren Zentren zu erlangen. Um also die Arbeit der unteren Zentren zu regeln und zu beschleunigen. und den letzten Augenblick. Fühl. übersetzen vollständig neue und nie früher erfahrene Empfindungen in die Sprache der gewöhnlichen täglichen Empfindungen. auf diese Weise entstellen sie natürlich jede Spur dessen.mystischen' und . Das ist gewöhnlich alles. zu begreifen und im Gedächtnis zu behalten. die es besser als jedes andere Zentrum ausführen kann. der von Farben spricht.und Bewegungszentrum alles auf ihre eigene Weise. übertragen Dinge in die weltliche dreidimensionale Form.ekstatischen' Erfahrungen übrigbleibt. die eine zeitweilige Verbindung mit einem höheren Zentrum darstellen. weil das eine oder andere von ihnen anstatt seinen eigenen ihm zukommenden Funktionen oft die Arbeit der anderen Zentren auf sich nimmt. 285 . jedes Zentrum von ihm fremder und unnatürlicher Arbeit zu befreien und es zu seiner eigenen Arbeit zurückzuführen. wie schon gesagt wurde. was von sogenannten . Dies verringert die Geschwindigkeit der allgemeinen Arbeit der Maschine beträchtlich und macht die Beschleunigung der Arbeit der Zentren sehr schwierig. wenn die Flut weicht und das Bewußtsein zurückkehrt.auf das Hirn einströmt. „Ferner arbeiten. Aber selbst in diesen Fällen erinnern und übertragen das Denk-. Aber sogar diese Augenblicke sind so voll von ungewöhnlichen Schattierungen und Farben. Nur ganz selten geschieht es. der von Musik spricht. muß das erste Ziel darin bestehen. ist es notwendig. was es in der Ekstase fühlte und verstand. Unsere gewöhnlichen Zentren können bei der Wiedergabe der Eindrücke der höheren Zentren einem blinden Menschen verglichen werden. daß nichts von den gewöhnlichen Empfindungen im Leben damit verglichen werden kann. die völlig außerhalb der Grenzen der weltlichen Maßstäbe liegen. daß es einem besser vorbereiteten Hirn gelingt. oder einem tauben. etwas von dem. was von diesen ungewöhnlichen Erlebnissen im Gedächtnis bleibt. die unteren Zentren auf eine falsche Weise.

Die Muskeln sind angespannt. Wir schreiben einen kurzen Brief und verwenden darauf so viel Muskelenergie. ja unseres ganzen Körpers angespannt. Wir heben eine Nadel vom Boden auf und verwenden auf diese Handlung so viel Energie. Erstens haben wir da den dauernden Strom von Gedanken in unserem Kopf. Hast und eine ganze Reihe automatischer Handlungen. der dauernde Wechsel von Stimmungen. als auf alle wirkliche. um einen Menschen unseres eigenen Gewichtes aufzuheben. Gefühlen und Empfindungen und eine ungeheure' Anzahl ganz nutzloser 286 . Rückens und Magens auf unnötige Weise angespannt. und wenn niemand anders da ist. wie auf die Tätigkeit unangenehmer Gefühle oder den Ausdruck unangenehmer Empfindungen. das für die härteste und anstrengendste Arbeit notwendig ist. Ruhelosigkeit. und der eine ungeheure Menge unserer Energie verbraucht. den wir weder anhalten noch beherrschen können. nützliche Arbeit. die Gewohnheit. wenn wir sitzen. wird ein ganzes Muskelsystem. sind die Muskeln unserer Schultern und Arme unnötig angespannt. die wir nie ausführen. die wir während unseres Lebens vollbringen. auf Sorgen. einen umfangreichen Band zuschreiben. daß wir viel mehr Energie auf diese dauernde Bereitschaft für Arbeit. Ja sogar im Schlaf sind die Muskeln unserer Arme. als genügen würde.„Sehr viel Energie wird auch auf Arbeit verwandt. daß wir dauernd und zu allen Zeiten Muskelenergie verausgaben. und wir sehen nicht ein. sogar wenn wir gar nichts tun. auch wenn wir gar nichts tun. als nötig wäre. die vollständig unnötig und in jeder Hinsicht schädlich ist. unseres Nackens. verwenden. sofort in Bewegung gesetzt. sind die Muskeln unserer Beine. Zweitens haben wir die ganz unnötige dauernde Anspannung der Muskeln unseres Organismus. dauernd mit jedem und über alles zu sprechen. die vollständig nutzlos sind. Wenn wir gehen. mit uns selbst. unserer Beine. Beispiele solcher unnötiger Tätigkeit können in jeder Menge gefunden werden. unseres Gesichts. in Tagträumen zu schwelgen. Aber die Hauptsache ist. Sobald wir nur eine kleine und unbedeutende Arbeit zu verrichten beginnen. in Phantasien. „Ferner können wir noch auf die Gewohnheit hinweisen.

287 . Man kann sagen. die ein Mensch sich zu fühlen. Oder man kann sagen. verfolgt ein und das gleiche Ziel. „Um die Arbeit der drei Zentren. deren Funktionen unser Leben darstellen. um richtiger zu sprechen. Aber der eine erfordert das andere. Was die eine Terminologie den . was früher über die Arbeit an sich selbst gesagt wurde. Dies sind. „Was wir verstehen müssen und was uns die . religiöser Ekstasen und mystischer Offenj barungen. daß das .mentale Körper' entspricht dem . gefühlsmäßigen. daß sie ein und dasselbe sind. zu denken. zu tun oder zu " sagen verpflichtet fühlt.Astralkörper' nennt. Und er hat die vollständige Herrschaft über diese Arbeit oder ist ihr Ausdruck. Es wäre falsch. „Alles. sondern sie für die Tätigkeit aufzusparen. einer ist der Ausdruck gewisser Seiten und Funktionen des anderen.höhere Gefühlszentrum' für die Arbeit des . „Der . mit der von unserem Organismus erzeugten Energie hauszuhalten. der eine kann ohne das andere nicht bestehen. verschiedene Aspekte der nächsten Stufe in der menschlichen Entwicklung.höheren Denkzentrum*. bezeichnet die andere Terminologie als das . zu regeln und auszugleichen. zu sagen. „Der vierte Körper braucht ein vollständiges und harmonisches Arbeiten aller Zentren. Nummer zwei und Nummer drei auf die Stufe von Mensch Nummer vier und weiter.| Dinge.Astralkörpers' notwendig ist. ist die Idee der vollständigen Stofflichkeit aller psychischen. über die Bildung von innerer Einheit und den Übergang von der Stufe von Mensch Nummer eins. obgleich der Unterschied hier nicht nur in der Terminologie allein liegt. daß der . denkerischen. sie nicht auf unnötige Funktionen zu verschwenden. unter Einschluß der erhabensten poeti| sehen Eingebungen. die allmählich die unteren Zentren mit den oberen verbinden wird. willentlichen und anderen inneren Vorgänge.höhere Gefühlszentrum'. müssen wir lernen.Astralkörper' für das vollständige und richtige Funktionieren des »höheren Gefühlszentrums' in Verbindung mit dem niedrigeren notwendig ist.Tabelle der Wasserstoffe' zu begreifen hilft.

Dabei kommt es oft vor. die Erwartung von irgend etwas 288 . er bedarf einer femeren. sondern benötigt Benzin. Für einen dritten Vorgang ist . Die Kräfte. Unglücklicherweise stimmt jedoch etwas mit dem Laboratorium nicht. Die feineren Substanzen unseres Organismus können als Substanzen gekennzeichnet werden.„Die Stofflichkeit von Vorgängen bedeutet ihre Abhängigkeit von der Qualität des Stoffes oder der dazu verwandten Substanz. die die Verteilung der Brennstoffe unter die verschiedenen Zentren regeln. während der Organismus selbst einem Laboratorium verglichen werden kann. die mit Brennstoffen verschiedener Eigenschaften arbeiten. wie sie von den verschiedenen Zentren benötigt werden. die auf verschiedene Weise zünden. „Gewöhnlich erzeugt der Organismus im Laufe eines Tages all die für den folgenden Tag notwendigen Stoffe. Außerdem finden im Laboratorium oft Explosionen statt. machen oft Fehler. eine dritte kann nicht mit Petroleum arbeiten. Femer wird eine große Menge aller erzeugten Brennstoffe ganz nutzlos verwandt. vorbereiteten Brennstoff zerstören und imstande sind. „So sehen wir. der entweder zu schwach oder zu leicht entzündbar ist. ein anderer Vorgang kann nicht mit Wasserstoff 48 durchgeführt werden. Der eine Vorgang verlangt die Verwendung. in dem die Verbrennungsstoffe der verschiedenen Stärken.Wasserstoff 24 zu schwach. daß unser Organismus verschiedene Arten von Brennstoff für die verschiedenen Zentren hat. Die Zentren können Maschinen verglichen werden. die mit einem Schlag allen für den nächsten Tag. Ärger. er verlangt . möglicherweise sogar für eine längere Zeitspanne. daß all diese Stoffe durch irgendein nutzloses und gewöhnlich auch unangenehmes Gefühl ausgegeben und verbraucht werden. beziehungsweise die Verbrennung von . Eine Maschine kann mittels Ölabfall oder Rohöl arbeiten. der ganzen Fabrik nicht wieder gutzumachenden Schaden zuzufügen.Wasserstoff^ 12. Eine andere braucht Petroleum. und die Zentren erhalten Brennstoff. aus verschiedenen Rohstoffen zubereitet werden. Schlechte Stimmungen.Wasserstoff 24. sie läuft einfach aus.Wasserstoff 48. besser brennbaren Substanz — . geht verloren.

Wenn diese Substanz da ist. der nicht die Verausgabung einer gewissen. ein einziger Wutausbruch oder irgendein anderes starkes Gefühl kann sofort alle im Laboratorium erzeugten Stoffe zur Explosion bringen und einen Menschen für eine lange Zeitspanne oder sogar für immer innerlich leer lassen." 289 . jedes dieser Gefühle kann. Es gibt keinen einzigen Vorgang. Aber wenn die Substanz erschöpft ist. ihm entsprechenden Substanz erfordert. geht der Vorgang weiter. ein Gefühl der Beleidigung. Furcht. in einer halben Stunde oder sogar in einer halben Minute alle die für den nächsten Tag vorbereiteten Stoffe aulbrauchen. leichte Erregbarkeit. „Alle psychischen Vorgänge sind stofflich. kommt der Vorgang zu einem Halt. wenn es einen gewissen Intensitätsgrad erreicht.Unangenehmes. Zweifel.

Die Einflüsse von Rasse. Die zweite Art sind Einflüsse. „Die erste Art dieser Einflüsse wird im Leben selbst oder durch das Leben -selbst geschaffen. Klima. Diese Einflüsse unterscheiden sich erstens dadurch von den anderen. „beruht auf der Tatsache. Gesellschaft. Einflüsse. Das ist ganz falsch. oder esoterische Einflüsse. Zeitgeist und so fort. die anderen Gesetzen unterliegen. die wiederum durch den Zufall gelenkt werden. Armut. das heißt. Erziehung. „Die Hauptschwierigkeit im Verstehen der Idee des Weges". die außerhalb dieses Lebens geschaffen werden. daß der Weg (er betonte dieses Wort) auf derselben Stufe beginnt. sagte G-. auf der das Leben verläuft. die noch nie bei unseren Zusammenkünften gewesen waren. der diese Frage stellte. Land. als er in Wirklichkeit ist. Sitten und Gebräuchen. Familie. Ihnen das auf die folgende Weise zu erklären. und er gebrauchte das Wort „Weg" im üblichen religiös-mystischen Sinn.'s Beschreibung der vier Wege nicht gehört. Beruf. Ich will versuchen.ZEHNTES KAPITEL E inmal waren bei einer Versammlung eine große Anzahl Menschen anwesend. daß sie in ihrem Ursprung bewußt sind. hatte G. Nation. „Der Mensch lebt ein Leben unter dem Gesetz des Zufalls und ferner unter zwei Arten von Einflüssen. Gerade das verstehen die Menschen gewöhnlich nicht. Einflüsse des inneren Kreises. daß die Menschen gewöhnlich denken. trotzdem sie auf der Erde sind. Einer von ihnen fragte: „Womit beginnt der Weg?" Der Mensch. Vermögen. sie sind bewußt von bewußten Menschen für einen bestimmten Zweck geschaffen wor- 290 . Der Beginn des Weges wird gewöhnlich für leichter oder einfacher gehalten. viel höheren Stufe. Der Weg beginnt auf einer anderen.

Wir haben über den Beginn des Weges gesprochen. Einflüsse. ist unmöglich. Wenn ein Mensch. auf den sie wirken. so werden wir bald sehen. von Einflüssen zu unterscheiden. sie können ihn erreichen oder auch nicht. das heißt. die zwei Arten von Einflüssen auseinanderzuhalten.den. sie verschmelzen gleichsam mit den Einflüssen der ersten Art. „Wenn wir darüber nachdenken. das heißt. daß diese Einflüsse nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Der Beginn des Weges hängt gerade von diesem Verstehen oder der Fähigkeit ab. „Sie kommen für einen bestimmten Zweck ins Leben. das heißt ihren Unterschied nicht sieht oder fühlt. 291 . die im Leben geschaffen sind. das heißt. ein dritter ist fast ganz davon ausgeschlossen. Aber dem kann man nicht abhelfen. und alles hängt von diesem Verstehen ab. zwischen den beiden Arten von Einflüssen zu unterscheiden. Natürlich ist ihre Verteilung ungleich. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. Das ist schon Schicksal. daß es für uns nicht schwierig ist. Kunstwerken und so fort auf. Der eine Mensch empfängt mehr Einflüsse. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. sie nicht auseinanderhält. Wenn wir allgemein sprechen und das normale Leben unter normalen Bedingungen und für einen normalen Menschen annehmen. Sobald sie in den allgemeinen Lebensstrudel geraten. einen Katalog von den einen wie von den anderen zu machen. die Schwierigkeiten sind für alle die gleichen. fallen auch sie unter das allgemeine Gesetz des Zufalls und beginnen mechanisch zu wirken. Es ist notwendig. um es richtiger auszudrücken. der andere weniger. wandeln sich die Einflüsse der zweiten Art in Einflüsse der ersten Art. vennischen sich aber dann mit Einflüssen der ersten Art. philosophischen Doktrinen. sie können auf einen bestimmten Menschen wirken oder sie können auch nicht auf ihn wirken. Sie aufzuzählen. Da sie bei ihrer Weitergabe und Deutung im Leben verändert und verzerrt werden. sind die Bedingungen für alle mehr oder weniger die gleichen. Aber man muß im Gedächtnis behalten. zu verstehen. Einflüsse dieser Art treten gewöhnlich in Gestalt von religiösen Systemen und Lehren. Eine Schwierigkeit besteht darin.

und wenn er sich darüber Rechenschaft ablegt. Die Suche nach dem Weg kann viele Jahre brauchen und mag zu nichts führen. die das Ergebnis der im Leben erzeugten Einflüsse sind. wie und warum. Wenn das magnetische Zentrum genügend Kraft und genügende Entwicklung erlangt. sammeln sich dann in ihm. auf der gleichen Stufe und zeitigen die gleichen Ergebnisse. „Wenn das magnetische Zentrum richtig arbeitet und ein Mensch wirklich sucht und selbst. er erinnert sich an sie alle zusammen. empfindet sie alle zusammen. gerade in dem Augenblick. der diese Einflüsse empfängt. jedoch richtig 292 .dann ist ihre Wirkung auf ihn auch keine verschiedene. den Weg zu finden. Aber wenn ein Mensch. ihn verpflichten. daß diese Einflüsse sich in ihm sammeln und nach einer gewissen Zeitspanne in ihm eine Art magnetisches Zentrum werden. Das hängt von den Verhältnissen und Umständen ab. wenn er nicht aktiv sucht. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. von der Macht des magnetischen Zentrums. von der Macht und der Richtung solcher inneren Neigungen. Er legt sich keine Rechenschaft darüber ab. ein gewisses Ganzes auszumachen. in dem die Möglichkeit erscheint. die nicht im Leben selbst geschaffen werden. umzukehren und sogar sich in einer bestimmten Richtung zu bewegen. versteht ein Mensch bereits die Idee des Weges und beginnt nach dem Weg Ausschau zu halten. dann wird die Unterscheidung allmählich leichter und nach einer gewissen Zeitspanne kann er sie nicht länger mit den gewöhnlichen Lebenseinflüssen verwechseln. das heißt. Wenn das magnetische Zentrum genügend Nahrung erhält und wenn es keinen starken Widerstand seitens der anderen Teile der Persönlichkeit eines Menschen erfährt. dann erklärt er es falsch. Aber dies ist nicht das Wesentliche. beginnt. zwischen ihnen zu unterscheiden und die auf eine Seite stellt. „Die Ergebnisse der Einflüsse. die sich nicht um diese Suche bekümmern und die einen Menschen ablenken können. das verwandte Einflüsse anzuziehen beginnt und auf diese Weise wächst. sie wirken auf die gleiche Weise. in welcher Hinsicht. sondern die Tatsache. wird das magnetische Zentrum die Orientierung dieses Menschen zu beeinflussen beginnen. Sie beginnen in ihm.

Einflüsse der dritten Art können niemals unter das Gesetz des Zufalls fallen.Treppe'. so kann er einen anderen Menschen treffen. die aus dem Leben stammen. befreit sich ein Mensch von dem Gesetz des Zufalls. der sich dadurch von den früheren zwei unterscheidet. an diesem Punkt. „Der Augenblick. das heißt nach der letzten Stufe der Treppe.fühlt. Und die Treppe wiederum geht der Betreffende mit Hilfe des Menschen hinauf. die das magnetische Zentrum geschaffen haben. durch philosophische Systeme. der den Weg kennt. Der Weg beginnt erst da.Weg'. der den Weg kennt. der den Weg kennt und der direkt oder durch andere Menschen mit einem Zentrum in Verbindung steht. Der Einfluß des Menschen. wo die Treppe endet. „Hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. Und hier. auf den Menschen. ihm zu helfen. mit Einflüssen. der ihn sucht. daß er einen Menschen trifft. Das muß man verstehen. sind in ihrem Ursprung bewußt. Nur über diese Treppe kann man auf den . Der Einfluß dieses Menschen auf ihn geht durch sein magnetisches Zentrum. vermischt und unterliegen ebenfalls dem Gesetz des Zufalls. Aber davon werden wir später sprechen. Einflüsse der zweiten Art können durch Bücher. die das magnetische Zentrum schaffen. Von dieser ersten Stufe beginnt die . sie und auch ihre Wirkung stehen außerhalb des Gesetzes vom Zufall. in dem ein Mensch. Einflüsse der zweiten Art. das außerhalb des Gesetzes vom Zufall ist. der sein Führer ist. und von dem die Ideen herrühren. aber später werden sie in den allgemeinen Lebensstrudel geworfen. auf einer viel höheren Ebene als der des gewöhnlichen Lebens.Weg' gelangen. ist eine besondere Art Einfluß. Im Augenblick wollen wir uns vorstellen. der nach dem Weg Ausschau hält. einen Menschen trifft. daß er erstens ein unmittelbarer Einfluß und zweitens ein bewußter Einfluß ist. 293 . er kann nicht allein hinaufgehen. durch Riten geschehen. der wirklich den Weg kennt und bereit ist. wird die erste Schwelle oder die erste Stufe genannt. Sie liegt zwischen .Leben' und . Einflüsse der dritten Art können nur durch eine Person direkt auf eine andere mittels mündlicher Weitergabe geschehen.

Treppe' derartig. sehr schwankend. was man im allgemeinen über die /Treppe' und über den . In vielen Hinsichten mag er sogar unabhängig werden und wissen. was er erreicht. was er tut. was er geopfert hat. So sind beim vierten Weg die Bedingungen für den Aufstieg auf der . Darum hängt ein Mensch. wohin er geht. wird er alles zurückerhalten. weil es verschiedene Wege gibt. und gleichzeitig wird der Führer für ihn viel weniger nötig als zuvor. Gleichzeitig ist das. 294 . das sich überhaupt nicht im Leben befindet. Aber wenn sie nicht aufsteigen. womit der Weg beginnt. Der Weg beginnt mit etwas. daß ein Mensch nicht auf eine höhere Stufe aufsteigen kann. ändert sich das alles. Manchmal wird gesagt: während ein Mensch die Treppe hinaufgeht. Und auf dem vierten Weg zum Beispiel gibt es besondere Bedingungen. die er über seinen Führer gehabt haben mag. ob das. auf seine Stufe aufsteigen. und darum ist es unmöglich zu sagen. j e höher er aufsteigt. kann er es vollständig verlieren. Ein Mensch mag zum Beispiel irgend etwas erreichen. seinem Wissen und seinen Kräften.Weg' sagen kann. er mag an allem zweifeln. Wenn sie anhalten. bevor er nicht einen anderen Menschen auf seine eigene Stufe gebracht hat. die es auf den anderen Wegen nicht gibt. einige besondere Kräfte. um andere Menschen auf seine Stufe zu bringen.„Darum ist es unmöglich. Aber wenn er die letzte Stufe hinter sich hat und den Weg betritt. zu beantworten. die Frage. womit. kann er jeden Augenblick herunterfallen und muß wieder von vome beginnen. Selbst wenn er den Weg verläßt. desto mehr von denen ab. an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren. mit denen er arbeitet. an seinen eigenen Kräften. wird er unfähig sein. richtig ist. an seinem Führer. „Dies ist beinahe alles. Wenn die Menschen. die ihm folgen. und mag diese später opfern. Solche Lagen können auf dem Weg auch vorkommen. um höher aufzusteigen. hält auch er an. Erstens verschwinden alle Zweifel. Hiervon haben wir früher gesprochen. Der andere wiederum muß einen Dritten an seine Stelle setzen. Zweitens kann er nicht mehr so leicht die Ergebnisse seiner Arbeit verlieren und kann nicht wieder in das gewöhnliche Leben zurückfallen. selbst wenn er auf der Treppe ziemlich hoch hinauf gelangt ist. ist er über nichts sicher.

der die Rolle des Lehrers auf sich nimmt. Das heißt. das heißt es kann Widersprüche einschließen. die im Leben im Gewand von Einflüssen der zweiten Art geschaffen wurden. Aber in Wirklichkeit kennt 295 . der sich als Lehrer bezeichnet und sagt. die aber so verstümmelt sind. ob er genau den Ursprung dessen. was sie wissen. kennt. „Das Ergebnis der Arbeit eines Menschen. ob seine Ideen tatsächlich vom esoterischen Zentrum herrühren und ob er selbst esoterische Ideen verstehen und unterscheiden kann. er mag genau wissen. Solch ein falsch gebildetes magnetisches Zentrum kann keine richtige Orientierung vermitteln. daß er den Weg kenne und mit einem Zentrum in Beziehung stehe. In den meisten Fällen beginnen die Menschen genau damit. von dem er selbst sein Wissen erhalten hat. das sind solche. sondern hängt vielmehr davon ab. Aber es ist eine Lage möglich. vom richtigen Führer und vom richtigen Weg gesprochen. Ferner können sich in ihm Einflüsse der ersten Art vorfinden. wo sich dieses Zentrum befindet und wie man von ihm Wissen und Hilfe erhält. daß sie nur eine Stufe über ihrer eigenen kennen. „Bisher habe ich nur vom richtigen magnetischen Zentrum. ob er Ideen des objektiven Wissens von subjektiven wissenschaftlichen und philosophischen Ideen unterscheiden kann. das sich außerhalb des Gesetzes vom Zufall befinde. hängt nicht davon ab. in welcher das magnetische Zentrum falsch gebildet worden ist. Und nur im Verhältnis zu ihrer eigenen Entwicklung beginnen sie weiter zu sehen und zu erkennen. oder er mag nichts davon wissen und nur den Menschen kennen. hergekommen ist. Es kann in sich selbst geteilt sein. was er lehrt. oder Spuren von Einflüssen der zweiten Art. Ein Mensch mit einem falschen magnetischen Zentrum kann auch nach dem Weg Ausschau halten und kann einen anderen treffen. er mag nämlich mehr oder weniger über dieses esoterische Zentrum wissen.„Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Stellung des Lehrers in seinem Verhältnis zu dem esoterischen Zentrum. von wo das. daß sie ihr eigenes Gegenteil geworden sind.

sich darum zu sorgen. man gehe irgendwohin. so kann er ihn in eine ganz andere Richtung führen als er verspricht. daß der Lehrer immer der Stufe des Schülers entspricht. wie man einen falschen Weg erkennen kann. falsche Wege sind sehr häufig. einen desto höheren Lehrer. Niemand kann über seine eigene Stufe hinaussehen. der sich seinerseits irrt. Das richtige Verständnis dieser Tatsache ist bereits ein sehr 296 . Es kann nicht in zwei Worten gesagt werden. sondern verlangen im Gegenteil. wie man den richtigen Weg findet. „Wenn der Mensch. Man dreht sich einfach auf der gleichen Stelle und denkt. wenn Sie sich an alles Gesagte und an alles daraus Folgende erinnern. Sie können zum Beispiel sehen. der den Weg sucht. Außerdem gibt es hier wieder viele Möglichkeiten: 1. daß es gar keinen Zweck hat. aber in den meisten Fällen führen sie nirgends hin. Man muß daran denken. das heißt. die den Ergebnissen des richtigen Weges genau entgegengesetzt sind. was ich Ihnen gesagt habe. desto höher der Lehrer. „Glücklicherweise geschieht dies jedoch sehr selten. er kann ihn vom richtigen Wege sehr weit ab führen und ihn zu Ergebnissen bringen. während er in Wirklichkeit gar nichts weiß. Er kann absichtlich täuschen. kann nicht auf einen Lehrer einer sehr hohen Stufe rechnen. Das ist ein Gesetz. Aber ein Schüler auf einer Stufe. 3. Aber aus dem. ohne den richtigen Weg zu kennen. Tatsächlich kann der Schüler die Stufe des Lehrers nie sehen. Das heißt. 2. „Es ist unmöglich. „Wie er erkannt werden kann?" sagte G.er vielleicht den Weg nicht und steht gar nicht mit so einem Zentrum in Verbindung. wovon wir die ganze Zeit sprechen. daß er etwas weiß. ihm vertraut. Dies ist es. Je höher der Schüler. können Sie schon viele nützliche Schlüsse ziehen. je niedriger sie selbst sind. Er kann einem anderen trauen." „Wie kann ein falscher Weg erkannt werden?" fragte jemand. die nicht besonders hoch ist. einen falschen Weg zu erkennen. Aber gewöhnlich sehen die Menschen dies nicht nur nicht ein. Er kann sich wirklich irren und denken.

weil Sie noch nicht wissen. Wer immer der Ältere ist. legte ich diese Idee in folgendem Diagramm nieder: Bei einer der folgenden Versammlungen sagte G. womit das Wissen beginnt. mich wiederholen ließ. auf welcher das Gesetz des menschlichen Aufstiegs beruht. was er über den Weg und das magnetische Zentrum gesagt hatte. sondern eine unerläßliche und ganz konkrete Regel. desto schwieriger ist es für den Schüler. werden die Schwierigkeiten auf dem Weg des Schülers unübersteigbar. niemals fähig wäre. Und da der Lehrer für den Schüler unerläßlich ist. wie er in den Evangelien beschrieben wird —.beträchtliches Verständnis. sogar. auf der Stufe eines Apostels zu stehen. da es notwendig wäre. als G. 297 . Mit einem Geringeren gibt er sich nicht ab. will aber als Lehrer keinen anderen als Jesus Christus selbst haben. Es gibt ein bestimmtes Gesetz. können Sie jetzt noch nicht über Wissen reden. nach einem ziemlich langen Gespräch über Wissen und Sein: „Genau genommen. Und wenn der Unterschied der Stufen zwischen Lehrer und Schüler über ein gewisses Maß hinausgeht. Auf dem vierten Weg gibt es nicht nur einen Lehrer. Je höher der Lehrer. Aber es kommt sehr selten vor. ihm zu folgen. kein Mensch kann auf eine höhere Stufe aufsteigen. nur dann kann er mehr empfangen. daß er." Bei einer der folgenden Zusammenkünfte. was ihm bereits gegeben wurde. Wie schon gesagt. um ein Schüler Jesu Christi zu sein. so ist auch der Schüler für den Lehrer unerläßlich. und der Lehrer kann nicht ohne den Schüler oder ohne Schüler fortschreiten. Gewöhnlich ist der Mensch selbst keinen roten Heller wert. Gerade in Verbindung mit diesem Gesetz ergibt sich eine der grundsätzlichen Lehren des vierten Weges. wenn er einen solchen Lehrer wie Jesus Christus treffen würde — wenn wir ihn so nehmen. Sonst wird ihm sogar das genommen. der ist der Lehrer. Und dies ist nicht eine allgemeine Überlegung. Und es kommt ihm nie in den Sinn. Was ein Mensch empfangen hat. solange er nicht einen anderen Menschen an seine eigene Stelle gebracht hat. muß er sofort weitergeben. Der Schüler kann nicht ohne den Lehrer fortschreiten.

mit dem esoterischen Zentrum hat. . ein Mensch. weder direkt oder durch Nachfolge. Leben. aber in den allgemeinen Lebensstrudel geraten — die zweite Art Einflüsse. das heißt vom Leben selbst erzeug-te Einflüsse — die erste Art Einflüsse. . ein einzelner Mensch. . das außerhalb der allgemeinen Lebensgesetze steht. das esoterische Zentrum. der sich selbst täuscht oder andere täuscht und keine Verbindung.F i g u r 40 . Dieser Einfluß ist bewußt. . der durch Nachfolge mit einem esoterischen Zentrum in Verbindung steht oder dies vorgibt. .Einflüsse.. direkt oder durch Nachfolge. dann ist dies die dritte Art Einfluß. wird ein Mensch vom Gesetz des Zufalls frei. . 298 . das magnetische Zentrum im Menschen. der Einfluß des Menschen H l auf den Menschen H Wenn er tatsächlich mit dem esoterischen Zentrum in Verbindung steht. und durch seine Wirkung auf den Punkt M nämlich das magnetische Zentrum. . die außerhalb des Lebens geschaffen sind. im Leben. ein Mensch. .

viel vollständigeren alten esoterischen Lehre über die Kosmen oder Welten ist.zweite Kosmos'. „Die Lehre von den zwei Kosmen ist aus der Kabbala und anderen noch älteren Systemen bekannt. der »große Kosmos'. .Mikrokosmos' Dies bedeutet . . „Sie kennen die Ausdrücke . geschaffen wurden.großer Kosmos' und . stellen ein vollständiges Bild des Weltalls dar. „Der fünfte Kosmos ist der Mesokosmos — der .weite Kosmos'. die von einer großen und vollständigen Lehre zufällig übriggeblieben sind. „Jedoch ist es notwendig zu wissen.Wie oben so unten' ist ein Ausdruck der sich auf die Kosmen bezieht. Die Kosmenlehre untersucht sieben Kosmen: „Der erste Kosmos ist der Protokosmos — der . ist so unvollständig. sondern von sieben Kosmen spricht. die alle anderen in sich einschließt. nichts auf ihr aufgebaut werden Nichts kann von ihr abgeleitet werden.erste Kosmos'. daß sie überhaupt keine Idee von der Analogie zwischen Mensch und Welt vermitteln kann.kleiner Kosmos'. analog zu dem großen. „Der dritte Kosmos ist der Makrokosmos — der . weil diese Lehre nur ein abgespaltenes Fragment einer anderen. in ihrer Beziehung zueinander betrachtet. „Der sechste Kosmos ist der fritokosmos — der . wobei einer im anderen enthalten ist. Das Universum gilt als »großer Kosmos' und de Mensch als .dritte Kosmos'. „Der vierte Kosmos ist der Deuterokosmos — der . „Nur die sieben Kosmen. Aber diese Lehre ist unvollständig und nichts kann von ihr abgeleitet.„Das Wissen beginnt mit der Lehre über die Kosmen. „Der Protokosmos ist das Absolute im Schopfungsstrahl oder 299 . „Der siebente Kosmos ist der Mikrokosmos — der . Darin komm die Idee der Einheit und Ähnlichkeit von Welt und Mensch zum Ausdruck. „Der zweite Kosmos ist der Agiokösmos — der heilige Kosmos oder der Megalokosmos. die eine in der anderen eingeschlossen sind und alle nach dem Bild und Gleichnis der größten von ihnen. daß die vollständige Kosmenlehre nicht von zwei. Die Idee zweier analoger Kosmen.große Welt und .kleine Kosmos'.Makrokosmos' und .kleiner Kosmos'.kleine Welt'.mittlere Kosmos'.

chemische.Welt l. dann wäre die Analogie zwischen ihnen vollständig. daß es unmöglich ist. Der Tritokosmos ist der Mensch. Der Mikrokosmos ist das . durch die zwei angrenzenden Kosmen bestimmt. denkt. psychische und kosmische.alle Welten' im Schöpfungsstrahl). Ein Kosmos kann kein vollständiges Bild 300 . sagte G. „Wie ich schon früher erklärt habe". Infolgedessen sind die Kosmen nicht vollständig analog. atmet. Der Mesokosmos ist . daß in der allgemeinen Ordnung der sieben Kosmen der Mikrokosmos und der Makrokosmos so weit voneinander entfernt sind. das lebt. in welcher die Substanz alle ihre Eigenschaften. unterschiedlich oder mindestens auf nicht ganz die gleiche Weise. geboren wird und stirbt. Nur drei zusammengenommene Kosmen sind je drei anderen ähnlich und analog. Der Agiokosmos ist Welt 3 (. fühlt. Unter diesem Gesichtspunkt kann es zum Beispiel ein . „Die Bedingungen für die Wirkung der Gesetze sind auf jeder Ebene. physische. Die Gesetze sind überall die gleichen. was wir als . irgendeine unmittelbare Analogie zwischen ihnen zu sehen oder festzustellen.Atom Wasser' geben. die kleinste Menge irgendeiner Substanz. „Sie sehen. aber wegen des Oktaven-Gesetzes gibt es keine vollständige Analogie zwischen ihnen.Atom'. aber sie äußern sich auf den verschiedenen Ebenen des Weltalls. Drei nebeneinander befindliche Kosmen geben ein vollständiges Bild der Äußerung der Gesetze des Weltalls. „Alle Kosmen sind das Ergebnis der Wirkung der gleichen Kräfte und der gleichen Gesetze.Alle Planeten' (Welt 24) oder die Erde als Stellvertreter der planetarischen Welt. das heißt auf verschiedenen Stufen. Der Makrokosmos ist unsere Sternenwelt oder die Milchstraße (Welt 6 im Schöpfungsstrahl). Der Deuterokosmos ist die Sonne. genau so wenig wie es zwischen den verschiedenen Noten in der Oktave eine vollständige Analogie gibt. den darüber und den darunter.. das ist in jedem Kosmos. Wenn das Oktaven-Gesetz nicht bestünde. „Jeder Kosmos ist ein lebendes Wesen. das Sonnensystem (Welt 12). beibehält.Atom' bezeichnen. „ist das.

„Die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen ist von der Beziehung einer Welt zu einer anderen im astronomischen Schöpfungsstrahl verschieden. ein Kosmos verhält sich zu einem anderen wie Null zu Unendlich. zu verstehen. so wird uns das Prinzip der Einteilung des Weltalls in Kosmen. So bestimmen der Mesokosmos und der Mikrokosmos zusammen den Tritokosmos. Daher ist die quantitative Beziehung zwischen den Welten im Schöpfungsstrahl nicht beständig. Aber die Beziehung der Kosmen zueinander ist dauernd und immer die gleiche. Erde. muß man die zwei angrenzenden Kosmen — den über und den unter ihm. von unserem Gesichtspunkt aus betrachtet: Mond. unseren Platz in der Welt zu verstehen. In einem Fall oder auf einer Ebene ist sie größer. Der Deuterokosmos und der Tritokosmos bestimmen den Mesokosmos und so fort. Um daruni einen Kosmos zu kennen.alle Sonnen' zu unserer Sonne. Sonne. das Verhältnis vom Tritokosmos zum Mesokosmos wie von Null zu Unendlich. zum Beispiel die Beziehung von .geben. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet. die Notwendigkeit solch einer Teilung und die Unmöglichkeit für uns selbst. Zusammengenommen bestimmen diese zwei Kosmen den zwischen ihnen befindlichen. zum Beispiel die mit Zeit. uns ein mehr oder weniger klares Bild der Welt ohne diese Teilung vorzustellen. Wenn wir verstehen. in einem anderen Fall auf einer anderen Ebene ist sie geringer. was dies bedeutet. ist es notwendig. das heißt einen größeren und einen kleineren — kennen. „Die Idee der Kosmen hilft uns. Dies bedeutet. zum Beispiel die Beziehung zwischen Erde und Mond. wie sie für uns im Weltall bestehen. Im Schöpfungsstrahl werden die Welten in der tatsächlichen Beziehung. 301 . Planeten. „Um die Bedeutung der Einteilung in Kosmen und der Beziehung der Kosmen zueinander zu verstehen. und sie löst viele Probleme. daß das Verhältnis vom Mikrokosmos zum Tritokosmos das gleiche ist wie das von Null zu Unendlich. Milchstraße und so fort. das Verhältnis vom Mesokosmos zum Deuterokosmos ist das von Null zu Unendlich und so weiter. sofort klar werden. Das heißt.

Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten. In seinem gewöhnlichen Zustand ist der Mensch seiner selbst nur in einein Kosmos bewußt. auf die Sie in okkulter Literatur gestoßen sind. gleichzeitig das Leben der Atome zu empfinden beginnt oder daß sein Bewußtsein auf deren Stufe gelangt. Die Erweiterung des Bewußtseins vollzieht sich nicht nur in einer Richtung. oder dessen Bewußtsein auf die Stufe der Planetenwelt gelangt. das Studium der Relativität auf eine sichere Grundlage zu stellen. „Die Idee der Möglichkeit. steht in direkter Beziehung zur Kosmenlehre. daß zum Beispiel ein Mensch. eine genaue Vorstellung der Welt zu haben. Durch die Erweiterung seines Bewußtseins und die Intensivierung seiner psychischen Funktionen gelangt er gleichzeitig in die Sphäre der Tätigkeit und des Lebens zweier anderer Kosmen.Raum und so fort verbundenen. Und vor allem hilft diese Idee. nämlich der Richtung zu den höheren Kosmen.' Gewöhnlich wird dieser Ausdruck ganz falsch gedeutet. „Die Idee der Kosmen befähigt uns. der das Leben der Planeten zu fühlen beginnt. Auf diese Weise vollzieht sich die BewußtseinsErweiterung gleichzeitig in zwei Richtungen. des größeren Kosmos über ihm und des kleineren unter ihm. wenn es sich nach oben erweitert. das Prinzip der Relativität genau festzulegen. Beim ersten Anblick scheint im System der Kosmen viel Paradoxes zu sein. zum Beispiel der Spruch: . Zur Erkenntnis sowohl des Großen als auch des Kleinen ist in gleicher Weise eine Wandlung im Menschen nötig. „Diese Idee wird Ihnen vielleicht einige Ausdrücke erklären. das menschliche Bewußtsein zu erweitem und seine Fähigkeiten zum Wissen zu vermehren. ohne das Prinzip der Relativität festgelegt zu haben. da es ganz unmöglich ist. Das letztere ist besonders wichtig. dem Größeren und dem Geringeren zu. tut es dies zu gleicher Zeit auch nach unten. In Wirklichkeit ist jedoch dieses anscheinende Paradoxon einfach die Relativität. Wenn wir nach Parallelen und Analogien zwischen den 302 . „In Wirklichkeit bedeutet dies. und all die anderen Kosmen betrachtet er vom Gesichtspunkt des einen Kosmos aus.

Viele neue Erscheinungen werden sichtbar und viele andere Erscheinungen verschwinden. Dann wandte sich G. Wirkliche Wissenschaft und wirkliche Philosophie sollten auf der Kenntnis der Gesetze der Relativität begründet sein. „Die Äußerung der Gesetze eines Kosmos in einem anderen Kosmos stellt das dar." Diesen Worten folgte ein ziemlich langes Schweigen. die sich nach den Gesetzen eines anderen Kosmos vollzieht. Diese Gesetze sind uns unverständlich und unbekannt und deshalb wunderbar. Es ist eine Erscheinung. schafft allein die Idee der Kosmen eine feste Grundlage zur Feststellung der Gesetze der Relativität. das heißt. 303 . sagte ich. was ich gerade jetzt gesagt habe. 2. daß Wissenschaft und Philosophie in der wahren Bedeutung dieser Begriffe mit der Idee der Kosmen beginnen. in Beziehung zu einem höheren oder großeren Kosmos." „Alles. zu mir und fügte hinzu: „Versuchen Sie all das. Aber bevor ich zu diesen übergehe. „Um die Gesetze der Relativität zu verstehen. zu behaupten. als ob man sie von einem anderen Kosmos aus betrachte. so können wir jeden Kosmos in drei Beziehungen betrachten: 1. was Sie sagten". von einem anderen Kosmos aus gesehen. Es kann keine andere Art Wunder geben. in Beziehung zu sich selbst.Kosmen Ausschau halten. vom Gesichtspunkt Ihrer Dimensionen aus zu besprechen. ist es sehr nützlich. „Wie wir schon früher gesagt haben. in Beziehung zu einem niedrigeren oder kleineren Kosmos. „bezieht sich zweifellos auf das Problem der Dimensionen. und 3. Alle Lebenserscheinungen eines bestimmten Kosmos gewinnen. Folglich ist es möglich. Ein Wunder ist weder eine Durchbrechung von Gesetzen noch eine Erscheinung außerhalb der Gesetze. das Leben und die Erscheinungen eines Kosmos zu untersuchen. was wir ein Wunder nennen. sie unter dem Gesichtspunkt der Gesetze eines anderen Kosmos untersuche. ein ganz anderes Aussehen und haben eine völlig andere Bedeutung. Hierdurch verändert sich gewöhnlich das Bild der Welt und der Dinge vollständig.

„Wenn wir diesen Gesichtspunkt annehmen. Wir sind gewöhnt. All dies wird später erklärt werden1. „Aber halten Sie sich nicht bei dieser Frage auf. sagte ich. 304 . vom dreidimensionalen Körper zum vierdimensionalen Körper und so fort. der Linie zur Ebene. der Ebene zum Körper.hätte ich gerne einen Punkt geklärt. „Der Mensch ist der Tritokosmos. Eine Welt analog zur großen Welt." Dann wandte er sich wieder mir zu. haben wir ein klares Beispiel der Beziehung von Null zu Unendlich.. „Wenn wir dies verstehen." „Ja". was Sie über den Mikrokosmos gesagt haben. der zweite die Sonne oder der Deuterokosmos. werden wir die Beziehung eines Kosmos zum anderen verstehen. sagte G. das im Augenblick zu erklären". Warum der dritte? Der erste ist der Protokosmos. daß der Mensch eine Welt in sich selbst darstellt. „Das schafft eine merkwürdige Verschiedenheit in der Terminologie. Der Mikrokosmos ist das Atom oder besser" — er hielt inne." „Zuallererst müssen wir untersuchen. was ich sagte. sagte G. die unserer Untersuchung zugänglich ist. das heißt der dritte Kosmos. es später änderte. Dies bedeutet. was Sie von Ihrem Standpunkt aus dazu sagen können. „Sehen Sie. Warum ist der Mensch der dritte Kosmos?" „Es ist schwer. In der Welt. dem Makrokosmos. Aber Sie geben dem Menschen die Bezeichnung Tritokosmos. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet". weil G. als ob er nach einem Wort suche — „die Mikrobe. Die Beziehung vom Punkt zur Linie. die Idee vom Mikrokosmos mit dem Menschen zu verbinden." „Aber meinen Sie wirklich. daß der Begriff Mikrokosmos nicht in Beziehung zum Menschen gesetzt werden kann?" fragte einer der Zuhörer. der mir nicht ganz klar ist. „Sie werden es später verstehen. und halten Sie sich dabei genau an das. Dies ist in der Geometrie die Beziehung einer Einheit einer gewissen Anzahl von Dimensionen zu einer anderen Einheit mit einer größeren Anzahl von Dimensionen. werden wir zugeben ' Ich erwähne dies. Nämlich das.

es ist genau das gleiche. Auf die gleiche Weise sieht der Punkt selbst den Raum. daß sie uns wie ein Punkt erscheint. der nächste fünfdimensional und so fort. als eine Linie. Wenn wir das . Es ist nicht nur ein Zusammentreffen von Einzelheiten. daß die Beziehung von einem Kosmos zu einem anderen die Beziehung von zwei Körpern verschiedener Dimensionen zueinander ist. aber eine Welt. . wie dies auch für die unmittelbare Wahrnehmung zutrifft. Der nächste Kosmos. die ich in meinem Buch Ein neues Modell des Weltalls aufgezeigt habe. ist. Die Bewegung dieses Punktes im Raum erscheint uns als eine Linie.Alle Welten' sind fünfdimensional und das Absolute oder der Protokosmos sechsdimensional. entlang dessen er sich bewegt. das heißt den Mikrokosmos. ist bezüglich des Menschen eine Ebene. wie dies gekommen ist.Atom' oder die . die erste. dann muß der nächste Kosmos. wie Sie sagen. das heißt eindimensional. daß ich in ihnen die volle . die zweite und so fort bis zur sech-* sten Dimension. „Was mich persönlich an diesem System von Kosmen am meisten interessiert. Die Null-Dimension. die Erde. Wenn ein Kosmos dreidimensional ist.Dimensionen-Periode' genau hiermit überein.Mikrobe'. das Sonnensystem. ist für die Erde dreidimensional. Die Null-Dimension oder der Punkt ist eine Grenze.müssen. das heißt sie hat zwei Dimensionen. „Die »Dimensionen-Periode' enthält in sich sieben Dimensionen. Ich weiß nicht. daß wir aber nicht wissen. ich habe noch nie von sieben Kosmen gehört. die so weit von uns entfernt oder so klein ist. als einen Punkt nehmen. die Sternenwelt für die Sonne vierdimensional. Die Sonne. Nichtsdestoweniger stimmt meine . das heißt der über ihm ist. Die Bewegung der Linie rechtwinklig zu sich selbst ist eine 305 .Dimensionen-Periode' sehe. dann ist in Beziehung zu diesem Punkt der Mensch eine Linie. das ist ein Körper ohne Dimensionen. was sich hinter diesem Punkt verbirgt. daß wir etwas als einen Punkt sehen. vierdimensional sein. Dies bedeutet. Es kann tatsächlich ein Punkt sein. die in einer Beziehung von Null zu Unendlich zueinander stehen. und es kann auch eine ganze Welt sein.

In diesem Fall stellt die Ebene die Begrenzung eines Körpers. das heißt er besitzt eine Anzahl verschiedener physischer Eigenschaften. Aber es gibt keine Zeit in einem dreidimensionalen Raum. Jeder Punkt der Zeitlinie ist eine Linie der Ewigkeit. und die Linie selbst sieht den Raum. entlang dessen sie sich bewegt. wie wir sie fühlen.existiert'. „Bisher habe ich die Linie vom Gesichtspunkt des Punktes aus betrachtet und die Ebene vom Gesichtspunkt der Linie. oder einen Schnitt durch ihn dar. Existenz ist für uns Existenz in der Zeit. dann wird diese Linie an jedem Punkt von den Linien der Ewigkeit durchkreuzt. „Ein dreidimensionaler Körper unterscheidet sich von Punkt.Ebene. „Ewigkeit ist die unendliche Existenz jedes Zeitaugenblicks. „Aber Existenz in der Zeit umfaßt nicht alle Aspekte der Existenz. Die Linie ist die Begrenzung der Ebene oder ein Schnitt durch sie. Die Ebene ist in Wirklichkeit nur die Projektion eines Körpers. Die Zeit. wenn wir uns das Leben als einen vierdimensionalen Körper vorstellen. Wenn wir Existenz als eine Ausdehnung entlang der vierten Dimension annehmen. die Linie die Projektion einer Ebene und der Punkt die Projektion einer Linie. Linie und Ebene durch die Tatsache. in Form einer Ebene. ist die vierte Dimension. Außer der Existenz in der Zeit besteht auch alles Existierende in der Ewigkeit. meinen wir hiermit Existenz in der Zeit. ' „Aber wenn wir sagen. Die Linie der Zeit ist eine Ebene der Ewigkeit. seine Projektion oder seine Grenze sein. : „Ein . oder seiner Seite.Körper' hat eine unabhängige physische Existenz. ein Ding . dann wird ein dreidimensionaler Körper ein Schnitt durch es. Die Ewigkeit hat eine Dimension mehr 306 . aber Punkt. Wenn wir uns die Zeit als eine Linie vorstellen. Der Punkt ist die Begrenzung oder ein Schnitt durch die Linie. Die Zeit liegt außerhalb des dreidimensionalen Raums. Linie und Ebene können auch vom Gesichtspunkt eines dreidimensionalen Körpers aus betrachtet werden. Existenz in der Zeit ist Bewegung oder Ausdehnung entlang der vierten Dimension. daß er für unsere Wahrnehmung eine wirkliche physische Existenz hat.

Die Möglichkeiten. Ich kann ein Stück Papier. Es gibt nur. Aschenbecher oder alle zusammen.. Wenn wir als einen Zeitmoment den Moment annehmen. Ein Bleistift wird auf den Boden geworfen. werden in der Ewigkeit endlos weiter verwirklicht. jedoch nie eine unendliche Anzahl. dann ist der nächste Moment ein Moment der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten. manchmal eine größere. um die Idee der fünften und sechsten Dimension zu ver. oder wiederum einen Bleistift und ein Stück Papier. die verwirklicht worden sind. Infolgedessen. diese Möglichkeiten. manchmal eine kleine. Und der Augenblick danach wird wieder ein Augenblick der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten sein. aber jeder Zeitmoment hat eine unendliche Existenz in der Ewigkeit. „Jeder Augenblick der Zeit enthält eine gewisse Anzahl von Mög-^ lichkeiten. stehen. Es gibt verschiedene Verbindungen von Möglichkeiten in bezug auf die Dinge. die nicht auf dem Tisch liegt. einen Bleistift oder einen Aschenbecher von diesem Tisch nehmen und auf den Boden werfen. Auch dieser Moment hat eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten in einem bestimmten Sinn. oder ein Stück Papier und einen. in dem diese Möglichkeiten bestehen. wenn Zeit die vierte Dimension ist. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen Möglichkeit und Unmöglichkeit. ist Ewigkeit die fünfte Dimension. Das Aufeinanderfolgen dieser Augenblicke der Verwirklichung einer Möglichkeit stellt die Zeitlinie dar.als die Zeit. dann ist der Ewigkeitsraum fünfdimensional. muß eine gewisseAnschauung über dieZeit aufgestellt werden. die von diesem Tisch auf die Erde geworfen werden können. Man muß sich klar sein. Dann kommt ein neuer Moment. während die unverwirklichten Möglichkeiten unverwirklicht bleiben und auch nicht verwirklicht werden können. daß es Möglichkeiten und daß es Unmöglichkeiten gibt. Ich kann einen Bleistift oder ein Stück Papier oder einen Aschenbecher herunterwerfen. aber ich kann nicht eine Orange vom Tisch nehmen und auf den Boden werfen. . oder gar nichts. „Weiter. Dies ist die Verwirklichung einer der Möglichkeiten. 307 . Wenn der Zeitraum vierdimensional ist. oder einen* Bleistift und einen Aschenbecher.i.

die von der Zeitlinie durchkreuzt wird. betrachten. so wird der Tritokosmos für dieses den vierdimensionalen Raum darstellen. also. was einmal verwirklicht worden ist. der Mesokosmos 308 .6 „Die fünfte Dimension ist die Linie der ewigen Existenz oder der 'ilWiederholung einmal verwirklichter Möglichkeiten. die in meiner Arbeit nicht klar waren. oder die gleiche Periode mag sich auf einer anderen Ebene wiederholen. eine volle Dimensionen-Periode. An jeder Stelle dieser Linie bleibt eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten unverwirklicht. so werden sie entlang von Radien verlaufen. außerhalb des fünfdimensionalen Raumes. in der sechsten Dimension.Mikrobe'.„Aber alle Möglichkeiten. berührt mich das System der Kosmen. Jenseits dieser Periode ist entweder nichts. die von einem Punkt in verschiedenen Winkeln zur Zeit. in der . Wenn wir uns die Linien der Verwirklichung dieser Möglichkeiten vorstellen. In der Ewigkeit bleibt alles.Atom' oder die . „Wenn wir daher den Mikrokosmos.und Ewigkeitslinie ausgehen. das . Diese Linien werden außerhalb der Ewigkeit verlaufen. bilden sieben Dimensionen. wie G. Gleichzeitig ist für die Verwirklichung dieser Möglichkeiten innerhalb der Grenzen der Ewigkeit kein Platz. und alles Unverwirklichte bleibt unverwirklicht. verwirklicht. .Dimensionen-Periode' entspricht. „Wie ich schon gesagt habe. „Die sechste Dimension ist die Linie der Verwirklichung aller Möglichkeiten. müssen verwirklicht werden. die geschaffen worden sind oder in der Welt entstanden sind. daß es vollständig der . es bezeichnete.höheren Ewigkeit' oder dem sechsdimensionalen Raum. vor allem durch die Tatsache. Die Ewigkeit ist jedoch nur eine Ebene. t „Die vierte Dimension ist die Folge der Augenblicke während der Verwirklichung einer Möglichkeit. Die Verwirklichung aller geschaffenen oder entstandenen Möglichkeiten bestimmt das Wesen der Welt. nur geht dieses System von Kosmen noch weiter und erklärt viele Dinge. von der Null-Dimension bis zur sechsten Dimension. „Wie gesagt. welche die Grundlage meines Heuen Modells des Weltalls bildet. dessen Darstellung wir eben gehört haben.

wie im Bereich dessen. daß alle Möglichkeiten des . aber nichtsdestoweniger ist es genau wie es sein sollte. ist darum jeder Kosmos für sich oder in sich dreidimensional. dann ist für ihn der Mesokosmos der vierdimensionale Raum. ein vierdimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines fünfdimensionalen Körpers.Atoms' oder der . Letzteres ist vielleicht das Paradoxeste. daß alle Möglichkeiten des Tritokosmos im Makrokosmos verwirklicht werden. Für einen dreidimensionalen Körper.Mikrobe' innerhalb der Grenzen des Sonnensystems verwirklicht werden. „Wenn wir den Menschen als Tritokosmos annehmen. „Ferner müssen wir verstehen. Um es anders zu sagen: er selbst ist dreidimensional. „Das bedeutet. Gleichermaßen ist eine Linie eine unvoll- 309 . Das bedeutet. genau so im Bereich dessen. Und natürlich ist eine Ebene eine unvollständige Ansicht eines dreidimensionalen Körpers. „Gleicherweise werden alle Möglichkeiten des Mesokosmos im Agiokosmos verwirklicht und alle Möglichkeiten des Deuterokosmos oder der Sonne im Protokosmos oder dem Absoluten. Ein fünfdimensionaler Körper ist nur eine unvollständige Ansicht eines sechsdimensionalen Körpers.den fünfdimensionalen Raum und der Deuterokosmos den sechsdimensionalen Raum. der Deuterokosmos der fünfdimensionale Raum und der Makrokosmos der sechsdimensionale. In Beziehung zu einem niedrigeren Kosmos ist er vierdimensional. aber die vierte Dimension liegt für ihn im nächsthöheren und im nächstniedrigeren Kosmos. Nur ein sechsdimensionaler Körper kann vollständig wirklich sein. das heißt die Ansicht einer Seite. „Da jeder Kosmos eine wirkliche physische Existenz hat. ein dreidimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines vierdimensionalen Körpers. wie es ein Kosmos ist. was tatsächlich null ist. in Beziehung zu einem höheren Kosmos ein Punkt. was tatsächlich unendlich ist. liegt die vierte Dimension ebensosehr im Bereich des sehr Großen wie auch im Bereich des sehr Kleinen. daß die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers verschieden sein kann.

welche die Erde selbst als eine dreidimensionale Figur sehen kann. dann wird diese Bewegung eine Figur ergeben. Die . weil wir die Art ihrer Bewegung nicht kennen. sondern eine Linie. die wir uns nicht vorstellen können. Jemand. mag ihn möglicherweise auch als dreidimensionalen Körper sehen. Zum Beispiel stellen wir uns die Erde als dreidimensional vor. Und tatsächlich können wir auch bis zu einem gewissen Grade erkennen. das heißt. Unsere Ansicht von ihr ist unvollständig.ständige Ansicht einer Ebene und ein Punkt eine unvollständige Ansicht einer Linie. Als ein dreidimensionaler Körper ist die Erde für sich selbst ganz verschieden von dem. nur kennen wir nicht die Form. daß im Agiokosmos die Erde ein sechsdimensionaler Körper ist. dies bedeutet. das heißt in bezug auf die Sonne. „Ferner kann sich ein sechsdimensionaler Körper als dreidimensionalen Körper sehen. in welcher die Erde sich selbst sieht. wenn wir auch nicht wissen. die jedoch nichtsdestoweniger die sechsdimensionale Form der Erde ist. dann wird die Linie der Erdbewegung eine Spirale. wie sehen sie als einen Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt ihres vollständigen Seins. der ihn von außen ansieht. Es ist 310 . was sie für uns darstellt. auf welche Weise. auf welche Weise die Form der Erde sich wandeln muß. ist die Erde nicht mehr ein Punkt (wenn wir den Punkt als die reihenmäßige Verkleinerung eines dreidimensionalen Körpers annehmen). Sie ist ein Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt der sechsdimensionalen Erde. aber in einer vollständig anderen Art von Dreidimensionalität. Im Deuterokosmos. wenn wir uns die Linie der Sonnenbewegung veranschaulichen. welche die Linie der Sonnenbewegung umkreist. die wir als Bahn der Erde um die Sonne verfolgen. Diese Dreidimensionalität ist nur eingebildet. Wenn wir uns eine seitliche Bewegung dieser Spirale vorstellen. Wenn wir uns die Sonne im Makrokosmos vorstellen. und können auch keine Vorstellung davon haben. „Die Möglichkeiten der Erde werden im Agiokosmos verwirklicht.Erdkugel' ist ein eingebildeter Körper. Aber diese sechsdimensionale Erde kann auch für sich selbst dreidimensional sein.

dies zu verstehen. wie die Zeit in einem Kosmos zu der Zeit in einem anderen Kosmos in Beziehung steht. Es ist wiederum das gleiche wie im Neuen Modell des Weltalls. Sein Prinzip der Relativität hat nichts mit dem Prinzip der Relativität in der Mechanik oder mit dem Einsteins zu tun. das heißt es ist möglich. einmal beim Gespräch über die Kosmen und die verschiedene Zeit in den verschiedenen Kosmen gesagt habe. „Ich will nur eines noch hinzufügen: „Zeit ist Atem — versuchen Sie.'s Moskauer Schülern hinzu. das . Beachten Sie zum Beispiel. was Sie gerade gesagt haben". zu den Problemen. weil sonst die Vorstellung der Dreidimensionalität der Kosmen mit unserer Vorstellung dreidimensionaler Körper vermengt wird. daß Schlaf und Wachen der Lebewesen und Pflanzen. Wenn Sie heraus.. was G. genau festzustellen. daß die Zeit i in den verschiedenen Kosmen verschieden ist. Und sie kann genau berechnet werden. den „Atem des organischen Lebens" darstellen. wie Sie das Material.^ finden können. Die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers kann verschieden sein. daß G. mit dem wir begonnen hatten. also die vierundzwanzig Stunden oder Tag und Nacht.1 „aber dieses Material muß ausgearbeitet werden. bearbeiten können.'s Vorlesung über die Kosmen und das darauffolgende Gespräch fesselte mich sehr. es ist das Prinzip der Relativität des Daseins. dann werden Sie auf vieles stoßen. „Und dieser letzte Punkt scheint mir mit dem verknüpft zu sein. nämlich zu den Problemen von Raum und Zeit und 311 . dies festzustellen und zu verstehen. das Sie jetzt haben. Später fügte einer von G.Prinzip der Relativität' nennt." Damit beendete ich meine Übersicht über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Dimensionen-Periode aus.notwendig. G. worauf Sie bis jetzt noch nicht gekommen sind. „Es ist sehr viel in dem. die ich im Neuen Modell des Weltalls herausgearbeitet hatte. Dies war ein direkter Übergang von dem „dreidimensionalen Weltall". sagte G." Er sagte nichts weiter.

