P. D. OUSPENSKY

AUF DER SUCHE NACH DEM WUNDERBAREN
PERSPEKTIVEN DER WELTERFAHRUNG UND DER SELBSTERKENNTNIS

OTTO WILHELM BARTH-VERLAG

Titel der amerikanischen Ausgabe IN SEARCH OF THE MIRACULOUS. FRAGMENTS OF AN UNKNOWN TEACHING Ins Deutsche übertragen von Amold Keyserling und Louise Mareh

Vierte Aullage 1982 Copyright © 1966 und 1978 by Scherz Verlag Bern München Wien für Otto Wilhelm Barth-Verlag Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeder Art und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Die Suche von P. D. Ouspensky in Europa, Ägypten und dem Orient nach einer Lehre, die die Probleme von Mensch und Weltall für ihn lösen könnte, führte ihn 1915 zu seinem Treffen mit G. Gurdjieff. Es ist Gurdjieff, auf den er sich im Text dieses Buches als G. bezieht. '^Aufder Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis" ist der Bericht von Ouspenskys achtjähriger Arbeit als Gurdjieffs Schüler.

INHALT
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ERSTES KAPITEL
Rückkehr von Indien. Der Krieg und die „Suche nach dem Wunderbaren". Alte Gedanken. Die Frage nach „Schulen". Pläne für weitere Reisen. Der Osten und Europa. Eine Notiz in einer Moskauer Zeitung. Vorträge über Indien. Ich treffe G. Ein „verkleideter Mensch". Daa erste Gespräch. G.'s Meinung über die Schulen. Seine Gruppe. „Blick in die Wahrheit." Weitere Zusammentreffen und Gespräche. Die Organisation von G.'s Moskauer Gruppe. Bezahlung und die notwendigen Mittel für die ,^rbeit". „Schweigepflicht" und Verpflichtungen der Schüler. Ein Gespräch über den Osten. „Philosophie", „Theorie" und „Praxis". Wie wurde das System gefunden? G.'s Ideen: Der „Mensch ist eine Maschine", die von äußeren Einflüssen gelenkt wird. Alles „geschieht", keiner „tut" etwas. Um zu „tun", muß man zuerst „sein". Der Mensch ist verantwortlich für seine Handlungen, eine Maschine nicht. Ist Psychologie zum Studium von Maschinen notwendig? Das Versprechen, „Tatsachen" zu geben. Können Kriege verhindert werden? Gespräch über Planeten und Mond als lebendige Wesenheiten. Die „InteUigenz" von Sonne und Erde. „Subjektive" und „objektive" Kunst. ZWEITES KAPITEL Petersburg 1915. Laufende Geschehnisse und die Idee der Mcchanisierthcit Gedanken während meiner Rückreise nach Rußland Ende 1914. Deutsche Zeitungen in Stockholm. „Einfach ein Betrug". Kann der Gang der Geschichte als bewußt und willkürlich betrachtet werden? G. in Petersburg. Ein Gespräch über Gruppen. Hinweis auf esoterische Arbeit. „Gefängnis" und „Flucht aus dem Gefängnis". Waa ist für diese Flucht notwendig? Wer kann helfen und wie? Beginn von Zusammenkünften in Petersburg. Eine Frage über Rcinkamation und zukünftiges Leben. Wie kann man Unsterblichkeit erreichen? Kampf zwischen Ja und Nein. Kristallisierung auf richtiger oder auf falscher Grundlage. Die Notwendigkeit des Opfers. Gespräche mit G. und Beobachtungen. Ein Verkauf von Teppichen und Gespräch über Teppiche. Was G. über sich selbst erzählte. Frage nach altem Wissen und warum es verborgen ist. G.'s Antwort: Wissen ist nicht verborgen. Die Stofflichkeit des Wissens und die Weigerung des Menschen, ihm mitgeteiltes Wissen anzunehmen. Eine Frage über Unsterblichkeit. Die „vier Körper des Menschen". Beispiel der Retorte mit metallischen Pulvern. Der Weg des Fakirs, der Weg des Mönches und der Weg des Yogi. Der vierte Weg. Gibt es Zivihsationen und Kulturen?

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DRITTES KAPITEL G.'s grundsätzliche Ideen über den Menschen. Mangel an Einheit. Viele .,Ichs". Bau der menschlichen Maschine. Drei psychische Zentren. G.'s Methode, die Leitgedanken seines Systems darzustellen. Die Teilung dieses Buches in drei Abschnitte. Wiederholung unvermeidlich. Was menschliche Evolution bedeutet. Mechanischer Fortschritt unmöglich. Die europäische Idee über die Evolution des Menschen. Allverbundenheit in der Natur. Menschheit und Mond. Vorteil des einzelnen gegenüber den Massen. Die Notwendigkeit, die menschliche Maschine kennenzulernen. Fehlen eines dauernden unveränderlichen Ich im Menschen. Die Rolle der kleinen Ichs. Fehlen von Individualität und Willen im Menschen. Die ostliche Allegone von einem Haus mit seinen Dienern. Der „stellvertretende Haushältcr". Gespräch über einen Fakir auf Nägeln und buddhistische Magie. VIERTES KAPITEL Allgemeine Eindrücke von G.'s System. Rückschau. Eine der Grundvoraussetzungen. Die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Das Sein auf verschiedenen Stufen. Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie. Folge der Entwicklung des Wissens ohne entsprechende Wandlung des Seins und der Wandlung des Seins ohne Vennehrung des Wissens. Was „Verstehen" bedeutet. Verstehen als das Ergebnis von Wissen und Sein. Der Unterschied zwischen Verstehen und Wissen. Verstehen als Funktion von drei Zentren. Warum die Menschen versuchen, für Dinge, die sie nicht verstehen, Namen zu finden. Unsere Sprache. Warum die Menschen einander nicht verstehen. Das Wort „Mensch" und seine verschiedenen Bedeutungen. Die Sprache, die im System verwandt wird. Sieben Stufen des Begriffes „Mensch". Das Prinzip der Relativität in dem System. Einteilungen, die den Einteilungen des Menschen parallel laufen. Das Wort „Welt". Die Mannigfaltigkeit seiner Bedeutung. Untersuchung des Wortes „Welt" vom Gesichtspunkt des Relativitätsprinzips aus. Ein Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der drei Prinzipien oder drei Kräfte. Die Notwendigkeit dreier Kräfte für die Entstehung eines Phänomens. Die dritte Kraft. Warum wir die dritte Kraft nicht sehen. Die drei Kräfte in alten Lehren. Die Schöpfung der Welten durch den Willen des Absoluten. Eine Kette von Welten oder der „Schöpfungsstrahl". Die Anzahl der Gesetze in jeder Welt. 75

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FÜNFTES KAPITEL 118 Eine Vorlesung über die „Mechanik des Weltalls". Der Schopfungsstrahl und sein Wachstum aus dem Absoluten. Gegensatz zu bestimmten wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Mond als das Ende des Schöpfungsstrahls. Der Wille des Absoluten. Die Idee des Wunders. Unser Platz in der Welt. Der Mond nährt sich vom organischen Leben.

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Der Einfluß des Mondes und die Befreiung vom Mond. Verschiedene „Stofflichkeit" der verschiedenen Welten. Die Welt als eine Welt von Schwingungen. Die Schwingungen verlangsamen sich im Verhältnis ihrer Entfernung vom Absoluten. Sieben Arten von Stoff. Fragmente alter Lehren. Die vier Körper de» Menschen und ihre Beziehung zu verschiedenen Welten. Die Bedürfnisse der Natur auf den verschiedenen Stufen. Die Stellung der Erde im Kosmos. Die drei Kräfte und die kosmischen Eigenschaften des Stoffes. Atome zusammengesetzter Stoffe. Definition des Stoffes nach den Kräften, die sich durch ihn äußern. „Kohlenstoff", „Sauerstoff", „Stickstoff" und „Wasserstoff". Die drei Kräfte und die vier Stoffe. Ist der Mensch unsterblich oder nicht? Was bedeutet Unsterblichkeit? Ein Mensch, der den vierten Körper hat. Die Geschichte vom Seminaristen und der Allmacht Gottes. Gespräche über den Mond. Der Mond als das Gewicht an einer Uhr. Gespräch über eine Universalsprache. Erklärung des Abendmahls. SECHSTES KAPITEL Gespräch über Ziele. Kann die Lehre ein bestimmtes Ziel verfolgen? Das Ziel des Daseins. Persönliche Ziele. Die Zukunft kennen. Herr seiner selbst sein. Fortleben nach dem Tode. Ein Christ sein. Der Menschheit helfen. Kriege verhindern. G.'s Erklärungen. Esoterisches , , Christentum. „Verrückte Maschinen." Was sollte das Ziel eines Menschen sein? Die Gründe innerer Sklaverei. Womit der Weg zur Befreiung beginnt. „Erkenne dich selbst." Verschiedene Auffassungen dieser Idee. Selbst-Studium. Wie man studieren soll. Selbst-Beobachtung. Registrierung und Analyse. Ein Grundprinzip der Arbeit der menschlichen Maschine. Die drei Zentren: Denken, Fühlen und Empfinden. Die Arbeit der Zentren unterscheiden lernen. Versuche von Änderungen in der Arbeit der Maschine. Störung des Gleichgewichts. Wie stellt die Maschine ihr Gleichgewicht wieder her? Zufällige Veränderungen. Falsche Arbeit der Zentren. Einbildung. In den Tag hinein träumen. Gewohnheiten. Sich zum Zweck der Selbst-Beobachtung den Gewohnheiten widersetzen. Streben, keine negativen Gefühle auszudrücken. Registrierung der Mechanisiertheit. Veränderungen, die sich aus richtiger Selbst-Beobachtung ergeben. Die Idee des Bewegungszentrums. Die übliche Einteilung der menschlichen Handlungen. Ihre Einteilung nach den Zentren. Automatismus. Instinktive Handlungen. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungsfunktionen. Einteilung der Gefühle. Die verschiedenen Stufen der Zentren. SIEBENTES KAPITEL Ist „kosmisches Bewußtsein" erreichbar? Was ist Bewußtsein? G.'» Frage, was wir bei der Selbst-Beobachtung feststellten. Unsere Antworten. G.'s Bemerkung, daß wir das Wichtigste nicht begriffen hätten. Warum bemerken wir nicht, daß wir uns unser selbst nicht 142

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Seite ermnemf Es „beobachtet", es „denkt", es „spricht". Versuche, »ich seiner selbst zu erinnern. G.'s Erklärungen. Die Bedeutung des neuen Problems. Wissenschaft und Philosophie. Unsere Erfahrungen. Versuche, die Aufmerksamkeit zu teilen. Erste Empfindung bei absichtlichem Sich-seincr-selbst-Erinnern. Was wir von der Vergangenheit in Erinnerung behalten. Weitere Erfahrungen. Schlaf im Wachzustand und Erwachen. Was die europäische Psychologie übersehen hat. Verschiedene Auffassungen, was Bewußtsein ist. Das Studium des Menschen läuft dem Studium der Welt parallel. Auf das Gesetz der Drei folgt das Grundgesetz des Weltalls, das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. Mangelnde Stetigkeit der Schwingungen. Verschiedene Oktaven. Die Sieben-TonSkala. Das Gesetz der „Intervalle". Notwendigkeit „zusätzlicher Schocks". Was beim Fehlen „zusätzlicher Schocks" geschieht. Um zu tun, ist es notig, „zusätzliche Schocks" beherrschen zu können. Untergeordnete Oktaven, innere Oktaven. Organisches Leben an Stelle eines „Intervalls". Planctarische Einflüsse. Die laterale Oktave sol-do. Die Bedeutung der Noten la, sol, fa. Die Bedeutung der Noten do, si. Die Bedeutung der Noten mi, re. Die Rolle des „organischen Lebens" bei der Veränderung der Erdoberfläche. ACHTES KAPITEL 204 Verschiedene Bewußtseinszustände. Schlaf. Wachzustand. Selbstbewußtsein. Objektives Bewußtsein. Fehlen von Selbstbewußtsein. Was ist die erste Bedingung, um Selbstbwußtsein zu erlangen? Höhere Bewußtseinszustände und höhere Zentren. Der „Wachzustand" des gewöhnlichen Menschen ist Schlaf. Das Leben schlafender Menschen. Wie kann man erwachen? Was der Mensch ist, wenn er geboren wird. Was die „Erziehung" und das Beispiel der Umgebung ausmachen. Die Möglichkeiten des Menschen. Selbst-Studium. Innere Photographien. Verschiedene Menschen in einem Menschen. „Ich" und „Ouspensky". Wer ist aktiv und wer ist passiv? Der Mensch und seine Maske. Die Teilung seiner selbst als erste Stufe der Arbeit an sich selbst. Eine Grundeigenschaft des menschlichen Wesens. Warum man sich seiner selbst nicht erinnert. „Sich identifizieren." • „Sich nach etwas richten." Inneres und äußeres SichRichten. Was äußeres Sich-Richten einer Maschine bedeutet. „Ungerechtigkeit." Aufrichtigkeit und Schwäche. „Puffer.'1 Gewissen. Moralität. Gibt es eine allen gemeinsame Idee der Moral? Gibt es christliche Moral? Gibt es eine allgemeingültige Auffassung von Gut und Böse? Niemand tut etwas um des Bösen willen. Verschiedene Auffassungen des Guten und die Ergebnisse dieser verschiedenen Auffassungen. Worauf kann eine bleibende Vorstellung von Gut und Böse beruhen? Die Vorstellung von Wahrheit und Lüge. Der Kampf gegen „Puffer" und Lügen. Methoden der Schul-Arbeit. Unterordnung. Ein-

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sieht der eigenen Nichtigkeit. Persönlichkeit und Wcsenskern. Tote Menschen. Allgemeine Gesetze. Die Geldfrage. NEUNTES KAPITEL Der „Schöpfungsstrahl" in Form dreier Strahlungsoktaven. Die Beziehung von Stoffen und Kräften verschiedener Weltebcnen zu unserem Leben. Die Intervalle in den kosmischen Oktaven und die „Schocks", die sie ausfüllen. „Punkt des Weltalls." Die Dichtigkeit von Schwingungen. Drei Kräfte und vier Stoffe. „Kohlenstoff^', „Sauerstoff", „Stickstoff", „Wasserstoff". Zwölf Triaden. „Tabelle der Wasserstoffe." Der Stoff im Licht seiner chemischen, physikalischen. psychischen und kosmischen Eigenschaften. Die Intelligenz von Stoffen. Das ^,Atom". Jede menschliche Funktion und jeder menschliche Zustand hängt von der vorhandenen Energie ab. Die Stoffe im Menschen. Der Mensch hat genug Energie, um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen, wenn er mit seiner Energie sparsam umgeht. Verschwendung von Energie. „Lerne das Feine vom Groben zu scheiden." Die Erzeugung feiner „Wasserstoffe". Wandlung des Seins. Wachstum der inneren Körper. Der menschliche Organismus als eine dreistöckige Fabrik. Drei Arten von Nahrung. Die Einführung von Nahrung, Luft und Eindrucken in den Organismus. Die Umwandlung der Stoffe vollzieht sich nach dem Oktavengcsetz. Die Nahrungs-Oktave und die Luft-Oktave. Das Extrahieren „höherer Wasserstoffe". Die Oktave der Eindrücke entwickelt sich nicht. Die Möglichkeit, im Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes einen künstlichen „Schock" zu erzeugen. Bewußte Anstrengung. „Seiner selbst eingedenk sein." Daraus folgende Entwicklung von Eindrucksund Luft-Oktave. Ein zweiter bewußter „Schock". Anstrengung im Zusammenhang mit Gefühlen. Die Vorbereitung für diese Anstrengung. Analogie zwischen dem menschlichen Organismus und dem Weltall. Drei Stufen in der Evolution der menschlichen Maschine. Die Umwandlung der Gefühle. Alchimie. Die Zentren arbeiten mit verschiedenen „Wasserstoffen". Zwei höhere Zentren. Falsche Arbeit der niederen Zentren. Die Stofflichkeit aller inneren Vorgänge. 244

ZEHNTES KAPITEL 290 Wo beginnt der Weg? Das Gesetz des Zufalls. Verschiedene Arten von Einflüssen. Im Leben geschaffene Einflüsse. Einflüsse, die, außerhalb des Lebens geschaffen, nur in ihrem Ursprung bewußt sind. Das „magnetische Zentrum". Ausschau nach dem Weg. Einen finden, der ihn kennt. Die dritte Art der Einflüsse: bewußt und unmittelbar. Befreiung vom Gesetz des Zufalls. „Stufe", „Treppe" und „Weg". Besondere Bedingungen des vierten Weges. Ein falsches magnetisches Zentrum ist möglich. Wie kann man falsche Wege erkennen? Lehrer und Schüler. Das Wissen beginnt mit der Lehre von den Kosmen. Die übliche Vorstellung von zwei Kosmen: „Makrokosmos" und „Mikro-

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kosmos". Die vollständige Lehre von den sieben Kosinen. Das Verhältnis der Kosmen zueinander gleich Null zu Unendlich. Das Prinzip der Relativität. „Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten." Was ein Wunder ist. „Die Dimensionenperiode." Überblick über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Theorie vieler Dimensionen. G.'s Bemerkung: „Zeit ist Atem." Ist der „Mikrokosmos" der Mensch oder das Atom? ELFTES KAPITEL 317 Ein Buch von Aphorismen. Erwachen, sterben, geboren werden. „So ein Weizenkorn nicht stirbt, wird es keine Frucht bringen." Was hindert den Menschen daran, wiedergeboren zu werden? Was hindert den Menschen am „Sterben"? Was hindert den Menschen am Erwachen? Fehlen der Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Was bedeutet die Einsicht der eigenen Nichtigkeit? Was verhindert diese Einsicht? Der hypnotische Einfluß des Lebens. Der Schlaf, in dem die Menschen leben, ist hypnotischer Schlaf. Der Magier und die Schafe. „Kundalini." Einbildung. Weckuhren. Organisierte Arbeit. Gruppen. Kann man in einer Gruppe ohne Lehrer arbeiten? Arbeit des Selbststudiums in einer Gruppe. Spiegel. Austausch von Beobachtungen. Allgemeine und individuelle Bedingungen. Regeln. ^,Hauptfehler." Einsicht der eigenen Nichtigkeit. Gefahr nachahmender Arbeit. „Schranken." Wahrheit und Lüge. Aufrichtigkeit mit sich selbst. Anstrengungen. Akkumulatoren. Der große Akkumulator. Denk- und Gefühlsarbeit. Notwendigkeit des Fühlena. Die Möglichkeit, mittels des Gefühls zu verstehen, was nicht durch das Denken verstanden werden kann. Das Gefühlszentrum ist ein feineres Instrument als das Denkzentrum. Erklärung des Gähnens in Verbindung mit den Akkumulatoren. Rolle und Bedeutung des Lachens im Leben. Fehlen des Lachens in den höheren Zentren. ZWÖLFTES KAPITEL ; -S48 Die Arbeit in den Gruppen wird intensiver. Jeder Mensch hat ein begrenztes „Repertoire" von Rollen. Die Wahl zwischen der Arbeit an sich selbst und einem „geruhsamen Leben". Die Schwierigkeiten des Gehorsams. Der Zweck von „Aufgaben". G. gibt eine bestimmte Aufgabe. Die Reaktion von Freunden auf die Ideen des Systems. Es ruft in den Menschen das Beste oder das Schlechteste hervor. Was für Menschen können zur Arbeit kommen? Vorbereitung. Enttäuschtsein ist notwendig. Die Frage, woran einer leidet. Neue Einschätzung von Freunden. Ein Gespräch über Typen. G. gibt eine weitere Aufgabe. Versuche, die eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Die Betonungen. „Wcsenskern" und ^,Persönlichkeit". Aufrichtigkeit. Eine schlechte Laune. G. verspricht, jedwede Frage zu beantworten. „Ewige Wiederkehr." Ein Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern. Ein Gespräch über das Geschlecht. Die Rolle des

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Geschlechts als Hauptbewegkraft aller Mechanisiertheit. Das Geschlecht als Hauptmöglichkeit der Befreiung. Neugcburt. Die Umwandlung von Geschlechts-Energie. Mißbrauch des Geschlechts. Ist Enthaltsamkeit nützlich? Richtige Arbeit der Zentren. Ein dauernder Schwerpunkt. DREIZEHNTES KAPITEL 382 Die Intensität innerer Arbeit. Vorbereitung für „Tatsachen". Ein Besuch in Finnland. Das „Wunder" beginnt. Innere „Unterredungen" mit G. „Jetzt schlafen- Sie nicht." „Schlafende Menschen" sehen. Es ist unmöglich, Erscheinungen höherer Ordnung mit gewöhnlichen Mitteln zu untersuchen. Eine veränderte Betrachtung der „Handlungsmethoden". Der „Hauptzug" dies einzelnen. G.'s Erklärung hierzu. Die Umgestaltung der Gruppe. Jene, die die Arbeit verlassen. Zwischen zwei Stühlen sitzen. Schwierigkeit der Rückkehr. G.'s Wohnung. Reaktionen auf das Schweigen. „Lügen sehen." Eine *1 Vorführung. Wie kann man erwachen? Wie kann man den not- 1 wendigen Gefühlszustand erzeugen? Drei Wege. Die Notwendigkeit' des Opfers. „Sein Leiden >, opfern." Die erweiterte „Tabelle der^ Wasserstoffe". Ein „sich bewegendes Diagramm". Eine neue Ent-" deckung. „Wir haben sehr wenig Zeit." VIERZEHNTES KAPITEL Die Schwierigkeit, „objektive Wahrheiten" in gewöhnlicher Sprache mitzuteilen. Objektives und subjektives Wissen. Einheit in der Vielheit. Die Vermittlung objektiven Wissens. Die höheren Zentren. Mythen und Symbole. Wortformulierungen. „Wie oben, so unten." „Erkenne dich selbst." Zweiheit. Wandlung der Zweiheit in Dreiheit. Die Linie des Willens. Vierheit — Fünfheit — die Konstruktion des Pentagramms. Die fünf Zentren. Das Siegel Salomonis. Die Symbolik der Zahlen, geometrischen Figuren, Buchstaben und Worte. Weitere Symbologien. Richtiges und falsches Verstehen von Symbolen. Die Vereinigung von Wissen und Sein: Großes Tun. „Niemand kann einem Menschen etwas geben, was er nicht vorher besessen hat." Erreichung nur dank eigener Anstrengung. Verschiedene bekannte „Linien", die Symbole verwenden. Das System und sein Platz. Eines der Hauptsymbole dieser Lehre, das Enneagramm. Das Gesetz der Sieben in seiner Verbindung mit dem Gesetz der Drei. Untersuchung des Enneagramms. „Was ein Mensch nicht in da» Enneagramm einfügen kann, versteht er nicht." Ein Symbol in Bewegung. Das Enneagramm durch Bewegung erleben. Übungen. Eine Universalsprache. Objektive und subjektive Kunst. Musik. Objektive Musik fußt auf inneren Oktaven. Die mechanische Menschheit kann nur subjektive Kunst haben. Verschiedene Stufen des Seins eines Menschen. 409

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Kann Gebet helfen?" Beten lernen. was sie essen. Weiteres Studium der Diagramme und der Idee der Kosmen. Ägyptische „Schulen der Wiederholung". G. Die Initiation und die Mysterien. in dem sie leben." Drei „innere Kreise" der Menschheit. Anwendung der Idee der Kosmen auf die inneren Vorgänge des menschlichen Organismus.Seite FÜNFZEHNTES KAPITEL 439 Religion ist ein relativer Begriff. Die vier „Wege" als vier Tore zum „exoterischen Kreis".'s System als Führer in einem Labyrinth von Widersprüchen oder als Arche Noah. Die Beziehung verschiedener Zeiten zu den Zentren des menschlichen Körpers. Drei-. was sie atmen und dem Medium. die Erde und die Sonne. Schaf und Wurm. Der Mond. Bedeutung der Riten. Seine Intelligenzgrade. „Das Ende der russischen Geschichte. Gibt es eine bewußte Kraft. Die Menschheit in einem Stillstand. Die Beziehung zu den höheren Zentren.und einstöckige Maschinen. Der Sturz Nikolaus II. die gegen die Evolution kämpft? Evolviert die Menschheit? „Zweihundert bewußte Menschen konnten das ganze Leben auf Erden verändern. Die Religionen entsprechen den Seinsstufen der Menschen. Eine Nachricht von G. Hat der Mensch die Möglichkeit. Wachstum des Schöpfungsstrahls. verläßt Petersburg zum letzten Male. SECHZEHNTES KAPITEL 464 Historische Ereignisse des Winters 1916/17." Pläne. zwei. Anwendung der Minkowskischen Formel. G. Kant und die Idee der Skala. Die „Techniken" der Religion. Zusammenstellung einer „Tabelle der Zeit in verschiedenen Kosmen". „Wahrheit in Form einer Lüge. Der Vorgang der Evolution beginnt immer mit der Bildung eines bewußten Kerns. Wandlung ist nur an „Wegkreuzungen" möglich. Einteilung aller Geschöpfe in dreifacher Hinsicht: nach dem. Pseudo-esoterische Wege und Schulen. Der „äußere Kreis". Die Fortsetzung der Arbeit in Moskau." Esoterische Schulen im Osten. Der evolvierende Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. „Wenn sie XIV . Allgemeine Unwissenheit über das Christentum. Die Bewußtheit des Stoffes. ^. Ein interessantes Ereignis — „Verklärung" oder „Mimik"? Die Eindrücke eines Journalisten von G. Drei Kosmen zusammengenommen schließen alle Gesetze des Weltalls in sich ein. Schulen des vierten Weges. auf große und kleine Zellen. Die christliche Kirche als Schule. Das Leben der Moleküle und Elektronen. Nur Selbst-Initiation ist möglich. „Kosmische Berechnungen der Zeit" in gnostischer und indischer Literatur. Wo erklingt das Wort „Ich" in einem selbst? Die zwei Teile richtiger Religion und was jeder enthalt. Rußland zu verlassen. seine Nahrung zu verändern? Das „Diagramm alles Lebendigen". Entwicklung der Idee „Zeit ist Atem" in bezug auf den Menschen. Der Mensch besteht aus Mensch. Das „organische Leben auf Erden". Zeitdimensionen verschiedener Kosmen.

die Menschen ihrem Typus gemäß gegeben wird." Ein Besuch bei G." Der Obyvatel." Wie kann man die Empfindung von „Ich" verstärken? Kurze Rückkehr nach Petersburg und Moskau. enthüllt den Plan der ganzen Arbeit. Mehr Menschen kommen an. Eine Vorführung. Reise nach Konstantinopel. G. Die Übungen sind schwieriger und mannigfaltiger als zuvor. erzählt einen Fall von Stop in Zentralasien. Eine kleine Gesellschaft mit G. G.'» Verhältnis zu seiner Familie. Rußland zu verlassen. SIEBZEHNTES KAPITEL August 1917. Oktober 1917. Denk. Rückkehr zu G. Anstrengungen und Hilfe.'. Rückkehr nach Piatigorsk.Seite ausruhen wollen. Praktische Ergebnisse der Arbeit an einem selbst: das Fühlen eines neuen Ich. Was man zu opfern bereit ist. „Die Ereignisse sind überhaupt nicht gegen uns. in Essentuky. Die Bildung einer Gruppe in Rostow und die Darstellung von G. Der Entschluß. geht nach Sotschi. Der Mensch ist der Sklave seines Körpers. zeigt Übungen zur Muskelbeherrschung und Entspannung. Wie kann man wirkliche Freiheit erreichen? Der schwere Weg von Sklaverei und Gehorsam. Verschwendung von Energie infolge unnötiger Muskelanspannung. Die Wahl von Gmus. Astrologie und Typen." Die Vereinigung der Zentren ist die Hauptschwierigkeit bei der Arbeit an sich selbst. G. Das Märchen vom Wolf und den Schafen. Neue Gruppen werden G. Der Einfluß des Stop in Essentuky. Eine Gruppe von zwölf versammelt sich in Essentuky. Ein Atmungsexperiment.und physische Übungen. „Ereignisse" und die Notwendigkeit. in Alexandropol.'s Haltung gegenüber einem seiner Schüler. Sechs Wochen in Essentuky. Was bedeutet „ernst sein"? Nur eine Sache ist ernst. G. G. G. vor- XV . eröffnet sein Institut in Tiflis. in den Kaukasus. das Studium psychischer „Tricks". London als Endziel. G.Wege* keinen Weg?" Die „Wege" als Hilfe. inmitten der Massenverrücktheit irgend etwas zu tun. 501 ACHTZEHNTES KAPITEL 541 Petersburg. G. Die Gewohnheit zu reden. kommen Sie zu mir." „Über-Anstrengungen. Erkenntnis der Schwierigkeiten des Weges. Innerer Kampf und ein Entschluß. Eine schwierige Zeit: Krieg und Epidemien. Das Sammeln von Leuten. verkündet die Auflösung der Gruppe. kommt an. Die Forderungen des „Stop". Eine letzte Reise nach Petersburg. Unerläßlich sind großes Wissen. ein seltsames Vertrauen. Die Wiederaufnahme der Arbeit. Die „Stop-Übung". zeigt Aufmerksamkeitsübungen. „Schulen sind unbedingt notwendig. Derwischtänze. Eine Botschaft für die dortigen Gruppen. G. „Der subjektive und objektive Weg.'s System. Verkauf von Seide. Ein Fasten-Experiment Was „Sünde" ist. Die bolschewistische Revolution. Gespräch über die Unmöglichkeit. mich von ihm zu trennen. „Gibt es außerhalb der . G. Weiteres Studium des Enneagramms.

. die Arbeit in London selbständig fortzusetzen. die Arbeit von Konstantinopel in London 1921 fortzusetzen. Ein Gespräch mit Catherine Mansfield. G. G. G. Arbeit im Chäteau du Prieure. Vorführungen im Theätre des Champs Elysees in Paris. G. Mein Entschluß. Atmen durch Bewegungen. Mein Entschluß.. Übersetzung eines Derwischliedes. organisiert sein Institut in Fontainebleau.gestellt.'s Abreise nach Amerika 1924. ermächtigt mich zum Schreiben und zur Veröffentlichung eines Buches. der Künstler und Dichter. Das Institut beginnt in Konstantinopel. spricht über verschiedene Arten der Atmung. G. geht nach Deutschland. G.

kehrte ich von einer langen Reise. daß es aus dem Labyrinth von Widersprüchen. Das „Wunderbare" ist an sich sehr schwer zu definieren. keinen Ausweg gibt. die in 1 . Schon vor langer Zeit war mir klar geworden. daß der Weg zum Unerkannten im Osten gefunden werden könne. daß hier. von der wir durch irgend etwas getrennt sind. Für mich hat das Wort eine ganz bestimmte Bedeutung. Aber von wo aus dieser neue oder vergessene Weg beginne. konnte ich nicht sagen. Auf meiner Rückreise und auch während meines mehrwöchentlichen Aufenthaltes in London wurden alle Gedanken über das Ergebnis meiner Suche durch die völlige Absurdität dieses Krieges verwirrt und vor allem durch die allgemeine Aufregung. Der Krieg hatte mich in Colombo überrascht. Seinerzeit. nach Rußland zurück. nichts Derartiges mehr gefunden werden könne. der mit allen bisher bekannten und benützten nichts gemein hat. in Europa. daß ich mich auf die „Suche nach dem Wunderbaren" begäbe. gerade zu Beginn des ersten Weltkrieges. von wo aus ich dann über England den Heimweg antrat. hatte ich erklärt. daß sich jenseits dieses dünnen Schleiers von falscher Realität eine Wirklichkeit befindet. Vielleicht spielte etwas Romantik in dieser Überzeugung mit — jedenfalls war es meine unumstößliche Überzeugung. Warum im Osten? Darauf war die Antwort schwer. Ceylon und Indien geführt hatte.ERSTES KAPITEL I m November 1914. es sei denn. daß ein ganz neuer Weg gefunden werde. Das „Wunderbare" bedeutete für mich das Eindringen in diese unerkannte Wirklichkeit. Und es schien mir. bei Beginn meiner Reise in Petersburg. die mich durch Ägypten. in dem wir leben. Schon damals war es für mich eine ausgemachte Tatsache.

und ich erkannte ihn als gewaltiges memento mori. war Tatsache geworden. Seinerzeit hatte mich dieses Buch sehr beeindruckt. daß dieses Buch wirkliches Leben schilderte. Aber damals hielt man den kommenden Zusammenbruch für zeitlich begrenzt. was damit in Beziehung stand. desto mehr festigte sich in mir die Überzeugung. oft auch mich zu beeinflussen begann. gehorte zu Stupins „Kleiner Bücherei" und bestand aus Abbildungen — zum Beispiel ein Mann. das uns zeigte. an dessen Möglichkeit ich nicht glauben und auch dessen Wirklichkeit ich lange nicht anerkennen wollte. daß meine Suche nach dem „Wunderbaren" und alles. und noch niemand sah das Ausmaß von innerer und äußerer Zerstörung und Auflösung voraus. Spätere Erfahrungen bestärkten nur noch diese Überzeugung. Ich sagte mir. was an ihnen absurd sei: sie glichen genau den gewohnten Gegenständen im Leben. die ich jedoch noch nicht für sofort erwartete. Wir waren mitten darin. mußte ich gestehen. der Kriegszustand sei als eine dieser allgemeinen katastrophalen Lebensbedingungen aufzufassen. denn je großer ich wurde. Der Krieg berührte mein persönliches Leben nicht — jedenfalls nicht bis zur endgültigen Katastrophe.der Luft lag und in den Zeitungen wie auch in jedem Gespräch zutage trat und. ein Wagen mit viereckigen Rädern oder dergleichen. Es hieß OffenMhtliche Absurditäten. unvermeidlich schien. daß sich bei meiner Dies bezieht sich auf ein kleines Buch aus meiner Kindheit. daß größte Eile notwendig sei und man nicht weiter einem Leben ohne Wegziel zustimmen könne. daß überhaupt alles Bestehende „offensichtlich absurd" ist. denn bei vielen Abbildungen konnte ich nicht verstehen. Aber später wurde mir klar. vor allem aus Indien. der auf seinem Rücken ein Haus trug. 1 2 . sehr gegen meinen Willen. Der Krieg. Nach Zusammenfassung all meiner Eindrücke aus dem Osten. dieser große europäische Krieg. Aber bei meiner Rückkehr nach Rußland — wo mich alle Gedanken. mit denen ich ausgezogen war. die mir für Rußland. vielleicht auch für ganz Europa. in dem wir in Zukunft zu leben haben würden. in denen wir nun einmal leben und arbeiten und auch Antworten auf unsere Fragen und Zweifel suchen. wieder tief bewegten — fühlte ich. wichtiger war als mögliche oder wirkliche Geschehnisse in dieser Welt „offensichtlicher Absurditäten"1.

und die eingeschlagene Richtung schien mir richtig. Ich meine damit. so dachte ich. Vielleicht ist „zugeben" ein zu starker Ausdruck. Aber der Begriff der gesuchten Schule selbst wandelte sich sehr während meiner Reisen — einerseits gewann er an Gestalt und wurde einfacher. was seit langem in Europa zu bestehen aufgehört hat. ihr magischer Schimmer hatte neue. in Indien bestehende Schulen kennenzulernen. sogar der Beginn der Beziehung zu einer Schule müßte etwas Wunderbares an sich haben. früher nicht bestehende Schattierungen gewonnen. Und auch zu meinem Bemühen. daß die Schulen viel von ihrem märchenartigen Charakter für mich einbüßten. Zwar hatten Indien und der Osten nicht nur nicht ihren Glanz des Wunderbaren für mich verloren. daß das Geheimnis tiefer verborgen ist. Die Idee der Schule selbst war eben für mich phantastisch.Rückkehr mein Problem noch schwieriger und komplizierter darstellte als vor der Abreise. und nichts erschien mir zu unglaubwürdig in Verbindung damit. sondern ich mit der bestehenden. Ich sollte besser sagen: mir träumte von der Möglichkeit. daß persönliche individuelle Anstrengungen nicht genügen. Soviel war mir klar. sei es mit der pythagoräischen. mit Schulen ferner Vergangenheit den Kontakt aufzunehmen. daß ich nach einer Schule oder Schulen fahnden würde. Zum Beispiel stellte ich mir vor. Noch bei meiner Abreise gab ich vieles Phantastische in Verbindung mit Schulen zu. Zu diesem Entschluß war ich schon lang gekommen. einen unphysischen Kontakt mit Schulen zu haben. aber mir schien. und so fort. Ich erkannte klar: dort ist etwas zu ßnden. als ich zuvor angenommen hatte. den ägyptischen oder denen. es müßte möglich sein. Ich konnte es nicht klar ausdrücken. Die Grenzen von Raum und Zeit. im Gegenteil. Aber gleichzeitig war ich zu der Überzeugung gelangt. Mir war klar. lebendigen Denktradition in Berührung kommen müsse. Schon bei meiner Abfahrt wußte ich. sozusagen „auf einer anderen Ebene". sah ich keinen Widerspruch. andererseits wurde er kälter und entfernter. müßten bei solcher Beziehung schwinden. die noch irgendwo existierte. aber deren Zugang für uns verschüttet war. 3 . die Notre Dame gebaut haben.

gewöhnlich als „Yogaschulen" beschrieben. Wiederum andere. Sie zogen mich nicht an: wenn ich einen religiösen Weg gesucht hätte. Diese Schulen interessierten mich sehr. Zielen und Plänen zu entsagen und mich einem Weg anzuvertrauen. nicht für mich geeignet seien. Sie verlangten alles auf einmal. die mit 4 . Diese versprachen sehr vieles. Ich konnte ihnen nicht trauen: alles. den Gedanken einer Rückkehr nach Europa aufzugeben. hatte aber ihren phantastischen Charakter verloren. was die russischen Mystiker (in der russischen Mönchsliteratur) „Schönheit" oder „Verzauberung" nannten. daß sie wirkliches Wissen hätten. Noch eine andere Art von Schulen gab es dort. der später dauernd und von allen äußeren Störungen unabhängig werden würde. daß alle jene. und zwar von unserer Seite. allen meinen eigenen Gedanken. Es gab unter ihren Mitgliedern sehr nette Menschen. Vor allem. war entweder Selbsttäuschung oder das. Daß es Schulen gebe. ein wenig asketisch. und alle Leute. so glaubte ich. was sie erreichten. wohin er führen werde. fußten auf der Erreichung eines Trancezustands und ähnelten meiner Meinung nach dem Spiritismus. darüber hatte ich keine Zweifel. Aber gleichzeitig reifte in mir die Überzeugung. Andere Schulen wiederum waren von leicht sentimentaler. sondern auch ihre Wahl. von dem ich im vorhinein nicht wußte. aber ich glaubte nicht. Auf meiner Rückreise war nach einer Reihe von Begegnungen und Eindrücken die Schulidee wirklicher und faßbarer geworden. die Entscheidung für sie. einen solchen Kontakt zu finden. moralphilosophischer Artung. mit denen ich in Berührung kam. so würde ich ihn auch in Rußland gefunden haben. mit der ich aber keine Berührung aufnehmen konnte und von der ich nur hörte. forderten aber auch sehr vieles. Es waren dies Schulen entweder religiösen oder doch halbreligiösen Charakters mit spezifisch frommer Färbung. in Indien zu bleiben. wie die Schulen der Jünger und Anhänger von Ramakrischna.Gerade dort. werde es möglich sein. in Indien. Es wäre also nötig gewesen. weil ich folgendes eingesehen hatte: notwendig ist nicht allein die Suche nach einer Schule.

wobei Träume den Platz wirklicher Suche einnähmen. Leitartikel zu schreiben. der Stimme von Moskau. sie müsse auf der gleichen irdischen Ebene bestehen und wirken wie jede andere Schule. Aber ich glaubte trotz allem. heiligen Tänzen und so fort. sei es eine Malerschule. das von Spekulationen und Patriotismus überschäumte. vor allem Russisch-Zentralasien und Persien besuchen. das von einem gewissen „Inder" stamme. eine Tanzschule oder eine medizinische Schule. während ich gerade die nächste Ausgabe vorbereitete. Aber während dieser Zeit trug sich eine kleine Episode zu.ihnen in Berührung gewesen waren und mir darüber berichteten. Sie bezog sich auf das Szenario eines Balletts mit Namen „Der Kampf der Magier". unter Einschluß von Fakirwundem. für die ich schon von Indien aus gearbeitet hatte. Eines Tages fand ich im Zeitungsbüro. Mir war 5 . Und vor allem erkannte ich. Zur gleichen Zeit gelangte ich zu folgender Überzeugung: was auch immer der Name einer Schule sei. eine Notiz in. daß diese Träume eines der Haupthindernisse auf jedem möglichen Weg zur Erkenntnis des „Wunderbaren" sein müßten. ragten deutlich aus dem Durchschnitt hervor. ob okkult. traf ich über Norwegen. die mit vielen späteren „Ereignissen" im Zusammenhang stand. Schweden und Finnland im schon auf Petrograd umgetauften Petersburg ein. Die Handlung des Balletts sollte ganz in Indien spielen und ein vollständiges Bild orientalischer Magie geben. Diesmal wollte ich mit dem mohammedanischen Osten beginnen. Ich weilte dort etwa sechs Wochen. Von London kommend. Auf meinem Wege nach Indien hatte ich Pläne für weitere Reisen gefaßt. Bald darauf übersiedelte ich nach Moskau und begann für eine Zeitung. Die Idee einer Schule „auf einer anderen Ebene" erkannte ich einfach als Zeichen von Schwäche. bis zu einem gewissen Grad seinen eigenen Weg zu kennen. Aber keiner dieser Pläne sollte sich verwirklichen. glaube ich. es müsse auch eine mehr rationale Art von Schulen geben und daß ein Mensch das Recht habe. esoterisch oder Yogi.

wo es gesucht werden sollte. Nach Ostern ging ich nach Moskau.der leichtfertige Ton der Notiz unsympathisch. als man gewöhnlich annehme. waren zwei — ein Musiker und ein Bildhauer —. an denen die Menschen achtlos vorbeigehen. um dort die gleichen Vorträge zu halten. daß in dem Ballett alles zu finden sei. in der verschiedene „okkulte" Untersuchungen und Experimente ausgeführt würden. Dort hielt ich im Februar und März 1915 öffentliche Vorlesungen über meine indischen Reisen. Über tausend Menschen wohnten einer jeden in der Alexandrowskyhalle der Petersburger Duma bei. Bald nach diesem Ereignis verließ ich die Zeitung aus verschiedenen Gründen und ging nach Petersburg. Hierbei dachte ich wieder an die „Schulen". In ihrem Verlauf erklärte ich. Und ich erkannte. einen 6 . aber da indische Szenarioschreiber von Balletten in Moskau verhältnismäßig selten waren.. Geleitet werde diese Arbeit durch einen gewissen G. um mich zu sehen. denen das übliche Lügen und Leben in der Lüge widerwärtig geworden war. die ich im Verlauf dieser Vorträge kennenlernte. aber daß das „Wunderbare" dort wirklich existiere und durch viele Zeichen angedeutet werde. ohne ihren verborgenen Sinn und ihre Bedeutung zu erfassen oder ohne zu wissen. daß es auf der Grundlage einer „Suche nach dem Wunderbaren" möglich sein werde. Unter den Leuten. was im richtigen Indien nicht angetroffen werden könne. Trotz des Krieges erweckten meine Vorlesungen sehr starkes Interesse. eine große Anzahl von Menschen zu vereinen. was aber dorthin Reisende zu sehen wünschten. das ich zu schreiben beabsichtigte. Leute kamen. Daß ferner alle üblichen Wege dazu nutzlos seien und Indien seine Geheimnisse besser hüte. Diese Vorträge waren als Einführung zu einem Buch über meine Reisen gedacht. wie sie zu deren Erkenntnis gelangen könnten. daß man in Indien das „Wunderbare" nicht dort suche. schnitt ich die Anzeige aus und übernahm sie in meine Zeitung mit dem Zusatz. Ich erhielt viele Briefe. die mich auf eine Gruppe in Moskau hinwiesen. Ihr Titel lautete: „Auf der Suche nach dem Wunderbaren" und „Die Probleme des Todes".

auf die sie Bezug nehmen. So bildet sich eine Mischung von Aberglauben. wie ich erfuhr. All dieses und viele andere derartige Geschichten schienen mir einfach schlechter Romanstorf. M. sie faszinierten und denen sie durch viele Straßen folgten. Wir gingen zu einem kleinen Cafe in einer lärmigen Seitenstraße.. wenig interessierte: es schien sich um alle möglichen selbstsuggerierten Wunder zu handeln. und ich hatte mir bereits eine bestimmte Meinung über dergleichen gebildet. G. Gedanken und Wünsche kenne. was er wünsche. selbst aus der Entfernung. Mir waren schon viele derartige Geschichten zu Ohren gekommen.kaukasischen Griechen — den gleichen „Inder". Meine erste Begegnung änderte jedoch vollständig meine Meinung über ihn und was ich von ihm erwarten könne. Oder wiederum andere würden in der Gegenwart dieses Orientalen plötzlich fühlen. Ich muß gestehen. um schließlich beim Haus eines gewissen Orientalen. außerdem entstehen meiner Erfahrung nach diese Geschichten nie ohne Mitwirkung derjenigen Leute. daß er sie vollständig durchschaue. könnten sich nicht bewegen und fielen dermaßen unter seinen Einfluß. die in der Luft schwebten. was man von ihnen erwartet. daß mich alles. Sie würden merkwürdige Empfindungen in ihren Beinen verspüren. zu treffen und mit ihm zu sprechen. ein. nicht mehr jung. daß er sie zu allem veranlassen könne. der das Ballettszenario verfaßt hatte. Damen würden plötzlich in ihrem Zimmer „Augen" sehen. anzulangen. Dort sah ich dann einen Mann von orientalischem Typus. über das ich vor drei oder vier Monaten die Notiz in der Zeitung gefunden hatte. Manche Leute erfinden Wunder zum eigenen Gebrauch oder erfinden genau das. Autosuggestion und fehlerhaftem Denken. des Besitzers dieser Augen. mit schwarzem Schnurrbart und stechenden Augen. was mir diese zwei Leute über seine Gruppe und die in ihr ausgeführte Arbeit erzählten. Erstaunlicherweise 7 . Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Begegnung. alle ihre Gefühle. Aus diesem Grunde und im Lichte früherer Erfahrungen willigte ich nur nach langem Drängen eines meiner Bekannten.

Ich glaube. wir sprachen über Indien. weil er sichtlich nicht das ist. sprach ich. unerwarteten und fast erschreckenden Eindruck: ein schlecht verkleideter Mensch. so wenig paßte seine Erscheinung zu Umgebung und Atmosphäre. was er vorgibt. wie unser Gespräch genau begann. als ob man den Mummenschanz nicht durchschaue. Meine Fragen schienen ihn nicht nur nicht in Verlegenheit zu bringen: mir schien sogar. „Was Sie sagen". verstärkte noch die Fremdheit und Unerwartetheit des Eindruckes. Seine Art zu sprechen — sorgfältig und genau — gefiel mir. Diese Ausstattung machte einen merkwürdigen. faßte ich natürlich seine Worte buchstäblich auf. wo Kleinhändler und Handlungsreisende sich zu treffen pflegten. erzählte mir von seiner Moskauer Arbeit. dessen Anblick einen verlegen macht. und man sich so verhalten und sprechen soll. Er sprach ein unkorrektes Russisch mit starkem kaukasischem Akzent. G. saß hier in einem kleinen Cafe. „erinnert mich an eine Geschichte von einer Schule in Südindien. Ich verstand ihn nicht ganz. daß in seiner — hauptsächlich psychologischen — Arbeit die Chemie eine große Rolle spielte. daß er mehr Gewicht in die Antworten legte. M. Da ich ihm das erstemal zuhörte. welche die menschliche Körperchemie studiere und durch Einführung und Entfernung verschiedenartiger Stoffe die moralische oder psychische Natur eines 8 . über Esoterik und die YogaSchulen. Ich war immer noch unter dem Einfluß meiner Eindrücke aus dem Osten. und dieser Akzent. Aus seinen Ausführungen ging hervor. verließ uns nach kurzer Zeit. G.schien er mir verkleidet zu sein. als in den Fragen enthalten war. angetan mit einem schwarzen Mantel mit Samtkragen und einem schwarzen steifen Hut. Ein in jeder Hinsicht außerordentlicher und hervorragender Brahmane erzählte in Travancore einem jungen Engländer von einer Schule. Ich entsinne mich nicht mehr. den ich mir sofort in weißem Burnus oder vergoldetem Turban vorstellte. mit dem wir alles andere zu assoziieren pflegen als philosophische Ideen. von denen ich nur gehört hatte und die ich sehr zu sehen wünschte. Dieser Mensch mit dem Gesicht eines indischen Radjas oder arabischen Scheichs. schien weit gereist zu sein und war sichtlich an Orten gewesen.

Sollte es sich hierbei nicht in manchen Fällen um Rauschgifte handeln? Ich habe selbst eine ganze Reihe von Experimenten in dieser Richtung ausgeführt." „Ja". „aber es kann sich auch ganz anders verhalten. Es gibt Schulen.Menschen verändern könne. sagte G. Eine jede kann geschwächt oder verstärkt. „Es gibt Stoffe. Die Gleichheit von Methoden oder sogar von Ideen beweist gar nichts. was ich über Magie gelesen habe. und dann nur unter der Leitung erfahrener 9 . wirklich existiert. die mich sehr beschäftigt". was er theoretisch gelernt hat. Es gibt Schulen. daß alle Schulen zu allen Zeiten und in allen Ländern Rauschgifte in großem Umfange gebrauchten. um von der Wirklichkeit all dieser Möglichkeiten überzeugt zu werden. welche die gleiche Methode zu benützen scheinen. Das klingt ganz ähnlich wie Ihre Ausführungen." „Da ist noch eine andere Frage. sagte ich. Manchmal ist dies der leichteste Weg. dann arbeitet er bewußt. in dem . Es gibt in bezug auf diesen Weg eine eigene Chemie. Wenn ein Mensch dies erkennt und dadurch überzeugt wird. ihre Anlagen besser kennenzulernen. was erst viel später als Ergebnis langer Arbeit erreicht werden kann. um ihre Entwicklung. in Wirklichkeit aber etwas ganz anderes darunter verstehen. Deren Schüler nehmen sie zum Zwecke des Selbststudiums ein. geweckt oder eingeschläfert werden. Aber sie können in ganz anderer Richtung gebraucht werden. um einen Zustand zu erlangen. und auch alles. Aber hierfür ist eine große Kenntnis der menschlichen Maschine und dieser speziellen Chemie erforderlich. er weiß dann. was Sie mit . sagte G. „in vielen Fällen sind diese Stoffe das." „Das mag sein". wenn sie sich als wirklich notwendig erweisen. die Rauschgifte auf richtige Weise verwenden.Magie' möglich wird. die er oft in sich vermutet. um im vorhinein zu erkennen.Rauschgift' bezeichnen. werden Experimente nur dann ausgeführt. beweist mir ganz klar.. Für jede Funktion dienen bestimmte Stoffe. wohin er geht.. daß das. bei denen nach dieser Methode gearbeitet wird. In allen Schulen. welche Yogis zur Erreichung gewisser Zustände cinnehmen.

und fähiger Menschen. die er gemietet habe und zu denen wir. aber die Ergebnisse werden vollständig andere sein. allerdings nur für eine gewisse Zeit. Dann sprach er weiter von den hohen Kosten. die mit seiner Arbeit verbunden seien. Nachher natürlich stirbt er oder wird verrückt. sondern um bestimmte gewünschte Ergebnisse zu erreichen. die die gleichen oder ähnliche Stoffe verwenden. daß seine Arbeit eine ganze Reihe wohlbekannter Leute in Moskau interessiere — „Professoren" und „Künstler". Die in diesen Schulen verwandten Stoffe sind nicht allein »Rauschgifte*. wie der Krieg viele seiner Pläne gestört habe. viele teure im Ausland bestellte Geräte und Instrumente waren verlorengegangen.. Aber als ich ihn nach den genauen Namen fragte. Haschisch und so fort zubereitet werden. sie können praktisch das gleiche tun. in denen solcherlei Experimente ausgeführt werden. gab er mir nicht einen einzigen an." Ich fühlte mich durch alles. Wir nahmen einen Wagen und fuhren in der Richtung nach Sokolniki. „weil ich gebürtiger Moskauer bin. wie sie mir noch nie vorher begegnet waren. die alle Ergebnisse voraussehen und Maßnahmen gegen mögliche unerwünschte Folgen ergreifen. in ein Haus zu kommen. sagte. und 10 . wie er sich ausdrückte. aber nicht zum Experimentieren und Untersuchen. Außer den Schulen. Weiter erklärte er mir. Sie sehen also. was G. aber dies wird nicht in Betracht gezogen. sagte ich. gerade unterwegs waren. Hier fühlte ich einige neue Gesichtspunkte. Auf dem Wege erklärte mir G. wo sich einige seiner Schüler versammeln sollten. sehr angesprochen. den teuren Wohnungen. wie ich begriff. gibt es andere. Durch angemessenen Gebrauch solcher Stoffe kann ein Mensch sehr klug oder sehr stark gemacht werden. viele seiner Schüler waren beim ersten Aufgebot mobilisiert worden. Auch solche Schulen gibt es. „Ich frage". daß wir über Schulen mit großer Vorsicht sprechen müssen. wenn auch nur für eine kurze Zeitdauer. wie Sie es nennen. Er lud mich darauf ein. wenn auch viele von ihnen aus solchen Drogen wie Opium.

den Anfang einer Geschichte zu verlesen. einer von G. Sogar das Fehlen von Möbeln bestätigte meine Vermutung. Ich bin schon früher in solchen Wohnungen gewesen. es war am Platz des früheren Roten Teiches. weil ich es erwartete — hatte der Autor bei seinem ersten Treffen mit G. nichts. die. der aber zur Zeit nicht in Moskau weilte. daß ich überzeugt war. Einige seiner Schüler waren in der Wohnung: drei oder vier junge Männer und zwei Frauen. Einige der Dinge.'s Schülern geschrieben hatte. und darauf begann einer von ihnen laut aus einem Manuskript vorzulesen. Es ist schwierig. überraschten mich.'s Schülern zu rekonstruieren. daß der Autor in der Zeitung die gleiche Notiz über das Ballett „Der Kampf der Magier" fand. Wir kamen nun zu einer großen leeren Wohnung über einer Gemeindeschule. die sichtlich den Lehrern dieser Schule gehörte. es müsse etwas bedeuten.außerdem habe ich an hiesigen Zeitungen gearbeitet. die ich hörte. Warum hatte er von den umfangreichen Kosten dieser Wohnung gesprochen? Erstens gehörte ihm die Wohnung nicht. Der Autor beschrieb darin sein Zusammentreffen und seine Bekanntschaft mit G. die ich selber im Winter in der Stimme Moskaus gelesen hatte. so daß ich mehr oder weniger jedermann kenne. sich in einer merkwürdigen. Weiterhin — und dies gefiel mir besonders. den Beginn-der Unterredung mit G. Sie schlugen vor. mir völlig unverständlichen Terminologie auszudrücken. zehn Jahre lang. Dieser offensichtliche Bluff war so merkwürdig. Ich versuchte herauszufinden. Ich glaube. das Gefühl. wie sie sagten. zweitens kostete sie keine Miete und drittens konnte sie ihn nicht mehr als zehn Rubel im Monat kosten. Dies ließ mich sogleich aulhorchen. Natürlich stimmte ich zu. aber sie gaben mir keine direkten Antworten und in manchen Fällen bestanden sie darauf. Die Geschichte begann damit. die wie Schullehrerinnen aussahen. als ob dieser ihn gleichsam auf seine 11 . merkwürdig vor. worin genau ihre Arbeit bestehe. da Gemeindeschullehrerinnen keine Möbel erhielten." Hierauf erwiderte G. Bei dieser Vorstellung kam mir G.

Ich fühlte. war damit beendet. hörte die ganze Zeit aufmerksam zu. die mich sehr stark berührten. Trichinopolis oder Madura. rauchte und blickte manchmal zu mir herüber. Noch später hörte ich. Ferner enthielt sie einige seltsame und unerwartete Ideen über Kunst. sei es im Hof einer Kairoer Moschee. daß der Autor der Geschichte eine ßktive Person war und daß zwei bei der Verlesung anwesende Schüler G. daß ich das Wesentliche gar nicht verstanden habe. Aber trotzdem beeindruckte sie mich. ein Bein untergeschlagen. weil sich in ihr Hinweise auf ein System fanden. nach einer kurzen Pause. Ich antwortete ihm. Später erfuhr ich. der das erste Kapitel darstellen sollte. wiege und wieder zurückstelle. Die Geschichte hieß „Blick in die Wahrheit" und war sichtlich von einem Mann ohne jegliche literarische Erfahrung geschrieben. selbst den Plan hierzu geliefert habe. daß es mich sehr interessiert habe zuzuhören. sie sagten. Seine Bewegungen gefielen mir: sie waren sehr sicher und von tigerartiger Geschmeidigkeit. daß G. von denen ich kürzlich zurückgekehrt war. daß eine gewisse Lehre auf den Autor einen starken Eindruck gemacht habe. das mich sehr interessierte.Handfläche setze. nicht in dieser Wohnung getroffen hätte. Die Lesung des Abschnittes. Meiner Ansicht nach aber habe sie den Fehler. Sogar in seinem Schweigen war etwas. Als ich sie dann nach dem System. um was es sich eigentlich dabei handle. nicht klarzumachen. Ich konnte es aber noch nicht nennen oder formulieren. „Nun. G. selbst sagte nichts. mit mir zu argumentieren. 12 . nach dem »ic arbeiteten. auf einem Sofa. in einer der Ruinenstädte Ceylons oder einem der südindischen Tempel — Tanjore. G. als die Lesung beendet war. Die Geschichte schildere.'s sie in der Absicht verfaßt hatten. gebe aber keine Aufklärung über diese Lehre selbst Die Anwesenden begannen darauf. was ihn von den anderen unterschied. wie hat Ihnen die Geschichte gefallen?" fragte G. Er saß. sondern in einem der Orte. seine Ideen in einer literarischen Form darzulegen. trank schwarzen Kaffee aus einem Glas. daß ich ihn lieber nicht hier in Moskau.

Das übliche Feuilleton hat etwa dreihundert Zeilen. antworteten sie sehr unbestimmt. „Könnte dieser Artikel in einer Zeitung veröffentlicht werden? Wir dachten daran. ihnen auf der Suche nach dem Wunderbaren zu begegnen. was wir in der Zeitung ein Feuilleton nennen. sagte G. In Moskau wird ein Feuilleton in Fortsetzungen niemals öfter als einmal in der Woche gedruckt. antwortete ich. die Öffentlichkeit auf diese Weise über unsere Arbeit zu informieren. als ob sie eine gelernte Rolle spielten. Dieser Teil Ihrer Geschichte würde also etwa zehn Feuilletons benötigen. gehört hatte. Die Geschichten. Sie wissen. das bedeutet also zehn Wochen — und das Ganze ist das Gespräch einer Nacht! Wenn es überhaupt veröffentlicht werden kann." G. Im ganzen verlief meine Unterhaltung mit G. Gleichzeitig schienen sie mir aber alle anständige und nette Menschen zu sein. „Dies ist kein Artikel. aber worin diese Arbeit bestehe. die ich zur Genüge kannte und von der niemals etwas Interessantes zu erwarten war. und damit war dieses Gespräch beendet G.'s Schülern nicht sehr befriedigend. Es ist der Beginn einer ganzen Erzählung und viel zu lang für eine Zeitung. Sie alle gehörten zu jener besonderen Moskauer Schicht einer etwas armen „Intelligenz".fragte und was denn seine wesentlichen Punkte seien. nach kurzer Pause. sagte nichts. und da kenne ich keine hierfür geeignete. stammten sichtlich nicht von ihnen und bezogen sich auch nicht auf sie." „Das ist vollständig ausgeschlossen". Es war sogar seltsam. selbst war mir sofort als ganz ungewöhnlich vorgekom- 13 . Außerdem waren die Schüler nicht im entferntesten mit dem Lehrer zu vergleichen. die ich von M. dann nur in einer Monatsschrift. Und auf jeden Fall werden sie die ganze Geschichte verlangen. wir zählen den Lesestoff nach Zeilen. Sie sprachen von „Arbeit an sich selbst". ich fühlte etwas Künstliches und Absichtliches in ihrem Benehmen. ich meine etwas mit einem Anfang und einem Ende. „Eine Sache wollte ich Sie fragen". Sehen Sie. ehe sie sich überhaupt dazu äußern. erklärten sie nicht. Die Verlesung beanspruchte zwei Stunden — das bedeutet ungefähr dreitausend Zeilen.

Er antwortete. Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir in Ochotny Nad. zu schreien und zu singen hervor. und im Verlauf dieses Abends wurde dieser Eindruck noch verstärkt. sie sind ja alle Freunde". was ich suchte. Mir wurde bald klar. würde ich allen Kontakt mit ihm verlieren. nahe bei meiner Wohnung. Ich verließ den Ort zusammen mit einem der jungen Männer. mit seinem ungewöhnlichen Benehmen und seinem Einfluß auf seine Leute. In seinen Erläuterungen empfand ich die Sicherheit des Fachmannes. ebenso die folgenden Tage. Ich stellte mir vor. jeden Tag. das ich noch nicht begreifen konnte. getroffen hatte. Wir verabschiedeten uns wortlos und trennten uns. Glücklicherweise hielt ich mich rechtzeitig zurück.men. weder dort noch später. ohne abzuwarten. einige Witze über G. daß er vieles von dem wisse. machen und über die langatmige und anspruchsvolle Erzählung. eine neue Begegnung mit ihm ausmachen müsse. Unter anderem erklärte er mir auch einige Phänomene. daß ich sofort. als ob ich gerade der Schule oder einem merkwürdigen Zwangsaufenthalt entkommen wäre. Als ich ihn verließ. Mir war sehr seltsam zumute — eine lange Vorlesung. dessen Vorhandensein 14 . er werde sich am nächsten Tag zur gleichen Zeit im selben Cafe aufhalten. eine sehr feine analytische Fähigkeit und ein System. überkam mich der Gedanke. an. den ich die ganze Zeit gespürt hatte. All das brachte in mir eine unerwartete Neigung zu lachen. und schweigend kamen wir zur Tram und fuhren mit ihr in der Richtung zur Stadtmitte Moskaus. Am nächsten Tag war ich im gleichen Cafe. denen ich in Indien begegnet war und die mir niemand zu erklären vermocht hatte. denn „er wird sie sofort anrufen. Ich wollte meine Eindrücke dem jungen Manne mitteilen. Ich fragte ihn. wo ich G. Denn wenn ich das nicht täte. wie ich allen meinen Freunden davon berichten würde. von der ich sehr wenig verstanden hatte. dazu G. Menschen. So versuchte ich mich zu beherrschen. die auf meine Fragen keine Antwort gaben. ob ich ihn nicht noch einmal vor meiner Abreise nach Petersburg sehen könne. Während der Woche meines Moskauer Aufenthaltes sah ich G.

Wenn einer sein Leben so schlecht organisiert hat. es sei keine andere Abmachung möglich. Gleichzeitig wolle und dürfe er nicht — er betonte letzteres — sein eigenes Geld auf die Organisation der Arbeit verwenden. würde er besser die Arbeit gar nicht erst anfangen. Jedes Mitglied dieser Gruppe zahle tausend Rubel im Jahr und könne mit ihm arbeiten. Ich traf G. daß Leute. Durch unsere Forderung finden wir heraus.ich aber schon fühlte. Ich hätte gerne gewußt. um sie den 15 . erwiderte. Seine Arbeit sei kein Wohltätigkeitsunternehmen und könne es auch nicht sein. mit uns zu arbeiten oder nicht.oder zweimal erwähnte er seine Reisen im Osten. Dazu braucht er Mittel. „Diese Idee hat viele Seiten". fort. ausführten. aber es gelang mir nicht. Nehmen wir zum Beispiel einmal an. wie er sich ausdrückte. für Reisen und ähnliches. die nicht über private Mittel verfügten. nur wenig. die verschiedene Arbeiten „entsprechend ihrer Vorbereitung und ihren Fähigkeiten". Außerdem habe ihm die Erfahrung gezeigt. meiner Ansicht nach seien tausend Rubel für viele Menschen. eine zu große Summe. dies genau in Erfahrung zu bringen. „Die Arbeit jedes einzelnen kann Ausgaben verlangen. „habe ich viel zu wenig Zeit. damit: er arbeite mit zwei voneinander getrennten Gruppen. Wegen der Besonderheit seiner Arbeit könne er nämlich nur wenig Schüler haben. sondern auch an viele andere Dinge. ohne daß seine gewöhnliche Beschäftigung im Leben dadurch beeinträchtigt werde. Seine Moskauer Arbeit erklärte G. wo sie sich zu treffen gedächten. Ein. „Ferner". daß er nach Kairo oder einem anderen Ort gehe. wo er genau gewesen war. die Arbeit verlange. ob er fähig ist. die im Leben schwach seien. um Experimente und dergleichen auszuführen. seine Schüler müßten selbst die notwendigen Mittel für die Miete der Wohnungen aufbringen.'s Gruppe nicht mehr wieder. sich auch in der Arbeit schwach zeigten. die ich beobachtet oder vermutet hatte. daß eine Ausgabe von tausend Rubel ihn in Verlegenheit bringt. weil G. G. Ich sagte ihm. sagte G.'s Erklärungen mich nicht nur an die diskutierten Tatsachen denken ließen. Über sich selbst sprach G. fuhr G.

anderen zu opfern, bei denen ich nicht einmal sicher bin, ob sie ihnen nützen wird. Ich schätze meine Zeit sehr hoch ein, denn ich brauche sie für meine eigene Arbeit und kann und will sie nicht unproduktiv verbringen. Außerdem hat diese Angelegenheit noch eine andere Seite", sagte G. „Die Menschen schätzen nichts, für das sie nicht zahlen müssen." Ich hörte mit gemischten Gefühlen zu. Einerseits gefiel mir alles, was G. sagte. Das Fehlen jeglicher Sentimentalität und jeglichen konventionellen Geredes über Altruismus, von Ausdrücken wie „für das Wohl der Menschheit arbeiten" und dergleichen zog mich an. Auf der anderen Seite war ich überrascht, daß G. mich bezüglich der Geldfrage von etwas überzeugen wollte, wo gar keine Überzeugung nötig war! Wenn ich mit etwas nicht einverstanden war, dann nur damit: Ich glaubte nicht, daß G. auf diese Weise genug Geld erlangen werde. Keiner von seinen Schülern, die ich kennengelernt hatte, schien mir fähig, tausend Rubel im Jahr zu zahlen. Wenn er wirklich im Osten sichtbare und faßbare Spuren verborgenen Wissens gefunden hatte und seine Untersuchungen in dieser Richtung fortsetzte, dann war klar, daß er für diese Arbeit große Geldmittel benötigte, genau wie jedes wissenschaftliche Unternehmen, etwa eine Expedition in unbekannte Weltteile, die Ausgrabung einer alten Stadt oder eine Forschungsarbeit mit zahlreichen exakten physikalischen oder chemischen Experimenten. Es war ganz überflüssig, mich hiervon überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, schon begann in mir ein Plan Gestalt zu gewinnen. Wenn G. mir genaue Kenntnis seiner Arbeit ermöglichen würde, dann wäre es wahrscheinlich leicht für mich, die notwendigen Mittel zu erhalten, um die Arbeit auf festere Grundlagen zu stellen und ihr auch besser vorbereitete Menschen zuzuführen. Aber ich hatte natürlich nur eine sehr vage Vorstellung von dem, was diese Arbeit eigentlich sei. Ohne es direkt auszusprechen, gab G. mir zu verstehen, daß er mich als Schüler annehmen werde, sofern ich den Wunsch dazu äußerte. Ich sagte ihm, das Haupthindernis hierfür sei, daß ich nicht weiter in Moskau bleiben könne, da ich bereits in Petersburg

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einen Kontrakt mit einem Verleger abgeschlossen habe und mehrere Bücher zur Veröffentlichung vorbereite. G. erwiderte, er werde manchmal nach Petersburg kommen und versprach dies für die nahe Zukunft. Er werde mich seine Ankunft wissen lassen. „Aber wenn ich Ihrer Gruppe beitrete", sagte ich zu G., „würde ich vor einem schwierigen Problem stehen. Ich weiß nicht, ob Sie Ihren Schülern das Versprechen abverlangen, alles, was sie bei Ihnen lernen, geheimzuhalten: ein solches Versprechen könnte ich niemals geben. Zweimal hatte ich in meinem bisherigen Leben die Möglichkeit, Gruppen beizutreten, die mit einer, wenigstens der Beschreibung nach, der Ihren ähnlichen Arbeit beschäftigt waren und mich damals sehr ansprachen. Aber in beiden Fällen wäre die Bedingung die Zustimmung oder das Versprechen gewesen, alles, was ich auch lernen möge, geheimzuhalten. Und in beiden Fällen weigerte ich mich, denn vor allem anderen bin ich ein Schriftsteller und wünsche mir die freie Entscheidung darüber vorzubehalten, was ich schreibe und was nicht. Wenn ich versprechen würde, mir Mitgeteiltes geheimzuhalten, würde es nachher sehr schwierig für mich sein, das Gesagte von dem zu trennen, was mir in Verbindung mit diesem Problem oder auch ohne jegliche Beziehung dazu in den Sinn kommen würde. Zum Beispiel weiß ich bis jetzt sehr wenig von Ihren Ideen, aber mir ist klar, daß wir im Verlauf unserer Unterhaltung sehr bald zu den Fragen von Raum und Zeit, höheren Dimensionen und dergleichen kommen werden. Das sind aber nun alles Fragen, an deren Klärung ich schon seit vielen Jahren arbeite. Ich zweifle nicht, daß sie auch in Ihrem System eine große Bedeutung haben." G. nickte. „Sehen Sie, wenn wir nun unser Gespräch unter einer Schweigepflicht fortsetzten, dann wüßte ich nach der ersten Unterhaltung nicht mehr, was ich nun schreiben kann und was nicht." „Was denken Sie denn darüber?" fragte G. „Man soll nie zuviel reden. Es gibt Dinge, die nur für Schüler gesagt werden." „Ich könnte eine solche Bedingung nur vorübergehend annehmen", sagte ich. „Natürlich wäre es lächerlich, wenn ich sofort alles niederschreiben würde, was ich von Ihnen lerne. Aber wenn Sie nicht

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prinzipiell Ihre Ideen geheimhalten wollen, sondern nur Sorge tragen, daß sie nicht verstümmelt weitergegeben werden, dann wäre ich bereit, eine solche Bedingung anzunehmen und zu warten, bis ich Ihre Lehre besser verstanden habe. Ich traf einmal eine Gruppe, die sich mit verschiedenen sehr großzügigen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigte. Ihre Mitglieder machten kein Hehl aus ihrer Arbeit. Nur verlangten sie, niemand dürfe von einem Experiment reden oder es beschreiben, bevor er es selbst ausführen könne. Bevor er also dieses Experiment selbst wiederholen konnte, hatte er zu schweigen." „Ich wüßte selbst keine bessere Formulierung", sagte G. „Wenn Sie es so halten, wird diese Frage nie zwischen uns auftreten." „Sind irgendwelche Bedingungen mit der Teilnahme an Ihrer Gruppe verknüpft?" fragte ich, „und ist jeder Beitretende an Sie und Ihre Gruppe gebunden? In anderen Worten: Kann einer Ihre Arbeit nach seinem Belieben abbrechen oder nimmt er feste Verpflichtungen auf sich? Und was unternehmen Sie, wenn er diese nicht erfüllt?" „Es gibt keinerlei Bedingungen", antwortete G., „und kann auch keine geben. Unserer Überzeugung nach kennt ein Mensch sich nicht selbst, er ist nicht (er betonte diese Worte), das heißt, er ist nicht das, was er sein könnte und sein sollte. Aus diesem Grunde kann er auch keine Verträge abschließen oder Verpflichtungen eingehen. Er kann für seine eigene Zukunft gar keine Entscheidung treffen. Heute ist er eine Person, morgen wieder eine ganz andere. Er ist in keiner Weise an uns gebunden, und wenn er will, kann er jederzeit die Arbeit abbrechen und uns verlassen. Es gibt überhaupt keine Verpflichtungen, weder unsererseits, noch auf seiner Seite. „Wenn er will, kann er lernen. Er wird lange Zeit lernen und viel an sich selbst arbeiten müssen. Wenn er genug gelernt hat, ändert sich die Lage. Dann wird er selber sehen, ob ihm unsere Arbeit liegt oder nicht. Wenn er dann will, kann er mit uns arbeiten, wenn nicht, kann er uns verlassen. Bis zu diesem Augenblick ist er frei. Wenn er weiter bleibt, wird er dann fähig sein,

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Entscheidungen zu treffen oder Pläne für die Zukunft zu machen. „Nehmen wir zum Beispiel folgendes an. Es kann der Fall eintreten — natürlich nicht zu Beginn, sondern später — daß ein Mensch über etwas Gelerntes schweigen muß, und sei es auch nur für eine gewisse Zeit. Aber wie kann jemand, der sich selbst nicht kennt, ein Geheimnis zu wahren versprechen? Versprechen kann er es natürlich schon, aber wird er fähig sein, sein Versprechen auch zu halten? Denn er ist nicht ein einziger, viele verschiedene Personen leben in ihm. Eine davon verspricht und will auch ihr Versprechen halten. Aber morgen wird eine andere in ihm es seiner Frau erzählen oder einem Freund über einem Glas Wein, oder ein kluger Mann fragt ihn auf eine Weise aus, daß er gar nicht merkt, wie er alles preisgibt. Schließlich kann er auch noch hypnotisiert oder plötzlich angeschrien und erschreckt werden und dann wird er alles tun, was man von ihm will. Was für Verpflichtungen kann so ein Mensch auf sich nehmen? Nein, mit einem solchen Menschen können wir nicht ernst reden. Um ein Geheimnis hüten zu können, muß ein Mensch sich selbst kennen und muß er sein. Und der Mensch — so wie er ist — ist weit davon entfernt. „Manchmal stellen wir als Prüfung den Menschen zeitlich begrenzte Bedingungen. Gewöhnlich werden diese sehr bald gebrochen, aber niemals geben wir jemandem, in den wir kein Vertrauen haben, ein wichtiges Geheimnis weiter, so daß dies uns nichts ausmacht. Ich meine, es schadet nichts, wenn auch natürlich dadurch unsere Verbindung zu jenem Menschen gelöst wird und er damit jede Möglichkeit verliert, von uns etwas zu lernen, soweit es überhaupt etwas zu lernen gibt. Auch mag dies all seine persönlichen Freunde — ganz unerwartet für sie — beeinflussen." Ich entsinne mich, daß ich G. in einem Gespräch während der ersten Woche unserer Bekanntschaft von meiner Absicht erzählte, wieder nach dem Osten zu fahren» „Lohnt es sich, daran zu denken, und kann ich dort das finden, was ich suche?" fragte ich G. „Es ist sehr gut zur Erholung, für die Ferien dorthin zu gehen",

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antwortete G., „aber der Weg lohnt sich nicht für das, was Sie suchen. All das kann hier gefunden werden." Ich verstand, daß er die Arbeit mit ihm meinte. „Aber haben Schulen, die sich an Ort und Stelle inmitten alter Traditionen befinden, nicht gewisse Vorteile?" fragte ich. Als Antwort auf diese Frage sagte G. Verschiedenes, was ich erst später verstand. „Selbst wenn Sie dort Schulen finden würden, wären es doch nur .philosophische' Schulen", sagte er. „In Indien gibt es nur .philosophische' Schulen. Das ist schon seit langer Zeit so verteilt: in Indien .Philosophie', in Ägypten .Theorie' und im heutigen Persien, Mesopotamien und Turkestan .Praxis'." „Und ist es auch heute noch so geblieben?" fragte ich. „Zum Teil sogar jetzt noch", sagte er. „Aber Sie verstehen nicht genau, was ich mit .Philosophie', ,Theorie' und Praxis' meine. Diese Worte müssen in anderer Bedeutung als gewöhnlich verstanden werden. „Aber wenn wir von Schulen reden, so gibt es nur Spezialschulen, keine allgemeinen. Jeder Lehrer oder Guru ist Spezialist auf einem Gebiet. Der eine ist Astronom, ein anderer Bildhauer, wieder ein anderer Musiker. Und alle seine Schüler müssen als erstes den Wissenszweig studieren, in dem ihr Lehrer Spezialist ist, danach dann einen weiteren und so fort. Sie würden tausend Jahre brauchen, um alles zu studieren." „Aber wie haben Sie studiert?" „Ich war nicht allein. Es gab alle möglichen Fachleute unter uns. Jeder studierte sein Spezialgebiet, und dann versammelten wir uns und taten alles zusammen, was wir gefunden hatten." „Und wo sind Ihre Kameraden jetzt?" G. schwieg eine Weile, dann sagte er langsam, in die Feme schauend: „Einige sind gestorben, einige arbeiten und einige sind in die Abgeschiedenheit gegangen." Dieses Wort aus der Mönchssprache kam völlig unerwartet und versetzte mich in eine merkwürdige und unangenehme Stimmung. Gleichzeitig spürte ich ein gewisses absichtliches „Schauspielern"

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bei G., als ob er versuchte, mir von Zeit zu Zeit ein Wort hinzuwerfen, das mich .interessieren und in eine bestimmte Gedankenrichtung lenken würde. Als ich versuchte, noch bestimmter zu fragen, wo er sein Wissen erworben habe und wie weit es reiche, gab er mir keine direkte Antwort. „Wissen Sie", sagte G. einmal, „als Sie nach Indien fuhren, schrieben die Zeitungen über Ihre Reise und Ihre Ziele. Ich gab meinen Schülern die Aufgabe, Ihre Bücher zu lesen und dadurch zu bestimmen, was Sie seien, und daraus zu folgern, was Sie finden könnten. So wußten wir, was Sie finden würden, während Sie noch auf dem Weg dorthin waren." Damit fand dieses Gespräch ein Ende. Ich erkundigte mich einmal bei G. nach dem Ballett, das seinerzeit in der Zeitung erwähnt worden war und auf das auch die Erzählung „Blick in die Wahrheit" Bezug nahm; ob dieses Ballett wohl ein „Mysterienspiel" sei. „Mein Ballett ist kein .Mysterium'", sagte G. „Ich hatte die Absicht, ein interessantes und schönes Schauspiel zu schaffen. Natürlich ist unter der äußeren Form eine gewisse Bedeutung verborgen, aber es war nicht mein Ziel, diese Bedeutung herauszustellen und zu betonen. Einen wichtigen Platz nehmen gewisse Tänze ein. Ich will Ihnen dies kurz erklären. Nehmen wir einmal an, daß zum Zwecke des Studiums der Bewegung himmlischer Körper, zum Beispiel der Planeten des Sonnensystems, ein besonderer Mechanismus konstruiert würde, um die Bewegungsgesetze zu veranschaulichen und dem Gedächtnis einzuprägen. In diesem Mechanismus befindet sich jeder Planet, der durch eine Sphäre entsprechender Größe dargestellt wird, in einer gewissen Entfernung von der Zentralsphäre, welche die Sonne bedeutet. Der Mechanismus wird in Betrieb gesetzt, und alle Sphären beginnen sich auf den vorgeschriebenen Bahnen zu drehen und fortzubewegen. Dadurch stellen sie sichtbar die Gesetze dar, nach denen sich die Planetenbewegungen vollziehen. Dieser Mechanismus veranschau-

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licht alles, was überhaupt über das Sonnensystem bekannt ist. Ähnlich verhält es sich mit manchen Tanzrhythmen. In den genau festgelegten Bewegungen und Kombinationen der Tänzer werden bestimmte Gesetze veranschaulicht, die von denen, die sie kennen, verstanden werden. Solche Tänze nennt man »heilige Tänze'. Im Verlauf meiner Reise im Osten habe ich oft solchen Tänzen beigewohnt, die bei Gottesdiensten in zahllosen alten Tempeln abgehalten wurden. Einige dieser Tänze werden im ,Kampf der Magier' vorgeführt. Außerdem liegen dem .Kampf der Magier' drei Ideen zugrunde. Wenn ich aber dieses Ballett auf einer gewöhnlichen Bühne zeige, wird das Publikum niemals diese zugrundeliegenden Ideen verstehen." Aus seinen weiteren Ausführungen entnahm ich, daß es sich hierbei nicht um ein Ballett im üblichen Sinne, sondern um eine Reihe dramatischer und mimischer Szenen handle, die durch eine gemeinsame Handlung, begleitet von Musik und unterbrochen durch Tänze und Gesänge, zusammengehalten werden. Die geeignetste Bezeichnung wäre wohl „Revue" gewesen, aber eine Revue ohne jeden komischen Einschlag. Dieses „Ballett" oder diese „Revue" sollte heißen „Der Kampf der Magier". Die wichtigsten Szenen stellten die Schulen eines „weißen" und eines „schwarzen Magiers" dar mit Übungen der Schüler beider Schulen und einem Kampf zwischen den beiden Schulen. Die Handlung sollte auf dem Hintergrund des Lebens einer östlichen Stadt spielen und war mit heiligen Tänzen, Derwisch- und zahllosen nationalen östlichen Tänzen durchwoben und mit einer Liebesgeschichte, die wiederum allegorische Bedeutung hatte. Besonders fesselte mich die Tatsache, daß, wie G. erklärte, die gleichen Tänzer in der „Weißmagier"-Szene und der „Schwarzmagier"-Szene spielen und tanzen müßten und daß sie selbst und ihre Bewegungen im ersten Falle anziehend und schön und im zweiten häßlich und abstoßend sein müßten. „Sie verstehen, daß auf diese Weise die Teilnehmer alle Seiten von sich selbst sehen und kennen lernen. Infolgedessen ist das Ballett von ungeheurer Bedeutung zum Selbst-Studium", sagte G.

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Ich verstand dies damals nur sehr wenig, aber eine gewisse Diskrepanz befremdete mich. „In der Zeitungsnotiz stand, daß Ihr .Ballett' in Moskau aufgeführt würde und gewisse bekannte Tänzer daran teilnähmen. Wie reimt sich das mit der Idee von Selbststudium zusammen? Diese werden bestimmt nicht spielen und tanzen, um sich selber zu erkennen." „All das ist noch keineswegs entschieden", sagte G. „Der Schreiber der Notiz war nicht gut informiert. All das kann sehr anders werden. Andererseits müssen die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob es ihnen gefällt oder nicht." „Und wer schreibt die Musik?" fragte ich. „Auch das ist noch nicht entschieden", antwortete G. Er sagte nichts weiter mehr zu diesem Thema, und ich kam erst fünf Jahre später wieder mit dem „Ballett" in Berührung. Einmal sprach ich mit G. in Moskau. Ich erzählte von London, wo ich kurz vorher geweilt hatte, über die erschreckende Mechanisierung, die sich in den großen europäischen Städten entwickelte und ohne die es wahrscheinlich unmöglich wäre, in diesen gev/altigen wirbelnden „mechanischen Spielzeugen" zu leben. „Menschen verwandeln sich in Maschinen", sagte ich. „Und zweifellos werden sie manchmal vollkommene Maschinen. Aber ich glaube nicht, daß sie noch denken können. Denn wenn sie dies versuchten, wären sie keine so zuverlässigen Maschinen mehr." „Ja", sagte G., „das ist wahr, aber auch nur teilweise. Es hängt vor allem davon ab, welche Funktion sie für ihre Arbeit in Anspruch nehmen. Wenn sie die richtige benützen, werden sie sogar fähig werden, noch besser in der Mitte aller maschinellen Arbeit zu denken. Aber ich wiederhole, nur wenn sie mit der richtigen Funktion denken." Ich begriff nicht, was G. mit „richtiger Funktion" meinte; dies wurde mir erst sehr viel später klar. „Und zweitens", fuhr er fort, „ist die Mechanisierung, von der Sie sprechen, überhaupt nicht gefährlich. Ein Mensch kann ein Mensch

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(er betonte dieses Wort) bleiben, auch wenn er mit Maschinen arbeitet. Es gibt eine andere Art von Vermechanisierung, die viel gefährlicher ist: selbst eine Maschine zu sein. Haben Sie sich je die Tatsache durch den Kopf gehen lassen, daß alle Menschen selbst Maschinen sind?" „Ja", antwortete ich, „vom streng wissenschaftlichen Standpunkt stellen sich alle Menschen als von äußeren Einflüssen gelenkte Maschinen dar. Aber die Frage lautet: Können wir denn den wissenschaftlichen Standpunkt ganz annehmen?" „Wissenschaftlich oder nicht wissenschaftlich ist alles dasselbe für mich", sagte G. „Ich möchte, daß Sie das verstehen, was ich sage. Schauen Sie, alle diese Menschen, die Sie sehen" — er deutete auf die Straße —, „sind einfach Maschinen — nichts weiter." „Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen", sagte ich, „und ich habe mir oft überlegt, wie wenig es in der Welt gibt, was sich gegen diese Form der Mechanisierung behaupten kann und seinen eigenen Weg zu wählen vermag." „Hier machen Sie Ihren größten Fehler", sagte G. „Sie denken, es gebe etwas, was fähig sei, den eigenen Weg zu wählen, etwas, was gegen die Mechaniserung aufkommen könne. Sie glauben also, daß nicht alles gleichermaßen mechanisch ist." „Aber natürlich nicht", rief ich aus, „Kunst, Poesie, Gedanken sind Phänomene eines ganz anderen Bereichs." „Genau des gleichen Bereichs", sagte G. „Diese Tätigkeiten sind genau so mechanisch wie alle anderen. Menschen sind Maschinen und von Maschinen können nur mechanische Handlungen erwartet werden." „Nun gut", sprach ich. „Aber gibt es nicht Menschen, die keine Maschinen sind?" „Möglicherweise", antwortete G., „nur nicht die Menschen, die Sie sehen. Sie kennen keine. Ich möchte, daß Sie das verstehen." Ich fand es seltsam, daß er derartig auf diesem Punkt bestand. Was er sagte, schien mir offensichtlich und unbestreitbar richtig. Gleichzeitig habe ich nie solche kurzen und allumfassenden Metaphern leiden mögen. Diese vergessen immer die Unterschiede.

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Ich hingegen hatte mich immer dazu bekannt, daß die Unterschiede das wichtigste seien und daß man, um Dinge zu verstehen, als erstes die Punkte aufßnden müsse, in denen sie nicht übereinstimmen. So fand ich es merkwürdig, daß G. auf einer Idee bestand, die mir offensichtlich erschien, wenn sie nicht zu sehr verallgemeinert wird und Ausnahmen zugelassen werden. „Menschen ähneln sich so wenig", sagte ich. „Ich glaube nicht, daß man sie alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt Wilde, es gibt mechanisierte Menschen, aber auch Intellektuelle, sogar Genies." „Ganz richtig", sagte G. „Menschen ähneln sich sehr wenig, aber die wirklichen Unterschiede können Sie weder bemerken noch erkennen. Der Unterschied, von dem Sie reden, besteht nicht; das muß ganz klar werden. Alle Menschen, die Sie sehen und kennen, und alle Menschen, die Sie kennenlernen können, sind Maschinen, tatsächlich Maschinen, die, wie Sie selbst sagten, nur von äußeren Einflüssen gelenkt werden. Als Maschinen werden sie geboren und als Maschinen sterben sie. Was haben Intellektuelle und Wilde damit zu tun? Selbst jetzt, in diesem Augenblick, wo wir uns unterhalten, bemühen sich einige Millionen Maschinen, sich gegenseitig zu vernichten. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Wo sind die Wilden und wo die Intellektuellen? Sie sind alle gleich ... „Aber es gibt eine Möglichkeit, aufzuhören eine Maschine zu sein. Daran müssen wir denken, nicht an die verschiedenen Maschinensorten, die es gibt. Natürlich gibt es verschiedene Maschinen; ein Auto ist eine Maschine, ein Grammophon ist eine Maschine und ebenso ein Gewehr. Aber was macht das? Es ist das gleiche, sie alle sind Maschinen." In Verbindung mit diesem Gespräch entsinne ich mich eines anderen. „Was ist Ihre Meinung über die moderne Psychologie?" fragte ich einmal G. mit der Absicht, das Gespräch auf die Psychoanalyse zu bringen, der ich schon bei ihrem ersten Erscheinen mißtraut hatte. Aber G. ließ mich gar nicht erst so weit kommen.

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„Bevor wir von Psychologie reden, muß klar sein, auf wen sie sich bezieht und auf wen nicht", sagte er. „Die Psychologie handelt vom Menschen, von menschlichen Wesen. Was für eine Psychologie (er betonte das Wort) kann es in bezug auf Maschinen geben? Zu deren Studium ist Mechanik vonnöten, nicht Psychologie. Darum beginnen wir mit der Mechanik. Es ist noch ein sehr langer Weg bis zur Psychologie." „Kann man aufhören, eine Maschine zu sein?" fragte ich. „Ah, das ist die Frage", sagte G., „wenn Sie mir öfters solche Fragen gestellt hätten, dann wären wir in unserem Gespräch vielleicht schon zu gewissen Ergebnissen gelangt. Es ist möglich aufzuhören, eine Maschine zu sein, aber dazu ist es erst einmal notwendig, die Maschine zu kennen. Eine Maschine, eine richtige Maschine, kennt sich nicht und kann sich nicht kennen. Wenn eine Maschine sich kennt, hat sie schon aufgehört, eine solche zu sein, jedenfalls so eine wie sie war. Sie beginnt dann schon für ihre Handlungen verantwortlich zu sein." „Das heißt also nach Ihnen, daß ein Mensch nicht für seine Handlungen verantwortlich ist?" fragte ich. „Ein Mensch (er betonte dieses Wort) ist verantwortlich. Eine Maschine ist nicht verantwortlich." Im Verlauf einer unserer Unterhaltungen fragte ich G.: „Was ist Ihrer Ansicht nach die beste Vorbereitung, um Ihre Methode kennenzulernen? Ist es zum Beispiel nützlich, die sogenannte okkulte und mystische Literatur zu studieren?" Bei meinen Worten dachte ich besonders an den „Tarot" und die Literatur darüber. „Ja", sagte G. „Sehr viel kann durch Lesen gefunden werden. Nehmen Sie zum Beispiel sich selbst: Sie würden schon eine ganze Menge wissen, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie man lesen muß. Ich meine, wenn Sie all das, was Sie in Ihrem Leben gelesen haben, wirklich verstanden hätten, wüßten Sie bereits das, nach dem Sie suchen. Wenn Sie zum Beispiel alles verstanden hätten, was in Ihrem eigenen Buche steht, wie heißt es doch?" — er machte etwas

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wenn Sie verstehen. Falsche Vorstellungen beruhen auf der Form unserer Wahrnehmungen. mich zu lehren. mit ihm zu reden. „Es ist unmöglich. Zu allererst muß er gewisse Dinge verstehen. Sonst wird das Neue auf einer falschen Grundlage aufgebaut und das Ergebnis wäre dann schlechter als was zuvor da war. Aber natürlich kann kein Bach eine wirkliche Vorbereitung geben. „Wir werden doch durch die Form unserer Wahrnehmungen bedingt. Man kennt und kann alles nur irgendwie. das ist seine Vorbereitung. und einige davon muß er los werden. oberflächlich. was besser sei.gut'). Seine Worte waren auch immer im üblichen Sinn bedeutungsvoll. Er hat Tausende falscner Vorstellungen und Anschauungen.'s Worten zu finden. aber damit erschöpfte sich ihr Sinn noch keineswegs. wie erstaunt. vor allem über sich selbst." „Wie kann man sich von falschen Vorstellungen befreien?" fragte ich. daß man mit der üblichen einfachen Bedeutung beginnen müsse. zweifellos noch einen ganz anderen Sinn. seinen Erklärungen zu geben pflegte. Aber Sie verstehen weder was Sie lesen noch was Sie schreiben. Ihr tieferer Sinn blieb noch lange verborgen. ehe er irgend etwas Neues erwerben kann." Hier war wieder eine dieser unerwarteten Wendungen. Ich fragte G. Wenn ein Mensch gut Kaffee kochen oder gut Schuhe anfertigen kann. Was ein Mensch wirklich gut kann (er betonte das Wort . was Sie lesen. Leider kann niemand irgend etwas wirklich gut. um sich seine Lehre anzueignen. abgesehen von ihrer gewöhnlichen Bedeutung. irgend etwas zu tun. um die verborgene Bedeutung von G. Noch ein anderes Gespräch ist mir im Gedächtnis geblieben. So ist es unmöglich zu sagen.ganz Unmögliches aus dem Wort „Tertium Organum" — „dann würde ich mich vor Ihnen verbeugen und Sie bitten. die G." 27 27 . Nun ist aber Verstehen das Wesentliche und Lesen ist nur dann nützlich. dann ist es bereits möglich. Ich hatte bereits eingeschen. was einer tun müsse.. Sie haben nicht einmal eine Ahnung. was das bloße Wort verstehen bedeutet. Seine Worte enthielten. „Was er tun müsse?" fragte G.

Gedanken. daß er 28 28 . alle Wirkungen. und ihre erste Frage ist immer. Handlungen. schreibt Bücher. nichts erfinden. wenn Sie ihm sagen. Überzeugungen. alle wollen tun. Alles. Der Mensch wird geboren. er könne tun. nicht wie er will. wie alles im persönlichen Leben des einzelnen geschieht. Im Rahmen seines Wahrnehmungsvermögens kann ein Mensch sich mehr oder weniger irren. Alle denken. Gefühle. ihn zu verstehen. was wir verstehen müssen. sagte er. die von ihm ausgehen — all das geschieht. Alles. was durch ihn getan wird. das heißt sich von tausend Illusionen über den Menschen befreien: daß er schöpferisch sei und bewußt sein eigenes Leben lenke und so fort. aber von diesen spreche ich nicht. wie der Schnee durch die Sonne schmilzt und der Staub vom Winde aufgewirbelt wird. „Wieder sprechen Sie von etwas ganz anderem". Alles geschieht. Alles geschieht — politische Bewegungen. sondern wie es geschieht. von seiner Wahrheit überzeugt zu werden. „Der Mensch ist eine Maschine. Aus sich heraus kann der Mensch weder eine einzelne Tat vollbringen noch einen einzigen Gedanken denken. tut. sie könnten tun. Revolutionen. hassen. Regierungswechsel — all dies geschieht. all das geschieht „Aber keiner wird Ihnen je glauben. was einem Menschen zustößt. stirbt. baut Häuser. alles. „Diesen Sachverhalt sich klar zu veranschaulichen. Meinungen und Gewohnheiten sind das Ergebnis äußerer Einflüsse.G. fühlt — all dies geschieht. lebt. denkt. In Wirklichkeit aber tut keiner etwas und kann keiner etwas tun. des Menschen Hauptirrtum ist seine Überzeugung. was sie denn tun sollen. Der Mensch kann nichts entdecken. All seine Taten. Das ist das erste. was er sagt. Alles geschieht. Alles geschieht. Aber wie ich schon sagte. Und es geschieht in genau der gleichen Weise. Der Mensch tut nicht lieben. Und es geschieht auf die gleiche Weise. äußerer Eindrücke. wünschen. „Sie sprechen von Irrtümern auf Grund von Wahrnehmungen. schüttelte seinen Kopf. wie es nach einer Temperaturveränderung in der höheren Atmosphäre oder den benachbarten Wolken regnet. Nichts davon ist wahr. Kriege. Worte.

Wenn wir unser Gespräch fortsetzen. alles hängt zusammen. bleibt alles. nichts ist für sich. in der üblichen 29 . es mit seinem ganzen Bestand zu empfinden. wirklich überzeugt zu sein. wie es getan werden sollte. wie jeder über den Krieg redet? Jeder hat seinen eigenen Plan. betonte das Wort) ist aber noch ein anderer Sachverhalt verknüpft. Jeder denkt immer. Und dazu muß man zuerst einsehen. „Wenn Sie das verstehen. „Versuchen Sie zu verstehen. was sein bedeutet. und eine andere Sache. Darum geschieht alles auf die einzig mögliche Weise. daß es so ist und es nie wieder zu vergessen. könnte es anders gehen. Da sie so sind. Um zu tun. Es scheint immer allen Leuten. etwas mit dem Denken zu verstehen. um mit uns zu sprechen. Wenn die Menschen anders wären. Wenn eine einzige Angelegenheit anders sein könnte." „Und kann niemand etwas tun?" „Das ist eine andere Frage. können wir leichter miteinander reden. In Wirklichkeit aber wird alles nach der einzigen Möglichkeit getan. rein gar nichts. seine eigene Theorie. nichts so. muß man zuerst sein. „Gibt es nichts. Es lohnt sich nicht. wie es ist. auf keine andere Art hätte getan werden können. „Mit dieser Frage des Tuns (G. Man versteht nicht — und will auch gar nicht verstehen — daß. Jeder glaubt. was getan wird und vor allem was auf eine Art bereits ausgeführt worden ist. wie sie sind. was man jemand sagen kann. werden Sie sehen." Das war sehr schwer zu verdauen. diese Sprache zu lernen. nichts wird getan. wäre gleich alles anders. als ob die anderen ständig das Falsche tun. was man tun könnte?" fragte ich. Aber es ist eine Sache. die es gibt. was ich sage: alles wird durch alles bedingt. wie es getan werden sollte. weil es die Wahrheit ist und niemand die Wahrheit hören will. Das ist das Beleidigendste und Unangenehmste. er könne es besser tun. Und dann hätte es vielleicht gar keinen Krieg gegeben. „Überhaupt nichts. Haben Sie bemerkt. daß wir eine besondere Sprache verwenden und daß es notwendig ist. Es ist ganz besonders unangenehm und beleidigend.gar nichts tun kann.

muß man erst eine andere Sprache lernen. und das zuallererst in einem selbst. Ich hatte ihm für die Mühe gedankt. solche tiefen Mißverständnisse und solchen Haß gegen die Ansichten und Meinungen der anderen. „Weiter muß man lernen. Der Wunsch allein genügt nicht. warum dies so ist. das Wichtigste sind doch Tatsachen". Die Wahrheit zu sprechen. sowohl wenn sie lügen wollen als auch wenn sie die Wahrheit sagen wollen. Es scheint Ihnen genug zu sein. Um die Wahrheit sagen zu können. muß man erst erkennen. Und davon will niemand etwas wissen. Sie lügen die ganze Zeit sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. wie ich schon einsah. die er jedem Gedankengang gab. Sie werden später einsehen. die. Denken Sie doch einmal nach — könnte es solche Zwietracht geben. Um sich zu verständigen. ist das schwerste auf der Welt. Man muß erst viel und lang lernen. Sie sehen nicht ein. die er sich um mich gegeben hatte. Auch das mag Ihnen merkwürdig vorkommen. was Wahrheit und was Lüge ist. Und trotzdem lügen sie die ganze Zeit.Sprache zu reden. vieles für mich geändert hatten. es tun zu wollen und sich so zu entscheiden. 30 . und die unerwartete Wendung. Auch das mag Ihnen im Augenblick fremd scheinen. die Wahrheit zu sagen. und für seine Erklärungen. daß die Menschen verhältnismäßig wenig absichtlich lügen. daß sie die Wahrheit sagen. die Wahrheit zu sagen. Aber ich mußte nach Petersburg gehen. die Wahrheit zu sagen. Aber dennoch ist es wahr. „Aber trotzdem. fesselten mich von Tag zu Tag mehr. Und ich kann Ihnen versichern. Darum versteht keiner weder sich noch irgendeinen anderen. In der üblichen Sprache können sich die Menschen nicht miteinander verständigen. weil sie nicht umhin können zu lügen. wenn die Menschen einander wirklich verstehen könnten? Aber sie können es nicht." Die Gespräche mit G. um fähig zu werden. weil wir uns in ihr gar nicht verständigen könnten. daß man lernen muß. Ich entsinne mich noch meines letzten Gespräches mit ihm. wissen Sie. In den meisten Fällen glauben sie.

Aber vorerst ist noch vieles andere nötig. „Gleichzeitig verstehe ich Sie und verstehe Sie auch nicht. die innere Sklaverei. „Wenn ich echte und wirkliche Tatsachen neuer und unbekannter Artung sehen könnte.sagte ich. im August 1916. „es gibt nur eine Bedeutung. was G." Es schien mir merkwürdig. nannte sich nach jemand oder etwas richten jene Haltung. daß ein Mensch sich nicht nach den anderen richten solle. natürlich unbewußt. denn G." Ich verstand seine letzten Worte damals noch nicht. und ich sah ein. innere Abhängigkeit schafft. sagte G. was mir erst später verständlich wurde. „Er ist ein schwacher Mensch". sagte G. Wir saßen in Philipoffs Cafe in der Twerskaya. „Was meinen Sie mit dem Wort . die allein würden mich zu überzeugen vermögen. wieder verschiedenes. würde alles anders sein. und auch sie würden anders sein. sondern erst später.sich nach jemand richten'?" fragte ich. Aber das war nicht eher als nach anderthalb Jahren. In seinem Verlauf sagte G. hielt sein Wort. Wenn er sich nicht nach ihnen richten würde. „Man nützt ihn aus. Von unseren letzten Gesprächen in Moskau ist noch ein weiteres in meinem Gedächtnis haften geblieben. daß ich auf dem rechten Wege bin. sich nach jemand richten nannte. „Sie werden Tatsachen sehen". „Ich verspreche es Ihnen.. weil er sich nach den anderen richtet. sagte G. Er sprach über einen Menschen. Das Wort hat viele verschiedene Bedeutungen. den ich bei ihm kennengelernt hatte. Es war brechend 31 . noch viel darüber zu sprechen. Versuchen Sie darüber nachzudenken. und von seinen Beziehungen zu verschiedenen Leuten." Später verstand ich. was für eine gewaltige Rolle es im Leben spielt und wieviel davon abhängt. als ich wirklich „Tatsachen" begegnete." „Ganz im Gegenteil"." Ich dachte wieder an „Wunder". G. Und das nur. Später hatten wir Gelegenheit. Ich entsinne mich noch eines anderen Gespräches über den Krieg.

gab ich nach. Sie glauben. wenn ein Mensch auf einem schmalen Steg an Ihnen vorbeigeht. aber dann begann ich den Faden zu verlieren. wie er redete. dort hinzugehen. sie können nicht!" „Aber die ganze Frage ist: wie?" sagte er. von denen mich nur einzelne Worte erreichten. aber hier auf der Erde beginnen die Menschen einander abzuschlachten und fahren damit vielleicht für mehrere Jahre fort. Zuerst verstand ich. Aber diesmal war das Ergebnis nicht besonders glänzend. Für diese dauert es vielleicht nur ein oder zwei Sekunden. sie können. oder daß sie einander für ein erhabenes Ziel abschlachten. wie Sie sich. und wie immer mit ihm. oder irgend etwas Derartiges. weil infolge des Lärms der interessanteste Teil seiner Ausführungen nicht bis an mein Ohr drang. fiebrige Atmosphäre geschaffen. daß er manchmal absichtlich schwierige äußere Umstände für ein Gespräch suchte. antwortete: „Ja. Ich hatte schon erkannt. Was ist denn Krieg überhaupt? Er ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. was G. sie glauben. in welchem Ausmaß sie bloße Figuren in einem Spiel sind. muß man sehr viel wissen. ganz anspannen? Dieselbe Anspannung geschieht zwischen Planeten. Dabei scheint es ihnen. unangenehme und unbequeme Umgebung für eine Unterredung mit ihm in Kauf zu nehmen. Der Krieg und die Kriegsgewinnler hatten eine unangenehme. als ob er von mir eine Extraanstrengung verlange und die Bereitschaft. seinen Ausführungen zu folgen. bestand aber darauf. Die Unterredung begann mit meiner Frage: „Können Kriege verhindert werden?" Und G. Irgendwo da oben haben sich zwei oder drei Planeten zu sehr einander genähert. oder daß sie jemanden oder etwas verteidigen müssen und daß dies eine edle Tat sei. gab ich das Hören auf und beobachtete einfach die Art. daß sie sich umherbewegen können wie sie 32 . Haben Sie schon einmal bemerkt. daß sie eine Bedeutung haben. Nach einigen Versuchen. als ob sie einander haßten. „Um das zu verstehen.voll und sehr lärmend." Und dabei war ich nach früheren Gesprächen sicher gewesen. daß er erwidern würde: „Nein. daraus folgt Spannung. sagte. G. Ich hatte mich erst sogar geweigert. Sie verstehen nicht.

Später baute ich sehr viel darauf auf. was in großem Ausmaß geschieht. was ich hörte. Und sie selbst bedeuten buchstäblich gar nichts. nämlich über die Einflüsse. als ich die Unterredung zu rekonstruieren suchte. Dies war im Zusammenhang mit unserem vorigen Gespräch. wird von außen her gelenkt. ein kleines Diagramm zeichnete und mir etwas zu erklären suchte. Alles. Die Idee war in großen Zügen folgende: die Menschheit. oder richtiger das organische Leben auf der Erde. wird von zahlreichen 33 . bis ich die volle Bedeutung dieser Idee begriff. so daß ich es gar nicht sogleich erfaßte und erst später bemerkte." Das war alles. wie das Gespräch begann. nur historische und psychologische Bedeutung. Was wirklich wichtig war und er ganz beiläufig erwähnte. die auf die Menschheit wirken. und zwar entweder durch zufälliges Zusammentreffen von Einflüssen oder aber durch allgemeine kosmische Gesetze. Viel später verstand ich. was er mir eigentlich sagen wollte. daß weder Kaiser Wilhelm noch die Generäle. ob sie dies oder jenes tun. Aber in Wirklichkeit sind all ihre Bewegungen und Handlungen das Ergebnis planetarischer Einflüsse. Minister und Parlamente das geringste bedeuten oder ausrichten können. daß G. Dann spielt auch der Mond eine große Rolle in diesem Zusammenhang. Etwa um die gleiche Zeit fesselte mich auch ein Gespräch über die Sonne. daß sie sich entscheiden können. was er die „ Wechselbeziehung von Kräften in verschiedenen Welten" nannte. Aber ich entsinne mich. die Planeten und den Mond.wollen. auf welche Weise zufällige Einflüsse abgelenkt oder in verhältnismäßig harmlose verwandelt werden könnten. Und sogar als ich mich daran erinnerte. Nur müssen wir verstehen. jedenfalls zur jetzigen Zeit. nämlich. dauerte es lange. sie glauben. Aber diese Idee hat. Es war wirklich eine interessante Vorstellung und deutete auf den esoterischen Sinn des „Opfers" hin. Aber über den Mond werden wir noch gesondert sprechen. waren seine Worte über den Unterschied der Zeit für die Planeten und für die Menschen. Ich erinnere mich nicht mehr.

