P. D. OUSPENSKY

AUF DER SUCHE NACH DEM WUNDERBAREN
PERSPEKTIVEN DER WELTERFAHRUNG UND DER SELBSTERKENNTNIS

OTTO WILHELM BARTH-VERLAG

Titel der amerikanischen Ausgabe IN SEARCH OF THE MIRACULOUS. FRAGMENTS OF AN UNKNOWN TEACHING Ins Deutsche übertragen von Amold Keyserling und Louise Mareh

Vierte Aullage 1982 Copyright © 1966 und 1978 by Scherz Verlag Bern München Wien für Otto Wilhelm Barth-Verlag Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeder Art und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Die Suche von P. D. Ouspensky in Europa, Ägypten und dem Orient nach einer Lehre, die die Probleme von Mensch und Weltall für ihn lösen könnte, führte ihn 1915 zu seinem Treffen mit G. Gurdjieff. Es ist Gurdjieff, auf den er sich im Text dieses Buches als G. bezieht. '^Aufder Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis" ist der Bericht von Ouspenskys achtjähriger Arbeit als Gurdjieffs Schüler.

INHALT
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ERSTES KAPITEL
Rückkehr von Indien. Der Krieg und die „Suche nach dem Wunderbaren". Alte Gedanken. Die Frage nach „Schulen". Pläne für weitere Reisen. Der Osten und Europa. Eine Notiz in einer Moskauer Zeitung. Vorträge über Indien. Ich treffe G. Ein „verkleideter Mensch". Daa erste Gespräch. G.'s Meinung über die Schulen. Seine Gruppe. „Blick in die Wahrheit." Weitere Zusammentreffen und Gespräche. Die Organisation von G.'s Moskauer Gruppe. Bezahlung und die notwendigen Mittel für die ,^rbeit". „Schweigepflicht" und Verpflichtungen der Schüler. Ein Gespräch über den Osten. „Philosophie", „Theorie" und „Praxis". Wie wurde das System gefunden? G.'s Ideen: Der „Mensch ist eine Maschine", die von äußeren Einflüssen gelenkt wird. Alles „geschieht", keiner „tut" etwas. Um zu „tun", muß man zuerst „sein". Der Mensch ist verantwortlich für seine Handlungen, eine Maschine nicht. Ist Psychologie zum Studium von Maschinen notwendig? Das Versprechen, „Tatsachen" zu geben. Können Kriege verhindert werden? Gespräch über Planeten und Mond als lebendige Wesenheiten. Die „InteUigenz" von Sonne und Erde. „Subjektive" und „objektive" Kunst. ZWEITES KAPITEL Petersburg 1915. Laufende Geschehnisse und die Idee der Mcchanisierthcit Gedanken während meiner Rückreise nach Rußland Ende 1914. Deutsche Zeitungen in Stockholm. „Einfach ein Betrug". Kann der Gang der Geschichte als bewußt und willkürlich betrachtet werden? G. in Petersburg. Ein Gespräch über Gruppen. Hinweis auf esoterische Arbeit. „Gefängnis" und „Flucht aus dem Gefängnis". Waa ist für diese Flucht notwendig? Wer kann helfen und wie? Beginn von Zusammenkünften in Petersburg. Eine Frage über Rcinkamation und zukünftiges Leben. Wie kann man Unsterblichkeit erreichen? Kampf zwischen Ja und Nein. Kristallisierung auf richtiger oder auf falscher Grundlage. Die Notwendigkeit des Opfers. Gespräche mit G. und Beobachtungen. Ein Verkauf von Teppichen und Gespräch über Teppiche. Was G. über sich selbst erzählte. Frage nach altem Wissen und warum es verborgen ist. G.'s Antwort: Wissen ist nicht verborgen. Die Stofflichkeit des Wissens und die Weigerung des Menschen, ihm mitgeteiltes Wissen anzunehmen. Eine Frage über Unsterblichkeit. Die „vier Körper des Menschen". Beispiel der Retorte mit metallischen Pulvern. Der Weg des Fakirs, der Weg des Mönches und der Weg des Yogi. Der vierte Weg. Gibt es Zivihsationen und Kulturen?

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DRITTES KAPITEL G.'s grundsätzliche Ideen über den Menschen. Mangel an Einheit. Viele .,Ichs". Bau der menschlichen Maschine. Drei psychische Zentren. G.'s Methode, die Leitgedanken seines Systems darzustellen. Die Teilung dieses Buches in drei Abschnitte. Wiederholung unvermeidlich. Was menschliche Evolution bedeutet. Mechanischer Fortschritt unmöglich. Die europäische Idee über die Evolution des Menschen. Allverbundenheit in der Natur. Menschheit und Mond. Vorteil des einzelnen gegenüber den Massen. Die Notwendigkeit, die menschliche Maschine kennenzulernen. Fehlen eines dauernden unveränderlichen Ich im Menschen. Die Rolle der kleinen Ichs. Fehlen von Individualität und Willen im Menschen. Die ostliche Allegone von einem Haus mit seinen Dienern. Der „stellvertretende Haushältcr". Gespräch über einen Fakir auf Nägeln und buddhistische Magie. VIERTES KAPITEL Allgemeine Eindrücke von G.'s System. Rückschau. Eine der Grundvoraussetzungen. Die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Das Sein auf verschiedenen Stufen. Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie. Folge der Entwicklung des Wissens ohne entsprechende Wandlung des Seins und der Wandlung des Seins ohne Vennehrung des Wissens. Was „Verstehen" bedeutet. Verstehen als das Ergebnis von Wissen und Sein. Der Unterschied zwischen Verstehen und Wissen. Verstehen als Funktion von drei Zentren. Warum die Menschen versuchen, für Dinge, die sie nicht verstehen, Namen zu finden. Unsere Sprache. Warum die Menschen einander nicht verstehen. Das Wort „Mensch" und seine verschiedenen Bedeutungen. Die Sprache, die im System verwandt wird. Sieben Stufen des Begriffes „Mensch". Das Prinzip der Relativität in dem System. Einteilungen, die den Einteilungen des Menschen parallel laufen. Das Wort „Welt". Die Mannigfaltigkeit seiner Bedeutung. Untersuchung des Wortes „Welt" vom Gesichtspunkt des Relativitätsprinzips aus. Ein Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der drei Prinzipien oder drei Kräfte. Die Notwendigkeit dreier Kräfte für die Entstehung eines Phänomens. Die dritte Kraft. Warum wir die dritte Kraft nicht sehen. Die drei Kräfte in alten Lehren. Die Schöpfung der Welten durch den Willen des Absoluten. Eine Kette von Welten oder der „Schöpfungsstrahl". Die Anzahl der Gesetze in jeder Welt. 75

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FÜNFTES KAPITEL 118 Eine Vorlesung über die „Mechanik des Weltalls". Der Schopfungsstrahl und sein Wachstum aus dem Absoluten. Gegensatz zu bestimmten wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Mond als das Ende des Schöpfungsstrahls. Der Wille des Absoluten. Die Idee des Wunders. Unser Platz in der Welt. Der Mond nährt sich vom organischen Leben.

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Der Einfluß des Mondes und die Befreiung vom Mond. Verschiedene „Stofflichkeit" der verschiedenen Welten. Die Welt als eine Welt von Schwingungen. Die Schwingungen verlangsamen sich im Verhältnis ihrer Entfernung vom Absoluten. Sieben Arten von Stoff. Fragmente alter Lehren. Die vier Körper de» Menschen und ihre Beziehung zu verschiedenen Welten. Die Bedürfnisse der Natur auf den verschiedenen Stufen. Die Stellung der Erde im Kosmos. Die drei Kräfte und die kosmischen Eigenschaften des Stoffes. Atome zusammengesetzter Stoffe. Definition des Stoffes nach den Kräften, die sich durch ihn äußern. „Kohlenstoff", „Sauerstoff", „Stickstoff" und „Wasserstoff". Die drei Kräfte und die vier Stoffe. Ist der Mensch unsterblich oder nicht? Was bedeutet Unsterblichkeit? Ein Mensch, der den vierten Körper hat. Die Geschichte vom Seminaristen und der Allmacht Gottes. Gespräche über den Mond. Der Mond als das Gewicht an einer Uhr. Gespräch über eine Universalsprache. Erklärung des Abendmahls. SECHSTES KAPITEL Gespräch über Ziele. Kann die Lehre ein bestimmtes Ziel verfolgen? Das Ziel des Daseins. Persönliche Ziele. Die Zukunft kennen. Herr seiner selbst sein. Fortleben nach dem Tode. Ein Christ sein. Der Menschheit helfen. Kriege verhindern. G.'s Erklärungen. Esoterisches , , Christentum. „Verrückte Maschinen." Was sollte das Ziel eines Menschen sein? Die Gründe innerer Sklaverei. Womit der Weg zur Befreiung beginnt. „Erkenne dich selbst." Verschiedene Auffassungen dieser Idee. Selbst-Studium. Wie man studieren soll. Selbst-Beobachtung. Registrierung und Analyse. Ein Grundprinzip der Arbeit der menschlichen Maschine. Die drei Zentren: Denken, Fühlen und Empfinden. Die Arbeit der Zentren unterscheiden lernen. Versuche von Änderungen in der Arbeit der Maschine. Störung des Gleichgewichts. Wie stellt die Maschine ihr Gleichgewicht wieder her? Zufällige Veränderungen. Falsche Arbeit der Zentren. Einbildung. In den Tag hinein träumen. Gewohnheiten. Sich zum Zweck der Selbst-Beobachtung den Gewohnheiten widersetzen. Streben, keine negativen Gefühle auszudrücken. Registrierung der Mechanisiertheit. Veränderungen, die sich aus richtiger Selbst-Beobachtung ergeben. Die Idee des Bewegungszentrums. Die übliche Einteilung der menschlichen Handlungen. Ihre Einteilung nach den Zentren. Automatismus. Instinktive Handlungen. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungsfunktionen. Einteilung der Gefühle. Die verschiedenen Stufen der Zentren. SIEBENTES KAPITEL Ist „kosmisches Bewußtsein" erreichbar? Was ist Bewußtsein? G.'» Frage, was wir bei der Selbst-Beobachtung feststellten. Unsere Antworten. G.'s Bemerkung, daß wir das Wichtigste nicht begriffen hätten. Warum bemerken wir nicht, daß wir uns unser selbst nicht 142

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Seite ermnemf Es „beobachtet", es „denkt", es „spricht". Versuche, »ich seiner selbst zu erinnern. G.'s Erklärungen. Die Bedeutung des neuen Problems. Wissenschaft und Philosophie. Unsere Erfahrungen. Versuche, die Aufmerksamkeit zu teilen. Erste Empfindung bei absichtlichem Sich-seincr-selbst-Erinnern. Was wir von der Vergangenheit in Erinnerung behalten. Weitere Erfahrungen. Schlaf im Wachzustand und Erwachen. Was die europäische Psychologie übersehen hat. Verschiedene Auffassungen, was Bewußtsein ist. Das Studium des Menschen läuft dem Studium der Welt parallel. Auf das Gesetz der Drei folgt das Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. Mangelnde Stetigkeit der Schwingungen. Verschiedene Oktaven. Die Sieben-TonSkala. Das Gesetz der „Intervalle". Notwendigkeit „zusätzlicher Schocks". Was beim Fehlen „zusätzlicher Schocks" geschieht. Um zu tun, ist es notig, „zusätzliche Schocks" beherrschen zu können. Untergeordnete Oktaven, innere Oktaven. Organisches Leben an Stelle eines „Intervalls". Planctarische Einflüsse. Die laterale Oktave sol-do. Die Bedeutung der Noten la, sol, fa. Die Bedeutung der Noten do, si. Die Bedeutung der Noten mi, re. Die Rolle des „organischen Lebens" bei der Veränderung der Erdoberfläche. ACHTES KAPITEL 204 Verschiedene Bewußtseinszustände. Schlaf. Wachzustand. Selbstbewußtsein. Objektives Bewußtsein. Fehlen von Selbstbewußtsein. Was ist die erste Bedingung, um Selbstbwußtsein zu erlangen? Höhere Bewußtseinszustände und höhere Zentren. Der „Wachzustand" des gewöhnlichen Menschen ist Schlaf. Das Leben schlafender Menschen. Wie kann man erwachen? Was der Mensch ist, wenn er geboren wird. Was die „Erziehung" und das Beispiel der Umgebung ausmachen. Die Möglichkeiten des Menschen. Selbst-Studium. Innere Photographien. Verschiedene Menschen in einem Menschen. „Ich" und „Ouspensky". Wer ist aktiv und wer ist passiv? Der Mensch und seine Maske. Die Teilung seiner selbst als erste Stufe der Arbeit an sich selbst. Eine Grundeigenschaft des menschlichen Wesens. Warum man sich seiner selbst nicht erinnert. „Sich identifizieren." • „Sich nach etwas richten." Inneres und äußeres SichRichten. Was äußeres Sich-Richten einer Maschine bedeutet. „Ungerechtigkeit." Aufrichtigkeit und Schwäche. „Puffer.'1 Gewissen. Moralität. Gibt es eine allen gemeinsame Idee der Moral? Gibt es christliche Moral? Gibt es eine allgemeingültige Auffassung von Gut und Böse? Niemand tut etwas um des Bösen willen. Verschiedene Auffassungen des Guten und die Ergebnisse dieser verschiedenen Auffassungen. Worauf kann eine bleibende Vorstellung von Gut und Böse beruhen? Die Vorstellung von Wahrheit und Lüge. Der Kampf gegen „Puffer" und Lügen. Methoden der Schul-Arbeit. Unterordnung. Ein-

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sieht der eigenen Nichtigkeit. Persönlichkeit und Wcsenskern. Tote Menschen. Allgemeine Gesetze. Die Geldfrage. NEUNTES KAPITEL Der „Schöpfungsstrahl" in Form dreier Strahlungsoktaven. Die Beziehung von Stoffen und Kräften verschiedener Weltebcnen zu unserem Leben. Die Intervalle in den kosmischen Oktaven und die „Schocks", die sie ausfüllen. „Punkt des Weltalls." Die Dichtigkeit von Schwingungen. Drei Kräfte und vier Stoffe. „Kohlenstoff^', „Sauerstoff", „Stickstoff", „Wasserstoff". Zwölf Triaden. „Tabelle der Wasserstoffe." Der Stoff im Licht seiner chemischen, physikalischen. psychischen und kosmischen Eigenschaften. Die Intelligenz von Stoffen. Das ^,Atom". Jede menschliche Funktion und jeder menschliche Zustand hängt von der vorhandenen Energie ab. Die Stoffe im Menschen. Der Mensch hat genug Energie, um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen, wenn er mit seiner Energie sparsam umgeht. Verschwendung von Energie. „Lerne das Feine vom Groben zu scheiden." Die Erzeugung feiner „Wasserstoffe". Wandlung des Seins. Wachstum der inneren Körper. Der menschliche Organismus als eine dreistöckige Fabrik. Drei Arten von Nahrung. Die Einführung von Nahrung, Luft und Eindrucken in den Organismus. Die Umwandlung der Stoffe vollzieht sich nach dem Oktavengcsetz. Die Nahrungs-Oktave und die Luft-Oktave. Das Extrahieren „höherer Wasserstoffe". Die Oktave der Eindrücke entwickelt sich nicht. Die Möglichkeit, im Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes einen künstlichen „Schock" zu erzeugen. Bewußte Anstrengung. „Seiner selbst eingedenk sein." Daraus folgende Entwicklung von Eindrucksund Luft-Oktave. Ein zweiter bewußter „Schock". Anstrengung im Zusammenhang mit Gefühlen. Die Vorbereitung für diese Anstrengung. Analogie zwischen dem menschlichen Organismus und dem Weltall. Drei Stufen in der Evolution der menschlichen Maschine. Die Umwandlung der Gefühle. Alchimie. Die Zentren arbeiten mit verschiedenen „Wasserstoffen". Zwei höhere Zentren. Falsche Arbeit der niederen Zentren. Die Stofflichkeit aller inneren Vorgänge. 244

ZEHNTES KAPITEL 290 Wo beginnt der Weg? Das Gesetz des Zufalls. Verschiedene Arten von Einflüssen. Im Leben geschaffene Einflüsse. Einflüsse, die, außerhalb des Lebens geschaffen, nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Das „magnetische Zentrum". Ausschau nach dem Weg. Einen finden, der ihn kennt. Die dritte Art der Einflüsse: bewußt und unmittelbar. Befreiung vom Gesetz des Zufalls. „Stufe", „Treppe" und „Weg". Besondere Bedingungen des vierten Weges. Ein falsches magnetisches Zentrum ist möglich. Wie kann man falsche Wege erkennen? Lehrer und Schüler. Das Wissen beginnt mit der Lehre von den Kosmen. Die übliche Vorstellung von zwei Kosmen: „Makrokosmos" und „Mikro-

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kosmos". Die vollständige Lehre von den sieben Kosinen. Das Verhältnis der Kosmen zueinander gleich Null zu Unendlich. Das Prinzip der Relativität. „Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten." Was ein Wunder ist. „Die Dimensionenperiode." Überblick über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Theorie vieler Dimensionen. G.'s Bemerkung: „Zeit ist Atem." Ist der „Mikrokosmos" der Mensch oder das Atom? ELFTES KAPITEL 317 Ein Buch von Aphorismen. Erwachen, sterben, geboren werden. „So ein Weizenkorn nicht stirbt, wird es keine Frucht bringen." Was hindert den Menschen daran, wiedergeboren zu werden? Was hindert den Menschen am „Sterben"? Was hindert den Menschen am Erwachen? Fehlen der Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Was bedeutet die Einsicht der eigenen Nichtigkeit? Was verhindert diese Einsicht? Der hypnotische Einfluß des Lebens. Der Schlaf, in dem die Menschen leben, ist hypnotischer Schlaf. Der Magier und die Schafe. „Kundalini." Einbildung. Weckuhren. Organisierte Arbeit. Gruppen. Kann man in einer Gruppe ohne Lehrer arbeiten? Arbeit des Selbststudiums in einer Gruppe. Spiegel. Austausch von Beobachtungen. Allgemeine und individuelle Bedingungen. Regeln. ^,Hauptfehler." Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Gefahr nachahmender Arbeit. „Schranken." Wahrheit und Lüge. Aufrichtigkeit mit sich selbst. Anstrengungen. Akkumulatoren. Der große Akkumulator. Denk- und Gefühlsarbeit. Notwendigkeit des Fühlena. Die Möglichkeit, mittels des Gefühls zu verstehen, was nicht durch das Denken verstanden werden kann. Das Gefühlszentrum ist ein feineres Instrument als das Denkzentrum. Erklärung des Gähnens in Verbindung mit den Akkumulatoren. Rolle und Bedeutung des Lachens im Leben. Fehlen des Lachens in den höheren Zentren. ZWÖLFTES KAPITEL ; -S48 Die Arbeit in den Gruppen wird intensiver. Jeder Mensch hat ein begrenztes „Repertoire" von Rollen. Die Wahl zwischen der Arbeit an sich selbst und einem „geruhsamen Leben". Die Schwierigkeiten des Gehorsams. Der Zweck von „Aufgaben". G. gibt eine bestimmte Aufgabe. Die Reaktion von Freunden auf die Ideen des Systems. Es ruft in den Menschen das Beste oder das Schlechteste hervor. Was für Menschen können zur Arbeit kommen? Vorbereitung. Enttäuschtsein ist notwendig. Die Frage, woran einer leidet. Neue Einschätzung von Freunden. Ein Gespräch über Typen. G. gibt eine weitere Aufgabe. Versuche, die eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Die Betonungen. „Wcsenskern" und ^,Persönlichkeit". Aufrichtigkeit. Eine schlechte Laune. G. verspricht, jedwede Frage zu beantworten. „Ewige Wiederkehr." Ein Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern. Ein Gespräch über das Geschlecht. Die Rolle des

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Geschlechts als Hauptbewegkraft aller Mechanisiertheit. Das Geschlecht als Hauptmöglichkeit der Befreiung. Neugcburt. Die Umwandlung von Geschlechts-Energie. Mißbrauch des Geschlechts. Ist Enthaltsamkeit nützlich? Richtige Arbeit der Zentren. Ein dauernder Schwerpunkt. DREIZEHNTES KAPITEL 382 Die Intensität innerer Arbeit. Vorbereitung für „Tatsachen". Ein Besuch in Finnland. Das „Wunder" beginnt. Innere „Unterredungen" mit G. „Jetzt schlafen- Sie nicht." „Schlafende Menschen" sehen. Es ist unmöglich, Erscheinungen höherer Ordnung mit gewöhnlichen Mitteln zu untersuchen. Eine veränderte Betrachtung der „Handlungsmethoden". Der „Hauptzug" dies einzelnen. G.'s Erklärung hierzu. Die Umgestaltung der Gruppe. Jene, die die Arbeit verlassen. Zwischen zwei Stühlen sitzen. Schwierigkeit der Rückkehr. G.'s Wohnung. Reaktionen auf das Schweigen. „Lügen sehen." Eine *1 Vorführung. Wie kann man erwachen? Wie kann man den not- 1 wendigen Gefühlszustand erzeugen? Drei Wege. Die Notwendigkeit' des Opfers. „Sein Leiden >, opfern." Die erweiterte „Tabelle der^ Wasserstoffe". Ein „sich bewegendes Diagramm". Eine neue Ent-" deckung. „Wir haben sehr wenig Zeit." VIERZEHNTES KAPITEL Die Schwierigkeit, „objektive Wahrheiten" in gewöhnlicher Sprache mitzuteilen. Objektives und subjektives Wissen. Einheit in der Vielheit. Die Vermittlung objektiven Wissens. Die höheren Zentren. Mythen und Symbole. Wortformulierungen. „Wie oben, so unten." „Erkenne dich selbst." Zweiheit. Wandlung der Zweiheit in Dreiheit. Die Linie des Willens. Vierheit — Fünfheit — die Konstruktion des Pentagramms. Die fünf Zentren. Das Siegel Salomonis. Die Symbolik der Zahlen, geometrischen Figuren, Buchstaben und Worte. Weitere Symbologien. Richtiges und falsches Verstehen von Symbolen. Die Vereinigung von Wissen und Sein: Großes Tun. „Niemand kann einem Menschen etwas geben, was er nicht vorher besessen hat." Erreichung nur dank eigener Anstrengung. Verschiedene bekannte „Linien", die Symbole verwenden. Das System und sein Platz. Eines der Hauptsymbole dieser Lehre, das Enneagramm. Das Gesetz der Sieben in seiner Verbindung mit dem Gesetz der Drei. Untersuchung des Enneagramms. „Was ein Mensch nicht in da» Enneagramm einfügen kann, versteht er nicht." Ein Symbol in Bewegung. Das Enneagramm durch Bewegung erleben. Übungen. Eine Universalsprache. Objektive und subjektive Kunst. Musik. Objektive Musik fußt auf inneren Oktaven. Die mechanische Menschheit kann nur subjektive Kunst haben. Verschiedene Stufen des Seins eines Menschen. 409

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Zusammenstellung einer „Tabelle der Zeit in verschiedenen Kosmen". Wo erklingt das Wort „Ich" in einem selbst? Die zwei Teile richtiger Religion und was jeder enthalt. „Wenn sie XIV . Schaf und Wurm. ^. G. auf große und kleine Zellen. Die Bewußtheit des Stoffes. Gibt es eine bewußte Kraft. Pseudo-esoterische Wege und Schulen. G." Drei „innere Kreise" der Menschheit. Die Menschheit in einem Stillstand. was sie atmen und dem Medium. zwei. Hat der Mensch die Möglichkeit. in dem sie leben. was sie essen. Schulen des vierten Weges. Das „organische Leben auf Erden". Zeitdimensionen verschiedener Kosmen. „Wahrheit in Form einer Lüge. SECHZEHNTES KAPITEL 464 Historische Ereignisse des Winters 1916/17. Ein interessantes Ereignis — „Verklärung" oder „Mimik"? Die Eindrücke eines Journalisten von G. „Das Ende der russischen Geschichte. Drei Kosmen zusammengenommen schließen alle Gesetze des Weltalls in sich ein. Kant und die Idee der Skala. „Kosmische Berechnungen der Zeit" in gnostischer und indischer Literatur. Die christliche Kirche als Schule. Weiteres Studium der Diagramme und der Idee der Kosmen. die Erde und die Sonne. Die vier „Wege" als vier Tore zum „exoterischen Kreis". Wachstum des Schöpfungsstrahls. Der Mensch besteht aus Mensch.Seite FÜNFZEHNTES KAPITEL 439 Religion ist ein relativer Begriff. Die Initiation und die Mysterien. Allgemeine Unwissenheit über das Christentum. die gegen die Evolution kämpft? Evolviert die Menschheit? „Zweihundert bewußte Menschen konnten das ganze Leben auf Erden verändern." Esoterische Schulen im Osten. Ägyptische „Schulen der Wiederholung". Der Sturz Nikolaus II. Bedeutung der Riten. Entwicklung der Idee „Zeit ist Atem" in bezug auf den Menschen. Der Mond. Der evolvierende Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. Einteilung aller Geschöpfe in dreifacher Hinsicht: nach dem. Das Leben der Moleküle und Elektronen. Drei-.Kann Gebet helfen?" Beten lernen. Der „äußere Kreis". Die Fortsetzung der Arbeit in Moskau. Die Beziehung zu den höheren Zentren. Die Religionen entsprechen den Seinsstufen der Menschen. verläßt Petersburg zum letzten Male. Eine Nachricht von G.'s System als Führer in einem Labyrinth von Widersprüchen oder als Arche Noah. seine Nahrung zu verändern? Das „Diagramm alles Lebendigen". Der Vorgang der Evolution beginnt immer mit der Bildung eines bewußten Kerns. Die „Techniken" der Religion. Rußland zu verlassen." Pläne. Die Beziehung verschiedener Zeiten zu den Zentren des menschlichen Körpers. Anwendung der Minkowskischen Formel. Wandlung ist nur an „Wegkreuzungen" möglich. Seine Intelligenzgrade. Anwendung der Idee der Kosmen auf die inneren Vorgänge des menschlichen Organismus.und einstöckige Maschinen. Nur Selbst-Initiation ist möglich.

Das Sammeln von Leuten. Der Entschluß. G. Anstrengungen und Hilfe. Gespräch über die Unmöglichkeit. Eine kleine Gesellschaft mit G. verkündet die Auflösung der Gruppe. Ein Fasten-Experiment Was „Sünde" ist. inmitten der Massenverrücktheit irgend etwas zu tun. Eine Botschaft für die dortigen Gruppen. SIEBZEHNTES KAPITEL August 1917. in Alexandropol." Der Obyvatel. G. G. Neue Gruppen werden G. Denk. Ein Atmungsexperiment. Rückkehr zu G. G. „Die Ereignisse sind überhaupt nicht gegen uns. Wie kann man wirkliche Freiheit erreichen? Der schwere Weg von Sklaverei und Gehorsam. G. eröffnet sein Institut in Tiflis. Die Bildung einer Gruppe in Rostow und die Darstellung von G. in Essentuky. 501 ACHTZEHNTES KAPITEL 541 Petersburg. zeigt Übungen zur Muskelbeherrschung und Entspannung.'» Verhältnis zu seiner Familie. die Menschen ihrem Typus gemäß gegeben wird. Sechs Wochen in Essentuky. enthüllt den Plan der ganzen Arbeit. „Der subjektive und objektive Weg. Die Übungen sind schwieriger und mannigfaltiger als zuvor. Der Einfluß des Stop in Essentuky. Der Mensch ist der Sklave seines Körpers. Die Forderungen des „Stop". G. Oktober 1917.Seite ausruhen wollen. kommen Sie zu mir.und physische Übungen.'. G.'s Haltung gegenüber einem seiner Schüler. Verkauf von Seide. Eine letzte Reise nach Petersburg. zeigt Aufmerksamkeitsübungen. Innerer Kampf und ein Entschluß. Verschwendung von Energie infolge unnötiger Muskelanspannung. Unerläßlich sind großes Wissen. Mehr Menschen kommen an. Die „Stop-Übung". „Gibt es außerhalb der ." Ein Besuch bei G. Praktische Ergebnisse der Arbeit an einem selbst: das Fühlen eines neuen Ich. Rückkehr nach Piatigorsk. Derwischtänze. das Studium psychischer „Tricks"." Wie kann man die Empfindung von „Ich" verstärken? Kurze Rückkehr nach Petersburg und Moskau. Astrologie und Typen. Was man zu opfern bereit ist. „Schulen sind unbedingt notwendig." „Über-Anstrengungen. G. Die Gewohnheit zu reden. kommt an. G. geht nach Sotschi. Reise nach Konstantinopel. G." Die Vereinigung der Zentren ist die Hauptschwierigkeit bei der Arbeit an sich selbst. Was bedeutet „ernst sein"? Nur eine Sache ist ernst. Die Wahl von Gmus. mich von ihm zu trennen.Wege* keinen Weg?" Die „Wege" als Hilfe. Die bolschewistische Revolution. Rußland zu verlassen. London als Endziel. ein seltsames Vertrauen. Weiteres Studium des Enneagramms. Eine Vorführung. Die Wiederaufnahme der Arbeit. Eine Gruppe von zwölf versammelt sich in Essentuky. Eine schwierige Zeit: Krieg und Epidemien. Erkenntnis der Schwierigkeiten des Weges. Das Märchen vom Wolf und den Schafen. „Ereignisse" und die Notwendigkeit. erzählt einen Fall von Stop in Zentralasien. vor- XV . in den Kaukasus.'s System.

G.gestellt. G. . G.. ermächtigt mich zum Schreiben und zur Veröffentlichung eines Buches. spricht über verschiedene Arten der Atmung. Atmen durch Bewegungen. Mein Entschluß. Das Institut beginnt in Konstantinopel. die Arbeit in London selbständig fortzusetzen. organisiert sein Institut in Fontainebleau. G. geht nach Deutschland.'s Abreise nach Amerika 1924. Übersetzung eines Derwischliedes. Vorführungen im Theätre des Champs Elysees in Paris. der Künstler und Dichter. die Arbeit von Konstantinopel in London 1921 fortzusetzen. G. Arbeit im Chäteau du Prieure. Mein Entschluß. Ein Gespräch mit Catherine Mansfield. G.

in dem wir leben. daß ich mich auf die „Suche nach dem Wunderbaren" begäbe. kehrte ich von einer langen Reise. Ceylon und Indien geführt hatte. Vielleicht spielte etwas Romantik in dieser Überzeugung mit — jedenfalls war es meine unumstößliche Überzeugung. konnte ich nicht sagen. Seinerzeit. Aber von wo aus dieser neue oder vergessene Weg beginne. Auf meiner Rückreise und auch während meines mehrwöchentlichen Aufenthaltes in London wurden alle Gedanken über das Ergebnis meiner Suche durch die völlige Absurdität dieses Krieges verwirrt und vor allem durch die allgemeine Aufregung. Für mich hat das Wort eine ganz bestimmte Bedeutung. es sei denn. hatte ich erklärt. der mit allen bisher bekannten und benützten nichts gemein hat. nichts Derartiges mehr gefunden werden könne. in Europa. daß es aus dem Labyrinth von Widersprüchen. nach Rußland zurück. daß sich jenseits dieses dünnen Schleiers von falscher Realität eine Wirklichkeit befindet. die in 1 . daß der Weg zum Unerkannten im Osten gefunden werden könne. keinen Ausweg gibt. gerade zu Beginn des ersten Weltkrieges.ERSTES KAPITEL I m November 1914. Schon damals war es für mich eine ausgemachte Tatsache. Schon vor langer Zeit war mir klar geworden. Das „Wunderbare" ist an sich sehr schwer zu definieren. Und es schien mir. Der Krieg hatte mich in Colombo überrascht. daß hier. Warum im Osten? Darauf war die Antwort schwer. von wo aus ich dann über England den Heimweg antrat. bei Beginn meiner Reise in Petersburg. Das „Wunderbare" bedeutete für mich das Eindringen in diese unerkannte Wirklichkeit. die mich durch Ägypten. daß ein ganz neuer Weg gefunden werde. von der wir durch irgend etwas getrennt sind.

mit denen ich ausgezogen war. desto mehr festigte sich in mir die Überzeugung. denn je großer ich wurde. sehr gegen meinen Willen. Der Krieg. ein Wagen mit viereckigen Rädern oder dergleichen. und noch niemand sah das Ausmaß von innerer und äußerer Zerstörung und Auflösung voraus. die ich jedoch noch nicht für sofort erwartete. Nach Zusammenfassung all meiner Eindrücke aus dem Osten. mußte ich gestehen. an dessen Möglichkeit ich nicht glauben und auch dessen Wirklichkeit ich lange nicht anerkennen wollte. Aber bei meiner Rückkehr nach Rußland — wo mich alle Gedanken. Aber später wurde mir klar. die mir für Rußland. Seinerzeit hatte mich dieses Buch sehr beeindruckt. in denen wir nun einmal leben und arbeiten und auch Antworten auf unsere Fragen und Zweifel suchen. Ich sagte mir. daß sich bei meiner Dies bezieht sich auf ein kleines Buch aus meiner Kindheit. das uns zeigte. dieser große europäische Krieg. vielleicht auch für ganz Europa. daß überhaupt alles Bestehende „offensichtlich absurd" ist. Spätere Erfahrungen bestärkten nur noch diese Überzeugung. Wir waren mitten darin. daß größte Eile notwendig sei und man nicht weiter einem Leben ohne Wegziel zustimmen könne. daß meine Suche nach dem „Wunderbaren" und alles. in dem wir in Zukunft zu leben haben würden. Der Krieg berührte mein persönliches Leben nicht — jedenfalls nicht bis zur endgültigen Katastrophe. wieder tief bewegten — fühlte ich. war Tatsache geworden. was damit in Beziehung stand. 1 2 .der Luft lag und in den Zeitungen wie auch in jedem Gespräch zutage trat und. denn bei vielen Abbildungen konnte ich nicht verstehen. daß dieses Buch wirkliches Leben schilderte. Es hieß OffenMhtliche Absurditäten. der auf seinem Rücken ein Haus trug. Aber damals hielt man den kommenden Zusammenbruch für zeitlich begrenzt. oft auch mich zu beeinflussen begann. und ich erkannte ihn als gewaltiges memento mori. vor allem aus Indien. der Kriegszustand sei als eine dieser allgemeinen katastrophalen Lebensbedingungen aufzufassen. wichtiger war als mögliche oder wirkliche Geschehnisse in dieser Welt „offensichtlicher Absurditäten"1. gehorte zu Stupins „Kleiner Bücherei" und bestand aus Abbildungen — zum Beispiel ein Mann. unvermeidlich schien. was an ihnen absurd sei: sie glichen genau den gewohnten Gegenständen im Leben.

aber deren Zugang für uns verschüttet war. die Notre Dame gebaut haben. es müßte möglich sein. Zu diesem Entschluß war ich schon lang gekommen. 3 . daß die Schulen viel von ihrem märchenartigen Charakter für mich einbüßten. sah ich keinen Widerspruch. Vielleicht ist „zugeben" ein zu starker Ausdruck. sozusagen „auf einer anderen Ebene". müßten bei solcher Beziehung schwinden. Ich meine damit. Aber der Begriff der gesuchten Schule selbst wandelte sich sehr während meiner Reisen — einerseits gewann er an Gestalt und wurde einfacher. sondern ich mit der bestehenden. lebendigen Denktradition in Berührung kommen müsse. sogar der Beginn der Beziehung zu einer Schule müßte etwas Wunderbares an sich haben. einen unphysischen Kontakt mit Schulen zu haben. Die Grenzen von Raum und Zeit. Mir war klar.Rückkehr mein Problem noch schwieriger und komplizierter darstellte als vor der Abreise. was seit langem in Europa zu bestehen aufgehört hat. Und auch zu meinem Bemühen. Aber gleichzeitig war ich zu der Überzeugung gelangt. so dachte ich. als ich zuvor angenommen hatte. daß das Geheimnis tiefer verborgen ist. und nichts erschien mir zu unglaubwürdig in Verbindung damit. mit Schulen ferner Vergangenheit den Kontakt aufzunehmen. Noch bei meiner Abreise gab ich vieles Phantastische in Verbindung mit Schulen zu. in Indien bestehende Schulen kennenzulernen. die noch irgendwo existierte. Ich konnte es nicht klar ausdrücken. Ich sollte besser sagen: mir träumte von der Möglichkeit. Zum Beispiel stellte ich mir vor. ihr magischer Schimmer hatte neue. aber mir schien. und so fort. andererseits wurde er kälter und entfernter. den ägyptischen oder denen. früher nicht bestehende Schattierungen gewonnen. Ich erkannte klar: dort ist etwas zu ßnden. sei es mit der pythagoräischen. daß persönliche individuelle Anstrengungen nicht genügen. Die Idee der Schule selbst war eben für mich phantastisch. und die eingeschlagene Richtung schien mir richtig. Zwar hatten Indien und der Osten nicht nur nicht ihren Glanz des Wunderbaren für mich verloren. Soviel war mir klar. Schon bei meiner Abfahrt wußte ich. daß ich nach einer Schule oder Schulen fahnden würde. im Gegenteil.

so glaubte ich. daß sie wirkliches Wissen hätten. Wiederum andere. ein wenig asketisch. wie die Schulen der Jünger und Anhänger von Ramakrischna. Aber gleichzeitig reifte in mir die Überzeugung. was sie erreichten. mit denen ich in Berührung kam. Es gab unter ihren Mitgliedern sehr nette Menschen. Ich konnte ihnen nicht trauen: alles. Noch eine andere Art von Schulen gab es dort. Daß es Schulen gebe. Sie verlangten alles auf einmal. Auf meiner Rückreise war nach einer Reihe von Begegnungen und Eindrücken die Schulidee wirklicher und faßbarer geworden. darüber hatte ich keine Zweifel. und zwar von unserer Seite. in Indien. in Indien zu bleiben. Es wäre also nötig gewesen. daß alle jene. den Gedanken einer Rückkehr nach Europa aufzugeben. fußten auf der Erreichung eines Trancezustands und ähnelten meiner Meinung nach dem Spiritismus. die mit 4 . mit der ich aber keine Berührung aufnehmen konnte und von der ich nur hörte. Diese versprachen sehr vieles. weil ich folgendes eingesehen hatte: notwendig ist nicht allein die Suche nach einer Schule. Vor allem. Sie zogen mich nicht an: wenn ich einen religiösen Weg gesucht hätte. die Entscheidung für sie. nicht für mich geeignet seien. Es waren dies Schulen entweder religiösen oder doch halbreligiösen Charakters mit spezifisch frommer Färbung. und alle Leute. von dem ich im vorhinein nicht wußte. was die russischen Mystiker (in der russischen Mönchsliteratur) „Schönheit" oder „Verzauberung" nannten. einen solchen Kontakt zu finden. Diese Schulen interessierten mich sehr. der später dauernd und von allen äußeren Störungen unabhängig werden würde. forderten aber auch sehr vieles. so würde ich ihn auch in Rußland gefunden haben. aber ich glaubte nicht.Gerade dort. moralphilosophischer Artung. sondern auch ihre Wahl. wohin er führen werde. gewöhnlich als „Yogaschulen" beschrieben. war entweder Selbsttäuschung oder das. werde es möglich sein. hatte aber ihren phantastischen Charakter verloren. allen meinen eigenen Gedanken. Zielen und Plänen zu entsagen und mich einem Weg anzuvertrauen. Andere Schulen wiederum waren von leicht sentimentaler.

esoterisch oder Yogi. Bald darauf übersiedelte ich nach Moskau und begann für eine Zeitung. Und vor allem erkannte ich. Schweden und Finnland im schon auf Petrograd umgetauften Petersburg ein. Aber keiner dieser Pläne sollte sich verwirklichen.ihnen in Berührung gewesen waren und mir darüber berichteten. Eines Tages fand ich im Zeitungsbüro. Zur gleichen Zeit gelangte ich zu folgender Überzeugung: was auch immer der Name einer Schule sei. Auf meinem Wege nach Indien hatte ich Pläne für weitere Reisen gefaßt. ragten deutlich aus dem Durchschnitt hervor. die mit vielen späteren „Ereignissen" im Zusammenhang stand. für die ich schon von Indien aus gearbeitet hatte. unter Einschluß von Fakirwundem. glaube ich. Leitartikel zu schreiben. Mir war 5 . heiligen Tänzen und so fort. eine Tanzschule oder eine medizinische Schule. der Stimme von Moskau. sei es eine Malerschule. das von einem gewissen „Inder" stamme. Sie bezog sich auf das Szenario eines Balletts mit Namen „Der Kampf der Magier". Die Handlung des Balletts sollte ganz in Indien spielen und ein vollständiges Bild orientalischer Magie geben. Diesmal wollte ich mit dem mohammedanischen Osten beginnen. Von London kommend. wobei Träume den Platz wirklicher Suche einnähmen. das von Spekulationen und Patriotismus überschäumte. sie müsse auf der gleichen irdischen Ebene bestehen und wirken wie jede andere Schule. eine Notiz in. es müsse auch eine mehr rationale Art von Schulen geben und daß ein Mensch das Recht habe. Aber ich glaubte trotz allem. Die Idee einer Schule „auf einer anderen Ebene" erkannte ich einfach als Zeichen von Schwäche. bis zu einem gewissen Grad seinen eigenen Weg zu kennen. während ich gerade die nächste Ausgabe vorbereitete. ob okkult. vor allem Russisch-Zentralasien und Persien besuchen. traf ich über Norwegen. Aber während dieser Zeit trug sich eine kleine Episode zu. daß diese Träume eines der Haupthindernisse auf jedem möglichen Weg zur Erkenntnis des „Wunderbaren" sein müßten. Ich weilte dort etwa sechs Wochen.

daß es auf der Grundlage einer „Suche nach dem Wunderbaren" möglich sein werde. aber da indische Szenarioschreiber von Balletten in Moskau verhältnismäßig selten waren. daß in dem Ballett alles zu finden sei. was aber dorthin Reisende zu sehen wünschten. was im richtigen Indien nicht angetroffen werden könne. das ich zu schreiben beabsichtigte. daß man in Indien das „Wunderbare" nicht dort suche. Geleitet werde diese Arbeit durch einen gewissen G. in der verschiedene „okkulte" Untersuchungen und Experimente ausgeführt würden. einen 6 .der leichtfertige Ton der Notiz unsympathisch. die ich im Verlauf dieser Vorträge kennenlernte. Diese Vorträge waren als Einführung zu einem Buch über meine Reisen gedacht. Über tausend Menschen wohnten einer jeden in der Alexandrowskyhalle der Petersburger Duma bei. Nach Ostern ging ich nach Moskau. Daß ferner alle üblichen Wege dazu nutzlos seien und Indien seine Geheimnisse besser hüte. an denen die Menschen achtlos vorbeigehen. Ich erhielt viele Briefe. eine große Anzahl von Menschen zu vereinen. Ihr Titel lautete: „Auf der Suche nach dem Wunderbaren" und „Die Probleme des Todes". die mich auf eine Gruppe in Moskau hinwiesen. waren zwei — ein Musiker und ein Bildhauer —. um dort die gleichen Vorträge zu halten. Dort hielt ich im Februar und März 1915 öffentliche Vorlesungen über meine indischen Reisen. In ihrem Verlauf erklärte ich. schnitt ich die Anzeige aus und übernahm sie in meine Zeitung mit dem Zusatz. wo es gesucht werden sollte. denen das übliche Lügen und Leben in der Lüge widerwärtig geworden war. Bald nach diesem Ereignis verließ ich die Zeitung aus verschiedenen Gründen und ging nach Petersburg. Trotz des Krieges erweckten meine Vorlesungen sehr starkes Interesse. Unter den Leuten. Leute kamen. als man gewöhnlich annehme. Hierbei dachte ich wieder an die „Schulen". Und ich erkannte.. wie sie zu deren Erkenntnis gelangen könnten. ohne ihren verborgenen Sinn und ihre Bedeutung zu erfassen oder ohne zu wissen. um mich zu sehen. aber daß das „Wunderbare" dort wirklich existiere und durch viele Zeichen angedeutet werde.

Meine erste Begegnung änderte jedoch vollständig meine Meinung über ihn und was ich von ihm erwarten könne. was man von ihnen erwartet. was er wünsche.kaukasischen Griechen — den gleichen „Inder". G. selbst aus der Entfernung. So bildet sich eine Mischung von Aberglauben. anzulangen. könnten sich nicht bewegen und fielen dermaßen unter seinen Einfluß. Oder wiederum andere würden in der Gegenwart dieses Orientalen plötzlich fühlen. Erstaunlicherweise 7 . Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Begegnung. All dieses und viele andere derartige Geschichten schienen mir einfach schlechter Romanstorf.. daß er sie vollständig durchschaue. daß er sie zu allem veranlassen könne. Manche Leute erfinden Wunder zum eigenen Gebrauch oder erfinden genau das. zu treffen und mit ihm zu sprechen. Mir waren schon viele derartige Geschichten zu Ohren gekommen. auf die sie Bezug nehmen. M. alle ihre Gefühle. Wir gingen zu einem kleinen Cafe in einer lärmigen Seitenstraße. Aus diesem Grunde und im Lichte früherer Erfahrungen willigte ich nur nach langem Drängen eines meiner Bekannten. Gedanken und Wünsche kenne. der das Ballettszenario verfaßt hatte. nicht mehr jung. Autosuggestion und fehlerhaftem Denken. mit schwarzem Schnurrbart und stechenden Augen. wenig interessierte: es schien sich um alle möglichen selbstsuggerierten Wunder zu handeln. wie ich erfuhr. Ich muß gestehen. ein. was mir diese zwei Leute über seine Gruppe und die in ihr ausgeführte Arbeit erzählten. um schließlich beim Haus eines gewissen Orientalen. die in der Luft schwebten. über das ich vor drei oder vier Monaten die Notiz in der Zeitung gefunden hatte. sie faszinierten und denen sie durch viele Straßen folgten. und ich hatte mir bereits eine bestimmte Meinung über dergleichen gebildet. des Besitzers dieser Augen. Sie würden merkwürdige Empfindungen in ihren Beinen verspüren. außerdem entstehen meiner Erfahrung nach diese Geschichten nie ohne Mitwirkung derjenigen Leute. Damen würden plötzlich in ihrem Zimmer „Augen" sehen. Dort sah ich dann einen Mann von orientalischem Typus. daß mich alles.

mit dem wir alles andere zu assoziieren pflegen als philosophische Ideen. Ich verstand ihn nicht ganz. Da ich ihm das erstemal zuhörte. weil er sichtlich nicht das ist.schien er mir verkleidet zu sein. Er sprach ein unkorrektes Russisch mit starkem kaukasischem Akzent. den ich mir sofort in weißem Burnus oder vergoldetem Turban vorstellte. Ich war immer noch unter dem Einfluß meiner Eindrücke aus dem Osten. wie unser Gespräch genau begann. G. „Was Sie sagen". sprach ich. daß in seiner — hauptsächlich psychologischen — Arbeit die Chemie eine große Rolle spielte. als ob man den Mummenschanz nicht durchschaue. verstärkte noch die Fremdheit und Unerwartetheit des Eindruckes. Ich entsinne mich nicht mehr. welche die menschliche Körperchemie studiere und durch Einführung und Entfernung verschiedenartiger Stoffe die moralische oder psychische Natur eines 8 . angetan mit einem schwarzen Mantel mit Samtkragen und einem schwarzen steifen Hut. von denen ich nur gehört hatte und die ich sehr zu sehen wünschte. daß er mehr Gewicht in die Antworten legte. dessen Anblick einen verlegen macht. schien weit gereist zu sein und war sichtlich an Orten gewesen. was er vorgibt. und man sich so verhalten und sprechen soll. und dieser Akzent. saß hier in einem kleinen Cafe. G. Diese Ausstattung machte einen merkwürdigen. verließ uns nach kurzer Zeit. Ein in jeder Hinsicht außerordentlicher und hervorragender Brahmane erzählte in Travancore einem jungen Engländer von einer Schule. Aus seinen Ausführungen ging hervor. wir sprachen über Indien. M. „erinnert mich an eine Geschichte von einer Schule in Südindien. Seine Art zu sprechen — sorgfältig und genau — gefiel mir. unerwarteten und fast erschreckenden Eindruck: ein schlecht verkleideter Mensch. faßte ich natürlich seine Worte buchstäblich auf. wo Kleinhändler und Handlungsreisende sich zu treffen pflegten. Meine Fragen schienen ihn nicht nur nicht in Verlegenheit zu bringen: mir schien sogar. als in den Fragen enthalten war. Dieser Mensch mit dem Gesicht eines indischen Radjas oder arabischen Scheichs. so wenig paßte seine Erscheinung zu Umgebung und Atmosphäre. über Esoterik und die YogaSchulen. Ich glaube. erzählte mir von seiner Moskauer Arbeit.

Manchmal ist dies der leichteste Weg.Rauschgift' bezeichnen. Für jede Funktion dienen bestimmte Stoffe. was ich über Magie gelesen habe.Menschen verändern könne. In allen Schulen. die er oft in sich vermutet. daß das. was Sie mit . er weiß dann." „Das mag sein". welche Yogis zur Erreichung gewisser Zustände cinnehmen. wirklich existiert.Magie' möglich wird." „Da ist noch eine andere Frage. wohin er geht. in Wirklichkeit aber etwas ganz anderes darunter verstehen. Deren Schüler nehmen sie zum Zwecke des Selbststudiums ein. sagte G. beweist mir ganz klar. Die Gleichheit von Methoden oder sogar von Ideen beweist gar nichts." „Ja". um einen Zustand zu erlangen. Es gibt in bezug auf diesen Weg eine eigene Chemie.. und auch alles. werden Experimente nur dann ausgeführt. daß alle Schulen zu allen Zeiten und in allen Ländern Rauschgifte in großem Umfange gebrauchten. wenn sie sich als wirklich notwendig erweisen. Eine jede kann geschwächt oder verstärkt. um von der Wirklichkeit all dieser Möglichkeiten überzeugt zu werden. geweckt oder eingeschläfert werden. Es gibt Schulen. um ihre Entwicklung. Es gibt Schulen. die Rauschgifte auf richtige Weise verwenden. sagte ich. ihre Anlagen besser kennenzulernen. Aber sie können in ganz anderer Richtung gebraucht werden. in dem . was er theoretisch gelernt hat. und dann nur unter der Leitung erfahrener 9 . Aber hierfür ist eine große Kenntnis der menschlichen Maschine und dieser speziellen Chemie erforderlich. Wenn ein Mensch dies erkennt und dadurch überzeugt wird. welche die gleiche Methode zu benützen scheinen. Sollte es sich hierbei nicht in manchen Fällen um Rauschgifte handeln? Ich habe selbst eine ganze Reihe von Experimenten in dieser Richtung ausgeführt. „in vielen Fällen sind diese Stoffe das. um im vorhinein zu erkennen.. dann arbeitet er bewußt. die mich sehr beschäftigt". Das klingt ganz ähnlich wie Ihre Ausführungen. was erst viel später als Ergebnis langer Arbeit erreicht werden kann. sagte G. bei denen nach dieser Methode gearbeitet wird. „Es gibt Stoffe. „aber es kann sich auch ganz anders verhalten.

. wie der Krieg viele seiner Pläne gestört habe. wenn auch viele von ihnen aus solchen Drogen wie Opium. aber die Ergebnisse werden vollständig andere sein. wo sich einige seiner Schüler versammeln sollten. Aber als ich ihn nach den genauen Namen fragte. sagte. die er gemietet habe und zu denen wir. gab er mir nicht einen einzigen an. gibt es andere. wie ich begriff. sie können praktisch das gleiche tun. in denen solcherlei Experimente ausgeführt werden. Nachher natürlich stirbt er oder wird verrückt. sehr angesprochen. die alle Ergebnisse voraussehen und Maßnahmen gegen mögliche unerwünschte Folgen ergreifen. Auch solche Schulen gibt es. Wir nahmen einen Wagen und fuhren in der Richtung nach Sokolniki. Durch angemessenen Gebrauch solcher Stoffe kann ein Mensch sehr klug oder sehr stark gemacht werden. Haschisch und so fort zubereitet werden. daß seine Arbeit eine ganze Reihe wohlbekannter Leute in Moskau interessiere — „Professoren" und „Künstler". aber nicht zum Experimentieren und Untersuchen. Dann sprach er weiter von den hohen Kosten. aber dies wird nicht in Betracht gezogen. Er lud mich darauf ein. „weil ich gebürtiger Moskauer bin. wie sie mir noch nie vorher begegnet waren. Weiter erklärte er mir. „Ich frage". wenn auch nur für eine kurze Zeitdauer." Ich fühlte mich durch alles. die mit seiner Arbeit verbunden seien. sagte ich. den teuren Wohnungen. die die gleichen oder ähnliche Stoffe verwenden. in ein Haus zu kommen. gerade unterwegs waren. was G. und 10 . wie Sie es nennen. Sie sehen also.und fähiger Menschen. allerdings nur für eine gewisse Zeit. Die in diesen Schulen verwandten Stoffe sind nicht allein »Rauschgifte*. Außer den Schulen. wie er sich ausdrückte. sondern um bestimmte gewünschte Ergebnisse zu erreichen. Hier fühlte ich einige neue Gesichtspunkte. viele teure im Ausland bestellte Geräte und Instrumente waren verlorengegangen. viele seiner Schüler waren beim ersten Aufgebot mobilisiert worden. daß wir über Schulen mit großer Vorsicht sprechen müssen. Auf dem Wege erklärte mir G.

überraschten mich. wie sie sagten. daß ich überzeugt war. Der Autor beschrieb darin sein Zusammentreffen und seine Bekanntschaft mit G. aber sie gaben mir keine direkten Antworten und in manchen Fällen bestanden sie darauf. der aber zur Zeit nicht in Moskau weilte. da Gemeindeschullehrerinnen keine Möbel erhielten. Dies ließ mich sogleich aulhorchen. Dieser offensichtliche Bluff war so merkwürdig. Weiterhin — und dies gefiel mir besonders. Ich versuchte herauszufinden. Einige seiner Schüler waren in der Wohnung: drei oder vier junge Männer und zwei Frauen. Die Geschichte begann damit. Einige der Dinge. die sichtlich den Lehrern dieser Schule gehörte. mir völlig unverständlichen Terminologie auszudrücken.'s Schülern zu rekonstruieren. als ob dieser ihn gleichsam auf seine 11 . einer von G. Ich bin schon früher in solchen Wohnungen gewesen. die ich hörte. weil ich es erwartete — hatte der Autor bei seinem ersten Treffen mit G. Sie schlugen vor.außerdem habe ich an hiesigen Zeitungen gearbeitet. die. Warum hatte er von den umfangreichen Kosten dieser Wohnung gesprochen? Erstens gehörte ihm die Wohnung nicht. es war am Platz des früheren Roten Teiches. zehn Jahre lang. die wie Schullehrerinnen aussahen. sich in einer merkwürdigen. Natürlich stimmte ich zu. Ich glaube. und darauf begann einer von ihnen laut aus einem Manuskript vorzulesen. worin genau ihre Arbeit bestehe. Bei dieser Vorstellung kam mir G. nichts. merkwürdig vor. das Gefühl. den Anfang einer Geschichte zu verlesen. Es ist schwierig." Hierauf erwiderte G. den Beginn-der Unterredung mit G. es müsse etwas bedeuten.'s Schülern geschrieben hatte. zweitens kostete sie keine Miete und drittens konnte sie ihn nicht mehr als zehn Rubel im Monat kosten. Sogar das Fehlen von Möbeln bestätigte meine Vermutung. daß der Autor in der Zeitung die gleiche Notiz über das Ballett „Der Kampf der Magier" fand. die ich selber im Winter in der Stimme Moskaus gelesen hatte. so daß ich mehr oder weniger jedermann kenne. Wir kamen nun zu einer großen leeren Wohnung über einer Gemeindeschule.

Aber trotzdem beeindruckte sie mich. Die Geschichte hieß „Blick in die Wahrheit" und war sichtlich von einem Mann ohne jegliche literarische Erfahrung geschrieben. der das erste Kapitel darstellen sollte. wiege und wieder zurückstelle. weil sich in ihr Hinweise auf ein System fanden. „Nun. Ferner enthielt sie einige seltsame und unerwartete Ideen über Kunst. Als ich sie dann nach dem System. Trichinopolis oder Madura. das mich sehr interessierte. daß ich das Wesentliche gar nicht verstanden habe. Meiner Ansicht nach aber habe sie den Fehler. als die Lesung beendet war. was ihn von den anderen unterschied. G. Sogar in seinem Schweigen war etwas. hörte die ganze Zeit aufmerksam zu. gebe aber keine Aufklärung über diese Lehre selbst Die Anwesenden begannen darauf. Noch später hörte ich. nach einer kurzen Pause. G. Die Geschichte schildere. selbst den Plan hierzu geliefert habe. sie sagten. um was es sich eigentlich dabei handle. rauchte und blickte manchmal zu mir herüber. selbst sagte nichts. Ich konnte es aber noch nicht nennen oder formulieren. Später erfuhr ich. auf einem Sofa. daß ich ihn lieber nicht hier in Moskau. von denen ich kürzlich zurückgekehrt war. daß der Autor der Geschichte eine ßktive Person war und daß zwei bei der Verlesung anwesende Schüler G. in einer der Ruinenstädte Ceylons oder einem der südindischen Tempel — Tanjore. Er saß. wie hat Ihnen die Geschichte gefallen?" fragte G. Ich fühlte. mit mir zu argumentieren. nach dem »ic arbeiteten.Handfläche setze. die mich sehr stark berührten. nicht in dieser Wohnung getroffen hätte. Die Lesung des Abschnittes. daß eine gewisse Lehre auf den Autor einen starken Eindruck gemacht habe. Ich antwortete ihm. sondern in einem der Orte. nicht klarzumachen. 12 . seine Ideen in einer literarischen Form darzulegen. sei es im Hof einer Kairoer Moschee. Seine Bewegungen gefielen mir: sie waren sehr sicher und von tigerartiger Geschmeidigkeit. trank schwarzen Kaffee aus einem Glas. daß es mich sehr interessiert habe zuzuhören. war damit beendet.'s sie in der Absicht verfaßt hatten. daß G. ein Bein untergeschlagen.

Außerdem waren die Schüler nicht im entferntesten mit dem Lehrer zu vergleichen. gehört hatte. und damit war dieses Gespräch beendet G. ehe sie sich überhaupt dazu äußern." „Das ist vollständig ausgeschlossen". Die Verlesung beanspruchte zwei Stunden — das bedeutet ungefähr dreitausend Zeilen. dann nur in einer Monatsschrift. die ich zur Genüge kannte und von der niemals etwas Interessantes zu erwarten war. erklärten sie nicht. selbst war mir sofort als ganz ungewöhnlich vorgekom- 13 . Gleichzeitig schienen sie mir aber alle anständige und nette Menschen zu sein. antwortete ich. die Öffentlichkeit auf diese Weise über unsere Arbeit zu informieren. Sehen Sie. was wir in der Zeitung ein Feuilleton nennen. antworteten sie sehr unbestimmt. „Könnte dieser Artikel in einer Zeitung veröffentlicht werden? Wir dachten daran. ich fühlte etwas Künstliches und Absichtliches in ihrem Benehmen. Die Geschichten. ihnen auf der Suche nach dem Wunderbaren zu begegnen. Und auf jeden Fall werden sie die ganze Geschichte verlangen. Sie sprachen von „Arbeit an sich selbst". „Dies ist kein Artikel. sagte nichts. aber worin diese Arbeit bestehe. Dieser Teil Ihrer Geschichte würde also etwa zehn Feuilletons benötigen. Das übliche Feuilleton hat etwa dreihundert Zeilen. als ob sie eine gelernte Rolle spielten. nach kurzer Pause. Sie alle gehörten zu jener besonderen Moskauer Schicht einer etwas armen „Intelligenz". ich meine etwas mit einem Anfang und einem Ende. Sie wissen. Es war sogar seltsam. stammten sichtlich nicht von ihnen und bezogen sich auch nicht auf sie. Es ist der Beginn einer ganzen Erzählung und viel zu lang für eine Zeitung. In Moskau wird ein Feuilleton in Fortsetzungen niemals öfter als einmal in der Woche gedruckt. „Eine Sache wollte ich Sie fragen"." G. Im ganzen verlief meine Unterhaltung mit G. die ich von M.fragte und was denn seine wesentlichen Punkte seien. und da kenne ich keine hierfür geeignete.'s Schülern nicht sehr befriedigend. das bedeutet also zehn Wochen — und das Ganze ist das Gespräch einer Nacht! Wenn es überhaupt veröffentlicht werden kann. sagte G. wir zählen den Lesestoff nach Zeilen.

Ich stellte mir vor. weder dort noch später. Am nächsten Tag war ich im gleichen Cafe. Denn wenn ich das nicht täte. Ich wollte meine Eindrücke dem jungen Manne mitteilen. ebenso die folgenden Tage. getroffen hatte. würde ich allen Kontakt mit ihm verlieren. eine sehr feine analytische Fähigkeit und ein System. und schweigend kamen wir zur Tram und fuhren mit ihr in der Richtung zur Stadtmitte Moskaus. überkam mich der Gedanke. er werde sich am nächsten Tag zur gleichen Zeit im selben Cafe aufhalten. sie sind ja alle Freunde". eine neue Begegnung mit ihm ausmachen müsse. einige Witze über G. Während der Woche meines Moskauer Aufenthaltes sah ich G. Als ich ihn verließ. Menschen. ob ich ihn nicht noch einmal vor meiner Abreise nach Petersburg sehen könne. denn „er wird sie sofort anrufen.men. denen ich in Indien begegnet war und die mir niemand zu erklären vermocht hatte. den ich die ganze Zeit gespürt hatte. Mir wurde bald klar. daß er vieles von dem wisse. was ich suchte. So versuchte ich mich zu beherrschen. Glücklicherweise hielt ich mich rechtzeitig zurück. als ob ich gerade der Schule oder einem merkwürdigen Zwangsaufenthalt entkommen wäre. Ich verließ den Ort zusammen mit einem der jungen Männer. In seinen Erläuterungen empfand ich die Sicherheit des Fachmannes. die auf meine Fragen keine Antwort gaben. mit seinem ungewöhnlichen Benehmen und seinem Einfluß auf seine Leute. daß ich sofort. Ich fragte ihn. Mir war sehr seltsam zumute — eine lange Vorlesung. zu schreien und zu singen hervor. und im Verlauf dieses Abends wurde dieser Eindruck noch verstärkt. wie ich allen meinen Freunden davon berichten würde. All das brachte in mir eine unerwartete Neigung zu lachen. wo ich G. an. nahe bei meiner Wohnung. Er antwortete. Wir verabschiedeten uns wortlos und trennten uns. dazu G. von der ich sehr wenig verstanden hatte. machen und über die langatmige und anspruchsvolle Erzählung. Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir in Ochotny Nad. Unter anderem erklärte er mir auch einige Phänomene. das ich noch nicht begreifen konnte. ohne abzuwarten. dessen Vorhandensein 14 . jeden Tag.

daß Leute. ausführten. damit: er arbeite mit zwei voneinander getrennten Gruppen.'s Gruppe nicht mehr wieder. ohne daß seine gewöhnliche Beschäftigung im Leben dadurch beeinträchtigt werde. mit uns zu arbeiten oder nicht. die Arbeit verlange. Ich hätte gerne gewußt. Wenn einer sein Leben so schlecht organisiert hat. Nehmen wir zum Beispiel einmal an. Ich sagte ihm. fuhr G. meiner Ansicht nach seien tausend Rubel für viele Menschen. Ein. wo sie sich zu treffen gedächten. erwiderte. für Reisen und ähnliches. fort. Seine Arbeit sei kein Wohltätigkeitsunternehmen und könne es auch nicht sein. daß er nach Kairo oder einem anderen Ort gehe. G. wo er genau gewesen war. ob er fähig ist. wie er sich ausdrückte. seine Schüler müßten selbst die notwendigen Mittel für die Miete der Wohnungen aufbringen. Außerdem habe ihm die Erfahrung gezeigt. „habe ich viel zu wenig Zeit.'s Erklärungen mich nicht nur an die diskutierten Tatsachen denken ließen. nur wenig. dies genau in Erfahrung zu bringen. die im Leben schwach seien. Jedes Mitglied dieser Gruppe zahle tausend Rubel im Jahr und könne mit ihm arbeiten. aber es gelang mir nicht. Dazu braucht er Mittel. „Die Arbeit jedes einzelnen kann Ausgaben verlangen. daß eine Ausgabe von tausend Rubel ihn in Verlegenheit bringt. die nicht über private Mittel verfügten. Wegen der Besonderheit seiner Arbeit könne er nämlich nur wenig Schüler haben. sich auch in der Arbeit schwach zeigten. würde er besser die Arbeit gar nicht erst anfangen. weil G. es sei keine andere Abmachung möglich. um sie den 15 . „Ferner". Seine Moskauer Arbeit erklärte G. eine zu große Summe.ich aber schon fühlte.oder zweimal erwähnte er seine Reisen im Osten. Über sich selbst sprach G. Gleichzeitig wolle und dürfe er nicht — er betonte letzteres — sein eigenes Geld auf die Organisation der Arbeit verwenden. sondern auch an viele andere Dinge. um Experimente und dergleichen auszuführen. Durch unsere Forderung finden wir heraus. sagte G. „Diese Idee hat viele Seiten". die ich beobachtet oder vermutet hatte. die verschiedene Arbeiten „entsprechend ihrer Vorbereitung und ihren Fähigkeiten". Ich traf G.

anderen zu opfern, bei denen ich nicht einmal sicher bin, ob sie ihnen nützen wird. Ich schätze meine Zeit sehr hoch ein, denn ich brauche sie für meine eigene Arbeit und kann und will sie nicht unproduktiv verbringen. Außerdem hat diese Angelegenheit noch eine andere Seite", sagte G. „Die Menschen schätzen nichts, für das sie nicht zahlen müssen." Ich hörte mit gemischten Gefühlen zu. Einerseits gefiel mir alles, was G. sagte. Das Fehlen jeglicher Sentimentalität und jeglichen konventionellen Geredes über Altruismus, von Ausdrücken wie „für das Wohl der Menschheit arbeiten" und dergleichen zog mich an. Auf der anderen Seite war ich überrascht, daß G. mich bezüglich der Geldfrage von etwas überzeugen wollte, wo gar keine Überzeugung nötig war! Wenn ich mit etwas nicht einverstanden war, dann nur damit: Ich glaubte nicht, daß G. auf diese Weise genug Geld erlangen werde. Keiner von seinen Schülern, die ich kennengelernt hatte, schien mir fähig, tausend Rubel im Jahr zu zahlen. Wenn er wirklich im Osten sichtbare und faßbare Spuren verborgenen Wissens gefunden hatte und seine Untersuchungen in dieser Richtung fortsetzte, dann war klar, daß er für diese Arbeit große Geldmittel benötigte, genau wie jedes wissenschaftliche Unternehmen, etwa eine Expedition in unbekannte Weltteile, die Ausgrabung einer alten Stadt oder eine Forschungsarbeit mit zahlreichen exakten physikalischen oder chemischen Experimenten. Es war ganz überflüssig, mich hiervon überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, schon begann in mir ein Plan Gestalt zu gewinnen. Wenn G. mir genaue Kenntnis seiner Arbeit ermöglichen würde, dann wäre es wahrscheinlich leicht für mich, die notwendigen Mittel zu erhalten, um die Arbeit auf festere Grundlagen zu stellen und ihr auch besser vorbereitete Menschen zuzuführen. Aber ich hatte natürlich nur eine sehr vage Vorstellung von dem, was diese Arbeit eigentlich sei. Ohne es direkt auszusprechen, gab G. mir zu verstehen, daß er mich als Schüler annehmen werde, sofern ich den Wunsch dazu äußerte. Ich sagte ihm, das Haupthindernis hierfür sei, daß ich nicht weiter in Moskau bleiben könne, da ich bereits in Petersburg

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einen Kontrakt mit einem Verleger abgeschlossen habe und mehrere Bücher zur Veröffentlichung vorbereite. G. erwiderte, er werde manchmal nach Petersburg kommen und versprach dies für die nahe Zukunft. Er werde mich seine Ankunft wissen lassen. „Aber wenn ich Ihrer Gruppe beitrete", sagte ich zu G., „würde ich vor einem schwierigen Problem stehen. Ich weiß nicht, ob Sie Ihren Schülern das Versprechen abverlangen, alles, was sie bei Ihnen lernen, geheimzuhalten: ein solches Versprechen könnte ich niemals geben. Zweimal hatte ich in meinem bisherigen Leben die Möglichkeit, Gruppen beizutreten, die mit einer, wenigstens der Beschreibung nach, der Ihren ähnlichen Arbeit beschäftigt waren und mich damals sehr ansprachen. Aber in beiden Fällen wäre die Bedingung die Zustimmung oder das Versprechen gewesen, alles, was ich auch lernen möge, geheimzuhalten. Und in beiden Fällen weigerte ich mich, denn vor allem anderen bin ich ein Schriftsteller und wünsche mir die freie Entscheidung darüber vorzubehalten, was ich schreibe und was nicht. Wenn ich versprechen würde, mir Mitgeteiltes geheimzuhalten, würde es nachher sehr schwierig für mich sein, das Gesagte von dem zu trennen, was mir in Verbindung mit diesem Problem oder auch ohne jegliche Beziehung dazu in den Sinn kommen würde. Zum Beispiel weiß ich bis jetzt sehr wenig von Ihren Ideen, aber mir ist klar, daß wir im Verlauf unserer Unterhaltung sehr bald zu den Fragen von Raum und Zeit, höheren Dimensionen und dergleichen kommen werden. Das sind aber nun alles Fragen, an deren Klärung ich schon seit vielen Jahren arbeite. Ich zweifle nicht, daß sie auch in Ihrem System eine große Bedeutung haben." G. nickte. „Sehen Sie, wenn wir nun unser Gespräch unter einer Schweigepflicht fortsetzten, dann wüßte ich nach der ersten Unterhaltung nicht mehr, was ich nun schreiben kann und was nicht." „Was denken Sie denn darüber?" fragte G. „Man soll nie zuviel reden. Es gibt Dinge, die nur für Schüler gesagt werden." „Ich könnte eine solche Bedingung nur vorübergehend annehmen", sagte ich. „Natürlich wäre es lächerlich, wenn ich sofort alles niederschreiben würde, was ich von Ihnen lerne. Aber wenn Sie nicht

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prinzipiell Ihre Ideen geheimhalten wollen, sondern nur Sorge tragen, daß sie nicht verstümmelt weitergegeben werden, dann wäre ich bereit, eine solche Bedingung anzunehmen und zu warten, bis ich Ihre Lehre besser verstanden habe. Ich traf einmal eine Gruppe, die sich mit verschiedenen sehr großzügigen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigte. Ihre Mitglieder machten kein Hehl aus ihrer Arbeit. Nur verlangten sie, niemand dürfe von einem Experiment reden oder es beschreiben, bevor er es selbst ausführen könne. Bevor er also dieses Experiment selbst wiederholen konnte, hatte er zu schweigen." „Ich wüßte selbst keine bessere Formulierung", sagte G. „Wenn Sie es so halten, wird diese Frage nie zwischen uns auftreten." „Sind irgendwelche Bedingungen mit der Teilnahme an Ihrer Gruppe verknüpft?" fragte ich, „und ist jeder Beitretende an Sie und Ihre Gruppe gebunden? In anderen Worten: Kann einer Ihre Arbeit nach seinem Belieben abbrechen oder nimmt er feste Verpflichtungen auf sich? Und was unternehmen Sie, wenn er diese nicht erfüllt?" „Es gibt keinerlei Bedingungen", antwortete G., „und kann auch keine geben. Unserer Überzeugung nach kennt ein Mensch sich nicht selbst, er ist nicht (er betonte diese Worte), das heißt, er ist nicht das, was er sein könnte und sein sollte. Aus diesem Grunde kann er auch keine Verträge abschließen oder Verpflichtungen eingehen. Er kann für seine eigene Zukunft gar keine Entscheidung treffen. Heute ist er eine Person, morgen wieder eine ganz andere. Er ist in keiner Weise an uns gebunden, und wenn er will, kann er jederzeit die Arbeit abbrechen und uns verlassen. Es gibt überhaupt keine Verpflichtungen, weder unsererseits, noch auf seiner Seite. „Wenn er will, kann er lernen. Er wird lange Zeit lernen und viel an sich selbst arbeiten müssen. Wenn er genug gelernt hat, ändert sich die Lage. Dann wird er selber sehen, ob ihm unsere Arbeit liegt oder nicht. Wenn er dann will, kann er mit uns arbeiten, wenn nicht, kann er uns verlassen. Bis zu diesem Augenblick ist er frei. Wenn er weiter bleibt, wird er dann fähig sein,

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Entscheidungen zu treffen oder Pläne für die Zukunft zu machen. „Nehmen wir zum Beispiel folgendes an. Es kann der Fall eintreten — natürlich nicht zu Beginn, sondern später — daß ein Mensch über etwas Gelerntes schweigen muß, und sei es auch nur für eine gewisse Zeit. Aber wie kann jemand, der sich selbst nicht kennt, ein Geheimnis zu wahren versprechen? Versprechen kann er es natürlich schon, aber wird er fähig sein, sein Versprechen auch zu halten? Denn er ist nicht ein einziger, viele verschiedene Personen leben in ihm. Eine davon verspricht und will auch ihr Versprechen halten. Aber morgen wird eine andere in ihm es seiner Frau erzählen oder einem Freund über einem Glas Wein, oder ein kluger Mann fragt ihn auf eine Weise aus, daß er gar nicht merkt, wie er alles preisgibt. Schließlich kann er auch noch hypnotisiert oder plötzlich angeschrien und erschreckt werden und dann wird er alles tun, was man von ihm will. Was für Verpflichtungen kann so ein Mensch auf sich nehmen? Nein, mit einem solchen Menschen können wir nicht ernst reden. Um ein Geheimnis hüten zu können, muß ein Mensch sich selbst kennen und muß er sein. Und der Mensch — so wie er ist — ist weit davon entfernt. „Manchmal stellen wir als Prüfung den Menschen zeitlich begrenzte Bedingungen. Gewöhnlich werden diese sehr bald gebrochen, aber niemals geben wir jemandem, in den wir kein Vertrauen haben, ein wichtiges Geheimnis weiter, so daß dies uns nichts ausmacht. Ich meine, es schadet nichts, wenn auch natürlich dadurch unsere Verbindung zu jenem Menschen gelöst wird und er damit jede Möglichkeit verliert, von uns etwas zu lernen, soweit es überhaupt etwas zu lernen gibt. Auch mag dies all seine persönlichen Freunde — ganz unerwartet für sie — beeinflussen." Ich entsinne mich, daß ich G. in einem Gespräch während der ersten Woche unserer Bekanntschaft von meiner Absicht erzählte, wieder nach dem Osten zu fahren» „Lohnt es sich, daran zu denken, und kann ich dort das finden, was ich suche?" fragte ich G. „Es ist sehr gut zur Erholung, für die Ferien dorthin zu gehen",

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antwortete G., „aber der Weg lohnt sich nicht für das, was Sie suchen. All das kann hier gefunden werden." Ich verstand, daß er die Arbeit mit ihm meinte. „Aber haben Schulen, die sich an Ort und Stelle inmitten alter Traditionen befinden, nicht gewisse Vorteile?" fragte ich. Als Antwort auf diese Frage sagte G. Verschiedenes, was ich erst später verstand. „Selbst wenn Sie dort Schulen finden würden, wären es doch nur .philosophische' Schulen", sagte er. „In Indien gibt es nur .philosophische' Schulen. Das ist schon seit langer Zeit so verteilt: in Indien .Philosophie', in Ägypten .Theorie' und im heutigen Persien, Mesopotamien und Turkestan .Praxis'." „Und ist es auch heute noch so geblieben?" fragte ich. „Zum Teil sogar jetzt noch", sagte er. „Aber Sie verstehen nicht genau, was ich mit .Philosophie', ,Theorie' und Praxis' meine. Diese Worte müssen in anderer Bedeutung als gewöhnlich verstanden werden. „Aber wenn wir von Schulen reden, so gibt es nur Spezialschulen, keine allgemeinen. Jeder Lehrer oder Guru ist Spezialist auf einem Gebiet. Der eine ist Astronom, ein anderer Bildhauer, wieder ein anderer Musiker. Und alle seine Schüler müssen als erstes den Wissenszweig studieren, in dem ihr Lehrer Spezialist ist, danach dann einen weiteren und so fort. Sie würden tausend Jahre brauchen, um alles zu studieren." „Aber wie haben Sie studiert?" „Ich war nicht allein. Es gab alle möglichen Fachleute unter uns. Jeder studierte sein Spezialgebiet, und dann versammelten wir uns und taten alles zusammen, was wir gefunden hatten." „Und wo sind Ihre Kameraden jetzt?" G. schwieg eine Weile, dann sagte er langsam, in die Feme schauend: „Einige sind gestorben, einige arbeiten und einige sind in die Abgeschiedenheit gegangen." Dieses Wort aus der Mönchssprache kam völlig unerwartet und versetzte mich in eine merkwürdige und unangenehme Stimmung. Gleichzeitig spürte ich ein gewisses absichtliches „Schauspielern"

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bei G., als ob er versuchte, mir von Zeit zu Zeit ein Wort hinzuwerfen, das mich .interessieren und in eine bestimmte Gedankenrichtung lenken würde. Als ich versuchte, noch bestimmter zu fragen, wo er sein Wissen erworben habe und wie weit es reiche, gab er mir keine direkte Antwort. „Wissen Sie", sagte G. einmal, „als Sie nach Indien fuhren, schrieben die Zeitungen über Ihre Reise und Ihre Ziele. Ich gab meinen Schülern die Aufgabe, Ihre Bücher zu lesen und dadurch zu bestimmen, was Sie seien, und daraus zu folgern, was Sie finden könnten. So wußten wir, was Sie finden würden, während Sie noch auf dem Weg dorthin waren." Damit fand dieses Gespräch ein Ende. Ich erkundigte mich einmal bei G. nach dem Ballett, das seinerzeit in der Zeitung erwähnt worden war und auf das auch die Erzählung „Blick in die Wahrheit" Bezug nahm; ob dieses Ballett wohl ein „Mysterienspiel" sei. „Mein Ballett ist kein .Mysterium'", sagte G. „Ich hatte die Absicht, ein interessantes und schönes Schauspiel zu schaffen. Natürlich ist unter der äußeren Form eine gewisse Bedeutung verborgen, aber es war nicht mein Ziel, diese Bedeutung herauszustellen und zu betonen. Einen wichtigen Platz nehmen gewisse Tänze ein. Ich will Ihnen dies kurz erklären. Nehmen wir einmal an, daß zum Zwecke des Studiums der Bewegung himmlischer Körper, zum Beispiel der Planeten des Sonnensystems, ein besonderer Mechanismus konstruiert würde, um die Bewegungsgesetze zu veranschaulichen und dem Gedächtnis einzuprägen. In diesem Mechanismus befindet sich jeder Planet, der durch eine Sphäre entsprechender Größe dargestellt wird, in einer gewissen Entfernung von der Zentralsphäre, welche die Sonne bedeutet. Der Mechanismus wird in Betrieb gesetzt, und alle Sphären beginnen sich auf den vorgeschriebenen Bahnen zu drehen und fortzubewegen. Dadurch stellen sie sichtbar die Gesetze dar, nach denen sich die Planetenbewegungen vollziehen. Dieser Mechanismus veranschau-

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licht alles, was überhaupt über das Sonnensystem bekannt ist. Ähnlich verhält es sich mit manchen Tanzrhythmen. In den genau festgelegten Bewegungen und Kombinationen der Tänzer werden bestimmte Gesetze veranschaulicht, die von denen, die sie kennen, verstanden werden. Solche Tänze nennt man »heilige Tänze'. Im Verlauf meiner Reise im Osten habe ich oft solchen Tänzen beigewohnt, die bei Gottesdiensten in zahllosen alten Tempeln abgehalten wurden. Einige dieser Tänze werden im ,Kampf der Magier' vorgeführt. Außerdem liegen dem .Kampf der Magier' drei Ideen zugrunde. Wenn ich aber dieses Ballett auf einer gewöhnlichen Bühne zeige, wird das Publikum niemals diese zugrundeliegenden Ideen verstehen." Aus seinen weiteren Ausführungen entnahm ich, daß es sich hierbei nicht um ein Ballett im üblichen Sinne, sondern um eine Reihe dramatischer und mimischer Szenen handle, die durch eine gemeinsame Handlung, begleitet von Musik und unterbrochen durch Tänze und Gesänge, zusammengehalten werden. Die geeignetste Bezeichnung wäre wohl „Revue" gewesen, aber eine Revue ohne jeden komischen Einschlag. Dieses „Ballett" oder diese „Revue" sollte heißen „Der Kampf der Magier". Die wichtigsten Szenen stellten die Schulen eines „weißen" und eines „schwarzen Magiers" dar mit Übungen der Schüler beider Schulen und einem Kampf zwischen den beiden Schulen. Die Handlung sollte auf dem Hintergrund des Lebens einer östlichen Stadt spielen und war mit heiligen Tänzen, Derwisch- und zahllosen nationalen östlichen Tänzen durchwoben und mit einer Liebesgeschichte, die wiederum allegorische Bedeutung hatte. Besonders fesselte mich die Tatsache, daß, wie G. erklärte, die gleichen Tänzer in der „Weißmagier"-Szene und der „Schwarzmagier"-Szene spielen und tanzen müßten und daß sie selbst und ihre Bewegungen im ersten Falle anziehend und schön und im zweiten häßlich und abstoßend sein müßten. „Sie verstehen, daß auf diese Weise die Teilnehmer alle Seiten von sich selbst sehen und kennen lernen. Infolgedessen ist das Ballett von ungeheurer Bedeutung zum Selbst-Studium", sagte G.

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Ich verstand dies damals nur sehr wenig, aber eine gewisse Diskrepanz befremdete mich. „In der Zeitungsnotiz stand, daß Ihr .Ballett' in Moskau aufgeführt würde und gewisse bekannte Tänzer daran teilnähmen. Wie reimt sich das mit der Idee von Selbststudium zusammen? Diese werden bestimmt nicht spielen und tanzen, um sich selber zu erkennen." „All das ist noch keineswegs entschieden", sagte G. „Der Schreiber der Notiz war nicht gut informiert. All das kann sehr anders werden. Andererseits müssen die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob es ihnen gefällt oder nicht." „Und wer schreibt die Musik?" fragte ich. „Auch das ist noch nicht entschieden", antwortete G. Er sagte nichts weiter mehr zu diesem Thema, und ich kam erst fünf Jahre später wieder mit dem „Ballett" in Berührung. Einmal sprach ich mit G. in Moskau. Ich erzählte von London, wo ich kurz vorher geweilt hatte, über die erschreckende Mechanisierung, die sich in den großen europäischen Städten entwickelte und ohne die es wahrscheinlich unmöglich wäre, in diesen gev/altigen wirbelnden „mechanischen Spielzeugen" zu leben. „Menschen verwandeln sich in Maschinen", sagte ich. „Und zweifellos werden sie manchmal vollkommene Maschinen. Aber ich glaube nicht, daß sie noch denken können. Denn wenn sie dies versuchten, wären sie keine so zuverlässigen Maschinen mehr." „Ja", sagte G., „das ist wahr, aber auch nur teilweise. Es hängt vor allem davon ab, welche Funktion sie für ihre Arbeit in Anspruch nehmen. Wenn sie die richtige benützen, werden sie sogar fähig werden, noch besser in der Mitte aller maschinellen Arbeit zu denken. Aber ich wiederhole, nur wenn sie mit der richtigen Funktion denken." Ich begriff nicht, was G. mit „richtiger Funktion" meinte; dies wurde mir erst sehr viel später klar. „Und zweitens", fuhr er fort, „ist die Mechanisierung, von der Sie sprechen, überhaupt nicht gefährlich. Ein Mensch kann ein Mensch

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(er betonte dieses Wort) bleiben, auch wenn er mit Maschinen arbeitet. Es gibt eine andere Art von Vermechanisierung, die viel gefährlicher ist: selbst eine Maschine zu sein. Haben Sie sich je die Tatsache durch den Kopf gehen lassen, daß alle Menschen selbst Maschinen sind?" „Ja", antwortete ich, „vom streng wissenschaftlichen Standpunkt stellen sich alle Menschen als von äußeren Einflüssen gelenkte Maschinen dar. Aber die Frage lautet: Können wir denn den wissenschaftlichen Standpunkt ganz annehmen?" „Wissenschaftlich oder nicht wissenschaftlich ist alles dasselbe für mich", sagte G. „Ich möchte, daß Sie das verstehen, was ich sage. Schauen Sie, alle diese Menschen, die Sie sehen" — er deutete auf die Straße —, „sind einfach Maschinen — nichts weiter." „Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen", sagte ich, „und ich habe mir oft überlegt, wie wenig es in der Welt gibt, was sich gegen diese Form der Mechanisierung behaupten kann und seinen eigenen Weg zu wählen vermag." „Hier machen Sie Ihren größten Fehler", sagte G. „Sie denken, es gebe etwas, was fähig sei, den eigenen Weg zu wählen, etwas, was gegen die Mechaniserung aufkommen könne. Sie glauben also, daß nicht alles gleichermaßen mechanisch ist." „Aber natürlich nicht", rief ich aus, „Kunst, Poesie, Gedanken sind Phänomene eines ganz anderen Bereichs." „Genau des gleichen Bereichs", sagte G. „Diese Tätigkeiten sind genau so mechanisch wie alle anderen. Menschen sind Maschinen und von Maschinen können nur mechanische Handlungen erwartet werden." „Nun gut", sprach ich. „Aber gibt es nicht Menschen, die keine Maschinen sind?" „Möglicherweise", antwortete G., „nur nicht die Menschen, die Sie sehen. Sie kennen keine. Ich möchte, daß Sie das verstehen." Ich fand es seltsam, daß er derartig auf diesem Punkt bestand. Was er sagte, schien mir offensichtlich und unbestreitbar richtig. Gleichzeitig habe ich nie solche kurzen und allumfassenden Metaphern leiden mögen. Diese vergessen immer die Unterschiede.

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Ich hingegen hatte mich immer dazu bekannt, daß die Unterschiede das wichtigste seien und daß man, um Dinge zu verstehen, als erstes die Punkte aufßnden müsse, in denen sie nicht übereinstimmen. So fand ich es merkwürdig, daß G. auf einer Idee bestand, die mir offensichtlich erschien, wenn sie nicht zu sehr verallgemeinert wird und Ausnahmen zugelassen werden. „Menschen ähneln sich so wenig", sagte ich. „Ich glaube nicht, daß man sie alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt Wilde, es gibt mechanisierte Menschen, aber auch Intellektuelle, sogar Genies." „Ganz richtig", sagte G. „Menschen ähneln sich sehr wenig, aber die wirklichen Unterschiede können Sie weder bemerken noch erkennen. Der Unterschied, von dem Sie reden, besteht nicht; das muß ganz klar werden. Alle Menschen, die Sie sehen und kennen, und alle Menschen, die Sie kennenlernen können, sind Maschinen, tatsächlich Maschinen, die, wie Sie selbst sagten, nur von äußeren Einflüssen gelenkt werden. Als Maschinen werden sie geboren und als Maschinen sterben sie. Was haben Intellektuelle und Wilde damit zu tun? Selbst jetzt, in diesem Augenblick, wo wir uns unterhalten, bemühen sich einige Millionen Maschinen, sich gegenseitig zu vernichten. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Wo sind die Wilden und wo die Intellektuellen? Sie sind alle gleich ... „Aber es gibt eine Möglichkeit, aufzuhören eine Maschine zu sein. Daran müssen wir denken, nicht an die verschiedenen Maschinensorten, die es gibt. Natürlich gibt es verschiedene Maschinen; ein Auto ist eine Maschine, ein Grammophon ist eine Maschine und ebenso ein Gewehr. Aber was macht das? Es ist das gleiche, sie alle sind Maschinen." In Verbindung mit diesem Gespräch entsinne ich mich eines anderen. „Was ist Ihre Meinung über die moderne Psychologie?" fragte ich einmal G. mit der Absicht, das Gespräch auf die Psychoanalyse zu bringen, der ich schon bei ihrem ersten Erscheinen mißtraut hatte. Aber G. ließ mich gar nicht erst so weit kommen.

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„Bevor wir von Psychologie reden, muß klar sein, auf wen sie sich bezieht und auf wen nicht", sagte er. „Die Psychologie handelt vom Menschen, von menschlichen Wesen. Was für eine Psychologie (er betonte das Wort) kann es in bezug auf Maschinen geben? Zu deren Studium ist Mechanik vonnöten, nicht Psychologie. Darum beginnen wir mit der Mechanik. Es ist noch ein sehr langer Weg bis zur Psychologie." „Kann man aufhören, eine Maschine zu sein?" fragte ich. „Ah, das ist die Frage", sagte G., „wenn Sie mir öfters solche Fragen gestellt hätten, dann wären wir in unserem Gespräch vielleicht schon zu gewissen Ergebnissen gelangt. Es ist möglich aufzuhören, eine Maschine zu sein, aber dazu ist es erst einmal notwendig, die Maschine zu kennen. Eine Maschine, eine richtige Maschine, kennt sich nicht und kann sich nicht kennen. Wenn eine Maschine sich kennt, hat sie schon aufgehört, eine solche zu sein, jedenfalls so eine wie sie war. Sie beginnt dann schon für ihre Handlungen verantwortlich zu sein." „Das heißt also nach Ihnen, daß ein Mensch nicht für seine Handlungen verantwortlich ist?" fragte ich. „Ein Mensch (er betonte dieses Wort) ist verantwortlich. Eine Maschine ist nicht verantwortlich." Im Verlauf einer unserer Unterhaltungen fragte ich G.: „Was ist Ihrer Ansicht nach die beste Vorbereitung, um Ihre Methode kennenzulernen? Ist es zum Beispiel nützlich, die sogenannte okkulte und mystische Literatur zu studieren?" Bei meinen Worten dachte ich besonders an den „Tarot" und die Literatur darüber. „Ja", sagte G. „Sehr viel kann durch Lesen gefunden werden. Nehmen Sie zum Beispiel sich selbst: Sie würden schon eine ganze Menge wissen, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie man lesen muß. Ich meine, wenn Sie all das, was Sie in Ihrem Leben gelesen haben, wirklich verstanden hätten, wüßten Sie bereits das, nach dem Sie suchen. Wenn Sie zum Beispiel alles verstanden hätten, was in Ihrem eigenen Buche steht, wie heißt es doch?" — er machte etwas

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Nun ist aber Verstehen das Wesentliche und Lesen ist nur dann nützlich. und einige davon muß er los werden. mich zu lehren." Hier war wieder eine dieser unerwarteten Wendungen. Sie haben nicht einmal eine Ahnung. aber damit erschöpfte sich ihr Sinn noch keineswegs. um sich seine Lehre anzueignen. dann ist es bereits möglich. was einer tun müsse. Seine Worte waren auch immer im üblichen Sinn bedeutungsvoll. mit ihm zu reden. Leider kann niemand irgend etwas wirklich gut. die G. Er hat Tausende falscner Vorstellungen und Anschauungen. Sonst wird das Neue auf einer falschen Grundlage aufgebaut und das Ergebnis wäre dann schlechter als was zuvor da war. Ihr tieferer Sinn blieb noch lange verborgen. abgesehen von ihrer gewöhnlichen Bedeutung.ganz Unmögliches aus dem Wort „Tertium Organum" — „dann würde ich mich vor Ihnen verbeugen und Sie bitten. So ist es unmöglich zu sagen. Aber Sie verstehen weder was Sie lesen noch was Sie schreiben. was Sie lesen. was besser sei. ehe er irgend etwas Neues erwerben kann. daß man mit der üblichen einfachen Bedeutung beginnen müsse. Was ein Mensch wirklich gut kann (er betonte das Wort .gut'). Noch ein anderes Gespräch ist mir im Gedächtnis geblieben. Aber natürlich kann kein Bach eine wirkliche Vorbereitung geben. irgend etwas zu tun. seinen Erklärungen zu geben pflegte.. um die verborgene Bedeutung von G. Zu allererst muß er gewisse Dinge verstehen. wie erstaunt." „Wie kann man sich von falschen Vorstellungen befreien?" fragte ich. Man kennt und kann alles nur irgendwie. Falsche Vorstellungen beruhen auf der Form unserer Wahrnehmungen. Ich fragte G. Seine Worte enthielten. „Es ist unmöglich. Ich hatte bereits eingeschen. oberflächlich. vor allem über sich selbst. Wenn ein Mensch gut Kaffee kochen oder gut Schuhe anfertigen kann. „Wir werden doch durch die Form unserer Wahrnehmungen bedingt. das ist seine Vorbereitung. was das bloße Wort verstehen bedeutet." 27 27 . wenn Sie verstehen.'s Worten zu finden. „Was er tun müsse?" fragte G. zweifellos noch einen ganz anderen Sinn.

wie der Schnee durch die Sonne schmilzt und der Staub vom Winde aufgewirbelt wird. fühlt — all dies geschieht. Worte. was einem Menschen zustößt. äußerer Eindrücke. lebt. nichts erfinden. all das geschieht „Aber keiner wird Ihnen je glauben. „Sie sprechen von Irrtümern auf Grund von Wahrnehmungen. All seine Taten. schreibt Bücher. Handlungen. alles. Der Mensch wird geboren. des Menschen Hauptirrtum ist seine Überzeugung. Alles. Alles. nicht wie er will. Meinungen und Gewohnheiten sind das Ergebnis äußerer Einflüsse.G. sie könnten tun. Alle denken. Überzeugungen. Alles geschieht. er könne tun. Regierungswechsel — all dies geschieht. baut Häuser. wenn Sie ihm sagen. was er sagt. Alles geschieht — politische Bewegungen. Und es geschieht in genau der gleichen Weise. Und es geschieht auf die gleiche Weise. und ihre erste Frage ist immer. „Wieder sprechen Sie von etwas ganz anderem". Nichts davon ist wahr. schüttelte seinen Kopf. daß er 28 28 . Alles geschieht. Das ist das erste. „Diesen Sachverhalt sich klar zu veranschaulichen. was durch ihn getan wird. wie alles im persönlichen Leben des einzelnen geschieht. Kriege. wünschen. Aus sich heraus kann der Mensch weder eine einzelne Tat vollbringen noch einen einzigen Gedanken denken. Der Mensch tut nicht lieben. das heißt sich von tausend Illusionen über den Menschen befreien: daß er schöpferisch sei und bewußt sein eigenes Leben lenke und so fort. von seiner Wahrheit überzeugt zu werden. sagte er. ihn zu verstehen. Revolutionen. Alles geschieht. Gedanken. sondern wie es geschieht. alle wollen tun. hassen. alle Wirkungen. Im Rahmen seines Wahrnehmungsvermögens kann ein Mensch sich mehr oder weniger irren. Der Mensch kann nichts entdecken. denkt. tut. stirbt. Aber wie ich schon sagte. Gefühle. „Der Mensch ist eine Maschine. aber von diesen spreche ich nicht. was sie denn tun sollen. wie es nach einer Temperaturveränderung in der höheren Atmosphäre oder den benachbarten Wolken regnet. was wir verstehen müssen. die von ihm ausgehen — all das geschieht. In Wirklichkeit aber tut keiner etwas und kann keiner etwas tun.

In Wirklichkeit aber wird alles nach der einzigen Möglichkeit getan. seine eigene Theorie. wie es ist. was getan wird und vor allem was auf eine Art bereits ausgeführt worden ist. Um zu tun. um mit uns zu sprechen. betonte das Wort) ist aber noch ein anderer Sachverhalt verknüpft. was ich sage: alles wird durch alles bedingt.gar nichts tun kann. was man jemand sagen kann. „Überhaupt nichts. weil es die Wahrheit ist und niemand die Wahrheit hören will. Jeder denkt immer. Es scheint immer allen Leuten. er könne es besser tun. Darum geschieht alles auf die einzig mögliche Weise. nichts so. „Wenn Sie das verstehen. nichts wird getan. können wir leichter miteinander reden. könnte es anders gehen. was sein bedeutet." Das war sehr schwer zu verdauen. „Mit dieser Frage des Tuns (G. wäre gleich alles anders. Und dazu muß man zuerst einsehen. nichts ist für sich. Aber es ist eine Sache. Es ist ganz besonders unangenehm und beleidigend. „Versuchen Sie zu verstehen. wirklich überzeugt zu sein. daß es so ist und es nie wieder zu vergessen. Wenn die Menschen anders wären. bleibt alles. was man tun könnte?" fragte ich. die es gibt. und eine andere Sache. diese Sprache zu lernen. Jeder glaubt. es mit seinem ganzen Bestand zu empfinden. muß man zuerst sein. in der üblichen 29 . auf keine andere Art hätte getan werden können. Haben Sie bemerkt. Wenn eine einzige Angelegenheit anders sein könnte. Da sie so sind. Man versteht nicht — und will auch gar nicht verstehen — daß. etwas mit dem Denken zu verstehen." „Und kann niemand etwas tun?" „Das ist eine andere Frage. Das ist das Beleidigendste und Unangenehmste. rein gar nichts. alles hängt zusammen. Es lohnt sich nicht. wie sie sind. wie es getan werden sollte. als ob die anderen ständig das Falsche tun. daß wir eine besondere Sprache verwenden und daß es notwendig ist. wie es getan werden sollte. „Gibt es nichts. werden Sie sehen. wie jeder über den Krieg redet? Jeder hat seinen eigenen Plan. Wenn wir unser Gespräch fortsetzen. Und dann hätte es vielleicht gar keinen Krieg gegeben.

und das zuallererst in einem selbst.Sprache zu reden. Um die Wahrheit sagen zu können. Der Wunsch allein genügt nicht. wie ich schon einsah. Auch das mag Ihnen merkwürdig vorkommen. Man muß erst viel und lang lernen. Aber dennoch ist es wahr. Um sich zu verständigen." Die Gespräche mit G. In der üblichen Sprache können sich die Menschen nicht miteinander verständigen. um fähig zu werden. Auch das mag Ihnen im Augenblick fremd scheinen. Und trotzdem lügen sie die ganze Zeit. die Wahrheit zu sagen. das Wichtigste sind doch Tatsachen". die er jedem Gedankengang gab. und die unerwartete Wendung. muß man erst eine andere Sprache lernen. Sie werden später einsehen. Und ich kann Ihnen versichern. die. Ich hatte ihm für die Mühe gedankt. sowohl wenn sie lügen wollen als auch wenn sie die Wahrheit sagen wollen. „Weiter muß man lernen. Ich entsinne mich noch meines letzten Gespräches mit ihm. die er sich um mich gegeben hatte. In den meisten Fällen glauben sie. Darum versteht keiner weder sich noch irgendeinen anderen. Und davon will niemand etwas wissen. fesselten mich von Tag zu Tag mehr. es tun zu wollen und sich so zu entscheiden. weil wir uns in ihr gar nicht verständigen könnten. daß sie die Wahrheit sagen. weil sie nicht umhin können zu lügen. vieles für mich geändert hatten. „Aber trotzdem. Die Wahrheit zu sprechen. Sie sehen nicht ein. ist das schwerste auf der Welt. daß man lernen muß. Denken Sie doch einmal nach — könnte es solche Zwietracht geben. die Wahrheit zu sagen. wissen Sie. Aber ich mußte nach Petersburg gehen. und für seine Erklärungen. Sie lügen die ganze Zeit sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. solche tiefen Mißverständnisse und solchen Haß gegen die Ansichten und Meinungen der anderen. daß die Menschen verhältnismäßig wenig absichtlich lügen. muß man erst erkennen. Es scheint Ihnen genug zu sein. warum dies so ist. wenn die Menschen einander wirklich verstehen könnten? Aber sie können es nicht. 30 . was Wahrheit und was Lüge ist. die Wahrheit zu sagen.

was mir erst später verständlich wurde." „Ganz im Gegenteil". die innere Sklaverei. sagte G. Wenn er sich nicht nach ihnen richten würde. Es war brechend 31 . Später hatten wir Gelegenheit." Es schien mir merkwürdig. sondern erst später. G." Ich verstand seine letzten Worte damals noch nicht. „Wenn ich echte und wirkliche Tatsachen neuer und unbekannter Artung sehen könnte. natürlich unbewußt. sagte G. im August 1916. sich nach jemand richten nannte.. und von seinen Beziehungen zu verschiedenen Leuten. hielt sein Wort. Er sprach über einen Menschen.sich nach jemand richten'?" fragte ich. daß ich auf dem rechten Wege bin. „Sie werden Tatsachen sehen". den ich bei ihm kennengelernt hatte. weil er sich nach den anderen richtet. Aber vorerst ist noch vieles andere nötig. denn G. „es gibt nur eine Bedeutung. „Was meinen Sie mit dem Wort . als ich wirklich „Tatsachen" begegnete. daß ein Mensch sich nicht nach den anderen richten solle. noch viel darüber zu sprechen. Versuchen Sie darüber nachzudenken. und auch sie würden anders sein. würde alles anders sein. wieder verschiedenes. Ich entsinne mich noch eines anderen Gespräches über den Krieg." Ich dachte wieder an „Wunder". „Ich verspreche es Ihnen. Aber das war nicht eher als nach anderthalb Jahren. „Er ist ein schwacher Mensch". die allein würden mich zu überzeugen vermögen. was für eine gewaltige Rolle es im Leben spielt und wieviel davon abhängt. Von unseren letzten Gesprächen in Moskau ist noch ein weiteres in meinem Gedächtnis haften geblieben. nannte sich nach jemand oder etwas richten jene Haltung. „Man nützt ihn aus. innere Abhängigkeit schafft.sagte ich." Später verstand ich. Und das nur. „Gleichzeitig verstehe ich Sie und verstehe Sie auch nicht. Wir saßen in Philipoffs Cafe in der Twerskaya. sagte G. was G. und ich sah ein. In seinem Verlauf sagte G. Das Wort hat viele verschiedene Bedeutungen.

oder irgend etwas Derartiges. Sie glauben. sie glauben. und wie immer mit ihm. fiebrige Atmosphäre geschaffen. aber dann begann ich den Faden zu verlieren. weil infolge des Lärms der interessanteste Teil seiner Ausführungen nicht bis an mein Ohr drang. was G.voll und sehr lärmend. Der Krieg und die Kriegsgewinnler hatten eine unangenehme. sagte. in welchem Ausmaß sie bloße Figuren in einem Spiel sind. von denen mich nur einzelne Worte erreichten. sie können nicht!" „Aber die ganze Frage ist: wie?" sagte er. antwortete: „Ja. aber hier auf der Erde beginnen die Menschen einander abzuschlachten und fahren damit vielleicht für mehrere Jahre fort. Ich hatte mich erst sogar geweigert. gab ich das Hören auf und beobachtete einfach die Art. Was ist denn Krieg überhaupt? Er ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. daß sie sich umherbewegen können wie sie 32 . daß sie eine Bedeutung haben. seinen Ausführungen zu folgen. Ich hatte schon erkannt. Nach einigen Versuchen. wie er redete. Aber diesmal war das Ergebnis nicht besonders glänzend. Dabei scheint es ihnen. sie können. unangenehme und unbequeme Umgebung für eine Unterredung mit ihm in Kauf zu nehmen. wie Sie sich. dort hinzugehen. als ob sie einander haßten. G. Die Unterredung begann mit meiner Frage: „Können Kriege verhindert werden?" Und G. Sie verstehen nicht. als ob er von mir eine Extraanstrengung verlange und die Bereitschaft. gab ich nach. bestand aber darauf. Zuerst verstand ich. daß er manchmal absichtlich schwierige äußere Umstände für ein Gespräch suchte. Irgendwo da oben haben sich zwei oder drei Planeten zu sehr einander genähert." Und dabei war ich nach früheren Gesprächen sicher gewesen. „Um das zu verstehen. ganz anspannen? Dieselbe Anspannung geschieht zwischen Planeten. Haben Sie schon einmal bemerkt. wenn ein Mensch auf einem schmalen Steg an Ihnen vorbeigeht. daß er erwidern würde: „Nein. oder daß sie einander für ein erhabenes Ziel abschlachten. muß man sehr viel wissen. Für diese dauert es vielleicht nur ein oder zwei Sekunden. daraus folgt Spannung. oder daß sie jemanden oder etwas verteidigen müssen und daß dies eine edle Tat sei.

Später baute ich sehr viel darauf auf. Aber diese Idee hat. oder richtiger das organische Leben auf der Erde. wird von zahlreichen 33 . Und sogar als ich mich daran erinnerte. Aber ich entsinne mich. so daß ich es gar nicht sogleich erfaßte und erst später bemerkte. nur historische und psychologische Bedeutung. die auf die Menschheit wirken. dauerte es lange. was ich hörte. was in großem Ausmaß geschieht. nämlich über die Einflüsse. daß sie sich entscheiden können. Aber über den Mond werden wir noch gesondert sprechen. was er mir eigentlich sagen wollte. wird von außen her gelenkt. wie das Gespräch begann. Viel später verstand ich. daß weder Kaiser Wilhelm noch die Generäle. Alles. was er die „ Wechselbeziehung von Kräften in verschiedenen Welten" nannte. und zwar entweder durch zufälliges Zusammentreffen von Einflüssen oder aber durch allgemeine kosmische Gesetze. Minister und Parlamente das geringste bedeuten oder ausrichten können. ein kleines Diagramm zeichnete und mir etwas zu erklären suchte. nämlich. waren seine Worte über den Unterschied der Zeit für die Planeten und für die Menschen. Dann spielt auch der Mond eine große Rolle in diesem Zusammenhang. Was wirklich wichtig war und er ganz beiläufig erwähnte. Dies war im Zusammenhang mit unserem vorigen Gespräch. Etwa um die gleiche Zeit fesselte mich auch ein Gespräch über die Sonne. als ich die Unterredung zu rekonstruieren suchte." Das war alles. auf welche Weise zufällige Einflüsse abgelenkt oder in verhältnismäßig harmlose verwandelt werden könnten. Ich erinnere mich nicht mehr. bis ich die volle Bedeutung dieser Idee begriff. Aber in Wirklichkeit sind all ihre Bewegungen und Handlungen das Ergebnis planetarischer Einflüsse. Die Idee war in großen Zügen folgende: die Menschheit. Es war wirklich eine interessante Vorstellung und deutete auf den esoterischen Sinn des „Opfers" hin. jedenfalls zur jetzigen Zeit. daß G.wollen. die Planeten und den Mond. sie glauben. ob sie dies oder jenes tun. Und sie selbst bedeuten buchstäblich gar nichts. Nur müssen wir verstehen.

im nächsten Augenblick ein anderer. „darum werden wir hierüber ein anderes Mal sprechen. Dann wird in seiner Nähe ein neuer Mond auftauchen. sagte G. sondern im Gegenteil ein „Planet im Zustand des Geborenwerdens". wie er sich ausdrückte. Und für den Menschen gibt es eine gewisse Möglichkeit. „und einmal wird er möglicherweise die gleiche Stufe wie die Erde erreichen. mit all ihren Zusätzen und Veränderungen. daß er Planeten und Mond als lebendige Wesen behandelte. und dann auch unter diesen Einfluß zu gelangen. Nach seinen Worten wäre der Mond kein „toter Planet". Alles. würde ich einen langen Vortrag brauchen".Ursachen und verschiedenen Welten gleichzeitig beeinflußt: von Einflüssen der Planeten. sich die Einflüsse auszuwählen: in anderen Worten. den „Intelligenzgrad der Erde" erreicht habe.'s interessierte mich vor allem." Dies fesselte gleich meine Aufmerksamkeit. einmal ist der eine stärker. wie man gewöhnlich annimmt. die ganze Arbeit an sich selbst. sagte G. sich von einem Einfluß zu befreien. Einflüssen des Mondes. ohne sogleich unter einen anderen zu fallen. beginnend mit der Kant-Laplaceschen bis herunter zu den allerneuesten. den Einfluß auszuwählen. Auch die Sonne war einmal wie die Erde und die Erde wie der Mond. von einem Einfluß auf einen anderen überzugehen. dem man sich unterwerfen will. Jetzt möchte ich. ein Planet in den Uranfängen seiner Entwicklung. All diese Einflüsse wirken zugleich. und die Erde wird zur Sonne werden. einer begrenzten Lebensdauer. besteht darin. der noch nicht. Und noch früher war die Sonne wie der Mond. Die „allge- 34 . „Um zu erklären wie." In dieser Rede G. mit einem bestimmten Alter. Nichts schien mir künstlicher. Dazu muß man im voraus wissen. unzuverlässiger und dogmatischer als die üblichen Theorien über die Entstehung der Planeten und Sonnensysteme. welcher Einfluß der vorteilhaftere ist... „Aber der Mond wächst und entwickelt sich". mit Entwicklungsmöglichkeiten und der Fähigkeit der Wandlung zu anderen Seinszuständen. Einflüssen der Sonne und Einflüssen der Sterne. daß Sie eine Sache verstehen: es ist unmöglich.

kann die Erde sterben. ohne das geringste erreicht zu haben. andere nicht und wieder andere würden Beweise verlangen. daß G.. was getan werden sollte." In Moskau hatten wir um die gleiche Zeit auch einige interessante Gespräche über Kunst. als ich G. Genau so. Es würde sogar noch schlimmer werden. so gibt es ver- 35 . die auf der Erde leben. die ihre Ursache in ganz neuen Voraussetzungen hatte und eine andere universale Ordnung zeigte." „Ist dieser Zeitabschnitt bekannt?" fragte ich. Einige würden es glauben. „Er ist bekannt". kennenlernte. für wissenschaftlich und bewiesen. obwohl sie äußerlich genau gleich aussehen. „aber die Erde kann das gleiche werden. „aber es wäre kein Vorteil. „Wenn nach einer bestimmten Zeit das. nicht getan worden ist. ohne das erreicht zu haben. sagte G. Aber das ist natürlich nicht sichergestellt. „Die Intelligenz der Sonne ist göttlich". Aber in Wirklichkeit ist natürlich nichts weniger wissenschaftlich und unbewiesener als diese Theorien. wenn die Menschen ihn kennen würden." „Wovon hängt das ab?" fragte ich. Danach würden sie anfangen.. G.'s Antwort war sehr vage. Sie standen in Beziehung zu der Geschichte. „Im Augenblick ist Ihnen noch nicht klar". sagte G. sich die Köpfe einzuschlagen. „In welcher Beziehung steht die Intelligenz der Erde zur Intelligenz der Sonne?" fragte ich. den verschiedensten Stufen angehören können. sagte er. So geht es mit allem bei den Menschen. sehr interessant und wichtig. Deshalb schien mir die Tatsache. „daß Menschen. und die Erde kann sehr wohl sterben.'s System eine vollständig andere Theorie hatte. sagte G. dazu noch eine organische. die an dem ersten Abend verlesen wurde. wie es Menschen verschiedener Stufen gibt. oder jedenfalls die zuletzt bekanntgewordene.meine Öffentlichkeit" hält diese Theorien.. was sie hätte erreichen können. „Es gibt eine bestimmte Zeitdauer für die Ausführung einer gewissen Sache".

In Ihrer Kunst ist alles subjektiv — des Künstlers Wahrnehmung von dieser oder jener Empfindung. die gleiche Empfindung durch ganz verschiedene Methoden in verschiedener Form auszudrücken oder aber verschiedene Wahrnehmungen in der gleichen Form — je nachdem wie es ihnen gelehrt wurde oder im Widerspruch dazu. als Sie annehmen dürften. Aber da Sie den Unterschied nicht genau erkennen. Und der Zuschauer. „Ich nenne Kunst nicht all das. Der eine gleiche Sonnenuntergang kann in einem Künstler das Gefühl der Freude hervorrufen. das in der modernen Kunst nicht zu spüren ist. in ihm wachrufen. den Wahrnehmungen des Zuschauers.schiedene Stufen in der Kunst. alles für eine Art von Kunst zu halten. und die Wahrnehmung dieser Formen seitens anderer Menschen. vergessen Sie ihn bald und fahren fort. Zwei Künstler mögen sich bemühen. Hörer und Leser wird wahrnehmen — nicht. Bei ein und derselben Erscheinung mag ein Künstler ein bestimmtes Gefühl haben. daß diese Stufenunterschiede viel größer sind. All dies ist subjektiv und all dies ist zufällig. Nur sehen Sie noch nicht ein. in denen er seine Empfindungen auszudrücken versucht. und Sie glauben. die Formen. treffen Sie plötzlich auf Dinge. eines viel zu nahe an das andere. ein anderer Künstler wieder ein anderes.in denen er seine Empfindungen ausdrückt. in einem anderen Trauer. was der Künstler mitteilen wollte oder fühlte. daß Ihnen die verschiedenen Stufen erreichbar seien. vor allem Werken alter Kunst. Alles 36 . „In wirklicher Kunst ist nichts zufällig. Und doch ist zwischen Ihrer Kunst und der. ein gewaltiger Unterschied. von der ich spreche. das heißt auf zufälligen Assoziationen beruhend — dem Eindruck des Künstlers und seiner . nur Phantasie oder Sucht nach Originalität bedeutet. Zuhörers oder Lesers. sondern was für Assoziationen die Formen. Wirkliche Kunst ist etwas ganz anderes. Sie ist mathematisch. Nachahmung der Natur oder anderer Menschen ist. die Sie nicht erklären können und die ein gewisses Etwas enthalten.Schöpfung'). da es nur mechanische Wiedergabe. was Sie als solche bezeichnen. . Sie stellen die verschiedensten Dinge auf eine Stufe.Schöpfung' (er betonte das Wort . Unter Kunstwerken.

ein großes. und sein Werk kann nicht einen Eindruck auf einen Menschen und einen anderen auf den nächsten machen — vorausgesetzt natürlich. Ein objektives Kunstwerk ist genau so ein Buch. antwortete G. Das ist wirkliche. daß beide auf der gleichen Stufe stehen. sondern auch die Gefühlsseite des Menschen anspricht. „Die große ägyptische Sphinx ist so ein Kunstwerk." „Gibt es auch heute noch Werke von objektiver Kunst?" fragte ich. Und langsam. daß diese Figur viele Dinge enthielt. Der Künstler weiß und versteht. und zwar genau so wie er es meint. was der Autor meint. die wir zuerst für einen alten Gott oder Teufel hielten. Im Verlauf unserer Reisen in Zentralasien fanden wir in der Wüste. Es wird immer. Denken Sie sich ein wissenschaftliches Werk. Schritt für Schritt. Zuerst erweckte sie in uns nur den Eindruck einer Kuriosität. vorausgesetzt. am Fuße des Hindukusch. mit dem Unterschied. daß ein Mensch es auf eine Weise versteht und der nächste auf eine andere. Aber nach kurzer Zeit begannen wir zu fühlen. was er mitteilen will. Es ist ausgeschlossen. „Natürlich gibt es sie". daß es nicht nur die denkerische. Menschen auf niedrigeren Stufen werden nie soviel davon haben wie Menschen auf höheren Stufen. Es war im Körper dieser Figur. „Aber gleichzeitig wird das gleiche Kunstwerk auf Menschen verschiedener Seinsstufen einen verschiedenen Eindruck machen. sondern mit den Gefühlen. allerdings nicht mit dem Denken. begannen wir dieses System zu entziffern. Jeder genügend Vorbereitete. alles kann im voraus erkannt werden. mit mathematischer Gewißheit. eine seltsame Figur. ein Buch über Astronomie oder Chemie.kann in ihr vorausberechnet werden. daß diese genügend entwickelt sind. einen und denselben Eindruck hervorrufen. die man wie Bücher lesen kann. der dieses Buch liest. vollständiges und komplexes System der Kosmologie. in ihren 37 . ebenso wie einige geschichtlich bekannte Bauwerke. wird verstehen. objektive Kunst. Es gibt Statuen von Göttern und verschiedenen mythologischen Gestalten. einige Götterstatuen und viele andere Dinge.

Es gab darunter Ideen. Ich fühlte bereits. 38 . was G. In der ganzen Statue gab es nichts Zufälliges. die ich nicht annehmen konnte und die mir phantastisch und ohne jede Grundlage zu sein schienen. was ich selbst gedacht hatte. in ihren Augen. Andere hingegen stimmten merkwürdig mit dem überein. Nichtsdestoweniger wußte ich. in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Stufen. daß es in der Kunst Unterscheidungen und Abstufungen gibt. was er in diese Worte legte. Einige von uns meinten. in ihrem Kopf. zu denen ich schon vor langer Zeit gekommen war. mit Schlüssen. sondern ein Ganzes ausmachten. Jedenfalls erfaßten wir die Bedeutung dessen. Im allgemeinen erstaunten mich viele Dinge. Das war wirkliche Kunst!" Ich war sehr von G. überall. in ihren Ohren. und nicht nur diese. Ich hatte immer gefühlt. daß diese Unterscheidungen und . Sein Prinzip der Teilung der Kunst in subjektive und objektive sagte mir sehr viel. . die G. sagte. einfach ein Streit um Worte. ihre Gesichter zu sehen und ihre Stimmen zu hören. die diese Statue geschaffen hatten. nichts ohne Bedeutung. was er sagte. von dem ich bisher jedoch nur einige Bruchstücke sah. gesagt hatte.leer und nutzlos.'s Ausführungen über Kunst beeindruckt. die ich gefühlt hatte.Beinen. Ich verstand noch nicht alles. So schienen mir alle Diskussionen über • Kunst ohne Anerkennung dieser Unterscheidungen und Abstufungen . daß seine Ideen nicht — wie sonst alle philosophischen und wissenschaftlichen Ideen — voneinander losgelöst waren. was sie uns über die Jahrtausende mitteilen wollten. fühlte ich eine Annäherung an die gleichen Abstufungen. Armen. Vor allem interessierte mich der innere Zusammenhang von allem. Abstufungen bestehen. aber nicht definieren konnte. In dem. Wir begannen ihre Gedanken und Gefühle zu spüren. die ich weder definieren noch formulieren konnte und die auch noch niemand formuliert hatte. die wir nicht sehen noch verstehen können. Und langsam verstanden wir das Ziel der Menschen. sondern auch alle damit verknüpften Gefühle und Empfindungen.

Ich dachte darüber im Nachtzug auf dem Weg von Moskau nach Petersburg nach. wonach ich suchte. wirklich wußte. um von Worten oder Ideen zu Taten. Ich fragte mich. noch konnte ich etwas genau formulieren. daß sich etwas schon für mich geändert hatte und von nun an alles anders verlaufen würde. 39 . ob ich wirklich gefunden hatte. was man wissen muß. Aber ich hatte eine innere Überzeugung. daß G. zu „Tatsachen" zu kommen? Ich war noch über nichts sicher. War es möglich.

Ich ging sofort zu ihm. nach Moskau gehen. aus der ich mich trotz aller Anstrengungen nicht befreien konnte. Der Krieg wurde nun auf russischem Boden geführt und kam uns immer näher. trat immer deutlicher zutage.s Stimme. Dies war der schreckliche Sommer 1915 mit seiner immer drückender werdenden Atmosphäre. er werde bald zurückkommen. Aber oft kehrte ich in Gedanken zu den Moskauer Gesprächen zurück. Und als ich ihm bei diesem zweiten Besuch von einer gewissen Gruppe in Petersburg erzählte. sprach er zu mir genau so wie in Moskau. Es vollzog sich eine „Kraftprobe". meine Arbeit wurde aufgehalten.ZWEITES KAPITEL I n Petersburg verging der Sommer mit der üblichen literarischen Arbeit. Und zwischen Gesprächen mit anderen Menschen. bevor ich das Beabsichtigte getan hätte. meinte er. Die Zeit verging. Die verborgene selbstmörderische Geschäftigkeit. sagte: „Ich werde alles aufgeben und zu G. daß die Bekanntschaft mit ähnlichen 40 ." Und bei diesem Gedanken wurde es mir immer leichter zumute. las Korrekturen und so fort. die ihn in verschiedenen Angelegenheiten aufsuchten. es war schon Herbst. wurde ich ans Telephon gerufen und hörte G. sagte er mir. an der ich teilnahm und in der alle möglichen Themen vom Krieg bis zur Psychologie diskutiert wurden. Ich bereitete meine Bücher für neue Auflagen vor. als die Umstände besonders schwierig wurden. Eines Tages. Und ich begann mir schon vorzustellen. Er war für einige Tage nach Petersburg gekommen. Die Drucker streikten dauernd. Alles begann zu schwanken. Ich erinnere mich. daß ich mir einige Male. von der so viel im russischen Leben abhängt. daß die Katastrophe auf uns hereinbrechen werde. Als er am nächsten Tag wegfuhr.

Wichtig ist. „Sie verstehen Ihre eigene Lage nicht. ihm einige Leute vorzustellen. All das erinnerte mich zum Teil an das. Eine Gruppe mit einem wirklichen Führer kann mehr tun. „darum geht es nicht. „Das ist nicht wichtig.Gruppe' der Anfang von allem ist. Er fuhr nach Moskau und versprach.Gruppen nützlich sein könne. um zu fragen. das. eine Reihe von Experimenten und Vorführungen zu veranstalten und Menschen mit einem weiteren Bildungshorizont und besserer Vorbereitung zu interessieren. daß er seine Arbeit hier in größerem Umfange organisieren wolle: er beabsichtige öffentliche Vorlesungen zu halten. Er kam wieder für kurz zurück. und es interessierte mich. was ich in Moskau gehört hatte. nichts erreichen. daß zehn oder zwanzig Menschen da sind — wenn sie in Schichten arbeiten und einer den anderen deckt. wenn Sie ein vernünftiger Mann sind. Sie sind im Gefängnis. Einer allein kann nichts tun. ist zu entkommen. eine Mauer zu untertunneln. sprach eingehend über die Organisation von Gruppen für seine Arbeit und über deren Rolle in der Arbeit. was Sie wünschen können. was ein Einzelner nie tun kann. nennen Sie es wie Sie wollen". seine Ankunft zu erwarten. Ich entsinne mich eines Gespräches. Ich sprach zu meinen Freunden über ihn und wir begannen. Aber wie entkommen? Es ist notwendig. denn er denke daran. Alles. 41 . in Petersburg die gleiche Art Arbeit zu beginnen wie in Moskau. in vierzehn Tagen zurückzukommen.. was er damit meinte. Aber ich verstand nicht genau. wie üblich bei G. daß eine . Ein. sagte er. Aber als ich das Gespräch unterbrechen wollte. Aber lassen Sie uns annehmen.oder zweimal gebrauchte er das Wort „esoterisch". können sie den Tunnel vollenden und entkommen. Einer allein kann nichts tun. Eine Gruppe von Menschen kann tun. Ich erreichte es. wich er der Antwort aus. was er unter „esoterisch" verstehe. dies wurde mir erst später klar. G. in einem kleinen Cafe auf dem Newsky stattfand. Hinsichtlich seiner Pläne und Absichten erklärte er. was für „Experimente" und „Vorführungen" er meinte. das ich früher nie von ihm gehört hatte.

Der Tag verging in Cafes. Ich verstand nicht ganz die Art und Weise. veranstaltete ich Gespräche und Vorlesungen. schicken. gegen seinen Willen oder im Gegensatz zu seinen Wünschen befreien. in welcher Richtung die Flucht. 42 . wenn er nach Petersburg kam. Allmählich stellte ich immer mehr Leute G. Solange er das nicht einsieht. Am nächsten Morgen sagte er dann. entweder in Privathäusem oder in schon bestehenden Gruppen. vor. Diese allein werden sagen können. daß G. und vor allem durch bewußtes Streben nach einem festen Ziel. daß er im Gefängnis ist. Nichts kann ohne eine Organisation erreicht werden. am folgenden Tage nach Moskau zurückkehren werde. wohin die Leute kamen.„Außerdem kann niemand aus einem Gefängnis aufbrechen ohne die Hilfe schon zuvor Entkommener. Mir schien. er habe sich entschlossen. manchmal mit einigen seiner Moskauer Schüler. vieles unnötig schwer mache." G. Niemand kann ihm helfen oder ihn durch Gewalt. solange er sich für frei hält. an denen er teilnahm. Feilen oder was immer sich als nötig erweist. Manchmal begann er damit. im voraus ein Treffen festzusetzen. und seine Lieblingserklärung war dann folgende: Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann. Jedesmal. hat er überhaupt keine Möglichkeit. sehen wollten. kam später noch oft auf sein Gleichnis vom „Gefängnis" und „dem Gefängnis entkommen" zurück. möglich ist. die G. muß er zu allererst erkennen. dann ist sie nur als Ergebnis großer Arbeit und großer Anstrengungen zu erreichen. Zum Beispiel erlaubte er mir selten. Gewöhnlich hatte eine frühere Versammlung mit der Bekanntmachung geendet. Ab Jänner 1916 kam G. wie diese Versammlungen veranstaltet wurden. Aber ein Gefangener allein kann diese Leute nicht finden und auch nicht mit ihnen in Beziehung treten. regelmäßig alle vierzehn Tage nach Petersburg. und können auch Werkzeuge. daß G. Dazu ist eine Organisation notwendig. noch bis zum Abend zu bleiben. Wenn Befreiung möglich ist. Gewöhnlich kamen dreißig bis vierzig Menschen.

Natürlich. daß er eingeladen werde. konnten nie zu unseren Treffen kommen. wird er den ganzen Tag am Telephon sitzen für den Fall. Aber das können wir nicht ändern. seine Ideen kennenzulernen. laßt den ruhig weiter warten. Die Menschen müssen sich beweisen und zeigen. glauben Sie mir. damit er sich danach einrichten kann. Im Augenblick ist das unmöglich." Gewöhnlich eilte ich dann zum Telephon. Im Gegenteil. ist es schwierig. begannen mich mehr und mehr zu interessieren. an. er war der Ansicht. daß. 43 . was sie gehört haben. die außerhalb Petersburgs wohnten. eingeladen zu werden. Vieles verstand ich später ganz anders als damals. wie sie bewerten. und noch dazu im voraus. wie zufällig und unbedeutend diese auch immer sein mögen. und sagen Sie ihnen. sagte er. dann. sowohl in den Versammlungen als auch außerhalb ihrer. „Und wenn ein Mensch bereits etwas gewittert hat. sagte er mir dann: „Warum können wir uns nicht heute treffen? Rufen Sie doch alle.'s Hauptbeweggründe klarer. die zu kommen wünschen. in Zarskoje und so fort. Oder er selbst wird anrufen und nachfragen. für die. was leicht zu haben ist". Wer erwartet. Später werden wir vielleicht Versammlungen an fest bestimmten Tagen abhalten.Erst am Abend. aber natürlich waren alle schon um sieben oder halb acht Uhr abends besetzt. Er wollte es den Menschen auf keinen Fall leicht machen. was G. eine oder anderthalb Stunden bevor unsere Zusammenkünfte gewöhnlich begannen. Aber die Vorlesungen und im allgemeinen alles.nur durch die Überwindung von Schwierigkeiten. Manche. zu dieser Zeit sagte. die Menschen seine Ideen schätzen lernen könnten. und ich konnte nur wenig Leute zusammentrommeln." All dies und noch vieles andere blieb für mich damals eine halboffene Frage. daß wir uns an dem und dem Ort versammeln. Auch wurden mir G. die nicht in Petersburg wohnen. „Der Mensch schätzt nichts.

sagte G.Leben im Jenseits' bezeichnen. so kann es den Tod überleben. der in Ohnmacht fällt oder alles vergißt. kann auch nichts weiterleben. Was man den .Bei einer Gelegenheit in einer dieser Versammlungen fragte jemand nach der Möglichkeit der Wiederverkörpenmg. Aber glauben Sie selbst. sie wird begraben und das ist alles. dann kann eben dieses möglicherweise auch dem Tod des physischen Körpers widerstehen. Aber die Ihnen bekannten Systeme gebrauchen diesen Ausdruck. was der Ausdruck . wird durch innere Fusion erreicht. Wenn es im Menschen irgend etwas gibt. was die Menschen .Astralleib' oder mit Hilfe des „Astralleibes'. In beiden Fällen geschieht das Weiterleben im . daß etwas dem physischen Tod bei einem Menschen widerstehen kann. als ob jeder Mensch einen .Astralleib' habe. „aber zuerst ist es notwendig zu verstehen. wenn er sich in den Finger schneidet? Wenn etwas da ist im Menschen.Reinkarnation' nennen. bei der alles von äußeren Einflüssen abhängt. Um überhaupt von irgendeinem zukünftigen Leben sprechen zu können. im Leben und nach dem Tode — wenn er nachher überhaupt noch weiter besteht — von sehr verschiedener Qualität sein kann. Sie wissen. Das trifft auf sie zu.Astral- 44 .Astralleib' bedeutet. Und nur wenige Menschen erlangen einen . daß das Sein eines Menschen. das heißt durch furchtbar harte innere Arbeit und inneren Kampf. die in einem Augenblick eine ist und im nächsten eine andere und wieder im nächsten eine dritte. was fähig ist. In einigen Fällen von fortgeschrittener Kristallisation kann das.Astralleib' nennt. und ob man Fällen von Verständigung mit Toten Glauben schenken könne. kann seine Zukunft sehr verschieden sein. mit der alles geschieht. Staub wird wieder zu Staub. nach dem Tode möglich sein. Die Maschine Mensch. muß eine gewisse Kristallisation stattfinden. in wieder anderen Fällen das. äußeren Einflüssen zu widerstehen. Das ist ganz falsch. was die Menschen als .. hat überhaupt keine Zukunft irgendwelcher Art. ein gewisses Verschmelzen der inneren Eigenschaften des Menschen und eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen erreicht werden. wenn nichts da ist. „Vieles ist möglich". Aber auch wenn etwas weiterlebt. Der Mensch wird nicht damit geboren.

Reibung'.Reibung1 erreicht. Zum Beispiel ein fanatischer Glaube an die eine oder andere Idee oder die . Wenn er gebildet worden ist. Ein anderer ist ein Mönch. Wenn ein Mensch ohne inneren Kampf lebt.leib'. durch den Kampf zwischen dem Ja' und dem .Angst vor Sünde' kann einen wahrhaft fürchterlichen Kampf zwischen Ja' und . Aber Kristallisation ist möglich auf richtiger Grundlage und ist möglich auf falscher Grundlage. Aber wenn ein Kampf in ihm beginnt und wenn vor allem dieser in einer bestimmten Richtung verläuft. „Kristallisierung ist auf jeder Grundlage möglich. einen wirklich guten. muß er erst wieder eingeschmolzen werden. ohne sich zu rühren. die innere Einheit. Ich habe solche Räuber im Kaukasus gekannt.kristallisieren'. Er hat Angst vor dem Teufel. kann aber den Tod des physischen Körpers lange überleben. dann stirbt er im Verlauf der Zeit. kann er den physischen Tod überdauern und kann sogar in einen neuen physischen Körper hineingeboren werden. So können Menschen eine un- 45 . wenn alles ohne Widerspruch in ihm geschieht. . Nehmen wir zum Beispiel einen Räuber. wenn er überall hingeht. er beginnt zu . wird durch . die Mücken beißen ihn. Er ist nicht unsterblich.Nein' hervorrufen. Das ist dann . Er wird mit seinem Gewehr acht Stunden am Straßenrand hinter einem Stein stehen. Aber das wäre eine falsche. ihm ist heiß.Nein' im Menschen. „Die Verschmelzung. der Kampf zwischen Ja' und . Auf diese Weise wird die Kristallisierung erreicht. Ein solcher Mensch wird nicht die Möglichkeit weiterer Entwicklung haben. Wenn er nicht wiedergeboren wird. echten Räuber. kann leicht auf falscher Grundlage beginnen. Um weitere Entwicklung zu ermöglichen. Könnten Sie das tun? Die ganze Zeit — denken Sie daran — geht ein Kampf in ihm vor sich. und das ist nur durch schreckliches Leiden möglich. und ein Mensch kann auf dieser Grundlage kristallisieren. Die ganze Nacht schlägt er den Kopf gegen den Boden und betet. dann beginnen sich allmählich dauernde Züge zu formen.Nein'. wohin er gezogen wird oder wohin der Wind bläst. Er ist durstig.Reinkarnation'. unvollständige Kristallisierung. wird er bleiben wie er ist. aber er steht ruhig.

geheure innere Stärke erlangen; sie können Foltern ertragen; sie können erreichen, was sie wollen. Das heißt, nun hat sich in ihnen etwas Festes, etwas Dauerndes gebildet. Solche Menschen können unsterblich werden. Aber was nützt das schon? Ein Mensch dieser Art wird ein .unsterbliches Ding', wenn auch manchmal ein gewisses Maß von Bewußtheit in ihm erhalten bleibt. Aber sogar das geschieht, wohlgemerkt, sehr selten." Wie ich mich erinnere, prägte sich mir das auf diese Rede folgende Gespräch deswegen ein, weil viele Leute aus G.'s Rede ganz andere Dinge entnommen hatten als er sagte; andere wiederum beachteten nur G.'s zusätzliche und unwesentliche Bemerkungen und behielten allein diese. Die grundsätzlichen Prinzipien in den Ausführungen entgingen den meisten. Nur sehr wenige stellten Fragen nach den wesentlichen Punkten dessen, was er sagte. Eine dieser Fragen ist mir im Gedächtnis geblieben. „Auf welche Weise kann man in sich den Kampf zwischen ,Ja und ,Nein' hervorrufen?" fragte jemand. „Opfer sind notwendig", sagte G., „wenn nichts geopfert wird, kann nichts erreicht werden. Und man muß etwas Wertvolles opfern, man muß es für lange Zeit opfern und man muß viel opfern. Jedoch nicht für immer. Dies muß man verstehen, weil es oft nicht verstanden wird. Opfern ist nur so lange notwendig, als der Prozeß der Kristallisierung vor sich geht. Wenn er beendet ist, werden Opfer, Entsagung und Entbehrung überflüssig. Dann kann einer alles haben, was er will. Dann gibt es keine Gesetze mehr für ihn, er wird sich selbst zum Gesetz." Aus denen, die zu unseren Vorlesungen kamen, bildete sich langsam eine kleine Gruppe von Menschen heraus, die nicht eine einzige Gelegenheit vorbeigehen ließen, G. zuzuhören, und sich auch während seiner Abwesenheit trafen. Dies war der Anfang der ersten Petersburger Gruppe. Während dieser Zeit war ich viel mit G. zusammen und begann ihn besser zu verstehen. Man wurde bei ihm durch eine große Ein-

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fachheit und Natürlichkeit beeindruckt, die einen vollständig vergessen ließ, daß er für uns der Vertreter einer Welt des Wunderbaren und Unbekannten war. Weiter fühlte man sehr stark den Mangel jeglicher Affektiertheit oder der Sucht, Eindruckzumachen. Und dazu spürte man, daß er in nichts, was er tat, seinen Vorteil wahrnahm — eine vollständige Gleichgültigkeit gegenüber Annehmlichkeiten, Komfort, und die Fähigkeit, sich bei keiner Arbeit zu schonen, was immer diese sein möge. Manchmal liebte er fröhliche und lebendige Gesellschaft. Er veranstaltete gern große Mahlzeiten, kaufte große Mengen Wein und Essen, von denen er oft gar nichts aß oder trank. Viele Leute gewannen den Eindruck, er sei ein Gourmand, ein Liebhaber guten Lebens im allgemeinen, und uns schien es, daß er oft diesen Eindruck hervorrufen wollte, trotzdem wir alle schon sahen, daß er hierin „schauspielerte". Unser Eindruck des „Schauspielems" bei G. war außerordentlich stark. Unter uns sagten wir oft, daß wir ihn nie durchschauten noch durchschauen könnten. Bei jedem anderen hätte soviel „Schauspielern" den Eindruck von Falschheit hervorgerufen. Bei ihm machte es einen Eindruck von Stärke, jedoch, wie ich schon erwähnte, nicht immer — manchmal war zuviel davon da. Besonders zog mich bei ihm sein Sinn für Humor und das vollkommene Fehlen jeglicher Anmaßung von „Heiligkeit" oder dem Besitz „übernatürlicher" Kräfte an, obwohl er damals, wie wir uns später überzeugten, die Fähigkeit besaß, ungewöhnliche Phänomene psychischen Charakters hervorzurufen. Aber er lachte immer über Leute, die von ihm Wunder erwarteten. Er war ein außerordentlich vielseitiger Mensch; er kannte alles und konnte alles. Einmal erzählte er mir, daß er von seinen Reisen im Osten eine große Zahl von Teppichen mitgebracht habe, bei denen es viele doppelt gab und andere überhaupt keinen Wert vom künstlerischen Standpunkt aus hatten. Während seiner Besuche hatte er herausgefunden, daß der Verkaufspreis für Teppiche in Petersburg höher war als in Moskau, und bei jedem Kommen brachte er einen Ballen Teppiche mit, die er in Petersburg verkaufte.

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Einer anderen Version zufolge kaufte er einfach diese Teppiche in Moskau auf der „Tolkutschka" und brachte sie nach Petersburg zum Verkauf. Ich verstand nicht ganz, warum er das tat, aber ich fühlte, daß es mit der Idee seines „Schauspielerns" zusammenhing. Der Verkauf der Teppiche selbst war bemerkenswert. G. setzte eine Anzeige in die Zeitung und alle möglichen Leute kamen Teppiche kaufen. Bei solchen Gelegenheiten hielten sie ihn selbstverständlich nur für einen gewöhnlichen kaukasischen Teppichhändler. Ich saß stundenlang dabei und schaute zu, wie er zu den Leuten sprach, die zu ihm kamen. Ich bemerkte, daß er manchmal mit ihren Schwächen spielte. Eines Tages war er entweder sehr in Eile oder er hatte es einmal satt, Teppichhändler zu spielen, und bot einer offensichtlich reichen, jedoch sehr habgierigen Dame, die ein Dutzend seiner Teppiche ausgesucht hatte und verzweifelt handelte, alle im Zimmer befindlichen Teppiche für ungefähr ein Viertel des Preises derer, die sie ausgewählt hatte, an. Erst war sie überrascht, aber dann begann sie weiter zu handeln. G. lächelte und sagte, er würde es sich überlegen und ihr am nächsten Tag antworten. Aber den nächsten Tag war er nicht mehr in Petersburg und die Frau bekam gar nichts. Irgend etwas Derartiges geschah fast bei jeder Gelegenheit. Mit diesen Teppichen, in der Rolle des fahrenden Kaufmanns, machte er wieder den Eindruck eines Menschen in Verkleidung, einer Art Harun-al-Raschid, oder des Mannes mit der Tarnkappe im Märchen. Einmal, als ich nicht da war, kam ein „Okkultist" vom Scharlatantypus zu ihm, der in Spiritistenkreisen in Petersburg eine gewisse Rolle spielte und später unter den Bolschewiken „Professor" wurde. Er begann mit den Worten, daß er viel von G. und seinem Wissen gehört habe und seine Bekanntschaft machen wolle. G. spielte, wie er mir selbst berichtete, die Rolle eines echten Teppichhändlers. Mit dem stärksten kaukasischen Akzent und in gebrochenem Russisch begann er dem „Okkultisten" zu versichern, daß er sich geirrt habe, er verkaufe nur Teppiche; und er begann sofort welche aufzurollen und anzubieten.