" Ich erinnere mich. bei denen wir versuchten. dann wird alles weitere. der mit mir versucht hatte. als wir den Menschen als „Mikrokosmos" annahmen. erreichten wir lange Zeit kein Ergebnis. diese Probleme von vielen verschiedenen Seiten anzugehen. daß diese Fragen im späteren Gespräch ganz leicht lösbar wurden. was er über die Kosmen gesagt hatte. die Beziehung des Menschen zu anderen Kosmen festzustellen". was der Mikrokosmos bedeutet". 312 . eine Katze. Besonders waren wir durch den „Mikrokosmos" verwirrt. Einige von uns versuchten. daß einer von uns ihm einmal. bestand er auf seinen Definitionen.. die Verbindung aller Lebewesen stellte den Tritokosmos oder das organische Leben auf Erden dar. sie zurückgewiesen hatte. Aber bei den ein oder zwei Gelegenheiten. Ihnen ebenfalls klar werden. und obgleich wir alle in der Idee der Kosmen sehr viele Möglichkeiten sahen. zu dem.höheren Dimensionen. Z. das zu verstehen. antwortete G. Jedes individuelle Lebewesen — ein Hund. Und ich konnte nicht verstehen. tiefer in die Idee der Kosmen einzudringen und sie weiterzuentwickeln. Diese Definitionen schienen mir die einzig logisch möglichen zu sein. „Wenn wir den Menschen als Mikrokosmos und als Tritokosmos das Menschengeschlecht oder besser das organische Leben annehmen könnten. an denen ich mehrere Jahre gearbeitet hatte. ein Baum — konnte als ein Mikrokosmos angenommen werden. „Versuchen Sie zu verstehen. Dies war zwar zunächst nur hypothetisch. aber nichtsdestoweniger stimmte es mit dem ganzen System von Welt und Mensch vollständig überein. Ich erinnere mich. „Wenn es Ihnen gelingt. so würde es viel leichter sein. Über ein Jahr lang fügte G. als er Petersburg verließ — es mag sogar seine endgültige Abreise 1917 gewesen sein —. darüber zu sprechen. sagte in diesem Zusammenhang einer von uns. am Bahnhof bezüglich der Kosmen eine Frage stellte. warum G. worüber Sie mich jetzt fragen. nichts weiter hinzu. mit G.

wollte. Rufen Sie sich ins Gedächtnis zurück: „Wie oben." Dies bestärkte uns noch weiter in dem Entschluß. das heißt den Menschen. und darin bedeutete „Mikrokosmos" Mensch. „Wenn wir die Beziehung zwischen den Kosmen graphisch darstellen wollen". das heißt. nämlich den Beginn der Geschichte. daß das Leben des einzelnen Menschen — des Mikrokosmos — von denselben Gesetzen gelenkt wird.Jedenfalls entschloß ich mich später. wenn man die Bewegung der 313 . gegeben hatte." Ich glaube. Und als ich einmal das Manuskript Blick in die Wahrheit. „so müssen wir den Mikrokosmos. so unten. A u s „Blick in die Wahrheit. warum G. als einen Punkt annehmen. Ich erinnere mich an ein Gespräch über diesen Gegenstand. und worauf er unsere Gedanken hierdurch lenken wollte. das heißt unter anderen Menschen und inmitten der Natur. Nun haben Sie eine Vorstellung von den Gesetzen. wir müssen ihn in einer sehr kleinen Größenordnung und in sehr großer Entfernung von uns selbst annehmen. sagte ich. daß wir den Begriff „Mikrokosmos" auf im Vergleich zum Menschen kleinere Größen anwenden sollten. den Menschen als den Mikrokosmos und den Tritokosmos als das organische Leben auf Erden zu betrachten. wird diese Linie zu einer Ebene. die das Leben des Makrokosmos lenken. als ich das erstemal dort war. als ich mich wieder dem Problem der Kosmen zuwandte. das heißt in Verbindung mit der vierundzwanzigstündigen Drehung der Erde um ihre Achse. während er sich von Ort zu Ort bewegt. die Linie dar. Dann stellt sein Leben im Tritokosmos. die in der Moskauer Gruppe vorgelesen worden war. Im Mesokosmos. das heißt. und sind zur Erde zurückgekehrt. Durch diese Annahme bekamen viele Dinge für mich einen besseren Zusammenhang. während sie in Beziehung zur Sonne. das mir G. fand ich darin die Ausdrücke „Makrokosmos" und „Mikrokosmos". Später wurde uns klar. die er auf der Oberfläche der Erdkugel beschreibt. durchlas. daß Sie jetrt schon ohne weitere Erklärung die Behauptung nicht mehr bestreiten werden. den Begriff „Mikrokosmos" auf den Menschen anzuwenden.

wenn wir versuchen. in anderen Worten. haben wir zwei Dreidimensionalitäten. in anderen Worten. Im Makrokosmos existiert der Mensch überhaupt nicht. die Sonne. etwas Verwirklichtes. Die Erde hat fünf Dimensionen und die Sonne sechs. hat und kann er kein Dasein haben oder.Erde um die Sonne in Betracht zieht. „Wenn der Mikrokosmos oder Mensch ein dreidimensionaler Körper ist. und der Mensch kann im Makrokosmos nur als Atom des Tritokosmos existieren. in dem sich die Möglichkeiten des Tritokosmos verwirklichen. vom nächsten Kosmos aus gesehen. „Die gewöhnliche wissenschaftliche Anschauung betrachtet den Menschen als dreidimensionalen Körper. auch ein dreidimensionaler Korper war. Die Möglichkeiten der Erde verwirklichen sich im Megalokosmos und die Möglichkeiten der Sonne im Protokosmos. oder. wie zum Beispiel das Dasein des Menschen innerhalb des organischen Lebens oder in seiner Beziehung zum organischen Leben. Aber da unser Ausgangspunkt. die Erde. „Jenseits der Sonne. was schon früher gesagt wurde. Dies entspricht dem. „Die Ungenauigkeit dieser Anschauung wird offensichtlich. nämlich daß der Mensch Nummer sieben innerhalb der Grenzen des Sonnensystems unsterblich wird. Der Makrokosmos ist der Kosmos. sie wird etwas wirklich Bestehendes. dann ist der Tritokosmos — das organische Leben auf Erden — ein vierdimensionaler Körper. 314 . das Sonnensystem und die Milchstraße dagegen betrachtet sie als dreidimensionalen Körper. das organische Leben auf Erden als Ganzes betrachtet sie mehr als eine Erscheinung denn als dreidimensionalen Körper. Dasein in der Zeit ist die Ausdehnung in der vierten Dimension. das heißt der Mensch oder der Mikrokosmos. das heißt eines niedrigeren Kosmos in einem höheren. In diesem Fall muß das organische Leben notwendig in der Zeit betrachtet werden. das Dasein eines Kosmos innerhalb eines anderen zu begreifen. ein dreidimensionaler Körper wird. existiert er überhaupt nicht. das heißt jenseits des Sonnensystems. eines kleineren Kosmos in einem größeren. „In diesem Fall verwirklichen sich alle Möglichkeiten des Menschen in der Sonne.

zu einem dritten Mikrokosmos — dem Molekül. so können wir sagen. 315 . daß der nächste Kosmos das Elektron ist. das heißt ein Kosmos in sich ist. all die Gespräche zu rekonstruieren.„Auch kann die Erde nicht als dreidimensionaler Körper betrachtet werden. dann werden die mikroskopischen Zellen." Es ist schwer. daß die Wissenschaft mit der Zeit andere feststellen wird. und die Sonne ist keine Kugel. aber das Prinzip wird immer das gleiche bleiben. die die nächste Stufe.Zellen'.Elektronen'. daß die Kette der Kosmen mit dem Mikrokosmos zu einem Ende kommt. zu ihm ungefähr im gleichen Verhältnis stehen wie er selbst zum organischen Leben auf Erden. Nur im Ruhezustand wäre sie dreidimensional. Besonders oft kam ich auf G. sondern eine Art Spindel innerhalb dieser Spirale. die um die Sonne kreist. setzt sich aus Milliarden von Molekülen zusammen. Die Erde ist keine Kugel. das ich lösen konnte und mußte. während ihre Bewegung um die Sonne die Erde vierdimensional macht. Auf diese Weise kommen wir zu einem. sondern eine Spirale. die sich an der Grenze der mikroskopischen Sichtbarkeit befindet. aus denen sein Körper besteht. „Weiterhin stellen sieben Kosmen eine Dimensionen-Periode dar. Wenn wir noch weitergehen. sind möglicherweise sehr unvollständig. den nächsten Kosmos. Die Spirale und die Spindel zusammen müssen im nächsten Kosmos eine seitliche Bewegung ausführen. da uns weder die Art noch die Richtung der Bewegung bekannt ist. Wenn der Mensch ein Mikrokosmos. die wir damals über die Kosmen führten. Hier war ein Rätsel. aber das Ergebnis dieser Bewegung können wir nicht kennen. und die niedrigen Kosmen werden immer in genau diesem Verhältnis zum Mikrokosmos stehen.'s Worte über die VcrBcfaiedenhdt der Zeit in den verschiedenen Kosmen zurück. Ihre Bewegung um ihre eigene Achse macht sie zu einem fünfdimensionaien Körper. darstellen. und zu einem vierten Mikrokosmos — dem Elektron. Eine mikroskopische Zelle. nämlich . Diese Einteilungen und Definitionen. . zweiten Mikrokosmos — der Zelle. aber dies heißt nicht. es mag sein.Moleküle* und .

Alles andere stimmte mit G. Die Idee von zwei Kosmen in der mikroskopischen Welt. zu versuchen. als es mir zum erstenmal gelang. war die „Zelle". das heißt die Vorstellung von zwei mikroskopischen Individuen. nahm ich den Menschen als Mikrokosmos an. zusammenzufassen. aber mangels anderer konnte man sie annnehmen. alles. trotzdem ich diese Bezeichnung nicht verstand. warum das organische Leben auf Erden der „dritte" Kosmos sei.Tabelle der Zeiten in den verschiedenen Kosmen" zu konstruieren. da ich nicht imstande gewesen wäre. Jetzt möchte ich nur noch. Aber der Name ist bedeutungslos.'s System überein. Unterhalb des Menschen. ist in der Bakteriologie allgemein bekannt. daß G. Durch einen solchen Aufbau wurde zweifellos eine vollständige Inkommensurabilität zwischen den Kosmen begründet oder beibehalten. das heißt der nächste kleinere Kosmos. Weder „Molekül" noch „Elektron" schienen mir sehr vernünftige oder zulässige Bezeichnungen zu sein. weiterentwickelt. nachdem wir das erstemal von ihr gehort hatten. 316 . Aber von dieser Tabelle will ich später sprechen. erklärte. die Frage zu beantworten. sondern eine ziemlich große Zelle. welches ich „Tritokosmos" nannte. was ich über den Gegenstand dachte. wie zum Beispiel die Embryo-Zelle des menschlichen Organismus. Die Idee der Kosmen wurde erst ein Jahr. nämlich im Frühling 1917. Der nächste Kosmos war das Molekül und der nächste das Elektron.Nachdem ich mich endlich entschlossen hatte. Nicht jede Zelle und nicht eine Zelle unter jeder Bedingung. hinzufügen. die sich voneinander so unterscheiden wie der „Mensch" von einer „großen Zelle". die Bezeichnungen der Kosmen und den Ursprung dieser Bezeichnungen niemals. Als nächsten Kosmos in Beziehung zum Menschen nahm ich das „organische Leben auf Erden" an. wie er es versprochen hatte. Und später Wurden durch dieses System viele interessante Konstruktionen möglich. das heißt das Verhältnis von Null zu Unendlich wurde aufrechterhalten. eine . Als nächsten Kosmos konnte man eine kleine ultramikroskopische Zelle annehmen.

So ein Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt. der sterben muß. . Gleichnisse und so fort „An einer anderen Stelle heißt es: „.Wenn ein Mensch erwacht. „Zu Beginn wollen wir den wohlbekannten Text über den Samen nehmen. Aber zuerst ist es notwendig. wovon wir im Augenblick sprechen. muß er erst aufwachen. kann er geboren werden. „In Beziehung zu dem." 317 . muß er zuerst sterben. sie auf die richtige Weise zu behandeln. und vor allem werden Sie einsehen. und wir werden oft darauf zurückkommen. Aber von Zeit zu Zeit werden wir verschiedene Bibeltexte zum Ausgangspunkt unserer Diskussionen nehmen. sagte G. aber wenn es stirbt. kann er sterben: wenn er stirbt. „Es gibt ein Buch von Aphorismen.ELFTES KAPITEL aus den Evangelien gefragt". Ich habe dieses Buch schon in Verbindung mit der Frage über die Bedeutung des Wissens erwähnt und habe damals einen Aphorismus dieses Buches zitiert.' I ch werde oft über verschiedene Texte. aber um geboren zu werden. bringt es viele Früchte. bleibt es allein. Das wird Sie lehren. von den Evangelien zu sprechen. daß in den uns bekannten Texten die wichtigsten Punkte gewöhnlich fehlen. das niemals veröffentlicht wurde und wahrscheinlich auch nie veröffentlicht werden wird.' „Dieser Text hat viele verschiedene Bedeutungen. und um zu sterben. das in diesem Text enthaltene Prinzip in seiner vollen Anwendung auf den Menschen zu kennen. sagt das Buch folgendes: „. Dies erfordert viel mehr Wissen. um geboren zu werden. bei einer Gelegenheit „Meiner Meinung nach ist die Zeit für uns noch nicht gekommen.Ein Mensch kann geboren werden.

ihn daran. die Tatsache. sogar an seinen Leiden.. dann würde er dadurch gehindert. und würde er geboren. Trotzdem ist dies gerade da» Wesentliche. .Wachet. möglicherweise an seinen Leiden noch mehr als an allem anderen.Geborenwerden'. sterben und geboren werden. in der er sich befindet.Aufwachen'. Aber wie kann man sie zum Sterben bringen? Sie wollen nicht sterben. „Wir haben schon genug über die Bedeutung des . damit das große Ich geboren werden kann. Erwachen bedeutet die eigene Nichtigkeit erkennen. er hängt an seiner Einbildung. was dies bedeutet. hindert ihn am . Dies bezieht sich auf den Beginn eines neuen Wachstums des Wesenkerns. zu . die ihn in der Lage festhalten. Hier kommt die Möglichkeit des Erwachens zu Hilfe. ohne erwacht zu sein. sind miteinander nicht in Verbindung gebracht. daß er noch nicht erwacht ist.Sterbens' und viele Male auf die Notwendigkeit des . Wenn Sie die Bibel aufmerksam studieren.unsterbliches Ding' werden. Das Hängen an den Dingen. das heißt er muß sich von tausend kleinlichen Bindungen und Identifizierungen freimachen. oder jedenfalls zu beginnen. . verschiedene Male auf die Notwendigkeit des . „Um aber fähig zu werden. ohne gestorben zu sein.Geborenwerdens' gesprochen. An allem in seinem Leben hängt er. das heißt die eigene vollständige und unbedingte Mechanisiertheit und Hilf- 318 . werden Sie sehen. muß ein Mensch sterben. es zu erreichen. .gestorben' ist. Diese Ichs müssen sterben. ohne vorher gestorben zu sein. Wenn ein Mensch geboren wird.Erwachens' — . denn ihr wisset nicht den Tag noch die Stunde. So hindert die Tatsache. den Beginn der Bildung von Individualität. kann er ein .„Wir müssen herausfinden. Dies sind drei aufeinanderfolgende Zustände. daß oft auf die Möglichkeit des Geborenwerdens hingewiesen wird.' und so fort.sein'. dies zu erreichen. Er muß sich davon freimachen.geboren' zu werden. „ . Aber diese drei Möglichkeiten des Menschen. die Identifizierung mit den Dingen erhält tausend nutzloser Ichs im Menschen am Leben.. an seiner Dummheit.Sterben'. kann er nicht geboren werden. erwachen oder nicht schlafen. Wenn ein Mensch stirbt. den Beginn der Entstehung eines unteilbaren Ich. daß ein Mensch noch nicht .Sterben'.

Man muß es an klaren. sondern tatsächlich zu sterben und tatsächlich und für immer all die Seiten seines Wesens abzulegen. daß er es nicht tun kann. Diese Aspekte sind erstens seine . wird er in sich viele Dinge sehen. Damit fühlt der Mensch seine eigene Nichtigkeit. seine Hilflosigkeit und seine Nichtigkeit. sein Geschmack. „Dieses dauernde Bewußtsein seiner Nichtigkeit und seiner Hilflosigkeit wird einem Menschen schließlich den Mut verleihen. was für Anstrengungen er auch macht. daß alles. „Aber um eine Sache immer zu sehen. sein .sterben'. wie er wirklich ist. Überzeugungen. es abzulegen. seinen . sich ein wenig kennenzulernen. seine . sein . daß nichts. sobald er sich zu erkennen beginnt.Initiative'.TunKönnen'. einen Augenblick. und andererseits sieht er ein. Daran erkennt er sein Unvermögen. das heißt. wie es war. das heißt nicht nur im Geist oder in seinem Bewußtsein zu sterben. seine Gewohnheiten.Kräfte'. Aber ganz gleich. Alle neuen 319 . sondern sich entweder durch Nachahmung gebildet haben oder fertig von irgendwo übernommen worden sind.losigkeit einsehen. Gedanken. muß man sie zuerst überhaupt sehen. die vom Gesichtspunkt seines inneren Wachstums entweder unnötig sind oder es hindern. er fühlt. zu .Willen'. einfachen und konkreten Tatsachen. Und es genügt nicht. die ihn entsetzen müssen. dies philosophisch in Worten zu wissen. Wenn der Mensch beginnt. es zu beenden. seine Ansichten. und wenn auch nur für eine Sekunde. sogar Fehler und Laster nicht sein Eigenes sind. Solange der Mensch nicht über sich selbst entsetzt ist.Bewußtsein'. was er hat.Individualität'. kann er sich so sehen. an den Tatsachen des eigenen Lebens erkennen. Stellen Sie sich vor. jemand hat etwas in sich gesehen. sein Eigenes ist. daß alles so bleibt. weiß er noch nichts über sich selbst. was er als sein Eigenes betrachtet hat. Schluß damit zu machen.falschen Ichs' und dann weiter all die phantastischen Vorstellungen über seine . und es nie wieder vergessen. was ihn entsetzt Er entschließt sich. seine . sondern für dauernd. Und wenn ein Mensch seine Nichtigkeit fühlt. seine .Entschlossenheit* und so fort. und zwar nicht nur für eine Sekunde.

später erscheinen sie öfter und halten länger vor. und ihn in der Gewalt seiner Träume lassen. sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch. „Es gibt eine östliche Erzählung. für kurze Augenblicke zu erwachen. daß der Mensch in seinem hypnotischen Zustand verbleibt.Kräfte und Fähigkeiten zur Einsicht kommen auf ein und die gleiche Weise zustande. Dies wäre schwierig und sogar menschenunmöglich. zu handeln. die den Menschen daran hindern. und vor allem liefen sie fort. das Wesen der Kräfte zu kennen. und ihnen dies nicht lieb war. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst. noch wollte er die Weide. nachdem man gewisse Anstrengungen gemacht. daß der Schlaf. in dem man sich befindet. in der Absicht aufzuwachen. weil sie wußten. und dieser hypnotische Zustand wird dauernd in einem aufrechterhalten und verstärkt. Zuerst muß man beginnen. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald. Aber man muß auf einmal und für immer sterben. bis sie schließlich nach sehr langer Arbeit bleibend werden. Nun war dieser Magier sehr geizig. Es muß wohl Kräfte geben. Es ist unmöglich. mit einem Zaun umgeben. auf einmal ganz zu erwachen. eine gewisse Entscheidung gefällt hat. sondern ein hypnotischer Schlaf ist Man ist hypnotisiert. die Wahrheit zu sehen und seine Lage zu erkennen. die den Menschen in seinem Schlafzustand festhalten. aufzuwachen. daß ihnen die Haut 320 . die von einem sehr reichen Magier handelt. „Zuallererst muß man einsehen. auf der seine Schafe grasten. „Aber es gibt tausend Dinge. Er wollte keinen Schäfer anstellen. nicht ein normaler. Um bewußt. der sehr viele Schafe hatte. daß der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte. bestimmte Hindernisse überwunden. „Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. für die es nützlich und vorteilhaft ist. Zuerst erscheinen sie wie ein kurzes Aufleuchten in seltenen und kurzen Augenblicken. fielen in Abgründe. und die ihn daran hindern. Das gleiche gilt für das Erwachen. ist es notwendig. wenn ihm nicht das langsame und allmähliche Erwachen vorausginge. von der es kein Zurück mehr gibt.

daß sie überhaupt keine Schafe seien. welche die Stelle einer wirklichen Funktion einnimmt.okkulten' Literatur ist Ihnen jedenfalls schon der Ausdruck . daß er.abgezogen würde. und daß sie darum keinen Grund hätten. sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. „In der sogenannten . wie diese Okkultisten das Wort irgendwo gefunden. Sie liefen nie wieder weg. sondern warteten ruhig auf den Tag. daß er bereit sei. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen. anderen.Kundalini' begegnet. Dies ist völlig falsch. der seine Herde so liebe. weil Kundalini in allem sein kann. daß es möglich sei. „In Wirklichkeit ist Kundalini die Macht der Einbildung. Es ist sehr merkwürdig. Dieser Ausdruck wird oft gebraucht. und drittens suggerierte er ihnen. Zweitens suggerierte er ihnen. das . „Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. sie wären Menschen und wieder anderen. die Macht der Phantasie. das heißt mit der Vorstellung. wenn 321 .Feuer der Kundalini' oder die »Schlange der Kundalini'. daß. wieder anderen. um eine Art merkwürdiger Kraft zu bezeichnen. Und vor allem ist Kundalini überhaupt nichts Ersehnenswertes oder für die menschliche Entwicklung Nützliches. die im Menschen vorhanden ist und erweckt werden kann. sie wären Löwen. aber seine Bedeutung vollständig verändert und aus einer sehr gefährlichen und schrecklichen Sache etwas gemacht haben. an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde. jedenfalls nicht am gleichen Tag. alles in der Welt für sie zu tun. der Magier. wenn ihnen irgend etwas geschehen sollte. Aber keine der bekannten Theorien hat eine richtige Erklärung für die Kundalini-Kraft. was begehrenswert erscheint und wie ein Segen ersehnt wird. es nicht gerade jetzt geschehen werde. sie wären Adler. sie wären Magier. Geschlechtsenergie für andere Zwecke zu verwenden. Wenn ein Mensch träumt. darüber nachzudenken. „Diese Erzählung ist eine gute Veranschaulichung der menschlichen Lage. einigen von ihnen suggerierte er. Manchmal wird sie mit dem Geschlecht. mit der Geschlechtsenergie in Zusammenhang gebracht. anstatt zu handeln. ein guter Herr sei.

einzuschlafen. ein Löwe. und mit ihrer Hilfe können alle Zentren sich mit dem Eingebildeten an Stelle des Wirklichen begnügen. daß er nicht schlafe. mit zehnfacher Energie auf ihn zu wirken. beim hypnotischen Schlaf ist das anders. daß er wach sei oder aufwache. die ihn veranlaßt haben. um sich zu vergewissem. „Theoretisch kann er es. könnten sie auch nicht für eine Sekunde bleiben. denn sobald ein Mensch für einen Augenblick aufwacht und seine Augen öffnet. bevor er endlich erwacht. lebt unter der Macht der Kundalini. die sie in ihrem hypnotischen Zustand festhält. Er sagt sich. aber die Menschen vermögen ihn nicht zu sehen. wie sie sind. in Wirklichkeit jedoch fährt er fort zu schlafen — und dies kann einige Male geschehen. jedenfalls nicht zu Beginn des Erwachens. die in ihm wirkt. wenn er einmal aufgewacht ist. um sie in ihrem jetzigen Zustand festzuhalten. aber praktisch ist es fast unmöglich. Wenn sie wirklich ihre wahre Lage sehen und verstehen könnten. und er schläft sofort wieder ein. Kundalini kann in allen Zentren wirken. der Mensch kann sich nicht zwicken. Sie würden nach einem Ausweg suchen und ihn auch schnell finden. daß er wach sei. die in die Menschen gelegt wurde. einfach weil sie hypnotisiert sind. aber nicht kann. es gibt keine objektiven Kennzeichen. Aber beim normalen Schlaf ist er. Kundalini ist die Kraft. wie entsetzlich sie ist.enthypnotisiert' werden. in einem anderen Zustand. was Gott verhüten möge. so ist es die Kraft der Kundalini. „Kundalini ist eine Kraft. wobei er sehr oft träumt. ein Mensch irgend etwas von objektiven Kennzeichen gehört 322 . ein Adler oder ein Magier zu sein. wenn er sich einbildet.Erwachen' bedeutet für einen Menschen . das sich für einen Löwen oder einen Magier hält. „Es gibt gewisse Zustände im gewöhnlichen Schlaf. denn es gibt keinen organischen Grund für den Schlaf. weil es einen Au^^eg gibt. beginnen alle die Kräfte. Hierin liegt die Hauptschwierigkeit und hierin liegt auch die Garantie für diese Möglichkeit. in denen ein Mensch aufwachen möchte. Ein Schaf.seine Träume den Platz der Wirklichkeit einnehmen. . und der Mensch kann erwachen. Und wenn.

ist ein Schock nicht genug. Was ist dann der Zweck eines solchen Menschen? Und jemand. und nach einer gewissen Zeit schläft er darum nur um so besser. Man kann durch eine Weckuhr geweckt werden. und immer neue. Im Laufe der Zeit kann dies einem Menschen helfen. „Es gibt auch die Möglichkeit. daß ein Mensch von sich aus all die Arbeit des Aufziehens. aufzuwachen. durch mechanische Mittel geweckt zu werden. muß man aufwachen. muß man sich ihrer erinnern. Viel wahrscheinlicher ist. der die Schwierigkeit des Erwachens voll begreift. Weckuhren müssen aufgezogen werden. wird sich wahrscheinlich weigern. wenn alle schlafen? Er wird jemanden anstellen. der Mensch gewöhnt sich an alle Wecker. kann verstehen. Aber wen kann er anstellen. „Was ist denn im allgemeinen notwendig. Aber es besteht nur sehr wenig Aussicht. „Nur der. er jemanden anstellen muß. Aber auch hier gibt es wiederum verschiedene Schwierigkeiten. Das Dumme ist jedoch. der ihn eine längere Zeit hindurch dauernd schüttelt. Aber wenn einer fest schläft. Darum müssen die Wecker ständig gewechselt und immer wieder neue erfunden werden. der ihn aufwecken soll. wenn jemand erwachen will. Und was noch schlimmer ist. Folglich muß einer da sein. der wirklich wach bleiben kann. um sie aufzuziehen. um sich ihrer zu erinnern. die einen nicht schlafen lassen. aber auch dieser schläft ein. daß. dann verwandelt Kundalini dies alles sofort in Einbildung und Träume. daß diese Arbeit bald in Schlaf 323 . viel wichtigere Arbeit auszuführen haben. dann benötigt man eine lange Reihe dauernder Schocks. des Erfindens und des Wechseins der Uhren ohne fremde Hilfe durchführen wird. Oder man muß sich mit Weckuhren umgeben. um einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Ein heftiger Schock ist notwendig. daß zum Erwachen lange und harte Arbeit notwendig ist. Viele Weckuhren sind notwendig. der diese Schocks erteilt.hat. daß man sich viel zu schnell an die Weckuhr gewöhnt und sie bald nicht mehr hört. Ich sagte schon früher. seine Zeit auf das Wecken des anderen zu verschwenden: er wird eine eigene.

und mit ihnen zusammenarbeiten. nach anderen Leuten Ausschau halten. „Infolgedessen ist zum Erwachen eine Verbindung von Anstrengungen nötig. die aufwachen wollen. Wenn mehrere Menschen beschließen. und nötig ist auch. aber der einundzwanzigste wird wach sein und die übrigen wecken. daß zwanzig von ihnen schlafen.übergeht. daß man dauernd neue Wecker erfinde. einer allein leicht über sein Erwachen täuschen und einfach einen neuen Traum für Erwachen halten. Zusammen können sie einander sehr große Hilfe leisten. sie aufziehe und wechsle. zusammen gegen den Schlaf zu kämpfen. „Einer allein kann nichts tun. und damit schläft er nur um so fester. Und natürlich helfen sie lieber. die auch aufwachen wollen. sagen wir. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Außerdem kann sich. Wecker zu haben. Ohne diese Voraussetzungen können keine Anstrengungen irgendwelche Ergeb- 324 . ist ein Wissen nötig. nötig ist. werden sie sich gegenseitig wecken. Nötig ist. „Vor allem anderen braucht er Hilfe. daß jemand den Betreffenden wecke. Diejenigen. die helfen können. Die Arbeit muß organisiert werden und einen Führer haben. nötig ist es. und im Schlaf träumt er dann davon. „Aber um all dies zu erreichen und zu wirklichen Ergebnissen zu kommen. zwanzig oder dreißig Menschen. ein zweiter eine andere. der ihn weckt. denn um eine solche Arbeit zu beginnen und zu organisieren. daß er Weckuhren erfinde. muß eine gewisse Anzahl von Menschen zusammenarbeiten. Genau so verhält es sich dabei mit Weckuhren. als nur einem einzelnen. daß jemand auf denjenigen achte. Nur dann kann sie die von ihr erwarteten Ergebnisse zeitigen. „Darum muß ein Mensch. der aufwachen will. und nachher können sie diese austauschen. schätzen ihre Zeit sehr hoch ein. wie schon früher gesagt wurde. das ein gewöhnlicher Mensch nicht besitzen kann. Es kann oft geschehen. Einer erfindet eine Weckuhr. und ohne diese Hilfe kann niemand etwas erreichen. Aber einem allein kann nicht geholfen werden.

die alle zusammen das bilden. dem sie sich. nahem und dem sie dienen.nisse hervorrufen. das heißt das Ziel des Lehrers. bevor sie nicht das Wesen und die Prinzipien der Arbeit und der damit verbundenen Ideen verstanden haben. daß die Gruppen mit einem Ziel zusammenhängen. daß alle ihre Anstrengungen und alle ihre Opfer nutzlos sind. ohne es zu wissen. „Das nächste wichtige Kennzeichen der Gruppenarbeit ist. „Die Arbeit muß organisiert werden. Aber dieses Ziel. und sie kann nur von dem organisiert werden. Für sich allein und aus eigener Initiative mögen sie großer Anstrengungen und großer Opfer fähig sein. Wenn sie dieses Ziel. dieses Ziel. ist das notwendige ausgleichende Prinzip in ihrer eigenen Arbeit. Ihre erste Aufgabe ist es. „Das erste und wichtigste Kennzeichen dieser Gruppen ist die Tatsache. Die Gruppen werden durch den Lehrer gebildet. „Keine Gruppenarbeit ist ohne Lehrer möglich. verstehen zu lernen. der ihre Methode kennt und der selbst eine so organisierte Arbeit mitgemacht hat. Für manche Leute ist dies am schwierigsten zu verstehen. Diese Gruppe steht meistens mit einer ganzen Reihe ähnlicher Gruppen auf verschiedenen Stufen in Verbindung. so bringt nichts auf Erden sie dazu. wird ihre eigene Arbeit bewußter und kann folglich zu besseren Re- 325 . Die Arbeit von Gruppen mit einem falschen Lehrer kann nur negative Resultate ergeben. daß sie nicht nach dem Wunsch und der Wahl ihrer Mitglieder zusammengestellt werden. Aber wenn ihre erste Anstrengung und ihr erstes Opfer Gehorsam sein soll. was man eine . aber diese Folterungen werden sie nicht aufwecken. Die Menschen mögen sich foltern. Und sie wollen sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen. von dem die Anfänger in der Arbeit gar keine Vorstellung haben und das ihnen auch nicht erklärt werden kann. „Gewöhnlich beginnt man seine Studien in einer kleinen Gruppe. die vom Gesichtspunkt seiner Ziele einander nützlich sein können.Vorbereitungsschule' nennen kann. verstanden haben. wenn auch noch nicht vollständig. der Typen aussucht. einem anderen zu gehorchen. der ihre Probleme und Ziele.

die man aber in anderen bemerkt Und. die man in sich selbst nicht sieht.Iwanow'. um gemeinsam gegen . Aber . zwanzig .Ichs* einer gewissen Gruppe von Menschen geschlossen wurde.Petrow' machtlos. . die man in anderen sieht. Aber.Ich' ist gegen . . in denen man sich selbst sieht. Einer allein kann sich selbst nicht sehen. wie ich gerade gesagt habe. das heißt gegen ihre eigenen »falschen Persönlichkeiten'. Gleichzeitig lernt man auf dem Weg des Selbst-Studiums. Es ist eine allgemeine Eigenschaft der menschlichen Natur. und mit Gewalt aufgeweckt werden muß. der die Arbeit in einer Gruppe beginnt. dann werden sie sogar unwillkürlich gegenseitig einander helfen. Petrow besteht aus zwei Teilen — . „Eine Gruppe ist gewöhnlich ein Pakt. 326 . Die Arbeit des Selbststudiums kann nur in dazu eigens organisierten Gruppen geschehen. So dienen einem die Mitglieder der Gruppe als Spiegel. der zwischen den . Jetzt können sie sich als stärker erweisen als er ist.sultaten führen. aufzuwachen. wie ich schon sagte. daß man selbst die Fehler besitzt. und der andere Teil ist Jwanow'.Petrow'. „Nehmen wir Petrow. daß zwanzig Menschen da sind.Ichs' beginnen nun gegen einen . der überhaupt keine Lust hat. .Zacharow'. Auf jeden Fall können sie seinen Schlaf stören und er kann nicht mehr so friedlich schlafen wie zuvor. daß man leichter die Fehler der anderen sieht als seine eigenen. muß ein Mensch sehr auf der Hut und sehr aufrichtig mit sich selbst sein.Ich' und . Nehmen wir nun an. Und es gibt viele Dinge.Petrow' ist der Herr. kann das Ziel des Lehrers am Anfang meist nicht erklärt werden. der aufwachen möchte.Petrow' oder . Aber wenn eine gewisse Anzahl von Leuten sich zu diesem Zweck vereint.Petrow' oder . daß er nicht nur einer ist: ein Teil von ihm ist der Mensch. „Das erste Ziel eines Menschen. Aber um sich selbst in den Fehlem der anderen und nicht nur die Fehler der anderen zu sehen. muß das Selbst-Studium sein.Zacharow' anzukämpfen. Und das ist j a die Absicht. daß diese Eigenschaften die eigenen sind.Petrow' zu kämpfen. „Er muß sich immer wieder daran erinnern. in diesem Falle weiß man.

weil der Austausch von Beobachtungen einer der Zwecke ist. Es wird ihnen klar. zu denen die Gruppe da ist. aus etwas ein Geheimnis zu machen. das zu begreifen. aus ihrer eigenen persönlichen Erfahrung zu lernen. „Ein Grund für diese Beschränkung ist die Tatsache. sie an ihrem Recht zu hindern. Gleichzeitig beginnen sie auch zu verstehen. das in der Gruppe Gesagte richtig wiederzugeben. die Arbeit irgendwann zu beginnen. irgend etwas in Verbindung mit der Arbeit zu verstehen.„Weiterhin beginnt man in der Arbeit des Selbst-Studiums Material zu sammeln. daß sie unfähig sind. jede Möglichkeit versperren. In anderen Worten: es muß ihnen klar sein. erstens Allgemeinbedingungen für alle Mitglieder und zweitens individuelle Bedingungen für individuelle Mitglieder. das 327 . das ganze Material zu benützen. daß sie alles geheimhalten müssen. „Dies ist eine unerläßliche Bedingung. das aus der Selbst-Beobachtung stammt. daß sie unfähig sind. was in den Gruppen gesagt wird. ferner schaffen sie Eich selbst sehr viele Schwierigkeiten und noch viel mehr Unannehmlichkeiten für die Zukunft. wieviel Zeit und wieviel Erklärung dazu notwendig ist. „Wenn eine Gruppe organisiert wird. die ihnen nahestehen. wieviel Anstrengung. deren Sinn ihnen gleich von Anfang an klar sein muß. daß gar nicht versucht wird. was nicht wesentlich ein Geheimnis ist. „Die Allgemeinbedingungen bei Beginn der Arbeit sind gewöhnlich folgender Art. Zwanzig Menschen werden zwanzigmal soviel Material haben. daß sie ihren Freunden dadurch. was sie in der Gruppe hören oder erfahren. was sie selbst gelernt haben. ihren Freunden eine richtige Vorstellung von dem zu geben. sondern auch für alle Zeit danach. daß sie ihnen falsche Vorstellungen vermitteln. Wenn ein Mensch trotzdem versucht. Sie beginnen sehr bald. werden ihren Mitgliedern verschiedene Bedingungen gestellt. Vor allem wird allen Mitgliedern einer Gruppe erklärt. Und jeder von ihnen wird fähig sein. oder mit ihren Freunden auszutauschen. und daß ebensowenig eine Absicht besteht. ihre Ansichten mit denen. und zwar nicht nur während sie Mitglieder sind.

Aber wenn ein Mensch dies versteht oder wenigstens diese Regel befolgt. Entweder beginnen die Menschen mit ihm zu argumentieren. daß er ihren Theorien zuhöre. sich als emste und vernünftige Wesen zu betrachten. sich mit dem Gedanken vertraut zu machen. und in diesem Fall ist Schweigen die schwierigste Enthaltsamkeit von allen. in einem völlig anderen Sinn aus. „Die nächste Forderung. Wenn ein Mensch sich daran hält und dessen eingedenk bleibt. „Aber für viele Menschen ist es sehr schwierig. beginnt er eine Seite dieses Vorbehaltes zu begreifen. was er ihnen erzählt. daß eines ihrer Haupt-Kennzeichen überflüssige Gesprächigkeit ist. oder sie deuten alles. die er früher nie bemerkt hat. die sich für schweigsame Wesen halten und Einsamkeit und Beschaulichkeit lieben. oder für diejenigen. so wird dies für ihn die bestmögliche Übung zur Selbst-Erinnerung und zur Entwicklung seines Willens sein. einen wie großen Platz in seinem Leben das Lügen oder auch nur die Unterdrückung der Wahrheit einnimmt. der. „Die andere und nicht weniger wichtige Seite besteht in der Tatsache. beginnt er Seiten in sich zu sehen. Er möchte mit jedem.in den Gruppen Gehörte seinen Freunden weiterzugeben. und ohne ihm zuhören zu wollen. wird er sehr schnell davon überzeugt werden. ist die. Wenn er dies sieht und die Nutzlosigkeit solcher Versuche versteht. seine Gedanken mitzuteilen. daß Versuche in dieser Richtung zu völlig unerwarteten und unerwünschten Ergebnissen führen. Der Mensch kann weder mit sich selbst noch mit anderen auf- 328 . „Auch das muß klar und richtig verstanden werden. darüber sprechen. falsch und legen alles. daß sie dem Lehrer der Gruppe die volle Wahrheit sagen müssen. Nur ein Mensch. wenn nötig. daß es für den Menschen sehr schwierig ist. Und aus diesem Grunde ist diese Forderung besonders wichtig. schweigen kann. wie er es nennt. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. zu schweigen. die ihn interessieren. Dies ist der mechanischste aller Wünsche. erwarten sie von ihm. Der Mensch ist sich nicht bewußt. was sie von ihm hören. dem er gewohnt ist. kann Herr seiner selbst werden. die gewöhnt sind. und dies ist vor allem für Menschen schwer. über Dinge.

warum sie zur Gruppe kamen. aufrichtig zu sein. eine Neigung zu argumentieren. seinem Lehrer zu mißtrauen. daß die Mitglieder der Gruppe arbeiten. daß sie sich erinnern müssen. als sich die Schüler erinnern. daß sie besser verstehen. Er bildet sich ein. und zwar nicht so zu lernen und an sich zu arbeiten. daß es von ihm abhänge. wenn sie Mangel an äußerer Achtung in bezug auf den Lehrer zeigen. Schroffheit. Und in diesem Fall ist es besser für ihn. Mangel an Respekt für ihn. wenn sie finden. macht dies seine Anwesenheit in der Gruppe vollständig nutzlos und ist noch schlimmer. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. daß sie arbeiten. „Wenn ein Mensch beginnt. ist die. dem Lehrer zu mißtrauen und dies auszudrücken beginnen. „Außer den aufgezählten grundsätzlichen Forderungen wird natürlich erwartet. sondern wie es ihnen geheißen wird. Wenn sie nur der Gruppe beiwohnen und nicht arbeiten. wie sie es selbst verstehen. zu gehen und nach einem anderen Lehrer Ausschau zu halten. „Die nächste Forderung. um zu lernen und an sich zu arbeiten. aber auf jeden Fall wird es weniger schaden als Lüge. denn die Arbeit ist nur solange möglich. daß es eines der schwierigsten Dinge auf Erden ist. aufrichtig zu sein oder nicht. ohne einen solchen zu arbeiten. Widerstand oder Mißtrauen gegenüber dem Lehrer. wenn sie seine Handlungen kritisieren. Sie kamen. oder zu versuchen. Verheimlichung. Dadurch wird er zwar nichts erreichen. Wenn er den Lehrer absichtlich belügt oder mit ihm unaufrichtig ist oder etwas unterdrückt. beendet dies sofort jede Möglichkeit weiterer Arbeit. wie die Gruppe geführt werden sollte. als wenn er zu ihm oder in seiner Anwesenheit grob oder unhöflich ist. wenn es notwendig ist. wird der Lehrer für ihn überflüssig und er wird für den Lehrer überflüssig. Darum muß er dies lernen und vor allem es zuerst in Beziehung auf den Lehrer der Arbeit lernen. und vor allem. oder wenn sie ihre bloße Anwesen- 329 . Ungeduld. Er versteht nicht einmal.richtig sein. daß sie zum Lernen und nicht zum Lehren gekommen sind. sobald sie in der Gruppe sind. die Wahrheit zu sagen oder nicht. zu lernen. sondern sich bloß einbilden. Wenn sie.

desto besser ist es für sie und für die anderen. sie müssen schwierig. „In Wirklichkeit sind die Regeln die erste und Viaupthilfe. dann ist ihre Anwesenheit in der Gruppe gleichfalls vollständig nutzlos. „Sehr oft geschieht es bei Beginn einer Arbeit. daß die Regeln nicht das Ziel verfolgen. Wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und dies verstehen würden.als ob sie wären'. Da sie aber nicht fähig sind.hcit in der Gruppe für Arbeit halten. Und an die Regeln erinnert zu werden. Es ist klar. Die Regeln sind die Wecker. wie sie sich den Menschen außerhalb der Arbeit. welche für alle Mitglieder einer Gruppe verpflichtend sind. sich seiner selbst zu erinnern. angenehm oder bequem sein. die den schlafenden Menschen wecken. das heißt. Die Regeln verfolgen ein bestimmtes Ziel: die Schüler sich so benehmen zu lassen. ihre Anwesenheit in der Gruppe als Zerstreuung betrachten. wie es oft geschieht. und zweitens helfen sie ihm. scheint ihnen böser Wille oder Unzufriedenheit seitens des Lehrers. dann wären keine Regeln nötig. alles zu vermeiden. die die Arbeit dem Schüler gibt. oder wenn sie. . unangenehm und unbequem sein. daß den Mitgliedern einer Gruppe die eine oder andere Regel nicht gefällt. Und je schneller sie weggeschickt werden oder von selbst gehen. „Die aufgezählten grundsätzlichen Forderungen bilden das Material für die Regeln. Aber der 330 . In erster Linie helfen die Regeln jedem. der arbeiten möchte. den Menschen in der Arbeit und dem Lehrer gegenüber benehmen sollten. daß sie sich benehmen würden. sich ihrer selbst zu erinnern und dies bei Beginn der Arbeit zu verstehen. was ihn an der Arbeit hindern oder ihm schaden könnte. Im Gegenteil. wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und verstehen würden. Und sie fragen sogar: können wir nicht ohne Regeln arbeiten? Die Regeln scheinen ihnen eine unnötige Beschränkung ihrer Freiheit oder eine unangenehme Formalität zu sein. durch die sie angenehme Bekanntschaften und so weiter machen. ihn zu zerstreuen oder zu befriedigen oder ihm die Dinge zu erleichtern. darum sind Regeln unerläßlich. und Regeln können niemals leicht. sonst können sie ihren Zweck nicht erfüllen.

bezieht sich auf wirkliche Gruppen in Verbindung mit wirklicher. die jedem Menschen einzeln gestellt werden und sich gewöhnlich auf seinen . der gewissermaßen sein Zentrum ausmacht. was bisher gesagt wurde. solche Regeln zu entwickeln. Der Lehrer muß ihn auf diesen Zug hinweisen und ihm zeigen. Der eine Mensch redet zuviel. Dieses Ziel ist die Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit. Und so ist es immer und mit allem. Dies ist praktisch ein Gesetz.Mensch. Ein anderer Mensch schweigt. Wiederum kann hier der einzelne seinen eigenen Zug. er muß lernen zu schweigen. „Jeder Mensch hat in seinem Charakter einen bestimmten Zug. schadet dem anderen. zu den nächsten und viel schwierigeren Stufen der Arbeit übergehen zu können. „Das Studium des Hauptfehlers und der Kampf dagegen stellen tatsächlich den individuellen Weg jedes Menschen dar. Wie könnte es hier auch allgemeine Regeln geben? Was dem einen nützt. ist er so weit.Hauptfehler' oder seinen . und nur. und muß lernen zu reden. gegen diesen Hauptfehler anzukämpfen. dieihrer- 331 . Persönliche Richtlinien können nur individuell gegeben werden.Hauptzug' beziehen. Die allgemeinen Regeln für die Gruppenarbeit beziehen sich auf jeden. seinen Hauptfehler nicht von sich aus finden. die versuchen. Dies erklärt. Die persönliche Arbeit jedes Menschen muß darin bestehen. aber das Ziel muß für alle das gleiche sein. Nur wenn ein Mensch wirklich und wahrhaftig von seiner eigenen Hilflosigkeit und Nichtigkeit überz-ugt ist. ärgert sich über den Wecker und fragt: kann man denn nicht ohne Wecker aufwachen? ^. wenn er reden sollte.Außer diesen allgemeinen Regeln gibt es gewisse individuelle Bedingungen. der seine Augen für eine Sekunde öffnet. wenn er dies dauernd f^hlt. warum es hier keine allgemeinen Regeln für die Arbeit geben kann und warum alle Systeme. konkreter Arbeit. um die sich seine ganze »falsche Persönlichkeit' dreht. entweder zu nichts führen oder Schaden verursachen. „Dies erfordert gewisse Erklärungen. Er ist wie eine Achse. Kein anderer als der Lehrer kann dies tun. „Alles. wie er dagegen ankämpfen kann.

Tun' geben. die aber naive Menschen täuschen und in ihnen Glauben. er weiß etwas. Aber das. Jeder tut alles im Interesse des Guten. daß die schwarze Magie notwendig egoistisch sei. auf jeden Fall in einer Schule gewesen ist. fußt auf der Betörung und auf dem Ausnutzen menschlicher Schwächen. Dieses Kennzeichen besteht in der Neigung. Diese sind nicht ^einmal . ohne daß sie es wissen und verstehen. Schwarze Magie bedeutet keineswegs Magie des Bösen.Tun'. die Menschen für irgendein.Tun'.schwarze Magie'. Es gibt die Mechanik. zusammenhängt. was . Die schwarze Magie kann ganz altruistisch sein. hat immer ein bestimmtes Kennzeichen. und es kann nur eine Art von . ganz gleich. „Darum ist es bei der richtigen Arbeit. zu behaupten.vierte Weg' bezeichnet wurde. die keinerlei objektive Ergebnisse zeitigen kann. daß niemand jemals etwas um des Bösen willen. Ich habe schon früher gesagt. im Menschen den Zustand der Betörung hervorzurufen. daß in der schwarzen Magie ein Mensch danach strebe. indem man entweder in ihnen Glauben und Betörung hervorruft oder ihnen Furcht einflößt. ob er gut oder böse ist. nämlich das. so wie er es versteht.Tun' nicht erlaubt. kann nach dem Heil der Menschheit oder nach der Errettung der Menschheit von wirklichen oder eingebildeten Übeln streben. etwas gehört.seits mit dem. Begeisterung und sogar Fanatismus hervorrufen kann.Tun' geben. „Während dieser Vorlesungen wurden mir oft Fragen gestellt. das heißt beim richtigen . nachgeahmte Gruppen und nachgeahmte Arbeit.Tun' ist Magie. was . Betörung. was man schwarze Magie nennen kann. grüne noch gelbe Magie gibt. Was man schwarze Magie nennt.schwarzer Magier'. 332 . was als der . und ich habe darauf geantwortet. daß ein . „Hierbei dürfen wir nicht vergessen. Es kann keine zwei Arten von . Das ist ganz falsch.schwarze Magie' sei. Ebenso ist es ganz falsch. Aber es gibt viele nachgeahmte Wege. . daß es weder rote. ja sogar für das beste Ziel auszunützen. Er hat etwas gelernt. Aber es gibt eine Fälschung. und es gibt das .geschieht'. eine Nachahmung des äußeren Anscheins von . im Interesse des Bösen tut. für sich selbst etwas zu erreichen.

Im Gegenteil. anstatt sie zu verringern. statt ihre eigene Nichtigkeit zu erkennen. wenn auch auf eine falsche Weise. ob die Arbeit richtig oder falsch ist. „Zuerst ist es sehr schwierig.Lehrer'. daß die andere. wie zum Beispiel die verschiedenen . Jede . weil man von diesem Aspekt aus leichter urteilen kann. der einer Schule auch nur nahegestanden wäre. sich nicht mehr anderen unterordnen zu müssen und unabhängig arbeiten und sogar die Arbeit von anderen leiten zu können. und jeder ist befriedigt. sondern sie haben auch nie jemanden getroffen. Aber nachahmende Arbeit dieser Art verleiht sehr viel Selbstbefriedigung. das heißt sie kann die Täuschung und den Schlaf nur vermehren.schwarzen Magier' etwas lernen. wenn nicht sogar einfacher Betrug. Der theoretische Teil der Arbeit mag sich in dieser Hinsicht als nützlich erweisen. gelangen die Mitglieder solcher Kreise zur Einsicht ihrer eigenen Wichtigkeit und zum Wachstum einer falschen Persönlichkeit. was man weiß und was man nicht weiß. andere halten sich für . weil er glaubte. der entweder aus einer Schule hinausgeworfen worden ist oder sie selbst verlassen hat. Nichtsdestoweniger kann man vom . er sei ein . Ihre Arbeit besteht einfach im Nachäffen. etwas. was schlimmer ist als die . weil auch 333 . Darum sage ich. und wenn jemand behauptet.Schüler'.Er ist einfach ein . Man weiß. praktische Seite auch richtig sein dürfte. genug zu wissen. Er kann sogar manchmal zufällig die Wahrheit sagen. was man mit gewöhnlichen Mitteln lernen kann und was nicht. Einer fühlt. ob die erhaltenen Richtlinien richtig oder falsch sind.okkulten' und theosophischen Gesellschaften und Gruppen. Dies kann zu keiner Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit führen. was nicht auf die gewöhnliche Weise aus Büchern und so weiter gelernt werden kann. daß ihre Lehrer nie in einer Schule gewesen sind. Man weiß. nachzuprüfen.halbgebildeter Mensch'.Arbeit' dieser Art kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. so ist dies bis zu einem gewissen Grade eine Garantie. eine volle Garantie zu sein. Nicht nur.schwarze Magie'. so ist dies Illusion und Selbsttäuschung. daß es vieles gibt. er habe sie. Aber natürlich ist es weit davon entfernt. Und wenn man etwas Neues lernt.

zu geben.Schranken' genannt. Wenn er sieht. und er sagt nicht viel über sie. Gewöhnlich werden zu Anfang nur sehr leichte Aufgaben gestellt. der eine schwer zu überwindende Schranke gemeistert hat. nicht mehr. Alle okkulten und spiritistischen Gesellschaften und Kreise behaupten. daß er verstanden wird und die Aufgaben ausgeführt werden. dann hält er sozusagen zwischen zwei Schranken an und kann weder nach vorwärts noch nach rückwärts. gewöhn- 334 . bestimmte Aufgaben. kämpft er mit sich selbst.in seinen gewöhnlichen Schlaf. was verlangt wird. sie nicht auszuführen. „Oft geschieht es. Zu diesem Zweck gibt der Lehrer jedem Schüler bestimmte Aufgaben. gegen den eigenen Hauptzug oder Hauptfehler ist der wichtigste Teil der Arbeit und muß in Taten. Und wenn er nach Überwindung der ersten Schranke Angst vor den folgenden bekommt und nicht weitergeht. die der Lehrer nicht einmal Aufgaben nennt. „Schwierigere Aufgaben. geht er zu immer schwierigeren über. nachzuprüfen beginnt. die die Überwindung innerer Schranken erfordern.hier Fehler möglich sind. in seinen gewöhnlichen Trott zurückfallen kann. „In richtig organisierten Gruppen wird kein Glaube verlangt. was er hört. nicht in Worten vor sich gehen. die es glauben. werden . und sogar das nur für eine kurze Zeit. mit anderen Worten. desto besser ist es für ihn. sondern gibt sie nur in Form von Andeutungen. Wenn er die Aufgaben vermeidet und versucht. daß sich Leute. „Der Kampf gegen das »falsche Ich'. daß er entweder nicht arbeiten will oder nicht arbeiten kann. was einem Menschen geschehen kann. wenn sie auch nur subjektiv schwierig sind. ist einfach ein wenig Vertrauen. die bei einer Schranke. Darum ist der Lehrer bei der Wahl von Aufgaben und Schranken gewöhnlich sehr vorsichtig. so heißt das. er riskiert es nur dann. Das ist das Schlimmste. Und es gibt Menschen. deren Ausführung die Überwindung seines Hauptzuges erfordert. arbeitet er an sich. wenn der Betreffende sich schon bei kleinen Schranken genügend stark gezeigt hat. denn je schneller ein Mensch all das. Wenn ein Mensch diese Aufgaben ausführt. daß ein Mensch. Die Besonderheit der Schranken beruht auf der Tatsache. sie besäßen ein neues Wissen.