Alles. „Um zu erklären wie. mit all ihren Zusätzen und Veränderungen. wie man gewöhnlich annimmt. im nächsten Augenblick ein anderer. „darum werden wir hierüber ein anderes Mal sprechen. unzuverlässiger und dogmatischer als die üblichen Theorien über die Entstehung der Planeten und Sonnensysteme. der noch nicht. von einem Einfluß auf einen anderen überzugehen. mit Entwicklungsmöglichkeiten und der Fähigkeit der Wandlung zu anderen Seinszuständen. Einflüssen der Sonne und Einflüssen der Sterne.Ursachen und verschiedenen Welten gleichzeitig beeinflußt: von Einflüssen der Planeten. Die „allge- 34 . Dann wird in seiner Nähe ein neuer Mond auftauchen. Und noch früher war die Sonne wie der Mond. beginnend mit der Kant-Laplaceschen bis herunter zu den allerneuesten. einer begrenzten Lebensdauer. Nichts schien mir künstlicher. ohne sogleich unter einen anderen zu fallen. Dazu muß man im voraus wissen. dem man sich unterwerfen will. Und für den Menschen gibt es eine gewisse Möglichkeit. und die Erde wird zur Sonne werden. „Aber der Mond wächst und entwickelt sich". sagte G. mit einem bestimmten Alter. besteht darin. Nach seinen Worten wäre der Mond kein „toter Planet". einmal ist der eine stärker. Auch die Sonne war einmal wie die Erde und die Erde wie der Mond.. würde ich einen langen Vortrag brauchen". ein Planet in den Uranfängen seiner Entwicklung. „und einmal wird er möglicherweise die gleiche Stufe wie die Erde erreichen. die ganze Arbeit an sich selbst.'s interessierte mich vor allem. sich die Einflüsse auszuwählen: in anderen Worten. sagte G.. und dann auch unter diesen Einfluß zu gelangen. sich von einem Einfluß zu befreien. den „Intelligenzgrad der Erde" erreicht habe. Jetzt möchte ich. welcher Einfluß der vorteilhaftere ist. daß Sie eine Sache verstehen: es ist unmöglich." In dieser Rede G. Einflüssen des Mondes." Dies fesselte gleich meine Aufmerksamkeit. wie er sich ausdrückte. sondern im Gegenteil ein „Planet im Zustand des Geborenwerdens". den Einfluß auszuwählen. All diese Einflüsse wirken zugleich. daß er Planeten und Mond als lebendige Wesen behandelte.

„aber die Erde kann das gleiche werden. „Er ist bekannt". für wissenschaftlich und bewiesen. Einige würden es glauben. obwohl sie äußerlich genau gleich aussehen.'s Antwort war sehr vage. sagte er. so gibt es ver- 35 . Aber das ist natürlich nicht sichergestellt. ohne das erreicht zu haben. Genau so. die auf der Erde leben. kennenlernte. sich die Köpfe einzuschlagen." „Wovon hängt das ab?" fragte ich.meine Öffentlichkeit" hält diese Theorien. sagte G. G. den verschiedensten Stufen angehören können. dazu noch eine organische. oder jedenfalls die zuletzt bekanntgewordene. „Die Intelligenz der Sonne ist göttlich". sagte G. was getan werden sollte. Deshalb schien mir die Tatsache.. kann die Erde sterben. „Es gibt eine bestimmte Zeitdauer für die Ausführung einer gewissen Sache". sagte G. „aber es wäre kein Vorteil. ohne das geringste erreicht zu haben. „Im Augenblick ist Ihnen noch nicht klar". nicht getan worden ist.. Sie standen in Beziehung zu der Geschichte." „Ist dieser Zeitabschnitt bekannt?" fragte ich. Es würde sogar noch schlimmer werden. „Wenn nach einer bestimmten Zeit das. „daß Menschen. als ich G. andere nicht und wieder andere würden Beweise verlangen. Aber in Wirklichkeit ist natürlich nichts weniger wissenschaftlich und unbewiesener als diese Theorien.. wenn die Menschen ihn kennen würden. die ihre Ursache in ganz neuen Voraussetzungen hatte und eine andere universale Ordnung zeigte. die an dem ersten Abend verlesen wurde. sehr interessant und wichtig. daß G. So geht es mit allem bei den Menschen. wie es Menschen verschiedener Stufen gibt. Danach würden sie anfangen. und die Erde kann sehr wohl sterben.'s System eine vollständig andere Theorie hatte. was sie hätte erreichen können." In Moskau hatten wir um die gleiche Zeit auch einige interessante Gespräche über Kunst. „In welcher Beziehung steht die Intelligenz der Erde zur Intelligenz der Sonne?" fragte ich.

alles für eine Art von Kunst zu halten. ein anderer Künstler wieder ein anderes. da es nur mechanische Wiedergabe. in einem anderen Trauer. in ihm wachrufen. All dies ist subjektiv und all dies ist zufällig. Sie stellen die verschiedensten Dinge auf eine Stufe. daß Ihnen die verschiedenen Stufen erreichbar seien. und die Wahrnehmung dieser Formen seitens anderer Menschen. Der eine gleiche Sonnenuntergang kann in einem Künstler das Gefühl der Freude hervorrufen. die Formen. vergessen Sie ihn bald und fahren fort. „Ich nenne Kunst nicht all das. Nachahmung der Natur oder anderer Menschen ist. in denen er seine Empfindungen auszudrücken versucht. Und der Zuschauer. Zuhörers oder Lesers. und Sie glauben. Nur sehen Sie noch nicht ein. Bei ein und derselben Erscheinung mag ein Künstler ein bestimmtes Gefühl haben. Wirkliche Kunst ist etwas ganz anderes. was der Künstler mitteilen wollte oder fühlte. Aber da Sie den Unterschied nicht genau erkennen.in denen er seine Empfindungen ausdrückt. Alles 36 . den Wahrnehmungen des Zuschauers. treffen Sie plötzlich auf Dinge.schiedene Stufen in der Kunst. das heißt auf zufälligen Assoziationen beruhend — dem Eindruck des Künstlers und seiner . eines viel zu nahe an das andere. daß diese Stufenunterschiede viel größer sind. Hörer und Leser wird wahrnehmen — nicht.Schöpfung' (er betonte das Wort . In Ihrer Kunst ist alles subjektiv — des Künstlers Wahrnehmung von dieser oder jener Empfindung. die gleiche Empfindung durch ganz verschiedene Methoden in verschiedener Form auszudrücken oder aber verschiedene Wahrnehmungen in der gleichen Form — je nachdem wie es ihnen gelehrt wurde oder im Widerspruch dazu. Sie ist mathematisch. Und doch ist zwischen Ihrer Kunst und der. was Sie als solche bezeichnen. nur Phantasie oder Sucht nach Originalität bedeutet. sondern was für Assoziationen die Formen. ein gewaltiger Unterschied. die Sie nicht erklären können und die ein gewisses Etwas enthalten. Zwei Künstler mögen sich bemühen. von der ich spreche. als Sie annehmen dürften. .Schöpfung'). „In wirklicher Kunst ist nichts zufällig. Unter Kunstwerken. das in der modernen Kunst nicht zu spüren ist. vor allem Werken alter Kunst.

was der Autor meint. Ein objektives Kunstwerk ist genau so ein Buch. was er mitteilen will. mit mathematischer Gewißheit. „Natürlich gibt es sie". Im Verlauf unserer Reisen in Zentralasien fanden wir in der Wüste. daß diese genügend entwickelt sind." „Gibt es auch heute noch Werke von objektiver Kunst?" fragte ich. „Die große ägyptische Sphinx ist so ein Kunstwerk. allerdings nicht mit dem Denken. am Fuße des Hindukusch. daß es nicht nur die denkerische. und zwar genau so wie er es meint. daß ein Mensch es auf eine Weise versteht und der nächste auf eine andere. „Aber gleichzeitig wird das gleiche Kunstwerk auf Menschen verschiedener Seinsstufen einen verschiedenen Eindruck machen. eine seltsame Figur. die man wie Bücher lesen kann. Das ist wirkliche. Jeder genügend Vorbereitete. Und langsam. begannen wir dieses System zu entziffern. ein großes. Es gibt Statuen von Göttern und verschiedenen mythologischen Gestalten. mit dem Unterschied. Es ist ausgeschlossen. der dieses Buch liest. und sein Werk kann nicht einen Eindruck auf einen Menschen und einen anderen auf den nächsten machen — vorausgesetzt natürlich. Zuerst erweckte sie in uns nur den Eindruck einer Kuriosität. Denken Sie sich ein wissenschaftliches Werk. Schritt für Schritt. einige Götterstatuen und viele andere Dinge. Es war im Körper dieser Figur. vollständiges und komplexes System der Kosmologie. Es wird immer. daß diese Figur viele Dinge enthielt. sondern mit den Gefühlen. Der Künstler weiß und versteht.kann in ihr vorausberechnet werden. sondern auch die Gefühlsseite des Menschen anspricht. Menschen auf niedrigeren Stufen werden nie soviel davon haben wie Menschen auf höheren Stufen. daß beide auf der gleichen Stufe stehen. objektive Kunst. die wir zuerst für einen alten Gott oder Teufel hielten. alles kann im voraus erkannt werden. Aber nach kurzer Zeit begannen wir zu fühlen. einen und denselben Eindruck hervorrufen. wird verstehen. in ihren 37 . ein Buch über Astronomie oder Chemie. ebenso wie einige geschichtlich bekannte Bauwerke. vorausgesetzt. antwortete G.

die ich weder definieren noch formulieren konnte und die auch noch niemand formuliert hatte. Ich fühlte bereits. was er sagte. sondern auch alle damit verknüpften Gefühle und Empfindungen. was sie uns über die Jahrtausende mitteilen wollten. in ihren Ohren. nichts ohne Bedeutung. Einige von uns meinten. daß es in der Kunst Unterscheidungen und Abstufungen gibt. Abstufungen bestehen. Ich verstand noch nicht alles. Wir begannen ihre Gedanken und Gefühle zu spüren.'s Ausführungen über Kunst beeindruckt. und nicht nur diese. die diese Statue geschaffen hatten. Es gab darunter Ideen. zu denen ich schon vor langer Zeit gekommen war. So schienen mir alle Diskussionen über • Kunst ohne Anerkennung dieser Unterscheidungen und Abstufungen . Vor allem interessierte mich der innere Zusammenhang von allem. Andere hingegen stimmten merkwürdig mit dem überein. sagte. was G. in ihrem Kopf. daß diese Unterscheidungen und .leer und nutzlos. fühlte ich eine Annäherung an die gleichen Abstufungen. Armen. Das war wirkliche Kunst!" Ich war sehr von G. in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Stufen. Im allgemeinen erstaunten mich viele Dinge. überall. Und langsam verstanden wir das Ziel der Menschen. die ich nicht annehmen konnte und die mir phantastisch und ohne jede Grundlage zu sein schienen. daß seine Ideen nicht — wie sonst alle philosophischen und wissenschaftlichen Ideen — voneinander losgelöst waren. 38 . einfach ein Streit um Worte. was ich selbst gedacht hatte. Sein Prinzip der Teilung der Kunst in subjektive und objektive sagte mir sehr viel. die ich gefühlt hatte. aber nicht definieren konnte. in ihren Augen. In der ganzen Statue gab es nichts Zufälliges. mit Schlüssen. . von dem ich bisher jedoch nur einige Bruchstücke sah. In dem.Beinen. sondern ein Ganzes ausmachten. Jedenfalls erfaßten wir die Bedeutung dessen. die wir nicht sehen noch verstehen können. ihre Gesichter zu sehen und ihre Stimmen zu hören. die G. Nichtsdestoweniger wußte ich. gesagt hatte. Ich hatte immer gefühlt. was er in diese Worte legte.

daß G. War es möglich. zu „Tatsachen" zu kommen? Ich war noch über nichts sicher. ob ich wirklich gefunden hatte. wonach ich suchte. noch konnte ich etwas genau formulieren. Ich fragte mich. was man wissen muß. Aber ich hatte eine innere Überzeugung. daß sich etwas schon für mich geändert hatte und von nun an alles anders verlaufen würde. 39 .Ich dachte darüber im Nachtzug auf dem Weg von Moskau nach Petersburg nach. um von Worten oder Ideen zu Taten. wirklich wußte.

Und zwischen Gesprächen mit anderen Menschen. Ich ging sofort zu ihm. an der ich teilnahm und in der alle möglichen Themen vom Krieg bis zur Psychologie diskutiert wurden. aus der ich mich trotz aller Anstrengungen nicht befreien konnte. daß die Bekanntschaft mit ähnlichen 40 . daß ich mir einige Male. nach Moskau gehen. las Korrekturen und so fort. es war schon Herbst. Die verborgene selbstmörderische Geschäftigkeit. bevor ich das Beabsichtigte getan hätte. meine Arbeit wurde aufgehalten." Und bei diesem Gedanken wurde es mir immer leichter zumute. die ihn in verschiedenen Angelegenheiten aufsuchten. Der Krieg wurde nun auf russischem Boden geführt und kam uns immer näher. Und als ich ihm bei diesem zweiten Besuch von einer gewissen Gruppe in Petersburg erzählte. er werde bald zurückkommen. sagte er mir. wurde ich ans Telephon gerufen und hörte G. Ich erinnere mich.s Stimme. Die Zeit verging. Er war für einige Tage nach Petersburg gekommen. Eines Tages. trat immer deutlicher zutage. Und ich begann mir schon vorzustellen. Es vollzog sich eine „Kraftprobe". Alles begann zu schwanken. meinte er. von der so viel im russischen Leben abhängt. daß die Katastrophe auf uns hereinbrechen werde. sagte: „Ich werde alles aufgeben und zu G. als die Umstände besonders schwierig wurden. Als er am nächsten Tag wegfuhr. Die Drucker streikten dauernd. Aber oft kehrte ich in Gedanken zu den Moskauer Gesprächen zurück. Dies war der schreckliche Sommer 1915 mit seiner immer drückender werdenden Atmosphäre. sprach er zu mir genau so wie in Moskau. Ich bereitete meine Bücher für neue Auflagen vor.ZWEITES KAPITEL I n Petersburg verging der Sommer mit der üblichen literarischen Arbeit.

G. um zu fragen. Aber als ich das Gespräch unterbrechen wollte. „darum geht es nicht. 41 . wie üblich bei G. daß er seine Arbeit hier in größerem Umfange organisieren wolle: er beabsichtige öffentliche Vorlesungen zu halten.Gruppen nützlich sein könne. eine Reihe von Experimenten und Vorführungen zu veranstalten und Menschen mit einem weiteren Bildungshorizont und besserer Vorbereitung zu interessieren. Ich entsinne mich eines Gespräches. „Sie verstehen Ihre eigene Lage nicht. wenn Sie ein vernünftiger Mann sind. Aber ich verstand nicht genau. in einem kleinen Cafe auf dem Newsky stattfand. in vierzehn Tagen zurückzukommen. Ich erreichte es. Er fuhr nach Moskau und versprach. nennen Sie es wie Sie wollen". was für „Experimente" und „Vorführungen" er meinte. Wichtig ist. daß eine . sprach eingehend über die Organisation von Gruppen für seine Arbeit und über deren Rolle in der Arbeit. Eine Gruppe mit einem wirklichen Führer kann mehr tun. All das erinnerte mich zum Teil an das. Er kam wieder für kurz zurück. und es interessierte mich. das ich früher nie von ihm gehört hatte. was ich in Moskau gehört hatte. eine Mauer zu untertunneln. was ein Einzelner nie tun kann. was er unter „esoterisch" verstehe. Eine Gruppe von Menschen kann tun. ist zu entkommen. daß zehn oder zwanzig Menschen da sind — wenn sie in Schichten arbeiten und einer den anderen deckt. das. Hinsichtlich seiner Pläne und Absichten erklärte er. denn er denke daran.oder zweimal gebrauchte er das Wort „esoterisch". was Sie wünschen können. wich er der Antwort aus. Einer allein kann nichts tun. was er damit meinte. dies wurde mir erst später klar. Sie sind im Gefängnis. sagte er. ihm einige Leute vorzustellen. Alles.Gruppe' der Anfang von allem ist. Ich sprach zu meinen Freunden über ihn und wir begannen. „Das ist nicht wichtig. nichts erreichen. Einer allein kann nichts tun. Aber wie entkommen? Es ist notwendig.. können sie den Tunnel vollenden und entkommen. Ein. in Petersburg die gleiche Art Arbeit zu beginnen wie in Moskau. seine Ankunft zu erwarten. Aber lassen Sie uns annehmen.

sehen wollten. Ich verstand nicht ganz die Art und Weise. hat er überhaupt keine Möglichkeit. wenn er nach Petersburg kam. vor. Gewöhnlich hatte eine frühere Versammlung mit der Bekanntmachung geendet." G. Ab Jänner 1916 kam G. entweder in Privathäusem oder in schon bestehenden Gruppen. Solange er das nicht einsieht. in welcher Richtung die Flucht. 42 . Am nächsten Morgen sagte er dann. Jedesmal. Feilen oder was immer sich als nötig erweist. Zum Beispiel erlaubte er mir selten. Dazu ist eine Organisation notwendig. im voraus ein Treffen festzusetzen. Diese allein werden sagen können. kam später noch oft auf sein Gleichnis vom „Gefängnis" und „dem Gefängnis entkommen" zurück. und vor allem durch bewußtes Streben nach einem festen Ziel. vieles unnötig schwer mache. Der Tag verging in Cafes. er habe sich entschlossen. am folgenden Tage nach Moskau zurückkehren werde. noch bis zum Abend zu bleiben. und seine Lieblingserklärung war dann folgende: Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann. wohin die Leute kamen. Manchmal begann er damit. solange er sich für frei hält. Mir schien. regelmäßig alle vierzehn Tage nach Petersburg. Allmählich stellte ich immer mehr Leute G. schicken. wie diese Versammlungen veranstaltet wurden. und können auch Werkzeuge. Aber ein Gefangener allein kann diese Leute nicht finden und auch nicht mit ihnen in Beziehung treten. Wenn Befreiung möglich ist. daß G. daß er im Gefängnis ist. an denen er teilnahm. manchmal mit einigen seiner Moskauer Schüler. Niemand kann ihm helfen oder ihn durch Gewalt. veranstaltete ich Gespräche und Vorlesungen. Gewöhnlich kamen dreißig bis vierzig Menschen. gegen seinen Willen oder im Gegensatz zu seinen Wünschen befreien. möglich ist. Nichts kann ohne eine Organisation erreicht werden. dann ist sie nur als Ergebnis großer Arbeit und großer Anstrengungen zu erreichen.„Außerdem kann niemand aus einem Gefängnis aufbrechen ohne die Hilfe schon zuvor Entkommener. die G. daß G. muß er zu allererst erkennen.

sagte er. die Menschen seine Ideen schätzen lernen könnten. daß wir uns an dem und dem Ort versammeln. daß. die außerhalb Petersburgs wohnten.'s Hauptbeweggründe klarer. Natürlich. „Der Mensch schätzt nichts. wird er den ganzen Tag am Telephon sitzen für den Fall. Vieles verstand ich später ganz anders als damals. konnten nie zu unseren Treffen kommen. was leicht zu haben ist". Im Augenblick ist das unmöglich.Erst am Abend. damit er sich danach einrichten kann. und sagen Sie ihnen. die zu kommen wünschen. Wer erwartet. Auch wurden mir G.nur durch die Überwindung von Schwierigkeiten. laßt den ruhig weiter warten. Später werden wir vielleicht Versammlungen an fest bestimmten Tagen abhalten. und ich konnte nur wenig Leute zusammentrommeln. an. sowohl in den Versammlungen als auch außerhalb ihrer. wie sie bewerten. Er wollte es den Menschen auf keinen Fall leicht machen." All dies und noch vieles andere blieb für mich damals eine halboffene Frage. glauben Sie mir. „Und wenn ein Mensch bereits etwas gewittert hat. eine oder anderthalb Stunden bevor unsere Zusammenkünfte gewöhnlich begannen. zu dieser Zeit sagte. was G. Oder er selbst wird anrufen und nachfragen. eingeladen zu werden. in Zarskoje und so fort. daß er eingeladen werde. er war der Ansicht. was sie gehört haben. ist es schwierig. dann. wie zufällig und unbedeutend diese auch immer sein mögen. begannen mich mehr und mehr zu interessieren. sagte er mir dann: „Warum können wir uns nicht heute treffen? Rufen Sie doch alle. Aber das können wir nicht ändern. und noch dazu im voraus. Manche. die nicht in Petersburg wohnen." Gewöhnlich eilte ich dann zum Telephon. seine Ideen kennenzulernen. Die Menschen müssen sich beweisen und zeigen. für die. 43 . Im Gegenteil. aber natürlich waren alle schon um sieben oder halb acht Uhr abends besetzt. Aber die Vorlesungen und im allgemeinen alles.

Astralleib' nennt. äußeren Einflüssen zu widerstehen. Die Maschine Mensch. im Leben und nach dem Tode — wenn er nachher überhaupt noch weiter besteht — von sehr verschiedener Qualität sein kann. was die Menschen als . kann seine Zukunft sehr verschieden sein. Das trifft auf sie zu. hat überhaupt keine Zukunft irgendwelcher Art. Der Mensch wird nicht damit geboren. wenn nichts da ist.Astralleib' bedeutet.Astralleib' oder mit Hilfe des „Astralleibes'. was die Menschen . Staub wird wieder zu Staub. mit der alles geschieht..Leben im Jenseits' bezeichnen.Astral- 44 . und ob man Fällen von Verständigung mit Toten Glauben schenken könne. bei der alles von äußeren Einflüssen abhängt. Um überhaupt von irgendeinem zukünftigen Leben sprechen zu können. die in einem Augenblick eine ist und im nächsten eine andere und wieder im nächsten eine dritte. wird durch innere Fusion erreicht. wenn er sich in den Finger schneidet? Wenn etwas da ist im Menschen. „aber zuerst ist es notwendig zu verstehen. kann auch nichts weiterleben. Was man den . Das ist ganz falsch. daß das Sein eines Menschen. in wieder anderen Fällen das. was fähig ist. In einigen Fällen von fortgeschrittener Kristallisation kann das.Astralleib' habe. der in Ohnmacht fällt oder alles vergißt. In beiden Fällen geschieht das Weiterleben im . ein gewisses Verschmelzen der inneren Eigenschaften des Menschen und eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen erreicht werden.Reinkarnation' nennen.Bei einer Gelegenheit in einer dieser Versammlungen fragte jemand nach der Möglichkeit der Wiederverkörpenmg. als ob jeder Mensch einen . nach dem Tode möglich sein. dann kann eben dieses möglicherweise auch dem Tod des physischen Körpers widerstehen. so kann es den Tod überleben. Wenn es im Menschen irgend etwas gibt. sagte G. „Vieles ist möglich". Aber glauben Sie selbst. muß eine gewisse Kristallisation stattfinden. Aber die Ihnen bekannten Systeme gebrauchen diesen Ausdruck. das heißt durch furchtbar harte innere Arbeit und inneren Kampf. Sie wissen. sie wird begraben und das ist alles. daß etwas dem physischen Tod bei einem Menschen widerstehen kann. was der Ausdruck . Und nur wenige Menschen erlangen einen . Aber auch wenn etwas weiterlebt.

Ein anderer ist ein Mönch. Aber wenn ein Kampf in ihm beginnt und wenn vor allem dieser in einer bestimmten Richtung verläuft. der Kampf zwischen Ja' und . Um weitere Entwicklung zu ermöglichen. Nehmen wir zum Beispiel einen Räuber. „Die Verschmelzung. muß er erst wieder eingeschmolzen werden. Wenn er nicht wiedergeboren wird.Angst vor Sünde' kann einen wahrhaft fürchterlichen Kampf zwischen Ja' und . aber er steht ruhig.Reibung'. ihm ist heiß. die Mücken beißen ihn. Das ist dann . er beginnt zu . Die ganze Nacht schlägt er den Kopf gegen den Boden und betet. Ich habe solche Räuber im Kaukasus gekannt. Er ist durstig. dann beginnen sich allmählich dauernde Züge zu formen. So können Menschen eine un- 45 . die innere Einheit. wird durch . Aber das wäre eine falsche.Nein' hervorrufen.leib'. wenn alles ohne Widerspruch in ihm geschieht. dann stirbt er im Verlauf der Zeit. echten Räuber. kann aber den Tod des physischen Körpers lange überleben. Wenn er gebildet worden ist.Nein' im Menschen. Auf diese Weise wird die Kristallisierung erreicht. wenn er überall hingeht. Zum Beispiel ein fanatischer Glaube an die eine oder andere Idee oder die .Reinkarnation'. Er wird mit seinem Gewehr acht Stunden am Straßenrand hinter einem Stein stehen.Nein'. unvollständige Kristallisierung. Er ist nicht unsterblich. einen wirklich guten.kristallisieren'.Reibung1 erreicht. Könnten Sie das tun? Die ganze Zeit — denken Sie daran — geht ein Kampf in ihm vor sich. und ein Mensch kann auf dieser Grundlage kristallisieren. kann er den physischen Tod überdauern und kann sogar in einen neuen physischen Körper hineingeboren werden. wird er bleiben wie er ist. durch den Kampf zwischen dem Ja' und dem . kann leicht auf falscher Grundlage beginnen. Er hat Angst vor dem Teufel. „Kristallisierung ist auf jeder Grundlage möglich. Wenn ein Mensch ohne inneren Kampf lebt. Aber Kristallisation ist möglich auf richtiger Grundlage und ist möglich auf falscher Grundlage. und das ist nur durch schreckliches Leiden möglich. Ein solcher Mensch wird nicht die Möglichkeit weiterer Entwicklung haben. ohne sich zu rühren. . wohin er gezogen wird oder wohin der Wind bläst.

geheure innere Stärke erlangen; sie können Foltern ertragen; sie können erreichen, was sie wollen. Das heißt, nun hat sich in ihnen etwas Festes, etwas Dauerndes gebildet. Solche Menschen können unsterblich werden. Aber was nützt das schon? Ein Mensch dieser Art wird ein .unsterbliches Ding', wenn auch manchmal ein gewisses Maß von Bewußtheit in ihm erhalten bleibt. Aber sogar das geschieht, wohlgemerkt, sehr selten." Wie ich mich erinnere, prägte sich mir das auf diese Rede folgende Gespräch deswegen ein, weil viele Leute aus G.'s Rede ganz andere Dinge entnommen hatten als er sagte; andere wiederum beachteten nur G.'s zusätzliche und unwesentliche Bemerkungen und behielten allein diese. Die grundsätzlichen Prinzipien in den Ausführungen entgingen den meisten. Nur sehr wenige stellten Fragen nach den wesentlichen Punkten dessen, was er sagte. Eine dieser Fragen ist mir im Gedächtnis geblieben. „Auf welche Weise kann man in sich den Kampf zwischen ,Ja und ,Nein' hervorrufen?" fragte jemand. „Opfer sind notwendig", sagte G., „wenn nichts geopfert wird, kann nichts erreicht werden. Und man muß etwas Wertvolles opfern, man muß es für lange Zeit opfern und man muß viel opfern. Jedoch nicht für immer. Dies muß man verstehen, weil es oft nicht verstanden wird. Opfern ist nur so lange notwendig, als der Prozeß der Kristallisierung vor sich geht. Wenn er beendet ist, werden Opfer, Entsagung und Entbehrung überflüssig. Dann kann einer alles haben, was er will. Dann gibt es keine Gesetze mehr für ihn, er wird sich selbst zum Gesetz." Aus denen, die zu unseren Vorlesungen kamen, bildete sich langsam eine kleine Gruppe von Menschen heraus, die nicht eine einzige Gelegenheit vorbeigehen ließen, G. zuzuhören, und sich auch während seiner Abwesenheit trafen. Dies war der Anfang der ersten Petersburger Gruppe. Während dieser Zeit war ich viel mit G. zusammen und begann ihn besser zu verstehen. Man wurde bei ihm durch eine große Ein-

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fachheit und Natürlichkeit beeindruckt, die einen vollständig vergessen ließ, daß er für uns der Vertreter einer Welt des Wunderbaren und Unbekannten war. Weiter fühlte man sehr stark den Mangel jeglicher Affektiertheit oder der Sucht, Eindruckzumachen. Und dazu spürte man, daß er in nichts, was er tat, seinen Vorteil wahrnahm — eine vollständige Gleichgültigkeit gegenüber Annehmlichkeiten, Komfort, und die Fähigkeit, sich bei keiner Arbeit zu schonen, was immer diese sein möge. Manchmal liebte er fröhliche und lebendige Gesellschaft. Er veranstaltete gern große Mahlzeiten, kaufte große Mengen Wein und Essen, von denen er oft gar nichts aß oder trank. Viele Leute gewannen den Eindruck, er sei ein Gourmand, ein Liebhaber guten Lebens im allgemeinen, und uns schien es, daß er oft diesen Eindruck hervorrufen wollte, trotzdem wir alle schon sahen, daß er hierin „schauspielerte". Unser Eindruck des „Schauspielems" bei G. war außerordentlich stark. Unter uns sagten wir oft, daß wir ihn nie durchschauten noch durchschauen könnten. Bei jedem anderen hätte soviel „Schauspielern" den Eindruck von Falschheit hervorgerufen. Bei ihm machte es einen Eindruck von Stärke, jedoch, wie ich schon erwähnte, nicht immer — manchmal war zuviel davon da. Besonders zog mich bei ihm sein Sinn für Humor und das vollkommene Fehlen jeglicher Anmaßung von „Heiligkeit" oder dem Besitz „übernatürlicher" Kräfte an, obwohl er damals, wie wir uns später überzeugten, die Fähigkeit besaß, ungewöhnliche Phänomene psychischen Charakters hervorzurufen. Aber er lachte immer über Leute, die von ihm Wunder erwarteten. Er war ein außerordentlich vielseitiger Mensch; er kannte alles und konnte alles. Einmal erzählte er mir, daß er von seinen Reisen im Osten eine große Zahl von Teppichen mitgebracht habe, bei denen es viele doppelt gab und andere überhaupt keinen Wert vom künstlerischen Standpunkt aus hatten. Während seiner Besuche hatte er herausgefunden, daß der Verkaufspreis für Teppiche in Petersburg höher war als in Moskau, und bei jedem Kommen brachte er einen Ballen Teppiche mit, die er in Petersburg verkaufte.

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Einer anderen Version zufolge kaufte er einfach diese Teppiche in Moskau auf der „Tolkutschka" und brachte sie nach Petersburg zum Verkauf. Ich verstand nicht ganz, warum er das tat, aber ich fühlte, daß es mit der Idee seines „Schauspielerns" zusammenhing. Der Verkauf der Teppiche selbst war bemerkenswert. G. setzte eine Anzeige in die Zeitung und alle möglichen Leute kamen Teppiche kaufen. Bei solchen Gelegenheiten hielten sie ihn selbstverständlich nur für einen gewöhnlichen kaukasischen Teppichhändler. Ich saß stundenlang dabei und schaute zu, wie er zu den Leuten sprach, die zu ihm kamen. Ich bemerkte, daß er manchmal mit ihren Schwächen spielte. Eines Tages war er entweder sehr in Eile oder er hatte es einmal satt, Teppichhändler zu spielen, und bot einer offensichtlich reichen, jedoch sehr habgierigen Dame, die ein Dutzend seiner Teppiche ausgesucht hatte und verzweifelt handelte, alle im Zimmer befindlichen Teppiche für ungefähr ein Viertel des Preises derer, die sie ausgewählt hatte, an. Erst war sie überrascht, aber dann begann sie weiter zu handeln. G. lächelte und sagte, er würde es sich überlegen und ihr am nächsten Tag antworten. Aber den nächsten Tag war er nicht mehr in Petersburg und die Frau bekam gar nichts. Irgend etwas Derartiges geschah fast bei jeder Gelegenheit. Mit diesen Teppichen, in der Rolle des fahrenden Kaufmanns, machte er wieder den Eindruck eines Menschen in Verkleidung, einer Art Harun-al-Raschid, oder des Mannes mit der Tarnkappe im Märchen. Einmal, als ich nicht da war, kam ein „Okkultist" vom Scharlatantypus zu ihm, der in Spiritistenkreisen in Petersburg eine gewisse Rolle spielte und später unter den Bolschewiken „Professor" wurde. Er begann mit den Worten, daß er viel von G. und seinem Wissen gehört habe und seine Bekanntschaft machen wolle. G. spielte, wie er mir selbst berichtete, die Rolle eines echten Teppichhändlers. Mit dem stärksten kaukasischen Akzent und in gebrochenem Russisch begann er dem „Okkultisten" zu versichern, daß er sich geirrt habe, er verkaufe nur Teppiche; und er begann sofort welche aufzurollen und anzubieten.

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Der „Okkultist" ging weg, fest überzeugt, daß seine Freunde sich über ihn lustig gemacht hätten. „Es war offensichtlich, daß der Gauner nicht einen Groschen hatte", fügte G. hinzu, „sonst hätte ich ihm bestimmt den Preis für ein paar Teppiche abgenommen. Ein Perser pflegte zu ihm zu kommen, um seine Teppiche zu flicken. Eines Tages beobachtete ich, wie G. den Perser bei seiner Arbeit sehr aufmerksam beobachtete. „Ich möchte verstehen, wie er es macht, und ich verstehe es noch nicht", sagte G. „Sehen Sie den Haken, den er hat? Alles liegt an ihm. Ich wollte ihn ihm abkaufen, aber er will ihn nicht verkaufen." Den nächsten Tag kam ich früher als gewöhnlich. G. saß auf dem Fußboden und flickte einen Teppich, genau wie der Perser es getan hatte. Wollfäden aller Farben lagen um ihn verstreut und in seiner Hand hatte er denselben Haken, den ich bei dem Perser gesehen hatte. Wie ich erfuhr, hatte er ihn mit einer gewöhnlichen Feile aus der Klinge eines billigen Federmessers gefertigt und im Verlauf des Morgens hatte er alle Geheimnisse des Teppichflickens ergründet. Er erzählte mir viel über Teppiche, die, wie er oft erklärte, eine der ältesten Kunstformen darstellten. Er sprach von alten Gebräuchen, die in manchen Teilen Asiens mit dem Teppichknüpfen verbunden sind; wo ganze Dörfer zusammen an einem Teppich wirken; von Winterabenden, wenn alle Dorfbewohner, alt und jung, sich in einem großen Gebäude versammeln und in Gruppen nach einer im voraus bekannten und durch Überlieferung festgelegten Ordnung auf dem Fußboden sitzen oder stehen. Jede Gruppe beginnt ihre eigene Arbeit. Einige säubern die Wolle von Steinen und Splittern. Andere schlagen sie mit Stöcken. Eine dritte Gruppe kämmt die Wolle. Die vierte spinnt, die fünfte färbt die Wolle. Die sechste oder vielleicht die sechsundzwanzigste wirkt den Teppich. Männer, Frauen und Kinder, Greise und alte Frauen, alle haben ihre traditionelle Arbeit, und die ganze Arbeit wird unter Begleitung von Musik und Gesang gemacht. Die Spinnerinnen, mit Spindeln in der Hand, tanzen während ihrer Arbeit einen be-

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sonderen Tanz, und all die Bewegungen dieser verschieden beschäftigten Leute sind wie eine Bewegung und ein Rhythmus. Außerdem hat noch jeder Ort seine eigene Musik, seine eigenen besonderen Gesänge und Tänze, die seit undenklichen Zeiten mit der Teppichmacherkunst verknüpft sind. Während er mir dies erzählte, durchzuckte mich der Gedanke, daß vielleicht Form und Farbe der Teppiche mit der Musik zusammenhängen, vielleicht ihr Ausdruck in Form und Farbe sind; daß Teppiche sozusagen die Aufzeichnungen dieser Musik sind, die Koten, an Hand derer die Weisen wiedergegeben werden können. Für mich hatte diese Vorstellung nichts Fremdes, weil ich oft Musik in Form komplizierter Zeichnungen „sehen" konnte. a Aus einigen zufälligen Gesprächen mit G. gewann ich ein ge'Kvisses Bild von seinem früheren Leben. * Seine Kindheit hatte er an der Grenze Kleinasiens in seltsamen, sehr abgelegenen, fast biblischen Lebensumständen verbracht. Herden unzähliger Schafe. Wandern von Ort zu Ort. Zusammentreffen mit verschiedenen seltsamen Menschen. Seine Einbildungskraft wurde vor allem durch die Yezidis, die „Teufelsanbeter", angeregt, die seit seiner frühesten Jugend seine Aufmerksamkeit durch ihre unverständlichen Gebräuche und ihre Abhängigkeit von unbekannten Gesetzen gefesselt hatten. Er erzählte mir unter anderem, daß er als Kind oft beobachtet habe, wie Yezidi-Knaben unfähig waren, aus einem Kreis herauszutreten, der um sie auf dem Boden gezeichnet worden war. Seine Jugend verbrachte er in einer Atmosphäre von Märchen, Legenden und Überlieferungen. Das „Wunderbare" war in seiner Umgebung eine Tatsache. Weissagungen, die er hörte und die alle, die um ihn waren, fest glaubten, erfüllten sich und riefen in ihm den Glauben auch an vieles andere hervor. All dies hatte schon in frühester Jugend in ihm eine Neigung nach dem Geheimnisvollen, dem Unverständlichen und Magischen geweckt. Er sagte mir, schon als Kind habe er mehrere lange Reisen nach dem Osten unternommen. Was an diesen Geschichten wahr war, konnte ich nie genau entscheiden. Aber wie er berichtete,

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stieß er im Verlauf seiner Reisen auf viele Erscheinungen, die ihn auf die Existenz eines bestimmten Wissens hinwiesen, auf gewisse, über die gewöhnlichen Möglichkeiten hinausgehende Kräfte und Möglichkeiten des Menschen und ferner auf Leute mit hellseherischer Begabung und anderen wunderbaren Kräften. Allmählich begannen, wie er sagte, seine Abwesenheit von zu Hause und seine Reisen ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Er ging auf die Suche nach dem Wissen und den Leuten, die es besaßen. Und nach großen Schwierigkeiten fand er, wie er erzählte, in Gemeinscha^ mit einigen anderen, die gleich ihm auf der Suche nach dem Wunderbaren waren, die Quellen dieses Wissens. In all diesen Geschichten über ihn selbst war vieles widerspruchsvoll und kaum glaublich. Aber ich hatte schon begriffen, daß man an ihn nicht den üblichen Maßstab anlegen dürfe und er mit keinem gewöhnlichen Maß zu messen sei. Bei ihm konnte man über nichts sicher sein. Heute konnte er eine Sache sagen, morgen etwas ganz anderes und trotzdem konnte man ihn nicht des Widerspruches zeihen: man mußte nur verstehen und alles miteinander verbinden. Über Schulen und die Orte, wo er das Wissen, welches er zweifellos besaß, gefunden hatte, sprach er sehr wenig und immer oberflächlich. Er erwähnte tibetanische Klöster, den Chitral, den Berg Athos, Sufi-Schulen in Persien, in Buchara und Ostturkestan; femer Derwische der verschiedenen Orden. Aber alles nur auf sehr unbestimmte Weise. . Während eines Gespräches mit G. in unserer Gruppe — die langsam eine dauernde Einrichtung wurde — fragte ich: „Warum ist, wenn früheres Wissen bewahrt wurde und es, allgemein gesprochen, ein von unserer Wissenschaft und Philosophie getrenntes und diese sogar übertreffendes Wissen gibt, warum ist es dann so sorgfältig verborgen, warum wird es nicht Allgemeingut? Warum wollen die Träger dieses Wissens es nicht dem allgemeinen Lebensstrom überantworten, um einen besseren und erfolgreicheren Kampf gegen Betrug, Übel und Unwissenheit zu führen?" Das ist, glaube ich, wohl eine Frage, die jedem Menschen in den

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Sinn kommt, wenn er die erste Bekanntschaft mit esoterischen Ideen macht. „Hierauf gibt es zwei Antworten", sagte G., „erstens einmal ist dieses Wissen nicht verborgen. Zweitens kann es, gerade seiner Natur nach, nicht Allgemeingut werden. Wir wollen zunächst die zweite Feststellung untersuchen. Danach will ich Ihnen beweisen, daß Wissen (er betonte das Wort) viel erreichbarer ist für jene, die es verdauen können, als man gemeinhin annimmt. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, daß die Menschen es entweder nicht wollen oder nicht aufnehmen können. „Aber zuerst muß etwas anderes verstanden werden, nämlich, daß Wissen nicht allen, ja nicht einmal vielen zukommen kann. Das ist ein Gesetz. Sie verstehen dies nicht, weil Sie nicht verstehen, daß Wissen, gleich allem anderen in der Welt, stofflich ist. Es ist stofflich, und das heißt, daß es alle Eigenschaften der Stofflichkeit besitzt. Eine der ersten Eigenschaften der Stofflichkeit ist, daß der Stoff immer begrenzt ist, das heißt, die Menge eines gegebenen Stoffes an einem gegebenen Ort und unter gegebenen Bedingungen ist begrenzt. Sogar der Sand in der Wüste und das Wasser des Meeres hat eine begrenzte und unveränderliche Menge. Wenn also Wissen stofflich ist, so bedeutet dies, daß es an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit nur eine begrenzte Menge davon gibt. Man kann sagen, daß die Menschheit für eine gewisse Zeitspanne, sagen wir ein Jahrhundert, eine begrenzte Menge von Wissen zu ihrer Verfügung hat. Aber wir wissen, sogar aus unserer alltäglichen Erfahrung, daß der Wissensstoff ganz verschiedene Eigenschaften besitzt, je nachdem er in kleinen oder in großen Mengen eingenommen wird. In großer Menge, an einem bestimmten Ort, das heißt durch einen Menschen oder, sagen wir, eine kleine Gruppe von Menschen aufgenommen, zeitigt er sehr gute Ergebnisse. In kleiner Menge aufgenommen (das heißt durch jeden Menschen einer großen Menge), zeitigt er überhaupt keine Ergebnisse, oder sogar negative, den Erwartungen entgegengesetzte. Wenn also eine gewisse begrenzte Wissensmenge unter Millionen Menschen aufgeteilt wird, dann wird jeder einzelne sehr wenig davon erhalten, und

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diese geringe Menge wird weder an seinem Leben noch an seinem Verständnis der Dinge etwas ändern. Und, wie groß auch immer die Summe der Menschen sei, die dieses geringe Quantum Wissen erhalten, in ihrem Leben wird sich nichts ändern, außer vielleicht, daß es noch schwieriger wird. „Wenn aber dagegen große Wissensmengen in wenigen Leuten konzentriert werden, wird dieses Wissen sehr gute Ergebnisse zeitigen. Von diesem Gesichtspunkt ist es viel vorteilhafter, daß Wissen von einer kleinen Anzahl Menschen bewahrt und nicht unter Massen verstreut wird. „Wenn wir eine gewisse Menge Goldes nehmen und uns entschließen, eine Anzahl von Gegenständen damit zu vergolden, müssen wir die genaue Anzahl der Gegenstände wissen oder berechnen, die mit dieser Goldmenge vergoldet werden können. Wenn wir versuchen, eine größere Menge zu vergolden, werden sie unregelmäßig, fleckig mit Gold bedeckt sein und viel häßlicher aussehen, als wenn gar kein Gold auf ihnen wäre. Tatsächlich werden wir dann unser Gold verlieren. „Die Verteilung von Wissen geht nach genau dem gleichen Prinzip vor sich. Wenn es allen gegeben wird, bekommt keiner etwas. Wenn es hingegen bei einigen wenigen aufbewahrt wird, wird jeder genug haben, nicht nur das zu behalten, was er hat, sondern es auch noch zu vermehren. „Beim ersten Anblick scheint diese Theorie sehr ungerecht zu sein, da die Lage derjenigen, denen das Wissen gleichsam verweigert wird, damit andere einen größeren Anteil erhalten, sehr traurig und härter zu sein scheint, als sie sein sollte. In Wirklichkeit aber verhält es sich nicht so; und in der Verteilung des Wissens gibt es nicht die geringste Ungerechtigkeit. „Es ist eine Tatsache, 'daß die allermeisten Menschen gar kein Wissen wünschen. Sie weigern sich, daran Anteil zu nehmen und nehmen nicht einmal die Menge, die ihnen in der Verteilung zur Fristung ihres Lebens zusteht. Besonders zeigt sich dies in Zeiten von Massenverrücktheit, wie in Kriegen, Revolutionen und so fort, wenn die Menschen selbst den geringen Teil von gesundem Men-

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schenverstand, den sie haben, zu verlieren scheinen, und sich in vollständige Automaten verwandeln, sich ganz der Zerstörung in gewaltigem Umfang widmen; das heißt in anderen Worten, wenn sie sogar den Instinkt der Selbsterhaltung verlieren. Dann bleiben gewaltige Wissensmengen sozusagen unverlangt und können an die verteilt werden, die ihren Wert erkennen. „Darin liegt keine Ungerechtigkeit, weil die Empfänger des Wissens nichts wegnehmen, was anderen gehört. Sie nehmen nur das, was andere als nutzlos abgelehnt haben und was in jedem Falle verloren ginge, wenn sie es nicht nehmen würden. „Die Sammlung von Wissen durch einige Menschen hängt von der Zurückweisung dieses Wissens durch andere ab. „Es gibt Zeiten im Leben der Menschheit — die gewöhnlich mit dem Beginn des Untergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammenfallen —, wo die Massen unwiderbringlich ihre Vernunft verlieren und alles zerstören, was Jahrhunderte und Jahrtausende an Kultur geschaffen haben. Solche Zeiten von Massenverrücktheit, die oft mit geologischen Kataklysmen, Klimawechseln und ähnlichen Erscheinungen planetarischen Charakters zusammenfallen, befreien eine große Menge von Wissensstoff. Das wiederum erfordert die Arbeit, das Wissen zu sammeln, weil es sonst verlorenginge. So fällt die Arbeit, zerstreuten Wissensstoff zu sammeln, oft mit dem Beginn der Zerstörung von Kulturen und Zivilisationen zusammen. „Dieser Aspekt der Frage ist klar. Weder will die Menge noch sucht sie Wissen, und die Führer der Menge versuchen in ihrem eigenen Interesse, die Furcht und Abneigung gegen alles Neue und Unbekannte zu verstärken. Die Sklaverei, in der die Menschheit lebt, beruht auf dieser Furcht. Es ist sogar schwer, sich alle Schrecken dieser Sklaverei auszumalen. Wir verstehen nicht, was die Menschen verlieren. Aber um den Grund dieser Sklaverei zu verstehen, genügt es zu beobachten, wie die Menschen leben, was das Ziel ihrer Existenz, der Gegenstand ihrer Wünsche, Leidenschaften und Strebungen ist, woran sie denken, wovon sie reden, wem sie dienen und was sie verehren. Schauen Sie, wofür die kultivierte Menschheit unserer Zeit ihr Geld ausgibt; selbst wenn wir den Krieg beiseite

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lassen — was den höchsten Preis erzielt; wo sich die größten Menschenmengen versammeln. Wenn wir einen Augenblick diese Fragen bedenken, so wird uns klar, daß die Menschheit in ihrem jetzigen Zustand, mit ihren Interessen, für die sie lebt, nichts anderes erwarten kann, als was sie hat. Aber wie ich schon betonte, es kann nichts anders sein. Nehmen wir an, daß der gesamten Menschheit jährlich ein halbes Pfund Wissensstoff zugeteilt würde. Wenn dieses Wissen an alle verteilt wird, wird jeder so wenig erhalten, daß er der Trottel bleibt, der er war. Aber dank der Tatsache, daß nur wenige dieses Wissen wünschen, können diejenigen, die es annehmen, sagen wir, jeder ein Kömchen erhalten und dadurch die Möglichkeit erlangen, intelligenter zu werden. Alle könnten nicht intelligent werden, auch wenn sie es wünschten, und auch wenn sie intelligent wären, würde es nichts ändern. Es gibt ein allgemeines Gleichgewicht, das nicht gestört werden kann. „Das ist ein Aspekt. Der andere, wie ich Ihnen schon sagte, besteht darin, daß niemand etwas verbirgt: es gibt überhaupt kein Geheimnis. Aber die Erwerbung oder Weitergabe wirklichen Wissens erfordert große Arbeit und Anstrengung sowohl vom Gebenden als auch vom Empfangenden. Und diejenigen, die das Wissen haben, tun alles, was sie können, um es weiterzugeben und der größtmöglichen Anzahl von Menschen mitzuteilen, den anderen den Zugang zu erleichtern und sie zu befähigen, sich für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten. Wissen kann aber niemandem durch Zwang vermittelt werden. Und außerdem genügt, wie ich Ihnen schon sagte, eine vorurteilslose Prüfung des Lebens eines durchschnittlichen Menschen, was seine Tage ausfüllt und für was für Dinge er sich interessiert; sie wird sogleich zeigen, ob man die Menschen, die im Besitz des Wissens sind, anklagen kann, daß sie es verbergen, es anderen Menschen nicht mitteilen wollen oder andere nicht lehren wollen, was sie selbst wissen. „Derjenige, der wissen will, muß die ersten Anstrengungen selbst machen, um die Quelle des Wissens zu finden und sich ihr zu nahem, indem er aus der Hilfe und den Hinweisen Nutzen zieht, die allen gegeben werden, die aber die Menschen in der Regel weder be-

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merken noch erkennen wollen. Wissen kommt zu keinem Menschen ohne eine Anstrengung seinerseits. Man versteht dies sehr gut in bezug auf das übliche Wissen, aber un Falle des großen Wissens, wenn man seine Möglichkeit anerkennt, glaubt man, etwas anderes erwarten zu können. Jeder weiß sehr gut: wenn einer zum Beispiel Chinesisch lernen will, so braucht dies mehrere Jahre angestrengter Arbeit. Jeder weiß, daß man mindestens fünf Jahre benötigt, um die Grundlagen der Medizin zu erlernen, und vielleicht doppelt so lang zum Studium der Malerei oder Musik. Und trotzdem gibt es Theorien, die behaupten, daß man Wissen erlangen kann ohne jede Anstrengung seinerseits, daß man es sogar im Schlaf erwerben kann. Daß solche Theorien bestehen können, gibt eine weitere Erklärung, warum die Menschen kein Wissen erlangen können. Gleichzeitig ist es wichtig, zu verstehen, daß die unabhängigen Versuche eines Menschen, in dieser Richtung irgend etwas zu erreichen, kein Ergebnis zeitigen können. Ein Mensch kann nur Wissen erlangen mit Hilfe derer, die es bereits besitzen. Das muß von Anfang an verstanden werden. Man muß von dem lernen, der weiß." Bei einer der darauffolgenden Versammlungen fuhr G. fort, als Antwort auf eine Frage seine Ideen bezüglich der Reinkamation und des zukünftigen Lebens weiter zu entwickeln. Das Gespräch begann mit der Frage eines der Anwesenden: „Kann man sagen, daß der Mensch unsterblich ist?" „Unsterblichkeit ist eine der Eigenschaften, die wir dem Menschen zuschreiben, ohne eine genügende Kenntnis ihrer Bedeutung zu haben", sagte G. „Andere Eigenschaften dieser Art sind .Individualität' im Sinn innerer Einheit, ein ,bleibendes und unveränderliches Ich', .Bewußtsein' und ,Wille'. Alle diese Eigenschaften kann ein Mensch haben (er betonte das Wort kann), aber das will nicht heißen, daß sie zu ihm gehören oder zu einem jeden gehören. „Um zu verstehen, was der Mensch im Augenblick darstellt, das heißt auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe, muß man bis zu einem gewissen Grad eine Vorstellung haben, wie er sein kann, das heißt was er erreichen kann. Nur wenn man die richtige Folge der Ent-

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das in Figur l wiedergegeben ist. „Diese vier Körper werden in verschiedenen Lehren auf verschiedene Weise erklärt. in christlicher Terminologie 57 . und sagte: „Der erste Körper ist der physische. „Nach einer alten Lehre. der seine mögliche Entwicklung vollendet hat. das heißt der physische Leib. sich zuzuschreiben. und der dritte Körper hat die Möglichkeit. Diese vier Körper bestehen aus Stoffen. Das Bewußtsein dieses dritten Körpers hat die vollständige Herrschaft über die zwei ersten Körper.Wicklung versteht. der ein viel vorteilhafteres und lenkbareres Instrument für die Bewußtseinstätigkeit abgibt als der physische Körper. der wiederum ihm eigene Eigenschaften hat. das weder dem ersten noch dem zweiten Körper erreichbar ist. eine so komplexe Organisation hat. aus vier Körpern. In diesem zweiten Körper kann unter gewissen Bedingungen ein dritter Körper wachsen." G. werden die Menschen aufhören. einander durchdringen und vier unabhängige Organismen bilden. warum die vier Körper zusammen existieren können. die allein möglich ist. sind aber fähig. Das im vierten Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein hat die unbedingte Herrschaft über die drei ersten Körper und sich selbst. also ein Mensch im eigentlichen Sinne des Wortes. Das in diesem neuen Körper zum Ausdruck kommende Bewußtsein kann ihn lenken und hat auch vollständige Herrschaft über den physischen Körper. unabhängig voneinander zu handeln. daß unter bestimmten Bedingungen ein neuer unabhängiger Organismus in ihm wachsen kann. daß der menschliche Organismus. was sie jetzt nicht besitzen und was sie vielleicht nur mit großer Arbeit und großer Mühe erwerben können. Wissen zu erwerben. von der sich in vielen alten und neuen Systemen Spuren Enden. wiederum unter gewissen Bedingungen. die allmählich immer feiner werden. sie stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander. „Der Grund. der sich im gleichen Maße von dem dritten unterscheidet wie der dritte vom zweiten und der zweite vom ersten. sich ein vierter entwickeln. besteht ein Mensch. ist. zeichnete ein Diagramm. In dem dritten kann.

vorausgesetzt. und sie können nur künstlich in ihm herangebildet werden.Pferd' (Gefühle und Wünsche). Figur l l.göttliche* Körper. der dritte ist der . Korper gottlicher Körper „Herr" (Bewußtsein. Ich. Wille). den zweiten als . ist der . Korper fleischlicher Korper „Wagen" (Leib) physischer Korper 2. die dem Menschen mehr als nur den physischen Körper zubilligen. daß günstige äußere und innere Bedingungen vorhanden sind. 1 58 . Bewußtsein. Er bedeutet einen großen Luxus.Kutscher' (Verstand) und der vierte der .Astralleib' ist nicht ein für den Menschen unerläßliches Instrument. Die theosophische Begriffssprache bezeichnet den ersten als physischen Körper. von äußeren Ursachen unabhängig ist und der Körper des Willens ist. der dritte der . Der Mensch kann auch sehr gut ohne einen . Korper geistiger Körper ^. den sich wenige leisten können.kausale'1 Körper. Wünsche) astraler Korper 3. Korper natürlicher Korper „Pferd" (Gefühle. obwohl sie in mehr oder weniger gebräuchlicher Form die Definitionen und Einteilungen der alten Lehre beibehalten haben. Sein physischer Leib hat alle lebensnotwendigen FunkDas heißt der Körper. nämlich: der Mensch wird nicht mit den feineren Körpern geboren.natürliche' Korper. in esoterisch-christlicher Terminologie.Astralleib' leben.Kutscher" (Verstand) mentaler Korper 4. vergaßen das Wichtigste oder haben es ausgelassen.der fleischliche Leib. „Der . Der zweite heißt in christlicher Terminologie der . der in »ich selbst die Ursachen seines Handelns trägt.Wagen' (Leib). der zweite Körper ist das . Wille) kausaler Korper „Solche Vergleiche und Parallelen können in den meisten Systemen und Lehren angetroffen werden. der dritte der »geistige* Körper und der vierte.astral'. Aber fast alle diese Lehren.Herr' (Ich. In der Begriffssprache verschiedener östlicher Lehren ist der erste Körper der .mentale' und der vierte der .

wird der Automat von äußeren Einwirkungen bedingt und die drei nächsten Funktionen hängen vom physischen Körper und den äußeren Einflüssen ab. Die Gründe hierfür sind folgende: erstens die Tatsache. hängen von zufälligen Schocks oder Einflüssen ab. zeichnete ein anderes Diagramm (Figur 2). daß im ersten Falle die Funktionen des physischen Körpers alle übrigen Funktionen beherrschen. Zweitens entsprechen alle seine Funktionen denen der höheren Körper. das heißt ihm nicht gehören. daß der physische Körper mit den gleichen Stoffen arbeitet. sondern auch andere täuschen.mentalen Körper' und den vierten Körper. Aber oft denkt er. sagte G. daß alles vom Körper bestimmt wird. Neigung oder Abneigung — »ich möchte*." G.. obwohl jene sich natürlich sehr stark von ihnen unterscheiden. Der Hauptunterschied zwischen den Funktionen eines Menschen. „soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit nur physischem Körper handelt. „Die Funktionen des physischen Körpers kann man sich parallel den Funktionen der vier Körper vorstellen. er sei ein sehr intellektueller oder sogar geistiger Mensch und mag nicht nur sich selbst. . das den Funktionen des dritten Körpers entspricht. in anderen Worten. nur daß diese Stoffe noch nicht kristallisiert sind. „Dasselbe gilt natürlich noch mehr für den .ich habe nicht gern* —. . aus denen die höheren Körper zusammengesetzt sind. er habe sie und macht dies auch andere glauben.tionen in sich. die die Stelle des zweiten Körpers einnehmen. in dem er die parallelen Funktionen eines Menschen mit nur einem physischen Leib und eines Menschen mit vier Körpern verglich. das heißt Funktionen. Ein Mensch ohne . Das Denken.ich habe gern'. der seinerseits wieder von äußeren Einflüssen bestimmt wird. und den Funktionen der vier Körper ist der.Astralleib* kann sogar den Eindruck erwecken. „Im ersten Falle". der nur einen physischen Leib besitzt. ist hier ein rein mechanischer 59 . Im zweiten Falle geht die Herrschaft oder Kontrolle von den höheren Körpern aus. .ich möchte nicht'. Der gewöhnliche Mensch besitzt diese Körper und die entsprechenden Funktionen nicht.

An Stelle des mechanischen Denkvorgangs steht das Bewußtsein. und größere oder geringere Dauer von Begierden und Wünschen wird starker oder schwacher Wille genannt. soweit es sich um die Funktionen eines Menschen mit vier Körpern handelt. unteilbar und dauernd. „Im zweiten Fall. sowohl sein Zögern als auch seinen Widerstand zu überwinden. Und femer gibt es den Willen. die von verschiedenen . Nur ein solcher Wille kann . aus Wünschen kommend Der Leib gehorcht den Wünschen und Gefühlen.frei' genannt werden. Es besteht Individualität. hängt der Automatismus des physischen Körpers von den Einflüssen der anderen Körper ab. die dem Denken und der Intelligenz gehorchen. sondern dem Bewußtsein entspringt und durch eine Individualität oder ein einziges und dauerndes Ich gelenkt wird. Ich. Gefühlskräfte undWünsche. die nicht nur aus oft gegensätzlichen Wünschen zusammengesetzt ist. Wille. von Wünschen geschaffene „Willen" Automat. Der Wille fehlt dem gewöhnlichen mechanischen Menschen. die den physischen Körper und seine Begierden meistert und fähig ist. Denkfunktionen. weil er von Zu- 60 .Vorgang. das heißt eine Macht. ganz. von äußeren Einflüssen bedingt Wünsche. Figur 2 Verschiedene und widersprechende. Ego. die der Intelligenz unterworfen sind. dem Bewußtsein und Willen Untertan. An Stelle von zwiespältiger und oft gegensätzlicher Tätigkeit verschiedener Begierden gibt es nur ein einziges Ich. aus dem Automaten entstehend Gedanken. Bewußtsein.Ichs' herrühren. er hat nur Wünsche.

.fällen unabhängig ist und nicht von außen verändert und geleitet werden kann. durch das die Verbindung erreicht wird. ihr Wesen macht dies möglich. „Eine östliche Lehre beschreibt die Funktionen der vier Körper. Aber die Pulver können verschmolzen werden. Nichts ist bleibend in der Lage der Pulver. das unten war. Dazu muß eine besondere Art Feuer unter der Retorte angezündet werden. und unter solchen Bedingungen kann es auch nichts Bleibendes geben. Dies ist ein genaues Bild unseres.psychischen Lebens. Das ist ein Bild der Bildung des zweiten Körpers. Die Pulver sind in keiner Weise miteinander verbunden und jeder zufällige Wechsel in der Lage der Retorte verändert die Lage der Pulver zueinander. die mit verschiedenen metallischen Pulvern gefüllt ist. Wenn die Retorte geschüttelt oder mit dem Finger daran geklopft wird. das sein genaues Gegenteil ist.individuell' geworden. Wenn ein Mensch allen Wünschen nachgibt oder ihnen Vor- 61 . Die Wissenschaft nennt diesen Zustand der Pulver den Zustand der mechanischen Mischung. die Wechselbeziehungen von Pulvern im Zustand mechanischer Mischung zu festigen. „Es ist unmöglich. Das Feuer. kann das Pulver. Auf diese Weise verschmolzen. die sie im Zustand mechanischer Mischung trennten und den Platz wechseln ließen. ihr allmähliches Wachstum und die Bedingungen für dieses Wachstum auf folgende Weise: „Stellen wir uns ein Gefäß oder eine Retorte vor. bilden sie eine chemische Verbindung. wird durch . während dasjenige.Reibung' erzeugt. Der Inhalt der Retorte ist unteilbar. das oben war. plötzlich oben ist. nach unten oder in die Mitte gelangen.Nein' hervorgerufen wird. Das wesentliche Kennzeichen der Wechselbeziehung der Pulver untereinander in dieser Art Mischung ist deren Unbeständigkeit und Veränderlichkeit. Jeden folgenden Augenblick können neue Einflüsse die Lage des oben beßndfichen Pulvers verändern und an seine Stelle ein anderes rücken. Und nun können sie nicht mehr durch jene einfachen Methoden getrennt werden. die wiederum im Menschen durch den Kampf zwischen Ja' und . das sie durch Erhitzen und Schmelzen schließlich miteinander verbindet.

das heißt die Verbindung kann neue Eigenschaften erhalten. „Der Vorgang der Festigung dieser erworbenen Eigenschaften entspricht der Bildung des vierten Körpers. 62 . ein gewisses spezifisches Gewicht. die sie vorher nicht hatte. der Verbindung neue Eigenschaften zu verleihen. Alle Religionen und alten Lehren enthalten die Idee. Diese Eigenschaften stellen das Kennzeichen der fraglichen Substanz dar. „Wenn der dritte Körper gebildet worden ist und alle ihm erreichbaren Eigenschaften. sie zu magnetisieren. wird er ein Feuer schallen. erreicht werden kann. gibt es keinen inneren Kampf in ihm. Aber durch ihre Bearbeitung in einer bestimmten Weis„e kann die Anzahl dieser Kennzeichen vermehrt werden. Eine dieser Eigenschaften ist Unsterblichkeit. wie dieser vierte Körper. Ein solcher Mensch hat viele Eigenschaften. Und alle enthalten Hinweise auf den Weg. entspricht der Bildung des dritten Körpers und dem Erwerb neuen Wissens und neuer Kräfte mit Hilfe dieses dritten Körpers. „Nur der Mensch im Besitz aller vier voll entwickelten Körper kann ein Mensch im vollen Sinne dieses Wortes genannt werden. „Kehren wir zu unserem Beispiel zurück. dann bleibt noch das Problem. Die durch Verschmelzung erreichte chemische Verbindung hat gewisse Qualitäten. eine gewisse elektrische Leitungsfähigkeit und so fort. denn da sie durch Einflüsse einer gewissen Art erworben wurden.Reibung". das heißt die Unsterblichkeit. Aber wenn er unter Verfolgung eines festen Ziels mit den Wünschen kämpft. Es mag möglich sein. die der durchschnittliche Mensch nicht besitzt. Mittels einer besonderen Art von Arbeit für alle drei Körper können diese Eigenschaften bleibender und unverlierbarer Besitz des dritten Körpers werden. „Der Vorgang. die ihn stören. dieses Wissen und diese Kräfte zu festigen. können die gleichen Einflüsse oder andere sie auch wieder entfemen. Kräfte und alles ihm erreichbare Wissen erworben hat. keine . das seine innere Welt langsam in eine einzige Einheit verwandelt. daß durch Erwerb des vierten Körpers der Mensch unsterblich wird. kein Feuer.seh üb leistet. zu radioaktivieren und so fort.

der Weg der Arbeit am ersten Zimmer. „Ich sagte das letztemal. aber alle ohne Ausnahme führen oder trachten in einer Richtung zu führen. Wenn er dies erfährt. Der Mensch lebt in einem Zimmer. manche länger.„In diesem Zusammenhang vergleichen manche Lehren den Menschen einem Hause mit vier Zimmern. die Herrschaft über seinen Körper zu erreichen. beginnt er nach den Schlüsseln zu diesen Zimmern zu forschen. Der ganze Weg des Fakirs besteht aus verschiedenen unglaublich schwierigen körperlichen Übungen. physischen Willen. schwieriger und Ungewisser Weg. manche Schwerer und manche leichter. manche sind kürzer. Der Weg des Fakirs 2. Tage. dem kleinsten und ärmsten. und alle Religionen bemühen sich. Der Fakir steht entweder regungslos in der gleichen Stellung. Und wenn einer ^den Weg in dieses Zimmer gefunden hat. vermutet er nicht. durch Folterung des Körpers. wird er wirklich Herr im Haus. vor allem zum vierten. Es ist ein langer. Mo- 63 . dort fort. daß es die anderen Zimmer gibt. dem wichtigsten Raum. denn dann gehört es (hm ganz und für immer. „Das vierte Zimmer gibt dem Menschen Unsterblichkeit. für Stunden." Bei der nächsten Versammlung fuhr G. nämlich zur Unsterblichkeit. mit der ein Mensch geboren wird. den Weg dahin zu zeigen. Aber der Mensch kann Unsterblichkeit erreichen. „Der Weg des Fakirs ist der Weg des Kampfes mit dem physischen Leib. Alle bestehenden und allgemein bekannten Wege zur Unsterblichkeit können in drei Kategorien eingeteilt werden: 1. daß Unsterblichkeit nicht eine Eigenschaft ist. Der Fakir bemüht sich. und bevor er es erfährt. Der Weg des l/ogi. die mit Schätzen angefüllt sind. Dies wird durch furchtbares Leiden erreicht. Der Weg des Mönches 3. wo er aufgehort hatte. Es gibt sehr viele Wege.

auf das er ihn anwenden kann. gibt es auch Yogischulen. nicht weil er die Möglichkeiten 64 . Er hat Willen erworben. er kann ihn nicht gebrauchen. um diesen Zustand zu erreichen. was man physischen Willen nennen kann. intellektuellen und so fort — bleiben unentwickelt. wo sie ihn zuerst heilen und seine Bewegungskraft wieder herstellen. Yogis haben gewöhnlich ein wachsames Auge auf Fakire. steckt die Beine in einen Ameisenhaufen und so fort. welche Qualen er gelitten haben mußte. die Schwierigkeiten des zweiten Teiles des Weges zu bewältigen. Ein Fakir muß gehen und sprechen lernen wie ein Kleinkind. den vierten Körper zu bilden. Seine Schüler trugen ihn von einem Ort zum anderen. dann wird das. trugen ihn zum Fluß und wuschen ihn wie einen leblosen Gegenstand. sich auszustrecken. nehmen sie ihn in eine Yogischule. in ihm entwickelt und er erreicht das vierte Zimmer oder die Möglichkeit. „Und ein Mensch wird ein Fakir. der unglaubliche Schwierigkeiten auf seinem Weg überwunden hat. was für Entbehrungen Fakire zu ertragen haben. nämlich die Schwierigkeit. zum Beispiel sah ich einmal einen im inneren Hof eines indischen Tempels und schlief sogar in seiner Nähe. Wenn er nicht vorher krank wird und stirbt. „Aber wo es Fakirschulen gibt. Er war nicht mehr fähig. bevor er zu alt ist. Ich weiß nicht. Tag und Nacht während zwanzig Jahren hatte er auf Fußund Fingerspitzen gestanden. Aber seine anderen Funktionen — die emotionalen. oder foltert sich mit Feuer.nate oder Jahre. besitzt aber nichts. um Wissen oder Selbstvervollkommnung zu erlangen. Ich habe viele gesehen. um eine neue Arbeit anzufangen. Stellen Sie sich vor. und das mag ihm helfen. Aber dies hatte er nicht auf einmal erreicht. die Funktionen des Denkens und Fühlens zu entwickeln. oder er sitzt mit ausgestreckten Armen auf einem nackten Stein in der Sonne. Gewöhnlich ist er zu alt. Aber nun besitzt er einen Willen. im Regen oder Schnee. „Sie können sich nicht vorstellen. Wenn ein Fakir das erstrebte Ziel erreicht hat. und dann beginnen sie ihn zu lehren. ob Sie je richtige Fakire gesehen haben. was er überwinden.

dann selbst ein Fakir wird. die ihn nachahmen. aber manchmal doch für einige Stunden. Indem er alle seine Gefühle einem einzigen unterwirft. aber all seine Arbeit ist auf den zweiten Raum gerichtet. zu versprechen. Dies ist der Weg des Glaubens. ahmen sie nach oder werden angehalten. „Außerdem werden auch noch andere Leute Fakire. „Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. im Laufe der Zeit. der ihn besonders beeindruckte. des religiösen Opfers. der zufällig an einem Festtag in den Tempel kam und einen Fakir nachahmte. Nur ein Mensch mit sehr starkem religiösem Gefühl und einer sehr starken religiösen Einbildungskraft kann ein »Mönch1 im wahren Sinn des Wortes werden.Fakir' in Anführungszeichen gebrauche. sondern sich der Schülergruppe des Fakirs anschließt und später. den sie sahen. In allen östlichen Ländern. nicht wieder nach Hause zurückkehrt. Bisher habe ich nur von Fakiren gesprochen. das heißt die Gefühle. einen starken Eindruck gemacht hat. ein nach einem freudigen Ereignis geborenes Kind den Fakiren zu überantworten. gibt es unter einfachen Leuten die Sitte. Natürlich nicht für lange. auf den zweiten Körper. die in derselben Stellung sitzen oder stehen. daß ein Mann. Außerdem adoptieren Fakire oft Waisen oder kaufen einfach Kinder von armen Eltern. vor allem gebildete Europäer. Und hin und wieder geschieht es. der Weg des Mönches und der Weg des Yogi ganz getrennt. Diese Kinder werden ihre Schüler. Ein Mönch verwendet Jahre und Jahrzehnte auf den Kampf mit sich selbst. „Aber in Wirklichkeit sind der Weg des Fakirs. bezeichnen oft Yogis mit dem Namen Fakir. nämlich 65 . daß ich den Ausdruck . Neben jedem Fakir in den Tempeln kann man Leute sehen. aber andere werden dann später selbst Fakire. Sie müssen verstehen. der Weg des religiösen Gefühls. wie auch Mönche verschiedener Wanderorden. Und Europäer. wo es Fakire gibt. Das ist der erste Weg. Auch der Weg des Mönches ist sehr lang und hart. einige nur äußerlich. In Persien heißt Fakir einfach Bettler und in Indien bezeichnen sich viele Gaukler als Fakire. sie nachzuahmen.und Ergebnisse dieses Weges versteht und auch nicht aus einem religiösen Gefühl heraus. einfach weil ihnen irgendein Fakir.

„Die Wege unterscheiden sich auch durch das jeweilige Verhältnis zu Lehrer oder Führer. muß er seinen Körper und seine Denkfähigkeit entwickeln. Aber sein physischer Körper und seine Denkfähigkeit bleiben unentwickelt. Sehr wenige kommen so weit. und auf diesem Wege erreicht er das vierte Zimmer. was er erreicht hat. genau wie auch auf dem Weg des Fakirs und des Mönches. Das kann er nur durch neue Opfer. Gebrauch machen zu können. Der Weg des Yogi besteht in der Arbeit am dritten Raum und er sucht in den vierten Raum mittels der Erkenntnis einzudringen. wohin er geht. „Auf dem Wege des Fakirs hat ein Mensch keinen Lehrer im wahren Sinn des Wortes. kann er das Ergebnis von dem. Um etwas tun zu können. neue Mühen und 5' neue Entbehrungen erreichen. aber kann nichts tun. Die Arbeit des Schülers besteht in der Nachahmung des Lehrers. muß er die Meisterschaft über Körper und Gefühle gewinnen. Der Yogi erreicht dies. '• „Der dritte Weg ist der des Yogi. Er weiß alles. gleich dem Fakir und dem Mönch. die Beherrschung seiner Gefühle. das heißt über das erste und zweite Zimmer. entwickelt er in sich die innere Einheit. was ihm fehlt. Der Lehrer lehrt hier nicht. das heißt jene Stufe in seiner Arbeit. Dazu muß er neu mit der Arbeit beginnen und wieder durch verlängerte Anstrengungen bestimmte Ergebnisse erreichen.dem Glauben. "•der Weg des Denkens. was er tun muß und in welcher Richtung er gehen muß. sondern dient nur als Beispiel. Die meisten sterben entweder vorher oder sie ^werden nur Mönche dem äußeren Anschein nach. und. erreichen auch auf dem Weg des Yogi nur sehr wenige dieses Verständnis. Er hat aber in diesem Fall den Vorteil. noch wenigere überwinden *alle Schwierigkeiten. Ein Mönch muß t/ogi und Fakir ^werden. aber Körper und Gefühle bleiben unentwickelt. nicht anwenden. Aber. 66 . wo ein Mensch weiß. indem er seine Denkfähigkeit entwickelt. daß er seine Lage versteht. Dies ist der Weg des Wissens. Sehr viele halten an. Um von dem. was er erreicht hat. wenn sie eine bestimmte Sache erreicht haben und gehen nicht mehr weiter. daß er weiß.

Die Wege sind eng und gerade. Die Entwicklung dieser Möglichkeiten ist kein Gesetz. Sie beginnen alle mit dem Schwersten: sein Leben vollständig zu wandeln und allen weltlichen Dingen zu entsagen. Aber später wird der Mensch allmählich auf dem Weg des Yogi sein eigener Lehrer. Das erklärt auch die Schwierigkeiten und die Ausschließlichkeit dieser Wege.„Auf dem Wege des Mönches hat der Mensch einen Lehrer. seiner Arbeit besteht darin. haben eines miteinander gemeinsam. muß man klar verstehen. Aber gleichzeitig 67 . so er eine hat. Er lernt die Methode seines Lehrers und allmählich lernt er auch.Wege' die einzig möglichen Methoden für die Entwicklung der verborgenen Möglichkeiten des Menschen sind. „Auf dem Wege des Yogi kann und darf ein Mensch nichts ohne Lehrer tun. Ein Mensch muß sein Heim aufgeben. daß die . wie schwierig und selten eine solche Entwicklung ist. wenn auch in seinem Verständnis des Begriffes von Gott und dem Dienste für Gott vieles subjektiv und widerspruchsvoll sein mag. seine Familie. Zu Beginn muß er seinen Lehrer nachahmen wie der Fakir und an ihn glauben wie der Mönch. „Aber alle diese Wege. allen Freuden. muß er für die Welt sterben. Vom ersten Tage an. gegen Gott. diese auf sich anzuwenden. dem Lehrer unbedingt zu vertrauen. Gott zu gehorchen und zu dienen. nur so kann er hoffen. Bindungen und Pflichten des Lebens entsagen und in die Wüste gehen oder in ein Kloster oder in eine Yogischule. irgend etwas auf einem dieser Wege zu erreichen. der Weg des Fakirs sowohl als auch der des Mönches und der des Yogi. zu gehorchen. Der Weg zur Entwicklung verborgener Möglichkeiten ist ein Weg gegen die Katur. „Um den Kern dieser Lehre zu erfassen. die Liebe zu Gott. Das Gesetz für den Menschen ist sein Dasein im Bereich der mechanischen Einflüsse. dem ersten Schritt in dieser Richtung. sich ihm vollständig unterzuordnen. Aber die Hauptsache auf dem Weg des Mönches ist der Glaube an Gott. und ein Teil seiner Pflicht. Dies zeigt wiederum. dauernde Anstrengung. dem Zustand der Maschine Mensch.

die vom Standpunkt des Lebens ebensogut auch nicht bestehen könnten. Von der absoluten Weigerung. Im täglichen Leben. wenn er in sich Möglichkeiten hat. Er bildet sich ein. sie entwickelt werden müßten und daß es auch die Mittel zu ihrer Entwicklung in seiner Umgebung geben müsse. Mönche oder Yogis werden. Er hat nur ein dürftiges Verständnis für die Bedeutung des Wortes . geht der Mensch gewöhnlich dazu über. sind die Wege einegeringfügige. religiösem oder sozialem Interesse ausgefüllt ist. sich hiermit abzufinden. die unbedingte und unerläßliche Entwicklung derselben Möglichkeiten zu verlangen. gibt es nichts und kann es nichts geben. vor allem des modernen Lebens. was den Möglichkeiten gleichkäme. daß ihre Möglichkeiten nicht entwickelt werden können und auch nicht ent- 68 . Im Wust des täglichen Lebens. beruhen auf anderen Prinzipien und sind anderen Gesetzen unterworfen. die weder Fakire. Dies scheint ihm übertrieben. Wenn wir tatsächlich alle Menschen nehmen. die in den Wegen enthalten sind. selbst einem Leben. Die Wege stehen im Widerspruch zum alltäglichen Leben.kann nur über sie etwas erreicht werden. Die Idee der Wege kann nicht verstanden werden. seine Anlagen könnten einerseits vollständig unentwickelt bleiben und verschwinden. was dem Menschen zur Entwicklung seiner verborgenen Möglichkeiten zur Verfügung steht. Aber diese geringfügige Erscheinung enthält alles. daß sie niemals Fakire. so können wir mit absoluter Gewißheit sagen. das mit wissenschaftlichem.Möglichkeit'. andererseits erfordere ihre Entwicklung furchtbare Anstrengungen und Ausdauer. kaum erkennbare Erscheinung. Das tägliche Leben kann den Menschen bestenfalls zum Tode und zu nichts anderem führen. Nur schwer verträgt er die Vorstellung. Darauf beruht ihre Macht und ihre Bedeutung. sich überhaupt irgendwelche Möglichkeiten zuzubilligen. und von denen wir zuverlässig glauben können. Mönche noch Yogis sind. „Gewöhnlich ist es hart für den Menschen. ungerecht und absurd. wenn die Möglichkeit der menschlichen Entwicklung ohne ihre Hilfe zugegeben wird. daß. Die Wege führen oder sollten den Menschen zur Unsterblichkeit führen. philosophischem.

weil in seiner Umgebung nichts ist. Auch die zahllosen okkulten und mystischen Gesellschaften und die naiven Experimente von spiritistischer Art und dergleichen mehr können überhaupt keine Ergebnisse zeitigen.wickelt werden. daß es im inneren wie auch im äußeren Leben eines Menschen Verhältnisse geben kann. um das folgende zu begreifen. die für die Arbeit auf dem vierten Weg günstig sind oder auf jeden Fall sie nicht unmöglich macht. die viele verschiedene Seiten umfaßt. der nach Erkenntnis sucht. Der vierte Weg beginnt auf einer viel fortgeschritteneren Stufe als der Weg des Yogi. Auf dem vierten Wege kann man arbeiten und diesem Weg folgen. Sie muß eine sehr ernste Vorbereitung sein. daß es schon lange nichts Lebendiges mehr in ihnen gibt. des Mönches oder des Yogi. „Unter den gewöhnlichen Verhältnissen des kultivierten Lebens ist die Lage eines Menschen. Das heißt. Und zu allererst muß er gefunden werden. Das ist die erste Prüfung. ein Mensch muß für den vierten Weg vorbereitet sein und muß seine Vorbereitung im täglichen Leben erworben haben. „Der vierte Weg verlangt kein Sichzurückziehen in die Wüste und erfordert nicht von einem Menschen. „Und die Lage wäre wirklich hoffnungslos. Mönches oder Yogi. wenn es nicht die Möglichkeit eines vierten Weges gäbe. während man die gewohnten Lebensumstände beibehält. was einer Fakir. selbst eines intelligenten. alles aufzugeben und allem zu entsagen. und wieder andere verneinen seine Existenz oder deren bloße Möglichkeit. seine gewohnte Arbeit fortsetzt. Man muß einsehen. wofür er vorher gelebt hat. Außerdem hat der vierte Weg keine feste Form wie der Weg des Fakirs. die nie vom vierten Weg gehört haben. Außerdem muß er in Verhältnissen leben. die unüberschreitbare Grenzen für den vierten Weg schaffen. Es gibt viele Menschen. Er ist nicht so bekannt wie die drei überlieferten Wege. „Gleichzeitig ist der Anfang des vierten Weges leichter als der Weg des Fakirs. seine 69 . hoffnungslos. Dies muß man klar verstehen.oder Yogischule ähnlich ist. während die westlichen Religionen dermaßen entartet sind.

Wenn sie das vierte Zimmer erreichen.früheren Beziehungen zu Menschen bestehen läßt und femer ohne etwas aufzugeben oder zu entsagen. . was er tut. die das Leben selbst geschaffen hat. sind die bestmöglichen für ihn. der Mönch im zweiten. nicht aber seines Körpers und seiner Denkfähigkeit. was ihm gesagt wird. jedenfalls bei Beginn der Arbeit. die Lebensumstände. und sie können Idas Erreichte nicht anwenden. lassen Fakir. Ein Mensch darf nichts tun. Das Ergebnis der Arbeit steht im Verhältnis zur Bewußtheit der Arbeit. in denen sich ein Mensch beim Beginn der Arbeit befindet und wo ihn sozusagen die Arbeit findet. was er ist. was er nicht versteht. „Die Methode des vierten Weges besteht darin. der Mönch ist Herr seines Gefühls. daß die Hauptforderung an den Menschen eine Forderung nach Verstehen ist. nicht aber seines Körpers und seines Gefühls. jede Art Glaube steht im Widerspruch zum vierten Weg. nicht aber seines Gefühls und seines Denkens. würden künstlich für ihn sein. desto größer wird das Ergebnis seiner Anstrengungen sein. und unter solchen künstlichen Bedingungen würde die Arbeit nicht alle Seiten in ihm gleichzeitig berühren können. Und bis er überzeugt ist. Diese Bedingungen sind der Mensch selbst. der Yogi jlim dritten. Auf dem vierten Weg ist kein »Glaube* nötig: im Gegenteil. der Yogi ist Herr seines Denkens. überzeugen. Dies ist das Grundprinzip des vierten Weges. Der Fakir ist Herr seines Körpers. darf er nichts tun. Im Gegenteil. weil sie nicht Herr aller ihrer Funkätionen sind. Alle anderen Bedingungen als diejenigen. außer als Experiment unter der Aufsicht seines Leiters und Lehrers.1 Mönch und Yogi viel Unfertiges hinter sich zurück. Auf dem vierten Weg muß sich ein Mensch von der Wahrheit dessen. „Femer unterscheidet sich der vierte Weg von den anderen Wegen dadurch. weil das Leben eines Menschen und dessen Verhältnisse dem entsprechen. etwas in einem 70 . Sie sind seine natürlichen Lebensbedingungen. ^ „Somit berührt der vierte Weg alle Seiten des menschlichen Wesens gleichzeitig. Er ist Arbeit an allen drei Zimmern auf einmal. 'l Der Fakir arbeitet im ersten Zimmer. Je mehr er versteht.

Es macht keinen Unterschied. Das kann erreicht werden dank der Tatsache. „Von den vieren handelt der Fakir auf die gröbste Art. weiß sehr wenig und versteht auch sehr wenig. was notwendig für ihn ist und nicht. das für die Wege des Fakirs. in allen drei Richtungen gleichzeitig zu arbeiten. daß man auf dem vierten Weg ein gewisses Wissen anwenden kann. Er tut dies absolut blind. gleichzeitig am Körper und den Gefühlen zu arbeiten. Der . kann er ihn gebrauchen.schlaue Mensch' das Geheimnis lernte — das ist nicht bekannt.und Denkfunktionen erworben hat.Zimmer zu tun und gleichzeitig etwas entsprechendes in den beiden anderen Zimmern zu tun: das heißt. was überflüssig ist und nur aus Überlieferung in den anderen Wegen aufbewahrt wird. während man am Gefühl arbeitet. Vielleicht fand er es in alten Büchern.schlaue Mensch' kennt das Geheimnis. die Arbeit jedes einzelnen Menschen zu individualisieren. eine gewisse Substanz. gleichzeitig auch am Denken und dem Gefühl zu arbeiten. ohne Ziel. Der . vielleicht hat er es gekauft. Mönch und Yogi nicht kennen. Außerdem hat er viel Zeit gewonnen. während man das Denken bearbeitet. Gefühls. Wie der . vielleicht hat er es geerbt. was nutzlos für ihn ist. mit geschlossenen Augen. 71 . die Fakir. weil er die Herrschaft über alle seine körperlichen. „Wenn also ein Mensch Willen auf dem vierten Weg erreicht. „Der vierte Weg wird manchmal der Weg der schlauen Menschen genannt. des Mönches und Yogi unzugänglich ist. jeder kann nur das tun. die gewisse Veränderungen in ihm hervorruft. während man am physischen Körper arbeitet. Nehmen wir an. Das kommt daher. das heißt. Dies Wissen erlaubt es.schlaue Mensch' kennt einige Geheimnisse. weil er gleichzeitig nebeneinander an allen drei Seiten seines Wesens arbeitet. daß der vierte Weg vieles wegläßt. gleichzeitig am Denken und Körper zu arbeiten. denkerischen und Gefühlsübungen dienen diesem Zweck. vielleicht stahl er es von irgend jemandem. Außerdem ist es auf dem vierten Weg möglich. Parallele Serien von physischen. und mit seiner Hilfe sticht er Fakir. Mönch und Yogi aus. daß er durch einen ganzen Monat intensiver Qual eine gewisse Kraft entwickelt.

daß eine Woche von Fasten. daß diese Substanz im Verlauf eines Tages durch eine gewisse Art geistiger Übungen oder Bewußtseinskonzentration herangebildet werden kann. Und so. die alles. wie man dies tut. daß seine Anstrengungen und Opfer . einfach in Nachahmung von anderen. was er will. Er vertraut seinem Lehrer. und er weiß. „Der Yogi weiß erheblich mehr. unaufhörlichem Gebet. Er weiß zum Beispiel. „Der Mönch weiß ein wenig besser. Ein Mensch. und er glaubt. wenn man weiß. Er wird durch sein religiöses Gefühl geleitet. „Aber auf dem vierten Weg ist die Erkenntnis noch genauer und vollständiger. was zu tun ist. er weiß. wofür der Fakir einen Monat Selbstfolterung benötigt. durch eine Woche emotionaler Anstrengung oder einen Tag geistiger Übungen — und auch. „daß es zusätzlich zu 72 . ohne sich einen einzigen außerhalb liegenden Gedanken zu erlauben. weiß ganz genau. was er braucht. enthält. Entbehrungen und so fort ihn fähig macht. eine Woche im Gebet wie der Mönch. durch religiöse Überlieferung. was für Stoffe er für sein Ziel benötigt. was er will. daß diese Substanz im Körper durch einen Monat physischen Leidens hervorgerufen werden kann. daß sie von außen in den Organismus eingeführt werden kann. So versenkt er sich einen ganzen Tag in diese Übungen. eine gewisse Substanz in sich zu erzeugen. daß es für seine Absicht notwendig ist. Er weiß. was er will. Er weiß. „Weiter muß bemerkt werden". Nehmen wir an. Auf diese Weise verwendet der Yogi auf das gleiche Ziel nur einen Tag im Vergleich zum Monat des Fakirs und zur Woche des Mönches. und er erreicht.Methode oder Ergebnis zu kennen. der ihm sagt. das zu erreichen. und wie er es erreichen kann. durch die Sehnsucht nach Vollendung und Erlösung. oder einen Monat in Selbstfolterung wie der Fakir. bereitet er sich einfach eine gewisse Pille. und auf diese Weise erhält er ohne Zeitverlust das gewünschte Ergebnis. der den vierten Weg geht. sagte G. anstatt einen Tag mit geistigen Übungen zu verbringen wie der Yogi. warum er es will..Gott wohlgefällig sind'.

exaktem Wissen* und allen letzten Untersuchungsmethoden. Und in beiden Fällen kann sich das Zimmer als leer erweisen. All diese schönen Worte über Fortschritt und Zivilisation sind nichts als leere Worte. „ist es natürlich schwierig zu glauben und die Vorstellung anzunehmen. „Für einen Menschen westlicher Kultur". das kommt daher. „Es gibt überhaupt keinen Fortschritt. weil die Menschen an Fortschritt und Kultur glauben". wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte. Alles ist genau so wie schon vor Jahrtausenden und Jahrzehntausenden. während ein gebildeter Europäer. daß die Tür zum vierten Zimmer künstlich mit einem Dietrich geöffnet wird. gewappnet mit . und falsche Wege. der Kern wandelt sich nicht. Der Mensch bleibt genau der gleiche. . als die neueste Äußerung der „Zivilisation" in Form eines Krieges. die nur zeitweilige Ergebnisse liefern.kultivierte' Leute leben mit den gleichen Interessen wie die unwissendsten Wilden. ist noch nicht bekannt. die sogar Dauer-Ergebnisse zeitigen können. weil es 1916 gesagt wurde. überhaupt keine Hoffnung hat und sich in einem Kreis bewegt. Auch auf diesen Wegen sucht mancher den Schlüssel zum vierten Raum und findet ihn auch zuweilen. daß ein unwissender Fakir.Zivilisierte' und . jedoch nur falsche. fortfuhr zu wachsen und sich zu entwickeln und immer neue Millionen von Menschen in ihren Bannkreis zog. „Es kommt auch vor. sagte G. An einem der folgenden Tage kamen wir wieder auf die Wege zu sprechen. Aber was er dann im vierten Zimmer vorfindet. sagte ich." Dies beeindruckte uns natürlich besonders tief. Sklaverei und große Worte aufgebaut. Die moderne Zivilisation ist auf Gewalt. ein naiver Mönch oder ein vom Leben zurückgezogener Yogi sich auf dem Wege der Entwicklung befinden kann." Damit schloß G.diesen geeigneten und gesetzmäßigen Wegen auch kunstliche Wege gibt. 73 . Die äußere Form wandelt sich." „Ja. aus dem es kein Entkommen gibt.

niemand tut irgend etwas.» „Menschen sind Maschinen. sich ergänzten und kontrastierten. Und was für bewußte Anstrengungen kann es in Maschinen geben? Wenn eine Maschine unbewußt ist. Ich sprach zu unseren Leuten über diese Wagenladungen von Krücken und meine Gedanken hierüber bei unserem nächsten Zusammenkommen. daß die gleichen Lastwagen sicher auch in Berlin. einige Tage vor diesem Gespräch zwei enorme Lastwagen auf der Litejnij gesehen zu haben. Rom und Konstantinopel herumfuhren. „Was erwarten Sie anderes". 74 . Sie können sich jetzt noch nicht alle Folgen dieses Übels vorstellen noch verstehen. Maschinen sind blind und unbewußt. Denn alle Handlungen müssen ihrer Natur entsprechen. soweit ich mich erinnere. unwillkürlichen Handlungen liegt eben die Wurzel allen Übels. In diesen Bergen von Krücken für Beine. für mich und untereinander nun feindlich gesinnt geworden und durch Wälle von Haß und Verbrechen voneinander getrennt. In unbewußten.Fortschritt' und . hunderttausend oder eine Million. die bis zur Höhe des ersten Stockes der Häuser mit unbemalten hölzernen Krücken beladen waren. sie können nicht anders sein. die noch nicht verstümmelt waren. . sah ich eine besonders zynische Verhöhnung aller Dinge. Aber die Zeit wird kommen. von denen ich die meisten kannte und die ich gern hatte." Damit endete. London. Unwillkürlich malte ich mir aus. sagte G. Wien. dieses Gespräch. wo Sie verstehen werden.Zivilisation' in der wirklichen Bedeutung dieser Worte können nur das Ergebnis bewußter Anstrengungen sein. Diese Lastwagen berührten mich seltsam. Und dabei waren all diese Städte. Und die unbewußte Geschäftigkeit von einer Million Maschinen muß notwendig in Zerstörung und Ausrottung enden. Alles geschieht. Sie können nicht das Resultat unbewußter und mechanischer Handlungen sein. dann sind auch hundert Maschinen unbewußt. und ebenso tausend. mit denen die Menschen sich betrügen. gerade weil sie so verschieden waren.Ich erinnere mich.

Jetzt ist er Iwan. Selten bleibt er auch nur für eine halbe Stunde der gleiche. Und Sie alle denken. antwortete G. Ist es das. daß Iwan eine bestimmte Sache nicht zu tun vermag. wenn er Iwan heißt. es war Nikolaus. was Sie meinen?" „Nicht ganz". er bleibe Iwan. daß nicht nur einzelne Organe. Die rechte Hand hat ein anderes Bewußtsein als die linke. Zum Beispiel kann er nicht lügen. die nächste Minute Peter und wieder eine Minute später ist er Nikolaus. Ich weiß. Er wandelt sich unaufhörlich. daß er gelogen hat und sind darüber erstaunt. „Der größte Fehler ist". den er betonte.DRITTES KAPITEL A nfang November 1915 hatte ich schon einige der Grundgedanken über den Menschen in G.'s System begriffen. der eine eigene Funktion hat. sagte er. Und wenn sich die Gelegenheit bietet. Und wirklich. kann Nikolaus nicht umhin. der Mensch sei immer ein und derselbe. was für eine Menge von Iwans und Nikolausen in einem Menschen leben. „Diese Art von Bewußtsein gibt es 75 . „zu glauben. Der erste Punkt. der gelogen hat. sondern Jeder einzelne Teil des Körpers. wie er es konnte." „Hat dies irgend etwas mit dem Bewußtsein einzelner Körperteile und Organe zu tun?" fragte ich ihn bei dieser Gelegenheit. Matthäus. Sie wissen. Sie werden erstaunt sein. daß ein Mensch.-Ich verstehe die Wirklichkeit dieses Bewußtseins und habe sie auch oft gespürt. auch ein eigenes Bewußtsein besitzt. zu lügen. Wenn Sie diese beobachten lernen. Der Mensch bleibt niemals für lange Zeit der gleiche. . Nichts dergleichen. brauchen Sie nicht mehr ins Kino gehen. Iwan kann nicht lügen. Sergius. Wir glauben. war das Fehlen der Einheit im Menschen. Simon. auch immer Iwan ist. Dann finden Sie heraus.

daß sie gehen müssen. sie ist aber verhältnismäßig harmlos. Die Existenz des . In unserem Falle ist es genau das gleiche. die Füße. die zwei. Jemand wie Rockefeller in Amerika kann eine Menge Millionen haben.Astralkörper' besitzt?" fragte ich. wenn ich nichts zu essen habe. Es ist nutz. Es ist dieser physische Leib. Und so geht es fort durch das ganze Leben.und sinnlos. Wer immer die Oberhand gewinnt. daß wir einen physischen Körper haben. Aber das macht für uns persönlich keinen Unterschied. antwortete G. und später müssen die anderen es ausbaden. Nur müssen wir immer im Auge behalten. daß sie arbeiten müssen.Ich'. was andere besitzen. „Es gibt bestimmte Wege. Peters und Nikolause sind anders. ist Herr. sich auf andere zu verlassen oder sich mit dem Gedanken an das zu trösten.Astralkörper' sehen. aber diese Millionen nützen mir nichts. Aber diese Iwans. Jeder muß an sich denken.auch. sie fühlen sich alle als Herren und keiner will den anderen anerkennen. und sonst wissen wir nichts. was ihm paßt. muß als Idee. um das zu erkennen". daß die Frage sich mit dem physischen Körper nicht erschöpft und daß es Menschen gibt. Eine jede kennt ihren Platz und ihre Aufgabe." „Wie kann man erkennen. den wir kennenlernen müssen. Wir wissen. Aber es betrifft nicht uns. „Unter gewissen Bedingungen kann man den . erneut auf die Idee der verschiedenen menschlichen Körper zurück. jeder ist Kalif für eine Stunde. Denken Sie sich ein Land. was er will. Er kann vom physischen Körper getrennt und sogar neben diesem photographiert werden. Das heißt." Während eines dieser Gespräche kam G. Das ist unser Leben. Die Hände wissen. Aber im nächsten Augenblick ergreift ein anderer die Peitsche und schlägt ihn. ob ein Mensch einen . drei oder mehr Körper haben können. wo ein jeder für fünf Minuten König sein kann und für seine fünf Minuten alles mit dem Königreich anstellen kann. als Prinzip verstanden werden. Er verprügelt alle anderen und kümmert sich um nichts. macht rücksichtslos. „Daß der Mensch verschiedene Körper haben kann.Astralkörpers' kann noch 76 . Und es gibt gar keine Ordnung unter ihnen. Sie nennen sich alle .

daß wir nur ein einziges Funktionszentrum besitzen. Diese Erklärungen und alle mit ihnen verbundenen Aussprachen dauerten ziemlich lange. und fast bei jedem Gespräch kamen wir erneut auf die grundsätzlichen Ideen von der Mechanisiertheit des Menschen. die voneinander völlig unabhängig sind. getrennte Aufgaben haben und getrennte Bereiche. in der Art zu erklären.leichter und einfacher durch seine Funktionen erkannt werden. hiervon zu sprechen. nicht durch ein. Vom Bewußten und vom Unbewußten wollen wir später sprechen.bewußt'. Das Dasein dieser Funktionen läßt das Dasein des . Das muß vor allen Dingen verstanden werden.Astralkörpers' erkennen. All unsere Aufmerksamkeit muß vorerst auf das Studium des physischen Leibes beschränkt bleiben. Unser Hauptirrtum ist. die der physische Leib nicht haben kann. die ich ihnen in meinen Vorlesungen gab. die diese Funktionen lenken. Das ist unser Hauptirrtum. nennen wir . das heißt unseres physischen Körpers. fort. zu glauben. Darum habe ich alles psychologische und alles kosmologische Material in zwei besonderen Vorlesungsreihen gesammelt. Das Fehlen dieser Funktionen zeigt das Fehlen des . Der . sondern durch mehrere Funktionszentren geleitet wird. gab sie nur Stück für Stück.unbewußt' oder . wie sie in den psychologischen Vorlesungen dargelegt sind." Danach fuhr G. was nicht unter dieses Zentrum fällt. unfähig sei zu tun und so fort. alle Gespräche in der Weise wiederzugeben. in denen sie sich äußern. Es ist unmöglich. daß die Ideen nicht in der Form entwickelt wurden.unterbewußt'. daß die Tätigkeit der menschlichen Maschine. wie sie wirklich stattfanden. G. dem Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen — daß der Mensch keine Möglichkeit der Wahl habe. In diesem Zusammenhang muß bemerkt werden. als ob er sie vor uns 77 . alles. Es ist notwendig. die verschiedenen Funktionen des Menschen und die Zentren. Im Augenblick möchte ich Ihnen nur klarmachen.Astralkörpers' an. Aber es ist noch zu früh. denn sonst kann man gar nichts anderes verstehen.Astralkörper' hat bestimmte Funktionen. die Struktur der menschlichen Maschine zu verstehen. Dessen Funktionen nennen wir .

aber das geschieht sehr selten.hüten oder schützen müsse. wenn möglich von einem anderen Gesichtspunkt aus. wie alle Zentren dem Geschlechtszentrum seine Energie rauben und mit dieser Energie ganz falsche Arbeit voll nutzloser Aufregung vollführen und dafür dem Geschlechtszentrum nutzlose Energie geben. dem Denk-. Ich entsinne mich. fügte er weiteres Material hinzu. daß die drei Zentren der unteren Abteilung: das instinktive. Zum Beispiel erklärte er zum Geschlechtszentrum. die tatsächlich nur auf seine Auslassungen und Vorbehalte zurückzuführen waren.und Geschlechtszcntrum. erneut behandelte." Ich erinnere mich noch einer anderen Bemerkung. gab er nur allgemeine Grundsätze und hielt oft das Wesentlichste zurück. Das nächste Mal. wenn er das gleiche Thema. Er schilderte oft. und bei der Rolle. im Gespräch über die Energie dieser Zentren. Bewegungs. uns diese drei Funktionen unterscheiden zu lehren. die das Geschlechtszentrum in diesem Zusammenhang spielt. Ich entsinne mich seiner Worte. Später wurde das instinktive Zentrum als eine unabhängige und selbständige Maschine hinzugefügt. Gefühls-.und Bewegungszentrum — und versuchte. die sich nachher als Ursache vielen falschen Denkens und vieler falscher Schlüsse herausstellte. daß einige seiner Bemerkungen meine Aufmerksamkeit fesselten. 78 . Beispiele zu suchen und so fort. Wenn er ein neues Thema erstmalig anschnitt. in Beziehung zueinander als drei Kräfte arbeiten — und daß das Geschlechtszentrum in normalen Fällen als neutralisierende Kraft arbeitet. Danach das Geschlechtszentrum.oder Bewegungszentrum. mit der es gar nicht arbeiten kann. Das war. wenn das Geschlechtszentrum mit eigener Energie arbeiten kann. Dann wiederum. Fühl. „Es ist etwas Großes. weil es immer von anderen Zentren abhänge. Instinkt. Bei der ersten Gelegenheit sprach er von drei Zentren — dem Denk-. Nehmen wir zum Beispiel die Frage der Funktionen und Zentren. verweilte er oft bei dem. Das dritte Mal entwickelte er es noch weiter. daß es praktisch nie selbständig arbeite. was er falsche Tätigkeit der Zentren nannte. Manchmal wies er selbst auf sichtliche Widersprüche in den gegebenen Theorien hin.

und Bewegungszentrum. alle Zentren gliederten sich in positive und negative Teile. sprachen wir erst von drei Zentren. vor allem deswegen. Wie ich sagte. daß diese Teilung für die verschiedenen Zentren nicht die gleiche sei. die sich wiederum in drei weitere Teile gliederten. Dann sagte er. und G.und Bewegungszentrum) als Ausdruck der drei Kräfte auf G. die mit dem. von der ich rede.'s falsch wiedergegebenen und falsch aufgefaßten Bemerkungen über die Beziehungen der drei Zentren des unteren Stockwerkes zueinander fußte. um so genau wie möglich der ersten zu folgen. aber er hob nicht hervor. G. erklärte. Durch diese Verschmelzung zweier Ideen ganz verschiedener Ordnung und Bedeutung entstanden weitere Mißverständnisse und verstümmelten für den so Denkenden das ganze System. wirklich gesagt hatte. Fühl. So wurde durch verschiedene Gruppen (welche. Diese Methode der Darstellung. schufen sie phantastische Theorien. Und irgendwie war diese Idee mit der Vorstellung von drei Kräften verknüpft. daß alle Zentren in drei Teile oder drei Stockwerke geteilt seien. in gar keiner Beziehung standen. nicht mit mir in Beziehung standen) die Vorstellung von drei Zentren aufrechterhalten. fast jedesmal etwas Neues hinzu. Teile von Zentren wurden selten in den Gesprächen erwähnt. was G. daß die Idee von drei Zentren (Denk-.gegenüber der aktiven und passiven Kraft von Instinkt. ich wiederhole. dann von vier. sondern fünf Zentren gibt. Viele Leute fanden Widersprüche zwischen der ersten Darstellung einer gegebenen Idee und darauf folgenden Erklärungen. Aber er gab weder ein 79 . Während des ersten und der folgenden Gespräche über Zentren fügte G.'s Vorbehalte in seinen ersten Vorträgen führten zu vielen Mißverständnissen. und manchmal. mit der sie in Wahrheit gar keine Verbindung hatte. weil es im gewöhnlichen Menschen nicht drei. Es ist möglich. vor allem in den späteren Gruppen. die nicht mit meiner Arbeit im Zusammenhang standen. dann von fünf und schließlich von sieben Zentren.

so bleiben. Wandlungen. Ich werde im weiteren Verlauf die Gespräche und Vorlesungen von St. die Wiederholung dessen zu vermeiden. gegen sie anzukämpfen — indem er darauf hinwies. diese Art Wachstum kennzeichnet die wirkliche Evolution des Menschen. Es gibt und kann keine andere Art von Evolution geben.. „Um das Gesetz menschlicher Evolution zu verstehen. und meiner Meinung nach ist die ursprüngliche Darstellung der Ideen des Systems in der Art. in manchen Fällen Wiederholungen zu vermeiden. Trotzdem er zum Beispiel die Grundlage zum Studium der Rolle und Bedeutung negativer Gefühle gab. „kann man als die Entwicklung der Kräfte und Anlagen verstehen. was bereits in der ersten und zweiten Vorlesungsreihe niedergelegt worden ist. noch erklärte er. sich nicht nach ihnen zu richten und nicht negative Gefühle auszudrücken —. daß negative Gemütsbewegungen völlig unnötig seien und kein normales Zentrum für sie bestehe. können nur in einzelnen Menschen stattfinden. antwortete G. Nur diese Art Entwicklung. entwickeln. Petersburg und in späteren Gruppen in der Art. wie G. daß sich durch Aufmerksamkeit oder Beobachtung die Arbeit der Teile der Zentren unterscheiden ließe. vervollständigte er diese Theorien nicht. die sich niemals von selbst. sie gab. Aber es ist unmöglich. wiedergeben und dabei versuchen.Beispiel noch erwähnte er. und in der großen Masse wird er auch. daß über einen gewissen Punkt hinaus diese 80 . wie ich mich an sie erinnere. die möglicherweise die allgemeinen Erfordernisse der Natur verletzen. Jemand fragte bei einer Zusammenkunft: „Wie soll man den Begriff der Evolution verstehen?" „Die Evolution des Menschen". ebenso die Methoden. ist es notwendig zu begreifen. von größtem Interesse. „Betrachten wir einen Menschen im jetzigen Stadium seiner Entwicklung. Die Natur hat ihn so gemacht wie er ist. All dies und vieles andere wurde erst später festgestellt. das heißt mechanisch. soweit wir sehen können. sich nicht mit ihnen zu identifizieren.

sowohl die Ergebnisse der Evolution als auch der Entartung. Das ist völlig ausgeschlossen. eine menschliche Evolution außerhalb der sie umgebenden Hatur für möglich zu halten oder die Evolution des Menschen als eine langsame Eroberung der Natur zu betrachten. denn sogar im Kampf gegen die Natur handelt der Mensch in Übereinstimmung mit ihren Zwecken. Was uns Fortschritt oder Entwicklung zu sein scheint. die sofort durch eine entsprechende Veränderung in entgegengesetzter Richtung ausgeglichen wird. das heißt nicht notwendig für die Natur in einem bestimmten Zeitpunkt ihrer eigenen Entwicklung. Sich-Entwickeln. Die Evolution großer Massen ist den Zwecken der Natur entgegengesetzt. Sterben. Aber die Evolution der Menschheit als Ganzes. „Die Menschheit.Evolution gar nicht notwendig ist. das heißt die Entwicklung dieser Möglichkeiten in allen Menschen oder in den meisten oder sogar nur in einer größeren Anzahl ist für die Zwecke der Erde oder der Planetenwelt nicht notwendig. Der Mensch hat in sich die Möglichkeit zur Evolution. wenn auch vielleicht für verschiedene Zwecke. können keine wesentlichen Veränderungen im Leben der Planeten vor sich gehen und kann infolgedessen auch keine wesentliche Wandlung im Leben der Menschheit stattfinden. wie auch das übrige organische Leben. besteht auf der Erde für den Zweck und Nutzen dieser Erde. „Die Menschheit schreitet weder voran noch entwickelt sie sich. ist nur eine teilweise Veränderung. und sie 81 . Und femer kann die Menschheit als Ganzes niemals der Natur entrinnen. oder besser die Natur verwendet gleichermaßen. aber die Evolution der Planeten geschieht in für unsere Begriffe unermeßlichen Zeiträumen. Im Leben. im Entarten dient der Mensch gleicherweise den Zwecken der Natur. die Evolution eines gewissen geringen Prozentsatzes mag mit ihnen in Einklang stehen. den das menschliche Denken umfassen kann. Im Verlauf des Zeitraumes. Und sie ist genau den Erfordernissen der Erde zur jetzigen Zeit angepaßt. Um es noch genauer zu sagen: die Evolution der Menschheit entspricht der Evolution der Planeten. „Nur ein so theoretisches und so weit von der Wirklichkeit entferntes Denken wie das heutige europäische konnte dazu kommen.

