P. D. OUSPENSKY

AUF DER SUCHE NACH DEM WUNDERBAREN
PERSPEKTIVEN DER WELTERFAHRUNG UND DER SELBSTERKENNTNIS

OTTO WILHELM BARTH-VERLAG

Titel der amerikanischen Ausgabe IN SEARCH OF THE MIRACULOUS. FRAGMENTS OF AN UNKNOWN TEACHING Ins Deutsche übertragen von Amold Keyserling und Louise Mareh

Vierte Aullage 1982 Copyright © 1966 und 1978 by Scherz Verlag Bern München Wien für Otto Wilhelm Barth-Verlag Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeder Art und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Die Suche von P. D. Ouspensky in Europa, Ägypten und dem Orient nach einer Lehre, die die Probleme von Mensch und Weltall für ihn lösen könnte, führte ihn 1915 zu seinem Treffen mit G. Gurdjieff. Es ist Gurdjieff, auf den er sich im Text dieses Buches als G. bezieht. '^Aufder Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis" ist der Bericht von Ouspenskys achtjähriger Arbeit als Gurdjieffs Schüler.

INHALT
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ERSTES KAPITEL
Rückkehr von Indien. Der Krieg und die „Suche nach dem Wunderbaren". Alte Gedanken. Die Frage nach „Schulen". Pläne für weitere Reisen. Der Osten und Europa. Eine Notiz in einer Moskauer Zeitung. Vorträge über Indien. Ich treffe G. Ein „verkleideter Mensch". Daa erste Gespräch. G.'s Meinung über die Schulen. Seine Gruppe. „Blick in die Wahrheit." Weitere Zusammentreffen und Gespräche. Die Organisation von G.'s Moskauer Gruppe. Bezahlung und die notwendigen Mittel für die ,^rbeit". „Schweigepflicht" und Verpflichtungen der Schüler. Ein Gespräch über den Osten. „Philosophie", „Theorie" und „Praxis". Wie wurde das System gefunden? G.'s Ideen: Der „Mensch ist eine Maschine", die von äußeren Einflüssen gelenkt wird. Alles „geschieht", keiner „tut" etwas. Um zu „tun", muß man zuerst „sein". Der Mensch ist verantwortlich für seine Handlungen, eine Maschine nicht. Ist Psychologie zum Studium von Maschinen notwendig? Das Versprechen, „Tatsachen" zu geben. Können Kriege verhindert werden? Gespräch über Planeten und Mond als lebendige Wesenheiten. Die „InteUigenz" von Sonne und Erde. „Subjektive" und „objektive" Kunst. ZWEITES KAPITEL Petersburg 1915. Laufende Geschehnisse und die Idee der Mcchanisierthcit Gedanken während meiner Rückreise nach Rußland Ende 1914. Deutsche Zeitungen in Stockholm. „Einfach ein Betrug". Kann der Gang der Geschichte als bewußt und willkürlich betrachtet werden? G. in Petersburg. Ein Gespräch über Gruppen. Hinweis auf esoterische Arbeit. „Gefängnis" und „Flucht aus dem Gefängnis". Waa ist für diese Flucht notwendig? Wer kann helfen und wie? Beginn von Zusammenkünften in Petersburg. Eine Frage über Rcinkamation und zukünftiges Leben. Wie kann man Unsterblichkeit erreichen? Kampf zwischen Ja und Nein. Kristallisierung auf richtiger oder auf falscher Grundlage. Die Notwendigkeit des Opfers. Gespräche mit G. und Beobachtungen. Ein Verkauf von Teppichen und Gespräch über Teppiche. Was G. über sich selbst erzählte. Frage nach altem Wissen und warum es verborgen ist. G.'s Antwort: Wissen ist nicht verborgen. Die Stofflichkeit des Wissens und die Weigerung des Menschen, ihm mitgeteiltes Wissen anzunehmen. Eine Frage über Unsterblichkeit. Die „vier Körper des Menschen". Beispiel der Retorte mit metallischen Pulvern. Der Weg des Fakirs, der Weg des Mönches und der Weg des Yogi. Der vierte Weg. Gibt es Zivihsationen und Kulturen?

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DRITTES KAPITEL G.'s grundsätzliche Ideen über den Menschen. Mangel an Einheit. Viele .,Ichs". Bau der menschlichen Maschine. Drei psychische Zentren. G.'s Methode, die Leitgedanken seines Systems darzustellen. Die Teilung dieses Buches in drei Abschnitte. Wiederholung unvermeidlich. Was menschliche Evolution bedeutet. Mechanischer Fortschritt unmöglich. Die europäische Idee über die Evolution des Menschen. Allverbundenheit in der Natur. Menschheit und Mond. Vorteil des einzelnen gegenüber den Massen. Die Notwendigkeit, die menschliche Maschine kennenzulernen. Fehlen eines dauernden unveränderlichen Ich im Menschen. Die Rolle der kleinen Ichs. Fehlen von Individualität und Willen im Menschen. Die ostliche Allegone von einem Haus mit seinen Dienern. Der „stellvertretende Haushältcr". Gespräch über einen Fakir auf Nägeln und buddhistische Magie. VIERTES KAPITEL Allgemeine Eindrücke von G.'s System. Rückschau. Eine der Grundvoraussetzungen. Die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Das Sein auf verschiedenen Stufen. Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie. Folge der Entwicklung des Wissens ohne entsprechende Wandlung des Seins und der Wandlung des Seins ohne Vennehrung des Wissens. Was „Verstehen" bedeutet. Verstehen als das Ergebnis von Wissen und Sein. Der Unterschied zwischen Verstehen und Wissen. Verstehen als Funktion von drei Zentren. Warum die Menschen versuchen, für Dinge, die sie nicht verstehen, Namen zu finden. Unsere Sprache. Warum die Menschen einander nicht verstehen. Das Wort „Mensch" und seine verschiedenen Bedeutungen. Die Sprache, die im System verwandt wird. Sieben Stufen des Begriffes „Mensch". Das Prinzip der Relativität in dem System. Einteilungen, die den Einteilungen des Menschen parallel laufen. Das Wort „Welt". Die Mannigfaltigkeit seiner Bedeutung. Untersuchung des Wortes „Welt" vom Gesichtspunkt des Relativitätsprinzips aus. Ein Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der drei Prinzipien oder drei Kräfte. Die Notwendigkeit dreier Kräfte für die Entstehung eines Phänomens. Die dritte Kraft. Warum wir die dritte Kraft nicht sehen. Die drei Kräfte in alten Lehren. Die Schöpfung der Welten durch den Willen des Absoluten. Eine Kette von Welten oder der „Schöpfungsstrahl". Die Anzahl der Gesetze in jeder Welt. 75

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FÜNFTES KAPITEL 118 Eine Vorlesung über die „Mechanik des Weltalls". Der Schopfungsstrahl und sein Wachstum aus dem Absoluten. Gegensatz zu bestimmten wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Mond als das Ende des Schöpfungsstrahls. Der Wille des Absoluten. Die Idee des Wunders. Unser Platz in der Welt. Der Mond nährt sich vom organischen Leben.

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Der Einfluß des Mondes und die Befreiung vom Mond. Verschiedene „Stofflichkeit" der verschiedenen Welten. Die Welt als eine Welt von Schwingungen. Die Schwingungen verlangsamen sich im Verhältnis ihrer Entfernung vom Absoluten. Sieben Arten von Stoff. Fragmente alter Lehren. Die vier Körper de» Menschen und ihre Beziehung zu verschiedenen Welten. Die Bedürfnisse der Natur auf den verschiedenen Stufen. Die Stellung der Erde im Kosmos. Die drei Kräfte und die kosmischen Eigenschaften des Stoffes. Atome zusammengesetzter Stoffe. Definition des Stoffes nach den Kräften, die sich durch ihn äußern. „Kohlenstoff", „Sauerstoff", „Stickstoff" und „Wasserstoff". Die drei Kräfte und die vier Stoffe. Ist der Mensch unsterblich oder nicht? Was bedeutet Unsterblichkeit? Ein Mensch, der den vierten Körper hat. Die Geschichte vom Seminaristen und der Allmacht Gottes. Gespräche über den Mond. Der Mond als das Gewicht an einer Uhr. Gespräch über eine Universalsprache. Erklärung des Abendmahls. SECHSTES KAPITEL Gespräch über Ziele. Kann die Lehre ein bestimmtes Ziel verfolgen? Das Ziel des Daseins. Persönliche Ziele. Die Zukunft kennen. Herr seiner selbst sein. Fortleben nach dem Tode. Ein Christ sein. Der Menschheit helfen. Kriege verhindern. G.'s Erklärungen. Esoterisches , , Christentum. „Verrückte Maschinen." Was sollte das Ziel eines Menschen sein? Die Gründe innerer Sklaverei. Womit der Weg zur Befreiung beginnt. „Erkenne dich selbst." Verschiedene Auffassungen dieser Idee. Selbst-Studium. Wie man studieren soll. Selbst-Beobachtung. Registrierung und Analyse. Ein Grundprinzip der Arbeit der menschlichen Maschine. Die drei Zentren: Denken, Fühlen und Empfinden. Die Arbeit der Zentren unterscheiden lernen. Versuche von Änderungen in der Arbeit der Maschine. Störung des Gleichgewichts. Wie stellt die Maschine ihr Gleichgewicht wieder her? Zufällige Veränderungen. Falsche Arbeit der Zentren. Einbildung. In den Tag hinein träumen. Gewohnheiten. Sich zum Zweck der Selbst-Beobachtung den Gewohnheiten widersetzen. Streben, keine negativen Gefühle auszudrücken. Registrierung der Mechanisiertheit. Veränderungen, die sich aus richtiger Selbst-Beobachtung ergeben. Die Idee des Bewegungszentrums. Die übliche Einteilung der menschlichen Handlungen. Ihre Einteilung nach den Zentren. Automatismus. Instinktive Handlungen. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungsfunktionen. Einteilung der Gefühle. Die verschiedenen Stufen der Zentren. SIEBENTES KAPITEL Ist „kosmisches Bewußtsein" erreichbar? Was ist Bewußtsein? G.'» Frage, was wir bei der Selbst-Beobachtung feststellten. Unsere Antworten. G.'s Bemerkung, daß wir das Wichtigste nicht begriffen hätten. Warum bemerken wir nicht, daß wir uns unser selbst nicht 142

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Seite ermnemf Es „beobachtet", es „denkt", es „spricht". Versuche, »ich seiner selbst zu erinnern. G.'s Erklärungen. Die Bedeutung des neuen Problems. Wissenschaft und Philosophie. Unsere Erfahrungen. Versuche, die Aufmerksamkeit zu teilen. Erste Empfindung bei absichtlichem Sich-seincr-selbst-Erinnern. Was wir von der Vergangenheit in Erinnerung behalten. Weitere Erfahrungen. Schlaf im Wachzustand und Erwachen. Was die europäische Psychologie übersehen hat. Verschiedene Auffassungen, was Bewußtsein ist. Das Studium des Menschen läuft dem Studium der Welt parallel. Auf das Gesetz der Drei folgt das Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. Mangelnde Stetigkeit der Schwingungen. Verschiedene Oktaven. Die Sieben-TonSkala. Das Gesetz der „Intervalle". Notwendigkeit „zusätzlicher Schocks". Was beim Fehlen „zusätzlicher Schocks" geschieht. Um zu tun, ist es notig, „zusätzliche Schocks" beherrschen zu können. Untergeordnete Oktaven, innere Oktaven. Organisches Leben an Stelle eines „Intervalls". Planctarische Einflüsse. Die laterale Oktave sol-do. Die Bedeutung der Noten la, sol, fa. Die Bedeutung der Noten do, si. Die Bedeutung der Noten mi, re. Die Rolle des „organischen Lebens" bei der Veränderung der Erdoberfläche. ACHTES KAPITEL 204 Verschiedene Bewußtseinszustände. Schlaf. Wachzustand. Selbstbewußtsein. Objektives Bewußtsein. Fehlen von Selbstbewußtsein. Was ist die erste Bedingung, um Selbstbwußtsein zu erlangen? Höhere Bewußtseinszustände und höhere Zentren. Der „Wachzustand" des gewöhnlichen Menschen ist Schlaf. Das Leben schlafender Menschen. Wie kann man erwachen? Was der Mensch ist, wenn er geboren wird. Was die „Erziehung" und das Beispiel der Umgebung ausmachen. Die Möglichkeiten des Menschen. Selbst-Studium. Innere Photographien. Verschiedene Menschen in einem Menschen. „Ich" und „Ouspensky". Wer ist aktiv und wer ist passiv? Der Mensch und seine Maske. Die Teilung seiner selbst als erste Stufe der Arbeit an sich selbst. Eine Grundeigenschaft des menschlichen Wesens. Warum man sich seiner selbst nicht erinnert. „Sich identifizieren." • „Sich nach etwas richten." Inneres und äußeres SichRichten. Was äußeres Sich-Richten einer Maschine bedeutet. „Ungerechtigkeit." Aufrichtigkeit und Schwäche. „Puffer.'1 Gewissen. Moralität. Gibt es eine allen gemeinsame Idee der Moral? Gibt es christliche Moral? Gibt es eine allgemeingültige Auffassung von Gut und Böse? Niemand tut etwas um des Bösen willen. Verschiedene Auffassungen des Guten und die Ergebnisse dieser verschiedenen Auffassungen. Worauf kann eine bleibende Vorstellung von Gut und Böse beruhen? Die Vorstellung von Wahrheit und Lüge. Der Kampf gegen „Puffer" und Lügen. Methoden der Schul-Arbeit. Unterordnung. Ein-

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sieht der eigenen Nichtigkeit. Persönlichkeit und Wcsenskern. Tote Menschen. Allgemeine Gesetze. Die Geldfrage. NEUNTES KAPITEL Der „Schöpfungsstrahl" in Form dreier Strahlungsoktaven. Die Beziehung von Stoffen und Kräften verschiedener Weltebcnen zu unserem Leben. Die Intervalle in den kosmischen Oktaven und die „Schocks", die sie ausfüllen. „Punkt des Weltalls." Die Dichtigkeit von Schwingungen. Drei Kräfte und vier Stoffe. „Kohlenstoff^', „Sauerstoff", „Stickstoff", „Wasserstoff". Zwölf Triaden. „Tabelle der Wasserstoffe." Der Stoff im Licht seiner chemischen, physikalischen. psychischen und kosmischen Eigenschaften. Die Intelligenz von Stoffen. Das ^,Atom". Jede menschliche Funktion und jeder menschliche Zustand hängt von der vorhandenen Energie ab. Die Stoffe im Menschen. Der Mensch hat genug Energie, um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen, wenn er mit seiner Energie sparsam umgeht. Verschwendung von Energie. „Lerne das Feine vom Groben zu scheiden." Die Erzeugung feiner „Wasserstoffe". Wandlung des Seins. Wachstum der inneren Körper. Der menschliche Organismus als eine dreistöckige Fabrik. Drei Arten von Nahrung. Die Einführung von Nahrung, Luft und Eindrucken in den Organismus. Die Umwandlung der Stoffe vollzieht sich nach dem Oktavengcsetz. Die Nahrungs-Oktave und die Luft-Oktave. Das Extrahieren „höherer Wasserstoffe". Die Oktave der Eindrücke entwickelt sich nicht. Die Möglichkeit, im Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes einen künstlichen „Schock" zu erzeugen. Bewußte Anstrengung. „Seiner selbst eingedenk sein." Daraus folgende Entwicklung von Eindrucksund Luft-Oktave. Ein zweiter bewußter „Schock". Anstrengung im Zusammenhang mit Gefühlen. Die Vorbereitung für diese Anstrengung. Analogie zwischen dem menschlichen Organismus und dem Weltall. Drei Stufen in der Evolution der menschlichen Maschine. Die Umwandlung der Gefühle. Alchimie. Die Zentren arbeiten mit verschiedenen „Wasserstoffen". Zwei höhere Zentren. Falsche Arbeit der niederen Zentren. Die Stofflichkeit aller inneren Vorgänge. 244

ZEHNTES KAPITEL 290 Wo beginnt der Weg? Das Gesetz des Zufalls. Verschiedene Arten von Einflüssen. Im Leben geschaffene Einflüsse. Einflüsse, die, außerhalb des Lebens geschaffen, nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Das „magnetische Zentrum". Ausschau nach dem Weg. Einen finden, der ihn kennt. Die dritte Art der Einflüsse: bewußt und unmittelbar. Befreiung vom Gesetz des Zufalls. „Stufe", „Treppe" und „Weg". Besondere Bedingungen des vierten Weges. Ein falsches magnetisches Zentrum ist möglich. Wie kann man falsche Wege erkennen? Lehrer und Schüler. Das Wissen beginnt mit der Lehre von den Kosmen. Die übliche Vorstellung von zwei Kosmen: „Makrokosmos" und „Mikro-

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kosmos". Die vollständige Lehre von den sieben Kosinen. Das Verhältnis der Kosmen zueinander gleich Null zu Unendlich. Das Prinzip der Relativität. „Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten." Was ein Wunder ist. „Die Dimensionenperiode." Überblick über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Theorie vieler Dimensionen. G.'s Bemerkung: „Zeit ist Atem." Ist der „Mikrokosmos" der Mensch oder das Atom? ELFTES KAPITEL 317 Ein Buch von Aphorismen. Erwachen, sterben, geboren werden. „So ein Weizenkorn nicht stirbt, wird es keine Frucht bringen." Was hindert den Menschen daran, wiedergeboren zu werden? Was hindert den Menschen am „Sterben"? Was hindert den Menschen am Erwachen? Fehlen der Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Was bedeutet die Einsicht der eigenen Nichtigkeit? Was verhindert diese Einsicht? Der hypnotische Einfluß des Lebens. Der Schlaf, in dem die Menschen leben, ist hypnotischer Schlaf. Der Magier und die Schafe. „Kundalini." Einbildung. Weckuhren. Organisierte Arbeit. Gruppen. Kann man in einer Gruppe ohne Lehrer arbeiten? Arbeit des Selbststudiums in einer Gruppe. Spiegel. Austausch von Beobachtungen. Allgemeine und individuelle Bedingungen. Regeln. ^,Hauptfehler." Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Gefahr nachahmender Arbeit. „Schranken." Wahrheit und Lüge. Aufrichtigkeit mit sich selbst. Anstrengungen. Akkumulatoren. Der große Akkumulator. Denk- und Gefühlsarbeit. Notwendigkeit des Fühlena. Die Möglichkeit, mittels des Gefühls zu verstehen, was nicht durch das Denken verstanden werden kann. Das Gefühlszentrum ist ein feineres Instrument als das Denkzentrum. Erklärung des Gähnens in Verbindung mit den Akkumulatoren. Rolle und Bedeutung des Lachens im Leben. Fehlen des Lachens in den höheren Zentren. ZWÖLFTES KAPITEL ; -S48 Die Arbeit in den Gruppen wird intensiver. Jeder Mensch hat ein begrenztes „Repertoire" von Rollen. Die Wahl zwischen der Arbeit an sich selbst und einem „geruhsamen Leben". Die Schwierigkeiten des Gehorsams. Der Zweck von „Aufgaben". G. gibt eine bestimmte Aufgabe. Die Reaktion von Freunden auf die Ideen des Systems. Es ruft in den Menschen das Beste oder das Schlechteste hervor. Was für Menschen können zur Arbeit kommen? Vorbereitung. Enttäuschtsein ist notwendig. Die Frage, woran einer leidet. Neue Einschätzung von Freunden. Ein Gespräch über Typen. G. gibt eine weitere Aufgabe. Versuche, die eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Die Betonungen. „Wcsenskern" und ^,Persönlichkeit". Aufrichtigkeit. Eine schlechte Laune. G. verspricht, jedwede Frage zu beantworten. „Ewige Wiederkehr." Ein Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern. Ein Gespräch über das Geschlecht. Die Rolle des

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Geschlechts als Hauptbewegkraft aller Mechanisiertheit. Das Geschlecht als Hauptmöglichkeit der Befreiung. Neugcburt. Die Umwandlung von Geschlechts-Energie. Mißbrauch des Geschlechts. Ist Enthaltsamkeit nützlich? Richtige Arbeit der Zentren. Ein dauernder Schwerpunkt. DREIZEHNTES KAPITEL 382 Die Intensität innerer Arbeit. Vorbereitung für „Tatsachen". Ein Besuch in Finnland. Das „Wunder" beginnt. Innere „Unterredungen" mit G. „Jetzt schlafen- Sie nicht." „Schlafende Menschen" sehen. Es ist unmöglich, Erscheinungen höherer Ordnung mit gewöhnlichen Mitteln zu untersuchen. Eine veränderte Betrachtung der „Handlungsmethoden". Der „Hauptzug" dies einzelnen. G.'s Erklärung hierzu. Die Umgestaltung der Gruppe. Jene, die die Arbeit verlassen. Zwischen zwei Stühlen sitzen. Schwierigkeit der Rückkehr. G.'s Wohnung. Reaktionen auf das Schweigen. „Lügen sehen." Eine *1 Vorführung. Wie kann man erwachen? Wie kann man den not- 1 wendigen Gefühlszustand erzeugen? Drei Wege. Die Notwendigkeit' des Opfers. „Sein Leiden >, opfern." Die erweiterte „Tabelle der^ Wasserstoffe". Ein „sich bewegendes Diagramm". Eine neue Ent-" deckung. „Wir haben sehr wenig Zeit." VIERZEHNTES KAPITEL Die Schwierigkeit, „objektive Wahrheiten" in gewöhnlicher Sprache mitzuteilen. Objektives und subjektives Wissen. Einheit in der Vielheit. Die Vermittlung objektiven Wissens. Die höheren Zentren. Mythen und Symbole. Wortformulierungen. „Wie oben, so unten." „Erkenne dich selbst." Zweiheit. Wandlung der Zweiheit in Dreiheit. Die Linie des Willens. Vierheit — Fünfheit — die Konstruktion des Pentagramms. Die fünf Zentren. Das Siegel Salomonis. Die Symbolik der Zahlen, geometrischen Figuren, Buchstaben und Worte. Weitere Symbologien. Richtiges und falsches Verstehen von Symbolen. Die Vereinigung von Wissen und Sein: Großes Tun. „Niemand kann einem Menschen etwas geben, was er nicht vorher besessen hat." Erreichung nur dank eigener Anstrengung. Verschiedene bekannte „Linien", die Symbole verwenden. Das System und sein Platz. Eines der Hauptsymbole dieser Lehre, das Enneagramm. Das Gesetz der Sieben in seiner Verbindung mit dem Gesetz der Drei. Untersuchung des Enneagramms. „Was ein Mensch nicht in da» Enneagramm einfügen kann, versteht er nicht." Ein Symbol in Bewegung. Das Enneagramm durch Bewegung erleben. Übungen. Eine Universalsprache. Objektive und subjektive Kunst. Musik. Objektive Musik fußt auf inneren Oktaven. Die mechanische Menschheit kann nur subjektive Kunst haben. Verschiedene Stufen des Seins eines Menschen. 409

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verläßt Petersburg zum letzten Male. Die Beziehung verschiedener Zeiten zu den Zentren des menschlichen Körpers. G. SECHZEHNTES KAPITEL 464 Historische Ereignisse des Winters 1916/17. Gibt es eine bewußte Kraft. Die Religionen entsprechen den Seinsstufen der Menschen. Schulen des vierten Weges. die gegen die Evolution kämpft? Evolviert die Menschheit? „Zweihundert bewußte Menschen konnten das ganze Leben auf Erden verändern. Ägyptische „Schulen der Wiederholung". Wo erklingt das Wort „Ich" in einem selbst? Die zwei Teile richtiger Religion und was jeder enthalt. ^.und einstöckige Maschinen. Die Initiation und die Mysterien. Entwicklung der Idee „Zeit ist Atem" in bezug auf den Menschen. zwei. Der „äußere Kreis". was sie atmen und dem Medium. Der Mensch besteht aus Mensch. Der Vorgang der Evolution beginnt immer mit der Bildung eines bewußten Kerns. Rußland zu verlassen." Esoterische Schulen im Osten. Die „Techniken" der Religion. Zeitdimensionen verschiedener Kosmen. Drei Kosmen zusammengenommen schließen alle Gesetze des Weltalls in sich ein. Der Mond. in dem sie leben. Der Sturz Nikolaus II. Anwendung der Minkowskischen Formel. Weiteres Studium der Diagramme und der Idee der Kosmen. Wandlung ist nur an „Wegkreuzungen" möglich. Das Leben der Moleküle und Elektronen. Die Menschheit in einem Stillstand. Die vier „Wege" als vier Tore zum „exoterischen Kreis". Seine Intelligenzgrade. Pseudo-esoterische Wege und Schulen. Ein interessantes Ereignis — „Verklärung" oder „Mimik"? Die Eindrücke eines Journalisten von G." Drei „innere Kreise" der Menschheit. Das „organische Leben auf Erden". Der evolvierende Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. „Das Ende der russischen Geschichte. Wachstum des Schöpfungsstrahls. auf große und kleine Zellen.'s System als Führer in einem Labyrinth von Widersprüchen oder als Arche Noah." Pläne. Einteilung aller Geschöpfe in dreifacher Hinsicht: nach dem.Seite FÜNFZEHNTES KAPITEL 439 Religion ist ein relativer Begriff. „Wenn sie XIV . Hat der Mensch die Möglichkeit. Die Beziehung zu den höheren Zentren. was sie essen. G. Schaf und Wurm. Die Fortsetzung der Arbeit in Moskau. Kant und die Idee der Skala. Eine Nachricht von G. Zusammenstellung einer „Tabelle der Zeit in verschiedenen Kosmen". „Kosmische Berechnungen der Zeit" in gnostischer und indischer Literatur.Kann Gebet helfen?" Beten lernen. Allgemeine Unwissenheit über das Christentum. Nur Selbst-Initiation ist möglich. Drei-. Die Bewußtheit des Stoffes. „Wahrheit in Form einer Lüge. Die christliche Kirche als Schule. seine Nahrung zu verändern? Das „Diagramm alles Lebendigen". Bedeutung der Riten. die Erde und die Sonne. Anwendung der Idee der Kosmen auf die inneren Vorgänge des menschlichen Organismus.

'» Verhältnis zu seiner Familie. Die bolschewistische Revolution. Eine schwierige Zeit: Krieg und Epidemien. Die Bildung einer Gruppe in Rostow und die Darstellung von G. G. Derwischtänze. Neue Gruppen werden G. Verschwendung von Energie infolge unnötiger Muskelanspannung. Ein Fasten-Experiment Was „Sünde" ist. kommen Sie zu mir. Die Wiederaufnahme der Arbeit. Wie kann man wirkliche Freiheit erreichen? Der schwere Weg von Sklaverei und Gehorsam. in Essentuky. G. Rückkehr zu G.'. Rückkehr nach Piatigorsk. Oktober 1917. Eine Gruppe von zwölf versammelt sich in Essentuky. „Schulen sind unbedingt notwendig. London als Endziel. Was bedeutet „ernst sein"? Nur eine Sache ist ernst. enthüllt den Plan der ganzen Arbeit. Verkauf von Seide. Das Märchen vom Wolf und den Schafen. Praktische Ergebnisse der Arbeit an einem selbst: das Fühlen eines neuen Ich.'s Haltung gegenüber einem seiner Schüler. verkündet die Auflösung der Gruppe. Der Mensch ist der Sklave seines Körpers. G. Der Einfluß des Stop in Essentuky. „Gibt es außerhalb der . G. Sechs Wochen in Essentuky. G. geht nach Sotschi. Denk. die Menschen ihrem Typus gemäß gegeben wird. Das Sammeln von Leuten. Die „Stop-Übung". Eine Botschaft für die dortigen Gruppen. Die Forderungen des „Stop". SIEBZEHNTES KAPITEL August 1917. Mehr Menschen kommen an.und physische Übungen. Eine Vorführung. „Ereignisse" und die Notwendigkeit. Eine letzte Reise nach Petersburg. Die Wahl von Gmus." Ein Besuch bei G. Ein Atmungsexperiment. Die Gewohnheit zu reden.Seite ausruhen wollen. G." „Über-Anstrengungen. G.'s System. Reise nach Konstantinopel. in den Kaukasus. 501 ACHTZEHNTES KAPITEL 541 Petersburg." Der Obyvatel. „Der subjektive und objektive Weg. mich von ihm zu trennen. zeigt Übungen zur Muskelbeherrschung und Entspannung." Die Vereinigung der Zentren ist die Hauptschwierigkeit bei der Arbeit an sich selbst. Rußland zu verlassen. Erkenntnis der Schwierigkeiten des Weges. Der Entschluß. erzählt einen Fall von Stop in Zentralasien. Die Übungen sind schwieriger und mannigfaltiger als zuvor. G. Gespräch über die Unmöglichkeit. Unerläßlich sind großes Wissen. vor- XV .Wege* keinen Weg?" Die „Wege" als Hilfe." Wie kann man die Empfindung von „Ich" verstärken? Kurze Rückkehr nach Petersburg und Moskau. Innerer Kampf und ein Entschluß. eröffnet sein Institut in Tiflis. inmitten der Massenverrücktheit irgend etwas zu tun. Was man zu opfern bereit ist. Eine kleine Gesellschaft mit G. Weiteres Studium des Enneagramms. Astrologie und Typen. kommt an. zeigt Aufmerksamkeitsübungen. G. Anstrengungen und Hilfe. „Die Ereignisse sind überhaupt nicht gegen uns. ein seltsames Vertrauen. das Studium psychischer „Tricks". G. in Alexandropol.

Ein Gespräch mit Catherine Mansfield. G. G. Mein Entschluß. der Künstler und Dichter. G. Das Institut beginnt in Konstantinopel. geht nach Deutschland.gestellt. G. . G. die Arbeit in London selbständig fortzusetzen. Vorführungen im Theätre des Champs Elysees in Paris. spricht über verschiedene Arten der Atmung.'s Abreise nach Amerika 1924. Mein Entschluß. organisiert sein Institut in Fontainebleau. die Arbeit von Konstantinopel in London 1921 fortzusetzen. Atmen durch Bewegungen. ermächtigt mich zum Schreiben und zur Veröffentlichung eines Buches. Arbeit im Chäteau du Prieure. Übersetzung eines Derwischliedes. G..

die mich durch Ägypten.ERSTES KAPITEL I m November 1914. von der wir durch irgend etwas getrennt sind. von wo aus ich dann über England den Heimweg antrat. kehrte ich von einer langen Reise. daß ich mich auf die „Suche nach dem Wunderbaren" begäbe. Auf meiner Rückreise und auch während meines mehrwöchentlichen Aufenthaltes in London wurden alle Gedanken über das Ergebnis meiner Suche durch die völlige Absurdität dieses Krieges verwirrt und vor allem durch die allgemeine Aufregung. Das „Wunderbare" bedeutete für mich das Eindringen in diese unerkannte Wirklichkeit. daß es aus dem Labyrinth von Widersprüchen. Für mich hat das Wort eine ganz bestimmte Bedeutung. nach Rußland zurück. der mit allen bisher bekannten und benützten nichts gemein hat. Aber von wo aus dieser neue oder vergessene Weg beginne. Seinerzeit. keinen Ausweg gibt. Das „Wunderbare" ist an sich sehr schwer zu definieren. es sei denn. in Europa. bei Beginn meiner Reise in Petersburg. die in 1 . in dem wir leben. Ceylon und Indien geführt hatte. daß ein ganz neuer Weg gefunden werde. gerade zu Beginn des ersten Weltkrieges. nichts Derartiges mehr gefunden werden könne. Vielleicht spielte etwas Romantik in dieser Überzeugung mit — jedenfalls war es meine unumstößliche Überzeugung. konnte ich nicht sagen. Schon vor langer Zeit war mir klar geworden. Schon damals war es für mich eine ausgemachte Tatsache. daß der Weg zum Unerkannten im Osten gefunden werden könne. Und es schien mir. hatte ich erklärt. Der Krieg hatte mich in Colombo überrascht. daß hier. daß sich jenseits dieses dünnen Schleiers von falscher Realität eine Wirklichkeit befindet. Warum im Osten? Darauf war die Antwort schwer.

Nach Zusammenfassung all meiner Eindrücke aus dem Osten. die ich jedoch noch nicht für sofort erwartete. 1 2 . der Kriegszustand sei als eine dieser allgemeinen katastrophalen Lebensbedingungen aufzufassen. Ich sagte mir. Der Krieg berührte mein persönliches Leben nicht — jedenfalls nicht bis zur endgültigen Katastrophe. wieder tief bewegten — fühlte ich. ein Wagen mit viereckigen Rädern oder dergleichen. Aber bei meiner Rückkehr nach Rußland — wo mich alle Gedanken. unvermeidlich schien. mußte ich gestehen. in denen wir nun einmal leben und arbeiten und auch Antworten auf unsere Fragen und Zweifel suchen. die mir für Rußland. der auf seinem Rücken ein Haus trug. daß sich bei meiner Dies bezieht sich auf ein kleines Buch aus meiner Kindheit. Der Krieg.der Luft lag und in den Zeitungen wie auch in jedem Gespräch zutage trat und. Seinerzeit hatte mich dieses Buch sehr beeindruckt. Aber damals hielt man den kommenden Zusammenbruch für zeitlich begrenzt. Aber später wurde mir klar. vor allem aus Indien. und ich erkannte ihn als gewaltiges memento mori. desto mehr festigte sich in mir die Überzeugung. war Tatsache geworden. daß größte Eile notwendig sei und man nicht weiter einem Leben ohne Wegziel zustimmen könne. gehorte zu Stupins „Kleiner Bücherei" und bestand aus Abbildungen — zum Beispiel ein Mann. daß dieses Buch wirkliches Leben schilderte. das uns zeigte. mit denen ich ausgezogen war. dieser große europäische Krieg. was an ihnen absurd sei: sie glichen genau den gewohnten Gegenständen im Leben. Spätere Erfahrungen bestärkten nur noch diese Überzeugung. wichtiger war als mögliche oder wirkliche Geschehnisse in dieser Welt „offensichtlicher Absurditäten"1. an dessen Möglichkeit ich nicht glauben und auch dessen Wirklichkeit ich lange nicht anerkennen wollte. was damit in Beziehung stand. denn bei vielen Abbildungen konnte ich nicht verstehen. oft auch mich zu beeinflussen begann. daß überhaupt alles Bestehende „offensichtlich absurd" ist. sehr gegen meinen Willen. in dem wir in Zukunft zu leben haben würden. Es hieß OffenMhtliche Absurditäten. vielleicht auch für ganz Europa. und noch niemand sah das Ausmaß von innerer und äußerer Zerstörung und Auflösung voraus. denn je großer ich wurde. Wir waren mitten darin. daß meine Suche nach dem „Wunderbaren" und alles.

Schon bei meiner Abfahrt wußte ich. Die Grenzen von Raum und Zeit. sozusagen „auf einer anderen Ebene".Rückkehr mein Problem noch schwieriger und komplizierter darstellte als vor der Abreise. und die eingeschlagene Richtung schien mir richtig. 3 . Die Idee der Schule selbst war eben für mich phantastisch. müßten bei solcher Beziehung schwinden. und so fort. früher nicht bestehende Schattierungen gewonnen. aber deren Zugang für uns verschüttet war. mit Schulen ferner Vergangenheit den Kontakt aufzunehmen. Noch bei meiner Abreise gab ich vieles Phantastische in Verbindung mit Schulen zu. Vielleicht ist „zugeben" ein zu starker Ausdruck. lebendigen Denktradition in Berührung kommen müsse. sah ich keinen Widerspruch. Zwar hatten Indien und der Osten nicht nur nicht ihren Glanz des Wunderbaren für mich verloren. Ich erkannte klar: dort ist etwas zu ßnden. andererseits wurde er kälter und entfernter. Zum Beispiel stellte ich mir vor. ihr magischer Schimmer hatte neue. Und auch zu meinem Bemühen. daß das Geheimnis tiefer verborgen ist. daß die Schulen viel von ihrem märchenartigen Charakter für mich einbüßten. die noch irgendwo existierte. so dachte ich. Zu diesem Entschluß war ich schon lang gekommen. daß persönliche individuelle Anstrengungen nicht genügen. Soviel war mir klar. daß ich nach einer Schule oder Schulen fahnden würde. und nichts erschien mir zu unglaubwürdig in Verbindung damit. was seit langem in Europa zu bestehen aufgehört hat. Ich meine damit. Mir war klar. die Notre Dame gebaut haben. den ägyptischen oder denen. sogar der Beginn der Beziehung zu einer Schule müßte etwas Wunderbares an sich haben. in Indien bestehende Schulen kennenzulernen. es müßte möglich sein. aber mir schien. Aber gleichzeitig war ich zu der Überzeugung gelangt. Ich sollte besser sagen: mir träumte von der Möglichkeit. als ich zuvor angenommen hatte. sondern ich mit der bestehenden. Ich konnte es nicht klar ausdrücken. Aber der Begriff der gesuchten Schule selbst wandelte sich sehr während meiner Reisen — einerseits gewann er an Gestalt und wurde einfacher. einen unphysischen Kontakt mit Schulen zu haben. im Gegenteil. sei es mit der pythagoräischen.

Vor allem. werde es möglich sein. darüber hatte ich keine Zweifel. daß sie wirkliches Wissen hätten. den Gedanken einer Rückkehr nach Europa aufzugeben. forderten aber auch sehr vieles. Auf meiner Rückreise war nach einer Reihe von Begegnungen und Eindrücken die Schulidee wirklicher und faßbarer geworden. die Entscheidung für sie. Zielen und Plänen zu entsagen und mich einem Weg anzuvertrauen. mit der ich aber keine Berührung aufnehmen konnte und von der ich nur hörte. und zwar von unserer Seite. Andere Schulen wiederum waren von leicht sentimentaler. die mit 4 . Diese versprachen sehr vieles. daß alle jene. einen solchen Kontakt zu finden. allen meinen eigenen Gedanken. Diese Schulen interessierten mich sehr. moralphilosophischer Artung. so glaubte ich. Noch eine andere Art von Schulen gab es dort. gewöhnlich als „Yogaschulen" beschrieben. was sie erreichten. Daß es Schulen gebe. und alle Leute. wohin er führen werde. Wiederum andere. von dem ich im vorhinein nicht wußte. nicht für mich geeignet seien. war entweder Selbsttäuschung oder das. in Indien. Es wäre also nötig gewesen. hatte aber ihren phantastischen Charakter verloren. ein wenig asketisch. sondern auch ihre Wahl. aber ich glaubte nicht. der später dauernd und von allen äußeren Störungen unabhängig werden würde. wie die Schulen der Jünger und Anhänger von Ramakrischna. Sie verlangten alles auf einmal. was die russischen Mystiker (in der russischen Mönchsliteratur) „Schönheit" oder „Verzauberung" nannten. Sie zogen mich nicht an: wenn ich einen religiösen Weg gesucht hätte. Aber gleichzeitig reifte in mir die Überzeugung. Ich konnte ihnen nicht trauen: alles. mit denen ich in Berührung kam. so würde ich ihn auch in Rußland gefunden haben.Gerade dort. Es gab unter ihren Mitgliedern sehr nette Menschen. in Indien zu bleiben. weil ich folgendes eingesehen hatte: notwendig ist nicht allein die Suche nach einer Schule. fußten auf der Erreichung eines Trancezustands und ähnelten meiner Meinung nach dem Spiritismus. Es waren dies Schulen entweder religiösen oder doch halbreligiösen Charakters mit spezifisch frommer Färbung.

bis zu einem gewissen Grad seinen eigenen Weg zu kennen. Ich weilte dort etwa sechs Wochen. Diesmal wollte ich mit dem mohammedanischen Osten beginnen. traf ich über Norwegen. der Stimme von Moskau. Aber keiner dieser Pläne sollte sich verwirklichen. Und vor allem erkannte ich. unter Einschluß von Fakirwundem. eine Notiz in. daß diese Träume eines der Haupthindernisse auf jedem möglichen Weg zur Erkenntnis des „Wunderbaren" sein müßten. esoterisch oder Yogi. während ich gerade die nächste Ausgabe vorbereitete. sei es eine Malerschule. eine Tanzschule oder eine medizinische Schule. das von einem gewissen „Inder" stamme. Bald darauf übersiedelte ich nach Moskau und begann für eine Zeitung. Leitartikel zu schreiben. Die Idee einer Schule „auf einer anderen Ebene" erkannte ich einfach als Zeichen von Schwäche. Aber ich glaubte trotz allem. heiligen Tänzen und so fort. Zur gleichen Zeit gelangte ich zu folgender Überzeugung: was auch immer der Name einer Schule sei. wobei Träume den Platz wirklicher Suche einnähmen. Sie bezog sich auf das Szenario eines Balletts mit Namen „Der Kampf der Magier". Von London kommend. vor allem Russisch-Zentralasien und Persien besuchen.ihnen in Berührung gewesen waren und mir darüber berichteten. Eines Tages fand ich im Zeitungsbüro. Auf meinem Wege nach Indien hatte ich Pläne für weitere Reisen gefaßt. Aber während dieser Zeit trug sich eine kleine Episode zu. ob okkult. sie müsse auf der gleichen irdischen Ebene bestehen und wirken wie jede andere Schule. Die Handlung des Balletts sollte ganz in Indien spielen und ein vollständiges Bild orientalischer Magie geben. für die ich schon von Indien aus gearbeitet hatte. ragten deutlich aus dem Durchschnitt hervor. Schweden und Finnland im schon auf Petrograd umgetauften Petersburg ein. die mit vielen späteren „Ereignissen" im Zusammenhang stand. glaube ich. es müsse auch eine mehr rationale Art von Schulen geben und daß ein Mensch das Recht habe. das von Spekulationen und Patriotismus überschäumte. Mir war 5 .

um dort die gleichen Vorträge zu halten. daß in dem Ballett alles zu finden sei. in der verschiedene „okkulte" Untersuchungen und Experimente ausgeführt würden. Diese Vorträge waren als Einführung zu einem Buch über meine Reisen gedacht. die mich auf eine Gruppe in Moskau hinwiesen. als man gewöhnlich annehme. eine große Anzahl von Menschen zu vereinen. Dort hielt ich im Februar und März 1915 öffentliche Vorlesungen über meine indischen Reisen.. wie sie zu deren Erkenntnis gelangen könnten. aber daß das „Wunderbare" dort wirklich existiere und durch viele Zeichen angedeutet werde. denen das übliche Lügen und Leben in der Lüge widerwärtig geworden war. das ich zu schreiben beabsichtigte. Daß ferner alle üblichen Wege dazu nutzlos seien und Indien seine Geheimnisse besser hüte. Nach Ostern ging ich nach Moskau. daß man in Indien das „Wunderbare" nicht dort suche. um mich zu sehen. aber da indische Szenarioschreiber von Balletten in Moskau verhältnismäßig selten waren. Und ich erkannte. einen 6 . an denen die Menschen achtlos vorbeigehen. wo es gesucht werden sollte. Über tausend Menschen wohnten einer jeden in der Alexandrowskyhalle der Petersburger Duma bei. Ihr Titel lautete: „Auf der Suche nach dem Wunderbaren" und „Die Probleme des Todes". daß es auf der Grundlage einer „Suche nach dem Wunderbaren" möglich sein werde. Bald nach diesem Ereignis verließ ich die Zeitung aus verschiedenen Gründen und ging nach Petersburg.der leichtfertige Ton der Notiz unsympathisch. schnitt ich die Anzeige aus und übernahm sie in meine Zeitung mit dem Zusatz. was im richtigen Indien nicht angetroffen werden könne. Trotz des Krieges erweckten meine Vorlesungen sehr starkes Interesse. Geleitet werde diese Arbeit durch einen gewissen G. Hierbei dachte ich wieder an die „Schulen". ohne ihren verborgenen Sinn und ihre Bedeutung zu erfassen oder ohne zu wissen. Unter den Leuten. Leute kamen. waren zwei — ein Musiker und ein Bildhauer —. Ich erhielt viele Briefe. was aber dorthin Reisende zu sehen wünschten. In ihrem Verlauf erklärte ich. die ich im Verlauf dieser Vorträge kennenlernte.

Sie würden merkwürdige Empfindungen in ihren Beinen verspüren. Gedanken und Wünsche kenne. Wir gingen zu einem kleinen Cafe in einer lärmigen Seitenstraße. wenig interessierte: es schien sich um alle möglichen selbstsuggerierten Wunder zu handeln. daß mich alles.kaukasischen Griechen — den gleichen „Inder". auf die sie Bezug nehmen. was er wünsche. Dort sah ich dann einen Mann von orientalischem Typus. Erstaunlicherweise 7 . Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Begegnung. sie faszinierten und denen sie durch viele Straßen folgten. wie ich erfuhr. nicht mehr jung. um schließlich beim Haus eines gewissen Orientalen. zu treffen und mit ihm zu sprechen. alle ihre Gefühle. M.. des Besitzers dieser Augen. daß er sie vollständig durchschaue. Mir waren schon viele derartige Geschichten zu Ohren gekommen. anzulangen. die in der Luft schwebten. Damen würden plötzlich in ihrem Zimmer „Augen" sehen. und ich hatte mir bereits eine bestimmte Meinung über dergleichen gebildet. was mir diese zwei Leute über seine Gruppe und die in ihr ausgeführte Arbeit erzählten. Ich muß gestehen. daß er sie zu allem veranlassen könne. G. was man von ihnen erwartet. über das ich vor drei oder vier Monaten die Notiz in der Zeitung gefunden hatte. könnten sich nicht bewegen und fielen dermaßen unter seinen Einfluß. Oder wiederum andere würden in der Gegenwart dieses Orientalen plötzlich fühlen. All dieses und viele andere derartige Geschichten schienen mir einfach schlechter Romanstorf. Manche Leute erfinden Wunder zum eigenen Gebrauch oder erfinden genau das. mit schwarzem Schnurrbart und stechenden Augen. Aus diesem Grunde und im Lichte früherer Erfahrungen willigte ich nur nach langem Drängen eines meiner Bekannten. außerdem entstehen meiner Erfahrung nach diese Geschichten nie ohne Mitwirkung derjenigen Leute. Autosuggestion und fehlerhaftem Denken. selbst aus der Entfernung. Meine erste Begegnung änderte jedoch vollständig meine Meinung über ihn und was ich von ihm erwarten könne. So bildet sich eine Mischung von Aberglauben. ein. der das Ballettszenario verfaßt hatte.

wo Kleinhändler und Handlungsreisende sich zu treffen pflegten. Meine Fragen schienen ihn nicht nur nicht in Verlegenheit zu bringen: mir schien sogar. Dieser Mensch mit dem Gesicht eines indischen Radjas oder arabischen Scheichs. verließ uns nach kurzer Zeit. wir sprachen über Indien. den ich mir sofort in weißem Burnus oder vergoldetem Turban vorstellte. Ich entsinne mich nicht mehr. angetan mit einem schwarzen Mantel mit Samtkragen und einem schwarzen steifen Hut. Aus seinen Ausführungen ging hervor. sprach ich. weil er sichtlich nicht das ist. faßte ich natürlich seine Worte buchstäblich auf. „erinnert mich an eine Geschichte von einer Schule in Südindien. „Was Sie sagen". G. G. erzählte mir von seiner Moskauer Arbeit. als ob man den Mummenschanz nicht durchschaue. daß er mehr Gewicht in die Antworten legte. Da ich ihm das erstemal zuhörte. Er sprach ein unkorrektes Russisch mit starkem kaukasischem Akzent. verstärkte noch die Fremdheit und Unerwartetheit des Eindruckes. und man sich so verhalten und sprechen soll. mit dem wir alles andere zu assoziieren pflegen als philosophische Ideen. saß hier in einem kleinen Cafe. welche die menschliche Körperchemie studiere und durch Einführung und Entfernung verschiedenartiger Stoffe die moralische oder psychische Natur eines 8 . daß in seiner — hauptsächlich psychologischen — Arbeit die Chemie eine große Rolle spielte. Ein in jeder Hinsicht außerordentlicher und hervorragender Brahmane erzählte in Travancore einem jungen Engländer von einer Schule. Ich glaube.schien er mir verkleidet zu sein. unerwarteten und fast erschreckenden Eindruck: ein schlecht verkleideter Mensch. und dieser Akzent. schien weit gereist zu sein und war sichtlich an Orten gewesen. als in den Fragen enthalten war. Ich verstand ihn nicht ganz. Diese Ausstattung machte einen merkwürdigen. M. dessen Anblick einen verlegen macht. von denen ich nur gehört hatte und die ich sehr zu sehen wünschte. Seine Art zu sprechen — sorgfältig und genau — gefiel mir. Ich war immer noch unter dem Einfluß meiner Eindrücke aus dem Osten. wie unser Gespräch genau begann. über Esoterik und die YogaSchulen. was er vorgibt. so wenig paßte seine Erscheinung zu Umgebung und Atmosphäre.

Es gibt Schulen. Aber sie können in ganz anderer Richtung gebraucht werden." „Das mag sein". werden Experimente nur dann ausgeführt. Das klingt ganz ähnlich wie Ihre Ausführungen.. beweist mir ganz klar. sagte G.Rauschgift' bezeichnen. Für jede Funktion dienen bestimmte Stoffe. sagte ich. er weiß dann. welche die gleiche Methode zu benützen scheinen. Deren Schüler nehmen sie zum Zwecke des Selbststudiums ein.Magie' möglich wird. was er theoretisch gelernt hat. „Es gibt Stoffe. Es gibt in bezug auf diesen Weg eine eigene Chemie. in Wirklichkeit aber etwas ganz anderes darunter verstehen. was erst viel später als Ergebnis langer Arbeit erreicht werden kann. welche Yogis zur Erreichung gewisser Zustände cinnehmen. Aber hierfür ist eine große Kenntnis der menschlichen Maschine und dieser speziellen Chemie erforderlich. die Rauschgifte auf richtige Weise verwenden. um von der Wirklichkeit all dieser Möglichkeiten überzeugt zu werden. Es gibt Schulen. Manchmal ist dies der leichteste Weg. bei denen nach dieser Methode gearbeitet wird. geweckt oder eingeschläfert werden. „in vielen Fällen sind diese Stoffe das. wohin er geht. was ich über Magie gelesen habe. um im vorhinein zu erkennen. Wenn ein Mensch dies erkennt und dadurch überzeugt wird. wirklich existiert. um einen Zustand zu erlangen. Sollte es sich hierbei nicht in manchen Fällen um Rauschgifte handeln? Ich habe selbst eine ganze Reihe von Experimenten in dieser Richtung ausgeführt." „Da ist noch eine andere Frage. um ihre Entwicklung. was Sie mit . wenn sie sich als wirklich notwendig erweisen. daß das. die er oft in sich vermutet. und dann nur unter der Leitung erfahrener 9 . Eine jede kann geschwächt oder verstärkt. sagte G. ihre Anlagen besser kennenzulernen. daß alle Schulen zu allen Zeiten und in allen Ländern Rauschgifte in großem Umfange gebrauchten." „Ja".Menschen verändern könne. in dem . und auch alles. „aber es kann sich auch ganz anders verhalten. In allen Schulen. dann arbeitet er bewußt. Die Gleichheit von Methoden oder sogar von Ideen beweist gar nichts.. die mich sehr beschäftigt".

und 10 . wenn auch nur für eine kurze Zeitdauer. gab er mir nicht einen einzigen an. sagte. daß seine Arbeit eine ganze Reihe wohlbekannter Leute in Moskau interessiere — „Professoren" und „Künstler". die die gleichen oder ähnliche Stoffe verwenden. wenn auch viele von ihnen aus solchen Drogen wie Opium.. Durch angemessenen Gebrauch solcher Stoffe kann ein Mensch sehr klug oder sehr stark gemacht werden. viele seiner Schüler waren beim ersten Aufgebot mobilisiert worden. „Ich frage". die mit seiner Arbeit verbunden seien. daß wir über Schulen mit großer Vorsicht sprechen müssen. sehr angesprochen. den teuren Wohnungen. aber nicht zum Experimentieren und Untersuchen. Die in diesen Schulen verwandten Stoffe sind nicht allein »Rauschgifte*. viele teure im Ausland bestellte Geräte und Instrumente waren verlorengegangen. in denen solcherlei Experimente ausgeführt werden. die alle Ergebnisse voraussehen und Maßnahmen gegen mögliche unerwünschte Folgen ergreifen. Auf dem Wege erklärte mir G. Dann sprach er weiter von den hohen Kosten. Wir nahmen einen Wagen und fuhren in der Richtung nach Sokolniki. „weil ich gebürtiger Moskauer bin." Ich fühlte mich durch alles. Außer den Schulen. Aber als ich ihn nach den genauen Namen fragte. aber dies wird nicht in Betracht gezogen. gibt es andere.und fähiger Menschen. wie ich begriff. was G. Nachher natürlich stirbt er oder wird verrückt. sondern um bestimmte gewünschte Ergebnisse zu erreichen. allerdings nur für eine gewisse Zeit. sie können praktisch das gleiche tun. sagte ich. die er gemietet habe und zu denen wir. Weiter erklärte er mir. Auch solche Schulen gibt es. Sie sehen also. wie der Krieg viele seiner Pläne gestört habe. wie Sie es nennen. wie er sich ausdrückte. Er lud mich darauf ein. gerade unterwegs waren. Haschisch und so fort zubereitet werden. wie sie mir noch nie vorher begegnet waren. aber die Ergebnisse werden vollständig andere sein. in ein Haus zu kommen. wo sich einige seiner Schüler versammeln sollten. Hier fühlte ich einige neue Gesichtspunkte.

merkwürdig vor. worin genau ihre Arbeit bestehe. Natürlich stimmte ich zu. das Gefühl. da Gemeindeschullehrerinnen keine Möbel erhielten. sich in einer merkwürdigen. der aber zur Zeit nicht in Moskau weilte. Der Autor beschrieb darin sein Zusammentreffen und seine Bekanntschaft mit G." Hierauf erwiderte G. Wir kamen nun zu einer großen leeren Wohnung über einer Gemeindeschule. Sie schlugen vor. so daß ich mehr oder weniger jedermann kenne. Einige der Dinge. Dieser offensichtliche Bluff war so merkwürdig. Warum hatte er von den umfangreichen Kosten dieser Wohnung gesprochen? Erstens gehörte ihm die Wohnung nicht.außerdem habe ich an hiesigen Zeitungen gearbeitet. überraschten mich. die ich selber im Winter in der Stimme Moskaus gelesen hatte. den Beginn-der Unterredung mit G. die wie Schullehrerinnen aussahen. zweitens kostete sie keine Miete und drittens konnte sie ihn nicht mehr als zehn Rubel im Monat kosten. Ich glaube. die. die sichtlich den Lehrern dieser Schule gehörte. Dies ließ mich sogleich aulhorchen. den Anfang einer Geschichte zu verlesen. Die Geschichte begann damit. einer von G. es war am Platz des früheren Roten Teiches. aber sie gaben mir keine direkten Antworten und in manchen Fällen bestanden sie darauf.'s Schülern geschrieben hatte. es müsse etwas bedeuten. daß der Autor in der Zeitung die gleiche Notiz über das Ballett „Der Kampf der Magier" fand. Ich versuchte herauszufinden. Ich bin schon früher in solchen Wohnungen gewesen. mir völlig unverständlichen Terminologie auszudrücken. als ob dieser ihn gleichsam auf seine 11 . wie sie sagten. Weiterhin — und dies gefiel mir besonders. zehn Jahre lang. Sogar das Fehlen von Möbeln bestätigte meine Vermutung. Es ist schwierig. die ich hörte. und darauf begann einer von ihnen laut aus einem Manuskript vorzulesen. nichts. daß ich überzeugt war. Bei dieser Vorstellung kam mir G.'s Schülern zu rekonstruieren. weil ich es erwartete — hatte der Autor bei seinem ersten Treffen mit G. Einige seiner Schüler waren in der Wohnung: drei oder vier junge Männer und zwei Frauen.

war damit beendet. sei es im Hof einer Kairoer Moschee. Die Lesung des Abschnittes. die mich sehr stark berührten. G. Ich antwortete ihm. „Nun. ein Bein untergeschlagen. auf einem Sofa. selbst den Plan hierzu geliefert habe. sie sagten. Meiner Ansicht nach aber habe sie den Fehler. was ihn von den anderen unterschied. G. 12 . Später erfuhr ich. Ich konnte es aber noch nicht nennen oder formulieren.Handfläche setze. weil sich in ihr Hinweise auf ein System fanden. Seine Bewegungen gefielen mir: sie waren sehr sicher und von tigerartiger Geschmeidigkeit. das mich sehr interessierte. Sogar in seinem Schweigen war etwas. daß der Autor der Geschichte eine ßktive Person war und daß zwei bei der Verlesung anwesende Schüler G. Trichinopolis oder Madura. Die Geschichte schildere. Aber trotzdem beeindruckte sie mich. rauchte und blickte manchmal zu mir herüber. Ich fühlte. daß ich das Wesentliche gar nicht verstanden habe. daß G. nicht in dieser Wohnung getroffen hätte. daß es mich sehr interessiert habe zuzuhören. als die Lesung beendet war. hörte die ganze Zeit aufmerksam zu. nach dem »ic arbeiteten. in einer der Ruinenstädte Ceylons oder einem der südindischen Tempel — Tanjore. sondern in einem der Orte. mit mir zu argumentieren. seine Ideen in einer literarischen Form darzulegen. der das erste Kapitel darstellen sollte. nach einer kurzen Pause. Er saß. gebe aber keine Aufklärung über diese Lehre selbst Die Anwesenden begannen darauf. wie hat Ihnen die Geschichte gefallen?" fragte G. daß eine gewisse Lehre auf den Autor einen starken Eindruck gemacht habe. Die Geschichte hieß „Blick in die Wahrheit" und war sichtlich von einem Mann ohne jegliche literarische Erfahrung geschrieben. Noch später hörte ich. trank schwarzen Kaffee aus einem Glas.'s sie in der Absicht verfaßt hatten. selbst sagte nichts. Ferner enthielt sie einige seltsame und unerwartete Ideen über Kunst. wiege und wieder zurückstelle. nicht klarzumachen. von denen ich kürzlich zurückgekehrt war. daß ich ihn lieber nicht hier in Moskau. Als ich sie dann nach dem System. um was es sich eigentlich dabei handle.

„Könnte dieser Artikel in einer Zeitung veröffentlicht werden? Wir dachten daran. wir zählen den Lesestoff nach Zeilen." „Das ist vollständig ausgeschlossen". gehört hatte. was wir in der Zeitung ein Feuilleton nennen. Und auf jeden Fall werden sie die ganze Geschichte verlangen. und damit war dieses Gespräch beendet G. antworteten sie sehr unbestimmt. nach kurzer Pause. ich meine etwas mit einem Anfang und einem Ende. dann nur in einer Monatsschrift. Sehen Sie. Das übliche Feuilleton hat etwa dreihundert Zeilen.'s Schülern nicht sehr befriedigend. aber worin diese Arbeit bestehe. Es war sogar seltsam. stammten sichtlich nicht von ihnen und bezogen sich auch nicht auf sie. Dieser Teil Ihrer Geschichte würde also etwa zehn Feuilletons benötigen. das bedeutet also zehn Wochen — und das Ganze ist das Gespräch einer Nacht! Wenn es überhaupt veröffentlicht werden kann. In Moskau wird ein Feuilleton in Fortsetzungen niemals öfter als einmal in der Woche gedruckt. und da kenne ich keine hierfür geeignete. „Eine Sache wollte ich Sie fragen". ehe sie sich überhaupt dazu äußern. die ich von M. Die Geschichten. sagte nichts. erklärten sie nicht. als ob sie eine gelernte Rolle spielten. sagte G. Im ganzen verlief meine Unterhaltung mit G. Die Verlesung beanspruchte zwei Stunden — das bedeutet ungefähr dreitausend Zeilen. selbst war mir sofort als ganz ungewöhnlich vorgekom- 13 . Es ist der Beginn einer ganzen Erzählung und viel zu lang für eine Zeitung." G. Gleichzeitig schienen sie mir aber alle anständige und nette Menschen zu sein. antwortete ich. Sie alle gehörten zu jener besonderen Moskauer Schicht einer etwas armen „Intelligenz". die Öffentlichkeit auf diese Weise über unsere Arbeit zu informieren.fragte und was denn seine wesentlichen Punkte seien. „Dies ist kein Artikel. ich fühlte etwas Künstliches und Absichtliches in ihrem Benehmen. ihnen auf der Suche nach dem Wunderbaren zu begegnen. Sie sprachen von „Arbeit an sich selbst". die ich zur Genüge kannte und von der niemals etwas Interessantes zu erwarten war. Außerdem waren die Schüler nicht im entferntesten mit dem Lehrer zu vergleichen. Sie wissen.

wo ich G. getroffen hatte. nahe bei meiner Wohnung. Wir verabschiedeten uns wortlos und trennten uns. Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir in Ochotny Nad. Er antwortete. daß ich sofort. von der ich sehr wenig verstanden hatte. wie ich allen meinen Freunden davon berichten würde. an. ob ich ihn nicht noch einmal vor meiner Abreise nach Petersburg sehen könne. daß er vieles von dem wisse. Denn wenn ich das nicht täte. überkam mich der Gedanke. Ich verließ den Ort zusammen mit einem der jungen Männer. Ich stellte mir vor. Ich wollte meine Eindrücke dem jungen Manne mitteilen. einige Witze über G. sie sind ja alle Freunde". eine neue Begegnung mit ihm ausmachen müsse. als ob ich gerade der Schule oder einem merkwürdigen Zwangsaufenthalt entkommen wäre. jeden Tag. weder dort noch später. ebenso die folgenden Tage. dessen Vorhandensein 14 . und im Verlauf dieses Abends wurde dieser Eindruck noch verstärkt. Unter anderem erklärte er mir auch einige Phänomene. zu schreien und zu singen hervor. was ich suchte. Ich fragte ihn. würde ich allen Kontakt mit ihm verlieren. die auf meine Fragen keine Antwort gaben. das ich noch nicht begreifen konnte. Als ich ihn verließ. er werde sich am nächsten Tag zur gleichen Zeit im selben Cafe aufhalten. ohne abzuwarten. denn „er wird sie sofort anrufen. Während der Woche meines Moskauer Aufenthaltes sah ich G. Menschen. In seinen Erläuterungen empfand ich die Sicherheit des Fachmannes. machen und über die langatmige und anspruchsvolle Erzählung.men. denen ich in Indien begegnet war und die mir niemand zu erklären vermocht hatte. dazu G. eine sehr feine analytische Fähigkeit und ein System. Mir war sehr seltsam zumute — eine lange Vorlesung. mit seinem ungewöhnlichen Benehmen und seinem Einfluß auf seine Leute. Am nächsten Tag war ich im gleichen Cafe. Mir wurde bald klar. den ich die ganze Zeit gespürt hatte. und schweigend kamen wir zur Tram und fuhren mit ihr in der Richtung zur Stadtmitte Moskaus. All das brachte in mir eine unerwartete Neigung zu lachen. Glücklicherweise hielt ich mich rechtzeitig zurück. So versuchte ich mich zu beherrschen.

würde er besser die Arbeit gar nicht erst anfangen. „Die Arbeit jedes einzelnen kann Ausgaben verlangen. Gleichzeitig wolle und dürfe er nicht — er betonte letzteres — sein eigenes Geld auf die Organisation der Arbeit verwenden. „Ferner". Über sich selbst sprach G. nur wenig. Seine Arbeit sei kein Wohltätigkeitsunternehmen und könne es auch nicht sein. daß eine Ausgabe von tausend Rubel ihn in Verlegenheit bringt. erwiderte.ich aber schon fühlte. sondern auch an viele andere Dinge. um sie den 15 . ob er fähig ist. Ich sagte ihm. es sei keine andere Abmachung möglich. G. sagte G. Nehmen wir zum Beispiel einmal an. daß er nach Kairo oder einem anderen Ort gehe. wie er sich ausdrückte. Außerdem habe ihm die Erfahrung gezeigt. Ein. Ich traf G. Jedes Mitglied dieser Gruppe zahle tausend Rubel im Jahr und könne mit ihm arbeiten. die im Leben schwach seien. die ich beobachtet oder vermutet hatte. seine Schüler müßten selbst die notwendigen Mittel für die Miete der Wohnungen aufbringen. „habe ich viel zu wenig Zeit. aber es gelang mir nicht. daß Leute.'s Erklärungen mich nicht nur an die diskutierten Tatsachen denken ließen. um Experimente und dergleichen auszuführen. Durch unsere Forderung finden wir heraus. die nicht über private Mittel verfügten. wo er genau gewesen war. wo sie sich zu treffen gedächten. ausführten.oder zweimal erwähnte er seine Reisen im Osten. für Reisen und ähnliches. die Arbeit verlange. „Diese Idee hat viele Seiten". ohne daß seine gewöhnliche Beschäftigung im Leben dadurch beeinträchtigt werde. damit: er arbeite mit zwei voneinander getrennten Gruppen. fort. Ich hätte gerne gewußt. mit uns zu arbeiten oder nicht. meiner Ansicht nach seien tausend Rubel für viele Menschen. Seine Moskauer Arbeit erklärte G. fuhr G. weil G.'s Gruppe nicht mehr wieder. Dazu braucht er Mittel. die verschiedene Arbeiten „entsprechend ihrer Vorbereitung und ihren Fähigkeiten". Wenn einer sein Leben so schlecht organisiert hat. sich auch in der Arbeit schwach zeigten. Wegen der Besonderheit seiner Arbeit könne er nämlich nur wenig Schüler haben. dies genau in Erfahrung zu bringen. eine zu große Summe.

anderen zu opfern, bei denen ich nicht einmal sicher bin, ob sie ihnen nützen wird. Ich schätze meine Zeit sehr hoch ein, denn ich brauche sie für meine eigene Arbeit und kann und will sie nicht unproduktiv verbringen. Außerdem hat diese Angelegenheit noch eine andere Seite", sagte G. „Die Menschen schätzen nichts, für das sie nicht zahlen müssen." Ich hörte mit gemischten Gefühlen zu. Einerseits gefiel mir alles, was G. sagte. Das Fehlen jeglicher Sentimentalität und jeglichen konventionellen Geredes über Altruismus, von Ausdrücken wie „für das Wohl der Menschheit arbeiten" und dergleichen zog mich an. Auf der anderen Seite war ich überrascht, daß G. mich bezüglich der Geldfrage von etwas überzeugen wollte, wo gar keine Überzeugung nötig war! Wenn ich mit etwas nicht einverstanden war, dann nur damit: Ich glaubte nicht, daß G. auf diese Weise genug Geld erlangen werde. Keiner von seinen Schülern, die ich kennengelernt hatte, schien mir fähig, tausend Rubel im Jahr zu zahlen. Wenn er wirklich im Osten sichtbare und faßbare Spuren verborgenen Wissens gefunden hatte und seine Untersuchungen in dieser Richtung fortsetzte, dann war klar, daß er für diese Arbeit große Geldmittel benötigte, genau wie jedes wissenschaftliche Unternehmen, etwa eine Expedition in unbekannte Weltteile, die Ausgrabung einer alten Stadt oder eine Forschungsarbeit mit zahlreichen exakten physikalischen oder chemischen Experimenten. Es war ganz überflüssig, mich hiervon überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, schon begann in mir ein Plan Gestalt zu gewinnen. Wenn G. mir genaue Kenntnis seiner Arbeit ermöglichen würde, dann wäre es wahrscheinlich leicht für mich, die notwendigen Mittel zu erhalten, um die Arbeit auf festere Grundlagen zu stellen und ihr auch besser vorbereitete Menschen zuzuführen. Aber ich hatte natürlich nur eine sehr vage Vorstellung von dem, was diese Arbeit eigentlich sei. Ohne es direkt auszusprechen, gab G. mir zu verstehen, daß er mich als Schüler annehmen werde, sofern ich den Wunsch dazu äußerte. Ich sagte ihm, das Haupthindernis hierfür sei, daß ich nicht weiter in Moskau bleiben könne, da ich bereits in Petersburg

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einen Kontrakt mit einem Verleger abgeschlossen habe und mehrere Bücher zur Veröffentlichung vorbereite. G. erwiderte, er werde manchmal nach Petersburg kommen und versprach dies für die nahe Zukunft. Er werde mich seine Ankunft wissen lassen. „Aber wenn ich Ihrer Gruppe beitrete", sagte ich zu G., „würde ich vor einem schwierigen Problem stehen. Ich weiß nicht, ob Sie Ihren Schülern das Versprechen abverlangen, alles, was sie bei Ihnen lernen, geheimzuhalten: ein solches Versprechen könnte ich niemals geben. Zweimal hatte ich in meinem bisherigen Leben die Möglichkeit, Gruppen beizutreten, die mit einer, wenigstens der Beschreibung nach, der Ihren ähnlichen Arbeit beschäftigt waren und mich damals sehr ansprachen. Aber in beiden Fällen wäre die Bedingung die Zustimmung oder das Versprechen gewesen, alles, was ich auch lernen möge, geheimzuhalten. Und in beiden Fällen weigerte ich mich, denn vor allem anderen bin ich ein Schriftsteller und wünsche mir die freie Entscheidung darüber vorzubehalten, was ich schreibe und was nicht. Wenn ich versprechen würde, mir Mitgeteiltes geheimzuhalten, würde es nachher sehr schwierig für mich sein, das Gesagte von dem zu trennen, was mir in Verbindung mit diesem Problem oder auch ohne jegliche Beziehung dazu in den Sinn kommen würde. Zum Beispiel weiß ich bis jetzt sehr wenig von Ihren Ideen, aber mir ist klar, daß wir im Verlauf unserer Unterhaltung sehr bald zu den Fragen von Raum und Zeit, höheren Dimensionen und dergleichen kommen werden. Das sind aber nun alles Fragen, an deren Klärung ich schon seit vielen Jahren arbeite. Ich zweifle nicht, daß sie auch in Ihrem System eine große Bedeutung haben." G. nickte. „Sehen Sie, wenn wir nun unser Gespräch unter einer Schweigepflicht fortsetzten, dann wüßte ich nach der ersten Unterhaltung nicht mehr, was ich nun schreiben kann und was nicht." „Was denken Sie denn darüber?" fragte G. „Man soll nie zuviel reden. Es gibt Dinge, die nur für Schüler gesagt werden." „Ich könnte eine solche Bedingung nur vorübergehend annehmen", sagte ich. „Natürlich wäre es lächerlich, wenn ich sofort alles niederschreiben würde, was ich von Ihnen lerne. Aber wenn Sie nicht

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prinzipiell Ihre Ideen geheimhalten wollen, sondern nur Sorge tragen, daß sie nicht verstümmelt weitergegeben werden, dann wäre ich bereit, eine solche Bedingung anzunehmen und zu warten, bis ich Ihre Lehre besser verstanden habe. Ich traf einmal eine Gruppe, die sich mit verschiedenen sehr großzügigen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigte. Ihre Mitglieder machten kein Hehl aus ihrer Arbeit. Nur verlangten sie, niemand dürfe von einem Experiment reden oder es beschreiben, bevor er es selbst ausführen könne. Bevor er also dieses Experiment selbst wiederholen konnte, hatte er zu schweigen." „Ich wüßte selbst keine bessere Formulierung", sagte G. „Wenn Sie es so halten, wird diese Frage nie zwischen uns auftreten." „Sind irgendwelche Bedingungen mit der Teilnahme an Ihrer Gruppe verknüpft?" fragte ich, „und ist jeder Beitretende an Sie und Ihre Gruppe gebunden? In anderen Worten: Kann einer Ihre Arbeit nach seinem Belieben abbrechen oder nimmt er feste Verpflichtungen auf sich? Und was unternehmen Sie, wenn er diese nicht erfüllt?" „Es gibt keinerlei Bedingungen", antwortete G., „und kann auch keine geben. Unserer Überzeugung nach kennt ein Mensch sich nicht selbst, er ist nicht (er betonte diese Worte), das heißt, er ist nicht das, was er sein könnte und sein sollte. Aus diesem Grunde kann er auch keine Verträge abschließen oder Verpflichtungen eingehen. Er kann für seine eigene Zukunft gar keine Entscheidung treffen. Heute ist er eine Person, morgen wieder eine ganz andere. Er ist in keiner Weise an uns gebunden, und wenn er will, kann er jederzeit die Arbeit abbrechen und uns verlassen. Es gibt überhaupt keine Verpflichtungen, weder unsererseits, noch auf seiner Seite. „Wenn er will, kann er lernen. Er wird lange Zeit lernen und viel an sich selbst arbeiten müssen. Wenn er genug gelernt hat, ändert sich die Lage. Dann wird er selber sehen, ob ihm unsere Arbeit liegt oder nicht. Wenn er dann will, kann er mit uns arbeiten, wenn nicht, kann er uns verlassen. Bis zu diesem Augenblick ist er frei. Wenn er weiter bleibt, wird er dann fähig sein,

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Entscheidungen zu treffen oder Pläne für die Zukunft zu machen. „Nehmen wir zum Beispiel folgendes an. Es kann der Fall eintreten — natürlich nicht zu Beginn, sondern später — daß ein Mensch über etwas Gelerntes schweigen muß, und sei es auch nur für eine gewisse Zeit. Aber wie kann jemand, der sich selbst nicht kennt, ein Geheimnis zu wahren versprechen? Versprechen kann er es natürlich schon, aber wird er fähig sein, sein Versprechen auch zu halten? Denn er ist nicht ein einziger, viele verschiedene Personen leben in ihm. Eine davon verspricht und will auch ihr Versprechen halten. Aber morgen wird eine andere in ihm es seiner Frau erzählen oder einem Freund über einem Glas Wein, oder ein kluger Mann fragt ihn auf eine Weise aus, daß er gar nicht merkt, wie er alles preisgibt. Schließlich kann er auch noch hypnotisiert oder plötzlich angeschrien und erschreckt werden und dann wird er alles tun, was man von ihm will. Was für Verpflichtungen kann so ein Mensch auf sich nehmen? Nein, mit einem solchen Menschen können wir nicht ernst reden. Um ein Geheimnis hüten zu können, muß ein Mensch sich selbst kennen und muß er sein. Und der Mensch — so wie er ist — ist weit davon entfernt. „Manchmal stellen wir als Prüfung den Menschen zeitlich begrenzte Bedingungen. Gewöhnlich werden diese sehr bald gebrochen, aber niemals geben wir jemandem, in den wir kein Vertrauen haben, ein wichtiges Geheimnis weiter, so daß dies uns nichts ausmacht. Ich meine, es schadet nichts, wenn auch natürlich dadurch unsere Verbindung zu jenem Menschen gelöst wird und er damit jede Möglichkeit verliert, von uns etwas zu lernen, soweit es überhaupt etwas zu lernen gibt. Auch mag dies all seine persönlichen Freunde — ganz unerwartet für sie — beeinflussen." Ich entsinne mich, daß ich G. in einem Gespräch während der ersten Woche unserer Bekanntschaft von meiner Absicht erzählte, wieder nach dem Osten zu fahren» „Lohnt es sich, daran zu denken, und kann ich dort das finden, was ich suche?" fragte ich G. „Es ist sehr gut zur Erholung, für die Ferien dorthin zu gehen",

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antwortete G., „aber der Weg lohnt sich nicht für das, was Sie suchen. All das kann hier gefunden werden." Ich verstand, daß er die Arbeit mit ihm meinte. „Aber haben Schulen, die sich an Ort und Stelle inmitten alter Traditionen befinden, nicht gewisse Vorteile?" fragte ich. Als Antwort auf diese Frage sagte G. Verschiedenes, was ich erst später verstand. „Selbst wenn Sie dort Schulen finden würden, wären es doch nur .philosophische' Schulen", sagte er. „In Indien gibt es nur .philosophische' Schulen. Das ist schon seit langer Zeit so verteilt: in Indien .Philosophie', in Ägypten .Theorie' und im heutigen Persien, Mesopotamien und Turkestan .Praxis'." „Und ist es auch heute noch so geblieben?" fragte ich. „Zum Teil sogar jetzt noch", sagte er. „Aber Sie verstehen nicht genau, was ich mit .Philosophie', ,Theorie' und Praxis' meine. Diese Worte müssen in anderer Bedeutung als gewöhnlich verstanden werden. „Aber wenn wir von Schulen reden, so gibt es nur Spezialschulen, keine allgemeinen. Jeder Lehrer oder Guru ist Spezialist auf einem Gebiet. Der eine ist Astronom, ein anderer Bildhauer, wieder ein anderer Musiker. Und alle seine Schüler müssen als erstes den Wissenszweig studieren, in dem ihr Lehrer Spezialist ist, danach dann einen weiteren und so fort. Sie würden tausend Jahre brauchen, um alles zu studieren." „Aber wie haben Sie studiert?" „Ich war nicht allein. Es gab alle möglichen Fachleute unter uns. Jeder studierte sein Spezialgebiet, und dann versammelten wir uns und taten alles zusammen, was wir gefunden hatten." „Und wo sind Ihre Kameraden jetzt?" G. schwieg eine Weile, dann sagte er langsam, in die Feme schauend: „Einige sind gestorben, einige arbeiten und einige sind in die Abgeschiedenheit gegangen." Dieses Wort aus der Mönchssprache kam völlig unerwartet und versetzte mich in eine merkwürdige und unangenehme Stimmung. Gleichzeitig spürte ich ein gewisses absichtliches „Schauspielern"

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bei G., als ob er versuchte, mir von Zeit zu Zeit ein Wort hinzuwerfen, das mich .interessieren und in eine bestimmte Gedankenrichtung lenken würde. Als ich versuchte, noch bestimmter zu fragen, wo er sein Wissen erworben habe und wie weit es reiche, gab er mir keine direkte Antwort. „Wissen Sie", sagte G. einmal, „als Sie nach Indien fuhren, schrieben die Zeitungen über Ihre Reise und Ihre Ziele. Ich gab meinen Schülern die Aufgabe, Ihre Bücher zu lesen und dadurch zu bestimmen, was Sie seien, und daraus zu folgern, was Sie finden könnten. So wußten wir, was Sie finden würden, während Sie noch auf dem Weg dorthin waren." Damit fand dieses Gespräch ein Ende. Ich erkundigte mich einmal bei G. nach dem Ballett, das seinerzeit in der Zeitung erwähnt worden war und auf das auch die Erzählung „Blick in die Wahrheit" Bezug nahm; ob dieses Ballett wohl ein „Mysterienspiel" sei. „Mein Ballett ist kein .Mysterium'", sagte G. „Ich hatte die Absicht, ein interessantes und schönes Schauspiel zu schaffen. Natürlich ist unter der äußeren Form eine gewisse Bedeutung verborgen, aber es war nicht mein Ziel, diese Bedeutung herauszustellen und zu betonen. Einen wichtigen Platz nehmen gewisse Tänze ein. Ich will Ihnen dies kurz erklären. Nehmen wir einmal an, daß zum Zwecke des Studiums der Bewegung himmlischer Körper, zum Beispiel der Planeten des Sonnensystems, ein besonderer Mechanismus konstruiert würde, um die Bewegungsgesetze zu veranschaulichen und dem Gedächtnis einzuprägen. In diesem Mechanismus befindet sich jeder Planet, der durch eine Sphäre entsprechender Größe dargestellt wird, in einer gewissen Entfernung von der Zentralsphäre, welche die Sonne bedeutet. Der Mechanismus wird in Betrieb gesetzt, und alle Sphären beginnen sich auf den vorgeschriebenen Bahnen zu drehen und fortzubewegen. Dadurch stellen sie sichtbar die Gesetze dar, nach denen sich die Planetenbewegungen vollziehen. Dieser Mechanismus veranschau-

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licht alles, was überhaupt über das Sonnensystem bekannt ist. Ähnlich verhält es sich mit manchen Tanzrhythmen. In den genau festgelegten Bewegungen und Kombinationen der Tänzer werden bestimmte Gesetze veranschaulicht, die von denen, die sie kennen, verstanden werden. Solche Tänze nennt man »heilige Tänze'. Im Verlauf meiner Reise im Osten habe ich oft solchen Tänzen beigewohnt, die bei Gottesdiensten in zahllosen alten Tempeln abgehalten wurden. Einige dieser Tänze werden im ,Kampf der Magier' vorgeführt. Außerdem liegen dem .Kampf der Magier' drei Ideen zugrunde. Wenn ich aber dieses Ballett auf einer gewöhnlichen Bühne zeige, wird das Publikum niemals diese zugrundeliegenden Ideen verstehen." Aus seinen weiteren Ausführungen entnahm ich, daß es sich hierbei nicht um ein Ballett im üblichen Sinne, sondern um eine Reihe dramatischer und mimischer Szenen handle, die durch eine gemeinsame Handlung, begleitet von Musik und unterbrochen durch Tänze und Gesänge, zusammengehalten werden. Die geeignetste Bezeichnung wäre wohl „Revue" gewesen, aber eine Revue ohne jeden komischen Einschlag. Dieses „Ballett" oder diese „Revue" sollte heißen „Der Kampf der Magier". Die wichtigsten Szenen stellten die Schulen eines „weißen" und eines „schwarzen Magiers" dar mit Übungen der Schüler beider Schulen und einem Kampf zwischen den beiden Schulen. Die Handlung sollte auf dem Hintergrund des Lebens einer östlichen Stadt spielen und war mit heiligen Tänzen, Derwisch- und zahllosen nationalen östlichen Tänzen durchwoben und mit einer Liebesgeschichte, die wiederum allegorische Bedeutung hatte. Besonders fesselte mich die Tatsache, daß, wie G. erklärte, die gleichen Tänzer in der „Weißmagier"-Szene und der „Schwarzmagier"-Szene spielen und tanzen müßten und daß sie selbst und ihre Bewegungen im ersten Falle anziehend und schön und im zweiten häßlich und abstoßend sein müßten. „Sie verstehen, daß auf diese Weise die Teilnehmer alle Seiten von sich selbst sehen und kennen lernen. Infolgedessen ist das Ballett von ungeheurer Bedeutung zum Selbst-Studium", sagte G.

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Ich verstand dies damals nur sehr wenig, aber eine gewisse Diskrepanz befremdete mich. „In der Zeitungsnotiz stand, daß Ihr .Ballett' in Moskau aufgeführt würde und gewisse bekannte Tänzer daran teilnähmen. Wie reimt sich das mit der Idee von Selbststudium zusammen? Diese werden bestimmt nicht spielen und tanzen, um sich selber zu erkennen." „All das ist noch keineswegs entschieden", sagte G. „Der Schreiber der Notiz war nicht gut informiert. All das kann sehr anders werden. Andererseits müssen die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob es ihnen gefällt oder nicht." „Und wer schreibt die Musik?" fragte ich. „Auch das ist noch nicht entschieden", antwortete G. Er sagte nichts weiter mehr zu diesem Thema, und ich kam erst fünf Jahre später wieder mit dem „Ballett" in Berührung. Einmal sprach ich mit G. in Moskau. Ich erzählte von London, wo ich kurz vorher geweilt hatte, über die erschreckende Mechanisierung, die sich in den großen europäischen Städten entwickelte und ohne die es wahrscheinlich unmöglich wäre, in diesen gev/altigen wirbelnden „mechanischen Spielzeugen" zu leben. „Menschen verwandeln sich in Maschinen", sagte ich. „Und zweifellos werden sie manchmal vollkommene Maschinen. Aber ich glaube nicht, daß sie noch denken können. Denn wenn sie dies versuchten, wären sie keine so zuverlässigen Maschinen mehr." „Ja", sagte G., „das ist wahr, aber auch nur teilweise. Es hängt vor allem davon ab, welche Funktion sie für ihre Arbeit in Anspruch nehmen. Wenn sie die richtige benützen, werden sie sogar fähig werden, noch besser in der Mitte aller maschinellen Arbeit zu denken. Aber ich wiederhole, nur wenn sie mit der richtigen Funktion denken." Ich begriff nicht, was G. mit „richtiger Funktion" meinte; dies wurde mir erst sehr viel später klar. „Und zweitens", fuhr er fort, „ist die Mechanisierung, von der Sie sprechen, überhaupt nicht gefährlich. Ein Mensch kann ein Mensch

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(er betonte dieses Wort) bleiben, auch wenn er mit Maschinen arbeitet. Es gibt eine andere Art von Vermechanisierung, die viel gefährlicher ist: selbst eine Maschine zu sein. Haben Sie sich je die Tatsache durch den Kopf gehen lassen, daß alle Menschen selbst Maschinen sind?" „Ja", antwortete ich, „vom streng wissenschaftlichen Standpunkt stellen sich alle Menschen als von äußeren Einflüssen gelenkte Maschinen dar. Aber die Frage lautet: Können wir denn den wissenschaftlichen Standpunkt ganz annehmen?" „Wissenschaftlich oder nicht wissenschaftlich ist alles dasselbe für mich", sagte G. „Ich möchte, daß Sie das verstehen, was ich sage. Schauen Sie, alle diese Menschen, die Sie sehen" — er deutete auf die Straße —, „sind einfach Maschinen — nichts weiter." „Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen", sagte ich, „und ich habe mir oft überlegt, wie wenig es in der Welt gibt, was sich gegen diese Form der Mechanisierung behaupten kann und seinen eigenen Weg zu wählen vermag." „Hier machen Sie Ihren größten Fehler", sagte G. „Sie denken, es gebe etwas, was fähig sei, den eigenen Weg zu wählen, etwas, was gegen die Mechaniserung aufkommen könne. Sie glauben also, daß nicht alles gleichermaßen mechanisch ist." „Aber natürlich nicht", rief ich aus, „Kunst, Poesie, Gedanken sind Phänomene eines ganz anderen Bereichs." „Genau des gleichen Bereichs", sagte G. „Diese Tätigkeiten sind genau so mechanisch wie alle anderen. Menschen sind Maschinen und von Maschinen können nur mechanische Handlungen erwartet werden." „Nun gut", sprach ich. „Aber gibt es nicht Menschen, die keine Maschinen sind?" „Möglicherweise", antwortete G., „nur nicht die Menschen, die Sie sehen. Sie kennen keine. Ich möchte, daß Sie das verstehen." Ich fand es seltsam, daß er derartig auf diesem Punkt bestand. Was er sagte, schien mir offensichtlich und unbestreitbar richtig. Gleichzeitig habe ich nie solche kurzen und allumfassenden Metaphern leiden mögen. Diese vergessen immer die Unterschiede.

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Ich hingegen hatte mich immer dazu bekannt, daß die Unterschiede das wichtigste seien und daß man, um Dinge zu verstehen, als erstes die Punkte aufßnden müsse, in denen sie nicht übereinstimmen. So fand ich es merkwürdig, daß G. auf einer Idee bestand, die mir offensichtlich erschien, wenn sie nicht zu sehr verallgemeinert wird und Ausnahmen zugelassen werden. „Menschen ähneln sich so wenig", sagte ich. „Ich glaube nicht, daß man sie alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt Wilde, es gibt mechanisierte Menschen, aber auch Intellektuelle, sogar Genies." „Ganz richtig", sagte G. „Menschen ähneln sich sehr wenig, aber die wirklichen Unterschiede können Sie weder bemerken noch erkennen. Der Unterschied, von dem Sie reden, besteht nicht; das muß ganz klar werden. Alle Menschen, die Sie sehen und kennen, und alle Menschen, die Sie kennenlernen können, sind Maschinen, tatsächlich Maschinen, die, wie Sie selbst sagten, nur von äußeren Einflüssen gelenkt werden. Als Maschinen werden sie geboren und als Maschinen sterben sie. Was haben Intellektuelle und Wilde damit zu tun? Selbst jetzt, in diesem Augenblick, wo wir uns unterhalten, bemühen sich einige Millionen Maschinen, sich gegenseitig zu vernichten. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Wo sind die Wilden und wo die Intellektuellen? Sie sind alle gleich ... „Aber es gibt eine Möglichkeit, aufzuhören eine Maschine zu sein. Daran müssen wir denken, nicht an die verschiedenen Maschinensorten, die es gibt. Natürlich gibt es verschiedene Maschinen; ein Auto ist eine Maschine, ein Grammophon ist eine Maschine und ebenso ein Gewehr. Aber was macht das? Es ist das gleiche, sie alle sind Maschinen." In Verbindung mit diesem Gespräch entsinne ich mich eines anderen. „Was ist Ihre Meinung über die moderne Psychologie?" fragte ich einmal G. mit der Absicht, das Gespräch auf die Psychoanalyse zu bringen, der ich schon bei ihrem ersten Erscheinen mißtraut hatte. Aber G. ließ mich gar nicht erst so weit kommen.

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„Bevor wir von Psychologie reden, muß klar sein, auf wen sie sich bezieht und auf wen nicht", sagte er. „Die Psychologie handelt vom Menschen, von menschlichen Wesen. Was für eine Psychologie (er betonte das Wort) kann es in bezug auf Maschinen geben? Zu deren Studium ist Mechanik vonnöten, nicht Psychologie. Darum beginnen wir mit der Mechanik. Es ist noch ein sehr langer Weg bis zur Psychologie." „Kann man aufhören, eine Maschine zu sein?" fragte ich. „Ah, das ist die Frage", sagte G., „wenn Sie mir öfters solche Fragen gestellt hätten, dann wären wir in unserem Gespräch vielleicht schon zu gewissen Ergebnissen gelangt. Es ist möglich aufzuhören, eine Maschine zu sein, aber dazu ist es erst einmal notwendig, die Maschine zu kennen. Eine Maschine, eine richtige Maschine, kennt sich nicht und kann sich nicht kennen. Wenn eine Maschine sich kennt, hat sie schon aufgehört, eine solche zu sein, jedenfalls so eine wie sie war. Sie beginnt dann schon für ihre Handlungen verantwortlich zu sein." „Das heißt also nach Ihnen, daß ein Mensch nicht für seine Handlungen verantwortlich ist?" fragte ich. „Ein Mensch (er betonte dieses Wort) ist verantwortlich. Eine Maschine ist nicht verantwortlich." Im Verlauf einer unserer Unterhaltungen fragte ich G.: „Was ist Ihrer Ansicht nach die beste Vorbereitung, um Ihre Methode kennenzulernen? Ist es zum Beispiel nützlich, die sogenannte okkulte und mystische Literatur zu studieren?" Bei meinen Worten dachte ich besonders an den „Tarot" und die Literatur darüber. „Ja", sagte G. „Sehr viel kann durch Lesen gefunden werden. Nehmen Sie zum Beispiel sich selbst: Sie würden schon eine ganze Menge wissen, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie man lesen muß. Ich meine, wenn Sie all das, was Sie in Ihrem Leben gelesen haben, wirklich verstanden hätten, wüßten Sie bereits das, nach dem Sie suchen. Wenn Sie zum Beispiel alles verstanden hätten, was in Ihrem eigenen Buche steht, wie heißt es doch?" — er machte etwas

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irgend etwas zu tun. um sich seine Lehre anzueignen. zweifellos noch einen ganz anderen Sinn. „Wir werden doch durch die Form unserer Wahrnehmungen bedingt. ehe er irgend etwas Neues erwerben kann. Falsche Vorstellungen beruhen auf der Form unserer Wahrnehmungen." Hier war wieder eine dieser unerwarteten Wendungen. Ihr tieferer Sinn blieb noch lange verborgen. mich zu lehren. Nun ist aber Verstehen das Wesentliche und Lesen ist nur dann nützlich. wie erstaunt. Noch ein anderes Gespräch ist mir im Gedächtnis geblieben. daß man mit der üblichen einfachen Bedeutung beginnen müsse. was besser sei. Er hat Tausende falscner Vorstellungen und Anschauungen. dann ist es bereits möglich. Sie haben nicht einmal eine Ahnung.ganz Unmögliches aus dem Wort „Tertium Organum" — „dann würde ich mich vor Ihnen verbeugen und Sie bitten. Was ein Mensch wirklich gut kann (er betonte das Wort . um die verborgene Bedeutung von G. was einer tun müsse. Sonst wird das Neue auf einer falschen Grundlage aufgebaut und das Ergebnis wäre dann schlechter als was zuvor da war. mit ihm zu reden. seinen Erklärungen zu geben pflegte. Seine Worte waren auch immer im üblichen Sinn bedeutungsvoll. was das bloße Wort verstehen bedeutet. Aber Sie verstehen weder was Sie lesen noch was Sie schreiben." „Wie kann man sich von falschen Vorstellungen befreien?" fragte ich. Wenn ein Mensch gut Kaffee kochen oder gut Schuhe anfertigen kann. aber damit erschöpfte sich ihr Sinn noch keineswegs.. „Es ist unmöglich.'s Worten zu finden. Ich hatte bereits eingeschen. die G. Zu allererst muß er gewisse Dinge verstehen. So ist es unmöglich zu sagen. Seine Worte enthielten. Ich fragte G. Man kennt und kann alles nur irgendwie. was Sie lesen. wenn Sie verstehen. Leider kann niemand irgend etwas wirklich gut. „Was er tun müsse?" fragte G." 27 27 . oberflächlich. Aber natürlich kann kein Bach eine wirkliche Vorbereitung geben. und einige davon muß er los werden. das ist seine Vorbereitung. abgesehen von ihrer gewöhnlichen Bedeutung.gut'). vor allem über sich selbst.

Gefühle. nichts erfinden. und ihre erste Frage ist immer. Im Rahmen seines Wahrnehmungsvermögens kann ein Mensch sich mehr oder weniger irren. nicht wie er will. Handlungen. wenn Sie ihm sagen. daß er 28 28 . alles. was er sagt. Und es geschieht in genau der gleichen Weise. Aus sich heraus kann der Mensch weder eine einzelne Tat vollbringen noch einen einzigen Gedanken denken. wie es nach einer Temperaturveränderung in der höheren Atmosphäre oder den benachbarten Wolken regnet. wie alles im persönlichen Leben des einzelnen geschieht. was einem Menschen zustößt. alle wollen tun. In Wirklichkeit aber tut keiner etwas und kann keiner etwas tun. Alles. „Sie sprechen von Irrtümern auf Grund von Wahrnehmungen. äußerer Eindrücke. er könne tun. was durch ihn getan wird. denkt. wie der Schnee durch die Sonne schmilzt und der Staub vom Winde aufgewirbelt wird. Meinungen und Gewohnheiten sind das Ergebnis äußerer Einflüsse. die von ihm ausgehen — all das geschieht. „Der Mensch ist eine Maschine. sondern wie es geschieht. was wir verstehen müssen. Überzeugungen. hassen. All seine Taten. Worte. sie könnten tun. aber von diesen spreche ich nicht. von seiner Wahrheit überzeugt zu werden. Aber wie ich schon sagte. Das ist das erste. schreibt Bücher. stirbt. Alles geschieht. Regierungswechsel — all dies geschieht. Alle denken. Gedanken. des Menschen Hauptirrtum ist seine Überzeugung. all das geschieht „Aber keiner wird Ihnen je glauben. Kriege. baut Häuser. lebt. Alles geschieht. fühlt — all dies geschieht. Nichts davon ist wahr. alle Wirkungen. Alles geschieht. sagte er.G. Der Mensch tut nicht lieben. Der Mensch wird geboren. „Diesen Sachverhalt sich klar zu veranschaulichen. tut. schüttelte seinen Kopf. Alles geschieht — politische Bewegungen. das heißt sich von tausend Illusionen über den Menschen befreien: daß er schöpferisch sei und bewußt sein eigenes Leben lenke und so fort. Alles. was sie denn tun sollen. Der Mensch kann nichts entdecken. Und es geschieht auf die gleiche Weise. ihn zu verstehen. wünschen. Revolutionen. „Wieder sprechen Sie von etwas ganz anderem".

Es ist ganz besonders unangenehm und beleidigend. was getan wird und vor allem was auf eine Art bereits ausgeführt worden ist. werden Sie sehen. „Wenn Sie das verstehen. betonte das Wort) ist aber noch ein anderer Sachverhalt verknüpft. Und dazu muß man zuerst einsehen. um mit uns zu sprechen. Und dann hätte es vielleicht gar keinen Krieg gegeben. In Wirklichkeit aber wird alles nach der einzigen Möglichkeit getan. Jeder glaubt. Wenn wir unser Gespräch fortsetzen. „Gibt es nichts. was ich sage: alles wird durch alles bedingt. Es lohnt sich nicht. „Versuchen Sie zu verstehen." Das war sehr schwer zu verdauen. seine eigene Theorie. „Mit dieser Frage des Tuns (G. Wenn eine einzige Angelegenheit anders sein könnte. daß es so ist und es nie wieder zu vergessen. wie es getan werden sollte. Da sie so sind. Man versteht nicht — und will auch gar nicht verstehen — daß. weil es die Wahrheit ist und niemand die Wahrheit hören will. Wenn die Menschen anders wären. Um zu tun. etwas mit dem Denken zu verstehen." „Und kann niemand etwas tun?" „Das ist eine andere Frage. als ob die anderen ständig das Falsche tun. Darum geschieht alles auf die einzig mögliche Weise. was man tun könnte?" fragte ich. rein gar nichts. diese Sprache zu lernen. und eine andere Sache. was man jemand sagen kann. in der üblichen 29 . wäre gleich alles anders. Aber es ist eine Sache. Jeder denkt immer. auf keine andere Art hätte getan werden können. Es scheint immer allen Leuten. bleibt alles. die es gibt. nichts so. wie es ist. Haben Sie bemerkt. er könne es besser tun. wie sie sind. alles hängt zusammen. nichts ist für sich.gar nichts tun kann. daß wir eine besondere Sprache verwenden und daß es notwendig ist. „Überhaupt nichts. wie es getan werden sollte. Das ist das Beleidigendste und Unangenehmste. muß man zuerst sein. können wir leichter miteinander reden. es mit seinem ganzen Bestand zu empfinden. wirklich überzeugt zu sein. könnte es anders gehen. wie jeder über den Krieg redet? Jeder hat seinen eigenen Plan. nichts wird getan. was sein bedeutet.

Die Wahrheit zu sprechen. daß sie die Wahrheit sagen. Denken Sie doch einmal nach — könnte es solche Zwietracht geben. Um die Wahrheit sagen zu können. daß man lernen muß. wie ich schon einsah. In der üblichen Sprache können sich die Menschen nicht miteinander verständigen. „Weiter muß man lernen. Sie lügen die ganze Zeit sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. Ich entsinne mich noch meines letzten Gespräches mit ihm. Ich hatte ihm für die Mühe gedankt. die Wahrheit zu sagen. die er jedem Gedankengang gab." Die Gespräche mit G. weil sie nicht umhin können zu lügen. solche tiefen Mißverständnisse und solchen Haß gegen die Ansichten und Meinungen der anderen. Auch das mag Ihnen im Augenblick fremd scheinen. Um sich zu verständigen. vieles für mich geändert hatten. weil wir uns in ihr gar nicht verständigen könnten. fesselten mich von Tag zu Tag mehr. Sie sehen nicht ein. Aber ich mußte nach Petersburg gehen. die Wahrheit zu sagen. muß man erst eine andere Sprache lernen. Darum versteht keiner weder sich noch irgendeinen anderen. die er sich um mich gegeben hatte. und für seine Erklärungen. Und ich kann Ihnen versichern. die. um fähig zu werden. die Wahrheit zu sagen. warum dies so ist. und die unerwartete Wendung. sowohl wenn sie lügen wollen als auch wenn sie die Wahrheit sagen wollen. was Wahrheit und was Lüge ist. „Aber trotzdem. und das zuallererst in einem selbst. wissen Sie. Und trotzdem lügen sie die ganze Zeit. wenn die Menschen einander wirklich verstehen könnten? Aber sie können es nicht. Der Wunsch allein genügt nicht. das Wichtigste sind doch Tatsachen". muß man erst erkennen. Aber dennoch ist es wahr. es tun zu wollen und sich so zu entscheiden. Auch das mag Ihnen merkwürdig vorkommen. Sie werden später einsehen. daß die Menschen verhältnismäßig wenig absichtlich lügen. Und davon will niemand etwas wissen. ist das schwerste auf der Welt. Man muß erst viel und lang lernen.Sprache zu reden. 30 . Es scheint Ihnen genug zu sein. In den meisten Fällen glauben sie.

" Es schien mir merkwürdig. die innere Sklaverei. und ich sah ein. Das Wort hat viele verschiedene Bedeutungen. Von unseren letzten Gesprächen in Moskau ist noch ein weiteres in meinem Gedächtnis haften geblieben. als ich wirklich „Tatsachen" begegnete." Ich dachte wieder an „Wunder". „Ich verspreche es Ihnen. „Er ist ein schwacher Mensch". sagte G. innere Abhängigkeit schafft. Und das nur." Ich verstand seine letzten Worte damals noch nicht. Aber das war nicht eher als nach anderthalb Jahren. In seinem Verlauf sagte G." Später verstand ich. wieder verschiedenes.sagte ich. natürlich unbewußt. noch viel darüber zu sprechen. weil er sich nach den anderen richtet. Es war brechend 31 . was G. „Gleichzeitig verstehe ich Sie und verstehe Sie auch nicht. „Sie werden Tatsachen sehen". Aber vorerst ist noch vieles andere nötig. „Man nützt ihn aus. im August 1916." „Ganz im Gegenteil". würde alles anders sein. „Was meinen Sie mit dem Wort . sagte G. was für eine gewaltige Rolle es im Leben spielt und wieviel davon abhängt. Er sprach über einen Menschen. und auch sie würden anders sein. und von seinen Beziehungen zu verschiedenen Leuten. G. Versuchen Sie darüber nachzudenken. was mir erst später verständlich wurde. daß ein Mensch sich nicht nach den anderen richten solle.sich nach jemand richten'?" fragte ich. daß ich auf dem rechten Wege bin. Wir saßen in Philipoffs Cafe in der Twerskaya. den ich bei ihm kennengelernt hatte. „es gibt nur eine Bedeutung. „Wenn ich echte und wirkliche Tatsachen neuer und unbekannter Artung sehen könnte. denn G. Wenn er sich nicht nach ihnen richten würde. die allein würden mich zu überzeugen vermögen. Ich entsinne mich noch eines anderen Gespräches über den Krieg. sagte G. nannte sich nach jemand oder etwas richten jene Haltung. sich nach jemand richten nannte. sondern erst später.. hielt sein Wort. Später hatten wir Gelegenheit.

Irgendwo da oben haben sich zwei oder drei Planeten zu sehr einander genähert. oder daß sie einander für ein erhabenes Ziel abschlachten.voll und sehr lärmend. Der Krieg und die Kriegsgewinnler hatten eine unangenehme. Dabei scheint es ihnen. von denen mich nur einzelne Worte erreichten. Zuerst verstand ich. und wie immer mit ihm." Und dabei war ich nach früheren Gesprächen sicher gewesen. oder daß sie jemanden oder etwas verteidigen müssen und daß dies eine edle Tat sei. daß er manchmal absichtlich schwierige äußere Umstände für ein Gespräch suchte. Für diese dauert es vielleicht nur ein oder zwei Sekunden. weil infolge des Lärms der interessanteste Teil seiner Ausführungen nicht bis an mein Ohr drang. in welchem Ausmaß sie bloße Figuren in einem Spiel sind. daraus folgt Spannung. was G. aber hier auf der Erde beginnen die Menschen einander abzuschlachten und fahren damit vielleicht für mehrere Jahre fort. daß er erwidern würde: „Nein. Was ist denn Krieg überhaupt? Er ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. wie er redete. gab ich das Hören auf und beobachtete einfach die Art. sie können. unangenehme und unbequeme Umgebung für eine Unterredung mit ihm in Kauf zu nehmen. G. Ich hatte schon erkannt. sie können nicht!" „Aber die ganze Frage ist: wie?" sagte er. fiebrige Atmosphäre geschaffen. ganz anspannen? Dieselbe Anspannung geschieht zwischen Planeten. als ob sie einander haßten. sie glauben. wie Sie sich. oder irgend etwas Derartiges. dort hinzugehen. aber dann begann ich den Faden zu verlieren. daß sie sich umherbewegen können wie sie 32 . Haben Sie schon einmal bemerkt. Sie glauben. antwortete: „Ja. als ob er von mir eine Extraanstrengung verlange und die Bereitschaft. bestand aber darauf. sagte. seinen Ausführungen zu folgen. muß man sehr viel wissen. daß sie eine Bedeutung haben. Die Unterredung begann mit meiner Frage: „Können Kriege verhindert werden?" Und G. wenn ein Mensch auf einem schmalen Steg an Ihnen vorbeigeht. Nach einigen Versuchen. Aber diesmal war das Ergebnis nicht besonders glänzend. Sie verstehen nicht. gab ich nach. Ich hatte mich erst sogar geweigert. „Um das zu verstehen.

Aber in Wirklichkeit sind all ihre Bewegungen und Handlungen das Ergebnis planetarischer Einflüsse. Später baute ich sehr viel darauf auf. daß sie sich entscheiden können. Und sie selbst bedeuten buchstäblich gar nichts. was ich hörte. bis ich die volle Bedeutung dieser Idee begriff. wie das Gespräch begann. Etwa um die gleiche Zeit fesselte mich auch ein Gespräch über die Sonne. Viel später verstand ich. die auf die Menschheit wirken. Aber ich entsinne mich. waren seine Worte über den Unterschied der Zeit für die Planeten und für die Menschen. Aber diese Idee hat. Die Idee war in großen Zügen folgende: die Menschheit. Dies war im Zusammenhang mit unserem vorigen Gespräch. so daß ich es gar nicht sogleich erfaßte und erst später bemerkte. sie glauben. Es war wirklich eine interessante Vorstellung und deutete auf den esoterischen Sinn des „Opfers" hin. Minister und Parlamente das geringste bedeuten oder ausrichten können. was in großem Ausmaß geschieht. die Planeten und den Mond. daß weder Kaiser Wilhelm noch die Generäle. Aber über den Mond werden wir noch gesondert sprechen. jedenfalls zur jetzigen Zeit. ob sie dies oder jenes tun. was er mir eigentlich sagen wollte.wollen. nämlich. und zwar entweder durch zufälliges Zusammentreffen von Einflüssen oder aber durch allgemeine kosmische Gesetze. Dann spielt auch der Mond eine große Rolle in diesem Zusammenhang. Was wirklich wichtig war und er ganz beiläufig erwähnte. Alles. oder richtiger das organische Leben auf der Erde. nämlich über die Einflüsse. als ich die Unterredung zu rekonstruieren suchte. wird von zahlreichen 33 . Ich erinnere mich nicht mehr. wird von außen her gelenkt. Nur müssen wir verstehen. daß G. was er die „ Wechselbeziehung von Kräften in verschiedenen Welten" nannte." Das war alles. Und sogar als ich mich daran erinnerte. ein kleines Diagramm zeichnete und mir etwas zu erklären suchte. dauerte es lange. auf welche Weise zufällige Einflüsse abgelenkt oder in verhältnismäßig harmlose verwandelt werden könnten. nur historische und psychologische Bedeutung.

ohne sogleich unter einen anderen zu fallen. einer begrenzten Lebensdauer. der noch nicht." In dieser Rede G. beginnend mit der Kant-Laplaceschen bis herunter zu den allerneuesten. dem man sich unterwerfen will. mit all ihren Zusätzen und Veränderungen. „Um zu erklären wie. von einem Einfluß auf einen anderen überzugehen. sondern im Gegenteil ein „Planet im Zustand des Geborenwerdens". besteht darin. sich die Einflüsse auszuwählen: in anderen Worten. würde ich einen langen Vortrag brauchen". Auch die Sonne war einmal wie die Erde und die Erde wie der Mond. einmal ist der eine stärker.'s interessierte mich vor allem. sich von einem Einfluß zu befreien. Alles. sagte G. den Einfluß auszuwählen. und die Erde wird zur Sonne werden. Dann wird in seiner Nähe ein neuer Mond auftauchen. Einflüssen des Mondes.. Die „allge- 34 . sagte G. mit Entwicklungsmöglichkeiten und der Fähigkeit der Wandlung zu anderen Seinszuständen. den „Intelligenzgrad der Erde" erreicht habe. daß Sie eine Sache verstehen: es ist unmöglich.. und dann auch unter diesen Einfluß zu gelangen. Dazu muß man im voraus wissen." Dies fesselte gleich meine Aufmerksamkeit. Und für den Menschen gibt es eine gewisse Möglichkeit. „Aber der Mond wächst und entwickelt sich". Einflüssen der Sonne und Einflüssen der Sterne. ein Planet in den Uranfängen seiner Entwicklung.Ursachen und verschiedenen Welten gleichzeitig beeinflußt: von Einflüssen der Planeten. die ganze Arbeit an sich selbst. All diese Einflüsse wirken zugleich. unzuverlässiger und dogmatischer als die üblichen Theorien über die Entstehung der Planeten und Sonnensysteme. Und noch früher war die Sonne wie der Mond. Jetzt möchte ich. im nächsten Augenblick ein anderer. wie man gewöhnlich annimmt. mit einem bestimmten Alter. welcher Einfluß der vorteilhaftere ist. daß er Planeten und Mond als lebendige Wesen behandelte. Nach seinen Worten wäre der Mond kein „toter Planet". „und einmal wird er möglicherweise die gleiche Stufe wie die Erde erreichen. Nichts schien mir künstlicher. „darum werden wir hierüber ein anderes Mal sprechen. wie er sich ausdrückte.

nicht getan worden ist. „In welcher Beziehung steht die Intelligenz der Erde zur Intelligenz der Sonne?" fragte ich. sich die Köpfe einzuschlagen.. sagte G.'s System eine vollständig andere Theorie hatte. „Im Augenblick ist Ihnen noch nicht klar". sagte G. für wissenschaftlich und bewiesen. „Wenn nach einer bestimmten Zeit das. sagte er. „Die Intelligenz der Sonne ist göttlich". und die Erde kann sehr wohl sterben. Aber das ist natürlich nicht sichergestellt. kennenlernte. Es würde sogar noch schlimmer werden. obwohl sie äußerlich genau gleich aussehen. was getan werden sollte. andere nicht und wieder andere würden Beweise verlangen. was sie hätte erreichen können." „Wovon hängt das ab?" fragte ich. die an dem ersten Abend verlesen wurde. ohne das erreicht zu haben.meine Öffentlichkeit" hält diese Theorien.. so gibt es ver- 35 . „daß Menschen. die auf der Erde leben. Einige würden es glauben.. Genau so. G. sagte G. Sie standen in Beziehung zu der Geschichte. „Er ist bekannt". ohne das geringste erreicht zu haben. Aber in Wirklichkeit ist natürlich nichts weniger wissenschaftlich und unbewiesener als diese Theorien. So geht es mit allem bei den Menschen." „Ist dieser Zeitabschnitt bekannt?" fragte ich. die ihre Ursache in ganz neuen Voraussetzungen hatte und eine andere universale Ordnung zeigte." In Moskau hatten wir um die gleiche Zeit auch einige interessante Gespräche über Kunst. daß G. den verschiedensten Stufen angehören können. dazu noch eine organische. als ich G. wie es Menschen verschiedener Stufen gibt. Deshalb schien mir die Tatsache. sehr interessant und wichtig. „aber es wäre kein Vorteil. wenn die Menschen ihn kennen würden. oder jedenfalls die zuletzt bekanntgewordene. Danach würden sie anfangen. kann die Erde sterben. „aber die Erde kann das gleiche werden.'s Antwort war sehr vage. „Es gibt eine bestimmte Zeitdauer für die Ausführung einer gewissen Sache".

in einem anderen Trauer. den Wahrnehmungen des Zuschauers. und die Wahrnehmung dieser Formen seitens anderer Menschen. All dies ist subjektiv und all dies ist zufällig. Wirkliche Kunst ist etwas ganz anderes. alles für eine Art von Kunst zu halten. Aber da Sie den Unterschied nicht genau erkennen. Der eine gleiche Sonnenuntergang kann in einem Künstler das Gefühl der Freude hervorrufen. Nachahmung der Natur oder anderer Menschen ist. was der Künstler mitteilen wollte oder fühlte. sondern was für Assoziationen die Formen. . ein anderer Künstler wieder ein anderes. Und doch ist zwischen Ihrer Kunst und der.in denen er seine Empfindungen ausdrückt. daß Ihnen die verschiedenen Stufen erreichbar seien.Schöpfung' (er betonte das Wort . als Sie annehmen dürften. vor allem Werken alter Kunst. nur Phantasie oder Sucht nach Originalität bedeutet. Zwei Künstler mögen sich bemühen. Nur sehen Sie noch nicht ein. da es nur mechanische Wiedergabe. treffen Sie plötzlich auf Dinge. „In wirklicher Kunst ist nichts zufällig. in denen er seine Empfindungen auszudrücken versucht. die Formen. In Ihrer Kunst ist alles subjektiv — des Künstlers Wahrnehmung von dieser oder jener Empfindung. Und der Zuschauer. Unter Kunstwerken. und Sie glauben. Alles 36 .Schöpfung'). eines viel zu nahe an das andere. Bei ein und derselben Erscheinung mag ein Künstler ein bestimmtes Gefühl haben. die Sie nicht erklären können und die ein gewisses Etwas enthalten. das heißt auf zufälligen Assoziationen beruhend — dem Eindruck des Künstlers und seiner . vergessen Sie ihn bald und fahren fort. in ihm wachrufen. von der ich spreche. die gleiche Empfindung durch ganz verschiedene Methoden in verschiedener Form auszudrücken oder aber verschiedene Wahrnehmungen in der gleichen Form — je nachdem wie es ihnen gelehrt wurde oder im Widerspruch dazu. Sie ist mathematisch. Zuhörers oder Lesers. „Ich nenne Kunst nicht all das. Hörer und Leser wird wahrnehmen — nicht. das in der modernen Kunst nicht zu spüren ist. ein gewaltiger Unterschied.schiedene Stufen in der Kunst. daß diese Stufenunterschiede viel größer sind. was Sie als solche bezeichnen. Sie stellen die verschiedensten Dinge auf eine Stufe.

antwortete G. sondern auch die Gefühlsseite des Menschen anspricht. „Die große ägyptische Sphinx ist so ein Kunstwerk. ein großes. mit dem Unterschied. der dieses Buch liest. Schritt für Schritt. Es ist ausgeschlossen. daß diese genügend entwickelt sind. Es gibt Statuen von Göttern und verschiedenen mythologischen Gestalten. einen und denselben Eindruck hervorrufen. und zwar genau so wie er es meint. Denken Sie sich ein wissenschaftliches Werk. was er mitteilen will. und sein Werk kann nicht einen Eindruck auf einen Menschen und einen anderen auf den nächsten machen — vorausgesetzt natürlich. Jeder genügend Vorbereitete. vollständiges und komplexes System der Kosmologie." „Gibt es auch heute noch Werke von objektiver Kunst?" fragte ich. Es war im Körper dieser Figur. eine seltsame Figur. Das ist wirkliche. Aber nach kurzer Zeit begannen wir zu fühlen. Es wird immer. ein Buch über Astronomie oder Chemie. mit mathematischer Gewißheit. Ein objektives Kunstwerk ist genau so ein Buch. was der Autor meint. daß es nicht nur die denkerische. in ihren 37 . sondern mit den Gefühlen. Im Verlauf unserer Reisen in Zentralasien fanden wir in der Wüste. daß ein Mensch es auf eine Weise versteht und der nächste auf eine andere. Der Künstler weiß und versteht. wird verstehen. begannen wir dieses System zu entziffern. Und langsam. daß diese Figur viele Dinge enthielt. „Aber gleichzeitig wird das gleiche Kunstwerk auf Menschen verschiedener Seinsstufen einen verschiedenen Eindruck machen. einige Götterstatuen und viele andere Dinge. am Fuße des Hindukusch. daß beide auf der gleichen Stufe stehen. allerdings nicht mit dem Denken. „Natürlich gibt es sie". die man wie Bücher lesen kann. vorausgesetzt. objektive Kunst.kann in ihr vorausberechnet werden. ebenso wie einige geschichtlich bekannte Bauwerke. Zuerst erweckte sie in uns nur den Eindruck einer Kuriosität. Menschen auf niedrigeren Stufen werden nie soviel davon haben wie Menschen auf höheren Stufen. alles kann im voraus erkannt werden. die wir zuerst für einen alten Gott oder Teufel hielten.

was G. gesagt hatte. daß es in der Kunst Unterscheidungen und Abstufungen gibt. überall. in ihren Ohren. und nicht nur diese. sondern auch alle damit verknüpften Gefühle und Empfindungen. mit Schlüssen.leer und nutzlos.'s Ausführungen über Kunst beeindruckt. sagte.Beinen. In der ganzen Statue gab es nichts Zufälliges. zu denen ich schon vor langer Zeit gekommen war. Armen. Sein Prinzip der Teilung der Kunst in subjektive und objektive sagte mir sehr viel. Und langsam verstanden wir das Ziel der Menschen. Einige von uns meinten. Nichtsdestoweniger wußte ich. So schienen mir alle Diskussionen über • Kunst ohne Anerkennung dieser Unterscheidungen und Abstufungen . Ich verstand noch nicht alles. in ihrem Kopf. die ich gefühlt hatte. Das war wirkliche Kunst!" Ich war sehr von G. einfach ein Streit um Worte. Ich fühlte bereits. Im allgemeinen erstaunten mich viele Dinge. in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Stufen. die diese Statue geschaffen hatten. was sie uns über die Jahrtausende mitteilen wollten. daß diese Unterscheidungen und . die ich weder definieren noch formulieren konnte und die auch noch niemand formuliert hatte. Abstufungen bestehen. was ich selbst gedacht hatte. nichts ohne Bedeutung. Ich hatte immer gefühlt. die ich nicht annehmen konnte und die mir phantastisch und ohne jede Grundlage zu sein schienen. was er sagte. Jedenfalls erfaßten wir die Bedeutung dessen. von dem ich bisher jedoch nur einige Bruchstücke sah. . fühlte ich eine Annäherung an die gleichen Abstufungen. daß seine Ideen nicht — wie sonst alle philosophischen und wissenschaftlichen Ideen — voneinander losgelöst waren. sondern ein Ganzes ausmachten. 38 . die wir nicht sehen noch verstehen können. In dem. Vor allem interessierte mich der innere Zusammenhang von allem. Wir begannen ihre Gedanken und Gefühle zu spüren. was er in diese Worte legte. aber nicht definieren konnte. in ihren Augen. Es gab darunter Ideen. ihre Gesichter zu sehen und ihre Stimmen zu hören. Andere hingegen stimmten merkwürdig mit dem überein. die G.

um von Worten oder Ideen zu Taten. Aber ich hatte eine innere Überzeugung. Ich fragte mich. daß G.Ich dachte darüber im Nachtzug auf dem Weg von Moskau nach Petersburg nach. wonach ich suchte. 39 . daß sich etwas schon für mich geändert hatte und von nun an alles anders verlaufen würde. War es möglich. wirklich wußte. noch konnte ich etwas genau formulieren. was man wissen muß. zu „Tatsachen" zu kommen? Ich war noch über nichts sicher. ob ich wirklich gefunden hatte.

wurde ich ans Telephon gerufen und hörte G. trat immer deutlicher zutage.s Stimme. Die Drucker streikten dauernd. Die verborgene selbstmörderische Geschäftigkeit. Ich ging sofort zu ihm. von der so viel im russischen Leben abhängt. Ich bereitete meine Bücher für neue Auflagen vor. las Korrekturen und so fort. an der ich teilnahm und in der alle möglichen Themen vom Krieg bis zur Psychologie diskutiert wurden. daß ich mir einige Male. Und ich begann mir schon vorzustellen. Als er am nächsten Tag wegfuhr. Es vollzog sich eine „Kraftprobe". als die Umstände besonders schwierig wurden. nach Moskau gehen. Die Zeit verging. die ihn in verschiedenen Angelegenheiten aufsuchten. sagte: „Ich werde alles aufgeben und zu G. sagte er mir. meinte er. Und zwischen Gesprächen mit anderen Menschen. sprach er zu mir genau so wie in Moskau.ZWEITES KAPITEL I n Petersburg verging der Sommer mit der üblichen literarischen Arbeit. es war schon Herbst. bevor ich das Beabsichtigte getan hätte. Und als ich ihm bei diesem zweiten Besuch von einer gewissen Gruppe in Petersburg erzählte. er werde bald zurückkommen. meine Arbeit wurde aufgehalten. Aber oft kehrte ich in Gedanken zu den Moskauer Gesprächen zurück. daß die Bekanntschaft mit ähnlichen 40 . daß die Katastrophe auf uns hereinbrechen werde. Er war für einige Tage nach Petersburg gekommen. Dies war der schreckliche Sommer 1915 mit seiner immer drückender werdenden Atmosphäre. Ich erinnere mich." Und bei diesem Gedanken wurde es mir immer leichter zumute. Eines Tages. Alles begann zu schwanken. aus der ich mich trotz aller Anstrengungen nicht befreien konnte. Der Krieg wurde nun auf russischem Boden geführt und kam uns immer näher.

Wichtig ist. Ich entsinne mich eines Gespräches. Er fuhr nach Moskau und versprach. was für „Experimente" und „Vorführungen" er meinte. Ich sprach zu meinen Freunden über ihn und wir begannen. in vierzehn Tagen zurückzukommen. „Das ist nicht wichtig. daß zehn oder zwanzig Menschen da sind — wenn sie in Schichten arbeiten und einer den anderen deckt. daß eine . Hinsichtlich seiner Pläne und Absichten erklärte er. „Sie verstehen Ihre eigene Lage nicht. ist zu entkommen.Gruppen nützlich sein könne. Aber lassen Sie uns annehmen. dies wurde mir erst später klar. „darum geht es nicht. All das erinnerte mich zum Teil an das. Er kam wieder für kurz zurück. was ich in Moskau gehört hatte. sprach eingehend über die Organisation von Gruppen für seine Arbeit und über deren Rolle in der Arbeit. können sie den Tunnel vollenden und entkommen. das.oder zweimal gebrauchte er das Wort „esoterisch". und es interessierte mich. daß er seine Arbeit hier in größerem Umfange organisieren wolle: er beabsichtige öffentliche Vorlesungen zu halten. was er damit meinte. was ein Einzelner nie tun kann. denn er denke daran. das ich früher nie von ihm gehört hatte. nichts erreichen. um zu fragen. in Petersburg die gleiche Art Arbeit zu beginnen wie in Moskau. Sie sind im Gefängnis. Aber wie entkommen? Es ist notwendig. in einem kleinen Cafe auf dem Newsky stattfand. Eine Gruppe mit einem wirklichen Führer kann mehr tun. Ein. eine Mauer zu untertunneln. Aber als ich das Gespräch unterbrechen wollte.. wich er der Antwort aus. G. wenn Sie ein vernünftiger Mann sind. Alles. Aber ich verstand nicht genau. eine Reihe von Experimenten und Vorführungen zu veranstalten und Menschen mit einem weiteren Bildungshorizont und besserer Vorbereitung zu interessieren. nennen Sie es wie Sie wollen". was Sie wünschen können. Einer allein kann nichts tun. wie üblich bei G. Einer allein kann nichts tun. Ich erreichte es. seine Ankunft zu erwarten. Eine Gruppe von Menschen kann tun. was er unter „esoterisch" verstehe.Gruppe' der Anfang von allem ist. ihm einige Leute vorzustellen. sagte er. 41 .

Diese allein werden sagen können. Allmählich stellte ich immer mehr Leute G. vor. am folgenden Tage nach Moskau zurückkehren werde. möglich ist. und können auch Werkzeuge. vieles unnötig schwer mache." G. die G. daß G. Solange er das nicht einsieht. manchmal mit einigen seiner Moskauer Schüler. Ich verstand nicht ganz die Art und Weise. dann ist sie nur als Ergebnis großer Arbeit und großer Anstrengungen zu erreichen. wenn er nach Petersburg kam. in welcher Richtung die Flucht. an denen er teilnahm.„Außerdem kann niemand aus einem Gefängnis aufbrechen ohne die Hilfe schon zuvor Entkommener. Manchmal begann er damit. noch bis zum Abend zu bleiben. hat er überhaupt keine Möglichkeit. Wenn Befreiung möglich ist. Am nächsten Morgen sagte er dann. daß G. regelmäßig alle vierzehn Tage nach Petersburg. Zum Beispiel erlaubte er mir selten. Gewöhnlich kamen dreißig bis vierzig Menschen. Nichts kann ohne eine Organisation erreicht werden. wie diese Versammlungen veranstaltet wurden. 42 . schicken. im voraus ein Treffen festzusetzen. Der Tag verging in Cafes. veranstaltete ich Gespräche und Vorlesungen. er habe sich entschlossen. Ab Jänner 1916 kam G. Aber ein Gefangener allein kann diese Leute nicht finden und auch nicht mit ihnen in Beziehung treten. Jedesmal. muß er zu allererst erkennen. solange er sich für frei hält. kam später noch oft auf sein Gleichnis vom „Gefängnis" und „dem Gefängnis entkommen" zurück. gegen seinen Willen oder im Gegensatz zu seinen Wünschen befreien. wohin die Leute kamen. entweder in Privathäusem oder in schon bestehenden Gruppen. und seine Lieblingserklärung war dann folgende: Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann. Feilen oder was immer sich als nötig erweist. Niemand kann ihm helfen oder ihn durch Gewalt. Mir schien. und vor allem durch bewußtes Streben nach einem festen Ziel. Dazu ist eine Organisation notwendig. daß er im Gefängnis ist. sehen wollten. Gewöhnlich hatte eine frühere Versammlung mit der Bekanntmachung geendet.

glauben Sie mir. Später werden wir vielleicht Versammlungen an fest bestimmten Tagen abhalten." Gewöhnlich eilte ich dann zum Telephon. und noch dazu im voraus. sagte er mir dann: „Warum können wir uns nicht heute treffen? Rufen Sie doch alle. damit er sich danach einrichten kann. Die Menschen müssen sich beweisen und zeigen. konnten nie zu unseren Treffen kommen. die Menschen seine Ideen schätzen lernen könnten. die außerhalb Petersburgs wohnten. wird er den ganzen Tag am Telephon sitzen für den Fall. was leicht zu haben ist". die nicht in Petersburg wohnen. eine oder anderthalb Stunden bevor unsere Zusammenkünfte gewöhnlich begannen. sowohl in den Versammlungen als auch außerhalb ihrer. laßt den ruhig weiter warten. „Und wenn ein Mensch bereits etwas gewittert hat. daß er eingeladen werde. und sagen Sie ihnen. und ich konnte nur wenig Leute zusammentrommeln. wie zufällig und unbedeutend diese auch immer sein mögen. Vieles verstand ich später ganz anders als damals. eingeladen zu werden. Aber das können wir nicht ändern. Wer erwartet. die zu kommen wünschen.nur durch die Überwindung von Schwierigkeiten. was G.Erst am Abend. Manche. Oder er selbst wird anrufen und nachfragen. sagte er. was sie gehört haben. daß. „Der Mensch schätzt nichts. zu dieser Zeit sagte. begannen mich mehr und mehr zu interessieren. dann. 43 . für die. in Zarskoje und so fort. an. Im Gegenteil. Natürlich. Aber die Vorlesungen und im allgemeinen alles." All dies und noch vieles andere blieb für mich damals eine halboffene Frage. wie sie bewerten. seine Ideen kennenzulernen. daß wir uns an dem und dem Ort versammeln. Auch wurden mir G. er war der Ansicht.'s Hauptbeweggründe klarer. aber natürlich waren alle schon um sieben oder halb acht Uhr abends besetzt. ist es schwierig. Er wollte es den Menschen auf keinen Fall leicht machen. Im Augenblick ist das unmöglich.

kann auch nichts weiterleben. Aber auch wenn etwas weiterlebt. bei der alles von äußeren Einflüssen abhängt. Die Maschine Mensch. die in einem Augenblick eine ist und im nächsten eine andere und wieder im nächsten eine dritte. Wenn es im Menschen irgend etwas gibt. Aber glauben Sie selbst. wenn nichts da ist. Staub wird wieder zu Staub. nach dem Tode möglich sein. wenn er sich in den Finger schneidet? Wenn etwas da ist im Menschen. sie wird begraben und das ist alles. Um überhaupt von irgendeinem zukünftigen Leben sprechen zu können.Leben im Jenseits' bezeichnen. in wieder anderen Fällen das. sagte G. daß das Sein eines Menschen. In beiden Fällen geschieht das Weiterleben im . Sie wissen. wird durch innere Fusion erreicht. was der Ausdruck . der in Ohnmacht fällt oder alles vergißt. und ob man Fällen von Verständigung mit Toten Glauben schenken könne. muß eine gewisse Kristallisation stattfinden. als ob jeder Mensch einen . äußeren Einflüssen zu widerstehen. Das ist ganz falsch. so kann es den Tod überleben.Astralleib' nennt.Astralleib' oder mit Hilfe des „Astralleibes'. daß etwas dem physischen Tod bei einem Menschen widerstehen kann. im Leben und nach dem Tode — wenn er nachher überhaupt noch weiter besteht — von sehr verschiedener Qualität sein kann.Bei einer Gelegenheit in einer dieser Versammlungen fragte jemand nach der Möglichkeit der Wiederverkörpenmg. kann seine Zukunft sehr verschieden sein. was die Menschen . Und nur wenige Menschen erlangen einen . mit der alles geschieht. dann kann eben dieses möglicherweise auch dem Tod des physischen Körpers widerstehen. Der Mensch wird nicht damit geboren. Aber die Ihnen bekannten Systeme gebrauchen diesen Ausdruck.Astralleib' bedeutet.Reinkarnation' nennen. „Vieles ist möglich". „aber zuerst ist es notwendig zu verstehen. In einigen Fällen von fortgeschrittener Kristallisation kann das. ein gewisses Verschmelzen der inneren Eigenschaften des Menschen und eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen erreicht werden.Astralleib' habe. was fähig ist. Was man den .Astral- 44 . das heißt durch furchtbar harte innere Arbeit und inneren Kampf.. Das trifft auf sie zu. was die Menschen als . hat überhaupt keine Zukunft irgendwelcher Art.

kann aber den Tod des physischen Körpers lange überleben.Nein' hervorrufen. aber er steht ruhig. wenn alles ohne Widerspruch in ihm geschieht. die innere Einheit. Um weitere Entwicklung zu ermöglichen. wird er bleiben wie er ist. Ein solcher Mensch wird nicht die Möglichkeit weiterer Entwicklung haben. Aber wenn ein Kampf in ihm beginnt und wenn vor allem dieser in einer bestimmten Richtung verläuft. Nehmen wir zum Beispiel einen Räuber. wohin er gezogen wird oder wohin der Wind bläst. er beginnt zu .Nein' im Menschen. und das ist nur durch schreckliches Leiden möglich. wenn er überall hingeht. dann beginnen sich allmählich dauernde Züge zu formen. Er wird mit seinem Gewehr acht Stunden am Straßenrand hinter einem Stein stehen. muß er erst wieder eingeschmolzen werden.Reibung1 erreicht. echten Räuber.Reinkarnation'. Aber Kristallisation ist möglich auf richtiger Grundlage und ist möglich auf falscher Grundlage. Könnten Sie das tun? Die ganze Zeit — denken Sie daran — geht ein Kampf in ihm vor sich. einen wirklich guten. Aber das wäre eine falsche. kann er den physischen Tod überdauern und kann sogar in einen neuen physischen Körper hineingeboren werden. Das ist dann . Wenn er gebildet worden ist. Ein anderer ist ein Mönch. Er ist durstig. Er ist nicht unsterblich. Wenn ein Mensch ohne inneren Kampf lebt. dann stirbt er im Verlauf der Zeit. „Kristallisierung ist auf jeder Grundlage möglich. Auf diese Weise wird die Kristallisierung erreicht. So können Menschen eine un- 45 . durch den Kampf zwischen dem Ja' und dem . Zum Beispiel ein fanatischer Glaube an die eine oder andere Idee oder die . wird durch . Er hat Angst vor dem Teufel. ohne sich zu rühren.leib'. Ich habe solche Räuber im Kaukasus gekannt. der Kampf zwischen Ja' und .Reibung'. Die ganze Nacht schlägt er den Kopf gegen den Boden und betet.Angst vor Sünde' kann einen wahrhaft fürchterlichen Kampf zwischen Ja' und . ihm ist heiß. unvollständige Kristallisierung. Wenn er nicht wiedergeboren wird.kristallisieren'. . kann leicht auf falscher Grundlage beginnen. die Mücken beißen ihn.Nein'. und ein Mensch kann auf dieser Grundlage kristallisieren. „Die Verschmelzung.

geheure innere Stärke erlangen; sie können Foltern ertragen; sie können erreichen, was sie wollen. Das heißt, nun hat sich in ihnen etwas Festes, etwas Dauerndes gebildet. Solche Menschen können unsterblich werden. Aber was nützt das schon? Ein Mensch dieser Art wird ein .unsterbliches Ding', wenn auch manchmal ein gewisses Maß von Bewußtheit in ihm erhalten bleibt. Aber sogar das geschieht, wohlgemerkt, sehr selten." Wie ich mich erinnere, prägte sich mir das auf diese Rede folgende Gespräch deswegen ein, weil viele Leute aus G.'s Rede ganz andere Dinge entnommen hatten als er sagte; andere wiederum beachteten nur G.'s zusätzliche und unwesentliche Bemerkungen und behielten allein diese. Die grundsätzlichen Prinzipien in den Ausführungen entgingen den meisten. Nur sehr wenige stellten Fragen nach den wesentlichen Punkten dessen, was er sagte. Eine dieser Fragen ist mir im Gedächtnis geblieben. „Auf welche Weise kann man in sich den Kampf zwischen ,Ja und ,Nein' hervorrufen?" fragte jemand. „Opfer sind notwendig", sagte G., „wenn nichts geopfert wird, kann nichts erreicht werden. Und man muß etwas Wertvolles opfern, man muß es für lange Zeit opfern und man muß viel opfern. Jedoch nicht für immer. Dies muß man verstehen, weil es oft nicht verstanden wird. Opfern ist nur so lange notwendig, als der Prozeß der Kristallisierung vor sich geht. Wenn er beendet ist, werden Opfer, Entsagung und Entbehrung überflüssig. Dann kann einer alles haben, was er will. Dann gibt es keine Gesetze mehr für ihn, er wird sich selbst zum Gesetz." Aus denen, die zu unseren Vorlesungen kamen, bildete sich langsam eine kleine Gruppe von Menschen heraus, die nicht eine einzige Gelegenheit vorbeigehen ließen, G. zuzuhören, und sich auch während seiner Abwesenheit trafen. Dies war der Anfang der ersten Petersburger Gruppe. Während dieser Zeit war ich viel mit G. zusammen und begann ihn besser zu verstehen. Man wurde bei ihm durch eine große Ein-

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fachheit und Natürlichkeit beeindruckt, die einen vollständig vergessen ließ, daß er für uns der Vertreter einer Welt des Wunderbaren und Unbekannten war. Weiter fühlte man sehr stark den Mangel jeglicher Affektiertheit oder der Sucht, Eindruckzumachen. Und dazu spürte man, daß er in nichts, was er tat, seinen Vorteil wahrnahm — eine vollständige Gleichgültigkeit gegenüber Annehmlichkeiten, Komfort, und die Fähigkeit, sich bei keiner Arbeit zu schonen, was immer diese sein möge. Manchmal liebte er fröhliche und lebendige Gesellschaft. Er veranstaltete gern große Mahlzeiten, kaufte große Mengen Wein und Essen, von denen er oft gar nichts aß oder trank. Viele Leute gewannen den Eindruck, er sei ein Gourmand, ein Liebhaber guten Lebens im allgemeinen, und uns schien es, daß er oft diesen Eindruck hervorrufen wollte, trotzdem wir alle schon sahen, daß er hierin „schauspielerte". Unser Eindruck des „Schauspielems" bei G. war außerordentlich stark. Unter uns sagten wir oft, daß wir ihn nie durchschauten noch durchschauen könnten. Bei jedem anderen hätte soviel „Schauspielern" den Eindruck von Falschheit hervorgerufen. Bei ihm machte es einen Eindruck von Stärke, jedoch, wie ich schon erwähnte, nicht immer — manchmal war zuviel davon da. Besonders zog mich bei ihm sein Sinn für Humor und das vollkommene Fehlen jeglicher Anmaßung von „Heiligkeit" oder dem Besitz „übernatürlicher" Kräfte an, obwohl er damals, wie wir uns später überzeugten, die Fähigkeit besaß, ungewöhnliche Phänomene psychischen Charakters hervorzurufen. Aber er lachte immer über Leute, die von ihm Wunder erwarteten. Er war ein außerordentlich vielseitiger Mensch; er kannte alles und konnte alles. Einmal erzählte er mir, daß er von seinen Reisen im Osten eine große Zahl von Teppichen mitgebracht habe, bei denen es viele doppelt gab und andere überhaupt keinen Wert vom künstlerischen Standpunkt aus hatten. Während seiner Besuche hatte er herausgefunden, daß der Verkaufspreis für Teppiche in Petersburg höher war als in Moskau, und bei jedem Kommen brachte er einen Ballen Teppiche mit, die er in Petersburg verkaufte.

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Einer anderen Version zufolge kaufte er einfach diese Teppiche in Moskau auf der „Tolkutschka" und brachte sie nach Petersburg zum Verkauf. Ich verstand nicht ganz, warum er das tat, aber ich fühlte, daß es mit der Idee seines „Schauspielerns" zusammenhing. Der Verkauf der Teppiche selbst war bemerkenswert. G. setzte eine Anzeige in die Zeitung und alle möglichen Leute kamen Teppiche kaufen. Bei solchen Gelegenheiten hielten sie ihn selbstverständlich nur für einen gewöhnlichen kaukasischen Teppichhändler. Ich saß stundenlang dabei und schaute zu, wie er zu den Leuten sprach, die zu ihm kamen. Ich bemerkte, daß er manchmal mit ihren Schwächen spielte. Eines Tages war er entweder sehr in Eile oder er hatte es einmal satt, Teppichhändler zu spielen, und bot einer offensichtlich reichen, jedoch sehr habgierigen Dame, die ein Dutzend seiner Teppiche ausgesucht hatte und verzweifelt handelte, alle im Zimmer befindlichen Teppiche für ungefähr ein Viertel des Preises derer, die sie ausgewählt hatte, an. Erst war sie überrascht, aber dann begann sie weiter zu handeln. G. lächelte und sagte, er würde es sich überlegen und ihr am nächsten Tag antworten. Aber den nächsten Tag war er nicht mehr in Petersburg und die Frau bekam gar nichts. Irgend etwas Derartiges geschah fast bei jeder Gelegenheit. Mit diesen Teppichen, in der Rolle des fahrenden Kaufmanns, machte er wieder den Eindruck eines Menschen in Verkleidung, einer Art Harun-al-Raschid, oder des Mannes mit der Tarnkappe im Märchen. Einmal, als ich nicht da war, kam ein „Okkultist" vom Scharlatantypus zu ihm, der in Spiritistenkreisen in Petersburg eine gewisse Rolle spielte und später unter den Bolschewiken „Professor" wurde. Er begann mit den Worten, daß er viel von G. und seinem Wissen gehört habe und seine Bekanntschaft machen wolle. G. spielte, wie er mir selbst berichtete, die Rolle eines echten Teppichhändlers. Mit dem stärksten kaukasischen Akzent und in gebrochenem Russisch begann er dem „Okkultisten" zu versichern, daß er sich geirrt habe, er verkaufe nur Teppiche; und er begann sofort welche aufzurollen und anzubieten.