Solange man zu einem Menschen freundlich ist. wenn man ihn ein wenig kratzt? „Aber dies ist nicht die Hauptsache. vollständig zu beschreiben. absichtlich dem. Und dann beobachtet man ihn. alle möglichen Auslegungen erfinden. daß er arbeiten möchte. was ihnen an ihnen selbst offenbar geworden ist. aber wie wird er sein. und dann kann er alles hinwerfen und sich sogar endgültig gegen die Arbeit stellen. wie er sich benimmt. „Manchmal bereuen sie dies später und beschuldigen sich selbst. Und manchmal ist dies ein notwendiges Mittel. Und welche Bestrafung könnte schlimmer sein? „Es ist unmöglich.ich der kleinsten und einfachsten. die sie sonst nie zeigen würden. gegen die Arbeit. Aber viele Menschen zeigen unter solchen Umständen eine Seite ihres Wesens. ungerecht oder falsch behandelt worden zu sein. Er wird in eine solche Lage gebracht. wenn er glaubt. gegen den Lehrer und gegen die anderen Mitglieder der Gruppe wenden und sie gerade dessen zeihen. und vollständig berechtigterweise einen Groll entweder gegen den Lehrer oder gegen jemand anderen in sich trägt. wegzugehen. um zu sehen. und ob er diese Einschätzung beibehält oder verliert. wie die Arbeit in 335 . was er gehört hat. um das Wesen eines Menschen zu enthüllen. daß er verpflichtet ist. die vermittelt wurden. Manchmal wird ein Mensch absichtlich auf die Probe gestellt. „Er ist seine eigene Bestrafung. sich rechtfertigen. seine eigene Einschätzung der Ideen. Ein Mensch kann lange Zeit ganz ehrlich glauben. Ein anständiger Mensch wird sich auch dann anständig benehmen. nachdem er diese verlassen hat. Aber nichts kennzeichnet einen Menschen besser als seine Haltung gegenüber Arbeit und Lehrer. dann beschuldigen sie wieder andere. und sogar große Anstrengungen machen. „Nichts — was sollte schon mit ihm geschehen?" sagte G. stehengeblieben sind. dann bereuen sie wieder und so fort. eine falsche Bedeutung verleihen und so fort. wird er auch zu einem freundlich sein. die Hauptsache ist seine eigene persönliche Haltung." „Was geschieht dann mit ihm?" fragte einer der Zuhörer.

desto größer werden die neuen Forderungen. Eine Lüge gegenüber dem Lehrer. daß der Lehrer eine sehr schwierige Aufgabe auf sich nimmt.einer Gruppe vor sich geht". nämlich die Reinigung und Wiederherstellung der menschlichen Maschine. Aber sogar solche Maschinen. die ein Mensch macht. „Man muß es selbst erfahren. werden die Forderungen an ihn größer. ihm nur die Wahrheit zu sagen. wie zum Beispiel dessen. fuhr G. „Hier ist etwas. die mit der Arbeit fortfahren und aus der Erfahrung lernen. geheimzuhalten. Solange ein Mensch noch keine ernstlichen Anstrengungen gemacht hat. Und die erste Anstrengung. bringt die Arbeit dieses Menschen sofort zu einem Ende. „Sie müssen sich bewußt sein. wenn sie zu lügen beginnen.Schranken' bedeuten und was für Schwierigkeiten sie darstellen. werden ganz hoffnungslos. Man belügt so viel und unaufhörlich sowohl sich selbst als auch andere. „Allgemein gesprochen. 336 . die ihrer Natur nach noch gereinigt werden könnten. weigert er sich. was Sie immer im Gedächtnis behalten müssen. daß man es schon gar nicht mehr bemerkt. oder dessen. Verheimlichungen irgendeiner Art. deren Wiederherstellung in seiner Macht steht. ist. die an ihn gestellt werden. Natürlich nimmt er nur die Maschinen an. die verlangt wird. das Lügen gegenüber dem Lehrer zu überwinden. was der Mensch selbst jemand anderem gesagt hat. Wenn irgendein wichtiger Bestandteil der Maschine zerbrochen oder nicht in Ordnung ist. oder sofort alles aufgeben. sogar die unbedeutendste. deren wahre Bedeutung nur denen enthüllt werden wird. Jede Anstrengung. vermehrt die Forderungen. aber sobald er seine Anstrengungen vermehrt. was . Man muß sich entweder sofort entscheiden. „Auf dieser Stufe machen die Menschen sehr oft einen Fehler. All das bisher Gesagte waren nur Andeutungen. sind die Forderungen an ihn sehr gering. sie anzunehmen. was ein anderer gebeten hat. fort. Und je größere Anstrengungen er macht. Trotzdem muß das Lügen überwunden werden. besonders wenn er früher irgendwelche Anstrengungen gemacht hat. ist die schwierigste Schranke die Überwindung des Lügens.

die schon länger als er arbeiten. auf die gleiche Weise zu lügen. nichts zu tun. „Die zweite Schranke ist sehr oft die Überwindung der Angst. daß er heute mehr tun muß.Mangel an Achtung' werden darf.kluge Aufrichtigkeit'. wie ich schon gesagt habe. genau so. wenn er mit Leuten zusammen ist. muß er lernen. Nichts. bezüglich der Arbeit unaufrichtig zu sein und dann darüber zu schweigen. jede Möglichkeit irgendeiner Arbeit. die der Lehrer für irgendeine Aufgabe bestimmt hat. zerstört. aufrichtig sein. auf kluge Weise unaufrichtig zu sein. ist eine der ersten Forderungen die Aufrichtigkeit. Aber hier müssen wir bemerken. so heißt das. Wer nichts tut. wenn ein Mensch gestern nichts getan hat. die die an sie gestellten Forderungen verringern müßten und gleichsam eine Entschuldigung sein sollten. „Wie ich schon gesagt habe. muß er zuallererst mit seinem Lehrer und mit den Menschen. Mangel an Achtung gegenüber dem Lehrer oder gegenüber denen. daß die früher gemachten Anstrengungen. wie es eine kluge Unaufrichtigkeit und eine dumme Unaufrichtigkeit gibt. wird er niemals lernen. Aber wenn ein Mensch lernen will. und wenn er gestern irgend etwas getan hat. Aber es gibt verschiedene Arten von Aufrichtigkeit. werden heute an ihn keine Forderungen gestellt. Sie glauben. daß es besser sei. was ein Mensch gestern getan hat. Dies ist natürlich grundfalsch. Das heißt natürlich nicht. wenn sie nicht arbeiten oder später etwas falsch machen. Dies ist eine . bekommt auch nichts.dem man dauernd begegnet. Dumme Aufrichtigkeit und dumme Unaufrichtigkeit sind gleichermaßen mechanisch. 337 . ihnen irgendein Recht oder irgendwelche Vorteile geben. Es gibt eine kluge Aufrichtigkeit und es gibt eine dumme Aufrichtigkeit. die außerhalb der Arbeit stehen und diese weder verstehen noch anerkennen können. sozusagen ihre früheren Verdienste. die Wahrheit von einer Lüge zu unterscheiden. Wenn er lernen will. klug aufrichtig zu sein. Aber innerhalb der Gruppe ist Aufrichtigkeit eine absolute Forderung. entschuldigt ihn heute. Ganz im Gegenteil. daß Aufrichtigkeit nicht . denn wenn ein Mensch in der Gruppe fortfährt. wie er andere und sich selbst im Leben belügt.

Die Ängste. eingebildete Ängste. „Man muß ganz allgemein einsehen. sich zu rechtfertigen. Es ist darum in der Arbeit oft besser. Wenn ein Mensch seinen Fehler einsieht. Genau wie die Überwindung von Lügen individuell verschieden ist. Jeder Mensch hat seine nur ihm eigenen Ängste. in welcher der gewöhnliche Mensch lebt. dann kann eine kleine Übertretung das Ergebnis ganzer Jahre von Arbeit und Anstrengungen zerstören. Seine Anstrengungen und Opfer werden auf der einen Seite des Buches." 338 . Was auf der negativen Seite verzeichnet ist. Sonst wird das Ergebnis wieder Lüge. daß positive Anstrengungen und sogar Opfer in der Arbeit spätere Fehler nicht rechtfertigen oder entschuldigen. sind gewöhnlich mit den Lügen verbunden. das heißt durch eine sofortige und vollständige Beichte vor sich selbst und gegenüber den anderen und vor allem gegenüber dem Lehrer. Ganz im Gegenteil. so auch die Überwindung der Angst. die eigene Schuld zuzugeben. der schon große Opfer gebracht hat. Sie müssen sich klar sein. welche einem Menschen vergeben werden könnten. Aber dies ist wieder eine heikle Angelegenheit und darf nicht übertrieben werden. inmitten derer ein Mensch lebt. „Der Kampf gegen die Lüge in einem selbst und der Kampf gegen die Angst ist die erste positive Arbeit. von denen ich spreche. und zwar durch Angst verursachte Lüge sein. und seine Fehler und Missetaten auf der anderen Seite verzeichnet. die ein Mensch unternimmt. der noch keine Anstrengung gemacht und noch nichts geopfert hat. können einem anderen. Was auf der positiven Seite steht. kann niemals das auf der negativen Seite Stehende wettmachen. aber fortfährt. daß diese mit der Angst vor Spinnen oder Mäusen oder dunklen Zimmern oder mit unberechenbaren nervösen Ängsten nichts gemein haben. Dinge. Lügen und Ängste — das ist die Atmosphäre. wenn man nicht schuldig ist. kann nur durch die Wahrheit entfernt werden. Diese Ängste müssen zuerst erkannt und dann zerstört werden.Gewöhnlich hat ein Mensch viele unnötige. „Dies scheint ungerecht. sogar dann. nicht vergeben werden. aber man muß das Gesetz verstehen. Für jeden Menschen werden besondere Konten geführt.

eine Gruppe so. Ich müßte Ihnen in dieser Arbeit vertrauen und Sie müßten mir und sich untereinander vertrauen. „Was ist hierzu nötig? Zuallererst müssen Sie verstehen. das. wie zum Beispiel die Übertretung einer grundsätzlichen Regel. hört er auf. natürlich von innen her. sich darauf vorzubereiten. Sie hat noch eine andere Seite. was einer erwirbt. Wir werden uns vorbereiten. Und dieses Gesetz ist gut begründet. für ein bestimmtes Ziel begonnen. welche die Arbeit hindern. Der Erfolg eines einzelnen ist der Erfolg aller. indem man versucht. Eine Gruppe ist eine große Sache. wie einer. Eine Gruppe wird für eine bestimmte gemeinsame Arbeit. wenn er durch den Lehrer weggeschickt wird. der abgeschnitten ist. sondern auch für ihr Scheitern verantwortlich. Die Mitglieder einer Gruppe sind nicht nur für die Fehler der anderen. eine Gruppe zu werden. Die Teile der Maschine müssen einander kennen und einander helfen. wie sie sein sollte. Oft ist diese Regel sehr hart. Ein schwerwiegender Fehler seitens eines einzigen. Alle Mitglieder einer Gruppe sind Freunde und Brüder. Das Scheitern eines einzelnen ist das Scheitern aller. ein Freund und Bruder zu sein und wird sofort ein Fremder. nicht äußerlich. Aber es ist nur möglich. nachzuahmen. Dies ist ein Gesetz. es kann keine persönlichen Sympathien oder Antipathien geben. führt unvermeidlich zur Auflösung der ganzen Gruppe. nichts- 339 .Bei einer anderen Gelegenheit sagte G. da. und vor allem. „Eine Gruppe muß wie eine Maschine arbeiten. nachzuahmen. „Diese Regel der gemeinsamen Verantwortung muß man immer vor Augen haben. im Gespräch über Gruppen: „Glauben Sie nicht. Solange es keine allgemeine Arbeit gibt. wie Sie später sehen werden. daß wir sofort mit der Bildung einer Gruppe beginnen können. um im Laufe der Zeit eine Gruppe zu werden. In einer Gruppe können die persönlichen Interessen nicht den Interessen der anderen oder dem Interesse der Arbeit entgegengesetzt sein. wird es nur eine vorbereitende Gruppe sein. Der Fehler eines einzelnen wird als Fehler aller betrachtet. daß in einer Gruppe jeder für den anderen verantwortlich ist. gleichzeitig von allen erworben wird. aber wenn einer von ihnen weggeht. Dann wäre es eine Gruppe.

wird der andere für schuldig gehalten und muß auch weggehen.destoweniger aber ist sie notwendig. welches fast sicher gleich null sein wird. Zwei Menschen mögen lebenslang Freunde gewesen sein und zusammen einer Gruppe beigetreten sein. handelt. daß die Arbeit eines Menschen Ergebnisse in allen drei Richtungen zeitigt. wie Sie mir helfen. Mutter und Tochter und so fort. wo es sich um nahe Beziehungen. daß ich Ihnen nur in dem Maße helfen kann. gemessen werden. Darauf gab er uns einige bestimmte Aufgaben. das heißt Mann und Frau werden als ein Mitglied der Gruppe gerechnet. Später. Er kann für die Arbeit nützlich sein. so ist er dadurch auch für die Arbeit nützlich. Der Weggegangene fühlt sich gekränkt. Um dies in den Fällen zu vermeiden. Wenn ein Mensch zum Beispiel für mich nützlich ist. „Sie nehmen alles zu theoretisch".Hauptfehler' über. „Die Arbeit jedes Menschen kann in drei Richtungen verlaufen. er versteht dies nicht und sie streiten. Das Verdienst oder die Nützlichkeit der Gruppen wird durch ihre Ergebnisse bestimmt. Wenn daher einer in der Arbeit nicht fortfahren kann und weggeht. Ferner wird Ihre Hilfe vor allem am Anfang nicht nach dem tatsächlichen Ergebnis. sondern nach der Anzahl und der Größe Ihrer Anstrengungen. mit denen die Arbeit unserer Gruppe begann. Er kann für mich nützlich sein. wie Mann und Frau. Der andere hat kein Recht. und ebensowenig ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ein besonderes Verdienst. einmal einige interessante Bemerkungen zu den allgemeinen Grundsätzen der Gruppenbildung hinzu. Später geht einer von ihnen weg. zählen wir sie als einen. Und er kann sich selbst nützlich sein. 340 . kann man sich auch mit zweien zufriedengeben." Hiemach ging G. fügte G. 1917. Wenn das nicht der Fall ist. daß ich sie hier anführen muß. Ich glaube. Die Existenz der Gruppen an sich ist kein besonderes Verdienst. auf die einzelnen Aufgaben und die Bestimmung unserer . zu ihm von der Arbeit der Gruppe zu sprechen. sagte er. „Weiterhin dürfen Sie nicht vergessen. Es ist natürlich wünschenswert. als wir im Kaukasus waren. „Sie sollten jetzt schon mehr wissen.

von Anstrengungen zu sterben. Die Arbeit läßt ihn hinter sich. Bald nachdem unsere Gruppe oder „vorbereitende Gruppe" gebildet worden war. nicht gutgeschrieben und. so ist dies viel schlimmer. „Eine sehr wichtige Rolle in der menschlichen Maschine spielt eine gewisse Art von Akkumulator. so kann er nicht mit der Arbeit Schritt halten. Wenn ein Mensch selbst nicht wächst oder sich nicht wandelt. was noch wichtiger ist. zu sterben. zurück. Und so ist es immer und mit allem." Ich komme wieder auf St. die er uns gestellt hatte. wie er vorher war." „Können Über-Anstrengungen nicht gefährlich sein?" fragte einer der Zuhörer. daß er zufällig für eine kurze Zeitspanne nützlich gewesen ist. ist aber nicht imstande. dann wird ihm die Tatsache. Diejenigen. seine Nützlichkeit dauert nicht lange. zu uns über Anstrengungen in Verbindung mit den Aufgaben. sprach G. sagte er. sollten lieber alles aufgeben und sich um ihre Gesundheit kümmern. Sommer 1916. „aber es ist besser. „Natürlich können sie es". durch Anstrengungen. Die Arbeit wächst und wandelt sich. Aber wir machen davon keinen Gebrauch.. sagte G. Aber andererseits ist es nicht so leicht. wenn er so bleibt. Aber angenommen. als wir glauben. weil es nicht lange dauern kann. Wenn ein Mensch für sich nichts nimmt und sich nicht wandelt. ist er auch für mich nützlich. Kur Über-Anstrengungen zählen. der gewöhnlich besonders auf seine Gesundheit bedacht war. die keine Über-Anstrengungen machen wollen. Es gibt zwei kleine Akkumulatoren nah bei jedem Zentrum. um zu erwachen. Wir sind viel stärker.Oder wenn er für die Arbeit nützlich ist. und dann kann die gleiche Tatsache. langsam schädlich werden. Das ist eine Seite. ein Mensch ist für die Arbeit und für mich nützlich. „Sie müssen verstehen". „daß gewöhnliche Anstrengungen nicht zählen. Petersburg. sich selber zu nützen. die mit einem besonderen Stoff 341 . Sie müssen eine Eigentümlichkeit im Aufbau der menschlichen Maschine verstehen. als im Schlaf zu leben. durch die er nützlich war.

sich hinsetzen. daß das Zentrum mit dem zweiten Akku- 342 . oder an etwas anderes denken. Aber ganz unerwartet fühlt er einen neuen Zustrom von Kraft und wird wieder fähig zu gehen oder zu arbeiten. sagte er. zeichnete eine allgemeine Skizze der „menschlichen Maschine" und wies auf die Lage des großen und der kleinen Akkumulatoren und die Verbindung zwischen ihnen hin. und außerdem ist jeder von ihnen sowohl mit dem Zentrum verbunden. fühlt der Mensch sich müde. in welchem Fall sich .gefüllt sind. „Außerdem gibt es im Organismus einen großen Akkumulator. in welchem Fall sich einige . daß er einen Hügel hinaufsteigt und müde wird. wenn er geht. es zu verstehen.Rollen' im Denkapparat seines Kopfes drehen. Er würde gern aufhören. als auch mit dem großen Akkumulator. „Nehmen wir einmal an. wenn er gerade ein schwieriges Problem löst." F i g u r 41 Zentrum Akkumulatoren G. Dies bedeutet. Wenn ein Akkumulator fast leer ist. neben dem er steht.Rollen' im Bewegungszentrum drehen. daß ein Mensch arbeitet oder ein schwieriges Buch liest und versucht. der für die Arbeit des betreffenden Zentrums notwendig ist. Die kleinen Akkumulatoren sind miteinander verbunden. „Die Akkumulatoren arbeiten auf folgende Weise". der die kleineren ladet. Oder nehmen wir an. „Im ersten Fall bezieht das Denkzentrum und im zweiten das Bewegungszentrum die für ihre Arbeit notwendige Energie aus den kleinen Akkumulatoren.

oder eine Anstrengung. Der Mensch geht weiter oder arbeitet weiter. manchmal eine Anstrengung. manchmal ein Schock. und er ist mit dem ersten Akku- 343 . oder eine Zigarette. Manchmal ist eine kleine F i g u r 42 Ruhepause notwendig. Jedenfalls geht die Arbeit weiter. Inzwischen füllt sich der erste Akkumulator mit Energie aus dem großen Akkumulator. Der Mensch fühlt sich wieder müde. Nach einer gewissen Zeitspanne ist die Energie im zweiten Akkumulator auch verbraucht. um diese Verbindung zu gewährleisten. Die Arbeit des Zentrums geht weiter.mulator verbunden worden ist und ihm Energie entnimmt. „Wieder ein äußerer Schock oder eine kurze Pause.

dann kommt ein Augenblick. daß keiner der kleinen Akkumulatoren auch nur einen Tropfen Energie übrig hat. wenn die . Diesmal fühlt sich der Mensch wirklich müde. Zuckungen oder er fühlt sich krank. „Dies bedeutet. Er fällt fast um. Gewöhnlich hört der Organismus automatisch schon lange vor diesem Zeit- 344 . zu gehen oder zu arbeiten. Wenn ein Mensch die Verbindung mit dem großen Akkumulator gefunden hat. er ist nur halbvoll. wo der große Akkumulator all seiner Energie bar und entleert ist und der Organismus stirbt. „Nachdem das Zentrum wieder mit dem ersten Akkumulator verbunden ist. Aber diesmal war der erste Akkumulator nur halbvoll. Das Zentrum wird mit ihm verbunden. die er fassen kann. beginnt es.mulator verbunden. verbraucht schnell alle seine Energie und verbindet sich wieder mit dem ersten Akkumulator und so fort.Rollen' sich weiterdrehen und die Energie. aufgenommen hat. „Dann plötzlich bringt wieder eine kurze Ruhepause oder ein äußerer Schock oder eine Anstrengung einen neuen Energiezustrom. und in der Zwischenzeit hat der zweite Akkumulator nur eine Viertelfüllung erreicht. Aber es kann leicht geschehen. sich aus dem großen Akkumulator wieder aufzufüllen und nur die Hälfte der Energie. Wunder zu vollbringen. während der zweite Akkumulator mit dem großen Akkumulator verbunden wird und aus ihm Energie bezieht. und der Mensch wird noch einmal fähig zu denken. oder sein Organismus ist angegriffen. Aber natürlich. er bekommt Kopfweh. die aus Luft. ihm Energie zu entnehmen. Aber dies geschieht sehr selten. Der große Akkumulator enthält eine ungeheure Energiemenge. erste noch nicht genug Zeit gehabt hat. daß das Zentrum die Energie aus dem zweiten Akkumulator so schnell herausgesaugt hat. weiter schneller aus dem großen Akkumulator ausströmt als sie einströmt. schläft fast ein. daß das Zentrum direkt mit dem großen Akkumulator verbunden worden ist. ist er buchstäblich fähig. Essen und Eindrücken hergestellt wird. Nach einer gewissen Zeit erreicht der Organismus den Zustand. daß der. Das Zentrum verbraucht seine Energie schnell.

die von einem Menschen verlangt werden. Bewegungs. und daß viele Dinge für das Denkzentrum unerreichbar sind. die Gefahr. Unter gewöhnlichen Bedingungen wird der Mensch einschlafen oder ohnmächtig werden. wo er wegen Erschöpfung all seiner Energie stirbt. „Die kleinen Akkumulatoren genügen für die gewöhnliche alltägliche Arbeit des Lebens. ehe unsere Anstrengungen irgendein Ergebnis zeitigen können. „Im Gegenteil. das jeweils notwendige Zentrum mit dem großen Akkumulator zu verbinden. besonders wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen. dies zu verstehen. daß dieses neue 345 . ist all unsere Arbeit verschwendet. Darum muß ihr Ziel die Entwicklung der Tätigkeit des Gefühlszentrums sein.und Denkzentrum können von sich aus nur aus den kleinen Akkumulatoren Energie beziehen. „Gerade das verstehen die Menschen nicht. Faulheit oder der Angst vor Anstrengungen sterben. an ihnen zu sterben. ist nicht sehr groß. Wenn irgend jemand mehr wissen und verstehen möchte. „Demzufolge braucht man vor Anstrengungen keine Angst zu haben. unser Ziel ist es. Damit der Organismus dahin gelangt. Man kann leichter an Untätigkeit. Das instinktive. da wir einschlafen. sind besondere Bedingungen notwendig.punkt zu arbeiten auf. Es ist wesentlich. Das Gefühlszentrum ist ein viel feinerer Apparat als das Denkzentrum. „Dies ist jedoch nur mit Hilfe des Gefühlszentrums möglich. ist die Energie der kleinen Akkumulatoren ungenügend. wie man die Energie direkt aus dem großen Akkumulator beziehen kann. so muß er sich klar sein. welche die Arbeit lange vor der wirklichen Gefahr anhält. der den Weg betritt. „Wir müssen lernen. dies zu tun. Aber für die Arbeit an sich selbst. für das innere Wachstum und die Anstrengungen. daß im ganzen Denkzentrum der einzig arbeitende Teil der Formungsapparat ist. Solange wir unfähig sind. Die Verbindung mit dem großen Akkumulator kann nur mittels des Gefühlszentrums durchgeführt werden. zu lernen. als er tatsächlich weiß und versteht. oder es wird eine innere Störung auftreten.

daß Sie gähnen. und es gibt auch Fälle. Ich habe bisher von dieser Einzelheit noch nicht gesprochen. sagte er. beim Besteigen eines Berges fast unaufhörlich gähnt. daß sie nicht zu erklären sind. Wenn sie sich zu schnell entleeren. Es ist nicht Einpumpen. wenn eines von ihnen keine Zeit hat. gähnt man fast unaufhörlich. das heißt. „Es gibt zwei unverständliche Funktionen in unserem Organismus. Keines von ihnen kann richtig verstanden und erklärt werden. wenn ein Mensch gähnen möchte. während das andere entleert wird. „obwohl die Wissenschaft natürlich nicht zugibt. in denen mit der Pumpe etwas nicht stimmt. ich werde dies tun. es sind dies das Gähnen und das Lachen." Außer dem. noch eine sehr interessante Bemerkung über das Gähnen und das Lachen. 4 „Das Lachen ist auch unmittelbar mit den Akkumulatoren verknüpft. sondern nur in denen. so daß sie ohne Wirkung arbeitet. „Das Studium und die Beobachtung des Gähnens von diesem ^Gesichtspunkt aus enthüllt viel Neues und Interessantes. wenn ein Mensch. „Sie haben schon bemerkt.Wissen und Verstehen mittels des Gefühlszentrums und nicht mittels des Denkzentrums erworben wird. aber dadurch keine Energie hineinpumpt. die ein Anhalten des Herzschlags verursachen können. Es gibt gewisse Krankheitsfälle. die in zwei Teile gegliedert sind — einen positiven und einen negativen. der nicht an sie gewöhnt ist. das heißt die Entladung der in den Akkumulatoren angesammelten überflüssigen Energie. ohne daß man von den Akkumulatoren und ihrer Rolle im Organismus weiß. wenn wir zu einer mehr 346 . und der Mensch die ganze Zeit gähnt. Lachen gibt es nicht in allen Zentren. Vor allem kann man dies zum Beispiel in den Bergen sehen. '. sich aufzufüllen. machte G. Durch das Gähnen wird Energie in die kleinen Akkumulatoren eingepumpt. wenn Sie müde sind. Aber das Lachen ist die dem Gähnen entgegengesetzte Funktion. aber nicht dazu imstande ist. was er über die Akkumulatoren gesagt hatte. die vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht zu erklären sind". sondern Herauspumpen.

weil sie keine negativen Gefühle haben können. Lachen ist ein Gegenmittel. in Bosheit. wenn sie unverbraucht bleibt. In» Augenblick wollen wir nur das Denkzentrum betrachten." „Warum ist Lachen so angenehm?" fragte jemand. „Sie müssen verstehen. „Weil das Lachen uns von überflüssiger Energie erlöst. als wir unfähig sind.Nein' gibt. und da das Zentrum nicht imstande ist. Solch ein gleichzeitiges Ja' und . Manche Menschen lachen nicht. beginnt es in Form von Lachen die Energie auszustoßen. Andere wiederum lachen nicht. in Furcht.Nein' hervorrufen. daß ich Ihnen nur eine Übersicht geben kann. Aber dieses Gegenmittel ist nur solange notwendig. werden könnte". In den höheren Zentren kann es kein Lachen geben. die gleichzeitig beide Hälften des Zentrums ansprechen und sofort ein scharfes Ja' oder . Dies zeigt. Von Christus wird berichtet. Und tatsächlich werden Sie in der Bibel keinen Hinweis oder keine Erwähnung der Tatsache finden. doppelt aufgenommen werden. Haß und Mißtrauen.Nein' erzeugt im Zentrum eine Art Krampt. das heißt er kann beide Hälften des Zentrums zugleich ansprechen und dadurch Lachen. Erinnern Sie sich daran. weil es in den hoheren Zentren keine Teilung und kein Ja' und . die ihm von dem dafür zuständigen Akkumulator zufließt. diese zwei entgegengesetzten Eindrücke einer Tatsache zu harmonisieren und zu verdauen. warum Menschen nicht lachen. daß Lachen und Gähnen sehr ansteckend sind. Es gibt Eindrücke. Dann kann jeder. In einem anderen Fall geschieht es. daß Christus je gelacht habe. weil sie vollständig in negativen Gefühlen stecken. daß sie notwendige Funktionen des instinktiven und des Bewegungszentrums sind. die. Sie müssen eines verstehen. das heißt eine Energieentladung veranlassen. „Wir haben immer viel von diesem Gift in uns." 347 . negativ. Aber außerdem gibt es verschiedene Gründe. daß er nie gelacht habe. alle Energie für nützliche Arbeit zu verwenden. nämlich zu Gift. sogar der gewöhnlichste Eindruck. die das Zentrum nicht aufbrauchen kann.ins einzelne gehenden Untersuchung der Zentren übergehen. daß sich im Akkumulator zu viel solcher Energie angesammelt hat. antwortete G.

worin ihre Moskauer Arbeit bestand und was G. Mein Zusammentreffen mit G. ich erwartete ihr Kommen immer mit Spannung und versuchte von ihnen zu erfahren. so bildeten wir doch im ganzen eine sehr geschlossene Gruppe. bei seiner Ankunft von Moskau größere Ausflüge aufs Land und Picknicks. daß er uns die ganze Zeit beobachtete und viele von uns bei diesen Gelegenheiten ganz neue Seiten ihres Wesens zeigten. Petersburg paßte. und wenn es auch kleine Reibereien gab. Ich erkannte. warum G. Im Gegenteil. diese anscheinend ganz ziellosen Unterhaltungen veranstaltete. G. Wir trafen uns fast jeden Abend.ZWÖLFTES KAPITEL D amals. die bei den formellen Versammlungen in St. ging nur für einige Tage nach Moskau und kam gewöhnlich mit zwei oder drei seiner Moskauer Schüler zurück. ihnen ge- 348 . was irgendwie gar nicht nach St. Petersburg. ist besonders in meinem Gedächtnis geblieben. zusammengehalten wurde. weil ich plötzlich auf dieser Fahrt verstand. Eine Fahrt nach Ostrowky. verbrachte die meiste Zeit in St. Unsere Vorlesungen und Zusammenkünfte hatten zu dieser Zeit schon ihren formellen Charakter verloren. die sich vor uns ausbreiteten. Zu dieser Zeit waren wir ungefähr dreißig. Jetzt schienen sie mir nicht mehr künstlich zu sein oder eine auswendig gelernte Rolle zu spielen. wobei wir Schaschlik aßen.'s Moskauer Schülern war zu dieser Zeit ein ganz anderes als das erste im Frühling des vorhergehenden Jahres. die durch das gemeinsame Interesse an den neuen Ideen und die neuen Möglichkeiten von Wissen und Selbsterkenntnis. Einige Male veranstaltete G. wir hatten alle einander besser kennengelernt. flußaufwärts an der Newa gelegen. im Hochsommer 1916. Petersburg gut verborgen geblieben waren. begann die Arbeit unserer Gruppe neue und intensivere Formen anzunehmen.

Ich verstand jetzt. solche Fragen zu stellen. die gleichen elementaren. wie neu hinzukommende Menschen genau dieselben Fragen stellten. Aber als wir wieder mit G. Und ich erfuhr sehr viel durch sie.'s Moskauer Schüler meine Fragen bei unserem ersten Zusammentreffen nicht beantworten konnten. um dies zu verstehen. Neue Leute erschienen jedoch nur bei großen Versammlungen. Wir begannen schon. allein waren. teilnahm. was mir in meiner späteren Arbeit sehr nützte. genau wie die Menschen. an denen G. einander lehrten. dessen Schüler mit ihm lebten und arbeiteten und. Gleichzeitig verstand ich.'s Gruppe wie die „Schule" irgendeines mittelalterlichen Malers zu betrachten. Und damals. einfachen Dinge zu verstehen. mit dem die Menschen an unsere Arbeit herantreten. Wir lernten nicht nur von G. die auch wir nicht hatten verstehen können. vor etwas über einem Jahr. Dieses Zusammentreffen mit neu hinzukommenden Menschen gab uns ein gewisses Maß von Selbst-Befriedigung. mit derselben Art von Fragen begannen und überrascht waren. und uns. Durch meine neuen Gespräche mit ihnen wurde mir die Entwicklung eines ganz bestimmten Plans klar. welches Sie studieren?" „Was ist der Ursprung dieses Systems?" und so weiter. uns von dem Selbst-Vertrauen und dem AllesWissen. und es war ganz klar. daß wir sie nicht beantworteten.sagt hatte. hatte ich geglaubt. Man muß lernen. zerstörte er oft durch 349 . Ich begann. sondern wir mußten auch voneinander lernen. G. wie naiv meine Fragen gewesen waren: „Worauf fußt Ihre . zu befreien und konnten G. wie wir schon sehen konnten. für gekünstelt oder für Darsteller einer gelernten Rolle hielten.Arbeit an sich selbst'?" „Woraus besteht das System. daß diese Fragen nicht beantwortet werden konnten. schon besser als zuvor verstehen. Aber bei den allgemeinen Versammlungen war es für uns außerordentlich interessant zu hören. Mir wurde klar. warum G. das wir noch nicht wußten. ich hätte das Recht. Die ursprüngliche Gruppe traf sich zu dieser Zeit gesondert. während sie von ihm lernten. die wir anfangs gestellt hatten. warum dies so sein sollte. die neu zu uns kamen. und wie sie genau so unfähig waren..

Dann kamen Sie alle. in die er im Leben gewöhnlich kommt. daß jeder Mensch ein bestimmtes Repertoire von Rollen hat. sich von ihm zu trennen. weil auch . eine geeignete Rolle zu finden und wird für eine kurze Zeit er selbst. Er war eine Person. wird er nicht sein ganzes Selbst sehen.ich' und . sagte G. Seine Rollen zu sehen. saßen wir hier und sprachen miteinander. einen für Freunde im Gasthaus und vielleicht noch einen. Das Repertoire jedes Menschen ist sehr begrenzt. sagte er. hat er eine bestimmte Rolle: aber bringen Sie ihn in eine nur etwas andere Lage. Und wenn ein Mensch nur . sehr unbequem fühlt und sein Bestes tut. Aber das Wesentliche ist. Das Studium der Rollen.Iwan Iwanowitsch' sagt. wieder zu einer seiner gewohnten Rollen zu- 350 . bedeutet. Und denjenigen. Zufällig sah ich zu ihm hinüber und sehe jetzt einen ganz anderen Doktor hier sitzen. wenn ihn irgend etwas zeitweise aus seinem Dreh herausreißen sollte. wenn ich mit ihm allein bin. den ich sehe. die ein Mensch spielt. und zwang uns einzusehen. weder in uns selbst noch bei anderen. was wir für uns selbst aufgebaut hatten. sehen Sie sehr selten. schon vieles zu wissen. die er j e nach den verschiedenen Umständen spielt". Bevor Sie kamen. bildet einen sehr notwendigen Teil der Selbst-Erkenntnis. der sich für erhabene Ideen interessiert und intellektuelle Gespräche liebt. während gestern ein anderer da war. „aber ich sehe Sie ganz verschieden. Ein Mensch hat deren mindestens fünf oder sechs. Und zu verschiedenen Zeitpunkten ist der Mensch vollständig mit einem von ihnen identifiziert und unfähig.ein Wort alles. „Für jede Lage. Zum Beispiel sehe ich. vor allem seine Begrenztheit zu kennen. „Der ganze Fehler ist. immer ein und derselbe zu sein". daß heute ein Ouspensky hergekommen ist.Iwan Iwanowitsch' nicht nur einer ist. sein eigenes Repertoire. in diesem Zusammenhang. dann ist er unfähig. „Sie müssen erkennen. Ein oder zwei für seine Familie. Oder nehmen wir den Doktor. daß sich der Mensch außerhalb seines Repertoires. ein oder zwei im Amt (einen für seine Untergebenen und einen anderen für seine Vorgesetzten). daß Sie ganz sicher sind. daß wir tatsächlich bisher gar nichts wußten oder verstanden.

Sobald er in seinen alten Trott zurückfallen kann. er schämt sich und möchte davonlaufen. sich jemandem unterzuordnen. Als Ergebnis sitzt er zwischen zwei Stühlen. daß es nötig ist. Aber wenn er an sich arbeiten will. das heißt er versucht sich selbst zu betrügen. Und warum ist es schwer? Vor allem. so darf er sich vor allem niemals aus seinem Repertoire herausbegeben. es ist besser. weil sein Leben zu leicht ist und. aber in Wirklichkeit will er seinen Frieden nicht verlieren. deren Leitung nur 351 . In seinen üblichen Rollen fühlt er sich angenehm und zufrieden. Es ist unerläßlich. warum sich dies so verhält. alles zum Teufel zu jagen und die wirkliche Arbeit zu beginnen. jemandem zu gehorchen. Alle beide zu haben. Und es ist klar. einem anderen zu gehorchen oder der Richtlinie einer allgemeinen Arbeit zu folgen. Wenn ein Mensch keine seiner üblichen Rollen spielt. Aber wenn er sich entscheidet. Aber dies ist leider nicht möglich. um sich selbst zu beobachten. ist das Ergebnis oft Betrug. sei es auch schlecht.rückzukehren. Aber es ist sehr schwer für einen Menschen. Aber dann taucht die Frage auf: Was will er eigentlich? Ein ruhiges Leben oder die Arbeit an sich selbst? Wenn er sich nach einem ruhigen Leben sehnt. ist auf keinen Fall möglich. aber in der Arbeit muß man sich. kann man sich wirklich beobachten. fühlt er sich nackt. er doch schon zu sehr daran gewöhnt ist. Er hat keine Ahnung. In Worten wählt er die Arbeit. sich zu entscheiden. sich doch damit abzufinden. so würde er manchmal sehr weit kommen. wenn er keine geeignete Rolle in seinem Repertoire finden kann. Nur indem man diese Unannehmlichkeit erfährt. Er denkt. So ist es im Leben. selbst wenn er es auch für schlecht hält. Ihm ist kalt. Er arbeitet überhaupt nicht und hat auch gar keine Bequemlichkeit. Das ist die allerunbequemste Lage.Wenn ein Mensch Schwierigkeiten und Opfer für sich selbst erfinden könnte. geht alles wieder wie geschmiert und das Gefühl von Verlegenheit und Anspannung verschwindet. muß er diesen Frieden zerstören. Der Mensch muß sich entscheiden. Und das Schwierigste für ihn ist. ob er irgendein Ergebnis erwarten kann oder nicht. Aber hier kommt dann etwas Neues und Unbekanntes. mit seiner Verlegenheit und Anspannung und mit dem Gefühl der Unannehmlichkeit und Hilflosigkeit abfinden.

was es für einen Menschen geben kann. diesen Ideen näherzukommen. wie er wirklich ist. Das kann jedoch erst im Verlauf der Arbeit geschehen. Solch eine Unterordnung ist das Schwierigste. Natürlich verschwindet diese Schwierigkeit. Aber zuerst wollen wir die allgemeinen Aufgaben untersuchen. Sie würden es ihnen sogar unmöglich gemacht haben. irgend etwas zu entscheiden oder zu tun. dieses Gespräch über die Arbeit der Gruppen fort und sagte: „Später werden Sie sehen. Sie würden nicht imstande gewesen sein. würden Sie sie für immer abgeschreckt haben. diese Ideen auch anderen zu vermitteln. warum dies notwendig sei. gibt es auch allgemeine Aufgaben. die der Gruppe als Ganzem gestellt werden und für deren Ausführung oder Nichtausführung die ganze Gruppe dann verantwortlich ist. der glaubt. daß keiner von Ihnen.einem Menschen obliegen kann. einen richtigen Eindruck davon zu vermitteln. zu irgendeiner späteren Zeit dazu- 352 . seinem Hauptzug oder seinem Hauptfehler entsprechen. wenn er diese Phantasien los wird und sich so sieht. Und damals erklärte ich. das heißt etwas. Anstatt den Menschen die Möglichkeit zu geben. Es war im Gegenteil eine bestimmte Regel. daß jedem Menschen bei der Arbeit seine besonderen Aufgaben gestellt werden. das ihm eine Gelegenheit gibt. die seinem Typus. Aber abgesehen von individuellen Aufgaben. Sie werden sich daran erinnern. denen ich es besonders auf getragen hatte. ausgenommen diejenigen. imstande zu sein. Der Beginn der Arbeit und mehr noch ihre Weiterführung ist sehr schwierig. daß Sie außerhalb der Gruppe über die Ideen des Systems sprechen. Zum Beispiel sollten Sie jetzt bereits ein gewisses Verständnis für das Wesen dieses Systems und seiner Hauptmethoden haben und Sie sollten imstande sein. intensiver gegen seinen Hauptfehler anzukämpfen. und zwar deswegen. Gelegentlich trägt die Gruppe auch die Verantwortung für individuelle Aufgaben. zu irgend jemand über die Gruppe oder die Vorlesungen oder die Ideen reden sollte. ein richtiges Bild. daß ich im Anfang dagegen war. weil das Leben ihm zu leicht fällt." Bei einer anderen Gelegenheit führte G.

und bringen Sie sie. das Gehörte zu verstehen. die fähig sind. Aber jeder muß einsehen. Andere wiederum fragten.zukommen. und jeder war etwas entmutigt und enttäuscht. dann sollten Sie auch fähig sein. und nicht von den anderen erwarten. Aber nun hat sich die Lage geändert. Sie haben schon genug gehört.Geographie' hiermit zu tun?" fragte mich einer meiner Freunde sehr geistreich. und drückten ganz offen Zweifel über unser „SelbstErinnern" aus. „Was hat . diese Ideen aufzunehmen und mit denen es sich zu sprechen lohnt. das Gehörte anderen weiterzugeben. „Versuchen Sie. Und wenn Sie wirklich Anstrengungen gemacht haben. und zweitens. Menschen abzuschätzen." A Die nächste Versammlung danach war sehr interessant. Die richtige Ausführung dieser Aufgabe durch einen jeden von Ihnen wird zeigen. daß Sie fähig sind. Sie fragten zum Beispiel. Jeder war voll von seinen Eindrücken über seine Gespräche mit Freunden. weil die Mehrzahl der Menschen keine dieser Ideen begreifen kann und es vollständig zwecklos ist. jene vorzubereiten. mit wem es sich zu sprechen lohnt und mit wem es sich nicht lohnt. daß dies seine eigene Aufgabe ist. mit ihnen darüber zu sprechen. daß viele Freunde und Bekannte sehr scharfsinnige Fragen stellten. wer die Zentren gesehen habe und 353 . jeder hatte viele Fragen. daß Sie bereits etwas aufgenommen und verstanden haben. Wieder andere fanden den „Schöpfungsstrahl" und die „sieben Kosmen" lächerlich und nutzlos. zu den Versammlungen mit. auf die die meisten unserer Leute keine Antwort fanden. Andererseits hatten andere überhaupt keinen Zweifel. versuchen Sie. es für ihn zu tun. bei Unterredungen mit Ihren Freunden und Bekannten auf diese Themen zu kommen. die Interesse dafür zeigen. zu verstehen. indem er einen Satz aus einem amüsanten Schauspiel parodierte. Darum gebe ich Ihnen allen eine bestimmte Aufgabe. Aber gleichzeitig gibt es Menschen. was wir von der Arbeit gehabt hätten. wenn sie danach fragen. Es zeigte sich. daß sie „sich ihrer selbst erinnerten". das kurz vorher gegeben worden war.

sogar eine bloße Berührung damit ruft im Menschen entweder das Beste oder das Schlechteste wach. und Sie werden sofort erkennen. Er sollte wissen. daß er ein vollständiger Trottel ist.zu sein'. ihre Abstammung vom Affen zu opfern. die fähig sind. G. müssen wir feststellen. als wir ihm unsere Gespräche mit unseren Freunden erzählten. was für ^Menschen zu dieser Arbeit kommen können und was für Menschen nicht dazu kommen können. sagte G. daß keine Idee der „Menschheitsliebe" in diesem System enthalten sei. „Das ist noch gar nichts". Versuchen Sie. daß diese Idee im allgemeinen eine „neue Erfindung" sei. fi „Wie man sie erkennen kann.wie sie gesehen werden könnten. über die Möglichkeiten der inneren Entwicklung 354 . wieder andere fanden die Idee. Noch andere fanden die Idee des Esoterischen „unterhaltend. kein Idealismus und so weiter und so fort. und Sie werden finden. ein gewisses Gepäck haben muß. bis zu einem gewissen Grad . mit ihm über diese Ideen zu sprechen. würden Sie selbst nicht mehr daran glauben. aber nicht überzeugend". aber sprechen Sie mit ihm über diese Themen. Dieses System hat eine wunderbare Eigenschaft. daß ein Mensch zuallererst eine gewisse . Andere waren nicht bereit. daß wir nichts „tun" könnten. Andere fanden. Jedoch bevor wir hiervon sprechen. er wäre sogar ziemlich intelligent. •was man auf gewöhnlichem Wege über esoterische Ideen. sagte er. er wäre nicht übel. was die Menschen über dieses System sagen könnten. zur Arbeit zu kommen?" fragte ein Anwesender. daß wir Menschen zu Maschinen machen wollten. lachte. daß unsere Ideen gründlicher Materialismus seien. ja. 11 „Sie müssen verstehen. Ein anderer mag hingegen überhaupt keine Fähigkeiten zu haben scheinen.'Vorbereitung. ist eine andere Frage". Andere sagten. „wenn Sie alles zusammenfassen würden. „Dafür ist es notwendig. Sie können einen Menschen Ihr ganzes Leben kennen und glauben. daß keine Spur vom Wunderbaren darin zu finden sei." „Wie können wir Menschen erkennen. Andere sagten. daß er denkt und sogar sehr ernstlich denkt. über verborgenes Wissen. absurd.

zuerst von sich selbst. dem 355 . enttäuscht ist. daß es eine allgemeine Regel für jeden gibt. Um dieses System ernstlich anzugehen. Ich sage zum Beispiel. enttäuscht von dem.enttäuscht' ist und erkennt. muß er von seiner Religion enttäuscht sein. Auch ist es günstig. mit einem Menschen zu reden. und zweitens von allen überlieferten Wegen. Das bedeutet nicht. Im Gegenteil. Sonst ist es schwierig. muß er von seiner Wissenschaft enttäuscht sein. muß er vom Okkultismus enttäuscht sein. Wenn er ein Okkultist ist. Und hierzu muß er auch auf irgendeine Weise gelangen. müssen die Menschen enttäuscht sein. der nur wenig weiß. muß er von der Philosophie enttäuscht sein. Wenn er ein Philosoph ist. Alle religiösen Lehren. natürlich mit Ausnahme der vollständig entarteten Religionen der Wilden und der erfundenen Religionen und Sekten der modernen Zeit. wenig gelesen und wenig nachgedacht hat. Wenn er einen guten Kern hat. Man kann sagen. Ein Mensch kann nicht herausfinden. kann auch dies nützlich sein. Im allgemeinen ist es sehr schwierig. mit ihm zu sprechen. was das Wertvollste in diesem System ist. aber in diesem Falle muß er gehorchen und seinen Willen aufgeben. das bedeutet. daß ein religiöser Mensch von der Religion enttäuscht sein muß. Ich meine. Wenn er ein Wissenschaftler ist. und so fort. was er bisher getan hat. daß er seinen Glauben verlieren sollte. Wenn er ein religiöser Mensch ist. Wenn er ein Politiker ist. wonach er gesucht hat. bestehen aus zwei Teilen. muß er von der Theosophie enttäuscht sein.des Menschen und so fort erfahren kann. Wenn er ein Theosoph ist. das heißt von ihren Kräften. muß er von der Politik enttäuscht sein. Aber wenn er an religiöse Formen gebunden ist und ihren Kem nicht versteht. Aber Sie müssen verstehen. daß die ihm bekannte religiöse Lehre für ihn nicht genügt und ihn nirgendwohin führen kann. was dies bedeutet. diese Idee sollte ihm nicht als etwas vollständig Neues erscheinen. wenn er nicht von dem. gibt es für ihn einen anderen Weg ohne irgendwelche Gespräche. daß er nur von der Lehre und den Methoden . wird er es sehr schwierig finden. Wenn ein Mensch eine gute Kenntnis der Religion hat. wenn er mindestens eine gewisse wissenschaftliche oder philosophische Bildung hat.

und nachdem man sich hiervon überzeugt hat. nach anderen zu suchen. unter welchem Namen er auch auftreten möge. oder daß er allein aus sich selbst irgend etwas finden oder tun könnte. nur Scharlatanerei und Selbstbetrug ist. und daß die Menschen überhaupt nicht wissen. Es bedeutet nur. bedeutet nicht. es ist sogar oft besser. und daß. was er zu tun gewohnt ist. von dem sichtbaren Teil enttäuscht zu sein und die Notwendigkeit zu spüren. davon überzeugt zu sein. überzeugt zu sein. ganz gleich.sichtbaren und dem verborgenen. heißt. was er bisher zu tun pflegte. heißt nicht das Vertrauen in das Wunderbare zu verlieren. trotzdem es auch wahre Philosophie geben kann und geben sollte. Von der Religion enttäuscht zu sein. daß ein Mensch alles aufgeben muß. daß dies nur ein Beruf oder eine Gewohnheit oder eine Not- 356 . was der Mensch kennt oder auf dem gewöhnlichen Weg lernen kann. daß die gewöhnliche Philosophie bedeutet. daß er auf seinem früheren Weg irgend etwas finden könne oder daß er bis jetzt noch nicht alle Wege versucht habe. Aber er muß einsehen. Das ist ganz unnötig. aus einem leeren Gefäß etwas in ein anderes gießen. so bedeutet dies. daß man das Interesse für das Wissen verlieren müßte. bedeutet. daß er noch nicht bereit ist. mit ihm über unser System zu sprechen. was Philosophie sein sollte. davon überzeugt zu sein. was er braucht. das zu tun. Von der Wissenschaft enttäuscht zu sein. daß er fortfährt. Im Gegenteil. wie das russische Sprichwort sagt. zugängliche und sogar angepriesene Okkultismus. „Wenn also ein Mensch zu diesem Zustand der Enttäuschung über alle möglichen und zugänglichen Wege gekommen ist. Ich meine hiermit nicht. obwohl es irgendwo irgend etwas Wirkliches gibt. dann lohnt es sich. Vom Okkultismus enttäuscht zu sein. daß der gewöhnliche. Aber solange er weiterhin glaubt. alles. daß die gewöhnlichen wissenschaftlichen Methoden nicht nur nutzlos sind. Von der Philosophie enttäuscht zu sein. den verborgenen und unbekannten Teil der Religion zu finden. sondern auch zu der Konstruktion absurder und sich selbst widersprechender Theorien führen. nicht das ist. es bedeutet nur. und dann kann er zu unserer Arbeit kommen. was er früher getan und was ihn früher interessiert hat.

die schon gesucht und sich verbrannt haben. der von etwas anderem überzeugt ist. ihnen nicht zuviel zu erzählen. was Sie sagen. brauchen es auch nicht. und er wird Ihnen nicht einmal ernstlich zuhören. Inzwischen vergessen Sie vor allem eines nicht: ein Mensch muß genügend von den üblichen Wegen enttäuscht sein und gleichzeitig glauben oder fähig sein. „Es gibt nur eine Sache. All diese Spiritisten. die sich noch nicht verbrannt haben. Dieses System ist für diejenigen.wendigkeit ist.. berufsmäßige Scharlatanerei. Wenn Sie mit einem solchen Menschen sprechen. sagte G. Er wird dann fähig werden. Dann wird er sich ganz anders verhalten. was sie von Ihnen lernen können. Heiler. taugen für uns überhaupt nicht. wie ungeschickt Sie sich auch ausdrücken mögen. auf ihn Zeit zu verschwenden. und zwar ist dies »berufsmäßiger Okkultismus'. in anderen Worten. nämlich um andere Menschen an der Nase herumzuführen. brauchen es nicht. Und diejenigen. so mag er den Geschmack der Wahrheit in dem. für ihre eigenen Zwecke benützen könnten. die noch nicht gesucht haben und nicht suchen. „Es gibt noch andere Kategorien. ganz gleich." „All diese Fragen sind gut". aber wir werden später von ihnen sprechen. die Vorstellung anzunehmen. sagte einer von uns. erkennen. Es lohnt sich nicht. weil sie alles. daß es irgendwo irgend etwas gibt.identifizieren'." „Aber damit fangen die Menschen nicht an". dann wird alles. die mit der Arbeit vollständig unvereinbar ist. die nicht für uns taugen. ihm absurd scheinen. Und Sie müssen sich immer daran erinnern und aufpassen. daß die Menschen ihr Leben auf der Grundlage der Gerechtigkeit und des Gemeinnutzens aufbauen könnten und sollten? Und Dinge dieser Art. was Sie ihm sagen. Aber wenn Sie mit einem Menschen sprechen. Hellseher und so fort. die nahe mit ihnen in Beziehung stehen. oder sogar die Menschen. sich nicht zu . „und Sie können von jeder 357 . „Sie fragen: geben wir die Existenz des Äthers zu? Oder was halten wir von der Entwicklungslehre? Oder warum glauben wir nicht an den Fortschritt? Oder warum glauben wir nicht. Die.

dies mir einen sehr seltsamen. an der er leidet. Menschen dazu zu bringen. zu denen wir eine innere Beziehung gefühlt hatten. Dies erstaunte uns mehr als alles andere. mit denen wir in früheren Zeiten über alle Fragen. Aber es ist notwendig. ja sogar schmerzlichen Eindruck machte. nicht dasselbe darin sahen wie wir. daß Menschen. Man verstand uns nicht. die für uns neu und originell waren. an der er leidet. sofern sie nur aufrichtig ist. Ich spreche von der absoluten Unmöglichkeit. um irgend etwas zu sagen. hatten sprechen können. die wir am häufigsten trafen. daß. die uns bekümmerten. daß Menschen. Ich muß zugeben. die uns im Herzen feindlich 358 . und in denen wir immer einen Widerhall gefunden hatten. daß er an der Frage leidet. die Ideen. uns zu verstehen. schienen unseren Freunden alt und langweilig. die man für das System interessieren und die arbeiten könnten. ja sogar etwas ganz Entgegengesetztes darin finden konnten. oder was er in irgendeinem Buch gelesen hat. zu unseren Freunden von dem System zu sprechen. dann können Sie ihm darauf antworten und dann kann jede Frage zum System führen. uns ausdrücklich aufgefordert hatte. was meine eigene persönliche Erfahrung angeht. Sie verstehen. führten uns unwillkürlich zu einer Einschätzung unserer Freunde von einem völlig neuen Gesichtspunkt aus. jedenfalls mit denen. Im gewöhnlichen Leben sind wir natürlich im Bereich gewöhnlicher Fragen daran gewöhnt und wissen. oder aber er kann die Frage stellen. hatten wir natürlich alle auf die eine oder die andere Weise versucht. darüber zu reden. In dieser Hinsicht erlebten wir alle bittere Enttäuschungen. nirgends hinführend und sogar abstoßend. Sogar bevor G." Unsere Gespräche über Leute. oder um zu wiederholen. was irgend jemand anders gesagt. Wir waren überrascht. daß ich hiermit Folgendes meine: diese Frage über den Äther oder über den Fortschritt oder über den Gemeinnutzen kann von einem Menschen einfach gefragt werden.Frage ans beginnen. weil dies die Frage ist. Und in den meisten Fällen fand unsere Begeisterung über die Ideen des Systems eine sehr kalte Aufnahme. Und wenn es eine Frage ist.

zu lügen. Wer gut lügt. sich manchmal einzugestehen." Er betonte dieses Wort. daß Sie nicht mehr so gut lügen. wie Sie sagen. die wir nie gesagt haben und so fort. Worte. was wir sagen. alles.'s System anzustecken. Aber manchmal gewannen sie einen sehr merkwürdigen Eindruck von uns. daß Sie jetzt weniger interessant sind. wer von uns es war. sagte. daß Sie aufgehört haben. als ob Sie alles über alles wüßten. Sie sind jetzt fähig. sie mit unserem Interesse an G. Natürlich bedeutet dies. daß es etwas gibt. Aber als wir nun erkannten. engstirnig oder des Denkens unfähig sind. die wir als unsere Art von Menschen zu betrachten pflegten. wir verlören unsere frühere Ursprünglichkeit.gesinnt. „Es ist noch ein langer Weg 359 . sagte er. Ich erinnere mich nicht mehr. der zuerst bemerkte. uns mißverstehen. lachte. „Verstehen Sie. führten zu nichts. was G. sie sagten uns. zu lügen. und wir wiederholten nur gleich Papageien alles. und auf ihre eigene Weise haben sie damit recht. als ob wir verwelken würden. Sie haben jetzt schon begonnen. jedenfalls. was für Menschen Ihre Freunde sind. daß unsere Freunde fanden. die meisten unserer Freunde waren nur gleichgültig. Auf diese Weise können Sie jetzt wirklich sehen. weniger originell und. hörten auf zu fühlen. was das wirklich bedeutet? Es bedeutet. weniger aufgeschlossen. wir wüden wie „Maschinen". die wir nie hatten. zu sterben. verzerren und verstümmeln und uns Gedanken zuschreiben. rief dies einen entmutigenden Eindruck in uns hervor. wir würden farblos. und alle unsere Versuche. daß all dies von Leuten geschah. unsere frühere Aufgeschlossenheit. dächten nicht mehr originell. „Warten Sie nur. wir veränderten uns zu unserem Nachteil. es kommt noch schlimmer". Solche Fälle waren natürlich die Ausnahmen. das heißt. Aber Sie schämen sich bereits. Sie haben Mitleid mit Ihnen. was Sie nicht wissen oder nicht verstehen. G. und Sie können nicht mehr so reden. daß Sie nicht mehr so interessant lügen können wie früher. als wir ihm dies berichteten. ist ein interessanter Mensch. Sie fanden uns weniger an^ regend als früher. mit denen wir einen großen Teil unserer Zeit zu verbringen pflegten und die uns früher besser zu verstehen schienen als irgend jemand.

Was einer gern hat." „Warum scheint es mir manchmal. glauben Sie. weil Sie die Wissenschaft von Typen nur dadurch lernen können. daß Sie in den Bindungen. G. die unsere Freunde von uns hatten. 360 . Sie haben jetzt schon einen Geschmack an der Wahrheit. wiederholte alles. Alles andere ist Einbildung. daß Sie schon begonnen haben zu verstehen". „Früher pflegte ich zu denken. Das kommt daher." In unseren Gesprächen kehrten wir oft zu den Eindrücken. Solche Menschen sehen oft einer wie der andere aus. sagte er. daß ich wenigstens manchmal irgend etwas verstehe. „Jeder von Ihnen". daß diese Ideen mehr als alles andere die Menschen entweder vereinen oder scheiden. mit vielen Zusätzen und Hinweisen für die persönliche Arbeit. Sie müssen verstehen. daß der Geschmack am Verstehen Ihnen früher ganz unbekannt war. dachten Sie. und nun scheint Ihnen der Geschmack am Verstehen einen Mangel an Verstehen zu bedeuten. Was einer verabscheut. Einmal hatten wir ein sehr langes und interessantes Gespräch über „Typen". wo Sie begonnen haben etwas zu verstehen.bis zum vollständigen Tod. was er schon früher über dieses Thema gesagt hatte. Sie können sich nicht mehr so aufrichtig selbst betrügen wie früher. daß ich überhaupt nichts verstehe?" sagte einer der Anwesenden. Es gibt keine andere Methode. alles zu verstehen. Solche Gelegenheiten müssen Sie im Gedächtnis behalten." „Das heißt. „Als Sie überhaupt nichts verstanden. daß Sie Typen treffen. aber ein gewisses Maß von Dummheit ist Ihnen schon ausgegangen. Jetzt. sagte G. daß Sie nichts verstehen. Und wir begannen zu begreifen. daß Sie alles verstünden oder jedenfalls fähig wären. und ihre inneren Reaktionen auf die Dinge sind genau die gleichen. hat auch der andere gem. aber nun verstehe ich überhaupt nichts. und zu unseren neuen Eindrücken über unsere Freunde zurück. „hat wahrscheinlich in seinem Leben Menschen ein und desselben Typus getroffen. verabscheut auch der andere.