Solche Entwicklung liegt nur im Interesse des Menschen allein. ist sozusagen gegen die Interessen und Kräfte der planetarischen Welt. dann würden sie nicht mehr vom Mond gefressen werden wollen. Später werden Sie verstehen. wenn er einsieht. Evolution ist das Ergebnis eines bewußten Kampfes.könnte für sie sogar schädlich oder tödlich sein. diese Lage zu verändern. daß alle diese Hindernisse für den Menschen sehr nützlich sind. und sie kann in einzelnen Individuen mit Hilfe der geeigneten Kenntnisse und Methoden entwickelt werden. um es genauer zu sagen. die sich der Evolution großer Menschenmassen entgegenstellen und die sie auf der Stufe festhalten. Der Mensch muß verstehen: seine Entwicklung ist allein für ihn selbst notwendig. oder. über einen gewissen Prozentsatz hinaus. von der Menschheit. widersetzen sich auch der Entwicklung des einzelnen. die der Entwicklung großer Menschheitsmassen Widerstand leisten. „Dies ist die Grundlage einer richtigen Ansicht über die menschliche Evolution. daß er Kräfte hat. wo sie bleiben sollen. erkennt. Und einer kann sie überlisten. „Zum Beispiel würde die Entwicklung der Menschheit über einen gewissen Punkt hinaus. wenn er seine Lage und die Möglichkeit. sie will sie nicht und kämpft gegen sie an. Im Gegenteil. „Aber trotzdem gibt es die Möglichkeit der Evolution. Der Mond nährt sich vom organischen Leben. daß die Menschheit die Nahrung für den Mond darstellt. ihm zu helfen. Der Mensch muß sie überlisten. Niemand anders ist daran interessiert. Wenn alle Menschen zu intelligent würden. das heißt. tödlich für den Mond sein. die Kräfte. wenn sie nicht bestehen würden. Die Menschheit ist ein Teil des organischen Lebens. denn nur durch Überwindung von Schwierigkeiten kann ein Mensch die für ihn notwendigen Eigenschaften entwickeln. die ganze Menschheit nicht. Die Natur braucht diese Evolution nicht. Es gibt keine zwangsmäßige mechanische Evolution. 82 . müßten sie absichtlich geschaffen werden. Und niemand ist verpflichtet oder beabsichtigt. Daher bestehen besondere Kräfte (planetarischen Charakters). Evolution kann aber nur dann zum Bedürfnis des Menschen werden.

ein Auto oder ein Flugzeug — aber sie wissen gar nichts oder fast gar nichts über Bauart. würde Evolution wiederum unmöglich werden. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Bewußtseins. Aber wenn alle Menschen oder die meisten dies gewahr würden und erreichen wollten.tun'. Im Sinne der Nutzbarmachung dieser Kräfte und Reichtümer ist Evolution möglich. Wir können ihrer nicht bewußt werden. zu dem es. es macht im Haushalt der Natur keinen Unterschied. um das Leben des kosmischen Organismus zu beeinträchtigen. „Die Leute wissen nicht. die er nicht nützt. bleibt für die Massen unmöglich. Reichtümer. Wir können dieses Größenverhältnis leicht verstehen. und der .Wille' kann sich nicht unwillkürlich entwickeln. Was für den einzelnen möglich ist. Und Bewußtsein kann sich nicht unbewußt entwickeln. Das Dasein oder Fehlen einer Zelle ändert nichts am Leben des ganzen Körpers.geschehen'. im gleichen Verhältnis steht wie die Zelle zu unserem Organismus. müssen wir von Anfang an verstehen.die er brachliegen läßt. Die Evolution eines Menschen ist die Evolution seiner Fähigkeit zu . Und das ist es. Sie haben es hier mit einer sehr komplizierten Maschine zu tun. Sie haben eine ungefähre Vorstellung. und das . was seine . „Wenn wir von Evolution sprechen. und sie kann keinen Einfluß auf das Leben oder die Funktionen des Organismus haben.Möglichkeiten'.Tun' kann nicht das Ergebnis von Dingen sein.Evolution' ermöglicht. „Der Vorteil des einzelnen Individuums ist seine Kleinheit. viel komplizierter als eine Lokomotive. Arbeitsgang und Möglichkeiten dieser Maschine. Die Evolution des Menschen ist die Evolution seines Willens. hierauf beruhen seine . weil sie den Zweck dieser Funktionen nicht kennen. was ihnen als Geburtsrecht zusteht. was die Größe anbetrifft. Sie verstehen nicht einmal ihre einfachsten Funktionen. daß der Mensch 83 . ob ein mechanischer Mensch mehr oder weniger da ist. die . wenn wir uns das Verhältnis einer mikroskopischen Zelle zu unserem eigenen Körper veranschaulichen. Genau im gleichen Maße ist ein einzelnes Individuum zu klein. daß keine mechanische Evolution möglich ist. was ein Mensch eigentlich ist.

wenn er sich immer für ein und die gleiche Person hält. Man denkt. der nicht . die er im vorigen Augenblick war.geschieht'. und daß unsachgemäße Handhabung der menschlichen Maschine genau so gefährlich ist wie unsachgemäße Handhabung irgendeiner anderen komplizierten Maschine.seine Maschine lenken lernen müsse.tun' kann und mit dem und durch den alles . genau so wie er eine Lokomotive. der Mensch. sagte er. Aber nur sehr selten zieht einer dies in Betracht für den Menschen im allgemeinen oder für sich im besonderen. und er begeht einen gewaltigen Irrtum. „Der Mensch hat kein bleibendes und unveränderliches Ich. ein Auto oder ein Flugzeug lenken lernen muß." Sehr oft. Und in jedem Fall hält man es für selbstverständlich. Jeder versteht dies hinsichtlich des Flugzeuges. „Einer der Hauptirrtümer des Menschen". die . daß man sie viel besser kennen kann als die Wissenschaft dies tut. „den man sich immer vor Augen halten muß. ein Wunsch oder eine Abneigung Ausdruck dieses Ganzen 84 . sie vermuten nicht. es sei richtig zu glauben. daß instinktive Kenntnis einer Maschine unter keinen Umständen genug ist. ist seine Täuschung in bezug auf sein Ich. des Autos oder einer Lokomotive. Gefühle und Stimmungen. Warum studieren sie Medizin und gebrauchen ihre Dienste? Natürlich weil sie einsehen. jede Begierde. daß dieses Ich zum Ganzen gehört. jede Stimmung. in Wirklichkeit ist er immer eine verschiedene Person. Aber sie vermuten nicht. Sein Ich wechselt mit gleicher Geschwindigkeit wie seine Gedanken. Jeder Gedanke. zum ganzen Menschen. erneut auf das Fehlen der Einheit im Menschen zu sprechen. nicht die gleiche. kann kein dauerndes und einziges Ich haben. wie wir ihn kennen. daß man sie zu einer ganz anderen Leistung bringen kann. „Der Mensch.Maschine Mensch'. fast bei jedem Gespräch. jede Empfindung sagt Ich. kam G. und daß ein Gedanke. daß die Natur dem Menschen die notwendige Kenntnis seiner Maschine gegeben habe. daß sie ihre Maschine nicht kennen. und dabei wissen doch die Menschen.

„Der Wechsel der Ichs. Erziehung. Wärme. Nachahmung. Faktisch besteht überhaupt kein Grund für diese Annahme. andere Assoziationen. haben den gleichen Ursprung wie diese . die sich oft untereinander gar nicht kennen. Und dies Ganze drückt sich einfach darum nicht aus. ihr offensichtlicher dauernder Kampf um die Herrschaft wird durch zufällige äußere Einflüsse gelenkt. aus denen die Persönlichkeit des Menschen besteht. vor allem. auf denen äußere Eindrücke verzeichnet werden (Anmerkung der Übersetzer). sie wurde durch die Stärke von Zufällen oder mechanischen äußeren Einflüssen geschaffen. dann wieder ein Gedanke. Aber an dessen Stelle gibt es Hunderte und Tausende getrennter kleiner Ichs. Sonnenschein. Lesen. Der Mensch ist eine Vielheit. anderer Ichs beherrschen. Nichts im Menschen kann diesen Wechsel von Ichs lenken. weil es als solches nur physisch besteht und abstrakt als ein Begriff. Nebel. Regen rufen eine andere Gruppe von Ichs hervor.Rollen'1 der Zentren verzeichnet sind. Sein Name ist Legion. es nicht bemerkt. Aber ihre Stärke ist die Stärke der Eindrücke. Jeder Gedanke und jede Begierde des Menschen entsteht und lebt ganz getrennt und unabhängig vom Ganzen. Kaste und Tradition öder der Glanz neuer Schlagworte schaffen in der Persönlichkeit eines Menschen sehr starke Ichs. das die Zentren de» Menschen mit Grammophon„rollen" oder -platten vergleicht. sie sind das Ergebnis äußerer Einwir' „Rollen" bezieht sich auf ein von G. der hypnotische Einfluß von Religion. da sie einander ausschließen und unvereinbar sind. 85 .Rollen'. andere Gefühle und andere Handlungen. Gerade jetzt war es ein Gedanke. die in den . Jede Minute. nun ist es eine Begierde. gebrauchtes Bild.ist. Der Mensch hat kein individuelles Ich. dann eine Empfindung. Manche Ichs sind natürlich stärker als andere. die ganze Reihen schwächerer. schönes Wetter rufen sofort eine ganze Gruppe von Ichs auf den Plan. Kälte. und jedesmal ist dieses Ich verschieden. er lebt immer im letzten Ich. bewußte Stärke. Aber es ist nicht ihre eigene. nie zueinander in Beziehung treten oder sogar im Gegenteil feindlich gegeneinander eingestellt sind. und so weiter ohne Ende. weil er davon gar nichts weiß. jeden Augenblick sagt oder denkt man Ich. Und alle Ichs.

Er hat kein einziges großes Ich. sondern jemand anderem. daß jedes kleinelch das Recht hat. | nicht sich selbst. sich das Ganze zu nennen. Ein Mensch entschließt sich. in dem es eine Menge Diener gibt. das heißt die gesamte Summe anderer Ichs. Dies erklärt. Ein kleines zufälliges Ich mag etwas versprechen. Schecksundwechsel zu unterzeichnen und der Mensch. Wechsel kleiner. niemand tut. „Die östlichen Lehren enthalten zahlreiche allegorische Bilder. Jeder versucht.Rollen' als auch Ichs. Ein Ich oder eine Gruppe von Ichs beschließt dies. Dann verschwindet es und der Mensch. werden durch neue äußere Einflüsse in Bewegung gesetzt und gelenkt.kungen. aber kein Herr und kein Haushälter da sind. das diese ^Entscheidung vollständig ablehnt oder sogar nichts davon weiß. zuzustimmen oder abzulehnen. früh aufzustehen. Es ist die Tragödie des Menschen. die ganz unschuldig daran sind. Entscheidungen zu treffen. was ein anderes Ich oder das Ganze dann ausbaden muß. „Der Mensch hat keine Individualität. und beide. Die einzige Rettungsmöglichkeit besteht darin. wenn auch nur für einen Augenblick. „So wird in einer Lehre der Mensch einem Haus verglichen. sowohl . den Herrn zu spielen. ^In manchen Fällen kann dies sehr unangenehme Folgen für den f Menschen haben. Die Dienstboten haben alle ihre Pflichten vergessen. was er soll. im Namen des Ganzen zu handeln. und durch diese Unordnung droht dem ganzen Haus große Gefahr. die versuchen. dafür aufzukommen hat. warum Menschen so oft Entscheidungen treffen und sie so selten ausführen. einfach aus Eitelkeit S oder aus Spaß. zufälliger Ichs einzulösen. die Natur des Menschen von diesem Gesichtspunkt aus zu schildern. das heißt das Ganze. müssen ihr ganzes Leben dafür bezahlen. Der Mensch ist in eine Vielfalt kleiner Ichs geteilt. den Morgen zu verschlafen i ?' und am Abend wird er sich erneut entschließen. Aber das Aufstehen fällt unter die Zuständigkeit eines ganz anderen Ichs. a Natürlich wird der Mensch fortfahren. „Und jedes einzelne kleine Ich ist fähig. von morgen ab früh aufzustehen. Versprechen zu geben. daß eine Gruppe vernünftiger Diener sich ver- 86 . Oft besteht das ganze Leben eines Menschen darin.

„Aber auch das klarste Verstehen seiner Möglichkeiten wird einen Menschen ihrer Verwirklichung nicht näher bringen. muß er einen sehr starken Wunsch nach Befreiung verspüren und muß bereit sein. soviel ich verstand. Mir war erzählt worden. Aber gegen eine Rupie zeigte er mir alle seine Künste. daß jeder seine eigene Arbeit verrichte: der Koch in der Küche. Dieser Fakir war. war der Fakir da. eine Photographie. daß sich im Hofe der Aurangzeb-Moschee am Ufer des Ganges ein Fakir aufhalte. um die Kuh zu holen. ist häufig in östlichen Lehren zu finden. stand das Bett mit Nägeln allein da. Auf diese Weise kann das . Er legte sich wirklich fast nackt auf ein mit ziemlich langen." In diese Zeit. Aber als ich kam. der Fakir. in denen sich noch Spuren alten Wissens erhalten haben. Dies klang sehr geheimnisvoll und erschreckend. der auf einem Bett aus Nägeln liege. die ich in Ceylon sah. Er lag nicht auf seinem Bett und. der Gärtner im Garten und so fort. die ich in Benares von einem „Fakir auf Nägeln" aufgenommen hatte. für seine Befreiung alles zu opfern und alles zu wagen. ohne Fakir.Haus' für die Ankunft des wirklichen Haushälters vorbereitet werden. der es dann seinerseits für die Ankunft des Herrn vorbereitet. obgleich zweifellos ein „Professioneller". fallen noch zwei interessante Gespräche. Um diese Möglichkeiten zu verwirklichen.-Petersburger Vorlesungen. das heißt den Beginn der St. Bei einer Gelegenheit zeigte ich G. das die Ankunft seines Herrn erwartet. so hörte ich. Dieser stellvertretende Haushälter kann dann die anderen Diener auf ihren Platz verweisen und darauf sehen. das heißt einen stellvertretenden Haushälter. wenn Zuschauer kamen. legt& er sich nur darauf.sammelt und einen zeitweiligen Haushälter erwählt. Als ich das zweite Mal kam. „Der Vergleich des Menschen mit einem Haus. der Kutscher im Stall. Obwohl er sichtlich acht- 87 . und wie wir wissen. nicht nur ein schlauer Gaukler wie jene. taucht dieses Thema auch in verschiedener Form in vielen Gleichnissen der Evangelien auf. spitzen Eisennägeln versehenes Bett. war weggegangen.

und sichtlich stachen sie ihn weder. Der Fakir machte nicht den Eindruck eines intelligenten oder religiösen Menschen. Dies alles erzählte ich G. Dann später wurde mittels posthypnotischer Suggestion die Unempfindlichkeit und Undurchdringlichkeit der Haut fixiert. Und wenn die Zeit kommt. was posthypnotische Suggestion heißt. Aber er weiß selber nicht. daß er fünf Stunden nach seinem Aufwachen etwas Bestimmtes tun müsse. noch kratzten sie ihn. Wenn Sie ihn bestechen würden und ihn veranlassen könnten. was er darüber denke. wenn er dies tue. auf dem Bauch. „Erstens ist der Mann natürlich kein . zu glauben. keine hastigen Bewegungen zu machen. Durst verspüren.gab. Er kann sich sogar bereit erklären. Oder er müsse ein bestimmtes Wort aussprechen und werde sofort. auf der Seite. Ein Mensch wird in Schlaf versetzt und es wird ihm gesagt. Ich machte zwei Aufnahmen von ihm. Sein Gesicht trug einen stumpfen. wie ich dieses Wort gebraucht habe. denn es wäre ein ganz gewöhnliches Wort. Man hat einfach mit ihm experimentiert. drehte er sich doch auf den Nägeln.Fakir' in dem Sinne. Dann wird er geweckt. zu berichten. Ihnen dieses Wort zu sagen.. nur war er kein Schüler. gelangweilten und gleichgültigen Ausdruck und nichts an ihm sprach von Streben nach Selbstopfer oder von Selbstfolterung. Sie wissen. konnte mir aber keine Erklärung dieser Erscheinung geben. daß er ein bestimmtes Wort kenne. das er sagen müsse. wie er es fertigbringt. zeigte ihm das Lichtbild und fragte ihn. „Es ist schwierig. Er war ein Experiment. würde er wahrscheinlich antworten. sich für tot halten oder etwas Ähnliches. was er weiß. lag auf ihnen auf dem Rücken. daß dies nicht nur ein Trick sei. fühlt er ein unwider- 88 . Offensichtlich ist er viele Male hypnotisiert worden und während der Hypnose wurde seine Haut zuerst gegen Stiche unempfindlich gemacht und danach dagegen gefeit. und danach könne er sich auf seine Nägel niederlegen. das gar keine Wirkung auf Sie haben würde. antwortete G. Aber das würde Ihnen nicht im geringsten helfen. Dieser Mann stammt aus einer Schule. Aber gleichzeitig haben Sie recht. das in zwei Worten zu erklären". In geringem Maße ist dies sogar für die gewöhnliche europäische Hypnose möglich.

welche glücklich sind. wenn er sich des Wortes erinnert. um zu leben. Bei einer anderen Gelegenheit sprachen wir über den Buddhismus auf Ceylon. wie er könne. weil ich nie zuvor eine ähnliche gehört oder gelesen hatte. daß die Buddhisten Magie haben müßten. Man gewöhnte ihn daran. Diesmal war es ganz anders. Gerade dies war mit Ihrem . wie ich glaube. G. die einzig mögliche." Diese Erklärung interessierte mich sehr. der Ausführende wisse. trotzdem sie deren Existenz nicht anerkennen und sogar deren bloße Möglichkeit vom offiziellen Buddhismus geleugnet wird.'s Erklärung schien mir nicht nur die einzig wahrscheinliche. Man experimentiert an ihm. vielleicht für viele Jahre. Ohne Bezug auf diese Bemerkung und während ich. Es gibt viele solche Leute in Indien. was er tue und wie er es tue. um ihm zu sagen. das zu tun. Und dann weckte man ihn. 89 . weil er nicht wolle oder Angst habe. sie zu verkaufen. sei es. So stellt er dieses eiserne Bett auf und verdient wahrscheinlich einige Rupien die Woche. Die Schulen brauchen sie für Experimente. In allen mir bekannten Versuchen. das ihm gegeben wurde. was er tut und auf welche Weise es getan wird. was ihm gesagt wurde. Das geschieht oft in solchen Fällen.stehliches Verlangen. spricht er es aus und sogleich fällt er in Trance. unter Hypnose auf Nägeln zu liegen.Fakir' geschehen. G. und läßt ihn dann einfach gehen. Aber natürlich weiß und versteht der Mann selbst nicht. wie er sein „Wunder" ausführte und hätte es darum auch gar nicht erklären können. daß er durch Aussprechen eines bestimmten Wortes wieder fähig sein werde. auf Nägeln zu liegen. oder. weil sie später daraus Nutzen ziehen. und wenn er nicht darüber spreche. apathisches Aussehen. war immer angenommen. ob die „Wunder" nun als Tricks oder anders hingestellt wurden. Der Fakir selbst wußte nicht. sondern ich wage zu behaupten. gerade meine Photographien zeigte. Dieses Wort versetzt ihn in einen hypnotischen Zustand. „Fakir-Wunder" zu erklären. gewöhnlich kaufen sie diese Menschen als Kinder von den Eltern. Ich verlieh meiner Überzeugung Ausdruck. Darum vielleicht hatte er so ein verschlafenes.

wie üblich. die einige Menschen als Ergebnis besonderer Übungen in Form eines Halsbandes um deh Hals herum bekommen. „Sie sagten mir. sondern eine besondere Knochenbildung. runde Kugel in der Größe einer großen Gewehrkugel. „die Leute. Zu Füßen des Buddha lag eine kleine. „Haben sie Ihnen nicht erklärt.Astralkörper' des Toten in Beziehung treten. in dem." „Ja". den Sie sahen. daß dort Magie verwendet wird.Buddhas Halsband' genannt. meiner Ansicht nach aus Elfenbein oder Perlmutter geschnitzt. Die Kette von Buddhas Wiedergeburten wird . oder.Halsband' verbindet den physischen mit dem astralen Körper. Die Besitzer hatten diese in meiner "Gegenwart geöffnet und mir etwas gezeigt.. Sie haben recht. das eine Reliquie sein sollte — eine kleine. Sie werden diese Knochen in fast jedem Hause finden. „das ist eine Bedeutung dieses Ausdrucks. innen hohl. sagte ich. was die Kugel bedeute?" fragte er. Haben Sie niemals den Ausdruck . Aber man spricht nie offen davon.sprach ich von einein kleinen Schrein in einem Privathaus zu Colombo. die es Ihnen zeigten. G. das . sagte G. Der . Dieses Halsband aus Knochen." 90 . und es sei sehr alt und heilig. anzunehmen. welches den Hals unterhalb der Haut umschließt. Natürlich folgt daraus nicht. ein echter ist.Buddhas Halsband' gehört?" „Ja". eine Buddhastatue stand. Wenn nun der . glockenförmige Dagoba aus Elfenbein. Es war nicht ein Knochenstück. um genauer zu sein. wußten entweder nichts oder wollten Ihnen nichts sagen. sagte G. steht in direkter Beziehung zum sogenannten . das heißt eine kleine geschnitzte Wiedergabe einer Dagoba.Astralkörper'.Astralkörper' ist sozusagen daran befestigt.Astralkörper' nach dem Tod des physischen Körpers weiterlebt. aber ich spreche von einer anderen Bedeutung. daß der Knochen. so kann der Besitzer eines Knochens dieses Halsbandes immer mit dem . Das ist Magie." „Es ist so und es ist auch wieder nicht so". und dies ist ein Beispiel dafür. der diesem Brauch zugrunde liegt. „aber das bedeutet etwas ganz anderes. hörte mir aufmerksam zu. Aber ich sprach von dem Glauben.. es sei ein Stück Knochen von einem Schüler Buddhas.

machte eine kleine Skizze. sie führten in einem Halbkreis um den Nacken. Aber ich konnte nichts weiter darüber erfahren.Und wieder mußte ich zugeben. daß ich früher nie auf eine solche Erklärung gestoßen war. etwas vor den Ohren beginnend. G. Diese Skizze erinnerte mich sofort an eine gewöhnliche graphische Darstellung der Lymphdrüsen im Nacken. wie sie in anatomischen Karten zu finden ist. um mir die Lage der kleinen Knochen unter der Haut zu zeigen. 91 .

bis ich mir sagen könne. Einige Teile des Systems begannen schon ungefähr Gestalt anzunehmen. und nun.'s Bestehen wissen oder wie leicht hätte ich ihn wieder aus den Augen verlieren können. wenn ich ihn nicht gefragt hätte.'s Vorträge führten in unseren Gruppen zu vielen Gesprächen. sie verstünden sofort. und seine Schüler zu fällen. und der Abend mit der Moskauer Gruppe einfiel. und ich mußte alles neu errichten. und oft erklärte eine Sache manchmal ganz unerwartet eine andere. was ich erwartet hatte. Vieles war mir noch nicht klar. Aber ich versuchte. war ich beinahe entsetzt bei dem Gedanken: wie leicht hätte ich daran vorbeigehen können. worüber wir sprachen. Gleichzeitig waren viele Dinge dem entgegengesetzt. da ich eingesehen hatte. daß sie es dann anderen erklärten und schon ganz feste und bestimmte Meinungen über uns hatten. Und ich fand es sehr merkwürdig. Ich muß gestehen. aber viele Stellen blieben noch leer und unvollständig. zu der vorher gar keine Verbindung zu bestehen schien. ein fertiges Urteil über G. das ich noch nicht gehört hatte. Aber irgend etwas hatte mich damals davon abgehalten. Damals war auch ich sehr nahe daran gewesen. sondern zu warten. eine große Spanne Zeit müsse noch verstreichen. ob ich ihn wiedersehen könne. Oft änderte ein neues Wort. daß ich das ganze System richtig darstellen könne. die einmal zu einer Vorlesung zu uns gekommen waren.VIERTES KAPITEL G . aber viele Dinge hatten sich miteinander verbunden. Leute. daß mir bei solchen Gelegenheiten oft mein erstes Zusammentreffen mit G. 92 . wie leicht hätte ich überhaupt nichts von G. was ich vorher aufgebaut hatte. Ich erkannte ganz klar. das ganze Bild. was für einen ungeheuren Wert diese Ideen hatten. keine Schlüsse zu ziehen. so wie Figuren oder eine Landschaft. sagen zu hören. die allmählich bei der Entwicklung einer photographischen Platte erscheinen.

sagte er.Nicht-Existenz' entgegengesetzt ist. „Die Menschen verstehen. Aber sie verstehen dies nicht in Beziehung zum . daß Wissen größer oder geringer sein kann. sondern sie wollen es auch ganz bestimmt nicht verstehen. parallel und unterstützen einander. Es ist ein verschiedenes Sein. „zwei Linien. Das genau ist es. neidischer. oder wenn die Linie des Seins der Linie des Wissens voraus ist. Und sie verstehen auch die Möglichkeit verschiedener Wissensstufen. Das Sein einer Pflanze und eines Tieres ist wieder ein verschiedenes Sein. Sie verstehen. der die .Sein'. Sie verstehen nicht nur dies letztere nicht. daß ein Mensch großes Wissen besitzen könne.In fast jeder seiner Vorlesungen kam G. naiver und zerstreuter Mensch zu sein. was die Menschen nicht verstehen. auf ein Thema zurück. ein kleinlicher. Bei richtiger Evolution entwickeln sich die Linie des Wissens und die Linie des Seins gleichzeitig. die Wissenschaft um ein Stück weiterbringen und zu gleicher Zeit könne er und habe auch das Recht. Das Sein eines Tieres und eines Menschen ist ein verschiedenes Sein. das heißt von der einen oder der anderen Qualität. egoistischer. Nehmen wir zum Beispiel das Sein eines Minerals und einer Pflanze. was .Existenz'. . Aber wenn die Linie des Wissens der Linie des Seins zu weit voraus ist.Wissen' bedeutet. schwächlicher. zum Beispiel könne er ein fähiger Wissenschaftler sein. 93 . Und besonders im westlichen Kulturkreis nimmt man an. daß Sein oder Existenz auf sehr verschiedenen Stufen und unter sehr verschiedenen Kategorien bestehen kann. eitler.Sein' heißt für sie einfach . entlang deren die menschliche Entwicklung vonstatten geht. „Es gibt". spitzfindiger. welchem er sichtlich die größte Wichtigkeit zuschrieb. dann wird die menschliche Entwicklung falsch und muß früher oder später zu einem Stillstand kommen. die Linie des Wissens und die Linie des Seins. Es scheint hier selbstverständlich zu sein. daß ein Professor überall seinen Regenschirm vergißt. Aber das Sein zweier Leute kann sich noch mehr voneinander unterscheiden als das Sein von Mineral und Tier. das aber für viele von uns schwer zu begreifen war. daß das Wissen vom Sein abhängt. Sie verstehen nicht. Und sie verstehen nicht. Entdeckungen machen.

hat das Sein eines Menschen viele verschiedene Seiten. sein Wissen hänge nicht von seinem Sein ab. daß ein Wissen. »freier Wille'. aber sie achten nicht das Seinsniveau und schämen sich nicht der geringen Stufe ihres eigenen Seins. In den Grenzen eines gegebenen Seins kann die Qualität des Wissens nicht verändert werden. Es wird immer ein Wissen über eine Sache. und es ist allein die Sammlung von Informationen ein und derselben Natur im Bereich bekannter Grenzen möglich. als da sind . die vorher nicht da waren. das menschliche Leben zu komplizieren. Ein Wechsel in der Natur des Wissens ist nur in Verbindung mit einem Wechsel in der Natur des Seins möglich. was das heißt. Sie verstehen nicht. ohne Wissen des Ganzen. ein Wissen von Einzelheiten. besser mit ihren Schwierigkeiten fertigzuwerden.klares Bewußtsein'. daß die Wissensstufe durch die Seinsstufe bedingt wird. „Solch ein Übergewicht des Wissens über das Sein beobachten wir in der heutigen Kultur. für die wirklichen Bedürfnisse des Menschen nicht groß genug oder nicht geeignet ist. „Als solches betrachtet. beginnt es. 94 . Und sie verstehen nicht. fügt neue Schwierigkeiten. Tatsächlich ist aber die Möglichkeit des Wissens auf einer bestimmten Seinsstufe begrenzt und endlich. gepaart mit Unwissenheit über eine andere Sache bleiben. „Wenn das Wissen dem Sein sehr voraus ist. ohne Wissen des Inhalts.„Und trotzdem ist das sein Sein. ein Wissen der Form. wird es theoretisch und abstrakt. \. neue Störungen hinzu. Und die Menschen denken. auf das Leben unanwendbar oder geradezu schädlich. Das charakteristischste Kennzeichen eines modernen Menschen ist das Fehlen der Einheit m ihm und weiterhin das Fehlen sogar von Spuren jener Eigenschaften. Die Menschen westlicher Kultur schreiben dem Wissensniveau eines Menschen einen großen Wert zu. das nicht im Verhältnis zum Sein steht. Die Idee des Wertes und der Wichtigkeit der Seinsstufe ist vollständig vergessen. Und ebenfalls hat man vergessen. denn statt dem Leben zu dienen und den Menschen zu helfen. die er sich am liebsten zuschreibt.Der Grund hierfür ist. daß das Wissen eines Menschen von der Stufe seines Seins abhängt.

ein Mensch kann nichts weder in sich noch außer sich tun. Fleiß. Feigheit. „Ein modemer Mensch verbringt sein Leben schlafend. daß er nicht umhin kann.ein . das heißt wie er sein Sein wandeln könne. Wahrha^igkeit oder eine Neigung zur Lüge. dann wird Ihnen sofort klar werden. der Schlaf ist. daß das Hauptkennzeichen des Seins eines modernen Menschen. zusammengebrochene Maschinen sind. Die Menschen. Egoismus. und so ist es mit allem. Eitelkeit. daß ein Mensch. Bereitschaft zum Selbstopfer. all dies und noch viel anderes macht das Sein eines Menschen aus. Wenn er die Wahrheit sagt. daß er nicht umhin kann zu lügen.dauerndes Selbst oder Ich' und die »Fähigkeit zu tun'. Wenn Sie daran denken. Es mag Sie überraschen. daß nur einige wenige rich- 95 . Selbstbeherrschung. wenn ich Ihnen sage. Dies muß man immer im Gedächtnis behalten. Alles geschieht. Aber im Augenblick wollen wir nur an etwas denken: was für ein Wissen kann ein schlafender Mensch haben? Und wenn Sie darüber nachdenken und gleichzeitig im Auge behalten. hat das menschliche Sein viele verschiedene Seiten: Aktivität oder Passivität. Eingebildetheit. so heißt das. daß Schlaf das Hauptkennzeichen unseres Seins darstellt. Stolz. Verderbtheit. das das Fehlen von allem anderen in ihm erklärt. ist das Sein eines modernen Menschen von sehr niederer Qualität. Schlafend wird er geboren und schlafend stirbt er. die endgültig kranke. der wirklich Wissen ersehnt. Faulheit. Und es kann eine so schlechte Qualität haben. daß keine Wandlung möglich ist. Moralität. „Äußerlich gesehen. Erregbarkeit. Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit. so bedeutet das. Über den Schlaf. Aber es gibt Menschen. wie er aufwachen könne. zuerst darüber nachdenken muß. werden Sie verstehen. Wenn er lügt. sind sehr glücklich. „Aber dies alles im Menschen ist vollständig mechanisch. die Wahrheit zu sagen. Mut. Lasterhaftigkeit. „Aber natürlich gibt es Enden und Grenzen. seine Bedeutung und seine Rolle im Leben werden wir später sprechen. Und diese Leute sind in der Mehrheit. mit denen man nichts mehr anfangen kann. deren Sein noch verändert werden kann. Allgemein gesprochen.

96 . einen Menschen ohne Urteilskraft. „Die Entwicklung der Wissenslinie ohne die Seinslinie ergibt einen schwachen t/ogi". genau das Gegenteil von dem zu tun. das heißt. der vieles weiß. handelt er in Gehorsam zu seinen subjektiven Gefühlen. „In der Geschichte der Menschheit kennen wir viele Beispiele. einen Menschen. aber er weiß nicht. er kann etwas tun. das heißt. das heißt einen Menschen. sagte G. wenn das Sein das Wissen überwiegt. was er tun soll. aber nicht weiß." „Was ist das Ergebnis der Entwicklung der Wissenslinie ohne Sein oder der Entwicklung der Seinslinie ohne Wissen?" fragte jemand während eines Gespräches über diesen Gegenstand. aber nichts tun kann. weiß ein Mensch. was. schwere Fehler zu begehen. was er weiß. einen Menschen. was er will. und wenn er irgend etwas tut.tiges Wissen erlangen können. für den es keinen Unterschied zwischen einer Wissensart und einer anderen gibt. „das heißt. Keiner von beiden kann sich weiterentwickeln. hat aber nicht die Kraft zum Tun. der vieles tun kann. einen Menschen. In beiden Fällen werden sowohl der schwache tfogi als auch der dumme Heilige zu einem Halt gebracht. der nicht versteht (er betonte diese Worte). Und eine getrennte Entwicklung von Wissen oder Sein ist keinesfalls wünschenswert. ist das Gleichgewicht zwischen Wissen und Sein noch wichtiger als eine getrennte Entwicklung des einen oder des anderen. das heißt. weil das Wissen das Sein überwog oder das Sein das Wissen. die ihn weit von seinem Wege abführen und ihn veranlassen können. Trotzdem ist es gerade diese einseitige Entwicklung. Das erworbene Sein wird zwecklos und Anstrengungen erweisen sich als nutzlos. Und die Entwicklung auf der Seinslinie ohne Wissen ergibt einen dummen Heiligen. hat ein Mensch die Kraft zum Tun. weiß aber nichts. Das ist nutzloses Wissen. Andererseits. wo ganze Zivilisationen untergingen. „Allgemein gesprochen. Bei den anderen läßt es ihr Sein nicht zu.. die den Leuten besonders anziehend erscheint „Wenn das Wissen das Sein überwiegt.

wenn 97 . seiner Meinung nach. sonst wird sich das Verstehen als von beiden zu weit entfernt erweisen. muß sich auch das Verstehen wandeln.„Um dies zu verstehen und um im allgemeinen die Natur de» Wissens und die Natur des Seins. Er findet es oft seltsam. Verstehen eine andere. „Und trotzdem weiß ein Mensch. Sie glauben. muß man zuerst die Beziehung von Wissen und Sein zum »Verstehen* begreifen. „Wissen ist eine Sache. was er nun. ganz sicher. „Oft verwechseln die Menschen diese Begriffe und vermögen nicht klar den Unterschied zwischen ihnen zu erfassen. daß ein größeres Verstehen von einem größeren Wissen abhänge. aber sie wissen nicht. einen und denselben Gedanken auf vollständig verschiedene Weise verstanden hat. wie auch ihre Wechselbeziehung zueinander zu verstehen. wie sie Verstehen anhäufen können und kümmern sich auch nicht darum. Verstehen ist das Ergebnis von Wissen und Sein. Darum häufen sie Wissen an oder das. was sie Wissen nennen. „Im gewöhnlichen Denken unterscheiden die Menschen nicht zwischen Verstehen und Wissen. Und Wissen und Sein dürfen nicht zu weit voneinander abweichen. wenn das Sein gleichmäßig mit dem Wissen wächst. der in der Selbst-Beobachtung geübt ist. Und er erkennt gleichzeitig. daß er etwas so falsch verstanden hat. Verstehen wird durch die Beziehung des Wissens zum Sein bedingt. Sie verändert sich nur. richtig versteht. In-anderen Worten: das Verstehen wächst nur mit dem Wachstum des Seins. Auch wird das Verstehen nicht durch eine Vermehrung des Wissens allein vergrößert. „Wissen an sich führt nicht unbedingt zum Verstehen. „Der Unterschied zwischen Wissen und Verstehen wird klar. daß sein Wissen sich nicht gewandelt hat und daß er damals genau so viel über den betreffenden Gegenstand wußte wie jetzt. Was also hat sich verändert? Sein Sein hat sich verändert. Und wenn einmal das Sein sich verändert hat. Auch verändert sich die Beziehung des Wissens zum Sein nicht nur durch ein Wachstum des Wissens. daß er in verschiedenen Zeiten seines Leben» eine und dieselbe Idee.

So kann der Denkapparat etwas wissen. das heißt viele Worte. •was damit gemeint ist „Wir haben früher über die Mechanisiertheit gesprochen. Und wenn sie einen Namen gefunden haben. Einem Menschen. „Einer der Gründe für die Abweichung der Wissenslinie von der Seinslinie im Leben und den Mangel an Verständnis. was . mit der die Leute sprechen. „Auf dem Gebiet der praktischen Tätigkeit können die Menschen sehr gut zwischen bloßem Wissen und Verstehen unterscheiden. aber Verstehen kommt nur dann zustande.wir erkennen. Ein Mensch kann nicht sagen. wenn er sie nur mit seinem Verstand weiß. Sie erkennen. Unglücklicherweise geben sich die Leute meistens mit Namen zufrieden. Er muß sie mit seinem ganzen Bestand. was sie nicht verstehen. das heißt. wenn sie einsehen.verstünden'. Und die Hauptsache dabei ist: infolge der Hauptmerkmale des gewöhnlichen Denkvorgangs. der viele Namen kennt. mit seinem ganzen Sein fühlen. falschen Einteilungen. findet sich in der Sprache. wenn ein Mensch gleichzeitig fühlt und empfindet. einen Nomen zu finden. Aber außerhalb des Gebietes praktischer Tätigkeit versteht man nicht klar.Verstehen' eigentlich heißt. Verstehen hingegen ist die Funktion aller drei Zentren. sie .einen Namen finden' heißt noch nicht .verstehen'. dann wird er sie verstehen. der teilweise der Grund und teilweise die Folge dieser Abweichung ist. „Gewöhnlich versuchen die Menschen. Diese Sprache ist voll von falschen Begriffen. daß Wissen die Funktion eines einzigen Zentrums sein kann. für das. kann jedes Wort tausend verschiedene 98 . wo seine Unwissenheit sehr schnell zutage treten würde. seiner Vagheit und Ungenauigkeit. er verstehe die Idee der Mechanisiertheit. zwei verschiedene Dinge sind und wissen wie zu tun nicht allein durch Wissen geschaffen wird. Aber . falschen Assoziationen. dann sagen sie. daß wissen und wissen wie zu tun. dem traut man ein großes Verständnis zu — natürlich wieder jedes Gebiet praktischer Tätigkeit ausgenommen. daß sie ein Ding nicht verstehen.

sind sie sofort verloren und hören auf. daß ein jeder in einer ihm unbekannten Sprache redet. daß sie genau das gleiche denken. ohne den Verdacht zu haben. Oder umgekehrt. die sie lesen. daß jedermann in jedem Augenblick seines Lebens jedem Wort eine besondere Bedeutung 99 . Die Menschen können einander Informationen praktischer Art mitteilen. miteinander übereinzustimmen oder einander zu verstehen. daß jeder von ihnen seine eigene Sprache spricht und die Sprache anderer Leute entweder nur vage oder überhaupt nicht versteht und keiner eine Ahnung davon hat. Tatsächlich kann niemand irgend jemand anderes verstehen. Die gewöhnliche Sprache ist nur dem praktischen Leben angepaßt. „Wenn wir die einfachsten Worte nehmen. Das ist also eine der Illusionen. Die Menschen haben die sehr feste Überzeugung oder den Glauben. In Wirklichkeit ist diese Überzeugung völlig unbegründet. wenn nicht immer. verstehen oder daß sie es jedenfalls können. während sie in Wirklichkeit absolut verschiedene Dinge sagen und einander nicht im geringsten verstehen. verstehen und daß auch andere Leute sie verstehen. das der Sprecher zu seiner Verfügung hat. sie bilden sich ein. Die Menschen verstehen nicht klar. zwei Menschen können dieselben Worte sagen und sich einbilden. die ihnen gegebene Bedeutung zu untersuchen. das heißt. die ihn im Augenblick bewegen. was für verschiedene Dinge jeder von ihnen sagt. wenn sie es versuchen oder wollen. bis zu welchem Grade ihre Sprache subjektiv ist. die dauernd im Gespräch vorkommen. daß sie einander oft. und versuchen. einander zu verstehen. und der Mannigfaltigkeit der Assoziationen. auch wenn sie sich dessen nicht bewußt sind. je nach dem Material. werden wir sofort sehen.Bedeutungen haben. daß sie die gleiche Sprache sprechen und sich untereinander verständigen. daß sie die Autoren der Bücher. Zwei Menschen können die gleiche Sache aus tiefer Überzeugung sagen. während er dieselben Worte benützt. Sie bilden sich ein. aber sobald sie auf ein etwas komplizierteres Gebiet übergehen. Man sieht nicht ein. aber sie mit verschiedenen Namen bezeichnen und endlos miteinander streiten. welche die Menschen für sich schaffen und mit denen sie leben.

seiner Finger. und der Begriff . Ohne die geringste Übertreibung kann man sagen. und seine erste Frage wird sein — Christ oder nicht Christ? Der dritte mag ein Arzt sein. daß das Wort .Mensch' ausspricht. das heißt. von dem er gewohnt ist. sofort die Idee von Gut und Böse damit verbinden und so fort und so weiter.Mensch' so viele Bedeutungen hat. wenn er das Wort .gesunder Mensch' und natürlich vom Gesichtspunkt seines Spezialfaches aus betrachtet werden.verleiht. wie Menschen an der Unterhaltung teilnehmen. und wenn er es hört. sagen.Mensch' hört.Menschen' vom Gesichtspunkt seines . den Menschen zu betrachten. wenn er gefragt wird.Menschen' eine statistische Einheit sehen oder ein Objekt für die Anwendung von Gesetzen. „Wenn jemand das Wort . oder von dem aus er aus einem bestimmten Grund ihn in diesem Augenblick betrachtet. Dann wird das Wort . Ein Moralist wird. wird jeder unwillkürlich dieses Wort von dem Gesichtspunkt aus sehen. wird er sich zuerst fragen — welcher? Mann oder Weib? Ein anderer Mensch mag religiös sein. und er mag. „Nehmen wir einmal das Wort .Mensch' wird für ihn heißen .Mensch' keine allgemeine Bedeutung für ihn haben. daß die Menschen rieh in Medien und Nicht-Medien gliedern. einen potentiellen Verbrecher oder gar einen möglichen Klienten.A^tralkörpers' aus vorstellen. Ein Rechtsanwalt wird im . vom .Leben im Jenseits' und so fort. Ein Mensch kann sich im Augenblick mit der Frage der Beziehung zwischen den Geschlechtern befassen. und daß diese Bedeutungen nichts miteinander gemein haben.kranker Mensch' oder . in der man oft das Wort . 100 . Ein Naturwissenschaftler wird im Gespräch über den Menschen das Schwergewicht seiner Gedanken auf die Vorstellung der zoologischen Gattung Mensch legen.Mensch' ausspricht. die ein anderer Mensch ihm nie verleihen kann und die er auch nie erwartet.Mensch' und stellen wir uns eine Unterhaltung zwischen einer Gruppe von Leuten vor. seines Gesichtsbaues und an die Entfernung zwischen seinen Augen denken. Ein Spiritist wird sich den . beim Sprechen über den Menschen wird er an die Struktur seiner Zähne.

Und je weiter es geht. Die Menschen verwechseln ununterbrochen die Sprachen der verschiedenen Wissenschaften und bringen es nie fertig. Und das Studium der Systeme alten Wissens beginnt mit dem Studium einer Sprache. Die Mißverständnisse wachsen und vergrößern sich. und die den Schwerpunkt des Begriffes bestimmen würde. von welchem Gesichtspunkt aus und in welcher Verbindung es gesagt ist. für einen exakten Gedankenaustausch eine exakte Sprache notwendig wäre. die einen Hinweis auf den Gesichtspunkt bieten würde. das heißt. daß zu richtigem Studium. eine genaue Sprache für sich selbst zu finden und festzulegen. anstatt sich zu verringern. dann kann ihm mit ihrer Hilfe ein großes Maß von Wissen und Information vermittelt werden. aber sie gründet den Bau der Sprache auf ein neues Prinzip. Diese neue Sprache enthält schwerlich neue Begriffe oder neue Namengebungen.„Die Menschen bemerken all diese Widersprüche gar nicht — sie bemerken nicht. 101 . nämlich das Prinzip der Relativität. desto schlimmer wird es. das ihm mittels der gewöhnlichen Sprache auch unter Benutzung aller möglichen wissenschaftlichen und philosophischen Fachausdrücke nicht mitgeteilt werden kann. daß sie einander nie verstehen. und man hat allen Grund zu glauben. Aber es gibt keine Universalsprache. ihre genaue Wechselbeziehung festzulegen. und jeder Wissenszweig bemüht sich. daß sie im gleichen Maße weiterwachsen werden. sie führt Relativität in alle Begriffe ein und ermöglicht dadurch eine genaue Bestimmung des gedanklichen Gesichtspunktes. „Für genaues Verstehen ist eine genaue Sprache unerläßlich. Diese Idee ist vollständig klar. „Wenn ein Mensch diese Sprache meistert. daß sie immer über verschiedene Dinge reden. Es ist ganz klar. die es ermöglichen würde festzustellen. Und die Menschen werden sich immer weniger und weniger verstehen. was man meint. Und sogar in jedem getrennten Wissenszweig erscheinen unaufhörlich neue Terminologien. denn was gerade der gewöhnlichen Sprache fehlt. was ein Mensch eigentlich meint. neue Namensbezeichnungen. die es sofort ermöglicht zu sagen. von dem aus ein bestimmter Begriff gefaßt wird. sind Ausdrücke der Bezogenheit.

Individualität. dauerndes und unveränderliches Ich. Mit diesen sieben Ideen wird man bereits fähig. entwickelt sich oder entartet. nämlich Mensch Nummer eins. in der Verständigung möglich ist. „Mensch Nummer sieben bedeutet einen Menschen.Alles in der Welt. „Die Sprache. sich zu verständigen. als sie anerkannt und angenommen wird. wenn auch im Anfang nur durch das Gefühl. Mensch Nummer sechs und Mensch Nummer sieben. sie werden in ihrer Wechselbeziehung vom Gesichtspunkt einer Idee aus betrachtet. die wir uns in unserer Blindheit und Unwissenheit immer zuschreiben. In der Sprache. verwendet man an Stelle des Wortes . Diese Idee ist die Idee der Evolution. Mensch Nummer zwei. „Zu diesem Zweck sind viele unserer üblichen Ideen entsprechend den Stufen dieser Evolution eingeteilt. durch die wir uns 102 . die allein möglich ist. da es eine solche gar nicht gibt. daß alle Ideen in ihr um eine Idee konzentriert sind. Nur Entartung und Zerstörung verlaufen mechanisch.„Die Haupteigenschaft der neuen Sprache ist. Nur wenn wir bis zu einem gewissen Grad Mensch Nummer sieben und seine Fähigkeiten verstehen. wenn man vom Menschen redet. vom Sonnensystem bis zum Menschen und vom Menschen bis zum Atom. Alles. Mensch Nummer vier. Aber nichts entwickelt sich mechanisch. das heißt. „Nehmen wir wieder den Begriff Mensch. gründet sich auf die Beziehung des untersuchten Gegenstandes zu seiner möglichen Entwicklung und auf den Hinweis seines Platzes in der Evolutionsleiter. Mensch Nummer fünf. Unsterblichkeit und viele andere Eigenschaften. Bewußtsein. von der ich rede. Mensch Nummer drei. der die dem Menschen mögliche volle Entwicklung erreicht hat und alles hat. wächst oder verwest. können wir die allmählichen Stufen erkennen.Mensch'. ^. das heißt Wille. Hilfe von außen ist nur soweit möglich. was sich nicht bewußt entwickeln kann. was ein Mensch besitzen kann. Natürlich nicht Evolution im Sinne einer mechanischen Evolution. sieben Worte. sondern im Sinne einer absichtlichen und bewußten Evolution. entartet. steigt oder fällt.

bei dem der Schwerpunkt seines psychischen Lebens in dem Gefühlszentrum liegt. Er wird als Nummer eins. daß der Schwerpunkt seines psychischen Lebens im Bewegungszentrum liegt. „Mensch Hummer vier wird nicht als solcher geboren. Nummer zwei oder Nummer drei geboren. 103 . Ich werde später von ihm sprechen.und Denkfunktionen überwiegen. bei dem die Gefühlsfunktionen alle anderen überwiegen. Nummer zwei oder Nummer drei geboren und wird vier nur als Ergebnis von ganz bestimmten Anstrengungen. der alles von Theorien. der Mensch. der emotionale Mensch. verstehen wir den für uns möglichen Entwicklungsvorgang. „Mensch Hummer zwei bedeutet einen Menschen auf dergleichen Entwicklungsstufe. „Mensch Nummer sechs steht Mensch Nummer sieben sehr nahe. der Gefühlsmensch. „Jeder Mensch wird als Nummer eins. Nummer zwei und Nummer drei sind Leute. das heißt. daß manche seiner Eigenschaften noch nicht bleibend geworden sind. Er unterscheidet sich von Mensch Nummer sieben nur durch die Tatsache. von denkerischen Erwägungen aus anpackt. in dem die Bewegungs. welche die mechanische Menschheit ausmachen und auf der gleichen Stufe stehen. bei dem die Denkfunktion die Oberhand über die Bewegungs-. denn er ist ein Mensch. den Menschen der Vernunft. instinktiven und Gefühlsfunktionen hat. Dies ist der Mensch des physischen Körpers. „Mensch Nummer fünf ist auch eine für uns unerreichbare Stufe des Menschen. aber einen Menschen. auf der sie geboren wurden. „Mensch Hummer drei bedeutet einen Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe. „Mensch Nummer eins. der bereits Einheit erreicht hat. das heißt den Menschen.und instinktiven Funktionen fortwährend die Gefühls. das heißt der Mensch. bei dem aber der Schwerpunkt seines Lebens im Denkzentrum liegt.ihm nahem können. „Mensch Nummer vier ist ein Zwischenstadium. „Mensch Hummer eins bedeutet.

Diese Teilung vermittelt den ersten Begriff der auf den Menschen angewandten Relativität. je nach der Art des Menschen. „In Übereinstimmung hiermit werden alle inneren und äußeren Vorgänge im Menschen. er kann nicht wechseln. wie dies bei Leuten der ersten drei Kategorien der Fall ist. muß er absichtlich sein Sein von Mensch Nummer fünf verlieren. er hat einen dauernden Schwerpunkt. 104 . in seiner Wertung der Arbeit und in seiner Beziehung zu der Schule liegt. Er kann Nummer fünf über Nummer vier werden und er kann Nummer fünf werden. „Die Einteilung der Menschen in sieben Kategorien oder sieben Nummern erklärt Tausende von Dingen. wie Mensch Nummer eins. von dessen Gesichtspunkt aus oder in Beziehung zu dem sie angenommen wurden. Der Mensch Nummer vier ist schon auf einer anderen Stufe als Nummer eins. Die Dinge können die eine oder eine ganz andere Bedeutung haben. ein Zentrum kann in ihm nicht ein solches Übergewicht über die ändern haben. Er beginnt sich bereits kennenzulernen und zu wissen. ohne vier gewesen zu sein. Außerdem haben seine psychischen Zentren bereits begonnen. aber wir müssen bemerken. wohin er geht. zwei und drei wechseln. kann er nicht Nummer sechs und sieben werden. alles was ihm zukommt und alles was durch ihn geschaffen wird. ebenfalls in sieben Kategorien gegliedert. aber auch das Ergebnis falscher Arbeit sein kann. daß Mensch Nummer fünf das Ergebnis richtiger Arbeit.Mensch Nummer vier ist immer das Produkt der Arbeit von Schulen. „Mensch Nummer fünf ist schon kristallisiert. muß er wiederum seinen kristallisierten Wesenskern einschmelzen. Und dies kann nur durch furchtbares Leid erreicht werden. ins Gleichgewicht zu kommen. Er kann weder so geboren werden noch zufällig oder als Ergebnis gewöhnlicher Einflüsse des Heranwachsens und der Erziehung und so fort sich dazu entwickeln. der in seinen Ideen. Um Nummer sechs zu werden. Und in diesem Fall kann er sich nicht weiter entwickeln. Glücklicherweise kommen diese Fälle von falscher Entwicklung sehr selten vor. zwei oder drei. die man anderweitig nicht verstehen könnte.

„Das Wissen von Mensch Nummer drei ist Wissen. von Scholastikern. Es ist ein Wissen. welches auf Nachahmung. „Das Wissen von Mensch Nummer sechs ist das vollständige 105 . Mensch Nummer eins. was er nicht gern hat. Schrecken und Haß in ihm wachruft. Aber natürlich nimmt Mensch Nummer vier von diesem Wissen nur soviel auf. wird er im Gegenteil nur das kennen. Er hat ein unteilbares Ich erreicht und all sein Wissen gehört diesem Ich. lernt alles wie ein Papagei oder ein Affe. „Das Wissen des Menschen Nummer vier ist eine ganz andere Art Wissen. Mensch Nummer zwei und Mensch Nummer drei hat Mensch Nummer vier begonnen. weiß Alles in ihm. sich von den subjektiven Elementen seines Wissens zu befreien und auf dem Weg zu objektivem Wissen fortzuschreiten. daß es ein Wissen Nummer eins gibt. das von Mensch Nummer fünf kommt. was ein anderes nicht weiß. was ihn abstößt und Furcht. unteilbares Wissen. „Das Wissen von Mensch Nummer fünf ist ganzes. wenn er ein kranker Mensch ist. der es wiederum von Mensch Nummer sechs erhalten hat. Er könnte kein Ich haben. was er nicht gern hat. das auf subjektivem logischen Denken basiert. Aber im Vergleich zu Mensch Nummer eins. auf Instinkten beruht oder auswendig gelernt oder auch einem Menschen eingedrillt wird. das etwas weiß. als in seinen Kräften liegt. wenn er ein solcher im vollen Sinne des Wortes ist. Menschen Nummer drei haben zum Beispiel gezählt. „Das Wissen von Mensch Nummer zwei ist nur das Wissen von dem.„Man kann sagen. welcher es von Mensch Nummer sieben erhielt. Es ist das Wissen von Bücherwürmern. Was er weiß. auf Worten. wie oft ein jeder Buchstabe des arabischen Alphabetes im Koran von Mohammed vorkommt und haben daraus ein ganzes Deutungssystems des Korans aufgebaut. auf wörtlichem Verstehen. Überall und immer möchte er etwas Angenehmes haben. Sein Wissen ist dem objektiven Wissen näher als das Wissen von Mensch Nummer vier. kennt er nicht. Oder. was er gern hat.

der Liebe. das ihm nicht mehr genommen werden kann. „Die gleiche Einteilung in sieben Kategorien muß auf alles angewandt werden. was sich auf den Menschen bezieht. kopierende Kunst oder rohe. intellektuelle. Dann gibt es Kunst Nummer zwei. wird jede Idee auf die Stufe bringen. das Sein von Mensch Nummer drei.Häretikern' und . die aus Riten.Heiden' verwandelt. die intellektuelle. die sich leicht in die Religion der Verfolgung. das einem Menschen erreichbar ist. er wird es auf seine eigene Weise deuten. aber es kann noch verlorengehen. Es gibt Kunst Nummer eins. Es ist ganz klar. erdachte Kunst. Es gibt di'e Religion von Mensch Nummer zwei. der Impulse. das ist die Kunst des Menschen Nummer eins. Verehrung. „Genau auf die gleiche Weise gibt es eine Religion des Menschen Nummer eins. zwei oder drei kann auf Grund seines Seins nicht das Wissen von Mensch Nummer vier. sentimentale Kunst. Kunst Nummer drei. Nummer fünf und so fort geben. warum Wissen nicht weit vom Sein entfernt sein kann. die Religion des Glaubens. das heißt das Sein des fühlenden. die Tänze und Musik wilder Völker. auf der er selbst sich befindet. „Das Wissen von Mensch Nummer sieben ist sein eigenes Wissen. Mensch Nummer eins. Dann gibt es die Religion des Menschen Nummer drei.Wissen. Es gibt ein Sein von Mensch Nummer eins. Unterdrückung und Ausrottung von . das heißt das Sein des rationalen. des emotionalen Menschen. das heißt das Sein eines Menschen. nachahmende. das heißt eine Religion. der Begeisterung. primitive und sinnliche Kunst. es ist das objektive und vollständig praktische Wissen vom All. „Genau so verhält es sich mit dem Sein. das Sein des Menschen Nummer zwei. Was immer Sie ihm auch sagen. aus äußeren Formen. aus Opfern und Zeremonien von eindrucksvoller Pracht und Glanz besteht oder im Gegenteil einen düsteren. des theoretischen Menschen und so fort. grausamen und wilden Charakter hat und so fort. Und so muß es auch Kunst Nummer vier. der nach seinen Instinkten und seinen Empfindungen lebt. Mensch Nummer fünf und höher besitzen. theoretische Re- 106 .

Christentum Nummer zwei ist eine Gefühlsreligion. auf logischen Schlüssen. gründet sich auf Dialektik. Christen zu sein. Nummer zwei und Nummer drei einfach äußere Nachahmungen. Sie sind nicht Herr ihrer selbst. Nur ein Mensch Nummer vier strebt danach. die wir kennen.ligion von Beweisen und Argumenten. Überlegungen und Deutungen basierend. zu Religionskriegen führt. weil er sich weigert. „Tatsächlich sind Christentum Nummer eins. Heute ist es so und morgen ganz anders. Nummer zwei und Nummer drei sind wirklich die einzigen. was wir sind. Christentum Nummer drei. solange wir bleiben. und deswegen können sie sich auch nicht entscheiden. weil alles mit ihnen . „Wissenschaft. von dem Menschen Nummer eins. „Mensch' Nummer eins. aber ohne Kraft. wovon die verschiedenen Formen des Protestantismus zeugen. ihr letztes Hemd wegzugeben und morgen reißen sie einen Menschen in Stücke. und nur Mensch Nummer fünf kann wirklich ein Christ sein. Die Religionen Nummer eins. wissen wir nicht und können es nicht wissen. ihnen sein Hemd zu geben. Nummer zwei und Nummer drei können nicht in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben. „Wenn wir an Stelle von Religion im allgemeinen das Christentum nehmen. Sie werden durch jeden Zufall zum Schwanken gebracht. die zur Inquisition. manchmal voll von Blutvergießen und Schrecken. das heißt in Übereinstimmung mit Christi Lehre leben muß. Dann gibt es Christentum Nummer vier. manchmal sehr rein. das heißt Heidentum in christlicher Verkleidung.geschieht'. Theorien und so fort. Argumente. Alle bestehenden und bekannten Religionen und Glaubensformen in der Welt gehören zu einer dieser drei Kategorien. ein Christ zu sein. daß man das Sein eines Christen haben. Philosophie und alle Äußerungen des menschlichen 107 . dann wiederum gibt es ein Christentum Nummer eins. Was die Religion von Mensch Nummer vier oder die Religion von Mensch Nummer fünf und so fort ist. Denn ein Christ zu sein bedeutet. wirklich Christen zu sein. Nummer zwei und Nummer drei überhaupt keinen Begriff haben. Heute sind sie bereit.

aber die übliche Sprache. Jeder Mensch versteht ihn auf seine eigene Weise. Ein Physiker wird die Welt vom Gesichtspunkt der Struktur der Materie betrachten. jede gewohnte Art zu denken.Jenseits'.Mensch' untersuchten. die astrale. die Welt der vierten und der anderen Dimensionen. Jede . die mentale und so fort.Ebenen' denken. die physische. einem Christen. in der Menschen reden. wird das Wort . die 108 .Maya' sein.Welt' eine ganze Reihe religiöser Ideen wachrufen. und jeder Mensch auf eine ganz andere Weise. .Welt' hört oder ausspricht. „Für den Astronomen wird die Welt aus Sternen und Nebeln bestehen. wenn er das Wort . „Als wir die verschiedenen subjektiven Bedeutungen des Wortes . mit der Idee der Weltschöpfung und des Weltenendes oder der »sündigen Welt' und so fort. „Für einen Schüler der vedantischen Philosophie wird die Welt vor allem anderen Täuschung. die durch gewohnte Assoziationen verursacht und in einem Wort ausgedrückt werden können. „Ein Theosoph wird an verschiedene . die einem anderen völlig fremd und unverständlich sind.Lebens und menschlicher Tätigkeit können gleicherweise in sieben Kategorien eingeteilt werden. Die phänomenale und die numenalc Welt. birgt in sich ihre eigenen Assoziationen. „Und so weiter und so fort. es wird eine Welt von Molekülen. Jeder hat. Atomen oder Elektronen sein. „Nehmen wir ein anderes Wort. „Ein Spiritist wird an das . ihre eigenen Ideen. es wird sich notwendig mit der Idee Gottes verknüpfen. wie verschieden und wie widerspruchsvoll und darüber hinaus wie verborgen und unmerklich selbst für den Sprecher die Bedeutungen und Bedeutungsschattierungen sind.Weltanschauung'. Assoziationen. die Welt der Geister denken. „In einem Menschen mit einer religiösen Weltanschauung. haben wir gesehen.Welt'. ist sehr weit von jeder solchen Einteilung entfernt und das eben macht das Verständnis zwischen den Menschen so schwierig. zum Beispiel den Begriff .

den Menschen zu studieren. „Es ist unmöglich. In diesem Zusammenhang werden einige Gesetze leichter klar und verstanden. einander zu verstehen und sofort zu bestimmen. indem man die objektive Welt erforscht. daß diese Welten ineinander enthalten sind und wir zu ihnen in verschiedener Beziehung stehen. das Machtverhältnis zwischen den verschiedenen Nationen der Welt. von welchem Gesichtspunkt aus sie die Welt betrachten. sondern in verschiedenen Welten leben. Und doch deutet die Vorstellung. Wenn er sich selber kennt und versteht. daß es viele Welten gibt und daß wir nicht in einer Welt. um gleichsam dieselbe Idee zu verstärken oder um die Idee verschiedener Welten auszudrücken. kann der Mensch in der Welt . alle Gesetze.Welt von Gut und die Welt von Böse.Welt' gewöhnlich im Singular gebraucht wird. dann nur. ein System des Weltalls zu studieren. Das ist nicht leicht zu verstehen. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen müssen darum parallel verlaufen. von Anfang an zu verstehen. gerade darauf hin. Und gleichzeitig wird er durch das Studium der Welt und der sie lenkenden Gesetze die Gesetze studieren und verstehen. wird er das Weltall erkennen und verstehen. in denen 109 .Welt' ist es notwendig. „In Anbetracht des Begriffes . die ihnen ermöglichen würde. daß wir in verschiedenen Welten leben. Er wurde nach denselben Gesetzen erschaffen wie das Weltall. Unsere Sprache hat nicht den Begriff von ineinander enthaltenen Welten. „Die Menschen haben Tausende verschiedener Ideen über die Welt. weil in der üblichen Sprache der Begriff . Und wenn der Plural »Welten' gebraucht wird. die parallel zueinander bestehen. ohne das Universum zu studieren. die stoffliche Welt und die unstoffliche Welt. wie die Welt oder die Welten. wobei das eine dem anderen hilft. die es erschaffen haben und lenken. aber keine einzige allgemeine Idee. „Wenn wir auf die Frage. während der Mensch andere Gesetze nur dadurch verstehen kann. ohne dabei den Menschen zu studieren. daß er sich selbst erforscht.gerettet' werden und so weiter und so fort. die ihn regieren. Gleichzeitig ist es unmöglich. Der Mensch ist ein Abbild der Welt.

eine Antwort wünschen.Welt' für die Milchstraße. bilden die . daß die uns nächste Welt das organische Leben auf Erden ist. die in unermeßlichen Entfernungen voneinander im Raum »aller Welten' bestehen. Was wäre dann die . „Was ist die . daß für das organische Leben unser Planet.Welt' für das organische Leben? „Darauf können wir antworten. weil es alles in sich einschließt und von nichts abhängt.Welt' für alle Planeten zusammengenommen? Die Sonne oder die Einflußsphäre der Sonne oder das Sonnensystem. Aber die Menschheit ist ein unzertrennlicher Teil des organischen Lebens auf Erden. stellt die . müssen wir uns zu allererst fragen.Welt' für die Erde ist die planetarische Welt des Sonnensystems. die Welt der Pflanzen.Welt' darstellt. eine Ansammlung von einer riesigen Anzahl von Sonnensystemen. Tiere und Menschen. die .wir leben. darum wäre es richtig. Was ist also die . ist es möglich. eine Vielzahl von Welten anzunehmen. daß . „Aber das organische Leben ist auch in der Welt. zu sagen. „Weiterhin. so können wir sagen.Welt* für . der Menschheit. daß wir o^ den Namen Welt der Welt der Menschen geben. was das . „Wenn wir weiter zu philosophischen Schlüssen übergehen.Unabhängige' genannt werden könnte.alle Welten' ein für uns unverständliches und unbekanntes Ganzes oder Eins sein müssen (wie ein Apfel eins ist).Absolute' oder das . „Für die Sonne wiederum ist die . beschaffen seien.Welt' für die Erde? „Die . „Aber die Erde ist auch in der Welt. was wir als . von einem astronomischen Gesichtspunkt aus. von dem die Planeten ein Teil sind. Diese Welten zusammengenommen. von dem sie einen Teil darstellt. die Erde.Welt' unsere Stemenwelt oder die Milchstraße. Dieses Ganze oder dieses Eins oder All. Logisch ist es noch möglich.Welt' in nächster und unmittelbarster Beziehung zu uns bezeichnen. sich einen Zustand von Dingen 110 . in der wir leben und von der wir ein Teil sind. „Darauf können wir antworten.alle Welten* dar.

vorzustellen. zuallererst ist er durch die nächste Welt beeinflußt. sowohl direkt als auch durch dazwischenliegende Welten. darstellen. das Ergebnis der Verbindung oder des Zusammentreffens dieser drei verschiedenen und gegensätzlichen Kräfte ist. die ihm am nächsten steht und von der er ein Teil ist. „Dies ist das »Gesetz der Drei' oder das Gesetz der drei Prinzipien oder der drei Kräfte. von molekularen bis zu kosmischen Phänomenen. erreicht der unmittelbare Einfluß des Absoluten den Menschen nicht. hauptsächlich über die Einflüsse der verschiedenen Welten und warum uns der Einfluß des Absoluten nicht erreiche. müssen wir das Grundgesetz untersuchen. das heißt das All. unbegrenzt und unteilbar ist. Aber der Einfluß der nächsten Welt und der Einfluß der Stemenwelt ist bereits ganz klar im Leben des Menschen. „Das Absolute. Es beruht auf der Tatsache. welches das Unabhängige bedeutet. wo das All ein einziges Ganzes bildet. „Der Mensch lebt in all diesen Welten. wenn das All ein Ganzes darstellt. aus dem durch Teilung und Gliederung die Vielfalt der von uns beobachteten Erscheinungen entsteht. Die zeitgenössische Wissenschaft erkennt das Bestehen von zwei Kräften und die Notwendigkeit die- 111 .. „und ebenso die Gesetze der Wandlung von Einheit in Vielheit. aber ihre Wirkung vermindert sich im Verhältnis zu ihrer Entferntheit oder zur Vergrößerung der Verschiedenheit zwischen ihnen und dem Menschen. Bei der nächsten Gelegenheit hatten wir viele Fragen. das alle Erscheinungen in aller Vielfalt oder Einheit aller Universen schafft." Damit beendete G. diese Vorlesung. weil es. ist sozusagen der ursprüngliche Urzustand der Dinge. Solch ein Ganzes wird sicherlich das Absolute. „Bevor wir diese Einflüsse untersuchen". Auch weiter entfernte Welten können den Menschen beeinflussen. daß jedes Phänomen. das heißt der Zustand der Dinge. auf welcher Stufe und in welcher Welt es auch stattfinde. aber auf verschiedene Weise. trotzdem er gewiß der Wissenschaft unbekannt ist. Wie wir weiter sehen werden. Das heißt. begann G.

Ser zwei Kräfte zur Erzeugung von Erscheinungen an: Kraft und Widerstand, positiver und negativer Magnetismus, positive und negative Elektrizität, männliche und weibliche Zellen und so fort Aber sie sieht selbst diese zwei Kräfte nicht immer und überall. Nie würde eine Frage nach der dritten gestellt, oder wenn sie gestellt wurde, dann hat man sie kaum vernommen. „Wirklichem, exaktem Wissen nach können eine Kraft oder zwei Kräfte niemals eine Erscheinung hervorrufen. Die Anwesenheit einer dritten Kraft ist notwendig, denn es ist nur mittels einer dritten Kraft möglich, daß die zwei ersten das schaffen, was man eine Erscheinung nennen kann, ganz gleich in welcher Sphäre. „Die Lehre von den drei Kräften ist die Wurzel aller alten Systeme. Die erste Kraft kann man aktiv oder positiv nennen, die zweite passiv oder negativ; die dritte neutralisierend. Aber dies sind nur Namen, denn in Wirklichkeit sind alle drei Kräfte gleichermaßen aktiv und erscheinen aktiv, passiv und neutralisierend nur an den Punkten ihres Zusammentreffens, das heißt nur in Beziehung zueinander zu einem gegebenen Zeitpunkt. Die ersten zwei Kräfte sind dem Menschen mehr oder weniger verständlich, und die dritte kann manchmal entweder am Ansatzpunkt der Kräfte oder im ,Medium' oder im .Ergebnis' entdeckt werden. Aber allgemein gesprochen ist die dritte Kraft für unmittelbare Beobachtung und direktes Verstehen nicht leicht zugänglich. Der Grund hierfür liegt in der funktionellen Beschränktheit der gewöhnlichen psychischen Tätigkeit und in den grundsätzlichen Kategorien unserer Wahrnehmung der Erscheinungswelt, das heißt in unserem Raum- und Zeitempfinden, das sich aus diesen Begrenzungen ergibt. Die Menschen können die dritte Kraft nicht wahrnehmen und beobachten, ebensowenig wie sie räumlich die .vierte Dimension' wahrnehmen können. „Aber durch das Studium seiner selbst, der Äußerung seiner Gedanken, seines .Bewußtseins', seiner Tätigkeit, seiner Gewohnheiten, Begierden und so fort, kann der Mensch lernen, in sich selbst die Tätigkeit dieser drei Kräfte zu beobachten und zu sehen. Nehmen wir zum Beispiel an, daß ein Mensch an sich arbeiten will, um

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einige seiner Eigenschaften zu ändern, um eine höhere Stufe des Seins zu erreichen. Sein Wunsch, seine Initiative ist die aktive Kraft. Die Trägheit seines ganzen gewohnten psychischen Lebens, die im Gegensatz zu seiner Initiative steht, wird dann die passive oder die negative Kraft darstellen. Diese zwei Kräfte werden sich entweder die Waage halten oder eine wird die andere überwinden, wird aber gleichzeitig zu schwach für jegliche weitere Handlung werden. So werden sich die zwei Kräfte gleichsam umeinander drehen, eine wird die andere absorbieren, und sie werden überhaupt kein Ergebnis hervorbringen. Das mag für die ganze Dauer des Lebens so fortgehen. Ein Mensch kann Wunsch und Initiative verspüren, aber all diese Initiative kann darauf verwandt werden, die gewöhnliche Lebensträgheit zu überwinden und nichts für das Ziel übrigzulassen, auf das die Initiative hätte gerichtet werden sollen. Und so mag es fortgehen, wenn nicht die dritte Kraft in Erscheinung tritt, zum Beispiel in Form neuen Wissens, das sofort den Vorteil oder die Notwendigkeit der Arbeit an sich selbst aufzeigt und dadurch die Initiative unterstützt und stärkt. Dann kann mit Hilfe der dritten Kraft die Initiative der Trägheit Herr und der Mensch in der beabsichtigten Richtung aktiv werden. „Beispiele der Tätigkeit aller drei Kräfte und des Augenblicks des Eintrittes der dritten Kraft können in allen Äußerungen unseres psychischen Lebens gefunden werden, in allen Erscheinungen im Leben menschlicher Gemeinschaften und der Menschheit im ganzen und in allen Naturerscheinungen um uns. „Aber im Anfang genügt es, das allgemeine Prinzip zu verstehen: jede Erscheinung, gleich welcher Größenordnung, ist unausweichlich die Äußerung von drei Kräften; eine oder zwei Kräfte können keine Erscheinung hervorbringen. Und wenn wir in irgend etwas einen Stillstand beobachten oder eine endlose Zögerung an derselben Stelle, dann können wir sagen, daß an der bestimmten Stelle die dritte Kraft fehlt. Beim Versuch, dies zu verstehen, müssen wir uns erinnern, daß man Erscheinungen als Äußerungsform dreier Kräfte nicht beobachten kann, weil wir die objektive Welt in un-

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seren subjektiven Bewußtseinszuständen nicht beobachten können Und in der subjektiv beobachteten Erscheinungswelt sehen wir nur die Äußerung von einer oder zwei Kräften. Wenn wir die Äußerung von drei Kräften in jedem Vorgang sehen könnten, dann würden wir die Welt erkennen, wie sie ist (Ding an sich). Nur müssen wir uns daran erinnern, daß eine Erscheinung, die einfach zu sein scheint, in Wirklichkeit sehr mannigfaltig sein kann, das heißt, sie mag eine sehr komplizierte Verbindung von Dreiheiten sein. Aber wir wissen, daß wir die Welt nicht beobachten können, wie sie ist, und das sollte uns verstehen helfen, warum wir die dritte Kraft nicht sehen können. Die dritte Kraft ist eine Eigenschaft der wirklichen Welt. Die subjektive oder die Erscheinungswelt unserer Beobachtung ist nur relativ wirklich, und auf jeden Fall ist sie nicht vollständig. „Wenn wir nun auf die Welt, in der wir leben, zurückkommen, können wir sagen, daß im Absoluten wie in allem anderen drei Krä^e tätig sind, die aktive, die passive und die neutralisierende. Aber da seiner Natur nach das Absolute und alles in ihm eine Einheit darstellt, bilden hier auch die drei Kräfte eine Einheit. Dazu besitzen die drei Krä^e in der Formung eines unabhängigen Ganzen einen vollen und unabhängigen Willen, volles Bewußtsein und volles Verständnis ihrer selbst und all dessen, was sie tun. „Die Idee der Einheit der drei Kräfte im Absoluten bildet die Grundlage vieler alter Lehren: konsubstantielle und unteilbare Dreieinigkeit, Trimurti-Brahma, Wischnu und Siwa und so fort. „Die drei Kräfte des Absoluten, die ein Ganzes bilden, vereinigen und trennen sich nach ihrem eigenen Willen und ihrer eigenen Entscheidung, und an den Knotenpunkten schaffen sie Erscheinungen oder .Weiten'. Diese Welten, die durch den Willen des Absoluten erschaffen wurden, hängen in allem, was sich auf ihre Existenz bezieht, einzig von diesem Willen ab. In jeder dieser Welten wirken wieder die drei Kräfte. Da jedoch jede dieser Welten nicht das Ganze, sondern nur einen Teil darstellt, stellen die drei Kräfte in ihnen nicht ein Ganzes dar. Wir haben nun den Fall von drei Willen, drei Bewußtseinen, drei Einheiten. Jede der drei Kräfte

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enthält in sich die Möglichkeit aller drei Kräfte, aber an den Treffpunkten der drei Kräfte äußert sich jede nur nach einem Prinzip — dem aktiven, dem passiven oder dem neutralisierenden. Diese drei Kräfte schaffen zusammen eine Dreieinheit, die neue Erscheinungen hervorbringt. Aber diese Dreieinheit ist verschieden, sie ist nicht diejenige, die im Absoluten besteht, wo die drei Kräfte ein unteilbares Ganzes bilden und nur einen einzigen Willen und ein einziges Bewußtsein haben. In den Welten zweiter Ordnung sind die drei Kräfte nun geteilt und ihre Treffpunkte sind jetzt von verschiedener Natur. Im Absoluten ist Zeitpunkt und Ort ihres Zusammentreffens durch ihren einheitlichen Willen bestimmt. In den Welten zweiter Ordnung, wo nicht mehr einer, sondern drei Willen herrschen, werden die Treffpunkte durch einen getrennten Willen unabhängig von den anderen bestimmt, und daher werden die Treffpunkte zufällig oder mechanisch. Der Wille des Absoluten erschafft die Welt zweiter Ordnung und lenkt sie, aber er lenkt nicht ihre schöpferische Arbeit, in der ein mechanisches Element erscheint. „Stellen wir uns das Absolute als einen Kreis vor und in ihm eine Anzahl anderer Kreise, Welten zweiter Ordnung. Nehmen wir nun einen dieser Kreise. Das Absolute wird durch die Zahl l bezeichnet, weil die drei Kräfte im Absoluten ein Ganzes darstellen, und die kleinen Kreise bezeichnen wir durch die Zahl 3, weil in einer Welt zweiter Ordnung die drei Kräfte schon geteilt sind. „Die drei geteilten Kräfte in den Welten zweiter Ordnung, die in jeder dieser Welten zusammentreffen, schaffen neue Welten dritter Ordnung. Nehmen wir eine dieser Welten. Die Welt dritter Ordnung, die durch die drei Kräfte geschaffen ist, die halb mechanisch handeln, hängt nicht mehr vom einzigen Willen des Absoluten ab, sondern von drei mechanischen Gesetzen. Diese Welten werden durch drei Kräfte erzeugt, und nachdem sie geschaffen sind, äußern sie drei neue eigene Kräfte. Dadurch wird die Zahl der Kräfte in einer Welt dritter Ordnung sechs betragen. Auf unserer Skizze ist ein Kreis dritter Ordnung durch die Zahl 6 (3 plus 3) gekennzeichnet. In dieser Welt werden Welten einer neuen Ordnung geschaffen, der vierten Ordnung. In der. Welt vierter Ordnung sind

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drei Kräfte der Welt zweiter Ordnung, sechs Kräfte der Welt dritter Ordnung und drei von ihr selbst tätig, zusammen also zwölf Kräfte. Nehmen wir eine dieser Welten und bezeichnen wir sie mit der Zahl 12 (3 plus 6 plus 3). Da diese Welten einer noch größeren Anzahl von Gesetzen gehorchen und noch weiter vom einzigen Willen des Absoluten entfernt sind, sind sie noch mechanischer. Die Welten, die innerhalb dieser Welten geschaffen werden, werden von vierundzwanzig Kräften gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 3). Die Welten, die wiederum in diesen Welten geschaffen werden, werden durch achtundvierzig Kräfte gelenkt. Die Zahl 48 ergibt sich wie folgt: drei Kräfte aus der Welt, die unmittelbar aus dem Absoluten folgt, sechs aus der nächsten, zwölf aus der nächsten, vierundzwanzig aus der darauffolgenden und drei aus der eigenen Welt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 3), zusammen also achtundvierzig. Welten innerhalb dieser Achtundvierziger-Welten werden durch sechsundneunzig Kräfte gelenkt (3 plus 6 plus 12 plus 24 plus 48 plus 3). Die Welten der nächsten Ordnung, wenn es welche gibt, werden durch einhundertzweiundneunzig Kräfte gelenkt und so fort. „Wenn wir eine der zahlreichen Welten nehmen, die im Absoluten geschaffen sind, das heißt Welt 3, so wird es eine Welt sein, die die gesamten Stemenwelten ähnlich unserer Milchstraße umfaßt. Wenn wir die Welt 6 nehmen, wird es eine der Welten innerhalb dieser Welten sein, nämlich die Stemhäufung, die wir als Milchstraße bezeichnen. Welt 12 wird eine der Sonnen sein, die die Milchstraße bilden, unsere Sonne. Welt 24 wird die Planetenwelt darstellen, das heißt alle Planeten des Sonnensystems. Welt 48 wird die Erde sein. Welt 96 wäre der Mond. Wenn der Mond einen Satelliten hätte, würde er Welt 192 sein und so fort. „Die Kette der Welten, deren Verbindungsglieder das Absolute, alle Welten, alle Sonnen, unsere Sonne, die Planeten, die Erde und der Mond sind, ergibt den .Schöpfungsstrahl', in dem wir uns befinden. Der Schöpfungsstrahl ist für uns die Welt im weitesten Sinne des Begriffes. Natürlich schließt der Schöpfungsstrahl nicht die Welt im vollen Sinne des Begriffes ein, da das Absolute eine

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Anzahl, vielleicht eine unendliche Zahl verschiedener Welten gebiert, von denen jede mit einem neuen und eigenen Schöpfungsstrahl beginnt. Des weiteren enthält jede dieser Welten eine Anzahl von Welten, die eine weitere Aufteilung des Schöpfungsstrahls darstellen, und von einer von diesen wählen wir eine aus, unsere Milchstraße; die Milchstraße besteht aus einer Zahl von Sonnen, aber von dieser Zahl nehmen wir die Sonne, die uns am nächsten ist, von der wir direkt abhängen und in deren Bereich wir leben, uns bewegen und unser Dasein haben. Jede dieser anderen Sonnen bedeutet eine neue Aufteilung des Strahls, aber wir können diese Strahlen nicht in gleicher Weise wie unseren Strahl untersuchen, nämlich den Strahl, in dem wir uns befinden. Weiterhin steht uns innerhalb unseres Sonnensystems die Planetenwelt näher als die Sonne selbst, und innerhalb der Planetenwelt steht uns die Erde am nächsten, der Planet, auf dem wir leben. Wir brauchen andere Planeten nicht in gleicherweise zu studieren, wie wir die Erde studieren, es genügt, daß wir sie alle zusammen betrachten, das heißt in einem beträchtlich kleinerem Maße, als wir die Erde betrachten. „Die Zahl der Kräfte innerhalb jeder Welt, eins, drei, sechs, zwölf und so fort, zeigt die Zahl der Gesetze an, der die betreffende Welt unterworfen ist. „Je weniger Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto näher steht sie dem Willen des Absoluten; je mehr Gesetze es in einer bestimmten Welt gibt, desto größer ist die Mechanisiertheit, desto weiter ist sie vom Willen des Absoluten entfernt. Wir leben in einer Welt, die achtundvierzig Gesetzesordnungen untersteht, das heißt sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt liegt und in einer sehr entfernten und dunklen Ecke des Weltalls. „Auf diese Weise hilft uns der Schöpfungsstrahl, unseren Platz in der Welt zu bestimmen und zu erkennen. Aber, wie Sie sehen, sind wir noch nicht zu den Fragen über die Einflüsse gekommen. Um den Unterschied zwischen den Einflüssen der verschiedenen Welten zu verstehen, müssen wir das Gesetz der Drei besser verstehen und dann noch ein anderes Grundgesetz — das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven."

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FÜNFTES KAPITEL
Nehmen wir das dreidimensionale Weltall und betrachten wir die Welt als eine Welt von Stoff und Kraft in der einfachsten und elementarsten Bedeutung dieser Begriffe. Höhere Dimensionen und neue Theorien über Stoff, Raum und Zeit, und ebenso andere Figur 3
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

Sonne

Alle Planeten

Erde Mond

Kategorien zur Erkenntnis der Welt, die in der Wissenschaft un­ bekannt sind, werden wir später besprechen. Im Augenblick ist es notwendig, sich das Weltall in der diagrammatischen Darstellung des .Schöpfungsstrahles' vom Absoluten bis zum Mond vorzustellen. „Der .Schöpfungsstrahl' scheint auf den ersten Blick nur ein sehr elementarer Plan des Weltalls zu sein, aber es wird einem bei

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weiterem Studium klar, daß es mit Hilfe dieses einfachen Planes möglich wird, eine Vielzahl von verschiedenen und gegensätzlichen philosophischen sowohl als auch religiösen und wissenschaftlichen Weltanschauungen in Übereinstimmung zu bringen und aus ihnen ein Ganzes zu formen. Die Idee des Schöpfungsstrahles gehört altem Wissen an, und viele der uns bekannten naiven geozentrischen Weltsysteme sind entweder unzulängliche Darstellungen der Idee des Schöpfungsstrahles oder Verstümmelungen dieser Idee als Folge buchstäblichen Verstehens. Wir bemerken, daß die Idee des Schöpfungsstrahles und sein Wachstum aus dem Absoluten einigen modernen, wenn auch nicht wirklich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen widerspricht. Nehmen wir zum Beispiel die Stufe Sonne, Erde, Mond. Nach der heute üblichen Meinung ist der Mond ein kalter, toter Himmelskörper, der einmal wie die Erde war, das heißt innere Hitze besaß, und noch früher eine geschmolzene Masse wie die Sonne war. Nach der üblichen Meinung war die Erde einmal wie die Sonne, wird langsam kälter und mag früher oder später auch eine gefrorene Masse werden wie der Mond. Gewöhnlich nimmt man an, daß auch die Sonne kälter wird und daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ähnlich wie die Erde und später ähnlich wie der Mond werde. „Zuallererst müssen wir natürlich bemerken, daß diese Ansicht nicht .wissenschaftlich' im strengen Sinne des Begriffs genannt werden kann, da es in der Wissenschaft, das heißt in der Astronomie oder noch besser der Astrophysik, viele verschiedene und widersprechende Hypothesen und Theorien über diesen Gegenstand gibt, von denen keine eine ernst zu nehmende Grundlage hat. Aber diese Ansicht ist die weitverbreitetste und ist die Ansicht des durchschnittlichen modernen Menschen über die Welt, in der wir leben, geworden. „Die Idee des Schöpfungsstrahles und seines Wachstums aus dem Absoluten widerspricht dieser heute allgemein angenommenen Ansicht. „Nach dieser Idee ist der Mond ein noch ungeborener Planet, einer, der sozusagen im Begriff ist, geboren zu werden. Er wird

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langsam warm und wird mit der Zeit (eine günstige Entwicklung des Schöpfungsstrahles vorausgesetzt) wie die Erde werden und einen eigenen Satelliten, einen neuen Mond, haben. Damit wird dem Schöpfungstrahl ein neues Glied hinzugefügt sein. Auch die Erde wird nicht kälter, sondern wird wärmer und kann einmal wie die Sonne werden. Wir beobachten einen solchen Vorgang zum Beispiel im System des Jupiter, der für seine Satelliten eine Sonne darstellt. Wenn wir alles zusammenfassen, was wir zuvor über den Schöpfungsstrahl von Welt l bis Welt 96 gesagt haben, müssen wir hinzufügen, daß die Zahlen, mit denen die Welten bezeichnet werden, die Anzahl der Kräfte oder Gesetzesordnungen anzeigen. welche die in Frage stehende Welt regieren. Im Absoluten gibt es nur eine Kraft und nur ein Gesetz — den einzigen und unabhängigen Willen des Absoluten. In der nächsten Welt gibt es drei Kräfte oder drei Gesetzesordnungen. In der nächsten sind sechs Gesetzesordnungen; in der folgenden zwölf; und so weiter. Auf unserer Welt, das heißt der Erde, wirken achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen wir unterworfen sind und durch die unser ganzes Leben gelenkt wird. Wenn wir auf dem Mond leben würden, dann würden wir sechsundneunzig Gesetzesgruppen unterstehen, das heißt, unser Leben und unsere Tätigkeit würde noch mechanischer sein und wir würden nicht die Möglichkeit haben, aus der Mechanisiertheit zu fliehen, die wir jetzt besitzen. „Wie wir schon gesagt haben, äußert sich der Wille des Absoluten nur in der unmittelbar nächsten Welt, die er innerhalb seiner selbst geschaffen hat, das heißt in Welt 3; der unmittelbare Wille des Absoluten reicht nicht bis zu Welt 6 und äußert sich in ihr nur in Form mechanischer Gesetze. Noch weiter, in den Welten 12, 24, 48 und 96 hat der Wille des Absoluten immer weniger und weniger Möglichkeit, sich zu äußern. Das heißt: in Welt 3 schafft das Absolute sozusagen einen allgemeinen Plan des ganzen übrigen Weltalls, das dann mechanisch weiterentwickelt wird. Der Wille des Absoluten kann sich in den folgenden Welten außerhalb dieses Planes nicht äußern, und wenn er sich in Übereinstimmung mit diesem Plan äußert, nimmt er die Form mechanischer Gesetze

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an. Das bedeutet, wenn das Absolute seinen Willen, sagen wir in unserer Welt, in Widerspruch zu den diese beherrschenden mechanischen Gesetzen äußern wollte, dann müßte es alle Welten, die zwischen ihm und unserer Welt liegen, zerstören. „Die Idee eines Wunders im Sinn einer Übertretung der Gesetze durch den Willen, der sie schuf, steht nicht allein im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand, sondern auch zu der bloßen Idee des Willens selbst. Ein ,Wunder' kann nur die Äußerung von Gesetzen sein, die dem Menschen unbekannt sind oder selten angetroffen werden. Ein Wunder ist die Äußerung der Gesetze einer anderen Welt in dieser Welt. „Auf der Erde sind wir sehr weit vom Willen des Absoluten entfernt; wir sind von ihm durch achtundvierzig Ordnungen mechanischer Gesetze getrennt. Wenn wir uns von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, dann würden wir uns unter der Herrschaft von nur vierundzwanzig Gesetzen befinden, das heißt den Gesetzen der planetarischen Welt, und dann würden wir dem Absoluten und seinem Willen um eine Stufe näher sein. Wenn wir uns von einer Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, würden wir den Gesetzen der Sonne (zwölf Gesetzen) unterworfen sein und somit wieder dem Absoluten um eine Stufe näher kommen. Wenn wir weiterhin uns wieder von der Hälfte dieser Gesetze befreien könnten, wären wir nur den Gesetzen der Stemenwelt unterworfen und nur noch eine Stufe vom unmittelbaren Willen des Absoluten entfernt. „Und es gibt für den Menschen die Möglichkeit, sich allmählich von den mechanischen Gesetzen zu befreien. „Das Studium der achtundvierzig Gesetzesgruppen, denen der Mensch unterworfen ist, kann nicht abstrakt sein wie das Studium der Astronomie. Man kann sie nur kennenlernen, wenn man sie in sich selbst beobachtet und dadurch, daß man sich von innen befreit. Zu Beginn muß der Mensch einfach verstehen, daß er ganz unnötigerweise lausenden kleinlichen, aber unbequemen Gesetzen unterworfen ist, die für ihn durch andere Leute und ihn selbst geschaffen wurden. Wenn er versucht, sich von ihnen zu befreien,

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wird er sehen, daß er das nicht kann. Lange beharrliche Versuche, sich von ihnen zu befreien, werden ihn von seiner Sklaverei überzeugen. Die Gesetze, denen der Mensch unterworfen ist, können nur studiert werden, indem man mit ihnen ringt, indem man versucht, sich von ihnen zu befreien. Aber viel Wissen ist notwendig, um sich von einem Gesetz zu befreien, ohne ein anderes an seiner Statt zu schaffen. „Die Gesetzesgruppen und ihre Formen unterscheiden sich je nach dem Gesichtspunkt, von dem aus wir den Schöpfungsstrahl betrachten. „In unserem System ist das Ende des Schöpfungsstrahls, sozusagen das wachsende Ende des Zweiges, der Mond. Die Kraft für das Wachstum, das heißt für die Entwicklung des Mondes und die Schaffung von neuen Schößlingen, geht von der Erde zum Mond, wo sie durch die gemeinsame Tätigkeit der Sonne, aller anderen Planeten des Sonnensystems und der Erde selbst erzeugt wird. Diese Energie wird in einem großen Akkumulator auf der Oberfläche der Erde gesammelt und aufbewahrt. Dieser Akkumulator ist das organische Leben auf Erden. Das organische Leben auf Erden ernährt den Mond. Alles, was auf der Erde lebt, Menschen, Tiere, Pflanzen, bildet die Nahrung für den Mond. Der Mond ist ein gewaltiges Lebewesen, das sich von all dem, was auf Erden lebt und wächst, ernährt. Ohne das organische Leben auf Erden könnte der Mond nicht bestehen, genau so wenig wie das organische Leben auf Erden ohne den Mond bestehen könnte. Weiterhin ist der Mond für das organische Leben ein gewaltiger Elektromagnet. Wenn die Tätigkeit des Elektromagneten zu einem plötzlichen Stillstand käme, würde das organische Leben zu nichts zerfallen. „Der Vorgang des Wachstums und der Erwärmung des Mondes hängt mit Leben und Tod auf der Erde zusammen. Alles was lebt gibt bei seinem Tode ein gewisses Quantum Energie frei, die es .belebt' hat; diese Energie oder die .Seelen* aller Lebewesen — Pflanzen, Tiere und Menschen — wird vom Mond wie durch einen gewaltigen Elektromagnet angezogen und bringt ihm die Wärme und das Leben, von denen sein Wachstum, das heißt das Wachstum

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am Ende der Welt. aus denen es. so können wir der Macht des Mondes entrinnen. die mit dem Wachstum der geistigen Kräfte und Fähigkeiten kommt. kein Entkommen gibt. alle heroischen Unternehmungen wie auch alle Handlungen des gewöhnlichen täglichen Lebens werden vom Mond gelenkt. „Die Befreiung. Der Mond ist am . Handlungen und Äußerungen von Menschen. er ist die .äußersten Rand'. Der mechanische Teil unseres Lebens hängt vom Monde ab. welche die Erdkugel bedeckt. sich dem Einfluß des Mondes nicht entziehen. um es anders auszudrücken. und eine bestimmte Kraft. tut dies auch der Mond. der ihr die Lebenskraft aussaugt. Der Mond ist die hauptsächliche oder besser die nächste.wo nur Heulen und Zähneknirschen sein wird'.äußere Dunkelheit' der christlichen Lehre. geht zu einer anderen über. „Die Seelen. „Der Einfluß des Mondes auf alles Lebende zeigt sich in allen Geschehnissen auf Erden. die zum Mond gehen und sogar vielleicht ein gewisses Maß von Bewußtsein und Gedächtnis besitzen. Wenn wir in uns Bewußtsein und Willen entwickeln und unser mechanisches Leben und alle unsere mechanischen Äußerungen ihnen unterwerfen. ist ihm unterworfen. Alle seine Bewegungen und folglich auch alle seine Handlungen werden vom Mond geleitet. 123 . unter den Bedingungen des mineralischen Lebens oder. den Bedingungen. in unermeßlich langen planetarischen Zeiträumen. die unmittelbare Bewegkraft all dessen. Unter gewöhnlichen Lebensbedingungen kann der Mensch. wie jedes andere lebende Wesen. . finden sich dort unter sechsundneunzig Gesetzen. alle Selbstaufopferung. Die empfindliche dünne Schicht organischen Lebens. Alle Übeltaten. abhängt. Tieren und Pflanzen sind vom Mond abhängig und werden vom Mond regiert. hängt ganz vom Einfluß des großen Elektromagneten ab. Wenn ein Mensch einen anderen tötet. wenn er sich für andere opfert. was im organischen Leben auf Erden vorgeht. bedeutet Befreiung vom Mond.des Schöpfungsstrahls. die ihre Arbeit auf einer Ebene vollbracht hat. dann tut dies der Mond. Alle Bewegungen. abgesehen von einer allgemeinen Entwicklung. Im Haushalt des Weltalls geht nichts verloren. alle Verbrechen.

was sich auf die Welt bezieht. eine innerhalb der anderen. in verschiedene Kategorien gegliedert wird (Mensch Nummer eins. aber die Stofflichkeit ist verschieden.berechnet' und in Form einer bestimmten Formel ausgedrückt werden kann. .Welt' und alles. Die Stofflichkeit des Absoluten ist einestofflichkeit anderer Ordnung als die von. dann werden wir leicht verstehen. Der Schöpfungsstrahl schafft sieben verschiedene Ebenen in der Welt.alle Planeten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit der Erde. wird auch in sieben Kategorien eingeteilt. Wahrheit. Chemie. Die Stofflichkeit von . Die Stofflichkeit von . Alles. Falschheit und so weiter —. sieben Welten. wie der Begriff . in seine Bestandteile aufgelöst. was sich auf die Welt bezieht. sich auch in verschiedene Kategorien gliedert.alle Planeten'. Das Absolute ist ebenso stofflich wägbar und meßbar wie der Mond oder der Mensch. „Aber der Begriff .alle Welten' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von . ist die Stofflichkeit des Weltalls. Alles in diesem Weltall kann gewogen und gemessen werden.alle Sonnen'.„Die nächste Vorstellung. Astrophysik. Böse. daß der Begriff . daß Gott gewogen und gemessen werden kann. solche Methoden wie die Spektralanalyse und so fort beruhen auf dieser Annahme. das wir in Form des Schöpfungsstrahls betrachten. Wenn wir uns ins Gedächtnis rufen. Man ist gewöhnt. Die Stofflichkeit von .alle Welten'. eine Kategorie innerhalb der anderen.Mensch' und alles. dann heißt dies. den Stoff überall für das gleiche zu halten. Wenn das Absolute Gott ist.Stofflichkeit' ist ebenso relativ wie alles andere. Diese Idee ist vorerst schwierig zu begreifen. daß der Stoff überall der gleiche ist. und die Stofflichkeit der Erde ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit des Mondes. Mensch Nummer zwei und so weiter). mit der wir uns vertraut machen müssen. was sich auf ihn bezieht — Gut. Und die verschiedenen Grade der Stofflichkeit hängen direkt von den Qualitäten und Eigenschaften der an einem bestimmten Ort geäußerten Energie ab. 124 . Und es ist wahr. Die ganze Physik.alle Sonnen' ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit unserer Sonne. Die Stofflichkeit unserer Sonne ist anderer Ordnung als die Stofflichkeit von .

Die Atome werden auch in diesem Zusammenhang als Ergebnis der endgültigen Stoff teilung betrachtet.Konstante' bezeichnen wir das Stoffliche. Das heißt nicht. Im Absoluten. die nur auf der entsprechenden Ebene unteilbar sind. in anderen Worten.Atomen' bestehend ansehen. genügt eine elementare Vorstellung von Kraft und Stoff.Konstanten' oder des Stoffes bezeichnen wir als Äußerung von Kraft oder Energie. bis sie dann am Ende des Schöpfungsstrahls aufhören. das beißt im Absoluten.Stoff als aus . bestehen aus drei Atomen des Absoluten oder. sind auch Kraft und Stoff eins. wo alles eins ist. und dann wird der Stoff noch dichter und die Schwingungen entsprechend langsamer. die Atome der nächsten Ebene. und von dort aus nach allen Richtungen gehen. sich überkreuzen. Aber in dieser Verbindung werden Stoff und Kraft nicht als wirkliche Prinzipien der Welt selbst genommen. Um mit dem Studium des Weltalls zu beginnen. zusammenstoßen und miteinander verschmelzen. wie wir sie durch unmittelbare Beobachtung mit unseren Sinnesorganen gewinnen. „Von diesem Gesichtspunkt aus besteht also die Welt aus Schwingungen und Stoff oder aus Stoff im Zustande der Schwingung. den Stoff. Nur die Atome des Absoluten sind wirklich unteilbar. und 125 . „Im Absoluten sind die Schwingungen am schnellsten und ist der Stoff am wenigsten dicht.Wandlungen' im Zustand des . aus schwingendem Stoff. Die Begriffe von Kraft und Stoff sind genau so relativ wie alles andere. das heißt der Welt 3. In jeder Stoff Ordnung sind sie einfach gewisse Teilchen des jeweiligen Stoffes. sondern als Eigenschaften oder Kennzeichen der von uns beobachteten Erscheinungswelt. sind dreimal so groß und dreimal so schwer. Als . Das Maß der Schwingungen steht im umgekehrten Verhältnis zur Dichte des Stoffes. In der nächsten Welt sind die Schwingungen langsamer und der Stoff dichter.„Stoff oder Substanz setzen notwendig das Bestehen von Kraft oder Energie voraus. daß man eine dualistische Weltanschauung haben müsse. und . die im Mittelpunkt beginnen. „Man kann den . Alle diese Wandlungen können als Ergebnis von Schwingungen oder Wellenbewegungen betrachtet werden.

Die Stofflichkeit des Mondes ist von der Stofflichkeit der Erde verschieden. Figur 4 Ein Atom des Absoluten Ein Atom von . ein Atom bilden.alle Sonnen' Ein A t o m der Sonne Ein A t o m v o n . Seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. Ein Atom der Welt 6 besteht aus sechs Atomen des Absoluten. Das Atom der nächsten Welt besteht aus zwölf ursprünglichen Teilchen und die der nächsten Welten aus vierundzwanzig. Das Atom der Welt 96 hat im Vergleich zum Atom der Welt l eine enorme Größe. beziehungsweise sechsundneunzig. ist entsprechend dichter.alle Welten' E i n A t o m v o n . die Stofflichkeit der Erde ist von der 126 . der aus solchen Atomen besteht. miteinander verschmolzen.alle Planeten' Ein Atom der Erd« Ein Atom des Mondes „Die sieben Welten des Schöpfungsstrahls stellen sieben stoffliche Ordnungen dar. die. seine Bewegungen sind entsprechend langsamer. achtundvierzig.ihre Bewegungen sind entsprechend langsamer. und der Stoff.

ein solcher Stoff ist praktisch nur hypothetisch.Stofflichkeit der Planetenwelt verschieden. aber. die Sonne zu studieren oder zu unter- 127 . in jeder Stofflichkeitsordnung. Magnetismus und so weiter. wird gemäß seiner Dichte in verschiedene Aggregatzustände eingeteilt: fest. unser eigener Körper — alles wird von allen im Weltall bestehenden Stoffen durchdrungen. flüssig. Wir können uns eine Vorstellung von der Verwobenheit von Stoffen verschiedener Dichtigkeiten dadurch machen. Ein Stück Holz kann mit Wasser durchtränkt. können ähnliche Beziehungen und Gliederungen der verschiedenen Zustände eines bestimmten Stoff es'gefunden werden. wie ich schon sagte. Aber auf jeder Ebene. aber unsere gewöhnliche Auffassung von Stofflichkeit erfaßt kaum die Stofflichkeit der Welten 96 und 48. Der Stoff der Welt 24 ist zu verdünnt. Licht. der Stoff einer höheren Ebene ist für niedere Ebenen überhaupt nicht stofflich. das Wasser. „So haben wir anstatt eines Stoffbegriffes sieben Arten von Stoff. sind nicht in Schichten getrennt. die Nahrung. die Luft. Der noch feinere Stoff der Welt 12 hat für die gewöhnliche Untersuchung überhaupt keine Kennzeichen der Stofflichkeit. gasförmig. das heißt Elektrizität. Alle diese Stoffe. Wasser wiederum mit Gas durchdrungen werden. Es ist nicht nötig. der uns umgibt. das wir trinken. aus denen unsere Häuser gebaut sind. die Steine. die zu den verschiedenen Ordnungen des Weltalls gehören. das heißt. die Stofflichkeit der Planetenwelt ist von der Stofflichkeit der Sonne verschieden und so fort. der für uns verständliche Kennzeichen von Stofflichkeit besitzt. Genau dasselbe kann zwischen den verschiedenen Stoffarten im ganzen Weltall beobachtet werden: die feineren Stoffe durchdringen die gröberen. „Ein Stoff. „Aller Stoff der Welt. Weitere Abstufungen von Stoff sind: strahlende Energie. die wir atmen. die wir essen. daß wir die Durchdringung eines Stoffes durch einen Stoff von anderer uns bekannter Dichtigkeit betrachten. um vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt unserer Physik und Chemie aus als Stoff betrachtet zu werden. sondern gemischt oder besser ineinander verwoben.

in dem alle ihm innewohnenden Kräfte entwickelt sind. um den Stoff der Sonnenwelt zu erforschen: dieser Stoff besteht in uns selbst und ist das Ergebnis der Teilung unserer Atome. „Die Idee der Relativität nimmt einen sehr wichtigen Platz in dieser Lehre ein.suchen. Die Gesetze sind überall und auf allen Ebenen die gleichen. einen Menschen. Das Studium der Beziehungen der Gesetze zu den Ebenen. genau wie wir beim Studium der Welt den Menschen studieren können. Aber dieselben Gesetze bringen in verschiedenen Welten. ein Mensch. Der Mensch ist im vollen Sinne des Wortes ein . Ein unentwickelter Mensch. kann hier nur durch harte Arbeit erlangt werden.Menschen' im vollen Sinne des Wortes nehmen. „Aber eine vollständige Parallele zwischen Mensch und Welt kann nur dann gezogen werden. muß das Selbst-Studium mit dem Studium der Grundgesetze des Weltalls Hand in Hand gehen. auf denen sie wirken.Miniaturweltall'. wenn wir den . das heißt. es ist kalt. den diese in der kosmischen Ordnung einnehmen. Alles. Vom kosmischen Gesichtspunkt ist die Erde ein sehr schlechter Platz — wie der entlegenste Teil von Nordsibirien. die Relativität jeder Sache und jeder Äußerung^ nach dem Ort. die gleichen Gesetze. unter verschiedenen Bedingungen. arbeiten auch in ihm. weit von überall entfernt. aus denen das Weltall besteht. „Wie schon gesagt wurde. Im Leben 128 . was anderswo von selbst entsteht oder leicht erreicht wird. kann nicht als vollständiges Bild oder als vollständiger Plan des Weltalls betrachtet werden — er ist eine unfertige Welt. Aber vor allem anderen ist es notwendig. führt uns zum Studium der Relativität. das heißt. verschiedene Erscheinungen hervor. im Leben wie in der Arbeit muß alles erkämpft werden. die das Leben des Weltalls lenken. die gleichen Kräfte. In ihm sind alle Stoffe. darum können wir beim Studium des Menschen die ganze Welt studieren. der seine Evolution noch nicht beendet hat. In gleicher Weise haben wir in uns die Stoffe aller anderen Welten. und wir werden später noch auf sie zurückkommen. das Leben ist sehr hart. „Wir sind auf der Erde und hängen vollständig von den Gesetzen ab. die auf der Erde wirken. zu verstehen.