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Der „Okkultist" ging weg, fest überzeugt, daß seine Freunde sich über ihn lustig gemacht hätten. „Es war offensichtlich, daß der Gauner nicht einen Groschen hatte", fügte G. hinzu, „sonst hätte ich ihm bestimmt den Preis für ein paar Teppiche abgenommen. Ein Perser pflegte zu ihm zu kommen, um seine Teppiche zu flicken. Eines Tages beobachtete ich, wie G. den Perser bei seiner Arbeit sehr aufmerksam beobachtete. „Ich möchte verstehen, wie er es macht, und ich verstehe es noch nicht", sagte G. „Sehen Sie den Haken, den er hat? Alles liegt an ihm. Ich wollte ihn ihm abkaufen, aber er will ihn nicht verkaufen." Den nächsten Tag kam ich früher als gewöhnlich. G. saß auf dem Fußboden und flickte einen Teppich, genau wie der Perser es getan hatte. Wollfäden aller Farben lagen um ihn verstreut und in seiner Hand hatte er denselben Haken, den ich bei dem Perser gesehen hatte. Wie ich erfuhr, hatte er ihn mit einer gewöhnlichen Feile aus der Klinge eines billigen Federmessers gefertigt und im Verlauf des Morgens hatte er alle Geheimnisse des Teppichflickens ergründet. Er erzählte mir viel über Teppiche, die, wie er oft erklärte, eine der ältesten Kunstformen darstellten. Er sprach von alten Gebräuchen, die in manchen Teilen Asiens mit dem Teppichknüpfen verbunden sind; wo ganze Dörfer zusammen an einem Teppich wirken; von Winterabenden, wenn alle Dorfbewohner, alt und jung, sich in einem großen Gebäude versammeln und in Gruppen nach einer im voraus bekannten und durch Überlieferung festgelegten Ordnung auf dem Fußboden sitzen oder stehen. Jede Gruppe beginnt ihre eigene Arbeit. Einige säubern die Wolle von Steinen und Splittern. Andere schlagen sie mit Stöcken. Eine dritte Gruppe kämmt die Wolle. Die vierte spinnt, die fünfte färbt die Wolle. Die sechste oder vielleicht die sechsundzwanzigste wirkt den Teppich. Männer, Frauen und Kinder, Greise und alte Frauen, alle haben ihre traditionelle Arbeit, und die ganze Arbeit wird unter Begleitung von Musik und Gesang gemacht. Die Spinnerinnen, mit Spindeln in der Hand, tanzen während ihrer Arbeit einen be-

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sonderen Tanz, und all die Bewegungen dieser verschieden beschäftigten Leute sind wie eine Bewegung und ein Rhythmus. Außerdem hat noch jeder Ort seine eigene Musik, seine eigenen besonderen Gesänge und Tänze, die seit undenklichen Zeiten mit der Teppichmacherkunst verknüpft sind. Während er mir dies erzählte, durchzuckte mich der Gedanke, daß vielleicht Form und Farbe der Teppiche mit der Musik zusammenhängen, vielleicht ihr Ausdruck in Form und Farbe sind; daß Teppiche sozusagen die Aufzeichnungen dieser Musik sind, die Koten, an Hand derer die Weisen wiedergegeben werden können. Für mich hatte diese Vorstellung nichts Fremdes, weil ich oft Musik in Form komplizierter Zeichnungen „sehen" konnte. a Aus einigen zufälligen Gesprächen mit G. gewann ich ein ge'Kvisses Bild von seinem früheren Leben. * Seine Kindheit hatte er an der Grenze Kleinasiens in seltsamen, sehr abgelegenen, fast biblischen Lebensumständen verbracht. Herden unzähliger Schafe. Wandern von Ort zu Ort. Zusammentreffen mit verschiedenen seltsamen Menschen. Seine Einbildungskraft wurde vor allem durch die Yezidis, die „Teufelsanbeter", angeregt, die seit seiner frühesten Jugend seine Aufmerksamkeit durch ihre unverständlichen Gebräuche und ihre Abhängigkeit von unbekannten Gesetzen gefesselt hatten. Er erzählte mir unter anderem, daß er als Kind oft beobachtet habe, wie Yezidi-Knaben unfähig waren, aus einem Kreis herauszutreten, der um sie auf dem Boden gezeichnet worden war. Seine Jugend verbrachte er in einer Atmosphäre von Märchen, Legenden und Überlieferungen. Das „Wunderbare" war in seiner Umgebung eine Tatsache. Weissagungen, die er hörte und die alle, die um ihn waren, fest glaubten, erfüllten sich und riefen in ihm den Glauben auch an vieles andere hervor. All dies hatte schon in frühester Jugend in ihm eine Neigung nach dem Geheimnisvollen, dem Unverständlichen und Magischen geweckt. Er sagte mir, schon als Kind habe er mehrere lange Reisen nach dem Osten unternommen. Was an diesen Geschichten wahr war, konnte ich nie genau entscheiden. Aber wie er berichtete,

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stieß er im Verlauf seiner Reisen auf viele Erscheinungen, die ihn auf die Existenz eines bestimmten Wissens hinwiesen, auf gewisse, über die gewöhnlichen Möglichkeiten hinausgehende Kräfte und Möglichkeiten des Menschen und ferner auf Leute mit hellseherischer Begabung und anderen wunderbaren Kräften. Allmählich begannen, wie er sagte, seine Abwesenheit von zu Hause und seine Reisen ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Er ging auf die Suche nach dem Wissen und den Leuten, die es besaßen. Und nach großen Schwierigkeiten fand er, wie er erzählte, in Gemeinscha^ mit einigen anderen, die gleich ihm auf der Suche nach dem Wunderbaren waren, die Quellen dieses Wissens. In all diesen Geschichten über ihn selbst war vieles widerspruchsvoll und kaum glaublich. Aber ich hatte schon begriffen, daß man an ihn nicht den üblichen Maßstab anlegen dürfe und er mit keinem gewöhnlichen Maß zu messen sei. Bei ihm konnte man über nichts sicher sein. Heute konnte er eine Sache sagen, morgen etwas ganz anderes und trotzdem konnte man ihn nicht des Widerspruches zeihen: man mußte nur verstehen und alles miteinander verbinden. Über Schulen und die Orte, wo er das Wissen, welches er zweifellos besaß, gefunden hatte, sprach er sehr wenig und immer oberflächlich. Er erwähnte tibetanische Klöster, den Chitral, den Berg Athos, Sufi-Schulen in Persien, in Buchara und Ostturkestan; femer Derwische der verschiedenen Orden. Aber alles nur auf sehr unbestimmte Weise. . Während eines Gespräches mit G. in unserer Gruppe — die langsam eine dauernde Einrichtung wurde — fragte ich: „Warum ist, wenn früheres Wissen bewahrt wurde und es, allgemein gesprochen, ein von unserer Wissenschaft und Philosophie getrenntes und diese sogar übertreffendes Wissen gibt, warum ist es dann so sorgfältig verborgen, warum wird es nicht Allgemeingut? Warum wollen die Träger dieses Wissens es nicht dem allgemeinen Lebensstrom überantworten, um einen besseren und erfolgreicheren Kampf gegen Betrug, Übel und Unwissenheit zu führen?" Das ist, glaube ich, wohl eine Frage, die jedem Menschen in den

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Sinn kommt, wenn er die erste Bekanntschaft mit esoterischen Ideen macht. „Hierauf gibt es zwei Antworten", sagte G., „erstens einmal ist dieses Wissen nicht verborgen. Zweitens kann es, gerade seiner Natur nach, nicht Allgemeingut werden. Wir wollen zunächst die zweite Feststellung untersuchen. Danach will ich Ihnen beweisen, daß Wissen (er betonte das Wort) viel erreichbarer ist für jene, die es verdauen können, als man gemeinhin annimmt. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, daß die Menschen es entweder nicht wollen oder nicht aufnehmen können. „Aber zuerst muß etwas anderes verstanden werden, nämlich, daß Wissen nicht allen, ja nicht einmal vielen zukommen kann. Das ist ein Gesetz. Sie verstehen dies nicht, weil Sie nicht verstehen, daß Wissen, gleich allem anderen in der Welt, stofflich ist. Es ist stofflich, und das heißt, daß es alle Eigenschaften der Stofflichkeit besitzt. Eine der ersten Eigenschaften der Stofflichkeit ist, daß der Stoff immer begrenzt ist, das heißt, die Menge eines gegebenen Stoffes an einem gegebenen Ort und unter gegebenen Bedingungen ist begrenzt. Sogar der Sand in der Wüste und das Wasser des Meeres hat eine begrenzte und unveränderliche Menge. Wenn also Wissen stofflich ist, so bedeutet dies, daß es an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit nur eine begrenzte Menge davon gibt. Man kann sagen, daß die Menschheit für eine gewisse Zeitspanne, sagen wir ein Jahrhundert, eine begrenzte Menge von Wissen zu ihrer Verfügung hat. Aber wir wissen, sogar aus unserer alltäglichen Erfahrung, daß der Wissensstoff ganz verschiedene Eigenschaften besitzt, je nachdem er in kleinen oder in großen Mengen eingenommen wird. In großer Menge, an einem bestimmten Ort, das heißt durch einen Menschen oder, sagen wir, eine kleine Gruppe von Menschen aufgenommen, zeitigt er sehr gute Ergebnisse. In kleiner Menge aufgenommen (das heißt durch jeden Menschen einer großen Menge), zeitigt er überhaupt keine Ergebnisse, oder sogar negative, den Erwartungen entgegengesetzte. Wenn also eine gewisse begrenzte Wissensmenge unter Millionen Menschen aufgeteilt wird, dann wird jeder einzelne sehr wenig davon erhalten, und

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diese geringe Menge wird weder an seinem Leben noch an seinem Verständnis der Dinge etwas ändern. Und, wie groß auch immer die Summe der Menschen sei, die dieses geringe Quantum Wissen erhalten, in ihrem Leben wird sich nichts ändern, außer vielleicht, daß es noch schwieriger wird. „Wenn aber dagegen große Wissensmengen in wenigen Leuten konzentriert werden, wird dieses Wissen sehr gute Ergebnisse zeitigen. Von diesem Gesichtspunkt ist es viel vorteilhafter, daß Wissen von einer kleinen Anzahl Menschen bewahrt und nicht unter Massen verstreut wird. „Wenn wir eine gewisse Menge Goldes nehmen und uns entschließen, eine Anzahl von Gegenständen damit zu vergolden, müssen wir die genaue Anzahl der Gegenstände wissen oder berechnen, die mit dieser Goldmenge vergoldet werden können. Wenn wir versuchen, eine größere Menge zu vergolden, werden sie unregelmäßig, fleckig mit Gold bedeckt sein und viel häßlicher aussehen, als wenn gar kein Gold auf ihnen wäre. Tatsächlich werden wir dann unser Gold verlieren. „Die Verteilung von Wissen geht nach genau dem gleichen Prinzip vor sich. Wenn es allen gegeben wird, bekommt keiner etwas. Wenn es hingegen bei einigen wenigen aufbewahrt wird, wird jeder genug haben, nicht nur das zu behalten, was er hat, sondern es auch noch zu vermehren. „Beim ersten Anblick scheint diese Theorie sehr ungerecht zu sein, da die Lage derjenigen, denen das Wissen gleichsam verweigert wird, damit andere einen größeren Anteil erhalten, sehr traurig und härter zu sein scheint, als sie sein sollte. In Wirklichkeit aber verhält es sich nicht so; und in der Verteilung des Wissens gibt es nicht die geringste Ungerechtigkeit. „Es ist eine Tatsache, 'daß die allermeisten Menschen gar kein Wissen wünschen. Sie weigern sich, daran Anteil zu nehmen und nehmen nicht einmal die Menge, die ihnen in der Verteilung zur Fristung ihres Lebens zusteht. Besonders zeigt sich dies in Zeiten von Massenverrücktheit, wie in Kriegen, Revolutionen und so fort, wenn die Menschen selbst den geringen Teil von gesundem Men-

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schenverstand, den sie haben, zu verlieren scheinen, und sich in vollständige Automaten verwandeln, sich ganz der Zerstörung in gewaltigem Umfang widmen; das heißt in anderen Worten, wenn sie sogar den Instinkt der Selbsterhaltung verlieren. Dann bleiben gewaltige Wissensmengen sozusagen unverlangt und können an die verteilt werden, die ihren Wert erkennen. „Darin liegt keine Ungerechtigkeit, weil die Empfänger des Wissens nichts wegnehmen, was anderen gehört. Sie nehmen nur das, was andere als nutzlos abgelehnt haben und was in jedem Falle verloren ginge, wenn sie es nicht nehmen würden. „Die Sammlung von Wissen durch einige Menschen hängt von der Zurückweisung dieses Wissens durch andere ab. „Es gibt Zeiten im Leben der Menschheit — die gewöhnlich mit dem Beginn des Untergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammenfallen —, wo die Massen unwiderbringlich ihre Vernunft verlieren und alles zerstören, was Jahrhunderte und Jahrtausende an Kultur geschaffen haben. Solche Zeiten von Massenverrücktheit, die oft mit geologischen Kataklysmen, Klimawechseln und ähnlichen Erscheinungen planetarischen Charakters zusammenfallen, befreien eine große Menge von Wissensstoff. Das wiederum erfordert die Arbeit, das Wissen zu sammeln, weil es sonst verlorenginge. So fällt die Arbeit, zerstreuten Wissensstoff zu sammeln, oft mit dem Beginn der Zerstörung von Kulturen und Zivilisationen zusammen. „Dieser Aspekt der Frage ist klar. Weder will die Menge noch sucht sie Wissen, und die Führer der Menge versuchen in ihrem eigenen Interesse, die Furcht und Abneigung gegen alles Neue und Unbekannte zu verstärken. Die Sklaverei, in der die Menschheit lebt, beruht auf dieser Furcht. Es ist sogar schwer, sich alle Schrecken dieser Sklaverei auszumalen. Wir verstehen nicht, was die Menschen verlieren. Aber um den Grund dieser Sklaverei zu verstehen, genügt es zu beobachten, wie die Menschen leben, was das Ziel ihrer Existenz, der Gegenstand ihrer Wünsche, Leidenschaften und Strebungen ist, woran sie denken, wovon sie reden, wem sie dienen und was sie verehren. Schauen Sie, wofür die kultivierte Menschheit unserer Zeit ihr Geld ausgibt; selbst wenn wir den Krieg beiseite

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lassen — was den höchsten Preis erzielt; wo sich die größten Menschenmengen versammeln. Wenn wir einen Augenblick diese Fragen bedenken, so wird uns klar, daß die Menschheit in ihrem jetzigen Zustand, mit ihren Interessen, für die sie lebt, nichts anderes erwarten kann, als was sie hat. Aber wie ich schon betonte, es kann nichts anders sein. Nehmen wir an, daß der gesamten Menschheit jährlich ein halbes Pfund Wissensstoff zugeteilt würde. Wenn dieses Wissen an alle verteilt wird, wird jeder so wenig erhalten, daß er der Trottel bleibt, der er war. Aber dank der Tatsache, daß nur wenige dieses Wissen wünschen, können diejenigen, die es annehmen, sagen wir, jeder ein Kömchen erhalten und dadurch die Möglichkeit erlangen, intelligenter zu werden. Alle könnten nicht intelligent werden, auch wenn sie es wünschten, und auch wenn sie intelligent wären, würde es nichts ändern. Es gibt ein allgemeines Gleichgewicht, das nicht gestört werden kann. „Das ist ein Aspekt. Der andere, wie ich Ihnen schon sagte, besteht darin, daß niemand etwas verbirgt: es gibt überhaupt kein Geheimnis. Aber die Erwerbung oder Weitergabe wirklichen Wissens erfordert große Arbeit und Anstrengung sowohl vom Gebenden als auch vom Empfangenden. Und diejenigen, die das Wissen haben, tun alles, was sie können, um es weiterzugeben und der größtmöglichen Anzahl von Menschen mitzuteilen, den anderen den Zugang zu erleichtern und sie zu befähigen, sich für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten. Wissen kann aber niemandem durch Zwang vermittelt werden. Und außerdem genügt, wie ich Ihnen schon sagte, eine vorurteilslose Prüfung des Lebens eines durchschnittlichen Menschen, was seine Tage ausfüllt und für was für Dinge er sich interessiert; sie wird sogleich zeigen, ob man die Menschen, die im Besitz des Wissens sind, anklagen kann, daß sie es verbergen, es anderen Menschen nicht mitteilen wollen oder andere nicht lehren wollen, was sie selbst wissen. „Derjenige, der wissen will, muß die ersten Anstrengungen selbst machen, um die Quelle des Wissens zu finden und sich ihr zu nahem, indem er aus der Hilfe und den Hinweisen Nutzen zieht, die allen gegeben werden, die aber die Menschen in der Regel weder be-

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merken noch erkennen wollen. Wissen kommt zu keinem Menschen ohne eine Anstrengung seinerseits. Man versteht dies sehr gut in bezug auf das übliche Wissen, aber un Falle des großen Wissens, wenn man seine Möglichkeit anerkennt, glaubt man, etwas anderes erwarten zu können. Jeder weiß sehr gut: wenn einer zum Beispiel Chinesisch lernen will, so braucht dies mehrere Jahre angestrengter Arbeit. Jeder weiß, daß man mindestens fünf Jahre benötigt, um die Grundlagen der Medizin zu erlernen, und vielleicht doppelt so lang zum Studium der Malerei oder Musik. Und trotzdem gibt es Theorien, die behaupten, daß man Wissen erlangen kann ohne jede Anstrengung seinerseits, daß man es sogar im Schlaf erwerben kann. Daß solche Theorien bestehen können, gibt eine weitere Erklärung, warum die Menschen kein Wissen erlangen können. Gleichzeitig ist es wichtig, zu verstehen, daß die unabhängigen Versuche eines Menschen, in dieser Richtung irgend etwas zu erreichen, kein Ergebnis zeitigen können. Ein Mensch kann nur Wissen erlangen mit Hilfe derer, die es bereits besitzen. Das muß von Anfang an verstanden werden. Man muß von dem lernen, der weiß." Bei einer der darauffolgenden Versammlungen fuhr G. fort, als Antwort auf eine Frage seine Ideen bezüglich der Reinkamation und des zukünftigen Lebens weiter zu entwickeln. Das Gespräch begann mit der Frage eines der Anwesenden: „Kann man sagen, daß der Mensch unsterblich ist?" „Unsterblichkeit ist eine der Eigenschaften, die wir dem Menschen zuschreiben, ohne eine genügende Kenntnis ihrer Bedeutung zu haben", sagte G. „Andere Eigenschaften dieser Art sind .Individualität' im Sinn innerer Einheit, ein ,bleibendes und unveränderliches Ich', .Bewußtsein' und ,Wille'. Alle diese Eigenschaften kann ein Mensch haben (er betonte das Wort kann), aber das will nicht heißen, daß sie zu ihm gehören oder zu einem jeden gehören. „Um zu verstehen, was der Mensch im Augenblick darstellt, das heißt auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe, muß man bis zu einem gewissen Grad eine Vorstellung haben, wie er sein kann, das heißt was er erreichen kann. Nur wenn man die richtige Folge der Ent-

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sich ein vierter entwickeln. also ein Mensch im eigentlichen Sinne des Wortes. und der dritte Körper hat die Möglichkeit. „Diese vier Körper werden in verschiedenen Lehren auf verschiedene Weise erklärt." G. besteht ein Mensch. aus vier Körpern. Diese vier Körper bestehen aus Stoffen. unabhängig voneinander zu handeln. In dem dritten kann. „Nach einer alten Lehre. die allmählich immer feiner werden. der seine mögliche Entwicklung vollendet hat. das in Figur l wiedergegeben ist. von der sich in vielen alten und neuen Systemen Spuren Enden. die allein möglich ist. was sie jetzt nicht besitzen und was sie vielleicht nur mit großer Arbeit und großer Mühe erwerben können. sich zuzuschreiben. warum die vier Körper zusammen existieren können. eine so komplexe Organisation hat. das heißt der physische Leib. „Der Grund. der ein viel vorteilhafteres und lenkbareres Instrument für die Bewußtseinstätigkeit abgibt als der physische Körper. ist. daß der menschliche Organismus. zeichnete ein Diagramm. einander durchdringen und vier unabhängige Organismen bilden. und sagte: „Der erste Körper ist der physische. daß unter bestimmten Bedingungen ein neuer unabhängiger Organismus in ihm wachsen kann. wiederum unter gewissen Bedingungen. Wissen zu erwerben. der wiederum ihm eigene Eigenschaften hat. Das im vierten Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein hat die unbedingte Herrschaft über die drei ersten Körper und sich selbst. Das Bewußtsein dieses dritten Körpers hat die vollständige Herrschaft über die zwei ersten Körper. das weder dem ersten noch dem zweiten Körper erreichbar ist.Wicklung versteht. sind aber fähig. der sich im gleichen Maße von dem dritten unterscheidet wie der dritte vom zweiten und der zweite vom ersten. werden die Menschen aufhören. in christlicher Terminologie 57 . In diesem zweiten Körper kann unter gewissen Bedingungen ein dritter Körper wachsen. sie stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander. Das in diesem neuen Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein kann ihn lenken und hat auch vollständige Herrschaft über den physischen Körper.

Wille) kausaler Korper „Solche Vergleiche und Parallelen können in den meisten Systemen und Lehren angetroffen werden. der zweite Körper ist das . der dritte der . Wille). vorausgesetzt. den sich wenige leisten können.astral'. Sein physischer Leib hat alle lebensnotwendigen FunkDas heißt der Körper.Kutscher' (Verstand) und der vierte der .Wagen' (Leib).mentale' und der vierte der . die dem Menschen mehr als nur den physischen Körper zubilligen. Aber fast alle diese Lehren. „Der . In der Begriffssprache verschiedener östlicher Lehren ist der erste Körper der . Korper geistiger Körper ^.Herr' (Ich.Pferd' (Gefühle und Wünsche). Korper gottlicher Körper „Herr" (Bewußtsein. ist der .Kutscher" (Verstand) mentaler Korper 4.kausale'1 Körper. und sie können nur künstlich in ihm herangebildet werden. Korper natürlicher Korper „Pferd" (Gefühle. Der Mensch kann auch sehr gut ohne einen .der fleischliche Leib. den zweiten als . vergaßen das Wichtigste oder haben es ausgelassen. Der zweite heißt in christlicher Terminologie der . 1 58 . der in »ich selbst die Ursachen seines Handelns trägt. Wünsche) astraler Korper 3.göttliche* Körper.Astralleib' ist nicht ein für den Menschen unerläßliches Instrument.Astralleib' leben.natürliche' Korper. Er bedeutet einen großen Luxus. Ich. Figur l l. Korper fleischlicher Korper „Wagen" (Leib) physischer Korper 2. von äußeren Ursachen unabhängig ist und der Körper des Willens ist. in esoterisch-christlicher Terminologie. nämlich: der Mensch wird nicht mit den feineren Körpern geboren. Die theosophische Begriffssprache bezeichnet den ersten als physischen Körper. daß günstige äußere und innere Bedingungen vorhanden sind. der dritte der »geistige* Körper und der vierte. obwohl sie in mehr oder weniger gebräuchlicher Form die Definitionen und Einteilungen der alten Lehre beibehalten haben. Bewußtsein. der dritte ist der .

Ein Mensch ohne . Zweitens entsprechen alle seine Funktionen denen der höheren Körper. ." G. die die Stelle des zweiten Körpers einnehmen. „soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit nur physischem Körper handelt.Astralleib* kann sogar den Eindruck erwecken. das den Funktionen des dritten Körpers entspricht. zeichnete ein anderes Diagramm (Figur 2). hängen von zufälligen Schocks oder Einflüssen ab. . daß im ersten Falle die Funktionen des physischen Körpers alle übrigen Funktionen beherrschen.ich möchte nicht'.ich habe gern'. er habe sie und macht dies auch andere glauben.ich habe nicht gern* —. daß alles vom Körper bestimmt wird. Die Gründe hierfür sind folgende: erstens die Tatsache. Im zweiten Falle geht die Herrschaft oder Kontrolle von den höheren Körpern aus. nur daß diese Stoffe noch nicht kristallisiert sind. Der gewöhnliche Mensch besitzt diese Körper und die entsprechenden Funktionen nicht. aus denen die höheren Körper zusammengesetzt sind. ist hier ein rein mechanischer 59 . . der nur einen physischen Leib besitzt. Das Denken.mentalen Körper' und den vierten Körper. „Die Funktionen des physischen Körpers kann man sich parallel den Funktionen der vier Körper vorstellen. das heißt ihm nicht gehören. „Dasselbe gilt natürlich noch mehr für den . Neigung oder Abneigung — »ich möchte*. obwohl jene sich natürlich sehr stark von ihnen unterscheiden.. das heißt Funktionen. „Im ersten Falle". in dem er die parallelen Funktionen eines Menschen mit nur einem physischen Leib und eines Menschen mit vier Körpern verglich. und den Funktionen der vier Körper ist der. sondern auch andere täuschen. er sei ein sehr intellektueller oder sogar geistiger Mensch und mag nicht nur sich selbst. sagte G. daß der physische Körper mit den gleichen Stoffen arbeitet.tionen in sich. Der Hauptunterschied zwischen den Funktionen eines Menschen. der seinerseits wieder von äußeren Einflüssen bestimmt wird. in anderen Worten. Aber oft denkt er. wird der Automat von äußeren Einwirkungen bedingt und die drei nächsten Funktionen hängen vom physischen Körper und den äußeren Einflüssen ab.

Ichs' herrühren. hängt der Automatismus des physischen Körpers von den Einflüssen der anderen Körper ab. Ego. das heißt eine Macht. sondern dem Bewußtsein entspringt und durch eine Individualität oder ein einziges und dauerndes Ich gelenkt wird. dem Bewußtsein und Willen Untertan. die von verschiedenen . die dem Denken und der Intelligenz gehorchen. die den physischen Körper und seine Begierden meistert und fähig ist. Und femer gibt es den Willen. Bewußtsein. Wille. Ich. unteilbar und dauernd. weil er von Zu- 60 . Der Wille fehlt dem gewöhnlichen mechanischen Menschen.Vorgang. aus dem Automaten entstehend Gedanken. Nur ein solcher Wille kann . Es besteht Individualität. von äußeren Einflüssen bedingt Wünsche. die nicht nur aus oft gegensätzlichen Wünschen zusammengesetzt ist. und größere oder geringere Dauer von Begierden und Wünschen wird starker oder schwacher Wille genannt. sowohl sein Zögern als auch seinen Widerstand zu überwinden. Denkfunktionen. An Stelle des mechanischen Denkvorgangs steht das Bewußtsein. von Wünschen geschaffene „Willen" Automat. die der Intelligenz unterworfen sind. Gefühlskräfte undWünsche.frei' genannt werden. soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit vier Körpern handelt. aus Wünschen kommend Der Leib gehorcht den Wünschen und Gefühlen. Figur 2 Verschiedene und widersprechende. er hat nur Wünsche. An Stelle von zwiespältiger und oft gegensätzlicher Tätigkeit verschiedener Begierden gibt es nur ein einziges Ich. ganz. „Im zweiten Fall.

nach unten oder in die Mitte gelangen. das sie durch Erhitzen und Schmelzen schließlich miteinander verbindet. das unten war. Auf diese Weise verschmolzen. ihr allmähliches Wachstum und die Bedingungen für dieses Wachstum auf folgende Weise: „Stellen wir uns ein Gefäß oder eine Retorte vor. Dies ist ein genaues Bild unseres. Und nun können sie nicht mehr durch jene einfachen Methoden getrennt werden. Dazu muß eine besondere Art Feuer unter der Retorte angezündet werden. . Die Wissenschaft nennt diesen Zustand der Pulver den Zustand der mechanischen Mischung. kann das Pulver. während dasjenige. Das Feuer. Das wesentliche Kennzeichen der Wechselbeziehung der Pulver untereinander in dieser Art Mischung ist deren Unbeständigkeit und Veränderlichkeit. Aber die Pulver können verschmolzen werden. das sein genaues Gegenteil ist. die sie im Zustand mechanischer Mischung trennten und den Platz wechseln ließen. das oben war. die wiederum im Menschen durch den Kampf zwischen Ja' und . ihr Wesen macht dies möglich. Wenn die Retorte geschüttelt oder mit dem Finger daran geklopft wird. Wenn ein Mensch allen Wünschen nachgibt oder ihnen Vor- 61 . Das ist ein Bild der Bildung des zweiten Körpers. wird durch . die Wechselbeziehungen von Pulvern im Zustand mechanischer Mischung zu festigen.psychischen Lebens. „Es ist unmöglich. plötzlich oben ist. Der Inhalt der Retorte ist unteilbar.individuell' geworden.Reibung' erzeugt. „Eine östliche Lehre beschreibt die Funktionen der vier Körper.Nein' hervorgerufen wird. und unter solchen Bedingungen kann es auch nichts Bleibendes geben. Die Pulver sind in keiner Weise miteinander verbunden und jeder zufällige Wechsel in der Lage der Retorte verändert die Lage der Pulver zueinander. Nichts ist bleibend in der Lage der Pulver. bilden sie eine chemische Verbindung.fällen unabhängig ist und nicht von außen verändert und geleitet werden kann. Jeden folgenden Augenblick können neue Einflüsse die Lage des oben beßndfichen Pulvers verändern und an seine Stelle ein anderes rücken. durch das die Verbindung erreicht wird. die mit verschiedenen metallischen Pulvern gefüllt ist.

kein Feuer. erreicht werden kann. Alle Religionen und alten Lehren enthalten die Idee. Die durch Verschmelzung erreichte chemische Verbindung hat gewisse Qualitäten. die ihn stören. Kräfte und alles ihm erreichbare Wissen erworben hat. zu radioaktivieren und so fort. „Der Vorgang der Festigung dieser erworbenen Eigenschaften entspricht der Bildung des vierten Körpers. eine gewisse elektrische Leitungsfähigkeit und so fort.Reibung". Aber wenn er unter Verfolgung eines festen Ziels mit den Wünschen kämpft. das heißt die Unsterblichkeit. Eine dieser Eigenschaften ist Unsterblichkeit. „Kehren wir zu unserem Beispiel zurück. gibt es keinen inneren Kampf in ihm. Und alle enthalten Hinweise auf den Weg. Es mag möglich sein. wie dieser vierte Körper. „Der Vorgang. sie zu magnetisieren. der Verbindung neue Eigenschaften zu verleihen. wird er ein Feuer schallen. das heißt die Verbindung kann neue Eigenschaften erhalten. Ein solcher Mensch hat viele Eigenschaften. „Wenn der dritte Körper gebildet worden ist und alle ihm erreichbaren Eigenschaften. dann bleibt noch das Problem.seh üb leistet. dieses Wissen und diese Kräfte zu festigen. können die gleichen Einflüsse oder andere sie auch wieder entfemen. Mittels einer besonderen Art von Arbeit für alle drei Körper können diese Eigenschaften bleibender und unverlierbarer Besitz des dritten Körpers werden. die der durchschnittliche Mensch nicht besitzt. Diese Eigenschaften stellen das Kennzeichen der fraglichen Substanz dar. 62 . ein gewisses spezifisches Gewicht. daß durch Erwerb des vierten Körpers der Mensch unsterblich wird. denn da sie durch Einflüsse einer gewissen Art erworben wurden. entspricht der Bildung des dritten Körpers und dem Erwerb neuen Wissens und neuer Kräfte mit Hilfe dieses dritten Körpers. das seine innere Welt langsam in eine einzige Einheit verwandelt. die sie vorher nicht hatte. „Nur der Mensch im Besitz aller vier voll entwickelten Körper kann ein Mensch im vollen Sinne dieses Wortes genannt werden. keine . Aber durch ihre Bearbeitung in einer bestimmten Weis„e kann die Anzahl dieser Kennzeichen vermehrt werden.

der Weg der Arbeit am ersten Zimmer. schwieriger und Ungewisser Weg. physischen Willen. durch Folterung des Körpers. „Der Weg des Fakirs ist der Weg des Kampfes mit dem physischen Leib. „Ich sagte das letztemal. Der Fakir bemüht sich. Es gibt sehr viele Wege. wo er aufgehort hatte.„In diesem Zusammenhang vergleichen manche Lehren den Menschen einem Hause mit vier Zimmern. Der Mensch lebt in einem Zimmer. den Weg dahin zu zeigen. Und wenn einer ^den Weg in dieses Zimmer gefunden hat. die Herrschaft über seinen Körper zu erreichen. die mit Schätzen angefüllt sind. Tage. Der Weg des l/ogi. aber alle ohne Ausnahme führen oder trachten in einer Richtung zu führen. manche sind kürzer. und alle Religionen bemühen sich. für Stunden. mit der ein Mensch geboren wird. Dies wird durch furchtbares Leiden erreicht." Bei der nächsten Versammlung fuhr G. manche länger. wird er wirklich Herr im Haus. Es ist ein langer. Wenn er dies erfährt. „Das vierte Zimmer gibt dem Menschen Unsterblichkeit. Der ganze Weg des Fakirs besteht aus verschiedenen unglaublich schwierigen körperlichen Übungen. beginnt er nach den Schlüsseln zu diesen Zimmern zu forschen. manche Schwerer und manche leichter. Aber der Mensch kann Unsterblichkeit erreichen. nämlich zur Unsterblichkeit. und bevor er es erfährt. Der Weg des Fakirs 2. daß Unsterblichkeit nicht eine Eigenschaft ist. daß es die anderen Zimmer gibt. dem wichtigsten Raum. Der Fakir steht entweder regungslos in der gleichen Stellung. Alle bestehenden und allgemein bekannten Wege zur Unsterblichkeit können in drei Kategorien eingeteilt werden: 1. dort fort. vor allem zum vierten. Mo- 63 . vermutet er nicht. denn dann gehört es (hm ganz und für immer. Der Weg des Mönches 3. dem kleinsten und ärmsten.

Seine Schüler trugen ihn von einem Ort zum anderen. Ich weiß nicht. steckt die Beine in einen Ameisenhaufen und so fort. die Schwierigkeiten des zweiten Teiles des Weges zu bewältigen. oder foltert sich mit Feuer. zum Beispiel sah ich einmal einen im inneren Hof eines indischen Tempels und schlief sogar in seiner Nähe. und dann beginnen sie ihn zu lehren. ob Sie je richtige Fakire gesehen haben. gibt es auch Yogischulen. auf das er ihn anwenden kann. Aber nun besitzt er einen Willen. was er überwinden. Aber seine anderen Funktionen — die emotionalen. Wenn ein Fakir das erstrebte Ziel erreicht hat.nate oder Jahre. was für Entbehrungen Fakire zu ertragen haben. Gewöhnlich ist er zu alt. Er hat Willen erworben. Er war nicht mehr fähig. trugen ihn zum Fluß und wuschen ihn wie einen leblosen Gegenstand. sich auszustrecken. Ein Fakir muß gehen und sprechen lernen wie ein Kleinkind. Aber dies hatte er nicht auf einmal erreicht. um diesen Zustand zu erreichen. wo sie ihn zuerst heilen und seine Bewegungskraft wieder herstellen. welche Qualen er gelitten haben mußte. dann wird das. Tag und Nacht während zwanzig Jahren hatte er auf Fußund Fingerspitzen gestanden. er kann ihn nicht gebrauchen. „Aber wo es Fakirschulen gibt. bevor er zu alt ist. nämlich die Schwierigkeit. „Und ein Mensch wird ein Fakir. Ich habe viele gesehen. den vierten Körper zu bilden. um Wissen oder Selbstvervollkommnung zu erlangen. und das mag ihm helfen. die Funktionen des Denkens und Fühlens zu entwickeln. oder er sitzt mit ausgestreckten Armen auf einem nackten Stein in der Sonne. Yogis haben gewöhnlich ein wachsames Auge auf Fakire. um eine neue Arbeit anzufangen. Stellen Sie sich vor. nehmen sie ihn in eine Yogischule. im Regen oder Schnee. nicht weil er die Möglichkeiten 64 . intellektuellen und so fort — bleiben unentwickelt. in ihm entwickelt und er erreicht das vierte Zimmer oder die Möglichkeit. besitzt aber nichts. was man physischen Willen nennen kann. Wenn er nicht vorher krank wird und stirbt. der unglaubliche Schwierigkeiten auf seinem Weg überwunden hat. „Sie können sich nicht vorstellen.

vor allem gebildete Europäer. einfach weil ihnen irgendein Fakir. aber manchmal doch für einige Stunden. dann selbst ein Fakir wird. sie nachzuahmen. aber all seine Arbeit ist auf den zweiten Raum gerichtet. Außerdem adoptieren Fakire oft Waisen oder kaufen einfach Kinder von armen Eltern.und Ergebnisse dieses Weges versteht und auch nicht aus einem religiösen Gefühl heraus. den sie sahen. gibt es unter einfachen Leuten die Sitte. ahmen sie nach oder werden angehalten. der ihn besonders beeindruckte. In Persien heißt Fakir einfach Bettler und in Indien bezeichnen sich viele Gaukler als Fakire. die in derselben Stellung sitzen oder stehen. wie auch Mönche verschiedener Wanderorden. des religiösen Opfers. Nur ein Mensch mit sehr starkem religiösem Gefühl und einer sehr starken religiösen Einbildungskraft kann ein »Mönch1 im wahren Sinn des Wortes werden. wo es Fakire gibt. einige nur äußerlich. Das ist der erste Weg. der Weg des religiösen Gefühls. nicht wieder nach Hause zurückkehrt. Ein Mönch verwendet Jahre und Jahrzehnte auf den Kampf mit sich selbst. daß ich den Ausdruck . Diese Kinder werden ihre Schüler. Neben jedem Fakir in den Tempeln kann man Leute sehen. der zufällig an einem Festtag in den Tempel kam und einen Fakir nachahmte. Natürlich nicht für lange. Und hin und wieder geschieht es. im Laufe der Zeit. „Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. bezeichnen oft Yogis mit dem Namen Fakir. auf den zweiten Körper. aber andere werden dann später selbst Fakire. „Aber in Wirklichkeit sind der Weg des Fakirs. daß ein Mann. In allen östlichen Ländern. „Außerdem werden auch noch andere Leute Fakire. Dies ist der Weg des Glaubens. der Weg des Mönches und der Weg des Yogi ganz getrennt.Fakir' in Anführungszeichen gebrauche. das heißt die Gefühle. Indem er alle seine Gefühle einem einzigen unterwirft. Und Europäer. nämlich 65 . Sie müssen verstehen. einen starken Eindruck gemacht hat. sondern sich der Schülergruppe des Fakirs anschließt und später. Bisher habe ich nur von Fakiren gesprochen. zu versprechen. die ihn nachahmen. ein nach einem freudigen Ereignis geborenes Kind den Fakiren zu überantworten. Auch der Weg des Mönches ist sehr lang und hart.

muß er seinen Körper und seine Denkfähigkeit entwickeln. genau wie auch auf dem Weg des Fakirs und des Mönches. nicht anwenden. daß er weiß. und auf diesem Wege erreicht er das vierte Zimmer. Der Lehrer lehrt hier nicht. Das kann er nur durch neue Opfer. aber Körper und Gefühle bleiben unentwickelt. Die meisten sterben entweder vorher oder sie ^werden nur Mönche dem äußeren Anschein nach. erreichen auch auf dem Weg des Yogi nur sehr wenige dieses Verständnis. das heißt über das erste und zweite Zimmer. sondern dient nur als Beispiel. was er erreicht hat. Um etwas tun zu können. was ihm fehlt. die Beherrschung seiner Gefühle. das heißt jene Stufe in seiner Arbeit. entwickelt er in sich die innere Einheit. Aber. '• „Der dritte Weg ist der des Yogi. was er tun muß und in welcher Richtung er gehen muß. aber kann nichts tun. 66 . und. Der Yogi erreicht dies. noch wenigere überwinden *alle Schwierigkeiten. "•der Weg des Denkens. Die Arbeit des Schülers besteht in der Nachahmung des Lehrers.dem Glauben. wo ein Mensch weiß. Er weiß alles. gleich dem Fakir und dem Mönch. Sehr viele halten an. neue Mühen und 5' neue Entbehrungen erreichen. Ein Mönch muß t/ogi und Fakir ^werden. Dazu muß er neu mit der Arbeit beginnen und wieder durch verlängerte Anstrengungen bestimmte Ergebnisse erreichen. Der Weg des Yogi besteht in der Arbeit am dritten Raum und er sucht in den vierten Raum mittels der Erkenntnis einzudringen. Er hat aber in diesem Fall den Vorteil. „Auf dem Wege des Fakirs hat ein Mensch keinen Lehrer im wahren Sinn des Wortes. wohin er geht. Um von dem. Gebrauch machen zu können. muß er die Meisterschaft über Körper und Gefühle gewinnen. Dies ist der Weg des Wissens. kann er das Ergebnis von dem. Aber sein physischer Körper und seine Denkfähigkeit bleiben unentwickelt. was er erreicht hat. Sehr wenige kommen so weit. indem er seine Denkfähigkeit entwickelt. daß er seine Lage versteht. wenn sie eine bestimmte Sache erreicht haben und gehen nicht mehr weiter. „Die Wege unterscheiden sich auch durch das jeweilige Verhältnis zu Lehrer oder Führer.

und ein Teil seiner Pflicht. wenn auch in seinem Verständnis des Begriffes von Gott und dem Dienste für Gott vieles subjektiv und widerspruchsvoll sein mag. Sie beginnen alle mit dem Schwersten: sein Leben vollständig zu wandeln und allen weltlichen Dingen zu entsagen. daß die . Gott zu gehorchen und zu dienen. muß man klar verstehen.„Auf dem Wege des Mönches hat der Mensch einen Lehrer. Ein Mensch muß sein Heim aufgeben. muß er für die Welt sterben. dauernde Anstrengung. dem ersten Schritt in dieser Richtung. Vom ersten Tage an. „Auf dem Wege des Yogi kann und darf ein Mensch nichts ohne Lehrer tun. der Weg des Fakirs sowohl als auch der des Mönches und der des Yogi. so er eine hat. Die Entwicklung dieser Möglichkeiten ist kein Gesetz. seine Familie. sich ihm vollständig unterzuordnen.Wege' die einzig möglichen Methoden für die Entwicklung der verborgenen Möglichkeiten des Menschen sind. Die Wege sind eng und gerade. seiner Arbeit besteht darin. „Um den Kern dieser Lehre zu erfassen. Der Weg zur Entwicklung verborgener Möglichkeiten ist ein Weg gegen die Katur. Das Gesetz für den Menschen ist sein Dasein im Bereich der mechanischen Einflüsse. Zu Beginn muß er seinen Lehrer nachahmen wie der Fakir und an ihn glauben wie der Mönch. zu gehorchen. Das erklärt auch die Schwierigkeiten und die Ausschließlichkeit dieser Wege. Aber später wird der Mensch allmählich auf dem Weg des Yogi sein eigener Lehrer. dem Lehrer unbedingt zu vertrauen. dem Zustand der Maschine Mensch. wie schwierig und selten eine solche Entwicklung ist. Bindungen und Pflichten des Lebens entsagen und in die Wüste gehen oder in ein Kloster oder in eine Yogischule. diese auf sich anzuwenden. irgend etwas auf einem dieser Wege zu erreichen. Aber gleichzeitig 67 . Aber die Hauptsache auf dem Weg des Mönches ist der Glaube an Gott. gegen Gott. nur so kann er hoffen. Er lernt die Methode seines Lehrers und allmählich lernt er auch. Dies zeigt wiederum. die Liebe zu Gott. allen Freuden. „Aber alle diese Wege. haben eines miteinander gemeinsam.

selbst einem Leben. Die Wege stehen im Widerspruch zum alltäglichen Leben. kaum erkennbare Erscheinung. gibt es nichts und kann es nichts geben. beruhen auf anderen Prinzipien und sind anderen Gesetzen unterworfen. die weder Fakire. religiösem oder sozialem Interesse ausgefüllt ist. andererseits erfordere ihre Entwicklung furchtbare Anstrengungen und Ausdauer. sich hiermit abzufinden. Er hat nur ein dürftiges Verständnis für die Bedeutung des Wortes . Mönche oder Yogis werden. die vom Standpunkt des Lebens ebensogut auch nicht bestehen könnten. vor allem des modernen Lebens. die in den Wegen enthalten sind. Wenn wir tatsächlich alle Menschen nehmen. Aber diese geringfügige Erscheinung enthält alles. „Gewöhnlich ist es hart für den Menschen. sich überhaupt irgendwelche Möglichkeiten zuzubilligen. daß ihre Möglichkeiten nicht entwickelt werden können und auch nicht ent- 68 . sind die Wege einegeringfügige. Von der absoluten Weigerung. wenn die Möglichkeit der menschlichen Entwicklung ohne ihre Hilfe zugegeben wird. Die Idee der Wege kann nicht verstanden werden. so können wir mit absoluter Gewißheit sagen. Dies scheint ihm übertrieben. sie entwickelt werden müßten und daß es auch die Mittel zu ihrer Entwicklung in seiner Umgebung geben müsse. Nur schwer verträgt er die Vorstellung. Darauf beruht ihre Macht und ihre Bedeutung. seine Anlagen könnten einerseits vollständig unentwickelt bleiben und verschwinden. was dem Menschen zur Entwicklung seiner verborgenen Möglichkeiten zur Verfügung steht. daß. ungerecht und absurd. Das tägliche Leben kann den Menschen bestenfalls zum Tode und zu nichts anderem führen. Im Wust des täglichen Lebens. philosophischem. was den Möglichkeiten gleichkäme.kann nur über sie etwas erreicht werden. die unbedingte und unerläßliche Entwicklung derselben Möglichkeiten zu verlangen. Die Wege führen oder sollten den Menschen zur Unsterblichkeit führen. wenn er in sich Möglichkeiten hat. das mit wissenschaftlichem. geht der Mensch gewöhnlich dazu über. Er bildet sich ein.Möglichkeit'. Mönche noch Yogis sind. daß sie niemals Fakire. Im täglichen Leben. und von denen wir zuverlässig glauben können.

die für die Arbeit auf dem vierten Weg günstig sind oder auf jeden Fall sie nicht unmöglich macht. ein Mensch muß für den vierten Weg vorbereitet sein und muß seine Vorbereitung im täglichen Leben erworben haben. der nach Erkenntnis sucht. Man muß einsehen. während die westlichen Religionen dermaßen entartet sind. Er ist nicht so bekannt wie die drei überlieferten Wege. Auf dem vierten Wege kann man arbeiten und diesem Weg folgen. seine gewohnte Arbeit fortsetzt. des Mönches oder des Yogi. selbst eines intelligenten. „Unter den gewöhnlichen Verhältnissen des kultivierten Lebens ist die Lage eines Menschen. Außerdem muß er in Verhältnissen leben. „Und die Lage wäre wirklich hoffnungslos. während man die gewohnten Lebensumstände beibehält. Sie muß eine sehr ernste Vorbereitung sein. daß es im inneren wie auch im äußeren Leben eines Menschen Verhältnisse geben kann. die nie vom vierten Weg gehört haben. um das folgende zu begreifen. daß es schon lange nichts Lebendiges mehr in ihnen gibt. wofür er vorher gelebt hat. Und zu allererst muß er gefunden werden. Das ist die erste Prüfung.wickelt werden. Außerdem hat der vierte Weg keine feste Form wie der Weg des Fakirs. alles aufzugeben und allem zu entsagen. „Gleichzeitig ist der Anfang des vierten Weges leichter als der Weg des Fakirs. Dies muß man klar verstehen. hoffnungslos. wenn es nicht die Möglichkeit eines vierten Weges gäbe. Es gibt viele Menschen. was einer Fakir. seine 69 . und wieder andere verneinen seine Existenz oder deren bloße Möglichkeit. weil in seiner Umgebung nichts ist. Mönches oder Yogi. Das heißt. Auch die zahllosen okkulten und mystischen Gesellschaften und die naiven Experimente von spiritistischer Art und dergleichen mehr können überhaupt keine Ergebnisse zeitigen. die unüberschreitbare Grenzen für den vierten Weg schaffen. „Der vierte Weg verlangt kein Sichzurückziehen in die Wüste und erfordert nicht von einem Menschen. die viele verschiedene Seiten umfaßt. Der vierte Weg beginnt auf einer viel fortgeschritteneren Stufe als der Weg des Yogi.oder Yogischule ähnlich ist.

in denen sich ein Mensch beim Beginn der Arbeit befindet und wo ihn sozusagen die Arbeit findet.1 Mönch und Yogi viel Unfertiges hinter sich zurück. der Yogi jlim dritten. Wenn sie das vierte Zimmer erreichen. Auf dem vierten Weg muß sich ein Mensch von der Wahrheit dessen.früheren Beziehungen zu Menschen bestehen läßt und femer ohne etwas aufzugeben oder zu entsagen. Im Gegenteil. „Die Methode des vierten Weges besteht darin. und unter solchen künstlichen Bedingungen würde die Arbeit nicht alle Seiten in ihm gleichzeitig berühren können. weil sie nicht Herr aller ihrer Funkätionen sind. darf er nichts tun. Alle anderen Bedingungen als diejenigen. würden künstlich für ihn sein. daß die Hauptforderung an den Menschen eine Forderung nach Verstehen ist. was ihm gesagt wird. was er nicht versteht. „Femer unterscheidet sich der vierte Weg von den anderen Wegen dadurch. nicht aber seines Körpers und seines Gefühls. nicht aber seines Gefühls und seines Denkens. außer als Experiment unter der Aufsicht seines Leiters und Lehrers. überzeugen. Das Ergebnis der Arbeit steht im Verhältnis zur Bewußtheit der Arbeit. die das Leben selbst geschaffen hat. etwas in einem 70 . nicht aber seines Körpers und seiner Denkfähigkeit. Ein Mensch darf nichts tun. jedenfalls bei Beginn der Arbeit. . Der Fakir ist Herr seines Körpers. Sie sind seine natürlichen Lebensbedingungen. Je mehr er versteht. der Mönch im zweiten. die Lebensumstände. jede Art Glaube steht im Widerspruch zum vierten Weg. der Yogi ist Herr seines Denkens. der Mönch ist Herr seines Gefühls. Er ist Arbeit an allen drei Zimmern auf einmal. was er tut. Dies ist das Grundprinzip des vierten Weges. ^ „Somit berührt der vierte Weg alle Seiten des menschlichen Wesens gleichzeitig. Auf dem vierten Weg ist kein »Glaube* nötig: im Gegenteil. desto größer wird das Ergebnis seiner Anstrengungen sein. lassen Fakir. was er ist. und sie können Idas Erreichte nicht anwenden. Diese Bedingungen sind der Mensch selbst. weil das Leben eines Menschen und dessen Verhältnisse dem entsprechen. 'l Der Fakir arbeitet im ersten Zimmer. sind die bestmöglichen für ihn. Und bis er überzeugt ist.

Mönch und Yogi aus. die Arbeit jedes einzelnen Menschen zu individualisieren. daß man auf dem vierten Weg ein gewisses Wissen anwenden kann. daß der vierte Weg vieles wegläßt. ohne Ziel. Dies Wissen erlaubt es. und mit seiner Hilfe sticht er Fakir. Vielleicht fand er es in alten Büchern. „Der vierte Weg wird manchmal der Weg der schlauen Menschen genannt. Es macht keinen Unterschied. gleichzeitig auch am Denken und dem Gefühl zu arbeiten. weiß sehr wenig und versteht auch sehr wenig. daß er durch einen ganzen Monat intensiver Qual eine gewisse Kraft entwickelt. während man am Gefühl arbeitet. in allen drei Richtungen gleichzeitig zu arbeiten. während man am physischen Körper arbeitet. Mönch und Yogi nicht kennen. Das kann erreicht werden dank der Tatsache.Zimmer zu tun und gleichzeitig etwas entsprechendes in den beiden anderen Zimmern zu tun: das heißt.schlaue Mensch' das Geheimnis lernte — das ist nicht bekannt. gleichzeitig am Körper und den Gefühlen zu arbeiten. Parallele Serien von physischen. denkerischen und Gefühlsübungen dienen diesem Zweck. gleichzeitig am Denken und Körper zu arbeiten. vielleicht hat er es gekauft. das heißt. was überflüssig ist und nur aus Überlieferung in den anderen Wegen aufbewahrt wird.und Denkfunktionen erworben hat. „Von den vieren handelt der Fakir auf die gröbste Art. Der . Der . vielleicht stahl er es von irgend jemandem. die Fakir. die gewisse Veränderungen in ihm hervorruft.schlaue Mensch' kennt das Geheimnis. weil er gleichzeitig nebeneinander an allen drei Seiten seines Wesens arbeitet. das für die Wege des Fakirs. während man das Denken bearbeitet. was notwendig für ihn ist und nicht. kann er ihn gebrauchen. Wie der . „Wenn also ein Mensch Willen auf dem vierten Weg erreicht. was nutzlos für ihn ist. des Mönches und Yogi unzugänglich ist. eine gewisse Substanz. weil er die Herrschaft über alle seine körperlichen. Nehmen wir an. Er tut dies absolut blind. Das kommt daher. mit geschlossenen Augen. jeder kann nur das tun. vielleicht hat er es geerbt. Außerdem ist es auf dem vierten Weg möglich.schlaue Mensch' kennt einige Geheimnisse. Außerdem hat er viel Zeit gewonnen. 71 . Gefühls.

warum er es will. sagte G.Gott wohlgefällig sind'. oder einen Monat in Selbstfolterung wie der Fakir. enthält. „Der Mönch weiß ein wenig besser. bereitet er sich einfach eine gewisse Pille. durch die Sehnsucht nach Vollendung und Erlösung. eine gewisse Substanz in sich zu erzeugen. daß sie von außen in den Organismus eingeführt werden kann. weiß ganz genau. daß eine Woche von Fasten. und er weiß. der den vierten Weg geht. und er erreicht. „daß es zusätzlich zu 72 .Methode oder Ergebnis zu kennen. anstatt einen Tag mit geistigen Übungen zu verbringen wie der Yogi. der ihm sagt. durch eine Woche emotionaler Anstrengung oder einen Tag geistiger Übungen — und auch. Und so. und er glaubt. „Der Yogi weiß erheblich mehr. Er weiß. einfach in Nachahmung von anderen. was er will. Ein Mensch. die alles. unaufhörlichem Gebet. Er vertraut seinem Lehrer. ohne sich einen einzigen außerhalb liegenden Gedanken zu erlauben. und wie er es erreichen kann. „Weiter muß bemerkt werden". daß seine Anstrengungen und Opfer . eine Woche im Gebet wie der Mönch. was er braucht. das zu erreichen. Er wird durch sein religiöses Gefühl geleitet. durch religiöse Überlieferung. wofür der Fakir einen Monat Selbstfolterung benötigt. Auf diese Weise verwendet der Yogi auf das gleiche Ziel nur einen Tag im Vergleich zum Monat des Fakirs und zur Woche des Mönches. Nehmen wir an. was für Stoffe er für sein Ziel benötigt. wenn man weiß. er weiß. „Aber auf dem vierten Weg ist die Erkenntnis noch genauer und vollständiger.. was zu tun ist. und auf diese Weise erhält er ohne Zeitverlust das gewünschte Ergebnis. daß diese Substanz im Körper durch einen Monat physischen Leidens hervorgerufen werden kann. wie man dies tut. Er weiß zum Beispiel. So versenkt er sich einen ganzen Tag in diese Übungen. Er weiß. was er will. was er will. daß diese Substanz im Verlauf eines Tages durch eine gewisse Art geistiger Übungen oder Bewußtseinskonzentration herangebildet werden kann. daß es für seine Absicht notwendig ist. Entbehrungen und so fort ihn fähig macht.

ist noch nicht bekannt. weil es 1916 gesagt wurde. „ist es natürlich schwierig zu glauben und die Vorstellung anzunehmen. 73 ." „Ja. jedoch nur falsche. . und falsche Wege. die nur zeitweilige Ergebnisse liefern. als die neueste Äußerung der „Zivilisation" in Form eines Krieges. Und in beiden Fällen kann sich das Zimmer als leer erweisen.diesen geeigneten und gesetzmäßigen Wegen auch kunstliche Wege gibt. Alles ist genau so wie schon vor Jahrtausenden und Jahrzehntausenden. aus dem es kein Entkommen gibt.Zivilisierte' und . Aber was er dann im vierten Zimmer vorfindet." Dies beeindruckte uns natürlich besonders tief. „Für einen Menschen westlicher Kultur". daß die Tür zum vierten Zimmer künstlich mit einem Dietrich geöffnet wird. sagte G. gewappnet mit . All diese schönen Worte über Fortschritt und Zivilisation sind nichts als leere Worte." Damit schloß G. Auch auf diesen Wegen sucht mancher den Schlüssel zum vierten Raum und findet ihn auch zuweilen. die sogar Dauer-Ergebnisse zeitigen können. wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte.exaktem Wissen* und allen letzten Untersuchungsmethoden. das kommt daher. weil die Menschen an Fortschritt und Kultur glauben". Der Mensch bleibt genau der gleiche.kultivierte' Leute leben mit den gleichen Interessen wie die unwissendsten Wilden. An einem der folgenden Tage kamen wir wieder auf die Wege zu sprechen. ein naiver Mönch oder ein vom Leben zurückgezogener Yogi sich auf dem Wege der Entwicklung befinden kann. „Es kommt auch vor. sagte ich. Die moderne Zivilisation ist auf Gewalt. Die äußere Form wandelt sich. „Es gibt überhaupt keinen Fortschritt. der Kern wandelt sich nicht. während ein gebildeter Europäer. fortfuhr zu wachsen und sich zu entwickeln und immer neue Millionen von Menschen in ihren Bannkreis zog. daß ein unwissender Fakir. Sklaverei und große Worte aufgebaut. überhaupt keine Hoffnung hat und sich in einem Kreis bewegt.

dann sind auch hundert Maschinen unbewußt. mit denen die Menschen sich betrügen. dieses Gespräch. . die noch nicht verstümmelt waren. Alles geschieht. unwillkürlichen Handlungen liegt eben die Wurzel allen Übels.» „Menschen sind Maschinen. sie können nicht anders sein. von denen ich die meisten kannte und die ich gern hatte. Und was für bewußte Anstrengungen kann es in Maschinen geben? Wenn eine Maschine unbewußt ist. Ich sprach zu unseren Leuten über diese Wagenladungen von Krücken und meine Gedanken hierüber bei unserem nächsten Zusammenkommen. Wien. und ebenso tausend. London. niemand tut irgend etwas. Sie können sich jetzt noch nicht alle Folgen dieses Übels vorstellen noch verstehen. Diese Lastwagen berührten mich seltsam. Und dabei waren all diese Städte. hunderttausend oder eine Million. einige Tage vor diesem Gespräch zwei enorme Lastwagen auf der Litejnij gesehen zu haben. Und die unbewußte Geschäftigkeit von einer Million Maschinen muß notwendig in Zerstörung und Ausrottung enden. Denn alle Handlungen müssen ihrer Natur entsprechen. sich ergänzten und kontrastierten. Sie können nicht das Resultat unbewußter und mechanischer Handlungen sein. Maschinen sind blind und unbewußt. In diesen Bergen von Krücken für Beine. für mich und untereinander nun feindlich gesinnt geworden und durch Wälle von Haß und Verbrechen voneinander getrennt.Zivilisation' in der wirklichen Bedeutung dieser Worte können nur das Ergebnis bewußter Anstrengungen sein. sah ich eine besonders zynische Verhöhnung aller Dinge." Damit endete. Aber die Zeit wird kommen. soweit ich mich erinnere. die bis zur Höhe des ersten Stockes der Häuser mit unbemalten hölzernen Krücken beladen waren. 74 . „Was erwarten Sie anderes". Unwillkürlich malte ich mir aus. daß die gleichen Lastwagen sicher auch in Berlin.Ich erinnere mich. sagte G. Rom und Konstantinopel herumfuhren.Fortschritt' und . gerade weil sie so verschieden waren. wo Sie verstehen werden. In unbewußten.

was Sie meinen?" „Nicht ganz". daß Iwan eine bestimmte Sache nicht zu tun vermag. wenn er Iwan heißt. Und wirklich.'s System begriffen. „Diese Art von Bewußtsein gibt es 75 . . die nächste Minute Peter und wieder eine Minute später ist er Nikolaus. der Mensch sei immer ein und derselbe. den er betonte. Sie werden erstaunt sein. Ich weiß. Und wenn sich die Gelegenheit bietet. brauchen Sie nicht mehr ins Kino gehen. war das Fehlen der Einheit im Menschen. auch immer Iwan ist. es war Nikolaus. Simon. Er wandelt sich unaufhörlich. „zu glauben." „Hat dies irgend etwas mit dem Bewußtsein einzelner Körperteile und Organe zu tun?" fragte ich ihn bei dieser Gelegenheit. Iwan kann nicht lügen. daß er gelogen hat und sind darüber erstaunt. Nichts dergleichen. Wenn Sie diese beobachten lernen. was für eine Menge von Iwans und Nikolausen in einem Menschen leben. „Der größte Fehler ist". Und Sie alle denken. Der erste Punkt. antwortete G. sondern Jeder einzelne Teil des Körpers. er bleibe Iwan. Jetzt ist er Iwan. kann Nikolaus nicht umhin. Die rechte Hand hat ein anderes Bewußtsein als die linke. Der Mensch bleibt niemals für lange Zeit der gleiche. Selten bleibt er auch nur für eine halbe Stunde der gleiche. wie er es konnte. der eine eigene Funktion hat. auch ein eigenes Bewußtsein besitzt. sagte er. Zum Beispiel kann er nicht lügen.-Ich verstehe die Wirklichkeit dieses Bewußtseins und habe sie auch oft gespürt. Wir glauben. Sergius. Dann finden Sie heraus. daß ein Mensch. Sie wissen. Ist es das. der gelogen hat. Matthäus.DRITTES KAPITEL A nfang November 1915 hatte ich schon einige der Grundgedanken über den Menschen in G. zu lügen. daß nicht nur einzelne Organe.

die Füße." Während eines dieser Gespräche kam G.Astralkörpers' kann noch 76 . Aber es betrifft nicht uns. Und so geht es fort durch das ganze Leben. erneut auf die Idee der verschiedenen menschlichen Körper zurück.Astralkörper' besitzt?" fragte ich. sich auf andere zu verlassen oder sich mit dem Gedanken an das zu trösten. ob ein Mensch einen . Jemand wie Rockefeller in Amerika kann eine Menge Millionen haben. Und es gibt gar keine Ordnung unter ihnen. die zwei. Wer immer die Oberhand gewinnt. In unserem Falle ist es genau das gleiche. daß wir einen physischen Körper haben. Aber im nächsten Augenblick ergreift ein anderer die Peitsche und schlägt ihn. den wir kennenlernen müssen. Peters und Nikolause sind anders. jeder ist Kalif für eine Stunde.auch.Ich'. und sonst wissen wir nichts. sie fühlen sich alle als Herren und keiner will den anderen anerkennen. Es ist dieser physische Leib. ist Herr. Das ist unser Leben. Die Existenz des . Das heißt. macht rücksichtslos. Eine jede kennt ihren Platz und ihre Aufgabe. Er verprügelt alle anderen und kümmert sich um nichts. aber diese Millionen nützen mir nichts.Astralkörper' sehen. antwortete G.und sinnlos. „Es gibt bestimmte Wege. Die Hände wissen. Er kann vom physischen Körper getrennt und sogar neben diesem photographiert werden. daß sie gehen müssen. wenn ich nichts zu essen habe. muß als Idee. Denken Sie sich ein Land. sie ist aber verhältnismäßig harmlos. um das zu erkennen". Aber das macht für uns persönlich keinen Unterschied. „Unter gewissen Bedingungen kann man den . Sie nennen sich alle . was ihm paßt." „Wie kann man erkennen. Nur müssen wir immer im Auge behalten. Es ist nutz. Jeder muß an sich denken. was andere besitzen. Wir wissen. daß die Frage sich mit dem physischen Körper nicht erschöpft und daß es Menschen gibt. daß sie arbeiten müssen. drei oder mehr Körper haben können. wo ein jeder für fünf Minuten König sein kann und für seine fünf Minuten alles mit dem Königreich anstellen kann. Aber diese Iwans. was er will. als Prinzip verstanden werden. und später müssen die anderen es ausbaden. „Daß der Mensch verschiedene Körper haben kann.

alles.leichter und einfacher durch seine Funktionen erkannt werden. daß die Tätigkeit der menschlichen Maschine. in der Art zu erklären. fort. All unsere Aufmerksamkeit muß vorerst auf das Studium des physischen Leibes beschränkt bleiben. getrennte Aufgaben haben und getrennte Bereiche. was nicht unter dieses Zentrum fällt. als ob er sie vor uns 77 . Das ist unser Hauptirrtum. alle Gespräche in der Weise wiederzugeben. zu glauben. Das Dasein dieser Funktionen läßt das Dasein des . Darum habe ich alles psychologische und alles kosmologische Material in zwei besonderen Vorlesungsreihen gesammelt. die verschiedenen Funktionen des Menschen und die Zentren. hiervon zu sprechen. Im Augenblick möchte ich Ihnen nur klarmachen. die diese Funktionen lenken.unterbewußt'. unfähig sei zu tun und so fort. nennen wir ." Danach fuhr G. Das muß vor allen Dingen verstanden werden. gab sie nur Stück für Stück. Aber es ist noch zu früh.Astralkörpers' erkennen.Astralkörpers' an. die ich ihnen in meinen Vorlesungen gab. Dessen Funktionen nennen wir .unbewußt' oder . Es ist notwendig. Unser Hauptirrtum ist.bewußt'. In diesem Zusammenhang muß bemerkt werden. wie sie wirklich stattfanden. Es ist unmöglich. die der physische Leib nicht haben kann. Vom Bewußten und vom Unbewußten wollen wir später sprechen. Das Fehlen dieser Funktionen zeigt das Fehlen des . und fast bei jedem Gespräch kamen wir erneut auf die grundsätzlichen Ideen von der Mechanisiertheit des Menschen. daß die Ideen nicht in der Form entwickelt wurden.Astralkörper' hat bestimmte Funktionen. daß wir nur ein einziges Funktionszentrum besitzen. wie sie in den psychologischen Vorlesungen dargelegt sind. denn sonst kann man gar nichts anderes verstehen. nicht durch ein. in denen sie sich äußern. das heißt unseres physischen Körpers. Der . die voneinander völlig unabhängig sind. Diese Erklärungen und alle mit ihnen verbundenen Aussprachen dauerten ziemlich lange. G. sondern durch mehrere Funktionszentren geleitet wird. dem Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen — daß der Mensch keine Möglichkeit der Wahl habe. die Struktur der menschlichen Maschine zu verstehen.

dem Denk-. was er falsche Tätigkeit der Zentren nannte. daß es praktisch nie selbständig arbeite. Später wurde das instinktive Zentrum als eine unabhängige und selbständige Maschine hinzugefügt.und Bewegungszentrum — und versuchte. wie alle Zentren dem Geschlechtszentrum seine Energie rauben und mit dieser Energie ganz falsche Arbeit voll nutzloser Aufregung vollführen und dafür dem Geschlechtszentrum nutzlose Energie geben. die tatsächlich nur auf seine Auslassungen und Vorbehalte zurückzuführen waren. Wenn er ein neues Thema erstmalig anschnitt. aber das geschieht sehr selten. im Gespräch über die Energie dieser Zentren. Manchmal wies er selbst auf sichtliche Widersprüche in den gegebenen Theorien hin. und bei der Rolle. Das war. wenn das Geschlechtszentrum mit eigener Energie arbeiten kann. wenn er das gleiche Thema. die sich nachher als Ursache vielen falschen Denkens und vieler falscher Schlüsse herausstellte. Er schilderte oft. Danach das Geschlechtszentrum." Ich erinnere mich noch einer anderen Bemerkung. Dann wiederum. gab er nur allgemeine Grundsätze und hielt oft das Wesentlichste zurück. die das Geschlechtszentrum in diesem Zusammenhang spielt. daß einige seiner Bemerkungen meine Aufmerksamkeit fesselten. Bewegungs. daß die drei Zentren der unteren Abteilung: das instinktive. Fühl. Gefühls-. Zum Beispiel erklärte er zum Geschlechtszentrum. erneut behandelte. wenn möglich von einem anderen Gesichtspunkt aus. mit der es gar nicht arbeiten kann. Das dritte Mal entwickelte er es noch weiter. Das nächste Mal.oder Bewegungszentrum. 78 . Ich entsinne mich. Instinkt. Nehmen wir zum Beispiel die Frage der Funktionen und Zentren. uns diese drei Funktionen unterscheiden zu lehren. Beispiele zu suchen und so fort. weil es immer von anderen Zentren abhänge. fügte er weiteres Material hinzu. „Es ist etwas Großes. in Beziehung zueinander als drei Kräfte arbeiten — und daß das Geschlechtszentrum in normalen Fällen als neutralisierende Kraft arbeitet. Bei der ersten Gelegenheit sprach er von drei Zentren — dem Denk-.hüten oder schützen müsse.und Geschlechtszcntrum. Ich entsinne mich seiner Worte. verweilte er oft bei dem.

weil es im gewöhnlichen Menschen nicht drei. alle Zentren gliederten sich in positive und negative Teile. fast jedesmal etwas Neues hinzu. und manchmal. wirklich gesagt hatte. erklärte. Durch diese Verschmelzung zweier Ideen ganz verschiedener Ordnung und Bedeutung entstanden weitere Mißverständnisse und verstümmelten für den so Denkenden das ganze System. schufen sie phantastische Theorien. Fühl. daß die Idee von drei Zentren (Denk-.und Bewegungszentrum) als Ausdruck der drei Kräfte auf G. die mit dem. mit der sie in Wahrheit gar keine Verbindung hatte. Während des ersten und der folgenden Gespräche über Zentren fügte G.'s Vorbehalte in seinen ersten Vorträgen führten zu vielen Mißverständnissen. Und irgendwie war diese Idee mit der Vorstellung von drei Kräften verknüpft. So wurde durch verschiedene Gruppen (welche. sprachen wir erst von drei Zentren. die sich wiederum in drei weitere Teile gliederten. daß diese Teilung für die verschiedenen Zentren nicht die gleiche sei. Dann sagte er.gegenüber der aktiven und passiven Kraft von Instinkt. Aber er gab weder ein 79 . Diese Methode der Darstellung. von der ich rede. ich wiederhole. Viele Leute fanden Widersprüche zwischen der ersten Darstellung einer gegebenen Idee und darauf folgenden Erklärungen. die nicht mit meiner Arbeit im Zusammenhang standen. und G. G. vor allem in den späteren Gruppen. was G. aber er hob nicht hervor. Es ist möglich. Wie ich sagte. in gar keiner Beziehung standen.und Bewegungszentrum. vor allem deswegen. sondern fünf Zentren gibt. Teile von Zentren wurden selten in den Gesprächen erwähnt. dann von fünf und schließlich von sieben Zentren. nicht mit mir in Beziehung standen) die Vorstellung von drei Zentren aufrechterhalten. daß alle Zentren in drei Teile oder drei Stockwerke geteilt seien.'s falsch wiedergegebenen und falsch aufgefaßten Bemerkungen über die Beziehungen der drei Zentren des unteren Stockwerkes zueinander fußte. um so genau wie möglich der ersten zu folgen. dann von vier.

in manchen Fällen Wiederholungen zu vermeiden. wie G. von größtem Interesse. daß sich durch Aufmerksamkeit oder Beobachtung die Arbeit der Teile der Zentren unterscheiden ließe. die möglicherweise die allgemeinen Erfordernisse der Natur verletzen. ist es notwendig zu begreifen. und meiner Meinung nach ist die ursprüngliche Darstellung der Ideen des Systems in der Art. Petersburg und in späteren Gruppen in der Art. die sich niemals von selbst. vervollständigte er diese Theorien nicht. Die Natur hat ihn so gemacht wie er ist. Trotzdem er zum Beispiel die Grundlage zum Studium der Rolle und Bedeutung negativer Gefühle gab. daß negative Gemütsbewegungen völlig unnötig seien und kein normales Zentrum für sie bestehe.. antwortete G. Aber es ist unmöglich. die Wiederholung dessen zu vermeiden. Jemand fragte bei einer Zusammenkunft: „Wie soll man den Begriff der Evolution verstehen?" „Die Evolution des Menschen". gegen sie anzukämpfen — indem er darauf hinwies. entwickeln. können nur in einzelnen Menschen stattfinden. so bleiben. ebenso die Methoden. All dies und vieles andere wurde erst später festgestellt. Wandlungen. „Betrachten wir einen Menschen im jetzigen Stadium seiner Entwicklung. diese Art Wachstum kennzeichnet die wirkliche Evolution des Menschen. was bereits in der ersten und zweiten Vorlesungsreihe niedergelegt worden ist. sich nicht mit ihnen zu identifizieren. und in der großen Masse wird er auch. das heißt mechanisch. daß über einen gewissen Punkt hinaus diese 80 . noch erklärte er. Es gibt und kann keine andere Art von Evolution geben. „kann man als die Entwicklung der Kräfte und Anlagen verstehen. Ich werde im weiteren Verlauf die Gespräche und Vorlesungen von St. Nur diese Art Entwicklung. sie gab. wiedergeben und dabei versuchen. wie ich mich an sie erinnere. „Um das Gesetz menschlicher Evolution zu verstehen.Beispiel noch erwähnte er. sich nicht nach ihnen zu richten und nicht negative Gefühle auszudrücken —. soweit wir sehen können.

und sie 81 . Was uns Fortschritt oder Entwicklung zu sein scheint. oder besser die Natur verwendet gleichermaßen. eine menschliche Evolution außerhalb der sie umgebenden Hatur für möglich zu halten oder die Evolution des Menschen als eine langsame Eroberung der Natur zu betrachten. Und femer kann die Menschheit als Ganzes niemals der Natur entrinnen. besteht auf der Erde für den Zweck und Nutzen dieser Erde. Im Leben. Die Evolution großer Massen ist den Zwecken der Natur entgegengesetzt. „Nur ein so theoretisches und so weit von der Wirklichkeit entferntes Denken wie das heutige europäische konnte dazu kommen. Und sie ist genau den Erfordernissen der Erde zur jetzigen Zeit angepaßt. ist nur eine teilweise Veränderung. können keine wesentlichen Veränderungen im Leben der Planeten vor sich gehen und kann infolgedessen auch keine wesentliche Wandlung im Leben der Menschheit stattfinden. Aber die Evolution der Menschheit als Ganzes. Sterben. sowohl die Ergebnisse der Evolution als auch der Entartung. wie auch das übrige organische Leben. Im Verlauf des Zeitraumes. Das ist völlig ausgeschlossen. Um es noch genauer zu sagen: die Evolution der Menschheit entspricht der Evolution der Planeten. den das menschliche Denken umfassen kann. das heißt nicht notwendig für die Natur in einem bestimmten Zeitpunkt ihrer eigenen Entwicklung. Der Mensch hat in sich die Möglichkeit zur Evolution. „Die Menschheit schreitet weder voran noch entwickelt sie sich. wenn auch vielleicht für verschiedene Zwecke. aber die Evolution der Planeten geschieht in für unsere Begriffe unermeßlichen Zeiträumen. denn sogar im Kampf gegen die Natur handelt der Mensch in Übereinstimmung mit ihren Zwecken. das heißt die Entwicklung dieser Möglichkeiten in allen Menschen oder in den meisten oder sogar nur in einer größeren Anzahl ist für die Zwecke der Erde oder der Planetenwelt nicht notwendig. die Evolution eines gewissen geringen Prozentsatzes mag mit ihnen in Einklang stehen. im Entarten dient der Mensch gleicherweise den Zwecken der Natur.Evolution gar nicht notwendig ist. „Die Menschheit. Sich-Entwickeln. die sofort durch eine entsprechende Veränderung in entgegengesetzter Richtung ausgeglichen wird.

ist sozusagen gegen die Interessen und Kräfte der planetarischen Welt. Solche Entwicklung liegt nur im Interesse des Menschen allein. die sich der Evolution großer Menschenmassen entgegenstellen und die sie auf der Stufe festhalten. um es genauer zu sagen. Niemand anders ist daran interessiert. dann würden sie nicht mehr vom Mond gefressen werden wollen. wenn er seine Lage und die Möglichkeit. wo sie bleiben sollen. „Dies ist die Grundlage einer richtigen Ansicht über die menschliche Evolution. Und niemand ist verpflichtet oder beabsichtigt. das heißt. Evolution ist das Ergebnis eines bewußten Kampfes. Evolution kann aber nur dann zum Bedürfnis des Menschen werden. Der Mond nährt sich vom organischen Leben. diese Lage zu verändern. wenn sie nicht bestehen würden. Wenn alle Menschen zu intelligent würden. daß alle diese Hindernisse für den Menschen sehr nützlich sind. Die Menschheit ist ein Teil des organischen Lebens. daß die Menschheit die Nahrung für den Mond darstellt. oder. die Kräfte. und sie kann in einzelnen Individuen mit Hilfe der geeigneten Kenntnisse und Methoden entwickelt werden. Und einer kann sie überlisten. Im Gegenteil. Es gibt keine zwangsmäßige mechanische Evolution. über einen gewissen Prozentsatz hinaus. Die Natur braucht diese Evolution nicht. die ganze Menschheit nicht. erkennt. sie will sie nicht und kämpft gegen sie an. Später werden Sie verstehen. Der Mensch muß sie überlisten.könnte für sie sogar schädlich oder tödlich sein. ihm zu helfen. müßten sie absichtlich geschaffen werden. wenn er einsieht. denn nur durch Überwindung von Schwierigkeiten kann ein Mensch die für ihn notwendigen Eigenschaften entwickeln. die der Entwicklung großer Menschheitsmassen Widerstand leisten. tödlich für den Mond sein. daß er Kräfte hat. 82 . widersetzen sich auch der Entwicklung des einzelnen. von der Menschheit. „Aber trotzdem gibt es die Möglichkeit der Evolution. Der Mensch muß verstehen: seine Entwicklung ist allein für ihn selbst notwendig. Daher bestehen besondere Kräfte (planetarischen Charakters). „Zum Beispiel würde die Entwicklung der Menschheit über einen gewissen Punkt hinaus.

Und Bewußtsein kann sich nicht unbewußt entwickeln. daß keine mechanische Evolution möglich ist. würde Evolution wiederum unmöglich werden. im gleichen Verhältnis steht wie die Zelle zu unserem Organismus.Tun' kann nicht das Ergebnis von Dingen sein. Wir können ihrer nicht bewußt werden.Möglichkeiten'. Wir können dieses Größenverhältnis leicht verstehen. um das Leben des kosmischen Organismus zu beeinträchtigen. „Der Vorteil des einzelnen Individuums ist seine Kleinheit. es macht im Haushalt der Natur keinen Unterschied. was ein Mensch eigentlich ist. Und das ist es. und sie kann keinen Einfluß auf das Leben oder die Funktionen des Organismus haben. Im Sinne der Nutzbarmachung dieser Kräfte und Reichtümer ist Evolution möglich.Wille' kann sich nicht unwillkürlich entwickeln. Das Dasein oder Fehlen einer Zelle ändert nichts am Leben des ganzen Körpers. was seine . hierauf beruhen seine . Arbeitsgang und Möglichkeiten dieser Maschine.Evolution' ermöglicht. wenn wir uns das Verhältnis einer mikroskopischen Zelle zu unserem eigenen Körper veranschaulichen. was die Größe anbetrifft. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Willens. „Die Leute wissen nicht. daß der Mensch 83 . was ihnen als Geburtsrecht zusteht.die er brachliegen läßt. Genau im gleichen Maße ist ein einzelnes Individuum zu klein. Reichtümer. und das . Sie verstehen nicht einmal ihre einfachsten Funktionen. Sie haben eine ungefähre Vorstellung. viel komplizierter als eine Lokomotive. bleibt für die Massen unmöglich. „Wenn wir von Evolution sprechen. die . Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Bewußtseins. müssen wir von Anfang an verstehen. Die Evolution eines Menschen ist die Evolution seiner Fähigkeit zu . ein Auto oder ein Flugzeug — aber sie wissen gar nichts oder fast gar nichts über Bauart.geschehen'.tun'. Aber wenn alle Menschen oder die meisten dies gewahr würden und erreichen wollten. Sie haben es hier mit einer sehr komplizierten Maschine zu tun. die er nicht nützt. Was für den einzelnen möglich ist. zu dem es. und der . weil sie den Zweck dieser Funktionen nicht kennen. ob ein mechanischer Mensch mehr oder weniger da ist.

Aber nur sehr selten zieht einer dies in Betracht für den Menschen im allgemeinen oder für sich im besonderen. Jeder versteht dies hinsichtlich des Flugzeuges. des Autos oder einer Lokomotive. daß sie ihre Maschine nicht kennen. sie vermuten nicht. wie wir ihn kennen. die er im vorigen Augenblick war. „Einer der Hauptirrtümer des Menschen". nicht die gleiche. Und in jedem Fall hält man es für selbstverständlich. Aber sie vermuten nicht.seine Maschine lenken lernen müsse. daß dieses Ich zum Ganzen gehört. kam G. daß man sie zu einer ganz anderen Leistung bringen kann. daß instinktive Kenntnis einer Maschine unter keinen Umständen genug ist. jede Begierde. Jeder Gedanke. wenn er sich immer für ein und die gleiche Person hält. jede Stimmung.tun' kann und mit dem und durch den alles . genau so wie er eine Lokomotive. ein Wunsch oder eine Abneigung Ausdruck dieses Ganzen 84 . und dabei wissen doch die Menschen. kann kein dauerndes und einziges Ich haben. fast bei jedem Gespräch. Man denkt. ist seine Täuschung in bezug auf sein Ich. es sei richtig zu glauben. sagte er. in Wirklichkeit ist er immer eine verschiedene Person. „Der Mensch. ein Auto oder ein Flugzeug lenken lernen muß.Maschine Mensch'. und daß unsachgemäße Handhabung der menschlichen Maschine genau so gefährlich ist wie unsachgemäße Handhabung irgendeiner anderen komplizierten Maschine. der nicht .geschieht'. erneut auf das Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen. und daß ein Gedanke. „Der Mensch hat kein bleibendes und unveränderliches Ich. die ." Sehr oft. jede Empfindung sagt Ich. daß die Natur dem Menschen die notwendige Kenntnis seiner Maschine gegeben habe. zum ganzen Menschen. daß man sie viel besser kennen kann als die Wissenschaft dies tut. Sein Ich wechselt mit gleicher Geschwindigkeit wie seine Gedanken. Gefühle und Stimmungen. der Mensch. Warum studieren sie Medizin und gebrauchen ihre Dienste? Natürlich weil sie einsehen. „den man sich immer vor Augen halten muß. und er begeht einen gewaltigen Irrtum.

85 . Manche Ichs sind natürlich stärker als andere. Aber es ist nicht ihre eigene. ihr offensichtlicher dauernder Kampf um die Herrschaft wird durch zufällige äußere Einflüsse gelenkt. bewußte Stärke. die in den . Nebel. Und alle Ichs. Kälte. Jeder Gedanke und jede Begierde des Menschen entsteht und lebt ganz getrennt und unabhängig vom Ganzen. Kaste und Tradition öder der Glanz neuer Schlagworte schaffen in der Persönlichkeit eines Menschen sehr starke Ichs. Aber ihre Stärke ist die Stärke der Eindrücke. Nichts im Menschen kann diesen Wechsel von Ichs lenken. Erziehung. anderer Ichs beherrschen. die sich oft untereinander gar nicht kennen. die ganze Reihen schwächerer. Der Mensch hat kein individuelles Ich. Aber an dessen Stelle gibt es Hunderte und Tausende getrennter kleiner Ichs. Der Mensch ist eine Vielheit. andere Assoziationen. Gerade jetzt war es ein Gedanke. Lesen. Faktisch besteht überhaupt kein Grund für diese Annahme. dann eine Empfindung. und so weiter ohne Ende.ist. Nachahmung. er lebt immer im letzten Ich. Wärme. gebrauchtes Bild. sie wurde durch die Stärke von Zufällen oder mechanischen äußeren Einflüssen geschaffen. weil es als solches nur physisch besteht und abstrakt als ein Begriff. Sein Name ist Legion. auf denen äußere Eindrücke verzeichnet werden (Anmerkung der Übersetzer). dann wieder ein Gedanke. nun ist es eine Begierde.Rollen'1 der Zentren verzeichnet sind. Jede Minute. jeden Augenblick sagt oder denkt man Ich. weil er davon gar nichts weiß. haben den gleichen Ursprung wie diese . nie zueinander in Beziehung treten oder sogar im Gegenteil feindlich gegeneinander eingestellt sind. schönes Wetter rufen sofort eine ganze Gruppe von Ichs auf den Plan. Regen rufen eine andere Gruppe von Ichs hervor. Sonnenschein. das die Zentren de» Menschen mit Grammophon„rollen" oder -platten vergleicht. und jedesmal ist dieses Ich verschieden. „Der Wechsel der Ichs. vor allem. aus denen die Persönlichkeit des Menschen besteht. andere Gefühle und andere Handlungen. Und dies Ganze drückt sich einfach darum nicht aus. der hypnotische Einfluß von Religion. es nicht bemerkt.Rollen'. sie sind das Ergebnis äußerer Einwir' „Rollen" bezieht sich auf ein von G. da sie einander ausschließen und unvereinbar sind.

Er hat kein einziges großes Ich. daß eine Gruppe vernünftiger Diener sich ver- 86 . in dem es eine Menge Diener gibt. die versuchen. Schecksundwechsel zu unterzeichnen und der Mensch. Der Mensch ist in eine Vielfalt kleiner Ichs geteilt. das diese ^Entscheidung vollständig ablehnt oder sogar nichts davon weiß. müssen ihr ganzes Leben dafür bezahlen. was ein anderes Ich oder das Ganze dann ausbaden muß. „Und jedes einzelne kleine Ich ist fähig. das heißt die gesamte Summe anderer Ichs. die ganz unschuldig daran sind. und beide. sowohl . den Morgen zu verschlafen i ?' und am Abend wird er sich erneut entschließen. den Herrn zu spielen. wenn auch nur für einen Augenblick. Die einzige Rettungsmöglichkeit besteht darin. einfach aus Eitelkeit S oder aus Spaß. | nicht sich selbst. Ein Ich oder eine Gruppe von Ichs beschließt dies. dafür aufzukommen hat. Ein kleines zufälliges Ich mag etwas versprechen. ^In manchen Fällen kann dies sehr unangenehme Folgen für den f Menschen haben. im Namen des Ganzen zu handeln. Jeder versucht. werden durch neue äußere Einflüsse in Bewegung gesetzt und gelenkt. das heißt das Ganze. warum Menschen so oft Entscheidungen treffen und sie so selten ausführen. Ein Mensch entschließt sich. die Natur des Menschen von diesem Gesichtspunkt aus zu schildern. Aber das Aufstehen fällt unter die Zuständigkeit eines ganz anderen Ichs. Versprechen zu geben. sondern jemand anderem. niemand tut. „Der Mensch hat keine Individualität.kungen. und durch diese Unordnung droht dem ganzen Haus große Gefahr. zuzustimmen oder abzulehnen. früh aufzustehen.Rollen' als auch Ichs. zufälliger Ichs einzulösen. Es ist die Tragödie des Menschen. daß jedes kleinelch das Recht hat. Die Dienstboten haben alle ihre Pflichten vergessen. von morgen ab früh aufzustehen. sich das Ganze zu nennen. a Natürlich wird der Mensch fortfahren. „Die östlichen Lehren enthalten zahlreiche allegorische Bilder. Wechsel kleiner. Dann verschwindet es und der Mensch. was er soll. Oft besteht das ganze Leben eines Menschen darin. Dies erklärt. Entscheidungen zu treffen. „So wird in einer Lehre der Mensch einem Haus verglichen. aber kein Herr und kein Haushälter da sind.

die ich in Benares von einem „Fakir auf Nägeln" aufgenommen hatte. das heißt einen stellvertretenden Haushälter. Dies klang sehr geheimnisvoll und erschreckend. nicht nur ein schlauer Gaukler wie jene. und wie wir wissen.Haus' für die Ankunft des wirklichen Haushälters vorbereitet werden. für seine Befreiung alles zu opfern und alles zu wagen. wenn Zuschauer kamen. spitzen Eisennägeln versehenes Bett. Auf diese Weise kann das . so hörte ich. der auf einem Bett aus Nägeln liege. Er lag nicht auf seinem Bett und. die ich in Ceylon sah. fallen noch zwei interessante Gespräche. war der Fakir da. Mir war erzählt worden. Obwohl er sichtlich acht- 87 .sammelt und einen zeitweiligen Haushälter erwählt. muß er einen sehr starken Wunsch nach Befreiung verspüren und muß bereit sein. ohne Fakir. der Fakir. der Gärtner im Garten und so fort. Als ich das zweite Mal kam. Dieser stellvertretende Haushälter kann dann die anderen Diener auf ihren Platz verweisen und darauf sehen. war weggegangen. in denen sich noch Spuren alten Wissens erhalten haben. soviel ich verstand. Er legte sich wirklich fast nackt auf ein mit ziemlich langen. „Der Vergleich des Menschen mit einem Haus. eine Photographie. stand das Bett mit Nägeln allein da. Dieser Fakir war." In diese Zeit. Aber als ich kam. der es dann seinerseits für die Ankunft des Herrn vorbereitet.-Petersburger Vorlesungen. das heißt den Beginn der St. der Kutscher im Stall. daß jeder seine eigene Arbeit verrichte: der Koch in der Küche. ist häufig in östlichen Lehren zu finden. „Aber auch das klarste Verstehen seiner Möglichkeiten wird einen Menschen ihrer Verwirklichung nicht näher bringen. taucht dieses Thema auch in verschiedener Form in vielen Gleichnissen der Evangelien auf. Um diese Möglichkeiten zu verwirklichen. das die Ankunft seines Herrn erwartet. um die Kuh zu holen. Bei einer Gelegenheit zeigte ich G. legt& er sich nur darauf. daß sich im Hofe der Aurangzeb-Moschee am Ufer des Ganges ein Fakir aufhalte. Aber gegen eine Rupie zeigte er mir alle seine Künste. obgleich zweifellos ein „Professioneller".

Aber gleichzeitig haben Sie recht. fühlt er ein unwider- 88 . würde er wahrscheinlich antworten. was posthypnotische Suggestion heißt. daß dies nicht nur ein Trick sei. Man hat einfach mit ihm experimentiert. konnte mir aber keine Erklärung dieser Erscheinung geben. Durst verspüren. Wenn Sie ihn bestechen würden und ihn veranlassen könnten. Und wenn die Zeit kommt. gelangweilten und gleichgültigen Ausdruck und nichts an ihm sprach von Streben nach Selbstopfer oder von Selbstfolterung. Ihnen dieses Wort zu sagen. Sein Gesicht trug einen stumpfen. daß er fünf Stunden nach seinem Aufwachen etwas Bestimmtes tun müsse. Offensichtlich ist er viele Male hypnotisiert worden und während der Hypnose wurde seine Haut zuerst gegen Stiche unempfindlich gemacht und danach dagegen gefeit. „Erstens ist der Mann natürlich kein . daß er ein bestimmtes Wort kenne. antwortete G. was er darüber denke. nur war er kein Schüler. Ein Mensch wird in Schlaf versetzt und es wird ihm gesagt. drehte er sich doch auf den Nägeln. Sie wissen. wenn er dies tue.gab. denn es wäre ein ganz gewöhnliches Wort. zu berichten. was er weiß. lag auf ihnen auf dem Rücken. sich für tot halten oder etwas Ähnliches. wie er es fertigbringt. noch kratzten sie ihn. das in zwei Worten zu erklären". Aber er weiß selber nicht.. Er kann sich sogar bereit erklären. keine hastigen Bewegungen zu machen. Dann wird er geweckt. zeigte ihm das Lichtbild und fragte ihn. In geringem Maße ist dies sogar für die gewöhnliche europäische Hypnose möglich. Er war ein Experiment. Dieser Mann stammt aus einer Schule. „Es ist schwierig. und sichtlich stachen sie ihn weder. das er sagen müsse. zu glauben. auf der Seite. und danach könne er sich auf seine Nägel niederlegen. Aber das würde Ihnen nicht im geringsten helfen. das gar keine Wirkung auf Sie haben würde. Ich machte zwei Aufnahmen von ihm. Dann später wurde mittels posthypnotischer Suggestion die Unempfindlichkeit und Undurchdringlichkeit der Haut fixiert. auf dem Bauch. wie ich dieses Wort gebraucht habe. Dies alles erzählte ich G. Der Fakir machte nicht den Eindruck eines intelligenten oder religiösen Menschen. Oder er müsse ein bestimmtes Wort aussprechen und werde sofort.Fakir' in dem Sinne.

Und dann weckte man ihn. der Ausführende wisse. Bei einer anderen Gelegenheit sprachen wir über den Buddhismus auf Ceylon. Gerade dies war mit Ihrem . wie er könne. und läßt ihn dann einfach gehen. sie zu verkaufen. Darum vielleicht hatte er so ein verschlafenes. Das geschieht oft in solchen Fällen. was ihm gesagt wurde. und wenn er nicht darüber spreche. G. Diesmal war es ganz anders. Es gibt viele solche Leute in Indien. Man gewöhnte ihn daran.Fakir' geschehen. das zu tun. G. sondern ich wage zu behaupten. weil ich nie zuvor eine ähnliche gehört oder gelesen hatte. unter Hypnose auf Nägeln zu liegen. Die Schulen brauchen sie für Experimente. Dieses Wort versetzt ihn in einen hypnotischen Zustand. auf Nägeln zu liegen. „Fakir-Wunder" zu erklären. um ihm zu sagen. apathisches Aussehen. um zu leben. gerade meine Photographien zeigte. Der Fakir selbst wußte nicht. trotzdem sie deren Existenz nicht anerkennen und sogar deren bloße Möglichkeit vom offiziellen Buddhismus geleugnet wird. weil sie später daraus Nutzen ziehen. Aber natürlich weiß und versteht der Mann selbst nicht. 89 . vielleicht für viele Jahre. war immer angenommen. spricht er es aus und sogleich fällt er in Trance. Ohne Bezug auf diese Bemerkung und während ich. Man experimentiert an ihm. was er tut und auf welche Weise es getan wird.'s Erklärung schien mir nicht nur die einzig wahrscheinliche. oder. sei es. wie er sein „Wunder" ausführte und hätte es darum auch gar nicht erklären können. was er tue und wie er es tue. gewöhnlich kaufen sie diese Menschen als Kinder von den Eltern. die einzig mögliche.stehliches Verlangen. Ich verlieh meiner Überzeugung Ausdruck. das ihm gegeben wurde." Diese Erklärung interessierte mich sehr. welche glücklich sind. daß er durch Aussprechen eines bestimmten Wortes wieder fähig sein werde. In allen mir bekannten Versuchen. wie ich glaube. daß die Buddhisten Magie haben müßten. ob die „Wunder" nun als Tricks oder anders hingestellt wurden. weil er nicht wolle oder Angst habe. So stellt er dieses eiserne Bett auf und verdient wahrscheinlich einige Rupien die Woche. wenn er sich des Wortes erinnert.

die einige Menschen als Ergebnis besonderer Übungen in Form eines Halsbandes um deh Hals herum bekommen.Astralkörper'. Die Kette von Buddhas Wiedergeburten wird ." 90 . aber ich spreche von einer anderen Bedeutung. was die Kugel bedeute?" fragte er. um genauer zu sein.Buddhas Halsband' gehört?" „Ja". wußten entweder nichts oder wollten Ihnen nichts sagen. der diesem Brauch zugrunde liegt. Haben Sie niemals den Ausdruck . anzunehmen. „die Leute. die es Ihnen zeigten. Aber man spricht nie offen davon. steht in direkter Beziehung zum sogenannten .Astralkörper' des Toten in Beziehung treten. Sie haben recht. wie üblich. G. runde Kugel in der Größe einer großen Gewehrkugel. das eine Reliquie sein sollte — eine kleine. Wenn nun der . Das ist Magie. das heißt eine kleine geschnitzte Wiedergabe einer Dagoba. sagte G. meiner Ansicht nach aus Elfenbein oder Perlmutter geschnitzt. es sei ein Stück Knochen von einem Schüler Buddhas. Sie werden diese Knochen in fast jedem Hause finden. sagte ich.Astralkörper' ist sozusagen daran befestigt. glockenförmige Dagoba aus Elfenbein. innen hohl. und dies ist ein Beispiel dafür." „Ja". und es sei sehr alt und heilig." „Es ist so und es ist auch wieder nicht so". „das ist eine Bedeutung dieses Ausdrucks. hörte mir aufmerksam zu. sagte G.Halsband' verbindet den physischen mit dem astralen Körper. „Sie sagten mir.. Es war nicht ein Knochenstück.sprach ich von einein kleinen Schrein in einem Privathaus zu Colombo. „Haben sie Ihnen nicht erklärt. sondern eine besondere Knochenbildung. Zu Füßen des Buddha lag eine kleine. Aber ich sprach von dem Glauben. daß der Knochen. den Sie sahen. ein echter ist. so kann der Besitzer eines Knochens dieses Halsbandes immer mit dem .Buddhas Halsband' genannt. Die Besitzer hatten diese in meiner "Gegenwart geöffnet und mir etwas gezeigt. Dieses Halsband aus Knochen. „aber das bedeutet etwas ganz anderes. welches den Hals unterhalb der Haut umschließt.Astralkörper' nach dem Tod des physischen Körpers weiterlebt. Natürlich folgt daraus nicht. eine Buddhastatue stand. in dem.. daß dort Magie verwendet wird. oder. das . Der .

Diese Skizze erinnerte mich sofort an eine gewöhnliche graphische Darstellung der Lymphdrüsen im Nacken. 91 . sie führten in einem Halbkreis um den Nacken. daß ich früher nie auf eine solche Erklärung gestoßen war. um mir die Lage der kleinen Knochen unter der Haut zu zeigen. Aber ich konnte nichts weiter darüber erfahren. wie sie in anatomischen Karten zu finden ist.Und wieder mußte ich zugeben. machte eine kleine Skizze. etwas vor den Ohren beginnend. G.

die allmählich bei der Entwicklung einer photographischen Platte erscheinen. daß mir bei solchen Gelegenheiten oft mein erstes Zusammentreffen mit G.'s Bestehen wissen oder wie leicht hätte ich ihn wieder aus den Augen verlieren können. daß sie es dann anderen erklärten und schon ganz feste und bestimmte Meinungen über uns hatten. Gleichzeitig waren viele Dinge dem entgegengesetzt. sondern zu warten.VIERTES KAPITEL G . wenn ich ihn nicht gefragt hätte. eine große Spanne Zeit müsse noch verstreichen. und oft erklärte eine Sache manchmal ganz unerwartet eine andere. Leute. Einige Teile des Systems begannen schon ungefähr Gestalt anzunehmen. aber viele Stellen blieben noch leer und unvollständig. Oft änderte ein neues Wort. Damals war auch ich sehr nahe daran gewesen. Und ich fand es sehr merkwürdig. was ich vorher aufgebaut hatte. und nun. ob ich ihn wiedersehen könne. 92 . Ich muß gestehen. das ich noch nicht gehört hatte. so wie Figuren oder eine Landschaft. Aber irgend etwas hatte mich damals davon abgehalten. und ich mußte alles neu errichten. Vieles war mir noch nicht klar. ein fertiges Urteil über G. da ich eingesehen hatte. was für einen ungeheuren Wert diese Ideen hatten. keine Schlüsse zu ziehen. Ich erkannte ganz klar. zu der vorher gar keine Verbindung zu bestehen schien. sagen zu hören. daß ich das ganze System richtig darstellen könne. und der Abend mit der Moskauer Gruppe einfiel. sie verstünden sofort. wie leicht hätte ich überhaupt nichts von G. aber viele Dinge hatten sich miteinander verbunden. worüber wir sprachen. das ganze Bild. bis ich mir sagen könne. die einmal zu einer Vorlesung zu uns gekommen waren. Aber ich versuchte. was ich erwartet hatte.'s Vorträge führten in unseren Gruppen zu vielen Gesprächen. und seine Schüler zu fällen. war ich beinahe entsetzt bei dem Gedanken: wie leicht hätte ich daran vorbeigehen können.

„zwei Linien. Aber sie verstehen dies nicht in Beziehung zum .Existenz'. die Wissenschaft um ein Stück weiterbringen und zu gleicher Zeit könne er und habe auch das Recht. spitzfindiger. . Und sie verstehen auch die Möglichkeit verschiedener Wissensstufen. oder wenn die Linie des Seins der Linie des Wissens voraus ist. auf ein Thema zurück. ein kleinlicher. schwächlicher. die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Aber das Sein zweier Leute kann sich noch mehr voneinander unterscheiden als das Sein von Mineral und Tier. dann wird die menschliche Entwicklung falsch und muß früher oder später zu einem Stillstand kommen. Nehmen wir zum Beispiel das Sein eines Minerals und einer Pflanze. Das genau ist es. Und sie verstehen nicht. neidischer. sondern sie wollen es auch ganz bestimmt nicht verstehen. daß ein Professor überall seinen Regenschirm vergißt. 93 . was . Sie verstehen nicht. Sie verstehen. „Es gibt". parallel und unterstützen einander. Bei richtiger Evolution entwickeln sich die Linie des Wissens und die Linie des Seins gleichzeitig. daß das Wissen vom Sein abhängt.Sein' heißt für sie einfach . Es scheint hier selbstverständlich zu sein. entlang deren die menschliche Entwicklung vonstatten geht. Und besonders im westlichen Kulturkreis nimmt man an.Sein'. sagte er. daß Sein oder Existenz auf sehr verschiedenen Stufen und unter sehr verschiedenen Kategorien bestehen kann. Das Sein einer Pflanze und eines Tieres ist wieder ein verschiedenes Sein. Sie verstehen nicht nur dies letztere nicht. welchem er sichtlich die größte Wichtigkeit zuschrieb. Das Sein eines Tieres und eines Menschen ist ein verschiedenes Sein. naiver und zerstreuter Mensch zu sein. Entdeckungen machen. daß Wissen größer oder geringer sein kann. daß ein Mensch großes Wissen besitzen könne. egoistischer. Es ist ein verschiedenes Sein.Wissen' bedeutet. zum Beispiel könne er ein fähiger Wissenschaftler sein.In fast jeder seiner Vorlesungen kam G. eitler. das heißt von der einen oder der anderen Qualität. „Die Menschen verstehen. der die .Nicht-Existenz' entgegengesetzt ist. was die Menschen nicht verstehen. Aber wenn die Linie des Wissens der Linie des Seins zu weit voraus ist. das aber für viele von uns schwer zu begreifen war.

94 . \. fügt neue Schwierigkeiten. denn statt dem Leben zu dienen und den Menschen zu helfen. ein Wissen der Form. aber sie achten nicht das Seinsniveau und schämen sich nicht der geringen Stufe ihres eigenen Seins.Der Grund hierfür ist. daß die Wissensstufe durch die Seinsstufe bedingt wird. daß ein Wissen. was das heißt. Ein Wechsel in der Natur des Wissens ist nur in Verbindung mit einem Wechsel in der Natur des Seins möglich. als da sind . In den Grenzen eines gegebenen Seins kann die Qualität des Wissens nicht verändert werden. Tatsächlich ist aber die Möglichkeit des Wissens auf einer bestimmten Seinsstufe begrenzt und endlich. das menschliche Leben zu komplizieren. „Solch ein Übergewicht des Wissens über das Sein beobachten wir in der heutigen Kultur.klares Bewußtsein'. ohne Wissen des Ganzen. Und sie verstehen nicht.„Und trotzdem ist das sein Sein. die vorher nicht da waren. Das charakteristischste Kennzeichen eines modernen Menschen ist das Fehlen der Einheit m ihm und weiterhin das Fehlen sogar von Spuren jener Eigenschaften. wird es theoretisch und abstrakt. auf das Leben unanwendbar oder geradezu schädlich. Die Menschen westlicher Kultur schreiben dem Wissensniveau eines Menschen einen großen Wert zu. Es wird immer ein Wissen über eine Sache. Und die Menschen denken. ohne Wissen des Inhalts. „Als solches betrachtet. neue Störungen hinzu. besser mit ihren Schwierigkeiten fertigzuwerden. »freier Wille'. und es ist allein die Sammlung von Informationen ein und derselben Natur im Bereich bekannter Grenzen möglich. daß das Wissen eines Menschen von der Stufe seines Seins abhängt. hat das Sein eines Menschen viele verschiedene Seiten. sein Wissen hänge nicht von seinem Sein ab. die er sich am liebsten zuschreibt. „Wenn das Wissen dem Sein sehr voraus ist. Die Idee des Wertes und der Wichtigkeit der Seinsstufe ist vollständig vergessen. Und ebenfalls hat man vergessen. beginnt es. gepaart mit Unwissenheit über eine andere Sache bleiben. Sie verstehen nicht. ein Wissen von Einzelheiten. für die wirklichen Bedürfnisse des Menschen nicht groß genug oder nicht geeignet ist. das nicht im Verhältnis zum Sein steht.

und so ist es mit allem. dann wird Ihnen sofort klar werden. Wenn er lügt. Alles geschieht. hat das menschliche Sein viele verschiedene Seiten: Aktivität oder Passivität. Aber es gibt Menschen. der wirklich Wissen ersehnt. daß ein Mensch. ist das Sein eines modernen Menschen von sehr niederer Qualität. all dies und noch viel anderes macht das Sein eines Menschen aus. Feigheit. Moralität. Fleiß. Selbstbeherrschung. Und es kann eine so schlechte Qualität haben. mit denen man nichts mehr anfangen kann. Lasterhaftigkeit.ein . zuerst darüber nachdenken muß. daß er nicht umhin kann zu lügen. „Aber natürlich gibt es Enden und Grenzen. Mut. die endgültig kranke. wie er aufwachen könne. „Äußerlich gesehen. Egoismus. werden Sie verstehen. so heißt das. seine Bedeutung und seine Rolle im Leben werden wir später sprechen. das heißt wie er sein Sein wandeln könne. daß nur einige wenige rich- 95 . ein Mensch kann nichts weder in sich noch außer sich tun. zusammengebrochene Maschinen sind. daß keine Wandlung möglich ist. Wahrha^igkeit oder eine Neigung zur Lüge. sind sehr glücklich. Bereitschaft zum Selbstopfer. Über den Schlaf. so bedeutet das. deren Sein noch verändert werden kann. Eingebildetheit. Wenn Sie daran denken. Es mag Sie überraschen. Und diese Leute sind in der Mehrheit. Allgemein gesprochen. die Wahrheit zu sagen. Stolz. daß er nicht umhin kann. Faulheit. Schlafend wird er geboren und schlafend stirbt er. Wenn er die Wahrheit sagt. Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit. daß Schlaf das Hauptkennzeichen unseres Seins darstellt. daß das Hauptkennzeichen des Seins eines modernen Menschen. Dies muß man immer im Gedächtnis behalten.dauerndes Selbst oder Ich' und die »Fähigkeit zu tun'. Die Menschen. Eitelkeit. der Schlaf ist. das das Fehlen von allem anderen in ihm erklärt. „Ein modemer Mensch verbringt sein Leben schlafend. „Aber dies alles im Menschen ist vollständig mechanisch. Verderbtheit. wenn ich Ihnen sage. Erregbarkeit. Aber im Augenblick wollen wir nur an etwas denken: was für ein Wissen kann ein schlafender Mensch haben? Und wenn Sie darüber nachdenken und gleichzeitig im Auge behalten.

weiß ein Mensch. aber nicht weiß. Das ist nutzloses Wissen. einen Menschen. Und die Entwicklung auf der Seinslinie ohne Wissen ergibt einen dummen Heiligen. er kann etwas tun. Andererseits. „das heißt.tiges Wissen erlangen können. was er tun soll. der vieles weiß. „Allgemein gesprochen. was er will. das heißt einen Menschen. einen Menschen. was." „Was ist das Ergebnis der Entwicklung der Wissenslinie ohne Sein oder der Entwicklung der Seinslinie ohne Wissen?" fragte jemand während eines Gespräches über diesen Gegenstand. 96 . wo ganze Zivilisationen untergingen. was er weiß. das heißt. weil das Wissen das Sein überwog oder das Sein das Wissen. ist das Gleichgewicht zwischen Wissen und Sein noch wichtiger als eine getrennte Entwicklung des einen oder des anderen. genau das Gegenteil von dem zu tun. für den es keinen Unterschied zwischen einer Wissensart und einer anderen gibt. Keiner von beiden kann sich weiterentwickeln. und wenn er irgend etwas tut. weiß aber nichts. Bei den anderen läßt es ihr Sein nicht zu. das heißt. Trotzdem ist es gerade diese einseitige Entwicklung. In beiden Fällen werden sowohl der schwache tfogi als auch der dumme Heilige zu einem Halt gebracht. schwere Fehler zu begehen. einen Menschen. das heißt. der vieles tun kann. handelt er in Gehorsam zu seinen subjektiven Gefühlen. Das erworbene Sein wird zwecklos und Anstrengungen erweisen sich als nutzlos. wenn das Sein das Wissen überwiegt.. die den Leuten besonders anziehend erscheint „Wenn das Wissen das Sein überwiegt. „Die Entwicklung der Wissenslinie ohne die Seinslinie ergibt einen schwachen t/ogi". hat aber nicht die Kraft zum Tun. die ihn weit von seinem Wege abführen und ihn veranlassen können. „In der Geschichte der Menschheit kennen wir viele Beispiele. sagte G. hat ein Mensch die Kraft zum Tun. Und eine getrennte Entwicklung von Wissen oder Sein ist keinesfalls wünschenswert. einen Menschen ohne Urteilskraft. aber er weiß nicht. der nicht versteht (er betonte diese Worte). aber nichts tun kann.

Und Wissen und Sein dürfen nicht zu weit voneinander abweichen. richtig versteht.„Um dies zu verstehen und um im allgemeinen die Natur de» Wissens und die Natur des Seins. In-anderen Worten: das Verstehen wächst nur mit dem Wachstum des Seins. Sie verändert sich nur. Er findet es oft seltsam. daß ein größeres Verstehen von einem größeren Wissen abhänge. „Im gewöhnlichen Denken unterscheiden die Menschen nicht zwischen Verstehen und Wissen. Auch wird das Verstehen nicht durch eine Vermehrung des Wissens allein vergrößert. wenn 97 . daß sein Wissen sich nicht gewandelt hat und daß er damals genau so viel über den betreffenden Gegenstand wußte wie jetzt. Auch verändert sich die Beziehung des Wissens zum Sein nicht nur durch ein Wachstum des Wissens. aber sie wissen nicht. muß man zuerst die Beziehung von Wissen und Sein zum »Verstehen* begreifen. daß er etwas so falsch verstanden hat. Und wenn einmal das Sein sich verändert hat. Sie glauben. was sie Wissen nennen. daß er in verschiedenen Zeiten seines Leben» eine und dieselbe Idee. der in der Selbst-Beobachtung geübt ist. ganz sicher. Und er erkennt gleichzeitig. wenn das Sein gleichmäßig mit dem Wissen wächst. „Wissen ist eine Sache. Verstehen eine andere. Verstehen wird durch die Beziehung des Wissens zum Sein bedingt. Darum häufen sie Wissen an oder das. „Oft verwechseln die Menschen diese Begriffe und vermögen nicht klar den Unterschied zwischen ihnen zu erfassen. wie sie Verstehen anhäufen können und kümmern sich auch nicht darum. sonst wird sich das Verstehen als von beiden zu weit entfernt erweisen. muß sich auch das Verstehen wandeln. „Und trotzdem weiß ein Mensch. was er nun. einen und denselben Gedanken auf vollständig verschiedene Weise verstanden hat. wie auch ihre Wechselbeziehung zueinander zu verstehen. „Der Unterschied zwischen Wissen und Verstehen wird klar. „Wissen an sich führt nicht unbedingt zum Verstehen. Verstehen ist das Ergebnis von Wissen und Sein. Was also hat sich verändert? Sein Sein hat sich verändert. seiner Meinung nach.

Sie erkennen. Und wenn sie einen Namen gefunden haben. aber Verstehen kommt nur dann zustande. mit seinem ganzen Sein fühlen. Einem Menschen. Aber außerhalb des Gebietes praktischer Tätigkeit versteht man nicht klar. was . seiner Vagheit und Ungenauigkeit. wo seine Unwissenheit sehr schnell zutage treten würde.einen Namen finden' heißt noch nicht . der teilweise der Grund und teilweise die Folge dieser Abweichung ist. daß wissen und wissen wie zu tun. So kann der Denkapparat etwas wissen. mit der die Leute sprechen. sie . dem traut man ein großes Verständnis zu — natürlich wieder jedes Gebiet praktischer Tätigkeit ausgenommen. der viele Namen kennt. Aber .verstehen'. er verstehe die Idee der Mechanisiertheit. „Einer der Gründe für die Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie im Leben und den Mangel an Verständnis. falschen Einteilungen. zwei verschiedene Dinge sind und wissen wie zu tun nicht allein durch Wissen geschaffen wird. wenn sie einsehen. findet sich in der Sprache. Diese Sprache ist voll von falschen Begriffen. dann sagen sie.Verstehen' eigentlich heißt. Verstehen hingegen ist die Funktion aller drei Zentren. für das. daß sie ein Ding nicht verstehen. was sie nicht verstehen. kann jedes Wort tausend verschiedene 98 . wenn er sie nur mit seinem Verstand weiß. Und die Hauptsache dabei ist: infolge der Hauptmerkmale des gewöhnlichen Denkvorgangs. daß Wissen die Funktion eines einzigen Zentrums sein kann. Unglücklicherweise geben sich die Leute meistens mit Namen zufrieden. Ein Mensch kann nicht sagen. „Auf dem Gebiet der praktischen Tätigkeit können die Menschen sehr gut zwischen bloßem Wissen und Verstehen unterscheiden. •was damit gemeint ist „Wir haben früher über die Mechanisiertheit gesprochen. „Gewöhnlich versuchen die Menschen. Er muß sie mit seinem ganzen Bestand. dann wird er sie verstehen. das heißt viele Worte. falschen Assoziationen. das heißt. einen Nomen zu finden.wir erkennen. wenn ein Mensch gleichzeitig fühlt und empfindet.verstünden'.

Bedeutungen haben. Das ist also eine der Illusionen. aber sobald sie auf ein etwas komplizierteres Gebiet übergehen. Tatsächlich kann niemand irgend jemand anderes verstehen. wenn nicht immer. sind sie sofort verloren und hören auf. daß sie einander oft. die sie lesen. Die gewöhnliche Sprache ist nur dem praktischen Leben angepaßt. daß sie die Autoren der Bücher. was für verschiedene Dinge jeder von ihnen sagt. Oder umgekehrt. während er dieselben Worte benützt. während sie in Wirklichkeit absolut verschiedene Dinge sagen und einander nicht im geringsten verstehen. verstehen oder daß sie es jedenfalls können. miteinander übereinzustimmen oder einander zu verstehen. das der Sprecher zu seiner Verfügung hat. und der Mannigfaltigkeit der Assoziationen. „Wenn wir die einfachsten Worte nehmen. wenn sie es versuchen oder wollen. daß ein jeder in einer ihm unbekannten Sprache redet. welche die Menschen für sich schaffen und mit denen sie leben. Zwei Menschen können die gleiche Sache aus tiefer Überzeugung sagen. auch wenn sie sich dessen nicht bewußt sind. werden wir sofort sehen. die dauernd im Gespräch vorkommen. Die Menschen haben die sehr feste Überzeugung oder den Glauben. daß sie die gleiche Sprache sprechen und sich untereinander verständigen. Sie bilden sich ein. die ihnen gegebene Bedeutung zu untersuchen. je nach dem Material. In Wirklichkeit ist diese Überzeugung völlig unbegründet. Man sieht nicht ein. sie bilden sich ein. verstehen und daß auch andere Leute sie verstehen. einander zu verstehen. das heißt. daß jedermann in jedem Augenblick seines Lebens jedem Wort eine besondere Bedeutung 99 . zwei Menschen können dieselben Worte sagen und sich einbilden. daß sie genau das gleiche denken. Die Menschen können einander Informationen praktischer Art mitteilen. Die Menschen verstehen nicht klar. bis zu welchem Grade ihre Sprache subjektiv ist. die ihn im Augenblick bewegen. ohne den Verdacht zu haben. aber sie mit verschiedenen Namen bezeichnen und endlos miteinander streiten. daß jeder von ihnen seine eigene Sprache spricht und die Sprache anderer Leute entweder nur vage oder überhaupt nicht versteht und keiner eine Ahnung davon hat. und versuchen.

das heißt.Leben im Jenseits' und so fort. wie Menschen an der Unterhaltung teilnehmen. beim Sprechen über den Menschen wird er an die Struktur seiner Zähne.gesunder Mensch' und natürlich vom Gesichtspunkt seines Spezialfaches aus betrachtet werden.Mensch' wird für ihn heißen . oder von dem aus er aus einem bestimmten Grund ihn in diesem Augenblick betrachtet. Ohne die geringste Übertreibung kann man sagen. den Menschen zu betrachten.Mensch' so viele Bedeutungen hat. Ein Spiritist wird sich den . sagen. und seine erste Frage wird sein — Christ oder nicht Christ? Der dritte mag ein Arzt sein. einen potentiellen Verbrecher oder gar einen möglichen Klienten.verleiht. in der man oft das Wort .Mensch' und stellen wir uns eine Unterhaltung zwischen einer Gruppe von Leuten vor. Ein Mensch kann sich im Augenblick mit der Frage der Beziehung zwischen den Geschlechtern befassen. die ein anderer Mensch ihm nie verleihen kann und die er auch nie erwartet.A^tralkörpers' aus vorstellen. seiner Finger. und er mag.Mensch' ausspricht.Mensch' keine allgemeine Bedeutung für ihn haben. Dann wird das Wort .Menschen' vom Gesichtspunkt seines .Mensch' ausspricht. und wenn er es hört. wird er sich zuerst fragen — welcher? Mann oder Weib? Ein anderer Mensch mag religiös sein. und daß diese Bedeutungen nichts miteinander gemein haben. „Nehmen wir einmal das Wort . 100 .kranker Mensch' oder . vom . und der Begriff . wenn er gefragt wird. von dem er gewohnt ist. Ein Moralist wird.Mensch' hört. seines Gesichtsbaues und an die Entfernung zwischen seinen Augen denken. wenn er das Wort . wird jeder unwillkürlich dieses Wort von dem Gesichtspunkt aus sehen. daß die Menschen rieh in Medien und Nicht-Medien gliedern.Menschen' eine statistische Einheit sehen oder ein Objekt für die Anwendung von Gesetzen. „Wenn jemand das Wort . Ein Naturwissenschaftler wird im Gespräch über den Menschen das Schwergewicht seiner Gedanken auf die Vorstellung der zoologischen Gattung Mensch legen. daß das Wort . sofort die Idee von Gut und Böse damit verbinden und so fort und so weiter. Ein Rechtsanwalt wird im .

Und sogar in jedem getrennten Wissenszweig erscheinen unaufhörlich neue Terminologien. die einen Hinweis auf den Gesichtspunkt bieten würde. Die Menschen verwechseln ununterbrochen die Sprachen der verschiedenen Wissenschaften und bringen es nie fertig. aber sie gründet den Bau der Sprache auf ein neues Prinzip. für einen exakten Gedankenaustausch eine exakte Sprache notwendig wäre. von welchem Gesichtspunkt aus und in welcher Verbindung es gesagt ist. ihre genaue Wechselbeziehung festzulegen. „Wenn ein Mensch diese Sprache meistert. Diese Idee ist vollständig klar. und die den Schwerpunkt des Begriffes bestimmen würde. Aber es gibt keine Universalsprache. Und die Menschen werden sich immer weniger und weniger verstehen. daß zu richtigem Studium. und jeder Wissenszweig bemüht sich.„Die Menschen bemerken all diese Widersprüche gar nicht — sie bemerken nicht. Es ist ganz klar. sind Ausdrücke der Bezogenheit. Und je weiter es geht. denn was gerade der gewöhnlichen Sprache fehlt. eine genaue Sprache für sich selbst zu finden und festzulegen. dann kann ihm mit ihrer Hilfe ein großes Maß von Wissen und Information vermittelt werden. sie führt Relativität in alle Begriffe ein und ermöglicht dadurch eine genaue Bestimmung des gedanklichen Gesichtspunktes. was man meint. Und das Studium der Systeme alten Wissens beginnt mit dem Studium einer Sprache. Die Mißverständnisse wachsen und vergrößern sich. die es ermöglichen würde festzustellen. das heißt. und man hat allen Grund zu glauben. die es sofort ermöglicht zu sagen. 101 . neue Namensbezeichnungen. daß sie immer über verschiedene Dinge reden. daß sie einander nie verstehen. anstatt sich zu verringern. desto schlimmer wird es. von dem aus ein bestimmter Begriff gefaßt wird. Diese neue Sprache enthält schwerlich neue Begriffe oder neue Namengebungen. das ihm mittels der gewöhnlichen Sprache auch unter Benutzung aller möglichen wissenschaftlichen und philosophischen Fachausdrücke nicht mitgeteilt werden kann. nämlich das Prinzip der Relativität. „Für genaues Verstehen ist eine genaue Sprache unerläßlich. was ein Mensch eigentlich meint. daß sie im gleichen Maße weiterwachsen werden.

wächst oder verwest. Diese Idee ist die Idee der Evolution. wenn man vom Menschen redet. können wir die allmählichen Stufen erkennen. daß alle Ideen in ihr um eine Idee konzentriert sind. steigt oder fällt. „Nehmen wir wieder den Begriff Mensch. durch die wir uns 102 . Mensch Nummer zwei. In der Sprache. Nur wenn wir bis zu einem gewissen Grad Mensch Nummer sieben und seine Fähigkeiten verstehen. was ein Mensch besitzen kann. sieben Worte. als sie anerkannt und angenommen wird. „Zu diesem Zweck sind viele unserer üblichen Ideen entsprechend den Stufen dieser Evolution eingeteilt. da es eine solche gar nicht gibt. der die dem Menschen mögliche volle Entwicklung erreicht hat und alles hat. gründet sich auf die Beziehung des untersuchten Gegenstandes zu seiner möglichen Entwicklung und auf den Hinweis seines Platzes in der Evolutionsleiter. in der Verständigung möglich ist. entwickelt sich oder entartet. wenn auch im Anfang nur durch das Gefühl. ^. sich zu verständigen. Unsterblichkeit und viele andere Eigenschaften.„Die Haupteigenschaft der neuen Sprache ist. vom Sonnensystem bis zum Menschen und vom Menschen bis zum Atom. Nur Entartung und Zerstörung verlaufen mechanisch. Alles. Mensch Nummer fünf. nämlich Mensch Nummer eins. das heißt.Alles in der Welt. verwendet man an Stelle des Wortes . Mensch Nummer vier. was sich nicht bewußt entwickeln kann. „Mensch Nummer sieben bedeutet einen Menschen. die allein möglich ist. das heißt Wille.Mensch'. Natürlich nicht Evolution im Sinne einer mechanischen Evolution. Aber nichts entwickelt sich mechanisch. Mit diesen sieben Ideen wird man bereits fähig. „Die Sprache. sondern im Sinne einer absichtlichen und bewußten Evolution. die wir uns in unserer Blindheit und Unwissenheit immer zuschreiben. entartet. dauerndes und unveränderliches Ich. Mensch Nummer sechs und Mensch Nummer sieben. Mensch Nummer drei. Hilfe von außen ist nur soweit möglich. sie werden in ihrer Wechselbeziehung vom Gesichtspunkt einer Idee aus betrachtet. Individualität. Bewußtsein. von der ich rede.

in dem die Bewegungs. Dies ist der Mensch des physischen Körpers. 103 .und instinktiven Funktionen fortwährend die Gefühls. instinktiven und Gefühlsfunktionen hat. Er wird als Nummer eins. der alles von Theorien. der Mensch. Nummer zwei oder Nummer drei geboren und wird vier nur als Ergebnis von ganz bestimmten Anstrengungen. Nummer zwei und Nummer drei sind Leute. „Mensch Nummer eins. daß der Schwerpunkt seines psychischen Lebens im Bewegungszentrum liegt. den Menschen der Vernunft. bei dem aber der Schwerpunkt seines Lebens im Denkzentrum liegt. das heißt. „Mensch Hummer drei bedeutet einen Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe. Nummer zwei oder Nummer drei geboren. „Mensch Hummer vier wird nicht als solcher geboren.und Denkfunktionen überwiegen. der emotionale Mensch. „Jeder Mensch wird als Nummer eins. der bereits Einheit erreicht hat. bei dem die Gefühlsfunktionen alle anderen überwiegen. der Gefühlsmensch. verstehen wir den für uns möglichen Entwicklungsvorgang. „Mensch Nummer sechs steht Mensch Nummer sieben sehr nahe. auf der sie geboren wurden. von denkerischen Erwägungen aus anpackt. welche die mechanische Menschheit ausmachen und auf der gleichen Stufe stehen. das heißt den Menschen. bei dem die Denkfunktion die Oberhand über die Bewegungs-. denn er ist ein Mensch. das heißt der Mensch.ihm nahem können. „Mensch Nummer fünf ist auch eine für uns unerreichbare Stufe des Menschen. aber einen Menschen. bei dem der Schwerpunkt seines psychischen Lebens in dem Gefühlszentrum liegt. Ich werde später von ihm sprechen. daß manche seiner Eigenschaften noch nicht bleibend geworden sind. Er unterscheidet sich von Mensch Nummer sieben nur durch die Tatsache. „Mensch Nummer vier ist ein Zwischenstadium. „Mensch Hummer eins bedeutet. „Mensch Hummer zwei bedeutet einen Menschen auf dergleichen Entwicklungsstufe.

Außerdem haben seine psychischen Zentren bereits begonnen. je nach der Art des Menschen. Der Mensch Nummer vier ist schon auf einer anderen Stufe als Nummer eins. zwei oder drei. muß er absichtlich sein Sein von Mensch Nummer fünf verlieren. Und in diesem Fall kann er sich nicht weiter entwickeln. Glücklicherweise kommen diese Fälle von falscher Entwicklung sehr selten vor. Und dies kann nur durch furchtbares Leid erreicht werden. wohin er geht. wie Mensch Nummer eins.Mensch Nummer vier ist immer das Produkt der Arbeit von Schulen. wie dies bei Leuten der ersten drei Kategorien der Fall ist. aber auch das Ergebnis falscher Arbeit sein kann. alles was ihm zukommt und alles was durch ihn geschaffen wird. ebenfalls in sieben Kategorien gegliedert. Die Dinge können die eine oder eine ganz andere Bedeutung haben. Er beginnt sich bereits kennenzulernen und zu wissen. aber wir müssen bemerken. kann er nicht Nummer sechs und sieben werden. muß er wiederum seinen kristallisierten Wesenskern einschmelzen. „In Übereinstimmung hiermit werden alle inneren und äußeren Vorgänge im Menschen. der in seinen Ideen. er hat einen dauernden Schwerpunkt. Diese Teilung vermittelt den ersten Begriff der auf den Menschen angewandten Relativität. „Mensch Nummer fünf ist schon kristallisiert. Er kann weder so geboren werden noch zufällig oder als Ergebnis gewöhnlicher Einflüsse des Heranwachsens und der Erziehung und so fort sich dazu entwickeln. die man anderweitig nicht verstehen könnte. in seiner Wertung der Arbeit und in seiner Beziehung zu der Schule liegt. „Die Einteilung der Menschen in sieben Kategorien oder sieben Nummern erklärt Tausende von Dingen. Er kann Nummer fünf über Nummer vier werden und er kann Nummer fünf werden. 104 . Um Nummer sechs zu werden. daß Mensch Nummer fünf das Ergebnis richtiger Arbeit. zwei und drei wechseln. ein Zentrum kann in ihm nicht ein solches Übergewicht über die ändern haben. ohne vier gewesen zu sein. er kann nicht wechseln. von dessen Gesichtspunkt aus oder in Beziehung zu dem sie angenommen wurden. ins Gleichgewicht zu kommen.

wenn er ein solcher im vollen Sinne des Wortes ist. das von Mensch Nummer fünf kommt.„Man kann sagen. Es ist ein Wissen. Mensch Nummer eins. der es wiederum von Mensch Nummer sechs erhalten hat. „Das Wissen von Mensch Nummer sechs ist das vollständige 105 . „Das Wissen von Mensch Nummer drei ist Wissen. „Das Wissen von Mensch Nummer zwei ist nur das Wissen von dem. Schrecken und Haß in ihm wachruft. lernt alles wie ein Papagei oder ein Affe. Aber natürlich nimmt Mensch Nummer vier von diesem Wissen nur soviel auf. kennt er nicht. wird er im Gegenteil nur das kennen. Mensch Nummer zwei und Mensch Nummer drei hat Mensch Nummer vier begonnen. weiß Alles in ihm. Menschen Nummer drei haben zum Beispiel gezählt. Überall und immer möchte er etwas Angenehmes haben. was er nicht gern hat. Sein Wissen ist dem objektiven Wissen näher als das Wissen von Mensch Nummer vier. auf Worten. auf wörtlichem Verstehen. was er nicht gern hat. was er gern hat. als in seinen Kräften liegt. was ihn abstößt und Furcht. „Das Wissen von Mensch Nummer fünf ist ganzes. das etwas weiß. Er könnte kein Ich haben. „Das Wissen des Menschen Nummer vier ist eine ganz andere Art Wissen. welches auf Nachahmung. sich von den subjektiven Elementen seines Wissens zu befreien und auf dem Weg zu objektivem Wissen fortzuschreiten. unteilbares Wissen. Was er weiß. wie oft ein jeder Buchstabe des arabischen Alphabetes im Koran von Mohammed vorkommt und haben daraus ein ganzes Deutungssystems des Korans aufgebaut. Es ist das Wissen von Bücherwürmern. von Scholastikern. Oder. auf Instinkten beruht oder auswendig gelernt oder auch einem Menschen eingedrillt wird. Er hat ein unteilbares Ich erreicht und all sein Wissen gehört diesem Ich. daß es ein Wissen Nummer eins gibt. wenn er ein kranker Mensch ist. welcher es von Mensch Nummer sieben erhielt. was ein anderes nicht weiß. das auf subjektivem logischen Denken basiert. Aber im Vergleich zu Mensch Nummer eins.

theoretische Re- 106 . grausamen und wilden Charakter hat und so fort. Dann gibt es die Religion des Menschen Nummer drei. das ihm nicht mehr genommen werden kann. „Die gleiche Einteilung in sieben Kategorien muß auf alles angewandt werden. der nach seinen Instinkten und seinen Empfindungen lebt.Wissen. „Genau so verhält es sich mit dem Sein. Es gibt di'e Religion von Mensch Nummer zwei. das heißt das Sein des fühlenden. die aus Riten. Was immer Sie ihm auch sagen. Es ist ganz klar.Heiden' verwandelt. er wird es auf seine eigene Weise deuten. Es gibt Kunst Nummer eins. das ist die Kunst des Menschen Nummer eins. das einem Menschen erreichbar ist. „Genau auf die gleiche Weise gibt es eine Religion des Menschen Nummer eins. der Begeisterung. primitive und sinnliche Kunst. was sich auf den Menschen bezieht. Kunst Nummer drei. des theoretischen Menschen und so fort. die intellektuelle. Unterdrückung und Ausrottung von . das Sein von Mensch Nummer drei. es ist das objektive und vollständig praktische Wissen vom All. kopierende Kunst oder rohe. aus äußeren Formen.Häretikern' und . Es gibt ein Sein von Mensch Nummer eins. warum Wissen nicht weit vom Sein entfernt sein kann. zwei oder drei kann auf Grund seines Seins nicht das Wissen von Mensch Nummer vier. nachahmende. Nummer fünf und so fort geben. aber es kann noch verlorengehen. des emotionalen Menschen. sentimentale Kunst. die Religion des Glaubens. der Impulse. das Sein des Menschen Nummer zwei. intellektuelle. Und so muß es auch Kunst Nummer vier. Mensch Nummer fünf und höher besitzen. wird jede Idee auf die Stufe bringen. das heißt das Sein eines Menschen. Dann gibt es Kunst Nummer zwei. das heißt das Sein des rationalen. aus Opfern und Zeremonien von eindrucksvoller Pracht und Glanz besteht oder im Gegenteil einen düsteren. „Das Wissen von Mensch Nummer sieben ist sein eigenes Wissen. Verehrung. Mensch Nummer eins. erdachte Kunst. die Tänze und Musik wilder Völker. auf der er selbst sich befindet. die sich leicht in die Religion der Verfolgung. das heißt eine Religion. der Liebe.

auf logischen Schlüssen. solange wir bleiben.geschieht'. „Wissenschaft. Denn ein Christ zu sein bedeutet. zu Religionskriegen führt. ihr letztes Hemd wegzugeben und morgen reißen sie einen Menschen in Stücke. manchmal sehr rein. wissen wir nicht und können es nicht wissen. weil er sich weigert. daß man das Sein eines Christen haben. Die Religionen Nummer eins. Theorien und so fort. und nur Mensch Nummer fünf kann wirklich ein Christ sein. wovon die verschiedenen Formen des Protestantismus zeugen. manchmal voll von Blutvergießen und Schrecken. Philosophie und alle Äußerungen des menschlichen 107 . dann wiederum gibt es ein Christentum Nummer eins. die zur Inquisition. gründet sich auf Dialektik. die wir kennen. Christen zu sein. ein Christ zu sein. Sie sind nicht Herr ihrer selbst. Nummer zwei und Nummer drei einfach äußere Nachahmungen. Sie werden durch jeden Zufall zum Schwanken gebracht. Nummer zwei und Nummer drei überhaupt keinen Begriff haben. ihnen sein Hemd zu geben. und deswegen können sie sich auch nicht entscheiden. Nummer zwei und Nummer drei sind wirklich die einzigen. Überlegungen und Deutungen basierend. Dann gibt es Christentum Nummer vier. Christentum Nummer zwei ist eine Gefühlsreligion. „Mensch' Nummer eins. „Wenn wir an Stelle von Religion im allgemeinen das Christentum nehmen. Argumente. was wir sind. wirklich Christen zu sein. Nur ein Mensch Nummer vier strebt danach. weil alles mit ihnen .ligion von Beweisen und Argumenten. Heute ist es so und morgen ganz anders. Was die Religion von Mensch Nummer vier oder die Religion von Mensch Nummer fünf und so fort ist. Heute sind sie bereit. Christentum Nummer drei. von dem Menschen Nummer eins. Alle bestehenden und bekannten Religionen und Glaubensformen in der Welt gehören zu einer dieser drei Kategorien. das heißt Heidentum in christlicher Verkleidung. das heißt in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben muß. Nummer zwei und Nummer drei können nicht in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben. aber ohne Kraft. „Tatsächlich sind Christentum Nummer eins.