Mit Hilfe des Mitgeteilten müssen Sie den Rest selbst finden. trotzdem es im Leben eine viel größere Anzahl von Grundtypen gibt. Sie verstehen mich noch nicht und werden mich auch noch lange nicht verstehen. Aber ich weiß. „Einige Menschen sagen zwölf^'." „Wie viele Grundtypen gibt es alles in allem?" fragte jemand. ich meine. daß Sie nicht verstehen. „Der Überlieferung nach stellen die zwölf Apostel die zwölf Typen dar. „Sie müssen mit sich selbst und den Beobachtungen. und die Sprache. Irgend jemand fragt unweigerlich. was überhaupt mitgeteilt werden kann. Denken Sie an den Unterschied zwischen Wissen und Sein. hat irgendein kluger Mensch diese Frage gestellt. ob man nicht diese achtundvierzig Gesetze kennen kann.achtundvierzig Gesetzen'. Als ob dies möglich wäre. schon lange erklärt worden wäre? Aber es ist eine Tatsache. für deren Verständnis ein anderes Sein notwendig ist. Andere sagen mehr. wenn es erklärt werden könnte. nicht mehr als sechs oder sieben Typen treffen können. erkennen und voneinander unterscheiden?" fragte einer von uns. Alle übrigen sind Zusammensetzungen aus diesen Grundtypen. „Ich habe diese Frage erwartet"." Er hielt inne. Es gibt Dinge. von denen 361 .in denen Sie leben. kennen Sie jetzt noch nicht und können Sie auch für lange Zeit noch nicht kennen. sagte G. Es ist genau da» gleiche wie mit den . daß die Typen und ihre Verschiedenheiten nicht in der gewöhnlichen Sprache definiert werden können. das heißt ihre charakteristischen Züge und Kennzeichen?" fragte einer der Anwesenden." „Aber wenn es um uns nicht mehr als sieben Typen gibt. was ist der Hauptunterschied zwischen ihnen und wie können wir sie. daß solche Worte eine Zeitverschwendung sind. daß man Ihnen alles mitteilt. wenn wir sie treffen. daß dies. sagte G. wenn ich von den Typen sprach. „Jedesmal. Wie kommt es. warum können wir diese nicht kennen. in der sie definiert werden könnten. Verstehen Sie doch. „Dürfen wir diese zwölf Typen kennenlernen.

warum und wie die Dinge geschehen sind. ohne bei Kleinigkeiten und Besonderheiten zu verweilen. sondern in kleinen Gruppen. und zwar nicht in den allgemeinen Versammlungen. die aus den Leuten bestanden.ich schon gesprochen habe.trennen'. sich von ihm zu . denn ein jeder befindet sich in der gleichen Lage.'s Aufgaben leichter in die Tat umzusetzen. daß nichts sonstwo wiederholt wird. die ihnen am besten bekannt waren. Einige verloren sich in unnötigen Einzelheiten oder in Beschreibungen dessen. aber das. Und dann kann er ohne Furcht sprechen und verstehen. Lassen Sie jeden in der Gruppe von seinem Leben erzählen. daß. Also er muß voll und fest überzeugt sein. warum man außerhalb der Gruppen nichts erzählen darf. „sonst wäre es ein Wissen. Niemand würde zu sprechen wagen. Einige von Ihnen glauben. was sie 362 . auf meine Veranlassung hin. andere zu wenig. muß man das eigene Leben gut studieren. daß andere es in einer falschen Weise aufnehmen werden. es wird gleichzeitig eine allgemeine und persönliche Aufgabe sein. wie er ist. Diese Aufgabe wird Ihnen wieder einmal zeigen. was er in der Gruppe sagt. Betonen Sie die hauptsächlichen und wesentlichen Dinge. Um seinen eigenen Typus zu kennen. Einige sagten zu viel. man muß wissen. wenn er glaubte oder vermutete. Zuallererst versuchten einige. sind überhaupt keine Typen< Um Typen zu sehen. Ich möchte Ihnen allen eine Aufgabe stellen. muß man seinen eigenen Typus kennen und fähig sein. außerhalb von ihr wiederholt wird. ihre Lebensgeschichte zu erzählen. sagte G. beginnen*'. Alles muß bis in die letzten Einzelheiten ohne Verschönerung und ohne Auslassung erzählt werden. daß all diese Versuche überhaupt keinen Erfolg hatten. um G. die uns auf getragenen Aufgaben auszuführen. Und während seiner Abwesenheit versuchten wir auf verschiedene Weise. daß die anderen das gleiche tun müssen.. was Sie sehen. mit dem Sie nichts anfangen konnten. Sie müssen dabei aufrichtig sein und keine Angst haben. daß Sie Typen erkennen können. nach Moskau." Bald danach fuhr G. Ich muß sagen. jeder muß sich enthüllen. das ganze eigene Leben vom allerersten Anfang an. jeder muß sich so zeigen.

was sie erzählten. Ich erinnere mich an meine eigenen Versuche. konnten sogar die nicht bestimmen. was von uns erwartet wurde. 363 .'s Idee ganz ohne Widerspruch angenommen und geglaubt. daß sie beim Gespräch über sich selbst und ihr Leben auch mit verschiedenen Stimmen und verschiedenen Betonungen sprachen. die versucht hatten. Aber alles zusammen vermochte nicht das Ergebnis zu zeitigen. Ich begann zu bemerken. Irgend etwas in mir protestierte dermaßen stark dagegen. die mir ein psychologisches Interesse zu haben schienen. weil ich mich an ein sehr frühes Lebensalter erinnere und selbst immer sehr über einige dieser frühen Eindrücke erstaunt war. Aber die Betonungen gaben sie preis. Aber niemand interessierte sich dafür. Aber in Wirklichkeit erwies sich dies als ganz unmöglich. dagegen anzukämpfen. Ich hatte G. den allgemeinen Verlauf und die Bedeutung der Tatsachen zu berichten. die niemanden interessierten. sichtlich erwartete. und im Gespräche über gewisse Abschnitte meines Lebens versuchte ich nur. daß es viele Dinge gibt. Dies war eine ganz unerwartete Erkenntnis. Irgend etwas war falsch. daß ich fähig sein würde. andere Menschen zu verstehen. so aufrichtig wie möglich zu sein. daß meine Stimme und die Betonungen sich veränderten. Die Beobachtung der Betonungen ermöglichte mir später. vieles andere zu verstehen. die die Anwesenden gähnen ließen. die zu erzählen ich nicht die geringste Absicht hatte. Dies half mir. In diesem Zusammenhang bemerkte ich. Als erstes versuchte ich. daß ich nicht einmal versuchte. Und es gab bestimmte Betonungen. und ich sah schnell ein. sobald ich auf diese Weise sprach. Ich fuhr weiter fort. Statt dessen gab es Anekdoten oder chronologische Memoiren. aber was eigentlich falsch war. etwas verbergen wollten.für ihre besonderen und originellen Kennzeichen hielten. daß die Betreffenden bei dem. aber spürte fast augenblicklich eine Gewißheit. und Familienerinnerungen. einige Eindrücke meiner frühen Kindheit zu vermitteln. die ich zuerst in mir selbst gehört hatte und die mir zeigten. das G. andere betonten ihre „Sünden" und Irrtümer. die ich nicht erzählen wollte. meine Lebensgeschichte ohne besondere Schwierigkeiten zu erzählen. daß dies sicherlich nicht das war.

was nicht Ihr Eigentum ist. Petersburg kam (diesmal war er zwei oder drei Wochen in Moskau geblieben). wo das eine oder das andere Ihrer Kennzeichen herrührt. Und das ist noch nicht einmal so schlimm. Ich kenne angesehene Familienväter. alles übrige ist nicht 364 . sagte er. was sie Ideen. „Darum müssen wir erst einmal genau feststellen. alles." „Wie kann der Kern von der Persönlichkeit getrennt werden?" fragte einer der Anwesenden. der in seinem Leben überhaupt keine Verbindung mit der Arbeit hat. daß die Arbeit mit der Persönlichkeit beginnt". haben sie von verschiedenen Quellen gestohlen.Als G. Man muß wissen. was sie besitzen. und so verbergen sie einander gegenseitig. Alles. deren Kem ungefähr im Alter von zwölf Jahren seine Entwicklung abgeschlossen hat. das nächste Mal nach St. antwortete G. erzählten wir ihm von unseren Versuchen: er hörte allem zu und sagte nur. Gerade jetzt habe ich von einem Menschen gesprochen. Manchmal geschieht es. „Man muß denken lernen. wichtige Beamte. besteht fast nur aus Persönlichkeit. wovon wir sprechen — von welchem Augenblick in der Entwicklung eines Menschen und von welcher Seinsstufe. Solch ein Mensch. In den meisten Fällen hört sein Kern schon in einem sehr frühen Alter auf. Professoren voll der verschiedensten Ideen. Überzeugungen. „Ganz richtig". ist nicht ihr Eigentum und meistens gestohlen. trennen?" antwortete G. daß die meisten Menschen vor allem in Ihren Gesellschaftskreisen sehr wenig Eigenes haben. Ansichten." „Aber Sie haben selbst gesagt. Und all das zusammen macht Ihre Persönlichkeit aus und muß entfernt werden. daß einige Seiten des Kerns schon im Alter von fünf oder sechs Jahren sich zu entwickeln aufhören und damit alles endet. „Wie würden Sie Ihr Eigentum von dem. daß wir noch nicht „Persönlichkeit" und „Wesenskem" zu trennen wüßten. sagte jemand anderer. „und der Kem verbirgt sich hinter der Persönlichkeit. wohlbekannte Schriftsteller. Weltanschauungen nennen. Und man muß erkennen. besonders wenn er zu den . sich zu entwickeln. „Die Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem Kern". die fast schon Minister sind.intellektuellen' Klassen gehört.

aufrichtig zu sein". Zuerst schien mir irgend etwas zu gelingen. Wir werden dann sehen. wie Sie damit anfangen sollten. was damals geschah." Zu dieser Zeit fand ein sehr interessantes Gespräch statt. Aber gleichzeitig sehen Sie. Das Scheitern der Versuche. daß ich trotz aller Anstrengung nicht imstande war. bewegte mich sehr stark. aber später verlor ich alles wieder und spürte den zweifellos tiefen Schlaf. gescheitert waren. den Grund dafür zu finden.ihr Eigenes. Eines Tages werde ich jedem seinen Hauptzug oder seinen Hauptfehler sagen. was er tatsächlich von uns wollte." Hiemach führten wir viele Gespräche. und in deren Verlauf wir versuchten. Dies wird als eine der ersten Proben auf dem Weg bezeichnet. was es heißt. Ohne dies erledigt zu haben. Die ganze Wahrheit über sich selbst zu sagen. ist sehr schwierig. mich für eine längere Zeitspanne meiner selbst zu erinnern. an denen G. in dem ich mich befand. was ich gesagt hatte. Und Sie wissen nicht einmal. teilnahm. warum wir in der Aufgabe. „Sie sind so daran gewöhnt. „Sie verstehen nicht. sagte G." „Was verstehen wir denn nicht?" fragte jemand. wenn Sie die Wahrheit sagen möchten. sagte G. desto weniger verstanden wir. sowohl sich selbst als auch andere zu belügen. daß wenigstens einige von Ihnen aufrichtig das tun wollten. in was für einem Ausmaß Sie sich nicht kennen". kann man nicht weitergehen. ob Sie mich dabei verstehen werden oder nicht. es ist auswendig gelernt oder aus Büchern entnommen. woraus die Wahrheit über Sie selbst besteht. die G. Alles. Aber bevor man sie sagen kann. uns gestellt hatte. daß Sie weder die Worte noch die Gedanken finden. daß Sie früher oder später da hindurch müssen. besonders stark berührte es mich. „Ich zweifle nicht daran. daß Sie dies nicht können und nicht einmal wissen. meine Lebensgeschichte 365 . „Dies zeigt nur. Aber vergessen Sie nicht. Aber je mehr wir redeten. muß man sie kennen. oder es verdankt seine Entstehung der Nachahmung fertiger Vorbilder. nämlich ihre Lebensgeschichte erzählen.

wie ich sie verstand. Über die anderen kann ich nicht sprechen.zu erzählen und vor allem die Tatsache. „wie wir die Dinge nennen. daß es mir nicht einmal gelang. was G. sagte ich. was G. G. „Bald werden neue Gespräche beginnen. die Dinge bei ihren richtigen Namen zu nennen. meine Ansichten vorzulegen. nicht in einer Depression." Ich fehlte. daß er mich aus meiner schlechten Stimmung bringen wollte. wenn ich keinen Zusammenhang finden kann? Nicht eine meiner Fragen. daß ich nichts erreiche. wie Sie es am Anfang zu tun pflegten. sagte G. sagte G. „Was ist mit Ihnen heute?" fragte G. „Nur fühle ich. Aber diese Gespräche waren beinahe immer Monologe geblieben. Ich hatte oft versucht. die sich. Aber ich verstehe Sie nicht mehr und Sie erklären nicht mehr so. daß wir überhaupt nichts erreichen. sagte ich. „Was macht es aus". unser Gespräch darauf zu bringen und G. zum Essen in ein Restaurant auf der Sadowoja gegenüber dem Gostinny Dwor. und war ihm innerlich dafür dankbar. lachend. Ich war kurz angebunden oder sehr schweigsam. schon besänftigt zu sein. so wie dies in Märchen geschieht." G. oder besser. In diesem Zustand ging ich mit G. die Sie beantworten!" „Sehr gut". hatte mir schweigend zugehört und dann von etwas anderem zu sprechen begonnen. daß auf diese Weise nichts erreicht wird. „Ich verspreche Ihnen jetzt. 366 ." „Warten Sie ein wenig".'s Worte blieben in meinem Gedächtnis hängen. vermehrte noch meine schlechte Stimmung. Und plötzlich erinnerte ich mich. Bald werden wir anfangen. für jedes Ding seinen richtigen Platz zu finden. wollte. wie immer bei mir. aber ich ging nicht auf sie ein und fuhr mit meinen eigenen Gedanken fort. mich zu verstehen: bisher haben wir versucht. obwohl irgend etwa» in mir sich weigerte. die Sie zu stellen belieben. daß ich vor allem wissen wollte. über die Wiederholung des Lebens. über die „ewige Wiederkehr" dachte. Versuchen Sie. Und ich f^hle. klar zu verstehen. das. „Ich weiß es selbst nicht". jede Frage zu beantworten. sondern in leichter Erregbarkeit zeigte.

sofort. genau wie es in einem Leben wahr ist. kann dies nicht mehr verlorengehen. wenn er nicht einsieht. daß. Was nützt es. das heißt. „ist nicht die ganze und absolute Wahrheit. wie sich alles in einem Leben wiederholt. nur daß wir nichts davon wissen und uns nicht daran erinnern?" „Diese Idee der Wiederkehr". Und wenn Sie verstehen. Ich werde dies jetzt nicht erklären. sagte ich. warum das System nichts über die Wiederkehr sagt und nur dieses eine Leben. daß alle einmal geschaffenen oder geformten Neigungen wachsen müssen?" fragte ich. Das System hat ohne das Streben nach Selbst-Wandlung weder Bedeutung noch Sinn. ist sehr nahe daran. Das Wissen um die Wiederkehr des Lebens ist für einen Menschen nichts Neues. Aber denken Sie darüber nach. Wenn Sie ihm etwas über die Wiederkehr sagen. betrachtet. was ich jetzt sagen 367 . wenn er nicht danach strebt. was Sie über die Wieder. Liegt irgendeine Wahrheit darin oder keine? Ich meine: leben wir nur dies eine Mal und verschwinden dann. sagte G. aber es ist die nächstmögliche Annäherung an die Wahrheit. Aber was Sie sagen. Aber in einem größeren Maßstab können neue Kräfte hinzukommen. Und die Arbeit an der Selbst-Wandlung muß beute beginnen. sagte G. wird dies nur seinen Schlaf vermehren.„Nun gut". In diesem Fall kann die Wahrheit nicht mit Worten ausgedrückt werden. sich ihrer aber nicht bewußt ist und sich selbst nicht wandelt? Man kann sogar sagen. warum ich nicht hiervon spreche. das heißt in diesem Leben. wenn ein Mensch sich nicht wandelt. Alle Gesetze können in einem Leben erkannt werden. das wir kennen. „sagen Sie mir. wenn er etwas erreicht. sich zu ändern.. wenn so viel Zeit und so viele Möglichkeiten noch vor ihm liegen — die ganze Ewigkeit? Warum sollte er sich heute darum kümmern? Dies ist eben der Grund. oder wiederholt sich alles vielleicht eine unendliche Anzahl von Malen. kehr denken. „Es ist in den meisten Fällen wahr. Aber wenn er etwas Wesentliches in sich ändert. „Ja und nein"." „Ist der Schluß richtig. es für ihn keine Wiederkehr gibt.« Warum sollte er heute irgendwelche Anstrengungen machen. um dieser Wiederholung zu entgehen. wenn ein Mensch von der Wiederkehr weiß. werden Sie ihr noch näherkommen.

" Alles. einmal entstanden. Möglichkeiten für alles (er betonte diese Worte) bestehen nur für eine bestimmte Zeit. Und ich weiß. aus sich selbst heraus mechanisch weiterbestehen und sich weiterentwickeln. Femer gibt es eine bestimmte Zeit. wenn man aufhört. und ich bemerkte nicht einmal wann. berührte mich nicht. vielleicht gibt es überhaupt keine Wiederkehr. Er hatte mir etwas sehr Substantielles gegeben und konnte es nicht mehr zurücknehmen. Außerdem können auch die Neigungen selbst verschieden sein. und es gibt andere. was er über die Wiederkehr gesagt hatte. Sie umzustimmen. war für mich von ungeheurer Wichtigkeit. Ich fühlte. dachte ich mir. G. Ich glaubte seinen Scherzen nicht und glaubte auch nicht. . daß ich die Umrisse des „majestätischen Gebäudes" sah. daß Ouspensky dieses Steckenpferd hat — »ewige Wiederkehr'. Vieles davon hatte ich vorher „vermutet". was er fragen würde. eine bestimmte Zeitspanne für alles. was G. Alles begann sofort Zusammenhang zu gewinnen. bei denen dauernde Unterstützung notwendig ist und die sofort schwächer werden und sogar ganz verschwinden oder sich in Traum verwandeln können. wie leicht es ist. denn obwohl G. „Sie sehen. saß lächelnd dabei. daß er das. Darum bot ich ihm an. Es gibt Neigungen. daß er meine grundsätzlichen Voraussetzungen anerkannt. Aber vielleicht baute ich nur ein Luftschloß für Sie.Wir wollen versuchen. sagte. Die Zukunft zeigte. interessierte mich außerordentlich. Und wie kann man einen Menschen aufheitern? Einer liebt komische Geschichten.werde: auch planetarische Einflüsse können sich ändern. daß ich recht hatte. die. Beim anderen muß man sein Steckenpferd herausfinden. einfach erfunden hatte. Meine schlechte Laune verschwand. die Idee der 368 . wenn ein schmollender Ouspensky dasitzt und weder ißt noch trinkt. was er hinzugefügt hatte. Ich begann auch seine Betonungen zu verstehen. jede seiner Fragen zu beantworten. Sie sind nicht beständig. von dem in „Blick in die Wahrheit" die Rede war. mich verulkte. ihn aufzuheitern'. an ihnen zu arbeiten." Aber daß G. Ich wußte. und alles. Aber was für ein Vergnügen ist es. Aber die Tatsache.

flüsterte G. Einmal sagte G. Wir waren alle sehr interessiert. die laufenden Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg und über alle möglichen Arten von „Skandalen". der sich gerade über etwas ereifert hatte. Wir saßen im großen Wohnzimmer. Ich will nicht seine Methoden beschreiben. um uns die Trennung von Persönlichkeit und Wesenskem zu veranschaulichen. Die Gespräche in den Gruppen gingen wie gewöhnlich weiter. wurde plötzlich mitten in einem Satz still. weil er schon vor langem „Experimente" versprochen hatte. ich will nur die Leute beschreiben. daß er ein Experiment machen wolle. Es war sehr schwierig. wir aber noch nichts zu sehen bekommen hatten. Ich übergehe den Beginn des Experimentes. Der eine war nicht mehr jung und hatte eine ziemlich hervorragende Stellung in der Gesellschaft. bezog er sich doch mehrere Male darauf. vermischte auf die unmöglichste Weise verschiedene Gesichtspunkte und Worte. uns zu. schien in seinen Stuhl zu versinken und blickte gerade vor sich hin. ohne daß wir ihn ansahen. Der andere war jünger. Oft spielte er den Clown oder brachte endlose Argumente formaler Art über die eine oder andere Einzelheit des Systems ohne irgendwelche Beziehung zum Ganzen vor. die sich dem System genähert hatten und dann wieder davon abgewichen waren. Bei unseren Gesprächen sprach er viel und oft über sich selbst. seine Familie. vor allem. Er sprach in einer verwirrten und umständlichen Art sogar von den einfachsten Dingen. Der ältere der zwei. Das Gespräch verlief wie gewöhnlich.Wiederkehr nicht in die Darstellung seines Systems einführte. die er am ersten Abend für das Experiment wählte. die verschiedenen Kategorien und Stufen angehörten.. „Nun beobachten Sie". ihn zu verstehen. fuhren wir in unserer Unterhaltung fort. die ihn sehr entsetzten. Viele von uns hielten ihn nicht für einen ernsten Menschen. wenn er auf die verlorenen Möglichkeiten der Menschen zu sprechen kam. Der junge begann dem Gespräch zuzuhören und sprach 369 . über das Christentum. Auf ein Zeichen von G.

als ob er zu einem Ball zusammengeschrumpft sei. daß irgend jemand ihn frage. Wäre es nicht viel leichter für Sie. es interessiert mich überhaupt nicht.dann selbst. Ich erinnere mich überhaupt nicht an etwas Derartiges. was jetzt stattfindet. ja oder nein — für oder gegen den Krieg. sagte einer von uns. Sie sprachen gerade über den Krieg"." „Aber Sie interessieren sich doch dafür?" „Nein. als ob er sich entschuldigen wollte oder als ob er überrascht sei. für die ganze Zivilisation?" Er schüttelte seinen Kopf wie mit Bedauern. „Wie merkwürdig. nicht darüber nachzudenken. jeder wäre verpflichtet. „Es interessiert mich überhaupt nicht und ich weiß auch nichts darüber. Dann schwieg er. Seine Stimme war anders geworden. jeder müsse eine bestimmte Meinung haben. darüber nachzudenken. ruhig. Wir sahen uns alle an. Denken Sie jetzt noch genau so?" „Ich weiß es wirklich nicht". „Ich?" Er hob seinen Kopf. als ob er nicht begriffe. „Ja?" sagte er. einfache und verständliche Weise. Er erzählte uns auf klare." „Nun gut. wenn wir nfft den Deutschen Frieden schlössen. „was geschehen würde. ohne Übertreibungen und ohne Witzelei einige Beobachtungen über sich selbst. den Krieg zu vergessen. als ob er bei der Frage aufwache. und niemand hätte das Recht. an was er denkt"." Er hörte zu. niemand hätte das Recht. vorher sprachen Sie über Ihre Familie. was der Frager sagte. Sie sagten. „Sagte ich das?" „Ja sicher. sagte er. an was er denke. er rauchte eine Zigarette und dachte sichtlich über irgend etwas nach. ohne überflüssige Worte. sagte G. an die Folgen für Rußland." „Denken Sie nicht an die Folgen all dessen. „An nichts. Der erste saß noch immer beweigungslos da. „Ich verstehe nicht. „Fragen Sie ihn. sagte er in einer unsicheren Stimme." Er lächelte schwach. wenn sie sich für unsere Ideen interessieren und der Arbeit beitreten würden?" 370 . worüber Sie reden". „Nun.

praktisch überhaupt nichts übrigbleibe." Damit endete dieses Experiment. „Aber was denken Sie jetzt darüber?" „Ich denke überhaupt nicht darüber nach. Sie hätten Angst vor dem Abgrund. die wir kaum erkannten. seiner Befürchtungen und Aufregungen bilde. Sie sagten. daß er schläft?" ^„Und Sie selbst?" fragte einer von uns. zweimal schaute er um sich. erwiderte er mit unsicherer Stimme. vielleicht". als ob er etwas überlege." „Aber denken Sie nach. daß wir uns alle ansahen: „Ich glaube. daß alles. Dies war das zweite „Experiment". „Können Sie nicht sehen. und daß. G. Keiner von beiden erinnerte sich am nächsten Tag an irgend etwas. Er schaute es lange an." „Warum befragen Sie ihn?" sagte eine Stimme aus einer Ecke. ich hätte gerne etwas Himbeermarmelade. „Aber warum sollte ich darüber nachdenken?" „Nun. erklärte uns. aber hinter dieser Persönlichkeit stand ein Wesens„kern. der ebensoviel wie die Persönlichkeit wußte und es besser 371 . der sich zwischen Ihnen und Ihrer Familie verbreitere/' Keine Antwort. was würden Sie sagen?" Wieder ein verwunderter Blick — „ich möchte gar nichts. In der Persönlichkeit des anderen gab es auch viel unnütze Gesprächigkeit." „Warum ist er eingeschlafen. in seiner Persönlichkeit liege. während Sie aufgewacht sind?" „Das weiß ich nicht. wenn seine Persönlichkeit schlafe. was Sie gern hätten. was hätten Sie gern?" Auf dem kleinen Tisch neben ihm stand ein noch nicht geleertes Glas Tee." „Wenn man Sie fragen würde. wie Sie es ausdrückten. was beim ersten Menschen den Gegenstand seiner gewöhnlichen Konversation. dann schaute er wieder auf das Glas und sagte in einer so ernsten Stimme und mit einer so ernsten Betonung.„Ja. „ I c h im Gegenteil bin aufgewacht.

„daß jeder Mann sein ganzes Leben hindurch immer mit Frauen eines bestimmten Typus und jede Frau mit Männern eines bestimmten Typus in Verbindung tritt. weil die ." „Aber das ist eine Art schwarzer Magie". sondern Typen von Ereignissen. Wenn die Menschen im Einklang mit ihrem Kem leben würden.. was der Kern gern hat — und gern haben. Es ist so. „die Persönlichkeit hat es vergessen. nahm der Kem ihre Stelle ein. Die Persönlichkeit ist in unserem Fall das Ergebnis von falscher Arbeit der Zentren. „Der Kem erinnert sich"." Als wir ein anderes Mal über „Typen" sprachen. und wenn die Persönlichkeit einschlief. daß er entgegen seiner Gewohnheit sehr wenig redete?" sagte G. „Aber er beobachtete Sie alle und alles. sagte einer von uns." „Aber was nützt ihm dies. „Haben Sie bemerkt. Und dies war nötig. „Aber natürlich ist es in dieser Form viel zu allgemein. bezieht sich auf den wirklichen Typus. die nichts mit den Interessen und dem Geschmack des Kerns gemein haben. Aus diesem Grunde kann die Persönlichkeit genau das verabscheuen. Aber die Menschen leben in der Persönlichkeit. „Warten Sie und Sie werden noch Schlimmeres sehen.Persönlichkeit' alles verfälschen und alles sich selbst zuschreiben würde. Wovon ich spreche.wußte." „Darin ist viel Wahrheit". auf die er ein viel größeres Anrecht hatte. sagte G. In Wirklichkeit sehen Sie nicht Typen von Mann und Frau. „Schlimmer". wenn auch er sich nicht daran erinnert?" sagte einer von uns. was geschah. sagte G. sagte G. 372 . was für eine ungeheure Rolle der . sagte G.Typus' in der Beziehung zwischen Mann und Frau spielt?" „Ich habe bemerkt". Die Persönlichkeit hat ihre eigenen Interessen und ihren eigenen Geschmack.: „Haben Sie bemerkt. und nichts entging ihm. so würde der eine Typus immer den anderen Typus finden und nie würden falsche Typen zusammenkommen. nämlich auf den Kern. als ob der Typus der Frau für jeden Mann vorausbestimmt wäre und ebenso der Typus des Mannes für jede Frau. sagte ich.

daß die Menschen ins Theater oder in die Kirche gehen. glauben Sie. Die Persönlichkeit will nichts davon hören und nimmt auch keine Rücksicht darauf.Geschlecht'.was der Kern verabscheut. Theater. Im Gegenteil. Dies ist der Schwerpunkt aller Versammlungen. dann ist dies nicht die Mechanisiertheit. das Geschlecht. Alles. Religion. „Gleichzeitig spielt in der Aufrechterhaltung des mechanischen Lebens das . das durch sich besteht und durch nichts anderes bedingt wird. Kunst. was die Menschen tun. von der ich spreche. Auf irgendeine Weise gewinnt der Kern oder der Typus die Oberhand und entscheidet. Hier beginnt der Kampf zwischen Kern und Persönlichkeit. um ein neues Stück zu sehen oder zu beten? Das geschieht nur dem Anschein nach. Und sie handelt auf ihre eigene Weise. Mechanisiertheit ist besonders gefährlich. steht mit dem Geschlecht im Zusammenhang: Politik. sie durch etwas anderes zu erklären und nicht durch das. alle Hypnose hängt von ihm ab. Was. in die Restaurants. was sie wirklich ist. aber kann es nicht erklären. Musik. Geschlecht: dies ist die Haupttriebkraft aller Mechanisiertheit. was er will. Keine Schauspielerei kann hier etwas helfen. Und sie hassen einander. daß viele Frauen oder viele Männer dort sind. Immerhin müssen diese zwei auf irgendeine Weise zusammenleben. wenn die Menschen versuchen. Der Kem weiß. was ich meine. weil der mechanische Mensch in der wirklichen Bedeutung des Wortes nicht lieben kann — bei ihm liebt es oder liebt es nicht. „Sie müssen versuchen zu verstehen. Sie hat ihre eigenen Wünsche. „In diesem Fall können Vernunft oder Berechnung nichts ausrichten. Aller Schlaf. Die Hauptsache ist sowohl im Theater als auch in der Kirche. Auch kann die sogenannte Liebe hierbei nicht helfen. ist bereits eine große Errungenschaft. Glauben Sie. zu den zahlreichen Festen? Nur eine Sache. Wenn das Geschlecht seiner selbst richtig bewußt ist und sich nicht in etwas anderem verhüllt.Geschlecht' eine gewaltige Rolle. bringt die Menschen in die Cafes. Aber ihre Macht erstreckt sich nicht über den Augenblick hinaus. alles das ist . Aber das Übel liegt in der daueroden SelbstTäuschung!" 373 .

über das ich gerade spreche.Wasserstoff* si 12 ist der . weil in diesem Gesetz. was Sie verstehen müssen. Das ist es. was sollte man in einem solchen Falle tun? Als ob es möglich wäre. genau wie in allen anderen. das heißt. „ . Und Sie fragen: Kann man es so lassen oder sollte man es ändern! Gott selbst könnte nichts daran ändern. das allgemeine Gesetz nicht verändert werden kann. was über die achtundvierzig Gesetze gesagt wurde? Sie können nicht verändert werden.Wasserstoff. sie fragen: soll das so sein oder wie kann es verändert werden. der das Enderzeugnis der Nahrungsumwandlung im menschlichen Organismus darstellt.neue Geburt'. Man kann dem allgemeinen Gesetz entrinnen. „ . Aber dieser . irgend etwas zu verändern oder zu tun! Sie sollten jedenfalls schon eingesehen haben. „Dies ist etwas. Es schließt die hauptsächliche Form der Sklaverei in sich ein und ist auch die Hauptmöglichkeit aller Befreiung. man kann dem allgemeinen Gesetz entfliehen.zusätzlichen Schocks' in do der nächsten Oktave verwandeln. was die Menschen immer fragen". Entsinnen Sie sich. mit dem das Geschlecht arbeitet und den das Geschlecht erzeugt. „Die .Frucht'. diesen Zustand für einen selbst zu ändern. Sie sollten verstehen.Same' oder . Es ist . Kosmische Kräfte haben diesen Zustand der Dinge geschaffen und kosmische Kräfte beherrschen diesen Zustand der Dinge. Aber man kann seine eigene Lage in bezug auf dieses Gesetz verändern. viele verschiedene Möglichkeiten eingeschlossen sind. Vor allem deswegen.„Was folgt nun daraus: Soll es so sein oder soll es geändert werden?" fragte jemand.Schock' kann 374 . daß in diesem Fall. hängt genau so sehr von der Geschlechts-Energie ab wie die physische Geburt und die Fortpflanzung der Gattung. sagte er. lächelte. nämlich in der Macht des Geschlechts über die Menschen. wie naiv solche Fragen sind. von der wir gesprochen haben.Wasserstoff si 12 kann sich mit Hilfe eines . das heißt es gibt eine Möglichkeit. aber sich von einer beträchtlichen Anzahl von ihnen zu befreien ist möglich. „Worüber Sie auch sprechen mögen. G. Dies ist der Stoff.

Feine' bezeichnet oder die Verwandlung niedriger Metalle in Gold.Astralkörpers'. zu erschaffen. die mit ihrer Hilfe begonnen wird. Sie müssen verstehen. was die Alchimie . Eine neue Oktave beginnt innerhalb . „Die Verwandlung des Stoffes si 12 in Emanationen und die altmähliche Sättigung des ganzen Organismus damit ist das. Und wenn sie genügend gesättigt sind. der das si erzeugt hat.Umwandlung' nennt. „Dies ist der übliche und natürliche Weg. Dies ist die Geburt des . normal funktionierenden Organismus möglich. in dem si 12 erzeugt worden ist. tatsächlich ein neues Leben ohne Hilfe der Vereinigung beider Prinzipien.Groben' in das . das heißt die Bildung des .Schock' der ersten Art dar. so beginnt der Stoff si 12 zu kristallisieren. den die Alchimie als die Wandlung des . und die neue Oktave. nicht außerhalb seiner.Astralkörpers'.Astralkörpers' aus. In einem kranken oder einem verkommenen oder einem verkrüppelten Organismus ist keine Verwandlung möglich.des Organismus. eine außerhalb des Organismus. innerhalb des Organismus. daß der . stellt den . „Die vollständige Verwandlung. Die Vereinigung von männlichen und weiblichen si 12 und alles. Die Kristallisierung dieses Stoffes macht die Bildung des . und verschiedene Oktaven können beginnen.Astralkörper' aus dem gleichen Material. aus dem gleichen Stoff wie der physische Körper geboren wird. Und dies ist die Möglichkeit. entwickelt sich unabhängig als ein neuer Organismus oder als ein neues Leben.Verwandlung' oder .doppelter Natur sein. die Energie von si 12 zu gebrauchen." „Ist für die Wandlung vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit notwendig und ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit im 375 . nur ist der Vorgang verschieden. Der ganze physische Körper. und die andere im Organismus selbst. was sie begleitet. Gerade dieser Übergang des physischen Körpers in den astralen ist es. alle seine Zellen sind sozusagen von den Ausstrahlungen des Stoffes si 12 durchtränkt. Aber im gleichen Organismus gibt es noch eine weitere Möglichkeit. des männlichen und des weiblichen. ist nur in einem gesunden.

wenn die Wandlung beginnt. wird durch die Enthaltsamkeit überhaupt nichts erreicht. Dies bedeutet mit anderen Worten. In anderen Fällen. daß ohne lange und vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit die Wandlung nicht beginnt. genügt 376 . dann könnte es gar nichts Schlimmeres geben. Im dritten Fall verlangt der Beginn der Verwandlung keine Enthaltsamkeit. „Erstens ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit nur in gewissen Fällen für die Wandlung notwendig. solange ein Mensch nicht weiß. sagte G. „Dies ist nicht eine. das heißt bei anderen Tpyen. kann die Verwandlung mit einem normalen Geschlechtsleben beginnen und kann sogar schneller beginnen und in Verbindung mit einer großen äußeren Verausgabung von Geschlechtsenergie besser verlaufen. es besser für ihn ist. wenn alle Zentren enthaltsam sind. aber nach Beginn benötigt die Verwandlung die gesamte Geschlechts-Energie und beendet das normale Geschlechtsleben oder die äußere Verausgabung der Geschlechtsenergic. Wenn ein Zentrum enthaltsam ist und volle Freiheit der Einbildung und des Sich-Auslebens in den anderen herrscht. überhaupt nichts zu versuchen." „Was ist im allgemeinen die richtigste Art der Lebensführung in diesem Zusammenhang vom Gesichtspunkt der Arbeit aus?" „Das ist unmöglich zu sagen. Wenn er nicht weiß. daß. Aber wenn sie einmal begonnen hat. Ich wiederhole. Ich will dies noch klarer machen. sondern eine ganze Reihe von Fragen".allgemeinen für die Arbeit an sich selbst nützlich?" fragten wir ihn. was er damit tun soll. Für gewisse Typen ist eine lange und vollständige sexuelle Enthaltsamkeit notwendig. ist die Enthaltsamkeit nicht mehr nötig. was er mit der so gesparten Energie anfangen kann. damit die Wandlung anfangen kann. „Dann die andere Frage: Jst geschlechtliche Enthaltsamkeit für die Arbeit nützlich oder nicht?' „Sie ist nützlich. Und bei wieder anderen tritt sie ganz von selbst ein. wenn er weiß. nämlich für gewisse Menschentypen. Und femer kann Enthaltsamkeit einem Menschen nur dann nützen. Bevor er nicht ein neues und genaues Wissen hat. Für andere ist sie überhaupt nicht nötig.

das Funktionieren des Geschlechtszentrums mit von anderen Zentren geliehener Energie und das Funktionieren von anderen Zentren mit vom Geschlechtszentrum geliehener Energie. Sie müssen verstehen. worüber ich sprechen möchte. hat es zu etwas geführt. Wenn er auf dieser Ebene zu theoretisieren und zu erfinden beginnt. Man muß die menschliche Maschine sehr gut kennen. Gewöhnlich glauben die Menschen. Diese haben in der Arbeit überhaupt keinen Platz. „Allgemein gibt es nur zwei richtige Wege. weil die anormalen leichter zu verbergen sind.Puffer'. Aber man muß sich immer vor Augen halten. oder um noch genauer zu sein. es seien dies entweder Exzesse oder Perversität.es völlig.Originalität'. Die moderne Erziehung und das moderne Leben schaffen eine ungeheure Anzahl von sexuellen Psychopathen. Es liegt nicht im Geschlecht selbst." 377 . merkwürdiger Geschmack. in sehr seltenen Fällen. müssen von Anfang an zerstört werden. wird es zu nichts als Psychopathie führen. normale Empfindungen gegen anormale auszu-* wechseln. wird wieder mißverstanden. Er bedeutet falsche Arbeit der Zentren in Beziehung auf das Geschlecht. sondern im Mißbrauch des Geschlechts. wo das Hauptübel liegt und was an der Sklaverei schuld ist. Manchmal. aber in den meisten Fällen bedeutet die sogenannte Enthaltsamkeit einfach. Aber was Mißbrauch des Geschlechts bedeutet. Geschlechtsenergie auszugeben: normales Geschlechtsleben und Wandlung. oder auf der anderen Seite Furcht. „Seit undenklichen Zeiten haben die Menschen Enthaltsamkeit versucht. daß nur ein in geschlechtlicher Hinsicht vollständig normaler Mensch irgendwelche Aussichten in der Arbeit hat. um zu begreifen. das heißt das Wirken des Geschlechtszentrums durch andere Zentren und das Wirken anderer Zentren durch das Geschlechtszentrum. merkwürdige Wünsche. wenn sein Leben durch die gewohnten Regeln und Prinzipien geleitet wird. dauernd arbeitende . Aber dies sind verhältnismäßig unschuldige Formen geschlechtlichen Mißbrauchs. Aber das ist es nicht. Irgendwelche Art von . was der Mißbrauch des Geschlechts in der eigentlichen Bedeutung dieser Worte heißt. Alle Erfindungen auf dieser Ebene sind sehr gefährlich.

„Zuallererst muß man bemerken. außer den höheren. aber wir waren nicht imstande gewesen. „Das Geschlechtszentrum arbeitet mit . Dies ist si 12.Wasserstoff arbeitet das Geschlechtszentrum?" fragte ein anderer. vollständige Gleichgültigkeit. daß es normalerweise im Geschlechtszentrum. überhaupt keine Empfindung. „Wenn jedoch das untere Stockwerk als ein Ganzes genommen wird. im Fühl-. genau wie im höheren Gefühls. In allen anderen Zentren. nie darauf eine direkte Antwort gegeben. im Bewegungszentrum. „Das heißt. Menschen. Ja' und . Entweder gibt es eine angenehme Empfindung. dann kann das Geschlechtszentrum als der neutralisierende Teil des Bewegungszentrums betrachtet werden. Diese Frage hatte uns schon lange interessiert. im Denk-. Im Geschlechtszentrum gibt es keine solche Teilung. „Es kann". Behauptung und Verneinung. daß das Geschlechtszentrum sich mit dem negativen Teil des Gefühlszentrums oder mit dem negativen Teil des Instinktzentrums verbindet. ein angenehmes Gefühl. keine negative Seite gibt. angenehme und unangenehme Empfindungen im Bewegungs." „Mit welchem .und im höheren Denkzentrum. die unangenehme Gefühle und Empfindungen erfahren.Wasserstoff. oder gar nichts. im Instinkt.und Instinktzentrum. es sollte damit arbeiten. Und G. In ihm sind keine positiven und negativeil Seiten. hatte.„Kann das Geschlecht als unabhängiges Zentrum betrachtet werden9" fragte einer der Anwesenden. Keine unangenehmen Empfindungen oder Gefühle sind in ihm zu finden. in all diesen gibt es sozusagen zwei Hälften — die positive und die negative. sagte G. die in ihnen durch Ideen und Einbildungen im 378 . sie zu beantworten. wenn er gefragt wurde.Nein' im Denkzentrum.Wasserstoff 12". sagte er bei dieser Gelegenheit. Aber tatsächlich arbeitet es sehr selten mit dem richtigen . Jedoch geschieht es oft infolge der falschen Arbeit der Zentren. Abnonnalitäten in der Arbeit des Geschlechtszentrums benötigen ein besonderes Studium. Und dann ruft eine bestimmte Art von Anregung des Geschlechtszentrums oder sogar jede Anregung des Geschlechtszentrums unangenehme Gefühle und Empfindungen hervor.

brennt und tötet. „Dies ist der »Mißbrauch des Geschlechts'. was mit dem Geschlecht zusammenhängt. Das Bewegungszentrum beschäftigt sich mit Sport. Askese oder die Angst und den Schrecken vor der Sünde. Das Gefühlszentrum predigt Christentum. Enthaltsamkeit. Wissenschaft oder Politik — immer kämpft es. raubt. springt. aber bei Verwendung der Energie des Geschlechtszentrums beschäftigt es sich nicht nur mit Philosophie. tatsächlich ist dies einfach eine Krankheit. klettert auf Berge. der Qual der Sünder. Unangenehme Gefühle und Empfindungen stammen alle aus dem Gefühls. daß es schneller und stärker als alle anderen Zentren arbeitet.Puffer' das Geschlechtszentrum sich unterworfen halten. alles mit der gleichen Energie. wenn ein Mensch weder Bewußtsein noch Willen hat. dem ewigen Feuer. Tatsächlich lenkt das Geschlecht alle anderen Zentren.und Bewegungszentrums kann an einem" bestimmten . findet über sie ihren Ausdruck..Geschmack'. in denen sowohl in der Arbeit des Denkzentrums als auch 379 . stellt verschiedene Rekorde auf. Weiterhin muß man sich daran erinnern. ringt. Die . in anderen Worten. können nur . an einer Hitzigkeit erkannt werden. Aber sie können nicht seine Energie zerstören. Auf der anderen Seite bringt es Revolutionen zum Ausbruch. sollte entweder angenehm oder gleichgültig sein. kritisiert und schafft neue subjektive Theorien. die esnicht selbst benützt. Unter gewöhnlichen Umständen. streitet. neigen dazu. Alles. die an-' deren Zentren rauben dem Geschlechtszentrum die Energie. das heißt. kämpft und so fort. Das bedeutet.oder dem Instinktzentrum. an einer gewissen Heftigkeit.. daß das Geschlechtszentrum mit »Wasserstoff 12 arbeitet. Die Energie bleibt erhalten und geht auf andere Zentren" über. der Hölle.Puffer' können es gänzlich auf den Nullpunkt bringen. und tut all dies mit der Energie des Geschlechtszentrums. sie können seine normale Äußerung verhindern. Das Denkzentrum schreibt Bücher. die für die in Frage stehenden Angelegenheiten gar nicht notwendig ist.Zusammenhang mit dem Geschlecht hervorgerufen werden. ficht. Die Energie des Geschlechtszentrums in der) Arbeit des Denk-. diese als eine große Tugend oder etwas Originelles zu betrachten. In all diesen Fällen. Gefühls.

Dies ist ein Beispiel vom Mißbrauch des Geschlechts! . der noch nicht begonnen hat.oder Bewegungszentrum können jemals irgend etwas Nützliches mit der Energie des Geschlechtszentrums hervorbringen. an sich selbst 380 . die ihm zukommen könnte. Aber wenn das Geschlechtszentrum mit einer Energie arbeitet. kann es eine sehr feine Eindrucksnahrung aufnehmen. um gegen den »Mißbrauch des Geschlechts* zu kämpfen?" fragte ein Anwesender. sich mit diesen Einbildungen zufriedenzugeben.Wasserstoffe' sehr wichtig. Verbindung mit dem Gefühlszentrum erzeugt Sentimentalität oder im Gegensatz dazu Eifersucht und Grausamkeit. Dies ist wieder ein Bild vom Mißbrauch des Geschlechts.Wasserstoff 12 arbeitet. denn da es mit .und Bewegungszentrums diese mit der Energie des Geschlechtszentrums arbeiten. dann werden seine Eindrücke viel gröber und es hört auf.noch das Gefühls. sagte er. G. die nicht seine eigene ist. „Aber Sie sollten jetzt schon verstanden haben. besondere Heftigkeit und außerdem die Nutzlosigkeit der betreffenden Arbeit.in der Arbeit des Gefühls. Und trotzdem ist das Geschlechtszentrum für die allgemeine Tätigkeit sehr wichtig und vor allem für das innere Wachstum des Organismus. und dies ist eine bestimmte. einem Menschen. Weder das Denk. „Gerade auf diese Frage habe ich gewartet". im Organismus die Rolle zu spielen. lachte. Ein anderer besteht in der Tatsache. Gleichzeitig erzeugt seine Verbindung mit dem Denkzentrum und der Gebrauch von dessen Energie viel zu viel Einbildungen über das Geschlecht selbst und außerdem eine Neigung.„Aber dies ist nur ein Aspekt.Wasserstoffen' 48 und 24. Die feine Eindrucksnahrung ist zur Herstellung der höheren . was keines der gewöhnlichen Zentren vermag. die viel niedriger und gröber als seine eigene ist." „Was muß man tun. nämlich mit den verhältnismäßig niedrigen . gibt es immer ein allgemeines Kennzeichen. wenn die Energie des Geschlechtszentrums von anderen Zentren geraubt und auf nutzlose Arbeit verwandt wird. daß es genau so unmöglich ist. daß. dieses keine mehr für sich übrig hat und die Energie anderer Zentren stehlen muß.

würden alle anderen Zentren richtig an ihrer Stelle und mit ihrer eigenen Energie arbeiten.Mißbrauch des Geschlechts' bedeutet. Dies allein würde auf eine verhältnismäßig hohe Seinsstufe hinweisen. seine Bewertung der Arbeit und seine Einsicht. dann beginnt alles andere unter seine Herrschaft zu kommen und geordnet zu werden. um diese Mißbräuche zu vermeiden. das heißt. was . Seiner Energie nach. Und in diesem Falle. „Die Rolle des Geschlechtszentrums bei der Schaffung eines allgemeinen Gleichgewichtszustandes und eines dauernden Schwerpunktes kann sehr bedeutend sein." 381 . in ihm einen dauernden Schwerpunkt schaffen kann. zur Schule. wie zu sagen. nämlich wenn das Geschlechtszentrum mit seiner eigenen Energie und an der ihm zukommenden Stelle arbeitete. daß alles andere mechanisiert und zwecklos ist. Die richtige Arbeit an sich selbst beginnt mit der Schaffung eines dauernden Schwerpunktes. was man tun muß. wenn es seine eigene Energie verwendet. steht das Geschlechtszentrum auf einer Ebene mit dem höheren Gefühlszentrum. Und alle anderen Zentren sind ihm untergeordnet. wenn es mit seiner eigenen Energie arbeiten würde. Deshalb wäre es eine große Sache. zu erklären. Die Frage lautet folgendermaßen: woraus und auf welche Weise kann ein dauernder Schwerpunkt geschaffen werden? Und darauf kann man antworten. daß nur die Haltung des Menschen zur Arbeit.zu arbeiten und die Struktur der Maschine noch nicht kennt. Wenn ein dauernder Schwerpunkt geschaffen ist.

genau so plötzlich aufhören könnte. Wir fühlten alle. dem Organismus möglichst starke Schocks zuzufügen. aber sehr „intensiver" Fastenübungen durch. das mir früher viel dazu verholten hatte. Ich beschreibe diese Experimente und Übungen nicht im einzelnen. sondern im Gegenteil versuchte. Ich führte eine Reihe kurzer.DREIZEHNTES KAPITEL D er Hochsommer 1916 hat sich dem Gedächtnis aller Mitglieder unserer Gruppe als eine Zeit sehr großer innerer Arbeitsintensität eingeprägt. die ich früher erworben hatte. Ich nenne sie intensiv. ohne eine genaue Kenntnis der möglichen Ergebnisse zu haben. Auch machte ich eine Reihe ziemlich schwieriger Denkübungen zur Konzentrierung der Aufmerksamkeit. weil ich sie überhaupt nicht vom hygienischen Standpunkt aus betrachtete. meinen Weg zu erfühlen. Aber alle diese Dinge zusammengenommen und auch unsere Gespräche und Versammlungen hielten mich in einem Zustand un- 382 . Ich begann eine Reihe von Experimenten oder Übungen. solange die Verhältnisse günstig waren. weil sie im Grunde nur Versuche waren. die wir uns gestellt hatten. mehr zu wissen. meine Aufmerksamkeit zu konzentrieren und mich selbst zu beobachten. das in Verbindung mit Fasten früher bei mir interessante psychische Ergebnisse gezeitigt hatte. das Arbeitsmaß in uns selbst zu vergrößern und alles zu tun. was uns möglich war. Wir sahen ein. zu wenig täten. daß unsere Aussicht. ja daß wir im Vergleich zu der Unermeßlichkeit der Aufgabe. und wir versuchten. wobei ich eine gewisse Erfahrung in dieser Hinsicht benützte. Im Zusammenhang damit begann ich nach einem bestimmten System zu „atmen". und auch „Wiederholung" nach der Methode des „DenkGebetes". wie sie gekommen war. daß wir uns beeilen müßten.

daß dies nicht nur in meinem Falle so war. denn G. als er sagte. und ich kann nichts darüber aussagen. ein gefühlsmäßiger. was ich gefunden habe. was ich suchte. sondern daß es immer so ist. Diese anderen Dinge bestanden aus der Vorbereitung. Aber ich kann nicht beschreiben. was sie suchten. wenn ich sie in den Erinnerungen oder Aufzeichnungen von Leuten fand. Der wichtigste Teil dieser Erfahrungen bestand in ihrem inneren --T Siehe Kapitel l. was wir für möglich. daß viele andere Dinge noch vor den Tatsachen notwendig seien1. die irgendeine Art außergewöhnlicher Erlebnisse gehabt und sich nachher geweigert hatten. dem Verstehen gewisser Ideen und einem gewissen Seins-Zustand. so sagten sie immer das gleiche: „Ich habe es gefunden. daß er unerläßlich ist und ohne ihn keine Tatsachen möglich sind. daß es in ihnen viel zu viel Persönliches gab. anerkannt oder zulässig halten. ist genau das. Sie hatten das Wunderbare gesucht und glaubten. was G. Und nun befand ich mich selbst in genau der gleichen Lage. was wir nicht verstehen können. Seite 30/1. sie zu beschreiben. als daß sie zum Allgemeingut werden könnten. verstand auch zur gleichen Zeit. Warum? Diese Frage habe ich mir selber oft gestellt. Und ich glaube.gewöhnlicher Spannung und bereiteten mich natürlich in einem hohen Maße für die Reihe von außergewöhnlichen Erlebnissen vor. Und ich konnte nur antworten. die das Gebiet dessen. Ich entsinne mich. sie hätten es auf die eine oder andere Weise gefunden. gemeint hatte. Aber wenn sie gefunden hatten. hielt sein Wort und ich sah Tatsachen. das heißt wir verstehen nicht. Nun komme ich auf etwas sehr Schwieriges zu sprechen. diese „Tatsachen" selbst zu beschreiben." — Dies schien mir immer künstlich und erfunden. Dieser Zustand. weil es überhaupt keine Möglichkeit gibt. Ich sah und beobachtete Tatsachen. 383 . die ich im August 1916 haben sollte. Ich hatte gefunden. daß Behauptungen dieser Art mich immer aufgebracht hatten. vollständig hinausgingen.

N. es war ungefähr zehn Uhr. daß in all seinen Bewegungen ein erstaunliches Maß von Sicherheit und Genauigkeit war. Petersburg kürzlich oft unsere Zusammenkünfte gehabt hatten. ein Athlet zu sein. nach all meinem Fasten und anderen Experimenten war ich in einem eher aufgeregten und nervösen Zustand und physisch weniger im Gleichgewicht als gewöhnlich. er sie jedoch auf andere Weise als er ausführen würde. S. und besonders betonte er unsere Feigheit und die Faulheit unserer Gedanken. und G. war hauptsächlich deswegen für mich sehr unangenehm. einmal einen anderen von uns herausfordern wolle. wieder zu der Frage zurück. warum wir unsere Lebensgeschichte nicht erzählen könnten. aber ich konnte sie äußerlich nachahmen. als er mich. G. Ich habe niemals vorgegeben. M. erklärte. das sie begleitete. und Dr. Ich glaube. weil ich immer bei anderen derartige Reden verurteilt hatte. keinerlei 384 . begann uns gewisse Haltungen und körperliche Bewegungen zu erklären und zu zeigen. er selbst mache sie auf eine bestimmte Weise mit entspannten Muskeln. zu sprechen. S. daß. Aber auch der äußere Aspekt kann nur sehr annähernd beschrieben werden. war sehr scharf und sarkastisch. in Finnland. Am Abend kamen wir auf unsere Versuche. Ich konnte nicht umhin. nämlich was ich über Dr. Und damit begann das Wunder.Gehalt und in dem neuen Wissen. als ob er einmal diesen. Wir saßen auf „türkische Weise" auf dem Boden. daß G. Ich war besonders betroffen. was ich ihm in unbedingtem Vertrauen gesagt hatte. G. zu bemerken. dachte. in dessen Haus wir in St. Was er sagte. Später kam G. G. als er vor allen anderen etwas wiederholte. Wie ich schon gesagt habe. Dr. unser Leben zu erzählen. gesonderten Raum rief. und etwa acht unserer Leute waren da. Ich kam zum Landhaus von E. obgleich ein Turner natürlich diese Bewegungen leicht ausführen könne. obgleich die Bewegungen und Haltungen in sich selbst keine außergewöhnliche Schwierigkeit darstellten und ein guter Turner sie ohne besondere Anstrengung hätte ausführen können. Z in einen kleinen. Ich kann mit unbedingter Gewißheit sagen.

„Fragte ich ihn irgend etwas?" Und sofort stellte er mir eine noch schwierigere Frage auf die gleiche Weise wie zuvor. Dr. die Wahrheit zu erkennen oder zu sagen. Ich fing einen dieser Gedanken auf und antwortete darauf. Ich saß G. Schließlich stand er auf und wir gingen hinaus auf die Veranda. gab mir einen Monat Zeit. und zwar in der Brust. indem er seinerseits Z. ich würde es sofort ausführen. Ich antwortete ihm bejahend. Ich sah ihn an. die er uns allen sagte. in der Nähe des Herzens. er saß da und lächelte. und ich beantwortete sie. oder ich hätte die Arbeit zu verlassen. unserer Unfähigkeit. die G. G. Z . in der gewöhnlichen Weise. Nach einiger Zeit hörte ich seine Stimme in mir. seine Gedanken zu hören.auf der ändern. S. Er stellte mir eine bestimmte Frage. daß ich anfing. und S. noch hypnotisierte er mich auf irgendeine bekannte Methode. Seine Worte verwirrten mich sehr. was stattfand. besonders Z. Wir saßen in einem kleinen Zimmer mit hölzernem Fußboden ohne Teppich.äußere Methoden benützte. was er verlange. S. G. war auf einer Seite von mir. Aber G. bestand auf der Zeitspanne eines Monats. Und plötzlich bemerkte ich. Die Angelegenheit bezog sich auf gewisse Bedingungen. G. Und wieder antwortete ich darauf mit der gewöhnlichen Stimme. Seine Frage rief in mir ein sehr starkes Gefühl hervor. mir sagte. sprach von unseren „Hauptzügen". „Warum sagte er das?" fragte G. laut sprechend. gegenüber. ohne ein Wort zu sagen. Dann war eine ziemlich lange Pause. waren sichtlich erstaunt über das. Alles begann damit. Dieses Gespräch. Z. dauerte nicht weniger als eine halbe Stunde. Ich war sehr aufgeregt durch die Dinge. die für mich bestimmt waren. daß zwischen den Worten. die ich entweder annehmen mußte. „Gedanken" waren. wie man ihn oft in Landhäusern findet. ansah.. 385 . sofern man es ein Gespräch nennen kann. ganz gleich wie schwierig das sei. G. stellte mir wortlos Fragen. Ich wollte die Zeit nicht annehmen und sagte. das heißt er gab mir keine Rauschgifte. wobei ich auf die gewöhnliche Weise redete. Er saß still. die er mich fragte und die ich nicht wiedergeben kann. nickte mir zu und hielt mit dem Reden inne. und Dr. und die Dinge.