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Der „Okkultist" ging weg, fest überzeugt, daß seine Freunde sich über ihn lustig gemacht hätten. „Es war offensichtlich, daß der Gauner nicht einen Groschen hatte", fügte G. hinzu, „sonst hätte ich ihm bestimmt den Preis für ein paar Teppiche abgenommen. Ein Perser pflegte zu ihm zu kommen, um seine Teppiche zu flicken. Eines Tages beobachtete ich, wie G. den Perser bei seiner Arbeit sehr aufmerksam beobachtete. „Ich möchte verstehen, wie er es macht, und ich verstehe es noch nicht", sagte G. „Sehen Sie den Haken, den er hat? Alles liegt an ihm. Ich wollte ihn ihm abkaufen, aber er will ihn nicht verkaufen." Den nächsten Tag kam ich früher als gewöhnlich. G. saß auf dem Fußboden und flickte einen Teppich, genau wie der Perser es getan hatte. Wollfäden aller Farben lagen um ihn verstreut und in seiner Hand hatte er denselben Haken, den ich bei dem Perser gesehen hatte. Wie ich erfuhr, hatte er ihn mit einer gewöhnlichen Feile aus der Klinge eines billigen Federmessers gefertigt und im Verlauf des Morgens hatte er alle Geheimnisse des Teppichflickens ergründet. Er erzählte mir viel über Teppiche, die, wie er oft erklärte, eine der ältesten Kunstformen darstellten. Er sprach von alten Gebräuchen, die in manchen Teilen Asiens mit dem Teppichknüpfen verbunden sind; wo ganze Dörfer zusammen an einem Teppich wirken; von Winterabenden, wenn alle Dorfbewohner, alt und jung, sich in einem großen Gebäude versammeln und in Gruppen nach einer im voraus bekannten und durch Überlieferung festgelegten Ordnung auf dem Fußboden sitzen oder stehen. Jede Gruppe beginnt ihre eigene Arbeit. Einige säubern die Wolle von Steinen und Splittern. Andere schlagen sie mit Stöcken. Eine dritte Gruppe kämmt die Wolle. Die vierte spinnt, die fünfte färbt die Wolle. Die sechste oder vielleicht die sechsundzwanzigste wirkt den Teppich. Männer, Frauen und Kinder, Greise und alte Frauen, alle haben ihre traditionelle Arbeit, und die ganze Arbeit wird unter Begleitung von Musik und Gesang gemacht. Die Spinnerinnen, mit Spindeln in der Hand, tanzen während ihrer Arbeit einen be-

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sonderen Tanz, und all die Bewegungen dieser verschieden beschäftigten Leute sind wie eine Bewegung und ein Rhythmus. Außerdem hat noch jeder Ort seine eigene Musik, seine eigenen besonderen Gesänge und Tänze, die seit undenklichen Zeiten mit der Teppichmacherkunst verknüpft sind. Während er mir dies erzählte, durchzuckte mich der Gedanke, daß vielleicht Form und Farbe der Teppiche mit der Musik zusammenhängen, vielleicht ihr Ausdruck in Form und Farbe sind; daß Teppiche sozusagen die Aufzeichnungen dieser Musik sind, die Koten, an Hand derer die Weisen wiedergegeben werden können. Für mich hatte diese Vorstellung nichts Fremdes, weil ich oft Musik in Form komplizierter Zeichnungen „sehen" konnte. a Aus einigen zufälligen Gesprächen mit G. gewann ich ein ge'Kvisses Bild von seinem früheren Leben. * Seine Kindheit hatte er an der Grenze Kleinasiens in seltsamen, sehr abgelegenen, fast biblischen Lebensumständen verbracht. Herden unzähliger Schafe. Wandern von Ort zu Ort. Zusammentreffen mit verschiedenen seltsamen Menschen. Seine Einbildungskraft wurde vor allem durch die Yezidis, die „Teufelsanbeter", angeregt, die seit seiner frühesten Jugend seine Aufmerksamkeit durch ihre unverständlichen Gebräuche und ihre Abhängigkeit von unbekannten Gesetzen gefesselt hatten. Er erzählte mir unter anderem, daß er als Kind oft beobachtet habe, wie Yezidi-Knaben unfähig waren, aus einem Kreis herauszutreten, der um sie auf dem Boden gezeichnet worden war. Seine Jugend verbrachte er in einer Atmosphäre von Märchen, Legenden und Überlieferungen. Das „Wunderbare" war in seiner Umgebung eine Tatsache. Weissagungen, die er hörte und die alle, die um ihn waren, fest glaubten, erfüllten sich und riefen in ihm den Glauben auch an vieles andere hervor. All dies hatte schon in frühester Jugend in ihm eine Neigung nach dem Geheimnisvollen, dem Unverständlichen und Magischen geweckt. Er sagte mir, schon als Kind habe er mehrere lange Reisen nach dem Osten unternommen. Was an diesen Geschichten wahr war, konnte ich nie genau entscheiden. Aber wie er berichtete,

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stieß er im Verlauf seiner Reisen auf viele Erscheinungen, die ihn auf die Existenz eines bestimmten Wissens hinwiesen, auf gewisse, über die gewöhnlichen Möglichkeiten hinausgehende Kräfte und Möglichkeiten des Menschen und ferner auf Leute mit hellseherischer Begabung und anderen wunderbaren Kräften. Allmählich begannen, wie er sagte, seine Abwesenheit von zu Hause und seine Reisen ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Er ging auf die Suche nach dem Wissen und den Leuten, die es besaßen. Und nach großen Schwierigkeiten fand er, wie er erzählte, in Gemeinscha^ mit einigen anderen, die gleich ihm auf der Suche nach dem Wunderbaren waren, die Quellen dieses Wissens. In all diesen Geschichten über ihn selbst war vieles widerspruchsvoll und kaum glaublich. Aber ich hatte schon begriffen, daß man an ihn nicht den üblichen Maßstab anlegen dürfe und er mit keinem gewöhnlichen Maß zu messen sei. Bei ihm konnte man über nichts sicher sein. Heute konnte er eine Sache sagen, morgen etwas ganz anderes und trotzdem konnte man ihn nicht des Widerspruches zeihen: man mußte nur verstehen und alles miteinander verbinden. Über Schulen und die Orte, wo er das Wissen, welches er zweifellos besaß, gefunden hatte, sprach er sehr wenig und immer oberflächlich. Er erwähnte tibetanische Klöster, den Chitral, den Berg Athos, Sufi-Schulen in Persien, in Buchara und Ostturkestan; femer Derwische der verschiedenen Orden. Aber alles nur auf sehr unbestimmte Weise. . Während eines Gespräches mit G. in unserer Gruppe — die langsam eine dauernde Einrichtung wurde — fragte ich: „Warum ist, wenn früheres Wissen bewahrt wurde und es, allgemein gesprochen, ein von unserer Wissenschaft und Philosophie getrenntes und diese sogar übertreffendes Wissen gibt, warum ist es dann so sorgfältig verborgen, warum wird es nicht Allgemeingut? Warum wollen die Träger dieses Wissens es nicht dem allgemeinen Lebensstrom überantworten, um einen besseren und erfolgreicheren Kampf gegen Betrug, Übel und Unwissenheit zu führen?" Das ist, glaube ich, wohl eine Frage, die jedem Menschen in den

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Sinn kommt, wenn er die erste Bekanntschaft mit esoterischen Ideen macht. „Hierauf gibt es zwei Antworten", sagte G., „erstens einmal ist dieses Wissen nicht verborgen. Zweitens kann es, gerade seiner Natur nach, nicht Allgemeingut werden. Wir wollen zunächst die zweite Feststellung untersuchen. Danach will ich Ihnen beweisen, daß Wissen (er betonte das Wort) viel erreichbarer ist für jene, die es verdauen können, als man gemeinhin annimmt. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, daß die Menschen es entweder nicht wollen oder nicht aufnehmen können. „Aber zuerst muß etwas anderes verstanden werden, nämlich, daß Wissen nicht allen, ja nicht einmal vielen zukommen kann. Das ist ein Gesetz. Sie verstehen dies nicht, weil Sie nicht verstehen, daß Wissen, gleich allem anderen in der Welt, stofflich ist. Es ist stofflich, und das heißt, daß es alle Eigenschaften der Stofflichkeit besitzt. Eine der ersten Eigenschaften der Stofflichkeit ist, daß der Stoff immer begrenzt ist, das heißt, die Menge eines gegebenen Stoffes an einem gegebenen Ort und unter gegebenen Bedingungen ist begrenzt. Sogar der Sand in der Wüste und das Wasser des Meeres hat eine begrenzte und unveränderliche Menge. Wenn also Wissen stofflich ist, so bedeutet dies, daß es an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit nur eine begrenzte Menge davon gibt. Man kann sagen, daß die Menschheit für eine gewisse Zeitspanne, sagen wir ein Jahrhundert, eine begrenzte Menge von Wissen zu ihrer Verfügung hat. Aber wir wissen, sogar aus unserer alltäglichen Erfahrung, daß der Wissensstoff ganz verschiedene Eigenschaften besitzt, je nachdem er in kleinen oder in großen Mengen eingenommen wird. In großer Menge, an einem bestimmten Ort, das heißt durch einen Menschen oder, sagen wir, eine kleine Gruppe von Menschen aufgenommen, zeitigt er sehr gute Ergebnisse. In kleiner Menge aufgenommen (das heißt durch jeden Menschen einer großen Menge), zeitigt er überhaupt keine Ergebnisse, oder sogar negative, den Erwartungen entgegengesetzte. Wenn also eine gewisse begrenzte Wissensmenge unter Millionen Menschen aufgeteilt wird, dann wird jeder einzelne sehr wenig davon erhalten, und

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diese geringe Menge wird weder an seinem Leben noch an seinem Verständnis der Dinge etwas ändern. Und, wie groß auch immer die Summe der Menschen sei, die dieses geringe Quantum Wissen erhalten, in ihrem Leben wird sich nichts ändern, außer vielleicht, daß es noch schwieriger wird. „Wenn aber dagegen große Wissensmengen in wenigen Leuten konzentriert werden, wird dieses Wissen sehr gute Ergebnisse zeitigen. Von diesem Gesichtspunkt ist es viel vorteilhafter, daß Wissen von einer kleinen Anzahl Menschen bewahrt und nicht unter Massen verstreut wird. „Wenn wir eine gewisse Menge Goldes nehmen und uns entschließen, eine Anzahl von Gegenständen damit zu vergolden, müssen wir die genaue Anzahl der Gegenstände wissen oder berechnen, die mit dieser Goldmenge vergoldet werden können. Wenn wir versuchen, eine größere Menge zu vergolden, werden sie unregelmäßig, fleckig mit Gold bedeckt sein und viel häßlicher aussehen, als wenn gar kein Gold auf ihnen wäre. Tatsächlich werden wir dann unser Gold verlieren. „Die Verteilung von Wissen geht nach genau dem gleichen Prinzip vor sich. Wenn es allen gegeben wird, bekommt keiner etwas. Wenn es hingegen bei einigen wenigen aufbewahrt wird, wird jeder genug haben, nicht nur das zu behalten, was er hat, sondern es auch noch zu vermehren. „Beim ersten Anblick scheint diese Theorie sehr ungerecht zu sein, da die Lage derjenigen, denen das Wissen gleichsam verweigert wird, damit andere einen größeren Anteil erhalten, sehr traurig und härter zu sein scheint, als sie sein sollte. In Wirklichkeit aber verhält es sich nicht so; und in der Verteilung des Wissens gibt es nicht die geringste Ungerechtigkeit. „Es ist eine Tatsache, 'daß die allermeisten Menschen gar kein Wissen wünschen. Sie weigern sich, daran Anteil zu nehmen und nehmen nicht einmal die Menge, die ihnen in der Verteilung zur Fristung ihres Lebens zusteht. Besonders zeigt sich dies in Zeiten von Massenverrücktheit, wie in Kriegen, Revolutionen und so fort, wenn die Menschen selbst den geringen Teil von gesundem Men-

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schenverstand, den sie haben, zu verlieren scheinen, und sich in vollständige Automaten verwandeln, sich ganz der Zerstörung in gewaltigem Umfang widmen; das heißt in anderen Worten, wenn sie sogar den Instinkt der Selbsterhaltung verlieren. Dann bleiben gewaltige Wissensmengen sozusagen unverlangt und können an die verteilt werden, die ihren Wert erkennen. „Darin liegt keine Ungerechtigkeit, weil die Empfänger des Wissens nichts wegnehmen, was anderen gehört. Sie nehmen nur das, was andere als nutzlos abgelehnt haben und was in jedem Falle verloren ginge, wenn sie es nicht nehmen würden. „Die Sammlung von Wissen durch einige Menschen hängt von der Zurückweisung dieses Wissens durch andere ab. „Es gibt Zeiten im Leben der Menschheit — die gewöhnlich mit dem Beginn des Untergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammenfallen —, wo die Massen unwiderbringlich ihre Vernunft verlieren und alles zerstören, was Jahrhunderte und Jahrtausende an Kultur geschaffen haben. Solche Zeiten von Massenverrücktheit, die oft mit geologischen Kataklysmen, Klimawechseln und ähnlichen Erscheinungen planetarischen Charakters zusammenfallen, befreien eine große Menge von Wissensstoff. Das wiederum erfordert die Arbeit, das Wissen zu sammeln, weil es sonst verlorenginge. So fällt die Arbeit, zerstreuten Wissensstoff zu sammeln, oft mit dem Beginn der Zerstörung von Kulturen und Zivilisationen zusammen. „Dieser Aspekt der Frage ist klar. Weder will die Menge noch sucht sie Wissen, und die Führer der Menge versuchen in ihrem eigenen Interesse, die Furcht und Abneigung gegen alles Neue und Unbekannte zu verstärken. Die Sklaverei, in der die Menschheit lebt, beruht auf dieser Furcht. Es ist sogar schwer, sich alle Schrecken dieser Sklaverei auszumalen. Wir verstehen nicht, was die Menschen verlieren. Aber um den Grund dieser Sklaverei zu verstehen, genügt es zu beobachten, wie die Menschen leben, was das Ziel ihrer Existenz, der Gegenstand ihrer Wünsche, Leidenschaften und Strebungen ist, woran sie denken, wovon sie reden, wem sie dienen und was sie verehren. Schauen Sie, wofür die kultivierte Menschheit unserer Zeit ihr Geld ausgibt; selbst wenn wir den Krieg beiseite

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lassen — was den höchsten Preis erzielt; wo sich die größten Menschenmengen versammeln. Wenn wir einen Augenblick diese Fragen bedenken, so wird uns klar, daß die Menschheit in ihrem jetzigen Zustand, mit ihren Interessen, für die sie lebt, nichts anderes erwarten kann, als was sie hat. Aber wie ich schon betonte, es kann nichts anders sein. Nehmen wir an, daß der gesamten Menschheit jährlich ein halbes Pfund Wissensstoff zugeteilt würde. Wenn dieses Wissen an alle verteilt wird, wird jeder so wenig erhalten, daß er der Trottel bleibt, der er war. Aber dank der Tatsache, daß nur wenige dieses Wissen wünschen, können diejenigen, die es annehmen, sagen wir, jeder ein Kömchen erhalten und dadurch die Möglichkeit erlangen, intelligenter zu werden. Alle könnten nicht intelligent werden, auch wenn sie es wünschten, und auch wenn sie intelligent wären, würde es nichts ändern. Es gibt ein allgemeines Gleichgewicht, das nicht gestört werden kann. „Das ist ein Aspekt. Der andere, wie ich Ihnen schon sagte, besteht darin, daß niemand etwas verbirgt: es gibt überhaupt kein Geheimnis. Aber die Erwerbung oder Weitergabe wirklichen Wissens erfordert große Arbeit und Anstrengung sowohl vom Gebenden als auch vom Empfangenden. Und diejenigen, die das Wissen haben, tun alles, was sie können, um es weiterzugeben und der größtmöglichen Anzahl von Menschen mitzuteilen, den anderen den Zugang zu erleichtern und sie zu befähigen, sich für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten. Wissen kann aber niemandem durch Zwang vermittelt werden. Und außerdem genügt, wie ich Ihnen schon sagte, eine vorurteilslose Prüfung des Lebens eines durchschnittlichen Menschen, was seine Tage ausfüllt und für was für Dinge er sich interessiert; sie wird sogleich zeigen, ob man die Menschen, die im Besitz des Wissens sind, anklagen kann, daß sie es verbergen, es anderen Menschen nicht mitteilen wollen oder andere nicht lehren wollen, was sie selbst wissen. „Derjenige, der wissen will, muß die ersten Anstrengungen selbst machen, um die Quelle des Wissens zu finden und sich ihr zu nahem, indem er aus der Hilfe und den Hinweisen Nutzen zieht, die allen gegeben werden, die aber die Menschen in der Regel weder be-

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merken noch erkennen wollen. Wissen kommt zu keinem Menschen ohne eine Anstrengung seinerseits. Man versteht dies sehr gut in bezug auf das übliche Wissen, aber un Falle des großen Wissens, wenn man seine Möglichkeit anerkennt, glaubt man, etwas anderes erwarten zu können. Jeder weiß sehr gut: wenn einer zum Beispiel Chinesisch lernen will, so braucht dies mehrere Jahre angestrengter Arbeit. Jeder weiß, daß man mindestens fünf Jahre benötigt, um die Grundlagen der Medizin zu erlernen, und vielleicht doppelt so lang zum Studium der Malerei oder Musik. Und trotzdem gibt es Theorien, die behaupten, daß man Wissen erlangen kann ohne jede Anstrengung seinerseits, daß man es sogar im Schlaf erwerben kann. Daß solche Theorien bestehen können, gibt eine weitere Erklärung, warum die Menschen kein Wissen erlangen können. Gleichzeitig ist es wichtig, zu verstehen, daß die unabhängigen Versuche eines Menschen, in dieser Richtung irgend etwas zu erreichen, kein Ergebnis zeitigen können. Ein Mensch kann nur Wissen erlangen mit Hilfe derer, die es bereits besitzen. Das muß von Anfang an verstanden werden. Man muß von dem lernen, der weiß." Bei einer der darauffolgenden Versammlungen fuhr G. fort, als Antwort auf eine Frage seine Ideen bezüglich der Reinkamation und des zukünftigen Lebens weiter zu entwickeln. Das Gespräch begann mit der Frage eines der Anwesenden: „Kann man sagen, daß der Mensch unsterblich ist?" „Unsterblichkeit ist eine der Eigenschaften, die wir dem Menschen zuschreiben, ohne eine genügende Kenntnis ihrer Bedeutung zu haben", sagte G. „Andere Eigenschaften dieser Art sind .Individualität' im Sinn innerer Einheit, ein ,bleibendes und unveränderliches Ich', .Bewußtsein' und ,Wille'. Alle diese Eigenschaften kann ein Mensch haben (er betonte das Wort kann), aber das will nicht heißen, daß sie zu ihm gehören oder zu einem jeden gehören. „Um zu verstehen, was der Mensch im Augenblick darstellt, das heißt auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe, muß man bis zu einem gewissen Grad eine Vorstellung haben, wie er sein kann, das heißt was er erreichen kann. Nur wenn man die richtige Folge der Ent-

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warum die vier Körper zusammen existieren können. eine so komplexe Organisation hat. sind aber fähig. einander durchdringen und vier unabhängige Organismen bilden. Das Bewußtsein dieses dritten Körpers hat die vollständige Herrschaft über die zwei ersten Körper. sich ein vierter entwickeln. das in Figur l wiedergegeben ist. sie stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander. sich zuzuschreiben. und der dritte Körper hat die Möglichkeit. das weder dem ersten noch dem zweiten Körper erreichbar ist. zeichnete ein Diagramm. der seine mögliche Entwicklung vollendet hat. Das in diesem neuen Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein kann ihn lenken und hat auch vollständige Herrschaft über den physischen Körper. werden die Menschen aufhören. aus vier Körpern. die allein möglich ist. daß der menschliche Organismus. der sich im gleichen Maße von dem dritten unterscheidet wie der dritte vom zweiten und der zweite vom ersten. in christlicher Terminologie 57 .Wicklung versteht. der ein viel vorteilhafteres und lenkbareres Instrument für die Bewußtseinstätigkeit abgibt als der physische Körper. Diese vier Körper bestehen aus Stoffen. „Nach einer alten Lehre. von der sich in vielen alten und neuen Systemen Spuren Enden." G. ist. der wiederum ihm eigene Eigenschaften hat. daß unter bestimmten Bedingungen ein neuer unabhängiger Organismus in ihm wachsen kann. „Der Grund. Wissen zu erwerben. In dem dritten kann. besteht ein Mensch. was sie jetzt nicht besitzen und was sie vielleicht nur mit großer Arbeit und großer Mühe erwerben können. „Diese vier Körper werden in verschiedenen Lehren auf verschiedene Weise erklärt. Das im vierten Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein hat die unbedingte Herrschaft über die drei ersten Körper und sich selbst. die allmählich immer feiner werden. und sagte: „Der erste Körper ist der physische. also ein Mensch im eigentlichen Sinne des Wortes. das heißt der physische Leib. In diesem zweiten Körper kann unter gewissen Bedingungen ein dritter Körper wachsen. wiederum unter gewissen Bedingungen. unabhängig voneinander zu handeln.

Korper gottlicher Körper „Herr" (Bewußtsein. von äußeren Ursachen unabhängig ist und der Körper des Willens ist. In der Begriffssprache verschiedener östlicher Lehren ist der erste Körper der . „Der . daß günstige äußere und innere Bedingungen vorhanden sind. Der Mensch kann auch sehr gut ohne einen . Die theosophische Begriffssprache bezeichnet den ersten als physischen Körper. ist der . Bewußtsein.astral'.Wagen' (Leib).Astralleib' ist nicht ein für den Menschen unerläßliches Instrument. Figur l l. Korper geistiger Körper ^. Sein physischer Leib hat alle lebensnotwendigen FunkDas heißt der Körper. Der zweite heißt in christlicher Terminologie der . obwohl sie in mehr oder weniger gebräuchlicher Form die Definitionen und Einteilungen der alten Lehre beibehalten haben.Astralleib' leben. Wille) kausaler Korper „Solche Vergleiche und Parallelen können in den meisten Systemen und Lehren angetroffen werden. Korper natürlicher Korper „Pferd" (Gefühle. der in »ich selbst die Ursachen seines Handelns trägt.Herr' (Ich.kausale'1 Körper.Pferd' (Gefühle und Wünsche). der dritte der »geistige* Körper und der vierte. den zweiten als . die dem Menschen mehr als nur den physischen Körper zubilligen. der zweite Körper ist das . vergaßen das Wichtigste oder haben es ausgelassen.Kutscher" (Verstand) mentaler Korper 4.Kutscher' (Verstand) und der vierte der . und sie können nur künstlich in ihm herangebildet werden. Wünsche) astraler Korper 3. in esoterisch-christlicher Terminologie. Er bedeutet einen großen Luxus.göttliche* Körper. der dritte der . den sich wenige leisten können. vorausgesetzt.mentale' und der vierte der . Aber fast alle diese Lehren. der dritte ist der . Wille). Ich.der fleischliche Leib. Korper fleischlicher Korper „Wagen" (Leib) physischer Korper 2.natürliche' Korper. nämlich: der Mensch wird nicht mit den feineren Körpern geboren. 1 58 .

„Im ersten Falle". der nur einen physischen Leib besitzt. Der gewöhnliche Mensch besitzt diese Körper und die entsprechenden Funktionen nicht. Ein Mensch ohne . Das Denken. er habe sie und macht dies auch andere glauben. sagte G. hängen von zufälligen Schocks oder Einflüssen ab. wird der Automat von äußeren Einwirkungen bedingt und die drei nächsten Funktionen hängen vom physischen Körper und den äußeren Einflüssen ab.. in anderen Worten. Aber oft denkt er. „soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit nur physischem Körper handelt.mentalen Körper' und den vierten Körper. das den Funktionen des dritten Körpers entspricht.ich habe nicht gern* —. . daß alles vom Körper bestimmt wird. Neigung oder Abneigung — »ich möchte*. sondern auch andere täuschen. „Die Funktionen des physischen Körpers kann man sich parallel den Funktionen der vier Körper vorstellen." G. zeichnete ein anderes Diagramm (Figur 2). Im zweiten Falle geht die Herrschaft oder Kontrolle von den höheren Körpern aus. er sei ein sehr intellektueller oder sogar geistiger Mensch und mag nicht nur sich selbst. die die Stelle des zweiten Körpers einnehmen. das heißt ihm nicht gehören. aus denen die höheren Körper zusammengesetzt sind.Astralleib* kann sogar den Eindruck erwecken. Zweitens entsprechen alle seine Funktionen denen der höheren Körper. „Dasselbe gilt natürlich noch mehr für den .ich habe gern'. . Die Gründe hierfür sind folgende: erstens die Tatsache.ich möchte nicht'. das heißt Funktionen. nur daß diese Stoffe noch nicht kristallisiert sind. und den Funktionen der vier Körper ist der. daß im ersten Falle die Funktionen des physischen Körpers alle übrigen Funktionen beherrschen. daß der physische Körper mit den gleichen Stoffen arbeitet. ist hier ein rein mechanischer 59 . der seinerseits wieder von äußeren Einflüssen bestimmt wird. .tionen in sich. in dem er die parallelen Funktionen eines Menschen mit nur einem physischen Leib und eines Menschen mit vier Körpern verglich. Der Hauptunterschied zwischen den Funktionen eines Menschen. obwohl jene sich natürlich sehr stark von ihnen unterscheiden.

Ich. sondern dem Bewußtsein entspringt und durch eine Individualität oder ein einziges und dauerndes Ich gelenkt wird. Ego. von Wünschen geschaffene „Willen" Automat. und größere oder geringere Dauer von Begierden und Wünschen wird starker oder schwacher Wille genannt. Nur ein solcher Wille kann .Ichs' herrühren. Wille. Und femer gibt es den Willen.frei' genannt werden. er hat nur Wünsche.Vorgang. ganz. „Im zweiten Fall. hängt der Automatismus des physischen Körpers von den Einflüssen der anderen Körper ab. die von verschiedenen . Bewußtsein. Denkfunktionen. weil er von Zu- 60 . sowohl sein Zögern als auch seinen Widerstand zu überwinden. An Stelle von zwiespältiger und oft gegensätzlicher Tätigkeit verschiedener Begierden gibt es nur ein einziges Ich. die nicht nur aus oft gegensätzlichen Wünschen zusammengesetzt ist. von äußeren Einflüssen bedingt Wünsche. aus dem Automaten entstehend Gedanken. die dem Denken und der Intelligenz gehorchen. dem Bewußtsein und Willen Untertan. Figur 2 Verschiedene und widersprechende. An Stelle des mechanischen Denkvorgangs steht das Bewußtsein. die den physischen Körper und seine Begierden meistert und fähig ist. die der Intelligenz unterworfen sind. soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit vier Körpern handelt. Gefühlskräfte undWünsche. unteilbar und dauernd. das heißt eine Macht. aus Wünschen kommend Der Leib gehorcht den Wünschen und Gefühlen. Es besteht Individualität. Der Wille fehlt dem gewöhnlichen mechanischen Menschen.

die wiederum im Menschen durch den Kampf zwischen Ja' und .fällen unabhängig ist und nicht von außen verändert und geleitet werden kann. Auf diese Weise verschmolzen. Nichts ist bleibend in der Lage der Pulver. Dies ist ein genaues Bild unseres. ihr Wesen macht dies möglich. durch das die Verbindung erreicht wird. plötzlich oben ist. nach unten oder in die Mitte gelangen. Aber die Pulver können verschmolzen werden. Das ist ein Bild der Bildung des zweiten Körpers. ihr allmähliches Wachstum und die Bedingungen für dieses Wachstum auf folgende Weise: „Stellen wir uns ein Gefäß oder eine Retorte vor. Jeden folgenden Augenblick können neue Einflüsse die Lage des oben beßndfichen Pulvers verändern und an seine Stelle ein anderes rücken. wird durch . Das Feuer. das oben war.Reibung' erzeugt.Nein' hervorgerufen wird. das sie durch Erhitzen und Schmelzen schließlich miteinander verbindet. während dasjenige. „Eine östliche Lehre beschreibt die Funktionen der vier Körper. kann das Pulver. bilden sie eine chemische Verbindung. Wenn ein Mensch allen Wünschen nachgibt oder ihnen Vor- 61 .individuell' geworden. Der Inhalt der Retorte ist unteilbar. die Wechselbeziehungen von Pulvern im Zustand mechanischer Mischung zu festigen. Wenn die Retorte geschüttelt oder mit dem Finger daran geklopft wird. das unten war. . Die Pulver sind in keiner Weise miteinander verbunden und jeder zufällige Wechsel in der Lage der Retorte verändert die Lage der Pulver zueinander.psychischen Lebens. Und nun können sie nicht mehr durch jene einfachen Methoden getrennt werden. die mit verschiedenen metallischen Pulvern gefüllt ist. die sie im Zustand mechanischer Mischung trennten und den Platz wechseln ließen. Die Wissenschaft nennt diesen Zustand der Pulver den Zustand der mechanischen Mischung. und unter solchen Bedingungen kann es auch nichts Bleibendes geben. „Es ist unmöglich. das sein genaues Gegenteil ist. Dazu muß eine besondere Art Feuer unter der Retorte angezündet werden. Das wesentliche Kennzeichen der Wechselbeziehung der Pulver untereinander in dieser Art Mischung ist deren Unbeständigkeit und Veränderlichkeit.

keine .Reibung". Kräfte und alles ihm erreichbare Wissen erworben hat. entspricht der Bildung des dritten Körpers und dem Erwerb neuen Wissens und neuer Kräfte mit Hilfe dieses dritten Körpers. Alle Religionen und alten Lehren enthalten die Idee. gibt es keinen inneren Kampf in ihm. dieses Wissen und diese Kräfte zu festigen. Und alle enthalten Hinweise auf den Weg. das seine innere Welt langsam in eine einzige Einheit verwandelt. Die durch Verschmelzung erreichte chemische Verbindung hat gewisse Qualitäten. Diese Eigenschaften stellen das Kennzeichen der fraglichen Substanz dar. daß durch Erwerb des vierten Körpers der Mensch unsterblich wird. Mittels einer besonderen Art von Arbeit für alle drei Körper können diese Eigenschaften bleibender und unverlierbarer Besitz des dritten Körpers werden. dann bleibt noch das Problem. ein gewisses spezifisches Gewicht. erreicht werden kann. „Der Vorgang. der Verbindung neue Eigenschaften zu verleihen. die sie vorher nicht hatte. denn da sie durch Einflüsse einer gewissen Art erworben wurden. können die gleichen Einflüsse oder andere sie auch wieder entfemen. die der durchschnittliche Mensch nicht besitzt. „Nur der Mensch im Besitz aller vier voll entwickelten Körper kann ein Mensch im vollen Sinne dieses Wortes genannt werden. „Der Vorgang der Festigung dieser erworbenen Eigenschaften entspricht der Bildung des vierten Körpers. Ein solcher Mensch hat viele Eigenschaften. „Wenn der dritte Körper gebildet worden ist und alle ihm erreichbaren Eigenschaften. sie zu magnetisieren. die ihn stören.seh üb leistet. Es mag möglich sein. das heißt die Unsterblichkeit. Aber wenn er unter Verfolgung eines festen Ziels mit den Wünschen kämpft. wird er ein Feuer schallen. das heißt die Verbindung kann neue Eigenschaften erhalten. Eine dieser Eigenschaften ist Unsterblichkeit. „Kehren wir zu unserem Beispiel zurück. 62 . wie dieser vierte Körper. Aber durch ihre Bearbeitung in einer bestimmten Weis„e kann die Anzahl dieser Kennzeichen vermehrt werden. kein Feuer. eine gewisse elektrische Leitungsfähigkeit und so fort. zu radioaktivieren und so fort.

Der Fakir steht entweder regungslos in der gleichen Stellung. und alle Religionen bemühen sich. nämlich zur Unsterblichkeit. physischen Willen. denn dann gehört es (hm ganz und für immer. „Ich sagte das letztemal. durch Folterung des Körpers. vor allem zum vierten. der Weg der Arbeit am ersten Zimmer. aber alle ohne Ausnahme führen oder trachten in einer Richtung zu führen. Dies wird durch furchtbares Leiden erreicht. mit der ein Mensch geboren wird.„In diesem Zusammenhang vergleichen manche Lehren den Menschen einem Hause mit vier Zimmern. wird er wirklich Herr im Haus. die mit Schätzen angefüllt sind. „Das vierte Zimmer gibt dem Menschen Unsterblichkeit. Der Weg des Fakirs 2. Der Mensch lebt in einem Zimmer. Der ganze Weg des Fakirs besteht aus verschiedenen unglaublich schwierigen körperlichen Übungen. Und wenn einer ^den Weg in dieses Zimmer gefunden hat. daß Unsterblichkeit nicht eine Eigenschaft ist. den Weg dahin zu zeigen. daß es die anderen Zimmer gibt. Aber der Mensch kann Unsterblichkeit erreichen. Es ist ein langer. Der Weg des Mönches 3. Der Fakir bemüht sich. manche länger. dem wichtigsten Raum. Tage. manche Schwerer und manche leichter. die Herrschaft über seinen Körper zu erreichen. beginnt er nach den Schlüsseln zu diesen Zimmern zu forschen. Wenn er dies erfährt. Mo- 63 . Alle bestehenden und allgemein bekannten Wege zur Unsterblichkeit können in drei Kategorien eingeteilt werden: 1. schwieriger und Ungewisser Weg. und bevor er es erfährt. „Der Weg des Fakirs ist der Weg des Kampfes mit dem physischen Leib." Bei der nächsten Versammlung fuhr G. Der Weg des l/ogi. für Stunden. vermutet er nicht. Es gibt sehr viele Wege. dem kleinsten und ärmsten. wo er aufgehort hatte. dort fort. manche sind kürzer.

Er war nicht mehr fähig. Aber seine anderen Funktionen — die emotionalen. nämlich die Schwierigkeit. oder foltert sich mit Feuer. den vierten Körper zu bilden. Ich habe viele gesehen. Yogis haben gewöhnlich ein wachsames Auge auf Fakire. im Regen oder Schnee. um Wissen oder Selbstvervollkommnung zu erlangen. was für Entbehrungen Fakire zu ertragen haben. und dann beginnen sie ihn zu lehren. Ich weiß nicht. Aber nun besitzt er einen Willen. Wenn ein Fakir das erstrebte Ziel erreicht hat. Tag und Nacht während zwanzig Jahren hatte er auf Fußund Fingerspitzen gestanden. zum Beispiel sah ich einmal einen im inneren Hof eines indischen Tempels und schlief sogar in seiner Nähe. welche Qualen er gelitten haben mußte. intellektuellen und so fort — bleiben unentwickelt. er kann ihn nicht gebrauchen. die Funktionen des Denkens und Fühlens zu entwickeln. der unglaubliche Schwierigkeiten auf seinem Weg überwunden hat. Er hat Willen erworben. Wenn er nicht vorher krank wird und stirbt. bevor er zu alt ist. um diesen Zustand zu erreichen. sich auszustrecken. „Aber wo es Fakirschulen gibt. wo sie ihn zuerst heilen und seine Bewegungskraft wieder herstellen. steckt die Beine in einen Ameisenhaufen und so fort. Aber dies hatte er nicht auf einmal erreicht. was man physischen Willen nennen kann. oder er sitzt mit ausgestreckten Armen auf einem nackten Stein in der Sonne. Ein Fakir muß gehen und sprechen lernen wie ein Kleinkind. gibt es auch Yogischulen. dann wird das. auf das er ihn anwenden kann. „Sie können sich nicht vorstellen.nate oder Jahre. trugen ihn zum Fluß und wuschen ihn wie einen leblosen Gegenstand. Seine Schüler trugen ihn von einem Ort zum anderen. was er überwinden. und das mag ihm helfen. um eine neue Arbeit anzufangen. die Schwierigkeiten des zweiten Teiles des Weges zu bewältigen. nehmen sie ihn in eine Yogischule. ob Sie je richtige Fakire gesehen haben. nicht weil er die Möglichkeiten 64 . Stellen Sie sich vor. Gewöhnlich ist er zu alt. „Und ein Mensch wird ein Fakir. besitzt aber nichts. in ihm entwickelt und er erreicht das vierte Zimmer oder die Möglichkeit.

Dies ist der Weg des Glaubens. bezeichnen oft Yogis mit dem Namen Fakir. zu versprechen. Ein Mönch verwendet Jahre und Jahrzehnte auf den Kampf mit sich selbst. Indem er alle seine Gefühle einem einzigen unterwirft. daß ein Mann. den sie sahen. wie auch Mönche verschiedener Wanderorden. nicht wieder nach Hause zurückkehrt. aber all seine Arbeit ist auf den zweiten Raum gerichtet. ahmen sie nach oder werden angehalten. „Außerdem werden auch noch andere Leute Fakire. „Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. sie nachzuahmen. daß ich den Ausdruck . der zufällig an einem Festtag in den Tempel kam und einen Fakir nachahmte. auf den zweiten Körper. Nur ein Mensch mit sehr starkem religiösem Gefühl und einer sehr starken religiösen Einbildungskraft kann ein »Mönch1 im wahren Sinn des Wortes werden.und Ergebnisse dieses Weges versteht und auch nicht aus einem religiösen Gefühl heraus. wo es Fakire gibt. das heißt die Gefühle. der Weg des religiösen Gefühls. Das ist der erste Weg. Und hin und wieder geschieht es. des religiösen Opfers.Fakir' in Anführungszeichen gebrauche. sondern sich der Schülergruppe des Fakirs anschließt und später. Bisher habe ich nur von Fakiren gesprochen. aber manchmal doch für einige Stunden. Auch der Weg des Mönches ist sehr lang und hart. der ihn besonders beeindruckte. der Weg des Mönches und der Weg des Yogi ganz getrennt. aber andere werden dann später selbst Fakire. einige nur äußerlich. die in derselben Stellung sitzen oder stehen. Sie müssen verstehen. gibt es unter einfachen Leuten die Sitte. einfach weil ihnen irgendein Fakir. Außerdem adoptieren Fakire oft Waisen oder kaufen einfach Kinder von armen Eltern. dann selbst ein Fakir wird. ein nach einem freudigen Ereignis geborenes Kind den Fakiren zu überantworten. nämlich 65 . In Persien heißt Fakir einfach Bettler und in Indien bezeichnen sich viele Gaukler als Fakire. Neben jedem Fakir in den Tempeln kann man Leute sehen. im Laufe der Zeit. vor allem gebildete Europäer. In allen östlichen Ländern. einen starken Eindruck gemacht hat. Natürlich nicht für lange. die ihn nachahmen. Und Europäer. Diese Kinder werden ihre Schüler. „Aber in Wirklichkeit sind der Weg des Fakirs.

muß er die Meisterschaft über Körper und Gefühle gewinnen. was ihm fehlt. sondern dient nur als Beispiel. und. gleich dem Fakir und dem Mönch. muß er seinen Körper und seine Denkfähigkeit entwickeln. "•der Weg des Denkens. die Beherrschung seiner Gefühle. und auf diesem Wege erreicht er das vierte Zimmer. das heißt über das erste und zweite Zimmer. noch wenigere überwinden *alle Schwierigkeiten. Sehr viele halten an.dem Glauben. Dies ist der Weg des Wissens. neue Mühen und 5' neue Entbehrungen erreichen. entwickelt er in sich die innere Einheit. Aber. „Auf dem Wege des Fakirs hat ein Mensch keinen Lehrer im wahren Sinn des Wortes. Er hat aber in diesem Fall den Vorteil. was er erreicht hat. Sehr wenige kommen so weit. Um von dem. 66 . Dazu muß er neu mit der Arbeit beginnen und wieder durch verlängerte Anstrengungen bestimmte Ergebnisse erreichen. Ein Mönch muß t/ogi und Fakir ^werden. Das kann er nur durch neue Opfer. das heißt jene Stufe in seiner Arbeit. Um etwas tun zu können. was er tun muß und in welcher Richtung er gehen muß. Der Yogi erreicht dies. Die Arbeit des Schülers besteht in der Nachahmung des Lehrers. daß er weiß. indem er seine Denkfähigkeit entwickelt. erreichen auch auf dem Weg des Yogi nur sehr wenige dieses Verständnis. kann er das Ergebnis von dem. aber Körper und Gefühle bleiben unentwickelt. Aber sein physischer Körper und seine Denkfähigkeit bleiben unentwickelt. wo ein Mensch weiß. wohin er geht. aber kann nichts tun. wenn sie eine bestimmte Sache erreicht haben und gehen nicht mehr weiter. nicht anwenden. Er weiß alles. Die meisten sterben entweder vorher oder sie ^werden nur Mönche dem äußeren Anschein nach. was er erreicht hat. daß er seine Lage versteht. '• „Der dritte Weg ist der des Yogi. Der Lehrer lehrt hier nicht. Der Weg des Yogi besteht in der Arbeit am dritten Raum und er sucht in den vierten Raum mittels der Erkenntnis einzudringen. Gebrauch machen zu können. genau wie auch auf dem Weg des Fakirs und des Mönches. „Die Wege unterscheiden sich auch durch das jeweilige Verhältnis zu Lehrer oder Führer.

so er eine hat. „Aber alle diese Wege. Die Wege sind eng und gerade. seine Familie. und ein Teil seiner Pflicht. seiner Arbeit besteht darin. wenn auch in seinem Verständnis des Begriffes von Gott und dem Dienste für Gott vieles subjektiv und widerspruchsvoll sein mag. Aber später wird der Mensch allmählich auf dem Weg des Yogi sein eigener Lehrer. Die Entwicklung dieser Möglichkeiten ist kein Gesetz. die Liebe zu Gott. gegen Gott. Zu Beginn muß er seinen Lehrer nachahmen wie der Fakir und an ihn glauben wie der Mönch. Bindungen und Pflichten des Lebens entsagen und in die Wüste gehen oder in ein Kloster oder in eine Yogischule. daß die . Aber die Hauptsache auf dem Weg des Mönches ist der Glaube an Gott.„Auf dem Wege des Mönches hat der Mensch einen Lehrer. Das erklärt auch die Schwierigkeiten und die Ausschließlichkeit dieser Wege. Der Weg zur Entwicklung verborgener Möglichkeiten ist ein Weg gegen die Katur. Dies zeigt wiederum. „Um den Kern dieser Lehre zu erfassen. haben eines miteinander gemeinsam. muß er für die Welt sterben.Wege' die einzig möglichen Methoden für die Entwicklung der verborgenen Möglichkeiten des Menschen sind. dem Lehrer unbedingt zu vertrauen. dem ersten Schritt in dieser Richtung. zu gehorchen. dem Zustand der Maschine Mensch. muß man klar verstehen. Das Gesetz für den Menschen ist sein Dasein im Bereich der mechanischen Einflüsse. irgend etwas auf einem dieser Wege zu erreichen. Aber gleichzeitig 67 . sich ihm vollständig unterzuordnen. Er lernt die Methode seines Lehrers und allmählich lernt er auch. wie schwierig und selten eine solche Entwicklung ist. Gott zu gehorchen und zu dienen. „Auf dem Wege des Yogi kann und darf ein Mensch nichts ohne Lehrer tun. dauernde Anstrengung. nur so kann er hoffen. der Weg des Fakirs sowohl als auch der des Mönches und der des Yogi. Ein Mensch muß sein Heim aufgeben. allen Freuden. diese auf sich anzuwenden. Sie beginnen alle mit dem Schwersten: sein Leben vollständig zu wandeln und allen weltlichen Dingen zu entsagen. Vom ersten Tage an.

beruhen auf anderen Prinzipien und sind anderen Gesetzen unterworfen. „Gewöhnlich ist es hart für den Menschen. sich hiermit abzufinden. Das tägliche Leben kann den Menschen bestenfalls zum Tode und zu nichts anderem führen. die vom Standpunkt des Lebens ebensogut auch nicht bestehen könnten. sind die Wege einegeringfügige. sich überhaupt irgendwelche Möglichkeiten zuzubilligen. wenn die Möglichkeit der menschlichen Entwicklung ohne ihre Hilfe zugegeben wird. daß. Mönche oder Yogis werden. und von denen wir zuverlässig glauben können. Im täglichen Leben. daß sie niemals Fakire. das mit wissenschaftlichem. wenn er in sich Möglichkeiten hat. Nur schwer verträgt er die Vorstellung. sie entwickelt werden müßten und daß es auch die Mittel zu ihrer Entwicklung in seiner Umgebung geben müsse. selbst einem Leben. Darauf beruht ihre Macht und ihre Bedeutung. die weder Fakire. Die Wege stehen im Widerspruch zum alltäglichen Leben. Von der absoluten Weigerung. Dies scheint ihm übertrieben. ungerecht und absurd. Mönche noch Yogis sind. was den Möglichkeiten gleichkäme. Er bildet sich ein.kann nur über sie etwas erreicht werden. Aber diese geringfügige Erscheinung enthält alles. Im Wust des täglichen Lebens. Die Idee der Wege kann nicht verstanden werden. geht der Mensch gewöhnlich dazu über.Möglichkeit'. die in den Wegen enthalten sind. die unbedingte und unerläßliche Entwicklung derselben Möglichkeiten zu verlangen. andererseits erfordere ihre Entwicklung furchtbare Anstrengungen und Ausdauer. so können wir mit absoluter Gewißheit sagen. Er hat nur ein dürftiges Verständnis für die Bedeutung des Wortes . philosophischem. Wenn wir tatsächlich alle Menschen nehmen. was dem Menschen zur Entwicklung seiner verborgenen Möglichkeiten zur Verfügung steht. religiösem oder sozialem Interesse ausgefüllt ist. vor allem des modernen Lebens. Die Wege führen oder sollten den Menschen zur Unsterblichkeit führen. seine Anlagen könnten einerseits vollständig unentwickelt bleiben und verschwinden. daß ihre Möglichkeiten nicht entwickelt werden können und auch nicht ent- 68 . kaum erkennbare Erscheinung. gibt es nichts und kann es nichts geben.

weil in seiner Umgebung nichts ist. „Gleichzeitig ist der Anfang des vierten Weges leichter als der Weg des Fakirs. Und zu allererst muß er gefunden werden. selbst eines intelligenten. Dies muß man klar verstehen. was einer Fakir. die viele verschiedene Seiten umfaßt. während man die gewohnten Lebensumstände beibehält. „Unter den gewöhnlichen Verhältnissen des kultivierten Lebens ist die Lage eines Menschen. Außerdem muß er in Verhältnissen leben. und wieder andere verneinen seine Existenz oder deren bloße Möglichkeit. während die westlichen Religionen dermaßen entartet sind. alles aufzugeben und allem zu entsagen. Er ist nicht so bekannt wie die drei überlieferten Wege. Das heißt. wofür er vorher gelebt hat. wenn es nicht die Möglichkeit eines vierten Weges gäbe. daß es im inneren wie auch im äußeren Leben eines Menschen Verhältnisse geben kann. seine gewohnte Arbeit fortsetzt.wickelt werden. Man muß einsehen. Es gibt viele Menschen. Auf dem vierten Wege kann man arbeiten und diesem Weg folgen. des Mönches oder des Yogi. die für die Arbeit auf dem vierten Weg günstig sind oder auf jeden Fall sie nicht unmöglich macht. „Und die Lage wäre wirklich hoffnungslos. Mönches oder Yogi. der nach Erkenntnis sucht. die nie vom vierten Weg gehört haben. Auch die zahllosen okkulten und mystischen Gesellschaften und die naiven Experimente von spiritistischer Art und dergleichen mehr können überhaupt keine Ergebnisse zeitigen. Das ist die erste Prüfung. daß es schon lange nichts Lebendiges mehr in ihnen gibt. „Der vierte Weg verlangt kein Sichzurückziehen in die Wüste und erfordert nicht von einem Menschen. Außerdem hat der vierte Weg keine feste Form wie der Weg des Fakirs. um das folgende zu begreifen. die unüberschreitbare Grenzen für den vierten Weg schaffen. Der vierte Weg beginnt auf einer viel fortgeschritteneren Stufe als der Weg des Yogi. Sie muß eine sehr ernste Vorbereitung sein. seine 69 .oder Yogischule ähnlich ist. ein Mensch muß für den vierten Weg vorbereitet sein und muß seine Vorbereitung im täglichen Leben erworben haben. hoffnungslos.

der Mönch im zweiten. Im Gegenteil. ^ „Somit berührt der vierte Weg alle Seiten des menschlichen Wesens gleichzeitig.1 Mönch und Yogi viel Unfertiges hinter sich zurück. weil sie nicht Herr aller ihrer Funkätionen sind. nicht aber seines Gefühls und seines Denkens. Und bis er überzeugt ist. „Die Methode des vierten Weges besteht darin. sind die bestmöglichen für ihn. die Lebensumstände. Diese Bedingungen sind der Mensch selbst. nicht aber seines Körpers und seiner Denkfähigkeit. Auf dem vierten Weg ist kein »Glaube* nötig: im Gegenteil. Ein Mensch darf nichts tun. jede Art Glaube steht im Widerspruch zum vierten Weg. Je mehr er versteht. „Femer unterscheidet sich der vierte Weg von den anderen Wegen dadurch. was er ist. die das Leben selbst geschaffen hat. daß die Hauptforderung an den Menschen eine Forderung nach Verstehen ist. 'l Der Fakir arbeitet im ersten Zimmer. und sie können Idas Erreichte nicht anwenden. Auf dem vierten Weg muß sich ein Mensch von der Wahrheit dessen. Der Fakir ist Herr seines Körpers. was ihm gesagt wird. jedenfalls bei Beginn der Arbeit. Alle anderen Bedingungen als diejenigen. außer als Experiment unter der Aufsicht seines Leiters und Lehrers. nicht aber seines Körpers und seines Gefühls. Wenn sie das vierte Zimmer erreichen. was er tut.früheren Beziehungen zu Menschen bestehen läßt und femer ohne etwas aufzugeben oder zu entsagen. Er ist Arbeit an allen drei Zimmern auf einmal. was er nicht versteht. Sie sind seine natürlichen Lebensbedingungen. darf er nichts tun. der Mönch ist Herr seines Gefühls. etwas in einem 70 . . weil das Leben eines Menschen und dessen Verhältnisse dem entsprechen. lassen Fakir. und unter solchen künstlichen Bedingungen würde die Arbeit nicht alle Seiten in ihm gleichzeitig berühren können. desto größer wird das Ergebnis seiner Anstrengungen sein. überzeugen. Dies ist das Grundprinzip des vierten Weges. würden künstlich für ihn sein. Das Ergebnis der Arbeit steht im Verhältnis zur Bewußtheit der Arbeit. der Yogi ist Herr seines Denkens. der Yogi jlim dritten. in denen sich ein Mensch beim Beginn der Arbeit befindet und wo ihn sozusagen die Arbeit findet.

Mönch und Yogi aus. während man das Denken bearbeitet. die Fakir.und Denkfunktionen erworben hat. daß der vierte Weg vieles wegläßt. Gefühls. was überflüssig ist und nur aus Überlieferung in den anderen Wegen aufbewahrt wird. die gewisse Veränderungen in ihm hervorruft. Mönch und Yogi nicht kennen. eine gewisse Substanz.schlaue Mensch' das Geheimnis lernte — das ist nicht bekannt. was notwendig für ihn ist und nicht. die Arbeit jedes einzelnen Menschen zu individualisieren. Das kann erreicht werden dank der Tatsache. Der . Der . ohne Ziel. gleichzeitig am Denken und Körper zu arbeiten. das heißt. in allen drei Richtungen gleichzeitig zu arbeiten. „Der vierte Weg wird manchmal der Weg der schlauen Menschen genannt. Parallele Serien von physischen. gleichzeitig am Körper und den Gefühlen zu arbeiten. weil er die Herrschaft über alle seine körperlichen. weiß sehr wenig und versteht auch sehr wenig. kann er ihn gebrauchen.Zimmer zu tun und gleichzeitig etwas entsprechendes in den beiden anderen Zimmern zu tun: das heißt. „Wenn also ein Mensch Willen auf dem vierten Weg erreicht. daß man auf dem vierten Weg ein gewisses Wissen anwenden kann. „Von den vieren handelt der Fakir auf die gröbste Art. das für die Wege des Fakirs.schlaue Mensch' kennt einige Geheimnisse. Außerdem hat er viel Zeit gewonnen. gleichzeitig auch am Denken und dem Gefühl zu arbeiten. daß er durch einen ganzen Monat intensiver Qual eine gewisse Kraft entwickelt. vielleicht hat er es geerbt. vielleicht hat er es gekauft. während man am physischen Körper arbeitet. Es macht keinen Unterschied. Das kommt daher. Außerdem ist es auf dem vierten Weg möglich. vielleicht stahl er es von irgend jemandem. Dies Wissen erlaubt es. was nutzlos für ihn ist. jeder kann nur das tun. Nehmen wir an. Er tut dies absolut blind. des Mönches und Yogi unzugänglich ist. denkerischen und Gefühlsübungen dienen diesem Zweck. Wie der . und mit seiner Hilfe sticht er Fakir. weil er gleichzeitig nebeneinander an allen drei Seiten seines Wesens arbeitet. 71 . während man am Gefühl arbeitet. Vielleicht fand er es in alten Büchern. mit geschlossenen Augen.schlaue Mensch' kennt das Geheimnis.

und auf diese Weise erhält er ohne Zeitverlust das gewünschte Ergebnis. daß es für seine Absicht notwendig ist. was zu tun ist. oder einen Monat in Selbstfolterung wie der Fakir. wofür der Fakir einen Monat Selbstfolterung benötigt. er weiß. durch eine Woche emotionaler Anstrengung oder einen Tag geistiger Übungen — und auch. Entbehrungen und so fort ihn fähig macht. „Weiter muß bemerkt werden". enthält. was für Stoffe er für sein Ziel benötigt. weiß ganz genau. „daß es zusätzlich zu 72 . was er braucht. Er wird durch sein religiöses Gefühl geleitet. „Aber auf dem vierten Weg ist die Erkenntnis noch genauer und vollständiger. und wie er es erreichen kann. einfach in Nachahmung von anderen. daß seine Anstrengungen und Opfer . „Der Yogi weiß erheblich mehr. sagte G. und er weiß. warum er es will. daß eine Woche von Fasten. Und so. durch die Sehnsucht nach Vollendung und Erlösung. daß sie von außen in den Organismus eingeführt werden kann.Gott wohlgefällig sind'. Ein Mensch. Er vertraut seinem Lehrer. Nehmen wir an. was er will. eine Woche im Gebet wie der Mönch. und er erreicht. wie man dies tut. die alles. anstatt einen Tag mit geistigen Übungen zu verbringen wie der Yogi. Auf diese Weise verwendet der Yogi auf das gleiche Ziel nur einen Tag im Vergleich zum Monat des Fakirs und zur Woche des Mönches. das zu erreichen. der ihm sagt. Er weiß.Methode oder Ergebnis zu kennen. unaufhörlichem Gebet. ohne sich einen einzigen außerhalb liegenden Gedanken zu erlauben. eine gewisse Substanz in sich zu erzeugen. daß diese Substanz im Verlauf eines Tages durch eine gewisse Art geistiger Übungen oder Bewußtseinskonzentration herangebildet werden kann. daß diese Substanz im Körper durch einen Monat physischen Leidens hervorgerufen werden kann. Er weiß. was er will. wenn man weiß. bereitet er sich einfach eine gewisse Pille. durch religiöse Überlieferung. „Der Mönch weiß ein wenig besser. Er weiß zum Beispiel. und er glaubt. So versenkt er sich einen ganzen Tag in diese Übungen. der den vierten Weg geht. was er will..

ein naiver Mönch oder ein vom Leben zurückgezogener Yogi sich auf dem Wege der Entwicklung befinden kann. ist noch nicht bekannt. An einem der folgenden Tage kamen wir wieder auf die Wege zu sprechen. „Für einen Menschen westlicher Kultur". Sklaverei und große Worte aufgebaut. daß ein unwissender Fakir. und falsche Wege. fortfuhr zu wachsen und sich zu entwickeln und immer neue Millionen von Menschen in ihren Bannkreis zog. aus dem es kein Entkommen gibt. Und in beiden Fällen kann sich das Zimmer als leer erweisen. Die moderne Zivilisation ist auf Gewalt. Auch auf diesen Wegen sucht mancher den Schlüssel zum vierten Raum und findet ihn auch zuweilen. das kommt daher.diesen geeigneten und gesetzmäßigen Wegen auch kunstliche Wege gibt. während ein gebildeter Europäer.exaktem Wissen* und allen letzten Untersuchungsmethoden. weil es 1916 gesagt wurde. sagte G. „Es kommt auch vor. jedoch nur falsche. Der Mensch bleibt genau der gleiche. weil die Menschen an Fortschritt und Kultur glauben"." „Ja. gewappnet mit . sagte ich. wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte. 73 . daß die Tür zum vierten Zimmer künstlich mit einem Dietrich geöffnet wird. Die äußere Form wandelt sich. als die neueste Äußerung der „Zivilisation" in Form eines Krieges. überhaupt keine Hoffnung hat und sich in einem Kreis bewegt. „ist es natürlich schwierig zu glauben und die Vorstellung anzunehmen." Damit schloß G. All diese schönen Worte über Fortschritt und Zivilisation sind nichts als leere Worte.kultivierte' Leute leben mit den gleichen Interessen wie die unwissendsten Wilden. „Es gibt überhaupt keinen Fortschritt. der Kern wandelt sich nicht. ." Dies beeindruckte uns natürlich besonders tief. Alles ist genau so wie schon vor Jahrtausenden und Jahrzehntausenden. die sogar Dauer-Ergebnisse zeitigen können. die nur zeitweilige Ergebnisse liefern.Zivilisierte' und . Aber was er dann im vierten Zimmer vorfindet.

wo Sie verstehen werden.Fortschritt' und . sah ich eine besonders zynische Verhöhnung aller Dinge. In diesen Bergen von Krücken für Beine. London. sagte G. von denen ich die meisten kannte und die ich gern hatte. soweit ich mich erinnere. sich ergänzten und kontrastierten. für mich und untereinander nun feindlich gesinnt geworden und durch Wälle von Haß und Verbrechen voneinander getrennt. einige Tage vor diesem Gespräch zwei enorme Lastwagen auf der Litejnij gesehen zu haben. hunderttausend oder eine Million. Und was für bewußte Anstrengungen kann es in Maschinen geben? Wenn eine Maschine unbewußt ist. sie können nicht anders sein. Alles geschieht. und ebenso tausend. Maschinen sind blind und unbewußt. niemand tut irgend etwas. 74 . daß die gleichen Lastwagen sicher auch in Berlin. dieses Gespräch. Und dabei waren all diese Städte. dann sind auch hundert Maschinen unbewußt." Damit endete. die bis zur Höhe des ersten Stockes der Häuser mit unbemalten hölzernen Krücken beladen waren. Wien. Ich sprach zu unseren Leuten über diese Wagenladungen von Krücken und meine Gedanken hierüber bei unserem nächsten Zusammenkommen. unwillkürlichen Handlungen liegt eben die Wurzel allen Übels. Denn alle Handlungen müssen ihrer Natur entsprechen. In unbewußten. Sie können sich jetzt noch nicht alle Folgen dieses Übels vorstellen noch verstehen. .» „Menschen sind Maschinen. gerade weil sie so verschieden waren. „Was erwarten Sie anderes".Zivilisation' in der wirklichen Bedeutung dieser Worte können nur das Ergebnis bewußter Anstrengungen sein.Ich erinnere mich. Sie können nicht das Resultat unbewußter und mechanischer Handlungen sein. die noch nicht verstümmelt waren. Rom und Konstantinopel herumfuhren. Aber die Zeit wird kommen. Diese Lastwagen berührten mich seltsam. mit denen die Menschen sich betrügen. Unwillkürlich malte ich mir aus. Und die unbewußte Geschäftigkeit von einer Million Maschinen muß notwendig in Zerstörung und Ausrottung enden.

Und wirklich. daß ein Mensch.DRITTES KAPITEL A nfang November 1915 hatte ich schon einige der Grundgedanken über den Menschen in G. Zum Beispiel kann er nicht lügen. „zu glauben. Und wenn sich die Gelegenheit bietet. der eine eigene Funktion hat. Sie werden erstaunt sein. wenn er Iwan heißt. Der Mensch bleibt niemals für lange Zeit der gleiche. Nichts dergleichen. daß er gelogen hat und sind darüber erstaunt. der Mensch sei immer ein und derselbe. sondern Jeder einzelne Teil des Körpers. wie er es konnte. er bleibe Iwan. war das Fehlen der Einheit im Menschen. Er wandelt sich unaufhörlich. . die nächste Minute Peter und wieder eine Minute später ist er Nikolaus. Wenn Sie diese beobachten lernen.-Ich verstehe die Wirklichkeit dieses Bewußtseins und habe sie auch oft gespürt. Dann finden Sie heraus. Ist es das. auch ein eigenes Bewußtsein besitzt. Die rechte Hand hat ein anderes Bewußtsein als die linke. Jetzt ist er Iwan. Sergius. sagte er. den er betonte. Wir glauben. der gelogen hat. Ich weiß. antwortete G. Der erste Punkt. was Sie meinen?" „Nicht ganz". zu lügen.'s System begriffen. kann Nikolaus nicht umhin. es war Nikolaus. Iwan kann nicht lügen. „Diese Art von Bewußtsein gibt es 75 . was für eine Menge von Iwans und Nikolausen in einem Menschen leben. Und Sie alle denken. Sie wissen. Selten bleibt er auch nur für eine halbe Stunde der gleiche. „Der größte Fehler ist". brauchen Sie nicht mehr ins Kino gehen. daß nicht nur einzelne Organe." „Hat dies irgend etwas mit dem Bewußtsein einzelner Körperteile und Organe zu tun?" fragte ich ihn bei dieser Gelegenheit. Matthäus. daß Iwan eine bestimmte Sache nicht zu tun vermag. auch immer Iwan ist. Simon.

Das ist unser Leben. aber diese Millionen nützen mir nichts. daß wir einen physischen Körper haben.auch. ob ein Mensch einen . wo ein jeder für fünf Minuten König sein kann und für seine fünf Minuten alles mit dem Königreich anstellen kann. den wir kennenlernen müssen. die zwei. daß sie arbeiten müssen. daß die Frage sich mit dem physischen Körper nicht erschöpft und daß es Menschen gibt. Aber im nächsten Augenblick ergreift ein anderer die Peitsche und schlägt ihn. Jeder muß an sich denken. Es ist nutz.Astralkörpers' kann noch 76 . Nur müssen wir immer im Auge behalten. Und es gibt gar keine Ordnung unter ihnen. Aber das macht für uns persönlich keinen Unterschied. „Unter gewissen Bedingungen kann man den . sie ist aber verhältnismäßig harmlos. Er verprügelt alle anderen und kümmert sich um nichts. antwortete G. „Daß der Mensch verschiedene Körper haben kann. „Es gibt bestimmte Wege. Und so geht es fort durch das ganze Leben. was er will. Eine jede kennt ihren Platz und ihre Aufgabe.Astralkörper' besitzt?" fragte ich. daß sie gehen müssen. Jemand wie Rockefeller in Amerika kann eine Menge Millionen haben.und sinnlos. sich auf andere zu verlassen oder sich mit dem Gedanken an das zu trösten. Peters und Nikolause sind anders. Denken Sie sich ein Land.Ich'. sie fühlen sich alle als Herren und keiner will den anderen anerkennen. Das heißt. In unserem Falle ist es genau das gleiche. jeder ist Kalif für eine Stunde. Aber es betrifft nicht uns. um das zu erkennen". Sie nennen sich alle ." „Wie kann man erkennen. Die Hände wissen. ist Herr. Er kann vom physischen Körper getrennt und sogar neben diesem photographiert werden. macht rücksichtslos. und sonst wissen wir nichts. wenn ich nichts zu essen habe. Es ist dieser physische Leib." Während eines dieser Gespräche kam G.Astralkörper' sehen. die Füße. Wer immer die Oberhand gewinnt. als Prinzip verstanden werden. was ihm paßt. muß als Idee. was andere besitzen. Aber diese Iwans. erneut auf die Idee der verschiedenen menschlichen Körper zurück. Die Existenz des . drei oder mehr Körper haben können. Wir wissen. und später müssen die anderen es ausbaden.

alle Gespräche in der Weise wiederzugeben. daß wir nur ein einziges Funktionszentrum besitzen. denn sonst kann man gar nichts anderes verstehen. in denen sie sich äußern. Der . In diesem Zusammenhang muß bemerkt werden.bewußt'.unterbewußt'.Astralkörpers' erkennen. dem Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen — daß der Mensch keine Möglichkeit der Wahl habe. gab sie nur Stück für Stück.Astralkörpers' an. das heißt unseres physischen Körpers. Es ist unmöglich. daß die Ideen nicht in der Form entwickelt wurden.leichter und einfacher durch seine Funktionen erkannt werden. Es ist notwendig. Im Augenblick möchte ich Ihnen nur klarmachen. in der Art zu erklären. die diese Funktionen lenken. die ich ihnen in meinen Vorlesungen gab. daß die Tätigkeit der menschlichen Maschine. hiervon zu sprechen. alles. Das Dasein dieser Funktionen läßt das Dasein des . Unser Hauptirrtum ist. Dessen Funktionen nennen wir . Aber es ist noch zu früh. die verschiedenen Funktionen des Menschen und die Zentren. die der physische Leib nicht haben kann. und fast bei jedem Gespräch kamen wir erneut auf die grundsätzlichen Ideen von der Mechanisiertheit des Menschen. die Struktur der menschlichen Maschine zu verstehen.Astralkörper' hat bestimmte Funktionen. wie sie in den psychologischen Vorlesungen dargelegt sind. Diese Erklärungen und alle mit ihnen verbundenen Aussprachen dauerten ziemlich lange.unbewußt' oder . Darum habe ich alles psychologische und alles kosmologische Material in zwei besonderen Vorlesungsreihen gesammelt. Das ist unser Hauptirrtum. zu glauben. sondern durch mehrere Funktionszentren geleitet wird. nicht durch ein. fort. als ob er sie vor uns 77 . All unsere Aufmerksamkeit muß vorerst auf das Studium des physischen Leibes beschränkt bleiben. nennen wir . unfähig sei zu tun und so fort. Vom Bewußten und vom Unbewußten wollen wir später sprechen. getrennte Aufgaben haben und getrennte Bereiche. wie sie wirklich stattfanden. was nicht unter dieses Zentrum fällt. Das Fehlen dieser Funktionen zeigt das Fehlen des . die voneinander völlig unabhängig sind." Danach fuhr G. Das muß vor allen Dingen verstanden werden. G.

Instinkt. Zum Beispiel erklärte er zum Geschlechtszentrum. was er falsche Tätigkeit der Zentren nannte. Nehmen wir zum Beispiel die Frage der Funktionen und Zentren. im Gespräch über die Energie dieser Zentren.oder Bewegungszentrum. weil es immer von anderen Zentren abhänge. „Es ist etwas Großes. mit der es gar nicht arbeiten kann.und Bewegungszentrum — und versuchte. fügte er weiteres Material hinzu. wenn das Geschlechtszentrum mit eigener Energie arbeiten kann. Das war. Das dritte Mal entwickelte er es noch weiter. die tatsächlich nur auf seine Auslassungen und Vorbehalte zurückzuführen waren." Ich erinnere mich noch einer anderen Bemerkung. wie alle Zentren dem Geschlechtszentrum seine Energie rauben und mit dieser Energie ganz falsche Arbeit voll nutzloser Aufregung vollführen und dafür dem Geschlechtszentrum nutzlose Energie geben. Danach das Geschlechtszentrum. gab er nur allgemeine Grundsätze und hielt oft das Wesentlichste zurück. Bei der ersten Gelegenheit sprach er von drei Zentren — dem Denk-. Später wurde das instinktive Zentrum als eine unabhängige und selbständige Maschine hinzugefügt. daß es praktisch nie selbständig arbeite. Fühl. Ich entsinne mich. Wenn er ein neues Thema erstmalig anschnitt. Dann wiederum. dem Denk-. 78 . Beispiele zu suchen und so fort. in Beziehung zueinander als drei Kräfte arbeiten — und daß das Geschlechtszentrum in normalen Fällen als neutralisierende Kraft arbeitet. verweilte er oft bei dem.hüten oder schützen müsse. die das Geschlechtszentrum in diesem Zusammenhang spielt. erneut behandelte. aber das geschieht sehr selten. wenn möglich von einem anderen Gesichtspunkt aus. Manchmal wies er selbst auf sichtliche Widersprüche in den gegebenen Theorien hin. uns diese drei Funktionen unterscheiden zu lehren. daß die drei Zentren der unteren Abteilung: das instinktive. wenn er das gleiche Thema.und Geschlechtszcntrum. daß einige seiner Bemerkungen meine Aufmerksamkeit fesselten. Ich entsinne mich seiner Worte. Bewegungs. und bei der Rolle. Das nächste Mal. die sich nachher als Ursache vielen falschen Denkens und vieler falscher Schlüsse herausstellte. Er schilderte oft. Gefühls-.

und Bewegungszentrum.'s falsch wiedergegebenen und falsch aufgefaßten Bemerkungen über die Beziehungen der drei Zentren des unteren Stockwerkes zueinander fußte. vor allem deswegen. dann von vier. Fühl. die nicht mit meiner Arbeit im Zusammenhang standen. schufen sie phantastische Theorien. wirklich gesagt hatte. um so genau wie möglich der ersten zu folgen. daß die Idee von drei Zentren (Denk-. G. ich wiederhole. was G. daß diese Teilung für die verschiedenen Zentren nicht die gleiche sei.gegenüber der aktiven und passiven Kraft von Instinkt. Wie ich sagte. Es ist möglich. vor allem in den späteren Gruppen. Und irgendwie war diese Idee mit der Vorstellung von drei Kräften verknüpft. Während des ersten und der folgenden Gespräche über Zentren fügte G. sondern fünf Zentren gibt. Diese Methode der Darstellung. mit der sie in Wahrheit gar keine Verbindung hatte. Viele Leute fanden Widersprüche zwischen der ersten Darstellung einer gegebenen Idee und darauf folgenden Erklärungen. Aber er gab weder ein 79 . die sich wiederum in drei weitere Teile gliederten. dann von fünf und schließlich von sieben Zentren. nicht mit mir in Beziehung standen) die Vorstellung von drei Zentren aufrechterhalten. in gar keiner Beziehung standen. von der ich rede. die mit dem. Teile von Zentren wurden selten in den Gesprächen erwähnt. sprachen wir erst von drei Zentren. aber er hob nicht hervor. Durch diese Verschmelzung zweier Ideen ganz verschiedener Ordnung und Bedeutung entstanden weitere Mißverständnisse und verstümmelten für den so Denkenden das ganze System. Dann sagte er. So wurde durch verschiedene Gruppen (welche. weil es im gewöhnlichen Menschen nicht drei. daß alle Zentren in drei Teile oder drei Stockwerke geteilt seien. fast jedesmal etwas Neues hinzu. erklärte. und manchmal. und G.'s Vorbehalte in seinen ersten Vorträgen führten zu vielen Mißverständnissen. alle Zentren gliederten sich in positive und negative Teile.und Bewegungszentrum) als Ausdruck der drei Kräfte auf G.

Die Natur hat ihn so gemacht wie er ist. die sich niemals von selbst. ebenso die Methoden. und in der großen Masse wird er auch. Aber es ist unmöglich. soweit wir sehen können. daß sich durch Aufmerksamkeit oder Beobachtung die Arbeit der Teile der Zentren unterscheiden ließe. so bleiben. „kann man als die Entwicklung der Kräfte und Anlagen verstehen. Wandlungen. Petersburg und in späteren Gruppen in der Art. die möglicherweise die allgemeinen Erfordernisse der Natur verletzen. Ich werde im weiteren Verlauf die Gespräche und Vorlesungen von St. wiedergeben und dabei versuchen. in manchen Fällen Wiederholungen zu vermeiden. die Wiederholung dessen zu vermeiden. noch erklärte er. vervollständigte er diese Theorien nicht. Trotzdem er zum Beispiel die Grundlage zum Studium der Rolle und Bedeutung negativer Gefühle gab. Es gibt und kann keine andere Art von Evolution geben. wie ich mich an sie erinnere. All dies und vieles andere wurde erst später festgestellt. gegen sie anzukämpfen — indem er darauf hinwies. von größtem Interesse. sie gab. was bereits in der ersten und zweiten Vorlesungsreihe niedergelegt worden ist. entwickeln. und meiner Meinung nach ist die ursprüngliche Darstellung der Ideen des Systems in der Art..Beispiel noch erwähnte er. daß negative Gemütsbewegungen völlig unnötig seien und kein normales Zentrum für sie bestehe. antwortete G. „Um das Gesetz menschlicher Evolution zu verstehen. Jemand fragte bei einer Zusammenkunft: „Wie soll man den Begriff der Evolution verstehen?" „Die Evolution des Menschen". sich nicht nach ihnen zu richten und nicht negative Gefühle auszudrücken —. wie G. können nur in einzelnen Menschen stattfinden. das heißt mechanisch. „Betrachten wir einen Menschen im jetzigen Stadium seiner Entwicklung. ist es notwendig zu begreifen. diese Art Wachstum kennzeichnet die wirkliche Evolution des Menschen. daß über einen gewissen Punkt hinaus diese 80 . sich nicht mit ihnen zu identifizieren. Nur diese Art Entwicklung.

die Evolution eines gewissen geringen Prozentsatzes mag mit ihnen in Einklang stehen. Die Evolution großer Massen ist den Zwecken der Natur entgegengesetzt. die sofort durch eine entsprechende Veränderung in entgegengesetzter Richtung ausgeglichen wird. den das menschliche Denken umfassen kann. denn sogar im Kampf gegen die Natur handelt der Mensch in Übereinstimmung mit ihren Zwecken. „Die Menschheit. Um es noch genauer zu sagen: die Evolution der Menschheit entspricht der Evolution der Planeten. Im Verlauf des Zeitraumes. Aber die Evolution der Menschheit als Ganzes. oder besser die Natur verwendet gleichermaßen. und sie 81 . Der Mensch hat in sich die Möglichkeit zur Evolution. sowohl die Ergebnisse der Evolution als auch der Entartung. Im Leben. aber die Evolution der Planeten geschieht in für unsere Begriffe unermeßlichen Zeiträumen. können keine wesentlichen Veränderungen im Leben der Planeten vor sich gehen und kann infolgedessen auch keine wesentliche Wandlung im Leben der Menschheit stattfinden. Das ist völlig ausgeschlossen. Und sie ist genau den Erfordernissen der Erde zur jetzigen Zeit angepaßt. das heißt die Entwicklung dieser Möglichkeiten in allen Menschen oder in den meisten oder sogar nur in einer größeren Anzahl ist für die Zwecke der Erde oder der Planetenwelt nicht notwendig. Und femer kann die Menschheit als Ganzes niemals der Natur entrinnen. ist nur eine teilweise Veränderung. wenn auch vielleicht für verschiedene Zwecke.Evolution gar nicht notwendig ist. wie auch das übrige organische Leben. im Entarten dient der Mensch gleicherweise den Zwecken der Natur. das heißt nicht notwendig für die Natur in einem bestimmten Zeitpunkt ihrer eigenen Entwicklung. Sich-Entwickeln. besteht auf der Erde für den Zweck und Nutzen dieser Erde. eine menschliche Evolution außerhalb der sie umgebenden Hatur für möglich zu halten oder die Evolution des Menschen als eine langsame Eroberung der Natur zu betrachten. „Die Menschheit schreitet weder voran noch entwickelt sie sich. Sterben. Was uns Fortschritt oder Entwicklung zu sein scheint. „Nur ein so theoretisches und so weit von der Wirklichkeit entferntes Denken wie das heutige europäische konnte dazu kommen.

daß er Kräfte hat. sie will sie nicht und kämpft gegen sie an. Die Menschheit ist ein Teil des organischen Lebens. Der Mensch muß verstehen: seine Entwicklung ist allein für ihn selbst notwendig. Wenn alle Menschen zu intelligent würden. oder. dann würden sie nicht mehr vom Mond gefressen werden wollen. denn nur durch Überwindung von Schwierigkeiten kann ein Mensch die für ihn notwendigen Eigenschaften entwickeln. Und niemand ist verpflichtet oder beabsichtigt. müßten sie absichtlich geschaffen werden. wenn sie nicht bestehen würden. diese Lage zu verändern. Es gibt keine zwangsmäßige mechanische Evolution. tödlich für den Mond sein. von der Menschheit. Die Natur braucht diese Evolution nicht. Daher bestehen besondere Kräfte (planetarischen Charakters). daß alle diese Hindernisse für den Menschen sehr nützlich sind. Im Gegenteil. „Zum Beispiel würde die Entwicklung der Menschheit über einen gewissen Punkt hinaus.könnte für sie sogar schädlich oder tödlich sein. erkennt. ihm zu helfen. die ganze Menschheit nicht. die der Entwicklung großer Menschheitsmassen Widerstand leisten. Der Mensch muß sie überlisten. wenn er einsieht. Evolution ist das Ergebnis eines bewußten Kampfes. „Dies ist die Grundlage einer richtigen Ansicht über die menschliche Evolution. widersetzen sich auch der Entwicklung des einzelnen. Später werden Sie verstehen. Und einer kann sie überlisten. daß die Menschheit die Nahrung für den Mond darstellt. wo sie bleiben sollen. die sich der Evolution großer Menschenmassen entgegenstellen und die sie auf der Stufe festhalten. Der Mond nährt sich vom organischen Leben. „Aber trotzdem gibt es die Möglichkeit der Evolution. ist sozusagen gegen die Interessen und Kräfte der planetarischen Welt. die Kräfte. Evolution kann aber nur dann zum Bedürfnis des Menschen werden. 82 . das heißt. um es genauer zu sagen. Niemand anders ist daran interessiert. über einen gewissen Prozentsatz hinaus. Solche Entwicklung liegt nur im Interesse des Menschen allein. wenn er seine Lage und die Möglichkeit. und sie kann in einzelnen Individuen mit Hilfe der geeigneten Kenntnisse und Methoden entwickelt werden.

was ihnen als Geburtsrecht zusteht. daß keine mechanische Evolution möglich ist. was die Größe anbetrifft. wenn wir uns das Verhältnis einer mikroskopischen Zelle zu unserem eigenen Körper veranschaulichen. würde Evolution wiederum unmöglich werden.die er brachliegen läßt. und sie kann keinen Einfluß auf das Leben oder die Funktionen des Organismus haben. Das Dasein oder Fehlen einer Zelle ändert nichts am Leben des ganzen Körpers. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Willens. Genau im gleichen Maße ist ein einzelnes Individuum zu klein. „Der Vorteil des einzelnen Individuums ist seine Kleinheit. „Wenn wir von Evolution sprechen.Wille' kann sich nicht unwillkürlich entwickeln.tun'. Wir können dieses Größenverhältnis leicht verstehen. was seine . Im Sinne der Nutzbarmachung dieser Kräfte und Reichtümer ist Evolution möglich.geschehen'. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Bewußtseins. bleibt für die Massen unmöglich.Evolution' ermöglicht. die er nicht nützt. Und Bewußtsein kann sich nicht unbewußt entwickeln. Sie verstehen nicht einmal ihre einfachsten Funktionen. hierauf beruhen seine .Möglichkeiten'. und der . und das . Wir können ihrer nicht bewußt werden. viel komplizierter als eine Lokomotive. um das Leben des kosmischen Organismus zu beeinträchtigen. Und das ist es. im gleichen Verhältnis steht wie die Zelle zu unserem Organismus. Aber wenn alle Menschen oder die meisten dies gewahr würden und erreichen wollten. „Die Leute wissen nicht. die . weil sie den Zweck dieser Funktionen nicht kennen. Reichtümer. daß der Mensch 83 . ob ein mechanischer Mensch mehr oder weniger da ist. Was für den einzelnen möglich ist. zu dem es. müssen wir von Anfang an verstehen. was ein Mensch eigentlich ist. Sie haben es hier mit einer sehr komplizierten Maschine zu tun. es macht im Haushalt der Natur keinen Unterschied.Tun' kann nicht das Ergebnis von Dingen sein. Arbeitsgang und Möglichkeiten dieser Maschine. Die Evolution eines Menschen ist die Evolution seiner Fähigkeit zu . Sie haben eine ungefähre Vorstellung. ein Auto oder ein Flugzeug — aber sie wissen gar nichts oder fast gar nichts über Bauart.

kann kein dauerndes und einziges Ich haben. Gefühle und Stimmungen. der Mensch. wie wir ihn kennen. und daß ein Gedanke. daß dieses Ich zum Ganzen gehört. daß die Natur dem Menschen die notwendige Kenntnis seiner Maschine gegeben habe.tun' kann und mit dem und durch den alles . ist seine Täuschung in bezug auf sein Ich. die . kam G. wenn er sich immer für ein und die gleiche Person hält.geschieht'. jede Stimmung.Maschine Mensch'. nicht die gleiche. Jeder Gedanke. und er begeht einen gewaltigen Irrtum. Man denkt. „Der Mensch. Aber nur sehr selten zieht einer dies in Betracht für den Menschen im allgemeinen oder für sich im besonderen. zum ganzen Menschen. ein Auto oder ein Flugzeug lenken lernen muß. fast bei jedem Gespräch. Aber sie vermuten nicht. sie vermuten nicht. und dabei wissen doch die Menschen. daß instinktive Kenntnis einer Maschine unter keinen Umständen genug ist. Warum studieren sie Medizin und gebrauchen ihre Dienste? Natürlich weil sie einsehen. Sein Ich wechselt mit gleicher Geschwindigkeit wie seine Gedanken." Sehr oft. die er im vorigen Augenblick war. es sei richtig zu glauben. daß man sie zu einer ganz anderen Leistung bringen kann. „Der Mensch hat kein bleibendes und unveränderliches Ich. ein Wunsch oder eine Abneigung Ausdruck dieses Ganzen 84 . daß sie ihre Maschine nicht kennen. in Wirklichkeit ist er immer eine verschiedene Person. jede Empfindung sagt Ich. des Autos oder einer Lokomotive. „den man sich immer vor Augen halten muß. jede Begierde. sagte er. „Einer der Hauptirrtümer des Menschen". erneut auf das Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen. der nicht . und daß unsachgemäße Handhabung der menschlichen Maschine genau so gefährlich ist wie unsachgemäße Handhabung irgendeiner anderen komplizierten Maschine. Jeder versteht dies hinsichtlich des Flugzeuges. daß man sie viel besser kennen kann als die Wissenschaft dies tut. Und in jedem Fall hält man es für selbstverständlich.seine Maschine lenken lernen müsse. genau so wie er eine Lokomotive.

bewußte Stärke. gebrauchtes Bild. Gerade jetzt war es ein Gedanke. Kaste und Tradition öder der Glanz neuer Schlagworte schaffen in der Persönlichkeit eines Menschen sehr starke Ichs. dann wieder ein Gedanke. Nachahmung. er lebt immer im letzten Ich. anderer Ichs beherrschen. schönes Wetter rufen sofort eine ganze Gruppe von Ichs auf den Plan.Rollen'. Faktisch besteht überhaupt kein Grund für diese Annahme.ist. Manche Ichs sind natürlich stärker als andere. die ganze Reihen schwächerer. der hypnotische Einfluß von Religion. andere Assoziationen. die sich oft untereinander gar nicht kennen. Nichts im Menschen kann diesen Wechsel von Ichs lenken. es nicht bemerkt. das die Zentren de» Menschen mit Grammophon„rollen" oder -platten vergleicht. Und dies Ganze drückt sich einfach darum nicht aus. Aber es ist nicht ihre eigene. andere Gefühle und andere Handlungen. nie zueinander in Beziehung treten oder sogar im Gegenteil feindlich gegeneinander eingestellt sind. Jede Minute. Erziehung. Lesen. Sonnenschein. sie wurde durch die Stärke von Zufällen oder mechanischen äußeren Einflüssen geschaffen. Der Mensch hat kein individuelles Ich. Kälte. Und alle Ichs. Aber an dessen Stelle gibt es Hunderte und Tausende getrennter kleiner Ichs. vor allem. die in den . aus denen die Persönlichkeit des Menschen besteht. Aber ihre Stärke ist die Stärke der Eindrücke. auf denen äußere Eindrücke verzeichnet werden (Anmerkung der Übersetzer). Sein Name ist Legion. weil er davon gar nichts weiß. nun ist es eine Begierde.Rollen'1 der Zentren verzeichnet sind. und jedesmal ist dieses Ich verschieden. sie sind das Ergebnis äußerer Einwir' „Rollen" bezieht sich auf ein von G. Nebel. Wärme. und so weiter ohne Ende. Jeder Gedanke und jede Begierde des Menschen entsteht und lebt ganz getrennt und unabhängig vom Ganzen. dann eine Empfindung. „Der Wechsel der Ichs. da sie einander ausschließen und unvereinbar sind. haben den gleichen Ursprung wie diese . Der Mensch ist eine Vielheit. jeden Augenblick sagt oder denkt man Ich. weil es als solches nur physisch besteht und abstrakt als ein Begriff. 85 . ihr offensichtlicher dauernder Kampf um die Herrschaft wird durch zufällige äußere Einflüsse gelenkt. Regen rufen eine andere Gruppe von Ichs hervor.

die ganz unschuldig daran sind. sowohl . das diese ^Entscheidung vollständig ablehnt oder sogar nichts davon weiß. von morgen ab früh aufzustehen. den Morgen zu verschlafen i ?' und am Abend wird er sich erneut entschließen. Schecksundwechsel zu unterzeichnen und der Mensch. „So wird in einer Lehre der Mensch einem Haus verglichen. niemand tut. einfach aus Eitelkeit S oder aus Spaß. Dies erklärt. Ein Mensch entschließt sich. zufälliger Ichs einzulösen. daß eine Gruppe vernünftiger Diener sich ver- 86 . Aber das Aufstehen fällt unter die Zuständigkeit eines ganz anderen Ichs. Entscheidungen zu treffen. | nicht sich selbst. aber kein Herr und kein Haushälter da sind. im Namen des Ganzen zu handeln. werden durch neue äußere Einflüsse in Bewegung gesetzt und gelenkt. zuzustimmen oder abzulehnen. Die Dienstboten haben alle ihre Pflichten vergessen. Jeder versucht. den Herrn zu spielen. daß jedes kleinelch das Recht hat. Ein Ich oder eine Gruppe von Ichs beschließt dies. Dann verschwindet es und der Mensch. sondern jemand anderem. wenn auch nur für einen Augenblick. Ein kleines zufälliges Ich mag etwas versprechen. die versuchen. und durch diese Unordnung droht dem ganzen Haus große Gefahr. Oft besteht das ganze Leben eines Menschen darin. müssen ihr ganzes Leben dafür bezahlen. und beide. ^In manchen Fällen kann dies sehr unangenehme Folgen für den f Menschen haben. Wechsel kleiner. Versprechen zu geben. das heißt das Ganze. was ein anderes Ich oder das Ganze dann ausbaden muß. in dem es eine Menge Diener gibt.Rollen' als auch Ichs. sich das Ganze zu nennen. Es ist die Tragödie des Menschen. was er soll. a Natürlich wird der Mensch fortfahren. dafür aufzukommen hat. früh aufzustehen. „Und jedes einzelne kleine Ich ist fähig. das heißt die gesamte Summe anderer Ichs. Die einzige Rettungsmöglichkeit besteht darin. Der Mensch ist in eine Vielfalt kleiner Ichs geteilt. die Natur des Menschen von diesem Gesichtspunkt aus zu schildern. Er hat kein einziges großes Ich.kungen. „Die östlichen Lehren enthalten zahlreiche allegorische Bilder. warum Menschen so oft Entscheidungen treffen und sie so selten ausführen. „Der Mensch hat keine Individualität.

das heißt den Beginn der St. daß sich im Hofe der Aurangzeb-Moschee am Ufer des Ganges ein Fakir aufhalte. der Fakir. und wie wir wissen. soviel ich verstand. Er lag nicht auf seinem Bett und. Obwohl er sichtlich acht- 87 . eine Photographie. war der Fakir da." In diese Zeit. Mir war erzählt worden. Dies klang sehr geheimnisvoll und erschreckend. Um diese Möglichkeiten zu verwirklichen. war weggegangen. Auf diese Weise kann das . daß jeder seine eigene Arbeit verrichte: der Koch in der Küche. die ich in Benares von einem „Fakir auf Nägeln" aufgenommen hatte. fallen noch zwei interessante Gespräche. Aber gegen eine Rupie zeigte er mir alle seine Künste. für seine Befreiung alles zu opfern und alles zu wagen. um die Kuh zu holen. Als ich das zweite Mal kam.-Petersburger Vorlesungen. „Aber auch das klarste Verstehen seiner Möglichkeiten wird einen Menschen ihrer Verwirklichung nicht näher bringen.sammelt und einen zeitweiligen Haushälter erwählt. Dieser stellvertretende Haushälter kann dann die anderen Diener auf ihren Platz verweisen und darauf sehen. ohne Fakir. das heißt einen stellvertretenden Haushälter. Er legte sich wirklich fast nackt auf ein mit ziemlich langen. stand das Bett mit Nägeln allein da. legt& er sich nur darauf. die ich in Ceylon sah. Aber als ich kam. „Der Vergleich des Menschen mit einem Haus. der Gärtner im Garten und so fort. nicht nur ein schlauer Gaukler wie jene. muß er einen sehr starken Wunsch nach Befreiung verspüren und muß bereit sein.Haus' für die Ankunft des wirklichen Haushälters vorbereitet werden. das die Ankunft seines Herrn erwartet. taucht dieses Thema auch in verschiedener Form in vielen Gleichnissen der Evangelien auf. Bei einer Gelegenheit zeigte ich G. so hörte ich. der auf einem Bett aus Nägeln liege. Dieser Fakir war. in denen sich noch Spuren alten Wissens erhalten haben. ist häufig in östlichen Lehren zu finden. wenn Zuschauer kamen. der es dann seinerseits für die Ankunft des Herrn vorbereitet. der Kutscher im Stall. obgleich zweifellos ein „Professioneller". spitzen Eisennägeln versehenes Bett.

lag auf ihnen auf dem Rücken. Offensichtlich ist er viele Male hypnotisiert worden und während der Hypnose wurde seine Haut zuerst gegen Stiche unempfindlich gemacht und danach dagegen gefeit. konnte mir aber keine Erklärung dieser Erscheinung geben. daß er ein bestimmtes Wort kenne. keine hastigen Bewegungen zu machen. Man hat einfach mit ihm experimentiert. was er weiß. antwortete G. fühlt er ein unwider- 88 . zu glauben. Aber das würde Ihnen nicht im geringsten helfen. und danach könne er sich auf seine Nägel niederlegen. zu berichten. was posthypnotische Suggestion heißt. zeigte ihm das Lichtbild und fragte ihn. das er sagen müsse. Sein Gesicht trug einen stumpfen. Durst verspüren. Aber gleichzeitig haben Sie recht. Ein Mensch wird in Schlaf versetzt und es wird ihm gesagt. Dann wird er geweckt. „Es ist schwierig. Oder er müsse ein bestimmtes Wort aussprechen und werde sofort. gelangweilten und gleichgültigen Ausdruck und nichts an ihm sprach von Streben nach Selbstopfer oder von Selbstfolterung. noch kratzten sie ihn. was er darüber denke. Wenn Sie ihn bestechen würden und ihn veranlassen könnten. Ihnen dieses Wort zu sagen. drehte er sich doch auf den Nägeln.Fakir' in dem Sinne.. daß er fünf Stunden nach seinem Aufwachen etwas Bestimmtes tun müsse. wenn er dies tue. Und wenn die Zeit kommt. Dann später wurde mittels posthypnotischer Suggestion die Unempfindlichkeit und Undurchdringlichkeit der Haut fixiert. Er kann sich sogar bereit erklären. sich für tot halten oder etwas Ähnliches.gab. Er war ein Experiment. „Erstens ist der Mann natürlich kein . nur war er kein Schüler. Dies alles erzählte ich G. denn es wäre ein ganz gewöhnliches Wort. wie er es fertigbringt. Sie wissen. das gar keine Wirkung auf Sie haben würde. Der Fakir machte nicht den Eindruck eines intelligenten oder religiösen Menschen. auf der Seite. Aber er weiß selber nicht. wie ich dieses Wort gebraucht habe. Ich machte zwei Aufnahmen von ihm. Dieser Mann stammt aus einer Schule. und sichtlich stachen sie ihn weder. In geringem Maße ist dies sogar für die gewöhnliche europäische Hypnose möglich. das in zwei Worten zu erklären". daß dies nicht nur ein Trick sei. würde er wahrscheinlich antworten. auf dem Bauch.

unter Hypnose auf Nägeln zu liegen. wie ich glaube. auf Nägeln zu liegen. und läßt ihn dann einfach gehen. Dieses Wort versetzt ihn in einen hypnotischen Zustand. „Fakir-Wunder" zu erklären. Ich verlieh meiner Überzeugung Ausdruck. was ihm gesagt wurde. trotzdem sie deren Existenz nicht anerkennen und sogar deren bloße Möglichkeit vom offiziellen Buddhismus geleugnet wird. gewöhnlich kaufen sie diese Menschen als Kinder von den Eltern. Ohne Bezug auf diese Bemerkung und während ich. wie er könne. das zu tun. weil sie später daraus Nutzen ziehen. Die Schulen brauchen sie für Experimente. was er tue und wie er es tue. daß er durch Aussprechen eines bestimmten Wortes wieder fähig sein werde. um ihm zu sagen. was er tut und auf welche Weise es getan wird. Das geschieht oft in solchen Fällen. In allen mir bekannten Versuchen. sondern ich wage zu behaupten.Fakir' geschehen. apathisches Aussehen. G. das ihm gegeben wurde. sei es. Aber natürlich weiß und versteht der Mann selbst nicht. wie er sein „Wunder" ausführte und hätte es darum auch gar nicht erklären können. um zu leben. Darum vielleicht hatte er so ein verschlafenes. war immer angenommen. weil ich nie zuvor eine ähnliche gehört oder gelesen hatte. oder. vielleicht für viele Jahre. der Ausführende wisse. sie zu verkaufen.'s Erklärung schien mir nicht nur die einzig wahrscheinliche. und wenn er nicht darüber spreche. welche glücklich sind. Der Fakir selbst wußte nicht. 89 . Und dann weckte man ihn." Diese Erklärung interessierte mich sehr. Es gibt viele solche Leute in Indien. spricht er es aus und sogleich fällt er in Trance. Gerade dies war mit Ihrem . Bei einer anderen Gelegenheit sprachen wir über den Buddhismus auf Ceylon. Man experimentiert an ihm. G. gerade meine Photographien zeigte. ob die „Wunder" nun als Tricks oder anders hingestellt wurden. weil er nicht wolle oder Angst habe. daß die Buddhisten Magie haben müßten.stehliches Verlangen. Man gewöhnte ihn daran. wenn er sich des Wortes erinnert. Diesmal war es ganz anders. So stellt er dieses eiserne Bett auf und verdient wahrscheinlich einige Rupien die Woche. die einzig mögliche.

wie üblich. Aber ich sprach von dem Glauben. Der .Astralkörper' nach dem Tod des physischen Körpers weiterlebt.Halsband' verbindet den physischen mit dem astralen Körper. „aber das bedeutet etwas ganz anderes. G. so kann der Besitzer eines Knochens dieses Halsbandes immer mit dem . Natürlich folgt daraus nicht." 90 . Die Kette von Buddhas Wiedergeburten wird . und dies ist ein Beispiel dafür. Dieses Halsband aus Knochen.. glockenförmige Dagoba aus Elfenbein.Buddhas Halsband' genannt. Aber man spricht nie offen davon. Wenn nun der . eine Buddhastatue stand. innen hohl. sagte G. sagte G. steht in direkter Beziehung zum sogenannten . aber ich spreche von einer anderen Bedeutung. oder.. das . in dem. und es sei sehr alt und heilig. die einige Menschen als Ergebnis besonderer Übungen in Form eines Halsbandes um deh Hals herum bekommen. sondern eine besondere Knochenbildung. das heißt eine kleine geschnitzte Wiedergabe einer Dagoba. „Sie sagten mir. „Haben sie Ihnen nicht erklärt." „Es ist so und es ist auch wieder nicht so". den Sie sahen. um genauer zu sein. sagte ich. Haben Sie niemals den Ausdruck . daß der Knochen. es sei ein Stück Knochen von einem Schüler Buddhas. hörte mir aufmerksam zu. Sie haben recht." „Ja". welches den Hals unterhalb der Haut umschließt. Sie werden diese Knochen in fast jedem Hause finden.Astralkörper' ist sozusagen daran befestigt.sprach ich von einein kleinen Schrein in einem Privathaus zu Colombo.Astralkörper'. ein echter ist.Buddhas Halsband' gehört?" „Ja". Die Besitzer hatten diese in meiner "Gegenwart geöffnet und mir etwas gezeigt. was die Kugel bedeute?" fragte er. der diesem Brauch zugrunde liegt. die es Ihnen zeigten. daß dort Magie verwendet wird. Es war nicht ein Knochenstück. Zu Füßen des Buddha lag eine kleine. „das ist eine Bedeutung dieses Ausdrucks.Astralkörper' des Toten in Beziehung treten. runde Kugel in der Größe einer großen Gewehrkugel. das eine Reliquie sein sollte — eine kleine. meiner Ansicht nach aus Elfenbein oder Perlmutter geschnitzt. anzunehmen. „die Leute. Das ist Magie. wußten entweder nichts oder wollten Ihnen nichts sagen.

Und wieder mußte ich zugeben. wie sie in anatomischen Karten zu finden ist. machte eine kleine Skizze. sie führten in einem Halbkreis um den Nacken. 91 . um mir die Lage der kleinen Knochen unter der Haut zu zeigen. Diese Skizze erinnerte mich sofort an eine gewöhnliche graphische Darstellung der Lymphdrüsen im Nacken. daß ich früher nie auf eine solche Erklärung gestoßen war. G. etwas vor den Ohren beginnend. Aber ich konnte nichts weiter darüber erfahren.

Aber irgend etwas hatte mich damals davon abgehalten. aber viele Dinge hatten sich miteinander verbunden. Und ich fand es sehr merkwürdig. daß ich das ganze System richtig darstellen könne.'s Vorträge führten in unseren Gruppen zu vielen Gesprächen. sondern zu warten. Ich erkannte ganz klar. ob ich ihn wiedersehen könne. eine große Spanne Zeit müsse noch verstreichen. Einige Teile des Systems begannen schon ungefähr Gestalt anzunehmen. das ganze Bild. daß mir bei solchen Gelegenheiten oft mein erstes Zusammentreffen mit G. das ich noch nicht gehört hatte.VIERTES KAPITEL G . Damals war auch ich sehr nahe daran gewesen. Leute. Aber ich versuchte. was ich erwartet hatte. ein fertiges Urteil über G. Oft änderte ein neues Wort. die einmal zu einer Vorlesung zu uns gekommen waren. Ich muß gestehen. sagen zu hören. und oft erklärte eine Sache manchmal ganz unerwartet eine andere. da ich eingesehen hatte. die allmählich bei der Entwicklung einer photographischen Platte erscheinen.'s Bestehen wissen oder wie leicht hätte ich ihn wieder aus den Augen verlieren können. was für einen ungeheuren Wert diese Ideen hatten. worüber wir sprachen. Gleichzeitig waren viele Dinge dem entgegengesetzt. daß sie es dann anderen erklärten und schon ganz feste und bestimmte Meinungen über uns hatten. zu der vorher gar keine Verbindung zu bestehen schien. 92 . wie leicht hätte ich überhaupt nichts von G. war ich beinahe entsetzt bei dem Gedanken: wie leicht hätte ich daran vorbeigehen können. sie verstünden sofort. bis ich mir sagen könne. und seine Schüler zu fällen. und der Abend mit der Moskauer Gruppe einfiel. was ich vorher aufgebaut hatte. so wie Figuren oder eine Landschaft. Vieles war mir noch nicht klar. aber viele Stellen blieben noch leer und unvollständig. und nun. keine Schlüsse zu ziehen. wenn ich ihn nicht gefragt hätte. und ich mußte alles neu errichten.

Es scheint hier selbstverständlich zu sein. „Die Menschen verstehen. Das Sein einer Pflanze und eines Tieres ist wieder ein verschiedenes Sein. sagte er. neidischer. eitler. daß das Wissen vom Sein abhängt. der die . entlang deren die menschliche Entwicklung vonstatten geht.Nicht-Existenz' entgegengesetzt ist.Existenz'. das aber für viele von uns schwer zu begreifen war. Und sie verstehen auch die Möglichkeit verschiedener Wissensstufen. Und besonders im westlichen Kulturkreis nimmt man an. .Sein' heißt für sie einfach . Es ist ein verschiedenes Sein. daß ein Mensch großes Wissen besitzen könne. die Wissenschaft um ein Stück weiterbringen und zu gleicher Zeit könne er und habe auch das Recht. Aber sie verstehen dies nicht in Beziehung zum . 93 . Sie verstehen nicht. auf ein Thema zurück. was die Menschen nicht verstehen. Sie verstehen. das heißt von der einen oder der anderen Qualität. Das Sein eines Tieres und eines Menschen ist ein verschiedenes Sein.Wissen' bedeutet. Aber wenn die Linie des Wissens der Linie des Seins zu weit voraus ist. welchem er sichtlich die größte Wichtigkeit zuschrieb. Sie verstehen nicht nur dies letztere nicht. dann wird die menschliche Entwicklung falsch und muß früher oder später zu einem Stillstand kommen. Aber das Sein zweier Leute kann sich noch mehr voneinander unterscheiden als das Sein von Mineral und Tier. Bei richtiger Evolution entwickeln sich die Linie des Wissens und die Linie des Seins gleichzeitig. Entdeckungen machen. daß Wissen größer oder geringer sein kann. sondern sie wollen es auch ganz bestimmt nicht verstehen. naiver und zerstreuter Mensch zu sein. Nehmen wir zum Beispiel das Sein eines Minerals und einer Pflanze. Und sie verstehen nicht.In fast jeder seiner Vorlesungen kam G. parallel und unterstützen einander. die Linie des Wissens und die Linie des Seins. zum Beispiel könne er ein fähiger Wissenschaftler sein. oder wenn die Linie des Seins der Linie des Wissens voraus ist. daß Sein oder Existenz auf sehr verschiedenen Stufen und unter sehr verschiedenen Kategorien bestehen kann. spitzfindiger. schwächlicher. egoistischer. daß ein Professor überall seinen Regenschirm vergißt. Das genau ist es. was . ein kleinlicher. „zwei Linien. „Es gibt".Sein'.

ein Wissen der Form. beginnt es. Ein Wechsel in der Natur des Wissens ist nur in Verbindung mit einem Wechsel in der Natur des Seins möglich. fügt neue Schwierigkeiten. und es ist allein die Sammlung von Informationen ein und derselben Natur im Bereich bekannter Grenzen möglich. »freier Wille'. ohne Wissen des Inhalts. Die Idee des Wertes und der Wichtigkeit der Seinsstufe ist vollständig vergessen. ein Wissen von Einzelheiten. wird es theoretisch und abstrakt. als da sind . Und sie verstehen nicht.Der Grund hierfür ist. Das charakteristischste Kennzeichen eines modernen Menschen ist das Fehlen der Einheit m ihm und weiterhin das Fehlen sogar von Spuren jener Eigenschaften.„Und trotzdem ist das sein Sein. 94 . gepaart mit Unwissenheit über eine andere Sache bleiben. ohne Wissen des Ganzen. Und ebenfalls hat man vergessen. das menschliche Leben zu komplizieren. „Solch ein Übergewicht des Wissens über das Sein beobachten wir in der heutigen Kultur. „Wenn das Wissen dem Sein sehr voraus ist. daß das Wissen eines Menschen von der Stufe seines Seins abhängt. auf das Leben unanwendbar oder geradezu schädlich. aber sie achten nicht das Seinsniveau und schämen sich nicht der geringen Stufe ihres eigenen Seins.klares Bewußtsein'. besser mit ihren Schwierigkeiten fertigzuwerden. die vorher nicht da waren. sein Wissen hänge nicht von seinem Sein ab. neue Störungen hinzu. Es wird immer ein Wissen über eine Sache. hat das Sein eines Menschen viele verschiedene Seiten. In den Grenzen eines gegebenen Seins kann die Qualität des Wissens nicht verändert werden. für die wirklichen Bedürfnisse des Menschen nicht groß genug oder nicht geeignet ist. die er sich am liebsten zuschreibt. daß die Wissensstufe durch die Seinsstufe bedingt wird. Sie verstehen nicht. „Als solches betrachtet. daß ein Wissen. das nicht im Verhältnis zum Sein steht. Tatsächlich ist aber die Möglichkeit des Wissens auf einer bestimmten Seinsstufe begrenzt und endlich. denn statt dem Leben zu dienen und den Menschen zu helfen. \. was das heißt. Und die Menschen denken. Die Menschen westlicher Kultur schreiben dem Wissensniveau eines Menschen einen großen Wert zu.

Aber es gibt Menschen. Eingebildetheit.dauerndes Selbst oder Ich' und die »Fähigkeit zu tun'. wenn ich Ihnen sage. Feigheit. „Ein modemer Mensch verbringt sein Leben schlafend. Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit. „Aber natürlich gibt es Enden und Grenzen. Dies muß man immer im Gedächtnis behalten. der Schlaf ist. deren Sein noch verändert werden kann. Selbstbeherrschung. Eitelkeit. Und diese Leute sind in der Mehrheit. Über den Schlaf. der wirklich Wissen ersehnt. ein Mensch kann nichts weder in sich noch außer sich tun. Erregbarkeit. Allgemein gesprochen. Egoismus. zuerst darüber nachdenken muß. Fleiß. daß ein Mensch. daß er nicht umhin kann zu lügen. und so ist es mit allem. Aber im Augenblick wollen wir nur an etwas denken: was für ein Wissen kann ein schlafender Mensch haben? Und wenn Sie darüber nachdenken und gleichzeitig im Auge behalten. Moralität. daß nur einige wenige rich- 95 . all dies und noch viel anderes macht das Sein eines Menschen aus. Mut. Wenn Sie daran denken. die Wahrheit zu sagen. Wahrha^igkeit oder eine Neigung zur Lüge. „Aber dies alles im Menschen ist vollständig mechanisch. Wenn er die Wahrheit sagt. Alles geschieht. daß er nicht umhin kann. Bereitschaft zum Selbstopfer. werden Sie verstehen. wie er aufwachen könne. hat das menschliche Sein viele verschiedene Seiten: Aktivität oder Passivität. so bedeutet das. dann wird Ihnen sofort klar werden. zusammengebrochene Maschinen sind. so heißt das. Es mag Sie überraschen. daß Schlaf das Hauptkennzeichen unseres Seins darstellt. die endgültig kranke. Verderbtheit. Und es kann eine so schlechte Qualität haben. mit denen man nichts mehr anfangen kann. ist das Sein eines modernen Menschen von sehr niederer Qualität. das heißt wie er sein Sein wandeln könne. „Äußerlich gesehen. Schlafend wird er geboren und schlafend stirbt er. Wenn er lügt. Lasterhaftigkeit. Stolz. Die Menschen. daß keine Wandlung möglich ist. Faulheit. das das Fehlen von allem anderen in ihm erklärt. sind sehr glücklich. seine Bedeutung und seine Rolle im Leben werden wir später sprechen. daß das Hauptkennzeichen des Seins eines modernen Menschen.ein .

Keiner von beiden kann sich weiterentwickeln. Und eine getrennte Entwicklung von Wissen oder Sein ist keinesfalls wünschenswert. einen Menschen." „Was ist das Ergebnis der Entwicklung der Wissenslinie ohne Sein oder der Entwicklung der Seinslinie ohne Wissen?" fragte jemand während eines Gespräches über diesen Gegenstand. was. ist das Gleichgewicht zwischen Wissen und Sein noch wichtiger als eine getrennte Entwicklung des einen oder des anderen. hat aber nicht die Kraft zum Tun. weiß aber nichts. genau das Gegenteil von dem zu tun. aber nichts tun kann. und wenn er irgend etwas tut. das heißt. einen Menschen. „In der Geschichte der Menschheit kennen wir viele Beispiele. In beiden Fällen werden sowohl der schwache tfogi als auch der dumme Heilige zu einem Halt gebracht. „Allgemein gesprochen. weil das Wissen das Sein überwog oder das Sein das Wissen. „Die Entwicklung der Wissenslinie ohne die Seinslinie ergibt einen schwachen t/ogi". aber nicht weiß. das heißt. die den Leuten besonders anziehend erscheint „Wenn das Wissen das Sein überwiegt. schwere Fehler zu begehen. Trotzdem ist es gerade diese einseitige Entwicklung. 96 . Das erworbene Sein wird zwecklos und Anstrengungen erweisen sich als nutzlos. handelt er in Gehorsam zu seinen subjektiven Gefühlen. die ihn weit von seinem Wege abführen und ihn veranlassen können. aber er weiß nicht. das heißt einen Menschen. einen Menschen ohne Urteilskraft. Andererseits. das heißt. der vieles tun kann.. er kann etwas tun. hat ein Mensch die Kraft zum Tun. was er will. einen Menschen. was er tun soll. Bei den anderen läßt es ihr Sein nicht zu. wo ganze Zivilisationen untergingen. „das heißt. sagte G. weiß ein Mensch. Und die Entwicklung auf der Seinslinie ohne Wissen ergibt einen dummen Heiligen. wenn das Sein das Wissen überwiegt. der nicht versteht (er betonte diese Worte). was er weiß. der vieles weiß. für den es keinen Unterschied zwischen einer Wissensart und einer anderen gibt.tiges Wissen erlangen können. Das ist nutzloses Wissen.

was er nun. wenn 97 . daß er in verschiedenen Zeiten seines Leben» eine und dieselbe Idee. Verstehen ist das Ergebnis von Wissen und Sein. Und er erkennt gleichzeitig. Auch verändert sich die Beziehung des Wissens zum Sein nicht nur durch ein Wachstum des Wissens. „Der Unterschied zwischen Wissen und Verstehen wird klar. daß sein Wissen sich nicht gewandelt hat und daß er damals genau so viel über den betreffenden Gegenstand wußte wie jetzt. wie auch ihre Wechselbeziehung zueinander zu verstehen. Was also hat sich verändert? Sein Sein hat sich verändert. seiner Meinung nach. „Und trotzdem weiß ein Mensch. In-anderen Worten: das Verstehen wächst nur mit dem Wachstum des Seins. „Wissen ist eine Sache. Sie glauben.„Um dies zu verstehen und um im allgemeinen die Natur de» Wissens und die Natur des Seins. aber sie wissen nicht. „Wissen an sich führt nicht unbedingt zum Verstehen. „Im gewöhnlichen Denken unterscheiden die Menschen nicht zwischen Verstehen und Wissen. sonst wird sich das Verstehen als von beiden zu weit entfernt erweisen. Sie verändert sich nur. muß sich auch das Verstehen wandeln. wie sie Verstehen anhäufen können und kümmern sich auch nicht darum. Darum häufen sie Wissen an oder das. was sie Wissen nennen. Auch wird das Verstehen nicht durch eine Vermehrung des Wissens allein vergrößert. der in der Selbst-Beobachtung geübt ist. ganz sicher. einen und denselben Gedanken auf vollständig verschiedene Weise verstanden hat. wenn das Sein gleichmäßig mit dem Wissen wächst. Verstehen wird durch die Beziehung des Wissens zum Sein bedingt. daß ein größeres Verstehen von einem größeren Wissen abhänge. richtig versteht. daß er etwas so falsch verstanden hat. Er findet es oft seltsam. „Oft verwechseln die Menschen diese Begriffe und vermögen nicht klar den Unterschied zwischen ihnen zu erfassen. Verstehen eine andere. Und Wissen und Sein dürfen nicht zu weit voneinander abweichen. muß man zuerst die Beziehung von Wissen und Sein zum »Verstehen* begreifen. Und wenn einmal das Sein sich verändert hat.

So kann der Denkapparat etwas wissen. „Auf dem Gebiet der praktischen Tätigkeit können die Menschen sehr gut zwischen bloßem Wissen und Verstehen unterscheiden. falschen Einteilungen. was . Unglücklicherweise geben sich die Leute meistens mit Namen zufrieden. •was damit gemeint ist „Wir haben früher über die Mechanisiertheit gesprochen. der viele Namen kennt. falschen Assoziationen. daß wissen und wissen wie zu tun. Er muß sie mit seinem ganzen Bestand. seiner Vagheit und Ungenauigkeit. einen Nomen zu finden. „Einer der Gründe für die Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie im Leben und den Mangel an Verständnis. Diese Sprache ist voll von falschen Begriffen.wir erkennen. der teilweise der Grund und teilweise die Folge dieser Abweichung ist. mit der die Leute sprechen.verstehen'. „Gewöhnlich versuchen die Menschen. Ein Mensch kann nicht sagen. Aber außerhalb des Gebietes praktischer Tätigkeit versteht man nicht klar. wenn sie einsehen. sie . wenn er sie nur mit seinem Verstand weiß. Und die Hauptsache dabei ist: infolge der Hauptmerkmale des gewöhnlichen Denkvorgangs. dann wird er sie verstehen. dem traut man ein großes Verständnis zu — natürlich wieder jedes Gebiet praktischer Tätigkeit ausgenommen. wo seine Unwissenheit sehr schnell zutage treten würde. dann sagen sie. er verstehe die Idee der Mechanisiertheit. zwei verschiedene Dinge sind und wissen wie zu tun nicht allein durch Wissen geschaffen wird. Sie erkennen. Und wenn sie einen Namen gefunden haben. Einem Menschen. was sie nicht verstehen. Verstehen hingegen ist die Funktion aller drei Zentren. das heißt.einen Namen finden' heißt noch nicht .verstünden'. Aber . findet sich in der Sprache. mit seinem ganzen Sein fühlen. wenn ein Mensch gleichzeitig fühlt und empfindet. daß sie ein Ding nicht verstehen. das heißt viele Worte.Verstehen' eigentlich heißt. aber Verstehen kommt nur dann zustande. für das. daß Wissen die Funktion eines einzigen Zentrums sein kann. kann jedes Wort tausend verschiedene 98 .

die ihn im Augenblick bewegen. verstehen und daß auch andere Leute sie verstehen. auch wenn sie sich dessen nicht bewußt sind. aber sobald sie auf ein etwas komplizierteres Gebiet übergehen. bis zu welchem Grade ihre Sprache subjektiv ist. die sie lesen. Sie bilden sich ein. zwei Menschen können dieselben Worte sagen und sich einbilden. Die Menschen verstehen nicht klar. daß sie die Autoren der Bücher. Oder umgekehrt. In Wirklichkeit ist diese Überzeugung völlig unbegründet. daß sie genau das gleiche denken. daß sie einander oft. Die Menschen haben die sehr feste Überzeugung oder den Glauben. ohne den Verdacht zu haben. sind sie sofort verloren und hören auf. wenn sie es versuchen oder wollen. je nach dem Material. und versuchen.Bedeutungen haben. daß jeder von ihnen seine eigene Sprache spricht und die Sprache anderer Leute entweder nur vage oder überhaupt nicht versteht und keiner eine Ahnung davon hat. das heißt. während sie in Wirklichkeit absolut verschiedene Dinge sagen und einander nicht im geringsten verstehen. miteinander übereinzustimmen oder einander zu verstehen. Die Menschen können einander Informationen praktischer Art mitteilen. aber sie mit verschiedenen Namen bezeichnen und endlos miteinander streiten. verstehen oder daß sie es jedenfalls können. daß jedermann in jedem Augenblick seines Lebens jedem Wort eine besondere Bedeutung 99 . was für verschiedene Dinge jeder von ihnen sagt. werden wir sofort sehen. Tatsächlich kann niemand irgend jemand anderes verstehen. welche die Menschen für sich schaffen und mit denen sie leben. und der Mannigfaltigkeit der Assoziationen. wenn nicht immer. einander zu verstehen. die dauernd im Gespräch vorkommen. daß ein jeder in einer ihm unbekannten Sprache redet. während er dieselben Worte benützt. Das ist also eine der Illusionen. das der Sprecher zu seiner Verfügung hat. daß sie die gleiche Sprache sprechen und sich untereinander verständigen. sie bilden sich ein. „Wenn wir die einfachsten Worte nehmen. die ihnen gegebene Bedeutung zu untersuchen. Zwei Menschen können die gleiche Sache aus tiefer Überzeugung sagen. Man sieht nicht ein. Die gewöhnliche Sprache ist nur dem praktischen Leben angepaßt.

Ein Spiritist wird sich den . Ein Rechtsanwalt wird im . Ein Mensch kann sich im Augenblick mit der Frage der Beziehung zwischen den Geschlechtern befassen.Menschen' eine statistische Einheit sehen oder ein Objekt für die Anwendung von Gesetzen. wie Menschen an der Unterhaltung teilnehmen. Ohne die geringste Übertreibung kann man sagen. 100 . Dann wird das Wort . daß die Menschen rieh in Medien und Nicht-Medien gliedern. Ein Moralist wird. und daß diese Bedeutungen nichts miteinander gemein haben. wenn er das Wort . seiner Finger.Mensch' ausspricht.A^tralkörpers' aus vorstellen.Mensch' so viele Bedeutungen hat. den Menschen zu betrachten. seines Gesichtsbaues und an die Entfernung zwischen seinen Augen denken. sofort die Idee von Gut und Böse damit verbinden und so fort und so weiter. von dem er gewohnt ist.Mensch' hört. und seine erste Frage wird sein — Christ oder nicht Christ? Der dritte mag ein Arzt sein. und der Begriff .Mensch' und stellen wir uns eine Unterhaltung zwischen einer Gruppe von Leuten vor. „Wenn jemand das Wort .Menschen' vom Gesichtspunkt seines . wenn er gefragt wird.Mensch' keine allgemeine Bedeutung für ihn haben.verleiht. und er mag. daß das Wort .kranker Mensch' oder . einen potentiellen Verbrecher oder gar einen möglichen Klienten. und wenn er es hört. „Nehmen wir einmal das Wort . sagen. oder von dem aus er aus einem bestimmten Grund ihn in diesem Augenblick betrachtet. in der man oft das Wort . das heißt. vom .Mensch' ausspricht. Ein Naturwissenschaftler wird im Gespräch über den Menschen das Schwergewicht seiner Gedanken auf die Vorstellung der zoologischen Gattung Mensch legen.Leben im Jenseits' und so fort. die ein anderer Mensch ihm nie verleihen kann und die er auch nie erwartet.Mensch' wird für ihn heißen . beim Sprechen über den Menschen wird er an die Struktur seiner Zähne.gesunder Mensch' und natürlich vom Gesichtspunkt seines Spezialfaches aus betrachtet werden. wird jeder unwillkürlich dieses Wort von dem Gesichtspunkt aus sehen. wird er sich zuerst fragen — welcher? Mann oder Weib? Ein anderer Mensch mag religiös sein.

Diese neue Sprache enthält schwerlich neue Begriffe oder neue Namengebungen. die es sofort ermöglicht zu sagen. Die Mißverständnisse wachsen und vergrößern sich. Es ist ganz klar. 101 . von welchem Gesichtspunkt aus und in welcher Verbindung es gesagt ist. die einen Hinweis auf den Gesichtspunkt bieten würde. sind Ausdrücke der Bezogenheit. „Wenn ein Mensch diese Sprache meistert. eine genaue Sprache für sich selbst zu finden und festzulegen. Aber es gibt keine Universalsprache. Die Menschen verwechseln ununterbrochen die Sprachen der verschiedenen Wissenschaften und bringen es nie fertig. das ihm mittels der gewöhnlichen Sprache auch unter Benutzung aller möglichen wissenschaftlichen und philosophischen Fachausdrücke nicht mitgeteilt werden kann. Und je weiter es geht. für einen exakten Gedankenaustausch eine exakte Sprache notwendig wäre. daß sie immer über verschiedene Dinge reden. die es ermöglichen würde festzustellen. was man meint.„Die Menschen bemerken all diese Widersprüche gar nicht — sie bemerken nicht. daß zu richtigem Studium. aber sie gründet den Bau der Sprache auf ein neues Prinzip. daß sie im gleichen Maße weiterwachsen werden. anstatt sich zu verringern. sie führt Relativität in alle Begriffe ein und ermöglicht dadurch eine genaue Bestimmung des gedanklichen Gesichtspunktes. ihre genaue Wechselbeziehung festzulegen. Und die Menschen werden sich immer weniger und weniger verstehen. dann kann ihm mit ihrer Hilfe ein großes Maß von Wissen und Information vermittelt werden. „Für genaues Verstehen ist eine genaue Sprache unerläßlich. und die den Schwerpunkt des Begriffes bestimmen würde. neue Namensbezeichnungen. Diese Idee ist vollständig klar. was ein Mensch eigentlich meint. und jeder Wissenszweig bemüht sich. desto schlimmer wird es. denn was gerade der gewöhnlichen Sprache fehlt. von dem aus ein bestimmter Begriff gefaßt wird. Und sogar in jedem getrennten Wissenszweig erscheinen unaufhörlich neue Terminologien. und man hat allen Grund zu glauben. daß sie einander nie verstehen. das heißt. Und das Studium der Systeme alten Wissens beginnt mit dem Studium einer Sprache. nämlich das Prinzip der Relativität.

als sie anerkannt und angenommen wird. sich zu verständigen.„Die Haupteigenschaft der neuen Sprache ist.Mensch'. gründet sich auf die Beziehung des untersuchten Gegenstandes zu seiner möglichen Entwicklung und auf den Hinweis seines Platzes in der Evolutionsleiter. die wir uns in unserer Blindheit und Unwissenheit immer zuschreiben. „Zu diesem Zweck sind viele unserer üblichen Ideen entsprechend den Stufen dieser Evolution eingeteilt. wenn auch im Anfang nur durch das Gefühl. Mensch Nummer vier. entartet. sie werden in ihrer Wechselbeziehung vom Gesichtspunkt einer Idee aus betrachtet. Aber nichts entwickelt sich mechanisch. steigt oder fällt. „Die Sprache. die allein möglich ist. In der Sprache. wächst oder verwest. der die dem Menschen mögliche volle Entwicklung erreicht hat und alles hat. verwendet man an Stelle des Wortes . durch die wir uns 102 . Mit diesen sieben Ideen wird man bereits fähig. vom Sonnensystem bis zum Menschen und vom Menschen bis zum Atom. das heißt. Hilfe von außen ist nur soweit möglich. Mensch Nummer zwei. Individualität. sieben Worte. Diese Idee ist die Idee der Evolution.Alles in der Welt. von der ich rede. „Nehmen wir wieder den Begriff Mensch. was ein Mensch besitzen kann. „Mensch Nummer sieben bedeutet einen Menschen. Mensch Nummer drei. sondern im Sinne einer absichtlichen und bewußten Evolution. Mensch Nummer sechs und Mensch Nummer sieben. entwickelt sich oder entartet. können wir die allmählichen Stufen erkennen. ^. da es eine solche gar nicht gibt. nämlich Mensch Nummer eins. Nur wenn wir bis zu einem gewissen Grad Mensch Nummer sieben und seine Fähigkeiten verstehen. wenn man vom Menschen redet. Unsterblichkeit und viele andere Eigenschaften. Natürlich nicht Evolution im Sinne einer mechanischen Evolution. Bewußtsein. Nur Entartung und Zerstörung verlaufen mechanisch. Mensch Nummer fünf. das heißt Wille. was sich nicht bewußt entwickeln kann. in der Verständigung möglich ist. Alles. dauerndes und unveränderliches Ich. daß alle Ideen in ihr um eine Idee konzentriert sind.

und Denkfunktionen überwiegen. 103 .und instinktiven Funktionen fortwährend die Gefühls. Nummer zwei oder Nummer drei geboren und wird vier nur als Ergebnis von ganz bestimmten Anstrengungen. Er unterscheidet sich von Mensch Nummer sieben nur durch die Tatsache. bei dem die Gefühlsfunktionen alle anderen überwiegen. den Menschen der Vernunft. bei dem der Schwerpunkt seines psychischen Lebens in dem Gefühlszentrum liegt. der bereits Einheit erreicht hat. „Mensch Hummer drei bedeutet einen Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe. Nummer zwei oder Nummer drei geboren. daß der Schwerpunkt seines psychischen Lebens im Bewegungszentrum liegt. denn er ist ein Mensch. bei dem aber der Schwerpunkt seines Lebens im Denkzentrum liegt. Dies ist der Mensch des physischen Körpers. „Mensch Hummer eins bedeutet. „Mensch Hummer vier wird nicht als solcher geboren. der alles von Theorien. in dem die Bewegungs. instinktiven und Gefühlsfunktionen hat. welche die mechanische Menschheit ausmachen und auf der gleichen Stufe stehen. „Jeder Mensch wird als Nummer eins. Nummer zwei und Nummer drei sind Leute. das heißt. der Gefühlsmensch. das heißt der Mensch. „Mensch Nummer vier ist ein Zwischenstadium. Ich werde später von ihm sprechen. Er wird als Nummer eins. „Mensch Hummer zwei bedeutet einen Menschen auf dergleichen Entwicklungsstufe.ihm nahem können. von denkerischen Erwägungen aus anpackt. auf der sie geboren wurden. „Mensch Nummer eins. daß manche seiner Eigenschaften noch nicht bleibend geworden sind. der emotionale Mensch. aber einen Menschen. „Mensch Nummer sechs steht Mensch Nummer sieben sehr nahe. der Mensch. bei dem die Denkfunktion die Oberhand über die Bewegungs-. „Mensch Nummer fünf ist auch eine für uns unerreichbare Stufe des Menschen. verstehen wir den für uns möglichen Entwicklungsvorgang. das heißt den Menschen.

ins Gleichgewicht zu kommen. Und dies kann nur durch furchtbares Leid erreicht werden. ein Zentrum kann in ihm nicht ein solches Übergewicht über die ändern haben. zwei oder drei. Außerdem haben seine psychischen Zentren bereits begonnen. „In Übereinstimmung hiermit werden alle inneren und äußeren Vorgänge im Menschen. ohne vier gewesen zu sein. er hat einen dauernden Schwerpunkt. er kann nicht wechseln. Glücklicherweise kommen diese Fälle von falscher Entwicklung sehr selten vor. wie Mensch Nummer eins. wie dies bei Leuten der ersten drei Kategorien der Fall ist. Der Mensch Nummer vier ist schon auf einer anderen Stufe als Nummer eins. Die Dinge können die eine oder eine ganz andere Bedeutung haben. aber auch das Ergebnis falscher Arbeit sein kann. Er kann Nummer fünf über Nummer vier werden und er kann Nummer fünf werden. zwei und drei wechseln. muß er wiederum seinen kristallisierten Wesenskern einschmelzen. Diese Teilung vermittelt den ersten Begriff der auf den Menschen angewandten Relativität. in seiner Wertung der Arbeit und in seiner Beziehung zu der Schule liegt. ebenfalls in sieben Kategorien gegliedert. 104 . Er kann weder so geboren werden noch zufällig oder als Ergebnis gewöhnlicher Einflüsse des Heranwachsens und der Erziehung und so fort sich dazu entwickeln. daß Mensch Nummer fünf das Ergebnis richtiger Arbeit.Mensch Nummer vier ist immer das Produkt der Arbeit von Schulen. von dessen Gesichtspunkt aus oder in Beziehung zu dem sie angenommen wurden. Und in diesem Fall kann er sich nicht weiter entwickeln. die man anderweitig nicht verstehen könnte. der in seinen Ideen. kann er nicht Nummer sechs und sieben werden. alles was ihm zukommt und alles was durch ihn geschaffen wird. aber wir müssen bemerken. Um Nummer sechs zu werden. je nach der Art des Menschen. Er beginnt sich bereits kennenzulernen und zu wissen. „Mensch Nummer fünf ist schon kristallisiert. „Die Einteilung der Menschen in sieben Kategorien oder sieben Nummern erklärt Tausende von Dingen. muß er absichtlich sein Sein von Mensch Nummer fünf verlieren. wohin er geht.

Sein Wissen ist dem objektiven Wissen näher als das Wissen von Mensch Nummer vier. was er nicht gern hat. was er nicht gern hat. „Das Wissen des Menschen Nummer vier ist eine ganz andere Art Wissen. auf wörtlichem Verstehen. wenn er ein solcher im vollen Sinne des Wortes ist. was ein anderes nicht weiß. lernt alles wie ein Papagei oder ein Affe. Oder. „Das Wissen von Mensch Nummer sechs ist das vollständige 105 . Aber im Vergleich zu Mensch Nummer eins. Mensch Nummer eins. der es wiederum von Mensch Nummer sechs erhalten hat. daß es ein Wissen Nummer eins gibt. auf Instinkten beruht oder auswendig gelernt oder auch einem Menschen eingedrillt wird. Überall und immer möchte er etwas Angenehmes haben. Er hat ein unteilbares Ich erreicht und all sein Wissen gehört diesem Ich. von Scholastikern. was ihn abstößt und Furcht. welches auf Nachahmung. das von Mensch Nummer fünf kommt. Aber natürlich nimmt Mensch Nummer vier von diesem Wissen nur soviel auf. „Das Wissen von Mensch Nummer zwei ist nur das Wissen von dem. Er könnte kein Ich haben. welcher es von Mensch Nummer sieben erhielt. das auf subjektivem logischen Denken basiert. Es ist ein Wissen. unteilbares Wissen. Was er weiß. was er gern hat. Es ist das Wissen von Bücherwürmern. weiß Alles in ihm. sich von den subjektiven Elementen seines Wissens zu befreien und auf dem Weg zu objektivem Wissen fortzuschreiten. wie oft ein jeder Buchstabe des arabischen Alphabetes im Koran von Mohammed vorkommt und haben daraus ein ganzes Deutungssystems des Korans aufgebaut. Schrecken und Haß in ihm wachruft.„Man kann sagen. „Das Wissen von Mensch Nummer fünf ist ganzes. als in seinen Kräften liegt. wenn er ein kranker Mensch ist. kennt er nicht. auf Worten. „Das Wissen von Mensch Nummer drei ist Wissen. das etwas weiß. Menschen Nummer drei haben zum Beispiel gezählt. Mensch Nummer zwei und Mensch Nummer drei hat Mensch Nummer vier begonnen. wird er im Gegenteil nur das kennen.

Mensch Nummer eins. intellektuelle. zwei oder drei kann auf Grund seines Seins nicht das Wissen von Mensch Nummer vier.Wissen. die Tänze und Musik wilder Völker. der Impulse. Es gibt di'e Religion von Mensch Nummer zwei. des emotionalen Menschen. die sich leicht in die Religion der Verfolgung. Und so muß es auch Kunst Nummer vier. die aus Riten. der Liebe. nachahmende. „Die gleiche Einteilung in sieben Kategorien muß auf alles angewandt werden. das heißt das Sein eines Menschen. Nummer fünf und so fort geben. die Religion des Glaubens. des theoretischen Menschen und so fort. Was immer Sie ihm auch sagen. Dann gibt es die Religion des Menschen Nummer drei. warum Wissen nicht weit vom Sein entfernt sein kann. kopierende Kunst oder rohe. das heißt das Sein des fühlenden. grausamen und wilden Charakter hat und so fort. aber es kann noch verlorengehen. der Begeisterung. aus äußeren Formen. er wird es auf seine eigene Weise deuten. Mensch Nummer fünf und höher besitzen. was sich auf den Menschen bezieht. Es gibt ein Sein von Mensch Nummer eins. Es gibt Kunst Nummer eins. auf der er selbst sich befindet.Heiden' verwandelt. das heißt das Sein des rationalen. das heißt eine Religion. das Sein des Menschen Nummer zwei. das Sein von Mensch Nummer drei. Verehrung. Dann gibt es Kunst Nummer zwei. theoretische Re- 106 . „Genau auf die gleiche Weise gibt es eine Religion des Menschen Nummer eins. wird jede Idee auf die Stufe bringen. „Genau so verhält es sich mit dem Sein. das ist die Kunst des Menschen Nummer eins. aus Opfern und Zeremonien von eindrucksvoller Pracht und Glanz besteht oder im Gegenteil einen düsteren. primitive und sinnliche Kunst. Kunst Nummer drei. es ist das objektive und vollständig praktische Wissen vom All.Häretikern' und . Unterdrückung und Ausrottung von . Es ist ganz klar. das ihm nicht mehr genommen werden kann. „Das Wissen von Mensch Nummer sieben ist sein eigenes Wissen. die intellektuelle. sentimentale Kunst. erdachte Kunst. das einem Menschen erreichbar ist. der nach seinen Instinkten und seinen Empfindungen lebt.

Nummer zwei und Nummer drei überhaupt keinen Begriff haben. Heute sind sie bereit. Die Religionen Nummer eins. ein Christ zu sein. Sie sind nicht Herr ihrer selbst. die zur Inquisition. aber ohne Kraft. Christentum Nummer zwei ist eine Gefühlsreligion. Denn ein Christ zu sein bedeutet. gründet sich auf Dialektik. dann wiederum gibt es ein Christentum Nummer eins. weil er sich weigert. Sie werden durch jeden Zufall zum Schwanken gebracht. von dem Menschen Nummer eins. ihnen sein Hemd zu geben. zu Religionskriegen führt. wirklich Christen zu sein. Alle bestehenden und bekannten Religionen und Glaubensformen in der Welt gehören zu einer dieser drei Kategorien. Dann gibt es Christentum Nummer vier. und deswegen können sie sich auch nicht entscheiden. solange wir bleiben. Nummer zwei und Nummer drei einfach äußere Nachahmungen.ligion von Beweisen und Argumenten. Theorien und so fort. weil alles mit ihnen . Argumente. Nummer zwei und Nummer drei sind wirklich die einzigen. „Tatsächlich sind Christentum Nummer eins. wovon die verschiedenen Formen des Protestantismus zeugen. was wir sind. das heißt Heidentum in christlicher Verkleidung. auf logischen Schlüssen. Überlegungen und Deutungen basierend. manchmal voll von Blutvergießen und Schrecken. Was die Religion von Mensch Nummer vier oder die Religion von Mensch Nummer fünf und so fort ist. „Mensch' Nummer eins. Christen zu sein. Nur ein Mensch Nummer vier strebt danach. „Wenn wir an Stelle von Religion im allgemeinen das Christentum nehmen. daß man das Sein eines Christen haben. Heute ist es so und morgen ganz anders. wissen wir nicht und können es nicht wissen. und nur Mensch Nummer fünf kann wirklich ein Christ sein. Philosophie und alle Äußerungen des menschlichen 107 .geschieht'. Nummer zwei und Nummer drei können nicht in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben. Christentum Nummer drei. die wir kennen. das heißt in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben muß. ihr letztes Hemd wegzugeben und morgen reißen sie einen Menschen in Stücke. manchmal sehr rein. „Wissenschaft.

Mensch' untersuchten. ihre eigenen Ideen. die Welt der vierten und der anderen Dimensionen. in der Menschen reden.Welt'. „Ein Spiritist wird an das . Die phänomenale und die numenalc Welt.Jenseits'. Jeder hat. wie verschieden und wie widerspruchsvoll und darüber hinaus wie verborgen und unmerklich selbst für den Sprecher die Bedeutungen und Bedeutungsschattierungen sind. . einem Christen. Jeder Mensch versteht ihn auf seine eigene Weise. wenn er das Wort . ist sehr weit von jeder solchen Einteilung entfernt und das eben macht das Verständnis zwischen den Menschen so schwierig.Welt' hört oder ausspricht. die einem anderen völlig fremd und unverständlich sind. „Für einen Schüler der vedantischen Philosophie wird die Welt vor allem anderen Täuschung. Atomen oder Elektronen sein. „Ein Theosoph wird an verschiedene . die astrale. es wird eine Welt von Molekülen. die durch gewohnte Assoziationen verursacht und in einem Wort ausgedrückt werden können. die 108 . zum Beispiel den Begriff . Ein Physiker wird die Welt vom Gesichtspunkt der Struktur der Materie betrachten. „Und so weiter und so fort. mit der Idee der Weltschöpfung und des Weltenendes oder der »sündigen Welt' und so fort. die physische. die Welt der Geister denken. jede gewohnte Art zu denken. es wird sich notwendig mit der Idee Gottes verknüpfen. Jede .Maya' sein.Weltanschauung'. aber die übliche Sprache.Welt' eine ganze Reihe religiöser Ideen wachrufen. Assoziationen. die mentale und so fort.Ebenen' denken.Lebens und menschlicher Tätigkeit können gleicherweise in sieben Kategorien eingeteilt werden. haben wir gesehen. „Als wir die verschiedenen subjektiven Bedeutungen des Wortes . birgt in sich ihre eigenen Assoziationen. wird das Wort . „Nehmen wir ein anderes Wort. „In einem Menschen mit einer religiösen Weltanschauung. „Für den Astronomen wird die Welt aus Sternen und Nebeln bestehen. und jeder Mensch auf eine ganz andere Weise.

weil in der üblichen Sprache der Begriff . dann nur. In diesem Zusammenhang werden einige Gesetze leichter klar und verstanden. während der Mensch andere Gesetze nur dadurch verstehen kann. Wenn er sich selber kennt und versteht.Welt' ist es notwendig. wie die Welt oder die Welten. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen müssen darum parallel verlaufen. gerade darauf hin. „Es ist unmöglich. das Machtverhältnis zwischen den verschiedenen Nationen der Welt. die ihnen ermöglichen würde. alle Gesetze. Gleichzeitig ist es unmöglich. „Die Menschen haben Tausende verschiedener Ideen über die Welt.Welt von Gut und die Welt von Böse. daß er sich selbst erforscht. Und doch deutet die Vorstellung. Das ist nicht leicht zu verstehen. in denen 109 . aber keine einzige allgemeine Idee. Unsere Sprache hat nicht den Begriff von ineinander enthaltenen Welten. ein System des Weltalls zu studieren. Und gleichzeitig wird er durch das Studium der Welt und der sie lenkenden Gesetze die Gesetze studieren und verstehen. „Wenn wir auf die Frage. ohne dabei den Menschen zu studieren. daß wir in verschiedenen Welten leben. von Anfang an zu verstehen. die parallel zueinander bestehen. Er wurde nach denselben Gesetzen erschaffen wie das Weltall. Der Mensch ist ein Abbild der Welt. indem man die objektive Welt erforscht. sondern in verschiedenen Welten leben. Und wenn der Plural »Welten' gebraucht wird. daß es viele Welten gibt und daß wir nicht in einer Welt. den Menschen zu studieren. die stoffliche Welt und die unstoffliche Welt. „In Anbetracht des Begriffes . einander zu verstehen und sofort zu bestimmen. ohne das Universum zu studieren. die ihn regieren. daß diese Welten ineinander enthalten sind und wir zu ihnen in verschiedener Beziehung stehen. wobei das eine dem anderen hilft.Welt' gewöhnlich im Singular gebraucht wird. von welchem Gesichtspunkt aus sie die Welt betrachten. die es erschaffen haben und lenken.gerettet' werden und so weiter und so fort. kann der Mensch in der Welt . um gleichsam dieselbe Idee zu verstärken oder um die Idee verschiedener Welten auszudrücken. wird er das Weltall erkennen und verstehen.