Maya' sein. Ein Physiker wird die Welt vom Gesichtspunkt der Struktur der Materie betrachten. wird das Wort . Jeder hat. „Für einen Schüler der vedantischen Philosophie wird die Welt vor allem anderen Täuschung.Weltanschauung'. Jede . die mentale und so fort. . die astrale. die durch gewohnte Assoziationen verursacht und in einem Wort ausgedrückt werden können.Mensch' untersuchten. „Für den Astronomen wird die Welt aus Sternen und Nebeln bestehen. Atomen oder Elektronen sein. „In einem Menschen mit einer religiösen Weltanschauung. „Ein Spiritist wird an das . birgt in sich ihre eigenen Assoziationen.Ebenen' denken. Jeder Mensch versteht ihn auf seine eigene Weise. es wird eine Welt von Molekülen. Assoziationen.Jenseits'. wie verschieden und wie widerspruchsvoll und darüber hinaus wie verborgen und unmerklich selbst für den Sprecher die Bedeutungen und Bedeutungsschattierungen sind.Welt' hört oder ausspricht. die einem anderen völlig fremd und unverständlich sind. und jeder Mensch auf eine ganz andere Weise.Welt' eine ganze Reihe religiöser Ideen wachrufen. es wird sich notwendig mit der Idee Gottes verknüpfen. jede gewohnte Art zu denken. ist sehr weit von jeder solchen Einteilung entfernt und das eben macht das Verständnis zwischen den Menschen so schwierig.Lebens und menschlicher Tätigkeit können gleicherweise in sieben Kategorien eingeteilt werden. die physische. mit der Idee der Weltschöpfung und des Weltenendes oder der »sündigen Welt' und so fort. aber die übliche Sprache. die Welt der Geister denken. die Welt der vierten und der anderen Dimensionen. „Und so weiter und so fort. „Ein Theosoph wird an verschiedene . Die phänomenale und die numenalc Welt. „Als wir die verschiedenen subjektiven Bedeutungen des Wortes . einem Christen. in der Menschen reden. ihre eigenen Ideen. haben wir gesehen. die 108 . zum Beispiel den Begriff .Welt'. „Nehmen wir ein anderes Wort. wenn er das Wort .

um gleichsam dieselbe Idee zu verstärken oder um die Idee verschiedener Welten auszudrücken.Welt von Gut und die Welt von Böse. Gleichzeitig ist es unmöglich. dann nur. „Es ist unmöglich. Das ist nicht leicht zu verstehen. Wenn er sich selber kennt und versteht. Unsere Sprache hat nicht den Begriff von ineinander enthaltenen Welten. alle Gesetze.Welt' gewöhnlich im Singular gebraucht wird. weil in der üblichen Sprache der Begriff .gerettet' werden und so weiter und so fort. die stoffliche Welt und die unstoffliche Welt. die es erschaffen haben und lenken. In diesem Zusammenhang werden einige Gesetze leichter klar und verstanden. daß es viele Welten gibt und daß wir nicht in einer Welt. wobei das eine dem anderen hilft. wird er das Weltall erkennen und verstehen. „Wenn wir auf die Frage. sondern in verschiedenen Welten leben. ohne das Universum zu studieren. Und doch deutet die Vorstellung. Er wurde nach denselben Gesetzen erschaffen wie das Weltall. die ihnen ermöglichen würde. Und gleichzeitig wird er durch das Studium der Welt und der sie lenkenden Gesetze die Gesetze studieren und verstehen. ohne dabei den Menschen zu studieren. Der Mensch ist ein Abbild der Welt. von welchem Gesichtspunkt aus sie die Welt betrachten. daß wir in verschiedenen Welten leben. die ihn regieren. Und wenn der Plural »Welten' gebraucht wird. wie die Welt oder die Welten. ein System des Weltalls zu studieren.Welt' ist es notwendig. einander zu verstehen und sofort zu bestimmen. kann der Mensch in der Welt . indem man die objektive Welt erforscht. in denen 109 . die parallel zueinander bestehen. den Menschen zu studieren. das Machtverhältnis zwischen den verschiedenen Nationen der Welt. daß diese Welten ineinander enthalten sind und wir zu ihnen in verschiedener Beziehung stehen. daß er sich selbst erforscht. während der Mensch andere Gesetze nur dadurch verstehen kann. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen müssen darum parallel verlaufen. gerade darauf hin. aber keine einzige allgemeine Idee. „In Anbetracht des Begriffes . „Die Menschen haben Tausende verschiedener Ideen über die Welt. von Anfang an zu verstehen.

eine Ansammlung von einer riesigen Anzahl von Sonnensystemen. so können wir sagen. „Für die Sonne wiederum ist die .Welt' für alle Planeten zusammengenommen? Die Sonne oder die Einflußsphäre der Sonne oder das Sonnensystem. weil es alles in sich einschließt und von nichts abhängt. die in unermeßlichen Entfernungen voneinander im Raum »aller Welten' bestehen. Tiere und Menschen. daß wir o^ den Namen Welt der Welt der Menschen geben. „Weiterhin.Welt' für die Erde ist die planetarische Welt des Sonnensystems.Welt' für die Milchstraße. „Aber die Erde ist auch in der Welt. der Menschheit. Aber die Menschheit ist ein unzertrennlicher Teil des organischen Lebens auf Erden. Was wäre dann die . „Aber das organische Leben ist auch in der Welt. sich einen Zustand von Dingen 110 . „Darauf können wir antworten. Was ist also die . beschaffen seien.Unabhängige' genannt werden könnte. bilden die . daß die uns nächste Welt das organische Leben auf Erden ist. stellt die . die . darum wäre es richtig.Welt' darstellt. „Was ist die . die Erde.Absolute' oder das . „Wenn wir weiter zu philosophischen Schlüssen übergehen. daß für das organische Leben unser Planet. die Welt der Pflanzen.Welt' für das organische Leben? „Darauf können wir antworten. müssen wir uns zu allererst fragen. von dem sie einen Teil darstellt. was das . zu sagen. eine Vielzahl von Welten anzunehmen. Dieses Ganze oder dieses Eins oder All. Diese Welten zusammengenommen. eine Antwort wünschen. in der wir leben und von der wir ein Teil sind. von dem die Planeten ein Teil sind. ist es möglich.alle Welten' ein für uns unverständliches und unbekanntes Ganzes oder Eins sein müssen (wie ein Apfel eins ist).Welt' für die Erde? „Die . was wir als .alle Welten* dar.wir leben.Welt* für .Welt' in nächster und unmittelbarster Beziehung zu uns bezeichnen. von einem astronomischen Gesichtspunkt aus.Welt' unsere Stemenwelt oder die Milchstraße. daß . Logisch ist es noch möglich.

darstellen. wenn das All ein Ganzes darstellt.. das heißt der Zustand der Dinge. „Das Absolute. weil es. müssen wir das Grundgesetz untersuchen. das alle Erscheinungen in aller Vielfalt oder Einheit aller Universen schafft. diese Vorlesung. zuallererst ist er durch die nächste Welt beeinflußt. Aber der Einfluß der nächsten Welt und der Einfluß der Stemenwelt ist bereits ganz klar im Leben des Menschen. erreicht der unmittelbare Einfluß des Absoluten den Menschen nicht. Die zeitgenössische Wissenschaft erkennt das Bestehen von zwei Kräften und die Notwendigkeit die- 111 . „Dies ist das »Gesetz der Drei' oder das Gesetz der drei Prinzipien oder der drei Kräfte. auf welcher Stufe und in welcher Welt es auch stattfinde. das heißt das All. „Der Mensch lebt in all diesen Welten. das Ergebnis der Verbindung oder des Zusammentreffens dieser drei verschiedenen und gegensätzlichen Kräfte ist. trotzdem er gewiß der Wissenschaft unbekannt ist. „Bevor wir diese Einflüsse untersuchen"." Damit beendete G. begann G. Solch ein Ganzes wird sicherlich das Absolute. Wie wir weiter sehen werden. aber ihre Wirkung vermindert sich im Verhältnis zu ihrer Entferntheit oder zur Vergrößerung der Verschiedenheit zwischen ihnen und dem Menschen. Auch weiter entfernte Welten können den Menschen beeinflussen. von molekularen bis zu kosmischen Phänomenen. welches das Unabhängige bedeutet. hauptsächlich über die Einflüsse der verschiedenen Welten und warum uns der Einfluß des Absoluten nicht erreiche. ist sozusagen der ursprüngliche Urzustand der Dinge. wo das All ein einziges Ganzes bildet.vorzustellen. daß jedes Phänomen. die ihm am nächsten steht und von der er ein Teil ist. Bei der nächsten Gelegenheit hatten wir viele Fragen. Das heißt. unbegrenzt und unteilbar ist. aus dem durch Teilung und Gliederung die Vielfalt der von uns beobachteten Erscheinungen entsteht. sowohl direkt als auch durch dazwischenliegende Welten. Es beruht auf der Tatsache. „und ebenso die Gesetze der Wandlung von Einheit in Vielheit. aber auf verschiedene Weise.

Ser zwei Kräfte zur Erzeugung von Erscheinungen an: Kraft und Widerstand, positiver und negativer Magnetismus, positive und negative Elektrizität, männliche und weibliche Zellen und so fort Aber sie sieht selbst diese zwei Kräfte nicht immer und überall. Nie würde eine Frage nach der dritten gestellt, oder wenn sie gestellt wurde, dann hat man sie kaum vernommen. „Wirklichem, exaktem Wissen nach können eine Kraft oder zwei Kräfte niemals eine Erscheinung hervorrufen. Die Anwesenheit einer dritten Kraft ist notwendig, denn es ist nur mittels einer dritten Kraft möglich, daß die zwei ersten das schaffen, was man eine Erscheinung nennen kann, ganz gleich in welcher Sphäre. „Die Lehre von den drei Kräften ist die Wurzel aller alten Systeme. Die erste Kraft kann man aktiv oder positiv nennen, die zweite passiv oder negativ; die dritte neutralisierend. Aber dies sind nur Namen, denn in Wirklichkeit sind alle drei Kräfte gleichermaßen aktiv und erscheinen aktiv, passiv und neutralisierend nur an den Punkten ihres Zusammentreffens, das heißt nur in Beziehung zueinander zu einem gegebenen Zeitpunkt. Die ersten zwei Kräfte sind dem Menschen mehr oder weniger verständlich, und die dritte kann manchmal entweder am Ansatzpunkt der Kräfte oder im ,Medium' oder im .Ergebnis' entdeckt werden. Aber allgemein gesprochen ist die dritte Kraft für unmittelbare Beobachtung und direktes Verstehen nicht leicht zugänglich. Der Grund hierfür liegt in der funktionellen Beschränktheit der gewöhnlichen psychischen Tätigkeit und in den grundsätzlichen Kategorien unserer Wahrnehmung der Erscheinungswelt, das heißt in unserem Raum- und Zeitempfinden, das sich aus diesen Begrenzungen ergibt. Die Menschen können die dritte Kraft nicht wahrnehmen und beobachten, ebensowenig wie sie räumlich die .vierte Dimension' wahrnehmen können. „Aber durch das Studium seiner selbst, der Äußerung seiner Gedanken, seines .Bewußtseins', seiner Tätigkeit, seiner Gewohnheiten, Begierden und so fort, kann der Mensch lernen, in sich selbst die Tätigkeit dieser drei Kräfte zu beobachten und zu sehen. Nehmen wir zum Beispiel an, daß ein Mensch an sich arbeiten will, um

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einige seiner Eigenschaften zu ändern, um eine höhere Stufe des Seins zu erreichen. Sein Wunsch, seine Initiative ist die aktive Kraft. Die Trägheit seines ganzen gewohnten psychischen Lebens, die im Gegensatz zu seiner Initiative steht, wird dann die passive oder die negative Kraft darstellen. Diese zwei Kräfte werden sich entweder die Waage halten oder eine wird die andere überwinden, wird aber gleichzeitig zu schwach für jegliche weitere Handlung werden. So werden sich die zwei Kräfte gleichsam umeinander drehen, eine wird die andere absorbieren, und sie werden überhaupt kein Ergebnis hervorbringen. Das mag für die ganze Dauer des Lebens so fortgehen. Ein Mensch kann Wunsch und Initiative verspüren, aber all diese Initiative kann darauf verwandt werden, die gewöhnliche Lebensträgheit zu überwinden und nichts für das Ziel übrigzulassen, auf das die Initiative hätte gerichtet werden sollen. Und so mag es fortgehen, wenn nicht die dritte Kraft in Erscheinung tritt, zum Beispiel in Form neuen Wissens, das sofort den Vorteil oder die Notwendigkeit der Arbeit an sich selbst aufzeigt und dadurch die Initiative unterstützt und stärkt. Dann kann mit Hilfe der dritten Kraft die Initiative der Trägheit Herr und der Mensch in der beabsichtigten Richtung aktiv werden. „Beispiele der Tätigkeit aller drei Kräfte und des Augenblicks des Eintrittes der dritten Kraft können in allen Äußerungen unseres psychischen Lebens gefunden werden, in allen Erscheinungen im Leben menschlicher Gemeinschaften und der Menschheit im ganzen und in allen Naturerscheinungen um uns. „Aber im Anfang genügt es, das allgemeine Prinzip zu verstehen: jede Erscheinung, gleich welcher Größenordnung, ist unausweichlich die Äußerung von drei Kräften; eine oder zwei Kräfte können keine Erscheinung hervorbringen. Und wenn wir in irgend etwas einen Stillstand beobachten oder eine endlose Zögerung an derselben Stelle, dann können wir sagen, daß an der bestimmten Stelle die dritte Kraft fehlt. Beim Versuch, dies zu verstehen, müssen wir uns erinnern, daß man Erscheinungen als Äußerungsform dreier Kräfte nicht beobachten kann, weil wir die objektive Welt in un-

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seren subjektiven Bewußtseinszuständen nicht beobachten können Und in der subjektiv beobachteten Erscheinungswelt sehen wir nur die Äußerung von einer oder zwei Kräften. Wenn wir die Äußerung von drei Kräften in jedem Vorgang sehen könnten, dann würden wir die Welt erkennen, wie sie ist (Ding an sich). Nur müssen wir uns daran erinnern, daß eine Erscheinung, die einfach zu sein scheint, in Wirklichkeit sehr mannigfaltig sein kann, das heißt, sie mag eine sehr komplizierte Verbindung von Dreiheiten sein. Aber wir wissen, daß wir die Welt nicht beobachten können, wie sie ist, und das sollte uns verstehen helfen, warum wir die dritte Kraft nicht sehen können. Die dritte Kraft ist eine Eigenschaft der wirklichen Welt. Die subjektive oder die Erscheinungswelt unserer Beobachtung ist nur relativ wirklich, und auf jeden Fall ist sie nicht vollständig. „Wenn wir nun auf die Welt, in der wir leben, zurückkommen, können wir sagen, daß im Absoluten wie in allem anderen drei Krä^e tätig sind, die aktive, die passive und die neutralisierende. Aber da seiner Natur nach das Absolute und alles in ihm eine Einheit darstellt, bilden hier auch die drei Kräfte eine Einheit. Dazu besitzen die drei Krä^e in der Formung eines unabhängigen Ganzen einen vollen und unabhängigen Willen, volles Bewußtsein und volles Verständnis ihrer selbst und all dessen, was sie tun. „Die Idee der Einheit der drei Kräfte im Absoluten bildet die Grundlage vieler alter Lehren: konsubstantielle und unteilbare Dreieinigkeit, Trimurti-Brahma, Wischnu und Siwa und so fort. „Die drei Kräfte des Absoluten, die ein Ganzes bilden, vereinigen und trennen sich nach ihrem eigenen Willen und ihrer eigenen Entscheidung, und an den Knotenpunkten schaffen sie Erscheinungen oder .Weiten'. Diese Welten, die durch den Willen des Absoluten erschaffen wurden, hängen in allem, was sich auf ihre Existenz bezieht, einzig von diesem Willen ab. In jeder dieser Welten wirken wieder die drei Kräfte. Da jedoch jede dieser Welten nicht das Ganze, sondern nur einen Teil darstellt, stellen die drei Kräfte in ihnen nicht ein Ganzes dar. Wir haben nun den Fall von drei Willen, drei Bewußtseinen, drei Einheiten. Jede der drei Kräfte

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enthält in sich die Möglichkeit aller drei Kräfte, aber an den Treffpunkten der drei Kräfte äußert sich jede nur nach einem Prinzip — dem aktiven, dem passiven oder dem neutralisierenden. Diese drei Kräfte schaffen zusammen eine Dreieinheit, die neue Erscheinungen hervorbringt. Aber diese Dreieinheit ist verschieden, sie ist nicht diejenige, die im Absoluten besteht, wo die drei Kräfte ein unteilbares Ganzes bilden und nur einen einzigen Willen und ein einziges Bewußtsein haben. In den Welten zweiter Ordnung sind die drei Kräfte nun geteilt und ihre Treffpunkte sind jetzt von verschiedener Natur. Im Absoluten ist Zeitpunkt und Ort ihres Zusammentreffens durch ihren einheitlichen Willen bestimmt. In den Welten zweiter Ordnung, wo nicht mehr einer, sondern drei Willen herrschen, werden die Treffpunkte durch einen getrennten Willen unabhängig von den anderen bestimmt, und daher werden die Treffpunkte zufällig oder mechanisch. Der Wille des Absoluten erschafft die Welt zweiter Ordnung und lenkt sie, aber er lenkt nicht ihre schöpferische Arbeit, in der ein mechanisches Element erscheint. „Stellen wir uns das Absolute als einen Kreis vor und in ihm eine Anzahl anderer Kreise, Welten zweiter Ordnung. Nehmen wir nun einen dieser Kreise. Das Absolute wird durch die Zahl l bezeichnet, weil die drei Kräfte im Absoluten ein Ganzes darstellen, und die kleinen Kreise bezeichnen wir durch die Zahl 3, weil in einer Welt zweiter Ordnung die drei Kräfte schon geteilt sind. „Die drei geteilten Kräfte in den Welten zweiter Ordnung, die in jeder dieser Welten zusammentreffen, schaffen neue Welten dritter Ordnung. Nehmen wir eine dieser Welten. Die Welt dritter Ordnung, die durch die drei Kräfte geschaffen ist, die halb mechanisch handeln, hängt nicht mehr vom einzigen Willen des Absoluten ab, sondern von drei mechanischen Gesetzen. Diese Welten werden durch drei Kräfte erzeugt, und nachdem sie geschaffen sind, äußern sie drei neue eigene Kräfte. Dadurch wird die Zahl der Kräfte in einer Welt dritter Ordnung sechs betragen. Auf unserer Skizze ist ein Kreis dritter Ordnung durch die Zahl 6 (3 plus 3) gekennzeichnet. In dieser Welt werden Welten einer neuen Ordnung geschaffen, der vierten Ordnung. In der. Welt vierter Ordnung sind

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drei Kräfte der Welt zweiter Ordnung, sechs Kräfte der Welt dritter Ordnung und drei von ihr selbst tätig, zusammen also zwölf Kräfte. Nehmen wir eine dieser Welten und bezeichnen wir sie mit der Zahl 12 (3 plus 6 plus 3). Da diese Welten einer noch größeren Anzahl von Gesetzen gehorchen und noch weiter vom einzigen Willen des Absoluten entfernt sind, sind sie noch mechanischer. Die Welten, die innerhalb dieser Welten geschaffen werden, werden von vierundzwanzig Kräften gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 3). Die Welten, die wiederum in diesen Welten geschaffen werden, werden durch achtundvierzig Kräfte gelenkt. Die Zahl 48 ergibt sich wie folgt: drei Kräfte aus der Welt, die unmittelbar aus dem Absoluten folgt, sechs aus der nächsten, zwölf aus der nächsten, vierundzwanzig aus der darauffolgenden und drei aus der eigenen Welt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 3), zusammen also achtundvierzig. Welten innerhalb dieser Achtundvierziger-Welten werden durch sechsundneunzig Kräfte gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 48 plus 3). Die Welten der nächsten Ordnung, wenn es welche gibt, werden durch einhundertzweiundneunzig Kräfte gelenkt und so fort. „Wenn wir eine der zahlreichen Welten nehmen, die im Absoluten geschaffen sind, das heißt Welt 3, so wird es eine Welt sein, die die gesamten Stemenwelten ähnlich unserer Milchstraße umfaßt. Wenn wir die Welt 6 nehmen, wird es eine der Welten innerhalb dieser Welten sein, nämlich die Stemhäufung, die wir als Milchstraße bezeichnen. Welt 12 wird eine der Sonnen sein, die die Milchstraße bilden, unsere Sonne. Welt 24 wird die Planetenwelt darstellen, das heißt alle Planeten des Sonnensystems. Welt 48 wird die Erde sein. Welt 96 wäre der Mond. Wenn der Mond einen Satelliten hätte, würde er Welt 192 sein und so fort. „Die Kette der Welten, deren Verbindungsglieder das Absolute, alle Welten, alle Sonnen, unsere Sonne, die Planeten, die Erde und der Mond sind, ergibt den .Schöpfungsstrahl', in dem wir uns befinden. Der Schöpfungsstrahl ist für uns die Welt im weitesten Sinne des Begriffes. Natürlich schließt der Schöpfungsstrahl nicht die Welt im vollen Sinne des Begriffes ein, da das Absolute eine

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Anzahl, vielleicht eine unendliche Zahl verschiedener Welten gebiert, von denen jede mit einem neuen und eigenen Schöpfungsstrahl beginnt. Des weiteren enthält jede dieser Welten eine Anzahl von Welten, die eine weitere Aufteilung des Schöpfungsstrahls darstellen, und von einer von diesen wählen wir eine aus, unsere Milchstraße; die Milchstraße besteht aus einer Zahl von Sonnen, aber von dieser Zahl nehmen wir die Sonne, die uns am nächsten ist, von der wir direkt abhängen und in deren Bereich wir leben, uns bewegen und unser Dasein haben. Jede dieser anderen Sonnen bedeutet eine neue Aufteilung des Strahls, aber wir können diese Strahlen nicht in gleicher Weise wie unseren Strahl untersuchen, nämlich den Strahl, in dem wir uns befinden. Weiterhin steht uns innerhalb unseres Sonnensystems die Planetenwelt näher als die Sonne selbst, und innerhalb der Planetenwelt steht uns die Erde am nächsten, der Planet, auf dem wir leben. Wir brauchen andere Planeten nicht in gleicherweise zu studieren, wie wir die Erde studieren, es genügt, daß wir sie alle zusammen betrachten, das heißt in einem beträchtlich kleinerem Maße, als wir die Erde betrachten. „Die Zahl der Kräfte innerhalb jeder Welt, eins, drei, sechs, zwölf und so fort, zeigt die Zahl der Gesetze an, der die betreffende Welt unterworfen ist. „Je weniger Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto näher steht sie dem Willen des Absoluten; je mehr Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto größer ist die Mechanisiertheit, desto weiter ist sie vom Willen des Absoluten entfernt. Wir leben in einer Welt, die achtundvierzig Gesetzesordnungen untersteht, das heißt sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt liegt und in einer sehr entfernten und dunklen Ecke des Weltalls. „Auf diese Weise hilft uns der Schöpfungsstrahl, unseren Platz in der Welt zu bestimmen und zu erkennen. Aber, wie Sie sehen, sind wir noch nicht zu den Fragen über die Einflüsse gekommen. Um den Unterschied zwischen den Einflüssen der verschiedenen Welten zu verstehen, müssen wir das Gesetz der Drei besser verstehen und dann noch ein anderes Grundgesetz — das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven."

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FÜNFTES KAPITEL
Nehmen wir das dreidimensionale Weltall und betrachten wir die Welt als eine Welt von Stoff und Kraft in der einfachsten und elementarsten Bedeutung dieser Begriffe. Höhere Dimensionen und neue Theorien über Stoff, Raum und Zeit, und ebenso andere Figur 3
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

Sonne

Alle Planeten

Erde Mond

Kategorien zur Erkenntnis der Welt, die in der Wissenschaft un­ bekannt sind, werden wir später besprechen. Im Augenblick ist es notwendig, sich das Weltall in der diagrammatischen Darstellung des .Schöpfungsstrahles' vom Absoluten bis zum Mond vorzustellen. „Der .Schöpfungsstrahl' scheint auf den ersten Blick nur ein sehr elementarer Plan des Weltalls zu sein, aber es wird einem bei

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weiterem Studium klar, daß es mit Hilfe dieses einfachen Planes möglich wird, eine Vielzahl von verschiedenen und gegensätzlichen philosophischen sowohl als auch religiösen und wissenschaftlichen Weltanschauungen in Übereinstimmung zu bringen und aus ihnen ein Ganzes zu formen. Die Idee des Schöpfungsstrahles gehört altem Wissen an, und viele der uns bekannten naiven geozentrischen Weltsysteme sind entweder unzulängliche Darstellungen der Idee des Schöpfungsstrahles oder Verstümmelungen dieser Idee als Folge buchstäblichen Verstehens. Wir bemerken, daß die Idee des Schöpfungsstrahles und sein Wachstum aus dem Absoluten einigen modernen, wenn auch nicht wirklich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen widerspricht. Nehmen wir zum Beispiel die Stufe Sonne, Erde, Mond. Nach der heute üblichen Meinung ist der Mond ein kalter, toter Himmelskörper, der einmal wie die Erde war, das heißt innere Hitze besaß, und noch früher eine geschmolzene Masse wie die Sonne war. Nach der üblichen Meinung war die Erde einmal wie die Sonne, wird langsam kälter und mag früher oder später auch eine gefrorene Masse werden wie der Mond. Gewöhnlich nimmt man an, daß auch die Sonne kälter wird und daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ähnlich wie die Erde und später ähnlich wie der Mond werde. „Zuallererst müssen wir natürlich bemerken, daß diese Ansicht nicht .wissenschaftlich' im strengen Sinne des Begriffs genannt werden kann, da es in der Wissenschaft, das heißt in der Astronomie oder noch besser der Astrophysik, viele verschiedene und widersprechende Hypothesen und Theorien über diesen Gegenstand gibt, von denen keine eine ernst zu nehmende Grundlage hat. Aber diese Ansicht ist die weitverbreitetste und ist die Ansicht des durchschnittlichen modernen Menschen über die Welt, in der wir leben, geworden. „Die Idee des Schöpfungsstrahles und seines Wachstums aus dem Absoluten widerspricht dieser heute allgemein angenommenen Ansicht. „Nach dieser Idee ist der Mond ein noch ungeborener Planet, einer, der sozusagen im Begriff ist, geboren zu werden. Er wird

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langsam warm und wird mit der Zeit (eine günstige Entwicklung des Schöpfungsstrahles vorausgesetzt) wie die Erde werden und einen eigenen Satelliten, einen neuen Mond, haben. Damit wird dem Schöpfungstrahl ein neues Glied hinzugefügt sein. Auch die Erde wird nicht kälter, sondern wird wärmer und kann einmal wie die Sonne werden. Wir beobachten einen solchen Vorgang zum Beispiel im System des Jupiter, der für seine Satelliten eine Sonne darstellt. Wenn wir alles zusammenfassen, was wir zuvor über den Schöpfungsstrahl von Welt l bis Welt 96 gesagt haben, müssen wir hinzufügen, daß die Zahlen, mit denen die Welten bezeichnet werden, die Anzahl der Kräfte oder Gesetzesordnungen anzeigen. welche die in Frage stehende Welt regieren. Im Absoluten gibt es nur eine Kraft und nur ein Gesetz — den einzigen und unabhängigen Willen des Absoluten. In der nächsten Welt gibt es drei Kräfte oder drei Gesetzesordnungen. In der nächsten sind sechs Gesetzesordnungen; in der folgenden zwölf; und so weiter. Auf unserer Welt, das heißt der Erde, wirken achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen wir unterworfen sind und durch die unser ganzes Leben gelenkt wird. Wenn wir auf dem Mond leben würden, dann würden wir sechsundneunzig Gesetzesgruppen unterstehen, das heißt, unser Leben und unsere Tätigkeit würde noch mechanischer sein und wir würden nicht die Möglichkeit haben, aus der Mechanisiertheit zu fliehen, die wir jetzt besitzen. „Wie wir schon gesagt haben, äußert sich der Wille des Absoluten nur in der unmittelbar nächsten Welt, die er innerhalb seiner selbst geschaffen hat, das heißt in Welt 3; der unmittelbare Wille des Absoluten reicht nicht bis zu Welt 6 und äußert sich in ihr nur in Form mechanischer Gesetze. Noch weiter, in den Welten 12, 24, 48 und 96 hat der Wille des Absoluten immer weniger und weniger Möglichkeit, sich zu äußern. Das heißt: in Welt 3 schafft das Absolute sozusagen einen allgemeinen Plan des ganzen übrigen Weltalls, das dann mechanisch weiterentwickelt wird. Der Wille des Absoluten kann sich in den folgenden Welten außerhalb dieses Planes nicht äußern, und wenn er sich in Übereinstimmung mit diesem Plan äußert, nimmt er die Form mechanischer Gesetze

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an. Das bedeutet, wenn das Absolute seinen Willen, sagen wir in unserer Welt, in Widerspruch zu den diese beherrschenden mechanischen Gesetzen äußern wollte, dann müßte es alle Welten, die zwischen ihm und unserer Welt liegen, zerstören. „Die Idee eines Wunders im Sinn einer Übertretung der Gesetze durch den Willen, der sie schuf, steht nicht allein im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand, sondern auch zu der bloßen Idee des Willens selbst. Ein ,Wunder' kann nur die Äußerung von Gesetzen sein, die dem Menschen unbekannt sind oder selten angetroffen werden. Ein Wunder ist die Äußerung der Gesetze einer anderen Welt in dieser Welt. „Auf der Erde sind wir sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt; wir sind von ihm durch achtundvierzig Ordnungen mechanischer Gesetze getrennt. Wenn wir uns von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, dann würden wir uns unter der Herrschaft von nur vierundzwanzig Gesetzen befinden, das heißt den Gesetzen der planetarischen Welt, und dann würden wir dem Absoluten und seinem Willen um eine Stufe näher sein. Wenn wir uns von einer Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, würden wir den Gesetzen der Sonne (zwölf Gesetzen) unterworfen sein und somit wieder dem Absoluten um eine Stufe näher kommen. Wenn wir weiterhin uns wieder von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, wären wir nur den Gesetzen der Stemenwelt unterworfen und nur noch eine Stufe vom unmittelbaren Willen des Absoluten entfernt. „Und es gibt für den Menschen die Möglichkeit, sich allmählich von den mechanischen Gesetzen zu befreien. „Das Studium der achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen der Mensch unterworfen ist, kann nicht abstrakt sein wie das Studium der Astronomie. Man kann sie nur kennenlernen, wenn man sie in sich selbst beobachtet und dadurch, daß man sich von innen befreit. Zu Beginn muß der Mensch einfach verstehen, daß er ganz unnötigerweise lausenden kleinlichen, aber unbequemen Gesetzen unterworfen ist, die für ihn durch andere Leute und ihn selbst geschaffen wurden. Wenn er versucht, sich von ihnen zu befreien,

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wird er sehen, daß er das nicht kann. Lange beharrliche Versuche, sich von ihnen zu befreien, werden ihn von seiner Sklaverei überzeugen. Die Gesetze, denen der Mensch unterworfen ist, können nur studiert werden, indem man mit ihnen ringt, indem man versucht, sich von ihnen zu befreien. Aber viel Wissen ist notwendig, um sich von einem Gesetz zu befreien, ohne ein anderes an seiner Statt zu schaffen. „Die Gesetzesgruppen und ihre Formen unterscheiden sich je nach dem Gesichtspunkt, von dem aus wir den Schöpfungsstrahl betrachten. „In unserem System ist das Ende des Schöpfungsstrahls, sozusagen das wachsende Ende des Zweiges, der Mond. Die Kraft für das Wachstum, das heißt für die Entwicklung des Mondes und die Schaffung von neuen Schößlingen, geht von der Erde zum Mond, wo sie durch die gemeinsame Tätigkeit der Sonne, aller anderen Planeten des Sonnensystems und der Erde selbst erzeugt wird. Diese Energie wird in einem großen Akkumulator auf der Oberfläche der Erde gesammelt und aufbewahrt. Dieser Akkumulator ist das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden ernährt den Mond. Alles, was auf der Erde lebt, Menschen, Tiere, Pflanzen, bildet die Nahrung für den Mond. Der Mond ist ein gewaltiges Lebewesen, das sich von all dem, was auf Erden lebt und wächst, ernährt. Ohne das organische Leben auf Erden könnte der Mond nicht bestehen, genau so wenig wie das organische Leben auf Erden ohne den Mond bestehen könnte. Weiterhin ist der Mond für das organische Leben ein gewaltiger Elektromagnet. Wenn die Tätigkeit des Elektromagneten zu einem plötzlichen Stillstand käme, würde das organische Leben zu nichts zerfallen. „Der Vorgang des Wachstums und der Erwärmung des Mondes hängt mit Leben und Tod auf der Erde zusammen. Alles was lebt gibt bei seinem Tode ein gewisses Quantum Energie frei, die es .belebt' hat; diese Energie oder die .Seelen* aller Lebewesen — Pflanzen, Tiere und Menschen — wird vom Mond wie durch einen gewaltigen Elektromagnet angezogen und bringt ihm die Wärme und das Leben, von denen sein Wachstum, das heißt das Wachstum

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äußersten Rand'. er ist die . Der Mond ist die hauptsächliche oder besser die nächste. die ihre Arbeit auf einer Ebene vollbracht hat. Im Haushalt des Weltalls geht nichts verloren. „Die Seelen. Wenn wir in uns Bewußtsein und Willen entwickeln und unser mechanisches Leben und alle unsere mechanischen Äußerungen ihnen unterwerfen. abhängt. wenn er sich für andere opfert. alle Selbstaufopferung. am Ende der Welt. tut dies auch der Mond. geht zu einer anderen über. ist ihm unterworfen. Tieren und Pflanzen sind vom Mond abhängig und werden vom Mond regiert. „Die Befreiung. unter den Bedingungen des mineralischen Lebens oder. Alle Bewegungen.äußere Dunkelheit' der christlichen Lehre. den Bedingungen. dann tut dies der Mond. hängt ganz vom Einfluß des großen Elektromagneten ab. um es anders auszudrücken. aus denen es.wo nur Heulen und Zähneknirschen sein wird'. und eine bestimmte Kraft. so können wir der Macht des Mondes entrinnen. der ihr die Lebenskraft aussaugt. welche die Erdkugel bedeckt. alle Verbrechen. finden sich dort unter sechsundneunzig Gesetzen.des Schöpfungsstrahls. abgesehen von einer allgemeinen Entwicklung. sich dem Einfluß des Mondes nicht entziehen. die mit dem Wachstum der geistigen Kräfte und Fähigkeiten kommt. 123 . Alle seine Bewegungen und folglich auch alle seine Handlungen werden vom Mond geleitet. Unter gewöhnlichen Lebensbedingungen kann der Mensch. Der mechanische Teil unseres Lebens hängt vom Monde ab. alle heroischen Unternehmungen wie auch alle Handlungen des gewöhnlichen täglichen Lebens werden vom Mond gelenkt. kein Entkommen gibt. bedeutet Befreiung vom Mond. „Der Einfluß des Mondes auf alles Lebende zeigt sich in allen Geschehnissen auf Erden. wie jedes andere lebende Wesen. Der Mond ist am . . die unmittelbare Bewegkraft all dessen. die zum Mond gehen und sogar vielleicht ein gewisses Maß von Bewußtsein und Gedächtnis besitzen. Handlungen und Äußerungen von Menschen. Alle Übeltaten. Die empfindliche dünne Schicht organischen Lebens. in unermeßlich langen planetarischen Zeiträumen. was im organischen Leben auf Erden vorgeht. Wenn ein Mensch einen anderen tötet.

und die Stofflichkeit der Erde ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit des Mondes. mit der wir uns vertraut machen müssen.alle Planeten'. .Stofflichkeit' ist ebenso relativ wie alles andere. ist die Stofflichkeit des Weltalls. was sich auf die Welt bezieht. Die ganze Physik. was sich auf die Welt bezieht.alle Planeten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit der Erde. Und es ist wahr. Falschheit und so weiter —. Der Schöpfungsstrahl schafft sieben verschiedene Ebenen in der Welt. Wenn das Absolute Gott ist. sich auch in verschiedene Kategorien gliedert. daß Gott gewogen und gemessen werden kann. Diese Idee ist vorerst schwierig zu begreifen.berechnet' und in Form einer bestimmten Formel ausgedrückt werden kann. wird auch in sieben Kategorien eingeteilt. Und die verschiedenen Grade der Stofflichkeit hängen direkt von den Qualitäten und Eigenschaften der an einem bestimmten Ort geäußerten Energie ab. Die Stofflichkeit von . in verschiedene Kategorien gegliedert wird (Mensch Nummer eins. Astrophysik.alle Sonnen' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit unserer Sonne. „Aber der Begriff .„Die nächste Vorstellung. Die Stofflichkeit von . aber die Stofflichkeit ist verschieden. Die Stofflichkeit von . dann werden wir leicht verstehen. eine Kategorie innerhalb der anderen. wie der Begriff . Chemie.alle Welten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . das wir in Form des Schöpfungsstrahls betrachten. den Stoff überall für das gleiche zu halten.Mensch' und alles. Die Stofflichkeit unserer Sonne ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . in seine Bestandteile aufgelöst. Mensch Nummer zwei und so weiter). daß der Begriff . 124 . Wahrheit. Böse. daß der Stoff überall der gleiche ist. Alles. dann heißt dies. sieben Welten. solche Methoden wie die Spektralanalyse und so fort beruhen auf dieser Annahme.alle Welten'. was sich auf ihn bezieht — Gut. Man ist gewöhnt. Alles in diesem Weltall kann gewogen und gemessen werden.Welt' und alles. eine innerhalb der anderen. Die Stofflichkeit des Absoluten ist einestofflichkeit anderer Ordnung als die von. Das Absolute ist ebenso stofflich wägbar und meßbar wie der Mond oder der Mensch. Wenn wir uns ins Gedächtnis rufen.alle Sonnen'.

wo alles eins ist. In der nächsten Welt sind die Schwingungen langsamer und der Stoff dichter. Alle diese Wandlungen können als Ergebnis von Schwingungen oder Wellenbewegungen betrachtet werden. „Man kann den . das heißt der Welt 3.Konstante' bezeichnen wir das Stoffliche. „Im Absoluten sind die Schwingungen am schnellsten und ist der Stoff am wenigsten dicht. „Von diesem Gesichtspunkt aus besteht also die Welt aus Schwingungen und Stoff oder aus Stoff im Zustande der Schwingung. sind dreimal so groß und dreimal so schwer. die nur auf der entsprechenden Ebene unteilbar sind. sondern als Eigenschaften oder Kennzeichen der von uns beobachteten Erscheinungswelt. zusammenstoßen und miteinander verschmelzen. bis sie dann am Ende des Schöpfungsstrahls aufhören. und dann wird der Stoff noch dichter und die Schwingungen entsprechend langsamer.Atomen' bestehend ansehen. Aber in dieser Verbindung werden Stoff und Kraft nicht als wirkliche Prinzipien der Welt selbst genommen. Um mit dem Studium des Weltalls zu beginnen. die im Mittelpunkt beginnen. Nur die Atome des Absoluten sind wirklich unteilbar. Das heißt nicht. wie wir sie durch unmittelbare Beobachtung mit unseren Sinnesorganen gewinnen. genügt eine elementare Vorstellung von Kraft und Stoff.Wandlungen' im Zustand des . Im Absoluten. Die Atome werden auch in diesem Zusammenhang als Ergebnis der endgültigen Stoff teilung betrachtet. daß man eine dualistische Weltanschauung haben müsse. und .„Stoff oder Substanz setzen notwendig das Bestehen von Kraft oder Energie voraus. Die Begriffe von Kraft und Stoff sind genau so relativ wie alles andere. die Atome der nächsten Ebene. Das Maß der Schwingungen steht im umgekehrten Verhältnis zur Dichte des Stoffes. bestehen aus drei Atomen des Absoluten oder. und 125 . In jeder Stoff Ordnung sind sie einfach gewisse Teilchen des jeweiligen Stoffes. und von dort aus nach allen Richtungen gehen. das beißt im Absoluten.Konstanten' oder des Stoffes bezeichnen wir als Äußerung von Kraft oder Energie.Stoff als aus . Als . aus schwingendem Stoff. den Stoff. in anderen Worten. sind auch Kraft und Stoff eins. sich überkreuzen.

Die Stofflichkeit des Mondes ist von der Stofflichkeit der Erde verschieden. Seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. Ein Atom der Welt 6 besteht aus sechs Atomen des Absoluten. ist entsprechend dichter. beziehungsweise sechsundneunzig.alle Sonnen' Ein A t o m der Sonne Ein A t o m v o n .alle Welten' E i n A t o m v o n .alle Planeten' Ein Atom der Erd« Ein Atom des Mondes „Die sieben Welten des Schöpfungsstrahls stellen sieben stoffliche Ordnungen dar. der aus solchen Atomen besteht. ein Atom bilden. Figur 4 Ein Atom des Absoluten Ein Atom von . Das Atom der nächsten Welt besteht aus zwölf ursprünglichen Teilchen und die der nächsten Welten aus vierundzwanzig. achtundvierzig. Das Atom der Welt 96 hat im Vergleich zum Atom der Welt l eine enorme Größe. die.ihre Bewegungen sind entsprechend langsamer. seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. und der Stoff. die Stofflichkeit der Erde ist von der 126 . miteinander verschmolzen.

um vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt unserer Physik und Chemie aus als Stoff betrachtet zu werden. aber unsere gewöhnliche Auffassung von Stofflichkeit erfaßt kaum die Stofflichkeit der Welten 96 und 48. Aber auf jeder Ebene. die Nahrung. flüssig. das heißt Elektrizität. Weitere Abstufungen von Stoff sind: strahlende Energie. „Ein Stoff. aus denen unsere Häuser gebaut sind. das Wasser. wird gemäß seiner Dichte in verschiedene Aggregatzustände eingeteilt: fest. in jeder Stofflichkeitsordnung. Es ist nicht nötig. wie ich schon sagte. sind nicht in Schichten getrennt. unser eigener Körper — alles wird von allen im Weltall bestehenden Stoffen durchdrungen. das heißt. Wasser wiederum mit Gas durchdrungen werden. ein solcher Stoff ist praktisch nur hypothetisch. sondern gemischt oder besser ineinander verwoben. die zu den verschiedenen Ordnungen des Weltalls gehören. der für uns verständliche Kennzeichen von Stofflichkeit besitzt.Stofflichkeit der Planetenwelt verschieden. Licht. Magnetismus und so weiter. Wir können uns eine Vorstellung von der Verwobenheit von Stoffen verschiedener Dichtigkeiten dadurch machen. der Stoff einer höheren Ebene ist für niedere Ebenen überhaupt nicht stofflich. die wir essen. können ähnliche Beziehungen und Gliederungen der verschiedenen Zustände eines bestimmten Stoff es'gefunden werden. Ein Stück Holz kann mit Wasser durchtränkt. Alle diese Stoffe. Genau dasselbe kann zwischen den verschiedenen Stoffarten im ganzen Weltall beobachtet werden: die feineren Stoffe durchdringen die gröberen. die Steine. der uns umgibt. „Aller Stoff der Welt. aber. Der Stoff der Welt 24 ist zu verdünnt. die Luft. die wir atmen. gasförmig. die Sonne zu studieren oder zu unter- 127 . das wir trinken. die Stofflichkeit der Planetenwelt ist von der Stofflichkeit der Sonne verschieden und so fort. „So haben wir anstatt eines Stoffbegriffes sieben Arten von Stoff. Der noch feinere Stoff der Welt 12 hat für die gewöhnliche Untersuchung überhaupt keine Kennzeichen der Stofflichkeit. daß wir die Durchdringung eines Stoffes durch einen Stoff von anderer uns bekannter Dichtigkeit betrachten.

„Wie schon gesagt wurde. unter verschiedenen Bedingungen. Vom kosmischen Gesichtspunkt ist die Erde ein sehr schlechter Platz — wie der entlegenste Teil von Nordsibirien. Ein unentwickelter Mensch. führt uns zum Studium der Relativität. im Leben wie in der Arbeit muß alles erkämpft werden.suchen. Im Leben 128 . genau wie wir beim Studium der Welt den Menschen studieren können. das heißt. „Die Idee der Relativität nimmt einen sehr wichtigen Platz in dieser Lehre ein.Menschen' im vollen Sinne des Wortes nehmen. „Aber eine vollständige Parallele zwischen Mensch und Welt kann nur dann gezogen werden. kann nicht als vollständiges Bild oder als vollständiger Plan des Weltalls betrachtet werden — er ist eine unfertige Welt. Aber dieselben Gesetze bringen in verschiedenen Welten. es ist kalt. In ihm sind alle Stoffe. ein Mensch. verschiedene Erscheinungen hervor. das heißt. zu verstehen. Die Gesetze sind überall und auf allen Ebenen die gleichen. muß das Selbst-Studium mit dem Studium der Grundgesetze des Weltalls Hand in Hand gehen. der seine Evolution noch nicht beendet hat. die gleichen Kräfte. das Leben ist sehr hart. kann hier nur durch harte Arbeit erlangt werden. die auf der Erde wirken. aus denen das Weltall besteht. und wir werden später noch auf sie zurückkommen. um den Stoff der Sonnenwelt zu erforschen: dieser Stoff besteht in uns selbst und ist das Ergebnis der Teilung unserer Atome. die das Leben des Weltalls lenken. arbeiten auch in ihm. Das Studium der Beziehungen der Gesetze zu den Ebenen. In gleicher Weise haben wir in uns die Stoffe aller anderen Welten.Miniaturweltall'. die Relativität jeder Sache und jeder Äußerung^ nach dem Ort. wenn wir den . auf denen sie wirken. Der Mensch ist im vollen Sinne des Wortes ein . den diese in der kosmischen Ordnung einnehmen. Alles. einen Menschen. weit von überall entfernt. Aber vor allem anderen ist es notwendig. die gleichen Gesetze. was anderswo von selbst entsteht oder leicht erreicht wird. „Wir sind auf der Erde und hängen vollständig von den Gesetzen ab. darum können wir beim Studium des Menschen die ganze Welt studieren. in dem alle ihm innewohnenden Kräfte entwickelt sind.

wenn wir vom Stoff sprechen. soweit sie eine gesonderte Funktion hat. Die Erkenntnis dieses Gesetzes in irgendeinem Bereich enthüllt viel Neues. selbst eine zusammengesetzte. Nehmen wir zum Beispiel die Chemie. Die besondere Chemie. die den Stoff unter Einschluß seiner kosmischen Eigenschaften studiert. welche durch die Kraft bedingt wird. wenn sich in einem gegebenen Augenblick keine Kraft durch sie äußert oder wenn sie zu den Äußerungen der Kräfte nicht in Beziehung gesetzt wird. und sie untersucht den Stoff. „Wenden wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Gesetz der Drei. Nur auf diese Weise ist es möglich. was wir tun und in allem. da alle zusammengesetzten Verbindungen ihren eigenen kosmischen Zweck und ihre eigene Bedeutung haben. wenn Sie wollen. daß wir. Selbst am gleichen Ort unterliegt die Natur einer bestimmten Substanz einer großen Veränderung. Und es kann weder die erste noch die zweite noch die dritte sein. Von diesem Gesichtspunkt aus 129 . ohne seine kosmischen Eigenschaften in Betracht zu ziehen. als ein Element. Wir müssen lernen in allem. viel. von der ich rede. passiv oder neutralisierend werden. die im Augenblick in ihnen wirkt. ohne etwas zu tun. Aber in der Arbeit geschieht nichts dergleichen. Jede Substanz kann zum Leiter einer der drei Kräfte und dementsprechend aktiv. nicht chemische Elemente meinen. was wir vorher nicht sahen. betrachtet jede Substanz. werden die kosmischen Eigenschaften jeder Substanz erstlich durch ihren Ort bestimmt und zweitens durch die Kraft. In diesem Zusammenhang müssen wir bemerken. die Äußerungen dieses Gesetzes zu erkennen. Wie wir schon gesagt haben. was wir studieren. Alle sind gleich und alle sind gleicherweise Bettler. Demnach erscheint jede Substanz gleichsam in vier verschiedenen Aspekten oder Zuständen. Aber neben der gewöhnlichen Chemie gibt es eine andere. daß ein Mensch eine Erbschaft macht und dann leben kann.kommt es noch manchmal vor. die sich durch sie äußert. Die gewöhnliche Wissenschaft kennt das Gesetz der Drei nicht. die kosmischen Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen. besondere Chemie oder Alchimie.

ist ein Atom einer bestimmten Substanz die kleinste Menge dieser Substanz, in der alle chemischen, physischen und kosmischen Eigenschaften enthalten sind. Infolgedessen ist die Größe eines ,Atoms' der verschiedenen Substanzen nicht die gleiche. Und in manchen Fällen kann ein .Atom' sogar ein Teilchen sein, das mit bloßem Auge gesehen werden kann. „Die vier Aspekte oder Zustände jeder Substanz haben verschiedene Namen. „Wenn eine Substanz zum Leiter der ersten oder aktiven Kraft wird, nennt man sie .Kohlenstoff, und sie wird gleich dem Kohlenstoff der Chemie durch den Buchstaben C bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der zweiten oder passiven Kraft wird, nennt man sie .Sauerstoff, und gleich dem Sauerstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben 0 bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der dritten oder neutralisierenden Kra^ wird, nennt man sie .Stickstoff, und wie der Stickstoff in der Chemie wird sie mit dem Buchstaben N bezeichnet. „Eine Substanz ohne Bezug auf die Kraft, die durch sie wirkt, nennt man .Wasserstoff, und wie der Wasserstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben H bezeichnet. „Die aktive, passive und neutralisierende Kraft werden durch die Ziffern l, 2, 3 und die Substanzen durch die Buchstaben C, 0, N und H bezeichnet. Diese Bezeichnungen müssen verstanden werden." „Entsprechen diese vier Elemente den alten alchimistischen Elementen Feuer, Lu^, Wasser und Erde?" fragte einer von uns. „Ja, sie entsprechen ihnen", sagte G-, „aber wir werden diese benützen. Sie werden später verstehen, warum." Was ich hörte, interessierte mich sehr, denn es verband G.'s System mit dem System des Tarot, den ich einmal für einen möglichen Schlüssel zu verborgenem Wissen gehalten hatte. Weiterhin zeigte es mir eine Beziehung von drei zu vier, die mir neu war und die ich aus dem Tarot noch nicht hatte verstehen können. Der Tarot ist endgültig auf dem Gesetz von vier Prinzipien aufgebaut. Bisher hatte G. nur vom Gesetz der drei Prinzipien gesprochen. Aber nun

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sah ich, wie sich die drei in vier verwandelten und verstand die Notwendigkeit für diese Teilung, solange die Teilung in Kraft und Stoff für unsere unmittelbare Beobachtung besteht. „Drei" bezog sich auf Kraft und „vier" auf Stoff. Die weitere Bedeutung dieses Sachverhaltes blieb natürlich für mich noch dunkel, aber selbst das wenige, das G. sagte, versprach viel für die Zukunft. Femer interessierten mich sehr die Namen dieser Elemente: „Kohlenstoff^', „Sauerstoff^', „Stickstoff^' und „Wasserstoff^'. Ich muß hier bemerken, daß G., obwohl er ganz bestimmt versprochen hatte, genau zu erklären, warum diese und nicht andere Bezeichnungen gewählt wurden, dies nie tat. Später werde ich noch einmal auf diese Bezeichnungen zurückkommen. Versuche, den Ursprung dieser Bezeichnungen festzustellen, erklärten mir vieles bezüglich seines ganzen Systems und dessen Geschichte. Bei einer Versammlung, zu der eine ziemlich große Anzahl neuer Leute eingeladen war, die G. noch nicht früher gehört hatten, fragte man ihn: „Ist der Mensch unsterblich oder nicht?" „Ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten", sagte G. „Aber ich warne Sie, daß dies nicht vollständig mit dem üblichen Wissenstoff und in der üblichen Sprache möglich ist. „Sie fragen, ob der Mensch unsterblich sei oder nicht. „Ich antworte: sowohl ja als auch nein. „Diese Frage hat viele verschiedene Seiten. Erstens, was heißt überhaupt unsterblich? Sprechen Sie von absoluter Unsterblichkeit oder geben Sie verschiedene Grade zu? Wenn zum Beispiel nach dem leiblichen Tod etwas übrigbleibt, was für einige Zeit lebt und sein Bewußtsein bewahrt, kann dies Unsterblichkeit genannt werden oder nicht? Oder sagen wir es anders: ein wie langer Zeitraum solcher Existenz ist notwendig, um die Bezeichnung Unsterblichkeit zu verdienen? Ferner: schließt diese Frage die Möglichkeit verschiedener .Unsterblichkeiten' für verschiedene Menschen ein? Und es gibt noch viele andere Fragen. Ich sage Ihnen dies nur, um Ihnen zu zeigen, wie unbestimmt diese Fragen sind und wie leicht solche Worte wie .Unsterblichkeit' zu Täuschungen führen können. Tat-

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sächlich ist nichts unsterblich, sogar Gott ist sterblich. Zwischen Mensch und Gott besteht ein großer Unterschied, und Gott ist natürlich auf andere Weise sterblich als der Mensch. Es wäre viel besser, wenn wir an Stelle des Wortes .Unsterblichkeit' den Ausdruck ,Dasem nach dem Tod' setzen würden. Darauf will ich Ihnen antworten, daß der Mensch die Möglichkeit eines Daseins nach dem Tod hat. Aber Möglichkeit ist eine Sache und die Verwirklichung der Möglichkeit eine ganz andere. „Wir wollen nun betrachten, wovon diese Möglichkeit abhängt und was ihre Verwirklichung bedeutet." Dänach wiederholte G. kurz alles, was früher über die Struktur von Mensch und Welt gesagt worden war. Er zeichnete ein Diagramm des Schöpfungsstrahles und das Diagramm der vier Körper des Menschen [siehe Figuren l und 3]. Aber bezüglich der Körper des Menschen fügte er ein neues Detail hinzu. Er verwendete wieder den östlichen Vergleich des Menschen mit Wagen, Pferd, Kutscher und Herr und zeichnete das Diagramm mit einem Zusatz, der vorher nicht da war. „Der Mensch ist eine mannigfaltige Organisation", sagte er, „die aus vier Teilen besteht, die miteinander verbunden oder unverbunden oder schlecht verbunden sein können. Der Wagen ist mit dem Pferd durch die Deichsel verbunden, das Pferd ist mit dem Kutscher durch die Zügel verbunden und der Kutscher ist mit dem Herrn durch die Stimme des Herrn verbunden. Aber der Kutscher muß die Stimme seines Herrn hören und verstehen. Er muß fahren können, und das Pferd muß gelernt haben, den Zügeln zu gehorchen. In Bezug auf Pferd und Wagen muß das Pferd richtig angeschirrt sein. So gibt es drei Verbindungsglieder zwischen den vier Teilen dieser komplexen Organisation [siehe Figur 5 b]. Wenn etwas in einem dieser Verbindungsglieder fehlt, kann die Organisation nicht als ein einziges Ganzes handeln. Die Verbindungsglieder sind infolgedessen nicht weniger wichtig als die tatsächlichen .Körper'. Wenn ein Mensch an sich arbeitet, muß er gleichzeitig an den .Körpern' und an den .Verbindungsgliedern' arbeiten. Aber es ist eine verschiedene Arbeit.

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„Die Arbeit an sich selbst muß mit dem Kutscher beginnen. Der Kutscher ist das Denken. Um seines Herrn Stimme zu hören, darf der Kutscher vor allem nicht schlafen, das heißt, er muß aufwachen. Dann ist es möglich, daß der Herr eine Sprache spricht, die der Kutscher nicht versteht. Der Kutscher muß diese Sprache lernen. Wenn er sie gelernt hat, wird er den Herrn verstehen. Aber gleichzeitig damit muß er lernen, das Pferd zu kutschieren, es richtig an den Wagen anzuschirren, es zu füttern und den Wagen zu reinigen und ihn in Ordnung zu halten — denn was wäre der Nutzen seines Verständnisses der Worte des Herrn, wenn er nicht in der Lage wäre, irgend etwas zu tun. Der Herr heißt ihn irgendwohin fahren. Aber er kann sich nicht bewegen, weil das Pferd kein Futter gehabt hat, nicht angeschirrt ist und er nicht weiß, wo die Zügel sind. Das Pferd sind unsere Gefühle, der Wagen ist der Körper, das Denken muß lernen, die Gefühle zu beherrschen. Die Gefühle ziehen immer den Körper mit sich. Das ist die Ordnung, in der die Arbeit an sich selbst verlaufen muß. Aber denken wir daran, daß die Arbeit an den .Körpern', das heißt an Kutscher, Pferd und Wagen eine Sache ist. Und Arbeit an den .Verbindungsgliedern' —, das heißt, am Verständnis des Kutschers, das ihn mit seinem Herrn verbindet; an den .Zügeln', die ihn mit dem Pferd verbinden; und an .Deichsei' und ,Geschirr', die Pferd und Wagen verbinden — ist eine ganz andere Sache. „Manchmal geschieht es, daß die Körper ganz gut in Ordnung sind, daß aber die .Verbindungsglieder' nicht arbeiten. Was ist dann der Nutzen der ganzen Organisation? Genau wie im Fall unentwickelter Körper wird dann die ganze Organisation unvermeidlich von unten gelenkt, das heißt, nicht durch den Willen des Herrn, sondern durch Zufall. „In einem Menschen mit zwei Körpern ist der zweite Körper nur in Beziehung zum physischen Körper tätig; das heißt, daß das Bewußtsein im .Astralkörper' die Macht über den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den .Astralkörper' und ein Minus über den physischen [siehe Figur 5 c].

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„In einem Menschen mit drei Körpern ist der dritte oder .Mcntalkörper' aktiv gegenüber dem .Astralkörper' und dem physischen Körper. Dies bedeutet, daß das Bewußtsein im .Mentalkörper' volle Herrschaft über den .Astralleib' und über den physischen Leib hat." G. machte ein Plus über den .Mentalkörper' und ein Minus über den ,Astral'- und physischen Körper, die er durch eine Klammer miteinander verbunden hatte. „In einem Menschen mit vier Körpern ist der vierte Körper aktiv. Das bedeutet, daß das Bewußtsein im vierten Körper vollständige Macht über den .mentalen', den .astralen' und den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den vierten Körper und ein Minus über die anderen drei durch Klammer miteinander verbundenen Körper [siehe Figur 5 c]. „Wie Sie sehen", sagte er, „gibt es vier vollständig verschiedene Fälle. In einem Fall werden alle Funktionen durch den physischen Körper gelenkt [siehe Figur 5 a]. Er ist aktiv; in Beziehung zu ihm ist alles andere passiv. In einem anderen Fall hat der zweite Körper die Macht über den physischen. Im dritten Fall hat der .mentale' Körper die Macht über den .astralen' und den physischen. Und im vierten Fall hat der vierte Körper die Macht über die ersten drei. Wir haben früher gesehen, daß in einem Menschen, der nur einen physischen Körper hat, genau das gleiche Verhältnis zwischen; seinen verschiedenen Funktionen möglich ist. Die physischen Funk-fi tionen können Gefühl, Gedanke und Bewußtsein lenken. Das Fühlen-; kann die physischen Funktionen lenken, das Denken kann physische Funktionen und Gefühl lenken. Und das Bewußtsem kann physische Funktionen, Gefühl und Denken lenken. „In einem Menschen von zwei, drei oder vier Körpern lebt der aktivste Körper am längsten, das heißt, im Verhältnis zu den niederen Körpern ist er .unsterblich'." Er zeichnete erneut das Diagramm vom Schöpfungsstrahl, und an den Platz der Erde setzte er den physischen Korper des Menschen-

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„Das ist ein gewöhnlicher Mensch", sagte er, „Mensch Nummer eins, zwei, drei und vier. Er hat nur den physischen Körper. Der physische Körper stirbt und nichts bleibt von ihm übrig. Der physische Körper ist aus irdischen Stoffen zusammengesetzt, und beim Tode wird er wieder zu Erde. Er ist Staub und wird wieder zu Staub. Es ist unmöglich, von irgendeiner Art .Unsterblichkeit' in Bezug auf einen solchen Menschen zu sprechen. Aber wenn ein Figur 5

Mensch den zweiten Körper hat (er zeichnete den zweiten Körper auf dem Diagramm parallel zu den Planeten), ist dieser zweite Körper aus dem Stoff der Planetenwelt geschaffen und kann den Tod des physischen Körpers überdauern. Er ist nicht unsterblich im vollen Sinne des Wortes, weil nach einer gewissen Zeit auch er stirbt. Aber auf je'den Fall stirbt er nicht mit dem physischen Körper.

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„Wenn ein Mensch den dritten Körper hat (er setzte den dritten Körper auf dem Diagramm der Sonne parallel), besteht er aus Sonnenstoff und kann auch nach dem Tode des .Astralkörpers' bestehen. „Der vierte Körper besteht aus dem Stoff der Sternenwelt, das heißt aus Stoff, der nicht zum Sonnensystem gehört, und deswegen kann nichts innerhalb dieses Systems ihn zerstören, wenn er innerhalb der Grenzen des Sonnensystems kristallisiert ist. Das bedeutet, daß ein Mensch im Besitz des vierten Körpers unsterblich innerhalb der Grenzen des Sonnensystems ist [siehe Figur 6]. „Sie sehen jetzt, warum es unmöglich ist, die Frage: ,Ist ein Mensch unsterblich oder nicht'? sofort zu beantworten. Einer ist unsterblich, ein anderer ist es nicht, ein dritter versucht es zu werden, ein vierter hält sich für unsterblich und ist dabei nichts als ein Fleischklumpen." Als G. nach Moskau ging, kam unsere dauernde Gruppe auch ohne ihn zusammen. Ich habe verschiedene Gespräche unserer Gruppe im Gedächtnis behalten, die zu dem, was wir kürzlich von G. gehört hatten, in Beziehung standen. Wir führten viele Gespräche über die Idee des Wunders und über die Tatsache, daß das Absolute seinen Willen in unserer Welt nicht äußern kann und daß dieser Wille nur in Form mechanischer Gesetze wirkt und diese Gesetze nicht verletzen kann. Ich erinnere mich nicht mehr, wer sich als erster an eine wohlbekannte, wenn auch nicht sehr respektvolle Schulgeschichte erinnerte, in der wir sofort eine Illustration dieses Gesetzes sahen. Die Geschichte handelt von einem überalterten Studenten eines Seminars, der bei einer Endprüfung die Idee von Gottes Allmacht nicht versteht. „Nun, geben Sie mir ein Beispiel von etwas, was Gott nicht tun kann", sagte der prüfende Bischof. „Dazu brauche ich nicht lange, Eminenz", antwortete der Seminarist. „Jeder weiß, daß der Herrgott selbst das Trumpf-As nicht mit einer normalen Zwei trumpfen kann."

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Nichts konnte klarer sein. In dieser dummen Geschichte lag mehr Sinn als in tausend theologischen Abhandlungen. Die Gesetze eines Spiels machen sein Wesen aus. Eine Verletzung dieser Gesetze würde das ganze Spiel vernichten. Das Absolute kann ebensowenig in unser Leben eingreifen und andere Ergebnisse an die Stelle der natürlichen von uns geschaffenen Ursachen oder zufällig entstehenden Ergebnissen Figur 6
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

(Vierter

Korper 6 Gesetze)

Sonne

(Mentaler Körper 12 Gesetze) (Astraler Körper 24 Gesetze); (Physischer Körper 48 Gesetze)

Alle Planeten

Erde
Mond

setzen, als es das Trumpf-As mit der Zwei schlagen kann. Turgenjeff hat irgendwo geschrieben, daß alle gewöhnlichen Gebete auf ein einziges zurückgeführt werden könnten: „Herr, mach, daß zwei mal zwei nicht vier gibt." Das ist das gleiche, wie das TrumpfAs des Seminaristen. Ein anderes Gespräch war über den Mond und seine Beziehung zum organischen Leben auf Erden. Und wieder fand einer von unserer Gruppe ein sehr gutes Beispiel, das die Beziehung des Mondes zum organischen Leben zeigte.

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Der Mond ist das Gewicht an einer Uhr. Das organische Leben ist der Uhrmechanismus, der durch das Gewicht in Bewegung gesetzt wird. Die Schwere des Gewichts, der Zug der Kette am Zahnrad setzt die Räder und Zeiger der Uhr in Bewegung. Wenn das Gewicht weggenommen wird, dann werden alle Bewegungen im Mechanismus der Uhr sofort zum Stillstand gebracht. Der Mond ist ein gewaltiges Gewicht, das am organischen Leben hängt und es dadurch in Bewegung setzt. Was auch immer wir tun mögen, ob es gut oder schlecht, klug oder dumm ist, all die Bewegungen der Räder und Zeiger unseres Organismus hängen von diesem Gewicht ab, das dauernd seinen Druck auf uns ausübt. Ich personlich war sehr an der Frage der Relativität in Verbindung mit dem Platz, das heißt, dem Standort in der Welt interessiert. Ich war schon vor langer Zeit auf die Idee einer Relativität gekommen, die aus der Wechselbeziehung von Größen und Geschwindigkeiten herrührt. Aber die Idee des Platzes in der kosmischen Ordnung war sowohl mir als auch allen anderen ganz neu. Darum erschien es mir sehr seltsam, als ich einige Zeit danach zur Überzeugung gelangte, daß es dieselbe Sache sei, in anderen Worten, daß Größe und Geschwindigkeit den Platz bestimmten und der Platz wiederum Größe und Geschwindigkeit. Ich erinnere mich noch an ein anderes Gespräch während der gleichen Periode. Jemand fragte G. über die Möglichkeit einer Universalsprache — in welchem Zusammenhang, erinnere ich mich nicht mehr. ' „Eine Universalsprache ist möglich", sagte G., „nur werden die Menschen sie nie erfinden." „Warum nicht?" fragte einer von uns. „Erstens, weil sie schon vor langer Zeit erfunden worden ist", antwortete G., „und zweitens, weil das Verständnis dieser Sprache und die Ausdrucksfähigkeit nicht nur von ihrer Kenntnis abhängen, sondern auch vom Sein. Ich will sogar noch mehr sagen. Es gibt nicht eine, sondern drei Universalsprachen. Die erste kann man sprechen und schreiben, während man in den Grenzen seiner

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eigenen Sprache bleibt. Der einzige Unterschied ist, daß, wenn Menschen in ihrer gewöhnlichen Sprache sprechen, sie einander nicht verstehen, während sie aber in dieser Sprache einander verstehen. In der zweiten Sprache ist die geschriebene Sprache die gleiche für alle Völker, sozusagen wie Zahlen oder mathematische Formeln; aber die Leute sprechen immer noch ihre eigene Sprache, trotzdem versteht jeder den anderen, wenn er auch in einer unbekannten Sprache redet. Die dritte Sprache ist die gleiche für alle, sowohl im Wort als auch in der Schrift. Die Sprachverschiedenheiten verschwinden überhaupt auf dieser Stufe." „Ist das nicht das gleiche, was in den Apostelbriefen als die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel beschrieben wurde, als sie verschiedene Sprachen zu verstehen begannen?" fragte jemand. Ich bemerkte, daß solche Fragen G. immer ärgerten. „Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei", sagte er. Bei einer anderen Gelegenheit führte eine günstige Frage zu neuen und unerwarteten Erklärungen. Jemand fragte ihn bei einer Gelegenheit während eines Gesprächs, ob irgend etwas Wirkliches und Richtunggebendes in den Lehren und Riten der bestehenden Religionen zu finden sei. „Ja und nein", sagte G. „Stellen wir uns vor, wir sitzen hier und sprechen über die Religion, und das Dienstmädchen Mascha hört unsere Unterhaltung. Natürlich versteht sie es auf ihre eigene Weise und wiederholt dem Diener Iwan, was sie verstanden hat. Der Diener Iwan versteht es wieder auf seine eigene Weise und wiederholt das, was er verstanden hat, dem Kutscher Peter im Nebenhaus. Der Kutscher Peter geht aufs Land und erzählt im Dorf, worüber die Stadtmenschen reden. Glauben Sie, daß seine Erzählungen überhaupt dem ähneln werden, was wir sagten? Dies ist genau die Beziehung zwischen den bestehenden Religionen und dem, was ihre Grundlage war. Sie erhalten Lehren, Traditionen, Gebete, Riten nicht aus fünfter, sondern aus fünfundzwanzigster Hand, und dann ist natürlich alles so verstümmelt, daß es nicht mehr zu erkennen und alles Wesentliche schon längst vergessen ist.

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Zum Beispiel spielt in allen Glaubensformen die Überlieferung des Abendmahles Christi und seiner Jünger eine große Rolle. Liturgien und eine ganze Reihe Dogmen, Riten und Sakramente beruhen darauf. Dies war der Grund für Schismen, für die Trennung von Kirchen, zur Bildung von Sekten; wie viele Leute sind umgekommen, weil sie nicht diese oder jene Deutung davon annehmen wollten. Tatsächlich versteht niemand, was es genau war oder was Christus und seine Schüler an jenem Abend taten. Keine bestehende Erklärung ähnelt auch nur annähernd der Wahrheit, weil das in den Evangelien Aufgezeichnete erst schon einmal durch Kopieren und Übersetzen stark verstümmelt wurde; und zweitens, weil es geschrieben wurde für die, die wissen. Für die, die nicht wissen, kann es gar nichts erklären, und je mehr sie es zu verstehen suchen, desto tiefer landen sie im Irrtum. „Um zu verstehen, was beim Abendmahl vor sich ging, müssen wir zuerst verschiedene Gesetze kennen. „Sie erinnern sich, was ich über den .Astralkörper' gesagt habe? Wollen wir es uns noch einmal kurz ins Gedächtnis rufen. Menschen, die einen .Astralkörper' haben, können miteinander in Verbindung treten, sogar über eine Entfernung hin, ohne übliche physische Mittel zu gebrauchen. Damit aber so eine Verständigung möglich werde, müssen sie eine .Verbindung' zwischen sich schaffen. Aus diesem Grunde nehmen Menschen, die nach verschiedenen Orten oder verschiedenen Ländern gehen, irgendein Besitztum des anderen mit, vor allem Dinge, die mit seinem Körper in Berührung waren und mit seinen Strahlungen gesättigt sind und so fort. In der gleichen Weise pflegten Freunde, um die Verbindung mit einem Toten aufrechtzuerhalten, Gegenstände, die ihm gehört haben, bei sich zu behalten. Diese Dinge lassen sozusagen eine Spur hinter sich, etwas wie unsichtbare Drähte oder Fäden, die durch den Raum ausgespannt bleiben. Diese Fäden verbinden einen bestimmten Gegenstand mit dem Menschen, dem lebenden oder in manchen Fällen dem toten, dem der Gegenstand gehörte. Die Menschen wußten das seit ältesten Zeiten und haben den verschiedensten Gebrauch von dieser Kenntnis gemacht.

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daß viele verschiedene Nationen die Sitte der Blutsbrüderschaft haben. wird eine einmal geschaffene Verbindung zwischen . um eine Verbindung zwischen . Danach werden sie als Blutsbrüder betrachtet.„Spuren davon können in den Bräuchen vieler Völker gefunden werden.Astralkörpem' nach dem Glauben verschiedener Nationen auch nicht durch den Tod zerstört. schrieben dem Blut eine besondere Bedeutung von magischen Eigenschaften zu. was es bedeutet? Alles das ist schon lang vergessen und allem wurde eine ganz andere Bedeutung beigelegt. abgestoßen. die sie allein nie hätten finden können. „Das Abendmahl war eine magische Zeremonie. daß er sterben müsse. Aber wer weiß irgend etwas hierüber in den bestehenden Religionen und wer versteht. was für eine Rolle er dabei spielen müsse. Und jeder wußte. Und einige Völker. aber ihr Sinn ist seit langem verloren. sehen Sie. Zu Beginn war dies eine magische Zeremonie. um eine Verbindung zwischen . Und zu diesem Zweck gab er ihnen sein Blut zu trinken und sein Fleisch zu essen. was G. Aber der Ursprung dieses Brauchs liegt tiefer. Das Blut hat besondere Eigenschaften. Es war vorher so beschlossen worden. ähnlich der Blutsbrüderschaft. sondern richtiges Fleisch und richtiges Blut. 141 . Zwei oder mehrere Menschen mischen ihr Blut in dem gleichen Gefäß und trinken dann von diesem. Es war nicht Brot noch Wein. über Christus und das Abendmahl gesagt hatte. „Christus wußte. andere im Gegenteil fühlten darin eine Wahrheit. Viele waren von dem.Astralkörpern' zu schaffen. zum Beispiel die Juden.Astralkörpern' zu schaffen. Die Worte sind geblieben. Dann. Sie wissen zum Beispiel. Gleichzeitig aber wollten sie eine dauernde Verbindung mit Christus herstellen." Diese Vorlesung und vor allem ihr Ende rief viele Gespräche in unserer Gruppe hervor. Er wußte es und seine Jünger wußten es auch.

Sie erwarten von uns.SECHSTES KAPITEL T . was er ist. solange er das bleibt. „aber Sie müssen mir erlauben. Aber vielleicht sind wir nur hergekommen. Jeder Mensch muß sein eigenes Ziel haben: der eine 142 .tun'." „Sie mißverstehen mich". anzufangen.Tun' ein Ziel voraus. zu erreichen. Versuche. weil es für Sie wichtig ist. Wenn ein Mensch dies weiß. Ich habe nach etwas ganz anderem gefragt. Ihr eigenes Ziel zu bestimmen. und nicht nach dem Grund Ihres Daseins.. daß wir mit der Lösung dieser Frage beginnen. weil wir eine Antwort auf diese Frage suchen. Im Augenblick kann mein Ziel keine Bedeutung für Sie haben. diese Frage mit gewöhnlichen Methoden zu lösen." ^. Im Gegenteil. was immer ihr Ziel gerade sein möge. sondern viele Daseinsziele gibt. sagte G. „Ich habe nicht von der philosophischen Bedeutung des Daseinsziels gesprochen. daß wir es im voraus wissen. ohne ein Ziel zu haben? Vor allem anderen setzt . darüber zu schweigen. vor allem weil es nicht nur ein. etwas zu . Ich fragte Sie nach ihrem persönlichen Ziel. Wie kann man irgend etwas . Sie zeigt nur den besten Weg für die Menschen. Der Mensch kennt es nicht und kann es nicht kennen. sind völlig hoffnungslos und nutzlos. Die Lehre selbst kann kein bestimmtes Ziel verfolgen.1 ine der nächsten Vorlesungen begann mit der Frage eines AnJ-Lwesenden: „Was ist das Ziel dieser Lehre?" „Ich habe selbstverständlich mein eigenes Ziel". dann weiß er wirklich alles. sagte G. was Sie erreichen wollen. wird er noch nicht einmal fähig sein.Aber die Frage nach dem Ziel des Daseins ist eine der schwierigsten philosophischen Fragen". „Sie : wollen.tun'. Solange ein Mensch sein eigenes Ziel noch nicht für sich gefunden hat. Die Frage nach dem Ziel ist eine sehr wichtige Frage. sagte einer der Anwesenden.

ein anderer Gesundheit. er kann den Tag und die Stunde seines Todes kennen und hat auch ein Recht darauf. daß ein Mensch wissen könne. die genaue Zukunft zu erkennen. und auch ein Recht habe. die Zukunft zu erkennen. daß ich nicht Herr meiner selbst bin. ist. ob ich die Zukunft kenne oder nicht oder die Sicherheit erlange. daß ich die Zukunft erkennen möchte. erfolgreich. so kann ich Ihnen sagen.. sagte G. würde ich gerne arbeiten. Durch theoretisches Studium dieser Frage kam ich zu dem Schluß. der vierte möchte ein General sein und so fort. bevor ich es wüßte. ob wir uns auf dem gleichen Weg befinden oder nicht „Denken Sie daran. wieviel Zeit ihm noch zur Verfügung steht. ob man Zeit haben wird. wie Sie Ihr eigenes Ziel formuliert haben. Ich frage nach Zielen dieser Art. um nach meinem Tode weiterzuleben". „das erste Ziel ist also. und manchmal war ich sogar bei Experimenten. und wenn das von mir abhängt. „Mir ist es gleichgültig. wieviel Zeit er noch hat." „Ich habe mein eigenes Ziel schon vor einigen Jahren ganz klar formuliert". ohne dies zu wissen. sagte ein anderer. oder. sagte einer der Versammelten. daß ich nach dem Tode meines physischen Körpers weiterleben werde. in anderen Worten. ein dritter will das Himmelreich. Wenn Sie mir Ihr Ziel sagen. bevor Sie hierher kamen. „wenn ich bleibe. Daraus schloß ich. unser Leben zu organisieren. unfähig sind. sie zu beenden oder nicht?" „Sehr gut".möchte Reichtümer haben. daß wir die Zukunft kennen sollten und ein Recht darauf haben und daß wir. wenn man nicht weiß. daß die Zukunft erkannt werden kann. was ich jetzt bin. Denn was hat es für einen Zweck. Was ich am meisten fühle. und wenn ich mein 143 . nichts zu tun. sagte ich. daß die Menschen leben. Vieles war für mich mit dieser Frage verknüpf. nach dem Tode weiterzuleben". und einmal habe ich beschlossen. zu wissen. irgendeine Arbeit zu beginnen. Ich war zum Beispiel der Ansicht. wenn wir sie nicht kennen. „ich sagte mir. Ich habe es immer für erniedrigend gehalten. Wer kann sonst noch sein Ziel formulieren?" „Ich würde gerne überzeugt sein.

Aber wir wollen mit der ersten Frage. Wir können kein Schicksal im wirklichen Sinne des Wortes haben. Wenn Heute nur eine Folge von Gestern ist. Wenn wir ein Schicksal hätten. Ohne dies ist nichts anderes möglich und ohne dies hat nichts einen Wert. was gesagt wurde. wie wir sind. „Nun. Wenn Sie wollen. sein eigener Herr zu sein. vorgestern. Die beste Formulierung dessen. wie man Kriege verhindern kann". weil wir dann durch ihn die Zukunft in der Weise gestalten könnten. daß das Morgen anders ist. um diese Frage ernstlich zu behandeln. Wenn wir einen Willen hätten. vom Schicksal oder von unserem eigenen Willen. dann könnten wir auch die Zukunft kennen.Ziel formulieren soll. sagte G-. hängen wir fast vollständig vom Zufall ab. „Um die Zukunft zu kennen. „wir haben nun genügend Material. das ist genug". was morgen geschehen wird und was nicht. dann wird Morgen wie Heute sein. um weiterzugehen. Der heutige Tag ist. muß man zuerst die Gegenwart in allen Einzelheiten kennen. wird Morgen in genau der gleichen Weise eine Folge von Heute sein. Wenn der Typus bekannt ist. „Ich würde gerne wissen. ist der Wunsch. ebensowenig. hängt von drei Ursachen ab: vom Zufall. ebenso die Vergangenheit. müssen Sie das Heute anders machen. wie er ist." „Ich würde gern die Lehre Christi verstehen und ein Christ im wahren Sinne des Wortes sein". sagte der nächste. oder dem ersten Ziel. letztes Jahr oder vor zehn Jahren. dann kann auch sein Schicksal er- 144 . Und wenn Heute wie Gestern ist. weil das Schicksal dem Typus entspricht. Und wenn man genau studiert hat. anderen Menschen zu helfensagte ein anderer. ich möchte Herr meiner selbst sein. wie er war. dann kann man ohne Irrtum sagen. „Ich würde gerne fähig sein. beginnen. vorige Woche. So. Aber im Augenblick haben wir noch nicht genügend Material zur Verfügung. weil der gestrige war. was gestern geschah. Was uns geschieht oder geschehen kann. könnten wir allein durch ihn die Zukunft erkennen. würde ich sagen. wie wir einen Willen haben können. sagte wieder ein anderer. wie wir es wünschen.

daß wir wirklich die Zukunft kennen. aber fünf Minuten später geht sie schon wieder in eine ganz andere Richtung. daß wir unsere Zukunft kennen. 145 . Ihre Richtung wechselt jeden Augenblick. ein guter Kaufmann sein. aber wir haben alles Recht zu sagen.kannt werden. „man kann die Zukunft nur für Menschen voraussagen. Wenn er die Zukunft nicht kennt. die Zukunft zu kennen. bevor wir von der Zukunft reden. Heute ist der Mensch einer. ob es sich lohnt. In der Arbeit an sich selbst muß man ein guter Geschäftsmann. die Zukunft für verrückte Maschinen vorauszusagen. „Es klingt paradox. was mit jedem von uns geschehen wird?" fragte jemand. Darum müssen wir. wenn ein Mensch sein eigener Herr sein kann. und alle Ihre Berechnungen erweisen sich als falsch. was unsere Vergangenheit war. Und die Kenntnis der Zukunft lohnt sich nur. und Sie können berechnen. Wenn ein Mensch seine eigene Zukunft kennenlernen will. Sie wird genau das sein. das zu sagen". muß man lernen. Das geschieht in einfacher Weise zum Beispiel im Geschäftsleben. in denen wir wirklich die Zukunft kennen und wo wir in Übereinstimmung mit diesem Wissen handeln. geht sein Geschäft zugrunde. Jeder gute Geschäftsmann kennt die Zukunft. morgen jenes. mit der Arbeit zu beginnen?" „Es ist unmöglich. welches Ergebnis jeder von uns durch die Arbeit an sich selbst erreichen wird und ob es sich überhaupt für ihn lohnt. In einem Augenblick geht eine Maschine dieser Art in einer Richtung. sagte G. muß er zuerst sich selber kennen. morgen wieder ein anderer: heute kann ihm dies geschehen. sie nicht zu kennen. Nichts kann sich von sich aus ändern. beweisen. Dann wird er sehen.Aber können Sie nicht voraussehen. wohin sie gehen wird. Es ist unmöglich. wissen. das heißt sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft. vom Ergebnis aus urteilend.. Aber Zufälle können nicht vorausgesehen werden. Manchmal ist es vielleicht besser." ^. Dann können wir. die Augenblicke zu bemerken und sie im Gedächtnis zu behalten. „Und um die Zukunft praktisch kennenzulernen. „das heißt voraussagen. wessen Zukunft gemeint ist.

ob es existiert oder nicht. weil die Gesetze überall die gleichen sind. „Dafür ist es notwendig. „Eine andere Frage war. Wenn er Herr seines Lebens wird. erreicht er auch das andere. Darum kann die Arbeit für die Unsterblichkeit. Minute wandelt. ohne für das gegenwärtige zu arbeiten.sein'. Äußere Einflüsse wechseln und wir wechseln mit ihnen.„Dann war da die Frage über das zukünftige Leben. dann kann dies auch den Tod des physischen Körpers überleben. Wenn ein Mensch sich jede . daß ein Christ nicht der ist. wenn nichts in ihm den äußeren Einflüssen standhalten kann. dann studiert er alle Gesetze. dann braucht dieses Etwas nicht zu sterben. das heißt. viele unserer . so wie er es kennt. Wir reden nicht eigens über das zukünftige Leben. Ein Mensch mag allein zum Zwecke seiner eigenen Lebensinteressen danach streben. nicht von der allgemeinen Arbeit getrennt werden. zu . Bei der Arbeit für das Leben arbeitet ein Mensch für den Tod oder besser für die Unsterblichkeit. dann wird er auch Herr seines Todes. dann bedeutet das: in ihm ist nichts. Wenn ein Mensch in sich ein dauerndes Ich entwickelt. Wenn ein Mensch sein eigenes Leben prüft. können wir keine Christen sein. die Leben. Das ganze Geheimnis ist dies: man kann nicht für das künftige Leben arbeiten.zu tun'. müssen wir fähig sein. wie man es erlangen könne. und wir untersuchen nicht.Ichs' sterben. . wenn man so sagen kann. So wie wir sind. Ein Christ ist der. Um Christen zu sein. „Zuallererst müssen wir uns klarmachen. Unter gewöhnlichen Umständen sterben wir jeden Augenblick. Schon allein dadurch kann er unsterblich werden. welcher in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften lebt. Wir können 146 . wie man den endgültigen Tod vermeiden könne. von der Geburt bis zum Tode. wie man ein Christ werden kann. und auch das Leben anderer Menschen. Wenn ein Mensch das eine erreicht. wenn sich in ihm etwas bildet. das einen Wechsel der äußeren Bedingungen überleben kann. Tod und Unsterblichkeit lenken. Aber wenn er von äußeren Einflüssen unabhängig wird. der sich als solcher bezeichnet oder den die anderen einen Christen nennen. zu sein. was dem Tod widerstehen kann. was aus sich selbst leben kann. wie man es vermeiden könne zu sterben.

wie wir es kennen?" fragte ein Anwesender. wenn wir nicht einmal unsere Freunde lieben können? Manchmal liebt . hat er nichts und kann er nichts haben. Eine Maschine kann nicht Christ sein.es' nicht. ein Automat. anstatt zu wünschen ein Christ zu sein. ein Christ sein zu wollen. was Sie unter diesem Begriff verstehen. können wir nicht einmal wünschen. und tatsächlich. Denken Sie selbst. Er ist einfach eine Maschine. so wird er bereit sein. Christ zu sein? Das sind einfach Dinge. Sie sind Maschinen. ist es für ein Auto oder eine Schreibmaschine oder ein Grammophon möglich. die vom Zufall regiert werden. und vergißt darüber alles Christentum.es' nicht wünscht. wobei er dieses Wort betonte. antwortete G. ihn lebendig zu fressen oder auf heißen Kohlen zu rösten. „Wir müßten viel und lange darüber reden. diesen Teppich zu kaufen. eine Maschine zu sein.es' und manchmal liebt . Die Verantwortung kommt später. „Ich weiß nicht. muß man sein. weil wiederum manchmal . die bereits wissen. Oder wenn ein anderer ihm nicht glaubt. Sie sind nicht verantwortlich. sich an einen sehr guten. Um ein Christ zu sein.es' wünscht und manchmal . Wenn ein Mensch nicht sein eigener Herr ist. zum Christentum. Im Augenblick werden wir die Untersuchung unserer Fragen fortsetzen." „Was ist die Beziehung der Lehre. Und eine und die gleiche Sache kann nicht lange gewünscht werden. Christ sein heißt verantwortlich sein. aber sehr teuren Teppich erinnert. weil ein Mensch plötzlich. anfängt. ein Christ zu sein. nicht nur in Worten. Christus sagt: »Liebet eure Feinde'. Wir werden die Bedeutung dieser Worte noch besprechen.nicht tun. wenn ein Mensch wenigstens teilweise aufhört. Christen zu sein. Sein heißt Herr seiner selbst sein. mit uns geschieht alles. „Von den geäußerten Wünschen ist der richtigste der Wunsch. den er in einem Laden gesehen hat. Und anstatt zu wünschen. was Sie über das Christentum wissen". um uns klar zu werden. die Sie darlegen. aber wie können wir unsere Feinde lieben.. wie er es anstellen könne. was für ein wunderbarer Christ er ist. möchte ich Ihnen sagen: dies ist esoterisches Christentum. beginnt er daran zu denken. 147 . Und er kann auch nicht Christ sein. Aber zum Nutzen derjenigen. So wie wir sind.

an sich selbst zu arbeiten. mit denen ein Mensch nichts anzufangen wüßte. Um anderen zu helfen. daran zu denken. wenn er nur so ist. damit er es wieder einem anderen geben könne. Er entscheidet sich. dann übermorgen wieder Altruist. muß man erst' lernen. und ist beleidigt. sich selbst zu helfen. Menschheitsliebe. wie der Zufall ihn gemacht hat oder ihn macht. morgen Egoist. Menschen. Dies heißt falsch und unaufrichtig mit sich selbst sein. muß man 148 . heute Altruist. Wenn ein Mensch auf sich selber schaut. Menschen zu helfen. aber an Stelle dessen raubt er dem Menschen.Herr seiner selbst zu sein. muß man erst lernen. sein letztes Hemd wegzugeben. sie seien fähig. Oder er entscheidet sich. ein Egoist zu sein. wenn ein Mensch durch eigene Wahl und eigenen Entschluß fähig wird. Und im Vergleich zu diesem Wunsch sind alle anderen Wünsche einfach kindische Träume. können nichts tun. Das ist es. aber sie haben nur dann eine Bedeutung. „Jemand sagt zum Beispiel. das sind alles sehr schöne Worte. Nur ein bewußter Egoist kann Menschen helfen. Altruismus. Um fähig zu werden. Eine große Anzahl Menschen beschäftigt sich nur aus Faulheit in Gedanken und Gefühlen damit. gibt aber an Stelle dessen sein letztes Hemd weg. zu lieben oder nicht zu lieben. wenn er gar nicht anders sein kann. anderen zu helfen. sein eigenes Hemd wegzugeben. ihm sein Hemd zu geben. Dann hat sein Entschluß einen Wert. Ein Mensch entscheidet sich. was meistens geschieht. ein Altruist oder ein Egoist zu sein. daß jemand sich weigert. wie er anderen Leuten helfen könne: er wird sich schämen. Wünsche. Sie sind zu faul. denn ohne dies ist nichts weiteres möglich. dem er sein letztes Hemd geben wollte. dessen letztes Hemd. so wie wir sind. selbst wenn sie ihm gewährt würden. er wolle den Menschen helfen. zu denken. und gleichzeitig ist es sehr angenehm für sie. bevor man das Schwierige tun kann. und gibt statt dessen das eines anderen weg. ein Egoist. ein bewußter Egoist zu sein. dann hat das überhaupt keinen Wert. „Und vor allem. anderen zu helfen. Aber wenn überhaupt keine Wahl da ist. wie er wirklich ist. dann wird er nicht anfangen zu denken.

daß es keinen Krieg mehr geben solle. Menschen sind. Aber in den Menschen besteht überhaupt kein Widerstand gegen diese Einflüsse und kann auch keiner bestehen. Wenn eine genügende Anzahl Menschen. sagte G. Manche liegen im Menschen selbst. dann würden sie zuerst damit anfangen. wären sie imstande. Der Krieg hat viele uns unbekannte Ursachen. die nicht mit ihnen übereinstimmen. die den Krieg verhindern wollten. sie wollen nicht an sich arbeiten. Wir müssen mit den Ursachen beginnen. Und so würden sie kämpfen. Wenn sie Menschen wären und fähig zu tun. manche außerhalb. Genau gesprochen. solange die Menschen Sklaven sind. von planetarischen Einflüssen verursacht. Die Kriege vermindern sich nicht. die auch Kriege verhindern wollen. die im Menschen 149 . kann man die Menschen gar nicht für den Krieg verantwortlich machen. Wie können Kriege verhindert werden? Kriege können nicht verhindert werden. und sie können nicht anders sein. was sie sind. Die Menschen wollen nicht über sich selbst nachdenken. sich wirklich zusammenschlössen. diesen Einflüssen zu widerstehen und würden einander nicht umbringen. die das einsehen. könnten sie nicht die anderen beeinflussen?" „Diejenigen. das Leichte zu tun. das zu tun. über Friedenskonferenzen und so weiter sind wieder nichts als Faulheit und Heuchelei.lernen. „Und trotzdem hat es noch nie einen Krieg wie den gegenwärtigen gegeben. haben dies fast seit der Weltschöpfung versucht". was sie wollen. Und es ist noch sicherer. Man kann nicht mit dem Schwersten beginnen. Der Krieg wird von kosmischen Kräften. etwas tun?" fragte der. der die Frage über den Krieg gestellt hatte. All diese Theorien über universalen Frieden. aber auf eine andere Weise. in der die Menschen leben. aber sie denken daran." „Aber sicherlich können die. „Dann war da eine Frage über Krieg. alle zu bekriegen. sie vermehren sich und können durch gewöhnliche Mittel nicht verhindert werden. wie sie andere Leute veranlassen können. Der Krieg ist das Ergebnis der Sklaverei. daß sie andere Leute bekriegen würden. die den Krieg hassen. „Wenn eine genügende Anzahl Menschen zu dem endgültigen Entschluß kommen würde.

die . wenn er der Sklave von allem ist.erkenne dich selbst' von der Notwendigkeit spricht. das muß das Ziel des Menschen sein. kann er sich selbst nicht lenken und wird immer ein Sklave bleiben und der Spielball der Kräfte. äußerlich ein Sklave zu sein. „die gewöhnlich Sokrates zugeschrieben werden. hat es nur eine sehr vage Vorstellung von seinem Sinn und seiner Bedeutung. Aber obgleich modernes Denken um das Bestreben dieses Grundsatzes weiß. Befreiung. sogar ein Mensch mit philosophischen oder wissenschaftlichen Interessen versteht nicht. „Das ist der Grund. Wenn er von den Dingen frei wird. warum in allen alten Lehren die erste Forderung am Beginn des Weges zur Befreiung war: Erkenne dich selbst. „Diese Worte". „Der erste Grund der inneren Sklaverei des Menschen ist seine Unwissenheit und vor allem seine Unwissenheit über sich selbst. was ihn umgibt? Er wird durch alles um ihn herum beherrscht. zu kennen. solange er sowohl äußerlich als auch innerlich ein Sklave bleibt.. Wie kann ein Mensch von den äußeren Einwirkungen großer kosmischer Kräfte frei werden. aus der Sklaverei befreit zu werden: danach sollte der Mensch streben. daß der Grundsatz . die viel älter sind als die sokratische. Um daher frei zu werden. die auf ihn wirken.selbst sind. ohne Verständnis der Arbeit und der Funktionen seiner Maschine kann ein Mensch nicht frei sein. Aber er kann nicht aufhören. sagte G. Der gewöhnliche Mensch unserer Zeit. seine Maschine. muß man die innere Freiheit erringen. dann kann er auch von planetarischen Einflüssen frei werden. wenn er sich nur ein wenig seiner Lage bewußt wird. Die Maschinen 150 . liegen tatsächlich vielen Systemen und Schulen zugrunde. „Freiheit.menschliche Maschine'." Die nächste Vorlesung begann genau mit den Worten: erkenne dich selbst. Nichts anderes gibt es für ihn. solange er innerlich ein Sklave bleibt. Frei zu werden. „Wir werden nun über diese Worte sprechen. Ohne Selbsterkenntnis. und nichts anderes ist ihm möglich.

der zur Selbstkenntnis führt. was dies bedeutet. Der Mensch in seinem gegenwärtigen Zustand ist sehr weit von der Selbstkenntnis entfernt. darum muß der Mensch vor allem anderen die Struktur. daß er sich selbst studieren muß. verlangt ein gewisses Verstehen der 151 . „Selbst-Studium ist die Arbeit oder der Weg. wie er sich studieren soll. „Selbsterkenntnis ist ein sehr großes. wo man anfängt und welche Methoden anzuwenden sind. Ohne richtig angewandte Selbst-Beobachtung wird ein Mensch niemals die Verbindung und die Beziehung zwischen den verschiedenen Funktionen seiner Maschine verstehen. eine Sache so von der anderen abhängig. „Aber um sich selbst zu studieren.sind in allen Menschen mehr oder weniger gleich. der sich selbst kennenlernen möchte. und er muß die Methoden des Selbst-Studiums studieren. er wird nie verstehen. die Funktionen und die Gesetze seines Organismus studieren. irgendeine Funktion zu studieren. wenn ein Mensch versteht. Das Selbst-Studium muß sein großes Ziel sein. „Die Hauptmethode des Selbst-Studiums ist die Selbst-Beobachtung. Es muß des Menschen Ziel sein. verstehen muß. muß man erst lernen. In erster Linie verlangt er.geschieht'. In der menschlichen Maschine ist alles so ineinander verwoben. wie man studiert. wie und wieso bei jeder Gelegenheit alles in ihm . „Der Grundsatz . daß es ganz unmöglich ist. was ebenso notwendig ist. die richtige Führung. damit zu beginnen. sich selbst zu studieren. sich selbst auf die richtige Weise kennenzulernen. muß man alles kennenlernen. „Aber die Methoden der Selbst-Beobachtung und des richtigen Selbst-Studiums zu lernen. Darum kann genau genommen sein Ziel nicht einmal als Selbsterkenntnis bestimmt werden. aber es verlangt viel Zeit und Arbeit und vor allem die Anwendung der richtigen Methoden und. Der Mensch muß lernen. daß ein Mensch. Es ist schon genug. womit es in Beziehung steht und wovon es notwendigerweise abhängt. aber ein sehr vages und entferntes Ziel. Um eine Sache kennenzulernen. ohne gleichzeitig alle anderen zu studieren. Alles im Menschen kennenzulernen ist möglich.erkenne dich selbst' umfaßt einen sehr reichen Inhalt.

das heißt das Ergebnis einer unmittelbaren Beobachtung dessen. und die zweite Methode ist das Registrieren. sondern muß eine innere Bestimmung sein. wenn ein Mensch alle Funktionen seiner Maschine und die sie beherrschenden Gesetze kennt. „Beim Versuch.Registrierung' ansammeln. verschiedene Erscheinungen. Antworten auf die Fragen zu finden: wovon ein gewisses Ding abhängt und warum es geschieht. Bevor es möglich ist. sie genau und sofort zu bestimmen. ohne daß man die allgemeinen Gesetze kennt.was ist dies? warum geschieht es auf diese Weise und nicht auf eine andere?' und er beginnt eine Antwort auf diese Fragen zu suchen und vergißt darüber alles weitere Beobachten. einfaches Verzeichnen im Verstand des Betrenenden von dem. durch Empfindung. Indem er sich mehr und mehr in diese Fragen vertieft. Die Beobachtung kommt zu einem Stillstand. „Aber sogar abgesehen davon sind Versuche. die richtige Einteilung der beobachteten Funktionen zu verstehen und fähig zu sein. und diese Bestimmung darf nicht eine sprachliche.Registrierung'. daß nur eines von beiden geschehen kann: entweder Beobachtung oder der Versuch der Analyse. ist das wichtigste Material in der 152 . was im Augenblick beobachtet wird. muß der Mensch erst eine genügende Menge Material mit Hilfe der . wie wir alle inneren Erlebnisse bestimmen. die ihm in den Weg kommen. Daraus wird klar.Funktionen und Eigenschaften der menschlichen Maschine. fragt ein Mensch im allgemeinen: . in der gleichen Weise. „Es gibt zwei Methoden der Selbst-Beobachtung: die Analyse oder Versuche der Analyse. durch Geschmack. das heißt Versuche. auch nur die einfachsten Erscheinungen zu analysieren. einzelne Erscheinungen zu analysieren. Darum ist es bei der Beobachtung der Funktionen der menschlichen Maschine notwendig. Die Analyse wird erst viel später möglich. verliert er vollkommen den Faden der Selbst-Beobachtung und vergißt alles andere darüber. was in einem bestimmten Augenblick stattfindet. eine vollkommen nutzlose Zeitverschwendung. „Selbst-Beobachtung darf vor allem am Anfang keinesfalls Analyse oder der Versuch der Analyse werden. . zu analysieren.

als ob er sich niemals beobachtet hätte. was Bewegungstätigkeit bedeutet und was instinktive Tätigkeit bedeutet. Darum muß man vor Beginn der Beobachtung verstehen.Registrierungen' angesammelt und gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad zugrunde liegende Gesetze studiert und verstanden hat. Darum ist die gewöhnliche Selbst-Beobachtung. was Gefühlstätigkeit bedeutet. Jede von einem Menschen beobachtete Erscheinung steht mit einer oder der anderen dieser Funktionen in Beziehung. Die ganze Tätigkeit der menschlichen Maschine ist in vier scharf begrenzte Gruppen geteilt. Was davon einen Wert hat. vollkommen nutzlos und führt nirgends hin. Alle frühere Erfahrung. Ein Mensch muß beginnen. jedenfalls nicht bei Beginn der Arbeit des Selbst-Studiums. als ob er sich überhaupt nicht kenne. Es kann daher nicht benützt werden.und instinktiven Funktion. Aber all dieses Material beruht auf falscher Einteilung der beobachteten Funktionen und ist selbst falsch eingeteilt. Bei der Selbst-Beobachtung muß ein Mensch zwischen den vier Grundfunktionen seiner Maschine unterscheiden: der Denk-. Fühl-. das Ergebnis aller früheren Selbst-Beobachtung muß beiseite gelegt werden. Sie mögen viel wertvolles Material enthalten. Die Selbst-Beobachtung kann ohne Kenntnis dieser Prinzipien nicht richtig angewandt werden — ohne daß man diese ununterbrochen vor Augen hat. Wenn man eine gewisse Anzahl von .Zentrum' gelenkt wird. wird zu einem geeigneten Zeitpunkt aufgenommen und benützt werden. „Vom ersten Augenblick an muß die Beobachtung oder das . Bewegungs. von denen jede durch ein besonderes Him oder . was intellektuelle Tätigkeit bedeutet.Registrieren' auf dem Verständnis der grundsätzlichen Prinzipien der Tätigkeit der menschlichen Maschine fußen. sich so zu beobachten.Arbeit des Selbst-Studiums. „Die Beobachtung muß mit der Gliederung der Funktionen beginnen. worin sich die Funktionen unterscheiden. 153 . dann wird Analyse möglich. mit der die Menschen ihr ganzes Leben hindurch beschäftigt sind. Aber man muß am Anfang beginnen. „Die Beobachtung muß am Anfang beginnen.

wieder andere durch ihre Empfindungen. daß die Denkfunktion immer mittels des Vergleichs arbeitet. was wir gewöhnlich nicht verstehen. als sie es wirklich sind. unter welche Gruppe. vergleichen nicht. Es ist sehr schwer. Manche nehmen hauptsächlich durch ihren Verstand wahr. einander zu verstehen. In der Wahrnehmung von weiß oder rot ist weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes. Gefühlsfunktionen sind immer angenehm oder unangenehm. . ja fast unmöglich für Menschen verschiedener Kategorien und von verschiedener Wahrnehmungsart. unter welches Zentrum die von ihm im Augenblick beobachteten Erscheinungen fallen. daß die Menschen sich sehr durch die Art unterscheiden. wie die Wahrnehmung von Wärme. „Sehr allgemein gesprochen. sofort zu bestimmen. Wir glauben. „Empfindung und Gefühl vernünfteln nicht. da sie ein und dasselbe Ding 154 . Denkschlüsse sind immer das Ergebnis des Vergleichs zweier oder mehrerer Eindrücke. sie bestimmen einfach einen gegebenen Eindruck dadurch.roter Bleistift'. „Die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen den Funktionen wird durch die Tatsache vergrößert. indifferente Gefühle gibt es nicht. Das ist es. seinen Geschmack oder Geruch. daß die Menschen einander viel ähnlicher sind.„Gleich beim Beginn seiner Selbst-Beobachtung muß er versuchen. durch seine Farbe. Kälte und so fort.weißes Papier'. kann man sagen. In Wirklichkeit jedoch bestehen große Unterschiede in den Formen und Methoden ihrer Wahrnehmung. Jedenfalls braucht weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes mit dieser oder jener Farbe verbunden zu sein. ob er angenehm oder unangenehm im einen oder anderen Sinn ist.fünf Sinne' und andere. „Manche Leute finden es schwierig. den Unterschied zwischen Denken und Fühlen zu verstehen. andere durch ihr Gefühl. weder angenehm noch unangenehm: . sind instinktiv. Wahrnehmungen. die sogenannten . wie sie ihre Funktionen empfinden. andere wiederum haben Schwierigkeiten im Verstehen des Unterschiedes zwischen Fühlen und Empfinden. Darüber hinaus können Empfindungen indifferent sein: weder warm noch kalt. andere zwischen einem Gedanken und einem Bewegungsimpuls.

Außerdem sind verschiedene andere Verbindungen möglich.mit verschiedenen Namen und wiederum verschiedene Dinge mit dem gleichen Namen bezeichnen. Sehr oft bezeichnet ein Mensch seine Gedanken oder seine intellektuellen Wahrnehmungen als Gefühle. Wenn zwei Menschen die gleiche Sache verschieden wahrnehmen. Seine spezielle Art der Wahrnehmung wird durch die Arbeit seines Organismus als Ganzes bedingt. daß die Menschen einander nicht verstehen. worin der Unterschied ihrer Haltung zu einem bestimmten Gegenstand besteht. so können sie sich ihr ganzes Leben lang darüber streiten und nie verstehen. „Um einen Weg der Unterscheidung zu finden. und in zweiter Linie dadurch. Jeder Mensch. mit Hilfe der Gefühle eine andere. Die vollständigste. ein anderer durch Gedanken und Gefühle und so fort. daß jede normale psychische Funktion ein Mittel oder ein Instrument zur Erwerbung von Wissen ist. Eine oder die andere Art der Wahrnehmung ist unmittelbar mit einer oder der anderen Weise der Reaktion auf äußere Ereignisse verknüpft. Fühlen und Empfindung untersuchen. kann er nichts daran ändern. wenn wir ihn gleichzeitig mit Denken. Und auch wenn er das bemerkt. der nach richtigem Wissen strebt. muß danach trachten. sagen wir der eine durch sein Fühlen und der andere durch sein Empfinden. Das letzte ist das häufigste. Tatsächlich hat der eine diese Ansicht und der andere jene. unebenes Fenster. sich gegenseitig in dem Zustand. müssen wir verstehen. nennt seine Gefühle Gedanken und seine Empfindungen Gefühle. alle Funktionen streben danach. Unter gewöhnlichen Bedingungen sieht der Mensch die Welt durch ein verbogenes. Das Ergebnis dieser Verschiedenheit der Wahrnehmung und Reaktion auf äußere Ereignisse drückt sich in erster Linie darin aus. Ein Mensch nimmt mittels Gedanken und Empfindungen wahr. Mit Hilfe des Denkens sehen wir eine Seite von Dingen und Ereignissen. daß sie sich selber nicht verstehen. uns mögliche Kenntnis eines gegebenen Gegenstandes kann für uns nur erreicht werden. Alle Funktionen sind wechselbezogen und gleichen sich aus. eine solche Wahrnehmungsfähigkeit zu erreichen. 155 . mit Hilfe der Empfindungen eine dritte Ansicht.

nämlich daß er leicht erregbar. das Gleichgewicht wiederherzustellen. und jede Funktion wird unvermeidlich durch eine andere Funktion oder durch eine ganze Reihe anderer Funktionen ausgeglichen. Er beginnt mit dieser Gewohnheit zu kämpfen. zu erhalten. wenn er in sich etwas entdeckt. mag es ihm gelingen. das er nicht im geringsten erwartete oder wünschte und das er nicht einmal vermutet haben kann. alles verliert und so fort. erreicht er nach einer gewissen Zeit das erwünschte Ergebnis: er hört auf. und wenn er genügend methodisch und entschlossen verfährt. mäkelnd und unangenehm geworden ist. daß er alles vergißt. vergeßlich zu sein und Dinge zu verlieren. was ihm nicht gefällt. all das. Zum Beispiel mag ein Mensch beobachten. und Anstrengungen macht. „Eine Wandlung ist unter gewöhnlichen Bedingungen unmöglich. wenn wir uns auch dieser Verbindung der verschiedenen Funktionen in uns nicht bewußt sind. was ihm mißfällt. Aber alles in der Maschine ist miteinander verbunden. und durch Anstrengungen in dieser Hinsicht stört er das Gleichgewicht der Maschine. pedantisch. Aber zusammen mit diesem Ergebnis wird er unvermeidlich ein anderes Ergebnis erreichen. Und beim Beginn des Selbst-Studiums muß er sich klar sein. und stellt es durch die Schaffung einer neuen Funktion.in dem sie sich befinden. nicht imstande sein wird. Durch das Streben. etwas zu ändern. In jedem Augenblick ihrer Tätigkeit ist die Maschine in allen ihren einzelnen Teilen im Gleichgewicht. wenn er beginnt. Wenn ein Mensch etwas beobachtet. Dies bemerkt er. verstehen. es zu ändern. sich wandeln eine andere. der Mensch nur diese eine Sache ändern will. weil beim Wunsche. Studieren ist eine Sache. die der Mensch nicht hat voraussehen können. daß er. sich zu studieren. es zu ändern. Darum muß ein Mensch. Die leichte 156 . ein gewisses Ergebnis zu erzielen. Aber etwas anderes bemerkt er nicht. Die Maschine versucht. daß für eine lange Zeit seine ganze Arbeit allein im Studium bestehen kann. zu zerstören und zu vernichten. was andere Menschen bemerken. wieder her. Aber das Studium ist der erste Schritt zur Möglichkeit einer Wandlung in der Zukunft. daß er sehr zerstreut ist. was ihm mißfällt.

an denen eine Wandlung vollzogen werden kann. „Wenn ein Mensch sich den Unterschied zwischen den Denk-. wird nun klar dem ersten. Fühl. Wenn die Arbeit richtig durchgeführt wird. denn wenn man nicht mit ihnen beginnt.und Bewegungsfunktionen eingeprägt hat. zu welcher Kategorie sie gehören. muß er. Er muß alle ungenauen und zweifelhaften Fälle beiseiteschieben und nur die im Gedächtnis behalten. „Aber im allgemeinen Plan der Arbeit und der Funktionen der menschlichen Maschine gibt es gewisse Punkte. unliebsame Wandlungen zu vermeiden oder auch die Erscheinung von Eigenschaften. bei denjenigen. hinsichtlich derer er überhaupt keineiy Zweifel hat: das heißt. warum der Verlust einer Eigenschaft das Auftreten einer anderen verursacht hat. daß Verlust von Zerstreutheit notwendig leichte Erregbarkeit ergeben muß. schnell größer werden. Und was erst zweifelhalt erschien. Nur auf diese Weise ist es möglich. Warum? Das kann man unmöglich sagen. sofort seine Eindrücke dieser oder jener Kategorie zuordnen. dann wird die Anzahl der Beobachtungen. die nicht fraglich sind. „Also wenn man an sich selbst in der richtigen Weise arbeitet. wie man zu ihnen gelangen kann. Genau so leicht kann irgendeine andere Eigenschaft erscheinen. Nur eine eingehende Analyse der psychischen Eigenschaften eines besonderen Menschen kann darlegen. wird man entweder überhaupt kein Ergebnis oder ganz falsche und unerwünschte Ergebnissse erzielen. dem zweiten oder dem dritten Zentrum zugeordnet 157 .Erregbarkeit ist als Ergebnis des Verlustes seiner Zerstreutheit aufgetreten. während er sich beobachtet. zum Beispiel Geiz. die keine Frage mit sich bringen. Dies heißt nun nicht. bei denen er sofort sieht. Neid oder etwas anderes. die überhaupt keine Beziehung zur Zerstreutheit hat. die dem Ziel und der Richtung der Arbeit völlig entgegengesetzt sind. muß man die Möglichkeit ausgleichender Wandlungen erwägen und sie im voraus in Betracht ziehen. „Man muß diese Punkte kennen und man muß wissen. Und zuerst darf er nur bei solchen Beobachtungen verweilen. ohne dadurch zusätzliche Ergebnisse hervorzurufen.

Wenn das Gefühlszentrum für das Denkzentrum arbeitet. die Arbeit. zu fühlen oder vorzugeben. die Arbeit eines anderen Zentrums zu tun. zu denken und zu fühlen. und das ist genau das. oder jedenfalls. während wir die Arbeit der Zentren beobachten. seine Arbeit einem anderen aufzubürden.neurotisch' versteht. da es die Stetigkeit der psychischen Tätigkeit aufrechterhält. sondern was ihm im Augenblick am besten gefällt. werden wir neben ihrer richtigen Arbeitsweise auch ihr falsches Arbeiten bemerken. In einem normalen gesunden Menschen tut jedes Zentrum seine eigene Arbeit. Die SelbstBeobachtung wird uns jedoch sehr schnell zeigen. Tatsächlich besteht jedes Zentrum aus drei Teilen: einem Denk-. Fühl. ist ein für ein anderes Zentrum arbeitendes Zentrum in manchen Fällen nützlich. Wie schon gesagt wurde. indem jedes Zentrum fähig wird.und Bewegungszentrum. Aber wenn dies zur Gewohnheit wird. daß unser Innenleben viel reicher ist. daß es mehr Möglichkeiten enthält. als wir denken. dann wird es alles durcheinanderbringen. was es tun sollte. Wenn in diesem Augenblick das Gefühlszentrum an seiner Statt zu arbeiten beginnt.werden können. daß es fühlt. wird es schädlich. In einem unausgeglichenen Menschen geht diese Ersetzung eines Zentrums durch ein anderes fast stetig vor sich. Es gibt Situationen im Leben.unausgeglichen' oder . seinen eigenen unmittelbaren Pflichten auszuweichen und nicht das zu tun. für die es gar nicht geeignet ist. was man unter . für die es besonders bestimmt ist und die es am besten durchführen kann. als wir vermuten. die Arbeit eines Zentrums für ein anderes: den Versuch des Denkzentrums. und das Ergebnis dieser Störung wird sehr unbefriedigend sein. das heißt. mit denen das Denkzentrum allein fertig werden und einen Ausweg finden kann. den Versuch des Gefühlszentrums zu denken und den Versuch des Bewegungszentrums. das heißt. seine eigenen Assoziationen. da es die richtige Arbeit stört. Jedes Zentrum hat sein eigenes Gedächtnis. Aber wir wissen sehr wenig über diese Seite unserer Natur. „Gleichzeitig. sein eigenes Denken. In jedem Zentrum kennen wir nur einen Teil. ver- 158 . Jedes Zentrum strebt gleichsam danach. und gleichzeitig strebt es danach.

können ihn niemals befriedigen. die für das Bewegungszentrum und das Gefühlszentrum ganz verschieden sind. Dies wird ganz klar. die Feinheiten und Unterschiede in vielen Ereignissen zu verstehen. das heißt. der Empfindung oder der Bewegung vorstellen. Das Denken kann die Feinheiten des Gefühls nicht verstehen. Ereignisse. der über die Empfindungen eines anderen vernünftelt. die Entscheidungen des Verstandes. das heißt. wo im Gegenteil ruhiges Urteil und Überlegung wesentlich sind. daß die Qualität seiner Arbeit sich sofort verändert. Seine Entscheidungen sind viel zu allgemein und entsprechen nicht den Entscheidungen. Aber für den anderen sind jene Gefühle unbedingt da. Was für eine Arbeit auch immer ein Mensch tun mag. Wenn er Schreibmaschine schreibt. und er wird sehen. Beispiele dieser Art sind am leichtesten zu finden. Es arbeitet einen bestimmten Aktionsplan aus und folgt ihm weiter. Er fühlt überhaupt nichts. weil das Denkzentrum einfach unfähig ist. es genügt. Wir sehen dies ganz klar. wenn er versucht. Diese sind für ihn tot. Und die Entscheidungen des ersten. die das Gefüblszentrum gefällt hätte. Außerdem verursacht in manchen Fällen die Einmischung des Denkzentrums ganz falsche Reaktionen. jede Handlung überlegt zu tun. des theoretischen Denkens. in allen drei Fällen führt die Einmischung des Denkens zu ganz unerwünschten Ergebnissen. Ebenso kann der Verstand auch nicht Empfindungen würdigen. werden seine durch das 159 . Fieberhaftigkeit und Eilfertigkeit in Lagen. die Besonderheiten und Feinheiten der Lage zu unterscheiden. macht einen Menschen unfähig. indem er jeder Bewegung folgt.ursacht es eine überflüssige Nervosität. und so bestehen die Gefühle des anderen überhaupt nicht für ihn. Das Denken ist zu langsam. in den Bereich des Gefühls. wenn wir uns die Einmischung des Denkens. Ein gesättigter Mensch versteht einen Hungrigen nicht. mit seinem Verstand. die rasche Entscheidungen verlangen. wenn wir uns einen Menschen vorstellen. bringt es Überlegung in Lagen. sogar wenn sich die Umstände geändert haben und ein ganz anderer Weg des Handelns notwendig ist. und. scheinen ihm gleich zu sein. Noch kann er Bewegungen lenken. Wenn das Denkzentrum für das Gefüblszentrum arbeitet.

Die Neigung zur Tagträumerei be- 160 .Wie wird dieses Wort buchstabiert?'. Das geschieht gewöhnlich. um eine größere Geschwindigkeit zu entwickeln. . Tagträumerei ist genau das Gegenteil von . „Die Arbeit des Bewegungszentrums an Stelle des Denkzentrums . erstrebt kein Ergebnis. wie wenn ein Mensch nichts als Worte liest oder hört und sich dessen. was er liest oder hört. sich vor jedem Buchstaben zu fragen: . durch Gedanken oder durch Kontemplation abgelenkt wird. die notwendig sind. „ . Fehler zu machen oder sehr langsam zu schreiben. wenn er mit dem Denken steuert. Der eigentliche Vorgang wird durch das Denkzentrum ausgeführt. Tagträumerei verfolgt kein Ziel. Es ist für einen gewöhnlichen Menschen absolut unmöglich. Der Grund für Tagträumerei liegt immer im Gefühlsoder im Bewegungszentrum.Bewegungszentrum gelenkten Finger die notwendigen Buchstaben von selber finden.nützlicher' Denktätigkeit. die Richtung der Tätigkeit des Denkzentrums mit etwas anderem beschäftigt ist und wenn das Bewegungszentrum versucht. gar nicht bewußt ist. . die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und zum Zwecke der Erreichung eines bestimmten Ergebnisses unternommen wird.Einbildung' ist eine der Hauptquellen falscher Arbeit der Zentren.Nützlich' heißt in diesem Falle eine Tätigkeit. vor allem in den Straßen einer großen Stadt. aber dies wird leicht eine Gewohnheit.Wo ist das K?'. Jedes Zentrum hat seine eigene Form von Einbildung und Tagträumerei. kann man nur im niedrigsten Gang fahren. Aber wenn er versucht. welches sich sehr gern für diesen Zweck zur Verfügung stellt. sondern einfach durch Tagträume oder durch Einbildungen. mit voller Geschwindigkeit zu fahren. aber gewöhnlich nützen sowohl das Bewegungs. Wenn man ein Auto mit seinem Verstand fährt. das abwesende Denkzentrum zu ersetzen. erzeugt zum Beispiel mechanisches Lesen oder mechanisches Hören.als auch das Gefühlszentrum hierfür das Denkzentrum aus.Wo ist das Komma?'. das heißt. wenn die Aufmerksamkeit. Das Denken kann nicht mit all den Bewegungen Schritt halten. weil Tagträumerei seinen eigenen Neigungen entspricht. . fängt er sofort an. weil das Denkzentrum gewöhnlich nicht durch nützliche Arbeit.

Und dennoch verbringen viele Menschen neun Zehntel ihres Lebens in solchen schmerzlichen Tagträumen über Unglücke. wenn auch schwachen Versuch. die Anstrengung einer Arbeit zu vermeiden. . oder Leiden.und. daß 161 . die sie sich zuziehen. Aber beim ersten. lebendig zu erhalten oder wiederzukäuen. sich von ihnen. die man früher durchlebt oder .Tagträumerei' sind Beispiele falscher Arbeit des Denkzentrums. Tagträumerei von unangenehmen. Darum muß man zwecks der Beobachtung und des Studiums von Gewohnheiten versuchen. Tagträume eines unangenehmen Charakters hingegen sind vollständig absurd. und ein Mensch kann sich nie kennen.Einbildung' und . das heißt. befreien muß.registrieren'. über Krankheiten. gegen sie anzukämpfen.ruht zum Teil auf der Faulheit des Denkzentrums. Erlebnisse zu wiederholen. Tagträume einer angenehmen Art kann man immerhin verstehen und für sie eine logische Rechtfertigung finden. „Der nächste Gegenstand der Selbst-Beobachtung müssen die Gewohnheiten im allgemeinen sein. Wir haben früher gesagt. dagegen anzukämpfen. irgendwelche Gewohnheiten zu haben. „Die Beobachtung der Tätigkeit von Einbildung und Tagträumerei bildet einen sehr wichtigen Teil des Selbst-Studiums. Solange ein Mensch durch eine besondere Gewohnheit gelenkt wird. seinen Versuchen. die ihnen oder ihrer Familie geschehen könnten. trotzdem er dies oft gar nicht gewahr wird und sogar leugnet. aus ihnen entkommen. Bewegun^szentrums. Letzteres ist ganz unmöglich. Alle drei Zentren sind voll von Gewohnheiten. die sie zu ertragen haben könnten. bemerkt und fühlt er sie. bevor er nicht alle seine Gewohnheiten studiert hat. wenn auch nur für einen Augenblick. weil man. Die Beobachtung und das Studium von Gewohnheiten ist besonders schwierig. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und in einer bestimmten Richtung geht. Jeder erwachsene Mensch besteht vollständig aus Gewohnheiten. morbiden Dingen ist sehr kennzeichnend für den unausgeglichenen Zustand der menschlichen Maschine. sowohl angenehme wie auch unangenehme. Dies eröffnet eine praktische Methode für die Selbst-Beobachtung. und teilweise auf der Neigung des Gefühls. merkt er sie nicht.sich eingebildet' hat. um sie zu sehen und zu .

zu be- 162 . daß seine gewohnte Art zu gehen aus einer Anzahl Gewohnheiten besteht. „Auf dem Gebiet der Gefühle ist es sehr nützlich. auf die gewöhnliche Art und Weise zu gehen. zum Beispiel eine bestimmte Schrittweite zu halten. daß er nur beobachten und . während er geht. wenn er nicht versucht. Dies ist wahr. sie zu verändern. Aber es ist auch wahr. Dieser Kampf kann keine unmittelbaren Ergebnisse zeitigen. wenn er fortfährt. wird er sich beobachten und seine Bewegungen studieren können. größere oder kleinere Schritte zu machen. Aber wenn er versteht. all seine unangenehmen Gefühle sofort auszudrücken. und versuchen. mit sich selbst. aber ohne ihn ist Selbst-Beobachtung unmöglich. vor allem zu keiner bleibenden oder dauernden Wandlung. das heißt. trifft der Mensch auf Gewohnheiten. er muß sitzen. woraus er besteht. Aber er zeigt. Zum Beispiel kann ein Mensch seine Bewegungen studieren wollen.registrieren' kann. daß ein Mensch nichts beobachten und . All dies wird ihm ermöglichen. was da ist. mag beobachten wollen. er muß stehen. er muß in ungewohnten Haltungen sitzen. schneller oder langsamer zu gehen.ein Mensch nichts in sich ändern kann. während er schreibt. muß ein Mensch versuchen. wie er geht. sich zu beobachten und die Gewohnheiten und Assoziationen des Bewegungszentrums zu studieren. anders zu gehen. die er sonst mit seiner rechten Hand macht und umgekehrt. wo er gewohnt ist zu stehen. und er muß mit seiner linken Hand die Bewegungen machen.registrieren' kann. und wenn er dann versucht. das heißt mit seinen Gewohnheiten. Aber er wird dies nie erreichen. sie auf eine andere Weise als gewöhnlich zu halten. zu kämpfen. die elementarste Tätigkeit des Bewegungszentrums kennenzulernen. dann wird die Beobachtung möglich werden. wo er gewohnt ist zu sitzen. er kann zu keiner Wandlung führen. Der Kampf mit kleinen Gewohnheiten ist sehr schwierig und langweilig. wie er seine Feder hält. Um sich zu beobachten. dann muß er darauf achten. als er es gewohnt ist. mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu gehen und so fort. Wenn ein Mensch sich beobachten will. die Gewohnheit. Ohne Kampf kann ein Mensch nicht sehen. das heißt. „Sogar beim ersten Versuch.

in denen ein Mensch sich oder seine Gewohnheiten wandeln kann. daß in ihm nichts Bleibendes ist. Jeder Schock ruft eines seiner Ichs auf den Plan. und wieder ist ein neues Ich da. Darum muß Selbst-Beobachtung und Selbst-Studium von Anfang an von einem Kampf gegen das Äußern unangenehmer Gefühle begleitet sein. Er wird seine vollständige Mechanisiertheit fühlen. Ein anderer kleiner Wechsel in der Umgebung. daß er nicht weiß. und er wird sich überzeugen. während er sich selbst beobachtet. Er wird einsehen.tun'. und er wird einsehen. Er wird einsehen. Viele Menschen finden es sehr schwer. die durch zufällige Schocks von außen gelenkt wird. er kann nichts . daß irgend etwas oder irgend jemand das verletzt. Gefühle und Worte das Ergebnis äußerer Einflüsse sind und daß nichts von ihm selbst herrührt. sondern er hat gleichzeitig auch eine andere Bedeutung. daß er tatsächlich ein Automat ist. Ein neuer Schock. was er im nächsten Augenblick sagen oder tun wird. Er wird verstehen und sehen.geschieht'. daß er nicht einmal für die kürzeste Zeitspanne für sich einstehen kann. daß seine Handlungen.kämpfen. Erstlich wird er mit unmißverständlicher Klarheit die Tatsache verzeichnen. Er ist eine Maschine. Gedanken. wenn sie fühlen. Er ist eine der wenigen Richtungen. keine unangenehmen Empfindungen zu äußern. wenn keine unerwarteten äußeren Veränderungen statthaben. der unter dem Einfluß äußerer Anregungen handelt. Alles . „Wenn ein Mensch alle diese Regeln einhält. daß er überhaupt keine Kontrolle über sich hat. davon abzustehen. ohne dafür andere unerwünschte Gewohnheiten zu schaffen. wird er eine ganze Reihe sehr wichtiger Seiten seines Wesens registrieren. daß er nur dann der gleiche bleibt und nichts Unerwartetes tut. daß seine Handlungen gänzlich durch äußere Bedingungen geleitet werden. Der Mensch wird beginnen zu verstehen. und dieses Ich verschwindet und ein anderes nimmt seine Stelle ein. von 163 . was sie für Ordnung oder Gerechtigkeit halten. ihre Gefühle über schlechtes Wetter zu äußern. Noch schwieriger ist es für die Menschen. „Der Kampf gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle ist nicht nur eine sehr gute Methode zur Selbst-Beobachtung.

außerdem Handlungen.'s zu den Einteilungen.dem aus eine Herrschaft ausgehen könnte. „keine unangenehmen Gefühle auszudrücken". Das zweite war die Forderung. „automatische" Handlungen (die zuerst bewußt sein müssen)." Es gab einige Stellen in G. daß ich damit recht hatte. die mich hier fesselte. die Bewegungsfunktionen zu den instinktiven Funktionen? Sind sie das gleiche oder etwas Verschiedenes? Und weiterhin. daß man niemals finden kann. Erstens ließ er den Begriff „bewußte" Handlungen nicht gelten. und ferner. das heißt. die unter dem Einfluß verborgener Gefühlsveranlagungen oder unbekannter innerer Impulse ausgeführt werden. nicht eine einzige bleibende Funktion. der eine so große Rolle in 164 . Der Begriff „unterbewußt". Das erste war die Möglichkeit der Selbst-Wandlung. „instinktive Handlungen (förderliche. daß ein Mensch. man sei im Recht. der anfängt. nichts gibt. Ich fühlte sofort etwas Großes dahinter. die besonders mein Interesse erweckten. Und die Zukunft zeigte. Aber dies war viel später. nicht ein einziger dauernder Zustand. wie schon aus seinen Worten klar wurde. war die Frage: In welche Beziehung setzt G.'s psychologischen Theorien. mit einigen Vorbehalten und Zusätzen die alte Einteilung anzunehmen. G. daß die menschlichen Handlungen sich gliedern in „bewußte" Handlungen. Die Hauptsache. was bewußt wäre. war die Idee des Bewegungszentrums. sich auf die richtige Weise zu beobachten. da das Studium der Gefühle und die Arbeit an den Gefühlen zur Grundlage der darauffolgenden Entwicklung des ganzen Systems wurde. sich sofort zu wandeln beginnt. weil es. Das dritte. was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog und worüber ich sogleich nachzudenken begann. als ich das erstemal davon hörte. aber ohne bewußten Zweck) und „Reflexe" (einfache und komplexe. stellte diese ganze Struktur vollständig auf den Kopf. in welcher Beziehung stehen die Einteilungen G. die in der üblichen Psychologie gebraucht werden? Ich hatte es für möglich gehalten. die niemals bewußt sind und in manchen Fällen sogar hinderlich sein können).

können sie nicht „automatisch" genannt werden. sind die Reflexe. die ein Mensch ausführt. Die Einteilung der Handlungen nach den sie lenkenden Zentren beseitigte alle Ungewißheit und alle möglichen Zweifel in bezug auf die Richtigkeit dieser Einteilung. Die Wechselbeziehung zwischen Bewegungs. Und wie ich aus dem folgenden verstand. Verdauung — das sind die instinktiven Funktionen. nicht als „automatisch". auf den dauernden Mißbrauch der Worte „Instinkt" und „instinktiv" aufmerksam. weil Erscheinungen ganz verschiedener Kategorien unter den Begriff „unterbewußt" eingereiht werden. Aus seiner Rede ging hervor. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungs- 165 . ohne sie selbst wahrzunehmen. Herzschlag. Aber G. Blutkreislauf. Die einzigen äußeren Funktionen. Besonders wichtig war in G. Atmung.und instinktiven Funktionen in seiner Beschreibung interessierte mich sehr. die zu dieser Kategorie gehören. Wenn die gleichen Handlungen von einem Menschen beobachtet werden. er sprach zum Beispiel von „automatischen Gedanken" und „automatischen Gefühlen". das sie viel besser ausführt. nannte er diese „instinktive Handlungen". Ein Beispiel ist der Rekrut und der alte Soldat bei Gewehrübungen. und icli kehrte in meinen Gesprächen mit ihm oft zu diesem Thema zurück. Zu allererst machte G.den Theorien mancher Autoren spielt.'s System der Hinweis. Er räumte dem Automatismus einen wichtigen Platz ein. daß diese Worte richtig nur auf die inneren Funktionen des Organismus angewandt werden dürfen. die durch das Bewegungszentrum gelenkt werden. er fand automatische Handlungen in allen Zentren. bezeichnete Handlungen. aber er betrachtete die Bewegungsfunktionen als von den automatischen Funktionen verschieden und. daß die gleichen Handlungen aus verschiedenen Zentren herrühren können. der andere mit dem Bewegungszentrum. Der eine führt die Übung mit seinem Denkzentrum aus. Als ich ihn nach den Reflexen fragte. hielt er von den äußeren Bewegungen nur die Reflexe für instinktive Handlungen. erwies sich als ganz nutzlos und sogar irreführend. was das Wichtigste war. Er benützte den Begriff „automatisch" nur für die Handlungen.

die es über die wunderbare „Intelligenz" von Tieren oder den „Instinkt" gibt. müssen gelernt werden. andere weniger haben. wie es überhaupt erst einmal zu dieser Ordnung gekommen war. indem er sie auf den Menschen und das wirkliche Problem des Selbst-Studiums lenkte. das als Empfänger verschiedener und manchmal sehr entfernter Einflüsse arbeite. Ich wollte sehr gern hierüber wie auch über viele andere Dinge in Verbindung damit mit G. eines Hundes. sondern auch ein „Empfangsgerät" darstelle. das einerseits nicht vom Verstand abhängt. Der Mensch hat sehr wenig angeborene äußere Bewegungen. daß jedes Zentrum nicht nur eine Bewegkraft. ohne zu überlegen. sprechen. Eine der Haupteigenschaften des Bewegungszentrums ist dessen Fähigkeit zur Nachahmung.Funktionen ist folgender: die Bewegungsfunktionen eines Menschen sowohl als auch eines Tieres. aber das. was man über Kriege. Es konnte keinen Wechsel. Durch Nachahmung geleitet. erklärte die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung in Bienenstöcken. wich solchen Gesprächen immer aus. ist sehr oft eine Reihe komplexer Bewegungsfunktionen. Aber die „Nachahmung" erklärte nicht. überhaupt keine Abweichung von dem Vorbild geben. hat eine Generation sich ganz nach dem Vorbild der anderen richten müssen. Revolutionen. Termiten. Die Vorstellung eines unabhängigen Bewegungszentrums. welche die jungen Tiere von älteren lernen. Völkerwanderungen und so weiter sagt. eines Vogels.und Ameisenhaufen. Wenn ich daran dachte. obwohl es Unterschiede gibt. Dies ist der Ursprung der Legenden. der die Stelle der Intelligenz einnimmt und sie eine ganze Reihe sehr komplizierter und nützlicher Handlungen ausführen läßt. Das Bestehen eines Bewegungszentrums. was gewöhnlich als Instinkt erklärt wird. 166 . Das Tier hat mehr. den Verstand nicht benötigt und ein eigenes Gehini darstellt und das andererseits nicht vom Instinkt abhängt und vor allem anderen lernen muß. aber instinktive Funktionen sind angeboren. was es sieht. Das Bewegungszentrum ahmt nach. stellte viele Probleme auf eine ganz neue Grundlage. Aber G. Femer wurde mir vieles durch die Vorstellung klar. das mittels der Nachahmung arbeitet. da einige mehr.

begann ich unseren grundsätzlichen Fehler in der Bewertung der Handlungen eines Individuums zu verstehen." 167 . sagte G. „und ferner muß das Geschlechtszentrum hinzugefügt werden. Sie müssen für beide Zustände in sich selbst Beispiele finden. sagte G. sondern unter dem Einfluß äußerer Reize.und Gefühlszentrum sind für das Leben nicht unerläßlich.wenn ich mir vorstellte. die Prinzipien zu erklären.und instinktive Zentrum jedoch auf einer Stufe. nehmen wir sie als ein Zentrum mit verschiedenen Funktionen an. Das Geschlechtszentrum ist die neutralisierende Kraft in bezug auf das instinktive und das Bewegungszentrum. „Werden die instinktiven und die Bewegungsfunktionen durch zwei verschiedene Zentren gelenkt?" fragte ich einmal G.. wie Menschenmassen unter der Leitung planetarischer Einwirkungen sich bewegen. daß die „Massen" aus Automaten bestehen. weil die drei in ihm arbeitenden Zentren die Leiter der drei Kräfte sind. die möglicherweise von sehr weit herkommen. die sich auf der gleichen Stufe befinden.und Bewegungszentrum arbeiten auf verschiedenen Stufen. In manchen Menschen ist das Bewegungszentrum aktiver. wenn es nur wichtig ist. Den nächsten Augenblick ist das instinktive aktiv und das Bewegungszentrum passiv. Fühl. das Bewegungs. was diese Stufen bedeuten und wovon sie abhängen. Später werden Sie verstehen. Wir stellen uns nicht vor. Und außer verschiedenen Zuständen gibt es auch verschiedene Typen. Bewußtsein oder individueller Neigung handeln. die äußeren Einflüssen folgen und nicht unter dem Einfluß von Willen. „Gewiß". Das untere Stockwerk kann für sich bestehen. Aber zum Zwecke der Erleichterung im Denken und vor allem am Anfang. Denk. Dies sind die drei Zentren des unteren Stockwerkes. Wir betrachten die Handlungen eines Individuums als von ihm selbst herrührend. Das Denk-." „Welches Zentrum im unteren Stockwerk ist aktiv und welches passiv?" „Das wechselt". „Einen Augenblick ist das Bewegungszentrum aktiv und das instinktive passiv. in anderen das instinktive Zentrum.

Es ist Zeit. aber meistens ist es nur eine subjektive Gefühlserfahrung auf der Traumebene..kosmischem Bewußtsein' reden. Achten Sie darauf. Wir kennen es nur in uns selbst. sagte G. In den meisten Fällen ist das sogenannte . denn Sie können es nur erkennen." „All das ist Unsinn". das Dasein des Bewußtseins in einem anderen Menschen zu beweisen. „und wie kann es auch definiert werden.. sagte G. im Gespräch. Und wenn Sie es nicht haben. sondern für eine längere Zeitspanne. Nur eines ist wahr in dem. uns zur Verfügung stehenden Mitteln ist es unmöglich. „das ist ein vager und unbestimmter Begriff. Manchmal kommt es der Ekstase nahe.kosmische Bewußtsein' einfach Phantasie. ob er es für möglich halte. „kosmisches Bewußtsein" zu erreichen. „Wie definieren Sie Bewußtsein?" „Bewußtsem wird für undefinierbar gehalten". wenn Sie es haben. wie ich früher darüber in meinem Buch Tertium Organum geschrieben hatte. sagte ich.SIEBENTES KAPITEL B ei einer Gelegenheit fragte ich G. „die gewöhnliche wissenschaftliche Sophisterei. „Ich weiß nicht. nicht nur für einen kurzen Augenblick.kosmisches Bewußtsein' nennen". assoziatives Tagträumen in Verbindung mit verstärkter Arbeit des Gefühlszentrums. Ich verstand den Ausdruck „kosmisches Bewußtsem" als ein für den Menschen mögliches höheres Bewußtsein in dem Sinne. was Bewußtsein ist. daß ich sagte erkennen können. wenn es eine innere Qualität ist? Mit den gewöhnlichen. was Sie gesagt haben: daß Sie Bewußtsein nur in sich selbst erkennen können. Aber ganz abgesehen davon. jeder kann damit bezeichnen. bevor wir überhaupt von . dann können Sie wissen. müssen wir im allgemeinen bestimmen. daß Sie davon frei werden. was Sie . was er will. daß 168 .

Wir haben nur die Möglichkeit von Bewußtsein und seltene Augenblicke seines Aufblitzens.Geschmack*. Es ist notwendig. sehen können. ob sie sich dessen. bewußt sind oder nicht. was Bewußtsein ist. aber später. daß es für eine lange Zeit abwesend gewesen ist. nun ist sie nicht da. arbeiten können. und femer im allgemeinen. nämlich daß die Augenblicke des Bewußtseins sehr kurz und durch lange Zwischenräume vollständig unbewußten mechanischen Arbeitens der Maschine unterbrochen sind. dann werden Sie ebenso sicher auch an anderen erkennen. Deshalb können wir nicht definieren. Eben ist sie da. wo es gar nicht besteht. solange Sie nicht verstehen. die sich stetig wandelt. daß Sie denken. in dem es verschwand und in dem es wieder erschien.Sie es nicht haben. In Wirklichkeit ist Bewußtsein eine Eigenschaft. daß Sie denken. In diesem Falle können Ihnen keine Definitionen helfen. die Sie heute weder sehen noch erkennen." 169 . „Ihr Hauptfehler besteht darin. und damit können Sie den Augenblick finden oder sich an ihn erinnern. was sie tun. zwischen Bewußtsein und der Möglichkeit von Bewußtsein zu unterscheiden. was Sie zu definieren haben. zwar nicht im selben Augenblick. und wenn Sie lernen. fühlen. in denen Sie dem Bewußtsein näher oder weiter davon entfernt sind. wenn es wieder auftaucht. Aber die Beobachtung des Erscheinens und Verschwindens des Bewußtseins in Ihnen selbst wird Ihnen unvermeidlich eine Tatsache klarmachen. daß Sie. Sie hätten immer Bewußtsein. durch den . Wissenschaft und Philosophie können Bewußtsein nicht definieren. Ich meine damit. handeln. sprechen. ohne sich dessen bewußt zu sein. daß Bewußtsein entweder immer da ist oder nie da ist. Sie werden dann sehen. und es sind auch keine Definitionen möglich. weil sie es da definieren wollen. Sowohl das Bewußtsein als auch die verschiedenen Grade des Bewußtseins muß man in sich selbst feststellen — durch Empfindung. in sich selbst die Augenblicke von Bewußtsein und die langen Zeitspannen des Mechanisiertseins zu sehen. Und es gibt verschiedene Grade und verschiedene Stufen von Bewußtsein. Sie können ebenfalls die Zeitpunkte bestimmen.