Lange Zeit saß ich in einer Art Lichtung und rauchte. was er über mich sagte. sehr stark. G. Ich nahm an. und ich sprang von meinem Stuhl auf und ging in den Garten. in einem Augenblick. und die anderen zu dieser Zeit beim Abendessen auf der großen Veranda. So ging es für ein oder zwei Stunden weiter. was ich für fest und zuverlässig in mir gehalten hatte.Auf der anderen Seite des Hauses war eine andere große Veranda. In Wirklichkeit waren G. ging in mein eigenes Zimmer und legte mich nieder. Dort spazierte ich lange Zeit im Dunkel umher. und G. in Wirklichkeit nicht gab. daß es das. und auch meiner eigenen Lage. daß er mir nicht glauben und daß er mich auslachen würde. sondern antwortete auch in Gedanken. Dann berührte mich irgend etwas. begann in mir wieder eine merkwürdige Aufregung. was G. Über das. Von da aus ging ich in den Wald. in dessen Folge ich sehr schnell zu einem klaren und richtigen Verständnis all dessen gelangte. und spätere Ereignisse zeigten mir. und S. gesagt hatte. was nachher geschah. Schließlich konnte es eine „Einbildung" oder ein Wachtraum sein. der mir wie der Gipfel der Widersprüche und des inneren Drangsais vorkam. wo die übrigen saßen. alle anderen seien bereits zu Bett gegangen. Aber für mich selbst war es unbezweifelbar. wenn ich ihm dieses andere zeigte. was sie als eine Tatsache bestätigen würde. ich hätte etwas gefunden. Schließlich. Als ich zu dem Haus zurückkehrte. dann verlor ich es wieder. recht hatte. Bei dieser Gelegenheit hörte ich nicht nur. mein Puls fing stark zu schlagen an und ich hörte wieder G. Ich sah ein. Irgend etwas sehr Seltsames war an dieser Unterredung. Aber ich hatte etwas anderes gefunden. daß G. Ich wußte. daß ich recht hatte. ganz in der Gewalt der außerordentlichsten Gedanken und Gefühle.'s Stimme in meiner Brust. aber obgleich ich versuchte. hörte mich und antwortete mir. Manchmal schien es mir. sprach gerade mit Z. kann ich nur sehr wenig berichten. war es bereits dunkel auf der kleinen Veranda. 386 . durchblitzte mich ein Gedanke. Bald nachdem ich ins Bett gegangen war. obwohl sich dann erst die Hauptsache ereignete. konnte aber nichts finden. Ich versuchte mir etwas auszudenken..

daß man Angst hat. Am Morgen. mir ein bißchen Zeit zu geben. Aber das Gefühl. aber ich zitterte am ganzen Köper. Es war keine Furcht. Aus irgendeinem Grunde ärgerte mich dies. Ich hatte sogar den Eindruck. „Fragt ihn. Sie sind jetzt müde". und auf eine oder zwei meiner Fragen gab er absichtlich unbestimmte Antworten. die ich ihm stellte und auf die er antwortete. um mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. Was er sagte. saß G. Nach einer langen Pause fragte mich G. daß er konkrete Antworten vermied. Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen. ich glaube. Als ich sie erreichte.G. als ich auf die kleine Terrasse herauskam. im Garten zwanzig Meter weg an einem runden Tisch. was gestern nacht geschehen ist". 387 ." Und seine Stimme schwieg. sagte er schließlich. die später als „Beweise" hätten dienen können. was wichtig genug war. bei der man weiß. etwas Konkretes zu fragen. was mich sofort aufmerken ließ. etwas. so daß ich kein einziges Wort artikulieren konnte. sagte G. hörte ich wieder G. „Sie sind jetzt müde. warte und nicht lange warten werde. Und gewisse Fragen. konnte ich nichts finden. und irgend etwas lahmte mich buchstäblich vollständig. Ich drehte mich um und ging zur Terrasse. wir werden dies bis zu einem späteren Zeitpunkt lassen. hätte ich mich selber fragen und auch beantworten können. wo wir am vorhergehenden Abend gesessen hatten." Ich begann etwas zu sagen. y Ich empfand. daß G. es sei eine Unterredung. jedenfalls nicht eine bewußte Furcht.'s Stimme in meiner Brust. dann hielt er an. weil ich eine be* jahende Antwort geben wollte. was jeden Zweifel an der Wirklichkeit der Unterredung oder seiner Teilnahme daran aufgehoben hätte. war sehr stark und völlig neu und ganz anders wie alles andere. ich bat ihn zu warten. „Ein andermal". als ob er auf eine Antwort warte. trotzdem ich furchtbare Anstrengungen machte. „schlafen Sie. brachte plötzlich alle meine Gedanken und Gefühle zu einem Stillstand. „Nun gut. sagte seine Stimme. drei unserer Leute waren bei ihm.

sagte er. „Möchten Sie schlafen gehen?" sagte G. laut. und er schaute mich an. Was konnten sie bedeuten? Können wir sie bestimmen? Können wir ihre Bedeutung verstehen? Irgend etwas begann sich in meinem Kopf zu formulieren. aber als ich versuchte. 388 . Ich wandte ihm meine Augen zu. konnte aber nichts sagen. Mir kam der Gedanke in den Sinn.„HaitiIch hielt an und drehte mich G. wollte auch gar nichts reden. Während dieser drei Tage führten wir viele Gespräche über die verschiedensten Themen. über die drei Kräfte. der mich manchmal zu bedrücken begann. Gleichzeitig fühlte ich eine außergewöhnliche Gedankenklarheit und versuchte. das den ganzen Tag und noch länger andauerte. mich auf bestimmte Probleme zu konzentrieren. Ich setzte mich zu ihm. Denken Sie lieber über sich selbst. Mir schien. „Gewiß nicht". „Lassen Sie es". Und was war das Dritte? fragte ich mich.. die eine Kraft ausmachen. „Sie können jetzt nicht die Antwort finden. Ich begann über die erste Triade des „Schöpfungsstrahls" nachzudenken. G. fragte ich G. sahen uns verwundert an. es in Worte zu fassen. — Wille. sagte ich. Bewußtsein. Er lächelte. über Ihre Arbeit nach. Wir blieben noch drei weitere Tage in Finnland. „Wo gehen Sie hin? Setzen Sie sich hierher!" sagt er mit seiner gewöhnlichen Stimme. die mit uns dasaßen. daß ich vielleicht in diesem ungewöhnlichen Zustand Antworten auf die Fragen finden könnte. verschwand alles. zu.. die ich auf gewöhnliche Weise nicht finden könnte." Die Leute. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg". die mir besonders schwierig erschienen waren. würde ich sofort alles andere verstehen. Und ich war die ganze Zeit in einem ungewöhnlichen Gefühlszustand. „Wie kann ich dies loswerden? Ich kann es nicht länger ertragen". sagte G. hatte meine Gedanken beantwortet. wenn ich das Dritte benennen könnte. Dann begann etwas sehr Merkwürdiges.

's Abreise ging ich die Troitskystraße entlang. müssen meine Gefährten bei diesem merkwürdigen Abenteuer sehr überrascht haben. Später war es sehr merkwürdig. G. was er in seinen Träumen sah. Vieles glich dem Schlaf. Darüber konnte überhaupt kein Zweifel sein. Er fuhr ab. daß der Mann. Ein schlafender Iswostschik fuhr vorbei mit zwei schlafenden Insassen. fuhr nach Moskau und wir gingen direkt vom Finnland-Bahnhof zum NikolajewskyBahnhof. Nach ihm kam ein anderer Schlafender. benutzen Sie es. schlief. Und ich war über viele Dinge in mir selbst überrascht. In diesem Augenblick schlafen Sie nicht!" Ich glaube nicht. Und während dieser Zeitspanne sah ich von Zeit zu Zeit „schlafende Menschen". Sie dauerte etwa drei Wochen an. daß ich. während ich ihn im Abteil des nach Moskau fahrenden Zuges sah. Wieder spät am Abend dieses Tages gab es neue und sehr merkwürdige Erscheinungen. Schließlich fuhren wir nach St. Es war eine unbezweifelbare und deutliche Empfindung. Eine ziemlich große Gruppe war zusammengekommen. die ich gesagt hatte. daß dies ganz wahr war. wobei ihm diese wie Wolken über seinem Gesicht hingen. Dies erfordert eine besondere Erklärung. Aber das Wunderbare war noch längst nicht zu Ende gekommen. w a s Sie wünschten. seine Träume sehen könnte. Zwei oder drei Tag-e nach G. Viele Dinge. Aber er ging weiter. die ich zu jener Zeit sagte. um ihn zu verabschieden. 389 . Es kam mir in den Sinn. Zweifellos erfand ich sehr viel. mich an die Dinge zu erinnern. das heißt verstehen könnte. Zweifellos „schlieft' ich in manchen Augenblicken. wenn ich ihn lange genug anschauen würde. Plötzlich fand ich mich in der Lage des Prinzen im „Dornröschen". Petersburg. und ich „unterhielt" mich mit ihm. Trotzdem seine Augen offen waren. der auf mich zukam. Hiernach folgte eine merkwürdige Zeit. ging er sichtlich in Träumen versunken. Alle um mich herum schliefen.„Was fragen Sie dann? Dies ist es. vieles hatte überhaupt keine Beziehung zur Wirklichkeit. und plötzlich sah ich.

der ich vordem gewesen war. die Zukunft voraussehen. Wenn die Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. Aber ich hatte mich selbst gesehen. täglich zu beobachtenden Dinge überschreitet. was es bedeutete: viele Dinge können mit unseren Augen gesehen werden. daß dies geschehen war. was ich während dieser drei Wochen sagte und dachte. mich meiner selbst zu erinnern. mediumistische Erscheinungen und so weiter könnten auf die gleiche Weise untersucht werden. wie „Telepathie". chemische oder meteorologische Erscheinungen untersuchen kann. daß ich durch den Versuch. wie man elektrische. die manchmal „metaphysisch" genannt wird. keine Erscheinung der Art. Diese Empfindungen dauerten einige Minuten. Und obgleich ich später wieder der gleiche wurde. Und es besteht kein Zweifel. das heißt keine Erscheinung. und ich konnte nichts vergessen. Ich konnte mir keine klare Rechenschaft darüber ablegen. Am nächsten Tage wiederholten sie sich sehr schwach. Darüber konnte kein Zweifel bestehen. Aber ich machte sofort die Entdeckung. was genau geschehen war. meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. daß viel Phantasie in dem war. weil ich offensichtlich selbst eingeschlafen war.Es war mir klar. Ich erzählte nur einigen unserer Leute von diesen Experimenten. diese Empfindungen für so lange zu verstärken und zu verlängern. die das Gebiet der gewöhnlichen. Später wa-r wieder alles wie gewöhnlich. Eine Sache. die ich damals ganz klar verstand. Aber alles in mir war auf den Kopf gestellt. nicht zerstreut zu werden. konnte ich nicht umhin zu wissen. das heißt ich hatte Dinge in mir gesehen. war folgende: keine Erscheinung einer höheren Ordnung. Erscheinungen höherer 390 . „schlafende Leute" zu sehen. Es ist vollständig absurd zu glauben. „Hellsehen". die ich früher nie gesehen hatte. Erscheinungen einer höheren Ordnung. hörte ich auf. nämlich den Dingen und meiner Umgebung nicht zu erlauben. die wir gewöhnlich nicht sehen. sich ihrer selbst zu erinnern. und zwei von ihnen hatten ähnliche Erlebnisse. fähig wurde. als sie versuchten. kann mittels gewöhnlicher Mittel in einem gewöhnlichen Bewußtseinszustand wie eine physische Erscheinung beobachtet oder untersucht werden. als ich genug Kraft hatte.

Und die. Gewalt zur Erreichung irgendeines. nämlich die Nutzlosigkeit. aber nun verstand ich auch den Grund. die ich im Heuen Modell des Weltalls im Kapitel „Experimentelle Mystik" beschrieben habe. was in Finnland gesagt wurde. über meine Umgebung und besonders über die „Handlungsmethoden" in mir vollzogen. ist sehr schwer. Diese Wandlungen selbst zu beschreiben. ganz bestimmte Wandlungen in meinen Ansichten über mich selbst. Ich sah mit unbezweifelbarer Klarheit ein und verlor auch später niemals ganz dieses Gefühl. mehr meine Gemeinschaft mit ihnen zu spüren. daß sie in keiner Weise mit dem. Ich war früher nach eigenen Experimenten. im Zusammenhang standen. ganz gleich welchen Zieles anzuwenden. für die sie angewandt werden. daß sich zu diesem Zeitpunkt gewisse. Die erste Tatsache. Er bezieht sich auf eine Veränderung. ähnelte dem Anschein nach Tolstois Nicht-Widerstand-Leisten. war die Schwächung meines außerordentlichen Individualismus.Ordnung erfordern für ihre Untersuchung und ihr Studium einen besonderen Gemütszustand. der bis zu diesem Zeitpunkt der Hauptzug meiner Haltung gegenüber dem Leben gewesen war. in verschiedenen Formulierungen meiner Ziele. zweite Tatsache war. wenn dies ohne genauere Bestimmung gesagt werden kann. Und dies schließt jede Möglichkeit von „richtig durchgeführten" Laboratoriumsexperimenten und -beobachtungen aus. 391 . Von da an begann ich. die ich dort erlebt hatte. mehr die Menschen zu sehen. zu den gleichen Schlüssen gelangt. Wozu ich gekommen war. Wünsche und Sehnsüchte bemerkte. warum dies unmöglich ist. ist viel schwieriger zu beschreiben. zu dem ich kam. daß in überhaupt allem gewalttätige Mittel und Methoden nur negative Ergebnisse zeitigen können. die im Gegensatz zu den Zielen stehen. die ich feststellen konnte. Der zweite interessante Schluß. Ich kann nur sagen. das heißt Ergebnisse. Und später sah ich deutlich ein. daß ich irgendwo sehr tief in mir selbst den esoterischen Grundsatz der Unmöglichkeit der Gewaltanwendung verstand. die ich in verschiedenen Ansichten von mir. sondern daß sie das Ergebnis der Gefühle waren. Viele Aspekte hiervon wurden mir erst später klar.

war es Anfang September. Petersburg kam. Ich versuchte ihn zu fragen. wie G. sagte einer von uns. was Sie sagen. „Der Hauptzug.aber es war keineswegs Nicht-Widerstand-Leisten. nicht vom Ständpunkt dessen. ob es wahr sei. Bei diesem Besuch lag der Schwerpunkt der Gespräche im „Hauptzug" oder „Hauptfehler" von einem jeden von uns. so sagte G. Das nächste Mal. bedeutet das. „wenn Sie 392 . Dabei kann es keinen Irrtum geben. was besser oder schlechter. „Ich stimme nur damit nicht überein. genau wie ich meinen Hauptzug „Ouspensky" nennen könnte oder. Bei manchen Leuten kann dieser Zug so unter verschiedenen formalen Äußerungen verborgen sein. „Wenn dies der Fall war. ihn immer nannte. tatsächlich mein Hauptzug ist". sondern was wirksamer und angebrachter ist. gegebenen Bestimmung seines „Hauptzuges" einverstanden war. Aber ich bestreite nicht. daß ihm die Tatsache. was genau in Finnland geschehen war. daß nicht jedermanns Hauptzug bestimmt werden kann. daß er etwas gesagt habe. ist viel schlimmer. immer." „Sie wissen überhaupt nichts von sich". daß der Betreffende mit ihm nicht übereinstimme. sagte G. als G. wie Sie es beschreiben. sagte ihm G. daß er recht habe. daß er fast unmöglich zu finden ist. was mich beängstigt hätte. Wenn irgend jemand nicht mit der von G. daß die Menschen mich so sehen mögen. sondern von einem praktischen Gesichtspunkt zu dieser Überzeugung gekommen war. und warum ich Angst gehabt habe. Bei dieser Gelegenheit erkannte ich. zeige. daß das. den ich in mir kenne. daß Sie nicht bereit waren". G. Und dann kann ein Mensch sich selbst für seinen Hauptzug nehmen. „Piotr Demianowitsch". Er erklärte nichts weiter. war sehr geschickt in der Bestimmung der Hauptzüge. nach St. weil der „Piotr Demianowitsch" jedes Menschen sich sozusagen „um seinen Hauptzug" bildet. weil ich nicht von einem ethischen..

„Sie verstehen. „Sein Hauptzug ist.. Und die anderen Menschen sehen Sie sicherlich auf die Art. und ihn zerstören. wie verborgen dieser auch sein mag. Natürlich können Sie ihn nicht immer in Worten definieren. daß Sie immer so sind. „Das heißt nicht. „Psychologie kann niemals nur eine Wissenschaft sein. er nannte einen unserer Gruppe. „Zum Beispiel Soundso"." Einem anderen von uns sagte er auf die Frage nach dem Hauptzug." Das Gespräch über die Eindrücke brachte uns wieder zu dem ^. Wenn Sie das. „Die Mitmenschen sehen den Hauptzug eines Menschen. antwortete G. Und wenn Sie einen Weg finden.Es kann kein richtiges . ^. existieren Sie überhaupt nicht. Aber wenn Sie so wie jetzt sind. wie ich es Ihnen sagte. seiner sei. daß er nie zu Hause ist.äußeres Sich-Richten' geben. das heißt seine unwillkürliche Äußerung zerstören". wie die Menschen Sie sehen. Spitznamen bezeichnen manchmal sehr gut den Hauptzug." Hiermit begann ein langes Gespräch über die Eindrücke. was ich Ihnen gesagt habe. sondern jeden Eindruck. Aber ihre Definitionen sind oft sehr gut und treffend. daß er überhaupt nicht existiere.inneren" und „äußeren Sich-Richten"." 393 . G. und wie er einen wünschenswerten oder einen unerwünschten Eindruck hervorrufen kann. „Und Psychologie sollte Kunst sein". so werden Sie verstehen. als Ihren Hauptzug annehmen.etwas wüßten. sagte G. wie diese Sie sehen. Nehmen Sie zum Beispiel Spitznamen. ich sehe Sie nicht". sagte G. mit der G. den Sie machen möchten. solange ein Mensch in seinem Hauptzug festsitzt". Das war schon nicht mehr Psychologie. den Sie jetzt auf sie machen. betonte diese Worte. das war Kunst. Wie kann er sich nach irgend etwas ödet irgend jemandem richten?" Ich war erstaunt über die künstlerische Vollendung. uns den Hauptzug darstellte. Aber Sie sehen nicht. die ein Mensch auf andere macht. gegen diesen Hauptzug anzukämpfen. dann würden Sie nicht diesen Zug haben. „so werden Sie auf die Menschen nicht den Eindruck machen.

alle Versuche in dieser Richtung aufzugeben. G. er habe kein Schamgefühl. Er hatte sich stark erkältet. die einen bestimmten und ernsten Entschluß faßten. Wir müßten eine bestimmte Entscheidung treffen. gegen ihre Mechanisiertheit und den Schlaf anzukämpfen. daß ei. Wer nicht aufwachen will. erklärte einem anderen in unserer Gruppe — es waf der Mann in mittleren Jahren. er würde mit jedem von uns einzeln reden und jeder 394 . es habe keinen Sinn. mit jedem über alles zu streiten. zwischen zwei Stühlen zu sitzen. „Sie wissen jetzt schon". an dem er das Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern ausgeführt und der um Himbeermarmelade gebeten hatte — sein Kennzeichen sei. Aber es hat keinen Sinn. Dem anderen Mann. und wir trafen uns bei ihm in kleinen Gruppen. er wäre in der öffentlichen Bibliothek gewesen und hätte die enzyklopädischen Wörterbücher von vier Sprachen nach der Bedeutung des Wortes „Gewissen" durchgesehen. sagte G. seinem Gefährten im Experiment.kein Gewissen habe. daß er die Arbeit nur mit denen fortsetzen würde. ob wir mit ihm weitergehen und arbeiten wollten. „daß man nichts Schreckliches von Ihnen verlangt. G. daß wir so weitermachten. machte nur eine Handbewegung. in einer Wohnung an der Liteiny in der Nähe des Newsky. oder ob es besser sei. „Aber ich streite doch nie!" antwortete der Mensch sofort sehr heftig. Am folgenden Tag kam der Betreffende und sagte. Er fügte hinzu. Einmal sagte er.Einem anderen sagte er." Er sagte. zu lachen. den soll man jedenfalls gut schlafen lassen. sein Hauptzug sei eine Neigung. sagte er. und sofort machte dieser einen ganz komischen Witz über sich selbst. Zu dieser Zeit wohnte G. Niemand konnte umhin. denn eine halbernste Haltung könne überhaupt kein Ergebnis zeitigen..

woher es kam. es schien uns wie durch eine Art Magie." Damit endete dieses Gespräch. „Wir machten aus allem ein Geheimnis". sagte. und sollten jetzt auch schon einsehen. G. Mit einigen sprach er sehr lange. warum er. Wenn ja. die sich fest entschlossen haben. der Mann im mittleren Alter. Ihre Haltung war zuerst mißtrauisch und argwöhnisch und wurde dann sogar sichtlich feindlich gegen fast alle. in ihrer Abwesenheit gesprochen hatte. Und wenn ich meine Zeit hierauf verwende. irgend etwas zu verstehen. 395 .. ein Mißverständnis von seiner Seite und bei den übrigen Gruppenmitgliedem einen Mangel an Sympathie und Gefühl sahen. Aber in Zukunft werde ich nur mit denen arbeiten. „Sie glauben vielleicht. und alle waren über die merkwürdigen und ganz unerwarteten Anklagen sehr erstaunt. wir sagten ihnen nicht. was G. ob Sie sich auf dem gleichen Weg wie ich befinden oder nicht. Es gibt sehr viele andere Dinge. die ich tun könnte. das heißt G. sagte er. Schließlich verblieben fast alle. sich um ihn kümmern solle. was ich tun könnte. P-. mit anderen nicht so lang. daß dies mir viel Befriedigung gibt". „oder vielleicht glauben Sie. wovon G. Wir hätten G. den ich in Verbindung mit den Experimenten der Teilung von Persönlichkeit und Wesenskem erwähnte. so ist dies nur deswegen.müsse ihm einen ausreichenden Grund aufzeigen. bestand die Prüfung in Ehren und wurde schnell ein sehr tätiges Mitglied unserer Gruppe. Und nur die Menschen können für mich nützlich sein. Nur zwei fielen ab. das heißt gegen ihre Mechanisiertheit zu kämpfen. und in allem. Niemand wußte. mit sich selbst zu kämpfen. worin mein Ziel besteht.'s Unterredungen mit Mitgliedern der Gruppe dauerten ungefähr eine Woche. weil ich ein bestimmtes Ziel habe. so irren Sie sich in beiden Fällen gewaltig. daß es nichts anderes gibt. und nur bei manchen Gelegenheiten verlor er sich in einer formalen Haltung oder in „buchstäblichem Verstehen". Sie sollten jetzt schon besser begreifen. die plötzlich. Ich will nichts weiter sagen. die für mich bei der Erreichung meines Zieles nützlich sein können. aufhörten.

der die Arbeit lehrt. Und dies war besonders merkwürdig. Wir waren über diese und ähnliche Reden sehr überrascht. über sie zu reden. „vollständig gewandelt". der er früher zu sein pflegte. „Nicht nur können Sie nichts tun". falsche Eindrücke über sie vermittelt und ihn veranlaßt. sich gegenseitig schöntäten und gleichzeitig die anderen ausspionierten." „Wie sollen wir mit ihnen sprechen und wie können wir ihnen helfen. alles in einem falschen Licht darzustellen. Ich kann Sie täuschen. die heuchelten. ganz verschieden von dem. Wir hätten G. welches aus dem über Wissen und Sein Gesagten hervorgeht. als wir ihm erzählten. brachten sofort eine ganz neue Atmosphäre mit sich. Wenn es sich nicht so verhielte. nicht getäuscht werden. Gleichzeitig habe sich G.. ihm die Wahrheit zu sagen. und ich müßte von Ihnen lernen. Er lachte sehr. als es war. von den Menschen die Wahrheit zu verlangen. sagte ihnen G. mit G. „sondern Sie 396 . daß wir ihm nach ihrer Meinung immer „falsche Eindrücke" über sie berichteten. alles g-anz anders zu sehen. habe alles Gefühl und alles Interesse für einzelne verloren. da wir alle Tatsachen verstümmelten und uns bemühten. damit er ihnen nußtraue. In der Arbeit kann der. Wir würden ihm alle unsere Gespräche mit ihnen berichten. zur Gruppe zurückzukommen?" fragten einige von uns G. wenn ich will. er ziehe es vor. Dies ist ein Gesetz. Aber Sie können mich nicht täuschen. anspruchsvoll. das Wichtigste zu verstehen. nun wäre er scharf.gerade damals die meisten von uns sich in einem sehr intensiven Gefühlszustand befanden und diesen zwei protestierenden Mitgliedern unserer Gruppe besonders gut gesinnt waren. Viele Male versuchten wir. Leute um sich «zu haben. dann würden Sie nichts von mir lernen. die uns bisher i fremd gewesen war. wäre ein ganz anderer geworden. die Angst hätten. habe aufgehört. sie haben aufgehört. weil .über sie Geschichten erzählt. Sie . wodurch wir ihn zu Irrtümern veranlaßten. sagte er. „und was für ein ärmlicher Idiot ich von ihrem Gesichtspunkt aus bin! Wie leicht ich doch zu täuschen bin! Sie sehen. „Wie hoch sie die Arbeit schätzen".

das heißt sie haben es einmal eingesehen. Es ist immer sehr schwer. Aus diesem Grund sind sie gekommen. Das bedeutet mehr und mehr lügen. die ohne irgendwelche Art von Überredung oder Zwang zustandekommt. Es muß zerstört werden und kann nur durch Leiden zerstört werden. Sie sind Toren und sie wissen es schon. daß man nicht zwischen zwei Stühlen sitzen kann. andere zu beschuldigen. sie könnten das Neue erwerben und das Alte behalten. über mich und jeden anderen Urteile abzugeben. Versuche der Selbst-Rechtfertigung sind: Versuche.sollten es auch nicht versuchen. sie glauben dies natürlich nicht bewußt. was Sie über mich und sich selbst gehört haben. daß es sehr oft vorkommt. Verstehen Sie doch. das heißt. um zur Selbsterkenntnis und zum Verstehen zu gelangen. sie bringen in ihre Arbeit schon ihre eigene lumpige subjektive Haltung mit. sie könnten zwischen zwei Stühlen sitzen. zurückzukommen. weil Sie durch solche Versuche die letzte Chance vernichten. Schon jetzt »nehmen sie eine Sache an' und . etwas. wird es jetzt zehnmal schwieriger sein.. daß alles. als ob sie fähig wären. irgend etwas zu beurteilen. und Sie werden sehen. „Warum wandelte sich ihre Haltung gegenüber uns allen und gegenüber Ihnen so plötzlich und unerwartet?" „Für Sie ist es der erste derartige Fall". Und dies zeigt sich sofort in ihrer Haltung gegenüber den Ideen und dem. sagte G. ihre eigene Wertschätzung von Ideen und Menschen zu haben. was ich sage. was sie vor allem zu behalten wünschen? Erstens das Recht." „Wie konnte dies geschehen?" fragten andere ihn. „Und was ist es. um zu lernen. was für sie schädlicher ist als alles andere.nehmen eine andere 397 . Aber später werden Sie erkennen. aber es kommt auf das gleiche heraus. sie beginnen. „und darum scheint es Ihnen merkwürdig. sich selbst zu erkennen. Aber im nächsten Augenblick vergessen sie dies alles. um sich selber im Recht zu fühlen. Wenn es vorher für sie schwer war. die die zwei noch haben. Und gewöhnlich denken die Menschen. Und dann muß es eine vollständig freiwillige Entscheidung sein. daß es immer auf die gleiche Weise geschieht. Der Hauptgrund hierfür ist.

Und so weiter und so fort wie eine Drehorgel. Aber wenn sie selbst verrückte Dinge tun. daß.arbeiten' zu können. das heißt ohne mir in allem zu trauen und ohne alles anzunehmen. in einer anderen Sache trauen sie mir nicht. wenn ein Mensch diese Saite anschlägt. daß die Menschen dies bezüglich anderer sehen können. jeder für sich selbst.Sache nicht an'. und sogar wenn sie zurückkommen wollten. „Und das Komischste hierbei ist. unter solchen Bedingungen . und der eine unterstützt den anderen gerade in seinen Schwächen. Nun kann einer ohne den anderen nicht zurückkommen. so wäre es leichter für sie. in diesem Moment. Ein . von denen ich gar nichts weiß. Sie sind ein Paar. in dieser Haltung mit mir und anderen zu sprechen. setzen sie sofort etwas eigenes an deren Stelle. Wären sie getrennt. Sie beginnen in allem. weiß ich schon alles. ihn herunterzurutschen. Es ist spaßig. Und auch Sie werden es aus den Folgen kennenlernen. beginne ich über Dinge zu reden. Indem sie etwas nicht annehmen oder einer Sache mißtrauen. Fehler und Ungenauigkeiten zu finden und ebenso in allem. oder sogar von denen ich keine Ahnung habe. was andere sagen oder tun. Aber sie sind ein Paar. das andere lehnen sie ab. würde ich nur einen von ihnen und nicht den anderen aufnehmen. Jetzt. daß dies mit irgendeiner Art . Dies ist ein Gesetz." 398 . die weder mit der Arbeit noch mit meinen Ausführungen etwas gemein haben. was er später sagen wird. sein Lied ausgesungen ist. hören sie sofort auf. aber welche sie besser als ich wissen und verstehen. was ich sage oder tue. Tatsächlich ist dies vollständig unmöglich. sie sind Freunde. Wenn ein Mensch irgend etwas in dieser Richtung sagt. Es ist schwer. alle anderen Mitglieder der Gruppe sind Toren. „Und beachten Sie ein Weiteres. ihre Lage zu erkennen und zurückzukommen.Geschnatter' beginnt — neue Theorien und neue Erklärungen. aber sehr leicht. in einer Sache trauen sie mir. Idioten. Sie verspüren sogar keine Verlegenheit. den Hügel zu erklettern. Und sie verstehen nicht einmal. es in Beziehung auf sich selbst zu sehen. dem einen stimmen sie zu. Und in der Hauptsache denken sie.Arbeit' verbunden werden kann. daß sie sich einbilden.

erstaunte mich durch ihre besondere Atmosphäre. um den ersten zu befähigen. andere fanden es dumm. als ob sie Angst hätten. Das allein war schon ungewöhnlich.„Warum?" fragte ein Anwesender. der uns „unterdrücke". „Das ist eine ganz andere Frage". es gab ein Gefühl der Sicherheit und der Befreiung von der Notwendigkeit. Aber ich sage Ihnen. ich oder sein Freund. mit ihnen zu reden. Seine kleine Wohnung auf der Bolschaja Dmitrowka. im Gegenteil. vor allem unsere Schwäche und unsere vollständige Unterordnung unter G. wie sehr G.Schweigen" sei gegen sie gerichtet. und es zeige unsere schlimmsten Eigenschaften. aufzuhören.. wie Menschen das Schlimmste tun. dann gibt es nichts weiter zu reden. wer für ihn wichtiger sei. P. Sie kamen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür. Andererseits waren andere beleidigt. die hinkamen — die alle G. eine gezwungene und erfundene Rolle zu spielen. sie hängen aneinander und hindern sich gegenseitig. sagte G. die Reaktion verschiedener Menschentypen auf das „Schweigen" zu verzeichnen.'s Schüler waren — keine Angst zu schweifen." Im Oktober war ich mit G. aber wenn ich der Wichtigere bin. was für sie gut ist. und ihnen zu verstehen zu geben. rauchten und sprachen oft stundenlang kein einziges Wort.. abweichen. muß er seinen Freund verlassen und allein zurückkommen. in Moskau. wenn sie von dem. entschloß sich sogar. „unnatürlich". um ihnen zu zeigen. 399 . Und dann später mag der andere zurückkommen. setzten sich.'s Schüler ihnen überlegen seien. sie glaubten. Wenn er wichtiger ist. sich selbst zu fragen. Vor allem hatten alle Leute. Sie begannen zu reden und redeten unaufhörlich. was sie überhaupt tun können. in der alle Böden und Wände im östlichen Stil mit Teppichen und die Zimmerdecken mit Seidengehängen bedeckt waren. Aber auf zufällige und neugierige Besucher machte dieses Schweigen einen außerordentlich merkwürdigen Eindruck. Und es war nichts Bedrückendes oder Unangenehmes in diesem Schweigen. das . Dabei wurde mir klar. komisch. „Im augenblicklichen Fall nur. daß es sich nicht einmal lohne.

einfach weil er das Schweigen nicht ertragen konnte. den ich schon vorher getroffen hatte und der manchmal zu G. hört er die verschiedenen Betonungen und beginnt die Lügen anderer Leute zu erkennen. etwas sich selbst einzugestehen. und er bemerkte überhaupt nicht die Blicke. der ihm einige außerordentlich interessante Dinge über den Krieg. daß er log. wenn er ruhig ist.. ihr Lächeln zu unterdrücken. Plötzlich empfand ich. Sehr schnell bemerkte ich eine noch überraschendere Eigenheit von G. selbst war nicht da. die wir im Sommer gemacht hatten. eine Art Selbstverteidigung ist und sich immer auf ein Nicht-bereit-Sein. daß er allein nichts bemerkte und fortfuhr.daß die Menschen das Schweigen mehr als alles andere fürchten und daß unsere Neigung. Einmal kam ein Bekannter von G. Dies war nicht der einzige Fall. Es war dort nicht möglich zu lügen. wenn wir die Tatsachen zu verbergen suchten. Und nachdem er eine Zeitlang dagesessen war. daß ich sähe. Ich entsann mich plötzlich der Versuche. Wenn ein Mensch darauflosredet oder einfach auf eine Gelegenheit wartet. Mir wurde klar. um zu beginnen. über Friedensmöglichkeiten und so fort erzählt habe. Eine Lüge wurde dort sofort offensichtlich. wenn ich ihn anblickte. daß sie genau wie ich empfanden und kaum fähig waren. Ich blickte auf die anderen und sah. unser Leben zu beschreiben. die wir unabsichtlich miteinander wechselten. Er erfand das alles auf der Stelle. erkennbar und greifbar. würde er erkennen.'s Gruppen kam. ihn anzusehen. Es war mir peinlich. sehr schnell zu reden. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. immer zu reden. Er hatte niemanden getroffen und niemand hatte ihm irgend etwas erzählt. Mir schien es. etwas einzusehen. Außer mir waren noch zwei oder drei Menschen in der Wohnung.'s Wohnung. begann unser Gast zu erzählen. G. Aber sofort. daß auch in diesem Fall das Ganze in der Betonung lag. und die „Betonung". das heißt etwas aufwacht. mit der wir sprachen. gründet. wie er lüge. so bemerkt er die Betonungen der anderen nicht und ist unfähig. wobei ihn sein Gegenstand mehr und mehr fortriß. Dann blickte ich wieder auf den Sprechenden und sah. wie er gerade einen Menschen getroffen habe. 400 .

Petersburg gesehen hatte.'s Schülern über diesen Gegenstand. Ich wollte sehr gern einige meiner Moskauer Freunde bei G. über Bodenverbesserung. zu was für einer Prüfung ich meinen alten Freund gebracht hatte. und über .Wir sprachen verschiedene Male mit G. obwohl er gewöhnlich mit Arbeit überladen war und von einem Ort zum anderen hastete. unterhielt ihn die ganze Zeit und goß ihm Wein ein. erzählte. als ich erkannte. Es schwiegen nämlich alle.die „schlafenden Menschen". Weder G. noch sonst jemand sprach ein einziges Wort. kagetischem Wein und so fort. lebendig genug zu sein. Er sprach über den Krieg.'s Wohnung erinnerte mich sehr stark an mein Gefühl von „schlafenden Menschen".. die „Materialisation von Händen" und über anderes. die ich während dieser Tage traf. besonders über das Trocknen von Zwiebeln. aber von all denen. nüt Sakuski. Mein Gefühl von mechanisch lügenden Menschen hier in G. woran ich mich jetzt nicht mehr erinnere. rief etwa fünfzehn seiner Leute zusammen und veranstaltete ein Essen. Ich war im Begriff zu sprechen. mein alter Zeitungsfreund W. Aber er war sehr interessiert. war sehr freundlich zu ihm. bemerkte 401 . den Eindruck. — Er setzte A. würde beleidigt sein. als ich ihm von G. machte mir nur einer. dann sprach er über das Trocknen von Gemüse für die Wehrmacht (womit er sich damals neben seiner Joumalistenarbeit beschäftigte). Piroschki. die ich in den Straßen von St. Dann begann er zu reden. über alle unsere Verbündeten und Feinde. aber G.'s Erlaubnis lud ich ihn ein. A. — G. das damals luxuriös war. dann über künstliche Düngung. Ich erzählte ihnen. hielt dies für fünf Minuten aus. A. blickte so wild zu mir herüber. in seine Nähe. da ich fürchtete. A. zu ihm zum Essen zu kommen. über Spiritismus. einführen. die mittags beginnen und bis zum Abend dauern. Petersburg über alle möglichen Gegenstände wieder. A. Mir wurde plötzlich anders zumute. Mit einem Wort. es war eine jener kaukasischen Mahlzeiten. übrigens waren meine Ängste umsonst. daß ich davon absah. Der arme A. Schaschlik. und mit G. was in Finnland geschehen war. er gab die Meinungen aller öffentlichen Persönlichkeiten von Moskau und St. Ackerbauchemie und Chemie im allgemeinen.

wo er eine Gelegenheit gehabt hätte. so wäre das alles." Von den Moskauer Gesprächen mit G. „Da sehen Sie es". Sie hatten den armen A. G. sagte er. Petersburg. „Was halten Sie für das Wichtigste von allem. ohne einen Augenblick aufzuhören. Und ich weiß. was ist er denn wert? Er ist nicht mehr jung.Erlebnisse' — ich wähle dieses Wort nur. nachdem A.nichts. gegangen war. der mich ansah. „Wenn ich fähig wäre.. Ich war sehr beschämt. Ich begriff. Dabei war er viel besser als viele andere. Und so sind alle. alles übrige zu finden. die Wahrheit zu hören. von dem ich schon berichtete. denn ich glaube. das mit einem anderen Gespräch in St. seinen Leuten eine Vorführung gegeben hatte. daß diese . Und vielleicht war dies das einzige Mal in seinem Leben. ich wäre dann fähig. sie willentlich hervorzurufen und zu benützen. Aber er hätte es nicht einmal gemerkt. weil ich kein anderes weiß. und so war er auf den Leim gegangen. er war so von seinem eigenen Reden und seiner eigenen Gesprächigkeit hingerissen.Sdamals befand. wovon ich rede" — er nickte —. daß G. aber Sie verstehen. natürlich auf seine eigene Weise. die ich im August hatte". lachte verschmitzt. Er konnte natürlich nichts Derartiges erwartet haben. Und er wußte. sagte ich. zusammenhängt. Aber denken Sie nach. wovon er redete. selbst zu sprechen. Dann schüttelte er G. bis vier Uhr redete. „Den nennt man einen gescheiten Menschen. was Sie bisher gelernt haben?" fragte er mich. daß sie immer davon abhängen 402 . wenn ich ihm seine Hosen weggenommen hätte. zum Narren gehalten. daß er glücklich am Tische sitzen blieb und. „Natürlich die Erlebnisse. „von dem Gefühlszustand abhingen. sonst will er nichts. mit viel Gefühl die Hand und dankte ihm für seine „sehr interessante Unterredung". Diesmal begann G. Gleichzeitig aber weiß ich. wirklich. erinnere ich mich an eines. Und er redete selbst die ganze Zeit. Wenn er nur reden kann. was ich ersehnen könnte. in dem ich mich . Er log nicht.

" „Es gibt drei Wege".Gesundheit' opfern. Der Mensch ist so beschaffen. dieser Zustand kann von selbst. Aber wenn es irgend etwas in der Welt gibt. ich zöge es vor. Sie müssen ihre Einbildungen opfern. daß Opfer notwendig sind". sie müßten . All diese Worte müssen in Anführungszeichen verstanden werden.„Ohne Opfer kann nichts erreicht werden. oder ich müßte selbst etwas tun. „Erstens. Aber ich fühle mich unendlich weit von diesem Gefühlszustand entfernt. — Wie kann man diesen Gefühlszustand erzeugen? Sagen Sie es mir. jemand kann ihn in Ihnen erzeugen. Dies ist »Schlaf und jenes . was die Menschen nicht verstehen.Ruhe'. was sie haben. sagte G. Zum Beispiel einmal habe ich gesagt. sagte G. Aber ich sah sofort ein. daß ich eine Sekunde lang den sehr starken Wunsch hatte. was die Menschen opfern müssen. wirkliche Dinge zu opfern. ist auch sehr schwer. Was ziehen Sie vor?" Ich gestehe. Sie glauben. daß er sagen würde. „Aber wie kann das gemacht werden?" „Ich habe schon vorher gesagt. aber sein Leiden wird er nicht aufgeben. Zweitens.Wach-Sein'. erzeugte. ist ihr Leiden. Wenn ich solch einen Gefühlszustand in mir selbst hervorrufen könnte. . „Ich will ihn natürlich selbst erzeugen". Aber das ist schwierig für sie. zufällig kommen. Und man muß vom Leiden frei 403 . Sein Leiden zu opfern. Es ist viel leichter. . Und drittens. sie müßten etwas opfern. Sie verstehen dies wörtlich. Sie können ihn selbst schaffen. Nun haben sie aber weder Glauben noch Ruhe noch Gesundheit. um ihn zu erlangen. daß es von selber geschehe. sagte ich. er habe es bereits einmal getan und ich müßte nun entweder warten. in mir den Gefühlszustand. Ein Mensch mag allen möglichen Vergnügungen entsagen. „Etwas anderes. wenn ein anderer. als ob ich schliefe. sehr schwierig. Tatsächlich müssen sie nur das opfern. was sie sich einbilden zu haben und in Wirklichkeit aber nicht haben.Glauben'. zu sagen. von welchem ich sprach. daß er an nichts so sehr gebunden ist wie an sein Leiden. würde ich sehr schnell zu diesen Erlebnissen kommen. so ist es die Vorstellung vom Opfer.werden. das heißt er.

Wasserstoff4 96. aber in einer beträchtlich erweiterten Form. was dies bedeutet.Wasserstoff4 96 dienen. Nämlich außer den drei „Wasserstoffe-Skalen. Ich begann nachzudenken. Feuer ist folglich das Absolute für ein Stück Holz. auf Grundlage dessen es möglich wäre. „Nehmen wir zum Beispiel die siebente Skala41. Nehmen wir die neunte Skala. all diese verschiedenen Skalen mit den verschiedenen Kosmen zu vereinigen. die G. unter anderem zeigten sie mir wieder die „Tabelle der Wasserstoffe". der nicht sein Leiden geopfert hat. hatten sie die Reduktion fortgesetzt und alles in allem zwölf Skalen aufgestellt. die bis zur fünften Skala aufgestellt war und sich auf parallele Stufen in verschiedenen Welten bezog. aber gleichzeitig muß man damit beginnen. Feuer kann als Beispiel von . zeigte mir eine Tabelle. Aber ich konnte nichts damit anfangen.Wasserstoff4 384 oder Wasser. In solcher Form war die Tabelle kaum verständlich. Hier ist das Absolute .'s System und Lehrmethode klarmachte. der mir vieles in G. wann man solch eine Skala benützen könne. Und nachdem ich bei diesem Gedanken verweilt hatte.werden. Während meines Moskauer Aufenthaltes hatten mir G. Ich konnte mich von der Notwendigkeit der reduzierten Skalen nicht überzeugen." Ich blieb ungefähr eine Woche in Moskau und kehrte nach Petersburg mit einer frischen Ladung von Ideen und Eindrücken zurück. kann arbeiten. Wasser ist das Absolute für ein Stück Zucker. Petersburg genannt hatten. Später muß noch viel über das Leiden gesagt werden. ob es nicht möglich sei. die sich auf den Menschen und die Welt bezogen." Aber ich war unfähig.'s Schüler verschiedene Gesetze erklärt. uns vorher ausgearbeitet hatte. „Das Absolute ist hier . P. Nun entziffern Sie. das Prinzip zu erfassen. genau zu bestimmen. Nichts kann ohne Leiden erreicht werden. wie wir sie in St. sagte P. sein Leiden zu opfern. Keiner/der nicht vom Leiden befreit ist. Hier ereignete sich ein interessanter Vorfall. fuhr ich in einer 404 .

H6 Hl H12 Hl H6 H12 H24 H12 Hl H6 Hl H6 H12 H24 H96 H384 Tabelle 4 H6 Hl H24 Hl H6 H6 H12 H24 H12 H24 H48 H48 H96 H192 Hl H12 H6 H48 H24 H12 H96 H48 H24 H192 H48 H24 H48 H96 H192 H384 H768 H96 H192 H384 H768 H1536 H96 H48 405 H384 H192 H96 H768 H384 H192 Hl H6 H12 H48 H24 Hl H6 H12 Hl H6 Hl H1536 H768 H384 H3Ü72 H1536 H768 H6144 H3072 H1536 H12288 H6144 H3072 H 192 H96 H48 H24 H12 H6 .

den Beginn des Gespräches über die „Diagramme".'s System. Aber auf dem Weg nach St. sondern auch das Alte verloren hatte. daß ich im allgemeinen aufgehört hatte. Ich begann auf der Tafel das Diagramm zu zeichnen. bezeichneten. Petersburg •j allen anderen mitteilen müsse. daß ich nicht nur nichts Neues erworben. während ich von einer Sache sprach.vollständig falschen Richtung fort. der von allgemeinen Fragen und Gesetzen handelte. ging eine andere durch meinen Kopf: Wie soll ich anfangen? — Was bedeutet der Übergang von l. die Hauptsache zu ver. Der Stein des Anstoßes war die Beziehung der drei Kräfte l. von denen die erste „Wasserstoff-Skala abgeleitet war. daß darin etwas Wichtiges enthalten war. „Sauerstoff^' und „Stickstoff". wer auch immer nach Moskau führe und irgendwelche neue Erklärungen ^oder Vorlesungen höre. 3. und am folgenden Tag ging ich zu unserer Zusammenkunft. Gleichzeitig schien es mir. Gleichzeitig erkannte ich. Und ich verließ Moskau mit dem unangenehmen Gefühl. Petersjburg. mittein. 3. 2 und die Beziehungen zwischen „Kohlenstoff^'. Es war 406 . während ich die Moskauer Gespräche genau überdachte. soweit als möglich hinauszuschieben. diese bei seiner Ankunft in St. 3 in l. 2. In diesem Zustand kam ich in i St. Das ärgerte mich und j ich wußte nicht. weil ich sie selber nicht verstand. daß ich jetzt sofort etwas finden müsse. daß ich nicht fähig sein würde. 3 und l. Petersburg an. irgend etwas von den „drei Strahlungs-Oktaven" zu verstehen. Wir hatten in unserer Gruppe eine Abmachung. könnte ich den anderen nichts sagen. Und die ganze Zeit. denn wenn ich nicht erst selbst etwas fände. Ich berichtete über die allgemeinen Eindrücke meiner Reise. 2? Kann ein Beispiel eines solchen Überganges in uns bekannten Erscheinungen gefunden werden? Ich fühlte. weil die Kosmen natürlich überhaupt keine Beziehung zu der Einteilung der Skalen haben. was ich tun sollte. daß. i fühlte ich. 2. nämlich was ich schon zu verstehen geglaubt hatte. wie wir den Teil von G. wobei ich versuchte.

Später hatte ich mit G.'s Darstellungsart gewöhnt. „Wir verschwenden unsere Zeit auf Rätselraten". daß es nötig sei. deren Zweck ich nicht verstand. diese rascher zu lösen? Sie wissen. sogleich Beispiele hierfür sowohl im menschlichen Organismus und in der astronomischen Welt als auch in der Mechanik der Wellenbewegungen. daß wir nur sehr wenig Zeit haben. „Würde es nicht einfacher sein. sagte ich." Ich sah ein. uns zu helfen. Aber nachdem ich meine Gedanken gesammelt hatte. daß ich für einige Zeit gar nicht hörte. 3. Und plötzlich verband und erklärte ein einziges Wort.das Diagramm der Strahlungen in drei Oktaven: das Absolute — Sonne — Erde — Mond. ein Gespräch über verschiedene Skalen. was ich sagen würde. Aber ich wußte überhaupt nicht. sah ich. bei dem die Glieder der Kette wie in einem mystischen Tanz Platz wechselten. und das oft. daß noch viele andere Schwierigkeiten vor uns liegen. Sie selbst haben gesagt. was ich selbst auf dem Weg zur Versammlung nicht verstanden hatte." „Gerade aus dem Grunde. wenn wir in diesem Tempo fortfahren. Und unter dem Ansporn dieser Empfindung fand ich. nämlich dadurch. das mir in den Kopf kam und das niemand in Moskau ausgesprochen hatte. 2. daß sie mir zuhörten und daß ich alles erklärt hatte. was über das ihnen bereits Bekannte hinausginge. alles: „Ein sich bewegendes Diagramm. weil nur wenig Zeit da ist und noch mehr Schwierigkeiten vor uns liegen. so zu han- 407 . 3 und l. Dies verursachte in mir eine außerordentlich starke und klare Empfindung. sobald ich gesagt hatte. 2 in der wirklichen Welt gefunden werden müssen.und Verstehensmethode entdeckt hätte. als ob ich für mich selbst neue Möglichkeiten. was ich sagte. daß Beispiele oder Analogien des Überganges der Kräfte l. daß man anderen Leuten etwa<> erklärt. sich dieses Diagramm als ein sich bewegendes vorzustellen. und wir werden sie niemals lösen. Wir waren bereits an diese Terminologie und an G. eine neue Wahrnehmungs. Ich empfand in diesem Wort soviel. ist es notwendig.

aber nicht wartet. daß irgend etwas in den Schulen in einer vollständigen Form gegeben wird? Sie betrachten das sehr naiv. Und Sie möchten. wie man es nimmt. wie ich es tue". Manchmal kann man etwas aus Witzen lernen." 408 . bis jemand kommt und es einem gibt. sagte G. wie wird es später sein? Glauben Sie. Das ist nie der Fall. daß alles sehr einfach sei. wenn es nicht gegeben wird. das Gespräch auf bestimmte Dinge bringen. „Wenn Sie vor diesen Schwierigkeiten schon Angst haben. wenn nötig stiehlt. Sie müssen schlau sein.dein. Sie müssen wissen. so tun als ob. aus Geschichten.