Logisch ist es noch möglich. so können wir sagen. der Menschheit. „Darauf können wir antworten. müssen wir uns zu allererst fragen. bilden die . „Aber das organische Leben ist auch in der Welt. was das . daß die uns nächste Welt das organische Leben auf Erden ist.Welt' für das organische Leben? „Darauf können wir antworten.Absolute' oder das .Welt' unsere Stemenwelt oder die Milchstraße. die in unermeßlichen Entfernungen voneinander im Raum »aller Welten' bestehen. in der wir leben und von der wir ein Teil sind. eine Vielzahl von Welten anzunehmen.Welt' für die Milchstraße. die . Diese Welten zusammengenommen. beschaffen seien. Aber die Menschheit ist ein unzertrennlicher Teil des organischen Lebens auf Erden. daß für das organische Leben unser Planet. „Wenn wir weiter zu philosophischen Schlüssen übergehen. „Weiterhin. daß .alle Welten* dar. „Was ist die . von dem sie einen Teil darstellt. die Welt der Pflanzen. Tiere und Menschen. „Für die Sonne wiederum ist die .Welt' darstellt.Welt' in nächster und unmittelbarster Beziehung zu uns bezeichnen. Dieses Ganze oder dieses Eins oder All.Welt' für die Erde? „Die . „Aber die Erde ist auch in der Welt. Was wäre dann die . eine Antwort wünschen. eine Ansammlung von einer riesigen Anzahl von Sonnensystemen.Welt' für alle Planeten zusammengenommen? Die Sonne oder die Einflußsphäre der Sonne oder das Sonnensystem.Welt' für die Erde ist die planetarische Welt des Sonnensystems.alle Welten' ein für uns unverständliches und unbekanntes Ganzes oder Eins sein müssen (wie ein Apfel eins ist). sich einen Zustand von Dingen 110 . weil es alles in sich einschließt und von nichts abhängt.Welt* für . die Erde.wir leben. ist es möglich. stellt die . zu sagen. von dem die Planeten ein Teil sind. was wir als .Unabhängige' genannt werden könnte. darum wäre es richtig. von einem astronomischen Gesichtspunkt aus. daß wir o^ den Namen Welt der Welt der Menschen geben. Was ist also die .

aus dem durch Teilung und Gliederung die Vielfalt der von uns beobachteten Erscheinungen entsteht. wenn das All ein Ganzes darstellt. Es beruht auf der Tatsache. begann G.. aber ihre Wirkung vermindert sich im Verhältnis zu ihrer Entferntheit oder zur Vergrößerung der Verschiedenheit zwischen ihnen und dem Menschen. das Ergebnis der Verbindung oder des Zusammentreffens dieser drei verschiedenen und gegensätzlichen Kräfte ist. von molekularen bis zu kosmischen Phänomenen. welches das Unabhängige bedeutet. wo das All ein einziges Ganzes bildet. weil es. Bei der nächsten Gelegenheit hatten wir viele Fragen. diese Vorlesung. zuallererst ist er durch die nächste Welt beeinflußt. aber auf verschiedene Weise. Wie wir weiter sehen werden. Solch ein Ganzes wird sicherlich das Absolute. auf welcher Stufe und in welcher Welt es auch stattfinde. erreicht der unmittelbare Einfluß des Absoluten den Menschen nicht. darstellen.vorzustellen. unbegrenzt und unteilbar ist. Die zeitgenössische Wissenschaft erkennt das Bestehen von zwei Kräften und die Notwendigkeit die- 111 . „Bevor wir diese Einflüsse untersuchen". „und ebenso die Gesetze der Wandlung von Einheit in Vielheit. trotzdem er gewiß der Wissenschaft unbekannt ist. das alle Erscheinungen in aller Vielfalt oder Einheit aller Universen schafft. Auch weiter entfernte Welten können den Menschen beeinflussen. Aber der Einfluß der nächsten Welt und der Einfluß der Stemenwelt ist bereits ganz klar im Leben des Menschen. „Der Mensch lebt in all diesen Welten. Das heißt." Damit beendete G. müssen wir das Grundgesetz untersuchen. „Dies ist das »Gesetz der Drei' oder das Gesetz der drei Prinzipien oder der drei Kräfte. daß jedes Phänomen. „Das Absolute. das heißt der Zustand der Dinge. sowohl direkt als auch durch dazwischenliegende Welten. ist sozusagen der ursprüngliche Urzustand der Dinge. die ihm am nächsten steht und von der er ein Teil ist. hauptsächlich über die Einflüsse der verschiedenen Welten und warum uns der Einfluß des Absoluten nicht erreiche. das heißt das All.

Ser zwei Kräfte zur Erzeugung von Erscheinungen an: Kraft und Widerstand, positiver und negativer Magnetismus, positive und negative Elektrizität, männliche und weibliche Zellen und so fort Aber sie sieht selbst diese zwei Kräfte nicht immer und überall. Nie würde eine Frage nach der dritten gestellt, oder wenn sie gestellt wurde, dann hat man sie kaum vernommen. „Wirklichem, exaktem Wissen nach können eine Kraft oder zwei Kräfte niemals eine Erscheinung hervorrufen. Die Anwesenheit einer dritten Kraft ist notwendig, denn es ist nur mittels einer dritten Kraft möglich, daß die zwei ersten das schaffen, was man eine Erscheinung nennen kann, ganz gleich in welcher Sphäre. „Die Lehre von den drei Kräften ist die Wurzel aller alten Systeme. Die erste Kraft kann man aktiv oder positiv nennen, die zweite passiv oder negativ; die dritte neutralisierend. Aber dies sind nur Namen, denn in Wirklichkeit sind alle drei Kräfte gleichermaßen aktiv und erscheinen aktiv, passiv und neutralisierend nur an den Punkten ihres Zusammentreffens, das heißt nur in Beziehung zueinander zu einem gegebenen Zeitpunkt. Die ersten zwei Kräfte sind dem Menschen mehr oder weniger verständlich, und die dritte kann manchmal entweder am Ansatzpunkt der Kräfte oder im ,Medium' oder im .Ergebnis' entdeckt werden. Aber allgemein gesprochen ist die dritte Kraft für unmittelbare Beobachtung und direktes Verstehen nicht leicht zugänglich. Der Grund hierfür liegt in der funktionellen Beschränktheit der gewöhnlichen psychischen Tätigkeit und in den grundsätzlichen Kategorien unserer Wahrnehmung der Erscheinungswelt, das heißt in unserem Raum- und Zeitempfinden, das sich aus diesen Begrenzungen ergibt. Die Menschen können die dritte Kraft nicht wahrnehmen und beobachten, ebensowenig wie sie räumlich die .vierte Dimension' wahrnehmen können. „Aber durch das Studium seiner selbst, der Äußerung seiner Gedanken, seines .Bewußtseins', seiner Tätigkeit, seiner Gewohnheiten, Begierden und so fort, kann der Mensch lernen, in sich selbst die Tätigkeit dieser drei Kräfte zu beobachten und zu sehen. Nehmen wir zum Beispiel an, daß ein Mensch an sich arbeiten will, um

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einige seiner Eigenschaften zu ändern, um eine höhere Stufe des Seins zu erreichen. Sein Wunsch, seine Initiative ist die aktive Kraft. Die Trägheit seines ganzen gewohnten psychischen Lebens, die im Gegensatz zu seiner Initiative steht, wird dann die passive oder die negative Kraft darstellen. Diese zwei Kräfte werden sich entweder die Waage halten oder eine wird die andere überwinden, wird aber gleichzeitig zu schwach für jegliche weitere Handlung werden. So werden sich die zwei Kräfte gleichsam umeinander drehen, eine wird die andere absorbieren, und sie werden überhaupt kein Ergebnis hervorbringen. Das mag für die ganze Dauer des Lebens so fortgehen. Ein Mensch kann Wunsch und Initiative verspüren, aber all diese Initiative kann darauf verwandt werden, die gewöhnliche Lebensträgheit zu überwinden und nichts für das Ziel übrigzulassen, auf das die Initiative hätte gerichtet werden sollen. Und so mag es fortgehen, wenn nicht die dritte Kraft in Erscheinung tritt, zum Beispiel in Form neuen Wissens, das sofort den Vorteil oder die Notwendigkeit der Arbeit an sich selbst aufzeigt und dadurch die Initiative unterstützt und stärkt. Dann kann mit Hilfe der dritten Kraft die Initiative der Trägheit Herr und der Mensch in der beabsichtigten Richtung aktiv werden. „Beispiele der Tätigkeit aller drei Kräfte und des Augenblicks des Eintrittes der dritten Kraft können in allen Äußerungen unseres psychischen Lebens gefunden werden, in allen Erscheinungen im Leben menschlicher Gemeinschaften und der Menschheit im ganzen und in allen Naturerscheinungen um uns. „Aber im Anfang genügt es, das allgemeine Prinzip zu verstehen: jede Erscheinung, gleich welcher Größenordnung, ist unausweichlich die Äußerung von drei Kräften; eine oder zwei Kräfte können keine Erscheinung hervorbringen. Und wenn wir in irgend etwas einen Stillstand beobachten oder eine endlose Zögerung an derselben Stelle, dann können wir sagen, daß an der bestimmten Stelle die dritte Kraft fehlt. Beim Versuch, dies zu verstehen, müssen wir uns erinnern, daß man Erscheinungen als Äußerungsform dreier Kräfte nicht beobachten kann, weil wir die objektive Welt in un-

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seren subjektiven Bewußtseinszuständen nicht beobachten können Und in der subjektiv beobachteten Erscheinungswelt sehen wir nur die Äußerung von einer oder zwei Kräften. Wenn wir die Äußerung von drei Kräften in jedem Vorgang sehen könnten, dann würden wir die Welt erkennen, wie sie ist (Ding an sich). Nur müssen wir uns daran erinnern, daß eine Erscheinung, die einfach zu sein scheint, in Wirklichkeit sehr mannigfaltig sein kann, das heißt, sie mag eine sehr komplizierte Verbindung von Dreiheiten sein. Aber wir wissen, daß wir die Welt nicht beobachten können, wie sie ist, und das sollte uns verstehen helfen, warum wir die dritte Kraft nicht sehen können. Die dritte Kraft ist eine Eigenschaft der wirklichen Welt. Die subjektive oder die Erscheinungswelt unserer Beobachtung ist nur relativ wirklich, und auf jeden Fall ist sie nicht vollständig. „Wenn wir nun auf die Welt, in der wir leben, zurückkommen, können wir sagen, daß im Absoluten wie in allem anderen drei Krä^e tätig sind, die aktive, die passive und die neutralisierende. Aber da seiner Natur nach das Absolute und alles in ihm eine Einheit darstellt, bilden hier auch die drei Kräfte eine Einheit. Dazu besitzen die drei Krä^e in der Formung eines unabhängigen Ganzen einen vollen und unabhängigen Willen, volles Bewußtsein und volles Verständnis ihrer selbst und all dessen, was sie tun. „Die Idee der Einheit der drei Kräfte im Absoluten bildet die Grundlage vieler alter Lehren: konsubstantielle und unteilbare Dreieinigkeit, Trimurti-Brahma, Wischnu und Siwa und so fort. „Die drei Kräfte des Absoluten, die ein Ganzes bilden, vereinigen und trennen sich nach ihrem eigenen Willen und ihrer eigenen Entscheidung, und an den Knotenpunkten schaffen sie Erscheinungen oder .Weiten'. Diese Welten, die durch den Willen des Absoluten erschaffen wurden, hängen in allem, was sich auf ihre Existenz bezieht, einzig von diesem Willen ab. In jeder dieser Welten wirken wieder die drei Kräfte. Da jedoch jede dieser Welten nicht das Ganze, sondern nur einen Teil darstellt, stellen die drei Kräfte in ihnen nicht ein Ganzes dar. Wir haben nun den Fall von drei Willen, drei Bewußtseinen, drei Einheiten. Jede der drei Kräfte

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enthält in sich die Möglichkeit aller drei Kräfte, aber an den Treffpunkten der drei Kräfte äußert sich jede nur nach einem Prinzip — dem aktiven, dem passiven oder dem neutralisierenden. Diese drei Kräfte schaffen zusammen eine Dreieinheit, die neue Erscheinungen hervorbringt. Aber diese Dreieinheit ist verschieden, sie ist nicht diejenige, die im Absoluten besteht, wo die drei Kräfte ein unteilbares Ganzes bilden und nur einen einzigen Willen und ein einziges Bewußtsein haben. In den Welten zweiter Ordnung sind die drei Kräfte nun geteilt und ihre Treffpunkte sind jetzt von verschiedener Natur. Im Absoluten ist Zeitpunkt und Ort ihres Zusammentreffens durch ihren einheitlichen Willen bestimmt. In den Welten zweiter Ordnung, wo nicht mehr einer, sondern drei Willen herrschen, werden die Treffpunkte durch einen getrennten Willen unabhängig von den anderen bestimmt, und daher werden die Treffpunkte zufällig oder mechanisch. Der Wille des Absoluten erschafft die Welt zweiter Ordnung und lenkt sie, aber er lenkt nicht ihre schöpferische Arbeit, in der ein mechanisches Element erscheint. „Stellen wir uns das Absolute als einen Kreis vor und in ihm eine Anzahl anderer Kreise, Welten zweiter Ordnung. Nehmen wir nun einen dieser Kreise. Das Absolute wird durch die Zahl l bezeichnet, weil die drei Kräfte im Absoluten ein Ganzes darstellen, und die kleinen Kreise bezeichnen wir durch die Zahl 3, weil in einer Welt zweiter Ordnung die drei Kräfte schon geteilt sind. „Die drei geteilten Kräfte in den Welten zweiter Ordnung, die in jeder dieser Welten zusammentreffen, schaffen neue Welten dritter Ordnung. Nehmen wir eine dieser Welten. Die Welt dritter Ordnung, die durch die drei Kräfte geschaffen ist, die halb mechanisch handeln, hängt nicht mehr vom einzigen Willen des Absoluten ab, sondern von drei mechanischen Gesetzen. Diese Welten werden durch drei Kräfte erzeugt, und nachdem sie geschaffen sind, äußern sie drei neue eigene Kräfte. Dadurch wird die Zahl der Kräfte in einer Welt dritter Ordnung sechs betragen. Auf unserer Skizze ist ein Kreis dritter Ordnung durch die Zahl 6 (3 plus 3) gekennzeichnet. In dieser Welt werden Welten einer neuen Ordnung geschaffen, der vierten Ordnung. In der. Welt vierter Ordnung sind

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drei Kräfte der Welt zweiter Ordnung, sechs Kräfte der Welt dritter Ordnung und drei von ihr selbst tätig, zusammen also zwölf Kräfte. Nehmen wir eine dieser Welten und bezeichnen wir sie mit der Zahl 12 (3 plus 6 plus 3). Da diese Welten einer noch größeren Anzahl von Gesetzen gehorchen und noch weiter vom einzigen Willen des Absoluten entfernt sind, sind sie noch mechanischer. Die Welten, die innerhalb dieser Welten geschaffen werden, werden von vierundzwanzig Kräften gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 3). Die Welten, die wiederum in diesen Welten geschaffen werden, werden durch achtundvierzig Kräfte gelenkt. Die Zahl 48 ergibt sich wie folgt: drei Kräfte aus der Welt, die unmittelbar aus dem Absoluten folgt, sechs aus der nächsten, zwölf aus der nächsten, vierundzwanzig aus der darauffolgenden und drei aus der eigenen Welt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 3), zusammen also achtundvierzig. Welten innerhalb dieser Achtundvierziger-Welten werden durch sechsundneunzig Kräfte gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 48 plus 3). Die Welten der nächsten Ordnung, wenn es welche gibt, werden durch einhundertzweiundneunzig Kräfte gelenkt und so fort. „Wenn wir eine der zahlreichen Welten nehmen, die im Absoluten geschaffen sind, das heißt Welt 3, so wird es eine Welt sein, die die gesamten Stemenwelten ähnlich unserer Milchstraße umfaßt. Wenn wir die Welt 6 nehmen, wird es eine der Welten innerhalb dieser Welten sein, nämlich die Stemhäufung, die wir als Milchstraße bezeichnen. Welt 12 wird eine der Sonnen sein, die die Milchstraße bilden, unsere Sonne. Welt 24 wird die Planetenwelt darstellen, das heißt alle Planeten des Sonnensystems. Welt 48 wird die Erde sein. Welt 96 wäre der Mond. Wenn der Mond einen Satelliten hätte, würde er Welt 192 sein und so fort. „Die Kette der Welten, deren Verbindungsglieder das Absolute, alle Welten, alle Sonnen, unsere Sonne, die Planeten, die Erde und der Mond sind, ergibt den .Schöpfungsstrahl', in dem wir uns befinden. Der Schöpfungsstrahl ist für uns die Welt im weitesten Sinne des Begriffes. Natürlich schließt der Schöpfungsstrahl nicht die Welt im vollen Sinne des Begriffes ein, da das Absolute eine

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Anzahl, vielleicht eine unendliche Zahl verschiedener Welten gebiert, von denen jede mit einem neuen und eigenen Schöpfungsstrahl beginnt. Des weiteren enthält jede dieser Welten eine Anzahl von Welten, die eine weitere Aufteilung des Schöpfungsstrahls darstellen, und von einer von diesen wählen wir eine aus, unsere Milchstraße; die Milchstraße besteht aus einer Zahl von Sonnen, aber von dieser Zahl nehmen wir die Sonne, die uns am nächsten ist, von der wir direkt abhängen und in deren Bereich wir leben, uns bewegen und unser Dasein haben. Jede dieser anderen Sonnen bedeutet eine neue Aufteilung des Strahls, aber wir können diese Strahlen nicht in gleicher Weise wie unseren Strahl untersuchen, nämlich den Strahl, in dem wir uns befinden. Weiterhin steht uns innerhalb unseres Sonnensystems die Planetenwelt näher als die Sonne selbst, und innerhalb der Planetenwelt steht uns die Erde am nächsten, der Planet, auf dem wir leben. Wir brauchen andere Planeten nicht in gleicherweise zu studieren, wie wir die Erde studieren, es genügt, daß wir sie alle zusammen betrachten, das heißt in einem beträchtlich kleinerem Maße, als wir die Erde betrachten. „Die Zahl der Kräfte innerhalb jeder Welt, eins, drei, sechs, zwölf und so fort, zeigt die Zahl der Gesetze an, der die betreffende Welt unterworfen ist. „Je weniger Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto näher steht sie dem Willen des Absoluten; je mehr Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto größer ist die Mechanisiertheit, desto weiter ist sie vom Willen des Absoluten entfernt. Wir leben in einer Welt, die achtundvierzig Gesetzesordnungen untersteht, das heißt sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt liegt und in einer sehr entfernten und dunklen Ecke des Weltalls. „Auf diese Weise hilft uns der Schöpfungsstrahl, unseren Platz in der Welt zu bestimmen und zu erkennen. Aber, wie Sie sehen, sind wir noch nicht zu den Fragen über die Einflüsse gekommen. Um den Unterschied zwischen den Einflüssen der verschiedenen Welten zu verstehen, müssen wir das Gesetz der Drei besser verstehen und dann noch ein anderes Grundgesetz — das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven."

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FÜNFTES KAPITEL
Nehmen wir das dreidimensionale Weltall und betrachten wir die Welt als eine Welt von Stoff und Kraft in der einfachsten und elementarsten Bedeutung dieser Begriffe. Höhere Dimensionen und neue Theorien über Stoff, Raum und Zeit, und ebenso andere Figur 3
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

Sonne

Alle Planeten

Erde Mond

Kategorien zur Erkenntnis der Welt, die in der Wissenschaft un­ bekannt sind, werden wir später besprechen. Im Augenblick ist es notwendig, sich das Weltall in der diagrammatischen Darstellung des .Schöpfungsstrahles' vom Absoluten bis zum Mond vorzustellen. „Der .Schöpfungsstrahl' scheint auf den ersten Blick nur ein sehr elementarer Plan des Weltalls zu sein, aber es wird einem bei

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weiterem Studium klar, daß es mit Hilfe dieses einfachen Planes möglich wird, eine Vielzahl von verschiedenen und gegensätzlichen philosophischen sowohl als auch religiösen und wissenschaftlichen Weltanschauungen in Übereinstimmung zu bringen und aus ihnen ein Ganzes zu formen. Die Idee des Schöpfungsstrahles gehört altem Wissen an, und viele der uns bekannten naiven geozentrischen Weltsysteme sind entweder unzulängliche Darstellungen der Idee des Schöpfungsstrahles oder Verstümmelungen dieser Idee als Folge buchstäblichen Verstehens. Wir bemerken, daß die Idee des Schöpfungsstrahles und sein Wachstum aus dem Absoluten einigen modernen, wenn auch nicht wirklich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen widerspricht. Nehmen wir zum Beispiel die Stufe Sonne, Erde, Mond. Nach der heute üblichen Meinung ist der Mond ein kalter, toter Himmelskörper, der einmal wie die Erde war, das heißt innere Hitze besaß, und noch früher eine geschmolzene Masse wie die Sonne war. Nach der üblichen Meinung war die Erde einmal wie die Sonne, wird langsam kälter und mag früher oder später auch eine gefrorene Masse werden wie der Mond. Gewöhnlich nimmt man an, daß auch die Sonne kälter wird und daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ähnlich wie die Erde und später ähnlich wie der Mond werde. „Zuallererst müssen wir natürlich bemerken, daß diese Ansicht nicht .wissenschaftlich' im strengen Sinne des Begriffs genannt werden kann, da es in der Wissenschaft, das heißt in der Astronomie oder noch besser der Astrophysik, viele verschiedene und widersprechende Hypothesen und Theorien über diesen Gegenstand gibt, von denen keine eine ernst zu nehmende Grundlage hat. Aber diese Ansicht ist die weitverbreitetste und ist die Ansicht des durchschnittlichen modernen Menschen über die Welt, in der wir leben, geworden. „Die Idee des Schöpfungsstrahles und seines Wachstums aus dem Absoluten widerspricht dieser heute allgemein angenommenen Ansicht. „Nach dieser Idee ist der Mond ein noch ungeborener Planet, einer, der sozusagen im Begriff ist, geboren zu werden. Er wird

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langsam warm und wird mit der Zeit (eine günstige Entwicklung des Schöpfungsstrahles vorausgesetzt) wie die Erde werden und einen eigenen Satelliten, einen neuen Mond, haben. Damit wird dem Schöpfungstrahl ein neues Glied hinzugefügt sein. Auch die Erde wird nicht kälter, sondern wird wärmer und kann einmal wie die Sonne werden. Wir beobachten einen solchen Vorgang zum Beispiel im System des Jupiter, der für seine Satelliten eine Sonne darstellt. Wenn wir alles zusammenfassen, was wir zuvor über den Schöpfungsstrahl von Welt l bis Welt 96 gesagt haben, müssen wir hinzufügen, daß die Zahlen, mit denen die Welten bezeichnet werden, die Anzahl der Kräfte oder Gesetzesordnungen anzeigen. welche die in Frage stehende Welt regieren. Im Absoluten gibt es nur eine Kraft und nur ein Gesetz — den einzigen und unabhängigen Willen des Absoluten. In der nächsten Welt gibt es drei Kräfte oder drei Gesetzesordnungen. In der nächsten sind sechs Gesetzesordnungen; in der folgenden zwölf; und so weiter. Auf unserer Welt, das heißt der Erde, wirken achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen wir unterworfen sind und durch die unser ganzes Leben gelenkt wird. Wenn wir auf dem Mond leben würden, dann würden wir sechsundneunzig Gesetzesgruppen unterstehen, das heißt, unser Leben und unsere Tätigkeit würde noch mechanischer sein und wir würden nicht die Möglichkeit haben, aus der Mechanisiertheit zu fliehen, die wir jetzt besitzen. „Wie wir schon gesagt haben, äußert sich der Wille des Absoluten nur in der unmittelbar nächsten Welt, die er innerhalb seiner selbst geschaffen hat, das heißt in Welt 3; der unmittelbare Wille des Absoluten reicht nicht bis zu Welt 6 und äußert sich in ihr nur in Form mechanischer Gesetze. Noch weiter, in den Welten 12, 24, 48 und 96 hat der Wille des Absoluten immer weniger und weniger Möglichkeit, sich zu äußern. Das heißt: in Welt 3 schafft das Absolute sozusagen einen allgemeinen Plan des ganzen übrigen Weltalls, das dann mechanisch weiterentwickelt wird. Der Wille des Absoluten kann sich in den folgenden Welten außerhalb dieses Planes nicht äußern, und wenn er sich in Übereinstimmung mit diesem Plan äußert, nimmt er die Form mechanischer Gesetze

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an. Das bedeutet, wenn das Absolute seinen Willen, sagen wir in unserer Welt, in Widerspruch zu den diese beherrschenden mechanischen Gesetzen äußern wollte, dann müßte es alle Welten, die zwischen ihm und unserer Welt liegen, zerstören. „Die Idee eines Wunders im Sinn einer Übertretung der Gesetze durch den Willen, der sie schuf, steht nicht allein im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand, sondern auch zu der bloßen Idee des Willens selbst. Ein ,Wunder' kann nur die Äußerung von Gesetzen sein, die dem Menschen unbekannt sind oder selten angetroffen werden. Ein Wunder ist die Äußerung der Gesetze einer anderen Welt in dieser Welt. „Auf der Erde sind wir sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt; wir sind von ihm durch achtundvierzig Ordnungen mechanischer Gesetze getrennt. Wenn wir uns von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, dann würden wir uns unter der Herrschaft von nur vierundzwanzig Gesetzen befinden, das heißt den Gesetzen der planetarischen Welt, und dann würden wir dem Absoluten und seinem Willen um eine Stufe näher sein. Wenn wir uns von einer Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, würden wir den Gesetzen der Sonne (zwölf Gesetzen) unterworfen sein und somit wieder dem Absoluten um eine Stufe näher kommen. Wenn wir weiterhin uns wieder von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, wären wir nur den Gesetzen der Stemenwelt unterworfen und nur noch eine Stufe vom unmittelbaren Willen des Absoluten entfernt. „Und es gibt für den Menschen die Möglichkeit, sich allmählich von den mechanischen Gesetzen zu befreien. „Das Studium der achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen der Mensch unterworfen ist, kann nicht abstrakt sein wie das Studium der Astronomie. Man kann sie nur kennenlernen, wenn man sie in sich selbst beobachtet und dadurch, daß man sich von innen befreit. Zu Beginn muß der Mensch einfach verstehen, daß er ganz unnötigerweise lausenden kleinlichen, aber unbequemen Gesetzen unterworfen ist, die für ihn durch andere Leute und ihn selbst geschaffen wurden. Wenn er versucht, sich von ihnen zu befreien,

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wird er sehen, daß er das nicht kann. Lange beharrliche Versuche, sich von ihnen zu befreien, werden ihn von seiner Sklaverei überzeugen. Die Gesetze, denen der Mensch unterworfen ist, können nur studiert werden, indem man mit ihnen ringt, indem man versucht, sich von ihnen zu befreien. Aber viel Wissen ist notwendig, um sich von einem Gesetz zu befreien, ohne ein anderes an seiner Statt zu schaffen. „Die Gesetzesgruppen und ihre Formen unterscheiden sich je nach dem Gesichtspunkt, von dem aus wir den Schöpfungsstrahl betrachten. „In unserem System ist das Ende des Schöpfungsstrahls, sozusagen das wachsende Ende des Zweiges, der Mond. Die Kraft für das Wachstum, das heißt für die Entwicklung des Mondes und die Schaffung von neuen Schößlingen, geht von der Erde zum Mond, wo sie durch die gemeinsame Tätigkeit der Sonne, aller anderen Planeten des Sonnensystems und der Erde selbst erzeugt wird. Diese Energie wird in einem großen Akkumulator auf der Oberfläche der Erde gesammelt und aufbewahrt. Dieser Akkumulator ist das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden ernährt den Mond. Alles, was auf der Erde lebt, Menschen, Tiere, Pflanzen, bildet die Nahrung für den Mond. Der Mond ist ein gewaltiges Lebewesen, das sich von all dem, was auf Erden lebt und wächst, ernährt. Ohne das organische Leben auf Erden könnte der Mond nicht bestehen, genau so wenig wie das organische Leben auf Erden ohne den Mond bestehen könnte. Weiterhin ist der Mond für das organische Leben ein gewaltiger Elektromagnet. Wenn die Tätigkeit des Elektromagneten zu einem plötzlichen Stillstand käme, würde das organische Leben zu nichts zerfallen. „Der Vorgang des Wachstums und der Erwärmung des Mondes hängt mit Leben und Tod auf der Erde zusammen. Alles was lebt gibt bei seinem Tode ein gewisses Quantum Energie frei, die es .belebt' hat; diese Energie oder die .Seelen* aller Lebewesen — Pflanzen, Tiere und Menschen — wird vom Mond wie durch einen gewaltigen Elektromagnet angezogen und bringt ihm die Wärme und das Leben, von denen sein Wachstum, das heißt das Wachstum

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äußere Dunkelheit' der christlichen Lehre. Die empfindliche dünne Schicht organischen Lebens. Der Mond ist die hauptsächliche oder besser die nächste. Wenn ein Mensch einen anderen tötet.wo nur Heulen und Zähneknirschen sein wird'. abgesehen von einer allgemeinen Entwicklung. tut dies auch der Mond. hängt ganz vom Einfluß des großen Elektromagneten ab. alle Verbrechen. wenn er sich für andere opfert. die mit dem Wachstum der geistigen Kräfte und Fähigkeiten kommt. Alle Übeltaten. „Die Seelen. in unermeßlich langen planetarischen Zeiträumen. Handlungen und Äußerungen von Menschen. Wenn wir in uns Bewußtsein und Willen entwickeln und unser mechanisches Leben und alle unsere mechanischen Äußerungen ihnen unterwerfen. alle Selbstaufopferung. Tieren und Pflanzen sind vom Mond abhängig und werden vom Mond regiert. der ihr die Lebenskraft aussaugt. Der mechanische Teil unseres Lebens hängt vom Monde ab. bedeutet Befreiung vom Mond. „Die Befreiung. 123 . er ist die . unter den Bedingungen des mineralischen Lebens oder.des Schöpfungsstrahls. . alle heroischen Unternehmungen wie auch alle Handlungen des gewöhnlichen täglichen Lebens werden vom Mond gelenkt. dann tut dies der Mond. kein Entkommen gibt. die ihre Arbeit auf einer Ebene vollbracht hat. aus denen es. sich dem Einfluß des Mondes nicht entziehen. finden sich dort unter sechsundneunzig Gesetzen. ist ihm unterworfen. geht zu einer anderen über. die unmittelbare Bewegkraft all dessen. Unter gewöhnlichen Lebensbedingungen kann der Mensch. so können wir der Macht des Mondes entrinnen. Alle seine Bewegungen und folglich auch alle seine Handlungen werden vom Mond geleitet. was im organischen Leben auf Erden vorgeht. die zum Mond gehen und sogar vielleicht ein gewisses Maß von Bewußtsein und Gedächtnis besitzen. abhängt. und eine bestimmte Kraft. um es anders auszudrücken. Der Mond ist am .äußersten Rand'. Alle Bewegungen. am Ende der Welt. Im Haushalt des Weltalls geht nichts verloren. den Bedingungen. wie jedes andere lebende Wesen. welche die Erdkugel bedeckt. „Der Einfluß des Mondes auf alles Lebende zeigt sich in allen Geschehnissen auf Erden.

Und es ist wahr. daß Gott gewogen und gemessen werden kann. wird auch in sieben Kategorien eingeteilt. Die Stofflichkeit von . daß der Stoff überall der gleiche ist. was sich auf die Welt bezieht. wie der Begriff .Welt' und alles. Man ist gewöhnt.alle Sonnen' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit unserer Sonne.berechnet' und in Form einer bestimmten Formel ausgedrückt werden kann. daß der Begriff . Falschheit und so weiter —. dann heißt dies. aber die Stofflichkeit ist verschieden. Astrophysik. in seine Bestandteile aufgelöst. solche Methoden wie die Spektralanalyse und so fort beruhen auf dieser Annahme. Mensch Nummer zwei und so weiter). Die ganze Physik. den Stoff überall für das gleiche zu halten. Böse.alle Welten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . eine Kategorie innerhalb der anderen. mit der wir uns vertraut machen müssen. was sich auf ihn bezieht — Gut. 124 . was sich auf die Welt bezieht.alle Planeten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit der Erde.Stofflichkeit' ist ebenso relativ wie alles andere. in verschiedene Kategorien gegliedert wird (Mensch Nummer eins. Die Stofflichkeit unserer Sonne ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . Das Absolute ist ebenso stofflich wägbar und meßbar wie der Mond oder der Mensch. ist die Stofflichkeit des Weltalls. Wahrheit. Die Stofflichkeit des Absoluten ist einestofflichkeit anderer Ordnung als die von. Die Stofflichkeit von . Alles in diesem Weltall kann gewogen und gemessen werden. Chemie. Wenn wir uns ins Gedächtnis rufen. Und die verschiedenen Grade der Stofflichkeit hängen direkt von den Qualitäten und Eigenschaften der an einem bestimmten Ort geäußerten Energie ab. eine innerhalb der anderen. Die Stofflichkeit von . und die Stofflichkeit der Erde ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit des Mondes. dann werden wir leicht verstehen. das wir in Form des Schöpfungsstrahls betrachten.alle Sonnen'. sieben Welten. Diese Idee ist vorerst schwierig zu begreifen.Mensch' und alles.alle Planeten'. Alles. Der Schöpfungsstrahl schafft sieben verschiedene Ebenen in der Welt. . „Aber der Begriff . sich auch in verschiedene Kategorien gliedert.„Die nächste Vorstellung.alle Welten'. Wenn das Absolute Gott ist.

daß man eine dualistische Weltanschauung haben müsse. und von dort aus nach allen Richtungen gehen. den Stoff. die im Mittelpunkt beginnen. Nur die Atome des Absoluten sind wirklich unteilbar. das beißt im Absoluten. die nur auf der entsprechenden Ebene unteilbar sind. Um mit dem Studium des Weltalls zu beginnen. sich überkreuzen. bestehen aus drei Atomen des Absoluten oder.Wandlungen' im Zustand des . wie wir sie durch unmittelbare Beobachtung mit unseren Sinnesorganen gewinnen. die Atome der nächsten Ebene. Die Atome werden auch in diesem Zusammenhang als Ergebnis der endgültigen Stoff teilung betrachtet. und 125 . und dann wird der Stoff noch dichter und die Schwingungen entsprechend langsamer. Die Begriffe von Kraft und Stoff sind genau so relativ wie alles andere. In jeder Stoff Ordnung sind sie einfach gewisse Teilchen des jeweiligen Stoffes. in anderen Worten. sondern als Eigenschaften oder Kennzeichen der von uns beobachteten Erscheinungswelt.Konstante' bezeichnen wir das Stoffliche. bis sie dann am Ende des Schöpfungsstrahls aufhören. Das heißt nicht. sind dreimal so groß und dreimal so schwer. genügt eine elementare Vorstellung von Kraft und Stoff.Stoff als aus . Alle diese Wandlungen können als Ergebnis von Schwingungen oder Wellenbewegungen betrachtet werden. wo alles eins ist. und . Das Maß der Schwingungen steht im umgekehrten Verhältnis zur Dichte des Stoffes. zusammenstoßen und miteinander verschmelzen.„Stoff oder Substanz setzen notwendig das Bestehen von Kraft oder Energie voraus. Im Absoluten. aus schwingendem Stoff. sind auch Kraft und Stoff eins.Konstanten' oder des Stoffes bezeichnen wir als Äußerung von Kraft oder Energie. „Im Absoluten sind die Schwingungen am schnellsten und ist der Stoff am wenigsten dicht. das heißt der Welt 3. „Von diesem Gesichtspunkt aus besteht also die Welt aus Schwingungen und Stoff oder aus Stoff im Zustande der Schwingung.Atomen' bestehend ansehen. „Man kann den . Aber in dieser Verbindung werden Stoff und Kraft nicht als wirkliche Prinzipien der Welt selbst genommen. Als . In der nächsten Welt sind die Schwingungen langsamer und der Stoff dichter.

alle Sonnen' Ein A t o m der Sonne Ein A t o m v o n . miteinander verschmolzen.ihre Bewegungen sind entsprechend langsamer.alle Welten' E i n A t o m v o n . Die Stofflichkeit des Mondes ist von der Stofflichkeit der Erde verschieden.alle Planeten' Ein Atom der Erd« Ein Atom des Mondes „Die sieben Welten des Schöpfungsstrahls stellen sieben stoffliche Ordnungen dar. seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. ist entsprechend dichter. die. Das Atom der nächsten Welt besteht aus zwölf ursprünglichen Teilchen und die der nächsten Welten aus vierundzwanzig. beziehungsweise sechsundneunzig. Ein Atom der Welt 6 besteht aus sechs Atomen des Absoluten. ein Atom bilden. Seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. achtundvierzig. der aus solchen Atomen besteht. Das Atom der Welt 96 hat im Vergleich zum Atom der Welt l eine enorme Größe. Figur 4 Ein Atom des Absoluten Ein Atom von . und der Stoff. die Stofflichkeit der Erde ist von der 126 .

ein solcher Stoff ist praktisch nur hypothetisch. „Aller Stoff der Welt. sind nicht in Schichten getrennt. Alle diese Stoffe. die Sonne zu studieren oder zu unter- 127 . Es ist nicht nötig. Weitere Abstufungen von Stoff sind: strahlende Energie. das wir trinken.Stofflichkeit der Planetenwelt verschieden. daß wir die Durchdringung eines Stoffes durch einen Stoff von anderer uns bekannter Dichtigkeit betrachten. das Wasser. Wir können uns eine Vorstellung von der Verwobenheit von Stoffen verschiedener Dichtigkeiten dadurch machen. Der noch feinere Stoff der Welt 12 hat für die gewöhnliche Untersuchung überhaupt keine Kennzeichen der Stofflichkeit. das heißt Elektrizität. aus denen unsere Häuser gebaut sind. die zu den verschiedenen Ordnungen des Weltalls gehören. sondern gemischt oder besser ineinander verwoben. Ein Stück Holz kann mit Wasser durchtränkt. wie ich schon sagte. flüssig. Magnetismus und so weiter. wird gemäß seiner Dichte in verschiedene Aggregatzustände eingeteilt: fest. Genau dasselbe kann zwischen den verschiedenen Stoffarten im ganzen Weltall beobachtet werden: die feineren Stoffe durchdringen die gröberen. „Ein Stoff. das heißt. die Luft. Licht. gasförmig. der uns umgibt. um vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt unserer Physik und Chemie aus als Stoff betrachtet zu werden. „So haben wir anstatt eines Stoffbegriffes sieben Arten von Stoff. aber. die wir essen. die wir atmen. der Stoff einer höheren Ebene ist für niedere Ebenen überhaupt nicht stofflich. die Stofflichkeit der Planetenwelt ist von der Stofflichkeit der Sonne verschieden und so fort. der für uns verständliche Kennzeichen von Stofflichkeit besitzt. aber unsere gewöhnliche Auffassung von Stofflichkeit erfaßt kaum die Stofflichkeit der Welten 96 und 48. die Steine. in jeder Stofflichkeitsordnung. Wasser wiederum mit Gas durchdrungen werden. unser eigener Körper — alles wird von allen im Weltall bestehenden Stoffen durchdrungen. können ähnliche Beziehungen und Gliederungen der verschiedenen Zustände eines bestimmten Stoff es'gefunden werden. Aber auf jeder Ebene. die Nahrung. Der Stoff der Welt 24 ist zu verdünnt.

suchen. die gleichen Kräfte. kann hier nur durch harte Arbeit erlangt werden. den diese in der kosmischen Ordnung einnehmen. arbeiten auch in ihm. führt uns zum Studium der Relativität. der seine Evolution noch nicht beendet hat. was anderswo von selbst entsteht oder leicht erreicht wird. wenn wir den . Aber vor allem anderen ist es notwendig. genau wie wir beim Studium der Welt den Menschen studieren können. die gleichen Gesetze. darum können wir beim Studium des Menschen die ganze Welt studieren. die Relativität jeder Sache und jeder Äußerung^ nach dem Ort. In ihm sind alle Stoffe.Menschen' im vollen Sinne des Wortes nehmen. kann nicht als vollständiges Bild oder als vollständiger Plan des Weltalls betrachtet werden — er ist eine unfertige Welt. „Wie schon gesagt wurde. Vom kosmischen Gesichtspunkt ist die Erde ein sehr schlechter Platz — wie der entlegenste Teil von Nordsibirien. das heißt. „Die Idee der Relativität nimmt einen sehr wichtigen Platz in dieser Lehre ein. „Wir sind auf der Erde und hängen vollständig von den Gesetzen ab. es ist kalt. Ein unentwickelter Mensch. einen Menschen. aus denen das Weltall besteht. das heißt. Aber dieselben Gesetze bringen in verschiedenen Welten. Der Mensch ist im vollen Sinne des Wortes ein . und wir werden später noch auf sie zurückkommen. verschiedene Erscheinungen hervor. die auf der Erde wirken. In gleicher Weise haben wir in uns die Stoffe aller anderen Welten. muß das Selbst-Studium mit dem Studium der Grundgesetze des Weltalls Hand in Hand gehen. die das Leben des Weltalls lenken. in dem alle ihm innewohnenden Kräfte entwickelt sind. Die Gesetze sind überall und auf allen Ebenen die gleichen. „Aber eine vollständige Parallele zwischen Mensch und Welt kann nur dann gezogen werden. Alles. weit von überall entfernt. auf denen sie wirken. Das Studium der Beziehungen der Gesetze zu den Ebenen.Miniaturweltall'. um den Stoff der Sonnenwelt zu erforschen: dieser Stoff besteht in uns selbst und ist das Ergebnis der Teilung unserer Atome. im Leben wie in der Arbeit muß alles erkämpft werden. das Leben ist sehr hart. Im Leben 128 . unter verschiedenen Bedingungen. zu verstehen. ein Mensch.

daß wir. „Wenden wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Gesetz der Drei. welche durch die Kraft bedingt wird. werden die kosmischen Eigenschaften jeder Substanz erstlich durch ihren Ort bestimmt und zweitens durch die Kraft. was wir studieren. was wir vorher nicht sahen. Die gewöhnliche Wissenschaft kennt das Gesetz der Drei nicht. Aber neben der gewöhnlichen Chemie gibt es eine andere. Demnach erscheint jede Substanz gleichsam in vier verschiedenen Aspekten oder Zuständen. daß ein Mensch eine Erbschaft macht und dann leben kann. Jede Substanz kann zum Leiter einer der drei Kräfte und dementsprechend aktiv. wenn wir vom Stoff sprechen. wenn Sie wollen. Wie wir schon gesagt haben. Die besondere Chemie. die den Stoff unter Einschluß seiner kosmischen Eigenschaften studiert. passiv oder neutralisierend werden. als ein Element. ohne etwas zu tun. nicht chemische Elemente meinen. Nur auf diese Weise ist es möglich. Wir müssen lernen in allem. soweit sie eine gesonderte Funktion hat. die kosmischen Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen. die im Augenblick in ihnen wirkt.kommt es noch manchmal vor. Von diesem Gesichtspunkt aus 129 . Die Erkenntnis dieses Gesetzes in irgendeinem Bereich enthüllt viel Neues. wenn sich in einem gegebenen Augenblick keine Kraft durch sie äußert oder wenn sie zu den Äußerungen der Kräfte nicht in Beziehung gesetzt wird. die sich durch sie äußert. Und es kann weder die erste noch die zweite noch die dritte sein. und sie untersucht den Stoff. was wir tun und in allem. ohne seine kosmischen Eigenschaften in Betracht zu ziehen. Aber in der Arbeit geschieht nichts dergleichen. die Äußerungen dieses Gesetzes zu erkennen. Selbst am gleichen Ort unterliegt die Natur einer bestimmten Substanz einer großen Veränderung. viel. besondere Chemie oder Alchimie. betrachtet jede Substanz. In diesem Zusammenhang müssen wir bemerken. von der ich rede. Nehmen wir zum Beispiel die Chemie. selbst eine zusammengesetzte. Alle sind gleich und alle sind gleicherweise Bettler. da alle zusammengesetzten Verbindungen ihren eigenen kosmischen Zweck und ihre eigene Bedeutung haben.

ist ein Atom einer bestimmten Substanz die kleinste Menge dieser Substanz, in der alle chemischen, physischen und kosmischen Eigenschaften enthalten sind. Infolgedessen ist die Größe eines ,Atoms' der verschiedenen Substanzen nicht die gleiche. Und in manchen Fällen kann ein .Atom' sogar ein Teilchen sein, das mit bloßem Auge gesehen werden kann. „Die vier Aspekte oder Zustände jeder Substanz haben verschiedene Namen. „Wenn eine Substanz zum Leiter der ersten oder aktiven Kraft wird, nennt man sie .Kohlenstoff, und sie wird gleich dem Kohlenstoff der Chemie durch den Buchstaben C bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der zweiten oder passiven Kraft wird, nennt man sie .Sauerstoff, und gleich dem Sauerstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben 0 bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der dritten oder neutralisierenden Kra^ wird, nennt man sie .Stickstoff, und wie der Stickstoff in der Chemie wird sie mit dem Buchstaben N bezeichnet. „Eine Substanz ohne Bezug auf die Kraft, die durch sie wirkt, nennt man .Wasserstoff, und wie der Wasserstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben H bezeichnet. „Die aktive, passive und neutralisierende Kraft werden durch die Ziffern l, 2, 3 und die Substanzen durch die Buchstaben C, 0, N und H bezeichnet. Diese Bezeichnungen müssen verstanden werden." „Entsprechen diese vier Elemente den alten alchimistischen Elementen Feuer, Lu^, Wasser und Erde?" fragte einer von uns. „Ja, sie entsprechen ihnen", sagte G-, „aber wir werden diese benützen. Sie werden später verstehen, warum." Was ich hörte, interessierte mich sehr, denn es verband G.'s System mit dem System des Tarot, den ich einmal für einen möglichen Schlüssel zu verborgenem Wissen gehalten hatte. Weiterhin zeigte es mir eine Beziehung von drei zu vier, die mir neu war und die ich aus dem Tarot noch nicht hatte verstehen können. Der Tarot ist endgültig auf dem Gesetz von vier Prinzipien aufgebaut. Bisher hatte G. nur vom Gesetz der drei Prinzipien gesprochen. Aber nun

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sah ich, wie sich die drei in vier verwandelten und verstand die Notwendigkeit für diese Teilung, solange die Teilung in Kraft und Stoff für unsere unmittelbare Beobachtung besteht. „Drei" bezog sich auf Kraft und „vier" auf Stoff. Die weitere Bedeutung dieses Sachverhaltes blieb natürlich für mich noch dunkel, aber selbst das wenige, das G. sagte, versprach viel für die Zukunft. Femer interessierten mich sehr die Namen dieser Elemente: „Kohlenstoff^', „Sauerstoff^', „Stickstoff^' und „Wasserstoff^'. Ich muß hier bemerken, daß G., obwohl er ganz bestimmt versprochen hatte, genau zu erklären, warum diese und nicht andere Bezeichnungen gewählt wurden, dies nie tat. Später werde ich noch einmal auf diese Bezeichnungen zurückkommen. Versuche, den Ursprung dieser Bezeichnungen festzustellen, erklärten mir vieles bezüglich seines ganzen Systems und dessen Geschichte. Bei einer Versammlung, zu der eine ziemlich große Anzahl neuer Leute eingeladen war, die G. noch nicht früher gehört hatten, fragte man ihn: „Ist der Mensch unsterblich oder nicht?" „Ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten", sagte G. „Aber ich warne Sie, daß dies nicht vollständig mit dem üblichen Wissenstoff und in der üblichen Sprache möglich ist. „Sie fragen, ob der Mensch unsterblich sei oder nicht. „Ich antworte: sowohl ja als auch nein. „Diese Frage hat viele verschiedene Seiten. Erstens, was heißt überhaupt unsterblich? Sprechen Sie von absoluter Unsterblichkeit oder geben Sie verschiedene Grade zu? Wenn zum Beispiel nach dem leiblichen Tod etwas übrigbleibt, was für einige Zeit lebt und sein Bewußtsein bewahrt, kann dies Unsterblichkeit genannt werden oder nicht? Oder sagen wir es anders: ein wie langer Zeitraum solcher Existenz ist notwendig, um die Bezeichnung Unsterblichkeit zu verdienen? Ferner: schließt diese Frage die Möglichkeit verschiedener .Unsterblichkeiten' für verschiedene Menschen ein? Und es gibt noch viele andere Fragen. Ich sage Ihnen dies nur, um Ihnen zu zeigen, wie unbestimmt diese Fragen sind und wie leicht solche Worte wie .Unsterblichkeit' zu Täuschungen führen können. Tat-

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sächlich ist nichts unsterblich, sogar Gott ist sterblich. Zwischen Mensch und Gott besteht ein großer Unterschied, und Gott ist natürlich auf andere Weise sterblich als der Mensch. Es wäre viel besser, wenn wir an Stelle des Wortes .Unsterblichkeit' den Ausdruck ,Dasem nach dem Tod' setzen würden. Darauf will ich Ihnen antworten, daß der Mensch die Möglichkeit eines Daseins nach dem Tod hat. Aber Möglichkeit ist eine Sache und die Verwirklichung der Möglichkeit eine ganz andere. „Wir wollen nun betrachten, wovon diese Möglichkeit abhängt und was ihre Verwirklichung bedeutet." Dänach wiederholte G. kurz alles, was früher über die Struktur von Mensch und Welt gesagt worden war. Er zeichnete ein Diagramm des Schöpfungsstrahles und das Diagramm der vier Körper des Menschen [siehe Figuren l und 3]. Aber bezüglich der Körper des Menschen fügte er ein neues Detail hinzu. Er verwendete wieder den östlichen Vergleich des Menschen mit Wagen, Pferd, Kutscher und Herr und zeichnete das Diagramm mit einem Zusatz, der vorher nicht da war. „Der Mensch ist eine mannigfaltige Organisation", sagte er, „die aus vier Teilen besteht, die miteinander verbunden oder unverbunden oder schlecht verbunden sein können. Der Wagen ist mit dem Pferd durch die Deichsel verbunden, das Pferd ist mit dem Kutscher durch die Zügel verbunden und der Kutscher ist mit dem Herrn durch die Stimme des Herrn verbunden. Aber der Kutscher muß die Stimme seines Herrn hören und verstehen. Er muß fahren können, und das Pferd muß gelernt haben, den Zügeln zu gehorchen. In Bezug auf Pferd und Wagen muß das Pferd richtig angeschirrt sein. So gibt es drei Verbindungsglieder zwischen den vier Teilen dieser komplexen Organisation [siehe Figur 5 b]. Wenn etwas in einem dieser Verbindungsglieder fehlt, kann die Organisation nicht als ein einziges Ganzes handeln. Die Verbindungsglieder sind infolgedessen nicht weniger wichtig als die tatsächlichen .Körper'. Wenn ein Mensch an sich arbeitet, muß er gleichzeitig an den .Körpern' und an den .Verbindungsgliedern' arbeiten. Aber es ist eine verschiedene Arbeit.

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„Die Arbeit an sich selbst muß mit dem Kutscher beginnen. Der Kutscher ist das Denken. Um seines Herrn Stimme zu hören, darf der Kutscher vor allem nicht schlafen, das heißt, er muß aufwachen. Dann ist es möglich, daß der Herr eine Sprache spricht, die der Kutscher nicht versteht. Der Kutscher muß diese Sprache lernen. Wenn er sie gelernt hat, wird er den Herrn verstehen. Aber gleichzeitig damit muß er lernen, das Pferd zu kutschieren, es richtig an den Wagen anzuschirren, es zu füttern und den Wagen zu reinigen und ihn in Ordnung zu halten — denn was wäre der Nutzen seines Verständnisses der Worte des Herrn, wenn er nicht in der Lage wäre, irgend etwas zu tun. Der Herr heißt ihn irgendwohin fahren. Aber er kann sich nicht bewegen, weil das Pferd kein Futter gehabt hat, nicht angeschirrt ist und er nicht weiß, wo die Zügel sind. Das Pferd sind unsere Gefühle, der Wagen ist der Körper, das Denken muß lernen, die Gefühle zu beherrschen. Die Gefühle ziehen immer den Körper mit sich. Das ist die Ordnung, in der die Arbeit an sich selbst verlaufen muß. Aber denken wir daran, daß die Arbeit an den .Körpern', das heißt an Kutscher, Pferd und Wagen eine Sache ist. Und Arbeit an den .Verbindungsgliedern' —, das heißt, am Verständnis des Kutschers, das ihn mit seinem Herrn verbindet; an den .Zügeln', die ihn mit dem Pferd verbinden; und an .Deichsei' und ,Geschirr', die Pferd und Wagen verbinden — ist eine ganz andere Sache. „Manchmal geschieht es, daß die Körper ganz gut in Ordnung sind, daß aber die .Verbindungsglieder' nicht arbeiten. Was ist dann der Nutzen der ganzen Organisation? Genau wie im Fall unentwickelter Körper wird dann die ganze Organisation unvermeidlich von unten gelenkt, das heißt, nicht durch den Willen des Herrn, sondern durch Zufall. „In einem Menschen mit zwei Körpern ist der zweite Körper nur in Beziehung zum physischen Körper tätig; das heißt, daß das Bewußtsein im .Astralkörper' die Macht über den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den .Astralkörper' und ein Minus über den physischen [siehe Figur 5 c].

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„In einem Menschen mit drei Körpern ist der dritte oder .Mcntalkörper' aktiv gegenüber dem .Astralkörper' und dem physischen Körper. Dies bedeutet, daß das Bewußtsein im .Mentalkörper' volle Herrschaft über den .Astralleib' und über den physischen Leib hat." G. machte ein Plus über den .Mentalkörper' und ein Minus über den ,Astral'- und physischen Körper, die er durch eine Klammer miteinander verbunden hatte. „In einem Menschen mit vier Körpern ist der vierte Körper aktiv. Das bedeutet, daß das Bewußtsein im vierten Körper vollständige Macht über den .mentalen', den .astralen' und den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den vierten Körper und ein Minus über die anderen drei durch Klammer miteinander verbundenen Körper [siehe Figur 5 c]. „Wie Sie sehen", sagte er, „gibt es vier vollständig verschiedene Fälle. In einem Fall werden alle Funktionen durch den physischen Körper gelenkt [siehe Figur 5 a]. Er ist aktiv; in Beziehung zu ihm ist alles andere passiv. In einem anderen Fall hat der zweite Körper die Macht über den physischen. Im dritten Fall hat der .mentale' Körper die Macht über den .astralen' und den physischen. Und im vierten Fall hat der vierte Körper die Macht über die ersten drei. Wir haben früher gesehen, daß in einem Menschen, der nur einen physischen Körper hat, genau das gleiche Verhältnis zwischen; seinen verschiedenen Funktionen möglich ist. Die physischen Funk-fi tionen können Gefühl, Gedanke und Bewußtsein lenken. Das Fühlen-; kann die physischen Funktionen lenken, das Denken kann physische Funktionen und Gefühl lenken. Und das Bewußtsem kann physische Funktionen, Gefühl und Denken lenken. „In einem Menschen von zwei, drei oder vier Körpern lebt der aktivste Körper am längsten, das heißt, im Verhältnis zu den niederen Körpern ist er .unsterblich'." Er zeichnete erneut das Diagramm vom Schöpfungsstrahl, und an den Platz der Erde setzte er den physischen Korper des Menschen-

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„Das ist ein gewöhnlicher Mensch", sagte er, „Mensch Nummer eins, zwei, drei und vier. Er hat nur den physischen Körper. Der physische Körper stirbt und nichts bleibt von ihm übrig. Der physische Körper ist aus irdischen Stoffen zusammengesetzt, und beim Tode wird er wieder zu Erde. Er ist Staub und wird wieder zu Staub. Es ist unmöglich, von irgendeiner Art .Unsterblichkeit' in Bezug auf einen solchen Menschen zu sprechen. Aber wenn ein Figur 5

Mensch den zweiten Körper hat (er zeichnete den zweiten Körper auf dem Diagramm parallel zu den Planeten), ist dieser zweite Körper aus dem Stoff der Planetenwelt geschaffen und kann den Tod des physischen Körpers überdauern. Er ist nicht unsterblich im vollen Sinne des Wortes, weil nach einer gewissen Zeit auch er stirbt. Aber auf je'den Fall stirbt er nicht mit dem physischen Körper.

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„Wenn ein Mensch den dritten Körper hat (er setzte den dritten Körper auf dem Diagramm der Sonne parallel), besteht er aus Sonnenstoff und kann auch nach dem Tode des .Astralkörpers' bestehen. „Der vierte Körper besteht aus dem Stoff der Sternenwelt, das heißt aus Stoff, der nicht zum Sonnensystem gehört, und deswegen kann nichts innerhalb dieses Systems ihn zerstören, wenn er innerhalb der Grenzen des Sonnensystems kristallisiert ist. Das bedeutet, daß ein Mensch im Besitz des vierten Körpers unsterblich innerhalb der Grenzen des Sonnensystems ist [siehe Figur 6]. „Sie sehen jetzt, warum es unmöglich ist, die Frage: ,Ist ein Mensch unsterblich oder nicht'? sofort zu beantworten. Einer ist unsterblich, ein anderer ist es nicht, ein dritter versucht es zu werden, ein vierter hält sich für unsterblich und ist dabei nichts als ein Fleischklumpen." Als G. nach Moskau ging, kam unsere dauernde Gruppe auch ohne ihn zusammen. Ich habe verschiedene Gespräche unserer Gruppe im Gedächtnis behalten, die zu dem, was wir kürzlich von G. gehört hatten, in Beziehung standen. Wir führten viele Gespräche über die Idee des Wunders und über die Tatsache, daß das Absolute seinen Willen in unserer Welt nicht äußern kann und daß dieser Wille nur in Form mechanischer Gesetze wirkt und diese Gesetze nicht verletzen kann. Ich erinnere mich nicht mehr, wer sich als erster an eine wohlbekannte, wenn auch nicht sehr respektvolle Schulgeschichte erinnerte, in der wir sofort eine Illustration dieses Gesetzes sahen. Die Geschichte handelt von einem überalterten Studenten eines Seminars, der bei einer Endprüfung die Idee von Gottes Allmacht nicht versteht. „Nun, geben Sie mir ein Beispiel von etwas, was Gott nicht tun kann", sagte der prüfende Bischof. „Dazu brauche ich nicht lange, Eminenz", antwortete der Seminarist. „Jeder weiß, daß der Herrgott selbst das Trumpf-As nicht mit einer normalen Zwei trumpfen kann."

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Nichts konnte klarer sein. In dieser dummen Geschichte lag mehr Sinn als in tausend theologischen Abhandlungen. Die Gesetze eines Spiels machen sein Wesen aus. Eine Verletzung dieser Gesetze würde das ganze Spiel vernichten. Das Absolute kann ebensowenig in unser Leben eingreifen und andere Ergebnisse an die Stelle der natürlichen von uns geschaffenen Ursachen oder zufällig entstehenden Ergebnissen Figur 6
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

(Vierter

Korper 6 Gesetze)

Sonne

(Mentaler Körper 12 Gesetze) (Astraler Körper 24 Gesetze); (Physischer Körper 48 Gesetze)

Alle Planeten

Erde
Mond

setzen, als es das Trumpf-As mit der Zwei schlagen kann. Turgenjeff hat irgendwo geschrieben, daß alle gewöhnlichen Gebete auf ein einziges zurückgeführt werden könnten: „Herr, mach, daß zwei mal zwei nicht vier gibt." Das ist das gleiche, wie das TrumpfAs des Seminaristen. Ein anderes Gespräch war über den Mond und seine Beziehung zum organischen Leben auf Erden. Und wieder fand einer von unserer Gruppe ein sehr gutes Beispiel, das die Beziehung des Mondes zum organischen Leben zeigte.

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Der Mond ist das Gewicht an einer Uhr. Das organische Leben ist der Uhrmechanismus, der durch das Gewicht in Bewegung gesetzt wird. Die Schwere des Gewichts, der Zug der Kette am Zahnrad setzt die Räder und Zeiger der Uhr in Bewegung. Wenn das Gewicht weggenommen wird, dann werden alle Bewegungen im Mechanismus der Uhr sofort zum Stillstand gebracht. Der Mond ist ein gewaltiges Gewicht, das am organischen Leben hängt und es dadurch in Bewegung setzt. Was auch immer wir tun mögen, ob es gut oder schlecht, klug oder dumm ist, all die Bewegungen der Räder und Zeiger unseres Organismus hängen von diesem Gewicht ab, das dauernd seinen Druck auf uns ausübt. Ich personlich war sehr an der Frage der Relativität in Verbindung mit dem Platz, das heißt, dem Standort in der Welt interessiert. Ich war schon vor langer Zeit auf die Idee einer Relativität gekommen, die aus der Wechselbeziehung von Größen und Geschwindigkeiten herrührt. Aber die Idee des Platzes in der kosmischen Ordnung war sowohl mir als auch allen anderen ganz neu. Darum erschien es mir sehr seltsam, als ich einige Zeit danach zur Überzeugung gelangte, daß es dieselbe Sache sei, in anderen Worten, daß Größe und Geschwindigkeit den Platz bestimmten und der Platz wiederum Größe und Geschwindigkeit. Ich erinnere mich noch an ein anderes Gespräch während der gleichen Periode. Jemand fragte G. über die Möglichkeit einer Universalsprache — in welchem Zusammenhang, erinnere ich mich nicht mehr. ' „Eine Universalsprache ist möglich", sagte G., „nur werden die Menschen sie nie erfinden." „Warum nicht?" fragte einer von uns. „Erstens, weil sie schon vor langer Zeit erfunden worden ist", antwortete G., „und zweitens, weil das Verständnis dieser Sprache und die Ausdrucksfähigkeit nicht nur von ihrer Kenntnis abhängen, sondern auch vom Sein. Ich will sogar noch mehr sagen. Es gibt nicht eine, sondern drei Universalsprachen. Die erste kann man sprechen und schreiben, während man in den Grenzen seiner

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eigenen Sprache bleibt. Der einzige Unterschied ist, daß, wenn Menschen in ihrer gewöhnlichen Sprache sprechen, sie einander nicht verstehen, während sie aber in dieser Sprache einander verstehen. In der zweiten Sprache ist die geschriebene Sprache die gleiche für alle Völker, sozusagen wie Zahlen oder mathematische Formeln; aber die Leute sprechen immer noch ihre eigene Sprache, trotzdem versteht jeder den anderen, wenn er auch in einer unbekannten Sprache redet. Die dritte Sprache ist die gleiche für alle, sowohl im Wort als auch in der Schrift. Die Sprachverschiedenheiten verschwinden überhaupt auf dieser Stufe." „Ist das nicht das gleiche, was in den Apostelbriefen als die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel beschrieben wurde, als sie verschiedene Sprachen zu verstehen begannen?" fragte jemand. Ich bemerkte, daß solche Fragen G. immer ärgerten. „Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei", sagte er. Bei einer anderen Gelegenheit führte eine günstige Frage zu neuen und unerwarteten Erklärungen. Jemand fragte ihn bei einer Gelegenheit während eines Gesprächs, ob irgend etwas Wirkliches und Richtunggebendes in den Lehren und Riten der bestehenden Religionen zu finden sei. „Ja und nein", sagte G. „Stellen wir uns vor, wir sitzen hier und sprechen über die Religion, und das Dienstmädchen Mascha hört unsere Unterhaltung. Natürlich versteht sie es auf ihre eigene Weise und wiederholt dem Diener Iwan, was sie verstanden hat. Der Diener Iwan versteht es wieder auf seine eigene Weise und wiederholt das, was er verstanden hat, dem Kutscher Peter im Nebenhaus. Der Kutscher Peter geht aufs Land und erzählt im Dorf, worüber die Stadtmenschen reden. Glauben Sie, daß seine Erzählungen überhaupt dem ähneln werden, was wir sagten? Dies ist genau die Beziehung zwischen den bestehenden Religionen und dem, was ihre Grundlage war. Sie erhalten Lehren, Traditionen, Gebete, Riten nicht aus fünfter, sondern aus fünfundzwanzigster Hand, und dann ist natürlich alles so verstümmelt, daß es nicht mehr zu erkennen und alles Wesentliche schon längst vergessen ist.

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Zum Beispiel spielt in allen Glaubensformen die Überlieferung des Abendmahles Christi und seiner Jünger eine große Rolle. Liturgien und eine ganze Reihe Dogmen, Riten und Sakramente beruhen darauf. Dies war der Grund für Schismen, für die Trennung von Kirchen, zur Bildung von Sekten; wie viele Leute sind umgekommen, weil sie nicht diese oder jene Deutung davon annehmen wollten. Tatsächlich versteht niemand, was es genau war oder was Christus und seine Schüler an jenem Abend taten. Keine bestehende Erklärung ähnelt auch nur annähernd der Wahrheit, weil das in den Evangelien Aufgezeichnete erst schon einmal durch Kopieren und Übersetzen stark verstümmelt wurde; und zweitens, weil es geschrieben wurde für die, die wissen. Für die, die nicht wissen, kann es gar nichts erklären, und je mehr sie es zu verstehen suchen, desto tiefer landen sie im Irrtum. „Um zu verstehen, was beim Abendmahl vor sich ging, müssen wir zuerst verschiedene Gesetze kennen. „Sie erinnern sich, was ich über den .Astralkörper' gesagt habe? Wollen wir es uns noch einmal kurz ins Gedächtnis rufen. Menschen, die einen .Astralkörper' haben, können miteinander in Verbindung treten, sogar über eine Entfernung hin, ohne übliche physische Mittel zu gebrauchen. Damit aber so eine Verständigung möglich werde, müssen sie eine .Verbindung' zwischen sich schaffen. Aus diesem Grunde nehmen Menschen, die nach verschiedenen Orten oder verschiedenen Ländern gehen, irgendein Besitztum des anderen mit, vor allem Dinge, die mit seinem Körper in Berührung waren und mit seinen Strahlungen gesättigt sind und so fort. In der gleichen Weise pflegten Freunde, um die Verbindung mit einem Toten aufrechtzuerhalten, Gegenstände, die ihm gehört haben, bei sich zu behalten. Diese Dinge lassen sozusagen eine Spur hinter sich, etwas wie unsichtbare Drähte oder Fäden, die durch den Raum ausgespannt bleiben. Diese Fäden verbinden einen bestimmten Gegenstand mit dem Menschen, dem lebenden oder in manchen Fällen dem toten, dem der Gegenstand gehörte. Die Menschen wußten das seit ältesten Zeiten und haben den verschiedensten Gebrauch von dieser Kenntnis gemacht.

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141 . Aber der Ursprung dieses Brauchs liegt tiefer. Zu Beginn war dies eine magische Zeremonie. Die Worte sind geblieben. schrieben dem Blut eine besondere Bedeutung von magischen Eigenschaften zu. um eine Verbindung zwischen . Dann. Und jeder wußte. ähnlich der Blutsbrüderschaft. sondern richtiges Fleisch und richtiges Blut." Diese Vorlesung und vor allem ihr Ende rief viele Gespräche in unserer Gruppe hervor. sehen Sie. was G. Aber wer weiß irgend etwas hierüber in den bestehenden Religionen und wer versteht. Es war nicht Brot noch Wein. Sie wissen zum Beispiel. aber ihr Sinn ist seit langem verloren.„Spuren davon können in den Bräuchen vieler Völker gefunden werden. Gleichzeitig aber wollten sie eine dauernde Verbindung mit Christus herstellen. was für eine Rolle er dabei spielen müsse. die sie allein nie hätten finden können. daß er sterben müsse. Und zu diesem Zweck gab er ihnen sein Blut zu trinken und sein Fleisch zu essen. wird eine einmal geschaffene Verbindung zwischen . Und einige Völker. Es war vorher so beschlossen worden.Astralkörpern' zu schaffen. Er wußte es und seine Jünger wußten es auch. abgestoßen. „Christus wußte. zum Beispiel die Juden. Das Blut hat besondere Eigenschaften. Viele waren von dem. was es bedeutet? Alles das ist schon lang vergessen und allem wurde eine ganz andere Bedeutung beigelegt. Danach werden sie als Blutsbrüder betrachtet. Zwei oder mehrere Menschen mischen ihr Blut in dem gleichen Gefäß und trinken dann von diesem. daß viele verschiedene Nationen die Sitte der Blutsbrüderschaft haben. andere im Gegenteil fühlten darin eine Wahrheit. über Christus und das Abendmahl gesagt hatte. „Das Abendmahl war eine magische Zeremonie. um eine Verbindung zwischen .Astralkörpern' zu schaffen.Astralkörpem' nach dem Glauben verschiedener Nationen auch nicht durch den Tod zerstört.

dann weiß er wirklich alles. solange er das bleibt. sagte einer der Anwesenden. weil wir eine Antwort auf diese Frage suchen. Sie erwarten von uns.Aber die Frage nach dem Ziel des Daseins ist eine der schwierigsten philosophischen Fragen"." „Sie mißverstehen mich". was Sie erreichen wollen. Der Mensch kennt es nicht und kann es nicht kennen. „aber Sie müssen mir erlauben. etwas zu . sagte G. Ihr eigenes Ziel zu bestimmen. daß wir es im voraus wissen. Wenn ein Mensch dies weiß.tun'.. sondern viele Daseinsziele gibt. darüber zu schweigen. Im Gegenteil. weil es für Sie wichtig ist.1 ine der nächsten Vorlesungen begann mit der Frage eines AnJ-Lwesenden: „Was ist das Ziel dieser Lehre?" „Ich habe selbstverständlich mein eigenes Ziel".Tun' ein Ziel voraus. ohne ein Ziel zu haben? Vor allem anderen setzt . Sie zeigt nur den besten Weg für die Menschen. zu erreichen.tun'. Ich habe nach etwas ganz anderem gefragt. Aber vielleicht sind wir nur hergekommen. vor allem weil es nicht nur ein. Die Lehre selbst kann kein bestimmtes Ziel verfolgen. wird er noch nicht einmal fähig sein. und nicht nach dem Grund Ihres Daseins. Wie kann man irgend etwas . sagte G. was immer ihr Ziel gerade sein möge. anzufangen. daß wir mit der Lösung dieser Frage beginnen. Im Augenblick kann mein Ziel keine Bedeutung für Sie haben.SECHSTES KAPITEL T . sind völlig hoffnungslos und nutzlos." ^. Solange ein Mensch sein eigenes Ziel noch nicht für sich gefunden hat. Die Frage nach dem Ziel ist eine sehr wichtige Frage. Ich fragte Sie nach ihrem persönlichen Ziel. diese Frage mit gewöhnlichen Methoden zu lösen. Jeder Mensch muß sein eigenes Ziel haben: der eine 142 . „Sie : wollen. Versuche. „Ich habe nicht von der philosophischen Bedeutung des Daseinsziels gesprochen. was er ist.

der vierte möchte ein General sein und so fort. ob man Zeit haben wird. wieviel Zeit ihm noch zur Verfügung steht. Wenn Sie mir Ihr Ziel sagen. und einmal habe ich beschlossen. daß ich die Zukunft erkennen möchte. ein anderer Gesundheit. wenn man nicht weiß. daß ein Mensch wissen könne. oder. in anderen Worten.möchte Reichtümer haben. ob wir uns auf dem gleichen Weg befinden oder nicht „Denken Sie daran. erfolgreich. unser Leben zu organisieren. wenn wir sie nicht kennen. „ich sagte mir. daß ich nach dem Tode meines physischen Körpers weiterleben werde. Denn was hat es für einen Zweck. nichts zu tun. Wer kann sonst noch sein Ziel formulieren?" „Ich würde gerne überzeugt sein. ob ich die Zukunft kenne oder nicht oder die Sicherheit erlange. Ich frage nach Zielen dieser Art. Vieles war für mich mit dieser Frage verknüpf. Daraus schloß ich. zu wissen. sagte ich. Ich war zum Beispiel der Ansicht. er kann den Tag und die Stunde seines Todes kennen und hat auch ein Recht darauf. die Zukunft zu erkennen. Durch theoretisches Studium dieser Frage kam ich zu dem Schluß. ohne dies zu wissen. bevor Sie hierher kamen. daß ich nicht Herr meiner selbst bin. würde ich gerne arbeiten. ist. die genaue Zukunft zu erkennen. sagte ein anderer. und wenn das von mir abhängt. Was ich am meisten fühle. daß die Menschen leben. daß wir die Zukunft kennen sollten und ein Recht darauf haben und daß wir. so kann ich Ihnen sagen. und auch ein Recht habe. unfähig sind." „Ich habe mein eigenes Ziel schon vor einigen Jahren ganz klar formuliert". daß die Zukunft erkannt werden kann. bevor ich es wüßte. sagte G. sagte einer der Versammelten. sie zu beenden oder nicht?" „Sehr gut". nach dem Tode weiterzuleben". irgendeine Arbeit zu beginnen. Ich habe es immer für erniedrigend gehalten. um nach meinem Tode weiterzuleben". „wenn ich bleibe. und manchmal war ich sogar bei Experimenten. „Mir ist es gleichgültig. wie Sie Ihr eigenes Ziel formuliert haben. „das erste Ziel ist also. was ich jetzt bin. ein dritter will das Himmelreich.. wieviel Zeit er noch hat. und wenn ich mein 143 .

wie er war. was gestern geschah. ich möchte Herr meiner selbst sein. weil wir dann durch ihn die Zukunft in der Weise gestalten könnten. hängt von drei Ursachen ab: vom Zufall. oder dem ersten Ziel. ebensowenig. Ohne dies ist nichts anderes möglich und ohne dies hat nichts einen Wert. weil das Schicksal dem Typus entspricht. beginnen. So. daß das Morgen anders ist. sagte der nächste. das ist genug". wird Morgen in genau der gleichen Weise eine Folge von Heute sein. Die beste Formulierung dessen." „Ich würde gern die Lehre Christi verstehen und ein Christ im wahren Sinne des Wortes sein". „Um die Zukunft zu kennen. dann könnten wir auch die Zukunft kennen. müssen Sie das Heute anders machen. „Nun. anderen Menschen zu helfensagte ein anderer. Wenn wir einen Willen hätten. Aber wir wollen mit der ersten Frage. Wenn Sie wollen. könnten wir allein durch ihn die Zukunft erkennen. letztes Jahr oder vor zehn Jahren. hängen wir fast vollständig vom Zufall ab. was morgen geschehen wird und was nicht. weil der gestrige war. Wenn Heute nur eine Folge von Gestern ist. Wir können kein Schicksal im wirklichen Sinne des Wortes haben. „wir haben nun genügend Material. „Ich würde gerne wissen. Und wenn man genau studiert hat. ist der Wunsch. vorige Woche. würde ich sagen. sagte G-.Ziel formulieren soll. Aber im Augenblick haben wir noch nicht genügend Material zur Verfügung. wie wir sind. um diese Frage ernstlich zu behandeln. sagte wieder ein anderer. Und wenn Heute wie Gestern ist. wie wir es wünschen. vom Schicksal oder von unserem eigenen Willen. sein eigener Herr zu sein. vorgestern. dann kann man ohne Irrtum sagen. „Ich würde gerne fähig sein. Was uns geschieht oder geschehen kann. um weiterzugehen. was gesagt wurde. wie wir einen Willen haben können. Wenn der Typus bekannt ist. Der heutige Tag ist. wie man Kriege verhindern kann". ebenso die Vergangenheit. Wenn wir ein Schicksal hätten. dann wird Morgen wie Heute sein. muß man zuerst die Gegenwart in allen Einzelheiten kennen. wie er ist. dann kann auch sein Schicksal er- 144 .

„Es klingt paradox. Wenn er die Zukunft nicht kennt. muß er zuerst sich selber kennen. muß man lernen. wessen Zukunft gemeint ist. bevor wir von der Zukunft reden. „man kann die Zukunft nur für Menschen voraussagen. Aber Zufälle können nicht vorausgesehen werden. Es ist unmöglich. Dann können wir. „Und um die Zukunft praktisch kennenzulernen. die Zukunft zu kennen. Ihre Richtung wechselt jeden Augenblick. wohin sie gehen wird. morgen wieder ein anderer: heute kann ihm dies geschehen. und alle Ihre Berechnungen erweisen sich als falsch." ^. die Zukunft für verrückte Maschinen vorauszusagen. das heißt sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft. Das geschieht in einfacher Weise zum Beispiel im Geschäftsleben. wissen. die Augenblicke zu bemerken und sie im Gedächtnis zu behalten. geht sein Geschäft zugrunde. „das heißt voraussagen. beweisen. sie nicht zu kennen. Darum müssen wir. vom Ergebnis aus urteilend. daß wir wirklich die Zukunft kennen. ein guter Kaufmann sein. in denen wir wirklich die Zukunft kennen und wo wir in Übereinstimmung mit diesem Wissen handeln. Und die Kenntnis der Zukunft lohnt sich nur.. ob es sich lohnt. sagte G. das zu sagen". aber wir haben alles Recht zu sagen. Nichts kann sich von sich aus ändern. Manchmal ist es vielleicht besser. aber fünf Minuten später geht sie schon wieder in eine ganz andere Richtung.Aber können Sie nicht voraussehen. was mit jedem von uns geschehen wird?" fragte jemand. morgen jenes.kannt werden. Heute ist der Mensch einer. mit der Arbeit zu beginnen?" „Es ist unmöglich. daß wir unsere Zukunft kennen. Sie wird genau das sein. Dann wird er sehen. und Sie können berechnen. In einem Augenblick geht eine Maschine dieser Art in einer Richtung. welches Ergebnis jeder von uns durch die Arbeit an sich selbst erreichen wird und ob es sich überhaupt für ihn lohnt. wenn ein Mensch sein eigener Herr sein kann. In der Arbeit an sich selbst muß man ein guter Geschäftsmann. Wenn ein Mensch seine eigene Zukunft kennenlernen will. was unsere Vergangenheit war. 145 . Jeder gute Geschäftsmann kennt die Zukunft.

können wir keine Christen sein. Wenn er Herr seines Lebens wird. Um Christen zu sein. Ein Christ ist der. zu . „Dafür ist es notwendig. So wie wir sind. „Zuallererst müssen wir uns klarmachen. nicht von der allgemeinen Arbeit getrennt werden. Bei der Arbeit für das Leben arbeitet ein Mensch für den Tod oder besser für die Unsterblichkeit. wenn sich in ihm etwas bildet. wie man es erlangen könne. Tod und Unsterblichkeit lenken. „Eine andere Frage war. daß ein Christ nicht der ist. zu sein. welcher in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften lebt. Darum kann die Arbeit für die Unsterblichkeit. wie man den endgültigen Tod vermeiden könne. Unter gewöhnlichen Umständen sterben wir jeden Augenblick. der sich als solcher bezeichnet oder den die anderen einen Christen nennen. Ein Mensch mag allein zum Zwecke seiner eigenen Lebensinteressen danach streben. erreicht er auch das andere.„Dann war da die Frage über das zukünftige Leben.zu tun'. Wenn ein Mensch das eine erreicht. das einen Wechsel der äußeren Bedingungen überleben kann.Ichs' sterben. dann kann dies auch den Tod des physischen Körpers überleben.sein'. wenn nichts in ihm den äußeren Einflüssen standhalten kann. wie man es vermeiden könne zu sterben. dann bedeutet das: in ihm ist nichts. was dem Tod widerstehen kann. Wir können 146 . wie man ein Christ werden kann. viele unserer . Minute wandelt. Wenn ein Mensch sein eigenes Leben prüft. Aber wenn er von äußeren Einflüssen unabhängig wird. ob es existiert oder nicht. Äußere Einflüsse wechseln und wir wechseln mit ihnen. . Wenn ein Mensch in sich ein dauerndes Ich entwickelt. wenn man so sagen kann. ohne für das gegenwärtige zu arbeiten. die Leben. weil die Gesetze überall die gleichen sind. dann wird er auch Herr seines Todes. von der Geburt bis zum Tode. und wir untersuchen nicht. Wenn ein Mensch sich jede . dann studiert er alle Gesetze. dann braucht dieses Etwas nicht zu sterben. Wir reden nicht eigens über das zukünftige Leben. was aus sich selbst leben kann. das heißt. müssen wir fähig sein. Das ganze Geheimnis ist dies: man kann nicht für das künftige Leben arbeiten. und auch das Leben anderer Menschen. so wie er es kennt. Schon allein dadurch kann er unsterblich werden.

Christ sein heißt verantwortlich sein. hat er nichts und kann er nichts haben. Christ zu sein? Das sind einfach Dinge. ist es für ein Auto oder eine Schreibmaschine oder ein Grammophon möglich. Und er kann auch nicht Christ sein. was Sie über das Christentum wissen".nicht tun. aber wie können wir unsere Feinde lieben. so wird er bereit sein. Wir werden die Bedeutung dieser Worte noch besprechen. Wenn ein Mensch nicht sein eigener Herr ist. eine Maschine zu sein. wie wir es kennen?" fragte ein Anwesender. und tatsächlich. „Ich weiß nicht. ihn lebendig zu fressen oder auf heißen Kohlen zu rösten. was für ein wunderbarer Christ er ist. können wir nicht einmal wünschen. nicht nur in Worten. und vergißt darüber alles Christentum. Oder wenn ein anderer ihm nicht glaubt. den er in einem Laden gesehen hat. Sein heißt Herr seiner selbst sein. „Von den geäußerten Wünschen ist der richtigste der Wunsch. weil ein Mensch plötzlich. Um ein Christ zu sein. Und eine und die gleiche Sache kann nicht lange gewünscht werden. Denken Sie selbst. weil wiederum manchmal . was Sie unter diesem Begriff verstehen. ein Christ zu sein. Aber zum Nutzen derjenigen. ein Christ sein zu wollen. Er ist einfach eine Maschine. Christus sagt: »Liebet eure Feinde'. „Wir müßten viel und lange darüber reden. zum Christentum. anstatt zu wünschen ein Christ zu sein. wenn ein Mensch wenigstens teilweise aufhört. die vom Zufall regiert werden.. Sie sind nicht verantwortlich." „Was ist die Beziehung der Lehre. Die Verantwortung kommt später.es' nicht wünscht. sich an einen sehr guten. wie er es anstellen könne.es' wünscht und manchmal . diesen Teppich zu kaufen. die bereits wissen.es' nicht. die Sie darlegen. um uns klar zu werden. So wie wir sind.es' und manchmal liebt . Im Augenblick werden wir die Untersuchung unserer Fragen fortsetzen. 147 . Sie sind Maschinen. Christen zu sein. Und anstatt zu wünschen. wobei er dieses Wort betonte. antwortete G. beginnt er daran zu denken. ein Automat. mit uns geschieht alles. Eine Maschine kann nicht Christ sein. anfängt. möchte ich Ihnen sagen: dies ist esoterisches Christentum. wenn wir nicht einmal unsere Freunde lieben können? Manchmal liebt . aber sehr teuren Teppich erinnert. muß man sein.

Er entscheidet sich. wenn er gar nicht anders sein kann. Dies heißt falsch und unaufrichtig mit sich selbst sein. Menschheitsliebe. er wolle den Menschen helfen. bevor man das Schwierige tun kann. das sind alles sehr schöne Worte. und ist beleidigt. damit er es wieder einem anderen geben könne. muß man erst lernen. Dann hat sein Entschluß einen Wert. Sie sind zu faul. Das ist es. muß man 148 . dann wird er nicht anfangen zu denken. Um fähig zu werden. Ein Mensch entscheidet sich. sie seien fähig. Aber wenn überhaupt keine Wahl da ist. Altruismus. Eine große Anzahl Menschen beschäftigt sich nur aus Faulheit in Gedanken und Gefühlen damit. mit denen ein Mensch nichts anzufangen wüßte. anderen zu helfen. Oder er entscheidet sich. dann hat das überhaupt keinen Wert. und gibt statt dessen das eines anderen weg. Und im Vergleich zu diesem Wunsch sind alle anderen Wünsche einfach kindische Träume. wenn er nur so ist. an sich selbst zu arbeiten. ein Altruist oder ein Egoist zu sein. Um anderen zu helfen.Herr seiner selbst zu sein. dessen letztes Hemd. heute Altruist. wie der Zufall ihn gemacht hat oder ihn macht. Menschen. zu lieben oder nicht zu lieben. selbst wenn sie ihm gewährt würden. aber sie haben nur dann eine Bedeutung. daß jemand sich weigert. sein letztes Hemd wegzugeben. morgen Egoist. ein Egoist zu sein. ein bewußter Egoist zu sein. so wie wir sind. ein Egoist. Wenn ein Mensch auf sich selber schaut. Wünsche. muß man erst' lernen. können nichts tun. sein eigenes Hemd wegzugeben. aber an Stelle dessen raubt er dem Menschen. ihm sein Hemd zu geben. wie er anderen Leuten helfen könne: er wird sich schämen. dem er sein letztes Hemd geben wollte. „Jemand sagt zum Beispiel. wenn ein Mensch durch eigene Wahl und eigenen Entschluß fähig wird. wie er wirklich ist. gibt aber an Stelle dessen sein letztes Hemd weg. Nur ein bewußter Egoist kann Menschen helfen. zu denken. und gleichzeitig ist es sehr angenehm für sie. dann übermorgen wieder Altruist. daran zu denken. sich selbst zu helfen. denn ohne dies ist nichts weiteres möglich. anderen zu helfen. was meistens geschieht. „Und vor allem. Menschen zu helfen.

könnten sie nicht die anderen beeinflussen?" „Diejenigen. „Wenn eine genügende Anzahl Menschen zu dem endgültigen Entschluß kommen würde. von planetarischen Einflüssen verursacht. solange die Menschen Sklaven sind. aber sie denken daran. Die Menschen wollen nicht über sich selbst nachdenken. sie vermehren sich und können durch gewöhnliche Mittel nicht verhindert werden. das zu tun. diesen Einflüssen zu widerstehen und würden einander nicht umbringen. die auch Kriege verhindern wollen. etwas tun?" fragte der. Der Krieg hat viele uns unbekannte Ursachen. Wenn sie Menschen wären und fähig zu tun. Manche liegen im Menschen selbst. Der Krieg wird von kosmischen Kräften. „Dann war da eine Frage über Krieg. kann man die Menschen gar nicht für den Krieg verantwortlich machen. Der Krieg ist das Ergebnis der Sklaverei. sagte G. Genau gesprochen. manche außerhalb. sich wirklich zusammenschlössen. in der die Menschen leben. daß sie andere Leute bekriegen würden. die den Krieg hassen. Und so würden sie kämpfen. Menschen sind. die das einsehen. die nicht mit ihnen übereinstimmen. Aber in den Menschen besteht überhaupt kein Widerstand gegen diese Einflüsse und kann auch keiner bestehen. Und es ist noch sicherer. alle zu bekriegen. Man kann nicht mit dem Schwersten beginnen.lernen. was sie sind. aber auf eine andere Weise. was sie wollen. die im Menschen 149 . Die Kriege vermindern sich nicht. das Leichte zu tun. Wir müssen mit den Ursachen beginnen. daß es keinen Krieg mehr geben solle. wie sie andere Leute veranlassen können. All diese Theorien über universalen Frieden. die den Krieg verhindern wollten. wären sie imstande. haben dies fast seit der Weltschöpfung versucht"." „Aber sicherlich können die. und sie können nicht anders sein. über Friedenskonferenzen und so weiter sind wieder nichts als Faulheit und Heuchelei. Wenn eine genügende Anzahl Menschen. der die Frage über den Krieg gestellt hatte. „Und trotzdem hat es noch nie einen Krieg wie den gegenwärtigen gegeben. sie wollen nicht an sich arbeiten. Wie können Kriege verhindert werden? Kriege können nicht verhindert werden. dann würden sie zuerst damit anfangen.

Wenn er von den Dingen frei wird. was ihn umgibt? Er wird durch alles um ihn herum beherrscht.selbst sind. sogar ein Mensch mit philosophischen oder wissenschaftlichen Interessen versteht nicht." Die nächste Vorlesung begann genau mit den Worten: erkenne dich selbst. das muß das Ziel des Menschen sein. warum in allen alten Lehren die erste Forderung am Beginn des Weges zur Befreiung war: Erkenne dich selbst. wenn er der Sklave von allem ist. wenn er sich nur ein wenig seiner Lage bewußt wird. seine Maschine. Aber er kann nicht aufhören. Um daher frei zu werden. „die gewöhnlich Sokrates zugeschrieben werden. die viel älter sind als die sokratische. „Das ist der Grund. solange er innerlich ein Sklave bleibt. aus der Sklaverei befreit zu werden: danach sollte der Mensch streben.erkenne dich selbst' von der Notwendigkeit spricht. Ohne Selbsterkenntnis. äußerlich ein Sklave zu sein. dann kann er auch von planetarischen Einflüssen frei werden. Frei zu werden. „Diese Worte". kann er sich selbst nicht lenken und wird immer ein Sklave bleiben und der Spielball der Kräfte. solange er sowohl äußerlich als auch innerlich ein Sklave bleibt.menschliche Maschine'. die auf ihn wirken. „Der erste Grund der inneren Sklaverei des Menschen ist seine Unwissenheit und vor allem seine Unwissenheit über sich selbst. die . Die Maschinen 150 . sagte G. „Freiheit.. daß der Grundsatz . zu kennen. muß man die innere Freiheit erringen. und nichts anderes ist ihm möglich. Nichts anderes gibt es für ihn. Aber obgleich modernes Denken um das Bestreben dieses Grundsatzes weiß. hat es nur eine sehr vage Vorstellung von seinem Sinn und seiner Bedeutung. Befreiung. ohne Verständnis der Arbeit und der Funktionen seiner Maschine kann ein Mensch nicht frei sein. liegen tatsächlich vielen Systemen und Schulen zugrunde. „Wir werden nun über diese Worte sprechen. Wie kann ein Mensch von den äußeren Einwirkungen großer kosmischer Kräfte frei werden. Der gewöhnliche Mensch unserer Zeit.

Das Selbst-Studium muß sein großes Ziel sein.geschieht'. Es muß des Menschen Ziel sein. die Funktionen und die Gesetze seines Organismus studieren. daß er sich selbst studieren muß. Es ist schon genug. „Aber um sich selbst zu studieren. wie er sich studieren soll. wo man anfängt und welche Methoden anzuwenden sind. die richtige Führung. „Selbst-Studium ist die Arbeit oder der Weg. daß ein Mensch. eine Sache so von der anderen abhängig. womit es in Beziehung steht und wovon es notwendigerweise abhängt. und er muß die Methoden des Selbst-Studiums studieren. muß man alles kennenlernen. „Der Grundsatz . wie und wieso bei jeder Gelegenheit alles in ihm . irgendeine Funktion zu studieren. Der Mensch muß lernen. er wird nie verstehen. daß es ganz unmöglich ist. sich selbst zu studieren. wenn ein Mensch versteht. Darum kann genau genommen sein Ziel nicht einmal als Selbsterkenntnis bestimmt werden. sich selbst auf die richtige Weise kennenzulernen. wie man studiert.erkenne dich selbst' umfaßt einen sehr reichen Inhalt. der sich selbst kennenlernen möchte. „Aber die Methoden der Selbst-Beobachtung und des richtigen Selbst-Studiums zu lernen. muß man erst lernen. darum muß der Mensch vor allem anderen die Struktur. Ohne richtig angewandte Selbst-Beobachtung wird ein Mensch niemals die Verbindung und die Beziehung zwischen den verschiedenen Funktionen seiner Maschine verstehen. damit zu beginnen. Um eine Sache kennenzulernen. Alles im Menschen kennenzulernen ist möglich. Der Mensch in seinem gegenwärtigen Zustand ist sehr weit von der Selbstkenntnis entfernt. verstehen muß. verlangt ein gewisses Verstehen der 151 . „Selbsterkenntnis ist ein sehr großes. aber ein sehr vages und entferntes Ziel. der zur Selbstkenntnis führt. was ebenso notwendig ist. was dies bedeutet. „Die Hauptmethode des Selbst-Studiums ist die Selbst-Beobachtung. aber es verlangt viel Zeit und Arbeit und vor allem die Anwendung der richtigen Methoden und.sind in allen Menschen mehr oder weniger gleich. In der menschlichen Maschine ist alles so ineinander verwoben. In erster Linie verlangt er. ohne gleichzeitig alle anderen zu studieren.

einfaches Verzeichnen im Verstand des Betrenenden von dem. Die Analyse wird erst viel später möglich. sondern muß eine innere Bestimmung sein. auch nur die einfachsten Erscheinungen zu analysieren. „Beim Versuch. was in einem bestimmten Augenblick stattfindet. daß nur eines von beiden geschehen kann: entweder Beobachtung oder der Versuch der Analyse. Daraus wird klar. durch Empfindung. Darum ist es bei der Beobachtung der Funktionen der menschlichen Maschine notwendig. die ihm in den Weg kommen. verschiedene Erscheinungen. das heißt Versuche. das heißt das Ergebnis einer unmittelbaren Beobachtung dessen. „Selbst-Beobachtung darf vor allem am Anfang keinesfalls Analyse oder der Versuch der Analyse werden. fragt ein Mensch im allgemeinen: . was im Augenblick beobachtet wird. verliert er vollkommen den Faden der Selbst-Beobachtung und vergißt alles andere darüber. eine vollkommen nutzlose Zeitverschwendung. ohne daß man die allgemeinen Gesetze kennt.Registrierung'. einzelne Erscheinungen zu analysieren. und die zweite Methode ist das Registrieren.Funktionen und Eigenschaften der menschlichen Maschine.Registrierung' ansammeln. Antworten auf die Fragen zu finden: wovon ein gewisses Ding abhängt und warum es geschieht. die richtige Einteilung der beobachteten Funktionen zu verstehen und fähig zu sein. Die Beobachtung kommt zu einem Stillstand. Indem er sich mehr und mehr in diese Fragen vertieft.was ist dies? warum geschieht es auf diese Weise und nicht auf eine andere?' und er beginnt eine Antwort auf diese Fragen zu suchen und vergißt darüber alles weitere Beobachten. wenn ein Mensch alle Funktionen seiner Maschine und die sie beherrschenden Gesetze kennt. Bevor es möglich ist. durch Geschmack. „Es gibt zwei Methoden der Selbst-Beobachtung: die Analyse oder Versuche der Analyse. zu analysieren. sie genau und sofort zu bestimmen. und diese Bestimmung darf nicht eine sprachliche. ist das wichtigste Material in der 152 . wie wir alle inneren Erlebnisse bestimmen. in der gleichen Weise. . „Aber sogar abgesehen davon sind Versuche. muß der Mensch erst eine genügende Menge Material mit Hilfe der .

Registrierungen' angesammelt und gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad zugrunde liegende Gesetze studiert und verstanden hat.Registrieren' auf dem Verständnis der grundsätzlichen Prinzipien der Tätigkeit der menschlichen Maschine fußen. Darum muß man vor Beginn der Beobachtung verstehen. das Ergebnis aller früheren Selbst-Beobachtung muß beiseite gelegt werden. Aber all dieses Material beruht auf falscher Einteilung der beobachteten Funktionen und ist selbst falsch eingeteilt. Fühl-. Bewegungs.Zentrum' gelenkt wird. „Vom ersten Augenblick an muß die Beobachtung oder das . 153 . Die Selbst-Beobachtung kann ohne Kenntnis dieser Prinzipien nicht richtig angewandt werden — ohne daß man diese ununterbrochen vor Augen hat. was Gefühlstätigkeit bedeutet. Aber man muß am Anfang beginnen.und instinktiven Funktion. Sie mögen viel wertvolles Material enthalten. dann wird Analyse möglich. Wenn man eine gewisse Anzahl von . von denen jede durch ein besonderes Him oder . was intellektuelle Tätigkeit bedeutet. Alle frühere Erfahrung. als ob er sich niemals beobachtet hätte. mit der die Menschen ihr ganzes Leben hindurch beschäftigt sind. worin sich die Funktionen unterscheiden. wird zu einem geeigneten Zeitpunkt aufgenommen und benützt werden. jedenfalls nicht bei Beginn der Arbeit des Selbst-Studiums. Ein Mensch muß beginnen. „Die Beobachtung muß mit der Gliederung der Funktionen beginnen. als ob er sich überhaupt nicht kenne.Arbeit des Selbst-Studiums. was Bewegungstätigkeit bedeutet und was instinktive Tätigkeit bedeutet. Die ganze Tätigkeit der menschlichen Maschine ist in vier scharf begrenzte Gruppen geteilt. Was davon einen Wert hat. Es kann daher nicht benützt werden. Jede von einem Menschen beobachtete Erscheinung steht mit einer oder der anderen dieser Funktionen in Beziehung. „Die Beobachtung muß am Anfang beginnen. sich so zu beobachten. vollkommen nutzlos und führt nirgends hin. Darum ist die gewöhnliche Selbst-Beobachtung. Bei der Selbst-Beobachtung muß ein Mensch zwischen den vier Grundfunktionen seiner Maschine unterscheiden: der Denk-.

seinen Geschmack oder Geruch. daß die Menschen einander viel ähnlicher sind. „Manche Leute finden es schwierig. „Die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen den Funktionen wird durch die Tatsache vergrößert. Das ist es. wie sie ihre Funktionen empfinden. ja fast unmöglich für Menschen verschiedener Kategorien und von verschiedener Wahrnehmungsart. unter welche Gruppe. indifferente Gefühle gibt es nicht. Es ist sehr schwer. Darüber hinaus können Empfindungen indifferent sein: weder warm noch kalt.„Gleich beim Beginn seiner Selbst-Beobachtung muß er versuchen. unter welches Zentrum die von ihm im Augenblick beobachteten Erscheinungen fallen. einander zu verstehen. ob er angenehm oder unangenehm im einen oder anderen Sinn ist. wieder andere durch ihre Empfindungen. „Empfindung und Gefühl vernünfteln nicht. Gefühlsfunktionen sind immer angenehm oder unangenehm. sofort zu bestimmen. Wir glauben. andere durch ihr Gefühl.fünf Sinne' und andere. als sie es wirklich sind. vergleichen nicht. sie bestimmen einfach einen gegebenen Eindruck dadurch. „Sehr allgemein gesprochen. weder angenehm noch unangenehm: .weißes Papier'.roter Bleistift'. In der Wahrnehmung von weiß oder rot ist weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes. andere wiederum haben Schwierigkeiten im Verstehen des Unterschiedes zwischen Fühlen und Empfinden. was wir gewöhnlich nicht verstehen. daß die Denkfunktion immer mittels des Vergleichs arbeitet. Manche nehmen hauptsächlich durch ihren Verstand wahr. . wie die Wahrnehmung von Wärme. da sie ein und dasselbe Ding 154 . Wahrnehmungen. den Unterschied zwischen Denken und Fühlen zu verstehen. daß die Menschen sich sehr durch die Art unterscheiden. andere zwischen einem Gedanken und einem Bewegungsimpuls. Kälte und so fort. kann man sagen. sind instinktiv. Jedenfalls braucht weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes mit dieser oder jener Farbe verbunden zu sein. durch seine Farbe. Denkschlüsse sind immer das Ergebnis des Vergleichs zweier oder mehrerer Eindrücke. In Wirklichkeit jedoch bestehen große Unterschiede in den Formen und Methoden ihrer Wahrnehmung. die sogenannten .

daß sie sich selber nicht verstehen. müssen wir verstehen. sagen wir der eine durch sein Fühlen und der andere durch sein Empfinden. Sehr oft bezeichnet ein Mensch seine Gedanken oder seine intellektuellen Wahrnehmungen als Gefühle. eine solche Wahrnehmungsfähigkeit zu erreichen. Und auch wenn er das bemerkt. Das letzte ist das häufigste. der nach richtigem Wissen strebt. Eine oder die andere Art der Wahrnehmung ist unmittelbar mit einer oder der anderen Weise der Reaktion auf äußere Ereignisse verknüpft. wenn wir ihn gleichzeitig mit Denken. worin der Unterschied ihrer Haltung zu einem bestimmten Gegenstand besteht. unebenes Fenster. uns mögliche Kenntnis eines gegebenen Gegenstandes kann für uns nur erreicht werden. kann er nichts daran ändern. nennt seine Gefühle Gedanken und seine Empfindungen Gefühle. so können sie sich ihr ganzes Leben lang darüber streiten und nie verstehen. mit Hilfe der Gefühle eine andere. Seine spezielle Art der Wahrnehmung wird durch die Arbeit seines Organismus als Ganzes bedingt. daß die Menschen einander nicht verstehen. Das Ergebnis dieser Verschiedenheit der Wahrnehmung und Reaktion auf äußere Ereignisse drückt sich in erster Linie darin aus. mit Hilfe der Empfindungen eine dritte Ansicht. und in zweiter Linie dadurch. Wenn zwei Menschen die gleiche Sache verschieden wahrnehmen. sich gegenseitig in dem Zustand. daß jede normale psychische Funktion ein Mittel oder ein Instrument zur Erwerbung von Wissen ist.mit verschiedenen Namen und wiederum verschiedene Dinge mit dem gleichen Namen bezeichnen. Jeder Mensch. ein anderer durch Gedanken und Gefühle und so fort. Die vollständigste. Mit Hilfe des Denkens sehen wir eine Seite von Dingen und Ereignissen. „Um einen Weg der Unterscheidung zu finden. Ein Mensch nimmt mittels Gedanken und Empfindungen wahr. muß danach trachten. Tatsächlich hat der eine diese Ansicht und der andere jene. alle Funktionen streben danach. 155 . Unter gewöhnlichen Bedingungen sieht der Mensch die Welt durch ein verbogenes. Alle Funktionen sind wechselbezogen und gleichen sich aus. Fühlen und Empfindung untersuchen. Außerdem sind verschiedene andere Verbindungen möglich.

zu erhalten. daß er alles vergißt. nicht imstande sein wird. zu zerstören und zu vernichten. Studieren ist eine Sache. und wenn er genügend methodisch und entschlossen verfährt. Wenn ein Mensch etwas beobachtet. mag es ihm gelingen. Dies bemerkt er. In jedem Augenblick ihrer Tätigkeit ist die Maschine in allen ihren einzelnen Teilen im Gleichgewicht. was ihm mißfällt. wieder her. Aber etwas anderes bemerkt er nicht. weil beim Wunsche. Die leichte 156 . Aber zusammen mit diesem Ergebnis wird er unvermeidlich ein anderes Ergebnis erreichen. daß für eine lange Zeit seine ganze Arbeit allein im Studium bestehen kann.in dem sie sich befinden. Und beim Beginn des Selbst-Studiums muß er sich klar sein. wenn er in sich etwas entdeckt. nämlich daß er leicht erregbar. Die Maschine versucht. und Anstrengungen macht. all das. verstehen. sich wandeln eine andere. Durch das Streben. Aber das Studium ist der erste Schritt zur Möglichkeit einer Wandlung in der Zukunft. und jede Funktion wird unvermeidlich durch eine andere Funktion oder durch eine ganze Reihe anderer Funktionen ausgeglichen. das Gleichgewicht wiederherzustellen. daß er sehr zerstreut ist. Darum muß ein Mensch. und durch Anstrengungen in dieser Hinsicht stört er das Gleichgewicht der Maschine. wenn wir uns auch dieser Verbindung der verschiedenen Funktionen in uns nicht bewußt sind. was ihm nicht gefällt. sich zu studieren. vergeßlich zu sein und Dinge zu verlieren. wenn er beginnt. und stellt es durch die Schaffung einer neuen Funktion. pedantisch. ein gewisses Ergebnis zu erzielen. Er beginnt mit dieser Gewohnheit zu kämpfen. mäkelnd und unangenehm geworden ist. was andere Menschen bemerken. das er nicht im geringsten erwartete oder wünschte und das er nicht einmal vermutet haben kann. alles verliert und so fort. der Mensch nur diese eine Sache ändern will. Zum Beispiel mag ein Mensch beobachten. die der Mensch nicht hat voraussehen können. Aber alles in der Maschine ist miteinander verbunden. erreicht er nach einer gewissen Zeit das erwünschte Ergebnis: er hört auf. es zu ändern. „Eine Wandlung ist unter gewöhnlichen Bedingungen unmöglich. was ihm mißfällt. es zu ändern. etwas zu ändern. daß er.

und Bewegungsfunktionen eingeprägt hat. die nicht fraglich sind. an denen eine Wandlung vollzogen werden kann. bei denen er sofort sieht. zum Beispiel Geiz. dann wird die Anzahl der Beobachtungen. daß Verlust von Zerstreutheit notwendig leichte Erregbarkeit ergeben muß. Fühl. die dem Ziel und der Richtung der Arbeit völlig entgegengesetzt sind. denn wenn man nicht mit ihnen beginnt.Erregbarkeit ist als Ergebnis des Verlustes seiner Zerstreutheit aufgetreten. hinsichtlich derer er überhaupt keineiy Zweifel hat: das heißt. dem zweiten oder dem dritten Zentrum zugeordnet 157 . wird nun klar dem ersten. „Man muß diese Punkte kennen und man muß wissen. Und was erst zweifelhalt erschien. die überhaupt keine Beziehung zur Zerstreutheit hat. die keine Frage mit sich bringen. „Aber im allgemeinen Plan der Arbeit und der Funktionen der menschlichen Maschine gibt es gewisse Punkte. zu welcher Kategorie sie gehören. muß er. bei denjenigen. sofort seine Eindrücke dieser oder jener Kategorie zuordnen. Nur eine eingehende Analyse der psychischen Eigenschaften eines besonderen Menschen kann darlegen. Genau so leicht kann irgendeine andere Eigenschaft erscheinen. Neid oder etwas anderes. Wenn die Arbeit richtig durchgeführt wird. „Also wenn man an sich selbst in der richtigen Weise arbeitet. „Wenn ein Mensch sich den Unterschied zwischen den Denk-. Und zuerst darf er nur bei solchen Beobachtungen verweilen. schnell größer werden. warum der Verlust einer Eigenschaft das Auftreten einer anderen verursacht hat. muß man die Möglichkeit ausgleichender Wandlungen erwägen und sie im voraus in Betracht ziehen. Er muß alle ungenauen und zweifelhaften Fälle beiseiteschieben und nur die im Gedächtnis behalten. Dies heißt nun nicht. während er sich beobachtet. wird man entweder überhaupt kein Ergebnis oder ganz falsche und unerwünschte Ergebnissse erzielen. ohne dadurch zusätzliche Ergebnisse hervorzurufen. wie man zu ihnen gelangen kann. Nur auf diese Weise ist es möglich. unliebsame Wandlungen zu vermeiden oder auch die Erscheinung von Eigenschaften. Warum? Das kann man unmöglich sagen.

Fühl. die Arbeit eines Zentrums für ein anderes: den Versuch des Denkzentrums. indem jedes Zentrum fähig wird. wird es schädlich. „Gleichzeitig. und gleichzeitig strebt es danach. sein eigenes Denken. für die es besonders bestimmt ist und die es am besten durchführen kann. Jedes Zentrum strebt gleichsam danach. daß unser Innenleben viel reicher ist. Tatsächlich besteht jedes Zentrum aus drei Teilen: einem Denk-. Wie schon gesagt wurde. den Versuch des Gefühlszentrums zu denken und den Versuch des Bewegungszentrums. Die SelbstBeobachtung wird uns jedoch sehr schnell zeigen. daß es fühlt. ist ein für ein anderes Zentrum arbeitendes Zentrum in manchen Fällen nützlich. Aber wir wissen sehr wenig über diese Seite unserer Natur. und das ist genau das. als wir vermuten. da es die richtige Arbeit stört. was es tun sollte. Aber wenn dies zur Gewohnheit wird. Wenn in diesem Augenblick das Gefühlszentrum an seiner Statt zu arbeiten beginnt. In einem unausgeglichenen Menschen geht diese Ersetzung eines Zentrums durch ein anderes fast stetig vor sich. daß es mehr Möglichkeiten enthält. Jedes Zentrum hat sein eigenes Gedächtnis. während wir die Arbeit der Zentren beobachten. das heißt. sondern was ihm im Augenblick am besten gefällt. Es gibt Situationen im Leben. seine Arbeit einem anderen aufzubürden. Wenn das Gefühlszentrum für das Denkzentrum arbeitet. In jedem Zentrum kennen wir nur einen Teil. mit denen das Denkzentrum allein fertig werden und einen Ausweg finden kann. zu denken und zu fühlen. In einem normalen gesunden Menschen tut jedes Zentrum seine eigene Arbeit. was man unter . ver- 158 . da es die Stetigkeit der psychischen Tätigkeit aufrechterhält. das heißt.und Bewegungszentrum. zu fühlen oder vorzugeben. und das Ergebnis dieser Störung wird sehr unbefriedigend sein.werden können. werden wir neben ihrer richtigen Arbeitsweise auch ihr falsches Arbeiten bemerken. seinen eigenen unmittelbaren Pflichten auszuweichen und nicht das zu tun. seine eigenen Assoziationen. für die es gar nicht geeignet ist. oder jedenfalls. die Arbeit eines anderen Zentrums zu tun.unausgeglichen' oder . die Arbeit. als wir denken.neurotisch' versteht. dann wird es alles durcheinanderbringen.

wo im Gegenteil ruhiges Urteil und Überlegung wesentlich sind. und so bestehen die Gefühle des anderen überhaupt nicht für ihn. Er fühlt überhaupt nichts. die Besonderheiten und Feinheiten der Lage zu unterscheiden. Beispiele dieser Art sind am leichtesten zu finden. Ebenso kann der Verstand auch nicht Empfindungen würdigen. bringt es Überlegung in Lagen. Aber für den anderen sind jene Gefühle unbedingt da. Dies wird ganz klar. und er wird sehen. Es arbeitet einen bestimmten Aktionsplan aus und folgt ihm weiter. und. Außerdem verursacht in manchen Fällen die Einmischung des Denkzentrums ganz falsche Reaktionen. mit seinem Verstand.ursacht es eine überflüssige Nervosität. das heißt. des theoretischen Denkens. die Entscheidungen des Verstandes. daß die Qualität seiner Arbeit sich sofort verändert. können ihn niemals befriedigen. der Empfindung oder der Bewegung vorstellen. wenn wir uns einen Menschen vorstellen. Wenn das Denkzentrum für das Gefüblszentrum arbeitet. scheinen ihm gleich zu sein. das heißt. Fieberhaftigkeit und Eilfertigkeit in Lagen. wenn er versucht. Seine Entscheidungen sind viel zu allgemein und entsprechen nicht den Entscheidungen. sogar wenn sich die Umstände geändert haben und ein ganz anderer Weg des Handelns notwendig ist. Ereignisse. die das Gefüblszentrum gefällt hätte. indem er jeder Bewegung folgt. Ein gesättigter Mensch versteht einen Hungrigen nicht. werden seine durch das 159 . Wenn er Schreibmaschine schreibt. macht einen Menschen unfähig. Und die Entscheidungen des ersten. wenn wir uns die Einmischung des Denkens. der über die Empfindungen eines anderen vernünftelt. in allen drei Fällen führt die Einmischung des Denkens zu ganz unerwünschten Ergebnissen. in den Bereich des Gefühls. Was für eine Arbeit auch immer ein Mensch tun mag. Das Denken ist zu langsam. weil das Denkzentrum einfach unfähig ist. die für das Bewegungszentrum und das Gefühlszentrum ganz verschieden sind. jede Handlung überlegt zu tun. Diese sind für ihn tot. es genügt. Das Denken kann die Feinheiten des Gefühls nicht verstehen. die rasche Entscheidungen verlangen. die Feinheiten und Unterschiede in vielen Ereignissen zu verstehen. Noch kann er Bewegungen lenken. Wir sehen dies ganz klar.

Wo ist das K?'.Wie wird dieses Wort buchstabiert?'. Wenn man ein Auto mit seinem Verstand fährt. mit voller Geschwindigkeit zu fahren. Der eigentliche Vorgang wird durch das Denkzentrum ausgeführt.Einbildung' ist eine der Hauptquellen falscher Arbeit der Zentren. Der Grund für Tagträumerei liegt immer im Gefühlsoder im Bewegungszentrum. Fehler zu machen oder sehr langsam zu schreiben.Wo ist das Komma?'. „ . die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und zum Zwecke der Erreichung eines bestimmten Ergebnisses unternommen wird.nützlicher' Denktätigkeit. Tagträumerei ist genau das Gegenteil von . was er liest oder hört. kann man nur im niedrigsten Gang fahren. Das geschieht gewöhnlich. wie wenn ein Mensch nichts als Worte liest oder hört und sich dessen. fängt er sofort an.Bewegungszentrum gelenkten Finger die notwendigen Buchstaben von selber finden. sondern einfach durch Tagträume oder durch Einbildungen.als auch das Gefühlszentrum hierfür das Denkzentrum aus. Jedes Zentrum hat seine eigene Form von Einbildung und Tagträumerei. . Die Neigung zur Tagträumerei be- 160 . sich vor jedem Buchstaben zu fragen: . Aber wenn er versucht. die notwendig sind. Das Denken kann nicht mit all den Bewegungen Schritt halten. wenn die Aufmerksamkeit. das abwesende Denkzentrum zu ersetzen. erzeugt zum Beispiel mechanisches Lesen oder mechanisches Hören. das heißt.Nützlich' heißt in diesem Falle eine Tätigkeit. um eine größere Geschwindigkeit zu entwickeln. Es ist für einen gewöhnlichen Menschen absolut unmöglich. durch Gedanken oder durch Kontemplation abgelenkt wird. weil das Denkzentrum gewöhnlich nicht durch nützliche Arbeit. „Die Arbeit des Bewegungszentrums an Stelle des Denkzentrums . weil Tagträumerei seinen eigenen Neigungen entspricht. erstrebt kein Ergebnis. gar nicht bewußt ist. . . aber gewöhnlich nützen sowohl das Bewegungs. die Richtung der Tätigkeit des Denkzentrums mit etwas anderem beschäftigt ist und wenn das Bewegungszentrum versucht. welches sich sehr gern für diesen Zweck zur Verfügung stellt. vor allem in den Straßen einer großen Stadt. aber dies wird leicht eine Gewohnheit. wenn er mit dem Denken steuert. Tagträumerei verfolgt kein Ziel.

Erlebnisse zu wiederholen. gegen sie anzukämpfen. Darum muß man zwecks der Beobachtung und des Studiums von Gewohnheiten versuchen. seinen Versuchen. die man früher durchlebt oder . und ein Mensch kann sich nie kennen. „Der nächste Gegenstand der Selbst-Beobachtung müssen die Gewohnheiten im allgemeinen sein. Alle drei Zentren sind voll von Gewohnheiten. daß 161 .Einbildung' und . die sie sich zuziehen. Jeder erwachsene Mensch besteht vollständig aus Gewohnheiten.sich eingebildet' hat. bemerkt und fühlt er sie. Tagträume eines unangenehmen Charakters hingegen sind vollständig absurd. oder Leiden. wenn auch schwachen Versuch. Aber beim ersten. die ihnen oder ihrer Familie geschehen könnten. Letzteres ist ganz unmöglich. die sie zu ertragen haben könnten. sowohl angenehme wie auch unangenehme. das heißt. merkt er sie nicht. sich von ihnen. Solange ein Mensch durch eine besondere Gewohnheit gelenkt wird. Und dennoch verbringen viele Menschen neun Zehntel ihres Lebens in solchen schmerzlichen Tagträumen über Unglücke. wenn auch nur für einen Augenblick. dagegen anzukämpfen. befreien muß. . lebendig zu erhalten oder wiederzukäuen.registrieren'. bevor er nicht alle seine Gewohnheiten studiert hat. trotzdem er dies oft gar nicht gewahr wird und sogar leugnet. über Krankheiten. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und in einer bestimmten Richtung geht.und. aus ihnen entkommen. weil man. Dies eröffnet eine praktische Methode für die Selbst-Beobachtung. „Die Beobachtung der Tätigkeit von Einbildung und Tagträumerei bildet einen sehr wichtigen Teil des Selbst-Studiums.ruht zum Teil auf der Faulheit des Denkzentrums. Wir haben früher gesagt. irgendwelche Gewohnheiten zu haben. morbiden Dingen ist sehr kennzeichnend für den unausgeglichenen Zustand der menschlichen Maschine. die Anstrengung einer Arbeit zu vermeiden. und teilweise auf der Neigung des Gefühls.Tagträumerei' sind Beispiele falscher Arbeit des Denkzentrums. Tagträume einer angenehmen Art kann man immerhin verstehen und für sie eine logische Rechtfertigung finden. Tagträumerei von unangenehmen. um sie zu sehen und zu . Die Beobachtung und das Studium von Gewohnheiten ist besonders schwierig. Bewegun^szentrums.

aber ohne ihn ist Selbst-Beobachtung unmöglich. als er es gewohnt ist. sie zu verändern. woraus er besteht. er muß stehen. wenn er nicht versucht. das heißt mit seinen Gewohnheiten. „Auf dem Gebiet der Gefühle ist es sehr nützlich. daß ein Mensch nichts beobachten und . dann wird die Beobachtung möglich werden. Dieser Kampf kann keine unmittelbaren Ergebnisse zeitigen.ein Mensch nichts in sich ändern kann. und wenn er dann versucht. daß seine gewohnte Art zu gehen aus einer Anzahl Gewohnheiten besteht. größere oder kleinere Schritte zu machen. zu kämpfen. Aber er wird dies nie erreichen. während er geht. er kann zu keiner Wandlung führen. Ohne Kampf kann ein Mensch nicht sehen. mag beobachten wollen. Dies ist wahr. und er muß mit seiner linken Hand die Bewegungen machen. er muß sitzen. daß er nur beobachten und . trifft der Mensch auf Gewohnheiten. sie auf eine andere Weise als gewöhnlich zu halten. schneller oder langsamer zu gehen. er muß in ungewohnten Haltungen sitzen. Aber wenn er versteht. auf die gewöhnliche Art und Weise zu gehen. wird er sich beobachten und seine Bewegungen studieren können.registrieren' kann. die elementarste Tätigkeit des Bewegungszentrums kennenzulernen. Wenn ein Mensch sich beobachten will. all seine unangenehmen Gefühle sofort auszudrücken. mit sich selbst. wo er gewohnt ist zu sitzen. die Gewohnheit. sich zu beobachten und die Gewohnheiten und Assoziationen des Bewegungszentrums zu studieren. wie er seine Feder hält. zum Beispiel eine bestimmte Schrittweite zu halten. zu be- 162 . anders zu gehen. während er schreibt. Zum Beispiel kann ein Mensch seine Bewegungen studieren wollen. wo er gewohnt ist zu stehen. und versuchen. Um sich zu beobachten. wie er geht. wenn er fortfährt. Aber er zeigt. was da ist.registrieren' kann. dann muß er darauf achten. muß ein Mensch versuchen. das heißt. vor allem zu keiner bleibenden oder dauernden Wandlung. mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu gehen und so fort. „Sogar beim ersten Versuch. die er sonst mit seiner rechten Hand macht und umgekehrt. Der Kampf mit kleinen Gewohnheiten ist sehr schwierig und langweilig. das heißt. Aber es ist auch wahr. All dies wird ihm ermöglichen.

von 163 . ohne dafür andere unerwünschte Gewohnheiten zu schaffen.kämpfen. Er wird einsehen. sondern er hat gleichzeitig auch eine andere Bedeutung. daß irgend etwas oder irgend jemand das verletzt. und er wird einsehen. keine unangenehmen Empfindungen zu äußern. Ein neuer Schock. daß er tatsächlich ein Automat ist. er kann nichts . Noch schwieriger ist es für die Menschen. Er ist eine Maschine. die durch zufällige Schocks von außen gelenkt wird. ihre Gefühle über schlechtes Wetter zu äußern. Viele Menschen finden es sehr schwer. daß er überhaupt keine Kontrolle über sich hat. während er sich selbst beobachtet. wird er eine ganze Reihe sehr wichtiger Seiten seines Wesens registrieren.tun'.geschieht'. daß in ihm nichts Bleibendes ist. daß er nicht einmal für die kürzeste Zeitspanne für sich einstehen kann. daß seine Handlungen. daß seine Handlungen gänzlich durch äußere Bedingungen geleitet werden. Ein anderer kleiner Wechsel in der Umgebung. Gefühle und Worte das Ergebnis äußerer Einflüsse sind und daß nichts von ihm selbst herrührt. Er wird verstehen und sehen. Er wird einsehen. davon abzustehen. und dieses Ich verschwindet und ein anderes nimmt seine Stelle ein. was sie für Ordnung oder Gerechtigkeit halten. Er wird seine vollständige Mechanisiertheit fühlen. Gedanken. Der Mensch wird beginnen zu verstehen. Alles . „Der Kampf gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle ist nicht nur eine sehr gute Methode zur Selbst-Beobachtung. Darum muß Selbst-Beobachtung und Selbst-Studium von Anfang an von einem Kampf gegen das Äußern unangenehmer Gefühle begleitet sein. Erstlich wird er mit unmißverständlicher Klarheit die Tatsache verzeichnen. wenn sie fühlen. daß er nur dann der gleiche bleibt und nichts Unerwartetes tut. Jeder Schock ruft eines seiner Ichs auf den Plan. und er wird sich überzeugen. Er ist eine der wenigen Richtungen. in denen ein Mensch sich oder seine Gewohnheiten wandeln kann. und wieder ist ein neues Ich da. der unter dem Einfluß äußerer Anregungen handelt. daß er nicht weiß. „Wenn ein Mensch alle diese Regeln einhält. was er im nächsten Augenblick sagen oder tun wird. wenn keine unerwarteten äußeren Veränderungen statthaben.

dem aus eine Herrschaft ausgehen könnte. nicht ein einziger dauernder Zustand. war die Frage: In welche Beziehung setzt G. der eine so große Rolle in 164 . nichts gibt. daß ein Mensch. Das zweite war die Forderung. die Bewegungsfunktionen zu den instinktiven Funktionen? Sind sie das gleiche oder etwas Verschiedenes? Und weiterhin. wie schon aus seinen Worten klar wurde. Und die Zukunft zeigte. als ich das erstemal davon hörte. man sei im Recht. war die Idee des Bewegungszentrums. „automatische" Handlungen (die zuerst bewußt sein müssen). G. aber ohne bewußten Zweck) und „Reflexe" (einfache und komplexe. außerdem Handlungen. Ich fühlte sofort etwas Großes dahinter. Das erste war die Möglichkeit der Selbst-Wandlung. die niemals bewußt sind und in manchen Fällen sogar hinderlich sein können). daß man niemals finden kann. weil es. die mich hier fesselte. die in der üblichen Psychologie gebraucht werden? Ich hatte es für möglich gehalten. „instinktive Handlungen (förderliche. nicht eine einzige bleibende Funktion. stellte diese ganze Struktur vollständig auf den Kopf. in welcher Beziehung stehen die Einteilungen G. sich sofort zu wandeln beginnt. Erstens ließ er den Begriff „bewußte" Handlungen nicht gelten. das heißt. da das Studium der Gefühle und die Arbeit an den Gefühlen zur Grundlage der darauffolgenden Entwicklung des ganzen Systems wurde. Das dritte. „keine unangenehmen Gefühle auszudrücken". die besonders mein Interesse erweckten. Aber dies war viel später. was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog und worüber ich sogleich nachzudenken begann. mit einigen Vorbehalten und Zusätzen die alte Einteilung anzunehmen." Es gab einige Stellen in G. Der Begriff „unterbewußt". und ferner. daß ich damit recht hatte.'s psychologischen Theorien. sich auf die richtige Weise zu beobachten. daß die menschlichen Handlungen sich gliedern in „bewußte" Handlungen.'s zu den Einteilungen. der anfängt. die unter dem Einfluß verborgener Gefühlsveranlagungen oder unbekannter innerer Impulse ausgeführt werden. was bewußt wäre. Die Hauptsache.

und instinktiven Funktionen in seiner Beschreibung interessierte mich sehr. die ein Mensch ausführt. die zu dieser Kategorie gehören. Ein Beispiel ist der Rekrut und der alte Soldat bei Gewehrübungen. weil Erscheinungen ganz verschiedener Kategorien unter den Begriff „unterbewußt" eingereiht werden. die durch das Bewegungszentrum gelenkt werden. Besonders wichtig war in G. Die einzigen äußeren Funktionen. nicht als „automatisch". Der eine führt die Übung mit seinem Denkzentrum aus. Und wie ich aus dem folgenden verstand. was das Wichtigste war. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungs- 165 . Als ich ihn nach den Reflexen fragte. können sie nicht „automatisch" genannt werden. auf den dauernden Mißbrauch der Worte „Instinkt" und „instinktiv" aufmerksam. aber er betrachtete die Bewegungsfunktionen als von den automatischen Funktionen verschieden und. der andere mit dem Bewegungszentrum. erwies sich als ganz nutzlos und sogar irreführend.'s System der Hinweis. sind die Reflexe. das sie viel besser ausführt. er fand automatische Handlungen in allen Zentren. bezeichnete Handlungen. Die Einteilung der Handlungen nach den sie lenkenden Zentren beseitigte alle Ungewißheit und alle möglichen Zweifel in bezug auf die Richtigkeit dieser Einteilung. Zu allererst machte G. Er räumte dem Automatismus einen wichtigen Platz ein. Herzschlag. Blutkreislauf.den Theorien mancher Autoren spielt. Aus seiner Rede ging hervor. daß die gleichen Handlungen aus verschiedenen Zentren herrühren können. Die Wechselbeziehung zwischen Bewegungs. Er benützte den Begriff „automatisch" nur für die Handlungen. hielt er von den äußeren Bewegungen nur die Reflexe für instinktive Handlungen. daß diese Worte richtig nur auf die inneren Funktionen des Organismus angewandt werden dürfen. er sprach zum Beispiel von „automatischen Gedanken" und „automatischen Gefühlen". Wenn die gleichen Handlungen von einem Menschen beobachtet werden. nannte er diese „instinktive Handlungen". Verdauung — das sind die instinktiven Funktionen. Atmung. ohne sie selbst wahrzunehmen. Aber G. und icli kehrte in meinen Gesprächen mit ihm oft zu diesem Thema zurück.

was man über Kriege. den Verstand nicht benötigt und ein eigenes Gehini darstellt und das andererseits nicht vom Instinkt abhängt und vor allem anderen lernen muß. Ich wollte sehr gern hierüber wie auch über viele andere Dinge in Verbindung damit mit G. ohne zu überlegen. sondern auch ein „Empfangsgerät" darstelle. Völkerwanderungen und so weiter sagt. Femer wurde mir vieles durch die Vorstellung klar. wie es überhaupt erst einmal zu dieser Ordnung gekommen war. aber das. das einerseits nicht vom Verstand abhängt. Das Bestehen eines Bewegungszentrums. Dies ist der Ursprung der Legenden. Wenn ich daran dachte. 166 . welche die jungen Tiere von älteren lernen. eines Hundes. Durch Nachahmung geleitet. Aber die „Nachahmung" erklärte nicht. aber instinktive Funktionen sind angeboren.Funktionen ist folgender: die Bewegungsfunktionen eines Menschen sowohl als auch eines Tieres. da einige mehr. was gewöhnlich als Instinkt erklärt wird. Eine der Haupteigenschaften des Bewegungszentrums ist dessen Fähigkeit zur Nachahmung. der die Stelle der Intelligenz einnimmt und sie eine ganze Reihe sehr komplizierter und nützlicher Handlungen ausführen läßt. Die Vorstellung eines unabhängigen Bewegungszentrums. obwohl es Unterschiede gibt. Es konnte keinen Wechsel. die es über die wunderbare „Intelligenz" von Tieren oder den „Instinkt" gibt. sprechen. daß jedes Zentrum nicht nur eine Bewegkraft. Das Tier hat mehr.und Ameisenhaufen. ist sehr oft eine Reihe komplexer Bewegungsfunktionen. indem er sie auf den Menschen und das wirkliche Problem des Selbst-Studiums lenkte. Aber G. was es sieht. wich solchen Gesprächen immer aus. überhaupt keine Abweichung von dem Vorbild geben. eines Vogels. Das Bewegungszentrum ahmt nach. stellte viele Probleme auf eine ganz neue Grundlage. Revolutionen. Termiten. hat eine Generation sich ganz nach dem Vorbild der anderen richten müssen. Der Mensch hat sehr wenig angeborene äußere Bewegungen. erklärte die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung in Bienenstöcken. das mittels der Nachahmung arbeitet. das als Empfänger verschiedener und manchmal sehr entfernter Einflüsse arbeite. müssen gelernt werden. andere weniger haben.

die möglicherweise von sehr weit herkommen. wenn es nur wichtig ist. Fühl. „Werden die instinktiven und die Bewegungsfunktionen durch zwei verschiedene Zentren gelenkt?" fragte ich einmal G. Bewußtsein oder individueller Neigung handeln." 167 . sagte G. sondern unter dem Einfluß äußerer Reize. die Prinzipien zu erklären.und instinktive Zentrum jedoch auf einer Stufe. „und ferner muß das Geschlechtszentrum hinzugefügt werden. was diese Stufen bedeuten und wovon sie abhängen. Und außer verschiedenen Zuständen gibt es auch verschiedene Typen. Den nächsten Augenblick ist das instinktive aktiv und das Bewegungszentrum passiv. in anderen das instinktive Zentrum. Wir betrachten die Handlungen eines Individuums als von ihm selbst herrührend. „Gewiß". „Einen Augenblick ist das Bewegungszentrum aktiv und das instinktive passiv. daß die „Massen" aus Automaten bestehen.und Gefühlszentrum sind für das Leben nicht unerläßlich. die äußeren Einflüssen folgen und nicht unter dem Einfluß von Willen. Das Geschlechtszentrum ist die neutralisierende Kraft in bezug auf das instinktive und das Bewegungszentrum. Das untere Stockwerk kann für sich bestehen. die sich auf der gleichen Stufe befinden. Denk." „Welches Zentrum im unteren Stockwerk ist aktiv und welches passiv?" „Das wechselt". In manchen Menschen ist das Bewegungszentrum aktiver. Aber zum Zwecke der Erleichterung im Denken und vor allem am Anfang..wenn ich mir vorstellte. wie Menschenmassen unter der Leitung planetarischer Einwirkungen sich bewegen. nehmen wir sie als ein Zentrum mit verschiedenen Funktionen an. das Bewegungs. Sie müssen für beide Zustände in sich selbst Beispiele finden. Später werden Sie verstehen. Das Denk-. begann ich unseren grundsätzlichen Fehler in der Bewertung der Handlungen eines Individuums zu verstehen.und Bewegungszentrum arbeiten auf verschiedenen Stufen. Dies sind die drei Zentren des unteren Stockwerkes. sagte G. Wir stellen uns nicht vor. weil die drei in ihm arbeitenden Zentren die Leiter der drei Kräfte sind.

wenn Sie es haben. müssen wir im allgemeinen bestimmen. was er will. was Sie gesagt haben: daß Sie Bewußtsein nur in sich selbst erkennen können. „Wie definieren Sie Bewußtsein?" „Bewußtsem wird für undefinierbar gehalten"." „All das ist Unsinn". „Ich weiß nicht. „und wie kann es auch definiert werden. denn Sie können es nur erkennen. sagte G.kosmisches Bewußtsein' nennen". sagte G. sondern für eine längere Zeitspanne. assoziatives Tagträumen in Verbindung mit verstärkter Arbeit des Gefühlszentrums. „die gewöhnliche wissenschaftliche Sophisterei. Es ist Zeit. Ich verstand den Ausdruck „kosmisches Bewußtsem" als ein für den Menschen mögliches höheres Bewußtsein in dem Sinne. daß Sie davon frei werden. aber meistens ist es nur eine subjektive Gefühlserfahrung auf der Traumebene. sagte ich. „kosmisches Bewußtsein" zu erreichen. ob er es für möglich halte. uns zur Verfügung stehenden Mitteln ist es unmöglich. Wir kennen es nur in uns selbst.kosmischem Bewußtsein' reden. dann können Sie wissen. daß ich sagte erkennen können.. jeder kann damit bezeichnen. im Gespräch. was Sie . nicht nur für einen kurzen Augenblick. Nur eines ist wahr in dem.SIEBENTES KAPITEL B ei einer Gelegenheit fragte ich G. Manchmal kommt es der Ekstase nahe. Achten Sie darauf.. bevor wir überhaupt von . Und wenn Sie es nicht haben. „das ist ein vager und unbestimmter Begriff. Aber ganz abgesehen davon. wenn es eine innere Qualität ist? Mit den gewöhnlichen. daß 168 . das Dasein des Bewußtseins in einem anderen Menschen zu beweisen. was Bewußtsein ist. In den meisten Fällen ist das sogenannte .kosmische Bewußtsein' einfach Phantasie. wie ich früher darüber in meinem Buch Tertium Organum geschrieben hatte.

die Sie heute weder sehen noch erkennen. dann werden Sie ebenso sicher auch an anderen erkennen. Deshalb können wir nicht definieren. Ich meine damit. nun ist sie nicht da. daß Sie denken. in dem es verschwand und in dem es wieder erschien. wo es gar nicht besteht. zwar nicht im selben Augenblick. weil sie es da definieren wollen. zwischen Bewußtsein und der Möglichkeit von Bewußtsein zu unterscheiden. wenn es wieder auftaucht. Sowohl das Bewußtsein als auch die verschiedenen Grade des Bewußtseins muß man in sich selbst feststellen — durch Empfindung. solange Sie nicht verstehen. Wir haben nur die Möglichkeit von Bewußtsein und seltene Augenblicke seines Aufblitzens. Sie werden dann sehen. Eben ist sie da. sehen können. sprechen. daß es für eine lange Zeit abwesend gewesen ist. arbeiten können. in denen Sie dem Bewußtsein näher oder weiter davon entfernt sind." 169 . aber später.Geschmack*. Sie hätten immer Bewußtsein. handeln. Und es gibt verschiedene Grade und verschiedene Stufen von Bewußtsein. was Bewußtsein ist.Sie es nicht haben. in sich selbst die Augenblicke von Bewußtsein und die langen Zeitspannen des Mechanisiertseins zu sehen. durch den . daß Sie denken. und es sind auch keine Definitionen möglich. Es ist notwendig. In Wirklichkeit ist Bewußtsein eine Eigenschaft. daß Sie. ohne sich dessen bewußt zu sein. „Ihr Hauptfehler besteht darin. Sie können ebenfalls die Zeitpunkte bestimmen. was sie tun. fühlen. Wissenschaft und Philosophie können Bewußtsein nicht definieren. bewußt sind oder nicht. In diesem Falle können Ihnen keine Definitionen helfen. was Sie zu definieren haben. und wenn Sie lernen. und damit können Sie den Augenblick finden oder sich an ihn erinnern. daß Bewußtsein entweder immer da ist oder nie da ist. und femer im allgemeinen. Aber die Beobachtung des Erscheinens und Verschwindens des Bewußtseins in Ihnen selbst wird Ihnen unvermeidlich eine Tatsache klarmachen. die sich stetig wandelt. nämlich daß die Augenblicke des Bewußtseins sehr kurz und durch lange Zwischenräume vollständig unbewußten mechanischen Arbeitens der Maschine unterbrochen sind. ob sie sich dessen.

die von der SelbstErmnerung begleitet werden. .es spricht'. Sie sind sich Ihrer selbst nicht bewußt.wird gesehen'. sondern die Verbindung dieser Sache mit allem anderen. was mich am meisten beeindrucke. Um sich wirklich zu beobachten. Alles . „Ich meine. die Ganzheit des Systems.beobachtet es' genau so wie . auf das ich Sie hinwies".) Sie fühlen sich selbst nicht. Bei Ihnen . Ich hatte schon begonnen. den sie nicht aufhalten konnten. . Ich hatte sichtlich die Frage nicht vollständig verstanden oder ich äußerte meine eigenen Gedanken. . Die Frage war: „Was ist das Wichtigste. und die vollständig neue Bedeutung des Wortes wissen. (Er betonte wieder diese Worte. keiner von Ihnen hat bemerkt. die nicht nur die Vorstellung einschließe. Aber eines der folgenden Gespräche erklärte mir die Prinzipien.es lacht'. Andere sprachen von der Schwierigkeit. .) Versuchen Sie. muß man zuerst sich seiner selbst erinnern.. ihn in solchen Umständen zu verstehen und sah. daß seine Worte über das Bewußtsein mir sofort klar wurden. daß Sie sich nicht Ihrer selbst erinnern.Ich kann nicht behaupten. denn ich sagte. Nur die Ergebnisse.wird bemerkt'. Sonst 170 . sich Ihrer selbst zu erinnern. sei die Verbundenheit einer Sache mit einer anderen in diesem System. und berichten Sie mir später die Ergebnisse. ich sehe. sagte er. war von unseren Antworten sichtlich unbefriedigt.es denkt'. auf denen seine Argumente beruhten. die Arbeit eines Zentrums von der Arbeit eines anderen zu unterscheiden. das wir entweder überhört oder nicht begriffen hatten. ich bemerke. was wir während der Selbst-Beobachtung bemerken?" Einige der Anwesenden sagten. (Er legte besonderen Nachdruck auf diese Worte. haben überhaupt einen Wert. während Sie sich beobachten. Sie fühlen nicht: ich beobachte. auf die alle Anwesenden der Reihe nach antworten mußten. „Keiner von Ihnen hat das Wichtigste bemerkt. bei Beginn einer Zusammenkunft eine Frage. bei Versuchen der Selbst-Beobachtung hätten sie besonders stark einen unaufhörlichen Gedankenstrom gespürt. daß er von uns Hinweise auf etwas Bestimmtes erwartete. Bei einer Gelegenheit stellte G. daß man diese oder jene Sache kenne. G. als ob es ein „Organismus" sei.

mich meiner selbst zu erinnern oder mir meiner selbst bewußt zu werden. während der Selbst-Beobachtung mich meiner selbst zu erinnern. ob er sich seiner selbst erinnern könne. „Was wollen Sie mehr?" sagte G. dann ist er schon dem Verständnis seines Seins nahegerückt. „Dies ist eine sehr wichtige Einsicht.mich als Ich fühlte. sondern zu versuchen. auf das Wissenschaft und Philosophie bis jetzt noch nicht gestoßen waren. daß er sich nicht seiner selbst erinnern kann. daß er sich nicht seiner selbst erinnern könne. was G. konnte ich weder denken noch sprechen. mich meiner selbst zu erinnern. sagte. mich meiner selbst zu erinnern. mir zu sagen. die Gedanken zu einem Stillstand brachten. wie schwer dies ist. zu beschreiben versuchen." Alles. Und was sind dann all Ihre Beobachtungen überhaupt wert?" Diese Worte von G. daß ich hier einem gänzlich neuen Problem gegenüberstand. wird er entweder auf Sie wütend werden. die ganze menschliche Blindheit. will ich nieine Anstrengungen. gaben mir viel zu denken. daß wir uns tatsächlich nie an uns selbst erinnern. sogar die Empfindungen 171 . wissen schon sehr viel. außer daß sie mir zeigten. daß die Versuche. alles. und dieses Ich stetig zu fühlen. die dies wissen (er betonte diese Worte). oder er wird Sie für einen vollständigen Narren halten. daß er es könne. hatten mir gezeigt und mich bald überzeugt. wird er natürlich antworten. Aber bevor ich auf meine weiteren Folgerungen eingehe. Schon die ersten Versuche zeigten mir. Wenn ich . Der erste Eindruck war. ich tue. Die Versuche von Selbst-Erinnerung führten zu keinem Ergebnis. Das ganze Leben beruht hierauf.sind Sie selbst gar nicht an Ihren Beobachtungen beteiligt. Wenn Sie einen Menschen fragen. Aber ich nahm mir vor. daß niemand es weiß. was ich mir selbst dabei dachte. Wenn ein Mensch wirklich weiß. keine Schlüsse zu ziehen. Wenn Sie ihm sagen. die ganze menschliche Existenz. Die Hauptschwierigkeit ist. ich gehe. und vor allem alle meine Versuche. Sie schienen mir sofort der Schlüssel zu seinen Worten über das Bewußtsein zu sein. Menschen.