Aber eines der folgenden Gespräche erklärte mir die Prinzipien. „Ich meine.beobachtet es' genau so wie . denn ich sagte. während Sie sich beobachten. ich bemerke. bei Beginn einer Zusammenkunft eine Frage.Ich kann nicht behaupten. und berichten Sie mir später die Ergebnisse. Bei Ihnen . Bei einer Gelegenheit stellte G. ihn in solchen Umständen zu verstehen und sah. sich Ihrer selbst zu erinnern. auf denen seine Argumente beruhten. muß man zuerst sich seiner selbst erinnern.wird gesehen'. . Um sich wirklich zu beobachten. und die vollständig neue Bedeutung des Wortes wissen.) Sie fühlen sich selbst nicht. Die Frage war: „Was ist das Wichtigste. .es lacht'.wird bemerkt'. das wir entweder überhört oder nicht begriffen hatten. „Keiner von Ihnen hat das Wichtigste bemerkt. G. sagte er. daß seine Worte über das Bewußtsein mir sofort klar wurden. keiner von Ihnen hat bemerkt. Alles . haben überhaupt einen Wert. was wir während der Selbst-Beobachtung bemerken?" Einige der Anwesenden sagten. bei Versuchen der Selbst-Beobachtung hätten sie besonders stark einen unaufhörlichen Gedankenstrom gespürt. .. daß Sie sich nicht Ihrer selbst erinnern. (Er betonte wieder diese Worte. Sonst 170 . (Er legte besonderen Nachdruck auf diese Worte.es denkt'.es spricht'. die nicht nur die Vorstellung einschließe. auf die alle Anwesenden der Reihe nach antworten mußten. war von unseren Antworten sichtlich unbefriedigt. Ich hatte schon begonnen. die von der SelbstErmnerung begleitet werden. daß man diese oder jene Sache kenne. als ob es ein „Organismus" sei.) Versuchen Sie. die Ganzheit des Systems. sondern die Verbindung dieser Sache mit allem anderen. ich sehe. Sie sind sich Ihrer selbst nicht bewußt. . die Arbeit eines Zentrums von der Arbeit eines anderen zu unterscheiden. Andere sprachen von der Schwierigkeit. auf das ich Sie hinwies". Ich hatte sichtlich die Frage nicht vollständig verstanden oder ich äußerte meine eigenen Gedanken. Sie fühlen nicht: ich beobachte. den sie nicht aufhalten konnten. sei die Verbundenheit einer Sache mit einer anderen in diesem System. Nur die Ergebnisse. was mich am meisten beeindrucke. daß er von uns Hinweise auf etwas Bestimmtes erwartete.

wird er entweder auf Sie wütend werden. sogar die Empfindungen 171 .mich als Ich fühlte. die dies wissen (er betonte diese Worte). und dieses Ich stetig zu fühlen. Wenn ich . mich meiner selbst zu erinnern. die Gedanken zu einem Stillstand brachten. die ganze menschliche Blindheit. auf das Wissenschaft und Philosophie bis jetzt noch nicht gestoßen waren. mich meiner selbst zu erinnern oder mir meiner selbst bewußt zu werden. ich gehe. während der Selbst-Beobachtung mich meiner selbst zu erinnern. Aber ich nahm mir vor. oder er wird Sie für einen vollständigen Narren halten. daß ich hier einem gänzlich neuen Problem gegenüberstand. Der erste Eindruck war. Schon die ersten Versuche zeigten mir. Wenn Sie ihm sagen. was ich mir selbst dabei dachte. „Dies ist eine sehr wichtige Einsicht.sind Sie selbst gar nicht an Ihren Beobachtungen beteiligt. daß die Versuche. wissen schon sehr viel. Wenn ein Mensch wirklich weiß. keine Schlüsse zu ziehen. Aber bevor ich auf meine weiteren Folgerungen eingehe. Die Hauptschwierigkeit ist. „Was wollen Sie mehr?" sagte G. ob er sich seiner selbst erinnern könne. daß wir uns tatsächlich nie an uns selbst erinnern. sondern zu versuchen. was G. Sie schienen mir sofort der Schlüssel zu seinen Worten über das Bewußtsein zu sein. zu beschreiben versuchen. und vor allem alle meine Versuche." Alles. Und was sind dann all Ihre Beobachtungen überhaupt wert?" Diese Worte von G. ich tue. daß er sich nicht seiner selbst erinnern könne. will ich nieine Anstrengungen. mir zu sagen. Das ganze Leben beruht hierauf. wie schwer dies ist. alles. die ganze menschliche Existenz. dann ist er schon dem Verständnis seines Seins nahegerückt. sagte. mich meiner selbst zu erinnern. Menschen. daß er sich nicht seiner selbst erinnern kann. wird er natürlich antworten. Wenn Sie einen Menschen fragen. konnte ich weder denken noch sprechen. daß niemand es weiß. gaben mir viel zu denken. daß er es könne. außer daß sie mir zeigten. Die Versuche von Selbst-Erinnerung führten zu keinem Ergebnis. hatten mir gezeigt und mich bald überzeugt.

Ich *. Eine zweite Pfeilspitze erscheint auf der Linie. Femer konnte dieser „andere Gegenstand" sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von mir befinden. Tatsächlich war es fast das gleiche mit dem einen Unterschied. wird meine Aufmerksamkeit sowohl auf den beobachteten Gegenstand als auch auf mich selbst gerichtet.wurden verschwommen. Ich -< >. daß beim Anhalten der Gedanken die Aufmerksamkeit ganz auf die Anstrengung gerichtet ist. Femer konnte man sich auf diese Weise nur für eine sehr kurze Zeitspanne seiner selbst erinnern. Und meine ersten Versuche. ein Teil wird auf die gleiche Anstrengung gerichtet und der andere Teil darauf. ohne die auf einen anderen Gegenstand gerichtete Aufmerksamkeit zu schwächen oder zu vernachlässigen. Ich spreche von der Teilung der Aufmerksamkeit. wie es in Büchern über Yoga-Übungen erwähnt wird. keine Gedanken zuzulassen. 172 . meine Gedanken zum Stillstand zu bringen. Wenn ich gleichzeitig versuche. sah ich. Zum Beispiel gibt es eine wenn auch sehr allgemeine Beschreibung darüber in Edward Carpenters Buch Vom Gipfel Adams nach Elephanta. die nichtsdestoweniger sich in der Praxis als sehr nützlich erwies. zu einer wenn auch wahrscheinlich sehr unvollständigen Definition von „Selbst-Erinnerung" zu kommen. wird meine Aufmerksamkeit auf den beobachteten Gegenstand gerichtet — eine Linie mit einer Pfeilspitze. riefen mir diese meine ersten Experimente ins Gedächtnis.der beobachtete Gegenstand. dem Hauptkennzeichen der Selbst-Erinnerung. Ich hatte früher einige Experimente in der Richtung gemacht. mich meiner selbst zu erinnern. Diese letzte Einsicht befähigte mich. mich meiner selbst zu erinnern. daß das Problem darin bestand. die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten. während bei der Selbst-Erinnerung die Aufmerksamkeit geteilt wird. sich selbst zu empfinden. Ich stellte es mir in der folgenden Weise vor: Wenn ich etwas beobachte. Nachdem ich dies definiert hatte.der beobachtete Gegenstand.

daß ich an der Schwelle einer sehr großen Entdeckung stand. was ihm sehr groß zu sein scheint. daß Selbst-Erinnerung als Ergebnis dieser Methode nichts mit „Selbst-Fühlen" oder „Selbst-Analyse" gemein hat. Warum soll man so viel erleben. Es war ein neuer und sehr interessanter Zustand. Nur die absichtliche Erzeugung solcher Augenblicke schuf eine Empfindung von Neuheit. wenn auch selten. da es notwendig ist. Die Schwäche und Mangelhaftigkeit unseres Gedächtnisses hatte mich immer erstaunt. den Kopf nicht zu verlieren. Erstens stellte ich fest. in denen ich mich meiner selbst erinnert hatte. Ein Mensch fühlt etwas. Ich fürchtete mich immer noch. endgültige Schlüsse zu ziehen. daß sie stattfanden. daß ich mich wirklich nur an diejenigen Augenblicke in der Vergangenheit erinnere. der mir merkwürdig bekannt vorkam.Gleich die ersten Versuche solcher Aufmerksamkeits-Teilung zeigten mir deren Möglichkeit. in Augenblicken. da man seine eigene Stimme hört und sich selbst von außen sieht und beobachtet. Sie traten entweder in neuen und unerwarteten Umgebungen auf oder an einem neuen Ort. sie noch einmal zu durchleben. er denkt. Aber die Augenblicke. Gleichzeitig wurden mir zwei Dinge klar. waren lebendig und in keiner Weise von der Gegenwart verschieden. Tatsächlich war ich seit frühester Jugend mit ihnen bekannt. vorkommen. Ich bin nicht imstande. Von den anderen weiß ich nur. daß Augenblicke von Selbst-Erinnerung im Leben. Diese letzte Einsicht enthüllte mir vieles andere. bei einer Reise unter neuen Menschen. daß meine ersten Lebenserinnerungen — in meinem eigenen Fall sehr frühe — Augenblicke des Selbst-Erinnerns waren. Aber ich sah bereits. Ich sah ganz klar. in Augenblicken von Gefahr. So vieles verschwindet. sie ganz wieder hervorzurufen. wo ich mich meiner selbst erinnerte. zum Beispiel wenn man plötzlich um sich blickt und sagt: Wie merkwürdig — ich und dieser Ort! Oder in Augenblicken sehr starken Gefühls. Zweitens erkannte ich. um es nachher zu vergessen? Femer war darin etwas Erniedrigendes. er wird es nie 173 . Irgendwie sah ich darin die Haupt-Absurdität des Lebens. Das heißt ich erkannte.

meine Aufmerksamkeit wenigstens für einige Zeit. und schaute umher. daß SelbstErinnern wunderbare Empfindungen vermittelt. zu verlieren. vor allem alte Häuser. die natürlicherweise — das heißt von selbst — uns nur sehr selten und unter außergewöhnlichen Bedingungen begegnen. fand ihn wieder und verlor ihn wieder. darauf zu konzentriereta. Petersburg zu wandern und die Häuser und Straßen „zu empfinden". waren ganz lebendig. Der Lärm. Peters• bürg ist voll von solchen merkwürdigen Empfindungen. Ich erreichte die Nadejzdinskaja. Aber davon will ich später sprechen. Später sollte ich auf die gleiche Art noch viele unerwartete Dinge entdecken. warum dem so war und warum es nicht anders sein konnte. ein oder zwei Jahre vergehen — und nichts bleibt davon übrig. Schließlich fühlte ich eine Art lächerlichen Ärgers über mich und bog in die Straße nach links ein. dann wird der Grund seiner Armut klar. daß es in 174 . Jeden Augenblick verlor ich den Faden meiner Aufmerksamkeit. außer vielleicht für kurze Momente. die Empfindungen kamen ganz von selbst. ich ging einfach spazieren und versuchte. die Bewegung. Später. So pflegte ich zum Beispiel während dieser Zeit sehr viel nachts durch St.vergessen. zu anderen Zeiten wurde es von merkwürdigen Beobachtungen begleitet. als ich lernte. und fast sprach ich mit ihnen. sah ich. All dies waren die Einsichten der ersten Tage. Häuser. meine Aufmerksamkeit zu teilen. jedenfalls bis ich die folgende Straße erreicht haben würde. Ich spazierte einmal den Litejnij entlang in Richtung auf den Newsky. ohne den Faden derAufmerksamkeit. alles lenkte mich ab. Nun wurde mir klar. Wenn unser Gedächtnis wirklich nur in Augenblicken des Selbst-Erinnerns lebendig ist. mich meiner selbst zu erinnern. Ich dachte an gar nichts. Manchmal war das Selbst-Erinnern nicht erfolgreich. nieine Aufmerksamkeit längere Zeit auf das Selbst-Erinnem zu richten. und trotz aller meiner Anstrengungen war ich unfähig. ich hatte mich fest entschlossen. Darin war keine „Einbildung". mich meiner selbst zu erinnern. St. Hierauf wandte ich mich wieder dem Newsky zu und erkannte.

Die Empfindung des Erwachens war erstaunlich lebendig. zur Offizerskaja zu gelangen. Ich kann beinahe sagen. daß ich vergessen hatte. weil es spät geworden war. — Und plötzlich erinnerte ich mich. Ich hatte den Tabakhändler verlassen. weiter zusammenhängende und nützliche Handlungen ausgeführt. wo meine Zigaretten angefertigt wurden. Gleichzeitig hatte ich. Ich fuhr mit einem Iswostschik zu den Druckern. während ich in diesen Schlaf versunken war. Dann hatte ich meine Absicht geändert. Wie ich entlang der Nadejzdinskaja spaziert war. mich meiner selbst zu erinnern. Ich war auf der linken Seite des Newsky bis zum Gostinij Dvor gegangen mit der Absicht.ruhigen Straßen für mich leichter war. Beim Erreichen des Newsky erinnerte ich mich noch meiner selbst und begann bereits. Gerade um die Ecke am Newsky war ein Tabakladen. Ich hatte zwei Briefe geschrieben. das heißt weit weg von dort. wie ich mich meiner selbst erinnert hatte. wie ich an Zigaretten gedacht hatte und wie ich bei diesem Gedanken anscheinend in tiefen Schlaf gesunken war. Sofort erinnerte ich mich an alles. den große Anstrengungen dieser Art nach sich ziehen. daß ich zu mir kam. deshalb wollte ich es auch in lärmigeren Straßen versuchen. den gedanklichen Faden nicht zu verlieren. Ich hatte einen Iswostschik gedungen und war zur Kavalergardskaja zu meinen Druckern gefahren. 175 . dachte ich dort vorzusprechen und einige Zigaretten zu bestellen. Und auf dem Weg. Ich sprach über meine Beobachtungen und Schlüsse sowohl zu den Leuten unserer Gruppe als auch zu meinen zahlreichen literarischen Freunden und anderen. Zwei Stunden später erwachte ich in der Tawritscheskaja. begann ich eine merkwürdige Unruhe zu verspüren. den seltsamen Gefühlszustand inneren Friedens und Vertrauens zu verspüren. war in meine Wohnung in der Litejnij gegangen und hatte mit den Druckern telephoniert. Immer noch mich meiner selbst erinnernd. Dann war ich wieder aus dem Haus gegangen. als ob ich etwas vergessen hätte. während ich die Tawritscheskaja entlang fuhr.

überhaupt nicht das. Mir fiel der Unterschied zwischen dem Verständnis seitens der Leute innerhalb unserer Gruppe und dem der übrigen Menschen auf. etwas. Wolinsky. was es früher noch nirgends gegeben hatte. Ich hatte Wundt gelesen. was ich Wolinsky erklärt hatte. daß dies der Schwerpunkt des ganzen Systems und aller Arbeit an sich selbst sei. fand in der Idee des „Selbst-Erinnems" nichts. Und daß wir. wenn wir genügend Anstrengungen machen. Die anderen Menschen verstanden dies nicht. und daß nun die Arbeit an sich selbst nicht mehr nur leere Worte seien. sagte er mir. Und natürlich war das. L. Wundt war der Idee nahegekommen. Die Menschen. daß wir in tiefem Schlaf leben. wenn auch nicht alle sofort. „Das ist Apperzeption". alle nahmen es zu leicht. Es ist genau das. Natürlich wußte Wundt davon. ist Apperzeption. verstanden. die zu unserer Gruppe gehörten. die europäische und westliche Psychologie im allgemeinen hätte eine Tatsache von gewaltiger Wichtigkeit übersehen." Ich wollte nicht mit Wolinsky streiten. was er nicht schon früher gekannt hätte. und dies nicht metaphorisch.Ich sagte ihnen. handeln und denken. Ich sagte. was Wundt geschrieben hatte.Beobachtung mit Selbst-Erinnern'. .Einfache Beobachtung' ist Perzeption. . uns unser selbst erinnern können. A. daß es solche Theorien schon früher gegeben habe. dank derer die Psychologie eine genaue und gleichzeitig eine praktische Wissenschaft werde. den ich oft getroffen und mit dem ich seit 1909 viel gesprochen hatte und dessen Meinung ich hochschätzte. nämlich. sondern absolut wirklich. daß wir auf ein „Wunder" gestoßen seien und daß es etwas „Neues" sei. und manchmal begannen sie mir sogar zu beweisen. aber andere waren ihr genau so nahegekommen 176 . daß wir uns unser selbst nicht erinnern. sondern eine wirkliche Tatsache voller Bedeutung. wovon Sie sprechen. „Haben Sie Wundts Logik gelesen? Sie werden dort seine letzte Definition der Apperzeption finden. wie Sie es nennen. daß wir erwachen können.

welche die Idee des Fehlens von Bewußtsein und die Idee der Möglichkeit einer willkürlichen Schaffung dieses Bewußtseins in unserem Denken einnehmen sollte. als ich ihn darauf hinwies. Aber bei seiner ersten Vorlesung sprach er von etwas anderem. daß diese Idee für viele sonst sehr intelligente Menschen unter einem undurchdringlichen Schleier verborgen ist — und noch viel später sah ich. müssen wir nach seiner Äußerung in Welt und Mensch gleichzeitig Ausschau halten. Wenn wir die Prinzipien irgendeines Gesetzes erkannt haben. und in anderen Fällen ist es besser. mit der Welt zu beginnen und dann zum Menschen überzugehen. mit dem Menschen zu beginnen und dann auf die Welt überzugehen. die alle Vorgänge in Welt und Mensch regieren.und waren später in einer anderen Richtung wieder davon abgewichen. daß Wolinsky dies sogar dann nicht sehen konnte. die sich hinter seinen Gedanken über die verschiedenen Formen der Perzeption verbarg. Später kam ich zu der Überzeugung. Mir schien es nur merkwürdig. „Bei richtigem Wissen muß das Studium des Menschen parallel zum Studium der Welt verlaufen. Als G. konnte er auch natürlich die zentrale Stellung nicht erkennen. „Die Anzahl der Grundgesetze. Darum ist es in manchen Fällen besser. warum dies so ist. Verschiedene zahlenmäßige Ver- 177 . Die Gesetze sind überall die gleichen. Er hatte die Größe der Idee nicht gesehen. und das Studium der Welt muß parallel zum Studium des Menschen verlaufen. andere wieder leichter im Menschen beobachtet. ist sehr klein. Femer werden einige Gesetze leichter in der Welt. fand er uns in Experimente über Selbst-Erinnem und in Diskussionen über diese Experimente vertieft. Und da er die Größe der Idee nicht gesehen hatte. in den Erscheinungen verschiedener Ordnungen Analogien zu finden. „Dieses parallele Studium von Welt und Mensch zeigt die grundsätzliche Einheit von allem auf und hilft. sowohl in der Welt als auch im Menschen. das nächstemal von Moskau kam.

Bindungen einiger Grundkräfte erschaffen all die scheinbare Mannigfaltigkeit der Erscheinungen. „Nach den im Westen anerkannten Theorien sind Schwingungen stetig. das die Schwingung trägt. entwickeln sich die Schwingungen einförmig und allmählich und können beim Fehlen von Widerstand sogar endlos sein. „Das erste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der drei Kräfte oder drei Prinzipien. stärken oder schwächen einander. oder. und in Zukunft werden wir auf dieses Gesetz in jedem neuen Forschungsgebiet zurückkommen. vom feinsten bis zum gröbsten. so lange aufsteigen oder absteigen. jede Erscheinung in allen Welten ohne Ausnahme das Ergebnis einer gleichzeitigen Wirkung dreier Kräfte — der positiven. das heißt bis zum Beginn der natürlichen Schwächung. „Um die Mechanik des Universums zu verstehen. der negativen und der neutralisierenden. ist es notwendig. die komplexen Erscheinungen auf diese Grundkräfte zurückzuführen. So ist eine der Grund- 178 . Wenn die Kraft des Impulses erschöpft ist und der Widerstand des Mediums die Oberhand gewinnt. daß Schwingungen gewöhnlich so betrachtet werden. „Das nächste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. überwindet. Das bedeutet. „Um die Bedeutung dieses Gesetzes zu verstehen. Aber bis zu diesem Augenblick. das Gesetz der Drei. muß man das Weltall als aus Schwingungen bestehend betrachten. als ob sie sich ununterbrochen vollziehen. Diese Schwingungen vollziehen sich in allen Arten und Dichtigkeiten des Stoffes. als die stetige Kraft des ursprünglichen Impulses weiterwirkt. aus dem das Weltall besteht. welche die Schwingung verursacht und den Widerstand des Mediums. kreuzen einander. sie entstammen verschiedenen Quellen und vollziehen sich in verschiedenen Richtungen. wie es oft genannt wird. Diesem Gesetz zufolge ist jedes Vorkommnis. Davon haben wir schon gesprochen. stoßen zusammen. verlangsamen sich die Schwingungen natürlich und hören auf. bringen einander zum Stillstand und so fort.

„Der Grundsatz der Unstetigkeit von Schwingungen bedeutet. sondern gleichsam abwechselnd stärker und schwächer wird. und die Schwingungen entwickeln sich nur für eine gewisse Zeitspanne. zum Beispiel beginnen aufsteigende Schwingungen in einem gewissen Augenblick langsamer aufzusteigen und absteigende Schwingungen beginnen langsamer abzusteigen.oder absteigen. die durch die Natur des Impulses. entfernt. Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt tritt eine Veränderung ein. daß die Zeitspannen einförmiger Wirkung der Trägheit nicht gleichmäßig sind und daß 179 . da ihm niemand widersprochen hat. das Medium. „In diesem Fall steht das alte Wissen im Widerspruch zur zeitgenössischen Wissenschaft. dem Impuls zu folgen. daß die Kraft des ursprünglichen Schwingungsimpulses nicht einförmig wirkt. weil ersteres das Prinzip der Unstetigkeit von Schwingungen zur Grundlage des Verstehens von Schwingungen macht. sondern mit periodischer Beschleunigung und Verlangsamung entwickeln. In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend. und für eine kurze Zeit verlangsamen sie sich und verändern bis zu einem gewissen Grad ihre Natur oder ihre Richtung. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Entwicklung wieder aufgehalten wird. Nach dieser zeitweisen Verlangsamung sowohl im Aufsteigen als auch im Absteigen kommen die Schwingungen wieder in ihre frühere Richtung zurück und steigen eine gewisse Zeit einförmig auf oder ab. daß es das bestimmte und notwendige Kennzeichen aller in der Natur vorkommenden Schwingungen ist. Trotzdem ist die Physik noch sehr weit von einer richtigen Ansicht über die Natur der Schwingungen oder das.Voraussetzungen unserer Physik die Stetigkeit der Schwingungen.' Die Kraft des Impulses wirkt ohne Veränderung ihrer Natur. daß sie sich nicht einförmig. wenn dies auch nie genau formuliert wurde. die Schwingungen hören sozusagen auf. was unserer Auffassung von Schwingungen in der wirklichen Welt entspricht. gleich. Dieser Grundsatz kann noch genauer formuliert werden. In einigen der neuesten Theorien beginnt diese Voraussetzung zu wanken. wenn wir sagen. die Verhältnisse und so weiter bestimmt wird. gleichmäßig. ob sie auf.

aber nicht der Anfang selbst. die andere länger. „Stellen wir uns eine Reihe zunehmender Schwingungen vor. die der Verdoppelung oder Halbierung der Anzahl der Schwingungen in einem gegebenen Zeitraum entsprechen. Eine Periode ist kürzer. Nehmen wir sie in dem Augenblick. da sie im Verhältnis von eintausend pro Sekunde schwingen. „Um diese Verlangsamungsmomente zu bestimmen oder. „Ungefähr so: Figur 8 1000 2000 |————————|———————————|——| „Die Gesetze. denen die Verlangsamung oder die Ablenkung der Schwingungen von ihrer ursprünglichen Richtung unterworfen ist. Die andere findet sich fast am Ende. Diese Gesetze wurden in eine bestimmte Formel oder ein Diagramm gekleidet. in acht ungleiche Abschnitte aufgeteilt. noch besser. Eine ist mehr am Anfang. waren der alten Wissenschaft bekannt. Figur 7 1000 2000 |—————————————————————| „Man hat festgestellt. die der Vermehrung der Schwingun- 180 . innerhalb welcher sich die Schwingungen verdoppeln. Nach einer gewissen Zeitspanne verdoppelt die Anzahl der Schwingungen. daß es in diesem Schwingungs-intervall zwischen der gegebenen Anzahl von Schwingungen und einer doppelt so großen Anzahl zwei Stellen gibt. die Haltepunkte im Aufsteigen und Absteigen der Schwingungen. das heißt. das sich bis auf unsere Zeit erhalten hat. wo eine Verlangsamung in der Vermehrung der Schwingungen statthat.die Verlangsamungsmomente der Schwingungen nicht symmetrisch verlaufen. werden die Entwicklungslinien der Schwingungen in Perioden aufgeteilt. sie erreicht zweitausend. In dieser Formel sind die Perioden.

in der die Schwingungen verdoppelt werden. das ist die Oktave. daß diese Oktave mit tausend Schwingungen pro Sekunde beginnt. chemische und andere Schwingungen denselben Gesetzen unterliegen wie Schallschwingungen.entdeckt' wurde. und verschiedene . Das Prinzip der Teilung der Periode. wenn wir die Äußerungen des Oktaven-Gesetzes in Schwingungen anderer Art untersuchen. diese Formel auf die Musik anzuwenden. und daß Licht. In sehr alten Zeiten fand eine dieser Schulen heraus. werden wir merken. Hitze. „Nehmen wir wieder die aufsteigende Oktave. in der die Häufigkeit der Schwingungen wächst. daß es möglich ist. in der Chemie ist das periodische System der Elemente zweifellos eng mit dem Gesetz der Oktaven verknüpft. Nehmen wir an. 181 . in acht ungleiche Teile beruht auf der Beobachtung der ungleichförmigen Vermehrung der Schwingungen in der ganzen Oktave. das von alten Schulen ausgearbeitet und auf die Musik angewandt worden ist. Zum Beispiel ist der Physik die Lichtskala bekannt. „Die Sieben-Ton-Leiter ist die Formel eines kosmischen Gesetzes. Diese Periode der Verdoppelung der Schwingungen oder die Linie der Entwicklung der Schwingungen zwischen einer gegebenen Anzahl von Schwingungen und deren doppelter Anzahl wird eine Oktave genannt.gen entsprechen. daß diese Gesetze überall die gleichen sind. Auf diese Weise gelangte man zur musikalischen Sieben-Ton-Leiter. wenn auch diese Verknüpfung der Wissenschaft noch nicht ganz klar ist. das heißt bestehend aus acht. die dem entferntesten Altertum bekannt war. dann vergessen wurde und dann wieder gefunden oder . Der achte Abschnitt wiederholt den ersten Abschnitt mit der doppelten Anzahl von Schwingungen. „Das Studium der Struktur der musikalischen Sieben-Ton-Leiter ergibt eine sehr gute Grundlage für das Verständnis des kosmischen Oktaven-Gesetzes. von einer Schule zur anderen. „Im Gewand dieser Formel wurde die Idee der Oktave von Lehrer auf Schüler überliefert.Stufen' der Oktave zeigen Beschleunigung und Verlangsamung zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung. Gleichzeitig aber.

dann ist re 9/8. mi. fa. 182 . das heißt das do der nächsten Oktave. la 5/3. si . Das Verhältnis der Tonwerte oder der Frequenz der Schwingungen ist folgendes: Wenn wir do als l annehmen. An dem Ort. das heißt. fa 4/3. re. la. Die Schwingungen wachsen.Bezeichnen wir diese tausend Schwingungen durch die Note do. do. das heißt eine Oktave. Figur 11 9/8 do re 5/4 4/3 3/2 mi fa sol 5/3 la 15/8 si do „Der Unterschied in der Beschleunigung oder das Wachstum der Tonwerte oder der Unterschied im Ton verhält sich wie folgt: zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen do und re 9/8 l == 9/8 re und mi 5/4 9/8 ==10/9 5/4 = 16/15 Vermehrung verlang4 / 3 mi und fa samt fa und sol 3/2 4/3 == 9/8 5/3 3/2 ==10/9 sol und la la und si 15/8 5/3 == 9/8 15/8 == 16/15 Vermehrung wieder 2 si und do verlangsamt Anm. mi 5/4. Die italienische Tonleiter do — re — mi — fa — sol — la — si — do entspricht der deutsdien c — d — e — f — g — a — h — c. si 15/8 und do 2. sol 3/2. ihre Frequenz nimmt zu. befindet sich ein zweites do. sol. wo sie zweitausend Schwingungen pro Sekunde erreichen. wird in sieben ungleiche Teile geteilt. weil die Frequenz der Schwingungen sich nicht einförmig vermehrt. do. Figur 9 do ———————————————————————— do Der Abschnitt zwischen einem do und dem nächsten. Figur 10 .

re. Das kleinste Intervall 16/15 erscheint zwischen mi und fa und zwischen si und do. sol.kosmischen' oder mechanischen Sinn spricht. In dieser Hinsicht werden. Dies sind genau die Verlangsamungsstellen innerhalb der Oktave. 10/9 und 16/15. das ist ein Halbton zwischen: do — re fa — sol re — mi sol — la la — si „Zwischen mi und fa und zwischen si und do wird der Halbton überhaupt nicht verwendet. Wir sehen. wenn man von Oktaven im . nur die 183 . die nur einen Halbton haben und wo ein Halbton als ausgelassen betrachtet wird. daß sich zwischen zwei Noten immer zwei Halbtöne befinden. 400 und 384 entsprechen. „Auf diese Weise erhalten wir zwanzig Noten. „Auf diese Weise gibt die Struktur der musikalischen Sieben-Ton Leiter ein Schema des kosmischen Gesetzes der Intervalle oder fehlenden Halbtöne.„Der Unterschied zwischen den Tönen oder zwischen den Tonwerten wird Intervall genannt. vpn denen acht Grundnoten sind: do. daß es drei Arten Intervalle innerhalb der Oktave gibt: 9/8. mi. la. si. „Bezüglich der musikalischen Sieben-Ton-Leiter nimmt man im allgemeinen (theoretisch) an. die in ganzen Zahlen 405. fa. do und zwölf dazwischenliegende: zwei zwischen jeder der folgenden zwei Noten: do re fa — sol re mi sol — la la si und je eine zwischen den folgenden zwei Noten: mi — fa si — do „Praktisch werden aber in der Musik an Stelle von zwölf dazwischenliegenden Halbtönen nur fünf verwendet. ausgenommen die Intervalle mi — fa und si — do.

warum wir weder denken noch tun können. warum es in der Natur keine geraden Linien gibt. und durch fa. Dieses Gesetz erklärt.Intervalle' oder der Verlangsamungen in der Entwicklung der Schwingungen. was wir wollen oder erwarten. Die Oktave beginnt in der Richtung. die dem entgegengesetzt ist. warum alles mit uns geschieht und gewöhnlich auf eine Weise geschieht. durch die ersten drei Noten gegebenen Richtung 184 . All dies ist die klare und unmittelbare Wirkung der . und ebenfalls. la und si fällt sie in einem Winkel von ihrer ursprünglichen. „Was geschieht denn nun genau im Augenblick der Verlangsamung der Schwingungen? Es entsteht eine Abweichung von der ursprünglichen Richtung. warum alles in uns gedacht wird. „Wenn wir die volle Bedeutung des Oktaven-Gesetzes begreifen. sol.Intervalle zwischen ml und fa und si und do als Intervalle bezeichnet. so gibt es uns eine gänzlich neue Erklärung des ganzen Lebens. die durch den Pfeil gezeigt wird: „Aber zwischen mi und fa ergibt sich eine Abweichung. des Fortschritts und der Entwicklung der Erscheinungen auf allen Ebenen des von uns beobachteten Weltalls. die bei do begonnene Linie ändert ihre Richtung.

so daß die Linie der Oktaven sich schließlich vollständig umkehren kann und in einer der ursprünglichen entgegengesetzten Richtung fortschreitet.ab. eine „Die nächste Oktave zeigt eine noch bestimmtere Abweichung. Zwischen si und do ergibt sich das zweite Intervall neue Abweichung. 185 . die folgende eine noch bestimmtere. ein neuer Richtungswechsel.

„Solch einen Lauf der Dinge. ihr . Nach einer bestimmten Zeitspanne energischer Tätigkeit oder starker Gefühle oder richtigen Ver- 186 . einen vollständigen Kreis bilden. mit der wir begonnen haben.eigener Gegensatz' zu werden und so fort. daß wir die gleiche Sache tun.Intervalle' erklärt werden. warum gerade Linien in unserer Tätigkeit nie vorkommen. das heißt einen Richtungswechsel. „All dies und noch vieles andere kann nur mit Hilfe des Gesetzes der Oktaven im Verein mit einem Verständnis der Rolle und Bedeutung der . können wir in allem beobachten. das oft dem ersten ganz entgegengesetzt ist. trotzdem wir das nicht bemerken und denken. welche die Entwicklungslinie der Kraft dauernd zu Veränderungen veranlassen — in einer gebrochenen Linie weiterzugehen.„Bei weiterer Entwicklung kann die Oktavenlinie oder Entwicklungslinie der Schwingungen in ihre ursprüngliche Richtung zurückkehren oder. warum wir nach Beginn einer Sache immer etwas vollständig anderes tun. sich zu drehen. F i g u r 16 „Dieses Gesetz zeigt. in anderen Worten.

leichte Erregbarkeit. unter Beibehaltung ihres früheren Körnens. Vielleicht das interessanteste Beispiel solchen Richtungswechsels in der Linie der Entwicklung von Kräften findet sich in der Religionsgeschichte. die die mechanische Menschheit gar nicht zur Kenntnis zu nehmen wünscht. wieder ein Halt. ist nun eine notwendige und nutzlose Formalität. In Literatur. im persönlichen und vor allem im gesellschaftlichen und politischen Leben können wir beobachten. wenn auch nicht in derselben Richtung wie zu Beginn. Ein Studium der Geschichte von diesem Gesichtspunkt aus zeigt die erstaunlichsten Tatsachen. der Gedanke wird dogmatisch. geht mehr und mehr verloren. Aber die Linie entwickelt sich weiter. oder von den Asketen der frühen Jahrhunderte. Denken Sie. Kunst. an Stelle richtigen Denkens beginnt die Suche nach einem Kompromiß. was früher bekannt war. Philosophie. das Gefühl wird schwächer und schwächer und steigt auf die Stufe der gewöhnlichen täglichen Ereignisse herab.stehens kommt eine Reaktion. buchstäblich. Flucht vor schwierigen Problemen. der gefunden war. Religion. Ermüdung und Gleichgültigkeit überkommen das Gefühl. Alles geht in dieser Richtung für eine gewisse Zeit weiter. Die Arbeit wird mechanisch. es folgt Unterdrückung. die esoterisches Christentum studierten. eine Anzahl ganz fremder Elemente sind ins Gefühl eingetreten — Sich-Sorgen. wieder eine Abweichung. um von den Bibelpredigten über die Liebe zur Inquisition zu kommen. vor allem in der Geschichte des Christentums. Die Entwicklung der Kraft mag weitergehen. aber die Arbeit. und der Ausweg. wie viele Veränderungen in der Entwicklungslinie der Kräfte stattgefunden haben müssen. Feindseligkeit. zu den Scholasti- 187 . wenn diese vorurteilslos studiert wird. wie die Entwicklungslinie der Kräfte von ihrer ursprünglichen Richtung abweicht und nach einer gewissen Zeitspanne in einer diametral entgegengesetzten Richtung weitergeht. die Arbeit wird ermüdend und langweilig. „Das gleiche geschieht in allen Sphären menschlicher Tätigkeit. wiederholt. der Gedanke geht in einem Kreis. Wissenschaft. dann kommt wieder eine Reaktion. die mit großem Eifer und Begeisterung begonnen wurde. Verärgerung.

„Das Gesetz der Oktave erklärt viele Erscheinungen in unserem Leben. „Wenn wir gelernt haben. was um uns herum oder in uns vor sich geht. müssen wir lernen. weil Aufstiege. und wir sehen die zweite nicht. das heißt das Auf und Ab innerhalb jeder Linie. daß in der tatsächlichen Entwicklung sowohl aufsteigender als auch absteigender Oktaven dauernd Schwankungen. daß Dinge für eine lange Zeitspanne auf der gleichen Ebene bleiben können. stattfinden. wandelt sich und entwickelt sich unvermeidlich oder verfällt. „Und drittens. es bewegt sich entweder auf einer aufsteigenden oder auf einer absteigenden OktavenLinie. wie man Bewußtsein durch mechanische Mittel vermehren kann.oder absteigt. wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben könnten. Weder verstehen wir noch sehen wir. alles bewegt sich. tatsächlich unmöglich sind. ein Auf und Ab. daß nichts auf der Welt am gleichen Platze bleibt oder das bleibt. das heißt. die ausrechneten. weil wir immer denken. „Das erste ist das Prinzip der Kraftabweichung. Wir müssen nun klar die zwei anderen Prinzipien begreifen: die Unvermeidlichkeit sowohl des Aufstiegs als auch des Abstiegs in jeder Entwicklungslinie von Kräften und ebenso die periodischen Schwankungen. was es war. „Das zweite ist die Tatsache. Wir sehen die erste nicht. alles geht irgendwo hin. entweder weil wir die Unvermeidlichkeit des Abstiegs nicht zugeben. Das sind die zwei Hauptursachen unserer Selbst-Täuschung. oder weil wir den Abstieg für einen Aufstieg halten. Aufstieg oder Abstieg ist die unausweichliche kosmische Voraussetzung für jede Handlung. wo wir sie sehen. die unverständlich sind. Auf- 188 . ob sie nun auf. daß es auf einer Ebene bleibt. „Nichts kann sich dadurch entwickeln.kern. wenn es keinen Aufstieg gibt. erschlafft und entartet. „Wir haben bisher hauptsächlich über die JJnstetigkeit der Schwingungen und über die Abweichung von Kräften gesprochen. zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven im Leben zu unterscheiden. ebenso unmöglich.

stieg und Abstieg innerhalb der Oktaven selbst zu unterscheiden. an dem Gott von seinen Arbeiten ausruht. die unmittelbar mit unserem Leben verknüpft sind. unsere Absichten.Intervallen' in den Oktaven als auch die . Dieses Hin und Her. überall und in allem steigen und fallen die Wellen. unsere Stimmungen. „Selbst unsere Zeiteinteilung. unsere Wünsche. Der biblische Mythos von der Erschaffung der Welt in sechs Tagen und dem siebenten Tage. Vom Oktaven-Gesetz hängt die Unvollkommenheit und Unvollständigkeit all unserer Erkenntnisse in allen Sphären ohne Ausnahme ab. wir können sehen. sie alle machen von Zeit zu Zeit Aufstiegs. sowohl solche psychischer Natur als auch solche. unsere Gefühle. die plötzlich stärker wird und dann genau so plötzlich schwächer wird. Gedanken. daß nichts je auf der gleichen Stufe und beständig bleibt.Intervalle' selbst. diese wellenartigen Schwankungen von Stimmungen. Unsere Energie in der einen oder anderen Richtung. Gefühlen. Energie. überall und in allem geht das Schwingen des Pendels vor sich. die von dem allgemeinen Gesetz abhängen. ist mit denselben Eigenschaften und inneren Voraussetzungen unserer Tätigkeit verknüpft.besser' oder »schlechter* werden. „Wie schon gesagt wurde. dieses Auf und Ab. Was für einen Bereich unseres Lebens wir auch nehmen.oder Abstiegsperioden durch. Entschlossenheit sind sowohl Perioden der Kraft-Entwicklung zwischen den . die ohne jeden sichtbaren Grund . das heißt die Einteilung der Woche in Werktage und Sonntage. werden stärker oder schwächer. „Vom Gesetz der Oktaven und seinen drei hauptsächlichen Äußerungen hängen viele Erscheinungen ab. „Und es gibt vielleicht hundert Pendel. hauptsächlich weil wir immer in einer Richtung beginnen und später in einer anderen fortfahren. 189 . unsere Entscheidungen. ist auch ein Ausdruck des Oktaven-Gesetzes oder ein wenn auch unvollständiger Hinweis darauf. die hier und dort im Menschen schwingen. ohne es zu bemerken. war das Oktaven-Gesetz in all seinen Äußerungen dem alten Wissen bekannt.

„Weitere Beobachtungen zeigen. die von der ursprünglichen Richtung abweichen. ändern die Schwingungen ihre Natur und führen zu Ergebnissen. die man am Beginn hätte erwarten können. ohne irgend etwas zu verlieren oder ihre Natur zu verändern. sich in Freiheit. wenn in einem notwendigen Augenblick. In unterbrochenen Oktaven beginnen sie nur und fallen dann. ein zusätzlicher Schock' hinzutritt.Intervall' geht. die sie durchkreuzen oder in einer entgegengesetzten Richtung gehen heißen. im Naturverlauf und sogar in der menschlichen Tätigkeit beobachtet werden kann. auf irgendeine Art ihre . daß . „Die richtige Entwicklung der Oktaven beruht auf etwas. die denen. Manchmal geschieht es. In Oktaven. werden durch andere. wenn die gegebene Oktave durch ein . die diese kreuzen oder treffen.„Beobachtungen. die sich auf die Kenntnis des Oktaven-Gesetzes gründen. stärkere Schwingungen ertränkt oder aufgesaugt. ohne Unterbrechung zu entwickeln.Schwingungen' sich auf verschiedene Weise entwickeln können. „Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven. daß zu einer bestimmten Oktave parallellaufende Oktaven. mit der sie begannen. sie sich ohne Störung weiter in der ursprünglichen Richtung bewegen wird. das heißt. Aber zwischen si und do braucht sie einen viel 190 . zeigen. Wenn entsprechende zusätzliche Energie an diesem Punkte hinzutritt.Intervalle' ausfüllen und es den Schwingungen der gegebenen Oktave ermöglichen. „Und nur in Oktaven kosmischer Ordnung — sowohl in aufsteigenden wie absteigenden — entwickeln sich Schwingungen auf eine stetige und ordnungsgemäße Weise und folgen der gleichen Richtung. in allen Lebensumständen. daß. was wie ein Zufall aussieht. daß eine richtige und fortschreitende Oktaven-Entwicklung. entgegengesetzt sind. wenn sie auch selten ist. Die Beobachtung solcher richtig entwickelter Oktaven läßt die Tatsache erkennen. der ihr in Kraft und Charakter entspricht. wird die Oktave sich ohne Störung bis si weiterentwickeln. „In einer aufsteigenden Oktave kommt das erste Intervall zwischen mi und fa.

die Milchstraße ist. die Erde wirft sie zurück. Das Absolute ist das do dieser Oktave.stärkeren zusätzlichen Schock für ihre richtige Entwicklung als zwischen mi und fa. Endet sich oft im do selbst oder in den durch do hervorgerufenen seitlichen Schwingungen. Dies bedeutet. La wandelt sich in sol. die zahlreiche Einflüsse zur Erde tragen. das Sonnensystem. Si wandelt sich in la.Intervall' an dieser Stelle des Schöpf^ngsstrahls auszufüllen. wenn auch ein beträchtlich schwächerer als der erste . daß die planetarischen Strahlungen. nicht fähig sind. das für uns unsere Sternenwelt. Das . vollständigen Willen und volles Bewußtsein besitzt. hier ist dann ein »zusätzlicher Schock' notwendig. unmittelbar nach dem ersten do. Das All.Intervall' zwischen do und si wird in diesem Fall durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. um uns richtiger auszudrücken. weil die Anzahl der Schwingungen der Oktave an diesem Punkt beträchtlich höher ist und zur Überwindung eines Stillstandes in der Oktavenentwiddung eine viel größere Intensität notwendig ist.Schock' zwischen do und si. nicht empfangen werden. Der Schöpf^ngsstrahl beginnt mit dem Absoluten. diese zu erreichen oder. Die Welten. Um das . Sol wandelt sich in fa.Intervall' gleich am Anfang der Oktave auf. die planetarische Welt. Der Schöpfungsvorgang wird durch die Kraft des ursprünglichen Impulses und einen »zusätzlichen Schock' weiterentwickelt. gibt es einen besonderen Apparat zum Empfang und 191 . „In der großen kosmischen Oktave. sind si. Aus diesem Grunde entwickelt sich eine absteigende Oktave viel leichter als eine aufsteigende und erreicht nach Überschreitung von si das fa ungestört. die das Absolute in sich selbst erschaffen. Das Absolute ist das All. unsere Sonne. welches volle Einheit. Und hier zwischen der planetarischen Welt als Ganzem und unserer Erde tritt ein Intervall auf. „In einer absteigenden Oktave hingegen tritt das größte . die uns in Form des Schöpfungsstrahls erreicht. und der Stoff. können wir das erste vollständige Beispiel des Oktaven-Gesetzes beobachten. erschafft Welten innerhalb seiner selbst und beginnt auf diese Weise die absteigende Welt-Oktave. der es ausfüllen kann.

Wenn durch Zufall die Tätigkeit eines Menschen ein Ergebnis zeitigt und dies auch nur anscheinend oder dem Namen nach dem ursprünglichen Ziel ähnelt. heiliger Unsterblicher'? Dieses Gebet stammt aus dem alten Wissen. Heiliger Starker bedeutet auch das Absolute oder Nichts. In Wirklichkeit kann der Mensch nichts tun.zusätzlichen Schocks' verweilen. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Wie ich schon gesagt habe. Aber dies 192 . was sich zwischen ihnen befindet. daß gerade Linien die Regel sind und gebrochene und unterbrochene die Ausnahme. Ein Mensch kann beim Roulette gewinnen. Zwischen All und Nichts befindet sich der Schöpfungsstrahl. die sechs Noten des Schöpfungsstrahls samt dem organischen Leben. Dies wiederum erzeugt in ihm die Täuschung. In Wirklichkeit ist dies eine Täuschung. die der Mensch manchmal sehen oder annehmen oder erwarten kann. des mi der kosmischen Oktave. er habe das Ziel erreicht. Der Zufall ist natürlich eine sehr unsichere Sache. Das organische Leben gibt der Erde alle für sie bestimmten Einflüsse weiter und ermöglicht die weitere Entwicklung und das Wachstum der Erde. Dieser Apparat ist das organische Leben auf Erden. schaffen mehr als alles andere in ihm die Täuschung von geraden Linien. Aber diese durch Zufall ausgerichteten Kraftlinien. „Kennen Sie das Gebet: »Heiliger Gott. und dann des Mondes oder des re. heiliger Starker. auf das ein neues do folgt — Nickis. das heißt. Alle drei zusammengenommen ergeben eines. können diese Schocks auch zufällig geschehen. die es den Kraftlinien ermöglichen. das er sich gesetzt habe. daß es möglich sei. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Das ist die zusammen bestehende und unteilbare Dreieinigkeit. „Wir müssen nun bei der Idee der . er glaubt. Das heißt. versichert er sich selbst und anderen. Heiliger Gott bedeutet das Absolute oder das All.zur Übertragung der Planeteneinflüsse. und jeder andere könne auch sein Ziel erreichen. und die anderen werden es ihm glauben. Heiliger Unsterblicher bedeutet das. daß es möglich sei zu tun.

daß was das Roulette angeht. gleichzeitig müssen wir begreifen. oder daß man Ziele in kleinen Dingen. fähig.erlangte' für das gewünschte Ergebnis halten. . wenn sie nach einem strebt. Ihre Tätigkeit mag durch Zufall in irgendeinen Kanal gelangen.Maschine Mensch' ist in der Macht des Zufalls. mit der sich die meisten Menschen befassen und wobei Jahre zwischen dem Beginn einer Sache und ihrem Ergebnis verstreichen. jedwedes Ziel zu erreichen. Der einzige Unterschied ist.Mensch-Maschine' ist. zu erreichen. das man sich im Leben oder auf irgendeiner menschlichen Tätigkeitsebene gesetzt hat. Ein bestimmtes Ziel.sein ganzes Leben zu planen'. daß er fähig ist. sondern noch nicht einmal die Herrschaft über die Dinge in sich selbst hat. gewonnen zu haben. „In Wirklichkeit ist er natürlich unfähig. daß die Herrschaft über die Außenwelt mit der Herrschaft über die Innenwelt beginnt. kann ein Mensch sich sehr leicht täuschen und das . wenn er im ganzen verloren hat. Ein Mensch. Aber bei den Tätigkeiten. vor allem bei Tätigkeiten der Art. schafft im mechanischen Menschen die Überzeugung. sich die Natur zu unterwerfen. Die . daß sie nichts tun. und so fort. Solche zufällige Übereinstimmung von Ergebnissen mit Zielen. sich unvermeidlich ein anderes schaffen wird. Dieses letztere muß sehr klar verstanden und eingesehen werden. irgend etwas dieser Art zu tun. wie man es nennt. ihr zu sagen. mit denen der Mensch sein Leben verbringt. man wenigstens bei jeder einzelnen Gelegenheit sicher weiß. daß sie sich niemals irgendeinem Ziele zubewegen kann und daß sie. die wir uns gestellt haben. „Die größte Beleidigung für eine . nichts erreichen. ob man gewonnen oder verloren hat. erreicht.wäre Zufall. nämlich bei jedem bestimmten Einsatz. der durch kosmische oder mechanische Kräfte geschaffen wurde. ist genau die gleiche Art Zufall. die keine Folgen haben können. das heißt er kann glauben. mit der Herrschaft über sich selbst. der 193 . daß irgendwelche Ziele erreicht würden. und sie kann sich zufällig eine Zeitlang diesem Kanal entlang bewegen und dadurch die Täuschung verursachen. weil er nicht nur keine Herrschaft über die Dinge außerhalb seiner selbst. Tatsächlich kann es sich natürlich auch nicht anders verhalten. fähig.

entrinnen möchte. ist es notwendig. „Die »Maschine Mensch' kann nichts tun. die dem mechanischen Lauf von Ereignissen in einem gegebenen Augenblick entspricht. „Es ist nur möglich. das heißt in einer richtig organisierten Schule. Für sie und um sie geschieht alles. Oktaven können sich folgerichtig und stetig in der beabsichtigten Richtung entwickeln. das heißt in den Augenblicken. das heißt besonders geschaffener »zusätzlicher Schocks' gibt dem Studium der Oktaven-Gesetze eine praktische Bedeutung und macht dieses Studium unerläßlich und notwendig. was ihm und um ihn geschieht. auf seine eigene Tätigkeit die Methode anzuwenden. oder er kann lernen. „Die Möglichkeit künstlicher. zu versöhnen. Der Mensch hat nur die Wahl.zusätzliche Schocks' hinzutreten. wenn ein Mensch der Rolle des passiven Beobachters all dessen.Intervalle' in all seinen Tätigkeitslinien zu erkennen und . ^.Auf welche Weise kann diese Herrschaft erreicht werden? „Die technische Seite hiervon wird durch das Oktaven-Gesetz erklärt. wenn die Schwingungen langsamer werden. kann nichts beherrschen.dahin zu treiben. . in anderen Worten.zusätzlichen Schocks' zu schaffen. zu hoffen. und sich mit dem Scheitern von allem. in anderen Worten.mit dem Strom zu schwimmen'. wie der Wind bläst' oder . sogar wenn dies seinen innersten Neigungen. was er zu unternehmen beginnt.Intervalle' zu kennen und fähig zu sein. Um zu tun. die Augenblicke der . dies in einer Schule zu lernen.sich oder den Verlauf der Dinge in sich nicht beherrschen kann. daß zufällige „Schocks" in den notwendigen Augenblicken von selbst eintreten. die alle esoterischen Überliefe- 194 . die notwendigen . Es ist natürlich sinnlos.zusätzliche Schocks' nicht hinzutreten.zusätzliche Schocks' zu schaffen. die Augenblicke der . Überzeugungen und Sympathien widerspricht. sofern in den notwendigen Augenblicken . so verändern die Oktaven ihre Richtung. Wenn in den notwendigen Augenblicken . das Oktavengesetz zu kennen. welche die kosmischen Kräfte durch Schaffung zusätzlicher Schocks' in den notwendigen Augenblicken benutzen. entweder eine Richtung für seine Tätigkeit zu Enden.

„Beim Studium des Oktaven-Gesetzes muß man im Gedächtnis behalten. die Punkte der . Aus den untergeordneten Oktaven erster Ordnung entstehen die untergeordneten Oktaven zweiter Ordnung und so fort. das weder etwas von Oktaven noch von dem Gesetz der Drei weiß. Er kann es nicht verstehen. verwechselt die aufsteigenden und die absteigenden Linien miteinander und versteht nicht. je drei Gruppen von drei Gliedern. daß in der Lehre einer Schule einem Menschen Beispiele von sowohl absteigenden (schöpferischen) als auch aufsteigenden (sich entwickelnden) kosmischen Oktaven gegeben werden. die selbst auf diesen Prinzipien begründet ist. daß Oktaven in ihrer Beziehung zueinander in fundamentale und untergeordnete gegliedert werden.Intervalle'. daß die Linie der Entwicklung der Linie der Schöpfung entgegengesetzt ist. Inzwischen kann nur gesagt werden. ergeben insgesamt neun Glieder einer Kette. die sich wiederum teilen und zu Zweigen 195 . weil gewisse Bedingungen zu diesem Zweck notwendig sind. von dem die Zweige der seitlichen Oktaven ausgehen. „Die fundamentalen Oktaven sind mit den zweitrangigen oder untergeordneten Oktaven auf eine bestimmte Weise verbunden. wann . Ohne Hilfe einer Schule kann ein Mensch aus sich selbst niemals das Oktaven-Gesetz.Schocks' geschaffen werden müssen. daß sie dagegen wie gegen einen Strom angeht. „Wie eine Schule auf den Prinzipien des Oktaven-Gesetzes begründet sein kann. das heißt. verstehen. Der Aufbau von Oktaven kann mit dem Aufbau eines Baumes verglichen werden. und diese Bedingungen können nur in einer Schule geschaffen werden. die Träger neuer Richtungen. Die sieben fundamentalen Noten der Oktaven und die zwei. Die fundamentale Oktave kann dem Stamm eines Baumes verglichen werden. Das westliche Denken.rungen befolgt. Aus dem geraden Hauptstamm wachsen Verzweigungen nach allen Seiten. Und dies wiederum wird Ihnen einen Aspekt der Vereinigung des Gesetzes der Sieben mit dem Gesetz der Drei erklären. wird Ihnen zum richtigen Zeitpunkt erklärt werden.Intervalle' und die Folge.

werden. Und wir kamen dauernd darauf zurück. halten sich aber innerhalb bestimmter fester Grenzen. Aber die Schwierigkeit lag nicht nur darin." Dies ist natürlich wahr. durch die wiederum neue Oktaven entstehen und so fort. „Wie alles in der Natur weist der menschliche Körper. Entsprechend der Anzahl der Noten in der Oktave und ihrer . sache erschienen war. die eine volle Oktave der ersten Ordnung ausmachen." Das Oktaven-Gesetz verursachte natürlich sehr viele Gespräche in unserer Gruppe und auch viel Verwirrung. wieder verloren. Es ist schwierig darzustellen.Intervalle' hat der menschliche Körper neun ihm zugrunde liegende Maße. wobei wir manchmal unerwartete Entdeckungen machten. in der Bildung der Äderungen. wie zu manchen Zeiten die eine und dann wieder eine andere Idee zum Schwerpunkt unserer Arbeit wurde. G. der Auszahlungen und so fort. sowohl in sich wie an sich die gleichen Verhältnisse auf. gehen durch bestimmte Verbindungen zu den Maßen der untergeordneten Oktaven über. sagte er. was uns bereits als ausgemachte Tat-. die größte Aufmerksamkeit auf sich zog und die meisten Gespräche veranlaßte. In den einzelnen Menschen sind natürlich diese Maße sehr verschieden. „Sie müssen dieses Gesetz in Ihnen selbst verstehen und fühlen". das Maß jedes Gliedes oder jedes Teils des menschlichen Körpers zu errechnen. Auf diese Weise ist es möglich. Wir kamen bei jeder Gelegenheit 196 . da sie alle in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. die immer kleiner und kleiner werden und schließlich sich mit Blättern bedecken. die durch Zahlen einer bestimmten Größe ausgedrückt werden. Die Idee des Oktaven-Gesetzes bildete somit einen dauernden Schwerpunkt. Allein schon ein „technisches" Verständnis des OktavenGesetzes beanspruchte viel Zeit. manchmal dagegen auch das. „erst dann werden Sie es außerhalb Ihrer selbst bemerken. der ein bestimmtes Ganzes darstellt. Diese neun Grundmaße. warnte uns die ganze Zeit gegen zuviel Theoretisieren. Der gleiche Vorgang vollzieht sich im Aufbau der Blätter.

da es eine bestimmte Grenze für die Entwicklung innerer Oktaven gibt. Nehmen wir an. daß innerhalb von Schwingungen andere Schwingungen stattfinden. Bei einem der folgenden Treffen gab er uns ein sehr interessantes Bild von einer anderen Bedeutung des Oktaven-Gesetzes mit weitreichenden Auswirkungen. nur eine allgemeine Skizze dieser Idee. bis wir allmählich alles von dem Gesichtspunkt dieser Idee aus zu betrachten begannen. muß man eine klare Vorstellung von einer anderen Eigenschaft der Schwingungen gewinnen. rufen einander hervor. „Um die Bedeutung des Oktaven-Gesetzes besser zu verstehen. In seinem ersten Gespräch gab G.Medien' verschiedener Dichtigkeit zugleich vor sich und durchdringen einander dabei. bringen einander zum Stillstand. Sie werden voneinander zurückgeworfen. wir sprachen von ihr und besprachen ihre verschiedenen Aspekte bei jeder Zusammenkunft. „Diese inneren Schwingungen gehen in . „Jede Note dieser inneren Oktaven enthält wiederum eine ganze Oktave und so fort für eine beträchtliche Weile. daß dieser Stoff oder dieses Medium aus den verhältnismäßig groben Atomen 197 . „Jede Note in jeder Oktave kann als eine Oktave auf einer anderen Ebene betrachtet werden. aber nicht ad infinitum. Dies bedeutet. nämlich von den sogenannten »inneren Schwingungen'. um uns ihre verschiedenen Aspekte und Bedeutungen klarzumachen. und daß jede Oktave auf eine große Anzahl innerer Oktaven zurückgeführt werden kann.auf sie zurück. „Stellen wir uns Schwingungen in einem Stoff oder einem Medium von einer bestimmten Dichtigkeit vor. beherrschen oder verändern einander. aber er kam dauernd auf sie zurück.

das Studium ihrer Beziehung zu den äußeren Oktaven und der mögliche Einfluß der ersteren auf die letzteren stellt einen sehr wichtigen Teil des Studiums von Welt und Mensch dar. Die Schwingungen in diesem Medium lassen sich in Oktaven einteilen und die Oktaven lassen sich in Noten gliedern. die Schwingungen des Stoffes der Welt 24 stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Schwingungen im Stoff der Welt 48. Entsprechende Schwingungen bestehen in jeder dieser Welten und die Ordnung bleibt immer die gleiche. wieder von dem Schop- 198 . „Das Studium der inneren Oktaven. Der Stoff der Welt 6 ist von dem Stoff der Welt 3 durchdrungen. Der Stoff der Welt 48 ist mit Stoff der Welt 24 gesättigt. „Das sind die inneren Oktaven. und jede Note der Schwingungen der Welt 24 enthält eine ganze Oktave der ^Schwingungen der Welt 12. daß eine Note der Schwingungen in dieser Welt eine Oktave oder sieben Noten von Schwingungen der planetarischen Welt enthält. Auch in diesem Stoff gibt es Schwingungen. „Wenn wir mit den Schwingungen der Welt 48 beginnen. das heißt jede Note der Schwingungen eines gröberen Stoffes enthält eine ganze Oktave der Schwingungen eines feineren Stoffes. Jede Note der Schwingungen der planetarischen Welt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sonnenwelt. Welt 3 wird vom Stoff der Welt l durchdrungen. daß innerhalb der Grenzen dieser Oktave Schwingungen eines noch feineren Stoffes stattfinden." Bei der nächsten Versammlung sprach G. so können wir sagen. Der Stoff der Welt 12 ist von dem . daß wir eine Oktave dieser Schwingungen zum Zwecke irgendeiner Art von Untersuchung genommen haben.der Welt 48 besteht. „Der Stoff der Welt 24 wird seinerseits vom Stoff der Welt 12 ' durchtränkt. nämlich jede Note der Schwingungen im Stoff der Welt 48 enthält eine ganze Oktave von Schwingungen im Stoff der Welt 24. von dem jedes sozusagen eine Ansammlung von achtundvierzig Uratomen darstellt. Wir müssen erkennen. Jede Schwingung der Sonnenwelt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sternenwelt und so weiter. Stoff der Welt 6 durchdrungen. Nehmen wir an.

alle Welten (Welt 3) — si. „Bei der Untersuchung des Schöpfungsstrahls oder der kosmischen Oktave sehen wir. wie jeder andere Vorgang.fungsstrahl. unsere Sonne (Welt 12) — sol. als Oktave betrachtet werden.Intervalle' in der Entwicklung 199 . alle Planeten (Welt 24) — fa. Es wäre dies eine absteigende Oktave. „Der Schöpfungsstrahl endet im Mond. si in la und so fort. zum Teil ergänzte und entwickelte er seine früheren Ausführungen. Es ist — do. daß folgende . der in einem bestimmten Augenblick vollständig ist. F i g u r 18 Das Absoluf« do Alle Welten sl la Alle Sonnen Sonne sol Alle Planeten fa Erde ml Mond je • do Das Absolute „Das Absolute oder All (Welt l) ist do. Der Schöpfungsstrahl beginnt mit dem Absoluten. in der do in si übergeht. der Mond Welt 96) — re. zum Teil wiederholte er. die Erde (Welt 48) — mi. Das ist auch das Absolute — do. alle Sonnen (Welt 6) — la. Jenseits des Mondes gibt es Kichts. Das Absolute ist das All. „Der Schöpfungsstrahl kann.

Intervall' zwischen aktiver und passiver Kraft ausfüllt. Die planetarischen Einflüsse können die Erde nicht folgerichtig und voll erreichen. zwischen .Intervall' ist vom Willen des Absoluten ausgefüllt.dieser Oktave bestehen sollten: das erste zwischen do und si. ist das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden wurde erschaffen. zwischen dem Absoluten und »Alle Welten'. um das Intervall zwischen den Planeten und der Erde auszufüllen. Ein einfaches Feld. „Die Bedingungen zur Gewährleistung der richtigen Weiterleitung der Kräfte werden durch die Erzeugung eines bestimmten mechanischen Apparates zwischen den Planeten und der Erde geschaffen. und zwar mittels einer bewußten Äußerung der neutralisierenden Kraft. um die richtige Weiterleitung der Kräfte zu sichern. Die Bevölkerung von Europa nimmt eine Art von planetarischen Einflüssen auf und überträgt sie der Erde. „Alle großen Ereignisse im Leben der menschlichen Massen wer- 200 . und das zweite zwischen fa und mi.Alle Planeten' und der Erde. Aber das erste . nimmt planetarische Einflüsse einer bestimmten Art auf und überträgt sie der Erde.zusätzlicher Schock' ist unerläßlich. der die gesamte Erdoberfläche bedeckt und jene Einflüsse von der planetarischen Sphäre aufnimmt. Diese mechanische Erfindung. die das . Das pflanzliche. diese . Irgend etwas fehlt zwischen den Planeten und der Erde. Mit dem zweiten . das mit Gras bedeckt ist. Die Bevölkerung von Afrika nimmt planetarische Einflüsse einer anderen Art auf und so fort. „Das organische Leben stellt sozusagen das Wahrnehmungsorgan der Erde dar. Das organische Leben bildet etwas wie einen sensitiven Film. das heißt zwischen Welt l und Welt 3. Ein . Das gleiche Feld mit einer Menge Menschen darauf wird andere Einflüsse aufnehmen und weiterleiten.Intervall' ist die Lage schwieriger.Vermittlungsstation der Kräfte'. Eine der Äußerungen des Willens des Absoluten besteht genau im Ausfüllen dieses »Intervalls'. das heißt zwischen Welt 24 und Welt 48. unerläßlich ist die Erschaffung einiger neuer Bedingungen. tierische und menschliche Reich sind in dieser Hinsicht für die Erde gleich wichtig. die sonst die Erde nicht erreichen könnten.

Dies wird unmittelbar von den menschlichen Massen aufgenommen und die Leute beginnen einander zu hassen und zu töten. Während er einmal bei diesem Thema verweilte. Die menschliche Gesellschaft ist eine hochgradig sensitive Masse für den Empfang planetarischer Einflüsse. was auch immer in diesem dünnen Film organischen Lebens stattfindet. in dem eines der Glieder das „organische Leben auf Erden" war. da es für einen bestimmten Zweck erschaffen und ihm untergeordnet ist. einfach weil bestimmte Arten von Strahlen von einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche benötigt werden. erzeugt Strahlungen dieser Art. die Planeten eine andere Art und der Mond eine dritte. Gleichheit. Liebe oder Gerechtigkeit rechtfertigen. Gleichzeitig betonte er immer die Tatsache. 201 . immer den Interessen der Erde. leuchtete mir erst später ein. die Planeten und den Mond aus." Bei diesen Ausführungen lenkte G. gab er uns ein Diagramm der Oktaven-Struktur. der Planeten und des Mondes dient. was auf Erden geschieht. Mit Hilfe des organischen Lebens sendet jeder Teil der Erdoberfläche jeden Augenblick eine bestimmte Strahlenart in der Richtung auf die Sonne. „Das organische Leben ist das Wahrnehmungsorgan der Erde und gleichzeitig ist es ein Strahlungsorgan. wobei sie ihre Handlungen mit irgendeiner Theorie von Brüderlichkeit. Und jede zufällige kleine Spannung in planetarischen Sphären kann sich Jahre hindurch in der Verstärkung der einen oder anderen Sphäre menschlicher Tätigkeit widerspiegeln. nichts Unnötiges und nichts Unabhängiges kann in ihm geschehen.den durch planetarische Einflüsse verursacht. Hierbei braucht die Sonne eine Art von Strahlen. unsere Aufmerksamkeit besonders auf die Ungleichheit der Zeit. das heißt auf den Unterschied der Dauer von Geschehnissen in der planetarischen Welt und im menschlichen Leben. Alles. Irgend etwas Zufälliges und sehr Vorübergehendes geschieht im planetarischen Raum. daß. Warum er so auf diesem Punkte bestand. der Sonne. Und viele Dinge geschehen. Sie sind das Ergebnis der Aufnahme planetarischer Einflüsse.

eine auf der Ebene der Planeten und eine auf der Ebene der Sonne. so war es möglich. sol==do. das mi dieser Oktave stimmt mit dem mi der kosmischen Oktave überein. das heißt mit dem Mond. der üblichen modernen Idee. Oder es wäre noch genauer zu sagen. und daß es in der Sonne begann." Wir fühlten sofort. das ist mit der Erde. sol. seitlichen Oktave darstellen kann. Das organische Leben verschwand zweifellos in die Erde. noch weiter absteigend. Natürlich konnten wir nicht definieren. ganz gewiß zu sein. in der Tabelle durch drei Noten dargestellt. wie so viele Dinge in G. Irgendein Erzeugnis des Zerfalls von organischem Leben geht zum Mond. fa. Da gab es das Wachstum der Koralleninseln und der Kalkgebirge. daß jede Note jeder Oktave gleichzeitig irgendeine Note irgendeiner anderen Oktave darstellen kann. Dies war der wichtigste Punkt und widersprach wieder einmal. die durch sie verläuft. die das organische Leben auf Erden in der Form. „In unserem gegenwärtigen Fall beginnt sol als do zu klingen. und das re mit dem re der kosmischen Oktave. das sol der kosmischen Oktave. wie wir es kennen. Beim Abstieg auf die Ebene der Planeten geht diese neue Oktave auf si über. Aber es war sichtlich mit der Idee der Nahrung für den Mond verknüpft. Erstens wurde dadurch klar. daß das organische Leben. erzeugen. Viele Gespräche entstanden über die Noten mi und re der seitlichen Oktave. Die Rolle des organischen Lebens in der Struktur der Erdoberfläche war unbestreitbar. In seinen Erklärungen kam das Leben von oben. das mußte re sein.„Diese zusätzliche oder seitliche Oktave des Schöpfungsstrahls beginnt in der Sonne". Was mi anging. das do einer anderen. von ihr ausgehenden. die Formation der 202 . daß dieser seitlichen Oktave eine große Bedeutung zukam. beginnt in einem gewissen Augenblick als do zu klingen. zwei höhere Noten hatte. wonach das Leben sozusagen von unten entstanden sei. „Man muß wissen.'s System. sagte er. was re war. erzeugt sie die drei Noten la. in unserem Fall jede Note der kosmischen Oktave. daß jede Note jeder beliebigen Oktave. „Die Sonne.

die „Bildung reichen Ackerlandes durch Würmer". das Wachstum der Vegetation in Gewässern. eingeteilt waren. und ein unermeßlicher und genau ausgedachter Plan des Universums begann in Erscheinung zu treten. Klimawechsel infolge Entwässerung von Sümpfen und Zerstörung von Wäldern und viele andere Dinge. Alles Ungewöhnliche. 203 . die Veränderung des Bodens unter dem Einfluß der Vegetation. Unerwartete und Zufällige verschwand. das wir studierten. von denen wir wissen oder auch nicht wissen.Kohlenablagerungen und die Petroleumfelder. Aber außerdem zeigte die seitliche Oktave mit besonderer Klarheit. wie leicht und richtig die Dinge in dem System.

„Die zwei üblichen.klares Bewußtsein' oder »Wachzustand des Bewußtseins' erscheint ein Scherz. was klares Bewußtsein in Wirklichkeit ist und was der Zustand. tatsächlich ist. in dem die Menschen die andere Hälfte ihres Lebens verbringen. sich gegenseitig umbringen.ACHTES KAPITEL B ei einer der folgenden Vorlesungen kam G. das heißt die unteren Bewußtseinszustände. in dem er für gewöhnlich verharrt. und den sie als aktiv betrachten und . das heißt Mensch Nummer eins. Die zwei höheren Bewußtseinszustände sind ihm unzugänglich. Aber der gewöhnliche Mensch. so kann er sie doch nicht verstehen und beurteilt sie vom Gesichtspunkt des Bewußtseins. Bücher schreiben. in anderen Worten der passive Zustand. in dem der Mensch lebt und handelt. „Weder die psychischen noch die physischen Funktionen des Menschen können verstanden werden". vor allem. „Der dritte Bewußtseinszustand ist Selbst-Ermnem oder Bewußt- 204 . Nummer zwei und Nummer drei. in dem sie auf der Straße Spazierengehen. wenn man weiß. in dem der Mensch ein Drittel und oft auch die Hälfte seines Lebens verbringt. über erhabene Themen sprechen. lebt nur in den zwei unteren Bewußtseinszuständen. und wenn er auch Augenblicke dieses Bewußtseins hat. auf die Frage des Bewußtseins zurück.Mensch').klares Bewußtsein' nennen oder den . an der Politik teilnehmen. Der Begriff . Und zweitens der Zustand. daß beide in verschiedenen Bewußtseinszuständen vor sich gehen können. sagte er.Wachzustand' des Bewußtseins. sind zuerst einmal der Schlaf. „Insgesamt sind dem Menschen vier Bewußtseinszustände möglich (er betonte das Wort . „wenn man nicht die Tatsache begreift.

er ist das Ergebnis inneren Wachstums und langer und schwieriger Arbeit an sich selbst. Man kann ohne jede Übertreibung behaupten. von Rechts wegen zu. der mit . „Für die meisten Menschen. In den Religionen aller Nationen gibt es Hinweise auf die Möglichkeit eines Bewußtseinszustandes dieser Art. daß wir diesen Bewußtseinszustand haben oder daß wir ihn haben können. Bewußtsein seiner selbst zu erreichen.Erleuchtung' oder verschiedenen anderen Namen bezeichnet wird. „Die vierte Bewußtseinsstufe wird der Zustand des objektiven Bewußtsems genannt. „Aber der dritte Bewußtseinszustand kommt dem Menschen. Wenn ein gewöhnlicher Mensch künstlich in den Zustand objektiven Bewußtseins gebracht und nachher auf seinen gewöhnlichen Zustand zurückgebracht wird. daß in der heutigen Zeit der dritte Bewußtseinszustand im Menschen nur in Form sehr seltener Augenblicke vorkommt und daß er nur mittels eines besonderen Trainings mehr oder weniger dauernd gemacht werden kann. daß er sein Bewußtsein verloren hatte. daß sie denken. wie sie wirklich sind.sein seiner selbst oder das Bewußtsein des eigenen Seins. Aber auf der Stufe des Bewußtseins seiner selbst kann ein Mensch Augenblicke des objektiven Bewußtseins haben und sich ihrer erinnern. sogar für die gebildeten und denkenden Menschen. daß wir diesen Bewußtseinszustand nicht besitzen und daß wir ihn nicht durch Wünsche und Entschlüsse allein in uns erzeugen können. die Tatsache. kommt das nur von den falschen Lebensverhältnissen. Der einzig richtige Weg zu objektivem Bewußtsein führt über die Entwicklung des Bewußtsein seiner selbst. das heißt sie besäßen Bewußtsein seiner selbst und alles. Augenblicke auch dieses Bewußtseinszustandes ereignen sich im Menschen. jedoch nicht in Worten beschrieben werden kann. was damit 205 . Unsere Wissenschaft und Philosophie haben die Tatsache übersehen. so wie er ist. ist die Hauptschwierigkeit auf dem Weg. „Der vierte Bewußtseinszustand im Menschen ist ein ganz anderer Seinszustand. Gewöhnlich nimmt man an. sie besäßen es. dann wird er sich an nichts erinnern und für eine Weile denken. wenn wir wollen. und wenn ein Mensch ihn nicht hat. Auf dieser Stufe kann ein Mensch die Dinge sehen.

Individualität im Sinne eines bleibenden und unveränderlichen Ichs. die Empfindungen seines eigenen Körpers. was er seiner Meinung nach schon hat. Dies ist ein vollständig subjektiver Bewußtseinszustand. so rufen sie in ihm doch nur phantastisch-subjektive Bilder hervor. daß er nur durch lange und schwere Arbeit etwas erreichen könne. „Die zwei höheren Bewußtseinszustände — Bewußtsein seiner selbst und . Wille. und ob er sich an sie erinnert oder nicht. daß er sich fast im gleichen Zustand befindet wie im Schlafe. Fähigkeit zu tun und so fort. sie sind voll entwickelt und arbeiten die ganze Zeit. etwa Laute. Er kann sich bewegen. dem Schlaf. das heißt. wollen wir wieder zum ersten Bewußtseinszustand. wenn wir einen Blick in seine innere Welt tun. Diese Zentren sind in uns. nichts tun kann. Zunächst scheint dies ein ganz anderer Bewußtseinszustand. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Eigenschaften unseres fälschlich sogenannten . mit anderen Menschen reden. zurückkehren. wenn man ihm sagt. daß er sich in einer besseren Lage befindet als während seines Schlafes. in seine Gedanken. Gefahren sehen und sie vermeiden und so fort. Im Wachzustand hin- 206 . Stimmen. Sie seien verrückt oder Sie wollten ihn in der Hoffnung auf persönlichen Gewinn betrügen. Im Gegenteil. daß man einen Menschen nicht interessieren kann. Kälte. das . gibt es zwei weitere Zentren im Menschen. weil er im Schlafe passiv ist. Der Mensch ist in seine Träume versunken. bleibt sich gleich. er wird denken. Wärme. Aber wenn wir etwas tiefer in die Dinge eindringen.höhere Gefühlszentrum' und das . Sogar wenn ihn einige wirkliche Eindrücke erreichen. Und sogar in einem schlimmeren. von denen wir schon gesprochen haben. kann vorausberechnen.klaren Bewußtseins'. Es scheint einleuchtend. Es ist offensichtlich. Dann wacht er auf. in die Beweggründe seiner Handlungen. so werden wir sehen. aber ihre Arbeit erreicht nicht unser gewöhnliches Bewußtsein.objektives Bewußtsein' — sind mit der Tätigkeit der höheren Zentren im Menschen verknüpft. „Außer den Zentren.höhere Denkzentrum'.verbunden ist. „Um uns den Unterschied zwischen den verschiedenen Bewußtseinszuständen klarzumachen.

durch alle uns umgebenden Verhältnisse veranlaßt und aufrechterhalten wird. der Schlaf. sind gleichermaßen subjektiv. „Beide Bewußtseinszustände.klares Bewußtsein' nennt. Er schläft. sagen und tun sie im Schlaf. Zum Beispiel Krieg. daß er gern hat. Und doch erinnert er sich nicht seiner selbst. was er meint. alles geschieht mit ihm. Und dann gewinnt alles ihn umgebende Leben einen anderen Aspekt und eine andere Bedeutung. Es ist jedoch das Schwerste. daß die Menschen aufwachen. ist Schlaf. Gewiß können sie dies. „Nehmen wir irgendein Ereignis im Leben der Menschheit. Sie würden dies natürlich nicht tun. Nur Erwachen und was zum Erwachen führt. was es gibt. Er sieht. Alles. Er lebt in einer subjektiven Welt von .ich liebe nicht'. Die wirkliche Welt ist durch einen Schleier von Einbildungen vor ihm verborgen. „Wie oft bin ich schon gefragt worden. Er lebt im Schlaf. ist seiner selbst nicht eingedenk. . hat in Wirklichkeit einen Wert. Das scheint eine Kleinigkeit zu sein.ich habe gern'. was geschieht. ob Kriege verhindert werden können. Was man . und die Ergebnisse all seiner Handlungen fallen auf ihn und seine Umgebung zurück. Dazu ist es nur notwendig. wenn sie aufwachen würden. daß dies das Leben schlafender Menschen. wacht er wirklich auf.ich habe ungern'.ich will nicht'. Er kann den Fluß seiner Gedanken nicht anhalten. Er ist eine Maschine. Was bedeutet dies? Es bedeutet. was er meint. daß er nicht gern hat. daß einige Millionen schlafender Menschen versuchen. Erst wenn ein Mensch beginnt. das heißt. Gerade im Augenblick wird ein Krieg geführt. kann seine Vorstellungen. 207 . einige Millionen anderer schlafender Menschen zu vernichten. ist eine Folge dieses Schlafes. daß er will oder was er meint.gegen kann er unentwegt irgend etwas tun. weil dieser Schlaf durch das ganze uns umgebende Leben. was sie tun. Alles.und der Wachzustand.ich liebe'. daß er nicht will. . . seine Gefühle und seine Aufmerksamkeit nicht beherrschen. alles. Er sieht nicht die wirkliche Welt. . . und ein viel gefährlicherer Schlaf als der Schlaf nachts im Bett. was er meint. sich seiner selbst zu erinnern. ein Leben im Schlafe ist. All dies kann überhaupt keinen Wert haben.ich will'. was die Menschen sagen.

Aber auch dies ist ungenügend. und wenn er gleichzeitig die Erfahrung macht. denen je ein Mensch begegnen kann. dann wird er verstehen. daß sie schlafen und aufwachen müßten. Aber vorher muß man von der Tatsache des Schlafes überzeugt werden. wenn dies möglich ist. Es ist alles da. wie schwierig es ist. sich seiner selbst zu erinnern. haben sie bereits eine Chance. . Aber verstehen es die Menschen? Die Menschen halten es einfach für eine Redensart. der nicht schlaft und der nicht so leicht einschläft. Millionen Theorien erdenken. für einen Ausdruck. man kann ganze Bibliotheken von Büchern schreiben. Das muß man verstehen. Und nur dann ist es möglich. Die Jünger Christi schliefen sogar. weil alle zwanzig zur gleichen Zeit schlafen können und träumen können. daß der. daß er bis zu einem gewissen Grade aufwachen muß. Ohne dies ist es unmöglich. aufzuwachen. daß er sich nicht seiner selbst erinnert und daß Sich-seiner-selbst-Erinnem bedeutet. Sie müssen so einen Menschen Enden und ihn anstellen. »schlafet nicht'. Im Gegenteil. daß er nicht durch den einfachen Wunsch allein erwachen kann. wie sie es tun. sie wachten auf. Man kann es sogar noch genauer sagen: ein Mensch kann nicht durch sich selbst erwachen.„Wie kann man erwachen? Wie kann man diesem Schlaf entrinnen? Diese Fragen sind die wichtigsten. Darum ist noch mehr erforderlich.Erwachet'. im Schlaf geschrieben und erdacht. Beinahe seit der WeltSchöpfung wurde den Leuten gesagt. 208 . sie aufzuwecken und nicht wieder einschlafen zu lassen. überzeugt zu werden. die übrigen aufwecken wird. „Man kann jahrelang denken. Wenn ein Mensch begreift. die lebenswichtigsten. welcher zuerst erwacht. ohne jede Möglichkeit zu erwachen. wenn es weder ihm noch anderen schadet. „In der Idee des Schlafes ist nichts Neues.wachet'. Aber wenn zum Beispiel zwanzig Menschen vereinbaren. Wie oft geschieht dies zum Beispiel in den Evangelien! . wenn man versucht zu erwachen. werden nur andere Leute zum Einschlafen bringen. als er im Garten von Gethsemane zum letzten Male betete. Ein Mensch muß sich um sie kümmern. oder der dann bewußt schlafen geht. Diese Bücher und diese Theorien. und das alles im Schlaf.

Ihnen mangelt vollständig das Verständnis. kann ein seiner selbst bewußtes Wesen sein. Dies ist unvermeidlich. wie er organisiert ist. sollte vier Bewußtseinszustände besitzen. Denn wenn er daran dächte. So geht alles weiter. und sehr große Anstrengungen und sehr viel Hilfe sind notwendig. oder wenigstens zu versuchen aufzuwachen. Mit solchen Möglichkeiten ist er geschaffen und so wird er geboren. Jeder Versuch des Kindes zu erwachen. daß er schläft. kann er gar nicht an die Tatsache denken. das heißt Mensch 209 . Ich sage Ihnen ernstlich. und stirbt schlafend. In den meisten Fällen verliert der Mensch schon als Kind die Möglichkeit zu erwachen. was man . da er seiner selbst bewußt werden könnte. worauf ich Sie schon früher hingewiesen habe. daß er schläft. wird sofort unterbunden. Und die Menschen haben nicht die geringste Ahnung. daß die Menschen die Evangelien im Schlaf lesen. Und wiederum ist es leicht zu verstehen. das heißt. ein wenig aufzuwachen. Um dies wörtlich zu verstehen. warum. um es später aufzuwecken. ist es notwendig. was sie infolge dieses Schlafes verlieren. dann würde er aufwachen. was ich . „Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf das.eine Metapher. Dabei wird auf fast jeder Seite davon gesprochen.Mensch im vollen Sinne des Wortes' nenne. Wie ich schon gesagt habe: der Mensch. Der gewöhnliche Mensch. daß ich schon verschiedene Male gefragt wurde. daß dies wörtlich genommen werden muß. Aber er wird unter schlafenden Leuten geboren und fällt natürlich unter ihnen gerade zu dem Zeitpunkt in tiefen Schlaf. wie die Natur ihn erschaffen hat. wenn sich tausende zum Schlaf zwingende Gewohnheiten angesammelt haben. Das heißt einfach. Solange ein Mensch tief schläft und ganz in seine Träume versunken ist. Ferner sterben viele Leute lange vor ihrem physischen Tod.Erziehung' nennt. willkürliche und unwillkürliche Suggestion und das. Ein voll entwickeiter Mensch. warum in den Evangelien nichts über den Schlaf steht. Und es geschieht höchst selten. Aber von solchen Fällen werden wir später sprechen. Alles spielt hierbei mit: die unwillkürliche Nachahmung älterer Menschen seitens des Kindes. er lebt sein ganzes Leben im Schlaf.

Er kann ihn auch gar nicht vermuten. sich diesem Zustand zu nähern oder ihn zu erreichen. das heißt. was wir als den objektiven Bewußtseinszustand bezeichnen. Da haben Sie nun ein vollständiges Bild des Seins von Mensch Nummer eins. zwei und drei." G. was der dritte Bewußtseinszustand ist. Aber nichts kann im Schlaf erreicht werden. sein eigenes Leben lenkendes Wesen. Und dies ist der Grund. begann das nächste Gespräch folgendermaßen: „Die Möglichkeiten des Menschen sind sehr groß. wird der Mensch natürlich nicht versuchen. auf das der Mensch seinen eigenen Behauptungen zufolge hinstrebt. worin er besteht. aber wenn sie nicht Fälschungen oder Nachahmungen sind. objektive Wissen. die Voraussetzung dazu ist der Vollbesitz des vierten Bewußtseinszustandes. das wirkliche. denn wenn Sie ihm erklären wollten. die er 210 . Im gewöhnlichen Bewußtseinszustand erworbenes Wissen ist mit Träumen vermischt.Träume'. daß er Bewußtsein seiner selbst sozusagen von Natur aus habe. daß dies sein gewöhnlicher Zustand sei. lebt nur in zwei Bewußtseinszuständen. unmöglich. Tatsachen. betrachtet er als Zufälle oder etwas Vorübergehendes. würde er antworten. Das Wissen hingegen. mit der Wirklichkeit vermischt. warum er niemals alle Kräfte anwenden kann. Er hält sich für ein bewußtes. Alle diese »mystischen Zustände' und so fort sind falsche Definitionen. Nun ist aber ohne Bewußtsein seiner selbst oder den dritten Zustand der vierte Zustand. Er lebt in einer subjektiven Welt und kann nie aus ihr entkommen. dann sind sie Augenblicke von dem. Im Bewußtsein eines schlafenden Menschen werden dessen Täuschungen. ist nur im vierten Bewußtseinszustand möglich. was ein Mensch erreichen kann. das heißt. Infolge der Auffassung. „Aber den dritten Bewußtseinszustand kennt der Mensch nicht und vermutet ihn nicht einmal. Er weiß oder kann wenigstens von der Existenz des vierten Bewußtseinszustandes wissen. die dem widersprechen. seine .Nummer eins. das sich von selbst ändern wird. Nummer zwei und Nummer drei. Sie können nicht einmal einen Schatten dessen begreifen. außer in seltenen Augenblicken.

und warum er immer nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt. Er beginnt zu verstehen. Die Idee des Selbst-Studiums gewinnt in seinen Augen eine neue Bedeutung. ein Mittel zum Erwachen darstellt. Und während er sich beobachtet. Unsere inneren psychischen Vorgänge (unsere innere Alchimie) haben viel mit diesen chemischen Vorgängen gemein. in seinem Wahrnehmungsapparat. daß er. Er fühlt. nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt und arbeitet. die bisher in völliger Dunkelheit gearbeitet haben. in denen das Licht das Wesen des Vorganges verändert. Genau aus diesem Grunde bleibt der weitaus größere Teil seiner Möglichkeiten unverwirklicht und der weitaus größere Teil seiner Kräfte unbenutzt. Dabei sieht der Mensch ein. Er sieht jede Funktion so. daß irgend etwas mit seiner Maschine und seinen Funktionen in ihrem gewöhnlichen Zustand nicht in Ordnung ist. so wie er jetzt ist. Genau so können viele psychische Prozesse nur im Dunkeln stattfinden. „Es wurde schon früher gesagt. daß er aus dem Leben nicht all das herausbekommen kann. Und unter dem Einfluß dieses Lichtes beginnen die Vorgänge selbst sich zu ändern. und sie ändern Gesetzen gehorchen läßt. weil er schläft. Es gibt sehr viele chemische Prozesse. Schon ein schwaches Bewußtseins-Licht ist genug. daß die Selbst-Beobachtung ein Instrument der Selbst-Wandlung. um das Wesen eines Vorganges vollständig zu verändern und viele von ihnen absolut unmöglich zu machen. daß es vielleicht nicht einmal der Mühe wert ist. wie sie ist. daß die Selbst-Beobachtung an sich schon verschiedene Wandlungen in seinen inneren Vorgängen hervorruft. was es ihm geben könnte. und daß er es wegen bestimmter funktioneller Störungen in seiner Maschine. wirft er sozusagen einen Lichtstrahl auf seine inneren Vorgänge. Der Mensch fühlt. wie sie sein könnte oder sein sollte.besitzt. und so. daß richtig gelenktes SelbstStudium und richtig gelenkte Selbst-Beobachtung einen Menschen zu der Einsicht bringen. 211 . bemerkt er. sich zu studieren. die nur ohne Licht möglich sind. Die Selbst-Beobachtung bringt den Menschen zur Einsicht der Notwendigkeit der Selbst-Wandlung. Indem er sich beobachtet. nicht kann.

für den er sich bisher gehalten hat. Er hat die Arbeit der Maschine studiert. In anderen Worten. wie man charakteristische Haltungen. in der er von Jahr zu Jahr gelebt hat. daß seine gewöhnliche Meinung über sich selbst. sehr weit von der Wirklichkeit entfernt ist. Bisher hat er nur die Einzelheiten der Arbeit der Zentren studiert. „An Stelle des Menschen. nicht nur die Arbeit der kleinen Räder und Hebel. dann wird er sehr bald ein ganzes Album von Bildern von sich selbst sammeln. diese Photographien müssen gleichzeitig alles enthalten.„Wenn ein Mensch zu der Einsicht gelangt. „Zu diesem Zweck muß ein Mensch lernen. charakteristische Gesichtsausdrücke. wird er einen ganz anderen Menschen sehen. Wenn es einem Menschen gelingt. Stimmungen. sondern auch die Arbeit an sich selbst zum Ziel der Selbst-Wandlung notwendig ist. wie die anderen ihn sehen. Gedanken. Bewegungen. die ihm dann im Zusammenhang ganz klar zeigen. Es ist er selbst. das heißt. was er ist. charakteristische Gefühle und charakteristische Gedanken einfangen kann. wie er es gesehen hat. Wenn diese Photographien mit Erfolg aufgenommen werden und eine genügende Anzahl von ihnen da ist. Gesichtsausdrücke und so fort. Aber es ist nicht so leicht zu lernen. Gefühle. sondern er muß alles im Zusammenhang als ein Ganzes sehen — seine Ganzheit. Nun muß er anfangen.andere' Mensch ist er selbst und gleichzeitig nicht er selbst. was ein Mensch in einem bestimmten Augenblick in sich sehen kann. wie man diese Photographien in den interessantesten und charakteristischsten Momenten aufnehmen kann. 212 . Haltungen. nur diese oder jene Erscheinung zu registrieren und ein unparteiischer Zeuge zu sein. sozusagen innere Photographien von sich selbst in verschiedenen Augenblicken seines Lebens und in verschiedenen Gemütszuständen aufzunehmen: und nicht Aufnahmen von Einzelheiten. wird der Mensch sehen. interessante Augenblicke für diese Photographien zu erhaschen. Empfindungen. den Klang der Stimme. dann muß sich der Charakter seiner Selbst-Beobachtung ändern. daß nicht nur das Selbst-Studium und die Selbst-Beobachtung. sondern Aufnahmen des Ganzen. nicht nur getrennte Einzelheiten zu sehen. Dieser . wobei er versuchte. sich selbst zu sehen.

der es ausführt.Ich' nennt. mit ihrer eigenen Auffassung. den andere Leute kennen und den er selbst jetzt anfängt zu kennen. . wie er tatsächlich ist.Zacharow' ist. „Dies ist die erste Einsicht. „Solange sich ein Mensch für eine Person hält. .wie ihn andere Leute kennen und wie er in seinen Handlungen. daß es viel Unwirkliches.0uspensky'. was . Der Mensch muß einsehen. da er zu fühlen beginnt. Man muß lernen. was er tun kann.Petrow' oder . den er .Petrow' oder . ist in Wirklichkeit aber nur . und oft verändert diese Auffassung vollständig das.Ich' es getan oder gesagt hätte. Der andere. nicht .Ich' tun wollte. das wirkliche Ich. . der sich . wird er nie weiterkommen. Worten und so fort erscheint. sich zu teilen.Ich' beginnt die Selbst-Beobachtung. Der andere ist der wirkliche Er. was mit ihm geschieht.Zacharow'. Aber nicht ganz so.Ich' nennt und den andere . sondern auf ihre eigene Weise.Zacharow'.0uspensky'. Sobald er begonnen hat. sondern sein .Zacharow' oder .0uspensky'. „Der eine ist der Mensch. es ist nicht . Erfundenes und Künstliches in diesem anderen Menschen gibt.Ouspensky'. richtig zu denken.0uspensky'. das. Was auch immer er plant oder zu tun und zu sagen beabsichtigt. . daß er vollständig in der Macht seines . „Von diesem Gesichtspunkt aus ergibt sich schon vom allerersten Augenblick der Selbst-Beobachtung an eine sehr bestimmte Gefahr. daß er tatsächlich aus zwei Menschen besteht. erkennt er schnell.er'.Petrow' aufgenommen und fort- 213 .ich'.Zacharow' oder .Petrow' oder . zu registrieren und zu beobachten. aber sie wird sofort von . und das meiste. Und bei Beginn der Selbst-Beobachtung und des Selbst-Studiums ist es notwendig. Seine Arbeit an sich selbst beginnt in dem Augenblick. Der eine ist passiv. das in seinem Leben nur für sehr kurze Augenblicke zum Vorschein kommt und das nur nach einer sehr langen Arbeitsspanne fest und beständig werden kann. das Wirkliche vom Erfundenen zu scheiden. Das . ist. Denn der Mensch weiß selbst.Petrow' nennen. . und natürlich werden sie es nicht auf die Weise tun oder sagen wie . daß es zwei Menschen in ihm gibt. ist aktiv und spricht von sich selbst in der ersten Person. tut oder sagt. die ein Mensch haben kann.

daß der Mensch sich teilen muß. Er nennt sich mit einem anderen Namen.0uspensky in mir'. sondern den eingebildeten . eine Veränderung.Das ist „Ich"'. oder er nennt sich einfach . keine Ausnahmen. bei dem ihn niemand genannt hat oder jemals nennen wird. als ob es einen 214 .' Er wird niemals Iwanow sagen. wie er es hört.0uspensky'.0uspensky'.Petrow' oder . Wenn es zu der Selbst-Beobachtung kommt. . wie häufig es ist.Ich' auf einer Seite und .0uspensky' zu nennen. während er dasjenige .Zacharow' nennt. Weiterhin nennt er das in sich Jch'.Zacharow' auf der anderen Seite.Petrow' oder . „Petrow" oder „Zacharow".0uspensky'.Zacharow'. „Man glaubt gar nicht. sich in ihrer Unterhaltung mit sich selbst mit ihrem Vornamen oder Nachnamen oder Lieblingsnamen zu nennen. . Und er teilt sich buchstäblich.Zacharow' oder . sich . Das heißt. was er nicht gern hat oder für schwach hält. oder zu sagen .Petrow' führen schon bei den ersten Schritten eine leichte Veränderung in diese SelbstBeobachtung ein. dann ziehen sie vor. einen Namen. . natürlich von Anfang an ganz falsch. er erfindet für sich einen künstlichen Namen. sagt er.0uspensky'.und das ist „Ouspensky". die ganz nebensächlich zu sein scheint. und so wird er unweigerlich jemandes anderen Nachnamen oder Vornamen benützen. daß ein Mensch mit Namen Iwanow die Beschreibung dieser Methode der Selbst-Beobachtung hört. Aber . was er für stark hält. wenn er von sich in der dritten Person spricht.Petrow' oder . Ihm wird gesagt. Er findet das unangenehm. er hat nicht Iwanow als Voraussetzung genommen. Auf dieser Grundlage beginnt er auf verschiedene Arten über sich nachzudenken.Er' oder . . da er sich schon über den wichtigsten Punkt getäuscht hat und nicht sein richtiges Selbst als Voraussetzung genommen hat. . wie in dem gerade erwähnten Beispiel. . In diesem Zusammenhang sind die Menschen. die gewöhnt sind. .geführt.er' und so fort. daß ein Mensch ungern seinen eigenen Namen gebraucht. was er gern hat oder jedenfalls. „Nehmen wir zum Beispiel an. Er sucht es auf alle mögliche Weise zu vermeiden. aber die in Wirklichkeit die ganze Angelegenheit von Grund auf ändert.

. „Die Selbst-Beobachtung wird die Beobachtung von . ganz gleich.0uspensky' Angst zu haben. Meinungen sind entweder seinen eigenen Ansichten. die er unbewußt spielt und die er leider nicht zu spielen aufhören kann.0uspensky' für Ouspensky selbst. daß er nicht . oder sie haben nichts mit ihnen gemein. Antipathien. weil er er selbst ist. fühlt er. Und da er sich in Wirklichkeit nicht von . „Aber wenn ein Mensch seine Hilflosigkeit gegenüber. tatsächlich sich von ihm trennt und sich von ihm entfernt hält. Der Mensch versteht.0uspensky' für ihn getan wird.0uspensky' ist.0uspensky' zum Diener werden.0uspensky' in einem bestimmten Augenblick möchte. von . die Rolle.0uspensky' beherrschen und ihn veranlassen. tausend Dinge. vor . daß dieser sein . Er ist der Sklave.Ouspensky' ist. „Die erste Stufe der Arbeit an sich selbst besteht darin. Aber man muß die Tatsache 215 . weil alles. alles wird durch . und gleichzeitig fühlt er. muß er .0uspensky in ihm' auf.0uspensky' befreien kann.0uspenskv' nichts ist als eine Maske. daß er nicht .0uspensky'.0uspensky' sein Herr. Sympathien. was .0uspensky' ist sein .0uspensky' in ihnen geben könnte.Ouspensky* begreift.0uspensky' zu befreien.. dann hört seine Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber . Und gleichzeitig ist . nicht das zu tun. sondern was er selbst tun will. daß . beginnt zu fühlen.0uspensky' durchkreuzt und verändert. Gefühlen und Stimmungen entgegengesetzt. daß es vor allem sein Ziel sein muß. was immer er tun oder sagen möchte. sich von . Vom Herrn muß . die er trägt. daß man sich innerlich von .0uspensky' trennt. Geschmack. „Auf dieser Stufe der Selbst-Beobachtung muß der Mensch begreifen. „Er beginnt. was immer er tun möchte.Feind'. seine Wünsche auszudrücken. Er hat keine Möglichkeiten. Es gibt schon genug von . daß er in der Gewalt von . gleichgültig und teilnahmslos zu sein. Er hat keinen eigenen Willen. die er selbst niemals tun oder sagen würde. eine Rolle.0uspenskys' Wünsche. „Wenn er aufrichtig mit sich ist.0uspensky' ist.Feind' ist. . Gedanken. die ihn regiert und ihn tausend dumme Dinge sagen und tun läßt.

daß er nicht . daß er es schon besser weiß. und ihn nicht.0uspensky' gerichtet bleiben muß. weil er sonst zweifellos denken wird. und damit muß er beginnen. daß der Mensch so 216 . das zu sehen.0uspensky' sieht und kennt. daß es von ihrem Wunsch oder ihrer Entscheidung abhängt. wo er ist undwo. Sie bilden sich ein. Und nicht nur was ihn angeht. Aber darüber hinaus muß er dieser Person vertrauen. hieran hindert. sich auf sein eigenes Urteil zu verlassen.0uspensky' ist. muß eine richtige sein. Man muß sich daran erinnern. der in diesem Augenblick die Richtung verliert. Und dies ist keineswegs leicht. weder in bezug auf sich noch in bezug auf andere. Aber das Wesentliche hierbei ist. In diesem Zustand kann ein Mensch nichts erkennen. daß Aufrichtigkeit gelernt werden muß. da ein Mensch nicht erklären kann. der ihm sagen kann. Je überzeugter er davon ist. daß er selbst alles verstehe und daß er wisse. die ihm hilft. Und seine Haltung gegenüber dem Menschen. was er in sich selbst sehen sollte? Jemand muß es ihm zeigen. Wenn ein Mensch Glück hat. wobei er gleichzeitig eingedenk bleiben muß. wie dies oft geschieht.0uspensky' ist. desto mehr irrt er sich. wo er ist und wo . „In diesem Falle ist es das Gefährlichste. Aber wenn er auch nur in einem geringen Maße mit sich selbst aufrichtig ist und wirklich die Wahrheit erkennen will. was ihm gezeigt wird. was er wirklich ist. mit sich selbst aufrichtig zu sein. sondern auch was andere Leute angeht. ob sie aufrichtig oder unaufrichtig sind. kann er zu diesem Zeitpunkt jemanden in seiner Nähe haben. daß er ihre . Natürlich ist dies alles Selbst-Täuschung. Aber er kann sich selbst .0uspensky* ist.0uspensky' erklären. glaubt er leicht. Aber wie kann ein Mensch mit sich selbst aufrichtig sein. „Dies ist ein sehr ernster Augenblick in der Arbeit. Die Menschen begreifen nicht. dann kann er eine genaue und unfehlbare Grundlage zur richtigen Beurteilung zuerst seiner selbst und dann der anderen Leute finden. der es ihm zeigt. daß er es kann. wenn er tatsächlich nicht aufrichtig das sieht. zumal wenn er zu denken beginnt. Ein Mensch. daß die ganze Aufmerksamkeit auf .im Sinn behalten. wird sie niemals wieder finden. das heißt eine solche.

vergißt er zehn andere Sachen.Ehre'. Ein Mensch kann sich an ein einem anderen gegebenes Versprechen nur mit Hilfe künstlicher Assoziationen erinnern. müssen Sie sich an vieles erinnern. die er sich selbst gegeben hat. „Dies wiederum ist mit einem der Hauptkennzeichen der Haltung 217 .Ehrlichkeit'.Pflicht' und so fort verbunden sind. Der Mensch erinnert sich nicht. einer Woche. Der Mensch erinnert sich nicht an seine Entscheidungen. woran er gedacht oder was er gesagt hat. er erinnert sich nicht an die Versprechung. . Die Unfähigkeit des Menschen. er wird sich nie so sehen. „Um zu wissen. Er beginnt irgendeine Arbeit. wie er wirklich ist. erinnert sich nicht. warum er sie begonnen hat. „Und dies raubt den Ansichten und Meinungen eines Menschen jedwede Festigkeit und Genauigkeit. ist eines seiner hauptsächlichen und charakteristischsten Kennzeichen und die Ursache von allem anderen in ihm. Assoziationen. warum sich dies so verhält. was sich auf ihn bezieht. einem Tag oder sogar einer Stunde gesagt oder gefühlt hat. wie er dachte oder wie er sprach. Selbst wenn er dies versucht. die er vielleicht früher aufgenommen hat. Man muß einsehen lernen. daß er sich nicht seiner selbst erinnert. die Tatsache einzusehen.Ich' und . Wie früher gesagt wurde. . wird er sich belügen und Dinge erfinden. was er vor einem Monat. an die sich zu erinnern viel wichtiger wäre. Aber im allgemeinen kann man wahrheitsgemäß sagen: wenn der Mensch sich an eine Sache erinnert. und er erinnert sich nicht. Dies geschieht besonders oft im Zusammenhang mit der Arbeit an sich selbst. um . daß ohne fremde Hilfe ein Mensch sich nie selbst erkennen kann.0uspensky' in sich selbst zu unterscheiden. Die Unfähigkeit zum Selbst-Erinnem zeigt sich auf mannigfaltige Weise.wie er ist nicht die Mittel besitzt. bringt die Selbst-Beobachtung einen Menschen dazu. was schon früher gesagt wurde. und nach Verlauf einer gewissen Zeitspanne erinnert er sich nicht mehr. Und der Mensch vergißt besonders leicht. die ihm anerzogen worden sind und die wiederum mit auch künstlich geschaffenen Auffassungen von . auf diese inneren Photographien seiner selbst. sich seiner selbst zu erinnern.

mit denen er seine Arbeit begann. daß es sehr schwierig ist. daß nur in einem Zustand der Identifizierung 218 . die ihn am meisten interessieren. . die . das heißt man muß keine Angst haben. weil ein Mensch sich natürlicherweise leichter mit den Dingen identifiziert. daß er dagegen ankämpfe. „Die . . Es ist besonders schwer. Die Schwierigkeit des Kampfes mit der Identifizierung wird noch durch die Tatsache vermehrt. Um sich aus der Identifizierung zu befreien. er ist mit einem Gefühl. nehmen sie für den ganzen Wald. wenn Menschen sie in sich selbst beobachten. In der Arbeit an sich selbst sind die Menschen so stark mit verschiedenen Zielen identifiziert.Identifizierung' bis in ihre Wurzeln hinein in einem selbst zu sehen und zu studieren. das ihm in den Weg kam. nur verändert sich ihr Gegenstand. .Identifizierung' ist eine so allgemeine Eigenschaft. muß man unaufhörlich auf der Hut und rücksichtslos mit sich selbst sein. und vergißt darüber vollständig die großen Ziele. „Es ist notwendig. mit einer Stimmung identifiziert und vergißt seine eigenen weiteren Gedanken.Eifer'.Sich-Identifizieren' ist einer unserer schrecklichsten Feinde. weil es alles durchdringt und einen Menschen in dem Augenblick täuscht. daß sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. was in einem bestimmten Augenblick seine Aufmerksamkeit.Leidenschaft'. „Der Mensch identifiziert sich mit einem kleinen Problem. alle die feinen und verborgenen Formen zu sehen. Zwei oder drei Bäume. .Spontaneität'. Gefühle und Stimmungen. die ihnen am nächsten stehen. Er identifiziert sich mit einem Gedanken und vergißt andere Gedanken. seine Gedanken oder seine Wünsche und seine Einbildungskraft anzieht.Inspiration' oder ähnlich nennen und annehmen. sich aus der Identifizierung zu befreien. Der Mensch befindet sich dauernd in einem Zustand der Identifizierung.Identifizierung' mit dem. seine Arbeit und seine Aufmerksamkeit widmet. da es ihm scheint. nämlich seiner dauernden . sie diese für einen sehr guten Zug halten und sie . „Das .des Menschen sich selbst und seiner ganzen Umgebung gegenüber verknüpft. denen er seine Zeit. die die Identifizierung annimmt.Begeisterung'. daß. sie zum Zwecke der Beobachtung von allem anderen zu scheiden.

„Identifizierung ist das Haupthindernis für die Selbst-Erinnerung. ist er der Sklave von allem. wie sie sich mit Worten identifizieren. würden sie ihre Meinung ändern. Und dafür sind Haschisch oder Opium ganz unnötig. wenn er je etwas erreichen will. kann sich nicht seiner selbt erinnern. Er verliert sogar die letzte Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen. Im Osten. in Theatern. das heißt das . „Von den allgemeinen Formen der Identifizierung muß man die Aufmerksamkeit auf eine besondere Form der Identifizierung richten. was sie selbst nicht wissen. daß er beginnt. sondern eine Tatsache. sich nicht zu identifizieren. sich selbst für eine Pfeife zu halten. vor allem etwas. Im Zustand der Identifizierung kann ein Mensch nichts Vernünftiges tun. nämlich auf die Identifizierung mit anderen in der Form des Sich-nach-ihnen-Richtens'. daß ein Mensch sich so mit seiner Pfeife identifiziert. der sich mit irgend etwas identifiziert. oder sehen Sie. 219 . Das ist kein Witz. Solange ein Mensch sich identifiziert oder identifiziert werden kann. Freiheit bedeutet zuallererst Freiheit von Identifizierung. wenn sie über etwas streiten oder etwas zu beweisen suchen. darf ein Mensch zuallererst sich nicht mit sich selbst identifizieren.Ich' bezeichnen. er darf sich nicht immer und bei allen Gelegenheiten als . Das ist Identifizierung. In Wirklichkeit ist dies natürlich eine Täuschung. die er noch hat. Er wird wirklich eine Pfeife. Er muß sich daran erinnern. daß es zwei in ihm gibt. sich nicht zu identifizieren. ganz gleich auf welchem Gebiet. Ein Mensch. und einen anderen. und von ihnen selbst bleibt nichts übrig. mit dem er kämpfen und den er überwinden muß. Begierden oder Worten. in Restaurants an. Um sich seiner selbst zu erinnern. Wenn die Menschen sehen könnten. ihn selbst. Schauen Sie die Leute in den Läden. zu einem Stück Fleisch. Ein Mensch wird zu einer Sache. leisten kann. ist es zuallererst nötig. kommt es oft vor. was der Zustand der Identifizierung bedeutet. Sie werden selbst zu Gier.Ich' in ihm.ein Mensch wirklich gute Arbeit. wo die Leute Haschisch und andere Rauschgifte rauchen. Aber um zu lernen. was mit ihm geschieht.

Der Mensch erwartet innerlich. aber es ist eine Tatsache. wie sie ihn behandeln. ungesetzlich. . sich nach dem Klima. . sondern auch nach der Gesellschaft und nach historisch bedingten Verhältnissen. falsch und unlogisch zu sein. daß diese Dinge verändert werden können und sollen. Alles. oder im Gegenteil. was einem solchen Menschen mißfällt. Der Mensch nimmt alles so persönlich. sich nicht nur nach der Ungerechtigkeit oder mangelnden Achtung seitens anderer zu richten. der Hitze. daß die Menschen ihn nicht genug achten. Das scheint lächerlich. Kälte. und daß alle dauernd ihrer Achtung. um ihm Unbequemlichkeiten und Unannehmlichkeiten zu bereiten. Die Menschen sind imstande. welche Haltung sie ihm gegenüber einnehmen. „All dies und noch vieles andere ist nur eine Form der Jdentifizierung*. nicht genug höflich und zuvorkommend sind. Er denkt immer. Und der Ausgangspunkt seines Urteils ist immer der. „In den häufigsten Fällen identifiziert sich ein Mensch mit dem. die sogar fähig sind. ja unwillig und ärgerlich darüber werden. sondern die sich zum Beispiel sogar nach dem Wetter richten. All dies quält ihn und entwickelt in ihm eine mißtrauische und feindliche Haltung gegenüber den Mitmenschen. „Es gibt Menschen. als sei alles in der Welt eigens angeordnet worden.Sich-Richtens' für ihn bedeuten. was jemand von ihm dachte. was für ein bemerkenswerter Mensch er ist.Ungerechtigkeit' ist eines der Worte.Sich-Richten' verbirgt. Wie jemand ihn ansah. in denen sich sehr oft das .„Es gibt verschiedene Arten des Sich-nach-jemand-Richtens.sich mit einer Ungerechtigkeit abzufinden'. Solches Sich-Richten fußt vollständig auf Erwartungen. „Und er »richtet sich' nicht nur nach einzelnen Menschen. was andere über ihn denken. Sie können durch das Wetter irritiert. 220 . dann würde das Aufhören des . um ihm Vergnügen zu machen. was seiner Überzeugung nach eine Ungerechtigkeit ist. was jemand über ihn sagte — all das gewinnt für ihn eine ungeheure Bedeutung. so daß er eine ungeheure Energiemenge auf Vermutungen und Verdächtigungen verschwendet. Wenn ein Mensch sich über etwas empört. scheint ihm ungerecht. nach Schnee und Regen zu richten. daß jeder sieht.

All das ist einfach Schwäche. aber er kann nicht aufhören.Sich-Richten' oder . und beginnt vollständig sinnlose Handlungen auszuführen. . Auf diese Weise verliert der Mensch schließlich sein Gleichgewicht. seine Geistesgegenwart. 221 . ihm nicht genügend Aufmerksamkeit zolle und ihm nicht genug nachgebe.soll' und wann er . Ich habe viele solche Fälle gesehen. seine Originalität und alle seine anderen Qualitäten Ausdruck verleihen sollten. über mangelndes Verstehen und mangelnde Anerkennung beleidigt zu sein. Er beginnt zu denken. während er tatsächlich gar nicht so tun sollte. seinem Ziel näherzukommen. ist der. und er sollte nichts tun.nicht sollen' ist auch ein schwieriges Thema. daß ein Mensch glaubt. etwas tun zu . Schriftsteller. „Es gibt noch eine andere Form des . Musiker.ihrer Schätzung und Bewunderung für ihn. Wenn ein Mensch ein Ziel hat. was ihn daran hindert.sich nicht zu richten'. daß er vielleicht nicht genügend an den anderen denke. Künstler und Politiker zum Beispiel sind fast ohne Ausnahme kranke Menschen. dann .sollen'. wie dies oft bei Menschen mit sehr bescheidenem Äußeren vorkommt.sollte' er nur das tun. das heißt. Schauspieler. nur vielleicht noch etwas schlimmer. Diese Erwartungen selbst beruhen wiederum auf einer völlig phantastischen Vorstellung über ihr eigenes Selbst. daß dies dumm ist. seine Klugheit oder seinen Witz.Sich-nach-etwas-Richtens'. wann ein Mensch wirklich . seinen Verstand. Woran leiden sie? Erstens an einer außerordentlichen Meinung über sich selbst. seine Schönheit.nicht soll'. daß er sich nicht genug nach einem anderen richte und daß dieser andere deshalb beleidigt sei. Und dies kann sehr weit führen.Zieles' aus entschieden werden. die einem Menschen viel Energie rauben kann. das heißt an einer Haltung. Diese Form beginnt damit. „Der gleiche Fall. sofern er jemals eines gehabt hat. Die Menschen haben voreinander Angst. was ihn zu seinem Ziel führt. Dies kann nur vom Gesichtspunkt des . wo doch gerade in solchen Fällen nichts anderes nottut als eben .Sich-Kümmern'.Sollen' und . die schon im voraus bereit ist. Er ärgert sich über sich und fühlt. dann an Erwartungen und schließlich am . daß ein Mensch zu denken anfängt. es ist schwierig zu verstehen.

unaufrichtig' werden. Der einzige Unterschied ist der. seines Unvermögens. daß er nicht gegen seine . „Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind in Wirklichkeit etwas ganz anderes. Was der Mensch in diesem Falle Aufrichtigkeit nennt. als sich identifizieren und innerlich nach etwas richten. einfach weil er schwach ist. auf denen die menschlichen Schwächen beruhen. eine der Formen des Lügens. Man könnte noch mehr Beispiele bringen. weil sie glauben. daß er nicht die Aufrichtigkeit verlieren möchte. indem er sagt. seiner Unfähigkeit. das heißt. wenn sie mit dem Sich-Richten in sich selbst zu kämpfen beginnen. daß er sich nicht beherrschen will. dagegen zu kämpfen. Sie müssen solche Beispiele in der Beobachtung Ihrer selbst und anderer suchen. daß sie. Das äußere Sich-Richten fußt auf einer ganz anderen Beziehung 222 .„Wie ich schon gesagt habe. Aber da er sich diese Schwäche nicht eingestehen will. und er kann nicht umhin. sich richten. Der Mensch kann nicht anders. „Diese Furcht. „Das Gegenteil von innerem Sich-Richten.Ehrlichkeit' kämpfen will. während er tatsächlich nicht mit seinen Schwächen kämpfen will. ist das äußere Sich-Richten. Hierbei geschieht das gleiche wie in den Versuchen. Aber Sie müssen dies selbst tun. Aber er belügt sich selbst. nennt er sie . daß im einen Falle ein Mensch mit dem äußeren Ausdruck der Gefühle kämpft und im anderen Falle mit der inneren Äußerung der vielleicht gleichen Gefühle. unangenehme Gefühle zum Ausdruck bringen. daß sie in diesem Fall etwas. „Bisher habe ich nur vom inneren Sich-Richten gesprochen.Ehrlichkeit' und sagt sich. einen Teil von sich. seine unangenehmen Gefühle auszudrücken. sind Äußerungen seiner Schwäche. ist natürlich eine Selbst-Täuschung. gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle anzukämpfen. .Aufrichtigkeit' oder . sich zu beherrschen. das sogar zum Teil die Mittel liefert. die Aufrichtigkeit zu verlieren. ist in Wirklichkeit einfach. und sie haben Angst davor. glauben die Menschen sehr oft. Identifizieren. Und ganz tief in seinem Inneren weiß der Mensch dies. verlieren.

daß sie sich nicht nach ihm richten. ein 223 . ihm sogar nachgeben. es sei die Schuld des anderen gewesen. wird seine Arbeit für ihn leichter werden. das Verständnis ihres Geschmacks. kann nur neues inneres Sich-Richten die Folge davon sein. aufrichtig das auszudrücken oder irgendwie dem anderen zu zeigen. was er wirklich über ihn denkt oder fühlt. daß er aufrichtig sein wollte. wie sich äußeres SichRichten in inneres Sich-Richten verwandelt. nicht mit ihm streiten wollen und so fort. in seine Lage versetzen und wird wirklich fähig werden. Dies ist ein Beispiel. zu verstehen. nur weil sie sich in der Arbeit befinden. nicht die Notwendigkeit verstehen. und nachher beklagt er sich über die anderen Leute. so daß nichts mit ihm anzufangen gewesen sei. Gleichzeitig verlangt das äußere Sich-Richten eine große Macht über sich selbst. sich im Leben äußerlich zu richten. Sehr oft wünscht ein Mensch. die sehr wohl die Notwendigkeit verstehen. Aber der andere habe sich überhaupt nicht nach ihm richten wollen. Das äußere Sich-Richten erfordert Menschenkenntnis. sie glauben. Wenn er dies kann. Dann macht er sich vor. daß ein anderer Mensch genau so eine Maschine ist wie er selbst. Dann wird er sich an seinen Platz. Er habe sich wirklich nach ihm richten. daß er sich äußerlich richtet. macht ein Mensch das Leben für sich und andere Menschen leicht. so wird er verstehen. an ihre Bedürfnisse. „Richtiges äußeres Sich-Richten ist in der Arbeit sehr wichtig. daß er nicht lügen wollte. ihrer Gewohnheiten und Vorurteile. sich nicht nach den anderen zu richten. Und wenn er ein schwacher Mensch ist. nichts vormachen wollte. Er beginnt mit dem Entschluß. sie hätten. daß Menschen. was ein anderer Mensch denkt und fühlt. Sehr oft beginnt ein Mensch mit einem Segen und endet mit einem Fluch. an ihre Auffassungen. Aber wenn ein Mensch sich wirklich seiner selbst erinnert. Es geschieht sehr oft. Es bedeutet die Anpassung an Menschen. sich auch in der Arbeit äußerlich zu richten. Aber wenn er sich einem Menschen mit seinen eigenen Erwartungen nähert. Dadurch. eine große Selbstbeherrschung. wird er natürlich diesem Wunsch nachgeben und sich nachher rechtfertigen und sagen.zu den Menschen als das innere Sich-Richten.

sich nicht zu richten. die durch Ihre eigene falsche Arbeitsweise notwendig wurden. teilweise verrostet. die Sie vergessen. daß Sie nicht von Anfang an mit einer hübschen. ist. begann eines der folgenden Gespräche mit dem Hinweis. zehnmal mehr äußeres Sich-Richten notwendig ist als im Leben. „Diese künstlichen Einrichtungen stören jetzt sehr all Ihre guten Absichten. und die Hauptsache. und Sie sehen nicht ein. daß die Arbeit nicht auf einer niedrigeren Stufe als der des Obyvatel1. Sie verstehen nicht die ganze Mannigfaltigkeit Ihrer Organisation. das heißt in der eigenen erfolgreichen Arbeit eines Menschen an sich selbst.Recht. und der Erfolg dieser Arbeit steht immer im Verhältnis zu ihrer Würdigung und ihrem Verständnis. während in Wirklichkeit in der Arbeit. „Sie denken oft auf eine sehr naive Weise". selbstgerecht waren. Aber wir werden hiervon später noch einmal gesondert sprechen. andere beschuldigten und so weiter und so fort. eines Schwelgens in jeder Art Schwäche." G. wo Sie die Augen über Ihre eigenen Irrtümer geschlossen hatten. Hinter Ihnen liegen viele Jahre eines falschen und dummen Lebens. Die Maschine ist schmutzig. sich dauernd belogen. Dies ist ein sehr wichtiger Grundsatz. daß jede Anstrengung außer den gewünschten Ergebnissen. 224 . 1 Für die Definition von Obyvatel siehe Seite 532. All das hat natürlich die Maschine angreifen müssen. Diese Überzeugung loszuwerden. tausend unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse verursacht. neuen Maschine beginnen. Halten Sie daran fest. ist für den Menschen schwerer als alles andere. weil nur das äußere Sich-Richten von seiner Seite sein Verständnis und seine Würdigung der Arbeit erweist. der aus mancherlei Gründen leicht vergessen wird. daß wir die Schwierigkeiten unserer Lage vergessen. alle unangenehmen Wahrheiten zu vermeiden strebten. „Sie denken. das heißt des gewöhnlichen Lebens beginnen und verlaufen kann. wenn sie überhaupt solche zeitigt. Sie könnten schon tun. sagteer. und an manchen Stellen haben sich künstliche Einrichtungen gebildet. sauberen.

Sehr viele .Erziehung' geschaffen. Genau die gleichen Einrichtungen können im Menschen gefunden werden. sie zu sehen und zu fühlen. widersprechender Meinungen. schwächt seine Energie und nimmt ihm seine Selbstachtung. Gefühle. Auf irgendeine Weise muß er diesen Gedanken meistern oder bannen. der eine besondere Erklärung erfordert. Er würde fühlen.Puffer' bilden sich langsam und allmählich. dann würde er fühlen. Worte und Handlungen. Wenn es keine Puffer gäbe. daß er verrückt ist. Wir kennen die Bedeutung der Puffer an den Eisenbahnwagen. Wir sehen nicht. sie zu fühlen. daß er verrückt ist. Es ist für niemanden angenehm. würde der Stoß eines Wagens gegen einen anderen sehr unangenehm und gefährlich sein.Puffer' ist ein Ausdruck. Der Grund ihres Vorhandenseins ist das Bestehen vieler Widersprüche im Menschen. Wenn ein Mensch alle diese Widersprüche fühlte. „ .Puffern' 225 . Sie sind nicht durch die Natur. die die Stoßwirkung verringern. Die Puffer verringern die Wirkungen dieser Stöße und machen sie unbemerkbar.Puffer' erzeugt werden. Ein jeder ist von Menschen umgeben. Sympathien. Sie sind Einrichtungen. wie er jetzt lebt und handelt. Er muß entweder die Widersprüche zerstören oder aufhören. wie widersprechend und feindlich die verschiedenen Ichs unserer Persönlichkeit zueinander stehen. wenn Wagen aufeinander auffahren. zu fühlen. Aber wenn in ihm . die in ihm sind. sondern durch den Menschen. eine dauernde Unruhe spüren. Der Mensch kann diese Widersprüche nicht zerstören. wenn auch unwillkürlich.Puffer' werden künstlich durch . Wenn ein Mensch durch sein ganzes Leben alle die Widersprüche fühlen würde.„Sie werden . „ . so könnte er nicht so ruhig leben und handeln. und er wird nicht die ganze Wucht des Aufeinanderpralls von widersprechenden Ansichten. Andere entstehen unter dem hypnotischen Einfluß des gesamten uns umgebenden Lebens. Darüber hinaus raubt so ein Gedanke dem Menschen sein Selbstvertrauen. Er würde eine dauernde Reibung. die mittels . kann er aufhören. was er wirklich ist. geschaffen. widersprechenden Gefühlen und widersprechenden Worten spüren.Puffer' genannt.

was er liebt. Die . dessen ganze innere Welt aus Widersprüchen besteht. und in dem er sieht.Puffer' helfen dem Menschen. haßt und alles haßt.leben. Die . „Das Gewissen ist wieder ein Begriff. daß er all das. wenn er auf einmal fühlte.Puffer' wiegen den Menschen in Schlaf. wenn er die Wahrheit 226 . mit deren Hilfe ein Mensch immer im Recht sein kann. sein Gewissen nicht zu spüren. und weil es nur die Schocks sind. „Bewußtsein ist ein Zustand.Puffer' zu dem Zweck geschaffen werden. Selbstvertrauen. was er überhaupt weiß. in dem der Mensch alles auf einmal fühlt. Aber sie verhindern im Menschen die Möglichkeit innerer Entwicklung.Puffer' machen dem Menschen sein Leben leichter. das heißt ihn aufwecken können. schafft er unwillkürlich ähnliche . Die . sondern buchstäblich unerträglich für ihn sein. herausführen. geben ihm die angenehme und friedliche Empfindung.Bewußtsein' in der Gedankensphäre. Handlungen und Worte nachahmt. der Erklärung verlangt. wie wenig er weiß und wie viele Widersprüche in seinem Wissen bestehen. „Wenn ein Mensch. Da wir kein Bewußtsein haben. plötzlich alle diese Widerspräche auf einmal in sich fühlte. Es ist sehr schwer. daß er lügt. . Indem er sie und ihre Meinungen. in dem der Mensch alles auf einmal weiß. haben wir auch kein Gewissen. Selbstberuhigung und Selbstanpreisung reichen. was er liebt. Als ob wir ein Gewissen hätten! In Wirklichkeit entspricht der Begriff . Und da jeder in seinem Inneren tausende widersprechende Gefühle hat. weil die . würde all dies zusammen zu fühlen nicht nur schmerzlich. die Schocks zu vermindern. in dem er lebt. es bestünden keine Widersprüche und er könne in Frieden schlafen. die Stöße. es sei alles gut. „Gewissen ist ein Zustand.Gewissen' in der Gefühlssphäre dem Begriff . ohne .Puffer' in sich selbst. sprechen. die einen Menschen aus dem Zustand. „Im gewöhnlichen Leben wird der Begriff . denken und fühlen.Puffer' zu leben. was er überhaupt fühlt oder fühlen kann. die von einer tief verborgenen Einsicht seiner eigenen Nichtigkeit und Ängsten aller Art bis zu der dümmsten Art von Selbstüberschätzung.Puffer' sind Einrichtungen.Gewissen' zu einfach aufgefaßt.

die Absurdität ihres Nebeneinander-Bestehens spüren. Hierfür ist es notwendig.Puffern' möglich. „Das Gewissen ist eine allgemeine und dauernde Erscheinung. um dies zu erreichen. seine inneren Widersprüche zu sehen. „Der Begriff Gewissen hat nichts mit dem Begriff Moralität gemein. all jenes innere Leiden auf sich zu nehmen. und wenn er die Scham und den Schrecken über dies alles empfände. er kann ein Gefühl seines Selbst vom anderen durch unüberschreitbare Schranken trennen. daß seine Arbeit alle möglichen Unbequemlichkeiten und Leiden aus dem langsamen Erwachen seines Gewissens mit sich bringt. das heißt. Das Gewissen ist für alle Menschen das gleiche. „Das Gewissen ist das Feuer. und der Mensch muß dieser Arbeit zustimmen und verstehen.Puffer' zu vernichten. In diesem Zustand kann der Mensch nicht leben. und die Einheit schaffen kann. wenn er lügt. in dem er sich zu studieren beginnt. darum gibt es für ihn überhaupt keine Gefahr eines plötzlichen Erwachens. dann wäre er in dem Zustand. Ferner erfordert die Vernichtung der . und die Wahrheit sagt. das allein alle die Pulver in der Glasretorte verschmelzen kann. den man als . mit sich selbst zu kämpfen und an sich selbst für eine sehr lange Zeit und sehr beharrlich zu arbeiten. fehlt. Erwachen ist nur für die möglich. „Aber glücklicherweise für den Menschen. die es suchen und wollen. ist dieser Zustand des Gewissens sehr selten. das mit dem Gewahrwerden von Widersprüchen verbunden ist.Puffer' in ihm und nehmen ihm die Möglichkeit. das heißt. die bereit sind. aber er kann es einschläfern. entweder muß er die Widersprüche zerstören oder das Gewissen. die . Schon von frühester Kindheit an wachsen und verstärken sich die . die vorher erwähnt wurden.Puffer' selbst eine sehr lange Arbeit. Vom Standpunkt des Verständnisses der verschiedenen Kategorien von Menschen aus 227 . sie nie zusammen sehen.Gewissen' bezeichnen kann. nie ihre Unvereinbarkeit. für die. und das Gewissen ist nur in Abwesenheit von . das heißt für seinen Frieden und seinen Schlaf. die einem Menschen in dem Zustand. Das Gewissen kann er nicht zerstören.sagt.

und allerlei Forderungen.können wir sagen. Eine allen gemeinsame Moral gibt es nicht. „Der Begriff . in dem keine Widersprüche zu finden sind. sondern im Gegenteil mit ihnen zusammenarbeitet und versucht. Moralität ist überall und immer eine künstliche Erscheinung. daß es ein menschliches Gewissen gibt. ist auch die durch sie geschaffene Moral sehr unterschiedlich und widerspruchsvoll. Was in China moralisch ist. und was in Europa moralisch ist. auf einem Boden von Aberglauben und falschen Ängsten. „Die Moralität besteht aus . dann wird sich in diesen Augenblicken allmählich ein Element sehr feiner Freude.Moralität' enthält nichts Allgemeines. muß notwendig Leiden nach sich ziehen. Sie besteht aus verschiedenen . Es ist sogar unmöglich.Puffer* gibt und die Lebensbedingungen in verschiedenen Ländern. daß es zum Beispiel auch nur in Europa eine allgemeine Moral gebe. Ein solches Gewissen ist nicht Leiden. im Gegenteil. Und da es vielerlei . die wir überhaupt nicht verstehen können. Was in Petersburg moralisch ist. Aber erstens einmal erlaubt der Begriff der »christlichen Moral' selbst sehr ver- 228 .Puffern'. ist in China unmoralisch. ein Vorgeschmack des künftigen . Man sagt manchmal. sie zu erhalten und zu verlängern. ist in Petersburg unmoralisch. der Tausende verschiedener Ichs hat.Puffern'.Tabus'. daß die allgemeine Moral in Europa die . es ist Freude einer völlig neuen Art. ist in einer anderen unmoralisch und umgekehrt. und was im Kaukasus moralisch ist. Es gibt keine allgemeingültige Moral. zu sagen. Was in einer Gesellschaftsklasse moralisch ist. Aber jedes momentane Erwachen des Gewissens in einem Menschen. Und wenn diese Augenblicke des Gewissens länger werden und der Mensch sie nicht fürchtet. ist im Kaukasus unmoralisch. Lebensaltern und Gesellschaftsklassen sich stark voneinander unterscheiden. manchmal jedoch haben sie alle Bedeutung verloren oder nie eine Bedeutung gehabt und sind auf falscher Grundlage aufgebaut worden. ist in Europa unmoralisch. das heißt Vorbehalten. Moralität besteht aus .klaren Bewußtseins' einstellen. die manchmal auf vernünftiger Grundlage beruhen.christliche Moral' sei.

Die Menschen lieben es nicht. Je . und viele Verbrechen sind durch die . der nun vor sich geht. das heißt in allem danach handeln. Wir lehren. wenn wir das sagen. Eine Moral kann sehr leicht einer anderen widersprechen und diese sogar vollständig leugnen. weil wir nicht Schwäche und Heuchelei unterstützen. daß Ihre Lehre überhaupt keine Moral habe. gebracht hat. denen Worte wertvoller als alles andere sind. wie weit er von diesen entfernt ist. „Moral und Gewissen sind ganz verschiedene Dinge. ganz gleich. die . ist ein leerer Mensch.Puffern' mag sehr moralisch sein. „Die Menschen reden sehr gern über Moral. In der Regel ist das fast immer so. Wer die Wahrheit sucht. weil er weiß. Aber Moral ist nur Selbst-Suggestion. 229 . die von Liebe und Moralität reden. Und Christen sind diejenigen.unmoralischer' hält er die anderen. daß sie die moralische Seite Ihrer Lehre nicht verstehen"." „Viele Leute sagen. Aber dies ist ein wahres Zeichen: wer so spricht. nur deswegen. Sie sagen. sagte einer von uns. weil es immer Menschen gibt. Was notwendig ist. „und andere sagen.Puffer' verschiedener Menschen dagegen können sehr verschieden sein. mit ihm Zeit zu verschwenden. das heißt zwei sehr moralische Menschen können einander für sehr unmoralisch halten. es lohnt sich nicht. für desto .schiedene Deutungen. dann ist es auf jeden Fall gut. aber es wird immer Gerede dieser Art geben. sich so weit als möglich von solcher Moral fernzuhalten.christliche Moral' Europa diesen Krieg. Die christliche Lehre ist für Christen. wird nicht von Liebe oder Christentum sprechen. in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften leben? Natürlich können sie dies nicht." „Natürlich nicht". Können die.christlicher Moral' gemein.moralischer' ein Mensch ist. die nach Christi Vorschriften leben. Wir lehren keine Moral. sondern im Gegenteil alle Masken abnehmen. ist das Gewissen. Ein Gewissen kann niemals einem anderen Gewissen widersprechen. was wir unter diesem Begriff verstehen.christliche Moral' gerechtfertigt worden. „Wenn die . wie man das Gewissen findet. sagte G. Und in zweiter Linie hat das moderne Europa sehr wenig mit . Ein Mensch mit . daß wir keine Liebe hätten.

Erinnern Sie sich nur an eines. Niemand tut je absichtlich etwas im Interesse des Bösen oder um des Bösen willen. Infolgedessen ertränken. Jeder handelt immer im Interesse des Guten. „Man kann sagen. Der Grund ist wieder genau der gleiche. 230 . wie er es versteht. Die einzig mögliche bleibende Idee von Gut und Böse für den Menschen ist mit der Idee der Evolution verknüpft. „Gewiß". schlachten und töten die Menschen einander im Interesse des Guten.„Der Begriff der Moral ist mit dem Begriff von guter und böser Lebensführung verknüpft. in dem sie leben „Dies ist so offensichtlich. daß es das Böse für den subjektiven Menschen überhaupt nicht gibt. und es lohnt sich nicht einmal für Sie. daß es merkwürdig erscheint. dies zu verstehen. der Wandlung seines Selbst. was seinen Wünschen oder Interessen oder seiner Auffassung über das Gute entgegengesetzt ist. Für einen subjektiven Menschen ist alles böse.. Ein subjektiver Mensch kann keinen allgemeinen Begriff von Gut und Böse haben. der Erzeugung von Einheit in ihm und der Bildung eines bleibenden Ich. zu hoffen. sagte G. sondern mit der Idee der menschlichen Entwicklung durch bewußte Anstrengungen. daß die Menschen dies je verstehen werden und daß sie eine allgemeine und identische Idee vom Guten entwickeln werden. sondern daß es nur verschiedene Auffassungen vom Guten gibt. Jedoch die Tatsache bleibt bestehen. daß die Menschen nicht früher daran gedacht haben. die menschliche Unwissenheit und der tiefe Schlaf. abgesehen vom Menschen?" fragte ein Anwesender. Nummer zwei und Nummer drei immer subjektiv und wechselt je nach Fall oder Lage. Es ist naiv und nutzlos. „nur ist das für uns noch viel zu hoch. zu versuchen. natürlich nicht mit der der mechanischen Evolution. Aber der Begriff von Gut und Böse ist für verschiedene Menschen immer verschieden und in Mensch Nummer eins. Aber jeder versteht es auf eine andere Weise." „Aber gibt es nicht auch Gut und Böse an sich. daß sie dies nicht verstehen und jeder sein Gutes für das einzige Gute und alles übrige für böse hält.

Wenn ein Mensch versteht. ist gut. aufzuwachen. für die nämlich. Was ihnen aufzuwachen hilft. was seinen Schlaf verlängert. daß ein Mensch einsieht. und diejenigen. das heißt für die. die keinen Wunsch haben können. ist böse. ist das erste Zeichen eines nahen Erwachens. ist böse. Genau m der gleichen Weise wird er verstehen. dann ist alles. welche die Menschen sich zuschreiben. oder daß das Erwachen wirklich für ihn möglich wird. was ihn daran hindert. alles. daß sie schlafen. und darüber hinaus. In Wirklichkeit hingegen gibt es Gut und Böse nur für einige wenige. Aber dies stimmt nur für die. was sie daran hindert. die verstehen. die aber in Wirklichkeit nur Menschen eines höheren Entwicklungsgrades und eines höheren Evolutionsgrades als Mensch Nummer eins. die nicht verstehen. Die Einsicht eines Menschen. und was ihnen hilft. Nummer zwei und 231 . Die Menschen glauben gewöhnlich. und aufwachen will. daß Gut und Böse für jeden bestehen. kann es für sie tatsächlich weder Gut noch Böse geben. „Dies steht im Widerspruch zu den allgemein herrschenden Vorstellungen. gut und alles. daß er schläft. wohin er gehen soll. „Aber natürlich werden die meisten schlafenden Menschen behaupten. was ihm aufzuwachen hilft. böse. daß Gut und Böse für jeden das gleiche sein müßte. daß sie schläft. Diejenigen. was für andere Menschen gut und böse ist. Das Erwachen beginnt damit. die ein Ziel haben und dieses Ziel verfolgen. können kein Verständnis für Gut und Böse haben. ist gut. welche aufwachen wollen. daß sie schlafen. daß er tatsächlich kein Ziel hat und nirgendwohin fortschreitet. „Wie wir schon früher erklärt haben. daß sie ein Ziel haben und in irgendeiner Richtung fortschreiten. Und da die überwältigende Mehrzahl der Menschen es nicht einsieht und auch nie einsehen wird. gibt es viele Eigenschaften. daß er nirgendwohin fortschreitet und daß er nicht weiß.„Eine dauernde Idee von Gut und Böse kann im Menschen nur in Verbindung mit einem bleibenden Ziel und einem bleibenden Verständnis gebildet werden. Was sie an der Verfolgung dieses Ziels hindert.

ob man es nun auf die Worte eines Menschen. Wenn sie für eine gewisse Zeitspanne nicht wechselt. Wille. Folglich haben seine Wahrheit und seine Unwahrheit keinen Wert. alles dies sind Eigenschaften. muß der Mensch die Unwahrheit in sich selbst 232 . manchmal . Zur gleichen Kategorie gehören Gut und Böse. seine Gefühle oder seine Auffassungen von Wahrheit und Unwahrheit anwendet. die immer mit einem dauernden Ziel. wie ihre Auffassungen vom Guten. Und dies ist gleichermaßen wahr.sagt es' eine Lüge. mit einer dauernden Richtung und einem dauernden Schwerpunkt verknüpft sind. und umgekehrt. beide hängen vom Zufall ab. so ist das nur. was er gestern für falsch hielt.sagt es' die Wahrheit. ein einziges und bleibendes Ich. die Fähigkeit zu tun. „Die Idee von Gut und Böse wird manchmal mit der Idee von Wahrheit und Unwahrheit in Zusammenhang gebracht. Keine von ihnen hängt von ihm ab. weil ein solcher Mensch sich niemals an eine einzige Wahrheit halten kann. „Dauernde Wahrheit und dauernde Unwahrheit kann es nur für einen dauernden Menschen geben. „Um die Wechselbeziehung von Wahrheit und Unwahrheit im Leben zu verstehen. Seine Wahrheit wechselt. Manchmal . müssen ihre Auffassungen von Wahrheit ebenso verschieden voneinander sein. Und da die Menschen alle in jedem Augenblick auf verschiedenen Stufen stehen. gibt es für ihn Wahrheit und Unwahrheit. Der Mensch bemerkt nicht einmal. Er bemerkt diese Übergänge genau so wenig wie die Übergänge seiner eigenen Ichs von einem ins andere. ein Zustand innerer Freiheit. werden sich für ihn auch Wahrheit und Unwahrheit dauernd ändern. weil sie durch . Bewußtsein.Nummer drei haben können. Und ein Mensch kann nie die Wahrheit sagen. wie er heute etwas für wahr zu halten beginnt. „Im Leben eines durchschnittlichen Menschen haben Wahrheit und Unwahrheit überhaupt keinen moralischen Wert. Individualität. Aber ebensowenig wie es für den Durchschnittsmenschen Gut und Böse gibt. Wenn der Mensch selbst sich dauernd ändert.Puffer' festgehalten wird. die ein durchschnittlicher Mensch nicht besitzt. auf seine Gedanken.

daß seine Entschlüsse richtig sind. weil man verstehen muß. Wenn die . Worte. der Willen besitzt. . warum solch ein Gehorsam notwendig ist. dem Willen eines anderen Menschen so lange zu gehorchen. daß die . muß er seine eigenen Entscheidungen aufgeben. die er sich selbst erzählt. Folglich muß der Mensch zur gleichen Zeit. Die . Die einzige Möglichkeit. die er während dieser Zeitspanne hat. „Darum muß man in der Schul-Arbeit. während der Wille noch nicht genügend gestärkt ist.erkennen. so kann es mit einem Menschen dazu kommen. zeigt ihm. „Diese Lügen werden durch die . dann würde alle Lenkung aufhören. während er die . als auch die Lügen. müssen die . Nur ein Mensch. Ein Mensch. der selbst schon gestärkt worden ist. Willen entwickeln.Puffer' anstrebt. durch einen anderen Willen gelenkt zu werden. nicht imstande ist. welche die Zerstörung der . als der eigene Wille noch nicht voll entwickelt ist.studiert'. ist gewöhnt.Puffer' in sich zerstört.Puffer' zerstört werden. Aber wenn ein Mensch die Arbeit an sich selbst beginnt. Ein Mensch kann ohne Lenkung nicht leben. der seine Arbeit lenkt. ist die. daß er sich ändern müsse. seine Handlungen zu lenken. Ich benutze das Wort .Pu£Fer' lenken automatisch seine Handlungen. seinen eigenen Entscheidungen zu vertrauen.Puffer' zerstört werden. weil sonst der Wille des Menschen. und stärkt sein Vertrauen in sie. die dauernden unaufhörlichen Lügen. Gedanken und Gefühle. kann ohne . Das letztere ist gar nicht leicht. sei es auch nur automatische Lenkung.Puffer' geschaffen. 233 . Gewöhnlich wird diese Unterordnung unter den Willen eines anderen Menschen vor allem anderen studiert. Da aber Wille nicht in einer kurzen Zeitspanne auf Bestellung geschaffen werden kann. Selbst die Tatsache. und lernen muß zu gehorchen.seine eigenen Entschlüsse opfern'.Puffer' leben.Puffer' zerstört würden. der mit der Arbeit des Selbst-Studiums beginnt und darauf hinzielt. daß er die Notwendigkeit eingesehen hat. die man unbewußt anderen erzählt. das heißt bewußte Lenkung. Um sowohl die Lügen in einem selbst zu zerstören.Puffer' leben. die Herrschaft über sich selbst zu gewinnen. bereit sein. Aber ein Mensch kann nicht ohne .