Wissen von Dingen an sich. Ich will versuchen. zu vermitteln. mit unseren Worten „objektive Wahrheiten" zu vermitteln. indem er die Einteilung in „subjektive" und „objektive" Bewußtseinszustände zur Grundlage nahm. die einige von G. Wissen auf Grund alter Methoden und Beobachtungsprinzipien. das einen „objektiven Bewußtseinszustand" begleitet. gebrauchte G. unweigerlich in all seinen Gesprächen mit uns zurückkam. soweit ich mich daran erinnere. Von ältesten Zeiten an haben Menschen. nannte er subjektiv. auf die G. Wissen. zu denen Außenstehende zugelassen wurden. das Folgende. indem ich zum Teil Aufzeichnungen. die den Inhalt und die Bedeu- 409 . das auf den gewöhnlichen Methoden der Beobachtung und der Nachprüfung von Beobachtungen beruht.. sagte G.V I E R Z E H N T E S KAPITEL E s gab einige Punkte. und zum Teil meine eigenen Aufzeichnungen der Petersburger Gespräche benütze. All unser gewöhnliches Wissen. der Einheit in der Vielheit. Wie ich schon früher erwähnt habe. das war für ihn objektives Wissen.'s Moskauer Schülern machten. Wissen vom All. wenn die formellen Vorlesungen beendet waren. „Eine der zentralen Ideen objektiven Wissens". alle wissenschaftlichen Theorien. und das zweite war die Frage der Unvollkommenheit unserer Sprache und der Schwierigkeit. die von der Beobachtung uns zugänglicher Tatsachen in subjektiven Bewußtseinszuständen abgeleitet werden. um dies zu erreichen. Das erste war die Frage der „Selbst-Erinnerung" und die Notwendigkeit dauernder Arbeit an sich selbst. „ist die Idee der Einheit von allem. die Ausdrücke „objektiv" und „subjektiv" in einem besonderen Sinn.

manchmal weniger erfolgreich. die danach strebten. Zu diesem Zweck verlangte man von den Menschen. das Denken der Menschheit und das esoterische Denken zu vereinen.tung dieser Idee verstanden und in ihr die Grundlage objektiven Wissens sahen. In solchen Fällen mußte die Idee der Einheit von allem als die grundsätzliche und zentrale Idee dieses Wissens zuerst vermittelt werden. . Die richtige Übermittlung der Ideen objektiven Wissens war immer ein Teil der Aufgabe derjenigen. die ihre richtige Aufnahme seitens anderer gewährleisten und die Möglichkeit der Verstümmelung und Verfälschung bei der Weitergabe ausschließen. Die Formen. mußte die Idee in Formen gefaßt werden. 410 . Versuche. eine Bestimmung des »grundsätzlichen Prinzips' •oder der apyi zu geben. ein Glaubenselement zu schaffen und eine Gefühlswelle hervorzurufen.. und die Idee selbst wurde entweder in einer logischen Form gegeben. wie zum Beispiel in philosophischen Systemen. von der alles andere abgeleitet wird.Objektives Wissen mit der Idee der Einheit geht aber mit objektivem Bewußtsein Hand in Hand. Für das subjektive Bewußtsein ist jedoch die Welt in Millionen gesonderter und unzusammenhängender Erscheinungen gespalten. danach gestrebt. welche die Menschen auf die Stufe des . denen diese Idee vermittelt wurde. manchmal : mehr. Mit objektivem Bewußtsein ist es möglich.objektiven Bewußtseins' bringen sollten. eine geeignete Vorbereitung. Um dies durchzuführen. die dieses Wissen ausdrücken. wenn es durch subjektives Bewußtsein wahrgenommen wird. müssen es verstümmeln und an Stelle der Wahrheit mehr und mehr Täuschungen erzeugen. „Versuche sowohl der einen als auch der anderen Art. oder i in religiösen Lehren. einen Weg zu finden. erhalten. und zwar mit entsprechender Vollständigkeit und Genauigkeit. die Einheit von allem zu sehen und zu fühlen. die dieses Wissen besaßen. die danach strebten. um diese Idee in einer den anderen verständlichen Form zu vermitteln. durchziehen die ganze Geschichte der Menschheit von der ältesten bis zur heutigen Zeit und haben sich in den Formen religiösen Glaubens und philosophischer Systeme gleich Denkmälern auf den Wegen dieser Versuche.

und zwar in Formen.Mythen' und .höhere Gefühls-' und das . Es kann immer alles verstanden werden. die Idee der Einheit durch . und die Prinzipien der Teilung des Ganzen nicht finden kann. niemals mit genügender Vollständigkeit und Klarheit vermitteln. die die Möglichkeit falscher Deutungen ausschließen. die diese Idee unverändert von einer Schule zur anderen. Das Ziel der .Mythen'. welche für den objektiven Bewußtseinszustand erkenntlich und offensichtlich ist. aber in ihrer Beziehung zur Vielheit kann sie in Worten oder logischen Formen niemals klar ausgedrückt werden. wenn man von gesonderten Tatsachen ausgeht. die eine Summe ihres Inhaltes darstellen) nur mit dem Denken zu verstehen oder zu erklären. .diese Erscheinungen in irgendeinem wissenschaftlichen oder philosophischen System zu verbinden. Aus diesem Grunde sind alle Versuche. daß in den höheren Bewußtseinszuständen des Menschen die höheren psychischen Zentren arbeiten: das . „Es wurde schon gesagt. kann die Idee der Einheit. im voraus zum Scheitern verurteilt. aber nur mit den zuständigen Zentren. „In der Erkenntnis der Unvollkommenheit und Schwäche der gewöhnlichen Sprache haben die Menschen im Besitz objektiven Wissens versucht. „Nichtsdestoweniger besteht die Idee der Einheit von allem auch im intellektuellen Denken.Symbole' für das höhere Denkzentrum. führen zu nichts. Eine Sprache.Symbole' war es. . die Eindrücke der Vielheit und Mannigfaltigkeit in subjektiven Bewußtseinszuständen zum Ausdruck bringt und darauf aufgebaut ist.Symbole' und durch besondere Wortformeln auszudrücken. ohne die Gesetze zu kennen. Hier verbleibt immer die unübersteigbare Schwierigkeit dieser Sprache. ihnen die dem Intellekt unzugänglichen Ideen zu vermitteln.höhere Denkzentrum'. durch .Mythen' waren für das höhere Gefühlszentrum bestimmt. Die Vorbereitung zur Aufnahme 411 . .Mythen' und . auf denen diese Teilung beruht. die höheren Zentren des Menschen anzusprechen. weil man nicht zur Idee der Ganzheit kommen kann. oft sogar von einer Epoche zur anderen überliefert haben.Symbole' (oder die Formeln und Ausdrücke.

zu irgendeinem weiteren Wissen zu kommen. ohne fremde Elemente hinzuzufügen. der nach der Erkenntnis des Weltalls strebt. die zweiten brachten die wesentliche Natur der Erscheinungen in ihrer Beziehung zur Einheit zum Ausdruck. so unten' aus den Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistos. Derselbe Sinn liegt in der Analogie zwischen dem Mikrokosmos (Mensch) und dem Makrokosmos (Weltall). gefunden werden können. Aber was ihn selbst betrifft. Das Studium von Symbolen. Deshalb soll der Mensch. sondern zeigen auch den Weg dazu. daß alle Gesetze des Kosmos im Atom oder in jeder anderen Erscheinung. „Unter den Formeln. welche eine Zusammenfassung des Inhaltes vieler Symbole darstellen. „Die Symbole wurden in grundlegende und untergeordnete eingeteilt. die zu objektivem Wissen zählen. die gewissen Gesetzen zufolge eine Ganzheit bildet. ist der Mensch ein näherer und erreichbarerer Gegenstand für die Untersuchung und das Wissen als die Welt der Erscheinungen außerhalb seiner selbst. die zur Überlieferung der Ideen des objektiven Wissens dienen. und sie überliefern nicht nur das Wissen selbst. voll von besonders tiefer Bedeutung und eines der führenden 412 . Diese Formel behauptet. muß über den Weg des Denkens geschehen. „Zu den Symbolen. gab es eine mit einer besonderen Bedeutung. nämlich die Formel . mit dem Studium seiner selbst und der Erkenntnis der in ihm wirkenden Grundgesetze beginnen. ihrem Aufbau und ihrer Bedeutung bildete einen sehr wichtigen Teil der Vorbereitung der Aufnahme objektiven Wissens und war in sich selbst eine Prüfung.wie oben. erkenne dich selbst. „Von diesem Gesichtspunkt ist eine andere Formel.von Ideen. denn nur ein richtig vorbereitetes Denken kann diese Ideen den höheren Zentren vermitteln. Die Grundgesetze der Triaden und Oktaven sind in allen Erscheinungen zu finden und sollten gleichzeitig sowohl in der Welt als auch im Menschen untersucht werden. weil ein buchstäbliches oder formales Verstehen von Symbolen es sofort unmöglich machte. die ersten schlössen die Prinzipien der gesonderten Wissensgebiete ein. gehören die Diagramme der Grundgesetze des Weltalls.

der nur die Oberfläche der Erscheinungen kennt. der schon zu einem gewissen Verständnis dieser Symbole in sich selbst gelangt ist. das eine oder andere Ergebnis zeitigen. welche sich in verschiedenen Richtungen bewegen. In diesem Sinn lehrt jedes Symbol uns etwas über uns selbst. wenn er nämlich diese Gesetze in sich selbst verstanden hat. Dies klingt wie ein Paradoxon. 413 . Dieser Vorgang wird in ihm das große Symbol erzeugen. der es geschaffen hat. während sie sich für ihn nur in einer Richtung zu bewegen scheinen. aber die Bedeutung eines Symbols und die Enthüllung seines Kems kann nur dem vermittelt und nur von dem verstanden werden. Aber bezüglich des Kosmos ist er nur ein Zuschauer und noch dazu einer. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen unterstützen einander.Symbole auf dem Weg zur Erkenntnis der Wahrheit. wovon das eine dem anderen entgegengesetzt ist und die. Beim Studium der Welt und ihrer Gesetze studiert ein Mensch sich selbst. „Die Bedeutung der Symbole kann nur einem Menschen klargemacht werden. das heißt die wesentliche Natur des Prinzips aufzeigen. Jedoch bezüglich seiner selbst kann sein Verständnis der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit in einer praktischen Form Ausdruck finden. der sozusagen schon weiß. das sie geschaffen hat. Und dann wird das Symbol für ihn zu einer Synthese seines Wissens und dient ihm als Ausdruck und zur Übermittlung desselben. und beim Selbst-Studium studiert er die Welt. was dieses Symbol enthält. „Dem Verständnis von Symbolen kann man auf folgende Weise näherkommen: beim Studium der Erscheinungswelt sieht man zu allererst in allem das Wirken zweier Prinzipien. Auf diese Weise wird er die Linie des Willens zuerst in den Kreislauf der Zeit und dann in den Kreislauf der Ewigkeit einführen. genau wie es dem Menschen diente. das unter dem Namen das Siegel Salomonis bekannt ist. in Vereinigung oder im Gegensatz zueinander. Diese Äußerung der großen Gesetze der Zweiheit und Dreiheit sieht der Mensch gleichzeitig im Kosmos und in sich selbst. kann er sozusagen die Auswirkung der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit auf den dauernden Kampf mit sich selbst auf dem Wege zur Selbst-Erkenntnis beschränken.

der sich auch nur ein wenig beobachtet. und alles ist gleichermaßen mechanisch. Die Gedanken sind dem Gefühl entgegengesetzt. 6. alle Reaktionen.Gegensatzpaaren'. Jeder Mensch. Die Arbeit der Zentren vollzieht sich im Zeichen dieser Einteilung. haben bezüglich der inneren Entwicklung des Menschen eine bestimmte Bedeutung. Alle Empfindungen. Sie zeigen die verschiedenen Stufen auf dem Wege der menschlichen Selbst-Vervollkommnung und des Wachstums seines Seins. wird morgen zweitrangig und untergeordnet. Dies ist die Zweiheit. das ganze menschliche Leben vor sich geht. welche sie ausdrücken. der sogar 414 .„Die rinfackeren Symbole: Figur 43 oder die Zahlen 2. was uns heute führt.Gedanken eines Menschen werden in positive und negative. Er besteht gänzlich aus Zweiheiten oder . Eindrücke. was bewußt ist. Bewegungsimpulse stehen einer instinktiven Sehnsucht nach Ruhe gegenüber. der heutige Sieger ist der Besiegte von morgen. nötige und unnötige. 3. in der ein Mensch lebt. Diesem Verständnis muß die Zerstörung der Selbst-Täuschung vorausgehen. in der alle Wahrnehmungen. Das Verständnis der Zweiheit in einem selbst beginnt mit der Einsicht der Mechanisiertheit und der Einsicht des Unterschiedes zwischen dem. 5. gleichermaßen unabhängig vom Willen und führt gleichermaßen zu keinem irgendwie gearteten Ziel. gute und schlechte und • in angenehme und unangenehme eingeteilt. 4. ihm natürlichen Zustand wird als Zweiheit angenommen. was mechanisch und dem. Gefühle und . kann diese Dualität in sich erkennen. nützliche und schädliche. „Der Mensch in seinem normalen. „Aber diese Dualität scheint zu wechseln.

seine mechanischsten Handlungen für willentlich und bewußt und sich selbst für eine Einheit. Die Schaffung eines dauernden dritten Prinzips ist für den Menschen die Verwandlung der Zweiheit in die Dreiheit. welche sich gemäß den Gesetzen der Zweiheit vollziehen. der zur weiteren Entwicklung unfähig ist. Die vollständige und richtige Arbeit der fünf Zentren vereint diese mit den höheren Zentren. Zu diesem Zweck beginnt der Mensch mit dem Bestreben. sogar bezüglich des Menschen. sondern viele verschiedene Bedeutungen. den mechanischen Vorgängen. aus bewußten Motiven stammende Entscheidung entgegenzusetzen. Wenn jedoch ein Mensch die Arbeit der fünf Zentren in sich in harmonischen Einklang bringt. den Unterschied zwischen dem Mechanischen und dem Bewußten in sich selbst zu sehen. Die nächste Stufe. Gefühls-. ergibt eine bleibende Ergebnislinie in der Zeit und bildet die Verwandlung der Dreiheit in die Uierheit. Und von diesen Bedeutungen muß zweifellos vor allem die begriffen werden. hat nicht eine. eine Ganzheit hält. eine bestimmte. instinktive und Geschlechtszentrum. Bewegungs-. daß der Mensch fünf Zentren hat: das Denk-. bei denen früher zufällige neutralisierende .Schocks' zu wirken pflegten und zufällige Ergebnisse zeitigten. Wir wissen. welche das fehlende Prinzip darstellen und den Menschen in direkte und dauernde Verbindung 415 . dann »schließt er das Pentagramm in sich ein' und wird ein ausgebildeter Typus des physisch vollkommenen Menschen. „Die Stärkung dieser Entscheidung und deren dauernde und unfehlbare Anwendung auf alle Ereignisse. beginnt ein Kampf um die Verwirklichung des Bewußtseins im Leben und um die Unterordnung des Mechanischen unter das Bewußte. die Verwandlung der Vierheit in die Fünfheit und die Konstruktion des Pentagramms. Die überwiegende Entwicklung irgendeines Zentrums auf Kosten der anderen erzeugt einen außerordentlich einseitigen Menschentypus. „Wenn die Selbst-Täuschung zerstört ist und der Mensch anfängt. die sich auf die richtige Arbeit der Zentren bezieht. „Die Entwicklung der menschlichen Maschine und die Bereicherung des Seins beginnt mit einem neuen und ungewohnten Arbeiten dieser Maschine.

die die Symbolik der Zahlen nicht verstehen. Die sieben Grundtöne zusammen mit den zwei . Die sieben Grundtöne der Oktave drücken das Gesetz der Sieben aus. indem er in einen unabhängigen und in sich vollständigen Lebenskreis eingeschlossen wird. die aus zwei oder mehr Ziffern bestehen. den es ausdrückt. „Der gleiche Vorgang der harmonischen Entwicklung des Menschen kann vom Gesichtspunkt des Oktaven-Gesetzes aus betrachtet werden. das heißt. ergibt die achte Stufe. Jedoch sogar diese Deutung ist unvollständig.theosophische Addition' bekannt ist. er verkörpert in sich das Siegel Salomonis.zusätzlichen Schocks' ergeben neun Stufen. wie Oktaven im Dezimalsystem ausgedrückt werden und umgekehrt. „In diesem Beispiel wird die Reihe der gegebenen Symbole — 2. das heißt die Krönung des Vorganges. „Und dann wird der Mensch ein sechszackiger Stern. 6 — als auf einen bestimmten Vorgang anwendbar gedeutet. verstanden werden. 4. Auf diese Weise schließt das Oktaven-Gesetz und der Entwicklungsvorgang. durch die Quersumme dieser Ziffern. die unter dem Namen . Das Oktaven-Gesetz gibt ein anderes System von Symbolen. Im Sinn des Oktaven-Gesetzes ist jeder vollständige Vorgang ein Übergang der Note do durch eine Reihe von nachfolgenden Tönen zum do der nächsten Oktave. „In den westlichen Systemen des Okkultismus gibt es eine Methode. macht er sich von fremden Einflüssen oder zufälligen Schocks frei. 5. was man als die Symbolik der Zahlen bezeichnen kann. weil ein Symbol nie vollständig gedeutet werden kann. zehnte. wie zum Beispiel die Idee der Selbst-Erkenntnis verstanden werden muß. 3. Die letzte.mit dem objektiven Bewußtsein und objektiven Wissen bringen.Intervallen' und den . Durch Einschluß des do der nächsten Oktave erhalten wir zehn Stufen. Die Symbolik der Zahlen kann nicht ohne das Oktaven-Gesetz oder ohne eine klare Vorstellung. An dieser Stelle kommen wir zu dem. scheint diese Methode 416 . nämlich die Bestimmung von Zahlen. die Zahlen von eins bis zehn ein. Stufe ist das Ende des vorigen und der Beginn des neuen Kreislaufes. Menschen. Die Hinzufügung des do der nächsten Oktave. Es kann nur auf die gleiche Weise verstanden werden.

die durch die Zahlen von eins bis zehn ausgedrückt werden.ihr eigenes Gegenteil'. der selbst die sehr relative Freiheit der logischen Untersuchung eines Gegenstandes unmöglich macht. aber vollkommenere Methode. „Wie wir früher erwähnt haben. zwängen ihre Bedeutung in einen engen dogmatischen Rahmen. Im Ausdruck des Gesetzes der Einheit einer unendlichen Mannigfaltigkeit besitzt das Symbol selbst eine unendliche Anzahl von Aspekten. Eine Vereinigung der vier symbolischen Methoden von Zahlen. wird das gleiche Symbol ein . „Jedes dieser Systeme kann als Mittel dienen. werden in ihnen starr.Gerät der Täuschung'. so gute Absichten er auch haben möge. die in die Worte der gewöhnlichen Sprache übertragen sind. Buchstaben und Worten ergibt eine komplizierte. Für einen Menschen jedoch. der die Einheit alles Bestehenden versteht und den Schlüssel für diese Einheit hat. sind in der Symbolik Zahlen mit bestimmten geometrischen Figuren verknüpft und ergänzen sich gegenseitig.Kabbala' ist auch eine Symbolik der Buchstaben in Gebrauch und in Verbindung mit der Buchstabensymbolik eine Symbolik der Worte. geometrischen Figuren. Symbole. der es erfassen will. undeutlich und sehr leicht . für den hat die Methode der theosophischen Addition eine tiefe Bedeutung. „Ferner gibt es eine Symbolik der Magie. eine Symbolik der Alchimie und eine Symbolik der Astrologie und ebenfalls das System der Symbole des larot. und erfordert von einem Menschen. In der . die Fähigkeit. In der Hand des Unfähigen und Unwissenden jedoch. weil sie nämlich alle Vielheit in die sie beherrschenden Grundgesetze auflöst. es gleichzeitig von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu sehen.der Vereinigung von Zahlen absolut willkürlich zu sein und zu nichts zu führen. Das hat seinen Grund darin. Die Wahrheit wird wieder durch eine 417 . daß die Symbole buchstäblich verstanden werden und man ihnen eine einzige Bedeutung verleiht. daß ein Symbol niemals in einer endgültigen und bestimmten Bedeutung angenommen werden kann. das sie zu einer Ganzheit vereint. Der Grund hierfür besteht in der Tatsache. von welchen aus es geprüft werden kann. um die Idee der Einheit zu vermitteln.

die es ersehnen und ihn anzusehen verstehen. „Es ist notwendig. sie verhüllen es wie ein Schleier. Reines Wissen kann nur in Symbolen vermittelt werden. Ein Mensch jedoch. beginnt — anstatt Anstrengungen zu machen. Alle Versuche. nach der Vereinigung von Wissen und Sein. irgend etwas Neues zu erreichen. Es ist wohl bekannt. hierbei zu verweilen. bei welchem die Idee des Symbols selbst verlorengeht. Um die Sprache verstehen zu können. Es vertieft das Wissen und kann nicht theoretisch bleiben. obwohl diese Symbolik nicht von jedem verstanden wird. „Richtiges Verständnis von Symbolen kann nicht zu Meinungsverschiedenheiten führen. die sie buchstäblich und nur in einer Bedeutung aufgefaßt haben. weil es das Streben nach wirklichen Ergebnissen. wenn von objektivem Wissen und der Vereinigung von Vielfalt und Einheit die Rede ist. der Dinge vernimmt. etwas buchstäblich zu verstehen. muß man vorher gelernt haben und bereits wissen. der jedoch für jene. sie zu bestreiten oder zurückzuweisen. verstärkt. und sie zu erkennen. logische Defini- 418 . Die innere Bedeutung von etwas Gesagtem zu verstehen. gegen alles. indem er ihnen eine Meinung entgegensetzt. wenn sie symbolisch wird. erfordert eine ungeheure Anstrengung des Sichtens. wenn der Zuhörer die entsprechenden Anstrengungen macht und in einem entsprechenden Zustand ist. von der Symbolik der Sprache zu sprechen.A äußere Lügendecke verschleiert. das heißt nach dem Großen Tun. Alchimie und besonders der Magie in solchen Leuten entstanden sind. um diese zu verstehen —. „Und in diesem Sinn ist es möglich. durchsichtig wird. sind von vornherein zum Scheitern verurteilt und führen in den meisten Fällen zu weiteren Täuschungen. ist nur auf einer gewissen Entwicklungsstufe und nur dann möglich. Auf diese Weise versperrt er sich jede Aussicht. die er als lichtig betrachtet und die gewöhnlich überhaupt keine Beziehung zu ihnen hat. wie man zuhören muß. die für ihn neu sind. was für Irrtümer aus den Symbolen der Religion. weil der Intellektualismus der zeitgenössischen Erziehung die Menschen mit einer Neigung und einem Hang erfüllt. was sie hören.

wofür wir sie gewöhnlich halten. und daß er nur aus sich selbst heraus und durch seine eigenen Anstrengungen das erreichen kann.tionen und logische Beweisgründe ins Feld zu führen. von der Tatsache. welche nicht durch die Energiestärke des sich vollziehenden Vorganges ausgefüllt werden 419 . daß exaktes Wissen von Einzelheiten. ist. fesseln sich die Menschen unbewußt selbst mit ihrem Wunsch nach Genauigkeit in diesem Bereich. und von diesem Gesichtspunkt aus spielt die richtig verstandene Symbolik die Rolle eines solchen Ansporns für unsere Erkenntnis. ehe er nicht die notwendigen Anstrengungen macht. „Wir haben früher vom Oktaven-Gesetz gesprochen. „Infolge dieser erwähnten Neigung unseres Denkens geschieht es oft. daß jeder Vorgang. dann muß er zuallererst einsehen. was ein anderer für ihn tun kann. daß er kein Wissen erreichen wird. jeder Ton auf einer anderen Ebene wieder eine ganze Oktave bildet. Alles. weil dort exakte Definitionen allein notwendig Ungenauigkeiten in der Bedeutung mit sich bringen. ausgerüstet mit einem genauen Wissen aller Einzelheiten. die Hinweise. aber sie unterscheiden sich sehr von dem. daß er solches Wissen haben kann. daß es auf dem Weg des wahren Wissens keine genauen Begriffsbestimmungen gibt. was er nicht vorher besessen hat. daß er. es für ihn schwierig macht. Ohne es zu bemerken. ohne sich zuerst die Mühe gemacht zu haben. es gibt sie nur dort. Und wenn irgend jemand annimmt. die er selbst für sich tun sollte. auf dem Weg der Selbst-Erkenntnis fortschreiten kann. die er bezüglich seiner eigenen Arbeit erhalten hat. Die . Das bedeutet nicht. niemand kann für ihn die Arbeit leisten. ihm einen Ansporn zur Arbeit zu geben. in seiner allmählichen Entwicklung vollends durch das Gesetz des Aufbaues der Sieben-Ton-Leiter bedingt ist. daß jede Note. was er sucht. ganz gleich auf welcher Ebene er stattfindet. bevor er ein Verständnis vom Wesen einer Sache erlangt hat.Intervalle' zwischen mi und fa und zwischen si und do. Niemand kann ihm je geben. das einem Menschen vermittelt wird. und wenn er erwartet. Im Zusammenhang hiermit wurde erwähnt. zu befolgen. im Gegenteil. dieses Wesen selbst zu verstehen.

verbinden gerade durch diesen Sachverhalt einen Vorgang mit anderen Vorgängen. daß das . gibt es ein gewisses Symbol in Form eines in neun Teile gegliederten Kreises. die dieses Symbol gebraucht. die mehr oder weniger bekannt sind. wobei Linien die neun Punkte auf dem Krcisumfang in einer gewissen Ordnung verbinden. „Um die Beziehung dieser Lehren untereinander zu verstehen. in Richtung auf diese gleich den Radien eines Kreises verlaufen. zu verstehen und ebenso die Beziehung dieser Lehre zu anderen Systemen. zwischen zwei benachbarten Linien eine Zwischenlinie zu bilden. je näher sie dem Mittelpunkt kommmen. welche zur Überlieferung des Wissens symbolische Methoden verwenden. die sich nach der Mitte zu bewegen. die Möglichkeit gibt. ist es notwendig. daß die Wege. die zur Erkenntnis der Einheit führen. „Bevor wir nun zum Studium des Symbols selbst übergehen. erfordern. Deswegen ist es manchmal möglich. zu Verwirrung und Irrtum führen. gewisse Aspekte der Lehre. „Von den Hauptlinien. welche die Grundlage einer Linie bilden. alles und jede Erscheinung in ihrem Wesen genau zu erkennen und ebenso alle Wechselbeziehungen innerhalb der Erscheinungen und alles damit Verbundenen. muß man immer im Gedächtnis behalten. können vier genannt werden: 420 . „Aus diesem Grunde können theoretische Behauptungen. „Um alles mit dem Gesetz der Oktavenstruktur in Zusammenhang stehende Wissen in eine Ganzheit zu verwandeln. desto näher kommen sie auch einander. der die Reihen des Überganges und die Gesetze des Aufbaues der Oktave kennt.können und einen von außen kommenden . Hieraus folgt. können solche Zwischenwege leicht zu einer Vermischung von Linien.Schock'.Oktaven-Gesetz' alle Vorgänge des Weltalls miteinander verbindet und dem. manchmal vom Gesichtspunkt der Behauptungen einer anderen Linie erklärt werden und umgekehrt. Wenn aber ein vollständiges Wissen und Verständnis der Grundlinien fehlt. sozusagen äußere Hilfe.

ist vollständig selbständig. aber keine von ihnen besitzt ein vollständiges Wissen. die 2. „Die Lehre. Wie andere Linien benützt sie die symbolische Methode. ägyptische.1. „Außerdem gibt es zwei in Europa bekannte Linien. und darum führen Versuche. die 4. „Femer kennen wir von der letzten nur die Philosophie und von den drei ersten Teile ihrer Theorie. Beide Linien tragen in sich Wahrheitskömer. nämlich die Theosophie und den sogenannten westlichen Okkultismus. indische. deren Theorie wir darlegen. die 3. „Dieses Symbol sieht folgendermaßen aus: F i g u r 44 421 . und eines ihrer Hauptsymbole ist die bereits erwähnte Figur. nämlich der in neun Teile gegliederte Kreis. nur zu negativen Ergebnissen. sie zu einer praktischen Verwirklichung zu bringen. die hebräische. die aus einer Mischung der Grundlinien entstanden sind. von anderen Linien unabhängig und war bis zum heutigen Tage vollständig unbekannt. persische.

weder in Büchern noch in mündlicher Überlieferung. der den Kreisumfang am obersten Punkt durchschneidet. seine Kenntnis geheimzuhalten. die nicht in die ursprüngliche komplizierte Figur einbezogen sind. die in bezug auf einen Durchmesser. Ihm wurde von den Wissenden eine so große Bedeutung verliehen. daß sie es für notwendig erachteten.Okkultismus' nirgends zu Enden. das einen in neun Teile geteilten Kreis mit den diese Teile verbindenden Linien darstellt.„Der Kreis wird in neun gleiche Teile geteilt. drückt das Gesetz der 422 . So kann man zum Beispiel auf eine Darstellung folgender Art stoßen: F i g u r 45 „Oder eine andere: F i g u r 46 „Das Symbol. symmetrisch ist. Sechs Punkte sind durch eine Figur verknüpft. „Dieses Symbol ist im Studium des . das die Punkte miteinander verbindet. Femer ist der oberste Punkt der Scheitel eines gleichseitigen Dreiecks. „In der Literatur können nur einige Hinweise darauf und teilweise Darstellungen gefunden werden.

ist komplizierter als die hier dargestellte. zeigt sich das Ergebnis in der Zahl 8 auf der linken Seite und der Zahl l auf der rechten Seite. genau das gleiche Prinzip zeigt sich bei 9X6. ist der geschlossene Kreis eines ewig wiederkehrenden und ununterbrochen fließenden Vorgangs. in sich alles für das eigene Dasein Notwendige. und der achte ist eine Wiederholung des ersten. Die Aufeinanderfolge der Stufen in dem Prozeß muß mit der AufeinAnmerkung: In dem Buch „Etudes sur les origines de la natme du Zohar". Der Kreis symbolisiert diesen Vorgang. gibt es neun Elemente.Sieben in seinem Zusammenhang mit dem Gesetz der Drei aus. „Die vollständige Konstruktion dieses Symbols. Seite 200 bis 201. Bei 9X5 wird die Ordnung umgekehrt. „Das isolierte Dasein eines Dinges oder einer Erscheinung. Die verschiedenen Punkte in der Teilung des Kreisumfangs symbolisieren die Stufen des Vorganges. die untersucht werden. welche die . das heißt die Einer nehmen die linke Seite und die Zehner die rechte Seite ein. von S. das heißt etwas mit einer ordnungsgemäßen und vollständigen Existenz. Zusammen mit den zwei »zusätzlichen Sdiocks*. Paris 1901. Es ist ein Kreis — ein vollendeter Kreis. von seiner Umgebung abgesondert. In gleicher Weise erscheinen bei 9X8 die Zahlen 7 auf der linken und 2 auf der rechten Seite.Intervalle' mi — fa und si — do ausfüllen. findet sich eine Zeichnung eines in neun Teile gegliederten Kreises mit folgender Beschreibung des Kreises: „Wenn wir 9 mit 9 multiplizieren. Er enthält. welche dieses mit einem vollständigen Ausdruck des Oktaven-Gesetzes verbindet." 423 . Karppe. wie man das Wesen eines Dinges an sich erkennen kann. deren ZiffernZeichen ein geschlossener Kreis ist. Das Symbol als Ganzes ist do. „Die Oktave hat sieben Töne. Es ist die Null unseres Dezimalsystems. Aber sogar diese Konstruktion zeigt die inneren Gesetze einer Oktave und weist auf eine Methode hin.

anderfolge der Zahlen von eins bis neun verbunden werden. die den Kreislauf schließt und wieder beginnt. Die Gesetze der Einheit spiegeln sich in allen 424 . die das . in dem Punkt. das heißt schließt den Kreis. Die neunte Stufe. Infolgedessen liegt jeder Anfang und jede Vollendung des Kreises im Scheitelpunkt des Dreiecks. und auf die übrigen Punkte werden die Zahlen l bis 8 verteilt. wie der Scheitelpunkt des Dreiecks sich unendlich oft auf der Grundlinie aufträgt. der an dieser Stelle neu beginnt. wo Beginn und Ende zusammenfallen. müssen wir uns die Gesetze ihres Aufbaues klarmachen. dem Punkt. Aber es ist die neunte Stufe. der dem do entspricht. Der Scheitel des Dreiecks vereinigt die Zweiheit seiner Basis und ermöglicht mannigfaltige Formen seiner Darstellung in den verschiedensten Dreiecken auf die gleiche Weise. mit der Zahl 9 bezeichnet. vollendet den Kreis. F i g u r 47 „Wenn wir nun zur Untersuchung der komplizierten Figur innerhalb des Kreises übergehen. Darum wird der oberste Punkt des Dreiecks. der im unendlich fließenden Kreis als die zwei do der Oktave erklingt. wo der Kreis sich schließt.Intervall' si — do ausfüllt.

mit welcher Zahl wir beginnen —. . . . erhalten wir: 1/7=0. dann zwei Siebentel. vier Siebentel. 6/7=0. und für die Konstruktion des Diagramms wird erst ein Siebentel genommen. 4/7=0. Wenn wir eine Einheit als eine Note annehmen. miteinander verbinden. . sehen wir sofort. .571428 .142857 . 3/7=0. so daß es möglich ist. daß alle außer der letzten Periode aus den gleichen sechs Ziffern in einer bestimmten Reihenfolge bestehen. dann drei Siebentel. 6 und 9 sind nicht in der Periode inbegriffen. sechs Siebentel und sieben Siebentel.999999 . Sie bilden ein gesondertes Dreieck. Aber in der graphischen Darstellung wird auf die Ungleichheit der Teile keine Rücksicht genommen. nämlich eine ganze Oktave. In jeder einzelnen Note ist wieder eine ganze Oktave enthalten. Das Dezimalsystem gründet sich auf die gleichen Gesetze. .714285 . . Die Zahlen 3. 7/7=0. 5/7=0. so müssen wir diese Einheit in sieben ungleiche Teile teilen.428571 . „Wenn wir nun die . die wir in dem Kreis finden. . . . „Wenn wir nun auf den Umkreis alle neun Zahlen von eins bis neun auftragen und diese in der Periode inbegriffenen Zahlen durch Linien in derselben Reihenfolge. . 2/7=0. „Wenn wir diese Reihe periodischer Dezimalzahlen untersuchen. . die ganze Periode vollständig zu rekonstruieren. erhalten wir die Figur.Erscheinungen. erhalten wir neun. fünf Siebentel. die den gleichen Gesetzen unterliegt wie die 425 .857142 . in der die Zahlen der Periode stehen — gleichgültig. die freie Dreieinigkeit des Symbols. die in sich selbst eine ganze Oktave enthält. Wenn wir diese Teile in Dezimalzahlen ausrechnen. . wenn man die erste Ziffer der Periode kennt.theosophische Addition' verwenden und die Zahlen der Periode zusammenzählen. . um zu den sieben Noten dieser Oktave zu gelangen.285714 .

das die drei Punkte auf dem Kreisumfang. 3 und 6.Intervalle' in der Oktave ausfüllen. Darüber hinaus klingt jede Erscheinung. die dritte ist sozusagen überflüssig und ersetzt gleichzeitig die Grundnote. ohne seine „An dieser Stelle unserer Überlegung wäre es ganz richtig. die imstande ist. die nicht in der Periode Inbegriffen sind. entsprechen den zwei . 6. die 426 . verbindet das Gesetz der Sieben und das Gesetz der Drei. das heißt in einem anderen Kreis die Rolle übernehmen. als die Note do in einer entsprechenden Oktave. Die Lage dieser Noten entspricht den Zahlen der Periode und die Zeichnung einer Oktave sieht aus wie folgt: F i g u r 48 „Das Dreieck 9—3—6. welche die . und diese zwei Figuren ergeben in ihrer Verbindung die innere Struktur der Oktave und ihrer Noten. Deshalb kann sich do aus dem Kreis herauslösen und in ordnungsgemäße Beziehung zu einem anderen Kreis treten. das Dreieck durchdringt die Periode. Auch hier ist also do im Besitz dieser Möglichkeit und mittels des Dreiecks 3—6—9 mit den Stellen in der Oktave verbunden. 9 sind nicht in der Periode Inbegriffen. die in dem untersuchten Kreis die . wo die Schocks aus äußeren Quellen hinzutreten und wo man in die Oktave eindringen kann. um die Verbindung mit dem herzustellen.Schocks' spielen. was außerhalb ihrer existiert. Zwei von ihnen. Die Zahlen 3. Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. Das Gesetz der Drei stammt sozusagen aus dem Gesetz der Sieben. in eine Wechselbeziehung mit einer ihr ähnlichen Erscheinung zu treten.Intervallen' in der Oktave.erste. in ein Ganzes zusammenschließt. die nicht in die Periode fällt.

welches durch die Zahl 6 bezeichnet wird.Intervalle'.Frage zu stellen: warum ist eines der . die wir erhalten: F i g u r 51 kann nur folgende Gruppierung ergeben: 427 . welches durch die Zahl 3 bezeichnet wird. zwischen sol und la. an seinem richtigen Platz zwischen den Noten mi und fa und das andere. dann hätten wir den folgenden Kreis: Figur 49 und die neun Elemente des geschlossenen Kreises wären auf folgende Weise symmetrisch gruppiert worden: F i g u r 50 „Die Verteilung. wo doch sein richtiger Platz zwischen si und do wäre? „Wenn die Bedingungen der Erscheinung des zweiten Intervalls (6) an ihrer richtigen Stelle beachtet worden wären.

F i g u r 52 das heißt. ist es notwendig.Schock' für den Übergang von si auf do notwendig ist. in einem Fall x zwischen mi und fa und im anderen zwischen sol und la. die fähig sind. das Symbol zu lesen. innerhalb des Sonnenorganismus vollzieht. Es wurde darauf hingewiesen. das Ausfüllen des Intervalls. wo es nicht notwendig ist.Sonne—Erde' auf folgende Weise dargestellt: F i g u r 53 „Bezüglich der drei Strahlungs-Oktaven wiesen wir darauf hin. wurde die Stufe . „Als wir die Anwendung des Oktaven-Gesetzes auf den Kosmos untersuchten. was über die Rolle der . was für eine Art . daß sich der Übergang von do auf si.Inter- 428 . sich daran zu erinnern.Schocks' bei den sich im Menschen und Weltall vollziehenden Vorgängen gesagt wurde. „Die offensichtliche Anordnung des Intervalls an einer falschen Stelle zeigt denen. „Um dies zu verstehen. daß in der kosmischen Oktave der Übergang des .

wo die zweite Oktave in ihrer Entwicklung an der Note mi zu einem Halt kommt. in mi. mittels einer Reihe innerer Vorgänge die Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben.valls' do—si durch den Willen des Absoluten vollzogen wird. wo die erste Oktave in ihrer Entwicklung bei der Note mi zu einem Halt kommt. „Aber man muß verstehen. und so müssen im menschlichen Organismus die . an der Stelle. zu verwandeln. vereint sich mit der ersten. ermöglicht. die genau von der Natur vorausbestimmt sind. das heißt die innere Kraft zu sammeln. Die Qualität und Quantität können dadurch geregelt werden. daß man die drei vom Organismus aufgenommenen Nahrungsarten regelt.Schocks'. die es fa.zusätzlichen Schock' braucht. so finden wir in diesen Vorgängen genau die gleichen . nämlich der Oktave des Essens und Trinkens.drei Nahrungsarten' in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. Wenn wir die Nahrungsvorgänge im menschlichen Organismus und die Verwandlung der in ihn eingeführten Stoffe untersuchen. „Genau das gleiche Verhältnis wiederholt sich in allen abgeschlossenen Vorgängen. Aber nachdem drei Oktaven an der Erzeugung dieser Substanz teilgenommen haben. um in ein neues do überzugehen. Die zweite Oktave.Intervalle' und . ohne seine Note zu verändern. Der Übergang fa—mi in der kosmischen Oktave wird mechanisch mit Hilfe einer besonderen Maschine vollzogen. Verbindungen der erforderlichen Qualität ergeben. das ist die Luft-Oktave. nimmt der Mensch drei Arten von Nahrung auf. ergibt sich ihr Einfluß auch im endgültigen Resultat durch die Bestimmung ihrer Qualität. „Der endgültige Stoff im Prozeß der Nabrungs-Oktave ist die Substanz si (»Wasserstoff 12 der dritten Skala). Jede von ihnen ist der Beginn einer neuen Oktave. welches in sie eindringt. Und die dritte Oktave vereint sich mit der zweiten an der Stelle. „Wie schon früher erwähnt. Nur bei einer vollständigen und harmonischen Übereinstimmung zwischen allen drei Nahrungsarten durch Verstärkung oder Abschwächung ver- 429 . um sich selbständig in die nächste Note. daß genau wie in vielen chemischen Prozessen nur bestimmte Mengen von Stoffen. die einen .

In diesen drei Oktaven verhält sich der Kosmos genau wie der Mensch — die gleichen . wäre das wiederum nicht genug. studiert man den Kosmos.drei Stockwerke'. wenn man den Kosmos studiert. „Wir haben die kosmische Oktave .schiedener Teile des Vorganges wird das gewünschte Ergebnis erzielt. regulieren kann. die Nahrung oder den Atem im buchstäblichen Sinne des Wortes zu regulieren. zu regulieren. die inneren Vorgänge praktisch zu beeinflussen. klarzumachen. „Der Vorgang des Überganges fa—mi kann auf die schematischste Weise folgendermaßen dargestellt werden: das kosmische fa tritt in diese Maschine wie die Nahrung des unteren Stockwerkes ein und beginnt den Kreislauf seiner Wandlungen. noch bevor man daran denken kann. solange man nicht genau weiß. „Aber man muß sich dessen bewußt sein. Infolgedessen klingt es am Anfang in der Maschine als do. die den Übergang der Noten regeln. Diese Gesetze sind überall die gleichen.Absolutes—Mond' nach dem Gesetz der Drei in drei untergeordnete Oktaven zerlegt.Schocks* und die Gesetze. die Natur der möglichen . daß keine willkürlichen Versuche. Die Substanz sol der kosmischen Oktave dient als die Substanz. welche dort in gleicher Weise wie im menschlichen Körper zu finden sind.Eindrücke'. was man tut und warum und was für ein Ergebnis man erreichen wird. sogar wenn es jemandem gelänge. die . die wiederum der Note fa innerhalb der Maschine dazu verhilft. studiert man den Menschen. „Darum ist es wesentlich. „An der Stelle des Intervalls fa—mi in der kosmischen StrahlungsOktave werden im Diagramm die . die gleichen drei Schocks. sich in die Note mi zu ver- 430 .Maschinen' vermerkt. weil es noch wichtiger ist. Wenn man den Menschen studiert. wie man die Nahrung des dritten Stockwerkes. die in das mittlere Stockwerk eintritt wie die Luft beim Atmen. nämlich Nahrung und Atem. „Und weiterhin. zwei Bestandteile des Vorganges. zu dem gewünschten Ziel führen kann. sich das genaue gegenseitige Verhältnis der in den Organismus eintretenden Substanzen.

sol. Und da dieser Vorgang sich innerhalb der Oktave vollzieht und sich tatsächlich innerhalb der Note fa entwickelt. Der Stoff.wandeln. Auch dieses sol klingt beim Eintritt in die Maschine als do. dienen die folgenden Noten la. was wir über die Strahlungs-Oktaven und über die Nahrungs-Oktaven im menschlichen Organismus gesagt haben. Dies wird symbolisch folgendermassen dargestellt: Figur 55 „Dieses Symbol zeigt. wir hieraus ersehen. 431 . In der Figur 54 Ordnung ihrer Aufeinanderfolge ist nach dem Gesetz der Drei la das aktive Element. der so zustande kommt. die Eigenschaften von sol erwirbt. wird im oberen Stockwerk mit der Substanz des kosmischen la verbunden. Das aktive Prinzip in ZusammenWirkung mit dem passiven (das heißt mit ihm durch das neutralisierende Prinzip vereint) ergibt ein bestimmtes Ergebnis. Dieses Symbol als Ausdruck einer vollkommenen Synthese enthält in sich alle Elemente der von ihm dargestellten Gesetze. die in das obere Stockwerk der Maschine als do eintritt: „Wie. fa als Nahrung für die Maschine. „Alles. daß fa. kann man sagen. sol das neutralisierende und fa das passive. steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Symbol des in neun Teile geteilten Kreises. daß die Substanz fa in der Mischung mit der Substanz la als Ergebnis die Substanz sol ergibt. ohne seine Tonlage zu verlieren.

und mit seiner Hilfe werden sie sofort sehen. Tabak und vielen anderen. die im Leben des Menschen eine bestimmte Rolle spielen. Das Enneagramm ist die fundamentale Hieroglyphe einer Universalsprache. was man in das Enneagramm einfügen kann. Ein Mensch.und aus ihm kann alles. Mohn. „Aber nicht jedes dieser Enneagramme hat ein inneres Dreieck. sagte er. Das Studium dieser Pflanzen kann uns viel über das Enneagramm offenbaren. als es Stufen von Menschen gibt 432 . etwas. muß man verstehen. und jedesmal kann er etwas Neues lernen. Kaffee. versteht man nicht. kann das Enneagramm in den Sand malen und die ewigen Gesetze des Weltalls daraus lesen. Alles Wissen kann im Enneagramm zusammengefaßt und mit Hilfe des Enneagramms gedeutet werden. „Allgemein gesprochen. jede Pflanze ." G. jeder Kosmos. „Jedes vollständige Ganze. Dieses innere Dreieck befindet sich in Pflanzen wie Hanf. daß man nur das weiß. jeder Organismus. wer der Lehrer und wer der Schüler ist. die in verschiedenen Schulen gewesen sind. was er vorher noch nicht wußte. „Wenn zwei Menschen.Wasserstoffe' in einem bestimmten Organismus an. kam oft und in vielen Zusammenhängen auf das Enneagramm zurück. der allein in der Wüste ist. wer von ihnen mehr weiß und wer folglich auf einer höheren Stufe steht.ist ein Enneagramm". beziehungsweise versteht. der es benützen kann. Hopfen. Was man nicht in das Enneagramm einfügen kann. was mit diesen Oktaven zusammenhängt. Tee. dann werden sie das Enneagramm zeichnen. macht das Enneagramm Bücher und Bibliotheken vollständig überflüssig. Alles kann im Enneagramm zusammengefaßt und in ihm gefunden werden. sich treffen. und noch vieles mehr abgeleitet und mit seiner Hilfe weitergegeben werden. Das innere Dreieck zeigt das Vorhandensein höherer Elemente nach der Tabelle der . daß das Enneagramm ein universales Symbol ist. die so viele verschiedene Bedeutungen hat. Und so kann man sagen. das heißt wer der Ältere. Für den Menschen.

." Viel später — es war im Jahr 1922 — als G. Das Verständnis dieses Symbols und die Fähigkeit. was in ihnen war. zeigte er ihnen Übungen. die niemand ohne Belehrung durch einen Wissenden irgendwie praktisch anwenden kann. wobei sie sich an den Treffpunkten umeinander drehten. das gleiche perpetuum mobile.„Das Enneagramm ist dauernde Bewegung. warum sie das perpetuum mobile nicht finden können. Auf den Boden der Halle. wurde ein großes Enneagramm gezeichnet. daß Übungen mit Bewegungen nach dem 433 . wie dieses Enneagramm zu lesen ist. gibt dem Menschen eine sehr große Macht. in Bewegung vorstellen. und wenn es nun sozusagen allen zugänglich gemacht wird. die mit den Zahlen l bis 9 bezeichnet wären. Aber natürlich muß man wissen. das heißt an den Punkten. Ein sich nicht bewegendes Enneagramm ist ein totes Symbol. Damals sagte G. das die Menschen seit dem ältesten Altertum gesucht und niemals gefunden haben. so nur in einer unvollständigen und theoretischen Form. „Die Kenntnis des Enneagramms wurde lange Zeit geheimgehalten. Sie suchten außerhalb von sich. Und dann begannen sie sich in Richtung auf die Zahlen der Perioden in einer sehr interessanten Bewegung zu bewegen. das lebendige Symbol ist die Bewegung. und sie versuchten dauernde Bewegung zu konstruieren. und die an den Übungen teilnehmenden Schüler standen an den Stellen. wie man eine Maschine konstruiert. das heißt einer Maschine von dauernder Bewegung. „Um das Enneagramm zu verstehen. Das Enneagramm ist ein schematisches Diagramm der dauernden Bewegung. sein Institut in Frankreich organisierte und seine Schüler Tänze und Derwischübungen studierten. muß man es sich bewegt. während die wirkliche dauernde Bewegung ein Teil einer anderen dauernden Bewegung ist und nicht losgetrennt von ihr erzeugt werden kann. es zu benützen. in der die Übungen stattfanden. die mit der „Bewegung des Enneagramms" in Beziehung standen. wo sich im Enneagramm die Linien kreuzten. Es ist das perpetuum mobile und ist auch der Stein der Weisen der Alchimisten. Und es ist klar.

Enneagramm in seinem Ballett „Der Kampf der Magier" eine wichtige Rolle spielten. oder genauer drei verschiedene Grade. Sie haben zweifellos schon bemerkt. ihre eigenen Gedanken auszudrücken und die Gedanken von anderen über Dinge zu verstehen. Und er sagte auch. daß ich aber immer vermieden habe. daß ich während unserer Vorlesungen und Gespräche oft von Anwesenden über die Kunst gefragt wurde. „Die Menschen haben seit langem versucht. das Enneagramm durch Bewegung zu erleben". daß es nicht nur eine. sondern drei universale Sprachen gibt. der Mensch und der Adler — und mit ihnen eine Taube. „Es ist möglich. fast unmöglich sei. Ich habe schon früher gesagt. Diese zusätzlichen Symbole bezogen sich auf die „Zentren".philosophische Sprache' dar. denen gegenüber die gewöhnliche Sprache machtlos ist. sagte er. eine Universalsprache zu erfinden". „Es gibt Kunst und Kunst. daß es ohne Teilnahme an diesen Übungen und ohne eine bestimmte Stelle in ihnen einzunehmen. sagte G. von welcher Kunst Sie sprechen". diesen Gegenstand zu besprechen. der Löwe. Ich tat dies. weil 434 . Der erste Grad dieser Sprache ermöglicht es den Menschen. sagte er." „In welcher Beziehung stehen diese Sprachen zur Kunst?" fragte jemand. was schon seit langem besteht und bekannt ist. nach welcher die anderen verstandesmäßig suchen?" „Ich weiß nicht. „Und stellt nicht die Kunst selbst diese . „Und in diesem Fall wie auch in vielen anderen suchen sie etwas. und versuchen etwas zu erdenken und zu erfinden. was schon vor langer Zeit gefunden wurde. Ohne sie kann man nicht fühlen. In Zusammenhang mit den Gesprächen über die Bedeutung des Enneagramms als Universalsymbol sprach G. was das Wichtigste ist. das Enneagramm zu verstehen. wieder von der Existenz einer universalen „philosophischen" Sprache." Eine andere Zeichnung des Enneagramms wurde unter seiner Leitung im Jahre 1920 in Konstantinopel ausgeführt. In dieser Zeichnung wurden innerhalb des Enneagramms die vier Tiere der Apokalypse dargestellt: der Stier. „Der Rhythmus der Bewegungen selbst suggeriert die notwendigen Ideen und erhält die notwendige Spannung aufrecht.

alles. ist subjektive Kunst. aber hier liegt der ganze Unterschied. das richtige Verhältnis der Dinge einem Menschen zu erklären. ein Künstler schafft etwas. was ich als objektive Kunst bezeichne. fröhliche Gedanken hervorrufen. Aber in Wirklichkeit ist es zuweilen ganz anders. das heißt Sie erwarten. Gleichzeitig ist es zwecklos.ich alle gewöhnlichen Gespräche über Kunst für völlig bedeutungslos halte. Ich sage dies nur bezüglich objektiver Kunst. „Vor allem dürfen Sie nicht vergessen. Wir haben jetzt schon lange genug miteinander gesprochen und Sie sollten dieses Abc jetzt schon kennen. weil Sie der subjektiven Kunst die Kennzeichen der objektiven Kunst zuschreiben. Femer schreiben Sie subjektiver Kunst eine unveränderliche Wirkung zu. Ihnen meine Idee klarzumachen. glauben. zu versuchen. die eine ganz verschieden von der anderen — objektive und subjektive Kunst. und sie haben keine Ahnung. „Ich will versuchen. was Sie Kunst nennen. und zweitens. ist vor allem deswegen schwierig. was Sie kennen.sie wird geschaffen'. zum Beispiel ein Komarinsky. wird diese Melodie für mein ganzes späteres Leben traurige und bedrückende Gedanken in mir hervorrufen. sie stünden auf der gleichen Stufe wie subjektive Kunstwerke. Sie denken zum Beispiel. wobei sie etwas ganz anderes meinen. Was subjektive Kunst betrifft. der noch nicht einmal das Abc über sich selbst. Wenn mir an einem Tag ein großes Unglück geschieht und ich gerade eine heitere Melodie das erstemal höre. das heißt über den Menschen kennt. Sie sagen. Die Leute sprechen von einer Sache. Alles wird durch Assoziationen bedingt. daß Werke subjektiver Kunst in jedem Menschen die gleiche Reaktion hervorrufen. sage ich. Alles. Sie unterscheiden nicht zwischen diesen beiden Sachverhalten. was sie meinen. das heißt etwas. ein Begräbnismarsch müsse in jedem traurige und feierliche Gedanken und jede Tanzmusik. weil Sie. daß es zwei Arten von Kunst gibt. „Das. weil ich nur objektive Kunst Kunst nenne. Und wenn 435 . . so daß ich vielleicht jetzt mit Ihnen sogar schon über Kunst sprechen kann. wenn Sie zufällig auf objektive Kunstwerke stoßen. zu bestimmen. was ich überhaupt nicht als Kunst bezeichne.

wenn wir die Tatsache. wird dieses Lied immer glückliche Gedanken hervorrufen.schafft'. Wie ich schon gesagt habe. Wir können 436 . Kunst zu sein. was er erreichen wird oder was für einen Eindruck sein Werk auf die Menschen machen wird. wo ich besonders glücklich bin.es schafft' mit ihm und durch ihn. nichts bestimmt. die sie hervorruft. . ich messe das Verdienst der Kunst nach ihrer Bewußtheit und Sie nach ihrer Unbewußtheit. worüber Sie reden". Hierbei ist nichts unveränderlich." „Ich weiß nicht. die er darin ausdrücken will. In objektiver Kunst gibt es nichts Unbestimmtes. wegnehmen. das heißt er ist in der Macht von Ideen. Gedanken und Stimmungen. „Bei der subjektiven Kunst ist alles zufällig. wenn sie auf diese Weise bestimmt wäre?" fragte einer von uns. unter der er lebt. Und wenn sie zufällig diese oder jene Form angenommen haben. die der Künstler ihnen vermitteln wollte. sie werden. der Art von Hypnose. Unfaßbarkeit. daß der Künstler selbst nicht weiß. daß bei objektiver Kunst der Künstler wirklich . „Und ist es nicht gerade eine gewisse Unbestimmtheit. dann erzeugt diese Form genau so zufällig im Menschen diese oder jene Wirkung. er bringt in sein Werk die Ideen und Gefühle. sagte G. Sie lenken ihn und drücken sich in der einen oder anderen Form aus. Und die Wirkung dieses Werkes auf die Menschen ist eine ganz bestimmte. das heißt er gestaltet das. kann es etwas Zufälliges geben. seinem Geschmack. Und so ist es mit allem anderen. und so fort. die die Kunst zum Beispiel von der Wissenschaft unterscheidet? Wenn wir diese Unbestimmtheit wegnehmen.Buch' und keine Kunst. die gleichen Ideen aufnehmen und die gleichen Gefühle haben." „Würde die Kunst nicht aufhören. je nach seiner Stimmung. seinen Gewohnheiten. was er beabsichtigt.ich an einem Tag. natürlich jeder nach seiner Stufe. Weder in der Schöpfung objektiver Kunst noch in den Eindrücken. „Wir haben verschiedene Standpunkte. die er selbst nicht versteht und über die er überhaupt keine Herrschaft hat. dann wird es ein . schafft der Künstler nichts. „Der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Kunst ist der. ein trauriges Lied höre.

daß der Künstler seine Ideen nicht direkt durch Worte oder Zeichen oder Hieroglyphen übermittelt. Wenn Sie diese Prinzipien erfassen. die Wasser zum Gefrieren bringt. wie Sie es nennen. daß zum Beispiel die Statue des Zeus in Olympia in jedermann einen bestimmten und immer gleichen Eindruck hervorrief. daß es solche Geschichten gibt. werden Sie imstande sein. daß der Unterschied zwischen wahrer und falscher Kunst genau hierin liegt. der einzige Unterschied ist der. Und sie kann nicht nur bestimmte psychologische Ergebnisse. Es kann Musik geben. sagte G. Wenn Sie sie jedoch nicht erfassen. ob ihre Wirkung unveränderlich oder vom Zufall abhängig ist. „Bevor wir hiervon sprechen". wobei er weiß. dann wird nichts. Gerade hierüber wurde einst gesagt: sie werden sehen und doch nicht sehen. ganz gleich welcher Art.Buch' sein. die er bewußt und sachgemäß hervorruft. sondern durch gewisse Gefühle. Ein Werk objektiver Kunst soll ein . was ich Ihnen sagen kann.einander nicht verstehen. sondern auch bestiiumte physische Ergebnisse zeitigen. Die übliche Musik. „Ich will Ihnen nur ein Beispiel nennen — Musik. diese Fragen selbst zu beantworten." „Ganz wahr". daß die Menschen verstanden. sie werden hören und doch nicht hören. die einen Menschen sofort töten würde.. Es kann Musik geben. aber objektive Musik kann dies wirklich 437 . zu richten. zeigt. irgend etwas erklären. sagte G. was wir objektiv nennen könnten?" „Wann wurde das letzte objektive Kunstwerk geschaffen?" Fast jeder Anwesende begann diese und ähnliche Fragen an G. Die biblische Legende der Zerstörung der Mauern von Jericho durch Musik ist eine solche Legende von objektiver Musik. Objektive Musik beruht nur auf den »inneren Oktaven'." „Können Sie uns andere Werke objektiver Kunst nennen?" „Gibt es in der zeitgenössischen Kunst etwas. „und eben diese Tatsache. was er tut und warum er es tut. wird keine Mauern zerstören.." Einer der Anwesenden sagte: „Von den Statuen der Götter in den alten griechischen Tempeln sind uns Legenden überliefert worden. „müssen Prinzipien verstanden werden.

aber in dieser einzigen Note vollziehen sich andauernd . was ich gerade sagte. Die mechanische Menschheit. Und sie kann nicht nur zerstören. die für die Ohren unhörbar sind. weil Orpheus Wissen durch Musik zu vermitteln pflegte. In der Legende von Orpheus gibt es Hinweise auf objektive Musik. so werden Sie verstehen. und die Menschen würden ihr gehorchen.innere Oktaven' und Melodien »innerer Oktaven'. sie fühlt sie und gehorcht ihr. Und die Schlange hört diese Musik oder. die sehr lange hingezogen wird und nur wenig steigt und fällt. mit dem. Die objektive Kunst verlangt zumindest Augenblicke objektiven Bewußtseins.tun. kann natürlich nur subjektive Kunst haben. sondern etwas viel Größeres. die aus Mensch Nummer eins. in Zusammenhang bringen." 438 . um diese Augenblicke richtig zu verstehen und um sie richtig zu benützen. was ich früher über die verschiedenen Stufen des menschlichen Seins gesagt habe. ist eine große innere Einheit und eine große Selbstbeherrschung unerläßlich. daß Kunst nicht nur einesprache ist. „So sehen Sie. aber vom Gefühlszentrum empfunden werden. Sehr oft ist es nur eine Note. Die gleiche Musik. Die Musik der Schlangenbändiger im Osten ist eine Annäherung an objektive Musik. wenn auch natürlich sehr primitiv. Und wenn Sie das. Nummer zwei und Nummer drei besteht. nur etwas komplizierter. genauer gesagt. was über die Kunst gesagt wurde. sondern auch aufbauen.

begann G.F Ü N F Z E H N T E S KAPITEL B ei den Gesprächen jener Zeit. sagte er immer. so kann er nicht behaupten. Die überwiegende Mehrheit der Menschen. die von einer bestimmten Religion gefordert werden.lebt' seine Religion. Sie entspricht der Stufe des Seins eines Menschen. „In zweiter Linie ist Religion Tun. daß er dieser Religion anhänge. widersprechen. soviel man kann. die sich auf Religion bezog. Nummer fünf und weiter ist etwas von der Religion von Mensch Nummer eins. er zeigt seine Haltung gegenüber der Religion durch seine Taten und kann seine Haltung nur durch seine Taten zeigen. Nummer zwei und Nummer drei vollständig Verschiedenes. immer damit. sondern Einbildung oder Philosophie. Ob der Mensch will oder nicht. die sich Christen nennen. „In erster Linie". Und wenn ihm jemand eine Frage stellte. sondern man . daß er die Tatsache betonte. berührte G. die Religion eines Menschen auf einer Seinsstufe ist nicht geeignet für einen Menschen auf einer anderen Seinsstufe. das heißt. man . nämlich Ende 1916. Die Religion von Mensch Nummer vier.denkt' seine Religion nicht nur oder . haben überhaupt kein Recht hierzu. einige Male die Frage der Religion. die ich nun beschreibe. „Man muß verstehen. Und die Religion eines Menschen braucht überhaupt nicht für einen anderen geeignet zu sein. weil sie nicht nur die Forderungen ihrer Religion 439 . sonst ist es keine Religion. Wenn also seine Taten denen.fühlt' sie. die Religion von Mensch Nummer zwei von einer anderen Art und die Religion von Mensch Nummer drei von einer dritten Art. es sei etwas Grundfalsches in der Grundlage unserer gewöhnlichen Haltung gegenüber religiösen Problemen. daß die Religion von Mensch Nummer eins von einer Art ist. „ist Religion ein relativer Begriff.

weil es das treffendste Beispiel ist. er ist . Nehmen wir an. Und wenn dieses Hinhalten mechanisch 440 .wir' oder. oder nach einem Polizisten rufen. um fähig zu werden. Alles rührt davon her. bevor es dem Betreffenden zum Bewußtsein kommt. diese Vorschriften zu befolgen. er ist nicht . Man kann sagen. muß man es nicht nur wünschen. „Das Christentum verbietet den Mord. denn um ein Christ zu sein. lange Übung ist unerläßlich. sondern nicht einmal daran denken. daß es wirklich geschieht. daß sie nicht nur keine Christen sein wollen. daß ein Mensch sich entscheidet. Wie können wir uns also Christen nennen? „Niemand hat das Recht. sich als Christ zu bezeichnen. richtiger. Wenn man überhaupt nicht an sie denkt.Ich'. Er wird nicht einmal Zeit haben. Nehmen wir an. Glauben Sie. die Backe hinzuhalten. ein . daß man ein Christ sein will.Ich' weiß davon. „Der Mensch an sich ist nicht einer. er ist . darüber nachzudenken. daß diese Forderungen befolgt werden sollten.sie'. über sie lacht oder sie durch eigene Erfindungen ersetzt oder einfach vergißt. Aber es ist in allem so.Ich' erinnert sich daran — die anderen nicht. Aber ein . wenn ihn jemand auf die rechte schlägt. „Ich habe das Beispiel des Krieges angeführt. Sein Bewegungszentrum wird auf seine übliche Weise reagieren. daß dieser seine linke Backe hinhalten wird? Keineswegs. einer zu sein. daß jemand einen Menschen schlägt. was er tut. sich einen Christen zu nennen. der nicht Christi Vorschriften befolgt. sondern sogar keine sein können. aber sie sehen nicht ein. der ihn geschlagen hat. oder er wird einfach davonlaufen. „Lange Belehrung. Ein . Die Menschen nennen sich Christen. hat man überhaupt kein Recht. wenn man versucht. sondern muß imstande sein.nicht befolgen. Jedoch unser ganzer Fortschritt ist im Grunde genommen nur Fortschritt in der Technik des Mordes und Fortschritt in der Kriegführung. Entweder wird er den Menschen ins Gesicht schlagen. wie es gelehrt wurde zu reagieren.Ich' entscheidet dies entweder im Denken oder im Gefühlszentrum. gemäß der Bibel die linke Backe hinzuhalten.

was in ihnen ist. ihren ganzen Inhalt. Ich spreche von alten Gebeten. antwortete G. daß es verschiedene Gebete gibt und daß ihre Ergebnisse verschieden sind. „Das Gebet des subjektiven Menschen. Diese Gebete sind sozusagen Rekapitulationen: indem ein Mensch sie laut oder im Geist wiederholt. oder wir glauben. viele von ihnen sind viel älter als das Christentum. genau so wie man alles andere lernen muß. es hängt davon ab. Aber wenn wir vom Gebet oder den Ergebnissen des Gebetes sprechen.ist — so hat es wieder keinen Wert. Die meisten Gebete haben überhaupt nichts mit Bittgebeten gemein. sondern einfach Selbst-Täuschung. wie ein Christ zu leben?" fragte jemand. weil er nichts anderes tun kann. so meinen wir damit immer nur eine Art Gebet — das Bittgebet. strebt er danach. wessen Gebet". wie er beten soll und fähig ist. Aber es kann ein Gebet 441 . daß das Bittgebet mit allen anderen Arten von Gebeten vereint werden kann. kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. das heißt von Mensch Nummer eins. weil es in diesem Fall bedeutet." „Kann nicht das Gebet einem Menschen helfen. Selbst-Suggestion. Aber das Wesentliche ist.ich will ernst sein'. „Man muß lernen zu beten. Wenn er es zehntausendmal am Tage wiederholt und dabei nur daran denkt. „Es hängt davon ab. mit seinem Denken und seinem Gefühl das zu erleben. Dies ist natürlich nicht wahr. bei dem kann das Gebet Ergebnisse zeitigen. Das weiß man sogar aus dem gewöhnlichen Gottesdienst. nämlich Selbst-Tröstung. daß ein Mensch seine Backe hinhält." „Aber kann nicht das Gebet im allgemeinen objektive Ergebnisse zeitigen?" fragte ein Anwesender. wessen Gebet es ist". Es kann keine objektiven Ergebnisse zeitigen. Aber man muß verstehen. Nummer zwei und Nummer drei. Selbst-Hypnose. schnell damit fertig zu werden. oder was es zum Essen geben wird und Derartiges. wie er es sagt. dann ist es kein Gebet. „Ich habe schon gesagt. Und ein Mensch kann immer neue Gebete für sich aufstellen. sagte G. Zum Beispiel kann er sagen: . Wer weiß. sich in der richtigen Weise zu konzentrieren.