Die gewöhnliche Wissenschaft kennt das Gesetz der Drei nicht. Selbst am gleichen Ort unterliegt die Natur einer bestimmten Substanz einer großen Veränderung. soweit sie eine gesonderte Funktion hat. wenn sich in einem gegebenen Augenblick keine Kraft durch sie äußert oder wenn sie zu den Äußerungen der Kräfte nicht in Beziehung gesetzt wird. daß wir. betrachtet jede Substanz. Die Erkenntnis dieses Gesetzes in irgendeinem Bereich enthüllt viel Neues. nicht chemische Elemente meinen. Von diesem Gesichtspunkt aus 129 . Die besondere Chemie.kommt es noch manchmal vor. die sich durch sie äußert. die kosmischen Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen. was wir tun und in allem. ohne etwas zu tun. Alle sind gleich und alle sind gleicherweise Bettler. viel. von der ich rede. selbst eine zusammengesetzte. die im Augenblick in ihnen wirkt. besondere Chemie oder Alchimie. wenn wir vom Stoff sprechen. Aber neben der gewöhnlichen Chemie gibt es eine andere. Aber in der Arbeit geschieht nichts dergleichen. als ein Element. passiv oder neutralisierend werden. was wir studieren. Nehmen wir zum Beispiel die Chemie. was wir vorher nicht sahen. werden die kosmischen Eigenschaften jeder Substanz erstlich durch ihren Ort bestimmt und zweitens durch die Kraft. Wir müssen lernen in allem. die den Stoff unter Einschluß seiner kosmischen Eigenschaften studiert. wenn Sie wollen. Wie wir schon gesagt haben. „Wenden wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Gesetz der Drei. und sie untersucht den Stoff. welche durch die Kraft bedingt wird. In diesem Zusammenhang müssen wir bemerken. ohne seine kosmischen Eigenschaften in Betracht zu ziehen. Jede Substanz kann zum Leiter einer der drei Kräfte und dementsprechend aktiv. daß ein Mensch eine Erbschaft macht und dann leben kann. Demnach erscheint jede Substanz gleichsam in vier verschiedenen Aspekten oder Zuständen. da alle zusammengesetzten Verbindungen ihren eigenen kosmischen Zweck und ihre eigene Bedeutung haben. Und es kann weder die erste noch die zweite noch die dritte sein. die Äußerungen dieses Gesetzes zu erkennen. Nur auf diese Weise ist es möglich.

ist ein Atom einer bestimmten Substanz die kleinste Menge dieser Substanz, in der alle chemischen, physischen und kosmischen Eigenschaften enthalten sind. Infolgedessen ist die Größe eines ,Atoms' der verschiedenen Substanzen nicht die gleiche. Und in manchen Fällen kann ein .Atom' sogar ein Teilchen sein, das mit bloßem Auge gesehen werden kann. „Die vier Aspekte oder Zustände jeder Substanz haben verschiedene Namen. „Wenn eine Substanz zum Leiter der ersten oder aktiven Kraft wird, nennt man sie .Kohlenstoff, und sie wird gleich dem Kohlenstoff der Chemie durch den Buchstaben C bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der zweiten oder passiven Kraft wird, nennt man sie .Sauerstoff, und gleich dem Sauerstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben 0 bezeichnet. „Wenn eine Substanz zum Leiter der dritten oder neutralisierenden Kra^ wird, nennt man sie .Stickstoff, und wie der Stickstoff in der Chemie wird sie mit dem Buchstaben N bezeichnet. „Eine Substanz ohne Bezug auf die Kraft, die durch sie wirkt, nennt man .Wasserstoff, und wie der Wasserstoff der Chemie wird sie mit dem Buchstaben H bezeichnet. „Die aktive, passive und neutralisierende Kraft werden durch die Ziffern l, 2, 3 und die Substanzen durch die Buchstaben C, 0, N und H bezeichnet. Diese Bezeichnungen müssen verstanden werden." „Entsprechen diese vier Elemente den alten alchimistischen Elementen Feuer, Lu^, Wasser und Erde?" fragte einer von uns. „Ja, sie entsprechen ihnen", sagte G-, „aber wir werden diese benützen. Sie werden später verstehen, warum." Was ich hörte, interessierte mich sehr, denn es verband G.'s System mit dem System des Tarot, den ich einmal für einen möglichen Schlüssel zu verborgenem Wissen gehalten hatte. Weiterhin zeigte es mir eine Beziehung von drei zu vier, die mir neu war und die ich aus dem Tarot noch nicht hatte verstehen können. Der Tarot ist endgültig auf dem Gesetz von vier Prinzipien aufgebaut. Bisher hatte G. nur vom Gesetz der drei Prinzipien gesprochen. Aber nun

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sah ich, wie sich die drei in vier verwandelten und verstand die Notwendigkeit für diese Teilung, solange die Teilung in Kraft und Stoff für unsere unmittelbare Beobachtung besteht. „Drei" bezog sich auf Kraft und „vier" auf Stoff. Die weitere Bedeutung dieses Sachverhaltes blieb natürlich für mich noch dunkel, aber selbst das wenige, das G. sagte, versprach viel für die Zukunft. Femer interessierten mich sehr die Namen dieser Elemente: „Kohlenstoff^', „Sauerstoff^', „Stickstoff^' und „Wasserstoff^'. Ich muß hier bemerken, daß G., obwohl er ganz bestimmt versprochen hatte, genau zu erklären, warum diese und nicht andere Bezeichnungen gewählt wurden, dies nie tat. Später werde ich noch einmal auf diese Bezeichnungen zurückkommen. Versuche, den Ursprung dieser Bezeichnungen festzustellen, erklärten mir vieles bezüglich seines ganzen Systems und dessen Geschichte. Bei einer Versammlung, zu der eine ziemlich große Anzahl neuer Leute eingeladen war, die G. noch nicht früher gehört hatten, fragte man ihn: „Ist der Mensch unsterblich oder nicht?" „Ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten", sagte G. „Aber ich warne Sie, daß dies nicht vollständig mit dem üblichen Wissenstoff und in der üblichen Sprache möglich ist. „Sie fragen, ob der Mensch unsterblich sei oder nicht. „Ich antworte: sowohl ja als auch nein. „Diese Frage hat viele verschiedene Seiten. Erstens, was heißt überhaupt unsterblich? Sprechen Sie von absoluter Unsterblichkeit oder geben Sie verschiedene Grade zu? Wenn zum Beispiel nach dem leiblichen Tod etwas übrigbleibt, was für einige Zeit lebt und sein Bewußtsein bewahrt, kann dies Unsterblichkeit genannt werden oder nicht? Oder sagen wir es anders: ein wie langer Zeitraum solcher Existenz ist notwendig, um die Bezeichnung Unsterblichkeit zu verdienen? Ferner: schließt diese Frage die Möglichkeit verschiedener .Unsterblichkeiten' für verschiedene Menschen ein? Und es gibt noch viele andere Fragen. Ich sage Ihnen dies nur, um Ihnen zu zeigen, wie unbestimmt diese Fragen sind und wie leicht solche Worte wie .Unsterblichkeit' zu Täuschungen führen können. Tat-

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sächlich ist nichts unsterblich, sogar Gott ist sterblich. Zwischen Mensch und Gott besteht ein großer Unterschied, und Gott ist natürlich auf andere Weise sterblich als der Mensch. Es wäre viel besser, wenn wir an Stelle des Wortes .Unsterblichkeit' den Ausdruck ,Dasem nach dem Tod' setzen würden. Darauf will ich Ihnen antworten, daß der Mensch die Möglichkeit eines Daseins nach dem Tod hat. Aber Möglichkeit ist eine Sache und die Verwirklichung der Möglichkeit eine ganz andere. „Wir wollen nun betrachten, wovon diese Möglichkeit abhängt und was ihre Verwirklichung bedeutet." Dänach wiederholte G. kurz alles, was früher über die Struktur von Mensch und Welt gesagt worden war. Er zeichnete ein Diagramm des Schöpfungsstrahles und das Diagramm der vier Körper des Menschen [siehe Figuren l und 3]. Aber bezüglich der Körper des Menschen fügte er ein neues Detail hinzu. Er verwendete wieder den östlichen Vergleich des Menschen mit Wagen, Pferd, Kutscher und Herr und zeichnete das Diagramm mit einem Zusatz, der vorher nicht da war. „Der Mensch ist eine mannigfaltige Organisation", sagte er, „die aus vier Teilen besteht, die miteinander verbunden oder unverbunden oder schlecht verbunden sein können. Der Wagen ist mit dem Pferd durch die Deichsel verbunden, das Pferd ist mit dem Kutscher durch die Zügel verbunden und der Kutscher ist mit dem Herrn durch die Stimme des Herrn verbunden. Aber der Kutscher muß die Stimme seines Herrn hören und verstehen. Er muß fahren können, und das Pferd muß gelernt haben, den Zügeln zu gehorchen. In Bezug auf Pferd und Wagen muß das Pferd richtig angeschirrt sein. So gibt es drei Verbindungsglieder zwischen den vier Teilen dieser komplexen Organisation [siehe Figur 5 b]. Wenn etwas in einem dieser Verbindungsglieder fehlt, kann die Organisation nicht als ein einziges Ganzes handeln. Die Verbindungsglieder sind infolgedessen nicht weniger wichtig als die tatsächlichen .Körper'. Wenn ein Mensch an sich arbeitet, muß er gleichzeitig an den .Körpern' und an den .Verbindungsgliedern' arbeiten. Aber es ist eine verschiedene Arbeit.

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„Die Arbeit an sich selbst muß mit dem Kutscher beginnen. Der Kutscher ist das Denken. Um seines Herrn Stimme zu hören, darf der Kutscher vor allem nicht schlafen, das heißt, er muß aufwachen. Dann ist es möglich, daß der Herr eine Sprache spricht, die der Kutscher nicht versteht. Der Kutscher muß diese Sprache lernen. Wenn er sie gelernt hat, wird er den Herrn verstehen. Aber gleichzeitig damit muß er lernen, das Pferd zu kutschieren, es richtig an den Wagen anzuschirren, es zu füttern und den Wagen zu reinigen und ihn in Ordnung zu halten — denn was wäre der Nutzen seines Verständnisses der Worte des Herrn, wenn er nicht in der Lage wäre, irgend etwas zu tun. Der Herr heißt ihn irgendwohin fahren. Aber er kann sich nicht bewegen, weil das Pferd kein Futter gehabt hat, nicht angeschirrt ist und er nicht weiß, wo die Zügel sind. Das Pferd sind unsere Gefühle, der Wagen ist der Körper, das Denken muß lernen, die Gefühle zu beherrschen. Die Gefühle ziehen immer den Körper mit sich. Das ist die Ordnung, in der die Arbeit an sich selbst verlaufen muß. Aber denken wir daran, daß die Arbeit an den .Körpern', das heißt an Kutscher, Pferd und Wagen eine Sache ist. Und Arbeit an den .Verbindungsgliedern' —, das heißt, am Verständnis des Kutschers, das ihn mit seinem Herrn verbindet; an den .Zügeln', die ihn mit dem Pferd verbinden; und an .Deichsei' und ,Geschirr', die Pferd und Wagen verbinden — ist eine ganz andere Sache. „Manchmal geschieht es, daß die Körper ganz gut in Ordnung sind, daß aber die .Verbindungsglieder' nicht arbeiten. Was ist dann der Nutzen der ganzen Organisation? Genau wie im Fall unentwickelter Körper wird dann die ganze Organisation unvermeidlich von unten gelenkt, das heißt, nicht durch den Willen des Herrn, sondern durch Zufall. „In einem Menschen mit zwei Körpern ist der zweite Körper nur in Beziehung zum physischen Körper tätig; das heißt, daß das Bewußtsein im .Astralkörper' die Macht über den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den .Astralkörper' und ein Minus über den physischen [siehe Figur 5 c].

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„In einem Menschen mit drei Körpern ist der dritte oder .Mcntalkörper' aktiv gegenüber dem .Astralkörper' und dem physischen Körper. Dies bedeutet, daß das Bewußtsein im .Mentalkörper' volle Herrschaft über den .Astralleib' und über den physischen Leib hat." G. machte ein Plus über den .Mentalkörper' und ein Minus über den ,Astral'- und physischen Körper, die er durch eine Klammer miteinander verbunden hatte. „In einem Menschen mit vier Körpern ist der vierte Körper aktiv. Das bedeutet, daß das Bewußtsein im vierten Körper vollständige Macht über den .mentalen', den .astralen' und den physischen Körper hat." G. zeichnete ein Plus über den vierten Körper und ein Minus über die anderen drei durch Klammer miteinander verbundenen Körper [siehe Figur 5 c]. „Wie Sie sehen", sagte er, „gibt es vier vollständig verschiedene Fälle. In einem Fall werden alle Funktionen durch den physischen Körper gelenkt [siehe Figur 5 a]. Er ist aktiv; in Beziehung zu ihm ist alles andere passiv. In einem anderen Fall hat der zweite Körper die Macht über den physischen. Im dritten Fall hat der .mentale' Körper die Macht über den .astralen' und den physischen. Und im vierten Fall hat der vierte Körper die Macht über die ersten drei. Wir haben früher gesehen, daß in einem Menschen, der nur einen physischen Körper hat, genau das gleiche Verhältnis zwischen; seinen verschiedenen Funktionen möglich ist. Die physischen Funk-fi tionen können Gefühl, Gedanke und Bewußtsein lenken. Das Fühlen-; kann die physischen Funktionen lenken, das Denken kann physische Funktionen und Gefühl lenken. Und das Bewußtsem kann physische Funktionen, Gefühl und Denken lenken. „In einem Menschen von zwei, drei oder vier Körpern lebt der aktivste Körper am längsten, das heißt, im Verhältnis zu den niederen Körpern ist er .unsterblich'." Er zeichnete erneut das Diagramm vom Schöpfungsstrahl, und an den Platz der Erde setzte er den physischen Korper des Menschen-

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„Das ist ein gewöhnlicher Mensch", sagte er, „Mensch Nummer eins, zwei, drei und vier. Er hat nur den physischen Körper. Der physische Körper stirbt und nichts bleibt von ihm übrig. Der physische Körper ist aus irdischen Stoffen zusammengesetzt, und beim Tode wird er wieder zu Erde. Er ist Staub und wird wieder zu Staub. Es ist unmöglich, von irgendeiner Art .Unsterblichkeit' in Bezug auf einen solchen Menschen zu sprechen. Aber wenn ein Figur 5

Mensch den zweiten Körper hat (er zeichnete den zweiten Körper auf dem Diagramm parallel zu den Planeten), ist dieser zweite Körper aus dem Stoff der Planetenwelt geschaffen und kann den Tod des physischen Körpers überdauern. Er ist nicht unsterblich im vollen Sinne des Wortes, weil nach einer gewissen Zeit auch er stirbt. Aber auf je'den Fall stirbt er nicht mit dem physischen Körper.

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„Wenn ein Mensch den dritten Körper hat (er setzte den dritten Körper auf dem Diagramm der Sonne parallel), besteht er aus Sonnenstoff und kann auch nach dem Tode des .Astralkörpers' bestehen. „Der vierte Körper besteht aus dem Stoff der Sternenwelt, das heißt aus Stoff, der nicht zum Sonnensystem gehört, und deswegen kann nichts innerhalb dieses Systems ihn zerstören, wenn er innerhalb der Grenzen des Sonnensystems kristallisiert ist. Das bedeutet, daß ein Mensch im Besitz des vierten Körpers unsterblich innerhalb der Grenzen des Sonnensystems ist [siehe Figur 6]. „Sie sehen jetzt, warum es unmöglich ist, die Frage: ,Ist ein Mensch unsterblich oder nicht'? sofort zu beantworten. Einer ist unsterblich, ein anderer ist es nicht, ein dritter versucht es zu werden, ein vierter hält sich für unsterblich und ist dabei nichts als ein Fleischklumpen." Als G. nach Moskau ging, kam unsere dauernde Gruppe auch ohne ihn zusammen. Ich habe verschiedene Gespräche unserer Gruppe im Gedächtnis behalten, die zu dem, was wir kürzlich von G. gehört hatten, in Beziehung standen. Wir führten viele Gespräche über die Idee des Wunders und über die Tatsache, daß das Absolute seinen Willen in unserer Welt nicht äußern kann und daß dieser Wille nur in Form mechanischer Gesetze wirkt und diese Gesetze nicht verletzen kann. Ich erinnere mich nicht mehr, wer sich als erster an eine wohlbekannte, wenn auch nicht sehr respektvolle Schulgeschichte erinnerte, in der wir sofort eine Illustration dieses Gesetzes sahen. Die Geschichte handelt von einem überalterten Studenten eines Seminars, der bei einer Endprüfung die Idee von Gottes Allmacht nicht versteht. „Nun, geben Sie mir ein Beispiel von etwas, was Gott nicht tun kann", sagte der prüfende Bischof. „Dazu brauche ich nicht lange, Eminenz", antwortete der Seminarist. „Jeder weiß, daß der Herrgott selbst das Trumpf-As nicht mit einer normalen Zwei trumpfen kann."

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Nichts konnte klarer sein. In dieser dummen Geschichte lag mehr Sinn als in tausend theologischen Abhandlungen. Die Gesetze eines Spiels machen sein Wesen aus. Eine Verletzung dieser Gesetze würde das ganze Spiel vernichten. Das Absolute kann ebensowenig in unser Leben eingreifen und andere Ergebnisse an die Stelle der natürlichen von uns geschaffenen Ursachen oder zufällig entstehenden Ergebnissen Figur 6
Das Absolute

Alle Welten

Alle Sonnen

(Vierter

Korper 6 Gesetze)

Sonne

(Mentaler Körper 12 Gesetze) (Astraler Körper 24 Gesetze); (Physischer Körper 48 Gesetze)

Alle Planeten

Erde
Mond

setzen, als es das Trumpf-As mit der Zwei schlagen kann. Turgenjeff hat irgendwo geschrieben, daß alle gewöhnlichen Gebete auf ein einziges zurückgeführt werden könnten: „Herr, mach, daß zwei mal zwei nicht vier gibt." Das ist das gleiche, wie das TrumpfAs des Seminaristen. Ein anderes Gespräch war über den Mond und seine Beziehung zum organischen Leben auf Erden. Und wieder fand einer von unserer Gruppe ein sehr gutes Beispiel, das die Beziehung des Mondes zum organischen Leben zeigte.

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Der Mond ist das Gewicht an einer Uhr. Das organische Leben ist der Uhrmechanismus, der durch das Gewicht in Bewegung gesetzt wird. Die Schwere des Gewichts, der Zug der Kette am Zahnrad setzt die Räder und Zeiger der Uhr in Bewegung. Wenn das Gewicht weggenommen wird, dann werden alle Bewegungen im Mechanismus der Uhr sofort zum Stillstand gebracht. Der Mond ist ein gewaltiges Gewicht, das am organischen Leben hängt und es dadurch in Bewegung setzt. Was auch immer wir tun mögen, ob es gut oder schlecht, klug oder dumm ist, all die Bewegungen der Räder und Zeiger unseres Organismus hängen von diesem Gewicht ab, das dauernd seinen Druck auf uns ausübt. Ich personlich war sehr an der Frage der Relativität in Verbindung mit dem Platz, das heißt, dem Standort in der Welt interessiert. Ich war schon vor langer Zeit auf die Idee einer Relativität gekommen, die aus der Wechselbeziehung von Größen und Geschwindigkeiten herrührt. Aber die Idee des Platzes in der kosmischen Ordnung war sowohl mir als auch allen anderen ganz neu. Darum erschien es mir sehr seltsam, als ich einige Zeit danach zur Überzeugung gelangte, daß es dieselbe Sache sei, in anderen Worten, daß Größe und Geschwindigkeit den Platz bestimmten und der Platz wiederum Größe und Geschwindigkeit. Ich erinnere mich noch an ein anderes Gespräch während der gleichen Periode. Jemand fragte G. über die Möglichkeit einer Universalsprache — in welchem Zusammenhang, erinnere ich mich nicht mehr. ' „Eine Universalsprache ist möglich", sagte G., „nur werden die Menschen sie nie erfinden." „Warum nicht?" fragte einer von uns. „Erstens, weil sie schon vor langer Zeit erfunden worden ist", antwortete G., „und zweitens, weil das Verständnis dieser Sprache und die Ausdrucksfähigkeit nicht nur von ihrer Kenntnis abhängen, sondern auch vom Sein. Ich will sogar noch mehr sagen. Es gibt nicht eine, sondern drei Universalsprachen. Die erste kann man sprechen und schreiben, während man in den Grenzen seiner

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eigenen Sprache bleibt. Der einzige Unterschied ist, daß, wenn Menschen in ihrer gewöhnlichen Sprache sprechen, sie einander nicht verstehen, während sie aber in dieser Sprache einander verstehen. In der zweiten Sprache ist die geschriebene Sprache die gleiche für alle Völker, sozusagen wie Zahlen oder mathematische Formeln; aber die Leute sprechen immer noch ihre eigene Sprache, trotzdem versteht jeder den anderen, wenn er auch in einer unbekannten Sprache redet. Die dritte Sprache ist die gleiche für alle, sowohl im Wort als auch in der Schrift. Die Sprachverschiedenheiten verschwinden überhaupt auf dieser Stufe." „Ist das nicht das gleiche, was in den Apostelbriefen als die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel beschrieben wurde, als sie verschiedene Sprachen zu verstehen begannen?" fragte jemand. Ich bemerkte, daß solche Fragen G. immer ärgerten. „Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei", sagte er. Bei einer anderen Gelegenheit führte eine günstige Frage zu neuen und unerwarteten Erklärungen. Jemand fragte ihn bei einer Gelegenheit während eines Gesprächs, ob irgend etwas Wirkliches und Richtunggebendes in den Lehren und Riten der bestehenden Religionen zu finden sei. „Ja und nein", sagte G. „Stellen wir uns vor, wir sitzen hier und sprechen über die Religion, und das Dienstmädchen Mascha hört unsere Unterhaltung. Natürlich versteht sie es auf ihre eigene Weise und wiederholt dem Diener Iwan, was sie verstanden hat. Der Diener Iwan versteht es wieder auf seine eigene Weise und wiederholt das, was er verstanden hat, dem Kutscher Peter im Nebenhaus. Der Kutscher Peter geht aufs Land und erzählt im Dorf, worüber die Stadtmenschen reden. Glauben Sie, daß seine Erzählungen überhaupt dem ähneln werden, was wir sagten? Dies ist genau die Beziehung zwischen den bestehenden Religionen und dem, was ihre Grundlage war. Sie erhalten Lehren, Traditionen, Gebete, Riten nicht aus fünfter, sondern aus fünfundzwanzigster Hand, und dann ist natürlich alles so verstümmelt, daß es nicht mehr zu erkennen und alles Wesentliche schon längst vergessen ist.

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Zum Beispiel spielt in allen Glaubensformen die Überlieferung des Abendmahles Christi und seiner Jünger eine große Rolle. Liturgien und eine ganze Reihe Dogmen, Riten und Sakramente beruhen darauf. Dies war der Grund für Schismen, für die Trennung von Kirchen, zur Bildung von Sekten; wie viele Leute sind umgekommen, weil sie nicht diese oder jene Deutung davon annehmen wollten. Tatsächlich versteht niemand, was es genau war oder was Christus und seine Schüler an jenem Abend taten. Keine bestehende Erklärung ähnelt auch nur annähernd der Wahrheit, weil das in den Evangelien Aufgezeichnete erst schon einmal durch Kopieren und Übersetzen stark verstümmelt wurde; und zweitens, weil es geschrieben wurde für die, die wissen. Für die, die nicht wissen, kann es gar nichts erklären, und je mehr sie es zu verstehen suchen, desto tiefer landen sie im Irrtum. „Um zu verstehen, was beim Abendmahl vor sich ging, müssen wir zuerst verschiedene Gesetze kennen. „Sie erinnern sich, was ich über den .Astralkörper' gesagt habe? Wollen wir es uns noch einmal kurz ins Gedächtnis rufen. Menschen, die einen .Astralkörper' haben, können miteinander in Verbindung treten, sogar über eine Entfernung hin, ohne übliche physische Mittel zu gebrauchen. Damit aber so eine Verständigung möglich werde, müssen sie eine .Verbindung' zwischen sich schaffen. Aus diesem Grunde nehmen Menschen, die nach verschiedenen Orten oder verschiedenen Ländern gehen, irgendein Besitztum des anderen mit, vor allem Dinge, die mit seinem Körper in Berührung waren und mit seinen Strahlungen gesättigt sind und so fort. In der gleichen Weise pflegten Freunde, um die Verbindung mit einem Toten aufrechtzuerhalten, Gegenstände, die ihm gehört haben, bei sich zu behalten. Diese Dinge lassen sozusagen eine Spur hinter sich, etwas wie unsichtbare Drähte oder Fäden, die durch den Raum ausgespannt bleiben. Diese Fäden verbinden einen bestimmten Gegenstand mit dem Menschen, dem lebenden oder in manchen Fällen dem toten, dem der Gegenstand gehörte. Die Menschen wußten das seit ältesten Zeiten und haben den verschiedensten Gebrauch von dieser Kenntnis gemacht.

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sehen Sie. Das Blut hat besondere Eigenschaften. ähnlich der Blutsbrüderschaft. Er wußte es und seine Jünger wußten es auch. abgestoßen. Sie wissen zum Beispiel. 141 . Zwei oder mehrere Menschen mischen ihr Blut in dem gleichen Gefäß und trinken dann von diesem.Astralkörpem' nach dem Glauben verschiedener Nationen auch nicht durch den Tod zerstört. Gleichzeitig aber wollten sie eine dauernde Verbindung mit Christus herstellen. Zu Beginn war dies eine magische Zeremonie. daß er sterben müsse. „Christus wußte. Danach werden sie als Blutsbrüder betrachtet. Und jeder wußte. Es war nicht Brot noch Wein. Aber der Ursprung dieses Brauchs liegt tiefer. schrieben dem Blut eine besondere Bedeutung von magischen Eigenschaften zu. wird eine einmal geschaffene Verbindung zwischen .Astralkörpern' zu schaffen. „Das Abendmahl war eine magische Zeremonie. über Christus und das Abendmahl gesagt hatte. die sie allein nie hätten finden können. was für eine Rolle er dabei spielen müsse. aber ihr Sinn ist seit langem verloren. Und einige Völker. was es bedeutet? Alles das ist schon lang vergessen und allem wurde eine ganz andere Bedeutung beigelegt. sondern richtiges Fleisch und richtiges Blut. Viele waren von dem. daß viele verschiedene Nationen die Sitte der Blutsbrüderschaft haben.Astralkörpern' zu schaffen. um eine Verbindung zwischen . um eine Verbindung zwischen . zum Beispiel die Juden. Und zu diesem Zweck gab er ihnen sein Blut zu trinken und sein Fleisch zu essen.„Spuren davon können in den Bräuchen vieler Völker gefunden werden. Aber wer weiß irgend etwas hierüber in den bestehenden Religionen und wer versteht." Diese Vorlesung und vor allem ihr Ende rief viele Gespräche in unserer Gruppe hervor. andere im Gegenteil fühlten darin eine Wahrheit. Dann. Es war vorher so beschlossen worden. Die Worte sind geblieben. was G.

Im Augenblick kann mein Ziel keine Bedeutung für Sie haben. zu erreichen. sondern viele Daseinsziele gibt. „Ich habe nicht von der philosophischen Bedeutung des Daseinsziels gesprochen. Sie zeigt nur den besten Weg für die Menschen. Ich fragte Sie nach ihrem persönlichen Ziel.1 ine der nächsten Vorlesungen begann mit der Frage eines AnJ-Lwesenden: „Was ist das Ziel dieser Lehre?" „Ich habe selbstverständlich mein eigenes Ziel".tun'. diese Frage mit gewöhnlichen Methoden zu lösen. „aber Sie müssen mir erlauben. Ich habe nach etwas ganz anderem gefragt. daß wir mit der Lösung dieser Frage beginnen. Versuche. was Sie erreichen wollen. Wenn ein Mensch dies weiß. Die Lehre selbst kann kein bestimmtes Ziel verfolgen.Tun' ein Ziel voraus.tun'. ohne ein Ziel zu haben? Vor allem anderen setzt . Jeder Mensch muß sein eigenes Ziel haben: der eine 142 . sagte G. sind völlig hoffnungslos und nutzlos. was er ist. sagte G. dann weiß er wirklich alles. was immer ihr Ziel gerade sein möge." „Sie mißverstehen mich". „Sie : wollen. Im Gegenteil.SECHSTES KAPITEL T . daß wir es im voraus wissen. Sie erwarten von uns. Der Mensch kennt es nicht und kann es nicht kennen.. Solange ein Mensch sein eigenes Ziel noch nicht für sich gefunden hat. Die Frage nach dem Ziel ist eine sehr wichtige Frage. solange er das bleibt. etwas zu . darüber zu schweigen. und nicht nach dem Grund Ihres Daseins. sagte einer der Anwesenden. Ihr eigenes Ziel zu bestimmen. Wie kann man irgend etwas ." ^.Aber die Frage nach dem Ziel des Daseins ist eine der schwierigsten philosophischen Fragen". vor allem weil es nicht nur ein. wird er noch nicht einmal fähig sein. anzufangen. weil es für Sie wichtig ist. weil wir eine Antwort auf diese Frage suchen. Aber vielleicht sind wir nur hergekommen.

sagte ein anderer. in anderen Worten. die Zukunft zu erkennen. Denn was hat es für einen Zweck. und manchmal war ich sogar bei Experimenten. Was ich am meisten fühle. um nach meinem Tode weiterzuleben". so kann ich Ihnen sagen. daß die Zukunft erkannt werden kann. würde ich gerne arbeiten. Wer kann sonst noch sein Ziel formulieren?" „Ich würde gerne überzeugt sein. ob man Zeit haben wird. erfolgreich. sagte ich. Ich war zum Beispiel der Ansicht. und auch ein Recht habe. irgendeine Arbeit zu beginnen. und wenn ich mein 143 . unfähig sind. ein dritter will das Himmelreich. sagte G. „wenn ich bleibe. ob wir uns auf dem gleichen Weg befinden oder nicht „Denken Sie daran. unser Leben zu organisieren. „das erste Ziel ist also. der vierte möchte ein General sein und so fort. daß ich nach dem Tode meines physischen Körpers weiterleben werde. sie zu beenden oder nicht?" „Sehr gut". nichts zu tun. wie Sie Ihr eigenes Ziel formuliert haben. ob ich die Zukunft kenne oder nicht oder die Sicherheit erlange. daß ich die Zukunft erkennen möchte. Ich habe es immer für erniedrigend gehalten. „Mir ist es gleichgültig. bevor ich es wüßte. oder. wieviel Zeit ihm noch zur Verfügung steht.. ohne dies zu wissen. ein anderer Gesundheit. und einmal habe ich beschlossen. bevor Sie hierher kamen. Durch theoretisches Studium dieser Frage kam ich zu dem Schluß. daß ein Mensch wissen könne. „ich sagte mir. was ich jetzt bin. wenn man nicht weiß. ist. daß ich nicht Herr meiner selbst bin. wieviel Zeit er noch hat. sagte einer der Versammelten. Ich frage nach Zielen dieser Art. zu wissen. Vieles war für mich mit dieser Frage verknüpf. nach dem Tode weiterzuleben". daß die Menschen leben.möchte Reichtümer haben." „Ich habe mein eigenes Ziel schon vor einigen Jahren ganz klar formuliert". er kann den Tag und die Stunde seines Todes kennen und hat auch ein Recht darauf. wenn wir sie nicht kennen. die genaue Zukunft zu erkennen. Wenn Sie mir Ihr Ziel sagen. und wenn das von mir abhängt. Daraus schloß ich. daß wir die Zukunft kennen sollten und ein Recht darauf haben und daß wir.

wie man Kriege verhindern kann". könnten wir allein durch ihn die Zukunft erkennen. um diese Frage ernstlich zu behandeln. Und wenn Heute wie Gestern ist. letztes Jahr oder vor zehn Jahren. weil der gestrige war. Wenn wir einen Willen hätten. dann wird Morgen wie Heute sein. ebenso die Vergangenheit. vom Schicksal oder von unserem eigenen Willen. was gesagt wurde. „Ich würde gerne fähig sein. ich möchte Herr meiner selbst sein. dann kann man ohne Irrtum sagen. Der heutige Tag ist. Wenn Heute nur eine Folge von Gestern ist. würde ich sagen.Ziel formulieren soll. das ist genug". sagte wieder ein anderer. wird Morgen in genau der gleichen Weise eine Folge von Heute sein. sagte G-. Aber im Augenblick haben wir noch nicht genügend Material zur Verfügung. So. daß das Morgen anders ist. was morgen geschehen wird und was nicht. vorgestern. ist der Wunsch. wie wir sind. Und wenn man genau studiert hat. muß man zuerst die Gegenwart in allen Einzelheiten kennen. dann könnten wir auch die Zukunft kennen. wie wir einen Willen haben können. „Ich würde gerne wissen. weil wir dann durch ihn die Zukunft in der Weise gestalten könnten. Wenn der Typus bekannt ist. sagte der nächste. wie wir es wünschen. Wenn Sie wollen. sein eigener Herr zu sein. dann kann auch sein Schicksal er- 144 . Aber wir wollen mit der ersten Frage. wie er war. Die beste Formulierung dessen. oder dem ersten Ziel." „Ich würde gern die Lehre Christi verstehen und ein Christ im wahren Sinne des Wortes sein". wie er ist. ebensowenig. hängen wir fast vollständig vom Zufall ab. „wir haben nun genügend Material. um weiterzugehen. „Nun. Ohne dies ist nichts anderes möglich und ohne dies hat nichts einen Wert. weil das Schicksal dem Typus entspricht. „Um die Zukunft zu kennen. hängt von drei Ursachen ab: vom Zufall. was gestern geschah. müssen Sie das Heute anders machen. anderen Menschen zu helfensagte ein anderer. beginnen. Was uns geschieht oder geschehen kann. vorige Woche. Wir können kein Schicksal im wirklichen Sinne des Wortes haben. Wenn wir ein Schicksal hätten.

Dann wird er sehen.kannt werden. Jeder gute Geschäftsmann kennt die Zukunft. sagte G. morgen jenes. mit der Arbeit zu beginnen?" „Es ist unmöglich. „Es klingt paradox. Das geschieht in einfacher Weise zum Beispiel im Geschäftsleben. bevor wir von der Zukunft reden. vom Ergebnis aus urteilend. In einem Augenblick geht eine Maschine dieser Art in einer Richtung. Darum müssen wir. muß man lernen.. wissen. morgen wieder ein anderer: heute kann ihm dies geschehen. und alle Ihre Berechnungen erweisen sich als falsch. das zu sagen". was unsere Vergangenheit war. Es ist unmöglich. Dann können wir. ob es sich lohnt. die Zukunft zu kennen. Ihre Richtung wechselt jeden Augenblick. Wenn ein Mensch seine eigene Zukunft kennenlernen will. geht sein Geschäft zugrunde. Aber Zufälle können nicht vorausgesehen werden. die Augenblicke zu bemerken und sie im Gedächtnis zu behalten. wenn ein Mensch sein eigener Herr sein kann." ^. Sie wird genau das sein. aber fünf Minuten später geht sie schon wieder in eine ganz andere Richtung. sie nicht zu kennen. welches Ergebnis jeder von uns durch die Arbeit an sich selbst erreichen wird und ob es sich überhaupt für ihn lohnt.Aber können Sie nicht voraussehen. Nichts kann sich von sich aus ändern. wessen Zukunft gemeint ist. daß wir unsere Zukunft kennen. muß er zuerst sich selber kennen. wohin sie gehen wird. Manchmal ist es vielleicht besser. beweisen. In der Arbeit an sich selbst muß man ein guter Geschäftsmann. was mit jedem von uns geschehen wird?" fragte jemand. das heißt sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft. die Zukunft für verrückte Maschinen vorauszusagen. „Und um die Zukunft praktisch kennenzulernen. „man kann die Zukunft nur für Menschen voraussagen. daß wir wirklich die Zukunft kennen. Heute ist der Mensch einer. und Sie können berechnen. 145 . Wenn er die Zukunft nicht kennt. in denen wir wirklich die Zukunft kennen und wo wir in Übereinstimmung mit diesem Wissen handeln. ein guter Kaufmann sein. Und die Kenntnis der Zukunft lohnt sich nur. „das heißt voraussagen. aber wir haben alles Recht zu sagen.

von der Geburt bis zum Tode. „Dafür ist es notwendig. wie man es vermeiden könne zu sterben. Wir können 146 . was dem Tod widerstehen kann. müssen wir fähig sein. daß ein Christ nicht der ist. Darum kann die Arbeit für die Unsterblichkeit. erreicht er auch das andere. viele unserer . So wie wir sind. nicht von der allgemeinen Arbeit getrennt werden. wie man ein Christ werden kann. können wir keine Christen sein. Minute wandelt. wie man es erlangen könne. Das ganze Geheimnis ist dies: man kann nicht für das künftige Leben arbeiten. Ein Mensch mag allein zum Zwecke seiner eigenen Lebensinteressen danach streben. der sich als solcher bezeichnet oder den die anderen einen Christen nennen. Unter gewöhnlichen Umständen sterben wir jeden Augenblick. zu sein. Wir reden nicht eigens über das zukünftige Leben. wenn man so sagen kann. ohne für das gegenwärtige zu arbeiten. „Eine andere Frage war. Äußere Einflüsse wechseln und wir wechseln mit ihnen. welcher in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften lebt. und wir untersuchen nicht. Bei der Arbeit für das Leben arbeitet ein Mensch für den Tod oder besser für die Unsterblichkeit. das heißt. wenn sich in ihm etwas bildet. Tod und Unsterblichkeit lenken. Aber wenn er von äußeren Einflüssen unabhängig wird. Wenn er Herr seines Lebens wird. so wie er es kennt. weil die Gesetze überall die gleichen sind. Wenn ein Mensch in sich ein dauerndes Ich entwickelt. wie man den endgültigen Tod vermeiden könne. was aus sich selbst leben kann. Um Christen zu sein.Ichs' sterben. ob es existiert oder nicht. dann bedeutet das: in ihm ist nichts. . „Zuallererst müssen wir uns klarmachen. das einen Wechsel der äußeren Bedingungen überleben kann. Wenn ein Mensch sein eigenes Leben prüft. dann studiert er alle Gesetze. dann kann dies auch den Tod des physischen Körpers überleben. Schon allein dadurch kann er unsterblich werden.sein'. dann wird er auch Herr seines Todes. Wenn ein Mensch sich jede . und auch das Leben anderer Menschen. Ein Christ ist der. die Leben. wenn nichts in ihm den äußeren Einflüssen standhalten kann.zu tun'. zu . dann braucht dieses Etwas nicht zu sterben.„Dann war da die Frage über das zukünftige Leben. Wenn ein Mensch das eine erreicht.

so wird er bereit sein. Sein heißt Herr seiner selbst sein. Um ein Christ zu sein. Und er kann auch nicht Christ sein. die bereits wissen. „Wir müßten viel und lange darüber reden. antwortete G. Sie sind Maschinen. was Sie unter diesem Begriff verstehen. Eine Maschine kann nicht Christ sein. ein Automat. eine Maschine zu sein. „Ich weiß nicht. Christus sagt: »Liebet eure Feinde'. die vom Zufall regiert werden. „Von den geäußerten Wünschen ist der richtigste der Wunsch. sich an einen sehr guten. hat er nichts und kann er nichts haben. Oder wenn ein anderer ihm nicht glaubt. Christen zu sein. Christ zu sein? Das sind einfach Dinge. möchte ich Ihnen sagen: dies ist esoterisches Christentum.nicht tun. um uns klar zu werden. Und anstatt zu wünschen. beginnt er daran zu denken. wie wir es kennen?" fragte ein Anwesender. nicht nur in Worten. muß man sein.es' nicht wünscht. den er in einem Laden gesehen hat. wenn wir nicht einmal unsere Freunde lieben können? Manchmal liebt .es' nicht.. So wie wir sind. anstatt zu wünschen ein Christ zu sein.es' und manchmal liebt . ein Christ zu sein. Christ sein heißt verantwortlich sein. Die Verantwortung kommt später. Aber zum Nutzen derjenigen. Wenn ein Mensch nicht sein eigener Herr ist. 147 . Sie sind nicht verantwortlich. aber sehr teuren Teppich erinnert. Und eine und die gleiche Sache kann nicht lange gewünscht werden." „Was ist die Beziehung der Lehre. können wir nicht einmal wünschen. anfängt. wie er es anstellen könne. und tatsächlich. Denken Sie selbst. wenn ein Mensch wenigstens teilweise aufhört. aber wie können wir unsere Feinde lieben. diesen Teppich zu kaufen. wobei er dieses Wort betonte. ein Christ sein zu wollen.es' wünscht und manchmal . weil ein Mensch plötzlich. Im Augenblick werden wir die Untersuchung unserer Fragen fortsetzen. was Sie über das Christentum wissen". was für ein wunderbarer Christ er ist. zum Christentum. ist es für ein Auto oder eine Schreibmaschine oder ein Grammophon möglich. die Sie darlegen. weil wiederum manchmal . ihn lebendig zu fressen oder auf heißen Kohlen zu rösten. Wir werden die Bedeutung dieser Worte noch besprechen. Er ist einfach eine Maschine. mit uns geschieht alles. und vergißt darüber alles Christentum.

zu lieben oder nicht zu lieben. wenn ein Mensch durch eigene Wahl und eigenen Entschluß fähig wird. an sich selbst zu arbeiten. wenn er nur so ist. ein Egoist. muß man erst lernen. sein letztes Hemd wegzugeben. dem er sein letztes Hemd geben wollte. dann hat das überhaupt keinen Wert. daran zu denken. das sind alles sehr schöne Worte. und gleichzeitig ist es sehr angenehm für sie. Und im Vergleich zu diesem Wunsch sind alle anderen Wünsche einfach kindische Träume. aber sie haben nur dann eine Bedeutung. Dies heißt falsch und unaufrichtig mit sich selbst sein. anderen zu helfen. morgen Egoist. Menschheitsliebe. Menschen zu helfen. Altruismus. so wie wir sind. Sie sind zu faul. ein Egoist zu sein. können nichts tun.Herr seiner selbst zu sein. Dann hat sein Entschluß einen Wert. bevor man das Schwierige tun kann. zu denken. Eine große Anzahl Menschen beschäftigt sich nur aus Faulheit in Gedanken und Gefühlen damit. dann wird er nicht anfangen zu denken. daß jemand sich weigert. muß man erst' lernen. wenn er gar nicht anders sein kann. Menschen. Aber wenn überhaupt keine Wahl da ist. wie er anderen Leuten helfen könne: er wird sich schämen. Das ist es. und gibt statt dessen das eines anderen weg. sein eigenes Hemd wegzugeben. dann übermorgen wieder Altruist. aber an Stelle dessen raubt er dem Menschen. gibt aber an Stelle dessen sein letztes Hemd weg. damit er es wieder einem anderen geben könne. „Und vor allem. selbst wenn sie ihm gewährt würden. heute Altruist. Oder er entscheidet sich. dessen letztes Hemd. wie der Zufall ihn gemacht hat oder ihn macht. denn ohne dies ist nichts weiteres möglich. Um fähig zu werden. mit denen ein Mensch nichts anzufangen wüßte. Um anderen zu helfen. Nur ein bewußter Egoist kann Menschen helfen. muß man 148 . „Jemand sagt zum Beispiel. was meistens geschieht. sich selbst zu helfen. Wenn ein Mensch auf sich selber schaut. wie er wirklich ist. sie seien fähig. ein Altruist oder ein Egoist zu sein. Ein Mensch entscheidet sich. anderen zu helfen. er wolle den Menschen helfen. ihm sein Hemd zu geben. Er entscheidet sich. ein bewußter Egoist zu sein. und ist beleidigt. Wünsche.

die den Krieg hassen. sie vermehren sich und können durch gewöhnliche Mittel nicht verhindert werden. Und es ist noch sicherer. was sie wollen. über Friedenskonferenzen und so weiter sind wieder nichts als Faulheit und Heuchelei. daß es keinen Krieg mehr geben solle. könnten sie nicht die anderen beeinflussen?" „Diejenigen. etwas tun?" fragte der. solange die Menschen Sklaven sind. sich wirklich zusammenschlössen. manche außerhalb. aber auf eine andere Weise. und sie können nicht anders sein. Die Kriege vermindern sich nicht. das zu tun. Genau gesprochen. Wie können Kriege verhindert werden? Kriege können nicht verhindert werden. von planetarischen Einflüssen verursacht. haben dies fast seit der Weltschöpfung versucht". Der Krieg hat viele uns unbekannte Ursachen. kann man die Menschen gar nicht für den Krieg verantwortlich machen. was sie sind. die den Krieg verhindern wollten. Man kann nicht mit dem Schwersten beginnen.lernen. die nicht mit ihnen übereinstimmen. sagte G. alle zu bekriegen. Der Krieg wird von kosmischen Kräften. die das einsehen. Menschen sind. sie wollen nicht an sich arbeiten. Wir müssen mit den Ursachen beginnen. Wenn sie Menschen wären und fähig zu tun. „Und trotzdem hat es noch nie einen Krieg wie den gegenwärtigen gegeben. wären sie imstande. „Dann war da eine Frage über Krieg. diesen Einflüssen zu widerstehen und würden einander nicht umbringen. Der Krieg ist das Ergebnis der Sklaverei. die im Menschen 149 ." „Aber sicherlich können die. Und so würden sie kämpfen. die auch Kriege verhindern wollen. Die Menschen wollen nicht über sich selbst nachdenken. Aber in den Menschen besteht überhaupt kein Widerstand gegen diese Einflüsse und kann auch keiner bestehen. das Leichte zu tun. Manche liegen im Menschen selbst. Wenn eine genügende Anzahl Menschen. in der die Menschen leben. aber sie denken daran. „Wenn eine genügende Anzahl Menschen zu dem endgültigen Entschluß kommen würde. All diese Theorien über universalen Frieden. dann würden sie zuerst damit anfangen. der die Frage über den Krieg gestellt hatte. wie sie andere Leute veranlassen können. daß sie andere Leute bekriegen würden.

warum in allen alten Lehren die erste Forderung am Beginn des Weges zur Befreiung war: Erkenne dich selbst. muß man die innere Freiheit erringen. solange er sowohl äußerlich als auch innerlich ein Sklave bleibt. kann er sich selbst nicht lenken und wird immer ein Sklave bleiben und der Spielball der Kräfte.menschliche Maschine'. daß der Grundsatz . Frei zu werden. die viel älter sind als die sokratische. Wie kann ein Mensch von den äußeren Einwirkungen großer kosmischer Kräfte frei werden. ohne Verständnis der Arbeit und der Funktionen seiner Maschine kann ein Mensch nicht frei sein. Nichts anderes gibt es für ihn. wenn er sich nur ein wenig seiner Lage bewußt wird. „Wir werden nun über diese Worte sprechen. das muß das Ziel des Menschen sein. liegen tatsächlich vielen Systemen und Schulen zugrunde. Der gewöhnliche Mensch unserer Zeit. sagte G.. Aber obgleich modernes Denken um das Bestreben dieses Grundsatzes weiß. „Diese Worte". wenn er der Sklave von allem ist. Um daher frei zu werden.selbst sind. aus der Sklaverei befreit zu werden: danach sollte der Mensch streben. was ihn umgibt? Er wird durch alles um ihn herum beherrscht. die . seine Maschine. äußerlich ein Sklave zu sein. „Das ist der Grund. hat es nur eine sehr vage Vorstellung von seinem Sinn und seiner Bedeutung. „die gewöhnlich Sokrates zugeschrieben werden.erkenne dich selbst' von der Notwendigkeit spricht. dann kann er auch von planetarischen Einflüssen frei werden. und nichts anderes ist ihm möglich. „Der erste Grund der inneren Sklaverei des Menschen ist seine Unwissenheit und vor allem seine Unwissenheit über sich selbst. „Freiheit. die auf ihn wirken." Die nächste Vorlesung begann genau mit den Worten: erkenne dich selbst. sogar ein Mensch mit philosophischen oder wissenschaftlichen Interessen versteht nicht. Die Maschinen 150 . Wenn er von den Dingen frei wird. Befreiung. solange er innerlich ein Sklave bleibt. Aber er kann nicht aufhören. zu kennen. Ohne Selbsterkenntnis.

sich selbst zu studieren. wenn ein Mensch versteht. daß er sich selbst studieren muß. In erster Linie verlangt er. „Selbst-Studium ist die Arbeit oder der Weg. wie er sich studieren soll. „Der Grundsatz . der zur Selbstkenntnis führt. was dies bedeutet. darum muß der Mensch vor allem anderen die Struktur. Der Mensch muß lernen.erkenne dich selbst' umfaßt einen sehr reichen Inhalt. „Aber um sich selbst zu studieren. „Aber die Methoden der Selbst-Beobachtung und des richtigen Selbst-Studiums zu lernen. und er muß die Methoden des Selbst-Studiums studieren. verlangt ein gewisses Verstehen der 151 . muß man alles kennenlernen. Alles im Menschen kennenzulernen ist möglich. daß ein Mensch. aber es verlangt viel Zeit und Arbeit und vor allem die Anwendung der richtigen Methoden und. Es muß des Menschen Ziel sein. „Die Hauptmethode des Selbst-Studiums ist die Selbst-Beobachtung. die richtige Führung. verstehen muß. Der Mensch in seinem gegenwärtigen Zustand ist sehr weit von der Selbstkenntnis entfernt. sich selbst auf die richtige Weise kennenzulernen.sind in allen Menschen mehr oder weniger gleich. die Funktionen und die Gesetze seines Organismus studieren. irgendeine Funktion zu studieren. was ebenso notwendig ist. der sich selbst kennenlernen möchte. er wird nie verstehen. ohne gleichzeitig alle anderen zu studieren. womit es in Beziehung steht und wovon es notwendigerweise abhängt. wo man anfängt und welche Methoden anzuwenden sind. eine Sache so von der anderen abhängig. wie und wieso bei jeder Gelegenheit alles in ihm . Um eine Sache kennenzulernen.geschieht'. Darum kann genau genommen sein Ziel nicht einmal als Selbsterkenntnis bestimmt werden. muß man erst lernen. In der menschlichen Maschine ist alles so ineinander verwoben. aber ein sehr vages und entferntes Ziel. „Selbsterkenntnis ist ein sehr großes. Das Selbst-Studium muß sein großes Ziel sein. Ohne richtig angewandte Selbst-Beobachtung wird ein Mensch niemals die Verbindung und die Beziehung zwischen den verschiedenen Funktionen seiner Maschine verstehen. daß es ganz unmöglich ist. wie man studiert. damit zu beginnen. Es ist schon genug.

sondern muß eine innere Bestimmung sein. was im Augenblick beobachtet wird. Indem er sich mehr und mehr in diese Fragen vertieft. „Beim Versuch. in der gleichen Weise. die richtige Einteilung der beobachteten Funktionen zu verstehen und fähig zu sein. wie wir alle inneren Erlebnisse bestimmen.was ist dies? warum geschieht es auf diese Weise und nicht auf eine andere?' und er beginnt eine Antwort auf diese Fragen zu suchen und vergißt darüber alles weitere Beobachten. „Es gibt zwei Methoden der Selbst-Beobachtung: die Analyse oder Versuche der Analyse. ohne daß man die allgemeinen Gesetze kennt. sie genau und sofort zu bestimmen. eine vollkommen nutzlose Zeitverschwendung. Bevor es möglich ist. Antworten auf die Fragen zu finden: wovon ein gewisses Ding abhängt und warum es geschieht. einfaches Verzeichnen im Verstand des Betrenenden von dem.Registrierung' ansammeln. verschiedene Erscheinungen. zu analysieren.Registrierung'. ist das wichtigste Material in der 152 . „Selbst-Beobachtung darf vor allem am Anfang keinesfalls Analyse oder der Versuch der Analyse werden. „Aber sogar abgesehen davon sind Versuche. verliert er vollkommen den Faden der Selbst-Beobachtung und vergißt alles andere darüber. die ihm in den Weg kommen. durch Empfindung. was in einem bestimmten Augenblick stattfindet. das heißt das Ergebnis einer unmittelbaren Beobachtung dessen. durch Geschmack. Daraus wird klar. Darum ist es bei der Beobachtung der Funktionen der menschlichen Maschine notwendig. daß nur eines von beiden geschehen kann: entweder Beobachtung oder der Versuch der Analyse.Funktionen und Eigenschaften der menschlichen Maschine. wenn ein Mensch alle Funktionen seiner Maschine und die sie beherrschenden Gesetze kennt. und die zweite Methode ist das Registrieren. fragt ein Mensch im allgemeinen: . und diese Bestimmung darf nicht eine sprachliche. Die Beobachtung kommt zu einem Stillstand. einzelne Erscheinungen zu analysieren. Die Analyse wird erst viel später möglich. muß der Mensch erst eine genügende Menge Material mit Hilfe der . . auch nur die einfachsten Erscheinungen zu analysieren. das heißt Versuche.

Ein Mensch muß beginnen. Es kann daher nicht benützt werden. als ob er sich niemals beobachtet hätte. jedenfalls nicht bei Beginn der Arbeit des Selbst-Studiums.und instinktiven Funktion. mit der die Menschen ihr ganzes Leben hindurch beschäftigt sind. sich so zu beobachten. worin sich die Funktionen unterscheiden. wird zu einem geeigneten Zeitpunkt aufgenommen und benützt werden. Was davon einen Wert hat. Die Selbst-Beobachtung kann ohne Kenntnis dieser Prinzipien nicht richtig angewandt werden — ohne daß man diese ununterbrochen vor Augen hat. Aber all dieses Material beruht auf falscher Einteilung der beobachteten Funktionen und ist selbst falsch eingeteilt.Registrieren' auf dem Verständnis der grundsätzlichen Prinzipien der Tätigkeit der menschlichen Maschine fußen. Bewegungs. als ob er sich überhaupt nicht kenne. Jede von einem Menschen beobachtete Erscheinung steht mit einer oder der anderen dieser Funktionen in Beziehung. Bei der Selbst-Beobachtung muß ein Mensch zwischen den vier Grundfunktionen seiner Maschine unterscheiden: der Denk-. was Gefühlstätigkeit bedeutet. von denen jede durch ein besonderes Him oder . „Die Beobachtung muß am Anfang beginnen. dann wird Analyse möglich. Fühl-. was Bewegungstätigkeit bedeutet und was instinktive Tätigkeit bedeutet. „Vom ersten Augenblick an muß die Beobachtung oder das . das Ergebnis aller früheren Selbst-Beobachtung muß beiseite gelegt werden. vollkommen nutzlos und führt nirgends hin. Darum ist die gewöhnliche Selbst-Beobachtung. Sie mögen viel wertvolles Material enthalten. Darum muß man vor Beginn der Beobachtung verstehen. Alle frühere Erfahrung.Arbeit des Selbst-Studiums. Aber man muß am Anfang beginnen. 153 . Die ganze Tätigkeit der menschlichen Maschine ist in vier scharf begrenzte Gruppen geteilt. Wenn man eine gewisse Anzahl von .Zentrum' gelenkt wird. was intellektuelle Tätigkeit bedeutet.Registrierungen' angesammelt und gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad zugrunde liegende Gesetze studiert und verstanden hat. „Die Beobachtung muß mit der Gliederung der Funktionen beginnen.

die sogenannten . da sie ein und dasselbe Ding 154 . „Empfindung und Gefühl vernünfteln nicht. In Wirklichkeit jedoch bestehen große Unterschiede in den Formen und Methoden ihrer Wahrnehmung.weißes Papier'. sind instinktiv. „Sehr allgemein gesprochen. Gefühlsfunktionen sind immer angenehm oder unangenehm.roter Bleistift'. daß die Denkfunktion immer mittels des Vergleichs arbeitet. andere zwischen einem Gedanken und einem Bewegungsimpuls. daß die Menschen sich sehr durch die Art unterscheiden. sie bestimmen einfach einen gegebenen Eindruck dadurch. wie sie ihre Funktionen empfinden. kann man sagen. Es ist sehr schwer. Wir glauben. was wir gewöhnlich nicht verstehen. als sie es wirklich sind. ob er angenehm oder unangenehm im einen oder anderen Sinn ist. In der Wahrnehmung von weiß oder rot ist weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes. einander zu verstehen. durch seine Farbe.„Gleich beim Beginn seiner Selbst-Beobachtung muß er versuchen. „Die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen den Funktionen wird durch die Tatsache vergrößert. wie die Wahrnehmung von Wärme. weder angenehm noch unangenehm: . indifferente Gefühle gibt es nicht. Darüber hinaus können Empfindungen indifferent sein: weder warm noch kalt. andere wiederum haben Schwierigkeiten im Verstehen des Unterschiedes zwischen Fühlen und Empfinden. . Kälte und so fort. ja fast unmöglich für Menschen verschiedener Kategorien und von verschiedener Wahrnehmungsart. seinen Geschmack oder Geruch. Das ist es.fünf Sinne' und andere. „Manche Leute finden es schwierig. Jedenfalls braucht weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes mit dieser oder jener Farbe verbunden zu sein. Wahrnehmungen. wieder andere durch ihre Empfindungen. unter welches Zentrum die von ihm im Augenblick beobachteten Erscheinungen fallen. unter welche Gruppe. Denkschlüsse sind immer das Ergebnis des Vergleichs zweier oder mehrerer Eindrücke. den Unterschied zwischen Denken und Fühlen zu verstehen. andere durch ihr Gefühl. daß die Menschen einander viel ähnlicher sind. sofort zu bestimmen. Manche nehmen hauptsächlich durch ihren Verstand wahr. vergleichen nicht.

unebenes Fenster. Die vollständigste. wenn wir ihn gleichzeitig mit Denken. Sehr oft bezeichnet ein Mensch seine Gedanken oder seine intellektuellen Wahrnehmungen als Gefühle. sich gegenseitig in dem Zustand. so können sie sich ihr ganzes Leben lang darüber streiten und nie verstehen. muß danach trachten. daß sie sich selber nicht verstehen. „Um einen Weg der Unterscheidung zu finden. müssen wir verstehen. Seine spezielle Art der Wahrnehmung wird durch die Arbeit seines Organismus als Ganzes bedingt. uns mögliche Kenntnis eines gegebenen Gegenstandes kann für uns nur erreicht werden.mit verschiedenen Namen und wiederum verschiedene Dinge mit dem gleichen Namen bezeichnen. Das letzte ist das häufigste. eine solche Wahrnehmungsfähigkeit zu erreichen. nennt seine Gefühle Gedanken und seine Empfindungen Gefühle. Jeder Mensch. worin der Unterschied ihrer Haltung zu einem bestimmten Gegenstand besteht. Alle Funktionen sind wechselbezogen und gleichen sich aus. mit Hilfe der Gefühle eine andere. Wenn zwei Menschen die gleiche Sache verschieden wahrnehmen. kann er nichts daran ändern. mit Hilfe der Empfindungen eine dritte Ansicht. daß jede normale psychische Funktion ein Mittel oder ein Instrument zur Erwerbung von Wissen ist. und in zweiter Linie dadurch. Ein Mensch nimmt mittels Gedanken und Empfindungen wahr. der nach richtigem Wissen strebt. sagen wir der eine durch sein Fühlen und der andere durch sein Empfinden. ein anderer durch Gedanken und Gefühle und so fort. 155 . Eine oder die andere Art der Wahrnehmung ist unmittelbar mit einer oder der anderen Weise der Reaktion auf äußere Ereignisse verknüpft. Das Ergebnis dieser Verschiedenheit der Wahrnehmung und Reaktion auf äußere Ereignisse drückt sich in erster Linie darin aus. Außerdem sind verschiedene andere Verbindungen möglich. daß die Menschen einander nicht verstehen. alle Funktionen streben danach. Tatsächlich hat der eine diese Ansicht und der andere jene. Fühlen und Empfindung untersuchen. Unter gewöhnlichen Bedingungen sieht der Mensch die Welt durch ein verbogenes. Mit Hilfe des Denkens sehen wir eine Seite von Dingen und Ereignissen. Und auch wenn er das bemerkt.

es zu ändern. Die leichte 156 . das er nicht im geringsten erwartete oder wünschte und das er nicht einmal vermutet haben kann.in dem sie sich befinden. Aber das Studium ist der erste Schritt zur Möglichkeit einer Wandlung in der Zukunft. was ihm mißfällt. daß für eine lange Zeit seine ganze Arbeit allein im Studium bestehen kann. Aber alles in der Maschine ist miteinander verbunden. und durch Anstrengungen in dieser Hinsicht stört er das Gleichgewicht der Maschine. was andere Menschen bemerken. und wenn er genügend methodisch und entschlossen verfährt. und jede Funktion wird unvermeidlich durch eine andere Funktion oder durch eine ganze Reihe anderer Funktionen ausgeglichen. Darum muß ein Mensch. Aber zusammen mit diesem Ergebnis wird er unvermeidlich ein anderes Ergebnis erreichen. erreicht er nach einer gewissen Zeit das erwünschte Ergebnis: er hört auf. wieder her. zu zerstören und zu vernichten. vergeßlich zu sein und Dinge zu verlieren. mag es ihm gelingen. wenn wir uns auch dieser Verbindung der verschiedenen Funktionen in uns nicht bewußt sind. pedantisch. In jedem Augenblick ihrer Tätigkeit ist die Maschine in allen ihren einzelnen Teilen im Gleichgewicht. zu erhalten. Aber etwas anderes bemerkt er nicht. das Gleichgewicht wiederherzustellen. ein gewisses Ergebnis zu erzielen. Durch das Streben. mäkelnd und unangenehm geworden ist. Er beginnt mit dieser Gewohnheit zu kämpfen. nicht imstande sein wird. nämlich daß er leicht erregbar. was ihm mißfällt. Die Maschine versucht. etwas zu ändern. verstehen. daß er alles vergißt. wenn er in sich etwas entdeckt. und Anstrengungen macht. sich zu studieren. Zum Beispiel mag ein Mensch beobachten. Wenn ein Mensch etwas beobachtet. es zu ändern. die der Mensch nicht hat voraussehen können. all das. weil beim Wunsche. sich wandeln eine andere. daß er sehr zerstreut ist. der Mensch nur diese eine Sache ändern will. und stellt es durch die Schaffung einer neuen Funktion. wenn er beginnt. „Eine Wandlung ist unter gewöhnlichen Bedingungen unmöglich. Studieren ist eine Sache. daß er. was ihm nicht gefällt. alles verliert und so fort. Und beim Beginn des Selbst-Studiums muß er sich klar sein. Dies bemerkt er.

an denen eine Wandlung vollzogen werden kann. Nur eine eingehende Analyse der psychischen Eigenschaften eines besonderen Menschen kann darlegen. zu welcher Kategorie sie gehören. schnell größer werden. Neid oder etwas anderes. warum der Verlust einer Eigenschaft das Auftreten einer anderen verursacht hat. bei denjenigen. dann wird die Anzahl der Beobachtungen. die dem Ziel und der Richtung der Arbeit völlig entgegengesetzt sind. Er muß alle ungenauen und zweifelhaften Fälle beiseiteschieben und nur die im Gedächtnis behalten. Und was erst zweifelhalt erschien. „Aber im allgemeinen Plan der Arbeit und der Funktionen der menschlichen Maschine gibt es gewisse Punkte. bei denen er sofort sieht. während er sich beobachtet. Warum? Das kann man unmöglich sagen. dem zweiten oder dem dritten Zentrum zugeordnet 157 . Wenn die Arbeit richtig durchgeführt wird. Genau so leicht kann irgendeine andere Eigenschaft erscheinen. die überhaupt keine Beziehung zur Zerstreutheit hat. zum Beispiel Geiz. muß er. sofort seine Eindrücke dieser oder jener Kategorie zuordnen. unliebsame Wandlungen zu vermeiden oder auch die Erscheinung von Eigenschaften. Dies heißt nun nicht. wird nun klar dem ersten. muß man die Möglichkeit ausgleichender Wandlungen erwägen und sie im voraus in Betracht ziehen. die nicht fraglich sind. „Man muß diese Punkte kennen und man muß wissen. Und zuerst darf er nur bei solchen Beobachtungen verweilen. Nur auf diese Weise ist es möglich. Fühl.und Bewegungsfunktionen eingeprägt hat. daß Verlust von Zerstreutheit notwendig leichte Erregbarkeit ergeben muß. „Wenn ein Mensch sich den Unterschied zwischen den Denk-. wird man entweder überhaupt kein Ergebnis oder ganz falsche und unerwünschte Ergebnissse erzielen. wie man zu ihnen gelangen kann. ohne dadurch zusätzliche Ergebnisse hervorzurufen. hinsichtlich derer er überhaupt keineiy Zweifel hat: das heißt. „Also wenn man an sich selbst in der richtigen Weise arbeitet. die keine Frage mit sich bringen.Erregbarkeit ist als Ergebnis des Verlustes seiner Zerstreutheit aufgetreten. denn wenn man nicht mit ihnen beginnt.

daß es mehr Möglichkeiten enthält. Es gibt Situationen im Leben. für die es gar nicht geeignet ist. das heißt. seine eigenen Assoziationen. Fühl.unausgeglichen' oder . Jedes Zentrum hat sein eigenes Gedächtnis. dann wird es alles durcheinanderbringen. zu fühlen oder vorzugeben. die Arbeit. für die es besonders bestimmt ist und die es am besten durchführen kann. die Arbeit eines anderen Zentrums zu tun. während wir die Arbeit der Zentren beobachten. indem jedes Zentrum fähig wird. und das ist genau das. was es tun sollte. wird es schädlich. Wenn in diesem Augenblick das Gefühlszentrum an seiner Statt zu arbeiten beginnt.neurotisch' versteht. Die SelbstBeobachtung wird uns jedoch sehr schnell zeigen. Wie schon gesagt wurde. mit denen das Denkzentrum allein fertig werden und einen Ausweg finden kann. daß es fühlt. Tatsächlich besteht jedes Zentrum aus drei Teilen: einem Denk-. Aber wir wissen sehr wenig über diese Seite unserer Natur. „Gleichzeitig. In jedem Zentrum kennen wir nur einen Teil. werden wir neben ihrer richtigen Arbeitsweise auch ihr falsches Arbeiten bemerken. ver- 158 .und Bewegungszentrum. Wenn das Gefühlszentrum für das Denkzentrum arbeitet. In einem normalen gesunden Menschen tut jedes Zentrum seine eigene Arbeit. als wir vermuten. sondern was ihm im Augenblick am besten gefällt. oder jedenfalls. da es die Stetigkeit der psychischen Tätigkeit aufrechterhält. In einem unausgeglichenen Menschen geht diese Ersetzung eines Zentrums durch ein anderes fast stetig vor sich. was man unter . und das Ergebnis dieser Störung wird sehr unbefriedigend sein. da es die richtige Arbeit stört. ist ein für ein anderes Zentrum arbeitendes Zentrum in manchen Fällen nützlich. das heißt. zu denken und zu fühlen. daß unser Innenleben viel reicher ist. Aber wenn dies zur Gewohnheit wird. und gleichzeitig strebt es danach. seine Arbeit einem anderen aufzubürden.werden können. als wir denken. den Versuch des Gefühlszentrums zu denken und den Versuch des Bewegungszentrums. sein eigenes Denken. Jedes Zentrum strebt gleichsam danach. die Arbeit eines Zentrums für ein anderes: den Versuch des Denkzentrums. seinen eigenen unmittelbaren Pflichten auszuweichen und nicht das zu tun.

Dies wird ganz klar. macht einen Menschen unfähig. wenn er versucht. indem er jeder Bewegung folgt. die das Gefüblszentrum gefällt hätte. können ihn niemals befriedigen. das heißt. Und die Entscheidungen des ersten. das heißt. Was für eine Arbeit auch immer ein Mensch tun mag. Außerdem verursacht in manchen Fällen die Einmischung des Denkzentrums ganz falsche Reaktionen. Seine Entscheidungen sind viel zu allgemein und entsprechen nicht den Entscheidungen. weil das Denkzentrum einfach unfähig ist. und. des theoretischen Denkens. Er fühlt überhaupt nichts.ursacht es eine überflüssige Nervosität. Ereignisse. Es arbeitet einen bestimmten Aktionsplan aus und folgt ihm weiter. Ein gesättigter Mensch versteht einen Hungrigen nicht. und so bestehen die Gefühle des anderen überhaupt nicht für ihn. Ebenso kann der Verstand auch nicht Empfindungen würdigen. in allen drei Fällen führt die Einmischung des Denkens zu ganz unerwünschten Ergebnissen. werden seine durch das 159 . Das Denken ist zu langsam. in den Bereich des Gefühls. bringt es Überlegung in Lagen. mit seinem Verstand. der Empfindung oder der Bewegung vorstellen. die Feinheiten und Unterschiede in vielen Ereignissen zu verstehen. wo im Gegenteil ruhiges Urteil und Überlegung wesentlich sind. die für das Bewegungszentrum und das Gefühlszentrum ganz verschieden sind. Beispiele dieser Art sind am leichtesten zu finden. Noch kann er Bewegungen lenken. Wenn er Schreibmaschine schreibt. die Entscheidungen des Verstandes. sogar wenn sich die Umstände geändert haben und ein ganz anderer Weg des Handelns notwendig ist. Das Denken kann die Feinheiten des Gefühls nicht verstehen. wenn wir uns die Einmischung des Denkens. daß die Qualität seiner Arbeit sich sofort verändert. scheinen ihm gleich zu sein. Fieberhaftigkeit und Eilfertigkeit in Lagen. Diese sind für ihn tot. wenn wir uns einen Menschen vorstellen. es genügt. Aber für den anderen sind jene Gefühle unbedingt da. die Besonderheiten und Feinheiten der Lage zu unterscheiden. die rasche Entscheidungen verlangen. und er wird sehen. Wir sehen dies ganz klar. jede Handlung überlegt zu tun. Wenn das Denkzentrum für das Gefüblszentrum arbeitet. der über die Empfindungen eines anderen vernünftelt.

nützlicher' Denktätigkeit. erstrebt kein Ergebnis. aber dies wird leicht eine Gewohnheit. Das geschieht gewöhnlich. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und zum Zwecke der Erreichung eines bestimmten Ergebnisses unternommen wird. weil das Denkzentrum gewöhnlich nicht durch nützliche Arbeit. . Fehler zu machen oder sehr langsam zu schreiben. weil Tagträumerei seinen eigenen Neigungen entspricht. die Richtung der Tätigkeit des Denkzentrums mit etwas anderem beschäftigt ist und wenn das Bewegungszentrum versucht. . aber gewöhnlich nützen sowohl das Bewegungs. Der eigentliche Vorgang wird durch das Denkzentrum ausgeführt. wie wenn ein Mensch nichts als Worte liest oder hört und sich dessen. Jedes Zentrum hat seine eigene Form von Einbildung und Tagträumerei. Das Denken kann nicht mit all den Bewegungen Schritt halten. um eine größere Geschwindigkeit zu entwickeln. mit voller Geschwindigkeit zu fahren. sich vor jedem Buchstaben zu fragen: .Bewegungszentrum gelenkten Finger die notwendigen Buchstaben von selber finden. Tagträumerei ist genau das Gegenteil von . „ .Wo ist das K?'. durch Gedanken oder durch Kontemplation abgelenkt wird.als auch das Gefühlszentrum hierfür das Denkzentrum aus. gar nicht bewußt ist. sondern einfach durch Tagträume oder durch Einbildungen. Tagträumerei verfolgt kein Ziel. Aber wenn er versucht. Es ist für einen gewöhnlichen Menschen absolut unmöglich. erzeugt zum Beispiel mechanisches Lesen oder mechanisches Hören. vor allem in den Straßen einer großen Stadt. das abwesende Denkzentrum zu ersetzen. Die Neigung zur Tagträumerei be- 160 .Wo ist das Komma?'. wenn die Aufmerksamkeit.Nützlich' heißt in diesem Falle eine Tätigkeit. fängt er sofort an.Wie wird dieses Wort buchstabiert?'. „Die Arbeit des Bewegungszentrums an Stelle des Denkzentrums . . welches sich sehr gern für diesen Zweck zur Verfügung stellt. Der Grund für Tagträumerei liegt immer im Gefühlsoder im Bewegungszentrum. kann man nur im niedrigsten Gang fahren. wenn er mit dem Denken steuert. die notwendig sind. was er liest oder hört.Einbildung' ist eine der Hauptquellen falscher Arbeit der Zentren. das heißt. Wenn man ein Auto mit seinem Verstand fährt.

wenn auch nur für einen Augenblick. die ihnen oder ihrer Familie geschehen könnten. sich von ihnen.ruht zum Teil auf der Faulheit des Denkzentrums. Wir haben früher gesagt. Die Beobachtung und das Studium von Gewohnheiten ist besonders schwierig. das heißt. die sie zu ertragen haben könnten. morbiden Dingen ist sehr kennzeichnend für den unausgeglichenen Zustand der menschlichen Maschine. oder Leiden.registrieren'. Jeder erwachsene Mensch besteht vollständig aus Gewohnheiten. gegen sie anzukämpfen. Dies eröffnet eine praktische Methode für die Selbst-Beobachtung.Einbildung' und . Darum muß man zwecks der Beobachtung und des Studiums von Gewohnheiten versuchen. Aber beim ersten. Alle drei Zentren sind voll von Gewohnheiten.sich eingebildet' hat.Tagträumerei' sind Beispiele falscher Arbeit des Denkzentrums. dagegen anzukämpfen. die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und in einer bestimmten Richtung geht. bevor er nicht alle seine Gewohnheiten studiert hat. Solange ein Mensch durch eine besondere Gewohnheit gelenkt wird.und. Tagträume einer angenehmen Art kann man immerhin verstehen und für sie eine logische Rechtfertigung finden. die Anstrengung einer Arbeit zu vermeiden. Tagträume eines unangenehmen Charakters hingegen sind vollständig absurd. daß 161 . Bewegun^szentrums. um sie zu sehen und zu . aus ihnen entkommen. die sie sich zuziehen. bemerkt und fühlt er sie. trotzdem er dies oft gar nicht gewahr wird und sogar leugnet. und teilweise auf der Neigung des Gefühls. „Die Beobachtung der Tätigkeit von Einbildung und Tagträumerei bildet einen sehr wichtigen Teil des Selbst-Studiums. wenn auch schwachen Versuch. Tagträumerei von unangenehmen. „Der nächste Gegenstand der Selbst-Beobachtung müssen die Gewohnheiten im allgemeinen sein. irgendwelche Gewohnheiten zu haben. merkt er sie nicht. über Krankheiten. sowohl angenehme wie auch unangenehme. Und dennoch verbringen viele Menschen neun Zehntel ihres Lebens in solchen schmerzlichen Tagträumen über Unglücke. seinen Versuchen. weil man. Erlebnisse zu wiederholen. . und ein Mensch kann sich nie kennen. befreien muß. Letzteres ist ganz unmöglich. die man früher durchlebt oder . lebendig zu erhalten oder wiederzukäuen.

sie zu verändern. anders zu gehen. Ohne Kampf kann ein Mensch nicht sehen. „Auf dem Gebiet der Gefühle ist es sehr nützlich. während er schreibt. schneller oder langsamer zu gehen. Um sich zu beobachten. wo er gewohnt ist zu sitzen. wird er sich beobachten und seine Bewegungen studieren können. daß ein Mensch nichts beobachten und . die elementarste Tätigkeit des Bewegungszentrums kennenzulernen. das heißt. zum Beispiel eine bestimmte Schrittweite zu halten. zu be- 162 . wie er geht. Aber er wird dies nie erreichen. aber ohne ihn ist Selbst-Beobachtung unmöglich. und wenn er dann versucht. Aber er zeigt. dann wird die Beobachtung möglich werden. das heißt. sie auf eine andere Weise als gewöhnlich zu halten. vor allem zu keiner bleibenden oder dauernden Wandlung. wenn er fortfährt. er muß sitzen. wie er seine Feder hält. sich zu beobachten und die Gewohnheiten und Assoziationen des Bewegungszentrums zu studieren. Wenn ein Mensch sich beobachten will. Dies ist wahr. mit sich selbst. all seine unangenehmen Gefühle sofort auszudrücken. das heißt mit seinen Gewohnheiten. was da ist. Dieser Kampf kann keine unmittelbaren Ergebnisse zeitigen.ein Mensch nichts in sich ändern kann. größere oder kleinere Schritte zu machen. muß ein Mensch versuchen. er muß stehen. Aber es ist auch wahr. zu kämpfen. und er muß mit seiner linken Hand die Bewegungen machen. auf die gewöhnliche Art und Weise zu gehen. wenn er nicht versucht. und versuchen. die Gewohnheit. daß seine gewohnte Art zu gehen aus einer Anzahl Gewohnheiten besteht. mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu gehen und so fort. trifft der Mensch auf Gewohnheiten. als er es gewohnt ist. dann muß er darauf achten. daß er nur beobachten und . mag beobachten wollen. woraus er besteht. er muß in ungewohnten Haltungen sitzen. Zum Beispiel kann ein Mensch seine Bewegungen studieren wollen.registrieren' kann.registrieren' kann. All dies wird ihm ermöglichen. er kann zu keiner Wandlung führen. „Sogar beim ersten Versuch. die er sonst mit seiner rechten Hand macht und umgekehrt. wo er gewohnt ist zu stehen. Der Kampf mit kleinen Gewohnheiten ist sehr schwierig und langweilig. Aber wenn er versteht. während er geht.

Ein neuer Schock. was sie für Ordnung oder Gerechtigkeit halten. sondern er hat gleichzeitig auch eine andere Bedeutung. und er wird sich überzeugen. daß seine Handlungen. während er sich selbst beobachtet. davon abzustehen. „Der Kampf gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle ist nicht nur eine sehr gute Methode zur Selbst-Beobachtung. daß in ihm nichts Bleibendes ist. daß seine Handlungen gänzlich durch äußere Bedingungen geleitet werden. Er ist eine Maschine. „Wenn ein Mensch alle diese Regeln einhält. Er wird einsehen. Ein anderer kleiner Wechsel in der Umgebung. die durch zufällige Schocks von außen gelenkt wird.geschieht'. Alles . Der Mensch wird beginnen zu verstehen. Er wird einsehen. er kann nichts . ohne dafür andere unerwünschte Gewohnheiten zu schaffen.tun'. in denen ein Mensch sich oder seine Gewohnheiten wandeln kann. der unter dem Einfluß äußerer Anregungen handelt. Noch schwieriger ist es für die Menschen. Viele Menschen finden es sehr schwer. daß irgend etwas oder irgend jemand das verletzt. Er wird seine vollständige Mechanisiertheit fühlen. daß er nicht weiß. und dieses Ich verschwindet und ein anderes nimmt seine Stelle ein. Er wird verstehen und sehen. daß er tatsächlich ein Automat ist. daß er überhaupt keine Kontrolle über sich hat. Jeder Schock ruft eines seiner Ichs auf den Plan.kämpfen. und er wird einsehen. wenn sie fühlen. wird er eine ganze Reihe sehr wichtiger Seiten seines Wesens registrieren. von 163 . Erstlich wird er mit unmißverständlicher Klarheit die Tatsache verzeichnen. und wieder ist ein neues Ich da. ihre Gefühle über schlechtes Wetter zu äußern. keine unangenehmen Empfindungen zu äußern. Gefühle und Worte das Ergebnis äußerer Einflüsse sind und daß nichts von ihm selbst herrührt. Er ist eine der wenigen Richtungen. Darum muß Selbst-Beobachtung und Selbst-Studium von Anfang an von einem Kampf gegen das Äußern unangenehmer Gefühle begleitet sein. Gedanken. wenn keine unerwarteten äußeren Veränderungen statthaben. was er im nächsten Augenblick sagen oder tun wird. daß er nur dann der gleiche bleibt und nichts Unerwartetes tut. daß er nicht einmal für die kürzeste Zeitspanne für sich einstehen kann.

die besonders mein Interesse erweckten. Ich fühlte sofort etwas Großes dahinter. die in der üblichen Psychologie gebraucht werden? Ich hatte es für möglich gehalten. da das Studium der Gefühle und die Arbeit an den Gefühlen zur Grundlage der darauffolgenden Entwicklung des ganzen Systems wurde. Das zweite war die Forderung. „instinktive Handlungen (förderliche. man sei im Recht. daß die menschlichen Handlungen sich gliedern in „bewußte" Handlungen. der anfängt. der eine so große Rolle in 164 . weil es. Aber dies war viel später. außerdem Handlungen. die niemals bewußt sind und in manchen Fällen sogar hinderlich sein können). stellte diese ganze Struktur vollständig auf den Kopf. was bewußt wäre. die Bewegungsfunktionen zu den instinktiven Funktionen? Sind sie das gleiche oder etwas Verschiedenes? Und weiterhin. daß man niemals finden kann. die unter dem Einfluß verborgener Gefühlsveranlagungen oder unbekannter innerer Impulse ausgeführt werden. Und die Zukunft zeigte. „keine unangenehmen Gefühle auszudrücken". war die Frage: In welche Beziehung setzt G. Das erste war die Möglichkeit der Selbst-Wandlung." Es gab einige Stellen in G.dem aus eine Herrschaft ausgehen könnte. nicht eine einzige bleibende Funktion. daß ein Mensch. und ferner. wie schon aus seinen Worten klar wurde. aber ohne bewußten Zweck) und „Reflexe" (einfache und komplexe.'s psychologischen Theorien. sich sofort zu wandeln beginnt. war die Idee des Bewegungszentrums. in welcher Beziehung stehen die Einteilungen G. als ich das erstemal davon hörte. die mich hier fesselte. daß ich damit recht hatte. sich auf die richtige Weise zu beobachten. „automatische" Handlungen (die zuerst bewußt sein müssen). Der Begriff „unterbewußt". das heißt. G. nichts gibt.'s zu den Einteilungen. Das dritte. Die Hauptsache. was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog und worüber ich sogleich nachzudenken begann. nicht ein einziger dauernder Zustand. Erstens ließ er den Begriff „bewußte" Handlungen nicht gelten. mit einigen Vorbehalten und Zusätzen die alte Einteilung anzunehmen.

auf den dauernden Mißbrauch der Worte „Instinkt" und „instinktiv" aufmerksam. Ein Beispiel ist der Rekrut und der alte Soldat bei Gewehrübungen. nannte er diese „instinktive Handlungen". die durch das Bewegungszentrum gelenkt werden. und icli kehrte in meinen Gesprächen mit ihm oft zu diesem Thema zurück. Er räumte dem Automatismus einen wichtigen Platz ein. ohne sie selbst wahrzunehmen. Blutkreislauf. die zu dieser Kategorie gehören. Die einzigen äußeren Funktionen. der andere mit dem Bewegungszentrum. Der Unterschied zwischen instinktiven und Bewegungs- 165 . bezeichnete Handlungen. was das Wichtigste war. Atmung. daß die gleichen Handlungen aus verschiedenen Zentren herrühren können. Aus seiner Rede ging hervor. er sprach zum Beispiel von „automatischen Gedanken" und „automatischen Gefühlen". können sie nicht „automatisch" genannt werden.'s System der Hinweis. erwies sich als ganz nutzlos und sogar irreführend. die ein Mensch ausführt. Als ich ihn nach den Reflexen fragte. Die Wechselbeziehung zwischen Bewegungs. das sie viel besser ausführt. sind die Reflexe. daß diese Worte richtig nur auf die inneren Funktionen des Organismus angewandt werden dürfen.den Theorien mancher Autoren spielt. Der eine führt die Übung mit seinem Denkzentrum aus. er fand automatische Handlungen in allen Zentren. weil Erscheinungen ganz verschiedener Kategorien unter den Begriff „unterbewußt" eingereiht werden. aber er betrachtete die Bewegungsfunktionen als von den automatischen Funktionen verschieden und. Zu allererst machte G. Wenn die gleichen Handlungen von einem Menschen beobachtet werden. Die Einteilung der Handlungen nach den sie lenkenden Zentren beseitigte alle Ungewißheit und alle möglichen Zweifel in bezug auf die Richtigkeit dieser Einteilung. nicht als „automatisch". Und wie ich aus dem folgenden verstand.und instinktiven Funktionen in seiner Beschreibung interessierte mich sehr. hielt er von den äußeren Bewegungen nur die Reflexe für instinktive Handlungen. Besonders wichtig war in G. Verdauung — das sind die instinktiven Funktionen. Aber G. Er benützte den Begriff „automatisch" nur für die Handlungen. Herzschlag.

den Verstand nicht benötigt und ein eigenes Gehini darstellt und das andererseits nicht vom Instinkt abhängt und vor allem anderen lernen muß. wie es überhaupt erst einmal zu dieser Ordnung gekommen war. das als Empfänger verschiedener und manchmal sehr entfernter Einflüsse arbeite. obwohl es Unterschiede gibt. was man über Kriege. hat eine Generation sich ganz nach dem Vorbild der anderen richten müssen. Aber G. überhaupt keine Abweichung von dem Vorbild geben. Wenn ich daran dachte. was es sieht. Ich wollte sehr gern hierüber wie auch über viele andere Dinge in Verbindung damit mit G. da einige mehr. Das Tier hat mehr. sprechen. müssen gelernt werden. Das Bestehen eines Bewegungszentrums. eines Vogels. sondern auch ein „Empfangsgerät" darstelle. das mittels der Nachahmung arbeitet. stellte viele Probleme auf eine ganz neue Grundlage. Der Mensch hat sehr wenig angeborene äußere Bewegungen. wich solchen Gesprächen immer aus. erklärte die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung in Bienenstöcken. Das Bewegungszentrum ahmt nach. Die Vorstellung eines unabhängigen Bewegungszentrums. andere weniger haben. Femer wurde mir vieles durch die Vorstellung klar. Dies ist der Ursprung der Legenden. die es über die wunderbare „Intelligenz" von Tieren oder den „Instinkt" gibt. Durch Nachahmung geleitet. das einerseits nicht vom Verstand abhängt.Funktionen ist folgender: die Bewegungsfunktionen eines Menschen sowohl als auch eines Tieres. indem er sie auf den Menschen und das wirkliche Problem des Selbst-Studiums lenkte. ist sehr oft eine Reihe komplexer Bewegungsfunktionen. Termiten. welche die jungen Tiere von älteren lernen. Aber die „Nachahmung" erklärte nicht. Revolutionen.und Ameisenhaufen. ohne zu überlegen. 166 . aber das. was gewöhnlich als Instinkt erklärt wird. der die Stelle der Intelligenz einnimmt und sie eine ganze Reihe sehr komplizierter und nützlicher Handlungen ausführen läßt. aber instinktive Funktionen sind angeboren. Es konnte keinen Wechsel. eines Hundes. Völkerwanderungen und so weiter sagt. Eine der Haupteigenschaften des Bewegungszentrums ist dessen Fähigkeit zur Nachahmung. daß jedes Zentrum nicht nur eine Bewegkraft.

Fühl. die möglicherweise von sehr weit herkommen. wenn es nur wichtig ist. „Gewiß". daß die „Massen" aus Automaten bestehen. das Bewegungs. was diese Stufen bedeuten und wovon sie abhängen. Wir betrachten die Handlungen eines Individuums als von ihm selbst herrührend. Den nächsten Augenblick ist das instinktive aktiv und das Bewegungszentrum passiv. sondern unter dem Einfluß äußerer Reize. die äußeren Einflüssen folgen und nicht unter dem Einfluß von Willen. Sie müssen für beide Zustände in sich selbst Beispiele finden. die Prinzipien zu erklären. Aber zum Zwecke der Erleichterung im Denken und vor allem am Anfang. „und ferner muß das Geschlechtszentrum hinzugefügt werden." „Welches Zentrum im unteren Stockwerk ist aktiv und welches passiv?" „Das wechselt". „Werden die instinktiven und die Bewegungsfunktionen durch zwei verschiedene Zentren gelenkt?" fragte ich einmal G. Das Geschlechtszentrum ist die neutralisierende Kraft in bezug auf das instinktive und das Bewegungszentrum.und Bewegungszentrum arbeiten auf verschiedenen Stufen. In manchen Menschen ist das Bewegungszentrum aktiver. „Einen Augenblick ist das Bewegungszentrum aktiv und das instinktive passiv.wenn ich mir vorstellte. Bewußtsein oder individueller Neigung handeln. sagte G. Denk. begann ich unseren grundsätzlichen Fehler in der Bewertung der Handlungen eines Individuums zu verstehen.. Wir stellen uns nicht vor. Das Denk-. Später werden Sie verstehen.und Gefühlszentrum sind für das Leben nicht unerläßlich. in anderen das instinktive Zentrum. Und außer verschiedenen Zuständen gibt es auch verschiedene Typen. die sich auf der gleichen Stufe befinden. Das untere Stockwerk kann für sich bestehen. sagte G. weil die drei in ihm arbeitenden Zentren die Leiter der drei Kräfte sind." 167 . nehmen wir sie als ein Zentrum mit verschiedenen Funktionen an.und instinktive Zentrum jedoch auf einer Stufe. wie Menschenmassen unter der Leitung planetarischer Einwirkungen sich bewegen. Dies sind die drei Zentren des unteren Stockwerkes.

wie ich früher darüber in meinem Buch Tertium Organum geschrieben hatte. wenn es eine innere Qualität ist? Mit den gewöhnlichen. assoziatives Tagträumen in Verbindung mit verstärkter Arbeit des Gefühlszentrums. im Gespräch. daß ich sagte erkennen können. Manchmal kommt es der Ekstase nahe. das Dasein des Bewußtseins in einem anderen Menschen zu beweisen. Nur eines ist wahr in dem. wenn Sie es haben. „die gewöhnliche wissenschaftliche Sophisterei. was Sie gesagt haben: daß Sie Bewußtsein nur in sich selbst erkennen können." „All das ist Unsinn".SIEBENTES KAPITEL B ei einer Gelegenheit fragte ich G. Achten Sie darauf. „Wie definieren Sie Bewußtsein?" „Bewußtsem wird für undefinierbar gehalten". bevor wir überhaupt von . was Sie .. Wir kennen es nur in uns selbst.kosmischem Bewußtsein' reden. Es ist Zeit. ob er es für möglich halte. dann können Sie wissen. „und wie kann es auch definiert werden. „das ist ein vager und unbestimmter Begriff. Ich verstand den Ausdruck „kosmisches Bewußtsem" als ein für den Menschen mögliches höheres Bewußtsein in dem Sinne. müssen wir im allgemeinen bestimmen. was Bewußtsein ist. jeder kann damit bezeichnen. sagte G. uns zur Verfügung stehenden Mitteln ist es unmöglich. In den meisten Fällen ist das sogenannte . denn Sie können es nur erkennen. „kosmisches Bewußtsein" zu erreichen. „Ich weiß nicht. Und wenn Sie es nicht haben. daß 168 . was er will. sagte ich. sondern für eine längere Zeitspanne. sagte G.kosmisches Bewußtsein' nennen". daß Sie davon frei werden. nicht nur für einen kurzen Augenblick. Aber ganz abgesehen davon. aber meistens ist es nur eine subjektive Gefühlserfahrung auf der Traumebene.kosmische Bewußtsein' einfach Phantasie..

Es ist notwendig. daß Sie. sehen können. zwar nicht im selben Augenblick. und es sind auch keine Definitionen möglich. dann werden Sie ebenso sicher auch an anderen erkennen. durch den . zwischen Bewußtsein und der Möglichkeit von Bewußtsein zu unterscheiden. und damit können Sie den Augenblick finden oder sich an ihn erinnern. nämlich daß die Augenblicke des Bewußtseins sehr kurz und durch lange Zwischenräume vollständig unbewußten mechanischen Arbeitens der Maschine unterbrochen sind. wo es gar nicht besteht. was Bewußtsein ist. daß Sie denken. Wissenschaft und Philosophie können Bewußtsein nicht definieren. handeln. Sie werden dann sehen. Sowohl das Bewußtsein als auch die verschiedenen Grade des Bewußtseins muß man in sich selbst feststellen — durch Empfindung. weil sie es da definieren wollen. „Ihr Hauptfehler besteht darin. Wir haben nur die Möglichkeit von Bewußtsein und seltene Augenblicke seines Aufblitzens. solange Sie nicht verstehen. aber später. bewußt sind oder nicht. Eben ist sie da. In diesem Falle können Ihnen keine Definitionen helfen. Aber die Beobachtung des Erscheinens und Verschwindens des Bewußtseins in Ihnen selbst wird Ihnen unvermeidlich eine Tatsache klarmachen. in sich selbst die Augenblicke von Bewußtsein und die langen Zeitspannen des Mechanisiertseins zu sehen. was Sie zu definieren haben." 169 . Sie können ebenfalls die Zeitpunkte bestimmen. in dem es verschwand und in dem es wieder erschien. Deshalb können wir nicht definieren. ob sie sich dessen. was sie tun. Und es gibt verschiedene Grade und verschiedene Stufen von Bewußtsein. daß Sie denken. nun ist sie nicht da. Ich meine damit. daß Bewußtsein entweder immer da ist oder nie da ist. daß es für eine lange Zeit abwesend gewesen ist. arbeiten können.Sie es nicht haben. Sie hätten immer Bewußtsein.Geschmack*. sprechen. ohne sich dessen bewußt zu sein. in denen Sie dem Bewußtsein näher oder weiter davon entfernt sind. In Wirklichkeit ist Bewußtsein eine Eigenschaft. wenn es wieder auftaucht. die sich stetig wandelt. und wenn Sie lernen. fühlen. und femer im allgemeinen. die Sie heute weder sehen noch erkennen.

Sie fühlen nicht: ich beobachte. die Arbeit eines Zentrums von der Arbeit eines anderen zu unterscheiden. Ich hatte sichtlich die Frage nicht vollständig verstanden oder ich äußerte meine eigenen Gedanken. als ob es ein „Organismus" sei. und berichten Sie mir später die Ergebnisse.es denkt'. bei Beginn einer Zusammenkunft eine Frage. G. daß er von uns Hinweise auf etwas Bestimmtes erwartete. Alles . (Er betonte wieder diese Worte. daß Sie sich nicht Ihrer selbst erinnern. ich bemerke. die Ganzheit des Systems. sagte er. . während Sie sich beobachten. daß seine Worte über das Bewußtsein mir sofort klar wurden. Sie sind sich Ihrer selbst nicht bewußt. die nicht nur die Vorstellung einschließe.. „Ich meine. .Ich kann nicht behaupten. die von der SelbstErmnerung begleitet werden. auf die alle Anwesenden der Reihe nach antworten mußten. muß man zuerst sich seiner selbst erinnern. Die Frage war: „Was ist das Wichtigste.es lacht'.) Sie fühlen sich selbst nicht. Ich hatte schon begonnen. . sondern die Verbindung dieser Sache mit allem anderen. (Er legte besonderen Nachdruck auf diese Worte. . Bei einer Gelegenheit stellte G. sich Ihrer selbst zu erinnern. Nur die Ergebnisse. das wir entweder überhört oder nicht begriffen hatten. keiner von Ihnen hat bemerkt. Aber eines der folgenden Gespräche erklärte mir die Prinzipien. Andere sprachen von der Schwierigkeit. daß man diese oder jene Sache kenne.wird gesehen'. ihn in solchen Umständen zu verstehen und sah.wird bemerkt'. den sie nicht aufhalten konnten. denn ich sagte. bei Versuchen der Selbst-Beobachtung hätten sie besonders stark einen unaufhörlichen Gedankenstrom gespürt.beobachtet es' genau so wie . ich sehe. war von unseren Antworten sichtlich unbefriedigt. sei die Verbundenheit einer Sache mit einer anderen in diesem System. haben überhaupt einen Wert. Um sich wirklich zu beobachten. Bei Ihnen .es spricht'. auf das ich Sie hinwies". Sonst 170 . was mich am meisten beeindrucke. auf denen seine Argumente beruhten. und die vollständig neue Bedeutung des Wortes wissen.) Versuchen Sie. was wir während der Selbst-Beobachtung bemerken?" Einige der Anwesenden sagten. „Keiner von Ihnen hat das Wichtigste bemerkt.

Menschen. daß niemand es weiß. oder er wird Sie für einen vollständigen Narren halten. ob er sich seiner selbst erinnern könne. Wenn ich . Der erste Eindruck war. die dies wissen (er betonte diese Worte). während der Selbst-Beobachtung mich meiner selbst zu erinnern. die Gedanken zu einem Stillstand brachten. keine Schlüsse zu ziehen. alles. wird er entweder auf Sie wütend werden. wissen schon sehr viel. „Was wollen Sie mehr?" sagte G. dann ist er schon dem Verständnis seines Seins nahegerückt.sind Sie selbst gar nicht an Ihren Beobachtungen beteiligt. und dieses Ich stetig zu fühlen. sogar die Empfindungen 171 . Wenn ein Mensch wirklich weiß.mich als Ich fühlte. daß wir uns tatsächlich nie an uns selbst erinnern. sondern zu versuchen. daß er sich nicht seiner selbst erinnern könne. Und was sind dann all Ihre Beobachtungen überhaupt wert?" Diese Worte von G. Aber ich nahm mir vor. sagte. wird er natürlich antworten. gaben mir viel zu denken. mich meiner selbst zu erinnern. die ganze menschliche Blindheit. auf das Wissenschaft und Philosophie bis jetzt noch nicht gestoßen waren. die ganze menschliche Existenz. außer daß sie mir zeigten. Wenn Sie einen Menschen fragen. „Dies ist eine sehr wichtige Einsicht. Die Versuche von Selbst-Erinnerung führten zu keinem Ergebnis. daß er sich nicht seiner selbst erinnern kann. konnte ich weder denken noch sprechen. hatten mir gezeigt und mich bald überzeugt. daß die Versuche. und vor allem alle meine Versuche. daß er es könne. Sie schienen mir sofort der Schlüssel zu seinen Worten über das Bewußtsein zu sein. will ich nieine Anstrengungen. Aber bevor ich auf meine weiteren Folgerungen eingehe. Das ganze Leben beruht hierauf. Schon die ersten Versuche zeigten mir. zu beschreiben versuchen. was G." Alles. was ich mir selbst dabei dachte. mich meiner selbst zu erinnern oder mir meiner selbst bewußt zu werden. daß ich hier einem gänzlich neuen Problem gegenüberstand. Wenn Sie ihm sagen. wie schwer dies ist. mir zu sagen. ich gehe. ich tue. Die Hauptschwierigkeit ist. mich meiner selbst zu erinnern.

wird meine Aufmerksamkeit sowohl auf den beobachteten Gegenstand als auch auf mich selbst gerichtet. Ich stellte es mir in der folgenden Weise vor: Wenn ich etwas beobachte. wie es in Büchern über Yoga-Übungen erwähnt wird. Eine zweite Pfeilspitze erscheint auf der Linie. Tatsächlich war es fast das gleiche mit dem einen Unterschied. sah ich. Femer konnte man sich auf diese Weise nur für eine sehr kurze Zeitspanne seiner selbst erinnern. wird meine Aufmerksamkeit auf den beobachteten Gegenstand gerichtet — eine Linie mit einer Pfeilspitze. ohne die auf einen anderen Gegenstand gerichtete Aufmerksamkeit zu schwächen oder zu vernachlässigen. mich meiner selbst zu erinnern. Ich *. Zum Beispiel gibt es eine wenn auch sehr allgemeine Beschreibung darüber in Edward Carpenters Buch Vom Gipfel Adams nach Elephanta. die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten. 172 . Wenn ich gleichzeitig versuche. ein Teil wird auf die gleiche Anstrengung gerichtet und der andere Teil darauf. während bei der Selbst-Erinnerung die Aufmerksamkeit geteilt wird. Nachdem ich dies definiert hatte. daß beim Anhalten der Gedanken die Aufmerksamkeit ganz auf die Anstrengung gerichtet ist. Und meine ersten Versuche. Femer konnte dieser „andere Gegenstand" sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von mir befinden. dem Hauptkennzeichen der Selbst-Erinnerung. die nichtsdestoweniger sich in der Praxis als sehr nützlich erwies. keine Gedanken zuzulassen. Diese letzte Einsicht befähigte mich. Ich -< >. Ich hatte früher einige Experimente in der Richtung gemacht.der beobachtete Gegenstand. daß das Problem darin bestand. meine Gedanken zum Stillstand zu bringen.der beobachtete Gegenstand. zu einer wenn auch wahrscheinlich sehr unvollständigen Definition von „Selbst-Erinnerung" zu kommen. mich meiner selbst zu erinnern. riefen mir diese meine ersten Experimente ins Gedächtnis. Ich spreche von der Teilung der Aufmerksamkeit. sich selbst zu empfinden.wurden verschwommen.

Aber ich sah bereits. um es nachher zu vergessen? Femer war darin etwas Erniedrigendes. Warum soll man so viel erleben. Aber die Augenblicke. Gleichzeitig wurden mir zwei Dinge klar. Sie traten entweder in neuen und unerwarteten Umgebungen auf oder an einem neuen Ort. Ein Mensch fühlt etwas. Ich fürchtete mich immer noch. was ihm sehr groß zu sein scheint. sie ganz wieder hervorzurufen. der mir merkwürdig bekannt vorkam. in denen ich mich meiner selbst erinnert hatte. in Augenblicken von Gefahr. wo ich mich meiner selbst erinnerte. zum Beispiel wenn man plötzlich um sich blickt und sagt: Wie merkwürdig — ich und dieser Ort! Oder in Augenblicken sehr starken Gefühls. da man seine eigene Stimme hört und sich selbst von außen sieht und beobachtet. daß ich mich wirklich nur an diejenigen Augenblicke in der Vergangenheit erinnere. Zweitens erkannte ich. den Kopf nicht zu verlieren. Irgendwie sah ich darin die Haupt-Absurdität des Lebens. er denkt. wenn auch selten. Ich bin nicht imstande. daß Selbst-Erinnerung als Ergebnis dieser Methode nichts mit „Selbst-Fühlen" oder „Selbst-Analyse" gemein hat. daß Augenblicke von Selbst-Erinnerung im Leben. er wird es nie 173 . daß ich an der Schwelle einer sehr großen Entdeckung stand. vorkommen. da es notwendig ist. Das heißt ich erkannte. Erstens stellte ich fest. So vieles verschwindet. daß sie stattfanden. Tatsächlich war ich seit frühester Jugend mit ihnen bekannt. sie noch einmal zu durchleben. Diese letzte Einsicht enthüllte mir vieles andere. Von den anderen weiß ich nur. daß meine ersten Lebenserinnerungen — in meinem eigenen Fall sehr frühe — Augenblicke des Selbst-Erinnerns waren. Die Schwäche und Mangelhaftigkeit unseres Gedächtnisses hatte mich immer erstaunt. bei einer Reise unter neuen Menschen. endgültige Schlüsse zu ziehen. Es war ein neuer und sehr interessanter Zustand. Ich sah ganz klar. in Augenblicken. waren lebendig und in keiner Weise von der Gegenwart verschieden.Gleich die ersten Versuche solcher Aufmerksamkeits-Teilung zeigten mir deren Möglichkeit. Nur die absichtliche Erzeugung solcher Augenblicke schuf eine Empfindung von Neuheit.

jedenfalls bis ich die folgende Straße erreicht haben würde. zu verlieren. Der Lärm. Ich spazierte einmal den Litejnij entlang in Richtung auf den Newsky. Jeden Augenblick verlor ich den Faden meiner Aufmerksamkeit. warum dem so war und warum es nicht anders sein konnte. sah ich. nieine Aufmerksamkeit längere Zeit auf das Selbst-Erinnem zu richten. Petersburg zu wandern und die Häuser und Straßen „zu empfinden". Ich dachte an gar nichts. die natürlicherweise — das heißt von selbst — uns nur sehr selten und unter außergewöhnlichen Bedingungen begegnen. die Bewegung. Später. zu anderen Zeiten wurde es von merkwürdigen Beobachtungen begleitet. Häuser.vergessen. ohne den Faden derAufmerksamkeit. darauf zu konzentriereta. daß SelbstErinnern wunderbare Empfindungen vermittelt. fand ihn wieder und verlor ihn wieder. ich ging einfach spazieren und versuchte. Peters• bürg ist voll von solchen merkwürdigen Empfindungen. St. und fast sprach ich mit ihnen. All dies waren die Einsichten der ersten Tage. So pflegte ich zum Beispiel während dieser Zeit sehr viel nachts durch St. Hierauf wandte ich mich wieder dem Newsky zu und erkannte. als ich lernte. alles lenkte mich ab. Schließlich fühlte ich eine Art lächerlichen Ärgers über mich und bog in die Straße nach links ein. und schaute umher. mich meiner selbst zu erinnern. dann wird der Grund seiner Armut klar. mich meiner selbst zu erinnern. Nun wurde mir klar. vor allem alte Häuser. und trotz aller meiner Anstrengungen war ich unfähig. meine Aufmerksamkeit zu teilen. außer vielleicht für kurze Momente. Aber davon will ich später sprechen. daß es in 174 . meine Aufmerksamkeit wenigstens für einige Zeit. waren ganz lebendig. Ich erreichte die Nadejzdinskaja. ich hatte mich fest entschlossen. Darin war keine „Einbildung". Manchmal war das Selbst-Erinnern nicht erfolgreich. die Empfindungen kamen ganz von selbst. Später sollte ich auf die gleiche Art noch viele unerwartete Dinge entdecken. ein oder zwei Jahre vergehen — und nichts bleibt davon übrig. Wenn unser Gedächtnis wirklich nur in Augenblicken des Selbst-Erinnerns lebendig ist.

den große Anstrengungen dieser Art nach sich ziehen. Ich war auf der linken Seite des Newsky bis zum Gostinij Dvor gegangen mit der Absicht. Beim Erreichen des Newsky erinnerte ich mich noch meiner selbst und begann bereits. mich meiner selbst zu erinnern. Ich hatte einen Iswostschik gedungen und war zur Kavalergardskaja zu meinen Druckern gefahren. wo meine Zigaretten angefertigt wurden. — Und plötzlich erinnerte ich mich. Gleichzeitig hatte ich. Immer noch mich meiner selbst erinnernd. deshalb wollte ich es auch in lärmigeren Straßen versuchen. den gedanklichen Faden nicht zu verlieren. Dann hatte ich meine Absicht geändert. begann ich eine merkwürdige Unruhe zu verspüren. Wie ich entlang der Nadejzdinskaja spaziert war. Gerade um die Ecke am Newsky war ein Tabakladen. Die Empfindung des Erwachens war erstaunlich lebendig. weiter zusammenhängende und nützliche Handlungen ausgeführt. zur Offizerskaja zu gelangen. war in meine Wohnung in der Litejnij gegangen und hatte mit den Druckern telephoniert. daß ich vergessen hatte. 175 . weil es spät geworden war. Sofort erinnerte ich mich an alles. Dann war ich wieder aus dem Haus gegangen. daß ich zu mir kam. Ich sprach über meine Beobachtungen und Schlüsse sowohl zu den Leuten unserer Gruppe als auch zu meinen zahlreichen literarischen Freunden und anderen. wie ich an Zigaretten gedacht hatte und wie ich bei diesem Gedanken anscheinend in tiefen Schlaf gesunken war. während ich in diesen Schlaf versunken war. Ich hatte den Tabakhändler verlassen. Ich hatte zwei Briefe geschrieben. während ich die Tawritscheskaja entlang fuhr. als ob ich etwas vergessen hätte. Und auf dem Weg. dachte ich dort vorzusprechen und einige Zigaretten zu bestellen. das heißt weit weg von dort. Ich kann beinahe sagen. wie ich mich meiner selbst erinnert hatte. den seltsamen Gefühlszustand inneren Friedens und Vertrauens zu verspüren. Zwei Stunden später erwachte ich in der Tawritscheskaja.ruhigen Straßen für mich leichter war. Ich fuhr mit einem Iswostschik zu den Druckern.

was Wundt geschrieben hatte. Und daß wir. dank derer die Psychologie eine genaue und gleichzeitig eine praktische Wissenschaft werde. . daß wir uns unser selbst nicht erinnern. sondern eine wirkliche Tatsache voller Bedeutung. sagte er mir. „Haben Sie Wundts Logik gelesen? Sie werden dort seine letzte Definition der Apperzeption finden. wenn wir genügend Anstrengungen machen. sondern absolut wirklich. daß wir in tiefem Schlaf leben. A. alle nahmen es zu leicht. Ich sagte.Ich sagte ihnen. die zu unserer Gruppe gehörten. handeln und denken. Die Menschen.Beobachtung mit Selbst-Erinnern'." Ich wollte nicht mit Wolinsky streiten. wovon Sie sprechen. Mir fiel der Unterschied zwischen dem Verständnis seitens der Leute innerhalb unserer Gruppe und dem der übrigen Menschen auf. Und natürlich war das. und manchmal begannen sie mir sogar zu beweisen. was ich Wolinsky erklärt hatte. Natürlich wußte Wundt davon. „Das ist Apperzeption". überhaupt nicht das.Einfache Beobachtung' ist Perzeption. daß dies der Schwerpunkt des ganzen Systems und aller Arbeit an sich selbst sei. daß wir auf ein „Wunder" gestoßen seien und daß es etwas „Neues" sei. wenn auch nicht alle sofort. was es früher noch nirgends gegeben hatte. Wolinsky. Wundt war der Idee nahegekommen. Die anderen Menschen verstanden dies nicht. L. und daß nun die Arbeit an sich selbst nicht mehr nur leere Worte seien. ist Apperzeption. Es ist genau das. aber andere waren ihr genau so nahegekommen 176 . nämlich. und dies nicht metaphorisch. wie Sie es nennen. was er nicht schon früher gekannt hätte. fand in der Idee des „Selbst-Erinnems" nichts. Ich hatte Wundt gelesen. die europäische und westliche Psychologie im allgemeinen hätte eine Tatsache von gewaltiger Wichtigkeit übersehen. . etwas. uns unser selbst erinnern können. daß wir erwachen können. verstanden. daß es solche Theorien schon früher gegeben habe. den ich oft getroffen und mit dem ich seit 1909 viel gesprochen hatte und dessen Meinung ich hochschätzte.