Aber der Mensch ist sich dessen nicht bewußt. Ansichten und Überzeugungen. bevor sich ein Mensch nicht von dieser Illusion befreit hat. etwas Unmoralisches zu tun. die er in Wirklichkeit nie gehabt hat und niemals haben könnte. er habe das Recht der freien Wahl. daß er nicht existiert. was sie schädigen könne. daß er tatsächlich weder etwas opfert noch irgend etwas in seinem Leben ändert. daß man ihn zwingen werde. Darüber hinaus schafft diese Furcht sofort in ihm die Illusion. der noch nie an seine Gesundheit gedacht und alles überhaupt nur mögliche getan hat. so ist doch diese Furcht tatsächlich eines der schwersten Hindernisse auf dem Wege eines Menschen. daß er sein Leben selber lenke und organisiere. Das Ergebnis der Anstrengungen steht immer im Verhältnis zum Verstehen. die Unterordnung unter den Willen eines anderen mag unübersteigbare Schwierigkeiten für einen Menschen bieten. beginnt zu fürchten. daß er nichts verlieren kann. der sein ganzes Leben hindurch jeden'anderen in der schamlosesten 234 . weil er nichts zu verlieren hat. die seinen Grundsätzen. Wie seltsam dies auch scheinen mag. er habe wirklich Grundsätze.„In den Schulen des religiösen Weges wird vor allem anderen •Gehorsam' verlangt. Die Schulen des vierten Weges verlangen vor allem anderen Verstehen. Ein Mensch. das heißt vollständige und fraglose Unterordnung ohne Verständnis. Er hat Angst. Ein Mensch. die Illusion aufzugeben. er muß seine Nichtigkeit im vollen Sinne des Wortes einsehen. er muß einsehen. „Er muß einsehen. Ein Mensch. etwas zu tun. Es ist hart für ihn. Aber keine Arbeit an sich selbst ist möglich. beginnt plötzlich zu fürchten. daß er sein ganzes Leben lang irgendeinem äußeren Willen unterworfen war und nie eigene Entscheidungen getroffen hat. „Verzicht auf die eigene Entscheidung. der nicht vorher eingesehen hat. der noch nie in seinem Leben an Moral gedacht hat. „Nur dies Bewußtsein der eigenen Dichtigkeit kann die Furcht vor der Unterordnung unter den Willen eines anderen überwinden. daß man ihn zwingen werde. Ansichten und Ideen entgegengesetzt sind. Er glaubt. daß man ihn Dinge tun lassen werde. um sie zu untergraben.

als es beim ersten Anblick scheint. man würde ihn zwingen zu trinken. nämlich zu seinem Wesens-Kern. Der Kern im Menschen ist sein Eigenes. 235 . der man bewußt zustimmt. „Die Frage des Willens. des eigenen Willens und des Willens eines anderen Menschen. Wir wollen nun die Bedeutung dieser Worte im einzelnen prüfen. „Man muß verstehen. was . das heißt sich selbst und alle seine Handlungen zu beherrschen. Wir werden später über Typen reden. daß der Mensch aus zwei Teilen besteht: Kern und Persönlichkeit. Das kommt daher. die er gelernt hat. Inzwischen müssen Sie eines begreifen.Nicht sein Eigenes' bedeutet das. aber er hat genügend Willen. Ich kannte einen Säufer. Der Mensch hat nicht genügend Willen zu tun. „Die Furcht. was er widerspiegelt. alle Spuren. das seinem Typus entspricht.nicht sein Eigenes' ist. daß das Schicksal nur zu einem Teil des Menschen in Beziehung steht.Weise belogen hat. Es gibt keinen anderen Weg. die dem Typus eines Menschen entsprechen. Schicksal gibt es. was er gelernt hat. was von außen gekommen ist. zeigt sich sehr oft stärker als alles andere. dem Willen eines anderen Menschen untergeordnet zu sein. Man sieht nicht ein. wieder mit der Frage des Willens. ." Das nächste Mal begann G. um einem anderen Menschen zu gehorchen. beginnt plötzlich zu fürchten. der einzige Weg ist. Die Persönlichkeit im Menschen ist das. Die meisten Menschen sind von ihrem Schicksal getrennt und leben nur unter dem Gesetz des Zufalls. um einen eigenen Willen zu erwerben. aber nicht für jedermann. aber praktisch hat er es nie. „Ich habe schon einmal von Schicksal und Zufall im Leben des Menschen kurz gesprochen. daß eine Unterordnung. der mehr als vor allem anderen Angst hatte. und so weiter ohne Ende. Der Mensch kann das Schicksal haben. Und nur auf diese Weise kann er dem Gesetz des Zufalls entrinnen. alle Worte und Bewegungen. die äußere Eindrücke in seinem Gedächtnis und in seinen Empfindungen hinterlassen haben. ist viel verwickelter. Schicksal ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. daß man ihn zwingen werde zu lügen.

Der Kern hat mehr Entwicklungsmöglichkeiten in Menschen. desto seltener und schwächer äußert sich der Kern. sein Geschmack. wo der Kern eines Menschen parallel zu seiner Persönlichkeit wächst. auf der Stufe eines fünf. Es ist Kern. 236 . etwas vor ihnen zu verbergen.sein Eigenes' oder das . die Persönlichkeit ist das Falsche. daß der Kern eines erwachsenen Menschen.Widerstand' gegenüber den Menschen seiner Umgebung eine große Rolle und ebenfalls die Versuche. Die Persönlichkeit wird teilweise durch die absichtlichen Einflüsse anderer Leute geschaffen. die durch Nachahmungen geschaffen wurden. Seine Wünsche.oder sechsjährigen Kindes stehenbleibt.alle Gefühle.Erziehung'. Das Eigene im Menschen. in Wirklichkeit . kommt gewöhnlich nur in seinen Instinkten und in seinen einfachsten Empfindungen zum Ausdruck. die näher an der Natur. aus. daß alles. seine Neigungen.Erziehung' beginnt. fängt die Persönlichkeit zu wachsen an. Bei der Bildung der Persönlichkeit spielt auch der . was es wirklich ist. „Ein kleines Kind hat noch keine Persönlichkeit. daß der Kern sein Wachstum in einem sehr frühen Lebensalter einstellt und nicht mehr weiterwächst.nicht sein Eigenes' ist. und sehr oft geschieht es. „Aber sobald die sogenannte . in schwierigen Verhältnissen dauernden Kampfes und der Gefahr leben. und teilweise durch deren unwillkürliche Nachahmung seitens des Kindes selbst. Abneigungen drücken sein Wesen. all dies ist seine Persönlichkeit. was wir an diesem Menschen sehen. „Der Kern ist das Wahre im Menschen. Dies bedeutet. was es als . Je mehr die Persönlichkeit wächst. Solche Fälle stellen vor allem in den Verhältnissen des zivilisierten Lebens sehr seltene Ausnahmen dar. was . Es gibt jedoch Fälle. Es geschieht sehr oft. Genau genommen. alles. das heißt sein Kern. gibt es eine solche Einteilung in der gewöhnlichen Psychologie überhaupt nicht. Es ist.nicht sein Eigenes' ist. „Vom Gesichtspunkt der gewöhnlichen Psychologie aus ist die Einteilung des Menschen in Persönlichkeit und Kern kaum verständlich.Wirkliche' betrachtet. selbst der eines sehr intellektuellen und im üblichen Sinne des Wortes sehr gebildeten Menschen. so wie es ist. das heißt durch .

ihnen fehlt die Kultur. Und dann kommt es vor. Haß.Eigenes' ist. manchmal besondere Rauschgifte. verschiedene Ziele und Interessen haben. und nur sein Kern bleibt. Wir sind uns nicht bewußt. und eines dieser beiden beweist oft. und das Experiment mag damit beginnen. Wenn Persönlichkeit und Kern für eine Zeitspanne durch das eine oder andere dieser Mittel getrennt werden. die Persönlichkeit des Menschen von seinem Kern zu trennen. verändert oder weggenommen werden kann. Liebe. was . daß ein Mensch voll der verschiedensten und erhabensten Ideen. Zu diesem Zweck benützen sie manchmal Hypnose. Nach Einnehmen dieses Rauschgiftes verschwindet dann gleichsam die Persönlichkeit eines Menschen für eine gewisse Zeit.Eigenes' ist. die Persönlichkeit einzuschläfern. alles. Die Kultur schafft die Persönlichkeit und ist gleichzeitig das Produkt und Ergebnis der Persönlichkeit.nicht ihr Eigenes' ist. geschaffen wird. Patriotismus. was . Kunst und Politik nennen. unterscheidet «ich von dem. experimentell die Beziehung der Persönlichkeit zum Kern nachzuprüfen. Sie haben mehr von dem. durch die menschliche Persönlichkeit. ohne den Kern anzugreifen. aber sehr wenig von dem. ihnen fehlt Erziehung und Bildung. „Das Element. daß entweder Persönlichkeit oder Kern eingeschläfert werden. so ist es möglich. alles. die mit verschiedenen Stimmen sprechen. 237 . Wenn wir das Experiment weiterverfolgen. manchmal gewisse Arten von Übungen. Philosophie. das ist durch das.„Aber in der Regel ist die Persönlichkeit solcher Menschen sehr wenig entwickelt. vollständig verschiedenen Geschmack. daß unser ganzes Leben. was des Menschen . eines dieser Wesen einzuschläfern. daß es sich auf der Stufe eines kleinen Kindes befindet.nicht ihr Eigenes' ist. bilden sich sozusagen zwei Wesen in ihm. was wir Wissenschaft. daß es durch künstliche Mittel verloren. durch deren Hilfe es möglich ist. was wir Zivilisation. Anhänglichkeit. das heißt. was ihr . durch die Tatsache. „Es gibt eine Möglichkeit. Einige Rauschgifte haben die Eigenschaft. welches »nicht sein Eigenes' ist. voll von Sympathien und Antipathien. In den östlichen Schulen sind Mittel und Wege bekannt.

weil die Hindernisse für das Wachstum des Kerns in der Persönlichkeit enthalten sind. sogar in Fällen von unentwickelten Persönlichkeiten. was in einem Menschen ernst und wirklich ist. und dann. scheinen ihm nun lächerlich und bedeutungslos und seiner Aufmerksamkeit unwürdig. „Manchmal. was er in sich finden kann. kann nur aus seinem Kern wachsen. ohne Gefühle. Dinge. für die er bereit gewesen war. ist eine kleine Anzahl instinktiver Neigungen und Vorlieben. und in diesem Falle vereinigt der Kem alles. „Ein sehr wichtiger Augenblick in der Arbeit an sich selbst kommt dann. ohne Ansichten. Aber um dem Kem das Wachstum zu ermöglichen. so werden wir sehen. zeigt sich der Kern in einem Menschen als voll ausgewachsen und voll entwickelt. als ob sie nie bestanden hätten. wenn auch sehr selten. liebt die Wärme. wild und kindisch oder sonst einfach dumm. Er hat gern Süßigkeiten. verabscheut den Gedanken der Arbeit oder schätzt im Gegenteil die Vorstellung physischer Bewegung.Ich' eines Menschen. seine Individualität. ohne Gedanken. daß in der überwältigenden Mehrheit von Fällen seine Persönlichkeit das aktive Element darstellt. daß die Individualität eines Menschen sein erwachsener. Manchmal sieht er die Künstlichkeit und den eingebildeten Charakter seiner gewöhnlichen Stimmungen oder seiner hochklingenden Worte. manchmal vergißt er sie einfach. „Wenn wir einen durchschnittlichen kultivierten Menschen nehmen. „Aber dies geschieht sehr selten. Alles. wenn ein Mensch zwischen seiner Persönlichkeit und seinem Kern zu unterscheiden beginnt. reifer Kern ist. Überzeugungen sich plötzlich als ganz leer erweist. Das wirkliche . Alles. Man kann sagen. läßt ihn nun vollständig gleichgültig. verabscheut die Kälte. Und das ist alles. sein Leben zu opfern.Gewohnheiten. ohne Überzeugungen. was ihn vorher erregt hat. In der Regel ist der Kern des Menschen entweder primitiv. Die Entwicklung des Kems hängt von der Arbeit an einem selbst ab. wäh- 238 . wenn es am wenigsten erwartet wird. Begierden. muß man zuallererst den dauernden Druck der Persönlichkeit auf ihn schwächen. Geschmack.

einen Mangel an dem Material. Eine ungenügend entwickelte Per-' sönlichkeit bedeutet einen Mangel an . kann er nicht beginnen. einen Mangel an Tatsachen. weil ihre Persönlichkeit sich als ungenügend entwickelt erweist.Puffer' die Hauptwaffe darstellen. daß alle Wege für ihn verschlossen sind. aber in Wirklichkeit ist das nicht so. die keine intellektuelle Entwicklung verlangen. kann ein Mensch nicht beginnen. Der Weg des Fakirs und der Weg des Mönches. Die Persönlichkeit besteht aus . Ein kultivierter Mensch lebt weit von der Natur. in künstlichen Lebensverhältnissen^ und entwickelt seine Persönlichkeit auf Kosten seines 239 . „Wie schon früher gesagt wurde. ist in den Fällen von weniger kultivierten Menschen der Kern oft stärker entwickelt als in einem kultivierten Menschen. wenn die . auf das sich die Arbeit an sich selbst gründen muß. für die Arbeit an sich selbst.Rollen' und aus . Für das innere Wachstum. sich zu studieren. mit seinen mechanischen Gewohnheiten zu kämpfen. einfach weil kein Grund oder kein Motiv für ihn da ist. „Das heißt nicht. das . Es könnte scheinen. eine solche Arbeit zu unternehmen. Das innere Wachstum eines Menschen kann nicht beginnen. weil die . mit deren Hilfe die Persönlichkeit sich den Kern unterworfen hält.Puffer' entfernt oder geschwächt werden. kann er nicht beginnen. weit von\natüriichen Daseinsbedingungen. sind für ihn unmöglich. daß sie sich der Möglichkeit des Wachstums näher befinden. ohne eine gewisse Menge Materials.Rollen'. Dies kann nur geschehen. Aber die Methoden und Mittel.nicht sein Eigenes' ist. das heißt einen Mangel an Wissen. solange dieser Zustand unverändert bestehen bleibt. Die Persönlichkeit muß passiv und der Kern muß aktiv werden. Auf diese Weise ist die Evolution für einen kultivierten und einen unkultivierten Menschen gleich schwer. ist eine gewisse Entwicklung der Persönlichkeit in gleichem Maße wie eine gewisse Stärke des Kerns notwendig. die von einer bestimmten Arbeit der Zentren herrühren.Puffern'.rend sein Kern das passive Element bildet. die für einen Menschen mit entwickeltem Intellekt möglich sind. Ohne einige Wissensvorräte. bleiben ihm offen. an sich selbst zu arbeiten.

das heißt. sie sind tatsächlich bereits tot. was sie gern sieht und was ihr Leben nicht stört. wird er sicher verrückt. daß wir dies nicht sehen und nicht wissen. wie viele Menschen tatsächlich tot sind und eine wie große Anzahl dieser toten Menschen unser Leben lenken. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Menschen. Ein günstiger Beginn der Arbeit an einem selbst erfordert den glücklichen Umstand einer gleichmäßigen Entwicklung von Persönlichkeit und Kem. was sie nicht mag. Wenn ein Mensch. würden wir vor Entsetzen verrückt werden. die Wahrheit sieht. Es ist gut. Gewöhnlich ist alles so eingerichtet. der in normaleren und natürlicheren Bedingungen lebt. Sie sieht nie. was sie nicht sehen sollten. das heißt. so daß der Kern ein kleines entstelltes Ding wird. Aber dies geschieht selten. Wenn der Kern sehr wenig entwickelt ist. dann ist eine lange vorbereitende Arbeitszeit erforderlich. Von einem kleinen entstellten Ding kann nichts mehr erwartet werden. weil sie etwas derartiges ohne die richtige Vorbereitung herausfinden. wenn ein Mensch schlafen will. entwickelt seinen Kern auf Kosten seiner Persönlichkeit. und diese Arbeit wird ganz fruchtlos bleiben. der nichts tun kann. sind Menschen. sofern der Kern eines Menschen innen verfault ist oder einige unheilbare Fehler enthält. „Femer geschieht es oft. heißt dies dann. Wenn wir wüßten. während seine Persönlichkeit und sein Körper noch lebendig sind. die innerlich leer sind. Ein weniger kultivierter Mensch. daß ein Mensch nichts vorzeitig sieht. Das ist gleichzeitig gut und schlecht. die wir auf den Straßen einer großen Stadt treffen. Eine anormale Entwicklung der Persönlichkeit bringt oft die Entwicklung des Kerns an einem so frühen Zeitpunkt zu einem Halt. daß der Kern in einem Menschen stirbt. So etwas ereignet sich ziemlich häufig. wenn er aufwachen will. Um ohne Gefahr zu sehen. schlecht.Kerns. Die Persönlichkeit sieht nur." „Wenn der Kem dem Einfluß des Schicksals unterworfen ist. muß man sich bereits auf dem Weg befinden. Und tatsächlich werden Leute oft verrückt. daß das Schicksal im Vergleich zum Zufall dem 240 . Solch ein Umstand bietet die größte Gewißheit des Erfolges. daß sie etwas sehen. „Es ist gut für uns.

Menschen immer freundlich gesinnt ist?" fragte ein Anwesender. wie es ein individuelles Schicksal gibt. daß es möglich ist." Die geschilderten Gespräche umfassen eine Zeitspanne von einigen Monaten. Aber das Schicksal kann auch unangenehm oder schwierig sein. der fähig ist. das bedeutet es gar nicht". Der erste Schritt hierzu besteht darin. Wenn die Unwahrheit. in der ein Mensch lebt. so gibt es auch allgemeine oder kollektive Zufälle. Genau wie es individuelle Zufälle gibt. er kann sich von vielen von ihnen befreien. Kollektiver Zufall und kollektives Schicksal werden durch allgemeine Gesetze gelenkt. „Und kann das Schicksal einen Menschen zur Arbeit veranlassen?" „Nein. versteht sich aus dem Grunde. was vor einem liegt. vorzubereiten. die wiederum dem Willen eines anderen Menschen untersteht. die Gespräche in ihrer genauen Ordnung zu rekonstruieren. dann wird die Persönlichkeit bald schwächer. es im voraus zu kennen. wenn er sich von den . Die allgemeinen Gesetze sind überhaupt nicht für den Menschen verpflichtend. Vieles wurde wiederholt.Puffern' und von der Einbildung befreit. „Das Schicksal ist nur in dem Sinn besser als der Zufall. dann muß er sich zuerst von den allgemeinen Gesetzen befreien. verringert wird. daß man damit rechnen kann. Die Persönlichkeit nährt sich von Einbildung und Unwahrheit. oft zwanzig verschiedene Gegenstände an einem Abend behandelte. und er beginnt entweder durch das Schicksal oder durch eine Arbeitslinie beherrscht zu werden. Und in gleicher Weise. All dies ist mit der Befreiung von der Persönlichkeit verbunden. daß G. und die Einbildung verringert wird. sich von seinem eigenen Schicksal loszulösen. daß es möglich ist. sich auf das. vieles hing von den Fragen 241 . dieser Wille wird ihn führen. Bezüglich des Zufalls kann man gar nichts wissen. gibt es auch ein allgemeines oder kollektives Schicksal. sowohl dem Zufall als auch wenn nötig dem Schicksal standzuhalten. antwortete ihm G. In solchen Fällen gibt es jedoch Möglichkeiten. bis sich ein eigener Wille in ihm gebildet hat. Daß es nicht möglich ist. daß man den allgemeinen Gesetzen entgeht. Wenn ein Mensch sich eine eigene Individualität schaffen möchte.

beliebige Summen für ihre eigenen 242 . für die die verlangte Summe eine Lappalie bedeutete. „Nehmt weder Bargeld noch Banknoten! Und muß man nicht für ein Eisenbahnbillett Geld geben? Muß das Hotel nicht bezahlt werden? Sie sehen. Christus sagte seinen Schülern: . sondern Menschen mit Mitteln. Daraus könnte man ein sehr gutes Geschäft machen. dreihundert hätten? Dreihunderttausend im Jahr ist sehr viel Geld. die nicht zahlen konnten oder die nur sehr wenig zahlen konnten. Nein. eine negative Haltung zu unserer Arbeit zu zeigen. Geld kosteten." G. verstanden dies nicht oder wollten es nicht verstehen. daß sie nicht darauf rechnen konnten.'s Arbeit. Hierbei war es sehr charakteristisch. und wenn Sie zweihundert. verstanden immer. sogar wenn wir überhaupt kein Geld brauchten. Zu dieser Zeit hatten schon bestimmte Typen von Menschen begonnen. etwas für nichts zu erhalten. so würde es immer noch notwendig sein. daß wir zahlen müssen. seine Reisen nach Petersburg und die Zeit. die durch die Anwesenden gestellt wurden. um ins Himmelreich zu kommen?" sagten sie. Sie befreit uns sofort von vielen nutzlosen Menschen. „Bedeutet das. die nur mit Schwierigkeiten bezahlen konnten. und daß G. daß sie nur künstlich voneinander getrennt werden konnten. wenn ich ihm über derartige Gespräche berichtete. daß nicht die unwillig waren. Nichts zeigt die Menschen so sehr. Das würde bereits hunderttausend ausmachen. die Geld hatten. Diejenigen.ab. und Sie wollen tausend Rubel. Abgesehen von der mangelnden „Liebe" waren viele Menschen sehr unwillig über die Forderung nach Bezahlung. Nur die. „Die Leute zahlen nicht für solche Dinge und dafür kann man auch kein Geld verlangen. Sie sind bereit. wieviel Falschheit und Heuchelei dabei im Spiel ist. wie ihre Haltung gegenüber Geld.Nehmt weder Bargeld noch Banknoten'. nach Geld. Nehmen wir an. die er und andere der Arbeit widmeten. daß Sie hundert Mitglieder hätten. diese Bezahlung aufrechtzuerhalten. lächelte immer. viele Ideen waren so nah miteinander verknüpft.

persönlichen Phantasien zu verschwenden. . im Prinzip diese Frage sehr genau nahm. was ihnen beliebt von mir zu nehmen." Die anderen Überlegungen waren sehr einfach. Und später fanden wir heraus. aber sie haben überhaupt keine Wertschätzung für die Arbeit eines anderen. zahlten nicht nur für sich.Wie kann man mit Wissen handeln? Das sollte frei sein. Die Leute. 243 .' Genau aus diesem Grunde ist die Forderung nach Bezahlung notwendig. Außerdem gibt es noch andere Dinge. Manche Menschen werden diese Schranke nie überschreiten. Und wenn sie diese nicht überschreiten. daß sie keine andere je überschreiten werden. lehnte er in Praxis niemanden auf Grund dessen. daß er kein Geld hatte. sondern auch für andere. so bedeutet das. Sie werden es später sehen. Ich muß für sie arbeiten und ihnen alles gratis geben. die man in Betracht ziehen muß. Viele Menschen konnten tatsächlich nicht zahlen. Und trotzdem G. ab. die tausend Rubel zahlten. daß er sogar viele seiner Schüler unterhielt.

daß der Vorgang der Schöpfung niemals zu einem Halt kommt. „von dem Schöpf^ngsvorgang. wir wollen uns den .Alle Sonnen' der Milchstraße beeinflussen unsere Sonne. die zweite Oktave zwischen der Sonne und der Erde. .Schöpfungsstrahl' betrachten. wollen wir den . wenn wir es nach unserer Zeit berechnen. daß.Schöpf^ngsstrahl' in Form dreier Strahlungsoktoven vorstellen: die erste Oktave zwischen dem Absoluten und der Sonne. das Diagramm des Weltalls auf eine völlig neue Weise zu zeichnen. die durch es oder in ihm geschaffen worden sind. „Bisher haben wir nur von den Kräften gesprochen. welche die Welten erschaffen".Alle Planeten' beeinflussen die Erde und die Erde beeinflußt den Mond. Diese Einflüsse werden durch Strahlen vermittelt. der vom Absoluten ausgeht. Ebenso wirkt jede dieser Welten weiter auf die darauffolgenden Welten. „Wir wollen darum den . die die Sternenwelt und den interplanetarischen Raum durchlaufen. und die dritte Oktave zwischen der Erde und dem Mond.NEUNTES KAPITEL B ei einer Vorlesung begann G. dauert fort. die in der bereits geschaffenen und bestehenden Welt stattfinden. sagte er. die planetarischen Bedingungen für uns als bleibend betrachtet werden können. nachdem das Weltall bereits geschaffen worden ist. auch wenn das Wachstum in einem planetarischen Maßstab so langsam vor sich geht. „Um diese Strahlungen zu studieren. Die Sonne beeinflußt die Planeten. oder in anderen Worten. Wir werden nun von den Vorgängen sprechen. . Aber wir dürfen nicht vergessen. „Die Wirkung des Absoluten auf die Welt oder auf die Welten.Schöpfungsstrahl' in einer abgekürzten Form nehmen: Absolutes — Sonne — Erde—Mond. wir wollen den Verlauf der Strahlungen 244 .

„Wir müssen unseren Platz in diesem Weltall. sol. do und si.Schock'.Intervall' zwischen ihnen.Intervall'. der es ausfüllt. do. dann mi. finden. Figur 20 Intervall Das Absolut« „Dann folgen die Noten la. Figur 22 Intervall Das Absolut« Intervall Erster Schock „Die Strahlungen erreichen die Sonne. Zwei Noten sind in der Sonne selbst miteingeschlossen. der uns unbekannt ist. aber nichtsdestoweniger besteht. das in Form dreien Strahlungsoktaven zwischen vier Punkten betrachtet wird.zwischen diesen vier Hauptpunkten des Universums untersuchen. | und das . „In der ersten Oktave umfaßt das Absolute zwei Noten. fa. dann 245 . und unsere Funktionen darin verstehen.Intervall' und der . also: F i g u r 21 Intervall Das Absolut« „Dann folgt ein . ein . re. und si.

Intervall* und der »Schock* oder das organische Leben. die zum Monde gehen. re und der Mond. Und das dritte »Intervall* do — si wird durch die Wirkung der Masse der Erde auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. fa — die Strahlungen. „Wir müssen beachten. Das zweite »Intervall* do — si wird durch den Einfluß der Masse der Sonne auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. Nur die »Intervalle* zwischen mi und fa müssen durch »zusätzliche Schocks* ausgefüllt werden. ein »Intervall*. tatsächlich nur drei von außen ergänzt werden müssen. ein uns unbekannter »Schock*. Das erste »Intervall* zwischen do und si wird durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. und darauf gehen die Strahlungen weiter zur Erde. Diese »zusätzlichen Schocks* können entweder von anderen Oktaven. fa. dann wieder ein »Intervall*. do. sol. dann mi. werden uns befähigen. sol. si. dann mi und re. das es ausfüllt. die 246 . Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall Sonne „Diese drei Strahlungsoktaven. obwohl es sechs »Intervalle* in diesen drei Oktaven gibt. die Beziehung der Stoffe und Kräfte verschiedener Weltebenen zu unserem eigenen Leben zu erklären. in deren Form wir uns nun das Weltall vorstellen wollen. Die Erde: do. daß. „Dann ein.folgen la. und dann la.

Figur 24 Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall j Sonne Intervall Zweiter Schock (das organische Leben auf Erden) Intervall Erde Intervall Dritter Schock Mond 247 .

vom Gesichtspunkt des Dreier-Gesetzes aus untersuchen. desto niedriger die . so werden wir sehen.Wasserstoff ersetzt werden.Wasserstoffes' bezeichnet werden. Ein . je höher die . welche die Note do im Absoluten erzeugt. die an höheren Punkten beginnen.Dichtigkeit des Stoffes' gebraucht. herrühren. Das Wesen des . im verdünntesten Stoff. daß die Note do der Leiter der aktiven Kraft ist. Die .Dichtigkeit des Stoffes'. „Wir müssen bemerken.Dichtigkeit der Schwingungen'. während der Stoff.Dichtigkeit der Schwingungen' und umgekehrt. oder von parallelen Oktaven. die in der Sonne beginnt.durch den betreff enden Punkt gehen. „Der Ausdruck . oder von parallelen Oktaven.Schwingungsdichtigkeit' entspricht der . eine ganz bestimmte Bedeutung hat. „Wenn wir nun die erste dieser arei Strahlungs-Oktaven. das heißt die drei Noten la.Dichtigkeit von Schwingungen' findet sich im feinsten. Wir wissen nichts über das Wesen des . die an einem bestimmten Ort besteht und eine bestimmte Funktion in dem einen oder anderen System erfüllt. Der Begriff . Und im dichtest- 248 .Schock' in der Oktave Sonne — Erde ist das organische Leben auf Erden. daß der Begriff . das heißt die Oktave das Absolute — Sonne.Kohlenstoff (C) ist.Schwingungsfrequenz' und wird als Gegensatz zur . Gleichzeitig kann ein . den ich gebraucht habe.ein Punkt des Weltalls'. .aktive' Kraft.Punkt' kann nicht durch den Begriff .Dichtigkeit des Stoffes'. das heißt.Schocks' zwischen mi — fa in der ersten Oktave das Absolute — Sonne. weil . fa der Oktave.Schocks' zwischen mi und fa in der Oktave Erde — Mond ist uns unbekannt. die durch die Zahl l bezeichnet wird. je höher die . desto niedriger die . Aber der . in dem diese Kraft wirkt.Wasserstoff einfach nicht durch Raum begrenzten Stoff bedeutet. nämlich ein . der in ihm vorherrscht oder seine Mitte bildet.Punkt' ist immer im Raum begrenzt. stellt die höchste Schwingungsfrequenz oder die höchste Schwingungsdichtigkeit dar.Punkt des Weltalls' durch die Zahl des . die den gegebenen Punkt durchkreuzen.Punkt' stellt eine gewisse Verbindung von Wasserstoffen dar. Die größte . sol.

Kohlenstoff. ist „Sauerstoff" (0). das heißt der erste .Kohlenstoff und . tritt 249 .Sauerstoff und .Stickstoff zusammen ergebenden Stoff der vierten Ordnung oder .Stickstoff. nämlich H 6: Die erste Triade „C. »Sauerstoff ist immer 2 und . Daher entspricht der feinste Stoff der größten . N behalten die Zahlen l. während der Stoff. 0.Sauerstoff' der dichteste der drei ist.Stickstoff.Wasserstoff (H).Stickstoff aktiver als der .Stickstoff (N). ist . in dem sich diese Schwingungen vollziehen. „. in dem die Note la erklingt.Stickstoff ist immer 3.Sauerstoff und .Sauerstoff steht. und der Stoff. in dem diese passive Kraft wirkt oder in dem die Note si erklingt. 2. 3. 3) bezeichnen werden. 2.Schwingungsdichtigkeit' dar. als Leiter der neutralisierenden Kraft in seiner stofflichen Dichtigkeit zwischen .Kohlenstoff.Kohlenstoff* ist immer l. bezeichnet durch die Zahl 2. also . wobei der .Kohlenstoff. „In der Wirkung der Kräfte stehen sie in der Folge von l.Kohlenstoff. dessen Dichtigkeit wir durch die Zahl 6 (als die Summe von l. 3. der die Zahl 3 beibehält. die geringste stoffliche Dichtigkeit hat.Sauerstoff ist. „Die Note si im Absoluten ist der Leiter der passiven Kraft. „Die Note la ist der Leiter der neutralisierenden Kraft. „Die aktive Kraft im Absoluten stellt die größte . „Aber da der . .Sauerstoff.Stickstoff und . die durch die Zahl 3 bezeichnet wird. . . weil der . Aber in der Dichtigkeit des Stoffes folgen sie sich in der Ordnung: .möglichen Stoff verlangsamen sich die Schwingungen und kommen fast zu einem Stillstand. Und der Stoff. .Schwingungsdichtigkeit'. 2.

4. .Sauerstoff^ die Dichtigkeit von 6. das heißt der . Der . „Somit ist die Note la der ersten Triade der Leiter der aktiven Kraft in der nächsten Triade. 2. der . in die sie mit der Dichtigkeit 2 eintritt. die ihm entsprechen.Sauerstoff eine Dichtigkeit von 3.Stickstoff die Dichtigkeit von 4 und der . Mit anderen Worten. In der ersten Triade war das Verhältnis der Dichtigkeiten l.er in die nächste Triade als aktives Prinzip ein. Wenn der »Kohlenstoff mit der Dichtigkeit 2 eintritt.Stickstoff und .Stickstoff hat eine Dichtigkeit von 2 und der . zusammen werden sie .Wasserstoff^ 12 (H 12) ergeben: Die zweite Triade „Entsprechend dem gleichen Plan und der gleichen Ordnung wird die folgende Triade in dieser Weise aufgebaut: fa.Kohlenstoff der zweiten Triade wird die Dichtigkeit von 2 besitzen.Wasserstoff 24 (H 24) ergeben: Die dritte Triade 250 .Sauerstoff.Stickstoff war. der . mi. müssen eine Dichtigkeit von 8 und 12 haben.Stickstoff dem an Dichtigkeit entsprechen und dabei das Verhältnis der Dichtigkeiten der ersten Triade wiederholen. erhält eine Dichtigkeit von 4. der in der zweiten Triade . und zwar mit der Dichtigkeit von 2.Schock'. 6 sein. der . Zusammen werden sie . dann müssen »Sauerstoff und . 3 — in der zweiten Triade wird es also 2.Kohlenstoff.

Wasserstoff 192 (H 192): Die sechste Triade ^ Fa. re.Schock'. fo — .Wasserstoff" 48 (H 48) ergeben: Die vierte Triade mi C 8 8 8 1 } | H 48 re do 0 16 24 16 N 24 16 24 Die Triade do.Wasserstoff 768 (H 768): 251 . sol.Wasserstoff 96 (H 96) ergeben: Die fünfte Triade Die Triade la. do — . do wird in der gleichen Aufbauordnung . . si.Wasserstoff 384 (H384): Die siebente Triade Mi. mi — . la wird .„Die nächste Triade ana. re.

Die achte Triade Do. re.Wasserstoff 6144 (H6144): Die elfte Triade Mi.Schock'. . mi — .Wasserstoff 3072 (H3072): Die zehnte Triade Fa. sol.Wasgerstof^ 12288 (H 12 288): Die zwölfte Triade 252 . do — . la . si. fa— ..Wasserstoff 1536 (H 1536): Die neunte Triade La.

ließe sich der Platz bestimmen. genau festzustellen. die es im Weltall vom Absoluten bis zum Mond gibt. Wir können ihn deswegen als . „Aber an der Stelle.Wasserstoffe' mit Dichtigkeiten. innerhalb der Grenzen unserer gewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten. die von 6 bis 12288 reichen: Tafel I „Diese zwölf . welche von diesen Stoffen den menschlichen Organismus bilden und in ihm wirken.Wasserstoff l annehmen 253 .Wir erhalten zwölf . wo wir uns befinden.Wasserstoffe' stellen die zwölf Stoffkategorien dar. den der Mensch in der Welt einnimmt. und wenn es möglich wäre.Wasserstoff 6 unlöslich. ist .

Deshalb können wir ihn auch als .Wasserstoffe' durch zwei teilen.Wasserstoff* l annehmen.Wasserstoff* 6.Wasserstoff l bis /Wasserstoff 6144: Tafel II ^. 254 .Wasserstoff 6.Wasserstoff danach als . erhalten wir eine Skala von . und alles Folgende wieder durch zwei teilen. Indem wir alle folgenden .Aber auch .und den nächsten »Wasserstoff1 12 als .Wasserstoff6 ist nichtsdestoweniger für uns unlösbar. den nächsten '.

die durch irgendeine mit unserem Orga- 255 .Wasserstoff' 6 bis . Jeder dieser .„Die so erreichte Skala von l bis 3072 können wir für das Studium des Menschen benützen: Tafel III „Alle Stoffe von .Wasserstoffe' schließt eine große Anzahl uns bekannter chemischer Substanzen ein.Wasserstoff' 3072 finden sich im menschlichen Organismus und spielen dort eine Rolle.

ein Stück Eisen unter . die wir atmen. wenn wir die . immer im Gedächtnis behalten. der . weiterhin ist dies der Stoff des tierischen Magnetismus.Wasserstoff.Tabelle der Wasserstoffe' betrachten.Nahrung' dienen können. die oft nur von einigen angenommen und von anderen geleugnet werden.Wasserstoff 192 ist die Luft der Atmosphäre. „ . daß der Begriff . ist ein . 24. „. der Ausstrahlungen des menschlichen Körpers. die für unsere Chemie kaum feststellbar sind oder sich nur aus Spuren oder Ergebnissen erkennen lassen. Jedes einfache Element ist ein . „Die .Wasserstoff 1536.Wasserstoff eine sehr umfassende Bedeutung hat.Wasserstoff 384 nähern. in anderen Worten.nismus in Verbindung stehende Funktion zusammenhängen. Andererseits wird ein . . die nicht als . „Überhaupt müssen wir. die unserer Physik und Chemie unbekannt sind. die ein Mensch nicht einatmen kann. sie nach ihrer Beziehung zum Leben und den Funktionen unseres Organismus einzuteilen. In anderen Worten. auf.Wasserstoff einer bestimmten Dichte.Wasserstoff' 96 wird durch die verdünnten Gase dargestellt. daß jeder . sowohl in der Welt als auch im menschlichen Organismus. fallen unter .Wasserstoffe' 48. aber auch jede Verbindung von Elementen.Wasserstoff 3072.Nahrung' dienen können. Stoffe unseres seelischen und geistigen Lebens auf verschiedenen Stufen.dünner' Stoff mit geringer Nahrungseigenschaft sich .Wasserstoff 256 . die eine bestimmte Funktion hat. die dem Menschen als . „Wir wollen mit . In anderen Worten. Dieser . „Diese Art der Definition von Stoff befähigt uns. wir dürfen nicht vergessen. die aber eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben spielen. was unsere Physik und Chemie als Stoff betrachten. mit . 12 und 6 sind Stoffe.Wasserstoff wird als Nahrung definiert.Wasserstoff 768 umfaßt alle Stoffe. .Wasserstoff 96 hört der sogenannte Stoff oder das.Wasserstoff 768 beginnen. Stoffe. so wie ein Stück Holz.Wasserstoff 384 ist Wasser.n-Strahlen' der Hormone. Vitamine und so fort. „ .Wasserstoff 96 umfaßt ebenfalls Stoffe.

Stickstoff und Sauerstoff (der Chemie) haben die Atomgewichte 12. daß die gewöhnliche Chemie nicht alle Eigenschaften einer Substanz in Betracht zieht. 14 und 16. Atomgewicht 127. das Atomgewicht des einen ist fast doppelt so groß wie das Atomgewicht eines anderen. die durch ein und dieselbe Funktion in unserem Organismus verbunden sind und eine bestimmte . Kohlenstoff. „Außerdem kann man in der Tabelle der Atomgewichte Elemente aufzeigen. das heißt das unvollständige Oktaven-Verhältnis. nämlich. in anderen Worten.5. kosmischen und psychischen Eigenschaften hat (jede Substanz hat nämlich außer ihren kosmischen Eigenschaften auch psychische Eigenschaften. und dann unter dem Gesichtspunkt ihrer Beziehung zum Menschen und zu den Funktionen des Menschen.kosmische Gruppe' darstellen. die gewissen . und . .dieser Tabelle eine ungeheure Anzahl verschiedener Stoffe einschließt. So entspricht . wird durch die Tatsache verursacht. Die Atomgewichte dieser Elemente stehen fast im Verhältnis einer Oktave zueinander. von der wir hier sprechen.Wasserstoff 12 entspricht dem Wasserstoff der Chemie (Atomgewicht l). „Diese Chemie oder Alchimie betrachtet die Stoffe zuallererst unter dem Gesichtspunkt ihrer Funktionen.kosmischen Eigenschaften' nicht einbezieht. die noch alle ihre chemischen. Die geringe Ungenauigkeit. Atomgewicht 80. Die Chemie.Wasserstoff 192 entspricht dem Jod J. Unter einem Atom einer Substanz ist die kleinste Menge der betreffenden Substanz zu verstehen. sondern auch die psychischen und kosmischen Eigenschaften der Stoffe in Betracht.Wasserstoff 96 entspricht dem Brom Br. deren Atomgewichte fast in einem richtigen Oktaven-Verhältnis zueinander stehen. und ihrer Beziehung zu anderen Stoffen.Wasserstoffen' entsprechen. Atomgewicht 35. daß sie ihre . das heißt einen ge- 257 . „. Atomgewicht 19. die ihren Platz im Weltall bestimmen.Wasserstoff 24 dem Fluor Fl.Wasserstoff48 entspricht dem Chlor Cl. studiert die Stoffe auf einer von der gewöhnlichen Chemie verschiedenen Grundlage und zieht nicht nur die chemischen und physikalischen. das heißt Elemente. .

Ein Atom Wasser ist in diesem Zusammenhang ein Zehntel eines Zehntels eines Kubikmillimeters Wasser.Tabelle der Wasserstoffe' macht es möglich. vom Gesichtspunkt ihrer Beziehung zu den verschiedenen Ebenen des Weltalls aus zu untersuchen. der unter gewissen Bedingungen mit bloßem Auge gesehen werden kann. Bei weiterer Teilung verschwinden einige dieser Eigenschaften. sondern auch auf alle zusammengesetzten Stoffe angewandt werden. die den Organismus eines Menschen ausmachen. alle Substanzen. die für die menschliche Atmung geeignet ist). ein Atom Fleisch und so fort geben. Es kann ein Atom Wasser. das heißt es ist dann nicht mehr Wasser. die bestimmte Funktionen im Weltall oder im menschlichen Leben besitzen. ein Atom Brot. der sich chemisch auf keine Weise vom Wasser im flüssigen Zustand unterscheidet.'s versuche ich im allge- 258 . die Beziehungen zwischen den menschlichen Funktionen und den Ebenen des Weltalls festzustellen.Atom' kann deswegen nicht nur auf Elemente. Das grundsätzliche und wichtigste Prinzip des Überganges der Triaden ineinander und der Struktur des Stoffes verstand ich erst später. In meiner Darlegung der Vorlesungen G. Also ein kleiner Tropfen Wasser. nahekommt. Und da jede menschliche Funktion das Ergebnis der Wirkungen bestimmter Substanzen und jede Substanz mit einer bestimmten Ebene des Weltalls verbunden ist. aber andere Funktionen besitzt und daher auch andere kosmische und psychische Eigenschaften hat. Dampf. Der Begriff . sondern etwas. ermöglicht uns diese Tatsache. daß die „drei Schwingungsoktaven" und die von ihnen abgeleitete „Tabelle der Wasserstoffe" für uns lange ein Stein des Anstoßes blieben." Zu diesem Punkt muß ich sagen. ein Atom Luft (das heißt atmosphärischer Luft. die noch alle Eigenschaften des Wassers besitzt.wissen Grad von Intelligenz). „Dieses Atom ist die kleinste Wassermenge. bei einer bestimmten Temperatur durch ein besonderes Thermometer gemessen. „Die . was dem Gaszustand des Wassers. und ich werde an geeigneter Stelle darüber sprechen.

Ich kam. Diese „Leiter von der Erde zum Himmel" ließ mich an die sehr ähnlichen Weltempfindungen denken. sagte ich. als ich so stark die Verbundenheit. 259 . „Warum hörten Sie dieser Vorlesung nicht zu?" fragte er mich. G. Es war bei einer der Wiederholungen dieser Vorlesung über die Struktur des Stoffes in Verbindung mit der Mechanik des Weltalls. war auch da. * Vgl. Da ich gewohnte Worte vernahm. sie bei den ersten Malen. das heißt entweder in Verbindung mit der Erläuterung des „Schöpfungsstrahls" oder in Verbindung mit der Erklärung des Oktavengesetzes. als die Vorlesung schon begonnen hatte. der später noch stärker werden sollte. daß diese Ideen viel schwieriger aufzunehmen sind und ihr Gehalt viel tiefer ist. Die Vorlesung wurde von P. „Experimentelle Mystik^'. eine chronologische Ordnung beizubehalten. Diese Vorlesung wurde mit verschiedenen Variationen oft wiederholt. ich hätte diese Vorlesung schon früher gehört. „Aber ich habe sie bereits gehört".'s bereits erwähnten Moskauer Schülern gehörte. nach ihrem richtigen Wert einzuschätzen. Aber abgesehen von den in mir hervorgerufenen seltsamen Empfindungen. nachdem sie vorbei war. obwohl dies nicht immer möglich ist. setzte mich darum in einer Ecke des großen Wohnzimmers nieder. der zu G. Und femer verstand ich nicht sofort. als sie bei ihrer einfachen Darstellung vermuten lassen. nahm ich an. da ich davon hörte. die ich einige Jahre früher während meiner seltsamen Experimente hatte. weil viele Dinge sehr oft wiederholt wurden und in irgendeiner Form in fast allen Vorlesungen vorkamen. einem jungen Ingenieur. rauchte und dachte an etwas anderes.meinen. Auf mich persönlich machte die „Tabelle der Wasserstoffe" einen sehr starken Eindruck. Kapitel 8. die Ganzheit und die „Mathematischheit" von allem in der Welt spürte1. Eine Episode ist in meinem Gedächtnis geblieben. Ein neues Modell dei Wfboü*. war ich weit davon entfernt. gehalten.

wie lang- 260 . schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. Aber was genau gesagt worden war. fünf Meilen nördlich von Tuapse in einem kleinen Landhaus. wenn Sie hören würden. Ich dachte gerade an einige Folgerungen aus der „Tabelle der Wasserstoffe". wonach Sie jetzt fragen. bald Schnee in Böen brachte." Nach kurzem Schweigen sagte er: „Nun. der bald Regen. erinnerte ich mich oft ganz deutlich. die Sie nicht hören wollten. sagte er. am Ufer des Schwarzen Meeres. Und wirklich. Diesmal gab er mir keine direkte Antwort. Ich verstand das erst viel später. Fast zwei Jahre später. im November 1917. sie noch einmal zu hören. daß sie in einer der Vorlesungen besprochen worden war. das mehr als eine Meile von der nächsten Wohnstätte entfernt war. verglichen mit einem anderen. obwohl ich mir sehr wohl bewußt war. „Sie sollten das wissen".G. Es war schon spät und das Wetter war sehr schlecht. was ich gehört hatte. Meine Frage bezog sich auf Wasserstoffe unterhalb der normalen Ebene. „es wurde davon in den Petersburger Vorlesungen gesprochen. daß wieder die gleiche Vorlesung in Tuapse gehalten würde. und ich hätte viel darum gegeben. und was G. sie schon kannten? Aber da wurde gerade das behandelt. weilte eine kleine Gruppe von uns. ich verstand nicht. da Sie. die aus sechs Menschen. was ich fragte. alles zusammenzufassen. wie Sie sagten. Und ganz ehrlich. hauptsächlich über einen Widerspruch in diesem Diagramm. was es genau war. ein nordöstlicher Wind blies.. was er von mir erwartete und warum ich zum zweitenmal der gleichen Vorlesung zuhören sollte. viel später darauf antwortete. Später will ich erklären. Erinnern Sie sich an eine Vorlesung. Während ich eine Frage überdachte. sagte ich. als die Vorlesungen vorbei waren und ich versuchte.. bestand. von dem wir später gehört hatten. würden Sie dann zu Fuß dorthin gehen?" „Gewiß". Vielleicht haben Sie nicht zugehört. darunter G. an das konnte ich mich leider unter keinen Umständen erinnern. Eines Abends saßen wir beisammen und sprachen.

daß man für alles zahlen muß und daß man im Verhältnis zum Empfangenen zahlen muß. Wind. „wenn die Leute doch wirklich auf diese Weise überlegen würden. daß ich den ganzen Weg schon mehr als einmal gegangen bin. uns die grundsätzlichen Ideen seines Systems vermittelte. mit der G. „Denken Sie. Wenn Sie damals zugehört hätten. Natürlich würde ich ohne ein Wort gehen. wenn in Tuapse jemand eine Vorlesung über diese Dinge halten würde. Aber bei etwas wirklich Wichtigem. Der Mensch will auf keinen Fall für irgend etwas zahlen. wonach Sie fragten. Aber in Wirklichkeit denken sie genau entgegengesetzt. wußte ich dennoch. würden Sie jetzt verstehen. Natürlich hing viel von seiner Art der Darstellung." „Ja". Aber für etwas Wichtiges niemals. tatsächlich in Petersburg besprochen. was für ihn das Wichtigste ist. wird er jede Summe zahlen. Aber gewöhnlich denkt der Mensch das Gegenteil. Schnee. zu staunen. alle grundsätzlichen und wesentlichen Punkte herauszustellen und sich nicht in unnötige Einzel- 261 . über die Geschwindigkeit.wierig und kalt die Straße sein würde. für Dinge. Für Nichtigkeiten. rühren sie keinen Finger. „Würden Sie wirklich gehen?" fragte er. lachte. Petersburg. die völlig nutzlos für ihn sind.. Ohne irgendeine Notwendigkeit würden sie jede denkbare Schwierigkeit auf sich nehmen. Das muß von sejbst zu ihm kommen. „Sie wissen. wurde das. von seiner erstaunlichen Fähigkeit ab. Und ohne besonderen Grund. und vor allem will er nicht für das zahlen. Regen. wenn es keine Pferde gab oder kein Platz für mich im Wagen war. fünfundzwanzig Meilen. „Was die Vorlesung betrifft. sagte G. G. daß es überhaupt keinen Widerspruch zwischen den Diagrammen gibt und daß es überhaupt keinen geben kann. einfach. Zurückschauend kann ich nicht umhin." Aber nun zurück nach St. daß mich das nicht abhalten würde. weil es keine andere Möglichkeit gab. Sie wissen." „Was ist dabei zu überlegen?" sagte ich. So ist die menschliche Natur. das ihnen wirklich etwas geben kann. Dunkelheit.

die um uns herum geschehen. auf unnötige Hast.heiten zu verlieren.Aufmerksamkeitskraft' und so weiter und so fort. Die Energie wird auf falsche Arbeit von Zentren verwandt. jede Handlung. „Was tut also ein Mensch.Interesse'. auf das . die in gar keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit steht. oder an anderen Leuten. „Wir verwenden unsere Energie hauptsächlich auf unnötige und unangenehme Gefühle. Erregbarkeit. jeder Zustand. jeder Gedanke. einebestimmte Substanz.unser selbst erinnern' müssen. die Erwartung unangenehmer möglicher und unmöglicher Dinge. um die Ziele zu erreichen. daß jeder normale Mensch Energie genug hat. wenn er einzusehen beginnt. jedes Gefühl benötigt eine bestimmte Energie. die wir besitzen. Wir können nur etwas studieren. wenn wir die Energie zum . zu studieren oder zu fühlen. was wir tun. auf schlechte Stimmungen. anstatt sie unproduktiv zu verschwenden. auf dauerndes Geschwätz. Aber wir können uns nur an uns selbst erinnern. Jede Funktion. bevor die wesentlichen Punkte verstanden waren. das eine ungeheure Menge Energie verbraucht. das wir an Dingen nehmen. 262 . daß er nicht genug Energie hat. daß wir uns . Was gelernt werden muß. auf nützliche Arbeit zu verwenden.Selbst-Erinnem' haben. Im Anschluß an die „Wasserstoffe" begann G. Tagträumen und so weiter. um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen. den größeren Teil der Energie. verstehen oder fühlen. ist. sind wir durch die Energiemenge gebunden und begrenzt. die in Wirklichkeit überhaupt nicht interessant sind: auf die dauernde Verschwendung der . die nächste Vorlesung: „Wir möchten . Nervosität. die unser Organismus erzeugt.tun'. die er sich gesetzt hat? „Die Antwort ist. auf unnötige Muskelanspannung. Einbildung. wenn wir die Energie haben. „Wir waren zu dem Schluß gekommen. es zu verstehen. aber in allem.

weil nur ein kleiner Teil der Maschinen in Gebrauch ist und weil nur die Materialmenge erzeugt wird. wenn er mit seiner Arbeit fortfahren will. Tatsächlich erzeugt die Fabrik gar nichts — all ihre Maschinen. daß diese Energie nicht genügt und daß er. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die Erzeugung der feineren . die Produktion auf das ihr mögliche Maximum zu steigern. die auf sehr große Produktion angelegt ist. „Später wird jedoch das Problem schwieriger. Nachdem der Mensch seine Maschine bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen hat und sich überzeugt hat. „Die Arbeit dieser Fabrik besteht darin. spart er eine ungeheure Energiemenge. „Der menschliche Organismus stellt eine chemische Fabrik dar. an der wir vom Gesichtspunkt der Möglichkeit höherer Bewußtseins-Stufen und der Arbeit höherer Zentren besonders interessiert sind. Die Fabrik erhält als Rohmaterial von der Außenwelt eine Anzahl grober . Eine derartige Leitung der Fabrik ist offensichtlich im höchsten Grade unwirtschaftlich. ihr mögliche Produktion. Wenn es uns gelänge. sie werden alle auf den Unterhalt der Fabrik selbst verwendet. die notwendig ist. daß dies ganz gut möglich ist. „Das Studium des Arbeitsgangs des menschlichen Organismus zeigt.Wasserstoffe' durch die menschliche Fabrik. daß sie viel mehr Energie erzeugt. nämlich den im kosmischen Sinne gröberen Stoff in feineren. ungenügend. als er erwartete. kommt er nichtsdestoweniger zu dem Schluß. all ihre ausgesuchte Ausstattung dienen tatsächlich überhaupt keinem Zweck und erhalten nur mit Schwierigkeit ihre eigene Existenz. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen erreicht diese Fabrik nie die volle. die Summe der erzeugten Energie vermehren muß.Wasserstoffe' mittels einer ganzen Reihe komplizierter alchimistischer Vorgänge.„Wenn der Mensch anfängt.Wasserstoffe' und verwandelt sie in feinere . so würden 263 . eine Art von Stoff in eine andere zu verwandeln. und mit Hilfe dieser Energie kann er auf jeden Fall die Arbeit des Selbststudiums und der Selbst-Vervollkommnung beginnen. gegen all diese Gewohnheiten seines Lebens anzukämpfen. um die eigene Existenz aufrechtzuerhalten.

sein Organismus muß sich in einem gesunden Zustand befinden. das für das Wachstum der Gewebe notwendig ist. alle Gewebe. nur in viel größeren Mengen. Diese Kristallisierung der feinen . muß er die für das Wachstum des . Um zu wachsen. Das gleiche ist für das Wachstum des .Astralkörpers' notwendigen Substanzen erzeugen. mit diesen feinen . ist ein stofflicher Vorgang. das »Feine vom Groben zu scheiden'. das heißt wenn er die Erzeugung der feinen . des astralen.wir beginnen. was sie erzeugt.Astralkörpers' notwendig. alle Zellen. „ . die sich allmählich in ihnen ablagern und in einer bestimmten Weise kristallisieren würden.Fabrik' alles ausgibt. auf eine höhere SeinsEbene bringen. Und wenn ein Mensch lernt. „Dies kann jedoch unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen nicht geschehen.Wasserstoffen' gesättigt werden. muß ein Kind gute Nahrung bekommen.'weil die . Das innere Wachstum. aus den verschiedenen Nahrungsarten. Wenn der physische Organismus eine genügende Menge dieser feinen Substanzen zu erzeugen beginnt und der .Lerne das Feine vom Groben zu scheiden' — dieses Prinzip aus den »Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistus' bezieht sich auf die Arbeit der menschlichen Fabrik.Wasserstoffe' aufzusparen. Fernerhin benötigt der . die feineren . welche für die Aufrechterhaltung des physischen Körpers notwendig sind.Astralkörper' für sein Wachstum die gleichen Substanzen wie die.Wasserstoffe' auf ihr mögliches Maximum bringt. dann braucht der astrale Organismus für seine Erhaltung weniger von diesen Substanzen als während seines Wachstums. das durch keine anderen Mittel erreicht werden kann. Dann würde der ganze Körper. welcher dem Wachstum des physischen Leibes völlig analog verläuft. Der Überschuß dieser Substanzen kann dann zur Bildung und zum Wachstum des . des mentalen und so fort. schafft er durch diese Tatsache allein für sich die Möglichkeit eines inneren Wachstums. um aus dieser Nahrung das Material zu erzeugen. die der Organismus einnimmt. das Wachstum der inneren Körper des Menschen.mentalen 264 .Wasserstoffe' würde allmählich den ganzen Organismus auf eine andere Stufe.astrale Körper' in ihm schon gebildet ist.

Astralkörper' ernähren. die den . Aber natürlich erfordert das Wachstum des . All die für das Wachstum und die Ernährung der höheren Körper notwendigen Substanzen müssen innerhalb des physischen Organismus erzeugt werden. Aber in allen Fällen muß der Überschuß sehr groß sein. Aber wieso die Eindrücke eine Nahrung darstellen.Körpers' benützt werden. Wir müssen uns jedoch erinnern. eine gewisse Anzahl von Schwingungen aufnehmen. Unsere Eindrücke. dient dem Wachstum des vierten Körpers. der mit der Hilfe der gleichen Substanzen wächst. Die normale Nahrung. die von außen in den Organismus eintritt. mag zuerst schwierig zu verstehen sein. 3. wie schon ge sagt wurde. Die Luft. und der physische Organismus ist nur unter der Bedingung fähig. diese Energie. von außen her eine gewisse Energiemenge. ist Nahrung. „Der menschliche Organismus nimmt drei Arten von Nahrung auf: 1. „Alle Substanzen. „Es ist nicht schwer einzusehen. so bedeutet das. die wir essen.mentalen Körper' ernähren. daß Luft eine Art Nahrung für den Organismus darstellt. Femer kann. werden im Organismus durch die Nahrung erzeugt. die den Organismus im vollen Sinne des Wortes ernähren.astralen Körpers'. die wir atmen. Energie nicht ohne Stoff vermittelt werden. 2.mentalen Körpers' mehr von diesen Substanzen als das Wachstum und die Ernährung des . die für die Erhaltung des Lebens des Organismus. für die höheren Bewußtseins-Funktionen und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. für die psychische Arbeit. Der Überschuß der Substanzen. einer Gesichtswahrnehmung oder eines Geruches hat. „Für seine normale Existenz muß der Organismus alle drei 265 . die den . Wenn Eindrücke von außen Energien von außen mit sich in den Organismus hineinbringen. daß auch Stoffe von außen eindringen. daß die menschliche Maschine richtig und wirtschaftlich arbeitet. die von außen in ihn hineinkommt. sie zu erzeugen. ob er nun die Form eines Lautes. daß wir mit jedem äußeren Eindruck.

da in allen Fällen solchen künstlichen Hungerns die Betreffenden Wasser zu sich genommen haben. Eindrücke. daß ein Mensch von Eindrücken allein nicht lang leben kann. Der Organismus kann nicht nur von einer. die nicht nur zur Erhaltung des Lebens. Es sind Fälle von Hungern bekannt. die uns von außen zukommen. das heißt physische Nahrung. Der Hauptmotor ist für uns die Natur. auch nicht von zwei Nahrungsarten existieren. etwas länger zu leben. Eindrücke und Luft befähigen einen Menschen. Ohne Eindrücke kann ein Mensch nicht einen Augenblick leben. Der Strom von Eindrücken. Luft und Eindrücke. trotzdem es klar ist. sondern auch für die Bildung und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. Infolgedessen sind von den drei Nahrungsarten die für uns wichtigste die Eindrücke. Eindrücke zu empfangen. alle drei werden benötigt. Wenn der Strom dieser Energie angehalten wird. die uns umgebende Welt. wenn er vier Minuten ohne Luft ist. so wird unsere Maschine sofort zu arbeiten aufhören. Natürlich kann ein solches Hungern nicht als vollständig betrachtet werden. Die Natur übermittelt uns durch unsere Eindrücke die Energie. wobei der Organismus nichts von seiner Vitalität verlor und sich sehr schnell wieder erholte. ohne frische physische Nahrung zu erhalten. bis zum Ende seiner normalen Lebensdauer zu leben und die Substanzen zu erzeugen. gleicht einem Treibriemen. Der Organismus kann für eine verhältnismäßig lange Zeitspanne bestehen. uns bewegen und sind. sobald er wieder Nahrung zu sich zu nehmen begann. die über sechzig Tage dauerten. der uns Bewegung vermittelt. durch die wir leben. Wenn der Fluß der Eindrücke auf irgendeine Weise zu einem Halt gebracht werden könnte oder wenn man dem Organismus seine Fähigkeit. Aber die Beziehung dieser Nahrungsstoffe zueinander und ihre Bedeutung für den Organismus ist nicht die gleiche. Luft und physische Nahrung befähigen den Organismus. gewöhnlich stirbt ein Mensch. raubte. so würde er sofort sterben. Nichtsdestoweniger kann ein Mensch sogar ohne Wasser und ohne Nahrung für einige Tage leben. nicht mehr als zwei oder drei. 266 . Ohne Luft kann er nur einige Minuten leben.Nahrungsarten erhalten.

„Der Vorgang der Verwandlung der in den Organismus kommenden Substanzen in feinere geschieht nach dem Oktaven-Gesetz. dem Rücken und dem unteren Teil des Körpers. fa der dritten kosmischen Schwingungsoktave. und der untere aus dem Magen. sol. Der mittlere Stock aus der Brust. Der oberste Stock dieser Fabrik besteht aus dem menschlichen Kopf. 267 . Dieser »Wasserstoff* kommt in das untere Stockwerk des Organismus als »Sauerstoff* do 768. „Betrachten wir den menschlichen Organismus als eine dreiF i g u r 25 Kopf Brust Rücken und unterer Teil des Körpers jstöckige Fabrik. F i g u r 26 Erde Die Einführung von Nahrung (H 768) in den Organismus Physische Nahrung ist H 768 oder la.

„. der sich im Organismus befindet.Sauerstoff 768 vereinigt sich mit .Sauerstoff wird.Kohlenstoff 192. der die Note 268 . und mit ihm zuF i g u r 28 •ortsetzung der Verdauung der Nahrung (H 768) im Organismus sammen bringt es einen neuen . 192 hervor. Aus der Vereinigung von 0 768 und C 192 ergibt sich N 384. Figur 27 Der Beginn derNahrunqsverdauung (H 768) im Organismus „Re 384.Kohlenstoff 96 im Organismus.Stickstoff mi 192 ist. N 384 ist die nächste Note re. vereinigt sich mit . das in der nächsten Triade .

kann sich die Substanz mi 192 nicht von selbst in die volle Note fa verwandeln. Obergang der Nahrungsprodukte insol 48 „An der Stelle im Organismus. Wenn kein .den Luft auf das Intervall mi . in der Form 269 . wo mi 192 allein zu einem Halt käme.fa der Nahrungsoktave verursacht kommt. tritt die »zweite Nahrung' hinzu — Luft. F i g u r 30 Fortsetzung.zusätzlicher Schock' hinzuF i g u r 29 Die Einführung von Lütt (H192) in den Organismus und der Schock. ein »zusätzlicher Schock' ist notwendig.„Wie aus dem Oktaven-Gesetz bekannt ist. kann mi nicht selbständig in fa einer aufsteigenden Oktave übergehen. derNahrungsoktave.

Wandlung der Nahrungsprodukte in la 24 und sie gibt sozusagen einen Teil ihrer Energie an die Note mi ab. der sich schon im Organismus befindet. die die gleiche Dichtigkeit wie sie selbst hat. do der zweiten kosmischen Strahlungsoktave. in . 270 . das heißt alle notwendige Energie.Stickstoff 96 ist die Note fa. das heißt mi.KohlenFigur 32 Forlsetzung derNahrungsoktave. . re.Stickstoff 96 überzugehen. Wandlung der Nahrungsprodukte In sl 12 stoff 48. Die Energie von do gibt mi 192 Kraft genug. um durch die Verbindung mit . Die Note do hat alle notwendigen Halbtöne. Figur 31 Fortsetzung derNahrungsoktave.von do 192. um in die nächste Note überzugehen.

F i g u r 33 H 192 Der Beginn der Verdauung von Luft im Organis- „La 24 vereinigt sich mit dem im Organismus vorhandenen . .Kohlenstoff 24 in . 271 .zusätzlichen Schocks' erzeugt wird. | .„Fa 96 geht durch die Verbindung mit dem im Organismus vorhandenen .Kohlenstoff 12 in .Stickstoff 48 über — die Note sol.Kohlenstoff 6 und wandelt sich in .LuffOktave Im Organismus mit Hilfe des durch die Luft herbeigeführten . „Die Note sol 48 geht durch den im Organismus vorhandener.Stickstoff 12 oder si 12.Stickstoff 24 über — la 24. die im Organismus aus physischer Nahrung Fortsetzung F i g u r 34 der . Si 12 ist die höchste Substanz.

F i g u r 36 Die drei Nahrungsarten und die Verdauung von H 768 und H 190 im Organismus mit Hilfe eines mechanischen . Für den 272 .Sauerstoff in den mittleren Stock der Fabrik gelangt und einen Teil seiner Energie an mi 192 abgibt. das als .Schocks'.„Do 192 (Luft).Kohlenstoffs' 24 in mi 48 über. und damit ist die Entwicklung der zweiten Oktave beendet. F i g u r 35 Das Eindringen von (Eindrücken' in den Organis- vereinigt sich seinerseits an einer bestimmten Stelle mit dem im Organismus anwesenden . Der Normalzustand des Organismus und die Normalerzeugung von feinen Störten aus den Nahrungsprodukten „Re 96 geht mit Hilfe des .Kohlenstoff 48 und geht in re 96 über.

daß wir uns unter gewöhnlichen Lebensbedingungen unser selbst nicht erinnern. fa der zweiten kosmischen Oktave .zusätzlicher Schock' notwendig. Das bedeutet. und für alle ihre höheren Funktionen kann die Fabrik nur diesen höheren Stoff verwenden. daß der . so daß es weder selbst in die nächste Note übergehen noch einen Teil seiner Energie an mi 48 abgeben kann. „Es gibt jedoch eine Möglichkeit. das heißt die Luft-Oktave und die Eindrucks-Oktave zu befähigen. „Die Eindrücke dringen in den Organismus in Form von »Sauerstoff 48 ein.künstliche Schock' auf die Kote do48 treffen muß. um in die folgende Note überzugehen. fehlt der hierfür notwendige . 273 . wo die dritte Oktave gleich an ihrem Anfang nicht weiterkann. sol. und die zweite Oktave. kann sich nicht weiterentwickeln.künstlicher Schock' an dieser Stelle bedeutet eine bestimmte Anstrengung im Augenblick des Empfanges eines Eindrucks. das heißt den Bedingungen des gewöhnlichen Daseins. „Vorher wurde erklärt. „Unter normalen Bedingungen. kommt die Erzeugung der feinen Stoffe durch die Fabrik an dieser Stelle zu einem Halt. Die Note do48 bezeichnet den Augenblick. aber an dieser Stelle des Organismus. „Die dritte Oktave beginnt mit do 48. das ist la. und unter den gewöhnlichen Lebensverhältnissen entwickelt sie sich auch nicht weiter. wo do 48 eintritt. Gleichzeitig kommt do 48 nicht mit mi 48 in Berührung.künstlichen Schock' an der Stelle schaffen. wo ein Eindruck in unser Bewußtsein kommt. „Do 48 hat genug Energie. Wir erinnern uns nicht. die Erzeugung zu vermehren. sich weiterzuentwickeln.Kohlenstoff'12.Sonne — Erde'. das heißt die Luft-Oktave. Die höchste von der Fabrik erzeugte Substanz ist si 12.Übergang von mi in fa ist ein . aber in diesem Punkt hat die Natur keinen »zusätzlichen Schock' vorbereitet. und die dritte Oktave klingt nur als do. Ein . Zu diesem Zweck muß man einen besonders gearteten .künstlicher Schock'? Er ist mit dem Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes verknüpft. „Was aber bedeutet ein .

Schock' auch auf mi 48 und befähigt die zweite Oktave. daß man im Augenblick der Aufnahme eines Eindrucks eine bewußte Anstrengung macht [siehe Figur 37]. die Straße betrachtend. ist der zusätzliche Schock. fa 24 in sol 12 über. die Registrierung sozusagen des Empfangs der Eindrücke und die gleichzeitige Bestimmung der aufgenommenen Eindrücke. all das zusammen verdoppelt die Stärke der Eindrücke und macht do 48 zu re 24. Auf diese Weise erstreckt sich der do 48 verliehene .ich schaue'. sol 12 geht in la 6 über. Dieser zweite Eindruck. das heißt die Arbeit der Maschine bringt eine gewisse Menge von . Beobachtung der eigenen Eindrücke im Augenblick ihrer Aufnahme. An Stelle eines Eindrucks von der Straße gibt es nun zwei Eindrücke. Anstrengungen. der durch die Tatsache des . „Mi 48 geht in fa 24. Wenn ein Mensch dies versteht und sich seiner selbst zu erinnern versucht. wird jeder Eindruck. wir werden im Augenblick einer Wahrnehmung.Kohlenstoff 12 an die fragliche Stelle. eines Gefühls. Ferner geschieht es oft. daß die mit der Selbst-Erinnerung verknüpfte Empfindung ein Gefühls-Element mit sich bringt. La 6 ist der höchste Stoff. erzeugt wird. daß ich schaue. sich seiner selbst zu erinnern. das heißt aus der zweiten Nahrungsart. so schaue ich nicht einfach auf die Straße. Dies wird jedoch nur dadurch erreicht. als ob ich mir sagen würde: . In einem gewöhnlichen psychischen Zustand schaue ich einfach auf die Straße. sich zu entwickeln. 274 . der vom Organismus aus der Luft. Aber wenn ich mich meiner selbst erinnere.das heißt wir empfinden uns selbst nicht.Mich-meinerselbst-Erinnems' erzeugt wird. einen von der Straße und einen anderen von mir. Selbst-Beobachtung im Augenblick des Empfangs eines Eindruckes. Gleichzeitig befähigt die mit dem Übergang von einer Note zu einer anderen und der Wandlung von 48 in 24 verknüpfte Anstrengung das do 48 der dritten Oktave. mit dem mi 48 der zweiten Oktave in Beziehung zu treten und dieser Note die erforderliche Energiemenge für die Verwandlung von mi in fa zu verleihen. ich fühle. den er während des Selbst-Erinnems aufnimmt. eines Gedankens oder einer Handlung nicht unserer selbst gewahr. sozusagen verdoppelt.

Diese fünf Elemente sind . daß die Luft.höhere Wasserstoffe'. Nehmen wir an. daß fünf dieser Elemente immer absorbiert werden. enthält die Luft eine große Anzahl der Wissenschaft nicht bekannter Substanzen. was dies bedeutet. die wir einatmen. obwohl die von verschiedenen Leuten eingeatmete Luft genau die gleiche ist. Nehmen wir einmal an. Diese . Wir atmen alle dieselbe Luft. die unserer Wissenschaft bekannt sind. die wir F i g u r 37 Die Entwicklung der Luft-Oktave nach dem ersten bewußten . das heißt sie absorbieren fünf Elemente mehr. Aber einige Menschen atmen nicht fünfzehn.Schock' atmen. die für diese undefinierbar und ihrer Beobachtung unzugänglich sind. Eine gewisse Anzahl dieser Elemente wird durch jeden sie atmenden Menschen absorbiert. Folglich besteht die von jedem Menschen ausgeatmete Luft aus fünfzehn Elementen. Aber eine genaue Analyse sowohl der eingeatmeten als auch der ausgeatmeten Luft ist möglich. fünf ernähren den Organismus. aus zwanzig unserer Wissenschaft unbekannten Elementen besteht. Durch das Einatmen der Luft 275 . vorhanden. daß. Abgesehen von den Elementen.höheren Wasserstoffe' sind in jedem Teilchen der Luft.„Man muß verstehen. Diese genaue Analyse zeigt. die ausgeatmete Luft ganz verschieden ist. sondern nur zehn Elemente aus.

Auf diese Weise atmen wir alle die gleiche Luft. aber wenn unser Organismus nicht weiß. werden sie wieder in die Luft ausgeatmet. wie er sie aus den Luftteilchen herauslösen und behalten kann. Wir kommen wieder auf das alte alchimistische Gesetz zurück: . Manche entnehmen mehr. „Um mehr zu entnehmen. ist es notwendig.führen wir diese . beginnt durch eine b^^ußte 276 .höheren Wasserstoffe' in uns ein.' .Schock" enthaltenen Substanzen. muß man zuerst eine gewisse Menge richtigen Goldes haben. die Oktave der Eindrücke. Denn die im Organismus enthaltenen feinen Substanzen verhalten sich wie ein Magnet zu den in der eingeatmeten Luft Figur 38 Die Entwicklung der EindrucksOktave nach dem ersten bewußten . andere weniger. „Wir haben die Entwicklung zweier Oktaven verfolgt. es zu erzeugen. sie herauszulösen und zu behalten. Die dritte Oktave.' „Die ganze Alchimie ist nichts anderes als eine allegorische Beschreibung der menschlichen Fabrik und ihrer Arbeit. gibt es kein Mittel. aber wir entnehmen ihr verschiedene Substanzen.Um Gold zu machen. niedrige Metalle (grobe Stoffe) in wertvolle (feine Stoffe) zu verwandeln. in unserem Organismus eine gewisse Menge entsprechender feinerer Substanzen zu haben. bleiben sie in ihm.Wenn man überhaupt kein Gold hat. Wenn der Organismus fähig ist.

Schock'. So halten die erste F i g u r 39 Das vollständige Bild der intensiven Arbeit des Organismus und der Intensiven Produktion von Stoffen aus den Nahrungsprodukten nach dem ersten b e w u ß t e n . eine 277 . ®o 48 geht in re 24 über. An dieser Stelle kommt die Entwicklung der unteren Oktave zu einem Halt. so werden wir sehen. die sich nicht in die folgenden Noten verwandeln können. re 24 in mi 12.Anstrengung. „Wenn wir nun das Ergebnis der Entwicklung dieser drei Oktaven untersuchen. die zweite la6 und die dritte mi 12 erreicht hat. „Für die Weiterentwicklung der zwei Oktaven ist an einer bestimmten Stelle in der Maschine ein zweiter bewußter . daß die erste Oktave si 12.Schock- und die dritte Oktave bei drei Noten an.

daß sie einen besonderen Einfluß auf die eigenen Gefühle darstellt. ihre Entwicklung fortzusetzen. Bei der Arbeit mit zwei bewußten .innerlich nach etwas richten'. 278 . Vom Gesichtspunkt der allgemeinen Arbeit der Maschine aus kann man im allgemeinen sagen.Schock' arbeitet. das heißt dem menschlichen Organismus und dem Weltall zu verstehen. von der Sonne bis zur Erde und von der Erde bis zum Mond betrachten. erzeugt sie eine viel größere Menge feiner Stoffe. da die Erzeugung der feinen Stoffe aufhört.Schock' ausgefüllt. Wenn sie nun mit einem mechanischen und einem bewußten . wollen wir die Welt wieder wie früher in Form dreier Oktaven vom Absoluten bis zur Sonne. können wir erkennen. „Keine unangenehmen Gefühle ausdrücken. daß die Fabrik. daß diese Anstrengung mit dem Gefühlsleben verknüpft ist. Das Wesen dieser Anstrengung erfordert ein besonderes Studium. die Produktionsfähigkeit der Fabrik vermehren können. „Die dreistöckige Fabrik stellt ein Miniatur-Weltall dar und ist nach den gleichen Gesetzen und dem gleichen Plan wie das ganze Weltall konstruiert. sich nicht . und in jeder Oktave wird der Platz dieses fehlenden Halbtons durch einen bestimmten .identifizieren'. „Wenn wir nun die Arbeit der menschlichen Fabrik als Ganzes betrachten. kann nur in Verbindung mit einer allgemeinen Beschreibung der Arbeit der menschlichen Fabrik oder der menschlichen Maschine erklärt werden. sich nicht . „Um die Analogie zwischen dem Menschen. daß diese im Verlauf der Zeit den Charakter der Fabrik selbst vollständig verändern. tatsächlich nur si 12. unter normalen Bedingungen und mit einem mechanischen . Wir sehen. nur eine sehr geringe Menge der feinen Substanzen erzeugt. dies alles ist die Vorbereitung für die zweite Anstrengung.Schocks' erzeugt die Fabrik eine so große Menge feiner Stoffe.Schock' arbeitend. Jeder dieser drei Oktaven fehlt zwischen fa und mi ein Halbton. welche die zwei Oktaven befähigt.neue bewußte Anstrengung notwendig. Aber was dieser Einfluß wirklich ist und wie er erzeugt werden muß. durch welche Mittel wir in den Augenblicken.

müssen wir den genauen Zweck jedes .Schock' in der unteren Oktave entspricht der physischen Nahrung. und zwar auf der gleichen Ebene und nach den gleichen Gesetzen. das heißt die NahrungsOktave. in anderen Worten. und nachdem die Rolle. das heißt auf Leben und Funktionen von Mensch Nummer eins. Ein weiteres Studium der Analogie zwischen Mensch und Weltall ist nur nach einem genauen Studium der menschlichen Maschine möglich.Schock' in der mittleren Oktave entspricht der Luft.der an dem betreffenden Punkt künstlich erzeugt wird.Wasserstoff in unserem Organismus spielt. die in den menschlichen Organismus gelangen. Das bedeutet: um mit irgendeinem weiteren Studium fortzufahren. er ist do 48 der kosmischen Fabrik. nach einer Analogie zwischen der dreistöckigen Fabrik und den drei Oktaven des Universums zu suchen. Bei der inneren Arbeit dieser kosmischen dreistöckigen Fabrik unterliegen alle drei Nahrungsarten der gleichen Umwandlung wie in der menschlichen Fabrik. seine Funktionen. genau festgestellt ist. die jeder .Schock' ist do 768 der kosmischen dreistöckigen Fabrik. Der .Schock' in der oberen Oktave entspricht den Eindrücken. Der . Der . „Das Studium der Arbeit des menschlichen Organismus als eine chemische Fabrik zeigt uns drei Stadien in der Entwicklung der menschlichen Maschine. dieser . wie er durch die Natur erschaffen wurde. Wenn wir nun anfangen. physiologisch und anatomisch definiert werden. daß die drei »zusätzlichen Schocks' in den drei Oktaven des Universums den drei Nahrungsarten entsprechen. Nummer zwei und Nummer drei. „Das erste Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. das heißt. jeder Wasserstoff muß chemisch. Die erste Oktave.Schock' vom Beginn der zweiten 279 . psychologisch. An dieser Stelle erhält sie automatisch einen .Wasserstoffes' herausßnden. seine Rolle im menschlichen Organismus und wenn möglich die besonderen mit ihr verbundenen Empfindungen müssen bestimmt werden. Er ist do 192 der kosmischen Fabrik. so werden wir sehen. entwickelt sich auf normale Weise bis mi 192.

beginnt mit do 192 und entwickelt sich bis mi 48. Die dritte Oktave. wo sie zu einem Halt kommt. oder sogar weiter bis la 6 und so fort. muß in der 280 . wenn ein Mensch einen bewußten willentlichen . Die erste Oktave kam bei der Note si 12 zu einem Halt.Schocks' bei do 48. So sehen wir im zweiten Stadium der Arbeit des menschlichen Organismus die volle Entwicklung der zweiten Oktave und dreier Noten der dritten Oktave.Schock'. die in diesem Fall mi 12 erreicht. wenn die Arbeit des Organismus genügend intensiv ist.Oktave. der durch den Eintritt der zweiten Oktave hervorgerufen wird. in fa überzugehen.Schock' an Punkt do 48 erzeugt. Aber die Natur hat den zweiten »Schock1 weder vorausgesehen noch für ihn vorgesorgt.menschlichen Fabrik' in ihrem ersten und natürlichen Zustand dar.Schocks' zu verstehen.Wasserstoffen' in seinem Organismus vermehren will. Die zweite Oktave. So stellen sieben Noten der ersten Oktave. muß man die Bedeutung von si 12 und mi 12 verstehen. beginnt mit do 48 und hält dort an.Schock'. die Eindrucks-Oktave. der einer Entwicklung der dritten Oktave helfen würde und dadurch das mi der zweiten Oktave befähigen würde. die dritte bei der Note mi 12. und ihre Entwicklung geht folgerichtig bis si 12 weiter. Um das Wesen dieses . nämlich die Luft-Oktave. drei Noten der zweiten und eine Note der dritten Oktave ein vollständiges Bild der Arbeit der . nämlich den . sich in fa zu verwandeln. Ein Mensch muß diesen . die dem mi der ersten Oktave hilft.Schock' weiterentwickeln. die sich bis sol 12 entwickelt. wenn er die Erzeugung von feinen . nämlich die Oktave der Eindrücke.Schock' auf die zweite Oktave übertragen. Keine dieser Oktaven kann sich ohne einen frischen .Schocks' kann nicht so leicht beschrieben werden wie das Wesen des ersten willkürlichen .Schock' hervorruft.Schock' befähigt auch die dritte Oktave.Schock' vorgesorgt. Die Natur hat nur für einen . „Die Anstrengung. Das Wesen dieses zweiten . „Das zweite Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. Zuerst einmal wird dieser willentliche . die diesen . sich zu entwickeln. das ist der . Der gleiche .Schock' durch seine eigene persönliche Anstrengung erzeugen.

Schock'. Diese Wandlung der Gefühle wird dann die Umwandlung von si 12 im menschlichen Organismus unterstützen.Schock' vor der Arbeit am ersten . Kein ernstliches Wachstum. begannen direkt mit ihr. Von diesem hängt jedoch das Ganze ab. dann kann man von einem Menschen sagen. in der Wandlung und Umwandlung der Gefühle bestehen.Schocks' aus. aber da mi 12 nur als Ergebnis des ersten . das heißt kein Wachstum der höheren Körper im Organismus. Die richtige Arbeit auf dem vierten Weg muß mit dem ersten willentlichen . Auf dem Wege des Mönches und dem Wege des Fakirs beginnt die Arbeit am zweiten . nachdem die Umwandlung von mi 12 begonnen hat. objektive Ergebnisse können nur erreicht werden. ist ohne diese Wandlung möglich. Wirkliche. wie der Alchimie des Mittelalters. „Die Alchimisten. die von dieser Verwandlung sprachen.Arbeit an den Gefühlen. alle von einem Menschen erreichten Ergebnisse noch verlorengehen können. vor allem die Wandlung von mi 12. muß die Arbeit sich notwendig mangels anderen Materials auf si 12 konzentrieren und ergibt oft ganz falsche Ergebnisse. da sie auf keine Weise in ihm fixiert sind. daß. und man kann auch sagen. Sie wußten nichts oder sagten wenigstens nichts über das Wesen des ersten willentlichen . daß er das erreicht habe.Schock' bei mi 12 übergehen. außerdem sind sie nur in den Sphären von Gedanken und Gefühl erreicht.Schocks' geschaffen werden kann. bekannt.Schock' samt Umwandlung wird physisch nur nach langer Übung des ersten willentlichen . der in Selbst-Erinnern und in der Beobachtung der empfangenen Eindrücke besteht. Aber die Alchimisten sprachen von dieser Umwandlung in der allegorischen Form der Umwandlung von niedrigen Metallen in wertvolle. Die Idee dieser Umwandlung war vielen alten Lehren sowohl wie auch einigen verhältnismäßig neuen. Wenn diese Wandlung erreicht ist. In Wirklichkeit meinten sie jedoch die Wandlung grober . wonach er gestrebt hat. bis diese Wandlung erreicht ist. 281 . Schocks' möglich.Schock' beginnen und dann auf den zweiten .Wasserstoffe' in feinere im menschlichen Organismus. Der zweite willentliche .

Wasserstoff 24.Wasserstoff 12 arbeiten. Wir können weder unseren eigenen Bewegungen noch den Bewegungen anderer Leute folgen.Wasserstoff-Tabelle). Es arbeitet mit .Wasserstoff48 (gemäß der dritten Skala der . das nämlich eine Seite des Bewegungszentrums darstellt. wenn sie nicht künstlich verlangsamt werden. Noch weniger sind wir fähig.Wasserstoff 48. Das zweite Stadium und der Beginn des dritten Stadiums beziehen sich auf Leben und Funktionen des Menschen Nummer vier. der Arbeit des instinktiven Gehirns. der Arbeit der inneren.Wasserstoff' arbeitende Zentrum arbeitet schneller. „Wenn die »Tabelle der Wasserstoffe' genügend verstanden wird. Und in den meisten Fällen unterscheidet sich seine Arbeit 282 . instinktiven Funktionen unseres Organismus zu folgen. Für den Übergang von Mensch Nummer vier auf die Stufe von Mensch Nummer fünf ist eine beträchtliche Zeitspanne der Umwandlung und Kristallisierung nötig. wenn ein Mensch in sich einen zweiten willentlichen .Wasserstoff. „Das Denk. In Wirklichkeit arbeitet es jedoch sehr selten mit diesem feinen . „Das Bewegungszentrum arbeitet mit .„Das dritte Stadium in der Arbeit des menschlichen Organismus beginnt dann. das mit einem gröberen. zeigt sie sofort viele neue Seiten in der Arbeit der menschlichen Maschine und erhellt klarer als alles andere die Gründe für die Verschiedenheiten zwischen den Zentren und ihren Funktionen. beweglicherem . vollbringt seine Arbeit langsamer.Schock' am Punkte mi 12 erzeugt und wenn in ihm die Wandlung oder Umwandlung dieser »Wasserstoffe* in »höhere Wasserstoffe' beginnt. „Das Gefühlszentrum kann mit .oder intellektuelle Zentrum ist das langsamste der drei Zentren. schwereren und dichteren . Das mit leichterem. .Wasserstoff arbeitet. „Die Zentren der menschlichen Maschine arbeiten mit verschiedenen »Wasserstoffen'.Wasserstoff 24 ist viele Male schneller und beweglicher als . Darin liegt ihr Hauptunterschied. die wir bis jetzt untersucht haben. Darum kann das intellektuelle Zentrum nie der Arbeit des Bewegungszentrums folgen. Das Zentrum.

die an das Geheimnisvolle und Wunderbare glauben.Wasserstoffe' aus betrachten. das Bewegungszentrum mit . mit denen die Zentren arbeiten. „Das Vorhandensein dieser höheren Zentren in uns ist ein größeres Rätsel als die verborgenen Schätze. daß es. gibt es zwei höhere Zentren: „Das höhere Gefühlszentrum. abgesehen von diesen drei Zentren und den damit verbundenen Funktionen. so 283 . von der Arbeit der höheren Zentren Gebrauch zu machen.Wasserstoff48. was uns daran hindert. in denen wir unser selbst bewußt sind. „Alle mystischen und okkulten Systeme erkennen das Bestehen höherer Kräfte und Fähigkeiten im Menschen an. „Das intellektuelle Zentrum arbeitet mit . so werden wir sehen. welche die Menschen. das mit Wasserstoff 12 arbeitet.Wasserstoff 12 arbeitete. im Menschen noch zwei voll entwickelte und richtig funktionierende Zentren gibt. „Um die Arbeit der menschlichen Maschine und ihre Möglichkeiten zu verstehen. diese im Menschen verborgenen Kräfte zu entwickeln. und' das höhere Denkzentrum. warum die höheren Zentren nicht mit den unteren verbunden werden können. „Es sind die unteren Zentren.wenig von der Arbeit des Bewegungs. muß man wissen. was Intensität und Geschwindigkeit anbetrifft. aber sie stehen weder mit unserem gewöhnlichen Leben in Verbindung noch mit den drei Zentren. trotzdem sie in vielen Fällen das Bestehen dieser Kräfte und Fähigkeiten nur in Form von Möglichkeiten zugeben und von der Notwendigkeit sprechen. Und es ist gerade dieser Mangel an Entwicklung oder das unvollständige Funktionieren der unteren Zentren. Unsere Lehre unterscheidet sich von vielen anderen dadurch.oder des instinktiven Zentrums. „Wie schon früher gesagt wurde. „Wenn das Gefühlszentrum mit .Wasserstoff 24. die nicht entwickelt sind. daß sie behauptet: die höheren Zentren sind im Menschen vorhanden und sind voll entwickelt. seit den ältesten Zeiten gesucht haben. „Wenn wir die Arbeit der menschlichen Maschine vom Gesichtspunkt der . das mit Wasserstoff 6 arbeitet.

Gefühlen. Das Him weigert sich. die ihm vorher vollständig unbekannt waren und für deren Beschreibung er weder Worte noch Ausdrücke hat. Mit ihm ist die Verbindung nur durch das höhere Gefühlszentrum möglich.Wasserstoff 12 gegeben ist. wo die Arbeit des Gefühlszentrums die Stärke und Schnelligkeit erreicht. „Das höhere Denkzentrum. die Flut von Gedanken. In den Fällen. die plötzlich auf es hereinbrechen. ekstatischer Zustände und so fort kennen wir Fälle solcher Verbindungen. die durch . in welchen Fällen es schwierig ist. Und an Stelle eines lebhaften Gedankens oder eines lebhaften Gefühls entsteht im Gegenteil eine vollständige Leere. Bildern und Ideen aufzunehmen. wie epileptischen Anfällen oder zufälligen traumatischen Verletzungen des Gehirns. wo ein zufälliger Kontakt mit dem höheren Denkzentrum stattfindet. Diese Zustände können auf der Grundlage religiöser Gefühle vorkommen oder für kurze Augenblicke durch besondere Rauschgifte. ist noch weiter von uns entfernt. Das Gedächtnis behält nur den ersten Augenblick. ein bewußtloser Zustand.würde seine Arbeit mit der Arbeit des höheren Gefühlszentrums verbunden sein. das heißt ob der pathologische Zustand aus ihnen entsteht oder ihre Ursache darstellt. was die Ursache und was die Wirkung ist. In den meisten Fällen. daß überhaupt keine Verbindung stattfinden kann und wir nicht die Stimmen in uns hören. oder in gewissen pathologischen Zuständen. und der Mensch erfährt neue Gefühle. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. Nur aus der Beschreibung mystischer Erfahrungen. die von dem höheren Gefühlszentrum kommen und uns rufen. wenn die Flut 284 . noch weniger erreichbar. Aber unter gewöhnlichen Bedingungen ist der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit unserer üblichen Gefühle und der Geschwindigkeit ' des höheren Gefühlszentrums so groß. wird ein Mensch bewußtlos. neue Eindrücke. zu bestimmen. „Wenn wir die Zentren unseres gewöhnlichen Bewußtseins absichtlich und nach Belieben mit dem höheren Denkzentrum in Verbindung bringen könnten. ergibt sich eine vorübergehende Verbindung mit dem höheren Gefühlszentrum. so würde uns dies in unserem gegenwärtigen Allgemeinzustand überhaupt keinen Nutzen bringen.

was von diesen ungewöhnlichen Erlebnissen im Gedächtnis bleibt. Unsere gewöhnlichen Zentren können bei der Wiedergabe der Eindrücke der höheren Zentren einem blinden Menschen verglichen werden. muß das erste Ziel darin bestehen. Um also die Arbeit der unteren Zentren zu regeln und zu beschleunigen. daß nichts von den gewöhnlichen Empfindungen im Leben damit verglichen werden kann. Aber sogar diese Augenblicke sind so voll von ungewöhnlichen Schattierungen und Farben. der von Farben spricht.auf das Hirn einströmt.mystischen' und . die Arbeit der niederen Zentren zu regeln und zu beschleunigen. und den letzten Augenblick.und Bewegungszentrum alles auf ihre eigene Weise. ist es notwendig. die unteren Zentren auf eine falsche Weise. übersetzen vollständig neue und nie früher erfahrene Empfindungen in die Sprache der gewöhnlichen täglichen Empfindungen. der von Musik spricht. oder einem tauben. wenn die Flut weicht und das Bewußtsein zurückkehrt. übertragen Dinge in die weltliche dreidimensionale Form. „Ferner arbeiten. die es besser als jedes andere Zentrum ausführen kann. Dies verringert die Geschwindigkeit der allgemeinen Arbeit der Maschine beträchtlich und macht die Beschleunigung der Arbeit der Zentren sehr schwierig.ekstatischen' Erfahrungen übrigbleibt. Fühl. wie schon gesagt wurde. 285 . die eine zeitweilige Verbindung mit einem höheren Zentrum darstellen. Aber selbst in diesen Fällen erinnern und übertragen das Denk-. jedes Zentrum von ihm fremder und unnatürlicher Arbeit zu befreien und es zu seiner eigenen Arbeit zurückzuführen. Das ist gewöhnlich alles. etwas von dem. auf diese Weise entstellen sie natürlich jede Spur dessen. weil das eine oder andere von ihnen anstatt seinen eigenen ihm zukommenden Funktionen oft die Arbeit der anderen Zentren auf sich nimmt. Nur ganz selten geschieht es. zu begreifen und im Gedächtnis zu behalten. daß es einem besser vorbereiteten Hirn gelingt. „Um eine richtige und dauernde Verbindung zwischen den niederen und höheren Zentren zu erlangen. was es in der Ekstase fühlte und verstand. was von sogenannten . die völlig außerhalb der Grenzen der weltlichen Maßstäbe liegen.

Beispiele solcher unnötiger Tätigkeit können in jeder Menge gefunden werden. als auf alle wirkliche. als nötig wäre. die vollständig nutzlos sind. Sobald wir nur eine kleine und unbedeutende Arbeit zu verrichten beginnen. Wenn wir gehen. wenn wir sitzen. Erstens haben wir da den dauernden Strom von Gedanken in unserem Kopf. in Tagträumen zu schwelgen. und wir sehen nicht ein. und der eine ungeheure Menge unserer Energie verbraucht. als genügen würde. die wir während unseres Lebens vollbringen. der dauernde Wechsel von Stimmungen. sofort in Bewegung gesetzt. sogar wenn wir gar nichts tun. daß wir viel mehr Energie auf diese dauernde Bereitschaft für Arbeit. in Phantasien. wird ein ganzes Muskelsystem. „Ferner können wir noch auf die Gewohnheit hinweisen. Ja sogar im Schlaf sind die Muskeln unserer Arme. nützliche Arbeit. sind die Muskeln unserer Schultern und Arme unnötig angespannt. Gefühlen und Empfindungen und eine ungeheure' Anzahl ganz nutzloser 286 . den wir weder anhalten noch beherrschen können. die vollständig unnötig und in jeder Hinsicht schädlich ist. unseres Nackens. die Gewohnheit. um einen Menschen unseres eigenen Gewichtes aufzuheben. Zweitens haben wir die ganz unnötige dauernde Anspannung der Muskeln unseres Organismus. dauernd mit jedem und über alles zu sprechen. unserer Beine. Ruhelosigkeit. Rückens und Magens auf unnötige Weise angespannt. mit uns selbst. wie auf die Tätigkeit unangenehmer Gefühle oder den Ausdruck unangenehmer Empfindungen. und wenn niemand anders da ist. daß wir dauernd und zu allen Zeiten Muskelenergie verausgaben.„Sehr viel Energie wird auch auf Arbeit verwandt. Hast und eine ganze Reihe automatischer Handlungen. Aber die Hauptsache ist. das für die härteste und anstrengendste Arbeit notwendig ist. Wir schreiben einen kurzen Brief und verwenden darauf so viel Muskelenergie. unseres Gesichts. auch wenn wir gar nichts tun. verwenden. ja unseres ganzen Körpers angespannt. Die Muskeln sind angespannt. auf Sorgen. sind die Muskeln unserer Beine. die wir nie ausführen. einen umfangreichen Band zuschreiben. Wir heben eine Nadel vom Boden auf und verwenden auf diese Handlung so viel Energie.

denkerischen. über die Bildung von innerer Einheit und den Übergang von der Stufe von Mensch Nummer eins. willentlichen und anderen inneren Vorgänge.Astralkörper' nennt.höhere Gefühlszentrum' für die Arbeit des .höheren Denkzentrum*.Astralkörpers' notwendig ist. Man kann sagen. obgleich der Unterschied hier nicht nur in der Terminologie allein liegt. Und er hat die vollständige Herrschaft über diese Arbeit oder ist ihr Ausdruck. sie nicht auf unnötige Funktionen zu verschwenden. mit der von unserem Organismus erzeugten Energie hauszuhalten. 287 . unter Einschluß der erhabensten poeti| sehen Eingebungen. zu sagen. „Alles.mentale Körper' entspricht dem .höhere Gefühlszentrum'. verschiedene Aspekte der nächsten Stufe in der menschlichen Entwicklung. verfolgt ein und das gleiche Ziel. „Der .| Dinge. der eine kann ohne das andere nicht bestehen. daß das . Nummer zwei und Nummer drei auf die Stufe von Mensch Nummer vier und weiter. zu tun oder zu " sagen verpflichtet fühlt. deren Funktionen unser Leben darstellen. Oder man kann sagen. um richtiger zu sprechen. Dies sind. was früher über die Arbeit an sich selbst gesagt wurde. daß sie ein und dasselbe sind. sondern sie für die Tätigkeit aufzusparen.Tabelle der Wasserstoffe' zu begreifen hilft. Aber der eine erfordert das andere. „Der vierte Körper braucht ein vollständiges und harmonisches Arbeiten aller Zentren. ist die Idee der vollständigen Stofflichkeit aller psychischen. gefühlsmäßigen. religiöser Ekstasen und mystischer Offenj barungen. die allmählich die unteren Zentren mit den oberen verbinden wird. bezeichnet die andere Terminologie als das . müssen wir lernen. einer ist der Ausdruck gewisser Seiten und Funktionen des anderen. Was die eine Terminologie den . „Was wir verstehen müssen und was uns die .Astralkörper' für das vollständige und richtige Funktionieren des »höheren Gefühlszentrums' in Verbindung mit dem niedrigeren notwendig ist. daß der . die ein Mensch sich zu fühlen. zu regeln und auszugleichen. zu denken. Es wäre falsch. „Um die Arbeit der drei Zentren.

„So sehen wir. Eine Maschine kann mittels Ölabfall oder Rohöl arbeiten. sondern benötigt Benzin. beziehungsweise die Verbrennung von . die mit Brennstoffen verschiedener Eigenschaften arbeiten. die die Verteilung der Brennstoffe unter die verschiedenen Zentren regeln. machen oft Fehler. Dabei kommt es oft vor. daß unser Organismus verschiedene Arten von Brennstoff für die verschiedenen Zentren hat. in dem die Verbrennungsstoffe der verschiedenen Stärken. Für einen dritten Vorgang ist . die mit einem Schlag allen für den nächsten Tag.„Die Stofflichkeit von Vorgängen bedeutet ihre Abhängigkeit von der Qualität des Stoffes oder der dazu verwandten Substanz. Die Zentren können Maschinen verglichen werden. Femer wird eine große Menge aller erzeugten Brennstoffe ganz nutzlos verwandt. Unglücklicherweise stimmt jedoch etwas mit dem Laboratorium nicht.Wasserstoff 24 zu schwach. eine dritte kann nicht mit Petroleum arbeiten. während der Organismus selbst einem Laboratorium verglichen werden kann. er bedarf einer femeren. die auf verschiedene Weise zünden. Die Kräfte.Wasserstoff^ 12. Die feineren Substanzen unseres Organismus können als Substanzen gekennzeichnet werden. Eine andere braucht Petroleum. wie sie von den verschiedenen Zentren benötigt werden. ein anderer Vorgang kann nicht mit Wasserstoff 48 durchgeführt werden. Der eine Vorgang verlangt die Verwendung. und die Zentren erhalten Brennstoff. geht verloren. der ganzen Fabrik nicht wieder gutzumachenden Schaden zuzufügen. er verlangt . aus verschiedenen Rohstoffen zubereitet werden. der entweder zu schwach oder zu leicht entzündbar ist. Ärger.Wasserstoff 48. Schlechte Stimmungen. vorbereiteten Brennstoff zerstören und imstande sind. die Erwartung von irgend etwas 288 . „Gewöhnlich erzeugt der Organismus im Laufe eines Tages all die für den folgenden Tag notwendigen Stoffe. besser brennbaren Substanz — . möglicherweise sogar für eine längere Zeitspanne. daß all diese Stoffe durch irgendein nutzloses und gewöhnlich auch unangenehmes Gefühl ausgegeben und verbraucht werden. Außerdem finden im Laboratorium oft Explosionen statt.Wasserstoff 24. sie läuft einfach aus.

geht der Vorgang weiter. der nicht die Verausgabung einer gewissen. ein Gefühl der Beleidigung. wenn es einen gewissen Intensitätsgrad erreicht. Aber wenn die Substanz erschöpft ist. Wenn diese Substanz da ist. Es gibt keinen einzigen Vorgang. jedes dieser Gefühle kann. Furcht. kommt der Vorgang zu einem Halt. leichte Erregbarkeit." 289 .Unangenehmes. ein einziger Wutausbruch oder irgendein anderes starkes Gefühl kann sofort alle im Laboratorium erzeugten Stoffe zur Explosion bringen und einen Menschen für eine lange Zeitspanne oder sogar für immer innerlich leer lassen. ihm entsprechenden Substanz erfordert. Zweifel. in einer halben Stunde oder sogar in einer halben Minute alle die für den nächsten Tag vorbereiteten Stoffe aulbrauchen. „Alle psychischen Vorgänge sind stofflich.

Sitten und Gebräuchen. Ich will versuchen. Nation. sagte G-.ZEHNTES KAPITEL E inmal waren bei einer Versammlung eine große Anzahl Menschen anwesend. „beruht auf der Tatsache. als er in Wirklichkeit ist.'s Beschreibung der vier Wege nicht gehört. Einflüsse. Der Beginn des Weges wird gewöhnlich für leichter oder einfacher gehalten. Gesellschaft. Der Weg beginnt auf einer anderen. die außerhalb dieses Lebens geschaffen werden. auf der das Leben verläuft. daß sie in ihrem Ursprung bewußt sind. „Der Mensch lebt ein Leben unter dem Gesetz des Zufalls und ferner unter zwei Arten von Einflüssen. die anderen Gesetzen unterliegen. hatte G. Zeitgeist und so fort. das heißt. Die Einflüsse von Rasse. Die zweite Art sind Einflüsse. daß die Menschen gewöhnlich denken. oder esoterische Einflüsse. viel höheren Stufe. Land. die wiederum durch den Zufall gelenkt werden. Ihnen das auf die folgende Weise zu erklären. Beruf. Klima. daß der Weg (er betonte dieses Wort) auf derselben Stufe beginnt. Einer von ihnen fragte: „Womit beginnt der Weg?" Der Mensch. und er gebrauchte das Wort „Weg" im üblichen religiös-mystischen Sinn. „Die erste Art dieser Einflüsse wird im Leben selbst oder durch das Leben -selbst geschaffen. Armut. Diese Einflüsse unterscheiden sich erstens dadurch von den anderen. Erziehung. die noch nie bei unseren Zusammenkünften gewesen waren. Familie. „Die Hauptschwierigkeit im Verstehen der Idee des Weges". Vermögen. Einflüsse des inneren Kreises. trotzdem sie auf der Erde sind. Gerade das verstehen die Menschen gewöhnlich nicht. sie sind bewußt von bewußten Menschen für einen bestimmten Zweck geschaffen wor- 290 . Das ist ganz falsch. der diese Frage stellte.

Sobald sie in den allgemeinen Lebensstrudel geraten. ist unmöglich. Der eine Mensch empfängt mehr Einflüsse. Das ist schon Schicksal. der andere weniger. daß es für uns nicht schwierig ist. Es ist notwendig. 291 . sie können ihn erreichen oder auch nicht. vennischen sich aber dann mit Einflüssen der ersten Art. „Sie kommen für einen bestimmten Zweck ins Leben. wandeln sich die Einflüsse der zweiten Art in Einflüsse der ersten Art. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. Sie aufzuzählen. sind die Bedingungen für alle mehr oder weniger die gleichen. daß diese Einflüsse nur in ihrem Ursprung bewußt sind. fallen auch sie unter das allgemeine Gesetz des Zufalls und beginnen mechanisch zu wirken. zwischen den beiden Arten von Einflüssen zu unterscheiden. zu verstehen.den. Kunstwerken und so fort auf. sie nicht auseinanderhält. sie verschmelzen gleichsam mit den Einflüssen der ersten Art. ein dritter ist fast ganz davon ausgeschlossen. Aber dem kann man nicht abhelfen. das heißt. das heißt. „Wenn wir darüber nachdenken. einen Katalog von den einen wie von den anderen zu machen. auf den sie wirken. Wenn wir allgemein sprechen und das normale Leben unter normalen Bedingungen und für einen normalen Menschen annehmen. die Schwierigkeiten sind für alle die gleichen. das heißt ihren Unterschied nicht sieht oder fühlt. Wenn ein Mensch. Einflüsse. Da sie bei ihrer Weitergabe und Deutung im Leben verändert und verzerrt werden. die im Leben geschaffen sind. von Einflüssen zu unterscheiden. und alles hängt von diesem Verstehen ab. Wir haben über den Beginn des Weges gesprochen. so werden wir bald sehen. Der Beginn des Weges hängt gerade von diesem Verstehen oder der Fähigkeit ab. philosophischen Doktrinen. das heißt. Einflüsse dieser Art treten gewöhnlich in Gestalt von religiösen Systemen und Lehren. Eine Schwierigkeit besteht darin. Aber man muß im Gedächtnis behalten. um es richtiger auszudrücken. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. sie können auf einen bestimmten Menschen wirken oder sie können auch nicht auf ihn wirken. Natürlich ist ihre Verteilung ungleich. die zwei Arten von Einflüssen auseinanderzuhalten.

von der Macht und der Richtung solcher inneren Neigungen. von der Macht des magnetischen Zentrums. die nicht im Leben selbst geschaffen werden. in welcher Hinsicht. zwischen ihnen zu unterscheiden und die auf eine Seite stellt. Sie beginnen in ihm. Wenn das magnetische Zentrum genügend Kraft und genügende Entwicklung erlangt. Wenn das magnetische Zentrum genügend Nahrung erhält und wenn es keinen starken Widerstand seitens der anderen Teile der Persönlichkeit eines Menschen erfährt. wie und warum. Die Suche nach dem Weg kann viele Jahre brauchen und mag zu nichts führen. versteht ein Mensch bereits die Idee des Weges und beginnt nach dem Weg Ausschau zu halten. wird das magnetische Zentrum die Orientierung dieses Menschen zu beeinflussen beginnen. „Wenn das magnetische Zentrum richtig arbeitet und ein Mensch wirklich sucht und selbst. beginnt. ein gewisses Ganzes auszumachen. dann erklärt er es falsch. Das hängt von den Verhältnissen und Umständen ab. die das Ergebnis der im Leben erzeugten Einflüsse sind. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. der diese Einflüsse empfängt. jedoch richtig 292 . und wenn er sich darüber Rechenschaft ablegt. Aber dies ist nicht das Wesentliche. ihn verpflichten. Aber wenn ein Mensch. er erinnert sich an sie alle zusammen. „Die Ergebnisse der Einflüsse. daß diese Einflüsse sich in ihm sammeln und nach einer gewissen Zeitspanne in ihm eine Art magnetisches Zentrum werden. umzukehren und sogar sich in einer bestimmten Richtung zu bewegen. sammeln sich dann in ihm. empfindet sie alle zusammen. Er legt sich keine Rechenschaft darüber ab. gerade in dem Augenblick. die sich nicht um diese Suche bekümmern und die einen Menschen ablenken können. sie wirken auf die gleiche Weise. dann wird die Unterscheidung allmählich leichter und nach einer gewissen Zeitspanne kann er sie nicht länger mit den gewöhnlichen Lebenseinflüssen verwechseln. in dem die Möglichkeit erscheint. das heißt. wenn er nicht aktiv sucht. das verwandte Einflüsse anzuziehen beginnt und auf diese Weise wächst. auf der gleichen Stufe und zeitigen die gleichen Ergebnisse. sondern die Tatsache. den Weg zu finden.dann ist ihre Wirkung auf ihn auch keine verschiedene.

Weg'. der den Weg kennt. in dem ein Mensch. der sein Führer ist. ihm zu helfen. Der Einfluß des Menschen. Im Augenblick wollen wir uns vorstellen. ist eine besondere Art Einfluß. Von dieser ersten Stufe beginnt die . das heißt nach der letzten Stufe der Treppe.Weg' gelangen. Und die Treppe wiederum geht der Betreffende mit Hilfe des Menschen hinauf. Einflüsse der dritten Art können niemals unter das Gesetz des Zufalls fallen. Einflüsse der dritten Art können nur durch eine Person direkt auf eine andere mittels mündlicher Weitergabe geschehen. der nach dem Weg Ausschau hält. durch philosophische Systeme. der sich dadurch von den früheren zwei unterscheidet. Der Einfluß dieses Menschen auf ihn geht durch sein magnetisches Zentrum. 293 . Aber davon werden wir später sprechen. „Der Augenblick. der ihn sucht. einen Menschen trifft.Treppe'. Und hier. Einflüsse der zweiten Art können durch Bücher. vermischt und unterliegen ebenfalls dem Gesetz des Zufalls. an diesem Punkt. und von dem die Ideen herrühren. „Hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. sie und auch ihre Wirkung stehen außerhalb des Gesetzes vom Zufall. durch Riten geschehen. die aus dem Leben stammen.Leben' und . aber später werden sie in den allgemeinen Lebensstrudel geworfen. sind in ihrem Ursprung bewußt. so kann er einen anderen Menschen treffen. Das muß man verstehen. das außerhalb des Gesetzes vom Zufall ist. wo die Treppe endet. die das magnetische Zentrum geschaffen haben.fühlt. der den Weg kennt. auf den Menschen. mit Einflüssen. befreit sich ein Mensch von dem Gesetz des Zufalls. daß er einen Menschen trifft. Sie liegt zwischen . der wirklich den Weg kennt und bereit ist. er kann nicht allein hinaufgehen. der den Weg kennt und der direkt oder durch andere Menschen mit einem Zentrum in Verbindung steht. Einflüsse der zweiten Art. wird die erste Schwelle oder die erste Stufe genannt. daß er erstens ein unmittelbarer Einfluß und zweitens ein bewußter Einfluß ist. auf einer viel höheren Ebene als der des gewöhnlichen Lebens. Der Weg beginnt erst da. Nur über diese Treppe kann man auf den . die das magnetische Zentrum schaffen.

Treppe' derartig. was er erreicht. um höher aufzusteigen. selbst wenn er auf der Treppe ziemlich hoch hinauf gelangt ist. mit denen er arbeitet. die er über seinen Führer gehabt haben mag. Zweitens kann er nicht mehr so leicht die Ergebnisse seiner Arbeit verlieren und kann nicht wieder in das gewöhnliche Leben zurückfallen. die ihm folgen. sehr schwankend. Ein Mensch mag zum Beispiel irgend etwas erreichen. die es auf den anderen Wegen nicht gibt. was er geopfert hat. Selbst wenn er den Weg verläßt. 294 . um andere Menschen auf seine Stufe zu bringen. Aber wenn er die letzte Stufe hinter sich hat und den Weg betritt. weil es verschiedene Wege gibt. daß ein Mensch nicht auf eine höhere Stufe aufsteigen kann. In vielen Hinsichten mag er sogar unabhängig werden und wissen. bevor er nicht einen anderen Menschen auf seine eigene Stufe gebracht hat. wird er alles zurückerhalten. Wenn die Menschen. Erstens verschwinden alle Zweifel. auf seine Stufe aufsteigen. „Dies ist beinahe alles. und darum ist es unmöglich zu sagen. an seinem Führer. ist er über nichts sicher. wird er unfähig sein. Darum hängt ein Mensch. kann er es vollständig verlieren. womit der Weg beginnt. seinem Wissen und seinen Kräften. an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren. das sich überhaupt nicht im Leben befindet. die Frage. an seinen eigenen Kräften. womit. ändert sich das alles. Aber wenn sie nicht aufsteigen. So sind beim vierten Weg die Bedingungen für den Aufstieg auf der . j e höher er aufsteigt. Solche Lagen können auf dem Weg auch vorkommen. und gleichzeitig wird der Führer für ihn viel weniger nötig als zuvor. Gleichzeitig ist das. einige besondere Kräfte. was er tut. hält auch er an. Manchmal wird gesagt: während ein Mensch die Treppe hinaufgeht.„Darum ist es unmöglich. zu beantworten. er mag an allem zweifeln. kann er jeden Augenblick herunterfallen und muß wieder von vome beginnen. Hiervon haben wir früher gesprochen. und mag diese später opfern. wohin er geht.Weg' sagen kann. ob das. Der Weg beginnt mit etwas. was man im allgemeinen über die /Treppe' und über den . desto mehr von denen ab. Der andere wiederum muß einen Dritten an seine Stelle setzen. Wenn sie anhalten. Und auf dem vierten Weg zum Beispiel gibt es besondere Bedingungen. richtig ist.

oder Spuren von Einflüssen der zweiten Art. ob seine Ideen tatsächlich vom esoterischen Zentrum herrühren und ob er selbst esoterische Ideen verstehen und unterscheiden kann. sondern hängt vielmehr davon ab. daß sie ihr eigenes Gegenteil geworden sind. das sich außerhalb des Gesetzes vom Zufall befinde. was sie wissen. er mag genau wissen. er mag nämlich mehr oder weniger über dieses esoterische Zentrum wissen. daß er den Weg kenne und mit einem Zentrum in Beziehung stehe. von dem er selbst sein Wissen erhalten hat. die aber so verstümmelt sind. Ferner können sich in ihm Einflüsse der ersten Art vorfinden. oder er mag nichts davon wissen und nur den Menschen kennen. Es kann in sich selbst geteilt sein. das heißt es kann Widersprüche einschließen. der die Rolle des Lehrers auf sich nimmt. Solch ein falsch gebildetes magnetisches Zentrum kann keine richtige Orientierung vermitteln. Ein Mensch mit einem falschen magnetischen Zentrum kann auch nach dem Weg Ausschau halten und kann einen anderen treffen. kennt. hängt nicht davon ab.„Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Stellung des Lehrers in seinem Verhältnis zu dem esoterischen Zentrum. das sind solche. daß sie nur eine Stufe über ihrer eigenen kennen. Und nur im Verhältnis zu ihrer eigenen Entwicklung beginnen sie weiter zu sehen und zu erkennen. wo sich dieses Zentrum befindet und wie man von ihm Wissen und Hilfe erhält. Aber es ist eine Lage möglich. Aber in Wirklichkeit kennt 295 . ob er Ideen des objektiven Wissens von subjektiven wissenschaftlichen und philosophischen Ideen unterscheiden kann. Das heißt. die im Leben im Gewand von Einflüssen der zweiten Art geschaffen wurden. ob er genau den Ursprung dessen. „Das Ergebnis der Arbeit eines Menschen. „Bisher habe ich nur vom richtigen magnetischen Zentrum. hergekommen ist. von wo das. in welcher das magnetische Zentrum falsch gebildet worden ist. der sich als Lehrer bezeichnet und sagt. In den meisten Fällen beginnen die Menschen genau damit. vom richtigen Führer und vom richtigen Weg gesprochen. was er lehrt.

können Sie schon viele nützliche Schlüsse ziehen. das heißt. 2. Niemand kann über seine eigene Stufe hinaussehen. er kann ihn vom richtigen Wege sehr weit ab führen und ihn zu Ergebnissen bringen. Er kann absichtlich täuschen. daß der Lehrer immer der Stufe des Schülers entspricht. Sie können zum Beispiel sehen. Aber aus dem. „Wie er erkannt werden kann?" sagte G. kann nicht auf einen Lehrer einer sehr hohen Stufe rechnen. aber in den meisten Fällen führen sie nirgends hin. wenn Sie sich an alles Gesagte und an alles daraus Folgende erinnern. sondern verlangen im Gegenteil. je niedriger sie selbst sind. während er in Wirklichkeit gar nichts weiß. Aber gewöhnlich sehen die Menschen dies nicht nur nicht ein. Er kann einem anderen trauen." „Wie kann ein falscher Weg erkannt werden?" fragte jemand. einen desto höheren Lehrer. die nicht besonders hoch ist. ihm vertraut. Das heißt. Es kann nicht in zwei Worten gesagt werden. einen falschen Weg zu erkennen.er vielleicht den Weg nicht und steht gar nicht mit so einem Zentrum in Verbindung. der den Weg sucht. Er kann sich wirklich irren und denken. desto höher der Lehrer. daß es gar keinen Zweck hat. daß er etwas weiß. „Glücklicherweise geschieht dies jedoch sehr selten. Man muß daran denken. Das richtige Verständnis dieser Tatsache ist bereits ein sehr 296 . falsche Wege sind sehr häufig. was ich Ihnen gesagt habe. 3. „Es ist unmöglich. wie man einen falschen Weg erkennen kann. so kann er ihn in eine ganz andere Richtung führen als er verspricht. ohne den richtigen Weg zu kennen. wie man den richtigen Weg findet. Man dreht sich einfach auf der gleichen Stelle und denkt. wovon wir die ganze Zeit sprechen. Aber ein Schüler auf einer Stufe. „Wenn der Mensch. Je höher der Schüler. Tatsächlich kann der Schüler die Stufe des Lehrers nie sehen. die den Ergebnissen des richtigen Weges genau entgegengesetzt sind. der sich seinerseits irrt. man gehe irgendwohin. Dies ist es. Das ist ein Gesetz. Außerdem gibt es hier wieder viele Möglichkeiten: 1. sich darum zu sorgen.

Was ein Mensch empfangen hat. und der Lehrer kann nicht ohne den Schüler oder ohne Schüler fortschreiten. so ist auch der Schüler für den Lehrer unerläßlich. 297 ." Bei einer der folgenden Zusammenkünfte. werden die Schwierigkeiten auf dem Weg des Schülers unübersteigbar. will aber als Lehrer keinen anderen als Jesus Christus selbst haben. ihm zu folgen. solange er nicht einen anderen Menschen an seine eigene Stelle gebracht hat. nach einem ziemlich langen Gespräch über Wissen und Sein: „Genau genommen. weil Sie noch nicht wissen. sondern eine unerläßliche und ganz konkrete Regel. Und wenn der Unterschied der Stufen zwischen Lehrer und Schüler über ein gewisses Maß hinausgeht. Mit einem Geringeren gibt er sich nicht ab. muß er sofort weitergeben. auf der Stufe eines Apostels zu stehen. Gewöhnlich ist der Mensch selbst keinen roten Heller wert. nur dann kann er mehr empfangen. wenn er einen solchen Lehrer wie Jesus Christus treffen würde — wenn wir ihn so nehmen. Und dies ist nicht eine allgemeine Überlegung. Und da der Lehrer für den Schüler unerläßlich ist. Sonst wird ihm sogar das genommen. daß er. Gerade in Verbindung mit diesem Gesetz ergibt sich eine der grundsätzlichen Lehren des vierten Weges. Es gibt ein bestimmtes Gesetz. Der Schüler kann nicht ohne den Lehrer fortschreiten. da es notwendig wäre. als G. können Sie jetzt noch nicht über Wissen reden. um ein Schüler Jesu Christi zu sein. desto schwieriger ist es für den Schüler.beträchtliches Verständnis. Wie schon gesagt. auf welcher das Gesetz des menschlichen Aufstiegs beruht. wie er in den Evangelien beschrieben wird —. womit das Wissen beginnt. sogar. was ihm bereits gegeben wurde. Je höher der Lehrer. der ist der Lehrer. niemals fähig wäre. was er über den Weg und das magnetische Zentrum gesagt hatte. Auf dem vierten Weg gibt es nicht nur einen Lehrer. kein Mensch kann auf eine höhere Stufe aufsteigen. Und es kommt ihm nie in den Sinn. Wer immer der Ältere ist. legte ich diese Idee in folgendem Diagramm nieder: Bei einer der folgenden Versammlungen sagte G. mich wiederholen ließ. Aber es kommt sehr selten vor.

das außerhalb der allgemeinen Lebensgesetze steht. aber in den allgemeinen Lebensstrudel geraten — die zweite Art Einflüsse. . das heißt vom Leben selbst erzeug-te Einflüsse — die erste Art Einflüsse. Leben. mit dem esoterischen Zentrum hat. weder direkt oder durch Nachfolge. wird ein Mensch vom Gesetz des Zufalls frei.. dann ist dies die dritte Art Einfluß. . der Einfluß des Menschen H l auf den Menschen H Wenn er tatsächlich mit dem esoterischen Zentrum in Verbindung steht. .Einflüsse. ein Mensch. . im Leben. . direkt oder durch Nachfolge. das magnetische Zentrum im Menschen. und durch seine Wirkung auf den Punkt M nämlich das magnetische Zentrum. . . die außerhalb des Lebens geschaffen sind. 298 . das esoterische Zentrum. ein einzelner Mensch. der durch Nachfolge mit einem esoterischen Zentrum in Verbindung steht oder dies vorgibt. Dieser Einfluß ist bewußt.F i g u r 40 . der sich selbst täuscht oder andere täuscht und keine Verbindung. ein Mensch. .

Das Universum gilt als »großer Kosmos' und de Mensch als . Darin komm die Idee der Einheit und Ähnlichkeit von Welt und Mensch zum Ausdruck. „Der sechste Kosmos ist der fritokosmos — der .mittlere Kosmos'. Aber diese Lehre ist unvollständig und nichts kann von ihr abgeleitet. „Sie kennen die Ausdrücke .weite Kosmos'.erste Kosmos'. der »große Kosmos'. weil diese Lehre nur ein abgespaltenes Fragment einer anderen.kleiner Kosmos'.dritte Kosmos'.großer Kosmos' und .Makrokosmos' und . . Die Idee zweier analoger Kosmen.„Das Wissen beginnt mit der Lehre über die Kosmen.kleiner Kosmos'. geschaffen wurden.kleine Welt'. „Jedoch ist es notwendig zu wissen. „Der vierte Kosmos ist der Deuterokosmos — der . nichts auf ihr aufgebaut werden Nichts kann von ihr abgeleitet werden. Die Kosmenlehre untersucht sieben Kosmen: „Der erste Kosmos ist der Protokosmos — der . wobei einer im anderen enthalten ist. . ist so unvollständig. sondern von sieben Kosmen spricht. daß die vollständige Kosmenlehre nicht von zwei.Wie oben so unten' ist ein Ausdruck der sich auf die Kosmen bezieht. die von einer großen und vollständigen Lehre zufällig übriggeblieben sind. die eine in der anderen eingeschlossen sind und alle nach dem Bild und Gleichnis der größten von ihnen. „Die Lehre von den zwei Kosmen ist aus der Kabbala und anderen noch älteren Systemen bekannt. stellen ein vollständiges Bild des Weltalls dar.zweite Kosmos'. „Der dritte Kosmos ist der Makrokosmos — der . in ihrer Beziehung zueinander betrachtet.kleine Kosmos'. daß sie überhaupt keine Idee von der Analogie zwischen Mensch und Welt vermitteln kann. „Der zweite Kosmos ist der Agiokösmos — der heilige Kosmos oder der Megalokosmos. analog zu dem großen.Mikrokosmos' Dies bedeutet . „Der siebente Kosmos ist der Mikrokosmos — der . „Der fünfte Kosmos ist der Mesokosmos — der . viel vollständigeren alten esoterischen Lehre über die Kosmen oder Welten ist. die alle anderen in sich einschließt.große Welt und . „Der Protokosmos ist das Absolute im Schopfungsstrahl oder 299 . „Nur die sieben Kosmen.

„ist das. dann wäre die Analogie zwischen ihnen vollständig. daß es unmöglich ist. irgendeine unmittelbare Analogie zwischen ihnen zu sehen oder festzustellen. „Die Bedingungen für die Wirkung der Gesetze sind auf jeder Ebene. Ein Kosmos kann kein vollständiges Bild 300 . unterschiedlich oder mindestens auf nicht ganz die gleiche Weise. aber sie äußern sich auf den verschiedenen Ebenen des Weltalls. in welcher die Substanz alle ihre Eigenschaften. Infolgedessen sind die Kosmen nicht vollständig analog. chemische. Wenn das Oktaven-Gesetz nicht bestünde. fühlt. Der Deuterokosmos ist die Sonne. atmet. die kleinste Menge irgendeiner Substanz.Atom' bezeichnen.. beibehält. Der Tritokosmos ist der Mensch. das ist in jedem Kosmos. Drei nebeneinander befindliche Kosmen geben ein vollständiges Bild der Äußerung der Gesetze des Weltalls. Der Makrokosmos ist unsere Sternenwelt oder die Milchstraße (Welt 6 im Schöpfungsstrahl). daß in der allgemeinen Ordnung der sieben Kosmen der Mikrokosmos und der Makrokosmos so weit voneinander entfernt sind. das Sonnensystem (Welt 12). geboren wird und stirbt. Der Mesokosmos ist . genau so wenig wie es zwischen den verschiedenen Noten in der Oktave eine vollständige Analogie gibt. Die Gesetze sind überall die gleichen. den darüber und den darunter. „Wie ich schon früher erklärt habe". psychische und kosmische. Nur drei zusammengenommene Kosmen sind je drei anderen ähnlich und analog. „Sie sehen. aber wegen des Oktaven-Gesetzes gibt es keine vollständige Analogie zwischen ihnen. physische. das heißt auf verschiedenen Stufen. das lebt. „Jeder Kosmos ist ein lebendes Wesen. denkt. durch die zwei angrenzenden Kosmen bestimmt. Unter diesem Gesichtspunkt kann es zum Beispiel ein . was wir als .Alle Planeten' (Welt 24) oder die Erde als Stellvertreter der planetarischen Welt. sagte G. Der Mikrokosmos ist das .Atom Wasser' geben.Welt l. „Alle Kosmen sind das Ergebnis der Wirkung der gleichen Kräfte und der gleichen Gesetze.alle Welten' im Schöpfungsstrahl). Der Agiokosmos ist Welt 3 (.Atom'.

in einem anderen Fall auf einer anderen Ebene ist sie geringer. was dies bedeutet. wie sie für uns im Weltall bestehen. sofort klar werden. Aber die Beziehung der Kosmen zueinander ist dauernd und immer die gleiche. und sie löst viele Probleme. ein Kosmos verhält sich zu einem anderen wie Null zu Unendlich. zum Beispiel die Beziehung von . zum Beispiel die Beziehung zwischen Erde und Mond. Dies bedeutet. Der Deuterokosmos und der Tritokosmos bestimmen den Mesokosmos und so fort. Wenn wir verstehen. daß das Verhältnis vom Mikrokosmos zum Tritokosmos das gleiche ist wie das von Null zu Unendlich. Milchstraße und so fort. das Verhältnis vom Mesokosmos zum Deuterokosmos ist das von Null zu Unendlich und so weiter. unseren Platz in der Welt zu verstehen. zu verstehen.geben. Sonne. 301 . Planeten. So bestimmen der Mesokosmos und der Mikrokosmos zusammen den Tritokosmos. zum Beispiel die mit Zeit. uns ein mehr oder weniger klares Bild der Welt ohne diese Teilung vorzustellen. Um daruni einen Kosmos zu kennen. ist es notwendig. Das heißt. Erde. Daher ist die quantitative Beziehung zwischen den Welten im Schöpfungsstrahl nicht beständig. „Die Idee der Kosmen hilft uns. muß man die zwei angrenzenden Kosmen — den über und den unter ihm. die Notwendigkeit solch einer Teilung und die Unmöglichkeit für uns selbst. „Die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen ist von der Beziehung einer Welt zu einer anderen im astronomischen Schöpfungsstrahl verschieden. „Um die Bedeutung der Einteilung in Kosmen und der Beziehung der Kosmen zueinander zu verstehen.alle Sonnen' zu unserer Sonne. von unserem Gesichtspunkt aus betrachtet: Mond. Im Schöpfungsstrahl werden die Welten in der tatsächlichen Beziehung. In einem Fall oder auf einer Ebene ist sie größer. das heißt einen größeren und einen kleineren — kennen. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet. Zusammengenommen bestimmen diese zwei Kosmen den zwischen ihnen befindlichen. so wird uns das Prinzip der Einteilung des Weltalls in Kosmen. das Verhältnis vom Tritokosmos zum Mesokosmos wie von Null zu Unendlich.

des größeren Kosmos über ihm und des kleineren unter ihm. „Diese Idee wird Ihnen vielleicht einige Ausdrücke erklären. der das Leben der Planeten zu fühlen beginnt. Auf diese Weise vollzieht sich die BewußtseinsErweiterung gleichzeitig in zwei Richtungen. Zur Erkenntnis sowohl des Großen als auch des Kleinen ist in gleicher Weise eine Wandlung im Menschen nötig. wenn es sich nach oben erweitert. das Studium der Relativität auf eine sichere Grundlage zu stellen. Die Erweiterung des Bewußtseins vollzieht sich nicht nur in einer Richtung. nämlich der Richtung zu den höheren Kosmen. Und vor allem hilft diese Idee. da es ganz unmöglich ist.' Gewöhnlich wird dieser Ausdruck ganz falsch gedeutet. gleichzeitig das Leben der Atome zu empfinden beginnt oder daß sein Bewußtsein auf deren Stufe gelangt. steht in direkter Beziehung zur Kosmenlehre. „In Wirklichkeit bedeutet dies. Durch die Erweiterung seines Bewußtseins und die Intensivierung seiner psychischen Funktionen gelangt er gleichzeitig in die Sphäre der Tätigkeit und des Lebens zweier anderer Kosmen. „Die Idee der Kosmen befähigt uns. Wenn wir nach Parallelen und Analogien zwischen den 302 .Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten. Das letztere ist besonders wichtig. daß zum Beispiel ein Mensch.Raum und so fort verbundenen. das Prinzip der Relativität genau festzulegen. „Die Idee der Möglichkeit. oder dessen Bewußtsein auf die Stufe der Planetenwelt gelangt. Beim ersten Anblick scheint im System der Kosmen viel Paradoxes zu sein. ohne das Prinzip der Relativität festgelegt zu haben. und all die anderen Kosmen betrachtet er vom Gesichtspunkt des einen Kosmos aus. zum Beispiel der Spruch: . auf die Sie in okkulter Literatur gestoßen sind. In seinem gewöhnlichen Zustand ist der Mensch seiner selbst nur in einein Kosmos bewußt. das menschliche Bewußtsein zu erweitem und seine Fähigkeiten zum Wissen zu vermehren. eine genaue Vorstellung der Welt zu haben. tut es dies zu gleicher Zeit auch nach unten. dem Größeren und dem Geringeren zu. In Wirklichkeit ist jedoch dieses anscheinende Paradoxon einfach die Relativität.

was ich gerade jetzt gesagt habe. „Um die Gesetze der Relativität zu verstehen. Viele neue Erscheinungen werden sichtbar und viele andere Erscheinungen verschwinden. in Beziehung zu einem niedrigeren oder kleineren Kosmos. „Die Äußerung der Gesetze eines Kosmos in einem anderen Kosmos stellt das dar. in Beziehung zu einem höheren oder großeren Kosmos. als ob man sie von einem anderen Kosmos aus betrachte. Es ist eine Erscheinung. in Beziehung zu sich selbst. schafft allein die Idee der Kosmen eine feste Grundlage zur Feststellung der Gesetze der Relativität. Ein Wunder ist weder eine Durchbrechung von Gesetzen noch eine Erscheinung außerhalb der Gesetze. was wir ein Wunder nennen." Diesen Worten folgte ein ziemlich langes Schweigen. „Wie wir schon früher gesagt haben. sagte ich. so können wir jeden Kosmos in drei Beziehungen betrachten: 1. „bezieht sich zweifellos auf das Problem der Dimensionen. Folglich ist es möglich. was Sie sagten". Diese Gesetze sind uns unverständlich und unbekannt und deshalb wunderbar." „Alles. und 3. 2. Wirkliche Wissenschaft und wirkliche Philosophie sollten auf der Kenntnis der Gesetze der Relativität begründet sein. Hierdurch verändert sich gewöhnlich das Bild der Welt und der Dinge vollständig. zu behaupten. Es kann keine andere Art Wunder geben. vom Gesichtspunkt Ihrer Dimensionen aus zu besprechen. sie unter dem Gesichtspunkt der Gesetze eines anderen Kosmos untersuche. das heißt. Alle Lebenserscheinungen eines bestimmten Kosmos gewinnen. ein ganz anderes Aussehen und haben eine völlig andere Bedeutung. die sich nach den Gesetzen eines anderen Kosmos vollzieht.Kosmen Ausschau halten. Dann wandte sich G. daß Wissenschaft und Philosophie in der wahren Bedeutung dieser Begriffe mit der Idee der Kosmen beginnen. von einem anderen Kosmos aus gesehen. das Leben und die Erscheinungen eines Kosmos zu untersuchen. zu mir und fügte hinzu: „Versuchen Sie all das. Aber bevor ich zu diesen übergehe. 303 . ist es sehr nützlich.

" Dann wandte er sich wieder mir zu. vom dreidimensionalen Körper zum vierdimensionalen Körper und so fort. es später änderte. Die Beziehung vom Punkt zur Linie. der mir nicht ganz klar ist. Der Mikrokosmos ist das Atom oder besser" — er hielt inne." „Ja". All dies wird später erklärt werden1. „Sie werden es später verstehen. was ich sagte." „Aber meinen Sie wirklich. „Wenn wir dies verstehen. „Sehen Sie. 304 . Eine Welt analog zur großen Welt. „Der Mensch ist der Tritokosmos. haben wir ein klares Beispiel der Beziehung von Null zu Unendlich. als ob er nach einem Wort suche — „die Mikrobe. der Linie zur Ebene. daß der Mensch eine Welt in sich selbst darstellt. Wir sind gewöhnt. die unserer Untersuchung zugänglich ist. Nämlich das. der zweite die Sonne oder der Deuterokosmos. „Aber halten Sie sich nicht bei dieser Frage auf. „Das schafft eine merkwürdige Verschiedenheit in der Terminologie. und halten Sie sich dabei genau an das. daß der Begriff Mikrokosmos nicht in Beziehung zum Menschen gesetzt werden kann?" fragte einer der Zuhörer. das heißt der dritte Kosmos. das im Augenblick zu erklären".hätte ich gerne einen Punkt geklärt. weil G. werden wir zugeben ' Ich erwähne dies. Aber Sie geben dem Menschen die Bezeichnung Tritokosmos. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet". sagte G. Dies bedeutet. In der Welt." „Zuallererst müssen wir untersuchen. was Sie von Ihrem Standpunkt aus dazu sagen können. die Idee vom Mikrokosmos mit dem Menschen zu verbinden. werden wir die Beziehung eines Kosmos zum anderen verstehen. Warum ist der Mensch der dritte Kosmos?" „Es ist schwer. sagte ich. sagte G. dem Makrokosmos. der Ebene zum Körper.. „Wenn wir diesen Gesichtspunkt annehmen. was Sie über den Mikrokosmos gesagt haben. Dies ist in der Geometrie die Beziehung einer Einheit einer gewissen Anzahl von Dimensionen zu einer anderen Einheit mit einer größeren Anzahl von Dimensionen. Warum der dritte? Der erste ist der Protokosmos.