Emst' — der Mensch denkt nach.Sein' — der Mensch denkt darüber nach. sondern eine Menge kleinlicher.es will' und . das heißt es bringt die dritte Kraft zur gewöhnlichen Verbindung der zwei Kräfte . .Ich' ist der Herr. Das Wort .es will nicht'. . was er beschlossen hat. streitsüchtiger Jchs'. . daß er sich leichter dazu bringt. eine neue Bedeutung für ihn. in dem alles geschieht. wenn er sich mehr erinnern könnte. was er über .ich will' nach.es will nicht'. was dies bedeutet. dieses .ich will' entgegenzusetzen.ich will mich meiner selbst erinnern'.zu sein'. und fühlt. das Pferd. lärmender. woran er sich erinnern will? Die Idee der Arbeit! Wie kann er sich 442 . daß er an Stärke gewinnt. was er weiß! Sein ganzes Leben wäre anders. Genau so kann ein Mensch . wenn ein Mensch das Gebet auf folgende Weise verrichtet: Er sagt . Kann er wollen? Mit ihm . so geht es immer. ernst zu sein. . den Kutscher und den Herrn. Aber er möchte ein . An welches Selbst will er sich erinnern? Lohnt es sich. . Er erinnert sich an den Wagen.Will' — dabei denkt er über die Bedeutung von .werden. wenn er sich richtig klarmacht.Meiner selbst' — wieder kehrt er zu sich zurück. daß er es öfter bemerken wird. was es heißt.sein' erwirbt ein Gewicht.Ich' und versucht gleichzeitig an alles zu denken. auf verschiedene Weise .Sein' bedeutet. Das Sein eines mechanischen Menschen. er hat nicht ein .Sich erinnern' — was bedeutet . An wie wenig er sich doch erinnert! Wie oft er vergißt.es will' und .es will nicht' sucht er sein eigenes .will es' oder .Ich'. »der Herr'. daß er sich an sein ganzes Selbst erinnert? Wie kann er das finden. was er gesehen hat. Aber diesem .sich erinnern'? Der Mensch muß über das Erinnern nachdenken. ist sehr wichtig. Alles Übel kommt davon. daß er sich nicht erinnern kann.sein'. wenn er nicht ernst ist. Welche Antwort er sich darauf gibt. Das Sein eines Menschen. die er haben kann. Es ist möglich.ich will' hängt mit den Zielen der Arbeit an sich selbst zusammen.Ich' sein. was es heißt. was .beten': .Ich' weiß. Wenn er versteht. sondern im Sinne der ganzen Größe der Macht. der tun kann. dann kann sein Gebet ein Ergebnis in dem Sinne zeitigen. ernst zu sein. daß er es wirklich wünscht. In Wirklichkeit besteht es nicht. Er möchte nicht nur im Sinne des einfachen Daseins . . ernst zu sein.

wenn er nur wie ein Papagei wiederholt: Herr. daß dies überhaupt kein Ergebnis haben kann. Die Frage nach dem Ursprung der christlichen Kirche. woher stammt sie? Viele Leute denken überhaupt nicht darüber nach. erbarme Dich meiner. „Nehmen Sie das gewöhnliche Herr. Aber all das ist nicht wahr. „Im allgemeinen wissen wir sehr wenig über das Christentum und die Form des christlichen Kultes. in dem sich die Gläubigen versammeln und in dem nach besonderen Riten die Gottesdienste gehalten werden. was er von Gott verlangt. Dann bittet er Gott. von vielem wissen wir weder die Geschichte noch den Ursprung. das heißt des christlichen Tempels. erbarme Dich meiner! Herr. Sie sehen. ist viel interessanter. ihn zu bemerken? Was ist denn in ihm. Zuerst einmal können die Kirche und der Gottesdienst in der Form. diese äußere Form sei zum Teil von heidnischen Religionen und zum Teil von den Hebräern übernommen worden. der Tempel. „Im christlichen Glauben gibt es sehr viele Gebete wie dieses. die sie in den ersten Jahrhunderten 443 . sich seiner zu erbarmen. das Singen der Gesänge und so weiter. wenn sie mechanisch wiederholt oder gesungen werden. Er sollte ein wenig nachdenken. Zum Beispiel die Kirche. alle diese Gedanken und noch viele andere sollten durch seinen Sinn gehen. erbarme Dich meiner! Herr. Und dann sind es genau diese Gedanken. daß die äußere Form des Gottesdienstes. als wir denken. einen Vergleich anstellen und sich fragen. Andere glauben. was Gott ist und was er selbst ist. Aber woran kann er denken und was für ein Ergebnis wird ein Gebet haben. von den Kirchenvätern erfunden wurde. über jedes Wort nachzudenken. wenn er dies einfache Gebet ausspricht. erbarme Dich meiner! Sie wissen selbst. ihn zu bemerken? Und wer soll ihn bemerken? Gott selbst. Was bedeutet das? Ein Mensch ruft Gott an. Aber lohnt es sich überhaupt. daß es sich lohnt. die Riten. Aber sie verlieren jeden Sinn und alle Bedeutung. bei denen es notwendig ist.selbst mit der Idee der Arbeit in Zusammenhang bringen? Und so weiter und so fort. Sie glauben. die das für ihn tun könnten. Aber hierzu muß Gott erst überhaupt an ihn denken und ihn bemerken.

das heißt. ohne zu wissen. in manchen Schulen vielleicht sogar jeden Tag. die . die in die Schule kommen.Schulen der Wiederholung' genannt wurden. das ganze Wissen. Nur kleine Teile davon sind auf historische Zeiten gekommen. daß dies Vorlesungen und Vorführungen sind. in einer kompakten Form öffentlich wiederholt. das wir kennen. daß seine Religion auf denselben Prinzipien und Ideen beruhte. das heißt für Magie halten. Dies gilt annähernd von der christlichen Kirche unserer Zeit. in der die Lehrer Vorlesungen halten und erklärende Vorführungen veranstalten. Dank dieser Wiederholungen erhielten die Menschen. wie sie im ersten und zweiten Jahrhundert auftrat. „Die christliche Kirche. In diesem prähistorischen Ägypten gab es besondere Schulen. Es wurde alles in fertiger Form von Ägypten übernommen. die christliche Form des Gottesdienstes ist nicht von den Kirchenvätern erfunden worden. die diesen Kurs mitmachten. der jüdische Tempel. Die jüdische Synagoge. daß sie eine Schule ist. wo sie verwahrt wurden. noch im Judentum etwas Derartiges gab. sondern von einem uns unbekannten. ganz verschieden. das in diesen Schulen gelernt werden konnte. die griechischen und römischen Tempel verschiedener Götter waren von der christlichen Kirche. nicht vom Heidentum übernommen worden sein. daß dieses prähistorische Ägypten viele tausend Jahre vor der Geburt Christi schon christlich war. daß wir nicht einmal wissen. ' „Viele Menschen mag es befremden. und wo die Schüler oder einfach die Leute. Man stelle sich eine Schule vor. In diesen Schulen wurde an bestimmten Tagen.des Christentums angenommen haben. die das wahre Christentum ausmachen. Die christliche Kirche ist — eine Schule. aber viel früher. Manchmal dauerte diese Wiederholung eine Woche oder einen Monat.Sakramente'. diese Vorlesungen oder Vorführungen für Zeremonien oder Riten oder . wenn ich sage. Dieses Ägypten gab es an der gleichen Stelle wie das andere. und diese Teile wurden so sorgsam verwahrt. von der die Menschen vergessen haben. ihre Verbindung mit der Schule 444 . jedoch nicht von dem Ägypten. weil es weder in den griechischen noch in den römischen Kulten.

's Erklärungen besonders verwunderte. Manchmal kamen sie von sehr weit her. daß er mit sehr vielen Allegorien aufräumte. „Jede Zeremonie und jeder Ritus haben einen Wert. die Form des Gottesdienstes in den christlichen Kirchen stellt in ihrer Gesamtheit einen Wiederholungskurs der Wissenschaft dar. im Gedächtnis. Hymnen. wie auch die Feiertage und alle religiösen Symbole. alle hatten ihre eigene Bedeutung in dieser Wiederholung. die überhaupt keine Allegorien sind und die man viel einfacher und psychologischer verstehen sollte. Was mich an G. „Diese . 445 . ist ein gutes Beispiel dafür. sagte er. wenn auch ihre Bedeutung schon seit langem in Vergessenheit geraten ist. An einigen besonderen Tagen im Jahr waren diese . und ich will es nicht unternehmen.Wiederholungen' besonders umfassend und wurden mit besonderer Feierlichkeit durchgeführt — und diese Tage besaßen selbst eine symbolische Bedeutung.Wiederholung' zuzuhören und ihre Verbindung mit der Schule aufs neue zu stärken. Responsorien. war.Schulen der Wiederholung' dienten den christlichen Kirchen als Vorbild. wenn sie unverändert vollzogen werden". Individuelle Gebete. nur um einer . wie vieles in reiner Form aufbewahrt ist und wie wenig wir von all dem verstehen. sie aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. Und der Hauptunterschied war. daß wir viele Dinge für Allegorien halten." Im weiteren Verlauf führte G. daß aus seinen Erläuterungen offensichtlich hervorging. Die Idee war.lebendig und behielten alles. „Eine Zeremonie ist ein Buch. was sie gelernt hatten. Leider wurden damals keine Aufzeichnungen gemacht. einige sehr interessante Beispiele der Auslegung verschiedener Teile der orthodoxen Liturgie an. daß von den ersten Worten an die Liturgie sozusagen durch den ganzen Vorgang der Schöpfung geht und alle seine Stufen und Übergänge darlegt." Was er früher über das Abendmahl gesagt hatte. Damit meine ich. Seine Erklärung unterschied sich sehr von den gewöhnlichen theologischen und sogar von den mystischen Auslegungen. die vom Weltall und Menschen handelt.

G. die die „Gottesdienste" in den „Tempeln der Wiederholung" begleitet hatten und in der christlichen Form des Gottesdienstes nicht erhalten sind. Bei einer Gelegenheit sagte G. gleichzeitig hervor. und mich dabei auf andere berufen muß. die sich in den Klöstern auf dem Berg Athos bis auf die heutige Zeit erhalten habe. als ob das Wort im Kopf erklänge. und über viele Dinge. Aber sehr bald begannen wir zu bemerken. fähig zu sein. andere wieder spürten es in der Brust und andere über dem Kopf — außerhalb des Körpers. wie man den Atem beherrschen könne und von der Notwendigkeit.Ich' die deutliche Empfindung hatten. kann es lesen.. als er von Konzentrationsübungen sprach und wie man die Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Teil des Körpers konzentrieren könne: „Wenn Sie das Wort . hörte all diesen Bemerkungen zu und sagte." Indem er auf das hinwies. der es versteht. wo das Wort „ego" widerklingt. „Der Zweck dieser Übung ist. was verlorenging und vergessen wurde.Ich' laut aussprechen. Er sprach von den heiligen Tänzen. die sich sozusagen auf die „Technik" der Religion beziehen. in diesem Zusammenhang gebe es eine Übung. wo dieses Wort in Ihnen erklingt?" Wir verstanden nicht sofort. Hier muß ich erwähnen. besonderen Haltungen für verschiedene Gebete. jede Muskelgruppe oder auch die Muskeln des ganzen Körpers willentlich anzuspannen oder zu entspannen. Er sprach auch von verschiedenen Übungen. was er meinte. wo man über 446 . was bis auf unsere Zeit überliefert wurde. haben Sie bemerkt. Ein Ritus enthält oft mehr als hundert Bücher. Jeder. diese Empfindung in mir hervorzurufen. daß einige von uns beim Aussprechen des Wortes . hob G. daß ich persönlich vollständig unfähig war. wobei er zugleich lauscht.in dem sehr viel geschrieben steht. das heißt für verschiedene Arten von Meditation. an den Ellbogen abgebogenen Armen und sagt laut und gedehnt ego. in jedem Augenblick. „Ein Mönch kniet oder steht in einer bestimmten Haltung mit erhobenen.

wird im Verlauf der Zeit verstümmelt und weicht vom Ursprünglichen ab. wies viele Male auf die Notwendigkeit hin. „Sie müssen verstehen". „Dies steht mit Kants Idee der phenomena und numena im Zusammenhang". „fügen Sie hier nur noch die Idee der Skala hinzu. was getan werden soll. „Ohne diesen zweiten Teil kann es kein Verständnis von Religion geben. anführen. sagte ich. und femer. zuhörte. das im ersten Teil Verstümmelte zu berichtigen oder das Vergessene zu ergänzen.." G. daß Kant über diese Äußerung wohl sehr überrascht gewesen wäre." „Sehr wahr". außer rein subjektiven zu kommen. oder jedenfalls würde solch ein Verständnis unvollständig und sehr subjektiv sein." Während ich G. „daß jede wirkliche Religion. sagte er. „Diesen geheimen Teil gibt es auch im Christentum." Hier muß ich noch ein weiteres Gespräch mit G. wie man das tun soll. — Die Erde als dreidimensionaler Körper ist das phenomenon. wieder einmal im Zusammenhang mit den Kosmen. Der zweite Teil lehrt. „denn dies ist schließlich die Hauptsache. sein „Ich" zu fühlen und es von einem Zentrum zum anderen zu bringen. und mit seiner Hilfe ist es immer möglich. und er lehrt. Aber die Idee der Skala 447 . daß es ohne sie unmöglich sei. wertvoll. wären viele Dinge. was ihm mangelte. Dieser Teil wird Allgemeingut. genau wie in anderen Religionen. die er geschrieben hat. die durch Wissende zu einem bestimmten Zweck geschaffen worden ist. diese vergessene „Technik" zu studieren. auf dem Wege der Religion zu irgendwelchen Ergebnissen. als sechsdimensionaler Körper das numenon. Dieser Teil wird in besonderen Schulen geheimgehalten. aus zwei Teilen besteht. dachte ich. Das war das einzige. wie die Vorschriften Christi auszuführen sind und was sie wirklich bedeuten. das heißt jede. Der eine Teil lehrt. sagte G.sich nachdenkt. Wenn Kant die Idee der Skala in seine Beweisführung eingeführt hätte. was der erste Teil lehrt.

wo er durch sie nicht mehr wachsen 448 . während ich die Idee der Kosmen im Zusammenhang mit dem Problem der Zeit entwickelte. die wir zu kennen glauben. Um feinere Einflüsse aufzunehmen. größerer Empfänglichkeit. empfindlicherer Aufnahmsapparat notwendig. sagte er. aber im Sinn größerer Bewußtheit. die ihr zu einer Zeit ihrer Existenz genügten. und es ihm ermöglicht. Die planetarischen Einflüsse. aber später kommt eine Zeit. verweilte G. So ist das organische Leben ein unerläßliches Glied in der Kette der Welten. alles hat eine bestimmte Aufgabe. über die ich noch sprechen werde. genau wie es nicht ohne sie bestehen kann. viel Neues und Unerwartetes zu finden. ist ein feinerer. Das organische Leben muß sich deswegen entwickeln und den Bedürfnissen der Planeten und der Erde anpassen. Gleicherweise kann auch der Mond zu einer Zeitspanne mit Nahrung befriedigt werden. Und ich erkannte. „Für das gewöhnliche Wissen". Als wir bei einer Gelegenheit von dem geordneten Zusammenhang von allem im Weltall sprachen. die ihm durch organisches Leben einer bestimmten Qualität vermittelt wird. sind ungenügend geworden. alles erfüllt einen bestimmten Zweck. der die Integrität eines mechanischen Systems verletzt. Aber auch die Erde wächst. Wir haben schon früher gesagt. die nicht ohne es bestehen könnten. daß es nichts Zufälliges oder Unnötiges in der Natur gibt und geben kann. daß das organische Leben der Erde planetarische Einflüsse verschiedener Art zuführt und daß es dazu dient. nicht der Größe nach. stellte ich eine Tabelle der Zeit in den verschiedenen Kosmen auf. wo ihm diese Nahrung nicht mehr genügt. den Mond zu ernähren. Das gewöhnliche Wissen bringt es mit nichts in Zusammenhang und zieht keine Schlüsse aus der Tatsache seiner Existenz. zu wachsen und stärker zu werden. daß es mit ihr als Ausgangspunkt möglich ist. bei dem „organischen Leben auf Erden". Etwa ein Jahr später. „ist das organische Leben eine Art zufälligen Zusatzes. Aber Sie sollten bereits verstanden haben. in Dingen.lag mir sehr. sie bedarf der Auf nähme feinerer Einflüsse.

Der Zweig kann verwelken. Wenn dieses organische Leben verschwindet oder stirbt. Aber die Vollendung dieses Wachstums ist überhaupt nicht gewährleistet. eine Art seitlichen Zweiges entwickeln muß. entspricht nicht seinem Zweck. wie das Wachstum des Mondes vom organischen Leben auf Erden bedingt wird. Wenn der Mond nicht wächst. sich entwickeln und auf einer den Bedürfnissen der Planeten. ist der Mond. diesen Hunger zu stillen. sonst erfüllt es nicht seine Funktion. Das organische Leben auf Erden ist eine mannigfaltige Erscheinung. Daran muß man denken. so kommen auch die anderen zu einem Stillstand. Das Ende dieses Zweiges. bezieht sich auch auf das organische Leben auf Erden. wie wir ihn angenommen haben. der Erde und des Mondes entsprechenden Stufe stehen muß. „Wir müssen daran denken. wie jedem gesonderten Zweig eines großen Baumes. sie hängt von der harmonischen und richtigen Wirkung ihrer eigenen Gewebe ab.kann und anfängt. jedenfalls der Teil des Zweiges. seiner Evolution aufgehalten wird und die an es gestellten Forderungen nicht erfüllen kann. wenn auch langsamer. Gleichzeitig ersehen wir aus dem früher Gesagten. wird der ganze Zweig sofort verwelken. der neue Sprößlinge treibt. Das organische Leben muß imstande sein. was man über den Schöpfungsstrahl oder seinen Teil Erde—Mond sagen kann. Wenn die Entwicklung eines Gewebes aufhört. in der die gesonder- 449 . Das gleiche. wenn er weder neue Schößlinge treibt noch diese zu treiben verspricht. ein wachsender Zweig. hungrig zu werden. dann bedeutet das. daß entweder das Wachstum des ganzen Schöpfungsstrahls zum Stillstand kommt oder daß er einen anderen Weg für sein Wachstum finden. Alles. daß das organische Leben. Daraus folgt. vom Absoluten bis zum Mond wie der Zweig eines Baumes ist. wenn das organische Leben in seiner Entwicklung. muß geschehen. daß der Schöpfungsstrahl. daß das Wachstum des Schöpfungsstrahls vom organischen Leben auf Erden abhängt. Dem Schöpfungsstrahl oder sagen wir dem Teil Erde—Mond ist genau die gleiche Entwicklungs.und Wachstumsmöglichkeit gegeben. der jenseits des organischen Lebens liegt. Das bedeutet. um seinem Zweck zu entsprechen.

soweit wir sie historisch kennen. „Gleichzeitig müssen wir bei der Prüfung des Lebens der Menschheit. daß die Entwicklung des organischen Lebens aufhören und dies wiederum das Wachstum des Schöpfungsstrahls zum Stillstand bringen wird. Wenn sich die Menschheit nicht entwickelt. aber wir dürfen nicht vergessen. In einem Jahrhundert zerstört sie 450 . Somit kann die Beendigung der Entwicklung die Vernichtung der Menschheit bedeuten. die sich entwickeln. es gibt im organischen Leben Gewebe. sich zu entwickeln. Auch die Menschheit hat einen Entwicklungsteil. Allgemeines Wachstum ist nur unter der Bedingung möglich. daß das . die als Nahrung für die sich entwickelnden dienen. so bedeutet das. daß die Anzahl von Möglichkeiten niemals unbegrenzt ist. Vorläufig wollen wir die Menschheit als Ganzes betrachten. daß diese Entwicklung niemals gewährleistet ist: sie ist nur möglich und kann in jedem Augenblick und an jeder Stelle aufhören.Ende des Zweiges' wächst. und es gibt Gewebe. um sagen zu können. die entsprechende Entwicklung des organischen Lebens abzuwarten oder nicht. und kann daher zerstört werden. für den sie geschaffen wurde. auf welcher Stufe der ihnen möglichen Entwicklung sich Erde. zugeben. Aber man muß immer und in allem daran denken. Gleichzeitig wird die Menschheit.ten Teile voneinander abhängen. nutzlos. das heißt sie mögen wissen. die sich entwickeln. wenn sie aufhört. In jeder gesonderten Entwicklungszelle gibt es sich entwickelnde Teile und Teile. „Der sich entwickelnde Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. Aber wissende Menschen mögen natürlich genaue Kenntnis davon haben. die als Nahrung und Medium für jene dienen. Dann gibt es innerhalb der sich entwickelnden Gewebe sich entwickelnde Zellen und Zellen. Mond und Menschheit befinden. in welcher Periode der planetarischen Entwicklung wir uns befinden und ob Mond und Erde Zeit haben. für den Zweck. „Wir haben keine Anhaltspunkte. genauer gesprochen. aber hiervon werden wir später sprechen. die als Nahrung und Medium für die sich entwickelnden dienen. Wir können dies nicht wissen. daß die Menschheit sich in einem Kreis bewegt. Oder.

Das Auftreten einer Eigenschaft ruft unmittelbar das Auftreten einer anderen entgegengesetzten Eigenschaft hervor. Der eine erfindet eine Theorie. Ein anderer erfindet sofort eine entgegengesetzte Theorie. Freiheit in einer Beziehung ruft Sklaverei in einer anderen hervor. Und sie erfinden verschiedene Theorien. dann kann auch später nichts getan werden. und vom Stillstand führt ein gerader Weg zu Niedergang und Entartung. Er kann nur an gewissen . Stillstand bedeutet. können sie doch nichts tun. Allgemein gesprochen. der sich auf eine bestimmte Weise vollzieht. und selbst wenn Leute. daß ein solcher ausgeglichener Vorgang. hat man allen Grund.Kreuzung' überschreitet und nichts geschieht. die unvermeidliche Zerstörung von allem voraussehen. so werden wir sehen. etwas getan werden kann. und der Vorgang wird sich nach mechanischen Gesetzen vollziehen und entwickeln. nicht in jedem Augenblick nach Belieben verändert werden kann. was sie in einem anderen geschaffen hat. Ich wiederhole. die nach ihrer Meinung das ganze Leben der Menschheit verändern sollten. daß nur in bestimmten Augenblicken. Wenn ein Aberglaube verschwindet. Unwissenheit auf einem anderen hervor. daß das Leben der Menschheit nicht auf die Weise vor sich geht. daß die Menschheit sich in einem Stillstand befindet. tritt ein anderer an seine Stelle und so weiter. Das Wachstum des Wissens auf einem Gebiet ruft das Wachstum der. bei den Oktaven nannten wir sie die Intervalle mi—fa und si—do.alles. die der Ansicht sind. Wenn nun aber ein Vorgang eine . daß Fortschritt und Rückschritt sich die Waage halten.Wegkreuzungen' verändert und auf einen neuen Weg gebracht werden. „Wenn wir uns nun das Oktaven-Gesetz vor Augen halten. Verfeinerung auf der einen Seite verursacht Vulgarität auf der anderen. und der Fortschritt der letzten hundert Jahre in mechanischen Dingen ging auf Kosten vieler anderer vielleicht viel wichtigerer Dinge. „Natürlich gibt es sehr viele Leute. die an diesem Vorgang teilhaben. nichts getan wird. die ich eben als Wegkreuzungen bezeichnet habe. nach der es sich ihrer Meinung nach vollziehen sollte. Und beide 451 . zu denken und zu behaupten. Zwischen den Wegkreuzungen kann nichts getan werden.

das heißt der Kraft. seine Nichtigkeit. All diese Theorien sind zweifellos ganz phantastisch. alles besteht für ihn. die Erde. ein Mensch sei nach Belieben fähig. nämlich jener Entwicklung. an ihre eigenen Theorien oder die anderer Leute zu glauben. die allein die Lage verändern kann. aber die Menschen hören nicht auf.Schocks'. weil sie das Wichtigste nicht in Betracht ziehen. das heißt sein Leben auf vernünftigen Grundsätzen aufzubauen. daß alle ihnen glauben. und bilden sich ein.erwarten. die ihrerseits wieder entgegengesetzte Theorien verursachen. dann zieht sie andere 452 . der Mond. verhält sich ganz analog dem Prozeß der dem einzelnen Menschen möglichen Entwicklung. es sei möglich. etwas zu tun. Und er beginnt mit der gleichen Tatsache. Und so ist es mit allen intellektuellen Theorien. Und die ganze Zeit tauchen neue Theorien auf. hauptsächlich deswegen. Nebenbei sind all diese Theorien für das allgemeine Wohl und die allgemeine Gleichheit nicht nur nicht zu verwirklichen. und all diese Theorien und der Streit zwischen ihnen stellen zweifellos eine der Kräfte dar. die für die Menschheit als ein Ganzes möglich ist. die Sterne. nämlich eine gewisse Gruppe von Zellen wird allmählich bewußt. wenn sie verwirklicht würden. sein ganzes Leben zu ändern. Das Leben nimmt natürlich seinen eigenen Lauf. Und viele Leute glauben tatsächlich der einen oder der anderen. die Sonne. in dem sie sich gegenwärtig befindet. Beseitigung der Ungleichheit würde Vernichtung der Entwicklungsmöglichkeit bedeuten. für die der Mensch geschaffen ist. nämlich die untergeordnete Rolle. sondern es würde sogar verhängnisvoll sein. Alles hat in der Natur sein Ziel und seinen Zweck. „Der Prozeß der Entwicklung. sein vorübergehendes Dasein und anderes. Beseitigung des Leidens würde erstens die Beseitigung einer ganzen Reihe von Wahrnehmungen bedeuten. Sie vergessen sogar die verhältnismäßige Kleinheit des Menschen. die die Menschheit und das organische Leben im Weltprozeß spielen. Intellektuelle Theorien stellen den Menschen in die Mitte von allem. sowohl die Ungleichheit der Menschen als auch ihr Leiden. und zweitens die Beseitigung des . Sie behaupten. die die Menschheit in dem Zustand festhalten.

antwortete G. Im 453 . während er sich entwickelt. Der Unterschied zwischen ihnen ist der folgende: ein Involutionsvorgang beginnt bewußt im Absoluten. Alle mechanischen Kräfte des Lebens kämpfen gegen die Bildung dieses bewußten Kems in der Menschheit. auch vereinen und wenigstens für eine gewisse Zeit vom Kampf gegen den Evolutionsprozeß leben. die gegen die Entwicklung der Menschheit ankämpft?" fragte ich. Der Evolutionsprozeß muß ohne Unterbrechung fortschreiten." „Kann man sagen. die manchmal . nämlich daß es nur zwei kämpfende Kräfte in der Welt gibt — . während er sich entwickelt. Es gibt zwei Prozesse. Woher kommt dieses Bewußtsein? Natürlich vom Evolutionsprozeß. dies zu erklären". die in ihrer Entwicklung aufgehalten wurden.Evolution' genannt werden. „Woher kann diese Kraft kommen?" fragte ich. ihren Zielen zu folgen und nicht nur zu essen.Bewußtsein' und .. So können sich abgetrennte Fragmente von Bewußtsein. Ich habe dies aufgezeichnet. „Von einem gewissen Gesichtspunkt aus kann man es sagen".Mechanisiertheit'. daß es eine bewußte Kraft gibt. In der Menschheit sowohl wie im Einzelmenschen beginnt alles mit der Bildung eines bewußten Kerns. und es kann keine andere Art von Entwicklung geben. Jedoch Bewußtsein und bewußter Widerstand gegen den Evolutionsvorgang können in gewissen Augenblicken auch beim Involutionsvorgang auftreten. weil es seinen früheren Worten zu widersprechen scheint. zu trinken und zu schlafen. wird aber mehr und mehr bewußt. Das ist Entwicklung.Involution' und . sagte G. ein Evolutionsprozeß beginnt halbbewußt. Jedes Anhalten verursacht eine Trennung vom Grundprozeß. Geschmacksrichtungen und Schwächen gegen das bewußte Selbst-Erinnem im Menschen ankämpfen. genau wie alle mechanischen Gewohnheiten. macht sie sich untertänig und bringt allmählich den ganzen Organismus dazu. „und es kann für uns im Augenblick keine praktische Bedeutung haben. „Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen. wird aber schon beim nächsten Schritt mechanisch — und wird mehr und mehr mechanisch.Zellen an.

was auf eine sich vollziehende Evolution hinweist. zur Vereinigung hin beobachtet werden können? Natürlich nichts dergleichen. und als Endergebnis sowohl die Evolution als auch die Involution an der fraglichen Stelle vernichten. die die Evolution leiten. neue Feindschaften. festzustellen. daß wir im Leben ein Übergewicht der besten. kann es in gewissen Augenblicken einen Kampf gegen den absichtlichen Widerstand ziemlich mächtiger Kräfte geben. jedes Mittel zu verwenden. in anderen Worten. Das Leben wird von den am wenigsten Bewußten. daß das Leben von einer Gruppe bewußter Menschen gelenkt wird? Wo sind sie? Wer sind sie? Wir sehen genau das Gegenteil. eine begrenztere Auswahl von Mitteln haben. diese Frage hat für uns keine praktische Bedeutung. Für uns ist es nur wichtig. Diese widerstrebenden Kräfte können manchmal sogar siegen. die nur einen zeitweiligen Erfolg ergeben. „So gibt es in der gegenwärtigen Lage der Menschheit überhaupt nichts. „Können wir zum Beispiel sagen. den am tiefsten Schlafenden gelenkt. zu vergleichen sind. Und wenn wir uns an die vollständige Analogie zwischen Menschheit und Mensch erinnern. Die widerstrebenden Kräfte sind in ihrer Wahl von Mitteln nicht begrenzt und immer imstande. „Aber wie ich schon gesagt habe. welche den Evolutionsprozeß lenken. daß im Leben Bestrebungen zur Einheit hin. sie können nur gewisse Mittel und gewisse Methoden verwenden. wird es nicht schwer sein. daß die Kräfte. wenn diese auch natürlich nicht mit jenen. die Anzeichen dafür festzustellen. wann eine Evolution beginnt und wann sie sich vollzieht. ob die Menschheit als evolvierend betrachtet werden kann. neue Mißverständnisse. wir sehen ein Übergewicht von Gemeinheit und Dummheit aller Art. „Können wir sagen. Im Gegenteil. Wir sehen nur neue Spaltungen. wenn wir die Menschheit mit einem Menschen ver- 454 .Grunde macht dies den Evolutionsprozeß nur interessanter. Die Ursache hierfür ist. Im Gegenteil. stärksten und mutigsten Elemente beobachten können? Nichts dergleichen. Anstatt gegen mechanische Kräfte zu kämpfen. sogar solche. „Können wir sagen.

„Das wissen nur sie selbst". das heißt ein Wachstum des Künstlichen. „Heißt das. die inmitten einer Menge 455 . betrifft die ganze Menschheit. daß die Menschheit sich in einem Zustand befindet. „Stellen Sie sich vor. „Gleichzeitig hiermit beobachten wir ein Wachstum des Automatischen. können wir sagen. auf sie stolz zu sein. daß sie alle einander kennen?" fragte der Betreffende wieder. Er braucht keine Ketten mehr. der sie unfähig macht. „Können wir sagen. wenn wir es von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. aber jedenfalls müssen wir zugeben. daß die Sklaverei des Menschen wächst und zunimmt.gleichen. jedenfalls ganz ungenügend. sagte G. Wirklichen und Eigenen. Es ist unmöglich. wo dies alles endet und wo es einen Ausweg gibt." „Wieviele Leute könnte es in dieser bewußten Gruppe geben?" fragte jemand. daß es eine sehr kleine Gruppe ist. daß es zwei oder drei Menschen gibt. zu sagen. daß es solch eine Gruppe gibt? Vielleicht können wir es auf Grund einiger Anzeichen. oder ob es überhaupt ein Ende und einen Ausweg gibt. was ich bisher gesagt habe. Unwirklichen und Fremden auf Kosten des Natürlichen. Teile von Maschinen. die Führung einer bewußten Gruppe anzunehmen. dann können wir ganz klar das Wachstum der Persönlichkeit auf Kosten des Kerns beobachten. Oder. „Alles. Aber wie ich vorher betonte. „Die zeitgenössische Kultur verlangt Automaten. um den Rest der Menschheit zu unterjochen. Der Mensch wird ein williger Sklave. Und die Menschen verlieren zweifellos ihre erworbenen Gewohnheiten der Unabhängigkeit und werden Automaten. die Evolution der Menschheit kann sich nur durch die Evolution einer gewissen Gruppe vollziehen. die ihrerseits den Rest der Menschheit beeinflussen und führen wird. „Wie könnte es anders sein?" fragte G. Er fängt an. Eines allein ist sicher. Und das ist das Schrecklichste. seine Sklaverei gern zu haben. was einem Menschen geschehen kann.

Aber jene. innerhalb dessen es mehrere andere Kreise gibt. Wie viele sind es? Wir wissen es nicht und können es nicht wissen. wenn sie existierten und es für notwendig und gerechtfertigt hielten. „So können wir uns vorstellen. deren Dasein und Bedeutung die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr vermuten. als wir über die Geschichte der Menschheit sprachen. 456 . oder vielleicht schlafen die anderen Menschen zu fest. Es wurde schon früher ganz klar gesagt. sowohl die uns bekannte als auch die uns unbekannte. Aber entweder gibt es noch nicht soviele oder sie wollen es nicht. zu der wir gehören. das heißt ein unteilbares . die die höchste dem Menschen erreichbare Entwicklung erlangt haben. alle Formen des dem Menschen möglichen Bewußtseins. die aus den inneren Kreisen der Menschheit herrühren. wiesen wir darauf hin. dieser Kreis besteht aus Menschen. Aber zweihundert bewußte Menschen. zu der wir gehören. stellt in Wirklichkeit nur den äußeren Kreis der Menschheit dar. sozusagen aus verschiedenen konzentrischen Kreisen besteht. daß die ganze Menschheit. als sie planetarische Einflüsse vermuten. die schlafen. das ganze dem Menschen erreichbare Wissen und einen freien und unabhängigen Willen. jeder von ihnen hat im vollsten Ausmaße Individualität. daß das Leben der Menschheit. „Der innere Kreis wird der .Ich'. durch Kräfte aus zwei verschiedenen Quellen gelenkt wird. „Die Menschheit.schlafender Leute wach sind. oder es ist vielleicht die Zeit noch nicht gekommen. Erstens planetarische Einflüsse. „Früher. und ferner Einflüsse. könnten das ganze Leben auf der Erde verwandeln. können sie nicht kennen. daß jeder Mensch nur auf seiner eigenen Seinsstufe sehen kann. Sie können nichts tun. volle Beherrschung dieser Bewußtseinszustände. bevor wir nicht werden wie sie. nämlich die gesamte historische und prähistorische Menschheit.esoterische' genannt. so wie die Wissenschaft und Zivilisation sie kennt. Sicherlich werden sie einander kennen. „Wir haben die Probleme der Esoterik berührt. die vollständig mechanisch wirken und von den menschlichen Massen genau wie vom Einzelmenschen ganz unwillkürlich und unbewußt aufgenommen werden.

weil sie auf einem gemeinsamen und gleichen Verstehen beruht. Natürlich bezieht sich dies auf ein Wissen kosmischer Art. keine Unterschiede im Verstehen zwischen ihnen geben. In Wirklichkeit ist. das heißt es ist abstrakter als das Wissen des mesoterischen Kreises. aber ihr Wissen über die Kosmen hat einen mehr philosophischen Charakter. das heißt den mittleren. Die Menschen. der 457 . Sie wissen und verstehen viele Dinge. Infolgedessen ist ihre Tätigkeit vollständig koordiniert und führt zu einem gemeinsamen Ziel ohne jede Art von Zwang. und alle verstehen auf die gleiche Weise wie einer. besitzen alle Eigenschaften der Mitglieder des esoterischen Kreises mit dem einzigen Unterschied. Ihr Verstehen kann nicht in Taten zum Ausdruck kommen. die zu diesem Kreis gehören. Zwischen ihnen kann es keine Zwietracht. Was einer versteht. ein Mitglied des exoterischen Kreises kontempliert. sie können keine Erkenntnis haben. daß ihr Wissen mehr theoretisch ist. die bisher in ihrem Tun noch keinen Ausdruck gefunden haben. die die Existenz der Esoterik anerkennt. ist dieses Verständnis im Vergleich zum Verständnis des esoterischen Kreises etwas mehr theoretisch. die sich nicht in ihrem Tun ausdrückt. das heißt der äußere. weil es der äußere Kreis des inneren Teils der Menschheit ist. Der eine versteht auf die gleiche Weise wie alle anderen. verstehen alle anderen. wissen vieles von dem. die zu diesem Kreis gehören. Aber wie schon gesagt. Gleichzeitig kann es keine Zwietracht.mesoterischen'. „In der Literatur. wie wir sehen. Ein Mitglied des mesoterischen Kreises berechnet. Sie wissen mehr als sie tun. wird die Menschheit gewöhnlich nur in zwei Kreise gegliedert und der •exoterische Kreis' im Gegensatz zum esoterischen als das gewöhnliche Leben betrachtet. was die Menschen der esoterischen und mesoterischen Kreise wissen. „Den nächsten Kreis nennt man den . Aber es kann zwischen ihnen keine Unterschiede im Verständnis geben. Jedoch ihr Verstehen ist genau so exakt und deswegen mit dem Verstehen der Menschen des esoterischen Kreises identisch.exoterische' genannt. kein Mißverständnis geben. „Der dritte Kreis wird der . Menschen.was ihrer Erkenntnis entgegengesetzt ist.

„Wenn wir uns die Menschheit in Form von vier konzentrischen Kreisen vorstellen.Verwirrung der Zungen' genannt. kein gemeinsames Verständnis möglich. „Die Möglichkeit zu verstehen hängt also für die Menschen von der Möglichkeit ab. 458 . die diesem Kreis angehören. daß sie eine unbewußte Tendenz zum inneren Kreis haben. In diesem Kreis ist außer in seltenen. wo das Verstehen anfängt. Dieser Kreis wird manchmal der Kreis der .. außerordentlichen Augenblicken oder in Dingen ohne große Bedeutung. „Diese vier Tore entsprechen den früher beschriebenen vier Wegen. Jeder versteht auf seine Weise und alle verstehen verschieden. Und diese Menschen werden sich des mangelnden Verstehens gewöhnlich in ganz verschiedenen Formen bewußt. daß es unter den ihm zugehörigen Menschen kein gemeinsames Verstehen gibt und auch nicht geben kann.exoterische Kreis' sehr weit von uns entfernt.äußere Kreis' ist der Kreis der mechanischen Menschheit. der instinktivbeweglich-sinnlichen Menschen ohne viel Verstand und ohne viel Herz. können wir uns auf dem Umfang des dritten inneren Kreises. in den exoterischen Kreis einzudringen. das heißt der Kreis. nämlich des exoterischen Kreises. der Weg der Menschen Nummer eins. der wir zugehören und die wir allein kennen.Esoterik'. vier Tore vorstellen. wo keiner den anderen versteht und sich auch keine Mühe macht. der Menschen des physischen Körpers. Das erste Zeichen dieses Kreises ist es. „Der . die auf ein bestimmtes Wesen beschränkt sind. durch welche die Menschen des mechanischen Kreises eindringen können. dann bedeutet dies. in dem jeder seine eigene besondere Sprache spricht. Für den gewöhnlichen Menschen ist er schon . verstanden zu werden. denn das gemeinsame Verständnis beginnt erst im exoterischen Kreis und ist nur dort möglich. zu verstehen und verstanden zu werden. Wenn sich Menschen. „Der erste Weg ist der Weg des Fakirs. des allgemein mangelnden Verständnisses bewußt werden und sich danach sehnen.

Er erscheint und verschwindet wieder nach seinen eigenen ihn lenkenden Gesetzen.„Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. „Abgesehen von diesen drei Wegen gibt es einen vierten Weg. unterscheiden sie sich äußerlich nur wenig von religiösen Schulen.oder dreitausend Jahren gab es noch andere Wege. die es jetzt nicht mehr gibt. verschwindet der vierte Weg. die durch lange Perioden der Geschichte fast unverändert bestanden haben. der Weg der Menschen Nummer drei. Er hat keine bestimmte Form und es gibt keine mit ihm verbundenen Institutionen. das heißt der Gefühlsmenschen. Und in verschiedenen Geschichtsperioden haben verschiedene Gemeinschaften oder Orden von Fakiren in verschiedenen Ländern bestanden und bestehen sogar noch. Dies ist der Weg des Denkens. dem Weg des Mönches und dem Weg des Yogi. sonst könnten sie ein Hindernis auf diesem Wege bilden. nämlich dem Weg des Fakirs. der religiöse Weg. Wo es Yogischulen gibt. den diejenigen gehen können. und die jetzt bestehenden Wege "waren noch nicht so scharf voneinander getrennt. ohne irgendein Unternehmen. „Der Grundunterschied zwischen den drei ersten Wegen. Die Grundlage dieser Institutionen ist die Religion. um das herum und im Zusammenhang mit dem er allein bestehen kann. Denken und Körper sollten hier nicht zu stark sein. der Weg der Menschen Nummer zwei. und dem vierten Weg besteht in der Tatsache. daß sie an bleibende Formen gebunden sind. Herz und Körper dürfen nicht besonders stark sein. sie standen einander viel näher. „Der dritte Weg ist der Weg des Yogi. „Der vierte Weg unterscheidet sich von den alten und neuen Wegen durch die Tatsache. das heißt. „Vor zwei. Wenn diese Arbeit zu Ende ist. Diese drei traditionellen Wege sind innerhalb der Grenzen unserer historischen Zeitspanne bleibende Wege. „Der vierte Weg besteht nie ohne irgendwelche Arbeit einer bestimmten Bedeutung. denen die drei ersten nicht offenstehen. daß er nie ein bleibender Weg ist. wenn das gestellte Ziel erreicht ist. das heißt er verschwindet an 459 .

was das Grundziel der Arbeit ist. Nur bewußte Arbeit kann in allen Unternehmungen des vierten Weges nützlich sein. die gelernt haben. Der mechanische Mensch kann keine bewußte Arbeit vollbringen. die Schulen bestehen nur solange. was zu lernen möglich war. Die Menschen. und somit ist es die erste Aufgabe derjenigen. Diejenigen von ihnen. daß nach Schließung der Schule eine Anzahl Leute übrigbleibt. „Auf dem vierten Wege kann in keiner Arbeit mechanische Hilfe gebraucht werden. die eine solche Arbeit beginnen. hängt von vielen Umständen und Bedingungen ab. aus dieser Gelegenheit Nutzen zu ziehen. verschwindet in der betreffenden Form und besteht vielleicht in einer anderen Form an anderer Stelle weiter. auf dem Weg unabhängig fortzukommen. Wenn die Arbeit getan ist. die ausgeführt wird. die die Arbeit begonnen haben. die Möglichkeit. und die Möglichkeit erlangt haben. begreift. verlassen die Bühne. auf solche eine Arbeit zu stoßen. Aber die Hoffnung. beginnen auf die eine oder andere Weise ihre eigene persönliche Arbeit. Sie bestehen nie an sich als Schulen zum Zwecke der Erziehung und Belehrung. „Ohne an sich selber oder an der Richtigkeit ihrer Schlüsse und 460 . „Aber ganz gleich. die nur ihre äußere Seite kannten und die ganze Arbeit von diesem äußeren Aspekt aus sahen. Inmitten der gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die einzige Hoffnung. die der Mensch hat. Schulen des vierten Weges bestehen für die Bedürfnisse der Arbeit. „Aber manchmal geschieht es.dem betreffenden Platz. „Je schneller ein Mensch das Ziel der Arbeit. sich bewußte Mitarbeiter zu schaffen. die um die Arbeit herum waren. desto schneller kann er für sie nützlich werden und desto mehr kann er für sich selbst daraus gewinnen. als die Arbeit andauert. wie auch die Möglichkeit. „Die Arbeit der Schulen des vierten Weges hat viele Formen und viele Bedeutungen. einen Weg zu finden. die im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Unternehmen ausgeführt wird. werden die Schulen geschlossen. auf Arbeit dieser Art zu stoßen.

und wenn es nicht diese pseudo-esoterischen Schulen gäbe. hätte die überwältigende Mehrheit der Menschen überhaupt keine Möglichkeit. sie aufzunehmen. Aber wenn wir auf die Geschichte zurückschauen. nur in dieser Form sind sie fähig. und Schulen. und auch das nur dann. wenn wir fähig sind. bilden sie neue Schulen. Sogar die Grundidee der Esoterik. die vollständig im materialistischen Leben versunken ist. wo das Wirkliche endet und die Nachahmung beginnt Genau genommen bezieht sich fast alles. die daran interessiert sind. die Ergebnisse richtiger Arbeit von Fälschungen und Nachahmungen zu unterscheiden. Wir wissen praktisch gar nichts über die richtigen Schulen. die sie selber bekommen haben. zu unterscheiden. weil die Wahrheit in ihrer reinen Form ihnen unzugänglich ist. Freimaurer. ist es uns fast unmöglich. Um sie fortzusetzen. Auf Grund der vielen Eigentümlichkeiten des menschlichen Wesens. die Idee der Initiation. „Aber solche pseudo-esoterische Systeme spielen auch in der Arbeit und Tätigkeit esoterischer Kreise eine Rolle. sie zu verdauen und sich einzuverleiben. ebensosehr für die Zwecke ihres eigenen Daseins als für die Zwecke der Arbeit kosmischen Charakters. eine gewisse Anzahl von Menschen zu erziehen. auf solche Nachahmungen. und geben dieselben Versprechungen. Unverhüllte Wahrheit würde für sie eine unverdauliche Nahrung bilden. vor allem des zeitgenössischen. Sie sind nämlich das Zwischenglied zwischen einer Menschheit. kann die Wahrheit nur in Form einer Lüge zu den Menschen kommen — nur in dieser Form sind sie fähig.ihres Verständnisses zu zweifeln. was wir über die verschiedenen Arten von okkulten. das größer als das Leben ist.und alchimistischen Schulen wissen. All dies kann natürlich nur eine äußere Nachahmung sein. mit Ausnahme der Ergebnisse ihrer Arbeit. die Arbeit fortzusetzen. entschließen sie sich. was sie selber gelernt haben. erreicht die Menschen in den meisten Fällen über pseudo-esoterische Systeme und Schulen. lehren die Menschen. „Außerdem Endet sich manchmal ein Wahrheitskömchen in un- 461 . zu hören und zu erfahren. die sie ausführen. vom Bestehen von etwas.

wird uns auch in vollständig falscher Form vermittelt. die es vielleicht in einigen Ländern des Ostens gibt. das heißt nicht pseudo-esoterische Schulen.veränderter Form in pseudo-esoterischen Bewegungen. auf 462 . in kirchlichen Religionen. Eines von Dutzenden von Klöstern ist eine Schule. ihren Auffassungen von Hierarchie. Zum zweiten haben nur Schüler Zugang. sind nach demselben Plan gebaut. Zugang zum zweiten Hof haben nur Menschen einer gewissen Kaste oder solche mit besonderer Erlaubnis. die es mit kleineren Abweichungen überall gibt. Die Gläubigen haben gewöhnlich zum ersten äußeren Hof Zugang. die uns über pseudo-esoterische Systeme erreicht. Organisationen dieser Art. ihren Dogmen und in ihren Vorschriften aufbewahrt sein. sie gehörten zu einer besonderen Kaste. Die indischen Tempel. zu existieren. Aber dies wissen Sie nicht. gebaut. ihren Überlieferungen. die durch hohe Mauern getrennt sind. ermöglichen es esoterischen Schulen. Die Mysterien stellten einen besonderen Weg dar. eines im anderen enthalten. Zugang zum dritten Hof haben nur dem Tempel zugehörige Menschen und Zugang zum vierten nur Brahmanen und Priester. Aber wie kann man sie erkennen? Wenn Sie hineinkommen. in okkulten und theosophischen Schulen. manchmal als Ausnahme sogar Leute einer anderen Religion und Europäer. Die Legenden über die äußeren Riten der Initiation wurden aus Bruchstücken von Nachrichten gescharfen. Über den dritten und vierten Hof erfahren Sie nicht einmal etwas. ohne erkannt zu werden. man sagt Ihnen. „Die Idee der Initiation. weil sie im Gewand gewöhnlicher Klöster und Tempel bestehen. und wenn man es Ihnen nicht sagt. sind schwer zu finden. werden Sie nur in den ersten Hof gelangen. ihren Riten. vor allem die in Südindien. jedoch in Form von Vierecken. „Esoterische Schulen. Die tibetanischen Klöster sind gewöhnlich in Form von vier konzentrischen Kreisen oder vier konzentrischen Höfen. die wir über die alten Mysterien besitzen. können Sie einen esoterischen Tempel oder ein esoterisches Kloster nicht von einem gewöhnlichen unterscheiden. Es mag in ihren Schriften. Und Sie können tatsächlich dieselbe Ordnung in allen Tempeln beobachten.

nämlich die Initiation. Riten sind nur das Kennzeichen einer vollendeten Wandlung. gekennzeichnet. die er selbst tun muß. Man glaubt. in denen es nichts anderes als diese Riten gibt.welchem neben einer schwierigen und langen Studienperiode theatralische Darstellungen einer besonderen Art gegeben wurden. „Der Übergang von einer Seinsstufe zu einer anderen wurde durch gewisse Darstellungs-Zeremonien. Dies gehört wiederum zur Psychologie eines Nachahmungsweges. aber kein System oder keine Schule kann für einen Menschen die Arbeit tun. eine Wandlung des Seins hängt nur von der Arbeit ab. Systeme und Schulen können auf Methoden und Wege hinweisen. dem Eingeweihten gewisse Kräfte vermittelt. Aber eine Wandlung des Seins kann nicht durch irgendwelche Riten bewirkt werden. Es gibt keine äußere Initiation und kann sie auch gar nicht geben. indem er in ein Sakrament verwandelt wird." 463 . Inneres Wachstum. die in allegorischer Form den gesamten Weg der Entwicklung von Mensch und Welt darstellten. In Wirklichkeit gibt es nur Selbst-Initiation. daß ein Ritus. beginnt man den Riten eine unabhängige Bedeutung zuzusprechen. Und nur in pseudo-esoterischen Systemen. und die muß der Mensch an sich selbst tun.

Jedoch auch dies war Täuschung.SECHZEHNTES KAPITEL D amals. und wir konnten nicht länger umhin. Es ist keineswegs meine Aufgabe. trotzdem schon feste Wurzeln gefaßt hatte. das heißt von dem gänzlichen und vollständigen Fehlen irgendeines Willenselementes. Im weiteren Verlauf werde ich die Dinge erwähnen. und alle Gespräche über die Notwendigkeit. und in Wirklichkeit war es nie so klar. wie die Beobachtung von Geschehnissen dieser Zeitspanne. obwohl sie erst dunkel dämmerte. klar. Bis dahin hatten wir. konnten zu irgendeinem Ergebnis führen. und zwar durch sich selbst. ich sei sowohl blind als auch taub gewesen. Gleichzeitig war es unmöglich. durch irgendeine innere Müdigkeit und durch die Einsicht der Sinnlosigkeit all dieses Grauens. dem Geschehen Einhalt zu gebieten. die Geschehnisse zu schildern oder zu analysieren. Nun rückten uns die „Ereignisse" näher. den Krieg fortzuführen. Andererseits war dies jedoch eine so außergewöhnliche Zeit. Außerdem hätte nichts so guten Stoff für das Studium der „Mechanisiertheit" von Ereignissen geben können. den Krieg zu galvanisieren. ohne den Anschein zu erwecken. uns wie durch ein Wunder von den „Ereignissen" femgehalten. daß der Krieg zu Ende ging. Keine Versuche irgendwelcher Art. jedenfalls die meisten von uns. im November 1916. die. die von dem Willen irgendeines Menschen abzuhängen schienen oder scheinen konnten. In erster Linie war es jedem. begann die Lage in Rußland recht düster auszusehen. daß ich nicht ganz vermeiden kann. daß alles geschieht und daß niemand etwas tut. die Vorkommnisse in unserer Umgebung zu erwähnen. ich meine. der sehen konnte und wollte. 464 . sie nicht zu bemerken. sie rückten jedem von uns persönlich näher. Niemand glaubte mehr an irgendwelche Schlagworte.

den Krieg zu beenden. die G. seine eigene Hilflosigkeit einzusehen. daß niemand die Ereignisse abwenden oder in irgendwelche sichere Kanäle leiten konnte. was sie wirklich taten. sich nun jedoch vorbereiteten. Besonders berührte mich zu dieser Zeit die Lage berufsmäßiger Politiker der Linken. und ihre Tage waren gezählt. daß der Zusammenbruch näherrückte. wie wir ohne es leben und in dem Labyrinth all der bestehenden Widersprüche unseren Weg finden könnten. was sie vorbereiteten. Viele neue Menschen erschienen damals in unserer Gruppe. Ich war immer der Ansicht. das mehr und mehr unser Eigen wurde. daß dies sein letzter Winter sein würde? Doch zu viele Menschen haßten diese Stadt. sogar für sich selbst. Diese Zeit kennzeichnet der Beginn der Gespräche über die Arche Noah. selbst bei Annahme des Schlimmsten. Um genau zu sein: sie zeigten sich als die Blindesten. gab G. auf eine aktive überzugehen.oder die Notwendigkeit. Wir sprachen damals oft davon. Während der letzten Monate des Jahres 1916 kam G. nicht nach Petersburg. daß niemand irgend etwas aufhalten konnte. aber einige Mitglieder unserer Gruppe gingen nach Moskau und brachten bei ihrer Rückkehr neue Diagramme und einige Aufzeichnungen mit. Und es war offensichtlich. daß der Mythos der Arche Noah 465 . Unsere Versammlungen gingen weiter. Wir konnten uns nicht mehr vorstellen.'s Moskauer Schüler unter seiner Leitung ausgeführt hatten. zeigten nur die Hilflosigkeit des menschlichen Denkens. zu viele fürchteten sie. Wer konnte damals. wie wir uns inmitten all dieses Chaos fühlen würden. und obwohl es klar war. In zweiter Linie war es klar. wohin sie führten. wissen. das sogar unfähig war. Alles verlief auf die einzig mögliche Weise und konnte in keiner anderen Weise verlaufen. die am wenigsten Vorbereiteten und waren am wenigsten fähig zu verstehen. die bisher eine passive Rolle gespielt hatten. daß alles einem unbekannten Ende zusteuerte. wenn wir nicht das System hätten.'s System uns ein gewisses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Ich erinnere mich so gut an Petersburg im letzten Winter seines Bestehens.

sondern gleich2eitig auch ein Plan jeder esoterischen Arbeit unter Einschluß unserer eigenen. Aber Sie müssen ein für allemal verstehen. Viele in unserer Gemeinschaft hatten nun zu sehen begonnen. worüber er bisher gesprochen hatte. „Bisher haben wir". kam erst Anfang Februar 1917. Die Geschwindigkeit der Schwingungen eines bestimmten Stoffes zeigt jedoch seinen Intelligenz-Grad an. 466 . desto weniger bewußt. G. „Wirklich toter Stoff beginnt da. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. sagte er. Zum Beispiel haben wir bisher nicht von der Intelligenz oder dem Bewußtsein des Stoffes gesprochen. desto bewußter und intelligenter ist der Stoff. „Die »Tabelle der Wasserstoffe' dient. Bei einem der ersten Gespräche zeigte er uns eine vollständig neue Seite alles dessen. Alles lebt auf seine eigene Weise. alles ist auf seine eigene Weise intelligent und bewußt. in der wir darauf hoffen konnten. es gibt nur verschiedene Grade und Stufen des Belebtseins. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. gleichzeitig dazu. daß die Dichtigkeit der Schwingungen und die Dichtigkeit des Stoffes viele andere Eigenschaften des Stoffes anzeigen. Und je dichter die Schwingungen. Wir müssen nun erkennen. weil der Bewußtseinsgrad dem Dichtigkeitsgrad oder der Geschwindigkeit der Schwingungen entspricht Das bedeutet: je dichter der Stoff.Tabelle der Wasserstoffe' als eine Tabelle der Schwingungen und Dichtigkeiten von Stoffen betrachtet. Nur drückt sich dieses Bewußtsein und diese Intelligen2 auf verschiedenen Seins-Stufen — das heißt in verschiedenen Skalen — auf verschiedene Weise aus. desto weniger intelligent ist er. den Grad der Intelligenz und des Bewußtseins festzustellen. daß dieser Mythos nicht nur eine Allegorie der allgemeinen Vorstellung von Esoterik war. Das System selbst war eine „Arche". uns zur Zeit der „Sintflut" zu retten.eine esoterische Allegorie sei. die in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen. „die . die Dichtigkeit des Stoffes und die Geschwindigkeit der Schwingungen zu bestimmen. wo die Schwingungen aufhören. Sie dürfen nicht vergessen. während sie hilft.