Femer konnte dieser „andere Gegenstand" sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von mir befinden. Tatsächlich war es fast das gleiche mit dem einen Unterschied. 172 .der beobachtete Gegenstand. Ich *. wie es in Büchern über Yoga-Übungen erwähnt wird. Ich stellte es mir in der folgenden Weise vor: Wenn ich etwas beobachte. meine Gedanken zum Stillstand zu bringen. Und meine ersten Versuche. zu einer wenn auch wahrscheinlich sehr unvollständigen Definition von „Selbst-Erinnerung" zu kommen. ein Teil wird auf die gleiche Anstrengung gerichtet und der andere Teil darauf. Femer konnte man sich auf diese Weise nur für eine sehr kurze Zeitspanne seiner selbst erinnern. die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten. ohne die auf einen anderen Gegenstand gerichtete Aufmerksamkeit zu schwächen oder zu vernachlässigen.der beobachtete Gegenstand. Nachdem ich dies definiert hatte. Ich hatte früher einige Experimente in der Richtung gemacht. Wenn ich gleichzeitig versuche. wird meine Aufmerksamkeit sowohl auf den beobachteten Gegenstand als auch auf mich selbst gerichtet. die nichtsdestoweniger sich in der Praxis als sehr nützlich erwies. sah ich. Zum Beispiel gibt es eine wenn auch sehr allgemeine Beschreibung darüber in Edward Carpenters Buch Vom Gipfel Adams nach Elephanta. daß beim Anhalten der Gedanken die Aufmerksamkeit ganz auf die Anstrengung gerichtet ist. Diese letzte Einsicht befähigte mich. sich selbst zu empfinden. mich meiner selbst zu erinnern. Ich -< >. daß das Problem darin bestand. Eine zweite Pfeilspitze erscheint auf der Linie. mich meiner selbst zu erinnern.wurden verschwommen. während bei der Selbst-Erinnerung die Aufmerksamkeit geteilt wird. dem Hauptkennzeichen der Selbst-Erinnerung. Ich spreche von der Teilung der Aufmerksamkeit. keine Gedanken zuzulassen. riefen mir diese meine ersten Experimente ins Gedächtnis. wird meine Aufmerksamkeit auf den beobachteten Gegenstand gerichtet — eine Linie mit einer Pfeilspitze.

endgültige Schlüsse zu ziehen. Es war ein neuer und sehr interessanter Zustand. was ihm sehr groß zu sein scheint. der mir merkwürdig bekannt vorkam. Ich sah ganz klar. Ich bin nicht imstande. Gleichzeitig wurden mir zwei Dinge klar. Warum soll man so viel erleben. er wird es nie 173 . in Augenblicken von Gefahr. in denen ich mich meiner selbst erinnert hatte. waren lebendig und in keiner Weise von der Gegenwart verschieden. So vieles verschwindet. Tatsächlich war ich seit frühester Jugend mit ihnen bekannt. daß meine ersten Lebenserinnerungen — in meinem eigenen Fall sehr frühe — Augenblicke des Selbst-Erinnerns waren. Aber ich sah bereits. den Kopf nicht zu verlieren. vorkommen. daß Augenblicke von Selbst-Erinnerung im Leben. sie ganz wieder hervorzurufen.Gleich die ersten Versuche solcher Aufmerksamkeits-Teilung zeigten mir deren Möglichkeit. sie noch einmal zu durchleben. daß sie stattfanden. daß ich an der Schwelle einer sehr großen Entdeckung stand. bei einer Reise unter neuen Menschen. daß Selbst-Erinnerung als Ergebnis dieser Methode nichts mit „Selbst-Fühlen" oder „Selbst-Analyse" gemein hat. Zweitens erkannte ich. in Augenblicken. da es notwendig ist. Sie traten entweder in neuen und unerwarteten Umgebungen auf oder an einem neuen Ort. Ich fürchtete mich immer noch. er denkt. Das heißt ich erkannte. Erstens stellte ich fest. Die Schwäche und Mangelhaftigkeit unseres Gedächtnisses hatte mich immer erstaunt. Nur die absichtliche Erzeugung solcher Augenblicke schuf eine Empfindung von Neuheit. Aber die Augenblicke. daß ich mich wirklich nur an diejenigen Augenblicke in der Vergangenheit erinnere. Diese letzte Einsicht enthüllte mir vieles andere. wo ich mich meiner selbst erinnerte. da man seine eigene Stimme hört und sich selbst von außen sieht und beobachtet. zum Beispiel wenn man plötzlich um sich blickt und sagt: Wie merkwürdig — ich und dieser Ort! Oder in Augenblicken sehr starken Gefühls. Ein Mensch fühlt etwas. wenn auch selten. Von den anderen weiß ich nur. Irgendwie sah ich darin die Haupt-Absurdität des Lebens. um es nachher zu vergessen? Femer war darin etwas Erniedrigendes.

die Bewegung. warum dem so war und warum es nicht anders sein konnte. Petersburg zu wandern und die Häuser und Straßen „zu empfinden". nieine Aufmerksamkeit längere Zeit auf das Selbst-Erinnem zu richten. All dies waren die Einsichten der ersten Tage. Ich dachte an gar nichts. Später. daß es in 174 . Wenn unser Gedächtnis wirklich nur in Augenblicken des Selbst-Erinnerns lebendig ist. meine Aufmerksamkeit zu teilen. So pflegte ich zum Beispiel während dieser Zeit sehr viel nachts durch St. Nun wurde mir klar. außer vielleicht für kurze Momente. mich meiner selbst zu erinnern. Aber davon will ich später sprechen. ich ging einfach spazieren und versuchte. darauf zu konzentriereta. fand ihn wieder und verlor ihn wieder. Häuser. daß SelbstErinnern wunderbare Empfindungen vermittelt. meine Aufmerksamkeit wenigstens für einige Zeit. vor allem alte Häuser. und trotz aller meiner Anstrengungen war ich unfähig. Ich erreichte die Nadejzdinskaja. mich meiner selbst zu erinnern. Schließlich fühlte ich eine Art lächerlichen Ärgers über mich und bog in die Straße nach links ein.vergessen. Ich spazierte einmal den Litejnij entlang in Richtung auf den Newsky. ein oder zwei Jahre vergehen — und nichts bleibt davon übrig. Hierauf wandte ich mich wieder dem Newsky zu und erkannte. alles lenkte mich ab. Darin war keine „Einbildung". Jeden Augenblick verlor ich den Faden meiner Aufmerksamkeit. als ich lernte. dann wird der Grund seiner Armut klar. St. und fast sprach ich mit ihnen. die natürlicherweise — das heißt von selbst — uns nur sehr selten und unter außergewöhnlichen Bedingungen begegnen. Manchmal war das Selbst-Erinnern nicht erfolgreich. ohne den Faden derAufmerksamkeit. jedenfalls bis ich die folgende Straße erreicht haben würde. waren ganz lebendig. zu verlieren. Peters• bürg ist voll von solchen merkwürdigen Empfindungen. Später sollte ich auf die gleiche Art noch viele unerwartete Dinge entdecken. Der Lärm. sah ich. zu anderen Zeiten wurde es von merkwürdigen Beobachtungen begleitet. die Empfindungen kamen ganz von selbst. und schaute umher. ich hatte mich fest entschlossen.

daß ich zu mir kam. Ich hatte zwei Briefe geschrieben. — Und plötzlich erinnerte ich mich. als ob ich etwas vergessen hätte. Gerade um die Ecke am Newsky war ein Tabakladen. begann ich eine merkwürdige Unruhe zu verspüren.ruhigen Straßen für mich leichter war. Dann war ich wieder aus dem Haus gegangen. deshalb wollte ich es auch in lärmigeren Straßen versuchen. Ich war auf der linken Seite des Newsky bis zum Gostinij Dvor gegangen mit der Absicht. weiter zusammenhängende und nützliche Handlungen ausgeführt. wie ich mich meiner selbst erinnert hatte. Ich sprach über meine Beobachtungen und Schlüsse sowohl zu den Leuten unserer Gruppe als auch zu meinen zahlreichen literarischen Freunden und anderen. mich meiner selbst zu erinnern. den seltsamen Gefühlszustand inneren Friedens und Vertrauens zu verspüren. Dann hatte ich meine Absicht geändert. Ich hatte einen Iswostschik gedungen und war zur Kavalergardskaja zu meinen Druckern gefahren. Gleichzeitig hatte ich. Immer noch mich meiner selbst erinnernd. während ich in diesen Schlaf versunken war. Beim Erreichen des Newsky erinnerte ich mich noch meiner selbst und begann bereits. daß ich vergessen hatte. wo meine Zigaretten angefertigt wurden. war in meine Wohnung in der Litejnij gegangen und hatte mit den Druckern telephoniert. Und auf dem Weg. wie ich an Zigaretten gedacht hatte und wie ich bei diesem Gedanken anscheinend in tiefen Schlaf gesunken war. dachte ich dort vorzusprechen und einige Zigaretten zu bestellen. Ich kann beinahe sagen. Ich hatte den Tabakhändler verlassen. Sofort erinnerte ich mich an alles. Wie ich entlang der Nadejzdinskaja spaziert war. zur Offizerskaja zu gelangen. 175 . Die Empfindung des Erwachens war erstaunlich lebendig. während ich die Tawritscheskaja entlang fuhr. Zwei Stunden später erwachte ich in der Tawritscheskaja. den gedanklichen Faden nicht zu verlieren. weil es spät geworden war. den große Anstrengungen dieser Art nach sich ziehen. Ich fuhr mit einem Iswostschik zu den Druckern. das heißt weit weg von dort.

daß es solche Theorien schon früher gegeben habe. verstanden. dank derer die Psychologie eine genaue und gleichzeitig eine praktische Wissenschaft werde. die zu unserer Gruppe gehörten. A. sondern eine wirkliche Tatsache voller Bedeutung. Wundt war der Idee nahegekommen. daß wir in tiefem Schlaf leben." Ich wollte nicht mit Wolinsky streiten. handeln und denken. und dies nicht metaphorisch. den ich oft getroffen und mit dem ich seit 1909 viel gesprochen hatte und dessen Meinung ich hochschätzte. Ich hatte Wundt gelesen. überhaupt nicht das. wenn wir genügend Anstrengungen machen. Natürlich wußte Wundt davon. aber andere waren ihr genau so nahegekommen 176 . Es ist genau das. ist Apperzeption. nämlich. Die anderen Menschen verstanden dies nicht. Ich sagte. Wolinsky. „Das ist Apperzeption".Einfache Beobachtung' ist Perzeption. Und natürlich war das. Die Menschen. die europäische und westliche Psychologie im allgemeinen hätte eine Tatsache von gewaltiger Wichtigkeit übersehen. was Wundt geschrieben hatte. wovon Sie sprechen. und daß nun die Arbeit an sich selbst nicht mehr nur leere Worte seien. was er nicht schon früher gekannt hätte. sagte er mir. Und daß wir.Beobachtung mit Selbst-Erinnern'. daß wir auf ein „Wunder" gestoßen seien und daß es etwas „Neues" sei. daß dies der Schwerpunkt des ganzen Systems und aller Arbeit an sich selbst sei. L. Mir fiel der Unterschied zwischen dem Verständnis seitens der Leute innerhalb unserer Gruppe und dem der übrigen Menschen auf.Ich sagte ihnen. „Haben Sie Wundts Logik gelesen? Sie werden dort seine letzte Definition der Apperzeption finden. daß wir uns unser selbst nicht erinnern. alle nahmen es zu leicht. wenn auch nicht alle sofort. uns unser selbst erinnern können. etwas. was ich Wolinsky erklärt hatte. daß wir erwachen können. wie Sie es nennen. . fand in der Idee des „Selbst-Erinnems" nichts. was es früher noch nirgends gegeben hatte. sondern absolut wirklich. . und manchmal begannen sie mir sogar zu beweisen.

das nächstemal von Moskau kam. fand er uns in Experimente über Selbst-Erinnem und in Diskussionen über diese Experimente vertieft. in den Erscheinungen verschiedener Ordnungen Analogien zu finden. Später kam ich zu der Überzeugung. Aber bei seiner ersten Vorlesung sprach er von etwas anderem. Verschiedene zahlenmäßige Ver- 177 . die sich hinter seinen Gedanken über die verschiedenen Formen der Perzeption verbarg. Darum ist es in manchen Fällen besser. als ich ihn darauf hinwies. und das Studium der Welt muß parallel zum Studium des Menschen verlaufen. und in anderen Fällen ist es besser. Als G. andere wieder leichter im Menschen beobachtet. konnte er auch natürlich die zentrale Stellung nicht erkennen. daß Wolinsky dies sogar dann nicht sehen konnte. welche die Idee des Fehlens von Bewußtsein und die Idee der Möglichkeit einer willkürlichen Schaffung dieses Bewußtseins in unserem Denken einnehmen sollte. mit dem Menschen zu beginnen und dann auf die Welt überzugehen. Wenn wir die Prinzipien irgendeines Gesetzes erkannt haben.und waren später in einer anderen Richtung wieder davon abgewichen. die alle Vorgänge in Welt und Mensch regieren. Er hatte die Größe der Idee nicht gesehen. Und da er die Größe der Idee nicht gesehen hatte. warum dies so ist. Mir schien es nur merkwürdig. daß diese Idee für viele sonst sehr intelligente Menschen unter einem undurchdringlichen Schleier verborgen ist — und noch viel später sah ich. müssen wir nach seiner Äußerung in Welt und Mensch gleichzeitig Ausschau halten. „Bei richtigem Wissen muß das Studium des Menschen parallel zum Studium der Welt verlaufen. ist sehr klein. Femer werden einige Gesetze leichter in der Welt. sowohl in der Welt als auch im Menschen. „Die Anzahl der Grundgesetze. „Dieses parallele Studium von Welt und Mensch zeigt die grundsätzliche Einheit von allem auf und hilft. Die Gesetze sind überall die gleichen. mit der Welt zu beginnen und dann zum Menschen überzugehen.

als die stetige Kraft des ursprünglichen Impulses weiterwirkt. kreuzen einander. Das bedeutet. „Nach den im Westen anerkannten Theorien sind Schwingungen stetig. und in Zukunft werden wir auf dieses Gesetz in jedem neuen Forschungsgebiet zurückkommen.Bindungen einiger Grundkräfte erschaffen all die scheinbare Mannigfaltigkeit der Erscheinungen. Davon haben wir schon gesprochen. Aber bis zu diesem Augenblick. stärken oder schwächen einander. oder. welche die Schwingung verursacht und den Widerstand des Mediums. verlangsamen sich die Schwingungen natürlich und hören auf. wie es oft genannt wird. das Gesetz der Drei. ist es notwendig. sie entstammen verschiedenen Quellen und vollziehen sich in verschiedenen Richtungen. die komplexen Erscheinungen auf diese Grundkräfte zurückzuführen. jede Erscheinung in allen Welten ohne Ausnahme das Ergebnis einer gleichzeitigen Wirkung dreier Kräfte — der positiven. das die Schwingung trägt. überwindet. entwickeln sich die Schwingungen einförmig und allmählich und können beim Fehlen von Widerstand sogar endlos sein. „Um die Bedeutung dieses Gesetzes zu verstehen. „Das erste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der drei Kräfte oder drei Prinzipien. stoßen zusammen. bringen einander zum Stillstand und so fort. Wenn die Kraft des Impulses erschöpft ist und der Widerstand des Mediums die Oberhand gewinnt. vom feinsten bis zum gröbsten. Diesem Gesetz zufolge ist jedes Vorkommnis. aus dem das Weltall besteht. muß man das Weltall als aus Schwingungen bestehend betrachten. der negativen und der neutralisierenden. so lange aufsteigen oder absteigen. „Um die Mechanik des Universums zu verstehen. das heißt bis zum Beginn der natürlichen Schwächung. daß Schwingungen gewöhnlich so betrachtet werden. So ist eine der Grund- 178 . „Das nächste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. als ob sie sich ununterbrochen vollziehen. Diese Schwingungen vollziehen sich in allen Arten und Dichtigkeiten des Stoffes.

sondern gleichsam abwechselnd stärker und schwächer wird. die Verhältnisse und so weiter bestimmt wird. In einigen der neuesten Theorien beginnt diese Voraussetzung zu wanken. die durch die Natur des Impulses. „Der Grundsatz der Unstetigkeit von Schwingungen bedeutet. wenn dies auch nie genau formuliert wurde. wenn wir sagen. zum Beispiel beginnen aufsteigende Schwingungen in einem gewissen Augenblick langsamer aufzusteigen und absteigende Schwingungen beginnen langsamer abzusteigen. daß sie sich nicht einförmig. gleichmäßig. In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend.oder absteigen. Dieser Grundsatz kann noch genauer formuliert werden. das Medium. Trotzdem ist die Physik noch sehr weit von einer richtigen Ansicht über die Natur der Schwingungen oder das. die Schwingungen hören sozusagen auf. „In diesem Fall steht das alte Wissen im Widerspruch zur zeitgenössischen Wissenschaft. sondern mit periodischer Beschleunigung und Verlangsamung entwickeln. Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt tritt eine Veränderung ein. gleich. daß es das bestimmte und notwendige Kennzeichen aller in der Natur vorkommenden Schwingungen ist. da ihm niemand widersprochen hat. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Entwicklung wieder aufgehalten wird. weil ersteres das Prinzip der Unstetigkeit von Schwingungen zur Grundlage des Verstehens von Schwingungen macht. Nach dieser zeitweisen Verlangsamung sowohl im Aufsteigen als auch im Absteigen kommen die Schwingungen wieder in ihre frühere Richtung zurück und steigen eine gewisse Zeit einförmig auf oder ab. was unserer Auffassung von Schwingungen in der wirklichen Welt entspricht.Voraussetzungen unserer Physik die Stetigkeit der Schwingungen. daß die Kraft des ursprünglichen Schwingungsimpulses nicht einförmig wirkt. und für eine kurze Zeit verlangsamen sie sich und verändern bis zu einem gewissen Grad ihre Natur oder ihre Richtung. und die Schwingungen entwickeln sich nur für eine gewisse Zeitspanne.' Die Kraft des Impulses wirkt ohne Veränderung ihrer Natur. entfernt. daß die Zeitspannen einförmiger Wirkung der Trägheit nicht gleichmäßig sind und daß 179 . ob sie auf. dem Impuls zu folgen.

werden die Entwicklungslinien der Schwingungen in Perioden aufgeteilt. Diese Gesetze wurden in eine bestimmte Formel oder ein Diagramm gekleidet. da sie im Verhältnis von eintausend pro Sekunde schwingen. Figur 7 1000 2000 |—————————————————————| „Man hat festgestellt. die Haltepunkte im Aufsteigen und Absteigen der Schwingungen. daß es in diesem Schwingungs-intervall zwischen der gegebenen Anzahl von Schwingungen und einer doppelt so großen Anzahl zwei Stellen gibt. „Ungefähr so: Figur 8 1000 2000 |————————|———————————|——| „Die Gesetze. die der Verdoppelung oder Halbierung der Anzahl der Schwingungen in einem gegebenen Zeitraum entsprechen. denen die Verlangsamung oder die Ablenkung der Schwingungen von ihrer ursprünglichen Richtung unterworfen ist. die andere länger. wo eine Verlangsamung in der Vermehrung der Schwingungen statthat. Nehmen wir sie in dem Augenblick. noch besser. aber nicht der Anfang selbst. Eine ist mehr am Anfang. waren der alten Wissenschaft bekannt. „Stellen wir uns eine Reihe zunehmender Schwingungen vor. die der Vermehrung der Schwingun- 180 . in acht ungleiche Abschnitte aufgeteilt. das heißt.die Verlangsamungsmomente der Schwingungen nicht symmetrisch verlaufen. Eine Periode ist kürzer. sie erreicht zweitausend. Die andere findet sich fast am Ende. Nach einer gewissen Zeitspanne verdoppelt die Anzahl der Schwingungen. innerhalb welcher sich die Schwingungen verdoppeln. „Um diese Verlangsamungsmomente zu bestimmen oder. In dieser Formel sind die Perioden. das sich bis auf unsere Zeit erhalten hat.

181 .gen entsprechen. das ist die Oktave. In sehr alten Zeiten fand eine dieser Schulen heraus. Der achte Abschnitt wiederholt den ersten Abschnitt mit der doppelten Anzahl von Schwingungen. Diese Periode der Verdoppelung der Schwingungen oder die Linie der Entwicklung der Schwingungen zwischen einer gegebenen Anzahl von Schwingungen und deren doppelter Anzahl wird eine Oktave genannt. Das Prinzip der Teilung der Periode. daß es möglich ist. chemische und andere Schwingungen denselben Gesetzen unterliegen wie Schallschwingungen.entdeckt' wurde. Hitze. die dem entferntesten Altertum bekannt war. wenn auch diese Verknüpfung der Wissenschaft noch nicht ganz klar ist. daß diese Gesetze überall die gleichen sind. daß diese Oktave mit tausend Schwingungen pro Sekunde beginnt. „Das Studium der Struktur der musikalischen Sieben-Ton-Leiter ergibt eine sehr gute Grundlage für das Verständnis des kosmischen Oktaven-Gesetzes.Stufen' der Oktave zeigen Beschleunigung und Verlangsamung zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung. dann vergessen wurde und dann wieder gefunden oder . und daß Licht. in der Chemie ist das periodische System der Elemente zweifellos eng mit dem Gesetz der Oktaven verknüpft. und verschiedene . „Im Gewand dieser Formel wurde die Idee der Oktave von Lehrer auf Schüler überliefert. das heißt bestehend aus acht. in acht ungleiche Teile beruht auf der Beobachtung der ungleichförmigen Vermehrung der Schwingungen in der ganzen Oktave. in der die Häufigkeit der Schwingungen wächst. Nehmen wir an. „Die Sieben-Ton-Leiter ist die Formel eines kosmischen Gesetzes. „Nehmen wir wieder die aufsteigende Oktave. diese Formel auf die Musik anzuwenden. werden wir merken. das von alten Schulen ausgearbeitet und auf die Musik angewandt worden ist. von einer Schule zur anderen. Gleichzeitig aber. Auf diese Weise gelangte man zur musikalischen Sieben-Ton-Leiter. wenn wir die Äußerungen des Oktaven-Gesetzes in Schwingungen anderer Art untersuchen. Zum Beispiel ist der Physik die Lichtskala bekannt. in der die Schwingungen verdoppelt werden.

das heißt eine Oktave. Das Verhältnis der Tonwerte oder der Frequenz der Schwingungen ist folgendes: Wenn wir do als l annehmen. das heißt das do der nächsten Oktave. wird in sieben ungleiche Teile geteilt. do. do. mi 5/4. ihre Frequenz nimmt zu.Bezeichnen wir diese tausend Schwingungen durch die Note do. si . la 5/3. 182 . sol. sol 3/2. si 15/8 und do 2. das heißt. Figur 11 9/8 do re 5/4 4/3 3/2 mi fa sol 5/3 la 15/8 si do „Der Unterschied in der Beschleunigung oder das Wachstum der Tonwerte oder der Unterschied im Ton verhält sich wie folgt: zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen do und re 9/8 l == 9/8 re und mi 5/4 9/8 ==10/9 5/4 = 16/15 Vermehrung verlang4 / 3 mi und fa samt fa und sol 3/2 4/3 == 9/8 5/3 3/2 ==10/9 sol und la la und si 15/8 5/3 == 9/8 15/8 == 16/15 Vermehrung wieder 2 si und do verlangsamt Anm. Die italienische Tonleiter do — re — mi — fa — sol — la — si — do entspricht der deutsdien c — d — e — f — g — a — h — c. dann ist re 9/8. Figur 10 . la. fa 4/3. Figur 9 do ———————————————————————— do Der Abschnitt zwischen einem do und dem nächsten. mi. Die Schwingungen wachsen. befindet sich ein zweites do. re. weil die Frequenz der Schwingungen sich nicht einförmig vermehrt. wo sie zweitausend Schwingungen pro Sekunde erreichen. fa. An dem Ort.

mi. nur die 183 . daß sich zwischen zwei Noten immer zwei Halbtöne befinden. ausgenommen die Intervalle mi — fa und si — do.kosmischen' oder mechanischen Sinn spricht. das ist ein Halbton zwischen: do — re fa — sol re — mi sol — la la — si „Zwischen mi und fa und zwischen si und do wird der Halbton überhaupt nicht verwendet. Das kleinste Intervall 16/15 erscheint zwischen mi und fa und zwischen si und do. sol. daß es drei Arten Intervalle innerhalb der Oktave gibt: 9/8. si. wenn man von Oktaven im . In dieser Hinsicht werden. fa. Wir sehen. la.„Der Unterschied zwischen den Tönen oder zwischen den Tonwerten wird Intervall genannt. „Auf diese Weise erhalten wir zwanzig Noten. do und zwölf dazwischenliegende: zwei zwischen jeder der folgenden zwei Noten: do re fa — sol re mi sol — la la si und je eine zwischen den folgenden zwei Noten: mi — fa si — do „Praktisch werden aber in der Musik an Stelle von zwölf dazwischenliegenden Halbtönen nur fünf verwendet. die in ganzen Zahlen 405. re. „Bezüglich der musikalischen Sieben-Ton-Leiter nimmt man im allgemeinen (theoretisch) an. Dies sind genau die Verlangsamungsstellen innerhalb der Oktave. „Auf diese Weise gibt die Struktur der musikalischen Sieben-Ton Leiter ein Schema des kosmischen Gesetzes der Intervalle oder fehlenden Halbtöne. vpn denen acht Grundnoten sind: do. 400 und 384 entsprechen. die nur einen Halbton haben und wo ein Halbton als ausgelassen betrachtet wird. 10/9 und 16/15.

und ebenfalls. und durch fa. was wir wollen oder erwarten. warum es in der Natur keine geraden Linien gibt. warum wir weder denken noch tun können. Die Oktave beginnt in der Richtung. All dies ist die klare und unmittelbare Wirkung der . durch die ersten drei Noten gegebenen Richtung 184 . warum alles in uns gedacht wird. die bei do begonnene Linie ändert ihre Richtung. Dieses Gesetz erklärt. sol. „Wenn wir die volle Bedeutung des Oktaven-Gesetzes begreifen. so gibt es uns eine gänzlich neue Erklärung des ganzen Lebens. die dem entgegengesetzt ist. warum alles mit uns geschieht und gewöhnlich auf eine Weise geschieht. „Was geschieht denn nun genau im Augenblick der Verlangsamung der Schwingungen? Es entsteht eine Abweichung von der ursprünglichen Richtung. des Fortschritts und der Entwicklung der Erscheinungen auf allen Ebenen des von uns beobachteten Weltalls.Intervalle zwischen ml und fa und si und do als Intervalle bezeichnet. die durch den Pfeil gezeigt wird: „Aber zwischen mi und fa ergibt sich eine Abweichung. la und si fällt sie in einem Winkel von ihrer ursprünglichen.Intervalle' oder der Verlangsamungen in der Entwicklung der Schwingungen.

ab. 185 . so daß die Linie der Oktaven sich schließlich vollständig umkehren kann und in einer der ursprünglichen entgegengesetzten Richtung fortschreitet. eine „Die nächste Oktave zeigt eine noch bestimmtere Abweichung. die folgende eine noch bestimmtere. Zwischen si und do ergibt sich das zweite Intervall neue Abweichung. ein neuer Richtungswechsel.

daß wir die gleiche Sache tun.eigener Gegensatz' zu werden und so fort. ihr . welche die Entwicklungslinie der Kraft dauernd zu Veränderungen veranlassen — in einer gebrochenen Linie weiterzugehen. können wir in allem beobachten. einen vollständigen Kreis bilden. „All dies und noch vieles andere kann nur mit Hilfe des Gesetzes der Oktaven im Verein mit einem Verständnis der Rolle und Bedeutung der . Nach einer bestimmten Zeitspanne energischer Tätigkeit oder starker Gefühle oder richtigen Ver- 186 . das heißt einen Richtungswechsel. mit der wir begonnen haben. das oft dem ersten ganz entgegengesetzt ist. warum gerade Linien in unserer Tätigkeit nie vorkommen. F i g u r 16 „Dieses Gesetz zeigt. trotzdem wir das nicht bemerken und denken.Intervalle' erklärt werden.„Bei weiterer Entwicklung kann die Oktavenlinie oder Entwicklungslinie der Schwingungen in ihre ursprüngliche Richtung zurückkehren oder. in anderen Worten. „Solch einen Lauf der Dinge. warum wir nach Beginn einer Sache immer etwas vollständig anderes tun. sich zu drehen.

das Gefühl wird schwächer und schwächer und steigt auf die Stufe der gewöhnlichen täglichen Ereignisse herab. wie die Entwicklungslinie der Kräfte von ihrer ursprünglichen Richtung abweicht und nach einer gewissen Zeitspanne in einer diametral entgegengesetzten Richtung weitergeht. buchstäblich. wenn auch nicht in derselben Richtung wie zu Beginn. unter Beibehaltung ihres früheren Körnens. In Literatur. Alles geht in dieser Richtung für eine gewisse Zeit weiter. an Stelle richtigen Denkens beginnt die Suche nach einem Kompromiß. Kunst. wieder ein Halt. aber die Arbeit. die mit großem Eifer und Begeisterung begonnen wurde. Wissenschaft. Die Arbeit wird mechanisch. leichte Erregbarkeit. dann kommt wieder eine Reaktion. wiederholt. Ein Studium der Geschichte von diesem Gesichtspunkt aus zeigt die erstaunlichsten Tatsachen. der Gedanke geht in einem Kreis. was früher bekannt war. die Arbeit wird ermüdend und langweilig. der Gedanke wird dogmatisch. die esoterisches Christentum studierten. es folgt Unterdrückung.stehens kommt eine Reaktion. wenn diese vorurteilslos studiert wird. im persönlichen und vor allem im gesellschaftlichen und politischen Leben können wir beobachten. Vielleicht das interessanteste Beispiel solchen Richtungswechsels in der Linie der Entwicklung von Kräften findet sich in der Religionsgeschichte. der gefunden war. wie viele Veränderungen in der Entwicklungslinie der Kräfte stattgefunden haben müssen. geht mehr und mehr verloren. Aber die Linie entwickelt sich weiter. „Das gleiche geschieht in allen Sphären menschlicher Tätigkeit. Die Entwicklung der Kraft mag weitergehen. um von den Bibelpredigten über die Liebe zur Inquisition zu kommen. und der Ausweg. eine Anzahl ganz fremder Elemente sind ins Gefühl eingetreten — Sich-Sorgen. Verärgerung. Feindseligkeit. Denken Sie. Religion. vor allem in der Geschichte des Christentums. wieder eine Abweichung. Ermüdung und Gleichgültigkeit überkommen das Gefühl. Philosophie. die die mechanische Menschheit gar nicht zur Kenntnis zu nehmen wünscht. Flucht vor schwierigen Problemen. oder von den Asketen der frühen Jahrhunderte. ist nun eine notwendige und nutzlose Formalität. zu den Scholasti- 187 .

wie man Bewußtsein durch mechanische Mittel vermehren kann. ein Auf und Ab.kern. Wir sehen die erste nicht. es bewegt sich entweder auf einer aufsteigenden oder auf einer absteigenden OktavenLinie. „Das Gesetz der Oktave erklärt viele Erscheinungen in unserem Leben. Wir müssen nun klar die zwei anderen Prinzipien begreifen: die Unvermeidlichkeit sowohl des Aufstiegs als auch des Abstiegs in jeder Entwicklungslinie von Kräften und ebenso die periodischen Schwankungen. „Das zweite ist die Tatsache. weil Aufstiege. entweder weil wir die Unvermeidlichkeit des Abstiegs nicht zugeben. wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben könnten. „Nichts kann sich dadurch entwickeln. erschlafft und entartet. das heißt. und wir sehen die zweite nicht. alles geht irgendwo hin. wo wir sie sehen. ob sie nun auf. „Wir haben bisher hauptsächlich über die JJnstetigkeit der Schwingungen und über die Abweichung von Kräften gesprochen. „Das erste ist das Prinzip der Kraftabweichung. die ausrechneten. was um uns herum oder in uns vor sich geht. was es war. wandelt sich und entwickelt sich unvermeidlich oder verfällt. oder weil wir den Abstieg für einen Aufstieg halten. weil wir immer denken. das heißt das Auf und Ab innerhalb jeder Linie. Auf- 188 . ebenso unmöglich. zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven im Leben zu unterscheiden. stattfinden. tatsächlich unmöglich sind. Aufstieg oder Abstieg ist die unausweichliche kosmische Voraussetzung für jede Handlung. „Wenn wir gelernt haben. daß in der tatsächlichen Entwicklung sowohl aufsteigender als auch absteigender Oktaven dauernd Schwankungen. die unverständlich sind. daß es auf einer Ebene bleibt. daß Dinge für eine lange Zeitspanne auf der gleichen Ebene bleiben können. Das sind die zwei Hauptursachen unserer Selbst-Täuschung. wenn es keinen Aufstieg gibt. müssen wir lernen. daß nichts auf der Welt am gleichen Platze bleibt oder das bleibt. Weder verstehen wir noch sehen wir. „Und drittens. alles bewegt sich.oder absteigt.

stieg und Abstieg innerhalb der Oktaven selbst zu unterscheiden. Unsere Energie in der einen oder anderen Richtung. „Vom Gesetz der Oktaven und seinen drei hauptsächlichen Äußerungen hängen viele Erscheinungen ab. unsere Absichten. das heißt die Einteilung der Woche in Werktage und Sonntage. die ohne jeden sichtbaren Grund . dieses Auf und Ab. Gedanken. Gefühlen. sowohl solche psychischer Natur als auch solche.besser' oder »schlechter* werden. Der biblische Mythos von der Erschaffung der Welt in sechs Tagen und dem siebenten Tage.Intervalle' selbst. die unmittelbar mit unserem Leben verknüpft sind. hauptsächlich weil wir immer in einer Richtung beginnen und später in einer anderen fortfahren. Was für einen Bereich unseres Lebens wir auch nehmen. „Und es gibt vielleicht hundert Pendel. wir können sehen. „Wie schon gesagt wurde. 189 . daß nichts je auf der gleichen Stufe und beständig bleibt. sie alle machen von Zeit zu Zeit Aufstiegs. überall und in allem geht das Schwingen des Pendels vor sich. „Selbst unsere Zeiteinteilung. überall und in allem steigen und fallen die Wellen. an dem Gott von seinen Arbeiten ausruht. Energie. werden stärker oder schwächer. die von dem allgemeinen Gesetz abhängen. war das Oktaven-Gesetz in all seinen Äußerungen dem alten Wissen bekannt. die hier und dort im Menschen schwingen. ist auch ein Ausdruck des Oktaven-Gesetzes oder ein wenn auch unvollständiger Hinweis darauf. unsere Entscheidungen. unsere Stimmungen. Dieses Hin und Her.Intervallen' in den Oktaven als auch die . Entschlossenheit sind sowohl Perioden der Kraft-Entwicklung zwischen den . Vom Oktaven-Gesetz hängt die Unvollkommenheit und Unvollständigkeit all unserer Erkenntnisse in allen Sphären ohne Ausnahme ab. ist mit denselben Eigenschaften und inneren Voraussetzungen unserer Tätigkeit verknüpft. ohne es zu bemerken. unsere Gefühle. unsere Wünsche. die plötzlich stärker wird und dann genau so plötzlich schwächer wird. diese wellenartigen Schwankungen von Stimmungen.oder Abstiegsperioden durch.

werden durch andere. in allen Lebensumständen. „Und nur in Oktaven kosmischer Ordnung — sowohl in aufsteigenden wie absteigenden — entwickeln sich Schwingungen auf eine stetige und ordnungsgemäße Weise und folgen der gleichen Richtung. wenn in einem notwendigen Augenblick. Aber zwischen si und do braucht sie einen viel 190 . sie sich ohne Störung weiter in der ursprünglichen Richtung bewegen wird. die denen. mit der sie begannen. wenn sie auch selten ist.Intervalle' ausfüllen und es den Schwingungen der gegebenen Oktave ermöglichen. zeigen. ohne irgend etwas zu verlieren oder ihre Natur zu verändern. In unterbrochenen Oktaven beginnen sie nur und fallen dann. daß . „Die richtige Entwicklung der Oktaven beruht auf etwas. Wenn entsprechende zusätzliche Energie an diesem Punkte hinzutritt. Die Beobachtung solcher richtig entwickelter Oktaven läßt die Tatsache erkennen. daß. ändern die Schwingungen ihre Natur und führen zu Ergebnissen. die man am Beginn hätte erwarten können. auf irgendeine Art ihre . Manchmal geschieht es. die sie durchkreuzen oder in einer entgegengesetzten Richtung gehen heißen. „Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven. ohne Unterbrechung zu entwickeln. sich in Freiheit. wird die Oktave sich ohne Störung bis si weiterentwickeln. daß eine richtige und fortschreitende Oktaven-Entwicklung. die diese kreuzen oder treffen. „In einer aufsteigenden Oktave kommt das erste Intervall zwischen mi und fa.Intervall' geht. was wie ein Zufall aussieht.Schwingungen' sich auf verschiedene Weise entwickeln können. stärkere Schwingungen ertränkt oder aufgesaugt. In Oktaven. entgegengesetzt sind. der ihr in Kraft und Charakter entspricht.„Beobachtungen. die von der ursprünglichen Richtung abweichen. „Weitere Beobachtungen zeigen. das heißt. wenn die gegebene Oktave durch ein . ein zusätzlicher Schock' hinzutritt. im Naturverlauf und sogar in der menschlichen Tätigkeit beobachtet werden kann. daß zu einer bestimmten Oktave parallellaufende Oktaven. die sich auf die Kenntnis des Oktaven-Gesetzes gründen.

La wandelt sich in sol. „In einer absteigenden Oktave hingegen tritt das größte . Si wandelt sich in la. weil die Anzahl der Schwingungen der Oktave an diesem Punkt beträchtlich höher ist und zur Überwindung eines Stillstandes in der Oktavenentwiddung eine viel größere Intensität notwendig ist. hier ist dann ein »zusätzlicher Schock' notwendig. daß die planetarischen Strahlungen. „In der großen kosmischen Oktave. Das All. die Erde wirft sie zurück. gibt es einen besonderen Apparat zum Empfang und 191 . Dies bedeutet. Sol wandelt sich in fa. und der Stoff. welches volle Einheit. die planetarische Welt. Endet sich oft im do selbst oder in den durch do hervorgerufenen seitlichen Schwingungen. sind si. die das Absolute in sich selbst erschaffen. die uns in Form des Schöpfungsstrahls erreicht. nicht empfangen werden.Intervall' zwischen do und si wird in diesem Fall durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. wenn auch ein beträchtlich schwächerer als der erste . Das Absolute ist das All. Um das . erschafft Welten innerhalb seiner selbst und beginnt auf diese Weise die absteigende Welt-Oktave. Die Welten. Der Schöpf^ngsstrahl beginnt mit dem Absoluten. diese zu erreichen oder. unsere Sonne.Intervall' an dieser Stelle des Schöpf^ngsstrahls auszufüllen. unmittelbar nach dem ersten do. das für uns unsere Sternenwelt. um uns richtiger auszudrücken. Und hier zwischen der planetarischen Welt als Ganzem und unserer Erde tritt ein Intervall auf. können wir das erste vollständige Beispiel des Oktaven-Gesetzes beobachten.stärkeren zusätzlichen Schock für ihre richtige Entwicklung als zwischen mi und fa. die zahlreiche Einflüsse zur Erde tragen. Der Schöpfungsvorgang wird durch die Kraft des ursprünglichen Impulses und einen »zusätzlichen Schock' weiterentwickelt.Schock' zwischen do und si. nicht fähig sind. das Sonnensystem. Das Absolute ist das do dieser Oktave. Aus diesem Grunde entwickelt sich eine absteigende Oktave viel leichter als eine aufsteigende und erreicht nach Überschreitung von si das fa ungestört. vollständigen Willen und volles Bewußtsein besitzt. Das .Intervall' gleich am Anfang der Oktave auf. die Milchstraße ist. der es ausfüllen kann.

zusätzlichen Schocks' verweilen. In Wirklichkeit ist dies eine Täuschung. „Wir müssen nun bei der Idee der . Heiliger Starker bedeutet auch das Absolute oder Nichts. Zwischen All und Nichts befindet sich der Schöpfungsstrahl. Das heißt. was sich zwischen ihnen befindet. Alle drei zusammengenommen ergeben eines. Aber diese durch Zufall ausgerichteten Kraftlinien. Wenn durch Zufall die Tätigkeit eines Menschen ein Ergebnis zeitigt und dies auch nur anscheinend oder dem Namen nach dem ursprünglichen Ziel ähnelt. Dieser Apparat ist das organische Leben auf Erden. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Heiliger Gott bedeutet das Absolute oder das All.zur Übertragung der Planeteneinflüsse. können diese Schocks auch zufällig geschehen. daß es möglich sei zu tun. Wie ich schon gesagt habe. er glaubt. das er sich gesetzt habe. heiliger Starker. auf das ein neues do folgt — Nickis. daß gerade Linien die Regel sind und gebrochene und unterbrochene die Ausnahme. und dann des Mondes oder des re. die es den Kraftlinien ermöglichen. Heiliger Unsterblicher bedeutet das. die der Mensch manchmal sehen oder annehmen oder erwarten kann. Der Zufall ist natürlich eine sehr unsichere Sache. Ein Mensch kann beim Roulette gewinnen. heiliger Unsterblicher'? Dieses Gebet stammt aus dem alten Wissen. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Dies wiederum erzeugt in ihm die Täuschung. In Wirklichkeit kann der Mensch nichts tun. daß es möglich sei. Das ist die zusammen bestehende und unteilbare Dreieinigkeit. schaffen mehr als alles andere in ihm die Täuschung von geraden Linien. Das organische Leben gibt der Erde alle für sie bestimmten Einflüsse weiter und ermöglicht die weitere Entwicklung und das Wachstum der Erde. und die anderen werden es ihm glauben. das heißt. „Kennen Sie das Gebet: »Heiliger Gott. und jeder andere könne auch sein Ziel erreichen. er habe das Ziel erreicht. des mi der kosmischen Oktave. versichert er sich selbst und anderen. die sechs Noten des Schöpfungsstrahls samt dem organischen Leben. Aber dies 192 .

Tatsächlich kann es sich natürlich auch nicht anders verhalten. mit denen der Mensch sein Leben verbringt. irgend etwas dieser Art zu tun. fähig. Ein bestimmtes Ziel. Aber bei den Tätigkeiten. erreicht. sondern noch nicht einmal die Herrschaft über die Dinge in sich selbst hat. daß die Herrschaft über die Außenwelt mit der Herrschaft über die Innenwelt beginnt. nämlich bei jedem bestimmten Einsatz. wie man es nennt. daß sie sich niemals irgendeinem Ziele zubewegen kann und daß sie. daß sie nichts tun. Der einzige Unterschied ist. Dieses letztere muß sehr klar verstanden und eingesehen werden. das heißt er kann glauben. vor allem bei Tätigkeiten der Art. das man sich im Leben oder auf irgendeiner menschlichen Tätigkeitsebene gesetzt hat. wenn er im ganzen verloren hat. Ihre Tätigkeit mag durch Zufall in irgendeinen Kanal gelangen.sein ganzes Leben zu planen'.erlangte' für das gewünschte Ergebnis halten. ob man gewonnen oder verloren hat. mit der Herrschaft über sich selbst. schafft im mechanischen Menschen die Überzeugung.Maschine Mensch' ist in der Macht des Zufalls. Ein Mensch. man wenigstens bei jeder einzelnen Gelegenheit sicher weiß.wäre Zufall. zu erreichen. weil er nicht nur keine Herrschaft über die Dinge außerhalb seiner selbst. die wir uns gestellt haben. „In Wirklichkeit ist er natürlich unfähig.Mensch-Maschine' ist. sich die Natur zu unterwerfen. und sie kann sich zufällig eine Zeitlang diesem Kanal entlang bewegen und dadurch die Täuschung verursachen. sich unvermeidlich ein anderes schaffen wird. daß irgendwelche Ziele erreicht würden. daß was das Roulette angeht. nichts erreichen. mit der sich die meisten Menschen befassen und wobei Jahre zwischen dem Beginn einer Sache und ihrem Ergebnis verstreichen. wenn sie nach einem strebt. gewonnen zu haben. ihr zu sagen. fähig. kann ein Mensch sich sehr leicht täuschen und das . ist genau die gleiche Art Zufall. „Die größte Beleidigung für eine . daß er fähig ist. oder daß man Ziele in kleinen Dingen. und so fort. gleichzeitig müssen wir begreifen. . jedwedes Ziel zu erreichen. der 193 . die keine Folgen haben können. der durch kosmische oder mechanische Kräfte geschaffen wurde. Solche zufällige Übereinstimmung von Ergebnissen mit Zielen. Die .

dies in einer Schule zu lernen.mit dem Strom zu schwimmen'. ^.Intervalle' zu kennen und fähig zu sein. die alle esoterischen Überliefe- 194 . . zu hoffen. Oktaven können sich folgerichtig und stetig in der beabsichtigten Richtung entwickeln. in anderen Worten. „Es ist nur möglich. auf seine eigene Tätigkeit die Methode anzuwenden.Intervalle' in all seinen Tätigkeitslinien zu erkennen und . wenn die Schwingungen langsamer werden. die Augenblicke der . zu versöhnen. was er zu unternehmen beginnt. das Oktavengesetz zu kennen. Um zu tun. die Augenblicke der . entweder eine Richtung für seine Tätigkeit zu Enden.zusätzliche Schocks' nicht hinzutreten. Für sie und um sie geschieht alles. sogar wenn dies seinen innersten Neigungen.dahin zu treiben. wie der Wind bläst' oder . ist es notwendig. kann nichts beherrschen. „Die Möglichkeit künstlicher. „Die »Maschine Mensch' kann nichts tun. sofern in den notwendigen Augenblicken . Es ist natürlich sinnlos. in anderen Worten. die dem mechanischen Lauf von Ereignissen in einem gegebenen Augenblick entspricht.zusätzliche Schocks' zu schaffen.sich oder den Verlauf der Dinge in sich nicht beherrschen kann. die notwendigen .zusätzliche Schocks' hinzutreten. entrinnen möchte.Auf welche Weise kann diese Herrschaft erreicht werden? „Die technische Seite hiervon wird durch das Oktaven-Gesetz erklärt. das heißt besonders geschaffener »zusätzlicher Schocks' gibt dem Studium der Oktaven-Gesetze eine praktische Bedeutung und macht dieses Studium unerläßlich und notwendig. und sich mit dem Scheitern von allem. welche die kosmischen Kräfte durch Schaffung zusätzlicher Schocks' in den notwendigen Augenblicken benutzen. Wenn in den notwendigen Augenblicken . was ihm und um ihn geschieht. das heißt in einer richtig organisierten Schule.zusätzlichen Schocks' zu schaffen. so verändern die Oktaven ihre Richtung. wenn ein Mensch der Rolle des passiven Beobachters all dessen. daß zufällige „Schocks" in den notwendigen Augenblicken von selbst eintreten. oder er kann lernen. Der Mensch hat nur die Wahl. Überzeugungen und Sympathien widerspricht. das heißt in den Augenblicken.

Er kann es nicht verstehen. Der Aufbau von Oktaven kann mit dem Aufbau eines Baumes verglichen werden. die Punkte der . Ohne Hilfe einer Schule kann ein Mensch aus sich selbst niemals das Oktaven-Gesetz. die selbst auf diesen Prinzipien begründet ist. verstehen. Die fundamentale Oktave kann dem Stamm eines Baumes verglichen werden.Intervalle' und die Folge. daß die Linie der Entwicklung der Linie der Schöpfung entgegengesetzt ist. je drei Gruppen von drei Gliedern.Intervalle'. die sich wiederum teilen und zu Zweigen 195 . daß in der Lehre einer Schule einem Menschen Beispiele von sowohl absteigenden (schöpferischen) als auch aufsteigenden (sich entwickelnden) kosmischen Oktaven gegeben werden. „Die fundamentalen Oktaven sind mit den zweitrangigen oder untergeordneten Oktaven auf eine bestimmte Weise verbunden. Inzwischen kann nur gesagt werden. verwechselt die aufsteigenden und die absteigenden Linien miteinander und versteht nicht. „Beim Studium des Oktaven-Gesetzes muß man im Gedächtnis behalten. Und dies wiederum wird Ihnen einen Aspekt der Vereinigung des Gesetzes der Sieben mit dem Gesetz der Drei erklären. wird Ihnen zum richtigen Zeitpunkt erklärt werden. Die sieben fundamentalen Noten der Oktaven und die zwei. Aus den untergeordneten Oktaven erster Ordnung entstehen die untergeordneten Oktaven zweiter Ordnung und so fort. das weder etwas von Oktaven noch von dem Gesetz der Drei weiß. die Träger neuer Richtungen. „Wie eine Schule auf den Prinzipien des Oktaven-Gesetzes begründet sein kann.Schocks' geschaffen werden müssen. Aus dem geraden Hauptstamm wachsen Verzweigungen nach allen Seiten. Das westliche Denken. daß sie dagegen wie gegen einen Strom angeht. weil gewisse Bedingungen zu diesem Zweck notwendig sind. ergeben insgesamt neun Glieder einer Kette.rungen befolgt. daß Oktaven in ihrer Beziehung zueinander in fundamentale und untergeordnete gegliedert werden. und diese Bedingungen können nur in einer Schule geschaffen werden. wann . von dem die Zweige der seitlichen Oktaven ausgehen. das heißt.

sache erschienen war. die durch Zahlen einer bestimmten Größe ausgedrückt werden. was uns bereits als ausgemachte Tat-. wie zu manchen Zeiten die eine und dann wieder eine andere Idee zum Schwerpunkt unserer Arbeit wurde. Auf diese Weise ist es möglich.Intervalle' hat der menschliche Körper neun ihm zugrunde liegende Maße. Aber die Schwierigkeit lag nicht nur darin. wobei wir manchmal unerwartete Entdeckungen machten. In den einzelnen Menschen sind natürlich diese Maße sehr verschieden. Diese neun Grundmaße. warnte uns die ganze Zeit gegen zuviel Theoretisieren. durch die wiederum neue Oktaven entstehen und so fort. der ein bestimmtes Ganzes darstellt. Die Idee des Oktaven-Gesetzes bildete somit einen dauernden Schwerpunkt. manchmal dagegen auch das. die eine volle Oktave der ersten Ordnung ausmachen. der Auszahlungen und so fort. Wir kamen bei jeder Gelegenheit 196 . Der gleiche Vorgang vollzieht sich im Aufbau der Blätter. da sie alle in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen." Dies ist natürlich wahr. sagte er. „Sie müssen dieses Gesetz in Ihnen selbst verstehen und fühlen". Entsprechend der Anzahl der Noten in der Oktave und ihrer . gehen durch bestimmte Verbindungen zu den Maßen der untergeordneten Oktaven über. wieder verloren. das Maß jedes Gliedes oder jedes Teils des menschlichen Körpers zu errechnen." Das Oktaven-Gesetz verursachte natürlich sehr viele Gespräche in unserer Gruppe und auch viel Verwirrung. Allein schon ein „technisches" Verständnis des OktavenGesetzes beanspruchte viel Zeit. die größte Aufmerksamkeit auf sich zog und die meisten Gespräche veranlaßte. sowohl in sich wie an sich die gleichen Verhältnisse auf. in der Bildung der Äderungen. „erst dann werden Sie es außerhalb Ihrer selbst bemerken. Und wir kamen dauernd darauf zurück. „Wie alles in der Natur weist der menschliche Körper. G. die immer kleiner und kleiner werden und schließlich sich mit Blättern bedecken.werden. halten sich aber innerhalb bestimmter fester Grenzen. Es ist schwierig darzustellen.

Sie werden voneinander zurückgeworfen. „Jede Note in jeder Oktave kann als eine Oktave auf einer anderen Ebene betrachtet werden. Nehmen wir an. aber nicht ad infinitum. „Stellen wir uns Schwingungen in einem Stoff oder einem Medium von einer bestimmten Dichtigkeit vor. wir sprachen von ihr und besprachen ihre verschiedenen Aspekte bei jeder Zusammenkunft. „Jede Note dieser inneren Oktaven enthält wiederum eine ganze Oktave und so fort für eine beträchtliche Weile.auf sie zurück. und daß jede Oktave auf eine große Anzahl innerer Oktaven zurückgeführt werden kann. da es eine bestimmte Grenze für die Entwicklung innerer Oktaven gibt. bringen einander zum Stillstand. Bei einem der folgenden Treffen gab er uns ein sehr interessantes Bild von einer anderen Bedeutung des Oktaven-Gesetzes mit weitreichenden Auswirkungen. muß man eine klare Vorstellung von einer anderen Eigenschaft der Schwingungen gewinnen. bis wir allmählich alles von dem Gesichtspunkt dieser Idee aus zu betrachten begannen. aber er kam dauernd auf sie zurück. um uns ihre verschiedenen Aspekte und Bedeutungen klarzumachen. In seinem ersten Gespräch gab G. Dies bedeutet. daß dieser Stoff oder dieses Medium aus den verhältnismäßig groben Atomen 197 .Medien' verschiedener Dichtigkeit zugleich vor sich und durchdringen einander dabei. nämlich von den sogenannten »inneren Schwingungen'. rufen einander hervor. daß innerhalb von Schwingungen andere Schwingungen stattfinden. nur eine allgemeine Skizze dieser Idee. „Diese inneren Schwingungen gehen in . „Um die Bedeutung des Oktaven-Gesetzes besser zu verstehen. beherrschen oder verändern einander.

nämlich jede Note der Schwingungen im Stoff der Welt 48 enthält eine ganze Oktave von Schwingungen im Stoff der Welt 24. das heißt jede Note der Schwingungen eines gröberen Stoffes enthält eine ganze Oktave der Schwingungen eines feineren Stoffes. daß eine Note der Schwingungen in dieser Welt eine Oktave oder sieben Noten von Schwingungen der planetarischen Welt enthält. Welt 3 wird vom Stoff der Welt l durchdrungen. Wir müssen erkennen. „Der Stoff der Welt 24 wird seinerseits vom Stoff der Welt 12 ' durchtränkt. wieder von dem Schop- 198 . „Wenn wir mit den Schwingungen der Welt 48 beginnen. Jede Note der Schwingungen der planetarischen Welt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sonnenwelt. und jede Note der Schwingungen der Welt 24 enthält eine ganze Oktave der ^Schwingungen der Welt 12. das Studium ihrer Beziehung zu den äußeren Oktaven und der mögliche Einfluß der ersteren auf die letzteren stellt einen sehr wichtigen Teil des Studiums von Welt und Mensch dar. „Das Studium der inneren Oktaven. daß wir eine Oktave dieser Schwingungen zum Zwecke irgendeiner Art von Untersuchung genommen haben. die Schwingungen des Stoffes der Welt 24 stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Schwingungen im Stoff der Welt 48. Jede Schwingung der Sonnenwelt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sternenwelt und so weiter. Die Schwingungen in diesem Medium lassen sich in Oktaven einteilen und die Oktaven lassen sich in Noten gliedern. Der Stoff der Welt 48 ist mit Stoff der Welt 24 gesättigt. „Das sind die inneren Oktaven. daß innerhalb der Grenzen dieser Oktave Schwingungen eines noch feineren Stoffes stattfinden. Auch in diesem Stoff gibt es Schwingungen. Nehmen wir an.der Welt 48 besteht. Entsprechende Schwingungen bestehen in jeder dieser Welten und die Ordnung bleibt immer die gleiche." Bei der nächsten Versammlung sprach G. von dem jedes sozusagen eine Ansammlung von achtundvierzig Uratomen darstellt. Der Stoff der Welt 12 ist von dem . so können wir sagen. Stoff der Welt 6 durchdrungen. Der Stoff der Welt 6 ist von dem Stoff der Welt 3 durchdrungen.

Der Schöpfungsstrahl beginnt mit dem Absoluten.Intervalle' in der Entwicklung 199 . „Der Schöpfungsstrahl endet im Mond. Es wäre dies eine absteigende Oktave. alle Planeten (Welt 24) — fa. zum Teil wiederholte er. die Erde (Welt 48) — mi. daß folgende . wie jeder andere Vorgang. si in la und so fort.fungsstrahl. der in einem bestimmten Augenblick vollständig ist. „Der Schöpfungsstrahl kann. „Bei der Untersuchung des Schöpfungsstrahls oder der kosmischen Oktave sehen wir. Das Absolute ist das All. alle Sonnen (Welt 6) — la. Das ist auch das Absolute — do. alle Welten (Welt 3) — si. in der do in si übergeht. der Mond Welt 96) — re. Es ist — do. zum Teil ergänzte und entwickelte er seine früheren Ausführungen. unsere Sonne (Welt 12) — sol. Jenseits des Mondes gibt es Kichts. als Oktave betrachtet werden. F i g u r 18 Das Absoluf« do Alle Welten sl la Alle Sonnen Sonne sol Alle Planeten fa Erde ml Mond je • do Das Absolute „Das Absolute oder All (Welt l) ist do.

Die Bevölkerung von Afrika nimmt planetarische Einflüsse einer anderen Art auf und so fort. Diese mechanische Erfindung. Das gleiche Feld mit einer Menge Menschen darauf wird andere Einflüsse aufnehmen und weiterleiten. Aber das erste . „Die Bedingungen zur Gewährleistung der richtigen Weiterleitung der Kräfte werden durch die Erzeugung eines bestimmten mechanischen Apparates zwischen den Planeten und der Erde geschaffen. Irgend etwas fehlt zwischen den Planeten und der Erde. das heißt zwischen Welt 24 und Welt 48. diese . unerläßlich ist die Erschaffung einiger neuer Bedingungen. die das . die sonst die Erde nicht erreichen könnten.Vermittlungsstation der Kräfte'. und zwar mittels einer bewußten Äußerung der neutralisierenden Kraft.Intervall' zwischen aktiver und passiver Kraft ausfüllt. Die Bevölkerung von Europa nimmt eine Art von planetarischen Einflüssen auf und überträgt sie der Erde. Die planetarischen Einflüsse können die Erde nicht folgerichtig und voll erreichen. „Das organische Leben stellt sozusagen das Wahrnehmungsorgan der Erde dar.dieser Oktave bestehen sollten: das erste zwischen do und si. um das Intervall zwischen den Planeten und der Erde auszufüllen. ist das organische Leben auf Erden.Intervall' ist vom Willen des Absoluten ausgefüllt. Das pflanzliche. nimmt planetarische Einflüsse einer bestimmten Art auf und überträgt sie der Erde. Ein einfaches Feld. der die gesamte Erdoberfläche bedeckt und jene Einflüsse von der planetarischen Sphäre aufnimmt. Eine der Äußerungen des Willens des Absoluten besteht genau im Ausfüllen dieses »Intervalls'. Mit dem zweiten . das heißt zwischen Welt l und Welt 3. zwischen dem Absoluten und »Alle Welten'. Das organische Leben auf Erden wurde erschaffen. „Alle großen Ereignisse im Leben der menschlichen Massen wer- 200 . Ein .zusätzlicher Schock' ist unerläßlich. und das zweite zwischen fa und mi. tierische und menschliche Reich sind in dieser Hinsicht für die Erde gleich wichtig. zwischen . um die richtige Weiterleitung der Kräfte zu sichern.Intervall' ist die Lage schwieriger. Das organische Leben bildet etwas wie einen sensitiven Film. das mit Gras bedeckt ist.Alle Planeten' und der Erde.

die Planeten und den Mond aus. in dem eines der Glieder das „organische Leben auf Erden" war. wobei sie ihre Handlungen mit irgendeiner Theorie von Brüderlichkeit. erzeugt Strahlungen dieser Art. das heißt auf den Unterschied der Dauer von Geschehnissen in der planetarischen Welt und im menschlichen Leben. Liebe oder Gerechtigkeit rechtfertigen. was auf Erden geschieht. Warum er so auf diesem Punkte bestand. Hierbei braucht die Sonne eine Art von Strahlen. Irgend etwas Zufälliges und sehr Vorübergehendes geschieht im planetarischen Raum.den durch planetarische Einflüsse verursacht. unsere Aufmerksamkeit besonders auf die Ungleichheit der Zeit. Sie sind das Ergebnis der Aufnahme planetarischer Einflüsse. gab er uns ein Diagramm der Oktaven-Struktur. immer den Interessen der Erde. einfach weil bestimmte Arten von Strahlen von einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche benötigt werden. Während er einmal bei diesem Thema verweilte. was auch immer in diesem dünnen Film organischen Lebens stattfindet. Alles. die Planeten eine andere Art und der Mond eine dritte. Und viele Dinge geschehen. „Das organische Leben ist das Wahrnehmungsorgan der Erde und gleichzeitig ist es ein Strahlungsorgan. Gleichheit." Bei diesen Ausführungen lenkte G. Gleichzeitig betonte er immer die Tatsache. daß. nichts Unnötiges und nichts Unabhängiges kann in ihm geschehen. Und jede zufällige kleine Spannung in planetarischen Sphären kann sich Jahre hindurch in der Verstärkung der einen oder anderen Sphäre menschlicher Tätigkeit widerspiegeln. der Sonne. Mit Hilfe des organischen Lebens sendet jeder Teil der Erdoberfläche jeden Augenblick eine bestimmte Strahlenart in der Richtung auf die Sonne. Die menschliche Gesellschaft ist eine hochgradig sensitive Masse für den Empfang planetarischer Einflüsse. Dies wird unmittelbar von den menschlichen Massen aufgenommen und die Leute beginnen einander zu hassen und zu töten. da es für einen bestimmten Zweck erschaffen und ihm untergeordnet ist. leuchtete mir erst später ein. der Planeten und des Mondes dient. 201 .

das sol der kosmischen Oktave. In seinen Erklärungen kam das Leben von oben. das heißt mit dem Mond. das mi dieser Oktave stimmt mit dem mi der kosmischen Oktave überein. daß jede Note jeder Oktave gleichzeitig irgendeine Note irgendeiner anderen Oktave darstellen kann.„Diese zusätzliche oder seitliche Oktave des Schöpfungsstrahls beginnt in der Sonne".'s System. das ist mit der Erde. Da gab es das Wachstum der Koralleninseln und der Kalkgebirge. sol. in der Tabelle durch drei Noten dargestellt. Aber es war sichtlich mit der Idee der Nahrung für den Mond verknüpft. „Man muß wissen. wie so viele Dinge in G. daß jede Note jeder beliebigen Oktave. daß das organische Leben. daß dieser seitlichen Oktave eine große Bedeutung zukam. Irgendein Erzeugnis des Zerfalls von organischem Leben geht zum Mond. zwei höhere Noten hatte." Wir fühlten sofort. Erstens wurde dadurch klar. sol==do. Was mi anging. erzeugt sie die drei Noten la. „Die Sonne. das do einer anderen. beginnt in einem gewissen Augenblick als do zu klingen. die durch sie verläuft. fa. erzeugen. Die Rolle des organischen Lebens in der Struktur der Erdoberfläche war unbestreitbar. der üblichen modernen Idee. und das re mit dem re der kosmischen Oktave. das mußte re sein. Oder es wäre noch genauer zu sagen. wonach das Leben sozusagen von unten entstanden sei. so war es möglich. Dies war der wichtigste Punkt und widersprach wieder einmal. Das organische Leben verschwand zweifellos in die Erde. Natürlich konnten wir nicht definieren. ganz gewiß zu sein. seitlichen Oktave darstellen kann. wie wir es kennen. in unserem Fall jede Note der kosmischen Oktave. die das organische Leben auf Erden in der Form. und daß es in der Sonne begann. Viele Gespräche entstanden über die Noten mi und re der seitlichen Oktave. eine auf der Ebene der Planeten und eine auf der Ebene der Sonne. Beim Abstieg auf die Ebene der Planeten geht diese neue Oktave auf si über. von ihr ausgehenden. sagte er. „In unserem gegenwärtigen Fall beginnt sol als do zu klingen. noch weiter absteigend. was re war. die Formation der 202 .

die „Bildung reichen Ackerlandes durch Würmer". 203 . Alles Ungewöhnliche. Klimawechsel infolge Entwässerung von Sümpfen und Zerstörung von Wäldern und viele andere Dinge. Aber außerdem zeigte die seitliche Oktave mit besonderer Klarheit. Unerwartete und Zufällige verschwand. eingeteilt waren. und ein unermeßlicher und genau ausgedachter Plan des Universums begann in Erscheinung zu treten. das Wachstum der Vegetation in Gewässern. das wir studierten. wie leicht und richtig die Dinge in dem System.Kohlenablagerungen und die Petroleumfelder. die Veränderung des Bodens unter dem Einfluß der Vegetation. von denen wir wissen oder auch nicht wissen.

vor allem. in dem er für gewöhnlich verharrt. „wenn man nicht die Tatsache begreift. über erhabene Themen sprechen. in dem die Menschen die andere Hälfte ihres Lebens verbringen. in dem sie auf der Straße Spazierengehen. in dem der Mensch lebt und handelt. an der Politik teilnehmen. das heißt die unteren Bewußtseinszustände. und wenn er auch Augenblicke dieses Bewußtseins hat. so kann er sie doch nicht verstehen und beurteilt sie vom Gesichtspunkt des Bewußtseins. sich gegenseitig umbringen. das heißt Mensch Nummer eins. „Insgesamt sind dem Menschen vier Bewußtseinszustände möglich (er betonte das Wort . Bücher schreiben. „Der dritte Bewußtseinszustand ist Selbst-Ermnem oder Bewußt- 204 . Nummer zwei und Nummer drei. „Weder die psychischen noch die physischen Funktionen des Menschen können verstanden werden". sagte er.Wachzustand' des Bewußtseins. Der Begriff . „Die zwei üblichen. lebt nur in den zwei unteren Bewußtseinszuständen.ACHTES KAPITEL B ei einer der folgenden Vorlesungen kam G. Und zweitens der Zustand. tatsächlich ist. daß beide in verschiedenen Bewußtseinszuständen vor sich gehen können. Aber der gewöhnliche Mensch. in anderen Worten der passive Zustand. auf die Frage des Bewußtseins zurück. Die zwei höheren Bewußtseinszustände sind ihm unzugänglich.Mensch'). wenn man weiß.klares Bewußtsein' oder »Wachzustand des Bewußtseins' erscheint ein Scherz. sind zuerst einmal der Schlaf.klares Bewußtsein' nennen oder den . in dem der Mensch ein Drittel und oft auch die Hälfte seines Lebens verbringt. und den sie als aktiv betrachten und . was klares Bewußtsein in Wirklichkeit ist und was der Zustand.

„Die vierte Bewußtseinsstufe wird der Zustand des objektiven Bewußtsems genannt. Auf dieser Stufe kann ein Mensch die Dinge sehen. Unsere Wissenschaft und Philosophie haben die Tatsache übersehen. jedoch nicht in Worten beschrieben werden kann.sein seiner selbst oder das Bewußtsein des eigenen Seins. er ist das Ergebnis inneren Wachstums und langer und schwieriger Arbeit an sich selbst. „Aber der dritte Bewußtseinszustand kommt dem Menschen. Bewußtsein seiner selbst zu erreichen. Aber auf der Stufe des Bewußtseins seiner selbst kann ein Mensch Augenblicke des objektiven Bewußtseins haben und sich ihrer erinnern. das heißt sie besäßen Bewußtsein seiner selbst und alles. daß wir diesen Bewußtseinszustand nicht besitzen und daß wir ihn nicht durch Wünsche und Entschlüsse allein in uns erzeugen können. „Für die meisten Menschen. daß in der heutigen Zeit der dritte Bewußtseinszustand im Menschen nur in Form sehr seltener Augenblicke vorkommt und daß er nur mittels eines besonderen Trainings mehr oder weniger dauernd gemacht werden kann. Gewöhnlich nimmt man an. kommt das nur von den falschen Lebensverhältnissen. der mit . was damit 205 . Augenblicke auch dieses Bewußtseinszustandes ereignen sich im Menschen. daß er sein Bewußtsein verloren hatte. sie besäßen es. und wenn ein Mensch ihn nicht hat. sogar für die gebildeten und denkenden Menschen. ist die Hauptschwierigkeit auf dem Weg. Der einzig richtige Weg zu objektivem Bewußtsein führt über die Entwicklung des Bewußtsein seiner selbst. von Rechts wegen zu. Man kann ohne jede Übertreibung behaupten. so wie er ist. daß sie denken. daß wir diesen Bewußtseinszustand haben oder daß wir ihn haben können. die Tatsache. dann wird er sich an nichts erinnern und für eine Weile denken. In den Religionen aller Nationen gibt es Hinweise auf die Möglichkeit eines Bewußtseinszustandes dieser Art. wie sie wirklich sind. wenn wir wollen.Erleuchtung' oder verschiedenen anderen Namen bezeichnet wird. Wenn ein gewöhnlicher Mensch künstlich in den Zustand objektiven Bewußtseins gebracht und nachher auf seinen gewöhnlichen Zustand zurückgebracht wird. „Der vierte Bewußtseinszustand im Menschen ist ein ganz anderer Seinszustand.

die Empfindungen seines eigenen Körpers. Kälte. wollen wir wieder zum ersten Bewußtseinszustand.klaren Bewußtseins'. Gefahren sehen und sie vermeiden und so fort. Dies ist ein vollständig subjektiver Bewußtseinszustand. daß er sich fast im gleichen Zustand befindet wie im Schlafe. Sogar wenn ihn einige wirkliche Eindrücke erreichen. wenn man ihm sagt. daß er nur durch lange und schwere Arbeit etwas erreichen könne.höhere Gefühlszentrum' und das . das heißt. mit anderen Menschen reden. zurückkehren. Und sogar in einem schlimmeren. Fähigkeit zu tun und so fort. so rufen sie in ihm doch nur phantastisch-subjektive Bilder hervor. „Die zwei höheren Bewußtseinszustände — Bewußtsein seiner selbst und . daß man einen Menschen nicht interessieren kann. Aber wenn wir etwas tiefer in die Dinge eindringen. weil er im Schlafe passiv ist. von denen wir schon gesprochen haben. Im Gegenteil. etwa Laute. Im Wachzustand hin- 206 . Wille. und ob er sich an sie erinnert oder nicht.höhere Denkzentrum'. daß er sich in einer besseren Lage befindet als während seines Schlafes. „Außer den Zentren. Sie seien verrückt oder Sie wollten ihn in der Hoffnung auf persönlichen Gewinn betrügen. Er kann sich bewegen. „Um uns den Unterschied zwischen den verschiedenen Bewußtseinszuständen klarzumachen. so werden wir sehen. Dann wacht er auf. er wird denken. kann vorausberechnen. Diese Zentren sind in uns. Zunächst scheint dies ein ganz anderer Bewußtseinszustand. Es scheint einleuchtend. Stimmen. gibt es zwei weitere Zentren im Menschen. dem Schlaf. das . Es ist offensichtlich. aber ihre Arbeit erreicht nicht unser gewöhnliches Bewußtsein. bleibt sich gleich. in seine Gedanken.objektives Bewußtsein' — sind mit der Tätigkeit der höheren Zentren im Menschen verknüpft. in die Beweggründe seiner Handlungen. Wärme.verbunden ist. nichts tun kann. wenn wir einen Blick in seine innere Welt tun. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Eigenschaften unseres fälschlich sogenannten . Individualität im Sinne eines bleibenden und unveränderlichen Ichs. sie sind voll entwickelt und arbeiten die ganze Zeit. Der Mensch ist in seine Träume versunken. was er seiner Meinung nach schon hat.

All dies kann überhaupt keinen Wert haben. sind gleichermaßen subjektiv. Gewiß können sie dies. . Er schläft.und der Wachzustand. Er sieht nicht die wirkliche Welt. alles geschieht mit ihm. Alles. Gerade im Augenblick wird ein Krieg geführt. Er lebt in einer subjektiven Welt von . was geschieht. der Schlaf. und die Ergebnisse all seiner Handlungen fallen auf ihn und seine Umgebung zurück. daß er nicht gern hat. .ich habe ungern'. Und dann gewinnt alles ihn umgebende Leben einen anderen Aspekt und eine andere Bedeutung. ob Kriege verhindert werden können. Die wirkliche Welt ist durch einen Schleier von Einbildungen vor ihm verborgen. ist seiner selbst nicht eingedenk. weil dieser Schlaf durch das ganze uns umgebende Leben. Er lebt im Schlaf.ich will nicht'. sagen und tun sie im Schlaf.ich liebe nicht'. durch alle uns umgebenden Verhältnisse veranlaßt und aufrechterhalten wird. was er meint. Erst wenn ein Mensch beginnt. . daß die Menschen aufwachen. Das scheint eine Kleinigkeit zu sein. daß er will oder was er meint. Sie würden dies natürlich nicht tun. ist Schlaf. was er meint. hat in Wirklichkeit einen Wert. seine Gefühle und seine Aufmerksamkeit nicht beherrschen. Dazu ist es nur notwendig. Nur Erwachen und was zum Erwachen führt. daß er nicht will.gegen kann er unentwegt irgend etwas tun. „Nehmen wir irgendein Ereignis im Leben der Menschheit. kann seine Vorstellungen. ist eine Folge dieses Schlafes. Er ist eine Maschine. ein Leben im Schlafe ist. „Wie oft bin ich schon gefragt worden. was sie tun. Was man . daß er gern hat.ich habe gern'. Zum Beispiel Krieg. was es gibt. alles. . das heißt. einige Millionen anderer schlafender Menschen zu vernichten.ich liebe'. daß einige Millionen schlafender Menschen versuchen. Er kann den Fluß seiner Gedanken nicht anhalten. daß dies das Leben schlafender Menschen. Und doch erinnert er sich nicht seiner selbst. sich seiner selbst zu erinnern. Was bedeutet dies? Es bedeutet. wenn sie aufwachen würden. 207 . was er meint. . und ein viel gefährlicherer Schlaf als der Schlaf nachts im Bett.klares Bewußtsein' nennt. Er sieht. „Beide Bewußtseinszustände. was die Menschen sagen. Es ist jedoch das Schwerste.ich will'. wacht er wirklich auf. Alles.

Ohne dies ist es unmöglich. daß der. sie wachten auf. die lebenswichtigsten. Die Jünger Christi schliefen sogar. für einen Ausdruck. Es ist alles da. dann wird er verstehen. man kann ganze Bibliotheken von Büchern schreiben. Beinahe seit der WeltSchöpfung wurde den Leuten gesagt. oder der dann bewußt schlafen geht. aufzuwachen. überzeugt zu werden. als er im Garten von Gethsemane zum letzten Male betete.Erwachet'. sie aufzuwecken und nicht wieder einschlafen zu lassen. Wie oft geschieht dies zum Beispiel in den Evangelien! . und das alles im Schlaf. wenn man versucht zu erwachen. Wenn ein Mensch begreift. die übrigen aufwecken wird. weil alle zwanzig zur gleichen Zeit schlafen können und träumen können. daß er sich nicht seiner selbst erinnert und daß Sich-seiner-selbst-Erinnem bedeutet. „In der Idee des Schlafes ist nichts Neues. Diese Bücher und diese Theorien. 208 . werden nur andere Leute zum Einschlafen bringen. welcher zuerst erwacht. Im Gegenteil. „Man kann jahrelang denken. wie sie es tun. daß er nicht durch den einfachen Wunsch allein erwachen kann.wachet'. Darum ist noch mehr erforderlich. Aber wenn zum Beispiel zwanzig Menschen vereinbaren. wenn dies möglich ist. Man kann es sogar noch genauer sagen: ein Mensch kann nicht durch sich selbst erwachen. Und nur dann ist es möglich. daß sie schlafen und aufwachen müßten. Aber vorher muß man von der Tatsache des Schlafes überzeugt werden. im Schlaf geschrieben und erdacht. . und wenn er gleichzeitig die Erfahrung macht. Das muß man verstehen. denen je ein Mensch begegnen kann. der nicht schlaft und der nicht so leicht einschläft. »schlafet nicht'. Aber verstehen es die Menschen? Die Menschen halten es einfach für eine Redensart. sich seiner selbst zu erinnern. Sie müssen so einen Menschen Enden und ihn anstellen. haben sie bereits eine Chance. daß er bis zu einem gewissen Grade aufwachen muß. wie schwierig es ist.„Wie kann man erwachen? Wie kann man diesem Schlaf entrinnen? Diese Fragen sind die wichtigsten. Aber auch dies ist ungenügend. wenn es weder ihm noch anderen schadet. Ein Mensch muß sich um sie kümmern. Millionen Theorien erdenken. ohne jede Möglichkeit zu erwachen.

worauf ich Sie schon früher hingewiesen habe. Aber von solchen Fällen werden wir später sprechen. Denn wenn er daran dächte. Mit solchen Möglichkeiten ist er geschaffen und so wird er geboren. Aber er wird unter schlafenden Leuten geboren und fällt natürlich unter ihnen gerade zu dem Zeitpunkt in tiefen Schlaf. Dabei wird auf fast jeder Seite davon gesprochen. daß dies wörtlich genommen werden muß. willkürliche und unwillkürliche Suggestion und das. Ein voll entwickeiter Mensch. wird sofort unterbunden. daß er schläft. Und wiederum ist es leicht zu verstehen. Wie ich schon gesagt habe: der Mensch. Ihnen mangelt vollständig das Verständnis. daß ich schon verschiedene Male gefragt wurde. warum in den Evangelien nichts über den Schlaf steht. das heißt Mensch 209 . das heißt. und stirbt schlafend. So geht alles weiter. daß er schläft. um es später aufzuwecken. „Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf das.Mensch im vollen Sinne des Wortes' nenne.eine Metapher. Solange ein Mensch tief schläft und ganz in seine Träume versunken ist. was man . ein wenig aufzuwachen. sollte vier Bewußtseinszustände besitzen.Erziehung' nennt. Der gewöhnliche Mensch. kann ein seiner selbst bewußtes Wesen sein. Und es geschieht höchst selten. wie die Natur ihn erschaffen hat. Das heißt einfach. warum. wie er organisiert ist. kann er gar nicht an die Tatsache denken. wenn sich tausende zum Schlaf zwingende Gewohnheiten angesammelt haben. Ferner sterben viele Leute lange vor ihrem physischen Tod. was ich . er lebt sein ganzes Leben im Schlaf. oder wenigstens zu versuchen aufzuwachen. und sehr große Anstrengungen und sehr viel Hilfe sind notwendig. Und die Menschen haben nicht die geringste Ahnung. Jeder Versuch des Kindes zu erwachen. In den meisten Fällen verliert der Mensch schon als Kind die Möglichkeit zu erwachen. Alles spielt hierbei mit: die unwillkürliche Nachahmung älterer Menschen seitens des Kindes. daß die Menschen die Evangelien im Schlaf lesen. ist es notwendig. dann würde er aufwachen. was sie infolge dieses Schlafes verlieren. Ich sage Ihnen ernstlich. da er seiner selbst bewußt werden könnte. Um dies wörtlich zu verstehen. Dies ist unvermeidlich.

die Voraussetzung dazu ist der Vollbesitz des vierten Bewußtseinszustandes. was wir als den objektiven Bewußtseinszustand bezeichnen. aber wenn sie nicht Fälschungen oder Nachahmungen sind. Er lebt in einer subjektiven Welt und kann nie aus ihr entkommen. unmöglich. die er 210 . das heißt. ist nur im vierten Bewußtseinszustand möglich. Aber nichts kann im Schlaf erreicht werden. Er weiß oder kann wenigstens von der Existenz des vierten Bewußtseinszustandes wissen. außer in seltenen Augenblicken. begann das nächste Gespräch folgendermaßen: „Die Möglichkeiten des Menschen sind sehr groß. Er kann ihn auch gar nicht vermuten. worin er besteht. Alle diese »mystischen Zustände' und so fort sind falsche Definitionen. lebt nur in zwei Bewußtseinszuständen. sein eigenes Leben lenkendes Wesen. mit der Wirklichkeit vermischt. Im gewöhnlichen Bewußtseinszustand erworbenes Wissen ist mit Träumen vermischt. betrachtet er als Zufälle oder etwas Vorübergehendes. denn wenn Sie ihm erklären wollten. Sie können nicht einmal einen Schatten dessen begreifen. Infolge der Auffassung. Er hält sich für ein bewußtes. Das Wissen hingegen. zwei und drei. Nummer zwei und Nummer drei. was der dritte Bewußtseinszustand ist. die dem widersprechen. warum er niemals alle Kräfte anwenden kann. Und dies ist der Grund. daß dies sein gewöhnlicher Zustand sei. das wirkliche. daß er Bewußtsein seiner selbst sozusagen von Natur aus habe.Träume'. Im Bewußtsein eines schlafenden Menschen werden dessen Täuschungen. „Aber den dritten Bewußtseinszustand kennt der Mensch nicht und vermutet ihn nicht einmal. wird der Mensch natürlich nicht versuchen.Nummer eins. sich diesem Zustand zu nähern oder ihn zu erreichen. objektive Wissen. was ein Mensch erreichen kann. seine . Nun ist aber ohne Bewußtsein seiner selbst oder den dritten Zustand der vierte Zustand. das heißt. würde er antworten. auf das der Mensch seinen eigenen Behauptungen zufolge hinstrebt. Tatsachen." G. das sich von selbst ändern wird. dann sind sie Augenblicke von dem. Da haben Sie nun ein vollständiges Bild des Seins von Mensch Nummer eins.

Der Mensch fühlt. und daß er es wegen bestimmter funktioneller Störungen in seiner Maschine. daß irgend etwas mit seiner Maschine und seinen Funktionen in ihrem gewöhnlichen Zustand nicht in Ordnung ist. und sie ändern Gesetzen gehorchen läßt.besitzt. wie sie ist. sich zu studieren. Indem er sich beobachtet. und so. 211 . Und während er sich beobachtet. Es gibt sehr viele chemische Prozesse. so wie er jetzt ist. Er fühlt. daß richtig gelenktes SelbstStudium und richtig gelenkte Selbst-Beobachtung einen Menschen zu der Einsicht bringen. bemerkt er. daß er aus dem Leben nicht all das herausbekommen kann. um das Wesen eines Vorganges vollständig zu verändern und viele von ihnen absolut unmöglich zu machen. Er beginnt zu verstehen. wirft er sozusagen einen Lichtstrahl auf seine inneren Vorgänge. Unsere inneren psychischen Vorgänge (unsere innere Alchimie) haben viel mit diesen chemischen Vorgängen gemein. die bisher in völliger Dunkelheit gearbeitet haben. wie sie sein könnte oder sein sollte. Und unter dem Einfluß dieses Lichtes beginnen die Vorgänge selbst sich zu ändern. weil er schläft. die nur ohne Licht möglich sind. und warum er immer nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt. Genau aus diesem Grunde bleibt der weitaus größere Teil seiner Möglichkeiten unverwirklicht und der weitaus größere Teil seiner Kräfte unbenutzt. in seinem Wahrnehmungsapparat. Dabei sieht der Mensch ein. nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt und arbeitet. nicht kann. daß es vielleicht nicht einmal der Mühe wert ist. Die Selbst-Beobachtung bringt den Menschen zur Einsicht der Notwendigkeit der Selbst-Wandlung. in denen das Licht das Wesen des Vorganges verändert. ein Mittel zum Erwachen darstellt. daß die Selbst-Beobachtung ein Instrument der Selbst-Wandlung. Genau so können viele psychische Prozesse nur im Dunkeln stattfinden. Er sieht jede Funktion so. daß die Selbst-Beobachtung an sich schon verschiedene Wandlungen in seinen inneren Vorgängen hervorruft. daß er. was es ihm geben könnte. Die Idee des Selbst-Studiums gewinnt in seinen Augen eine neue Bedeutung. „Es wurde schon früher gesagt. Schon ein schwaches Bewußtseins-Licht ist genug.

wird der Mensch sehen. Gefühle. Gesichtsausdrücke und so fort. sehr weit von der Wirklichkeit entfernt ist. Wenn es einem Menschen gelingt. „An Stelle des Menschen. sich selbst zu sehen. Bewegungen. in der er von Jahr zu Jahr gelebt hat. Bisher hat er nur die Einzelheiten der Arbeit der Zentren studiert. was ein Mensch in einem bestimmten Augenblick in sich sehen kann. wie man diese Photographien in den interessantesten und charakteristischsten Momenten aufnehmen kann. die ihm dann im Zusammenhang ganz klar zeigen. wobei er versuchte. für den er sich bisher gehalten hat. Dieser . was er ist. sozusagen innere Photographien von sich selbst in verschiedenen Augenblicken seines Lebens und in verschiedenen Gemütszuständen aufzunehmen: und nicht Aufnahmen von Einzelheiten. Es ist er selbst. daß nicht nur das Selbst-Studium und die Selbst-Beobachtung. Er hat die Arbeit der Maschine studiert. charakteristische Gesichtsausdrücke. interessante Augenblicke für diese Photographien zu erhaschen. nur diese oder jene Erscheinung zu registrieren und ein unparteiischer Zeuge zu sein. Aber es ist nicht so leicht zu lernen. das heißt. Empfindungen. diese Photographien müssen gleichzeitig alles enthalten. In anderen Worten. wie er es gesehen hat. Haltungen. Nun muß er anfangen. 212 . charakteristische Gefühle und charakteristische Gedanken einfangen kann. nicht nur die Arbeit der kleinen Räder und Hebel. daß seine gewöhnliche Meinung über sich selbst. sondern auch die Arbeit an sich selbst zum Ziel der Selbst-Wandlung notwendig ist.andere' Mensch ist er selbst und gleichzeitig nicht er selbst. wie die anderen ihn sehen. sondern er muß alles im Zusammenhang als ein Ganzes sehen — seine Ganzheit. „Zu diesem Zweck muß ein Mensch lernen. Stimmungen. nicht nur getrennte Einzelheiten zu sehen. wird er einen ganz anderen Menschen sehen. dann wird er sehr bald ein ganzes Album von Bildern von sich selbst sammeln.„Wenn ein Mensch zu der Einsicht gelangt. den Klang der Stimme. sondern Aufnahmen des Ganzen. dann muß sich der Charakter seiner Selbst-Beobachtung ändern. wie man charakteristische Haltungen. Wenn diese Photographien mit Erfolg aufgenommen werden und eine genügende Anzahl von ihnen da ist. Gedanken.

ist in Wirklichkeit aber nur .0uspensky'. Aber nicht ganz so. erkennt er schnell. zu registrieren und zu beobachten.Petrow' oder . wird er nie weiterkommen. aber sie wird sofort von . was mit ihm geschieht.Ich' nennt. daß er vollständig in der Macht seines . das Wirkliche vom Erfundenen zu scheiden. wie er tatsächlich ist.0uspensky'. daß es viel Unwirkliches.Zacharow' oder . . ist aktiv und spricht von sich selbst in der ersten Person.Petrow' nennen. das wirkliche Ich. Der Mensch muß einsehen.ich'.Ich' es getan oder gesagt hätte.Zacharow'. Was auch immer er plant oder zu tun und zu sagen beabsichtigt. Der eine ist passiv. . Sobald er begonnen hat. und natürlich werden sie es nicht auf die Weise tun oder sagen wie . Denn der Mensch weiß selbst.0uspensky'. . es ist nicht . den andere Leute kennen und den er selbst jetzt anfängt zu kennen. mit ihrer eigenen Auffassung. . das in seinem Leben nur für sehr kurze Augenblicke zum Vorschein kommt und das nur nach einer sehr langen Arbeitsspanne fest und beständig werden kann. nicht . und das meiste. „Der eine ist der Mensch.Zacharow' ist. „Von diesem Gesichtspunkt aus ergibt sich schon vom allerersten Augenblick der Selbst-Beobachtung an eine sehr bestimmte Gefahr.Zacharow'.0uspensky'. den er . sondern auf ihre eigene Weise.Ouspensky'. und oft verändert diese Auffassung vollständig das.Petrow' oder . „Dies ist die erste Einsicht. da er zu fühlen beginnt.Ich' tun wollte.er'. Das . Und bei Beginn der Selbst-Beobachtung und des Selbst-Studiums ist es notwendig. was er tun kann. Seine Arbeit an sich selbst beginnt in dem Augenblick. Erfundenes und Künstliches in diesem anderen Menschen gibt. „Solange sich ein Mensch für eine Person hält.wie ihn andere Leute kennen und wie er in seinen Handlungen. Der andere. ist. der es ausführt. tut oder sagt. . das. daß er tatsächlich aus zwei Menschen besteht. sich zu teilen. was .Ich' beginnt die Selbst-Beobachtung.Petrow' oder .Ich' nennt und den andere . die ein Mensch haben kann. Der andere ist der wirkliche Er. richtig zu denken. der sich . Worten und so fort erscheint. sondern sein .Petrow' aufgenommen und fort- 213 . Man muß lernen.Zacharow' oder . daß es zwei Menschen in ihm gibt.

' Er wird niemals Iwanow sagen. daß ein Mensch ungern seinen eigenen Namen gebraucht. wie häufig es ist. keine Ausnahmen. Ihm wird gesagt. oder zu sagen . Er nennt sich mit einem anderen Namen. er erfindet für sich einen künstlichen Namen.er' und so fort. . die gewöhnt sind. „Man glaubt gar nicht.Zacharow' nennt. was er gern hat oder jedenfalls. daß ein Mensch mit Namen Iwanow die Beschreibung dieser Methode der Selbst-Beobachtung hört. . Weiterhin nennt er das in sich Jch'.Zacharow' auf der anderen Seite.Petrow' oder . eine Veränderung.Zacharow' oder . bei dem ihn niemand genannt hat oder jemals nennen wird. daß der Mensch sich teilen muß. Aber .0uspensky'.0uspensky'. wie er es hört. Er sucht es auf alle mögliche Weise zu vermeiden. .Petrow' oder . oder er nennt sich einfach . Auf dieser Grundlage beginnt er auf verschiedene Arten über sich nachzudenken. sondern den eingebildeten . und so wird er unweigerlich jemandes anderen Nachnamen oder Vornamen benützen.und das ist „Ouspensky". Und er teilt sich buchstäblich. einen Namen. was er nicht gern hat oder für schwach hält. „Nehmen wir zum Beispiel an.0uspensky'. sagt er.0uspensky' zu nennen. dann ziehen sie vor. Er findet das unangenehm. während er dasjenige . da er sich schon über den wichtigsten Punkt getäuscht hat und nicht sein richtiges Selbst als Voraussetzung genommen hat. wie in dem gerade erwähnten Beispiel. . .0uspensky in mir'.Zacharow'. „Petrow" oder „Zacharow". er hat nicht Iwanow als Voraussetzung genommen.geführt.Das ist „Ich"'. .Er' oder .Petrow' führen schon bei den ersten Schritten eine leichte Veränderung in diese SelbstBeobachtung ein.Petrow' oder . Wenn es zu der Selbst-Beobachtung kommt. natürlich von Anfang an ganz falsch. . In diesem Zusammenhang sind die Menschen. Das heißt. was er für stark hält. wenn er von sich in der dritten Person spricht.0uspensky'. sich in ihrer Unterhaltung mit sich selbst mit ihrem Vornamen oder Nachnamen oder Lieblingsnamen zu nennen. aber die in Wirklichkeit die ganze Angelegenheit von Grund auf ändert. die ganz nebensächlich zu sein scheint. sich . als ob es einen 214 .Ich' auf einer Seite und .

„Auf dieser Stufe der Selbst-Beobachtung muß der Mensch begreifen.0uspensky' in einem bestimmten Augenblick möchte.0uspensky' ist. die er trägt. Geschmack. daß .0uspensky' trennt. die er unbewußt spielt und die er leider nicht zu spielen aufhören kann..0uspensky'. vor . gleichgültig und teilnahmslos zu sein. daß man sich innerlich von . fühlt er. . was immer er tun oder sagen möchte. nicht das zu tun.0uspensky' ist.0uspenskys' Wünsche.0uspensky' durchkreuzt und verändert. Und gleichzeitig ist . . von .Ouspensky* begreift. Der Mensch versteht. die er selbst niemals tun oder sagen würde. die ihn regiert und ihn tausend dumme Dinge sagen und tun läßt.0uspensky' in ihnen geben könnte.0uspensky' zu befreien. und gleichzeitig fühlt er.0uspensky in ihm' auf. ganz gleich. Es gibt schon genug von . was immer er tun möchte. „Wenn er aufrichtig mit sich ist.0uspensky' für ihn getan wird. „Die erste Stufe der Arbeit an sich selbst besteht darin. eine Rolle. dann hört seine Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber . Meinungen sind entweder seinen eigenen Ansichten. beginnt zu fühlen. Aber man muß die Tatsache 215 . seine Wünsche auszudrücken.0uspensky' befreien kann. „Aber wenn ein Mensch seine Hilflosigkeit gegenüber. tatsächlich sich von ihm trennt und sich von ihm entfernt hält.0uspenskv' nichts ist als eine Maske. Antipathien. sondern was er selbst tun will. Er ist der Sklave.0uspensky' beherrschen und ihn veranlassen. Gedanken. daß er nicht . Gefühlen und Stimmungen entgegengesetzt.0uspensky' zum Diener werden.0uspensky' ist sein .Ouspensky' ist. weil alles. muß er . daß es vor allem sein Ziel sein muß. tausend Dinge. Und da er sich in Wirklichkeit nicht von .Feind'. sich von .0uspensky' Angst zu haben. „Die Selbst-Beobachtung wird die Beobachtung von . daß er in der Gewalt von .0uspensky' sein Herr. weil er er selbst ist.0uspensky' für Ouspensky selbst. Er hat keinen eigenen Willen. daß dieser sein . Vom Herrn muß . was . daß er nicht .Feind' ist. Sympathien. oder sie haben nichts mit ihnen gemein. alles wird durch . „Er beginnt. Er hat keine Möglichkeiten. die Rolle.

„In diesem Falle ist es das Gefährlichste.im Sinn behalten.0uspensky' ist. der ihm sagen kann. muß eine richtige sein. Man muß sich daran erinnern. das heißt eine solche. Sie bilden sich ein. daß er es schon besser weiß. weil er sonst zweifellos denken wird. was er wirklich ist. daß Aufrichtigkeit gelernt werden muß. sondern auch was andere Leute angeht. glaubt er leicht. Aber das Wesentliche hierbei ist. da ein Mensch nicht erklären kann. daß er es kann. was er in sich selbst sehen sollte? Jemand muß es ihm zeigen. ob sie aufrichtig oder unaufrichtig sind.0uspensky* ist. der in diesem Augenblick die Richtung verliert. zumal wenn er zu denken beginnt. daß er nicht . Aber wenn er auch nur in einem geringen Maße mit sich selbst aufrichtig ist und wirklich die Wahrheit erkennen will. Wenn ein Mensch Glück hat. mit sich selbst aufrichtig zu sein. wo er ist und wo . daß es von ihrem Wunsch oder ihrer Entscheidung abhängt. und damit muß er beginnen.0uspensky' erklären. In diesem Zustand kann ein Mensch nichts erkennen. daß die ganze Aufmerksamkeit auf . Ein Mensch.0uspensky' ist. wie dies oft geschieht. die ihm hilft. Natürlich ist dies alles Selbst-Täuschung. Und seine Haltung gegenüber dem Menschen. dann kann er eine genaue und unfehlbare Grundlage zur richtigen Beurteilung zuerst seiner selbst und dann der anderen Leute finden. Und nicht nur was ihn angeht. daß der Mensch so 216 . sich auf sein eigenes Urteil zu verlassen. Und dies ist keineswegs leicht. was ihm gezeigt wird. kann er zu diesem Zeitpunkt jemanden in seiner Nähe haben. wenn er tatsächlich nicht aufrichtig das sieht. wobei er gleichzeitig eingedenk bleiben muß. Je überzeugter er davon ist. und ihn nicht. der es ihm zeigt. weder in bezug auf sich noch in bezug auf andere. das zu sehen. wo er ist undwo. daß er selbst alles verstehe und daß er wisse. desto mehr irrt er sich. wird sie niemals wieder finden. Aber wie kann ein Mensch mit sich selbst aufrichtig sein. Aber darüber hinaus muß er dieser Person vertrauen. Die Menschen begreifen nicht. daß er ihre .0uspensky' gerichtet bleiben muß. Aber er kann sich selbst .0uspensky' sieht und kennt. hieran hindert. „Dies ist ein sehr ernster Augenblick in der Arbeit.

Die Unfähigkeit des Menschen.wie er ist nicht die Mittel besitzt. vergißt er zehn andere Sachen. die er sich selbst gegeben hat. wie er dachte oder wie er sprach. . er wird sich nie so sehen. Aber im allgemeinen kann man wahrheitsgemäß sagen: wenn der Mensch sich an eine Sache erinnert. auf diese inneren Photographien seiner selbst. warum er sie begonnen hat. die ihm anerzogen worden sind und die wiederum mit auch künstlich geschaffenen Auffassungen von . und nach Verlauf einer gewissen Zeitspanne erinnert er sich nicht mehr. ist eines seiner hauptsächlichen und charakteristischsten Kennzeichen und die Ursache von allem anderen in ihm. er erinnert sich nicht an die Versprechung.Ehrlichkeit'. „Um zu wissen. wird er sich belügen und Dinge erfinden. an die sich zu erinnern viel wichtiger wäre. woran er gedacht oder was er gesagt hat. Die Unfähigkeit zum Selbst-Erinnem zeigt sich auf mannigfaltige Weise. Der Mensch erinnert sich nicht an seine Entscheidungen. einem Tag oder sogar einer Stunde gesagt oder gefühlt hat. . Man muß einsehen lernen. Der Mensch erinnert sich nicht. warum sich dies so verhält. was schon früher gesagt wurde. und er erinnert sich nicht. Selbst wenn er dies versucht. wie er wirklich ist. Wie früher gesagt wurde. Und der Mensch vergißt besonders leicht. die er vielleicht früher aufgenommen hat. was sich auf ihn bezieht.0uspensky' in sich selbst zu unterscheiden. „Dies wiederum ist mit einem der Hauptkennzeichen der Haltung 217 . was er vor einem Monat. müssen Sie sich an vieles erinnern. Assoziationen.Ehre'. sich seiner selbst zu erinnern. Dies geschieht besonders oft im Zusammenhang mit der Arbeit an sich selbst. einer Woche. „Und dies raubt den Ansichten und Meinungen eines Menschen jedwede Festigkeit und Genauigkeit. daß ohne fremde Hilfe ein Mensch sich nie selbst erkennen kann. Er beginnt irgendeine Arbeit. Ein Mensch kann sich an ein einem anderen gegebenes Versprechen nur mit Hilfe künstlicher Assoziationen erinnern. bringt die Selbst-Beobachtung einen Menschen dazu.Pflicht' und so fort verbunden sind. um . erinnert sich nicht. daß er sich nicht seiner selbst erinnert.Ich' und . die Tatsache einzusehen.

Sich-Identifizieren' ist einer unserer schrecklichsten Feinde. Um sich aus der Identifizierung zu befreien. die die Identifizierung annimmt. daß. was in einem bestimmten Augenblick seine Aufmerksamkeit. das heißt man muß keine Angst haben. sie diese für einen sehr guten Zug halten und sie . denen er seine Zeit.Identifizierung' bis in ihre Wurzeln hinein in einem selbst zu sehen und zu studieren. „Es ist notwendig.Identifizierung' mit dem. muß man unaufhörlich auf der Hut und rücksichtslos mit sich selbst sein. nämlich seiner dauernden . daß nur in einem Zustand der Identifizierung 218 . die . seine Arbeit und seine Aufmerksamkeit widmet.des Menschen sich selbst und seiner ganzen Umgebung gegenüber verknüpft. das ihm in den Weg kam. . nehmen sie für den ganzen Wald. sich aus der Identifizierung zu befreien. . „Das . Gefühle und Stimmungen.Spontaneität'. daß er dagegen ankämpfe. da es ihm scheint. und vergißt darüber vollständig die großen Ziele.Identifizierung' ist eine so allgemeine Eigenschaft. Der Mensch befindet sich dauernd in einem Zustand der Identifizierung. „Die . weil es alles durchdringt und einen Menschen in dem Augenblick täuscht. seine Gedanken oder seine Wünsche und seine Einbildungskraft anzieht. die ihn am meisten interessieren.Eifer'. er ist mit einem Gefühl.Inspiration' oder ähnlich nennen und annehmen. Die Schwierigkeit des Kampfes mit der Identifizierung wird noch durch die Tatsache vermehrt. . Es ist besonders schwer. mit einer Stimmung identifiziert und vergißt seine eigenen weiteren Gedanken. nur verändert sich ihr Gegenstand. . sie zum Zwecke der Beobachtung von allem anderen zu scheiden.Leidenschaft'. daß sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. weil ein Mensch sich natürlicherweise leichter mit den Dingen identifiziert. Er identifiziert sich mit einem Gedanken und vergißt andere Gedanken. Zwei oder drei Bäume. „Der Mensch identifiziert sich mit einem kleinen Problem. die ihnen am nächsten stehen. daß es sehr schwierig ist. alle die feinen und verborgenen Formen zu sehen.Begeisterung'. mit denen er seine Arbeit begann. In der Arbeit an sich selbst sind die Menschen so stark mit verschiedenen Zielen identifiziert. wenn Menschen sie in sich selbst beobachten.

wenn er je etwas erreichen will. was sie selbst nicht wissen. würden sie ihre Meinung ändern. die er noch hat. Um sich seiner selbst zu erinnern. kommt es oft vor. „Von den allgemeinen Formen der Identifizierung muß man die Aufmerksamkeit auf eine besondere Form der Identifizierung richten. in Restaurants an. Aber um zu lernen. Er muß sich daran erinnern. er darf sich nicht immer und bei allen Gelegenheiten als . mit dem er kämpfen und den er überwinden muß. Und dafür sind Haschisch oder Opium ganz unnötig. und einen anderen. Wenn die Menschen sehen könnten.ein Mensch wirklich gute Arbeit. in Theatern. sich nicht zu identifizieren. zu einem Stück Fleisch. daß ein Mensch sich so mit seiner Pfeife identifiziert. Ein Mensch.Ich' bezeichnen. sich selbst für eine Pfeife zu halten. wo die Leute Haschisch und andere Rauschgifte rauchen. der sich mit irgend etwas identifiziert. ihn selbst. Begierden oder Worten.Ich' in ihm. und von ihnen selbst bleibt nichts übrig. vor allem etwas. wie sie sich mit Worten identifizieren. ganz gleich auf welchem Gebiet. daß es zwei in ihm gibt. daß er beginnt. Ein Mensch wird zu einer Sache. Er wird wirklich eine Pfeife. darf ein Mensch zuallererst sich nicht mit sich selbst identifizieren. Freiheit bedeutet zuallererst Freiheit von Identifizierung. „Identifizierung ist das Haupthindernis für die Selbst-Erinnerung. nämlich auf die Identifizierung mit anderen in der Form des Sich-nach-ihnen-Richtens'. In Wirklichkeit ist dies natürlich eine Täuschung. Solange ein Mensch sich identifiziert oder identifiziert werden kann. Im Osten. kann sich nicht seiner selbt erinnern. was mit ihm geschieht. ist er der Sklave von allem. 219 . was der Zustand der Identifizierung bedeutet. Das ist kein Witz. Er verliert sogar die letzte Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen. sich nicht zu identifizieren. wenn sie über etwas streiten oder etwas zu beweisen suchen. Sie werden selbst zu Gier. oder sehen Sie. Schauen Sie die Leute in den Läden. Das ist Identifizierung. ist es zuallererst nötig. sondern eine Tatsache. das heißt das . Im Zustand der Identifizierung kann ein Mensch nichts Vernünftiges tun. leisten kann.

oder im Gegenteil. was einem solchen Menschen mißfällt. Der Mensch erwartet innerlich. Kälte. Die Menschen sind imstande. was andere über ihn denken. daß die Menschen ihn nicht genug achten. sich nicht nur nach der Ungerechtigkeit oder mangelnden Achtung seitens anderer zu richten. Sie können durch das Wetter irritiert. .sich mit einer Ungerechtigkeit abzufinden'. ungesetzlich.„Es gibt verschiedene Arten des Sich-nach-jemand-Richtens. 220 . der Hitze. ja unwillig und ärgerlich darüber werden. „In den häufigsten Fällen identifiziert sich ein Mensch mit dem. die sogar fähig sind. Und der Ausgangspunkt seines Urteils ist immer der. Er denkt immer. um ihm Unbequemlichkeiten und Unannehmlichkeiten zu bereiten. in denen sich sehr oft das . „Und er »richtet sich' nicht nur nach einzelnen Menschen. sondern auch nach der Gesellschaft und nach historisch bedingten Verhältnissen. scheint ihm ungerecht. falsch und unlogisch zu sein. Wenn ein Mensch sich über etwas empört. wie sie ihn behandeln. um ihm Vergnügen zu machen. Alles. All dies quält ihn und entwickelt in ihm eine mißtrauische und feindliche Haltung gegenüber den Mitmenschen. Das scheint lächerlich. Solches Sich-Richten fußt vollständig auf Erwartungen. und daß alle dauernd ihrer Achtung. was jemand von ihm dachte. Der Mensch nimmt alles so persönlich. nicht genug höflich und zuvorkommend sind. „All dies und noch vieles andere ist nur eine Form der Jdentifizierung*. dann würde das Aufhören des . was jemand über ihn sagte — all das gewinnt für ihn eine ungeheure Bedeutung. so daß er eine ungeheure Energiemenge auf Vermutungen und Verdächtigungen verschwendet. welche Haltung sie ihm gegenüber einnehmen. „Es gibt Menschen. Wie jemand ihn ansah.Ungerechtigkeit' ist eines der Worte. was seiner Überzeugung nach eine Ungerechtigkeit ist. .Sich-Richten' verbirgt. nach Schnee und Regen zu richten. was für ein bemerkenswerter Mensch er ist. als sei alles in der Welt eigens angeordnet worden.Sich-Richtens' für ihn bedeuten. sondern die sich zum Beispiel sogar nach dem Wetter richten. sich nach dem Klima. aber es ist eine Tatsache. daß diese Dinge verändert werden können und sollen. daß jeder sieht.

nicht soll'. was ihn daran hindert. dann an Erwartungen und schließlich am . Und dies kann sehr weit führen. Er beginnt zu denken. seine Klugheit oder seinen Witz. seinen Verstand. Künstler und Politiker zum Beispiel sind fast ohne Ausnahme kranke Menschen. etwas tun zu . seinem Ziel näherzukommen. Woran leiden sie? Erstens an einer außerordentlichen Meinung über sich selbst. daß ein Mensch zu denken anfängt. Die Menschen haben voreinander Angst. Musiker. „Es gibt noch eine andere Form des .nicht sollen' ist auch ein schwieriges Thema. daß dies dumm ist.sollte' er nur das tun. Wenn ein Mensch ein Ziel hat. „Der gleiche Fall.sich nicht zu richten'.Sich-Kümmern'. dann . Schriftsteller.soll' und wann er . ist der. Ich habe viele solche Fälle gesehen. Schauspieler. daß er sich nicht genug nach einem anderen richte und daß dieser andere deshalb beleidigt sei. seine Geistesgegenwart.Sollen' und . . All das ist einfach Schwäche. es ist schwierig zu verstehen. während er tatsächlich gar nicht so tun sollte. über mangelndes Verstehen und mangelnde Anerkennung beleidigt zu sein.Sich-Richten' oder . seine Schönheit. wie dies oft bei Menschen mit sehr bescheidenem Äußeren vorkommt. daß er vielleicht nicht genügend an den anderen denke. und beginnt vollständig sinnlose Handlungen auszuführen. Er ärgert sich über sich und fühlt.Sich-nach-etwas-Richtens'. ihm nicht genügend Aufmerksamkeit zolle und ihm nicht genug nachgebe.sollen'. wann ein Mensch wirklich . Diese Form beginnt damit. daß ein Mensch glaubt. die schon im voraus bereit ist.Zieles' aus entschieden werden. Dies kann nur vom Gesichtspunkt des . sofern er jemals eines gehabt hat. nur vielleicht noch etwas schlimmer. die einem Menschen viel Energie rauben kann. das heißt an einer Haltung. das heißt. was ihn zu seinem Ziel führt. wo doch gerade in solchen Fällen nichts anderes nottut als eben . seine Originalität und alle seine anderen Qualitäten Ausdruck verleihen sollten.ihrer Schätzung und Bewunderung für ihn. Auf diese Weise verliert der Mensch schließlich sein Gleichgewicht. 221 . und er sollte nichts tun. aber er kann nicht aufhören. Diese Erwartungen selbst beruhen wiederum auf einer völlig phantastischen Vorstellung über ihr eigenes Selbst.

daß im einen Falle ein Mensch mit dem äußeren Ausdruck der Gefühle kämpft und im anderen Falle mit der inneren Äußerung der vielleicht gleichen Gefühle. nennt er sie . . eine der Formen des Lügens. die Aufrichtigkeit zu verlieren. wenn sie mit dem Sich-Richten in sich selbst zu kämpfen beginnen. einfach weil er schwach ist. „Diese Furcht. Der einzige Unterschied ist der. ist in Wirklichkeit einfach. Sie müssen solche Beispiele in der Beobachtung Ihrer selbst und anderer suchen. einen Teil von sich.„Wie ich schon gesagt habe. verlieren.unaufrichtig' werden. dagegen zu kämpfen. daß sie in diesem Fall etwas. Der Mensch kann nicht anders. auf denen die menschlichen Schwächen beruhen. indem er sagt. das sogar zum Teil die Mittel liefert. als sich identifizieren und innerlich nach etwas richten. Und ganz tief in seinem Inneren weiß der Mensch dies. seine unangenehmen Gefühle auszudrücken. und er kann nicht umhin. weil sie glauben. daß sie. gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle anzukämpfen.Ehrlichkeit' und sagt sich. Das äußere Sich-Richten fußt auf einer ganz anderen Beziehung 222 . sich richten. während er tatsächlich nicht mit seinen Schwächen kämpfen will. sind Äußerungen seiner Schwäche. Aber da er sich diese Schwäche nicht eingestehen will. seiner Unfähigkeit. „Das Gegenteil von innerem Sich-Richten. seines Unvermögens.Ehrlichkeit' kämpfen will. und sie haben Angst davor. Man könnte noch mehr Beispiele bringen. „Bisher habe ich nur vom inneren Sich-Richten gesprochen. Identifizieren. Aber er belügt sich selbst. unangenehme Gefühle zum Ausdruck bringen.Aufrichtigkeit' oder . „Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind in Wirklichkeit etwas ganz anderes. Hierbei geschieht das gleiche wie in den Versuchen. das heißt. glauben die Menschen sehr oft. Aber Sie müssen dies selbst tun. ist das äußere Sich-Richten. daß er sich nicht beherrschen will. Was der Mensch in diesem Falle Aufrichtigkeit nennt. daß er nicht gegen seine . daß er nicht die Aufrichtigkeit verlieren möchte. ist natürlich eine Selbst-Täuschung. sich zu beherrschen.

so wird er verstehen. Dadurch. Und wenn er ein schwacher Mensch ist. sie glauben. nicht mit ihm streiten wollen und so fort. Wenn er dies kann. Aber der andere habe sich überhaupt nicht nach ihm richten wollen. Dies ist ein Beispiel. Aber wenn er sich einem Menschen mit seinen eigenen Erwartungen nähert. Sehr oft beginnt ein Mensch mit einem Segen und endet mit einem Fluch. Sehr oft wünscht ein Mensch. nicht die Notwendigkeit verstehen. Es geschieht sehr oft. sie hätten. und nachher beklagt er sich über die anderen Leute. zu verstehen. daß Menschen. Dann wird er sich an seinen Platz. sich im Leben äußerlich zu richten. daß er nicht lügen wollte. kann nur neues inneres Sich-Richten die Folge davon sein. an ihre Auffassungen. nur weil sie sich in der Arbeit befinden. „Richtiges äußeres Sich-Richten ist in der Arbeit sehr wichtig. Das äußere Sich-Richten erfordert Menschenkenntnis. Aber wenn ein Mensch sich wirklich seiner selbst erinnert. sich nicht nach den anderen zu richten. aufrichtig das auszudrücken oder irgendwie dem anderen zu zeigen. daß er sich äußerlich richtet. Dann macht er sich vor. wie sich äußeres SichRichten in inneres Sich-Richten verwandelt. Gleichzeitig verlangt das äußere Sich-Richten eine große Macht über sich selbst. ein 223 . was er wirklich über ihn denkt oder fühlt. macht ein Mensch das Leben für sich und andere Menschen leicht.zu den Menschen als das innere Sich-Richten. wird seine Arbeit für ihn leichter werden. daß ein anderer Mensch genau so eine Maschine ist wie er selbst. die sehr wohl die Notwendigkeit verstehen. daß sie sich nicht nach ihm richten. es sei die Schuld des anderen gewesen. Er beginnt mit dem Entschluß. Er habe sich wirklich nach ihm richten. daß er aufrichtig sein wollte. eine große Selbstbeherrschung. nichts vormachen wollte. sich auch in der Arbeit äußerlich zu richten. an ihre Bedürfnisse. wird er natürlich diesem Wunsch nachgeben und sich nachher rechtfertigen und sagen. ihm sogar nachgeben. so daß nichts mit ihm anzufangen gewesen sei. Es bedeutet die Anpassung an Menschen. das Verständnis ihres Geschmacks. ihrer Gewohnheiten und Vorurteile. in seine Lage versetzen und wird wirklich fähig werden. was ein anderer Mensch denkt und fühlt.

„Diese künstlichen Einrichtungen stören jetzt sehr all Ihre guten Absichten. Diese Überzeugung loszuwerden. ist. Sie könnten schon tun. eines Schwelgens in jeder Art Schwäche. daß Sie nicht von Anfang an mit einer hübschen. Hinter Ihnen liegen viele Jahre eines falschen und dummen Lebens. und an manchen Stellen haben sich künstliche Einrichtungen gebildet. Die Maschine ist schmutzig. sagteer. tausend unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse verursacht. das heißt des gewöhnlichen Lebens beginnen und verlaufen kann. die Sie vergessen. 224 . daß jede Anstrengung außer den gewünschten Ergebnissen. während in Wirklichkeit in der Arbeit. die durch Ihre eigene falsche Arbeitsweise notwendig wurden. zehnmal mehr äußeres Sich-Richten notwendig ist als im Leben. „Sie denken. „Sie denken oft auf eine sehr naive Weise". begann eines der folgenden Gespräche mit dem Hinweis. und Sie sehen nicht ein. daß wir die Schwierigkeiten unserer Lage vergessen. andere beschuldigten und so weiter und so fort. der aus mancherlei Gründen leicht vergessen wird. teilweise verrostet. Sie verstehen nicht die ganze Mannigfaltigkeit Ihrer Organisation. sauberen. das heißt in der eigenen erfolgreichen Arbeit eines Menschen an sich selbst. ist für den Menschen schwerer als alles andere." G.Recht. neuen Maschine beginnen. 1 Für die Definition von Obyvatel siehe Seite 532. daß die Arbeit nicht auf einer niedrigeren Stufe als der des Obyvatel1. und die Hauptsache. Halten Sie daran fest. und der Erfolg dieser Arbeit steht immer im Verhältnis zu ihrer Würdigung und ihrem Verständnis. alle unangenehmen Wahrheiten zu vermeiden strebten. All das hat natürlich die Maschine angreifen müssen. sich nicht zu richten. wo Sie die Augen über Ihre eigenen Irrtümer geschlossen hatten. weil nur das äußere Sich-Richten von seiner Seite sein Verständnis und seine Würdigung der Arbeit erweist. selbstgerecht waren. Aber wir werden hiervon später noch einmal gesondert sprechen. wenn sie überhaupt solche zeitigt. sich dauernd belogen. Dies ist ein sehr wichtiger Grundsatz.

wenn auch unwillkürlich. die mittels . Gefühle. Aber wenn in ihm . Auf irgendeine Weise muß er diesen Gedanken meistern oder bannen. eine dauernde Unruhe spüren.„Sie werden .Puffern' 225 .Puffer' genannt. wie widersprechend und feindlich die verschiedenen Ichs unserer Persönlichkeit zueinander stehen. wie er jetzt lebt und handelt. Andere entstehen unter dem hypnotischen Einfluß des gesamten uns umgebenden Lebens. widersprechender Meinungen.Puffer' erzeugt werden. Worte und Handlungen. Sehr viele . Wir kennen die Bedeutung der Puffer an den Eisenbahnwagen. Sie sind nicht durch die Natur. der eine besondere Erklärung erfordert. daß er verrückt ist. daß er verrückt ist. Der Mensch kann diese Widersprüche nicht zerstören.Puffer' bilden sich langsam und allmählich. Er muß entweder die Widersprüche zerstören oder aufhören. die in ihm sind. schwächt seine Energie und nimmt ihm seine Selbstachtung. so könnte er nicht so ruhig leben und handeln. Ein jeder ist von Menschen umgeben. „ . kann er aufhören. sondern durch den Menschen.Erziehung' geschaffen. Er würde fühlen. die die Stoßwirkung verringern. geschaffen. würde der Stoß eines Wagens gegen einen anderen sehr unangenehm und gefährlich sein. Der Grund ihres Vorhandenseins ist das Bestehen vieler Widersprüche im Menschen. „ . wenn Wagen aufeinander auffahren. Wenn ein Mensch durch sein ganzes Leben alle die Widersprüche fühlen würde. Es ist für niemanden angenehm. Sympathien. Wenn ein Mensch alle diese Widersprüche fühlte.Puffer' ist ein Ausdruck. und er wird nicht die ganze Wucht des Aufeinanderpralls von widersprechenden Ansichten. widersprechenden Gefühlen und widersprechenden Worten spüren. Die Puffer verringern die Wirkungen dieser Stöße und machen sie unbemerkbar. sie zu sehen und zu fühlen. Wenn es keine Puffer gäbe. zu fühlen. was er wirklich ist.Puffer' werden künstlich durch . Genau die gleichen Einrichtungen können im Menschen gefunden werden. Sie sind Einrichtungen. sie zu fühlen. Wir sehen nicht. Darüber hinaus raubt so ein Gedanke dem Menschen sein Selbstvertrauen. Er würde eine dauernde Reibung. dann würde er fühlen.

Handlungen und Worte nachahmt. sondern buchstäblich unerträglich für ihn sein. Die .Puffer' helfen dem Menschen. in dem der Mensch alles auf einmal weiß. denken und fühlen. wie wenig er weiß und wie viele Widersprüche in seinem Wissen bestehen.Puffer' machen dem Menschen sein Leben leichter. es bestünden keine Widersprüche und er könne in Frieden schlafen. ohne . Aber sie verhindern im Menschen die Möglichkeit innerer Entwicklung.leben.Gewissen' in der Gefühlssphäre dem Begriff . Indem er sie und ihre Meinungen. mit deren Hilfe ein Mensch immer im Recht sein kann. es sei alles gut.Puffer' sind Einrichtungen. haben wir auch kein Gewissen.Bewußtsein' in der Gedankensphäre. daß er lügt. die Stöße.Puffer' in sich selbst. wenn er auf einmal fühlte. Die . was er liebt. die von einer tief verborgenen Einsicht seiner eigenen Nichtigkeit und Ängsten aller Art bis zu der dümmsten Art von Selbstüberschätzung. und in dem er sieht. plötzlich alle diese Widerspräche auf einmal in sich fühlte. „Gewissen ist ein Zustand.Gewissen' zu einfach aufgefaßt. „Wenn ein Mensch. herausführen. die einen Menschen aus dem Zustand. Da wir kein Bewußtsein haben. und weil es nur die Schocks sind. was er überhaupt weiß. dessen ganze innere Welt aus Widersprüchen besteht. „Bewußtsein ist ein Zustand. geben ihm die angenehme und friedliche Empfindung. weil die . Als ob wir ein Gewissen hätten! In Wirklichkeit entspricht der Begriff . das heißt ihn aufwecken können. in dem der Mensch alles auf einmal fühlt. würde all dies zusammen zu fühlen nicht nur schmerzlich. Es ist sehr schwer.Puffer' wiegen den Menschen in Schlaf. sprechen. wenn er die Wahrheit 226 .Puffer' zu dem Zweck geschaffen werden. der Erklärung verlangt. sein Gewissen nicht zu spüren. „Im gewöhnlichen Leben wird der Begriff . Die . „Das Gewissen ist wieder ein Begriff. haßt und alles haßt. daß er all das. in dem er lebt. die Schocks zu vermindern. Selbstberuhigung und Selbstanpreisung reichen. was er überhaupt fühlt oder fühlen kann.Puffer' zu leben. was er liebt. schafft er unwillkürlich ähnliche . . Und da jeder in seinem Inneren tausende widersprechende Gefühle hat. Selbstvertrauen.

er kann ein Gefühl seines Selbst vom anderen durch unüberschreitbare Schranken trennen. In diesem Zustand kann der Mensch nicht leben.Gewissen' bezeichnen kann. das allein alle die Pulver in der Glasretorte verschmelzen kann. „Aber glücklicherweise für den Menschen. und die Wahrheit sagt. die Absurdität ihres Nebeneinander-Bestehens spüren.Puffern' möglich. entweder muß er die Widersprüche zerstören oder das Gewissen. mit sich selbst zu kämpfen und an sich selbst für eine sehr lange Zeit und sehr beharrlich zu arbeiten. sie nie zusammen sehen. und das Gewissen ist nur in Abwesenheit von . nie ihre Unvereinbarkeit. aber er kann es einschläfern. seine inneren Widersprüche zu sehen. die . daß seine Arbeit alle möglichen Unbequemlichkeiten und Leiden aus dem langsamen Erwachen seines Gewissens mit sich bringt. in dem er sich zu studieren beginnt. all jenes innere Leiden auf sich zu nehmen. Das Gewissen ist für alle Menschen das gleiche. Ferner erfordert die Vernichtung der . um dies zu erreichen.Puffer' zu vernichten. und der Mensch muß dieser Arbeit zustimmen und verstehen. die einem Menschen in dem Zustand. den man als . Vom Standpunkt des Verständnisses der verschiedenen Kategorien von Menschen aus 227 . „Der Begriff Gewissen hat nichts mit dem Begriff Moralität gemein. die bereit sind. Erwachen ist nur für die möglich. fehlt. das heißt. und wenn er die Scham und den Schrecken über dies alles empfände. dann wäre er in dem Zustand. und die Einheit schaffen kann. „Das Gewissen ist eine allgemeine und dauernde Erscheinung.sagt. die es suchen und wollen. die vorher erwähnt wurden. das heißt. Das Gewissen kann er nicht zerstören. für die. das mit dem Gewahrwerden von Widersprüchen verbunden ist. Schon von frühester Kindheit an wachsen und verstärken sich die . darum gibt es für ihn überhaupt keine Gefahr eines plötzlichen Erwachens.Puffer' selbst eine sehr lange Arbeit.Puffer' in ihm und nehmen ihm die Möglichkeit. das heißt für seinen Frieden und seinen Schlaf. wenn er lügt. ist dieser Zustand des Gewissens sehr selten. Hierfür ist es notwendig. „Das Gewissen ist das Feuer.

die manchmal auf vernünftiger Grundlage beruhen. es ist Freude einer völlig neuen Art.Puffern'.klaren Bewußtseins' einstellen. Was in Petersburg moralisch ist. in dem keine Widersprüche zu finden sind. daß es ein menschliches Gewissen gibt. Moralität ist überall und immer eine künstliche Erscheinung. ist in einer anderen unmoralisch und umgekehrt. Und da es vielerlei . manchmal jedoch haben sie alle Bedeutung verloren oder nie eine Bedeutung gehabt und sind auf falscher Grundlage aufgebaut worden. auf einem Boden von Aberglauben und falschen Ängsten. ist in China unmoralisch. Es gibt keine allgemeingültige Moral. sondern im Gegenteil mit ihnen zusammenarbeitet und versucht. der Tausende verschiedener Ichs hat.Tabus'. und was in Europa moralisch ist.christliche Moral' sei. daß es zum Beispiel auch nur in Europa eine allgemeine Moral gebe. Ein solches Gewissen ist nicht Leiden. Und wenn diese Augenblicke des Gewissens länger werden und der Mensch sie nicht fürchtet. daß die allgemeine Moral in Europa die . dann wird sich in diesen Augenblicken allmählich ein Element sehr feiner Freude.Puffern'. Lebensaltern und Gesellschaftsklassen sich stark voneinander unterscheiden. Was in einer Gesellschaftsklasse moralisch ist.Moralität' enthält nichts Allgemeines. ist im Kaukasus unmoralisch. ist auch die durch sie geschaffene Moral sehr unterschiedlich und widerspruchsvoll. ist in Europa unmoralisch. Aber jedes momentane Erwachen des Gewissens in einem Menschen. Moralität besteht aus .können wir sagen. das heißt Vorbehalten. im Gegenteil. muß notwendig Leiden nach sich ziehen. zu sagen. die wir überhaupt nicht verstehen können. Man sagt manchmal. sie zu erhalten und zu verlängern. Es ist sogar unmöglich. „Die Moralität besteht aus .Puffer* gibt und die Lebensbedingungen in verschiedenen Ländern. Aber erstens einmal erlaubt der Begriff der »christlichen Moral' selbst sehr ver- 228 . Sie besteht aus verschiedenen . und was im Kaukasus moralisch ist. „Der Begriff . Eine allen gemeinsame Moral gibt es nicht. und allerlei Forderungen. ist in Petersburg unmoralisch. Was in China moralisch ist. ein Vorgeschmack des künftigen .

Wir lehren. das heißt zwei sehr moralische Menschen können einander für sehr unmoralisch halten. sagte G. und viele Verbrechen sind durch die . Die christliche Lehre ist für Christen. ist das Gewissen. wie weit er von diesen entfernt ist. Können die. 229 . Ein Gewissen kann niemals einem anderen Gewissen widersprechen.moralischer' ein Mensch ist. in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften leben? Natürlich können sie dies nicht. „Die Menschen reden sehr gern über Moral. das heißt in allem danach handeln.unmoralischer' hält er die anderen. Ein Mensch mit . was wir unter diesem Begriff verstehen. „und andere sagen. „Moral und Gewissen sind ganz verschiedene Dinge." „Natürlich nicht". Je . wenn wir das sagen. dann ist es auf jeden Fall gut. wird nicht von Liebe oder Christentum sprechen.christliche Moral' gerechtfertigt worden. ganz gleich. sondern im Gegenteil alle Masken abnehmen. die nach Christi Vorschriften leben. mit ihm Zeit zu verschwenden. nur deswegen. Aber dies ist ein wahres Zeichen: wer so spricht. Und in zweiter Linie hat das moderne Europa sehr wenig mit . Aber Moral ist nur Selbst-Suggestion. die von Liebe und Moralität reden. wie man das Gewissen findet. sich so weit als möglich von solcher Moral fernzuhalten. weil es immer Menschen gibt. aber es wird immer Gerede dieser Art geben.Puffer' verschiedener Menschen dagegen können sehr verschieden sein. weil wir nicht Schwäche und Heuchelei unterstützen. Wir lehren keine Moral.schiedene Deutungen. In der Regel ist das fast immer so. gebracht hat. Sie sagen." „Viele Leute sagen. Die Menschen lieben es nicht. Wer die Wahrheit sucht.christlicher Moral' gemein. weil er weiß. Eine Moral kann sehr leicht einer anderen widersprechen und diese sogar vollständig leugnen. denen Worte wertvoller als alles andere sind. es lohnt sich nicht.Puffern' mag sehr moralisch sein. sagte einer von uns. daß wir keine Liebe hätten. daß Ihre Lehre überhaupt keine Moral habe. die . der nun vor sich geht. „Wenn die . Was notwendig ist. für desto .christliche Moral' Europa diesen Krieg. daß sie die moralische Seite Ihrer Lehre nicht verstehen". Und Christen sind diejenigen. ist ein leerer Mensch.

" „Aber gibt es nicht auch Gut und Böse an sich. Jedoch die Tatsache bleibt bestehen. sagte G. Aber der Begriff von Gut und Böse ist für verschiedene Menschen immer verschieden und in Mensch Nummer eins. „nur ist das für uns noch viel zu hoch. Aber jeder versteht es auf eine andere Weise. wie er es versteht. die menschliche Unwissenheit und der tiefe Schlaf. der Erzeugung von Einheit in ihm und der Bildung eines bleibenden Ich. zu versuchen. Nummer zwei und Nummer drei immer subjektiv und wechselt je nach Fall oder Lage. der Wandlung seines Selbst. „Gewiß". daß die Menschen dies je verstehen werden und daß sie eine allgemeine und identische Idee vom Guten entwickeln werden. Die einzig mögliche bleibende Idee von Gut und Böse für den Menschen ist mit der Idee der Evolution verknüpft.. daß die Menschen nicht früher daran gedacht haben. Jeder handelt immer im Interesse des Guten. 230 . Für einen subjektiven Menschen ist alles böse. sondern mit der Idee der menschlichen Entwicklung durch bewußte Anstrengungen. natürlich nicht mit der der mechanischen Evolution. Niemand tut je absichtlich etwas im Interesse des Bösen oder um des Bösen willen. was seinen Wünschen oder Interessen oder seiner Auffassung über das Gute entgegengesetzt ist. „Man kann sagen. dies zu verstehen. abgesehen vom Menschen?" fragte ein Anwesender. daß es merkwürdig erscheint. und es lohnt sich nicht einmal für Sie. Infolgedessen ertränken. daß es das Böse für den subjektiven Menschen überhaupt nicht gibt. Der Grund ist wieder genau der gleiche. sondern daß es nur verschiedene Auffassungen vom Guten gibt. Ein subjektiver Mensch kann keinen allgemeinen Begriff von Gut und Böse haben.„Der Begriff der Moral ist mit dem Begriff von guter und böser Lebensführung verknüpft. zu hoffen. daß sie dies nicht verstehen und jeder sein Gutes für das einzige Gute und alles übrige für böse hält. Erinnern Sie sich nur an eines. schlachten und töten die Menschen einander im Interesse des Guten. in dem sie leben „Dies ist so offensichtlich. Es ist naiv und nutzlos.

ist gut. gibt es viele Eigenschaften. „Dies steht im Widerspruch zu den allgemein herrschenden Vorstellungen. die ein Ziel haben und dieses Ziel verfolgen. die nicht verstehen. daß sie schlafen.„Eine dauernde Idee von Gut und Böse kann im Menschen nur in Verbindung mit einem bleibenden Ziel und einem bleibenden Verständnis gebildet werden. daß er nirgendwohin fortschreitet und daß er nicht weiß. Was ihnen aufzuwachen hilft. „Aber natürlich werden die meisten schlafenden Menschen behaupten. die verstehen. daß sie ein Ziel haben und in irgendeiner Richtung fortschreiten. Was sie an der Verfolgung dieses Ziels hindert. ist gut. ist böse. und darüber hinaus. In Wirklichkeit hingegen gibt es Gut und Böse nur für einige wenige. daß er schläft. aufzuwachen. die keinen Wunsch haben können. daß Gut und Böse für jeden bestehen. dann ist alles. daß sie schläft. welche aufwachen wollen. Genau m der gleichen Weise wird er verstehen. kann es für sie tatsächlich weder Gut noch Böse geben. „Wie wir schon früher erklärt haben. Aber dies stimmt nur für die. oder daß das Erwachen wirklich für ihn möglich wird. für die nämlich. was für andere Menschen gut und böse ist. daß er tatsächlich kein Ziel hat und nirgendwohin fortschreitet. was seinen Schlaf verlängert. was ihm aufzuwachen hilft. Das Erwachen beginnt damit. alles. Diejenigen. welche die Menschen sich zuschreiben. Die Menschen glauben gewöhnlich. Nummer zwei und 231 . gut und alles. daß sie schlafen. und diejenigen. können kein Verständnis für Gut und Böse haben. daß ein Mensch einsieht. wohin er gehen soll. daß Gut und Böse für jeden das gleiche sein müßte. und aufwachen will. und was ihnen hilft. Die Einsicht eines Menschen. was ihn daran hindert. ist böse. Wenn ein Mensch versteht. ist das erste Zeichen eines nahen Erwachens. das heißt für die. Und da die überwältigende Mehrzahl der Menschen es nicht einsieht und auch nie einsehen wird. die aber in Wirklichkeit nur Menschen eines höheren Entwicklungsgrades und eines höheren Evolutionsgrades als Mensch Nummer eins. was sie daran hindert. böse.

Folglich haben seine Wahrheit und seine Unwahrheit keinen Wert. mit einer dauernden Richtung und einem dauernden Schwerpunkt verknüpft sind. seine Gefühle oder seine Auffassungen von Wahrheit und Unwahrheit anwendet. und umgekehrt. Manchmal . „Im Leben eines durchschnittlichen Menschen haben Wahrheit und Unwahrheit überhaupt keinen moralischen Wert. Aber ebensowenig wie es für den Durchschnittsmenschen Gut und Böse gibt. die Fähigkeit zu tun. ob man es nun auf die Worte eines Menschen. Er bemerkt diese Übergänge genau so wenig wie die Übergänge seiner eigenen Ichs von einem ins andere. Individualität. „Dauernde Wahrheit und dauernde Unwahrheit kann es nur für einen dauernden Menschen geben. wie er heute etwas für wahr zu halten beginnt. „Um die Wechselbeziehung von Wahrheit und Unwahrheit im Leben zu verstehen. weil ein solcher Mensch sich niemals an eine einzige Wahrheit halten kann. wie ihre Auffassungen vom Guten.Nummer drei haben können. Wille. Und ein Mensch kann nie die Wahrheit sagen. alles dies sind Eigenschaften. die immer mit einem dauernden Ziel. ein Zustand innerer Freiheit. Der Mensch bemerkt nicht einmal. die ein durchschnittlicher Mensch nicht besitzt. Und dies ist gleichermaßen wahr. muß der Mensch die Unwahrheit in sich selbst 232 . Bewußtsein.Puffer' festgehalten wird. „Die Idee von Gut und Böse wird manchmal mit der Idee von Wahrheit und Unwahrheit in Zusammenhang gebracht. ein einziges und bleibendes Ich. Seine Wahrheit wechselt. werden sich für ihn auch Wahrheit und Unwahrheit dauernd ändern. Keine von ihnen hängt von ihm ab. Wenn sie für eine gewisse Zeitspanne nicht wechselt. müssen ihre Auffassungen von Wahrheit ebenso verschieden voneinander sein. was er gestern für falsch hielt. beide hängen vom Zufall ab. so ist das nur. auf seine Gedanken.sagt es' eine Lüge. manchmal . weil sie durch . Und da die Menschen alle in jedem Augenblick auf verschiedenen Stufen stehen. Zur gleichen Kategorie gehören Gut und Böse. gibt es für ihn Wahrheit und Unwahrheit.sagt es' die Wahrheit. Wenn der Mensch selbst sich dauernd ändert.

das heißt bewußte Lenkung. Um sowohl die Lügen in einem selbst zu zerstören. Ein Mensch. Die . bereit sein. Aber ein Mensch kann nicht ohne .Puffer' in sich zerstört. welche die Zerstörung der . ist die. während der Wille noch nicht genügend gestärkt ist. warum solch ein Gehorsam notwendig ist. sei es auch nur automatische Lenkung.Puffer' leben. Das letztere ist gar nicht leicht. als auch die Lügen. Die einzige Möglichkeit. Folglich muß der Mensch zur gleichen Zeit. ist gewöhnt. Ich benutze das Wort . nicht imstande ist. daß er sich ändern müsse. die man unbewußt anderen erzählt. Ein Mensch kann ohne Lenkung nicht leben.studiert'. Gedanken und Gefühle. Aber wenn ein Mensch die Arbeit an sich selbst beginnt.Puffer' geschaffen. die dauernden unaufhörlichen Lügen. die er während dieser Zeitspanne hat. daß die . weil man verstehen muß. der seine Arbeit lenkt. und lernen muß zu gehorchen. die er sich selbst erzählt. der mit der Arbeit des Selbst-Studiums beginnt und darauf hinzielt.Puffer' zerstört werden. „Diese Lügen werden durch die . dem Willen eines anderen Menschen so lange zu gehorchen. müssen die .Puffer' zerstört werden.Pu£Fer' lenken automatisch seine Handlungen. Gewöhnlich wird diese Unterordnung unter den Willen eines anderen Menschen vor allem anderen studiert. Willen entwickeln. während er die . als der eigene Wille noch nicht voll entwickelt ist. „Darum muß man in der Schul-Arbeit. seine Handlungen zu lenken. Wenn die . muß er seine eigenen Entscheidungen aufgeben. dann würde alle Lenkung aufhören. .erkennen. der Willen besitzt.Puffer' leben. 233 . weil sonst der Wille des Menschen. Selbst die Tatsache. Worte. die Herrschaft über sich selbst zu gewinnen. so kann es mit einem Menschen dazu kommen. daß er die Notwendigkeit eingesehen hat. der selbst schon gestärkt worden ist. durch einen anderen Willen gelenkt zu werden.Puffer' zerstört würden. Nur ein Mensch. zeigt ihm. Da aber Wille nicht in einer kurzen Zeitspanne auf Bestellung geschaffen werden kann.Puffer' anstrebt. daß seine Entschlüsse richtig sind. und stärkt sein Vertrauen in sie. kann ohne .seine eigenen Entschlüsse opfern'. seinen eigenen Entscheidungen zu vertrauen.