Der nächste Kosmos. das heißt den Mikrokosmos. Die Bewegung der Linie rechtwinklig zu sich selbst ist eine 305 .Alle Welten' sind fünfdimensional und das Absolute oder der Protokosmos sechsdimensional. Die Null-Dimension oder der Punkt ist eine Grenze. Dies bedeutet. was sich hinter diesem Punkt verbirgt. „Die »Dimensionen-Periode' enthält in sich sieben Dimensionen. es ist genau das gleiche. Die Null-Dimension. „Was mich persönlich an diesem System von Kosmen am meisten interessiert. daß wir aber nicht wissen. die erste. das heißt sie hat zwei Dimensionen.müssen. als eine Linie. die so weit von uns entfernt oder so klein ist. dann muß der nächste Kosmos. die ich in meinem Buch Ein neues Modell des Weltalls aufgezeigt habe. Die Sonne. Wenn ein Kosmos dreidimensional ist. als einen Punkt nehmen. aber eine Welt.Atom' oder die . entlang dessen er sich bewegt. das heißt der über ihm ist. daß die Beziehung von einem Kosmos zu einem anderen die Beziehung von zwei Körpern verschiedener Dimensionen zueinander ist. vierdimensional sein.Dimensionen-Periode' genau hiermit überein. Wenn wir das . daß wir etwas als einen Punkt sehen. Nichtsdestoweniger stimmt meine . ist bezüglich des Menschen eine Ebene. und es kann auch eine ganze Welt sein. Ich weiß nicht. wie dies auch für die unmittelbare Wahrnehmung zutrifft. daß ich in ihnen die volle . das heißt eindimensional. die Sternenwelt für die Sonne vierdimensional. die zweite und so fort bis zur sech-* sten Dimension. Es kann tatsächlich ein Punkt sein. wie Sie sagen.Dimensionen-Periode' sehe.Mikrobe'. ist für die Erde dreidimensional. das Sonnensystem. ich habe noch nie von sieben Kosmen gehört. daß sie uns wie ein Punkt erscheint. . der nächste fünfdimensional und so fort. die in einer Beziehung von Null zu Unendlich zueinander stehen. dann ist in Beziehung zu diesem Punkt der Mensch eine Linie. das ist ein Körper ohne Dimensionen. Die Bewegung dieses Punktes im Raum erscheint uns als eine Linie. ist. die Erde. Es ist nicht nur ein Zusammentreffen von Einzelheiten. wie dies gekommen ist. Auf die gleiche Weise sieht der Punkt selbst den Raum.

und die Linie selbst sieht den Raum. Die Zeit. Wenn wir uns die Zeit als eine Linie vorstellen. In diesem Fall stellt die Ebene die Begrenzung eines Körpers. „Ewigkeit ist die unendliche Existenz jedes Zeitaugenblicks. oder seiner Seite.Ebene. Wenn wir Existenz als eine Ausdehnung entlang der vierten Dimension annehmen. Die Ebene ist in Wirklichkeit nur die Projektion eines Körpers. die Linie die Projektion einer Ebene und der Punkt die Projektion einer Linie. Linie und Ebene können auch vom Gesichtspunkt eines dreidimensionalen Körpers aus betrachtet werden. Jeder Punkt der Zeitlinie ist eine Linie der Ewigkeit. aber Punkt. dann wird diese Linie an jedem Punkt von den Linien der Ewigkeit durchkreuzt. wie wir sie fühlen. Die Linie ist die Begrenzung der Ebene oder ein Schnitt durch sie. Die Linie der Zeit ist eine Ebene der Ewigkeit.Körper' hat eine unabhängige physische Existenz. Außer der Existenz in der Zeit besteht auch alles Existierende in der Ewigkeit. wenn wir uns das Leben als einen vierdimensionalen Körper vorstellen. „Aber Existenz in der Zeit umfaßt nicht alle Aspekte der Existenz. „Ein dreidimensionaler Körper unterscheidet sich von Punkt. oder einen Schnitt durch ihn dar. „Bisher habe ich die Linie vom Gesichtspunkt des Punktes aus betrachtet und die Ebene vom Gesichtspunkt der Linie. Der Punkt ist die Begrenzung oder ein Schnitt durch die Linie. entlang dessen sie sich bewegt. Existenz ist für uns Existenz in der Zeit. ein Ding . in Form einer Ebene. Existenz in der Zeit ist Bewegung oder Ausdehnung entlang der vierten Dimension. dann wird ein dreidimensionaler Körper ein Schnitt durch es. Aber es gibt keine Zeit in einem dreidimensionalen Raum. meinen wir hiermit Existenz in der Zeit. Linie und Ebene durch die Tatsache. ' „Aber wenn wir sagen. das heißt er besitzt eine Anzahl verschiedener physischer Eigenschaften. seine Projektion oder seine Grenze sein. daß er für unsere Wahrnehmung eine wirkliche physische Existenz hat. ist die vierte Dimension. : „Ein . Die Ewigkeit hat eine Dimension mehr 306 .existiert'. Die Zeit liegt außerhalb des dreidimensionalen Raums.

oder einen* Bleistift und einen Aschenbecher. Das Aufeinanderfolgen dieser Augenblicke der Verwirklichung einer Möglichkeit stellt die Zeitlinie dar. die von diesem Tisch auf die Erde geworfen werden können. muß eine gewisseAnschauung über dieZeit aufgestellt werden. Es gibt verschiedene Verbindungen von Möglichkeiten in bezug auf die Dinge. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen Möglichkeit und Unmöglichkeit. Es gibt nur. in dem diese Möglichkeiten bestehen. Dann kommt ein neuer Moment. Aschenbecher oder alle zusammen.als die Zeit.i. dann ist der Ewigkeitsraum fünfdimensional. um die Idee der fünften und sechsten Dimension zu ver. Infolgedessen. daß es Möglichkeiten und daß es Unmöglichkeiten gibt. einen Bleistift oder einen Aschenbecher von diesem Tisch nehmen und auf den Boden werfen.. manchmal eine kleine. jedoch nie eine unendliche Anzahl. diese Möglichkeiten. aber jeder Zeitmoment hat eine unendliche Existenz in der Ewigkeit. Wenn wir als einen Zeitmoment den Moment annehmen. ist Ewigkeit die fünfte Dimension. die verwirklicht worden sind. Ein Bleistift wird auf den Boden geworfen. „Jeder Augenblick der Zeit enthält eine gewisse Anzahl von Mög-^ lichkeiten. Dies ist die Verwirklichung einer der Möglichkeiten. die nicht auf dem Tisch liegt. werden in der Ewigkeit endlos weiter verwirklicht. Ich kann einen Bleistift oder ein Stück Papier oder einen Aschenbecher herunterwerfen. während die unverwirklichten Möglichkeiten unverwirklicht bleiben und auch nicht verwirklicht werden können. Die Möglichkeiten. oder gar nichts. dann ist der nächste Moment ein Moment der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten. oder ein Stück Papier und einen. . 307 . Und der Augenblick danach wird wieder ein Augenblick der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten sein. Ich kann ein Stück Papier. „Weiter. manchmal eine größere. aber ich kann nicht eine Orange vom Tisch nehmen und auf den Boden werfen. stehen. wenn Zeit die vierte Dimension ist. Man muß sich klar sein. Wenn der Zeitraum vierdimensional ist. oder wiederum einen Bleistift und ein Stück Papier. Auch dieser Moment hat eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten in einem bestimmten Sinn.

daß es vollständig der . „Wenn wir daher den Mikrokosmos.höheren Ewigkeit' oder dem sechsdimensionalen Raum. in der . die in meiner Arbeit nicht klar waren. vor allem durch die Tatsache. . der Mesokosmos 308 . die geschaffen worden sind oder in der Welt entstanden sind. t „Die vierte Dimension ist die Folge der Augenblicke während der Verwirklichung einer Möglichkeit. wie G. An jeder Stelle dieser Linie bleibt eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten unverwirklicht.Atom' oder die . verwirklicht. betrachten.und Ewigkeitslinie ausgehen. Gleichzeitig ist für die Verwirklichung dieser Möglichkeiten innerhalb der Grenzen der Ewigkeit kein Platz. „Die sechste Dimension ist die Linie der Verwirklichung aller Möglichkeiten.„Aber alle Möglichkeiten. die von der Zeitlinie durchkreuzt wird. oder die gleiche Periode mag sich auf einer anderen Ebene wiederholen. „Wie ich schon gesagt habe. außerhalb des fünfdimensionalen Raumes. Jenseits dieser Periode ist entweder nichts. das .6 „Die fünfte Dimension ist die Linie der ewigen Existenz oder der 'ilWiederholung einmal verwirklichter Möglichkeiten. und alles Unverwirklichte bleibt unverwirklicht. müssen verwirklicht werden. nur geht dieses System von Kosmen noch weiter und erklärt viele Dinge. Die Verwirklichung aller geschaffenen oder entstandenen Möglichkeiten bestimmt das Wesen der Welt.Mikrobe'.Dimensionen-Periode' entspricht. so werden sie entlang von Radien verlaufen. die von einem Punkt in verschiedenen Winkeln zur Zeit. eine volle Dimensionen-Periode. Die Ewigkeit ist jedoch nur eine Ebene. bilden sieben Dimensionen. „Wie gesagt. in der sechsten Dimension. was einmal verwirklicht worden ist. welche die Grundlage meines Heuen Modells des Weltalls bildet. es bezeichnete. Wenn wir uns die Linien der Verwirklichung dieser Möglichkeiten vorstellen. von der Null-Dimension bis zur sechsten Dimension. In der Ewigkeit bleibt alles. Diese Linien werden außerhalb der Ewigkeit verlaufen. berührt mich das System der Kosmen. also. dessen Darstellung wir eben gehört haben. so wird der Tritokosmos für dieses den vierdimensionalen Raum darstellen.

„Gleicherweise werden alle Möglichkeiten des Mesokosmos im Agiokosmos verwirklicht und alle Möglichkeiten des Deuterokosmos oder der Sonne im Protokosmos oder dem Absoluten. Gleichermaßen ist eine Linie eine unvoll- 309 . Ein fünfdimensionaler Körper ist nur eine unvollständige Ansicht eines sechsdimensionalen Körpers. aber nichtsdestoweniger ist es genau wie es sein sollte. ein vierdimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines fünfdimensionalen Körpers. Um es anders zu sagen: er selbst ist dreidimensional. daß die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers verschieden sein kann. daß alle Möglichkeiten des Tritokosmos im Makrokosmos verwirklicht werden. der Deuterokosmos der fünfdimensionale Raum und der Makrokosmos der sechsdimensionale. in Beziehung zu einem höheren Kosmos ein Punkt. ein dreidimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines vierdimensionalen Körpers. aber die vierte Dimension liegt für ihn im nächsthöheren und im nächstniedrigeren Kosmos. „Ferner müssen wir verstehen. Nur ein sechsdimensionaler Körper kann vollständig wirklich sein.den fünfdimensionalen Raum und der Deuterokosmos den sechsdimensionalen Raum. „Da jeder Kosmos eine wirkliche physische Existenz hat. „Das bedeutet. Letzteres ist vielleicht das Paradoxeste. Und natürlich ist eine Ebene eine unvollständige Ansicht eines dreidimensionalen Körpers. genau so im Bereich dessen.Atoms' oder der . wie es ein Kosmos ist. Das bedeutet. das heißt die Ansicht einer Seite. In Beziehung zu einem niedrigeren Kosmos ist er vierdimensional. was tatsächlich unendlich ist. ist darum jeder Kosmos für sich oder in sich dreidimensional. Für einen dreidimensionalen Körper. wie im Bereich dessen. „Wenn wir den Menschen als Tritokosmos annehmen. was tatsächlich null ist.Mikrobe' innerhalb der Grenzen des Sonnensystems verwirklicht werden. liegt die vierte Dimension ebensosehr im Bereich des sehr Großen wie auch im Bereich des sehr Kleinen. dann ist für ihn der Mesokosmos der vierdimensionale Raum. daß alle Möglichkeiten des .

Und tatsächlich können wir auch bis zu einem gewissen Grade erkennen. das heißt. weil wir die Art ihrer Bewegung nicht kennen. die wir uns nicht vorstellen können. Es ist 310 . Wenn wir uns die Sonne im Makrokosmos vorstellen. Wenn wir uns eine seitliche Bewegung dieser Spirale vorstellen. Als ein dreidimensionaler Körper ist die Erde für sich selbst ganz verschieden von dem. Im Deuterokosmos. was sie für uns darstellt. welche die Linie der Sonnenbewegung umkreist. Diese Dreidimensionalität ist nur eingebildet. der ihn von außen ansieht. daß im Agiokosmos die Erde ein sechsdimensionaler Körper ist. Jemand. wenn wir uns die Linie der Sonnenbewegung veranschaulichen. aber in einer vollständig anderen Art von Dreidimensionalität. auf welche Weise die Form der Erde sich wandeln muß.ständige Ansicht einer Ebene und ein Punkt eine unvollständige Ansicht einer Linie. das heißt in bezug auf die Sonne. dies bedeutet. wie sehen sie als einen Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt ihres vollständigen Seins. wenn wir auch nicht wissen.Erdkugel' ist ein eingebildeter Körper. die wir als Bahn der Erde um die Sonne verfolgen. welche die Erde selbst als eine dreidimensionale Figur sehen kann. in welcher die Erde sich selbst sieht. Sie ist ein Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt der sechsdimensionalen Erde. Zum Beispiel stellen wir uns die Erde als dreidimensional vor. auf welche Weise. ist die Erde nicht mehr ein Punkt (wenn wir den Punkt als die reihenmäßige Verkleinerung eines dreidimensionalen Körpers annehmen). Unsere Ansicht von ihr ist unvollständig. die jedoch nichtsdestoweniger die sechsdimensionale Form der Erde ist. nur kennen wir nicht die Form. dann wird diese Bewegung eine Figur ergeben. mag ihn möglicherweise auch als dreidimensionalen Körper sehen. „Ferner kann sich ein sechsdimensionaler Körper als dreidimensionalen Körper sehen. und können auch keine Vorstellung davon haben. Aber diese sechsdimensionale Erde kann auch für sich selbst dreidimensional sein. sondern eine Linie. „Die Möglichkeiten der Erde werden im Agiokosmos verwirklicht. dann wird die Linie der Erdbewegung eine Spirale. Die .

„Es ist sehr viel in dem. Und sie kann genau berechnet werden. wie die Zeit in einem Kosmos zu der Zeit in einem anderen Kosmos in Beziehung steht.Prinzip der Relativität' nennt. „Und dieser letzte Punkt scheint mir mit dem verknüpft zu sein. einmal beim Gespräch über die Kosmen und die verschiedene Zeit in den verschiedenen Kosmen gesagt habe. Später fügte einer von G. daß G. nämlich zu den Problemen von Raum und Zeit und 311 .. Die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers kann verschieden sein. worauf Sie bis jetzt noch nicht gekommen sind. „Ich will nur eines noch hinzufügen: „Zeit ist Atem — versuchen Sie.'s Vorlesung über die Kosmen und das darauffolgende Gespräch fesselte mich sehr. Beachten Sie zum Beispiel. die ich im Neuen Modell des Weltalls herausgearbeitet hatte.^ finden können. dies zu verstehen." Er sagte nichts weiter." Damit beendete ich meine Übersicht über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Dimensionen-Periode aus. Dies war ein direkter Übergang von dem „dreidimensionalen Weltall". den „Atem des organischen Lebens" darstellen. bearbeiten können.1 „aber dieses Material muß ausgearbeitet werden. daß die Zeit i in den verschiedenen Kosmen verschieden ist. Es ist wiederum das gleiche wie im Neuen Modell des Weltalls. wie Sie das Material.notwendig.'s Moskauer Schülern hinzu. dies festzustellen und zu verstehen. also die vierundzwanzig Stunden oder Tag und Nacht. das heißt es ist möglich. das Sie jetzt haben. daß Schlaf und Wachen der Lebewesen und Pflanzen. Wenn Sie heraus. weil sonst die Vorstellung der Dreidimensionalität der Kosmen mit unserer Vorstellung dreidimensionaler Körper vermengt wird. das . mit dem wir begonnen hatten. zu den Problemen. es ist das Prinzip der Relativität des Daseins. was G. genau festzustellen. dann werden Sie auf vieles stoßen. G. was Sie gerade gesagt haben". Sein Prinzip der Relativität hat nichts mit dem Prinzip der Relativität in der Mechanik oder mit dem Einsteins zu tun. sagte G.

eine Katze. Und ich konnte nicht verstehen. das zu verstehen. als wir den Menschen als „Mikrokosmos" annahmen.höheren Dimensionen. warum G. die Verbindung aller Lebewesen stellte den Tritokosmos oder das organische Leben auf Erden dar. sie zurückgewiesen hatte. „Wenn wir den Menschen als Mikrokosmos und als Tritokosmos das Menschengeschlecht oder besser das organische Leben annehmen könnten. was der Mikrokosmos bedeutet". Über ein Jahr lang fügte G. aber nichtsdestoweniger stimmte es mit dem ganzen System von Welt und Mensch vollständig überein. die Beziehung des Menschen zu anderen Kosmen festzustellen".. Einige von uns versuchten. nichts weiter hinzu. zu dem. der mit mir versucht hatte. Diese Definitionen schienen mir die einzig logisch möglichen zu sein. Jedes individuelle Lebewesen — ein Hund. so würde es viel leichter sein. und obgleich wir alle in der Idee der Kosmen sehr viele Möglichkeiten sahen. dann wird alles weitere. mit G. Dies war zwar zunächst nur hypothetisch. Z. darüber zu sprechen. „Versuchen Sie zu verstehen. ein Baum — konnte als ein Mikrokosmos angenommen werden. 312 . was er über die Kosmen gesagt hatte. als er Petersburg verließ — es mag sogar seine endgültige Abreise 1917 gewesen sein —. an denen ich mehrere Jahre gearbeitet hatte. erreichten wir lange Zeit kein Ergebnis. daß einer von uns ihm einmal. Ihnen ebenfalls klar werden. bei denen wir versuchten. Besonders waren wir durch den „Mikrokosmos" verwirrt. am Bahnhof bezüglich der Kosmen eine Frage stellte. sagte in diesem Zusammenhang einer von uns. „Wenn es Ihnen gelingt. tiefer in die Idee der Kosmen einzudringen und sie weiterzuentwickeln. worüber Sie mich jetzt fragen. Aber bei den ein oder zwei Gelegenheiten. diese Probleme von vielen verschiedenen Seiten anzugehen. daß diese Fragen im späteren Gespräch ganz leicht lösbar wurden." Ich erinnere mich. bestand er auf seinen Definitionen. Ich erinnere mich. antwortete G.

während er sich von Ort zu Ort bewegt. Durch diese Annahme bekamen viele Dinge für mich einen besseren Zusammenhang. Dann stellt sein Leben im Tritokosmos. als ich mich wieder dem Problem der Kosmen zuwandte.Jedenfalls entschloß ich mich später. so unten. als einen Punkt annehmen. daß Sie jetrt schon ohne weitere Erklärung die Behauptung nicht mehr bestreiten werden. warum G. „Wenn wir die Beziehung zwischen den Kosmen graphisch darstellen wollen". Im Mesokosmos. A u s „Blick in die Wahrheit. daß das Leben des einzelnen Menschen — des Mikrokosmos — von denselben Gesetzen gelenkt wird. die das Leben des Makrokosmos lenken. daß wir den Begriff „Mikrokosmos" auf im Vergleich zum Menschen kleinere Größen anwenden sollten. Ich erinnere mich an ein Gespräch über diesen Gegenstand. das heißt in Verbindung mit der vierundzwanzigstündigen Drehung der Erde um ihre Achse. das heißt. die in der Moskauer Gruppe vorgelesen worden war. die er auf der Oberfläche der Erdkugel beschreibt. Nun haben Sie eine Vorstellung von den Gesetzen. während sie in Beziehung zur Sonne. das mir G. wir müssen ihn in einer sehr kleinen Größenordnung und in sehr großer Entfernung von uns selbst annehmen." Dies bestärkte uns noch weiter in dem Entschluß. „so müssen wir den Mikrokosmos. fand ich darin die Ausdrücke „Makrokosmos" und „Mikrokosmos". das heißt unter anderen Menschen und inmitten der Natur. nämlich den Beginn der Geschichte. wird diese Linie zu einer Ebene. den Menschen als den Mikrokosmos und den Tritokosmos als das organische Leben auf Erden zu betrachten. wollte. und worauf er unsere Gedanken hierdurch lenken wollte. durchlas. Später wurde uns klar. das heißt den Menschen. als ich das erstemal dort war. wenn man die Bewegung der 313 ." Ich glaube. Und als ich einmal das Manuskript Blick in die Wahrheit. das heißt. die Linie dar. und sind zur Erde zurückgekehrt. und darin bedeutete „Mikrokosmos" Mensch. Rufen Sie sich ins Gedächtnis zurück: „Wie oben. sagte ich. gegeben hatte. den Begriff „Mikrokosmos" auf den Menschen anzuwenden.

in anderen Worten. und der Mensch kann im Makrokosmos nur als Atom des Tritokosmos existieren. In diesem Fall muß das organische Leben notwendig in der Zeit betrachtet werden. „Die gewöhnliche wissenschaftliche Anschauung betrachtet den Menschen als dreidimensionalen Körper. sie wird etwas wirklich Bestehendes. das heißt eines niedrigeren Kosmos in einem höheren. „Die Ungenauigkeit dieser Anschauung wird offensichtlich.Erde um die Sonne in Betracht zieht. Dasein in der Zeit ist die Ausdehnung in der vierten Dimension. das organische Leben auf Erden als Ganzes betrachtet sie mehr als eine Erscheinung denn als dreidimensionalen Körper. vom nächsten Kosmos aus gesehen. auch ein dreidimensionaler Korper war. „Jenseits der Sonne. Die Möglichkeiten der Erde verwirklichen sich im Megalokosmos und die Möglichkeiten der Sonne im Protokosmos. in anderen Worten. was schon früher gesagt wurde. hat und kann er kein Dasein haben oder. ein dreidimensionaler Körper wird. das heißt der Mensch oder der Mikrokosmos. 314 . die Sonne. die Erde. wenn wir versuchen. „Wenn der Mikrokosmos oder Mensch ein dreidimensionaler Körper ist. existiert er überhaupt nicht. nämlich daß der Mensch Nummer sieben innerhalb der Grenzen des Sonnensystems unsterblich wird. Die Erde hat fünf Dimensionen und die Sonne sechs. dann ist der Tritokosmos — das organische Leben auf Erden — ein vierdimensionaler Körper. Dies entspricht dem. Der Makrokosmos ist der Kosmos. Im Makrokosmos existiert der Mensch überhaupt nicht. in dem sich die Möglichkeiten des Tritokosmos verwirklichen. Aber da unser Ausgangspunkt. oder. das heißt jenseits des Sonnensystems. das Sonnensystem und die Milchstraße dagegen betrachtet sie als dreidimensionalen Körper. „In diesem Fall verwirklichen sich alle Möglichkeiten des Menschen in der Sonne. haben wir zwei Dreidimensionalitäten. das Dasein eines Kosmos innerhalb eines anderen zu begreifen. wie zum Beispiel das Dasein des Menschen innerhalb des organischen Lebens oder in seiner Beziehung zum organischen Leben. etwas Verwirklichtes. eines kleineren Kosmos in einem größeren.

nämlich . die die nächste Stufe. Die Erde ist keine Kugel. sind möglicherweise sehr unvollständig. aus denen sein Körper besteht. die sich an der Grenze der mikroskopischen Sichtbarkeit befindet. und die Sonne ist keine Kugel. zu einem dritten Mikrokosmos — dem Molekül. so können wir sagen. „Weiterhin stellen sieben Kosmen eine Dimensionen-Periode dar. setzt sich aus Milliarden von Molekülen zusammen. die wir damals über die Kosmen führten. Ihre Bewegung um ihre eigene Achse macht sie zu einem fünfdimensionaien Körper. Besonders oft kam ich auf G. aber das Prinzip wird immer das gleiche bleiben. aber dies heißt nicht. 315 . . aber das Ergebnis dieser Bewegung können wir nicht kennen. daß die Wissenschaft mit der Zeit andere feststellen wird. während ihre Bewegung um die Sonne die Erde vierdimensional macht. Wenn wir noch weitergehen.Moleküle* und . daß die Kette der Kosmen mit dem Mikrokosmos zu einem Ende kommt. Hier war ein Rätsel. und die niedrigen Kosmen werden immer in genau diesem Verhältnis zum Mikrokosmos stehen. Nur im Ruhezustand wäre sie dreidimensional. dann werden die mikroskopischen Zellen. Eine mikroskopische Zelle.'s Worte über die VcrBcfaiedenhdt der Zeit in den verschiedenen Kosmen zurück. sondern eine Spirale. da uns weder die Art noch die Richtung der Bewegung bekannt ist." Es ist schwer. daß der nächste Kosmos das Elektron ist. zu ihm ungefähr im gleichen Verhältnis stehen wie er selbst zum organischen Leben auf Erden. den nächsten Kosmos. Die Spirale und die Spindel zusammen müssen im nächsten Kosmos eine seitliche Bewegung ausführen. und zu einem vierten Mikrokosmos — dem Elektron. sondern eine Art Spindel innerhalb dieser Spirale.Elektronen'. Wenn der Mensch ein Mikrokosmos. das ich lösen konnte und mußte. all die Gespräche zu rekonstruieren. Auf diese Weise kommen wir zu einem. darstellen. das heißt ein Kosmos in sich ist. Diese Einteilungen und Definitionen.„Auch kann die Erde nicht als dreidimensionaler Körper betrachtet werden. es mag sein.Zellen'. zweiten Mikrokosmos — der Zelle. die um die Sonne kreist.

Als nächsten Kosmos konnte man eine kleine ultramikroskopische Zelle annehmen.Tabelle der Zeiten in den verschiedenen Kosmen" zu konstruieren. hinzufügen. Nicht jede Zelle und nicht eine Zelle unter jeder Bedingung. trotzdem ich diese Bezeichnung nicht verstand. sondern eine ziemlich große Zelle. Jetzt möchte ich nur noch. 316 . nämlich im Frühling 1917. Die Idee der Kosmen wurde erst ein Jahr. als es mir zum erstenmal gelang. aber mangels anderer konnte man sie annnehmen. nachdem wir das erstemal von ihr gehort hatten. das heißt die Vorstellung von zwei mikroskopischen Individuen. erklärte. die Bezeichnungen der Kosmen und den Ursprung dieser Bezeichnungen niemals. Alles andere stimmte mit G. welches ich „Tritokosmos" nannte. wie er es versprochen hatte. das heißt das Verhältnis von Null zu Unendlich wurde aufrechterhalten. war die „Zelle". ist in der Bakteriologie allgemein bekannt. zu versuchen. Und später Wurden durch dieses System viele interessante Konstruktionen möglich.'s System überein.Nachdem ich mich endlich entschlossen hatte. Die Idee von zwei Kosmen in der mikroskopischen Welt. Der nächste Kosmos war das Molekül und der nächste das Elektron. das heißt der nächste kleinere Kosmos. zusammenzufassen. weiterentwickelt. die sich voneinander so unterscheiden wie der „Mensch" von einer „großen Zelle". eine . Als nächsten Kosmos in Beziehung zum Menschen nahm ich das „organische Leben auf Erden" an. was ich über den Gegenstand dachte. wie zum Beispiel die Embryo-Zelle des menschlichen Organismus. warum das organische Leben auf Erden der „dritte" Kosmos sei. Unterhalb des Menschen. Durch einen solchen Aufbau wurde zweifellos eine vollständige Inkommensurabilität zwischen den Kosmen begründet oder beibehalten. daß G. Aber von dieser Tabelle will ich später sprechen. Aber der Name ist bedeutungslos. da ich nicht imstande gewesen wäre. die Frage zu beantworten. nahm ich den Menschen als Mikrokosmos an. Weder „Molekül" noch „Elektron" schienen mir sehr vernünftige oder zulässige Bezeichnungen zu sein. alles.

muß er erst aufwachen. „Zu Beginn wollen wir den wohlbekannten Text über den Samen nehmen. Das wird Sie lehren. . und wir werden oft darauf zurückkommen.So ein Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt. das niemals veröffentlicht wurde und wahrscheinlich auch nie veröffentlicht werden wird. wovon wir im Augenblick sprechen. aber um geboren zu werden. aber wenn es stirbt.ELFTES KAPITEL aus den Evangelien gefragt". Aber zuerst ist es notwendig. bei einer Gelegenheit „Meiner Meinung nach ist die Zeit für uns noch nicht gekommen. kann er sterben: wenn er stirbt. bleibt es allein. bringt es viele Früchte." 317 . muß er zuerst sterben. das in diesem Text enthaltene Prinzip in seiner vollen Anwendung auf den Menschen zu kennen. und um zu sterben. sie auf die richtige Weise zu behandeln. Gleichnisse und so fort „An einer anderen Stelle heißt es: „. Dies erfordert viel mehr Wissen. Ich habe dieses Buch schon in Verbindung mit der Frage über die Bedeutung des Wissens erwähnt und habe damals einen Aphorismus dieses Buches zitiert. „In Beziehung zu dem. Aber von Zeit zu Zeit werden wir verschiedene Bibeltexte zum Ausgangspunkt unserer Diskussionen nehmen.' I ch werde oft über verschiedene Texte.' „Dieser Text hat viele verschiedene Bedeutungen. von den Evangelien zu sprechen.Ein Mensch kann geboren werden. „Es gibt ein Buch von Aphorismen. und vor allem werden Sie einsehen. der sterben muß. um geboren zu werden. sagte G. sagt das Buch folgendes: „. kann er geboren werden.Wenn ein Mensch erwacht. daß in den uns bekannten Texten die wichtigsten Punkte gewöhnlich fehlen.

Dies sind drei aufeinanderfolgende Zustände. „Um aber fähig zu werden. und würde er geboren. sterben und geboren werden. erwachen oder nicht schlafen. ohne vorher gestorben zu sein. oder jedenfalls zu beginnen. möglicherweise an seinen Leiden noch mehr als an allem anderen. was dies bedeutet. daß oft auf die Möglichkeit des Geborenwerdens hingewiesen wird. Trotzdem ist dies gerade da» Wesentliche. die Tatsache. So hindert die Tatsache.Wachet.unsterbliches Ding' werden. ohne erwacht zu sein. kann er ein . dann würde er dadurch gehindert.' und so fort. Wenn ein Mensch stirbt. damit das große Ich geboren werden kann.. . . daß er noch nicht erwacht ist. den Beginn der Bildung von Individualität. denn ihr wisset nicht den Tag noch die Stunde. „Wir haben schon genug über die Bedeutung des . dies zu erreichen. daß ein Mensch noch nicht .Geborenwerden'. sind miteinander nicht in Verbindung gebracht. Aber diese drei Möglichkeiten des Menschen. Diese Ichs müssen sterben. das heißt die eigene vollständige und unbedingte Mechanisiertheit und Hilf- 318 . muß ein Mensch sterben. hindert ihn am . den Beginn der Entstehung eines unteilbaren Ich. die ihn in der Lage festhalten. An allem in seinem Leben hängt er. ohne gestorben zu sein.Erwachens' — .Sterbens' und viele Male auf die Notwendigkeit des . Hier kommt die Möglichkeit des Erwachens zu Hilfe.Geborenwerdens' gesprochen. es zu erreichen. Wenn Sie die Bibel aufmerksam studieren. die Identifizierung mit den Dingen erhält tausend nutzloser Ichs im Menschen am Leben. „ .Aufwachen'. sogar an seinen Leiden. er hängt an seiner Einbildung.sein'. kann er nicht geboren werden. Erwachen bedeutet die eigene Nichtigkeit erkennen. Das Hängen an den Dingen. Dies bezieht sich auf den Beginn eines neuen Wachstums des Wesenkerns. in der er sich befindet. . Wenn ein Mensch geboren wird. zu .„Wir müssen herausfinden. an seiner Dummheit. Aber wie kann man sie zum Sterben bringen? Sie wollen nicht sterben. ihn daran. das heißt er muß sich von tausend kleinlichen Bindungen und Identifizierungen freimachen.Sterben'.Sterben'. werden Sie sehen.gestorben' ist.. verschiedene Male auf die Notwendigkeit des .geboren' zu werden. Er muß sich davon freimachen.

„Dieses dauernde Bewußtsein seiner Nichtigkeit und seiner Hilflosigkeit wird einem Menschen schließlich den Mut verleihen. seine . sondern tatsächlich zu sterben und tatsächlich und für immer all die Seiten seines Wesens abzulegen.falschen Ichs' und dann weiter all die phantastischen Vorstellungen über seine .Bewußtsein'. wie es war. an den Tatsachen des eigenen Lebens erkennen. die ihn entsetzen müssen. einen Augenblick. seine . weiß er noch nichts über sich selbst. sein . jemand hat etwas in sich gesehen. sobald er sich zu erkennen beginnt.TunKönnen'. sondern sich entweder durch Nachahmung gebildet haben oder fertig von irgendwo übernommen worden sind. was er als sein Eigenes betrachtet hat. Überzeugungen. Damit fühlt der Mensch seine eigene Nichtigkeit.Initiative'. es zu beenden. und andererseits sieht er ein. daß alles. was er hat. er fühlt. Diese Aspekte sind erstens seine . es abzulegen. zu .Kräfte'. muß man sie zuerst überhaupt sehen. Und es genügt nicht. kann er sich so sehen. und es nie wieder vergessen. Alle neuen 319 .sterben'. dies philosophisch in Worten zu wissen. Wenn der Mensch beginnt. sogar Fehler und Laster nicht sein Eigenes sind. seine Ansichten. sein .Willen'. seine Gewohnheiten. Stellen Sie sich vor. „Aber um eine Sache immer zu sehen. Aber ganz gleich. Daran erkennt er sein Unvermögen. was ihn entsetzt Er entschließt sich. wie er wirklich ist. daß alles so bleibt. sich ein wenig kennenzulernen. das heißt nicht nur im Geist oder in seinem Bewußtsein zu sterben. daß nichts. Schluß damit zu machen. Und wenn ein Mensch seine Nichtigkeit fühlt.Individualität'. seinen . daß er es nicht tun kann. und wenn auch nur für eine Sekunde. die vom Gesichtspunkt seines inneren Wachstums entweder unnötig sind oder es hindern. Solange der Mensch nicht über sich selbst entsetzt ist. seine Hilflosigkeit und seine Nichtigkeit. Man muß es an klaren. und zwar nicht nur für eine Sekunde. das heißt. wird er in sich viele Dinge sehen.losigkeit einsehen. sein Eigenes ist. seine . einfachen und konkreten Tatsachen. Gedanken. was für Anstrengungen er auch macht. sein Geschmack. sondern für dauernd.Entschlossenheit* und so fort.

sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch. Er wollte keinen Schäfer anstellen. daß der Mensch in seinem hypnotischen Zustand verbleibt. eine gewisse Entscheidung gefällt hat. nicht ein normaler. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst. der sehr viele Schafe hatte. die den Menschen daran hindern. mit einem Zaun umgeben. später erscheinen sie öfter und halten länger vor. Es muß wohl Kräfte geben. die Wahrheit zu sehen und seine Lage zu erkennen. die von einem sehr reichen Magier handelt. „Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. und vor allem liefen sie fort. auf der seine Schafe grasten.Kräfte und Fähigkeiten zur Einsicht kommen auf ein und die gleiche Weise zustande. ist es notwendig. daß ihnen die Haut 320 . Um bewußt. Es ist unmöglich. Dies wäre schwierig und sogar menschenunmöglich. zu handeln. und ihnen dies nicht lieb war. Aber man muß auf einmal und für immer sterben. wenn ihm nicht das langsame und allmähliche Erwachen vorausginge. das Wesen der Kräfte zu kennen. bis sie schließlich nach sehr langer Arbeit bleibend werden. fielen in Abgründe. in der Absicht aufzuwachen. sondern ein hypnotischer Schlaf ist Man ist hypnotisiert. daß der Schlaf. nachdem man gewisse Anstrengungen gemacht. in dem man sich befindet. Das gleiche gilt für das Erwachen. und dieser hypnotische Zustand wird dauernd in einem aufrechterhalten und verstärkt. von der es kein Zurück mehr gibt. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald. daß der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte. auf einmal ganz zu erwachen. weil sie wußten. bestimmte Hindernisse überwunden. „Aber es gibt tausend Dinge. Zuerst muß man beginnen. Zuerst erscheinen sie wie ein kurzes Aufleuchten in seltenen und kurzen Augenblicken. für kurze Augenblicke zu erwachen. „Zuallererst muß man einsehen. noch wollte er die Weide. und die ihn daran hindern. und ihn in der Gewalt seiner Träume lassen. aufzuwachen. die den Menschen in seinem Schlafzustand festhalten. Nun war dieser Magier sehr geizig. „Es gibt eine östliche Erzählung. für die es nützlich und vorteilhaft ist.

Es ist sehr merkwürdig. wieder anderen. „In Wirklichkeit ist Kundalini die Macht der Einbildung. anstatt zu handeln. aber seine Bedeutung vollständig verändert und aus einer sehr gefährlichen und schrecklichen Sache etwas gemacht haben. jedenfalls nicht am gleichen Tag. anderen.Feuer der Kundalini' oder die »Schlange der Kundalini'. „Diese Erzählung ist eine gute Veranschaulichung der menschlichen Lage. die im Menschen vorhanden ist und erweckt werden kann.okkulten' Literatur ist Ihnen jedenfalls schon der Ausdruck . wie diese Okkultisten das Wort irgendwo gefunden. daß sie überhaupt keine Schafe seien. sie wären Adler. einigen von ihnen suggerierte er. und daß sie darum keinen Grund hätten. der seine Herde so liebe. Aber keine der bekannten Theorien hat eine richtige Erklärung für die Kundalini-Kraft. Zweitens suggerierte er ihnen. Dieser Ausdruck wird oft gebraucht. daß. Manchmal wird sie mit dem Geschlecht. welche die Stelle einer wirklichen Funktion einnimmt. Geschlechtsenergie für andere Zwecke zu verwenden. sondern warteten ruhig auf den Tag. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen. sie wären Magier.abgezogen würde. sie wären Löwen. daß er. darüber nachzudenken. das heißt mit der Vorstellung. was begehrenswert erscheint und wie ein Segen ersehnt wird. „In der sogenannten . daß es möglich sei. der Magier. das . Sie liefen nie wieder weg. sie wären Menschen und wieder anderen. um eine Art merkwürdiger Kraft zu bezeichnen. an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde. sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. wenn ihnen irgend etwas geschehen sollte. weil Kundalini in allem sein kann. die Macht der Phantasie. mit der Geschlechtsenergie in Zusammenhang gebracht. Wenn ein Mensch träumt. Und vor allem ist Kundalini überhaupt nichts Ersehnenswertes oder für die menschliche Entwicklung Nützliches. daß er bereit sei.Kundalini' begegnet. und drittens suggerierte er ihnen. „Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. wenn 321 . Dies ist völlig falsch. es nicht gerade jetzt geschehen werde. ein guter Herr sei. alles in der Welt für sie zu tun.

es gibt keine objektiven Kennzeichen. beginnen alle die Kräfte. Wenn sie wirklich ihre wahre Lage sehen und verstehen könnten. wenn er sich einbildet. bevor er endlich erwacht. die sie in ihrem hypnotischen Zustand festhält. weil es einen Au^^eg gibt. Sie würden nach einem Ausweg suchen und ihn auch schnell finden. könnten sie auch nicht für eine Sekunde bleiben. Er sagt sich. aber die Menschen vermögen ihn nicht zu sehen. wie entsetzlich sie ist. daß er nicht schlafe. und er schläft sofort wieder ein. um sich zu vergewissem. „Es gibt gewisse Zustände im gewöhnlichen Schlaf. einzuschlafen. in denen ein Mensch aufwachen möchte. einfach weil sie hypnotisiert sind. daß er wach sei.enthypnotisiert' werden. . „Theoretisch kann er es. Und wenn. denn es gibt keinen organischen Grund für den Schlaf. denn sobald ein Mensch für einen Augenblick aufwacht und seine Augen öffnet. aber nicht kann. die in ihm wirkt. und mit ihrer Hilfe können alle Zentren sich mit dem Eingebildeten an Stelle des Wirklichen begnügen. so ist es die Kraft der Kundalini. in Wirklichkeit jedoch fährt er fort zu schlafen — und dies kann einige Male geschehen. der Mensch kann sich nicht zwicken. und der Mensch kann erwachen. Aber beim normalen Schlaf ist er. Kundalini ist die Kraft. „Kundalini ist eine Kraft. ein Löwe. Ein Schaf. aber praktisch ist es fast unmöglich.seine Träume den Platz der Wirklichkeit einnehmen. Kundalini kann in allen Zentren wirken. daß er wach sei oder aufwache. ein Adler oder ein Magier zu sein. die ihn veranlaßt haben. um sie in ihrem jetzigen Zustand festzuhalten. Hierin liegt die Hauptschwierigkeit und hierin liegt auch die Garantie für diese Möglichkeit. beim hypnotischen Schlaf ist das anders. mit zehnfacher Energie auf ihn zu wirken. lebt unter der Macht der Kundalini. was Gott verhüten möge. wobei er sehr oft träumt. die in die Menschen gelegt wurde. in einem anderen Zustand. jedenfalls nicht zu Beginn des Erwachens. ein Mensch irgend etwas von objektiven Kennzeichen gehört 322 . das sich für einen Löwen oder einen Magier hält. wie sie sind. wenn er einmal aufgewacht ist.Erwachen' bedeutet für einen Menschen .

durch mechanische Mittel geweckt zu werden. und immer neue. daß man sich viel zu schnell an die Weckuhr gewöhnt und sie bald nicht mehr hört. „Es gibt auch die Möglichkeit. viel wichtigere Arbeit auszuführen haben. „Nur der. der die Schwierigkeit des Erwachens voll begreift. der Mensch gewöhnt sich an alle Wecker. daß ein Mensch von sich aus all die Arbeit des Aufziehens. „Was ist denn im allgemeinen notwendig. Folglich muß einer da sein. der ihn aufwecken soll. wird sich wahrscheinlich weigern. Weckuhren müssen aufgezogen werden. Aber wen kann er anstellen. die einen nicht schlafen lassen. Oder man muß sich mit Weckuhren umgeben. des Erfindens und des Wechseins der Uhren ohne fremde Hilfe durchführen wird. um einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Ein heftiger Schock ist notwendig. aufzuwachen. und nach einer gewissen Zeit schläft er darum nur um so besser. Viele Weckuhren sind notwendig. Man kann durch eine Weckuhr geweckt werden. um sich ihrer zu erinnern. ist ein Schock nicht genug. Und was noch schlimmer ist. der diese Schocks erteilt. Im Laufe der Zeit kann dies einem Menschen helfen. muß man aufwachen. Aber es besteht nur sehr wenig Aussicht. wenn jemand erwachen will. um sie aufzuziehen. Das Dumme ist jedoch. seine Zeit auf das Wecken des anderen zu verschwenden: er wird eine eigene. der ihn eine längere Zeit hindurch dauernd schüttelt. dann benötigt man eine lange Reihe dauernder Schocks. wenn alle schlafen? Er wird jemanden anstellen. der wirklich wach bleiben kann. Aber auch hier gibt es wiederum verschiedene Schwierigkeiten. daß diese Arbeit bald in Schlaf 323 . dann verwandelt Kundalini dies alles sofort in Einbildung und Träume. Ich sagte schon früher.hat. Aber wenn einer fest schläft. daß. kann verstehen. daß zum Erwachen lange und harte Arbeit notwendig ist. er jemanden anstellen muß. Was ist dann der Zweck eines solchen Menschen? Und jemand. muß man sich ihrer erinnern. aber auch dieser schläft ein. Darum müssen die Wecker ständig gewechselt und immer wieder neue erfunden werden. Viel wahrscheinlicher ist.

sie aufziehe und wechsle. Wecker zu haben. der aufwachen will. Wenn mehrere Menschen beschließen. die aufwachen wollen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. und nachher können sie diese austauschen. Zusammen können sie einander sehr große Hilfe leisten. muß eine gewisse Anzahl von Menschen zusammenarbeiten. und damit schläft er nur um so fester. werden sie sich gegenseitig wecken. nötig ist es. Nötig ist. daß jemand auf denjenigen achte. daß man dauernd neue Wecker erfinde. „Aber um all dies zu erreichen und zu wirklichen Ergebnissen zu kommen. die helfen können. zusammen gegen den Schlaf zu kämpfen.übergeht. denn um eine solche Arbeit zu beginnen und zu organisieren. nötig ist. Aber einem allein kann nicht geholfen werden. Genau so verhält es sich dabei mit Weckuhren. Und natürlich helfen sie lieber. zwanzig oder dreißig Menschen. nach anderen Leuten Ausschau halten. und im Schlaf träumt er dann davon. Die Arbeit muß organisiert werden und einen Führer haben. das ein gewöhnlicher Mensch nicht besitzen kann. als nur einem einzelnen. die auch aufwachen wollen. „Einer allein kann nichts tun. Diejenigen. „Darum muß ein Mensch. Einer erfindet eine Weckuhr. Außerdem kann sich. aber der einundzwanzigste wird wach sein und die übrigen wecken. „Infolgedessen ist zum Erwachen eine Verbindung von Anstrengungen nötig. Nur dann kann sie die von ihr erwarteten Ergebnisse zeitigen. Ohne diese Voraussetzungen können keine Anstrengungen irgendwelche Ergeb- 324 . daß jemand den Betreffenden wecke. schätzen ihre Zeit sehr hoch ein. daß zwanzig von ihnen schlafen. wie schon früher gesagt wurde. Es kann oft geschehen. daß er Weckuhren erfinde. „Vor allem anderen braucht er Hilfe. und ohne diese Hilfe kann niemand etwas erreichen. sagen wir. und mit ihnen zusammenarbeiten. der ihn weckt. einer allein leicht über sein Erwachen täuschen und einfach einen neuen Traum für Erwachen halten. und nötig ist auch. ein zweiter eine andere. ist ein Wissen nötig.

aber diese Folterungen werden sie nicht aufwecken. von dem die Anfänger in der Arbeit gar keine Vorstellung haben und das ihnen auch nicht erklärt werden kann. der Typen aussucht. der ihre Probleme und Ziele. Die Gruppen werden durch den Lehrer gebildet. dem sie sich. die alle zusammen das bilden. Und sie wollen sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen. und sie kann nur von dem organisiert werden. daß die Gruppen mit einem Ziel zusammenhängen. verstanden haben. Für sich allein und aus eigener Initiative mögen sie großer Anstrengungen und großer Opfer fähig sein. Wenn sie dieses Ziel. daß sie nicht nach dem Wunsch und der Wahl ihrer Mitglieder zusammengestellt werden. „Die Arbeit muß organisiert werden. „Das erste und wichtigste Kennzeichen dieser Gruppen ist die Tatsache. wird ihre eigene Arbeit bewußter und kann folglich zu besseren Re- 325 .nisse hervorrufen. Aber dieses Ziel. Für manche Leute ist dies am schwierigsten zu verstehen. bevor sie nicht das Wesen und die Prinzipien der Arbeit und der damit verbundenen Ideen verstanden haben. so bringt nichts auf Erden sie dazu. ist das notwendige ausgleichende Prinzip in ihrer eigenen Arbeit.Vorbereitungsschule' nennen kann. das heißt das Ziel des Lehrers. „Gewöhnlich beginnt man seine Studien in einer kleinen Gruppe. „Das nächste wichtige Kennzeichen der Gruppenarbeit ist. einem anderen zu gehorchen. dieses Ziel. Ihre erste Aufgabe ist es. Diese Gruppe steht meistens mit einer ganzen Reihe ähnlicher Gruppen auf verschiedenen Stufen in Verbindung. wenn auch noch nicht vollständig. Die Menschen mögen sich foltern. „Keine Gruppenarbeit ist ohne Lehrer möglich. daß alle ihre Anstrengungen und alle ihre Opfer nutzlos sind. was man eine . ohne es zu wissen. nahem und dem sie dienen. der ihre Methode kennt und der selbst eine so organisierte Arbeit mitgemacht hat. Die Arbeit von Gruppen mit einem falschen Lehrer kann nur negative Resultate ergeben. die vom Gesichtspunkt seiner Ziele einander nützlich sein können. verstehen zu lernen. Aber wenn ihre erste Anstrengung und ihr erstes Opfer Gehorsam sein soll.

in diesem Falle weiß man. „Das erste Ziel eines Menschen. aufzuwachen.Ich' ist gegen . kann das Ziel des Lehrers am Anfang meist nicht erklärt werden.Zacharow'. in denen man sich selbst sieht. die man aber in anderen bemerkt Und. . daß man selbst die Fehler besitzt. Es ist eine allgemeine Eigenschaft der menschlichen Natur.Petrow' oder . und mit Gewalt aufgeweckt werden muß. Aber. So dienen einem die Mitglieder der Gruppe als Spiegel. „Nehmen wir Petrow. das heißt gegen ihre eigenen »falschen Persönlichkeiten'.Petrow' machtlos. Und es gibt viele Dinge.Petrow' oder . Aber um sich selbst in den Fehlem der anderen und nicht nur die Fehler der anderen zu sehen. um gemeinsam gegen . „Er muß sich immer wieder daran erinnern. der überhaupt keine Lust hat. daß diese Eigenschaften die eigenen sind.Petrow' ist der Herr. .Zacharow' anzukämpfen.Petrow' zu kämpfen. muß das Selbst-Studium sein.Petrow'. Aber . . daß er nicht nur einer ist: ein Teil von ihm ist der Mensch. zwanzig .Ichs' beginnen nun gegen einen .sultaten führen.Ich' und . der die Arbeit in einer Gruppe beginnt. Gleichzeitig lernt man auf dem Weg des Selbst-Studiums. und der andere Teil ist Jwanow'. der aufwachen möchte. Petrow besteht aus zwei Teilen — . dann werden sie sogar unwillkürlich gegenseitig einander helfen. der zwischen den . Aber wenn eine gewisse Anzahl von Leuten sich zu diesem Zweck vereint. Auf jeden Fall können sie seinen Schlaf stören und er kann nicht mehr so friedlich schlafen wie zuvor.Iwanow'. Jetzt können sie sich als stärker erweisen als er ist. die man in anderen sieht. wie ich gerade gesagt habe. muß ein Mensch sehr auf der Hut und sehr aufrichtig mit sich selbst sein.Ichs* einer gewissen Gruppe von Menschen geschlossen wurde. Nehmen wir nun an. Und das ist j a die Absicht. die man in sich selbst nicht sieht. 326 . daß man leichter die Fehler der anderen sieht als seine eigenen. Die Arbeit des Selbststudiums kann nur in dazu eigens organisierten Gruppen geschehen. „Eine Gruppe ist gewöhnlich ein Pakt. daß zwanzig Menschen da sind. Einer allein kann sich selbst nicht sehen. wie ich schon sagte.

das in der Gruppe Gesagte richtig wiederzugeben. daß sie ihren Freunden dadurch. und daß ebensowenig eine Absicht besteht. daß gar nicht versucht wird. daß sie alles geheimhalten müssen. daß sie ihnen falsche Vorstellungen vermitteln. weil der Austausch von Beobachtungen einer der Zwecke ist. was in den Gruppen gesagt wird. Gleichzeitig beginnen sie auch zu verstehen. aus etwas ein Geheimnis zu machen. daß sie unfähig sind. sie an ihrem Recht zu hindern. das aus der Selbst-Beobachtung stammt. und zwar nicht nur während sie Mitglieder sind. wieviel Zeit und wieviel Erklärung dazu notwendig ist. „Die Allgemeinbedingungen bei Beginn der Arbeit sind gewöhnlich folgender Art. werden ihren Mitgliedern verschiedene Bedingungen gestellt. das 327 . irgend etwas in Verbindung mit der Arbeit zu verstehen. „Ein Grund für diese Beschränkung ist die Tatsache. Wenn ein Mensch trotzdem versucht. das zu begreifen. ferner schaffen sie Eich selbst sehr viele Schwierigkeiten und noch viel mehr Unannehmlichkeiten für die Zukunft. was nicht wesentlich ein Geheimnis ist. ihre Ansichten mit denen. sondern auch für alle Zeit danach. wieviel Anstrengung. zu denen die Gruppe da ist. oder mit ihren Freunden auszutauschen. deren Sinn ihnen gleich von Anfang an klar sein muß. was sie selbst gelernt haben. die ihnen nahestehen. „Wenn eine Gruppe organisiert wird. das ganze Material zu benützen. Und jeder von ihnen wird fähig sein. „Dies ist eine unerläßliche Bedingung. Es wird ihnen klar. erstens Allgemeinbedingungen für alle Mitglieder und zweitens individuelle Bedingungen für individuelle Mitglieder. Zwanzig Menschen werden zwanzigmal soviel Material haben. Sie beginnen sehr bald. daß sie unfähig sind.„Weiterhin beginnt man in der Arbeit des Selbst-Studiums Material zu sammeln. jede Möglichkeit versperren. die Arbeit irgendwann zu beginnen. aus ihrer eigenen persönlichen Erfahrung zu lernen. Vor allem wird allen Mitgliedern einer Gruppe erklärt. was sie in der Gruppe hören oder erfahren. In anderen Worten: es muß ihnen klar sein. ihren Freunden eine richtige Vorstellung von dem zu geben.

falsch und legen alles. seine Gedanken mitzuteilen. die sich für schweigsame Wesen halten und Einsamkeit und Beschaulichkeit lieben. Und aus diesem Grunde ist diese Forderung besonders wichtig. daß es für den Menschen sehr schwierig ist. und in diesem Fall ist Schweigen die schwierigste Enthaltsamkeit von allen. Aber wenn ein Mensch dies versteht oder wenigstens diese Regel befolgt. oder für diejenigen. sich mit dem Gedanken vertraut zu machen. über Dinge. wenn nötig. der. „Aber für viele Menschen ist es sehr schwierig. die ihn interessieren. und ohne ihm zuhören zu wollen. in einem völlig anderen Sinn aus. einen wie großen Platz in seinem Leben das Lügen oder auch nur die Unterdrückung der Wahrheit einnimmt. ist die. so wird dies für ihn die bestmögliche Übung zur Selbst-Erinnerung und zur Entwicklung seines Willens sein. wird er sehr schnell davon überzeugt werden. Dies ist der mechanischste aller Wünsche. und dies ist vor allem für Menschen schwer. Er möchte mit jedem. oder sie deuten alles. Der Mensch ist sich nicht bewußt. Der Mensch kann weder mit sich selbst noch mit anderen auf- 328 . daß sie dem Lehrer der Gruppe die volle Wahrheit sagen müssen. darüber sprechen. dem er gewohnt ist.in den Gruppen Gehörte seinen Freunden weiterzugeben. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. was er ihnen erzählt. die gewöhnt sind. beginnt er Seiten in sich zu sehen. daß Versuche in dieser Richtung zu völlig unerwarteten und unerwünschten Ergebnissen führen. daß er ihren Theorien zuhöre. „Auch das muß klar und richtig verstanden werden. zu schweigen. schweigen kann. „Die andere und nicht weniger wichtige Seite besteht in der Tatsache. daß eines ihrer Haupt-Kennzeichen überflüssige Gesprächigkeit ist. die er früher nie bemerkt hat. was sie von ihm hören. Wenn ein Mensch sich daran hält und dessen eingedenk bleibt. kann Herr seiner selbst werden. beginnt er eine Seite dieses Vorbehaltes zu begreifen. Wenn er dies sieht und die Nutzlosigkeit solcher Versuche versteht. sich als emste und vernünftige Wesen zu betrachten. Nur ein Mensch. erwarten sie von ihm. Entweder beginnen die Menschen mit ihm zu argumentieren. wie er es nennt. „Die nächste Forderung.

als sich die Schüler erinnern. macht dies seine Anwesenheit in der Gruppe vollständig nutzlos und ist noch schlimmer. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. ist die. aufrichtig zu sein oder nicht. daß sie sich erinnern müssen. beendet dies sofort jede Möglichkeit weiterer Arbeit. Ungeduld. um zu lernen und an sich zu arbeiten. „Die nächste Forderung. wie die Gruppe geführt werden sollte. „Wenn ein Mensch beginnt. aber auf jeden Fall wird es weniger schaden als Lüge. Sie kamen. wird der Lehrer für ihn überflüssig und er wird für den Lehrer überflüssig. warum sie zur Gruppe kamen. oder wenn sie ihre bloße Anwesen- 329 . daß es von ihm abhänge. ohne einen solchen zu arbeiten. und vor allem. Schroffheit. dem Lehrer zu mißtrauen und dies auszudrücken beginnen. daß sie arbeiten. Wenn sie nur der Gruppe beiwohnen und nicht arbeiten. „Außer den aufgezählten grundsätzlichen Forderungen wird natürlich erwartet. denn die Arbeit ist nur solange möglich. Widerstand oder Mißtrauen gegenüber dem Lehrer. die Wahrheit zu sagen oder nicht. Wenn sie. sondern sich bloß einbilden. zu lernen. Darum muß er dies lernen und vor allem es zuerst in Beziehung auf den Lehrer der Arbeit lernen. Und in diesem Fall ist es besser für ihn. wenn es notwendig ist. seinem Lehrer zu mißtrauen. und zwar nicht so zu lernen und an sich zu arbeiten. eine Neigung zu argumentieren. wie sie es selbst verstehen. Verheimlichung. wenn sie seine Handlungen kritisieren. sobald sie in der Gruppe sind. wenn sie finden. aufrichtig zu sein. daß sie zum Lernen und nicht zum Lehren gekommen sind. Er bildet sich ein. zu gehen und nach einem anderen Lehrer Ausschau zu halten. Wenn er den Lehrer absichtlich belügt oder mit ihm unaufrichtig ist oder etwas unterdrückt. sondern wie es ihnen geheißen wird. daß sie besser verstehen. daß es eines der schwierigsten Dinge auf Erden ist. daß die Mitglieder der Gruppe arbeiten. Er versteht nicht einmal.richtig sein. als wenn er zu ihm oder in seiner Anwesenheit grob oder unhöflich ist. Dadurch wird er zwar nichts erreichen. Mangel an Respekt für ihn. oder zu versuchen. wenn sie Mangel an äußerer Achtung in bezug auf den Lehrer zeigen.

sonst können sie ihren Zweck nicht erfüllen. wie sie sich den Menschen außerhalb der Arbeit. „In Wirklichkeit sind die Regeln die erste und Viaupthilfe. daß die Regeln nicht das Ziel verfolgen. welche für alle Mitglieder einer Gruppe verpflichtend sind. sich ihrer selbst zu erinnern und dies bei Beginn der Arbeit zu verstehen. Und an die Regeln erinnert zu werden. Die Regeln verfolgen ein bestimmtes Ziel: die Schüler sich so benehmen zu lassen. „Die aufgezählten grundsätzlichen Forderungen bilden das Material für die Regeln. alles zu vermeiden. sich seiner selbst zu erinnern. .hcit in der Gruppe für Arbeit halten. In erster Linie helfen die Regeln jedem. und zweitens helfen sie ihm. die die Arbeit dem Schüler gibt. Da sie aber nicht fähig sind. Wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und dies verstehen würden. Im Gegenteil. desto besser ist es für sie und für die anderen. und Regeln können niemals leicht. ihre Anwesenheit in der Gruppe als Zerstreuung betrachten. darum sind Regeln unerläßlich. der arbeiten möchte. scheint ihnen böser Wille oder Unzufriedenheit seitens des Lehrers. das heißt. ihn zu zerstreuen oder zu befriedigen oder ihm die Dinge zu erleichtern. daß sie sich benehmen würden. unangenehm und unbequem sein. Die Regeln sind die Wecker. „Sehr oft geschieht es bei Beginn einer Arbeit. was ihn an der Arbeit hindern oder ihm schaden könnte. Und sie fragen sogar: können wir nicht ohne Regeln arbeiten? Die Regeln scheinen ihnen eine unnötige Beschränkung ihrer Freiheit oder eine unangenehme Formalität zu sein. wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und verstehen würden. oder wenn sie. den Menschen in der Arbeit und dem Lehrer gegenüber benehmen sollten. dann ist ihre Anwesenheit in der Gruppe gleichfalls vollständig nutzlos. Und je schneller sie weggeschickt werden oder von selbst gehen. Aber der 330 . dann wären keine Regeln nötig. sie müssen schwierig. die den schlafenden Menschen wecken. angenehm oder bequem sein.als ob sie wären'. wie es oft geschieht. daß den Mitgliedern einer Gruppe die eine oder andere Regel nicht gefällt. durch die sie angenehme Bekanntschaften und so weiter machen. Es ist klar.

die jedem Menschen einzeln gestellt werden und sich gewöhnlich auf seinen .Hauptzug' beziehen. ist er so weit. was bisher gesagt wurde. der seine Augen für eine Sekunde öffnet. Dies ist praktisch ein Gesetz. Die persönliche Arbeit jedes Menschen muß darin bestehen. aber das Ziel muß für alle das gleiche sein. wie er dagegen ankämpfen kann. gegen diesen Hauptfehler anzukämpfen. Und so ist es immer und mit allem. Nur wenn ein Mensch wirklich und wahrhaftig von seiner eigenen Hilflosigkeit und Nichtigkeit überz-ugt ist. solche Regeln zu entwickeln. „Das Studium des Hauptfehlers und der Kampf dagegen stellen tatsächlich den individuellen Weg jedes Menschen dar. zu den nächsten und viel schwierigeren Stufen der Arbeit übergehen zu können. der gewissermaßen sein Zentrum ausmacht. er muß lernen zu schweigen. Wie könnte es hier auch allgemeine Regeln geben? Was dem einen nützt. ärgert sich über den Wecker und fragt: kann man denn nicht ohne Wecker aufwachen? ^. Er ist wie eine Achse.Hauptfehler' oder seinen . und muß lernen zu reden. Ein anderer Mensch schweigt. die versuchen. Dies erklärt. „Alles. und nur. Dieses Ziel ist die Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit. „Dies erfordert gewisse Erklärungen. wenn er reden sollte. seinen Hauptfehler nicht von sich aus finden. schadet dem anderen.Außer diesen allgemeinen Regeln gibt es gewisse individuelle Bedingungen. warum es hier keine allgemeinen Regeln für die Arbeit geben kann und warum alle Systeme. Persönliche Richtlinien können nur individuell gegeben werden. Die allgemeinen Regeln für die Gruppenarbeit beziehen sich auf jeden. Wiederum kann hier der einzelne seinen eigenen Zug. Der Lehrer muß ihn auf diesen Zug hinweisen und ihm zeigen.Mensch. bezieht sich auf wirkliche Gruppen in Verbindung mit wirklicher. Der eine Mensch redet zuviel. „Jeder Mensch hat in seinem Charakter einen bestimmten Zug. Kein anderer als der Lehrer kann dies tun. konkreter Arbeit. dieihrer- 331 . um die sich seine ganze »falsche Persönlichkeit' dreht. wenn er dies dauernd f^hlt. entweder zu nichts führen oder Schaden verursachen.

das heißt beim richtigen . nämlich das. ob er gut oder böse ist.schwarze Magie'. was als der . was . Er hat etwas gelernt.Tun' geben. Was man schwarze Magie nennt. die Menschen für irgendein.geschieht'. Schwarze Magie bedeutet keineswegs Magie des Bösen. daß in der schwarzen Magie ein Mensch danach strebe. Diese sind nicht ^einmal . eine Nachahmung des äußeren Anscheins von . im Interesse des Bösen tut. etwas gehört.vierte Weg' bezeichnet wurde. indem man entweder in ihnen Glauben und Betörung hervorruft oder ihnen Furcht einflößt. zusammenhängt. . hat immer ein bestimmtes Kennzeichen. Es kann keine zwei Arten von . die keinerlei objektive Ergebnisse zeitigen kann. Ebenso ist es ganz falsch. nachgeahmte Gruppen und nachgeahmte Arbeit. Begeisterung und sogar Fanatismus hervorrufen kann. daß die schwarze Magie notwendig egoistisch sei. so wie er es versteht. zu behaupten. und es kann nur eine Art von . ja sogar für das beste Ziel auszunützen. daß niemand jemals etwas um des Bösen willen. „Während dieser Vorlesungen wurden mir oft Fragen gestellt. Das ist ganz falsch. Aber das. die aber naive Menschen täuschen und in ihnen Glauben. ohne daß sie es wissen und verstehen. Die schwarze Magie kann ganz altruistisch sein. ganz gleich. im Menschen den Zustand der Betörung hervorzurufen. Betörung. Dieses Kennzeichen besteht in der Neigung. Aber es gibt viele nachgeahmte Wege.Tun'. fußt auf der Betörung und auf dem Ausnutzen menschlicher Schwächen.seits mit dem.schwarzer Magier'.Tun'. „Darum ist es bei der richtigen Arbeit. Jeder tut alles im Interesse des Guten. Aber es gibt eine Fälschung. was .schwarze Magie' sei. daß ein . 332 . kann nach dem Heil der Menschheit oder nach der Errettung der Menschheit von wirklichen oder eingebildeten Übeln streben. auf jeden Fall in einer Schule gewesen ist. Es gibt die Mechanik. er weiß etwas. und ich habe darauf geantwortet.Tun' nicht erlaubt.Tun' ist Magie. und es gibt das . daß es weder rote. grüne noch gelbe Magie gibt.Tun' geben. „Hierbei dürfen wir nicht vergessen. Ich habe schon früher gesagt. für sich selbst etwas zu erreichen. was man schwarze Magie nennen kann.

daß die andere. daß es vieles gibt. Man weiß. etwas. daß ihre Lehrer nie in einer Schule gewesen sind. und jeder ist befriedigt.Lehrer'. wie zum Beispiel die verschiedenen . Und wenn man etwas Neues lernt. Er kann sogar manchmal zufällig die Wahrheit sagen. so ist dies bis zu einem gewissen Grade eine Garantie.Er ist einfach ein . nachzuprüfen. ob die erhaltenen Richtlinien richtig oder falsch sind. statt ihre eigene Nichtigkeit zu erkennen. er sei ein . was man mit gewöhnlichen Mitteln lernen kann und was nicht.schwarzen Magier' etwas lernen. was nicht auf die gewöhnliche Weise aus Büchern und so weiter gelernt werden kann. weil er glaubte. Man weiß. ob die Arbeit richtig oder falsch ist. er habe sie. so ist dies Illusion und Selbsttäuschung. Nichtsdestoweniger kann man vom . Aber nachahmende Arbeit dieser Art verleiht sehr viel Selbstbefriedigung. der entweder aus einer Schule hinausgeworfen worden ist oder sie selbst verlassen hat. gelangen die Mitglieder solcher Kreise zur Einsicht ihrer eigenen Wichtigkeit und zum Wachstum einer falschen Persönlichkeit. was man weiß und was man nicht weiß. Der theoretische Teil der Arbeit mag sich in dieser Hinsicht als nützlich erweisen. was schlimmer ist als die . sondern sie haben auch nie jemanden getroffen. wenn nicht sogar einfacher Betrug. Ihre Arbeit besteht einfach im Nachäffen.Arbeit' dieser Art kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen.Schüler'. praktische Seite auch richtig sein dürfte. weil auch 333 .okkulten' und theosophischen Gesellschaften und Gruppen. und wenn jemand behauptet. sich nicht mehr anderen unterordnen zu müssen und unabhängig arbeiten und sogar die Arbeit von anderen leiten zu können. eine volle Garantie zu sein. weil man von diesem Aspekt aus leichter urteilen kann. „Zuerst ist es sehr schwierig. Aber natürlich ist es weit davon entfernt. Darum sage ich. anstatt sie zu verringern. Einer fühlt. genug zu wissen. Jede .schwarze Magie'. andere halten sich für . Im Gegenteil. der einer Schule auch nur nahegestanden wäre. Nicht nur. wenn auch auf eine falsche Weise. Dies kann zu keiner Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit führen. das heißt sie kann die Täuschung und den Schlaf nur vermehren.halbgebildeter Mensch'.

gegen den eigenen Hauptzug oder Hauptfehler ist der wichtigste Teil der Arbeit und muß in Taten. daß ein Mensch. Alle okkulten und spiritistischen Gesellschaften und Kreise behaupten. mit anderen Worten. wenn sie auch nur subjektiv schwierig sind. so heißt das. „In richtig organisierten Gruppen wird kein Glaube verlangt. sondern gibt sie nur in Form von Andeutungen. deren Ausführung die Überwindung seines Hauptzuges erfordert. kämpft er mit sich selbst. Wenn ein Mensch diese Aufgaben ausführt. Wenn er die Aufgaben vermeidet und versucht. nicht mehr. daß sich Leute. und er sagt nicht viel über sie. nachzuprüfen beginnt. geht er zu immer schwierigeren über. gewöhn- 334 . Die Besonderheit der Schranken beruht auf der Tatsache. Zu diesem Zweck gibt der Lehrer jedem Schüler bestimmte Aufgaben. die der Lehrer nicht einmal Aufgaben nennt. Gewöhnlich werden zu Anfang nur sehr leichte Aufgaben gestellt. Darum ist der Lehrer bei der Wahl von Aufgaben und Schranken gewöhnlich sehr vorsichtig. ist einfach ein wenig Vertrauen. er riskiert es nur dann.hier Fehler möglich sind. der eine schwer zu überwindende Schranke gemeistert hat. denn je schneller ein Mensch all das. desto besser ist es für ihn. dann hält er sozusagen zwischen zwei Schranken an und kann weder nach vorwärts noch nach rückwärts. werden . nicht in Worten vor sich gehen. was verlangt wird. „Schwierigere Aufgaben. Und es gibt Menschen. was einem Menschen geschehen kann. sie nicht auszuführen.in seinen gewöhnlichen Schlaf. daß er entweder nicht arbeiten will oder nicht arbeiten kann. Das ist das Schlimmste. „Oft geschieht es. bestimmte Aufgaben. die bei einer Schranke. „Der Kampf gegen das »falsche Ich'.Schranken' genannt. was er hört. arbeitet er an sich. sie besäßen ein neues Wissen. in seinen gewöhnlichen Trott zurückfallen kann. Und wenn er nach Überwindung der ersten Schranke Angst vor den folgenden bekommt und nicht weitergeht. zu geben. und sogar das nur für eine kurze Zeit. die es glauben. die die Überwindung innerer Schranken erfordern. Wenn er sieht. daß er verstanden wird und die Aufgaben ausgeführt werden. wenn der Betreffende sich schon bei kleinen Schranken genügend stark gezeigt hat.

seine eigene Einschätzung der Ideen. alle möglichen Auslegungen erfinden. die Hauptsache ist seine eigene persönliche Haltung. „Er ist seine eigene Bestrafung. wegzugehen. dann beschuldigen sie wieder andere. „Manchmal bereuen sie dies später und beschuldigen sich selbst." „Was geschieht dann mit ihm?" fragte einer der Zuhörer. daß er verpflichtet ist. „Nichts — was sollte schon mit ihm geschehen?" sagte G. Ein anständiger Mensch wird sich auch dann anständig benehmen. wenn er glaubt. dann bereuen sie wieder und so fort. Und manchmal ist dies ein notwendiges Mittel.ich der kleinsten und einfachsten. daß er arbeiten möchte. und dann kann er alles hinwerfen und sich sogar endgültig gegen die Arbeit stellen. die vermittelt wurden. Und dann beobachtet man ihn. stehengeblieben sind. und ob er diese Einschätzung beibehält oder verliert. und sogar große Anstrengungen machen. vollständig zu beschreiben. Manchmal wird ein Mensch absichtlich auf die Probe gestellt. Ein Mensch kann lange Zeit ganz ehrlich glauben. Aber nichts kennzeichnet einen Menschen besser als seine Haltung gegenüber Arbeit und Lehrer. sich rechtfertigen. was er gehört hat. nachdem er diese verlassen hat. was ihnen an ihnen selbst offenbar geworden ist. um zu sehen. ungerecht oder falsch behandelt worden zu sein. wie die Arbeit in 335 . Solange man zu einem Menschen freundlich ist. um das Wesen eines Menschen zu enthüllen. wird er auch zu einem freundlich sein. wenn man ihn ein wenig kratzt? „Aber dies ist nicht die Hauptsache. gegen die Arbeit. und vollständig berechtigterweise einen Groll entweder gegen den Lehrer oder gegen jemand anderen in sich trägt. Und welche Bestrafung könnte schlimmer sein? „Es ist unmöglich. absichtlich dem. Er wird in eine solche Lage gebracht. gegen den Lehrer und gegen die anderen Mitglieder der Gruppe wenden und sie gerade dessen zeihen. aber wie wird er sein. Aber viele Menschen zeigen unter solchen Umständen eine Seite ihres Wesens. wie er sich benimmt. die sie sonst nie zeigen würden. eine falsche Bedeutung verleihen und so fort.

oder sofort alles aufgeben. die verlangt wird. bringt die Arbeit dieses Menschen sofort zu einem Ende. nämlich die Reinigung und Wiederherstellung der menschlichen Maschine. Und die erste Anstrengung. deren Wiederherstellung in seiner Macht steht. wie zum Beispiel dessen. besonders wenn er früher irgendwelche Anstrengungen gemacht hat. „Allgemein gesprochen. „Auf dieser Stufe machen die Menschen sehr oft einen Fehler. daß man es schon gar nicht mehr bemerkt. Solange ein Mensch noch keine ernstlichen Anstrengungen gemacht hat. sogar die unbedeutendste. was Sie immer im Gedächtnis behalten müssen. Verheimlichungen irgendeiner Art. desto größer werden die neuen Forderungen. was der Mensch selbst jemand anderem gesagt hat. oder dessen. ist die schwierigste Schranke die Überwindung des Lügens. All das bisher Gesagte waren nur Andeutungen. Jede Anstrengung. ihm nur die Wahrheit zu sagen. daß der Lehrer eine sehr schwierige Aufgabe auf sich nimmt. fuhr G. Wenn irgendein wichtiger Bestandteil der Maschine zerbrochen oder nicht in Ordnung ist. sie anzunehmen. sind die Forderungen an ihn sehr gering. „Man muß es selbst erfahren. die ihrer Natur nach noch gereinigt werden könnten. wenn sie zu lügen beginnen. 336 . ist. Man belügt so viel und unaufhörlich sowohl sich selbst als auch andere. werden die Forderungen an ihn größer. die ein Mensch macht. fort. werden ganz hoffnungslos. „Hier ist etwas. was ein anderer gebeten hat. Natürlich nimmt er nur die Maschinen an.einer Gruppe vor sich geht". die an ihn gestellt werden.Schranken' bedeuten und was für Schwierigkeiten sie darstellen. vermehrt die Forderungen. Und je größere Anstrengungen er macht. Man muß sich entweder sofort entscheiden. die mit der Arbeit fortfahren und aus der Erfahrung lernen. geheimzuhalten. weigert er sich. Trotzdem muß das Lügen überwunden werden. Aber sogar solche Maschinen. das Lügen gegenüber dem Lehrer zu überwinden. deren wahre Bedeutung nur denen enthüllt werden wird. was . „Sie müssen sich bewußt sein. aber sobald er seine Anstrengungen vermehrt. Eine Lüge gegenüber dem Lehrer.

Das heißt natürlich nicht.dem man dauernd begegnet. aufrichtig sein. Dumme Aufrichtigkeit und dumme Unaufrichtigkeit sind gleichermaßen mechanisch. bekommt auch nichts. Dies ist eine . daß Aufrichtigkeit nicht .kluge Aufrichtigkeit'. die Wahrheit von einer Lüge zu unterscheiden. nichts zu tun. Aber es gibt verschiedene Arten von Aufrichtigkeit. wenn sie nicht arbeiten oder später etwas falsch machen. wie er andere und sich selbst im Leben belügt. ihnen irgendein Recht oder irgendwelche Vorteile geben. wird er niemals lernen. Nichts. Mangel an Achtung gegenüber dem Lehrer oder gegenüber denen. daß die früher gemachten Anstrengungen. auf die gleiche Weise zu lügen. was ein Mensch gestern getan hat. Wer nichts tut. ist eine der ersten Forderungen die Aufrichtigkeit. werden heute an ihn keine Forderungen gestellt. denn wenn ein Mensch in der Gruppe fortfährt. die der Lehrer für irgendeine Aufgabe bestimmt hat. Sie glauben. sozusagen ihre früheren Verdienste. und wenn er gestern irgend etwas getan hat. 337 . Aber innerhalb der Gruppe ist Aufrichtigkeit eine absolute Forderung. muß er zuallererst mit seinem Lehrer und mit den Menschen. „Die zweite Schranke ist sehr oft die Überwindung der Angst. entschuldigt ihn heute. wie es eine kluge Unaufrichtigkeit und eine dumme Unaufrichtigkeit gibt. auf kluge Weise unaufrichtig zu sein. muß er lernen. Aber hier müssen wir bemerken. daß er heute mehr tun muß. Aber wenn ein Mensch lernen will. die außerhalb der Arbeit stehen und diese weder verstehen noch anerkennen können. zerstört. Wenn er lernen will. jede Möglichkeit irgendeiner Arbeit. wenn ein Mensch gestern nichts getan hat. daß es besser sei. bezüglich der Arbeit unaufrichtig zu sein und dann darüber zu schweigen. genau so. so heißt das. wie ich schon gesagt habe. wenn er mit Leuten zusammen ist. klug aufrichtig zu sein. Dies ist natürlich grundfalsch. Es gibt eine kluge Aufrichtigkeit und es gibt eine dumme Aufrichtigkeit. die die an sie gestellten Forderungen verringern müßten und gleichsam eine Entschuldigung sein sollten. die schon länger als er arbeiten. „Wie ich schon gesagt habe. Ganz im Gegenteil.Mangel an Achtung' werden darf.

Ganz im Gegenteil. Die Ängste. Es ist darum in der Arbeit oft besser. daß positive Anstrengungen und sogar Opfer in der Arbeit spätere Fehler nicht rechtfertigen oder entschuldigen. „Man muß ganz allgemein einsehen. Aber dies ist wieder eine heikle Angelegenheit und darf nicht übertrieben werden. wenn man nicht schuldig ist. Lügen und Ängste — das ist die Atmosphäre. Seine Anstrengungen und Opfer werden auf der einen Seite des Buches. die ein Mensch unternimmt. Diese Ängste müssen zuerst erkannt und dann zerstört werden. die eigene Schuld zuzugeben. „Dies scheint ungerecht. Genau wie die Überwindung von Lügen individuell verschieden ist.Gewöhnlich hat ein Mensch viele unnötige. Jeder Mensch hat seine nur ihm eigenen Ängste. Für jeden Menschen werden besondere Konten geführt. dann kann eine kleine Übertretung das Ergebnis ganzer Jahre von Arbeit und Anstrengungen zerstören. von denen ich spreche. Sonst wird das Ergebnis wieder Lüge. und seine Fehler und Missetaten auf der anderen Seite verzeichnet. kann nur durch die Wahrheit entfernt werden. der schon große Opfer gebracht hat. der noch keine Anstrengung gemacht und noch nichts geopfert hat. Sie müssen sich klar sein. sind gewöhnlich mit den Lügen verbunden. und zwar durch Angst verursachte Lüge sein. Dinge. „Der Kampf gegen die Lüge in einem selbst und der Kampf gegen die Angst ist die erste positive Arbeit. in welcher der gewöhnliche Mensch lebt. aber fortfährt. sogar dann. können einem anderen. das heißt durch eine sofortige und vollständige Beichte vor sich selbst und gegenüber den anderen und vor allem gegenüber dem Lehrer. so auch die Überwindung der Angst. eingebildete Ängste. Wenn ein Mensch seinen Fehler einsieht. nicht vergeben werden. welche einem Menschen vergeben werden könnten. kann niemals das auf der negativen Seite Stehende wettmachen. aber man muß das Gesetz verstehen. daß diese mit der Angst vor Spinnen oder Mäusen oder dunklen Zimmern oder mit unberechenbaren nervösen Ängsten nichts gemein haben." 338 . Was auf der positiven Seite steht. inmitten derer ein Mensch lebt. Was auf der negativen Seite verzeichnet ist. sich zu rechtfertigen.

wird es nur eine vorbereitende Gruppe sein. das. Der Erfolg eines einzelnen ist der Erfolg aller. „Was ist hierzu nötig? Zuallererst müssen Sie verstehen. Eine Gruppe ist eine große Sache. wie einer. hört er auf. ein Freund und Bruder zu sein und wird sofort ein Fremder. natürlich von innen her. Das Scheitern eines einzelnen ist das Scheitern aller. nicht äußerlich. Wir werden uns vorbereiten. Der Fehler eines einzelnen wird als Fehler aller betrachtet. es kann keine persönlichen Sympathien oder Antipathien geben. Eine Gruppe wird für eine bestimmte gemeinsame Arbeit. was einer erwirbt. und vor allem. Sie hat noch eine andere Seite. „Diese Regel der gemeinsamen Verantwortung muß man immer vor Augen haben. sondern auch für ihr Scheitern verantwortlich. Oft ist diese Regel sehr hart. Solange es keine allgemeine Arbeit gibt. Aber es ist nur möglich. Die Teile der Maschine müssen einander kennen und einander helfen. im Gespräch über Gruppen: „Glauben Sie nicht. nichts- 339 . gleichzeitig von allen erworben wird. Ich müßte Ihnen in dieser Arbeit vertrauen und Sie müßten mir und sich untereinander vertrauen.Bei einer anderen Gelegenheit sagte G. wenn er durch den Lehrer weggeschickt wird. nachzuahmen. da. der abgeschnitten ist. daß wir sofort mit der Bildung einer Gruppe beginnen können. sich darauf vorzubereiten. Und dieses Gesetz ist gut begründet. Die Mitglieder einer Gruppe sind nicht nur für die Fehler der anderen. Dann wäre es eine Gruppe. „Eine Gruppe muß wie eine Maschine arbeiten. führt unvermeidlich zur Auflösung der ganzen Gruppe. wie Sie später sehen werden. indem man versucht. daß in einer Gruppe jeder für den anderen verantwortlich ist. welche die Arbeit hindern. aber wenn einer von ihnen weggeht. für ein bestimmtes Ziel begonnen. eine Gruppe zu werden. um im Laufe der Zeit eine Gruppe zu werden. wie sie sein sollte. wie zum Beispiel die Übertretung einer grundsätzlichen Regel. In einer Gruppe können die persönlichen Interessen nicht den Interessen der anderen oder dem Interesse der Arbeit entgegengesetzt sein. Alle Mitglieder einer Gruppe sind Freunde und Brüder. Ein schwerwiegender Fehler seitens eines einzigen. nachzuahmen. eine Gruppe so. Dies ist ein Gesetz.

„Sie nehmen alles zu theoretisch". Zwei Menschen mögen lebenslang Freunde gewesen sein und zusammen einer Gruppe beigetreten sein. 1917. wie Sie mir helfen. und ebensowenig ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ein besonderes Verdienst. Er kann für mich nützlich sein. so ist er dadurch auch für die Arbeit nützlich. Später. Der Weggegangene fühlt sich gekränkt. Ferner wird Ihre Hilfe vor allem am Anfang nicht nach dem tatsächlichen Ergebnis. zählen wir sie als einen. welches fast sicher gleich null sein wird. Der andere hat kein Recht. Er kann für die Arbeit nützlich sein. „Weiterhin dürfen Sie nicht vergessen. Wenn ein Mensch zum Beispiel für mich nützlich ist. Darauf gab er uns einige bestimmte Aufgaben. Die Existenz der Gruppen an sich ist kein besonderes Verdienst. daß ich Ihnen nur in dem Maße helfen kann. Wenn daher einer in der Arbeit nicht fortfahren kann und weggeht. kann man sich auch mit zweien zufriedengeben. einmal einige interessante Bemerkungen zu den allgemeinen Grundsätzen der Gruppenbildung hinzu. Später geht einer von ihnen weg. wird der andere für schuldig gehalten und muß auch weggehen. als wir im Kaukasus waren. wo es sich um nahe Beziehungen. fügte G. Und er kann sich selbst nützlich sein.Hauptfehler' über. das heißt Mann und Frau werden als ein Mitglied der Gruppe gerechnet. daß die Arbeit eines Menschen Ergebnisse in allen drei Richtungen zeitigt." Hiemach ging G. gemessen werden. er versteht dies nicht und sie streiten. zu ihm von der Arbeit der Gruppe zu sprechen. handelt. sagte er. 340 . „Die Arbeit jedes Menschen kann in drei Richtungen verlaufen. Um dies in den Fällen zu vermeiden. daß ich sie hier anführen muß. mit denen die Arbeit unserer Gruppe begann. Es ist natürlich wünschenswert. „Sie sollten jetzt schon mehr wissen.destoweniger aber ist sie notwendig. auf die einzelnen Aufgaben und die Bestimmung unserer . Das Verdienst oder die Nützlichkeit der Gruppen wird durch ihre Ergebnisse bestimmt. Ich glaube. sondern nach der Anzahl und der Größe Ihrer Anstrengungen. wie Mann und Frau. Mutter und Tochter und so fort. Wenn das nicht der Fall ist.

von Anstrengungen zu sterben. zu uns über Anstrengungen in Verbindung mit den Aufgaben. die mit einem besonderen Stoff 341 . als im Schlaf zu leben. sagte G. Sommer 1916. Diejenigen. zu sterben. zurück. ist aber nicht imstande.. um zu erwachen. dann wird ihm die Tatsache. „Sie müssen verstehen". „daß gewöhnliche Anstrengungen nicht zählen. Das ist eine Seite. Wenn ein Mensch für sich nichts nimmt und sich nicht wandelt. Aber angenommen. Aber andererseits ist es nicht so leicht. Sie müssen eine Eigentümlichkeit im Aufbau der menschlichen Maschine verstehen. Wenn ein Mensch selbst nicht wächst oder sich nicht wandelt. langsam schädlich werden. „Eine sehr wichtige Rolle in der menschlichen Maschine spielt eine gewisse Art von Akkumulator. ist er auch für mich nützlich. wenn er so bleibt. daß er zufällig für eine kurze Zeitspanne nützlich gewesen ist. weil es nicht lange dauern kann. sagte er. sich selber zu nützen. Es gibt zwei kleine Akkumulatoren nah bei jedem Zentrum. Aber wir machen davon keinen Gebrauch. so ist dies viel schlimmer. die er uns gestellt hatte. durch die er nützlich war. „aber es ist besser. sprach G. als wir glauben." „Können Über-Anstrengungen nicht gefährlich sein?" fragte einer der Zuhörer. und dann kann die gleiche Tatsache. durch Anstrengungen. Die Arbeit läßt ihn hinter sich. Und so ist es immer und mit allem.Oder wenn er für die Arbeit nützlich ist. der gewöhnlich besonders auf seine Gesundheit bedacht war. so kann er nicht mit der Arbeit Schritt halten. Bald nachdem unsere Gruppe oder „vorbereitende Gruppe" gebildet worden war. nicht gutgeschrieben und. die keine Über-Anstrengungen machen wollen. ein Mensch ist für die Arbeit und für mich nützlich. Kur Über-Anstrengungen zählen. Wir sind viel stärker. Die Arbeit wächst und wandelt sich. „Natürlich können sie es". sollten lieber alles aufgeben und sich um ihre Gesundheit kümmern. seine Nützlichkeit dauert nicht lange." Ich komme wieder auf St. was noch wichtiger ist. wie er vorher war. Petersburg.

wenn er geht. der für die Arbeit des betreffenden Zentrums notwendig ist. „Im ersten Fall bezieht das Denkzentrum und im zweiten das Bewegungszentrum die für ihre Arbeit notwendige Energie aus den kleinen Akkumulatoren. Oder nehmen wir an. Dies bedeutet. als auch mit dem großen Akkumulator. und außerdem ist jeder von ihnen sowohl mit dem Zentrum verbunden. in welchem Fall sich einige .Rollen' im Denkapparat seines Kopfes drehen. in welchem Fall sich . zeichnete eine allgemeine Skizze der „menschlichen Maschine" und wies auf die Lage des großen und der kleinen Akkumulatoren und die Verbindung zwischen ihnen hin. „Außerdem gibt es im Organismus einen großen Akkumulator. es zu verstehen. oder an etwas anderes denken. daß er einen Hügel hinaufsteigt und müde wird.Rollen' im Bewegungszentrum drehen. daß ein Mensch arbeitet oder ein schwieriges Buch liest und versucht. wenn er gerade ein schwieriges Problem löst. Die kleinen Akkumulatoren sind miteinander verbunden. der die kleineren ladet." F i g u r 41 Zentrum Akkumulatoren G. fühlt der Mensch sich müde.gefüllt sind. Aber ganz unerwartet fühlt er einen neuen Zustrom von Kraft und wird wieder fähig zu gehen oder zu arbeiten. sich hinsetzen. Er würde gern aufhören. Wenn ein Akkumulator fast leer ist. „Nehmen wir einmal an. „Die Akkumulatoren arbeiten auf folgende Weise". daß das Zentrum mit dem zweiten Akku- 342 . sagte er. neben dem er steht.

und er ist mit dem ersten Akku- 343 .mulator verbunden worden ist und ihm Energie entnimmt. manchmal ein Schock. um diese Verbindung zu gewährleisten. manchmal eine Anstrengung. Inzwischen füllt sich der erste Akkumulator mit Energie aus dem großen Akkumulator. Der Mensch geht weiter oder arbeitet weiter. Manchmal ist eine kleine F i g u r 42 Ruhepause notwendig. Der Mensch fühlt sich wieder müde. Nach einer gewissen Zeitspanne ist die Energie im zweiten Akkumulator auch verbraucht. oder eine Zigarette. Die Arbeit des Zentrums geht weiter. Jedenfalls geht die Arbeit weiter. „Wieder ein äußerer Schock oder eine kurze Pause. oder eine Anstrengung.

aufgenommen hat. Er fällt fast um. Wenn ein Mensch die Verbindung mit dem großen Akkumulator gefunden hat. während der zweite Akkumulator mit dem großen Akkumulator verbunden wird und aus ihm Energie bezieht. Aber es kann leicht geschehen. Das Zentrum wird mit ihm verbunden. Wunder zu vollbringen. daß das Zentrum die Energie aus dem zweiten Akkumulator so schnell herausgesaugt hat. daß der. Zuckungen oder er fühlt sich krank.mulator verbunden. Nach einer gewissen Zeit erreicht der Organismus den Zustand. ihm Energie zu entnehmen. „Dann plötzlich bringt wieder eine kurze Ruhepause oder ein äußerer Schock oder eine Anstrengung einen neuen Energiezustrom. dann kommt ein Augenblick. Essen und Eindrücken hergestellt wird. Das Zentrum verbraucht seine Energie schnell. Diesmal fühlt sich der Mensch wirklich müde. ist er buchstäblich fähig. er ist nur halbvoll. die aus Luft. sich aus dem großen Akkumulator wieder aufzufüllen und nur die Hälfte der Energie. daß das Zentrum direkt mit dem großen Akkumulator verbunden worden ist. verbraucht schnell alle seine Energie und verbindet sich wieder mit dem ersten Akkumulator und so fort. Aber diesmal war der erste Akkumulator nur halbvoll. und der Mensch wird noch einmal fähig zu denken. weiter schneller aus dem großen Akkumulator ausströmt als sie einströmt. erste noch nicht genug Zeit gehabt hat.Rollen' sich weiterdrehen und die Energie. Der große Akkumulator enthält eine ungeheure Energiemenge. daß keiner der kleinen Akkumulatoren auch nur einen Tropfen Energie übrig hat. Aber dies geschieht sehr selten. wenn die . beginnt es. Aber natürlich. Gewöhnlich hört der Organismus automatisch schon lange vor diesem Zeit- 344 . „Nachdem das Zentrum wieder mit dem ersten Akkumulator verbunden ist. wo der große Akkumulator all seiner Energie bar und entleert ist und der Organismus stirbt. die er fassen kann. er bekommt Kopfweh. schläft fast ein. oder sein Organismus ist angegriffen. „Dies bedeutet. zu gehen oder zu arbeiten. und in der Zwischenzeit hat der zweite Akkumulator nur eine Viertelfüllung erreicht.

Es ist wesentlich. welche die Arbeit lange vor der wirklichen Gefahr anhält. „Die kleinen Akkumulatoren genügen für die gewöhnliche alltägliche Arbeit des Lebens. Das instinktive. Damit der Organismus dahin gelangt. „Gerade das verstehen die Menschen nicht. zu lernen. als er tatsächlich weiß und versteht. Das Gefühlszentrum ist ein viel feinerer Apparat als das Denkzentrum. ist die Energie der kleinen Akkumulatoren ungenügend. Solange wir unfähig sind. Unter gewöhnlichen Bedingungen wird der Mensch einschlafen oder ohnmächtig werden. „Im Gegenteil. Aber für die Arbeit an sich selbst. Bewegungs. da wir einschlafen. und daß viele Dinge für das Denkzentrum unerreichbar sind. dies zu verstehen. wo er wegen Erschöpfung all seiner Energie stirbt. die Gefahr. dies zu tun.punkt zu arbeiten auf. die von einem Menschen verlangt werden. Die Verbindung mit dem großen Akkumulator kann nur mittels des Gefühlszentrums durchgeführt werden.und Denkzentrum können von sich aus nur aus den kleinen Akkumulatoren Energie beziehen. oder es wird eine innere Störung auftreten. daß dieses neue 345 . daß im ganzen Denkzentrum der einzig arbeitende Teil der Formungsapparat ist. Faulheit oder der Angst vor Anstrengungen sterben. Darum muß ihr Ziel die Entwicklung der Tätigkeit des Gefühlszentrums sein. Man kann leichter an Untätigkeit. unser Ziel ist es. wie man die Energie direkt aus dem großen Akkumulator beziehen kann. ist nicht sehr groß. ehe unsere Anstrengungen irgendein Ergebnis zeitigen können. so muß er sich klar sein. an ihnen zu sterben. ist all unsere Arbeit verschwendet. besonders wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen. der den Weg betritt. das jeweils notwendige Zentrum mit dem großen Akkumulator zu verbinden. „Dies ist jedoch nur mit Hilfe des Gefühlszentrums möglich. Wenn irgend jemand mehr wissen und verstehen möchte. „Wir müssen lernen. sind besondere Bedingungen notwendig. für das innere Wachstum und die Anstrengungen. „Demzufolge braucht man vor Anstrengungen keine Angst zu haben.

die ein Anhalten des Herzschlags verursachen können. sondern nur in denen. Durch das Gähnen wird Energie in die kleinen Akkumulatoren eingepumpt. Vor allem kann man dies zum Beispiel in den Bergen sehen. Keines von ihnen kann richtig verstanden und erklärt werden. „Es gibt zwei unverständliche Funktionen in unserem Organismus.Wissen und Verstehen mittels des Gefühlszentrums und nicht mittels des Denkzentrums erworben wird." Außer dem. so daß sie ohne Wirkung arbeitet. Lachen gibt es nicht in allen Zentren. „Sie haben schon bemerkt. wenn ein Mensch. die vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht zu erklären sind". aber dadurch keine Energie hineinpumpt. es sind dies das Gähnen und das Lachen. „Das Studium und die Beobachtung des Gähnens von diesem ^Gesichtspunkt aus enthüllt viel Neues und Interessantes. während das andere entleert wird. Aber das Lachen ist die dem Gähnen entgegengesetzte Funktion. wenn eines von ihnen keine Zeit hat. daß Sie gähnen. '. „obwohl die Wissenschaft natürlich nicht zugibt. ohne daß man von den Akkumulatoren und ihrer Rolle im Organismus weiß. sondern Herauspumpen. beim Besteigen eines Berges fast unaufhörlich gähnt. der nicht an sie gewöhnt ist. Ich habe bisher von dieser Einzelheit noch nicht gesprochen. wenn Sie müde sind. und es gibt auch Fälle. das heißt die Entladung der in den Akkumulatoren angesammelten überflüssigen Energie. daß sie nicht zu erklären sind. die in zwei Teile gegliedert sind — einen positiven und einen negativen. Es gibt gewisse Krankheitsfälle. machte G. sich aufzufüllen. und der Mensch die ganze Zeit gähnt. Es ist nicht Einpumpen. was er über die Akkumulatoren gesagt hatte. in denen mit der Pumpe etwas nicht stimmt. wenn wir zu einer mehr 346 . das heißt. 4 „Das Lachen ist auch unmittelbar mit den Akkumulatoren verknüpft. wenn ein Mensch gähnen möchte. aber nicht dazu imstande ist. sagte er. noch eine sehr interessante Bemerkung über das Gähnen und das Lachen. gähnt man fast unaufhörlich. ich werde dies tun. Wenn sie sich zu schnell entleeren.

in Furcht. In den höheren Zentren kann es kein Lachen geben. Sie müssen eines verstehen." 347 . Aber außerdem gibt es verschiedene Gründe. die. daß ich Ihnen nur eine Übersicht geben kann. das heißt eine Energieentladung veranlassen. doppelt aufgenommen werden. in Bosheit. daß Lachen und Gähnen sehr ansteckend sind. Manche Menschen lachen nicht. das heißt er kann beide Hälften des Zentrums zugleich ansprechen und dadurch Lachen. die gleichzeitig beide Hälften des Zentrums ansprechen und sofort ein scharfes Ja' oder .Nein' gibt. die ihm von dem dafür zuständigen Akkumulator zufließt. daß sie notwendige Funktionen des instinktiven und des Bewegungszentrums sind.ins einzelne gehenden Untersuchung der Zentren übergehen. Andere wiederum lachen nicht. und da das Zentrum nicht imstande ist. Und tatsächlich werden Sie in der Bibel keinen Hinweis oder keine Erwähnung der Tatsache finden. daß er nie gelacht habe. sogar der gewöhnlichste Eindruck. In einem anderen Fall geschieht es. beginnt es in Form von Lachen die Energie auszustoßen. werden könnte". negativ." „Warum ist Lachen so angenehm?" fragte jemand. „Weil das Lachen uns von überflüssiger Energie erlöst. Lachen ist ein Gegenmittel. Es gibt Eindrücke. Solch ein gleichzeitiges Ja' und . „Wir haben immer viel von diesem Gift in uns.Nein' hervorrufen.Nein' erzeugt im Zentrum eine Art Krampt. antwortete G. nämlich zu Gift. alle Energie für nützliche Arbeit zu verwenden. Erinnern Sie sich daran. die das Zentrum nicht aufbrauchen kann. weil sie vollständig in negativen Gefühlen stecken. Dann kann jeder. daß Christus je gelacht habe. Dies zeigt. Von Christus wird berichtet. weil es in den hoheren Zentren keine Teilung und kein Ja' und . „Sie müssen verstehen. als wir unfähig sind. daß sich im Akkumulator zu viel solcher Energie angesammelt hat. Aber dieses Gegenmittel ist nur solange notwendig. warum Menschen nicht lachen. In» Augenblick wollen wir nur das Denkzentrum betrachten. weil sie keine negativen Gefühle haben können. diese zwei entgegengesetzten Eindrücke einer Tatsache zu harmonisieren und zu verdauen. wenn sie unverbraucht bleibt. Haß und Mißtrauen.

was irgendwie gar nicht nach St. Einige Male veranstaltete G. Zu dieser Zeit waren wir ungefähr dreißig.'s Moskauer Schülern war zu dieser Zeit ein ganz anderes als das erste im Frühling des vorhergehenden Jahres. ging nur für einige Tage nach Moskau und kam gewöhnlich mit zwei oder drei seiner Moskauer Schüler zurück. ich erwartete ihr Kommen immer mit Spannung und versuchte von ihnen zu erfahren. warum G. daß er uns die ganze Zeit beobachtete und viele von uns bei diesen Gelegenheiten ganz neue Seiten ihres Wesens zeigten. worin ihre Moskauer Arbeit bestand und was G. weil ich plötzlich auf dieser Fahrt verstand. begann die Arbeit unserer Gruppe neue und intensivere Formen anzunehmen. diese anscheinend ganz ziellosen Unterhaltungen veranstaltete. Eine Fahrt nach Ostrowky. so bildeten wir doch im ganzen eine sehr geschlossene Gruppe. Wir trafen uns fast jeden Abend. und wenn es auch kleine Reibereien gab. Unsere Vorlesungen und Zusammenkünfte hatten zu dieser Zeit schon ihren formellen Charakter verloren. im Hochsommer 1916. Petersburg paßte. zusammengehalten wurde. verbrachte die meiste Zeit in St. wobei wir Schaschlik aßen. Im Gegenteil. die bei den formellen Versammlungen in St. ist besonders in meinem Gedächtnis geblieben. wir hatten alle einander besser kennengelernt. Petersburg. Petersburg gut verborgen geblieben waren. die sich vor uns ausbreiteten. die durch das gemeinsame Interesse an den neuen Ideen und die neuen Möglichkeiten von Wissen und Selbsterkenntnis.ZWÖLFTES KAPITEL D amals. bei seiner Ankunft von Moskau größere Ausflüge aufs Land und Picknicks. Jetzt schienen sie mir nicht mehr künstlich zu sein oder eine auswendig gelernte Rolle zu spielen. ihnen ge- 348 . flußaufwärts an der Newa gelegen. Mein Zusammentreffen mit G. Ich erkannte. G.

einfachen Dinge zu verstehen. mit dem die Menschen an unsere Arbeit herantreten. Gleichzeitig verstand ich. einander lehrten. für gekünstelt oder für Darsteller einer gelernten Rolle hielten. wie wir schon sehen konnten. Und ich erfuhr sehr viel durch sie.. Wir begannen schon. uns von dem Selbst-Vertrauen und dem AllesWissen. Ich verstand jetzt. daß diese Fragen nicht beantwortet werden konnten. die auch wir nicht hatten verstehen können. teilnahm. Man muß lernen. die gleichen elementaren. Wir lernten nicht nur von G. Die ursprüngliche Gruppe traf sich zu dieser Zeit gesondert. das wir noch nicht wußten. schon besser als zuvor verstehen. hatte ich geglaubt. die wir anfangs gestellt hatten. Aber bei den allgemeinen Versammlungen war es für uns außerordentlich interessant zu hören. Durch meine neuen Gespräche mit ihnen wurde mir die Entwicklung eines ganz bestimmten Plans klar. G. solche Fragen zu stellen. und es war ganz klar. allein waren. und uns.Arbeit an sich selbst'?" „Woraus besteht das System. genau wie die Menschen. was mir in meiner späteren Arbeit sehr nützte.'s Moskauer Schüler meine Fragen bei unserem ersten Zusammentreffen nicht beantworten konnten. an denen G. zerstörte er oft durch 349 .'s Gruppe wie die „Schule" irgendeines mittelalterlichen Malers zu betrachten. daß wir sie nicht beantworteten. mit derselben Art von Fragen begannen und überrascht waren. die neu zu uns kamen. wie naiv meine Fragen gewesen waren: „Worauf fußt Ihre . sondern wir mußten auch voneinander lernen. Dieses Zusammentreffen mit neu hinzukommenden Menschen gab uns ein gewisses Maß von Selbst-Befriedigung. Und damals. dessen Schüler mit ihm lebten und arbeiteten und. Ich begann. Neue Leute erschienen jedoch nur bei großen Versammlungen. zu befreien und konnten G. vor etwas über einem Jahr. und wie sie genau so unfähig waren. wie neu hinzukommende Menschen genau dieselben Fragen stellten. welches Sie studieren?" „Was ist der Ursprung dieses Systems?" und so weiter. ich hätte das Recht. warum dies so sein sollte. während sie von ihm lernten. warum G. Mir wurde klar.sagt hatte. Aber als wir wieder mit G. um dies zu verstehen.

bedeutet. Er war eine Person. der sich für erhabene Ideen interessiert und intellektuelle Gespräche liebt. „Für jede Lage. Seine Rollen zu sehen. die er j e nach den verschiedenen Umständen spielt". sagte G.ein Wort alles. immer ein und derselbe zu sein". wenn ich mit ihm allein bin. Zum Beispiel sehe ich. schon vieles zu wissen. saßen wir hier und sprachen miteinander. den ich sehe. Das Studium der Rollen.Iwan Iwanowitsch' nicht nur einer ist. einen für Freunde im Gasthaus und vielleicht noch einen. ein oder zwei im Amt (einen für seine Untergebenen und einen anderen für seine Vorgesetzten). daß jeder Mensch ein bestimmtes Repertoire von Rollen hat. Aber das Wesentliche ist. weil auch . weder in uns selbst noch bei anderen. Bevor Sie kamen. Ein oder zwei für seine Familie. wieder zu einer seiner gewohnten Rollen zu- 350 . wird er nicht sein ganzes Selbst sehen. daß heute ein Ouspensky hergekommen ist. sein eigenes Repertoire. „aber ich sehe Sie ganz verschieden. Das Repertoire jedes Menschen ist sehr begrenzt. hat er eine bestimmte Rolle: aber bringen Sie ihn in eine nur etwas andere Lage. vor allem seine Begrenztheit zu kennen. und zwang uns einzusehen. sagte er. eine geeignete Rolle zu finden und wird für eine kurze Zeit er selbst. sehr unbequem fühlt und sein Bestes tut. daß wir tatsächlich bisher gar nichts wußten oder verstanden. Und wenn ein Mensch nur . dann ist er unfähig. Und denjenigen. Dann kamen Sie alle. was wir für uns selbst aufgebaut hatten. während gestern ein anderer da war. in die er im Leben gewöhnlich kommt. wenn ihn irgend etwas zeitweise aus seinem Dreh herausreißen sollte. die ein Mensch spielt. Und zu verschiedenen Zeitpunkten ist der Mensch vollständig mit einem von ihnen identifiziert und unfähig. sich von ihm zu trennen. „Sie müssen erkennen.ich' und .Iwan Iwanowitsch' sagt. Ein Mensch hat deren mindestens fünf oder sechs. daß Sie ganz sicher sind. „Der ganze Fehler ist. Zufällig sah ich zu ihm hinüber und sehe jetzt einen ganz anderen Doktor hier sitzen. bildet einen sehr notwendigen Teil der Selbst-Erkenntnis. sehen Sie sehr selten. in diesem Zusammenhang. daß sich der Mensch außerhalb seines Repertoires. Oder nehmen wir den Doktor.

selbst wenn er es auch für schlecht hält. das heißt er versucht sich selbst zu betrügen. sei es auch schlecht. sich zu entscheiden. Das ist die allerunbequemste Lage. Aber es ist sehr schwer für einen Menschen.rückzukehren. Der Mensch muß sich entscheiden. Und es ist klar. Es ist unerläßlich. Er arbeitet überhaupt nicht und hat auch gar keine Bequemlichkeit. es ist besser. ob er irgendein Ergebnis erwarten kann oder nicht. einem anderen zu gehorchen oder der Richtlinie einer allgemeinen Arbeit zu folgen. Aber dann taucht die Frage auf: Was will er eigentlich? Ein ruhiges Leben oder die Arbeit an sich selbst? Wenn er sich nach einem ruhigen Leben sehnt.Wenn ein Mensch Schwierigkeiten und Opfer für sich selbst erfinden könnte. Und warum ist es schwer? Vor allem. sich doch damit abzufinden. jemandem zu gehorchen. muß er diesen Frieden zerstören. so würde er manchmal sehr weit kommen. ist auf keinen Fall möglich. fühlt er sich nackt. So ist es im Leben. In Worten wählt er die Arbeit. Aber dies ist leider nicht möglich. In seinen üblichen Rollen fühlt er sich angenehm und zufrieden. Sobald er in seinen alten Trott zurückfallen kann. deren Leitung nur 351 . weil sein Leben zu leicht ist und. Als Ergebnis sitzt er zwischen zwei Stühlen. geht alles wieder wie geschmiert und das Gefühl von Verlegenheit und Anspannung verschwindet. Aber wenn er an sich arbeiten will. sich jemandem unterzuordnen. daß es nötig ist. er schämt sich und möchte davonlaufen. Ihm ist kalt. Er denkt. Er hat keine Ahnung. Alle beide zu haben. warum sich dies so verhält. aber in der Arbeit muß man sich. Wenn ein Mensch keine seiner üblichen Rollen spielt. Nur indem man diese Unannehmlichkeit erfährt. kann man sich wirklich beobachten. mit seiner Verlegenheit und Anspannung und mit dem Gefühl der Unannehmlichkeit und Hilflosigkeit abfinden. Und das Schwierigste für ihn ist. wenn er keine geeignete Rolle in seinem Repertoire finden kann. so darf er sich vor allem niemals aus seinem Repertoire herausbegeben. um sich selbst zu beobachten. alles zum Teufel zu jagen und die wirkliche Arbeit zu beginnen. Aber wenn er sich entscheidet. aber in Wirklichkeit will er seinen Frieden nicht verlieren. er doch schon zu sehr daran gewöhnt ist. Aber hier kommt dann etwas Neues und Unbekanntes. ist das Ergebnis oft Betrug.

Das kann jedoch erst im Verlauf der Arbeit geschehen. Der Beginn der Arbeit und mehr noch ihre Weiterführung ist sehr schwierig. intensiver gegen seinen Hauptfehler anzukämpfen. Gelegentlich trägt die Gruppe auch die Verantwortung für individuelle Aufgaben. irgend etwas zu entscheiden oder zu tun. diese Ideen auch anderen zu vermitteln. Natürlich verschwindet diese Schwierigkeit. warum dies notwendig sei. imstande zu sein. was es für einen Menschen geben kann. die seinem Typus. gibt es auch allgemeine Aufgaben. einen richtigen Eindruck davon zu vermitteln.einem Menschen obliegen kann. Sie würden nicht imstande gewesen sein." Bei einer anderen Gelegenheit führte G. Solch eine Unterordnung ist das Schwierigste. Anstatt den Menschen die Möglichkeit zu geben. ein richtiges Bild. weil das Leben ihm zu leicht fällt. zu irgendeiner späteren Zeit dazu- 352 . wenn er diese Phantasien los wird und sich so sieht. Sie werden sich daran erinnern. ausgenommen diejenigen. und zwar deswegen. würden Sie sie für immer abgeschreckt haben. Aber zuerst wollen wir die allgemeinen Aufgaben untersuchen. daß ich im Anfang dagegen war. die der Gruppe als Ganzem gestellt werden und für deren Ausführung oder Nichtausführung die ganze Gruppe dann verantwortlich ist. diesen Ideen näherzukommen. daß jedem Menschen bei der Arbeit seine besonderen Aufgaben gestellt werden. denen ich es besonders auf getragen hatte. seinem Hauptzug oder seinem Hauptfehler entsprechen. dieses Gespräch über die Arbeit der Gruppen fort und sagte: „Später werden Sie sehen. Zum Beispiel sollten Sie jetzt bereits ein gewisses Verständnis für das Wesen dieses Systems und seiner Hauptmethoden haben und Sie sollten imstande sein. das heißt etwas. Aber abgesehen von individuellen Aufgaben. der glaubt. wie er wirklich ist. daß Sie außerhalb der Gruppe über die Ideen des Systems sprechen. Und damals erklärte ich. das ihm eine Gelegenheit gibt. zu irgend jemand über die Gruppe oder die Vorlesungen oder die Ideen reden sollte. Sie würden es ihnen sogar unmöglich gemacht haben. Es war im Gegenteil eine bestimmte Regel. daß keiner von Ihnen.

und bringen Sie sie. zu den Versammlungen mit." A Die nächste Versammlung danach war sehr interessant. Darum gebe ich Ihnen allen eine bestimmte Aufgabe. bei Unterredungen mit Ihren Freunden und Bekannten auf diese Themen zu kommen. „Versuchen Sie. was wir von der Arbeit gehabt hätten. Andererseits hatten andere überhaupt keinen Zweifel.Geographie' hiermit zu tun?" fragte mich einer meiner Freunde sehr geistreich. Aber gleichzeitig gibt es Menschen. und drückten ganz offen Zweifel über unser „SelbstErinnern" aus. daß dies seine eigene Aufgabe ist. „Was hat . Andere wiederum fragten. jeder hatte viele Fragen. daß Sie fähig sind. indem er einen Satz aus einem amüsanten Schauspiel parodierte. die fähig sind. das kurz vorher gegeben worden war. die Interesse dafür zeigen. wer die Zentren gesehen habe und 353 . Die richtige Ausführung dieser Aufgabe durch einen jeden von Ihnen wird zeigen. das Gehörte anderen weiterzugeben. weil die Mehrzahl der Menschen keine dieser Ideen begreifen kann und es vollständig zwecklos ist. und zweitens. mit ihnen darüber zu sprechen. es für ihn zu tun. Es zeigte sich. Aber jeder muß einsehen. das Gehörte zu verstehen. diese Ideen aufzunehmen und mit denen es sich zu sprechen lohnt. versuchen Sie. Wieder andere fanden den „Schöpfungsstrahl" und die „sieben Kosmen" lächerlich und nutzlos. daß viele Freunde und Bekannte sehr scharfsinnige Fragen stellten. Sie fragten zum Beispiel.zukommen. Sie haben schon genug gehört. zu verstehen. Und wenn Sie wirklich Anstrengungen gemacht haben. Aber nun hat sich die Lage geändert. dann sollten Sie auch fähig sein. auf die die meisten unserer Leute keine Antwort fanden. daß sie „sich ihrer selbst erinnerten". mit wem es sich zu sprechen lohnt und mit wem es sich nicht lohnt. jene vorzubereiten. Menschen abzuschätzen. wenn sie danach fragen. daß Sie bereits etwas aufgenommen und verstanden haben. und jeder war etwas entmutigt und enttäuscht. Jeder war voll von seinen Eindrücken über seine Gespräche mit Freunden. und nicht von den anderen erwarten.

daß unsere Ideen gründlicher Materialismus seien. Sie können einen Menschen Ihr ganzes Leben kennen und glauben. G. fi „Wie man sie erkennen kann. daß er denkt und sogar sehr ernstlich denkt. „Dafür ist es notwendig. Jedoch bevor wir hiervon sprechen. Noch andere fanden die Idee des Esoterischen „unterhaltend. daß ein Mensch zuallererst eine gewisse . ist eine andere Frage". aber nicht überzeugend". er wäre sogar ziemlich intelligent. sagte er. über verborgenes Wissen. die fähig sind.'Vorbereitung. daß wir nichts „tun" könnten. Andere waren nicht bereit. „wenn Sie alles zusammenfassen würden. über die Möglichkeiten der inneren Entwicklung 354 . 11 „Sie müssen verstehen. bis zu einem gewissen Grad . daß keine Spur vom Wunderbaren darin zu finden sei. •was man auf gewöhnlichem Wege über esoterische Ideen. kein Idealismus und so weiter und so fort. ja. Andere fanden. ihre Abstammung vom Affen zu opfern.zu sein'. wieder andere fanden die Idee. daß keine Idee der „Menschheitsliebe" in diesem System enthalten sei. Er sollte wissen. und Sie werden sofort erkennen. daß wir Menschen zu Maschinen machen wollten. Andere sagten. Ein anderer mag hingegen überhaupt keine Fähigkeiten zu haben scheinen. absurd. er wäre nicht übel. daß er ein vollständiger Trottel ist. und Sie werden finden.wie sie gesehen werden könnten. Versuchen Sie. würden Sie selbst nicht mehr daran glauben. daß diese Idee im allgemeinen eine „neue Erfindung" sei. was für ^Menschen zu dieser Arbeit kommen können und was für Menschen nicht dazu kommen können. Dieses System hat eine wunderbare Eigenschaft. lachte. Andere sagten. was die Menschen über dieses System sagen könnten. sagte G. mit ihm über diese Ideen zu sprechen. sogar eine bloße Berührung damit ruft im Menschen entweder das Beste oder das Schlechteste wach. aber sprechen Sie mit ihm über diese Themen. als wir ihm unsere Gespräche mit unseren Freunden erzählten. „Das ist noch gar nichts". zur Arbeit zu kommen?" fragte ein Anwesender. müssen wir feststellen. ein gewisses Gepäck haben muß." „Wie können wir Menschen erkennen.

wenn er mindestens eine gewisse wissenschaftliche oder philosophische Bildung hat. Auch ist es günstig. wenig gelesen und wenig nachgedacht hat. kann auch dies nützlich sein. diese Idee sollte ihm nicht als etwas vollständig Neues erscheinen. zuerst von sich selbst. aber in diesem Falle muß er gehorchen und seinen Willen aufgeben. Im allgemeinen ist es sehr schwierig. bestehen aus zwei Teilen. Wenn er ein religiöser Mensch ist. Aber wenn er an religiöse Formen gebunden ist und ihren Kem nicht versteht. daß die ihm bekannte religiöse Lehre für ihn nicht genügt und ihn nirgendwohin führen kann. wenn er nicht von dem. muß er von der Theosophie enttäuscht sein. Alle religiösen Lehren. Wenn er ein Okkultist ist. was das Wertvollste in diesem System ist. Wenn ein Mensch eine gute Kenntnis der Religion hat. Ein Mensch kann nicht herausfinden. Sonst ist es schwierig. dem 355 . Ich meine. Ich sage zum Beispiel. muß er von der Politik enttäuscht sein. muß er von seiner Religion enttäuscht sein. müssen die Menschen enttäuscht sein. wird er es sehr schwierig finden. Im Gegenteil. daß er seinen Glauben verlieren sollte. Aber Sie müssen verstehen. Wenn er ein Theosoph ist. Wenn er ein Philosoph ist. Wenn er ein Wissenschaftler ist. das heißt von ihren Kräften. Das bedeutet nicht. muß er von der Philosophie enttäuscht sein.des Menschen und so fort erfahren kann. Und hierzu muß er auch auf irgendeine Weise gelangen. mit ihm zu sprechen. wonach er gesucht hat. Man kann sagen. enttäuscht von dem. was er bisher getan hat. daß ein religiöser Mensch von der Religion enttäuscht sein muß. Wenn er ein Politiker ist. und zweitens von allen überlieferten Wegen. daß er nur von der Lehre und den Methoden . mit einem Menschen zu reden. Wenn er einen guten Kern hat. was dies bedeutet. Um dieses System ernstlich anzugehen. muß er vom Okkultismus enttäuscht sein. daß es eine allgemeine Regel für jeden gibt. das bedeutet. der nur wenig weiß. gibt es für ihn einen anderen Weg ohne irgendwelche Gespräche.enttäuscht' ist und erkennt. und so fort. muß er von seiner Wissenschaft enttäuscht sein. enttäuscht ist. natürlich mit Ausnahme der vollständig entarteten Religionen der Wilden und der erfundenen Religionen und Sekten der modernen Zeit.

das zu tun. daß man das Interesse für das Wissen verlieren müßte.sichtbaren und dem verborgenen. „Wenn also ein Mensch zu diesem Zustand der Enttäuschung über alle möglichen und zugänglichen Wege gekommen ist. Es bedeutet nur. zugängliche und sogar angepriesene Okkultismus. daß er fortfährt. es bedeutet nur. Vom Okkultismus enttäuscht zu sein. ganz gleich. trotzdem es auch wahre Philosophie geben kann und geben sollte. Im Gegenteil. daß dies nur ein Beruf oder eine Gewohnheit oder eine Not- 356 . und dann kann er zu unserer Arbeit kommen. daß er noch nicht bereit ist. mit ihm über unser System zu sprechen. heißt. Von der Wissenschaft enttäuscht zu sein. nicht das ist. Von der Religion enttäuscht zu sein. oder daß er allein aus sich selbst irgend etwas finden oder tun könnte. daß die gewöhnliche Philosophie bedeutet. Aber er muß einsehen. Aber solange er weiterhin glaubt. Das ist ganz unnötig. davon überzeugt zu sein. und daß die Menschen überhaupt nicht wissen. Ich meine hiermit nicht. überzeugt zu sein. aus einem leeren Gefäß etwas in ein anderes gießen. von dem sichtbaren Teil enttäuscht zu sein und die Notwendigkeit zu spüren. was er bisher zu tun pflegte. heißt nicht das Vertrauen in das Wunderbare zu verlieren. was der Mensch kennt oder auf dem gewöhnlichen Weg lernen kann. daß die gewöhnlichen wissenschaftlichen Methoden nicht nur nutzlos sind. und daß. daß ein Mensch alles aufgeben muß. obwohl es irgendwo irgend etwas Wirkliches gibt. was Philosophie sein sollte. davon überzeugt zu sein. was er früher getan und was ihn früher interessiert hat. unter welchem Namen er auch auftreten möge. es ist sogar oft besser. so bedeutet dies. wie das russische Sprichwort sagt. daß der gewöhnliche. dann lohnt es sich. und nachdem man sich hiervon überzeugt hat. was er zu tun gewohnt ist. bedeutet nicht. sondern auch zu der Konstruktion absurder und sich selbst widersprechender Theorien führen. was er braucht. nur Scharlatanerei und Selbstbetrug ist. nach anderen zu suchen. Von der Philosophie enttäuscht zu sein. bedeutet. alles. daß er auf seinem früheren Weg irgend etwas finden könne oder daß er bis jetzt noch nicht alle Wege versucht habe. den verborgenen und unbekannten Teil der Religion zu finden.

was Sie ihm sagen. Und Sie müssen sich immer daran erinnern und aufpassen. Und diejenigen. was sie von Ihnen lernen können. All diese Spiritisten. „Es gibt noch andere Kategorien. weil sie alles. dann wird alles. daß es irgendwo irgend etwas gibt. die sich noch nicht verbrannt haben. und er wird Ihnen nicht einmal ernstlich zuhören. die Vorstellung anzunehmen. Es lohnt sich nicht. erkennen. Aber wenn Sie mit einem Menschen sprechen. Dieses System ist für diejenigen. Dann wird er sich ganz anders verhalten. brauchen es auch nicht. Hellseher und so fort. was Sie sagen. brauchen es nicht. so mag er den Geschmack der Wahrheit in dem. und zwar ist dies »berufsmäßiger Okkultismus'. die noch nicht gesucht haben und nicht suchen.wendigkeit ist. ganz gleich. Heiler. sich nicht zu . die nicht für uns taugen..identifizieren'." „All diese Fragen sind gut"." „Aber damit fangen die Menschen nicht an". aber wir werden später von ihnen sprechen. Inzwischen vergessen Sie vor allem eines nicht: ein Mensch muß genügend von den üblichen Wegen enttäuscht sein und gleichzeitig glauben oder fähig sein. auf ihn Zeit zu verschwenden. taugen für uns überhaupt nicht. ihm absurd scheinen. nämlich um andere Menschen an der Nase herumzuführen. berufsmäßige Scharlatanerei. ihnen nicht zuviel zu erzählen. wie ungeschickt Sie sich auch ausdrücken mögen. Die. in anderen Worten. die schon gesucht und sich verbrannt haben. die mit der Arbeit vollständig unvereinbar ist. sagte G. daß die Menschen ihr Leben auf der Grundlage der Gerechtigkeit und des Gemeinnutzens aufbauen könnten und sollten? Und Dinge dieser Art. „Es gibt nur eine Sache. sagte einer von uns. „Sie fragen: geben wir die Existenz des Äthers zu? Oder was halten wir von der Entwicklungslehre? Oder warum glauben wir nicht an den Fortschritt? Oder warum glauben wir nicht. für ihre eigenen Zwecke benützen könnten. oder sogar die Menschen. Wenn Sie mit einem solchen Menschen sprechen. die nahe mit ihnen in Beziehung stehen. der von etwas anderem überzeugt ist. Er wird dann fähig werden. „und Sie können von jeder 357 .

daß Menschen. darüber zu reden.Frage ans beginnen. Sie verstehen. Man verstand uns nicht. die uns bekümmerten. Aber es ist notwendig. Ich muß zugeben. In dieser Hinsicht erlebten wir alle bittere Enttäuschungen. schienen unseren Freunden alt und langweilig. was meine eigene persönliche Erfahrung angeht. uns zu verstehen. daß Menschen. nirgends hinführend und sogar abstoßend. Wir waren überrascht. Menschen dazu zu bringen. uns ausdrücklich aufgefordert hatte. die für uns neu und originell waren. zu denen wir eine innere Beziehung gefühlt hatten. und in denen wir immer einen Widerhall gefunden hatten. daß ich hiermit Folgendes meine: diese Frage über den Äther oder über den Fortschritt oder über den Gemeinnutzen kann von einem Menschen einfach gefragt werden. zu unseren Freunden von dem System zu sprechen. ja sogar etwas ganz Entgegengesetztes darin finden konnten. Sogar bevor G. nicht dasselbe darin sahen wie wir. oder was er in irgendeinem Buch gelesen hat. die Ideen. mit denen wir in früheren Zeiten über alle Fragen. oder aber er kann die Frage stellen. an der er leidet. hatten wir natürlich alle auf die eine oder die andere Weise versucht. Und in den meisten Fällen fand unsere Begeisterung über die Ideen des Systems eine sehr kalte Aufnahme. die uns im Herzen feindlich 358 . ja sogar schmerzlichen Eindruck machte. um irgend etwas zu sagen. Ich spreche von der absoluten Unmöglichkeit." Unsere Gespräche über Leute. Dies erstaunte uns mehr als alles andere. hatten sprechen können. dann können Sie ihm darauf antworten und dann kann jede Frage zum System führen. Und wenn es eine Frage ist. daß. die man für das System interessieren und die arbeiten könnten. was irgend jemand anders gesagt. dies mir einen sehr seltsamen. führten uns unwillkürlich zu einer Einschätzung unserer Freunde von einem völlig neuen Gesichtspunkt aus. oder um zu wiederholen. daß er an der Frage leidet. weil dies die Frage ist. an der er leidet. Im gewöhnlichen Leben sind wir natürlich im Bereich gewöhnlicher Fragen daran gewöhnt und wissen. die wir am häufigsten trafen. jedenfalls mit denen. sofern sie nur aufrichtig ist.

wir wüden wie „Maschinen". „Warten Sie nur. jedenfalls. alles. unsere frühere Aufgeschlossenheit. Natürlich bedeutet dies. zu sterben. die wir als unsere Art von Menschen zu betrachten pflegten. sie sagten uns. daß all dies von Leuten geschah. „Verstehen Sie. Aber Sie schämen sich bereits. lachte. wir veränderten uns zu unserem Nachteil. daß es etwas gibt. ist ein interessanter Mensch. Wer gut lügt. wir würden farblos. daß unsere Freunde fanden. Solche Fälle waren natürlich die Ausnahmen. wie Sie sagen. als wir ihm dies berichteten. sich manchmal einzugestehen. sagte. mit denen wir einen großen Teil unserer Zeit zu verbringen pflegten und die uns früher besser zu verstehen schienen als irgend jemand. weniger aufgeschlossen. weniger originell und. daß Sie nicht mehr so interessant lügen können wie früher. verzerren und verstümmeln und uns Gedanken zuschreiben. Sie haben jetzt schon begonnen. das heißt. „Es ist noch ein langer Weg 359 . die wir nie gesagt haben und so fort. G. daß Sie nicht mehr so gut lügen. und Sie können nicht mehr so reden. und alle unsere Versuche. zu lügen. die meisten unserer Freunde waren nur gleichgültig. und wir wiederholten nur gleich Papageien alles. die wir nie hatten. daß Sie jetzt weniger interessant sind. sagte er.gesinnt. was G. engstirnig oder des Denkens unfähig sind. Sie fanden uns weniger an^ regend als früher. wir verlören unsere frühere Ursprünglichkeit. was wir sagen. dächten nicht mehr originell. uns mißverstehen. Sie haben Mitleid mit Ihnen." Er betonte dieses Wort. was das wirklich bedeutet? Es bedeutet. wer von uns es war. Auf diese Weise können Sie jetzt wirklich sehen. daß Sie aufgehört haben. Sie sind jetzt fähig.'s System anzustecken. was Sie nicht wissen oder nicht verstehen. Aber manchmal gewannen sie einen sehr merkwürdigen Eindruck von uns. zu lügen. sie mit unserem Interesse an G. hörten auf zu fühlen. was für Menschen Ihre Freunde sind. Aber als wir nun erkannten. Ich erinnere mich nicht mehr. als ob wir verwelken würden. als ob Sie alles über alles wüßten. führten zu nichts. und auf ihre eigene Weise haben sie damit recht. der zuerst bemerkte. es kommt noch schlimmer". rief dies einen entmutigenden Eindruck in uns hervor. Worte.

Sie müssen verstehen. daß Sie schon begonnen haben zu verstehen". daß Sie in den Bindungen." In unseren Gesprächen kehrten wir oft zu den Eindrücken. verabscheut auch der andere. „Als Sie überhaupt nichts verstanden. Was einer gern hat." „Warum scheint es mir manchmal. Und wir begannen zu begreifen. Einmal hatten wir ein sehr langes und interessantes Gespräch über „Typen". alles zu verstehen. Sie können sich nicht mehr so aufrichtig selbst betrügen wie früher. daß Sie nichts verstehen. und nun scheint Ihnen der Geschmack am Verstehen einen Mangel an Verstehen zu bedeuten. daß ich überhaupt nichts verstehe?" sagte einer der Anwesenden. aber ein gewisses Maß von Dummheit ist Ihnen schon ausgegangen. und zu unseren neuen Eindrücken über unsere Freunde zurück. daß der Geschmack am Verstehen Ihnen früher ganz unbekannt war. G. daß Sie Typen treffen. glauben Sie. sagte er. wiederholte alles. wo Sie begonnen haben etwas zu verstehen. und ihre inneren Reaktionen auf die Dinge sind genau die gleichen. Das kommt daher. daß Sie alles verstünden oder jedenfalls fähig wären. hat auch der andere gem. Alles andere ist Einbildung. weil Sie die Wissenschaft von Typen nur dadurch lernen können. Was einer verabscheut. Solche Menschen sehen oft einer wie der andere aus. daß diese Ideen mehr als alles andere die Menschen entweder vereinen oder scheiden. sagte G. 360 . Sie haben jetzt schon einen Geschmack an der Wahrheit. was er schon früher über dieses Thema gesagt hatte. daß ich wenigstens manchmal irgend etwas verstehe. „Früher pflegte ich zu denken. die unsere Freunde von uns hatten. Solche Gelegenheiten müssen Sie im Gedächtnis behalten. Es gibt keine andere Methode. „hat wahrscheinlich in seinem Leben Menschen ein und desselben Typus getroffen. aber nun verstehe ich überhaupt nichts. dachten Sie. „Jeder von Ihnen".bis zum vollständigen Tod. mit vielen Zusätzen und Hinweisen für die persönliche Arbeit. Jetzt." „Das heißt.

daß die Typen und ihre Verschiedenheiten nicht in der gewöhnlichen Sprache definiert werden können. für deren Verständnis ein anderes Sein notwendig ist. was ist der Hauptunterschied zwischen ihnen und wie können wir sie. ich meine. Irgend jemand fragt unweigerlich. daß Sie nicht verstehen. kennen Sie jetzt noch nicht und können Sie auch für lange Zeit noch nicht kennen. wenn wir sie treffen. von denen 361 . daß dies. Als ob dies möglich wäre. Sie verstehen mich noch nicht und werden mich auch noch lange nicht verstehen. nicht mehr als sechs oder sieben Typen treffen können. Es ist genau da» gleiche wie mit den . „Dürfen wir diese zwölf Typen kennenlernen. das heißt ihre charakteristischen Züge und Kennzeichen?" fragte einer der Anwesenden. was überhaupt mitgeteilt werden kann. wenn es erklärt werden könnte. Es gibt Dinge.in denen Sie leben. schon lange erklärt worden wäre? Aber es ist eine Tatsache. Wie kommt es. „Sie müssen mit sich selbst und den Beobachtungen. Mit Hilfe des Mitgeteilten müssen Sie den Rest selbst finden. wenn ich von den Typen sprach. Andere sagen mehr. Alle übrigen sind Zusammensetzungen aus diesen Grundtypen." Er hielt inne. „Einige Menschen sagen zwölf^'. daß solche Worte eine Zeitverschwendung sind. sagte G." „Aber wenn es um uns nicht mehr als sieben Typen gibt. ob man nicht diese achtundvierzig Gesetze kennen kann. „Jedesmal.achtundvierzig Gesetzen'. daß man Ihnen alles mitteilt. Verstehen Sie doch. Aber ich weiß. trotzdem es im Leben eine viel größere Anzahl von Grundtypen gibt. erkennen und voneinander unterscheiden?" fragte einer von uns. warum können wir diese nicht kennen." „Wie viele Grundtypen gibt es alles in allem?" fragte jemand. in der sie definiert werden könnten. „Der Überlieferung nach stellen die zwölf Apostel die zwölf Typen dar. „Ich habe diese Frage erwartet". sagte G. Denken Sie an den Unterschied zwischen Wissen und Sein. hat irgendein kluger Mensch diese Frage gestellt. und die Sprache.

außerhalb von ihr wiederholt wird. das ganze eigene Leben vom allerersten Anfang an. Diese Aufgabe wird Ihnen wieder einmal zeigen. daß all diese Versuche überhaupt keinen Erfolg hatten. warum man außerhalb der Gruppen nichts erzählen darf. daß. daß die anderen das gleiche tun müssen.'s Aufgaben leichter in die Tat umzusetzen. Ich muß sagen. Einige von Ihnen glauben. ohne bei Kleinigkeiten und Besonderheiten zu verweilen. muß man das eigene Leben gut studieren. wenn er glaubte oder vermutete." Bald danach fuhr G. daß andere es in einer falschen Weise aufnehmen werden. was sie 362 . jeder muß sich so zeigen.. sich von ihm zu . Zuallererst versuchten einige. sagte G. Lassen Sie jeden in der Gruppe von seinem Leben erzählen. Niemand würde zu sprechen wagen. Ich möchte Ihnen allen eine Aufgabe stellen. „sonst wäre es ein Wissen. warum und wie die Dinge geschehen sind. sind überhaupt keine Typen< Um Typen zu sehen. man muß wissen. mit dem Sie nichts anfangen konnten. denn ein jeder befindet sich in der gleichen Lage. auf meine Veranlassung hin. nach Moskau. Alles muß bis in die letzten Einzelheiten ohne Verschönerung und ohne Auslassung erzählt werden. daß nichts sonstwo wiederholt wird. sondern in kleinen Gruppen. was Sie sehen. Und dann kann er ohne Furcht sprechen und verstehen. Sie müssen dabei aufrichtig sein und keine Angst haben. beginnen*'. andere zu wenig. Um seinen eigenen Typus zu kennen. ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Also er muß voll und fest überzeugt sein. Einige verloren sich in unnötigen Einzelheiten oder in Beschreibungen dessen. Und während seiner Abwesenheit versuchten wir auf verschiedene Weise. daß Sie Typen erkennen können. was er in der Gruppe sagt.ich schon gesprochen habe. Einige sagten zu viel. und zwar nicht in den allgemeinen Versammlungen. muß man seinen eigenen Typus kennen und fähig sein. die ihnen am besten bekannt waren. aber das. es wird gleichzeitig eine allgemeine und persönliche Aufgabe sein.trennen'. wie er ist. jeder muß sich enthüllen. die uns auf getragenen Aufgaben auszuführen. um G. Betonen Sie die hauptsächlichen und wesentlichen Dinge. die aus den Leuten bestanden.

Ich hatte G. aber spürte fast augenblicklich eine Gewißheit. Aber die Betonungen gaben sie preis. 363 .'s Idee ganz ohne Widerspruch angenommen und geglaubt. was von uns erwartet wurde. aber was eigentlich falsch war. und Familienerinnerungen. andere Menschen zu verstehen. das G. daß ich fähig sein würde. dagegen anzukämpfen. konnten sogar die nicht bestimmen. die ich zuerst in mir selbst gehört hatte und die mir zeigten. Aber in Wirklichkeit erwies sich dies als ganz unmöglich. Irgend etwas war falsch. In diesem Zusammenhang bemerkte ich.für ihre besonderen und originellen Kennzeichen hielten. und ich sah schnell ein. die die Anwesenden gähnen ließen. was sie erzählten. sichtlich erwartete. daß es viele Dinge gibt. Dies half mir. Als erstes versuchte ich. Ich fuhr weiter fort. Aber niemand interessierte sich dafür. vieles andere zu verstehen. den allgemeinen Verlauf und die Bedeutung der Tatsachen zu berichten. Dies war eine ganz unerwartete Erkenntnis. Ich begann zu bemerken. meine Lebensgeschichte ohne besondere Schwierigkeiten zu erzählen. andere betonten ihre „Sünden" und Irrtümer. daß die Betreffenden bei dem. die mir ein psychologisches Interesse zu haben schienen. weil ich mich an ein sehr frühes Lebensalter erinnere und selbst immer sehr über einige dieser frühen Eindrücke erstaunt war. daß sie beim Gespräch über sich selbst und ihr Leben auch mit verschiedenen Stimmen und verschiedenen Betonungen sprachen. die ich nicht erzählen wollte. Statt dessen gab es Anekdoten oder chronologische Memoiren. daß dies sicherlich nicht das war. sobald ich auf diese Weise sprach. Aber alles zusammen vermochte nicht das Ergebnis zu zeitigen. etwas verbergen wollten. die niemanden interessierten. Irgend etwas in mir protestierte dermaßen stark dagegen. Und es gab bestimmte Betonungen. einige Eindrücke meiner frühen Kindheit zu vermitteln. Ich erinnere mich an meine eigenen Versuche. und im Gespräche über gewisse Abschnitte meines Lebens versuchte ich nur. Die Beobachtung der Betonungen ermöglichte mir später. daß ich nicht einmal versuchte. die zu erzählen ich nicht die geringste Absicht hatte. die versucht hatten. so aufrichtig wie möglich zu sein. daß meine Stimme und die Betonungen sich veränderten.

besonders wenn er zu den .Als G. Und das ist noch nicht einmal so schlimm. „Die Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem Kern".intellektuellen' Klassen gehört. Alles. „Man muß denken lernen. sich zu entwickeln. Petersburg kam (diesmal war er zwei oder drei Wochen in Moskau geblieben). sagte jemand anderer. daß einige Seiten des Kerns schon im Alter von fünf oder sechs Jahren sich zu entwickeln aufhören und damit alles endet. besteht fast nur aus Persönlichkeit. wohlbekannte Schriftsteller. „Wie würden Sie Ihr Eigentum von dem. wo das eine oder das andere Ihrer Kennzeichen herrührt. was sie Ideen. sagte er. was nicht Ihr Eigentum ist. daß die Arbeit mit der Persönlichkeit beginnt". Und man muß erkennen. „Ganz richtig". erzählten wir ihm von unseren Versuchen: er hörte allem zu und sagte nur. die fast schon Minister sind. antwortete G. Überzeugungen. Ansichten." „Aber Sie haben selbst gesagt. deren Kem ungefähr im Alter von zwölf Jahren seine Entwicklung abgeschlossen hat. ist nicht ihr Eigentum und meistens gestohlen. „Darum müssen wir erst einmal genau feststellen. Gerade jetzt habe ich von einem Menschen gesprochen. was sie besitzen. Weltanschauungen nennen. das nächste Mal nach St. alles übrige ist nicht 364 . alles. wovon wir sprechen — von welchem Augenblick in der Entwicklung eines Menschen und von welcher Seinsstufe. „und der Kem verbirgt sich hinter der Persönlichkeit. und so verbergen sie einander gegenseitig. trennen?" antwortete G. haben sie von verschiedenen Quellen gestohlen. Professoren voll der verschiedensten Ideen. In den meisten Fällen hört sein Kern schon in einem sehr frühen Alter auf. Und all das zusammen macht Ihre Persönlichkeit aus und muß entfernt werden. wichtige Beamte. Ich kenne angesehene Familienväter. Solch ein Mensch. daß die meisten Menschen vor allem in Ihren Gesellschaftskreisen sehr wenig Eigenes haben." „Wie kann der Kern von der Persönlichkeit getrennt werden?" fragte einer der Anwesenden. Manchmal geschieht es. Man muß wissen. der in seinem Leben überhaupt keine Verbindung mit der Arbeit hat. daß wir noch nicht „Persönlichkeit" und „Wesenskem" zu trennen wüßten.