Darum ist es in manchen Fällen besser. die sich hinter seinen Gedanken über die verschiedenen Formen der Perzeption verbarg. Die Gesetze sind überall die gleichen. daß diese Idee für viele sonst sehr intelligente Menschen unter einem undurchdringlichen Schleier verborgen ist — und noch viel später sah ich. Verschiedene zahlenmäßige Ver- 177 . daß Wolinsky dies sogar dann nicht sehen konnte. müssen wir nach seiner Äußerung in Welt und Mensch gleichzeitig Ausschau halten. andere wieder leichter im Menschen beobachtet. Wenn wir die Prinzipien irgendeines Gesetzes erkannt haben. mit dem Menschen zu beginnen und dann auf die Welt überzugehen. das nächstemal von Moskau kam. Als G.und waren später in einer anderen Richtung wieder davon abgewichen. „Die Anzahl der Grundgesetze. sowohl in der Welt als auch im Menschen. in den Erscheinungen verschiedener Ordnungen Analogien zu finden. warum dies so ist. welche die Idee des Fehlens von Bewußtsein und die Idee der Möglichkeit einer willkürlichen Schaffung dieses Bewußtseins in unserem Denken einnehmen sollte. und das Studium der Welt muß parallel zum Studium des Menschen verlaufen. ist sehr klein. Mir schien es nur merkwürdig. und in anderen Fällen ist es besser. konnte er auch natürlich die zentrale Stellung nicht erkennen. Und da er die Größe der Idee nicht gesehen hatte. Später kam ich zu der Überzeugung. „Bei richtigem Wissen muß das Studium des Menschen parallel zum Studium der Welt verlaufen. die alle Vorgänge in Welt und Mensch regieren. Femer werden einige Gesetze leichter in der Welt. als ich ihn darauf hinwies. Er hatte die Größe der Idee nicht gesehen. mit der Welt zu beginnen und dann zum Menschen überzugehen. fand er uns in Experimente über Selbst-Erinnem und in Diskussionen über diese Experimente vertieft. „Dieses parallele Studium von Welt und Mensch zeigt die grundsätzliche Einheit von allem auf und hilft. Aber bei seiner ersten Vorlesung sprach er von etwas anderem.

Aber bis zu diesem Augenblick. sie entstammen verschiedenen Quellen und vollziehen sich in verschiedenen Richtungen. aus dem das Weltall besteht. „Um die Bedeutung dieses Gesetzes zu verstehen. „Nach den im Westen anerkannten Theorien sind Schwingungen stetig. Das bedeutet. verlangsamen sich die Schwingungen natürlich und hören auf. oder.Bindungen einiger Grundkräfte erschaffen all die scheinbare Mannigfaltigkeit der Erscheinungen. als die stetige Kraft des ursprünglichen Impulses weiterwirkt. der negativen und der neutralisierenden. welche die Schwingung verursacht und den Widerstand des Mediums. stoßen zusammen. die komplexen Erscheinungen auf diese Grundkräfte zurückzuführen. So ist eine der Grund- 178 . wie es oft genannt wird. das Gesetz der Drei. das die Schwingung trägt. vom feinsten bis zum gröbsten. daß Schwingungen gewöhnlich so betrachtet werden. muß man das Weltall als aus Schwingungen bestehend betrachten. ist es notwendig. Wenn die Kraft des Impulses erschöpft ist und der Widerstand des Mediums die Oberhand gewinnt. Diese Schwingungen vollziehen sich in allen Arten und Dichtigkeiten des Stoffes. Diesem Gesetz zufolge ist jedes Vorkommnis. „Das erste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der drei Kräfte oder drei Prinzipien. jede Erscheinung in allen Welten ohne Ausnahme das Ergebnis einer gleichzeitigen Wirkung dreier Kräfte — der positiven. so lange aufsteigen oder absteigen. entwickeln sich die Schwingungen einförmig und allmählich und können beim Fehlen von Widerstand sogar endlos sein. Davon haben wir schon gesprochen. kreuzen einander. bringen einander zum Stillstand und so fort. als ob sie sich ununterbrochen vollziehen. „Das nächste Grundgesetz des Weltalls ist das Gesetz der Sieben oder das Gesetz der Oktaven. das heißt bis zum Beginn der natürlichen Schwächung. und in Zukunft werden wir auf dieses Gesetz in jedem neuen Forschungsgebiet zurückkommen. stärken oder schwächen einander. überwindet. „Um die Mechanik des Universums zu verstehen.

dem Impuls zu folgen. zum Beispiel beginnen aufsteigende Schwingungen in einem gewissen Augenblick langsamer aufzusteigen und absteigende Schwingungen beginnen langsamer abzusteigen. wenn wir sagen. wenn dies auch nie genau formuliert wurde. daß es das bestimmte und notwendige Kennzeichen aller in der Natur vorkommenden Schwingungen ist. gleich. sondern mit periodischer Beschleunigung und Verlangsamung entwickeln. da ihm niemand widersprochen hat.Voraussetzungen unserer Physik die Stetigkeit der Schwingungen. Nach dieser zeitweisen Verlangsamung sowohl im Aufsteigen als auch im Absteigen kommen die Schwingungen wieder in ihre frühere Richtung zurück und steigen eine gewisse Zeit einförmig auf oder ab. In einigen der neuesten Theorien beginnt diese Voraussetzung zu wanken.oder absteigen. was unserer Auffassung von Schwingungen in der wirklichen Welt entspricht. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Entwicklung wieder aufgehalten wird. „Der Grundsatz der Unstetigkeit von Schwingungen bedeutet. Trotzdem ist die Physik noch sehr weit von einer richtigen Ansicht über die Natur der Schwingungen oder das. die durch die Natur des Impulses. Dieser Grundsatz kann noch genauer formuliert werden. „In diesem Fall steht das alte Wissen im Widerspruch zur zeitgenössischen Wissenschaft. daß die Kraft des ursprünglichen Schwingungsimpulses nicht einförmig wirkt. daß sie sich nicht einförmig. das Medium.' Die Kraft des Impulses wirkt ohne Veränderung ihrer Natur. In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend. und für eine kurze Zeit verlangsamen sie sich und verändern bis zu einem gewissen Grad ihre Natur oder ihre Richtung. sondern gleichsam abwechselnd stärker und schwächer wird. die Schwingungen hören sozusagen auf. die Verhältnisse und so weiter bestimmt wird. weil ersteres das Prinzip der Unstetigkeit von Schwingungen zur Grundlage des Verstehens von Schwingungen macht. und die Schwingungen entwickeln sich nur für eine gewisse Zeitspanne. daß die Zeitspannen einförmiger Wirkung der Trägheit nicht gleichmäßig sind und daß 179 . Aber zu einem bestimmten Zeitpunkt tritt eine Veränderung ein. entfernt. gleichmäßig. ob sie auf.

da sie im Verhältnis von eintausend pro Sekunde schwingen.die Verlangsamungsmomente der Schwingungen nicht symmetrisch verlaufen. „Ungefähr so: Figur 8 1000 2000 |————————|———————————|——| „Die Gesetze. In dieser Formel sind die Perioden. „Um diese Verlangsamungsmomente zu bestimmen oder. das sich bis auf unsere Zeit erhalten hat. Eine ist mehr am Anfang. Eine Periode ist kürzer. die andere länger. aber nicht der Anfang selbst. noch besser. wo eine Verlangsamung in der Vermehrung der Schwingungen statthat. Die andere findet sich fast am Ende. Nach einer gewissen Zeitspanne verdoppelt die Anzahl der Schwingungen. Diese Gesetze wurden in eine bestimmte Formel oder ein Diagramm gekleidet. waren der alten Wissenschaft bekannt. „Stellen wir uns eine Reihe zunehmender Schwingungen vor. Nehmen wir sie in dem Augenblick. die der Vermehrung der Schwingun- 180 . das heißt. die der Verdoppelung oder Halbierung der Anzahl der Schwingungen in einem gegebenen Zeitraum entsprechen. in acht ungleiche Abschnitte aufgeteilt. innerhalb welcher sich die Schwingungen verdoppeln. daß es in diesem Schwingungs-intervall zwischen der gegebenen Anzahl von Schwingungen und einer doppelt so großen Anzahl zwei Stellen gibt. Figur 7 1000 2000 |—————————————————————| „Man hat festgestellt. werden die Entwicklungslinien der Schwingungen in Perioden aufgeteilt. die Haltepunkte im Aufsteigen und Absteigen der Schwingungen. sie erreicht zweitausend. denen die Verlangsamung oder die Ablenkung der Schwingungen von ihrer ursprünglichen Richtung unterworfen ist.

daß diese Oktave mit tausend Schwingungen pro Sekunde beginnt. und verschiedene . Das Prinzip der Teilung der Periode. 181 . daß es möglich ist. chemische und andere Schwingungen denselben Gesetzen unterliegen wie Schallschwingungen. In sehr alten Zeiten fand eine dieser Schulen heraus. und daß Licht. in der die Häufigkeit der Schwingungen wächst. „Nehmen wir wieder die aufsteigende Oktave. „Das Studium der Struktur der musikalischen Sieben-Ton-Leiter ergibt eine sehr gute Grundlage für das Verständnis des kosmischen Oktaven-Gesetzes.gen entsprechen. das ist die Oktave. das von alten Schulen ausgearbeitet und auf die Musik angewandt worden ist.Stufen' der Oktave zeigen Beschleunigung und Verlangsamung zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung. Gleichzeitig aber. wenn auch diese Verknüpfung der Wissenschaft noch nicht ganz klar ist. „Im Gewand dieser Formel wurde die Idee der Oktave von Lehrer auf Schüler überliefert. in acht ungleiche Teile beruht auf der Beobachtung der ungleichförmigen Vermehrung der Schwingungen in der ganzen Oktave. in der Chemie ist das periodische System der Elemente zweifellos eng mit dem Gesetz der Oktaven verknüpft. Hitze. Nehmen wir an. dann vergessen wurde und dann wieder gefunden oder . Zum Beispiel ist der Physik die Lichtskala bekannt. daß diese Gesetze überall die gleichen sind. wenn wir die Äußerungen des Oktaven-Gesetzes in Schwingungen anderer Art untersuchen. Diese Periode der Verdoppelung der Schwingungen oder die Linie der Entwicklung der Schwingungen zwischen einer gegebenen Anzahl von Schwingungen und deren doppelter Anzahl wird eine Oktave genannt. Der achte Abschnitt wiederholt den ersten Abschnitt mit der doppelten Anzahl von Schwingungen. das heißt bestehend aus acht. in der die Schwingungen verdoppelt werden. werden wir merken. die dem entferntesten Altertum bekannt war. von einer Schule zur anderen. „Die Sieben-Ton-Leiter ist die Formel eines kosmischen Gesetzes. diese Formel auf die Musik anzuwenden. Auf diese Weise gelangte man zur musikalischen Sieben-Ton-Leiter.entdeckt' wurde.

sol 3/2. si 15/8 und do 2. das heißt das do der nächsten Oktave. Figur 11 9/8 do re 5/4 4/3 3/2 mi fa sol 5/3 la 15/8 si do „Der Unterschied in der Beschleunigung oder das Wachstum der Tonwerte oder der Unterschied im Ton verhält sich wie folgt: zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen zwischen do und re 9/8 l == 9/8 re und mi 5/4 9/8 ==10/9 5/4 = 16/15 Vermehrung verlang4 / 3 mi und fa samt fa und sol 3/2 4/3 == 9/8 5/3 3/2 ==10/9 sol und la la und si 15/8 5/3 == 9/8 15/8 == 16/15 Vermehrung wieder 2 si und do verlangsamt Anm. mi.Bezeichnen wir diese tausend Schwingungen durch die Note do. la. la 5/3. wo sie zweitausend Schwingungen pro Sekunde erreichen. befindet sich ein zweites do. wird in sieben ungleiche Teile geteilt. das heißt. do. re. weil die Frequenz der Schwingungen sich nicht einförmig vermehrt. Figur 9 do ———————————————————————— do Der Abschnitt zwischen einem do und dem nächsten. si . Die italienische Tonleiter do — re — mi — fa — sol — la — si — do entspricht der deutsdien c — d — e — f — g — a — h — c. Figur 10 . mi 5/4. ihre Frequenz nimmt zu. fa 4/3. das heißt eine Oktave. An dem Ort. Das Verhältnis der Tonwerte oder der Frequenz der Schwingungen ist folgendes: Wenn wir do als l annehmen. do. 182 . Die Schwingungen wachsen. dann ist re 9/8. sol. fa.

daß es drei Arten Intervalle innerhalb der Oktave gibt: 9/8. In dieser Hinsicht werden. die in ganzen Zahlen 405. mi. wenn man von Oktaven im .„Der Unterschied zwischen den Tönen oder zwischen den Tonwerten wird Intervall genannt. daß sich zwischen zwei Noten immer zwei Halbtöne befinden. sol. re. Das kleinste Intervall 16/15 erscheint zwischen mi und fa und zwischen si und do. das ist ein Halbton zwischen: do — re fa — sol re — mi sol — la la — si „Zwischen mi und fa und zwischen si und do wird der Halbton überhaupt nicht verwendet. „Auf diese Weise gibt die Struktur der musikalischen Sieben-Ton Leiter ein Schema des kosmischen Gesetzes der Intervalle oder fehlenden Halbtöne. 400 und 384 entsprechen. Wir sehen. „Bezüglich der musikalischen Sieben-Ton-Leiter nimmt man im allgemeinen (theoretisch) an. si. fa.kosmischen' oder mechanischen Sinn spricht. la. ausgenommen die Intervalle mi — fa und si — do. do und zwölf dazwischenliegende: zwei zwischen jeder der folgenden zwei Noten: do re fa — sol re mi sol — la la si und je eine zwischen den folgenden zwei Noten: mi — fa si — do „Praktisch werden aber in der Musik an Stelle von zwölf dazwischenliegenden Halbtönen nur fünf verwendet. Dies sind genau die Verlangsamungsstellen innerhalb der Oktave. nur die 183 . 10/9 und 16/15. vpn denen acht Grundnoten sind: do. „Auf diese Weise erhalten wir zwanzig Noten. die nur einen Halbton haben und wo ein Halbton als ausgelassen betrachtet wird.

die dem entgegengesetzt ist.Intervalle zwischen ml und fa und si und do als Intervalle bezeichnet.Intervalle' oder der Verlangsamungen in der Entwicklung der Schwingungen. des Fortschritts und der Entwicklung der Erscheinungen auf allen Ebenen des von uns beobachteten Weltalls. was wir wollen oder erwarten. „Wenn wir die volle Bedeutung des Oktaven-Gesetzes begreifen. warum alles mit uns geschieht und gewöhnlich auf eine Weise geschieht. warum wir weder denken noch tun können. die durch den Pfeil gezeigt wird: „Aber zwischen mi und fa ergibt sich eine Abweichung. sol. la und si fällt sie in einem Winkel von ihrer ursprünglichen. warum alles in uns gedacht wird. die bei do begonnene Linie ändert ihre Richtung. All dies ist die klare und unmittelbare Wirkung der . und durch fa. „Was geschieht denn nun genau im Augenblick der Verlangsamung der Schwingungen? Es entsteht eine Abweichung von der ursprünglichen Richtung. Die Oktave beginnt in der Richtung. so gibt es uns eine gänzlich neue Erklärung des ganzen Lebens. Dieses Gesetz erklärt. durch die ersten drei Noten gegebenen Richtung 184 . warum es in der Natur keine geraden Linien gibt. und ebenfalls.

Zwischen si und do ergibt sich das zweite Intervall neue Abweichung. eine „Die nächste Oktave zeigt eine noch bestimmtere Abweichung. 185 . ein neuer Richtungswechsel.ab. die folgende eine noch bestimmtere. so daß die Linie der Oktaven sich schließlich vollständig umkehren kann und in einer der ursprünglichen entgegengesetzten Richtung fortschreitet.

sich zu drehen.eigener Gegensatz' zu werden und so fort. mit der wir begonnen haben. Nach einer bestimmten Zeitspanne energischer Tätigkeit oder starker Gefühle oder richtigen Ver- 186 . „Solch einen Lauf der Dinge. in anderen Worten. einen vollständigen Kreis bilden. F i g u r 16 „Dieses Gesetz zeigt. warum gerade Linien in unserer Tätigkeit nie vorkommen. „All dies und noch vieles andere kann nur mit Hilfe des Gesetzes der Oktaven im Verein mit einem Verständnis der Rolle und Bedeutung der . das heißt einen Richtungswechsel.„Bei weiterer Entwicklung kann die Oktavenlinie oder Entwicklungslinie der Schwingungen in ihre ursprüngliche Richtung zurückkehren oder. trotzdem wir das nicht bemerken und denken. ihr . das oft dem ersten ganz entgegengesetzt ist. warum wir nach Beginn einer Sache immer etwas vollständig anderes tun. daß wir die gleiche Sache tun. können wir in allem beobachten. welche die Entwicklungslinie der Kraft dauernd zu Veränderungen veranlassen — in einer gebrochenen Linie weiterzugehen.Intervalle' erklärt werden.

Aber die Linie entwickelt sich weiter. Philosophie. Religion. die die mechanische Menschheit gar nicht zur Kenntnis zu nehmen wünscht.stehens kommt eine Reaktion. vor allem in der Geschichte des Christentums. „Das gleiche geschieht in allen Sphären menschlicher Tätigkeit. Die Entwicklung der Kraft mag weitergehen. Flucht vor schwierigen Problemen. geht mehr und mehr verloren. unter Beibehaltung ihres früheren Körnens. es folgt Unterdrückung. Wissenschaft. die Arbeit wird ermüdend und langweilig. um von den Bibelpredigten über die Liebe zur Inquisition zu kommen. Ein Studium der Geschichte von diesem Gesichtspunkt aus zeigt die erstaunlichsten Tatsachen. die esoterisches Christentum studierten. In Literatur. das Gefühl wird schwächer und schwächer und steigt auf die Stufe der gewöhnlichen täglichen Ereignisse herab. wie die Entwicklungslinie der Kräfte von ihrer ursprünglichen Richtung abweicht und nach einer gewissen Zeitspanne in einer diametral entgegengesetzten Richtung weitergeht. Alles geht in dieser Richtung für eine gewisse Zeit weiter. Verärgerung. oder von den Asketen der frühen Jahrhunderte. eine Anzahl ganz fremder Elemente sind ins Gefühl eingetreten — Sich-Sorgen. ist nun eine notwendige und nutzlose Formalität. Vielleicht das interessanteste Beispiel solchen Richtungswechsels in der Linie der Entwicklung von Kräften findet sich in der Religionsgeschichte. wieder eine Abweichung. wie viele Veränderungen in der Entwicklungslinie der Kräfte stattgefunden haben müssen. an Stelle richtigen Denkens beginnt die Suche nach einem Kompromiß. Denken Sie. aber die Arbeit. Die Arbeit wird mechanisch. und der Ausweg. wiederholt. wenn diese vorurteilslos studiert wird. Feindseligkeit. was früher bekannt war. Ermüdung und Gleichgültigkeit überkommen das Gefühl. buchstäblich. der Gedanke wird dogmatisch. wenn auch nicht in derselben Richtung wie zu Beginn. Kunst. wieder ein Halt. die mit großem Eifer und Begeisterung begonnen wurde. der Gedanke geht in einem Kreis. der gefunden war. dann kommt wieder eine Reaktion. leichte Erregbarkeit. im persönlichen und vor allem im gesellschaftlichen und politischen Leben können wir beobachten. zu den Scholasti- 187 .

kern. zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven im Leben zu unterscheiden. tatsächlich unmöglich sind. „Das erste ist das Prinzip der Kraftabweichung. „Das zweite ist die Tatsache. alles bewegt sich. daß in der tatsächlichen Entwicklung sowohl aufsteigender als auch absteigender Oktaven dauernd Schwankungen. daß Dinge für eine lange Zeitspanne auf der gleichen Ebene bleiben können. „Und drittens. müssen wir lernen. Das sind die zwei Hauptursachen unserer Selbst-Täuschung. daß nichts auf der Welt am gleichen Platze bleibt oder das bleibt. „Wir haben bisher hauptsächlich über die JJnstetigkeit der Schwingungen und über die Abweichung von Kräften gesprochen. entweder weil wir die Unvermeidlichkeit des Abstiegs nicht zugeben. wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben könnten. wo wir sie sehen. es bewegt sich entweder auf einer aufsteigenden oder auf einer absteigenden OktavenLinie. ein Auf und Ab. was um uns herum oder in uns vor sich geht. wie man Bewußtsein durch mechanische Mittel vermehren kann. „Nichts kann sich dadurch entwickeln. Wir müssen nun klar die zwei anderen Prinzipien begreifen: die Unvermeidlichkeit sowohl des Aufstiegs als auch des Abstiegs in jeder Entwicklungslinie von Kräften und ebenso die periodischen Schwankungen. die unverständlich sind. das heißt das Auf und Ab innerhalb jeder Linie. wenn es keinen Aufstieg gibt. die ausrechneten. „Wenn wir gelernt haben. was es war. und wir sehen die zweite nicht. ebenso unmöglich. ob sie nun auf. erschlafft und entartet.oder absteigt. Wir sehen die erste nicht. stattfinden. wandelt sich und entwickelt sich unvermeidlich oder verfällt. weil wir immer denken. weil Aufstiege. das heißt. Aufstieg oder Abstieg ist die unausweichliche kosmische Voraussetzung für jede Handlung. Weder verstehen wir noch sehen wir. alles geht irgendwo hin. Auf- 188 . daß es auf einer Ebene bleibt. oder weil wir den Abstieg für einen Aufstieg halten. „Das Gesetz der Oktave erklärt viele Erscheinungen in unserem Leben.

Der biblische Mythos von der Erschaffung der Welt in sechs Tagen und dem siebenten Tage. Unsere Energie in der einen oder anderen Richtung. Energie.oder Abstiegsperioden durch.Intervallen' in den Oktaven als auch die . „Wie schon gesagt wurde. sowohl solche psychischer Natur als auch solche. die von dem allgemeinen Gesetz abhängen. Gedanken. ist mit denselben Eigenschaften und inneren Voraussetzungen unserer Tätigkeit verknüpft. unsere Entscheidungen. „Und es gibt vielleicht hundert Pendel. wir können sehen.stieg und Abstieg innerhalb der Oktaven selbst zu unterscheiden. dieses Auf und Ab. unsere Wünsche. werden stärker oder schwächer. „Selbst unsere Zeiteinteilung. sie alle machen von Zeit zu Zeit Aufstiegs. die plötzlich stärker wird und dann genau so plötzlich schwächer wird. die hier und dort im Menschen schwingen. ohne es zu bemerken. Was für einen Bereich unseres Lebens wir auch nehmen. Dieses Hin und Her. die ohne jeden sichtbaren Grund . 189 . „Vom Gesetz der Oktaven und seinen drei hauptsächlichen Äußerungen hängen viele Erscheinungen ab. diese wellenartigen Schwankungen von Stimmungen. unsere Stimmungen. daß nichts je auf der gleichen Stufe und beständig bleibt. überall und in allem geht das Schwingen des Pendels vor sich. ist auch ein Ausdruck des Oktaven-Gesetzes oder ein wenn auch unvollständiger Hinweis darauf. hauptsächlich weil wir immer in einer Richtung beginnen und später in einer anderen fortfahren. das heißt die Einteilung der Woche in Werktage und Sonntage.besser' oder »schlechter* werden. Vom Oktaven-Gesetz hängt die Unvollkommenheit und Unvollständigkeit all unserer Erkenntnisse in allen Sphären ohne Ausnahme ab. die unmittelbar mit unserem Leben verknüpft sind. an dem Gott von seinen Arbeiten ausruht. war das Oktaven-Gesetz in all seinen Äußerungen dem alten Wissen bekannt. Entschlossenheit sind sowohl Perioden der Kraft-Entwicklung zwischen den . unsere Absichten.Intervalle' selbst. unsere Gefühle. überall und in allem steigen und fallen die Wellen. Gefühlen.

der ihr in Kraft und Charakter entspricht.Intervall' geht. wenn in einem notwendigen Augenblick. ohne irgend etwas zu verlieren oder ihre Natur zu verändern. ändern die Schwingungen ihre Natur und führen zu Ergebnissen. „In einer aufsteigenden Oktave kommt das erste Intervall zwischen mi und fa. wenn sie auch selten ist. die diese kreuzen oder treffen. die von der ursprünglichen Richtung abweichen. daß eine richtige und fortschreitende Oktaven-Entwicklung. „Weitere Beobachtungen zeigen. daß.Intervalle' ausfüllen und es den Schwingungen der gegebenen Oktave ermöglichen. daß . stärkere Schwingungen ertränkt oder aufgesaugt. daß zu einer bestimmten Oktave parallellaufende Oktaven. wird die Oktave sich ohne Störung bis si weiterentwickeln. ein zusätzlicher Schock' hinzutritt. In unterbrochenen Oktaven beginnen sie nur und fallen dann. die sich auf die Kenntnis des Oktaven-Gesetzes gründen. entgegengesetzt sind. „Die richtige Entwicklung der Oktaven beruht auf etwas. sich in Freiheit. wenn die gegebene Oktave durch ein . die man am Beginn hätte erwarten können. was wie ein Zufall aussieht. „Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen aufsteigenden und absteigenden Oktaven. die sie durchkreuzen oder in einer entgegengesetzten Richtung gehen heißen. zeigen. das heißt.Schwingungen' sich auf verschiedene Weise entwickeln können. Wenn entsprechende zusätzliche Energie an diesem Punkte hinzutritt. auf irgendeine Art ihre . ohne Unterbrechung zu entwickeln. die denen. Manchmal geschieht es. mit der sie begannen. „Und nur in Oktaven kosmischer Ordnung — sowohl in aufsteigenden wie absteigenden — entwickeln sich Schwingungen auf eine stetige und ordnungsgemäße Weise und folgen der gleichen Richtung. Aber zwischen si und do braucht sie einen viel 190 . In Oktaven. sie sich ohne Störung weiter in der ursprünglichen Richtung bewegen wird.„Beobachtungen. werden durch andere. Die Beobachtung solcher richtig entwickelter Oktaven läßt die Tatsache erkennen. in allen Lebensumständen. im Naturverlauf und sogar in der menschlichen Tätigkeit beobachtet werden kann.

vollständigen Willen und volles Bewußtsein besitzt. die das Absolute in sich selbst erschaffen. Dies bedeutet.Intervall' an dieser Stelle des Schöpf^ngsstrahls auszufüllen. die Erde wirft sie zurück. die Milchstraße ist. Das All. diese zu erreichen oder. die uns in Form des Schöpfungsstrahls erreicht. Das Absolute ist das do dieser Oktave. Der Schöpfungsvorgang wird durch die Kraft des ursprünglichen Impulses und einen »zusätzlichen Schock' weiterentwickelt. Si wandelt sich in la. Sol wandelt sich in fa. Das . sind si. erschafft Welten innerhalb seiner selbst und beginnt auf diese Weise die absteigende Welt-Oktave.Schock' zwischen do und si.Intervall' gleich am Anfang der Oktave auf. welches volle Einheit. Das Absolute ist das All. nicht empfangen werden. wenn auch ein beträchtlich schwächerer als der erste . und der Stoff. La wandelt sich in sol. unsere Sonne. Der Schöpf^ngsstrahl beginnt mit dem Absoluten. um uns richtiger auszudrücken. Um das . Endet sich oft im do selbst oder in den durch do hervorgerufenen seitlichen Schwingungen. „In der großen kosmischen Oktave. Und hier zwischen der planetarischen Welt als Ganzem und unserer Erde tritt ein Intervall auf. „In einer absteigenden Oktave hingegen tritt das größte . Aus diesem Grunde entwickelt sich eine absteigende Oktave viel leichter als eine aufsteigende und erreicht nach Überschreitung von si das fa ungestört. Die Welten. nicht fähig sind. können wir das erste vollständige Beispiel des Oktaven-Gesetzes beobachten. das für uns unsere Sternenwelt.stärkeren zusätzlichen Schock für ihre richtige Entwicklung als zwischen mi und fa.Intervall' zwischen do und si wird in diesem Fall durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. das Sonnensystem. daß die planetarischen Strahlungen. hier ist dann ein »zusätzlicher Schock' notwendig. die zahlreiche Einflüsse zur Erde tragen. der es ausfüllen kann. gibt es einen besonderen Apparat zum Empfang und 191 . weil die Anzahl der Schwingungen der Oktave an diesem Punkt beträchtlich höher ist und zur Überwindung eines Stillstandes in der Oktavenentwiddung eine viel größere Intensität notwendig ist. unmittelbar nach dem ersten do. die planetarische Welt.

daß es möglich sei. Aber dies 192 . daß es möglich sei zu tun. die es den Kraftlinien ermöglichen. die sechs Noten des Schöpfungsstrahls samt dem organischen Leben. Dieser Apparat ist das organische Leben auf Erden. Das ist die zusammen bestehende und unteilbare Dreieinigkeit. „Wir müssen nun bei der Idee der . Zwischen All und Nichts befindet sich der Schöpfungsstrahl. Das heißt. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. versichert er sich selbst und anderen. was sich zwischen ihnen befindet. die der Mensch manchmal sehen oder annehmen oder erwarten kann. schaffen mehr als alles andere in ihm die Täuschung von geraden Linien. ein beabsichtigtes Ziel zu erreichen. heiliger Starker. des mi der kosmischen Oktave. heiliger Unsterblicher'? Dieses Gebet stammt aus dem alten Wissen. Ein Mensch kann beim Roulette gewinnen. und jeder andere könne auch sein Ziel erreichen. Der Zufall ist natürlich eine sehr unsichere Sache. Dies wiederum erzeugt in ihm die Täuschung.zusätzlichen Schocks' verweilen. und die anderen werden es ihm glauben. Heiliger Unsterblicher bedeutet das. Heiliger Starker bedeutet auch das Absolute oder Nichts. In Wirklichkeit kann der Mensch nichts tun. auf das ein neues do folgt — Nickis. Heiliger Gott bedeutet das Absolute oder das All. und dann des Mondes oder des re. Alle drei zusammengenommen ergeben eines. das er sich gesetzt habe. Aber diese durch Zufall ausgerichteten Kraftlinien. daß gerade Linien die Regel sind und gebrochene und unterbrochene die Ausnahme. können diese Schocks auch zufällig geschehen. Wie ich schon gesagt habe. das heißt.zur Übertragung der Planeteneinflüsse. „Kennen Sie das Gebet: »Heiliger Gott. er glaubt. In Wirklichkeit ist dies eine Täuschung. Das organische Leben gibt der Erde alle für sie bestimmten Einflüsse weiter und ermöglicht die weitere Entwicklung und das Wachstum der Erde. Wenn durch Zufall die Tätigkeit eines Menschen ein Ergebnis zeitigt und dies auch nur anscheinend oder dem Namen nach dem ursprünglichen Ziel ähnelt. er habe das Ziel erreicht.

Dieses letztere muß sehr klar verstanden und eingesehen werden. sich die Natur zu unterwerfen. fähig. Ein bestimmtes Ziel. ihr zu sagen. daß irgendwelche Ziele erreicht würden. vor allem bei Tätigkeiten der Art. fähig.wäre Zufall. der durch kosmische oder mechanische Kräfte geschaffen wurde. mit der Herrschaft über sich selbst. daß die Herrschaft über die Außenwelt mit der Herrschaft über die Innenwelt beginnt. der 193 . daß er fähig ist. erreicht. ob man gewonnen oder verloren hat. „In Wirklichkeit ist er natürlich unfähig. das man sich im Leben oder auf irgendeiner menschlichen Tätigkeitsebene gesetzt hat. daß sie nichts tun. jedwedes Ziel zu erreichen. wenn er im ganzen verloren hat. das heißt er kann glauben. „Die größte Beleidigung für eine . nämlich bei jedem bestimmten Einsatz. Ihre Tätigkeit mag durch Zufall in irgendeinen Kanal gelangen. . oder daß man Ziele in kleinen Dingen. irgend etwas dieser Art zu tun.sein ganzes Leben zu planen'. und sie kann sich zufällig eine Zeitlang diesem Kanal entlang bewegen und dadurch die Täuschung verursachen. mit denen der Mensch sein Leben verbringt. gleichzeitig müssen wir begreifen. man wenigstens bei jeder einzelnen Gelegenheit sicher weiß. mit der sich die meisten Menschen befassen und wobei Jahre zwischen dem Beginn einer Sache und ihrem Ergebnis verstreichen. nichts erreichen. Die .Mensch-Maschine' ist. wenn sie nach einem strebt. und so fort. daß sie sich niemals irgendeinem Ziele zubewegen kann und daß sie. Aber bei den Tätigkeiten. sondern noch nicht einmal die Herrschaft über die Dinge in sich selbst hat. schafft im mechanischen Menschen die Überzeugung. wie man es nennt. zu erreichen. gewonnen zu haben. Ein Mensch. Der einzige Unterschied ist. weil er nicht nur keine Herrschaft über die Dinge außerhalb seiner selbst. kann ein Mensch sich sehr leicht täuschen und das . sich unvermeidlich ein anderes schaffen wird. Solche zufällige Übereinstimmung von Ergebnissen mit Zielen.Maschine Mensch' ist in der Macht des Zufalls. daß was das Roulette angeht. die wir uns gestellt haben. ist genau die gleiche Art Zufall. die keine Folgen haben können.erlangte' für das gewünschte Ergebnis halten. Tatsächlich kann es sich natürlich auch nicht anders verhalten.

in anderen Worten. Um zu tun. welche die kosmischen Kräfte durch Schaffung zusätzlicher Schocks' in den notwendigen Augenblicken benutzen. Überzeugungen und Sympathien widerspricht. entrinnen möchte. daß zufällige „Schocks" in den notwendigen Augenblicken von selbst eintreten. Wenn in den notwendigen Augenblicken . Für sie und um sie geschieht alles. so verändern die Oktaven ihre Richtung. auf seine eigene Tätigkeit die Methode anzuwenden. das heißt in den Augenblicken. zu versöhnen. Der Mensch hat nur die Wahl. ist es notwendig. sogar wenn dies seinen innersten Neigungen.Auf welche Weise kann diese Herrschaft erreicht werden? „Die technische Seite hiervon wird durch das Oktaven-Gesetz erklärt. in anderen Worten. wenn die Schwingungen langsamer werden.zusätzliche Schocks' zu schaffen.zusätzliche Schocks' hinzutreten. sofern in den notwendigen Augenblicken . die Augenblicke der . „Es ist nur möglich.dahin zu treiben.Intervalle' zu kennen und fähig zu sein. wie der Wind bläst' oder . ^.zusätzlichen Schocks' zu schaffen. Es ist natürlich sinnlos. entweder eine Richtung für seine Tätigkeit zu Enden. das Oktavengesetz zu kennen. was er zu unternehmen beginnt. dies in einer Schule zu lernen. zu hoffen. die Augenblicke der . oder er kann lernen. .mit dem Strom zu schwimmen'. die dem mechanischen Lauf von Ereignissen in einem gegebenen Augenblick entspricht. was ihm und um ihn geschieht. kann nichts beherrschen. wenn ein Mensch der Rolle des passiven Beobachters all dessen. „Die »Maschine Mensch' kann nichts tun.Intervalle' in all seinen Tätigkeitslinien zu erkennen und . Oktaven können sich folgerichtig und stetig in der beabsichtigten Richtung entwickeln. das heißt in einer richtig organisierten Schule. „Die Möglichkeit künstlicher. das heißt besonders geschaffener »zusätzlicher Schocks' gibt dem Studium der Oktaven-Gesetze eine praktische Bedeutung und macht dieses Studium unerläßlich und notwendig. und sich mit dem Scheitern von allem. die notwendigen .zusätzliche Schocks' nicht hinzutreten.sich oder den Verlauf der Dinge in sich nicht beherrschen kann. die alle esoterischen Überliefe- 194 .

Intervalle' und die Folge. die selbst auf diesen Prinzipien begründet ist. daß die Linie der Entwicklung der Linie der Schöpfung entgegengesetzt ist. das weder etwas von Oktaven noch von dem Gesetz der Drei weiß. Aus den untergeordneten Oktaven erster Ordnung entstehen die untergeordneten Oktaven zweiter Ordnung und so fort. wird Ihnen zum richtigen Zeitpunkt erklärt werden. daß Oktaven in ihrer Beziehung zueinander in fundamentale und untergeordnete gegliedert werden. Und dies wiederum wird Ihnen einen Aspekt der Vereinigung des Gesetzes der Sieben mit dem Gesetz der Drei erklären. Die sieben fundamentalen Noten der Oktaven und die zwei. Die fundamentale Oktave kann dem Stamm eines Baumes verglichen werden. die Träger neuer Richtungen. die sich wiederum teilen und zu Zweigen 195 . das heißt.rungen befolgt. ergeben insgesamt neun Glieder einer Kette. daß sie dagegen wie gegen einen Strom angeht. Das westliche Denken. weil gewisse Bedingungen zu diesem Zweck notwendig sind.Schocks' geschaffen werden müssen. verstehen. Inzwischen kann nur gesagt werden. die Punkte der . und diese Bedingungen können nur in einer Schule geschaffen werden. Der Aufbau von Oktaven kann mit dem Aufbau eines Baumes verglichen werden. daß in der Lehre einer Schule einem Menschen Beispiele von sowohl absteigenden (schöpferischen) als auch aufsteigenden (sich entwickelnden) kosmischen Oktaven gegeben werden. von dem die Zweige der seitlichen Oktaven ausgehen. „Beim Studium des Oktaven-Gesetzes muß man im Gedächtnis behalten.Intervalle'. „Wie eine Schule auf den Prinzipien des Oktaven-Gesetzes begründet sein kann. wann . verwechselt die aufsteigenden und die absteigenden Linien miteinander und versteht nicht. Ohne Hilfe einer Schule kann ein Mensch aus sich selbst niemals das Oktaven-Gesetz. Aus dem geraden Hauptstamm wachsen Verzweigungen nach allen Seiten. „Die fundamentalen Oktaven sind mit den zweitrangigen oder untergeordneten Oktaven auf eine bestimmte Weise verbunden. je drei Gruppen von drei Gliedern. Er kann es nicht verstehen.

in der Bildung der Äderungen. die größte Aufmerksamkeit auf sich zog und die meisten Gespräche veranlaßte. „Sie müssen dieses Gesetz in Ihnen selbst verstehen und fühlen". In den einzelnen Menschen sind natürlich diese Maße sehr verschieden. manchmal dagegen auch das.Intervalle' hat der menschliche Körper neun ihm zugrunde liegende Maße. gehen durch bestimmte Verbindungen zu den Maßen der untergeordneten Oktaven über. sowohl in sich wie an sich die gleichen Verhältnisse auf. Die Idee des Oktaven-Gesetzes bildete somit einen dauernden Schwerpunkt." Das Oktaven-Gesetz verursachte natürlich sehr viele Gespräche in unserer Gruppe und auch viel Verwirrung. „erst dann werden Sie es außerhalb Ihrer selbst bemerken. Allein schon ein „technisches" Verständnis des OktavenGesetzes beanspruchte viel Zeit. der Auszahlungen und so fort. Es ist schwierig darzustellen. die immer kleiner und kleiner werden und schließlich sich mit Blättern bedecken. durch die wiederum neue Oktaven entstehen und so fort. Wir kamen bei jeder Gelegenheit 196 . Diese neun Grundmaße." Dies ist natürlich wahr. wobei wir manchmal unerwartete Entdeckungen machten. sagte er.werden. „Wie alles in der Natur weist der menschliche Körper. halten sich aber innerhalb bestimmter fester Grenzen. das Maß jedes Gliedes oder jedes Teils des menschlichen Körpers zu errechnen. G. Entsprechend der Anzahl der Noten in der Oktave und ihrer . wie zu manchen Zeiten die eine und dann wieder eine andere Idee zum Schwerpunkt unserer Arbeit wurde. die eine volle Oktave der ersten Ordnung ausmachen. Aber die Schwierigkeit lag nicht nur darin. was uns bereits als ausgemachte Tat-. wieder verloren. die durch Zahlen einer bestimmten Größe ausgedrückt werden. sache erschienen war. da sie alle in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Und wir kamen dauernd darauf zurück. der ein bestimmtes Ganzes darstellt. warnte uns die ganze Zeit gegen zuviel Theoretisieren. Auf diese Weise ist es möglich. Der gleiche Vorgang vollzieht sich im Aufbau der Blätter.

um uns ihre verschiedenen Aspekte und Bedeutungen klarzumachen. Nehmen wir an. nur eine allgemeine Skizze dieser Idee. aber nicht ad infinitum. wir sprachen von ihr und besprachen ihre verschiedenen Aspekte bei jeder Zusammenkunft. rufen einander hervor.auf sie zurück. bis wir allmählich alles von dem Gesichtspunkt dieser Idee aus zu betrachten begannen. daß dieser Stoff oder dieses Medium aus den verhältnismäßig groben Atomen 197 . Bei einem der folgenden Treffen gab er uns ein sehr interessantes Bild von einer anderen Bedeutung des Oktaven-Gesetzes mit weitreichenden Auswirkungen. da es eine bestimmte Grenze für die Entwicklung innerer Oktaven gibt. „Jede Note dieser inneren Oktaven enthält wiederum eine ganze Oktave und so fort für eine beträchtliche Weile. „Um die Bedeutung des Oktaven-Gesetzes besser zu verstehen. „Stellen wir uns Schwingungen in einem Stoff oder einem Medium von einer bestimmten Dichtigkeit vor. Dies bedeutet. muß man eine klare Vorstellung von einer anderen Eigenschaft der Schwingungen gewinnen. bringen einander zum Stillstand. nämlich von den sogenannten »inneren Schwingungen'. „Jede Note in jeder Oktave kann als eine Oktave auf einer anderen Ebene betrachtet werden. und daß jede Oktave auf eine große Anzahl innerer Oktaven zurückgeführt werden kann.Medien' verschiedener Dichtigkeit zugleich vor sich und durchdringen einander dabei. Sie werden voneinander zurückgeworfen. aber er kam dauernd auf sie zurück. daß innerhalb von Schwingungen andere Schwingungen stattfinden. „Diese inneren Schwingungen gehen in . beherrschen oder verändern einander. In seinem ersten Gespräch gab G.

und jede Note der Schwingungen der Welt 24 enthält eine ganze Oktave der ^Schwingungen der Welt 12." Bei der nächsten Versammlung sprach G. Stoff der Welt 6 durchdrungen.der Welt 48 besteht. Entsprechende Schwingungen bestehen in jeder dieser Welten und die Ordnung bleibt immer die gleiche. die Schwingungen des Stoffes der Welt 24 stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Schwingungen im Stoff der Welt 48. von dem jedes sozusagen eine Ansammlung von achtundvierzig Uratomen darstellt. „Der Stoff der Welt 24 wird seinerseits vom Stoff der Welt 12 ' durchtränkt. daß wir eine Oktave dieser Schwingungen zum Zwecke irgendeiner Art von Untersuchung genommen haben. das Studium ihrer Beziehung zu den äußeren Oktaven und der mögliche Einfluß der ersteren auf die letzteren stellt einen sehr wichtigen Teil des Studiums von Welt und Mensch dar. „Wenn wir mit den Schwingungen der Welt 48 beginnen. Jede Note der Schwingungen der planetarischen Welt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sonnenwelt. Welt 3 wird vom Stoff der Welt l durchdrungen. Der Stoff der Welt 6 ist von dem Stoff der Welt 3 durchdrungen. Der Stoff der Welt 48 ist mit Stoff der Welt 24 gesättigt. Auch in diesem Stoff gibt es Schwingungen. nämlich jede Note der Schwingungen im Stoff der Welt 48 enthält eine ganze Oktave von Schwingungen im Stoff der Welt 24. daß eine Note der Schwingungen in dieser Welt eine Oktave oder sieben Noten von Schwingungen der planetarischen Welt enthält. Die Schwingungen in diesem Medium lassen sich in Oktaven einteilen und die Oktaven lassen sich in Noten gliedern. „Das Studium der inneren Oktaven. so können wir sagen. das heißt jede Note der Schwingungen eines gröberen Stoffes enthält eine ganze Oktave der Schwingungen eines feineren Stoffes. daß innerhalb der Grenzen dieser Oktave Schwingungen eines noch feineren Stoffes stattfinden. Nehmen wir an. Der Stoff der Welt 12 ist von dem . Wir müssen erkennen. Jede Schwingung der Sonnenwelt enthält sieben Noten von Schwingungen der Sternenwelt und so weiter. „Das sind die inneren Oktaven. wieder von dem Schop- 198 .

der in einem bestimmten Augenblick vollständig ist. unsere Sonne (Welt 12) — sol. „Der Schöpfungsstrahl kann. wie jeder andere Vorgang. daß folgende . Das ist auch das Absolute — do.fungsstrahl. Das Absolute ist das All. F i g u r 18 Das Absoluf« do Alle Welten sl la Alle Sonnen Sonne sol Alle Planeten fa Erde ml Mond je • do Das Absolute „Das Absolute oder All (Welt l) ist do. Es ist — do. si in la und so fort. zum Teil ergänzte und entwickelte er seine früheren Ausführungen. in der do in si übergeht. der Mond Welt 96) — re. alle Sonnen (Welt 6) — la. Jenseits des Mondes gibt es Kichts. als Oktave betrachtet werden. „Bei der Untersuchung des Schöpfungsstrahls oder der kosmischen Oktave sehen wir.Intervalle' in der Entwicklung 199 . alle Planeten (Welt 24) — fa. Der Schöpfungsstrahl beginnt mit dem Absoluten. alle Welten (Welt 3) — si. „Der Schöpfungsstrahl endet im Mond. die Erde (Welt 48) — mi. zum Teil wiederholte er. Es wäre dies eine absteigende Oktave.

zusätzlicher Schock' ist unerläßlich. „Alle großen Ereignisse im Leben der menschlichen Massen wer- 200 . die das . Das gleiche Feld mit einer Menge Menschen darauf wird andere Einflüsse aufnehmen und weiterleiten.Intervall' ist die Lage schwieriger. Ein .Intervall' zwischen aktiver und passiver Kraft ausfüllt. zwischen dem Absoluten und »Alle Welten'. „Die Bedingungen zur Gewährleistung der richtigen Weiterleitung der Kräfte werden durch die Erzeugung eines bestimmten mechanischen Apparates zwischen den Planeten und der Erde geschaffen. Aber das erste . das mit Gras bedeckt ist. und das zweite zwischen fa und mi. Die Bevölkerung von Europa nimmt eine Art von planetarischen Einflüssen auf und überträgt sie der Erde. ist das organische Leben auf Erden. Mit dem zweiten . das heißt zwischen Welt l und Welt 3.Vermittlungsstation der Kräfte'. und zwar mittels einer bewußten Äußerung der neutralisierenden Kraft. zwischen . tierische und menschliche Reich sind in dieser Hinsicht für die Erde gleich wichtig. Das pflanzliche. um das Intervall zwischen den Planeten und der Erde auszufüllen. Die Bevölkerung von Afrika nimmt planetarische Einflüsse einer anderen Art auf und so fort. Das organische Leben auf Erden wurde erschaffen. unerläßlich ist die Erschaffung einiger neuer Bedingungen.Intervall' ist vom Willen des Absoluten ausgefüllt. der die gesamte Erdoberfläche bedeckt und jene Einflüsse von der planetarischen Sphäre aufnimmt. „Das organische Leben stellt sozusagen das Wahrnehmungsorgan der Erde dar.Alle Planeten' und der Erde. diese . um die richtige Weiterleitung der Kräfte zu sichern. das heißt zwischen Welt 24 und Welt 48.dieser Oktave bestehen sollten: das erste zwischen do und si. Eine der Äußerungen des Willens des Absoluten besteht genau im Ausfüllen dieses »Intervalls'. Diese mechanische Erfindung. die sonst die Erde nicht erreichen könnten. nimmt planetarische Einflüsse einer bestimmten Art auf und überträgt sie der Erde. Ein einfaches Feld. Irgend etwas fehlt zwischen den Planeten und der Erde. Die planetarischen Einflüsse können die Erde nicht folgerichtig und voll erreichen. Das organische Leben bildet etwas wie einen sensitiven Film.

da es für einen bestimmten Zweck erschaffen und ihm untergeordnet ist. Mit Hilfe des organischen Lebens sendet jeder Teil der Erdoberfläche jeden Augenblick eine bestimmte Strahlenart in der Richtung auf die Sonne. nichts Unnötiges und nichts Unabhängiges kann in ihm geschehen. der Sonne. das heißt auf den Unterschied der Dauer von Geschehnissen in der planetarischen Welt und im menschlichen Leben. daß. 201 . Und viele Dinge geschehen. Und jede zufällige kleine Spannung in planetarischen Sphären kann sich Jahre hindurch in der Verstärkung der einen oder anderen Sphäre menschlicher Tätigkeit widerspiegeln. „Das organische Leben ist das Wahrnehmungsorgan der Erde und gleichzeitig ist es ein Strahlungsorgan. immer den Interessen der Erde. Dies wird unmittelbar von den menschlichen Massen aufgenommen und die Leute beginnen einander zu hassen und zu töten. leuchtete mir erst später ein. Alles. Warum er so auf diesem Punkte bestand. was auf Erden geschieht. Die menschliche Gesellschaft ist eine hochgradig sensitive Masse für den Empfang planetarischer Einflüsse." Bei diesen Ausführungen lenkte G. gab er uns ein Diagramm der Oktaven-Struktur. erzeugt Strahlungen dieser Art. Gleichheit. Hierbei braucht die Sonne eine Art von Strahlen. was auch immer in diesem dünnen Film organischen Lebens stattfindet. Irgend etwas Zufälliges und sehr Vorübergehendes geschieht im planetarischen Raum. der Planeten und des Mondes dient. die Planeten eine andere Art und der Mond eine dritte. unsere Aufmerksamkeit besonders auf die Ungleichheit der Zeit. Sie sind das Ergebnis der Aufnahme planetarischer Einflüsse. die Planeten und den Mond aus.den durch planetarische Einflüsse verursacht. in dem eines der Glieder das „organische Leben auf Erden" war. Während er einmal bei diesem Thema verweilte. Liebe oder Gerechtigkeit rechtfertigen. Gleichzeitig betonte er immer die Tatsache. wobei sie ihre Handlungen mit irgendeiner Theorie von Brüderlichkeit. einfach weil bestimmte Arten von Strahlen von einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche benötigt werden.

wie so viele Dinge in G. fa.„Diese zusätzliche oder seitliche Oktave des Schöpfungsstrahls beginnt in der Sonne". beginnt in einem gewissen Augenblick als do zu klingen. die das organische Leben auf Erden in der Form. wonach das Leben sozusagen von unten entstanden sei. zwei höhere Noten hatte. das mi dieser Oktave stimmt mit dem mi der kosmischen Oktave überein. das heißt mit dem Mond. das do einer anderen. Erstens wurde dadurch klar. Oder es wäre noch genauer zu sagen.'s System. Da gab es das Wachstum der Koralleninseln und der Kalkgebirge. Irgendein Erzeugnis des Zerfalls von organischem Leben geht zum Mond. der üblichen modernen Idee. „Die Sonne. die Formation der 202 . Das organische Leben verschwand zweifellos in die Erde. Aber es war sichtlich mit der Idee der Nahrung für den Mond verknüpft." Wir fühlten sofort. in unserem Fall jede Note der kosmischen Oktave. daß dieser seitlichen Oktave eine große Bedeutung zukam. die durch sie verläuft. daß das organische Leben. das ist mit der Erde. Die Rolle des organischen Lebens in der Struktur der Erdoberfläche war unbestreitbar. was re war. erzeugen. eine auf der Ebene der Planeten und eine auf der Ebene der Sonne. und das re mit dem re der kosmischen Oktave. sol==do. Was mi anging. daß jede Note jeder Oktave gleichzeitig irgendeine Note irgendeiner anderen Oktave darstellen kann. „Man muß wissen. noch weiter absteigend. „In unserem gegenwärtigen Fall beginnt sol als do zu klingen. Natürlich konnten wir nicht definieren. Viele Gespräche entstanden über die Noten mi und re der seitlichen Oktave. von ihr ausgehenden. in der Tabelle durch drei Noten dargestellt. so war es möglich. ganz gewiß zu sein. seitlichen Oktave darstellen kann. daß jede Note jeder beliebigen Oktave. das sol der kosmischen Oktave. wie wir es kennen. sagte er. erzeugt sie die drei Noten la. In seinen Erklärungen kam das Leben von oben. das mußte re sein. sol. und daß es in der Sonne begann. Beim Abstieg auf die Ebene der Planeten geht diese neue Oktave auf si über. Dies war der wichtigste Punkt und widersprach wieder einmal.

Unerwartete und Zufällige verschwand. Aber außerdem zeigte die seitliche Oktave mit besonderer Klarheit. Alles Ungewöhnliche.Kohlenablagerungen und die Petroleumfelder. das wir studierten. Klimawechsel infolge Entwässerung von Sümpfen und Zerstörung von Wäldern und viele andere Dinge. das Wachstum der Vegetation in Gewässern. die „Bildung reichen Ackerlandes durch Würmer". 203 . die Veränderung des Bodens unter dem Einfluß der Vegetation. von denen wir wissen oder auch nicht wissen. eingeteilt waren. wie leicht und richtig die Dinge in dem System. und ein unermeßlicher und genau ausgedachter Plan des Universums begann in Erscheinung zu treten.

vor allem. über erhabene Themen sprechen. Und zweitens der Zustand. in dem sie auf der Straße Spazierengehen. auf die Frage des Bewußtseins zurück. Bücher schreiben. und den sie als aktiv betrachten und . sich gegenseitig umbringen. in anderen Worten der passive Zustand. sagte er. lebt nur in den zwei unteren Bewußtseinszuständen. wenn man weiß. Nummer zwei und Nummer drei. so kann er sie doch nicht verstehen und beurteilt sie vom Gesichtspunkt des Bewußtseins. „Die zwei üblichen. tatsächlich ist. sind zuerst einmal der Schlaf. „Der dritte Bewußtseinszustand ist Selbst-Ermnem oder Bewußt- 204 . an der Politik teilnehmen. Der Begriff .ACHTES KAPITEL B ei einer der folgenden Vorlesungen kam G. in dem die Menschen die andere Hälfte ihres Lebens verbringen. das heißt Mensch Nummer eins. was klares Bewußtsein in Wirklichkeit ist und was der Zustand. das heißt die unteren Bewußtseinszustände.Wachzustand' des Bewußtseins.klares Bewußtsein' oder »Wachzustand des Bewußtseins' erscheint ein Scherz. und wenn er auch Augenblicke dieses Bewußtseins hat. „Insgesamt sind dem Menschen vier Bewußtseinszustände möglich (er betonte das Wort . daß beide in verschiedenen Bewußtseinszuständen vor sich gehen können. in dem der Mensch ein Drittel und oft auch die Hälfte seines Lebens verbringt.Mensch').klares Bewußtsein' nennen oder den . in dem er für gewöhnlich verharrt. Aber der gewöhnliche Mensch. „Weder die psychischen noch die physischen Funktionen des Menschen können verstanden werden". „wenn man nicht die Tatsache begreift. Die zwei höheren Bewußtseinszustände sind ihm unzugänglich. in dem der Mensch lebt und handelt.

wie sie wirklich sind. daß wir diesen Bewußtseinszustand haben oder daß wir ihn haben können. Bewußtsein seiner selbst zu erreichen. Man kann ohne jede Übertreibung behaupten. so wie er ist. ist die Hauptschwierigkeit auf dem Weg.sein seiner selbst oder das Bewußtsein des eigenen Seins. sie besäßen es. Wenn ein gewöhnlicher Mensch künstlich in den Zustand objektiven Bewußtseins gebracht und nachher auf seinen gewöhnlichen Zustand zurückgebracht wird. die Tatsache. jedoch nicht in Worten beschrieben werden kann. Gewöhnlich nimmt man an. In den Religionen aller Nationen gibt es Hinweise auf die Möglichkeit eines Bewußtseinszustandes dieser Art. daß sie denken. und wenn ein Mensch ihn nicht hat. was damit 205 . der mit . er ist das Ergebnis inneren Wachstums und langer und schwieriger Arbeit an sich selbst. „Aber der dritte Bewußtseinszustand kommt dem Menschen. „Für die meisten Menschen. Unsere Wissenschaft und Philosophie haben die Tatsache übersehen. „Die vierte Bewußtseinsstufe wird der Zustand des objektiven Bewußtsems genannt.Erleuchtung' oder verschiedenen anderen Namen bezeichnet wird. sogar für die gebildeten und denkenden Menschen. wenn wir wollen. daß er sein Bewußtsein verloren hatte. daß wir diesen Bewußtseinszustand nicht besitzen und daß wir ihn nicht durch Wünsche und Entschlüsse allein in uns erzeugen können. Der einzig richtige Weg zu objektivem Bewußtsein führt über die Entwicklung des Bewußtsein seiner selbst. Auf dieser Stufe kann ein Mensch die Dinge sehen. „Der vierte Bewußtseinszustand im Menschen ist ein ganz anderer Seinszustand. von Rechts wegen zu. Aber auf der Stufe des Bewußtseins seiner selbst kann ein Mensch Augenblicke des objektiven Bewußtseins haben und sich ihrer erinnern. daß in der heutigen Zeit der dritte Bewußtseinszustand im Menschen nur in Form sehr seltener Augenblicke vorkommt und daß er nur mittels eines besonderen Trainings mehr oder weniger dauernd gemacht werden kann. kommt das nur von den falschen Lebensverhältnissen. das heißt sie besäßen Bewußtsein seiner selbst und alles. Augenblicke auch dieses Bewußtseinszustandes ereignen sich im Menschen. dann wird er sich an nichts erinnern und für eine Weile denken.

Individualität im Sinne eines bleibenden und unveränderlichen Ichs. Er kann sich bewegen. aber ihre Arbeit erreicht nicht unser gewöhnliches Bewußtsein. Im Wachzustand hin- 206 . daß er sich fast im gleichen Zustand befindet wie im Schlafe. Stimmen. was er seiner Meinung nach schon hat. Dann wacht er auf. von denen wir schon gesprochen haben. das . Wille. Sie seien verrückt oder Sie wollten ihn in der Hoffnung auf persönlichen Gewinn betrügen. so werden wir sehen. so rufen sie in ihm doch nur phantastisch-subjektive Bilder hervor. bleibt sich gleich. wollen wir wieder zum ersten Bewußtseinszustand. die Empfindungen seines eigenen Körpers. Im Gegenteil. Es scheint einleuchtend. etwa Laute. wenn wir einen Blick in seine innere Welt tun.höhere Denkzentrum'. „Die zwei höheren Bewußtseinszustände — Bewußtsein seiner selbst und . Es ist offensichtlich.höhere Gefühlszentrum' und das . „Außer den Zentren. gibt es zwei weitere Zentren im Menschen. Der Mensch ist in seine Träume versunken. er wird denken. in seine Gedanken. Gefahren sehen und sie vermeiden und so fort. das heißt. Dies ist ein vollständig subjektiver Bewußtseinszustand. Und sogar in einem schlimmeren. weil er im Schlafe passiv ist. Zunächst scheint dies ein ganz anderer Bewußtseinszustand. Aber wenn wir etwas tiefer in die Dinge eindringen. daß er nur durch lange und schwere Arbeit etwas erreichen könne. Sogar wenn ihn einige wirkliche Eindrücke erreichen. mit anderen Menschen reden. Wärme. nichts tun kann. und ob er sich an sie erinnert oder nicht. daß man einen Menschen nicht interessieren kann. sie sind voll entwickelt und arbeiten die ganze Zeit. Diese Zentren sind in uns. „Um uns den Unterschied zwischen den verschiedenen Bewußtseinszuständen klarzumachen. Kälte. in die Beweggründe seiner Handlungen. zurückkehren. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Eigenschaften unseres fälschlich sogenannten .objektives Bewußtsein' — sind mit der Tätigkeit der höheren Zentren im Menschen verknüpft.klaren Bewußtseins'. Fähigkeit zu tun und so fort. dem Schlaf. wenn man ihm sagt. kann vorausberechnen. daß er sich in einer besseren Lage befindet als während seines Schlafes.verbunden ist.

sagen und tun sie im Schlaf. ist seiner selbst nicht eingedenk. Er ist eine Maschine.ich habe ungern'. was er meint. Er sieht nicht die wirkliche Welt. ist Schlaf. und die Ergebnisse all seiner Handlungen fallen auf ihn und seine Umgebung zurück. daß er gern hat. wacht er wirklich auf.und der Wachzustand. der Schlaf. „Wie oft bin ich schon gefragt worden. kann seine Vorstellungen. alles geschieht mit ihm. Gerade im Augenblick wird ein Krieg geführt.ich habe gern'.klares Bewußtsein' nennt. . ist eine Folge dieses Schlafes.ich will nicht'. . was es gibt. Er kann den Fluß seiner Gedanken nicht anhalten. Er sieht. ein Leben im Schlafe ist. daß einige Millionen schlafender Menschen versuchen. durch alle uns umgebenden Verhältnisse veranlaßt und aufrechterhalten wird. alles. Was bedeutet dies? Es bedeutet. seine Gefühle und seine Aufmerksamkeit nicht beherrschen. Gewiß können sie dies. was die Menschen sagen. und ein viel gefährlicherer Schlaf als der Schlaf nachts im Bett. „Beide Bewußtseinszustände. Und doch erinnert er sich nicht seiner selbst. Erst wenn ein Mensch beginnt. weil dieser Schlaf durch das ganze uns umgebende Leben. Sie würden dies natürlich nicht tun. Das scheint eine Kleinigkeit zu sein. Er schläft. . wenn sie aufwachen würden. daß er nicht will. was sie tun. Er lebt in einer subjektiven Welt von . Was man . daß die Menschen aufwachen. ob Kriege verhindert werden können. Und dann gewinnt alles ihn umgebende Leben einen anderen Aspekt und eine andere Bedeutung. Alles. sich seiner selbst zu erinnern. „Nehmen wir irgendein Ereignis im Leben der Menschheit. was er meint.ich liebe'. Zum Beispiel Krieg. Er lebt im Schlaf. All dies kann überhaupt keinen Wert haben. 207 . was geschieht. sind gleichermaßen subjektiv. . daß dies das Leben schlafender Menschen.ich liebe nicht'. daß er nicht gern hat. daß er will oder was er meint. . einige Millionen anderer schlafender Menschen zu vernichten.gegen kann er unentwegt irgend etwas tun. Dazu ist es nur notwendig. das heißt. hat in Wirklichkeit einen Wert. was er meint. Nur Erwachen und was zum Erwachen führt. Es ist jedoch das Schwerste. Alles. Die wirkliche Welt ist durch einen Schleier von Einbildungen vor ihm verborgen.ich will'.

werden nur andere Leute zum Einschlafen bringen. daß sie schlafen und aufwachen müßten. Man kann es sogar noch genauer sagen: ein Mensch kann nicht durch sich selbst erwachen. im Schlaf geschrieben und erdacht. Im Gegenteil. dann wird er verstehen. der nicht schlaft und der nicht so leicht einschläft. welcher zuerst erwacht. überzeugt zu werden. daß er nicht durch den einfachen Wunsch allein erwachen kann. wie schwierig es ist. Diese Bücher und diese Theorien. wenn es weder ihm noch anderen schadet. Millionen Theorien erdenken. Ein Mensch muß sich um sie kümmern. oder der dann bewußt schlafen geht. „Man kann jahrelang denken. für einen Ausdruck. weil alle zwanzig zur gleichen Zeit schlafen können und träumen können. „In der Idee des Schlafes ist nichts Neues. denen je ein Mensch begegnen kann.wachet'. und das alles im Schlaf. Das muß man verstehen. . Aber auch dies ist ungenügend. »schlafet nicht'. Aber wenn zum Beispiel zwanzig Menschen vereinbaren. haben sie bereits eine Chance. die übrigen aufwecken wird. wenn dies möglich ist. Und nur dann ist es möglich. Die Jünger Christi schliefen sogar. Es ist alles da.„Wie kann man erwachen? Wie kann man diesem Schlaf entrinnen? Diese Fragen sind die wichtigsten. Aber verstehen es die Menschen? Die Menschen halten es einfach für eine Redensart. Wie oft geschieht dies zum Beispiel in den Evangelien! . sie aufzuwecken und nicht wieder einschlafen zu lassen. Aber vorher muß man von der Tatsache des Schlafes überzeugt werden. wenn man versucht zu erwachen. daß er sich nicht seiner selbst erinnert und daß Sich-seiner-selbst-Erinnem bedeutet. sie wachten auf. man kann ganze Bibliotheken von Büchern schreiben. daß er bis zu einem gewissen Grade aufwachen muß. wie sie es tun. als er im Garten von Gethsemane zum letzten Male betete. Ohne dies ist es unmöglich. daß der. Sie müssen so einen Menschen Enden und ihn anstellen. Darum ist noch mehr erforderlich. und wenn er gleichzeitig die Erfahrung macht. Wenn ein Mensch begreift. ohne jede Möglichkeit zu erwachen.Erwachet'. 208 . Beinahe seit der WeltSchöpfung wurde den Leuten gesagt. aufzuwachen. die lebenswichtigsten. sich seiner selbst zu erinnern.

willkürliche und unwillkürliche Suggestion und das. Jeder Versuch des Kindes zu erwachen. Denn wenn er daran dächte. Ferner sterben viele Leute lange vor ihrem physischen Tod. Mit solchen Möglichkeiten ist er geschaffen und so wird er geboren. was sie infolge dieses Schlafes verlieren. daß ich schon verschiedene Male gefragt wurde. worauf ich Sie schon früher hingewiesen habe.eine Metapher. das heißt Mensch 209 . wenn sich tausende zum Schlaf zwingende Gewohnheiten angesammelt haben. das heißt. um es später aufzuwecken. Und die Menschen haben nicht die geringste Ahnung. Ich sage Ihnen ernstlich. daß er schläft. und stirbt schlafend. kann ein seiner selbst bewußtes Wesen sein. ein wenig aufzuwachen. wird sofort unterbunden. Aber von solchen Fällen werden wir später sprechen. was ich . sollte vier Bewußtseinszustände besitzen. oder wenigstens zu versuchen aufzuwachen. und sehr große Anstrengungen und sehr viel Hilfe sind notwendig. Wie ich schon gesagt habe: der Mensch. In den meisten Fällen verliert der Mensch schon als Kind die Möglichkeit zu erwachen. dann würde er aufwachen. „Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf das. Ein voll entwickeiter Mensch. Der gewöhnliche Mensch. Solange ein Mensch tief schläft und ganz in seine Träume versunken ist. kann er gar nicht an die Tatsache denken. ist es notwendig. er lebt sein ganzes Leben im Schlaf.Erziehung' nennt. wie er organisiert ist. warum in den Evangelien nichts über den Schlaf steht. So geht alles weiter. daß die Menschen die Evangelien im Schlaf lesen. Aber er wird unter schlafenden Leuten geboren und fällt natürlich unter ihnen gerade zu dem Zeitpunkt in tiefen Schlaf. daß er schläft. Und wiederum ist es leicht zu verstehen. da er seiner selbst bewußt werden könnte. Dies ist unvermeidlich. Ihnen mangelt vollständig das Verständnis. Alles spielt hierbei mit: die unwillkürliche Nachahmung älterer Menschen seitens des Kindes. Dabei wird auf fast jeder Seite davon gesprochen. Und es geschieht höchst selten. warum.Mensch im vollen Sinne des Wortes' nenne. daß dies wörtlich genommen werden muß. Um dies wörtlich zu verstehen. Das heißt einfach. was man . wie die Natur ihn erschaffen hat.

denn wenn Sie ihm erklären wollten. Das Wissen hingegen. lebt nur in zwei Bewußtseinszuständen. das sich von selbst ändern wird. würde er antworten. Infolge der Auffassung. daß dies sein gewöhnlicher Zustand sei. was wir als den objektiven Bewußtseinszustand bezeichnen. die Voraussetzung dazu ist der Vollbesitz des vierten Bewußtseinszustandes. worin er besteht. Aber nichts kann im Schlaf erreicht werden. objektive Wissen. das wirkliche. Tatsachen. das heißt. sich diesem Zustand zu nähern oder ihn zu erreichen. Er hält sich für ein bewußtes. dann sind sie Augenblicke von dem. warum er niemals alle Kräfte anwenden kann. die dem widersprechen. das heißt. betrachtet er als Zufälle oder etwas Vorübergehendes. Er kann ihn auch gar nicht vermuten. Er weiß oder kann wenigstens von der Existenz des vierten Bewußtseinszustandes wissen. Nummer zwei und Nummer drei. Nun ist aber ohne Bewußtsein seiner selbst oder den dritten Zustand der vierte Zustand. was der dritte Bewußtseinszustand ist. Alle diese »mystischen Zustände' und so fort sind falsche Definitionen. seine . Da haben Sie nun ein vollständiges Bild des Seins von Mensch Nummer eins. wird der Mensch natürlich nicht versuchen. daß er Bewußtsein seiner selbst sozusagen von Natur aus habe.Träume'. Im gewöhnlichen Bewußtseinszustand erworbenes Wissen ist mit Träumen vermischt. Sie können nicht einmal einen Schatten dessen begreifen. unmöglich. mit der Wirklichkeit vermischt. zwei und drei. „Aber den dritten Bewußtseinszustand kennt der Mensch nicht und vermutet ihn nicht einmal.Nummer eins. begann das nächste Gespräch folgendermaßen: „Die Möglichkeiten des Menschen sind sehr groß. was ein Mensch erreichen kann." G. ist nur im vierten Bewußtseinszustand möglich. aber wenn sie nicht Fälschungen oder Nachahmungen sind. auf das der Mensch seinen eigenen Behauptungen zufolge hinstrebt. außer in seltenen Augenblicken. sein eigenes Leben lenkendes Wesen. die er 210 . Im Bewußtsein eines schlafenden Menschen werden dessen Täuschungen. Und dies ist der Grund. Er lebt in einer subjektiven Welt und kann nie aus ihr entkommen.

weil er schläft. und sie ändern Gesetzen gehorchen läßt. daß er aus dem Leben nicht all das herausbekommen kann. Dabei sieht der Mensch ein. in seinem Wahrnehmungsapparat. Genau aus diesem Grunde bleibt der weitaus größere Teil seiner Möglichkeiten unverwirklicht und der weitaus größere Teil seiner Kräfte unbenutzt. was es ihm geben könnte. 211 . sich zu studieren. Unsere inneren psychischen Vorgänge (unsere innere Alchimie) haben viel mit diesen chemischen Vorgängen gemein. ein Mittel zum Erwachen darstellt. so wie er jetzt ist. daß irgend etwas mit seiner Maschine und seinen Funktionen in ihrem gewöhnlichen Zustand nicht in Ordnung ist. Die Selbst-Beobachtung bringt den Menschen zur Einsicht der Notwendigkeit der Selbst-Wandlung. bemerkt er. Der Mensch fühlt.besitzt. Er fühlt. und daß er es wegen bestimmter funktioneller Störungen in seiner Maschine. Die Idee des Selbst-Studiums gewinnt in seinen Augen eine neue Bedeutung. wirft er sozusagen einen Lichtstrahl auf seine inneren Vorgänge. „Es wurde schon früher gesagt. Indem er sich beobachtet. die bisher in völliger Dunkelheit gearbeitet haben. in denen das Licht das Wesen des Vorganges verändert. daß die Selbst-Beobachtung ein Instrument der Selbst-Wandlung. daß er. wie sie sein könnte oder sein sollte. daß es vielleicht nicht einmal der Mühe wert ist. Er beginnt zu verstehen. und so. um das Wesen eines Vorganges vollständig zu verändern und viele von ihnen absolut unmöglich zu machen. Genau so können viele psychische Prozesse nur im Dunkeln stattfinden. Er sieht jede Funktion so. daß die Selbst-Beobachtung an sich schon verschiedene Wandlungen in seinen inneren Vorgängen hervorruft. und warum er immer nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt. wie sie ist. nur in einem kleinen Teil seiner selbst lebt und arbeitet. die nur ohne Licht möglich sind. Schon ein schwaches Bewußtseins-Licht ist genug. nicht kann. Und während er sich beobachtet. Es gibt sehr viele chemische Prozesse. daß richtig gelenktes SelbstStudium und richtig gelenkte Selbst-Beobachtung einen Menschen zu der Einsicht bringen. Und unter dem Einfluß dieses Lichtes beginnen die Vorgänge selbst sich zu ändern.

Er hat die Arbeit der Maschine studiert. Wenn es einem Menschen gelingt. dann wird er sehr bald ein ganzes Album von Bildern von sich selbst sammeln. Aber es ist nicht so leicht zu lernen. sondern Aufnahmen des Ganzen. für den er sich bisher gehalten hat. wie er es gesehen hat. Empfindungen. in der er von Jahr zu Jahr gelebt hat. Gesichtsausdrücke und so fort. charakteristische Gesichtsausdrücke. 212 . Haltungen. Es ist er selbst. den Klang der Stimme. Bewegungen. „Zu diesem Zweck muß ein Mensch lernen. wird er einen ganz anderen Menschen sehen. daß nicht nur das Selbst-Studium und die Selbst-Beobachtung. interessante Augenblicke für diese Photographien zu erhaschen. wie man charakteristische Haltungen. daß seine gewöhnliche Meinung über sich selbst. Gefühle. nicht nur getrennte Einzelheiten zu sehen. wie die anderen ihn sehen. „An Stelle des Menschen. Gedanken. was ein Mensch in einem bestimmten Augenblick in sich sehen kann. das heißt. wie man diese Photographien in den interessantesten und charakteristischsten Momenten aufnehmen kann. Dieser . nur diese oder jene Erscheinung zu registrieren und ein unparteiischer Zeuge zu sein. diese Photographien müssen gleichzeitig alles enthalten. wobei er versuchte. sozusagen innere Photographien von sich selbst in verschiedenen Augenblicken seines Lebens und in verschiedenen Gemütszuständen aufzunehmen: und nicht Aufnahmen von Einzelheiten. sich selbst zu sehen. Wenn diese Photographien mit Erfolg aufgenommen werden und eine genügende Anzahl von ihnen da ist. Nun muß er anfangen.„Wenn ein Mensch zu der Einsicht gelangt. wird der Mensch sehen.andere' Mensch ist er selbst und gleichzeitig nicht er selbst. Stimmungen. In anderen Worten. sehr weit von der Wirklichkeit entfernt ist. was er ist. charakteristische Gefühle und charakteristische Gedanken einfangen kann. Bisher hat er nur die Einzelheiten der Arbeit der Zentren studiert. sondern auch die Arbeit an sich selbst zum Ziel der Selbst-Wandlung notwendig ist. sondern er muß alles im Zusammenhang als ein Ganzes sehen — seine Ganzheit. dann muß sich der Charakter seiner Selbst-Beobachtung ändern. die ihm dann im Zusammenhang ganz klar zeigen. nicht nur die Arbeit der kleinen Räder und Hebel.

sich zu teilen. ist in Wirklichkeit aber nur . was mit ihm geschieht. Denn der Mensch weiß selbst.Zacharow' ist. daß es viel Unwirkliches. das in seinem Leben nur für sehr kurze Augenblicke zum Vorschein kommt und das nur nach einer sehr langen Arbeitsspanne fest und beständig werden kann. Erfundenes und Künstliches in diesem anderen Menschen gibt. Der andere. da er zu fühlen beginnt. mit ihrer eigenen Auffassung.Ich' nennt und den andere . das.Zacharow'. wird er nie weiterkommen. und natürlich werden sie es nicht auf die Weise tun oder sagen wie . daß es zwei Menschen in ihm gibt.Petrow' oder . .0uspensky'. es ist nicht .Zacharow'. . Worten und so fort erscheint.Ich' nennt. ist aktiv und spricht von sich selbst in der ersten Person. „Der eine ist der Mensch.Petrow' nennen. Der Mensch muß einsehen. was er tun kann. das Wirkliche vom Erfundenen zu scheiden. .Petrow' oder . sondern sein . Seine Arbeit an sich selbst beginnt in dem Augenblick. „Von diesem Gesichtspunkt aus ergibt sich schon vom allerersten Augenblick der Selbst-Beobachtung an eine sehr bestimmte Gefahr. sondern auf ihre eigene Weise. .Ouspensky'. daß er vollständig in der Macht seines . „Dies ist die erste Einsicht. zu registrieren und zu beobachten.ich'.0uspensky'. ist. der es ausführt.Ich' es getan oder gesagt hätte. . was . daß er tatsächlich aus zwei Menschen besteht. nicht .0uspensky'. den andere Leute kennen und den er selbst jetzt anfängt zu kennen.Zacharow' oder . wie er tatsächlich ist.wie ihn andere Leute kennen und wie er in seinen Handlungen. richtig zu denken. Der eine ist passiv. der sich . die ein Mensch haben kann. Aber nicht ganz so. und oft verändert diese Auffassung vollständig das. das wirkliche Ich. und das meiste.Ich' beginnt die Selbst-Beobachtung. aber sie wird sofort von .Petrow' aufgenommen und fort- 213 .Ich' tun wollte.Zacharow' oder . Was auch immer er plant oder zu tun und zu sagen beabsichtigt.Petrow' oder . „Solange sich ein Mensch für eine Person hält. Man muß lernen. Und bei Beginn der Selbst-Beobachtung und des Selbst-Studiums ist es notwendig.er'. den er . Der andere ist der wirkliche Er.0uspensky'. Sobald er begonnen hat. erkennt er schnell. Das . tut oder sagt.

die gewöhnt sind. sich in ihrer Unterhaltung mit sich selbst mit ihrem Vornamen oder Nachnamen oder Lieblingsnamen zu nennen. Er nennt sich mit einem anderen Namen. daß ein Mensch mit Namen Iwanow die Beschreibung dieser Methode der Selbst-Beobachtung hört. Auf dieser Grundlage beginnt er auf verschiedene Arten über sich nachzudenken.Petrow' oder .er' und so fort.Zacharow' auf der anderen Seite. eine Veränderung. oder er nennt sich einfach . Er findet das unangenehm. bei dem ihn niemand genannt hat oder jemals nennen wird. was er gern hat oder jedenfalls. natürlich von Anfang an ganz falsch. wie in dem gerade erwähnten Beispiel.' Er wird niemals Iwanow sagen. dann ziehen sie vor. . .und das ist „Ouspensky".0uspensky in mir'. Weiterhin nennt er das in sich Jch'. sondern den eingebildeten .Das ist „Ich"'. keine Ausnahmen. was er für stark hält. oder zu sagen . Das heißt. die ganz nebensächlich zu sein scheint. was er nicht gern hat oder für schwach hält. er erfindet für sich einen künstlichen Namen.0uspensky'. daß der Mensch sich teilen muß. aber die in Wirklichkeit die ganze Angelegenheit von Grund auf ändert. als ob es einen 214 . Ihm wird gesagt. wenn er von sich in der dritten Person spricht. „Nehmen wir zum Beispiel an. .Zacharow' nennt. Aber . „Petrow" oder „Zacharow". und so wird er unweigerlich jemandes anderen Nachnamen oder Vornamen benützen.Er' oder . .0uspensky' zu nennen. sich . daß ein Mensch ungern seinen eigenen Namen gebraucht. Wenn es zu der Selbst-Beobachtung kommt. . In diesem Zusammenhang sind die Menschen.Petrow' oder . Er sucht es auf alle mögliche Weise zu vermeiden.geführt.Petrow' oder .Zacharow' oder .Ich' auf einer Seite und . sagt er. . „Man glaubt gar nicht. einen Namen.0uspensky'. wie er es hört.Petrow' führen schon bei den ersten Schritten eine leichte Veränderung in diese SelbstBeobachtung ein.0uspensky'. er hat nicht Iwanow als Voraussetzung genommen.0uspensky'. während er dasjenige . . Und er teilt sich buchstäblich. da er sich schon über den wichtigsten Punkt getäuscht hat und nicht sein richtiges Selbst als Voraussetzung genommen hat. wie häufig es ist.Zacharow'.

. daß er nicht . . fühlt er. daß es vor allem sein Ziel sein muß.0uspensky' in einem bestimmten Augenblick möchte. nicht das zu tun.0uspensky' Angst zu haben. „Die Selbst-Beobachtung wird die Beobachtung von . „Die erste Stufe der Arbeit an sich selbst besteht darin.0uspensky' ist. oder sie haben nichts mit ihnen gemein. Gefühlen und Stimmungen entgegengesetzt. tatsächlich sich von ihm trennt und sich von ihm entfernt hält. Es gibt schon genug von . Er hat keine Möglichkeiten.0uspensky' durchkreuzt und verändert. weil alles. Und gleichzeitig ist .. „Wenn er aufrichtig mit sich ist. Er ist der Sklave. die er trägt. sondern was er selbst tun will. Und da er sich in Wirklichkeit nicht von . gleichgültig und teilnahmslos zu sein. ganz gleich. „Er beginnt. Aber man muß die Tatsache 215 . daß dieser sein . „Auf dieser Stufe der Selbst-Beobachtung muß der Mensch begreifen. daß .0uspensky in ihm' auf. beginnt zu fühlen.0uspenskv' nichts ist als eine Maske. Sympathien.0uspensky' zum Diener werden. muß er .0uspensky' beherrschen und ihn veranlassen. und gleichzeitig fühlt er. alles wird durch .0uspensky'. Geschmack. Gedanken.Ouspensky' ist. daß er in der Gewalt von . Der Mensch versteht. tausend Dinge. was immer er tun möchte. von .0uspensky' zu befreien. seine Wünsche auszudrücken.0uspensky' befreien kann. Antipathien. Meinungen sind entweder seinen eigenen Ansichten. was . „Aber wenn ein Mensch seine Hilflosigkeit gegenüber.0uspenskys' Wünsche. weil er er selbst ist. daß er nicht . was immer er tun oder sagen möchte. die er unbewußt spielt und die er leider nicht zu spielen aufhören kann.0uspensky' für Ouspensky selbst. daß man sich innerlich von .Feind'.0uspensky' ist.0uspensky' ist sein . Vom Herrn muß .0uspensky' trennt.Feind' ist.Ouspensky* begreift. sich von .0uspensky' in ihnen geben könnte. die Rolle. Er hat keinen eigenen Willen.0uspensky' sein Herr. die er selbst niemals tun oder sagen würde. eine Rolle. dann hört seine Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber . vor .0uspensky' für ihn getan wird. die ihn regiert und ihn tausend dumme Dinge sagen und tun läßt.

wo er ist undwo. Die Menschen begreifen nicht. wo er ist und wo . der in diesem Augenblick die Richtung verliert. die ihm hilft. hieran hindert. was er wirklich ist. dann kann er eine genaue und unfehlbare Grundlage zur richtigen Beurteilung zuerst seiner selbst und dann der anderen Leute finden. sich auf sein eigenes Urteil zu verlassen. das heißt eine solche.0uspensky' sieht und kennt. muß eine richtige sein. Und seine Haltung gegenüber dem Menschen. „In diesem Falle ist es das Gefährlichste. wie dies oft geschieht. daß er es schon besser weiß. zumal wenn er zu denken beginnt. der ihm sagen kann. Und nicht nur was ihn angeht. der es ihm zeigt. Aber das Wesentliche hierbei ist. Sie bilden sich ein. und damit muß er beginnen. sondern auch was andere Leute angeht. daß die ganze Aufmerksamkeit auf .0uspensky' erklären. wird sie niemals wieder finden. da ein Mensch nicht erklären kann. Wenn ein Mensch Glück hat. daß es von ihrem Wunsch oder ihrer Entscheidung abhängt. das zu sehen. Natürlich ist dies alles Selbst-Täuschung. daß er ihre . Aber er kann sich selbst . Und dies ist keineswegs leicht.0uspensky' ist. Aber darüber hinaus muß er dieser Person vertrauen. kann er zu diesem Zeitpunkt jemanden in seiner Nähe haben. wenn er tatsächlich nicht aufrichtig das sieht. daß er selbst alles verstehe und daß er wisse. Aber wenn er auch nur in einem geringen Maße mit sich selbst aufrichtig ist und wirklich die Wahrheit erkennen will. desto mehr irrt er sich.0uspensky* ist. Ein Mensch.im Sinn behalten. „Dies ist ein sehr ernster Augenblick in der Arbeit. daß er nicht . daß der Mensch so 216 .0uspensky' gerichtet bleiben muß. weder in bezug auf sich noch in bezug auf andere.0uspensky' ist. In diesem Zustand kann ein Mensch nichts erkennen. was ihm gezeigt wird. weil er sonst zweifellos denken wird. und ihn nicht. Je überzeugter er davon ist. Aber wie kann ein Mensch mit sich selbst aufrichtig sein. daß Aufrichtigkeit gelernt werden muß. glaubt er leicht. ob sie aufrichtig oder unaufrichtig sind. wobei er gleichzeitig eingedenk bleiben muß. daß er es kann. Man muß sich daran erinnern. was er in sich selbst sehen sollte? Jemand muß es ihm zeigen. mit sich selbst aufrichtig zu sein.

Ehrlichkeit'. Dies geschieht besonders oft im Zusammenhang mit der Arbeit an sich selbst. was er vor einem Monat. Der Mensch erinnert sich nicht.Pflicht' und so fort verbunden sind. die er vielleicht früher aufgenommen hat. woran er gedacht oder was er gesagt hat. bringt die Selbst-Beobachtung einen Menschen dazu.0uspensky' in sich selbst zu unterscheiden. einer Woche. „Dies wiederum ist mit einem der Hauptkennzeichen der Haltung 217 . Selbst wenn er dies versucht. müssen Sie sich an vieles erinnern. auf diese inneren Photographien seiner selbst. „Um zu wissen.wie er ist nicht die Mittel besitzt. an die sich zu erinnern viel wichtiger wäre. „Und dies raubt den Ansichten und Meinungen eines Menschen jedwede Festigkeit und Genauigkeit. und nach Verlauf einer gewissen Zeitspanne erinnert er sich nicht mehr. einem Tag oder sogar einer Stunde gesagt oder gefühlt hat. was schon früher gesagt wurde. die Tatsache einzusehen. Man muß einsehen lernen. Er beginnt irgendeine Arbeit. die er sich selbst gegeben hat. Ein Mensch kann sich an ein einem anderen gegebenes Versprechen nur mit Hilfe künstlicher Assoziationen erinnern. wie er dachte oder wie er sprach. und er erinnert sich nicht. vergißt er zehn andere Sachen.Ehre'. was sich auf ihn bezieht. Aber im allgemeinen kann man wahrheitsgemäß sagen: wenn der Mensch sich an eine Sache erinnert. er erinnert sich nicht an die Versprechung. . wird er sich belügen und Dinge erfinden. ist eines seiner hauptsächlichen und charakteristischsten Kennzeichen und die Ursache von allem anderen in ihm. Der Mensch erinnert sich nicht an seine Entscheidungen. .Ich' und . Wie früher gesagt wurde. wie er wirklich ist. daß ohne fremde Hilfe ein Mensch sich nie selbst erkennen kann. warum er sie begonnen hat. Die Unfähigkeit des Menschen. er wird sich nie so sehen. sich seiner selbst zu erinnern. Und der Mensch vergißt besonders leicht. die ihm anerzogen worden sind und die wiederum mit auch künstlich geschaffenen Auffassungen von . warum sich dies so verhält. um . Assoziationen. erinnert sich nicht. Die Unfähigkeit zum Selbst-Erinnem zeigt sich auf mannigfaltige Weise. daß er sich nicht seiner selbst erinnert.

mit denen er seine Arbeit begann. „Der Mensch identifiziert sich mit einem kleinen Problem. da es ihm scheint. nehmen sie für den ganzen Wald.Identifizierung' bis in ihre Wurzeln hinein in einem selbst zu sehen und zu studieren. daß. die ihn am meisten interessieren. nämlich seiner dauernden . . muß man unaufhörlich auf der Hut und rücksichtslos mit sich selbst sein. . seine Gedanken oder seine Wünsche und seine Einbildungskraft anzieht. daß es sehr schwierig ist. und vergißt darüber vollständig die großen Ziele. „Es ist notwendig. . alle die feinen und verborgenen Formen zu sehen. sie zum Zwecke der Beobachtung von allem anderen zu scheiden. das heißt man muß keine Angst haben. Um sich aus der Identifizierung zu befreien. mit einer Stimmung identifiziert und vergißt seine eigenen weiteren Gedanken. das ihm in den Weg kam. nur verändert sich ihr Gegenstand.Identifizierung' ist eine so allgemeine Eigenschaft.Eifer'. seine Arbeit und seine Aufmerksamkeit widmet. daß nur in einem Zustand der Identifizierung 218 . sich aus der Identifizierung zu befreien. Gefühle und Stimmungen.Inspiration' oder ähnlich nennen und annehmen.des Menschen sich selbst und seiner ganzen Umgebung gegenüber verknüpft. „Die . weil es alles durchdringt und einen Menschen in dem Augenblick täuscht.Leidenschaft'. Es ist besonders schwer. daß sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.Begeisterung'.Sich-Identifizieren' ist einer unserer schrecklichsten Feinde. die ihnen am nächsten stehen.Identifizierung' mit dem. was in einem bestimmten Augenblick seine Aufmerksamkeit. daß er dagegen ankämpfe. Der Mensch befindet sich dauernd in einem Zustand der Identifizierung. weil ein Mensch sich natürlicherweise leichter mit den Dingen identifiziert. denen er seine Zeit. Die Schwierigkeit des Kampfes mit der Identifizierung wird noch durch die Tatsache vermehrt. wenn Menschen sie in sich selbst beobachten. sie diese für einen sehr guten Zug halten und sie . die die Identifizierung annimmt. die . In der Arbeit an sich selbst sind die Menschen so stark mit verschiedenen Zielen identifiziert. Er identifiziert sich mit einem Gedanken und vergißt andere Gedanken.Spontaneität'. er ist mit einem Gefühl. „Das . Zwei oder drei Bäume. .

wenn er je etwas erreichen will. daß es zwei in ihm gibt. Sie werden selbst zu Gier. nämlich auf die Identifizierung mit anderen in der Form des Sich-nach-ihnen-Richtens'. Er wird wirklich eine Pfeife. was der Zustand der Identifizierung bedeutet. die er noch hat. oder sehen Sie. vor allem etwas. darf ein Mensch zuallererst sich nicht mit sich selbst identifizieren. zu einem Stück Fleisch. Das ist kein Witz. was sie selbst nicht wissen. „Von den allgemeinen Formen der Identifizierung muß man die Aufmerksamkeit auf eine besondere Form der Identifizierung richten. Und dafür sind Haschisch oder Opium ganz unnötig. daß ein Mensch sich so mit seiner Pfeife identifiziert. das heißt das . kann sich nicht seiner selbt erinnern. daß er beginnt. ganz gleich auf welchem Gebiet. in Restaurants an. sich nicht zu identifizieren. er darf sich nicht immer und bei allen Gelegenheiten als . In Wirklichkeit ist dies natürlich eine Täuschung. ihn selbst. Im Osten. Er verliert sogar die letzte Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen. ist es zuallererst nötig. wenn sie über etwas streiten oder etwas zu beweisen suchen. kommt es oft vor. was mit ihm geschieht.Ich' bezeichnen. Begierden oder Worten. der sich mit irgend etwas identifiziert.ein Mensch wirklich gute Arbeit. leisten kann. und von ihnen selbst bleibt nichts übrig. Schauen Sie die Leute in den Läden. sondern eine Tatsache. ist er der Sklave von allem. in Theatern. wo die Leute Haschisch und andere Rauschgifte rauchen. und einen anderen. Freiheit bedeutet zuallererst Freiheit von Identifizierung. 219 . Um sich seiner selbst zu erinnern. Solange ein Mensch sich identifiziert oder identifiziert werden kann. würden sie ihre Meinung ändern. Aber um zu lernen. Ein Mensch wird zu einer Sache. sich nicht zu identifizieren. wie sie sich mit Worten identifizieren. Wenn die Menschen sehen könnten. Ein Mensch. „Identifizierung ist das Haupthindernis für die Selbst-Erinnerung. Das ist Identifizierung. Er muß sich daran erinnern.Ich' in ihm. mit dem er kämpfen und den er überwinden muß. Im Zustand der Identifizierung kann ein Mensch nichts Vernünftiges tun. sich selbst für eine Pfeife zu halten.

was seiner Überzeugung nach eine Ungerechtigkeit ist. Kälte. sondern auch nach der Gesellschaft und nach historisch bedingten Verhältnissen. nach Schnee und Regen zu richten. daß jeder sieht. scheint ihm ungerecht. daß diese Dinge verändert werden können und sollen. daß die Menschen ihn nicht genug achten. was jemand über ihn sagte — all das gewinnt für ihn eine ungeheure Bedeutung.„Es gibt verschiedene Arten des Sich-nach-jemand-Richtens. Er denkt immer. was für ein bemerkenswerter Mensch er ist. „Und er »richtet sich' nicht nur nach einzelnen Menschen. was jemand von ihm dachte. so daß er eine ungeheure Energiemenge auf Vermutungen und Verdächtigungen verschwendet. was einem solchen Menschen mißfällt. Solches Sich-Richten fußt vollständig auf Erwartungen. Der Mensch nimmt alles so persönlich. falsch und unlogisch zu sein. um ihm Unbequemlichkeiten und Unannehmlichkeiten zu bereiten.Sich-Richten' verbirgt. Und der Ausgangspunkt seines Urteils ist immer der. 220 . „Es gibt Menschen.sich mit einer Ungerechtigkeit abzufinden'. „In den häufigsten Fällen identifiziert sich ein Mensch mit dem. um ihm Vergnügen zu machen. sondern die sich zum Beispiel sogar nach dem Wetter richten. . die sogar fähig sind. dann würde das Aufhören des . was andere über ihn denken. Alles. aber es ist eine Tatsache. Das scheint lächerlich. welche Haltung sie ihm gegenüber einnehmen. Die Menschen sind imstande. All dies quält ihn und entwickelt in ihm eine mißtrauische und feindliche Haltung gegenüber den Mitmenschen. . sich nach dem Klima. der Hitze. „All dies und noch vieles andere ist nur eine Form der Jdentifizierung*. als sei alles in der Welt eigens angeordnet worden. Sie können durch das Wetter irritiert. Wenn ein Mensch sich über etwas empört. Wie jemand ihn ansah. ungesetzlich. oder im Gegenteil.Ungerechtigkeit' ist eines der Worte. in denen sich sehr oft das . wie sie ihn behandeln. sich nicht nur nach der Ungerechtigkeit oder mangelnden Achtung seitens anderer zu richten. und daß alle dauernd ihrer Achtung. nicht genug höflich und zuvorkommend sind.Sich-Richtens' für ihn bedeuten. Der Mensch erwartet innerlich. ja unwillig und ärgerlich darüber werden.

Zieles' aus entschieden werden. Woran leiden sie? Erstens an einer außerordentlichen Meinung über sich selbst. das heißt an einer Haltung. Musiker. Die Menschen haben voreinander Angst. daß dies dumm ist. ihm nicht genügend Aufmerksamkeit zolle und ihm nicht genug nachgebe. Künstler und Politiker zum Beispiel sind fast ohne Ausnahme kranke Menschen. sofern er jemals eines gehabt hat. ist der. seine Schönheit.ihrer Schätzung und Bewunderung für ihn.sollen'. All das ist einfach Schwäche. dann . aber er kann nicht aufhören. und er sollte nichts tun. wo doch gerade in solchen Fällen nichts anderes nottut als eben .sollte' er nur das tun. „Es gibt noch eine andere Form des . seine Originalität und alle seine anderen Qualitäten Ausdruck verleihen sollten. dann an Erwartungen und schließlich am .nicht sollen' ist auch ein schwieriges Thema. etwas tun zu . was ihn daran hindert. Wenn ein Mensch ein Ziel hat. wann ein Mensch wirklich . Dies kann nur vom Gesichtspunkt des . die einem Menschen viel Energie rauben kann. es ist schwierig zu verstehen. Und dies kann sehr weit führen.Sich-Kümmern'. die schon im voraus bereit ist. daß er vielleicht nicht genügend an den anderen denke. Ich habe viele solche Fälle gesehen.Sich-Richten' oder . das heißt. „Der gleiche Fall.soll' und wann er . daß ein Mensch glaubt. seinem Ziel näherzukommen. seine Klugheit oder seinen Witz. daß ein Mensch zu denken anfängt.Sich-nach-etwas-Richtens'. über mangelndes Verstehen und mangelnde Anerkennung beleidigt zu sein. 221 . Auf diese Weise verliert der Mensch schließlich sein Gleichgewicht. während er tatsächlich gar nicht so tun sollte.sich nicht zu richten'. Schriftsteller.Sollen' und . seine Geistesgegenwart. und beginnt vollständig sinnlose Handlungen auszuführen. Diese Form beginnt damit.nicht soll'. wie dies oft bei Menschen mit sehr bescheidenem Äußeren vorkommt. was ihn zu seinem Ziel führt. Er ärgert sich über sich und fühlt. . Schauspieler. seinen Verstand. Er beginnt zu denken. daß er sich nicht genug nach einem anderen richte und daß dieser andere deshalb beleidigt sei. nur vielleicht noch etwas schlimmer. Diese Erwartungen selbst beruhen wiederum auf einer völlig phantastischen Vorstellung über ihr eigenes Selbst.

Der Mensch kann nicht anders. Aber Sie müssen dies selbst tun. die Aufrichtigkeit zu verlieren. daß sie. als sich identifizieren und innerlich nach etwas richten. daß er nicht gegen seine . . eine der Formen des Lügens.Ehrlichkeit' und sagt sich. Aber er belügt sich selbst. Was der Mensch in diesem Falle Aufrichtigkeit nennt. Identifizieren. Aber da er sich diese Schwäche nicht eingestehen will. das sogar zum Teil die Mittel liefert. daß sie in diesem Fall etwas. Und ganz tief in seinem Inneren weiß der Mensch dies. „Diese Furcht. gegen den Ausdruck unangenehmer Gefühle anzukämpfen. sich zu beherrschen. auf denen die menschlichen Schwächen beruhen. einfach weil er schwach ist. daß im einen Falle ein Mensch mit dem äußeren Ausdruck der Gefühle kämpft und im anderen Falle mit der inneren Äußerung der vielleicht gleichen Gefühle. seiner Unfähigkeit. indem er sagt. dagegen zu kämpfen. weil sie glauben. ist das äußere Sich-Richten. „Das Gegenteil von innerem Sich-Richten. Sie müssen solche Beispiele in der Beobachtung Ihrer selbst und anderer suchen. seine unangenehmen Gefühle auszudrücken. wenn sie mit dem Sich-Richten in sich selbst zu kämpfen beginnen.unaufrichtig' werden. während er tatsächlich nicht mit seinen Schwächen kämpfen will. daß er sich nicht beherrschen will. ist natürlich eine Selbst-Täuschung.Ehrlichkeit' kämpfen will. Der einzige Unterschied ist der. glauben die Menschen sehr oft. unangenehme Gefühle zum Ausdruck bringen. seines Unvermögens. sind Äußerungen seiner Schwäche.„Wie ich schon gesagt habe.Aufrichtigkeit' oder . daß er nicht die Aufrichtigkeit verlieren möchte. „Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind in Wirklichkeit etwas ganz anderes. das heißt. „Bisher habe ich nur vom inneren Sich-Richten gesprochen. und sie haben Angst davor. verlieren. Das äußere Sich-Richten fußt auf einer ganz anderen Beziehung 222 . Man könnte noch mehr Beispiele bringen. nennt er sie . sich richten. ist in Wirklichkeit einfach. einen Teil von sich. Hierbei geschieht das gleiche wie in den Versuchen. und er kann nicht umhin.

daß er nicht lügen wollte. Dies ist ein Beispiel. Gleichzeitig verlangt das äußere Sich-Richten eine große Macht über sich selbst. so daß nichts mit ihm anzufangen gewesen sei. daß sie sich nicht nach ihm richten. „Richtiges äußeres Sich-Richten ist in der Arbeit sehr wichtig. es sei die Schuld des anderen gewesen. Dadurch. Er beginnt mit dem Entschluß. daß er aufrichtig sein wollte. macht ein Mensch das Leben für sich und andere Menschen leicht. Dann macht er sich vor. daß ein anderer Mensch genau so eine Maschine ist wie er selbst. nur weil sie sich in der Arbeit befinden.zu den Menschen als das innere Sich-Richten. zu verstehen. ihm sogar nachgeben. was er wirklich über ihn denkt oder fühlt. Aber wenn ein Mensch sich wirklich seiner selbst erinnert. ein 223 . Es bedeutet die Anpassung an Menschen. Und wenn er ein schwacher Mensch ist. sich im Leben äußerlich zu richten. kann nur neues inneres Sich-Richten die Folge davon sein. sie hätten. Sehr oft beginnt ein Mensch mit einem Segen und endet mit einem Fluch. was ein anderer Mensch denkt und fühlt. eine große Selbstbeherrschung. daß er sich äußerlich richtet. so wird er verstehen. ihrer Gewohnheiten und Vorurteile. aufrichtig das auszudrücken oder irgendwie dem anderen zu zeigen. wie sich äußeres SichRichten in inneres Sich-Richten verwandelt. Das äußere Sich-Richten erfordert Menschenkenntnis. daß Menschen. Sehr oft wünscht ein Mensch. wird er natürlich diesem Wunsch nachgeben und sich nachher rechtfertigen und sagen. in seine Lage versetzen und wird wirklich fähig werden. nicht die Notwendigkeit verstehen. an ihre Auffassungen. sich auch in der Arbeit äußerlich zu richten. wird seine Arbeit für ihn leichter werden. an ihre Bedürfnisse. Er habe sich wirklich nach ihm richten. sie glauben. das Verständnis ihres Geschmacks. die sehr wohl die Notwendigkeit verstehen. Es geschieht sehr oft. sich nicht nach den anderen zu richten. nicht mit ihm streiten wollen und so fort. Aber der andere habe sich überhaupt nicht nach ihm richten wollen. und nachher beklagt er sich über die anderen Leute. Dann wird er sich an seinen Platz. Wenn er dies kann. Aber wenn er sich einem Menschen mit seinen eigenen Erwartungen nähert. nichts vormachen wollte.

ist. während in Wirklichkeit in der Arbeit. sagteer. Dies ist ein sehr wichtiger Grundsatz.Recht. andere beschuldigten und so weiter und so fort. „Diese künstlichen Einrichtungen stören jetzt sehr all Ihre guten Absichten. selbstgerecht waren. neuen Maschine beginnen. und der Erfolg dieser Arbeit steht immer im Verhältnis zu ihrer Würdigung und ihrem Verständnis. Die Maschine ist schmutzig. tausend unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse verursacht. Sie könnten schon tun. Aber wir werden hiervon später noch einmal gesondert sprechen. der aus mancherlei Gründen leicht vergessen wird. und Sie sehen nicht ein. All das hat natürlich die Maschine angreifen müssen. die Sie vergessen. „Sie denken. Sie verstehen nicht die ganze Mannigfaltigkeit Ihrer Organisation. teilweise verrostet. Halten Sie daran fest. wenn sie überhaupt solche zeitigt. Hinter Ihnen liegen viele Jahre eines falschen und dummen Lebens. sich dauernd belogen. daß jede Anstrengung außer den gewünschten Ergebnissen. das heißt in der eigenen erfolgreichen Arbeit eines Menschen an sich selbst. die durch Ihre eigene falsche Arbeitsweise notwendig wurden. ist für den Menschen schwerer als alles andere. Diese Überzeugung loszuwerden. begann eines der folgenden Gespräche mit dem Hinweis. daß Sie nicht von Anfang an mit einer hübschen. daß die Arbeit nicht auf einer niedrigeren Stufe als der des Obyvatel1. „Sie denken oft auf eine sehr naive Weise". 1 Für die Definition von Obyvatel siehe Seite 532. sich nicht zu richten. weil nur das äußere Sich-Richten von seiner Seite sein Verständnis und seine Würdigung der Arbeit erweist." G. eines Schwelgens in jeder Art Schwäche. und die Hauptsache. daß wir die Schwierigkeiten unserer Lage vergessen. 224 . das heißt des gewöhnlichen Lebens beginnen und verlaufen kann. alle unangenehmen Wahrheiten zu vermeiden strebten. und an manchen Stellen haben sich künstliche Einrichtungen gebildet. wo Sie die Augen über Ihre eigenen Irrtümer geschlossen hatten. zehnmal mehr äußeres Sich-Richten notwendig ist als im Leben. sauberen.

Wenn ein Mensch alle diese Widersprüche fühlte. zu fühlen. eine dauernde Unruhe spüren. sie zu fühlen. Wir kennen die Bedeutung der Puffer an den Eisenbahnwagen. die mittels . so könnte er nicht so ruhig leben und handeln. die die Stoßwirkung verringern. Er würde eine dauernde Reibung.Puffer' ist ein Ausdruck. und er wird nicht die ganze Wucht des Aufeinanderpralls von widersprechenden Ansichten. schwächt seine Energie und nimmt ihm seine Selbstachtung. Auf irgendeine Weise muß er diesen Gedanken meistern oder bannen. wenn auch unwillkürlich.Puffer' werden künstlich durch . Der Mensch kann diese Widersprüche nicht zerstören. Der Grund ihres Vorhandenseins ist das Bestehen vieler Widersprüche im Menschen. Er würde fühlen. Worte und Handlungen. Gefühle. „ . Wenn ein Mensch durch sein ganzes Leben alle die Widersprüche fühlen würde. wie er jetzt lebt und handelt. Ein jeder ist von Menschen umgeben. Sie sind nicht durch die Natur. wenn Wagen aufeinander auffahren. der eine besondere Erklärung erfordert. Wenn es keine Puffer gäbe. Die Puffer verringern die Wirkungen dieser Stöße und machen sie unbemerkbar.Puffer' genannt. „ . die in ihm sind. Darüber hinaus raubt so ein Gedanke dem Menschen sein Selbstvertrauen. Aber wenn in ihm . Sie sind Einrichtungen. Sehr viele . würde der Stoß eines Wagens gegen einen anderen sehr unangenehm und gefährlich sein. widersprechenden Gefühlen und widersprechenden Worten spüren. Andere entstehen unter dem hypnotischen Einfluß des gesamten uns umgebenden Lebens. wie widersprechend und feindlich die verschiedenen Ichs unserer Persönlichkeit zueinander stehen. sie zu sehen und zu fühlen. dann würde er fühlen. daß er verrückt ist. was er wirklich ist.Puffern' 225 . Er muß entweder die Widersprüche zerstören oder aufhören.„Sie werden . Wir sehen nicht. sondern durch den Menschen. Genau die gleichen Einrichtungen können im Menschen gefunden werden.Puffer' bilden sich langsam und allmählich. widersprechender Meinungen.Erziehung' geschaffen. Sympathien. geschaffen. kann er aufhören.Puffer' erzeugt werden. Es ist für niemanden angenehm. daß er verrückt ist.

und weil es nur die Schocks sind. wenn er die Wahrheit 226 . in dem er lebt. weil die . denken und fühlen. in dem der Mensch alles auf einmal weiß. was er liebt. sondern buchstäblich unerträglich für ihn sein. Da wir kein Bewußtsein haben. „Im gewöhnlichen Leben wird der Begriff . dessen ganze innere Welt aus Widersprüchen besteht. was er überhaupt fühlt oder fühlen kann. Und da jeder in seinem Inneren tausende widersprechende Gefühle hat.Puffer' helfen dem Menschen.Puffer' zu dem Zweck geschaffen werden. es bestünden keine Widersprüche und er könne in Frieden schlafen. mit deren Hilfe ein Mensch immer im Recht sein kann.Puffer' in sich selbst.Gewissen' in der Gefühlssphäre dem Begriff . der Erklärung verlangt.Puffer' wiegen den Menschen in Schlaf. wenn er auf einmal fühlte. Die . Es ist sehr schwer. es sei alles gut. was er liebt. die Stöße. die Schocks zu vermindern. Die .leben. was er überhaupt weiß. haßt und alles haßt. schafft er unwillkürlich ähnliche . Handlungen und Worte nachahmt. daß er lügt. haben wir auch kein Gewissen. in dem der Mensch alles auf einmal fühlt.Puffer' zu leben. die von einer tief verborgenen Einsicht seiner eigenen Nichtigkeit und Ängsten aller Art bis zu der dümmsten Art von Selbstüberschätzung. Aber sie verhindern im Menschen die Möglichkeit innerer Entwicklung. „Bewußtsein ist ein Zustand. und in dem er sieht. das heißt ihn aufwecken können. plötzlich alle diese Widerspräche auf einmal in sich fühlte. . herausführen. wie wenig er weiß und wie viele Widersprüche in seinem Wissen bestehen.Puffer' machen dem Menschen sein Leben leichter. die einen Menschen aus dem Zustand. Indem er sie und ihre Meinungen. Als ob wir ein Gewissen hätten! In Wirklichkeit entspricht der Begriff .Puffer' sind Einrichtungen. sein Gewissen nicht zu spüren. „Wenn ein Mensch. würde all dies zusammen zu fühlen nicht nur schmerzlich. Selbstberuhigung und Selbstanpreisung reichen. ohne . geben ihm die angenehme und friedliche Empfindung. daß er all das.Bewußtsein' in der Gedankensphäre. Selbstvertrauen. „Das Gewissen ist wieder ein Begriff.Gewissen' zu einfach aufgefaßt. sprechen. „Gewissen ist ein Zustand. Die .