Es ist hart für ihn. Ein Mensch.„In den Schulen des religiösen Weges wird vor allem anderen •Gehorsam' verlangt. „Nur dies Bewußtsein der eigenen Dichtigkeit kann die Furcht vor der Unterordnung unter den Willen eines anderen überwinden. die Unterordnung unter den Willen eines anderen mag unübersteigbare Schwierigkeiten für einen Menschen bieten. Ansichten und Überzeugungen. daß man ihn zwingen werde. Er hat Angst. die er in Wirklichkeit nie gehabt hat und niemals haben könnte. um sie zu untergraben. daß er nichts verlieren kann. das heißt vollständige und fraglose Unterordnung ohne Verständnis. so ist doch diese Furcht tatsächlich eines der schwersten Hindernisse auf dem Wege eines Menschen. er muß seine Nichtigkeit im vollen Sinne des Wortes einsehen. Ein Mensch. der noch nie in seinem Leben an Moral gedacht hat. Aber der Mensch ist sich dessen nicht bewußt. Ein Mensch. der nicht vorher eingesehen hat. er habe wirklich Grundsätze. er habe das Recht der freien Wahl. bevor sich ein Mensch nicht von dieser Illusion befreit hat. weil er nichts zu verlieren hat. daß er sein ganzes Leben lang irgendeinem äußeren Willen unterworfen war und nie eigene Entscheidungen getroffen hat. „Er muß einsehen. Er glaubt. daß man ihn Dinge tun lassen werde. daß man ihn zwingen werde. „Verzicht auf die eigene Entscheidung. daß er sein Leben selber lenke und organisiere. die seinen Grundsätzen. etwas zu tun. etwas Unmoralisches zu tun. Darüber hinaus schafft diese Furcht sofort in ihm die Illusion. der noch nie an seine Gesundheit gedacht und alles überhaupt nur mögliche getan hat. beginnt zu fürchten. daß er tatsächlich weder etwas opfert noch irgend etwas in seinem Leben ändert. der sein ganzes Leben hindurch jeden'anderen in der schamlosesten 234 . er muß einsehen. die Illusion aufzugeben. Aber keine Arbeit an sich selbst ist möglich. Ansichten und Ideen entgegengesetzt sind. Wie seltsam dies auch scheinen mag. Die Schulen des vierten Weges verlangen vor allem anderen Verstehen. Das Ergebnis der Anstrengungen steht immer im Verhältnis zum Verstehen. daß er nicht existiert. beginnt plötzlich zu fürchten. was sie schädigen könne.

die er gelernt hat.nicht sein Eigenes' ist. „Die Furcht. Schicksal ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. und so weiter ohne Ende. 235 . nämlich zu seinem Wesens-Kern. das heißt sich selbst und alle seine Handlungen zu beherrschen. Die meisten Menschen sind von ihrem Schicksal getrennt und leben nur unter dem Gesetz des Zufalls. Der Kern im Menschen ist sein Eigenes. daß man ihn zwingen werde zu lügen. die äußere Eindrücke in seinem Gedächtnis und in seinen Empfindungen hinterlassen haben. wieder mit der Frage des Willens. was er gelernt hat. die dem Typus eines Menschen entsprechen. Der Mensch hat nicht genügend Willen zu tun. Die Persönlichkeit im Menschen ist das. Wir wollen nun die Bedeutung dieser Worte im einzelnen prüfen. Und nur auf diese Weise kann er dem Gesetz des Zufalls entrinnen. „Man muß verstehen. alle Spuren. Schicksal gibt es. man würde ihn zwingen zu trinken. alle Worte und Bewegungen. was . zeigt sich sehr oft stärker als alles andere. „Die Frage des Willens. daß eine Unterordnung. Es gibt keinen anderen Weg. was von außen gekommen ist. der man bewußt zustimmt. „Ich habe schon einmal von Schicksal und Zufall im Leben des Menschen kurz gesprochen.Weise belogen hat. der einzige Weg ist. daß der Mensch aus zwei Teilen besteht: Kern und Persönlichkeit. daß das Schicksal nur zu einem Teil des Menschen in Beziehung steht. als es beim ersten Anblick scheint. ist viel verwickelter. Wir werden später über Typen reden. Man sieht nicht ein. was er widerspiegelt.Nicht sein Eigenes' bedeutet das. Der Mensch kann das Schicksal haben." Das nächste Mal begann G. um einen eigenen Willen zu erwerben. des eigenen Willens und des Willens eines anderen Menschen. Inzwischen müssen Sie eines begreifen. um einem anderen Menschen zu gehorchen. beginnt plötzlich zu fürchten. das seinem Typus entspricht. . aber nicht für jedermann. der mehr als vor allem anderen Angst hatte. aber praktisch hat er es nie. aber er hat genügend Willen. Ich kannte einen Säufer. Das kommt daher. dem Willen eines anderen Menschen untergeordnet zu sein.

Es ist.nicht sein Eigenes' ist. „Vom Gesichtspunkt der gewöhnlichen Psychologie aus ist die Einteilung des Menschen in Persönlichkeit und Kern kaum verständlich. daß der Kern sein Wachstum in einem sehr frühen Lebensalter einstellt und nicht mehr weiterwächst. Solche Fälle stellen vor allem in den Verhältnissen des zivilisierten Lebens sehr seltene Ausnahmen dar. seine Neigungen.oder sechsjährigen Kindes stehenbleibt. Das Eigene im Menschen. in schwierigen Verhältnissen dauernden Kampfes und der Gefahr leben. Abneigungen drücken sein Wesen. fängt die Persönlichkeit zu wachsen an. in Wirklichkeit . was wir an diesem Menschen sehen. die durch Nachahmungen geschaffen wurden. Es geschieht sehr oft.Erziehung'. Bei der Bildung der Persönlichkeit spielt auch der . desto seltener und schwächer äußert sich der Kern. all dies ist seine Persönlichkeit.alle Gefühle. Dies bedeutet. „Der Kern ist das Wahre im Menschen. daß der Kern eines erwachsenen Menschen. „Aber sobald die sogenannte . Genau genommen. was es wirklich ist. so wie es ist. die näher an der Natur. aus. und sehr oft geschieht es. was . sein Geschmack. die Persönlichkeit ist das Falsche. 236 . daß alles. das heißt durch . das heißt sein Kern. Es gibt jedoch Fälle. Seine Wünsche. gibt es eine solche Einteilung in der gewöhnlichen Psychologie überhaupt nicht.sein Eigenes' oder das . Die Persönlichkeit wird teilweise durch die absichtlichen Einflüsse anderer Leute geschaffen.nicht sein Eigenes' ist. kommt gewöhnlich nur in seinen Instinkten und in seinen einfachsten Empfindungen zum Ausdruck.Wirkliche' betrachtet. wo der Kern eines Menschen parallel zu seiner Persönlichkeit wächst. was es als . „Ein kleines Kind hat noch keine Persönlichkeit. Es ist Kern. selbst der eines sehr intellektuellen und im üblichen Sinne des Wortes sehr gebildeten Menschen.Erziehung' beginnt.Widerstand' gegenüber den Menschen seiner Umgebung eine große Rolle und ebenfalls die Versuche. Der Kern hat mehr Entwicklungsmöglichkeiten in Menschen. und teilweise durch deren unwillkürliche Nachahmung seitens des Kindes selbst. alles. Je mehr die Persönlichkeit wächst. auf der Stufe eines fünf. etwas vor ihnen zu verbergen.

was wir Wissenschaft. Und dann kommt es vor. was des Menschen . durch die menschliche Persönlichkeit. Philosophie. „Es gibt eine Möglichkeit. was . Wenn wir das Experiment weiterverfolgen. Liebe. Kunst und Politik nennen. ihnen fehlt Erziehung und Bildung. Haß. aber sehr wenig von dem. durch die Tatsache. daß unser ganzes Leben. alles. daß entweder Persönlichkeit oder Kern eingeschläfert werden. was ihr . „Das Element. vollständig verschiedenen Geschmack. Nach Einnehmen dieses Rauschgiftes verschwindet dann gleichsam die Persönlichkeit eines Menschen für eine gewisse Zeit. das ist durch das. welches »nicht sein Eigenes' ist. Patriotismus. was . die mit verschiedenen Stimmen sprechen. Sie haben mehr von dem. ohne den Kern anzugreifen. Einige Rauschgifte haben die Eigenschaft.Eigenes' ist. Wir sind uns nicht bewußt. ihnen fehlt die Kultur. daß ein Mensch voll der verschiedensten und erhabensten Ideen. so ist es möglich. 237 . und eines dieser beiden beweist oft. die Persönlichkeit einzuschläfern. Wenn Persönlichkeit und Kern für eine Zeitspanne durch das eine oder andere dieser Mittel getrennt werden. experimentell die Beziehung der Persönlichkeit zum Kern nachzuprüfen.„Aber in der Regel ist die Persönlichkeit solcher Menschen sehr wenig entwickelt. voll von Sympathien und Antipathien. Die Kultur schafft die Persönlichkeit und ist gleichzeitig das Produkt und Ergebnis der Persönlichkeit. In den östlichen Schulen sind Mittel und Wege bekannt. daß es sich auf der Stufe eines kleinen Kindes befindet. durch deren Hilfe es möglich ist. die Persönlichkeit des Menschen von seinem Kern zu trennen. verändert oder weggenommen werden kann. und nur sein Kern bleibt.nicht ihr Eigenes' ist. was wir Zivilisation. Anhänglichkeit. und das Experiment mag damit beginnen. bilden sich sozusagen zwei Wesen in ihm. verschiedene Ziele und Interessen haben. manchmal besondere Rauschgifte. das heißt. daß es durch künstliche Mittel verloren. geschaffen wird. alles. unterscheidet «ich von dem.nicht ihr Eigenes' ist.Eigenes' ist. manchmal gewisse Arten von Übungen. eines dieser Wesen einzuschläfern. Zu diesem Zweck benützen sie manchmal Hypnose.

„Manchmal. was ihn vorher erregt hat. Die Entwicklung des Kems hängt von der Arbeit an einem selbst ab. ist eine kleine Anzahl instinktiver Neigungen und Vorlieben. daß die Individualität eines Menschen sein erwachsener. läßt ihn nun vollständig gleichgültig. scheinen ihm nun lächerlich und bedeutungslos und seiner Aufmerksamkeit unwürdig. kann nur aus seinem Kern wachsen. wenn ein Mensch zwischen seiner Persönlichkeit und seinem Kern zu unterscheiden beginnt. verabscheut den Gedanken der Arbeit oder schätzt im Gegenteil die Vorstellung physischer Bewegung. als ob sie nie bestanden hätten.Gewohnheiten.Ich' eines Menschen. was er in sich finden kann. „Ein sehr wichtiger Augenblick in der Arbeit an sich selbst kommt dann. Das wirkliche . liebt die Wärme. Alles. „Aber dies geschieht sehr selten. und in diesem Falle vereinigt der Kem alles. wäh- 238 . Begierden. daß in der überwältigenden Mehrheit von Fällen seine Persönlichkeit das aktive Element darstellt. Dinge. für die er bereit gewesen war. ohne Gedanken. Man kann sagen. sein Leben zu opfern. verabscheut die Kälte. wenn es am wenigsten erwartet wird. ohne Ansichten. Aber um dem Kem das Wachstum zu ermöglichen. ohne Gefühle. so werden wir sehen. und dann. was in einem Menschen ernst und wirklich ist. Und das ist alles. manchmal vergißt er sie einfach. seine Individualität. reifer Kern ist. sogar in Fällen von unentwickelten Persönlichkeiten. muß man zuallererst den dauernden Druck der Persönlichkeit auf ihn schwächen. In der Regel ist der Kern des Menschen entweder primitiv. Überzeugungen sich plötzlich als ganz leer erweist. zeigt sich der Kern in einem Menschen als voll ausgewachsen und voll entwickelt. Geschmack. wild und kindisch oder sonst einfach dumm. Er hat gern Süßigkeiten. Alles. weil die Hindernisse für das Wachstum des Kerns in der Persönlichkeit enthalten sind. wenn auch sehr selten. „Wenn wir einen durchschnittlichen kultivierten Menschen nehmen. ohne Überzeugungen. Manchmal sieht er die Künstlichkeit und den eingebildeten Charakter seiner gewöhnlichen Stimmungen oder seiner hochklingenden Worte.

weil die . ist eine gewisse Entwicklung der Persönlichkeit in gleichem Maße wie eine gewisse Stärke des Kerns notwendig.nicht sein Eigenes' ist. das heißt einen Mangel an Wissen. Ohne einige Wissensvorräte. Für das innere Wachstum.Puffern'. sich zu studieren. das . Ein kultivierter Mensch lebt weit von der Natur. ist in den Fällen von weniger kultivierten Menschen der Kern oft stärker entwickelt als in einem kultivierten Menschen. an sich selbst zu arbeiten. solange dieser Zustand unverändert bestehen bleibt. Aber die Methoden und Mittel. eine solche Arbeit zu unternehmen. kann er nicht beginnen. mit deren Hilfe die Persönlichkeit sich den Kern unterworfen hält. Dies kann nur geschehen. Die Persönlichkeit besteht aus . „Wie schon früher gesagt wurde. weit von\natüriichen Daseinsbedingungen. Es könnte scheinen. einen Mangel an dem Material. sind für ihn unmöglich.Puffer' entfernt oder geschwächt werden.Rollen'. die für einen Menschen mit entwickeltem Intellekt möglich sind. einfach weil kein Grund oder kein Motiv für ihn da ist. ohne eine gewisse Menge Materials.Rollen' und aus . „Das heißt nicht. wenn die . daß alle Wege für ihn verschlossen sind. einen Mangel an Tatsachen. weil ihre Persönlichkeit sich als ungenügend entwickelt erweist. aber in Wirklichkeit ist das nicht so. in künstlichen Lebensverhältnissen^ und entwickelt seine Persönlichkeit auf Kosten seines 239 . die von einer bestimmten Arbeit der Zentren herrühren. Der Weg des Fakirs und der Weg des Mönches.Puffer' die Hauptwaffe darstellen. bleiben ihm offen. für die Arbeit an sich selbst.rend sein Kern das passive Element bildet. die keine intellektuelle Entwicklung verlangen. daß sie sich der Möglichkeit des Wachstums näher befinden. auf das sich die Arbeit an sich selbst gründen muß. Eine ungenügend entwickelte Per-' sönlichkeit bedeutet einen Mangel an . Auf diese Weise ist die Evolution für einen kultivierten und einen unkultivierten Menschen gleich schwer. kann er nicht beginnen. Die Persönlichkeit muß passiv und der Kern muß aktiv werden. kann ein Mensch nicht beginnen. mit seinen mechanischen Gewohnheiten zu kämpfen. Das innere Wachstum eines Menschen kann nicht beginnen.

daß das Schicksal im Vergleich zum Zufall dem 240 . daß wir dies nicht sehen und nicht wissen. Eine anormale Entwicklung der Persönlichkeit bringt oft die Entwicklung des Kerns an einem so frühen Zeitpunkt zu einem Halt. wenn er aufwachen will. Von einem kleinen entstellten Ding kann nichts mehr erwartet werden. sie sind tatsächlich bereits tot. Solch ein Umstand bietet die größte Gewißheit des Erfolges. was sie gern sieht und was ihr Leben nicht stört. das heißt. wird er sicher verrückt. während seine Persönlichkeit und sein Körper noch lebendig sind." „Wenn der Kem dem Einfluß des Schicksals unterworfen ist. und diese Arbeit wird ganz fruchtlos bleiben. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Menschen. würden wir vor Entsetzen verrückt werden. dann ist eine lange vorbereitende Arbeitszeit erforderlich. schlecht. entwickelt seinen Kern auf Kosten seiner Persönlichkeit. was sie nicht mag. heißt dies dann. daß der Kern in einem Menschen stirbt. weil sie etwas derartiges ohne die richtige Vorbereitung herausfinden. Ein günstiger Beginn der Arbeit an einem selbst erfordert den glücklichen Umstand einer gleichmäßigen Entwicklung von Persönlichkeit und Kem. Wenn wir wüßten. die wir auf den Straßen einer großen Stadt treffen. das heißt. der in normaleren und natürlicheren Bedingungen lebt.Kerns. Aber dies geschieht selten. Ein weniger kultivierter Mensch. die innerlich leer sind. So etwas ereignet sich ziemlich häufig. daß ein Mensch nichts vorzeitig sieht. Wenn der Kern sehr wenig entwickelt ist. Sie sieht nie. was sie nicht sehen sollten. die Wahrheit sieht. der nichts tun kann. wie viele Menschen tatsächlich tot sind und eine wie große Anzahl dieser toten Menschen unser Leben lenken. wenn ein Mensch schlafen will. „Femer geschieht es oft. sind Menschen. sofern der Kern eines Menschen innen verfault ist oder einige unheilbare Fehler enthält. Das ist gleichzeitig gut und schlecht. daß sie etwas sehen. Die Persönlichkeit sieht nur. „Es ist gut für uns. so daß der Kern ein kleines entstelltes Ding wird. Wenn ein Mensch. Es ist gut. Gewöhnlich ist alles so eingerichtet. Und tatsächlich werden Leute oft verrückt. muß man sich bereits auf dem Weg befinden. Um ohne Gefahr zu sehen.

Wenn ein Mensch sich eine eigene Individualität schaffen möchte. Vieles wurde wiederholt. daß G. er kann sich von vielen von ihnen befreien. das bedeutet es gar nicht". „Das Schicksal ist nur in dem Sinn besser als der Zufall. vorzubereiten. es im voraus zu kennen. daß es möglich ist. sich auf das. und die Einbildung verringert wird. verringert wird. gibt es auch ein allgemeines oder kollektives Schicksal. „Und kann das Schicksal einen Menschen zur Arbeit veranlassen?" „Nein. daß man damit rechnen kann. dann muß er sich zuerst von den allgemeinen Gesetzen befreien. sich von seinem eigenen Schicksal loszulösen. In solchen Fällen gibt es jedoch Möglichkeiten. wenn er sich von den . oft zwanzig verschiedene Gegenstände an einem Abend behandelte. in der ein Mensch lebt. daß es möglich ist." Die geschilderten Gespräche umfassen eine Zeitspanne von einigen Monaten. antwortete ihm G. All dies ist mit der Befreiung von der Persönlichkeit verbunden. bis sich ein eigener Wille in ihm gebildet hat. daß man den allgemeinen Gesetzen entgeht. dieser Wille wird ihn führen.Puffern' und von der Einbildung befreit. dann wird die Persönlichkeit bald schwächer. Kollektiver Zufall und kollektives Schicksal werden durch allgemeine Gesetze gelenkt. versteht sich aus dem Grunde. Und in gleicher Weise. die Gespräche in ihrer genauen Ordnung zu rekonstruieren. was vor einem liegt. Wenn die Unwahrheit. Daß es nicht möglich ist. Die Persönlichkeit nährt sich von Einbildung und Unwahrheit. Genau wie es individuelle Zufälle gibt. die wiederum dem Willen eines anderen Menschen untersteht.Menschen immer freundlich gesinnt ist?" fragte ein Anwesender. Die allgemeinen Gesetze sind überhaupt nicht für den Menschen verpflichtend. so gibt es auch allgemeine oder kollektive Zufälle. vieles hing von den Fragen 241 . Der erste Schritt hierzu besteht darin. Aber das Schicksal kann auch unangenehm oder schwierig sein. wie es ein individuelles Schicksal gibt. und er beginnt entweder durch das Schicksal oder durch eine Arbeitslinie beherrscht zu werden. sowohl dem Zufall als auch wenn nötig dem Schicksal standzuhalten. Bezüglich des Zufalls kann man gar nichts wissen. der fähig ist.

die Geld hatten. daß nicht die unwillig waren. etwas für nichts zu erhalten. Geld kosteten. daß sie nicht darauf rechnen konnten." G. die er und andere der Arbeit widmeten. daß sie nur künstlich voneinander getrennt werden konnten. Sie sind bereit. Daraus könnte man ein sehr gutes Geschäft machen. Nein. Nur die. „Bedeutet das. um ins Himmelreich zu kommen?" sagten sie. Zu dieser Zeit hatten schon bestimmte Typen von Menschen begonnen. wenn ich ihm über derartige Gespräche berichtete. verstanden dies nicht oder wollten es nicht verstehen. Diejenigen. Hierbei war es sehr charakteristisch. Nehmen wir an.Nehmt weder Bargeld noch Banknoten'. sondern Menschen mit Mitteln. und wenn Sie zweihundert. und Sie wollen tausend Rubel. verstanden immer. „Nehmt weder Bargeld noch Banknoten! Und muß man nicht für ein Eisenbahnbillett Geld geben? Muß das Hotel nicht bezahlt werden? Sie sehen. die nicht zahlen konnten oder die nur sehr wenig zahlen konnten. die durch die Anwesenden gestellt wurden. so würde es immer noch notwendig sein. Das würde bereits hunderttausend ausmachen. Abgesehen von der mangelnden „Liebe" waren viele Menschen sehr unwillig über die Forderung nach Bezahlung. Nichts zeigt die Menschen so sehr. sogar wenn wir überhaupt kein Geld brauchten. beliebige Summen für ihre eigenen 242 . nach Geld.ab.'s Arbeit. die nur mit Schwierigkeiten bezahlen konnten. dreihundert hätten? Dreihunderttausend im Jahr ist sehr viel Geld. wieviel Falschheit und Heuchelei dabei im Spiel ist. für die die verlangte Summe eine Lappalie bedeutete. viele Ideen waren so nah miteinander verknüpft. daß Sie hundert Mitglieder hätten. diese Bezahlung aufrechtzuerhalten. eine negative Haltung zu unserer Arbeit zu zeigen. „Die Leute zahlen nicht für solche Dinge und dafür kann man auch kein Geld verlangen. wie ihre Haltung gegenüber Geld. seine Reisen nach Petersburg und die Zeit. Christus sagte seinen Schülern: . daß wir zahlen müssen. und daß G. lächelte immer. Sie befreit uns sofort von vielen nutzlosen Menschen.

die tausend Rubel zahlten." Die anderen Überlegungen waren sehr einfach. sondern auch für andere. Viele Menschen konnten tatsächlich nicht zahlen. zahlten nicht nur für sich. was ihnen beliebt von mir zu nehmen. Manche Menschen werden diese Schranke nie überschreiten. die man in Betracht ziehen muß.Wie kann man mit Wissen handeln? Das sollte frei sein. 243 . Die Leute. daß er kein Geld hatte. im Prinzip diese Frage sehr genau nahm. Und später fanden wir heraus. . Und trotzdem G. Sie werden es später sehen. ab. so bedeutet das. aber sie haben überhaupt keine Wertschätzung für die Arbeit eines anderen. Außerdem gibt es noch andere Dinge. Und wenn sie diese nicht überschreiten. Ich muß für sie arbeiten und ihnen alles gratis geben. lehnte er in Praxis niemanden auf Grund dessen.' Genau aus diesem Grunde ist die Forderung nach Bezahlung notwendig. daß er sogar viele seiner Schüler unterhielt.persönlichen Phantasien zu verschwenden. daß sie keine andere je überschreiten werden.

.NEUNTES KAPITEL B ei einer Vorlesung begann G. oder in anderen Worten. auch wenn das Wachstum in einem planetarischen Maßstab so langsam vor sich geht. wir wollen den Verlauf der Strahlungen 244 . wenn wir es nach unserer Zeit berechnen.Schöpfungsstrahl' betrachten. daß der Vorgang der Schöpfung niemals zu einem Halt kommt. „Bisher haben wir nur von den Kräften gesprochen. „Die Wirkung des Absoluten auf die Welt oder auf die Welten.Alle Sonnen' der Milchstraße beeinflussen unsere Sonne. und die dritte Oktave zwischen der Erde und dem Mond. sagte er. wollen wir den . die durch es oder in ihm geschaffen worden sind. die die Sternenwelt und den interplanetarischen Raum durchlaufen. . „Wir wollen darum den . die zweite Oktave zwischen der Sonne und der Erde.Schöpf^ngsstrahl' in Form dreier Strahlungsoktoven vorstellen: die erste Oktave zwischen dem Absoluten und der Sonne. wir wollen uns den .Alle Planeten' beeinflussen die Erde und die Erde beeinflußt den Mond. daß. die in der bereits geschaffenen und bestehenden Welt stattfinden. nachdem das Weltall bereits geschaffen worden ist. „von dem Schöpf^ngsvorgang. die planetarischen Bedingungen für uns als bleibend betrachtet werden können. welche die Welten erschaffen". der vom Absoluten ausgeht. Aber wir dürfen nicht vergessen. Ebenso wirkt jede dieser Welten weiter auf die darauffolgenden Welten. „Um diese Strahlungen zu studieren. Wir werden nun von den Vorgängen sprechen. Die Sonne beeinflußt die Planeten. dauert fort. das Diagramm des Weltalls auf eine völlig neue Weise zu zeichnen. Diese Einflüsse werden durch Strahlen vermittelt.Schöpfungsstrahl' in einer abgekürzten Form nehmen: Absolutes — Sonne — Erde—Mond.

der es ausfüllt. do und si. das in Form dreien Strahlungsoktaven zwischen vier Punkten betrachtet wird.zwischen diesen vier Hauptpunkten des Universums untersuchen.Intervall' und der . „Wir müssen unseren Platz in diesem Weltall. ein . Figur 22 Intervall Das Absolut« Intervall Erster Schock „Die Strahlungen erreichen die Sonne. | und das . „In der ersten Oktave umfaßt das Absolute zwei Noten. sol. dann 245 . do. finden. der uns unbekannt ist. aber nichtsdestoweniger besteht.Intervall' zwischen ihnen. also: F i g u r 21 Intervall Das Absolut« „Dann folgt ein . Figur 20 Intervall Das Absolut« „Dann folgen die Noten la. dann mi. und unsere Funktionen darin verstehen. re.Intervall'.Schock'. und si. Zwei Noten sind in der Sonne selbst miteingeschlossen. fa.

dann wieder ein »Intervall*. sol. Nur die »Intervalle* zwischen mi und fa müssen durch »zusätzliche Schocks* ausgefüllt werden. re und der Mond. das es ausfüllt. die 246 . dann mi und re. und darauf gehen die Strahlungen weiter zur Erde. werden uns befähigen. fa. Das zweite »Intervall* do — si wird durch den Einfluß der Masse der Sonne auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt.folgen la. daß. obwohl es sechs »Intervalle* in diesen drei Oktaven gibt. tatsächlich nur drei von außen ergänzt werden müssen.Intervall* und der »Schock* oder das organische Leben. Die Erde: do. „Wir müssen beachten. Und das dritte »Intervall* do — si wird durch die Wirkung der Masse der Erde auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. die zum Monde gehen. die Beziehung der Stoffe und Kräfte verschiedener Weltebenen zu unserem eigenen Leben zu erklären. ein uns unbekannter »Schock*. und dann la. in deren Form wir uns nun das Weltall vorstellen wollen. sol. Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall Sonne „Diese drei Strahlungsoktaven. „Dann ein. Das erste »Intervall* zwischen do und si wird durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. dann mi. Diese »zusätzlichen Schocks* können entweder von anderen Oktaven. si. do. fa — die Strahlungen. ein »Intervall*.

Figur 24 Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall j Sonne Intervall Zweiter Schock (das organische Leben auf Erden) Intervall Erde Intervall Dritter Schock Mond 247 .

desto niedriger die .Dichtigkeit der Schwingungen'. Aber der . während der Stoff. den ich gebraucht habe. der in ihm vorherrscht oder seine Mitte bildet. das heißt die Oktave das Absolute — Sonne.Schwingungsdichtigkeit' entspricht der . „Der Ausdruck . „Wir müssen bemerken.aktive' Kraft.Dichtigkeit des Stoffes'. Das Wesen des .Wasserstoff ersetzt werden.Dichtigkeit der Schwingungen' und umgekehrt. welche die Note do im Absoluten erzeugt.Schocks' zwischen mi — fa in der ersten Oktave das Absolute — Sonne.ein Punkt des Weltalls'. oder von parallelen Oktaven. daß die Note do der Leiter der aktiven Kraft ist. Gleichzeitig kann ein . die durch die Zahl l bezeichnet wird.Dichtigkeit des Stoffes'. weil . Und im dichtest- 248 .Schock' in der Oktave Sonne — Erde ist das organische Leben auf Erden. Wir wissen nichts über das Wesen des .durch den betreff enden Punkt gehen.Dichtigkeit des Stoffes' gebraucht. Die größte . sol. vom Gesichtspunkt des Dreier-Gesetzes aus untersuchen.Punkt des Weltalls' durch die Zahl des . im verdünntesten Stoff. Die . Ein . je höher die . daß der Begriff . herrühren. eine ganz bestimmte Bedeutung hat.Punkt' kann nicht durch den Begriff . so werden wir sehen. oder von parallelen Oktaven. je höher die . fa der Oktave. „Wenn wir nun die erste dieser arei Strahlungs-Oktaven.Schwingungsfrequenz' und wird als Gegensatz zur . das heißt die drei Noten la. die in der Sonne beginnt. desto niedriger die . das heißt. stellt die höchste Schwingungsfrequenz oder die höchste Schwingungsdichtigkeit dar.Punkt' stellt eine gewisse Verbindung von Wasserstoffen dar. Der Begriff . nämlich ein .Kohlenstoff (C) ist. die an einem bestimmten Ort besteht und eine bestimmte Funktion in dem einen oder anderen System erfüllt. die an höheren Punkten beginnen. die den gegebenen Punkt durchkreuzen.Schocks' zwischen mi und fa in der Oktave Erde — Mond ist uns unbekannt. .Wasserstoffes' bezeichnet werden.Punkt' ist immer im Raum begrenzt.Wasserstoff einfach nicht durch Raum begrenzten Stoff bedeutet. in dem diese Kraft wirkt.Dichtigkeit von Schwingungen' findet sich im feinsten.

Stickstoff ist immer 3.Sauerstoff und . der die Zahl 3 beibehält. die geringste stoffliche Dichtigkeit hat. 3) bezeichnen werden. bezeichnet durch die Zahl 2.Kohlenstoff. das heißt der erste . 2.Stickstoff.Kohlenstoff. Daher entspricht der feinste Stoff der größten . die durch die Zahl 3 bezeichnet wird. ist .möglichen Stoff verlangsamen sich die Schwingungen und kommen fast zu einem Stillstand. .Wasserstoff (H). Und der Stoff. weil der . .Sauerstoff steht. „Aber da der . 2.Sauerstoff ist.Sauerstoff und . also .Kohlenstoff und . dessen Dichtigkeit wir durch die Zahl 6 (als die Summe von l. „In der Wirkung der Kräfte stehen sie in der Folge von l.Stickstoff. N behalten die Zahlen l. 3. tritt 249 . Aber in der Dichtigkeit des Stoffes folgen sie sich in der Ordnung: .Sauerstoff. 3.Sauerstoff' der dichteste der drei ist.Stickstoff und .Stickstoff (N). in dem die Note la erklingt. ist „Sauerstoff" (0).Schwingungsdichtigkeit'. in dem sich diese Schwingungen vollziehen. „Die Note si im Absoluten ist der Leiter der passiven Kraft. in dem diese passive Kraft wirkt oder in dem die Note si erklingt. während der Stoff. „. nämlich H 6: Die erste Triade „C. „Die aktive Kraft im Absoluten stellt die größte . 0.Stickstoff zusammen ergebenden Stoff der vierten Ordnung oder . 2. »Sauerstoff ist immer 2 und . „Die Note la ist der Leiter der neutralisierenden Kraft.Stickstoff aktiver als der .Schwingungsdichtigkeit' dar.Kohlenstoff* ist immer l. wobei der .Kohlenstoff. .Kohlenstoff. als Leiter der neutralisierenden Kraft in seiner stofflichen Dichtigkeit zwischen . . und der Stoff.

zusammen werden sie .Stickstoff dem an Dichtigkeit entsprechen und dabei das Verhältnis der Dichtigkeiten der ersten Triade wiederholen.Kohlenstoff der zweiten Triade wird die Dichtigkeit von 2 besitzen. Wenn der »Kohlenstoff mit der Dichtigkeit 2 eintritt. der . und zwar mit der Dichtigkeit von 2.Sauerstoff.Wasserstoff^ 12 (H 12) ergeben: Die zweite Triade „Entsprechend dem gleichen Plan und der gleichen Ordnung wird die folgende Triade in dieser Weise aufgebaut: fa. In der ersten Triade war das Verhältnis der Dichtigkeiten l. Mit anderen Worten. die ihm entsprechen.Stickstoff war. der in der zweiten Triade .Stickstoff hat eine Dichtigkeit von 2 und der . 6 sein. 2.Stickstoff und . dann müssen »Sauerstoff und . Zusammen werden sie . mi. müssen eine Dichtigkeit von 8 und 12 haben. erhält eine Dichtigkeit von 4. der . 4. . Der . in die sie mit der Dichtigkeit 2 eintritt. „Somit ist die Note la der ersten Triade der Leiter der aktiven Kraft in der nächsten Triade.Sauerstoff eine Dichtigkeit von 3.Stickstoff die Dichtigkeit von 4 und der .Schock'.Kohlenstoff. 3 — in der zweiten Triade wird es also 2. das heißt der . der .er in die nächste Triade als aktives Prinzip ein.Sauerstoff^ die Dichtigkeit von 6.Wasserstoff 24 (H 24) ergeben: Die dritte Triade 250 .

Schock'. do wird in der gleichen Aufbauordnung .Wasserstoff" 48 (H 48) ergeben: Die vierte Triade mi C 8 8 8 1 } | H 48 re do 0 16 24 16 N 24 16 24 Die Triade do. re.„Die nächste Triade ana. . fo — .Wasserstoff 192 (H 192): Die sechste Triade ^ Fa. si.Wasserstoff 96 (H 96) ergeben: Die fünfte Triade Die Triade la. re. do — . mi — .Wasserstoff 768 (H 768): 251 . sol. la wird .Wasserstoff 384 (H384): Die siebente Triade Mi.

sol.Die achte Triade Do. la . . re. si.Wasserstoff 6144 (H6144): Die elfte Triade Mi. do — .Wasgerstof^ 12288 (H 12 288): Die zwölfte Triade 252 .Wasserstoff 3072 (H3072): Die zehnte Triade Fa. mi — .Wasserstoff 1536 (H 1536): Die neunte Triade La. fa— ..Schock'.

Wasserstoff 6 unlöslich.Wasserstoffe' stellen die zwölf Stoffkategorien dar. und wenn es möglich wäre. den der Mensch in der Welt einnimmt. innerhalb der Grenzen unserer gewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten.Wir erhalten zwölf .Wasserstoff l annehmen 253 . ist .Wasserstoffe' mit Dichtigkeiten. genau festzustellen. die von 6 bis 12288 reichen: Tafel I „Diese zwölf . ließe sich der Platz bestimmen. wo wir uns befinden. „Aber an der Stelle. die es im Weltall vom Absoluten bis zum Mond gibt. welche von diesen Stoffen den menschlichen Organismus bilden und in ihm wirken. Wir können ihn deswegen als .

Wasserstoff* 6. Deshalb können wir ihn auch als . 254 .Wasserstoff danach als .Aber auch . den nächsten '.und den nächsten »Wasserstoff1 12 als .Wasserstoff* l annehmen. Indem wir alle folgenden .Wasserstoff l bis /Wasserstoff 6144: Tafel II ^. erhalten wir eine Skala von . und alles Folgende wieder durch zwei teilen.Wasserstoffe' durch zwei teilen.Wasserstoff 6.Wasserstoff6 ist nichtsdestoweniger für uns unlösbar.

Jeder dieser . die durch irgendeine mit unserem Orga- 255 .„Die so erreichte Skala von l bis 3072 können wir für das Studium des Menschen benützen: Tafel III „Alle Stoffe von .Wasserstoffe' schließt eine große Anzahl uns bekannter chemischer Substanzen ein.Wasserstoff' 3072 finden sich im menschlichen Organismus und spielen dort eine Rolle.Wasserstoff' 6 bis .

Wasserstoff.Wasserstoff einer bestimmten Dichte. „. die aber eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben spielen.Wasserstoff 384 ist Wasser. so wie ein Stück Holz. Stoffe. weiterhin ist dies der Stoff des tierischen Magnetismus. 24. aber auch jede Verbindung von Elementen. ein Stück Eisen unter . die ein Mensch nicht einatmen kann. „Die .Wasserstoff 768 umfaßt alle Stoffe.Wasserstoff 1536. sowohl in der Welt als auch im menschlichen Organismus.n-Strahlen' der Hormone. die wir atmen. die dem Menschen als . „Diese Art der Definition von Stoff befähigt uns. „Wir wollen mit . In anderen Worten. daß der Begriff . immer im Gedächtnis behalten.Wasserstoff' 96 wird durch die verdünnten Gase dargestellt. die eine bestimmte Funktion hat.Tabelle der Wasserstoffe' betrachten. . die oft nur von einigen angenommen und von anderen geleugnet werden.Nahrung' dienen können. „Überhaupt müssen wir.Wasserstoff 384 nähern.Nahrung' dienen können. sie nach ihrer Beziehung zum Leben und den Funktionen unseres Organismus einzuteilen. Andererseits wird ein .Wasserstoff 3072. ist ein . Jedes einfache Element ist ein . In anderen Worten. daß jeder . auf.Wasserstoffe' 48. die für unsere Chemie kaum feststellbar sind oder sich nur aus Spuren oder Ergebnissen erkennen lassen. wir dürfen nicht vergessen. die nicht als .Wasserstoff eine sehr umfassende Bedeutung hat. in anderen Worten.nismus in Verbindung stehende Funktion zusammenhängen. der . „ .dünner' Stoff mit geringer Nahrungseigenschaft sich .Wasserstoff 192 ist die Luft der Atmosphäre. Vitamine und so fort.Wasserstoff 96 hört der sogenannte Stoff oder das. die unserer Physik und Chemie unbekannt sind. 12 und 6 sind Stoffe. Dieser . „ . fallen unter . Stoffe unseres seelischen und geistigen Lebens auf verschiedenen Stufen. wenn wir die . .Wasserstoff 96 umfaßt ebenfalls Stoffe.Wasserstoff 768 beginnen. was unsere Physik und Chemie als Stoff betrachten. mit .Wasserstoff wird als Nahrung definiert. der Ausstrahlungen des menschlichen Körpers.Wasserstoff 256 .

Die geringe Ungenauigkeit. die durch ein und dieselbe Funktion in unserem Organismus verbunden sind und eine bestimmte . die noch alle ihre chemischen.Wasserstoff 192 entspricht dem Jod J.Wasserstoff 12 entspricht dem Wasserstoff der Chemie (Atomgewicht l). sondern auch die psychischen und kosmischen Eigenschaften der Stoffe in Betracht. das heißt das unvollständige Oktaven-Verhältnis. Atomgewicht 80. daß die gewöhnliche Chemie nicht alle Eigenschaften einer Substanz in Betracht zieht. Unter einem Atom einer Substanz ist die kleinste Menge der betreffenden Substanz zu verstehen. wird durch die Tatsache verursacht.dieser Tabelle eine ungeheure Anzahl verschiedener Stoffe einschließt.Wasserstoff 96 entspricht dem Brom Br. Stickstoff und Sauerstoff (der Chemie) haben die Atomgewichte 12.Wasserstoff48 entspricht dem Chlor Cl. . nämlich. und ihrer Beziehung zu anderen Stoffen.5. die ihren Platz im Weltall bestimmen. „Außerdem kann man in der Tabelle der Atomgewichte Elemente aufzeigen. das heißt einen ge- 257 . Atomgewicht 19. und .kosmischen Eigenschaften' nicht einbezieht.kosmische Gruppe' darstellen. 14 und 16. das heißt Elemente. . Atomgewicht 127. und dann unter dem Gesichtspunkt ihrer Beziehung zum Menschen und zu den Funktionen des Menschen. kosmischen und psychischen Eigenschaften hat (jede Substanz hat nämlich außer ihren kosmischen Eigenschaften auch psychische Eigenschaften. Kohlenstoff. deren Atomgewichte fast in einem richtigen Oktaven-Verhältnis zueinander stehen. studiert die Stoffe auf einer von der gewöhnlichen Chemie verschiedenen Grundlage und zieht nicht nur die chemischen und physikalischen. Die Chemie. die gewissen . „Diese Chemie oder Alchimie betrachtet die Stoffe zuallererst unter dem Gesichtspunkt ihrer Funktionen. „. So entspricht . von der wir hier sprechen. in anderen Worten. Atomgewicht 35.Wasserstoffen' entsprechen.Wasserstoff 24 dem Fluor Fl. daß sie ihre . das Atomgewicht des einen ist fast doppelt so groß wie das Atomgewicht eines anderen. Die Atomgewichte dieser Elemente stehen fast im Verhältnis einer Oktave zueinander.

In meiner Darlegung der Vorlesungen G. sondern etwas. „Die . ermöglicht uns diese Tatsache. das heißt es ist dann nicht mehr Wasser. nahekommt.wissen Grad von Intelligenz). die noch alle Eigenschaften des Wassers besitzt. daß die „drei Schwingungsoktaven" und die von ihnen abgeleitete „Tabelle der Wasserstoffe" für uns lange ein Stein des Anstoßes blieben. der sich chemisch auf keine Weise vom Wasser im flüssigen Zustand unterscheidet. der unter gewissen Bedingungen mit bloßem Auge gesehen werden kann. die bestimmte Funktionen im Weltall oder im menschlichen Leben besitzen. alle Substanzen. sondern auch auf alle zusammengesetzten Stoffe angewandt werden. Der Begriff . bei einer bestimmten Temperatur durch ein besonderes Thermometer gemessen.Atom' kann deswegen nicht nur auf Elemente. Das grundsätzliche und wichtigste Prinzip des Überganges der Triaden ineinander und der Struktur des Stoffes verstand ich erst später. Es kann ein Atom Wasser. ein Atom Brot.'s versuche ich im allge- 258 ." Zu diesem Punkt muß ich sagen. Also ein kleiner Tropfen Wasser. Ein Atom Wasser ist in diesem Zusammenhang ein Zehntel eines Zehntels eines Kubikmillimeters Wasser.Tabelle der Wasserstoffe' macht es möglich. ein Atom Luft (das heißt atmosphärischer Luft. die für die menschliche Atmung geeignet ist). Dampf. und ich werde an geeigneter Stelle darüber sprechen. die Beziehungen zwischen den menschlichen Funktionen und den Ebenen des Weltalls festzustellen. „Dieses Atom ist die kleinste Wassermenge. vom Gesichtspunkt ihrer Beziehung zu den verschiedenen Ebenen des Weltalls aus zu untersuchen. die den Organismus eines Menschen ausmachen. ein Atom Fleisch und so fort geben. aber andere Funktionen besitzt und daher auch andere kosmische und psychische Eigenschaften hat. was dem Gaszustand des Wassers. Und da jede menschliche Funktion das Ergebnis der Wirkungen bestimmter Substanzen und jede Substanz mit einer bestimmten Ebene des Weltalls verbunden ist. Bei weiterer Teilung verschwinden einige dieser Eigenschaften.

war auch da. Die Vorlesung wurde von P. der später noch stärker werden sollte. als ich so stark die Verbundenheit. Ich kam. Auf mich persönlich machte die „Tabelle der Wasserstoffe" einen sehr starken Eindruck. Und femer verstand ich nicht sofort. Da ich gewohnte Worte vernahm. Kapitel 8. der zu G. nachdem sie vorbei war. war ich weit davon entfernt. sie bei den ersten Malen. setzte mich darum in einer Ecke des großen Wohnzimmers nieder. G. „Aber ich habe sie bereits gehört". die ich einige Jahre früher während meiner seltsamen Experimente hatte. sagte ich. daß diese Ideen viel schwieriger aufzunehmen sind und ihr Gehalt viel tiefer ist. „Experimentelle Mystik^'. Aber abgesehen von den in mir hervorgerufenen seltsamen Empfindungen. gehalten. nach ihrem richtigen Wert einzuschätzen. 259 . Diese Vorlesung wurde mit verschiedenen Variationen oft wiederholt. Diese „Leiter von der Erde zum Himmel" ließ mich an die sehr ähnlichen Weltempfindungen denken. rauchte und dachte an etwas anderes. Es war bei einer der Wiederholungen dieser Vorlesung über die Struktur des Stoffes in Verbindung mit der Mechanik des Weltalls. „Warum hörten Sie dieser Vorlesung nicht zu?" fragte er mich. die Ganzheit und die „Mathematischheit" von allem in der Welt spürte1. * Vgl. Eine Episode ist in meinem Gedächtnis geblieben. ich hätte diese Vorlesung schon früher gehört. das heißt entweder in Verbindung mit der Erläuterung des „Schöpfungsstrahls" oder in Verbindung mit der Erklärung des Oktavengesetzes. weil viele Dinge sehr oft wiederholt wurden und in irgendeiner Form in fast allen Vorlesungen vorkamen. obwohl dies nicht immer möglich ist. einem jungen Ingenieur. eine chronologische Ordnung beizubehalten. da ich davon hörte. Ein neues Modell dei Wfboü*. nahm ich an. als sie bei ihrer einfachen Darstellung vermuten lassen.'s bereits erwähnten Moskauer Schülern gehörte.meinen. als die Vorlesung schon begonnen hatte.

als die Vorlesungen vorbei waren und ich versuchte. wonach Sie jetzt fragen. viel später darauf antwortete. schüttelte vorwurfsvoll den Kopf.. Und wirklich. sagte er. die Sie nicht hören wollten." Nach kurzem Schweigen sagte er: „Nun.G. Erinnern Sie sich an eine Vorlesung. Fast zwei Jahre später. Aber was genau gesagt worden war. wie Sie sagten. würden Sie dann zu Fuß dorthin gehen?" „Gewiß". Später will ich erklären. Diesmal gab er mir keine direkte Antwort. Ich dachte gerade an einige Folgerungen aus der „Tabelle der Wasserstoffe". „es wurde davon in den Petersburger Vorlesungen gesprochen. im November 1917. von dem wir später gehört hatten. hauptsächlich über einen Widerspruch in diesem Diagramm. und was G. sagte ich. bestand.. erinnerte ich mich oft ganz deutlich. weilte eine kleine Gruppe von uns. bald Schnee in Böen brachte. am Ufer des Schwarzen Meeres. was er von mir erwartete und warum ich zum zweitenmal der gleichen Vorlesung zuhören sollte. „Sie sollten das wissen". was ich gehört hatte. fünf Meilen nördlich von Tuapse in einem kleinen Landhaus. ich verstand nicht. darunter G. Vielleicht haben Sie nicht zugehört. Ich verstand das erst viel später. Meine Frage bezog sich auf Wasserstoffe unterhalb der normalen Ebene. das mehr als eine Meile von der nächsten Wohnstätte entfernt war. Eines Abends saßen wir beisammen und sprachen. was ich fragte. Und ganz ehrlich. wie lang- 260 . daß sie in einer der Vorlesungen besprochen worden war. der bald Regen. und ich hätte viel darum gegeben. die aus sechs Menschen. alles zusammenzufassen. daß wieder die gleiche Vorlesung in Tuapse gehalten würde. da Sie. Während ich eine Frage überdachte. Es war schon spät und das Wetter war sehr schlecht. sie schon kannten? Aber da wurde gerade das behandelt. wenn Sie hören würden. an das konnte ich mich leider unter keinen Umständen erinnern. verglichen mit einem anderen. sie noch einmal zu hören. obwohl ich mir sehr wohl bewußt war. was es genau war. ein nordöstlicher Wind blies.

Aber in Wirklichkeit denken sie genau entgegengesetzt. Wind. Das muß von sejbst zu ihm kommen. Dunkelheit. uns die grundsätzlichen Ideen seines Systems vermittelte. daß man für alles zahlen muß und daß man im Verhältnis zum Empfangenen zahlen muß. Zurückschauend kann ich nicht umhin. Aber für etwas Wichtiges niemals. würden Sie jetzt verstehen. Für Nichtigkeiten. alle grundsätzlichen und wesentlichen Punkte herauszustellen und sich nicht in unnötige Einzel- 261 .wierig und kalt die Straße sein würde. lachte. rühren sie keinen Finger. Aber bei etwas wirklich Wichtigem." Aber nun zurück nach St. daß es überhaupt keinen Widerspruch zwischen den Diagrammen gibt und daß es überhaupt keinen geben kann.. wenn in Tuapse jemand eine Vorlesung über diese Dinge halten würde. wußte ich dennoch." „Ja". Schnee. von seiner erstaunlichen Fähigkeit ab. zu staunen. für Dinge. mit der G. weil es keine andere Möglichkeit gab. „Was die Vorlesung betrifft. sagte G. Sie wissen. Ohne irgendeine Notwendigkeit würden sie jede denkbare Schwierigkeit auf sich nehmen. tatsächlich in Petersburg besprochen. „Denken Sie. daß ich den ganzen Weg schon mehr als einmal gegangen bin. Regen. daß mich das nicht abhalten würde. die völlig nutzlos für ihn sind. „Würden Sie wirklich gehen?" fragte er. und vor allem will er nicht für das zahlen. Natürlich würde ich ohne ein Wort gehen. fünfundzwanzig Meilen." „Was ist dabei zu überlegen?" sagte ich. einfach. das ihnen wirklich etwas geben kann. über die Geschwindigkeit. Und ohne besonderen Grund. „Sie wissen. wurde das. was für ihn das Wichtigste ist. So ist die menschliche Natur. Petersburg. G. wird er jede Summe zahlen. Der Mensch will auf keinen Fall für irgend etwas zahlen. „wenn die Leute doch wirklich auf diese Weise überlegen würden. Aber gewöhnlich denkt der Mensch das Gegenteil. Wenn Sie damals zugehört hätten. Natürlich hing viel von seiner Art der Darstellung. wonach Sie fragten. wenn es keine Pferde gab oder kein Platz für mich im Wagen war.

Die Energie wird auf falsche Arbeit von Zentren verwandt. Einbildung. daß er nicht genug Energie hat. Jede Funktion. auf das . Im Anschluß an die „Wasserstoffe" begann G. zu studieren oder zu fühlen. es zu verstehen.heiten zu verlieren. ist.Interesse'. einebestimmte Substanz. Was gelernt werden muß. auf dauerndes Geschwätz. aber in allem. Aber wir können uns nur an uns selbst erinnern. die in Wirklichkeit überhaupt nicht interessant sind: auf die dauernde Verschwendung der . jeder Zustand. Erregbarkeit. anstatt sie unproduktiv zu verschwenden. die er sich gesetzt hat? „Die Antwort ist. 262 . die um uns herum geschehen. jedes Gefühl benötigt eine bestimmte Energie. auf schlechte Stimmungen. Nervosität. „Wir waren zu dem Schluß gekommen. auf nützliche Arbeit zu verwenden.Selbst-Erinnem' haben. die unser Organismus erzeugt. „Was tut also ein Mensch. um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen. wenn er einzusehen beginnt. die in gar keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit steht. wenn wir die Energie zum . oder an anderen Leuten. das wir an Dingen nehmen. „Wir verwenden unsere Energie hauptsächlich auf unnötige und unangenehme Gefühle. um die Ziele zu erreichen. auf unnötige Hast. jede Handlung. Tagträumen und so weiter. die wir besitzen. die nächste Vorlesung: „Wir möchten .unser selbst erinnern' müssen. daß wir uns . wenn wir die Energie haben. was wir tun. den größeren Teil der Energie. verstehen oder fühlen.tun'. die Erwartung unangenehmer möglicher und unmöglicher Dinge.Aufmerksamkeitskraft' und so weiter und so fort. Wir können nur etwas studieren. das eine ungeheure Menge Energie verbraucht. jeder Gedanke. sind wir durch die Energiemenge gebunden und begrenzt. daß jeder normale Mensch Energie genug hat. auf unnötige Muskelanspannung. bevor die wesentlichen Punkte verstanden waren.

sie werden alle auf den Unterhalt der Fabrik selbst verwendet. eine Art von Stoff in eine andere zu verwandeln. „Später wird jedoch das Problem schwieriger. an der wir vom Gesichtspunkt der Möglichkeit höherer Bewußtseins-Stufen und der Arbeit höherer Zentren besonders interessiert sind. weil nur ein kleiner Teil der Maschinen in Gebrauch ist und weil nur die Materialmenge erzeugt wird. so würden 263 . kommt er nichtsdestoweniger zu dem Schluß. Tatsächlich erzeugt die Fabrik gar nichts — all ihre Maschinen. Die Fabrik erhält als Rohmaterial von der Außenwelt eine Anzahl grober . ihr mögliche Produktion. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen erreicht diese Fabrik nie die volle. gegen all diese Gewohnheiten seines Lebens anzukämpfen. die Summe der erzeugten Energie vermehren muß. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die Erzeugung der feineren . als er erwartete. Wenn es uns gelänge. daß sie viel mehr Energie erzeugt. „Das Studium des Arbeitsgangs des menschlichen Organismus zeigt. ungenügend. Eine derartige Leitung der Fabrik ist offensichtlich im höchsten Grade unwirtschaftlich. all ihre ausgesuchte Ausstattung dienen tatsächlich überhaupt keinem Zweck und erhalten nur mit Schwierigkeit ihre eigene Existenz. die Produktion auf das ihr mögliche Maximum zu steigern. daß dies ganz gut möglich ist. wenn er mit seiner Arbeit fortfahren will.„Wenn der Mensch anfängt. Nachdem der Mensch seine Maschine bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen hat und sich überzeugt hat. und mit Hilfe dieser Energie kann er auf jeden Fall die Arbeit des Selbststudiums und der Selbst-Vervollkommnung beginnen. „Die Arbeit dieser Fabrik besteht darin. die auf sehr große Produktion angelegt ist.Wasserstoffe' durch die menschliche Fabrik. die notwendig ist. daß diese Energie nicht genügt und daß er.Wasserstoffe' mittels einer ganzen Reihe komplizierter alchimistischer Vorgänge. um die eigene Existenz aufrechtzuerhalten.Wasserstoffe' und verwandelt sie in feinere . nämlich den im kosmischen Sinne gröberen Stoff in feineren. spart er eine ungeheure Energiemenge. „Der menschliche Organismus stellt eine chemische Fabrik dar.

des astralen.Astralkörpers' notwendigen Substanzen erzeugen. Dann würde der ganze Körper. muß er die für das Wachstum des . das Wachstum der inneren Körper des Menschen. das durch keine anderen Mittel erreicht werden kann. um aus dieser Nahrung das Material zu erzeugen. dann braucht der astrale Organismus für seine Erhaltung weniger von diesen Substanzen als während seines Wachstums.Fabrik' alles ausgibt. welche für die Aufrechterhaltung des physischen Körpers notwendig sind. „Dies kann jedoch unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen nicht geschehen. Fernerhin benötigt der . alle Zellen. sein Organismus muß sich in einem gesunden Zustand befinden.Astralkörpers' notwendig.mentalen 264 . „ . mit diesen feinen . Und wenn ein Mensch lernt.Wasserstoffe' würde allmählich den ganzen Organismus auf eine andere Stufe. Wenn der physische Organismus eine genügende Menge dieser feinen Substanzen zu erzeugen beginnt und der .Astralkörper' für sein Wachstum die gleichen Substanzen wie die.'weil die . Um zu wachsen.Wasserstoffe' auf ihr mögliches Maximum bringt. schafft er durch diese Tatsache allein für sich die Möglichkeit eines inneren Wachstums. des mentalen und so fort. Der Überschuß dieser Substanzen kann dann zur Bildung und zum Wachstum des . muß ein Kind gute Nahrung bekommen. auf eine höhere SeinsEbene bringen. was sie erzeugt.Lerne das Feine vom Groben zu scheiden' — dieses Prinzip aus den »Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistus' bezieht sich auf die Arbeit der menschlichen Fabrik. Das innere Wachstum. Das gleiche ist für das Wachstum des . das heißt wenn er die Erzeugung der feinen . die sich allmählich in ihnen ablagern und in einer bestimmten Weise kristallisieren würden. die der Organismus einnimmt. nur in viel größeren Mengen.Wasserstoffe' aufzusparen.Wasserstoffen' gesättigt werden. Diese Kristallisierung der feinen . die feineren . das für das Wachstum der Gewebe notwendig ist. ist ein stofflicher Vorgang. welcher dem Wachstum des physischen Leibes völlig analog verläuft.astrale Körper' in ihm schon gebildet ist. alle Gewebe.wir beginnen. das »Feine vom Groben zu scheiden'. aus den verschiedenen Nahrungsarten.

Astralkörper' ernähren. der mit der Hilfe der gleichen Substanzen wächst. Unsere Eindrücke. für die höheren Bewußtseins-Funktionen und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. einer Gesichtswahrnehmung oder eines Geruches hat. von außen her eine gewisse Energiemenge. „Für seine normale Existenz muß der Organismus alle drei 265 . wie schon ge sagt wurde. und der physische Organismus ist nur unter der Bedingung fähig. Der Überschuß der Substanzen. daß wir mit jedem äußeren Eindruck. die von außen in den Organismus eintritt. mag zuerst schwierig zu verstehen sein. ob er nun die Form eines Lautes. 3.mentalen Körpers' mehr von diesen Substanzen als das Wachstum und die Ernährung des . Aber wieso die Eindrücke eine Nahrung darstellen.Körpers' benützt werden. „Es ist nicht schwer einzusehen. Die Luft. die wir atmen. die wir essen. diese Energie. ist Nahrung. dient dem Wachstum des vierten Körpers.mentalen Körper' ernähren. Wir müssen uns jedoch erinnern. All die für das Wachstum und die Ernährung der höheren Körper notwendigen Substanzen müssen innerhalb des physischen Organismus erzeugt werden. die den . werden im Organismus durch die Nahrung erzeugt. die den Organismus im vollen Sinne des Wortes ernähren. Aber in allen Fällen muß der Überschuß sehr groß sein. „Alle Substanzen. Wenn Eindrücke von außen Energien von außen mit sich in den Organismus hineinbringen. die den . eine gewisse Anzahl von Schwingungen aufnehmen. „Der menschliche Organismus nimmt drei Arten von Nahrung auf: 1. daß auch Stoffe von außen eindringen. Die normale Nahrung. Aber natürlich erfordert das Wachstum des . die für die Erhaltung des Lebens des Organismus. so bedeutet das. Energie nicht ohne Stoff vermittelt werden. 2. sie zu erzeugen. daß Luft eine Art Nahrung für den Organismus darstellt. die von außen in ihn hineinkommt. Femer kann. daß die menschliche Maschine richtig und wirtschaftlich arbeitet. für die psychische Arbeit.astralen Körpers'.

gewöhnlich stirbt ein Mensch. so wird unsere Maschine sofort zu arbeiten aufhören. die uns umgebende Welt. raubte. da in allen Fällen solchen künstlichen Hungerns die Betreffenden Wasser zu sich genommen haben. ohne frische physische Nahrung zu erhalten. Wenn der Fluß der Eindrücke auf irgendeine Weise zu einem Halt gebracht werden könnte oder wenn man dem Organismus seine Fähigkeit. gleicht einem Treibriemen. trotzdem es klar ist. Der Organismus kann nicht nur von einer. nicht mehr als zwei oder drei. Nichtsdestoweniger kann ein Mensch sogar ohne Wasser und ohne Nahrung für einige Tage leben. wenn er vier Minuten ohne Luft ist. Infolgedessen sind von den drei Nahrungsarten die für uns wichtigste die Eindrücke. etwas länger zu leben. die uns von außen zukommen. Luft und Eindrücke. sondern auch für die Bildung und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. die über sechzig Tage dauerten. Eindrücke und Luft befähigen einen Menschen. daß ein Mensch von Eindrücken allein nicht lang leben kann. sobald er wieder Nahrung zu sich zu nehmen begann. Ohne Eindrücke kann ein Mensch nicht einen Augenblick leben. Der Organismus kann für eine verhältnismäßig lange Zeitspanne bestehen. Der Strom von Eindrücken. Es sind Fälle von Hungern bekannt. Luft und physische Nahrung befähigen den Organismus. auch nicht von zwei Nahrungsarten existieren. durch die wir leben. uns bewegen und sind. Der Hauptmotor ist für uns die Natur. 266 . Die Natur übermittelt uns durch unsere Eindrücke die Energie. wobei der Organismus nichts von seiner Vitalität verlor und sich sehr schnell wieder erholte. das heißt physische Nahrung. Wenn der Strom dieser Energie angehalten wird. Aber die Beziehung dieser Nahrungsstoffe zueinander und ihre Bedeutung für den Organismus ist nicht die gleiche.Nahrungsarten erhalten. Eindrücke. Eindrücke zu empfangen. Natürlich kann ein solches Hungern nicht als vollständig betrachtet werden. der uns Bewegung vermittelt. so würde er sofort sterben. alle drei werden benötigt. Ohne Luft kann er nur einige Minuten leben. bis zum Ende seiner normalen Lebensdauer zu leben und die Substanzen zu erzeugen. die nicht nur zur Erhaltung des Lebens.

und der untere aus dem Magen. Der oberste Stock dieser Fabrik besteht aus dem menschlichen Kopf. F i g u r 26 Erde Die Einführung von Nahrung (H 768) in den Organismus Physische Nahrung ist H 768 oder la. Dieser »Wasserstoff* kommt in das untere Stockwerk des Organismus als »Sauerstoff* do 768. „Betrachten wir den menschlichen Organismus als eine dreiF i g u r 25 Kopf Brust Rücken und unterer Teil des Körpers jstöckige Fabrik. sol. dem Rücken und dem unteren Teil des Körpers. fa der dritten kosmischen Schwingungsoktave. Der mittlere Stock aus der Brust. 267 .„Der Vorgang der Verwandlung der in den Organismus kommenden Substanzen in feinere geschieht nach dem Oktaven-Gesetz.

der die Note 268 . 192 hervor.Kohlenstoff 192. das in der nächsten Triade .„. N 384 ist die nächste Note re. vereinigt sich mit .Sauerstoff 768 vereinigt sich mit . und mit ihm zuF i g u r 28 •ortsetzung der Verdauung der Nahrung (H 768) im Organismus sammen bringt es einen neuen .Kohlenstoff 96 im Organismus.Stickstoff mi 192 ist. der sich im Organismus befindet. Aus der Vereinigung von 0 768 und C 192 ergibt sich N 384.Sauerstoff wird. Figur 27 Der Beginn derNahrunqsverdauung (H 768) im Organismus „Re 384.

Obergang der Nahrungsprodukte insol 48 „An der Stelle im Organismus.den Luft auf das Intervall mi .zusätzlicher Schock' hinzuF i g u r 29 Die Einführung von Lütt (H192) in den Organismus und der Schock. in der Form 269 . Wenn kein . F i g u r 30 Fortsetzung. tritt die »zweite Nahrung' hinzu — Luft. ein »zusätzlicher Schock' ist notwendig.„Wie aus dem Oktaven-Gesetz bekannt ist. kann sich die Substanz mi 192 nicht von selbst in die volle Note fa verwandeln. derNahrungsoktave. kann mi nicht selbständig in fa einer aufsteigenden Oktave übergehen. wo mi 192 allein zu einem Halt käme.fa der Nahrungsoktave verursacht kommt.

Die Note do hat alle notwendigen Halbtöne. der sich schon im Organismus befindet. das heißt mi. do der zweiten kosmischen Strahlungsoktave. Wandlung der Nahrungsprodukte In sl 12 stoff 48. um in die nächste Note überzugehen. das heißt alle notwendige Energie.Stickstoff 96 überzugehen. um durch die Verbindung mit . Wandlung der Nahrungsprodukte in la 24 und sie gibt sozusagen einen Teil ihrer Energie an die Note mi ab. in . 270 .von do 192. . re.KohlenFigur 32 Forlsetzung derNahrungsoktave. Figur 31 Fortsetzung derNahrungsoktave. die die gleiche Dichtigkeit wie sie selbst hat.Stickstoff 96 ist die Note fa. Die Energie von do gibt mi 192 Kraft genug.

zusätzlichen Schocks' erzeugt wird. 271 . | .Kohlenstoff 12 in .Stickstoff 24 über — la 24.Stickstoff 48 über — die Note sol.Kohlenstoff 24 in . Si 12 ist die höchste Substanz. F i g u r 33 H 192 Der Beginn der Verdauung von Luft im Organis- „La 24 vereinigt sich mit dem im Organismus vorhandenen .LuffOktave Im Organismus mit Hilfe des durch die Luft herbeigeführten .„Fa 96 geht durch die Verbindung mit dem im Organismus vorhandenen .Stickstoff 12 oder si 12. . „Die Note sol 48 geht durch den im Organismus vorhandener. die im Organismus aus physischer Nahrung Fortsetzung F i g u r 34 der .Kohlenstoff 6 und wandelt sich in .

Sauerstoff in den mittleren Stock der Fabrik gelangt und einen Teil seiner Energie an mi 192 abgibt. F i g u r 36 Die drei Nahrungsarten und die Verdauung von H 768 und H 190 im Organismus mit Hilfe eines mechanischen .Kohlenstoff 48 und geht in re 96 über. das als . F i g u r 35 Das Eindringen von (Eindrücken' in den Organis- vereinigt sich seinerseits an einer bestimmten Stelle mit dem im Organismus anwesenden . Für den 272 .Kohlenstoffs' 24 in mi 48 über.„Do 192 (Luft). und damit ist die Entwicklung der zweiten Oktave beendet. Der Normalzustand des Organismus und die Normalerzeugung von feinen Störten aus den Nahrungsprodukten „Re 96 geht mit Hilfe des .Schocks'.

„Unter normalen Bedingungen. Gleichzeitig kommt do 48 nicht mit mi 48 in Berührung. fa der zweiten kosmischen Oktave . Zu diesem Zweck muß man einen besonders gearteten . Das bedeutet. um in die folgende Note überzugehen. „Die dritte Oktave beginnt mit do 48. die Erzeugung zu vermehren.künstlicher Schock'? Er ist mit dem Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes verknüpft.Kohlenstoff'12. das heißt die Luft-Oktave. und für alle ihre höheren Funktionen kann die Fabrik nur diesen höheren Stoff verwenden.künstliche Schock' auf die Kote do48 treffen muß. wo ein Eindruck in unser Bewußtsein kommt. fehlt der hierfür notwendige . wo do 48 eintritt. sich weiterzuentwickeln. und die zweite Oktave. „Es gibt jedoch eine Möglichkeit. Die Note do48 bezeichnet den Augenblick. „Vorher wurde erklärt. so daß es weder selbst in die nächste Note übergehen noch einen Teil seiner Energie an mi 48 abgeben kann. aber an dieser Stelle des Organismus. das heißt die Luft-Oktave und die Eindrucks-Oktave zu befähigen.Übergang von mi in fa ist ein . sol. 273 . aber in diesem Punkt hat die Natur keinen »zusätzlichen Schock' vorbereitet. kommt die Erzeugung der feinen Stoffe durch die Fabrik an dieser Stelle zu einem Halt. das ist la. daß wir uns unter gewöhnlichen Lebensbedingungen unser selbst nicht erinnern.künstlichen Schock' an der Stelle schaffen. daß der . „Was aber bedeutet ein .künstlicher Schock' an dieser Stelle bedeutet eine bestimmte Anstrengung im Augenblick des Empfanges eines Eindrucks. Die höchste von der Fabrik erzeugte Substanz ist si 12. wo die dritte Oktave gleich an ihrem Anfang nicht weiterkann. Wir erinnern uns nicht. und unter den gewöhnlichen Lebensverhältnissen entwickelt sie sich auch nicht weiter. und die dritte Oktave klingt nur als do. Ein . das heißt den Bedingungen des gewöhnlichen Daseins. kann sich nicht weiterentwickeln. „Die Eindrücke dringen in den Organismus in Form von »Sauerstoff 48 ein. „Do 48 hat genug Energie.zusätzlicher Schock' notwendig.Sonne — Erde'.

das heißt aus der zweiten Nahrungsart. daß ich schaue. Gleichzeitig befähigt die mit dem Übergang von einer Note zu einer anderen und der Wandlung von 48 in 24 verknüpfte Anstrengung das do 48 der dritten Oktave. Wenn ein Mensch dies versteht und sich seiner selbst zu erinnern versucht. daß man im Augenblick der Aufnahme eines Eindrucks eine bewußte Anstrengung macht [siehe Figur 37]. sozusagen verdoppelt. An Stelle eines Eindrucks von der Straße gibt es nun zwei Eindrücke.Schock' auch auf mi 48 und befähigt die zweite Oktave. „Mi 48 geht in fa 24. Selbst-Beobachtung im Augenblick des Empfangs eines Eindruckes. wird jeder Eindruck. so schaue ich nicht einfach auf die Straße. sol 12 geht in la 6 über. 274 .Kohlenstoff 12 an die fragliche Stelle. einen von der Straße und einen anderen von mir. Anstrengungen. daß die mit der Selbst-Erinnerung verknüpfte Empfindung ein Gefühls-Element mit sich bringt. das heißt die Arbeit der Maschine bringt eine gewisse Menge von . La 6 ist der höchste Stoff.das heißt wir empfinden uns selbst nicht. fa 24 in sol 12 über. Dies wird jedoch nur dadurch erreicht. Dieser zweite Eindruck. mit dem mi 48 der zweiten Oktave in Beziehung zu treten und dieser Note die erforderliche Energiemenge für die Verwandlung von mi in fa zu verleihen. Beobachtung der eigenen Eindrücke im Augenblick ihrer Aufnahme. eines Gedankens oder einer Handlung nicht unserer selbst gewahr. all das zusammen verdoppelt die Stärke der Eindrücke und macht do 48 zu re 24. eines Gefühls. Auf diese Weise erstreckt sich der do 48 verliehene . die Straße betrachtend. ich fühle. In einem gewöhnlichen psychischen Zustand schaue ich einfach auf die Straße. Aber wenn ich mich meiner selbst erinnere. den er während des Selbst-Erinnems aufnimmt. sich seiner selbst zu erinnern. die Registrierung sozusagen des Empfangs der Eindrücke und die gleichzeitige Bestimmung der aufgenommenen Eindrücke. als ob ich mir sagen würde: . ist der zusätzliche Schock.ich schaue'.Mich-meinerselbst-Erinnems' erzeugt wird. der vom Organismus aus der Luft. erzeugt wird. der durch die Tatsache des . wir werden im Augenblick einer Wahrnehmung. sich zu entwickeln. Ferner geschieht es oft.

höheren Wasserstoffe' sind in jedem Teilchen der Luft. Aber einige Menschen atmen nicht fünfzehn. Abgesehen von den Elementen. Wir atmen alle dieselbe Luft. was dies bedeutet. Diese fünf Elemente sind . aus zwanzig unserer Wissenschaft unbekannten Elementen besteht. die unserer Wissenschaft bekannt sind.höhere Wasserstoffe'. Diese . die für diese undefinierbar und ihrer Beobachtung unzugänglich sind. Nehmen wir an. daß fünf dieser Elemente immer absorbiert werden. Aber eine genaue Analyse sowohl der eingeatmeten als auch der ausgeatmeten Luft ist möglich. obwohl die von verschiedenen Leuten eingeatmete Luft genau die gleiche ist.„Man muß verstehen.Schock' atmen. daß. die wir F i g u r 37 Die Entwicklung der Luft-Oktave nach dem ersten bewußten . sondern nur zehn Elemente aus. enthält die Luft eine große Anzahl der Wissenschaft nicht bekannter Substanzen. vorhanden. Nehmen wir einmal an. Diese genaue Analyse zeigt. fünf ernähren den Organismus. Folglich besteht die von jedem Menschen ausgeatmete Luft aus fünfzehn Elementen. das heißt sie absorbieren fünf Elemente mehr. die wir einatmen. Durch das Einatmen der Luft 275 . Eine gewisse Anzahl dieser Elemente wird durch jeden sie atmenden Menschen absorbiert. die ausgeatmete Luft ganz verschieden ist. daß die Luft.

Denn die im Organismus enthaltenen feinen Substanzen verhalten sich wie ein Magnet zu den in der eingeatmeten Luft Figur 38 Die Entwicklung der EindrucksOktave nach dem ersten bewußten . Wenn der Organismus fähig ist.Schock" enthaltenen Substanzen. Wir kommen wieder auf das alte alchimistische Gesetz zurück: . aber wenn unser Organismus nicht weiß.Um Gold zu machen. es zu erzeugen. andere weniger.' . wie er sie aus den Luftteilchen herauslösen und behalten kann. die Oktave der Eindrücke. in unserem Organismus eine gewisse Menge entsprechender feinerer Substanzen zu haben. werden sie wieder in die Luft ausgeatmet. ist es notwendig. Manche entnehmen mehr. Die dritte Oktave. Auf diese Weise atmen wir alle die gleiche Luft.' „Die ganze Alchimie ist nichts anderes als eine allegorische Beschreibung der menschlichen Fabrik und ihrer Arbeit. muß man zuerst eine gewisse Menge richtigen Goldes haben. aber wir entnehmen ihr verschiedene Substanzen. bleiben sie in ihm.führen wir diese .Wenn man überhaupt kein Gold hat. gibt es kein Mittel. beginnt durch eine b^^ußte 276 . niedrige Metalle (grobe Stoffe) in wertvolle (feine Stoffe) zu verwandeln.höheren Wasserstoffe' in uns ein. sie herauszulösen und zu behalten. „Um mehr zu entnehmen. „Wir haben die Entwicklung zweier Oktaven verfolgt.

daß die erste Oktave si 12. die sich nicht in die folgenden Noten verwandeln können.Schock'. die zweite la6 und die dritte mi 12 erreicht hat. eine 277 . „Für die Weiterentwicklung der zwei Oktaven ist an einer bestimmten Stelle in der Maschine ein zweiter bewußter . So halten die erste F i g u r 39 Das vollständige Bild der intensiven Arbeit des Organismus und der Intensiven Produktion von Stoffen aus den Nahrungsprodukten nach dem ersten b e w u ß t e n . ®o 48 geht in re 24 über. „Wenn wir nun das Ergebnis der Entwicklung dieser drei Oktaven untersuchen. An dieser Stelle kommt die Entwicklung der unteren Oktave zu einem Halt.Anstrengung. so werden wir sehen. re 24 in mi 12.Schock- und die dritte Oktave bei drei Noten an.

unter normalen Bedingungen und mit einem mechanischen . da die Erzeugung der feinen Stoffe aufhört.Schock' arbeitend.neue bewußte Anstrengung notwendig. daß sie einen besonderen Einfluß auf die eigenen Gefühle darstellt. erzeugt sie eine viel größere Menge feiner Stoffe. „Wenn wir nun die Arbeit der menschlichen Fabrik als Ganzes betrachten. und in jeder Oktave wird der Platz dieses fehlenden Halbtons durch einen bestimmten . „Um die Analogie zwischen dem Menschen.Schocks' erzeugt die Fabrik eine so große Menge feiner Stoffe. Wenn sie nun mit einem mechanischen und einem bewußten . dies alles ist die Vorbereitung für die zweite Anstrengung. 278 . Bei der Arbeit mit zwei bewußten . das heißt dem menschlichen Organismus und dem Weltall zu verstehen. daß diese im Verlauf der Zeit den Charakter der Fabrik selbst vollständig verändern.identifizieren'. daß diese Anstrengung mit dem Gefühlsleben verknüpft ist.Schock' ausgefüllt. wollen wir die Welt wieder wie früher in Form dreier Oktaven vom Absoluten bis zur Sonne. welche die zwei Oktaven befähigt. „Keine unangenehmen Gefühle ausdrücken. Das Wesen dieser Anstrengung erfordert ein besonderes Studium. nur eine sehr geringe Menge der feinen Substanzen erzeugt. ihre Entwicklung fortzusetzen. Aber was dieser Einfluß wirklich ist und wie er erzeugt werden muß. sich nicht . Vom Gesichtspunkt der allgemeinen Arbeit der Maschine aus kann man im allgemeinen sagen. sich nicht . kann nur in Verbindung mit einer allgemeinen Beschreibung der Arbeit der menschlichen Fabrik oder der menschlichen Maschine erklärt werden. tatsächlich nur si 12. durch welche Mittel wir in den Augenblicken. daß die Fabrik. von der Sonne bis zur Erde und von der Erde bis zum Mond betrachten. „Die dreistöckige Fabrik stellt ein Miniatur-Weltall dar und ist nach den gleichen Gesetzen und dem gleichen Plan wie das ganze Weltall konstruiert. Wir sehen. die Produktionsfähigkeit der Fabrik vermehren können. Jeder dieser drei Oktaven fehlt zwischen fa und mi ein Halbton.Schock' arbeitet.innerlich nach etwas richten'. können wir erkennen.

Er ist do 192 der kosmischen Fabrik. „Das erste Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. in anderen Worten. Der . dieser .Schock' in der unteren Oktave entspricht der physischen Nahrung. und nachdem die Rolle. genau festgestellt ist.Schock' in der mittleren Oktave entspricht der Luft.Wasserstoff in unserem Organismus spielt. physiologisch und anatomisch definiert werden. jeder Wasserstoff muß chemisch. psychologisch. die jeder . das heißt die NahrungsOktave.Schock' ist do 768 der kosmischen dreistöckigen Fabrik.Schock' in der oberen Oktave entspricht den Eindrücken. das heißt auf Leben und Funktionen von Mensch Nummer eins. An dieser Stelle erhält sie automatisch einen . die in den menschlichen Organismus gelangen. das heißt. Bei der inneren Arbeit dieser kosmischen dreistöckigen Fabrik unterliegen alle drei Nahrungsarten der gleichen Umwandlung wie in der menschlichen Fabrik. Der . wie er durch die Natur erschaffen wurde. Die erste Oktave. er ist do 48 der kosmischen Fabrik. Der . Das bedeutet: um mit irgendeinem weiteren Studium fortzufahren. daß die drei »zusätzlichen Schocks' in den drei Oktaven des Universums den drei Nahrungsarten entsprechen. Ein weiteres Studium der Analogie zwischen Mensch und Weltall ist nur nach einem genauen Studium der menschlichen Maschine möglich. entwickelt sich auf normale Weise bis mi 192. Nummer zwei und Nummer drei. müssen wir den genauen Zweck jedes . so werden wir sehen. Wenn wir nun anfangen. „Das Studium der Arbeit des menschlichen Organismus als eine chemische Fabrik zeigt uns drei Stadien in der Entwicklung der menschlichen Maschine.der an dem betreffenden Punkt künstlich erzeugt wird. und zwar auf der gleichen Ebene und nach den gleichen Gesetzen. seine Rolle im menschlichen Organismus und wenn möglich die besonderen mit ihr verbundenen Empfindungen müssen bestimmt werden.Wasserstoffes' herausßnden. seine Funktionen. nach einer Analogie zwischen der dreistöckigen Fabrik und den drei Oktaven des Universums zu suchen.Schock' vom Beginn der zweiten 279 .

muß man die Bedeutung von si 12 und mi 12 verstehen. der durch den Eintritt der zweiten Oktave hervorgerufen wird. sich in fa zu verwandeln.Oktave.Schock'.Schocks' zu verstehen. Der gleiche . wenn ein Mensch einen bewußten willentlichen . die diesen . wenn die Arbeit des Organismus genügend intensiv ist. „Das zweite Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. die in diesem Fall mi 12 erreicht. Die Natur hat nur für einen .Schock' befähigt auch die dritte Oktave. „Die Anstrengung. drei Noten der zweiten und eine Note der dritten Oktave ein vollständiges Bild der Arbeit der . und ihre Entwicklung geht folgerichtig bis si 12 weiter. Das Wesen dieses zweiten .Schock' durch seine eigene persönliche Anstrengung erzeugen.Schock' an Punkt do 48 erzeugt. nämlich den . Aber die Natur hat den zweiten »Schock1 weder vorausgesehen noch für ihn vorgesorgt. das ist der .Schock' weiterentwickeln. So sehen wir im zweiten Stadium der Arbeit des menschlichen Organismus die volle Entwicklung der zweiten Oktave und dreier Noten der dritten Oktave. nämlich die Oktave der Eindrücke. muß in der 280 . die dritte bei der Note mi 12. in fa überzugehen.Schock' auf die zweite Oktave übertragen. wenn er die Erzeugung von feinen .Schocks' kann nicht so leicht beschrieben werden wie das Wesen des ersten willkürlichen . So stellen sieben Noten der ersten Oktave.menschlichen Fabrik' in ihrem ersten und natürlichen Zustand dar. wo sie zu einem Halt kommt. die Eindrucks-Oktave. Um das Wesen dieses .Schock' hervorruft. Die dritte Oktave. nämlich die Luft-Oktave. die sich bis sol 12 entwickelt. beginnt mit do 192 und entwickelt sich bis mi 48. Die zweite Oktave. Zuerst einmal wird dieser willentliche .Schock' vorgesorgt. Ein Mensch muß diesen . die dem mi der ersten Oktave hilft. beginnt mit do 48 und hält dort an. sich zu entwickeln.Schocks' bei do 48. Keine dieser Oktaven kann sich ohne einen frischen . oder sogar weiter bis la 6 und so fort. Die erste Oktave kam bei der Note si 12 zu einem Halt. der einer Entwicklung der dritten Oktave helfen würde und dadurch das mi der zweiten Oktave befähigen würde.Wasserstoffen' in seinem Organismus vermehren will.Schock'.

Aber die Alchimisten sprachen von dieser Umwandlung in der allegorischen Form der Umwandlung von niedrigen Metallen in wertvolle. Diese Wandlung der Gefühle wird dann die Umwandlung von si 12 im menschlichen Organismus unterstützen. das heißt kein Wachstum der höheren Körper im Organismus.Wasserstoffe' in feinere im menschlichen Organismus.Schock' bei mi 12 übergehen. Sie wußten nichts oder sagten wenigstens nichts über das Wesen des ersten willentlichen . begannen direkt mit ihr. objektive Ergebnisse können nur erreicht werden. Wenn diese Wandlung erreicht ist.Schock' vor der Arbeit am ersten . Schocks' möglich. ist ohne diese Wandlung möglich.Schock' samt Umwandlung wird physisch nur nach langer Übung des ersten willentlichen . alle von einem Menschen erreichten Ergebnisse noch verlorengehen können.Schock'. Die Idee dieser Umwandlung war vielen alten Lehren sowohl wie auch einigen verhältnismäßig neuen. 281 .Arbeit an den Gefühlen. da sie auf keine Weise in ihm fixiert sind. in der Wandlung und Umwandlung der Gefühle bestehen. wonach er gestrebt hat. der in Selbst-Erinnern und in der Beobachtung der empfangenen Eindrücke besteht. „Die Alchimisten.Schocks' aus. wie der Alchimie des Mittelalters. Die richtige Arbeit auf dem vierten Weg muß mit dem ersten willentlichen . und man kann auch sagen. vor allem die Wandlung von mi 12. nachdem die Umwandlung von mi 12 begonnen hat. aber da mi 12 nur als Ergebnis des ersten . bis diese Wandlung erreicht ist. daß. Wirkliche. daß er das erreicht habe.Schock' beginnen und dann auf den zweiten . Der zweite willentliche . Von diesem hängt jedoch das Ganze ab. außerdem sind sie nur in den Sphären von Gedanken und Gefühl erreicht. In Wirklichkeit meinten sie jedoch die Wandlung grober . dann kann man von einem Menschen sagen. Kein ernstliches Wachstum. die von dieser Verwandlung sprachen. Auf dem Wege des Mönches und dem Wege des Fakirs beginnt die Arbeit am zweiten .Schocks' geschaffen werden kann. bekannt. muß die Arbeit sich notwendig mangels anderen Materials auf si 12 konzentrieren und ergibt oft ganz falsche Ergebnisse.

der Arbeit der inneren. Noch weniger sind wir fähig. schwereren und dichteren . die wir bis jetzt untersucht haben. Darin liegt ihr Hauptunterschied. wenn ein Mensch in sich einen zweiten willentlichen . Das mit leichterem.Wasserstoff. der Arbeit des instinktiven Gehirns. Das zweite Stadium und der Beginn des dritten Stadiums beziehen sich auf Leben und Funktionen des Menschen Nummer vier.Wasserstoff 24 ist viele Male schneller und beweglicher als . vollbringt seine Arbeit langsamer.Wasserstoff arbeitet. das nämlich eine Seite des Bewegungszentrums darstellt. .Wasserstoff 12 arbeiten. „Die Zentren der menschlichen Maschine arbeiten mit verschiedenen »Wasserstoffen'. instinktiven Funktionen unseres Organismus zu folgen. wenn sie nicht künstlich verlangsamt werden.Wasserstoff48 (gemäß der dritten Skala der .Wasserstoff-Tabelle). Und in den meisten Fällen unterscheidet sich seine Arbeit 282 . Für den Übergang von Mensch Nummer vier auf die Stufe von Mensch Nummer fünf ist eine beträchtliche Zeitspanne der Umwandlung und Kristallisierung nötig. Das Zentrum.Schock' am Punkte mi 12 erzeugt und wenn in ihm die Wandlung oder Umwandlung dieser »Wasserstoffe* in »höhere Wasserstoffe' beginnt. „Das Bewegungszentrum arbeitet mit . das mit einem gröberen.Wasserstoff 24.oder intellektuelle Zentrum ist das langsamste der drei Zentren.Wasserstoff' arbeitende Zentrum arbeitet schneller.„Das dritte Stadium in der Arbeit des menschlichen Organismus beginnt dann. beweglicherem .Wasserstoff 48. zeigt sie sofort viele neue Seiten in der Arbeit der menschlichen Maschine und erhellt klarer als alles andere die Gründe für die Verschiedenheiten zwischen den Zentren und ihren Funktionen. „Wenn die »Tabelle der Wasserstoffe' genügend verstanden wird. Es arbeitet mit . Darum kann das intellektuelle Zentrum nie der Arbeit des Bewegungszentrums folgen. In Wirklichkeit arbeitet es jedoch sehr selten mit diesem feinen . „Das Gefühlszentrum kann mit . „Das Denk. Wir können weder unseren eigenen Bewegungen noch den Bewegungen anderer Leute folgen.

„Das intellektuelle Zentrum arbeitet mit . das mit Wasserstoff 12 arbeitet. warum die höheren Zentren nicht mit den unteren verbunden werden können. „Wie schon früher gesagt wurde. Und es ist gerade dieser Mangel an Entwicklung oder das unvollständige Funktionieren der unteren Zentren.oder des instinktiven Zentrums. was Intensität und Geschwindigkeit anbetrifft. und' das höhere Denkzentrum. aber sie stehen weder mit unserem gewöhnlichen Leben in Verbindung noch mit den drei Zentren. die nicht entwickelt sind. gibt es zwei höhere Zentren: „Das höhere Gefühlszentrum. was uns daran hindert. welche die Menschen. „Wenn das Gefühlszentrum mit . trotzdem sie in vielen Fällen das Bestehen dieser Kräfte und Fähigkeiten nur in Form von Möglichkeiten zugeben und von der Notwendigkeit sprechen. „Alle mystischen und okkulten Systeme erkennen das Bestehen höherer Kräfte und Fähigkeiten im Menschen an. daß es. abgesehen von diesen drei Zentren und den damit verbundenen Funktionen.Wasserstoff 12 arbeitete. „Das Vorhandensein dieser höheren Zentren in uns ist ein größeres Rätsel als die verborgenen Schätze. die an das Geheimnisvolle und Wunderbare glauben. von der Arbeit der höheren Zentren Gebrauch zu machen. daß sie behauptet: die höheren Zentren sind im Menschen vorhanden und sind voll entwickelt. so 283 . seit den ältesten Zeiten gesucht haben. muß man wissen.Wasserstoffe' aus betrachten. „Um die Arbeit der menschlichen Maschine und ihre Möglichkeiten zu verstehen. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. „Wenn wir die Arbeit der menschlichen Maschine vom Gesichtspunkt der . das Bewegungszentrum mit .Wasserstoff48. im Menschen noch zwei voll entwickelte und richtig funktionierende Zentren gibt. in denen wir unser selbst bewußt sind. Unsere Lehre unterscheidet sich von vielen anderen dadurch. diese im Menschen verborgenen Kräfte zu entwickeln. „Es sind die unteren Zentren.wenig von der Arbeit des Bewegungs. mit denen die Zentren arbeiten. so werden wir sehen.Wasserstoff 24.

die durch . neue Eindrücke. Diese Zustände können auf der Grundlage religiöser Gefühle vorkommen oder für kurze Augenblicke durch besondere Rauschgifte. Das Gedächtnis behält nur den ersten Augenblick. zu bestimmen. oder in gewissen pathologischen Zuständen. „Das höhere Denkzentrum.Wasserstoff 12 gegeben ist. Aber unter gewöhnlichen Bedingungen ist der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit unserer üblichen Gefühle und der Geschwindigkeit ' des höheren Gefühlszentrums so groß. Bildern und Ideen aufzunehmen. noch weniger erreichbar. die von dem höheren Gefühlszentrum kommen und uns rufen. wie epileptischen Anfällen oder zufälligen traumatischen Verletzungen des Gehirns. ekstatischer Zustände und so fort kennen wir Fälle solcher Verbindungen. die Flut von Gedanken. Nur aus der Beschreibung mystischer Erfahrungen. in welchen Fällen es schwierig ist. die ihm vorher vollständig unbekannt waren und für deren Beschreibung er weder Worte noch Ausdrücke hat. Das Him weigert sich. ergibt sich eine vorübergehende Verbindung mit dem höheren Gefühlszentrum. In den meisten Fällen. Mit ihm ist die Verbindung nur durch das höhere Gefühlszentrum möglich. „Wenn wir die Zentren unseres gewöhnlichen Bewußtseins absichtlich und nach Belieben mit dem höheren Denkzentrum in Verbindung bringen könnten. das heißt ob der pathologische Zustand aus ihnen entsteht oder ihre Ursache darstellt. ist noch weiter von uns entfernt. Und an Stelle eines lebhaften Gedankens oder eines lebhaften Gefühls entsteht im Gegenteil eine vollständige Leere. was die Ursache und was die Wirkung ist. wo die Arbeit des Gefühlszentrums die Stärke und Schnelligkeit erreicht. ein bewußtloser Zustand. In den Fällen. wird ein Mensch bewußtlos. die plötzlich auf es hereinbrechen.würde seine Arbeit mit der Arbeit des höheren Gefühlszentrums verbunden sein. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. so würde uns dies in unserem gegenwärtigen Allgemeinzustand überhaupt keinen Nutzen bringen. Gefühlen. wo ein zufälliger Kontakt mit dem höheren Denkzentrum stattfindet. wenn die Flut 284 . und der Mensch erfährt neue Gefühle. daß überhaupt keine Verbindung stattfinden kann und wir nicht die Stimmen in uns hören.

was es in der Ekstase fühlte und verstand. der von Musik spricht. der von Farben spricht. daß es einem besser vorbereiteten Hirn gelingt. die völlig außerhalb der Grenzen der weltlichen Maßstäbe liegen. die eine zeitweilige Verbindung mit einem höheren Zentrum darstellen. übersetzen vollständig neue und nie früher erfahrene Empfindungen in die Sprache der gewöhnlichen täglichen Empfindungen. weil das eine oder andere von ihnen anstatt seinen eigenen ihm zukommenden Funktionen oft die Arbeit der anderen Zentren auf sich nimmt. muß das erste Ziel darin bestehen. Aber selbst in diesen Fällen erinnern und übertragen das Denk-. Unsere gewöhnlichen Zentren können bei der Wiedergabe der Eindrücke der höheren Zentren einem blinden Menschen verglichen werden. und den letzten Augenblick. die es besser als jedes andere Zentrum ausführen kann. wie schon gesagt wurde. Dies verringert die Geschwindigkeit der allgemeinen Arbeit der Maschine beträchtlich und macht die Beschleunigung der Arbeit der Zentren sehr schwierig. oder einem tauben. 285 . die Arbeit der niederen Zentren zu regeln und zu beschleunigen.mystischen' und . Nur ganz selten geschieht es. was von diesen ungewöhnlichen Erlebnissen im Gedächtnis bleibt. Das ist gewöhnlich alles. Fühl. jedes Zentrum von ihm fremder und unnatürlicher Arbeit zu befreien und es zu seiner eigenen Arbeit zurückzuführen. was von sogenannten .ekstatischen' Erfahrungen übrigbleibt. „Um eine richtige und dauernde Verbindung zwischen den niederen und höheren Zentren zu erlangen. ist es notwendig. wenn die Flut weicht und das Bewußtsein zurückkehrt. die unteren Zentren auf eine falsche Weise. daß nichts von den gewöhnlichen Empfindungen im Leben damit verglichen werden kann. „Ferner arbeiten. auf diese Weise entstellen sie natürlich jede Spur dessen. zu begreifen und im Gedächtnis zu behalten. Um also die Arbeit der unteren Zentren zu regeln und zu beschleunigen.und Bewegungszentrum alles auf ihre eigene Weise. etwas von dem. Aber sogar diese Augenblicke sind so voll von ungewöhnlichen Schattierungen und Farben.auf das Hirn einströmt. übertragen Dinge in die weltliche dreidimensionale Form.

„Sehr viel Energie wird auch auf Arbeit verwandt. ja unseres ganzen Körpers angespannt. mit uns selbst. und der eine ungeheure Menge unserer Energie verbraucht. dauernd mit jedem und über alles zu sprechen. und wenn niemand anders da ist. wenn wir sitzen. die vollständig unnötig und in jeder Hinsicht schädlich ist. als nötig wäre. das für die härteste und anstrengendste Arbeit notwendig ist. Gefühlen und Empfindungen und eine ungeheure' Anzahl ganz nutzloser 286 . auf Sorgen. und wir sehen nicht ein. den wir weder anhalten noch beherrschen können. unseres Gesichts. Aber die Hauptsache ist. Hast und eine ganze Reihe automatischer Handlungen. Erstens haben wir da den dauernden Strom von Gedanken in unserem Kopf. Wir heben eine Nadel vom Boden auf und verwenden auf diese Handlung so viel Energie. daß wir viel mehr Energie auf diese dauernde Bereitschaft für Arbeit. Ruhelosigkeit. um einen Menschen unseres eigenen Gewichtes aufzuheben. Wenn wir gehen. die wir während unseres Lebens vollbringen. sofort in Bewegung gesetzt. wird ein ganzes Muskelsystem. verwenden. sind die Muskeln unserer Beine. Ja sogar im Schlaf sind die Muskeln unserer Arme. auch wenn wir gar nichts tun. unserer Beine. die vollständig nutzlos sind. sind die Muskeln unserer Schultern und Arme unnötig angespannt. wie auf die Tätigkeit unangenehmer Gefühle oder den Ausdruck unangenehmer Empfindungen. die wir nie ausführen. der dauernde Wechsel von Stimmungen. unseres Nackens. nützliche Arbeit. „Ferner können wir noch auf die Gewohnheit hinweisen. Sobald wir nur eine kleine und unbedeutende Arbeit zu verrichten beginnen. Wir schreiben einen kurzen Brief und verwenden darauf so viel Muskelenergie. daß wir dauernd und zu allen Zeiten Muskelenergie verausgaben. sogar wenn wir gar nichts tun. in Phantasien. in Tagträumen zu schwelgen. Die Muskeln sind angespannt. Zweitens haben wir die ganz unnötige dauernde Anspannung der Muskeln unseres Organismus. einen umfangreichen Band zuschreiben. Rückens und Magens auf unnötige Weise angespannt. als auf alle wirkliche. Beispiele solcher unnötiger Tätigkeit können in jeder Menge gefunden werden. die Gewohnheit. als genügen würde.

„Was wir verstehen müssen und was uns die . bezeichnet die andere Terminologie als das .höhere Gefühlszentrum'. gefühlsmäßigen.höhere Gefühlszentrum' für die Arbeit des . verfolgt ein und das gleiche Ziel. religiöser Ekstasen und mystischer Offenj barungen.mentale Körper' entspricht dem . obgleich der Unterschied hier nicht nur in der Terminologie allein liegt. zu sagen. sondern sie für die Tätigkeit aufzusparen. unter Einschluß der erhabensten poeti| sehen Eingebungen. deren Funktionen unser Leben darstellen. um richtiger zu sprechen. „Alles. daß der .höheren Denkzentrum*. ist die Idee der vollständigen Stofflichkeit aller psychischen. was früher über die Arbeit an sich selbst gesagt wurde.Astralkörper' nennt. Nummer zwei und Nummer drei auf die Stufe von Mensch Nummer vier und weiter. über die Bildung von innerer Einheit und den Übergang von der Stufe von Mensch Nummer eins. Es wäre falsch. Aber der eine erfordert das andere.Astralkörper' für das vollständige und richtige Funktionieren des »höheren Gefühlszentrums' in Verbindung mit dem niedrigeren notwendig ist. die allmählich die unteren Zentren mit den oberen verbinden wird. „Um die Arbeit der drei Zentren. die ein Mensch sich zu fühlen. verschiedene Aspekte der nächsten Stufe in der menschlichen Entwicklung. Man kann sagen. 287 . sie nicht auf unnötige Funktionen zu verschwenden. mit der von unserem Organismus erzeugten Energie hauszuhalten. Und er hat die vollständige Herrschaft über diese Arbeit oder ist ihr Ausdruck. Dies sind. willentlichen und anderen inneren Vorgänge. einer ist der Ausdruck gewisser Seiten und Funktionen des anderen. zu regeln und auszugleichen.Tabelle der Wasserstoffe' zu begreifen hilft. daß das .| Dinge. müssen wir lernen. Oder man kann sagen. zu denken. „Der vierte Körper braucht ein vollständiges und harmonisches Arbeiten aller Zentren. Was die eine Terminologie den . denkerischen. der eine kann ohne das andere nicht bestehen. zu tun oder zu " sagen verpflichtet fühlt.Astralkörpers' notwendig ist. daß sie ein und dasselbe sind. „Der .

„Die Stofflichkeit von Vorgängen bedeutet ihre Abhängigkeit von der Qualität des Stoffes oder der dazu verwandten Substanz. Die Kräfte. und die Zentren erhalten Brennstoff. Femer wird eine große Menge aller erzeugten Brennstoffe ganz nutzlos verwandt. vorbereiteten Brennstoff zerstören und imstande sind. Eine andere braucht Petroleum.Wasserstoff^ 12. „So sehen wir. sondern benötigt Benzin. die die Verteilung der Brennstoffe unter die verschiedenen Zentren regeln. Schlechte Stimmungen. Für einen dritten Vorgang ist . besser brennbaren Substanz — . daß unser Organismus verschiedene Arten von Brennstoff für die verschiedenen Zentren hat. eine dritte kann nicht mit Petroleum arbeiten. in dem die Verbrennungsstoffe der verschiedenen Stärken. sie läuft einfach aus. er bedarf einer femeren. die Erwartung von irgend etwas 288 . beziehungsweise die Verbrennung von . der ganzen Fabrik nicht wieder gutzumachenden Schaden zuzufügen. während der Organismus selbst einem Laboratorium verglichen werden kann. daß all diese Stoffe durch irgendein nutzloses und gewöhnlich auch unangenehmes Gefühl ausgegeben und verbraucht werden.Wasserstoff 48. der entweder zu schwach oder zu leicht entzündbar ist. die auf verschiedene Weise zünden. Unglücklicherweise stimmt jedoch etwas mit dem Laboratorium nicht. Dabei kommt es oft vor. Eine Maschine kann mittels Ölabfall oder Rohöl arbeiten. Außerdem finden im Laboratorium oft Explosionen statt. Ärger.Wasserstoff 24 zu schwach. „Gewöhnlich erzeugt der Organismus im Laufe eines Tages all die für den folgenden Tag notwendigen Stoffe.Wasserstoff 24. wie sie von den verschiedenen Zentren benötigt werden. machen oft Fehler. Die feineren Substanzen unseres Organismus können als Substanzen gekennzeichnet werden. geht verloren. die mit einem Schlag allen für den nächsten Tag. aus verschiedenen Rohstoffen zubereitet werden. möglicherweise sogar für eine längere Zeitspanne. ein anderer Vorgang kann nicht mit Wasserstoff 48 durchgeführt werden. Der eine Vorgang verlangt die Verwendung. die mit Brennstoffen verschiedener Eigenschaften arbeiten. Die Zentren können Maschinen verglichen werden. er verlangt .

kommt der Vorgang zu einem Halt. Es gibt keinen einzigen Vorgang. Furcht. Wenn diese Substanz da ist. leichte Erregbarkeit. ein einziger Wutausbruch oder irgendein anderes starkes Gefühl kann sofort alle im Laboratorium erzeugten Stoffe zur Explosion bringen und einen Menschen für eine lange Zeitspanne oder sogar für immer innerlich leer lassen. der nicht die Verausgabung einer gewissen. in einer halben Stunde oder sogar in einer halben Minute alle die für den nächsten Tag vorbereiteten Stoffe aulbrauchen. geht der Vorgang weiter. Zweifel. jedes dieser Gefühle kann.Unangenehmes. Aber wenn die Substanz erschöpft ist." 289 . wenn es einen gewissen Intensitätsgrad erreicht. ein Gefühl der Beleidigung. „Alle psychischen Vorgänge sind stofflich. ihm entsprechenden Substanz erfordert.

Vermögen. „Die Hauptschwierigkeit im Verstehen der Idee des Weges". daß die Menschen gewöhnlich denken. Der Beginn des Weges wird gewöhnlich für leichter oder einfacher gehalten. Zeitgeist und so fort. Der Weg beginnt auf einer anderen. oder esoterische Einflüsse. Beruf. „Die erste Art dieser Einflüsse wird im Leben selbst oder durch das Leben -selbst geschaffen. der diese Frage stellte. viel höheren Stufe. die wiederum durch den Zufall gelenkt werden. Familie. Diese Einflüsse unterscheiden sich erstens dadurch von den anderen. Einflüsse des inneren Kreises. Gerade das verstehen die Menschen gewöhnlich nicht. die außerhalb dieses Lebens geschaffen werden. Einflüsse. hatte G. Sitten und Gebräuchen. die noch nie bei unseren Zusammenkünften gewesen waren. „Der Mensch lebt ein Leben unter dem Gesetz des Zufalls und ferner unter zwei Arten von Einflüssen. Nation. Ich will versuchen. auf der das Leben verläuft. und er gebrauchte das Wort „Weg" im üblichen religiös-mystischen Sinn. Die zweite Art sind Einflüsse. daß der Weg (er betonte dieses Wort) auf derselben Stufe beginnt. Armut. Klima. Die Einflüsse von Rasse. Ihnen das auf die folgende Weise zu erklären. Einer von ihnen fragte: „Womit beginnt der Weg?" Der Mensch. sie sind bewußt von bewußten Menschen für einen bestimmten Zweck geschaffen wor- 290 . die anderen Gesetzen unterliegen.ZEHNTES KAPITEL E inmal waren bei einer Versammlung eine große Anzahl Menschen anwesend. das heißt. Gesellschaft. als er in Wirklichkeit ist. „beruht auf der Tatsache. Erziehung.'s Beschreibung der vier Wege nicht gehört. Das ist ganz falsch. sagte G-. daß sie in ihrem Ursprung bewußt sind. trotzdem sie auf der Erde sind. Land.

Da sie bei ihrer Weitergabe und Deutung im Leben verändert und verzerrt werden. um es richtiger auszudrücken.den. fallen auch sie unter das allgemeine Gesetz des Zufalls und beginnen mechanisch zu wirken. Das ist schon Schicksal. sie können ihn erreichen oder auch nicht. einen Katalog von den einen wie von den anderen zu machen. Aber man muß im Gedächtnis behalten. die im Leben geschaffen sind. zu verstehen. sie können auf einen bestimmten Menschen wirken oder sie können auch nicht auf ihn wirken. Kunstwerken und so fort auf. 291 . das heißt ihren Unterschied nicht sieht oder fühlt. philosophischen Doktrinen. „Wenn wir darüber nachdenken. das heißt. Sobald sie in den allgemeinen Lebensstrudel geraten. Einflüsse dieser Art treten gewöhnlich in Gestalt von religiösen Systemen und Lehren. sind die Bedingungen für alle mehr oder weniger die gleichen. sie nicht auseinanderhält. und alles hängt von diesem Verstehen ab. zwischen den beiden Arten von Einflüssen zu unterscheiden. wandeln sich die Einflüsse der zweiten Art in Einflüsse der ersten Art. Der Beginn des Weges hängt gerade von diesem Verstehen oder der Fähigkeit ab. die Schwierigkeiten sind für alle die gleichen. auf den sie wirken. der andere weniger. sie verschmelzen gleichsam mit den Einflüssen der ersten Art. vennischen sich aber dann mit Einflüssen der ersten Art. das heißt. Wenn ein Mensch. Sie aufzuzählen. daß diese Einflüsse nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Es ist notwendig. ein dritter ist fast ganz davon ausgeschlossen. Natürlich ist ihre Verteilung ungleich. von Einflüssen zu unterscheiden. daß es für uns nicht schwierig ist. die zwei Arten von Einflüssen auseinanderzuhalten. ist unmöglich. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. „Sie kommen für einen bestimmten Zweck ins Leben. Eine Schwierigkeit besteht darin. Aber dem kann man nicht abhelfen. so werden wir bald sehen. Der eine Mensch empfängt mehr Einflüsse. Einflüsse. Wenn wir allgemein sprechen und das normale Leben unter normalen Bedingungen und für einen normalen Menschen annehmen. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. das heißt. Wir haben über den Beginn des Weges gesprochen.

Sie beginnen in ihm. gerade in dem Augenblick. wird das magnetische Zentrum die Orientierung dieses Menschen zu beeinflussen beginnen. sondern die Tatsache. „Die Ergebnisse der Einflüsse. in dem die Möglichkeit erscheint. wie und warum. von der Macht und der Richtung solcher inneren Neigungen. daß diese Einflüsse sich in ihm sammeln und nach einer gewissen Zeitspanne in ihm eine Art magnetisches Zentrum werden. von der Macht des magnetischen Zentrums. empfindet sie alle zusammen. Wenn das magnetische Zentrum genügend Nahrung erhält und wenn es keinen starken Widerstand seitens der anderen Teile der Persönlichkeit eines Menschen erfährt.dann ist ihre Wirkung auf ihn auch keine verschiedene. dann erklärt er es falsch. „Wenn das magnetische Zentrum richtig arbeitet und ein Mensch wirklich sucht und selbst. umzukehren und sogar sich in einer bestimmten Richtung zu bewegen. ein gewisses Ganzes auszumachen. das verwandte Einflüsse anzuziehen beginnt und auf diese Weise wächst. Wenn das magnetische Zentrum genügend Kraft und genügende Entwicklung erlangt. versteht ein Mensch bereits die Idee des Weges und beginnt nach dem Weg Ausschau zu halten. Aber wenn ein Mensch. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. die sich nicht um diese Suche bekümmern und die einen Menschen ablenken können. Er legt sich keine Rechenschaft darüber ab. dann wird die Unterscheidung allmählich leichter und nach einer gewissen Zeitspanne kann er sie nicht länger mit den gewöhnlichen Lebenseinflüssen verwechseln. und wenn er sich darüber Rechenschaft ablegt. die nicht im Leben selbst geschaffen werden. in welcher Hinsicht. zwischen ihnen zu unterscheiden und die auf eine Seite stellt. Die Suche nach dem Weg kann viele Jahre brauchen und mag zu nichts führen. Das hängt von den Verhältnissen und Umständen ab. sammeln sich dann in ihm. sie wirken auf die gleiche Weise. auf der gleichen Stufe und zeitigen die gleichen Ergebnisse. Aber dies ist nicht das Wesentliche. ihn verpflichten. wenn er nicht aktiv sucht. er erinnert sich an sie alle zusammen. jedoch richtig 292 . beginnt. der diese Einflüsse empfängt. den Weg zu finden. das heißt. die das Ergebnis der im Leben erzeugten Einflüsse sind.

wo die Treppe endet. der den Weg kennt und der direkt oder durch andere Menschen mit einem Zentrum in Verbindung steht.fühlt. einen Menschen trifft. Und die Treppe wiederum geht der Betreffende mit Hilfe des Menschen hinauf.Weg' gelangen. ist eine besondere Art Einfluß. in dem ein Mensch. der ihn sucht. Nur über diese Treppe kann man auf den . ihm zu helfen. sie und auch ihre Wirkung stehen außerhalb des Gesetzes vom Zufall. auf den Menschen. Einflüsse der zweiten Art.Leben' und . Aber davon werden wir später sprechen. „Hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. Einflüsse der dritten Art können nur durch eine Person direkt auf eine andere mittels mündlicher Weitergabe geschehen. durch Riten geschehen. der den Weg kennt. Sie liegt zwischen . Das muß man verstehen. auf einer viel höheren Ebene als der des gewöhnlichen Lebens. die das magnetische Zentrum geschaffen haben. Und hier. 293 . das außerhalb des Gesetzes vom Zufall ist. mit Einflüssen. wird die erste Schwelle oder die erste Stufe genannt. „Der Augenblick. sind in ihrem Ursprung bewußt. die aus dem Leben stammen. Von dieser ersten Stufe beginnt die . der wirklich den Weg kennt und bereit ist. durch philosophische Systeme. der nach dem Weg Ausschau hält. die das magnetische Zentrum schaffen. der sein Führer ist. Der Einfluß dieses Menschen auf ihn geht durch sein magnetisches Zentrum. so kann er einen anderen Menschen treffen. aber später werden sie in den allgemeinen Lebensstrudel geworfen. an diesem Punkt.Treppe'. Der Einfluß des Menschen. der sich dadurch von den früheren zwei unterscheidet. er kann nicht allein hinaufgehen. Im Augenblick wollen wir uns vorstellen.Weg'. daß er einen Menschen trifft. vermischt und unterliegen ebenfalls dem Gesetz des Zufalls. Der Weg beginnt erst da. das heißt nach der letzten Stufe der Treppe. und von dem die Ideen herrühren. befreit sich ein Mensch von dem Gesetz des Zufalls. Einflüsse der dritten Art können niemals unter das Gesetz des Zufalls fallen. daß er erstens ein unmittelbarer Einfluß und zweitens ein bewußter Einfluß ist. der den Weg kennt. Einflüsse der zweiten Art können durch Bücher.

Solche Lagen können auf dem Weg auch vorkommen. kann er jeden Augenblick herunterfallen und muß wieder von vome beginnen. Darum hängt ein Mensch. seinem Wissen und seinen Kräften. Erstens verschwinden alle Zweifel. Und auf dem vierten Weg zum Beispiel gibt es besondere Bedingungen. richtig ist. In vielen Hinsichten mag er sogar unabhängig werden und wissen. bevor er nicht einen anderen Menschen auf seine eigene Stufe gebracht hat. um höher aufzusteigen. um andere Menschen auf seine Stufe zu bringen. er mag an allem zweifeln. was er erreicht. Manchmal wird gesagt: während ein Mensch die Treppe hinaufgeht. weil es verschiedene Wege gibt. zu beantworten. die er über seinen Führer gehabt haben mag.Weg' sagen kann. hält auch er an. So sind beim vierten Weg die Bedingungen für den Aufstieg auf der . und darum ist es unmöglich zu sagen. Aber wenn sie nicht aufsteigen. an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren.„Darum ist es unmöglich. 294 . die Frage. desto mehr von denen ab. „Dies ist beinahe alles. die es auf den anderen Wegen nicht gibt. womit. Aber wenn er die letzte Stufe hinter sich hat und den Weg betritt. und mag diese später opfern. Ein Mensch mag zum Beispiel irgend etwas erreichen. ändert sich das alles. wird er alles zurückerhalten. Der Weg beginnt mit etwas. ist er über nichts sicher.Treppe' derartig. was er tut. auf seine Stufe aufsteigen. an seinem Führer. was man im allgemeinen über die /Treppe' und über den . Gleichzeitig ist das. einige besondere Kräfte. ob das. wird er unfähig sein. wohin er geht. mit denen er arbeitet. Wenn sie anhalten. was er geopfert hat. j e höher er aufsteigt. sehr schwankend. Der andere wiederum muß einen Dritten an seine Stelle setzen. das sich überhaupt nicht im Leben befindet. Wenn die Menschen. und gleichzeitig wird der Führer für ihn viel weniger nötig als zuvor. womit der Weg beginnt. die ihm folgen. kann er es vollständig verlieren. Zweitens kann er nicht mehr so leicht die Ergebnisse seiner Arbeit verlieren und kann nicht wieder in das gewöhnliche Leben zurückfallen. an seinen eigenen Kräften. daß ein Mensch nicht auf eine höhere Stufe aufsteigen kann. Hiervon haben wir früher gesprochen. Selbst wenn er den Weg verläßt. selbst wenn er auf der Treppe ziemlich hoch hinauf gelangt ist.

Solch ein falsch gebildetes magnetisches Zentrum kann keine richtige Orientierung vermitteln. der sich als Lehrer bezeichnet und sagt. er mag nämlich mehr oder weniger über dieses esoterische Zentrum wissen. daß sie nur eine Stufe über ihrer eigenen kennen. Es kann in sich selbst geteilt sein. daß sie ihr eigenes Gegenteil geworden sind. Und nur im Verhältnis zu ihrer eigenen Entwicklung beginnen sie weiter zu sehen und zu erkennen. oder Spuren von Einflüssen der zweiten Art. der die Rolle des Lehrers auf sich nimmt. was sie wissen. Aber in Wirklichkeit kennt 295 . das sich außerhalb des Gesetzes vom Zufall befinde. daß er den Weg kenne und mit einem Zentrum in Beziehung stehe. hängt nicht davon ab. vom richtigen Führer und vom richtigen Weg gesprochen. das sind solche. in welcher das magnetische Zentrum falsch gebildet worden ist. hergekommen ist. In den meisten Fällen beginnen die Menschen genau damit. von wo das. von dem er selbst sein Wissen erhalten hat. ob er Ideen des objektiven Wissens von subjektiven wissenschaftlichen und philosophischen Ideen unterscheiden kann. die aber so verstümmelt sind. die im Leben im Gewand von Einflüssen der zweiten Art geschaffen wurden. ob er genau den Ursprung dessen. kennt. das heißt es kann Widersprüche einschließen. ob seine Ideen tatsächlich vom esoterischen Zentrum herrühren und ob er selbst esoterische Ideen verstehen und unterscheiden kann. was er lehrt. Ein Mensch mit einem falschen magnetischen Zentrum kann auch nach dem Weg Ausschau halten und kann einen anderen treffen. „Das Ergebnis der Arbeit eines Menschen. Das heißt. oder er mag nichts davon wissen und nur den Menschen kennen. „Bisher habe ich nur vom richtigen magnetischen Zentrum. er mag genau wissen.„Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Stellung des Lehrers in seinem Verhältnis zu dem esoterischen Zentrum. sondern hängt vielmehr davon ab. Aber es ist eine Lage möglich. wo sich dieses Zentrum befindet und wie man von ihm Wissen und Hilfe erhält. Ferner können sich in ihm Einflüsse der ersten Art vorfinden.

Aber ein Schüler auf einer Stufe. der sich seinerseits irrt. Das ist ein Gesetz. Sie können zum Beispiel sehen. daß es gar keinen Zweck hat. daß er etwas weiß. „Es ist unmöglich. Dies ist es. die den Ergebnissen des richtigen Weges genau entgegengesetzt sind. „Wenn der Mensch. Er kann einem anderen trauen. je niedriger sie selbst sind. ohne den richtigen Weg zu kennen. sich darum zu sorgen. falsche Wege sind sehr häufig. was ich Ihnen gesagt habe. Tatsächlich kann der Schüler die Stufe des Lehrers nie sehen. „Glücklicherweise geschieht dies jedoch sehr selten. das heißt. aber in den meisten Fällen führen sie nirgends hin. Man muß daran denken. der den Weg sucht. Aber aus dem. Er kann absichtlich täuschen. Man dreht sich einfach auf der gleichen Stelle und denkt. Aber gewöhnlich sehen die Menschen dies nicht nur nicht ein. wovon wir die ganze Zeit sprechen. „Wie er erkannt werden kann?" sagte G. während er in Wirklichkeit gar nichts weiß. Niemand kann über seine eigene Stufe hinaussehen. einen desto höheren Lehrer. 3. kann nicht auf einen Lehrer einer sehr hohen Stufe rechnen. die nicht besonders hoch ist. einen falschen Weg zu erkennen. daß der Lehrer immer der Stufe des Schülers entspricht. Je höher der Schüler. desto höher der Lehrer. man gehe irgendwohin. wie man den richtigen Weg findet. Das heißt. sondern verlangen im Gegenteil. er kann ihn vom richtigen Wege sehr weit ab führen und ihn zu Ergebnissen bringen. 2. wie man einen falschen Weg erkennen kann. können Sie schon viele nützliche Schlüsse ziehen. wenn Sie sich an alles Gesagte und an alles daraus Folgende erinnern." „Wie kann ein falscher Weg erkannt werden?" fragte jemand. Er kann sich wirklich irren und denken. ihm vertraut. Es kann nicht in zwei Worten gesagt werden.er vielleicht den Weg nicht und steht gar nicht mit so einem Zentrum in Verbindung. Das richtige Verständnis dieser Tatsache ist bereits ein sehr 296 . so kann er ihn in eine ganz andere Richtung führen als er verspricht. Außerdem gibt es hier wieder viele Möglichkeiten: 1.

Und da der Lehrer für den Schüler unerläßlich ist.beträchtliches Verständnis. und der Lehrer kann nicht ohne den Schüler oder ohne Schüler fortschreiten. so ist auch der Schüler für den Lehrer unerläßlich. auf der Stufe eines Apostels zu stehen. kein Mensch kann auf eine höhere Stufe aufsteigen. solange er nicht einen anderen Menschen an seine eigene Stelle gebracht hat. um ein Schüler Jesu Christi zu sein. Der Schüler kann nicht ohne den Lehrer fortschreiten. Es gibt ein bestimmtes Gesetz. Wie schon gesagt. Gerade in Verbindung mit diesem Gesetz ergibt sich eine der grundsätzlichen Lehren des vierten Weges. desto schwieriger ist es für den Schüler. 297 . werden die Schwierigkeiten auf dem Weg des Schülers unübersteigbar. Und wenn der Unterschied der Stufen zwischen Lehrer und Schüler über ein gewisses Maß hinausgeht. ihm zu folgen. niemals fähig wäre. weil Sie noch nicht wissen." Bei einer der folgenden Zusammenkünfte. nur dann kann er mehr empfangen. muß er sofort weitergeben. auf welcher das Gesetz des menschlichen Aufstiegs beruht. als G. legte ich diese Idee in folgendem Diagramm nieder: Bei einer der folgenden Versammlungen sagte G. können Sie jetzt noch nicht über Wissen reden. nach einem ziemlich langen Gespräch über Wissen und Sein: „Genau genommen. sogar. sondern eine unerläßliche und ganz konkrete Regel. mich wiederholen ließ. wenn er einen solchen Lehrer wie Jesus Christus treffen würde — wenn wir ihn so nehmen. Mit einem Geringeren gibt er sich nicht ab. da es notwendig wäre. Sonst wird ihm sogar das genommen. Und dies ist nicht eine allgemeine Überlegung. Aber es kommt sehr selten vor. Auf dem vierten Weg gibt es nicht nur einen Lehrer. was ihm bereits gegeben wurde. Gewöhnlich ist der Mensch selbst keinen roten Heller wert. Und es kommt ihm nie in den Sinn. was er über den Weg und das magnetische Zentrum gesagt hatte. Wer immer der Ältere ist. Je höher der Lehrer. Was ein Mensch empfangen hat. womit das Wissen beginnt. wie er in den Evangelien beschrieben wird —. der ist der Lehrer. will aber als Lehrer keinen anderen als Jesus Christus selbst haben. daß er.

der Einfluß des Menschen H l auf den Menschen H Wenn er tatsächlich mit dem esoterischen Zentrum in Verbindung steht.F i g u r 40 . . und durch seine Wirkung auf den Punkt M nämlich das magnetische Zentrum. direkt oder durch Nachfolge. . ein Mensch. ein Mensch. wird ein Mensch vom Gesetz des Zufalls frei. der durch Nachfolge mit einem esoterischen Zentrum in Verbindung steht oder dies vorgibt. . Dieser Einfluß ist bewußt. ein einzelner Mensch. die außerhalb des Lebens geschaffen sind. dann ist dies die dritte Art Einfluß. . das heißt vom Leben selbst erzeug-te Einflüsse — die erste Art Einflüsse. das magnetische Zentrum im Menschen. Leben. weder direkt oder durch Nachfolge.Einflüsse. . . mit dem esoterischen Zentrum hat. 298 . der sich selbst täuscht oder andere täuscht und keine Verbindung.. das esoterische Zentrum. aber in den allgemeinen Lebensstrudel geraten — die zweite Art Einflüsse. im Leben. das außerhalb der allgemeinen Lebensgesetze steht. . .

dritte Kosmos'. „Die Lehre von den zwei Kosmen ist aus der Kabbala und anderen noch älteren Systemen bekannt. Darin komm die Idee der Einheit und Ähnlichkeit von Welt und Mensch zum Ausdruck. Aber diese Lehre ist unvollständig und nichts kann von ihr abgeleitet.Mikrokosmos' Dies bedeutet . . die eine in der anderen eingeschlossen sind und alle nach dem Bild und Gleichnis der größten von ihnen. viel vollständigeren alten esoterischen Lehre über die Kosmen oder Welten ist. „Der sechste Kosmos ist der fritokosmos — der .„Das Wissen beginnt mit der Lehre über die Kosmen. „Jedoch ist es notwendig zu wissen. geschaffen wurden.Makrokosmos' und .zweite Kosmos'.kleiner Kosmos'. wobei einer im anderen enthalten ist. die alle anderen in sich einschließt. weil diese Lehre nur ein abgespaltenes Fragment einer anderen. sondern von sieben Kosmen spricht. ist so unvollständig. „Der siebente Kosmos ist der Mikrokosmos — der . der »große Kosmos'. die von einer großen und vollständigen Lehre zufällig übriggeblieben sind. nichts auf ihr aufgebaut werden Nichts kann von ihr abgeleitet werden.mittlere Kosmos'. stellen ein vollständiges Bild des Weltalls dar. Die Idee zweier analoger Kosmen. „Der zweite Kosmos ist der Agiokösmos — der heilige Kosmos oder der Megalokosmos. „Der dritte Kosmos ist der Makrokosmos — der . „Der fünfte Kosmos ist der Mesokosmos — der .kleine Welt'.weite Kosmos'.große Welt und . „Sie kennen die Ausdrücke . analog zu dem großen.großer Kosmos' und .kleine Kosmos'. in ihrer Beziehung zueinander betrachtet. daß sie überhaupt keine Idee von der Analogie zwischen Mensch und Welt vermitteln kann. „Der vierte Kosmos ist der Deuterokosmos — der . Das Universum gilt als »großer Kosmos' und de Mensch als . daß die vollständige Kosmenlehre nicht von zwei. Die Kosmenlehre untersucht sieben Kosmen: „Der erste Kosmos ist der Protokosmos — der . „Der Protokosmos ist das Absolute im Schopfungsstrahl oder 299 . „Nur die sieben Kosmen. .kleiner Kosmos'.erste Kosmos'.Wie oben so unten' ist ein Ausdruck der sich auf die Kosmen bezieht.

das ist in jedem Kosmos.Atom Wasser' geben.alle Welten' im Schöpfungsstrahl). „Wie ich schon früher erklärt habe". „Die Bedingungen für die Wirkung der Gesetze sind auf jeder Ebene. „Alle Kosmen sind das Ergebnis der Wirkung der gleichen Kräfte und der gleichen Gesetze. unterschiedlich oder mindestens auf nicht ganz die gleiche Weise.Welt l. Nur drei zusammengenommene Kosmen sind je drei anderen ähnlich und analog. Die Gesetze sind überall die gleichen. Der Agiokosmos ist Welt 3 (. irgendeine unmittelbare Analogie zwischen ihnen zu sehen oder festzustellen. den darüber und den darunter. physische. aber sie äußern sich auf den verschiedenen Ebenen des Weltalls.. Infolgedessen sind die Kosmen nicht vollständig analog. in welcher die Substanz alle ihre Eigenschaften. sagte G. geboren wird und stirbt. chemische.Atom'. genau so wenig wie es zwischen den verschiedenen Noten in der Oktave eine vollständige Analogie gibt. denkt. Der Tritokosmos ist der Mensch. Drei nebeneinander befindliche Kosmen geben ein vollständiges Bild der Äußerung der Gesetze des Weltalls. atmet. daß es unmöglich ist. Der Mesokosmos ist . Wenn das Oktaven-Gesetz nicht bestünde.Alle Planeten' (Welt 24) oder die Erde als Stellvertreter der planetarischen Welt. fühlt. daß in der allgemeinen Ordnung der sieben Kosmen der Mikrokosmos und der Makrokosmos so weit voneinander entfernt sind. „Jeder Kosmos ist ein lebendes Wesen. Der Mikrokosmos ist das . psychische und kosmische. „Sie sehen. Ein Kosmos kann kein vollständiges Bild 300 . das Sonnensystem (Welt 12). was wir als . das lebt. Der Makrokosmos ist unsere Sternenwelt oder die Milchstraße (Welt 6 im Schöpfungsstrahl). durch die zwei angrenzenden Kosmen bestimmt. die kleinste Menge irgendeiner Substanz. Unter diesem Gesichtspunkt kann es zum Beispiel ein . das heißt auf verschiedenen Stufen. Der Deuterokosmos ist die Sonne.Atom' bezeichnen. „ist das. aber wegen des Oktaven-Gesetzes gibt es keine vollständige Analogie zwischen ihnen. dann wäre die Analogie zwischen ihnen vollständig. beibehält.

Um daruni einen Kosmos zu kennen. Das heißt. wie sie für uns im Weltall bestehen. zum Beispiel die Beziehung von .alle Sonnen' zu unserer Sonne. zu verstehen. Dies bedeutet. das Verhältnis vom Mesokosmos zum Deuterokosmos ist das von Null zu Unendlich und so weiter. so wird uns das Prinzip der Einteilung des Weltalls in Kosmen. So bestimmen der Mesokosmos und der Mikrokosmos zusammen den Tritokosmos. In einem Fall oder auf einer Ebene ist sie größer. zum Beispiel die Beziehung zwischen Erde und Mond. „Die Idee der Kosmen hilft uns. Milchstraße und so fort. ein Kosmos verhält sich zu einem anderen wie Null zu Unendlich. Der Deuterokosmos und der Tritokosmos bestimmen den Mesokosmos und so fort. von unserem Gesichtspunkt aus betrachtet: Mond. die Notwendigkeit solch einer Teilung und die Unmöglichkeit für uns selbst. Wenn wir verstehen. Zusammengenommen bestimmen diese zwei Kosmen den zwischen ihnen befindlichen. „Die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen ist von der Beziehung einer Welt zu einer anderen im astronomischen Schöpfungsstrahl verschieden. zum Beispiel die mit Zeit. Sonne. 301 . ist es notwendig. daß das Verhältnis vom Mikrokosmos zum Tritokosmos das gleiche ist wie das von Null zu Unendlich. das heißt einen größeren und einen kleineren — kennen. Planeten. sofort klar werden. „Um die Bedeutung der Einteilung in Kosmen und der Beziehung der Kosmen zueinander zu verstehen. muß man die zwei angrenzenden Kosmen — den über und den unter ihm. und sie löst viele Probleme. was dies bedeutet. in einem anderen Fall auf einer anderen Ebene ist sie geringer. Erde. Aber die Beziehung der Kosmen zueinander ist dauernd und immer die gleiche. unseren Platz in der Welt zu verstehen. uns ein mehr oder weniger klares Bild der Welt ohne diese Teilung vorzustellen. das Verhältnis vom Tritokosmos zum Mesokosmos wie von Null zu Unendlich. Im Schöpfungsstrahl werden die Welten in der tatsächlichen Beziehung.geben. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet. Daher ist die quantitative Beziehung zwischen den Welten im Schöpfungsstrahl nicht beständig.

Die Erweiterung des Bewußtseins vollzieht sich nicht nur in einer Richtung. das Prinzip der Relativität genau festzulegen. eine genaue Vorstellung der Welt zu haben. ohne das Prinzip der Relativität festgelegt zu haben. dem Größeren und dem Geringeren zu. das menschliche Bewußtsein zu erweitem und seine Fähigkeiten zum Wissen zu vermehren. „Diese Idee wird Ihnen vielleicht einige Ausdrücke erklären. wenn es sich nach oben erweitert. „In Wirklichkeit bedeutet dies. In Wirklichkeit ist jedoch dieses anscheinende Paradoxon einfach die Relativität. zum Beispiel der Spruch: . Wenn wir nach Parallelen und Analogien zwischen den 302 . Auf diese Weise vollzieht sich die BewußtseinsErweiterung gleichzeitig in zwei Richtungen. Zur Erkenntnis sowohl des Großen als auch des Kleinen ist in gleicher Weise eine Wandlung im Menschen nötig. Durch die Erweiterung seines Bewußtseins und die Intensivierung seiner psychischen Funktionen gelangt er gleichzeitig in die Sphäre der Tätigkeit und des Lebens zweier anderer Kosmen.Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten. Das letztere ist besonders wichtig. steht in direkter Beziehung zur Kosmenlehre. oder dessen Bewußtsein auf die Stufe der Planetenwelt gelangt. gleichzeitig das Leben der Atome zu empfinden beginnt oder daß sein Bewußtsein auf deren Stufe gelangt. da es ganz unmöglich ist. Und vor allem hilft diese Idee. Beim ersten Anblick scheint im System der Kosmen viel Paradoxes zu sein. und all die anderen Kosmen betrachtet er vom Gesichtspunkt des einen Kosmos aus. der das Leben der Planeten zu fühlen beginnt.Raum und so fort verbundenen. nämlich der Richtung zu den höheren Kosmen. auf die Sie in okkulter Literatur gestoßen sind. In seinem gewöhnlichen Zustand ist der Mensch seiner selbst nur in einein Kosmos bewußt. „Die Idee der Kosmen befähigt uns. daß zum Beispiel ein Mensch. des größeren Kosmos über ihm und des kleineren unter ihm. tut es dies zu gleicher Zeit auch nach unten. „Die Idee der Möglichkeit.' Gewöhnlich wird dieser Ausdruck ganz falsch gedeutet. das Studium der Relativität auf eine sichere Grundlage zu stellen.

so können wir jeden Kosmos in drei Beziehungen betrachten: 1. ist es sehr nützlich. Folglich ist es möglich. und 3. sie unter dem Gesichtspunkt der Gesetze eines anderen Kosmos untersuche. in Beziehung zu sich selbst. in Beziehung zu einem höheren oder großeren Kosmos. von einem anderen Kosmos aus gesehen. Diese Gesetze sind uns unverständlich und unbekannt und deshalb wunderbar. das heißt. sagte ich. was Sie sagten". zu behaupten. was ich gerade jetzt gesagt habe. als ob man sie von einem anderen Kosmos aus betrachte. ein ganz anderes Aussehen und haben eine völlig andere Bedeutung. Es kann keine andere Art Wunder geben. 2. „Die Äußerung der Gesetze eines Kosmos in einem anderen Kosmos stellt das dar. Es ist eine Erscheinung. „Um die Gesetze der Relativität zu verstehen. 303 . zu mir und fügte hinzu: „Versuchen Sie all das. das Leben und die Erscheinungen eines Kosmos zu untersuchen. „bezieht sich zweifellos auf das Problem der Dimensionen. „Wie wir schon früher gesagt haben. Dann wandte sich G. schafft allein die Idee der Kosmen eine feste Grundlage zur Feststellung der Gesetze der Relativität. die sich nach den Gesetzen eines anderen Kosmos vollzieht. in Beziehung zu einem niedrigeren oder kleineren Kosmos. daß Wissenschaft und Philosophie in der wahren Bedeutung dieser Begriffe mit der Idee der Kosmen beginnen. vom Gesichtspunkt Ihrer Dimensionen aus zu besprechen. Wirkliche Wissenschaft und wirkliche Philosophie sollten auf der Kenntnis der Gesetze der Relativität begründet sein." Diesen Worten folgte ein ziemlich langes Schweigen. Hierdurch verändert sich gewöhnlich das Bild der Welt und der Dinge vollständig. Viele neue Erscheinungen werden sichtbar und viele andere Erscheinungen verschwinden.Kosmen Ausschau halten. Ein Wunder ist weder eine Durchbrechung von Gesetzen noch eine Erscheinung außerhalb der Gesetze. Alle Lebenserscheinungen eines bestimmten Kosmos gewinnen. was wir ein Wunder nennen." „Alles. Aber bevor ich zu diesen übergehe.