Alles. sagte G. „Dies zeigt nur. wenn Sie die Wahrheit sagen möchten. Zuerst schien mir irgend etwas zu gelingen. und in deren Verlauf wir versuchten. daß Sie dies nicht können und nicht einmal wissen." Hiemach führten wir viele Gespräche. wie Sie damit anfangen sollten. in dem ich mich befand." Zu dieser Zeit fand ein sehr interessantes Gespräch statt. die G. woraus die Wahrheit über Sie selbst besteht. aber später verlor ich alles wieder und spürte den zweifellos tiefen Schlaf. was es heißt. aufrichtig zu sein"." „Was verstehen wir denn nicht?" fragte jemand. es ist auswendig gelernt oder aus Büchern entnommen. daß wenigstens einige von Ihnen aufrichtig das tun wollten. daß ich trotz aller Anstrengung nicht imstande war. was er tatsächlich von uns wollte. sowohl sich selbst als auch andere zu belügen. daß Sie weder die Worte noch die Gedanken finden. ob Sie mich dabei verstehen werden oder nicht. an denen G. gescheitert waren. nämlich ihre Lebensgeschichte erzählen. besonders stark berührte es mich. Aber je mehr wir redeten. Wir werden dann sehen. teilnahm. ist sehr schwierig. meine Lebensgeschichte 365 . Aber gleichzeitig sehen Sie. Dies wird als eine der ersten Proben auf dem Weg bezeichnet. bewegte mich sehr stark. in was für einem Ausmaß Sie sich nicht kennen". Die ganze Wahrheit über sich selbst zu sagen. Ohne dies erledigt zu haben. Und Sie wissen nicht einmal. „Ich zweifle nicht daran. mich für eine längere Zeitspanne meiner selbst zu erinnern. uns gestellt hatte. muß man sie kennen. desto weniger verstanden wir. oder es verdankt seine Entstehung der Nachahmung fertiger Vorbilder.ihr Eigenes. daß Sie früher oder später da hindurch müssen. Eines Tages werde ich jedem seinen Hauptzug oder seinen Hauptfehler sagen. Aber bevor man sie sagen kann. kann man nicht weitergehen. „Sie verstehen nicht. was ich gesagt hatte. was damals geschah. den Grund dafür zu finden. Das Scheitern der Versuche. Aber vergessen Sie nicht. warum wir in der Aufgabe. „Sie sind so daran gewöhnt. sagte G.

daß er mich aus meiner schlechten Stimmung bringen wollte. schon besänftigt zu sein. Versuchen Sie. 366 . vermehrte noch meine schlechte Stimmung. meine Ansichten vorzulegen. sondern in leichter Erregbarkeit zeigte. „Was ist mit Ihnen heute?" fragte G. wenn ich keinen Zusammenhang finden kann? Nicht eine meiner Fragen. daß auf diese Weise nichts erreicht wird. die sich. was G. Aber ich verstehe Sie nicht mehr und Sie erklären nicht mehr so." G. hatte mir schweigend zugehört und dann von etwas anderem zu sprechen begonnen. „wie wir die Dinge nennen. über die Wiederholung des Lebens.'s Worte blieben in meinem Gedächtnis hängen. so wie dies in Märchen geschieht." Ich fehlte. G. daß wir überhaupt nichts erreichen. für jedes Ding seinen richtigen Platz zu finden. „Ich weiß es selbst nicht". wie Sie es am Anfang zu tun pflegten. aber ich ging nicht auf sie ein und fuhr mit meinen eigenen Gedanken fort. Ich hatte oft versucht. sagte ich. die Sie beantworten!" „Sehr gut". obwohl irgend etwa» in mir sich weigerte. „Nur fühle ich. oder besser. sagte ich. daß es mir nicht einmal gelang. „Bald werden neue Gespräche beginnen. mich zu verstehen: bisher haben wir versucht. Und ich f^hle. Aber diese Gespräche waren beinahe immer Monologe geblieben. sagte G. wollte. Über die anderen kann ich nicht sprechen. und war ihm innerlich dafür dankbar. Ich war kurz angebunden oder sehr schweigsam.zu erzählen und vor allem die Tatsache. nicht in einer Depression. sagte G. wie immer bei mir. daß ich nichts erreiche. die Sie zu stellen belieben. unser Gespräch darauf zu bringen und G. In diesem Zustand ging ich mit G. was G. das. „Ich verspreche Ihnen jetzt. Bald werden wir anfangen." „Warten Sie ein wenig". jede Frage zu beantworten. die Dinge bei ihren richtigen Namen zu nennen. zum Essen in ein Restaurant auf der Sadowoja gegenüber dem Gostinny Dwor. Und plötzlich erinnerte ich mich. über die „ewige Wiederkehr" dachte. „Was macht es aus". klar zu verstehen. daß ich vor allem wissen wollte. lachend. wie ich sie verstand.

sich zu ändern. aber es ist die nächstmögliche Annäherung an die Wahrheit." „Ist der Schluß richtig. das wir kennen. „ist nicht die ganze und absolute Wahrheit. das heißt. warum das System nichts über die Wiederkehr sagt und nur dieses eine Leben. „Es ist in den meisten Fällen wahr. Wenn Sie ihm etwas über die Wiederkehr sagen. sagte G. oder wiederholt sich alles vielleicht eine unendliche Anzahl von Malen. Und die Arbeit an der Selbst-Wandlung muß beute beginnen. sagte G. nur daß wir nichts davon wissen und uns nicht daran erinnern?" „Diese Idee der Wiederkehr". um dieser Wiederholung zu entgehen. Liegt irgendeine Wahrheit darin oder keine? Ich meine: leben wir nur dies eine Mal und verschwinden dann. Und wenn Sie verstehen. kann dies nicht mehr verlorengehen. sich ihrer aber nicht bewußt ist und sich selbst nicht wandelt? Man kann sogar sagen. betrachtet. wie sich alles in einem Leben wiederholt.„Nun gut". Ich werde dies jetzt nicht erklären. daß alle einmal geschaffenen oder geformten Neigungen wachsen müssen?" fragte ich. Was nützt es. was Sie über die Wieder. wenn ein Mensch sich nicht wandelt. „sagen Sie mir. Das System hat ohne das Streben nach Selbst-Wandlung weder Bedeutung noch Sinn. wenn er nicht einsieht. ist sehr nahe daran. sofort. wenn er etwas erreicht. „Ja und nein". Alle Gesetze können in einem Leben erkannt werden. was ich jetzt sagen 367 . wenn so viel Zeit und so viele Möglichkeiten noch vor ihm liegen — die ganze Ewigkeit? Warum sollte er sich heute darum kümmern? Dies ist eben der Grund. Aber was Sie sagen. In diesem Fall kann die Wahrheit nicht mit Worten ausgedrückt werden. werden Sie ihr noch näherkommen. wenn ein Mensch von der Wiederkehr weiß. daß. wird dies nur seinen Schlaf vermehren. Aber denken Sie darüber nach. wenn er nicht danach strebt. warum ich nicht hiervon spreche. Das Wissen um die Wiederkehr des Lebens ist für einen Menschen nichts Neues.« Warum sollte er heute irgendwelche Anstrengungen machen. es für ihn keine Wiederkehr gibt. Aber wenn er etwas Wesentliches in sich ändert.. Aber in einem größeren Maßstab können neue Kräfte hinzukommen. kehr denken. genau wie es in einem Leben wahr ist. sagte ich. das heißt in diesem Leben.

was er hinzugefügt hatte. jede seiner Fragen zu beantworten. denn obwohl G. von dem in „Blick in die Wahrheit" die Rede war. Es gibt Neigungen. sagte. daß er das. daß ich die Umrisse des „majestätischen Gebäudes" sah. G. daß Ouspensky dieses Steckenpferd hat — »ewige Wiederkehr'. daß er meine grundsätzlichen Voraussetzungen anerkannt. Ich begann auch seine Betonungen zu verstehen. die. wie leicht es ist." Alles. Er hatte mir etwas sehr Substantielles gegeben und konnte es nicht mehr zurücknehmen. Meine schlechte Laune verschwand. wenn ein schmollender Ouspensky dasitzt und weder ißt noch trinkt. Und wie kann man einen Menschen aufheitern? Einer liebt komische Geschichten. Möglichkeiten für alles (er betonte diese Worte) bestehen nur für eine bestimmte Zeit. Aber die Tatsache. Aber was für ein Vergnügen ist es. Sie sind nicht beständig.werde: auch planetarische Einflüsse können sich ändern.Wir wollen versuchen. „Sie sehen. Beim anderen muß man sein Steckenpferd herausfinden. Femer gibt es eine bestimmte Zeit. ihn aufzuheitern'. und alles. daß ich recht hatte. einmal entstanden. Alles begann sofort Zusammenhang zu gewinnen. mich verulkte. . berührte mich nicht. was er fragen würde. was G. dachte ich mir. aus sich selbst heraus mechanisch weiterbestehen und sich weiterentwickeln. bei denen dauernde Unterstützung notwendig ist und die sofort schwächer werden und sogar ganz verschwinden oder sich in Traum verwandeln können. einfach erfunden hatte. Ich glaubte seinen Scherzen nicht und glaubte auch nicht. an ihnen zu arbeiten. Aber vielleicht baute ich nur ein Luftschloß für Sie. die Idee der 368 . Außerdem können auch die Neigungen selbst verschieden sein. Ich wußte. Die Zukunft zeigte. war für mich von ungeheurer Wichtigkeit. interessierte mich außerordentlich. eine bestimmte Zeitspanne für alles. saß lächelnd dabei. wenn man aufhört. Vieles davon hatte ich vorher „vermutet". und ich bemerkte nicht einmal wann. was er über die Wiederkehr gesagt hatte." Aber daß G. Sie umzustimmen. Und ich weiß. vielleicht gibt es überhaupt keine Wiederkehr. Ich fühlte. und es gibt andere. Darum bot ich ihm an.

Viele von uns hielten ihn nicht für einen ernsten Menschen. daß er ein Experiment machen wolle. die laufenden Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg und über alle möglichen Arten von „Skandalen". Der ältere der zwei. vermischte auf die unmöglichste Weise verschiedene Gesichtspunkte und Worte. vor allem. die sich dem System genähert hatten und dann wieder davon abgewichen waren. uns zu. ich will nur die Leute beschreiben. fuhren wir in unserer Unterhaltung fort. wir aber noch nichts zu sehen bekommen hatten. ihn zu verstehen.. wurde plötzlich mitten in einem Satz still. bezog er sich doch mehrere Male darauf. weil er schon vor langem „Experimente" versprochen hatte. die er am ersten Abend für das Experiment wählte. Die Gespräche in den Gruppen gingen wie gewöhnlich weiter. schien in seinen Stuhl zu versinken und blickte gerade vor sich hin. der sich gerade über etwas ereifert hatte. Ich übergehe den Beginn des Experimentes. Der eine war nicht mehr jung und hatte eine ziemlich hervorragende Stellung in der Gesellschaft. um uns die Trennung von Persönlichkeit und Wesenskem zu veranschaulichen. Es war sehr schwierig. wenn er auf die verlorenen Möglichkeiten der Menschen zu sprechen kam. Der junge begann dem Gespräch zuzuhören und sprach 369 . Wir waren alle sehr interessiert. Einmal sagte G.Wiederkehr nicht in die Darstellung seines Systems einführte. seine Familie. die ihn sehr entsetzten. ohne daß wir ihn ansahen. Oft spielte er den Clown oder brachte endlose Argumente formaler Art über die eine oder andere Einzelheit des Systems ohne irgendwelche Beziehung zum Ganzen vor. die verschiedenen Kategorien und Stufen angehörten. Ich will nicht seine Methoden beschreiben. Er sprach in einer verwirrten und umständlichen Art sogar von den einfachsten Dingen. Der andere war jünger. über das Christentum. Das Gespräch verlief wie gewöhnlich. flüsterte G. Bei unseren Gesprächen sprach er viel und oft über sich selbst. Wir saßen im großen Wohnzimmer. Auf ein Zeichen von G. „Nun beobachten Sie".

Denken Sie jetzt noch genau so?" „Ich weiß es wirklich nicht". ruhig." Er hörte zu. „Ich verstehe nicht. an was er denke. Seine Stimme war anders geworden. niemand hätte das Recht. worüber Sie reden". für die ganze Zivilisation?" Er schüttelte seinen Kopf wie mit Bedauern. Wir sahen uns alle an. daß irgend jemand ihn frage." „Aber Sie interessieren sich doch dafür?" „Nein." „Nun gut. was der Frager sagte. als ob er sich entschuldigen wollte oder als ob er überrascht sei. „was geschehen würde. an die Folgen für Rußland. vorher sprachen Sie über Ihre Familie. wenn sie sich für unsere Ideen interessieren und der Arbeit beitreten würden?" 370 . er rauchte eine Zigarette und dachte sichtlich über irgend etwas nach. Sie sagten. ohne Übertreibungen und ohne Witzelei einige Beobachtungen über sich selbst. „Nun. sagte einer von uns. jeder wäre verpflichtet. Sie sprachen gerade über den Krieg". sagte er. „Wie merkwürdig." Er lächelte schwach. den Krieg zu vergessen. „An nichts. Dann schwieg er. sagte er in einer unsicheren Stimme. als ob er nicht begriffe. einfache und verständliche Weise.dann selbst. wenn wir nfft den Deutschen Frieden schlössen. und niemand hätte das Recht. Der erste saß noch immer beweigungslos da. sagte G. an was er denkt". ohne überflüssige Worte. Wäre es nicht viel leichter für Sie." „Denken Sie nicht an die Folgen all dessen. was jetzt stattfindet. „Fragen Sie ihn. als ob er zu einem Ball zusammengeschrumpft sei. nicht darüber nachzudenken. Ich erinnere mich überhaupt nicht an etwas Derartiges. „Ja?" sagte er. „Sagte ich das?" „Ja sicher. jeder müsse eine bestimmte Meinung haben. als ob er bei der Frage aufwache. „Ich?" Er hob seinen Kopf. es interessiert mich überhaupt nicht. darüber nachzudenken. ja oder nein — für oder gegen den Krieg. „Es interessiert mich überhaupt nicht und ich weiß auch nichts darüber. Er erzählte uns auf klare.

Keiner von beiden erinnerte sich am nächsten Tag an irgend etwas. dann schaute er wieder auf das Glas und sagte in einer so ernsten Stimme und mit einer so ernsten Betonung.„Ja. praktisch überhaupt nichts übrigbleibe. G. aber hinter dieser Persönlichkeit stand ein Wesens„kern." „Aber denken Sie nach. zweimal schaute er um sich." „Wenn man Sie fragen würde. Sie hätten Angst vor dem Abgrund. „ I c h im Gegenteil bin aufgewacht. und daß. erklärte uns. wenn seine Persönlichkeit schlafe. Er schaute es lange an. die wir kaum erkannten. in seiner Persönlichkeit liege. vielleicht". daß wir uns alle ansahen: „Ich glaube." Damit endete dieses Experiment. der sich zwischen Ihnen und Ihrer Familie verbreitere/' Keine Antwort. was beim ersten Menschen den Gegenstand seiner gewöhnlichen Konversation. der ebensoviel wie die Persönlichkeit wußte und es besser 371 . „Aber warum sollte ich darüber nachdenken?" „Nun. daß alles. was würden Sie sagen?" Wieder ein verwunderter Blick — „ich möchte gar nichts. seiner Befürchtungen und Aufregungen bilde. ich hätte gerne etwas Himbeermarmelade. „Können Sie nicht sehen." „Warum ist er eingeschlafen. erwiderte er mit unsicherer Stimme. als ob er etwas überlege. In der Persönlichkeit des anderen gab es auch viel unnütze Gesprächigkeit. „Aber was denken Sie jetzt darüber?" „Ich denke überhaupt nicht darüber nach." „Warum befragen Sie ihn?" sagte eine Stimme aus einer Ecke. was hätten Sie gern?" Auf dem kleinen Tisch neben ihm stand ein noch nicht geleertes Glas Tee. daß er schläft?" ^„Und Sie selbst?" fragte einer von uns. Sie sagten. wie Sie es ausdrückten. was Sie gern hätten. während Sie aufgewacht sind?" „Das weiß ich nicht. Dies war das zweite „Experiment".

„daß jeder Mann sein ganzes Leben hindurch immer mit Frauen eines bestimmten Typus und jede Frau mit Männern eines bestimmten Typus in Verbindung tritt. wenn auch er sich nicht daran erinnert?" sagte einer von uns..wußte. sagte einer von uns." „Aber was nützt ihm dies. weil die . bezieht sich auf den wirklichen Typus.: „Haben Sie bemerkt. nämlich auf den Kern. „Aber natürlich ist es in dieser Form viel zu allgemein. „Aber er beobachtete Sie alle und alles. daß er entgegen seiner Gewohnheit sehr wenig redete?" sagte G. sagte G. Wovon ich spreche. Die Persönlichkeit ist in unserem Fall das Ergebnis von falscher Arbeit der Zentren." Als wir ein anderes Mal über „Typen" sprachen. was für eine ungeheure Rolle der . sagte G." „Darin ist viel Wahrheit". Aus diesem Grunde kann die Persönlichkeit genau das verabscheuen.Typus' in der Beziehung zwischen Mann und Frau spielt?" „Ich habe bemerkt". „Haben Sie bemerkt. als ob der Typus der Frau für jeden Mann vorausbestimmt wäre und ebenso der Typus des Mannes für jede Frau. auf die er ein viel größeres Anrecht hatte." „Aber das ist eine Art schwarzer Magie". nahm der Kem ihre Stelle ein. „die Persönlichkeit hat es vergessen. 372 . so würde der eine Typus immer den anderen Typus finden und nie würden falsche Typen zusammenkommen. In Wirklichkeit sehen Sie nicht Typen von Mann und Frau. „Schlimmer". was der Kern gern hat — und gern haben. sagte G. sondern Typen von Ereignissen. Wenn die Menschen im Einklang mit ihrem Kem leben würden. Aber die Menschen leben in der Persönlichkeit. Es ist so. die nichts mit den Interessen und dem Geschmack des Kerns gemein haben. und wenn die Persönlichkeit einschlief. sagte G. Die Persönlichkeit hat ihre eigenen Interessen und ihren eigenen Geschmack. „Warten Sie und Sie werden noch Schlimmeres sehen. „Der Kem erinnert sich". und nichts entging ihm. Und dies war nötig. was geschah.Persönlichkeit' alles verfälschen und alles sich selbst zuschreiben würde. sagte ich.

bringt die Menschen in die Cafes. zu den zahlreichen Festen? Nur eine Sache. Auf irgendeine Weise gewinnt der Kern oder der Typus die Oberhand und entscheidet. Theater. daß die Menschen ins Theater oder in die Kirche gehen. Aber das Übel liegt in der daueroden SelbstTäuschung!" 373 . aber kann es nicht erklären. Im Gegenteil. was sie wirklich ist. Keine Schauspielerei kann hier etwas helfen. weil der mechanische Mensch in der wirklichen Bedeutung des Wortes nicht lieben kann — bei ihm liebt es oder liebt es nicht. was er will.Geschlecht'. glauben Sie. von der ich spreche. was ich meine. in die Restaurants. Glauben Sie. „Sie müssen versuchen zu verstehen. Wenn das Geschlecht seiner selbst richtig bewußt ist und sich nicht in etwas anderem verhüllt. Geschlecht: dies ist die Haupttriebkraft aller Mechanisiertheit. Musik. wenn die Menschen versuchen. Die Hauptsache ist sowohl im Theater als auch in der Kirche. Immerhin müssen diese zwei auf irgendeine Weise zusammenleben.was der Kern verabscheut.Geschlecht' eine gewaltige Rolle. Sie hat ihre eigenen Wünsche. Kunst. Alles. alles das ist . Und sie hassen einander. Hier beginnt der Kampf zwischen Kern und Persönlichkeit. steht mit dem Geschlecht im Zusammenhang: Politik. daß viele Frauen oder viele Männer dort sind. Dies ist der Schwerpunkt aller Versammlungen. Die Persönlichkeit will nichts davon hören und nimmt auch keine Rücksicht darauf. sie durch etwas anderes zu erklären und nicht durch das. „In diesem Fall können Vernunft oder Berechnung nichts ausrichten. Mechanisiertheit ist besonders gefährlich. um ein neues Stück zu sehen oder zu beten? Das geschieht nur dem Anschein nach. ist bereits eine große Errungenschaft. „Gleichzeitig spielt in der Aufrechterhaltung des mechanischen Lebens das . Und sie handelt auf ihre eigene Weise. Aller Schlaf. was die Menschen tun. Was. das durch sich besteht und durch nichts anderes bedingt wird. alle Hypnose hängt von ihm ab. Der Kem weiß. dann ist dies nicht die Mechanisiertheit. Religion. Auch kann die sogenannte Liebe hierbei nicht helfen. das Geschlecht. Aber ihre Macht erstreckt sich nicht über den Augenblick hinaus.

wie naiv solche Fragen sind. der das Enderzeugnis der Nahrungsumwandlung im menschlichen Organismus darstellt. das heißt es gibt eine Möglichkeit. „ . „Dies ist etwas. nämlich in der Macht des Geschlechts über die Menschen. Und Sie fragen: Kann man es so lassen oder sollte man es ändern! Gott selbst könnte nichts daran ändern. Es ist .Frucht'. sagte er.Wasserstoff* si 12 ist der .Same' oder . man kann dem allgemeinen Gesetz entfliehen. Vor allem deswegen. Aber man kann seine eigene Lage in bezug auf dieses Gesetz verändern. „ . von der wir gesprochen haben. was sollte man in einem solchen Falle tun? Als ob es möglich wäre.zusätzlichen Schocks' in do der nächsten Oktave verwandeln. hängt genau so sehr von der Geschlechts-Energie ab wie die physische Geburt und die Fortpflanzung der Gattung. sie fragen: soll das so sein oder wie kann es verändert werden. aber sich von einer beträchtlichen Anzahl von ihnen zu befreien ist möglich. daß in diesem Fall. Dies ist der Stoff. mit dem das Geschlecht arbeitet und den das Geschlecht erzeugt. G. das allgemeine Gesetz nicht verändert werden kann.„Was folgt nun daraus: Soll es so sein oder soll es geändert werden?" fragte jemand. was über die achtundvierzig Gesetze gesagt wurde? Sie können nicht verändert werden.Wasserstoff. das heißt. „Worüber Sie auch sprechen mögen. Man kann dem allgemeinen Gesetz entrinnen. was die Menschen immer fragen". was Sie verstehen müssen. Entsinnen Sie sich. lächelte. irgend etwas zu verändern oder zu tun! Sie sollten jedenfalls schon eingesehen haben. Es schließt die hauptsächliche Form der Sklaverei in sich ein und ist auch die Hauptmöglichkeit aller Befreiung.Schock' kann 374 . „Die .neue Geburt'. Das ist es. über das ich gerade spreche. Sie sollten verstehen. diesen Zustand für einen selbst zu ändern. viele verschiedene Möglichkeiten eingeschlossen sind. weil in diesem Gesetz. Aber dieser .Wasserstoff si 12 kann sich mit Hilfe eines . Kosmische Kräfte haben diesen Zustand der Dinge geschaffen und kosmische Kräfte beherrschen diesen Zustand der Dinge. genau wie in allen anderen.

Eine neue Oktave beginnt innerhalb . der das si erzeugt hat. nur ist der Vorgang verschieden.doppelter Natur sein. Dies ist die Geburt des . zu erschaffen. Gerade dieser Übergang des physischen Körpers in den astralen ist es. und die andere im Organismus selbst. entwickelt sich unabhängig als ein neuer Organismus oder als ein neues Leben. daß der .Feine' bezeichnet oder die Verwandlung niedriger Metalle in Gold. Sie müssen verstehen. die mit ihrer Hilfe begonnen wird. und verschiedene Oktaven können beginnen. Der ganze physische Körper. eine außerhalb des Organismus. Und dies ist die Möglichkeit. des männlichen und des weiblichen. und die neue Oktave. normal funktionierenden Organismus möglich.Astralkörpers' aus.Astralkörper' aus dem gleichen Material.Verwandlung' oder . „Die vollständige Verwandlung.Astralkörpers'. stellt den . ist nur in einem gesunden. tatsächlich ein neues Leben ohne Hilfe der Vereinigung beider Prinzipien.Schock' der ersten Art dar. Aber im gleichen Organismus gibt es noch eine weitere Möglichkeit. so beginnt der Stoff si 12 zu kristallisieren. Die Vereinigung von männlichen und weiblichen si 12 und alles. in dem si 12 erzeugt worden ist. In einem kranken oder einem verkommenen oder einem verkrüppelten Organismus ist keine Verwandlung möglich. aus dem gleichen Stoff wie der physische Körper geboren wird. „Die Verwandlung des Stoffes si 12 in Emanationen und die altmähliche Sättigung des ganzen Organismus damit ist das. das heißt die Bildung des . „Dies ist der übliche und natürliche Weg. Und wenn sie genügend gesättigt sind. die Energie von si 12 zu gebrauchen. alle seine Zellen sind sozusagen von den Ausstrahlungen des Stoffes si 12 durchtränkt. Die Kristallisierung dieses Stoffes macht die Bildung des ." „Ist für die Wandlung vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit notwendig und ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit im 375 . innerhalb des Organismus. was die Alchimie . den die Alchimie als die Wandlung des .des Organismus. was sie begleitet.Umwandlung' nennt.Astralkörpers'.Groben' in das . nicht außerhalb seiner.

wenn er weiß. ist die Enthaltsamkeit nicht mehr nötig. Dies bedeutet mit anderen Worten. Und femer kann Enthaltsamkeit einem Menschen nur dann nützen. wenn alle Zentren enthaltsam sind. „Dies ist nicht eine. „Erstens ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit nur in gewissen Fällen für die Wandlung notwendig. sondern eine ganze Reihe von Fragen". Im dritten Fall verlangt der Beginn der Verwandlung keine Enthaltsamkeit. Und bei wieder anderen tritt sie ganz von selbst ein. dann könnte es gar nichts Schlimmeres geben. daß. Wenn ein Zentrum enthaltsam ist und volle Freiheit der Einbildung und des Sich-Auslebens in den anderen herrscht. nämlich für gewisse Menschentypen. was er damit tun soll. Für gewisse Typen ist eine lange und vollständige sexuelle Enthaltsamkeit notwendig." „Was ist im allgemeinen die richtigste Art der Lebensführung in diesem Zusammenhang vom Gesichtspunkt der Arbeit aus?" „Das ist unmöglich zu sagen. genügt 376 . solange ein Mensch nicht weiß. kann die Verwandlung mit einem normalen Geschlechtsleben beginnen und kann sogar schneller beginnen und in Verbindung mit einer großen äußeren Verausgabung von Geschlechtsenergie besser verlaufen. sagte G. „Dann die andere Frage: Jst geschlechtliche Enthaltsamkeit für die Arbeit nützlich oder nicht?' „Sie ist nützlich. wird durch die Enthaltsamkeit überhaupt nichts erreicht. Ich will dies noch klarer machen. überhaupt nichts zu versuchen. was er mit der so gesparten Energie anfangen kann. Für andere ist sie überhaupt nicht nötig. Aber wenn sie einmal begonnen hat. Wenn er nicht weiß. Ich wiederhole. daß ohne lange und vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit die Wandlung nicht beginnt.allgemeinen für die Arbeit an sich selbst nützlich?" fragten wir ihn. das heißt bei anderen Tpyen. aber nach Beginn benötigt die Verwandlung die gesamte Geschlechts-Energie und beendet das normale Geschlechtsleben oder die äußere Verausgabung der Geschlechtsenergic. damit die Wandlung anfangen kann. wenn die Wandlung beginnt. es besser für ihn ist. In anderen Fällen. Bevor er nicht ein neues und genaues Wissen hat.

Es liegt nicht im Geschlecht selbst. oder auf der anderen Seite Furcht. Aber man muß sich immer vor Augen halten. weil die anormalen leichter zu verbergen sind. merkwürdiger Geschmack. Aber dies sind verhältnismäßig unschuldige Formen geschlechtlichen Mißbrauchs. Wenn er auf dieser Ebene zu theoretisieren und zu erfinden beginnt. merkwürdige Wünsche. „Allgemein gibt es nur zwei richtige Wege. was der Mißbrauch des Geschlechts in der eigentlichen Bedeutung dieser Worte heißt. Sie müssen verstehen. es seien dies entweder Exzesse oder Perversität. dauernd arbeitende . Aber was Mißbrauch des Geschlechts bedeutet. das heißt das Wirken des Geschlechtszentrums durch andere Zentren und das Wirken anderer Zentren durch das Geschlechtszentrum." 377 .es völlig.Originalität'. Gewöhnlich glauben die Menschen. worüber ich sprechen möchte. Diese haben in der Arbeit überhaupt keinen Platz. Manchmal. um zu begreifen. müssen von Anfang an zerstört werden. das Funktionieren des Geschlechtszentrums mit von anderen Zentren geliehener Energie und das Funktionieren von anderen Zentren mit vom Geschlechtszentrum geliehener Energie. Die moderne Erziehung und das moderne Leben schaffen eine ungeheure Anzahl von sexuellen Psychopathen. Irgendwelche Art von . wo das Hauptübel liegt und was an der Sklaverei schuld ist. normale Empfindungen gegen anormale auszu-* wechseln. oder um noch genauer zu sein. Geschlechtsenergie auszugeben: normales Geschlechtsleben und Wandlung.Puffer'. Alle Erfindungen auf dieser Ebene sind sehr gefährlich. in sehr seltenen Fällen. daß nur ein in geschlechtlicher Hinsicht vollständig normaler Mensch irgendwelche Aussichten in der Arbeit hat. Man muß die menschliche Maschine sehr gut kennen. „Seit undenklichen Zeiten haben die Menschen Enthaltsamkeit versucht. wenn sein Leben durch die gewohnten Regeln und Prinzipien geleitet wird. hat es zu etwas geführt. aber in den meisten Fällen bedeutet die sogenannte Enthaltsamkeit einfach. sondern im Mißbrauch des Geschlechts. Er bedeutet falsche Arbeit der Zentren in Beziehung auf das Geschlecht. wird es zu nichts als Psychopathie führen. Aber das ist es nicht. wird wieder mißverstanden.

Wasserstoff 12". Und dann ruft eine bestimmte Art von Anregung des Geschlechtszentrums oder sogar jede Anregung des Geschlechtszentrums unangenehme Gefühle und Empfindungen hervor. im Fühl-. daß das Geschlechtszentrum sich mit dem negativen Teil des Gefühlszentrums oder mit dem negativen Teil des Instinktzentrums verbindet. Aber tatsächlich arbeitet es sehr selten mit dem richtigen ." „Mit welchem . „Das Geschlechtszentrum arbeitet mit .Nein' im Denkzentrum. im Instinkt. Menschen. die in ihnen durch Ideen und Einbildungen im 378 . keine negative Seite gibt. oder gar nichts. im Denk-. daß es normalerweise im Geschlechtszentrum. Keine unangenehmen Empfindungen oder Gefühle sind in ihm zu finden. Behauptung und Verneinung. dann kann das Geschlechtszentrum als der neutralisierende Teil des Bewegungszentrums betrachtet werden. wenn er gefragt wurde. Entweder gibt es eine angenehme Empfindung. in all diesen gibt es sozusagen zwei Hälften — die positive und die negative. In ihm sind keine positiven und negativeil Seiten. Diese Frage hatte uns schon lange interessiert. Ja' und . angenehme und unangenehme Empfindungen im Bewegungs. „Zuallererst muß man bemerken.und Instinktzentrum. sagte er bei dieser Gelegenheit. im Bewegungszentrum. Im Geschlechtszentrum gibt es keine solche Teilung. „Wenn jedoch das untere Stockwerk als ein Ganzes genommen wird. sagte G. die unangenehme Gefühle und Empfindungen erfahren.und im höheren Denkzentrum. „Es kann". In allen anderen Zentren.„Kann das Geschlecht als unabhängiges Zentrum betrachtet werden9" fragte einer der Anwesenden. nie darauf eine direkte Antwort gegeben. aber wir waren nicht imstande gewesen. hatte.Wasserstoff arbeitet das Geschlechtszentrum?" fragte ein anderer. ein angenehmes Gefühl. überhaupt keine Empfindung. Jedoch geschieht es oft infolge der falschen Arbeit der Zentren. Und G. sie zu beantworten. es sollte damit arbeiten. genau wie im höheren Gefühls.Wasserstoff. Abnonnalitäten in der Arbeit des Geschlechtszentrums benötigen ein besonderes Studium. „Das heißt. Dies ist si 12. außer den höheren. vollständige Gleichgültigkeit.

sollte entweder angenehm oder gleichgültig sein. Aber sie können nicht seine Energie zerstören. Das bedeutet. brennt und tötet. Die .Puffer' können es gänzlich auf den Nullpunkt bringen. Das Bewegungszentrum beschäftigt sich mit Sport.oder dem Instinktzentrum. daß es schneller und stärker als alle anderen Zentren arbeitet. kämpft und so fort. dem ewigen Feuer.. Weiterhin muß man sich daran erinnern. wenn ein Mensch weder Bewußtsein noch Willen hat. daß das Geschlechtszentrum mit »Wasserstoff 12 arbeitet. der Qual der Sünder. sie können seine normale Äußerung verhindern. aber bei Verwendung der Energie des Geschlechtszentrums beschäftigt es sich nicht nur mit Philosophie. Enthaltsamkeit. das heißt. an einer Hitzigkeit erkannt werden. die an-' deren Zentren rauben dem Geschlechtszentrum die Energie. Die Energie des Geschlechtszentrums in der) Arbeit des Denk-.Puffer' das Geschlechtszentrum sich unterworfen halten. kritisiert und schafft neue subjektive Theorien. Das Denkzentrum schreibt Bücher. findet über sie ihren Ausdruck. neigen dazu. was mit dem Geschlecht zusammenhängt. an einer gewissen Heftigkeit. springt. Das Gefühlszentrum predigt Christentum. in anderen Worten. die esnicht selbst benützt.Geschmack'. in denen sowohl in der Arbeit des Denkzentrums als auch 379 . der Hölle. diese als eine große Tugend oder etwas Originelles zu betrachten. stellt verschiedene Rekorde auf. Gefühls. Wissenschaft oder Politik — immer kämpft es. Die Energie bleibt erhalten und geht auf andere Zentren" über. „Dies ist der »Mißbrauch des Geschlechts'.Zusammenhang mit dem Geschlecht hervorgerufen werden. ringt. und tut all dies mit der Energie des Geschlechtszentrums.. streitet. Auf der anderen Seite bringt es Revolutionen zum Ausbruch. alles mit der gleichen Energie. Unter gewöhnlichen Umständen. Unangenehme Gefühle und Empfindungen stammen alle aus dem Gefühls. Askese oder die Angst und den Schrecken vor der Sünde. klettert auf Berge.und Bewegungszentrums kann an einem" bestimmten . die für die in Frage stehenden Angelegenheiten gar nicht notwendig ist. In all diesen Fällen. können nur . Tatsächlich lenkt das Geschlecht alle anderen Zentren. ficht. Alles. tatsächlich ist dies einfach eine Krankheit. raubt.

Die feine Eindrucksnahrung ist zur Herstellung der höheren . dann werden seine Eindrücke viel gröber und es hört auf. was keines der gewöhnlichen Zentren vermag. Und trotzdem ist das Geschlechtszentrum für die allgemeine Tätigkeit sehr wichtig und vor allem für das innere Wachstum des Organismus. um gegen den »Mißbrauch des Geschlechts* zu kämpfen?" fragte ein Anwesender. wenn die Energie des Geschlechtszentrums von anderen Zentren geraubt und auf nutzlose Arbeit verwandt wird. die viel niedriger und gröber als seine eigene ist. gibt es immer ein allgemeines Kennzeichen. sich mit diesen Einbildungen zufriedenzugeben. Weder das Denk. die nicht seine eigene ist.Wasserstoffen' 48 und 24. im Organismus die Rolle zu spielen. der noch nicht begonnen hat.Wasserstoff 12 arbeitet. denn da es mit . „Gerade auf diese Frage habe ich gewartet". einem Menschen. daß.Wasserstoffe' sehr wichtig. „Aber Sie sollten jetzt schon verstanden haben. daß es genau so unmöglich ist.in der Arbeit des Gefühls. die ihm zukommen könnte. G.noch das Gefühls. kann es eine sehr feine Eindrucksnahrung aufnehmen.„Aber dies ist nur ein Aspekt. lachte. Gleichzeitig erzeugt seine Verbindung mit dem Denkzentrum und der Gebrauch von dessen Energie viel zu viel Einbildungen über das Geschlecht selbst und außerdem eine Neigung. und dies ist eine bestimmte. an sich selbst 380 . dieses keine mehr für sich übrig hat und die Energie anderer Zentren stehlen muß. besondere Heftigkeit und außerdem die Nutzlosigkeit der betreffenden Arbeit. sagte er." „Was muß man tun. Verbindung mit dem Gefühlszentrum erzeugt Sentimentalität oder im Gegensatz dazu Eifersucht und Grausamkeit. Dies ist wieder ein Bild vom Mißbrauch des Geschlechts. nämlich mit den verhältnismäßig niedrigen .und Bewegungszentrums diese mit der Energie des Geschlechtszentrums arbeiten. Dies ist ein Beispiel vom Mißbrauch des Geschlechts! . Aber wenn das Geschlechtszentrum mit einer Energie arbeitet. Ein anderer besteht in der Tatsache.oder Bewegungszentrum können jemals irgend etwas Nützliches mit der Energie des Geschlechtszentrums hervorbringen.

seine Bewertung der Arbeit und seine Einsicht. wenn es seine eigene Energie verwendet. dann beginnt alles andere unter seine Herrschaft zu kommen und geordnet zu werden. daß alles andere mechanisiert und zwecklos ist. in ihm einen dauernden Schwerpunkt schaffen kann. Seiner Energie nach. Deshalb wäre es eine große Sache." 381 . was . was man tun muß. Dies allein würde auf eine verhältnismäßig hohe Seinsstufe hinweisen. Die richtige Arbeit an sich selbst beginnt mit der Schaffung eines dauernden Schwerpunktes. um diese Mißbräuche zu vermeiden. „Die Rolle des Geschlechtszentrums bei der Schaffung eines allgemeinen Gleichgewichtszustandes und eines dauernden Schwerpunktes kann sehr bedeutend sein. Wenn ein dauernder Schwerpunkt geschaffen ist. würden alle anderen Zentren richtig an ihrer Stelle und mit ihrer eigenen Energie arbeiten. daß nur die Haltung des Menschen zur Arbeit. Und alle anderen Zentren sind ihm untergeordnet. zu erklären. steht das Geschlechtszentrum auf einer Ebene mit dem höheren Gefühlszentrum. Die Frage lautet folgendermaßen: woraus und auf welche Weise kann ein dauernder Schwerpunkt geschaffen werden? Und darauf kann man antworten. das heißt. nämlich wenn das Geschlechtszentrum mit seiner eigenen Energie und an der ihm zukommenden Stelle arbeitete.zu arbeiten und die Struktur der Maschine noch nicht kennt. wie zu sagen. wenn es mit seiner eigenen Energie arbeiten würde. zur Schule. Und in diesem Falle.Mißbrauch des Geschlechts' bedeutet.

meinen Weg zu erfühlen. was uns möglich war. wie sie gekommen war. ohne eine genaue Kenntnis der möglichen Ergebnisse zu haben. Aber alle diese Dinge zusammengenommen und auch unsere Gespräche und Versammlungen hielten mich in einem Zustand un- 382 . die ich früher erworben hatte. dem Organismus möglichst starke Schocks zuzufügen. wobei ich eine gewisse Erfahrung in dieser Hinsicht benützte. das Arbeitsmaß in uns selbst zu vergrößern und alles zu tun. daß unsere Aussicht. Ich nenne sie intensiv. aber sehr „intensiver" Fastenübungen durch. Auch machte ich eine Reihe ziemlich schwieriger Denkübungen zur Konzentrierung der Aufmerksamkeit. ja daß wir im Vergleich zu der Unermeßlichkeit der Aufgabe. meine Aufmerksamkeit zu konzentrieren und mich selbst zu beobachten. Im Zusammenhang damit begann ich nach einem bestimmten System zu „atmen". Wir sahen ein. mehr zu wissen. weil sie im Grunde nur Versuche waren. Wir fühlten alle. das mir früher viel dazu verholten hatte. sondern im Gegenteil versuchte. Ich begann eine Reihe von Experimenten oder Übungen. solange die Verhältnisse günstig waren. genau so plötzlich aufhören könnte. und wir versuchten. zu wenig täten. weil ich sie überhaupt nicht vom hygienischen Standpunkt aus betrachtete. Ich führte eine Reihe kurzer. das in Verbindung mit Fasten früher bei mir interessante psychische Ergebnisse gezeitigt hatte. die wir uns gestellt hatten. Ich beschreibe diese Experimente und Übungen nicht im einzelnen.DREIZEHNTES KAPITEL D er Hochsommer 1916 hat sich dem Gedächtnis aller Mitglieder unserer Gruppe als eine Zeit sehr großer innerer Arbeitsintensität eingeprägt. und auch „Wiederholung" nach der Methode des „DenkGebetes". daß wir uns beeilen müßten.

daß er unerläßlich ist und ohne ihn keine Tatsachen möglich sind. sie zu beschreiben. Und ich konnte nur antworten. was wir für möglich. die das Gebiet dessen. gemeint hatte. die ich im August 1916 haben sollte. Sie hatten das Wunderbare gesucht und glaubten. daß dies nicht nur in meinem Falle so war. was G. dem Verstehen gewisser Ideen und einem gewissen Seins-Zustand. das heißt wir verstehen nicht. Dieser Zustand. daß Behauptungen dieser Art mich immer aufgebracht hatten.gewöhnlicher Spannung und bereiteten mich natürlich in einem hohen Maße für die Reihe von außergewöhnlichen Erlebnissen vor. die irgendeine Art außergewöhnlicher Erlebnisse gehabt und sich nachher geweigert hatten. 383 . ist genau das. was ich suchte. hielt sein Wort und ich sah Tatsachen. weil es überhaupt keine Möglichkeit gibt. Und nun befand ich mich selbst in genau der gleichen Lage. Seite 30/1. wenn ich sie in den Erinnerungen oder Aufzeichnungen von Leuten fand. als daß sie zum Allgemeingut werden könnten. diese „Tatsachen" selbst zu beschreiben. Ich sah und beobachtete Tatsachen. denn G. daß es in ihnen viel zu viel Persönliches gab. Nun komme ich auf etwas sehr Schwieriges zu sprechen. so sagten sie immer das gleiche: „Ich habe es gefunden. sondern daß es immer so ist. Aber ich kann nicht beschreiben. verstand auch zur gleichen Zeit. sie hätten es auf die eine oder andere Weise gefunden. anerkannt oder zulässig halten. was ich gefunden habe. vollständig hinausgingen. Warum? Diese Frage habe ich mir selber oft gestellt. ein gefühlsmäßiger. Und ich glaube. was wir nicht verstehen können. Diese anderen Dinge bestanden aus der Vorbereitung. was sie suchten. Aber wenn sie gefunden hatten. Ich hatte gefunden. und ich kann nichts darüber aussagen. als er sagte. Der wichtigste Teil dieser Erfahrungen bestand in ihrem inneren --T Siehe Kapitel l." — Dies schien mir immer künstlich und erfunden. daß viele andere Dinge noch vor den Tatsachen notwendig seien1. Ich entsinne mich.

Ich kann mit unbedingter Gewißheit sagen. gesonderten Raum rief. N. S. keinerlei 384 . Wie ich schon gesagt habe. weil ich immer bei anderen derartige Reden verurteilt hatte. was ich ihm in unbedingtem Vertrauen gesagt hatte. zu bemerken. obgleich ein Turner natürlich diese Bewegungen leicht ausführen könne. Später kam G.Gehalt und in dem neuen Wissen. als ob er einmal diesen. G. Am Abend kamen wir auf unsere Versuche. Z in einen kleinen. in Finnland. S. als er mich. begann uns gewisse Haltungen und körperliche Bewegungen zu erklären und zu zeigen. als er vor allen anderen etwas wiederholte. wieder zu der Frage zurück. G. einmal einen anderen von uns herausfordern wolle. zu sprechen. er sie jedoch auf andere Weise als er ausführen würde. Ich war besonders betroffen. unser Leben zu erzählen. und etwa acht unserer Leute waren da. Und damit begann das Wunder. und Dr. Was er sagte. nach all meinem Fasten und anderen Experimenten war ich in einem eher aufgeregten und nervösen Zustand und physisch weniger im Gleichgewicht als gewöhnlich. es war ungefähr zehn Uhr. Ich glaube. erklärte. und besonders betonte er unsere Feigheit und die Faulheit unserer Gedanken. obgleich die Bewegungen und Haltungen in sich selbst keine außergewöhnliche Schwierigkeit darstellten und ein guter Turner sie ohne besondere Anstrengung hätte ausführen können. ein Athlet zu sein. daß. dachte. daß G. war hauptsächlich deswegen für mich sehr unangenehm. daß in all seinen Bewegungen ein erstaunliches Maß von Sicherheit und Genauigkeit war. warum wir unsere Lebensgeschichte nicht erzählen könnten. Ich kam zum Landhaus von E. und G. Ich habe niemals vorgegeben. Aber auch der äußere Aspekt kann nur sehr annähernd beschrieben werden. war sehr scharf und sarkastisch. aber ich konnte sie äußerlich nachahmen. das sie begleitete. G. in dessen Haus wir in St. er selbst mache sie auf eine bestimmte Weise mit entspannten Muskeln. Ich konnte nicht umhin. M. nämlich was ich über Dr. Petersburg kürzlich oft unsere Zusammenkünfte gehabt hatten. Dr. Wir saßen auf „türkische Weise" auf dem Boden.

Er saß still. was er verlange. Dieses Gespräch. Wir saßen in einem kleinen Zimmer mit hölzernem Fußboden ohne Teppich. stellte mir wortlos Fragen. gegenüber. besonders Z. ganz gleich wie schwierig das sei. nickte mir zu und hielt mit dem Reden inne. und zwar in der Brust. Schließlich stand er auf und wir gingen hinaus auf die Veranda. die G. ansah. die er uns allen sagte. Und plötzlich bemerkte ich. seine Gedanken zu hören. die ich entweder annehmen mußte. G. sofern man es ein Gespräch nennen kann. in der Nähe des Herzens. Ich fing einen dieser Gedanken auf und antwortete darauf. die Wahrheit zu erkennen oder zu sagen. Ich war sehr aufgeregt durch die Dinge. und S. Ich wollte die Zeit nicht annehmen und sagte. wie man ihn oft in Landhäusern findet. G. Dr. Alles begann damit. Und wieder antwortete ich darauf mit der gewöhnlichen Stimme. das heißt er gab mir keine Rauschgifte. Die Angelegenheit bezog sich auf gewisse Bedingungen. Seine Worte verwirrten mich sehr. indem er seinerseits Z. „Gedanken" waren. gab mir einen Monat Zeit. „Warum sagte er das?" fragte G. er saß da und lächelte. waren sichtlich erstaunt über das. Z . Aber G. 385 . sprach von unseren „Hauptzügen". und Dr. dauerte nicht weniger als eine halbe Stunde. die für mich bestimmt waren. Z. oder ich hätte die Arbeit zu verlassen. Ich antwortete ihm bejahend. und die Dinge. S.auf der ändern. war auf einer Seite von mir. noch hypnotisierte er mich auf irgendeine bekannte Methode. die er mich fragte und die ich nicht wiedergeben kann. und ich beantwortete sie. in der gewöhnlichen Weise. G. Er stellte mir eine bestimmte Frage. Ich saß G. was stattfand. S.. bestand auf der Zeitspanne eines Monats. laut sprechend. „Fragte ich ihn irgend etwas?" Und sofort stellte er mir eine noch schwierigere Frage auf die gleiche Weise wie zuvor. ich würde es sofort ausführen. unserer Unfähigkeit. ohne ein Wort zu sagen. Nach einiger Zeit hörte ich seine Stimme in mir. wobei ich auf die gewöhnliche Weise redete. Ich sah ihn an. G. Dann war eine ziemlich lange Pause. mir sagte. daß zwischen den Worten.äußere Methoden benützte. Seine Frage rief in mir ein sehr starkes Gefühl hervor. daß ich anfing.

's Stimme in meiner Brust. G. in einem Augenblick. ganz in der Gewalt der außerordentlichsten Gedanken und Gefühle. aber obgleich ich versuchte. daß G. So ging es für ein oder zwei Stunden weiter. recht hatte. sondern antwortete auch in Gedanken. Bei dieser Gelegenheit hörte ich nicht nur. ich hätte etwas gefunden. Manchmal schien es mir. mein Puls fing stark zu schlagen an und ich hörte wieder G. Aber ich hatte etwas anderes gefunden. daß er mir nicht glauben und daß er mich auslachen würde. was G. Über das. Ich sah ein. und die anderen zu dieser Zeit beim Abendessen auf der großen Veranda. durchblitzte mich ein Gedanke. Ich versuchte mir etwas auszudenken. in dessen Folge ich sehr schnell zu einem klaren und richtigen Verständnis all dessen gelangte. Als ich zu dem Haus zurückkehrte. gesagt hatte. daß ich recht hatte. was er über mich sagte. und G. In Wirklichkeit waren G. Von da aus ging ich in den Wald. in Wirklichkeit nicht gab.Auf der anderen Seite des Hauses war eine andere große Veranda. wenn ich ihm dieses andere zeigte. und ich sprang von meinem Stuhl auf und ging in den Garten. ging in mein eigenes Zimmer und legte mich nieder. Schließlich. und auch meiner eigenen Lage. was sie als eine Tatsache bestätigen würde. Dort spazierte ich lange Zeit im Dunkel umher. was ich für fest und zuverlässig in mir gehalten hatte. Ich wußte. und S. war es bereits dunkel auf der kleinen Veranda. wo die übrigen saßen. Aber für mich selbst war es unbezweifelbar. der mir wie der Gipfel der Widersprüche und des inneren Drangsais vorkam. Ich nahm an. Irgend etwas sehr Seltsames war an dieser Unterredung. sprach gerade mit Z. was nachher geschah. alle anderen seien bereits zu Bett gegangen. konnte aber nichts finden. obwohl sich dann erst die Hauptsache ereignete. hörte mich und antwortete mir. Schließlich konnte es eine „Einbildung" oder ein Wachtraum sein. Lange Zeit saß ich in einer Art Lichtung und rauchte. daß es das. sehr stark.. Bald nachdem ich ins Bett gegangen war. 386 . und spätere Ereignisse zeigten mir. Dann berührte mich irgend etwas. begann in mir wieder eine merkwürdige Aufregung. dann verlor ich es wieder. kann ich nur sehr wenig berichten.

G. „schlafen Sie. „Fragt ihn. etwas Konkretes zu fragen. die später als „Beweise" hätten dienen können. trotzdem ich furchtbare Anstrengungen machte. sagte seine Stimme. daß man Angst hat. „Nun gut. saß G. Was er sagte. was mich sofort aufmerken ließ. sagte G. wir werden dies bis zu einem späteren Zeitpunkt lassen. um mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. dann hielt er an. Als ich sie erreichte. und irgend etwas lahmte mich buchstäblich vollständig. Nach einer langen Pause fragte mich G. Sie sind jetzt müde". Aber das Gefühl. Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen.'s Stimme in meiner Brust. im Garten zwanzig Meter weg an einem runden Tisch. es sei eine Unterredung. „Sie sind jetzt müde. aber ich zitterte am ganzen Köper. sagte er schließlich." Ich begann etwas zu sagen. Und gewisse Fragen. warte und nicht lange warten werde. daß G. was wichtig genug war. Am Morgen. hätte ich mich selber fragen und auch beantworten können. daß er konkrete Antworten vermied. jedenfalls nicht eine bewußte Furcht. als ich auf die kleine Terrasse herauskam. Es war keine Furcht. so daß ich kein einziges Wort artikulieren konnte. hörte ich wieder G. konnte ich nichts finden. brachte plötzlich alle meine Gedanken und Gefühle zu einem Stillstand. und auf eine oder zwei meiner Fragen gab er absichtlich unbestimmte Antworten. ich glaube. etwas. war sehr stark und völlig neu und ganz anders wie alles andere. mir ein bißchen Zeit zu geben." Und seine Stimme schwieg. was gestern nacht geschehen ist". y Ich empfand. ich bat ihn zu warten. wo wir am vorhergehenden Abend gesessen hatten. 387 . bei der man weiß. weil ich eine be* jahende Antwort geben wollte. Ich drehte mich um und ging zur Terrasse. drei unserer Leute waren bei ihm. „Ein andermal". was jeden Zweifel an der Wirklichkeit der Unterredung oder seiner Teilnahme daran aufgehoben hätte. als ob er auf eine Antwort warte. Aus irgendeinem Grunde ärgerte mich dies. die ich ihm stellte und auf die er antwortete. Ich hatte sogar den Eindruck.

Wir blieben noch drei weitere Tage in Finnland. Mir schien. Ich setzte mich zu ihm. Und ich war die ganze Zeit in einem ungewöhnlichen Gefühlszustand. „Gewiß nicht".. die eine Kraft ausmachen. hatte meine Gedanken beantwortet.„HaitiIch hielt an und drehte mich G. G. „Lassen Sie es". Ich wandte ihm meine Augen zu. Was konnten sie bedeuten? Können wir sie bestimmen? Können wir ihre Bedeutung verstehen? Irgend etwas begann sich in meinem Kopf zu formulieren. Denken Sie lieber über sich selbst. sagte ich. verschwand alles. Mir kam der Gedanke in den Sinn. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg". die mir besonders schwierig erschienen waren. aber als ich versuchte. Bewußtsein. über die drei Kräfte." Die Leute. wenn ich das Dritte benennen könnte. Während dieser drei Tage führten wir viele Gespräche über die verschiedensten Themen. „Sie können jetzt nicht die Antwort finden. die mit uns dasaßen.. sahen uns verwundert an. das den ganzen Tag und noch länger andauerte. Und was war das Dritte? fragte ich mich. es in Worte zu fassen. würde ich sofort alles andere verstehen. laut. „Wie kann ich dies loswerden? Ich kann es nicht länger ertragen". und er schaute mich an. der mich manchmal zu bedrücken begann. Dann begann etwas sehr Merkwürdiges. über Ihre Arbeit nach. „Wo gehen Sie hin? Setzen Sie sich hierher!" sagt er mit seiner gewöhnlichen Stimme. daß ich vielleicht in diesem ungewöhnlichen Zustand Antworten auf die Fragen finden könnte. — Wille. 388 . Ich begann über die erste Triade des „Schöpfungsstrahls" nachzudenken. zu. konnte aber nichts sagen. mich auf bestimmte Probleme zu konzentrieren. sagte er. sagte G. wollte auch gar nichts reden. die ich auf gewöhnliche Weise nicht finden könnte. Er lächelte. fragte ich G. „Möchten Sie schlafen gehen?" sagte G. Gleichzeitig fühlte ich eine außergewöhnliche Gedankenklarheit und versuchte.

Später war es sehr merkwürdig. Sie dauerte etwa drei Wochen an. müssen meine Gefährten bei diesem merkwürdigen Abenteuer sehr überrascht haben. Aber das Wunderbare war noch längst nicht zu Ende gekommen. und plötzlich sah ich.„Was fragen Sie dann? Dies ist es. Es kam mir in den Sinn. Alle um mich herum schliefen. Vieles glich dem Schlaf. um ihn zu verabschieden. wobei ihm diese wie Wolken über seinem Gesicht hingen. Eine ziemlich große Gruppe war zusammengekommen. daß dies ganz wahr war. daß der Mann. Dies erfordert eine besondere Erklärung. Trotzdem seine Augen offen waren. seine Träume sehen könnte. schlief. Und während dieser Zeitspanne sah ich von Zeit zu Zeit „schlafende Menschen". Zweifellos „schlieft' ich in manchen Augenblicken. benutzen Sie es. und ich „unterhielt" mich mit ihm. G. die ich gesagt hatte. während ich ihn im Abteil des nach Moskau fahrenden Zuges sah. Wieder spät am Abend dieses Tages gab es neue und sehr merkwürdige Erscheinungen. wenn ich ihn lange genug anschauen würde. mich an die Dinge zu erinnern. vieles hatte überhaupt keine Beziehung zur Wirklichkeit.'s Abreise ging ich die Troitskystraße entlang. der auf mich zukam. Zwei oder drei Tag-e nach G. 389 . Und ich war über viele Dinge in mir selbst überrascht. Nach ihm kam ein anderer Schlafender. Er fuhr ab. Viele Dinge. fuhr nach Moskau und wir gingen direkt vom Finnland-Bahnhof zum NikolajewskyBahnhof. Zweifellos erfand ich sehr viel. das heißt verstehen könnte. Hiernach folgte eine merkwürdige Zeit. Aber er ging weiter. Ein schlafender Iswostschik fuhr vorbei mit zwei schlafenden Insassen. Es war eine unbezweifelbare und deutliche Empfindung. Plötzlich fand ich mich in der Lage des Prinzen im „Dornröschen". Schließlich fuhren wir nach St. daß ich. w a s Sie wünschten. In diesem Augenblick schlafen Sie nicht!" Ich glaube nicht. ging er sichtlich in Träumen versunken. die ich zu jener Zeit sagte. was er in seinen Träumen sah. Petersburg. Darüber konnte überhaupt kein Zweifel sein.

Wenn die Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. die manchmal „metaphysisch" genannt wird. wie „Telepathie". der ich vordem gewesen war. „Hellsehen". Am nächsten Tage wiederholten sie sich sehr schwach. fähig wurde. daß viel Phantasie in dem war. „schlafende Leute" zu sehen. und zwei von ihnen hatten ähnliche Erlebnisse. kann mittels gewöhnlicher Mittel in einem gewöhnlichen Bewußtseinszustand wie eine physische Erscheinung beobachtet oder untersucht werden. Und obgleich ich später wieder der gleiche wurde. meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. diese Empfindungen für so lange zu verstärken und zu verlängern. daß ich durch den Versuch. Aber ich machte sofort die Entdeckung. Aber ich hatte mich selbst gesehen. nicht zerstreut zu werden. und ich konnte nichts vergessen. was ich während dieser drei Wochen sagte und dachte. Darüber konnte kein Zweifel bestehen. Später wa-r wieder alles wie gewöhnlich. mediumistische Erscheinungen und so weiter könnten auf die gleiche Weise untersucht werden. Erscheinungen einer höheren Ordnung. die wir gewöhnlich nicht sehen. keine Erscheinung der Art. Eine Sache. die Zukunft voraussehen. was es bedeutete: viele Dinge können mit unseren Augen gesehen werden. mich meiner selbst zu erinnern. konnte ich nicht umhin zu wissen. Und es besteht kein Zweifel. nämlich den Dingen und meiner Umgebung nicht zu erlauben.Es war mir klar. die das Gebiet der gewöhnlichen. weil ich offensichtlich selbst eingeschlafen war. hörte ich auf. Diese Empfindungen dauerten einige Minuten. sich ihrer selbst zu erinnern. täglich zu beobachtenden Dinge überschreitet. als sie versuchten. die ich früher nie gesehen hatte. wie man elektrische. Ich erzählte nur einigen unserer Leute von diesen Experimenten. Es ist vollständig absurd zu glauben. daß dies geschehen war. das heißt ich hatte Dinge in mir gesehen. Erscheinungen höherer 390 . als ich genug Kraft hatte. das heißt keine Erscheinung. chemische oder meteorologische Erscheinungen untersuchen kann. Aber alles in mir war auf den Kopf gestellt. die ich damals ganz klar verstand. Ich konnte mir keine klare Rechenschaft darüber ablegen. was genau geschehen war. war folgende: keine Erscheinung einer höheren Ordnung.

ist sehr schwer. mehr meine Gemeinschaft mit ihnen zu spüren.Ordnung erfordern für ihre Untersuchung und ihr Studium einen besonderen Gemütszustand. Wünsche und Sehnsüchte bemerkte. warum dies unmöglich ist. sondern daß sie das Ergebnis der Gefühle waren. Und später sah ich deutlich ein. Die erste Tatsache. die im Gegensatz zu den Zielen stehen. Und dies schließt jede Möglichkeit von „richtig durchgeführten" Laboratoriumsexperimenten und -beobachtungen aus. ganz gleich welchen Zieles anzuwenden. Von da an begann ich. Wozu ich gekommen war. mehr die Menschen zu sehen. nämlich die Nutzlosigkeit. Diese Wandlungen selbst zu beschreiben. ist viel schwieriger zu beschreiben. Und die. die ich feststellen konnte. zu dem ich kam. das heißt Ergebnisse. ganz bestimmte Wandlungen in meinen Ansichten über mich selbst. in verschiedenen Formulierungen meiner Ziele. war die Schwächung meines außerordentlichen Individualismus. aber nun verstand ich auch den Grund. Er bezieht sich auf eine Veränderung. Ich war früher nach eigenen Experimenten. zweite Tatsache war. wenn dies ohne genauere Bestimmung gesagt werden kann. Gewalt zur Erreichung irgendeines. Ich kann nur sagen. zu den gleichen Schlüssen gelangt. der bis zu diesem Zeitpunkt der Hauptzug meiner Haltung gegenüber dem Leben gewesen war. daß ich irgendwo sehr tief in mir selbst den esoterischen Grundsatz der Unmöglichkeit der Gewaltanwendung verstand. im Zusammenhang standen. die ich im Heuen Modell des Weltalls im Kapitel „Experimentelle Mystik" beschrieben habe. was in Finnland gesagt wurde. Viele Aspekte hiervon wurden mir erst später klar. über meine Umgebung und besonders über die „Handlungsmethoden" in mir vollzogen. die ich dort erlebt hatte. 391 . ähnelte dem Anschein nach Tolstois Nicht-Widerstand-Leisten. für die sie angewandt werden. daß sich zu diesem Zeitpunkt gewisse. daß in überhaupt allem gewalttätige Mittel und Methoden nur negative Ergebnisse zeitigen können. die ich in verschiedenen Ansichten von mir. Der zweite interessante Schluß. daß sie in keiner Weise mit dem. Ich sah mit unbezweifelbarer Klarheit ein und verlor auch später niemals ganz dieses Gefühl.

ist viel schlimmer. Aber ich bestreite nicht. Bei diesem Besuch lag der Schwerpunkt der Gespräche im „Hauptzug" oder „Hauptfehler" von einem jeden von uns. „Der Hauptzug. sondern was wirksamer und angebrachter ist. was mich beängstigt hätte. als G. und warum ich Angst gehabt habe. tatsächlich mein Hauptzug ist". Er erklärte nichts weiter. wie Sie es beschreiben. daß nicht jedermanns Hauptzug bestimmt werden kann. genau wie ich meinen Hauptzug „Ouspensky" nennen könnte oder. Bei dieser Gelegenheit erkannte ich. „wenn Sie 392 . daß der Betreffende mit ihm nicht übereinstimme. sagte ihm G. was Sie sagen. den ich in mir kenne. gegebenen Bestimmung seines „Hauptzuges" einverstanden war. daß die Menschen mich so sehen mögen. Wenn irgend jemand nicht mit der von G. G. sondern von einem praktischen Gesichtspunkt zu dieser Überzeugung gekommen war. was genau in Finnland geschehen war.aber es war keineswegs Nicht-Widerstand-Leisten. weil der „Piotr Demianowitsch" jedes Menschen sich sozusagen „um seinen Hauptzug" bildet. nicht vom Ständpunkt dessen." „Sie wissen überhaupt nichts von sich". daß er fast unmöglich zu finden ist. bedeutet das. sagte G. ihn immer nannte. „Piotr Demianowitsch". „Ich stimme nur damit nicht überein. ob es wahr sei. was besser oder schlechter. Petersburg kam. weil ich nicht von einem ethischen. Ich versuchte ihn zu fragen. war sehr geschickt in der Bestimmung der Hauptzüge. „Wenn dies der Fall war.. daß er etwas gesagt habe. Dabei kann es keinen Irrtum geben. daß Sie nicht bereit waren". daß das. zeige. daß er recht habe. Das nächste Mal. Und dann kann ein Mensch sich selbst für seinen Hauptzug nehmen. war es Anfang September. sagte einer von uns. so sagte G. daß ihm die Tatsache. wie G. nach St. Bei manchen Leuten kann dieser Zug so unter verschiedenen formalen Äußerungen verborgen sein. immer.

wie die Menschen Sie sehen.inneren" und „äußeren Sich-Richten". den Sie jetzt auf sie machen. „Und Psychologie sollte Kunst sein".Es kann kein richtiges .." Hiermit begann ein langes Gespräch über die Eindrücke. so werden Sie verstehen. als Ihren Hauptzug annehmen. Das war schon nicht mehr Psychologie." Einem anderen von uns sagte er auf die Frage nach dem Hauptzug. Und wenn Sie einen Weg finden. antwortete G. sondern jeden Eindruck. seiner sei. daß er überhaupt nicht existiere. solange ein Mensch in seinem Hauptzug festsitzt". gegen diesen Hauptzug anzukämpfen. existieren Sie überhaupt nicht. Wie kann er sich nach irgend etwas ödet irgend jemandem richten?" Ich war erstaunt über die künstlerische Vollendung." Das Gespräch über die Eindrücke brachte uns wieder zu dem ^. dann würden Sie nicht diesen Zug haben. was ich Ihnen gesagt habe. betonte diese Worte. das war Kunst. „Das heißt nicht. wie verborgen dieser auch sein mag. „Sein Hauptzug ist. „Zum Beispiel Soundso".äußeres Sich-Richten' geben. ich sehe Sie nicht". daß er nie zu Hause ist. sagte G. und wie er einen wünschenswerten oder einen unerwünschten Eindruck hervorrufen kann. Aber wenn Sie so wie jetzt sind. er nannte einen unserer Gruppe. Aber Sie sehen nicht.etwas wüßten. „so werden Sie auf die Menschen nicht den Eindruck machen. Aber ihre Definitionen sind oft sehr gut und treffend. „Sie verstehen. „Psychologie kann niemals nur eine Wissenschaft sein. daß Sie immer so sind. „Die Mitmenschen sehen den Hauptzug eines Menschen." 393 . sagte G. ^. wie ich es Ihnen sagte. das heißt seine unwillkürliche Äußerung zerstören". mit der G. Und die anderen Menschen sehen Sie sicherlich auf die Art. Nehmen Sie zum Beispiel Spitznamen. die ein Mensch auf andere macht. und ihn zerstören. wie diese Sie sehen. Spitznamen bezeichnen manchmal sehr gut den Hauptzug. G. Wenn Sie das. uns den Hauptzug darstellte. Natürlich können Sie ihn nicht immer in Worten definieren. den Sie machen möchten.

sagte er. in einer Wohnung an der Liteiny in der Nähe des Newsky. Zu dieser Zeit wohnte G. „daß man nichts Schreckliches von Ihnen verlangt. Am folgenden Tag kam der Betreffende und sagte. seinem Gefährten im Experiment. G. Er hatte sich stark erkältet. sagte G. oder ob es besser sei. Er fügte hinzu. zu lachen. zwischen zwei Stühlen zu sitzen. und sofort machte dieser einen ganz komischen Witz über sich selbst. den soll man jedenfalls gut schlafen lassen. G. denn eine halbernste Haltung könne überhaupt kein Ergebnis zeitigen. machte nur eine Handbewegung. mit jedem über alles zu streiten. Wer nicht aufwachen will.Einem anderen sagte er. Dem anderen Mann.kein Gewissen habe. er habe kein Schamgefühl. daß ei. alle Versuche in dieser Richtung aufzugeben. gegen ihre Mechanisiertheit und den Schlaf anzukämpfen. es habe keinen Sinn. die einen bestimmten und ernsten Entschluß faßten.. er wäre in der öffentlichen Bibliothek gewesen und hätte die enzyklopädischen Wörterbücher von vier Sprachen nach der Bedeutung des Wortes „Gewissen" durchgesehen. an dem er das Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern ausgeführt und der um Himbeermarmelade gebeten hatte — sein Kennzeichen sei. erklärte einem anderen in unserer Gruppe — es waf der Mann in mittleren Jahren. daß wir so weitermachten. daß er die Arbeit nur mit denen fortsetzen würde. Aber es hat keinen Sinn. Einmal sagte er. Wir müßten eine bestimmte Entscheidung treffen. und wir trafen uns bei ihm in kleinen Gruppen." Er sagte. „Sie wissen jetzt schon". Niemand konnte umhin. ob wir mit ihm weitergehen und arbeiten wollten. „Aber ich streite doch nie!" antwortete der Mensch sofort sehr heftig. sein Hauptzug sei eine Neigung. er würde mit jedem von uns einzeln reden und jeder 394 .

ein Mißverständnis von seiner Seite und bei den übrigen Gruppenmitgliedem einen Mangel an Sympathie und Gefühl sahen. Mit einigen sprach er sehr lange. so ist dies nur deswegen. aufhörten. die plötzlich. weil ich ein bestimmtes Ziel habe. das heißt gegen ihre Mechanisiertheit zu kämpfen. wovon G. Aber in Zukunft werde ich nur mit denen arbeiten. Es gibt sehr viele andere Dinge. sich um ihn kümmern solle. Wir hätten G. Und wenn ich meine Zeit hierauf verwende. der Mann im mittleren Alter. die ich tun könnte. 395 . „Sie glauben vielleicht." Damit endete dieses Gespräch. und alle waren über die merkwürdigen und ganz unerwarteten Anklagen sehr erstaunt. die sich fest entschlossen haben. Ich will nichts weiter sagen. wir sagten ihnen nicht. Und nur die Menschen können für mich nützlich sein. und sollten jetzt auch schon einsehen. bestand die Prüfung in Ehren und wurde schnell ein sehr tätiges Mitglied unserer Gruppe. Wenn ja. es schien uns wie durch eine Art Magie.'s Unterredungen mit Mitgliedern der Gruppe dauerten ungefähr eine Woche. Nur zwei fielen ab. daß es nichts anderes gibt. und in allem. ob Sie sich auf dem gleichen Weg wie ich befinden oder nicht. irgend etwas zu verstehen.. daß dies mir viel Befriedigung gibt". Niemand wußte. mit sich selbst zu kämpfen. Schließlich verblieben fast alle. warum er. was G.müsse ihm einen ausreichenden Grund aufzeigen. „oder vielleicht glauben Sie. was ich tun könnte. sagte er. worin mein Ziel besteht. Sie sollten jetzt schon besser begreifen. in ihrer Abwesenheit gesprochen hatte. den ich in Verbindung mit den Experimenten der Teilung von Persönlichkeit und Wesenskem erwähnte. und nur bei manchen Gelegenheiten verlor er sich in einer formalen Haltung oder in „buchstäblichem Verstehen". „Wir machten aus allem ein Geheimnis". das heißt G. sagte. mit anderen nicht so lang. P-. die für mich bei der Erreichung meines Zieles nützlich sein können. woher es kam. G. so irren Sie sich in beiden Fällen gewaltig. Ihre Haltung war zuerst mißtrauisch und argwöhnisch und wurde dann sogar sichtlich feindlich gegen fast alle.

damit er ihnen nußtraue. sagte ihnen G. als es war. ganz verschieden von dem. anspruchsvoll. Wir würden ihm alle unsere Gespräche mit ihnen berichten. zur Gruppe zurückzukommen?" fragten einige von uns G. Wir waren über diese und ähnliche Reden sehr überrascht. falsche Eindrücke über sie vermittelt und ihn veranlaßt. Sie . Dies ist ein Gesetz. „sondern Sie 396 . Viele Male versuchten wir. von den Menschen die Wahrheit zu verlangen. dann würden Sie nichts von mir lernen. Wenn es sich nicht so verhielte. habe aufgehört. brachten sofort eine ganz neue Atmosphäre mit sich. der die Arbeit lehrt. nicht getäuscht werden. Leute um sich «zu haben. der er früher zu sein pflegte.gerade damals die meisten von uns sich in einem sehr intensiven Gefühlszustand befanden und diesen zwei protestierenden Mitgliedern unserer Gruppe besonders gut gesinnt waren. ihm die Wahrheit zu sagen. sich gegenseitig schöntäten und gleichzeitig die anderen ausspionierten." „Wie sollen wir mit ihnen sprechen und wie können wir ihnen helfen. habe alles Gefühl und alles Interesse für einzelne verloren.. Aber Sie können mich nicht täuschen. nun wäre er scharf. wodurch wir ihn zu Irrtümern veranlaßten. In der Arbeit kann der. Gleichzeitig habe sich G. und ich müßte von Ihnen lernen. „Nicht nur können Sie nichts tun". „und was für ein ärmlicher Idiot ich von ihrem Gesichtspunkt aus bin! Wie leicht ich doch zu täuschen bin! Sie sehen. Er lachte sehr. die uns bisher i fremd gewesen war. daß wir ihm nach ihrer Meinung immer „falsche Eindrücke" über sie berichteten. „vollständig gewandelt". das Wichtigste zu verstehen. sie haben aufgehört. „Wie hoch sie die Arbeit schätzen". Ich kann Sie täuschen. wenn ich will. da wir alle Tatsachen verstümmelten und uns bemühten. alles in einem falschen Licht darzustellen. wäre ein ganz anderer geworden. über sie zu reden. mit G. weil . er ziehe es vor. die Angst hätten. alles g-anz anders zu sehen. Wir hätten G. welches aus dem über Wissen und Sein Gesagten hervorgeht. Und dies war besonders merkwürdig. als wir ihm erzählten. die heuchelten.über sie Geschichten erzählt. sagte er.

Und dies zeigt sich sofort in ihrer Haltung gegenüber den Ideen und dem. aber es kommt auf das gleiche heraus. das heißt. Sie sind Toren und sie wissen es schon. die ohne irgendwelche Art von Überredung oder Zwang zustandekommt. was für sie schädlicher ist als alles andere. und Sie werden sehen. sich selbst zu erkennen. um zu lernen. über mich und jeden anderen Urteile abzugeben. Versuche der Selbst-Rechtfertigung sind: Versuche. als ob sie fähig wären. sie glauben dies natürlich nicht bewußt. das heißt sie haben es einmal eingesehen. daß man nicht zwischen zwei Stühlen sitzen kann. wird es jetzt zehnmal schwieriger sein. weil Sie durch solche Versuche die letzte Chance vernichten. daß es sehr oft vorkommt. ihre eigene Wertschätzung von Ideen und Menschen zu haben. Es muß zerstört werden und kann nur durch Leiden zerstört werden. sagte G." „Wie konnte dies geschehen?" fragten andere ihn. Aber im nächsten Augenblick vergessen sie dies alles. zurückzukommen. Der Hauptgrund hierfür ist. Und dann muß es eine vollständig freiwillige Entscheidung sein. sie könnten das Neue erwerben und das Alte behalten. daß alles. Aus diesem Grund sind sie gekommen. was sie vor allem zu behalten wünschen? Erstens das Recht. Es ist immer sehr schwer. um zur Selbsterkenntnis und zum Verstehen zu gelangen. Das bedeutet mehr und mehr lügen. „Und was ist es. irgend etwas zu beurteilen. Schon jetzt »nehmen sie eine Sache an' und .nehmen eine andere 397 . Und gewöhnlich denken die Menschen. Aber später werden Sie erkennen. sie bringen in ihre Arbeit schon ihre eigene lumpige subjektive Haltung mit. etwas. „Warum wandelte sich ihre Haltung gegenüber uns allen und gegenüber Ihnen so plötzlich und unerwartet?" „Für Sie ist es der erste derartige Fall". Wenn es vorher für sie schwer war. sie könnten zwischen zwei Stühlen sitzen. „und darum scheint es Ihnen merkwürdig. die die zwei noch haben. um sich selber im Recht zu fühlen. Verstehen Sie doch.sollten es auch nicht versuchen. was Sie über mich und sich selbst gehört haben. andere zu beschuldigen. was ich sage. daß es immer auf die gleiche Weise geschieht. sie beginnen..

Tatsächlich ist dies vollständig unmöglich.Arbeit' verbunden werden kann. Sie sind ein Paar. Sie beginnen in allem. Nun kann einer ohne den anderen nicht zurückkommen. Jetzt. was andere sagen oder tun. Wären sie getrennt.Sache nicht an'. von denen ich gar nichts weiß. aber sehr leicht. was er später sagen wird. Ein . Fehler und Ungenauigkeiten zu finden und ebenso in allem. Und so weiter und so fort wie eine Drehorgel. Und sie verstehen nicht einmal. würde ich nur einen von ihnen und nicht den anderen aufnehmen. beginne ich über Dinge zu reden. Wenn ein Mensch irgend etwas in dieser Richtung sagt. ihn herunterzurutschen. daß die Menschen dies bezüglich anderer sehen können. Es ist schwer. alle anderen Mitglieder der Gruppe sind Toren. das andere lehnen sie ab. in dieser Haltung mit mir und anderen zu sprechen. oder sogar von denen ich keine Ahnung habe. Und in der Hauptsache denken sie. die weder mit der Arbeit noch mit meinen Ausführungen etwas gemein haben. Aber wenn sie selbst verrückte Dinge tun. den Hügel zu erklettern. setzen sie sofort etwas eigenes an deren Stelle. so wäre es leichter für sie. daß sie sich einbilden. Und auch Sie werden es aus den Folgen kennenlernen. in diesem Moment. in einer Sache trauen sie mir. unter solchen Bedingungen . jeder für sich selbst. „Und beachten Sie ein Weiteres. Aber sie sind ein Paar. Es ist spaßig. Idioten. Dies ist ein Gesetz. dem einen stimmen sie zu. Indem sie etwas nicht annehmen oder einer Sache mißtrauen. sie sind Freunde.Geschnatter' beginnt — neue Theorien und neue Erklärungen. Sie verspüren sogar keine Verlegenheit. „Und das Komischste hierbei ist. hören sie sofort auf. was ich sage oder tue. sein Lied ausgesungen ist. wenn ein Mensch diese Saite anschlägt. daß dies mit irgendeiner Art . und sogar wenn sie zurückkommen wollten. ihre Lage zu erkennen und zurückzukommen." 398 . in einer anderen Sache trauen sie mir nicht. und der eine unterstützt den anderen gerade in seinen Schwächen. es in Beziehung auf sich selbst zu sehen. weiß ich schon alles.arbeiten' zu können. aber welche sie besser als ich wissen und verstehen. das heißt ohne mir in allem zu trauen und ohne alles anzunehmen. daß.

sie hängen aneinander und hindern sich gegenseitig. um ihnen zu zeigen. „Das ist eine ganz andere Frage". Und dann später mag der andere zurückkommen. entschloß sich sogar. andere fanden es dumm. was sie überhaupt tun können. Sie kamen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür. setzten sich. „unnatürlich". wie Menschen das Schlimmste tun. P. dann gibt es nichts weiter zu reden. als ob sie Angst hätten. in der alle Böden und Wände im östlichen Stil mit Teppichen und die Zimmerdecken mit Seidengehängen bedeckt waren. erstaunte mich durch ihre besondere Atmosphäre. und es zeige unsere schlimmsten Eigenschaften. Und es war nichts Bedrückendes oder Unangenehmes in diesem Schweigen. Aber ich sage Ihnen. daß es sich nicht einmal lohne. wer für ihn wichtiger sei. mit ihnen zu reden. komisch. um den ersten zu befähigen. rauchten und sprachen oft stundenlang kein einziges Wort. „Im augenblicklichen Fall nur. Aber auf zufällige und neugierige Besucher machte dieses Schweigen einen außerordentlich merkwürdigen Eindruck. Seine kleine Wohnung auf der Bolschaja Dmitrowka. Wenn er wichtiger ist.Schweigen" sei gegen sie gerichtet. die hinkamen — die alle G. wenn sie von dem. der uns „unterdrücke". was für sie gut ist. aber wenn ich der Wichtigere bin. die Reaktion verschiedener Menschentypen auf das „Schweigen" zu verzeichnen. abweichen. 399 . es gab ein Gefühl der Sicherheit und der Befreiung von der Notwendigkeit. das . und ihnen zu verstehen zu geben.'s Schüler waren — keine Angst zu schweifen. sagte G. Sie begannen zu reden und redeten unaufhörlich. im Gegenteil. Das allein war schon ungewöhnlich.'s Schüler ihnen überlegen seien. sich selbst zu fragen." Im Oktober war ich mit G. sie glaubten. vor allem unsere Schwäche und unsere vollständige Unterordnung unter G..„Warum?" fragte ein Anwesender.. Dabei wurde mir klar. eine gezwungene und erfundene Rolle zu spielen. aufzuhören. wie sehr G. ich oder sein Freund. Andererseits waren andere beleidigt. muß er seinen Freund verlassen und allein zurückkommen. in Moskau. Vor allem hatten alle Leute.

wenn er ruhig ist. um zu beginnen. Wenn ein Mensch darauflosredet oder einfach auf eine Gelegenheit wartet. wobei ihn sein Gegenstand mehr und mehr fortriß. Eine Lüge wurde dort sofort offensichtlich. Es war dort nicht möglich zu lügen. 400 . mit der wir sprachen. Dies war nicht der einzige Fall.daß die Menschen das Schweigen mehr als alles andere fürchten und daß unsere Neigung. die wir im Sommer gemacht hatten. Mir schien es. einfach weil er das Schweigen nicht ertragen konnte. Ich entsann mich plötzlich der Versuche. den ich schon vorher getroffen hatte und der manchmal zu G. selbst war nicht da. wenn wir die Tatsachen zu verbergen suchten. ihn anzusehen. sehr schnell zu reden. Außer mir waren noch zwei oder drei Menschen in der Wohnung. Sehr schnell bemerkte ich eine noch überraschendere Eigenheit von G. die wir unabsichtlich miteinander wechselten. Und nachdem er eine Zeitlang dagesessen war. G. so bemerkt er die Betonungen der anderen nicht und ist unfähig. etwas sich selbst einzugestehen.. Es war mir peinlich. wie er lüge. wie er gerade einen Menschen getroffen habe. daß auch in diesem Fall das Ganze in der Betonung lag.'s Wohnung. unser Leben zu beschreiben. eine Art Selbstverteidigung ist und sich immer auf ein Nicht-bereit-Sein. würde er erkennen. der ihm einige außerordentlich interessante Dinge über den Krieg. das heißt etwas aufwacht. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Dann blickte ich wieder auf den Sprechenden und sah. und er bemerkte überhaupt nicht die Blicke. Mir wurde klar. erkennbar und greifbar. ihr Lächeln zu unterdrücken.'s Gruppen kam. wenn ich ihn anblickte. begann unser Gast zu erzählen. Plötzlich empfand ich. gründet. Ich blickte auf die anderen und sah. Er erfand das alles auf der Stelle. daß er log. daß sie genau wie ich empfanden und kaum fähig waren. etwas einzusehen. Einmal kam ein Bekannter von G. über Friedensmöglichkeiten und so fort erzählt habe. daß er allein nichts bemerkte und fortfuhr. Aber sofort. und die „Betonung". hört er die verschiedenen Betonungen und beginnt die Lügen anderer Leute zu erkennen. Er hatte niemanden getroffen und niemand hatte ihm irgend etwas erzählt. immer zu reden. daß ich sähe.

Schaschlik. in seine Nähe. Ich war im Begriff zu sprechen. mein alter Zeitungsfreund W. es war eine jener kaukasischen Mahlzeiten. besonders über das Trocknen von Zwiebeln. Petersburg gesehen hatte. Aber er war sehr interessiert. zu was für einer Prüfung ich meinen alten Freund gebracht hatte. die ich in den Straßen von St. Weder G. über Spiritismus. er gab die Meinungen aller öffentlichen Persönlichkeiten von Moskau und St. Ich wollte sehr gern einige meiner Moskauer Freunde bei G. dann über künstliche Düngung. bemerkte 401 . — G. Mir wurde plötzlich anders zumute. die „Materialisation von Händen" und über anderes. lebendig genug zu sein. machte mir nur einer.'s Wohnung erinnerte mich sehr stark an mein Gefühl von „schlafenden Menschen". Ackerbauchemie und Chemie im allgemeinen. die ich während dieser Tage traf. daß ich davon absah. hielt dies für fünf Minuten aus.'s Schülern über diesen Gegenstand. Mit einem Wort. und über . A. da ich fürchtete. Ich erzählte ihnen. als ich ihm von G. noch sonst jemand sprach ein einziges Wort. nüt Sakuski.'s Erlaubnis lud ich ihn ein. woran ich mich jetzt nicht mehr erinnere. rief etwa fünfzehn seiner Leute zusammen und veranstaltete ein Essen. zu ihm zum Essen zu kommen. kagetischem Wein und so fort. aber von all denen. aber G. und mit G.Wir sprachen verschiedene Male mit G. obwohl er gewöhnlich mit Arbeit überladen war und von einem Ort zum anderen hastete. war sehr freundlich zu ihm. übrigens waren meine Ängste umsonst. A.. Es schwiegen nämlich alle. würde beleidigt sein.die „schlafenden Menschen". erzählte. Der arme A. Dann begann er zu reden. einführen. blickte so wild zu mir herüber. das damals luxuriös war. unterhielt ihn die ganze Zeit und goß ihm Wein ein. Er sprach über den Krieg. die mittags beginnen und bis zum Abend dauern. A. als ich erkannte. dann sprach er über das Trocknen von Gemüse für die Wehrmacht (womit er sich damals neben seiner Joumalistenarbeit beschäftigte). Piroschki. Petersburg über alle möglichen Gegenstände wieder. den Eindruck. A. was in Finnland geschehen war. über alle unsere Verbündeten und Feinde. — Er setzte A. über Bodenverbesserung. Mein Gefühl von mechanisch lügenden Menschen hier in G.

weil ich kein anderes weiß. „von dem Gefühlszustand abhingen. zum Narren gehalten. wenn ich ihm seine Hosen weggenommen hätte. nachdem A. ich wäre dann fähig. gegangen war. so wäre das alles. Und er redete selbst die ganze Zeit. Er konnte natürlich nichts Derartiges erwartet haben. sagte er. Aber er hätte es nicht einmal gemerkt. ohne einen Augenblick aufzuhören. das mit einem anderen Gespräch in St. zusammenhängt. er war so von seinem eigenen Reden und seiner eigenen Gesprächigkeit hingerissen. sie willentlich hervorzurufen und zu benützen. in dem ich mich . die ich im August hatte". wovon er redete. sonst will er nichts. „Da sehen Sie es". daß sie immer davon abhängen 402 . wo er eine Gelegenheit gehabt hätte. Er log nicht. die Wahrheit zu hören. alles übrige zu finden. Diesmal begann G.Erlebnisse' — ich wähle dieses Wort nur.nichts.. daß G.Sdamals befand. daß diese . der mich ansah. Dann schüttelte er G. aber Sie verstehen. Und er wußte. „Natürlich die Erlebnisse." Von den Moskauer Gesprächen mit G. seinen Leuten eine Vorführung gegeben hatte. lachte verschmitzt. G. Und vielleicht war dies das einzige Mal in seinem Leben. wirklich. was ich ersehnen könnte. Gleichzeitig aber weiß ich. Und so sind alle. und so war er auf den Leim gegangen. erinnere ich mich an eines. Ich war sehr beschämt. selbst zu sprechen. was ist er denn wert? Er ist nicht mehr jung. mit viel Gefühl die Hand und dankte ihm für seine „sehr interessante Unterredung". „Wenn ich fähig wäre. „Was halten Sie für das Wichtigste von allem. Sie hatten den armen A. denn ich glaube. was Sie bisher gelernt haben?" fragte er mich. Und ich weiß. Petersburg. Ich begriff. wovon ich rede" — er nickte —. von dem ich schon berichtete. Wenn er nur reden kann. daß er glücklich am Tische sitzen blieb und. sagte ich. natürlich auf seine eigene Weise. Dabei war er viel besser als viele andere. „Den nennt man einen gescheiten Menschen. Aber denken Sie nach. bis vier Uhr redete.

aber sein Leiden wird er nicht aufgeben. Was ziehen Sie vor?" Ich gestehe. „Ich will ihn natürlich selbst erzeugen". was die Menschen nicht verstehen. was sie haben. zu sagen. sie müßten . in mir den Gefühlszustand. daß ich eine Sekunde lang den sehr starken Wunsch hatte. All diese Worte müssen in Anführungszeichen verstanden werden. als ob ich schliefe. daß es von selber geschehe.Ruhe'. . Aber das ist schwierig für sie. daß er an nichts so sehr gebunden ist wie an sein Leiden. Dies ist »Schlaf und jenes . Wenn ich solch einen Gefühlszustand in mir selbst hervorrufen könnte. zufällig kommen. Es ist viel leichter.Glauben'. was die Menschen opfern müssen. „Etwas anderes. daß Opfer notwendig sind". sie müßten etwas opfern. Aber wenn es irgend etwas in der Welt gibt. Und man muß vom Leiden frei 403 . so ist es die Vorstellung vom Opfer. Zum Beispiel einmal habe ich gesagt. Sie glauben. wenn ein anderer. ich zöge es vor. Nun haben sie aber weder Glauben noch Ruhe noch Gesundheit.werden. sagte ich. Tatsächlich müssen sie nur das opfern. was sie sich einbilden zu haben und in Wirklichkeit aber nicht haben. dieser Zustand kann von selbst. Sie können ihn selbst schaffen. Und drittens. wirkliche Dinge zu opfern. — Wie kann man diesen Gefühlszustand erzeugen? Sagen Sie es mir. sagte G. erzeugte. er habe es bereits einmal getan und ich müßte nun entweder warten. Der Mensch ist so beschaffen. Sie müssen ihre Einbildungen opfern. ist ihr Leiden. oder ich müßte selbst etwas tun.„Ohne Opfer kann nichts erreicht werden. Ein Mensch mag allen möglichen Vergnügungen entsagen. daß er sagen würde. Aber ich fühle mich unendlich weit von diesem Gefühlszustand entfernt. würde ich sehr schnell zu diesen Erlebnissen kommen. „Aber wie kann das gemacht werden?" „Ich habe schon vorher gesagt." „Es gibt drei Wege". Aber ich sah sofort ein.Wach-Sein'.Gesundheit' opfern. ist auch sehr schwer. um ihn zu erlangen. Sein Leiden zu opfern. sehr schwierig. von welchem ich sprach. Zweitens. Sie verstehen dies wörtlich. . das heißt er. sagte G. jemand kann ihn in Ihnen erzeugen. „Erstens.

werden. Und nachdem ich bei diesem Gedanken verweilt hatte. In solcher Form war die Tabelle kaum verständlich. Nichts kann ohne Leiden erreicht werden. die sich auf den Menschen und die Welt bezogen. Aber ich konnte nichts damit anfangen. aber gleichzeitig muß man damit beginnen. Feuer ist folglich das Absolute für ein Stück Holz. fuhr ich in einer 404 . die bis zur fünften Skala aufgestellt war und sich auf parallele Stufen in verschiedenen Welten bezog. Hier ist das Absolute . zeigte mir eine Tabelle. Nun entziffern Sie. „Nehmen wir zum Beispiel die siebente Skala41. unter anderem zeigten sie mir wieder die „Tabelle der Wasserstoffe". der nicht sein Leiden geopfert hat.Wasserstoff4 384 oder Wasser. Nämlich außer den drei „Wasserstoffe-Skalen. all diese verschiedenen Skalen mit den verschiedenen Kosmen zu vereinigen.Wasserstoff4 96 dienen. uns vorher ausgearbeitet hatte. was dies bedeutet. Wasser ist das Absolute für ein Stück Zucker." Ich blieb ungefähr eine Woche in Moskau und kehrte nach Petersburg mit einer frischen Ladung von Ideen und Eindrücken zurück. P. sagte P. Ich begann nachzudenken. Petersburg genannt hatten. genau zu bestimmen. das Prinzip zu erfassen. sein Leiden zu opfern. ob es nicht möglich sei. die G. Keiner/der nicht vom Leiden befreit ist. „Das Absolute ist hier . Hier ereignete sich ein interessanter Vorfall. Später muß noch viel über das Leiden gesagt werden. der mir vieles in G.'s Schüler verschiedene Gesetze erklärt. Nehmen wir die neunte Skala. kann arbeiten.Wasserstoff4 96. Ich konnte mich von der Notwendigkeit der reduzierten Skalen nicht überzeugen. wann man solch eine Skala benützen könne. Während meines Moskauer Aufenthaltes hatten mir G. hatten sie die Reduktion fortgesetzt und alles in allem zwölf Skalen aufgestellt. wie wir sie in St." Aber ich war unfähig.'s System und Lehrmethode klarmachte. auf Grundlage dessen es möglich wäre. aber in einer beträchtlich erweiterten Form. Feuer kann als Beispiel von .

H6 Hl H12 Hl H6 H12 H24 H12 Hl H6 Hl H6 H12 H24 H96 H384 Tabelle 4 H6 Hl H24 Hl H6 H6 H12 H24 H12 H24 H48 H48 H96 H192 Hl H12 H6 H48 H24 H12 H96 H48 H24 H192 H48 H24 H48 H96 H192 H384 H768 H96 H192 H384 H768 H1536 H96 H48 405 H384 H192 H96 H768 H384 H192 Hl H6 H12 H48 H24 Hl H6 H12 Hl H6 Hl H1536 H768 H384 H3Ü72 H1536 H768 H6144 H3072 H1536 H12288 H6144 H3072 H 192 H96 H48 H24 H12 H6 .

daß. diese bei seiner Ankunft in St. und am folgenden Tag ging ich zu unserer Zusammenkunft.'s System. daß ich nicht nur nichts Neues erworben. mittein. Das ärgerte mich und j ich wußte nicht. Der Stein des Anstoßes war die Beziehung der drei Kräfte l. könnte ich den anderen nichts sagen. weil die Kosmen natürlich überhaupt keine Beziehung zu der Einteilung der Skalen haben. Wir hatten in unserer Gruppe eine Abmachung. Ich berichtete über die allgemeinen Eindrücke meiner Reise. nämlich was ich schon zu verstehen geglaubt hatte. der von allgemeinen Fragen und Gesetzen handelte. 3. Petersburg an. während ich die Moskauer Gespräche genau überdachte. wer auch immer nach Moskau führe und irgendwelche neue Erklärungen ^oder Vorlesungen höre. Petersjburg. soweit als möglich hinauszuschieben. 2. Gleichzeitig erkannte ich. 3 in l. Es war 406 . was ich tun sollte. Aber auf dem Weg nach St. Ich begann auf der Tafel das Diagramm zu zeichnen. daß ich nicht fähig sein würde. bezeichneten. die Hauptsache zu ver. In diesem Zustand kam ich in i St. 3 und l. denn wenn ich nicht erst selbst etwas fände. sondern auch das Alte verloren hatte. Und die ganze Zeit. wie wir den Teil von G.vollständig falschen Richtung fort. daß ich im allgemeinen aufgehört hatte. den Beginn des Gespräches über die „Diagramme". während ich von einer Sache sprach. 3. 2? Kann ein Beispiel eines solchen Überganges in uns bekannten Erscheinungen gefunden werden? Ich fühlte. von denen die erste „Wasserstoff-Skala abgeleitet war. wobei ich versuchte. „Sauerstoff^' und „Stickstoff". ging eine andere durch meinen Kopf: Wie soll ich anfangen? — Was bedeutet der Übergang von l. 2. daß ich jetzt sofort etwas finden müsse. daß darin etwas Wichtiges enthalten war. weil ich sie selber nicht verstand. Gleichzeitig schien es mir. i fühlte ich. Petersburg •j allen anderen mitteilen müsse. Und ich verließ Moskau mit dem unangenehmen Gefühl. 2 und die Beziehungen zwischen „Kohlenstoff^'. irgend etwas von den „drei Strahlungs-Oktaven" zu verstehen.

das mir in den Kopf kam und das niemand in Moskau ausgesprochen hatte. Ich empfand in diesem Wort soviel. diese rascher zu lösen? Sie wissen. alles: „Ein sich bewegendes Diagramm. „Würde es nicht einfacher sein. Dies verursachte in mir eine außerordentlich starke und klare Empfindung. und das oft. Und plötzlich verband und erklärte ein einziges Wort." „Gerade aus dem Grunde.das Diagramm der Strahlungen in drei Oktaven: das Absolute — Sonne — Erde — Mond. 2 in der wirklichen Welt gefunden werden müssen. was über das ihnen bereits Bekannte hinausginge. Aber nachdem ich meine Gedanken gesammelt hatte. eine neue Wahrnehmungs. und wir werden sie niemals lösen. ist es notwendig." Ich sah ein. daß sie mir zuhörten und daß ich alles erklärt hatte. Aber ich wußte überhaupt nicht. bei dem die Glieder der Kette wie in einem mystischen Tanz Platz wechselten. daß wir nur sehr wenig Zeit haben. so zu han- 407 . daß Beispiele oder Analogien des Überganges der Kräfte l. daß ich für einige Zeit gar nicht hörte. ein Gespräch über verschiedene Skalen. weil nur wenig Zeit da ist und noch mehr Schwierigkeiten vor uns liegen. sogleich Beispiele hierfür sowohl im menschlichen Organismus und in der astronomischen Welt als auch in der Mechanik der Wellenbewegungen. was ich sagen würde. Später hatte ich mit G. daß noch viele andere Schwierigkeiten vor uns liegen. daß man anderen Leuten etwa<> erklärt. „Wir verschwenden unsere Zeit auf Rätselraten". 3 und l. was ich selbst auf dem Weg zur Versammlung nicht verstanden hatte. sagte ich. sah ich. daß es nötig sei. 2. Sie selbst haben gesagt. nämlich dadurch. sich dieses Diagramm als ein sich bewegendes vorzustellen. als ob ich für mich selbst neue Möglichkeiten. was ich sagte. uns zu helfen. sobald ich gesagt hatte. Wir waren bereits an diese Terminologie und an G. 3. deren Zweck ich nicht verstand.und Verstehensmethode entdeckt hätte. Und unter dem Ansporn dieser Empfindung fand ich. wenn wir in diesem Tempo fortfahren.'s Darstellungsart gewöhnt.

Das ist nie der Fall. Sie müssen wissen. wenn es nicht gegeben wird. Manchmal kann man etwas aus Witzen lernen. daß irgend etwas in den Schulen in einer vollständigen Form gegeben wird? Sie betrachten das sehr naiv. Sie müssen schlau sein. „Wenn Sie vor diesen Schwierigkeiten schon Angst haben. wenn nötig stiehlt. sagte G. aus Geschichten.dein. bis jemand kommt und es einem gibt. Und Sie möchten. aber nicht wartet. daß alles sehr einfach sei." 408 . wie wird es später sein? Glauben Sie. wie man es nimmt. so tun als ob. das Gespräch auf bestimmte Dinge bringen. wie ich es tue".

soweit ich mich daran erinnere. sagte G. Wissen von Dingen an sich. das auf den gewöhnlichen Methoden der Beobachtung und der Nachprüfung von Beobachtungen beruht. nannte er subjektiv. die den Inhalt und die Bedeu- 409 . Wie ich schon früher erwähnt habe. Ich will versuchen. Das erste war die Frage der „Selbst-Erinnerung" und die Notwendigkeit dauernder Arbeit an sich selbst. die Ausdrücke „objektiv" und „subjektiv" in einem besonderen Sinn. das einen „objektiven Bewußtseinszustand" begleitet. indem er die Einteilung in „subjektive" und „objektive" Bewußtseinszustände zur Grundlage nahm. um dies zu erreichen. „ist die Idee der Einheit von allem. Wissen. Von ältesten Zeiten an haben Menschen. zu vermitteln. All unser gewöhnliches Wissen. das war für ihn objektives Wissen. zu denen Außenstehende zugelassen wurden.. die von der Beobachtung uns zugänglicher Tatsachen in subjektiven Bewußtseinszuständen abgeleitet werden. die einige von G. mit unseren Worten „objektive Wahrheiten" zu vermitteln. das Folgende. der Einheit in der Vielheit. Wissen vom All. auf die G. alle wissenschaftlichen Theorien. unweigerlich in all seinen Gesprächen mit uns zurückkam. Wissen auf Grund alter Methoden und Beobachtungsprinzipien. und das zweite war die Frage der Unvollkommenheit unserer Sprache und der Schwierigkeit.'s Moskauer Schülern machten. „Eine der zentralen Ideen objektiven Wissens".V I E R Z E H N T E S KAPITEL E s gab einige Punkte. und zum Teil meine eigenen Aufzeichnungen der Petersburger Gespräche benütze. wenn die formellen Vorlesungen beendet waren. indem ich zum Teil Aufzeichnungen. gebrauchte G.

die ihre richtige Aufnahme seitens anderer gewährleisten und die Möglichkeit der Verstümmelung und Verfälschung bei der Weitergabe ausschließen. erhalten. einen Weg zu finden. um diese Idee in einer den anderen verständlichen Form zu vermitteln. Mit objektivem Bewußtsein ist es möglich. und zwar mit entsprechender Vollständigkeit und Genauigkeit. 410 . eine geeignete Vorbereitung. Die Formen.objektiven Bewußtseins' bringen sollten. manchmal : mehr. eine Bestimmung des »grundsätzlichen Prinzips' •oder der apyi zu geben. denen diese Idee vermittelt wurde. von der alles andere abgeleitet wird. „Versuche sowohl der einen als auch der anderen Art. durchziehen die ganze Geschichte der Menschheit von der ältesten bis zur heutigen Zeit und haben sich in den Formen religiösen Glaubens und philosophischer Systeme gleich Denkmälern auf den Wegen dieser Versuche. oder i in religiösen Lehren. ein Glaubenselement zu schaffen und eine Gefühlswelle hervorzurufen.Objektives Wissen mit der Idee der Einheit geht aber mit objektivem Bewußtsein Hand in Hand. danach gestrebt. manchmal weniger erfolgreich. die Einheit von allem zu sehen und zu fühlen.. mußte die Idee in Formen gefaßt werden. Zu diesem Zweck verlangte man von den Menschen.tung dieser Idee verstanden und in ihr die Grundlage objektiven Wissens sahen. Die richtige Übermittlung der Ideen objektiven Wissens war immer ein Teil der Aufgabe derjenigen. . die danach strebten. wie zum Beispiel in philosophischen Systemen. Um dies durchzuführen. wenn es durch subjektives Bewußtsein wahrgenommen wird. und die Idee selbst wurde entweder in einer logischen Form gegeben. Für das subjektive Bewußtsein ist jedoch die Welt in Millionen gesonderter und unzusammenhängender Erscheinungen gespalten. die danach strebten. die dieses Wissen ausdrücken. welche die Menschen auf die Stufe des . In solchen Fällen mußte die Idee der Einheit von allem als die grundsätzliche und zentrale Idee dieses Wissens zuerst vermittelt werden. das Denken der Menschheit und das esoterische Denken zu vereinen. müssen es verstümmeln und an Stelle der Wahrheit mehr und mehr Täuschungen erzeugen. die dieses Wissen besaßen. Versuche.

Hier verbleibt immer die unübersteigbare Schwierigkeit dieser Sprache.Symbole' für das höhere Denkzentrum. und zwar in Formen. „Es wurde schon gesagt. Aus diesem Grunde sind alle Versuche. und die Prinzipien der Teilung des Ganzen nicht finden kann. aber in ihrer Beziehung zur Vielheit kann sie in Worten oder logischen Formen niemals klar ausgedrückt werden.Symbole' und durch besondere Wortformeln auszudrücken. „In der Erkenntnis der Unvollkommenheit und Schwäche der gewöhnlichen Sprache haben die Menschen im Besitz objektiven Wissens versucht.Mythen' waren für das höhere Gefühlszentrum bestimmt. die Eindrücke der Vielheit und Mannigfaltigkeit in subjektiven Bewußtseinszuständen zum Ausdruck bringt und darauf aufgebaut ist. welche für den objektiven Bewußtseinszustand erkenntlich und offensichtlich ist. die höheren Zentren des Menschen anzusprechen.Mythen'. kann die Idee der Einheit.Mythen' und . die Idee der Einheit durch .Symbole' war es. ihnen die dem Intellekt unzugänglichen Ideen zu vermitteln. führen zu nichts. im voraus zum Scheitern verurteilt. auf denen diese Teilung beruht. Die Vorbereitung zur Aufnahme 411 . oft sogar von einer Epoche zur anderen überliefert haben. „Nichtsdestoweniger besteht die Idee der Einheit von allem auch im intellektuellen Denken. daß in den höheren Bewußtseinszuständen des Menschen die höheren psychischen Zentren arbeiten: das . niemals mit genügender Vollständigkeit und Klarheit vermitteln. Das Ziel der . Es kann immer alles verstanden werden. die eine Summe ihres Inhaltes darstellen) nur mit dem Denken zu verstehen oder zu erklären. ohne die Gesetze zu kennen. . . aber nur mit den zuständigen Zentren. durch . die die Möglichkeit falscher Deutungen ausschließen. weil man nicht zur Idee der Ganzheit kommen kann.höhere Gefühls-' und das .diese Erscheinungen in irgendeinem wissenschaftlichen oder philosophischen System zu verbinden.Symbole' (oder die Formeln und Ausdrücke.Mythen' und . wenn man von gesonderten Tatsachen ausgeht. Eine Sprache. die diese Idee unverändert von einer Schule zur anderen. .höhere Denkzentrum'.

wie oben. und sie überliefern nicht nur das Wissen selbst. ihrem Aufbau und ihrer Bedeutung bildete einen sehr wichtigen Teil der Vorbereitung der Aufnahme objektiven Wissens und war in sich selbst eine Prüfung. Diese Formel behauptet. zu irgendeinem weiteren Wissen zu kommen. Aber was ihn selbst betrifft.von Ideen. weil ein buchstäbliches oder formales Verstehen von Symbolen es sofort unmöglich machte. welche eine Zusammenfassung des Inhaltes vieler Symbole darstellen. Derselbe Sinn liegt in der Analogie zwischen dem Mikrokosmos (Mensch) und dem Makrokosmos (Weltall). die zur Überlieferung der Ideen des objektiven Wissens dienen. die zu objektivem Wissen zählen. Die Grundgesetze der Triaden und Oktaven sind in allen Erscheinungen zu finden und sollten gleichzeitig sowohl in der Welt als auch im Menschen untersucht werden. mit dem Studium seiner selbst und der Erkenntnis der in ihm wirkenden Grundgesetze beginnen. die gewissen Gesetzen zufolge eine Ganzheit bildet. daß alle Gesetze des Kosmos im Atom oder in jeder anderen Erscheinung. gefunden werden können. „Zu den Symbolen. denn nur ein richtig vorbereitetes Denken kann diese Ideen den höheren Zentren vermitteln. so unten' aus den Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistos. voll von besonders tiefer Bedeutung und eines der führenden 412 . ist der Mensch ein näherer und erreichbarerer Gegenstand für die Untersuchung und das Wissen als die Welt der Erscheinungen außerhalb seiner selbst. Deshalb soll der Mensch. Das Studium von Symbolen. die ersten schlössen die Prinzipien der gesonderten Wissensgebiete ein. nämlich die Formel . erkenne dich selbst. sondern zeigen auch den Weg dazu. „Die Symbole wurden in grundlegende und untergeordnete eingeteilt. gab es eine mit einer besonderen Bedeutung. „Von diesem Gesichtspunkt ist eine andere Formel. gehören die Diagramme der Grundgesetze des Weltalls. die zweiten brachten die wesentliche Natur der Erscheinungen in ihrer Beziehung zur Einheit zum Ausdruck. muß über den Weg des Denkens geschehen. „Unter den Formeln. der nach der Erkenntnis des Weltalls strebt. ohne fremde Elemente hinzuzufügen.

aber die Bedeutung eines Symbols und die Enthüllung seines Kems kann nur dem vermittelt und nur von dem verstanden werden. kann er sozusagen die Auswirkung der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit auf den dauernden Kampf mit sich selbst auf dem Wege zur Selbst-Erkenntnis beschränken. „Dem Verständnis von Symbolen kann man auf folgende Weise näherkommen: beim Studium der Erscheinungswelt sieht man zu allererst in allem das Wirken zweier Prinzipien. Dieser Vorgang wird in ihm das große Symbol erzeugen. das unter dem Namen das Siegel Salomonis bekannt ist. der sozusagen schon weiß. der es geschaffen hat. Diese Äußerung der großen Gesetze der Zweiheit und Dreiheit sieht der Mensch gleichzeitig im Kosmos und in sich selbst. Auf diese Weise wird er die Linie des Willens zuerst in den Kreislauf der Zeit und dann in den Kreislauf der Ewigkeit einführen. das sie geschaffen hat. wenn er nämlich diese Gesetze in sich selbst verstanden hat. der schon zu einem gewissen Verständnis dieser Symbole in sich selbst gelangt ist. was dieses Symbol enthält. genau wie es dem Menschen diente. Jedoch bezüglich seiner selbst kann sein Verständnis der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit in einer praktischen Form Ausdruck finden. während sie sich für ihn nur in einer Richtung zu bewegen scheinen. das eine oder andere Ergebnis zeitigen.Symbole auf dem Weg zur Erkenntnis der Wahrheit. der nur die Oberfläche der Erscheinungen kennt. Aber bezüglich des Kosmos ist er nur ein Zuschauer und noch dazu einer. in Vereinigung oder im Gegensatz zueinander. und beim Selbst-Studium studiert er die Welt. In diesem Sinn lehrt jedes Symbol uns etwas über uns selbst. Beim Studium der Welt und ihrer Gesetze studiert ein Mensch sich selbst. „Die Bedeutung der Symbole kann nur einem Menschen klargemacht werden. welche sich in verschiedenen Richtungen bewegen. Und dann wird das Symbol für ihn zu einer Synthese seines Wissens und dient ihm als Ausdruck und zur Übermittlung desselben. wovon das eine dem anderen entgegengesetzt ist und die. 413 . Das Studium der Welt und das Studium des Menschen unterstützen einander. das heißt die wesentliche Natur des Prinzips aufzeigen. Dies klingt wie ein Paradoxon.

gute und schlechte und • in angenehme und unangenehme eingeteilt. nötige und unnötige. 5. Das Verständnis der Zweiheit in einem selbst beginnt mit der Einsicht der Mechanisiertheit und der Einsicht des Unterschiedes zwischen dem. Dies ist die Zweiheit. was uns heute führt. haben bezüglich der inneren Entwicklung des Menschen eine bestimmte Bedeutung. Er besteht gänzlich aus Zweiheiten oder . Die Gedanken sind dem Gefühl entgegengesetzt. wird morgen zweitrangig und untergeordnet. alle Reaktionen. in der ein Mensch lebt. Jeder Mensch. kann diese Dualität in sich erkennen. und alles ist gleichermaßen mechanisch. das ganze menschliche Leben vor sich geht.Gegensatzpaaren'. in der alle Wahrnehmungen. Sie zeigen die verschiedenen Stufen auf dem Wege der menschlichen Selbst-Vervollkommnung und des Wachstums seines Seins. der sich auch nur ein wenig beobachtet. was bewußt ist. ihm natürlichen Zustand wird als Zweiheit angenommen.Gedanken eines Menschen werden in positive und negative. Diesem Verständnis muß die Zerstörung der Selbst-Täuschung vorausgehen. der heutige Sieger ist der Besiegte von morgen. 3. Gefühle und . was mechanisch und dem. welche sie ausdrücken. gleichermaßen unabhängig vom Willen und führt gleichermaßen zu keinem irgendwie gearteten Ziel. „Der Mensch in seinem normalen. Bewegungsimpulse stehen einer instinktiven Sehnsucht nach Ruhe gegenüber. Die Arbeit der Zentren vollzieht sich im Zeichen dieser Einteilung. „Aber diese Dualität scheint zu wechseln. 4. Eindrücke. Alle Empfindungen. der sogar 414 . 6. nützliche und schädliche.„Die rinfackeren Symbole: Figur 43 oder die Zahlen 2.

sondern viele verschiedene Bedeutungen. sogar bezüglich des Menschen. Die überwiegende Entwicklung irgendeines Zentrums auf Kosten der anderen erzeugt einen außerordentlich einseitigen Menschentypus. die sich auf die richtige Arbeit der Zentren bezieht. der zur weiteren Entwicklung unfähig ist. eine bestimmte. eine Ganzheit hält. hat nicht eine. aus bewußten Motiven stammende Entscheidung entgegenzusetzen. bei denen früher zufällige neutralisierende . Bewegungs-. welche sich gemäß den Gesetzen der Zweiheit vollziehen. Und von diesen Bedeutungen muß zweifellos vor allem die begriffen werden. ergibt eine bleibende Ergebnislinie in der Zeit und bildet die Verwandlung der Dreiheit in die Uierheit. Die vollständige und richtige Arbeit der fünf Zentren vereint diese mit den höheren Zentren. beginnt ein Kampf um die Verwirklichung des Bewußtseins im Leben und um die Unterordnung des Mechanischen unter das Bewußte. Die Schaffung eines dauernden dritten Prinzips ist für den Menschen die Verwandlung der Zweiheit in die Dreiheit. Zu diesem Zweck beginnt der Mensch mit dem Bestreben.Schocks' zu wirken pflegten und zufällige Ergebnisse zeitigten. „Wenn die Selbst-Täuschung zerstört ist und der Mensch anfängt.seine mechanischsten Handlungen für willentlich und bewußt und sich selbst für eine Einheit. dann »schließt er das Pentagramm in sich ein' und wird ein ausgebildeter Typus des physisch vollkommenen Menschen. Wenn jedoch ein Mensch die Arbeit der fünf Zentren in sich in harmonischen Einklang bringt. die Verwandlung der Vierheit in die Fünfheit und die Konstruktion des Pentagramms. Gefühls-. „Die Stärkung dieser Entscheidung und deren dauernde und unfehlbare Anwendung auf alle Ereignisse. instinktive und Geschlechtszentrum. welche das fehlende Prinzip darstellen und den Menschen in direkte und dauernde Verbindung 415 . „Die Entwicklung der menschlichen Maschine und die Bereicherung des Seins beginnt mit einem neuen und ungewohnten Arbeiten dieser Maschine. Wir wissen. Die nächste Stufe. den Unterschied zwischen dem Mechanischen und dem Bewußten in sich selbst zu sehen. daß der Mensch fünf Zentren hat: das Denk-. den mechanischen Vorgängen.

5. wie Oktaven im Dezimalsystem ausgedrückt werden und umgekehrt. was man als die Symbolik der Zahlen bezeichnen kann.mit dem objektiven Bewußtsein und objektiven Wissen bringen.Intervallen' und den . zehnte. Es kann nur auf die gleiche Weise verstanden werden.theosophische Addition' bekannt ist. Durch Einschluß des do der nächsten Oktave erhalten wir zehn Stufen. die Zahlen von eins bis zehn ein. ergibt die achte Stufe. er verkörpert in sich das Siegel Salomonis. Die sieben Grundtöne zusammen mit den zwei . 3. Die sieben Grundtöne der Oktave drücken das Gesetz der Sieben aus. das heißt. „In diesem Beispiel wird die Reihe der gegebenen Symbole — 2. 6 — als auf einen bestimmten Vorgang anwendbar gedeutet. „Und dann wird der Mensch ein sechszackiger Stern. indem er in einen unabhängigen und in sich vollständigen Lebenskreis eingeschlossen wird. Die letzte. macht er sich von fremden Einflüssen oder zufälligen Schocks frei. Im Sinn des Oktaven-Gesetzes ist jeder vollständige Vorgang ein Übergang der Note do durch eine Reihe von nachfolgenden Tönen zum do der nächsten Oktave.zusätzlichen Schocks' ergeben neun Stufen. Jedoch sogar diese Deutung ist unvollständig. die die Symbolik der Zahlen nicht verstehen. scheint diese Methode 416 . Menschen. weil ein Symbol nie vollständig gedeutet werden kann. den es ausdrückt. das heißt die Krönung des Vorganges. wie zum Beispiel die Idee der Selbst-Erkenntnis verstanden werden muß. An dieser Stelle kommen wir zu dem. „Der gleiche Vorgang der harmonischen Entwicklung des Menschen kann vom Gesichtspunkt des Oktaven-Gesetzes aus betrachtet werden. nämlich die Bestimmung von Zahlen. Das Oktaven-Gesetz gibt ein anderes System von Symbolen. die aus zwei oder mehr Ziffern bestehen. Stufe ist das Ende des vorigen und der Beginn des neuen Kreislaufes. Die Symbolik der Zahlen kann nicht ohne das Oktaven-Gesetz oder ohne eine klare Vorstellung. Die Hinzufügung des do der nächsten Oktave. Auf diese Weise schließt das Oktaven-Gesetz und der Entwicklungsvorgang. verstanden werden. die unter dem Namen . durch die Quersumme dieser Ziffern. „In den westlichen Systemen des Okkultismus gibt es eine Methode. 4.

„Jedes dieser Systeme kann als Mittel dienen. von welchen aus es geprüft werden kann. der die Einheit alles Bestehenden versteht und den Schlüssel für diese Einheit hat.ihr eigenes Gegenteil'. Eine Vereinigung der vier symbolischen Methoden von Zahlen. die in die Worte der gewöhnlichen Sprache übertragen sind. weil sie nämlich alle Vielheit in die sie beherrschenden Grundgesetze auflöst. zwängen ihre Bedeutung in einen engen dogmatischen Rahmen. Buchstaben und Worten ergibt eine komplizierte. das sie zu einer Ganzheit vereint. Das hat seinen Grund darin. „Wie wir früher erwähnt haben. aber vollkommenere Methode. Symbole. Im Ausdruck des Gesetzes der Einheit einer unendlichen Mannigfaltigkeit besitzt das Symbol selbst eine unendliche Anzahl von Aspekten. für den hat die Methode der theosophischen Addition eine tiefe Bedeutung. um die Idee der Einheit zu vermitteln.Gerät der Täuschung'. In der Hand des Unfähigen und Unwissenden jedoch. sind in der Symbolik Zahlen mit bestimmten geometrischen Figuren verknüpft und ergänzen sich gegenseitig. die Fähigkeit. es gleichzeitig von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu sehen. der selbst die sehr relative Freiheit der logischen Untersuchung eines Gegenstandes unmöglich macht. daß die Symbole buchstäblich verstanden werden und man ihnen eine einzige Bedeutung verleiht. daß ein Symbol niemals in einer endgültigen und bestimmten Bedeutung angenommen werden kann. und erfordert von einem Menschen. wird das gleiche Symbol ein . „Ferner gibt es eine Symbolik der Magie. undeutlich und sehr leicht . die durch die Zahlen von eins bis zehn ausgedrückt werden. werden in ihnen starr. der es erfassen will. In der .der Vereinigung von Zahlen absolut willkürlich zu sein und zu nichts zu führen. geometrischen Figuren. Für einen Menschen jedoch. so gute Absichten er auch haben möge. eine Symbolik der Alchimie und eine Symbolik der Astrologie und ebenfalls das System der Symbole des larot.Kabbala' ist auch eine Symbolik der Buchstaben in Gebrauch und in Verbindung mit der Buchstabensymbolik eine Symbolik der Worte. Die Wahrheit wird wieder durch eine 417 . Der Grund hierfür besteht in der Tatsache.

logische Defini- 418 . Es ist wohl bekannt. „Es ist notwendig. Um die Sprache verstehen zu können. bei welchem die Idee des Symbols selbst verlorengeht. verstärkt. obwohl diese Symbolik nicht von jedem verstanden wird. erfordert eine ungeheure Anstrengung des Sichtens. Reines Wissen kann nur in Symbolen vermittelt werden. durchsichtig wird. der Dinge vernimmt. weil der Intellektualismus der zeitgenössischen Erziehung die Menschen mit einer Neigung und einem Hang erfüllt. Ein Mensch jedoch. und sie zu erkennen. indem er ihnen eine Meinung entgegensetzt. weil es das Streben nach wirklichen Ergebnissen. was sie hören. Alchimie und besonders der Magie in solchen Leuten entstanden sind. wie man zuhören muß. von der Symbolik der Sprache zu sprechen. die für ihn neu sind. hierbei zu verweilen. muß man vorher gelernt haben und bereits wissen. etwas buchstäblich zu verstehen. „Richtiges Verständnis von Symbolen kann nicht zu Meinungsverschiedenheiten führen. sie zu bestreiten oder zurückzuweisen. sind von vornherein zum Scheitern verurteilt und führen in den meisten Fällen zu weiteren Täuschungen.A äußere Lügendecke verschleiert. sie verhüllen es wie ein Schleier. wenn der Zuhörer die entsprechenden Anstrengungen macht und in einem entsprechenden Zustand ist. um diese zu verstehen —. der jedoch für jene. was für Irrtümer aus den Symbolen der Religion. ist nur auf einer gewissen Entwicklungsstufe und nur dann möglich. Es vertieft das Wissen und kann nicht theoretisch bleiben. die er als lichtig betrachtet und die gewöhnlich überhaupt keine Beziehung zu ihnen hat. wenn von objektivem Wissen und der Vereinigung von Vielfalt und Einheit die Rede ist. die sie buchstäblich und nur in einer Bedeutung aufgefaßt haben. wenn sie symbolisch wird. beginnt — anstatt Anstrengungen zu machen. irgend etwas Neues zu erreichen. Die innere Bedeutung von etwas Gesagtem zu verstehen. gegen alles. Alle Versuche. „Und in diesem Sinn ist es möglich. das heißt nach dem Großen Tun. nach der Vereinigung von Wissen und Sein. Auf diese Weise versperrt er sich jede Aussicht. die es ersehnen und ihn anzusehen verstehen.

was ein anderer für ihn tun kann. „Infolge dieser erwähnten Neigung unseres Denkens geschieht es oft. Und wenn irgend jemand annimmt. „Wir haben früher vom Oktaven-Gesetz gesprochen. was er nicht vorher besessen hat. wofür wir sie gewöhnlich halten. Im Zusammenhang hiermit wurde erwähnt. Die . von der Tatsache. daß jeder Vorgang. ohne sich zuerst die Mühe gemacht zu haben. zu befolgen. daß jede Note. was er sucht. und wenn er erwartet. Ohne es zu bemerken. welche nicht durch die Energiestärke des sich vollziehenden Vorganges ausgefüllt werden 419 . Alles. jeder Ton auf einer anderen Ebene wieder eine ganze Oktave bildet. Das bedeutet nicht. fesseln sich die Menschen unbewußt selbst mit ihrem Wunsch nach Genauigkeit in diesem Bereich. im Gegenteil. ist. die Hinweise. ausgerüstet mit einem genauen Wissen aller Einzelheiten. ihm einen Ansporn zur Arbeit zu geben.tionen und logische Beweisgründe ins Feld zu führen.Intervalle' zwischen mi und fa und zwischen si und do. niemand kann für ihn die Arbeit leisten. dann muß er zuallererst einsehen. auf dem Weg der Selbst-Erkenntnis fortschreiten kann. es gibt sie nur dort. dieses Wesen selbst zu verstehen. die er selbst für sich tun sollte. die er bezüglich seiner eigenen Arbeit erhalten hat. Niemand kann ihm je geben. und daß er nur aus sich selbst heraus und durch seine eigenen Anstrengungen das erreichen kann. und von diesem Gesichtspunkt aus spielt die richtig verstandene Symbolik die Rolle eines solchen Ansporns für unsere Erkenntnis. daß er. ehe er nicht die notwendigen Anstrengungen macht. daß er solches Wissen haben kann. weil dort exakte Definitionen allein notwendig Ungenauigkeiten in der Bedeutung mit sich bringen. daß er kein Wissen erreichen wird. in seiner allmählichen Entwicklung vollends durch das Gesetz des Aufbaues der Sieben-Ton-Leiter bedingt ist. daß es auf dem Weg des wahren Wissens keine genauen Begriffsbestimmungen gibt. das einem Menschen vermittelt wird. ganz gleich auf welcher Ebene er stattfindet. es für ihn schwierig macht. bevor er ein Verständnis vom Wesen einer Sache erlangt hat. aber sie unterscheiden sich sehr von dem. daß exaktes Wissen von Einzelheiten.

die mehr oder weniger bekannt sind. der die Reihen des Überganges und die Gesetze des Aufbaues der Oktave kennt. erfordern. zu Verwirrung und Irrtum führen. können vier genannt werden: 420 . gewisse Aspekte der Lehre. „Aus diesem Grunde können theoretische Behauptungen.Schock'. gibt es ein gewisses Symbol in Form eines in neun Teile gegliederten Kreises. die Möglichkeit gibt. wobei Linien die neun Punkte auf dem Krcisumfang in einer gewissen Ordnung verbinden. welche zur Überlieferung des Wissens symbolische Methoden verwenden. können solche Zwischenwege leicht zu einer Vermischung von Linien. zwischen zwei benachbarten Linien eine Zwischenlinie zu bilden. ist es notwendig. je näher sie dem Mittelpunkt kommmen. daß die Wege. Deswegen ist es manchmal möglich. in Richtung auf diese gleich den Radien eines Kreises verlaufen. die sich nach der Mitte zu bewegen. zu verstehen und ebenso die Beziehung dieser Lehre zu anderen Systemen.können und einen von außen kommenden . „Um die Beziehung dieser Lehren untereinander zu verstehen. „Von den Hauptlinien. „Bevor wir nun zum Studium des Symbols selbst übergehen.Oktaven-Gesetz' alle Vorgänge des Weltalls miteinander verbindet und dem. manchmal vom Gesichtspunkt der Behauptungen einer anderen Linie erklärt werden und umgekehrt. daß das . die zur Erkenntnis der Einheit führen. Wenn aber ein vollständiges Wissen und Verständnis der Grundlinien fehlt. sozusagen äußere Hilfe. muß man immer im Gedächtnis behalten. „Um alles mit dem Gesetz der Oktavenstruktur in Zusammenhang stehende Wissen in eine Ganzheit zu verwandeln. alles und jede Erscheinung in ihrem Wesen genau zu erkennen und ebenso alle Wechselbeziehungen innerhalb der Erscheinungen und alles damit Verbundenen. welche die Grundlage einer Linie bilden. desto näher kommen sie auch einander. die dieses Symbol gebraucht. Hieraus folgt. verbinden gerade durch diesen Sachverhalt einen Vorgang mit anderen Vorgängen.

indische. „Außerdem gibt es zwei in Europa bekannte Linien. die hebräische. sie zu einer praktischen Verwirklichung zu bringen. Beide Linien tragen in sich Wahrheitskömer. deren Theorie wir darlegen. nämlich der in neun Teile gegliederte Kreis. die 2. aber keine von ihnen besitzt ein vollständiges Wissen. persische. Wie andere Linien benützt sie die symbolische Methode. die 4. „Die Lehre. nämlich die Theosophie und den sogenannten westlichen Okkultismus.1. ägyptische. von anderen Linien unabhängig und war bis zum heutigen Tage vollständig unbekannt. ist vollständig selbständig. nur zu negativen Ergebnissen. die 3. und darum führen Versuche. die aus einer Mischung der Grundlinien entstanden sind. „Femer kennen wir von der letzten nur die Philosophie und von den drei ersten Teile ihrer Theorie. und eines ihrer Hauptsymbole ist die bereits erwähnte Figur. „Dieses Symbol sieht folgendermaßen aus: F i g u r 44 421 .

So kann man zum Beispiel auf eine Darstellung folgender Art stoßen: F i g u r 45 „Oder eine andere: F i g u r 46 „Das Symbol. das die Punkte miteinander verbindet. die nicht in die ursprüngliche komplizierte Figur einbezogen sind. symmetrisch ist. Ihm wurde von den Wissenden eine so große Bedeutung verliehen. drückt das Gesetz der 422 . daß sie es für notwendig erachteten.Okkultismus' nirgends zu Enden. seine Kenntnis geheimzuhalten. das einen in neun Teile geteilten Kreis mit den diese Teile verbindenden Linien darstellt. „In der Literatur können nur einige Hinweise darauf und teilweise Darstellungen gefunden werden. Femer ist der oberste Punkt der Scheitel eines gleichseitigen Dreiecks. die in bezug auf einen Durchmesser. der den Kreisumfang am obersten Punkt durchschneidet. Sechs Punkte sind durch eine Figur verknüpft. „Dieses Symbol ist im Studium des . weder in Büchern noch in mündlicher Überlieferung.„Der Kreis wird in neun gleiche Teile geteilt.

Aber sogar diese Konstruktion zeigt die inneren Gesetze einer Oktave und weist auf eine Methode hin. Der Kreis symbolisiert diesen Vorgang. von S.Intervalle' mi — fa und si — do ausfüllen. Das Symbol als Ganzes ist do. in sich alles für das eigene Dasein Notwendige. „Die Oktave hat sieben Töne. welche dieses mit einem vollständigen Ausdruck des Oktaven-Gesetzes verbindet. Es ist die Null unseres Dezimalsystems. Es ist ein Kreis — ein vollendeter Kreis. von seiner Umgebung abgesondert. Die Aufeinanderfolge der Stufen in dem Prozeß muß mit der AufeinAnmerkung: In dem Buch „Etudes sur les origines de la natme du Zohar". Paris 1901. zeigt sich das Ergebnis in der Zahl 8 auf der linken Seite und der Zahl l auf der rechten Seite. Zusammen mit den zwei »zusätzlichen Sdiocks*. Die verschiedenen Punkte in der Teilung des Kreisumfangs symbolisieren die Stufen des Vorganges. genau das gleiche Prinzip zeigt sich bei 9X6. Bei 9X5 wird die Ordnung umgekehrt. deren ZiffernZeichen ein geschlossener Kreis ist. „Das isolierte Dasein eines Dinges oder einer Erscheinung. das heißt die Einer nehmen die linke Seite und die Zehner die rechte Seite ein." 423 .Sieben in seinem Zusammenhang mit dem Gesetz der Drei aus. und der achte ist eine Wiederholung des ersten. Karppe. gibt es neun Elemente. Er enthält. ist der geschlossene Kreis eines ewig wiederkehrenden und ununterbrochen fließenden Vorgangs. wie man das Wesen eines Dinges an sich erkennen kann. In gleicher Weise erscheinen bei 9X8 die Zahlen 7 auf der linken und 2 auf der rechten Seite. findet sich eine Zeichnung eines in neun Teile gegliederten Kreises mit folgender Beschreibung des Kreises: „Wenn wir 9 mit 9 multiplizieren. ist komplizierter als die hier dargestellte. das heißt etwas mit einer ordnungsgemäßen und vollständigen Existenz. Seite 200 bis 201. welche die . die untersucht werden. „Die vollständige Konstruktion dieses Symbols.

vollendet den Kreis.anderfolge der Zahlen von eins bis neun verbunden werden. Der Scheitel des Dreiecks vereinigt die Zweiheit seiner Basis und ermöglicht mannigfaltige Formen seiner Darstellung in den verschiedensten Dreiecken auf die gleiche Weise. Aber es ist die neunte Stufe. Infolgedessen liegt jeder Anfang und jede Vollendung des Kreises im Scheitelpunkt des Dreiecks. wo der Kreis sich schließt. mit der Zahl 9 bezeichnet. in dem Punkt. wie der Scheitelpunkt des Dreiecks sich unendlich oft auf der Grundlinie aufträgt. wo Beginn und Ende zusammenfallen. die das . der dem do entspricht. und auf die übrigen Punkte werden die Zahlen l bis 8 verteilt. der im unendlich fließenden Kreis als die zwei do der Oktave erklingt. F i g u r 47 „Wenn wir nun zur Untersuchung der komplizierten Figur innerhalb des Kreises übergehen. dem Punkt. der an dieser Stelle neu beginnt. Darum wird der oberste Punkt des Dreiecks. Die Gesetze der Einheit spiegeln sich in allen 424 . das heißt schließt den Kreis.Intervall' si — do ausfüllt. Die neunte Stufe. die den Kreislauf schließt und wieder beginnt. müssen wir uns die Gesetze ihres Aufbaues klarmachen.

Sie bilden ein gesondertes Dreieck. daß alle außer der letzten Periode aus den gleichen sechs Ziffern in einer bestimmten Reihenfolge bestehen. erhalten wir neun. 6 und 9 sind nicht in der Periode inbegriffen. 6/7=0. sechs Siebentel und sieben Siebentel. „Wenn wir diese Reihe periodischer Dezimalzahlen untersuchen. die ganze Periode vollständig zu rekonstruieren. so müssen wir diese Einheit in sieben ungleiche Teile teilen. dann zwei Siebentel. Das Dezimalsystem gründet sich auf die gleichen Gesetze. In jeder einzelnen Note ist wieder eine ganze Oktave enthalten. in der die Zahlen der Periode stehen — gleichgültig. 7/7=0. erhalten wir die Figur. nämlich eine ganze Oktave. .571428 . Aber in der graphischen Darstellung wird auf die Ungleichheit der Teile keine Rücksicht genommen. . mit welcher Zahl wir beginnen —. vier Siebentel. so daß es möglich ist. fünf Siebentel. sehen wir sofort. dann drei Siebentel. die freie Dreieinigkeit des Symbols. Wenn wir diese Teile in Dezimalzahlen ausrechnen. . „Wenn wir nun die . .857142 . 2/7=0. die in sich selbst eine ganze Oktave enthält. die den gleichen Gesetzen unterliegt wie die 425 . .428571 .285714 . . und für die Konstruktion des Diagramms wird erst ein Siebentel genommen. . miteinander verbinden. .714285 . Die Zahlen 3. . erhalten wir: 1/7=0. Wenn wir eine Einheit als eine Note annehmen. .999999 .Erscheinungen. 3/7=0. 4/7=0.theosophische Addition' verwenden und die Zahlen der Periode zusammenzählen. 5/7=0.142857 . wenn man die erste Ziffer der Periode kennt. um zu den sieben Noten dieser Oktave zu gelangen. „Wenn wir nun auf den Umkreis alle neun Zahlen von eins bis neun auftragen und diese in der Periode inbegriffenen Zahlen durch Linien in derselben Reihenfolge. . . die wir in dem Kreis finden. . .

Deshalb kann sich do aus dem Kreis herauslösen und in ordnungsgemäße Beziehung zu einem anderen Kreis treten. wo die Schocks aus äußeren Quellen hinzutreten und wo man in die Oktave eindringen kann. was außerhalb ihrer existiert. und diese zwei Figuren ergeben in ihrer Verbindung die innere Struktur der Oktave und ihrer Noten. 3 und 6.Intervallen' in der Oktave. das Dreieck durchdringt die Periode. um die Verbindung mit dem herzustellen. die nicht in der Periode Inbegriffen sind. 9 sind nicht in der Periode Inbegriffen. die nicht in die Periode fällt. das die drei Punkte auf dem Kreisumfang.Intervalle' in der Oktave ausfüllen.erste. Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. ohne seine „An dieser Stelle unserer Überlegung wäre es ganz richtig. das heißt in einem anderen Kreis die Rolle übernehmen. 6. Das Gesetz der Drei stammt sozusagen aus dem Gesetz der Sieben. Auch hier ist also do im Besitz dieser Möglichkeit und mittels des Dreiecks 3—6—9 mit den Stellen in der Oktave verbunden. Die Lage dieser Noten entspricht den Zahlen der Periode und die Zeichnung einer Oktave sieht aus wie folgt: F i g u r 48 „Das Dreieck 9—3—6. welche die . in ein Ganzes zusammenschließt. entsprechen den zwei . Darüber hinaus klingt jede Erscheinung. Die Zahlen 3. verbindet das Gesetz der Sieben und das Gesetz der Drei. die imstande ist.Schocks' spielen. die dritte ist sozusagen überflüssig und ersetzt gleichzeitig die Grundnote. die 426 . als die Note do in einer entsprechenden Oktave. in eine Wechselbeziehung mit einer ihr ähnlichen Erscheinung zu treten. die in dem untersuchten Kreis die . Zwei von ihnen.

die wir erhalten: F i g u r 51 kann nur folgende Gruppierung ergeben: 427 . dann hätten wir den folgenden Kreis: Figur 49 und die neun Elemente des geschlossenen Kreises wären auf folgende Weise symmetrisch gruppiert worden: F i g u r 50 „Die Verteilung. zwischen sol und la. welches durch die Zahl 6 bezeichnet wird. wo doch sein richtiger Platz zwischen si und do wäre? „Wenn die Bedingungen der Erscheinung des zweiten Intervalls (6) an ihrer richtigen Stelle beachtet worden wären.Frage zu stellen: warum ist eines der .Intervalle'. an seinem richtigen Platz zwischen den Noten mi und fa und das andere. welches durch die Zahl 3 bezeichnet wird.

daß sich der Übergang von do auf si. „Um dies zu verstehen.Schock' für den Übergang von si auf do notwendig ist. was über die Rolle der .F i g u r 52 das heißt. sich daran zu erinnern. „Als wir die Anwendung des Oktaven-Gesetzes auf den Kosmos untersuchten. wo es nicht notwendig ist. die fähig sind. daß in der kosmischen Oktave der Übergang des . in einem Fall x zwischen mi und fa und im anderen zwischen sol und la. das Symbol zu lesen.Schocks' bei den sich im Menschen und Weltall vollziehenden Vorgängen gesagt wurde. Es wurde darauf hingewiesen. wurde die Stufe .Inter- 428 .Sonne—Erde' auf folgende Weise dargestellt: F i g u r 53 „Bezüglich der drei Strahlungs-Oktaven wiesen wir darauf hin. was für eine Art . innerhalb des Sonnenorganismus vollzieht. das Ausfüllen des Intervalls. ist es notwendig. „Die offensichtliche Anordnung des Intervalls an einer falschen Stelle zeigt denen.

vereint sich mit der ersten. das ist die Luft-Oktave. nämlich der Oktave des Essens und Trinkens. Und die dritte Oktave vereint sich mit der zweiten an der Stelle. um sich selbständig in die nächste Note. Verbindungen der erforderlichen Qualität ergeben. nimmt der Mensch drei Arten von Nahrung auf. Die Qualität und Quantität können dadurch geregelt werden. ohne seine Note zu verändern.Schocks'.Intervalle' und . das heißt die innere Kraft zu sammeln. Nur bei einer vollständigen und harmonischen Übereinstimmung zwischen allen drei Nahrungsarten durch Verstärkung oder Abschwächung ver- 429 .drei Nahrungsarten' in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. die es fa. „Genau das gleiche Verhältnis wiederholt sich in allen abgeschlossenen Vorgängen. welches in sie eindringt. Die zweite Oktave. „Aber man muß verstehen. „Wie schon früher erwähnt. wo die erste Oktave in ihrer Entwicklung bei der Note mi zu einem Halt kommt. an der Stelle. so finden wir in diesen Vorgängen genau die gleichen . „Der endgültige Stoff im Prozeß der Nabrungs-Oktave ist die Substanz si (»Wasserstoff 12 der dritten Skala).valls' do—si durch den Willen des Absoluten vollzogen wird. daß genau wie in vielen chemischen Prozessen nur bestimmte Mengen von Stoffen. Jede von ihnen ist der Beginn einer neuen Oktave. zu verwandeln. Wenn wir die Nahrungsvorgänge im menschlichen Organismus und die Verwandlung der in ihn eingeführten Stoffe untersuchen. die einen . die genau von der Natur vorausbestimmt sind. wo die zweite Oktave in ihrer Entwicklung an der Note mi zu einem Halt kommt. Aber nachdem drei Oktaven an der Erzeugung dieser Substanz teilgenommen haben. Der Übergang fa—mi in der kosmischen Oktave wird mechanisch mit Hilfe einer besonderen Maschine vollzogen. in mi. mittels einer Reihe innerer Vorgänge die Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. daß man die drei vom Organismus aufgenommenen Nahrungsarten regelt. ergibt sich ihr Einfluß auch im endgültigen Resultat durch die Bestimmung ihrer Qualität. ermöglicht. und so müssen im menschlichen Organismus die . um in ein neues do überzugehen.zusätzlichen Schock' braucht.

wie man die Nahrung des dritten Stockwerkes. weil es noch wichtiger ist.Eindrücke'. sogar wenn es jemandem gelänge. die Natur der möglichen . Die Substanz sol der kosmischen Oktave dient als die Substanz. „Der Vorgang des Überganges fa—mi kann auf die schematischste Weise folgendermaßen dargestellt werden: das kosmische fa tritt in diese Maschine wie die Nahrung des unteren Stockwerkes ein und beginnt den Kreislauf seiner Wandlungen. zwei Bestandteile des Vorganges. zu regulieren. Wenn man den Menschen studiert. welche dort in gleicher Weise wie im menschlichen Körper zu finden sind. klarzumachen. regulieren kann. In diesen drei Oktaven verhält sich der Kosmos genau wie der Mensch — die gleichen . nämlich Nahrung und Atem. studiert man den Kosmos. wenn man den Kosmos studiert. die inneren Vorgänge praktisch zu beeinflussen. Diese Gesetze sind überall die gleichen.schiedener Teile des Vorganges wird das gewünschte Ergebnis erzielt. „Und weiterhin. noch bevor man daran denken kann. was man tut und warum und was für ein Ergebnis man erreichen wird. daß keine willkürlichen Versuche. „Wir haben die kosmische Oktave . die Nahrung oder den Atem im buchstäblichen Sinne des Wortes zu regulieren. sich das genaue gegenseitige Verhältnis der in den Organismus eintretenden Substanzen.Maschinen' vermerkt. solange man nicht genau weiß. die wiederum der Note fa innerhalb der Maschine dazu verhilft. wäre das wiederum nicht genug. Infolgedessen klingt es am Anfang in der Maschine als do. „Aber man muß sich dessen bewußt sein. „Darum ist es wesentlich. „An der Stelle des Intervalls fa—mi in der kosmischen StrahlungsOktave werden im Diagramm die .drei Stockwerke'. studiert man den Menschen. die in das mittlere Stockwerk eintritt wie die Luft beim Atmen.Absolutes—Mond' nach dem Gesetz der Drei in drei untergeordnete Oktaven zerlegt. zu dem gewünschten Ziel führen kann. sich in die Note mi zu ver- 430 . die .Schocks* und die Gesetze. die den Übergang der Noten regeln. die gleichen drei Schocks.

die Eigenschaften von sol erwirbt. kann man sagen. Der Stoff. Das aktive Prinzip in ZusammenWirkung mit dem passiven (das heißt mit ihm durch das neutralisierende Prinzip vereint) ergibt ein bestimmtes Ergebnis. sol. „Alles.wandeln. wird im oberen Stockwerk mit der Substanz des kosmischen la verbunden. fa als Nahrung für die Maschine. Dieses Symbol als Ausdruck einer vollkommenen Synthese enthält in sich alle Elemente der von ihm dargestellten Gesetze. was wir über die Strahlungs-Oktaven und über die Nahrungs-Oktaven im menschlichen Organismus gesagt haben. 431 . steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Symbol des in neun Teile geteilten Kreises. ohne seine Tonlage zu verlieren. Auch dieses sol klingt beim Eintritt in die Maschine als do. wir hieraus ersehen. sol das neutralisierende und fa das passive. der so zustande kommt. dienen die folgenden Noten la. die in das obere Stockwerk der Maschine als do eintritt: „Wie. daß die Substanz fa in der Mischung mit der Substanz la als Ergebnis die Substanz sol ergibt. Und da dieser Vorgang sich innerhalb der Oktave vollzieht und sich tatsächlich innerhalb der Note fa entwickelt. In der Figur 54 Ordnung ihrer Aufeinanderfolge ist nach dem Gesetz der Drei la das aktive Element. daß fa. Dies wird symbolisch folgendermassen dargestellt: Figur 55 „Dieses Symbol zeigt.

wer der Lehrer und wer der Schüler ist. beziehungsweise versteht. jeder Organismus. Was man nicht in das Enneagramm einfügen kann. Das Studium dieser Pflanzen kann uns viel über das Enneagramm offenbaren. was mit diesen Oktaven zusammenhängt. der allein in der Wüste ist. jeder Kosmos. „Wenn zwei Menschen. und mit seiner Hilfe werden sie sofort sehen. jede Pflanze . daß das Enneagramm ein universales Symbol ist. der es benützen kann. und jedesmal kann er etwas Neues lernen. und noch vieles mehr abgeleitet und mit seiner Hilfe weitergegeben werden. Und so kann man sagen. Mohn. Alles kann im Enneagramm zusammengefaßt und in ihm gefunden werden. Tabak und vielen anderen. macht das Enneagramm Bücher und Bibliotheken vollständig überflüssig. Dieses innere Dreieck befindet sich in Pflanzen wie Hanf. was man in das Enneagramm einfügen kann. kam oft und in vielen Zusammenhängen auf das Enneagramm zurück. Tee. daß man nur das weiß. etwas.ist ein Enneagramm". dann werden sie das Enneagramm zeichnen. das heißt wer der Ältere. muß man verstehen. Hopfen. die im Leben des Menschen eine bestimmte Rolle spielen. Das innere Dreieck zeigt das Vorhandensein höherer Elemente nach der Tabelle der . Alles Wissen kann im Enneagramm zusammengefaßt und mit Hilfe des Enneagramms gedeutet werden. „Aber nicht jedes dieser Enneagramme hat ein inneres Dreieck. sagte er. Kaffee. sich treffen.Wasserstoffe' in einem bestimmten Organismus an. Für den Menschen. die so viele verschiedene Bedeutungen hat. wer von ihnen mehr weiß und wer folglich auf einer höheren Stufe steht. „Jedes vollständige Ganze. kann das Enneagramm in den Sand malen und die ewigen Gesetze des Weltalls daraus lesen." G. „Allgemein gesprochen. Ein Mensch. versteht man nicht.und aus ihm kann alles. die in verschiedenen Schulen gewesen sind. was er vorher noch nicht wußte. Das Enneagramm ist die fundamentale Hieroglyphe einer Universalsprache. als es Stufen von Menschen gibt 432 .