Ferner erfordert die Vernichtung der .sagt. in dem er sich zu studieren beginnt. er kann ein Gefühl seines Selbst vom anderen durch unüberschreitbare Schranken trennen. und die Einheit schaffen kann. Das Gewissen kann er nicht zerstören. den man als . die . aber er kann es einschläfern. und wenn er die Scham und den Schrecken über dies alles empfände. und das Gewissen ist nur in Abwesenheit von .Puffer' zu vernichten. und die Wahrheit sagt. Vom Standpunkt des Verständnisses der verschiedenen Kategorien von Menschen aus 227 . und der Mensch muß dieser Arbeit zustimmen und verstehen. Erwachen ist nur für die möglich. sie nie zusammen sehen. das mit dem Gewahrwerden von Widersprüchen verbunden ist. ist dieser Zustand des Gewissens sehr selten. nie ihre Unvereinbarkeit. um dies zu erreichen. das heißt. dann wäre er in dem Zustand.Puffern' möglich. all jenes innere Leiden auf sich zu nehmen. die bereit sind.Gewissen' bezeichnen kann. seine inneren Widersprüche zu sehen. die vorher erwähnt wurden. das heißt. das allein alle die Pulver in der Glasretorte verschmelzen kann. die Absurdität ihres Nebeneinander-Bestehens spüren. In diesem Zustand kann der Mensch nicht leben. die einem Menschen in dem Zustand. Das Gewissen ist für alle Menschen das gleiche. „Das Gewissen ist das Feuer. das heißt für seinen Frieden und seinen Schlaf. die es suchen und wollen. daß seine Arbeit alle möglichen Unbequemlichkeiten und Leiden aus dem langsamen Erwachen seines Gewissens mit sich bringt. „Der Begriff Gewissen hat nichts mit dem Begriff Moralität gemein. für die.Puffer' selbst eine sehr lange Arbeit. fehlt. entweder muß er die Widersprüche zerstören oder das Gewissen. „Aber glücklicherweise für den Menschen. wenn er lügt. mit sich selbst zu kämpfen und an sich selbst für eine sehr lange Zeit und sehr beharrlich zu arbeiten.Puffer' in ihm und nehmen ihm die Möglichkeit. „Das Gewissen ist eine allgemeine und dauernde Erscheinung. darum gibt es für ihn überhaupt keine Gefahr eines plötzlichen Erwachens. Hierfür ist es notwendig. Schon von frühester Kindheit an wachsen und verstärken sich die .

Puffern'. ist in China unmoralisch.Puffer* gibt und die Lebensbedingungen in verschiedenen Ländern. „Der Begriff . Was in Petersburg moralisch ist. ist im Kaukasus unmoralisch. ist auch die durch sie geschaffene Moral sehr unterschiedlich und widerspruchsvoll. Was in China moralisch ist. in dem keine Widersprüche zu finden sind. Ein solches Gewissen ist nicht Leiden. manchmal jedoch haben sie alle Bedeutung verloren oder nie eine Bedeutung gehabt und sind auf falscher Grundlage aufgebaut worden. zu sagen. „Die Moralität besteht aus .christliche Moral' sei. Lebensaltern und Gesellschaftsklassen sich stark voneinander unterscheiden. Es ist sogar unmöglich.Puffern'. auf einem Boden von Aberglauben und falschen Ängsten. ist in Petersburg unmoralisch. daß die allgemeine Moral in Europa die . Man sagt manchmal. sondern im Gegenteil mit ihnen zusammenarbeitet und versucht. Moralität ist überall und immer eine künstliche Erscheinung. muß notwendig Leiden nach sich ziehen.können wir sagen. Eine allen gemeinsame Moral gibt es nicht. ein Vorgeschmack des künftigen . Es gibt keine allgemeingültige Moral. Moralität besteht aus . die manchmal auf vernünftiger Grundlage beruhen. und was im Kaukasus moralisch ist. der Tausende verschiedener Ichs hat. Was in einer Gesellschaftsklasse moralisch ist. Aber jedes momentane Erwachen des Gewissens in einem Menschen. Und wenn diese Augenblicke des Gewissens länger werden und der Mensch sie nicht fürchtet.Moralität' enthält nichts Allgemeines. Aber erstens einmal erlaubt der Begriff der »christlichen Moral' selbst sehr ver- 228 . dann wird sich in diesen Augenblicken allmählich ein Element sehr feiner Freude.klaren Bewußtseins' einstellen. sie zu erhalten und zu verlängern. und was in Europa moralisch ist. und allerlei Forderungen. das heißt Vorbehalten. im Gegenteil.Tabus'. ist in einer anderen unmoralisch und umgekehrt. daß es zum Beispiel auch nur in Europa eine allgemeine Moral gebe. ist in Europa unmoralisch. es ist Freude einer völlig neuen Art. Und da es vielerlei . daß es ein menschliches Gewissen gibt. Sie besteht aus verschiedenen . die wir überhaupt nicht verstehen können.

moralischer' ein Mensch ist. sondern im Gegenteil alle Masken abnehmen. ganz gleich. sagte G. Können die.unmoralischer' hält er die anderen. Und in zweiter Linie hat das moderne Europa sehr wenig mit . Je . die nach Christi Vorschriften leben. was wir unter diesem Begriff verstehen. mit ihm Zeit zu verschwenden." „Natürlich nicht". die . daß sie die moralische Seite Ihrer Lehre nicht verstehen". das heißt in allem danach handeln. wenn wir das sagen. es lohnt sich nicht. Wir lehren keine Moral. Sie sagen.Puffer' verschiedener Menschen dagegen können sehr verschieden sein. 229 . für desto . Aber Moral ist nur Selbst-Suggestion. weil es immer Menschen gibt. „Moral und Gewissen sind ganz verschiedene Dinge. daß wir keine Liebe hätten.christlicher Moral' gemein. „und andere sagen. Wer die Wahrheit sucht. In der Regel ist das fast immer so. „Wenn die .christliche Moral' Europa diesen Krieg." „Viele Leute sagen. weil wir nicht Schwäche und Heuchelei unterstützen. Aber dies ist ein wahres Zeichen: wer so spricht. aber es wird immer Gerede dieser Art geben. ist das Gewissen. wie man das Gewissen findet. sich so weit als möglich von solcher Moral fernzuhalten. nur deswegen. die von Liebe und Moralität reden. Wir lehren. und viele Verbrechen sind durch die . das heißt zwei sehr moralische Menschen können einander für sehr unmoralisch halten.christliche Moral' gerechtfertigt worden. „Die Menschen reden sehr gern über Moral. denen Worte wertvoller als alles andere sind. daß Ihre Lehre überhaupt keine Moral habe. Ein Gewissen kann niemals einem anderen Gewissen widersprechen. der nun vor sich geht.schiedene Deutungen. Die Menschen lieben es nicht. Die christliche Lehre ist für Christen.Puffern' mag sehr moralisch sein. dann ist es auf jeden Fall gut. gebracht hat. Was notwendig ist. weil er weiß. ist ein leerer Mensch. Und Christen sind diejenigen. Ein Mensch mit . wird nicht von Liebe oder Christentum sprechen. wie weit er von diesen entfernt ist. in Übereinstimmung mit Christi Vorschriften leben? Natürlich können sie dies nicht. Eine Moral kann sehr leicht einer anderen widersprechen und diese sogar vollständig leugnen. sagte einer von uns.

Jedoch die Tatsache bleibt bestehen. und es lohnt sich nicht einmal für Sie. Niemand tut je absichtlich etwas im Interesse des Bösen oder um des Bösen willen.„Der Begriff der Moral ist mit dem Begriff von guter und böser Lebensführung verknüpft.. der Erzeugung von Einheit in ihm und der Bildung eines bleibenden Ich. Ein subjektiver Mensch kann keinen allgemeinen Begriff von Gut und Böse haben. zu hoffen. Der Grund ist wieder genau der gleiche." „Aber gibt es nicht auch Gut und Böse an sich. was seinen Wünschen oder Interessen oder seiner Auffassung über das Gute entgegengesetzt ist. dies zu verstehen. „Gewiß". daß sie dies nicht verstehen und jeder sein Gutes für das einzige Gute und alles übrige für böse hält. sagte G. daß die Menschen nicht früher daran gedacht haben. Nummer zwei und Nummer drei immer subjektiv und wechselt je nach Fall oder Lage. schlachten und töten die Menschen einander im Interesse des Guten. sondern daß es nur verschiedene Auffassungen vom Guten gibt. der Wandlung seines Selbst. Es ist naiv und nutzlos. daß es merkwürdig erscheint. die menschliche Unwissenheit und der tiefe Schlaf. Für einen subjektiven Menschen ist alles böse. Infolgedessen ertränken. „Man kann sagen. Erinnern Sie sich nur an eines. in dem sie leben „Dies ist so offensichtlich. Aber der Begriff von Gut und Böse ist für verschiedene Menschen immer verschieden und in Mensch Nummer eins. Aber jeder versteht es auf eine andere Weise. Jeder handelt immer im Interesse des Guten. natürlich nicht mit der der mechanischen Evolution. wie er es versteht. 230 . abgesehen vom Menschen?" fragte ein Anwesender. daß die Menschen dies je verstehen werden und daß sie eine allgemeine und identische Idee vom Guten entwickeln werden. zu versuchen. „nur ist das für uns noch viel zu hoch. sondern mit der Idee der menschlichen Entwicklung durch bewußte Anstrengungen. daß es das Böse für den subjektiven Menschen überhaupt nicht gibt. Die einzig mögliche bleibende Idee von Gut und Böse für den Menschen ist mit der Idee der Evolution verknüpft.

„Dies steht im Widerspruch zu den allgemein herrschenden Vorstellungen. was sie daran hindert. wohin er gehen soll. welche aufwachen wollen. Genau m der gleichen Weise wird er verstehen. können kein Verständnis für Gut und Böse haben. „Aber natürlich werden die meisten schlafenden Menschen behaupten. Nummer zwei und 231 . aufzuwachen. und was ihnen hilft. Was ihnen aufzuwachen hilft. daß sie schläft. ist das erste Zeichen eines nahen Erwachens. gut und alles. und darüber hinaus. die aber in Wirklichkeit nur Menschen eines höheren Entwicklungsgrades und eines höheren Evolutionsgrades als Mensch Nummer eins. welche die Menschen sich zuschreiben. Die Menschen glauben gewöhnlich. Was sie an der Verfolgung dieses Ziels hindert. das heißt für die. oder daß das Erwachen wirklich für ihn möglich wird. ist gut. was ihm aufzuwachen hilft. die keinen Wunsch haben können. alles. In Wirklichkeit hingegen gibt es Gut und Böse nur für einige wenige. daß er tatsächlich kein Ziel hat und nirgendwohin fortschreitet. was ihn daran hindert. für die nämlich. Und da die überwältigende Mehrzahl der Menschen es nicht einsieht und auch nie einsehen wird. und diejenigen. was seinen Schlaf verlängert. dann ist alles. und aufwachen will. daß er nirgendwohin fortschreitet und daß er nicht weiß.„Eine dauernde Idee von Gut und Böse kann im Menschen nur in Verbindung mit einem bleibenden Ziel und einem bleibenden Verständnis gebildet werden. daß Gut und Böse für jeden das gleiche sein müßte. Wenn ein Mensch versteht. daß Gut und Böse für jeden bestehen. daß er schläft. daß sie schlafen. gibt es viele Eigenschaften. daß sie schlafen. böse. was für andere Menschen gut und böse ist. ist böse. Die Einsicht eines Menschen. die ein Ziel haben und dieses Ziel verfolgen. Das Erwachen beginnt damit. Aber dies stimmt nur für die. Diejenigen. daß ein Mensch einsieht. „Wie wir schon früher erklärt haben. die verstehen. die nicht verstehen. ist gut. daß sie ein Ziel haben und in irgendeiner Richtung fortschreiten. ist böse. kann es für sie tatsächlich weder Gut noch Böse geben.

Und dies ist gleichermaßen wahr. Und ein Mensch kann nie die Wahrheit sagen. seine Gefühle oder seine Auffassungen von Wahrheit und Unwahrheit anwendet.Puffer' festgehalten wird. die ein durchschnittlicher Mensch nicht besitzt. ob man es nun auf die Worte eines Menschen. Seine Wahrheit wechselt. auf seine Gedanken. werden sich für ihn auch Wahrheit und Unwahrheit dauernd ändern.sagt es' die Wahrheit. wie ihre Auffassungen vom Guten.sagt es' eine Lüge. die Fähigkeit zu tun. ein Zustand innerer Freiheit. so ist das nur. Aber ebensowenig wie es für den Durchschnittsmenschen Gut und Böse gibt. „Um die Wechselbeziehung von Wahrheit und Unwahrheit im Leben zu verstehen. gibt es für ihn Wahrheit und Unwahrheit. Und da die Menschen alle in jedem Augenblick auf verschiedenen Stufen stehen. Wenn sie für eine gewisse Zeitspanne nicht wechselt. alles dies sind Eigenschaften. Der Mensch bemerkt nicht einmal. Wille. die immer mit einem dauernden Ziel. mit einer dauernden Richtung und einem dauernden Schwerpunkt verknüpft sind. Wenn der Mensch selbst sich dauernd ändert. muß der Mensch die Unwahrheit in sich selbst 232 . Individualität. Keine von ihnen hängt von ihm ab. beide hängen vom Zufall ab. Er bemerkt diese Übergänge genau so wenig wie die Übergänge seiner eigenen Ichs von einem ins andere. Manchmal . weil ein solcher Mensch sich niemals an eine einzige Wahrheit halten kann. und umgekehrt. „Dauernde Wahrheit und dauernde Unwahrheit kann es nur für einen dauernden Menschen geben. wie er heute etwas für wahr zu halten beginnt.Nummer drei haben können. was er gestern für falsch hielt. Zur gleichen Kategorie gehören Gut und Böse. ein einziges und bleibendes Ich. Folglich haben seine Wahrheit und seine Unwahrheit keinen Wert. Bewußtsein. weil sie durch . „Im Leben eines durchschnittlichen Menschen haben Wahrheit und Unwahrheit überhaupt keinen moralischen Wert. „Die Idee von Gut und Böse wird manchmal mit der Idee von Wahrheit und Unwahrheit in Zusammenhang gebracht. manchmal . müssen ihre Auffassungen von Wahrheit ebenso verschieden voneinander sein.

Puffer' leben. als auch die Lügen. sei es auch nur automatische Lenkung. Da aber Wille nicht in einer kurzen Zeitspanne auf Bestellung geschaffen werden kann. daß er sich ändern müsse. der mit der Arbeit des Selbst-Studiums beginnt und darauf hinzielt. seine Handlungen zu lenken. daß er die Notwendigkeit eingesehen hat. der Willen besitzt. nicht imstande ist. die er während dieser Zeitspanne hat. und lernen muß zu gehorchen. daß die .Puffer' in sich zerstört. während der Wille noch nicht genügend gestärkt ist. „Diese Lügen werden durch die . warum solch ein Gehorsam notwendig ist. die man unbewußt anderen erzählt.Puffer' zerstört werden. Gedanken und Gefühle. müssen die . so kann es mit einem Menschen dazu kommen.studiert'. ist die.Pu£Fer' lenken automatisch seine Handlungen. weil sonst der Wille des Menschen. daß seine Entschlüsse richtig sind. Aber ein Mensch kann nicht ohne . während er die . „Darum muß man in der Schul-Arbeit. Ein Mensch kann ohne Lenkung nicht leben.Puffer' zerstört würden. dem Willen eines anderen Menschen so lange zu gehorchen. Die . Wenn die . Ein Mensch. kann ohne . Das letztere ist gar nicht leicht.Puffer' zerstört werden. die dauernden unaufhörlichen Lügen. 233 . der selbst schon gestärkt worden ist.erkennen.Puffer' anstrebt.Puffer' leben. zeigt ihm. Die einzige Möglichkeit. Aber wenn ein Mensch die Arbeit an sich selbst beginnt. Nur ein Mensch. weil man verstehen muß. muß er seine eigenen Entscheidungen aufgeben. dann würde alle Lenkung aufhören. Folglich muß der Mensch zur gleichen Zeit. ist gewöhnt. Selbst die Tatsache. der seine Arbeit lenkt.Puffer' geschaffen.seine eigenen Entschlüsse opfern'. seinen eigenen Entscheidungen zu vertrauen. die Herrschaft über sich selbst zu gewinnen. Ich benutze das Wort . Gewöhnlich wird diese Unterordnung unter den Willen eines anderen Menschen vor allem anderen studiert. Um sowohl die Lügen in einem selbst zu zerstören. als der eigene Wille noch nicht voll entwickelt ist. Worte. die er sich selbst erzählt. und stärkt sein Vertrauen in sie. Willen entwickeln. durch einen anderen Willen gelenkt zu werden. das heißt bewußte Lenkung. welche die Zerstörung der . bereit sein. .

Darüber hinaus schafft diese Furcht sofort in ihm die Illusion. Er glaubt. Es ist hart für ihn. so ist doch diese Furcht tatsächlich eines der schwersten Hindernisse auf dem Wege eines Menschen. Ansichten und Überzeugungen. er muß seine Nichtigkeit im vollen Sinne des Wortes einsehen. etwas Unmoralisches zu tun. was sie schädigen könne. daß er nichts verlieren kann. „Nur dies Bewußtsein der eigenen Dichtigkeit kann die Furcht vor der Unterordnung unter den Willen eines anderen überwinden. daß man ihn zwingen werde. beginnt zu fürchten. Das Ergebnis der Anstrengungen steht immer im Verhältnis zum Verstehen. er muß einsehen. „Verzicht auf die eigene Entscheidung. daß er tatsächlich weder etwas opfert noch irgend etwas in seinem Leben ändert. die er in Wirklichkeit nie gehabt hat und niemals haben könnte. daß er sein Leben selber lenke und organisiere. er habe wirklich Grundsätze. um sie zu untergraben. weil er nichts zu verlieren hat. das heißt vollständige und fraglose Unterordnung ohne Verständnis. die Illusion aufzugeben. der nicht vorher eingesehen hat. Aber keine Arbeit an sich selbst ist möglich. die seinen Grundsätzen. daß man ihn Dinge tun lassen werde. Ansichten und Ideen entgegengesetzt sind.„In den Schulen des religiösen Weges wird vor allem anderen •Gehorsam' verlangt. Er hat Angst. er habe das Recht der freien Wahl. daß man ihn zwingen werde. Die Schulen des vierten Weges verlangen vor allem anderen Verstehen. beginnt plötzlich zu fürchten. daß er sein ganzes Leben lang irgendeinem äußeren Willen unterworfen war und nie eigene Entscheidungen getroffen hat. „Er muß einsehen. der noch nie in seinem Leben an Moral gedacht hat. der sein ganzes Leben hindurch jeden'anderen in der schamlosesten 234 . Ein Mensch. etwas zu tun. daß er nicht existiert. die Unterordnung unter den Willen eines anderen mag unübersteigbare Schwierigkeiten für einen Menschen bieten. Ein Mensch. Ein Mensch. Aber der Mensch ist sich dessen nicht bewußt. Wie seltsam dies auch scheinen mag. der noch nie an seine Gesundheit gedacht und alles überhaupt nur mögliche getan hat. bevor sich ein Mensch nicht von dieser Illusion befreit hat.

. des eigenen Willens und des Willens eines anderen Menschen." Das nächste Mal begann G. Inzwischen müssen Sie eines begreifen. der einzige Weg ist. und so weiter ohne Ende. um einen eigenen Willen zu erwerben. Der Mensch kann das Schicksal haben. Es gibt keinen anderen Weg. die er gelernt hat. Die Persönlichkeit im Menschen ist das.Nicht sein Eigenes' bedeutet das. Man sieht nicht ein. alle Worte und Bewegungen. Schicksal gibt es. dem Willen eines anderen Menschen untergeordnet zu sein. als es beim ersten Anblick scheint. Wir wollen nun die Bedeutung dieser Worte im einzelnen prüfen. der man bewußt zustimmt. Und nur auf diese Weise kann er dem Gesetz des Zufalls entrinnen. „Die Furcht. das seinem Typus entspricht. aber nicht für jedermann. Das kommt daher. „Ich habe schon einmal von Schicksal und Zufall im Leben des Menschen kurz gesprochen. Der Mensch hat nicht genügend Willen zu tun. Der Kern im Menschen ist sein Eigenes. nämlich zu seinem Wesens-Kern. der mehr als vor allem anderen Angst hatte. 235 . Wir werden später über Typen reden. um einem anderen Menschen zu gehorchen. alle Spuren. was . das heißt sich selbst und alle seine Handlungen zu beherrschen. Schicksal ist das Ergebnis planetarischer Einflüsse. aber praktisch hat er es nie. was er gelernt hat. was er widerspiegelt. daß eine Unterordnung. die dem Typus eines Menschen entsprechen.nicht sein Eigenes' ist. zeigt sich sehr oft stärker als alles andere. man würde ihn zwingen zu trinken. „Man muß verstehen. daß man ihn zwingen werde zu lügen. ist viel verwickelter. daß das Schicksal nur zu einem Teil des Menschen in Beziehung steht. aber er hat genügend Willen. die äußere Eindrücke in seinem Gedächtnis und in seinen Empfindungen hinterlassen haben.Weise belogen hat. Die meisten Menschen sind von ihrem Schicksal getrennt und leben nur unter dem Gesetz des Zufalls. beginnt plötzlich zu fürchten. wieder mit der Frage des Willens. „Die Frage des Willens. daß der Mensch aus zwei Teilen besteht: Kern und Persönlichkeit. was von außen gekommen ist. Ich kannte einen Säufer.

fängt die Persönlichkeit zu wachsen an. die näher an der Natur. 236 . Solche Fälle stellen vor allem in den Verhältnissen des zivilisierten Lebens sehr seltene Ausnahmen dar.Widerstand' gegenüber den Menschen seiner Umgebung eine große Rolle und ebenfalls die Versuche.Erziehung' beginnt.sein Eigenes' oder das . „Aber sobald die sogenannte . daß alles. die durch Nachahmungen geschaffen wurden. das heißt durch . in schwierigen Verhältnissen dauernden Kampfes und der Gefahr leben. all dies ist seine Persönlichkeit. so wie es ist. was es als . Genau genommen. „Vom Gesichtspunkt der gewöhnlichen Psychologie aus ist die Einteilung des Menschen in Persönlichkeit und Kern kaum verständlich. Es ist Kern. in Wirklichkeit . desto seltener und schwächer äußert sich der Kern. die Persönlichkeit ist das Falsche. seine Neigungen. daß der Kern eines erwachsenen Menschen. sein Geschmack. Es gibt jedoch Fälle. Abneigungen drücken sein Wesen.nicht sein Eigenes' ist. wo der Kern eines Menschen parallel zu seiner Persönlichkeit wächst.Erziehung'. Die Persönlichkeit wird teilweise durch die absichtlichen Einflüsse anderer Leute geschaffen.Wirkliche' betrachtet. Je mehr die Persönlichkeit wächst. gibt es eine solche Einteilung in der gewöhnlichen Psychologie überhaupt nicht. selbst der eines sehr intellektuellen und im üblichen Sinne des Wortes sehr gebildeten Menschen. „Der Kern ist das Wahre im Menschen. Es ist. Der Kern hat mehr Entwicklungsmöglichkeiten in Menschen. und sehr oft geschieht es. das heißt sein Kern. Es geschieht sehr oft. was wir an diesem Menschen sehen. daß der Kern sein Wachstum in einem sehr frühen Lebensalter einstellt und nicht mehr weiterwächst. Dies bedeutet. Seine Wünsche. was es wirklich ist.nicht sein Eigenes' ist.alle Gefühle. und teilweise durch deren unwillkürliche Nachahmung seitens des Kindes selbst. alles. was . „Ein kleines Kind hat noch keine Persönlichkeit. auf der Stufe eines fünf.oder sechsjährigen Kindes stehenbleibt. Das Eigene im Menschen. etwas vor ihnen zu verbergen. kommt gewöhnlich nur in seinen Instinkten und in seinen einfachsten Empfindungen zum Ausdruck. aus. Bei der Bildung der Persönlichkeit spielt auch der .

In den östlichen Schulen sind Mittel und Wege bekannt. was des Menschen . Nach Einnehmen dieses Rauschgiftes verschwindet dann gleichsam die Persönlichkeit eines Menschen für eine gewisse Zeit. daß es sich auf der Stufe eines kleinen Kindes befindet.„Aber in der Regel ist die Persönlichkeit solcher Menschen sehr wenig entwickelt. manchmal besondere Rauschgifte. Die Kultur schafft die Persönlichkeit und ist gleichzeitig das Produkt und Ergebnis der Persönlichkeit. durch die menschliche Persönlichkeit. die Persönlichkeit einzuschläfern. vollständig verschiedenen Geschmack.nicht ihr Eigenes' ist. „Das Element. „Es gibt eine Möglichkeit. verändert oder weggenommen werden kann. durch die Tatsache. das heißt. daß ein Mensch voll der verschiedensten und erhabensten Ideen. geschaffen wird. alles. Haß. was ihr . Kunst und Politik nennen. daß entweder Persönlichkeit oder Kern eingeschläfert werden. durch deren Hilfe es möglich ist. aber sehr wenig von dem. ihnen fehlt die Kultur. was . und das Experiment mag damit beginnen. Und dann kommt es vor. was . experimentell die Beziehung der Persönlichkeit zum Kern nachzuprüfen. unterscheidet «ich von dem. das ist durch das. daß unser ganzes Leben. die mit verschiedenen Stimmen sprechen. bilden sich sozusagen zwei Wesen in ihm.nicht ihr Eigenes' ist. ihnen fehlt Erziehung und Bildung. 237 . Philosophie. was wir Wissenschaft.Eigenes' ist. und nur sein Kern bleibt. welches »nicht sein Eigenes' ist. ohne den Kern anzugreifen. daß es durch künstliche Mittel verloren. voll von Sympathien und Antipathien. Wenn wir das Experiment weiterverfolgen. Zu diesem Zweck benützen sie manchmal Hypnose. Einige Rauschgifte haben die Eigenschaft. alles. Anhänglichkeit. und eines dieser beiden beweist oft. Liebe. verschiedene Ziele und Interessen haben. Wir sind uns nicht bewußt. Wenn Persönlichkeit und Kern für eine Zeitspanne durch das eine oder andere dieser Mittel getrennt werden. die Persönlichkeit des Menschen von seinem Kern zu trennen. was wir Zivilisation. manchmal gewisse Arten von Übungen. Patriotismus. so ist es möglich.Eigenes' ist. Sie haben mehr von dem. eines dieser Wesen einzuschläfern.

Alles. wäh- 238 . Dinge. muß man zuallererst den dauernden Druck der Persönlichkeit auf ihn schwächen. manchmal vergißt er sie einfach. daß in der überwältigenden Mehrheit von Fällen seine Persönlichkeit das aktive Element darstellt. zeigt sich der Kern in einem Menschen als voll ausgewachsen und voll entwickelt. wild und kindisch oder sonst einfach dumm. Man kann sagen. wenn auch sehr selten. weil die Hindernisse für das Wachstum des Kerns in der Persönlichkeit enthalten sind. als ob sie nie bestanden hätten. sogar in Fällen von unentwickelten Persönlichkeiten. liebt die Wärme. für die er bereit gewesen war. wenn es am wenigsten erwartet wird. sein Leben zu opfern. Aber um dem Kem das Wachstum zu ermöglichen. ohne Ansichten. „Aber dies geschieht sehr selten. In der Regel ist der Kern des Menschen entweder primitiv. verabscheut den Gedanken der Arbeit oder schätzt im Gegenteil die Vorstellung physischer Bewegung. „Wenn wir einen durchschnittlichen kultivierten Menschen nehmen. Er hat gern Süßigkeiten. läßt ihn nun vollständig gleichgültig. „Manchmal. was ihn vorher erregt hat. wenn ein Mensch zwischen seiner Persönlichkeit und seinem Kern zu unterscheiden beginnt. Manchmal sieht er die Künstlichkeit und den eingebildeten Charakter seiner gewöhnlichen Stimmungen oder seiner hochklingenden Worte. „Ein sehr wichtiger Augenblick in der Arbeit an sich selbst kommt dann. und dann. seine Individualität. und in diesem Falle vereinigt der Kem alles. ohne Überzeugungen. ist eine kleine Anzahl instinktiver Neigungen und Vorlieben. so werden wir sehen. kann nur aus seinem Kern wachsen. Die Entwicklung des Kems hängt von der Arbeit an einem selbst ab. was er in sich finden kann. scheinen ihm nun lächerlich und bedeutungslos und seiner Aufmerksamkeit unwürdig.Ich' eines Menschen. daß die Individualität eines Menschen sein erwachsener.Gewohnheiten. Alles. ohne Gefühle. Das wirkliche . verabscheut die Kälte. Begierden. ohne Gedanken. Überzeugungen sich plötzlich als ganz leer erweist. was in einem Menschen ernst und wirklich ist. Geschmack. Und das ist alles. reifer Kern ist.

in künstlichen Lebensverhältnissen^ und entwickelt seine Persönlichkeit auf Kosten seines 239 . „Das heißt nicht. weil die .Rollen' und aus . sind für ihn unmöglich. auf das sich die Arbeit an sich selbst gründen muß. die keine intellektuelle Entwicklung verlangen.Rollen'. Die Persönlichkeit besteht aus . Für das innere Wachstum. das . aber in Wirklichkeit ist das nicht so. Ohne einige Wissensvorräte. ohne eine gewisse Menge Materials. daß sie sich der Möglichkeit des Wachstums näher befinden. weil ihre Persönlichkeit sich als ungenügend entwickelt erweist. kann er nicht beginnen. einen Mangel an dem Material. Es könnte scheinen. sich zu studieren.rend sein Kern das passive Element bildet. Eine ungenügend entwickelte Per-' sönlichkeit bedeutet einen Mangel an . ist in den Fällen von weniger kultivierten Menschen der Kern oft stärker entwickelt als in einem kultivierten Menschen. für die Arbeit an sich selbst. solange dieser Zustand unverändert bestehen bleibt. einen Mangel an Tatsachen. Dies kann nur geschehen. Die Persönlichkeit muß passiv und der Kern muß aktiv werden. kann er nicht beginnen. bleiben ihm offen. kann ein Mensch nicht beginnen.Puffern'. mit seinen mechanischen Gewohnheiten zu kämpfen. weit von\natüriichen Daseinsbedingungen.nicht sein Eigenes' ist. das heißt einen Mangel an Wissen.Puffer' die Hauptwaffe darstellen.Puffer' entfernt oder geschwächt werden. ist eine gewisse Entwicklung der Persönlichkeit in gleichem Maße wie eine gewisse Stärke des Kerns notwendig. mit deren Hilfe die Persönlichkeit sich den Kern unterworfen hält. Aber die Methoden und Mittel. Ein kultivierter Mensch lebt weit von der Natur. an sich selbst zu arbeiten. Auf diese Weise ist die Evolution für einen kultivierten und einen unkultivierten Menschen gleich schwer. „Wie schon früher gesagt wurde. die von einer bestimmten Arbeit der Zentren herrühren. daß alle Wege für ihn verschlossen sind. einfach weil kein Grund oder kein Motiv für ihn da ist. die für einen Menschen mit entwickeltem Intellekt möglich sind. eine solche Arbeit zu unternehmen. Der Weg des Fakirs und der Weg des Mönches. wenn die . Das innere Wachstum eines Menschen kann nicht beginnen.

das heißt. schlecht. so daß der Kern ein kleines entstelltes Ding wird. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Menschen. heißt dies dann. Wenn der Kern sehr wenig entwickelt ist. Aber dies geschieht selten. „Femer geschieht es oft. das heißt. entwickelt seinen Kern auf Kosten seiner Persönlichkeit. daß der Kern in einem Menschen stirbt. daß ein Mensch nichts vorzeitig sieht. wenn ein Mensch schlafen will. Ein weniger kultivierter Mensch. Sie sieht nie. Gewöhnlich ist alles so eingerichtet. während seine Persönlichkeit und sein Körper noch lebendig sind. Solch ein Umstand bietet die größte Gewißheit des Erfolges. wenn er aufwachen will. wie viele Menschen tatsächlich tot sind und eine wie große Anzahl dieser toten Menschen unser Leben lenken. daß das Schicksal im Vergleich zum Zufall dem 240 . was sie gern sieht und was ihr Leben nicht stört. was sie nicht sehen sollten. Von einem kleinen entstellten Ding kann nichts mehr erwartet werden. Ein günstiger Beginn der Arbeit an einem selbst erfordert den glücklichen Umstand einer gleichmäßigen Entwicklung von Persönlichkeit und Kem. sofern der Kern eines Menschen innen verfault ist oder einige unheilbare Fehler enthält. die innerlich leer sind. „Es ist gut für uns.Kerns. und diese Arbeit wird ganz fruchtlos bleiben. sie sind tatsächlich bereits tot. der nichts tun kann. was sie nicht mag. Wenn ein Mensch. die Wahrheit sieht. daß wir dies nicht sehen und nicht wissen. Das ist gleichzeitig gut und schlecht. weil sie etwas derartiges ohne die richtige Vorbereitung herausfinden. sind Menschen. die wir auf den Straßen einer großen Stadt treffen. wird er sicher verrückt. Die Persönlichkeit sieht nur. Es ist gut. Um ohne Gefahr zu sehen. daß sie etwas sehen. dann ist eine lange vorbereitende Arbeitszeit erforderlich." „Wenn der Kem dem Einfluß des Schicksals unterworfen ist. Eine anormale Entwicklung der Persönlichkeit bringt oft die Entwicklung des Kerns an einem so frühen Zeitpunkt zu einem Halt. würden wir vor Entsetzen verrückt werden. Wenn wir wüßten. So etwas ereignet sich ziemlich häufig. der in normaleren und natürlicheren Bedingungen lebt. Und tatsächlich werden Leute oft verrückt. muß man sich bereits auf dem Weg befinden.

verringert wird. Kollektiver Zufall und kollektives Schicksal werden durch allgemeine Gesetze gelenkt. Wenn ein Mensch sich eine eigene Individualität schaffen möchte. das bedeutet es gar nicht". was vor einem liegt. in der ein Mensch lebt. dann muß er sich zuerst von den allgemeinen Gesetzen befreien. gibt es auch ein allgemeines oder kollektives Schicksal. Wenn die Unwahrheit. daß es möglich ist. antwortete ihm G. vieles hing von den Fragen 241 . er kann sich von vielen von ihnen befreien. der fähig ist. daß es möglich ist. Bezüglich des Zufalls kann man gar nichts wissen. sowohl dem Zufall als auch wenn nötig dem Schicksal standzuhalten. vorzubereiten. so gibt es auch allgemeine oder kollektive Zufälle. Die allgemeinen Gesetze sind überhaupt nicht für den Menschen verpflichtend. und die Einbildung verringert wird. All dies ist mit der Befreiung von der Persönlichkeit verbunden.Puffern' und von der Einbildung befreit." Die geschilderten Gespräche umfassen eine Zeitspanne von einigen Monaten. wie es ein individuelles Schicksal gibt. sich auf das. bis sich ein eigener Wille in ihm gebildet hat. „Das Schicksal ist nur in dem Sinn besser als der Zufall. Daß es nicht möglich ist. In solchen Fällen gibt es jedoch Möglichkeiten. Und in gleicher Weise. dann wird die Persönlichkeit bald schwächer. Vieles wurde wiederholt. die wiederum dem Willen eines anderen Menschen untersteht. die Gespräche in ihrer genauen Ordnung zu rekonstruieren. daß G. Die Persönlichkeit nährt sich von Einbildung und Unwahrheit. und er beginnt entweder durch das Schicksal oder durch eine Arbeitslinie beherrscht zu werden.Menschen immer freundlich gesinnt ist?" fragte ein Anwesender. wenn er sich von den . Aber das Schicksal kann auch unangenehm oder schwierig sein. es im voraus zu kennen. daß man den allgemeinen Gesetzen entgeht. sich von seinem eigenen Schicksal loszulösen. „Und kann das Schicksal einen Menschen zur Arbeit veranlassen?" „Nein. dieser Wille wird ihn führen. Genau wie es individuelle Zufälle gibt. versteht sich aus dem Grunde. daß man damit rechnen kann. oft zwanzig verschiedene Gegenstände an einem Abend behandelte. Der erste Schritt hierzu besteht darin.

sondern Menschen mit Mitteln. daß sie nur künstlich voneinander getrennt werden konnten. „Die Leute zahlen nicht für solche Dinge und dafür kann man auch kein Geld verlangen. wieviel Falschheit und Heuchelei dabei im Spiel ist. Nur die. daß sie nicht darauf rechnen konnten. verstanden dies nicht oder wollten es nicht verstehen. daß wir zahlen müssen. wenn ich ihm über derartige Gespräche berichtete. Daraus könnte man ein sehr gutes Geschäft machen. so würde es immer noch notwendig sein.'s Arbeit. für die die verlangte Summe eine Lappalie bedeutete. verstanden immer. die durch die Anwesenden gestellt wurden. Abgesehen von der mangelnden „Liebe" waren viele Menschen sehr unwillig über die Forderung nach Bezahlung. die Geld hatten. beliebige Summen für ihre eigenen 242 . Nehmen wir an. und wenn Sie zweihundert. und Sie wollen tausend Rubel. Das würde bereits hunderttausend ausmachen. nach Geld. Zu dieser Zeit hatten schon bestimmte Typen von Menschen begonnen. Nichts zeigt die Menschen so sehr. die er und andere der Arbeit widmeten. Sie befreit uns sofort von vielen nutzlosen Menschen. lächelte immer.ab. Geld kosteten.Nehmt weder Bargeld noch Banknoten'. eine negative Haltung zu unserer Arbeit zu zeigen. viele Ideen waren so nah miteinander verknüpft. und daß G. um ins Himmelreich zu kommen?" sagten sie. Hierbei war es sehr charakteristisch. daß nicht die unwillig waren. wie ihre Haltung gegenüber Geld. die nur mit Schwierigkeiten bezahlen konnten. diese Bezahlung aufrechtzuerhalten. Diejenigen. die nicht zahlen konnten oder die nur sehr wenig zahlen konnten. sogar wenn wir überhaupt kein Geld brauchten. Christus sagte seinen Schülern: . daß Sie hundert Mitglieder hätten. dreihundert hätten? Dreihunderttausend im Jahr ist sehr viel Geld. „Bedeutet das. seine Reisen nach Petersburg und die Zeit. „Nehmt weder Bargeld noch Banknoten! Und muß man nicht für ein Eisenbahnbillett Geld geben? Muß das Hotel nicht bezahlt werden? Sie sehen. Nein. Sie sind bereit. etwas für nichts zu erhalten." G.

' Genau aus diesem Grunde ist die Forderung nach Bezahlung notwendig. Und wenn sie diese nicht überschreiten. Und trotzdem G. daß sie keine andere je überschreiten werden. 243 . Manche Menschen werden diese Schranke nie überschreiten. Viele Menschen konnten tatsächlich nicht zahlen.Wie kann man mit Wissen handeln? Das sollte frei sein. lehnte er in Praxis niemanden auf Grund dessen. .persönlichen Phantasien zu verschwenden. daß er sogar viele seiner Schüler unterhielt. Und später fanden wir heraus. zahlten nicht nur für sich. Ich muß für sie arbeiten und ihnen alles gratis geben. Sie werden es später sehen. die man in Betracht ziehen muß. aber sie haben überhaupt keine Wertschätzung für die Arbeit eines anderen." Die anderen Überlegungen waren sehr einfach. ab. Die Leute. daß er kein Geld hatte. was ihnen beliebt von mir zu nehmen. im Prinzip diese Frage sehr genau nahm. Außerdem gibt es noch andere Dinge. sondern auch für andere. die tausend Rubel zahlten. so bedeutet das.

die in der bereits geschaffenen und bestehenden Welt stattfinden. sagte er. wenn wir es nach unserer Zeit berechnen. Ebenso wirkt jede dieser Welten weiter auf die darauffolgenden Welten. nachdem das Weltall bereits geschaffen worden ist.Alle Sonnen' der Milchstraße beeinflussen unsere Sonne. die die Sternenwelt und den interplanetarischen Raum durchlaufen. wollen wir den . wir wollen den Verlauf der Strahlungen 244 . „von dem Schöpf^ngsvorgang. . die durch es oder in ihm geschaffen worden sind. daß.Schöpf^ngsstrahl' in Form dreier Strahlungsoktoven vorstellen: die erste Oktave zwischen dem Absoluten und der Sonne. „Um diese Strahlungen zu studieren. . der vom Absoluten ausgeht. das Diagramm des Weltalls auf eine völlig neue Weise zu zeichnen.Schöpfungsstrahl' betrachten. Diese Einflüsse werden durch Strahlen vermittelt. die planetarischen Bedingungen für uns als bleibend betrachtet werden können.Alle Planeten' beeinflussen die Erde und die Erde beeinflußt den Mond. welche die Welten erschaffen". wir wollen uns den .NEUNTES KAPITEL B ei einer Vorlesung begann G. daß der Vorgang der Schöpfung niemals zu einem Halt kommt. Wir werden nun von den Vorgängen sprechen. Aber wir dürfen nicht vergessen. die zweite Oktave zwischen der Sonne und der Erde. Die Sonne beeinflußt die Planeten. oder in anderen Worten. „Wir wollen darum den . und die dritte Oktave zwischen der Erde und dem Mond. „Bisher haben wir nur von den Kräften gesprochen.Schöpfungsstrahl' in einer abgekürzten Form nehmen: Absolutes — Sonne — Erde—Mond. dauert fort. „Die Wirkung des Absoluten auf die Welt oder auf die Welten. auch wenn das Wachstum in einem planetarischen Maßstab so langsam vor sich geht.

aber nichtsdestoweniger besteht.Schock'. re. sol.Intervall'. und si. Zwei Noten sind in der Sonne selbst miteingeschlossen.zwischen diesen vier Hauptpunkten des Universums untersuchen. also: F i g u r 21 Intervall Das Absolut« „Dann folgt ein .Intervall' zwischen ihnen. der uns unbekannt ist.Intervall' und der . do. der es ausfüllt. ein . Figur 22 Intervall Das Absolut« Intervall Erster Schock „Die Strahlungen erreichen die Sonne. Figur 20 Intervall Das Absolut« „Dann folgen die Noten la. finden. dann mi. | und das . das in Form dreien Strahlungsoktaven zwischen vier Punkten betrachtet wird. „Wir müssen unseren Platz in diesem Weltall. fa. „In der ersten Oktave umfaßt das Absolute zwei Noten. do und si. dann 245 . und unsere Funktionen darin verstehen.

und dann la. Diese »zusätzlichen Schocks* können entweder von anderen Oktaven. die Beziehung der Stoffe und Kräfte verschiedener Weltebenen zu unserem eigenen Leben zu erklären. Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall Sonne „Diese drei Strahlungsoktaven. fa. sol. sol. fa — die Strahlungen. Und das dritte »Intervall* do — si wird durch die Wirkung der Masse der Erde auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. in deren Form wir uns nun das Weltall vorstellen wollen. Die Erde: do.folgen la. die 246 . werden uns befähigen. „Wir müssen beachten. obwohl es sechs »Intervalle* in diesen drei Oktaven gibt. si. daß. do. ein uns unbekannter »Schock*. re und der Mond. dann mi und re. dann wieder ein »Intervall*. das es ausfüllt. und darauf gehen die Strahlungen weiter zur Erde. dann mi. Das erste »Intervall* zwischen do und si wird durch den Willen des Absoluten ausgefüllt. die zum Monde gehen.Intervall* und der »Schock* oder das organische Leben. Das zweite »Intervall* do — si wird durch den Einfluß der Masse der Sonne auf die sie durchkreuzenden Strahlen ausgefüllt. tatsächlich nur drei von außen ergänzt werden müssen. „Dann ein. Nur die »Intervalle* zwischen mi und fa müssen durch »zusätzliche Schocks* ausgefüllt werden. ein »Intervall*.

Figur 24 Intervall Das Absolute Intervall Erster Schock Intervall j Sonne Intervall Zweiter Schock (das organische Leben auf Erden) Intervall Erde Intervall Dritter Schock Mond 247 .

Kohlenstoff (C) ist. Die .Wasserstoff ersetzt werden. daß der Begriff . das heißt die Oktave das Absolute — Sonne.Punkt' stellt eine gewisse Verbindung von Wasserstoffen dar. Die größte . Aber der .Dichtigkeit des Stoffes'. oder von parallelen Oktaven. weil . das heißt.Wasserstoffes' bezeichnet werden. Und im dichtest- 248 .Schocks' zwischen mi und fa in der Oktave Erde — Mond ist uns unbekannt. desto niedriger die .durch den betreff enden Punkt gehen. stellt die höchste Schwingungsfrequenz oder die höchste Schwingungsdichtigkeit dar.Punkt des Weltalls' durch die Zahl des . herrühren. die den gegebenen Punkt durchkreuzen. daß die Note do der Leiter der aktiven Kraft ist.Schwingungsfrequenz' und wird als Gegensatz zur . die an höheren Punkten beginnen. in dem diese Kraft wirkt.Schocks' zwischen mi — fa in der ersten Oktave das Absolute — Sonne. fa der Oktave. nämlich ein .ein Punkt des Weltalls'. Wir wissen nichts über das Wesen des . so werden wir sehen. im verdünntesten Stoff. Gleichzeitig kann ein .Punkt' ist immer im Raum begrenzt. eine ganz bestimmte Bedeutung hat.Dichtigkeit von Schwingungen' findet sich im feinsten. während der Stoff. die durch die Zahl l bezeichnet wird. „Wenn wir nun die erste dieser arei Strahlungs-Oktaven. der in ihm vorherrscht oder seine Mitte bildet. „Wir müssen bemerken. je höher die . „Der Ausdruck . welche die Note do im Absoluten erzeugt. das heißt die drei Noten la.Dichtigkeit des Stoffes'. vom Gesichtspunkt des Dreier-Gesetzes aus untersuchen. oder von parallelen Oktaven.aktive' Kraft. Das Wesen des .Dichtigkeit der Schwingungen' und umgekehrt.Wasserstoff einfach nicht durch Raum begrenzten Stoff bedeutet. Der Begriff .Schwingungsdichtigkeit' entspricht der . die in der Sonne beginnt.Dichtigkeit der Schwingungen'. Ein . sol.Dichtigkeit des Stoffes' gebraucht.Schock' in der Oktave Sonne — Erde ist das organische Leben auf Erden. den ich gebraucht habe. .Punkt' kann nicht durch den Begriff . je höher die . die an einem bestimmten Ort besteht und eine bestimmte Funktion in dem einen oder anderen System erfüllt. desto niedriger die .

Schwingungsdichtigkeit'. in dem diese passive Kraft wirkt oder in dem die Note si erklingt. ist „Sauerstoff" (0).Sauerstoff steht. ist . Und der Stoff.Sauerstoff' der dichteste der drei ist. 2. . . „In der Wirkung der Kräfte stehen sie in der Folge von l. tritt 249 . während der Stoff. 3. die geringste stoffliche Dichtigkeit hat.Stickstoff (N). in dem sich diese Schwingungen vollziehen. weil der . der die Zahl 3 beibehält.Sauerstoff ist. »Sauerstoff ist immer 2 und . „Die Note la ist der Leiter der neutralisierenden Kraft.Kohlenstoff. .Sauerstoff.Stickstoff aktiver als der . „Die Note si im Absoluten ist der Leiter der passiven Kraft. das heißt der erste . „Die aktive Kraft im Absoluten stellt die größte . wobei der . 0. 3. 2.möglichen Stoff verlangsamen sich die Schwingungen und kommen fast zu einem Stillstand.Sauerstoff und . die durch die Zahl 3 bezeichnet wird. und der Stoff.Kohlenstoff.Stickstoff. Daher entspricht der feinste Stoff der größten . 2. nämlich H 6: Die erste Triade „C.Kohlenstoff.Kohlenstoff und . . „. in dem die Note la erklingt. Aber in der Dichtigkeit des Stoffes folgen sie sich in der Ordnung: . „Aber da der .Stickstoff und .Kohlenstoff* ist immer l. also . als Leiter der neutralisierenden Kraft in seiner stofflichen Dichtigkeit zwischen .Kohlenstoff.Stickstoff ist immer 3. N behalten die Zahlen l. dessen Dichtigkeit wir durch die Zahl 6 (als die Summe von l.Schwingungsdichtigkeit' dar.Stickstoff. 3) bezeichnen werden.Wasserstoff (H).Stickstoff zusammen ergebenden Stoff der vierten Ordnung oder .Sauerstoff und . bezeichnet durch die Zahl 2.

Stickstoff und . dann müssen »Sauerstoff und . In der ersten Triade war das Verhältnis der Dichtigkeiten l. das heißt der . . die ihm entsprechen.Wasserstoff^ 12 (H 12) ergeben: Die zweite Triade „Entsprechend dem gleichen Plan und der gleichen Ordnung wird die folgende Triade in dieser Weise aufgebaut: fa.Stickstoff die Dichtigkeit von 4 und der . Mit anderen Worten. Wenn der »Kohlenstoff mit der Dichtigkeit 2 eintritt. zusammen werden sie . 3 — in der zweiten Triade wird es also 2.Stickstoff dem an Dichtigkeit entsprechen und dabei das Verhältnis der Dichtigkeiten der ersten Triade wiederholen. „Somit ist die Note la der ersten Triade der Leiter der aktiven Kraft in der nächsten Triade. 6 sein. mi. der .Stickstoff war.Kohlenstoff.Sauerstoff eine Dichtigkeit von 3. 4. der in der zweiten Triade .Sauerstoff.Stickstoff hat eine Dichtigkeit von 2 und der . müssen eine Dichtigkeit von 8 und 12 haben. Zusammen werden sie .Kohlenstoff der zweiten Triade wird die Dichtigkeit von 2 besitzen. in die sie mit der Dichtigkeit 2 eintritt. erhält eine Dichtigkeit von 4.Wasserstoff 24 (H 24) ergeben: Die dritte Triade 250 . der . 2. der .Schock'.er in die nächste Triade als aktives Prinzip ein.Sauerstoff^ die Dichtigkeit von 6. und zwar mit der Dichtigkeit von 2. Der .

Wasserstoff 192 (H 192): Die sechste Triade ^ Fa.Wasserstoff 384 (H384): Die siebente Triade Mi.Wasserstoff" 48 (H 48) ergeben: Die vierte Triade mi C 8 8 8 1 } | H 48 re do 0 16 24 16 N 24 16 24 Die Triade do. do — . fo — . mi — . do wird in der gleichen Aufbauordnung .Wasserstoff 768 (H 768): 251 . re.„Die nächste Triade ana. la wird .Wasserstoff 96 (H 96) ergeben: Die fünfte Triade Die Triade la. sol.Schock'. si. . re.

mi — .Wasgerstof^ 12288 (H 12 288): Die zwölfte Triade 252 .Wasserstoff 6144 (H6144): Die elfte Triade Mi. .Die achte Triade Do. si. re.Schock'. sol.Wasserstoff 1536 (H 1536): Die neunte Triade La.. la . do — .Wasserstoff 3072 (H3072): Die zehnte Triade Fa. fa— .

Wasserstoff 6 unlöslich.Wasserstoff l annehmen 253 . ist .Wasserstoffe' mit Dichtigkeiten. welche von diesen Stoffen den menschlichen Organismus bilden und in ihm wirken. genau festzustellen. ließe sich der Platz bestimmen. und wenn es möglich wäre. „Aber an der Stelle. die von 6 bis 12288 reichen: Tafel I „Diese zwölf . den der Mensch in der Welt einnimmt. innerhalb der Grenzen unserer gewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten. die es im Weltall vom Absoluten bis zum Mond gibt. wo wir uns befinden. Wir können ihn deswegen als .Wasserstoffe' stellen die zwölf Stoffkategorien dar.Wir erhalten zwölf .

erhalten wir eine Skala von .Wasserstoff l bis /Wasserstoff 6144: Tafel II ^.Aber auch .Wasserstoff 6. Deshalb können wir ihn auch als . den nächsten '. und alles Folgende wieder durch zwei teilen.Wasserstoffe' durch zwei teilen. 254 .Wasserstoff* 6.und den nächsten »Wasserstoff1 12 als . Indem wir alle folgenden .Wasserstoff6 ist nichtsdestoweniger für uns unlösbar.Wasserstoff* l annehmen.Wasserstoff danach als .

„Die so erreichte Skala von l bis 3072 können wir für das Studium des Menschen benützen: Tafel III „Alle Stoffe von .Wasserstoff' 3072 finden sich im menschlichen Organismus und spielen dort eine Rolle.Wasserstoffe' schließt eine große Anzahl uns bekannter chemischer Substanzen ein. Jeder dieser . die durch irgendeine mit unserem Orga- 255 .Wasserstoff' 6 bis .

Wasserstoffe' 48. In anderen Worten. wir dürfen nicht vergessen. Andererseits wird ein . die oft nur von einigen angenommen und von anderen geleugnet werden.Wasserstoff einer bestimmten Dichte.Wasserstoff 256 .Wasserstoff' 96 wird durch die verdünnten Gase dargestellt. die unserer Physik und Chemie unbekannt sind. die eine bestimmte Funktion hat. die für unsere Chemie kaum feststellbar sind oder sich nur aus Spuren oder Ergebnissen erkennen lassen.Wasserstoff 3072. Stoffe unseres seelischen und geistigen Lebens auf verschiedenen Stufen. daß der Begriff . weiterhin ist dies der Stoff des tierischen Magnetismus. die aber eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben spielen.Wasserstoff 96 hört der sogenannte Stoff oder das. Jedes einfache Element ist ein . . daß jeder . aber auch jede Verbindung von Elementen.Wasserstoff 1536. die nicht als . „. der Ausstrahlungen des menschlichen Körpers. in anderen Worten. 12 und 6 sind Stoffe. ist ein .Wasserstoff. die dem Menschen als .Wasserstoff 768 beginnen.nismus in Verbindung stehende Funktion zusammenhängen.Nahrung' dienen können. Stoffe.n-Strahlen' der Hormone. so wie ein Stück Holz.Wasserstoff 192 ist die Luft der Atmosphäre. die wir atmen.Tabelle der Wasserstoffe' betrachten. mit . auf. die ein Mensch nicht einatmen kann. ein Stück Eisen unter .Wasserstoff 384 ist Wasser. „Überhaupt müssen wir. „Wir wollen mit . „Diese Art der Definition von Stoff befähigt uns.Wasserstoff eine sehr umfassende Bedeutung hat.dünner' Stoff mit geringer Nahrungseigenschaft sich . 24. „ . der . Vitamine und so fort. wenn wir die . sie nach ihrer Beziehung zum Leben und den Funktionen unseres Organismus einzuteilen. sowohl in der Welt als auch im menschlichen Organismus. was unsere Physik und Chemie als Stoff betrachten. .Wasserstoff 768 umfaßt alle Stoffe. In anderen Worten. „Die .Wasserstoff 384 nähern. immer im Gedächtnis behalten. „ .Wasserstoff wird als Nahrung definiert.Wasserstoff 96 umfaßt ebenfalls Stoffe.Nahrung' dienen können. Dieser . fallen unter .

Wasserstoff 12 entspricht dem Wasserstoff der Chemie (Atomgewicht l). Die Atomgewichte dieser Elemente stehen fast im Verhältnis einer Oktave zueinander. „. das heißt einen ge- 257 . das Atomgewicht des einen ist fast doppelt so groß wie das Atomgewicht eines anderen. „Diese Chemie oder Alchimie betrachtet die Stoffe zuallererst unter dem Gesichtspunkt ihrer Funktionen. kosmischen und psychischen Eigenschaften hat (jede Substanz hat nämlich außer ihren kosmischen Eigenschaften auch psychische Eigenschaften. Unter einem Atom einer Substanz ist die kleinste Menge der betreffenden Substanz zu verstehen. . die noch alle ihre chemischen. daß sie ihre .Wasserstoff 24 dem Fluor Fl. Die geringe Ungenauigkeit.Wasserstoff 192 entspricht dem Jod J.5. und . nämlich. 14 und 16.Wasserstoff48 entspricht dem Chlor Cl. wird durch die Tatsache verursacht. und dann unter dem Gesichtspunkt ihrer Beziehung zum Menschen und zu den Funktionen des Menschen.dieser Tabelle eine ungeheure Anzahl verschiedener Stoffe einschließt.kosmischen Eigenschaften' nicht einbezieht. in anderen Worten. das heißt das unvollständige Oktaven-Verhältnis. Atomgewicht 127. die durch ein und dieselbe Funktion in unserem Organismus verbunden sind und eine bestimmte . studiert die Stoffe auf einer von der gewöhnlichen Chemie verschiedenen Grundlage und zieht nicht nur die chemischen und physikalischen. und ihrer Beziehung zu anderen Stoffen.Wasserstoffen' entsprechen. So entspricht . . Die Chemie. Atomgewicht 19. Atomgewicht 35. von der wir hier sprechen. Stickstoff und Sauerstoff (der Chemie) haben die Atomgewichte 12. deren Atomgewichte fast in einem richtigen Oktaven-Verhältnis zueinander stehen. sondern auch die psychischen und kosmischen Eigenschaften der Stoffe in Betracht. die gewissen . die ihren Platz im Weltall bestimmen. „Außerdem kann man in der Tabelle der Atomgewichte Elemente aufzeigen. das heißt Elemente.kosmische Gruppe' darstellen. Kohlenstoff. Atomgewicht 80.Wasserstoff 96 entspricht dem Brom Br. daß die gewöhnliche Chemie nicht alle Eigenschaften einer Substanz in Betracht zieht.

bei einer bestimmten Temperatur durch ein besonderes Thermometer gemessen. nahekommt. der sich chemisch auf keine Weise vom Wasser im flüssigen Zustand unterscheidet.'s versuche ich im allge- 258 . ein Atom Fleisch und so fort geben. vom Gesichtspunkt ihrer Beziehung zu den verschiedenen Ebenen des Weltalls aus zu untersuchen. Der Begriff . Dampf. Bei weiterer Teilung verschwinden einige dieser Eigenschaften. und ich werde an geeigneter Stelle darüber sprechen. die Beziehungen zwischen den menschlichen Funktionen und den Ebenen des Weltalls festzustellen. die bestimmte Funktionen im Weltall oder im menschlichen Leben besitzen. Ein Atom Wasser ist in diesem Zusammenhang ein Zehntel eines Zehntels eines Kubikmillimeters Wasser. Und da jede menschliche Funktion das Ergebnis der Wirkungen bestimmter Substanzen und jede Substanz mit einer bestimmten Ebene des Weltalls verbunden ist.Atom' kann deswegen nicht nur auf Elemente.wissen Grad von Intelligenz). „Dieses Atom ist die kleinste Wassermenge. ein Atom Brot. die für die menschliche Atmung geeignet ist). Das grundsätzliche und wichtigste Prinzip des Überganges der Triaden ineinander und der Struktur des Stoffes verstand ich erst später." Zu diesem Punkt muß ich sagen. In meiner Darlegung der Vorlesungen G. ein Atom Luft (das heißt atmosphärischer Luft. Es kann ein Atom Wasser. die den Organismus eines Menschen ausmachen. das heißt es ist dann nicht mehr Wasser. die noch alle Eigenschaften des Wassers besitzt. der unter gewissen Bedingungen mit bloßem Auge gesehen werden kann. daß die „drei Schwingungsoktaven" und die von ihnen abgeleitete „Tabelle der Wasserstoffe" für uns lange ein Stein des Anstoßes blieben.Tabelle der Wasserstoffe' macht es möglich. Also ein kleiner Tropfen Wasser. alle Substanzen. sondern etwas. „Die . was dem Gaszustand des Wassers. sondern auch auf alle zusammengesetzten Stoffe angewandt werden. ermöglicht uns diese Tatsache. aber andere Funktionen besitzt und daher auch andere kosmische und psychische Eigenschaften hat.

Die Vorlesung wurde von P. „Aber ich habe sie bereits gehört". weil viele Dinge sehr oft wiederholt wurden und in irgendeiner Form in fast allen Vorlesungen vorkamen. daß diese Ideen viel schwieriger aufzunehmen sind und ihr Gehalt viel tiefer ist. „Experimentelle Mystik^'. als sie bei ihrer einfachen Darstellung vermuten lassen. obwohl dies nicht immer möglich ist. Eine Episode ist in meinem Gedächtnis geblieben. 259 . da ich davon hörte. als die Vorlesung schon begonnen hatte. eine chronologische Ordnung beizubehalten. Diese Vorlesung wurde mit verschiedenen Variationen oft wiederholt.meinen. Da ich gewohnte Worte vernahm. Aber abgesehen von den in mir hervorgerufenen seltsamen Empfindungen. Auf mich persönlich machte die „Tabelle der Wasserstoffe" einen sehr starken Eindruck. nahm ich an. sie bei den ersten Malen. * Vgl. als ich so stark die Verbundenheit. rauchte und dachte an etwas anderes. „Warum hörten Sie dieser Vorlesung nicht zu?" fragte er mich. gehalten. Ich kam. G.'s bereits erwähnten Moskauer Schülern gehörte. die Ganzheit und die „Mathematischheit" von allem in der Welt spürte1. setzte mich darum in einer Ecke des großen Wohnzimmers nieder. ich hätte diese Vorlesung schon früher gehört. das heißt entweder in Verbindung mit der Erläuterung des „Schöpfungsstrahls" oder in Verbindung mit der Erklärung des Oktavengesetzes. der später noch stärker werden sollte. die ich einige Jahre früher während meiner seltsamen Experimente hatte. nachdem sie vorbei war. Es war bei einer der Wiederholungen dieser Vorlesung über die Struktur des Stoffes in Verbindung mit der Mechanik des Weltalls. war auch da. Und femer verstand ich nicht sofort. war ich weit davon entfernt. Kapitel 8. einem jungen Ingenieur. nach ihrem richtigen Wert einzuschätzen. der zu G. Ein neues Modell dei Wfboü*. Diese „Leiter von der Erde zum Himmel" ließ mich an die sehr ähnlichen Weltempfindungen denken. sagte ich.

weilte eine kleine Gruppe von uns. fünf Meilen nördlich von Tuapse in einem kleinen Landhaus. „Sie sollten das wissen". Und ganz ehrlich. was es genau war. obwohl ich mir sehr wohl bewußt war. „es wurde davon in den Petersburger Vorlesungen gesprochen. was ich gehört hatte. was ich fragte. Aber was genau gesagt worden war. sagte er. sie noch einmal zu hören. hauptsächlich über einen Widerspruch in diesem Diagramm. Ich dachte gerade an einige Folgerungen aus der „Tabelle der Wasserstoffe". bald Schnee in Böen brachte. sagte ich. wie Sie sagten. daß wieder die gleiche Vorlesung in Tuapse gehalten würde. Eines Abends saßen wir beisammen und sprachen. Ich verstand das erst viel später.. verglichen mit einem anderen. das mehr als eine Meile von der nächsten Wohnstätte entfernt war. die Sie nicht hören wollten. da Sie.. darunter G. ein nordöstlicher Wind blies. daß sie in einer der Vorlesungen besprochen worden war. am Ufer des Schwarzen Meeres. bestand. ich verstand nicht. wonach Sie jetzt fragen. Während ich eine Frage überdachte. im November 1917. Vielleicht haben Sie nicht zugehört. von dem wir später gehört hatten.G. Später will ich erklären. Meine Frage bezog sich auf Wasserstoffe unterhalb der normalen Ebene. schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. als die Vorlesungen vorbei waren und ich versuchte. der bald Regen. was er von mir erwartete und warum ich zum zweitenmal der gleichen Vorlesung zuhören sollte. die aus sechs Menschen. viel später darauf antwortete. Diesmal gab er mir keine direkte Antwort. wenn Sie hören würden. und was G. an das konnte ich mich leider unter keinen Umständen erinnern. Und wirklich. Erinnern Sie sich an eine Vorlesung. erinnerte ich mich oft ganz deutlich. und ich hätte viel darum gegeben. wie lang- 260 . Es war schon spät und das Wetter war sehr schlecht. alles zusammenzufassen. würden Sie dann zu Fuß dorthin gehen?" „Gewiß". Fast zwei Jahre später. sie schon kannten? Aber da wurde gerade das behandelt." Nach kurzem Schweigen sagte er: „Nun.

Wenn Sie damals zugehört hätten. wußte ich dennoch. Natürlich würde ich ohne ein Wort gehen. daß es überhaupt keinen Widerspruch zwischen den Diagrammen gibt und daß es überhaupt keinen geben kann." „Ja". Ohne irgendeine Notwendigkeit würden sie jede denkbare Schwierigkeit auf sich nehmen. wenn in Tuapse jemand eine Vorlesung über diese Dinge halten würde. für Dinge. über die Geschwindigkeit. was für ihn das Wichtigste ist.. Wind. weil es keine andere Möglichkeit gab. Das muß von sejbst zu ihm kommen. „Denken Sie. von seiner erstaunlichen Fähigkeit ab. G. tatsächlich in Petersburg besprochen. und vor allem will er nicht für das zahlen. zu staunen. die völlig nutzlos für ihn sind. „Würden Sie wirklich gehen?" fragte er." „Was ist dabei zu überlegen?" sagte ich. daß ich den ganzen Weg schon mehr als einmal gegangen bin. Sie wissen. „Was die Vorlesung betrifft.wierig und kalt die Straße sein würde. wenn es keine Pferde gab oder kein Platz für mich im Wagen war. sagte G. Regen. würden Sie jetzt verstehen. rühren sie keinen Finger. Aber bei etwas wirklich Wichtigem. Und ohne besonderen Grund. Petersburg. Natürlich hing viel von seiner Art der Darstellung. Dunkelheit. fünfundzwanzig Meilen. Aber in Wirklichkeit denken sie genau entgegengesetzt. einfach. wurde das. lachte. das ihnen wirklich etwas geben kann." Aber nun zurück nach St. Der Mensch will auf keinen Fall für irgend etwas zahlen. daß man für alles zahlen muß und daß man im Verhältnis zum Empfangenen zahlen muß. daß mich das nicht abhalten würde. alle grundsätzlichen und wesentlichen Punkte herauszustellen und sich nicht in unnötige Einzel- 261 . Aber für etwas Wichtiges niemals. Zurückschauend kann ich nicht umhin. wonach Sie fragten. Für Nichtigkeiten. mit der G. „Sie wissen. uns die grundsätzlichen Ideen seines Systems vermittelte. wird er jede Summe zahlen. Aber gewöhnlich denkt der Mensch das Gegenteil. So ist die menschliche Natur. „wenn die Leute doch wirklich auf diese Weise überlegen würden. Schnee.

auf nützliche Arbeit zu verwenden. daß wir uns . Nervosität. jedes Gefühl benötigt eine bestimmte Energie.tun'. Erregbarkeit.Selbst-Erinnem' haben. wenn wir die Energie zum . auf das . die in gar keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit steht. zu studieren oder zu fühlen. den größeren Teil der Energie. ist. das eine ungeheure Menge Energie verbraucht. bevor die wesentlichen Punkte verstanden waren. was wir tun. Wir können nur etwas studieren.Aufmerksamkeitskraft' und so weiter und so fort. oder an anderen Leuten. die um uns herum geschehen. um die Ziele zu erreichen. die Erwartung unangenehmer möglicher und unmöglicher Dinge. 262 . Im Anschluß an die „Wasserstoffe" begann G.heiten zu verlieren. das wir an Dingen nehmen. aber in allem. es zu verstehen. sind wir durch die Energiemenge gebunden und begrenzt. „Wir waren zu dem Schluß gekommen.unser selbst erinnern' müssen. Einbildung. Tagträumen und so weiter. die in Wirklichkeit überhaupt nicht interessant sind: auf die dauernde Verschwendung der . jede Handlung. die nächste Vorlesung: „Wir möchten . einebestimmte Substanz. verstehen oder fühlen. die er sich gesetzt hat? „Die Antwort ist. die unser Organismus erzeugt. auf schlechte Stimmungen. daß er nicht genug Energie hat. daß jeder normale Mensch Energie genug hat. wenn wir die Energie haben. Aber wir können uns nur an uns selbst erinnern. wenn er einzusehen beginnt. Jede Funktion. auf unnötige Hast. jeder Gedanke. auf dauerndes Geschwätz. anstatt sie unproduktiv zu verschwenden. um mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen. Die Energie wird auf falsche Arbeit von Zentren verwandt.Interesse'. „Wir verwenden unsere Energie hauptsächlich auf unnötige und unangenehme Gefühle. auf unnötige Muskelanspannung. Was gelernt werden muß. „Was tut also ein Mensch. jeder Zustand. die wir besitzen.

Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die Erzeugung der feineren . Die Fabrik erhält als Rohmaterial von der Außenwelt eine Anzahl grober . wenn er mit seiner Arbeit fortfahren will. ihr mögliche Produktion. weil nur ein kleiner Teil der Maschinen in Gebrauch ist und weil nur die Materialmenge erzeugt wird. Tatsächlich erzeugt die Fabrik gar nichts — all ihre Maschinen. daß dies ganz gut möglich ist. kommt er nichtsdestoweniger zu dem Schluß. „Später wird jedoch das Problem schwieriger. als er erwartete. an der wir vom Gesichtspunkt der Möglichkeit höherer Bewußtseins-Stufen und der Arbeit höherer Zentren besonders interessiert sind. „Das Studium des Arbeitsgangs des menschlichen Organismus zeigt. nämlich den im kosmischen Sinne gröberen Stoff in feineren. gegen all diese Gewohnheiten seines Lebens anzukämpfen.Wasserstoffe' durch die menschliche Fabrik. ungenügend. die Summe der erzeugten Energie vermehren muß.„Wenn der Mensch anfängt. Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen erreicht diese Fabrik nie die volle. sie werden alle auf den Unterhalt der Fabrik selbst verwendet. die auf sehr große Produktion angelegt ist. Nachdem der Mensch seine Maschine bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen hat und sich überzeugt hat.Wasserstoffe' und verwandelt sie in feinere . die Produktion auf das ihr mögliche Maximum zu steigern. die notwendig ist. daß diese Energie nicht genügt und daß er. „Der menschliche Organismus stellt eine chemische Fabrik dar. und mit Hilfe dieser Energie kann er auf jeden Fall die Arbeit des Selbststudiums und der Selbst-Vervollkommnung beginnen. spart er eine ungeheure Energiemenge.Wasserstoffe' mittels einer ganzen Reihe komplizierter alchimistischer Vorgänge. „Die Arbeit dieser Fabrik besteht darin. eine Art von Stoff in eine andere zu verwandeln. so würden 263 . Eine derartige Leitung der Fabrik ist offensichtlich im höchsten Grade unwirtschaftlich. um die eigene Existenz aufrechtzuerhalten. all ihre ausgesuchte Ausstattung dienen tatsächlich überhaupt keinem Zweck und erhalten nur mit Schwierigkeit ihre eigene Existenz. daß sie viel mehr Energie erzeugt. Wenn es uns gelänge.

alle Gewebe. die sich allmählich in ihnen ablagern und in einer bestimmten Weise kristallisieren würden.Wasserstoffen' gesättigt werden.mentalen 264 . Das gleiche ist für das Wachstum des . das »Feine vom Groben zu scheiden'. auf eine höhere SeinsEbene bringen. Das innere Wachstum.astrale Körper' in ihm schon gebildet ist. das durch keine anderen Mittel erreicht werden kann. „Dies kann jedoch unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen nicht geschehen. um aus dieser Nahrung das Material zu erzeugen.Lerne das Feine vom Groben zu scheiden' — dieses Prinzip aus den »Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistus' bezieht sich auf die Arbeit der menschlichen Fabrik.Wasserstoffe' auf ihr mögliches Maximum bringt. nur in viel größeren Mengen.Wasserstoffe' aufzusparen.'weil die . muß ein Kind gute Nahrung bekommen. sein Organismus muß sich in einem gesunden Zustand befinden. das für das Wachstum der Gewebe notwendig ist. dann braucht der astrale Organismus für seine Erhaltung weniger von diesen Substanzen als während seines Wachstums.Fabrik' alles ausgibt.Astralkörpers' notwendigen Substanzen erzeugen. das Wachstum der inneren Körper des Menschen. welche für die Aufrechterhaltung des physischen Körpers notwendig sind. Dann würde der ganze Körper. mit diesen feinen . ist ein stofflicher Vorgang. Diese Kristallisierung der feinen . Fernerhin benötigt der .wir beginnen. das heißt wenn er die Erzeugung der feinen . muß er die für das Wachstum des . schafft er durch diese Tatsache allein für sich die Möglichkeit eines inneren Wachstums.Astralkörpers' notwendig. aus den verschiedenen Nahrungsarten. Wenn der physische Organismus eine genügende Menge dieser feinen Substanzen zu erzeugen beginnt und der . „ .Wasserstoffe' würde allmählich den ganzen Organismus auf eine andere Stufe. welcher dem Wachstum des physischen Leibes völlig analog verläuft. alle Zellen. Der Überschuß dieser Substanzen kann dann zur Bildung und zum Wachstum des .Astralkörper' für sein Wachstum die gleichen Substanzen wie die. was sie erzeugt. die der Organismus einnimmt. Um zu wachsen. Und wenn ein Mensch lernt. des astralen. die feineren . des mentalen und so fort.

„Alle Substanzen. daß die menschliche Maschine richtig und wirtschaftlich arbeitet. Die normale Nahrung. ob er nun die Form eines Lautes. eine gewisse Anzahl von Schwingungen aufnehmen. für die höheren Bewußtseins-Funktionen und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. von außen her eine gewisse Energiemenge. der mit der Hilfe der gleichen Substanzen wächst. die wir atmen. die den . dient dem Wachstum des vierten Körpers. 3. Aber natürlich erfordert das Wachstum des . sie zu erzeugen. daß wir mit jedem äußeren Eindruck.astralen Körpers'. so bedeutet das. die von außen in den Organismus eintritt. diese Energie. werden im Organismus durch die Nahrung erzeugt. die von außen in ihn hineinkommt. die wir essen. einer Gesichtswahrnehmung oder eines Geruches hat. Unsere Eindrücke. 2. daß auch Stoffe von außen eindringen. Femer kann. „Für seine normale Existenz muß der Organismus alle drei 265 . und der physische Organismus ist nur unter der Bedingung fähig. „Es ist nicht schwer einzusehen. Wenn Eindrücke von außen Energien von außen mit sich in den Organismus hineinbringen. die für die Erhaltung des Lebens des Organismus. Aber wieso die Eindrücke eine Nahrung darstellen.mentalen Körpers' mehr von diesen Substanzen als das Wachstum und die Ernährung des .mentalen Körper' ernähren. Der Überschuß der Substanzen. Aber in allen Fällen muß der Überschuß sehr groß sein.Körpers' benützt werden. die den . für die psychische Arbeit. Wir müssen uns jedoch erinnern. daß Luft eine Art Nahrung für den Organismus darstellt. „Der menschliche Organismus nimmt drei Arten von Nahrung auf: 1. All die für das Wachstum und die Ernährung der höheren Körper notwendigen Substanzen müssen innerhalb des physischen Organismus erzeugt werden. mag zuerst schwierig zu verstehen sein.Astralkörper' ernähren. die den Organismus im vollen Sinne des Wortes ernähren. wie schon ge sagt wurde. ist Nahrung. Die Luft. Energie nicht ohne Stoff vermittelt werden.

raubte. etwas länger zu leben. wobei der Organismus nichts von seiner Vitalität verlor und sich sehr schnell wieder erholte. alle drei werden benötigt. auch nicht von zwei Nahrungsarten existieren. trotzdem es klar ist. uns bewegen und sind. sondern auch für die Bildung und das Wachstum der höheren Körper notwendig sind. die uns von außen zukommen. Eindrücke. Der Organismus kann nicht nur von einer. Luft und Eindrücke. Die Natur übermittelt uns durch unsere Eindrücke die Energie. Nichtsdestoweniger kann ein Mensch sogar ohne Wasser und ohne Nahrung für einige Tage leben. gewöhnlich stirbt ein Mensch.Nahrungsarten erhalten. Es sind Fälle von Hungern bekannt. durch die wir leben. gleicht einem Treibriemen. Eindrücke zu empfangen. Ohne Luft kann er nur einige Minuten leben. da in allen Fällen solchen künstlichen Hungerns die Betreffenden Wasser zu sich genommen haben. Luft und physische Nahrung befähigen den Organismus. Der Organismus kann für eine verhältnismäßig lange Zeitspanne bestehen. ohne frische physische Nahrung zu erhalten. Infolgedessen sind von den drei Nahrungsarten die für uns wichtigste die Eindrücke. die uns umgebende Welt. die nicht nur zur Erhaltung des Lebens. Der Strom von Eindrücken. Ohne Eindrücke kann ein Mensch nicht einen Augenblick leben. Der Hauptmotor ist für uns die Natur. nicht mehr als zwei oder drei. so würde er sofort sterben. sobald er wieder Nahrung zu sich zu nehmen begann. Natürlich kann ein solches Hungern nicht als vollständig betrachtet werden. Wenn der Strom dieser Energie angehalten wird. wenn er vier Minuten ohne Luft ist. 266 . daß ein Mensch von Eindrücken allein nicht lang leben kann. Aber die Beziehung dieser Nahrungsstoffe zueinander und ihre Bedeutung für den Organismus ist nicht die gleiche. das heißt physische Nahrung. bis zum Ende seiner normalen Lebensdauer zu leben und die Substanzen zu erzeugen. der uns Bewegung vermittelt. Wenn der Fluß der Eindrücke auf irgendeine Weise zu einem Halt gebracht werden könnte oder wenn man dem Organismus seine Fähigkeit. Eindrücke und Luft befähigen einen Menschen. so wird unsere Maschine sofort zu arbeiten aufhören. die über sechzig Tage dauerten.

und der untere aus dem Magen. sol. 267 . fa der dritten kosmischen Schwingungsoktave. Dieser »Wasserstoff* kommt in das untere Stockwerk des Organismus als »Sauerstoff* do 768. „Betrachten wir den menschlichen Organismus als eine dreiF i g u r 25 Kopf Brust Rücken und unterer Teil des Körpers jstöckige Fabrik. F i g u r 26 Erde Die Einführung von Nahrung (H 768) in den Organismus Physische Nahrung ist H 768 oder la. Der oberste Stock dieser Fabrik besteht aus dem menschlichen Kopf. dem Rücken und dem unteren Teil des Körpers.„Der Vorgang der Verwandlung der in den Organismus kommenden Substanzen in feinere geschieht nach dem Oktaven-Gesetz. Der mittlere Stock aus der Brust.

N 384 ist die nächste Note re. der die Note 268 . Aus der Vereinigung von 0 768 und C 192 ergibt sich N 384. der sich im Organismus befindet.Kohlenstoff 192. das in der nächsten Triade .Sauerstoff 768 vereinigt sich mit . Figur 27 Der Beginn derNahrunqsverdauung (H 768) im Organismus „Re 384. 192 hervor.Sauerstoff wird. vereinigt sich mit .Stickstoff mi 192 ist. und mit ihm zuF i g u r 28 •ortsetzung der Verdauung der Nahrung (H 768) im Organismus sammen bringt es einen neuen .Kohlenstoff 96 im Organismus.„.

wo mi 192 allein zu einem Halt käme.fa der Nahrungsoktave verursacht kommt. in der Form 269 . derNahrungsoktave.„Wie aus dem Oktaven-Gesetz bekannt ist. Wenn kein . kann mi nicht selbständig in fa einer aufsteigenden Oktave übergehen.den Luft auf das Intervall mi .zusätzlicher Schock' hinzuF i g u r 29 Die Einführung von Lütt (H192) in den Organismus und der Schock. F i g u r 30 Fortsetzung. tritt die »zweite Nahrung' hinzu — Luft. kann sich die Substanz mi 192 nicht von selbst in die volle Note fa verwandeln. Obergang der Nahrungsprodukte insol 48 „An der Stelle im Organismus. ein »zusätzlicher Schock' ist notwendig.

Die Energie von do gibt mi 192 Kraft genug. Figur 31 Fortsetzung derNahrungsoktave.von do 192.Stickstoff 96 überzugehen. in .Stickstoff 96 ist die Note fa. Die Note do hat alle notwendigen Halbtöne. das heißt alle notwendige Energie. das heißt mi. 270 .KohlenFigur 32 Forlsetzung derNahrungsoktave. um in die nächste Note überzugehen. Wandlung der Nahrungsprodukte in la 24 und sie gibt sozusagen einen Teil ihrer Energie an die Note mi ab. . um durch die Verbindung mit . Wandlung der Nahrungsprodukte In sl 12 stoff 48. do der zweiten kosmischen Strahlungsoktave. die die gleiche Dichtigkeit wie sie selbst hat. re. der sich schon im Organismus befindet.

F i g u r 33 H 192 Der Beginn der Verdauung von Luft im Organis- „La 24 vereinigt sich mit dem im Organismus vorhandenen .LuffOktave Im Organismus mit Hilfe des durch die Luft herbeigeführten .Kohlenstoff 24 in . Si 12 ist die höchste Substanz. 271 .Stickstoff 48 über — die Note sol.Stickstoff 12 oder si 12.zusätzlichen Schocks' erzeugt wird.Kohlenstoff 6 und wandelt sich in .Stickstoff 24 über — la 24. „Die Note sol 48 geht durch den im Organismus vorhandener.„Fa 96 geht durch die Verbindung mit dem im Organismus vorhandenen .Kohlenstoff 12 in . . | . die im Organismus aus physischer Nahrung Fortsetzung F i g u r 34 der .

Schocks'. und damit ist die Entwicklung der zweiten Oktave beendet. Für den 272 .„Do 192 (Luft). F i g u r 35 Das Eindringen von (Eindrücken' in den Organis- vereinigt sich seinerseits an einer bestimmten Stelle mit dem im Organismus anwesenden . Der Normalzustand des Organismus und die Normalerzeugung von feinen Störten aus den Nahrungsprodukten „Re 96 geht mit Hilfe des . F i g u r 36 Die drei Nahrungsarten und die Verdauung von H 768 und H 190 im Organismus mit Hilfe eines mechanischen .Kohlenstoff 48 und geht in re 96 über.Kohlenstoffs' 24 in mi 48 über.Sauerstoff in den mittleren Stock der Fabrik gelangt und einen Teil seiner Energie an mi 192 abgibt. das als .

fehlt der hierfür notwendige . und die dritte Oktave klingt nur als do.künstlichen Schock' an der Stelle schaffen. das ist la. um in die folgende Note überzugehen. sol. wo do 48 eintritt. „Es gibt jedoch eine Möglichkeit. Ein . daß wir uns unter gewöhnlichen Lebensbedingungen unser selbst nicht erinnern. „Unter normalen Bedingungen. das heißt die Luft-Oktave. 273 . und die zweite Oktave.Übergang von mi in fa ist ein . das heißt den Bedingungen des gewöhnlichen Daseins.zusätzlicher Schock' notwendig. Die Note do48 bezeichnet den Augenblick. Zu diesem Zweck muß man einen besonders gearteten . „Was aber bedeutet ein . wo die dritte Oktave gleich an ihrem Anfang nicht weiterkann. aber an dieser Stelle des Organismus. kann sich nicht weiterentwickeln. und unter den gewöhnlichen Lebensverhältnissen entwickelt sie sich auch nicht weiter. aber in diesem Punkt hat die Natur keinen »zusätzlichen Schock' vorbereitet. Das bedeutet.Sonne — Erde'.künstlicher Schock'? Er ist mit dem Augenblick der Aufnahme eines Eindruckes verknüpft. Die höchste von der Fabrik erzeugte Substanz ist si 12. Gleichzeitig kommt do 48 nicht mit mi 48 in Berührung.Kohlenstoff'12. sich weiterzuentwickeln. und für alle ihre höheren Funktionen kann die Fabrik nur diesen höheren Stoff verwenden.künstlicher Schock' an dieser Stelle bedeutet eine bestimmte Anstrengung im Augenblick des Empfanges eines Eindrucks.künstliche Schock' auf die Kote do48 treffen muß. fa der zweiten kosmischen Oktave . so daß es weder selbst in die nächste Note übergehen noch einen Teil seiner Energie an mi 48 abgeben kann. das heißt die Luft-Oktave und die Eindrucks-Oktave zu befähigen. wo ein Eindruck in unser Bewußtsein kommt. Wir erinnern uns nicht. daß der . die Erzeugung zu vermehren. „Die dritte Oktave beginnt mit do 48. „Do 48 hat genug Energie. „Die Eindrücke dringen in den Organismus in Form von »Sauerstoff 48 ein. kommt die Erzeugung der feinen Stoffe durch die Fabrik an dieser Stelle zu einem Halt. „Vorher wurde erklärt.

Kohlenstoff 12 an die fragliche Stelle. Gleichzeitig befähigt die mit dem Übergang von einer Note zu einer anderen und der Wandlung von 48 in 24 verknüpfte Anstrengung das do 48 der dritten Oktave. fa 24 in sol 12 über. „Mi 48 geht in fa 24. Dies wird jedoch nur dadurch erreicht.Mich-meinerselbst-Erinnems' erzeugt wird. Ferner geschieht es oft.das heißt wir empfinden uns selbst nicht. daß die mit der Selbst-Erinnerung verknüpfte Empfindung ein Gefühls-Element mit sich bringt. einen von der Straße und einen anderen von mir. die Registrierung sozusagen des Empfangs der Eindrücke und die gleichzeitige Bestimmung der aufgenommenen Eindrücke. das heißt aus der zweiten Nahrungsart. In einem gewöhnlichen psychischen Zustand schaue ich einfach auf die Straße. La 6 ist der höchste Stoff. als ob ich mir sagen würde: . den er während des Selbst-Erinnems aufnimmt. Selbst-Beobachtung im Augenblick des Empfangs eines Eindruckes. daß man im Augenblick der Aufnahme eines Eindrucks eine bewußte Anstrengung macht [siehe Figur 37]. Dieser zweite Eindruck. Aber wenn ich mich meiner selbst erinnere. Beobachtung der eigenen Eindrücke im Augenblick ihrer Aufnahme. so schaue ich nicht einfach auf die Straße. Anstrengungen. ist der zusätzliche Schock. daß ich schaue. erzeugt wird. sozusagen verdoppelt. An Stelle eines Eindrucks von der Straße gibt es nun zwei Eindrücke.Schock' auch auf mi 48 und befähigt die zweite Oktave. der vom Organismus aus der Luft. Auf diese Weise erstreckt sich der do 48 verliehene . eines Gefühls. wir werden im Augenblick einer Wahrnehmung.ich schaue'. ich fühle. Wenn ein Mensch dies versteht und sich seiner selbst zu erinnern versucht. 274 . sich zu entwickeln. der durch die Tatsache des . all das zusammen verdoppelt die Stärke der Eindrücke und macht do 48 zu re 24. wird jeder Eindruck. die Straße betrachtend. sich seiner selbst zu erinnern. das heißt die Arbeit der Maschine bringt eine gewisse Menge von . sol 12 geht in la 6 über. eines Gedankens oder einer Handlung nicht unserer selbst gewahr. mit dem mi 48 der zweiten Oktave in Beziehung zu treten und dieser Note die erforderliche Energiemenge für die Verwandlung von mi in fa zu verleihen.

was dies bedeutet. die wir F i g u r 37 Die Entwicklung der Luft-Oktave nach dem ersten bewußten . daß fünf dieser Elemente immer absorbiert werden. Folglich besteht die von jedem Menschen ausgeatmete Luft aus fünfzehn Elementen. Aber einige Menschen atmen nicht fünfzehn. Diese fünf Elemente sind . das heißt sie absorbieren fünf Elemente mehr. Diese genaue Analyse zeigt. die für diese undefinierbar und ihrer Beobachtung unzugänglich sind. aus zwanzig unserer Wissenschaft unbekannten Elementen besteht. Aber eine genaue Analyse sowohl der eingeatmeten als auch der ausgeatmeten Luft ist möglich.„Man muß verstehen. Diese . Abgesehen von den Elementen.höheren Wasserstoffe' sind in jedem Teilchen der Luft. Nehmen wir an. daß die Luft.höhere Wasserstoffe'. die unserer Wissenschaft bekannt sind. daß. Nehmen wir einmal an. Eine gewisse Anzahl dieser Elemente wird durch jeden sie atmenden Menschen absorbiert. enthält die Luft eine große Anzahl der Wissenschaft nicht bekannter Substanzen. Wir atmen alle dieselbe Luft. vorhanden.Schock' atmen. Durch das Einatmen der Luft 275 . obwohl die von verschiedenen Leuten eingeatmete Luft genau die gleiche ist. die wir einatmen. die ausgeatmete Luft ganz verschieden ist. sondern nur zehn Elemente aus. fünf ernähren den Organismus.

ist es notwendig. es zu erzeugen.Wenn man überhaupt kein Gold hat. Wenn der Organismus fähig ist. in unserem Organismus eine gewisse Menge entsprechender feinerer Substanzen zu haben. muß man zuerst eine gewisse Menge richtigen Goldes haben.Schock" enthaltenen Substanzen. aber wir entnehmen ihr verschiedene Substanzen. gibt es kein Mittel. „Wir haben die Entwicklung zweier Oktaven verfolgt. Manche entnehmen mehr. Auf diese Weise atmen wir alle die gleiche Luft. sie herauszulösen und zu behalten. werden sie wieder in die Luft ausgeatmet. Wir kommen wieder auf das alte alchimistische Gesetz zurück: .' . beginnt durch eine b^^ußte 276 . Die dritte Oktave. die Oktave der Eindrücke. wie er sie aus den Luftteilchen herauslösen und behalten kann. andere weniger.' „Die ganze Alchimie ist nichts anderes als eine allegorische Beschreibung der menschlichen Fabrik und ihrer Arbeit.Um Gold zu machen.höheren Wasserstoffe' in uns ein. bleiben sie in ihm.führen wir diese . „Um mehr zu entnehmen. niedrige Metalle (grobe Stoffe) in wertvolle (feine Stoffe) zu verwandeln. aber wenn unser Organismus nicht weiß. Denn die im Organismus enthaltenen feinen Substanzen verhalten sich wie ein Magnet zu den in der eingeatmeten Luft Figur 38 Die Entwicklung der EindrucksOktave nach dem ersten bewußten .

eine 277 . die zweite la6 und die dritte mi 12 erreicht hat. so werden wir sehen. ®o 48 geht in re 24 über. So halten die erste F i g u r 39 Das vollständige Bild der intensiven Arbeit des Organismus und der Intensiven Produktion von Stoffen aus den Nahrungsprodukten nach dem ersten b e w u ß t e n . „Wenn wir nun das Ergebnis der Entwicklung dieser drei Oktaven untersuchen.Schock- und die dritte Oktave bei drei Noten an. An dieser Stelle kommt die Entwicklung der unteren Oktave zu einem Halt. „Für die Weiterentwicklung der zwei Oktaven ist an einer bestimmten Stelle in der Maschine ein zweiter bewußter . daß die erste Oktave si 12. die sich nicht in die folgenden Noten verwandeln können. re 24 in mi 12.Schock'.Anstrengung.

sich nicht .identifizieren'. „Keine unangenehmen Gefühle ausdrücken. Jeder dieser drei Oktaven fehlt zwischen fa und mi ein Halbton. können wir erkennen. welche die zwei Oktaven befähigt.neue bewußte Anstrengung notwendig. daß die Fabrik. „Wenn wir nun die Arbeit der menschlichen Fabrik als Ganzes betrachten.innerlich nach etwas richten'. daß diese im Verlauf der Zeit den Charakter der Fabrik selbst vollständig verändern. ihre Entwicklung fortzusetzen. durch welche Mittel wir in den Augenblicken. 278 . Vom Gesichtspunkt der allgemeinen Arbeit der Maschine aus kann man im allgemeinen sagen. das heißt dem menschlichen Organismus und dem Weltall zu verstehen. daß sie einen besonderen Einfluß auf die eigenen Gefühle darstellt. wollen wir die Welt wieder wie früher in Form dreier Oktaven vom Absoluten bis zur Sonne. „Um die Analogie zwischen dem Menschen.Schock' ausgefüllt.Schocks' erzeugt die Fabrik eine so große Menge feiner Stoffe. Bei der Arbeit mit zwei bewußten .Schock' arbeitend. „Die dreistöckige Fabrik stellt ein Miniatur-Weltall dar und ist nach den gleichen Gesetzen und dem gleichen Plan wie das ganze Weltall konstruiert. tatsächlich nur si 12. und in jeder Oktave wird der Platz dieses fehlenden Halbtons durch einen bestimmten .Schock' arbeitet. nur eine sehr geringe Menge der feinen Substanzen erzeugt. Wir sehen. von der Sonne bis zur Erde und von der Erde bis zum Mond betrachten. Aber was dieser Einfluß wirklich ist und wie er erzeugt werden muß. die Produktionsfähigkeit der Fabrik vermehren können. kann nur in Verbindung mit einer allgemeinen Beschreibung der Arbeit der menschlichen Fabrik oder der menschlichen Maschine erklärt werden. sich nicht . daß diese Anstrengung mit dem Gefühlsleben verknüpft ist. da die Erzeugung der feinen Stoffe aufhört. erzeugt sie eine viel größere Menge feiner Stoffe. Wenn sie nun mit einem mechanischen und einem bewußten . dies alles ist die Vorbereitung für die zweite Anstrengung. unter normalen Bedingungen und mit einem mechanischen . Das Wesen dieser Anstrengung erfordert ein besonderes Studium.

die jeder . er ist do 48 der kosmischen Fabrik. Nummer zwei und Nummer drei.der an dem betreffenden Punkt künstlich erzeugt wird. Wenn wir nun anfangen. die in den menschlichen Organismus gelangen. Das bedeutet: um mit irgendeinem weiteren Studium fortzufahren. psychologisch. genau festgestellt ist. in anderen Worten.Schock' vom Beginn der zweiten 279 . An dieser Stelle erhält sie automatisch einen . seine Rolle im menschlichen Organismus und wenn möglich die besonderen mit ihr verbundenen Empfindungen müssen bestimmt werden. Die erste Oktave.Schock' in der oberen Oktave entspricht den Eindrücken. das heißt die NahrungsOktave. Der . nach einer Analogie zwischen der dreistöckigen Fabrik und den drei Oktaven des Universums zu suchen. entwickelt sich auf normale Weise bis mi 192. müssen wir den genauen Zweck jedes . das heißt. jeder Wasserstoff muß chemisch. und zwar auf der gleichen Ebene und nach den gleichen Gesetzen. Der . wie er durch die Natur erschaffen wurde. Der .Wasserstoffes' herausßnden.Schock' in der unteren Oktave entspricht der physischen Nahrung. Er ist do 192 der kosmischen Fabrik.Schock' in der mittleren Oktave entspricht der Luft. daß die drei »zusätzlichen Schocks' in den drei Oktaven des Universums den drei Nahrungsarten entsprechen. dieser . „Das Studium der Arbeit des menschlichen Organismus als eine chemische Fabrik zeigt uns drei Stadien in der Entwicklung der menschlichen Maschine. seine Funktionen. und nachdem die Rolle.Wasserstoff in unserem Organismus spielt. Bei der inneren Arbeit dieser kosmischen dreistöckigen Fabrik unterliegen alle drei Nahrungsarten der gleichen Umwandlung wie in der menschlichen Fabrik. physiologisch und anatomisch definiert werden. „Das erste Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus.Schock' ist do 768 der kosmischen dreistöckigen Fabrik. Ein weiteres Studium der Analogie zwischen Mensch und Weltall ist nur nach einem genauen Studium der menschlichen Maschine möglich. so werden wir sehen. das heißt auf Leben und Funktionen von Mensch Nummer eins.

die in diesem Fall mi 12 erreicht. Die erste Oktave kam bei der Note si 12 zu einem Halt. wenn die Arbeit des Organismus genügend intensiv ist.Wasserstoffen' in seinem Organismus vermehren will. in fa überzugehen. muß in der 280 . das ist der . So sehen wir im zweiten Stadium der Arbeit des menschlichen Organismus die volle Entwicklung der zweiten Oktave und dreier Noten der dritten Oktave. Das Wesen dieses zweiten . Ein Mensch muß diesen .Schock'. beginnt mit do 48 und hält dort an. Die Natur hat nur für einen . sich in fa zu verwandeln.Oktave.Schocks' kann nicht so leicht beschrieben werden wie das Wesen des ersten willkürlichen .Schock' hervorruft.Schock' weiterentwickeln.Schock' an Punkt do 48 erzeugt. drei Noten der zweiten und eine Note der dritten Oktave ein vollständiges Bild der Arbeit der . nämlich die Oktave der Eindrücke. muß man die Bedeutung von si 12 und mi 12 verstehen. oder sogar weiter bis la 6 und so fort. der einer Entwicklung der dritten Oktave helfen würde und dadurch das mi der zweiten Oktave befähigen würde.Schock' auf die zweite Oktave übertragen. die Eindrucks-Oktave.Schock' durch seine eigene persönliche Anstrengung erzeugen. Die dritte Oktave. die diesen . So stellen sieben Noten der ersten Oktave.Schocks' zu verstehen. Der gleiche . wenn ein Mensch einen bewußten willentlichen . und ihre Entwicklung geht folgerichtig bis si 12 weiter. nämlich den . Aber die Natur hat den zweiten »Schock1 weder vorausgesehen noch für ihn vorgesorgt. Zuerst einmal wird dieser willentliche . die dem mi der ersten Oktave hilft.menschlichen Fabrik' in ihrem ersten und natürlichen Zustand dar. nämlich die Luft-Oktave. wo sie zu einem Halt kommt. Die zweite Oktave. beginnt mit do 192 und entwickelt sich bis mi 48. der durch den Eintritt der zweiten Oktave hervorgerufen wird. „Die Anstrengung. die dritte bei der Note mi 12. Keine dieser Oktaven kann sich ohne einen frischen .Schocks' bei do 48.Schock' vorgesorgt.Schock'. wenn er die Erzeugung von feinen . die sich bis sol 12 entwickelt.Schock' befähigt auch die dritte Oktave. „Das zweite Stadium bezieht sich auf die Arbeit des menschlichen Organismus. Um das Wesen dieses . sich zu entwickeln.

In Wirklichkeit meinten sie jedoch die Wandlung grober . außerdem sind sie nur in den Sphären von Gedanken und Gefühl erreicht. daß er das erreicht habe. in der Wandlung und Umwandlung der Gefühle bestehen. die von dieser Verwandlung sprachen. 281 . ist ohne diese Wandlung möglich. dann kann man von einem Menschen sagen.Schocks' geschaffen werden kann. da sie auf keine Weise in ihm fixiert sind.Arbeit an den Gefühlen. das heißt kein Wachstum der höheren Körper im Organismus. aber da mi 12 nur als Ergebnis des ersten .Schock' beginnen und dann auf den zweiten . Die Idee dieser Umwandlung war vielen alten Lehren sowohl wie auch einigen verhältnismäßig neuen. Wirkliche.Schocks' aus.Schock'. Aber die Alchimisten sprachen von dieser Umwandlung in der allegorischen Form der Umwandlung von niedrigen Metallen in wertvolle. Von diesem hängt jedoch das Ganze ab. vor allem die Wandlung von mi 12. wie der Alchimie des Mittelalters.Schock' bei mi 12 übergehen. begannen direkt mit ihr. Auf dem Wege des Mönches und dem Wege des Fakirs beginnt die Arbeit am zweiten . muß die Arbeit sich notwendig mangels anderen Materials auf si 12 konzentrieren und ergibt oft ganz falsche Ergebnisse.Wasserstoffe' in feinere im menschlichen Organismus. der in Selbst-Erinnern und in der Beobachtung der empfangenen Eindrücke besteht. nachdem die Umwandlung von mi 12 begonnen hat. Wenn diese Wandlung erreicht ist. Sie wußten nichts oder sagten wenigstens nichts über das Wesen des ersten willentlichen . und man kann auch sagen. bis diese Wandlung erreicht ist. Der zweite willentliche .Schock' vor der Arbeit am ersten . daß. „Die Alchimisten. bekannt. Schocks' möglich. Kein ernstliches Wachstum. wonach er gestrebt hat. objektive Ergebnisse können nur erreicht werden. Die richtige Arbeit auf dem vierten Weg muß mit dem ersten willentlichen . Diese Wandlung der Gefühle wird dann die Umwandlung von si 12 im menschlichen Organismus unterstützen.Schock' samt Umwandlung wird physisch nur nach langer Übung des ersten willentlichen . alle von einem Menschen erreichten Ergebnisse noch verlorengehen können.

beweglicherem . zeigt sie sofort viele neue Seiten in der Arbeit der menschlichen Maschine und erhellt klarer als alles andere die Gründe für die Verschiedenheiten zwischen den Zentren und ihren Funktionen.Wasserstoff' arbeitende Zentrum arbeitet schneller.„Das dritte Stadium in der Arbeit des menschlichen Organismus beginnt dann. Noch weniger sind wir fähig. das nämlich eine Seite des Bewegungszentrums darstellt.Wasserstoff. wenn ein Mensch in sich einen zweiten willentlichen .Wasserstoff48 (gemäß der dritten Skala der . „Das Bewegungszentrum arbeitet mit . Das Zentrum. der Arbeit der inneren. instinktiven Funktionen unseres Organismus zu folgen.oder intellektuelle Zentrum ist das langsamste der drei Zentren.Wasserstoff-Tabelle). Wir können weder unseren eigenen Bewegungen noch den Bewegungen anderer Leute folgen. Darin liegt ihr Hauptunterschied. Das mit leichterem.Schock' am Punkte mi 12 erzeugt und wenn in ihm die Wandlung oder Umwandlung dieser »Wasserstoffe* in »höhere Wasserstoffe' beginnt. das mit einem gröberen.Wasserstoff 12 arbeiten. der Arbeit des instinktiven Gehirns. Es arbeitet mit . „Das Denk.Wasserstoff arbeitet. vollbringt seine Arbeit langsamer. wenn sie nicht künstlich verlangsamt werden. Das zweite Stadium und der Beginn des dritten Stadiums beziehen sich auf Leben und Funktionen des Menschen Nummer vier. .Wasserstoff 24. die wir bis jetzt untersucht haben.Wasserstoff 48. Für den Übergang von Mensch Nummer vier auf die Stufe von Mensch Nummer fünf ist eine beträchtliche Zeitspanne der Umwandlung und Kristallisierung nötig. In Wirklichkeit arbeitet es jedoch sehr selten mit diesem feinen . schwereren und dichteren . „Die Zentren der menschlichen Maschine arbeiten mit verschiedenen »Wasserstoffen'. „Das Gefühlszentrum kann mit .Wasserstoff 24 ist viele Male schneller und beweglicher als . Darum kann das intellektuelle Zentrum nie der Arbeit des Bewegungszentrums folgen. „Wenn die »Tabelle der Wasserstoffe' genügend verstanden wird. Und in den meisten Fällen unterscheidet sich seine Arbeit 282 .

Wasserstoff 12 arbeitete.Wasserstoff48.oder des instinktiven Zentrums. was uns daran hindert. welche die Menschen. „Das intellektuelle Zentrum arbeitet mit . aber sie stehen weder mit unserem gewöhnlichen Leben in Verbindung noch mit den drei Zentren. von der Arbeit der höheren Zentren Gebrauch zu machen. so werden wir sehen. warum die höheren Zentren nicht mit den unteren verbunden werden können. „Wenn wir die Arbeit der menschlichen Maschine vom Gesichtspunkt der . trotzdem sie in vielen Fällen das Bestehen dieser Kräfte und Fähigkeiten nur in Form von Möglichkeiten zugeben und von der Notwendigkeit sprechen. abgesehen von diesen drei Zentren und den damit verbundenen Funktionen.Wasserstoff 24. muß man wissen. mit denen die Zentren arbeiten. diese im Menschen verborgenen Kräfte zu entwickeln. die nicht entwickelt sind.Wasserstoffe' aus betrachten. seit den ältesten Zeiten gesucht haben. das Bewegungszentrum mit . daß es. daß sie behauptet: die höheren Zentren sind im Menschen vorhanden und sind voll entwickelt. „Wenn das Gefühlszentrum mit . „Alle mystischen und okkulten Systeme erkennen das Bestehen höherer Kräfte und Fähigkeiten im Menschen an. Unsere Lehre unterscheidet sich von vielen anderen dadurch. in denen wir unser selbst bewußt sind. die an das Geheimnisvolle und Wunderbare glauben. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. „Wie schon früher gesagt wurde. und' das höhere Denkzentrum. im Menschen noch zwei voll entwickelte und richtig funktionierende Zentren gibt. „Das Vorhandensein dieser höheren Zentren in uns ist ein größeres Rätsel als die verborgenen Schätze. gibt es zwei höhere Zentren: „Das höhere Gefühlszentrum. das mit Wasserstoff 12 arbeitet. Und es ist gerade dieser Mangel an Entwicklung oder das unvollständige Funktionieren der unteren Zentren. so 283 . „Es sind die unteren Zentren. was Intensität und Geschwindigkeit anbetrifft.wenig von der Arbeit des Bewegungs. „Um die Arbeit der menschlichen Maschine und ihre Möglichkeiten zu verstehen.

neue Eindrücke. die durch . „Wenn wir die Zentren unseres gewöhnlichen Bewußtseins absichtlich und nach Belieben mit dem höheren Denkzentrum in Verbindung bringen könnten. Das Gedächtnis behält nur den ersten Augenblick. Aber unter gewöhnlichen Bedingungen ist der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit unserer üblichen Gefühle und der Geschwindigkeit ' des höheren Gefühlszentrums so groß. oder in gewissen pathologischen Zuständen.würde seine Arbeit mit der Arbeit des höheren Gefühlszentrums verbunden sein. was die Ursache und was die Wirkung ist. Bildern und Ideen aufzunehmen. ein bewußtloser Zustand. die von dem höheren Gefühlszentrum kommen und uns rufen. das mit Wasserstoff 6 arbeitet. das heißt ob der pathologische Zustand aus ihnen entsteht oder ihre Ursache darstellt. wo die Arbeit des Gefühlszentrums die Stärke und Schnelligkeit erreicht. daß überhaupt keine Verbindung stattfinden kann und wir nicht die Stimmen in uns hören. In den meisten Fällen. wenn die Flut 284 . ergibt sich eine vorübergehende Verbindung mit dem höheren Gefühlszentrum. Diese Zustände können auf der Grundlage religiöser Gefühle vorkommen oder für kurze Augenblicke durch besondere Rauschgifte. zu bestimmen. ekstatischer Zustände und so fort kennen wir Fälle solcher Verbindungen. Und an Stelle eines lebhaften Gedankens oder eines lebhaften Gefühls entsteht im Gegenteil eine vollständige Leere. ist noch weiter von uns entfernt. „Das höhere Denkzentrum. In den Fällen. in welchen Fällen es schwierig ist. die Flut von Gedanken. so würde uns dies in unserem gegenwärtigen Allgemeinzustand überhaupt keinen Nutzen bringen. die ihm vorher vollständig unbekannt waren und für deren Beschreibung er weder Worte noch Ausdrücke hat. Nur aus der Beschreibung mystischer Erfahrungen. die plötzlich auf es hereinbrechen. Mit ihm ist die Verbindung nur durch das höhere Gefühlszentrum möglich. und der Mensch erfährt neue Gefühle. wie epileptischen Anfällen oder zufälligen traumatischen Verletzungen des Gehirns. wird ein Mensch bewußtlos. Das Him weigert sich. Gefühlen. noch weniger erreichbar.Wasserstoff 12 gegeben ist. wo ein zufälliger Kontakt mit dem höheren Denkzentrum stattfindet.