Die Seinsstufe ist in erster Linie durch die Anzahl der Stockwerke in der Maschine bestimmt.Tabelle der Wasserstoffe' zur Bestimmung verschiedener Eigenschaften von Dingen und von lebenden Geschöpfen." G.allgemeine Wasserstoff aller der . wievielmal ein . werden wir zuerst von lebenden Geschöpfen sprechen. Und wir können nicht nur sagen. durch den Vergleich zwischen Stoffen.Wasserstoff dichter oder leichter ist als ein anderer. sondern wir können auch sagen. daß es in jedem lebenden Geschöpf und in jedem Ding einen bestimmten . Bisher haben wir nur über den Menschen gesprochen. Zuallererst müssen wir die Seinsstufe des betreffenden Geschöpfes kennen.Tabelle der Wasserstoffe' verschiedene Stellen einnehmen. beruht auf dem Prinzip. bestimmen wir nicht nur ihre Dichtigkeit.Wasserstoff gibt. All der Stoff. der seinen Schwerpunkt bildet. der uns bekannt ist. „Der Mensch besteht aus drei Stockwerken. aus denen ein Geschöpf oder Ding besteht. „Der Wurm besteht aus nur einem Stockwerk. Um diesen . ist lebendiger Stoff und auf seine eigene Weise intelligent. Die höchsten uns bekannten Tiere bestehen aus zwei Stockwerken und die niedrigsten aus nur einem Stockwerk.Wasserstoffe'. wievielmal dieser oder jener .allgemeinen Wasserstoff' zu finden. „Die Verwendung der . da sich die Tiere wesentlich vom Menschen unterscheiden. Und die Wissenschaft kann ihn sich nicht beschaffen. „Wie der Grad der stofflichen Dichtigkeit mittels der . Das heißt. sondern auch ihre Intelligenz. Wir können nicht gleichzeitig vom Menschen und vom Tier sprechen. so auch der Grad der Intelligenz. die aus vielen . dies ist sozusagen der . machte eine Zeichnung. Und wir haben den Menschen als eine dreistöckige Struktur angenommen.Wasserstoff intelligenter ist als ein anderer.Tabelle der Wasserstoffe' bestimmt wird. „Das Schaf besteht aus zwei Stockwerken. die innerhalb der .Wasserstoffen' bestehen. „Gleichzeitig sind das untere und mittlere Stockwerk des Men- 467 .Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen auf der Erdoberfläche beschäftigen wir uns nicht mit totem Stoff.

Die Intelligenz vpn . das heißt des physischen Körpers des Menschen. „Der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes im Menschen ist .Wasserstoff 24 und der Schwerpunkt des vierten Körpers ist . und daß ein Schaf aus einem Schaf und einem Wurm besteht. So kann man sagen.Wasserstoff 96 bestimmt die durchschnittliche Intelligenz des . Der Mensch ist ein mannigfaltiges Geschöpf. Der Schwerpunkt des Astralkörpers ist .Wasserstoff 96. 468 . daß ein Mensch aus einem Menschen. seine Seinsstufe wird durch die Seinsstufe der Geschöpfe bestimmt.Wasserstoffe' des oberen Stockwerkes gezeigt wurden. Im allgemeinen ist der . das wir früher besprochen haben und in dem die durchschnittlichen . „Wenn Sie sich an das Diagramm der vier Körper des Menschen erinnern.Wasserstoff 12.Mensch' durch den Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes bestimmt. in Mensch Nummer zwei das "Schaf und in Mensch Nummer drei — der Mensch.Menschen'. So spielt der Wurm die Hauptrolle in Mensch Nummer eins. einem Schaf und einem Wurm besteht. Der Schwerpunkt des dritten Körpers ist . aus denen er zusammengesetzt ist.Wasserstoff 48.F i g u r 56 Mensch Schaf Wurm sehen sozusagen dem Schaf und das unterste Stockwerk dem Wurm gleichwertig. Das Schaf und der Wurm spielen eine größere oder geringere Rolle im Menschen. Aber diese Begriffsbestimmungen sind nur in Einzelfällen wichtig.

Dieser ist der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes eines Menschen Nummer acht.Wasserstoff 1536." G.Wasserstoffe'.Wasserstoff höher als der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes.Wasserstoff 6. daß Jesus Christus Mensch Nummer acht ist. „Aber wie ich schon gesagt habe: um mittels der . welche die erste 469 . nimmt man gewöhnlich das mittlere Stockwerk. sondern in einer ganz anderen Progression. wievielmal intelligenter Mensch Nummer acht ist als ein Tisch. meine gegenwärtigen Ausführungen zu verstehen. Die Dichtigkeit der Schwingungen vermehrt sich jedoch nicht durch Verdoppelung wie in den Oktaven der .Tabelle der Wasserstoffe'.Wasserstoff 3072 nach der dritten Skala der . Und der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes ist nur um einen .wird es leichter für Sie sein. werden wir feststellen. Aber wir müssen uns in diesem Zusammenhang daran erinnern. wievielmal . zeichnete folgendes Diagramm: F i g u r 57 48 96 192 24 48 96 12 24 48 6 12 24 „Der Schwerpunkt des oberen Stockwerkes ist nur um einen .Wasserstoff 6 intelligenter ist als . Mensch Nummer acht ist .Tabelle der Wasserstoffe' die Seinsstufe zu bestimmen. „Wenn wir dies als Ausgangspunkt nehmen. wievielmal intelligenter ist Jesus Christus als ein Tisch? „Ein Tisch hat keine Stockwerke. ist es zum Beispiel möglich. Und wenn wir berechnen können. folgende Probleme zu lösen: „Nehmen wir an. sondern an der Dichtigkeit der Schwingungen erkannt wird. Er befindet sich vollständig zwischen .Wasserstoff' höher als der Schwerpunkt des unteren Stockwerkes. daß die .Wasserstoff 1536 und .Intelligenz' nicht an der Dichtigkeit des Stoffes.

das ihm gleicht. die höher sind als er. nicht 768. Tiere wie ein Hund können sich von . den Grundsatz der Einteilung und Bestimmung von Lebewesen vom kosmischen Gesichtspunkt.Wasserstoff 192 und lebt in . im exakten Wissen geschieht die Einteilung nach kosmischen Merkmalen. Eine Biene nährt sich von einem . „Nehmen wir zum Beispiel den Menschen. dieses Problem zu lösen. Von einem äußeren Gesichtspunkt aus ist der Mensch ein Tier. atmet . festzustellen. Es gibt jedoch Wesen. nähren. In der gewöhnlichen Wissenschaft wird die Einteilung nach äußeren Merkmalen vollzogen — Knochen. Aber er ist ein Tier einer Art. sondern einem. in der der Mensch nicht leben könnte. durch das Medium.Wasserstoff 768 nähren. so werden Sie in der Lage sein. die sich von allen anderen Tieren unterscheidet. Die kosmische Seinsstufe jedes lebenden Geschöpfes wird bestimmt durch: „Erstens. Wenn Sie den genauen Koeffizienten dieser Vermehrung kennen.Wasserstoff 192. die für alles Lebendige identisch sind und es uns ermöglichen. Ich möchte nur zeigen.zahlenmäßig um viele Male übertrifft. vom Gesichtspunkt ihres kosmischen Daseins her zu verstehen.. „Dies sind die drei kosmischen Seinsmerkmale. der viel höher ist als 768. zweitens. „Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen ist es unerläßlich für Sie. aber sie lebt in einem Bienenstock in einer Atmosphäre. „Diese Merkmale sind die Seinsmerkmale. Nagetiere usw. sie können sich aber auch von einem niedrigeren . ja sogar höher als 384. Säugetiere. was es atmet und drittens.Wasserstoff 768. was das Geschöpf ißt. daß dieses Problem.Wasserstoff. einer für den Menschen ungenießbaren Nahrung. Tatsächlich gibt es eindeutige Merkmale. so merkwürdig es auch scheinen mag. Art und Gattung eines Geschöpfes mit größter Genauigkeit sowohl bezüglich anderer Geschöpfe als auch nach dem Platz. Funktionen. Es gibt kein Wesen auf unserem Planeten. 470 . den es im Weltall einnimmt. Zähne. in dem es lebt. Er nährt sich von . gelöst werden kann. Wirbeltiere.Wasserstoff. der 1536 nahekommt.

für das er als Nahrung dienen kann. „Ein Baum nährt sich von .Wasserstoff. Wenn wir nun erkennen. Was zum Beispiel ist von diesem Gesichtspunkt aus intelligenter. die sich nicht für menschliche Nahrung eignen. Genau so verhält es sich mit der Luft und genau so mit dem Medium.Wasserstoff 192 und teilweise . „Diese kosmischen Seinsmerkmale hängen unmittelbar mit der Bestimmung der Intelligenz nach der . eine rohe Kartoffel oder eine gebackene Kartoffel? Eine rohe Kartoffel kann als Nahrung für Schweine dienen und eine gebackene als Nahrung für Menschen.Wasserstoff* 192. daß die . einem . der viel gröber ist als .Wasserstoff 1536 nähren.Wasserstoff' 1536.Wasserstoff Substanzen organischen Ursprungs.Wasserstoff* 384 und atmet .„Nehmen wir ein anderes Beispiel — einen Mehlwurm.Wasserstoff 3072 (Erdboden).Wasserstoff 1536. besonders wenn Sie im Sinn behalten.Wasserstoff 768. daß ein Hund. Wir nahmen zum Beispiel an. und meinten mit diesem . sehr umfassende Begriffe sind. „Wenn diese Grundsätze der Einteilung und Bestimmung auf die fichtige Weise verstanden werden. die feinsten Unterscheidungen zwischen den Gattungen der Lebewesen zu treffen. so einfach er auf den ersten Blick ist. weil der Wurm auch von verdorbenem Mehl leben kann. werden Sie sehen. so werden viele Dinge klar und 471 .Tabelle der Wasserstoffe' zusammen. lebt in . daß diese Substanzen wiederum in verschiedene Gattungen eingeteilt werden können. „Die Intelligenz eines Stoffes wird durch das Geschöpf bestimmt. es ermöglicht.Wasserstoff* 192 und lebt in .Wasserstoff 1536. gewinnen wir damit die Möglichkeit für sehr genaue Definitionen. wenn man sie wie wir in Oktaven zusammenfaßt.Wasserstoff 192 und teilweise in .Wasserstoffe'. diese Begriffsbestimmungen weiterzuführen. daß dieser Plan. Er nährt sich von Mehl. „Wenn Sie versuchen. „Ein Fisch nährt sich von . Nehmen wir also auch diesen als 1536 an.Wasserstoff 96 und lebt teilweise in . ein Fisch und ein Mehlwurm sich gleicherweise von . Eine gebackene Kartoffel ist intelligenter als eine rohe Kartoffel. Er atmet . atmet nur teilweise .

Offensichtlich ist dies unmöglich.Wasserstoff 96 anstatt 192 atmen könnten. die es atmet. Verbesserung würde in diesem Fall tatsächlich alles schlimmer machen. daß alle feineren. das heißt sie feiner machen. Wenn ein Mensch seine Nahrung verbessern würde. sie zu verwandeln. ist er nicht in der Lage. nämlich aus Nahrung in der eigentlichen Bedeutung des Wortes — Eßbarem und Trinkbarem —. in dem es lebt. .Wasserstoff 96 ist Feuer. Weder Luft noch Nahrung können verändert werden. für die Arbeit. zum Beispiel uns von . weißglühende Gase. Nahrung und Luft zu verbessern. die es atmet. er kann nicht die Luft verbessern. Aber die Eindrücke. oder das Medium. die ein Mensch unmöglich atmen kann. sahen wir. daß wir die Qualität der Nahrung und der Luft verbessern. in dem es lebt. zum Beispiel wäre . .Wasserstoff 96 anstatt 192 entweder sehr verdünnte Luft oder sehr heiße. Der Mensch kann nicht seine Nahrung verbessern.Wasserstoff 384 ist Wasser. die Luft.Wasserstoff 384 anstatt 768 nähren und . und aus Eindrücken. und das Medium.Wasserstoffe' in den Organismus einführen. Wieviel einfacher und leichter wäre dann die Zubereitung der feinen Stoffe im Organismus! Aber leider ist das ganz unmöglich. das Wachstum und die Entwicklung des Organismus notwendigen Wasserstoffe aus drei Nahrungsaiten stammen. gerade diese groben Stoffe in feine Stoffe zu verwandeln. und stirbt sehr bald. Aber während es für ihn nicht möglich ist. kann er seine Eindrücke in sehr hohem Maße verbessern und auf diese Weise feine . nach Belieben verändern. und wenn Sie ihm feine Stoffe statt grobe Stoffe zuführen. Der kosmische Standort jedes Wesens bestimmt seine Nahrung in gleichem Maße wie die Luft. müßte er sich von Wasser nähren und Feuer atmen. sind keinem kosmischen Gesetz unterworfen. „Als wir früher über die Nahrungsoktaven in der dreistöckigen Fabrik sprachen. die wir atmen. das heißt die Qualität der dem Menschen möglichen Eindrücke.verständlich. Gerade hierauf beruht die Möglichkeit der Evolution. Nehmen wir nun an. Der Organismus ist eingerichtet. Genau so verhält es sich mit der Nahrung. Der Mensch muß sich überhaupt 472 . Kein Lebewesen kann seine Nahrung. aus der Luft.

Wasserstoff im unteren Kreis zeigt. Es ist eine Einteilung in einem ganz anderen Oktavenverhältnis.Wasserstoffen' nährt. wird sich sicherlich von einem. wieder auf das Thema der Einteilung nach kosmischen Merkmalen zurück. H 12 und H 6. weil in der kosmischen Ordnung jede Gattung von Geschöpfen sich von einer bestimmten Klasse niedrigerer Geschöpfe nährt und als Nahrung für eine Klasse höherer Geschöpfe dient. führt uns weit über die Grenzen dessen. „Jedes Viereck stellt eine Seinsstufe dar". sagte er. der das obere Stockwerk seiner Maschine mit höheren . von der ich nun sprechen werde. . ja sogar H 3 zugänglich. und sie behandelt nicht Individuen. Die erste Einteilung. unter die Lebewesen. sagte er. „Es gibt noch ein anderes System der Einteilung".Diagramm alles Lebendigen' genannt.Lebewesen'.Wasserstoffen' nährt.Nahrung'. was wir als . Die andere Einteilung. sondern Gattungen in einem sehr weiten Sinn. der sich von niedrigeren . sowohl nach oben. es sind ihm auch H 24. das heißt auf Individuen. unterscheiden. „Der . daß es in der Natur überhaupt keine Sprünge gibt. In jedes Viereck mit Ausnahme der zwei obersten zeichnete er drei Kreise mit Zahlen. „Nach diesem Diagramm wird jegliches Geschöpf.Luft' und dem Medium. Vor allem zeigt diese Einteilung. jeglicher Seinsgrad danach bestimmt. Das verändert das ganze Bild. bezieht sich nur auf die . In der Natur steht alles im Zusammenhang und ist alles lebendig. wovon sich die betreffende Gattung von Geschöpfen nährt. was für diese Art Geschöpf oder Wesen auf einer gewissen Stufe als Nahrung dient und für was sie selber Nahrung sind. über die Lebewesen hinaus. nach . wie wir sie kennen. unter Einschluß der Pflanzen. als auch nach unten. zeichnete ein Diagramm in Form einer Leiter mit elf Vierecken." G.Wasserstoff im oberen Kreis zeigt die 473 . Der . „das Sie auch verstehen sollten.nicht von den trüben Eindrücken von H 48 nähren. und ein Mensch.Lebewesen' bezeichnen. hinaus." Bei einem der folgenden Gespräche kam G. Das Diagramm dieser Einteilung wird das .

Diesem Diagramm nach ist der Mensch . nährt sich von .Wasserstoff 96 und dient 474 . der zeigt.Wasserstoff dieser Gattung. was diese Geschöpfe sind.Wasserstoff 24. die sich von diesen Geschöpfen ernährt. F i g u r 58 Das Absolute Das ewig Un wandelbare Engel Mensch Erzengel WirbeHlere Pilanzen Minerale Wirbellose Tiere Metalle Das Absolute „Der Platz des Menschen ist das siebente Viereck von unten gerechnet und das fünfte von oben. und der .Gattung.Wasserston' im nuttleren Kreis ist der durchschnittliche .

Engel' nennen. Warum? Was bedeutet das? Das eine wie das andere ist richtig.Wasserstoff 768. die innerhalb der Mineralien eine gesonderte kosmische Gruppe bilden. und nannte es das „Ewig Unwandelbare". Wir wollen sie . 24 —." In das folgende Viereck setzte er die Zahlen 3 und 12 und zwei Kreise. 12. und nannte es „das Absolute". diesem Diagramm nach von . das nächste die Metalle. einen Kreis in die Mitte und in diesen Kreis ein Dreieck. „Dieses Diagramm wird Ihnen vorerst nicht sehr verständlich sein". Dies ist der . 48.Heiliger Starker' sprachen.Heilige Starke'.Erzengel' bezeichnen.Wasserstoff' 96." 475 . Nur müssen Sie es für lange Zeit von den übrigen gesondert betrachten. „Das nächstniedere Viereck sind die Pflanzen. 6. „Auf der anderen Seite des Menschen befindet sich das. Später. Sie erinnern sich. Das nächste Viereck unterhalb des Menschen sind Wirbeltiere. was dies bedeutet. und in das nächste Viereck setzte er die Zahlen l und 6." Im untersten Viereck zeichnete er ein kleines Dreieck mit dem Scheitel nach unten. sich darin zurechtzufinden. sondern versuchen Sie zu verstehen. und das folgende Viereck hat in unserer irdischen Sprache keinen Namen. diese Wesen wollen wir als .Wasserstoff 96. wenn Sie dies erfassen. jeden mit einem Punkt in der Mitte. folglich nährt sich der Mensch von wirbellosen Tieren. Dem Nahrungsdiagramm nach nährt sich der Mensch von . Das ist eine Gattung von Geschöpfen.Wasserstoff 6. die wir nicht kennen. Viereck 3. daß wir früher über . „Aber allmählich werden Sie lernen. Und vergleichen Sie auch dieses Diagramm nicht mit anderen. Das nächste die Mineralien. „Suchen Sie für den Augenblick nicht nach Widersprüchen. werden Sie alles in einen Zusammenhang bringen. Das nächste Viereck — l.selbst als Nahrung für . sagte er. das einen anderen Kreis mit einem Punkt als Mittelpunkt enthielt. das nächste die wirbellosen Tiere Wirbellose Tiere sind . Dieses Viereck kommt mit dem Absoluten in Berührung. weil wir Stoffe in diesem Zustand auf der Erdoberfläche niemals finden.

Stickstoff.Kohlenstoff. sagte er. wonach ich mich in meinen äußeren Entscheidungen hätte richten können. Wir verabschiedeten uns alle am Nikolajewsky-Bahnhof. Nach dem zweiten Läuten ging er in den »Wagen — sein Abteil war das der Tür am nächsten gelegene — und kam zum Fenster. vollständig fehlte. . die mit „Wasserstoff^' 3072 schloß. In unseren Gesprächen über dieses Diagramm kamen wir bald überein. aber es gibt dafür keinen .Wasserstoff6144. Dieser . wie wir ihn immer gekannt hatten. G.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. ist jedoch ein toter Wasserstoff ohne jede Möglichkeit.Sauerstoff 1536 und . „ein .Wasserstoff ohne den Heiligen Geist.Sauerstoff und keinen .Wasserstoff"." Dies war G. Viele andere Dinge wurden uns allmählich klar. darauf. Er war der gewöhnliche G-.Kohlenstoff. die „Engel" als Planeten und die „Erzengel" als Sonnen zu betrachten.Wasserstoff 3072. was dies bedeute.Dies war tatsächlich alles. „Dies ist ein unvollständiger .Stickstoff. „Jeder vollständige . . Er gehört zur gleichen.Stickstoff wird für die nächste Triade . sprach von der Plattform des Wagens aus mit uns. daß die Bezifferung der „Wasserstoffe" der dritten Skala entnommen sei.Wasserstoff setzt sich aus . Gleichzeitig bestand aber G. Im Zusammenhang mit seiner Abreise trug sich etwas sehr Interessantes zu.Stickstoff 1024 zusammen. sich in irgend etwas Weiteres zu verwandeln. Aber was uns sehr verwirrte. der dritten. „Nun weiter: . was ich von G. das wirklich viele frühere Ausführungen umzustoßen schien.Wasserstoff besteht aus . Ich versuchte. Aber er sagte nichts Bestimmtes.Wasserstoff der dritten Skala. über dieses merkwürdige Diagramm hörte. war das Erscheinen von „Wasserstoff^' 6144. . nämlich zur dritten Skala. Es war am Bahnhof. Viel später fragte ich ihn. der in der vorigen Skala der „Wasserstoffe". Deshalb wird er durch Verdichtung selbst . ein .'s letzter Besuch in Petersburg.Kohlenstoff 512. mit ihm über die kommenden Ereignisse zu sprechen. 476 . ist aber unfertig.Sauerstoff und . Nehmen wir nun den letzten .

als wir allein waren.. man könne wunderschön oder häßlich werden. einen zu bemerken. fuhr A. der in den Zug eingestiegen war. als ob er plötzlich ein regierender Fürst oder Staatsmann irgendeines unbekannten Königreiches geworden sei. könne man die eigene Erscheinung vollständig verändern. Einige von uns konnten damals nicht klar erkennen. während am anderen Ende eine Gruppe stand. wenn wir sie auch nicht alle gleichmäßig bemerkt hatten. Ich kannte A. Er hatte sich während dieser wenigen Sekunden gewandelt. nicht persönlich. wer als erster von dieser „Verklärung" G. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Er fuhr im gleichen Wagen. Aber unter den Leuten. verabschiedeten. nicht denjenigen. oder man könne sich tatsächlich unsichtbar machen. Er hatte gesagt. die A. ein sehr bekannter Journalist.'s sprach. und es zeigte sich. was geschah. aber auf der Plattform war er ein gewöhnlicher Mensch wie jeder andere gewesen. aber sie empfanden und erlebten etwas. Wir. Aber alle ohne Ausnahme hatten etwas Ungewöhnliches gefühlt. Im Wagen mit G. was außerhalb der üblichen Erscheinungen lag. hatte uns früher erklärt. der gerade damals von Petersburg fortgeschickt wurde (es war gerade vor der Revolution). All dies dauerte nur einige Sekunden. Das dritte Läuten folgte fast unmittelbar auf das zweite. mit einer ganz außerordentlichen Bedeutung und Würde in jedem Blick und jeder Bewegung.Er war anders! Im Fenster sahen wir einen anderen Menschen. die ihn verabschiedeten. standen am einen Ende des Wagens. und aus dem Fenster blickte uns ein Mensch ganz anderer Art an. während sie stattfand. Was war dies? Vielleicht war es ein Fall von Mimik. den Unterschied zu beschreiben. waren einige Bekannte von mir und sogar ein paar 477 . zu dem er jetzt reiste und den wir verabschiedeten. und der Zug fuhr ab. die wir G. G. Es ist sehr schwierig. man könne die Menschen zwingen. wenn man die Kunst der Mimik beherrsche. daß wir sie alle gesehen hatten. Ich erinnere mich nicht. verabschiedete.

Ja. so schien es mir wenigstens. die Gedanken und Eindrücke beschrieb. zuweilen blickte er mit größter Verachtung auf das Durcheinander und Lärmen dieser gestikulierenden Menschen. wobei er sein Glas zur Abkühlung vorsichtig auf den schmalen Fenstertisch setzte. leicht lächelten.. mit kohlschwarzen Augen und einem Schnurrbart wie Selim-Khan .Freunde. Er trank Tee. um irgendein Aas zu zerreißen — er war dunkelbäutig. Er schwieg und fuhr dann fort: . „Mein Mitreisender hielt sich abseits. die den Wagen füllten. die er auf dem Weg von Petersburg nach Moskau gehabt hatte. dessen Millionen sich vermehrten. und ich fragte ihn geradeheraus: 478 . A. aus denen ein kluger Mensch viel Geld machen konnte'. während er schlief. glaubte ich eine Art fatalistischen und rücksichtslosen Prahlens zu entdecken. mitarbeitete. in Rußland gibt es im Augenblick viel Geschäfte. genau so. in dem A. und nach einer weiteren Pause erklärte er: . und der von seiner Höhe auf die lärmenden Leute herabsah. Und sie ihrerseits blickten ihn. daß hier ein Mensch war. auf die er von unerreichbaren Höhen herabschaue. einen Artikel „Auf dem Wege". und einige rätselhafte Sätze im Gespräch bestärkten in ihm noch die Überzeugung. an der A. Am meisten interessierte mich die Tatsache. in dem die schwarzen Augen. sagte er mit einem bewegungslosen und blassen Gesicht. . ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Geld zu machen. daß er vom gleichen südlichen orientalischen Typus zu sein schien wie die übrigen Spekulanten. Einige Tage später enthielt die Zeitung. Jeder will ein Millionär werden. die irgendwo im Agrionischen Raum herumflogen.Sie regen sich sehr auf. die sich bemühten. mit großer Achtung an.Es ist ja Krieg. die kalt und ruhig war. Ein merkwürdiger Orientale war mit ihm im gleichen Wagen gefahren. Warum wich er seinem eigenen Fleisch und Blut aus und verachtete es? Aber zu meinem Glück begann er zu mir zu sprechen. Er war ein Perser oder Tatare.. durch seine außerordentliche Würde und Ruhe aufgefallen war. ein stiller Mensch in einer kostbaren Astrachanmütze. eine Horde von Geiern. hielt ihn für einen „ölkönig" aus Baku. der ihm unter der lärmenden Menge von Spekulanten. das an Zynismus grenzte. als ob diese Leute für ihn wie kleine Fliegen seien. wenn nicht sogar mit Ehrfurcht. höflich wie bei einem Orientalen.' Im Ton seiner Stimme. zwei oder drei von ihnen waren bei unseren Versammlungen gewesen und gingen von einer Gruppe zur anderen. unter dem Arm hatte er einen französischen Roman.

's „französischer Roman". Mir schien. die mit dieser Arbeit verbundenen Gespräche und Reisen verwandt und meine eigenen Angelegenheiten vollständig vernachlässigt.. meinte natürlich esoterische Arbeit.Aber womit handeln Sie denn?' — . Entweder hatte A. und zwar sehr bald. obwohl ich gleich zu Beginn des Krieges erkannt hatte. oder G. .Mit Sonnenenergie. Alle meine Pläne waren schon längst umgestoßen worden. Inzwischen wurde die Atmosphäre immer düsterer. las ja kein Französisch. Wir machen immer Profite. er habe nicht gehört oder nicht verstanden. Man fühlte.Wollen Sie nicht auch Profite machen?' Er lächelte besonders ruhig und sagte ernst: . die kaum umgestoßen werden wird. " Besonders überraschte uns G.oder zweimal Nachrichten aus Moskau. „die Sammlung von Wissen und das Sammeln der Menschen".. und ich wiederholte: .' . dessen Kapital nur von der Ordnung des Sonnensystems abhängt. G. von denen der Lauf der Ereignisse noch abzuhängen 479 . Während der letzten zwei Jahre hatte ich alle meine Zeit auf G. Es war mir nicht gelungen. es war mir nicht gelungen. Aber A.Und Sie?' — . Krieg oder kein Krieg ist uns ganz gleich. seine Gruppen.'" (G. bezog dies auf „öl" — und er setzte folgende Schlußfolgerung ans Ende seiner Geschichte vom „ölkönig". noch dessen Interessen sich in diesem Grund Krieg und Frieden überlegen erweisen . daß ich meine literarische Arbeit würde ins Ausland verlegen müssen.'s Arbeit. ausländische Ausgaben vorzubereiten. Nur diejenigen.) „Es hätte mich interessiert. die Bücher zu veröffentlichen. hatte ihn tatsächlich einen französischen Roman in einem kleinen. daß sicher irgend etwas geschehen werde.Wollen Sie das nicht auch?' Er antwortete mit einer unbestimmten und leicht ironischen Geste.Wir machen immer Profite. Uns berührt das nicht.. noch weiter mit ihm zu sprechen und noch mehr von der Psychologie eines so merkwürdigen Menschen zu erfahren.'s Abreise erhielten wir bis zur Revolution nur ein. Nach G. die ich zu veröffentlichen beabsichtigt hatte. ihn erfunden und seinen eigenen Eindrücken hinzugefügt.Was meinen Sie?' fragte er zurück. gelb gebundenen oder vielleicht nicht einmal gelb gebundenen Einband „sehen" lassen.

Daß ich recht hatte. wunderbare Stärke und sogar Seelengröße zeigte. auch sie bewegte und an der Nase herumführte. daß derselbe Draht. Die „große unblutige Revolution" fand statt — die offensichtlichste und absurdeste Lüge. hatte mich immer interessiert. Die Marionetten erkannten nicht die Gefahr. aber ich wollte mich einfach nicht selber täuschen. Menschen. was tatsächlich geschah. Die Person des Kaisers Nikolaus II. konnten und wollten nicht sehen. Aber die ganze Angelegenheit hatte nichts mit ihm als Person 480 . der den Verbrecher mit dem Messer in der Hand hinter dem Busch hervorzieht. die an Ort und Stelle. wird durch das Ende seines Tagebuches bewiesen. das Ende der russischen Geschichte' ". Ein Marionettentheater wird auf die gleiche Weise gespielt. die auf die Revolution gewartet hatten. und sahen nur das. sagte ich mir. waren unfähig. empfand ich. er schien mir in vielen Hinsichten ein bemerkenswerter Mensch zu sein. wo er. die sie bedrohte. von allen verlassen und verraten. las. daß Leute. die alle ihre Hoffnungen in sie gesetzt und in ihr die Befreiung von irgend etwas gesehen hatten. Als ich in einem nur auf einer Seite bedruckten Flugblatt die Abdankung von Nikolaus II. und verstanden nicht. wie dies viele andere damals taten. Schließlich brach der Sturm los. daß hierin der Schwerpunkt aller Geschehnisse lag. die man sich hätte ausdenken können. an diese Lüge glauben und inmitten all der Mordtaten von einer „unblutigen" Revolution sprechen konnten. Aber das Merkwürdigste von allem war. dies zu sehen oder zu fühlen. was nach ihrer Ansicht geschehen sollte. im Mittelpunkt aller Geschehnisse standen. „Ilowaiski kann aus seinem Grab aufstehen und an das Ende seiner Bücher schreiben . Ich hatte überhaupt keine Gefühle für die Dynastie.März 1917. aber er wurde vollständig mißverstanden und verstand auch nicht sein eigenes Selbst. Ich erinnere mich. das von den Bolschewiken veröffentlicht wurde und sich auf die Zeit bezieht.schien. daß wir zu dieser Zeit von der „Macht der Theorien" sprachen.

und wir müßten ins Ausland gehen. Der Krieg hatte in Wirklichkeit schon früher aufgehört. in Rußland zu bleiben. daß dieses Prinzip von einem beträchtlichen Teil der russischen Intelligenz geleugnet wurde. Die berühmte „öffentliche Zusammenarbeit". Der berühmte Menschikoff schrieb einen Artikel „Über die Freiheit". Eine neue Lüge wurde begonnen. sondern mit dem Prinzip der Einheit der Macht und der Verantwortlichkeit gegenüber dieser Macht. Und wir hatten nichts anderes. die aus den Kasernen ausbrachen oder aus den Zügen. war unmöglich. Ich spreche nicht von den Soldaten. Die Ereignisse bewegten sich mit atemraubender Geschwindigkeit. Ich sagte.zu tun. erwies sich. wie zu erwarten war. als ein Bluff. S. aber die neue Regierung wollte diese Tatsache nicht anerkennen. Aber dieses Wort hatte immer noch eine große Bedeutung für die Armee und für die bürokratische Maschine. aber sichtlich konnte er ihn selbst nicht verdauen und gab es auf. die er in sich darstellte. Die Abdankung des „Zaren" in solch einem Augenblick mußte die ganze Maschine zerstören. aller Wahrscheinlichkeit nach gäbe es nur eine kurze Periode verhältnismäßiger Ruhe und dann würde alles zusammen- 481 . Die Armee brach in wenigen Tagen zusammen. trotzdem arbeitete und alles zusammenhielt. Sogar die Nowoje Wremja wurde plötzlich eine sozialistische Zeitung. sie zur Niedermetzelung zu bringen. worüber sie sich freuten. wenn auch unvollkommen. eine Woche nach der Revolution brachte ich die wichtigsten Mitglieder unserer Gruppe in der Wohnung von Dr. die im Begriff waren. Der „Zar" war der unerläßliche Mittelteil dieser Maschine. Irgend etwas „auf dem Marsch" zu schaffen. Und für das Volk hatte das Wort „Zar" schon lange alle Bedeutung verloren. zusammen und setzte ihnen meine Ansichten über die Lage der Dinge auseinander. Es ist wahr. Ich glaube. daß die Menschen etwas finden konnten. für deren Schaffung so viele Opfer gebracht worden waren. die. Aber ich war über unsere „Intelligenzler" überrascht. Aber das erstaunlichste dabei war. die von „Patrioten" sofort zu „Revolutionären" und „Sozialisten" geworden waren. meiner Meinung nach habe es überhaupt keinen Sinn.

Diese Nachricht stellte mich vor ein sehr schwieriges Problem. daß wir nichts von G. um es aufrichtiger zu sagen. jedenfalls sahen sie keinen Grund zur Eile. Bald nach der Versammlung in Dr. abgereist war. doch zu warten. Ihnen schienen meine Worte übertrieben. Zu dieser Zeit gab es zwei Gruppen mit insgesamt ungefähr vierzig Menschen. aber niemand wußte. daß meine Ansicht viel Zustimmung fand. die er vor einem Monat im Zug auf dem Weg von Moskau nach dem Kaukasus geschrieben hatte und die die ganze Zeit wegen der herrschenden Unordnung auf dem Postamt gelegen hatte.'s Zustimmung oder. daß sich alles wieder beruhigen und normal werden könnte. Und er war in den Kaukasus gefahren. wohin. Ich kann nicht behaupten. 482 . er forderte mich auf. Aus der Postkarte ging hervor. als er sie schrieb. nicht ohne ihn weggehen. daß G. Zu guter Letzt entschloß ich mich. und seine Karte war im Februar geschrieben. obwohl ich sah. Moskau vor der Revolution verlassen hatte und noch nichts von den Ereignissen wissen konnte. S. morgen unmöglich werden kann.brechen.'s Haus erhielt ich eine Postkarte von G. Andere waren von der üblichen Täuschung befangen. Er schrieb. in Rußland zu bleiben. das heißt vor der Revolution.. Schließlich entschlossen wir uns zu warten. Ich hielt es für sinnlos und dumm. gehört und auch seit langer Zeit keine Nachricht mehr von ihm erhalten hatten. daß alles. und ferner noch einige gesonderte Gruppen. die sich in unregelmäßigen Abständen trafen. daraus konnte man entnehmen. und ihnen schien es möglich. und konnte keine Beziehung zur gegenwärtigen Lage haben. die Arbeit der Gruppen bis zu seiner Rückkehr gegen Ostern fortzusetzen. was geschieht. daß G. zum Besten geschieht. Gleichzeitig wollte ich aber nicht ohne G. Die meisten erkannten nicht den Ernst der Lage. er ginge nach Alexandropol. was heute möglich wäre. Hierbei könnten wir nichts helfen und unsere Arbeit würde unmöglich sein. Für andere war die Hauptschwierigkeit. daß. Seit der Revolution war nur ein Brief aus Moskau gekommen.

Eine Woche nach Ostern kam ein Telegramm. bekommen hatten. Als ich einmal einige im Vorjahr gemachte Aufzeichnungen durchging. Und ich versuchte mich daran zu erinnern. Früher schrieb ich. daß er im Mai ankomme.'s Worte. Der Mensch atmet in normalem Zustand in der Minute ungefähr zwanzig Male voll ein und aus. daß die „Kosmen" mich besonders anzogen. und ich dachte oft. Folglich beansprucht ein voller Atemzug ungefähr drei Sekunden. viel ungesagt geblieben war. Mir schien die ganze Zeit. Unsere Gespräche kamen oft auf die „Diagramme" zurück. vielleicht würde uns bei einem tieferen Studium der „Diagramme" allmählich deren innere Bedeutung klar werden.Schlafen und Wachen' der . in dem er sagte. Und in der letzten Unterhaltung hatte G.Ostern kam — doch keine Nachrichten von G. Dann erinnerte ich mich an G. den „Menschen" als „Mikrokosmos" und das organische Leben auf Erden als „Tritokosmos" zu verstehen. Die erste „provisorische Regierung" kam zu einem Ende. Es war schon schwieriger. Aber zu dieser Zeit hatten wir uns schon entschlossen. Ich erwähnte auch die Schwierigkeiten. „Was ist Atem?" fragte ich mich.'s Worte über verschiedene Zeit in verschiedenen Kosmen interessierten mich brennend. hielt ich bei den „Kosmen" an. ins Ausland zu gehen. mir über „Schlafen und Wachen" und über den „Atem des organischen Lebens" gesagt hatte. was P. die wir von G. „Warum sind . weil sie vollständig mit der „Dimensionen-Periode" des Heuen Modells des Weltalls übereinstimmten. die im Zusammenhang mit der verschiedenen Bedeutung von „Mikrokosmos" und „Tritokosmos" auftauchten.Atem des organischen Lebens'? Was ist Schlafen und Wachen? „Für den Menschen und alle mit ihm vergleichbaren und in ähn- 483 . Lange Zeit konnte ich nichts damit anfangen. daß „Zeit Atem ist". G. „Drei Sekunden. besonders wenn wir mit neuen Leuten in unserer Gruppe sprachen. Unsere Gruppen trafen sich weiter und erwarteten G. daß zu diesen „Diagrammen". dem schweigend zugestimmt.

Das entsprach nichts mir Bekanntem im organischen Leben. ein. genau auf die gleiche Weise gibt es für alle Säugetiere wie auch für den Menschen einen Unterschied in der Aufnahme von Sauerstoff und COz nachts und tags. sind dies vierundzwanzig Stunden. aus. während sie schlafen.800. 79 Jahre machen meinen früheren Überlegungen nach Schlafen und Wachen des „organischen Lebens" aus. Zum Beispiel Pflanzen atmen. „Könnte man die Parallele nicht weiterentwickeln?" fragte ich Tafel 6 Mikrokosmos Mensch Atem: 3 Sekunden Tag und Nacht: 24 Stunden Leben: 79 Jahre Tritokosmos Organisches Leben Atem: 24 Stunden Tag und Nacht: 79 Jahre Mesokosmos Erde Atem: 79 Jahre 484 . Das interessierte mich. das heißt in der Nacht.liehen Umständen lebenden Organismen. sogar für Pflanzen. das heißt bei Tag. und wenn sie wachen. Durch die Teilung von vierundzwanzig Stunden durch drei Sekunden erhielt ich 28. Durch die Teilung von 28." Diesen Überlegungen nach stellte ich die Perioden des Atmens und des Schlafens und Wachens auf folgende Weise dar: Tafel 5 Mikrokosmos Tritokosmos Atem 3 Sekunden Schlafen und Wachen 24 Stunden Atem 24 Stunden Schlafen und Wachen ? Ich erhielt eine einfache „Regel der Drei". Außerdem sind Schlafen und Wachen Atem. im Schlaf und im Wachen. aber es stellte die menschliche Lebensdauer dar.800 (Tage und Nächte) durch 365 kam ich fast genau auf 79 Jahre.

Soweit scheinen diese Zahlen logisch möglich. Jahre Jahre 75 Milliarden Jahre Das Ergebnis war sehr interessant. sind viele Forscher zu dem Schluß gekommen. Aber wenn wir an Dimensionen innerhalb der „Mikrowelt" denken. die unter dem Menschen stehen". „Sehen wir zu.5 Mill. in welchem Verhältnis sie hierzu stehen.000 zum Zwecke der einfacheren Berechnung multiplizierte. Zweieinhalb Millionen Jahre für das organische Leben und 75 Milliarden Jahre für die Erde. 75. Und obwohl die Lebensdauer einer einzelnen Zelle noch in keiner Weise als festgestellt betrachtet werden kann. dann ist es unmöglich.000 Jahre. Ich ordnete die erhaltenen Zahlen auf die folgende Weise: 79 Jahre bedeuteten wiederum nichts im Leben der Erde.mich. links vom Mikrokosmos (auf dem Diagramm) zwei Kosmen anzunehmen. 24 Stunden bestimmen die Lebensdauer einer Zelle. Darauf multiplizierte ich 79 Jahre mit 28. daß für eine spezialisierte Zelle wie eine Zelle des menschlichen Organismus 485 . Nacht — Leben 3 Sekunden — 3 Sekunden 24 Stunden 79 Jahre 3 Sekundsrn 24 Stunden 79 Jahre 2.000 Jahre mit SO." Ich entschloß mich. sagte ich mir.800 und erhielt etwas weniger als zweieinhalb Millionen Jahre. daß diese Welt aus zwei Welten besteht. 24 SHumden "79 Jdhss 2. fast unsichtbaren Zellen.000.500. daß eine solche Teilung der Zellen in zwei Kategorien von der Wissenschaft schon endgültig angenommen worden ist. erhielt ich eine Zahl von elf Ziffern. Man kann nicht sagen. Diese Zahl sollte die Dauer des Lebens der Erde bedeuten. „Aber es gibt Kosmen. und darunter verstand ich erstens verhältnismäßig große mikroskopische Zellen und zweitens die (zulässig) kleinsten.000. die voneinander so verschieden sind wie die Welt der Menschen und die Welt verhältnismäßig großer Mikroorganismen und Zellen. Ich erhielt das folgende Bild: Tafel 7 Kleine Zellen Große Zelle» Mikrokosmos (Mensch) Organisches Leben Erde Atem — Tag u. nicht zuzugeben. Indem ich 2.5 Mill.

000.000 nahm ich als 90.000. sie für richtig zu halten und in ihr ein genaues Bild der Beziehung eines Kosmos zu einem anderen zu sehen. wenn „Atem".000.000. warum es so schwierig ist. Ob es möglich war. Aber gleichzeitig erinnerte ich mich. „Das Ver- 486 . Gleichzeitig kennzeichnet jede dieser Perioden eine entsprechende. 3 und 9. Atem oder die Dauer von Einatmung und Ausatmung.000. das heißt drei Sekunden. aber niedrigere Periode in einem höheren Kosmos und eine entsprechende höhere Periode in einem niedrigeren Kosmos. diese Zellen zu sehen. Für leichteres Rechnen und zum Zwecke der Klarheit nahm ich 30. Weiter versuchte ich zu sehen. so nahm ich 2. versuchte ich eine vollständigere Tabelle zu zeichnen.800. trotzdem sie ihrer Größe nach unter einem guten Mikroskop erkannt werden müßten. Ich erhielt die folgende Tabelle: Diese Tafel brachte m. Ohne noch irgendwelche Schlüsse zu ziehen.000 an Stelle von 28. Dann wiederum zum Zwecke der Klarheit wie bei der Multiplikation mit 30.000 nahm ich nur runde Zahlen und nur zwei Koeffizienten.000.400.000.000 als 3. von denen ich den ersten als „Molekül" und den zweiten als „Elektron" bezeichnete.000 — die kürzeste Gesichtswahrnehmung. und 79 als 80 und so weiter. daß die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen sich wie „Null zu Unendlich" verhärt. 75. Der Koeffizient 30. Aber drei Sekunden des Lebens einer kleinen Zelle — das enthüllte mir vieles und machte vor allem verständlich. die Periode von Wachen und Schlafen und das durchschnittlich längste Lebensalter. Und in einem derartigen Verhältnis konnte kein Koeffizient zu groß sein. Die Zeitdauer eines elektrischen Funkens und gleichzeitig die Dauer der kürzesten visuellen Wahrnehmung. durch 30. Der Atem der Zelle entspricht drei Sekunden. konnte ich noch nicht sagen.die Lebensdauer genau vierundzwanzig Stunden zu sein scheint. Vier Perioden erschienen miteinander verbunden oder voneinander getrennt durch den gleichen Koeffizienten 30. was man für ein Ergebnis erhält. Eine Zehntausendstel Sekunde war das Ergebnis.000 geteilt wird.000 schien zu groß. das heißt die Reihe der Kosmen um zwei niedrigere zu erweitern. Das sagte mir nichts.ich auf viele Gedanken.

000 second 3 seconds SO years 24 hours 3 million years 90 milliard years 3 1015 years (number of 16 figures) 487 1 10.000 second 91019 years (number of 16 figures) 3 1023 years (number of (number of 20 figures) 24 figures) 9102* years (number of 29 figures) .000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 31015 years (number of | 16 figures) 910» i years (number of 20 figures) Tag und Nacht ! 90 milliard years 31015 years 9 10» years (number of (number of 16 figures) 20 figures) 31023 years ! (number of 24 figures) Leben l 300.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 3 seconds j 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 3J015 years Atem l 10.Elektron Molekül Zellen Zellen kosmos Kleine Große Tritokosmos kosmos kosmos kosmos kosmos teroMakroOgioOgloMesoM ejo- MikroProtoProfo- Deu- (Mensch) kosmos Eindruck l 10.000 second l 10.000.

ich wußte nicht. G. der kleinstmöglichen Gesichtswahmehmung. mit welchem ich anfangen sollte. Die Sonne erscheint in bezug auf den Menschen als vierte Dimension. Wie entstand die Bewegung von einem Kosmos zu einem anderen 488 ." — „Wenn ein Mensch in seinem Bewußtsein auf die Stufe eines höheren Kosmos gelangt. Der nächste Kosmos darüber fünfdimensional und der nächste Kosmos darunter eindimensional. aber es waren zu viele Schlüssel. Jeder Kosmos wird geboren." Ich fühlte. achtzig Jahre. jeder Kosmos sei für sich dreidimensional. Nehmen wir zum Beispiel den Menschen im Verhältnis zur Sonne. macht für die Sonne nur die Zeit eines elektrischen Funkens aus. der sich zwischen ihnen befindet. Dies bedeutet. über Kosmen gesagt hatte. aber drei Kosmen zusammengenommmen umfassen in sich alle Gesetze des Weltalls. Es kann aber nur sechs Dimensionen oder mit null sieben geben. oder zwei Kosmen. daß in jedem dieser Worte ein Schlüssel für das Verständnis der Struktur der Welt war. denn sobald ich die Existenzdauer eines Kosmos in bezug auf höhere Kosmen in Betracht zog. „Jeder Kosmos ist ein belebtes.hältnis Null zu Unendlich" war das Größenverhältnis der verschiedenen Dimensionen. In einem Kosmos ist es unmöglich. und mittels dieser Tafel erhält man elf Kosmen. sagte. was G. gelangt er eben durch diese Tatsache auf die Stufe eines niedrigeren Kosmos. der obere und der untere. daß der nächste Kosmos über ihm für ihn vierdimensional ist und der nächste Kosmos unter ihm zweidimensional. Ich versuchte mich an alles zu erinnern. bestimmen den Kosmos. wenn wir den Menschen als ersten Kosmos annehmen. alle Gesetze des Weltalls zu verstehen. Aber ein langes Menschenleben. lebt und stirbt. aber nur beim ersten Anblick. Beim ersten Anblick scheint dies merkwürdig. verschwanden die geringeren Kosmen lange bevor sie die siebente Dimension erreichten. intelligentes Wesen. Die Kosmen stellen sich in ihrem Verhältnis zueinander als Größen von einer höheren oder geringeren Anzahl von Dimensionen dar.

Als ich begann. vor einem Jahr nach der ersten Vorlesung über Kosmen zu seinen vorhergehenden Ausführungen hinzufügte: Zeit ist Atem. Und wenn wir die ungeheure Entfernung in Betracht ziehen. die die Erde in dieser Zeit zu bewältigen hat. das heißt des eigenen Körpers. das heißt gleich der Geschwindigkeit eines elektrischen Funkens. daß die Erde mit einem Atemzug in achtzig Jahren die Empfindung ihrer selbst mit achtzig Ringen einer Spirale verbindet. daß die Erde nicht auf die Art ihrer selbst bewußt sein kann.und wo und wann verschwand sie? In welchem Verhältnis standen die von mir gefundenen Zahlen zu den mehr oder weniger als sicher angenommenen Zahlen der kosmischen Bewegungen. so kommen wir zu dem unvermeidlichen Schluß. er meine vielleicht. das heißt für die unmittelbare Wahrnehmung werde die Dauer des Atems als Gegenwart empfunden. Das letztere schien mir wahrscheinlicher auf Grund der Bestimmung der Gegenwart als der Zeit. Dies war übrigens der erste Gedanke. Es ist sehr zweifelhaft. Hiervon ausgehend und in der Annahme. wie zum Beispiel zur Geschwindigkeit der Bewegung himmlischer Körper. als G. Ich hatte somit eine völlig unerwartete Bestätigung aller Schlüsse und Folgerungen des Neuen Modells des Weltalls erhalten. Wenn der Mensch sich drehte. die Bewegungen der verschiedenen Kosmen zu vergleichen. sondern ihrer selbst als Ring oder einer langen Spirale von Ringen bewußt sein muß. die das Atmen in Anspruch nimmt. Damals dachte ich. zur Lichtgeschwindigkeit und so fort. kam ich zu dem Schluß. wie wir sie kennen. der mir in den Sinn kam. würde seine Drehung um die Sonne ungefähr eine Fünfundzwanzigstel Sekunde beanspruchen. daß die Empfindung des Selbst. ob bei solcher Geschwindigkeit die Erde die Bewegung um ihre eigene Achse bemerken könnte. erhielt ich einige sehr überraschende Verhältnisse. zum Beispiel für die Erde war die Periode der Bewegung um ihre eigene Achse gleich einem Zehntausendstel einer Sekunde. der Elektronen in einem Atom. das heißt in Form einer Sphäre. 489 . die Dauer einer Momentphotographie. der Atem wäre die Zeiteinheit. mit der Empfindung der Gegenwart in Zusammenhang steht.

als ob sie nicht bestünde. das heißt zu denen. In vierundzwanzig Stunden. selbst in der Hälfte dieser Zeit. wenn wir einsehen. die kleinste Abweichung vom Üblichen wird sofort bemerkt. die in den Organismus eingeführt wurde. einer unserer Atemzüge vierundzwanzig Stunden dauert. geradezu blitzartige Geschwindigkeit vieler innerer Vorgänge. was sie erklären kann. mag über die Tatsache nicht erstaunt sein. Daß sich dies in Sekunden unserer Zeit vollzieht. Mir war es immer fast als Scharlatanismus seitens der Physiologen erschienen. Ein Mensch. macht es vollständig phantastisch und wunderbar. die sich in meiner Tabelle links vom Menschen befinden. die offensichtlich das Leben des Organismus lenken. der die verschiedenen Nervenzentren ernährt. ist es möglich. Die Wissenschaft erklärt natürlich nur. sich den 490 .Als ich zu den niedrigeren Kosmen kam. die ungefähr einem Atemzug gleicht. weiterverbraucht. Aber die phantastische Seite fällt weg. sondern ständig die Aufmerksamkeit darauf richten. Aber in diesem Falle sollte sie meiner Ansicht nach die Tatsache nicht verbergen und übergehen. mit anderen Substanzen vermischt und dann in Form dieser Mischung erst als Brennstoff. daß sich in dieser ganz unmerklichen Zeitspanne. Die Substanz. bei jeder passenden Gelegenheit auf sie hinzuweisen. sogar in einem Drittel. im Prozeß der Analyse geht sie durch eine Reihe von Laboratorien. sie wird in ihre Bestandteile aufgelöst. alle inneren Kräfteverhältnisse und die Form und Art der Reaktionen verändert. der nicht über die Fragen der Physiologie nachdenkt. im Organismus eine ganze Reihe mannigfaltiger chemischer und anderer Vorgänge vollzieht. fand ich schon im ersten von ihnen die Erklärung dessen. das heißt in acht Stunden (was einer Sekunde entspricht). All dies muß ziemlich viel Zeit beanspruchen. wird sorgfältig analysiert. daß für die großen Zellen. aber es sollte einem Physiologen klar sein. daß das Trinken einer Tasse starken Kaffees oder eines Glases Kognaks oder das Einatmen des Rauchs einer Zigarette sofort vom ganzen Körper empfunden wird. nämlich die erstaunliche. daß dieser Tatsache keine genügende Bedeutung beigemessen wird. was mir in der Arbeit unseres Organismus immer am rätselhaftesten und unerklärlichsten erschienen war.

Das Molekül. ist es nicht mehr der Stein. l leben und sterben. so lange bestehen wie der betreffende Stoff. den man gesehen hat. Aber auch dann sieht man nicht die 491 . die an der Grenze oder jenseits der Grenze mikroskopischer Sicht stehen. um direkt auf unsere Vorstellung zu wirken. zu klein. Als ich dann zum Kosmos der kleinen Zellen kam. um zu verstehen. Von diesem bequemen Gedanken müssen wir uns trennen. eine Analogie ist notwendig. genau wie er in einer großen und gut geleiteten „chemischen Fabrik" mit verschiedenen Laboratorien durchgeführt werden könnte. Zum Beispiel die Fälle einer fast augenblicklichen Ansteckung bei Epidemien oder ansteckenden Krankheiten im allgemeinen. sterbenden Zellen unseres Organismus und ihr Ersetztwerden durch andere bringen uns dieser Anschauung nahe. kann nicht äußerlich tot sein. Seine Lebensspanne ist gleich einem elektrischen Funken oder dem zehntausendsten Teil einer Sekunde. Wenn drei Sekunden die Lebensgrenze für eine kleine Zelle dieser Art darstellen und dem langen Leben eines Menschen entsprechen. die. sah ich mich der Tatsache gegenüber. wenn für sie schon fünfzehn Sekunden gleich vier Jahrhunderten sind? Als ich dann zur Welt der Moleküle kam. Wenn man einen Stein betrachtet. sozusagen als das lebende Innere der Bausteine eines Stoffes angenommen werden. vor allem jene. kein einziges der beim erstenmal gesehenen Moleküle ist übriggeblieben. müssen von innen heraus noch schneller als unser Organismus erneuert werden. als Grundlage. das innerlich lebt. Granit. daß die Moleküle. obwohl sie strukturell sehr kompliziert sind. Ein Vergleich. muß es wie alles Lebendige geboren werden. deren Erreger noch nicht gefunden worden sind. was dies bedeutet. fand ich wieder eine Erklärung für das Unerklärliche. was wäre dann die Geschwindigkeit. Eisen. und wenn es lebendig bleibt. daß die Kürze des Daseines eines Moleküls fast unvorstellbar ist. Tatsächlich erneuert er sich vor unseren Augen.Ablauf aller der erwähnten Vorgänge auf ordnungsgemäße Weise vorzustellen. in der sich diese Zellen vermehren. Die. Gewöhnlich nimmt man an. Toter Stoff. Kupfer. die Augen schließt und sofort wieder öffnet.

wenn wir jedoch das Elektron nicht mit der Erde. Erstens existiert es nur für den dreihundertmillionsten Teil einer Sekunde. Und außerdem ist die Geschwindigkeit eines Elektrons innerhalb des Atoms nur eine sehr ungefähre Größe. „warum wir keine Moleküle sehen können". daß der Unterschied der Umlaufperioden der Planeten um die Sonne in unserem System eine dreistellige Zahl darstellt. Dies erklärt auch. Man sollte sich vor Augen halten. folgt daraus.und einer neunstelligen Zahl — das heißt zwei Stellen anstatt vier. das heißt in der Welt des Elektrons. ob man nicht das Verhältnis der Dimensionen herausarbeiten könnte. Zahl ist. sondern mit dem Neptun vergleichen.der Unterschied zwischen einer sieben. daß sich ein Elektron innerhalb eines Atoms in seinem Kreislauf mit der Geschwindigkeit von eins geteilt durch eine fünfzehnstellige Zahl bewegt. dann wird der Unterschied beträchtlich geringer. weil Merkur die Sonne vierhundertsechzigmal schneller umkreist als Neptun. Das Elektron als dreidimensionaler Körper ist zu unbefriedigend. Unsere schnellste visuelle Wahrnehmung ist gleich eine zehntausendstel Sekunde. fand ich mich gleich von Anfang an in der sechsdimensionalen Welt. sondern mit dem Neptun vergleichen. nämlich . die einer elfstelligen Zahl entspricht. Ich fragte mich. im letzten Kosmos. oder unter Einschluß des Koeffizienten einer siebenstelligen Zahl. sondern nur ihre Spuren. dann vollführt sie meiner Tabelle nach während ihrer Lebensdauer eine Anzahl von Bahnen um die Sonne. die einer sechsstelligen Zahl entspricht. Weiter. Wenn wir die Erde in ihrer Bewegung um die Sonne betrachten. Zwischen eine