Wir sind gewöhnt. der zweite die Sonne oder der Deuterokosmos. „Wenn wir diesen Gesichtspunkt annehmen. Warum der dritte? Der erste ist der Protokosmos. sagte G. es später änderte. Aber Sie geben dem Menschen die Bezeichnung Tritokosmos. was Sie von Ihrem Standpunkt aus dazu sagen können. Dies bedeutet. Die Beziehung vom Punkt zur Linie. daß der Begriff Mikrokosmos nicht in Beziehung zum Menschen gesetzt werden kann?" fragte einer der Zuhörer. und halten Sie sich dabei genau an das. „Aber halten Sie sich nicht bei dieser Frage auf. die Idee vom Mikrokosmos mit dem Menschen zu verbinden. weil G. 304 . der Ebene zum Körper. haben wir ein klares Beispiel der Beziehung von Null zu Unendlich. was Sie über den Mikrokosmos gesagt haben.. „Das schafft eine merkwürdige Verschiedenheit in der Terminologie. All dies wird später erklärt werden1. der Linie zur Ebene." „Ja". sagte G. „Sie werden es später verstehen." Dann wandte er sich wieder mir zu. vom dreidimensionalen Körper zum vierdimensionalen Körper und so fort. werden wir die Beziehung eines Kosmos zum anderen verstehen. „Wenn wir dies verstehen. das heißt der dritte Kosmos. Der Mikrokosmos ist das Atom oder besser" — er hielt inne. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet". Eine Welt analog zur großen Welt." „Aber meinen Sie wirklich. „Sehen Sie.hätte ich gerne einen Punkt geklärt. Warum ist der Mensch der dritte Kosmos?" „Es ist schwer. der mir nicht ganz klar ist. was ich sagte. sagte ich. dem Makrokosmos. das im Augenblick zu erklären". werden wir zugeben ' Ich erwähne dies. In der Welt." „Zuallererst müssen wir untersuchen. die unserer Untersuchung zugänglich ist. daß der Mensch eine Welt in sich selbst darstellt. „Der Mensch ist der Tritokosmos. Dies ist in der Geometrie die Beziehung einer Einheit einer gewissen Anzahl von Dimensionen zu einer anderen Einheit mit einer größeren Anzahl von Dimensionen. als ob er nach einem Wort suche — „die Mikrobe. Nämlich das.

entlang dessen er sich bewegt. das heißt sie hat zwei Dimensionen. als eine Linie. daß sie uns wie ein Punkt erscheint. als einen Punkt nehmen. dann ist in Beziehung zu diesem Punkt der Mensch eine Linie. der nächste fünfdimensional und so fort. dann muß der nächste Kosmos. die erste. wie Sie sagen. ist für die Erde dreidimensional. vierdimensional sein. „Die »Dimensionen-Periode' enthält in sich sieben Dimensionen.Alle Welten' sind fünfdimensional und das Absolute oder der Protokosmos sechsdimensional. Dies bedeutet. ist bezüglich des Menschen eine Ebene. ist. Die Bewegung der Linie rechtwinklig zu sich selbst ist eine 305 . Ich weiß nicht. die zweite und so fort bis zur sech-* sten Dimension. Die Null-Dimension. die so weit von uns entfernt oder so klein ist. Auf die gleiche Weise sieht der Punkt selbst den Raum. daß ich in ihnen die volle . Die Sonne. Wenn wir das .Dimensionen-Periode' sehe. das ist ein Körper ohne Dimensionen. das heißt den Mikrokosmos.Dimensionen-Periode' genau hiermit überein. das heißt der über ihm ist. „Was mich persönlich an diesem System von Kosmen am meisten interessiert. es ist genau das gleiche.Atom' oder die . aber eine Welt. daß wir aber nicht wissen.müssen. die Erde. wie dies auch für die unmittelbare Wahrnehmung zutrifft. Wenn ein Kosmos dreidimensional ist. daß die Beziehung von einem Kosmos zu einem anderen die Beziehung von zwei Körpern verschiedener Dimensionen zueinander ist. Es ist nicht nur ein Zusammentreffen von Einzelheiten. . Die Null-Dimension oder der Punkt ist eine Grenze. die in einer Beziehung von Null zu Unendlich zueinander stehen.Mikrobe'. was sich hinter diesem Punkt verbirgt. Nichtsdestoweniger stimmt meine . daß wir etwas als einen Punkt sehen. das Sonnensystem. Es kann tatsächlich ein Punkt sein. die ich in meinem Buch Ein neues Modell des Weltalls aufgezeigt habe. wie dies gekommen ist. Die Bewegung dieses Punktes im Raum erscheint uns als eine Linie. und es kann auch eine ganze Welt sein. Der nächste Kosmos. die Sternenwelt für die Sonne vierdimensional. das heißt eindimensional. ich habe noch nie von sieben Kosmen gehört.

dann wird ein dreidimensionaler Körper ein Schnitt durch es. Die Zeit. dann wird diese Linie an jedem Punkt von den Linien der Ewigkeit durchkreuzt. Die Linie der Zeit ist eine Ebene der Ewigkeit. das heißt er besitzt eine Anzahl verschiedener physischer Eigenschaften.existiert'. Linie und Ebene durch die Tatsache. Existenz ist für uns Existenz in der Zeit. Existenz in der Zeit ist Bewegung oder Ausdehnung entlang der vierten Dimension. meinen wir hiermit Existenz in der Zeit. ein Ding . Wenn wir Existenz als eine Ausdehnung entlang der vierten Dimension annehmen. entlang dessen sie sich bewegt. die Linie die Projektion einer Ebene und der Punkt die Projektion einer Linie. und die Linie selbst sieht den Raum. Die Zeit liegt außerhalb des dreidimensionalen Raums. „Ewigkeit ist die unendliche Existenz jedes Zeitaugenblicks. Die Ebene ist in Wirklichkeit nur die Projektion eines Körpers. ist die vierte Dimension. Wenn wir uns die Zeit als eine Linie vorstellen. Jeder Punkt der Zeitlinie ist eine Linie der Ewigkeit. ' „Aber wenn wir sagen. seine Projektion oder seine Grenze sein. daß er für unsere Wahrnehmung eine wirkliche physische Existenz hat. Der Punkt ist die Begrenzung oder ein Schnitt durch die Linie.Ebene. Aber es gibt keine Zeit in einem dreidimensionalen Raum. Außer der Existenz in der Zeit besteht auch alles Existierende in der Ewigkeit.Körper' hat eine unabhängige physische Existenz. wie wir sie fühlen. aber Punkt. „Ein dreidimensionaler Körper unterscheidet sich von Punkt. „Aber Existenz in der Zeit umfaßt nicht alle Aspekte der Existenz. Die Ewigkeit hat eine Dimension mehr 306 . in Form einer Ebene. Linie und Ebene können auch vom Gesichtspunkt eines dreidimensionalen Körpers aus betrachtet werden. wenn wir uns das Leben als einen vierdimensionalen Körper vorstellen. oder einen Schnitt durch ihn dar. In diesem Fall stellt die Ebene die Begrenzung eines Körpers. „Bisher habe ich die Linie vom Gesichtspunkt des Punktes aus betrachtet und die Ebene vom Gesichtspunkt der Linie. Die Linie ist die Begrenzung der Ebene oder ein Schnitt durch sie. : „Ein . oder seiner Seite.

dann ist der nächste Moment ein Moment der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten. Wenn wir als einen Zeitmoment den Moment annehmen. oder wiederum einen Bleistift und ein Stück Papier. oder ein Stück Papier und einen. Das Aufeinanderfolgen dieser Augenblicke der Verwirklichung einer Möglichkeit stellt die Zeitlinie dar. dann ist der Ewigkeitsraum fünfdimensional. muß eine gewisseAnschauung über dieZeit aufgestellt werden. manchmal eine kleine. in dem diese Möglichkeiten bestehen. aber ich kann nicht eine Orange vom Tisch nehmen und auf den Boden werfen. wenn Zeit die vierte Dimension ist. Es gibt verschiedene Verbindungen von Möglichkeiten in bezug auf die Dinge. Auch dieser Moment hat eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten in einem bestimmten Sinn. manchmal eine größere. . jedoch nie eine unendliche Anzahl. einen Bleistift oder einen Aschenbecher von diesem Tisch nehmen und auf den Boden werfen. während die unverwirklichten Möglichkeiten unverwirklicht bleiben und auch nicht verwirklicht werden können. werden in der Ewigkeit endlos weiter verwirklicht.als die Zeit. Wenn der Zeitraum vierdimensional ist. daß es Möglichkeiten und daß es Unmöglichkeiten gibt. die von diesem Tisch auf die Erde geworfen werden können. Und der Augenblick danach wird wieder ein Augenblick der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten sein. Infolgedessen. Es gibt nur. diese Möglichkeiten. „Weiter. stehen. die nicht auf dem Tisch liegt. Aschenbecher oder alle zusammen. Dies ist die Verwirklichung einer der Möglichkeiten. ist Ewigkeit die fünfte Dimension. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen Möglichkeit und Unmöglichkeit. Ich kann einen Bleistift oder ein Stück Papier oder einen Aschenbecher herunterwerfen. Die Möglichkeiten.. um die Idee der fünften und sechsten Dimension zu ver. Dann kommt ein neuer Moment.i. die verwirklicht worden sind. Ich kann ein Stück Papier. 307 . Ein Bleistift wird auf den Boden geworfen. Man muß sich klar sein. oder einen* Bleistift und einen Aschenbecher. aber jeder Zeitmoment hat eine unendliche Existenz in der Ewigkeit. „Jeder Augenblick der Zeit enthält eine gewisse Anzahl von Mög-^ lichkeiten. oder gar nichts.

von der Null-Dimension bis zur sechsten Dimension.und Ewigkeitslinie ausgehen. so wird der Tritokosmos für dieses den vierdimensionalen Raum darstellen. nur geht dieses System von Kosmen noch weiter und erklärt viele Dinge. außerhalb des fünfdimensionalen Raumes. welche die Grundlage meines Heuen Modells des Weltalls bildet. betrachten. Diese Linien werden außerhalb der Ewigkeit verlaufen.„Aber alle Möglichkeiten. . in der sechsten Dimension.höheren Ewigkeit' oder dem sechsdimensionalen Raum. wie G. in der .Atom' oder die . t „Die vierte Dimension ist die Folge der Augenblicke während der Verwirklichung einer Möglichkeit. die in meiner Arbeit nicht klar waren. Gleichzeitig ist für die Verwirklichung dieser Möglichkeiten innerhalb der Grenzen der Ewigkeit kein Platz.6 „Die fünfte Dimension ist die Linie der ewigen Existenz oder der 'ilWiederholung einmal verwirklichter Möglichkeiten. die geschaffen worden sind oder in der Welt entstanden sind. Wenn wir uns die Linien der Verwirklichung dieser Möglichkeiten vorstellen. die von der Zeitlinie durchkreuzt wird. es bezeichnete. „Wie ich schon gesagt habe. dessen Darstellung wir eben gehört haben. In der Ewigkeit bleibt alles. Jenseits dieser Periode ist entweder nichts. bilden sieben Dimensionen. vor allem durch die Tatsache. das . An jeder Stelle dieser Linie bleibt eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten unverwirklicht. „Wenn wir daher den Mikrokosmos.Mikrobe'. oder die gleiche Periode mag sich auf einer anderen Ebene wiederholen. verwirklicht. eine volle Dimensionen-Periode. so werden sie entlang von Radien verlaufen. „Die sechste Dimension ist die Linie der Verwirklichung aller Möglichkeiten. der Mesokosmos 308 . müssen verwirklicht werden. und alles Unverwirklichte bleibt unverwirklicht. berührt mich das System der Kosmen. die von einem Punkt in verschiedenen Winkeln zur Zeit. also. daß es vollständig der . „Wie gesagt. Die Ewigkeit ist jedoch nur eine Ebene. Die Verwirklichung aller geschaffenen oder entstandenen Möglichkeiten bestimmt das Wesen der Welt.Dimensionen-Periode' entspricht. was einmal verwirklicht worden ist.

der Deuterokosmos der fünfdimensionale Raum und der Makrokosmos der sechsdimensionale. Nur ein sechsdimensionaler Körper kann vollständig wirklich sein. daß alle Möglichkeiten des Tritokosmos im Makrokosmos verwirklicht werden. in Beziehung zu einem höheren Kosmos ein Punkt. was tatsächlich null ist.den fünfdimensionalen Raum und der Deuterokosmos den sechsdimensionalen Raum. Und natürlich ist eine Ebene eine unvollständige Ansicht eines dreidimensionalen Körpers. wie es ein Kosmos ist. liegt die vierte Dimension ebensosehr im Bereich des sehr Großen wie auch im Bereich des sehr Kleinen. genau so im Bereich dessen. ein vierdimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines fünfdimensionalen Körpers. „Das bedeutet. In Beziehung zu einem niedrigeren Kosmos ist er vierdimensional. Gleichermaßen ist eine Linie eine unvoll- 309 . daß alle Möglichkeiten des . was tatsächlich unendlich ist. daß die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers verschieden sein kann. Für einen dreidimensionalen Körper. Letzteres ist vielleicht das Paradoxeste. dann ist für ihn der Mesokosmos der vierdimensionale Raum. das heißt die Ansicht einer Seite. „Ferner müssen wir verstehen.Atoms' oder der . ist darum jeder Kosmos für sich oder in sich dreidimensional. Das bedeutet. aber nichtsdestoweniger ist es genau wie es sein sollte. wie im Bereich dessen.Mikrobe' innerhalb der Grenzen des Sonnensystems verwirklicht werden. ein dreidimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines vierdimensionalen Körpers. aber die vierte Dimension liegt für ihn im nächsthöheren und im nächstniedrigeren Kosmos. „Wenn wir den Menschen als Tritokosmos annehmen. Ein fünfdimensionaler Körper ist nur eine unvollständige Ansicht eines sechsdimensionalen Körpers. „Gleicherweise werden alle Möglichkeiten des Mesokosmos im Agiokosmos verwirklicht und alle Möglichkeiten des Deuterokosmos oder der Sonne im Protokosmos oder dem Absoluten. Um es anders zu sagen: er selbst ist dreidimensional. „Da jeder Kosmos eine wirkliche physische Existenz hat.

Im Deuterokosmos. mag ihn möglicherweise auch als dreidimensionalen Körper sehen. „Die Möglichkeiten der Erde werden im Agiokosmos verwirklicht. aber in einer vollständig anderen Art von Dreidimensionalität. „Ferner kann sich ein sechsdimensionaler Körper als dreidimensionalen Körper sehen. dies bedeutet. Aber diese sechsdimensionale Erde kann auch für sich selbst dreidimensional sein. die wir als Bahn der Erde um die Sonne verfolgen. das heißt in bezug auf die Sonne. ist die Erde nicht mehr ein Punkt (wenn wir den Punkt als die reihenmäßige Verkleinerung eines dreidimensionalen Körpers annehmen). Sie ist ein Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt der sechsdimensionalen Erde. sondern eine Linie. Zum Beispiel stellen wir uns die Erde als dreidimensional vor. die wir uns nicht vorstellen können. wenn wir auch nicht wissen. in welcher die Erde sich selbst sieht. Diese Dreidimensionalität ist nur eingebildet. welche die Erde selbst als eine dreidimensionale Figur sehen kann. auf welche Weise. nur kennen wir nicht die Form. und können auch keine Vorstellung davon haben. wenn wir uns die Linie der Sonnenbewegung veranschaulichen.Erdkugel' ist ein eingebildeter Körper. daß im Agiokosmos die Erde ein sechsdimensionaler Körper ist. weil wir die Art ihrer Bewegung nicht kennen. welche die Linie der Sonnenbewegung umkreist.ständige Ansicht einer Ebene und ein Punkt eine unvollständige Ansicht einer Linie. Wenn wir uns eine seitliche Bewegung dieser Spirale vorstellen. wie sehen sie als einen Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt ihres vollständigen Seins. auf welche Weise die Form der Erde sich wandeln muß. Es ist 310 . das heißt. Und tatsächlich können wir auch bis zu einem gewissen Grade erkennen. Jemand. Als ein dreidimensionaler Körper ist die Erde für sich selbst ganz verschieden von dem. dann wird die Linie der Erdbewegung eine Spirale. was sie für uns darstellt. Wenn wir uns die Sonne im Makrokosmos vorstellen. der ihn von außen ansieht. Unsere Ansicht von ihr ist unvollständig. dann wird diese Bewegung eine Figur ergeben. Die . die jedoch nichtsdestoweniger die sechsdimensionale Form der Erde ist.

weil sonst die Vorstellung der Dreidimensionalität der Kosmen mit unserer Vorstellung dreidimensionaler Körper vermengt wird. das . worauf Sie bis jetzt noch nicht gekommen sind. „Es ist sehr viel in dem. Wenn Sie heraus. Beachten Sie zum Beispiel. wie Sie das Material. Es ist wiederum das gleiche wie im Neuen Modell des Weltalls. dann werden Sie auf vieles stoßen. Die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers kann verschieden sein. G. zu den Problemen.notwendig." Er sagte nichts weiter.1 „aber dieses Material muß ausgearbeitet werden. was G. daß Schlaf und Wachen der Lebewesen und Pflanzen. daß G. sagte G. mit dem wir begonnen hatten. einmal beim Gespräch über die Kosmen und die verschiedene Zeit in den verschiedenen Kosmen gesagt habe. den „Atem des organischen Lebens" darstellen." Damit beendete ich meine Übersicht über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Dimensionen-Periode aus. es ist das Prinzip der Relativität des Daseins. das Sie jetzt haben. daß die Zeit i in den verschiedenen Kosmen verschieden ist. bearbeiten können.'s Vorlesung über die Kosmen und das darauffolgende Gespräch fesselte mich sehr. „Und dieser letzte Punkt scheint mir mit dem verknüpft zu sein. nämlich zu den Problemen von Raum und Zeit und 311 . Und sie kann genau berechnet werden.Prinzip der Relativität' nennt. dies zu verstehen.. dies festzustellen und zu verstehen. die ich im Neuen Modell des Weltalls herausgearbeitet hatte. was Sie gerade gesagt haben". genau festzustellen.^ finden können. das heißt es ist möglich. „Ich will nur eines noch hinzufügen: „Zeit ist Atem — versuchen Sie. wie die Zeit in einem Kosmos zu der Zeit in einem anderen Kosmos in Beziehung steht. Sein Prinzip der Relativität hat nichts mit dem Prinzip der Relativität in der Mechanik oder mit dem Einsteins zu tun. also die vierundzwanzig Stunden oder Tag und Nacht. Später fügte einer von G.'s Moskauer Schülern hinzu. Dies war ein direkter Übergang von dem „dreidimensionalen Weltall".

312 . daß diese Fragen im späteren Gespräch ganz leicht lösbar wurden. Aber bei den ein oder zwei Gelegenheiten. sagte in diesem Zusammenhang einer von uns. zu dem. sie zurückgewiesen hatte. was der Mikrokosmos bedeutet". mit G. Besonders waren wir durch den „Mikrokosmos" verwirrt. antwortete G.. Jedes individuelle Lebewesen — ein Hund. Z. eine Katze. an denen ich mehrere Jahre gearbeitet hatte. die Beziehung des Menschen zu anderen Kosmen festzustellen". aber nichtsdestoweniger stimmte es mit dem ganzen System von Welt und Mensch vollständig überein. erreichten wir lange Zeit kein Ergebnis.höheren Dimensionen. das zu verstehen. der mit mir versucht hatte." Ich erinnere mich. nichts weiter hinzu. Diese Definitionen schienen mir die einzig logisch möglichen zu sein. diese Probleme von vielen verschiedenen Seiten anzugehen. so würde es viel leichter sein. „Versuchen Sie zu verstehen. Und ich konnte nicht verstehen. als er Petersburg verließ — es mag sogar seine endgültige Abreise 1917 gewesen sein —. worüber Sie mich jetzt fragen. am Bahnhof bezüglich der Kosmen eine Frage stellte. ein Baum — konnte als ein Mikrokosmos angenommen werden. bei denen wir versuchten. tiefer in die Idee der Kosmen einzudringen und sie weiterzuentwickeln. „Wenn es Ihnen gelingt. warum G. bestand er auf seinen Definitionen. Ich erinnere mich. dann wird alles weitere. Dies war zwar zunächst nur hypothetisch. daß einer von uns ihm einmal. als wir den Menschen als „Mikrokosmos" annahmen. darüber zu sprechen. „Wenn wir den Menschen als Mikrokosmos und als Tritokosmos das Menschengeschlecht oder besser das organische Leben annehmen könnten. die Verbindung aller Lebewesen stellte den Tritokosmos oder das organische Leben auf Erden dar. Einige von uns versuchten. Über ein Jahr lang fügte G. was er über die Kosmen gesagt hatte. Ihnen ebenfalls klar werden. und obgleich wir alle in der Idee der Kosmen sehr viele Möglichkeiten sahen.

das heißt unter anderen Menschen und inmitten der Natur. Im Mesokosmos. die Linie dar. und darin bedeutete „Mikrokosmos" Mensch. das heißt. den Menschen als den Mikrokosmos und den Tritokosmos als das organische Leben auf Erden zu betrachten. Und als ich einmal das Manuskript Blick in die Wahrheit. und sind zur Erde zurückgekehrt. daß Sie jetrt schon ohne weitere Erklärung die Behauptung nicht mehr bestreiten werden." Dies bestärkte uns noch weiter in dem Entschluß. durchlas.Jedenfalls entschloß ich mich später. Durch diese Annahme bekamen viele Dinge für mich einen besseren Zusammenhang. „Wenn wir die Beziehung zwischen den Kosmen graphisch darstellen wollen". „so müssen wir den Mikrokosmos. während sie in Beziehung zur Sonne. nämlich den Beginn der Geschichte. als ich mich wieder dem Problem der Kosmen zuwandte. daß das Leben des einzelnen Menschen — des Mikrokosmos — von denselben Gesetzen gelenkt wird. A u s „Blick in die Wahrheit. während er sich von Ort zu Ort bewegt. die in der Moskauer Gruppe vorgelesen worden war. die das Leben des Makrokosmos lenken. die er auf der Oberfläche der Erdkugel beschreibt. so unten. das heißt in Verbindung mit der vierundzwanzigstündigen Drehung der Erde um ihre Achse. sagte ich. Rufen Sie sich ins Gedächtnis zurück: „Wie oben. Ich erinnere mich an ein Gespräch über diesen Gegenstand. Später wurde uns klar. fand ich darin die Ausdrücke „Makrokosmos" und „Mikrokosmos". warum G. wir müssen ihn in einer sehr kleinen Größenordnung und in sehr großer Entfernung von uns selbst annehmen. das heißt. Nun haben Sie eine Vorstellung von den Gesetzen. Dann stellt sein Leben im Tritokosmos. daß wir den Begriff „Mikrokosmos" auf im Vergleich zum Menschen kleinere Größen anwenden sollten. das heißt den Menschen. das mir G. und worauf er unsere Gedanken hierdurch lenken wollte. den Begriff „Mikrokosmos" auf den Menschen anzuwenden. wird diese Linie zu einer Ebene. als einen Punkt annehmen." Ich glaube. wenn man die Bewegung der 313 . wollte. gegeben hatte. als ich das erstemal dort war.

„Jenseits der Sonne. hat und kann er kein Dasein haben oder. oder. 314 . in dem sich die Möglichkeiten des Tritokosmos verwirklichen. und der Mensch kann im Makrokosmos nur als Atom des Tritokosmos existieren. dann ist der Tritokosmos — das organische Leben auf Erden — ein vierdimensionaler Körper. Der Makrokosmos ist der Kosmos. „Die Ungenauigkeit dieser Anschauung wird offensichtlich. Dasein in der Zeit ist die Ausdehnung in der vierten Dimension. das Dasein eines Kosmos innerhalb eines anderen zu begreifen. was schon früher gesagt wurde. Dies entspricht dem. die Sonne. auch ein dreidimensionaler Korper war. ein dreidimensionaler Körper wird. vom nächsten Kosmos aus gesehen.Erde um die Sonne in Betracht zieht. etwas Verwirklichtes. sie wird etwas wirklich Bestehendes. existiert er überhaupt nicht. das heißt der Mensch oder der Mikrokosmos. „Wenn der Mikrokosmos oder Mensch ein dreidimensionaler Körper ist. wie zum Beispiel das Dasein des Menschen innerhalb des organischen Lebens oder in seiner Beziehung zum organischen Leben. das heißt jenseits des Sonnensystems. eines kleineren Kosmos in einem größeren. das heißt eines niedrigeren Kosmos in einem höheren. „In diesem Fall verwirklichen sich alle Möglichkeiten des Menschen in der Sonne. das organische Leben auf Erden als Ganzes betrachtet sie mehr als eine Erscheinung denn als dreidimensionalen Körper. haben wir zwei Dreidimensionalitäten. die Erde. Die Erde hat fünf Dimensionen und die Sonne sechs. Im Makrokosmos existiert der Mensch überhaupt nicht. Aber da unser Ausgangspunkt. Die Möglichkeiten der Erde verwirklichen sich im Megalokosmos und die Möglichkeiten der Sonne im Protokosmos. „Die gewöhnliche wissenschaftliche Anschauung betrachtet den Menschen als dreidimensionalen Körper. in anderen Worten. nämlich daß der Mensch Nummer sieben innerhalb der Grenzen des Sonnensystems unsterblich wird. wenn wir versuchen. in anderen Worten. das Sonnensystem und die Milchstraße dagegen betrachtet sie als dreidimensionalen Körper. In diesem Fall muß das organische Leben notwendig in der Zeit betrachtet werden.

sind möglicherweise sehr unvollständig. Die Erde ist keine Kugel. sondern eine Spirale. dann werden die mikroskopischen Zellen. zu ihm ungefähr im gleichen Verhältnis stehen wie er selbst zum organischen Leben auf Erden. aus denen sein Körper besteht." Es ist schwer. . da uns weder die Art noch die Richtung der Bewegung bekannt ist. „Weiterhin stellen sieben Kosmen eine Dimensionen-Periode dar. aber das Prinzip wird immer das gleiche bleiben. das heißt ein Kosmos in sich ist. die die nächste Stufe. aber das Ergebnis dieser Bewegung können wir nicht kennen. Besonders oft kam ich auf G. die wir damals über die Kosmen führten. so können wir sagen. es mag sein. während ihre Bewegung um die Sonne die Erde vierdimensional macht. daß der nächste Kosmos das Elektron ist. Wenn wir noch weitergehen. setzt sich aus Milliarden von Molekülen zusammen. Hier war ein Rätsel. Eine mikroskopische Zelle. Nur im Ruhezustand wäre sie dreidimensional.'s Worte über die VcrBcfaiedenhdt der Zeit in den verschiedenen Kosmen zurück.„Auch kann die Erde nicht als dreidimensionaler Körper betrachtet werden. darstellen. Wenn der Mensch ein Mikrokosmos. das ich lösen konnte und mußte. die um die Sonne kreist. den nächsten Kosmos. zu einem dritten Mikrokosmos — dem Molekül. und zu einem vierten Mikrokosmos — dem Elektron. Ihre Bewegung um ihre eigene Achse macht sie zu einem fünfdimensionaien Körper. die sich an der Grenze der mikroskopischen Sichtbarkeit befindet. Auf diese Weise kommen wir zu einem.Zellen'. sondern eine Art Spindel innerhalb dieser Spirale. und die niedrigen Kosmen werden immer in genau diesem Verhältnis zum Mikrokosmos stehen.Moleküle* und . zweiten Mikrokosmos — der Zelle. Diese Einteilungen und Definitionen.Elektronen'. all die Gespräche zu rekonstruieren. und die Sonne ist keine Kugel. 315 . nämlich . daß die Wissenschaft mit der Zeit andere feststellen wird. daß die Kette der Kosmen mit dem Mikrokosmos zu einem Ende kommt. aber dies heißt nicht. Die Spirale und die Spindel zusammen müssen im nächsten Kosmos eine seitliche Bewegung ausführen.

nämlich im Frühling 1917. die Frage zu beantworten. Aber der Name ist bedeutungslos. war die „Zelle". was ich über den Gegenstand dachte. aber mangels anderer konnte man sie annnehmen.'s System überein. alles. Nicht jede Zelle und nicht eine Zelle unter jeder Bedingung. trotzdem ich diese Bezeichnung nicht verstand.Nachdem ich mich endlich entschlossen hatte. als es mir zum erstenmal gelang. Und später Wurden durch dieses System viele interessante Konstruktionen möglich. das heißt die Vorstellung von zwei mikroskopischen Individuen. 316 . wie zum Beispiel die Embryo-Zelle des menschlichen Organismus. erklärte. nahm ich den Menschen als Mikrokosmos an. da ich nicht imstande gewesen wäre. die sich voneinander so unterscheiden wie der „Mensch" von einer „großen Zelle". Als nächsten Kosmos in Beziehung zum Menschen nahm ich das „organische Leben auf Erden" an. nachdem wir das erstemal von ihr gehort hatten.Tabelle der Zeiten in den verschiedenen Kosmen" zu konstruieren. die Bezeichnungen der Kosmen und den Ursprung dieser Bezeichnungen niemals. Jetzt möchte ich nur noch. zusammenzufassen. Unterhalb des Menschen. daß G. wie er es versprochen hatte. Alles andere stimmte mit G. das heißt das Verhältnis von Null zu Unendlich wurde aufrechterhalten. zu versuchen. Aber von dieser Tabelle will ich später sprechen. Die Idee der Kosmen wurde erst ein Jahr. sondern eine ziemlich große Zelle. Durch einen solchen Aufbau wurde zweifellos eine vollständige Inkommensurabilität zwischen den Kosmen begründet oder beibehalten. welches ich „Tritokosmos" nannte. hinzufügen. eine . weiterentwickelt. Die Idee von zwei Kosmen in der mikroskopischen Welt. Der nächste Kosmos war das Molekül und der nächste das Elektron. warum das organische Leben auf Erden der „dritte" Kosmos sei. Weder „Molekül" noch „Elektron" schienen mir sehr vernünftige oder zulässige Bezeichnungen zu sein. das heißt der nächste kleinere Kosmos. Als nächsten Kosmos konnte man eine kleine ultramikroskopische Zelle annehmen. ist in der Bakteriologie allgemein bekannt.

bleibt es allein. von den Evangelien zu sprechen. und vor allem werden Sie einsehen. kann er geboren werden. . und um zu sterben. sie auf die richtige Weise zu behandeln." 317 . der sterben muß. wovon wir im Augenblick sprechen. Dies erfordert viel mehr Wissen. Gleichnisse und so fort „An einer anderen Stelle heißt es: „.' I ch werde oft über verschiedene Texte. aber wenn es stirbt.So ein Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt.ELFTES KAPITEL aus den Evangelien gefragt". Aber von Zeit zu Zeit werden wir verschiedene Bibeltexte zum Ausgangspunkt unserer Diskussionen nehmen. Ich habe dieses Buch schon in Verbindung mit der Frage über die Bedeutung des Wissens erwähnt und habe damals einen Aphorismus dieses Buches zitiert. muß er erst aufwachen. und wir werden oft darauf zurückkommen. daß in den uns bekannten Texten die wichtigsten Punkte gewöhnlich fehlen. kann er sterben: wenn er stirbt. „In Beziehung zu dem. aber um geboren zu werden. um geboren zu werden. „Es gibt ein Buch von Aphorismen. das in diesem Text enthaltene Prinzip in seiner vollen Anwendung auf den Menschen zu kennen. sagte G. Aber zuerst ist es notwendig.Ein Mensch kann geboren werden. bringt es viele Früchte. das niemals veröffentlicht wurde und wahrscheinlich auch nie veröffentlicht werden wird.Wenn ein Mensch erwacht. sagt das Buch folgendes: „. muß er zuerst sterben. Das wird Sie lehren.' „Dieser Text hat viele verschiedene Bedeutungen. „Zu Beginn wollen wir den wohlbekannten Text über den Samen nehmen. bei einer Gelegenheit „Meiner Meinung nach ist die Zeit für uns noch nicht gekommen.

„Wir haben schon genug über die Bedeutung des . Erwachen bedeutet die eigene Nichtigkeit erkennen. damit das große Ich geboren werden kann. daß er noch nicht erwacht ist. muß ein Mensch sterben. ohne gestorben zu sein. „ . hindert ihn am . Wenn ein Mensch geboren wird.geboren' zu werden. So hindert die Tatsache.Sterbens' und viele Male auf die Notwendigkeit des . zu . in der er sich befindet. das heißt er muß sich von tausend kleinlichen Bindungen und Identifizierungen freimachen. dann würde er dadurch gehindert. . erwachen oder nicht schlafen. ohne vorher gestorben zu sein. ihn daran. sind miteinander nicht in Verbindung gebracht.Wachet. Dies bezieht sich auf den Beginn eines neuen Wachstums des Wesenkerns. möglicherweise an seinen Leiden noch mehr als an allem anderen. verschiedene Male auf die Notwendigkeit des ... an seiner Dummheit. er hängt an seiner Einbildung. . werden Sie sehen. denn ihr wisset nicht den Tag noch die Stunde. Das Hängen an den Dingen. oder jedenfalls zu beginnen. den Beginn der Entstehung eines unteilbaren Ich. Er muß sich davon freimachen. dies zu erreichen.Geborenwerdens' gesprochen. Wenn Sie die Bibel aufmerksam studieren.Erwachens' — .gestorben' ist. ohne erwacht zu sein.Aufwachen'. An allem in seinem Leben hängt er. . Aber wie kann man sie zum Sterben bringen? Sie wollen nicht sterben. und würde er geboren. die Tatsache. sterben und geboren werden. „Um aber fähig zu werden. den Beginn der Bildung von Individualität. daß oft auf die Möglichkeit des Geborenwerdens hingewiesen wird. die Identifizierung mit den Dingen erhält tausend nutzloser Ichs im Menschen am Leben.Sterben'.Geborenwerden'. Trotzdem ist dies gerade da» Wesentliche. kann er nicht geboren werden. die ihn in der Lage festhalten. es zu erreichen. Hier kommt die Möglichkeit des Erwachens zu Hilfe. Aber diese drei Möglichkeiten des Menschen.unsterbliches Ding' werden. das heißt die eigene vollständige und unbedingte Mechanisiertheit und Hilf- 318 . Dies sind drei aufeinanderfolgende Zustände. Wenn ein Mensch stirbt.sein'. kann er ein .„Wir müssen herausfinden.Sterben'. sogar an seinen Leiden. was dies bedeutet.' und so fort. Diese Ichs müssen sterben. daß ein Mensch noch nicht .

seine . zu . sein Geschmack. das heißt. seine . muß man sie zuerst überhaupt sehen. es zu beenden.Initiative'. er fühlt.losigkeit einsehen. und andererseits sieht er ein.Willen'. das heißt nicht nur im Geist oder in seinem Bewußtsein zu sterben. einen Augenblick. sogar Fehler und Laster nicht sein Eigenes sind. Diese Aspekte sind erstens seine . was er hat. Daran erkennt er sein Unvermögen.sterben'. was ihn entsetzt Er entschließt sich. was er als sein Eigenes betrachtet hat. daß alles so bleibt. seine . Schluß damit zu machen. daß nichts. Aber ganz gleich.falschen Ichs' und dann weiter all die phantastischen Vorstellungen über seine . „Dieses dauernde Bewußtsein seiner Nichtigkeit und seiner Hilflosigkeit wird einem Menschen schließlich den Mut verleihen. wie es war. seine Hilflosigkeit und seine Nichtigkeit. und wenn auch nur für eine Sekunde. was für Anstrengungen er auch macht. und es nie wieder vergessen. Stellen Sie sich vor. einfachen und konkreten Tatsachen. Wenn der Mensch beginnt. sich ein wenig kennenzulernen. Überzeugungen. sondern tatsächlich zu sterben und tatsächlich und für immer all die Seiten seines Wesens abzulegen. seinen . Alle neuen 319 . Und wenn ein Mensch seine Nichtigkeit fühlt. daß alles. kann er sich so sehen. sein Eigenes ist. seine Ansichten.Entschlossenheit* und so fort. seine Gewohnheiten. die ihn entsetzen müssen. wie er wirklich ist.Kräfte'. sondern für dauernd.Bewußtsein'. es abzulegen. jemand hat etwas in sich gesehen. weiß er noch nichts über sich selbst.Individualität'. wird er in sich viele Dinge sehen. dies philosophisch in Worten zu wissen. die vom Gesichtspunkt seines inneren Wachstums entweder unnötig sind oder es hindern. Man muß es an klaren. sein . sobald er sich zu erkennen beginnt. und zwar nicht nur für eine Sekunde. sein . „Aber um eine Sache immer zu sehen. Damit fühlt der Mensch seine eigene Nichtigkeit. daß er es nicht tun kann. Und es genügt nicht. sondern sich entweder durch Nachahmung gebildet haben oder fertig von irgendwo übernommen worden sind. Gedanken. an den Tatsachen des eigenen Lebens erkennen.TunKönnen'. Solange der Mensch nicht über sich selbst entsetzt ist.

daß ihnen die Haut 320 . von der es kein Zurück mehr gibt. in dem man sich befindet. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst. daß der Mensch in seinem hypnotischen Zustand verbleibt. Dies wäre schwierig und sogar menschenunmöglich. „Es gibt eine östliche Erzählung. „Zuallererst muß man einsehen. und ihnen dies nicht lieb war. Um bewußt. später erscheinen sie öfter und halten länger vor.Kräfte und Fähigkeiten zur Einsicht kommen auf ein und die gleiche Weise zustande. in der Absicht aufzuwachen. daß der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte. die von einem sehr reichen Magier handelt. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald. „Aber es gibt tausend Dinge. nachdem man gewisse Anstrengungen gemacht. bis sie schließlich nach sehr langer Arbeit bleibend werden. Das gleiche gilt für das Erwachen. nicht ein normaler. fielen in Abgründe. Es muß wohl Kräfte geben. aufzuwachen. und die ihn daran hindern. auf der seine Schafe grasten. bestimmte Hindernisse überwunden. die den Menschen daran hindern. die den Menschen in seinem Schlafzustand festhalten. sondern ein hypnotischer Schlaf ist Man ist hypnotisiert. Es ist unmöglich. Nun war dieser Magier sehr geizig. und ihn in der Gewalt seiner Träume lassen. eine gewisse Entscheidung gefällt hat. für die es nützlich und vorteilhaft ist. die Wahrheit zu sehen und seine Lage zu erkennen. daß der Schlaf. das Wesen der Kräfte zu kennen. und vor allem liefen sie fort. Zuerst erscheinen sie wie ein kurzes Aufleuchten in seltenen und kurzen Augenblicken. und dieser hypnotische Zustand wird dauernd in einem aufrechterhalten und verstärkt. sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch. noch wollte er die Weide. weil sie wußten. zu handeln. auf einmal ganz zu erwachen. für kurze Augenblicke zu erwachen. „Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. Aber man muß auf einmal und für immer sterben. wenn ihm nicht das langsame und allmähliche Erwachen vorausginge. Zuerst muß man beginnen. Er wollte keinen Schäfer anstellen. der sehr viele Schafe hatte. ist es notwendig. mit einem Zaun umgeben.

daß er bereit sei.okkulten' Literatur ist Ihnen jedenfalls schon der Ausdruck . „In Wirklichkeit ist Kundalini die Macht der Einbildung. daß er. Dieser Ausdruck wird oft gebraucht. daß. wie diese Okkultisten das Wort irgendwo gefunden. und drittens suggerierte er ihnen. anderen. wieder anderen. der seine Herde so liebe. das heißt mit der Vorstellung. Sie liefen nie wieder weg. Manchmal wird sie mit dem Geschlecht. sie wären Menschen und wieder anderen. Zweitens suggerierte er ihnen. alles in der Welt für sie zu tun. weil Kundalini in allem sein kann.Kundalini' begegnet. mit der Geschlechtsenergie in Zusammenhang gebracht. der Magier. was begehrenswert erscheint und wie ein Segen ersehnt wird. Dies ist völlig falsch.Feuer der Kundalini' oder die »Schlange der Kundalini'. „In der sogenannten . sondern warteten ruhig auf den Tag. Und vor allem ist Kundalini überhaupt nichts Ersehnenswertes oder für die menschliche Entwicklung Nützliches. Es ist sehr merkwürdig. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen. anstatt zu handeln. um eine Art merkwürdiger Kraft zu bezeichnen. und daß sie darum keinen Grund hätten. Wenn ein Mensch träumt. an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde. darüber nachzudenken. daß es möglich sei. Aber keine der bekannten Theorien hat eine richtige Erklärung für die Kundalini-Kraft. Geschlechtsenergie für andere Zwecke zu verwenden.abgezogen würde. aber seine Bedeutung vollständig verändert und aus einer sehr gefährlichen und schrecklichen Sache etwas gemacht haben. wenn 321 . die im Menschen vorhanden ist und erweckt werden kann. sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. „Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. sie wären Magier. einigen von ihnen suggerierte er. welche die Stelle einer wirklichen Funktion einnimmt. daß sie überhaupt keine Schafe seien. jedenfalls nicht am gleichen Tag. es nicht gerade jetzt geschehen werde. die Macht der Phantasie. sie wären Löwen. „Diese Erzählung ist eine gute Veranschaulichung der menschlichen Lage. wenn ihnen irgend etwas geschehen sollte. sie wären Adler. das . ein guter Herr sei.

Er sagt sich. aber die Menschen vermögen ihn nicht zu sehen. einfach weil sie hypnotisiert sind. könnten sie auch nicht für eine Sekunde bleiben. . denn es gibt keinen organischen Grund für den Schlaf. daß er wach sei. in Wirklichkeit jedoch fährt er fort zu schlafen — und dies kann einige Male geschehen. Und wenn. die in die Menschen gelegt wurde. lebt unter der Macht der Kundalini. beginnen alle die Kräfte. „Kundalini ist eine Kraft. denn sobald ein Mensch für einen Augenblick aufwacht und seine Augen öffnet. „Theoretisch kann er es. das sich für einen Löwen oder einen Magier hält. ein Adler oder ein Magier zu sein. in einem anderen Zustand. die in ihm wirkt. Wenn sie wirklich ihre wahre Lage sehen und verstehen könnten. und der Mensch kann erwachen.enthypnotisiert' werden. um sich zu vergewissem. Ein Schaf. daß er nicht schlafe. es gibt keine objektiven Kennzeichen. wie entsetzlich sie ist. daß er wach sei oder aufwache. der Mensch kann sich nicht zwicken. Aber beim normalen Schlaf ist er. aber nicht kann. wenn er einmal aufgewacht ist. in denen ein Mensch aufwachen möchte. „Es gibt gewisse Zustände im gewöhnlichen Schlaf.Erwachen' bedeutet für einen Menschen . ein Löwe. was Gott verhüten möge. und er schläft sofort wieder ein. Kundalini ist die Kraft. die sie in ihrem hypnotischen Zustand festhält. ein Mensch irgend etwas von objektiven Kennzeichen gehört 322 . mit zehnfacher Energie auf ihn zu wirken. beim hypnotischen Schlaf ist das anders.seine Träume den Platz der Wirklichkeit einnehmen. aber praktisch ist es fast unmöglich. einzuschlafen. um sie in ihrem jetzigen Zustand festzuhalten. wie sie sind. und mit ihrer Hilfe können alle Zentren sich mit dem Eingebildeten an Stelle des Wirklichen begnügen. jedenfalls nicht zu Beginn des Erwachens. bevor er endlich erwacht. die ihn veranlaßt haben. Hierin liegt die Hauptschwierigkeit und hierin liegt auch die Garantie für diese Möglichkeit. so ist es die Kraft der Kundalini. weil es einen Au^^eg gibt. wenn er sich einbildet. Kundalini kann in allen Zentren wirken. Sie würden nach einem Ausweg suchen und ihn auch schnell finden. wobei er sehr oft träumt.

„Nur der. viel wichtigere Arbeit auszuführen haben. wenn jemand erwachen will. wird sich wahrscheinlich weigern. um sich ihrer zu erinnern. des Erfindens und des Wechseins der Uhren ohne fremde Hilfe durchführen wird. der ihn aufwecken soll. muß man aufwachen. „Es gibt auch die Möglichkeit. dann verwandelt Kundalini dies alles sofort in Einbildung und Träume. daß diese Arbeit bald in Schlaf 323 . Viele Weckuhren sind notwendig. und immer neue. daß zum Erwachen lange und harte Arbeit notwendig ist. daß. ist ein Schock nicht genug. der Mensch gewöhnt sich an alle Wecker. daß ein Mensch von sich aus all die Arbeit des Aufziehens. Oder man muß sich mit Weckuhren umgeben. muß man sich ihrer erinnern. Ich sagte schon früher. aber auch dieser schläft ein. Im Laufe der Zeit kann dies einem Menschen helfen. Aber auch hier gibt es wiederum verschiedene Schwierigkeiten. der wirklich wach bleiben kann. der diese Schocks erteilt. kann verstehen. „Was ist denn im allgemeinen notwendig. wenn alle schlafen? Er wird jemanden anstellen. daß man sich viel zu schnell an die Weckuhr gewöhnt und sie bald nicht mehr hört. Weckuhren müssen aufgezogen werden. Viel wahrscheinlicher ist. Aber wenn einer fest schläft. um einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Ein heftiger Schock ist notwendig. er jemanden anstellen muß.hat. Man kann durch eine Weckuhr geweckt werden. durch mechanische Mittel geweckt zu werden. und nach einer gewissen Zeit schläft er darum nur um so besser. aufzuwachen. Was ist dann der Zweck eines solchen Menschen? Und jemand. Aber es besteht nur sehr wenig Aussicht. der ihn eine längere Zeit hindurch dauernd schüttelt. der die Schwierigkeit des Erwachens voll begreift. Das Dumme ist jedoch. um sie aufzuziehen. Darum müssen die Wecker ständig gewechselt und immer wieder neue erfunden werden. Aber wen kann er anstellen. seine Zeit auf das Wecken des anderen zu verschwenden: er wird eine eigene. Und was noch schlimmer ist. die einen nicht schlafen lassen. dann benötigt man eine lange Reihe dauernder Schocks. Folglich muß einer da sein.

und im Schlaf träumt er dann davon. nötig ist. die aufwachen wollen. sagen wir. und nachher können sie diese austauschen. Nötig ist. zwanzig oder dreißig Menschen. „Vor allem anderen braucht er Hilfe. nach anderen Leuten Ausschau halten. schätzen ihre Zeit sehr hoch ein. werden sie sich gegenseitig wecken. „Einer allein kann nichts tun. und nötig ist auch. aber der einundzwanzigste wird wach sein und die übrigen wecken. daß jemand auf denjenigen achte. wie schon früher gesagt wurde. und mit ihnen zusammenarbeiten. daß man dauernd neue Wecker erfinde. „Infolgedessen ist zum Erwachen eine Verbindung von Anstrengungen nötig. und damit schläft er nur um so fester. denn um eine solche Arbeit zu beginnen und zu organisieren. daß zwanzig von ihnen schlafen. ist ein Wissen nötig. als nur einem einzelnen. ein zweiter eine andere.übergeht. der aufwachen will. nötig ist es. Diejenigen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. das ein gewöhnlicher Mensch nicht besitzen kann. einer allein leicht über sein Erwachen täuschen und einfach einen neuen Traum für Erwachen halten. die helfen können. Zusammen können sie einander sehr große Hilfe leisten. zusammen gegen den Schlaf zu kämpfen. Aber einem allein kann nicht geholfen werden. Und natürlich helfen sie lieber. und ohne diese Hilfe kann niemand etwas erreichen. Ohne diese Voraussetzungen können keine Anstrengungen irgendwelche Ergeb- 324 . Es kann oft geschehen. Nur dann kann sie die von ihr erwarteten Ergebnisse zeitigen. Einer erfindet eine Weckuhr. Wenn mehrere Menschen beschließen. Außerdem kann sich. der ihn weckt. Die Arbeit muß organisiert werden und einen Führer haben. „Darum muß ein Mensch. Wecker zu haben. daß er Weckuhren erfinde. „Aber um all dies zu erreichen und zu wirklichen Ergebnissen zu kommen. sie aufziehe und wechsle. Genau so verhält es sich dabei mit Weckuhren. muß eine gewisse Anzahl von Menschen zusammenarbeiten. daß jemand den Betreffenden wecke. die auch aufwachen wollen.

nahem und dem sie dienen. „Das nächste wichtige Kennzeichen der Gruppenarbeit ist.Vorbereitungsschule' nennen kann. „Gewöhnlich beginnt man seine Studien in einer kleinen Gruppe. die vom Gesichtspunkt seiner Ziele einander nützlich sein können. Und sie wollen sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen. wird ihre eigene Arbeit bewußter und kann folglich zu besseren Re- 325 . Diese Gruppe steht meistens mit einer ganzen Reihe ähnlicher Gruppen auf verschiedenen Stufen in Verbindung. ohne es zu wissen. daß alle ihre Anstrengungen und alle ihre Opfer nutzlos sind. so bringt nichts auf Erden sie dazu. einem anderen zu gehorchen. was man eine . verstehen zu lernen. daß die Gruppen mit einem Ziel zusammenhängen. Wenn sie dieses Ziel. daß sie nicht nach dem Wunsch und der Wahl ihrer Mitglieder zusammengestellt werden. dem sie sich. Die Menschen mögen sich foltern. Aber wenn ihre erste Anstrengung und ihr erstes Opfer Gehorsam sein soll. der ihre Methode kennt und der selbst eine so organisierte Arbeit mitgemacht hat. Ihre erste Aufgabe ist es. die alle zusammen das bilden. „Keine Gruppenarbeit ist ohne Lehrer möglich. aber diese Folterungen werden sie nicht aufwecken. verstanden haben. wenn auch noch nicht vollständig. Für sich allein und aus eigener Initiative mögen sie großer Anstrengungen und großer Opfer fähig sein. der Typen aussucht. und sie kann nur von dem organisiert werden. Für manche Leute ist dies am schwierigsten zu verstehen. dieses Ziel. das heißt das Ziel des Lehrers. „Die Arbeit muß organisiert werden. ist das notwendige ausgleichende Prinzip in ihrer eigenen Arbeit. der ihre Probleme und Ziele. Die Gruppen werden durch den Lehrer gebildet.nisse hervorrufen. Aber dieses Ziel. Die Arbeit von Gruppen mit einem falschen Lehrer kann nur negative Resultate ergeben. von dem die Anfänger in der Arbeit gar keine Vorstellung haben und das ihnen auch nicht erklärt werden kann. bevor sie nicht das Wesen und die Prinzipien der Arbeit und der damit verbundenen Ideen verstanden haben. „Das erste und wichtigste Kennzeichen dieser Gruppen ist die Tatsache.

„Das erste Ziel eines Menschen. daß zwanzig Menschen da sind.Ich' ist gegen .sultaten führen. daß er nicht nur einer ist: ein Teil von ihm ist der Mensch.Petrow' oder .Ich' und . zwanzig .Petrow'. der zwischen den . Auf jeden Fall können sie seinen Schlaf stören und er kann nicht mehr so friedlich schlafen wie zuvor. daß man leichter die Fehler der anderen sieht als seine eigenen. „Er muß sich immer wieder daran erinnern. die man aber in anderen bemerkt Und. 326 . kann das Ziel des Lehrers am Anfang meist nicht erklärt werden. Einer allein kann sich selbst nicht sehen.Petrow' oder . und der andere Teil ist Jwanow'. in denen man sich selbst sieht. daß man selbst die Fehler besitzt. „Eine Gruppe ist gewöhnlich ein Pakt. Und das ist j a die Absicht. Petrow besteht aus zwei Teilen — . der die Arbeit in einer Gruppe beginnt. Die Arbeit des Selbststudiums kann nur in dazu eigens organisierten Gruppen geschehen. muß das Selbst-Studium sein. die man in anderen sieht. Aber. in diesem Falle weiß man. „Nehmen wir Petrow. das heißt gegen ihre eigenen »falschen Persönlichkeiten'. Aber um sich selbst in den Fehlem der anderen und nicht nur die Fehler der anderen zu sehen. dann werden sie sogar unwillkürlich gegenseitig einander helfen.Zacharow' anzukämpfen. Und es gibt viele Dinge. und mit Gewalt aufgeweckt werden muß. die man in sich selbst nicht sieht.Petrow' ist der Herr. um gemeinsam gegen . wie ich schon sagte. Es ist eine allgemeine Eigenschaft der menschlichen Natur. der überhaupt keine Lust hat. der aufwachen möchte. Aber wenn eine gewisse Anzahl von Leuten sich zu diesem Zweck vereint. Gleichzeitig lernt man auf dem Weg des Selbst-Studiums. So dienen einem die Mitglieder der Gruppe als Spiegel. daß diese Eigenschaften die eigenen sind. Nehmen wir nun an. .Petrow' machtlos.Ichs* einer gewissen Gruppe von Menschen geschlossen wurde.Ichs' beginnen nun gegen einen .Zacharow'. wie ich gerade gesagt habe. Jetzt können sie sich als stärker erweisen als er ist. Aber . . aufzuwachen. .Petrow' zu kämpfen. muß ein Mensch sehr auf der Hut und sehr aufrichtig mit sich selbst sein.Iwanow'.

jede Möglichkeit versperren. das 327 . daß sie unfähig sind. wieviel Zeit und wieviel Erklärung dazu notwendig ist. deren Sinn ihnen gleich von Anfang an klar sein muß. sie an ihrem Recht zu hindern. In anderen Worten: es muß ihnen klar sein. daß sie ihnen falsche Vorstellungen vermitteln. Vor allem wird allen Mitgliedern einer Gruppe erklärt. Zwanzig Menschen werden zwanzigmal soviel Material haben. „Dies ist eine unerläßliche Bedingung. was sie in der Gruppe hören oder erfahren. aus etwas ein Geheimnis zu machen. erstens Allgemeinbedingungen für alle Mitglieder und zweitens individuelle Bedingungen für individuelle Mitglieder. was nicht wesentlich ein Geheimnis ist. „Wenn eine Gruppe organisiert wird. daß sie unfähig sind. irgend etwas in Verbindung mit der Arbeit zu verstehen. die ihnen nahestehen. das aus der Selbst-Beobachtung stammt. das zu begreifen. Sie beginnen sehr bald. sondern auch für alle Zeit danach.„Weiterhin beginnt man in der Arbeit des Selbst-Studiums Material zu sammeln. daß gar nicht versucht wird. ihren Freunden eine richtige Vorstellung von dem zu geben. oder mit ihren Freunden auszutauschen. ferner schaffen sie Eich selbst sehr viele Schwierigkeiten und noch viel mehr Unannehmlichkeiten für die Zukunft. wieviel Anstrengung. und daß ebensowenig eine Absicht besteht. Es wird ihnen klar. aus ihrer eigenen persönlichen Erfahrung zu lernen. „Die Allgemeinbedingungen bei Beginn der Arbeit sind gewöhnlich folgender Art. Gleichzeitig beginnen sie auch zu verstehen. daß sie ihren Freunden dadurch. zu denen die Gruppe da ist. und zwar nicht nur während sie Mitglieder sind. was sie selbst gelernt haben. das in der Gruppe Gesagte richtig wiederzugeben. daß sie alles geheimhalten müssen. „Ein Grund für diese Beschränkung ist die Tatsache. das ganze Material zu benützen. was in den Gruppen gesagt wird. ihre Ansichten mit denen. werden ihren Mitgliedern verschiedene Bedingungen gestellt. Wenn ein Mensch trotzdem versucht. die Arbeit irgendwann zu beginnen. Und jeder von ihnen wird fähig sein. weil der Austausch von Beobachtungen einer der Zwecke ist.

sich mit dem Gedanken vertraut zu machen. „Auch das muß klar und richtig verstanden werden. wird er sehr schnell davon überzeugt werden. sich als emste und vernünftige Wesen zu betrachten. daß er ihren Theorien zuhöre. „Die nächste Forderung. „Aber für viele Menschen ist es sehr schwierig. was er ihnen erzählt. Dies ist der mechanischste aller Wünsche. oder für diejenigen. die sich für schweigsame Wesen halten und Einsamkeit und Beschaulichkeit lieben. die ihn interessieren. Nur ein Mensch. Entweder beginnen die Menschen mit ihm zu argumentieren. schweigen kann. oder sie deuten alles. was sie von ihm hören. und dies ist vor allem für Menschen schwer. einen wie großen Platz in seinem Leben das Lügen oder auch nur die Unterdrückung der Wahrheit einnimmt. Der Mensch ist sich nicht bewußt. Und aus diesem Grunde ist diese Forderung besonders wichtig. Wenn er dies sieht und die Nutzlosigkeit solcher Versuche versteht. beginnt er eine Seite dieses Vorbehaltes zu begreifen.in den Gruppen Gehörte seinen Freunden weiterzugeben. dem er gewohnt ist. daß sie dem Lehrer der Gruppe die volle Wahrheit sagen müssen. und ohne ihm zuhören zu wollen. zu schweigen. die er früher nie bemerkt hat. Der Mensch kann weder mit sich selbst noch mit anderen auf- 328 . daß Versuche in dieser Richtung zu völlig unerwarteten und unerwünschten Ergebnissen führen. Wenn ein Mensch sich daran hält und dessen eingedenk bleibt. Aber wenn ein Mensch dies versteht oder wenigstens diese Regel befolgt. wenn nötig. so wird dies für ihn die bestmögliche Übung zur Selbst-Erinnerung und zur Entwicklung seines Willens sein. „Die andere und nicht weniger wichtige Seite besteht in der Tatsache. erwarten sie von ihm. Er möchte mit jedem. der. falsch und legen alles. und in diesem Fall ist Schweigen die schwierigste Enthaltsamkeit von allen. ist die. wie er es nennt. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. über Dinge. seine Gedanken mitzuteilen. daß eines ihrer Haupt-Kennzeichen überflüssige Gesprächigkeit ist. die gewöhnt sind. kann Herr seiner selbst werden. in einem völlig anderen Sinn aus. darüber sprechen. daß es für den Menschen sehr schwierig ist. beginnt er Seiten in sich zu sehen.

ohne einen solchen zu arbeiten. als sich die Schüler erinnern. denn die Arbeit ist nur solange möglich. und zwar nicht so zu lernen und an sich zu arbeiten. sondern wie es ihnen geheißen wird. Schroffheit. Er bildet sich ein. als wenn er zu ihm oder in seiner Anwesenheit grob oder unhöflich ist. Widerstand oder Mißtrauen gegenüber dem Lehrer. wenn sie Mangel an äußerer Achtung in bezug auf den Lehrer zeigen. wird der Lehrer für ihn überflüssig und er wird für den Lehrer überflüssig. „Außer den aufgezählten grundsätzlichen Forderungen wird natürlich erwartet. aufrichtig zu sein oder nicht. daß sie sich erinnern müssen. Wenn sie nur der Gruppe beiwohnen und nicht arbeiten. „Die nächste Forderung. wenn sie seine Handlungen kritisieren. Darum muß er dies lernen und vor allem es zuerst in Beziehung auf den Lehrer der Arbeit lernen. ist die. wie die Gruppe geführt werden sollte. Wenn er den Lehrer absichtlich belügt oder mit ihm unaufrichtig ist oder etwas unterdrückt. und vor allem. Und in diesem Fall ist es besser für ihn. Verheimlichung. zu gehen und nach einem anderen Lehrer Ausschau zu halten. wie sie es selbst verstehen.richtig sein. Wenn sie. daß die Mitglieder der Gruppe arbeiten. „Wenn ein Mensch beginnt. eine Neigung zu argumentieren. warum sie zur Gruppe kamen. zu lernen. wenn es notwendig ist. um zu lernen und an sich zu arbeiten. sondern sich bloß einbilden. Mangel an Respekt für ihn. die Wahrheit zu sagen oder nicht. Sie kamen. macht dies seine Anwesenheit in der Gruppe vollständig nutzlos und ist noch schlimmer. Dadurch wird er zwar nichts erreichen. wenn sie finden. daß sie besser verstehen. Ungeduld. daß sie arbeiten. seinem Lehrer zu mißtrauen. beendet dies sofort jede Möglichkeit weiterer Arbeit. oder zu versuchen. Er versteht nicht einmal. sobald sie in der Gruppe sind. aber auf jeden Fall wird es weniger schaden als Lüge. daß es eines der schwierigsten Dinge auf Erden ist. dem Lehrer zu mißtrauen und dies auszudrücken beginnen. daß sie zum Lernen und nicht zum Lehren gekommen sind. oder wenn sie ihre bloße Anwesen- 329 . aufrichtig zu sein. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. daß es von ihm abhänge.

als ob sie wären'. und Regeln können niemals leicht. das heißt. und zweitens helfen sie ihm. daß sie sich benehmen würden. In erster Linie helfen die Regeln jedem. „Die aufgezählten grundsätzlichen Forderungen bilden das Material für die Regeln. ihre Anwesenheit in der Gruppe als Zerstreuung betrachten. Die Regeln verfolgen ein bestimmtes Ziel: die Schüler sich so benehmen zu lassen.hcit in der Gruppe für Arbeit halten. Und sie fragen sogar: können wir nicht ohne Regeln arbeiten? Die Regeln scheinen ihnen eine unnötige Beschränkung ihrer Freiheit oder eine unangenehme Formalität zu sein. den Menschen in der Arbeit und dem Lehrer gegenüber benehmen sollten. sich ihrer selbst zu erinnern und dies bei Beginn der Arbeit zu verstehen. Im Gegenteil. Es ist klar. was ihn an der Arbeit hindern oder ihm schaden könnte. welche für alle Mitglieder einer Gruppe verpflichtend sind. Da sie aber nicht fähig sind. durch die sie angenehme Bekanntschaften und so weiter machen. daß den Mitgliedern einer Gruppe die eine oder andere Regel nicht gefällt. ihn zu zerstreuen oder zu befriedigen oder ihm die Dinge zu erleichtern. unangenehm und unbequem sein. scheint ihnen böser Wille oder Unzufriedenheit seitens des Lehrers. dann ist ihre Anwesenheit in der Gruppe gleichfalls vollständig nutzlos. desto besser ist es für sie und für die anderen. wie sie sich den Menschen außerhalb der Arbeit. oder wenn sie. sich seiner selbst zu erinnern. Und je schneller sie weggeschickt werden oder von selbst gehen. Die Regeln sind die Wecker. die den schlafenden Menschen wecken. angenehm oder bequem sein. sonst können sie ihren Zweck nicht erfüllen. daß die Regeln nicht das Ziel verfolgen. Wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und dies verstehen würden. alles zu vermeiden. wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und verstehen würden. darum sind Regeln unerläßlich. wie es oft geschieht. die die Arbeit dem Schüler gibt. „Sehr oft geschieht es bei Beginn einer Arbeit. „In Wirklichkeit sind die Regeln die erste und Viaupthilfe. dann wären keine Regeln nötig. Aber der 330 . Und an die Regeln erinnert zu werden. . sie müssen schwierig. der arbeiten möchte.

konkreter Arbeit. „Jeder Mensch hat in seinem Charakter einen bestimmten Zug.Außer diesen allgemeinen Regeln gibt es gewisse individuelle Bedingungen. Dies erklärt. Die persönliche Arbeit jedes Menschen muß darin bestehen. wie er dagegen ankämpfen kann. und nur. Der eine Mensch redet zuviel. zu den nächsten und viel schwierigeren Stufen der Arbeit übergehen zu können.Hauptfehler' oder seinen . Wiederum kann hier der einzelne seinen eigenen Zug. Und so ist es immer und mit allem. aber das Ziel muß für alle das gleiche sein. ist er so weit. Der Lehrer muß ihn auf diesen Zug hinweisen und ihm zeigen.Hauptzug' beziehen. Ein anderer Mensch schweigt. wenn er reden sollte. Persönliche Richtlinien können nur individuell gegeben werden. um die sich seine ganze »falsche Persönlichkeit' dreht. Die allgemeinen Regeln für die Gruppenarbeit beziehen sich auf jeden. und muß lernen zu reden. warum es hier keine allgemeinen Regeln für die Arbeit geben kann und warum alle Systeme. die versuchen. entweder zu nichts führen oder Schaden verursachen. solche Regeln zu entwickeln. Er ist wie eine Achse. Nur wenn ein Mensch wirklich und wahrhaftig von seiner eigenen Hilflosigkeit und Nichtigkeit überz-ugt ist. bezieht sich auf wirkliche Gruppen in Verbindung mit wirklicher. „Alles. seinen Hauptfehler nicht von sich aus finden. schadet dem anderen. „Dies erfordert gewisse Erklärungen. dieihrer- 331 . der seine Augen für eine Sekunde öffnet. gegen diesen Hauptfehler anzukämpfen.Mensch. Dies ist praktisch ein Gesetz. was bisher gesagt wurde. die jedem Menschen einzeln gestellt werden und sich gewöhnlich auf seinen . „Das Studium des Hauptfehlers und der Kampf dagegen stellen tatsächlich den individuellen Weg jedes Menschen dar. er muß lernen zu schweigen. Kein anderer als der Lehrer kann dies tun. Wie könnte es hier auch allgemeine Regeln geben? Was dem einen nützt. Dieses Ziel ist die Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit. der gewissermaßen sein Zentrum ausmacht. ärgert sich über den Wecker und fragt: kann man denn nicht ohne Wecker aufwachen? ^. wenn er dies dauernd f^hlt.

Die schwarze Magie kann ganz altruistisch sein. nämlich das. nachgeahmte Gruppen und nachgeahmte Arbeit. daß die schwarze Magie notwendig egoistisch sei. das heißt beim richtigen .Tun' geben. die keinerlei objektive Ergebnisse zeitigen kann. daß niemand jemals etwas um des Bösen willen. Ich habe schon früher gesagt. im Interesse des Bösen tut. ohne daß sie es wissen und verstehen. Jeder tut alles im Interesse des Guten. was als der . und es gibt das . was man schwarze Magie nennen kann. . für sich selbst etwas zu erreichen. 332 . „Darum ist es bei der richtigen Arbeit. Ebenso ist es ganz falsch. fußt auf der Betörung und auf dem Ausnutzen menschlicher Schwächen. die aber naive Menschen täuschen und in ihnen Glauben.schwarzer Magier'. und es kann nur eine Art von .Tun' ist Magie.schwarze Magie'.Tun' geben. Er hat etwas gelernt. Diese sind nicht ^einmal .Tun'. ja sogar für das beste Ziel auszunützen. eine Nachahmung des äußeren Anscheins von .vierte Weg' bezeichnet wurde. Aber es gibt viele nachgeahmte Wege. Begeisterung und sogar Fanatismus hervorrufen kann. Dieses Kennzeichen besteht in der Neigung. daß ein . er weiß etwas. Schwarze Magie bedeutet keineswegs Magie des Bösen. Es gibt die Mechanik. zu behaupten. Das ist ganz falsch. Betörung. grüne noch gelbe Magie gibt. „Hierbei dürfen wir nicht vergessen. so wie er es versteht. was . ganz gleich. die Menschen für irgendein.Tun' nicht erlaubt. auf jeden Fall in einer Schule gewesen ist. etwas gehört. zusammenhängt. indem man entweder in ihnen Glauben und Betörung hervorruft oder ihnen Furcht einflößt. daß es weder rote. Aber es gibt eine Fälschung. Aber das.seits mit dem. im Menschen den Zustand der Betörung hervorzurufen. kann nach dem Heil der Menschheit oder nach der Errettung der Menschheit von wirklichen oder eingebildeten Übeln streben.schwarze Magie' sei. „Während dieser Vorlesungen wurden mir oft Fragen gestellt. daß in der schwarzen Magie ein Mensch danach strebe. ob er gut oder böse ist. hat immer ein bestimmtes Kennzeichen. was .geschieht'. Was man schwarze Magie nennt. Es kann keine zwei Arten von . und ich habe darauf geantwortet.Tun'.

anstatt sie zu verringern. Einer fühlt. Nichtsdestoweniger kann man vom . Ihre Arbeit besteht einfach im Nachäffen. etwas. was man mit gewöhnlichen Mitteln lernen kann und was nicht. das heißt sie kann die Täuschung und den Schlaf nur vermehren. Der theoretische Teil der Arbeit mag sich in dieser Hinsicht als nützlich erweisen. Im Gegenteil. er habe sie. ob die erhaltenen Richtlinien richtig oder falsch sind. eine volle Garantie zu sein.Arbeit' dieser Art kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen.okkulten' und theosophischen Gesellschaften und Gruppen. daß die andere. gelangen die Mitglieder solcher Kreise zur Einsicht ihrer eigenen Wichtigkeit und zum Wachstum einer falschen Persönlichkeit. und jeder ist befriedigt. was nicht auf die gewöhnliche Weise aus Büchern und so weiter gelernt werden kann. wie zum Beispiel die verschiedenen . sich nicht mehr anderen unterordnen zu müssen und unabhängig arbeiten und sogar die Arbeit von anderen leiten zu können. daß ihre Lehrer nie in einer Schule gewesen sind. statt ihre eigene Nichtigkeit zu erkennen. so ist dies Illusion und Selbsttäuschung. andere halten sich für .Lehrer'. er sei ein . und wenn jemand behauptet.schwarzen Magier' etwas lernen. Nicht nur. Man weiß. was man weiß und was man nicht weiß.halbgebildeter Mensch'. weil auch 333 .Schüler'. was schlimmer ist als die . „Zuerst ist es sehr schwierig. der entweder aus einer Schule hinausgeworfen worden ist oder sie selbst verlassen hat. Dies kann zu keiner Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit führen. Und wenn man etwas Neues lernt. wenn nicht sogar einfacher Betrug. nachzuprüfen. Aber natürlich ist es weit davon entfernt. so ist dies bis zu einem gewissen Grade eine Garantie. Man weiß. wenn auch auf eine falsche Weise. Darum sage ich. praktische Seite auch richtig sein dürfte. genug zu wissen. sondern sie haben auch nie jemanden getroffen. daß es vieles gibt. weil man von diesem Aspekt aus leichter urteilen kann. Er kann sogar manchmal zufällig die Wahrheit sagen. ob die Arbeit richtig oder falsch ist. der einer Schule auch nur nahegestanden wäre.Er ist einfach ein . Aber nachahmende Arbeit dieser Art verleiht sehr viel Selbstbefriedigung. weil er glaubte. Jede .schwarze Magie'.

und sogar das nur für eine kurze Zeit. daß sich Leute. nicht mehr. deren Ausführung die Überwindung seines Hauptzuges erfordert. was verlangt wird. wenn der Betreffende sich schon bei kleinen Schranken genügend stark gezeigt hat. nachzuprüfen beginnt. was einem Menschen geschehen kann. der eine schwer zu überwindende Schranke gemeistert hat. die der Lehrer nicht einmal Aufgaben nennt. ist einfach ein wenig Vertrauen. „Schwierigere Aufgaben. sie besäßen ein neues Wissen. „Oft geschieht es. daß er verstanden wird und die Aufgaben ausgeführt werden. in seinen gewöhnlichen Trott zurückfallen kann. gegen den eigenen Hauptzug oder Hauptfehler ist der wichtigste Teil der Arbeit und muß in Taten. was er hört. die es glauben. sie nicht auszuführen. zu geben.hier Fehler möglich sind. er riskiert es nur dann.in seinen gewöhnlichen Schlaf. werden . daß ein Mensch. und er sagt nicht viel über sie. Wenn er sieht. Darum ist der Lehrer bei der Wahl von Aufgaben und Schranken gewöhnlich sehr vorsichtig. die bei einer Schranke. nicht in Worten vor sich gehen. denn je schneller ein Mensch all das. arbeitet er an sich. Zu diesem Zweck gibt der Lehrer jedem Schüler bestimmte Aufgaben. Wenn er die Aufgaben vermeidet und versucht. Alle okkulten und spiritistischen Gesellschaften und Kreise behaupten. daß er entweder nicht arbeiten will oder nicht arbeiten kann. Gewöhnlich werden zu Anfang nur sehr leichte Aufgaben gestellt. wenn sie auch nur subjektiv schwierig sind. mit anderen Worten. „In richtig organisierten Gruppen wird kein Glaube verlangt. kämpft er mit sich selbst. Das ist das Schlimmste. die die Überwindung innerer Schranken erfordern. sondern gibt sie nur in Form von Andeutungen. desto besser ist es für ihn. Die Besonderheit der Schranken beruht auf der Tatsache. dann hält er sozusagen zwischen zwei Schranken an und kann weder nach vorwärts noch nach rückwärts. gewöhn- 334 . Wenn ein Mensch diese Aufgaben ausführt. Und es gibt Menschen. „Der Kampf gegen das »falsche Ich'. so heißt das.Schranken' genannt. Und wenn er nach Überwindung der ersten Schranke Angst vor den folgenden bekommt und nicht weitergeht. bestimmte Aufgaben. geht er zu immer schwierigeren über.

wie er sich benimmt. seine eigene Einschätzung der Ideen. Und dann beobachtet man ihn. und dann kann er alles hinwerfen und sich sogar endgültig gegen die Arbeit stellen. die sie sonst nie zeigen würden. stehengeblieben sind. und ob er diese Einschätzung beibehält oder verliert. Ein Mensch kann lange Zeit ganz ehrlich glauben. wird er auch zu einem freundlich sein. um zu sehen. daß er arbeiten möchte. die vermittelt wurden. Aber nichts kennzeichnet einen Menschen besser als seine Haltung gegenüber Arbeit und Lehrer. absichtlich dem. was ihnen an ihnen selbst offenbar geworden ist. Er wird in eine solche Lage gebracht. wie die Arbeit in 335 . um das Wesen eines Menschen zu enthüllen. aber wie wird er sein. Solange man zu einem Menschen freundlich ist. was er gehört hat. wenn er glaubt. wegzugehen. sich rechtfertigen. die Hauptsache ist seine eigene persönliche Haltung. Und welche Bestrafung könnte schlimmer sein? „Es ist unmöglich. Ein anständiger Mensch wird sich auch dann anständig benehmen. ungerecht oder falsch behandelt worden zu sein. gegen den Lehrer und gegen die anderen Mitglieder der Gruppe wenden und sie gerade dessen zeihen. eine falsche Bedeutung verleihen und so fort. Aber viele Menschen zeigen unter solchen Umständen eine Seite ihres Wesens. „Nichts — was sollte schon mit ihm geschehen?" sagte G. „Manchmal bereuen sie dies später und beschuldigen sich selbst. vollständig zu beschreiben. nachdem er diese verlassen hat. wenn man ihn ein wenig kratzt? „Aber dies ist nicht die Hauptsache. alle möglichen Auslegungen erfinden. und vollständig berechtigterweise einen Groll entweder gegen den Lehrer oder gegen jemand anderen in sich trägt. Manchmal wird ein Mensch absichtlich auf die Probe gestellt. Und manchmal ist dies ein notwendiges Mittel. „Er ist seine eigene Bestrafung.ich der kleinsten und einfachsten." „Was geschieht dann mit ihm?" fragte einer der Zuhörer. dann bereuen sie wieder und so fort. dann beschuldigen sie wieder andere. gegen die Arbeit. daß er verpflichtet ist. und sogar große Anstrengungen machen.

Schranken' bedeuten und was für Schwierigkeiten sie darstellen. Jede Anstrengung. aber sobald er seine Anstrengungen vermehrt. Und die erste Anstrengung. deren wahre Bedeutung nur denen enthüllt werden wird. werden ganz hoffnungslos. All das bisher Gesagte waren nur Andeutungen. wie zum Beispiel dessen. nämlich die Reinigung und Wiederherstellung der menschlichen Maschine. daß man es schon gar nicht mehr bemerkt. was der Mensch selbst jemand anderem gesagt hat. die mit der Arbeit fortfahren und aus der Erfahrung lernen. Eine Lüge gegenüber dem Lehrer. was ein anderer gebeten hat. was Sie immer im Gedächtnis behalten müssen.einer Gruppe vor sich geht". die an ihn gestellt werden. besonders wenn er früher irgendwelche Anstrengungen gemacht hat. oder dessen. sie anzunehmen. daß der Lehrer eine sehr schwierige Aufgabe auf sich nimmt. Man belügt so viel und unaufhörlich sowohl sich selbst als auch andere. „Auf dieser Stufe machen die Menschen sehr oft einen Fehler. „Sie müssen sich bewußt sein. deren Wiederherstellung in seiner Macht steht. Natürlich nimmt er nur die Maschinen an. werden die Forderungen an ihn größer. geheimzuhalten. Trotzdem muß das Lügen überwunden werden. ist die schwierigste Schranke die Überwindung des Lügens. Man muß sich entweder sofort entscheiden. das Lügen gegenüber dem Lehrer zu überwinden. sogar die unbedeutendste. bringt die Arbeit dieses Menschen sofort zu einem Ende. sind die Forderungen an ihn sehr gering. was . desto größer werden die neuen Forderungen. die ihrer Natur nach noch gereinigt werden könnten. Wenn irgendein wichtiger Bestandteil der Maschine zerbrochen oder nicht in Ordnung ist. fuhr G. ist. oder sofort alles aufgeben. Solange ein Mensch noch keine ernstlichen Anstrengungen gemacht hat. fort. die ein Mensch macht. „Hier ist etwas. wenn sie zu lügen beginnen. weigert er sich. vermehrt die Forderungen. „Man muß es selbst erfahren. „Allgemein gesprochen. 336 . Aber sogar solche Maschinen. Und je größere Anstrengungen er macht. Verheimlichungen irgendeiner Art. ihm nur die Wahrheit zu sagen. die verlangt wird.

Aber innerhalb der Gruppe ist Aufrichtigkeit eine absolute Forderung. Nichts. wird er niemals lernen. muß er zuallererst mit seinem Lehrer und mit den Menschen. daß die früher gemachten Anstrengungen. wie ich schon gesagt habe. die die an sie gestellten Forderungen verringern müßten und gleichsam eine Entschuldigung sein sollten. wie es eine kluge Unaufrichtigkeit und eine dumme Unaufrichtigkeit gibt. Dies ist natürlich grundfalsch. ihnen irgendein Recht oder irgendwelche Vorteile geben. daß er heute mehr tun muß. auf die gleiche Weise zu lügen. jede Möglichkeit irgendeiner Arbeit. die schon länger als er arbeiten. Das heißt natürlich nicht.dem man dauernd begegnet. Sie glauben. Wenn er lernen will. genau so. nichts zu tun. und wenn er gestern irgend etwas getan hat. daß es besser sei. auf kluge Weise unaufrichtig zu sein. ist eine der ersten Forderungen die Aufrichtigkeit.kluge Aufrichtigkeit'. aufrichtig sein. Ganz im Gegenteil. die außerhalb der Arbeit stehen und diese weder verstehen noch anerkennen können. daß Aufrichtigkeit nicht . Aber hier müssen wir bemerken. Aber es gibt verschiedene Arten von Aufrichtigkeit. Es gibt eine kluge Aufrichtigkeit und es gibt eine dumme Aufrichtigkeit. werden heute an ihn keine Forderungen gestellt. entschuldigt ihn heute. „Wie ich schon gesagt habe. so heißt das. Dies ist eine . zerstört. Dumme Aufrichtigkeit und dumme Unaufrichtigkeit sind gleichermaßen mechanisch. klug aufrichtig zu sein. 337 . Mangel an Achtung gegenüber dem Lehrer oder gegenüber denen. wie er andere und sich selbst im Leben belügt. denn wenn ein Mensch in der Gruppe fortfährt. bezüglich der Arbeit unaufrichtig zu sein und dann darüber zu schweigen.Mangel an Achtung' werden darf. die Wahrheit von einer Lüge zu unterscheiden. wenn sie nicht arbeiten oder später etwas falsch machen. wenn er mit Leuten zusammen ist. wenn ein Mensch gestern nichts getan hat. „Die zweite Schranke ist sehr oft die Überwindung der Angst. bekommt auch nichts. Aber wenn ein Mensch lernen will. muß er lernen. Wer nichts tut. sozusagen ihre früheren Verdienste. die der Lehrer für irgendeine Aufgabe bestimmt hat. was ein Mensch gestern getan hat.

können einem anderen. Aber dies ist wieder eine heikle Angelegenheit und darf nicht übertrieben werden. so auch die Überwindung der Angst.Gewöhnlich hat ein Mensch viele unnötige. inmitten derer ein Mensch lebt." 338 . „Man muß ganz allgemein einsehen. und seine Fehler und Missetaten auf der anderen Seite verzeichnet. die ein Mensch unternimmt. sogar dann. nicht vergeben werden. sind gewöhnlich mit den Lügen verbunden. Seine Anstrengungen und Opfer werden auf der einen Seite des Buches. Dinge. Für jeden Menschen werden besondere Konten geführt. Sie müssen sich klar sein. aber fortfährt. Die Ängste. daß diese mit der Angst vor Spinnen oder Mäusen oder dunklen Zimmern oder mit unberechenbaren nervösen Ängsten nichts gemein haben. Was auf der positiven Seite steht. daß positive Anstrengungen und sogar Opfer in der Arbeit spätere Fehler nicht rechtfertigen oder entschuldigen. Sonst wird das Ergebnis wieder Lüge. der schon große Opfer gebracht hat. sich zu rechtfertigen. kann nur durch die Wahrheit entfernt werden. Was auf der negativen Seite verzeichnet ist. aber man muß das Gesetz verstehen. kann niemals das auf der negativen Seite Stehende wettmachen. „Dies scheint ungerecht. das heißt durch eine sofortige und vollständige Beichte vor sich selbst und gegenüber den anderen und vor allem gegenüber dem Lehrer. Wenn ein Mensch seinen Fehler einsieht. von denen ich spreche. die eigene Schuld zuzugeben. in welcher der gewöhnliche Mensch lebt. „Der Kampf gegen die Lüge in einem selbst und der Kampf gegen die Angst ist die erste positive Arbeit. Ganz im Gegenteil. und zwar durch Angst verursachte Lüge sein. eingebildete Ängste. Jeder Mensch hat seine nur ihm eigenen Ängste. Es ist darum in der Arbeit oft besser. dann kann eine kleine Übertretung das Ergebnis ganzer Jahre von Arbeit und Anstrengungen zerstören. der noch keine Anstrengung gemacht und noch nichts geopfert hat. Diese Ängste müssen zuerst erkannt und dann zerstört werden. Lügen und Ängste — das ist die Atmosphäre. welche einem Menschen vergeben werden könnten. Genau wie die Überwindung von Lügen individuell verschieden ist. wenn man nicht schuldig ist.

aber wenn einer von ihnen weggeht. Ich müßte Ihnen in dieser Arbeit vertrauen und Sie müßten mir und sich untereinander vertrauen. nicht äußerlich. gleichzeitig von allen erworben wird. nachzuahmen. im Gespräch über Gruppen: „Glauben Sie nicht. „Was ist hierzu nötig? Zuallererst müssen Sie verstehen. Oft ist diese Regel sehr hart. Die Teile der Maschine müssen einander kennen und einander helfen. ein Freund und Bruder zu sein und wird sofort ein Fremder. eine Gruppe zu werden. Die Mitglieder einer Gruppe sind nicht nur für die Fehler der anderen. Und dieses Gesetz ist gut begründet. und vor allem. Aber es ist nur möglich. Ein schwerwiegender Fehler seitens eines einzigen.Bei einer anderen Gelegenheit sagte G. „Eine Gruppe muß wie eine Maschine arbeiten. es kann keine persönlichen Sympathien oder Antipathien geben. Wir werden uns vorbereiten. indem man versucht. Eine Gruppe ist eine große Sache. wenn er durch den Lehrer weggeschickt wird. wie zum Beispiel die Übertretung einer grundsätzlichen Regel. sich darauf vorzubereiten. nichts- 339 . Solange es keine allgemeine Arbeit gibt. daß wir sofort mit der Bildung einer Gruppe beginnen können. Eine Gruppe wird für eine bestimmte gemeinsame Arbeit. Der Fehler eines einzelnen wird als Fehler aller betrachtet. In einer Gruppe können die persönlichen Interessen nicht den Interessen der anderen oder dem Interesse der Arbeit entgegengesetzt sein. eine Gruppe so. sondern auch für ihr Scheitern verantwortlich. wie einer. wie Sie später sehen werden. nachzuahmen. da. natürlich von innen her. der abgeschnitten ist. wird es nur eine vorbereitende Gruppe sein. Dann wäre es eine Gruppe. daß in einer Gruppe jeder für den anderen verantwortlich ist. Sie hat noch eine andere Seite. was einer erwirbt. Dies ist ein Gesetz. hört er auf. Das Scheitern eines einzelnen ist das Scheitern aller. „Diese Regel der gemeinsamen Verantwortung muß man immer vor Augen haben. um im Laufe der Zeit eine Gruppe zu werden. Der Erfolg eines einzelnen ist der Erfolg aller. welche die Arbeit hindern. Alle Mitglieder einer Gruppe sind Freunde und Brüder. wie sie sein sollte. führt unvermeidlich zur Auflösung der ganzen Gruppe. für ein bestimmtes Ziel begonnen. das.

„Die Arbeit jedes Menschen kann in drei Richtungen verlaufen. „Weiterhin dürfen Sie nicht vergessen." Hiemach ging G. Wenn das nicht der Fall ist. und ebensowenig ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ein besonderes Verdienst.destoweniger aber ist sie notwendig. daß ich sie hier anführen muß. Der Weggegangene fühlt sich gekränkt. als wir im Kaukasus waren. Das Verdienst oder die Nützlichkeit der Gruppen wird durch ihre Ergebnisse bestimmt. Wenn daher einer in der Arbeit nicht fortfahren kann und weggeht. Ferner wird Ihre Hilfe vor allem am Anfang nicht nach dem tatsächlichen Ergebnis. er versteht dies nicht und sie streiten. mit denen die Arbeit unserer Gruppe begann. Später geht einer von ihnen weg. Mutter und Tochter und so fort. gemessen werden. auf die einzelnen Aufgaben und die Bestimmung unserer . Er kann für mich nützlich sein. wird der andere für schuldig gehalten und muß auch weggehen. daß die Arbeit eines Menschen Ergebnisse in allen drei Richtungen zeitigt. Darauf gab er uns einige bestimmte Aufgaben. Wenn ein Mensch zum Beispiel für mich nützlich ist. wie Sie mir helfen. handelt. Zwei Menschen mögen lebenslang Freunde gewesen sein und zusammen einer Gruppe beigetreten sein. wie Mann und Frau. „Sie sollten jetzt schon mehr wissen. fügte G. so ist er dadurch auch für die Arbeit nützlich. Ich glaube. zählen wir sie als einen. daß ich Ihnen nur in dem Maße helfen kann. „Sie nehmen alles zu theoretisch". sagte er. wo es sich um nahe Beziehungen. Um dies in den Fällen zu vermeiden. 1917. Und er kann sich selbst nützlich sein. welches fast sicher gleich null sein wird. Die Existenz der Gruppen an sich ist kein besonderes Verdienst. Er kann für die Arbeit nützlich sein. Der andere hat kein Recht.Hauptfehler' über. einmal einige interessante Bemerkungen zu den allgemeinen Grundsätzen der Gruppenbildung hinzu. das heißt Mann und Frau werden als ein Mitglied der Gruppe gerechnet. Später. 340 . zu ihm von der Arbeit der Gruppe zu sprechen. sondern nach der Anzahl und der Größe Ihrer Anstrengungen. Es ist natürlich wünschenswert. kann man sich auch mit zweien zufriedengeben.

sagte er. ist aber nicht imstande. die mit einem besonderen Stoff 341 . ein Mensch ist für die Arbeit und für mich nützlich. sollten lieber alles aufgeben und sich um ihre Gesundheit kümmern. was noch wichtiger ist. „aber es ist besser. Und so ist es immer und mit allem. Aber wir machen davon keinen Gebrauch. so ist dies viel schlimmer. weil es nicht lange dauern kann. als wir glauben. durch Anstrengungen.Oder wenn er für die Arbeit nützlich ist. Es gibt zwei kleine Akkumulatoren nah bei jedem Zentrum. zurück. wie er vorher war. die keine Über-Anstrengungen machen wollen. der gewöhnlich besonders auf seine Gesundheit bedacht war. von Anstrengungen zu sterben. um zu erwachen. sich selber zu nützen. „Sie müssen verstehen". Petersburg. als im Schlaf zu leben. und dann kann die gleiche Tatsache. Wir sind viel stärker. Aber angenommen." Ich komme wieder auf St. Die Arbeit wächst und wandelt sich. „daß gewöhnliche Anstrengungen nicht zählen. zu uns über Anstrengungen in Verbindung mit den Aufgaben. Aber andererseits ist es nicht so leicht. Das ist eine Seite. wenn er so bleibt. Die Arbeit läßt ihn hinter sich. durch die er nützlich war. langsam schädlich werden. so kann er nicht mit der Arbeit Schritt halten. „Natürlich können sie es". Sommer 1916. ist er auch für mich nützlich.. zu sterben. Diejenigen. dann wird ihm die Tatsache. seine Nützlichkeit dauert nicht lange. Kur Über-Anstrengungen zählen. „Eine sehr wichtige Rolle in der menschlichen Maschine spielt eine gewisse Art von Akkumulator. Bald nachdem unsere Gruppe oder „vorbereitende Gruppe" gebildet worden war. Wenn ein Mensch selbst nicht wächst oder sich nicht wandelt. Wenn ein Mensch für sich nichts nimmt und sich nicht wandelt. Sie müssen eine Eigentümlichkeit im Aufbau der menschlichen Maschine verstehen. die er uns gestellt hatte. sprach G. sagte G. nicht gutgeschrieben und." „Können Über-Anstrengungen nicht gefährlich sein?" fragte einer der Zuhörer. daß er zufällig für eine kurze Zeitspanne nützlich gewesen ist.

„Im ersten Fall bezieht das Denkzentrum und im zweiten das Bewegungszentrum die für ihre Arbeit notwendige Energie aus den kleinen Akkumulatoren. „Außerdem gibt es im Organismus einen großen Akkumulator. sagte er. Oder nehmen wir an. Aber ganz unerwartet fühlt er einen neuen Zustrom von Kraft und wird wieder fähig zu gehen oder zu arbeiten. daß ein Mensch arbeitet oder ein schwieriges Buch liest und versucht. Er würde gern aufhören. daß das Zentrum mit dem zweiten Akku- 342 . der die kleineren ladet. und außerdem ist jeder von ihnen sowohl mit dem Zentrum verbunden. zeichnete eine allgemeine Skizze der „menschlichen Maschine" und wies auf die Lage des großen und der kleinen Akkumulatoren und die Verbindung zwischen ihnen hin. daß er einen Hügel hinaufsteigt und müde wird. in welchem Fall sich . wenn er geht. wenn er gerade ein schwieriges Problem löst. sich hinsetzen. es zu verstehen. neben dem er steht.Rollen' im Bewegungszentrum drehen.gefüllt sind. Wenn ein Akkumulator fast leer ist. als auch mit dem großen Akkumulator. fühlt der Mensch sich müde.Rollen' im Denkapparat seines Kopfes drehen. Dies bedeutet. oder an etwas anderes denken. der für die Arbeit des betreffenden Zentrums notwendig ist. Die kleinen Akkumulatoren sind miteinander verbunden." F i g u r 41 Zentrum Akkumulatoren G. „Nehmen wir einmal an. „Die Akkumulatoren arbeiten auf folgende Weise". in welchem Fall sich einige .

oder eine Anstrengung. manchmal ein Schock. und er ist mit dem ersten Akku- 343 . Die Arbeit des Zentrums geht weiter. oder eine Zigarette. Manchmal ist eine kleine F i g u r 42 Ruhepause notwendig. Jedenfalls geht die Arbeit weiter. Nach einer gewissen Zeitspanne ist die Energie im zweiten Akkumulator auch verbraucht. Inzwischen füllt sich der erste Akkumulator mit Energie aus dem großen Akkumulator. „Wieder ein äußerer Schock oder eine kurze Pause. um diese Verbindung zu gewährleisten.mulator verbunden worden ist und ihm Energie entnimmt. Der Mensch fühlt sich wieder müde. Der Mensch geht weiter oder arbeitet weiter. manchmal eine Anstrengung.

daß das Zentrum direkt mit dem großen Akkumulator verbunden worden ist.mulator verbunden. erste noch nicht genug Zeit gehabt hat. aufgenommen hat. wenn die . „Dies bedeutet. Aber natürlich. beginnt es. die aus Luft. ist er buchstäblich fähig. Aber es kann leicht geschehen. Das Zentrum wird mit ihm verbunden. daß der. Essen und Eindrücken hergestellt wird. sich aus dem großen Akkumulator wieder aufzufüllen und nur die Hälfte der Energie. Das Zentrum verbraucht seine Energie schnell. Aber dies geschieht sehr selten. verbraucht schnell alle seine Energie und verbindet sich wieder mit dem ersten Akkumulator und so fort. Diesmal fühlt sich der Mensch wirklich müde. zu gehen oder zu arbeiten. und der Mensch wird noch einmal fähig zu denken. Gewöhnlich hört der Organismus automatisch schon lange vor diesem Zeit- 344 . weiter schneller aus dem großen Akkumulator ausströmt als sie einströmt. Aber diesmal war der erste Akkumulator nur halbvoll. daß keiner der kleinen Akkumulatoren auch nur einen Tropfen Energie übrig hat. ihm Energie zu entnehmen.Rollen' sich weiterdrehen und die Energie. Zuckungen oder er fühlt sich krank. daß das Zentrum die Energie aus dem zweiten Akkumulator so schnell herausgesaugt hat. während der zweite Akkumulator mit dem großen Akkumulator verbunden wird und aus ihm Energie bezieht. Wunder zu vollbringen. Er fällt fast um. oder sein Organismus ist angegriffen. er bekommt Kopfweh. die er fassen kann. wo der große Akkumulator all seiner Energie bar und entleert ist und der Organismus stirbt. schläft fast ein. er ist nur halbvoll. Wenn ein Mensch die Verbindung mit dem großen Akkumulator gefunden hat. und in der Zwischenzeit hat der zweite Akkumulator nur eine Viertelfüllung erreicht. Nach einer gewissen Zeit erreicht der Organismus den Zustand. „Dann plötzlich bringt wieder eine kurze Ruhepause oder ein äußerer Schock oder eine Anstrengung einen neuen Energiezustrom. Der große Akkumulator enthält eine ungeheure Energiemenge. „Nachdem das Zentrum wieder mit dem ersten Akkumulator verbunden ist. dann kommt ein Augenblick.

und Denkzentrum können von sich aus nur aus den kleinen Akkumulatoren Energie beziehen. für das innere Wachstum und die Anstrengungen. „Gerade das verstehen die Menschen nicht. Das instinktive. Das Gefühlszentrum ist ein viel feinerer Apparat als das Denkzentrum. unser Ziel ist es. Unter gewöhnlichen Bedingungen wird der Mensch einschlafen oder ohnmächtig werden. besonders wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen. Faulheit oder der Angst vor Anstrengungen sterben. Es ist wesentlich. sind besondere Bedingungen notwendig. an ihnen zu sterben. und daß viele Dinge für das Denkzentrum unerreichbar sind.punkt zu arbeiten auf. Man kann leichter an Untätigkeit. „Wir müssen lernen. Wenn irgend jemand mehr wissen und verstehen möchte. da wir einschlafen. ist all unsere Arbeit verschwendet. ehe unsere Anstrengungen irgendein Ergebnis zeitigen können. Aber für die Arbeit an sich selbst. ist nicht sehr groß. „Die kleinen Akkumulatoren genügen für die gewöhnliche alltägliche Arbeit des Lebens. wo er wegen Erschöpfung all seiner Energie stirbt. Damit der Organismus dahin gelangt. welche die Arbeit lange vor der wirklichen Gefahr anhält. die von einem Menschen verlangt werden. so muß er sich klar sein. Die Verbindung mit dem großen Akkumulator kann nur mittels des Gefühlszentrums durchgeführt werden. der den Weg betritt. ist die Energie der kleinen Akkumulatoren ungenügend. Darum muß ihr Ziel die Entwicklung der Tätigkeit des Gefühlszentrums sein. das jeweils notwendige Zentrum mit dem großen Akkumulator zu verbinden. oder es wird eine innere Störung auftreten. wie man die Energie direkt aus dem großen Akkumulator beziehen kann. Solange wir unfähig sind. daß dieses neue 345 . Bewegungs. dies zu verstehen. „Demzufolge braucht man vor Anstrengungen keine Angst zu haben. als er tatsächlich weiß und versteht. dies zu tun. die Gefahr. zu lernen. „Dies ist jedoch nur mit Hilfe des Gefühlszentrums möglich. „Im Gegenteil. daß im ganzen Denkzentrum der einzig arbeitende Teil der Formungsapparat ist.

wenn ein Mensch. wenn ein Mensch gähnen möchte. was er über die Akkumulatoren gesagt hatte.Wissen und Verstehen mittels des Gefühlszentrums und nicht mittels des Denkzentrums erworben wird. wenn eines von ihnen keine Zeit hat. ohne daß man von den Akkumulatoren und ihrer Rolle im Organismus weiß. während das andere entleert wird. gähnt man fast unaufhörlich. aber nicht dazu imstande ist. „Sie haben schon bemerkt. die in zwei Teile gegliedert sind — einen positiven und einen negativen. so daß sie ohne Wirkung arbeitet. es sind dies das Gähnen und das Lachen. in denen mit der Pumpe etwas nicht stimmt. Durch das Gähnen wird Energie in die kleinen Akkumulatoren eingepumpt. „Das Studium und die Beobachtung des Gähnens von diesem ^Gesichtspunkt aus enthüllt viel Neues und Interessantes. daß Sie gähnen. und es gibt auch Fälle. 4 „Das Lachen ist auch unmittelbar mit den Akkumulatoren verknüpft. Wenn sie sich zu schnell entleeren." Außer dem. der nicht an sie gewöhnt ist. sagte er. aber dadurch keine Energie hineinpumpt. Vor allem kann man dies zum Beispiel in den Bergen sehen. Keines von ihnen kann richtig verstanden und erklärt werden. „Es gibt zwei unverständliche Funktionen in unserem Organismus. Es gibt gewisse Krankheitsfälle. wenn Sie müde sind. Lachen gibt es nicht in allen Zentren. sondern Herauspumpen. '. das heißt. die vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht zu erklären sind". und der Mensch die ganze Zeit gähnt. beim Besteigen eines Berges fast unaufhörlich gähnt. daß sie nicht zu erklären sind. Ich habe bisher von dieser Einzelheit noch nicht gesprochen. „obwohl die Wissenschaft natürlich nicht zugibt. Es ist nicht Einpumpen. ich werde dies tun. sondern nur in denen. die ein Anhalten des Herzschlags verursachen können. Aber das Lachen ist die dem Gähnen entgegengesetzte Funktion. noch eine sehr interessante Bemerkung über das Gähnen und das Lachen. wenn wir zu einer mehr 346 . das heißt die Entladung der in den Akkumulatoren angesammelten überflüssigen Energie. sich aufzufüllen. machte G.

daß er nie gelacht habe. daß Lachen und Gähnen sehr ansteckend sind.Nein' hervorrufen. beginnt es in Form von Lachen die Energie auszustoßen. und da das Zentrum nicht imstande ist. Manche Menschen lachen nicht. Aber außerdem gibt es verschiedene Gründe. werden könnte". wenn sie unverbraucht bleibt. alle Energie für nützliche Arbeit zu verwenden. Dann kann jeder." „Warum ist Lachen so angenehm?" fragte jemand. das heißt er kann beide Hälften des Zentrums zugleich ansprechen und dadurch Lachen. Von Christus wird berichtet. als wir unfähig sind. Lachen ist ein Gegenmittel. die das Zentrum nicht aufbrauchen kann. „Wir haben immer viel von diesem Gift in uns. das heißt eine Energieentladung veranlassen. in Bosheit.ins einzelne gehenden Untersuchung der Zentren übergehen. Und tatsächlich werden Sie in der Bibel keinen Hinweis oder keine Erwähnung der Tatsache finden. negativ.Nein' erzeugt im Zentrum eine Art Krampt. doppelt aufgenommen werden. Haß und Mißtrauen. warum Menschen nicht lachen. daß Christus je gelacht habe. In einem anderen Fall geschieht es. die gleichzeitig beide Hälften des Zentrums ansprechen und sofort ein scharfes Ja' oder .Nein' gibt. weil sie vollständig in negativen Gefühlen stecken. Solch ein gleichzeitiges Ja' und . In den höheren Zentren kann es kein Lachen geben. diese zwei entgegengesetzten Eindrücke einer Tatsache zu harmonisieren und zu verdauen. In» Augenblick wollen wir nur das Denkzentrum betrachten. weil es in den hoheren Zentren keine Teilung und kein Ja' und . daß sie notwendige Funktionen des instinktiven und des Bewegungszentrums sind. Andere wiederum lachen nicht. in Furcht. antwortete G. die. weil sie keine negativen Gefühle haben können. daß sich im Akkumulator zu viel solcher Energie angesammelt hat. Aber dieses Gegenmittel ist nur solange notwendig. Sie müssen eines verstehen." 347 . Dies zeigt. Es gibt Eindrücke. daß ich Ihnen nur eine Übersicht geben kann. sogar der gewöhnlichste Eindruck. „Weil das Lachen uns von überflüssiger Energie erlöst. die ihm von dem dafür zuständigen Akkumulator zufließt. nämlich zu Gift. Erinnern Sie sich daran. „Sie müssen verstehen.

ich erwartete ihr Kommen immer mit Spannung und versuchte von ihnen zu erfahren. ihnen ge- 348 . die durch das gemeinsame Interesse an den neuen Ideen und die neuen Möglichkeiten von Wissen und Selbsterkenntnis. verbrachte die meiste Zeit in St. G. weil ich plötzlich auf dieser Fahrt verstand. Wir trafen uns fast jeden Abend. daß er uns die ganze Zeit beobachtete und viele von uns bei diesen Gelegenheiten ganz neue Seiten ihres Wesens zeigten. bei seiner Ankunft von Moskau größere Ausflüge aufs Land und Picknicks. Petersburg. worin ihre Moskauer Arbeit bestand und was G. Eine Fahrt nach Ostrowky. begann die Arbeit unserer Gruppe neue und intensivere Formen anzunehmen. Im Gegenteil. Zu dieser Zeit waren wir ungefähr dreißig. Petersburg gut verborgen geblieben waren. Einige Male veranstaltete G. wir hatten alle einander besser kennengelernt.ZWÖLFTES KAPITEL D amals. im Hochsommer 1916. ging nur für einige Tage nach Moskau und kam gewöhnlich mit zwei oder drei seiner Moskauer Schüler zurück. warum G. Jetzt schienen sie mir nicht mehr künstlich zu sein oder eine auswendig gelernte Rolle zu spielen. ist besonders in meinem Gedächtnis geblieben. so bildeten wir doch im ganzen eine sehr geschlossene Gruppe. zusammengehalten wurde. die sich vor uns ausbreiteten. und wenn es auch kleine Reibereien gab. Petersburg paßte. flußaufwärts an der Newa gelegen. diese anscheinend ganz ziellosen Unterhaltungen veranstaltete.'s Moskauer Schülern war zu dieser Zeit ein ganz anderes als das erste im Frühling des vorhergehenden Jahres. Ich erkannte. die bei den formellen Versammlungen in St. Mein Zusammentreffen mit G. wobei wir Schaschlik aßen. Unsere Vorlesungen und Zusammenkünfte hatten zu dieser Zeit schon ihren formellen Charakter verloren. was irgendwie gar nicht nach St.

zerstörte er oft durch 349 . vor etwas über einem Jahr. Neue Leute erschienen jedoch nur bei großen Versammlungen. welches Sie studieren?" „Was ist der Ursprung dieses Systems?" und so weiter. Die ursprüngliche Gruppe traf sich zu dieser Zeit gesondert. Wir lernten nicht nur von G. die gleichen elementaren. Dieses Zusammentreffen mit neu hinzukommenden Menschen gab uns ein gewisses Maß von Selbst-Befriedigung. Durch meine neuen Gespräche mit ihnen wurde mir die Entwicklung eines ganz bestimmten Plans klar. während sie von ihm lernten. Ich verstand jetzt. und wie sie genau so unfähig waren. teilnahm. warum dies so sein sollte. uns von dem Selbst-Vertrauen und dem AllesWissen. die auch wir nicht hatten verstehen können. zu befreien und konnten G. genau wie die Menschen. die neu zu uns kamen. ich hätte das Recht. und uns. einander lehrten. Gleichzeitig verstand ich. Mir wurde klar.'s Gruppe wie die „Schule" irgendeines mittelalterlichen Malers zu betrachten. Aber bei den allgemeinen Versammlungen war es für uns außerordentlich interessant zu hören. schon besser als zuvor verstehen. wie wir schon sehen konnten. an denen G. sondern wir mußten auch voneinander lernen. dessen Schüler mit ihm lebten und arbeiteten und. für gekünstelt oder für Darsteller einer gelernten Rolle hielten.'s Moskauer Schüler meine Fragen bei unserem ersten Zusammentreffen nicht beantworten konnten. G. Man muß lernen. allein waren. Wir begannen schon. Ich begann. hatte ich geglaubt. warum G. daß wir sie nicht beantworteten.sagt hatte. die wir anfangs gestellt hatten. Und damals. Und ich erfuhr sehr viel durch sie.. was mir in meiner späteren Arbeit sehr nützte. wie naiv meine Fragen gewesen waren: „Worauf fußt Ihre . und es war ganz klar.Arbeit an sich selbst'?" „Woraus besteht das System. wie neu hinzukommende Menschen genau dieselben Fragen stellten. einfachen Dinge zu verstehen. Aber als wir wieder mit G. das wir noch nicht wußten. solche Fragen zu stellen. um dies zu verstehen. daß diese Fragen nicht beantwortet werden konnten. mit dem die Menschen an unsere Arbeit herantreten. mit derselben Art von Fragen begannen und überrascht waren.

Das Repertoire jedes Menschen ist sehr begrenzt. daß Sie ganz sicher sind. bildet einen sehr notwendigen Teil der Selbst-Erkenntnis. Zufällig sah ich zu ihm hinüber und sehe jetzt einen ganz anderen Doktor hier sitzen. eine geeignete Rolle zu finden und wird für eine kurze Zeit er selbst. „Sie müssen erkennen. daß wir tatsächlich bisher gar nichts wußten oder verstanden. einen für Freunde im Gasthaus und vielleicht noch einen. Ein oder zwei für seine Familie. der sich für erhabene Ideen interessiert und intellektuelle Gespräche liebt. Bevor Sie kamen. während gestern ein anderer da war. Ein Mensch hat deren mindestens fünf oder sechs. weder in uns selbst noch bei anderen. sehen Sie sehr selten. „aber ich sehe Sie ganz verschieden. bedeutet. Und denjenigen. Dann kamen Sie alle. wenn ihn irgend etwas zeitweise aus seinem Dreh herausreißen sollte. wenn ich mit ihm allein bin. was wir für uns selbst aufgebaut hatten. weil auch . und zwang uns einzusehen. daß jeder Mensch ein bestimmtes Repertoire von Rollen hat. hat er eine bestimmte Rolle: aber bringen Sie ihn in eine nur etwas andere Lage. Und zu verschiedenen Zeitpunkten ist der Mensch vollständig mit einem von ihnen identifiziert und unfähig. Das Studium der Rollen. dann ist er unfähig. wird er nicht sein ganzes Selbst sehen. daß heute ein Ouspensky hergekommen ist. Oder nehmen wir den Doktor. Und wenn ein Mensch nur . die er j e nach den verschiedenen Umständen spielt". daß sich der Mensch außerhalb seines Repertoires. sich von ihm zu trennen.ein Wort alles. schon vieles zu wissen. immer ein und derselbe zu sein". wieder zu einer seiner gewohnten Rollen zu- 350 . sagte G. Er war eine Person.Iwan Iwanowitsch' nicht nur einer ist. sagte er. „Für jede Lage. in die er im Leben gewöhnlich kommt. die ein Mensch spielt. Zum Beispiel sehe ich. „Der ganze Fehler ist. sein eigenes Repertoire. in diesem Zusammenhang. saßen wir hier und sprachen miteinander. Aber das Wesentliche ist. sehr unbequem fühlt und sein Bestes tut.ich' und . Seine Rollen zu sehen. den ich sehe. vor allem seine Begrenztheit zu kennen.Iwan Iwanowitsch' sagt. ein oder zwei im Amt (einen für seine Untergebenen und einen anderen für seine Vorgesetzten).

er doch schon zu sehr daran gewöhnt ist. kann man sich wirklich beobachten. sich jemandem unterzuordnen. muß er diesen Frieden zerstören. Der Mensch muß sich entscheiden. ist auf keinen Fall möglich. einem anderen zu gehorchen oder der Richtlinie einer allgemeinen Arbeit zu folgen. sich doch damit abzufinden. Er hat keine Ahnung. weil sein Leben zu leicht ist und. wenn er keine geeignete Rolle in seinem Repertoire finden kann. das heißt er versucht sich selbst zu betrügen. selbst wenn er es auch für schlecht hält. sei es auch schlecht. Das ist die allerunbequemste Lage. In seinen üblichen Rollen fühlt er sich angenehm und zufrieden. Aber es ist sehr schwer für einen Menschen. aber in Wirklichkeit will er seinen Frieden nicht verlieren. ist das Ergebnis oft Betrug.rückzukehren. Es ist unerläßlich. Aber wenn er an sich arbeiten will. so darf er sich vor allem niemals aus seinem Repertoire herausbegeben. In Worten wählt er die Arbeit. Er denkt. daß es nötig ist. Aber wenn er sich entscheidet. Aber dann taucht die Frage auf: Was will er eigentlich? Ein ruhiges Leben oder die Arbeit an sich selbst? Wenn er sich nach einem ruhigen Leben sehnt. Sobald er in seinen alten Trott zurückfallen kann. Wenn ein Mensch keine seiner üblichen Rollen spielt. Ihm ist kalt. Als Ergebnis sitzt er zwischen zwei Stühlen. deren Leitung nur 351 . alles zum Teufel zu jagen und die wirkliche Arbeit zu beginnen. sich zu entscheiden. Er arbeitet überhaupt nicht und hat auch gar keine Bequemlichkeit. jemandem zu gehorchen. Aber dies ist leider nicht möglich.Wenn ein Mensch Schwierigkeiten und Opfer für sich selbst erfinden könnte. So ist es im Leben. so würde er manchmal sehr weit kommen. Und es ist klar. warum sich dies so verhält. Und das Schwierigste für ihn ist. mit seiner Verlegenheit und Anspannung und mit dem Gefühl der Unannehmlichkeit und Hilflosigkeit abfinden. geht alles wieder wie geschmiert und das Gefühl von Verlegenheit und Anspannung verschwindet. fühlt er sich nackt. Und warum ist es schwer? Vor allem. er schämt sich und möchte davonlaufen. Nur indem man diese Unannehmlichkeit erfährt. ob er irgendein Ergebnis erwarten kann oder nicht. um sich selbst zu beobachten. aber in der Arbeit muß man sich. Alle beide zu haben. es ist besser. Aber hier kommt dann etwas Neues und Unbekanntes.

was es für einen Menschen geben kann. Sie würden nicht imstande gewesen sein. wenn er diese Phantasien los wird und sich so sieht. warum dies notwendig sei. ausgenommen diejenigen." Bei einer anderen Gelegenheit führte G.einem Menschen obliegen kann. seinem Hauptzug oder seinem Hauptfehler entsprechen. die der Gruppe als Ganzem gestellt werden und für deren Ausführung oder Nichtausführung die ganze Gruppe dann verantwortlich ist. denen ich es besonders auf getragen hatte. das heißt etwas. Sie würden es ihnen sogar unmöglich gemacht haben. daß jedem Menschen bei der Arbeit seine besonderen Aufgaben gestellt werden. daß keiner von Ihnen. Aber zuerst wollen wir die allgemeinen Aufgaben untersuchen. Das kann jedoch erst im Verlauf der Arbeit geschehen. ein richtiges Bild. Zum Beispiel sollten Sie jetzt bereits ein gewisses Verständnis für das Wesen dieses Systems und seiner Hauptmethoden haben und Sie sollten imstande sein. Anstatt den Menschen die Möglichkeit zu geben. weil das Leben ihm zu leicht fällt. würden Sie sie für immer abgeschreckt haben. Es war im Gegenteil eine bestimmte Regel. das ihm eine Gelegenheit gibt. einen richtigen Eindruck davon zu vermitteln. gibt es auch allgemeine Aufgaben. daß ich im Anfang dagegen war. Natürlich verschwindet diese Schwierigkeit. und zwar deswegen. daß Sie außerhalb der Gruppe über die Ideen des Systems sprechen. die seinem Typus. intensiver gegen seinen Hauptfehler anzukämpfen. zu irgend jemand über die Gruppe oder die Vorlesungen oder die Ideen reden sollte. diesen Ideen näherzukommen. dieses Gespräch über die Arbeit der Gruppen fort und sagte: „Später werden Sie sehen. Aber abgesehen von individuellen Aufgaben. imstande zu sein. Und damals erklärte ich. Gelegentlich trägt die Gruppe auch die Verantwortung für individuelle Aufgaben. wie er wirklich ist. Der Beginn der Arbeit und mehr noch ihre Weiterführung ist sehr schwierig. irgend etwas zu entscheiden oder zu tun. diese Ideen auch anderen zu vermitteln. Solch eine Unterordnung ist das Schwierigste. der glaubt. zu irgendeiner späteren Zeit dazu- 352 . Sie werden sich daran erinnern.

Aber jeder muß einsehen. weil die Mehrzahl der Menschen keine dieser Ideen begreifen kann und es vollständig zwecklos ist. die fähig sind. jeder hatte viele Fragen.zukommen." A Die nächste Versammlung danach war sehr interessant. Und wenn Sie wirklich Anstrengungen gemacht haben. mit ihnen darüber zu sprechen. Aber gleichzeitig gibt es Menschen. Wieder andere fanden den „Schöpfungsstrahl" und die „sieben Kosmen" lächerlich und nutzlos. die Interesse dafür zeigen. Menschen abzuschätzen. Sie fragten zum Beispiel. und jeder war etwas entmutigt und enttäuscht. Aber nun hat sich die Lage geändert. es für ihn zu tun. indem er einen Satz aus einem amüsanten Schauspiel parodierte. Darum gebe ich Ihnen allen eine bestimmte Aufgabe. das Gehörte anderen weiterzugeben. zu verstehen. jene vorzubereiten. diese Ideen aufzunehmen und mit denen es sich zu sprechen lohnt. Andere wiederum fragten. Es zeigte sich. dann sollten Sie auch fähig sein. auf die die meisten unserer Leute keine Antwort fanden. und nicht von den anderen erwarten. Die richtige Ausführung dieser Aufgabe durch einen jeden von Ihnen wird zeigen. Sie haben schon genug gehört. wenn sie danach fragen. bei Unterredungen mit Ihren Freunden und Bekannten auf diese Themen zu kommen. was wir von der Arbeit gehabt hätten. „Versuchen Sie. mit wem es sich zu sprechen lohnt und mit wem es sich nicht lohnt. das kurz vorher gegeben worden war. daß Sie bereits etwas aufgenommen und verstanden haben. daß sie „sich ihrer selbst erinnerten". wer die Zentren gesehen habe und 353 . das Gehörte zu verstehen. daß Sie fähig sind. versuchen Sie. und drückten ganz offen Zweifel über unser „SelbstErinnern" aus. daß dies seine eigene Aufgabe ist. Jeder war voll von seinen Eindrücken über seine Gespräche mit Freunden. und zweitens. Andererseits hatten andere überhaupt keinen Zweifel. „Was hat .Geographie' hiermit zu tun?" fragte mich einer meiner Freunde sehr geistreich. und bringen Sie sie. daß viele Freunde und Bekannte sehr scharfsinnige Fragen stellten. zu den Versammlungen mit.

Versuchen Sie. daß ein Mensch zuallererst eine gewisse . und Sie werden finden. „wenn Sie alles zusammenfassen würden. lachte. zur Arbeit zu kommen?" fragte ein Anwesender. als wir ihm unsere Gespräche mit unseren Freunden erzählten. Noch andere fanden die Idee des Esoterischen „unterhaltend.zu sein'. und Sie werden sofort erkennen. über die Möglichkeiten der inneren Entwicklung 354 . daß er denkt und sogar sehr ernstlich denkt.'Vorbereitung. bis zu einem gewissen Grad . Er sollte wissen. Dieses System hat eine wunderbare Eigenschaft. Ein anderer mag hingegen überhaupt keine Fähigkeiten zu haben scheinen. Andere waren nicht bereit. sagte er. sogar eine bloße Berührung damit ruft im Menschen entweder das Beste oder das Schlechteste wach. daß unsere Ideen gründlicher Materialismus seien. absurd. über verborgenes Wissen. würden Sie selbst nicht mehr daran glauben. die fähig sind. „Dafür ist es notwendig. wieder andere fanden die Idee. daß diese Idee im allgemeinen eine „neue Erfindung" sei. müssen wir feststellen. daß er ein vollständiger Trottel ist. kein Idealismus und so weiter und so fort. er wäre sogar ziemlich intelligent." „Wie können wir Menschen erkennen. aber sprechen Sie mit ihm über diese Themen. Jedoch bevor wir hiervon sprechen. was für ^Menschen zu dieser Arbeit kommen können und was für Menschen nicht dazu kommen können. fi „Wie man sie erkennen kann. Sie können einen Menschen Ihr ganzes Leben kennen und glauben. daß wir nichts „tun" könnten. daß keine Idee der „Menschheitsliebe" in diesem System enthalten sei. aber nicht überzeugend". mit ihm über diese Ideen zu sprechen. Andere fanden. ein gewisses Gepäck haben muß. „Das ist noch gar nichts". 11 „Sie müssen verstehen. Andere sagten. ihre Abstammung vom Affen zu opfern. •was man auf gewöhnlichem Wege über esoterische Ideen. er wäre nicht übel. daß wir Menschen zu Maschinen machen wollten. ist eine andere Frage". daß keine Spur vom Wunderbaren darin zu finden sei. Andere sagten. ja. was die Menschen über dieses System sagen könnten. G. sagte G.wie sie gesehen werden könnten.

mit einem Menschen zu reden. muß er von der Theosophie enttäuscht sein. daß es eine allgemeine Regel für jeden gibt. Man kann sagen. und zweitens von allen überlieferten Wegen. enttäuscht ist. Sonst ist es schwierig. Im allgemeinen ist es sehr schwierig. was dies bedeutet. Wenn ein Mensch eine gute Kenntnis der Religion hat.enttäuscht' ist und erkennt. zuerst von sich selbst. muß er von seiner Wissenschaft enttäuscht sein. natürlich mit Ausnahme der vollständig entarteten Religionen der Wilden und der erfundenen Religionen und Sekten der modernen Zeit. bestehen aus zwei Teilen. mit ihm zu sprechen. aber in diesem Falle muß er gehorchen und seinen Willen aufgeben. Ich meine. Im Gegenteil. Wenn er einen guten Kern hat. Alle religiösen Lehren. muß er von der Philosophie enttäuscht sein. Aber wenn er an religiöse Formen gebunden ist und ihren Kem nicht versteht. wenig gelesen und wenig nachgedacht hat. Um dieses System ernstlich anzugehen. muß er vom Okkultismus enttäuscht sein. daß er nur von der Lehre und den Methoden . wird er es sehr schwierig finden. was er bisher getan hat. Ein Mensch kann nicht herausfinden. wenn er mindestens eine gewisse wissenschaftliche oder philosophische Bildung hat. Wenn er ein Okkultist ist.des Menschen und so fort erfahren kann. das heißt von ihren Kräften. wenn er nicht von dem. Aber Sie müssen verstehen. was das Wertvollste in diesem System ist. wonach er gesucht hat. dem 355 . Ich sage zum Beispiel. daß ein religiöser Mensch von der Religion enttäuscht sein muß. muß er von der Politik enttäuscht sein. Wenn er ein Politiker ist. Wenn er ein Theosoph ist. enttäuscht von dem. Wenn er ein religiöser Mensch ist. Wenn er ein Wissenschaftler ist. der nur wenig weiß. gibt es für ihn einen anderen Weg ohne irgendwelche Gespräche. kann auch dies nützlich sein. und so fort. müssen die Menschen enttäuscht sein. Auch ist es günstig. Das bedeutet nicht. Wenn er ein Philosoph ist. daß die ihm bekannte religiöse Lehre für ihn nicht genügt und ihn nirgendwohin führen kann. muß er von seiner Religion enttäuscht sein. daß er seinen Glauben verlieren sollte. diese Idee sollte ihm nicht als etwas vollständig Neues erscheinen. das bedeutet. Und hierzu muß er auch auf irgendeine Weise gelangen.

was der Mensch kennt oder auf dem gewöhnlichen Weg lernen kann. unter welchem Namen er auch auftreten möge. daß er noch nicht bereit ist. daß er auf seinem früheren Weg irgend etwas finden könne oder daß er bis jetzt noch nicht alle Wege versucht habe. Aber solange er weiterhin glaubt. Es bedeutet nur. daß ein Mensch alles aufgeben muß. Von der Wissenschaft enttäuscht zu sein. und daß. Im Gegenteil. daß er fortfährt. ganz gleich. wie das russische Sprichwort sagt. das zu tun. heißt. was er zu tun gewohnt ist. „Wenn also ein Mensch zu diesem Zustand der Enttäuschung über alle möglichen und zugänglichen Wege gekommen ist. daß die gewöhnliche Philosophie bedeutet. Vom Okkultismus enttäuscht zu sein. mit ihm über unser System zu sprechen. was er bisher zu tun pflegte. es bedeutet nur. und daß die Menschen überhaupt nicht wissen. alles. was Philosophie sein sollte. oder daß er allein aus sich selbst irgend etwas finden oder tun könnte. bedeutet. davon überzeugt zu sein. dann lohnt es sich. Von der Philosophie enttäuscht zu sein. daß die gewöhnlichen wissenschaftlichen Methoden nicht nur nutzlos sind. davon überzeugt zu sein.sichtbaren und dem verborgenen. Das ist ganz unnötig. nur Scharlatanerei und Selbstbetrug ist. aus einem leeren Gefäß etwas in ein anderes gießen. daß der gewöhnliche. es ist sogar oft besser. was er braucht. nicht das ist. überzeugt zu sein. und dann kann er zu unserer Arbeit kommen. und nachdem man sich hiervon überzeugt hat. sondern auch zu der Konstruktion absurder und sich selbst widersprechender Theorien führen. Von der Religion enttäuscht zu sein. bedeutet nicht. den verborgenen und unbekannten Teil der Religion zu finden. trotzdem es auch wahre Philosophie geben kann und geben sollte. Ich meine hiermit nicht. daß man das Interesse für das Wissen verlieren müßte. was er früher getan und was ihn früher interessiert hat. nach anderen zu suchen. von dem sichtbaren Teil enttäuscht zu sein und die Notwendigkeit zu spüren. Aber er muß einsehen. daß dies nur ein Beruf oder eine Gewohnheit oder eine Not- 356 . so bedeutet dies. heißt nicht das Vertrauen in das Wunderbare zu verlieren. zugängliche und sogar angepriesene Okkultismus. obwohl es irgendwo irgend etwas Wirkliches gibt.

weil sie alles. dann wird alles. Dieses System ist für diejenigen. wie ungeschickt Sie sich auch ausdrücken mögen. was Sie ihm sagen. ihnen nicht zuviel zu erzählen. „Es gibt nur eine Sache. und zwar ist dies »berufsmäßiger Okkultismus'. sagte einer von uns. berufsmäßige Scharlatanerei. oder sogar die Menschen. Aber wenn Sie mit einem Menschen sprechen. so mag er den Geschmack der Wahrheit in dem. die nahe mit ihnen in Beziehung stehen. die noch nicht gesucht haben und nicht suchen. „Sie fragen: geben wir die Existenz des Äthers zu? Oder was halten wir von der Entwicklungslehre? Oder warum glauben wir nicht an den Fortschritt? Oder warum glauben wir nicht. der von etwas anderem überzeugt ist. taugen für uns überhaupt nicht. nämlich um andere Menschen an der Nase herumzuführen. daß es irgendwo irgend etwas gibt. die nicht für uns taugen. Heiler. aber wir werden später von ihnen sprechen. in anderen Worten. brauchen es nicht. erkennen. Inzwischen vergessen Sie vor allem eines nicht: ein Mensch muß genügend von den üblichen Wegen enttäuscht sein und gleichzeitig glauben oder fähig sein. die schon gesucht und sich verbrannt haben. für ihre eigenen Zwecke benützen könnten. Es lohnt sich nicht. ihm absurd scheinen. ganz gleich. daß die Menschen ihr Leben auf der Grundlage der Gerechtigkeit und des Gemeinnutzens aufbauen könnten und sollten? Und Dinge dieser Art. sich nicht zu . die sich noch nicht verbrannt haben. was Sie sagen. Wenn Sie mit einem solchen Menschen sprechen.wendigkeit ist. auf ihn Zeit zu verschwenden." „Aber damit fangen die Menschen nicht an". All diese Spiritisten. Die. Dann wird er sich ganz anders verhalten. was sie von Ihnen lernen können. sagte G.identifizieren'. „Es gibt noch andere Kategorien. „und Sie können von jeder 357 . Und Sie müssen sich immer daran erinnern und aufpassen. Hellseher und so fort.. Er wird dann fähig werden. Und diejenigen. und er wird Ihnen nicht einmal ernstlich zuhören." „All diese Fragen sind gut". die mit der Arbeit vollständig unvereinbar ist. brauchen es auch nicht. die Vorstellung anzunehmen.

um irgend etwas zu sagen." Unsere Gespräche über Leute. die man für das System interessieren und die arbeiten könnten. Dies erstaunte uns mehr als alles andere. uns zu verstehen. die uns bekümmerten. und in denen wir immer einen Widerhall gefunden hatten. mit denen wir in früheren Zeiten über alle Fragen. die für uns neu und originell waren. daß. oder aber er kann die Frage stellen. Und in den meisten Fällen fand unsere Begeisterung über die Ideen des Systems eine sehr kalte Aufnahme. dann können Sie ihm darauf antworten und dann kann jede Frage zum System führen. Ich spreche von der absoluten Unmöglichkeit. oder um zu wiederholen. die wir am häufigsten trafen. zu unseren Freunden von dem System zu sprechen. In dieser Hinsicht erlebten wir alle bittere Enttäuschungen. daß Menschen.Frage ans beginnen. Menschen dazu zu bringen. Ich muß zugeben. sofern sie nur aufrichtig ist. uns ausdrücklich aufgefordert hatte. dies mir einen sehr seltsamen. Sogar bevor G. die uns im Herzen feindlich 358 . Wir waren überrascht. zu denen wir eine innere Beziehung gefühlt hatten. daß er an der Frage leidet. Und wenn es eine Frage ist. an der er leidet. ja sogar schmerzlichen Eindruck machte. was irgend jemand anders gesagt. an der er leidet. die Ideen. oder was er in irgendeinem Buch gelesen hat. führten uns unwillkürlich zu einer Einschätzung unserer Freunde von einem völlig neuen Gesichtspunkt aus. was meine eigene persönliche Erfahrung angeht. daß ich hiermit Folgendes meine: diese Frage über den Äther oder über den Fortschritt oder über den Gemeinnutzen kann von einem Menschen einfach gefragt werden. jedenfalls mit denen. nicht dasselbe darin sahen wie wir. hatten wir natürlich alle auf die eine oder die andere Weise versucht. weil dies die Frage ist. daß Menschen. Sie verstehen. Aber es ist notwendig. Im gewöhnlichen Leben sind wir natürlich im Bereich gewöhnlicher Fragen daran gewöhnt und wissen. darüber zu reden. ja sogar etwas ganz Entgegengesetztes darin finden konnten. nirgends hinführend und sogar abstoßend. schienen unseren Freunden alt und langweilig. hatten sprechen können. Man verstand uns nicht.

was das wirklich bedeutet? Es bedeutet. G. und auf ihre eigene Weise haben sie damit recht. uns mißverstehen. wir verlören unsere frühere Ursprünglichkeit. und alle unsere Versuche. Sie haben Mitleid mit Ihnen. wir würden farblos. Sie sind jetzt fähig. zu lügen." Er betonte dieses Wort. mit denen wir einen großen Teil unserer Zeit zu verbringen pflegten und die uns früher besser zu verstehen schienen als irgend jemand. dächten nicht mehr originell. hörten auf zu fühlen. Aber als wir nun erkannten. was G. zu sterben. Solche Fälle waren natürlich die Ausnahmen. daß unsere Freunde fanden. Sie fanden uns weniger an^ regend als früher. Sie haben jetzt schon begonnen. alles. der zuerst bemerkte. daß es etwas gibt. sagte er. die wir als unsere Art von Menschen zu betrachten pflegten. lachte. sie mit unserem Interesse an G. als ob Sie alles über alles wüßten. sich manchmal einzugestehen. „Es ist noch ein langer Weg 359 . daß all dies von Leuten geschah. Aber Sie schämen sich bereits. engstirnig oder des Denkens unfähig sind. Auf diese Weise können Sie jetzt wirklich sehen. die wir nie hatten. Ich erinnere mich nicht mehr. was für Menschen Ihre Freunde sind. daß Sie nicht mehr so gut lügen. „Warten Sie nur. „Verstehen Sie. daß Sie nicht mehr so interessant lügen können wie früher. ist ein interessanter Mensch. jedenfalls. Wer gut lügt. wer von uns es war. weniger originell und. verzerren und verstümmeln und uns Gedanken zuschreiben. weniger aufgeschlossen. unsere frühere Aufgeschlossenheit.'s System anzustecken. als wir ihm dies berichteten. wie Sie sagen. die wir nie gesagt haben und so fort.gesinnt. zu lügen. es kommt noch schlimmer". wir wüden wie „Maschinen". daß Sie jetzt weniger interessant sind. Natürlich bedeutet dies. sie sagten uns. führten zu nichts. rief dies einen entmutigenden Eindruck in uns hervor. was wir sagen. als ob wir verwelken würden. Worte. wir veränderten uns zu unserem Nachteil. und Sie können nicht mehr so reden. die meisten unserer Freunde waren nur gleichgültig. Aber manchmal gewannen sie einen sehr merkwürdigen Eindruck von uns. das heißt. und wir wiederholten nur gleich Papageien alles. daß Sie aufgehört haben. sagte. was Sie nicht wissen oder nicht verstehen.

Einmal hatten wir ein sehr langes und interessantes Gespräch über „Typen". wiederholte alles. wo Sie begonnen haben etwas zu verstehen. und ihre inneren Reaktionen auf die Dinge sind genau die gleichen. Solche Menschen sehen oft einer wie der andere aus." In unseren Gesprächen kehrten wir oft zu den Eindrücken. und zu unseren neuen Eindrücken über unsere Freunde zurück. Sie haben jetzt schon einen Geschmack an der Wahrheit. daß Sie Typen treffen. sagte G. Das kommt daher." „Warum scheint es mir manchmal. sagte er. Solche Gelegenheiten müssen Sie im Gedächtnis behalten. aber ein gewisses Maß von Dummheit ist Ihnen schon ausgegangen. mit vielen Zusätzen und Hinweisen für die persönliche Arbeit. glauben Sie." „Das heißt. daß der Geschmack am Verstehen Ihnen früher ganz unbekannt war. daß Sie schon begonnen haben zu verstehen".bis zum vollständigen Tod. Alles andere ist Einbildung. daß Sie in den Bindungen. und nun scheint Ihnen der Geschmack am Verstehen einen Mangel an Verstehen zu bedeuten. G. Jetzt. daß Sie nichts verstehen. „Jeder von Ihnen". „Als Sie überhaupt nichts verstanden. Sie können sich nicht mehr so aufrichtig selbst betrügen wie früher. daß Sie alles verstünden oder jedenfalls fähig wären. 360 . verabscheut auch der andere. daß diese Ideen mehr als alles andere die Menschen entweder vereinen oder scheiden. aber nun verstehe ich überhaupt nichts. Es gibt keine andere Methode. alles zu verstehen. Sie müssen verstehen. „hat wahrscheinlich in seinem Leben Menschen ein und desselben Typus getroffen. daß ich wenigstens manchmal irgend etwas verstehe. Was einer gern hat. daß ich überhaupt nichts verstehe?" sagte einer der Anwesenden. was er schon früher über dieses Thema gesagt hatte. dachten Sie. Was einer verabscheut. weil Sie die Wissenschaft von Typen nur dadurch lernen können. hat auch der andere gem. die unsere Freunde von uns hatten. Und wir begannen zu begreifen. „Früher pflegte ich zu denken.

für deren Verständnis ein anderes Sein notwendig ist. daß solche Worte eine Zeitverschwendung sind. daß Sie nicht verstehen. was ist der Hauptunterschied zwischen ihnen und wie können wir sie. daß dies. Mit Hilfe des Mitgeteilten müssen Sie den Rest selbst finden. „Dürfen wir diese zwölf Typen kennenlernen.achtundvierzig Gesetzen'. Es gibt Dinge. schon lange erklärt worden wäre? Aber es ist eine Tatsache. das heißt ihre charakteristischen Züge und Kennzeichen?" fragte einer der Anwesenden. wenn es erklärt werden könnte. daß man Ihnen alles mitteilt. Verstehen Sie doch. „Ich habe diese Frage erwartet". ob man nicht diese achtundvierzig Gesetze kennen kann. nicht mehr als sechs oder sieben Typen treffen können. daß die Typen und ihre Verschiedenheiten nicht in der gewöhnlichen Sprache definiert werden können. trotzdem es im Leben eine viel größere Anzahl von Grundtypen gibt. „Einige Menschen sagen zwölf^'. kennen Sie jetzt noch nicht und können Sie auch für lange Zeit noch nicht kennen. wenn wir sie treffen. hat irgendein kluger Mensch diese Frage gestellt." Er hielt inne. erkennen und voneinander unterscheiden?" fragte einer von uns. Wie kommt es." „Aber wenn es um uns nicht mehr als sieben Typen gibt. sagte G. von denen 361 ." „Wie viele Grundtypen gibt es alles in allem?" fragte jemand. Als ob dies möglich wäre.in denen Sie leben. wenn ich von den Typen sprach. Irgend jemand fragt unweigerlich. „Der Überlieferung nach stellen die zwölf Apostel die zwölf Typen dar. warum können wir diese nicht kennen. ich meine. Sie verstehen mich noch nicht und werden mich auch noch lange nicht verstehen. und die Sprache. Andere sagen mehr. was überhaupt mitgeteilt werden kann. in der sie definiert werden könnten. Denken Sie an den Unterschied zwischen Wissen und Sein. Aber ich weiß. „Sie müssen mit sich selbst und den Beobachtungen. „Jedesmal. Alle übrigen sind Zusammensetzungen aus diesen Grundtypen. sagte G. Es ist genau da» gleiche wie mit den .

Niemand würde zu sprechen wagen. man muß wissen. denn ein jeder befindet sich in der gleichen Lage. jeder muß sich so zeigen. Sie müssen dabei aufrichtig sein und keine Angst haben. Alles muß bis in die letzten Einzelheiten ohne Verschönerung und ohne Auslassung erzählt werden. was er in der Gruppe sagt. es wird gleichzeitig eine allgemeine und persönliche Aufgabe sein. Einige sagten zu viel. daß. was Sie sehen." Bald danach fuhr G. daß andere es in einer falschen Weise aufnehmen werden. Also er muß voll und fest überzeugt sein. außerhalb von ihr wiederholt wird. muß man seinen eigenen Typus kennen und fähig sein. warum man außerhalb der Gruppen nichts erzählen darf. Betonen Sie die hauptsächlichen und wesentlichen Dinge. daß nichts sonstwo wiederholt wird.ich schon gesprochen habe. wenn er glaubte oder vermutete. jeder muß sich enthüllen. sondern in kleinen Gruppen. andere zu wenig. Lassen Sie jeden in der Gruppe von seinem Leben erzählen. nach Moskau. daß all diese Versuche überhaupt keinen Erfolg hatten. muß man das eigene Leben gut studieren. die ihnen am besten bekannt waren. das ganze eigene Leben vom allerersten Anfang an. Einige von Ihnen glauben. und zwar nicht in den allgemeinen Versammlungen. Zuallererst versuchten einige. die aus den Leuten bestanden. warum und wie die Dinge geschehen sind. Und dann kann er ohne Furcht sprechen und verstehen. sich von ihm zu .. sind überhaupt keine Typen< Um Typen zu sehen. die uns auf getragenen Aufgaben auszuführen. Und während seiner Abwesenheit versuchten wir auf verschiedene Weise. Um seinen eigenen Typus zu kennen. daß die anderen das gleiche tun müssen. sagte G.'s Aufgaben leichter in die Tat umzusetzen. aber das. Diese Aufgabe wird Ihnen wieder einmal zeigen.trennen'. wie er ist. daß Sie Typen erkennen können. Ich möchte Ihnen allen eine Aufgabe stellen. „sonst wäre es ein Wissen. Ich muß sagen. mit dem Sie nichts anfangen konnten. ohne bei Kleinigkeiten und Besonderheiten zu verweilen. ihre Lebensgeschichte zu erzählen. was sie 362 . Einige verloren sich in unnötigen Einzelheiten oder in Beschreibungen dessen. auf meine Veranlassung hin. beginnen*'. um G.

Irgend etwas war falsch. Ich begann zu bemerken. Die Beobachtung der Betonungen ermöglichte mir später. Statt dessen gab es Anekdoten oder chronologische Memoiren. aber spürte fast augenblicklich eine Gewißheit. und Familienerinnerungen. In diesem Zusammenhang bemerkte ich. daß meine Stimme und die Betonungen sich veränderten. Ich erinnere mich an meine eigenen Versuche. Aber die Betonungen gaben sie preis. die zu erzählen ich nicht die geringste Absicht hatte. daß dies sicherlich nicht das war. daß sie beim Gespräch über sich selbst und ihr Leben auch mit verschiedenen Stimmen und verschiedenen Betonungen sprachen. Ich hatte G. Aber niemand interessierte sich dafür. Aber in Wirklichkeit erwies sich dies als ganz unmöglich. und im Gespräche über gewisse Abschnitte meines Lebens versuchte ich nur. Dies war eine ganz unerwartete Erkenntnis. Als erstes versuchte ich. die versucht hatten. sobald ich auf diese Weise sprach. so aufrichtig wie möglich zu sein. meine Lebensgeschichte ohne besondere Schwierigkeiten zu erzählen. andere Menschen zu verstehen.'s Idee ganz ohne Widerspruch angenommen und geglaubt. die ich zuerst in mir selbst gehört hatte und die mir zeigten. die niemanden interessierten. die ich nicht erzählen wollte. die mir ein psychologisches Interesse zu haben schienen. das G. Irgend etwas in mir protestierte dermaßen stark dagegen. den allgemeinen Verlauf und die Bedeutung der Tatsachen zu berichten. Und es gab bestimmte Betonungen. 363 . aber was eigentlich falsch war.für ihre besonderen und originellen Kennzeichen hielten. was sie erzählten. daß die Betreffenden bei dem. etwas verbergen wollten. Ich fuhr weiter fort. was von uns erwartet wurde. konnten sogar die nicht bestimmen. sichtlich erwartete. und ich sah schnell ein. andere betonten ihre „Sünden" und Irrtümer. daß es viele Dinge gibt. die die Anwesenden gähnen ließen. daß ich nicht einmal versuchte. Aber alles zusammen vermochte nicht das Ergebnis zu zeitigen. daß ich fähig sein würde. einige Eindrücke meiner frühen Kindheit zu vermitteln. dagegen anzukämpfen. weil ich mich an ein sehr frühes Lebensalter erinnere und selbst immer sehr über einige dieser frühen Eindrücke erstaunt war. Dies half mir. vieles andere zu verstehen.

alles. Ich kenne angesehene Familienväter." „Aber Sie haben selbst gesagt." „Wie kann der Kern von der Persönlichkeit getrennt werden?" fragte einer der Anwesenden. wichtige Beamte. daß wir noch nicht „Persönlichkeit" und „Wesenskem" zu trennen wüßten.intellektuellen' Klassen gehört. sich zu entwickeln. deren Kem ungefähr im Alter von zwölf Jahren seine Entwicklung abgeschlossen hat. Solch ein Mensch. besteht fast nur aus Persönlichkeit. daß die meisten Menschen vor allem in Ihren Gesellschaftskreisen sehr wenig Eigenes haben. „Darum müssen wir erst einmal genau feststellen. Gerade jetzt habe ich von einem Menschen gesprochen. wovon wir sprechen — von welchem Augenblick in der Entwicklung eines Menschen und von welcher Seinsstufe. „Ganz richtig".Als G. In den meisten Fällen hört sein Kern schon in einem sehr frühen Alter auf. daß einige Seiten des Kerns schon im Alter von fünf oder sechs Jahren sich zu entwickeln aufhören und damit alles endet. „Man muß denken lernen. alles übrige ist nicht 364 . sagte er. sagte jemand anderer. antwortete G. Und all das zusammen macht Ihre Persönlichkeit aus und muß entfernt werden. der in seinem Leben überhaupt keine Verbindung mit der Arbeit hat. Man muß wissen. die fast schon Minister sind. Weltanschauungen nennen. erzählten wir ihm von unseren Versuchen: er hörte allem zu und sagte nur. Professoren voll der verschiedensten Ideen. wohlbekannte Schriftsteller. haben sie von verschiedenen Quellen gestohlen. ist nicht ihr Eigentum und meistens gestohlen. wo das eine oder das andere Ihrer Kennzeichen herrührt. und so verbergen sie einander gegenseitig. Und das ist noch nicht einmal so schlimm. das nächste Mal nach St. trennen?" antwortete G. besonders wenn er zu den . Überzeugungen. Petersburg kam (diesmal war er zwei oder drei Wochen in Moskau geblieben). Alles. daß die Arbeit mit der Persönlichkeit beginnt". Manchmal geschieht es. was nicht Ihr Eigentum ist. „Wie würden Sie Ihr Eigentum von dem. „und der Kem verbirgt sich hinter der Persönlichkeit. was sie Ideen. Ansichten. was sie besitzen. „Die Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem Kern". Und man muß erkennen.

sagte G." Hiemach führten wir viele Gespräche. Aber je mehr wir redeten. was ich gesagt hatte. sowohl sich selbst als auch andere zu belügen.ihr Eigenes. „Sie verstehen nicht. daß wenigstens einige von Ihnen aufrichtig das tun wollten. Ohne dies erledigt zu haben. in dem ich mich befand." „Was verstehen wir denn nicht?" fragte jemand. gescheitert waren. kann man nicht weitergehen. Wir werden dann sehen. uns gestellt hatte. warum wir in der Aufgabe. aber später verlor ich alles wieder und spürte den zweifellos tiefen Schlaf. was er tatsächlich von uns wollte. wenn Sie die Wahrheit sagen möchten. Die ganze Wahrheit über sich selbst zu sagen. ist sehr schwierig. Alles. in was für einem Ausmaß Sie sich nicht kennen". Zuerst schien mir irgend etwas zu gelingen. die G. Eines Tages werde ich jedem seinen Hauptzug oder seinen Hauptfehler sagen. den Grund dafür zu finden. teilnahm. „Dies zeigt nur. aufrichtig zu sein". daß ich trotz aller Anstrengung nicht imstande war. ob Sie mich dabei verstehen werden oder nicht. sagte G. nämlich ihre Lebensgeschichte erzählen. was es heißt." Zu dieser Zeit fand ein sehr interessantes Gespräch statt. und in deren Verlauf wir versuchten. daß Sie weder die Worte noch die Gedanken finden. meine Lebensgeschichte 365 . mich für eine längere Zeitspanne meiner selbst zu erinnern. besonders stark berührte es mich. daß Sie früher oder später da hindurch müssen. Und Sie wissen nicht einmal. Aber vergessen Sie nicht. bewegte mich sehr stark. muß man sie kennen. wie Sie damit anfangen sollten. Das Scheitern der Versuche. Aber gleichzeitig sehen Sie. „Ich zweifle nicht daran. Dies wird als eine der ersten Proben auf dem Weg bezeichnet. an denen G. daß Sie dies nicht können und nicht einmal wissen. desto weniger verstanden wir. was damals geschah. Aber bevor man sie sagen kann. oder es verdankt seine Entstehung der Nachahmung fertiger Vorbilder. „Sie sind so daran gewöhnt. es ist auswendig gelernt oder aus Büchern entnommen. woraus die Wahrheit über Sie selbst besteht.