Um also die Arbeit der unteren Zentren zu regeln und zu beschleunigen. ist es notwendig. übertragen Dinge in die weltliche dreidimensionale Form. was von sogenannten . die völlig außerhalb der Grenzen der weltlichen Maßstäbe liegen. die eine zeitweilige Verbindung mit einem höheren Zentrum darstellen. Aber selbst in diesen Fällen erinnern und übertragen das Denk-. 285 . „Ferner arbeiten. die Arbeit der niederen Zentren zu regeln und zu beschleunigen. Nur ganz selten geschieht es.ekstatischen' Erfahrungen übrigbleibt. daß nichts von den gewöhnlichen Empfindungen im Leben damit verglichen werden kann. Unsere gewöhnlichen Zentren können bei der Wiedergabe der Eindrücke der höheren Zentren einem blinden Menschen verglichen werden. und den letzten Augenblick. wie schon gesagt wurde. jedes Zentrum von ihm fremder und unnatürlicher Arbeit zu befreien und es zu seiner eigenen Arbeit zurückzuführen. die unteren Zentren auf eine falsche Weise. was es in der Ekstase fühlte und verstand. übersetzen vollständig neue und nie früher erfahrene Empfindungen in die Sprache der gewöhnlichen täglichen Empfindungen.und Bewegungszentrum alles auf ihre eigene Weise. Fühl. etwas von dem. auf diese Weise entstellen sie natürlich jede Spur dessen. Aber sogar diese Augenblicke sind so voll von ungewöhnlichen Schattierungen und Farben. wenn die Flut weicht und das Bewußtsein zurückkehrt. oder einem tauben.mystischen' und . muß das erste Ziel darin bestehen. der von Farben spricht. „Um eine richtige und dauernde Verbindung zwischen den niederen und höheren Zentren zu erlangen. Dies verringert die Geschwindigkeit der allgemeinen Arbeit der Maschine beträchtlich und macht die Beschleunigung der Arbeit der Zentren sehr schwierig. zu begreifen und im Gedächtnis zu behalten. der von Musik spricht. die es besser als jedes andere Zentrum ausführen kann. weil das eine oder andere von ihnen anstatt seinen eigenen ihm zukommenden Funktionen oft die Arbeit der anderen Zentren auf sich nimmt. daß es einem besser vorbereiteten Hirn gelingt. was von diesen ungewöhnlichen Erlebnissen im Gedächtnis bleibt. Das ist gewöhnlich alles.auf das Hirn einströmt.

der dauernde Wechsel von Stimmungen. den wir weder anhalten noch beherrschen können. Wir schreiben einen kurzen Brief und verwenden darauf so viel Muskelenergie. Rückens und Magens auf unnötige Weise angespannt. und wir sehen nicht ein. Sobald wir nur eine kleine und unbedeutende Arbeit zu verrichten beginnen. Wir heben eine Nadel vom Boden auf und verwenden auf diese Handlung so viel Energie. in Tagträumen zu schwelgen. Erstens haben wir da den dauernden Strom von Gedanken in unserem Kopf. auch wenn wir gar nichts tun. sind die Muskeln unserer Beine. unserer Beine. sind die Muskeln unserer Schultern und Arme unnötig angespannt. auf Sorgen. wenn wir sitzen. als nötig wäre. die wir während unseres Lebens vollbringen. Die Muskeln sind angespannt. um einen Menschen unseres eigenen Gewichtes aufzuheben. das für die härteste und anstrengendste Arbeit notwendig ist. sofort in Bewegung gesetzt. mit uns selbst. dauernd mit jedem und über alles zu sprechen. unseres Gesichts. wird ein ganzes Muskelsystem. die vollständig unnötig und in jeder Hinsicht schädlich ist. Beispiele solcher unnötiger Tätigkeit können in jeder Menge gefunden werden. die wir nie ausführen. in Phantasien. „Ferner können wir noch auf die Gewohnheit hinweisen. als genügen würde. Ruhelosigkeit. verwenden. und wenn niemand anders da ist. wie auf die Tätigkeit unangenehmer Gefühle oder den Ausdruck unangenehmer Empfindungen. sogar wenn wir gar nichts tun. ja unseres ganzen Körpers angespannt. Zweitens haben wir die ganz unnötige dauernde Anspannung der Muskeln unseres Organismus. Wenn wir gehen. die Gewohnheit. unseres Nackens. einen umfangreichen Band zuschreiben. die vollständig nutzlos sind.„Sehr viel Energie wird auch auf Arbeit verwandt. und der eine ungeheure Menge unserer Energie verbraucht. Ja sogar im Schlaf sind die Muskeln unserer Arme. nützliche Arbeit. daß wir dauernd und zu allen Zeiten Muskelenergie verausgaben. Hast und eine ganze Reihe automatischer Handlungen. daß wir viel mehr Energie auf diese dauernde Bereitschaft für Arbeit. Gefühlen und Empfindungen und eine ungeheure' Anzahl ganz nutzloser 286 . als auf alle wirkliche. Aber die Hauptsache ist.

zu sagen. die ein Mensch sich zu fühlen. Dies sind. 287 . was früher über die Arbeit an sich selbst gesagt wurde. gefühlsmäßigen. daß sie ein und dasselbe sind. zu regeln und auszugleichen. „Um die Arbeit der drei Zentren. Und er hat die vollständige Herrschaft über diese Arbeit oder ist ihr Ausdruck. daß das . verschiedene Aspekte der nächsten Stufe in der menschlichen Entwicklung. daß der . die allmählich die unteren Zentren mit den oberen verbinden wird. willentlichen und anderen inneren Vorgänge. „Alles.Tabelle der Wasserstoffe' zu begreifen hilft. denkerischen. Man kann sagen.Astralkörper' nennt. mit der von unserem Organismus erzeugten Energie hauszuhalten.Astralkörper' für das vollständige und richtige Funktionieren des »höheren Gefühlszentrums' in Verbindung mit dem niedrigeren notwendig ist.höheren Denkzentrum*. Es wäre falsch. unter Einschluß der erhabensten poeti| sehen Eingebungen.höhere Gefühlszentrum'.höhere Gefühlszentrum' für die Arbeit des . müssen wir lernen. Was die eine Terminologie den . sondern sie für die Tätigkeit aufzusparen. verfolgt ein und das gleiche Ziel. um richtiger zu sprechen.| Dinge. Nummer zwei und Nummer drei auf die Stufe von Mensch Nummer vier und weiter. „Der . sie nicht auf unnötige Funktionen zu verschwenden. über die Bildung von innerer Einheit und den Übergang von der Stufe von Mensch Nummer eins. obgleich der Unterschied hier nicht nur in der Terminologie allein liegt. religiöser Ekstasen und mystischer Offenj barungen. zu tun oder zu " sagen verpflichtet fühlt. Oder man kann sagen.Astralkörpers' notwendig ist. ist die Idee der vollständigen Stofflichkeit aller psychischen.mentale Körper' entspricht dem . der eine kann ohne das andere nicht bestehen. „Was wir verstehen müssen und was uns die . deren Funktionen unser Leben darstellen. Aber der eine erfordert das andere. zu denken. „Der vierte Körper braucht ein vollständiges und harmonisches Arbeiten aller Zentren. einer ist der Ausdruck gewisser Seiten und Funktionen des anderen. bezeichnet die andere Terminologie als das .

Unglücklicherweise stimmt jedoch etwas mit dem Laboratorium nicht. „Gewöhnlich erzeugt der Organismus im Laufe eines Tages all die für den folgenden Tag notwendigen Stoffe. er verlangt . Außerdem finden im Laboratorium oft Explosionen statt. während der Organismus selbst einem Laboratorium verglichen werden kann. aus verschiedenen Rohstoffen zubereitet werden.Wasserstoff 24. die Erwartung von irgend etwas 288 . „So sehen wir. der entweder zu schwach oder zu leicht entzündbar ist.Wasserstoff 24 zu schwach. Ärger. Der eine Vorgang verlangt die Verwendung.Wasserstoff^ 12. Die Zentren können Maschinen verglichen werden. der ganzen Fabrik nicht wieder gutzumachenden Schaden zuzufügen. wie sie von den verschiedenen Zentren benötigt werden. die mit einem Schlag allen für den nächsten Tag. in dem die Verbrennungsstoffe der verschiedenen Stärken. Die feineren Substanzen unseres Organismus können als Substanzen gekennzeichnet werden. Femer wird eine große Menge aller erzeugten Brennstoffe ganz nutzlos verwandt. die die Verteilung der Brennstoffe unter die verschiedenen Zentren regeln. besser brennbaren Substanz — . er bedarf einer femeren. daß unser Organismus verschiedene Arten von Brennstoff für die verschiedenen Zentren hat. Eine andere braucht Petroleum.Wasserstoff 48. Für einen dritten Vorgang ist . eine dritte kann nicht mit Petroleum arbeiten. die auf verschiedene Weise zünden. machen oft Fehler. Die Kräfte. sondern benötigt Benzin. die mit Brennstoffen verschiedener Eigenschaften arbeiten. und die Zentren erhalten Brennstoff. daß all diese Stoffe durch irgendein nutzloses und gewöhnlich auch unangenehmes Gefühl ausgegeben und verbraucht werden. Eine Maschine kann mittels Ölabfall oder Rohöl arbeiten. beziehungsweise die Verbrennung von . sie läuft einfach aus. Schlechte Stimmungen. möglicherweise sogar für eine längere Zeitspanne. Dabei kommt es oft vor.„Die Stofflichkeit von Vorgängen bedeutet ihre Abhängigkeit von der Qualität des Stoffes oder der dazu verwandten Substanz. geht verloren. vorbereiteten Brennstoff zerstören und imstande sind. ein anderer Vorgang kann nicht mit Wasserstoff 48 durchgeführt werden.

wenn es einen gewissen Intensitätsgrad erreicht. Zweifel. geht der Vorgang weiter. in einer halben Stunde oder sogar in einer halben Minute alle die für den nächsten Tag vorbereiteten Stoffe aulbrauchen. ein Gefühl der Beleidigung. jedes dieser Gefühle kann. Wenn diese Substanz da ist. „Alle psychischen Vorgänge sind stofflich. ein einziger Wutausbruch oder irgendein anderes starkes Gefühl kann sofort alle im Laboratorium erzeugten Stoffe zur Explosion bringen und einen Menschen für eine lange Zeitspanne oder sogar für immer innerlich leer lassen. ihm entsprechenden Substanz erfordert." 289 . der nicht die Verausgabung einer gewissen.Unangenehmes. Furcht. Es gibt keinen einzigen Vorgang. leichte Erregbarkeit. kommt der Vorgang zu einem Halt. Aber wenn die Substanz erschöpft ist.

Nation. Der Beginn des Weges wird gewöhnlich für leichter oder einfacher gehalten. Der Weg beginnt auf einer anderen. die anderen Gesetzen unterliegen. die wiederum durch den Zufall gelenkt werden. sagte G-. Die zweite Art sind Einflüsse. sie sind bewußt von bewußten Menschen für einen bestimmten Zweck geschaffen wor- 290 . Sitten und Gebräuchen. Die Einflüsse von Rasse. daß der Weg (er betonte dieses Wort) auf derselben Stufe beginnt. trotzdem sie auf der Erde sind. Familie. Einer von ihnen fragte: „Womit beginnt der Weg?" Der Mensch. Ich will versuchen. oder esoterische Einflüsse. der diese Frage stellte. Zeitgeist und so fort. Das ist ganz falsch. Einflüsse. Ihnen das auf die folgende Weise zu erklären. hatte G. die außerhalb dieses Lebens geschaffen werden. Gerade das verstehen die Menschen gewöhnlich nicht. daß die Menschen gewöhnlich denken. viel höheren Stufe. Klima. „Die erste Art dieser Einflüsse wird im Leben selbst oder durch das Leben -selbst geschaffen. daß sie in ihrem Ursprung bewußt sind. als er in Wirklichkeit ist. Vermögen. auf der das Leben verläuft. das heißt. Diese Einflüsse unterscheiden sich erstens dadurch von den anderen. „beruht auf der Tatsache.ZEHNTES KAPITEL E inmal waren bei einer Versammlung eine große Anzahl Menschen anwesend. und er gebrauchte das Wort „Weg" im üblichen religiös-mystischen Sinn.'s Beschreibung der vier Wege nicht gehört. Beruf. Einflüsse des inneren Kreises. Armut. Land. Erziehung. die noch nie bei unseren Zusammenkünften gewesen waren. „Die Hauptschwierigkeit im Verstehen der Idee des Weges". „Der Mensch lebt ein Leben unter dem Gesetz des Zufalls und ferner unter zwei Arten von Einflüssen. Gesellschaft.

der andere weniger. Wir haben über den Beginn des Weges gesprochen. sie können auf einen bestimmten Menschen wirken oder sie können auch nicht auf ihn wirken. Natürlich ist ihre Verteilung ungleich. ein dritter ist fast ganz davon ausgeschlossen. „Wenn wir darüber nachdenken. die zwei Arten von Einflüssen auseinanderzuhalten. wandeln sich die Einflüsse der zweiten Art in Einflüsse der ersten Art. zu verstehen. die im Leben geschaffen sind. um es richtiger auszudrücken. Kunstwerken und so fort auf. Da sie bei ihrer Weitergabe und Deutung im Leben verändert und verzerrt werden. und alles hängt von diesem Verstehen ab. Der Beginn des Weges hängt gerade von diesem Verstehen oder der Fähigkeit ab. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. von Einflüssen zu unterscheiden. das heißt. Aber man muß im Gedächtnis behalten. das heißt. Wenn ein Mensch. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. die Schwierigkeiten sind für alle die gleichen. auf den sie wirken.den. sind die Bedingungen für alle mehr oder weniger die gleichen. „Sie kommen für einen bestimmten Zweck ins Leben. vennischen sich aber dann mit Einflüssen der ersten Art. sie verschmelzen gleichsam mit den Einflüssen der ersten Art. so werden wir bald sehen. Der eine Mensch empfängt mehr Einflüsse. Das ist schon Schicksal. 291 . Wenn wir allgemein sprechen und das normale Leben unter normalen Bedingungen und für einen normalen Menschen annehmen. sie nicht auseinanderhält. philosophischen Doktrinen. fallen auch sie unter das allgemeine Gesetz des Zufalls und beginnen mechanisch zu wirken. Sobald sie in den allgemeinen Lebensstrudel geraten. Es ist notwendig. zwischen den beiden Arten von Einflüssen zu unterscheiden. Einflüsse. einen Katalog von den einen wie von den anderen zu machen. daß es für uns nicht schwierig ist. das heißt ihren Unterschied nicht sieht oder fühlt. ist unmöglich. daß diese Einflüsse nur in ihrem Ursprung bewußt sind. sie können ihn erreichen oder auch nicht. Aber dem kann man nicht abhelfen. Einflüsse dieser Art treten gewöhnlich in Gestalt von religiösen Systemen und Lehren. Sie aufzuzählen. Eine Schwierigkeit besteht darin. das heißt.

auf der gleichen Stufe und zeitigen die gleichen Ergebnisse. Die Suche nach dem Weg kann viele Jahre brauchen und mag zu nichts führen. zwischen ihnen zu unterscheiden und die auf eine Seite stellt. Wenn das magnetische Zentrum genügend Nahrung erhält und wenn es keinen starken Widerstand seitens der anderen Teile der Persönlichkeit eines Menschen erfährt. gerade in dem Augenblick. ihn verpflichten. Er legt sich keine Rechenschaft darüber ab. er erinnert sich an sie alle zusammen. sammeln sich dann in ihm. dann wird die Unterscheidung allmählich leichter und nach einer gewissen Zeitspanne kann er sie nicht länger mit den gewöhnlichen Lebenseinflüssen verwechseln. der diese Einflüsse empfängt. Wenn das magnetische Zentrum genügend Kraft und genügende Entwicklung erlangt. die sich nicht um diese Suche bekümmern und die einen Menschen ablenken können.dann ist ihre Wirkung auf ihn auch keine verschiedene. und wenn er sich darüber Rechenschaft ablegt. von der Macht und der Richtung solcher inneren Neigungen. „Die Ergebnisse der Einflüsse. umzukehren und sogar sich in einer bestimmten Richtung zu bewegen. Das hängt von den Verhältnissen und Umständen ab. wenn er nicht aktiv sucht. das verwandte Einflüsse anzuziehen beginnt und auf diese Weise wächst. sie wirken auf die gleiche Weise. wie und warum. versteht ein Mensch bereits die Idee des Weges und beginnt nach dem Weg Ausschau zu halten. sondern die Tatsache. in welcher Hinsicht. von der Macht des magnetischen Zentrums. Aber wenn ein Mensch. beginnt. die das Ergebnis der im Leben erzeugten Einflüsse sind. wird das magnetische Zentrum die Orientierung dieses Menschen zu beeinflussen beginnen. daß diese Einflüsse sich in ihm sammeln und nach einer gewissen Zeitspanne in ihm eine Art magnetisches Zentrum werden. den Weg zu finden. deren Quelle außerhalb des Lebens liegt. „Wenn das magnetische Zentrum richtig arbeitet und ein Mensch wirklich sucht und selbst. Aber dies ist nicht das Wesentliche. dann erklärt er es falsch. das heißt. empfindet sie alle zusammen. die nicht im Leben selbst geschaffen werden. ein gewisses Ganzes auszumachen. jedoch richtig 292 . Sie beginnen in ihm. in dem die Möglichkeit erscheint.

Und die Treppe wiederum geht der Betreffende mit Hilfe des Menschen hinauf. einen Menschen trifft. wo die Treppe endet. Von dieser ersten Stufe beginnt die . Einflüsse der dritten Art können niemals unter das Gesetz des Zufalls fallen. der den Weg kennt und der direkt oder durch andere Menschen mit einem Zentrum in Verbindung steht. der sich dadurch von den früheren zwei unterscheidet. ihm zu helfen. die das magnetische Zentrum schaffen. die das magnetische Zentrum geschaffen haben. 293 . und von dem die Ideen herrühren. Der Einfluß des Menschen. Einflüsse der zweiten Art.Treppe'. aber später werden sie in den allgemeinen Lebensstrudel geworfen. Sie liegt zwischen . die aus dem Leben stammen. Einflüsse der zweiten Art können durch Bücher. Einflüsse der dritten Art können nur durch eine Person direkt auf eine andere mittels mündlicher Weitergabe geschehen. daß er einen Menschen trifft. „Der Augenblick. durch Riten geschehen. durch philosophische Systeme. das außerhalb des Gesetzes vom Zufall ist.Weg'. Der Einfluß dieses Menschen auf ihn geht durch sein magnetisches Zentrum. der den Weg kennt. auf den Menschen. Nur über diese Treppe kann man auf den . vermischt und unterliegen ebenfalls dem Gesetz des Zufalls. Im Augenblick wollen wir uns vorstellen. sind in ihrem Ursprung bewußt.Weg' gelangen. „Hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. Aber davon werden wir später sprechen. der den Weg kennt. befreit sich ein Mensch von dem Gesetz des Zufalls. der sein Führer ist. er kann nicht allein hinaufgehen. das heißt nach der letzten Stufe der Treppe. der ihn sucht. der wirklich den Weg kennt und bereit ist. daß er erstens ein unmittelbarer Einfluß und zweitens ein bewußter Einfluß ist. der nach dem Weg Ausschau hält. mit Einflüssen. Und hier. so kann er einen anderen Menschen treffen. Das muß man verstehen. an diesem Punkt. auf einer viel höheren Ebene als der des gewöhnlichen Lebens. in dem ein Mensch. ist eine besondere Art Einfluß.Leben' und . wird die erste Schwelle oder die erste Stufe genannt.fühlt. Der Weg beginnt erst da. sie und auch ihre Wirkung stehen außerhalb des Gesetzes vom Zufall.

wird er unfähig sein. 294 . Darum hängt ein Mensch. Aber wenn sie nicht aufsteigen. Wenn die Menschen. Gleichzeitig ist das. Erstens verschwinden alle Zweifel. und gleichzeitig wird der Führer für ihn viel weniger nötig als zuvor. ob das. Der andere wiederum muß einen Dritten an seine Stelle setzen. kann er es vollständig verlieren. die Frage. was man im allgemeinen über die /Treppe' und über den .„Darum ist es unmöglich. Solche Lagen können auf dem Weg auch vorkommen. womit. an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren. seinem Wissen und seinen Kräften. wohin er geht. die er über seinen Führer gehabt haben mag. womit der Weg beginnt. wird er alles zurückerhalten. richtig ist. hält auch er an.Treppe' derartig. und darum ist es unmöglich zu sagen. Ein Mensch mag zum Beispiel irgend etwas erreichen. bevor er nicht einen anderen Menschen auf seine eigene Stufe gebracht hat. In vielen Hinsichten mag er sogar unabhängig werden und wissen.Weg' sagen kann. Selbst wenn er den Weg verläßt. was er geopfert hat. sehr schwankend. kann er jeden Augenblick herunterfallen und muß wieder von vome beginnen. Der Weg beginnt mit etwas. Hiervon haben wir früher gesprochen. und mag diese später opfern. selbst wenn er auf der Treppe ziemlich hoch hinauf gelangt ist. auf seine Stufe aufsteigen. die es auf den anderen Wegen nicht gibt. mit denen er arbeitet. ändert sich das alles. das sich überhaupt nicht im Leben befindet. Manchmal wird gesagt: während ein Mensch die Treppe hinaufgeht. Und auf dem vierten Weg zum Beispiel gibt es besondere Bedingungen. was er erreicht. zu beantworten. So sind beim vierten Weg die Bedingungen für den Aufstieg auf der . weil es verschiedene Wege gibt. einige besondere Kräfte. um höher aufzusteigen. er mag an allem zweifeln. an seinem Führer. die ihm folgen. Wenn sie anhalten. an seinen eigenen Kräften. Aber wenn er die letzte Stufe hinter sich hat und den Weg betritt. „Dies ist beinahe alles. was er tut. daß ein Mensch nicht auf eine höhere Stufe aufsteigen kann. um andere Menschen auf seine Stufe zu bringen. desto mehr von denen ab. Zweitens kann er nicht mehr so leicht die Ergebnisse seiner Arbeit verlieren und kann nicht wieder in das gewöhnliche Leben zurückfallen. ist er über nichts sicher. j e höher er aufsteigt.

in welcher das magnetische Zentrum falsch gebildet worden ist. „Das Ergebnis der Arbeit eines Menschen. die aber so verstümmelt sind. ob er Ideen des objektiven Wissens von subjektiven wissenschaftlichen und philosophischen Ideen unterscheiden kann. oder Spuren von Einflüssen der zweiten Art. oder er mag nichts davon wissen und nur den Menschen kennen. hergekommen ist. wo sich dieses Zentrum befindet und wie man von ihm Wissen und Hilfe erhält. hängt nicht davon ab. Ein Mensch mit einem falschen magnetischen Zentrum kann auch nach dem Weg Ausschau halten und kann einen anderen treffen. daß sie ihr eigenes Gegenteil geworden sind. was sie wissen. Aber in Wirklichkeit kennt 295 . Ferner können sich in ihm Einflüsse der ersten Art vorfinden. Und nur im Verhältnis zu ihrer eigenen Entwicklung beginnen sie weiter zu sehen und zu erkennen. Es kann in sich selbst geteilt sein. Das heißt.„Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Stellung des Lehrers in seinem Verhältnis zu dem esoterischen Zentrum. ob er genau den Ursprung dessen. kennt. von dem er selbst sein Wissen erhalten hat. was er lehrt. Solch ein falsch gebildetes magnetisches Zentrum kann keine richtige Orientierung vermitteln. ob seine Ideen tatsächlich vom esoterischen Zentrum herrühren und ob er selbst esoterische Ideen verstehen und unterscheiden kann. das sich außerhalb des Gesetzes vom Zufall befinde. daß sie nur eine Stufe über ihrer eigenen kennen. der die Rolle des Lehrers auf sich nimmt. er mag genau wissen. die im Leben im Gewand von Einflüssen der zweiten Art geschaffen wurden. In den meisten Fällen beginnen die Menschen genau damit. von wo das. das sind solche. sondern hängt vielmehr davon ab. er mag nämlich mehr oder weniger über dieses esoterische Zentrum wissen. daß er den Weg kenne und mit einem Zentrum in Beziehung stehe. das heißt es kann Widersprüche einschließen. der sich als Lehrer bezeichnet und sagt. Aber es ist eine Lage möglich. „Bisher habe ich nur vom richtigen magnetischen Zentrum. vom richtigen Führer und vom richtigen Weg gesprochen.

können Sie schon viele nützliche Schlüsse ziehen. Sie können zum Beispiel sehen. Das richtige Verständnis dieser Tatsache ist bereits ein sehr 296 . sondern verlangen im Gegenteil. daß es gar keinen Zweck hat. „Wenn der Mensch. so kann er ihn in eine ganz andere Richtung führen als er verspricht. einen desto höheren Lehrer. die den Ergebnissen des richtigen Weges genau entgegengesetzt sind. Dies ist es. je niedriger sie selbst sind. Außerdem gibt es hier wieder viele Möglichkeiten: 1. 2. 3. „Wie er erkannt werden kann?" sagte G. die nicht besonders hoch ist. Aber gewöhnlich sehen die Menschen dies nicht nur nicht ein. sich darum zu sorgen. das heißt. Man muß daran denken. Das ist ein Gesetz. wie man einen falschen Weg erkennen kann. Je höher der Schüler. man gehe irgendwohin. desto höher der Lehrer. ihm vertraut. der sich seinerseits irrt. Man dreht sich einfach auf der gleichen Stelle und denkt. was ich Ihnen gesagt habe. daß er etwas weiß. aber in den meisten Fällen führen sie nirgends hin. Niemand kann über seine eigene Stufe hinaussehen. Das heißt.er vielleicht den Weg nicht und steht gar nicht mit so einem Zentrum in Verbindung. während er in Wirklichkeit gar nichts weiß. er kann ihn vom richtigen Wege sehr weit ab führen und ihn zu Ergebnissen bringen. ohne den richtigen Weg zu kennen. Es kann nicht in zwei Worten gesagt werden. Tatsächlich kann der Schüler die Stufe des Lehrers nie sehen. wenn Sie sich an alles Gesagte und an alles daraus Folgende erinnern. wie man den richtigen Weg findet. daß der Lehrer immer der Stufe des Schülers entspricht. der den Weg sucht. einen falschen Weg zu erkennen." „Wie kann ein falscher Weg erkannt werden?" fragte jemand. Er kann absichtlich täuschen. „Es ist unmöglich. „Glücklicherweise geschieht dies jedoch sehr selten. Er kann sich wirklich irren und denken. kann nicht auf einen Lehrer einer sehr hohen Stufe rechnen. falsche Wege sind sehr häufig. Er kann einem anderen trauen. Aber aus dem. Aber ein Schüler auf einer Stufe. wovon wir die ganze Zeit sprechen.

Und es kommt ihm nie in den Sinn. Wie schon gesagt. Gewöhnlich ist der Mensch selbst keinen roten Heller wert. wenn er einen solchen Lehrer wie Jesus Christus treffen würde — wenn wir ihn so nehmen. und der Lehrer kann nicht ohne den Schüler oder ohne Schüler fortschreiten. Es gibt ein bestimmtes Gesetz. kein Mensch kann auf eine höhere Stufe aufsteigen. da es notwendig wäre. legte ich diese Idee in folgendem Diagramm nieder: Bei einer der folgenden Versammlungen sagte G. auf welcher das Gesetz des menschlichen Aufstiegs beruht. Gerade in Verbindung mit diesem Gesetz ergibt sich eine der grundsätzlichen Lehren des vierten Weges. werden die Schwierigkeiten auf dem Weg des Schülers unübersteigbar. muß er sofort weitergeben. was ihm bereits gegeben wurde. auf der Stufe eines Apostels zu stehen. solange er nicht einen anderen Menschen an seine eigene Stelle gebracht hat. so ist auch der Schüler für den Lehrer unerläßlich. mich wiederholen ließ. sogar. Und da der Lehrer für den Schüler unerläßlich ist. Je höher der Lehrer. nach einem ziemlich langen Gespräch über Wissen und Sein: „Genau genommen. 297 . Der Schüler kann nicht ohne den Lehrer fortschreiten. der ist der Lehrer. Auf dem vierten Weg gibt es nicht nur einen Lehrer. sondern eine unerläßliche und ganz konkrete Regel. Und dies ist nicht eine allgemeine Überlegung. Aber es kommt sehr selten vor. Wer immer der Ältere ist. als G. weil Sie noch nicht wissen. um ein Schüler Jesu Christi zu sein. nur dann kann er mehr empfangen. Sonst wird ihm sogar das genommen." Bei einer der folgenden Zusammenkünfte. ihm zu folgen. wie er in den Evangelien beschrieben wird —. was er über den Weg und das magnetische Zentrum gesagt hatte. womit das Wissen beginnt. niemals fähig wäre. Und wenn der Unterschied der Stufen zwischen Lehrer und Schüler über ein gewisses Maß hinausgeht. können Sie jetzt noch nicht über Wissen reden. Mit einem Geringeren gibt er sich nicht ab. will aber als Lehrer keinen anderen als Jesus Christus selbst haben. Was ein Mensch empfangen hat. daß er. desto schwieriger ist es für den Schüler.beträchtliches Verständnis.

. Dieser Einfluß ist bewußt. im Leben. ein einzelner Mensch. Leben. der Einfluß des Menschen H l auf den Menschen H Wenn er tatsächlich mit dem esoterischen Zentrum in Verbindung steht. direkt oder durch Nachfolge.Einflüsse. . . aber in den allgemeinen Lebensstrudel geraten — die zweite Art Einflüsse. . dann ist dies die dritte Art Einfluß. . das außerhalb der allgemeinen Lebensgesetze steht. . und durch seine Wirkung auf den Punkt M nämlich das magnetische Zentrum. das esoterische Zentrum. ein Mensch. . . weder direkt oder durch Nachfolge. der durch Nachfolge mit einem esoterischen Zentrum in Verbindung steht oder dies vorgibt. 298 . die außerhalb des Lebens geschaffen sind. ein Mensch. wird ein Mensch vom Gesetz des Zufalls frei.. das magnetische Zentrum im Menschen.F i g u r 40 . der sich selbst täuscht oder andere täuscht und keine Verbindung. mit dem esoterischen Zentrum hat. das heißt vom Leben selbst erzeug-te Einflüsse — die erste Art Einflüsse.

viel vollständigeren alten esoterischen Lehre über die Kosmen oder Welten ist. Die Idee zweier analoger Kosmen.kleine Kosmos'. „Der fünfte Kosmos ist der Mesokosmos — der . Die Kosmenlehre untersucht sieben Kosmen: „Der erste Kosmos ist der Protokosmos — der .zweite Kosmos'.Makrokosmos' und . „Der Protokosmos ist das Absolute im Schopfungsstrahl oder 299 . sondern von sieben Kosmen spricht. „Sie kennen die Ausdrücke .„Das Wissen beginnt mit der Lehre über die Kosmen. die von einer großen und vollständigen Lehre zufällig übriggeblieben sind. geschaffen wurden. die alle anderen in sich einschließt.kleiner Kosmos'. Aber diese Lehre ist unvollständig und nichts kann von ihr abgeleitet. . . „Der siebente Kosmos ist der Mikrokosmos — der . stellen ein vollständiges Bild des Weltalls dar. nichts auf ihr aufgebaut werden Nichts kann von ihr abgeleitet werden.erste Kosmos'. die eine in der anderen eingeschlossen sind und alle nach dem Bild und Gleichnis der größten von ihnen. „Nur die sieben Kosmen.kleiner Kosmos'.mittlere Kosmos'.dritte Kosmos'. „Der vierte Kosmos ist der Deuterokosmos — der .Wie oben so unten' ist ein Ausdruck der sich auf die Kosmen bezieht. wobei einer im anderen enthalten ist. der »große Kosmos'. „Der sechste Kosmos ist der fritokosmos — der . Das Universum gilt als »großer Kosmos' und de Mensch als .große Welt und . Darin komm die Idee der Einheit und Ähnlichkeit von Welt und Mensch zum Ausdruck.kleine Welt'. analog zu dem großen. daß die vollständige Kosmenlehre nicht von zwei.großer Kosmos' und .weite Kosmos'. „Der zweite Kosmos ist der Agiokösmos — der heilige Kosmos oder der Megalokosmos. weil diese Lehre nur ein abgespaltenes Fragment einer anderen. in ihrer Beziehung zueinander betrachtet. ist so unvollständig.Mikrokosmos' Dies bedeutet . „Der dritte Kosmos ist der Makrokosmos — der . „Jedoch ist es notwendig zu wissen. „Die Lehre von den zwei Kosmen ist aus der Kabbala und anderen noch älteren Systemen bekannt. daß sie überhaupt keine Idee von der Analogie zwischen Mensch und Welt vermitteln kann.

denkt. Die Gesetze sind überall die gleichen.. physische. aber sie äußern sich auf den verschiedenen Ebenen des Weltalls. Der Mikrokosmos ist das . Ein Kosmos kann kein vollständiges Bild 300 . Unter diesem Gesichtspunkt kann es zum Beispiel ein . das heißt auf verschiedenen Stufen. genau so wenig wie es zwischen den verschiedenen Noten in der Oktave eine vollständige Analogie gibt. daß in der allgemeinen Ordnung der sieben Kosmen der Mikrokosmos und der Makrokosmos so weit voneinander entfernt sind. atmet. Der Tritokosmos ist der Mensch. Infolgedessen sind die Kosmen nicht vollständig analog. das Sonnensystem (Welt 12). sagte G. unterschiedlich oder mindestens auf nicht ganz die gleiche Weise.Atom' bezeichnen. „ist das. daß es unmöglich ist. psychische und kosmische. „Sie sehen. „Die Bedingungen für die Wirkung der Gesetze sind auf jeder Ebene. irgendeine unmittelbare Analogie zwischen ihnen zu sehen oder festzustellen. fühlt.Atom'. Der Deuterokosmos ist die Sonne. die kleinste Menge irgendeiner Substanz.alle Welten' im Schöpfungsstrahl). Wenn das Oktaven-Gesetz nicht bestünde. Drei nebeneinander befindliche Kosmen geben ein vollständiges Bild der Äußerung der Gesetze des Weltalls. durch die zwei angrenzenden Kosmen bestimmt. Der Makrokosmos ist unsere Sternenwelt oder die Milchstraße (Welt 6 im Schöpfungsstrahl). „Jeder Kosmos ist ein lebendes Wesen. dann wäre die Analogie zwischen ihnen vollständig. in welcher die Substanz alle ihre Eigenschaften.Atom Wasser' geben. „Wie ich schon früher erklärt habe". Nur drei zusammengenommene Kosmen sind je drei anderen ähnlich und analog. geboren wird und stirbt. Der Mesokosmos ist . beibehält. „Alle Kosmen sind das Ergebnis der Wirkung der gleichen Kräfte und der gleichen Gesetze. das ist in jedem Kosmos.Alle Planeten' (Welt 24) oder die Erde als Stellvertreter der planetarischen Welt. chemische. aber wegen des Oktaven-Gesetzes gibt es keine vollständige Analogie zwischen ihnen. Der Agiokosmos ist Welt 3 (. den darüber und den darunter.Welt l. das lebt. was wir als .

zu verstehen. 301 . das heißt einen größeren und einen kleineren — kennen. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet. das Verhältnis vom Mesokosmos zum Deuterokosmos ist das von Null zu Unendlich und so weiter. ein Kosmos verhält sich zu einem anderen wie Null zu Unendlich. „Die Idee der Kosmen hilft uns. zum Beispiel die Beziehung von . ist es notwendig. In einem Fall oder auf einer Ebene ist sie größer. die Notwendigkeit solch einer Teilung und die Unmöglichkeit für uns selbst. sofort klar werden. uns ein mehr oder weniger klares Bild der Welt ohne diese Teilung vorzustellen. Milchstraße und so fort. daß das Verhältnis vom Mikrokosmos zum Tritokosmos das gleiche ist wie das von Null zu Unendlich. Der Deuterokosmos und der Tritokosmos bestimmen den Mesokosmos und so fort. Im Schöpfungsstrahl werden die Welten in der tatsächlichen Beziehung. Erde. Zusammengenommen bestimmen diese zwei Kosmen den zwischen ihnen befindlichen. So bestimmen der Mesokosmos und der Mikrokosmos zusammen den Tritokosmos.geben.alle Sonnen' zu unserer Sonne. was dies bedeutet. von unserem Gesichtspunkt aus betrachtet: Mond. muß man die zwei angrenzenden Kosmen — den über und den unter ihm. Um daruni einen Kosmos zu kennen. und sie löst viele Probleme. Dies bedeutet. so wird uns das Prinzip der Einteilung des Weltalls in Kosmen. unseren Platz in der Welt zu verstehen. „Die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen ist von der Beziehung einer Welt zu einer anderen im astronomischen Schöpfungsstrahl verschieden. Daher ist die quantitative Beziehung zwischen den Welten im Schöpfungsstrahl nicht beständig. Wenn wir verstehen. in einem anderen Fall auf einer anderen Ebene ist sie geringer. das Verhältnis vom Tritokosmos zum Mesokosmos wie von Null zu Unendlich. wie sie für uns im Weltall bestehen. Das heißt. Aber die Beziehung der Kosmen zueinander ist dauernd und immer die gleiche. „Um die Bedeutung der Einteilung in Kosmen und der Beziehung der Kosmen zueinander zu verstehen. Sonne. zum Beispiel die mit Zeit. Planeten. zum Beispiel die Beziehung zwischen Erde und Mond.

das menschliche Bewußtsein zu erweitem und seine Fähigkeiten zum Wissen zu vermehren. gleichzeitig das Leben der Atome zu empfinden beginnt oder daß sein Bewußtsein auf deren Stufe gelangt. „Diese Idee wird Ihnen vielleicht einige Ausdrücke erklären. „Die Idee der Möglichkeit. daß zum Beispiel ein Mensch.' Gewöhnlich wird dieser Ausdruck ganz falsch gedeutet. auf die Sie in okkulter Literatur gestoßen sind. In seinem gewöhnlichen Zustand ist der Mensch seiner selbst nur in einein Kosmos bewußt.Der Weg nach oben ist gleichzeitig der Weg nach unten. oder dessen Bewußtsein auf die Stufe der Planetenwelt gelangt. das Studium der Relativität auf eine sichere Grundlage zu stellen. Auf diese Weise vollzieht sich die BewußtseinsErweiterung gleichzeitig in zwei Richtungen. tut es dies zu gleicher Zeit auch nach unten. Beim ersten Anblick scheint im System der Kosmen viel Paradoxes zu sein. zum Beispiel der Spruch: . da es ganz unmöglich ist. Wenn wir nach Parallelen und Analogien zwischen den 302 . und all die anderen Kosmen betrachtet er vom Gesichtspunkt des einen Kosmos aus. Und vor allem hilft diese Idee. Durch die Erweiterung seines Bewußtseins und die Intensivierung seiner psychischen Funktionen gelangt er gleichzeitig in die Sphäre der Tätigkeit und des Lebens zweier anderer Kosmen. wenn es sich nach oben erweitert. der das Leben der Planeten zu fühlen beginnt. eine genaue Vorstellung der Welt zu haben. nämlich der Richtung zu den höheren Kosmen. steht in direkter Beziehung zur Kosmenlehre. Die Erweiterung des Bewußtseins vollzieht sich nicht nur in einer Richtung. des größeren Kosmos über ihm und des kleineren unter ihm. „In Wirklichkeit bedeutet dies.Raum und so fort verbundenen. ohne das Prinzip der Relativität festgelegt zu haben. das Prinzip der Relativität genau festzulegen. dem Größeren und dem Geringeren zu. In Wirklichkeit ist jedoch dieses anscheinende Paradoxon einfach die Relativität. Zur Erkenntnis sowohl des Großen als auch des Kleinen ist in gleicher Weise eine Wandlung im Menschen nötig. „Die Idee der Kosmen befähigt uns. Das letztere ist besonders wichtig.

und 3. das heißt. in Beziehung zu einem niedrigeren oder kleineren Kosmos. 2. das Leben und die Erscheinungen eines Kosmos zu untersuchen. Wirkliche Wissenschaft und wirkliche Philosophie sollten auf der Kenntnis der Gesetze der Relativität begründet sein. vom Gesichtspunkt Ihrer Dimensionen aus zu besprechen. was Sie sagten". von einem anderen Kosmos aus gesehen. was ich gerade jetzt gesagt habe. in Beziehung zu einem höheren oder großeren Kosmos." Diesen Worten folgte ein ziemlich langes Schweigen. Viele neue Erscheinungen werden sichtbar und viele andere Erscheinungen verschwinden. „Wie wir schon früher gesagt haben. Diese Gesetze sind uns unverständlich und unbekannt und deshalb wunderbar. Alle Lebenserscheinungen eines bestimmten Kosmos gewinnen. Dann wandte sich G. Es kann keine andere Art Wunder geben. „bezieht sich zweifellos auf das Problem der Dimensionen. „Die Äußerung der Gesetze eines Kosmos in einem anderen Kosmos stellt das dar. zu mir und fügte hinzu: „Versuchen Sie all das. was wir ein Wunder nennen. in Beziehung zu sich selbst. schafft allein die Idee der Kosmen eine feste Grundlage zur Feststellung der Gesetze der Relativität. so können wir jeden Kosmos in drei Beziehungen betrachten: 1. 303 . die sich nach den Gesetzen eines anderen Kosmos vollzieht. Ein Wunder ist weder eine Durchbrechung von Gesetzen noch eine Erscheinung außerhalb der Gesetze. daß Wissenschaft und Philosophie in der wahren Bedeutung dieser Begriffe mit der Idee der Kosmen beginnen. sie unter dem Gesichtspunkt der Gesetze eines anderen Kosmos untersuche. Es ist eine Erscheinung. Folglich ist es möglich." „Alles. Aber bevor ich zu diesen übergehe. Hierdurch verändert sich gewöhnlich das Bild der Welt und der Dinge vollständig. „Um die Gesetze der Relativität zu verstehen. als ob man sie von einem anderen Kosmos aus betrachte. zu behaupten. sagte ich. ist es sehr nützlich.Kosmen Ausschau halten. ein ganz anderes Aussehen und haben eine völlig andere Bedeutung.

weil G. vom dreidimensionalen Körper zum vierdimensionalen Körper und so fort. der mir nicht ganz klar ist. als ob er nach einem Wort suche — „die Mikrobe. Die Beziehung vom Punkt zur Linie. das im Augenblick zu erklären"." Dann wandte er sich wieder mir zu. die Idee vom Mikrokosmos mit dem Menschen zu verbinden. All dies wird später erklärt werden1. Wir sind gewöhnt. Nämlich das. der Linie zur Ebene. was ich sagte. „Der Mensch ist der Tritokosmos. das heißt der dritte Kosmos. was Sie von Ihrem Standpunkt aus dazu sagen können. Aber Sie geben dem Menschen die Bezeichnung Tritokosmos. sagte ich." „Zuallererst müssen wir untersuchen. In der Welt. „Wenn wir dies verstehen." „Aber meinen Sie wirklich. der Ebene zum Körper. „Wenn wir diesen Gesichtspunkt annehmen. Der Mikrokosmos ist das Atom oder besser" — er hielt inne. „Sie werden es später verstehen. Dies bedeutet.hätte ich gerne einen Punkt geklärt. Warum der dritte? Der erste ist der Protokosmos. haben wir ein klares Beispiel der Beziehung von Null zu Unendlich. es später änderte. sagte G. der zweite die Sonne oder der Deuterokosmos. „Sehen Sie. dem Makrokosmos. sagte G. „Aber halten Sie sich nicht bei dieser Frage auf. was das Verhältnis von Null zu Unendlich bedeutet". daß der Begriff Mikrokosmos nicht in Beziehung zum Menschen gesetzt werden kann?" fragte einer der Zuhörer. was Sie über den Mikrokosmos gesagt haben. die unserer Untersuchung zugänglich ist. 304 . Warum ist der Mensch der dritte Kosmos?" „Es ist schwer." „Ja". Dies ist in der Geometrie die Beziehung einer Einheit einer gewissen Anzahl von Dimensionen zu einer anderen Einheit mit einer größeren Anzahl von Dimensionen. werden wir die Beziehung eines Kosmos zum anderen verstehen. „Das schafft eine merkwürdige Verschiedenheit in der Terminologie.. daß der Mensch eine Welt in sich selbst darstellt. und halten Sie sich dabei genau an das. Eine Welt analog zur großen Welt. werden wir zugeben ' Ich erwähne dies.

Dies bedeutet. die erste. ist. die zweite und so fort bis zur sech-* sten Dimension. wie Sie sagen. „Die »Dimensionen-Periode' enthält in sich sieben Dimensionen. „Was mich persönlich an diesem System von Kosmen am meisten interessiert. Die Null-Dimension.Dimensionen-Periode' genau hiermit überein.Mikrobe'. es ist genau das gleiche. Die Bewegung dieses Punktes im Raum erscheint uns als eine Linie. wie dies gekommen ist. das Sonnensystem. Es ist nicht nur ein Zusammentreffen von Einzelheiten. vierdimensional sein.Dimensionen-Periode' sehe. Nichtsdestoweniger stimmt meine . die Sternenwelt für die Sonne vierdimensional. daß sie uns wie ein Punkt erscheint. ist für die Erde dreidimensional. Wenn wir das .Alle Welten' sind fünfdimensional und das Absolute oder der Protokosmos sechsdimensional. dann ist in Beziehung zu diesem Punkt der Mensch eine Linie.müssen. als eine Linie. die Erde. entlang dessen er sich bewegt. Wenn ein Kosmos dreidimensional ist. die so weit von uns entfernt oder so klein ist. das heißt sie hat zwei Dimensionen. daß ich in ihnen die volle . das heißt der über ihm ist. dann muß der nächste Kosmos. daß wir aber nicht wissen. das ist ein Körper ohne Dimensionen. die in einer Beziehung von Null zu Unendlich zueinander stehen. Der nächste Kosmos. Die Null-Dimension oder der Punkt ist eine Grenze. ich habe noch nie von sieben Kosmen gehört. was sich hinter diesem Punkt verbirgt. daß die Beziehung von einem Kosmos zu einem anderen die Beziehung von zwei Körpern verschiedener Dimensionen zueinander ist. als einen Punkt nehmen. Die Sonne. daß wir etwas als einen Punkt sehen. und es kann auch eine ganze Welt sein. das heißt den Mikrokosmos. . Auf die gleiche Weise sieht der Punkt selbst den Raum. aber eine Welt. Ich weiß nicht. Es kann tatsächlich ein Punkt sein. das heißt eindimensional. der nächste fünfdimensional und so fort. Die Bewegung der Linie rechtwinklig zu sich selbst ist eine 305 . ist bezüglich des Menschen eine Ebene. die ich in meinem Buch Ein neues Modell des Weltalls aufgezeigt habe. wie dies auch für die unmittelbare Wahrnehmung zutrifft.Atom' oder die .

' „Aber wenn wir sagen. seine Projektion oder seine Grenze sein. und die Linie selbst sieht den Raum. daß er für unsere Wahrnehmung eine wirkliche physische Existenz hat. „Bisher habe ich die Linie vom Gesichtspunkt des Punktes aus betrachtet und die Ebene vom Gesichtspunkt der Linie. meinen wir hiermit Existenz in der Zeit. In diesem Fall stellt die Ebene die Begrenzung eines Körpers. Die Ebene ist in Wirklichkeit nur die Projektion eines Körpers. Jeder Punkt der Zeitlinie ist eine Linie der Ewigkeit. „Ewigkeit ist die unendliche Existenz jedes Zeitaugenblicks. Die Zeit liegt außerhalb des dreidimensionalen Raums. „Ein dreidimensionaler Körper unterscheidet sich von Punkt. Außer der Existenz in der Zeit besteht auch alles Existierende in der Ewigkeit.existiert'.Ebene. Die Ewigkeit hat eine Dimension mehr 306 . Existenz in der Zeit ist Bewegung oder Ausdehnung entlang der vierten Dimension. Die Linie ist die Begrenzung der Ebene oder ein Schnitt durch sie. Wenn wir Existenz als eine Ausdehnung entlang der vierten Dimension annehmen. aber Punkt. Aber es gibt keine Zeit in einem dreidimensionalen Raum. Die Zeit. dann wird ein dreidimensionaler Körper ein Schnitt durch es. Wenn wir uns die Zeit als eine Linie vorstellen. das heißt er besitzt eine Anzahl verschiedener physischer Eigenschaften. entlang dessen sie sich bewegt.Körper' hat eine unabhängige physische Existenz. Die Linie der Zeit ist eine Ebene der Ewigkeit. Linie und Ebene durch die Tatsache. oder einen Schnitt durch ihn dar. ist die vierte Dimension. : „Ein . wenn wir uns das Leben als einen vierdimensionalen Körper vorstellen. dann wird diese Linie an jedem Punkt von den Linien der Ewigkeit durchkreuzt. Existenz ist für uns Existenz in der Zeit. die Linie die Projektion einer Ebene und der Punkt die Projektion einer Linie. ein Ding . Linie und Ebene können auch vom Gesichtspunkt eines dreidimensionalen Körpers aus betrachtet werden. Der Punkt ist die Begrenzung oder ein Schnitt durch die Linie. in Form einer Ebene. oder seiner Seite. wie wir sie fühlen. „Aber Existenz in der Zeit umfaßt nicht alle Aspekte der Existenz.

oder gar nichts. Dann kommt ein neuer Moment. diese Möglichkeiten. werden in der Ewigkeit endlos weiter verwirklicht. oder wiederum einen Bleistift und ein Stück Papier. daß es Möglichkeiten und daß es Unmöglichkeiten gibt. muß eine gewisseAnschauung über dieZeit aufgestellt werden. Ich kann ein Stück Papier. Die Möglichkeiten. Es gibt nur. aber ich kann nicht eine Orange vom Tisch nehmen und auf den Boden werfen. manchmal eine kleine. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen Möglichkeit und Unmöglichkeit. stehen. Infolgedessen. manchmal eine größere. während die unverwirklichten Möglichkeiten unverwirklicht bleiben und auch nicht verwirklicht werden können. Wenn der Zeitraum vierdimensional ist. in dem diese Möglichkeiten bestehen. Es gibt verschiedene Verbindungen von Möglichkeiten in bezug auf die Dinge. die nicht auf dem Tisch liegt. 307 . oder einen* Bleistift und einen Aschenbecher. ist Ewigkeit die fünfte Dimension. wenn Zeit die vierte Dimension ist. um die Idee der fünften und sechsten Dimension zu ver. Auch dieser Moment hat eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten in einem bestimmten Sinn.als die Zeit.i. die von diesem Tisch auf die Erde geworfen werden können. dann ist der nächste Moment ein Moment der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten. Dies ist die Verwirklichung einer der Möglichkeiten. jedoch nie eine unendliche Anzahl. Ein Bleistift wird auf den Boden geworfen.. . aber jeder Zeitmoment hat eine unendliche Existenz in der Ewigkeit. Man muß sich klar sein. einen Bleistift oder einen Aschenbecher von diesem Tisch nehmen und auf den Boden werfen. Ich kann einen Bleistift oder ein Stück Papier oder einen Aschenbecher herunterwerfen. Das Aufeinanderfolgen dieser Augenblicke der Verwirklichung einer Möglichkeit stellt die Zeitlinie dar. dann ist der Ewigkeitsraum fünfdimensional. Und der Augenblick danach wird wieder ein Augenblick der Verwirklichung einer dieser Möglichkeiten sein. „Weiter. Wenn wir als einen Zeitmoment den Moment annehmen. Aschenbecher oder alle zusammen. oder ein Stück Papier und einen. „Jeder Augenblick der Zeit enthält eine gewisse Anzahl von Mög-^ lichkeiten. die verwirklicht worden sind.

. verwirklicht. wie G. Die Ewigkeit ist jedoch nur eine Ebene. in der . Die Verwirklichung aller geschaffenen oder entstandenen Möglichkeiten bestimmt das Wesen der Welt. „Wie ich schon gesagt habe. betrachten. und alles Unverwirklichte bleibt unverwirklicht. Jenseits dieser Periode ist entweder nichts. „Wenn wir daher den Mikrokosmos.und Ewigkeitslinie ausgehen. das . oder die gleiche Periode mag sich auf einer anderen Ebene wiederholen. Diese Linien werden außerhalb der Ewigkeit verlaufen. nur geht dieses System von Kosmen noch weiter und erklärt viele Dinge. berührt mich das System der Kosmen.höheren Ewigkeit' oder dem sechsdimensionalen Raum. außerhalb des fünfdimensionalen Raumes. müssen verwirklicht werden. was einmal verwirklicht worden ist.Mikrobe'. „Wie gesagt. Gleichzeitig ist für die Verwirklichung dieser Möglichkeiten innerhalb der Grenzen der Ewigkeit kein Platz. die von der Zeitlinie durchkreuzt wird.„Aber alle Möglichkeiten. An jeder Stelle dieser Linie bleibt eine gewisse Anzahl von Möglichkeiten unverwirklicht.Dimensionen-Periode' entspricht. In der Ewigkeit bleibt alles. „Die sechste Dimension ist die Linie der Verwirklichung aller Möglichkeiten. vor allem durch die Tatsache. dessen Darstellung wir eben gehört haben.6 „Die fünfte Dimension ist die Linie der ewigen Existenz oder der 'ilWiederholung einmal verwirklichter Möglichkeiten. so wird der Tritokosmos für dieses den vierdimensionalen Raum darstellen. die von einem Punkt in verschiedenen Winkeln zur Zeit. bilden sieben Dimensionen. Wenn wir uns die Linien der Verwirklichung dieser Möglichkeiten vorstellen. also. in der sechsten Dimension. die geschaffen worden sind oder in der Welt entstanden sind. t „Die vierte Dimension ist die Folge der Augenblicke während der Verwirklichung einer Möglichkeit. von der Null-Dimension bis zur sechsten Dimension. der Mesokosmos 308 . eine volle Dimensionen-Periode. welche die Grundlage meines Heuen Modells des Weltalls bildet. die in meiner Arbeit nicht klar waren. so werden sie entlang von Radien verlaufen.Atom' oder die . es bezeichnete. daß es vollständig der .

genau so im Bereich dessen. Für einen dreidimensionalen Körper. „Da jeder Kosmos eine wirkliche physische Existenz hat. daß alle Möglichkeiten des . Letzteres ist vielleicht das Paradoxeste. Ein fünfdimensionaler Körper ist nur eine unvollständige Ansicht eines sechsdimensionalen Körpers. In Beziehung zu einem niedrigeren Kosmos ist er vierdimensional. ein vierdimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines fünfdimensionalen Körpers. das heißt die Ansicht einer Seite. was tatsächlich null ist. wie im Bereich dessen. Gleichermaßen ist eine Linie eine unvoll- 309 . „Ferner müssen wir verstehen.den fünfdimensionalen Raum und der Deuterokosmos den sechsdimensionalen Raum. wie es ein Kosmos ist.Mikrobe' innerhalb der Grenzen des Sonnensystems verwirklicht werden. „Wenn wir den Menschen als Tritokosmos annehmen. in Beziehung zu einem höheren Kosmos ein Punkt. daß alle Möglichkeiten des Tritokosmos im Makrokosmos verwirklicht werden. der Deuterokosmos der fünfdimensionale Raum und der Makrokosmos der sechsdimensionale. was tatsächlich unendlich ist. Das bedeutet. ist darum jeder Kosmos für sich oder in sich dreidimensional. daß die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers verschieden sein kann. aber nichtsdestoweniger ist es genau wie es sein sollte. aber die vierte Dimension liegt für ihn im nächsthöheren und im nächstniedrigeren Kosmos. Und natürlich ist eine Ebene eine unvollständige Ansicht eines dreidimensionalen Körpers. Nur ein sechsdimensionaler Körper kann vollständig wirklich sein. ein dreidimensionaler Körper ist eine unvollständige Ansicht eines vierdimensionalen Körpers. Um es anders zu sagen: er selbst ist dreidimensional. „Das bedeutet. liegt die vierte Dimension ebensosehr im Bereich des sehr Großen wie auch im Bereich des sehr Kleinen. dann ist für ihn der Mesokosmos der vierdimensionale Raum.Atoms' oder der . „Gleicherweise werden alle Möglichkeiten des Mesokosmos im Agiokosmos verwirklicht und alle Möglichkeiten des Deuterokosmos oder der Sonne im Protokosmos oder dem Absoluten.

Unsere Ansicht von ihr ist unvollständig. wie sehen sie als einen Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt ihres vollständigen Seins. auf welche Weise. dann wird die Linie der Erdbewegung eine Spirale. Jemand. Zum Beispiel stellen wir uns die Erde als dreidimensional vor. Als ein dreidimensionaler Körper ist die Erde für sich selbst ganz verschieden von dem.ständige Ansicht einer Ebene und ein Punkt eine unvollständige Ansicht einer Linie. welche die Erde selbst als eine dreidimensionale Figur sehen kann. Diese Dreidimensionalität ist nur eingebildet. in welcher die Erde sich selbst sieht. wenn wir uns die Linie der Sonnenbewegung veranschaulichen. welche die Linie der Sonnenbewegung umkreist. die wir uns nicht vorstellen können. aber in einer vollständig anderen Art von Dreidimensionalität. sondern eine Linie. das heißt in bezug auf die Sonne. Im Deuterokosmos. der ihn von außen ansieht. Und tatsächlich können wir auch bis zu einem gewissen Grade erkennen. das heißt.Erdkugel' ist ein eingebildeter Körper. Aber diese sechsdimensionale Erde kann auch für sich selbst dreidimensional sein. Es ist 310 . dann wird diese Bewegung eine Figur ergeben. mag ihn möglicherweise auch als dreidimensionalen Körper sehen. Sie ist ein Schnitt eines Schnittes durch einen Schnitt der sechsdimensionalen Erde. die wir als Bahn der Erde um die Sonne verfolgen. dies bedeutet. wenn wir auch nicht wissen. daß im Agiokosmos die Erde ein sechsdimensionaler Körper ist. Wenn wir uns eine seitliche Bewegung dieser Spirale vorstellen. Die . die jedoch nichtsdestoweniger die sechsdimensionale Form der Erde ist. nur kennen wir nicht die Form. „Ferner kann sich ein sechsdimensionaler Körper als dreidimensionalen Körper sehen. und können auch keine Vorstellung davon haben. auf welche Weise die Form der Erde sich wandeln muß. weil wir die Art ihrer Bewegung nicht kennen. was sie für uns darstellt. „Die Möglichkeiten der Erde werden im Agiokosmos verwirklicht. ist die Erde nicht mehr ein Punkt (wenn wir den Punkt als die reihenmäßige Verkleinerung eines dreidimensionalen Körpers annehmen). Wenn wir uns die Sonne im Makrokosmos vorstellen.

einmal beim Gespräch über die Kosmen und die verschiedene Zeit in den verschiedenen Kosmen gesagt habe.'s Vorlesung über die Kosmen und das darauffolgende Gespräch fesselte mich sehr. Beachten Sie zum Beispiel. G. „Es ist sehr viel in dem. mit dem wir begonnen hatten. Es ist wiederum das gleiche wie im Neuen Modell des Weltalls. dies festzustellen und zu verstehen. daß G. nämlich zu den Problemen von Raum und Zeit und 311 . Dies war ein direkter Übergang von dem „dreidimensionalen Weltall". „Ich will nur eines noch hinzufügen: „Zeit ist Atem — versuchen Sie. das heißt es ist möglich. bearbeiten können. zu den Problemen.'s Moskauer Schülern hinzu. also die vierundzwanzig Stunden oder Tag und Nacht.Prinzip der Relativität' nennt. dann werden Sie auf vieles stoßen. was G. „Und dieser letzte Punkt scheint mir mit dem verknüpft zu sein." Damit beendete ich meine Übersicht über das System der Kosmen vom Gesichtspunkt der Dimensionen-Periode aus. die ich im Neuen Modell des Weltalls herausgearbeitet hatte." Er sagte nichts weiter. das . Und sie kann genau berechnet werden. dies zu verstehen. genau festzustellen. wie Sie das Material. das Sie jetzt haben. Sein Prinzip der Relativität hat nichts mit dem Prinzip der Relativität in der Mechanik oder mit dem Einsteins zu tun. was Sie gerade gesagt haben". Wenn Sie heraus. den „Atem des organischen Lebens" darstellen. sagte G. daß die Zeit i in den verschiedenen Kosmen verschieden ist. Später fügte einer von G.. worauf Sie bis jetzt noch nicht gekommen sind. es ist das Prinzip der Relativität des Daseins.notwendig.1 „aber dieses Material muß ausgearbeitet werden. wie die Zeit in einem Kosmos zu der Zeit in einem anderen Kosmos in Beziehung steht.^ finden können. weil sonst die Vorstellung der Dreidimensionalität der Kosmen mit unserer Vorstellung dreidimensionaler Körper vermengt wird. Die Dreidimensionalität sogar ein und desselben Körpers kann verschieden sein. daß Schlaf und Wachen der Lebewesen und Pflanzen.

Dies war zwar zunächst nur hypothetisch. 312 . erreichten wir lange Zeit kein Ergebnis. Ich erinnere mich. zu dem. an denen ich mehrere Jahre gearbeitet hatte.höheren Dimensionen. worüber Sie mich jetzt fragen. Jedes individuelle Lebewesen — ein Hund. am Bahnhof bezüglich der Kosmen eine Frage stellte. tiefer in die Idee der Kosmen einzudringen und sie weiterzuentwickeln. bei denen wir versuchten. darüber zu sprechen. „Wenn wir den Menschen als Mikrokosmos und als Tritokosmos das Menschengeschlecht oder besser das organische Leben annehmen könnten. mit G. antwortete G. Aber bei den ein oder zwei Gelegenheiten. Einige von uns versuchten. sie zurückgewiesen hatte. „Versuchen Sie zu verstehen." Ich erinnere mich. diese Probleme von vielen verschiedenen Seiten anzugehen. Und ich konnte nicht verstehen. was der Mikrokosmos bedeutet". was er über die Kosmen gesagt hatte. daß diese Fragen im späteren Gespräch ganz leicht lösbar wurden. dann wird alles weitere. die Beziehung des Menschen zu anderen Kosmen festzustellen". und obgleich wir alle in der Idee der Kosmen sehr viele Möglichkeiten sahen. aber nichtsdestoweniger stimmte es mit dem ganzen System von Welt und Mensch vollständig überein. so würde es viel leichter sein. die Verbindung aller Lebewesen stellte den Tritokosmos oder das organische Leben auf Erden dar. Z. Ihnen ebenfalls klar werden. nichts weiter hinzu. Besonders waren wir durch den „Mikrokosmos" verwirrt. bestand er auf seinen Definitionen. warum G. Über ein Jahr lang fügte G. eine Katze. „Wenn es Ihnen gelingt. als wir den Menschen als „Mikrokosmos" annahmen.. der mit mir versucht hatte. als er Petersburg verließ — es mag sogar seine endgültige Abreise 1917 gewesen sein —. ein Baum — konnte als ein Mikrokosmos angenommen werden. daß einer von uns ihm einmal. das zu verstehen. Diese Definitionen schienen mir die einzig logisch möglichen zu sein. sagte in diesem Zusammenhang einer von uns.

als einen Punkt annehmen. die er auf der Oberfläche der Erdkugel beschreibt. daß Sie jetrt schon ohne weitere Erklärung die Behauptung nicht mehr bestreiten werden. Nun haben Sie eine Vorstellung von den Gesetzen. das heißt unter anderen Menschen und inmitten der Natur. warum G. daß wir den Begriff „Mikrokosmos" auf im Vergleich zum Menschen kleinere Größen anwenden sollten. das heißt den Menschen. „Wenn wir die Beziehung zwischen den Kosmen graphisch darstellen wollen". Rufen Sie sich ins Gedächtnis zurück: „Wie oben. Durch diese Annahme bekamen viele Dinge für mich einen besseren Zusammenhang. Im Mesokosmos. Später wurde uns klar." Ich glaube. während sie in Beziehung zur Sonne. den Menschen als den Mikrokosmos und den Tritokosmos als das organische Leben auf Erden zu betrachten. „so müssen wir den Mikrokosmos. so unten. und sind zur Erde zurückgekehrt. die Linie dar. das mir G. wenn man die Bewegung der 313 . als ich das erstemal dort war. daß das Leben des einzelnen Menschen — des Mikrokosmos — von denselben Gesetzen gelenkt wird. wollte. das heißt. den Begriff „Mikrokosmos" auf den Menschen anzuwenden. durchlas. während er sich von Ort zu Ort bewegt. Ich erinnere mich an ein Gespräch über diesen Gegenstand. wird diese Linie zu einer Ebene. als ich mich wieder dem Problem der Kosmen zuwandte. nämlich den Beginn der Geschichte. gegeben hatte.Jedenfalls entschloß ich mich später. Dann stellt sein Leben im Tritokosmos. und worauf er unsere Gedanken hierdurch lenken wollte. das heißt in Verbindung mit der vierundzwanzigstündigen Drehung der Erde um ihre Achse. die in der Moskauer Gruppe vorgelesen worden war. das heißt. die das Leben des Makrokosmos lenken." Dies bestärkte uns noch weiter in dem Entschluß. wir müssen ihn in einer sehr kleinen Größenordnung und in sehr großer Entfernung von uns selbst annehmen. sagte ich. A u s „Blick in die Wahrheit. Und als ich einmal das Manuskript Blick in die Wahrheit. fand ich darin die Ausdrücke „Makrokosmos" und „Mikrokosmos". und darin bedeutete „Mikrokosmos" Mensch.

in anderen Worten. Der Makrokosmos ist der Kosmos. auch ein dreidimensionaler Korper war. existiert er überhaupt nicht. Aber da unser Ausgangspunkt. In diesem Fall muß das organische Leben notwendig in der Zeit betrachtet werden. die Sonne. das heißt jenseits des Sonnensystems. 314 . Die Möglichkeiten der Erde verwirklichen sich im Megalokosmos und die Möglichkeiten der Sonne im Protokosmos. wie zum Beispiel das Dasein des Menschen innerhalb des organischen Lebens oder in seiner Beziehung zum organischen Leben. das Dasein eines Kosmos innerhalb eines anderen zu begreifen. Dasein in der Zeit ist die Ausdehnung in der vierten Dimension. die Erde. „Wenn der Mikrokosmos oder Mensch ein dreidimensionaler Körper ist. haben wir zwei Dreidimensionalitäten. in anderen Worten. Dies entspricht dem. das organische Leben auf Erden als Ganzes betrachtet sie mehr als eine Erscheinung denn als dreidimensionalen Körper. in dem sich die Möglichkeiten des Tritokosmos verwirklichen. ein dreidimensionaler Körper wird. dann ist der Tritokosmos — das organische Leben auf Erden — ein vierdimensionaler Körper. Die Erde hat fünf Dimensionen und die Sonne sechs. etwas Verwirklichtes. was schon früher gesagt wurde. Im Makrokosmos existiert der Mensch überhaupt nicht. „Die Ungenauigkeit dieser Anschauung wird offensichtlich. „In diesem Fall verwirklichen sich alle Möglichkeiten des Menschen in der Sonne. eines kleineren Kosmos in einem größeren. das heißt eines niedrigeren Kosmos in einem höheren. und der Mensch kann im Makrokosmos nur als Atom des Tritokosmos existieren. oder.Erde um die Sonne in Betracht zieht. wenn wir versuchen. „Jenseits der Sonne. vom nächsten Kosmos aus gesehen. sie wird etwas wirklich Bestehendes. „Die gewöhnliche wissenschaftliche Anschauung betrachtet den Menschen als dreidimensionalen Körper. hat und kann er kein Dasein haben oder. das heißt der Mensch oder der Mikrokosmos. nämlich daß der Mensch Nummer sieben innerhalb der Grenzen des Sonnensystems unsterblich wird. das Sonnensystem und die Milchstraße dagegen betrachtet sie als dreidimensionalen Körper.

die um die Sonne kreist. aber das Ergebnis dieser Bewegung können wir nicht kennen. Die Spirale und die Spindel zusammen müssen im nächsten Kosmos eine seitliche Bewegung ausführen. darstellen." Es ist schwer. aus denen sein Körper besteht. dann werden die mikroskopischen Zellen. sondern eine Spirale. zu einem dritten Mikrokosmos — dem Molekül. Ihre Bewegung um ihre eigene Achse macht sie zu einem fünfdimensionaien Körper. Die Erde ist keine Kugel. daß der nächste Kosmos das Elektron ist. daß die Kette der Kosmen mit dem Mikrokosmos zu einem Ende kommt. all die Gespräche zu rekonstruieren.Moleküle* und . Wenn wir noch weitergehen. Eine mikroskopische Zelle. nämlich .Zellen'.'s Worte über die VcrBcfaiedenhdt der Zeit in den verschiedenen Kosmen zurück. Diese Einteilungen und Definitionen.„Auch kann die Erde nicht als dreidimensionaler Körper betrachtet werden. sind möglicherweise sehr unvollständig. es mag sein. daß die Wissenschaft mit der Zeit andere feststellen wird. zweiten Mikrokosmos — der Zelle. Auf diese Weise kommen wir zu einem. den nächsten Kosmos. das ich lösen konnte und mußte.Elektronen'. und die Sonne ist keine Kugel. so können wir sagen. die sich an der Grenze der mikroskopischen Sichtbarkeit befindet. Nur im Ruhezustand wäre sie dreidimensional. Hier war ein Rätsel. Wenn der Mensch ein Mikrokosmos. Besonders oft kam ich auf G. während ihre Bewegung um die Sonne die Erde vierdimensional macht. 315 . aber dies heißt nicht. die die nächste Stufe. aber das Prinzip wird immer das gleiche bleiben. und die niedrigen Kosmen werden immer in genau diesem Verhältnis zum Mikrokosmos stehen. das heißt ein Kosmos in sich ist. und zu einem vierten Mikrokosmos — dem Elektron. da uns weder die Art noch die Richtung der Bewegung bekannt ist. zu ihm ungefähr im gleichen Verhältnis stehen wie er selbst zum organischen Leben auf Erden. die wir damals über die Kosmen führten. setzt sich aus Milliarden von Molekülen zusammen. . sondern eine Art Spindel innerhalb dieser Spirale. „Weiterhin stellen sieben Kosmen eine Dimensionen-Periode dar.

aber mangels anderer konnte man sie annnehmen. Der nächste Kosmos war das Molekül und der nächste das Elektron. Die Idee von zwei Kosmen in der mikroskopischen Welt. was ich über den Gegenstand dachte. das heißt der nächste kleinere Kosmos. Die Idee der Kosmen wurde erst ein Jahr. zu versuchen. trotzdem ich diese Bezeichnung nicht verstand. Als nächsten Kosmos in Beziehung zum Menschen nahm ich das „organische Leben auf Erden" an.Tabelle der Zeiten in den verschiedenen Kosmen" zu konstruieren. nachdem wir das erstemal von ihr gehort hatten. als es mir zum erstenmal gelang. Durch einen solchen Aufbau wurde zweifellos eine vollständige Inkommensurabilität zwischen den Kosmen begründet oder beibehalten. das heißt die Vorstellung von zwei mikroskopischen Individuen. war die „Zelle". 316 . alles. das heißt das Verhältnis von Null zu Unendlich wurde aufrechterhalten.Nachdem ich mich endlich entschlossen hatte. Als nächsten Kosmos konnte man eine kleine ultramikroskopische Zelle annehmen. ist in der Bakteriologie allgemein bekannt. Und später Wurden durch dieses System viele interessante Konstruktionen möglich. hinzufügen. zusammenzufassen. wie er es versprochen hatte. daß G. erklärte. Unterhalb des Menschen. nahm ich den Menschen als Mikrokosmos an. Weder „Molekül" noch „Elektron" schienen mir sehr vernünftige oder zulässige Bezeichnungen zu sein. Alles andere stimmte mit G. Aber der Name ist bedeutungslos. welches ich „Tritokosmos" nannte. wie zum Beispiel die Embryo-Zelle des menschlichen Organismus. die Bezeichnungen der Kosmen und den Ursprung dieser Bezeichnungen niemals. Nicht jede Zelle und nicht eine Zelle unter jeder Bedingung. Aber von dieser Tabelle will ich später sprechen.'s System überein. die Frage zu beantworten. die sich voneinander so unterscheiden wie der „Mensch" von einer „großen Zelle". da ich nicht imstande gewesen wäre. sondern eine ziemlich große Zelle. Jetzt möchte ich nur noch. weiterentwickelt. eine . warum das organische Leben auf Erden der „dritte" Kosmos sei. nämlich im Frühling 1917.

bringt es viele Früchte. „Zu Beginn wollen wir den wohlbekannten Text über den Samen nehmen. muß er zuerst sterben. muß er erst aufwachen. das niemals veröffentlicht wurde und wahrscheinlich auch nie veröffentlicht werden wird. Ich habe dieses Buch schon in Verbindung mit der Frage über die Bedeutung des Wissens erwähnt und habe damals einen Aphorismus dieses Buches zitiert. daß in den uns bekannten Texten die wichtigsten Punkte gewöhnlich fehlen. Das wird Sie lehren. „In Beziehung zu dem.Wenn ein Mensch erwacht. aber um geboren zu werden. Aber zuerst ist es notwendig. sagte G.ELFTES KAPITEL aus den Evangelien gefragt". aber wenn es stirbt.So ein Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt. Gleichnisse und so fort „An einer anderen Stelle heißt es: „. und wir werden oft darauf zurückkommen. der sterben muß. „Es gibt ein Buch von Aphorismen. von den Evangelien zu sprechen. und um zu sterben. kann er sterben: wenn er stirbt.Ein Mensch kann geboren werden. sagt das Buch folgendes: „.' „Dieser Text hat viele verschiedene Bedeutungen. das in diesem Text enthaltene Prinzip in seiner vollen Anwendung auf den Menschen zu kennen. wovon wir im Augenblick sprechen. um geboren zu werden. sie auf die richtige Weise zu behandeln. bleibt es allein. . kann er geboren werden. und vor allem werden Sie einsehen." 317 . Dies erfordert viel mehr Wissen.' I ch werde oft über verschiedene Texte. Aber von Zeit zu Zeit werden wir verschiedene Bibeltexte zum Ausgangspunkt unserer Diskussionen nehmen. bei einer Gelegenheit „Meiner Meinung nach ist die Zeit für uns noch nicht gekommen.

„ . Dies sind drei aufeinanderfolgende Zustände.gestorben' ist. und würde er geboren. Hier kommt die Möglichkeit des Erwachens zu Hilfe.Sterbens' und viele Male auf die Notwendigkeit des .Geborenwerden'. die Tatsache. Aber diese drei Möglichkeiten des Menschen. erwachen oder nicht schlafen. daß er noch nicht erwacht ist. ohne vorher gestorben zu sein. kann er ein .' und so fort. ihn daran. an seiner Dummheit.Aufwachen'. .geboren' zu werden. sind miteinander nicht in Verbindung gebracht. er hängt an seiner Einbildung. in der er sich befindet. oder jedenfalls zu beginnen.Erwachens' — . dies zu erreichen. den Beginn der Bildung von Individualität. möglicherweise an seinen Leiden noch mehr als an allem anderen. . die ihn in der Lage festhalten. „Um aber fähig zu werden. Aber wie kann man sie zum Sterben bringen? Sie wollen nicht sterben. Dies bezieht sich auf den Beginn eines neuen Wachstums des Wesenkerns. ohne gestorben zu sein. den Beginn der Entstehung eines unteilbaren Ich. Erwachen bedeutet die eigene Nichtigkeit erkennen. daß oft auf die Möglichkeit des Geborenwerdens hingewiesen wird. So hindert die Tatsache. Das Hängen an den Dingen. damit das große Ich geboren werden kann...Geborenwerdens' gesprochen. kann er nicht geboren werden. Wenn Sie die Bibel aufmerksam studieren. hindert ihn am .„Wir müssen herausfinden.Sterben'.unsterbliches Ding' werden. die Identifizierung mit den Dingen erhält tausend nutzloser Ichs im Menschen am Leben. zu . ohne erwacht zu sein. muß ein Mensch sterben. werden Sie sehen. Trotzdem ist dies gerade da» Wesentliche. Wenn ein Mensch stirbt. das heißt er muß sich von tausend kleinlichen Bindungen und Identifizierungen freimachen. . sterben und geboren werden. Er muß sich davon freimachen. verschiedene Male auf die Notwendigkeit des . „Wir haben schon genug über die Bedeutung des . was dies bedeutet. Diese Ichs müssen sterben. daß ein Mensch noch nicht .Sterben'. das heißt die eigene vollständige und unbedingte Mechanisiertheit und Hilf- 318 .sein'. denn ihr wisset nicht den Tag noch die Stunde. sogar an seinen Leiden. An allem in seinem Leben hängt er. Wenn ein Mensch geboren wird. es zu erreichen.Wachet. dann würde er dadurch gehindert.

kann er sich so sehen. „Dieses dauernde Bewußtsein seiner Nichtigkeit und seiner Hilflosigkeit wird einem Menschen schließlich den Mut verleihen. Wenn der Mensch beginnt. sondern sich entweder durch Nachahmung gebildet haben oder fertig von irgendwo übernommen worden sind. sein . Gedanken. Daran erkennt er sein Unvermögen. was er als sein Eigenes betrachtet hat. und es nie wieder vergessen. seine .Willen'. sein Eigenes ist. muß man sie zuerst überhaupt sehen. und zwar nicht nur für eine Sekunde. die ihn entsetzen müssen.Kräfte'. sondern tatsächlich zu sterben und tatsächlich und für immer all die Seiten seines Wesens abzulegen. sobald er sich zu erkennen beginnt. was er hat. sein . an den Tatsachen des eigenen Lebens erkennen. seine Gewohnheiten. seine Ansichten. wie es war.Entschlossenheit* und so fort. daß alles. und andererseits sieht er ein. weiß er noch nichts über sich selbst. dies philosophisch in Worten zu wissen. was für Anstrengungen er auch macht. Überzeugungen. sein Geschmack. „Aber um eine Sache immer zu sehen. die vom Gesichtspunkt seines inneren Wachstums entweder unnötig sind oder es hindern. daß er es nicht tun kann.losigkeit einsehen. jemand hat etwas in sich gesehen.sterben'. Alle neuen 319 . Diese Aspekte sind erstens seine .Bewußtsein'. er fühlt. und wenn auch nur für eine Sekunde. seine . Und wenn ein Mensch seine Nichtigkeit fühlt. wie er wirklich ist. es zu beenden. zu . einen Augenblick. es abzulegen. Und es genügt nicht.Individualität'. Aber ganz gleich. daß alles so bleibt. Stellen Sie sich vor. seine Hilflosigkeit und seine Nichtigkeit. sogar Fehler und Laster nicht sein Eigenes sind. seinen . Solange der Mensch nicht über sich selbst entsetzt ist. sich ein wenig kennenzulernen. sondern für dauernd.falschen Ichs' und dann weiter all die phantastischen Vorstellungen über seine .Initiative'. Man muß es an klaren. daß nichts. einfachen und konkreten Tatsachen. wird er in sich viele Dinge sehen. Schluß damit zu machen. Damit fühlt der Mensch seine eigene Nichtigkeit. das heißt nicht nur im Geist oder in seinem Bewußtsein zu sterben.TunKönnen'. seine . was ihn entsetzt Er entschließt sich. das heißt.

daß der Mensch in seinem hypnotischen Zustand verbleibt. Er wollte keinen Schäfer anstellen. wenn ihm nicht das langsame und allmähliche Erwachen vorausginge. „Es gibt eine östliche Erzählung. auf einmal ganz zu erwachen. die Wahrheit zu sehen und seine Lage zu erkennen. und dieser hypnotische Zustand wird dauernd in einem aufrechterhalten und verstärkt. später erscheinen sie öfter und halten länger vor. in der Absicht aufzuwachen. Dies wäre schwierig und sogar menschenunmöglich. weil sie wußten. der sehr viele Schafe hatte. und ihn in der Gewalt seiner Träume lassen. „Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. nicht ein normaler. sondern ein hypnotischer Schlaf ist Man ist hypnotisiert. eine gewisse Entscheidung gefällt hat. daß der Schlaf. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald. Das gleiche gilt für das Erwachen. für die es nützlich und vorteilhaft ist. für kurze Augenblicke zu erwachen. Nun war dieser Magier sehr geizig. und vor allem liefen sie fort. Aber man muß auf einmal und für immer sterben. noch wollte er die Weide. die von einem sehr reichen Magier handelt. die den Menschen in seinem Schlafzustand festhalten. bis sie schließlich nach sehr langer Arbeit bleibend werden. die den Menschen daran hindern. nachdem man gewisse Anstrengungen gemacht. das Wesen der Kräfte zu kennen. und ihnen dies nicht lieb war. Es muß wohl Kräfte geben. daß der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte. zu handeln. „Zuallererst muß man einsehen. mit einem Zaun umgeben. fielen in Abgründe. aufzuwachen. Um bewußt.Kräfte und Fähigkeiten zur Einsicht kommen auf ein und die gleiche Weise zustande. Es ist unmöglich. daß ihnen die Haut 320 . und die ihn daran hindern. ist es notwendig. Zuerst erscheinen sie wie ein kurzes Aufleuchten in seltenen und kurzen Augenblicken. auf der seine Schafe grasten. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst. bestimmte Hindernisse überwunden. in dem man sich befindet. sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch. von der es kein Zurück mehr gibt. „Aber es gibt tausend Dinge. Zuerst muß man beginnen.

darüber nachzudenken. daß sie überhaupt keine Schafe seien. das . sie wären Menschen und wieder anderen. anstatt zu handeln. welche die Stelle einer wirklichen Funktion einnimmt. daß er bereit sei. das heißt mit der Vorstellung. und drittens suggerierte er ihnen. „In der sogenannten . weil Kundalini in allem sein kann. sondern warteten ruhig auf den Tag. Wenn ein Mensch träumt.okkulten' Literatur ist Ihnen jedenfalls schon der Ausdruck . die Macht der Phantasie. sie wären Löwen. Es ist sehr merkwürdig. aber seine Bedeutung vollständig verändert und aus einer sehr gefährlichen und schrecklichen Sache etwas gemacht haben.abgezogen würde.Kundalini' begegnet. sie wären Magier. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen. um eine Art merkwürdiger Kraft zu bezeichnen. wie diese Okkultisten das Wort irgendwo gefunden. „In Wirklichkeit ist Kundalini die Macht der Einbildung. wenn 321 . Manchmal wird sie mit dem Geschlecht. Aber keine der bekannten Theorien hat eine richtige Erklärung für die Kundalini-Kraft. Und vor allem ist Kundalini überhaupt nichts Ersehnenswertes oder für die menschliche Entwicklung Nützliches. alles in der Welt für sie zu tun. sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. Dies ist völlig falsch. Zweitens suggerierte er ihnen. und daß sie darum keinen Grund hätten. daß er. mit der Geschlechtsenergie in Zusammenhang gebracht. ein guter Herr sei. der seine Herde so liebe. was begehrenswert erscheint und wie ein Segen ersehnt wird. daß. Geschlechtsenergie für andere Zwecke zu verwenden. die im Menschen vorhanden ist und erweckt werden kann. Sie liefen nie wieder weg. einigen von ihnen suggerierte er. „Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. wenn ihnen irgend etwas geschehen sollte.Feuer der Kundalini' oder die »Schlange der Kundalini'. wieder anderen. an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde. jedenfalls nicht am gleichen Tag. sie wären Adler. der Magier. anderen. Dieser Ausdruck wird oft gebraucht. „Diese Erzählung ist eine gute Veranschaulichung der menschlichen Lage. daß es möglich sei. es nicht gerade jetzt geschehen werde.

jedenfalls nicht zu Beginn des Erwachens. Aber beim normalen Schlaf ist er.Erwachen' bedeutet für einen Menschen . beim hypnotischen Schlaf ist das anders. das sich für einen Löwen oder einen Magier hält. und der Mensch kann erwachen. ein Löwe. aber nicht kann. aber die Menschen vermögen ihn nicht zu sehen. Hierin liegt die Hauptschwierigkeit und hierin liegt auch die Garantie für diese Möglichkeit. . denn es gibt keinen organischen Grund für den Schlaf. einzuschlafen. die in ihm wirkt. wie sie sind. und mit ihrer Hilfe können alle Zentren sich mit dem Eingebildeten an Stelle des Wirklichen begnügen. wenn er einmal aufgewacht ist. Wenn sie wirklich ihre wahre Lage sehen und verstehen könnten. wie entsetzlich sie ist. um sich zu vergewissem. bevor er endlich erwacht.seine Träume den Platz der Wirklichkeit einnehmen. die sie in ihrem hypnotischen Zustand festhält. ein Adler oder ein Magier zu sein. denn sobald ein Mensch für einen Augenblick aufwacht und seine Augen öffnet. in einem anderen Zustand. mit zehnfacher Energie auf ihn zu wirken. „Theoretisch kann er es. ein Mensch irgend etwas von objektiven Kennzeichen gehört 322 . um sie in ihrem jetzigen Zustand festzuhalten. „Es gibt gewisse Zustände im gewöhnlichen Schlaf. wenn er sich einbildet. was Gott verhüten möge. aber praktisch ist es fast unmöglich.enthypnotisiert' werden. „Kundalini ist eine Kraft. die ihn veranlaßt haben. wobei er sehr oft träumt. Ein Schaf. so ist es die Kraft der Kundalini. daß er wach sei. Sie würden nach einem Ausweg suchen und ihn auch schnell finden. Kundalini ist die Kraft. könnten sie auch nicht für eine Sekunde bleiben. weil es einen Au^^eg gibt. der Mensch kann sich nicht zwicken. in denen ein Mensch aufwachen möchte. die in die Menschen gelegt wurde. in Wirklichkeit jedoch fährt er fort zu schlafen — und dies kann einige Male geschehen. daß er nicht schlafe. und er schläft sofort wieder ein. einfach weil sie hypnotisiert sind. Er sagt sich. Und wenn. es gibt keine objektiven Kennzeichen. lebt unter der Macht der Kundalini. Kundalini kann in allen Zentren wirken. beginnen alle die Kräfte. daß er wach sei oder aufwache.

Aber es besteht nur sehr wenig Aussicht. durch mechanische Mittel geweckt zu werden.hat. daß diese Arbeit bald in Schlaf 323 . Im Laufe der Zeit kann dies einem Menschen helfen. seine Zeit auf das Wecken des anderen zu verschwenden: er wird eine eigene. Ich sagte schon früher. um einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Ein heftiger Schock ist notwendig. daß. wenn jemand erwachen will. wenn alle schlafen? Er wird jemanden anstellen. der die Schwierigkeit des Erwachens voll begreift. Viele Weckuhren sind notwendig. Das Dumme ist jedoch. aufzuwachen. dann verwandelt Kundalini dies alles sofort in Einbildung und Träume. der wirklich wach bleiben kann. um sich ihrer zu erinnern. der diese Schocks erteilt. „Nur der. der Mensch gewöhnt sich an alle Wecker. aber auch dieser schläft ein. „Es gibt auch die Möglichkeit. Folglich muß einer da sein. und immer neue. ist ein Schock nicht genug. die einen nicht schlafen lassen. der ihn eine längere Zeit hindurch dauernd schüttelt. Aber wen kann er anstellen. um sie aufzuziehen. daß ein Mensch von sich aus all die Arbeit des Aufziehens. Viel wahrscheinlicher ist. muß man aufwachen. Oder man muß sich mit Weckuhren umgeben. wird sich wahrscheinlich weigern. „Was ist denn im allgemeinen notwendig. muß man sich ihrer erinnern. Darum müssen die Wecker ständig gewechselt und immer wieder neue erfunden werden. und nach einer gewissen Zeit schläft er darum nur um so besser. der ihn aufwecken soll. Man kann durch eine Weckuhr geweckt werden. dann benötigt man eine lange Reihe dauernder Schocks. er jemanden anstellen muß. kann verstehen. Was ist dann der Zweck eines solchen Menschen? Und jemand. Und was noch schlimmer ist. daß zum Erwachen lange und harte Arbeit notwendig ist. Weckuhren müssen aufgezogen werden. viel wichtigere Arbeit auszuführen haben. Aber auch hier gibt es wiederum verschiedene Schwierigkeiten. des Erfindens und des Wechseins der Uhren ohne fremde Hilfe durchführen wird. daß man sich viel zu schnell an die Weckuhr gewöhnt und sie bald nicht mehr hört. Aber wenn einer fest schläft.

und ohne diese Hilfe kann niemand etwas erreichen. der ihn weckt. ist ein Wissen nötig. „Aber um all dies zu erreichen und zu wirklichen Ergebnissen zu kommen. „Infolgedessen ist zum Erwachen eine Verbindung von Anstrengungen nötig. werden sie sich gegenseitig wecken. daß zwanzig von ihnen schlafen. das ein gewöhnlicher Mensch nicht besitzen kann. einer allein leicht über sein Erwachen täuschen und einfach einen neuen Traum für Erwachen halten. zwanzig oder dreißig Menschen. zusammen gegen den Schlaf zu kämpfen. Diejenigen.übergeht. Und natürlich helfen sie lieber. aber der einundzwanzigste wird wach sein und die übrigen wecken. daß man dauernd neue Wecker erfinde. Außerdem kann sich. Die Arbeit muß organisiert werden und einen Führer haben. Es kann oft geschehen. und damit schläft er nur um so fester. die auch aufwachen wollen. sagen wir. die helfen können. sie aufziehe und wechsle. Nötig ist. muß eine gewisse Anzahl von Menschen zusammenarbeiten. Zusammen können sie einander sehr große Hilfe leisten. als nur einem einzelnen. daß er Weckuhren erfinde. daß jemand auf denjenigen achte. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. und mit ihnen zusammenarbeiten. schätzen ihre Zeit sehr hoch ein. und im Schlaf träumt er dann davon. denn um eine solche Arbeit zu beginnen und zu organisieren. nötig ist es. nach anderen Leuten Ausschau halten. der aufwachen will. „Darum muß ein Mensch. „Einer allein kann nichts tun. Nur dann kann sie die von ihr erwarteten Ergebnisse zeitigen. Aber einem allein kann nicht geholfen werden. nötig ist. Wecker zu haben. wie schon früher gesagt wurde. „Vor allem anderen braucht er Hilfe. Genau so verhält es sich dabei mit Weckuhren. ein zweiter eine andere. und nötig ist auch. Wenn mehrere Menschen beschließen. Einer erfindet eine Weckuhr. die aufwachen wollen. Ohne diese Voraussetzungen können keine Anstrengungen irgendwelche Ergeb- 324 . daß jemand den Betreffenden wecke. und nachher können sie diese austauschen.

verstehen zu lernen. die vom Gesichtspunkt seiner Ziele einander nützlich sein können.nisse hervorrufen. daß alle ihre Anstrengungen und alle ihre Opfer nutzlos sind. „Keine Gruppenarbeit ist ohne Lehrer möglich. aber diese Folterungen werden sie nicht aufwecken. Ihre erste Aufgabe ist es. Die Menschen mögen sich foltern. Für sich allein und aus eigener Initiative mögen sie großer Anstrengungen und großer Opfer fähig sein. Aber wenn ihre erste Anstrengung und ihr erstes Opfer Gehorsam sein soll. was man eine . wird ihre eigene Arbeit bewußter und kann folglich zu besseren Re- 325 . Für manche Leute ist dies am schwierigsten zu verstehen.Vorbereitungsschule' nennen kann. „Das nächste wichtige Kennzeichen der Gruppenarbeit ist. und sie kann nur von dem organisiert werden. Die Gruppen werden durch den Lehrer gebildet. daß die Gruppen mit einem Ziel zusammenhängen. Aber dieses Ziel. Die Arbeit von Gruppen mit einem falschen Lehrer kann nur negative Resultate ergeben. bevor sie nicht das Wesen und die Prinzipien der Arbeit und der damit verbundenen Ideen verstanden haben. Diese Gruppe steht meistens mit einer ganzen Reihe ähnlicher Gruppen auf verschiedenen Stufen in Verbindung. daß sie nicht nach dem Wunsch und der Wahl ihrer Mitglieder zusammengestellt werden. ist das notwendige ausgleichende Prinzip in ihrer eigenen Arbeit. ohne es zu wissen. wenn auch noch nicht vollständig. „Gewöhnlich beginnt man seine Studien in einer kleinen Gruppe. von dem die Anfänger in der Arbeit gar keine Vorstellung haben und das ihnen auch nicht erklärt werden kann. das heißt das Ziel des Lehrers. einem anderen zu gehorchen. „Das erste und wichtigste Kennzeichen dieser Gruppen ist die Tatsache. der ihre Methode kennt und der selbst eine so organisierte Arbeit mitgemacht hat. dieses Ziel. dem sie sich. so bringt nichts auf Erden sie dazu. verstanden haben. Wenn sie dieses Ziel. „Die Arbeit muß organisiert werden. die alle zusammen das bilden. nahem und dem sie dienen. Und sie wollen sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen. der ihre Probleme und Ziele. der Typen aussucht.

daß man leichter die Fehler der anderen sieht als seine eigenen. in denen man sich selbst sieht. Und es gibt viele Dinge. wie ich gerade gesagt habe. die man aber in anderen bemerkt Und.Ich' ist gegen . Aber . muß das Selbst-Studium sein. der die Arbeit in einer Gruppe beginnt.Petrow' machtlos. Gleichzeitig lernt man auf dem Weg des Selbst-Studiums. und der andere Teil ist Jwanow'. Einer allein kann sich selbst nicht sehen. Es ist eine allgemeine Eigenschaft der menschlichen Natur. So dienen einem die Mitglieder der Gruppe als Spiegel. daß man selbst die Fehler besitzt. Aber wenn eine gewisse Anzahl von Leuten sich zu diesem Zweck vereint.Ichs' beginnen nun gegen einen . . in diesem Falle weiß man. Auf jeden Fall können sie seinen Schlaf stören und er kann nicht mehr so friedlich schlafen wie zuvor. dann werden sie sogar unwillkürlich gegenseitig einander helfen. kann das Ziel des Lehrers am Anfang meist nicht erklärt werden. Aber um sich selbst in den Fehlem der anderen und nicht nur die Fehler der anderen zu sehen. der zwischen den . daß diese Eigenschaften die eigenen sind.Ich' und . wie ich schon sagte. die man in anderen sieht. das heißt gegen ihre eigenen »falschen Persönlichkeiten'.Petrow' oder .Petrow' ist der Herr. Nehmen wir nun an. „Eine Gruppe ist gewöhnlich ein Pakt. Und das ist j a die Absicht. Die Arbeit des Selbststudiums kann nur in dazu eigens organisierten Gruppen geschehen.Zacharow'. um gemeinsam gegen . .Petrow'. muß ein Mensch sehr auf der Hut und sehr aufrichtig mit sich selbst sein. 326 . und mit Gewalt aufgeweckt werden muß. der überhaupt keine Lust hat. daß er nicht nur einer ist: ein Teil von ihm ist der Mensch. aufzuwachen.Petrow' zu kämpfen.sultaten führen. daß zwanzig Menschen da sind.Petrow' oder .Ichs* einer gewissen Gruppe von Menschen geschlossen wurde. Petrow besteht aus zwei Teilen — . „Das erste Ziel eines Menschen.Zacharow' anzukämpfen. die man in sich selbst nicht sieht. . der aufwachen möchte. „Nehmen wir Petrow. zwanzig .Iwanow'. Jetzt können sie sich als stärker erweisen als er ist. Aber. „Er muß sich immer wieder daran erinnern.

das ganze Material zu benützen. aus etwas ein Geheimnis zu machen. Und jeder von ihnen wird fähig sein. daß sie unfähig sind. sondern auch für alle Zeit danach. deren Sinn ihnen gleich von Anfang an klar sein muß. was in den Gruppen gesagt wird. irgend etwas in Verbindung mit der Arbeit zu verstehen. daß sie unfähig sind. ferner schaffen sie Eich selbst sehr viele Schwierigkeiten und noch viel mehr Unannehmlichkeiten für die Zukunft. was sie selbst gelernt haben. Wenn ein Mensch trotzdem versucht. weil der Austausch von Beobachtungen einer der Zwecke ist. „Wenn eine Gruppe organisiert wird. daß sie ihnen falsche Vorstellungen vermitteln. daß sie alles geheimhalten müssen. zu denen die Gruppe da ist. Zwanzig Menschen werden zwanzigmal soviel Material haben. werden ihren Mitgliedern verschiedene Bedingungen gestellt. das 327 . daß gar nicht versucht wird. was sie in der Gruppe hören oder erfahren. oder mit ihren Freunden auszutauschen. ihren Freunden eine richtige Vorstellung von dem zu geben. „Ein Grund für diese Beschränkung ist die Tatsache.„Weiterhin beginnt man in der Arbeit des Selbst-Studiums Material zu sammeln. jede Möglichkeit versperren. die Arbeit irgendwann zu beginnen. Gleichzeitig beginnen sie auch zu verstehen. „Die Allgemeinbedingungen bei Beginn der Arbeit sind gewöhnlich folgender Art. die ihnen nahestehen. Sie beginnen sehr bald. wieviel Anstrengung. aus ihrer eigenen persönlichen Erfahrung zu lernen. das aus der Selbst-Beobachtung stammt. und zwar nicht nur während sie Mitglieder sind. was nicht wesentlich ein Geheimnis ist. In anderen Worten: es muß ihnen klar sein. Es wird ihnen klar. Vor allem wird allen Mitgliedern einer Gruppe erklärt. ihre Ansichten mit denen. das in der Gruppe Gesagte richtig wiederzugeben. wieviel Zeit und wieviel Erklärung dazu notwendig ist. erstens Allgemeinbedingungen für alle Mitglieder und zweitens individuelle Bedingungen für individuelle Mitglieder. daß sie ihren Freunden dadurch. das zu begreifen. sie an ihrem Recht zu hindern. „Dies ist eine unerläßliche Bedingung. und daß ebensowenig eine Absicht besteht.

sich mit dem Gedanken vertraut zu machen. wie er es nennt. kann Herr seiner selbst werden. Wenn er dies sieht und die Nutzlosigkeit solcher Versuche versteht. der.in den Gruppen Gehörte seinen Freunden weiterzugeben. und ohne ihm zuhören zu wollen. seine Gedanken mitzuteilen. beginnt er Seiten in sich zu sehen. erwarten sie von ihm. Aber wenn ein Mensch dies versteht oder wenigstens diese Regel befolgt. sich als emste und vernünftige Wesen zu betrachten. daß sie dem Lehrer der Gruppe die volle Wahrheit sagen müssen. daß es für den Menschen sehr schwierig ist. wenn nötig. schweigen kann. was er ihnen erzählt. und dies ist vor allem für Menschen schwer. wird er sehr schnell davon überzeugt werden. Entweder beginnen die Menschen mit ihm zu argumentieren. was sie von ihm hören. Wenn ein Mensch sich daran hält und dessen eingedenk bleibt. die gewöhnt sind. dem er gewohnt ist. Dies ist der mechanischste aller Wünsche. über Dinge. die er früher nie bemerkt hat. Er möchte mit jedem. „Die andere und nicht weniger wichtige Seite besteht in der Tatsache. die ihn interessieren. beginnt er eine Seite dieses Vorbehaltes zu begreifen. die sich für schweigsame Wesen halten und Einsamkeit und Beschaulichkeit lieben. daß er ihren Theorien zuhöre. zu schweigen. Der Mensch kann weder mit sich selbst noch mit anderen auf- 328 . darüber sprechen. daß Versuche in dieser Richtung zu völlig unerwarteten und unerwünschten Ergebnissen führen. Und aus diesem Grunde ist diese Forderung besonders wichtig. „Die nächste Forderung. daß eines ihrer Haupt-Kennzeichen überflüssige Gesprächigkeit ist. „Aber für viele Menschen ist es sehr schwierig. falsch und legen alles. oder für diejenigen. in einem völlig anderen Sinn aus. so wird dies für ihn die bestmögliche Übung zur Selbst-Erinnerung und zur Entwicklung seines Willens sein. oder sie deuten alles. Der Mensch ist sich nicht bewußt. ist die. und in diesem Fall ist Schweigen die schwierigste Enthaltsamkeit von allen. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. Nur ein Mensch. einen wie großen Platz in seinem Leben das Lügen oder auch nur die Unterdrückung der Wahrheit einnimmt. „Auch das muß klar und richtig verstanden werden.