Aber natürlich muß man wissen. die mit den Zahlen l bis 9 bezeichnet wären. die niemand ohne Belehrung durch einen Wissenden irgendwie praktisch anwenden kann. während die wirkliche dauernde Bewegung ein Teil einer anderen dauernden Bewegung ist und nicht losgetrennt von ihr erzeugt werden kann. muß man es sich bewegt. Es ist das perpetuum mobile und ist auch der Stein der Weisen der Alchimisten. „Um das Enneagramm zu verstehen. sein Institut in Frankreich organisierte und seine Schüler Tänze und Derwischübungen studierten. das gleiche perpetuum mobile. was in ihnen war. Ein sich nicht bewegendes Enneagramm ist ein totes Symbol. wurde ein großes Enneagramm gezeichnet. wobei sie sich an den Treffpunkten umeinander drehten." Viel später — es war im Jahr 1922 — als G.. Das Enneagramm ist ein schematisches Diagramm der dauernden Bewegung. und sie versuchten dauernde Bewegung zu konstruieren. das lebendige Symbol ist die Bewegung. gibt dem Menschen eine sehr große Macht. warum sie das perpetuum mobile nicht finden können. es zu benützen. in Bewegung vorstellen. das heißt einer Maschine von dauernder Bewegung. so nur in einer unvollständigen und theoretischen Form. und wenn es nun sozusagen allen zugänglich gemacht wird. wo sich im Enneagramm die Linien kreuzten. in der die Übungen stattfanden. daß Übungen mit Bewegungen nach dem 433 . die mit der „Bewegung des Enneagramms" in Beziehung standen. Und dann begannen sie sich in Richtung auf die Zahlen der Perioden in einer sehr interessanten Bewegung zu bewegen. zeigte er ihnen Übungen. „Die Kenntnis des Enneagramms wurde lange Zeit geheimgehalten. das die Menschen seit dem ältesten Altertum gesucht und niemals gefunden haben. Damals sagte G.„Das Enneagramm ist dauernde Bewegung. wie man eine Maschine konstruiert. das heißt an den Punkten. Das Verständnis dieses Symbols und die Fähigkeit. wie dieses Enneagramm zu lesen ist. Auf den Boden der Halle. Sie suchten außerhalb von sich. Und es ist klar. und die an den Übungen teilnehmenden Schüler standen an den Stellen.

Enneagramm in seinem Ballett „Der Kampf der Magier" eine wichtige Rolle spielten. sagte er. „Es ist möglich. daß es nicht nur eine. In dieser Zeichnung wurden innerhalb des Enneagramms die vier Tiere der Apokalypse dargestellt: der Stier. „Und in diesem Fall wie auch in vielen anderen suchen sie etwas. ihre eigenen Gedanken auszudrücken und die Gedanken von anderen über Dinge zu verstehen. eine Universalsprache zu erfinden". denen gegenüber die gewöhnliche Sprache machtlos ist. „Es gibt Kunst und Kunst. daß es ohne Teilnahme an diesen Übungen und ohne eine bestimmte Stelle in ihnen einzunehmen. Sie haben zweifellos schon bemerkt.philosophische Sprache' dar. was das Wichtigste ist. Ich tat dies. nach welcher die anderen verstandesmäßig suchen?" „Ich weiß nicht. Ohne sie kann man nicht fühlen. von welcher Kunst Sie sprechen". daß ich während unserer Vorlesungen und Gespräche oft von Anwesenden über die Kunst gefragt wurde. das Enneagramm durch Bewegung zu erleben". das Enneagramm zu verstehen. „Der Rhythmus der Bewegungen selbst suggeriert die notwendigen Ideen und erhält die notwendige Spannung aufrecht. weil 434 . Diese zusätzlichen Symbole bezogen sich auf die „Zentren". der Löwe. fast unmöglich sei. daß ich aber immer vermieden habe. Ich habe schon früher gesagt. der Mensch und der Adler — und mit ihnen eine Taube. was schon vor langer Zeit gefunden wurde. was schon seit langem besteht und bekannt ist. Der erste Grad dieser Sprache ermöglicht es den Menschen." Eine andere Zeichnung des Enneagramms wurde unter seiner Leitung im Jahre 1920 in Konstantinopel ausgeführt. und versuchen etwas zu erdenken und zu erfinden. „Und stellt nicht die Kunst selbst diese . In Zusammenhang mit den Gesprächen über die Bedeutung des Enneagramms als Universalsymbol sprach G. Und er sagte auch. sagte G. sondern drei universale Sprachen gibt. diesen Gegenstand zu besprechen. wieder von der Existenz einer universalen „philosophischen" Sprache." „In welcher Beziehung stehen diese Sprachen zur Kunst?" fragte jemand. „Die Menschen haben seit langem versucht. oder genauer drei verschiedene Grade. sagte er.

weil Sie der subjektiven Kunst die Kennzeichen der objektiven Kunst zuschreiben. wenn Sie zufällig auf objektive Kunstwerke stoßen. das heißt Sie erwarten. Sie sagen. die eine ganz verschieden von der anderen — objektive und subjektive Kunst. fröhliche Gedanken hervorrufen. was sie meinen. ein Begräbnismarsch müsse in jedem traurige und feierliche Gedanken und jede Tanzmusik. „Vor allem dürfen Sie nicht vergessen. daß es zwei Arten von Kunst gibt.ich alle gewöhnlichen Gespräche über Kunst für völlig bedeutungslos halte. wird diese Melodie für mein ganzes späteres Leben traurige und bedrückende Gedanken in mir hervorrufen. Gleichzeitig ist es zwecklos. Alles wird durch Assoziationen bedingt. glauben. Femer schreiben Sie subjektiver Kunst eine unveränderliche Wirkung zu. alles. . Die Leute sprechen von einer Sache. was ich als objektive Kunst bezeichne. Ihnen meine Idee klarzumachen. zu bestimmen. der noch nicht einmal das Abc über sich selbst. sie stünden auf der gleichen Stufe wie subjektive Kunstwerke. was Sie kennen. ist subjektive Kunst. weil Sie. daß Werke subjektiver Kunst in jedem Menschen die gleiche Reaktion hervorrufen. aber hier liegt der ganze Unterschied. und zweitens. „Ich will versuchen. das heißt etwas. das heißt über den Menschen kennt. Sie unterscheiden nicht zwischen diesen beiden Sachverhalten. „Das. Wenn mir an einem Tag ein großes Unglück geschieht und ich gerade eine heitere Melodie das erstemal höre. Alles.sie wird geschaffen'. so daß ich vielleicht jetzt mit Ihnen sogar schon über Kunst sprechen kann. sage ich. weil ich nur objektive Kunst Kunst nenne. Wir haben jetzt schon lange genug miteinander gesprochen und Sie sollten dieses Abc jetzt schon kennen. und sie haben keine Ahnung. Ich sage dies nur bezüglich objektiver Kunst. Aber in Wirklichkeit ist es zuweilen ganz anders. was Sie Kunst nennen. das richtige Verhältnis der Dinge einem Menschen zu erklären. zum Beispiel ein Komarinsky. wobei sie etwas ganz anderes meinen. zu versuchen. Und wenn 435 . ist vor allem deswegen schwierig. was ich überhaupt nicht als Kunst bezeichne. ein Künstler schafft etwas. Sie denken zum Beispiel. Was subjektive Kunst betrifft.

„Wir haben verschiedene Standpunkte. wo ich besonders glücklich bin. ich messe das Verdienst der Kunst nach ihrer Bewußtheit und Sie nach ihrer Unbewußtheit.es schafft' mit ihm und durch ihn. das heißt er ist in der Macht von Ideen. nichts bestimmt.schafft'. Wir können 436 .ich an einem Tag. der Art von Hypnose. Unfaßbarkeit. das heißt er gestaltet das. In objektiver Kunst gibt es nichts Unbestimmtes. dann wird es ein . dann erzeugt diese Form genau so zufällig im Menschen diese oder jene Wirkung." „Würde die Kunst nicht aufhören. daß bei objektiver Kunst der Künstler wirklich . Und wenn sie zufällig diese oder jene Form angenommen haben. die gleichen Ideen aufnehmen und die gleichen Gefühle haben. wegnehmen. Hierbei ist nichts unveränderlich. „Der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Kunst ist der. Gedanken und Stimmungen." „Ich weiß nicht. Wie ich schon gesagt habe.Buch' und keine Kunst. wird dieses Lied immer glückliche Gedanken hervorrufen. ein trauriges Lied höre. was er beabsichtigt. seinem Geschmack. Sie lenken ihn und drücken sich in der einen oder anderen Form aus. die der Künstler ihnen vermitteln wollte. die sie hervorruft. Weder in der Schöpfung objektiver Kunst noch in den Eindrücken. „Und ist es nicht gerade eine gewisse Unbestimmtheit. natürlich jeder nach seiner Stufe. sie werden. Und so ist es mit allem anderen. die die Kunst zum Beispiel von der Wissenschaft unterscheidet? Wenn wir diese Unbestimmtheit wegnehmen. sagte G. seinen Gewohnheiten. schafft der Künstler nichts. und so fort. daß der Künstler selbst nicht weiß. Und die Wirkung dieses Werkes auf die Menschen ist eine ganz bestimmte. „Bei der subjektiven Kunst ist alles zufällig. je nach seiner Stimmung. wenn sie auf diese Weise bestimmt wäre?" fragte einer von uns. wenn wir die Tatsache. Kunst zu sein. . worüber Sie reden". die er selbst nicht versteht und über die er überhaupt keine Herrschaft hat. er bringt in sein Werk die Ideen und Gefühle. kann es etwas Zufälliges geben. unter der er lebt. die er darin ausdrücken will. was er erreichen wird oder was für einen Eindruck sein Werk auf die Menschen machen wird.

. werden Sie imstande sein. „müssen Prinzipien verstanden werden. der einzige Unterschied ist der.Buch' sein. Ein Werk objektiver Kunst soll ein . ob ihre Wirkung unveränderlich oder vom Zufall abhängig ist. die er bewußt und sachgemäß hervorruft." Einer der Anwesenden sagte: „Von den Statuen der Götter in den alten griechischen Tempeln sind uns Legenden überliefert worden. sondern durch gewisse Gefühle. Die biblische Legende der Zerstörung der Mauern von Jericho durch Musik ist eine solche Legende von objektiver Musik. Und sie kann nicht nur bestimmte psychologische Ergebnisse. Wenn Sie diese Prinzipien erfassen." „Ganz wahr".einander nicht verstehen. „Bevor wir hiervon sprechen". sagte G. Wenn Sie sie jedoch nicht erfassen. Objektive Musik beruht nur auf den »inneren Oktaven'. Die übliche Musik. die Wasser zum Gefrieren bringt." „Können Sie uns andere Werke objektiver Kunst nennen?" „Gibt es in der zeitgenössischen Kunst etwas. irgend etwas erklären. was er tut und warum er es tut. wie Sie es nennen. wird keine Mauern zerstören.. Es kann Musik geben. „Ich will Ihnen nur ein Beispiel nennen — Musik. wobei er weiß. dann wird nichts. zeigt. sagte G. sie werden hören und doch nicht hören. was wir objektiv nennen könnten?" „Wann wurde das letzte objektive Kunstwerk geschaffen?" Fast jeder Anwesende begann diese und ähnliche Fragen an G. zu richten. ganz gleich welcher Art. die einen Menschen sofort töten würde. daß zum Beispiel die Statue des Zeus in Olympia in jedermann einen bestimmten und immer gleichen Eindruck hervorrief. daß es solche Geschichten gibt. Es kann Musik geben. daß die Menschen verstanden. „und eben diese Tatsache. sondern auch bestiiumte physische Ergebnisse zeitigen. aber objektive Musik kann dies wirklich 437 . Gerade hierüber wurde einst gesagt: sie werden sehen und doch nicht sehen. daß der Künstler seine Ideen nicht direkt durch Worte oder Zeichen oder Hieroglyphen übermittelt. was ich Ihnen sagen kann. diese Fragen selbst zu beantworten. daß der Unterschied zwischen wahrer und falscher Kunst genau hierin liegt.

Die mechanische Menschheit. daß Kunst nicht nur einesprache ist. kann natürlich nur subjektive Kunst haben. „So sehen Sie. die für die Ohren unhörbar sind.innere Oktaven' und Melodien »innerer Oktaven'. was über die Kunst gesagt wurde. in Zusammenhang bringen.tun. weil Orpheus Wissen durch Musik zu vermitteln pflegte. mit dem. was ich gerade sagte. was ich früher über die verschiedenen Stufen des menschlichen Seins gesagt habe. wenn auch natürlich sehr primitiv. sondern auch aufbauen. In der Legende von Orpheus gibt es Hinweise auf objektive Musik. Die objektive Kunst verlangt zumindest Augenblicke objektiven Bewußtseins. Die gleiche Musik. um diese Augenblicke richtig zu verstehen und um sie richtig zu benützen. aber vom Gefühlszentrum empfunden werden. die sehr lange hingezogen wird und nur wenig steigt und fällt. aber in dieser einzigen Note vollziehen sich andauernd . ist eine große innere Einheit und eine große Selbstbeherrschung unerläßlich. nur etwas komplizierter. sie fühlt sie und gehorcht ihr. und die Menschen würden ihr gehorchen. Und sie kann nicht nur zerstören. Sehr oft ist es nur eine Note. genauer gesagt. Und die Schlange hört diese Musik oder. Die Musik der Schlangenbändiger im Osten ist eine Annäherung an objektive Musik. so werden Sie verstehen." 438 . sondern etwas viel Größeres. die aus Mensch Nummer eins. Nummer zwei und Nummer drei besteht. Und wenn Sie das.

sondern Einbildung oder Philosophie. die ich nun beschreibe. „In erster Linie". daß die Religion von Mensch Nummer eins von einer Art ist. so kann er nicht behaupten. Ob der Mensch will oder nicht.lebt' seine Religion. haben überhaupt kein Recht hierzu.F Ü N F Z E H N T E S KAPITEL B ei den Gesprächen jener Zeit. sagte er immer. daß er dieser Religion anhänge. immer damit. die Religion eines Menschen auf einer Seinsstufe ist nicht geeignet für einen Menschen auf einer anderen Seinsstufe. weil sie nicht nur die Forderungen ihrer Religion 439 . soviel man kann. Nummer zwei und Nummer drei vollständig Verschiedenes. Die überwiegende Mehrheit der Menschen. die Religion von Mensch Nummer zwei von einer anderen Art und die Religion von Mensch Nummer drei von einer dritten Art. die von einer bestimmten Religion gefordert werden.denkt' seine Religion nicht nur oder . es sei etwas Grundfalsches in der Grundlage unserer gewöhnlichen Haltung gegenüber religiösen Problemen. begann G. „In zweiter Linie ist Religion Tun. Sie entspricht der Stufe des Seins eines Menschen. die sich auf Religion bezog. Nummer fünf und weiter ist etwas von der Religion von Mensch Nummer eins.fühlt' sie. nämlich Ende 1916. Die Religion von Mensch Nummer vier. Wenn also seine Taten denen. sonst ist es keine Religion. sondern man . berührte G. das heißt. er zeigt seine Haltung gegenüber der Religion durch seine Taten und kann seine Haltung nur durch seine Taten zeigen. Und die Religion eines Menschen braucht überhaupt nicht für einen anderen geeignet zu sein. „ist Religion ein relativer Begriff. man . einige Male die Frage der Religion. widersprechen. „Man muß verstehen. die sich Christen nennen. Und wenn ihm jemand eine Frage stellte. daß er die Tatsache betonte.

ein . „Das Christentum verbietet den Mord. „Der Mensch an sich ist nicht einer.Ich' entscheidet dies entweder im Denken oder im Gefühlszentrum. sich als Christ zu bezeichnen. sich einen Christen zu nennen. der nicht Christi Vorschriften befolgt.Ich' weiß davon. Sein Bewegungszentrum wird auf seine übliche Weise reagieren. denn um ein Christ zu sein. Entweder wird er den Menschen ins Gesicht schlagen. daß sie nicht nur keine Christen sein wollen. hat man überhaupt kein Recht. daß es wirklich geschieht. weil es das treffendste Beispiel ist. oder nach einem Polizisten rufen. Und wenn dieses Hinhalten mechanisch 440 . Wie können wir uns also Christen nennen? „Niemand hat das Recht. was er tut. diese Vorschriften zu befolgen. um fähig zu werden. daß jemand einen Menschen schlägt. Jedoch unser ganzer Fortschritt ist im Grunde genommen nur Fortschritt in der Technik des Mordes und Fortschritt in der Kriegführung.wir' oder.sie'.Ich'. „Lange Belehrung. daß dieser seine linke Backe hinhalten wird? Keineswegs. der ihn geschlagen hat. sondern muß imstande sein. die Backe hinzuhalten. Glauben Sie. aber sie sehen nicht ein. wenn man versucht. Aber ein . sondern nicht einmal daran denken. Man kann sagen. sondern sogar keine sein können. darüber nachzudenken. wenn ihn jemand auf die rechte schlägt.Ich' erinnert sich daran — die anderen nicht. „Ich habe das Beispiel des Krieges angeführt. muß man es nicht nur wünschen. er ist nicht . Ein . bevor es dem Betreffenden zum Bewußtsein kommt. richtiger. wie es gelehrt wurde zu reagieren. Die Menschen nennen sich Christen. lange Übung ist unerläßlich. über sie lacht oder sie durch eigene Erfindungen ersetzt oder einfach vergißt. Aber es ist in allem so. Alles rührt davon her. Nehmen wir an. er ist . daß diese Forderungen befolgt werden sollten. daß ein Mensch sich entscheidet. einer zu sein.nicht befolgen. daß man ein Christ sein will. gemäß der Bibel die linke Backe hinzuhalten. Wenn man überhaupt nicht an sie denkt. Nehmen wir an. Er wird nicht einmal Zeit haben. oder er wird einfach davonlaufen. er ist .

Zum Beispiel kann er sagen: . kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. viele von ihnen sind viel älter als das Christentum. Dies ist natürlich nicht wahr. daß ein Mensch seine Backe hinhält. daß das Bittgebet mit allen anderen Arten von Gebeten vereint werden kann. weil es in diesem Fall bedeutet. wie er es sagt. Ich spreche von alten Gebeten. wie ein Christ zu leben?" fragte jemand. „Ich habe schon gesagt.ist — so hat es wieder keinen Wert. „Man muß lernen zu beten. Selbst-Suggestion. Die meisten Gebete haben überhaupt nichts mit Bittgebeten gemein. schnell damit fertig zu werden. sich in der richtigen Weise zu konzentrieren. oder wir glauben. ihren ganzen Inhalt." „Aber kann nicht das Gebet im allgemeinen objektive Ergebnisse zeitigen?" fragte ein Anwesender. Wenn er es zehntausendmal am Tage wiederholt und dabei nur daran denkt. Das weiß man sogar aus dem gewöhnlichen Gottesdienst. Aber das Wesentliche ist. dann ist es kein Gebet. sagte G.ich will ernst sein'. Und ein Mensch kann immer neue Gebete für sich aufstellen. bei dem kann das Gebet Ergebnisse zeitigen. strebt er danach. oder was es zum Essen geben wird und Derartiges. wessen Gebet". genau so wie man alles andere lernen muß. wessen Gebet es ist". wie er beten soll und fähig ist. Es kann keine objektiven Ergebnisse zeitigen. „Das Gebet des subjektiven Menschen. nämlich Selbst-Tröstung. Selbst-Hypnose. Diese Gebete sind sozusagen Rekapitulationen: indem ein Mensch sie laut oder im Geist wiederholt. Wer weiß. das heißt von Mensch Nummer eins. antwortete G. Aber man muß verstehen." „Kann nicht das Gebet einem Menschen helfen. sondern einfach Selbst-Täuschung. daß es verschiedene Gebete gibt und daß ihre Ergebnisse verschieden sind. Aber wenn wir vom Gebet oder den Ergebnissen des Gebetes sprechen. „Es hängt davon ab. weil er nichts anderes tun kann. mit seinem Denken und seinem Gefühl das zu erleben. es hängt davon ab. Aber es kann ein Gebet 441 . was in ihnen ist. Nummer zwei und Nummer drei. so meinen wir damit immer nur eine Art Gebet — das Bittgebet.

Das Sein eines mechanischen Menschen. Das Wort . daß er es wirklich wünscht.es will nicht'. .ich will' entgegenzusetzen.es will' und .es will nicht'. »der Herr'. was er über . wenn er sich mehr erinnern könnte.ich will mich meiner selbst erinnern'.sich erinnern'? Der Mensch muß über das Erinnern nachdenken. so geht es immer. An wie wenig er sich doch erinnert! Wie oft er vergißt.will es' oder . wenn er nicht ernst ist. Es ist möglich. Kann er wollen? Mit ihm .Ich'.Ich' sein. sondern im Sinne der ganzen Größe der Macht. ernst zu sein. . wenn ein Mensch das Gebet auf folgende Weise verrichtet: Er sagt . das heißt es bringt die dritte Kraft zur gewöhnlichen Verbindung der zwei Kräfte .Sein' bedeutet. Welche Antwort er sich darauf gibt. ernst zu sein.ich will' nach. daß er sich leichter dazu bringt.Emst' — der Mensch denkt nach. daß er es öfter bemerken wird.es will nicht' sucht er sein eigenes . In Wirklichkeit besteht es nicht. die er haben kann. ernst zu sein.sein' erwirbt ein Gewicht. . was es heißt. An welches Selbst will er sich erinnern? Lohnt es sich.Ich' ist der Herr. Er erinnert sich an den Wagen.sein'. den Kutscher und den Herrn. sondern eine Menge kleinlicher. was er gesehen hat. Er möchte nicht nur im Sinne des einfachen Daseins . was .ich will' hängt mit den Zielen der Arbeit an sich selbst zusammen. Aber diesem .werden. . was dies bedeutet.Sich erinnern' — was bedeutet . eine neue Bedeutung für ihn. Das Sein eines Menschen. dieses . er hat nicht ein .Meiner selbst' — wieder kehrt er zu sich zurück. . Wenn er versteht. daß er an Stärke gewinnt. was er beschlossen hat.zu sein'. der tun kann. streitsüchtiger Jchs'.Ich' und versucht gleichzeitig an alles zu denken. . und fühlt. dann kann sein Gebet ein Ergebnis in dem Sinne zeitigen.beten': . was es heißt.Ich' weiß.es will' und . das Pferd. woran er sich erinnern will? Die Idee der Arbeit! Wie kann er sich 442 .Sein' — der Mensch denkt darüber nach. Aber er möchte ein . lärmender. daß er sich an sein ganzes Selbst erinnert? Wie kann er das finden. wenn er sich richtig klarmacht. in dem alles geschieht. daß er sich nicht erinnern kann.Will' — dabei denkt er über die Bedeutung von . ist sehr wichtig. Alles Übel kommt davon. auf verschiedene Weise . Genau so kann ein Mensch . was er weiß! Sein ganzes Leben wäre anders.

wenn er dies einfache Gebet ausspricht. daß es sich lohnt. Sie glauben. ist viel interessanter. Die Frage nach dem Ursprung der christlichen Kirche. was er von Gott verlangt. ihn zu bemerken? Was ist denn in ihm. daß dies überhaupt kein Ergebnis haben kann. wenn sie mechanisch wiederholt oder gesungen werden. Zuerst einmal können die Kirche und der Gottesdienst in der Form. Aber hierzu muß Gott erst überhaupt an ihn denken und ihn bemerken. was Gott ist und was er selbst ist. die das für ihn tun könnten. erbarme Dich meiner! Sie wissen selbst. von vielem wissen wir weder die Geschichte noch den Ursprung. der Tempel. erbarme Dich meiner. erbarme Dich meiner! Herr. sich seiner zu erbarmen. Und dann sind es genau diese Gedanken. „Im allgemeinen wissen wir sehr wenig über das Christentum und die Form des christlichen Kultes. Andere glauben. das heißt des christlichen Tempels. als wir denken. Er sollte ein wenig nachdenken. Dann bittet er Gott. diese äußere Form sei zum Teil von heidnischen Religionen und zum Teil von den Hebräern übernommen worden. von den Kirchenvätern erfunden wurde. das Singen der Gesänge und so weiter. Aber all das ist nicht wahr.selbst mit der Idee der Arbeit in Zusammenhang bringen? Und so weiter und so fort. in dem sich die Gläubigen versammeln und in dem nach besonderen Riten die Gottesdienste gehalten werden. daß die äußere Form des Gottesdienstes. Aber sie verlieren jeden Sinn und alle Bedeutung. die Riten. ihn zu bemerken? Und wer soll ihn bemerken? Gott selbst. Sie sehen. „Im christlichen Glauben gibt es sehr viele Gebete wie dieses. einen Vergleich anstellen und sich fragen. erbarme Dich meiner! Herr. über jedes Wort nachzudenken. Was bedeutet das? Ein Mensch ruft Gott an. woher stammt sie? Viele Leute denken überhaupt nicht darüber nach. bei denen es notwendig ist. Aber lohnt es sich überhaupt. alle diese Gedanken und noch viele andere sollten durch seinen Sinn gehen. Aber woran kann er denken und was für ein Ergebnis wird ein Gebet haben. die sie in den ersten Jahrhunderten 443 . „Nehmen Sie das gewöhnliche Herr. wenn er nur wie ein Papagei wiederholt: Herr. Zum Beispiel die Kirche.

die in die Schule kommen. ohne zu wissen. daß wir nicht einmal wissen.Sakramente'. die . noch im Judentum etwas Derartiges gab. „Die christliche Kirche. Es wurde alles in fertiger Form von Ägypten übernommen. Die jüdische Synagoge. aber viel früher. Die christliche Kirche ist — eine Schule. jedoch nicht von dem Ägypten. das wir kennen. die das wahre Christentum ausmachen. der jüdische Tempel. weil es weder in den griechischen noch in den römischen Kulten. daß dies Vorlesungen und Vorführungen sind. die diesen Kurs mitmachten. ihre Verbindung mit der Schule 444 . die griechischen und römischen Tempel verschiedener Götter waren von der christlichen Kirche. diese Vorlesungen oder Vorführungen für Zeremonien oder Riten oder . das in diesen Schulen gelernt werden konnte. wie sie im ersten und zweiten Jahrhundert auftrat.des Christentums angenommen haben. daß sie eine Schule ist. Dank dieser Wiederholungen erhielten die Menschen. ' „Viele Menschen mag es befremden. In diesem prähistorischen Ägypten gab es besondere Schulen. Dies gilt annähernd von der christlichen Kirche unserer Zeit. Nur kleine Teile davon sind auf historische Zeiten gekommen. daß dieses prähistorische Ägypten viele tausend Jahre vor der Geburt Christi schon christlich war. in einer kompakten Form öffentlich wiederholt. Dieses Ägypten gab es an der gleichen Stelle wie das andere. Manchmal dauerte diese Wiederholung eine Woche oder einen Monat. das ganze Wissen. daß seine Religion auf denselben Prinzipien und Ideen beruhte. das heißt. von der die Menschen vergessen haben.Schulen der Wiederholung' genannt wurden. das heißt für Magie halten. nicht vom Heidentum übernommen worden sein. die christliche Form des Gottesdienstes ist nicht von den Kirchenvätern erfunden worden. wenn ich sage. sondern von einem uns unbekannten. und diese Teile wurden so sorgsam verwahrt. In diesen Schulen wurde an bestimmten Tagen. und wo die Schüler oder einfach die Leute. Man stelle sich eine Schule vor. in manchen Schulen vielleicht sogar jeden Tag. in der die Lehrer Vorlesungen halten und erklärende Vorführungen veranstalten. ganz verschieden. wo sie verwahrt wurden.

Responsorien. „Diese . alle hatten ihre eigene Bedeutung in dieser Wiederholung. daß aus seinen Erläuterungen offensichtlich hervorging.lebendig und behielten alles. die Form des Gottesdienstes in den christlichen Kirchen stellt in ihrer Gesamtheit einen Wiederholungskurs der Wissenschaft dar. Die Idee war.Wiederholung' zuzuhören und ihre Verbindung mit der Schule aufs neue zu stärken. „Eine Zeremonie ist ein Buch. Damit meine ich. daß wir viele Dinge für Allegorien halten. daß von den ersten Worten an die Liturgie sozusagen durch den ganzen Vorgang der Schöpfung geht und alle seine Stufen und Übergänge darlegt. die vom Weltall und Menschen handelt. wenn auch ihre Bedeutung schon seit langem in Vergessenheit geraten ist." Was er früher über das Abendmahl gesagt hatte. Leider wurden damals keine Aufzeichnungen gemacht. im Gedächtnis. Was mich an G. Seine Erklärung unterschied sich sehr von den gewöhnlichen theologischen und sogar von den mystischen Auslegungen. „Jede Zeremonie und jeder Ritus haben einen Wert. daß er mit sehr vielen Allegorien aufräumte. wie vieles in reiner Form aufbewahrt ist und wie wenig wir von all dem verstehen.Schulen der Wiederholung' dienten den christlichen Kirchen als Vorbild. einige sehr interessante Beispiele der Auslegung verschiedener Teile der orthodoxen Liturgie an. wie auch die Feiertage und alle religiösen Symbole. war." Im weiteren Verlauf führte G.'s Erklärungen besonders verwunderte. die überhaupt keine Allegorien sind und die man viel einfacher und psychologischer verstehen sollte. An einigen besonderen Tagen im Jahr waren diese . und ich will es nicht unternehmen. ist ein gutes Beispiel dafür. nur um einer . 445 . sie aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. was sie gelernt hatten. Hymnen. wenn sie unverändert vollzogen werden".Wiederholungen' besonders umfassend und wurden mit besonderer Feierlichkeit durchgeführt — und diese Tage besaßen selbst eine symbolische Bedeutung. Individuelle Gebete. Manchmal kamen sie von sehr weit her. Und der Hauptunterschied war. sagte er.

und über viele Dinge." Indem er auf das hinwies. G. gleichzeitig hervor. daß einige von uns beim Aussprechen des Wortes . wo dieses Wort in Ihnen erklingt?" Wir verstanden nicht sofort. hörte all diesen Bemerkungen zu und sagte. Aber sehr bald begannen wir zu bemerken. hob G. Hier muß ich erwähnen. als er von Konzentrationsübungen sprach und wie man die Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Teil des Körpers konzentrieren könne: „Wenn Sie das Wort . besonderen Haltungen für verschiedene Gebete. „Ein Mönch kniet oder steht in einer bestimmten Haltung mit erhobenen. diese Empfindung in mir hervorzurufen. als ob das Wort im Kopf erklänge.Ich' die deutliche Empfindung hatten. Bei einer Gelegenheit sagte G.in dem sehr viel geschrieben steht. was er meinte. wo das Wort „ego" widerklingt. die die „Gottesdienste" in den „Tempeln der Wiederholung" begleitet hatten und in der christlichen Form des Gottesdienstes nicht erhalten sind. in jedem Augenblick. Er sprach auch von verschiedenen Übungen. Er sprach von den heiligen Tänzen. fähig zu sein. wie man den Atem beherrschen könne und von der Notwendigkeit. daß ich persönlich vollständig unfähig war.. in diesem Zusammenhang gebe es eine Übung. was bis auf unsere Zeit überliefert wurde. der es versteht. andere wieder spürten es in der Brust und andere über dem Kopf — außerhalb des Körpers. und mich dabei auf andere berufen muß. kann es lesen. was verlorenging und vergessen wurde. die sich sozusagen auf die „Technik" der Religion beziehen. „Der Zweck dieser Übung ist. haben Sie bemerkt. an den Ellbogen abgebogenen Armen und sagt laut und gedehnt ego.Ich' laut aussprechen. wobei er zugleich lauscht. Ein Ritus enthält oft mehr als hundert Bücher. Jeder. die sich in den Klöstern auf dem Berg Athos bis auf die heutige Zeit erhalten habe. wo man über 446 . jede Muskelgruppe oder auch die Muskeln des ganzen Körpers willentlich anzuspannen oder zu entspannen. das heißt für verschiedene Arten von Meditation.

wieder einmal im Zusammenhang mit den Kosmen. „Ohne diesen zweiten Teil kann es kein Verständnis von Religion geben. aus zwei Teilen besteht." „Sehr wahr". wies viele Male auf die Notwendigkeit hin. wie die Vorschriften Christi auszuführen sind und was sie wirklich bedeuten. Dieser Teil wird Allgemeingut. die er geschrieben hat. wie man das tun soll. daß Kant über diese Äußerung wohl sehr überrascht gewesen wäre. sein „Ich" zu fühlen und es von einem Zentrum zum anderen zu bringen." Während ich G. wird im Verlauf der Zeit verstümmelt und weicht vom Ursprünglichen ab. genau wie in anderen Religionen. wären viele Dinge. sagte ich. sagte G. dachte ich. „Dies steht mit Kants Idee der phenomena und numena im Zusammenhang". die durch Wissende zu einem bestimmten Zweck geschaffen worden ist. Aber die Idee der Skala 447 . „Sie müssen verstehen". „daß jede wirkliche Religion. wertvoll. oder jedenfalls würde solch ein Verständnis unvollständig und sehr subjektiv sein. „denn dies ist schließlich die Hauptsache. daß es ohne sie unmöglich sei. — Die Erde als dreidimensionaler Körper ist das phenomenon. „fügen Sie hier nur noch die Idee der Skala hinzu. Das war das einzige. Der eine Teil lehrt. was getan werden soll. als sechsdimensionaler Körper das numenon. diese vergessene „Technik" zu studieren. und er lehrt. zuhörte. das im ersten Teil Verstümmelte zu berichtigen oder das Vergessene zu ergänzen. das heißt jede. „Diesen geheimen Teil gibt es auch im Christentum. Wenn Kant die Idee der Skala in seine Beweisführung eingeführt hätte. anführen. Der zweite Teil lehrt. außer rein subjektiven zu kommen. sagte er." G. Dieser Teil wird in besonderen Schulen geheimgehalten." Hier muß ich noch ein weiteres Gespräch mit G. und femer. auf dem Wege der Religion zu irgendwelchen Ergebnissen. was ihm mangelte. und mit seiner Hilfe ist es immer möglich.. was der erste Teil lehrt.sich nachdenkt.

empfindlicherer Aufnahmsapparat notwendig. Das gewöhnliche Wissen bringt es mit nichts in Zusammenhang und zieht keine Schlüsse aus der Tatsache seiner Existenz. nicht der Größe nach.lag mir sehr. Aber auch die Erde wächst. wo ihm diese Nahrung nicht mehr genügt. So ist das organische Leben ein unerläßliches Glied in der Kette der Welten. aber später kommt eine Zeit. alles erfüllt einen bestimmten Zweck. daß es mit ihr als Ausgangspunkt möglich ist. und es ihm ermöglicht. sagte er. den Mond zu ernähren. in Dingen. „Für das gewöhnliche Wissen". alles hat eine bestimmte Aufgabe. ist ein feinerer. sind ungenügend geworden. sie bedarf der Auf nähme feinerer Einflüsse. Etwa ein Jahr später. wo er durch sie nicht mehr wachsen 448 . Die planetarischen Einflüsse. der die Integrität eines mechanischen Systems verletzt. aber im Sinn größerer Bewußtheit. über die ich noch sprechen werde. Aber Sie sollten bereits verstanden haben. genau wie es nicht ohne sie bestehen kann. die wir zu kennen glauben. verweilte G. „ist das organische Leben eine Art zufälligen Zusatzes. Als wir bei einer Gelegenheit von dem geordneten Zusammenhang von allem im Weltall sprachen. daß das organische Leben der Erde planetarische Einflüsse verschiedener Art zuführt und daß es dazu dient. die ihr zu einer Zeit ihrer Existenz genügten. Und ich erkannte. viel Neues und Unerwartetes zu finden. daß es nichts Zufälliges oder Unnötiges in der Natur gibt und geben kann. bei dem „organischen Leben auf Erden". Wir haben schon früher gesagt. Um feinere Einflüsse aufzunehmen. die nicht ohne es bestehen könnten. zu wachsen und stärker zu werden. während ich die Idee der Kosmen im Zusammenhang mit dem Problem der Zeit entwickelte. die ihm durch organisches Leben einer bestimmten Qualität vermittelt wird. größerer Empfänglichkeit. Das organische Leben muß sich deswegen entwickeln und den Bedürfnissen der Planeten und der Erde anpassen. stellte ich eine Tabelle der Zeit in den verschiedenen Kosmen auf. Gleicherweise kann auch der Mond zu einer Zeitspanne mit Nahrung befriedigt werden.

daß der Schöpfungsstrahl. in der die gesonder- 449 . wie das Wachstum des Mondes vom organischen Leben auf Erden bedingt wird. vom Absoluten bis zum Mond wie der Zweig eines Baumes ist. wird der ganze Zweig sofort verwelken. wenn das organische Leben in seiner Entwicklung. wenn auch langsamer. muß geschehen. Alles. entspricht nicht seinem Zweck. Das Ende dieses Zweiges. daß das organische Leben. der jenseits des organischen Lebens liegt. so kommen auch die anderen zu einem Stillstand. daß entweder das Wachstum des ganzen Schöpfungsstrahls zum Stillstand kommt oder daß er einen anderen Weg für sein Wachstum finden. der Erde und des Mondes entsprechenden Stufe stehen muß. ist der Mond. sie hängt von der harmonischen und richtigen Wirkung ihrer eigenen Gewebe ab. Gleichzeitig ersehen wir aus dem früher Gesagten. Dem Schöpfungsstrahl oder sagen wir dem Teil Erde—Mond ist genau die gleiche Entwicklungs. hungrig zu werden. „Wir müssen daran denken. seiner Evolution aufgehalten wird und die an es gestellten Forderungen nicht erfüllen kann. wenn er weder neue Schößlinge treibt noch diese zu treiben verspricht. Daraus folgt. der neue Sprößlinge treibt. Daran muß man denken. wie jedem gesonderten Zweig eines großen Baumes. ein wachsender Zweig. sich entwickeln und auf einer den Bedürfnissen der Planeten. was man über den Schöpfungsstrahl oder seinen Teil Erde—Mond sagen kann. Das bedeutet. wie wir ihn angenommen haben. eine Art seitlichen Zweiges entwickeln muß. Wenn die Entwicklung eines Gewebes aufhört. bezieht sich auch auf das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden ist eine mannigfaltige Erscheinung. Aber die Vollendung dieses Wachstums ist überhaupt nicht gewährleistet.kann und anfängt. diesen Hunger zu stillen. jedenfalls der Teil des Zweiges. Der Zweig kann verwelken.und Wachstumsmöglichkeit gegeben. Wenn dieses organische Leben verschwindet oder stirbt. um seinem Zweck zu entsprechen. Das organische Leben muß imstande sein. dann bedeutet das. Wenn der Mond nicht wächst. daß das Wachstum des Schöpfungsstrahls vom organischen Leben auf Erden abhängt. sonst erfüllt es nicht seine Funktion. Das gleiche.

ten Teile voneinander abhängen. auf welcher Stufe der ihnen möglichen Entwicklung sich Erde. wenn sie aufhört. Wenn sich die Menschheit nicht entwickelt. aber hiervon werden wir später sprechen. und es gibt Gewebe.Ende des Zweiges' wächst. für den Zweck. die als Nahrung und Medium für die sich entwickelnden dienen. In einem Jahrhundert zerstört sie 450 . Gleichzeitig wird die Menschheit. die sich entwickeln. so bedeutet das. für den sie geschaffen wurde. Auch die Menschheit hat einen Entwicklungsteil. nutzlos. Aber man muß immer und in allem daran denken. es gibt im organischen Leben Gewebe. die entsprechende Entwicklung des organischen Lebens abzuwarten oder nicht. daß die Anzahl von Möglichkeiten niemals unbegrenzt ist. zugeben. sich zu entwickeln. genauer gesprochen. Somit kann die Beendigung der Entwicklung die Vernichtung der Menschheit bedeuten. „Wir haben keine Anhaltspunkte. daß die Menschheit sich in einem Kreis bewegt. Dann gibt es innerhalb der sich entwickelnden Gewebe sich entwickelnde Zellen und Zellen. und kann daher zerstört werden. Aber wissende Menschen mögen natürlich genaue Kenntnis davon haben. „Gleichzeitig müssen wir bei der Prüfung des Lebens der Menschheit. Vorläufig wollen wir die Menschheit als Ganzes betrachten. Wir können dies nicht wissen. in welcher Periode der planetarischen Entwicklung wir uns befinden und ob Mond und Erde Zeit haben. aber wir dürfen nicht vergessen. Allgemeines Wachstum ist nur unter der Bedingung möglich. das heißt sie mögen wissen. Oder. daß diese Entwicklung niemals gewährleistet ist: sie ist nur möglich und kann in jedem Augenblick und an jeder Stelle aufhören. „Der sich entwickelnde Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. daß das . die als Nahrung und Medium für jene dienen. In jeder gesonderten Entwicklungszelle gibt es sich entwickelnde Teile und Teile. soweit wir sie historisch kennen. die als Nahrung für die sich entwickelnden dienen. die sich entwickeln. um sagen zu können. Mond und Menschheit befinden. daß die Entwicklung des organischen Lebens aufhören und dies wiederum das Wachstum des Schöpfungsstrahls zum Stillstand bringen wird.

und vom Stillstand führt ein gerader Weg zu Niedergang und Entartung. und der Vorgang wird sich nach mechanischen Gesetzen vollziehen und entwickeln. und der Fortschritt der letzten hundert Jahre in mechanischen Dingen ging auf Kosten vieler anderer vielleicht viel wichtigerer Dinge. Stillstand bedeutet. Zwischen den Wegkreuzungen kann nichts getan werden. so werden wir sehen. Verfeinerung auf der einen Seite verursacht Vulgarität auf der anderen. zu denken und zu behaupten. der sich auf eine bestimmte Weise vollzieht. Das Wachstum des Wissens auf einem Gebiet ruft das Wachstum der. „Natürlich gibt es sehr viele Leute. „Wenn wir uns nun das Oktaven-Gesetz vor Augen halten. die an diesem Vorgang teilhaben. dann kann auch später nichts getan werden. Allgemein gesprochen. Ich wiederhole. bei den Oktaven nannten wir sie die Intervalle mi—fa und si—do. die nach ihrer Meinung das ganze Leben der Menschheit verändern sollten. daß nur in bestimmten Augenblicken. und selbst wenn Leute. daß das Leben der Menschheit nicht auf die Weise vor sich geht. Er kann nur an gewissen . daß Fortschritt und Rückschritt sich die Waage halten. Ein anderer erfindet sofort eine entgegengesetzte Theorie. was sie in einem anderen geschaffen hat. die unvermeidliche Zerstörung von allem voraussehen. nichts getan wird. hat man allen Grund. Wenn ein Aberglaube verschwindet. daß die Menschheit sich in einem Stillstand befindet. Unwissenheit auf einem anderen hervor.alles. die der Ansicht sind. können sie doch nichts tun. etwas getan werden kann. Freiheit in einer Beziehung ruft Sklaverei in einer anderen hervor. Der eine erfindet eine Theorie. nach der es sich ihrer Meinung nach vollziehen sollte. Und beide 451 . daß ein solcher ausgeglichener Vorgang. Das Auftreten einer Eigenschaft ruft unmittelbar das Auftreten einer anderen entgegengesetzten Eigenschaft hervor.Kreuzung' überschreitet und nichts geschieht. tritt ein anderer an seine Stelle und so weiter. Und sie erfinden verschiedene Theorien. die ich eben als Wegkreuzungen bezeichnet habe.Wegkreuzungen' verändert und auf einen neuen Weg gebracht werden. Wenn nun aber ein Vorgang eine . nicht in jedem Augenblick nach Belieben verändert werden kann.

Alles hat in der Natur sein Ziel und seinen Zweck. weil sie das Wichtigste nicht in Betracht ziehen. „Der Prozeß der Entwicklung. der Mond. sowohl die Ungleichheit der Menschen als auch ihr Leiden. die die Menschheit und das organische Leben im Weltprozeß spielen. in dem sie sich gegenwärtig befindet. nämlich die untergeordnete Rolle. das heißt der Kraft. Intellektuelle Theorien stellen den Menschen in die Mitte von allem. Nebenbei sind all diese Theorien für das allgemeine Wohl und die allgemeine Gleichheit nicht nur nicht zu verwirklichen. sein ganzes Leben zu ändern. Beseitigung der Ungleichheit würde Vernichtung der Entwicklungsmöglichkeit bedeuten. die die Menschheit in dem Zustand festhalten. und bilden sich ein. hauptsächlich deswegen. All diese Theorien sind zweifellos ganz phantastisch. verhält sich ganz analog dem Prozeß der dem einzelnen Menschen möglichen Entwicklung. alles besteht für ihn. Und er beginnt mit der gleichen Tatsache. Sie behaupten. die allein die Lage verändern kann. und all diese Theorien und der Streit zwischen ihnen stellen zweifellos eine der Kräfte dar. Sie vergessen sogar die verhältnismäßige Kleinheit des Menschen. seine Nichtigkeit. Und viele Leute glauben tatsächlich der einen oder der anderen. sein vorübergehendes Dasein und anderes. sondern es würde sogar verhängnisvoll sein. Beseitigung des Leidens würde erstens die Beseitigung einer ganzen Reihe von Wahrnehmungen bedeuten. an ihre eigenen Theorien oder die anderer Leute zu glauben. Das Leben nimmt natürlich seinen eigenen Lauf. Und die ganze Zeit tauchen neue Theorien auf. aber die Menschen hören nicht auf. daß alle ihnen glauben. und zweitens die Beseitigung des . für die der Mensch geschaffen ist. nämlich jener Entwicklung.Schocks'. das heißt sein Leben auf vernünftigen Grundsätzen aufzubauen. Und so ist es mit allen intellektuellen Theorien. ein Mensch sei nach Belieben fähig. etwas zu tun. nämlich eine gewisse Gruppe von Zellen wird allmählich bewußt. die ihrerseits wieder entgegengesetzte Theorien verursachen. es sei möglich. die für die Menschheit als ein Ganzes möglich ist. dann zieht sie andere 452 . die Sonne. die Sterne. die Erde.erwarten. wenn sie verwirklicht würden.

„Von einem gewissen Gesichtspunkt aus kann man es sagen". dies zu erklären". auch vereinen und wenigstens für eine gewisse Zeit vom Kampf gegen den Evolutionsprozeß leben. antwortete G. Im 453 . und es kann keine andere Art von Entwicklung geben. nämlich daß es nur zwei kämpfende Kräfte in der Welt gibt — . zu trinken und zu schlafen. macht sie sich untertänig und bringt allmählich den ganzen Organismus dazu. ein Evolutionsprozeß beginnt halbbewußt. ihren Zielen zu folgen und nicht nur zu essen. „Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Jedes Anhalten verursacht eine Trennung vom Grundprozeß. „Woher kann diese Kraft kommen?" fragte ich. In der Menschheit sowohl wie im Einzelmenschen beginnt alles mit der Bildung eines bewußten Kerns. wird aber schon beim nächsten Schritt mechanisch — und wird mehr und mehr mechanisch.Mechanisiertheit'. die gegen die Entwicklung der Menschheit ankämpft?" fragte ich. wird aber mehr und mehr bewußt. Woher kommt dieses Bewußtsein? Natürlich vom Evolutionsprozeß. Alle mechanischen Kräfte des Lebens kämpfen gegen die Bildung dieses bewußten Kems in der Menschheit. Ich habe dies aufgezeichnet.Zellen an.. Geschmacksrichtungen und Schwächen gegen das bewußte Selbst-Erinnem im Menschen ankämpfen.Bewußtsein' und . weil es seinen früheren Worten zu widersprechen scheint. So können sich abgetrennte Fragmente von Bewußtsein. während er sich entwickelt. „und es kann für uns im Augenblick keine praktische Bedeutung haben.Involution' und . genau wie alle mechanischen Gewohnheiten. die in ihrer Entwicklung aufgehalten wurden.Evolution' genannt werden. Jedoch Bewußtsein und bewußter Widerstand gegen den Evolutionsvorgang können in gewissen Augenblicken auch beim Involutionsvorgang auftreten. während er sich entwickelt. die manchmal . daß es eine bewußte Kraft gibt. Das ist Entwicklung. Der Evolutionsprozeß muß ohne Unterbrechung fortschreiten. sagte G. Der Unterschied zwischen ihnen ist der folgende: ein Involutionsvorgang beginnt bewußt im Absoluten." „Kann man sagen. Es gibt zwei Prozesse.

stärksten und mutigsten Elemente beobachten können? Nichts dergleichen. wird es nicht schwer sein. eine begrenztere Auswahl von Mitteln haben. „Können wir zum Beispiel sagen. was auf eine sich vollziehende Evolution hinweist. wenn diese auch natürlich nicht mit jenen. zu vergleichen sind. „Können wir sagen. die Anzeichen dafür festzustellen. sogar solche. festzustellen. „So gibt es in der gegenwärtigen Lage der Menschheit überhaupt nichts. Wir sehen nur neue Spaltungen. Und wenn wir uns an die vollständige Analogie zwischen Menschheit und Mensch erinnern. ob die Menschheit als evolvierend betrachtet werden kann. wenn wir die Menschheit mit einem Menschen ver- 454 . diese Frage hat für uns keine praktische Bedeutung. in anderen Worten. daß die Kräfte. Anstatt gegen mechanische Kräfte zu kämpfen. Im Gegenteil. die nur einen zeitweiligen Erfolg ergeben. wir sehen ein Übergewicht von Gemeinheit und Dummheit aller Art. daß das Leben von einer Gruppe bewußter Menschen gelenkt wird? Wo sind sie? Wer sind sie? Wir sehen genau das Gegenteil. zur Vereinigung hin beobachtet werden können? Natürlich nichts dergleichen. jedes Mittel zu verwenden. daß wir im Leben ein Übergewicht der besten. Im Gegenteil. Das Leben wird von den am wenigsten Bewußten. „Können wir sagen. Die Ursache hierfür ist. und als Endergebnis sowohl die Evolution als auch die Involution an der fraglichen Stelle vernichten. sie können nur gewisse Mittel und gewisse Methoden verwenden. wann eine Evolution beginnt und wann sie sich vollzieht. neue Mißverständnisse. die die Evolution leiten. kann es in gewissen Augenblicken einen Kampf gegen den absichtlichen Widerstand ziemlich mächtiger Kräfte geben. Die widerstrebenden Kräfte sind in ihrer Wahl von Mitteln nicht begrenzt und immer imstande. Für uns ist es nur wichtig. welche den Evolutionsprozeß lenken. „Aber wie ich schon gesagt habe.Grunde macht dies den Evolutionsprozeß nur interessanter. den am tiefsten Schlafenden gelenkt. neue Feindschaften. Diese widerstrebenden Kräfte können manchmal sogar siegen. daß im Leben Bestrebungen zur Einheit hin.

daß sie alle einander kennen?" fragte der Betreffende wieder. Und das ist das Schrecklichste. daß es eine sehr kleine Gruppe ist. daß die Sklaverei des Menschen wächst und zunimmt. sagte G. „Die zeitgenössische Kultur verlangt Automaten. Er fängt an. Der Mensch wird ein williger Sklave.gleichen. um den Rest der Menschheit zu unterjochen. „Wie könnte es anders sein?" fragte G. seine Sklaverei gern zu haben. was ich bisher gesagt habe. was einem Menschen geschehen kann. das heißt ein Wachstum des Künstlichen. auf sie stolz zu sein. die Führung einer bewußten Gruppe anzunehmen. die ihrerseits den Rest der Menschheit beeinflussen und führen wird. „Gleichzeitig hiermit beobachten wir ein Wachstum des Automatischen. die inmitten einer Menge 455 . Teile von Maschinen. jedenfalls ganz ungenügend. die Evolution der Menschheit kann sich nur durch die Evolution einer gewissen Gruppe vollziehen. dann können wir ganz klar das Wachstum der Persönlichkeit auf Kosten des Kerns beobachten. betrifft die ganze Menschheit. daß die Menschheit sich in einem Zustand befindet. Eines allein ist sicher. Oder. oder ob es überhaupt ein Ende und einen Ausweg gibt. Er braucht keine Ketten mehr. „Heißt das. „Alles." „Wieviele Leute könnte es in dieser bewußten Gruppe geben?" fragte jemand. aber jedenfalls müssen wir zugeben. „Können wir sagen. daß es solch eine Gruppe gibt? Vielleicht können wir es auf Grund einiger Anzeichen. Unwirklichen und Fremden auf Kosten des Natürlichen. können wir sagen. Aber wie ich vorher betonte. wenn wir es von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. „Stellen Sie sich vor. der sie unfähig macht. Es ist unmöglich. zu sagen. daß es zwei oder drei Menschen gibt. wo dies alles endet und wo es einen Ausweg gibt. „Das wissen nur sie selbst". Und die Menschen verlieren zweifellos ihre erworbenen Gewohnheiten der Unabhängigkeit und werden Automaten. Wirklichen und Eigenen.

Ich'. die aus den inneren Kreisen der Menschheit herrühren. „Früher. daß das Leben der Menschheit. Aber entweder gibt es noch nicht soviele oder sie wollen es nicht. das heißt ein unteilbares . das ganze dem Menschen erreichbare Wissen und einen freien und unabhängigen Willen. so wie die Wissenschaft und Zivilisation sie kennt. „Die Menschheit. deren Dasein und Bedeutung die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr vermuten.schlafender Leute wach sind. bevor wir nicht werden wie sie. Sie können nichts tun. „Der innere Kreis wird der . die die höchste dem Menschen erreichbare Entwicklung erlangt haben. daß die ganze Menschheit. innerhalb dessen es mehrere andere Kreise gibt. volle Beherrschung dieser Bewußtseinszustände. die schlafen. wenn sie existierten und es für notwendig und gerechtfertigt hielten. Aber jene. nämlich die gesamte historische und prähistorische Menschheit. als wir über die Geschichte der Menschheit sprachen. oder es ist vielleicht die Zeit noch nicht gekommen. als sie planetarische Einflüsse vermuten. Wie viele sind es? Wir wissen es nicht und können es nicht wissen. Es wurde schon früher ganz klar gesagt. durch Kräfte aus zwei verschiedenen Quellen gelenkt wird. „Wir haben die Probleme der Esoterik berührt. zu der wir gehören. zu der wir gehören.esoterische' genannt. Aber zweihundert bewußte Menschen. Sicherlich werden sie einander kennen. sozusagen aus verschiedenen konzentrischen Kreisen besteht. oder vielleicht schlafen die anderen Menschen zu fest. jeder von ihnen hat im vollsten Ausmaße Individualität. dieser Kreis besteht aus Menschen. können sie nicht kennen. 456 . Erstens planetarische Einflüsse. und ferner Einflüsse. wiesen wir darauf hin. könnten das ganze Leben auf der Erde verwandeln. sowohl die uns bekannte als auch die uns unbekannte. daß jeder Mensch nur auf seiner eigenen Seinsstufe sehen kann. die vollständig mechanisch wirken und von den menschlichen Massen genau wie vom Einzelmenschen ganz unwillkürlich und unbewußt aufgenommen werden. „So können wir uns vorstellen. alle Formen des dem Menschen möglichen Bewußtseins. stellt in Wirklichkeit nur den äußeren Kreis der Menschheit dar.

der 457 . daß ihr Wissen mehr theoretisch ist. die zu diesem Kreis gehören. Gleichzeitig kann es keine Zwietracht. weil es der äußere Kreis des inneren Teils der Menschheit ist. Die Menschen. wissen vieles von dem. Der eine versteht auf die gleiche Weise wie alle anderen. keine Unterschiede im Verstehen zwischen ihnen geben. Jedoch ihr Verstehen ist genau so exakt und deswegen mit dem Verstehen der Menschen des esoterischen Kreises identisch. verstehen alle anderen. und alle verstehen auf die gleiche Weise wie einer. Aber es kann zwischen ihnen keine Unterschiede im Verständnis geben. das heißt den mittleren. die bisher in ihrem Tun noch keinen Ausdruck gefunden haben. das heißt es ist abstrakter als das Wissen des mesoterischen Kreises. weil sie auf einem gemeinsamen und gleichen Verstehen beruht. Natürlich bezieht sich dies auf ein Wissen kosmischer Art. Sie wissen und verstehen viele Dinge. was die Menschen der esoterischen und mesoterischen Kreise wissen. die sich nicht in ihrem Tun ausdrückt. aber ihr Wissen über die Kosmen hat einen mehr philosophischen Charakter. die zu diesem Kreis gehören. kein Mißverständnis geben. Was einer versteht. In Wirklichkeit ist. „In der Literatur. Sie wissen mehr als sie tun. Infolgedessen ist ihre Tätigkeit vollständig koordiniert und führt zu einem gemeinsamen Ziel ohne jede Art von Zwang.mesoterischen'. Ein Mitglied des mesoterischen Kreises berechnet. die die Existenz der Esoterik anerkennt. Aber wie schon gesagt. ein Mitglied des exoterischen Kreises kontempliert. Zwischen ihnen kann es keine Zwietracht. ist dieses Verständnis im Vergleich zum Verständnis des esoterischen Kreises etwas mehr theoretisch. wie wir sehen.exoterische' genannt. Ihr Verstehen kann nicht in Taten zum Ausdruck kommen. besitzen alle Eigenschaften der Mitglieder des esoterischen Kreises mit dem einzigen Unterschied. Menschen. wird die Menschheit gewöhnlich nur in zwei Kreise gegliedert und der •exoterische Kreis' im Gegensatz zum esoterischen als das gewöhnliche Leben betrachtet. „Der dritte Kreis wird der .was ihrer Erkenntnis entgegengesetzt ist. das heißt der äußere. „Den nächsten Kreis nennt man den . sie können keine Erkenntnis haben.

äußere Kreis' ist der Kreis der mechanischen Menschheit. Und diese Menschen werden sich des mangelnden Verstehens gewöhnlich in ganz verschiedenen Formen bewußt.Verwirrung der Zungen' genannt. die auf ein bestimmtes Wesen beschränkt sind. nämlich des exoterischen Kreises. der instinktivbeweglich-sinnlichen Menschen ohne viel Verstand und ohne viel Herz. denn das gemeinsame Verständnis beginnt erst im exoterischen Kreis und ist nur dort möglich. der Menschen des physischen Körpers. Wenn sich Menschen. in dem jeder seine eigene besondere Sprache spricht. „Der . „Die Möglichkeit zu verstehen hängt also für die Menschen von der Möglichkeit ab.exoterische Kreis' sehr weit von uns entfernt. „Diese vier Tore entsprechen den früher beschriebenen vier Wegen. „Der erste Weg ist der Weg des Fakirs. der Weg der Menschen Nummer eins. vier Tore vorstellen. dann bedeutet dies. wo keiner den anderen versteht und sich auch keine Mühe macht. Das erste Zeichen dieses Kreises ist es.Esoterik'. die diesem Kreis angehören. wo das Verstehen anfängt. Für den gewöhnlichen Menschen ist er schon . kein gemeinsames Verständnis möglich. Dieser Kreis wird manchmal der Kreis der . können wir uns auf dem Umfang des dritten inneren Kreises. „Wenn wir uns die Menschheit in Form von vier konzentrischen Kreisen vorstellen. der wir zugehören und die wir allein kennen. in den exoterischen Kreis einzudringen. zu verstehen und verstanden zu werden. das heißt der Kreis. durch welche die Menschen des mechanischen Kreises eindringen können.. daß es unter den ihm zugehörigen Menschen kein gemeinsames Verstehen gibt und auch nicht geben kann. In diesem Kreis ist außer in seltenen. Jeder versteht auf seine Weise und alle verstehen verschieden. des allgemein mangelnden Verständnisses bewußt werden und sich danach sehnen. 458 . außerordentlichen Augenblicken oder in Dingen ohne große Bedeutung. daß sie eine unbewußte Tendenz zum inneren Kreis haben. verstanden zu werden.

um das herum und im Zusammenhang mit dem er allein bestehen kann.oder dreitausend Jahren gab es noch andere Wege. das heißt der Gefühlsmenschen. daß sie an bleibende Formen gebunden sind. ohne irgendein Unternehmen. den diejenigen gehen können. Dies ist der Weg des Denkens.„Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. Wenn diese Arbeit zu Ende ist. sonst könnten sie ein Hindernis auf diesem Wege bilden. Denken und Körper sollten hier nicht zu stark sein. unterscheiden sie sich äußerlich nur wenig von religiösen Schulen. dem Weg des Mönches und dem Weg des Yogi. die es jetzt nicht mehr gibt. Er hat keine bestimmte Form und es gibt keine mit ihm verbundenen Institutionen. daß er nie ein bleibender Weg ist. denen die drei ersten nicht offenstehen. „Der Grundunterschied zwischen den drei ersten Wegen. „Vor zwei. wenn das gestellte Ziel erreicht ist. Wo es Yogischulen gibt. Und in verschiedenen Geschichtsperioden haben verschiedene Gemeinschaften oder Orden von Fakiren in verschiedenen Ländern bestanden und bestehen sogar noch. Herz und Körper dürfen nicht besonders stark sein. Die Grundlage dieser Institutionen ist die Religion. „Der dritte Weg ist der Weg des Yogi. der Weg der Menschen Nummer drei. „Der vierte Weg unterscheidet sich von den alten und neuen Wegen durch die Tatsache. „Abgesehen von diesen drei Wegen gibt es einen vierten Weg. und die jetzt bestehenden Wege "waren noch nicht so scharf voneinander getrennt. Er erscheint und verschwindet wieder nach seinen eigenen ihn lenkenden Gesetzen. sie standen einander viel näher. der Weg der Menschen Nummer zwei. der religiöse Weg. nämlich dem Weg des Fakirs. und dem vierten Weg besteht in der Tatsache. Diese drei traditionellen Wege sind innerhalb der Grenzen unserer historischen Zeitspanne bleibende Wege. verschwindet der vierte Weg. die durch lange Perioden der Geschichte fast unverändert bestanden haben. das heißt. das heißt er verschwindet an 459 . „Der vierte Weg besteht nie ohne irgendwelche Arbeit einer bestimmten Bedeutung.

Der mechanische Mensch kann keine bewußte Arbeit vollbringen. auf Arbeit dieser Art zu stoßen. „Aber ganz gleich. die Schulen bestehen nur solange. die gelernt haben. „Aber manchmal geschieht es. aus dieser Gelegenheit Nutzen zu ziehen. hängt von vielen Umständen und Bedingungen ab. die ausgeführt wird. und die Möglichkeit erlangt haben. was das Grundziel der Arbeit ist.dem betreffenden Platz. auf solche eine Arbeit zu stoßen. desto schneller kann er für sie nützlich werden und desto mehr kann er für sich selbst daraus gewinnen. und somit ist es die erste Aufgabe derjenigen. was zu lernen möglich war. verschwindet in der betreffenden Form und besteht vielleicht in einer anderen Form an anderer Stelle weiter. Wenn die Arbeit getan ist. die Möglichkeit. Sie bestehen nie an sich als Schulen zum Zwecke der Erziehung und Belehrung. als die Arbeit andauert. „Auf dem vierten Wege kann in keiner Arbeit mechanische Hilfe gebraucht werden. verlassen die Bühne. werden die Schulen geschlossen. die eine solche Arbeit beginnen. Inmitten der gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die einzige Hoffnung. die um die Arbeit herum waren. „Je schneller ein Mensch das Ziel der Arbeit. die nur ihre äußere Seite kannten und die ganze Arbeit von diesem äußeren Aspekt aus sahen. „Die Arbeit der Schulen des vierten Weges hat viele Formen und viele Bedeutungen. Die Menschen. die die Arbeit begonnen haben. die der Mensch hat. wie auch die Möglichkeit. daß nach Schließung der Schule eine Anzahl Leute übrigbleibt. Schulen des vierten Weges bestehen für die Bedürfnisse der Arbeit. beginnen auf die eine oder andere Weise ihre eigene persönliche Arbeit. Aber die Hoffnung. einen Weg zu finden. begreift. auf dem Weg unabhängig fortzukommen. Diejenigen von ihnen. Nur bewußte Arbeit kann in allen Unternehmungen des vierten Weges nützlich sein. sich bewußte Mitarbeiter zu schaffen. „Ohne an sich selber oder an der Richtigkeit ihrer Schlüsse und 460 . die im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Unternehmen ausgeführt wird.

ihres Verständnisses zu zweifeln. wenn wir fähig sind. nur in dieser Form sind sie fähig. hätte die überwältigende Mehrheit der Menschen überhaupt keine Möglichkeit. vor allem des zeitgenössischen. ebensosehr für die Zwecke ihres eigenen Daseins als für die Zwecke der Arbeit kosmischen Charakters. eine gewisse Anzahl von Menschen zu erziehen. zu unterscheiden. wo das Wirkliche endet und die Nachahmung beginnt Genau genommen bezieht sich fast alles. die Idee der Initiation. die Ergebnisse richtiger Arbeit von Fälschungen und Nachahmungen zu unterscheiden. zu hören und zu erfahren. Um sie fortzusetzen. erreicht die Menschen in den meisten Fällen über pseudo-esoterische Systeme und Schulen. lehren die Menschen. und Schulen. vom Bestehen von etwas. Auf Grund der vielen Eigentümlichkeiten des menschlichen Wesens. und auch das nur dann. sie zu verdauen und sich einzuverleiben. die Arbeit fortzusetzen. die daran interessiert sind. All dies kann natürlich nur eine äußere Nachahmung sein. das größer als das Leben ist. weil die Wahrheit in ihrer reinen Form ihnen unzugänglich ist. entschließen sie sich. bilden sie neue Schulen. Wir wissen praktisch gar nichts über die richtigen Schulen. sie aufzunehmen. die vollständig im materialistischen Leben versunken ist. ist es uns fast unmöglich. Sie sind nämlich das Zwischenglied zwischen einer Menschheit. und wenn es nicht diese pseudo-esoterischen Schulen gäbe. mit Ausnahme der Ergebnisse ihrer Arbeit. „Außerdem Endet sich manchmal ein Wahrheitskömchen in un- 461 . Freimaurer. was wir über die verschiedenen Arten von okkulten.und alchimistischen Schulen wissen. Unverhüllte Wahrheit würde für sie eine unverdauliche Nahrung bilden. kann die Wahrheit nur in Form einer Lüge zu den Menschen kommen — nur in dieser Form sind sie fähig. die sie ausführen. „Aber solche pseudo-esoterische Systeme spielen auch in der Arbeit und Tätigkeit esoterischer Kreise eine Rolle. die sie selber bekommen haben. Sogar die Grundidee der Esoterik. auf solche Nachahmungen. was sie selber gelernt haben. Aber wenn wir auf die Geschichte zurückschauen. und geben dieselben Versprechungen.

Die Gläubigen haben gewöhnlich zum ersten äußeren Hof Zugang. wird uns auch in vollständig falscher Form vermittelt. werden Sie nur in den ersten Hof gelangen. weil sie im Gewand gewöhnlicher Klöster und Tempel bestehen. Die Mysterien stellten einen besonderen Weg dar. die wir über die alten Mysterien besitzen. Über den dritten und vierten Hof erfahren Sie nicht einmal etwas. vor allem die in Südindien. jedoch in Form von Vierecken. Die tibetanischen Klöster sind gewöhnlich in Form von vier konzentrischen Kreisen oder vier konzentrischen Höfen. man sagt Ihnen. Zugang zum dritten Hof haben nur dem Tempel zugehörige Menschen und Zugang zum vierten nur Brahmanen und Priester. Zum zweiten haben nur Schüler Zugang. Es mag in ihren Schriften. die durch hohe Mauern getrennt sind. Und Sie können tatsächlich dieselbe Ordnung in allen Tempeln beobachten. sie gehörten zu einer besonderen Kaste. „Die Idee der Initiation. Zugang zum zweiten Hof haben nur Menschen einer gewissen Kaste oder solche mit besonderer Erlaubnis. sind nach demselben Plan gebaut. Aber dies wissen Sie nicht. Die indischen Tempel. Aber wie kann man sie erkennen? Wenn Sie hineinkommen. ihren Überlieferungen. ihren Auffassungen von Hierarchie. die es mit kleineren Abweichungen überall gibt. zu existieren. in okkulten und theosophischen Schulen. ermöglichen es esoterischen Schulen. und wenn man es Ihnen nicht sagt. Organisationen dieser Art. das heißt nicht pseudo-esoterische Schulen. Eines von Dutzenden von Klöstern ist eine Schule. „Esoterische Schulen. eines im anderen enthalten. Die Legenden über die äußeren Riten der Initiation wurden aus Bruchstücken von Nachrichten gescharfen. die es vielleicht in einigen Ländern des Ostens gibt. ihren Dogmen und in ihren Vorschriften aufbewahrt sein. auf 462 . sind schwer zu finden. in kirchlichen Religionen. ohne erkannt zu werden. ihren Riten. manchmal als Ausnahme sogar Leute einer anderen Religion und Europäer. gebaut. die uns über pseudo-esoterische Systeme erreicht.veränderter Form in pseudo-esoterischen Bewegungen. können Sie einen esoterischen Tempel oder ein esoterisches Kloster nicht von einem gewöhnlichen unterscheiden.

" 463 . gekennzeichnet. Riten sind nur das Kennzeichen einer vollendeten Wandlung. Inneres Wachstum. eine Wandlung des Seins hängt nur von der Arbeit ab. Und nur in pseudo-esoterischen Systemen. beginnt man den Riten eine unabhängige Bedeutung zuzusprechen.welchem neben einer schwierigen und langen Studienperiode theatralische Darstellungen einer besonderen Art gegeben wurden. und die muß der Mensch an sich selbst tun. nämlich die Initiation. Aber eine Wandlung des Seins kann nicht durch irgendwelche Riten bewirkt werden. die er selbst tun muß. Dies gehört wiederum zur Psychologie eines Nachahmungsweges. indem er in ein Sakrament verwandelt wird. in denen es nichts anderes als diese Riten gibt. „Der Übergang von einer Seinsstufe zu einer anderen wurde durch gewisse Darstellungs-Zeremonien. daß ein Ritus. In Wirklichkeit gibt es nur Selbst-Initiation. dem Eingeweihten gewisse Kräfte vermittelt. Es gibt keine äußere Initiation und kann sie auch gar nicht geben. Man glaubt. aber kein System oder keine Schule kann für einen Menschen die Arbeit tun. die in allegorischer Form den gesamten Weg der Entwicklung von Mensch und Welt darstellten. Systeme und Schulen können auf Methoden und Wege hinweisen.

den Krieg zu galvanisieren. durch irgendeine innere Müdigkeit und durch die Einsicht der Sinnlosigkeit all dieses Grauens. ich sei sowohl blind als auch taub gewesen. die Geschehnisse zu schildern oder zu analysieren. ohne den Anschein zu erwecken. und alle Gespräche über die Notwendigkeit. sie rückten jedem von uns persönlich näher. Gleichzeitig war es unmöglich. jedenfalls die meisten von uns. Bis dahin hatten wir. konnten zu irgendeinem Ergebnis führen. im November 1916. und in Wirklichkeit war es nie so klar. daß alles geschieht und daß niemand etwas tut. 464 . daß der Krieg zu Ende ging. ich meine. Nun rückten uns die „Ereignisse" näher. die von dem Willen irgendeines Menschen abzuhängen schienen oder scheinen konnten. Außerdem hätte nichts so guten Stoff für das Studium der „Mechanisiertheit" von Ereignissen geben können. den Krieg fortzuführen. und zwar durch sich selbst. der sehen konnte und wollte. daß ich nicht ganz vermeiden kann. und wir konnten nicht länger umhin. begann die Lage in Rußland recht düster auszusehen. uns wie durch ein Wunder von den „Ereignissen" femgehalten. trotzdem schon feste Wurzeln gefaßt hatte. Andererseits war dies jedoch eine so außergewöhnliche Zeit. wie die Beobachtung von Geschehnissen dieser Zeitspanne. sie nicht zu bemerken. Jedoch auch dies war Täuschung. Im weiteren Verlauf werde ich die Dinge erwähnen. obwohl sie erst dunkel dämmerte. dem Geschehen Einhalt zu gebieten. Es ist keineswegs meine Aufgabe. Niemand glaubte mehr an irgendwelche Schlagworte. die. das heißt von dem gänzlichen und vollständigen Fehlen irgendeines Willenselementes. In erster Linie war es jedem.SECHZEHNTES KAPITEL D amals. Keine Versuche irgendwelcher Art. die Vorkommnisse in unserer Umgebung zu erwähnen. klar.

Besonders berührte mich zu dieser Zeit die Lage berufsmäßiger Politiker der Linken.'s System uns ein gewisses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. und obwohl es klar war.oder die Notwendigkeit. Wir sprachen damals oft davon. sogar für sich selbst. Um genau zu sein: sie zeigten sich als die Blindesten. sich nun jedoch vorbereiteten. auf eine aktive überzugehen. wissen. wie wir uns inmitten all dieses Chaos fühlen würden. und ihre Tage waren gezählt. was sie wirklich taten. die am wenigsten Vorbereiteten und waren am wenigsten fähig zu verstehen. Wir konnten uns nicht mehr vorstellen. den Krieg zu beenden. Ich war immer der Ansicht. die bisher eine passive Rolle gespielt hatten. Ich erinnere mich so gut an Petersburg im letzten Winter seines Bestehens. zeigten nur die Hilflosigkeit des menschlichen Denkens. In zweiter Linie war es klar. daß niemand irgend etwas aufhalten konnte. daß der Mythos der Arche Noah 465 . seine eigene Hilflosigkeit einzusehen. daß alles einem unbekannten Ende zusteuerte. die G. aber einige Mitglieder unserer Gruppe gingen nach Moskau und brachten bei ihrer Rückkehr neue Diagramme und einige Aufzeichnungen mit. das mehr und mehr unser Eigen wurde. Diese Zeit kennzeichnet der Beginn der Gespräche über die Arche Noah. daß der Zusammenbruch näherrückte. Unsere Versammlungen gingen weiter. daß dies sein letzter Winter sein würde? Doch zu viele Menschen haßten diese Stadt. zu viele fürchteten sie. nicht nach Petersburg. wie wir ohne es leben und in dem Labyrinth all der bestehenden Widersprüche unseren Weg finden könnten. Alles verlief auf die einzig mögliche Weise und konnte in keiner anderen Weise verlaufen. daß niemand die Ereignisse abwenden oder in irgendwelche sichere Kanäle leiten konnte. wenn wir nicht das System hätten. Wer konnte damals. Und es war offensichtlich. gab G. Während der letzten Monate des Jahres 1916 kam G. das sogar unfähig war. was sie vorbereiteten. selbst bei Annahme des Schlimmsten. Viele neue Menschen erschienen damals in unserer Gruppe. wohin sie führten.'s Moskauer Schüler unter seiner Leitung ausgeführt hatten.

die Dichtigkeit des Stoffes und die Geschwindigkeit der Schwingungen zu bestimmen. uns zur Zeit der „Sintflut" zu retten. daß die Dichtigkeit der Schwingungen und die Dichtigkeit des Stoffes viele andere Eigenschaften des Stoffes anzeigen. weil der Bewußtseinsgrad dem Dichtigkeitsgrad oder der Geschwindigkeit der Schwingungen entspricht Das bedeutet: je dichter der Stoff. Aber Sie müssen ein für allemal verstehen. Zum Beispiel haben wir bisher nicht von der Intelligenz oder dem Bewußtsein des Stoffes gesprochen. G. daß dieser Mythos nicht nur eine Allegorie der allgemeinen Vorstellung von Esoterik war. es gibt nur verschiedene Grade und Stufen des Belebtseins. Alles lebt auf seine eigene Weise. in der wir darauf hoffen konnten. 466 . daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. wo die Schwingungen aufhören. sondern gleich2eitig auch ein Plan jeder esoterischen Arbeit unter Einschluß unserer eigenen. Sie dürfen nicht vergessen. „Bisher haben wir". desto weniger intelligent ist er. Und je dichter die Schwingungen. Nur drückt sich dieses Bewußtsein und diese Intelligen2 auf verschiedenen Seins-Stufen — das heißt in verschiedenen Skalen — auf verschiedene Weise aus. alles ist auf seine eigene Weise intelligent und bewußt. den Grad der Intelligenz und des Bewußtseins festzustellen. worüber er bisher gesprochen hatte. kam erst Anfang Februar 1917. Das System selbst war eine „Arche". während sie hilft.Tabelle der Wasserstoffe' als eine Tabelle der Schwingungen und Dichtigkeiten von Stoffen betrachtet. Wir müssen nun erkennen. desto weniger bewußt. „Wirklich toter Stoff beginnt da. sagte er. desto bewußter und intelligenter ist der Stoff. Die Geschwindigkeit der Schwingungen eines bestimmten Stoffes zeigt jedoch seinen Intelligenz-Grad an.eine esoterische Allegorie sei. „die . „Die »Tabelle der Wasserstoffe' dient. gleichzeitig dazu. Viele in unserer Gemeinschaft hatten nun zu sehen begonnen. die in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen. Bei einem der ersten Gespräche zeigte er uns eine vollständig neue Seite alles dessen. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt.

Die höchsten uns bekannten Tiere bestehen aus zwei Stockwerken und die niedrigsten aus nur einem Stockwerk. Zuallererst müssen wir die Seinsstufe des betreffenden Geschöpfes kennen. Und die Wissenschaft kann ihn sich nicht beschaffen. „Wie der Grad der stofflichen Dichtigkeit mittels der .allgemeinen Wasserstoff' zu finden. so auch der Grad der Intelligenz.Tabelle der Wasserstoffe' zur Bestimmung verschiedener Eigenschaften von Dingen und von lebenden Geschöpfen. die aus vielen .Wasserstoffe'. Die Seinsstufe ist in erster Linie durch die Anzahl der Stockwerke in der Maschine bestimmt. der seinen Schwerpunkt bildet. Wir können nicht gleichzeitig vom Menschen und vom Tier sprechen. aus denen ein Geschöpf oder Ding besteht. „Gleichzeitig sind das untere und mittlere Stockwerk des Men- 467 . bestimmen wir nicht nur ihre Dichtigkeit.Wasserstoff intelligenter ist als ein anderer. „Das Schaf besteht aus zwei Stockwerken.Tabelle der Wasserstoffe' bestimmt wird.Wasserstoff dichter oder leichter ist als ein anderer.allgemeine Wasserstoff aller der .Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen auf der Erdoberfläche beschäftigen wir uns nicht mit totem Stoff." G. Das heißt. „Der Wurm besteht aus nur einem Stockwerk. daß es in jedem lebenden Geschöpf und in jedem Ding einen bestimmten . sondern auch ihre Intelligenz. werden wir zuerst von lebenden Geschöpfen sprechen. Bisher haben wir nur über den Menschen gesprochen. die innerhalb der . Und wir können nicht nur sagen. machte eine Zeichnung. der uns bekannt ist. All der Stoff. beruht auf dem Prinzip. wievielmal dieser oder jener .Wasserstoffen' bestehen. ist lebendiger Stoff und auf seine eigene Weise intelligent. Und wir haben den Menschen als eine dreistöckige Struktur angenommen. „Der Mensch besteht aus drei Stockwerken.Tabelle der Wasserstoffe' verschiedene Stellen einnehmen. sondern wir können auch sagen. durch den Vergleich zwischen Stoffen.Wasserstoff gibt. Um diesen . dies ist sozusagen der . da sich die Tiere wesentlich vom Menschen unterscheiden. „Die Verwendung der . wievielmal ein .

Der Schwerpunkt des dritten Körpers ist .Wasserstoff 12. Aber diese Begriffsbestimmungen sind nur in Einzelfällen wichtig.Wasserstoff 24 und der Schwerpunkt des vierten Körpers ist . So spielt der Wurm die Hauptrolle in Mensch Nummer eins. 468 .Wasserstoff 48. und daß ein Schaf aus einem Schaf und einem Wurm besteht.Wasserstoff 96 bestimmt die durchschnittliche Intelligenz des .Menschen'. einem Schaf und einem Wurm besteht. Das Schaf und der Wurm spielen eine größere oder geringere Rolle im Menschen. aus denen er zusammengesetzt ist. Der Schwerpunkt des Astralkörpers ist . seine Seinsstufe wird durch die Seinsstufe der Geschöpfe bestimmt. Der Mensch ist ein mannigfaltiges Geschöpf.Mensch' durch den Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes bestimmt. „Wenn Sie sich an das Diagramm der vier Körper des Menschen erinnern. Im allgemeinen ist der . das heißt des physischen Körpers des Menschen.Wasserstoff 96. „Der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes im Menschen ist . Die Intelligenz vpn . das wir früher besprochen haben und in dem die durchschnittlichen .F i g u r 56 Mensch Schaf Wurm sehen sozusagen dem Schaf und das unterste Stockwerk dem Wurm gleichwertig.Wasserstoffe' des oberen Stockwerkes gezeigt wurden. So kann man sagen. daß ein Mensch aus einem Menschen. in Mensch Nummer zwei das "Schaf und in Mensch Nummer drei — der Mensch.

Wasserstoff' höher als der Schwerpunkt des unteren Stockwerkes.Wasserstoff höher als der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes. „Aber wie ich schon gesagt habe: um mittels der . folgende Probleme zu lösen: „Nehmen wir an.wird es leichter für Sie sein. sondern in einer ganz anderen Progression.Wasserstoff 6. meine gegenwärtigen Ausführungen zu verstehen." G. daß Jesus Christus Mensch Nummer acht ist. nimmt man gewöhnlich das mittlere Stockwerk. „Wenn wir dies als Ausgangspunkt nehmen.Wasserstoff 1536 und . zeichnete folgendes Diagramm: F i g u r 57 48 96 192 24 48 96 12 24 48 6 12 24 „Der Schwerpunkt des oberen Stockwerkes ist nur um einen . welche die erste 469 . ist es zum Beispiel möglich. Er befindet sich vollständig zwischen .Wasserstoffe'. wievielmal . wievielmal intelligenter ist Jesus Christus als ein Tisch? „Ein Tisch hat keine Stockwerke. daß die .Intelligenz' nicht an der Dichtigkeit des Stoffes.Tabelle der Wasserstoffe'. Mensch Nummer acht ist . werden wir feststellen. wievielmal intelligenter Mensch Nummer acht ist als ein Tisch. Und wenn wir berechnen können. Aber wir müssen uns in diesem Zusammenhang daran erinnern. Und der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes ist nur um einen . Dieser ist der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes eines Menschen Nummer acht. sondern an der Dichtigkeit der Schwingungen erkannt wird.Wasserstoff 3072 nach der dritten Skala der . Die Dichtigkeit der Schwingungen vermehrt sich jedoch nicht durch Verdoppelung wie in den Oktaven der .Tabelle der Wasserstoffe' die Seinsstufe zu bestimmen.Wasserstoff 6 intelligenter ist als .Wasserstoff 1536.

daß dieses Problem. Säugetiere.Wasserstoff 768 nähren. die für alles Lebendige identisch sind und es uns ermöglichen. Von einem äußeren Gesichtspunkt aus ist der Mensch ein Tier. Zähne. Aber er ist ein Tier einer Art. dieses Problem zu lösen. Nagetiere usw. im exakten Wissen geschieht die Einteilung nach kosmischen Merkmalen. atmet . Tiere wie ein Hund können sich von . die höher sind als er. was es atmet und drittens.Wasserstoff. was das Geschöpf ißt.Wasserstoff 192. Die kosmische Seinsstufe jedes lebenden Geschöpfes wird bestimmt durch: „Erstens. Ich möchte nur zeigen. in dem es lebt. sondern einem. Wirbeltiere.Wasserstoff 192 und lebt in . Eine Biene nährt sich von einem . 470 . „Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen ist es unerläßlich für Sie. Es gibt jedoch Wesen. den es im Weltall einnimmt. so merkwürdig es auch scheinen mag. den Grundsatz der Einteilung und Bestimmung von Lebewesen vom kosmischen Gesichtspunkt. aber sie lebt in einem Bienenstock in einer Atmosphäre.Wasserstoff. vom Gesichtspunkt ihres kosmischen Daseins her zu verstehen. „Dies sind die drei kosmischen Seinsmerkmale. die sich von allen anderen Tieren unterscheidet. „Nehmen wir zum Beispiel den Menschen. Wenn Sie den genauen Koeffizienten dieser Vermehrung kennen. In der gewöhnlichen Wissenschaft wird die Einteilung nach äußeren Merkmalen vollzogen — Knochen. nähren. das ihm gleicht. Funktionen.zahlenmäßig um viele Male übertrifft. festzustellen. Art und Gattung eines Geschöpfes mit größter Genauigkeit sowohl bezüglich anderer Geschöpfe als auch nach dem Platz. so werden Sie in der Lage sein. der 1536 nahekommt.Wasserstoff 768. „Diese Merkmale sind die Seinsmerkmale. sie können sich aber auch von einem niedrigeren . gelöst werden kann. Er nährt sich von . Tatsächlich gibt es eindeutige Merkmale. einer für den Menschen ungenießbaren Nahrung. Es gibt kein Wesen auf unserem Planeten. der viel höher ist als 768. nicht 768.. zweitens. ja sogar höher als 384. durch das Medium. in der der Mensch nicht leben könnte.

besonders wenn Sie im Sinn behalten.Wasserstoff 96 und lebt teilweise in . ein Fisch und ein Mehlwurm sich gleicherweise von . „Wenn diese Grundsätze der Einteilung und Bestimmung auf die fichtige Weise verstanden werden. „Die Intelligenz eines Stoffes wird durch das Geschöpf bestimmt. und meinten mit diesem . die sich nicht für menschliche Nahrung eignen. daß dieser Plan. einem .Wasserstoff* 192 und lebt in .Wasserstoff 3072 (Erdboden). daß die . eine rohe Kartoffel oder eine gebackene Kartoffel? Eine rohe Kartoffel kann als Nahrung für Schweine dienen und eine gebackene als Nahrung für Menschen.Wasserstoff Substanzen organischen Ursprungs.Tabelle der Wasserstoffe' zusammen. Er atmet . Nehmen wir also auch diesen als 1536 an. diese Begriffsbestimmungen weiterzuführen.Wasserstoff 768. Wir nahmen zum Beispiel an.Wasserstoff. für das er als Nahrung dienen kann. Genau so verhält es sich mit der Luft und genau so mit dem Medium. der viel gröber ist als . lebt in . werden Sie sehen. „Diese kosmischen Seinsmerkmale hängen unmittelbar mit der Bestimmung der Intelligenz nach der . atmet nur teilweise .Wasserstoff 1536. wenn man sie wie wir in Oktaven zusammenfaßt.„Nehmen wir ein anderes Beispiel — einen Mehlwurm. sehr umfassende Begriffe sind. Er nährt sich von Mehl. Was zum Beispiel ist von diesem Gesichtspunkt aus intelligenter. „Wenn Sie versuchen.Wasserstoff 192 und teilweise in . weil der Wurm auch von verdorbenem Mehl leben kann. „Ein Baum nährt sich von . „Ein Fisch nährt sich von .Wasserstoff 1536. so einfach er auf den ersten Blick ist.Wasserstoff* 192.Wasserstoffe'. daß ein Hund.Wasserstoff 1536 nähren. Eine gebackene Kartoffel ist intelligenter als eine rohe Kartoffel. es ermöglicht. so werden viele Dinge klar und 471 . Wenn wir nun erkennen. die feinsten Unterscheidungen zwischen den Gattungen der Lebewesen zu treffen. gewinnen wir damit die Möglichkeit für sehr genaue Definitionen. daß diese Substanzen wiederum in verschiedene Gattungen eingeteilt werden können.Wasserstoff* 384 und atmet .Wasserstoff' 1536.Wasserstoff 192 und teilweise .

in dem es lebt. er kann nicht die Luft verbessern. in dem es lebt. Aber während es für ihn nicht möglich ist. die wir atmen.Wasserstoff 384 anstatt 768 nähren und . die Luft.Wasserstoff 96 anstatt 192 entweder sehr verdünnte Luft oder sehr heiße. ist er nicht in der Lage.Wasserstoff 384 ist Wasser. daß alle feineren.Wasserstoff 96 ist Feuer. Wenn ein Mensch seine Nahrung verbessern würde. . nach Belieben verändern. aus der Luft. kann er seine Eindrücke in sehr hohem Maße verbessern und auf diese Weise feine . sie zu verwandeln. die es atmet. Nehmen wir nun an. Gerade hierauf beruht die Möglichkeit der Evolution. daß wir die Qualität der Nahrung und der Luft verbessern. Genau so verhält es sich mit der Nahrung. Der Mensch kann nicht seine Nahrung verbessern. das heißt sie feiner machen. für die Arbeit.Wasserstoffe' in den Organismus einführen. Offensichtlich ist dies unmöglich. zum Beispiel uns von .verständlich. Der Mensch muß sich überhaupt 472 . Nahrung und Luft zu verbessern. und stirbt sehr bald. „Als wir früher über die Nahrungsoktaven in der dreistöckigen Fabrik sprachen. die es atmet. das heißt die Qualität der dem Menschen möglichen Eindrücke. Weder Luft noch Nahrung können verändert werden. müßte er sich von Wasser nähren und Feuer atmen. Wieviel einfacher und leichter wäre dann die Zubereitung der feinen Stoffe im Organismus! Aber leider ist das ganz unmöglich. Verbesserung würde in diesem Fall tatsächlich alles schlimmer machen. gerade diese groben Stoffe in feine Stoffe zu verwandeln. . sind keinem kosmischen Gesetz unterworfen. sahen wir. zum Beispiel wäre . oder das Medium.Wasserstoff 96 anstatt 192 atmen könnten. weißglühende Gase. Der Organismus ist eingerichtet. das Wachstum und die Entwicklung des Organismus notwendigen Wasserstoffe aus drei Nahrungsaiten stammen. und aus Eindrücken. und das Medium. die ein Mensch unmöglich atmen kann. Der kosmische Standort jedes Wesens bestimmt seine Nahrung in gleichem Maße wie die Luft. nämlich aus Nahrung in der eigentlichen Bedeutung des Wortes — Eßbarem und Trinkbarem —. und wenn Sie ihm feine Stoffe statt grobe Stoffe zuführen. Aber die Eindrücke. Kein Lebewesen kann seine Nahrung.

ja sogar H 3 zugänglich. nach .Lebewesen'.Wasserstoff im oberen Kreis zeigt die 473 .nicht von den trüben Eindrücken von H 48 nähren. Das Diagramm dieser Einteilung wird das . wieder auf das Thema der Einteilung nach kosmischen Merkmalen zurück. „Nach diesem Diagramm wird jegliches Geschöpf. . der sich von niedrigeren . Die erste Einteilung. In jedes Viereck mit Ausnahme der zwei obersten zeichnete er drei Kreise mit Zahlen. sagte er.Wasserstoffen' nährt. unter die Lebewesen. der das obere Stockwerk seiner Maschine mit höheren . unter Einschluß der Pflanzen. daß es in der Natur überhaupt keine Sprünge gibt. und ein Mensch. Vor allem zeigt diese Einteilung. zeichnete ein Diagramm in Form einer Leiter mit elf Vierecken.Wasserstoffen' nährt. In der Natur steht alles im Zusammenhang und ist alles lebendig. als auch nach unten. wovon sich die betreffende Gattung von Geschöpfen nährt. was für diese Art Geschöpf oder Wesen auf einer gewissen Stufe als Nahrung dient und für was sie selber Nahrung sind. hinaus.Luft' und dem Medium. sowohl nach oben. jeglicher Seinsgrad danach bestimmt. Das verändert das ganze Bild. Es ist eine Einteilung in einem ganz anderen Oktavenverhältnis. von der ich nun sprechen werde. „Jedes Viereck stellt eine Seinsstufe dar". was wir als .Diagramm alles Lebendigen' genannt. „Es gibt noch ein anderes System der Einteilung". wird sich sicherlich von einem. unterscheiden.Lebewesen' bezeichnen. und sie behandelt nicht Individuen. über die Lebewesen hinaus. bezieht sich nur auf die . das heißt auf Individuen. führt uns weit über die Grenzen dessen.Wasserstoff im unteren Kreis zeigt. wie wir sie kennen. Der .Nahrung'." Bei einem der folgenden Gespräche kam G. Die andere Einteilung. es sind ihm auch H 24. „Der . sagte er. weil in der kosmischen Ordnung jede Gattung von Geschöpfen sich von einer bestimmten Klasse niedrigerer Geschöpfe nährt und als Nahrung für eine Klasse höherer Geschöpfe dient. sondern Gattungen in einem sehr weiten Sinn. H 12 und H 6." G. „das Sie auch verstehen sollten.

nährt sich von . die sich von diesen Geschöpfen ernährt. und der .Wasserstoff 24.Wasserstoff 96 und dient 474 .Wasserston' im nuttleren Kreis ist der durchschnittliche . was diese Geschöpfe sind.Wasserstoff dieser Gattung.Gattung. F i g u r 58 Das Absolute Das ewig Un wandelbare Engel Mensch Erzengel WirbeHlere Pilanzen Minerale Wirbellose Tiere Metalle Das Absolute „Der Platz des Menschen ist das siebente Viereck von unten gerechnet und das fünfte von oben. der zeigt. Diesem Diagramm nach ist der Mensch .

diesem Diagramm nach von ." In das folgende Viereck setzte er die Zahlen 3 und 12 und zwei Kreise.Heiliger Starker' sprachen. und nannte es das „Ewig Unwandelbare". was dies bedeutet. „Suchen Sie für den Augenblick nicht nach Widersprüchen. und das folgende Viereck hat in unserer irdischen Sprache keinen Namen. wenn Sie dies erfassen. das einen anderen Kreis mit einem Punkt als Mittelpunkt enthielt. Nur müssen Sie es für lange Zeit von den übrigen gesondert betrachten.Heilige Starke'. 12. Sie erinnern sich. „Aber allmählich werden Sie lernen. Dieses Viereck kommt mit dem Absoluten in Berührung. Später. Viereck 3.Wasserstoff 6. und nannte es „das Absolute". die innerhalb der Mineralien eine gesonderte kosmische Gruppe bilden.Engel' nennen. sondern versuchen Sie zu verstehen. die wir nicht kennen. jeden mit einem Punkt in der Mitte. Dies ist der . das nächste die wirbellosen Tiere Wirbellose Tiere sind . diese Wesen wollen wir als . „Dieses Diagramm wird Ihnen vorerst nicht sehr verständlich sein". das nächste die Metalle." 475 . Und vergleichen Sie auch dieses Diagramm nicht mit anderen. sagte er. Wir wollen sie .Wasserstoff 96. und in das nächste Viereck setzte er die Zahlen l und 6. sich darin zurechtzufinden. Das nächste die Mineralien. „Auf der anderen Seite des Menschen befindet sich das. Das nächste Viereck — l. weil wir Stoffe in diesem Zustand auf der Erdoberfläche niemals finden. 24 —. „Das nächstniedere Viereck sind die Pflanzen.selbst als Nahrung für ." Im untersten Viereck zeichnete er ein kleines Dreieck mit dem Scheitel nach unten.Wasserstoff' 96. werden Sie alles in einen Zusammenhang bringen. Warum? Was bedeutet das? Das eine wie das andere ist richtig. Dem Nahrungsdiagramm nach nährt sich der Mensch von . 6.Wasserstoff 768. Das ist eine Gattung von Geschöpfen. Das nächste Viereck unterhalb des Menschen sind Wirbeltiere. daß wir früher über .Erzengel' bezeichnen. einen Kreis in die Mitte und in diesen Kreis ein Dreieck. folglich nährt sich der Mensch von wirbellosen Tieren. 48.

.Stickstoff. G. der in der vorigen Skala der „Wasserstoffe". über dieses merkwürdige Diagramm hörte. die mit „Wasserstoff^' 3072 schloß. In unseren Gesprächen über dieses Diagramm kamen wir bald überein. Deshalb wird er durch Verdichtung selbst . wie wir ihn immer gekannt hatten. „Jeder vollständige . sich in irgend etwas Weiteres zu verwandeln. ist jedoch ein toter Wasserstoff ohne jede Möglichkeit. . aber es gibt dafür keinen . wonach ich mich in meinen äußeren Entscheidungen hätte richten können. was dies bedeute. Ich versuchte.Wasserstoff der dritten Skala.Kohlenstoff. nämlich zur dritten Skala. „Dies ist ein unvollständiger .Stickstoff wird für die nächste Triade . Im Zusammenhang mit seiner Abreise trug sich etwas sehr Interessantes zu.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. darauf." Dies war G.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. Viele andere Dinge wurden uns allmählich klar. Nehmen wir nun den letzten . die „Engel" als Planeten und die „Erzengel" als Sonnen zu betrachten. Wir verabschiedeten uns alle am Nikolajewsky-Bahnhof. Dieser . Gleichzeitig bestand aber G.Wasserstoff6144.Dies war tatsächlich alles. Aber was uns sehr verwirrte. mit ihm über die kommenden Ereignisse zu sprechen. Viel später fragte ich ihn. sprach von der Plattform des Wagens aus mit uns.Kohlenstoff 512. Er war der gewöhnliche G-. Er gehört zur gleichen.'s letzter Besuch in Petersburg. . daß die Bezifferung der „Wasserstoffe" der dritten Skala entnommen sei. ein . das wirklich viele frühere Ausführungen umzustoßen schien.Wasserstoff 3072. ist aber unfertig.Wasserstoff".Wasserstoff setzt sich aus . Aber er sagte nichts Bestimmtes. vollständig fehlte. „ein . 476 . was ich von G.Sauerstoff und . war das Erscheinen von „Wasserstoff^' 6144. sagte er.Kohlenstoff. der dritten. Es war am Bahnhof. Nach dem zweiten Läuten ging er in den »Wagen — sein Abteil war das der Tür am nächsten gelegene — und kam zum Fenster.Sauerstoff 1536 und .Wasserstoff besteht aus .Stickstoff 1024 zusammen. „Nun weiter: .Stickstoff.Sauerstoff und keinen .

ein sehr bekannter Journalist. den Unterschied zu beschreiben. standen am einen Ende des Wagens. wenn wir sie auch nicht alle gleichmäßig bemerkt hatten. aber sie empfanden und erlebten etwas. einen zu bemerken. die A. Er hatte sich während dieser wenigen Sekunden gewandelt. All dies dauerte nur einige Sekunden. was außerhalb der üblichen Erscheinungen lag. Im Wagen mit G. Ich erinnere mich nicht. als wir allein waren. Es ist sehr schwierig. Ich kannte A. Das dritte Läuten folgte fast unmittelbar auf das zweite. und es zeigte sich. oder man könne sich tatsächlich unsichtbar machen. hatte uns früher erklärt. man könne die Menschen zwingen. Er fuhr im gleichen Wagen.Er war anders! Im Fenster sahen wir einen anderen Menschen. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Was war dies? Vielleicht war es ein Fall von Mimik. wenn man die Kunst der Mimik beherrsche. zu dem er jetzt reiste und den wir verabschiedeten. aber auf der Plattform war er ein gewöhnlicher Mensch wie jeder andere gewesen. und aus dem Fenster blickte uns ein Mensch ganz anderer Art an. nicht persönlich.. mit einer ganz außerordentlichen Bedeutung und Würde in jedem Blick und jeder Bewegung. was geschah. man könne wunderschön oder häßlich werden. daß wir sie alle gesehen hatten. die wir G. Aber alle ohne Ausnahme hatten etwas Ungewöhnliches gefühlt. der gerade damals von Petersburg fortgeschickt wurde (es war gerade vor der Revolution). Aber unter den Leuten. und der Zug fuhr ab. verabschiedeten. Er hatte gesagt. während am anderen Ende eine Gruppe stand. während sie stattfand. verabschiedete. Wir. fuhr A.'s sprach. G. könne man die eigene Erscheinung vollständig verändern. Einige von uns konnten damals nicht klar erkennen. der in den Zug eingestiegen war. als ob er plötzlich ein regierender Fürst oder Staatsmann irgendeines unbekannten Königreiches geworden sei. waren einige Bekannte von mir und sogar ein paar 477 . nicht denjenigen. die ihn verabschiedeten. wer als erster von dieser „Verklärung" G.

die kalt und ruhig war. in Rußland gibt es im Augenblick viel Geschäfte. einen Artikel „Auf dem Wege". wenn nicht sogar mit Ehrfurcht. die Gedanken und Eindrücke beschrieb. dessen Millionen sich vermehrten. A..Freunde. Und sie ihrerseits blickten ihn. der ihm unter der lärmenden Menge von Spekulanten. leicht lächelten. unter dem Arm hatte er einen französischen Roman. um irgendein Aas zu zerreißen — er war dunkelbäutig. hielt ihn für einen „ölkönig" aus Baku. ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Geld zu machen. und der von seiner Höhe auf die lärmenden Leute herabsah. Er trank Tee. aus denen ein kluger Mensch viel Geld machen konnte'. genau so. und nach einer weiteren Pause erklärte er: . Er schwieg und fuhr dann fort: . die den Wagen füllten.Es ist ja Krieg. sagte er mit einem bewegungslosen und blassen Gesicht. auf die er von unerreichbaren Höhen herabschaue. als ob diese Leute für ihn wie kleine Fliegen seien. eine Horde von Geiern. . Am meisten interessierte mich die Tatsache. in dem die schwarzen Augen. mitarbeitete. Ein merkwürdiger Orientale war mit ihm im gleichen Wagen gefahren.Sie regen sich sehr auf. mit großer Achtung an. und ich fragte ihn geradeheraus: 478 . die irgendwo im Agrionischen Raum herumflogen. glaubte ich eine Art fatalistischen und rücksichtslosen Prahlens zu entdecken. die er auf dem Weg von Petersburg nach Moskau gehabt hatte. ein stiller Mensch in einer kostbaren Astrachanmütze. Jeder will ein Millionär werden. „Mein Mitreisender hielt sich abseits. durch seine außerordentliche Würde und Ruhe aufgefallen war. Einige Tage später enthielt die Zeitung. höflich wie bei einem Orientalen..' Im Ton seiner Stimme. so schien es mir wenigstens. zuweilen blickte er mit größter Verachtung auf das Durcheinander und Lärmen dieser gestikulierenden Menschen. daß er vom gleichen südlichen orientalischen Typus zu sein schien wie die übrigen Spekulanten. wobei er sein Glas zur Abkühlung vorsichtig auf den schmalen Fenstertisch setzte. die sich bemühten. zwei oder drei von ihnen waren bei unseren Versammlungen gewesen und gingen von einer Gruppe zur anderen. und einige rätselhafte Sätze im Gespräch bestärkten in ihm noch die Überzeugung. mit kohlschwarzen Augen und einem Schnurrbart wie Selim-Khan .Ja. Warum wich er seinem eigenen Fleisch und Blut aus und verachtete es? Aber zu meinem Glück begann er zu mir zu sprechen. das an Zynismus grenzte. während er schlief. Er war ein Perser oder Tatare. daß hier ein Mensch war. in dem A. an der A.

. bezog dies auf „öl" — und er setzte folgende Schlußfolgerung ans Ende seiner Geschichte vom „ölkönig". von denen der Lauf der Ereignisse noch abzuhängen 479 . Während der letzten zwei Jahre hatte ich alle meine Zeit auf G. es war mir nicht gelungen. meinte natürlich esoterische Arbeit. Entweder hatte A. obwohl ich gleich zu Beginn des Krieges erkannt hatte. oder G. die Bücher zu veröffentlichen. ihn erfunden und seinen eigenen Eindrücken hinzugefügt. er habe nicht gehört oder nicht verstanden. die kaum umgestoßen werden wird.. Wir machen immer Profite.Und Sie?' — .'" (G.) „Es hätte mich interessiert. noch weiter mit ihm zu sprechen und noch mehr von der Psychologie eines so merkwürdigen Menschen zu erfahren. Uns berührt das nicht. Aber A. Es war mir nicht gelungen. Nur diejenigen. noch dessen Interessen sich in diesem Grund Krieg und Frieden überlegen erweisen . und ich wiederholte: . gelb gebundenen oder vielleicht nicht einmal gelb gebundenen Einband „sehen" lassen.' .Wollen Sie das nicht auch?' Er antwortete mit einer unbestimmten und leicht ironischen Geste. seine Gruppen. Krieg oder kein Krieg ist uns ganz gleich.'s Arbeit. Alle meine Pläne waren schon längst umgestoßen worden. Nach G. G.Was meinen Sie?' fragte er zurück. Inzwischen wurde die Atmosphäre immer düsterer. und zwar sehr bald. daß ich meine literarische Arbeit würde ins Ausland verlegen müssen.Mit Sonnenenergie..Aber womit handeln Sie denn?' — . die ich zu veröffentlichen beabsichtigt hatte.'s Abreise erhielten wir bis zur Revolution nur ein. „die Sammlung von Wissen und das Sammeln der Menschen". ausländische Ausgaben vorzubereiten. .Wir machen immer Profite. hatte ihn tatsächlich einen französischen Roman in einem kleinen. Man fühlte.'s „französischer Roman". " Besonders überraschte uns G. die mit dieser Arbeit verbundenen Gespräche und Reisen verwandt und meine eigenen Angelegenheiten vollständig vernachlässigt. Mir schien.oder zweimal Nachrichten aus Moskau. las ja kein Französisch. daß sicher irgend etwas geschehen werde.Wollen Sie nicht auch Profite machen?' Er lächelte besonders ruhig und sagte ernst: . dessen Kapital nur von der Ordnung des Sonnensystems abhängt.

hatte mich immer interessiert. empfand ich. Die „große unblutige Revolution" fand statt — die offensichtlichste und absurdeste Lüge. auch sie bewegte und an der Nase herumführte. was nach ihrer Ansicht geschehen sollte. die alle ihre Hoffnungen in sie gesetzt und in ihr die Befreiung von irgend etwas gesehen hatten. wird durch das Ende seines Tagebuches bewiesen. an diese Lüge glauben und inmitten all der Mordtaten von einer „unblutigen" Revolution sprechen konnten. wunderbare Stärke und sogar Seelengröße zeigte. und verstanden nicht. daß derselbe Draht. dies zu sehen oder zu fühlen. die man sich hätte ausdenken können. wo er. er schien mir in vielen Hinsichten ein bemerkenswerter Mensch zu sein. sagte ich mir. im Mittelpunkt aller Geschehnisse standen. wie dies viele andere damals taten. Ich hatte überhaupt keine Gefühle für die Dynastie. konnten und wollten nicht sehen. Menschen. Schließlich brach der Sturm los. aber er wurde vollständig mißverstanden und verstand auch nicht sein eigenes Selbst. Aber das Merkwürdigste von allem war. daß hierin der Schwerpunkt aller Geschehnisse lag. Die Person des Kaisers Nikolaus II. das Ende der russischen Geschichte' ". die an Ort und Stelle. Daß ich recht hatte. Ein Marionettentheater wird auf die gleiche Weise gespielt. aber ich wollte mich einfach nicht selber täuschen. von allen verlassen und verraten. Ich erinnere mich. waren unfähig. „Ilowaiski kann aus seinem Grab aufstehen und an das Ende seiner Bücher schreiben . und sahen nur das. der den Verbrecher mit dem Messer in der Hand hinter dem Busch hervorzieht.schien. Als ich in einem nur auf einer Seite bedruckten Flugblatt die Abdankung von Nikolaus II.März 1917. das von den Bolschewiken veröffentlicht wurde und sich auf die Zeit bezieht. die auf die Revolution gewartet hatten. Die Marionetten erkannten nicht die Gefahr. die sie bedrohte. daß wir zu dieser Zeit von der „Macht der Theorien" sprachen. las. Aber die ganze Angelegenheit hatte nichts mit ihm als Person 480 . daß Leute. was tatsächlich geschah.

für deren Schaffung so viele Opfer gebracht worden waren. Es ist wahr. Aber ich war über unsere „Intelligenzler" überrascht. wie zu erwarten war. und wir müßten ins Ausland gehen. Ich glaube. Die Armee brach in wenigen Tagen zusammen. aber sichtlich konnte er ihn selbst nicht verdauen und gab es auf. als ein Bluff. die er in sich darstellte. Und wir hatten nichts anderes.zu tun. Ich spreche nicht von den Soldaten. Ich sagte. aller Wahrscheinlichkeit nach gäbe es nur eine kurze Periode verhältnismäßiger Ruhe und dann würde alles zusammen- 481 . daß dieses Prinzip von einem beträchtlichen Teil der russischen Intelligenz geleugnet wurde. Aber dieses Wort hatte immer noch eine große Bedeutung für die Armee und für die bürokratische Maschine. Irgend etwas „auf dem Marsch" zu schaffen. worüber sie sich freuten. in Rußland zu bleiben. meiner Meinung nach habe es überhaupt keinen Sinn. eine Woche nach der Revolution brachte ich die wichtigsten Mitglieder unserer Gruppe in der Wohnung von Dr. Die berühmte „öffentliche Zusammenarbeit". Die Abdankung des „Zaren" in solch einem Augenblick mußte die ganze Maschine zerstören. S. die von „Patrioten" sofort zu „Revolutionären" und „Sozialisten" geworden waren. Sogar die Nowoje Wremja wurde plötzlich eine sozialistische Zeitung. zusammen und setzte ihnen meine Ansichten über die Lage der Dinge auseinander. Und für das Volk hatte das Wort „Zar" schon lange alle Bedeutung verloren. aber die neue Regierung wollte diese Tatsache nicht anerkennen. war unmöglich. wenn auch unvollkommen. die aus den Kasernen ausbrachen oder aus den Zügen. daß die Menschen etwas finden konnten. Aber das erstaunlichste dabei war. Der berühmte Menschikoff schrieb einen Artikel „Über die Freiheit". sondern mit dem Prinzip der Einheit der Macht und der Verantwortlichkeit gegenüber dieser Macht. die im Begriff waren. Der Krieg hatte in Wirklichkeit schon früher aufgehört. sie zur Niedermetzelung zu bringen. Eine neue Lüge wurde begonnen. trotzdem arbeitete und alles zusammenhielt. erwies sich. die. Die Ereignisse bewegten sich mit atemraubender Geschwindigkeit. Der „Zar" war der unerläßliche Mittelteil dieser Maschine.

Andere waren von der üblichen Täuschung befangen. Ich kann nicht behaupten. als er sie schrieb. aber niemand wußte. und ihnen schien es möglich. Und er war in den Kaukasus gefahren. Seit der Revolution war nur ein Brief aus Moskau gekommen. die sich in unregelmäßigen Abständen trafen. Moskau vor der Revolution verlassen hatte und noch nichts von den Ereignissen wissen konnte. was geschieht. doch zu warten. Bald nach der Versammlung in Dr. daß G. daß G. morgen unmöglich werden kann. Gleichzeitig wollte ich aber nicht ohne G. Zu dieser Zeit gab es zwei Gruppen mit insgesamt ungefähr vierzig Menschen. daß wir nichts von G. wohin. Zu guter Letzt entschloß ich mich. das heißt vor der Revolution. in Rußland zu bleiben.brechen. um es aufrichtiger zu sagen. Er schrieb. Ich hielt es für sinnlos und dumm. gehört und auch seit langer Zeit keine Nachricht mehr von ihm erhalten hatten. er forderte mich auf.'s Zustimmung oder. Aus der Postkarte ging hervor.'s Haus erhielt ich eine Postkarte von G.. obwohl ich sah. S. zum Besten geschieht. daraus konnte man entnehmen. Die meisten erkannten nicht den Ernst der Lage. daß meine Ansicht viel Zustimmung fand. er ginge nach Alexandropol. Diese Nachricht stellte mich vor ein sehr schwieriges Problem. und seine Karte war im Februar geschrieben. daß. die er vor einem Monat im Zug auf dem Weg von Moskau nach dem Kaukasus geschrieben hatte und die die ganze Zeit wegen der herrschenden Unordnung auf dem Postamt gelegen hatte. nicht ohne ihn weggehen. jedenfalls sahen sie keinen Grund zur Eile. Hierbei könnten wir nichts helfen und unsere Arbeit würde unmöglich sein. Ihnen schienen meine Worte übertrieben. was heute möglich wäre. abgereist war. daß sich alles wieder beruhigen und normal werden könnte. 482 . und konnte keine Beziehung zur gegenwärtigen Lage haben. Für andere war die Hauptschwierigkeit. Schließlich entschlossen wir uns zu warten. die Arbeit der Gruppen bis zu seiner Rückkehr gegen Ostern fortzusetzen. und ferner noch einige gesonderte Gruppen. daß alles.

's Worte. Unsere Gespräche kamen oft auf die „Diagramme" zurück. Und ich versuchte mich daran zu erinnern. daß zu diesen „Diagrammen". besonders wenn wir mit neuen Leuten in unserer Gruppe sprachen. Aber zu dieser Zeit hatten wir uns schon entschlossen. Die erste „provisorische Regierung" kam zu einem Ende. Dann erinnerte ich mich an G. die wir von G. was P. Ich erwähnte auch die Schwierigkeiten. vielleicht würde uns bei einem tieferen Studium der „Diagramme" allmählich deren innere Bedeutung klar werden. Früher schrieb ich. dem schweigend zugestimmt. Als ich einmal einige im Vorjahr gemachte Aufzeichnungen durchging.Schlafen und Wachen' der . viel ungesagt geblieben war. mir über „Schlafen und Wachen" und über den „Atem des organischen Lebens" gesagt hatte.Atem des organischen Lebens'? Was ist Schlafen und Wachen? „Für den Menschen und alle mit ihm vergleichbaren und in ähn- 483 . die im Zusammenhang mit der verschiedenen Bedeutung von „Mikrokosmos" und „Tritokosmos" auftauchten. Es war schon schwieriger. bekommen hatten. ins Ausland zu gehen. G. Unsere Gruppen trafen sich weiter und erwarteten G. Eine Woche nach Ostern kam ein Telegramm. „Drei Sekunden. Mir schien die ganze Zeit. weil sie vollständig mit der „Dimensionen-Periode" des Heuen Modells des Weltalls übereinstimmten. daß die „Kosmen" mich besonders anzogen. daß er im Mai ankomme. und ich dachte oft. in dem er sagte. Folglich beansprucht ein voller Atemzug ungefähr drei Sekunden. „Warum sind . Der Mensch atmet in normalem Zustand in der Minute ungefähr zwanzig Male voll ein und aus.'s Worte über verschiedene Zeit in verschiedenen Kosmen interessierten mich brennend. den „Menschen" als „Mikrokosmos" und das organische Leben auf Erden als „Tritokosmos" zu verstehen.Ostern kam — doch keine Nachrichten von G. Lange Zeit konnte ich nichts damit anfangen. daß „Zeit Atem ist". Und in der letzten Unterhaltung hatte G. hielt ich bei den „Kosmen" an. „Was ist Atem?" fragte ich mich.

das heißt bei Tag. Außerdem sind Schlafen und Wachen Atem. Zum Beispiel Pflanzen atmen. ein. 79 Jahre machen meinen früheren Überlegungen nach Schlafen und Wachen des „organischen Lebens" aus. während sie schlafen. Durch die Teilung von 28. und wenn sie wachen. aber es stellte die menschliche Lebensdauer dar. „Könnte man die Parallele nicht weiterentwickeln?" fragte ich Tafel 6 Mikrokosmos Mensch Atem: 3 Sekunden Tag und Nacht: 24 Stunden Leben: 79 Jahre Tritokosmos Organisches Leben Atem: 24 Stunden Tag und Nacht: 79 Jahre Mesokosmos Erde Atem: 79 Jahre 484 . im Schlaf und im Wachen.liehen Umständen lebenden Organismen.800 (Tage und Nächte) durch 365 kam ich fast genau auf 79 Jahre. Das interessierte mich. sogar für Pflanzen. Durch die Teilung von vierundzwanzig Stunden durch drei Sekunden erhielt ich 28. Das entsprach nichts mir Bekanntem im organischen Leben. sind dies vierundzwanzig Stunden. genau auf die gleiche Weise gibt es für alle Säugetiere wie auch für den Menschen einen Unterschied in der Aufnahme von Sauerstoff und COz nachts und tags. aus." Diesen Überlegungen nach stellte ich die Perioden des Atmens und des Schlafens und Wachens auf folgende Weise dar: Tafel 5 Mikrokosmos Tritokosmos Atem 3 Sekunden Schlafen und Wachen 24 Stunden Atem 24 Stunden Schlafen und Wachen ? Ich erhielt eine einfache „Regel der Drei". das heißt in der Nacht.800.

000.5 Mill. sagte ich mir.000 Jahre. die unter dem Menschen stehen".mich. „Aber es gibt Kosmen. sind viele Forscher zu dem Schluß gekommen. Soweit scheinen diese Zahlen logisch möglich. links vom Mikrokosmos (auf dem Diagramm) zwei Kosmen anzunehmen. die voneinander so verschieden sind wie die Welt der Menschen und die Welt verhältnismäßig großer Mikroorganismen und Zellen. Jahre Jahre 75 Milliarden Jahre Das Ergebnis war sehr interessant. Ich erhielt das folgende Bild: Tafel 7 Kleine Zellen Große Zelle» Mikrokosmos (Mensch) Organisches Leben Erde Atem — Tag u. Diese Zahl sollte die Dauer des Lebens der Erde bedeuten. fast unsichtbaren Zellen. „Sehen wir zu. Zweieinhalb Millionen Jahre für das organische Leben und 75 Milliarden Jahre für die Erde. daß für eine spezialisierte Zelle wie eine Zelle des menschlichen Organismus 485 . Aber wenn wir an Dimensionen innerhalb der „Mikrowelt" denken. 24 SHumden "79 Jdhss 2.000 Jahre mit SO.000 zum Zwecke der einfacheren Berechnung multiplizierte. Darauf multiplizierte ich 79 Jahre mit 28.500. und darunter verstand ich erstens verhältnismäßig große mikroskopische Zellen und zweitens die (zulässig) kleinsten. daß diese Welt aus zwei Welten besteht. daß eine solche Teilung der Zellen in zwei Kategorien von der Wissenschaft schon endgültig angenommen worden ist. 75." Ich entschloß mich.5 Mill. in welchem Verhältnis sie hierzu stehen. dann ist es unmöglich. Indem ich 2. erhielt ich eine Zahl von elf Ziffern. Nacht — Leben 3 Sekunden — 3 Sekunden 24 Stunden 79 Jahre 3 Sekundsrn 24 Stunden 79 Jahre 2.800 und erhielt etwas weniger als zweieinhalb Millionen Jahre. nicht zuzugeben. Und obwohl die Lebensdauer einer einzelnen Zelle noch in keiner Weise als festgestellt betrachtet werden kann. Ich ordnete die erhaltenen Zahlen auf die folgende Weise: 79 Jahre bedeuteten wiederum nichts im Leben der Erde. Man kann nicht sagen.000. 24 Stunden bestimmen die Lebensdauer einer Zelle.

daß die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen sich wie „Null zu Unendlich" verhärt. und 79 als 80 und so weiter. Das sagte mir nichts. Dann wiederum zum Zwecke der Klarheit wie bei der Multiplikation mit 30.ich auf viele Gedanken. sie für richtig zu halten und in ihr ein genaues Bild der Beziehung eines Kosmos zu einem anderen zu sehen. diese Zellen zu sehen. Ob es möglich war. konnte ich noch nicht sagen. Und in einem derartigen Verhältnis konnte kein Koeffizient zu groß sein.000 nahm ich nur runde Zahlen und nur zwei Koeffizienten. warum es so schwierig ist.000 schien zu groß. wenn „Atem".000. Ohne noch irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Ich erhielt die folgende Tabelle: Diese Tafel brachte m. Der Atem der Zelle entspricht drei Sekunden.000.000. „Das Ver- 486 . Aber drei Sekunden des Lebens einer kleinen Zelle — das enthüllte mir vieles und machte vor allem verständlich. aber niedrigere Periode in einem höheren Kosmos und eine entsprechende höhere Periode in einem niedrigeren Kosmos. das heißt drei Sekunden.000. Weiter versuchte ich zu sehen.000. versuchte ich eine vollständigere Tabelle zu zeichnen. so nahm ich 2. was man für ein Ergebnis erhält.000. Eine Zehntausendstel Sekunde war das Ergebnis. Die Zeitdauer eines elektrischen Funkens und gleichzeitig die Dauer der kürzesten visuellen Wahrnehmung.000 geteilt wird.400. 3 und 9. Für leichteres Rechnen und zum Zwecke der Klarheit nahm ich 30.000 nahm ich als 90. trotzdem sie ihrer Größe nach unter einem guten Mikroskop erkannt werden müßten.000 — die kürzeste Gesichtswahrnehmung. Gleichzeitig kennzeichnet jede dieser Perioden eine entsprechende. Vier Perioden erschienen miteinander verbunden oder voneinander getrennt durch den gleichen Koeffizienten 30. 75.000 an Stelle von 28.000.800. Atem oder die Dauer von Einatmung und Ausatmung. die Periode von Wachen und Schlafen und das durchschnittlich längste Lebensalter. Aber gleichzeitig erinnerte ich mich. Der Koeffizient 30.000 als 3. durch 30. das heißt die Reihe der Kosmen um zwei niedrigere zu erweitern. von denen ich den ersten als „Molekül" und den zweiten als „Elektron" bezeichnete.die Lebensdauer genau vierundzwanzig Stunden zu sein scheint.

000.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 31015 years (number of | 16 figures) 910» i years (number of 20 figures) Tag und Nacht ! 90 milliard years 31015 years 9 10» years (number of (number of 16 figures) 20 figures) 31023 years ! (number of 24 figures) Leben l 300.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 3 seconds j 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 3J015 years Atem l 10.000 second 3 seconds SO years 24 hours 3 million years 90 milliard years 3 1015 years (number of 16 figures) 487 1 10.Elektron Molekül Zellen Zellen kosmos Kleine Große Tritokosmos kosmos kosmos kosmos kosmos teroMakroOgioOgloMesoM ejo- MikroProtoProfo- Deu- (Mensch) kosmos Eindruck l 10.000 second 91019 years (number of 16 figures) 3 1023 years (number of (number of 20 figures) 24 figures) 9102* years (number of 29 figures) .000 second l 10.

jeder Kosmos sei für sich dreidimensional. und mittels dieser Tafel erhält man elf Kosmen. aber drei Kosmen zusammengenommmen umfassen in sich alle Gesetze des Weltalls. Wie entstand die Bewegung von einem Kosmos zu einem anderen 488 . was G. aber nur beim ersten Anblick.hältnis Null zu Unendlich" war das Größenverhältnis der verschiedenen Dimensionen. Die Kosmen stellen sich in ihrem Verhältnis zueinander als Größen von einer höheren oder geringeren Anzahl von Dimensionen dar. daß der nächste Kosmos über ihm für ihn vierdimensional ist und der nächste Kosmos unter ihm zweidimensional. daß in jedem dieser Worte ein Schlüssel für das Verständnis der Struktur der Welt war. Aber ein langes Menschenleben. Jeder Kosmos wird geboren. macht für die Sonne nur die Zeit eines elektrischen Funkens aus. oder zwei Kosmen. über Kosmen gesagt hatte. Der nächste Kosmos darüber fünfdimensional und der nächste Kosmos darunter eindimensional. Ich versuchte mich an alles zu erinnern. intelligentes Wesen. „Jeder Kosmos ist ein belebtes. der obere und der untere. gelangt er eben durch diese Tatsache auf die Stufe eines niedrigeren Kosmos. Es kann aber nur sechs Dimensionen oder mit null sieben geben." Ich fühlte. Die Sonne erscheint in bezug auf den Menschen als vierte Dimension. achtzig Jahre. In einem Kosmos ist es unmöglich. Dies bedeutet. wenn wir den Menschen als ersten Kosmos annehmen. aber es waren zu viele Schlüssel. G. der sich zwischen ihnen befindet. alle Gesetze des Weltalls zu verstehen. verschwanden die geringeren Kosmen lange bevor sie die siebente Dimension erreichten. sagte. Nehmen wir zum Beispiel den Menschen im Verhältnis zur Sonne." — „Wenn ein Mensch in seinem Bewußtsein auf die Stufe eines höheren Kosmos gelangt. mit welchem ich anfangen sollte. denn sobald ich die Existenzdauer eines Kosmos in bezug auf höhere Kosmen in Betracht zog. lebt und stirbt. der kleinstmöglichen Gesichtswahmehmung. ich wußte nicht. bestimmen den Kosmos. Beim ersten Anblick scheint dies merkwürdig.

vor einem Jahr nach der ersten Vorlesung über Kosmen zu seinen vorhergehenden Ausführungen hinzufügte: Zeit ist Atem. der Elektronen in einem Atom. zum Beispiel für die Erde war die Periode der Bewegung um ihre eigene Achse gleich einem Zehntausendstel einer Sekunde. daß die Empfindung des Selbst. die Dauer einer Momentphotographie. das heißt des eigenen Körpers. daß die Erde mit einem Atemzug in achtzig Jahren die Empfindung ihrer selbst mit achtzig Ringen einer Spirale verbindet. Es ist sehr zweifelhaft. Wenn der Mensch sich drehte. das heißt gleich der Geschwindigkeit eines elektrischen Funkens. das heißt für die unmittelbare Wahrnehmung werde die Dauer des Atems als Gegenwart empfunden. mit der Empfindung der Gegenwart in Zusammenhang steht. die Bewegungen der verschiedenen Kosmen zu vergleichen. er meine vielleicht. sondern ihrer selbst als Ring oder einer langen Spirale von Ringen bewußt sein muß. erhielt ich einige sehr überraschende Verhältnisse. so kommen wir zu dem unvermeidlichen Schluß. würde seine Drehung um die Sonne ungefähr eine Fünfundzwanzigstel Sekunde beanspruchen. Dies war übrigens der erste Gedanke. der mir in den Sinn kam. als G. Damals dachte ich. daß die Erde nicht auf die Art ihrer selbst bewußt sein kann. das heißt in Form einer Sphäre. ob bei solcher Geschwindigkeit die Erde die Bewegung um ihre eigene Achse bemerken könnte. wie zum Beispiel zur Geschwindigkeit der Bewegung himmlischer Körper. Hiervon ausgehend und in der Annahme. Und wenn wir die ungeheure Entfernung in Betracht ziehen. der Atem wäre die Zeiteinheit. die die Erde in dieser Zeit zu bewältigen hat. kam ich zu dem Schluß. Als ich begann. Ich hatte somit eine völlig unerwartete Bestätigung aller Schlüsse und Folgerungen des Neuen Modells des Weltalls erhalten. Das letztere schien mir wahrscheinlicher auf Grund der Bestimmung der Gegenwart als der Zeit.und wo und wann verschwand sie? In welchem Verhältnis standen die von mir gefundenen Zahlen zu den mehr oder weniger als sicher angenommenen Zahlen der kosmischen Bewegungen. wie wir sie kennen. 489 . zur Lichtgeschwindigkeit und so fort. die das Atmen in Anspruch nimmt.

die offensichtlich das Leben des Organismus lenken. All dies muß ziemlich viel Zeit beanspruchen. der die verschiedenen Nervenzentren ernährt. sondern ständig die Aufmerksamkeit darauf richten. macht es vollständig phantastisch und wunderbar. Die Wissenschaft erklärt natürlich nur. das heißt zu denen. alle inneren Kräfteverhältnisse und die Form und Art der Reaktionen verändert. daß das Trinken einer Tasse starken Kaffees oder eines Glases Kognaks oder das Einatmen des Rauchs einer Zigarette sofort vom ganzen Körper empfunden wird. die ungefähr einem Atemzug gleicht. aber es sollte einem Physiologen klar sein. was sie erklären kann. das heißt in acht Stunden (was einer Sekunde entspricht). die in den Organismus eingeführt wurde. daß sich in dieser ganz unmerklichen Zeitspanne. im Prozeß der Analyse geht sie durch eine Reihe von Laboratorien. die kleinste Abweichung vom Üblichen wird sofort bemerkt. fand ich schon im ersten von ihnen die Erklärung dessen. mit anderen Substanzen vermischt und dann in Form dieser Mischung erst als Brennstoff. sogar in einem Drittel. der nicht über die Fragen der Physiologie nachdenkt. was mir in der Arbeit unseres Organismus immer am rätselhaftesten und unerklärlichsten erschienen war. ist es möglich. Ein Mensch. Die Substanz. bei jeder passenden Gelegenheit auf sie hinzuweisen. Aber die phantastische Seite fällt weg.Als ich zu den niedrigeren Kosmen kam. weiterverbraucht. sie wird in ihre Bestandteile aufgelöst. wird sorgfältig analysiert. selbst in der Hälfte dieser Zeit. als ob sie nicht bestünde. wenn wir einsehen. mag über die Tatsache nicht erstaunt sein. die sich in meiner Tabelle links vom Menschen befinden. Mir war es immer fast als Scharlatanismus seitens der Physiologen erschienen. In vierundzwanzig Stunden. geradezu blitzartige Geschwindigkeit vieler innerer Vorgänge. nämlich die erstaunliche. sich den 490 . Aber in diesem Falle sollte sie meiner Ansicht nach die Tatsache nicht verbergen und übergehen. Daß sich dies in Sekunden unserer Zeit vollzieht. daß dieser Tatsache keine genügende Bedeutung beigemessen wird. daß für die großen Zellen. im Organismus eine ganze Reihe mannigfaltiger chemischer und anderer Vorgänge vollzieht. einer unserer Atemzüge vierundzwanzig Stunden dauert.

Ein Vergleich. deren Erreger noch nicht gefunden worden sind. sah ich mich der Tatsache gegenüber. daß die Moleküle. Gewöhnlich nimmt man an. kein einziges der beim erstenmal gesehenen Moleküle ist übriggeblieben. Seine Lebensspanne ist gleich einem elektrischen Funken oder dem zehntausendsten Teil einer Sekunde. vor allem jene.Ablauf aller der erwähnten Vorgänge auf ordnungsgemäße Weise vorzustellen. was dies bedeutet. und wenn es lebendig bleibt. Von diesem bequemen Gedanken müssen wir uns trennen. was wäre dann die Geschwindigkeit. zu klein. muß es wie alles Lebendige geboren werden. daß die Kürze des Daseines eines Moleküls fast unvorstellbar ist. den man gesehen hat. ist es nicht mehr der Stein. Tatsächlich erneuert er sich vor unseren Augen. Granit. in der sich diese Zellen vermehren. l leben und sterben. die. Wenn drei Sekunden die Lebensgrenze für eine kleine Zelle dieser Art darstellen und dem langen Leben eines Menschen entsprechen. Das Molekül. als Grundlage. sozusagen als das lebende Innere der Bausteine eines Stoffes angenommen werden. um direkt auf unsere Vorstellung zu wirken. Als ich dann zum Kosmos der kleinen Zellen kam. eine Analogie ist notwendig. Eisen. Zum Beispiel die Fälle einer fast augenblicklichen Ansteckung bei Epidemien oder ansteckenden Krankheiten im allgemeinen. Aber auch dann sieht man nicht die 491 . die an der Grenze oder jenseits der Grenze mikroskopischer Sicht stehen. so lange bestehen wie der betreffende Stoff. kann nicht äußerlich tot sein. Toter Stoff. wenn für sie schon fünfzehn Sekunden gleich vier Jahrhunderten sind? Als ich dann zur Welt der Moleküle kam. Wenn man einen Stein betrachtet. Die. genau wie er in einer großen und gut geleiteten „chemischen Fabrik" mit verschiedenen Laboratorien durchgeführt werden könnte. Kupfer. die Augen schließt und sofort wieder öffnet. fand ich wieder eine Erklärung für das Unerklärliche. das innerlich lebt. sterbenden Zellen unseres Organismus und ihr Ersetztwerden durch andere bringen uns dieser Anschauung nahe. obwohl sie strukturell sehr kompliziert sind. um zu verstehen. müssen von innen heraus noch schneller als unser Organismus erneuert werden.

sondern mit dem Neptun vergleichen. ob man nicht das Verhältnis der Dimensionen herausarbeiten könnte. Dies erklärt auch. daß ein Elektron während seiner Lebenszeit eine Anzahl von Bewegungen um seine „Sonne" ausführt. Zwischen einer siebenstelligen und einer elfstelligen Zahl scheint ein riesiger Unterschied zu sein. Man sollte sich vor Augen halten. sondern mit dem Neptun vergleichen. fand ich mich gleich von Anfang an in der sechsdimensionalen Welt. „warum wir keine Moleküle sehen können". Ich fragte mich. Das ist eine Zeitspanne. Erstens existiert es nur für den dreihundertmillionsten Teil einer Sekunde. die einer sechsstelligen Zahl entspricht. wenn wir jedoch das Elektron nicht mit der Erde. Zahl ist. dann wird der Unterschied beträchtlich geringer. daß der Unterschied der Umlaufperioden der Planeten um die Sonne in unserem System eine dreistellige Zahl darstellt.und einer neunstelligen Zahl — das heißt zwei Stellen anstatt vier. die einer elfstelligen Zahl entspricht. Die 492 . nämlich . weil Merkur die Sonne vierhundertsechzigmal schneller umkreist als Neptun. Man nimmt an. Das Elektron als dreidimensionaler Körper ist zu unbefriedigend. dann vollführt sie meiner Tabelle nach während ihrer Lebensdauer eine Anzahl von Bahnen um die Sonne. Und da das ganze Leben eines Elektron nicht mit der Erde.Moleküle s