G. Ich war kurz angebunden oder sehr schweigsam. was G. klar zu verstehen. Und ich f^hle. „Was ist mit Ihnen heute?" fragte G. und war ihm innerlich dafür dankbar. die Dinge bei ihren richtigen Namen zu nennen. über die „ewige Wiederkehr" dachte. jede Frage zu beantworten. Ich hatte oft versucht. daß auf diese Weise nichts erreicht wird. „Bald werden neue Gespräche beginnen. daß wir überhaupt nichts erreichen. aber ich ging nicht auf sie ein und fuhr mit meinen eigenen Gedanken fort. „wie wir die Dinge nennen. „Was macht es aus". Aber diese Gespräche waren beinahe immer Monologe geblieben. Und plötzlich erinnerte ich mich. das. die Sie beantworten!" „Sehr gut". wie immer bei mir. meine Ansichten vorzulegen. In diesem Zustand ging ich mit G. sagte G. oder besser. die sich. obwohl irgend etwa» in mir sich weigerte. sagte G. lachend. daß ich vor allem wissen wollte. wollte. Aber ich verstehe Sie nicht mehr und Sie erklären nicht mehr so. hatte mir schweigend zugehört und dann von etwas anderem zu sprechen begonnen.zu erzählen und vor allem die Tatsache. mich zu verstehen: bisher haben wir versucht." G. unser Gespräch darauf zu bringen und G. zum Essen in ein Restaurant auf der Sadowoja gegenüber dem Gostinny Dwor. wie ich sie verstand. „Nur fühle ich. über die Wiederholung des Lebens. schon besänftigt zu sein. Über die anderen kann ich nicht sprechen. sondern in leichter Erregbarkeit zeigte. „Ich weiß es selbst nicht". wie Sie es am Anfang zu tun pflegten. vermehrte noch meine schlechte Stimmung. nicht in einer Depression. Versuchen Sie. die Sie zu stellen belieben. so wie dies in Märchen geschieht. Bald werden wir anfangen. daß ich nichts erreiche. wenn ich keinen Zusammenhang finden kann? Nicht eine meiner Fragen." Ich fehlte. 366 . sagte ich. daß er mich aus meiner schlechten Stimmung bringen wollte." „Warten Sie ein wenig". „Ich verspreche Ihnen jetzt. was G. sagte ich.'s Worte blieben in meinem Gedächtnis hängen. für jedes Ding seinen richtigen Platz zu finden. daß es mir nicht einmal gelang.

„sagen Sie mir. sich zu ändern. aber es ist die nächstmögliche Annäherung an die Wahrheit. Alle Gesetze können in einem Leben erkannt werden.. kehr denken." „Ist der Schluß richtig. Und wenn Sie verstehen. sagte G. warum das System nichts über die Wiederkehr sagt und nur dieses eine Leben. wenn er nicht danach strebt. daß alle einmal geschaffenen oder geformten Neigungen wachsen müssen?" fragte ich. nur daß wir nichts davon wissen und uns nicht daran erinnern?" „Diese Idee der Wiederkehr". was Sie über die Wieder. das heißt. es für ihn keine Wiederkehr gibt. warum ich nicht hiervon spreche. Das Wissen um die Wiederkehr des Lebens ist für einen Menschen nichts Neues.« Warum sollte er heute irgendwelche Anstrengungen machen. Wenn Sie ihm etwas über die Wiederkehr sagen. „ist nicht die ganze und absolute Wahrheit. daß. kann dies nicht mehr verlorengehen. „Ja und nein". „Es ist in den meisten Fällen wahr. was ich jetzt sagen 367 . wenn ein Mensch sich nicht wandelt. das wir kennen. Aber wenn er etwas Wesentliches in sich ändert. betrachtet. genau wie es in einem Leben wahr ist. Liegt irgendeine Wahrheit darin oder keine? Ich meine: leben wir nur dies eine Mal und verschwinden dann. werden Sie ihr noch näherkommen. Aber was Sie sagen. wenn er etwas erreicht. Aber denken Sie darüber nach. Ich werde dies jetzt nicht erklären. wenn ein Mensch von der Wiederkehr weiß. sagte G. wenn so viel Zeit und so viele Möglichkeiten noch vor ihm liegen — die ganze Ewigkeit? Warum sollte er sich heute darum kümmern? Dies ist eben der Grund. Und die Arbeit an der Selbst-Wandlung muß beute beginnen. Aber in einem größeren Maßstab können neue Kräfte hinzukommen. ist sehr nahe daran. Das System hat ohne das Streben nach Selbst-Wandlung weder Bedeutung noch Sinn. Was nützt es. das heißt in diesem Leben. sagte ich. wenn er nicht einsieht. wie sich alles in einem Leben wiederholt. wird dies nur seinen Schlaf vermehren. oder wiederholt sich alles vielleicht eine unendliche Anzahl von Malen. sofort.„Nun gut". sich ihrer aber nicht bewußt ist und sich selbst nicht wandelt? Man kann sogar sagen. In diesem Fall kann die Wahrheit nicht mit Worten ausgedrückt werden. um dieser Wiederholung zu entgehen.

Ich fühlte. daß ich die Umrisse des „majestätischen Gebäudes" sah. sagte. Beim anderen muß man sein Steckenpferd herausfinden. vielleicht gibt es überhaupt keine Wiederkehr. was er über die Wiederkehr gesagt hatte. wenn man aufhört. daß ich recht hatte. daß er das. daß Ouspensky dieses Steckenpferd hat — »ewige Wiederkehr'. ihn aufzuheitern'. und alles. Femer gibt es eine bestimmte Zeit. mich verulkte. was G. Sie sind nicht beständig. was er fragen würde. was er hinzugefügt hatte. saß lächelnd dabei. Er hatte mir etwas sehr Substantielles gegeben und konnte es nicht mehr zurücknehmen. eine bestimmte Zeitspanne für alles. von dem in „Blick in die Wahrheit" die Rede war. Es gibt Neigungen. Außerdem können auch die Neigungen selbst verschieden sein. dachte ich mir. Sie umzustimmen. .Wir wollen versuchen. Darum bot ich ihm an. Ich wußte. Ich begann auch seine Betonungen zu verstehen. Aber vielleicht baute ich nur ein Luftschloß für Sie. Meine schlechte Laune verschwand. Ich glaubte seinen Scherzen nicht und glaubte auch nicht. Aber die Tatsache. an ihnen zu arbeiten. wenn ein schmollender Ouspensky dasitzt und weder ißt noch trinkt. berührte mich nicht. wie leicht es ist. die. G. Vieles davon hatte ich vorher „vermutet". Und ich weiß. war für mich von ungeheurer Wichtigkeit. Die Zukunft zeigte. Möglichkeiten für alles (er betonte diese Worte) bestehen nur für eine bestimmte Zeit. Aber was für ein Vergnügen ist es. interessierte mich außerordentlich. die Idee der 368 . Alles begann sofort Zusammenhang zu gewinnen. und es gibt andere. Und wie kann man einen Menschen aufheitern? Einer liebt komische Geschichten.werde: auch planetarische Einflüsse können sich ändern. und ich bemerkte nicht einmal wann. „Sie sehen." Aber daß G. daß er meine grundsätzlichen Voraussetzungen anerkannt. aus sich selbst heraus mechanisch weiterbestehen und sich weiterentwickeln. bei denen dauernde Unterstützung notwendig ist und die sofort schwächer werden und sogar ganz verschwinden oder sich in Traum verwandeln können." Alles. einfach erfunden hatte. denn obwohl G. einmal entstanden. jede seiner Fragen zu beantworten.

Es war sehr schwierig. ich will nur die Leute beschreiben. wurde plötzlich mitten in einem Satz still. flüsterte G. Einmal sagte G.Wiederkehr nicht in die Darstellung seines Systems einführte. über das Christentum. wir aber noch nichts zu sehen bekommen hatten. Der ältere der zwei. Wir waren alle sehr interessiert. schien in seinen Stuhl zu versinken und blickte gerade vor sich hin. die ihn sehr entsetzten. Viele von uns hielten ihn nicht für einen ernsten Menschen. Wir saßen im großen Wohnzimmer. Ich übergehe den Beginn des Experimentes. die verschiedenen Kategorien und Stufen angehörten. Bei unseren Gesprächen sprach er viel und oft über sich selbst. ohne daß wir ihn ansahen. Oft spielte er den Clown oder brachte endlose Argumente formaler Art über die eine oder andere Einzelheit des Systems ohne irgendwelche Beziehung zum Ganzen vor. weil er schon vor langem „Experimente" versprochen hatte. Er sprach in einer verwirrten und umständlichen Art sogar von den einfachsten Dingen. die sich dem System genähert hatten und dann wieder davon abgewichen waren. Die Gespräche in den Gruppen gingen wie gewöhnlich weiter. die laufenden Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg und über alle möglichen Arten von „Skandalen". daß er ein Experiment machen wolle. vor allem. Auf ein Zeichen von G.. wenn er auf die verlorenen Möglichkeiten der Menschen zu sprechen kam. Der andere war jünger. fuhren wir in unserer Unterhaltung fort. vermischte auf die unmöglichste Weise verschiedene Gesichtspunkte und Worte. uns zu. der sich gerade über etwas ereifert hatte. Der junge begann dem Gespräch zuzuhören und sprach 369 . um uns die Trennung von Persönlichkeit und Wesenskem zu veranschaulichen. die er am ersten Abend für das Experiment wählte. ihn zu verstehen. Der eine war nicht mehr jung und hatte eine ziemlich hervorragende Stellung in der Gesellschaft. „Nun beobachten Sie". bezog er sich doch mehrere Male darauf. Das Gespräch verlief wie gewöhnlich. seine Familie. Ich will nicht seine Methoden beschreiben.

ruhig. „Wie merkwürdig. als ob er bei der Frage aufwache. ja oder nein — für oder gegen den Krieg. worüber Sie reden". als ob er sich entschuldigen wollte oder als ob er überrascht sei. Wir sahen uns alle an. sagte er in einer unsicheren Stimme. den Krieg zu vergessen. niemand hätte das Recht.dann selbst. ohne Übertreibungen und ohne Witzelei einige Beobachtungen über sich selbst. Dann schwieg er. es interessiert mich überhaupt nicht. sagte er. als ob er zu einem Ball zusammengeschrumpft sei. „was geschehen würde. Er erzählte uns auf klare. was jetzt stattfindet." „Nun gut. ohne überflüssige Worte. jeder müsse eine bestimmte Meinung haben. Sie sprachen gerade über den Krieg". wenn sie sich für unsere Ideen interessieren und der Arbeit beitreten würden?" 370 ." „Aber Sie interessieren sich doch dafür?" „Nein. „Fragen Sie ihn. „Sagte ich das?" „Ja sicher. Sie sagten. „Ja?" sagte er. und niemand hätte das Recht. sagte einer von uns. „An nichts. er rauchte eine Zigarette und dachte sichtlich über irgend etwas nach. wenn wir nfft den Deutschen Frieden schlössen." Er hörte zu. daß irgend jemand ihn frage. an die Folgen für Rußland. „Es interessiert mich überhaupt nicht und ich weiß auch nichts darüber. „Nun. „Ich?" Er hob seinen Kopf. Wäre es nicht viel leichter für Sie. Denken Sie jetzt noch genau so?" „Ich weiß es wirklich nicht". Seine Stimme war anders geworden. jeder wäre verpflichtet. was der Frager sagte." Er lächelte schwach. für die ganze Zivilisation?" Er schüttelte seinen Kopf wie mit Bedauern. als ob er nicht begriffe. vorher sprachen Sie über Ihre Familie." „Denken Sie nicht an die Folgen all dessen. an was er denke. Ich erinnere mich überhaupt nicht an etwas Derartiges. „Ich verstehe nicht. Der erste saß noch immer beweigungslos da. einfache und verständliche Weise. nicht darüber nachzudenken. darüber nachzudenken. sagte G. an was er denkt".

aber hinter dieser Persönlichkeit stand ein Wesens„kern. daß alles.„Ja. seiner Befürchtungen und Aufregungen bilde. was hätten Sie gern?" Auf dem kleinen Tisch neben ihm stand ein noch nicht geleertes Glas Tee. „Können Sie nicht sehen. Keiner von beiden erinnerte sich am nächsten Tag an irgend etwas. als ob er etwas überlege." „Wenn man Sie fragen würde." „Warum ist er eingeschlafen. ich hätte gerne etwas Himbeermarmelade. G. „ I c h im Gegenteil bin aufgewacht. in seiner Persönlichkeit liege. Sie sagten. erwiderte er mit unsicherer Stimme. der sich zwischen Ihnen und Ihrer Familie verbreitere/' Keine Antwort. während Sie aufgewacht sind?" „Das weiß ich nicht. wenn seine Persönlichkeit schlafe. zweimal schaute er um sich." Damit endete dieses Experiment. wie Sie es ausdrückten. In der Persönlichkeit des anderen gab es auch viel unnütze Gesprächigkeit. die wir kaum erkannten. „Aber warum sollte ich darüber nachdenken?" „Nun. vielleicht". was beim ersten Menschen den Gegenstand seiner gewöhnlichen Konversation. Er schaute es lange an. der ebensoviel wie die Persönlichkeit wußte und es besser 371 . Dies war das zweite „Experiment". und daß. Sie hätten Angst vor dem Abgrund. erklärte uns." „Aber denken Sie nach. daß er schläft?" ^„Und Sie selbst?" fragte einer von uns. praktisch überhaupt nichts übrigbleibe." „Warum befragen Sie ihn?" sagte eine Stimme aus einer Ecke. dann schaute er wieder auf das Glas und sagte in einer so ernsten Stimme und mit einer so ernsten Betonung. „Aber was denken Sie jetzt darüber?" „Ich denke überhaupt nicht darüber nach. was würden Sie sagen?" Wieder ein verwunderter Blick — „ich möchte gar nichts. daß wir uns alle ansahen: „Ich glaube. was Sie gern hätten.

" „Darin ist viel Wahrheit". als ob der Typus der Frau für jeden Mann vorausbestimmt wäre und ebenso der Typus des Mannes für jede Frau." „Aber was nützt ihm dies. nämlich auf den Kern. was für eine ungeheure Rolle der . nahm der Kem ihre Stelle ein. In Wirklichkeit sehen Sie nicht Typen von Mann und Frau. sagte G.Typus' in der Beziehung zwischen Mann und Frau spielt?" „Ich habe bemerkt".. sagte einer von uns.Persönlichkeit' alles verfälschen und alles sich selbst zuschreiben würde. „Aber er beobachtete Sie alle und alles. 372 . so würde der eine Typus immer den anderen Typus finden und nie würden falsche Typen zusammenkommen. daß er entgegen seiner Gewohnheit sehr wenig redete?" sagte G. sagte G. was der Kern gern hat — und gern haben. sagte ich. weil die . Die Persönlichkeit ist in unserem Fall das Ergebnis von falscher Arbeit der Zentren. Es ist so. „daß jeder Mann sein ganzes Leben hindurch immer mit Frauen eines bestimmten Typus und jede Frau mit Männern eines bestimmten Typus in Verbindung tritt. Aus diesem Grunde kann die Persönlichkeit genau das verabscheuen. „Haben Sie bemerkt. „Der Kem erinnert sich". was geschah. die nichts mit den Interessen und dem Geschmack des Kerns gemein haben. und wenn die Persönlichkeit einschlief. „die Persönlichkeit hat es vergessen. „Aber natürlich ist es in dieser Form viel zu allgemein. Und dies war nötig.wußte.: „Haben Sie bemerkt. auf die er ein viel größeres Anrecht hatte. sagte G. sagte G. „Warten Sie und Sie werden noch Schlimmeres sehen. Wovon ich spreche. Aber die Menschen leben in der Persönlichkeit. Die Persönlichkeit hat ihre eigenen Interessen und ihren eigenen Geschmack." Als wir ein anderes Mal über „Typen" sprachen. Wenn die Menschen im Einklang mit ihrem Kem leben würden. wenn auch er sich nicht daran erinnert?" sagte einer von uns. bezieht sich auf den wirklichen Typus. und nichts entging ihm. sondern Typen von Ereignissen." „Aber das ist eine Art schwarzer Magie". „Schlimmer".

dann ist dies nicht die Mechanisiertheit. Mechanisiertheit ist besonders gefährlich. „Gleichzeitig spielt in der Aufrechterhaltung des mechanischen Lebens das . was ich meine. Sie hat ihre eigenen Wünsche.Geschlecht'. Alles. „Sie müssen versuchen zu verstehen. alles das ist . Und sie hassen einander. wenn die Menschen versuchen. Auf irgendeine Weise gewinnt der Kern oder der Typus die Oberhand und entscheidet. Aller Schlaf. daß die Menschen ins Theater oder in die Kirche gehen. Musik. Aber das Übel liegt in der daueroden SelbstTäuschung!" 373 . Was.was der Kern verabscheut. Der Kem weiß. das durch sich besteht und durch nichts anderes bedingt wird. das Geschlecht. was er will. Hier beginnt der Kampf zwischen Kern und Persönlichkeit. Kunst. von der ich spreche. Theater. weil der mechanische Mensch in der wirklichen Bedeutung des Wortes nicht lieben kann — bei ihm liebt es oder liebt es nicht. in die Restaurants. Im Gegenteil. ist bereits eine große Errungenschaft. „In diesem Fall können Vernunft oder Berechnung nichts ausrichten. Auch kann die sogenannte Liebe hierbei nicht helfen. Immerhin müssen diese zwei auf irgendeine Weise zusammenleben. aber kann es nicht erklären. was die Menschen tun. Keine Schauspielerei kann hier etwas helfen. Religion. Die Hauptsache ist sowohl im Theater als auch in der Kirche. daß viele Frauen oder viele Männer dort sind. Und sie handelt auf ihre eigene Weise. bringt die Menschen in die Cafes. zu den zahlreichen Festen? Nur eine Sache. Glauben Sie. Wenn das Geschlecht seiner selbst richtig bewußt ist und sich nicht in etwas anderem verhüllt. sie durch etwas anderes zu erklären und nicht durch das. alle Hypnose hängt von ihm ab. Geschlecht: dies ist die Haupttriebkraft aller Mechanisiertheit. Dies ist der Schwerpunkt aller Versammlungen. steht mit dem Geschlecht im Zusammenhang: Politik. um ein neues Stück zu sehen oder zu beten? Das geschieht nur dem Anschein nach. Aber ihre Macht erstreckt sich nicht über den Augenblick hinaus. glauben Sie. was sie wirklich ist. Die Persönlichkeit will nichts davon hören und nimmt auch keine Rücksicht darauf.Geschlecht' eine gewaltige Rolle.

Das ist es. Man kann dem allgemeinen Gesetz entrinnen. von der wir gesprochen haben. viele verschiedene Möglichkeiten eingeschlossen sind. Vor allem deswegen. irgend etwas zu verändern oder zu tun! Sie sollten jedenfalls schon eingesehen haben. diesen Zustand für einen selbst zu ändern. „ . hängt genau so sehr von der Geschlechts-Energie ab wie die physische Geburt und die Fortpflanzung der Gattung.„Was folgt nun daraus: Soll es so sein oder soll es geändert werden?" fragte jemand. genau wie in allen anderen. Es ist . Es schließt die hauptsächliche Form der Sklaverei in sich ein und ist auch die Hauptmöglichkeit aller Befreiung. was über die achtundvierzig Gesetze gesagt wurde? Sie können nicht verändert werden. weil in diesem Gesetz. „ .zusätzlichen Schocks' in do der nächsten Oktave verwandeln. sie fragen: soll das so sein oder wie kann es verändert werden. daß in diesem Fall. mit dem das Geschlecht arbeitet und den das Geschlecht erzeugt. was Sie verstehen müssen. „Die . aber sich von einer beträchtlichen Anzahl von ihnen zu befreien ist möglich. „Worüber Sie auch sprechen mögen. lächelte.Wasserstoff si 12 kann sich mit Hilfe eines . man kann dem allgemeinen Gesetz entfliehen. was die Menschen immer fragen". Aber man kann seine eigene Lage in bezug auf dieses Gesetz verändern. Kosmische Kräfte haben diesen Zustand der Dinge geschaffen und kosmische Kräfte beherrschen diesen Zustand der Dinge. das heißt es gibt eine Möglichkeit.Wasserstoff* si 12 ist der . Und Sie fragen: Kann man es so lassen oder sollte man es ändern! Gott selbst könnte nichts daran ändern. sagte er. was sollte man in einem solchen Falle tun? Als ob es möglich wäre.Schock' kann 374 . über das ich gerade spreche.Wasserstoff. Dies ist der Stoff. nämlich in der Macht des Geschlechts über die Menschen. G. „Dies ist etwas. wie naiv solche Fragen sind.Frucht'. Aber dieser .neue Geburt'. das allgemeine Gesetz nicht verändert werden kann. das heißt. der das Enderzeugnis der Nahrungsumwandlung im menschlichen Organismus darstellt. Entsinnen Sie sich. Sie sollten verstehen.Same' oder .

nicht außerhalb seiner. Aber im gleichen Organismus gibt es noch eine weitere Möglichkeit. „Die Verwandlung des Stoffes si 12 in Emanationen und die altmähliche Sättigung des ganzen Organismus damit ist das. Und wenn sie genügend gesättigt sind. was sie begleitet. die mit ihrer Hilfe begonnen wird. stellt den . In einem kranken oder einem verkommenen oder einem verkrüppelten Organismus ist keine Verwandlung möglich.Astralkörper' aus dem gleichen Material. Die Kristallisierung dieses Stoffes macht die Bildung des . alle seine Zellen sind sozusagen von den Ausstrahlungen des Stoffes si 12 durchtränkt. und die neue Oktave. Und dies ist die Möglichkeit.des Organismus. der das si erzeugt hat. entwickelt sich unabhängig als ein neuer Organismus oder als ein neues Leben.Groben' in das . daß der .Feine' bezeichnet oder die Verwandlung niedriger Metalle in Gold. so beginnt der Stoff si 12 zu kristallisieren.Astralkörpers'. aus dem gleichen Stoff wie der physische Körper geboren wird. das heißt die Bildung des .Astralkörpers'. tatsächlich ein neues Leben ohne Hilfe der Vereinigung beider Prinzipien. innerhalb des Organismus. und verschiedene Oktaven können beginnen. die Energie von si 12 zu gebrauchen.doppelter Natur sein. und die andere im Organismus selbst. „Die vollständige Verwandlung. was die Alchimie .Umwandlung' nennt. Eine neue Oktave beginnt innerhalb . Die Vereinigung von männlichen und weiblichen si 12 und alles. Der ganze physische Körper. eine außerhalb des Organismus." „Ist für die Wandlung vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit notwendig und ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit im 375 .Schock' der ersten Art dar. „Dies ist der übliche und natürliche Weg. zu erschaffen. normal funktionierenden Organismus möglich. in dem si 12 erzeugt worden ist. nur ist der Vorgang verschieden. ist nur in einem gesunden.Astralkörpers' aus. Gerade dieser Übergang des physischen Körpers in den astralen ist es.Verwandlung' oder . des männlichen und des weiblichen. Sie müssen verstehen. den die Alchimie als die Wandlung des . Dies ist die Geburt des .

es besser für ihn ist. Und bei wieder anderen tritt sie ganz von selbst ein. wenn er weiß. Für andere ist sie überhaupt nicht nötig. was er damit tun soll. Bevor er nicht ein neues und genaues Wissen hat." „Was ist im allgemeinen die richtigste Art der Lebensführung in diesem Zusammenhang vom Gesichtspunkt der Arbeit aus?" „Das ist unmöglich zu sagen. sagte G. wenn die Wandlung beginnt. Aber wenn sie einmal begonnen hat. Wenn er nicht weiß. „Dies ist nicht eine. Ich wiederhole. Und femer kann Enthaltsamkeit einem Menschen nur dann nützen. was er mit der so gesparten Energie anfangen kann. Wenn ein Zentrum enthaltsam ist und volle Freiheit der Einbildung und des Sich-Auslebens in den anderen herrscht. sondern eine ganze Reihe von Fragen". genügt 376 . nämlich für gewisse Menschentypen. daß. In anderen Fällen. Für gewisse Typen ist eine lange und vollständige sexuelle Enthaltsamkeit notwendig. „Erstens ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit nur in gewissen Fällen für die Wandlung notwendig. damit die Wandlung anfangen kann. überhaupt nichts zu versuchen. Im dritten Fall verlangt der Beginn der Verwandlung keine Enthaltsamkeit. solange ein Mensch nicht weiß. aber nach Beginn benötigt die Verwandlung die gesamte Geschlechts-Energie und beendet das normale Geschlechtsleben oder die äußere Verausgabung der Geschlechtsenergic. Dies bedeutet mit anderen Worten. wenn alle Zentren enthaltsam sind. dann könnte es gar nichts Schlimmeres geben. daß ohne lange und vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit die Wandlung nicht beginnt. ist die Enthaltsamkeit nicht mehr nötig. Ich will dies noch klarer machen. wird durch die Enthaltsamkeit überhaupt nichts erreicht. „Dann die andere Frage: Jst geschlechtliche Enthaltsamkeit für die Arbeit nützlich oder nicht?' „Sie ist nützlich. kann die Verwandlung mit einem normalen Geschlechtsleben beginnen und kann sogar schneller beginnen und in Verbindung mit einer großen äußeren Verausgabung von Geschlechtsenergie besser verlaufen. das heißt bei anderen Tpyen.allgemeinen für die Arbeit an sich selbst nützlich?" fragten wir ihn.

es völlig. Wenn er auf dieser Ebene zu theoretisieren und zu erfinden beginnt. wird es zu nichts als Psychopathie führen. oder um noch genauer zu sein. das heißt das Wirken des Geschlechtszentrums durch andere Zentren und das Wirken anderer Zentren durch das Geschlechtszentrum. weil die anormalen leichter zu verbergen sind.Originalität'. aber in den meisten Fällen bedeutet die sogenannte Enthaltsamkeit einfach. Aber was Mißbrauch des Geschlechts bedeutet. „Seit undenklichen Zeiten haben die Menschen Enthaltsamkeit versucht. Gewöhnlich glauben die Menschen. Aber das ist es nicht. daß nur ein in geschlechtlicher Hinsicht vollständig normaler Mensch irgendwelche Aussichten in der Arbeit hat. Aber dies sind verhältnismäßig unschuldige Formen geschlechtlichen Mißbrauchs. Irgendwelche Art von . wenn sein Leben durch die gewohnten Regeln und Prinzipien geleitet wird. Manchmal. das Funktionieren des Geschlechtszentrums mit von anderen Zentren geliehener Energie und das Funktionieren von anderen Zentren mit vom Geschlechtszentrum geliehener Energie. Diese haben in der Arbeit überhaupt keinen Platz. Alle Erfindungen auf dieser Ebene sind sehr gefährlich. was der Mißbrauch des Geschlechts in der eigentlichen Bedeutung dieser Worte heißt. sondern im Mißbrauch des Geschlechts. Man muß die menschliche Maschine sehr gut kennen. dauernd arbeitende . müssen von Anfang an zerstört werden. „Allgemein gibt es nur zwei richtige Wege. normale Empfindungen gegen anormale auszu-* wechseln. in sehr seltenen Fällen. Er bedeutet falsche Arbeit der Zentren in Beziehung auf das Geschlecht. worüber ich sprechen möchte. es seien dies entweder Exzesse oder Perversität. wird wieder mißverstanden. merkwürdige Wünsche. Sie müssen verstehen. um zu begreifen." 377 . oder auf der anderen Seite Furcht. merkwürdiger Geschmack. hat es zu etwas geführt. Aber man muß sich immer vor Augen halten. Die moderne Erziehung und das moderne Leben schaffen eine ungeheure Anzahl von sexuellen Psychopathen. Es liegt nicht im Geschlecht selbst. Geschlechtsenergie auszugeben: normales Geschlechtsleben und Wandlung.Puffer'. wo das Hauptübel liegt und was an der Sklaverei schuld ist.

ein angenehmes Gefühl. „Zuallererst muß man bemerken. Im Geschlechtszentrum gibt es keine solche Teilung.Wasserstoff 12". In allen anderen Zentren. nie darauf eine direkte Antwort gegeben. sagte er bei dieser Gelegenheit. in all diesen gibt es sozusagen zwei Hälften — die positive und die negative. überhaupt keine Empfindung. Ja' und . Jedoch geschieht es oft infolge der falschen Arbeit der Zentren. im Bewegungszentrum. Keine unangenehmen Empfindungen oder Gefühle sind in ihm zu finden. sagte G. dann kann das Geschlechtszentrum als der neutralisierende Teil des Bewegungszentrums betrachtet werden. im Denk-." „Mit welchem . angenehme und unangenehme Empfindungen im Bewegungs. aber wir waren nicht imstande gewesen. In ihm sind keine positiven und negativeil Seiten.„Kann das Geschlecht als unabhängiges Zentrum betrachtet werden9" fragte einer der Anwesenden.und Instinktzentrum. „Das Geschlechtszentrum arbeitet mit . wenn er gefragt wurde. die in ihnen durch Ideen und Einbildungen im 378 . keine negative Seite gibt. außer den höheren.Wasserstoff. die unangenehme Gefühle und Empfindungen erfahren.und im höheren Denkzentrum. oder gar nichts. vollständige Gleichgültigkeit. Aber tatsächlich arbeitet es sehr selten mit dem richtigen . „Das heißt. Und dann ruft eine bestimmte Art von Anregung des Geschlechtszentrums oder sogar jede Anregung des Geschlechtszentrums unangenehme Gefühle und Empfindungen hervor. Dies ist si 12. im Fühl-. „Wenn jedoch das untere Stockwerk als ein Ganzes genommen wird. daß das Geschlechtszentrum sich mit dem negativen Teil des Gefühlszentrums oder mit dem negativen Teil des Instinktzentrums verbindet. im Instinkt.Wasserstoff arbeitet das Geschlechtszentrum?" fragte ein anderer. Behauptung und Verneinung. Diese Frage hatte uns schon lange interessiert. hatte. genau wie im höheren Gefühls. Und G. Menschen. sie zu beantworten. daß es normalerweise im Geschlechtszentrum. es sollte damit arbeiten. Abnonnalitäten in der Arbeit des Geschlechtszentrums benötigen ein besonderes Studium. „Es kann".Nein' im Denkzentrum. Entweder gibt es eine angenehme Empfindung.

ficht. ringt. sollte entweder angenehm oder gleichgültig sein. raubt.und Bewegungszentrums kann an einem" bestimmten . sie können seine normale Äußerung verhindern. Das Gefühlszentrum predigt Christentum. findet über sie ihren Ausdruck.Puffer' das Geschlechtszentrum sich unterworfen halten. Gefühls. Das bedeutet. Alles. aber bei Verwendung der Energie des Geschlechtszentrums beschäftigt es sich nicht nur mit Philosophie. daß es schneller und stärker als alle anderen Zentren arbeitet.oder dem Instinktzentrum. Das Denkzentrum schreibt Bücher. Die Energie des Geschlechtszentrums in der) Arbeit des Denk-.. stellt verschiedene Rekorde auf. das heißt. klettert auf Berge. streitet.. Die . die an-' deren Zentren rauben dem Geschlechtszentrum die Energie. In all diesen Fällen. Tatsächlich lenkt das Geschlecht alle anderen Zentren. brennt und tötet. in denen sowohl in der Arbeit des Denkzentrums als auch 379 .Geschmack'. daß das Geschlechtszentrum mit »Wasserstoff 12 arbeitet. Auf der anderen Seite bringt es Revolutionen zum Ausbruch. der Hölle.Puffer' können es gänzlich auf den Nullpunkt bringen. Das Bewegungszentrum beschäftigt sich mit Sport. Unter gewöhnlichen Umständen. tatsächlich ist dies einfach eine Krankheit. können nur . Aber sie können nicht seine Energie zerstören. Enthaltsamkeit. wenn ein Mensch weder Bewußtsein noch Willen hat. in anderen Worten. diese als eine große Tugend oder etwas Originelles zu betrachten. „Dies ist der »Mißbrauch des Geschlechts'. Wissenschaft oder Politik — immer kämpft es. an einer gewissen Heftigkeit. und tut all dies mit der Energie des Geschlechtszentrums. die esnicht selbst benützt. kämpft und so fort. der Qual der Sünder. Die Energie bleibt erhalten und geht auf andere Zentren" über. die für die in Frage stehenden Angelegenheiten gar nicht notwendig ist. dem ewigen Feuer. was mit dem Geschlecht zusammenhängt. kritisiert und schafft neue subjektive Theorien. Askese oder die Angst und den Schrecken vor der Sünde. neigen dazu. alles mit der gleichen Energie.Zusammenhang mit dem Geschlecht hervorgerufen werden. springt. Unangenehme Gefühle und Empfindungen stammen alle aus dem Gefühls. an einer Hitzigkeit erkannt werden. Weiterhin muß man sich daran erinnern.

Gleichzeitig erzeugt seine Verbindung mit dem Denkzentrum und der Gebrauch von dessen Energie viel zu viel Einbildungen über das Geschlecht selbst und außerdem eine Neigung. an sich selbst 380 . um gegen den »Mißbrauch des Geschlechts* zu kämpfen?" fragte ein Anwesender." „Was muß man tun.„Aber dies ist nur ein Aspekt. der noch nicht begonnen hat. Dies ist wieder ein Bild vom Mißbrauch des Geschlechts. besondere Heftigkeit und außerdem die Nutzlosigkeit der betreffenden Arbeit. denn da es mit . lachte. Weder das Denk. Dies ist ein Beispiel vom Mißbrauch des Geschlechts! . Die feine Eindrucksnahrung ist zur Herstellung der höheren . was keines der gewöhnlichen Zentren vermag. dann werden seine Eindrücke viel gröber und es hört auf. einem Menschen.oder Bewegungszentrum können jemals irgend etwas Nützliches mit der Energie des Geschlechtszentrums hervorbringen. die ihm zukommen könnte.Wasserstoff 12 arbeitet. daß es genau so unmöglich ist.in der Arbeit des Gefühls. im Organismus die Rolle zu spielen. die viel niedriger und gröber als seine eigene ist. nämlich mit den verhältnismäßig niedrigen .noch das Gefühls. gibt es immer ein allgemeines Kennzeichen. Aber wenn das Geschlechtszentrum mit einer Energie arbeitet. „Aber Sie sollten jetzt schon verstanden haben. Verbindung mit dem Gefühlszentrum erzeugt Sentimentalität oder im Gegensatz dazu Eifersucht und Grausamkeit. dieses keine mehr für sich übrig hat und die Energie anderer Zentren stehlen muß.und Bewegungszentrums diese mit der Energie des Geschlechtszentrums arbeiten.Wasserstoffen' 48 und 24.Wasserstoffe' sehr wichtig. sagte er. wenn die Energie des Geschlechtszentrums von anderen Zentren geraubt und auf nutzlose Arbeit verwandt wird. daß. „Gerade auf diese Frage habe ich gewartet". sich mit diesen Einbildungen zufriedenzugeben. Ein anderer besteht in der Tatsache. die nicht seine eigene ist. Und trotzdem ist das Geschlechtszentrum für die allgemeine Tätigkeit sehr wichtig und vor allem für das innere Wachstum des Organismus. G. kann es eine sehr feine Eindrucksnahrung aufnehmen. und dies ist eine bestimmte.

zur Schule. in ihm einen dauernden Schwerpunkt schaffen kann. würden alle anderen Zentren richtig an ihrer Stelle und mit ihrer eigenen Energie arbeiten. das heißt. Seiner Energie nach." 381 . um diese Mißbräuche zu vermeiden. Deshalb wäre es eine große Sache. wenn es seine eigene Energie verwendet. nämlich wenn das Geschlechtszentrum mit seiner eigenen Energie und an der ihm zukommenden Stelle arbeitete. was .zu arbeiten und die Struktur der Maschine noch nicht kennt. Die richtige Arbeit an sich selbst beginnt mit der Schaffung eines dauernden Schwerpunktes. Wenn ein dauernder Schwerpunkt geschaffen ist. wenn es mit seiner eigenen Energie arbeiten würde. steht das Geschlechtszentrum auf einer Ebene mit dem höheren Gefühlszentrum. zu erklären. seine Bewertung der Arbeit und seine Einsicht. daß alles andere mechanisiert und zwecklos ist. daß nur die Haltung des Menschen zur Arbeit. Dies allein würde auf eine verhältnismäßig hohe Seinsstufe hinweisen. Die Frage lautet folgendermaßen: woraus und auf welche Weise kann ein dauernder Schwerpunkt geschaffen werden? Und darauf kann man antworten.Mißbrauch des Geschlechts' bedeutet. Und in diesem Falle. Und alle anderen Zentren sind ihm untergeordnet. dann beginnt alles andere unter seine Herrschaft zu kommen und geordnet zu werden. wie zu sagen. „Die Rolle des Geschlechtszentrums bei der Schaffung eines allgemeinen Gleichgewichtszustandes und eines dauernden Schwerpunktes kann sehr bedeutend sein. was man tun muß.

Ich führte eine Reihe kurzer. das Arbeitsmaß in uns selbst zu vergrößern und alles zu tun. das in Verbindung mit Fasten früher bei mir interessante psychische Ergebnisse gezeitigt hatte. aber sehr „intensiver" Fastenübungen durch. genau so plötzlich aufhören könnte. das mir früher viel dazu verholten hatte. Im Zusammenhang damit begann ich nach einem bestimmten System zu „atmen". Ich nenne sie intensiv. Auch machte ich eine Reihe ziemlich schwieriger Denkübungen zur Konzentrierung der Aufmerksamkeit. dem Organismus möglichst starke Schocks zuzufügen. Wir sahen ein. ohne eine genaue Kenntnis der möglichen Ergebnisse zu haben. meinen Weg zu erfühlen. Aber alle diese Dinge zusammengenommen und auch unsere Gespräche und Versammlungen hielten mich in einem Zustand un- 382 . die wir uns gestellt hatten. wobei ich eine gewisse Erfahrung in dieser Hinsicht benützte. Wir fühlten alle. daß unsere Aussicht.DREIZEHNTES KAPITEL D er Hochsommer 1916 hat sich dem Gedächtnis aller Mitglieder unserer Gruppe als eine Zeit sehr großer innerer Arbeitsintensität eingeprägt. Ich begann eine Reihe von Experimenten oder Übungen. und auch „Wiederholung" nach der Methode des „DenkGebetes". ja daß wir im Vergleich zu der Unermeßlichkeit der Aufgabe. mehr zu wissen. und wir versuchten. was uns möglich war. Ich beschreibe diese Experimente und Übungen nicht im einzelnen. weil sie im Grunde nur Versuche waren. wie sie gekommen war. solange die Verhältnisse günstig waren. daß wir uns beeilen müßten. weil ich sie überhaupt nicht vom hygienischen Standpunkt aus betrachtete. zu wenig täten. meine Aufmerksamkeit zu konzentrieren und mich selbst zu beobachten. die ich früher erworben hatte. sondern im Gegenteil versuchte.

die das Gebiet dessen. Und ich glaube. diese „Tatsachen" selbst zu beschreiben. denn G. was wir nicht verstehen können. daß es in ihnen viel zu viel Persönliches gab. daß er unerläßlich ist und ohne ihn keine Tatsachen möglich sind. was sie suchten. was wir für möglich. als daß sie zum Allgemeingut werden könnten. sondern daß es immer so ist. daß dies nicht nur in meinem Falle so war. Seite 30/1. Ich hatte gefunden. daß viele andere Dinge noch vor den Tatsachen notwendig seien1. verstand auch zur gleichen Zeit. daß Behauptungen dieser Art mich immer aufgebracht hatten." — Dies schien mir immer künstlich und erfunden. was ich gefunden habe. Der wichtigste Teil dieser Erfahrungen bestand in ihrem inneren --T Siehe Kapitel l. wenn ich sie in den Erinnerungen oder Aufzeichnungen von Leuten fand. ein gefühlsmäßiger. und ich kann nichts darüber aussagen. so sagten sie immer das gleiche: „Ich habe es gefunden. weil es überhaupt keine Möglichkeit gibt. Nun komme ich auf etwas sehr Schwieriges zu sprechen. Warum? Diese Frage habe ich mir selber oft gestellt. die irgendeine Art außergewöhnlicher Erlebnisse gehabt und sich nachher geweigert hatten. Und nun befand ich mich selbst in genau der gleichen Lage. als er sagte. sie zu beschreiben. Ich entsinne mich. sie hätten es auf die eine oder andere Weise gefunden. ist genau das.gewöhnlicher Spannung und bereiteten mich natürlich in einem hohen Maße für die Reihe von außergewöhnlichen Erlebnissen vor. Aber ich kann nicht beschreiben. Und ich konnte nur antworten. was G. dem Verstehen gewisser Ideen und einem gewissen Seins-Zustand. gemeint hatte. die ich im August 1916 haben sollte. Dieser Zustand. was ich suchte. Sie hatten das Wunderbare gesucht und glaubten. Diese anderen Dinge bestanden aus der Vorbereitung. hielt sein Wort und ich sah Tatsachen. 383 . vollständig hinausgingen. Aber wenn sie gefunden hatten. anerkannt oder zulässig halten. das heißt wir verstehen nicht. Ich sah und beobachtete Tatsachen.

S. Wie ich schon gesagt habe. zu sprechen. obgleich ein Turner natürlich diese Bewegungen leicht ausführen könne. warum wir unsere Lebensgeschichte nicht erzählen könnten. wieder zu der Frage zurück. G. daß in all seinen Bewegungen ein erstaunliches Maß von Sicherheit und Genauigkeit war. er sie jedoch auf andere Weise als er ausführen würde. er selbst mache sie auf eine bestimmte Weise mit entspannten Muskeln. Ich kann mit unbedingter Gewißheit sagen. Ich war besonders betroffen. nach all meinem Fasten und anderen Experimenten war ich in einem eher aufgeregten und nervösen Zustand und physisch weniger im Gleichgewicht als gewöhnlich. Was er sagte. und Dr. Am Abend kamen wir auf unsere Versuche. als er vor allen anderen etwas wiederholte. weil ich immer bei anderen derartige Reden verurteilt hatte. Petersburg kürzlich oft unsere Zusammenkünfte gehabt hatten. es war ungefähr zehn Uhr. war hauptsächlich deswegen für mich sehr unangenehm. Wir saßen auf „türkische Weise" auf dem Boden. als er mich. Ich glaube. Ich konnte nicht umhin. Z in einen kleinen. erklärte. Später kam G. und besonders betonte er unsere Feigheit und die Faulheit unserer Gedanken. daß G. N. Ich kam zum Landhaus von E. in dessen Haus wir in St. nämlich was ich über Dr. M. S. obgleich die Bewegungen und Haltungen in sich selbst keine außergewöhnliche Schwierigkeit darstellten und ein guter Turner sie ohne besondere Anstrengung hätte ausführen können. G. das sie begleitete. als ob er einmal diesen. aber ich konnte sie äußerlich nachahmen. begann uns gewisse Haltungen und körperliche Bewegungen zu erklären und zu zeigen. zu bemerken. in Finnland. ein Athlet zu sein. Ich habe niemals vorgegeben.Gehalt und in dem neuen Wissen. was ich ihm in unbedingtem Vertrauen gesagt hatte. war sehr scharf und sarkastisch. einmal einen anderen von uns herausfordern wolle. Dr. G. dachte. und etwa acht unserer Leute waren da. Aber auch der äußere Aspekt kann nur sehr annähernd beschrieben werden. keinerlei 384 . daß. Und damit begann das Wunder. gesonderten Raum rief. unser Leben zu erzählen. und G.

und ich beantwortete sie. Dann war eine ziemlich lange Pause. Ich sah ihn an. die ich entweder annehmen mußte. die G. Die Angelegenheit bezog sich auf gewisse Bedingungen. die er uns allen sagte. die Wahrheit zu erkennen oder zu sagen. S. bestand auf der Zeitspanne eines Monats. Ich antwortete ihm bejahend. G. S. ansah. G. ich würde es sofort ausführen. Aber G. gegenüber. die für mich bestimmt waren. dauerte nicht weniger als eine halbe Stunde. was stattfand. noch hypnotisierte er mich auf irgendeine bekannte Methode.auf der ändern. unserer Unfähigkeit. gab mir einen Monat Zeit. Wir saßen in einem kleinen Zimmer mit hölzernem Fußboden ohne Teppich. war auf einer Seite von mir. G. Schließlich stand er auf und wir gingen hinaus auf die Veranda. Und plötzlich bemerkte ich. Ich fing einen dieser Gedanken auf und antwortete darauf. Ich war sehr aufgeregt durch die Dinge. Ich saß G. mir sagte. G. das heißt er gab mir keine Rauschgifte. „Warum sagte er das?" fragte G. 385 . stellte mir wortlos Fragen. Z.äußere Methoden benützte. waren sichtlich erstaunt über das. wobei ich auf die gewöhnliche Weise redete. Er stellte mir eine bestimmte Frage. ganz gleich wie schwierig das sei. Alles begann damit. Seine Worte verwirrten mich sehr. nickte mir zu und hielt mit dem Reden inne. „Fragte ich ihn irgend etwas?" Und sofort stellte er mir eine noch schwierigere Frage auf die gleiche Weise wie zuvor. was er verlange. daß ich anfing. daß zwischen den Worten. oder ich hätte die Arbeit zu verlassen. Dr.. Und wieder antwortete ich darauf mit der gewöhnlichen Stimme. besonders Z. seine Gedanken zu hören. laut sprechend. Er saß still. Nach einiger Zeit hörte ich seine Stimme in mir. in der gewöhnlichen Weise. wie man ihn oft in Landhäusern findet. und Dr. ohne ein Wort zu sagen. und S. sofern man es ein Gespräch nennen kann. er saß da und lächelte. und die Dinge. Dieses Gespräch. Seine Frage rief in mir ein sehr starkes Gefühl hervor. indem er seinerseits Z. sprach von unseren „Hauptzügen". in der Nähe des Herzens. „Gedanken" waren. Ich wollte die Zeit nicht annehmen und sagte. Z . und zwar in der Brust. die er mich fragte und die ich nicht wiedergeben kann.

Über das. Ich versuchte mir etwas auszudenken. daß G.Auf der anderen Seite des Hauses war eine andere große Veranda. was nachher geschah. In Wirklichkeit waren G. und die anderen zu dieser Zeit beim Abendessen auf der großen Veranda. aber obgleich ich versuchte. hörte mich und antwortete mir. dann verlor ich es wieder. und auch meiner eigenen Lage. sondern antwortete auch in Gedanken. begann in mir wieder eine merkwürdige Aufregung. recht hatte. Von da aus ging ich in den Wald. daß es das.. in Wirklichkeit nicht gab. sehr stark. der mir wie der Gipfel der Widersprüche und des inneren Drangsais vorkam. was sie als eine Tatsache bestätigen würde. in einem Augenblick. Bei dieser Gelegenheit hörte ich nicht nur. Bald nachdem ich ins Bett gegangen war. wenn ich ihm dieses andere zeigte. Aber ich hatte etwas anderes gefunden. alle anderen seien bereits zu Bett gegangen. Aber für mich selbst war es unbezweifelbar. Irgend etwas sehr Seltsames war an dieser Unterredung. ganz in der Gewalt der außerordentlichsten Gedanken und Gefühle.'s Stimme in meiner Brust. Ich wußte. gesagt hatte. ging in mein eigenes Zimmer und legte mich nieder. was ich für fest und zuverlässig in mir gehalten hatte. daß er mir nicht glauben und daß er mich auslachen würde. durchblitzte mich ein Gedanke. wo die übrigen saßen. war es bereits dunkel auf der kleinen Veranda. G. kann ich nur sehr wenig berichten. mein Puls fing stark zu schlagen an und ich hörte wieder G. und S. Schließlich. was er über mich sagte. was G. Als ich zu dem Haus zurückkehrte. und spätere Ereignisse zeigten mir. Lange Zeit saß ich in einer Art Lichtung und rauchte. Schließlich konnte es eine „Einbildung" oder ein Wachtraum sein. So ging es für ein oder zwei Stunden weiter. in dessen Folge ich sehr schnell zu einem klaren und richtigen Verständnis all dessen gelangte. 386 . und G. obwohl sich dann erst die Hauptsache ereignete. Manchmal schien es mir. sprach gerade mit Z. Dann berührte mich irgend etwas. Ich nahm an. Ich sah ein. daß ich recht hatte. ich hätte etwas gefunden. konnte aber nichts finden. Dort spazierte ich lange Zeit im Dunkel umher. und ich sprang von meinem Stuhl auf und ging in den Garten.

konnte ich nichts finden.G. daß man Angst hat. es sei eine Unterredung. war sehr stark und völlig neu und ganz anders wie alles andere. Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen. warte und nicht lange warten werde. Es war keine Furcht. Sie sind jetzt müde". sagte seine Stimme. „Nun gut. die später als „Beweise" hätten dienen können. „Sie sind jetzt müde. Nach einer langen Pause fragte mich G. was gestern nacht geschehen ist". etwas Konkretes zu fragen. ich glaube. y Ich empfand. Aber das Gefühl. so daß ich kein einziges Wort artikulieren konnte. wo wir am vorhergehenden Abend gesessen hatten. etwas." Und seine Stimme schwieg. was wichtig genug war. „schlafen Sie. Am Morgen. Als ich sie erreichte. mir ein bißchen Zeit zu geben. aber ich zitterte am ganzen Köper. Ich hatte sogar den Eindruck. „Fragt ihn. sagte G. hörte ich wieder G." Ich begann etwas zu sagen. um mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. sagte er schließlich. trotzdem ich furchtbare Anstrengungen machte. hätte ich mich selber fragen und auch beantworten können. als ich auf die kleine Terrasse herauskam. 387 . daß er konkrete Antworten vermied. Und gewisse Fragen. weil ich eine be* jahende Antwort geben wollte. Aus irgendeinem Grunde ärgerte mich dies. brachte plötzlich alle meine Gedanken und Gefühle zu einem Stillstand. was mich sofort aufmerken ließ. was jeden Zweifel an der Wirklichkeit der Unterredung oder seiner Teilnahme daran aufgehoben hätte. die ich ihm stellte und auf die er antwortete. drei unserer Leute waren bei ihm. Ich drehte mich um und ging zur Terrasse. ich bat ihn zu warten. daß G. wir werden dies bis zu einem späteren Zeitpunkt lassen. jedenfalls nicht eine bewußte Furcht. „Ein andermal". als ob er auf eine Antwort warte. im Garten zwanzig Meter weg an einem runden Tisch.'s Stimme in meiner Brust. dann hielt er an. und irgend etwas lahmte mich buchstäblich vollständig. bei der man weiß. saß G. Was er sagte. und auf eine oder zwei meiner Fragen gab er absichtlich unbestimmte Antworten.

Während dieser drei Tage führten wir viele Gespräche über die verschiedensten Themen. wollte auch gar nichts reden. Ich wandte ihm meine Augen zu. die ich auf gewöhnliche Weise nicht finden könnte. der mich manchmal zu bedrücken begann. Was konnten sie bedeuten? Können wir sie bestimmen? Können wir ihre Bedeutung verstehen? Irgend etwas begann sich in meinem Kopf zu formulieren. Und was war das Dritte? fragte ich mich.„HaitiIch hielt an und drehte mich G. das den ganzen Tag und noch länger andauerte. „Gewiß nicht". die mit uns dasaßen. Ich begann über die erste Triade des „Schöpfungsstrahls" nachzudenken. Ich setzte mich zu ihm.. sagte er. Mir kam der Gedanke in den Sinn. daß ich vielleicht in diesem ungewöhnlichen Zustand Antworten auf die Fragen finden könnte. Gleichzeitig fühlte ich eine außergewöhnliche Gedankenklarheit und versuchte. Mir schien. sagte G. sagte ich. die mir besonders schwierig erschienen waren. die eine Kraft ausmachen. konnte aber nichts sagen. über Ihre Arbeit nach. mich auf bestimmte Probleme zu konzentrieren. hatte meine Gedanken beantwortet. fragte ich G. wenn ich das Dritte benennen könnte." Die Leute. würde ich sofort alles andere verstehen. — Wille. „Möchten Sie schlafen gehen?" sagte G. laut.. „Lassen Sie es". Bewußtsein. Denken Sie lieber über sich selbst. Dann begann etwas sehr Merkwürdiges. „Wie kann ich dies loswerden? Ich kann es nicht länger ertragen". Und ich war die ganze Zeit in einem ungewöhnlichen Gefühlszustand. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg". Er lächelte. 388 . „Wo gehen Sie hin? Setzen Sie sich hierher!" sagt er mit seiner gewöhnlichen Stimme. Wir blieben noch drei weitere Tage in Finnland. und er schaute mich an. zu. verschwand alles. G. sahen uns verwundert an. über die drei Kräfte. aber als ich versuchte. „Sie können jetzt nicht die Antwort finden. es in Worte zu fassen.

die ich zu jener Zeit sagte. schlief. um ihn zu verabschieden. Aber er ging weiter. Und ich war über viele Dinge in mir selbst überrascht. Nach ihm kam ein anderer Schlafender. vieles hatte überhaupt keine Beziehung zur Wirklichkeit. Es war eine unbezweifelbare und deutliche Empfindung. Zweifellos erfand ich sehr viel. Alle um mich herum schliefen. Er fuhr ab.'s Abreise ging ich die Troitskystraße entlang. G. ging er sichtlich in Träumen versunken. was er in seinen Träumen sah. der auf mich zukam. Dies erfordert eine besondere Erklärung. Petersburg. Aber das Wunderbare war noch längst nicht zu Ende gekommen. Und während dieser Zeitspanne sah ich von Zeit zu Zeit „schlafende Menschen". wenn ich ihn lange genug anschauen würde. benutzen Sie es. das heißt verstehen könnte. Eine ziemlich große Gruppe war zusammengekommen. Zweifellos „schlieft' ich in manchen Augenblicken. wobei ihm diese wie Wolken über seinem Gesicht hingen. Wieder spät am Abend dieses Tages gab es neue und sehr merkwürdige Erscheinungen. seine Träume sehen könnte. Viele Dinge. w a s Sie wünschten. daß ich. Hiernach folgte eine merkwürdige Zeit. während ich ihn im Abteil des nach Moskau fahrenden Zuges sah. die ich gesagt hatte. Ein schlafender Iswostschik fuhr vorbei mit zwei schlafenden Insassen.„Was fragen Sie dann? Dies ist es. Sie dauerte etwa drei Wochen an. Plötzlich fand ich mich in der Lage des Prinzen im „Dornröschen". Zwei oder drei Tag-e nach G. fuhr nach Moskau und wir gingen direkt vom Finnland-Bahnhof zum NikolajewskyBahnhof. Später war es sehr merkwürdig. mich an die Dinge zu erinnern. Schließlich fuhren wir nach St. In diesem Augenblick schlafen Sie nicht!" Ich glaube nicht. und plötzlich sah ich. daß der Mann. 389 . müssen meine Gefährten bei diesem merkwürdigen Abenteuer sehr überrascht haben. Es kam mir in den Sinn. Vieles glich dem Schlaf. Darüber konnte überhaupt kein Zweifel sein. und ich „unterhielt" mich mit ihm. daß dies ganz wahr war. Trotzdem seine Augen offen waren.

sich ihrer selbst zu erinnern. täglich zu beobachtenden Dinge überschreitet. hörte ich auf. was genau geschehen war. die Zukunft voraussehen. was ich während dieser drei Wochen sagte und dachte. chemische oder meteorologische Erscheinungen untersuchen kann. Es ist vollständig absurd zu glauben. die ich früher nie gesehen hatte. was es bedeutete: viele Dinge können mit unseren Augen gesehen werden. mich meiner selbst zu erinnern. Darüber konnte kein Zweifel bestehen. die wir gewöhnlich nicht sehen. fähig wurde. Aber alles in mir war auf den Kopf gestellt. Am nächsten Tage wiederholten sie sich sehr schwach. wie „Telepathie". wie man elektrische. das heißt ich hatte Dinge in mir gesehen. der ich vordem gewesen war. meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. war folgende: keine Erscheinung einer höheren Ordnung. Und obgleich ich später wieder der gleiche wurde. die das Gebiet der gewöhnlichen. konnte ich nicht umhin zu wissen. daß dies geschehen war. Diese Empfindungen dauerten einige Minuten. Erscheinungen höherer 390 . keine Erscheinung der Art. Später wa-r wieder alles wie gewöhnlich. Wenn die Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. das heißt keine Erscheinung. Und es besteht kein Zweifel. „schlafende Leute" zu sehen.Es war mir klar. als ich genug Kraft hatte. kann mittels gewöhnlicher Mittel in einem gewöhnlichen Bewußtseinszustand wie eine physische Erscheinung beobachtet oder untersucht werden. nämlich den Dingen und meiner Umgebung nicht zu erlauben. Aber ich hatte mich selbst gesehen. Ich erzählte nur einigen unserer Leute von diesen Experimenten. mediumistische Erscheinungen und so weiter könnten auf die gleiche Weise untersucht werden. Erscheinungen einer höheren Ordnung. weil ich offensichtlich selbst eingeschlafen war. daß ich durch den Versuch. Eine Sache. diese Empfindungen für so lange zu verstärken und zu verlängern. Ich konnte mir keine klare Rechenschaft darüber ablegen. und zwei von ihnen hatten ähnliche Erlebnisse. die manchmal „metaphysisch" genannt wird. „Hellsehen". nicht zerstreut zu werden. Aber ich machte sofort die Entdeckung. daß viel Phantasie in dem war. die ich damals ganz klar verstand. und ich konnte nichts vergessen. als sie versuchten.

die im Gegensatz zu den Zielen stehen. sondern daß sie das Ergebnis der Gefühle waren. daß ich irgendwo sehr tief in mir selbst den esoterischen Grundsatz der Unmöglichkeit der Gewaltanwendung verstand. in verschiedenen Formulierungen meiner Ziele. Und die. Die erste Tatsache. Ich kann nur sagen. Gewalt zur Erreichung irgendeines. im Zusammenhang standen. Der zweite interessante Schluß. der bis zu diesem Zeitpunkt der Hauptzug meiner Haltung gegenüber dem Leben gewesen war. zu dem ich kam. zu den gleichen Schlüssen gelangt. Diese Wandlungen selbst zu beschreiben. mehr meine Gemeinschaft mit ihnen zu spüren. Und später sah ich deutlich ein. für die sie angewandt werden. war die Schwächung meines außerordentlichen Individualismus. warum dies unmöglich ist. ist sehr schwer. die ich in verschiedenen Ansichten von mir. das heißt Ergebnisse. 391 . daß in überhaupt allem gewalttätige Mittel und Methoden nur negative Ergebnisse zeitigen können. Von da an begann ich. Viele Aspekte hiervon wurden mir erst später klar.Ordnung erfordern für ihre Untersuchung und ihr Studium einen besonderen Gemütszustand. ähnelte dem Anschein nach Tolstois Nicht-Widerstand-Leisten. nämlich die Nutzlosigkeit. wenn dies ohne genauere Bestimmung gesagt werden kann. Und dies schließt jede Möglichkeit von „richtig durchgeführten" Laboratoriumsexperimenten und -beobachtungen aus. über meine Umgebung und besonders über die „Handlungsmethoden" in mir vollzogen. ganz bestimmte Wandlungen in meinen Ansichten über mich selbst. die ich im Heuen Modell des Weltalls im Kapitel „Experimentelle Mystik" beschrieben habe. Ich sah mit unbezweifelbarer Klarheit ein und verlor auch später niemals ganz dieses Gefühl. zweite Tatsache war. ist viel schwieriger zu beschreiben. daß sie in keiner Weise mit dem. ganz gleich welchen Zieles anzuwenden. Wünsche und Sehnsüchte bemerkte. Ich war früher nach eigenen Experimenten. die ich feststellen konnte. was in Finnland gesagt wurde. Er bezieht sich auf eine Veränderung. Wozu ich gekommen war. aber nun verstand ich auch den Grund. die ich dort erlebt hatte. mehr die Menschen zu sehen. daß sich zu diesem Zeitpunkt gewisse.

„Wenn dies der Fall war. sagte einer von uns. als G. sondern von einem praktischen Gesichtspunkt zu dieser Überzeugung gekommen war. „Piotr Demianowitsch". sagte ihm G. Bei diesem Besuch lag der Schwerpunkt der Gespräche im „Hauptzug" oder „Hauptfehler" von einem jeden von uns. „Der Hauptzug. wie Sie es beschreiben. ob es wahr sei. wie G. sagte G. ist viel schlimmer. den ich in mir kenne. daß das. weil der „Piotr Demianowitsch" jedes Menschen sich sozusagen „um seinen Hauptzug" bildet. daß er recht habe. Aber ich bestreite nicht. G. daß der Betreffende mit ihm nicht übereinstimme. tatsächlich mein Hauptzug ist". ihn immer nannte. was genau in Finnland geschehen war. was Sie sagen. was mich beängstigt hätte. zeige. „Ich stimme nur damit nicht überein. daß ihm die Tatsache. nicht vom Ständpunkt dessen. Das nächste Mal.. „wenn Sie 392 . genau wie ich meinen Hauptzug „Ouspensky" nennen könnte oder. Bei manchen Leuten kann dieser Zug so unter verschiedenen formalen Äußerungen verborgen sein. gegebenen Bestimmung seines „Hauptzuges" einverstanden war. Dabei kann es keinen Irrtum geben. war es Anfang September. weil ich nicht von einem ethischen. Und dann kann ein Mensch sich selbst für seinen Hauptzug nehmen. daß Sie nicht bereit waren". Petersburg kam. bedeutet das. Er erklärte nichts weiter. Bei dieser Gelegenheit erkannte ich. sondern was wirksamer und angebrachter ist. daß die Menschen mich so sehen mögen. war sehr geschickt in der Bestimmung der Hauptzüge. Wenn irgend jemand nicht mit der von G. daß er fast unmöglich zu finden ist. daß nicht jedermanns Hauptzug bestimmt werden kann. was besser oder schlechter. und warum ich Angst gehabt habe. so sagte G. immer." „Sie wissen überhaupt nichts von sich". daß er etwas gesagt habe. Ich versuchte ihn zu fragen. nach St.aber es war keineswegs Nicht-Widerstand-Leisten.

Und die anderen Menschen sehen Sie sicherlich auf die Art. existieren Sie überhaupt nicht. „Die Mitmenschen sehen den Hauptzug eines Menschen. ^. und ihn zerstören. mit der G. wie die Menschen Sie sehen. daß er überhaupt nicht existiere." Hiermit begann ein langes Gespräch über die Eindrücke. und wie er einen wünschenswerten oder einen unerwünschten Eindruck hervorrufen kann. gegen diesen Hauptzug anzukämpfen. Das war schon nicht mehr Psychologie. das war Kunst. sagte G. Wenn Sie das. Nehmen Sie zum Beispiel Spitznamen. Spitznamen bezeichnen manchmal sehr gut den Hauptzug. wie diese Sie sehen.etwas wüßten. die ein Mensch auf andere macht. betonte diese Worte. sondern jeden Eindruck. ich sehe Sie nicht". den Sie machen möchten. Aber wenn Sie so wie jetzt sind. wie verborgen dieser auch sein mag. als Ihren Hauptzug annehmen. wie ich es Ihnen sagte. was ich Ihnen gesagt habe. den Sie jetzt auf sie machen. so werden Sie verstehen.äußeres Sich-Richten' geben. seiner sei. „Sie verstehen. Aber Sie sehen nicht. sagte G. solange ein Mensch in seinem Hauptzug festsitzt".. „so werden Sie auf die Menschen nicht den Eindruck machen. daß Sie immer so sind. „Das heißt nicht. uns den Hauptzug darstellte. antwortete G.Es kann kein richtiges . das heißt seine unwillkürliche Äußerung zerstören". „Psychologie kann niemals nur eine Wissenschaft sein. Wie kann er sich nach irgend etwas ödet irgend jemandem richten?" Ich war erstaunt über die künstlerische Vollendung. er nannte einen unserer Gruppe. G. daß er nie zu Hause ist. „Zum Beispiel Soundso". Natürlich können Sie ihn nicht immer in Worten definieren.inneren" und „äußeren Sich-Richten". „Sein Hauptzug ist." Einem anderen von uns sagte er auf die Frage nach dem Hauptzug." Das Gespräch über die Eindrücke brachte uns wieder zu dem ^. „Und Psychologie sollte Kunst sein"." 393 . dann würden Sie nicht diesen Zug haben. Und wenn Sie einen Weg finden. Aber ihre Definitionen sind oft sehr gut und treffend.

G. Zu dieser Zeit wohnte G. er habe kein Schamgefühl. Er hatte sich stark erkältet. mit jedem über alles zu streiten. Niemand konnte umhin. er wäre in der öffentlichen Bibliothek gewesen und hätte die enzyklopädischen Wörterbücher von vier Sprachen nach der Bedeutung des Wortes „Gewissen" durchgesehen. Am folgenden Tag kam der Betreffende und sagte. Er fügte hinzu.kein Gewissen habe. Aber es hat keinen Sinn. und wir trafen uns bei ihm in kleinen Gruppen. sein Hauptzug sei eine Neigung. sagte G. machte nur eine Handbewegung. zwischen zwei Stühlen zu sitzen. er würde mit jedem von uns einzeln reden und jeder 394 . Wer nicht aufwachen will. sagte er. an dem er das Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern ausgeführt und der um Himbeermarmelade gebeten hatte — sein Kennzeichen sei. es habe keinen Sinn. „Sie wissen jetzt schon". erklärte einem anderen in unserer Gruppe — es waf der Mann in mittleren Jahren. und sofort machte dieser einen ganz komischen Witz über sich selbst. gegen ihre Mechanisiertheit und den Schlaf anzukämpfen." Er sagte. „Aber ich streite doch nie!" antwortete der Mensch sofort sehr heftig. den soll man jedenfalls gut schlafen lassen. Dem anderen Mann. denn eine halbernste Haltung könne überhaupt kein Ergebnis zeitigen. Einmal sagte er. in einer Wohnung an der Liteiny in der Nähe des Newsky. „daß man nichts Schreckliches von Ihnen verlangt.. daß ei. seinem Gefährten im Experiment. daß er die Arbeit nur mit denen fortsetzen würde. ob wir mit ihm weitergehen und arbeiten wollten. alle Versuche in dieser Richtung aufzugeben. die einen bestimmten und ernsten Entschluß faßten. Wir müßten eine bestimmte Entscheidung treffen.Einem anderen sagte er. zu lachen. oder ob es besser sei. daß wir so weitermachten. G.

Niemand wußte. das heißt gegen ihre Mechanisiertheit zu kämpfen. 395 . „Sie glauben vielleicht. so irren Sie sich in beiden Fällen gewaltig. Aber in Zukunft werde ich nur mit denen arbeiten. sagte. G. mit sich selbst zu kämpfen. so ist dies nur deswegen. „oder vielleicht glauben Sie. Sie sollten jetzt schon besser begreifen. ob Sie sich auf dem gleichen Weg wie ich befinden oder nicht. Mit einigen sprach er sehr lange. es schien uns wie durch eine Art Magie." Damit endete dieses Gespräch. die sich fest entschlossen haben. die ich tun könnte. was G. „Wir machten aus allem ein Geheimnis". daß es nichts anderes gibt. und nur bei manchen Gelegenheiten verlor er sich in einer formalen Haltung oder in „buchstäblichem Verstehen". ein Mißverständnis von seiner Seite und bei den übrigen Gruppenmitgliedem einen Mangel an Sympathie und Gefühl sahen. mit anderen nicht so lang. bestand die Prüfung in Ehren und wurde schnell ein sehr tätiges Mitglied unserer Gruppe. den ich in Verbindung mit den Experimenten der Teilung von Persönlichkeit und Wesenskem erwähnte. Und wenn ich meine Zeit hierauf verwende. Und nur die Menschen können für mich nützlich sein. das heißt G. sagte er. irgend etwas zu verstehen. die plötzlich. und sollten jetzt auch schon einsehen. der Mann im mittleren Alter. woher es kam. Wenn ja. weil ich ein bestimmtes Ziel habe. aufhörten.. daß dies mir viel Befriedigung gibt". warum er. worin mein Ziel besteht. wovon G. Wir hätten G. Ihre Haltung war zuerst mißtrauisch und argwöhnisch und wurde dann sogar sichtlich feindlich gegen fast alle. und alle waren über die merkwürdigen und ganz unerwarteten Anklagen sehr erstaunt. P-. und in allem. Es gibt sehr viele andere Dinge.'s Unterredungen mit Mitgliedern der Gruppe dauerten ungefähr eine Woche. Ich will nichts weiter sagen. Schließlich verblieben fast alle. was ich tun könnte. die für mich bei der Erreichung meines Zieles nützlich sein können.müsse ihm einen ausreichenden Grund aufzeigen. wir sagten ihnen nicht. Nur zwei fielen ab. in ihrer Abwesenheit gesprochen hatte. sich um ihn kümmern solle.

sagte er. brachten sofort eine ganz neue Atmosphäre mit sich. „sondern Sie 396 . sagte ihnen G. anspruchsvoll. und ich müßte von Ihnen lernen.gerade damals die meisten von uns sich in einem sehr intensiven Gefühlszustand befanden und diesen zwei protestierenden Mitgliedern unserer Gruppe besonders gut gesinnt waren. Wir würden ihm alle unsere Gespräche mit ihnen berichten. habe aufgehört. Wir hätten G. Dies ist ein Gesetz. Wenn es sich nicht so verhielte. da wir alle Tatsachen verstümmelten und uns bemühten. alles in einem falschen Licht darzustellen. Wir waren über diese und ähnliche Reden sehr überrascht. damit er ihnen nußtraue.über sie Geschichten erzählt. „vollständig gewandelt". „Wie hoch sie die Arbeit schätzen". nicht getäuscht werden. die uns bisher i fremd gewesen war. Und dies war besonders merkwürdig." „Wie sollen wir mit ihnen sprechen und wie können wir ihnen helfen. dann würden Sie nichts von mir lernen. wäre ein ganz anderer geworden. „und was für ein ärmlicher Idiot ich von ihrem Gesichtspunkt aus bin! Wie leicht ich doch zu täuschen bin! Sie sehen. nun wäre er scharf. der die Arbeit lehrt. als wir ihm erzählten. wenn ich will. als es war. daß wir ihm nach ihrer Meinung immer „falsche Eindrücke" über sie berichteten. sie haben aufgehört. falsche Eindrücke über sie vermittelt und ihn veranlaßt. ihm die Wahrheit zu sagen. Ich kann Sie täuschen. In der Arbeit kann der.. alles g-anz anders zu sehen. die Angst hätten. Aber Sie können mich nicht täuschen. die heuchelten. Sie . das Wichtigste zu verstehen. der er früher zu sein pflegte. Er lachte sehr. weil . über sie zu reden. er ziehe es vor. „Nicht nur können Sie nichts tun". Viele Male versuchten wir. Gleichzeitig habe sich G. welches aus dem über Wissen und Sein Gesagten hervorgeht. mit G. von den Menschen die Wahrheit zu verlangen. habe alles Gefühl und alles Interesse für einzelne verloren. wodurch wir ihn zu Irrtümern veranlaßten. ganz verschieden von dem. zur Gruppe zurückzukommen?" fragten einige von uns G. Leute um sich «zu haben. sich gegenseitig schöntäten und gleichzeitig die anderen ausspionierten.

Das bedeutet mehr und mehr lügen. Der Hauptgrund hierfür ist. sie könnten zwischen zwei Stühlen sitzen. ihre eigene Wertschätzung von Ideen und Menschen zu haben. wird es jetzt zehnmal schwieriger sein. sie glauben dies natürlich nicht bewußt. und Sie werden sehen..nehmen eine andere 397 . das heißt sie haben es einmal eingesehen. was ich sage. als ob sie fähig wären. „Warum wandelte sich ihre Haltung gegenüber uns allen und gegenüber Ihnen so plötzlich und unerwartet?" „Für Sie ist es der erste derartige Fall". zurückzukommen. um zu lernen. „Und was ist es. was für sie schädlicher ist als alles andere. Aber später werden Sie erkennen. Schon jetzt »nehmen sie eine Sache an' und . was sie vor allem zu behalten wünschen? Erstens das Recht. andere zu beschuldigen. daß alles. Es muß zerstört werden und kann nur durch Leiden zerstört werden. aber es kommt auf das gleiche heraus. „und darum scheint es Ihnen merkwürdig. sie könnten das Neue erwerben und das Alte behalten. was Sie über mich und sich selbst gehört haben. daß es immer auf die gleiche Weise geschieht. über mich und jeden anderen Urteile abzugeben." „Wie konnte dies geschehen?" fragten andere ihn. Wenn es vorher für sie schwer war.sollten es auch nicht versuchen. Und dann muß es eine vollständig freiwillige Entscheidung sein. das heißt. etwas. Es ist immer sehr schwer. Aus diesem Grund sind sie gekommen. irgend etwas zu beurteilen. daß es sehr oft vorkommt. Verstehen Sie doch. Versuche der Selbst-Rechtfertigung sind: Versuche. sich selbst zu erkennen. sagte G. Und dies zeigt sich sofort in ihrer Haltung gegenüber den Ideen und dem. um sich selber im Recht zu fühlen. Aber im nächsten Augenblick vergessen sie dies alles. sie beginnen. um zur Selbsterkenntnis und zum Verstehen zu gelangen. Und gewöhnlich denken die Menschen. weil Sie durch solche Versuche die letzte Chance vernichten. sie bringen in ihre Arbeit schon ihre eigene lumpige subjektive Haltung mit. daß man nicht zwischen zwei Stühlen sitzen kann. die die zwei noch haben. Sie sind Toren und sie wissen es schon. die ohne irgendwelche Art von Überredung oder Zwang zustandekommt.

alle anderen Mitglieder der Gruppe sind Toren. und sogar wenn sie zurückkommen wollten. was er später sagen wird. in einer Sache trauen sie mir. Sie verspüren sogar keine Verlegenheit.arbeiten' zu können. Wenn ein Mensch irgend etwas in dieser Richtung sagt. „Und beachten Sie ein Weiteres." 398 . und der eine unterstützt den anderen gerade in seinen Schwächen. Idioten. würde ich nur einen von ihnen und nicht den anderen aufnehmen. Aber wenn sie selbst verrückte Dinge tun.Geschnatter' beginnt — neue Theorien und neue Erklärungen. es in Beziehung auf sich selbst zu sehen. Es ist schwer.Arbeit' verbunden werden kann. beginne ich über Dinge zu reden. daß sie sich einbilden. was andere sagen oder tun. unter solchen Bedingungen . in dieser Haltung mit mir und anderen zu sprechen. „Und das Komischste hierbei ist. weiß ich schon alles. in einer anderen Sache trauen sie mir nicht. jeder für sich selbst. von denen ich gar nichts weiß. Wären sie getrennt. aber welche sie besser als ich wissen und verstehen. Tatsächlich ist dies vollständig unmöglich. Jetzt. setzen sie sofort etwas eigenes an deren Stelle. oder sogar von denen ich keine Ahnung habe. das heißt ohne mir in allem zu trauen und ohne alles anzunehmen. Und sie verstehen nicht einmal. hören sie sofort auf. Ein . Nun kann einer ohne den anderen nicht zurückkommen. dem einen stimmen sie zu. ihre Lage zu erkennen und zurückzukommen. die weder mit der Arbeit noch mit meinen Ausführungen etwas gemein haben. das andere lehnen sie ab. daß dies mit irgendeiner Art . Sie beginnen in allem. Und so weiter und so fort wie eine Drehorgel. sein Lied ausgesungen ist. aber sehr leicht. wenn ein Mensch diese Saite anschlägt. sie sind Freunde. den Hügel zu erklettern. in diesem Moment. Sie sind ein Paar. daß. daß die Menschen dies bezüglich anderer sehen können. ihn herunterzurutschen. Indem sie etwas nicht annehmen oder einer Sache mißtrauen. Fehler und Ungenauigkeiten zu finden und ebenso in allem. Und auch Sie werden es aus den Folgen kennenlernen. so wäre es leichter für sie. Dies ist ein Gesetz. Und in der Hauptsache denken sie.Sache nicht an'. Es ist spaßig. Aber sie sind ein Paar. was ich sage oder tue.

das . aber wenn ich der Wichtigere bin. Und es war nichts Bedrückendes oder Unangenehmes in diesem Schweigen. Sie kamen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür. rauchten und sprachen oft stundenlang kein einziges Wort. Vor allem hatten alle Leute. sie hängen aneinander und hindern sich gegenseitig. abweichen. eine gezwungene und erfundene Rolle zu spielen. sich selbst zu fragen. muß er seinen Freund verlassen und allein zurückkommen. Das allein war schon ungewöhnlich. „Im augenblicklichen Fall nur.. und es zeige unsere schlimmsten Eigenschaften. in Moskau. andere fanden es dumm. im Gegenteil.Schweigen" sei gegen sie gerichtet.. Und dann später mag der andere zurückkommen. es gab ein Gefühl der Sicherheit und der Befreiung von der Notwendigkeit. um den ersten zu befähigen." Im Oktober war ich mit G. komisch. sie glaubten.'s Schüler waren — keine Angst zu schweifen. und ihnen zu verstehen zu geben. wie Menschen das Schlimmste tun. wer für ihn wichtiger sei. Wenn er wichtiger ist. Aber ich sage Ihnen. entschloß sich sogar. P. Andererseits waren andere beleidigt. daß es sich nicht einmal lohne. 399 . wenn sie von dem. mit ihnen zu reden. die Reaktion verschiedener Menschentypen auf das „Schweigen" zu verzeichnen. wie sehr G. was sie überhaupt tun können. Aber auf zufällige und neugierige Besucher machte dieses Schweigen einen außerordentlich merkwürdigen Eindruck. der uns „unterdrücke".„Warum?" fragte ein Anwesender. was für sie gut ist. erstaunte mich durch ihre besondere Atmosphäre. vor allem unsere Schwäche und unsere vollständige Unterordnung unter G. in der alle Böden und Wände im östlichen Stil mit Teppichen und die Zimmerdecken mit Seidengehängen bedeckt waren. die hinkamen — die alle G. dann gibt es nichts weiter zu reden. Seine kleine Wohnung auf der Bolschaja Dmitrowka. „unnatürlich". Dabei wurde mir klar. ich oder sein Freund. um ihnen zu zeigen. „Das ist eine ganz andere Frage". setzten sich. Sie begannen zu reden und redeten unaufhörlich. aufzuhören. als ob sie Angst hätten. sagte G.'s Schüler ihnen überlegen seien.

Aber sofort. gründet. Mir wurde klar. wenn er ruhig ist. daß sie genau wie ich empfanden und kaum fähig waren. Und nachdem er eine Zeitlang dagesessen war.daß die Menschen das Schweigen mehr als alles andere fürchten und daß unsere Neigung. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. ihn anzusehen. Er erfand das alles auf der Stelle. den ich schon vorher getroffen hatte und der manchmal zu G. wobei ihn sein Gegenstand mehr und mehr fortriß. Es war mir peinlich. eine Art Selbstverteidigung ist und sich immer auf ein Nicht-bereit-Sein. so bemerkt er die Betonungen der anderen nicht und ist unfähig. unser Leben zu beschreiben. wie er lüge. etwas einzusehen. immer zu reden. mit der wir sprachen. Es war dort nicht möglich zu lügen. das heißt etwas aufwacht. wie er gerade einen Menschen getroffen habe. und die „Betonung". die wir im Sommer gemacht hatten. Einmal kam ein Bekannter von G. würde er erkennen. Ich blickte auf die anderen und sah. begann unser Gast zu erzählen. der ihm einige außerordentlich interessante Dinge über den Krieg. ihr Lächeln zu unterdrücken. um zu beginnen. einfach weil er das Schweigen nicht ertragen konnte. daß auch in diesem Fall das Ganze in der Betonung lag. Eine Lüge wurde dort sofort offensichtlich. Er hatte niemanden getroffen und niemand hatte ihm irgend etwas erzählt. wenn wir die Tatsachen zu verbergen suchten.. und er bemerkte überhaupt nicht die Blicke. Mir schien es. Plötzlich empfand ich. erkennbar und greifbar.'s Wohnung. Außer mir waren noch zwei oder drei Menschen in der Wohnung. Sehr schnell bemerkte ich eine noch überraschendere Eigenheit von G. daß er log. wenn ich ihn anblickte. G. sehr schnell zu reden. daß ich sähe. Dann blickte ich wieder auf den Sprechenden und sah.'s Gruppen kam. daß er allein nichts bemerkte und fortfuhr. selbst war nicht da. Dies war nicht der einzige Fall. 400 . etwas sich selbst einzugestehen. Ich entsann mich plötzlich der Versuche. über Friedensmöglichkeiten und so fort erzählt habe. Wenn ein Mensch darauflosredet oder einfach auf eine Gelegenheit wartet. hört er die verschiedenen Betonungen und beginnt die Lügen anderer Leute zu erkennen. die wir unabsichtlich miteinander wechselten.

Es schwiegen nämlich alle. Der arme A. nüt Sakuski. die mittags beginnen und bis zum Abend dauern. zu was für einer Prüfung ich meinen alten Freund gebracht hatte. machte mir nur einer. den Eindruck.'s Wohnung erinnerte mich sehr stark an mein Gefühl von „schlafenden Menschen". er gab die Meinungen aller öffentlichen Persönlichkeiten von Moskau und St. blickte so wild zu mir herüber. A. da ich fürchtete. — Er setzte A. Petersburg über alle möglichen Gegenstände wieder. A. als ich ihm von G. Ich war im Begriff zu sprechen. noch sonst jemand sprach ein einziges Wort. dann sprach er über das Trocknen von Gemüse für die Wehrmacht (womit er sich damals neben seiner Joumalistenarbeit beschäftigte). einführen. — G. Weder G. und über . Petersburg gesehen hatte. die „Materialisation von Händen" und über anderes. Mir wurde plötzlich anders zumute. bemerkte 401 . rief etwa fünfzehn seiner Leute zusammen und veranstaltete ein Essen. Dann begann er zu reden. Mit einem Wort. besonders über das Trocknen von Zwiebeln. daß ich davon absah. dann über künstliche Düngung. zu ihm zum Essen zu kommen. über Spiritismus. Mein Gefühl von mechanisch lügenden Menschen hier in G. das damals luxuriös war. obwohl er gewöhnlich mit Arbeit überladen war und von einem Ort zum anderen hastete.'s Schülern über diesen Gegenstand. Ich erzählte ihnen. die ich in den Straßen von St. lebendig genug zu sein. es war eine jener kaukasischen Mahlzeiten. erzählte.Wir sprachen verschiedene Male mit G. hielt dies für fünf Minuten aus. als ich erkannte. und mit G. war sehr freundlich zu ihm. mein alter Zeitungsfreund W. die ich während dieser Tage traf.. würde beleidigt sein. aber von all denen. Ackerbauchemie und Chemie im allgemeinen. in seine Nähe. Ich wollte sehr gern einige meiner Moskauer Freunde bei G. A. Piroschki. unterhielt ihn die ganze Zeit und goß ihm Wein ein. A. über alle unsere Verbündeten und Feinde. über Bodenverbesserung. woran ich mich jetzt nicht mehr erinnere. aber G.'s Erlaubnis lud ich ihn ein. was in Finnland geschehen war.die „schlafenden Menschen". Schaschlik. übrigens waren meine Ängste umsonst. kagetischem Wein und so fort. Er sprach über den Krieg. Aber er war sehr interessiert.

Aber er hätte es nicht einmal gemerkt. Und so sind alle. Diesmal begann G. „Natürlich die Erlebnisse. „Wenn ich fähig wäre. wenn ich ihm seine Hosen weggenommen hätte. alles übrige zu finden. G. selbst zu sprechen. Er log nicht. lachte verschmitzt. Gleichzeitig aber weiß ich. Dann schüttelte er G. in dem ich mich . Ich war sehr beschämt. weil ich kein anderes weiß. daß er glücklich am Tische sitzen blieb und. nachdem A. daß G. denn ich glaube.nichts. Und ich weiß.Erlebnisse' — ich wähle dieses Wort nur. daß diese . mit viel Gefühl die Hand und dankte ihm für seine „sehr interessante Unterredung"." Von den Moskauer Gesprächen mit G. wovon ich rede" — er nickte —. er war so von seinem eigenen Reden und seiner eigenen Gesprächigkeit hingerissen. „Was halten Sie für das Wichtigste von allem. wo er eine Gelegenheit gehabt hätte. „Den nennt man einen gescheiten Menschen. was Sie bisher gelernt haben?" fragte er mich. und so war er auf den Leim gegangen. zusammenhängt. „Da sehen Sie es". seinen Leuten eine Vorführung gegeben hatte. Wenn er nur reden kann. erinnere ich mich an eines. „von dem Gefühlszustand abhingen. Und er redete selbst die ganze Zeit. ich wäre dann fähig.Sdamals befand. was ist er denn wert? Er ist nicht mehr jung.. sie willentlich hervorzurufen und zu benützen. von dem ich schon berichtete. das mit einem anderen Gespräch in St. gegangen war. die ich im August hatte". wovon er redete. Petersburg. Er konnte natürlich nichts Derartiges erwartet haben. sagte er. Und vielleicht war dies das einzige Mal in seinem Leben. Sie hatten den armen A. Ich begriff. Und er wußte. so wäre das alles. die Wahrheit zu hören. daß sie immer davon abhängen 402 . natürlich auf seine eigene Weise. Dabei war er viel besser als viele andere. bis vier Uhr redete. der mich ansah. ohne einen Augenblick aufzuhören. was ich ersehnen könnte. zum Narren gehalten. wirklich. sonst will er nichts. sagte ich. Aber denken Sie nach. aber Sie verstehen.

sie müßten etwas opfern.Glauben'. um ihn zu erlangen. so ist es die Vorstellung vom Opfer. . das heißt er. Sie glauben. sagte G. Sie verstehen dies wörtlich. daß Opfer notwendig sind".Gesundheit' opfern. Sie müssen ihre Einbildungen opfern. was sie sich einbilden zu haben und in Wirklichkeit aber nicht haben. Aber ich fühle mich unendlich weit von diesem Gefühlszustand entfernt. würde ich sehr schnell zu diesen Erlebnissen kommen. als ob ich schliefe. wenn ein anderer. daß es von selber geschehe. „Aber wie kann das gemacht werden?" „Ich habe schon vorher gesagt. Ein Mensch mag allen möglichen Vergnügungen entsagen. von welchem ich sprach. „Erstens. daß ich eine Sekunde lang den sehr starken Wunsch hatte.Ruhe'. Was ziehen Sie vor?" Ich gestehe. Sein Leiden zu opfern. Nun haben sie aber weder Glauben noch Ruhe noch Gesundheit. was die Menschen nicht verstehen. Aber wenn es irgend etwas in der Welt gibt. dieser Zustand kann von selbst. zu sagen. sie müßten . oder ich müßte selbst etwas tun.werden. er habe es bereits einmal getan und ich müßte nun entweder warten. Zum Beispiel einmal habe ich gesagt. aber sein Leiden wird er nicht aufgeben. Aber ich sah sofort ein. sehr schwierig. „Ich will ihn natürlich selbst erzeugen". Aber das ist schwierig für sie. daß er sagen würde. Wenn ich solch einen Gefühlszustand in mir selbst hervorrufen könnte. Und man muß vom Leiden frei 403 . „Etwas anderes. Dies ist »Schlaf und jenes . jemand kann ihn in Ihnen erzeugen. All diese Worte müssen in Anführungszeichen verstanden werden. zufällig kommen. sagte G. was die Menschen opfern müssen. daß er an nichts so sehr gebunden ist wie an sein Leiden. Und drittens. erzeugte.„Ohne Opfer kann nichts erreicht werden. — Wie kann man diesen Gefühlszustand erzeugen? Sagen Sie es mir. Es ist viel leichter. wirkliche Dinge zu opfern. Sie können ihn selbst schaffen. . sagte ich. ist ihr Leiden." „Es gibt drei Wege". Tatsächlich müssen sie nur das opfern. ist auch sehr schwer. Der Mensch ist so beschaffen. was sie haben. in mir den Gefühlszustand.Wach-Sein'. Zweitens. ich zöge es vor.

Während meines Moskauer Aufenthaltes hatten mir G. Nehmen wir die neunte Skala. Ich begann nachzudenken. P.Wasserstoff4 96 dienen. all diese verschiedenen Skalen mit den verschiedenen Kosmen zu vereinigen.werden. unter anderem zeigten sie mir wieder die „Tabelle der Wasserstoffe". Keiner/der nicht vom Leiden befreit ist. hatten sie die Reduktion fortgesetzt und alles in allem zwölf Skalen aufgestellt. Hier ereignete sich ein interessanter Vorfall. der nicht sein Leiden geopfert hat." Ich blieb ungefähr eine Woche in Moskau und kehrte nach Petersburg mit einer frischen Ladung von Ideen und Eindrücken zurück. genau zu bestimmen. zeigte mir eine Tabelle. was dies bedeutet. auf Grundlage dessen es möglich wäre. Hier ist das Absolute . kann arbeiten. Und nachdem ich bei diesem Gedanken verweilt hatte. Nämlich außer den drei „Wasserstoffe-Skalen. Später muß noch viel über das Leiden gesagt werden. Nun entziffern Sie." Aber ich war unfähig. Wasser ist das Absolute für ein Stück Zucker. „Nehmen wir zum Beispiel die siebente Skala41. aber in einer beträchtlich erweiterten Form. das Prinzip zu erfassen. In solcher Form war die Tabelle kaum verständlich. die bis zur fünften Skala aufgestellt war und sich auf parallele Stufen in verschiedenen Welten bezog. aber gleichzeitig muß man damit beginnen. Ich konnte mich von der Notwendigkeit der reduzierten Skalen nicht überzeugen. sein Leiden zu opfern. „Das Absolute ist hier . sagte P. die sich auf den Menschen und die Welt bezogen. Feuer kann als Beispiel von . ob es nicht möglich sei. wie wir sie in St. Petersburg genannt hatten. wann man solch eine Skala benützen könne.'s System und Lehrmethode klarmachte. der mir vieles in G. fuhr ich in einer 404 .Wasserstoff4 384 oder Wasser. die G. Nichts kann ohne Leiden erreicht werden. Aber ich konnte nichts damit anfangen. uns vorher ausgearbeitet hatte.Wasserstoff4 96. Feuer ist folglich das Absolute für ein Stück Holz.'s Schüler verschiedene Gesetze erklärt.

H6 Hl H12 Hl H6 H12 H24 H12 Hl H6 Hl H6 H12 H24 H96 H384 Tabelle 4 H6 Hl H24 Hl H6 H6 H12 H24 H12 H24 H48 H48 H96 H192 Hl H12 H6 H48 H24 H12 H96 H48 H24 H192 H48 H24 H48 H96 H192 H384 H768 H96 H192 H384 H768 H1536 H96 H48 405 H384 H192 H96 H768 H384 H192 Hl H6 H12 H48 H24 Hl H6 H12 Hl H6 Hl H1536 H768 H384 H3Ü72 H1536 H768 H6144 H3072 H1536 H12288 H6144 H3072 H 192 H96 H48 H24 H12 H6 .

Der Stein des Anstoßes war die Beziehung der drei Kräfte l. 2? Kann ein Beispiel eines solchen Überganges in uns bekannten Erscheinungen gefunden werden? Ich fühlte. wobei ich versuchte. In diesem Zustand kam ich in i St. soweit als möglich hinauszuschieben. 3 und l. und am folgenden Tag ging ich zu unserer Zusammenkunft. von denen die erste „Wasserstoff-Skala abgeleitet war. 3. daß ich jetzt sofort etwas finden müsse. Und die ganze Zeit. 2 und die Beziehungen zwischen „Kohlenstoff^'. daß ich nicht nur nichts Neues erworben. Es war 406 . mittein. daß ich im allgemeinen aufgehört hatte. diese bei seiner Ankunft in St. die Hauptsache zu ver. während ich die Moskauer Gespräche genau überdachte. Gleichzeitig erkannte ich. Und ich verließ Moskau mit dem unangenehmen Gefühl. weil ich sie selber nicht verstand. denn wenn ich nicht erst selbst etwas fände. 2. ging eine andere durch meinen Kopf: Wie soll ich anfangen? — Was bedeutet der Übergang von l. Ich berichtete über die allgemeinen Eindrücke meiner Reise. Das ärgerte mich und j ich wußte nicht. 2. 3 in l. Aber auf dem Weg nach St. den Beginn des Gespräches über die „Diagramme". daß darin etwas Wichtiges enthalten war. während ich von einer Sache sprach.vollständig falschen Richtung fort. 3. Petersburg •j allen anderen mitteilen müsse. „Sauerstoff^' und „Stickstoff". irgend etwas von den „drei Strahlungs-Oktaven" zu verstehen. daß. bezeichneten. der von allgemeinen Fragen und Gesetzen handelte. sondern auch das Alte verloren hatte. Gleichzeitig schien es mir. nämlich was ich schon zu verstehen geglaubt hatte.'s System. wie wir den Teil von G. könnte ich den anderen nichts sagen. weil die Kosmen natürlich überhaupt keine Beziehung zu der Einteilung der Skalen haben. daß ich nicht fähig sein würde. Ich begann auf der Tafel das Diagramm zu zeichnen. was ich tun sollte. Wir hatten in unserer Gruppe eine Abmachung. i fühlte ich. wer auch immer nach Moskau führe und irgendwelche neue Erklärungen ^oder Vorlesungen höre. Petersjburg. Petersburg an.

2. Und plötzlich verband und erklärte ein einziges Wort. Später hatte ich mit G. Dies verursachte in mir eine außerordentlich starke und klare Empfindung. eine neue Wahrnehmungs. 3 und l.und Verstehensmethode entdeckt hätte.'s Darstellungsart gewöhnt. sagte ich. wenn wir in diesem Tempo fortfahren. nämlich dadurch. Und unter dem Ansporn dieser Empfindung fand ich. daß sie mir zuhörten und daß ich alles erklärt hatte. daß man anderen Leuten etwa<> erklärt. daß Beispiele oder Analogien des Überganges der Kräfte l. Sie selbst haben gesagt. und das oft. was ich sagen würde. sobald ich gesagt hatte. daß wir nur sehr wenig Zeit haben. sah ich. ist es notwendig. uns zu helfen. daß ich für einige Zeit gar nicht hörte. Aber nachdem ich meine Gedanken gesammelt hatte. so zu han- 407 . ein Gespräch über verschiedene Skalen. daß noch viele andere Schwierigkeiten vor uns liegen. 3. sogleich Beispiele hierfür sowohl im menschlichen Organismus und in der astronomischen Welt als auch in der Mechanik der Wellenbewegungen. daß es nötig sei. weil nur wenig Zeit da ist und noch mehr Schwierigkeiten vor uns liegen." Ich sah ein. und wir werden sie niemals lösen. diese rascher zu lösen? Sie wissen.das Diagramm der Strahlungen in drei Oktaven: das Absolute — Sonne — Erde — Mond. das mir in den Kopf kam und das niemand in Moskau ausgesprochen hatte. was über das ihnen bereits Bekannte hinausginge. als ob ich für mich selbst neue Möglichkeiten. „Würde es nicht einfacher sein. Ich empfand in diesem Wort soviel. „Wir verschwenden unsere Zeit auf Rätselraten". deren Zweck ich nicht verstand." „Gerade aus dem Grunde. was ich sagte. sich dieses Diagramm als ein sich bewegendes vorzustellen. was ich selbst auf dem Weg zur Versammlung nicht verstanden hatte. bei dem die Glieder der Kette wie in einem mystischen Tanz Platz wechselten. 2 in der wirklichen Welt gefunden werden müssen. alles: „Ein sich bewegendes Diagramm. Wir waren bereits an diese Terminologie und an G. Aber ich wußte überhaupt nicht.

Manchmal kann man etwas aus Witzen lernen. aus Geschichten.dein. „Wenn Sie vor diesen Schwierigkeiten schon Angst haben." 408 . aber nicht wartet. Und Sie möchten. so tun als ob. wenn nötig stiehlt. Sie müssen wissen. sagte G. wie man es nimmt. das Gespräch auf bestimmte Dinge bringen. daß irgend etwas in den Schulen in einer vollständigen Form gegeben wird? Sie betrachten das sehr naiv. wie ich es tue". wie wird es später sein? Glauben Sie. bis jemand kommt und es einem gibt. Sie müssen schlau sein. wenn es nicht gegeben wird. daß alles sehr einfach sei. Das ist nie der Fall.

wenn die formellen Vorlesungen beendet waren. gebrauchte G. nannte er subjektiv. „Eine der zentralen Ideen objektiven Wissens". unweigerlich in all seinen Gesprächen mit uns zurückkam. zu vermitteln. Das erste war die Frage der „Selbst-Erinnerung" und die Notwendigkeit dauernder Arbeit an sich selbst. um dies zu erreichen. indem ich zum Teil Aufzeichnungen. auf die G. und zum Teil meine eigenen Aufzeichnungen der Petersburger Gespräche benütze. zu denen Außenstehende zugelassen wurden. Wissen vom All. alle wissenschaftlichen Theorien. sagte G. und das zweite war die Frage der Unvollkommenheit unserer Sprache und der Schwierigkeit. das einen „objektiven Bewußtseinszustand" begleitet. indem er die Einteilung in „subjektive" und „objektive" Bewußtseinszustände zur Grundlage nahm. das Folgende.V I E R Z E H N T E S KAPITEL E s gab einige Punkte. All unser gewöhnliches Wissen. mit unseren Worten „objektive Wahrheiten" zu vermitteln. die von der Beobachtung uns zugänglicher Tatsachen in subjektiven Bewußtseinszuständen abgeleitet werden. die den Inhalt und die Bedeu- 409 . der Einheit in der Vielheit. Wie ich schon früher erwähnt habe.. Ich will versuchen. die Ausdrücke „objektiv" und „subjektiv" in einem besonderen Sinn. die einige von G. Von ältesten Zeiten an haben Menschen. Wissen von Dingen an sich.'s Moskauer Schülern machten. das war für ihn objektives Wissen. Wissen auf Grund alter Methoden und Beobachtungsprinzipien. soweit ich mich daran erinnere. „ist die Idee der Einheit von allem. das auf den gewöhnlichen Methoden der Beobachtung und der Nachprüfung von Beobachtungen beruht. Wissen.

die dieses Wissen ausdrücken. welche die Menschen auf die Stufe des . erhalten. Die Formen. . mußte die Idee in Formen gefaßt werden. die dieses Wissen besaßen. In solchen Fällen mußte die Idee der Einheit von allem als die grundsätzliche und zentrale Idee dieses Wissens zuerst vermittelt werden. Um dies durchzuführen. „Versuche sowohl der einen als auch der anderen Art. einen Weg zu finden. die danach strebten. denen diese Idee vermittelt wurde.tung dieser Idee verstanden und in ihr die Grundlage objektiven Wissens sahen. müssen es verstümmeln und an Stelle der Wahrheit mehr und mehr Täuschungen erzeugen. die Einheit von allem zu sehen und zu fühlen. wie zum Beispiel in philosophischen Systemen. durchziehen die ganze Geschichte der Menschheit von der ältesten bis zur heutigen Zeit und haben sich in den Formen religiösen Glaubens und philosophischer Systeme gleich Denkmälern auf den Wegen dieser Versuche. die ihre richtige Aufnahme seitens anderer gewährleisten und die Möglichkeit der Verstümmelung und Verfälschung bei der Weitergabe ausschließen. und die Idee selbst wurde entweder in einer logischen Form gegeben. und zwar mit entsprechender Vollständigkeit und Genauigkeit. von der alles andere abgeleitet wird. Versuche. Mit objektivem Bewußtsein ist es möglich. Zu diesem Zweck verlangte man von den Menschen. ein Glaubenselement zu schaffen und eine Gefühlswelle hervorzurufen. oder i in religiösen Lehren.Objektives Wissen mit der Idee der Einheit geht aber mit objektivem Bewußtsein Hand in Hand. danach gestrebt.objektiven Bewußtseins' bringen sollten. eine geeignete Vorbereitung. manchmal weniger erfolgreich. Die richtige Übermittlung der Ideen objektiven Wissens war immer ein Teil der Aufgabe derjenigen.. 410 . wenn es durch subjektives Bewußtsein wahrgenommen wird. die danach strebten. eine Bestimmung des »grundsätzlichen Prinzips' •oder der apyi zu geben. um diese Idee in einer den anderen verständlichen Form zu vermitteln. manchmal : mehr. das Denken der Menschheit und das esoterische Denken zu vereinen. Für das subjektive Bewußtsein ist jedoch die Welt in Millionen gesonderter und unzusammenhängender Erscheinungen gespalten.

.Symbole' und durch besondere Wortformeln auszudrücken. weil man nicht zur Idee der Ganzheit kommen kann. führen zu nichts. Hier verbleibt immer die unübersteigbare Schwierigkeit dieser Sprache.Symbole' (oder die Formeln und Ausdrücke. „Nichtsdestoweniger besteht die Idee der Einheit von allem auch im intellektuellen Denken.Symbole' war es. kann die Idee der Einheit. die die Möglichkeit falscher Deutungen ausschließen. oft sogar von einer Epoche zur anderen überliefert haben. daß in den höheren Bewußtseinszuständen des Menschen die höheren psychischen Zentren arbeiten: das . und zwar in Formen. aber in ihrer Beziehung zur Vielheit kann sie in Worten oder logischen Formen niemals klar ausgedrückt werden. die eine Summe ihres Inhaltes darstellen) nur mit dem Denken zu verstehen oder zu erklären. .Mythen'.Mythen' und . ihnen die dem Intellekt unzugänglichen Ideen zu vermitteln.Symbole' für das höhere Denkzentrum. und die Prinzipien der Teilung des Ganzen nicht finden kann.Mythen' und . die höheren Zentren des Menschen anzusprechen. Aus diesem Grunde sind alle Versuche. auf denen diese Teilung beruht. die Eindrücke der Vielheit und Mannigfaltigkeit in subjektiven Bewußtseinszuständen zum Ausdruck bringt und darauf aufgebaut ist.höhere Gefühls-' und das . die diese Idee unverändert von einer Schule zur anderen.diese Erscheinungen in irgendeinem wissenschaftlichen oder philosophischen System zu verbinden.höhere Denkzentrum'. Eine Sprache. niemals mit genügender Vollständigkeit und Klarheit vermitteln. ohne die Gesetze zu kennen.Mythen' waren für das höhere Gefühlszentrum bestimmt. die Idee der Einheit durch . Es kann immer alles verstanden werden. wenn man von gesonderten Tatsachen ausgeht. . „Es wurde schon gesagt. aber nur mit den zuständigen Zentren. im voraus zum Scheitern verurteilt. „In der Erkenntnis der Unvollkommenheit und Schwäche der gewöhnlichen Sprache haben die Menschen im Besitz objektiven Wissens versucht. Die Vorbereitung zur Aufnahme 411 . welche für den objektiven Bewußtseinszustand erkenntlich und offensichtlich ist. durch . Das Ziel der .

muß über den Weg des Denkens geschehen. sondern zeigen auch den Weg dazu. gefunden werden können. Das Studium von Symbolen. „Zu den Symbolen. die ersten schlössen die Prinzipien der gesonderten Wissensgebiete ein.wie oben. die zu objektivem Wissen zählen. „Von diesem Gesichtspunkt ist eine andere Formel. die zweiten brachten die wesentliche Natur der Erscheinungen in ihrer Beziehung zur Einheit zum Ausdruck. weil ein buchstäbliches oder formales Verstehen von Symbolen es sofort unmöglich machte. erkenne dich selbst. zu irgendeinem weiteren Wissen zu kommen. die gewissen Gesetzen zufolge eine Ganzheit bildet. „Unter den Formeln. gehören die Diagramme der Grundgesetze des Weltalls. „Die Symbole wurden in grundlegende und untergeordnete eingeteilt. Die Grundgesetze der Triaden und Oktaven sind in allen Erscheinungen zu finden und sollten gleichzeitig sowohl in der Welt als auch im Menschen untersucht werden.von Ideen. daß alle Gesetze des Kosmos im Atom oder in jeder anderen Erscheinung. gab es eine mit einer besonderen Bedeutung. ohne fremde Elemente hinzuzufügen. welche eine Zusammenfassung des Inhaltes vieler Symbole darstellen. Diese Formel behauptet. Deshalb soll der Mensch. der nach der Erkenntnis des Weltalls strebt. ist der Mensch ein näherer und erreichbarerer Gegenstand für die Untersuchung und das Wissen als die Welt der Erscheinungen außerhalb seiner selbst. ihrem Aufbau und ihrer Bedeutung bildete einen sehr wichtigen Teil der Vorbereitung der Aufnahme objektiven Wissens und war in sich selbst eine Prüfung. denn nur ein richtig vorbereitetes Denken kann diese Ideen den höheren Zentren vermitteln. mit dem Studium seiner selbst und der Erkenntnis der in ihm wirkenden Grundgesetze beginnen. die zur Überlieferung der Ideen des objektiven Wissens dienen. und sie überliefern nicht nur das Wissen selbst. Aber was ihn selbst betrifft. so unten' aus den Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistos. nämlich die Formel . Derselbe Sinn liegt in der Analogie zwischen dem Mikrokosmos (Mensch) und dem Makrokosmos (Weltall). voll von besonders tiefer Bedeutung und eines der führenden 412 .

der schon zu einem gewissen Verständnis dieser Symbole in sich selbst gelangt ist. das sie geschaffen hat. Auf diese Weise wird er die Linie des Willens zuerst in den Kreislauf der Zeit und dann in den Kreislauf der Ewigkeit einführen. In diesem Sinn lehrt jedes Symbol uns etwas über uns selbst. kann er sozusagen die Auswirkung der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit auf den dauernden Kampf mit sich selbst auf dem Wege zur Selbst-Erkenntnis beschränken. und beim Selbst-Studium studiert er die Welt. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen unterstützen einander. Diese Äußerung der großen Gesetze der Zweiheit und Dreiheit sieht der Mensch gleichzeitig im Kosmos und in sich selbst. das heißt die wesentliche Natur des Prinzips aufzeigen. Dieser Vorgang wird in ihm das große Symbol erzeugen. welche sich in verschiedenen Richtungen bewegen. der es geschaffen hat. 413 . was dieses Symbol enthält. genau wie es dem Menschen diente. „Dem Verständnis von Symbolen kann man auf folgende Weise näherkommen: beim Studium der Erscheinungswelt sieht man zu allererst in allem das Wirken zweier Prinzipien. das unter dem Namen das Siegel Salomonis bekannt ist. während sie sich für ihn nur in einer Richtung zu bewegen scheinen. der nur die Oberfläche der Erscheinungen kennt. wovon das eine dem anderen entgegengesetzt ist und die.Symbole auf dem Weg zur Erkenntnis der Wahrheit. aber die Bedeutung eines Symbols und die Enthüllung seines Kems kann nur dem vermittelt und nur von dem verstanden werden. in Vereinigung oder im Gegensatz zueinander. Und dann wird das Symbol für ihn zu einer Synthese seines Wissens und dient ihm als Ausdruck und zur Übermittlung desselben. „Die Bedeutung der Symbole kann nur einem Menschen klargemacht werden. Dies klingt wie ein Paradoxon. Jedoch bezüglich seiner selbst kann sein Verständnis der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit in einer praktischen Form Ausdruck finden. wenn er nämlich diese Gesetze in sich selbst verstanden hat. Beim Studium der Welt und ihrer Gesetze studiert ein Mensch sich selbst. der sozusagen schon weiß. Aber bezüglich des Kosmos ist er nur ein Zuschauer und noch dazu einer. das eine oder andere Ergebnis zeitigen.

ihm natürlichen Zustand wird als Zweiheit angenommen. was uns heute führt. 3. Dies ist die Zweiheit. haben bezüglich der inneren Entwicklung des Menschen eine bestimmte Bedeutung. nötige und unnötige.Gegensatzpaaren'. Bewegungsimpulse stehen einer instinktiven Sehnsucht nach Ruhe gegenüber. kann diese Dualität in sich erkennen.„Die rinfackeren Symbole: Figur 43 oder die Zahlen 2. nützliche und schädliche. der sogar 414 . 4. alle Reaktionen. Die Arbeit der Zentren vollzieht sich im Zeichen dieser Einteilung. gute und schlechte und • in angenehme und unangenehme eingeteilt. Das Verständnis der Zweiheit in einem selbst beginnt mit der Einsicht der Mechanisiertheit und der Einsicht des Unterschiedes zwischen dem. der sich auch nur ein wenig beobachtet. Alle Empfindungen. Die Gedanken sind dem Gefühl entgegengesetzt. und alles ist gleichermaßen mechanisch. Er besteht gänzlich aus Zweiheiten oder . der heutige Sieger ist der Besiegte von morgen. 5. Sie zeigen die verschiedenen Stufen auf dem Wege der menschlichen Selbst-Vervollkommnung und des Wachstums seines Seins. was bewußt ist. Diesem Verständnis muß die Zerstörung der Selbst-Täuschung vorausgehen.Gedanken eines Menschen werden in positive und negative. wird morgen zweitrangig und untergeordnet. „Der Mensch in seinem normalen. Gefühle und . „Aber diese Dualität scheint zu wechseln. in der ein Mensch lebt. das ganze menschliche Leben vor sich geht. in der alle Wahrnehmungen. gleichermaßen unabhängig vom Willen und führt gleichermaßen zu keinem irgendwie gearteten Ziel. 6. was mechanisch und dem. Eindrücke. welche sie ausdrücken. Jeder Mensch.

Bewegungs-.Schocks' zu wirken pflegten und zufällige Ergebnisse zeitigten. eine Ganzheit hält. hat nicht eine. welche sich gemäß den Gesetzen der Zweiheit vollziehen. dann »schließt er das Pentagramm in sich ein' und wird ein ausgebildeter Typus des physisch vollkommenen Menschen. den mechanischen Vorgängen.seine mechanischsten Handlungen für willentlich und bewußt und sich selbst für eine Einheit. Wir wissen. ergibt eine bleibende Ergebnislinie in der Zeit und bildet die Verwandlung der Dreiheit in die Uierheit. der zur weiteren Entwicklung unfähig ist. Die vollständige und richtige Arbeit der fünf Zentren vereint diese mit den höheren Zentren. Gefühls-. aus bewußten Motiven stammende Entscheidung entgegenzusetzen. Und von diesen Bedeutungen muß zweifellos vor allem die begriffen werden. „Die Stärkung dieser Entscheidung und deren dauernde und unfehlbare Anwendung auf alle Ereignisse. die sich auf die richtige Arbeit der Zentren bezieht. welche das fehlende Prinzip darstellen und den Menschen in direkte und dauernde Verbindung 415 . sondern viele verschiedene Bedeutungen. „Wenn die Selbst-Täuschung zerstört ist und der Mensch anfängt. Wenn jedoch ein Mensch die Arbeit der fünf Zentren in sich in harmonischen Einklang bringt. Die nächste Stufe. eine bestimmte. daß der Mensch fünf Zentren hat: das Denk-. bei denen früher zufällige neutralisierende . sogar bezüglich des Menschen. Zu diesem Zweck beginnt der Mensch mit dem Bestreben. „Die Entwicklung der menschlichen Maschine und die Bereicherung des Seins beginnt mit einem neuen und ungewohnten Arbeiten dieser Maschine. die Verwandlung der Vierheit in die Fünfheit und die Konstruktion des Pentagramms. instinktive und Geschlechtszentrum. Die Schaffung eines dauernden dritten Prinzips ist für den Menschen die Verwandlung der Zweiheit in die Dreiheit. den Unterschied zwischen dem Mechanischen und dem Bewußten in sich selbst zu sehen. Die überwiegende Entwicklung irgendeines Zentrums auf Kosten der anderen erzeugt einen außerordentlich einseitigen Menschentypus. beginnt ein Kampf um die Verwirklichung des Bewußtseins im Leben und um die Unterordnung des Mechanischen unter das Bewußte.

„Der gleiche Vorgang der harmonischen Entwicklung des Menschen kann vom Gesichtspunkt des Oktaven-Gesetzes aus betrachtet werden. 5. Das Oktaven-Gesetz gibt ein anderes System von Symbolen. ergibt die achte Stufe. 4. scheint diese Methode 416 . durch die Quersumme dieser Ziffern. Die Hinzufügung des do der nächsten Oktave. Jedoch sogar diese Deutung ist unvollständig. den es ausdrückt. wie zum Beispiel die Idee der Selbst-Erkenntnis verstanden werden muß. „Und dann wird der Mensch ein sechszackiger Stern. Die sieben Grundtöne zusammen mit den zwei . zehnte. Durch Einschluß des do der nächsten Oktave erhalten wir zehn Stufen. nämlich die Bestimmung von Zahlen. weil ein Symbol nie vollständig gedeutet werden kann. was man als die Symbolik der Zahlen bezeichnen kann. 3.zusätzlichen Schocks' ergeben neun Stufen. die aus zwei oder mehr Ziffern bestehen.mit dem objektiven Bewußtsein und objektiven Wissen bringen.theosophische Addition' bekannt ist. wie Oktaven im Dezimalsystem ausgedrückt werden und umgekehrt. Menschen. er verkörpert in sich das Siegel Salomonis. „In diesem Beispiel wird die Reihe der gegebenen Symbole — 2. die Zahlen von eins bis zehn ein. Die letzte. Auf diese Weise schließt das Oktaven-Gesetz und der Entwicklungsvorgang. 6 — als auf einen bestimmten Vorgang anwendbar gedeutet. Die sieben Grundtöne der Oktave drücken das Gesetz der Sieben aus. indem er in einen unabhängigen und in sich vollständigen Lebenskreis eingeschlossen wird.Intervallen' und den . macht er sich von fremden Einflüssen oder zufälligen Schocks frei. An dieser Stelle kommen wir zu dem. das heißt. die unter dem Namen . verstanden werden. das heißt die Krönung des Vorganges. Im Sinn des Oktaven-Gesetzes ist jeder vollständige Vorgang ein Übergang der Note do durch eine Reihe von nachfolgenden Tönen zum do der nächsten Oktave. Die Symbolik der Zahlen kann nicht ohne das Oktaven-Gesetz oder ohne eine klare Vorstellung. „In den westlichen Systemen des Okkultismus gibt es eine Methode. die die Symbolik der Zahlen nicht verstehen. Es kann nur auf die gleiche Weise verstanden werden. Stufe ist das Ende des vorigen und der Beginn des neuen Kreislaufes.

geometrischen Figuren. „Jedes dieser Systeme kann als Mittel dienen. daß die Symbole buchstäblich verstanden werden und man ihnen eine einzige Bedeutung verleiht. so gute Absichten er auch haben möge. um die Idee der Einheit zu vermitteln. „Wie wir früher erwähnt haben. die Fähigkeit. weil sie nämlich alle Vielheit in die sie beherrschenden Grundgesetze auflöst. von welchen aus es geprüft werden kann. der die Einheit alles Bestehenden versteht und den Schlüssel für diese Einheit hat. In der Hand des Unfähigen und Unwissenden jedoch. Symbole. „Ferner gibt es eine Symbolik der Magie. die in die Worte der gewöhnlichen Sprache übertragen sind. In der . und erfordert von einem Menschen. der es erfassen will. Im Ausdruck des Gesetzes der Einheit einer unendlichen Mannigfaltigkeit besitzt das Symbol selbst eine unendliche Anzahl von Aspekten. Das hat seinen Grund darin. wird das gleiche Symbol ein . eine Symbolik der Alchimie und eine Symbolik der Astrologie und ebenfalls das System der Symbole des larot. Für einen Menschen jedoch.Kabbala' ist auch eine Symbolik der Buchstaben in Gebrauch und in Verbindung mit der Buchstabensymbolik eine Symbolik der Worte. der selbst die sehr relative Freiheit der logischen Untersuchung eines Gegenstandes unmöglich macht. es gleichzeitig von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu sehen. sind in der Symbolik Zahlen mit bestimmten geometrischen Figuren verknüpft und ergänzen sich gegenseitig. Buchstaben und Worten ergibt eine komplizierte. das sie zu einer Ganzheit vereint.ihr eigenes Gegenteil'. die durch die Zahlen von eins bis zehn ausgedrückt werden.Gerät der Täuschung'. zwängen ihre Bedeutung in einen engen dogmatischen Rahmen. undeutlich und sehr leicht . aber vollkommenere Methode.der Vereinigung von Zahlen absolut willkürlich zu sein und zu nichts zu führen. Die Wahrheit wird wieder durch eine 417 . daß ein Symbol niemals in einer endgültigen und bestimmten Bedeutung angenommen werden kann. Der Grund hierfür besteht in der Tatsache. für den hat die Methode der theosophischen Addition eine tiefe Bedeutung. Eine Vereinigung der vier symbolischen Methoden von Zahlen. werden in ihnen starr.

bei welchem die Idee des Symbols selbst verlorengeht. „Und in diesem Sinn ist es möglich. sind von vornherein zum Scheitern verurteilt und führen in den meisten Fällen zu weiteren Täuschungen. nach der Vereinigung von Wissen und Sein. Auf diese Weise versperrt er sich jede Aussicht. verstärkt. und sie zu erkennen. der Dinge vernimmt. was sie hören. erfordert eine ungeheure Anstrengung des Sichtens. hierbei zu verweilen. Um die Sprache verstehen zu können. muß man vorher gelernt haben und bereits wissen. sie zu bestreiten oder zurückzuweisen. indem er ihnen eine Meinung entgegensetzt. weil es das Streben nach wirklichen Ergebnissen. Alle Versuche. wie man zuhören muß. durchsichtig wird. irgend etwas Neues zu erreichen. wenn sie symbolisch wird. beginnt — anstatt Anstrengungen zu machen. was für Irrtümer aus den Symbolen der Religion. um diese zu verstehen —. der jedoch für jene. die er als lichtig betrachtet und die gewöhnlich überhaupt keine Beziehung zu ihnen hat. Es vertieft das Wissen und kann nicht theoretisch bleiben. die für ihn neu sind. gegen alles. Es ist wohl bekannt. die es ersehnen und ihn anzusehen verstehen. wenn von objektivem Wissen und der Vereinigung von Vielfalt und Einheit die Rede ist. wenn der Zuhörer die entsprechenden Anstrengungen macht und in einem entsprechenden Zustand ist. logische Defini- 418 . weil der Intellektualismus der zeitgenössischen Erziehung die Menschen mit einer Neigung und einem Hang erfüllt. von der Symbolik der Sprache zu sprechen. „Richtiges Verständnis von Symbolen kann nicht zu Meinungsverschiedenheiten führen. Alchimie und besonders der Magie in solchen Leuten entstanden sind. ist nur auf einer gewissen Entwicklungsstufe und nur dann möglich. „Es ist notwendig. Ein Mensch jedoch. Reines Wissen kann nur in Symbolen vermittelt werden. die sie buchstäblich und nur in einer Bedeutung aufgefaßt haben. etwas buchstäblich zu verstehen. obwohl diese Symbolik nicht von jedem verstanden wird. Die innere Bedeutung von etwas Gesagtem zu verstehen.A äußere Lügendecke verschleiert. sie verhüllen es wie ein Schleier. das heißt nach dem Großen Tun.

in seiner allmählichen Entwicklung vollends durch das Gesetz des Aufbaues der Sieben-Ton-Leiter bedingt ist. dann muß er zuallererst einsehen.Intervalle' zwischen mi und fa und zwischen si und do. daß er. Ohne es zu bemerken. ganz gleich auf welcher Ebene er stattfindet. es für ihn schwierig macht. die er bezüglich seiner eigenen Arbeit erhalten hat. Die . daß exaktes Wissen von Einzelheiten. was er nicht vorher besessen hat. Im Zusammenhang hiermit wurde erwähnt. von der Tatsache. „Infolge dieser erwähnten Neigung unseres Denkens geschieht es oft. Das bedeutet nicht. das einem Menschen vermittelt wird. Niemand kann ihm je geben. welche nicht durch die Energiestärke des sich vollziehenden Vorganges ausgefüllt werden 419 . wofür wir sie gewöhnlich halten. ihm einen Ansporn zur Arbeit zu geben. daß jeder Vorgang. und von diesem Gesichtspunkt aus spielt die richtig verstandene Symbolik die Rolle eines solchen Ansporns für unsere Erkenntnis. die Hinweise. niemand kann für ihn die Arbeit leisten. die er selbst für sich tun sollte. was ein anderer für ihn tun kann. daß es auf dem Weg des wahren Wissens keine genauen Begriffsbestimmungen gibt. bevor er ein Verständnis vom Wesen einer Sache erlangt hat.tionen und logische Beweisgründe ins Feld zu führen. ehe er nicht die notwendigen Anstrengungen macht. daß er kein Wissen erreichen wird. weil dort exakte Definitionen allein notwendig Ungenauigkeiten in der Bedeutung mit sich bringen. jeder Ton auf einer anderen Ebene wieder eine ganze Oktave bildet. im Gegenteil. ohne sich zuerst die Mühe gemacht zu haben. ist. ausgerüstet mit einem genauen Wissen aller Einzelheiten. was er sucht. es gibt sie nur dort. aber sie unterscheiden sich sehr von dem. Und wenn irgend jemand annimmt. fesseln sich die Menschen unbewußt selbst mit ihrem Wunsch nach Genauigkeit in diesem Bereich. und wenn er erwartet. und daß er nur aus sich selbst heraus und durch seine eigenen Anstrengungen das erreichen kann. „Wir haben früher vom Oktaven-Gesetz gesprochen. daß er solches Wissen haben kann. Alles. daß jede Note. auf dem Weg der Selbst-Erkenntnis fortschreiten kann. zu befolgen. dieses Wesen selbst zu verstehen.

die Möglichkeit gibt. daß die Wege. die zur Erkenntnis der Einheit führen.Oktaven-Gesetz' alle Vorgänge des Weltalls miteinander verbindet und dem. können vier genannt werden: 420 . zu Verwirrung und Irrtum führen. „Um die Beziehung dieser Lehren untereinander zu verstehen. verbinden gerade durch diesen Sachverhalt einen Vorgang mit anderen Vorgängen. je näher sie dem Mittelpunkt kommmen. alles und jede Erscheinung in ihrem Wesen genau zu erkennen und ebenso alle Wechselbeziehungen innerhalb der Erscheinungen und alles damit Verbundenen. zu verstehen und ebenso die Beziehung dieser Lehre zu anderen Systemen. daß das . Wenn aber ein vollständiges Wissen und Verständnis der Grundlinien fehlt. welche die Grundlage einer Linie bilden. ist es notwendig. „Bevor wir nun zum Studium des Symbols selbst übergehen. die mehr oder weniger bekannt sind. „Aus diesem Grunde können theoretische Behauptungen. „Um alles mit dem Gesetz der Oktavenstruktur in Zusammenhang stehende Wissen in eine Ganzheit zu verwandeln. der die Reihen des Überganges und die Gesetze des Aufbaues der Oktave kennt.Schock'. wobei Linien die neun Punkte auf dem Krcisumfang in einer gewissen Ordnung verbinden. erfordern. gewisse Aspekte der Lehre. desto näher kommen sie auch einander. zwischen zwei benachbarten Linien eine Zwischenlinie zu bilden. welche zur Überlieferung des Wissens symbolische Methoden verwenden. die dieses Symbol gebraucht. „Von den Hauptlinien. die sich nach der Mitte zu bewegen. manchmal vom Gesichtspunkt der Behauptungen einer anderen Linie erklärt werden und umgekehrt. in Richtung auf diese gleich den Radien eines Kreises verlaufen. können solche Zwischenwege leicht zu einer Vermischung von Linien.können und einen von außen kommenden . muß man immer im Gedächtnis behalten. gibt es ein gewisses Symbol in Form eines in neun Teile gegliederten Kreises. sozusagen äußere Hilfe. Deswegen ist es manchmal möglich. Hieraus folgt.

„Dieses Symbol sieht folgendermaßen aus: F i g u r 44 421 . sie zu einer praktischen Verwirklichung zu bringen. ägyptische. und darum führen Versuche. ist vollständig selbständig. „Außerdem gibt es zwei in Europa bekannte Linien. die 4. die aus einer Mischung der Grundlinien entstanden sind. persische. von anderen Linien unabhängig und war bis zum heutigen Tage vollständig unbekannt. Wie andere Linien benützt sie die symbolische Methode. und eines ihrer Hauptsymbole ist die bereits erwähnte Figur. nämlich der in neun Teile gegliederte Kreis. die 2. indische. nur zu negativen Ergebnissen. deren Theorie wir darlegen. die 3. „Femer kennen wir von der letzten nur die Philosophie und von den drei ersten Teile ihrer Theorie. aber keine von ihnen besitzt ein vollständiges Wissen. Beide Linien tragen in sich Wahrheitskömer. „Die Lehre.1. die hebräische. nämlich die Theosophie und den sogenannten westlichen Okkultismus.

weder in Büchern noch in mündlicher Überlieferung. „In der Literatur können nur einige Hinweise darauf und teilweise Darstellungen gefunden werden. „Dieses Symbol ist im Studium des . die nicht in die ursprüngliche komplizierte Figur einbezogen sind. Ihm wurde von den Wissenden eine so große Bedeutung verliehen. So kann man zum Beispiel auf eine Darstellung folgender Art stoßen: F i g u r 45 „Oder eine andere: F i g u r 46 „Das Symbol. der den Kreisumfang am obersten Punkt durchschneidet. Sechs Punkte sind durch eine Figur verknüpft. das die Punkte miteinander verbindet. Femer ist der oberste Punkt der Scheitel eines gleichseitigen Dreiecks. das einen in neun Teile geteilten Kreis mit den diese Teile verbindenden Linien darstellt. symmetrisch ist. daß sie es für notwendig erachteten. die in bezug auf einen Durchmesser.„Der Kreis wird in neun gleiche Teile geteilt. drückt das Gesetz der 422 .Okkultismus' nirgends zu Enden. seine Kenntnis geheimzuhalten.

„Das isolierte Dasein eines Dinges oder einer Erscheinung. findet sich eine Zeichnung eines in neun Teile gegliederten Kreises mit folgender Beschreibung des Kreises: „Wenn wir 9 mit 9 multiplizieren. In gleicher Weise erscheinen bei 9X8 die Zahlen 7 auf der linken und 2 auf der rechten Seite. Paris 1901. Es ist die Null unseres Dezimalsystems. zeigt sich das Ergebnis in der Zahl 8 auf der linken Seite und der Zahl l auf der rechten Seite. gibt es neun Elemente." 423 . von S. Aber sogar diese Konstruktion zeigt die inneren Gesetze einer Oktave und weist auf eine Methode hin.Intervalle' mi — fa und si — do ausfüllen. Die verschiedenen Punkte in der Teilung des Kreisumfangs symbolisieren die Stufen des Vorganges. Zusammen mit den zwei »zusätzlichen Sdiocks*. deren ZiffernZeichen ein geschlossener Kreis ist. „Die Oktave hat sieben Töne. die untersucht werden. ist der geschlossene Kreis eines ewig wiederkehrenden und ununterbrochen fließenden Vorgangs. „Die vollständige Konstruktion dieses Symbols. Karppe. und der achte ist eine Wiederholung des ersten. wie man das Wesen eines Dinges an sich erkennen kann. Seite 200 bis 201. Bei 9X5 wird die Ordnung umgekehrt. in sich alles für das eigene Dasein Notwendige. von seiner Umgebung abgesondert. Es ist ein Kreis — ein vollendeter Kreis. ist komplizierter als die hier dargestellte. Der Kreis symbolisiert diesen Vorgang. Das Symbol als Ganzes ist do. welche dieses mit einem vollständigen Ausdruck des Oktaven-Gesetzes verbindet. Er enthält. Die Aufeinanderfolge der Stufen in dem Prozeß muß mit der AufeinAnmerkung: In dem Buch „Etudes sur les origines de la natme du Zohar".Sieben in seinem Zusammenhang mit dem Gesetz der Drei aus. genau das gleiche Prinzip zeigt sich bei 9X6. das heißt die Einer nehmen die linke Seite und die Zehner die rechte Seite ein. welche die . das heißt etwas mit einer ordnungsgemäßen und vollständigen Existenz.

Aber es ist die neunte Stufe. das heißt schließt den Kreis. vollendet den Kreis. wo der Kreis sich schließt. der im unendlich fließenden Kreis als die zwei do der Oktave erklingt. dem Punkt. die das . Infolgedessen liegt jeder Anfang und jede Vollendung des Kreises im Scheitelpunkt des Dreiecks. Die neunte Stufe. und auf die übrigen Punkte werden die Zahlen l bis 8 verteilt. mit der Zahl 9 bezeichnet. Die Gesetze der Einheit spiegeln sich in allen 424 . der an dieser Stelle neu beginnt.anderfolge der Zahlen von eins bis neun verbunden werden. Der Scheitel des Dreiecks vereinigt die Zweiheit seiner Basis und ermöglicht mannigfaltige Formen seiner Darstellung in den verschiedensten Dreiecken auf die gleiche Weise. F i g u r 47 „Wenn wir nun zur Untersuchung der komplizierten Figur innerhalb des Kreises übergehen. der dem do entspricht.Intervall' si — do ausfüllt. Darum wird der oberste Punkt des Dreiecks. wo Beginn und Ende zusammenfallen. in dem Punkt. wie der Scheitelpunkt des Dreiecks sich unendlich oft auf der Grundlinie aufträgt. die den Kreislauf schließt und wieder beginnt. müssen wir uns die Gesetze ihres Aufbaues klarmachen.

. die den gleichen Gesetzen unterliegt wie die 425 .571428 .428571 . 6/7=0. miteinander verbinden.Erscheinungen. daß alle außer der letzten Periode aus den gleichen sechs Ziffern in einer bestimmten Reihenfolge bestehen. die in sich selbst eine ganze Oktave enthält. . wenn man die erste Ziffer der Periode kennt. die wir in dem Kreis finden. 4/7=0. sechs Siebentel und sieben Siebentel. vier Siebentel. dann drei Siebentel. . .142857 . . und für die Konstruktion des Diagramms wird erst ein Siebentel genommen. nämlich eine ganze Oktave. „Wenn wir nun die . sehen wir sofort. .285714 . um zu den sieben Noten dieser Oktave zu gelangen. Wenn wir eine Einheit als eine Note annehmen.714285 . in der die Zahlen der Periode stehen — gleichgültig.theosophische Addition' verwenden und die Zahlen der Periode zusammenzählen. die freie Dreieinigkeit des Symbols. „Wenn wir diese Reihe periodischer Dezimalzahlen untersuchen. . dann zwei Siebentel. 2/7=0. fünf Siebentel. . so daß es möglich ist. erhalten wir: 1/7=0. so müssen wir diese Einheit in sieben ungleiche Teile teilen. . Das Dezimalsystem gründet sich auf die gleichen Gesetze. Wenn wir diese Teile in Dezimalzahlen ausrechnen. erhalten wir die Figur. In jeder einzelnen Note ist wieder eine ganze Oktave enthalten. Die Zahlen 3. 7/7=0. erhalten wir neun. 5/7=0. 6 und 9 sind nicht in der Periode inbegriffen. die ganze Periode vollständig zu rekonstruieren. mit welcher Zahl wir beginnen —. . .857142 . 3/7=0. .999999 . . Aber in der graphischen Darstellung wird auf die Ungleichheit der Teile keine Rücksicht genommen. . „Wenn wir nun auf den Umkreis alle neun Zahlen von eins bis neun auftragen und diese in der Periode inbegriffenen Zahlen durch Linien in derselben Reihenfolge. Sie bilden ein gesondertes Dreieck.

Intervalle' in der Oktave ausfüllen. und diese zwei Figuren ergeben in ihrer Verbindung die innere Struktur der Oktave und ihrer Noten.Schocks' spielen. die nicht in die Periode fällt. in ein Ganzes zusammenschließt.erste. die dritte ist sozusagen überflüssig und ersetzt gleichzeitig die Grundnote. Darüber hinaus klingt jede Erscheinung.Intervallen' in der Oktave. wo die Schocks aus äußeren Quellen hinzutreten und wo man in die Oktave eindringen kann. welche die . was außerhalb ihrer existiert. 6. Die Zahlen 3. entsprechen den zwei . Deshalb kann sich do aus dem Kreis herauslösen und in ordnungsgemäße Beziehung zu einem anderen Kreis treten. das die drei Punkte auf dem Kreisumfang. Auch hier ist also do im Besitz dieser Möglichkeit und mittels des Dreiecks 3—6—9 mit den Stellen in der Oktave verbunden. Das Gesetz der Drei stammt sozusagen aus dem Gesetz der Sieben. verbindet das Gesetz der Sieben und das Gesetz der Drei. die imstande ist. die 426 . als die Note do in einer entsprechenden Oktave. Die Lage dieser Noten entspricht den Zahlen der Periode und die Zeichnung einer Oktave sieht aus wie folgt: F i g u r 48 „Das Dreieck 9—3—6. das Dreieck durchdringt die Periode. Zwei von ihnen. 3 und 6. in eine Wechselbeziehung mit einer ihr ähnlichen Erscheinung zu treten. Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. das heißt in einem anderen Kreis die Rolle übernehmen. die nicht in der Periode Inbegriffen sind. die in dem untersuchten Kreis die . ohne seine „An dieser Stelle unserer Überlegung wäre es ganz richtig. um die Verbindung mit dem herzustellen. 9 sind nicht in der Periode Inbegriffen.

welches durch die Zahl 3 bezeichnet wird. die wir erhalten: F i g u r 51 kann nur folgende Gruppierung ergeben: 427 . dann hätten wir den folgenden Kreis: Figur 49 und die neun Elemente des geschlossenen Kreises wären auf folgende Weise symmetrisch gruppiert worden: F i g u r 50 „Die Verteilung. welches durch die Zahl 6 bezeichnet wird. an seinem richtigen Platz zwischen den Noten mi und fa und das andere.Frage zu stellen: warum ist eines der .Intervalle'. zwischen sol und la. wo doch sein richtiger Platz zwischen si und do wäre? „Wenn die Bedingungen der Erscheinung des zweiten Intervalls (6) an ihrer richtigen Stelle beachtet worden wären.

„Die offensichtliche Anordnung des Intervalls an einer falschen Stelle zeigt denen. wurde die Stufe . sich daran zu erinnern. wo es nicht notwendig ist.Sonne—Erde' auf folgende Weise dargestellt: F i g u r 53 „Bezüglich der drei Strahlungs-Oktaven wiesen wir darauf hin. innerhalb des Sonnenorganismus vollzieht. Es wurde darauf hingewiesen. ist es notwendig.Schock' für den Übergang von si auf do notwendig ist.Schocks' bei den sich im Menschen und Weltall vollziehenden Vorgängen gesagt wurde. das Ausfüllen des Intervalls. die fähig sind.F i g u r 52 das heißt. das Symbol zu lesen. „Als wir die Anwendung des Oktaven-Gesetzes auf den Kosmos untersuchten. was für eine Art . daß sich der Übergang von do auf si. in einem Fall x zwischen mi und fa und im anderen zwischen sol und la. „Um dies zu verstehen. was über die Rolle der .Inter- 428 . daß in der kosmischen Oktave der Übergang des .

wo die erste Oktave in ihrer Entwicklung bei der Note mi zu einem Halt kommt. das ist die Luft-Oktave. zu verwandeln. daß man die drei vom Organismus aufgenommenen Nahrungsarten regelt. ohne seine Note zu verändern. nämlich der Oktave des Essens und Trinkens. in mi. die genau von der Natur vorausbestimmt sind. die es fa. wo die zweite Oktave in ihrer Entwicklung an der Note mi zu einem Halt kommt. nimmt der Mensch drei Arten von Nahrung auf. ergibt sich ihr Einfluß auch im endgültigen Resultat durch die Bestimmung ihrer Qualität. um sich selbständig in die nächste Note. „Der endgültige Stoff im Prozeß der Nabrungs-Oktave ist die Substanz si (»Wasserstoff 12 der dritten Skala). um in ein neues do überzugehen. Wenn wir die Nahrungsvorgänge im menschlichen Organismus und die Verwandlung der in ihn eingeführten Stoffe untersuchen. Und die dritte Oktave vereint sich mit der zweiten an der Stelle. ermöglicht. Die Qualität und Quantität können dadurch geregelt werden. welches in sie eindringt.drei Nahrungsarten' in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. Jede von ihnen ist der Beginn einer neuen Oktave.zusätzlichen Schock' braucht. vereint sich mit der ersten. mittels einer Reihe innerer Vorgänge die Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben.Intervalle' und . Aber nachdem drei Oktaven an der Erzeugung dieser Substanz teilgenommen haben. das heißt die innere Kraft zu sammeln. Verbindungen der erforderlichen Qualität ergeben. „Wie schon früher erwähnt. „Genau das gleiche Verhältnis wiederholt sich in allen abgeschlossenen Vorgängen.valls' do—si durch den Willen des Absoluten vollzogen wird. daß genau wie in vielen chemischen Prozessen nur bestimmte Mengen von Stoffen. Der Übergang fa—mi in der kosmischen Oktave wird mechanisch mit Hilfe einer besonderen Maschine vollzogen. an der Stelle. Nur bei einer vollständigen und harmonischen Übereinstimmung zwischen allen drei Nahrungsarten durch Verstärkung oder Abschwächung ver- 429 . und so müssen im menschlichen Organismus die . Die zweite Oktave. die einen .Schocks'. so finden wir in diesen Vorgängen genau die gleichen . „Aber man muß verstehen.

sogar wenn es jemandem gelänge. sich in die Note mi zu ver- 430 . studiert man den Menschen. „Wir haben die kosmische Oktave . die wiederum der Note fa innerhalb der Maschine dazu verhilft. Diese Gesetze sind überall die gleichen.Absolutes—Mond' nach dem Gesetz der Drei in drei untergeordnete Oktaven zerlegt. Die Substanz sol der kosmischen Oktave dient als die Substanz. zu dem gewünschten Ziel führen kann. die inneren Vorgänge praktisch zu beeinflussen.schiedener Teile des Vorganges wird das gewünschte Ergebnis erzielt. was man tut und warum und was für ein Ergebnis man erreichen wird. nämlich Nahrung und Atem. noch bevor man daran denken kann. „An der Stelle des Intervalls fa—mi in der kosmischen StrahlungsOktave werden im Diagramm die .Maschinen' vermerkt. solange man nicht genau weiß. In diesen drei Oktaven verhält sich der Kosmos genau wie der Mensch — die gleichen .Eindrücke'. „Der Vorgang des Überganges fa—mi kann auf die schematischste Weise folgendermaßen dargestellt werden: das kosmische fa tritt in diese Maschine wie die Nahrung des unteren Stockwerkes ein und beginnt den Kreislauf seiner Wandlungen. Infolgedessen klingt es am Anfang in der Maschine als do.drei Stockwerke'. „Aber man muß sich dessen bewußt sein. wenn man den Kosmos studiert. die in das mittlere Stockwerk eintritt wie die Luft beim Atmen. wäre das wiederum nicht genug. sich das genaue gegenseitige Verhältnis der in den Organismus eintretenden Substanzen. die den Übergang der Noten regeln.Schocks* und die Gesetze. zu regulieren. welche dort in gleicher Weise wie im menschlichen Körper zu finden sind. Wenn man den Menschen studiert. studiert man den Kosmos. daß keine willkürlichen Versuche. wie man die Nahrung des dritten Stockwerkes. klarzumachen. die Natur der möglichen . die . die Nahrung oder den Atem im buchstäblichen Sinne des Wortes zu regulieren. regulieren kann. „Darum ist es wesentlich. weil es noch wichtiger ist. die gleichen drei Schocks. zwei Bestandteile des Vorganges. „Und weiterhin.

was wir über die Strahlungs-Oktaven und über die Nahrungs-Oktaven im menschlichen Organismus gesagt haben. dienen die folgenden Noten la. ohne seine Tonlage zu verlieren. sol. sol das neutralisierende und fa das passive. wird im oberen Stockwerk mit der Substanz des kosmischen la verbunden. kann man sagen. fa als Nahrung für die Maschine.wandeln. steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Symbol des in neun Teile geteilten Kreises. der so zustande kommt. „Alles. Auch dieses sol klingt beim Eintritt in die Maschine als do. Das aktive Prinzip in ZusammenWirkung mit dem passiven (das heißt mit ihm durch das neutralisierende Prinzip vereint) ergibt ein bestimmtes Ergebnis. Und da dieser Vorgang sich innerhalb der Oktave vollzieht und sich tatsächlich innerhalb der Note fa entwickelt. Dieses Symbol als Ausdruck einer vollkommenen Synthese enthält in sich alle Elemente der von ihm dargestellten Gesetze. die in das obere Stockwerk der Maschine als do eintritt: „Wie. wir hieraus ersehen. Der Stoff. daß fa. In der Figur 54 Ordnung ihrer Aufeinanderfolge ist nach dem Gesetz der Drei la das aktive Element. die Eigenschaften von sol erwirbt. 431 . daß die Substanz fa in der Mischung mit der Substanz la als Ergebnis die Substanz sol ergibt. Dies wird symbolisch folgendermassen dargestellt: Figur 55 „Dieses Symbol zeigt.

jeder Kosmos. wer von ihnen mehr weiß und wer folglich auf einer höheren Stufe steht. jede Pflanze . Was man nicht in das Enneagramm einfügen kann. versteht man nicht. die so viele verschiedene Bedeutungen hat. die in verschiedenen Schulen gewesen sind. Das Enneagramm ist die fundamentale Hieroglyphe einer Universalsprache. die im Leben des Menschen eine bestimmte Rolle spielen. Das Studium dieser Pflanzen kann uns viel über das Enneagramm offenbaren. Tabak und vielen anderen. muß man verstehen. der es benützen kann. Und so kann man sagen. daß das Enneagramm ein universales Symbol ist. was er vorher noch nicht wußte. und noch vieles mehr abgeleitet und mit seiner Hilfe weitergegeben werden. Hopfen. das heißt wer der Ältere. beziehungsweise versteht. was mit diesen Oktaven zusammenhängt.Wasserstoffe' in einem bestimmten Organismus an. macht das Enneagramm Bücher und Bibliotheken vollständig überflüssig.und aus ihm kann alles. etwas. dann werden sie das Enneagramm zeichnen. was man in das Enneagramm einfügen kann. Kaffee. Mohn. „Jedes vollständige Ganze. Alles kann im Enneagramm zusammengefaßt und in ihm gefunden werden. wer der Lehrer und wer der Schüler ist. und jedesmal kann er etwas Neues lernen. „Aber nicht jedes dieser Enneagramme hat ein inneres Dreieck. Tee. daß man nur das weiß. kann das Enneagramm in den Sand malen und die ewigen Gesetze des Weltalls daraus lesen. der allein in der Wüste ist. „Wenn zwei Menschen. „Allgemein gesprochen. und mit seiner Hilfe werden sie sofort sehen. Dieses innere Dreieck befindet sich in Pflanzen wie Hanf. als es Stufen von Menschen gibt 432 . Ein Mensch. sich treffen. sagte er. Das innere Dreieck zeigt das Vorhandensein höherer Elemente nach der Tabelle der . jeder Organismus. Für den Menschen. Alles Wissen kann im Enneagramm zusammengefaßt und mit Hilfe des Enneagramms gedeutet werden.ist ein Enneagramm". kam oft und in vielen Zusammenhängen auf das Enneagramm zurück." G.

das heißt einer Maschine von dauernder Bewegung. Das Verständnis dieses Symbols und die Fähigkeit. das gleiche perpetuum mobile. „Die Kenntnis des Enneagramms wurde lange Zeit geheimgehalten. die niemand ohne Belehrung durch einen Wissenden irgendwie praktisch anwenden kann. wie dieses Enneagramm zu lesen ist. muß man es sich bewegt. was in ihnen war.„Das Enneagramm ist dauernde Bewegung. „Um das Enneagramm zu verstehen. gibt dem Menschen eine sehr große Macht." Viel später — es war im Jahr 1922 — als G.. Damals sagte G. wurde ein großes Enneagramm gezeichnet. das heißt an den Punkten. so nur in einer unvollständigen und theoretischen Form. Es ist das perpetuum mobile und ist auch der Stein der Weisen der Alchimisten. das lebendige Symbol ist die Bewegung. die mit der „Bewegung des Enneagramms" in Beziehung standen. Und es ist klar. Auf den Boden der Halle. das die Menschen seit dem ältesten Altertum gesucht und niemals gefunden haben. Und dann begannen sie sich in Richtung auf die Zahlen der Perioden in einer sehr interessanten Bewegung zu bewegen. Aber natürlich muß man wissen. Ein sich nicht bewegendes Enneagramm ist ein totes Symbol. Das Enneagramm ist ein schematisches Diagramm der dauernden Bewegung. und wenn es nun sozusagen allen zugänglich gemacht wird. wobei sie sich an den Treffpunkten umeinander drehten. sein Institut in Frankreich organisierte und seine Schüler Tänze und Derwischübungen studierten. zeigte er ihnen Übungen. die mit den Zahlen l bis 9 bezeichnet wären. daß Übungen mit Bewegungen nach dem 433 . und sie versuchten dauernde Bewegung zu konstruieren. und die an den Übungen teilnehmenden Schüler standen an den Stellen. wo sich im Enneagramm die Linien kreuzten. wie man eine Maschine konstruiert. Sie suchten außerhalb von sich. in der die Übungen stattfanden. in Bewegung vorstellen. warum sie das perpetuum mobile nicht finden können. es zu benützen. während die wirkliche dauernde Bewegung ein Teil einer anderen dauernden Bewegung ist und nicht losgetrennt von ihr erzeugt werden kann.

daß es ohne Teilnahme an diesen Übungen und ohne eine bestimmte Stelle in ihnen einzunehmen. „Und in diesem Fall wie auch in vielen anderen suchen sie etwas. Sie haben zweifellos schon bemerkt. Diese zusätzlichen Symbole bezogen sich auf die „Zentren".Enneagramm in seinem Ballett „Der Kampf der Magier" eine wichtige Rolle spielten. sagte er. sondern drei universale Sprachen gibt. Ich tat dies. weil 434 . „Die Menschen haben seit langem versucht. „Es ist möglich. denen gegenüber die gewöhnliche Sprache machtlos ist. der Löwe. sagte er. von welcher Kunst Sie sprechen". wieder von der Existenz einer universalen „philosophischen" Sprache. und versuchen etwas zu erdenken und zu erfinden. Ich habe schon früher gesagt." Eine andere Zeichnung des Enneagramms wurde unter seiner Leitung im Jahre 1920 in Konstantinopel ausgeführt. „Der Rhythmus der Bewegungen selbst suggeriert die notwendigen Ideen und erhält die notwendige Spannung aufrecht. Der erste Grad dieser Sprache ermöglicht es den Menschen. daß ich während unserer Vorlesungen und Gespräche oft von Anwesenden über die Kunst gefragt wurde. daß es nicht nur eine." „In welcher Beziehung stehen diese Sprachen zur Kunst?" fragte jemand. Ohne sie kann man nicht fühlen. oder genauer drei verschiedene Grade. „Es gibt Kunst und Kunst. ihre eigenen Gedanken auszudrücken und die Gedanken von anderen über Dinge zu verstehen.philosophische Sprache' dar. was das Wichtigste ist. Und er sagte auch. daß ich aber immer vermieden habe. was schon vor langer Zeit gefunden wurde. nach welcher die anderen verstandesmäßig suchen?" „Ich weiß nicht. das Enneagramm zu verstehen. fast unmöglich sei. diesen Gegenstand zu besprechen. eine Universalsprache zu erfinden". was schon seit langem besteht und bekannt ist. der Mensch und der Adler — und mit ihnen eine Taube. In dieser Zeichnung wurden innerhalb des Enneagramms die vier Tiere der Apokalypse dargestellt: der Stier. das Enneagramm durch Bewegung zu erleben". In Zusammenhang mit den Gesprächen über die Bedeutung des Enneagramms als Universalsymbol sprach G. sagte G. „Und stellt nicht die Kunst selbst diese .

ist vor allem deswegen schwierig. was ich als objektive Kunst bezeichne. zum Beispiel ein Komarinsky. „Ich will versuchen. weil ich nur objektive Kunst Kunst nenne. das heißt über den Menschen kennt. was sie meinen. so daß ich vielleicht jetzt mit Ihnen sogar schon über Kunst sprechen kann. was Sie kennen. ist subjektive Kunst. Gleichzeitig ist es zwecklos. wird diese Melodie für mein ganzes späteres Leben traurige und bedrückende Gedanken in mir hervorrufen. Die Leute sprechen von einer Sache. Wir haben jetzt schon lange genug miteinander gesprochen und Sie sollten dieses Abc jetzt schon kennen. daß Werke subjektiver Kunst in jedem Menschen die gleiche Reaktion hervorrufen. Und wenn 435 . wobei sie etwas ganz anderes meinen. der noch nicht einmal das Abc über sich selbst. was Sie Kunst nennen.sie wird geschaffen'. alles. Alles wird durch Assoziationen bedingt. Femer schreiben Sie subjektiver Kunst eine unveränderliche Wirkung zu. glauben. daß es zwei Arten von Kunst gibt. das heißt Sie erwarten. und sie haben keine Ahnung. zu versuchen. was ich überhaupt nicht als Kunst bezeichne. Ihnen meine Idee klarzumachen. das richtige Verhältnis der Dinge einem Menschen zu erklären. Sie denken zum Beispiel. . sage ich.ich alle gewöhnlichen Gespräche über Kunst für völlig bedeutungslos halte. Aber in Wirklichkeit ist es zuweilen ganz anders. zu bestimmen. „Das. weil Sie der subjektiven Kunst die Kennzeichen der objektiven Kunst zuschreiben. aber hier liegt der ganze Unterschied. das heißt etwas. Ich sage dies nur bezüglich objektiver Kunst. fröhliche Gedanken hervorrufen. die eine ganz verschieden von der anderen — objektive und subjektive Kunst. weil Sie. Was subjektive Kunst betrifft. wenn Sie zufällig auf objektive Kunstwerke stoßen. Wenn mir an einem Tag ein großes Unglück geschieht und ich gerade eine heitere Melodie das erstemal höre. Sie sagen. sie stünden auf der gleichen Stufe wie subjektive Kunstwerke. Alles. ein Begräbnismarsch müsse in jedem traurige und feierliche Gedanken und jede Tanzmusik. ein Künstler schafft etwas. „Vor allem dürfen Sie nicht vergessen. und zweitens. Sie unterscheiden nicht zwischen diesen beiden Sachverhalten.

Weder in der Schöpfung objektiver Kunst noch in den Eindrücken. „Der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Kunst ist der. Gedanken und Stimmungen. und so fort. wo ich besonders glücklich bin.es schafft' mit ihm und durch ihn. unter der er lebt. was er erreichen wird oder was für einen Eindruck sein Werk auf die Menschen machen wird. daß der Künstler selbst nicht weiß. was er beabsichtigt. ich messe das Verdienst der Kunst nach ihrer Bewußtheit und Sie nach ihrer Unbewußtheit. die er selbst nicht versteht und über die er überhaupt keine Herrschaft hat. natürlich jeder nach seiner Stufe. das heißt er ist in der Macht von Ideen. schafft der Künstler nichts. ein trauriges Lied höre. kann es etwas Zufälliges geben. wird dieses Lied immer glückliche Gedanken hervorrufen.schafft'. nichts bestimmt. wegnehmen. er bringt in sein Werk die Ideen und Gefühle. Unfaßbarkeit. der Art von Hypnose. dann erzeugt diese Form genau so zufällig im Menschen diese oder jene Wirkung. die gleichen Ideen aufnehmen und die gleichen Gefühle haben. worüber Sie reden"." „Würde die Kunst nicht aufhören. wenn sie auf diese Weise bestimmt wäre?" fragte einer von uns. Und so ist es mit allem anderen. „Bei der subjektiven Kunst ist alles zufällig. die er darin ausdrücken will. die der Künstler ihnen vermitteln wollte. die die Kunst zum Beispiel von der Wissenschaft unterscheidet? Wenn wir diese Unbestimmtheit wegnehmen.ich an einem Tag. Wie ich schon gesagt habe. Und die Wirkung dieses Werkes auf die Menschen ist eine ganz bestimmte. Kunst zu sein. dann wird es ein . seinem Geschmack. Sie lenken ihn und drücken sich in der einen oder anderen Form aus. „Und ist es nicht gerade eine gewisse Unbestimmtheit. die sie hervorruft. „Wir haben verschiedene Standpunkte.Buch' und keine Kunst. sie werden. Und wenn sie zufällig diese oder jene Form angenommen haben. seinen Gewohnheiten. Hierbei ist nichts unveränderlich. sagte G. . je nach seiner Stimmung. daß bei objektiver Kunst der Künstler wirklich . In objektiver Kunst gibt es nichts Unbestimmtes. wenn wir die Tatsache. Wir können 436 ." „Ich weiß nicht. das heißt er gestaltet das.

sagte G. was wir objektiv nennen könnten?" „Wann wurde das letzte objektive Kunstwerk geschaffen?" Fast jeder Anwesende begann diese und ähnliche Fragen an G. aber objektive Musik kann dies wirklich 437 . die Wasser zum Gefrieren bringt. Wenn Sie diese Prinzipien erfassen. Die biblische Legende der Zerstörung der Mauern von Jericho durch Musik ist eine solche Legende von objektiver Musik. Wenn Sie sie jedoch nicht erfassen. zu richten. irgend etwas erklären. wobei er weiß. Es kann Musik geben. diese Fragen selbst zu beantworten.einander nicht verstehen. daß zum Beispiel die Statue des Zeus in Olympia in jedermann einen bestimmten und immer gleichen Eindruck hervorrief. Gerade hierüber wurde einst gesagt: sie werden sehen und doch nicht sehen. daß der Unterschied zwischen wahrer und falscher Kunst genau hierin liegt. Objektive Musik beruht nur auf den »inneren Oktaven'. die einen Menschen sofort töten würde.. sondern durch gewisse Gefühle. wie Sie es nennen. zeigt. ob ihre Wirkung unveränderlich oder vom Zufall abhängig ist. Ein Werk objektiver Kunst soll ein . „und eben diese Tatsache. dann wird nichts." „Ganz wahr". „Bevor wir hiervon sprechen"." „Können Sie uns andere Werke objektiver Kunst nennen?" „Gibt es in der zeitgenössischen Kunst etwas.. was er tut und warum er es tut. sie werden hören und doch nicht hören.Buch' sein. werden Sie imstande sein. sondern auch bestiiumte physische Ergebnisse zeitigen. Es kann Musik geben." Einer der Anwesenden sagte: „Von den Statuen der Götter in den alten griechischen Tempeln sind uns Legenden überliefert worden. die er bewußt und sachgemäß hervorruft. sagte G. „Ich will Ihnen nur ein Beispiel nennen — Musik. ganz gleich welcher Art. Die übliche Musik. was ich Ihnen sagen kann. wird keine Mauern zerstören. daß die Menschen verstanden. daß der Künstler seine Ideen nicht direkt durch Worte oder Zeichen oder Hieroglyphen übermittelt. der einzige Unterschied ist der. daß es solche Geschichten gibt. Und sie kann nicht nur bestimmte psychologische Ergebnisse. „müssen Prinzipien verstanden werden.

sie fühlt sie und gehorcht ihr. Sehr oft ist es nur eine Note. In der Legende von Orpheus gibt es Hinweise auf objektive Musik. sondern auch aufbauen. was über die Kunst gesagt wurde. Die gleiche Musik. mit dem. „So sehen Sie.tun. Die mechanische Menschheit. Und die Schlange hört diese Musik oder. die aus Mensch Nummer eins. Und wenn Sie das. die sehr lange hingezogen wird und nur wenig steigt und fällt. wenn auch natürlich sehr primitiv. aber in dieser einzigen Note vollziehen sich andauernd . aber vom Gefühlszentrum empfunden werden.innere Oktaven' und Melodien »innerer Oktaven'. so werden Sie verstehen. weil Orpheus Wissen durch Musik zu vermitteln pflegte. Nummer zwei und Nummer drei besteht. die für die Ohren unhörbar sind. Die objektive Kunst verlangt zumindest Augenblicke objektiven Bewußtseins. sondern etwas viel Größeres. genauer gesagt." 438 . was ich früher über die verschiedenen Stufen des menschlichen Seins gesagt habe. was ich gerade sagte. ist eine große innere Einheit und eine große Selbstbeherrschung unerläßlich. daß Kunst nicht nur einesprache ist. nur etwas komplizierter. Und sie kann nicht nur zerstören. in Zusammenhang bringen. um diese Augenblicke richtig zu verstehen und um sie richtig zu benützen. Die Musik der Schlangenbändiger im Osten ist eine Annäherung an objektive Musik. kann natürlich nur subjektive Kunst haben. und die Menschen würden ihr gehorchen.

einige Male die Frage der Religion. daß er dieser Religion anhänge. daß er die Tatsache betonte. Die überwiegende Mehrheit der Menschen. Wenn also seine Taten denen.denkt' seine Religion nicht nur oder . sonst ist es keine Religion. man . berührte G. sagte er immer. das heißt. sondern man . es sei etwas Grundfalsches in der Grundlage unserer gewöhnlichen Haltung gegenüber religiösen Problemen.lebt' seine Religion. Nummer fünf und weiter ist etwas von der Religion von Mensch Nummer eins. Und die Religion eines Menschen braucht überhaupt nicht für einen anderen geeignet zu sein. weil sie nicht nur die Forderungen ihrer Religion 439 . die Religion eines Menschen auf einer Seinsstufe ist nicht geeignet für einen Menschen auf einer anderen Seinsstufe. widersprechen. nämlich Ende 1916. die sich Christen nennen. die von einer bestimmten Religion gefordert werden. sondern Einbildung oder Philosophie. so kann er nicht behaupten. „In erster Linie". die ich nun beschreibe. die Religion von Mensch Nummer zwei von einer anderen Art und die Religion von Mensch Nummer drei von einer dritten Art. „ist Religion ein relativer Begriff. soviel man kann. Nummer zwei und Nummer drei vollständig Verschiedenes. die sich auf Religion bezog. Die Religion von Mensch Nummer vier. Ob der Mensch will oder nicht. „Man muß verstehen.fühlt' sie. immer damit. begann G. daß die Religion von Mensch Nummer eins von einer Art ist. haben überhaupt kein Recht hierzu. Sie entspricht der Stufe des Seins eines Menschen.F Ü N F Z E H N T E S KAPITEL B ei den Gesprächen jener Zeit. er zeigt seine Haltung gegenüber der Religion durch seine Taten und kann seine Haltung nur durch seine Taten zeigen. Und wenn ihm jemand eine Frage stellte. „In zweiter Linie ist Religion Tun.

daß sie nicht nur keine Christen sein wollen. einer zu sein.sie'. Jedoch unser ganzer Fortschritt ist im Grunde genommen nur Fortschritt in der Technik des Mordes und Fortschritt in der Kriegführung. daß es wirklich geschieht. oder er wird einfach davonlaufen. Und wenn dieses Hinhalten mechanisch 440 . hat man überhaupt kein Recht.Ich' erinnert sich daran — die anderen nicht. Wie können wir uns also Christen nennen? „Niemand hat das Recht. über sie lacht oder sie durch eigene Erfindungen ersetzt oder einfach vergißt. Man kann sagen. Glauben Sie. der ihn geschlagen hat. was er tut. er ist nicht .nicht befolgen. Er wird nicht einmal Zeit haben. wie es gelehrt wurde zu reagieren. muß man es nicht nur wünschen. Nehmen wir an.Ich' weiß davon. bevor es dem Betreffenden zum Bewußtsein kommt. oder nach einem Polizisten rufen. „Ich habe das Beispiel des Krieges angeführt. Entweder wird er den Menschen ins Gesicht schlagen.wir' oder. sondern muß imstande sein. wenn ihn jemand auf die rechte schlägt. sich als Christ zu bezeichnen. daß ein Mensch sich entscheidet. sich einen Christen zu nennen. daß man ein Christ sein will. „Der Mensch an sich ist nicht einer. diese Vorschriften zu befolgen.Ich'. Nehmen wir an. daß jemand einen Menschen schlägt. gemäß der Bibel die linke Backe hinzuhalten. lange Übung ist unerläßlich. die Backe hinzuhalten. daß dieser seine linke Backe hinhalten wird? Keineswegs. daß diese Forderungen befolgt werden sollten. richtiger. Wenn man überhaupt nicht an sie denkt. Ein . Aber es ist in allem so. der nicht Christi Vorschriften befolgt. sondern sogar keine sein können. „Das Christentum verbietet den Mord. sondern nicht einmal daran denken. darüber nachzudenken. Alles rührt davon her. Die Menschen nennen sich Christen. Aber ein . denn um ein Christ zu sein.Ich' entscheidet dies entweder im Denken oder im Gefühlszentrum. er ist . wenn man versucht. um fähig zu werden. weil es das treffendste Beispiel ist. er ist . aber sie sehen nicht ein. Sein Bewegungszentrum wird auf seine übliche Weise reagieren. ein . „Lange Belehrung.

sondern einfach Selbst-Täuschung." „Kann nicht das Gebet einem Menschen helfen. „Das Gebet des subjektiven Menschen. wie ein Christ zu leben?" fragte jemand." „Aber kann nicht das Gebet im allgemeinen objektive Ergebnisse zeitigen?" fragte ein Anwesender. Die meisten Gebete haben überhaupt nichts mit Bittgebeten gemein. Dies ist natürlich nicht wahr. Zum Beispiel kann er sagen: . nämlich Selbst-Tröstung. daß das Bittgebet mit allen anderen Arten von Gebeten vereint werden kann. oder was es zum Essen geben wird und Derartiges. Nummer zwei und Nummer drei. Diese Gebete sind sozusagen Rekapitulationen: indem ein Mensch sie laut oder im Geist wiederholt. Wer weiß. „Man muß lernen zu beten. wie er beten soll und fähig ist. daß ein Mensch seine Backe hinhält. Wenn er es zehntausendmal am Tage wiederholt und dabei nur daran denkt. Es kann keine objektiven Ergebnisse zeitigen. es hängt davon ab. oder wir glauben. Selbst-Suggestion. dann ist es kein Gebet. wessen Gebet es ist". so meinen wir damit immer nur eine Art Gebet — das Bittgebet. kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. Und ein Mensch kann immer neue Gebete für sich aufstellen. genau so wie man alles andere lernen muß. Ich spreche von alten Gebeten. Aber man muß verstehen. Selbst-Hypnose. strebt er danach. daß es verschiedene Gebete gibt und daß ihre Ergebnisse verschieden sind. was in ihnen ist. antwortete G. Aber das Wesentliche ist. Aber es kann ein Gebet 441 .ist — so hat es wieder keinen Wert. Aber wenn wir vom Gebet oder den Ergebnissen des Gebetes sprechen. weil er nichts anderes tun kann. „Ich habe schon gesagt. sagte G. wie er es sagt. schnell damit fertig zu werden. bei dem kann das Gebet Ergebnisse zeitigen. ihren ganzen Inhalt. das heißt von Mensch Nummer eins. mit seinem Denken und seinem Gefühl das zu erleben. sich in der richtigen Weise zu konzentrieren. wessen Gebet". „Es hängt davon ab.ich will ernst sein'. weil es in diesem Fall bedeutet. Das weiß man sogar aus dem gewöhnlichen Gottesdienst. viele von ihnen sind viel älter als das Christentum.

Ich' und versucht gleichzeitig an alles zu denken. Er erinnert sich an den Wagen. daß er sich leichter dazu bringt. ernst zu sein. . streitsüchtiger Jchs'. daß er sich nicht erinnern kann. dieses . Kann er wollen? Mit ihm .Will' — dabei denkt er über die Bedeutung von .Ich' ist der Herr.will es' oder . was es heißt. den Kutscher und den Herrn. auf verschiedene Weise .werden. »der Herr'. was er weiß! Sein ganzes Leben wäre anders.es will nicht' sucht er sein eigenes .Emst' — der Mensch denkt nach. Aber diesem . wenn er sich richtig klarmacht. wenn er sich mehr erinnern könnte. Welche Antwort er sich darauf gibt. An wie wenig er sich doch erinnert! Wie oft er vergißt.Sich erinnern' — was bedeutet . daß er es öfter bemerken wird. An welches Selbst will er sich erinnern? Lohnt es sich.es will nicht'.es will nicht'.Ich'.Sein' — der Mensch denkt darüber nach. und fühlt. er hat nicht ein .Ich' sein. ernst zu sein. so geht es immer.sein'. lärmender.beten': . Genau so kann ein Mensch . was er beschlossen hat.sich erinnern'? Der Mensch muß über das Erinnern nachdenken. ist sehr wichtig. der tun kann. wenn er nicht ernst ist.Sein' bedeutet.ich will' entgegenzusetzen. Das Sein eines Menschen. Es ist möglich.Ich' weiß.es will' und . Er möchte nicht nur im Sinne des einfachen Daseins . woran er sich erinnern will? Die Idee der Arbeit! Wie kann er sich 442 . Aber er möchte ein . daß er an Stärke gewinnt.ich will' hängt mit den Zielen der Arbeit an sich selbst zusammen. sondern im Sinne der ganzen Größe der Macht. was es heißt. . wenn ein Mensch das Gebet auf folgende Weise verrichtet: Er sagt . Das Sein eines mechanischen Menschen.Meiner selbst' — wieder kehrt er zu sich zurück.es will' und . Alles Übel kommt davon. was dies bedeutet. . ernst zu sein. . was er gesehen hat. in dem alles geschieht.ich will mich meiner selbst erinnern'. In Wirklichkeit besteht es nicht.sein' erwirbt ein Gewicht.ich will' nach. was . Das Wort . dann kann sein Gebet ein Ergebnis in dem Sinne zeitigen. daß er sich an sein ganzes Selbst erinnert? Wie kann er das finden.zu sein'. Wenn er versteht. sondern eine Menge kleinlicher. daß er es wirklich wünscht. . das Pferd. das heißt es bringt die dritte Kraft zur gewöhnlichen Verbindung der zwei Kräfte . eine neue Bedeutung für ihn. . die er haben kann. was er über .

„Im allgemeinen wissen wir sehr wenig über das Christentum und die Form des christlichen Kultes. Die Frage nach dem Ursprung der christlichen Kirche. ist viel interessanter. die sie in den ersten Jahrhunderten 443 . alle diese Gedanken und noch viele andere sollten durch seinen Sinn gehen. erbarme Dich meiner! Sie wissen selbst. Und dann sind es genau diese Gedanken. der Tempel. woher stammt sie? Viele Leute denken überhaupt nicht darüber nach. über jedes Wort nachzudenken. ihn zu bemerken? Was ist denn in ihm. von vielem wissen wir weder die Geschichte noch den Ursprung.selbst mit der Idee der Arbeit in Zusammenhang bringen? Und so weiter und so fort. daß es sich lohnt. einen Vergleich anstellen und sich fragen. erbarme Dich meiner. erbarme Dich meiner! Herr. Dann bittet er Gott. Er sollte ein wenig nachdenken. diese äußere Form sei zum Teil von heidnischen Religionen und zum Teil von den Hebräern übernommen worden. in dem sich die Gläubigen versammeln und in dem nach besonderen Riten die Gottesdienste gehalten werden. wenn er nur wie ein Papagei wiederholt: Herr. wenn sie mechanisch wiederholt oder gesungen werden. „Im christlichen Glauben gibt es sehr viele Gebete wie dieses. von den Kirchenvätern erfunden wurde. das Singen der Gesänge und so weiter. Sie sehen. Aber all das ist nicht wahr. Was bedeutet das? Ein Mensch ruft Gott an. was er von Gott verlangt. die Riten. bei denen es notwendig ist. „Nehmen Sie das gewöhnliche Herr. Aber lohnt es sich überhaupt. Sie glauben. Andere glauben. sich seiner zu erbarmen. Zuerst einmal können die Kirche und der Gottesdienst in der Form. Aber hierzu muß Gott erst überhaupt an ihn denken und ihn bemerken. Aber sie verlieren jeden Sinn und alle Bedeutung. Aber woran kann er denken und was für ein Ergebnis wird ein Gebet haben. das heißt des christlichen Tempels. was Gott ist und was er selbst ist. wenn er dies einfache Gebet ausspricht. Zum Beispiel die Kirche. daß die äußere Form des Gottesdienstes. daß dies überhaupt kein Ergebnis haben kann. ihn zu bemerken? Und wer soll ihn bemerken? Gott selbst. erbarme Dich meiner! Herr. als wir denken. die das für ihn tun könnten.

in der die Lehrer Vorlesungen halten und erklärende Vorführungen veranstalten. weil es weder in den griechischen noch in den römischen Kulten. der jüdische Tempel. wie sie im ersten und zweiten Jahrhundert auftrat. daß sie eine Schule ist. „Die christliche Kirche. und wo die Schüler oder einfach die Leute. Dieses Ägypten gab es an der gleichen Stelle wie das andere. das heißt für Magie halten. die das wahre Christentum ausmachen. wo sie verwahrt wurden. sondern von einem uns unbekannten. das wir kennen. Dies gilt annähernd von der christlichen Kirche unserer Zeit. die christliche Form des Gottesdienstes ist nicht von den Kirchenvätern erfunden worden. ' „Viele Menschen mag es befremden. noch im Judentum etwas Derartiges gab. und diese Teile wurden so sorgsam verwahrt. Es wurde alles in fertiger Form von Ägypten übernommen. ganz verschieden. in einer kompakten Form öffentlich wiederholt. die . die diesen Kurs mitmachten. nicht vom Heidentum übernommen worden sein. das in diesen Schulen gelernt werden konnte. das heißt.Schulen der Wiederholung' genannt wurden. In diesem prähistorischen Ägypten gab es besondere Schulen. diese Vorlesungen oder Vorführungen für Zeremonien oder Riten oder .Sakramente'. daß dies Vorlesungen und Vorführungen sind. in manchen Schulen vielleicht sogar jeden Tag. ohne zu wissen. Die jüdische Synagoge. Dank dieser Wiederholungen erhielten die Menschen. daß wir nicht einmal wissen. jedoch nicht von dem Ägypten. Die christliche Kirche ist — eine Schule.des Christentums angenommen haben. die griechischen und römischen Tempel verschiedener Götter waren von der christlichen Kirche. daß dieses prähistorische Ägypten viele tausend Jahre vor der Geburt Christi schon christlich war. Manchmal dauerte diese Wiederholung eine Woche oder einen Monat. wenn ich sage. die in die Schule kommen. ihre Verbindung mit der Schule 444 . In diesen Schulen wurde an bestimmten Tagen. das ganze Wissen. Nur kleine Teile davon sind auf historische Zeiten gekommen. daß seine Religion auf denselben Prinzipien und Ideen beruhte. von der die Menschen vergessen haben. Man stelle sich eine Schule vor. aber viel früher.

Was mich an G.Schulen der Wiederholung' dienten den christlichen Kirchen als Vorbild. ist ein gutes Beispiel dafür. An einigen besonderen Tagen im Jahr waren diese ." Im weiteren Verlauf führte G. Seine Erklärung unterschied sich sehr von den gewöhnlichen theologischen und sogar von den mystischen Auslegungen. die überhaupt keine Allegorien sind und die man viel einfacher und psychologischer verstehen sollte. Leider wurden damals keine Aufzeichnungen gemacht. die Form des Gottesdienstes in den christlichen Kirchen stellt in ihrer Gesamtheit einen Wiederholungskurs der Wissenschaft dar. daß aus seinen Erläuterungen offensichtlich hervorging.lebendig und behielten alles. Die Idee war. Hymnen. Und der Hauptunterschied war. die vom Weltall und Menschen handelt. was sie gelernt hatten. daß von den ersten Worten an die Liturgie sozusagen durch den ganzen Vorgang der Schöpfung geht und alle seine Stufen und Übergänge darlegt. wenn auch ihre Bedeutung schon seit langem in Vergessenheit geraten ist. Responsorien. daß wir viele Dinge für Allegorien halten. nur um einer . war. wie auch die Feiertage und alle religiösen Symbole." Was er früher über das Abendmahl gesagt hatte. Damit meine ich. sie aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. im Gedächtnis. „Diese . Individuelle Gebete. daß er mit sehr vielen Allegorien aufräumte. und ich will es nicht unternehmen.'s Erklärungen besonders verwunderte.Wiederholungen' besonders umfassend und wurden mit besonderer Feierlichkeit durchgeführt — und diese Tage besaßen selbst eine symbolische Bedeutung. sagte er. einige sehr interessante Beispiele der Auslegung verschiedener Teile der orthodoxen Liturgie an. alle hatten ihre eigene Bedeutung in dieser Wiederholung. 445 . wie vieles in reiner Form aufbewahrt ist und wie wenig wir von all dem verstehen. „Eine Zeremonie ist ein Buch. „Jede Zeremonie und jeder Ritus haben einen Wert. wenn sie unverändert vollzogen werden".Wiederholung' zuzuhören und ihre Verbindung mit der Schule aufs neue zu stärken. Manchmal kamen sie von sehr weit her.

und mich dabei auf andere berufen muß. die die „Gottesdienste" in den „Tempeln der Wiederholung" begleitet hatten und in der christlichen Form des Gottesdienstes nicht erhalten sind. G. das heißt für verschiedene Arten von Meditation. jede Muskelgruppe oder auch die Muskeln des ganzen Körpers willentlich anzuspannen oder zu entspannen. diese Empfindung in mir hervorzurufen. die sich in den Klöstern auf dem Berg Athos bis auf die heutige Zeit erhalten habe. daß einige von uns beim Aussprechen des Wortes . Bei einer Gelegenheit sagte G. an den Ellbogen abgebogenen Armen und sagt laut und gedehnt ego.Ich' laut aussprechen. wo das Wort „ego" widerklingt. was verlorenging und vergessen wurde. Ein Ritus enthält oft mehr als hundert Bücher. daß ich persönlich vollständig unfähig war.. was er meinte. Hier muß ich erwähnen. als ob das Wort im Kopf erklänge. wie man den Atem beherrschen könne und von der Notwendigkeit. als er von Konzentrationsübungen sprach und wie man die Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Teil des Körpers konzentrieren könne: „Wenn Sie das Wort . in jedem Augenblick. wo man über 446 . andere wieder spürten es in der Brust und andere über dem Kopf — außerhalb des Körpers. wobei er zugleich lauscht. Aber sehr bald begannen wir zu bemerken. wo dieses Wort in Ihnen erklingt?" Wir verstanden nicht sofort. fähig zu sein. die sich sozusagen auf die „Technik" der Religion beziehen. hob G. gleichzeitig hervor.Ich' die deutliche Empfindung hatten. was bis auf unsere Zeit überliefert wurde. „Der Zweck dieser Übung ist. in diesem Zusammenhang gebe es eine Übung. „Ein Mönch kniet oder steht in einer bestimmten Haltung mit erhobenen. der es versteht. Er sprach auch von verschiedenen Übungen. haben Sie bemerkt.in dem sehr viel geschrieben steht. hörte all diesen Bemerkungen zu und sagte." Indem er auf das hinwies. kann es lesen. Jeder. besonderen Haltungen für verschiedene Gebete. und über viele Dinge. Er sprach von den heiligen Tänzen.

und femer. „Dies steht mit Kants Idee der phenomena und numena im Zusammenhang". „Sie müssen verstehen". was der erste Teil lehrt." Hier muß ich noch ein weiteres Gespräch mit G. auf dem Wege der Religion zu irgendwelchen Ergebnissen. daß es ohne sie unmöglich sei. — Die Erde als dreidimensionaler Körper ist das phenomenon. Der eine Teil lehrt. zuhörte.sich nachdenkt. daß Kant über diese Äußerung wohl sehr überrascht gewesen wäre. genau wie in anderen Religionen. wertvoll. „Ohne diesen zweiten Teil kann es kein Verständnis von Religion geben. und er lehrt. Das war das einzige. wie die Vorschriften Christi auszuführen sind und was sie wirklich bedeuten. wird im Verlauf der Zeit verstümmelt und weicht vom Ursprünglichen ab. wie man das tun soll. Wenn Kant die Idee der Skala in seine Beweisführung eingeführt hätte. was ihm mangelte. dachte ich. sagte er. sagte G. „fügen Sie hier nur noch die Idee der Skala hinzu.. „denn dies ist schließlich die Hauptsache. wies viele Male auf die Notwendigkeit hin. die er geschrieben hat." Während ich G." „Sehr wahr"." G. wieder einmal im Zusammenhang mit den Kosmen. Aber die Idee der Skala 447 . das heißt jede. sagte ich. sein „Ich" zu fühlen und es von einem Zentrum zum anderen zu bringen. diese vergessene „Technik" zu studieren. die durch Wissende zu einem bestimmten Zweck geschaffen worden ist. Der zweite Teil lehrt. wären viele Dinge. als sechsdimensionaler Körper das numenon. das im ersten Teil Verstümmelte zu berichtigen oder das Vergessene zu ergänzen. „daß jede wirkliche Religion. anführen. und mit seiner Hilfe ist es immer möglich. oder jedenfalls würde solch ein Verständnis unvollständig und sehr subjektiv sein. was getan werden soll. Dieser Teil wird Allgemeingut. Dieser Teil wird in besonderen Schulen geheimgehalten. aus zwei Teilen besteht. außer rein subjektiven zu kommen. „Diesen geheimen Teil gibt es auch im Christentum.

Gleicherweise kann auch der Mond zu einer Zeitspanne mit Nahrung befriedigt werden. Das organische Leben muß sich deswegen entwickeln und den Bedürfnissen der Planeten und der Erde anpassen. alles erfüllt einen bestimmten Zweck. der die Integrität eines mechanischen Systems verletzt. ist ein feinerer. größerer Empfänglichkeit. genau wie es nicht ohne sie bestehen kann. daß es mit ihr als Ausgangspunkt möglich ist. Die planetarischen Einflüsse. über die ich noch sprechen werde. Aber auch die Erde wächst. nicht der Größe nach. sie bedarf der Auf nähme feinerer Einflüsse. wo ihm diese Nahrung nicht mehr genügt. daß es nichts Zufälliges oder Unnötiges in der Natur gibt und geben kann. sind ungenügend geworden. Etwa ein Jahr später. Wir haben schon früher gesagt. zu wachsen und stärker zu werden. „ist das organische Leben eine Art zufälligen Zusatzes. So ist das organische Leben ein unerläßliches Glied in der Kette der Welten. bei dem „organischen Leben auf Erden". die ihm durch organisches Leben einer bestimmten Qualität vermittelt wird. und es ihm ermöglicht. aber später kommt eine Zeit. verweilte G. viel Neues und Unerwartetes zu finden. die ihr zu einer Zeit ihrer Existenz genügten. den Mond zu ernähren. alles hat eine bestimmte Aufgabe. Aber Sie sollten bereits verstanden haben. daß das organische Leben der Erde planetarische Einflüsse verschiedener Art zuführt und daß es dazu dient.lag mir sehr. wo er durch sie nicht mehr wachsen 448 . in Dingen. während ich die Idee der Kosmen im Zusammenhang mit dem Problem der Zeit entwickelte. Als wir bei einer Gelegenheit von dem geordneten Zusammenhang von allem im Weltall sprachen. empfindlicherer Aufnahmsapparat notwendig. Und ich erkannte. stellte ich eine Tabelle der Zeit in den verschiedenen Kosmen auf. die wir zu kennen glauben. „Für das gewöhnliche Wissen". Das gewöhnliche Wissen bringt es mit nichts in Zusammenhang und zieht keine Schlüsse aus der Tatsache seiner Existenz. aber im Sinn größerer Bewußtheit. Um feinere Einflüsse aufzunehmen. die nicht ohne es bestehen könnten. sagte er.

wenn auch langsamer. sie hängt von der harmonischen und richtigen Wirkung ihrer eigenen Gewebe ab. sich entwickeln und auf einer den Bedürfnissen der Planeten. Daraus folgt. wie wir ihn angenommen haben. Wenn dieses organische Leben verschwindet oder stirbt. Gleichzeitig ersehen wir aus dem früher Gesagten. hungrig zu werden. seiner Evolution aufgehalten wird und die an es gestellten Forderungen nicht erfüllen kann. der neue Sprößlinge treibt. Alles. „Wir müssen daran denken. eine Art seitlichen Zweiges entwickeln muß. daß entweder das Wachstum des ganzen Schöpfungsstrahls zum Stillstand kommt oder daß er einen anderen Weg für sein Wachstum finden. Das bedeutet. sonst erfüllt es nicht seine Funktion. um seinem Zweck zu entsprechen. diesen Hunger zu stillen. ist der Mond. daß der Schöpfungsstrahl. Das Ende dieses Zweiges.kann und anfängt. Das gleiche. bezieht sich auch auf das organische Leben auf Erden. so kommen auch die anderen zu einem Stillstand. dann bedeutet das. was man über den Schöpfungsstrahl oder seinen Teil Erde—Mond sagen kann. Aber die Vollendung dieses Wachstums ist überhaupt nicht gewährleistet. Das organische Leben auf Erden ist eine mannigfaltige Erscheinung. wenn er weder neue Schößlinge treibt noch diese zu treiben verspricht. entspricht nicht seinem Zweck. Daran muß man denken. Das organische Leben muß imstande sein. wird der ganze Zweig sofort verwelken. Wenn der Mond nicht wächst. wie jedem gesonderten Zweig eines großen Baumes. ein wachsender Zweig.und Wachstumsmöglichkeit gegeben. wenn das organische Leben in seiner Entwicklung. daß das Wachstum des Schöpfungsstrahls vom organischen Leben auf Erden abhängt. Der Zweig kann verwelken. wie das Wachstum des Mondes vom organischen Leben auf Erden bedingt wird. der jenseits des organischen Lebens liegt. Dem Schöpfungsstrahl oder sagen wir dem Teil Erde—Mond ist genau die gleiche Entwicklungs. vom Absoluten bis zum Mond wie der Zweig eines Baumes ist. jedenfalls der Teil des Zweiges. muß geschehen. daß das organische Leben. der Erde und des Mondes entsprechenden Stufe stehen muß. in der die gesonder- 449 . Wenn die Entwicklung eines Gewebes aufhört.

soweit wir sie historisch kennen. das heißt sie mögen wissen. Dann gibt es innerhalb der sich entwickelnden Gewebe sich entwickelnde Zellen und Zellen.ten Teile voneinander abhängen.Ende des Zweiges' wächst. und kann daher zerstört werden. aber hiervon werden wir später sprechen. Wenn sich die Menschheit nicht entwickelt. Somit kann die Beendigung der Entwicklung die Vernichtung der Menschheit bedeuten. sich zu entwickeln. Gleichzeitig wird die Menschheit. aber wir dürfen nicht vergessen. die sich entwickeln. Allgemeines Wachstum ist nur unter der Bedingung möglich. die als Nahrung und Medium für die sich entwickelnden dienen. wenn sie aufhört. nutzlos. Mond und Menschheit befinden. „Gleichzeitig müssen wir bei der Prüfung des Lebens der Menschheit. Vorläufig wollen wir die Menschheit als Ganzes betrachten. daß das . es gibt im organischen Leben Gewebe. „Der sich entwickelnde Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. die als Nahrung für die sich entwickelnden dienen. Aber wissende Menschen mögen natürlich genaue Kenntnis davon haben. genauer gesprochen. und es gibt Gewebe. in welcher Periode der planetarischen Entwicklung wir uns befinden und ob Mond und Erde Zeit haben. Aber man muß immer und in allem daran denken. die als Nahrung und Medium für jene dienen. Auch die Menschheit hat einen Entwicklungsteil. daß die Menschheit sich in einem Kreis bewegt. In einem Jahrhundert zerstört sie 450 . daß die Entwicklung des organischen Lebens aufhören und dies wiederum das Wachstum des Schöpfungsstrahls zum Stillstand bringen wird. die entsprechende Entwicklung des organischen Lebens abzuwarten oder nicht. In jeder gesonderten Entwicklungszelle gibt es sich entwickelnde Teile und Teile. zugeben. daß die Anzahl von Möglichkeiten niemals unbegrenzt ist. daß diese Entwicklung niemals gewährleistet ist: sie ist nur möglich und kann in jedem Augenblick und an jeder Stelle aufhören. für den sie geschaffen wurde. so bedeutet das. für den Zweck. um sagen zu können. „Wir haben keine Anhaltspunkte. Oder. Wir können dies nicht wissen. die sich entwickeln. auf welcher Stufe der ihnen möglichen Entwicklung sich Erde.

„Natürlich gibt es sehr viele Leute. nicht in jedem Augenblick nach Belieben verändert werden kann. nach der es sich ihrer Meinung nach vollziehen sollte. und der Vorgang wird sich nach mechanischen Gesetzen vollziehen und entwickeln. Ich wiederhole. Zwischen den Wegkreuzungen kann nichts getan werden. Wenn nun aber ein Vorgang eine . Allgemein gesprochen. dann kann auch später nichts getan werden. Wenn ein Aberglaube verschwindet. daß das Leben der Menschheit nicht auf die Weise vor sich geht. Das Auftreten einer Eigenschaft ruft unmittelbar das Auftreten einer anderen entgegengesetzten Eigenschaft hervor. und vom Stillstand führt ein gerader Weg zu Niedergang und Entartung.alles. können sie doch nichts tun. und der Fortschritt der letzten hundert Jahre in mechanischen Dingen ging auf Kosten vieler anderer vielleicht viel wichtigerer Dinge. und selbst wenn Leute. nichts getan wird. Das Wachstum des Wissens auf einem Gebiet ruft das Wachstum der. etwas getan werden kann. Freiheit in einer Beziehung ruft Sklaverei in einer anderen hervor. der sich auf eine bestimmte Weise vollzieht. Unwissenheit auf einem anderen hervor. was sie in einem anderen geschaffen hat.Wegkreuzungen' verändert und auf einen neuen Weg gebracht werden. die an diesem Vorgang teilhaben. die nach ihrer Meinung das ganze Leben der Menschheit verändern sollten. „Wenn wir uns nun das Oktaven-Gesetz vor Augen halten. Und sie erfinden verschiedene Theorien. Stillstand bedeutet. tritt ein anderer an seine Stelle und so weiter. die der Ansicht sind. daß die Menschheit sich in einem Stillstand befindet. hat man allen Grund. daß nur in bestimmten Augenblicken. daß ein solcher ausgeglichener Vorgang. bei den Oktaven nannten wir sie die Intervalle mi—fa und si—do.Kreuzung' überschreitet und nichts geschieht. die unvermeidliche Zerstörung von allem voraussehen. daß Fortschritt und Rückschritt sich die Waage halten. zu denken und zu behaupten. die ich eben als Wegkreuzungen bezeichnet habe. so werden wir sehen. Er kann nur an gewissen . Verfeinerung auf der einen Seite verursacht Vulgarität auf der anderen. Und beide 451 . Ein anderer erfindet sofort eine entgegengesetzte Theorie. Der eine erfindet eine Theorie.

das heißt der Kraft. die Sterne. Nebenbei sind all diese Theorien für das allgemeine Wohl und die allgemeine Gleichheit nicht nur nicht zu verwirklichen. Das Leben nimmt natürlich seinen eigenen Lauf. die die Menschheit und das organische Leben im Weltprozeß spielen. Und die ganze Zeit tauchen neue Theorien auf. Sie behaupten. Und viele Leute glauben tatsächlich der einen oder der anderen. aber die Menschen hören nicht auf. sein ganzes Leben zu ändern.Schocks'. weil sie das Wichtigste nicht in Betracht ziehen. verhält sich ganz analog dem Prozeß der dem einzelnen Menschen möglichen Entwicklung. und zweitens die Beseitigung des . das heißt sein Leben auf vernünftigen Grundsätzen aufzubauen. die Erde. Und er beginnt mit der gleichen Tatsache. hauptsächlich deswegen. daß alle ihnen glauben. Alles hat in der Natur sein Ziel und seinen Zweck. an ihre eigenen Theorien oder die anderer Leute zu glauben. alles besteht für ihn. etwas zu tun. wenn sie verwirklicht würden. die allein die Lage verändern kann. nämlich die untergeordnete Rolle. Sie vergessen sogar die verhältnismäßige Kleinheit des Menschen. Und so ist es mit allen intellektuellen Theorien. Beseitigung des Leidens würde erstens die Beseitigung einer ganzen Reihe von Wahrnehmungen bedeuten. nämlich eine gewisse Gruppe von Zellen wird allmählich bewußt. die für die Menschheit als ein Ganzes möglich ist. Intellektuelle Theorien stellen den Menschen in die Mitte von allem. Beseitigung der Ungleichheit würde Vernichtung der Entwicklungsmöglichkeit bedeuten. nämlich jener Entwicklung. „Der Prozeß der Entwicklung. die Sonne. es sei möglich. die ihrerseits wieder entgegengesetzte Theorien verursachen.erwarten. in dem sie sich gegenwärtig befindet. die die Menschheit in dem Zustand festhalten. sein vorübergehendes Dasein und anderes. ein Mensch sei nach Belieben fähig. sondern es würde sogar verhängnisvoll sein. und all diese Theorien und der Streit zwischen ihnen stellen zweifellos eine der Kräfte dar. seine Nichtigkeit. All diese Theorien sind zweifellos ganz phantastisch. dann zieht sie andere 452 . der Mond. und bilden sich ein. für die der Mensch geschaffen ist. sowohl die Ungleichheit der Menschen als auch ihr Leiden.

weil es seinen früheren Worten zu widersprechen scheint. die gegen die Entwicklung der Menschheit ankämpft?" fragte ich. daß es eine bewußte Kraft gibt. antwortete G. ein Evolutionsprozeß beginnt halbbewußt. Ich habe dies aufgezeichnet. sagte G..Zellen an. Jedoch Bewußtsein und bewußter Widerstand gegen den Evolutionsvorgang können in gewissen Augenblicken auch beim Involutionsvorgang auftreten. In der Menschheit sowohl wie im Einzelmenschen beginnt alles mit der Bildung eines bewußten Kerns.Involution' und . „Von einem gewissen Gesichtspunkt aus kann man es sagen". während er sich entwickelt. So können sich abgetrennte Fragmente von Bewußtsein. macht sie sich untertänig und bringt allmählich den ganzen Organismus dazu. während er sich entwickelt. „Woher kann diese Kraft kommen?" fragte ich. wird aber schon beim nächsten Schritt mechanisch — und wird mehr und mehr mechanisch. auch vereinen und wenigstens für eine gewisse Zeit vom Kampf gegen den Evolutionsprozeß leben. Das ist Entwicklung. Im 453 . Alle mechanischen Kräfte des Lebens kämpfen gegen die Bildung dieses bewußten Kems in der Menschheit. wird aber mehr und mehr bewußt.Mechanisiertheit'.Evolution' genannt werden. genau wie alle mechanischen Gewohnheiten. die in ihrer Entwicklung aufgehalten wurden. „und es kann für uns im Augenblick keine praktische Bedeutung haben. Es gibt zwei Prozesse. und es kann keine andere Art von Entwicklung geben. Der Evolutionsprozeß muß ohne Unterbrechung fortschreiten.Bewußtsein' und . dies zu erklären". Woher kommt dieses Bewußtsein? Natürlich vom Evolutionsprozeß. die manchmal . Jedes Anhalten verursacht eine Trennung vom Grundprozeß. „Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen. ihren Zielen zu folgen und nicht nur zu essen. Geschmacksrichtungen und Schwächen gegen das bewußte Selbst-Erinnem im Menschen ankämpfen. nämlich daß es nur zwei kämpfende Kräfte in der Welt gibt — . zu trinken und zu schlafen." „Kann man sagen. Der Unterschied zwischen ihnen ist der folgende: ein Involutionsvorgang beginnt bewußt im Absoluten.

was auf eine sich vollziehende Evolution hinweist. wir sehen ein Übergewicht von Gemeinheit und Dummheit aller Art. Für uns ist es nur wichtig. „So gibt es in der gegenwärtigen Lage der Menschheit überhaupt nichts. die nur einen zeitweiligen Erfolg ergeben. Im Gegenteil. daß die Kräfte. jedes Mittel zu verwenden. wann eine Evolution beginnt und wann sie sich vollzieht. „Können wir sagen. daß im Leben Bestrebungen zur Einheit hin. Das Leben wird von den am wenigsten Bewußten. welche den Evolutionsprozeß lenken. sogar solche. „Können wir sagen. eine begrenztere Auswahl von Mitteln haben. Diese widerstrebenden Kräfte können manchmal sogar siegen. festzustellen. Im Gegenteil. Und wenn wir uns an die vollständige Analogie zwischen Menschheit und Mensch erinnern. kann es in gewissen Augenblicken einen Kampf gegen den absichtlichen Widerstand ziemlich mächtiger Kräfte geben. ob die Menschheit als evolvierend betrachtet werden kann. und als Endergebnis sowohl die Evolution als auch die Involution an der fraglichen Stelle vernichten. die die Evolution leiten. sie können nur gewisse Mittel und gewisse Methoden verwenden. wenn diese auch natürlich nicht mit jenen. „Können wir zum Beispiel sagen. in anderen Worten. Die Ursache hierfür ist. daß das Leben von einer Gruppe bewußter Menschen gelenkt wird? Wo sind sie? Wer sind sie? Wir sehen genau das Gegenteil. diese Frage hat für uns keine praktische Bedeutung. „Aber wie ich schon gesagt habe. stärksten und mutigsten Elemente beobachten können? Nichts dergleichen. zu vergleichen sind. Anstatt gegen mechanische Kräfte zu kämpfen. wird es nicht schwer sein. wenn wir die Menschheit mit einem Menschen ver- 454 . daß wir im Leben ein Übergewicht der besten. neue Mißverständnisse. Die widerstrebenden Kräfte sind in ihrer Wahl von Mitteln nicht begrenzt und immer imstande. die Anzeichen dafür festzustellen. zur Vereinigung hin beobachtet werden können? Natürlich nichts dergleichen. den am tiefsten Schlafenden gelenkt. neue Feindschaften. Wir sehen nur neue Spaltungen.Grunde macht dies den Evolutionsprozeß nur interessanter.

„Alles. Und die Menschen verlieren zweifellos ihre erworbenen Gewohnheiten der Unabhängigkeit und werden Automaten. die ihrerseits den Rest der Menschheit beeinflussen und führen wird. Eines allein ist sicher. der sie unfähig macht. sagte G. die Führung einer bewußten Gruppe anzunehmen. aber jedenfalls müssen wir zugeben. daß sie alle einander kennen?" fragte der Betreffende wieder. Oder. zu sagen. wo dies alles endet und wo es einen Ausweg gibt. „Die zeitgenössische Kultur verlangt Automaten. „Das wissen nur sie selbst". Teile von Maschinen. Und das ist das Schrecklichste. daß es solch eine Gruppe gibt? Vielleicht können wir es auf Grund einiger Anzeichen." „Wieviele Leute könnte es in dieser bewußten Gruppe geben?" fragte jemand. daß es eine sehr kleine Gruppe ist. Aber wie ich vorher betonte. Er fängt an. die Evolution der Menschheit kann sich nur durch die Evolution einer gewissen Gruppe vollziehen. die inmitten einer Menge 455 . seine Sklaverei gern zu haben. was einem Menschen geschehen kann. daß die Menschheit sich in einem Zustand befindet. daß es zwei oder drei Menschen gibt. „Wie könnte es anders sein?" fragte G. „Stellen Sie sich vor. können wir sagen. Wirklichen und Eigenen. um den Rest der Menschheit zu unterjochen. betrifft die ganze Menschheit. Er braucht keine Ketten mehr.gleichen. Unwirklichen und Fremden auf Kosten des Natürlichen. wenn wir es von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. oder ob es überhaupt ein Ende und einen Ausweg gibt. auf sie stolz zu sein. „Heißt das. dann können wir ganz klar das Wachstum der Persönlichkeit auf Kosten des Kerns beobachten. daß die Sklaverei des Menschen wächst und zunimmt. „Können wir sagen. Es ist unmöglich. das heißt ein Wachstum des Künstlichen. „Gleichzeitig hiermit beobachten wir ein Wachstum des Automatischen. Der Mensch wird ein williger Sklave. was ich bisher gesagt habe. jedenfalls ganz ungenügend.

können sie nicht kennen.esoterische' genannt.schlafender Leute wach sind. „Die Menschheit. sowohl die uns bekannte als auch die uns unbekannte. durch Kräfte aus zwei verschiedenen Quellen gelenkt wird. Sicherlich werden sie einander kennen. alle Formen des dem Menschen möglichen Bewußtseins. die aus den inneren Kreisen der Menschheit herrühren. die die höchste dem Menschen erreichbare Entwicklung erlangt haben. daß die ganze Menschheit. 456 . daß jeder Mensch nur auf seiner eigenen Seinsstufe sehen kann. Aber entweder gibt es noch nicht soviele oder sie wollen es nicht. die schlafen. volle Beherrschung dieser Bewußtseinszustände. zu der wir gehören.Ich'. innerhalb dessen es mehrere andere Kreise gibt. nämlich die gesamte historische und prähistorische Menschheit. jeder von ihnen hat im vollsten Ausmaße Individualität. so wie die Wissenschaft und Zivilisation sie kennt. „Wir haben die Probleme der Esoterik berührt. stellt in Wirklichkeit nur den äußeren Kreis der Menschheit dar. Wie viele sind es? Wir wissen es nicht und können es nicht wissen. als sie planetarische Einflüsse vermuten. zu der wir gehören. als wir über die Geschichte der Menschheit sprachen. das heißt ein unteilbares . „Der innere Kreis wird der . Es wurde schon früher ganz klar gesagt. dieser Kreis besteht aus Menschen. sozusagen aus verschiedenen konzentrischen Kreisen besteht. Aber jene. Sie können nichts tun. daß das Leben der Menschheit. die vollständig mechanisch wirken und von den menschlichen Massen genau wie vom Einzelmenschen ganz unwillkürlich und unbewußt aufgenommen werden. bevor wir nicht werden wie sie. oder vielleicht schlafen die anderen Menschen zu fest. „So können wir uns vorstellen. deren Dasein und Bedeutung die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr vermuten. Erstens planetarische Einflüsse. Aber zweihundert bewußte Menschen. oder es ist vielleicht die Zeit noch nicht gekommen. wenn sie existierten und es für notwendig und gerechtfertigt hielten. und ferner Einflüsse. wiesen wir darauf hin. das ganze dem Menschen erreichbare Wissen und einen freien und unabhängigen Willen. „Früher. könnten das ganze Leben auf der Erde verwandeln.

ist dieses Verständnis im Vergleich zum Verständnis des esoterischen Kreises etwas mehr theoretisch. und alle verstehen auf die gleiche Weise wie einer. kein Mißverständnis geben. Aber es kann zwischen ihnen keine Unterschiede im Verständnis geben. Der eine versteht auf die gleiche Weise wie alle anderen. Ein Mitglied des mesoterischen Kreises berechnet. Ihr Verstehen kann nicht in Taten zum Ausdruck kommen. sie können keine Erkenntnis haben. Aber wie schon gesagt. keine Unterschiede im Verstehen zwischen ihnen geben. aber ihr Wissen über die Kosmen hat einen mehr philosophischen Charakter. daß ihr Wissen mehr theoretisch ist.exoterische' genannt. die zu diesem Kreis gehören. weil sie auf einem gemeinsamen und gleichen Verstehen beruht. besitzen alle Eigenschaften der Mitglieder des esoterischen Kreises mit dem einzigen Unterschied. In Wirklichkeit ist. verstehen alle anderen. wissen vieles von dem. Sie wissen mehr als sie tun. was die Menschen der esoterischen und mesoterischen Kreise wissen.was ihrer Erkenntnis entgegengesetzt ist. Natürlich bezieht sich dies auf ein Wissen kosmischer Art. die sich nicht in ihrem Tun ausdrückt. wird die Menschheit gewöhnlich nur in zwei Kreise gegliedert und der •exoterische Kreis' im Gegensatz zum esoterischen als das gewöhnliche Leben betrachtet. „In der Literatur. Sie wissen und verstehen viele Dinge. die bisher in ihrem Tun noch keinen Ausdruck gefunden haben. die zu diesem Kreis gehören. Menschen. ein Mitglied des exoterischen Kreises kontempliert. „Den nächsten Kreis nennt man den . Die Menschen. Infolgedessen ist ihre Tätigkeit vollständig koordiniert und führt zu einem gemeinsamen Ziel ohne jede Art von Zwang. weil es der äußere Kreis des inneren Teils der Menschheit ist. das heißt den mittleren. Was einer versteht. das heißt es ist abstrakter als das Wissen des mesoterischen Kreises.mesoterischen'. Jedoch ihr Verstehen ist genau so exakt und deswegen mit dem Verstehen der Menschen des esoterischen Kreises identisch. Gleichzeitig kann es keine Zwietracht. „Der dritte Kreis wird der . wie wir sehen. das heißt der äußere. Zwischen ihnen kann es keine Zwietracht. der 457 . die die Existenz der Esoterik anerkennt.

„Die Möglichkeit zu verstehen hängt also für die Menschen von der Möglichkeit ab. der Weg der Menschen Nummer eins. „Diese vier Tore entsprechen den früher beschriebenen vier Wegen. außerordentlichen Augenblicken oder in Dingen ohne große Bedeutung. „Der . Wenn sich Menschen. nämlich des exoterischen Kreises.Verwirrung der Zungen' genannt.exoterische Kreis' sehr weit von uns entfernt. wo keiner den anderen versteht und sich auch keine Mühe macht. kein gemeinsames Verständnis möglich. „Wenn wir uns die Menschheit in Form von vier konzentrischen Kreisen vorstellen. der instinktivbeweglich-sinnlichen Menschen ohne viel Verstand und ohne viel Herz. die diesem Kreis angehören. 458 . zu verstehen und verstanden zu werden. daß sie eine unbewußte Tendenz zum inneren Kreis haben. in den exoterischen Kreis einzudringen. der wir zugehören und die wir allein kennen.Esoterik'. denn das gemeinsame Verständnis beginnt erst im exoterischen Kreis und ist nur dort möglich. Und diese Menschen werden sich des mangelnden Verstehens gewöhnlich in ganz verschiedenen Formen bewußt. In diesem Kreis ist außer in seltenen. „Der erste Weg ist der Weg des Fakirs. verstanden zu werden. des allgemein mangelnden Verständnisses bewußt werden und sich danach sehnen. Jeder versteht auf seine Weise und alle verstehen verschieden. dann bedeutet dies.. Das erste Zeichen dieses Kreises ist es. vier Tore vorstellen. der Menschen des physischen Körpers. das heißt der Kreis. Dieser Kreis wird manchmal der Kreis der . in dem jeder seine eigene besondere Sprache spricht. daß es unter den ihm zugehörigen Menschen kein gemeinsames Verstehen gibt und auch nicht geben kann. können wir uns auf dem Umfang des dritten inneren Kreises. Für den gewöhnlichen Menschen ist er schon .äußere Kreis' ist der Kreis der mechanischen Menschheit. wo das Verstehen anfängt. die auf ein bestimmtes Wesen beschränkt sind. durch welche die Menschen des mechanischen Kreises eindringen können.

sonst könnten sie ein Hindernis auf diesem Wege bilden. Und in verschiedenen Geschichtsperioden haben verschiedene Gemeinschaften oder Orden von Fakiren in verschiedenen Ländern bestanden und bestehen sogar noch. und dem vierten Weg besteht in der Tatsache. verschwindet der vierte Weg. und die jetzt bestehenden Wege "waren noch nicht so scharf voneinander getrennt. „Der Grundunterschied zwischen den drei ersten Wegen. Die Grundlage dieser Institutionen ist die Religion. Herz und Körper dürfen nicht besonders stark sein. der religiöse Weg. der Weg der Menschen Nummer zwei. dem Weg des Mönches und dem Weg des Yogi. Dies ist der Weg des Denkens. „Der vierte Weg unterscheidet sich von den alten und neuen Wegen durch die Tatsache. den diejenigen gehen können. der Weg der Menschen Nummer drei. das heißt. daß er nie ein bleibender Weg ist. sie standen einander viel näher. Wenn diese Arbeit zu Ende ist. „Abgesehen von diesen drei Wegen gibt es einen vierten Weg. ohne irgendein Unternehmen. die durch lange Perioden der Geschichte fast unverändert bestanden haben. „Vor zwei.„Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. wenn das gestellte Ziel erreicht ist. das heißt der Gefühlsmenschen. unterscheiden sie sich äußerlich nur wenig von religiösen Schulen. die es jetzt nicht mehr gibt. nämlich dem Weg des Fakirs. denen die drei ersten nicht offenstehen. Er erscheint und verschwindet wieder nach seinen eigenen ihn lenkenden Gesetzen. Wo es Yogischulen gibt. Diese drei traditionellen Wege sind innerhalb der Grenzen unserer historischen Zeitspanne bleibende Wege. Denken und Körper sollten hier nicht zu stark sein. „Der vierte Weg besteht nie ohne irgendwelche Arbeit einer bestimmten Bedeutung. das heißt er verschwindet an 459 . daß sie an bleibende Formen gebunden sind. um das herum und im Zusammenhang mit dem er allein bestehen kann.oder dreitausend Jahren gab es noch andere Wege. „Der dritte Weg ist der Weg des Yogi. Er hat keine bestimmte Form und es gibt keine mit ihm verbundenen Institutionen.

und die Möglichkeit erlangt haben. auf solche eine Arbeit zu stoßen. aus dieser Gelegenheit Nutzen zu ziehen. Aber die Hoffnung.dem betreffenden Platz. „Je schneller ein Mensch das Ziel der Arbeit. Diejenigen von ihnen. die eine solche Arbeit beginnen. werden die Schulen geschlossen. die Schulen bestehen nur solange. wie auch die Möglichkeit. einen Weg zu finden. Die Menschen. die um die Arbeit herum waren. auf dem Weg unabhängig fortzukommen. hängt von vielen Umständen und Bedingungen ab. als die Arbeit andauert. die nur ihre äußere Seite kannten und die ganze Arbeit von diesem äußeren Aspekt aus sahen. „Auf dem vierten Wege kann in keiner Arbeit mechanische Hilfe gebraucht werden. Wenn die Arbeit getan ist. „Aber ganz gleich. desto schneller kann er für sie nützlich werden und desto mehr kann er für sich selbst daraus gewinnen. begreift. die gelernt haben. die Möglichkeit. verschwindet in der betreffenden Form und besteht vielleicht in einer anderen Form an anderer Stelle weiter. Der mechanische Mensch kann keine bewußte Arbeit vollbringen. die im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Unternehmen ausgeführt wird. und somit ist es die erste Aufgabe derjenigen. Schulen des vierten Weges bestehen für die Bedürfnisse der Arbeit. „Ohne an sich selber oder an der Richtigkeit ihrer Schlüsse und 460 . Nur bewußte Arbeit kann in allen Unternehmungen des vierten Weges nützlich sein. Sie bestehen nie an sich als Schulen zum Zwecke der Erziehung und Belehrung. was zu lernen möglich war. die ausgeführt wird. die die Arbeit begonnen haben. auf Arbeit dieser Art zu stoßen. beginnen auf die eine oder andere Weise ihre eigene persönliche Arbeit. die der Mensch hat. verlassen die Bühne. sich bewußte Mitarbeiter zu schaffen. „Aber manchmal geschieht es. „Die Arbeit der Schulen des vierten Weges hat viele Formen und viele Bedeutungen. daß nach Schließung der Schule eine Anzahl Leute übrigbleibt. Inmitten der gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die einzige Hoffnung. was das Grundziel der Arbeit ist.

ist es uns fast unmöglich. und Schulen. „Außerdem Endet sich manchmal ein Wahrheitskömchen in un- 461 . All dies kann natürlich nur eine äußere Nachahmung sein. was wir über die verschiedenen Arten von okkulten. die sie selber bekommen haben. und geben dieselben Versprechungen. eine gewisse Anzahl von Menschen zu erziehen. die vollständig im materialistischen Leben versunken ist. hätte die überwältigende Mehrheit der Menschen überhaupt keine Möglichkeit. die sie ausführen. auf solche Nachahmungen. vom Bestehen von etwas. vor allem des zeitgenössischen. wenn wir fähig sind. und auch das nur dann. nur in dieser Form sind sie fähig. bilden sie neue Schulen. ebensosehr für die Zwecke ihres eigenen Daseins als für die Zwecke der Arbeit kosmischen Charakters. das größer als das Leben ist. die Arbeit fortzusetzen. die Idee der Initiation. entschließen sie sich. Freimaurer. Aber wenn wir auf die Geschichte zurückschauen. was sie selber gelernt haben. die Ergebnisse richtiger Arbeit von Fälschungen und Nachahmungen zu unterscheiden. die daran interessiert sind. weil die Wahrheit in ihrer reinen Form ihnen unzugänglich ist. erreicht die Menschen in den meisten Fällen über pseudo-esoterische Systeme und Schulen. Wir wissen praktisch gar nichts über die richtigen Schulen. Um sie fortzusetzen. Sie sind nämlich das Zwischenglied zwischen einer Menschheit. Unverhüllte Wahrheit würde für sie eine unverdauliche Nahrung bilden. zu hören und zu erfahren. Sogar die Grundidee der Esoterik. zu unterscheiden. sie zu verdauen und sich einzuverleiben. sie aufzunehmen.und alchimistischen Schulen wissen. mit Ausnahme der Ergebnisse ihrer Arbeit. und wenn es nicht diese pseudo-esoterischen Schulen gäbe. „Aber solche pseudo-esoterische Systeme spielen auch in der Arbeit und Tätigkeit esoterischer Kreise eine Rolle. lehren die Menschen.ihres Verständnisses zu zweifeln. Auf Grund der vielen Eigentümlichkeiten des menschlichen Wesens. kann die Wahrheit nur in Form einer Lüge zu den Menschen kommen — nur in dieser Form sind sie fähig. wo das Wirkliche endet und die Nachahmung beginnt Genau genommen bezieht sich fast alles.

sind nach demselben Plan gebaut. Zugang zum dritten Hof haben nur dem Tempel zugehörige Menschen und Zugang zum vierten nur Brahmanen und Priester. wird uns auch in vollständig falscher Form vermittelt. in kirchlichen Religionen. Es mag in ihren Schriften. Und Sie können tatsächlich dieselbe Ordnung in allen Tempeln beobachten. Zugang zum zweiten Hof haben nur Menschen einer gewissen Kaste oder solche mit besonderer Erlaubnis. zu existieren. das heißt nicht pseudo-esoterische Schulen. „Die Idee der Initiation. Die tibetanischen Klöster sind gewöhnlich in Form von vier konzentrischen Kreisen oder vier konzentrischen Höfen. eines im anderen enthalten. weil sie im Gewand gewöhnlicher Klöster und Tempel bestehen. vor allem die in Südindien. und wenn man es Ihnen nicht sagt. auf 462 . ihren Riten. Die Gläubigen haben gewöhnlich zum ersten äußeren Hof Zugang. in okkulten und theosophischen Schulen. sind schwer zu finden. ohne erkannt zu werden. Organisationen dieser Art. die es mit kleineren Abweichungen überall gibt. Die Mysterien stellten einen besonderen Weg dar. gebaut. können Sie einen esoterischen Tempel oder ein esoterisches Kloster nicht von einem gewöhnlichen unterscheiden. ihren Dogmen und in ihren Vorschriften aufbewahrt sein. manchmal als Ausnahme sogar Leute einer anderen Religion und Europäer. sie gehörten zu einer besonderen Kaste. Über den dritten und vierten Hof erfahren Sie nicht einmal etwas. Aber dies wissen Sie nicht. Aber wie kann man sie erkennen? Wenn Sie hineinkommen. ihren Auffassungen von Hierarchie. Zum zweiten haben nur Schüler Zugang. Die Legenden über die äußeren Riten der Initiation wurden aus Bruchstücken von Nachrichten gescharfen. ermöglichen es esoterischen Schulen. die wir über die alten Mysterien besitzen. „Esoterische Schulen. die uns über pseudo-esoterische Systeme erreicht.veränderter Form in pseudo-esoterischen Bewegungen. die durch hohe Mauern getrennt sind. ihren Überlieferungen. Die indischen Tempel. werden Sie nur in den ersten Hof gelangen. jedoch in Form von Vierecken. man sagt Ihnen. die es vielleicht in einigen Ländern des Ostens gibt. Eines von Dutzenden von Klöstern ist eine Schule.

indem er in ein Sakrament verwandelt wird. „Der Übergang von einer Seinsstufe zu einer anderen wurde durch gewisse Darstellungs-Zeremonien. Es gibt keine äußere Initiation und kann sie auch gar nicht geben. Systeme und Schulen können auf Methoden und Wege hinweisen. die in allegorischer Form den gesamten Weg der Entwicklung von Mensch und Welt darstellten. Aber eine Wandlung des Seins kann nicht durch irgendwelche Riten bewirkt werden. dem Eingeweihten gewisse Kräfte vermittelt. Und nur in pseudo-esoterischen Systemen.welchem neben einer schwierigen und langen Studienperiode theatralische Darstellungen einer besonderen Art gegeben wurden. Riten sind nur das Kennzeichen einer vollendeten Wandlung. die er selbst tun muß. und die muß der Mensch an sich selbst tun. gekennzeichnet." 463 . in denen es nichts anderes als diese Riten gibt. aber kein System oder keine Schule kann für einen Menschen die Arbeit tun. beginnt man den Riten eine unabhängige Bedeutung zuzusprechen. Man glaubt. eine Wandlung des Seins hängt nur von der Arbeit ab. nämlich die Initiation. Inneres Wachstum. In Wirklichkeit gibt es nur Selbst-Initiation. daß ein Ritus. Dies gehört wiederum zur Psychologie eines Nachahmungsweges.

Bis dahin hatten wir. ohne den Anschein zu erwecken. Es ist keineswegs meine Aufgabe. das heißt von dem gänzlichen und vollständigen Fehlen irgendeines Willenselementes. jedenfalls die meisten von uns. die Vorkommnisse in unserer Umgebung zu erwähnen. im November 1916. und wir konnten nicht länger umhin. daß ich nicht ganz vermeiden kann. der sehen konnte und wollte. Keine Versuche irgendwelcher Art. den Krieg fortzuführen. sie nicht zu bemerken. Im weiteren Verlauf werde ich die Dinge erwähnen. obwohl sie erst dunkel dämmerte. Außerdem hätte nichts so guten Stoff für das Studium der „Mechanisiertheit" von Ereignissen geben können. und zwar durch sich selbst. und in Wirklichkeit war es nie so klar. die von dem Willen irgendeines Menschen abzuhängen schienen oder scheinen konnten. begann die Lage in Rußland recht düster auszusehen. sie rückten jedem von uns persönlich näher. Jedoch auch dies war Täuschung. In erster Linie war es jedem. die Geschehnisse zu schildern oder zu analysieren. wie die Beobachtung von Geschehnissen dieser Zeitspanne. 464 . die. dem Geschehen Einhalt zu gebieten. Niemand glaubte mehr an irgendwelche Schlagworte. konnten zu irgendeinem Ergebnis führen. durch irgendeine innere Müdigkeit und durch die Einsicht der Sinnlosigkeit all dieses Grauens. Gleichzeitig war es unmöglich. ich meine. Nun rückten uns die „Ereignisse" näher. klar. uns wie durch ein Wunder von den „Ereignissen" femgehalten. daß der Krieg zu Ende ging. daß alles geschieht und daß niemand etwas tut. trotzdem schon feste Wurzeln gefaßt hatte. den Krieg zu galvanisieren. Andererseits war dies jedoch eine so außergewöhnliche Zeit. und alle Gespräche über die Notwendigkeit. ich sei sowohl blind als auch taub gewesen.SECHZEHNTES KAPITEL D amals.

's Moskauer Schüler unter seiner Leitung ausgeführt hatten. wie wir uns inmitten all dieses Chaos fühlen würden. daß niemand die Ereignisse abwenden oder in irgendwelche sichere Kanäle leiten konnte. sogar für sich selbst. daß dies sein letzter Winter sein würde? Doch zu viele Menschen haßten diese Stadt. Während der letzten Monate des Jahres 1916 kam G. Besonders berührte mich zu dieser Zeit die Lage berufsmäßiger Politiker der Linken. die G. daß der Zusammenbruch näherrückte. sich nun jedoch vorbereiteten. seine eigene Hilflosigkeit einzusehen. daß der Mythos der Arche Noah 465 . Wir konnten uns nicht mehr vorstellen. zeigten nur die Hilflosigkeit des menschlichen Denkens. zu viele fürchteten sie. Unsere Versammlungen gingen weiter. nicht nach Petersburg. Ich erinnere mich so gut an Petersburg im letzten Winter seines Bestehens. auf eine aktive überzugehen. wenn wir nicht das System hätten.oder die Notwendigkeit. Alles verlief auf die einzig mögliche Weise und konnte in keiner anderen Weise verlaufen. Wer konnte damals. Um genau zu sein: sie zeigten sich als die Blindesten. selbst bei Annahme des Schlimmsten. wohin sie führten. wissen. und ihre Tage waren gezählt. die bisher eine passive Rolle gespielt hatten.'s System uns ein gewisses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. was sie wirklich taten. das sogar unfähig war. gab G. In zweiter Linie war es klar. und obwohl es klar war. die am wenigsten Vorbereiteten und waren am wenigsten fähig zu verstehen. Viele neue Menschen erschienen damals in unserer Gruppe. Und es war offensichtlich. Wir sprachen damals oft davon. wie wir ohne es leben und in dem Labyrinth all der bestehenden Widersprüche unseren Weg finden könnten. Diese Zeit kennzeichnet der Beginn der Gespräche über die Arche Noah. daß alles einem unbekannten Ende zusteuerte. den Krieg zu beenden. Ich war immer der Ansicht. was sie vorbereiteten. aber einige Mitglieder unserer Gruppe gingen nach Moskau und brachten bei ihrer Rückkehr neue Diagramme und einige Aufzeichnungen mit. daß niemand irgend etwas aufhalten konnte. das mehr und mehr unser Eigen wurde.

Viele in unserer Gemeinschaft hatten nun zu sehen begonnen. Aber Sie müssen ein für allemal verstehen. G. sondern gleich2eitig auch ein Plan jeder esoterischen Arbeit unter Einschluß unserer eigenen.eine esoterische Allegorie sei. Das System selbst war eine „Arche". uns zur Zeit der „Sintflut" zu retten. den Grad der Intelligenz und des Bewußtseins festzustellen. Nur drückt sich dieses Bewußtsein und diese Intelligen2 auf verschiedenen Seins-Stufen — das heißt in verschiedenen Skalen — auf verschiedene Weise aus. worüber er bisher gesprochen hatte.Tabelle der Wasserstoffe' als eine Tabelle der Schwingungen und Dichtigkeiten von Stoffen betrachtet. Die Geschwindigkeit der Schwingungen eines bestimmten Stoffes zeigt jedoch seinen Intelligenz-Grad an. in der wir darauf hoffen konnten. Alles lebt auf seine eigene Weise. die Dichtigkeit des Stoffes und die Geschwindigkeit der Schwingungen zu bestimmen. alles ist auf seine eigene Weise intelligent und bewußt. Und je dichter die Schwingungen. Wir müssen nun erkennen. desto weniger bewußt. wo die Schwingungen aufhören. „Die »Tabelle der Wasserstoffe' dient. Zum Beispiel haben wir bisher nicht von der Intelligenz oder dem Bewußtsein des Stoffes gesprochen. 466 . Sie dürfen nicht vergessen. Bei einem der ersten Gespräche zeigte er uns eine vollständig neue Seite alles dessen. die in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen. während sie hilft. daß die Dichtigkeit der Schwingungen und die Dichtigkeit des Stoffes viele andere Eigenschaften des Stoffes anzeigen. es gibt nur verschiedene Grade und Stufen des Belebtseins. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. gleichzeitig dazu. „Bisher haben wir". desto bewußter und intelligenter ist der Stoff. „die . weil der Bewußtseinsgrad dem Dichtigkeitsgrad oder der Geschwindigkeit der Schwingungen entspricht Das bedeutet: je dichter der Stoff. desto weniger intelligent ist er. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. daß dieser Mythos nicht nur eine Allegorie der allgemeinen Vorstellung von Esoterik war. sagte er. kam erst Anfang Februar 1917. „Wirklich toter Stoff beginnt da.

Um diesen . Und wir haben den Menschen als eine dreistöckige Struktur angenommen." G. „Der Mensch besteht aus drei Stockwerken.Tabelle der Wasserstoffe' bestimmt wird. Zuallererst müssen wir die Seinsstufe des betreffenden Geschöpfes kennen. beruht auf dem Prinzip. sondern wir können auch sagen. ist lebendiger Stoff und auf seine eigene Weise intelligent. dies ist sozusagen der . wievielmal ein .allgemeine Wasserstoff aller der .Tabelle der Wasserstoffe' verschiedene Stellen einnehmen. der uns bekannt ist. durch den Vergleich zwischen Stoffen.Wasserstoffe'. Bisher haben wir nur über den Menschen gesprochen. so auch der Grad der Intelligenz.Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen auf der Erdoberfläche beschäftigen wir uns nicht mit totem Stoff. wievielmal dieser oder jener . „Gleichzeitig sind das untere und mittlere Stockwerk des Men- 467 . Wir können nicht gleichzeitig vom Menschen und vom Tier sprechen. werden wir zuerst von lebenden Geschöpfen sprechen. machte eine Zeichnung. Und die Wissenschaft kann ihn sich nicht beschaffen.Tabelle der Wasserstoffe' zur Bestimmung verschiedener Eigenschaften von Dingen und von lebenden Geschöpfen. Das heißt. All der Stoff. die aus vielen . daß es in jedem lebenden Geschöpf und in jedem Ding einen bestimmten . „Der Wurm besteht aus nur einem Stockwerk. sondern auch ihre Intelligenz. der seinen Schwerpunkt bildet. die innerhalb der .allgemeinen Wasserstoff' zu finden. Die Seinsstufe ist in erster Linie durch die Anzahl der Stockwerke in der Maschine bestimmt.Wasserstoff intelligenter ist als ein anderer. Und wir können nicht nur sagen.Wasserstoff dichter oder leichter ist als ein anderer. da sich die Tiere wesentlich vom Menschen unterscheiden. „Die Verwendung der . Die höchsten uns bekannten Tiere bestehen aus zwei Stockwerken und die niedrigsten aus nur einem Stockwerk. „Das Schaf besteht aus zwei Stockwerken. bestimmen wir nicht nur ihre Dichtigkeit.Wasserstoffen' bestehen. „Wie der Grad der stofflichen Dichtigkeit mittels der .Wasserstoff gibt. aus denen ein Geschöpf oder Ding besteht.

Die Intelligenz vpn .Wasserstoff 96 bestimmt die durchschnittliche Intelligenz des . „Wenn Sie sich an das Diagramm der vier Körper des Menschen erinnern.Wasserstoff 24 und der Schwerpunkt des vierten Körpers ist . daß ein Mensch aus einem Menschen.Wasserstoffe' des oberen Stockwerkes gezeigt wurden. und daß ein Schaf aus einem Schaf und einem Wurm besteht. seine Seinsstufe wird durch die Seinsstufe der Geschöpfe bestimmt.Wasserstoff 12. 468 . Der Schwerpunkt des dritten Körpers ist . So kann man sagen. das wir früher besprochen haben und in dem die durchschnittlichen . Der Mensch ist ein mannigfaltiges Geschöpf.Wasserstoff 96.Mensch' durch den Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes bestimmt. Der Schwerpunkt des Astralkörpers ist .Wasserstoff 48. Aber diese Begriffsbestimmungen sind nur in Einzelfällen wichtig. „Der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes im Menschen ist .F i g u r 56 Mensch Schaf Wurm sehen sozusagen dem Schaf und das unterste Stockwerk dem Wurm gleichwertig. Im allgemeinen ist der . So spielt der Wurm die Hauptrolle in Mensch Nummer eins. in Mensch Nummer zwei das "Schaf und in Mensch Nummer drei — der Mensch. einem Schaf und einem Wurm besteht. Das Schaf und der Wurm spielen eine größere oder geringere Rolle im Menschen.Menschen'. aus denen er zusammengesetzt ist. das heißt des physischen Körpers des Menschen.

Intelligenz' nicht an der Dichtigkeit des Stoffes. wievielmal . Mensch Nummer acht ist .Wasserstoff 6. sondern an der Dichtigkeit der Schwingungen erkannt wird. daß die . „Aber wie ich schon gesagt habe: um mittels der . Und wenn wir berechnen können. wievielmal intelligenter Mensch Nummer acht ist als ein Tisch. zeichnete folgendes Diagramm: F i g u r 57 48 96 192 24 48 96 12 24 48 6 12 24 „Der Schwerpunkt des oberen Stockwerkes ist nur um einen .Wasserstoff 3072 nach der dritten Skala der . Aber wir müssen uns in diesem Zusammenhang daran erinnern. Dieser ist der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes eines Menschen Nummer acht. Er befindet sich vollständig zwischen . Die Dichtigkeit der Schwingungen vermehrt sich jedoch nicht durch Verdoppelung wie in den Oktaven der . ist es zum Beispiel möglich.wird es leichter für Sie sein.Tabelle der Wasserstoffe'.Wasserstoff' höher als der Schwerpunkt des unteren Stockwerkes. meine gegenwärtigen Ausführungen zu verstehen. folgende Probleme zu lösen: „Nehmen wir an. „Wenn wir dies als Ausgangspunkt nehmen.Wasserstoff 6 intelligenter ist als .Wasserstoff 1536. werden wir feststellen.Tabelle der Wasserstoffe' die Seinsstufe zu bestimmen. welche die erste 469 . Und der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes ist nur um einen .Wasserstoff 1536 und . nimmt man gewöhnlich das mittlere Stockwerk." G. daß Jesus Christus Mensch Nummer acht ist. sondern in einer ganz anderen Progression.Wasserstoff höher als der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes.Wasserstoffe'. wievielmal intelligenter ist Jesus Christus als ein Tisch? „Ein Tisch hat keine Stockwerke.

was das Geschöpf ißt.Wasserstoff 768 nähren. sie können sich aber auch von einem niedrigeren .Wasserstoff. dieses Problem zu lösen. der viel höher ist als 768. Es gibt jedoch Wesen. daß dieses Problem. 470 . Er nährt sich von . „Dies sind die drei kosmischen Seinsmerkmale. In der gewöhnlichen Wissenschaft wird die Einteilung nach äußeren Merkmalen vollzogen — Knochen. Es gibt kein Wesen auf unserem Planeten. „Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen ist es unerläßlich für Sie. was es atmet und drittens. den es im Weltall einnimmt.. Wenn Sie den genauen Koeffizienten dieser Vermehrung kennen. Die kosmische Seinsstufe jedes lebenden Geschöpfes wird bestimmt durch: „Erstens. Ich möchte nur zeigen. der 1536 nahekommt. nähren. Zähne.Wasserstoff 768. durch das Medium. Von einem äußeren Gesichtspunkt aus ist der Mensch ein Tier. Säugetiere. in der der Mensch nicht leben könnte. Eine Biene nährt sich von einem . die für alles Lebendige identisch sind und es uns ermöglichen.zahlenmäßig um viele Male übertrifft. Tiere wie ein Hund können sich von . atmet . nicht 768. zweitens. den Grundsatz der Einteilung und Bestimmung von Lebewesen vom kosmischen Gesichtspunkt. so merkwürdig es auch scheinen mag. sondern einem. ja sogar höher als 384. vom Gesichtspunkt ihres kosmischen Daseins her zu verstehen. die höher sind als er. Nagetiere usw. so werden Sie in der Lage sein. festzustellen.Wasserstoff 192 und lebt in . die sich von allen anderen Tieren unterscheidet. in dem es lebt. im exakten Wissen geschieht die Einteilung nach kosmischen Merkmalen. Tatsächlich gibt es eindeutige Merkmale. „Nehmen wir zum Beispiel den Menschen. Wirbeltiere. Art und Gattung eines Geschöpfes mit größter Genauigkeit sowohl bezüglich anderer Geschöpfe als auch nach dem Platz. Aber er ist ein Tier einer Art. einer für den Menschen ungenießbaren Nahrung. gelöst werden kann.Wasserstoff.Wasserstoff 192. aber sie lebt in einem Bienenstock in einer Atmosphäre. Funktionen. „Diese Merkmale sind die Seinsmerkmale. das ihm gleicht.

so einfach er auf den ersten Blick ist. atmet nur teilweise . Nehmen wir also auch diesen als 1536 an.Wasserstoff 1536. gewinnen wir damit die Möglichkeit für sehr genaue Definitionen. „Die Intelligenz eines Stoffes wird durch das Geschöpf bestimmt. Was zum Beispiel ist von diesem Gesichtspunkt aus intelligenter.Wasserstoffe'.Wasserstoff 1536. so werden viele Dinge klar und 471 . „Diese kosmischen Seinsmerkmale hängen unmittelbar mit der Bestimmung der Intelligenz nach der . „Wenn diese Grundsätze der Einteilung und Bestimmung auf die fichtige Weise verstanden werden. „Wenn Sie versuchen. ein Fisch und ein Mehlwurm sich gleicherweise von . daß die . Genau so verhält es sich mit der Luft und genau so mit dem Medium. daß diese Substanzen wiederum in verschiedene Gattungen eingeteilt werden können. Eine gebackene Kartoffel ist intelligenter als eine rohe Kartoffel. Er atmet . daß ein Hund.Wasserstoff 1536 nähren. Wenn wir nun erkennen. eine rohe Kartoffel oder eine gebackene Kartoffel? Eine rohe Kartoffel kann als Nahrung für Schweine dienen und eine gebackene als Nahrung für Menschen.Wasserstoff Substanzen organischen Ursprungs. die sich nicht für menschliche Nahrung eignen. lebt in .Wasserstoff 192 und teilweise in . die feinsten Unterscheidungen zwischen den Gattungen der Lebewesen zu treffen. werden Sie sehen.Wasserstoff 3072 (Erdboden). für das er als Nahrung dienen kann. wenn man sie wie wir in Oktaven zusammenfaßt. daß dieser Plan.„Nehmen wir ein anderes Beispiel — einen Mehlwurm.Tabelle der Wasserstoffe' zusammen. der viel gröber ist als . Er nährt sich von Mehl.Wasserstoff 192 und teilweise . besonders wenn Sie im Sinn behalten.Wasserstoff. Wir nahmen zum Beispiel an.Wasserstoff* 192 und lebt in .Wasserstoff' 1536. es ermöglicht.Wasserstoff* 384 und atmet . diese Begriffsbestimmungen weiterzuführen. „Ein Baum nährt sich von .Wasserstoff 96 und lebt teilweise in . „Ein Fisch nährt sich von . einem . sehr umfassende Begriffe sind. weil der Wurm auch von verdorbenem Mehl leben kann. und meinten mit diesem .Wasserstoff* 192.Wasserstoff 768.

Wasserstoffe' in den Organismus einführen. Nehmen wir nun an. müßte er sich von Wasser nähren und Feuer atmen. er kann nicht die Luft verbessern.Wasserstoff 96 anstatt 192 entweder sehr verdünnte Luft oder sehr heiße. die ein Mensch unmöglich atmen kann. sie zu verwandeln. Wieviel einfacher und leichter wäre dann die Zubereitung der feinen Stoffe im Organismus! Aber leider ist das ganz unmöglich. „Als wir früher über die Nahrungsoktaven in der dreistöckigen Fabrik sprachen. zum Beispiel wäre . oder das Medium.Wasserstoff 384 ist Wasser. gerade diese groben Stoffe in feine Stoffe zu verwandeln. in dem es lebt. Genau so verhält es sich mit der Nahrung. Kein Lebewesen kann seine Nahrung. und wenn Sie ihm feine Stoffe statt grobe Stoffe zuführen. zum Beispiel uns von . das heißt sie feiner machen. in dem es lebt. daß wir die Qualität der Nahrung und der Luft verbessern.verständlich. Der Organismus ist eingerichtet. weißglühende Gase. Verbesserung würde in diesem Fall tatsächlich alles schlimmer machen. kann er seine Eindrücke in sehr hohem Maße verbessern und auf diese Weise feine . Der kosmische Standort jedes Wesens bestimmt seine Nahrung in gleichem Maße wie die Luft. die Luft.Wasserstoff 96 anstatt 192 atmen könnten. Nahrung und Luft zu verbessern. sahen wir. Aber während es für ihn nicht möglich ist.Wasserstoff 96 ist Feuer. .Wasserstoff 384 anstatt 768 nähren und . Wenn ein Mensch seine Nahrung verbessern würde. aus der Luft. nämlich aus Nahrung in der eigentlichen Bedeutung des Wortes — Eßbarem und Trinkbarem —. . Weder Luft noch Nahrung können verändert werden. für die Arbeit. Aber die Eindrücke. Gerade hierauf beruht die Möglichkeit der Evolution. daß alle feineren. Der Mensch kann nicht seine Nahrung verbessern. die es atmet. Offensichtlich ist dies unmöglich. die wir atmen. das heißt die Qualität der dem Menschen möglichen Eindrücke. Der Mensch muß sich überhaupt 472 . nach Belieben verändern. und das Medium. ist er nicht in der Lage. und aus Eindrücken. und stirbt sehr bald. das Wachstum und die Entwicklung des Organismus notwendigen Wasserstoffe aus drei Nahrungsaiten stammen. sind keinem kosmischen Gesetz unterworfen. die es atmet.

unter die Lebewesen.Wasserstoffen' nährt. jeglicher Seinsgrad danach bestimmt. es sind ihm auch H 24. wie wir sie kennen. weil in der kosmischen Ordnung jede Gattung von Geschöpfen sich von einer bestimmten Klasse niedrigerer Geschöpfe nährt und als Nahrung für eine Klasse höherer Geschöpfe dient. „Der . der sich von niedrigeren . „das Sie auch verstehen sollten." Bei einem der folgenden Gespräche kam G. bezieht sich nur auf die . . daß es in der Natur überhaupt keine Sprünge gibt. In der Natur steht alles im Zusammenhang und ist alles lebendig.Diagramm alles Lebendigen' genannt. sagte er.Luft' und dem Medium. was für diese Art Geschöpf oder Wesen auf einer gewissen Stufe als Nahrung dient und für was sie selber Nahrung sind. über die Lebewesen hinaus. das heißt auf Individuen. „Nach diesem Diagramm wird jegliches Geschöpf. wieder auf das Thema der Einteilung nach kosmischen Merkmalen zurück.Wasserstoffen' nährt.Nahrung'. Die erste Einteilung. Das verändert das ganze Bild. „Jedes Viereck stellt eine Seinsstufe dar". wovon sich die betreffende Gattung von Geschöpfen nährt.nicht von den trüben Eindrücken von H 48 nähren. sowohl nach oben. und ein Mensch.Wasserstoff im unteren Kreis zeigt. „Es gibt noch ein anderes System der Einteilung". Das Diagramm dieser Einteilung wird das . Der . der das obere Stockwerk seiner Maschine mit höheren . Es ist eine Einteilung in einem ganz anderen Oktavenverhältnis. unter Einschluß der Pflanzen. sagte er. ja sogar H 3 zugänglich. was wir als . Die andere Einteilung. H 12 und H 6. führt uns weit über die Grenzen dessen. sondern Gattungen in einem sehr weiten Sinn." G.Lebewesen' bezeichnen. Vor allem zeigt diese Einteilung. hinaus. zeichnete ein Diagramm in Form einer Leiter mit elf Vierecken. nach .Wasserstoff im oberen Kreis zeigt die 473 . wird sich sicherlich von einem. unterscheiden. In jedes Viereck mit Ausnahme der zwei obersten zeichnete er drei Kreise mit Zahlen. als auch nach unten. von der ich nun sprechen werde.Lebewesen'. und sie behandelt nicht Individuen.

Wasserstoff dieser Gattung.Wasserston' im nuttleren Kreis ist der durchschnittliche . die sich von diesen Geschöpfen ernährt. was diese Geschöpfe sind. nährt sich von . der zeigt. und der . Diesem Diagramm nach ist der Mensch .Wasserstoff 96 und dient 474 .Gattung. F i g u r 58 Das Absolute Das ewig Un wandelbare Engel Mensch Erzengel WirbeHlere Pilanzen Minerale Wirbellose Tiere Metalle Das Absolute „Der Platz des Menschen ist das siebente Viereck von unten gerechnet und das fünfte von oben.Wasserstoff 24.

Wasserstoff 6. und in das nächste Viereck setzte er die Zahlen l und 6. sagte er. Warum? Was bedeutet das? Das eine wie das andere ist richtig. Dieses Viereck kommt mit dem Absoluten in Berührung. Das nächste die Mineralien. Später. daß wir früher über . weil wir Stoffe in diesem Zustand auf der Erdoberfläche niemals finden." In das folgende Viereck setzte er die Zahlen 3 und 12 und zwei Kreise. 24 —. „Dieses Diagramm wird Ihnen vorerst nicht sehr verständlich sein". einen Kreis in die Mitte und in diesen Kreis ein Dreieck.Erzengel' bezeichnen. Das ist eine Gattung von Geschöpfen. Das nächste Viereck — l. das nächste die wirbellosen Tiere Wirbellose Tiere sind . das nächste die Metalle. Dem Nahrungsdiagramm nach nährt sich der Mensch von . jeden mit einem Punkt in der Mitte. wenn Sie dies erfassen. „Das nächstniedere Viereck sind die Pflanzen.Wasserstoff' 96. Das nächste Viereck unterhalb des Menschen sind Wirbeltiere. 48. das einen anderen Kreis mit einem Punkt als Mittelpunkt enthielt.Wasserstoff 768. diesem Diagramm nach von . die innerhalb der Mineralien eine gesonderte kosmische Gruppe bilden. „Aber allmählich werden Sie lernen. folglich nährt sich der Mensch von wirbellosen Tieren. sich darin zurechtzufinden. „Suchen Sie für den Augenblick nicht nach Widersprüchen.Heiliger Starker' sprachen. Sie erinnern sich. 6. werden Sie alles in einen Zusammenhang bringen. und nannte es „das Absolute". die wir nicht kennen. 12.Engel' nennen. Wir wollen sie .Wasserstoff 96. sondern versuchen Sie zu verstehen. „Auf der anderen Seite des Menschen befindet sich das." 475 . diese Wesen wollen wir als . Dies ist der ." Im untersten Viereck zeichnete er ein kleines Dreieck mit dem Scheitel nach unten.selbst als Nahrung für .Heilige Starke'. und nannte es das „Ewig Unwandelbare". Viereck 3. Nur müssen Sie es für lange Zeit von den übrigen gesondert betrachten. und das folgende Viereck hat in unserer irdischen Sprache keinen Namen. was dies bedeutet. Und vergleichen Sie auch dieses Diagramm nicht mit anderen.

sagte er.Wasserstoff 3072. Deshalb wird er durch Verdichtung selbst .Stickstoff wird für die nächste Triade . was ich von G. Aber er sagte nichts Bestimmtes. . mit ihm über die kommenden Ereignisse zu sprechen. Im Zusammenhang mit seiner Abreise trug sich etwas sehr Interessantes zu. die „Engel" als Planeten und die „Erzengel" als Sonnen zu betrachten.Kohlenstoff.Sauerstoff 1536 und . der dritten. Viele andere Dinge wurden uns allmählich klar. ist jedoch ein toter Wasserstoff ohne jede Möglichkeit. ein .Kohlenstoff. Nehmen wir nun den letzten . Wir verabschiedeten uns alle am Nikolajewsky-Bahnhof. Gleichzeitig bestand aber G. was dies bedeute. vollständig fehlte. darauf. .Wasserstoff setzt sich aus . Aber was uns sehr verwirrte.Wasserstoff der dritten Skala. wonach ich mich in meinen äußeren Entscheidungen hätte richten können. „Jeder vollständige . Nach dem zweiten Läuten ging er in den »Wagen — sein Abteil war das der Tür am nächsten gelegene — und kam zum Fenster. daß die Bezifferung der „Wasserstoffe" der dritten Skala entnommen sei.Dies war tatsächlich alles. Er war der gewöhnliche G-.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. „ein .Kohlenstoff 512. die mit „Wasserstoff^' 3072 schloß.Wasserstoff6144. Ich versuchte.Sauerstoff und keinen . über dieses merkwürdige Diagramm hörte. Viel später fragte ich ihn.Stickstoff. sprach von der Plattform des Wagens aus mit uns. Er gehört zur gleichen.'s letzter Besuch in Petersburg.Sauerstoff und .Wasserstoff". 476 ." Dies war G. wie wir ihn immer gekannt hatten. der in der vorigen Skala der „Wasserstoffe". G. ist aber unfertig. aber es gibt dafür keinen . Dieser . . nämlich zur dritten Skala. Es war am Bahnhof.Wasserstoff besteht aus .Stickstoff. „Dies ist ein unvollständiger . „Nun weiter: . das wirklich viele frühere Ausführungen umzustoßen schien.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. war das Erscheinen von „Wasserstoff^' 6144. In unseren Gesprächen über dieses Diagramm kamen wir bald überein. sich in irgend etwas Weiteres zu verwandeln.Stickstoff 1024 zusammen.

man könne wunderschön oder häßlich werden. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. wenn man die Kunst der Mimik beherrsche. fuhr A. waren einige Bekannte von mir und sogar ein paar 477 . zu dem er jetzt reiste und den wir verabschiedeten. was geschah. wer als erster von dieser „Verklärung" G. während sie stattfand. die wir G. Ich erinnere mich nicht. während am anderen Ende eine Gruppe stand. und der Zug fuhr ab. als wir allein waren. als ob er plötzlich ein regierender Fürst oder Staatsmann irgendeines unbekannten Königreiches geworden sei. ein sehr bekannter Journalist.'s sprach. einen zu bemerken.. Aber unter den Leuten. man könne die Menschen zwingen. daß wir sie alle gesehen hatten. Er fuhr im gleichen Wagen. Einige von uns konnten damals nicht klar erkennen. nicht denjenigen. wenn wir sie auch nicht alle gleichmäßig bemerkt hatten. Er hatte gesagt. was außerhalb der üblichen Erscheinungen lag. die ihn verabschiedeten. Er hatte sich während dieser wenigen Sekunden gewandelt. Was war dies? Vielleicht war es ein Fall von Mimik. Aber alle ohne Ausnahme hatten etwas Ungewöhnliches gefühlt. Das dritte Läuten folgte fast unmittelbar auf das zweite. verabschiedeten. aber sie empfanden und erlebten etwas. könne man die eigene Erscheinung vollständig verändern. Im Wagen mit G. oder man könne sich tatsächlich unsichtbar machen. G. standen am einen Ende des Wagens. und aus dem Fenster blickte uns ein Mensch ganz anderer Art an. der in den Zug eingestiegen war. die A. verabschiedete. den Unterschied zu beschreiben. nicht persönlich. mit einer ganz außerordentlichen Bedeutung und Würde in jedem Blick und jeder Bewegung. Wir. aber auf der Plattform war er ein gewöhnlicher Mensch wie jeder andere gewesen. hatte uns früher erklärt. Es ist sehr schwierig.Er war anders! Im Fenster sahen wir einen anderen Menschen. der gerade damals von Petersburg fortgeschickt wurde (es war gerade vor der Revolution). und es zeigte sich. Ich kannte A. All dies dauerte nur einige Sekunden.

die irgendwo im Agrionischen Raum herumflogen. in dem A. in dem die schwarzen Augen. und nach einer weiteren Pause erklärte er: . dessen Millionen sich vermehrten. hielt ihn für einen „ölkönig" aus Baku. mitarbeitete.' Im Ton seiner Stimme. auf die er von unerreichbaren Höhen herabschaue. das an Zynismus grenzte. die Gedanken und Eindrücke beschrieb. um irgendein Aas zu zerreißen — er war dunkelbäutig. die er auf dem Weg von Petersburg nach Moskau gehabt hatte. und der von seiner Höhe auf die lärmenden Leute herabsah.. aus denen ein kluger Mensch viel Geld machen konnte'. Er schwieg und fuhr dann fort: . so schien es mir wenigstens. als ob diese Leute für ihn wie kleine Fliegen seien. Warum wich er seinem eigenen Fleisch und Blut aus und verachtete es? Aber zu meinem Glück begann er zu mir zu sprechen. ein stiller Mensch in einer kostbaren Astrachanmütze.Ja.Es ist ja Krieg. durch seine außerordentliche Würde und Ruhe aufgefallen war. daß hier ein Mensch war. ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Geld zu machen. einen Artikel „Auf dem Wege". glaubte ich eine Art fatalistischen und rücksichtslosen Prahlens zu entdecken. in Rußland gibt es im Augenblick viel Geschäfte. Er trank Tee. Und sie ihrerseits blickten ihn. höflich wie bei einem Orientalen. zuweilen blickte er mit größter Verachtung auf das Durcheinander und Lärmen dieser gestikulierenden Menschen. an der A. . Er war ein Perser oder Tatare. genau so. Jeder will ein Millionär werden. unter dem Arm hatte er einen französischen Roman. die sich bemühten. und einige rätselhafte Sätze im Gespräch bestärkten in ihm noch die Überzeugung. und ich fragte ihn geradeheraus: 478 . Einige Tage später enthielt die Zeitung. leicht lächelten. Ein merkwürdiger Orientale war mit ihm im gleichen Wagen gefahren. Am meisten interessierte mich die Tatsache. wobei er sein Glas zur Abkühlung vorsichtig auf den schmalen Fenstertisch setzte. während er schlief. eine Horde von Geiern. wenn nicht sogar mit Ehrfurcht. zwei oder drei von ihnen waren bei unseren Versammlungen gewesen und gingen von einer Gruppe zur anderen. daß er vom gleichen südlichen orientalischen Typus zu sein schien wie die übrigen Spekulanten.. „Mein Mitreisender hielt sich abseits.Freunde. mit großer Achtung an. mit kohlschwarzen Augen und einem Schnurrbart wie Selim-Khan . die den Wagen füllten.Sie regen sich sehr auf. A. der ihm unter der lärmenden Menge von Spekulanten. sagte er mit einem bewegungslosen und blassen Gesicht. die kalt und ruhig war.

. Es war mir nicht gelungen. die Bücher zu veröffentlichen. „die Sammlung von Wissen und das Sammeln der Menschen". hatte ihn tatsächlich einen französischen Roman in einem kleinen. die mit dieser Arbeit verbundenen Gespräche und Reisen verwandt und meine eigenen Angelegenheiten vollständig vernachlässigt.oder zweimal Nachrichten aus Moskau. Mir schien. Krieg oder kein Krieg ist uns ganz gleich.. .'s Abreise erhielten wir bis zur Revolution nur ein. oder G. und ich wiederholte: .'s Arbeit. ausländische Ausgaben vorzubereiten. G. Nach G. die ich zu veröffentlichen beabsichtigt hatte.Wir machen immer Profite. Inzwischen wurde die Atmosphäre immer düsterer. die kaum umgestoßen werden wird. Man fühlte. las ja kein Französisch. Alle meine Pläne waren schon längst umgestoßen worden. dessen Kapital nur von der Ordnung des Sonnensystems abhängt.'" (G.' . Entweder hatte A. Nur diejenigen. Während der letzten zwei Jahre hatte ich alle meine Zeit auf G. obwohl ich gleich zu Beginn des Krieges erkannt hatte. noch dessen Interessen sich in diesem Grund Krieg und Frieden überlegen erweisen .Aber womit handeln Sie denn?' — .. Uns berührt das nicht.Was meinen Sie?' fragte er zurück. daß sicher irgend etwas geschehen werde. noch weiter mit ihm zu sprechen und noch mehr von der Psychologie eines so merkwürdigen Menschen zu erfahren. daß ich meine literarische Arbeit würde ins Ausland verlegen müssen. gelb gebundenen oder vielleicht nicht einmal gelb gebundenen Einband „sehen" lassen. " Besonders überraschte uns G. bezog dies auf „öl" — und er setzte folgende Schlußfolgerung ans Ende seiner Geschichte vom „ölkönig". Wir machen immer Profite.'s „französischer Roman". meinte natürlich esoterische Arbeit.Mit Sonnenenergie. und zwar sehr bald.Wollen Sie das nicht auch?' Er antwortete mit einer unbestimmten und leicht ironischen Geste.) „Es hätte mich interessiert. es war mir nicht gelungen. Aber A.Wollen Sie nicht auch Profite machen?' Er lächelte besonders ruhig und sagte ernst: . seine Gruppen.Und Sie?' — . ihn erfunden und seinen eigenen Eindrücken hinzugefügt. von denen der Lauf der Ereignisse noch abzuhängen 479 . er habe nicht gehört oder nicht verstanden.

aber ich wollte mich einfach nicht selber täuschen. die an Ort und Stelle. wie dies viele andere damals taten. Aber die ganze Angelegenheit hatte nichts mit ihm als Person 480 . sagte ich mir. er schien mir in vielen Hinsichten ein bemerkenswerter Mensch zu sein. die sie bedrohte. die man sich hätte ausdenken können. und sahen nur das. daß wir zu dieser Zeit von der „Macht der Theorien" sprachen. wird durch das Ende seines Tagebuches bewiesen. wo er. Ich erinnere mich. und verstanden nicht. konnten und wollten nicht sehen. die auf die Revolution gewartet hatten.März 1917. aber er wurde vollständig mißverstanden und verstand auch nicht sein eigenes Selbst. von allen verlassen und verraten. das Ende der russischen Geschichte' ". hatte mich immer interessiert. las. „Ilowaiski kann aus seinem Grab aufstehen und an das Ende seiner Bücher schreiben . auch sie bewegte und an der Nase herumführte. empfand ich. Die „große unblutige Revolution" fand statt — die offensichtlichste und absurdeste Lüge. Daß ich recht hatte. daß derselbe Draht. dies zu sehen oder zu fühlen. an diese Lüge glauben und inmitten all der Mordtaten von einer „unblutigen" Revolution sprechen konnten. das von den Bolschewiken veröffentlicht wurde und sich auf die Zeit bezieht. Ich hatte überhaupt keine Gefühle für die Dynastie. Die Person des Kaisers Nikolaus II. Menschen. der den Verbrecher mit dem Messer in der Hand hinter dem Busch hervorzieht. Die Marionetten erkannten nicht die Gefahr. daß Leute. im Mittelpunkt aller Geschehnisse standen. daß hierin der Schwerpunkt aller Geschehnisse lag. Schließlich brach der Sturm los. wunderbare Stärke und sogar Seelengröße zeigte. Als ich in einem nur auf einer Seite bedruckten Flugblatt die Abdankung von Nikolaus II.schien. Ein Marionettentheater wird auf die gleiche Weise gespielt. die alle ihre Hoffnungen in sie gesetzt und in ihr die Befreiung von irgend etwas gesehen hatten. waren unfähig. was tatsächlich geschah. was nach ihrer Ansicht geschehen sollte. Aber das Merkwürdigste von allem war.

Eine neue Lüge wurde begonnen. Es ist wahr. die. die im Begriff waren. daß dieses Prinzip von einem beträchtlichen Teil der russischen Intelligenz geleugnet wurde. und wir müßten ins Ausland gehen. Der „Zar" war der unerläßliche Mittelteil dieser Maschine. aller Wahrscheinlichkeit nach gäbe es nur eine kurze Periode verhältnismäßiger Ruhe und dann würde alles zusammen- 481 . meiner Meinung nach habe es überhaupt keinen Sinn. erwies sich. war unmöglich. wie zu erwarten war. Ich sagte. Ich spreche nicht von den Soldaten. trotzdem arbeitete und alles zusammenhielt. daß die Menschen etwas finden konnten. wenn auch unvollkommen. Die berühmte „öffentliche Zusammenarbeit". als ein Bluff. Irgend etwas „auf dem Marsch" zu schaffen. Ich glaube. aber die neue Regierung wollte diese Tatsache nicht anerkennen. S. Der berühmte Menschikoff schrieb einen Artikel „Über die Freiheit". in Rußland zu bleiben. aber sichtlich konnte er ihn selbst nicht verdauen und gab es auf. die von „Patrioten" sofort zu „Revolutionären" und „Sozialisten" geworden waren. Der Krieg hatte in Wirklichkeit schon früher aufgehört. die aus den Kasernen ausbrachen oder aus den Zügen. zusammen und setzte ihnen meine Ansichten über die Lage der Dinge auseinander. die er in sich darstellte. sie zur Niedermetzelung zu bringen. eine Woche nach der Revolution brachte ich die wichtigsten Mitglieder unserer Gruppe in der Wohnung von Dr. Aber dieses Wort hatte immer noch eine große Bedeutung für die Armee und für die bürokratische Maschine. Aber das erstaunlichste dabei war. sondern mit dem Prinzip der Einheit der Macht und der Verantwortlichkeit gegenüber dieser Macht. Und wir hatten nichts anderes. Und für das Volk hatte das Wort „Zar" schon lange alle Bedeutung verloren. Die Abdankung des „Zaren" in solch einem Augenblick mußte die ganze Maschine zerstören. Die Ereignisse bewegten sich mit atemraubender Geschwindigkeit. für deren Schaffung so viele Opfer gebracht worden waren. Die Armee brach in wenigen Tagen zusammen. Sogar die Nowoje Wremja wurde plötzlich eine sozialistische Zeitung.zu tun. worüber sie sich freuten. Aber ich war über unsere „Intelligenzler" überrascht.

die Arbeit der Gruppen bis zu seiner Rückkehr gegen Ostern fortzusetzen. und konnte keine Beziehung zur gegenwärtigen Lage haben. daß wir nichts von G. Moskau vor der Revolution verlassen hatte und noch nichts von den Ereignissen wissen konnte. Die meisten erkannten nicht den Ernst der Lage.. und ferner noch einige gesonderte Gruppen. Bald nach der Versammlung in Dr. und ihnen schien es möglich. Hierbei könnten wir nichts helfen und unsere Arbeit würde unmöglich sein. jedenfalls sahen sie keinen Grund zur Eile. aber niemand wußte. daß sich alles wieder beruhigen und normal werden könnte. doch zu warten. nicht ohne ihn weggehen. und seine Karte war im Februar geschrieben. gehört und auch seit langer Zeit keine Nachricht mehr von ihm erhalten hatten. Andere waren von der üblichen Täuschung befangen. Ich kann nicht behaupten. er forderte mich auf. daß meine Ansicht viel Zustimmung fand. Und er war in den Kaukasus gefahren. Ich hielt es für sinnlos und dumm. wohin. die er vor einem Monat im Zug auf dem Weg von Moskau nach dem Kaukasus geschrieben hatte und die die ganze Zeit wegen der herrschenden Unordnung auf dem Postamt gelegen hatte. 482 . daß. das heißt vor der Revolution. zum Besten geschieht. Ihnen schienen meine Worte übertrieben. in Rußland zu bleiben. daß G. um es aufrichtiger zu sagen. Seit der Revolution war nur ein Brief aus Moskau gekommen. daß G.'s Haus erhielt ich eine Postkarte von G. Zu dieser Zeit gab es zwei Gruppen mit insgesamt ungefähr vierzig Menschen. obwohl ich sah. Er schrieb. als er sie schrieb. Für andere war die Hauptschwierigkeit. morgen unmöglich werden kann. S. was geschieht. was heute möglich wäre. Diese Nachricht stellte mich vor ein sehr schwieriges Problem. er ginge nach Alexandropol. die sich in unregelmäßigen Abständen trafen.brechen. Aus der Postkarte ging hervor. Zu guter Letzt entschloß ich mich. abgereist war. Schließlich entschlossen wir uns zu warten.'s Zustimmung oder. daß alles. daraus konnte man entnehmen. Gleichzeitig wollte ich aber nicht ohne G.

„Drei Sekunden.'s Worte. Eine Woche nach Ostern kam ein Telegramm. was P. Und in der letzten Unterhaltung hatte G. Dann erinnerte ich mich an G. und ich dachte oft. Und ich versuchte mich daran zu erinnern.Schlafen und Wachen' der . die im Zusammenhang mit der verschiedenen Bedeutung von „Mikrokosmos" und „Tritokosmos" auftauchten. in dem er sagte. Aber zu dieser Zeit hatten wir uns schon entschlossen. Lange Zeit konnte ich nichts damit anfangen. Folglich beansprucht ein voller Atemzug ungefähr drei Sekunden. Unsere Gespräche kamen oft auf die „Diagramme" zurück. daß zu diesen „Diagrammen". Die erste „provisorische Regierung" kam zu einem Ende. die wir von G. den „Menschen" als „Mikrokosmos" und das organische Leben auf Erden als „Tritokosmos" zu verstehen. hielt ich bei den „Kosmen" an. bekommen hatten. weil sie vollständig mit der „Dimensionen-Periode" des Heuen Modells des Weltalls übereinstimmten. Der Mensch atmet in normalem Zustand in der Minute ungefähr zwanzig Male voll ein und aus. G. Es war schon schwieriger. „Warum sind . daß die „Kosmen" mich besonders anzogen. Früher schrieb ich. daß er im Mai ankomme. daß „Zeit Atem ist". Mir schien die ganze Zeit. „Was ist Atem?" fragte ich mich.Atem des organischen Lebens'? Was ist Schlafen und Wachen? „Für den Menschen und alle mit ihm vergleichbaren und in ähn- 483 . Als ich einmal einige im Vorjahr gemachte Aufzeichnungen durchging. mir über „Schlafen und Wachen" und über den „Atem des organischen Lebens" gesagt hatte. Unsere Gruppen trafen sich weiter und erwarteten G. dem schweigend zugestimmt. besonders wenn wir mit neuen Leuten in unserer Gruppe sprachen. ins Ausland zu gehen. vielleicht würde uns bei einem tieferen Studium der „Diagramme" allmählich deren innere Bedeutung klar werden. Ich erwähnte auch die Schwierigkeiten. viel ungesagt geblieben war.Ostern kam — doch keine Nachrichten von G.'s Worte über verschiedene Zeit in verschiedenen Kosmen interessierten mich brennend.

während sie schlafen. „Könnte man die Parallele nicht weiterentwickeln?" fragte ich Tafel 6 Mikrokosmos Mensch Atem: 3 Sekunden Tag und Nacht: 24 Stunden Leben: 79 Jahre Tritokosmos Organisches Leben Atem: 24 Stunden Tag und Nacht: 79 Jahre Mesokosmos Erde Atem: 79 Jahre 484 .800. aber es stellte die menschliche Lebensdauer dar. Durch die Teilung von vierundzwanzig Stunden durch drei Sekunden erhielt ich 28. sogar für Pflanzen. Zum Beispiel Pflanzen atmen. aus. im Schlaf und im Wachen. und wenn sie wachen.liehen Umständen lebenden Organismen. 79 Jahre machen meinen früheren Überlegungen nach Schlafen und Wachen des „organischen Lebens" aus. Das interessierte mich. Außerdem sind Schlafen und Wachen Atem. Durch die Teilung von 28.800 (Tage und Nächte) durch 365 kam ich fast genau auf 79 Jahre. ein. sind dies vierundzwanzig Stunden. Das entsprach nichts mir Bekanntem im organischen Leben. genau auf die gleiche Weise gibt es für alle Säugetiere wie auch für den Menschen einen Unterschied in der Aufnahme von Sauerstoff und COz nachts und tags." Diesen Überlegungen nach stellte ich die Perioden des Atmens und des Schlafens und Wachens auf folgende Weise dar: Tafel 5 Mikrokosmos Tritokosmos Atem 3 Sekunden Schlafen und Wachen 24 Stunden Atem 24 Stunden Schlafen und Wachen ? Ich erhielt eine einfache „Regel der Drei". das heißt in der Nacht. das heißt bei Tag.

Indem ich 2. und darunter verstand ich erstens verhältnismäßig große mikroskopische Zellen und zweitens die (zulässig) kleinsten. erhielt ich eine Zahl von elf Ziffern. „Aber es gibt Kosmen. sagte ich mir.000 zum Zwecke der einfacheren Berechnung multiplizierte.000 Jahre." Ich entschloß mich. sind viele Forscher zu dem Schluß gekommen.500. Nacht — Leben 3 Sekunden — 3 Sekunden 24 Stunden 79 Jahre 3 Sekundsrn 24 Stunden 79 Jahre 2.000.5 Mill. Aber wenn wir an Dimensionen innerhalb der „Mikrowelt" denken. fast unsichtbaren Zellen. 24 Stunden bestimmen die Lebensdauer einer Zelle. Man kann nicht sagen. Ich erhielt das folgende Bild: Tafel 7 Kleine Zellen Große Zelle» Mikrokosmos (Mensch) Organisches Leben Erde Atem — Tag u. die unter dem Menschen stehen". Und obwohl die Lebensdauer einer einzelnen Zelle noch in keiner Weise als festgestellt betrachtet werden kann. Soweit scheinen diese Zahlen logisch möglich. Diese Zahl sollte die Dauer des Lebens der Erde bedeuten. die voneinander so verschieden sind wie die Welt der Menschen und die Welt verhältnismäßig großer Mikroorganismen und Zellen.000 Jahre mit SO. Jahre Jahre 75 Milliarden Jahre Das Ergebnis war sehr interessant. „Sehen wir zu. daß diese Welt aus zwei Welten besteht. Darauf multiplizierte ich 79 Jahre mit 28. daß eine solche Teilung der Zellen in zwei Kategorien von der Wissenschaft schon endgültig angenommen worden ist.000.mich. 24 SHumden "79 Jdhss 2. daß für eine spezialisierte Zelle wie eine Zelle des menschlichen Organismus 485 . 75. Ich ordnete die erhaltenen Zahlen auf die folgende Weise: 79 Jahre bedeuteten wiederum nichts im Leben der Erde. dann ist es unmöglich. links vom Mikrokosmos (auf dem Diagramm) zwei Kosmen anzunehmen. in welchem Verhältnis sie hierzu stehen. nicht zuzugeben.800 und erhielt etwas weniger als zweieinhalb Millionen Jahre.5 Mill. Zweieinhalb Millionen Jahre für das organische Leben und 75 Milliarden Jahre für die Erde.

Ich erhielt die folgende Tabelle: Diese Tafel brachte m. Das sagte mir nichts. das heißt drei Sekunden.000 an Stelle von 28. warum es so schwierig ist.000 schien zu groß. was man für ein Ergebnis erhält.000 nahm ich nur runde Zahlen und nur zwei Koeffizienten. Ohne noch irgendwelche Schlüsse zu ziehen. und 79 als 80 und so weiter. Die Zeitdauer eines elektrischen Funkens und gleichzeitig die Dauer der kürzesten visuellen Wahrnehmung.000. Vier Perioden erschienen miteinander verbunden oder voneinander getrennt durch den gleichen Koeffizienten 30. Weiter versuchte ich zu sehen.000 als 3. Der Koeffizient 30. „Das Ver- 486 .000 nahm ich als 90. durch 30.die Lebensdauer genau vierundzwanzig Stunden zu sein scheint. sie für richtig zu halten und in ihr ein genaues Bild der Beziehung eines Kosmos zu einem anderen zu sehen. Gleichzeitig kennzeichnet jede dieser Perioden eine entsprechende. Atem oder die Dauer von Einatmung und Ausatmung. versuchte ich eine vollständigere Tabelle zu zeichnen. Der Atem der Zelle entspricht drei Sekunden. Eine Zehntausendstel Sekunde war das Ergebnis. das heißt die Reihe der Kosmen um zwei niedrigere zu erweitern.000. Aber drei Sekunden des Lebens einer kleinen Zelle — das enthüllte mir vieles und machte vor allem verständlich. wenn „Atem".800. 3 und 9.000 — die kürzeste Gesichtswahrnehmung.400. Für leichteres Rechnen und zum Zwecke der Klarheit nahm ich 30. Dann wiederum zum Zwecke der Klarheit wie bei der Multiplikation mit 30.ich auf viele Gedanken.000. 75. konnte ich noch nicht sagen. aber niedrigere Periode in einem höheren Kosmos und eine entsprechende höhere Periode in einem niedrigeren Kosmos. Aber gleichzeitig erinnerte ich mich.000.000. von denen ich den ersten als „Molekül" und den zweiten als „Elektron" bezeichnete. Und in einem derartigen Verhältnis konnte kein Koeffizient zu groß sein. diese Zellen zu sehen.000. die Periode von Wachen und Schlafen und das durchschnittlich längste Lebensalter.000 geteilt wird. trotzdem sie ihrer Größe nach unter einem guten Mikroskop erkannt werden müßten. so nahm ich 2. Ob es möglich war.000. daß die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen sich wie „Null zu Unendlich" verhärt.

000 second l 10.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 31015 years (number of | 16 figures) 910» i years (number of 20 figures) Tag und Nacht ! 90 milliard years 31015 years 9 10» years (number of (number of 16 figures) 20 figures) 31023 years ! (number of 24 figures) Leben l 300.000.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 3 seconds j 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 3J015 years Atem l 10.000 second 91019 years (number of 16 figures) 3 1023 years (number of (number of 20 figures) 24 figures) 9102* years (number of 29 figures) .Elektron Molekül Zellen Zellen kosmos Kleine Große Tritokosmos kosmos kosmos kosmos kosmos teroMakroOgioOgloMesoM ejo- MikroProtoProfo- Deu- (Mensch) kosmos Eindruck l 10.000 second 3 seconds SO years 24 hours 3 million years 90 milliard years 3 1015 years (number of 16 figures) 487 1 10.

der sich zwischen ihnen befindet. bestimmen den Kosmos. wenn wir den Menschen als ersten Kosmos annehmen. lebt und stirbt. sagte. „Jeder Kosmos ist ein belebtes. Nehmen wir zum Beispiel den Menschen im Verhältnis zur Sonne. Der nächste Kosmos darüber fünfdimensional und der nächste Kosmos darunter eindimensional. was G. Wie entstand die Bewegung von einem Kosmos zu einem anderen 488 . aber drei Kosmen zusammengenommmen umfassen in sich alle Gesetze des Weltalls. Beim ersten Anblick scheint dies merkwürdig. mit welchem ich anfangen sollte. der kleinstmöglichen Gesichtswahmehmung. ich wußte nicht. aber es waren zu viele Schlüssel. oder zwei Kosmen. Jeder Kosmos wird geboren. G.hältnis Null zu Unendlich" war das Größenverhältnis der verschiedenen Dimensionen. der obere und der untere. gelangt er eben durch diese Tatsache auf die Stufe eines niedrigeren Kosmos. denn sobald ich die Existenzdauer eines Kosmos in bezug auf höhere Kosmen in Betracht zog. daß in jedem dieser Worte ein Schlüssel für das Verständnis der Struktur der Welt war. In einem Kosmos ist es unmöglich. über Kosmen gesagt hatte. daß der nächste Kosmos über ihm für ihn vierdimensional ist und der nächste Kosmos unter ihm zweidimensional." — „Wenn ein Mensch in seinem Bewußtsein auf die Stufe eines höheren Kosmos gelangt. Ich versuchte mich an alles zu erinnern. macht für die Sonne nur die Zeit eines elektrischen Funkens aus. achtzig Jahre. intelligentes Wesen. Aber ein langes Menschenleben. jeder Kosmos sei für sich dreidimensional. Die Sonne erscheint in bezug auf den Menschen als vierte Dimension. Dies bedeutet. und mittels dieser Tafel erhält man elf Kosmen. Es kann aber nur sechs Dimensionen oder mit null sieben geben. Die Kosmen stellen sich in ihrem Verhältnis zueinander als Größen von einer höheren oder geringeren Anzahl von Dimensionen dar. aber nur beim ersten Anblick." Ich fühlte. alle Gesetze des Weltalls zu verstehen. verschwanden die geringeren Kosmen lange bevor sie die siebente Dimension erreichten.

die Bewegungen der verschiedenen Kosmen zu vergleichen. Wenn der Mensch sich drehte. Damals dachte ich. als G.und wo und wann verschwand sie? In welchem Verhältnis standen die von mir gefundenen Zahlen zu den mehr oder weniger als sicher angenommenen Zahlen der kosmischen Bewegungen. er meine vielleicht. Es ist sehr zweifelhaft. Hiervon ausgehend und in der Annahme. die die Erde in dieser Zeit zu bewältigen hat. Als ich begann. wie wir sie kennen. daß die Erde mit einem Atemzug in achtzig Jahren die Empfindung ihrer selbst mit achtzig Ringen einer Spirale verbindet. daß die Empfindung des Selbst. das heißt gleich der Geschwindigkeit eines elektrischen Funkens. zur Lichtgeschwindigkeit und so fort. zum Beispiel für die Erde war die Periode der Bewegung um ihre eigene Achse gleich einem Zehntausendstel einer Sekunde. Dies war übrigens der erste Gedanke. mit der Empfindung der Gegenwart in Zusammenhang steht. Ich hatte somit eine völlig unerwartete Bestätigung aller Schlüsse und Folgerungen des Neuen Modells des Weltalls erhalten. das heißt des eigenen Körpers. das heißt für die unmittelbare Wahrnehmung werde die Dauer des Atems als Gegenwart empfunden. der Atem wäre die Zeiteinheit. kam ich zu dem Schluß. der mir in den Sinn kam. so kommen wir zu dem unvermeidlichen Schluß. Das letztere schien mir wahrscheinlicher auf Grund der Bestimmung der Gegenwart als der Zeit. ob bei solcher Geschwindigkeit die Erde die Bewegung um ihre eigene Achse bemerken könnte. sondern ihrer selbst als Ring oder einer langen Spirale von Ringen bewußt sein muß. der Elektronen in einem Atom. vor einem Jahr nach der ersten Vorlesung über Kosmen zu seinen vorhergehenden Ausführungen hinzufügte: Zeit ist Atem. das heißt in Form einer Sphäre. 489 . wie zum Beispiel zur Geschwindigkeit der Bewegung himmlischer Körper. Und wenn wir die ungeheure Entfernung in Betracht ziehen. die das Atmen in Anspruch nimmt. die Dauer einer Momentphotographie. erhielt ich einige sehr überraschende Verhältnisse. daß die Erde nicht auf die Art ihrer selbst bewußt sein kann. würde seine Drehung um die Sonne ungefähr eine Fünfundzwanzigstel Sekunde beanspruchen.

daß das Trinken einer Tasse starken Kaffees oder eines Glases Kognaks oder das Einatmen des Rauchs einer Zigarette sofort vom ganzen Körper empfunden wird. die sich in meiner Tabelle links vom Menschen befinden. Aber in diesem Falle sollte sie meiner Ansicht nach die Tatsache nicht verbergen und übergehen. das heißt zu denen. daß für die großen Zellen. die offensichtlich das Leben des Organismus lenken. wenn wir einsehen. der nicht über die Fragen der Physiologie nachdenkt. mit anderen Substanzen vermischt und dann in Form dieser Mischung erst als Brennstoff. Daß sich dies in Sekunden unserer Zeit vollzieht. wird sorgfältig analysiert. einer unserer Atemzüge vierundzwanzig Stunden dauert. sie wird in ihre Bestandteile aufgelöst. sogar in einem Drittel. was sie erklären kann. sich den 490 . das heißt in acht Stunden (was einer Sekunde entspricht). ist es möglich. Ein Mensch. der die verschiedenen Nervenzentren ernährt. sondern ständig die Aufmerksamkeit darauf richten. Mir war es immer fast als Scharlatanismus seitens der Physiologen erschienen. Die Substanz. In vierundzwanzig Stunden. fand ich schon im ersten von ihnen die Erklärung dessen. die ungefähr einem Atemzug gleicht. alle inneren Kräfteverhältnisse und die Form und Art der Reaktionen verändert. mag über die Tatsache nicht erstaunt sein. aber es sollte einem Physiologen klar sein. bei jeder passenden Gelegenheit auf sie hinzuweisen. macht es vollständig phantastisch und wunderbar. nämlich die erstaunliche. weiterverbraucht. Aber die phantastische Seite fällt weg. geradezu blitzartige Geschwindigkeit vieler innerer Vorgänge. daß sich in dieser ganz unmerklichen Zeitspanne. was mir in der Arbeit unseres Organismus immer am rätselhaftesten und unerklärlichsten erschienen war. die kleinste Abweichung vom Üblichen wird sofort bemerkt. selbst in der Hälfte dieser Zeit. als ob sie nicht bestünde. im Prozeß der Analyse geht sie durch eine Reihe von Laboratorien. im Organismus eine ganze Reihe mannigfaltiger chemischer und anderer Vorgänge vollzieht. daß dieser Tatsache keine genügende Bedeutung beigemessen wird.Als ich zu den niedrigeren Kosmen kam. All dies muß ziemlich viel Zeit beanspruchen. Die Wissenschaft erklärt natürlich nur. die in den Organismus eingeführt wurde.

daß die Kürze des Daseines eines Moleküls fast unvorstellbar ist. Gewöhnlich nimmt man an. Von diesem bequemen Gedanken müssen wir uns trennen. Das Molekül. den man gesehen hat. vor allem jene. Als ich dann zum Kosmos der kleinen Zellen kam. fand ich wieder eine Erklärung für das Unerklärliche. obwohl sie strukturell sehr kompliziert sind. Wenn drei Sekunden die Lebensgrenze für eine kleine Zelle dieser Art darstellen und dem langen Leben eines Menschen entsprechen. ist es nicht mehr der Stein.Ablauf aller der erwähnten Vorgänge auf ordnungsgemäße Weise vorzustellen. Granit. in der sich diese Zellen vermehren. Aber auch dann sieht man nicht die 491 . kein einziges der beim erstenmal gesehenen Moleküle ist übriggeblieben. deren Erreger noch nicht gefunden worden sind. müssen von innen heraus noch schneller als unser Organismus erneuert werden. Die. daß die Moleküle. Wenn man einen Stein betrachtet. wenn für sie schon fünfzehn Sekunden gleich vier Jahrhunderten sind? Als ich dann zur Welt der Moleküle kam. Kupfer. die Augen schließt und sofort wieder öffnet. sah ich mich der Tatsache gegenüber. muß es wie alles Lebendige geboren werden. und wenn es lebendig bleibt. l leben und sterben. was wäre dann die Geschwindigkeit. Tatsächlich erneuert er sich vor unseren Augen. Toter Stoff. Eisen. so lange bestehen wie der betreffende Stoff. was dies bedeutet. kann nicht äußerlich tot sein. zu klein. um zu verstehen. Zum Beispiel die Fälle einer fast augenblicklichen Ansteckung bei Epidemien oder ansteckenden Krankheiten im allgemeinen. sterbenden Zellen unseres Organismus und ihr Ersetztwerden durch andere bringen uns dieser Anschauung nahe. um direkt auf unsere Vorstellung zu wirken. genau wie er in einer großen und gut geleiteten „chemischen Fabrik" mit verschiedenen Laboratorien durchgeführt werden könnte. eine Analogie ist notwendig. die an der Grenze oder jenseits der Grenze mikroskopischer Sicht stehen. Seine Lebensspanne ist gleich einem elektrischen Funken oder dem zehntausendsten Teil einer Sekunde. als Grundlage. Ein Vergleich. sozusagen als das lebende Innere der Bausteine eines Stoffes angenommen werden. die. das innerlich lebt.

Die Beziehung des Lebens eines Elektrons zu unserer Wahrnehmung läßt sich folgendermaßen bestimmen. sondern mit dem Neptun vergleichen. Erstens existiert es nur für den dreihundertmillionsten Teil einer Sekunde. Dies erklärt auch. „warum wir keine Moleküle sehen können". daß sich ein Elektron innerhalb eines Atoms in seinem Kreislauf mit der Geschwindigkeit von eins geteilt durch eine fünfzehnstellige Zahl bewegt. Und da das ganze Leben eines Elektron nicht mit der Erde. Ich fragte mich. wenn wir jedoch das Elektron nicht mit der Erde. oder unter Einschluß des Koeffizienten einer siebenstelligen Zahl. Wenn wir die Erde in ihrer Bewegung um die Sonne betrachten. im letzten Kosmos. Man sollte sich vor Augen halten. Zwischen einer siebenstelligen und einer elfstelligen Zahl scheint ein riesiger Unterschied zu sein. Weiter. folgt daraus.und einer neunstelligen Zahl — das heißt zwei Stellen anstatt vier. fand ich mich gleich von Anfang an in der sechsdimensionalen Welt. daß ein Elektron während seiner Lebenszeit eine Anzahl von Bewegungen um seine „Sonne" ausführt. nämlich . Unsere schnellste visuelle Wahrnehmung ist gleich eine zehntausendstel Sekunde. Und außerdem ist die Geschwindigkeit eines Elektrons innerhalb des Atoms nur eine sehr ungefähre Größe. dann vollführt sie meiner Tabelle nach während ihrer Lebensdauer eine Anzahl von Bahnen um die Sonne.Moleküle selbst. daß der Un