Er versteht nicht einmal. als wenn er zu ihm oder in seiner Anwesenheit grob oder unhöflich ist. als sich die Schüler erinnern.richtig sein. zu gehen und nach einem anderen Lehrer Ausschau zu halten. die Wahrheit zu sagen oder nicht. „Wenn ein Mensch beginnt. daß sie zum Lernen und nicht zum Lehren gekommen sind. wenn sie finden. oder wenn sie ihre bloße Anwesen- 329 . beendet dies sofort jede Möglichkeit weiterer Arbeit. ist die. Widerstand oder Mißtrauen gegenüber dem Lehrer. daß es von ihm abhänge. zu lernen. wird der Lehrer für ihn überflüssig und er wird für den Lehrer überflüssig. dem Lehrer zu mißtrauen und dies auszudrücken beginnen. daß die Mitglieder der Gruppe arbeiten. „Die nächste Forderung. Dadurch wird er zwar nichts erreichen. macht dies seine Anwesenheit in der Gruppe vollständig nutzlos und ist noch schlimmer. sondern sich bloß einbilden. Wenn sie. Wenn sie nur der Gruppe beiwohnen und nicht arbeiten. sobald sie in der Gruppe sind. Wenn er den Lehrer absichtlich belügt oder mit ihm unaufrichtig ist oder etwas unterdrückt. Darum muß er dies lernen und vor allem es zuerst in Beziehung auf den Lehrer der Arbeit lernen. die an die Mitglieder einer Gruppe gestellt wird. ohne einen solchen zu arbeiten. wenn sie seine Handlungen kritisieren. Sie kamen. Mangel an Respekt für ihn. Er bildet sich ein. und zwar nicht so zu lernen und an sich zu arbeiten. Und in diesem Fall ist es besser für ihn. Verheimlichung. aufrichtig zu sein. oder zu versuchen. daß sie arbeiten. Ungeduld. aber auf jeden Fall wird es weniger schaden als Lüge. eine Neigung zu argumentieren. daß sie sich erinnern müssen. wie sie es selbst verstehen. seinem Lehrer zu mißtrauen. daß sie besser verstehen. daß es eines der schwierigsten Dinge auf Erden ist. denn die Arbeit ist nur solange möglich. warum sie zur Gruppe kamen. „Außer den aufgezählten grundsätzlichen Forderungen wird natürlich erwartet. Schroffheit. um zu lernen und an sich zu arbeiten. und vor allem. sondern wie es ihnen geheißen wird. wenn sie Mangel an äußerer Achtung in bezug auf den Lehrer zeigen. aufrichtig zu sein oder nicht. wie die Gruppe geführt werden sollte. wenn es notwendig ist.

den Menschen in der Arbeit und dem Lehrer gegenüber benehmen sollten. die den schlafenden Menschen wecken.hcit in der Gruppe für Arbeit halten. durch die sie angenehme Bekanntschaften und so weiter machen. Und an die Regeln erinnert zu werden. Und je schneller sie weggeschickt werden oder von selbst gehen. desto besser ist es für sie und für die anderen. der arbeiten möchte. sonst können sie ihren Zweck nicht erfüllen. ihn zu zerstreuen oder zu befriedigen oder ihm die Dinge zu erleichtern. und Regeln können niemals leicht. . wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und verstehen würden. Die Regeln verfolgen ein bestimmtes Ziel: die Schüler sich so benehmen zu lassen. sie müssen schwierig.als ob sie wären'. sich ihrer selbst zu erinnern und dies bei Beginn der Arbeit zu verstehen. welche für alle Mitglieder einer Gruppe verpflichtend sind. Im Gegenteil. sich seiner selbst zu erinnern. dann ist ihre Anwesenheit in der Gruppe gleichfalls vollständig nutzlos. In erster Linie helfen die Regeln jedem. ihre Anwesenheit in der Gruppe als Zerstreuung betrachten. alles zu vermeiden. darum sind Regeln unerläßlich. wie sie sich den Menschen außerhalb der Arbeit. oder wenn sie. unangenehm und unbequem sein. und zweitens helfen sie ihm. Da sie aber nicht fähig sind. daß den Mitgliedern einer Gruppe die eine oder andere Regel nicht gefällt. Aber der 330 . „In Wirklichkeit sind die Regeln die erste und Viaupthilfe. das heißt. Es ist klar. was ihn an der Arbeit hindern oder ihm schaden könnte. Und sie fragen sogar: können wir nicht ohne Regeln arbeiten? Die Regeln scheinen ihnen eine unnötige Beschränkung ihrer Freiheit oder eine unangenehme Formalität zu sein. daß die Regeln nicht das Ziel verfolgen. angenehm oder bequem sein. daß sie sich benehmen würden. dann wären keine Regeln nötig. wie es oft geschieht. „Die aufgezählten grundsätzlichen Forderungen bilden das Material für die Regeln. scheint ihnen böser Wille oder Unzufriedenheit seitens des Lehrers. Wenn sie sich ihrer selbst bewußt wären und dies verstehen würden. „Sehr oft geschieht es bei Beginn einer Arbeit. Die Regeln sind die Wecker. die die Arbeit dem Schüler gibt.

entweder zu nichts führen oder Schaden verursachen. solche Regeln zu entwickeln. der gewissermaßen sein Zentrum ausmacht. „Jeder Mensch hat in seinem Charakter einen bestimmten Zug. die jedem Menschen einzeln gestellt werden und sich gewöhnlich auf seinen . aber das Ziel muß für alle das gleiche sein.Hauptfehler' oder seinen . Der eine Mensch redet zuviel. zu den nächsten und viel schwierigeren Stufen der Arbeit übergehen zu können.Hauptzug' beziehen. schadet dem anderen. warum es hier keine allgemeinen Regeln für die Arbeit geben kann und warum alle Systeme. ärgert sich über den Wecker und fragt: kann man denn nicht ohne Wecker aufwachen? ^. wenn er dies dauernd f^hlt. „Alles. bezieht sich auf wirkliche Gruppen in Verbindung mit wirklicher. seinen Hauptfehler nicht von sich aus finden. Und so ist es immer und mit allem. und nur.Mensch. was bisher gesagt wurde. Der Lehrer muß ihn auf diesen Zug hinweisen und ihm zeigen. er muß lernen zu schweigen. Wiederum kann hier der einzelne seinen eigenen Zug. konkreter Arbeit. „Dies erfordert gewisse Erklärungen. Die persönliche Arbeit jedes Menschen muß darin bestehen. Persönliche Richtlinien können nur individuell gegeben werden. Er ist wie eine Achse. die versuchen.Außer diesen allgemeinen Regeln gibt es gewisse individuelle Bedingungen. Dieses Ziel ist die Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit. „Das Studium des Hauptfehlers und der Kampf dagegen stellen tatsächlich den individuellen Weg jedes Menschen dar. Ein anderer Mensch schweigt. der seine Augen für eine Sekunde öffnet. wenn er reden sollte. Dies ist praktisch ein Gesetz. Nur wenn ein Mensch wirklich und wahrhaftig von seiner eigenen Hilflosigkeit und Nichtigkeit überz-ugt ist. und muß lernen zu reden. Dies erklärt. gegen diesen Hauptfehler anzukämpfen. ist er so weit. Die allgemeinen Regeln für die Gruppenarbeit beziehen sich auf jeden. wie er dagegen ankämpfen kann. Wie könnte es hier auch allgemeine Regeln geben? Was dem einen nützt. dieihrer- 331 . Kein anderer als der Lehrer kann dies tun. um die sich seine ganze »falsche Persönlichkeit' dreht.

zu behaupten.schwarzer Magier'.Tun' geben. für sich selbst etwas zu erreichen.schwarze Magie' sei.Tun'. Die schwarze Magie kann ganz altruistisch sein. Diese sind nicht ^einmal . die aber naive Menschen täuschen und in ihnen Glauben. Was man schwarze Magie nennt. Schwarze Magie bedeutet keineswegs Magie des Bösen. Aber es gibt viele nachgeahmte Wege. ohne daß sie es wissen und verstehen.seits mit dem.schwarze Magie'. Aber das. er weiß etwas. was . indem man entweder in ihnen Glauben und Betörung hervorruft oder ihnen Furcht einflößt. Betörung. nämlich das. daß ein . Dieses Kennzeichen besteht in der Neigung. „Darum ist es bei der richtigen Arbeit. Es kann keine zwei Arten von . und es gibt das . Jeder tut alles im Interesse des Guten. was man schwarze Magie nennen kann. daß niemand jemals etwas um des Bösen willen. kann nach dem Heil der Menschheit oder nach der Errettung der Menschheit von wirklichen oder eingebildeten Übeln streben. nachgeahmte Gruppen und nachgeahmte Arbeit. und ich habe darauf geantwortet. die Menschen für irgendein. eine Nachahmung des äußeren Anscheins von . im Menschen den Zustand der Betörung hervorzurufen. „Hierbei dürfen wir nicht vergessen. Ebenso ist es ganz falsch. daß es weder rote. „Während dieser Vorlesungen wurden mir oft Fragen gestellt. Aber es gibt eine Fälschung. . etwas gehört.Tun' nicht erlaubt. zusammenhängt. im Interesse des Bösen tut.Tun'. hat immer ein bestimmtes Kennzeichen.Tun' ist Magie. die keinerlei objektive Ergebnisse zeitigen kann. Er hat etwas gelernt. daß in der schwarzen Magie ein Mensch danach strebe. grüne noch gelbe Magie gibt. Ich habe schon früher gesagt. ja sogar für das beste Ziel auszunützen. 332 . Das ist ganz falsch. ganz gleich.Tun' geben. so wie er es versteht. ob er gut oder böse ist.geschieht'.vierte Weg' bezeichnet wurde. das heißt beim richtigen . auf jeden Fall in einer Schule gewesen ist. und es kann nur eine Art von . was als der . daß die schwarze Magie notwendig egoistisch sei. Es gibt die Mechanik. fußt auf der Betörung und auf dem Ausnutzen menschlicher Schwächen. Begeisterung und sogar Fanatismus hervorrufen kann. was .

das heißt sie kann die Täuschung und den Schlaf nur vermehren. Darum sage ich. ob die Arbeit richtig oder falsch ist. genug zu wissen. was nicht auf die gewöhnliche Weise aus Büchern und so weiter gelernt werden kann. Dies kann zu keiner Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit führen. weil er glaubte. was man weiß und was man nicht weiß.Arbeit' dieser Art kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. weil auch 333 . sondern sie haben auch nie jemanden getroffen. statt ihre eigene Nichtigkeit zu erkennen.schwarzen Magier' etwas lernen. Und wenn man etwas Neues lernt. Ihre Arbeit besteht einfach im Nachäffen. weil man von diesem Aspekt aus leichter urteilen kann. und jeder ist befriedigt. so ist dies bis zu einem gewissen Grade eine Garantie.okkulten' und theosophischen Gesellschaften und Gruppen. er habe sie. ob die erhaltenen Richtlinien richtig oder falsch sind. gelangen die Mitglieder solcher Kreise zur Einsicht ihrer eigenen Wichtigkeit und zum Wachstum einer falschen Persönlichkeit. daß es vieles gibt. Einer fühlt. sich nicht mehr anderen unterordnen zu müssen und unabhängig arbeiten und sogar die Arbeit von anderen leiten zu können.halbgebildeter Mensch'. daß ihre Lehrer nie in einer Schule gewesen sind. praktische Seite auch richtig sein dürfte. wenn auch auf eine falsche Weise. Man weiß. was schlimmer ist als die . Aber nachahmende Arbeit dieser Art verleiht sehr viel Selbstbefriedigung. andere halten sich für . nachzuprüfen. er sei ein . Er kann sogar manchmal zufällig die Wahrheit sagen. wie zum Beispiel die verschiedenen . Der theoretische Teil der Arbeit mag sich in dieser Hinsicht als nützlich erweisen.Lehrer'. eine volle Garantie zu sein. anstatt sie zu verringern. Nicht nur. und wenn jemand behauptet. wenn nicht sogar einfacher Betrug. Aber natürlich ist es weit davon entfernt. „Zuerst ist es sehr schwierig. Im Gegenteil. etwas. was man mit gewöhnlichen Mitteln lernen kann und was nicht. der entweder aus einer Schule hinausgeworfen worden ist oder sie selbst verlassen hat. Man weiß. Jede . der einer Schule auch nur nahegestanden wäre. so ist dies Illusion und Selbsttäuschung.Er ist einfach ein . daß die andere. Nichtsdestoweniger kann man vom .Schüler'.schwarze Magie'.

dann hält er sozusagen zwischen zwei Schranken an und kann weder nach vorwärts noch nach rückwärts. so heißt das. was er hört. die die Überwindung innerer Schranken erfordern. „Schwierigere Aufgaben. Das ist das Schlimmste. nicht mehr. die bei einer Schranke. was verlangt wird. daß er verstanden wird und die Aufgaben ausgeführt werden. „Der Kampf gegen das »falsche Ich'. sondern gibt sie nur in Form von Andeutungen. die es glauben. Wenn er sieht. wenn der Betreffende sich schon bei kleinen Schranken genügend stark gezeigt hat. sie besäßen ein neues Wissen. bestimmte Aufgaben. Und es gibt Menschen. deren Ausführung die Überwindung seines Hauptzuges erfordert. ist einfach ein wenig Vertrauen. was einem Menschen geschehen kann. der eine schwer zu überwindende Schranke gemeistert hat. und sogar das nur für eine kurze Zeit.hier Fehler möglich sind.Schranken' genannt. die der Lehrer nicht einmal Aufgaben nennt. mit anderen Worten. nicht in Worten vor sich gehen. daß sich Leute. Zu diesem Zweck gibt der Lehrer jedem Schüler bestimmte Aufgaben. denn je schneller ein Mensch all das. Und wenn er nach Überwindung der ersten Schranke Angst vor den folgenden bekommt und nicht weitergeht. Darum ist der Lehrer bei der Wahl von Aufgaben und Schranken gewöhnlich sehr vorsichtig. er riskiert es nur dann. Gewöhnlich werden zu Anfang nur sehr leichte Aufgaben gestellt. Die Besonderheit der Schranken beruht auf der Tatsache. Wenn er die Aufgaben vermeidet und versucht. „In richtig organisierten Gruppen wird kein Glaube verlangt. nachzuprüfen beginnt. sie nicht auszuführen. arbeitet er an sich. kämpft er mit sich selbst. wenn sie auch nur subjektiv schwierig sind. geht er zu immer schwierigeren über. gewöhn- 334 . daß ein Mensch. zu geben. und er sagt nicht viel über sie. in seinen gewöhnlichen Trott zurückfallen kann. gegen den eigenen Hauptzug oder Hauptfehler ist der wichtigste Teil der Arbeit und muß in Taten. daß er entweder nicht arbeiten will oder nicht arbeiten kann. „Oft geschieht es. werden . Alle okkulten und spiritistischen Gesellschaften und Kreise behaupten.in seinen gewöhnlichen Schlaf. Wenn ein Mensch diese Aufgaben ausführt. desto besser ist es für ihn.

Ein anständiger Mensch wird sich auch dann anständig benehmen. gegen die Arbeit. daß er arbeiten möchte. „Manchmal bereuen sie dies später und beschuldigen sich selbst. wie die Arbeit in 335 . Manchmal wird ein Mensch absichtlich auf die Probe gestellt. und vollständig berechtigterweise einen Groll entweder gegen den Lehrer oder gegen jemand anderen in sich trägt. Aber nichts kennzeichnet einen Menschen besser als seine Haltung gegenüber Arbeit und Lehrer. Aber viele Menschen zeigen unter solchen Umständen eine Seite ihres Wesens. stehengeblieben sind. gegen den Lehrer und gegen die anderen Mitglieder der Gruppe wenden und sie gerade dessen zeihen. alle möglichen Auslegungen erfinden. Und manchmal ist dies ein notwendiges Mittel. aber wie wird er sein. und sogar große Anstrengungen machen. um zu sehen. die Hauptsache ist seine eigene persönliche Haltung. und dann kann er alles hinwerfen und sich sogar endgültig gegen die Arbeit stellen. ungerecht oder falsch behandelt worden zu sein. und ob er diese Einschätzung beibehält oder verliert. dann beschuldigen sie wieder andere. sich rechtfertigen. Ein Mensch kann lange Zeit ganz ehrlich glauben. wegzugehen. Solange man zu einem Menschen freundlich ist. die sie sonst nie zeigen würden. wie er sich benimmt. um das Wesen eines Menschen zu enthüllen. wird er auch zu einem freundlich sein. Und dann beobachtet man ihn. wenn er glaubt. dann bereuen sie wieder und so fort.ich der kleinsten und einfachsten. daß er verpflichtet ist. die vermittelt wurden." „Was geschieht dann mit ihm?" fragte einer der Zuhörer. wenn man ihn ein wenig kratzt? „Aber dies ist nicht die Hauptsache. nachdem er diese verlassen hat. „Er ist seine eigene Bestrafung. was ihnen an ihnen selbst offenbar geworden ist. „Nichts — was sollte schon mit ihm geschehen?" sagte G. was er gehört hat. absichtlich dem. seine eigene Einschätzung der Ideen. Er wird in eine solche Lage gebracht. eine falsche Bedeutung verleihen und so fort. vollständig zu beschreiben. Und welche Bestrafung könnte schlimmer sein? „Es ist unmöglich.

Trotzdem muß das Lügen überwunden werden. „Allgemein gesprochen. „Auf dieser Stufe machen die Menschen sehr oft einen Fehler. All das bisher Gesagte waren nur Andeutungen. „Sie müssen sich bewußt sein.Schranken' bedeuten und was für Schwierigkeiten sie darstellen. aber sobald er seine Anstrengungen vermehrt. nämlich die Reinigung und Wiederherstellung der menschlichen Maschine. weigert er sich. die mit der Arbeit fortfahren und aus der Erfahrung lernen. deren Wiederherstellung in seiner Macht steht. geheimzuhalten. Verheimlichungen irgendeiner Art. vermehrt die Forderungen. Man belügt so viel und unaufhörlich sowohl sich selbst als auch andere. „Man muß es selbst erfahren. werden die Forderungen an ihn größer. 336 . oder sofort alles aufgeben. was der Mensch selbst jemand anderem gesagt hat. ist die schwierigste Schranke die Überwindung des Lügens. was . sogar die unbedeutendste. desto größer werden die neuen Forderungen. die an ihn gestellt werden. die ihrer Natur nach noch gereinigt werden könnten. fuhr G. Natürlich nimmt er nur die Maschinen an. Und je größere Anstrengungen er macht. deren wahre Bedeutung nur denen enthüllt werden wird. fort. daß man es schon gar nicht mehr bemerkt. werden ganz hoffnungslos. was Sie immer im Gedächtnis behalten müssen. die verlangt wird. Und die erste Anstrengung. Aber sogar solche Maschinen. wenn sie zu lügen beginnen. wie zum Beispiel dessen. besonders wenn er früher irgendwelche Anstrengungen gemacht hat. daß der Lehrer eine sehr schwierige Aufgabe auf sich nimmt. die ein Mensch macht. was ein anderer gebeten hat. bringt die Arbeit dieses Menschen sofort zu einem Ende. Man muß sich entweder sofort entscheiden. sie anzunehmen. oder dessen. ist. Solange ein Mensch noch keine ernstlichen Anstrengungen gemacht hat. Wenn irgendein wichtiger Bestandteil der Maschine zerbrochen oder nicht in Ordnung ist. Eine Lüge gegenüber dem Lehrer. sind die Forderungen an ihn sehr gering.einer Gruppe vor sich geht". Jede Anstrengung. das Lügen gegenüber dem Lehrer zu überwinden. ihm nur die Wahrheit zu sagen. „Hier ist etwas.

337 . Wenn er lernen will. nichts zu tun. klug aufrichtig zu sein.Mangel an Achtung' werden darf. auf die gleiche Weise zu lügen. Dies ist eine . wie ich schon gesagt habe. Sie glauben. so heißt das. daß es besser sei. Aber es gibt verschiedene Arten von Aufrichtigkeit. wenn er mit Leuten zusammen ist. bekommt auch nichts. daß er heute mehr tun muß. ist eine der ersten Forderungen die Aufrichtigkeit. denn wenn ein Mensch in der Gruppe fortfährt. die der Lehrer für irgendeine Aufgabe bestimmt hat. Aber innerhalb der Gruppe ist Aufrichtigkeit eine absolute Forderung. daß Aufrichtigkeit nicht . die außerhalb der Arbeit stehen und diese weder verstehen noch anerkennen können. die die an sie gestellten Forderungen verringern müßten und gleichsam eine Entschuldigung sein sollten. und wenn er gestern irgend etwas getan hat. wenn ein Mensch gestern nichts getan hat. Es gibt eine kluge Aufrichtigkeit und es gibt eine dumme Aufrichtigkeit. die schon länger als er arbeiten. auf kluge Weise unaufrichtig zu sein. werden heute an ihn keine Forderungen gestellt. die Wahrheit von einer Lüge zu unterscheiden. aufrichtig sein. Wer nichts tut. zerstört. Dies ist natürlich grundfalsch. entschuldigt ihn heute. „Die zweite Schranke ist sehr oft die Überwindung der Angst. wie er andere und sich selbst im Leben belügt. Mangel an Achtung gegenüber dem Lehrer oder gegenüber denen. genau so. wird er niemals lernen. was ein Mensch gestern getan hat. Aber wenn ein Mensch lernen will. bezüglich der Arbeit unaufrichtig zu sein und dann darüber zu schweigen.kluge Aufrichtigkeit'. Das heißt natürlich nicht. wenn sie nicht arbeiten oder später etwas falsch machen. muß er zuallererst mit seinem Lehrer und mit den Menschen. sozusagen ihre früheren Verdienste. jede Möglichkeit irgendeiner Arbeit. „Wie ich schon gesagt habe.dem man dauernd begegnet. Aber hier müssen wir bemerken. Dumme Aufrichtigkeit und dumme Unaufrichtigkeit sind gleichermaßen mechanisch. ihnen irgendein Recht oder irgendwelche Vorteile geben. Ganz im Gegenteil. daß die früher gemachten Anstrengungen. Nichts. wie es eine kluge Unaufrichtigkeit und eine dumme Unaufrichtigkeit gibt. muß er lernen.

„Der Kampf gegen die Lüge in einem selbst und der Kampf gegen die Angst ist die erste positive Arbeit. Aber dies ist wieder eine heikle Angelegenheit und darf nicht übertrieben werden. Es ist darum in der Arbeit oft besser. „Man muß ganz allgemein einsehen. Seine Anstrengungen und Opfer werden auf der einen Seite des Buches. kann nur durch die Wahrheit entfernt werden. der noch keine Anstrengung gemacht und noch nichts geopfert hat. wenn man nicht schuldig ist. „Dies scheint ungerecht. daß positive Anstrengungen und sogar Opfer in der Arbeit spätere Fehler nicht rechtfertigen oder entschuldigen. in welcher der gewöhnliche Mensch lebt. das heißt durch eine sofortige und vollständige Beichte vor sich selbst und gegenüber den anderen und vor allem gegenüber dem Lehrer. eingebildete Ängste. Die Ängste. und zwar durch Angst verursachte Lüge sein." 338 . aber fortfährt. daß diese mit der Angst vor Spinnen oder Mäusen oder dunklen Zimmern oder mit unberechenbaren nervösen Ängsten nichts gemein haben. inmitten derer ein Mensch lebt. Lügen und Ängste — das ist die Atmosphäre. Genau wie die Überwindung von Lügen individuell verschieden ist. Was auf der positiven Seite steht. die ein Mensch unternimmt. welche einem Menschen vergeben werden könnten. Dinge. Ganz im Gegenteil. können einem anderen. sogar dann. Jeder Mensch hat seine nur ihm eigenen Ängste. Sie müssen sich klar sein. von denen ich spreche. kann niemals das auf der negativen Seite Stehende wettmachen. Was auf der negativen Seite verzeichnet ist. Wenn ein Mensch seinen Fehler einsieht. Für jeden Menschen werden besondere Konten geführt.Gewöhnlich hat ein Mensch viele unnötige. sich zu rechtfertigen. der schon große Opfer gebracht hat. sind gewöhnlich mit den Lügen verbunden. Sonst wird das Ergebnis wieder Lüge. und seine Fehler und Missetaten auf der anderen Seite verzeichnet. so auch die Überwindung der Angst. Diese Ängste müssen zuerst erkannt und dann zerstört werden. die eigene Schuld zuzugeben. nicht vergeben werden. aber man muß das Gesetz verstehen. dann kann eine kleine Übertretung das Ergebnis ganzer Jahre von Arbeit und Anstrengungen zerstören.

nichts- 339 . In einer Gruppe können die persönlichen Interessen nicht den Interessen der anderen oder dem Interesse der Arbeit entgegengesetzt sein. eine Gruppe so. Dies ist ein Gesetz. Der Fehler eines einzelnen wird als Fehler aller betrachtet. hört er auf. Die Teile der Maschine müssen einander kennen und einander helfen. „Was ist hierzu nötig? Zuallererst müssen Sie verstehen. Die Mitglieder einer Gruppe sind nicht nur für die Fehler der anderen. ein Freund und Bruder zu sein und wird sofort ein Fremder. führt unvermeidlich zur Auflösung der ganzen Gruppe. Der Erfolg eines einzelnen ist der Erfolg aller. nachzuahmen. Und dieses Gesetz ist gut begründet. wie Sie später sehen werden. Eine Gruppe ist eine große Sache. um im Laufe der Zeit eine Gruppe zu werden. was einer erwirbt. sich darauf vorzubereiten. Oft ist diese Regel sehr hart. Alle Mitglieder einer Gruppe sind Freunde und Brüder. Sie hat noch eine andere Seite. wie einer. indem man versucht. daß in einer Gruppe jeder für den anderen verantwortlich ist. nachzuahmen. das. gleichzeitig von allen erworben wird. natürlich von innen her. für ein bestimmtes Ziel begonnen. Wir werden uns vorbereiten. eine Gruppe zu werden. der abgeschnitten ist. Solange es keine allgemeine Arbeit gibt. und vor allem. „Diese Regel der gemeinsamen Verantwortung muß man immer vor Augen haben. welche die Arbeit hindern. Eine Gruppe wird für eine bestimmte gemeinsame Arbeit. es kann keine persönlichen Sympathien oder Antipathien geben. Dann wäre es eine Gruppe. aber wenn einer von ihnen weggeht. nicht äußerlich. Ein schwerwiegender Fehler seitens eines einzigen. Das Scheitern eines einzelnen ist das Scheitern aller. wenn er durch den Lehrer weggeschickt wird. Ich müßte Ihnen in dieser Arbeit vertrauen und Sie müßten mir und sich untereinander vertrauen. im Gespräch über Gruppen: „Glauben Sie nicht. wie zum Beispiel die Übertretung einer grundsätzlichen Regel. sondern auch für ihr Scheitern verantwortlich. wie sie sein sollte. daß wir sofort mit der Bildung einer Gruppe beginnen können. „Eine Gruppe muß wie eine Maschine arbeiten. Aber es ist nur möglich.Bei einer anderen Gelegenheit sagte G. da. wird es nur eine vorbereitende Gruppe sein.

Und er kann sich selbst nützlich sein. einmal einige interessante Bemerkungen zu den allgemeinen Grundsätzen der Gruppenbildung hinzu. „Weiterhin dürfen Sie nicht vergessen. Ich glaube. Um dies in den Fällen zu vermeiden. Zwei Menschen mögen lebenslang Freunde gewesen sein und zusammen einer Gruppe beigetreten sein. Wenn ein Mensch zum Beispiel für mich nützlich ist. und ebensowenig ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ein besonderes Verdienst. „Die Arbeit jedes Menschen kann in drei Richtungen verlaufen. Später geht einer von ihnen weg. Der andere hat kein Recht. Mutter und Tochter und so fort. Er kann für die Arbeit nützlich sein. 340 . das heißt Mann und Frau werden als ein Mitglied der Gruppe gerechnet. so ist er dadurch auch für die Arbeit nützlich. zu ihm von der Arbeit der Gruppe zu sprechen. zählen wir sie als einen. wie Mann und Frau. „Sie sollten jetzt schon mehr wissen. fügte G. 1917. sondern nach der Anzahl und der Größe Ihrer Anstrengungen. Das Verdienst oder die Nützlichkeit der Gruppen wird durch ihre Ergebnisse bestimmt. gemessen werden. daß ich sie hier anführen muß. er versteht dies nicht und sie streiten. auf die einzelnen Aufgaben und die Bestimmung unserer . Wenn daher einer in der Arbeit nicht fortfahren kann und weggeht.Hauptfehler' über. daß die Arbeit eines Menschen Ergebnisse in allen drei Richtungen zeitigt. Die Existenz der Gruppen an sich ist kein besonderes Verdienst. Darauf gab er uns einige bestimmte Aufgaben. Später. „Sie nehmen alles zu theoretisch". daß ich Ihnen nur in dem Maße helfen kann.destoweniger aber ist sie notwendig. wird der andere für schuldig gehalten und muß auch weggehen. handelt. mit denen die Arbeit unserer Gruppe begann. Es ist natürlich wünschenswert. wie Sie mir helfen. sagte er. kann man sich auch mit zweien zufriedengeben. Er kann für mich nützlich sein. wo es sich um nahe Beziehungen. welches fast sicher gleich null sein wird." Hiemach ging G. Der Weggegangene fühlt sich gekränkt. Wenn das nicht der Fall ist. Ferner wird Ihre Hilfe vor allem am Anfang nicht nach dem tatsächlichen Ergebnis. als wir im Kaukasus waren.

als im Schlaf zu leben. und dann kann die gleiche Tatsache. Und so ist es immer und mit allem. Aber andererseits ist es nicht so leicht. weil es nicht lange dauern kann. die keine Über-Anstrengungen machen wollen. sagte er. zu sterben. Sie müssen eine Eigentümlichkeit im Aufbau der menschlichen Maschine verstehen. sagte G. „aber es ist besser. Wenn ein Mensch selbst nicht wächst oder sich nicht wandelt." Ich komme wieder auf St. daß er zufällig für eine kurze Zeitspanne nützlich gewesen ist. Die Arbeit läßt ihn hinter sich. seine Nützlichkeit dauert nicht lange. Kur Über-Anstrengungen zählen. sich selber zu nützen. die er uns gestellt hatte. langsam schädlich werden. dann wird ihm die Tatsache. sollten lieber alles aufgeben und sich um ihre Gesundheit kümmern. nicht gutgeschrieben und.Oder wenn er für die Arbeit nützlich ist.. der gewöhnlich besonders auf seine Gesundheit bedacht war. so kann er nicht mit der Arbeit Schritt halten. Diejenigen. durch Anstrengungen. Wenn ein Mensch für sich nichts nimmt und sich nicht wandelt. ist er auch für mich nützlich. „Sie müssen verstehen". zu uns über Anstrengungen in Verbindung mit den Aufgaben. „Natürlich können sie es". wie er vorher war. Aber wir machen davon keinen Gebrauch. die mit einem besonderen Stoff 341 . als wir glauben. ist aber nicht imstande." „Können Über-Anstrengungen nicht gefährlich sein?" fragte einer der Zuhörer. sprach G. „daß gewöhnliche Anstrengungen nicht zählen. „Eine sehr wichtige Rolle in der menschlichen Maschine spielt eine gewisse Art von Akkumulator. Sommer 1916. Aber angenommen. von Anstrengungen zu sterben. durch die er nützlich war. Es gibt zwei kleine Akkumulatoren nah bei jedem Zentrum. ein Mensch ist für die Arbeit und für mich nützlich. Die Arbeit wächst und wandelt sich. Bald nachdem unsere Gruppe oder „vorbereitende Gruppe" gebildet worden war. wenn er so bleibt. um zu erwachen. Petersburg. Wir sind viel stärker. Das ist eine Seite. so ist dies viel schlimmer. zurück. was noch wichtiger ist.

„Nehmen wir einmal an. daß er einen Hügel hinaufsteigt und müde wird. als auch mit dem großen Akkumulator. zeichnete eine allgemeine Skizze der „menschlichen Maschine" und wies auf die Lage des großen und der kleinen Akkumulatoren und die Verbindung zwischen ihnen hin. oder an etwas anderes denken. es zu verstehen.gefüllt sind. in welchem Fall sich . sich hinsetzen. der die kleineren ladet. daß ein Mensch arbeitet oder ein schwieriges Buch liest und versucht.Rollen' im Bewegungszentrum drehen. Aber ganz unerwartet fühlt er einen neuen Zustrom von Kraft und wird wieder fähig zu gehen oder zu arbeiten. daß das Zentrum mit dem zweiten Akku- 342 . der für die Arbeit des betreffenden Zentrums notwendig ist. Oder nehmen wir an. und außerdem ist jeder von ihnen sowohl mit dem Zentrum verbunden. Die kleinen Akkumulatoren sind miteinander verbunden. Dies bedeutet. wenn er gerade ein schwieriges Problem löst. Wenn ein Akkumulator fast leer ist. neben dem er steht. „Außerdem gibt es im Organismus einen großen Akkumulator.Rollen' im Denkapparat seines Kopfes drehen. fühlt der Mensch sich müde. Er würde gern aufhören. sagte er." F i g u r 41 Zentrum Akkumulatoren G. „Im ersten Fall bezieht das Denkzentrum und im zweiten das Bewegungszentrum die für ihre Arbeit notwendige Energie aus den kleinen Akkumulatoren. in welchem Fall sich einige . wenn er geht. „Die Akkumulatoren arbeiten auf folgende Weise".

mulator verbunden worden ist und ihm Energie entnimmt. Der Mensch fühlt sich wieder müde. manchmal ein Schock. Die Arbeit des Zentrums geht weiter. Nach einer gewissen Zeitspanne ist die Energie im zweiten Akkumulator auch verbraucht. Manchmal ist eine kleine F i g u r 42 Ruhepause notwendig. Jedenfalls geht die Arbeit weiter. manchmal eine Anstrengung. „Wieder ein äußerer Schock oder eine kurze Pause. oder eine Anstrengung. Inzwischen füllt sich der erste Akkumulator mit Energie aus dem großen Akkumulator. und er ist mit dem ersten Akku- 343 . Der Mensch geht weiter oder arbeitet weiter. oder eine Zigarette. um diese Verbindung zu gewährleisten.

Er fällt fast um. er bekommt Kopfweh. aufgenommen hat. während der zweite Akkumulator mit dem großen Akkumulator verbunden wird und aus ihm Energie bezieht. Aber dies geschieht sehr selten. daß das Zentrum direkt mit dem großen Akkumulator verbunden worden ist. ist er buchstäblich fähig. zu gehen oder zu arbeiten. die er fassen kann. Wenn ein Mensch die Verbindung mit dem großen Akkumulator gefunden hat. Aber natürlich. dann kommt ein Augenblick. Der große Akkumulator enthält eine ungeheure Energiemenge. und in der Zwischenzeit hat der zweite Akkumulator nur eine Viertelfüllung erreicht. ihm Energie zu entnehmen. erste noch nicht genug Zeit gehabt hat. oder sein Organismus ist angegriffen. daß der. verbraucht schnell alle seine Energie und verbindet sich wieder mit dem ersten Akkumulator und so fort. „Nachdem das Zentrum wieder mit dem ersten Akkumulator verbunden ist. er ist nur halbvoll. Diesmal fühlt sich der Mensch wirklich müde. daß das Zentrum die Energie aus dem zweiten Akkumulator so schnell herausgesaugt hat.Rollen' sich weiterdrehen und die Energie. wenn die . weiter schneller aus dem großen Akkumulator ausströmt als sie einströmt. Zuckungen oder er fühlt sich krank. und der Mensch wird noch einmal fähig zu denken. die aus Luft. „Dies bedeutet. Wunder zu vollbringen. Essen und Eindrücken hergestellt wird. wo der große Akkumulator all seiner Energie bar und entleert ist und der Organismus stirbt. Das Zentrum verbraucht seine Energie schnell. schläft fast ein. Aber es kann leicht geschehen. beginnt es.mulator verbunden. Das Zentrum wird mit ihm verbunden. Gewöhnlich hört der Organismus automatisch schon lange vor diesem Zeit- 344 . Nach einer gewissen Zeit erreicht der Organismus den Zustand. Aber diesmal war der erste Akkumulator nur halbvoll. „Dann plötzlich bringt wieder eine kurze Ruhepause oder ein äußerer Schock oder eine Anstrengung einen neuen Energiezustrom. sich aus dem großen Akkumulator wieder aufzufüllen und nur die Hälfte der Energie. daß keiner der kleinen Akkumulatoren auch nur einen Tropfen Energie übrig hat.

Man kann leichter an Untätigkeit. Es ist wesentlich. das jeweils notwendige Zentrum mit dem großen Akkumulator zu verbinden. sind besondere Bedingungen notwendig. welche die Arbeit lange vor der wirklichen Gefahr anhält. unser Ziel ist es. „Die kleinen Akkumulatoren genügen für die gewöhnliche alltägliche Arbeit des Lebens. ist nicht sehr groß. daß im ganzen Denkzentrum der einzig arbeitende Teil der Formungsapparat ist. ist all unsere Arbeit verschwendet. „Im Gegenteil. Das instinktive. Die Verbindung mit dem großen Akkumulator kann nur mittels des Gefühlszentrums durchgeführt werden.und Denkzentrum können von sich aus nur aus den kleinen Akkumulatoren Energie beziehen. daß dieses neue 345 .punkt zu arbeiten auf. für das innere Wachstum und die Anstrengungen. die von einem Menschen verlangt werden. Damit der Organismus dahin gelangt. Faulheit oder der Angst vor Anstrengungen sterben. Aber für die Arbeit an sich selbst. dies zu verstehen. Unter gewöhnlichen Bedingungen wird der Mensch einschlafen oder ohnmächtig werden. wo er wegen Erschöpfung all seiner Energie stirbt. „Gerade das verstehen die Menschen nicht. an ihnen zu sterben. oder es wird eine innere Störung auftreten. die Gefahr. da wir einschlafen. dies zu tun. Solange wir unfähig sind. Wenn irgend jemand mehr wissen und verstehen möchte. Darum muß ihr Ziel die Entwicklung der Tätigkeit des Gefühlszentrums sein. besonders wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen. so muß er sich klar sein. ehe unsere Anstrengungen irgendein Ergebnis zeitigen können. ist die Energie der kleinen Akkumulatoren ungenügend. der den Weg betritt. und daß viele Dinge für das Denkzentrum unerreichbar sind. Bewegungs. wie man die Energie direkt aus dem großen Akkumulator beziehen kann. „Demzufolge braucht man vor Anstrengungen keine Angst zu haben. Das Gefühlszentrum ist ein viel feinerer Apparat als das Denkzentrum. „Dies ist jedoch nur mit Hilfe des Gefühlszentrums möglich. als er tatsächlich weiß und versteht. zu lernen. „Wir müssen lernen.

das heißt die Entladung der in den Akkumulatoren angesammelten überflüssigen Energie. sondern nur in denen. während das andere entleert wird. und der Mensch die ganze Zeit gähnt. Lachen gibt es nicht in allen Zentren. beim Besteigen eines Berges fast unaufhörlich gähnt. so daß sie ohne Wirkung arbeitet. was er über die Akkumulatoren gesagt hatte. „Sie haben schon bemerkt. „Es gibt zwei unverständliche Funktionen in unserem Organismus. sagte er. ich werde dies tun. die in zwei Teile gegliedert sind — einen positiven und einen negativen. Ich habe bisher von dieser Einzelheit noch nicht gesprochen. Wenn sie sich zu schnell entleeren." Außer dem. wenn eines von ihnen keine Zeit hat. noch eine sehr interessante Bemerkung über das Gähnen und das Lachen. sondern Herauspumpen. wenn Sie müde sind. das heißt. Keines von ihnen kann richtig verstanden und erklärt werden. aber nicht dazu imstande ist. Durch das Gähnen wird Energie in die kleinen Akkumulatoren eingepumpt. es sind dies das Gähnen und das Lachen. „Das Studium und die Beobachtung des Gähnens von diesem ^Gesichtspunkt aus enthüllt viel Neues und Interessantes. machte G. sich aufzufüllen.Wissen und Verstehen mittels des Gefühlszentrums und nicht mittels des Denkzentrums erworben wird. '. Es ist nicht Einpumpen. wenn ein Mensch gähnen möchte. Vor allem kann man dies zum Beispiel in den Bergen sehen. gähnt man fast unaufhörlich. aber dadurch keine Energie hineinpumpt. „obwohl die Wissenschaft natürlich nicht zugibt. 4 „Das Lachen ist auch unmittelbar mit den Akkumulatoren verknüpft. in denen mit der Pumpe etwas nicht stimmt. und es gibt auch Fälle. daß Sie gähnen. wenn wir zu einer mehr 346 . wenn ein Mensch. ohne daß man von den Akkumulatoren und ihrer Rolle im Organismus weiß. daß sie nicht zu erklären sind. die ein Anhalten des Herzschlags verursachen können. Es gibt gewisse Krankheitsfälle. Aber das Lachen ist die dem Gähnen entgegengesetzte Funktion. die vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht zu erklären sind". der nicht an sie gewöhnt ist.

„Weil das Lachen uns von überflüssiger Energie erlöst. daß ich Ihnen nur eine Übersicht geben kann. Manche Menschen lachen nicht. in Bosheit. „Wir haben immer viel von diesem Gift in uns. Sie müssen eines verstehen. alle Energie für nützliche Arbeit zu verwenden. diese zwei entgegengesetzten Eindrücke einer Tatsache zu harmonisieren und zu verdauen. negativ. Und tatsächlich werden Sie in der Bibel keinen Hinweis oder keine Erwähnung der Tatsache finden. nämlich zu Gift.Nein' hervorrufen. Es gibt Eindrücke. Lachen ist ein Gegenmittel. daß er nie gelacht habe. Solch ein gleichzeitiges Ja' und . daß Lachen und Gähnen sehr ansteckend sind. werden könnte".Nein' erzeugt im Zentrum eine Art Krampt. die das Zentrum nicht aufbrauchen kann." 347 . sogar der gewöhnlichste Eindruck. daß Christus je gelacht habe. Von Christus wird berichtet. warum Menschen nicht lachen. Aber außerdem gibt es verschiedene Gründe. die. daß sich im Akkumulator zu viel solcher Energie angesammelt hat. Aber dieses Gegenmittel ist nur solange notwendig. Dann kann jeder. das heißt er kann beide Hälften des Zentrums zugleich ansprechen und dadurch Lachen. Dies zeigt. Erinnern Sie sich daran. Haß und Mißtrauen.ins einzelne gehenden Untersuchung der Zentren übergehen. doppelt aufgenommen werden. weil es in den hoheren Zentren keine Teilung und kein Ja' und . in Furcht. In einem anderen Fall geschieht es. weil sie keine negativen Gefühle haben können.Nein' gibt. beginnt es in Form von Lachen die Energie auszustoßen. „Sie müssen verstehen. weil sie vollständig in negativen Gefühlen stecken. antwortete G. Andere wiederum lachen nicht. In» Augenblick wollen wir nur das Denkzentrum betrachten. das heißt eine Energieentladung veranlassen. daß sie notwendige Funktionen des instinktiven und des Bewegungszentrums sind. und da das Zentrum nicht imstande ist." „Warum ist Lachen so angenehm?" fragte jemand. In den höheren Zentren kann es kein Lachen geben. die ihm von dem dafür zuständigen Akkumulator zufließt. die gleichzeitig beide Hälften des Zentrums ansprechen und sofort ein scharfes Ja' oder . wenn sie unverbraucht bleibt. als wir unfähig sind.

verbrachte die meiste Zeit in St. begann die Arbeit unserer Gruppe neue und intensivere Formen anzunehmen. was irgendwie gar nicht nach St. ich erwartete ihr Kommen immer mit Spannung und versuchte von ihnen zu erfahren. diese anscheinend ganz ziellosen Unterhaltungen veranstaltete.ZWÖLFTES KAPITEL D amals. Petersburg gut verborgen geblieben waren. Petersburg. Eine Fahrt nach Ostrowky. daß er uns die ganze Zeit beobachtete und viele von uns bei diesen Gelegenheiten ganz neue Seiten ihres Wesens zeigten. Petersburg paßte. so bildeten wir doch im ganzen eine sehr geschlossene Gruppe. Mein Zusammentreffen mit G.'s Moskauer Schülern war zu dieser Zeit ein ganz anderes als das erste im Frühling des vorhergehenden Jahres. weil ich plötzlich auf dieser Fahrt verstand. im Hochsommer 1916. Jetzt schienen sie mir nicht mehr künstlich zu sein oder eine auswendig gelernte Rolle zu spielen. wobei wir Schaschlik aßen. ging nur für einige Tage nach Moskau und kam gewöhnlich mit zwei oder drei seiner Moskauer Schüler zurück. Einige Male veranstaltete G. ihnen ge- 348 . Wir trafen uns fast jeden Abend. zusammengehalten wurde. Im Gegenteil. und wenn es auch kleine Reibereien gab. bei seiner Ankunft von Moskau größere Ausflüge aufs Land und Picknicks. flußaufwärts an der Newa gelegen. wir hatten alle einander besser kennengelernt. G. ist besonders in meinem Gedächtnis geblieben. die durch das gemeinsame Interesse an den neuen Ideen und die neuen Möglichkeiten von Wissen und Selbsterkenntnis. worin ihre Moskauer Arbeit bestand und was G. warum G. Zu dieser Zeit waren wir ungefähr dreißig. die sich vor uns ausbreiteten. die bei den formellen Versammlungen in St. Unsere Vorlesungen und Zusammenkünfte hatten zu dieser Zeit schon ihren formellen Charakter verloren. Ich erkannte.

zerstörte er oft durch 349 . mit derselben Art von Fragen begannen und überrascht waren.Arbeit an sich selbst'?" „Woraus besteht das System. daß wir sie nicht beantworteten. und es war ganz klar. uns von dem Selbst-Vertrauen und dem AllesWissen. einander lehrten. wie wir schon sehen konnten. Neue Leute erschienen jedoch nur bei großen Versammlungen. die wir anfangs gestellt hatten. Die ursprüngliche Gruppe traf sich zu dieser Zeit gesondert. allein waren. Dieses Zusammentreffen mit neu hinzukommenden Menschen gab uns ein gewisses Maß von Selbst-Befriedigung. während sie von ihm lernten. Ich verstand jetzt. an denen G. teilnahm. um dies zu verstehen. wie naiv meine Fragen gewesen waren: „Worauf fußt Ihre . Gleichzeitig verstand ich. G. einfachen Dinge zu verstehen. Mir wurde klar. Wir begannen schon. Und damals. die auch wir nicht hatten verstehen können. warum G. zu befreien und konnten G.'s Moskauer Schüler meine Fragen bei unserem ersten Zusammentreffen nicht beantworten konnten. sondern wir mußten auch voneinander lernen. die gleichen elementaren. Durch meine neuen Gespräche mit ihnen wurde mir die Entwicklung eines ganz bestimmten Plans klar.'s Gruppe wie die „Schule" irgendeines mittelalterlichen Malers zu betrachten. und wie sie genau so unfähig waren. daß diese Fragen nicht beantwortet werden konnten. Aber als wir wieder mit G. die neu zu uns kamen. vor etwas über einem Jahr. Wir lernten nicht nur von G. schon besser als zuvor verstehen. warum dies so sein sollte.sagt hatte. für gekünstelt oder für Darsteller einer gelernten Rolle hielten. ich hätte das Recht. das wir noch nicht wußten. Man muß lernen. und uns. Ich begann. Und ich erfuhr sehr viel durch sie. Aber bei den allgemeinen Versammlungen war es für uns außerordentlich interessant zu hören. was mir in meiner späteren Arbeit sehr nützte. mit dem die Menschen an unsere Arbeit herantreten. welches Sie studieren?" „Was ist der Ursprung dieses Systems?" und so weiter. wie neu hinzukommende Menschen genau dieselben Fragen stellten. solche Fragen zu stellen. hatte ich geglaubt. dessen Schüler mit ihm lebten und arbeiteten und.. genau wie die Menschen.

Ein oder zwei für seine Familie. hat er eine bestimmte Rolle: aber bringen Sie ihn in eine nur etwas andere Lage.Iwan Iwanowitsch' nicht nur einer ist. daß sich der Mensch außerhalb seines Repertoires. vor allem seine Begrenztheit zu kennen. Und denjenigen. daß jeder Mensch ein bestimmtes Repertoire von Rollen hat. Und wenn ein Mensch nur .ich' und . Dann kamen Sie alle. „Für jede Lage. daß Sie ganz sicher sind. während gestern ein anderer da war. was wir für uns selbst aufgebaut hatten. Er war eine Person. den ich sehe. sagte er. in die er im Leben gewöhnlich kommt. sein eigenes Repertoire. saßen wir hier und sprachen miteinander. „Sie müssen erkennen. bildet einen sehr notwendigen Teil der Selbst-Erkenntnis. sehen Sie sehr selten. sich von ihm zu trennen. eine geeignete Rolle zu finden und wird für eine kurze Zeit er selbst. weder in uns selbst noch bei anderen. daß wir tatsächlich bisher gar nichts wußten oder verstanden. wird er nicht sein ganzes Selbst sehen. Das Repertoire jedes Menschen ist sehr begrenzt.ein Wort alles. Seine Rollen zu sehen. „Der ganze Fehler ist. die ein Mensch spielt. einen für Freunde im Gasthaus und vielleicht noch einen. der sich für erhabene Ideen interessiert und intellektuelle Gespräche liebt. und zwang uns einzusehen. die er j e nach den verschiedenen Umständen spielt". Zum Beispiel sehe ich. schon vieles zu wissen. wenn ihn irgend etwas zeitweise aus seinem Dreh herausreißen sollte. sagte G. bedeutet. weil auch . sehr unbequem fühlt und sein Bestes tut. Das Studium der Rollen. dann ist er unfähig. „aber ich sehe Sie ganz verschieden. Oder nehmen wir den Doktor. immer ein und derselbe zu sein". Zufällig sah ich zu ihm hinüber und sehe jetzt einen ganz anderen Doktor hier sitzen. wieder zu einer seiner gewohnten Rollen zu- 350 .Iwan Iwanowitsch' sagt. daß heute ein Ouspensky hergekommen ist. Ein Mensch hat deren mindestens fünf oder sechs. ein oder zwei im Amt (einen für seine Untergebenen und einen anderen für seine Vorgesetzten). Bevor Sie kamen. Und zu verschiedenen Zeitpunkten ist der Mensch vollständig mit einem von ihnen identifiziert und unfähig. wenn ich mit ihm allein bin. Aber das Wesentliche ist. in diesem Zusammenhang.

Und es ist klar. So ist es im Leben. ob er irgendein Ergebnis erwarten kann oder nicht. Aber hier kommt dann etwas Neues und Unbekanntes. Er hat keine Ahnung. Alle beide zu haben. so darf er sich vor allem niemals aus seinem Repertoire herausbegeben. sich zu entscheiden. wenn er keine geeignete Rolle in seinem Repertoire finden kann. fühlt er sich nackt. Aber wenn er an sich arbeiten will. um sich selbst zu beobachten. Aber es ist sehr schwer für einen Menschen. Als Ergebnis sitzt er zwischen zwei Stühlen. Der Mensch muß sich entscheiden. geht alles wieder wie geschmiert und das Gefühl von Verlegenheit und Anspannung verschwindet. muß er diesen Frieden zerstören. jemandem zu gehorchen. alles zum Teufel zu jagen und die wirkliche Arbeit zu beginnen. mit seiner Verlegenheit und Anspannung und mit dem Gefühl der Unannehmlichkeit und Hilflosigkeit abfinden. es ist besser. er doch schon zu sehr daran gewöhnt ist. sich doch damit abzufinden. Nur indem man diese Unannehmlichkeit erfährt. ist auf keinen Fall möglich.rückzukehren. weil sein Leben zu leicht ist und. aber in der Arbeit muß man sich. In Worten wählt er die Arbeit. Es ist unerläßlich. kann man sich wirklich beobachten. warum sich dies so verhält. so würde er manchmal sehr weit kommen. Sobald er in seinen alten Trott zurückfallen kann. Aber dies ist leider nicht möglich. Er denkt. Und warum ist es schwer? Vor allem. deren Leitung nur 351 . er schämt sich und möchte davonlaufen. Wenn ein Mensch keine seiner üblichen Rollen spielt. Aber dann taucht die Frage auf: Was will er eigentlich? Ein ruhiges Leben oder die Arbeit an sich selbst? Wenn er sich nach einem ruhigen Leben sehnt. sei es auch schlecht. das heißt er versucht sich selbst zu betrügen. Das ist die allerunbequemste Lage. Und das Schwierigste für ihn ist. Aber wenn er sich entscheidet. einem anderen zu gehorchen oder der Richtlinie einer allgemeinen Arbeit zu folgen. aber in Wirklichkeit will er seinen Frieden nicht verlieren. Er arbeitet überhaupt nicht und hat auch gar keine Bequemlichkeit. In seinen üblichen Rollen fühlt er sich angenehm und zufrieden. daß es nötig ist. ist das Ergebnis oft Betrug. sich jemandem unterzuordnen. Ihm ist kalt.Wenn ein Mensch Schwierigkeiten und Opfer für sich selbst erfinden könnte. selbst wenn er es auch für schlecht hält.

Aber abgesehen von individuellen Aufgaben. das ihm eine Gelegenheit gibt. intensiver gegen seinen Hauptfehler anzukämpfen. Anstatt den Menschen die Möglichkeit zu geben. diesen Ideen näherzukommen. ausgenommen diejenigen. Sie würden nicht imstande gewesen sein.einem Menschen obliegen kann. die seinem Typus. Natürlich verschwindet diese Schwierigkeit. imstande zu sein. was es für einen Menschen geben kann. daß ich im Anfang dagegen war. zu irgend jemand über die Gruppe oder die Vorlesungen oder die Ideen reden sollte. Aber zuerst wollen wir die allgemeinen Aufgaben untersuchen. Das kann jedoch erst im Verlauf der Arbeit geschehen. daß jedem Menschen bei der Arbeit seine besonderen Aufgaben gestellt werden. Sie würden es ihnen sogar unmöglich gemacht haben. würden Sie sie für immer abgeschreckt haben. Und damals erklärte ich. einen richtigen Eindruck davon zu vermitteln. warum dies notwendig sei. zu irgendeiner späteren Zeit dazu- 352 . ein richtiges Bild. irgend etwas zu entscheiden oder zu tun. weil das Leben ihm zu leicht fällt. Solch eine Unterordnung ist das Schwierigste. und zwar deswegen. der glaubt. Sie werden sich daran erinnern. denen ich es besonders auf getragen hatte. dieses Gespräch über die Arbeit der Gruppen fort und sagte: „Später werden Sie sehen. diese Ideen auch anderen zu vermitteln. daß Sie außerhalb der Gruppe über die Ideen des Systems sprechen." Bei einer anderen Gelegenheit führte G. wie er wirklich ist. Zum Beispiel sollten Sie jetzt bereits ein gewisses Verständnis für das Wesen dieses Systems und seiner Hauptmethoden haben und Sie sollten imstande sein. daß keiner von Ihnen. seinem Hauptzug oder seinem Hauptfehler entsprechen. das heißt etwas. Gelegentlich trägt die Gruppe auch die Verantwortung für individuelle Aufgaben. gibt es auch allgemeine Aufgaben. Der Beginn der Arbeit und mehr noch ihre Weiterführung ist sehr schwierig. die der Gruppe als Ganzem gestellt werden und für deren Ausführung oder Nichtausführung die ganze Gruppe dann verantwortlich ist. wenn er diese Phantasien los wird und sich so sieht. Es war im Gegenteil eine bestimmte Regel.

und jeder war etwas entmutigt und enttäuscht. jeder hatte viele Fragen. daß Sie fähig sind. wenn sie danach fragen. Andererseits hatten andere überhaupt keinen Zweifel. bei Unterredungen mit Ihren Freunden und Bekannten auf diese Themen zu kommen. zu verstehen. Aber jeder muß einsehen. und bringen Sie sie. dann sollten Sie auch fähig sein. Sie haben schon genug gehört. daß sie „sich ihrer selbst erinnerten". das kurz vorher gegeben worden war. daß Sie bereits etwas aufgenommen und verstanden haben. wer die Zentren gesehen habe und 353 . und zweitens. es für ihn zu tun. „Was hat . was wir von der Arbeit gehabt hätten. Die richtige Ausführung dieser Aufgabe durch einen jeden von Ihnen wird zeigen. mit wem es sich zu sprechen lohnt und mit wem es sich nicht lohnt. weil die Mehrzahl der Menschen keine dieser Ideen begreifen kann und es vollständig zwecklos ist. Und wenn Sie wirklich Anstrengungen gemacht haben. Jeder war voll von seinen Eindrücken über seine Gespräche mit Freunden. Menschen abzuschätzen. jene vorzubereiten.Geographie' hiermit zu tun?" fragte mich einer meiner Freunde sehr geistreich. die Interesse dafür zeigen. daß viele Freunde und Bekannte sehr scharfsinnige Fragen stellten. zu den Versammlungen mit. diese Ideen aufzunehmen und mit denen es sich zu sprechen lohnt. auf die die meisten unserer Leute keine Antwort fanden. das Gehörte zu verstehen. Aber gleichzeitig gibt es Menschen. „Versuchen Sie. die fähig sind. Wieder andere fanden den „Schöpfungsstrahl" und die „sieben Kosmen" lächerlich und nutzlos." A Die nächste Versammlung danach war sehr interessant. mit ihnen darüber zu sprechen.zukommen. versuchen Sie. Es zeigte sich. Andere wiederum fragten. und drückten ganz offen Zweifel über unser „SelbstErinnern" aus. daß dies seine eigene Aufgabe ist. das Gehörte anderen weiterzugeben. Aber nun hat sich die Lage geändert. und nicht von den anderen erwarten. Darum gebe ich Ihnen allen eine bestimmte Aufgabe. Sie fragten zum Beispiel. indem er einen Satz aus einem amüsanten Schauspiel parodierte.

bis zu einem gewissen Grad .wie sie gesehen werden könnten. Versuchen Sie. und Sie werden finden. was die Menschen über dieses System sagen könnten." „Wie können wir Menschen erkennen. „wenn Sie alles zusammenfassen würden. würden Sie selbst nicht mehr daran glauben. 11 „Sie müssen verstehen. über die Möglichkeiten der inneren Entwicklung 354 . daß wir nichts „tun" könnten. daß keine Spur vom Wunderbaren darin zu finden sei. was für ^Menschen zu dieser Arbeit kommen können und was für Menschen nicht dazu kommen können. Andere sagten. daß keine Idee der „Menschheitsliebe" in diesem System enthalten sei. Sie können einen Menschen Ihr ganzes Leben kennen und glauben. •was man auf gewöhnlichem Wege über esoterische Ideen. „Das ist noch gar nichts". müssen wir feststellen. lachte. mit ihm über diese Ideen zu sprechen. daß wir Menschen zu Maschinen machen wollten. ein gewisses Gepäck haben muß. Andere sagten. fi „Wie man sie erkennen kann. Ein anderer mag hingegen überhaupt keine Fähigkeiten zu haben scheinen.'Vorbereitung. er wäre sogar ziemlich intelligent. G.zu sein'. „Dafür ist es notwendig. sogar eine bloße Berührung damit ruft im Menschen entweder das Beste oder das Schlechteste wach. daß er denkt und sogar sehr ernstlich denkt. wieder andere fanden die Idee. ist eine andere Frage". Andere waren nicht bereit. ja. sagte er. aber nicht überzeugend". als wir ihm unsere Gespräche mit unseren Freunden erzählten. Dieses System hat eine wunderbare Eigenschaft. Er sollte wissen. daß ein Mensch zuallererst eine gewisse . er wäre nicht übel. daß er ein vollständiger Trottel ist. Andere fanden. und Sie werden sofort erkennen. aber sprechen Sie mit ihm über diese Themen. sagte G. kein Idealismus und so weiter und so fort. absurd. Jedoch bevor wir hiervon sprechen. daß unsere Ideen gründlicher Materialismus seien. daß diese Idee im allgemeinen eine „neue Erfindung" sei. zur Arbeit zu kommen?" fragte ein Anwesender. die fähig sind. Noch andere fanden die Idee des Esoterischen „unterhaltend. ihre Abstammung vom Affen zu opfern. über verborgenes Wissen.

muß er von seiner Religion enttäuscht sein. Wenn ein Mensch eine gute Kenntnis der Religion hat. das bedeutet. Im Gegenteil. Wenn er einen guten Kern hat. mit ihm zu sprechen. Wenn er ein Okkultist ist. muß er von der Theosophie enttäuscht sein. Wenn er ein Philosoph ist. natürlich mit Ausnahme der vollständig entarteten Religionen der Wilden und der erfundenen Religionen und Sekten der modernen Zeit. Wenn er ein religiöser Mensch ist. Alle religiösen Lehren. bestehen aus zwei Teilen. der nur wenig weiß. Um dieses System ernstlich anzugehen. wonach er gesucht hat. müssen die Menschen enttäuscht sein. muß er von der Philosophie enttäuscht sein. Wenn er ein Theosoph ist. muß er vom Okkultismus enttäuscht sein. gibt es für ihn einen anderen Weg ohne irgendwelche Gespräche. daß es eine allgemeine Regel für jeden gibt. Und hierzu muß er auch auf irgendeine Weise gelangen. Ich sage zum Beispiel. das heißt von ihren Kräften. enttäuscht von dem. wenn er mindestens eine gewisse wissenschaftliche oder philosophische Bildung hat. was das Wertvollste in diesem System ist. diese Idee sollte ihm nicht als etwas vollständig Neues erscheinen. was dies bedeutet. wird er es sehr schwierig finden. und so fort. wenig gelesen und wenig nachgedacht hat. zuerst von sich selbst. Aber Sie müssen verstehen. was er bisher getan hat. daß ein religiöser Mensch von der Religion enttäuscht sein muß. enttäuscht ist. Wenn er ein Politiker ist. daß er nur von der Lehre und den Methoden . und zweitens von allen überlieferten Wegen. wenn er nicht von dem. Wenn er ein Wissenschaftler ist. mit einem Menschen zu reden.des Menschen und so fort erfahren kann. aber in diesem Falle muß er gehorchen und seinen Willen aufgeben. Auch ist es günstig. muß er von seiner Wissenschaft enttäuscht sein. dem 355 . Das bedeutet nicht. muß er von der Politik enttäuscht sein. Aber wenn er an religiöse Formen gebunden ist und ihren Kem nicht versteht.enttäuscht' ist und erkennt. Sonst ist es schwierig. daß die ihm bekannte religiöse Lehre für ihn nicht genügt und ihn nirgendwohin führen kann. Man kann sagen. Im allgemeinen ist es sehr schwierig. Ein Mensch kann nicht herausfinden. kann auch dies nützlich sein. daß er seinen Glauben verlieren sollte. Ich meine.

oder daß er allein aus sich selbst irgend etwas finden oder tun könnte. nicht das ist. und daß. davon überzeugt zu sein. daß ein Mensch alles aufgeben muß. daß die gewöhnliche Philosophie bedeutet. was er braucht. Von der Religion enttäuscht zu sein. bedeutet nicht. daß der gewöhnliche. von dem sichtbaren Teil enttäuscht zu sein und die Notwendigkeit zu spüren. wie das russische Sprichwort sagt. und daß die Menschen überhaupt nicht wissen. Vom Okkultismus enttäuscht zu sein. was der Mensch kennt oder auf dem gewöhnlichen Weg lernen kann. zugängliche und sogar angepriesene Okkultismus. heißt nicht das Vertrauen in das Wunderbare zu verlieren. ganz gleich. Im Gegenteil. Aber solange er weiterhin glaubt. nach anderen zu suchen. sondern auch zu der Konstruktion absurder und sich selbst widersprechender Theorien führen. „Wenn also ein Mensch zu diesem Zustand der Enttäuschung über alle möglichen und zugänglichen Wege gekommen ist. Von der Wissenschaft enttäuscht zu sein. was er zu tun gewohnt ist. daß dies nur ein Beruf oder eine Gewohnheit oder eine Not- 356 . Ich meine hiermit nicht. und dann kann er zu unserer Arbeit kommen. bedeutet. dann lohnt es sich. und nachdem man sich hiervon überzeugt hat. daß man das Interesse für das Wissen verlieren müßte. heißt. unter welchem Namen er auch auftreten möge. was Philosophie sein sollte. trotzdem es auch wahre Philosophie geben kann und geben sollte. das zu tun. daß er auf seinem früheren Weg irgend etwas finden könne oder daß er bis jetzt noch nicht alle Wege versucht habe. den verborgenen und unbekannten Teil der Religion zu finden. überzeugt zu sein. es ist sogar oft besser. Aber er muß einsehen. daß er noch nicht bereit ist. Von der Philosophie enttäuscht zu sein. was er früher getan und was ihn früher interessiert hat. obwohl es irgendwo irgend etwas Wirkliches gibt. Es bedeutet nur. so bedeutet dies. aus einem leeren Gefäß etwas in ein anderes gießen. alles. es bedeutet nur. Das ist ganz unnötig. daß die gewöhnlichen wissenschaftlichen Methoden nicht nur nutzlos sind. daß er fortfährt.sichtbaren und dem verborgenen. nur Scharlatanerei und Selbstbetrug ist. davon überzeugt zu sein. mit ihm über unser System zu sprechen. was er bisher zu tun pflegte.

und er wird Ihnen nicht einmal ernstlich zuhören. brauchen es auch nicht. was Sie sagen. ihm absurd scheinen.. aber wir werden später von ihnen sprechen. so mag er den Geschmack der Wahrheit in dem. „und Sie können von jeder 357 . Und Sie müssen sich immer daran erinnern und aufpassen. der von etwas anderem überzeugt ist. ganz gleich. die Vorstellung anzunehmen. sagte G. die nahe mit ihnen in Beziehung stehen. die noch nicht gesucht haben und nicht suchen. was Sie ihm sagen. Es lohnt sich nicht. All diese Spiritisten. ihnen nicht zuviel zu erzählen. auf ihn Zeit zu verschwenden. daß die Menschen ihr Leben auf der Grundlage der Gerechtigkeit und des Gemeinnutzens aufbauen könnten und sollten? Und Dinge dieser Art. oder sogar die Menschen." „All diese Fragen sind gut". sagte einer von uns. weil sie alles. Heiler. für ihre eigenen Zwecke benützen könnten. die schon gesucht und sich verbrannt haben. „Sie fragen: geben wir die Existenz des Äthers zu? Oder was halten wir von der Entwicklungslehre? Oder warum glauben wir nicht an den Fortschritt? Oder warum glauben wir nicht. Hellseher und so fort. nämlich um andere Menschen an der Nase herumzuführen. was sie von Ihnen lernen können. Er wird dann fähig werden. Die. Dieses System ist für diejenigen.wendigkeit ist. Und diejenigen. wie ungeschickt Sie sich auch ausdrücken mögen. daß es irgendwo irgend etwas gibt. sich nicht zu . taugen für uns überhaupt nicht. Wenn Sie mit einem solchen Menschen sprechen. Dann wird er sich ganz anders verhalten. berufsmäßige Scharlatanerei. die mit der Arbeit vollständig unvereinbar ist." „Aber damit fangen die Menschen nicht an".identifizieren'. „Es gibt nur eine Sache. erkennen. und zwar ist dies »berufsmäßiger Okkultismus'. Aber wenn Sie mit einem Menschen sprechen. die sich noch nicht verbrannt haben. brauchen es nicht. dann wird alles. „Es gibt noch andere Kategorien. die nicht für uns taugen. Inzwischen vergessen Sie vor allem eines nicht: ein Mensch muß genügend von den üblichen Wegen enttäuscht sein und gleichzeitig glauben oder fähig sein. in anderen Worten.

an der er leidet. Sogar bevor G. jedenfalls mit denen. Dies erstaunte uns mehr als alles andere. um irgend etwas zu sagen. In dieser Hinsicht erlebten wir alle bittere Enttäuschungen. zu denen wir eine innere Beziehung gefühlt hatten. nicht dasselbe darin sahen wie wir. Und wenn es eine Frage ist. Ich muß zugeben. und in denen wir immer einen Widerhall gefunden hatten. an der er leidet. hatten sprechen können. zu unseren Freunden von dem System zu sprechen. uns zu verstehen. nirgends hinführend und sogar abstoßend. ja sogar etwas ganz Entgegengesetztes darin finden konnten. daß. dies mir einen sehr seltsamen. ja sogar schmerzlichen Eindruck machte. Menschen dazu zu bringen. was meine eigene persönliche Erfahrung angeht. schienen unseren Freunden alt und langweilig. Wir waren überrascht. sofern sie nur aufrichtig ist. Und in den meisten Fällen fand unsere Begeisterung über die Ideen des Systems eine sehr kalte Aufnahme. daß er an der Frage leidet. hatten wir natürlich alle auf die eine oder die andere Weise versucht. daß Menschen. Im gewöhnlichen Leben sind wir natürlich im Bereich gewöhnlicher Fragen daran gewöhnt und wissen. daß ich hiermit Folgendes meine: diese Frage über den Äther oder über den Fortschritt oder über den Gemeinnutzen kann von einem Menschen einfach gefragt werden. uns ausdrücklich aufgefordert hatte. Man verstand uns nicht. die wir am häufigsten trafen. Sie verstehen. die uns im Herzen feindlich 358 . die man für das System interessieren und die arbeiten könnten. oder aber er kann die Frage stellen. was irgend jemand anders gesagt. die uns bekümmerten. die Ideen. führten uns unwillkürlich zu einer Einschätzung unserer Freunde von einem völlig neuen Gesichtspunkt aus. dann können Sie ihm darauf antworten und dann kann jede Frage zum System führen. die für uns neu und originell waren. Ich spreche von der absoluten Unmöglichkeit. mit denen wir in früheren Zeiten über alle Fragen. Aber es ist notwendig.Frage ans beginnen. oder was er in irgendeinem Buch gelesen hat. oder um zu wiederholen. weil dies die Frage ist. daß Menschen." Unsere Gespräche über Leute. darüber zu reden.

sie sagten uns. Ich erinnere mich nicht mehr. daß Sie nicht mehr so interessant lügen können wie früher. was für Menschen Ihre Freunde sind. wir veränderten uns zu unserem Nachteil. es kommt noch schlimmer". als ob Sie alles über alles wüßten. jedenfalls. was G. ist ein interessanter Mensch. als ob wir verwelken würden. zu lügen. Sie haben jetzt schon begonnen. unsere frühere Aufgeschlossenheit. die wir nie gesagt haben und so fort. zu sterben. Worte. sich manchmal einzugestehen. Aber manchmal gewannen sie einen sehr merkwürdigen Eindruck von uns. sagte er. die wir als unsere Art von Menschen zu betrachten pflegten. und alle unsere Versuche." Er betonte dieses Wort. alles. was das wirklich bedeutet? Es bedeutet. uns mißverstehen. führten zu nichts. wir verlören unsere frühere Ursprünglichkeit. das heißt. Natürlich bedeutet dies. G. und auf ihre eigene Weise haben sie damit recht. „Es ist noch ein langer Weg 359 . weniger originell und. daß Sie jetzt weniger interessant sind. die meisten unserer Freunde waren nur gleichgültig. lachte. „Verstehen Sie. Sie fanden uns weniger an^ regend als früher. weniger aufgeschlossen. wer von uns es war. „Warten Sie nur. engstirnig oder des Denkens unfähig sind. Auf diese Weise können Sie jetzt wirklich sehen. Solche Fälle waren natürlich die Ausnahmen. wir würden farblos. daß unsere Freunde fanden. was Sie nicht wissen oder nicht verstehen. mit denen wir einen großen Teil unserer Zeit zu verbringen pflegten und die uns früher besser zu verstehen schienen als irgend jemand. daß Sie nicht mehr so gut lügen. sie mit unserem Interesse an G. wie Sie sagen. und Sie können nicht mehr so reden. was wir sagen. verzerren und verstümmeln und uns Gedanken zuschreiben.'s System anzustecken. Sie sind jetzt fähig. wir wüden wie „Maschinen". daß Sie aufgehört haben. Aber als wir nun erkannten. und wir wiederholten nur gleich Papageien alles. die wir nie hatten. Wer gut lügt. Aber Sie schämen sich bereits. daß all dies von Leuten geschah. als wir ihm dies berichteten. der zuerst bemerkte. daß es etwas gibt. Sie haben Mitleid mit Ihnen. sagte. hörten auf zu fühlen.gesinnt. zu lügen. dächten nicht mehr originell. rief dies einen entmutigenden Eindruck in uns hervor.

aber ein gewisses Maß von Dummheit ist Ihnen schon ausgegangen. daß diese Ideen mehr als alles andere die Menschen entweder vereinen oder scheiden. hat auch der andere gem. Sie haben jetzt schon einen Geschmack an der Wahrheit." „Warum scheint es mir manchmal. Das kommt daher. mit vielen Zusätzen und Hinweisen für die persönliche Arbeit. sagte er. 360 . daß Sie alles verstünden oder jedenfalls fähig wären. und ihre inneren Reaktionen auf die Dinge sind genau die gleichen. „Früher pflegte ich zu denken. daß Sie nichts verstehen. daß der Geschmack am Verstehen Ihnen früher ganz unbekannt war. wiederholte alles. aber nun verstehe ich überhaupt nichts. daß ich wenigstens manchmal irgend etwas verstehe. weil Sie die Wissenschaft von Typen nur dadurch lernen können. daß ich überhaupt nichts verstehe?" sagte einer der Anwesenden. „Jeder von Ihnen". „hat wahrscheinlich in seinem Leben Menschen ein und desselben Typus getroffen. daß Sie Typen treffen. Und wir begannen zu begreifen." In unseren Gesprächen kehrten wir oft zu den Eindrücken. wo Sie begonnen haben etwas zu verstehen.bis zum vollständigen Tod. und nun scheint Ihnen der Geschmack am Verstehen einen Mangel an Verstehen zu bedeuten. sagte G. Es gibt keine andere Methode." „Das heißt. alles zu verstehen. „Als Sie überhaupt nichts verstanden. verabscheut auch der andere. G. dachten Sie. Alles andere ist Einbildung. glauben Sie. Solche Menschen sehen oft einer wie der andere aus. Was einer gern hat. daß Sie in den Bindungen. Sie müssen verstehen. Was einer verabscheut. und zu unseren neuen Eindrücken über unsere Freunde zurück. daß Sie schon begonnen haben zu verstehen". Einmal hatten wir ein sehr langes und interessantes Gespräch über „Typen". Solche Gelegenheiten müssen Sie im Gedächtnis behalten. was er schon früher über dieses Thema gesagt hatte. Jetzt. die unsere Freunde von uns hatten. Sie können sich nicht mehr so aufrichtig selbst betrügen wie früher.

Sie verstehen mich noch nicht und werden mich auch noch lange nicht verstehen. Als ob dies möglich wäre. trotzdem es im Leben eine viel größere Anzahl von Grundtypen gibt. Mit Hilfe des Mitgeteilten müssen Sie den Rest selbst finden. das heißt ihre charakteristischen Züge und Kennzeichen?" fragte einer der Anwesenden. Alle übrigen sind Zusammensetzungen aus diesen Grundtypen. wenn ich von den Typen sprach. daß man Ihnen alles mitteilt. Wie kommt es. für deren Verständnis ein anderes Sein notwendig ist. in der sie definiert werden könnten. Es ist genau da» gleiche wie mit den . daß solche Worte eine Zeitverschwendung sind.achtundvierzig Gesetzen'. daß dies. Aber ich weiß. ich meine. von denen 361 . was überhaupt mitgeteilt werden kann. schon lange erklärt worden wäre? Aber es ist eine Tatsache. „Sie müssen mit sich selbst und den Beobachtungen." „Wie viele Grundtypen gibt es alles in allem?" fragte jemand. sagte G. warum können wir diese nicht kennen. hat irgendein kluger Mensch diese Frage gestellt. Es gibt Dinge. wenn wir sie treffen. erkennen und voneinander unterscheiden?" fragte einer von uns. sagte G. „Der Überlieferung nach stellen die zwölf Apostel die zwölf Typen dar. „Ich habe diese Frage erwartet". wenn es erklärt werden könnte. „Jedesmal." Er hielt inne. „Dürfen wir diese zwölf Typen kennenlernen. was ist der Hauptunterschied zwischen ihnen und wie können wir sie. Irgend jemand fragt unweigerlich. daß die Typen und ihre Verschiedenheiten nicht in der gewöhnlichen Sprache definiert werden können. Verstehen Sie doch. ob man nicht diese achtundvierzig Gesetze kennen kann. nicht mehr als sechs oder sieben Typen treffen können. und die Sprache. Denken Sie an den Unterschied zwischen Wissen und Sein.in denen Sie leben. Andere sagen mehr." „Aber wenn es um uns nicht mehr als sieben Typen gibt. daß Sie nicht verstehen. kennen Sie jetzt noch nicht und können Sie auch für lange Zeit noch nicht kennen. „Einige Menschen sagen zwölf^'.

Diese Aufgabe wird Ihnen wieder einmal zeigen. Lassen Sie jeden in der Gruppe von seinem Leben erzählen. Einige sagten zu viel. nach Moskau." Bald danach fuhr G. daß. beginnen*'. daß all diese Versuche überhaupt keinen Erfolg hatten. Zuallererst versuchten einige. Betonen Sie die hauptsächlichen und wesentlichen Dinge. Und während seiner Abwesenheit versuchten wir auf verschiedene Weise. Ich möchte Ihnen allen eine Aufgabe stellen. um G. andere zu wenig. Also er muß voll und fest überzeugt sein. außerhalb von ihr wiederholt wird. was er in der Gruppe sagt. die aus den Leuten bestanden. sagte G. ohne bei Kleinigkeiten und Besonderheiten zu verweilen. denn ein jeder befindet sich in der gleichen Lage. muß man das eigene Leben gut studieren. es wird gleichzeitig eine allgemeine und persönliche Aufgabe sein.. aber das. Niemand würde zu sprechen wagen. Ich muß sagen. Alles muß bis in die letzten Einzelheiten ohne Verschönerung und ohne Auslassung erzählt werden.trennen'. und zwar nicht in den allgemeinen Versammlungen. Einige von Ihnen glauben. Sie müssen dabei aufrichtig sein und keine Angst haben.ich schon gesprochen habe. warum man außerhalb der Gruppen nichts erzählen darf. daß Sie Typen erkennen können. sondern in kleinen Gruppen. warum und wie die Dinge geschehen sind.'s Aufgaben leichter in die Tat umzusetzen. sich von ihm zu . ihre Lebensgeschichte zu erzählen. wie er ist. Um seinen eigenen Typus zu kennen. mit dem Sie nichts anfangen konnten. was Sie sehen. daß andere es in einer falschen Weise aufnehmen werden. man muß wissen. daß nichts sonstwo wiederholt wird. jeder muß sich enthüllen. muß man seinen eigenen Typus kennen und fähig sein. die uns auf getragenen Aufgaben auszuführen. „sonst wäre es ein Wissen. auf meine Veranlassung hin. Und dann kann er ohne Furcht sprechen und verstehen. daß die anderen das gleiche tun müssen. Einige verloren sich in unnötigen Einzelheiten oder in Beschreibungen dessen. wenn er glaubte oder vermutete. jeder muß sich so zeigen. die ihnen am besten bekannt waren. was sie 362 . sind überhaupt keine Typen< Um Typen zu sehen. das ganze eigene Leben vom allerersten Anfang an.

In diesem Zusammenhang bemerkte ich. etwas verbergen wollten. Statt dessen gab es Anekdoten oder chronologische Memoiren. was sie erzählten. daß es viele Dinge gibt. Ich begann zu bemerken. das G. aber spürte fast augenblicklich eine Gewißheit. Ich hatte G. Ich fuhr weiter fort. vieles andere zu verstehen. was von uns erwartet wurde. weil ich mich an ein sehr frühes Lebensalter erinnere und selbst immer sehr über einige dieser frühen Eindrücke erstaunt war. sichtlich erwartete. andere Menschen zu verstehen. Aber die Betonungen gaben sie preis. die versucht hatten. meine Lebensgeschichte ohne besondere Schwierigkeiten zu erzählen. Aber in Wirklichkeit erwies sich dies als ganz unmöglich. aber was eigentlich falsch war.'s Idee ganz ohne Widerspruch angenommen und geglaubt. Dies half mir. so aufrichtig wie möglich zu sein. 363 . Aber niemand interessierte sich dafür. die niemanden interessierten. und ich sah schnell ein. Irgend etwas war falsch. und im Gespräche über gewisse Abschnitte meines Lebens versuchte ich nur. konnten sogar die nicht bestimmen. dagegen anzukämpfen. Aber alles zusammen vermochte nicht das Ergebnis zu zeitigen. die ich zuerst in mir selbst gehört hatte und die mir zeigten. Ich erinnere mich an meine eigenen Versuche. die ich nicht erzählen wollte. daß meine Stimme und die Betonungen sich veränderten. die mir ein psychologisches Interesse zu haben schienen. daß ich nicht einmal versuchte. Und es gab bestimmte Betonungen. Irgend etwas in mir protestierte dermaßen stark dagegen. daß ich fähig sein würde. und Familienerinnerungen. sobald ich auf diese Weise sprach.für ihre besonderen und originellen Kennzeichen hielten. daß sie beim Gespräch über sich selbst und ihr Leben auch mit verschiedenen Stimmen und verschiedenen Betonungen sprachen. daß die Betreffenden bei dem. die zu erzählen ich nicht die geringste Absicht hatte. Als erstes versuchte ich. daß dies sicherlich nicht das war. den allgemeinen Verlauf und die Bedeutung der Tatsachen zu berichten. Dies war eine ganz unerwartete Erkenntnis. Die Beobachtung der Betonungen ermöglichte mir später. andere betonten ihre „Sünden" und Irrtümer. die die Anwesenden gähnen ließen. einige Eindrücke meiner frühen Kindheit zu vermitteln.

besteht fast nur aus Persönlichkeit. was sie Ideen.intellektuellen' Klassen gehört. sagte jemand anderer. Alles. In den meisten Fällen hört sein Kern schon in einem sehr frühen Alter auf. Professoren voll der verschiedensten Ideen. „Darum müssen wir erst einmal genau feststellen. alles.Als G. „Man muß denken lernen. antwortete G. was nicht Ihr Eigentum ist. „Wie würden Sie Ihr Eigentum von dem. Manchmal geschieht es. sich zu entwickeln. Gerade jetzt habe ich von einem Menschen gesprochen. daß die meisten Menschen vor allem in Ihren Gesellschaftskreisen sehr wenig Eigenes haben. Und all das zusammen macht Ihre Persönlichkeit aus und muß entfernt werden. Ansichten. erzählten wir ihm von unseren Versuchen: er hörte allem zu und sagte nur. ist nicht ihr Eigentum und meistens gestohlen. der in seinem Leben überhaupt keine Verbindung mit der Arbeit hat. Und man muß erkennen. sagte er. Man muß wissen. Weltanschauungen nennen. Solch ein Mensch. Und das ist noch nicht einmal so schlimm. was sie besitzen." „Aber Sie haben selbst gesagt. daß einige Seiten des Kerns schon im Alter von fünf oder sechs Jahren sich zu entwickeln aufhören und damit alles endet. wo das eine oder das andere Ihrer Kennzeichen herrührt. besonders wenn er zu den . wohlbekannte Schriftsteller. deren Kem ungefähr im Alter von zwölf Jahren seine Entwicklung abgeschlossen hat. trennen?" antwortete G. Petersburg kam (diesmal war er zwei oder drei Wochen in Moskau geblieben). wovon wir sprechen — von welchem Augenblick in der Entwicklung eines Menschen und von welcher Seinsstufe. „Ganz richtig". „und der Kem verbirgt sich hinter der Persönlichkeit. haben sie von verschiedenen Quellen gestohlen. wichtige Beamte. daß wir noch nicht „Persönlichkeit" und „Wesenskem" zu trennen wüßten. und so verbergen sie einander gegenseitig. die fast schon Minister sind." „Wie kann der Kern von der Persönlichkeit getrennt werden?" fragte einer der Anwesenden. Ich kenne angesehene Familienväter. daß die Arbeit mit der Persönlichkeit beginnt". „Die Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem Kern". alles übrige ist nicht 364 . Überzeugungen. das nächste Mal nach St.

sagte G. den Grund dafür zu finden." „Was verstehen wir denn nicht?" fragte jemand. Aber je mehr wir redeten. woraus die Wahrheit über Sie selbst besteht. desto weniger verstanden wir. daß Sie weder die Worte noch die Gedanken finden. Ohne dies erledigt zu haben. in dem ich mich befand. uns gestellt hatte. „Sie verstehen nicht. in was für einem Ausmaß Sie sich nicht kennen". und in deren Verlauf wir versuchten. kann man nicht weitergehen. Aber vergessen Sie nicht. Eines Tages werde ich jedem seinen Hauptzug oder seinen Hauptfehler sagen." Zu dieser Zeit fand ein sehr interessantes Gespräch statt. was es heißt. Zuerst schien mir irgend etwas zu gelingen. Aber bevor man sie sagen kann. was ich gesagt hatte. bewegte mich sehr stark. „Dies zeigt nur. was damals geschah. mich für eine längere Zeitspanne meiner selbst zu erinnern. die G. „Sie sind so daran gewöhnt. Alles. daß Sie dies nicht können und nicht einmal wissen. Und Sie wissen nicht einmal. was er tatsächlich von uns wollte. daß ich trotz aller Anstrengung nicht imstande war. ob Sie mich dabei verstehen werden oder nicht. daß Sie früher oder später da hindurch müssen. warum wir in der Aufgabe. besonders stark berührte es mich. es ist auswendig gelernt oder aus Büchern entnommen. ist sehr schwierig. wenn Sie die Wahrheit sagen möchten. an denen G. meine Lebensgeschichte 365 . teilnahm. „Ich zweifle nicht daran.ihr Eigenes. oder es verdankt seine Entstehung der Nachahmung fertiger Vorbilder. Dies wird als eine der ersten Proben auf dem Weg bezeichnet. wie Sie damit anfangen sollten. nämlich ihre Lebensgeschichte erzählen. Wir werden dann sehen. sagte G. aber später verlor ich alles wieder und spürte den zweifellos tiefen Schlaf. gescheitert waren. sowohl sich selbst als auch andere zu belügen. Das Scheitern der Versuche. muß man sie kennen. daß wenigstens einige von Ihnen aufrichtig das tun wollten. aufrichtig zu sein". Aber gleichzeitig sehen Sie. Die ganze Wahrheit über sich selbst zu sagen." Hiemach führten wir viele Gespräche.

hatte mir schweigend zugehört und dann von etwas anderem zu sprechen begonnen. oder besser. die Dinge bei ihren richtigen Namen zu nennen. sagte ich." G. und war ihm innerlich dafür dankbar. vermehrte noch meine schlechte Stimmung. Aber diese Gespräche waren beinahe immer Monologe geblieben. obwohl irgend etwa» in mir sich weigerte. „wie wir die Dinge nennen. Aber ich verstehe Sie nicht mehr und Sie erklären nicht mehr so. „Ich verspreche Ihnen jetzt. mich zu verstehen: bisher haben wir versucht. „Nur fühle ich. Bald werden wir anfangen. Und plötzlich erinnerte ich mich." Ich fehlte. aber ich ging nicht auf sie ein und fuhr mit meinen eigenen Gedanken fort. meine Ansichten vorzulegen. was G. die sich. die Sie beantworten!" „Sehr gut". „Was macht es aus". lachend. wollte. daß es mir nicht einmal gelang. Ich war kurz angebunden oder sehr schweigsam. unser Gespräch darauf zu bringen und G. In diesem Zustand ging ich mit G. „Was ist mit Ihnen heute?" fragte G. „Bald werden neue Gespräche beginnen. schon besänftigt zu sein. 366 . „Ich weiß es selbst nicht". daß auf diese Weise nichts erreicht wird. daß wir überhaupt nichts erreichen. so wie dies in Märchen geschieht. nicht in einer Depression. für jedes Ding seinen richtigen Platz zu finden. sagte G. was G. Über die anderen kann ich nicht sprechen. sondern in leichter Erregbarkeit zeigte. das. über die Wiederholung des Lebens. die Sie zu stellen belieben. daß ich nichts erreiche. jede Frage zu beantworten. sagte G. Versuchen Sie. wenn ich keinen Zusammenhang finden kann? Nicht eine meiner Fragen. sagte ich. zum Essen in ein Restaurant auf der Sadowoja gegenüber dem Gostinny Dwor. wie Sie es am Anfang zu tun pflegten. klar zu verstehen. wie immer bei mir. wie ich sie verstand. über die „ewige Wiederkehr" dachte.'s Worte blieben in meinem Gedächtnis hängen." „Warten Sie ein wenig". G. daß ich vor allem wissen wollte. daß er mich aus meiner schlechten Stimmung bringen wollte. Ich hatte oft versucht. Und ich f^hle.zu erzählen und vor allem die Tatsache.

das wir kennen. sagte G. Und wenn Sie verstehen. sagte G. wenn so viel Zeit und so viele Möglichkeiten noch vor ihm liegen — die ganze Ewigkeit? Warum sollte er sich heute darum kümmern? Dies ist eben der Grund. warum das System nichts über die Wiederkehr sagt und nur dieses eine Leben. was Sie über die Wieder. Aber was Sie sagen. Das System hat ohne das Streben nach Selbst-Wandlung weder Bedeutung noch Sinn. um dieser Wiederholung zu entgehen.« Warum sollte er heute irgendwelche Anstrengungen machen. aber es ist die nächstmögliche Annäherung an die Wahrheit. Wenn Sie ihm etwas über die Wiederkehr sagen. wenn er etwas erreicht. In diesem Fall kann die Wahrheit nicht mit Worten ausgedrückt werden. wenn er nicht danach strebt. wenn ein Mensch von der Wiederkehr weiß. Aber denken Sie darüber nach. das heißt. wird dies nur seinen Schlaf vermehren. sagte ich. ist sehr nahe daran. das heißt in diesem Leben. Ich werde dies jetzt nicht erklären. Aber in einem größeren Maßstab können neue Kräfte hinzukommen. daß. Liegt irgendeine Wahrheit darin oder keine? Ich meine: leben wir nur dies eine Mal und verschwinden dann. wie sich alles in einem Leben wiederholt. „Es ist in den meisten Fällen wahr. betrachtet. Und die Arbeit an der Selbst-Wandlung muß beute beginnen. Alle Gesetze können in einem Leben erkannt werden. kehr denken. Was nützt es. „Ja und nein". was ich jetzt sagen 367 . sich ihrer aber nicht bewußt ist und sich selbst nicht wandelt? Man kann sogar sagen. sich zu ändern. „ist nicht die ganze und absolute Wahrheit.„Nun gut". Aber wenn er etwas Wesentliches in sich ändert.. wenn er nicht einsieht. oder wiederholt sich alles vielleicht eine unendliche Anzahl von Malen. daß alle einmal geschaffenen oder geformten Neigungen wachsen müssen?" fragte ich. werden Sie ihr noch näherkommen. „sagen Sie mir. Das Wissen um die Wiederkehr des Lebens ist für einen Menschen nichts Neues. es für ihn keine Wiederkehr gibt. genau wie es in einem Leben wahr ist. kann dies nicht mehr verlorengehen. wenn ein Mensch sich nicht wandelt. nur daß wir nichts davon wissen und uns nicht daran erinnern?" „Diese Idee der Wiederkehr". warum ich nicht hiervon spreche." „Ist der Schluß richtig. sofort.

Und wie kann man einen Menschen aufheitern? Einer liebt komische Geschichten. berührte mich nicht. Femer gibt es eine bestimmte Zeit. Die Zukunft zeigte. Ich begann auch seine Betonungen zu verstehen. Möglichkeiten für alles (er betonte diese Worte) bestehen nur für eine bestimmte Zeit. Außerdem können auch die Neigungen selbst verschieden sein. Ich fühlte. Er hatte mir etwas sehr Substantielles gegeben und konnte es nicht mehr zurücknehmen. Beim anderen muß man sein Steckenpferd herausfinden. Vieles davon hatte ich vorher „vermutet". interessierte mich außerordentlich. Ich glaubte seinen Scherzen nicht und glaubte auch nicht. jede seiner Fragen zu beantworten. Ich wußte.werde: auch planetarische Einflüsse können sich ändern. . und es gibt andere. wenn man aufhört. daß Ouspensky dieses Steckenpferd hat — »ewige Wiederkehr'." Aber daß G. was er fragen würde. wie leicht es ist. Sie umzustimmen. Aber die Tatsache. daß er meine grundsätzlichen Voraussetzungen anerkannt. daß er das. wenn ein schmollender Ouspensky dasitzt und weder ißt noch trinkt. „Sie sehen. Meine schlechte Laune verschwand. Sie sind nicht beständig. Und ich weiß. Darum bot ich ihm an. Alles begann sofort Zusammenhang zu gewinnen. daß ich die Umrisse des „majestätischen Gebäudes" sah. vielleicht gibt es überhaupt keine Wiederkehr. dachte ich mir. einfach erfunden hatte. Aber was für ein Vergnügen ist es. die. ihn aufzuheitern'. eine bestimmte Zeitspanne für alles. denn obwohl G. die Idee der 368 . saß lächelnd dabei. an ihnen zu arbeiten. was er über die Wiederkehr gesagt hatte. bei denen dauernde Unterstützung notwendig ist und die sofort schwächer werden und sogar ganz verschwinden oder sich in Traum verwandeln können. sagte. Es gibt Neigungen. G. aus sich selbst heraus mechanisch weiterbestehen und sich weiterentwickeln. und ich bemerkte nicht einmal wann. was er hinzugefügt hatte. mich verulkte. Aber vielleicht baute ich nur ein Luftschloß für Sie. einmal entstanden.Wir wollen versuchen. von dem in „Blick in die Wahrheit" die Rede war. was G. war für mich von ungeheurer Wichtigkeit. und alles." Alles. daß ich recht hatte.

Wir waren alle sehr interessiert. ihn zu verstehen. die er am ersten Abend für das Experiment wählte. Bei unseren Gesprächen sprach er viel und oft über sich selbst. vermischte auf die unmöglichste Weise verschiedene Gesichtspunkte und Worte. ohne daß wir ihn ansahen. Die Gespräche in den Gruppen gingen wie gewöhnlich weiter. wenn er auf die verlorenen Möglichkeiten der Menschen zu sprechen kam. „Nun beobachten Sie". daß er ein Experiment machen wolle. Einmal sagte G. Viele von uns hielten ihn nicht für einen ernsten Menschen. Er sprach in einer verwirrten und umständlichen Art sogar von den einfachsten Dingen. weil er schon vor langem „Experimente" versprochen hatte. die verschiedenen Kategorien und Stufen angehörten. bezog er sich doch mehrere Male darauf. über das Christentum. flüsterte G. um uns die Trennung von Persönlichkeit und Wesenskem zu veranschaulichen. seine Familie. Der eine war nicht mehr jung und hatte eine ziemlich hervorragende Stellung in der Gesellschaft. Oft spielte er den Clown oder brachte endlose Argumente formaler Art über die eine oder andere Einzelheit des Systems ohne irgendwelche Beziehung zum Ganzen vor. ich will nur die Leute beschreiben. uns zu. Auf ein Zeichen von G. der sich gerade über etwas ereifert hatte. vor allem. Der ältere der zwei. Ich übergehe den Beginn des Experimentes. Der andere war jünger. wir aber noch nichts zu sehen bekommen hatten. die sich dem System genähert hatten und dann wieder davon abgewichen waren. wurde plötzlich mitten in einem Satz still. die ihn sehr entsetzten.. schien in seinen Stuhl zu versinken und blickte gerade vor sich hin. fuhren wir in unserer Unterhaltung fort.Wiederkehr nicht in die Darstellung seines Systems einführte. die laufenden Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg und über alle möglichen Arten von „Skandalen". Es war sehr schwierig. Ich will nicht seine Methoden beschreiben. Das Gespräch verlief wie gewöhnlich. Wir saßen im großen Wohnzimmer. Der junge begann dem Gespräch zuzuhören und sprach 369 .

als ob er bei der Frage aufwache. es interessiert mich überhaupt nicht. „Ich?" Er hob seinen Kopf. „An nichts. sagte er in einer unsicheren Stimme. an die Folgen für Rußland." „Nun gut. nicht darüber nachzudenken. Sie sagten. worüber Sie reden". Er erzählte uns auf klare. Denken Sie jetzt noch genau so?" „Ich weiß es wirklich nicht". „Ich verstehe nicht." Er lächelte schwach." „Denken Sie nicht an die Folgen all dessen. daß irgend jemand ihn frage. „Ja?" sagte er. Sie sprachen gerade über den Krieg". als ob er nicht begriffe. sagte er. als ob er zu einem Ball zusammengeschrumpft sei. ruhig. an was er denkt". und niemand hätte das Recht. jeder müsse eine bestimmte Meinung haben. an was er denke. „Es interessiert mich überhaupt nicht und ich weiß auch nichts darüber. Seine Stimme war anders geworden. wenn sie sich für unsere Ideen interessieren und der Arbeit beitreten würden?" 370 ." „Aber Sie interessieren sich doch dafür?" „Nein. „Wie merkwürdig. „Sagte ich das?" „Ja sicher. Dann schwieg er. den Krieg zu vergessen. Ich erinnere mich überhaupt nicht an etwas Derartiges. Wäre es nicht viel leichter für Sie. sagte einer von uns. wenn wir nfft den Deutschen Frieden schlössen. jeder wäre verpflichtet. Wir sahen uns alle an. niemand hätte das Recht. ja oder nein — für oder gegen den Krieg. er rauchte eine Zigarette und dachte sichtlich über irgend etwas nach.dann selbst. „was geschehen würde. was der Frager sagte. darüber nachzudenken. „Fragen Sie ihn. Der erste saß noch immer beweigungslos da. was jetzt stattfindet. für die ganze Zivilisation?" Er schüttelte seinen Kopf wie mit Bedauern." Er hörte zu. vorher sprachen Sie über Ihre Familie. ohne überflüssige Worte. ohne Übertreibungen und ohne Witzelei einige Beobachtungen über sich selbst. einfache und verständliche Weise. als ob er sich entschuldigen wollte oder als ob er überrascht sei. sagte G. „Nun.

erklärte uns. der ebensoviel wie die Persönlichkeit wußte und es besser 371 . was würden Sie sagen?" Wieder ein verwunderter Blick — „ich möchte gar nichts." „Warum befragen Sie ihn?" sagte eine Stimme aus einer Ecke. der sich zwischen Ihnen und Ihrer Familie verbreitere/' Keine Antwort. ich hätte gerne etwas Himbeermarmelade. „ I c h im Gegenteil bin aufgewacht. Er schaute es lange an. vielleicht". Keiner von beiden erinnerte sich am nächsten Tag an irgend etwas. Sie hätten Angst vor dem Abgrund. als ob er etwas überlege. seiner Befürchtungen und Aufregungen bilde. In der Persönlichkeit des anderen gab es auch viel unnütze Gesprächigkeit. daß er schläft?" ^„Und Sie selbst?" fragte einer von uns. während Sie aufgewacht sind?" „Das weiß ich nicht. „Aber warum sollte ich darüber nachdenken?" „Nun." „Warum ist er eingeschlafen. daß wir uns alle ansahen: „Ich glaube." „Wenn man Sie fragen würde. wenn seine Persönlichkeit schlafe. Sie sagten. wie Sie es ausdrückten.„Ja. dann schaute er wieder auf das Glas und sagte in einer so ernsten Stimme und mit einer so ernsten Betonung. praktisch überhaupt nichts übrigbleibe. zweimal schaute er um sich. aber hinter dieser Persönlichkeit stand ein Wesens„kern. „Können Sie nicht sehen." „Aber denken Sie nach. daß alles. was beim ersten Menschen den Gegenstand seiner gewöhnlichen Konversation." Damit endete dieses Experiment. „Aber was denken Sie jetzt darüber?" „Ich denke überhaupt nicht darüber nach. Dies war das zweite „Experiment". erwiderte er mit unsicherer Stimme. was Sie gern hätten. was hätten Sie gern?" Auf dem kleinen Tisch neben ihm stand ein noch nicht geleertes Glas Tee. G. und daß. die wir kaum erkannten. in seiner Persönlichkeit liege.

sagte einer von uns. was geschah. Die Persönlichkeit ist in unserem Fall das Ergebnis von falscher Arbeit der Zentren.wußte. „Aber natürlich ist es in dieser Form viel zu allgemein. „Haben Sie bemerkt.." Als wir ein anderes Mal über „Typen" sprachen. Aus diesem Grunde kann die Persönlichkeit genau das verabscheuen. „daß jeder Mann sein ganzes Leben hindurch immer mit Frauen eines bestimmten Typus und jede Frau mit Männern eines bestimmten Typus in Verbindung tritt. auf die er ein viel größeres Anrecht hatte. sagte G. „Warten Sie und Sie werden noch Schlimmeres sehen. sagte G. so würde der eine Typus immer den anderen Typus finden und nie würden falsche Typen zusammenkommen.Typus' in der Beziehung zwischen Mann und Frau spielt?" „Ich habe bemerkt".Persönlichkeit' alles verfälschen und alles sich selbst zuschreiben würde. was für eine ungeheure Rolle der . und wenn die Persönlichkeit einschlief. sagte ich." „Aber was nützt ihm dies." „Darin ist viel Wahrheit". Und dies war nötig." „Aber das ist eine Art schwarzer Magie". weil die . sagte G. sondern Typen von Ereignissen. nämlich auf den Kern. die nichts mit den Interessen und dem Geschmack des Kerns gemein haben. daß er entgegen seiner Gewohnheit sehr wenig redete?" sagte G. „die Persönlichkeit hat es vergessen. was der Kern gern hat — und gern haben. Wovon ich spreche. Es ist so. als ob der Typus der Frau für jeden Mann vorausbestimmt wäre und ebenso der Typus des Mannes für jede Frau. Aber die Menschen leben in der Persönlichkeit. „Aber er beobachtete Sie alle und alles. In Wirklichkeit sehen Sie nicht Typen von Mann und Frau. sagte G. Die Persönlichkeit hat ihre eigenen Interessen und ihren eigenen Geschmack. bezieht sich auf den wirklichen Typus. Wenn die Menschen im Einklang mit ihrem Kem leben würden.: „Haben Sie bemerkt. wenn auch er sich nicht daran erinnert?" sagte einer von uns. und nichts entging ihm. „Schlimmer". nahm der Kem ihre Stelle ein. 372 . „Der Kem erinnert sich".

„Sie müssen versuchen zu verstehen. Geschlecht: dies ist die Haupttriebkraft aller Mechanisiertheit. „In diesem Fall können Vernunft oder Berechnung nichts ausrichten. um ein neues Stück zu sehen oder zu beten? Das geschieht nur dem Anschein nach.Geschlecht' eine gewaltige Rolle. Der Kem weiß. Die Hauptsache ist sowohl im Theater als auch in der Kirche. Alles. Dies ist der Schwerpunkt aller Versammlungen. Die Persönlichkeit will nichts davon hören und nimmt auch keine Rücksicht darauf. was die Menschen tun. Sie hat ihre eigenen Wünsche. in die Restaurants. Auch kann die sogenannte Liebe hierbei nicht helfen. was er will. Hier beginnt der Kampf zwischen Kern und Persönlichkeit.Geschlecht'. wenn die Menschen versuchen. Und sie handelt auf ihre eigene Weise. Mechanisiertheit ist besonders gefährlich. „Gleichzeitig spielt in der Aufrechterhaltung des mechanischen Lebens das . daß die Menschen ins Theater oder in die Kirche gehen. zu den zahlreichen Festen? Nur eine Sache. aber kann es nicht erklären. Im Gegenteil. Kunst. Religion. Wenn das Geschlecht seiner selbst richtig bewußt ist und sich nicht in etwas anderem verhüllt. Musik. Aber das Übel liegt in der daueroden SelbstTäuschung!" 373 . Und sie hassen einander. alle Hypnose hängt von ihm ab.was der Kern verabscheut. steht mit dem Geschlecht im Zusammenhang: Politik. weil der mechanische Mensch in der wirklichen Bedeutung des Wortes nicht lieben kann — bei ihm liebt es oder liebt es nicht. Immerhin müssen diese zwei auf irgendeine Weise zusammenleben. ist bereits eine große Errungenschaft. Glauben Sie. was ich meine. Was. alles das ist . Aller Schlaf. das durch sich besteht und durch nichts anderes bedingt wird. dann ist dies nicht die Mechanisiertheit. daß viele Frauen oder viele Männer dort sind. was sie wirklich ist. bringt die Menschen in die Cafes. Keine Schauspielerei kann hier etwas helfen. das Geschlecht. sie durch etwas anderes zu erklären und nicht durch das. Aber ihre Macht erstreckt sich nicht über den Augenblick hinaus. Auf irgendeine Weise gewinnt der Kern oder der Typus die Oberhand und entscheidet. glauben Sie. Theater. von der ich spreche.

neue Geburt'. Das ist es. Man kann dem allgemeinen Gesetz entrinnen. „ . sagte er. hängt genau so sehr von der Geschlechts-Energie ab wie die physische Geburt und die Fortpflanzung der Gattung. weil in diesem Gesetz. was die Menschen immer fragen". das heißt es gibt eine Möglichkeit. sie fragen: soll das so sein oder wie kann es verändert werden. „ . Entsinnen Sie sich. das allgemeine Gesetz nicht verändert werden kann. was sollte man in einem solchen Falle tun? Als ob es möglich wäre. G. von der wir gesprochen haben. mit dem das Geschlecht arbeitet und den das Geschlecht erzeugt. Dies ist der Stoff. viele verschiedene Möglichkeiten eingeschlossen sind.Wasserstoff* si 12 ist der .Wasserstoff si 12 kann sich mit Hilfe eines . wie naiv solche Fragen sind. Vor allem deswegen. Kosmische Kräfte haben diesen Zustand der Dinge geschaffen und kosmische Kräfte beherrschen diesen Zustand der Dinge. der das Enderzeugnis der Nahrungsumwandlung im menschlichen Organismus darstellt. über das ich gerade spreche. lächelte. „Dies ist etwas. nämlich in der Macht des Geschlechts über die Menschen. Aber man kann seine eigene Lage in bezug auf dieses Gesetz verändern. diesen Zustand für einen selbst zu ändern.Schock' kann 374 .Wasserstoff. Es schließt die hauptsächliche Form der Sklaverei in sich ein und ist auch die Hauptmöglichkeit aller Befreiung.„Was folgt nun daraus: Soll es so sein oder soll es geändert werden?" fragte jemand.Frucht'. Und Sie fragen: Kann man es so lassen oder sollte man es ändern! Gott selbst könnte nichts daran ändern. daß in diesem Fall. man kann dem allgemeinen Gesetz entfliehen. Es ist . Aber dieser . was über die achtundvierzig Gesetze gesagt wurde? Sie können nicht verändert werden. was Sie verstehen müssen.Same' oder . Sie sollten verstehen. irgend etwas zu verändern oder zu tun! Sie sollten jedenfalls schon eingesehen haben. das heißt. aber sich von einer beträchtlichen Anzahl von ihnen zu befreien ist möglich.zusätzlichen Schocks' in do der nächsten Oktave verwandeln. „Die . „Worüber Sie auch sprechen mögen. genau wie in allen anderen.

nicht außerhalb seiner. „Dies ist der übliche und natürliche Weg.Feine' bezeichnet oder die Verwandlung niedriger Metalle in Gold. die Energie von si 12 zu gebrauchen. in dem si 12 erzeugt worden ist. und verschiedene Oktaven können beginnen. aus dem gleichen Stoff wie der physische Körper geboren wird. In einem kranken oder einem verkommenen oder einem verkrüppelten Organismus ist keine Verwandlung möglich. was sie begleitet. Sie müssen verstehen.Astralkörper' aus dem gleichen Material.Groben' in das . Eine neue Oktave beginnt innerhalb . „Die vollständige Verwandlung. „Die Verwandlung des Stoffes si 12 in Emanationen und die altmähliche Sättigung des ganzen Organismus damit ist das.Astralkörpers'.des Organismus. was die Alchimie . das heißt die Bildung des . ist nur in einem gesunden. tatsächlich ein neues Leben ohne Hilfe der Vereinigung beider Prinzipien. eine außerhalb des Organismus. die mit ihrer Hilfe begonnen wird. normal funktionierenden Organismus möglich. Und dies ist die Möglichkeit. daß der . Die Kristallisierung dieses Stoffes macht die Bildung des . stellt den .Schock' der ersten Art dar. entwickelt sich unabhängig als ein neuer Organismus oder als ein neues Leben. Die Vereinigung von männlichen und weiblichen si 12 und alles." „Ist für die Wandlung vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit notwendig und ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit im 375 . zu erschaffen. alle seine Zellen sind sozusagen von den Ausstrahlungen des Stoffes si 12 durchtränkt. nur ist der Vorgang verschieden. der das si erzeugt hat.doppelter Natur sein. Aber im gleichen Organismus gibt es noch eine weitere Möglichkeit.Astralkörpers'.Verwandlung' oder . und die andere im Organismus selbst. so beginnt der Stoff si 12 zu kristallisieren. Und wenn sie genügend gesättigt sind. den die Alchimie als die Wandlung des . und die neue Oktave. Dies ist die Geburt des . des männlichen und des weiblichen. innerhalb des Organismus.Astralkörpers' aus. Gerade dieser Übergang des physischen Körpers in den astralen ist es. Der ganze physische Körper.Umwandlung' nennt.

es besser für ihn ist. In anderen Fällen. „Dann die andere Frage: Jst geschlechtliche Enthaltsamkeit für die Arbeit nützlich oder nicht?' „Sie ist nützlich. Ich wiederhole. Dies bedeutet mit anderen Worten. was er damit tun soll. „Erstens ist die geschlechtliche Enthaltsamkeit nur in gewissen Fällen für die Wandlung notwendig. das heißt bei anderen Tpyen. Für gewisse Typen ist eine lange und vollständige sexuelle Enthaltsamkeit notwendig. wenn alle Zentren enthaltsam sind. Ich will dies noch klarer machen. wenn die Wandlung beginnt. Aber wenn sie einmal begonnen hat. sondern eine ganze Reihe von Fragen". Und bei wieder anderen tritt sie ganz von selbst ein. ist die Enthaltsamkeit nicht mehr nötig. wird durch die Enthaltsamkeit überhaupt nichts erreicht. solange ein Mensch nicht weiß. Bevor er nicht ein neues und genaues Wissen hat. Und femer kann Enthaltsamkeit einem Menschen nur dann nützen. überhaupt nichts zu versuchen. daß ohne lange und vollständige geschlechtliche Enthaltsamkeit die Wandlung nicht beginnt. dann könnte es gar nichts Schlimmeres geben. damit die Wandlung anfangen kann. wenn er weiß. was er mit der so gesparten Energie anfangen kann. Wenn er nicht weiß." „Was ist im allgemeinen die richtigste Art der Lebensführung in diesem Zusammenhang vom Gesichtspunkt der Arbeit aus?" „Das ist unmöglich zu sagen. Für andere ist sie überhaupt nicht nötig. genügt 376 . Wenn ein Zentrum enthaltsam ist und volle Freiheit der Einbildung und des Sich-Auslebens in den anderen herrscht.allgemeinen für die Arbeit an sich selbst nützlich?" fragten wir ihn. daß. nämlich für gewisse Menschentypen. sagte G. aber nach Beginn benötigt die Verwandlung die gesamte Geschlechts-Energie und beendet das normale Geschlechtsleben oder die äußere Verausgabung der Geschlechtsenergic. Im dritten Fall verlangt der Beginn der Verwandlung keine Enthaltsamkeit. „Dies ist nicht eine. kann die Verwandlung mit einem normalen Geschlechtsleben beginnen und kann sogar schneller beginnen und in Verbindung mit einer großen äußeren Verausgabung von Geschlechtsenergie besser verlaufen.

dauernd arbeitende . Aber dies sind verhältnismäßig unschuldige Formen geschlechtlichen Mißbrauchs.es völlig. Manchmal.Puffer'. wenn sein Leben durch die gewohnten Regeln und Prinzipien geleitet wird. Man muß die menschliche Maschine sehr gut kennen. merkwürdige Wünsche. Aber das ist es nicht. Sie müssen verstehen. das Funktionieren des Geschlechtszentrums mit von anderen Zentren geliehener Energie und das Funktionieren von anderen Zentren mit vom Geschlechtszentrum geliehener Energie. „Allgemein gibt es nur zwei richtige Wege. worüber ich sprechen möchte. Aber was Mißbrauch des Geschlechts bedeutet. „Seit undenklichen Zeiten haben die Menschen Enthaltsamkeit versucht. Er bedeutet falsche Arbeit der Zentren in Beziehung auf das Geschlecht. oder um noch genauer zu sein. wird es zu nichts als Psychopathie führen. es seien dies entweder Exzesse oder Perversität. Geschlechtsenergie auszugeben: normales Geschlechtsleben und Wandlung. normale Empfindungen gegen anormale auszu-* wechseln. sondern im Mißbrauch des Geschlechts. Wenn er auf dieser Ebene zu theoretisieren und zu erfinden beginnt. Alle Erfindungen auf dieser Ebene sind sehr gefährlich. in sehr seltenen Fällen. Aber man muß sich immer vor Augen halten. Irgendwelche Art von ." 377 . oder auf der anderen Seite Furcht. merkwürdiger Geschmack. Die moderne Erziehung und das moderne Leben schaffen eine ungeheure Anzahl von sexuellen Psychopathen. Gewöhnlich glauben die Menschen. wird wieder mißverstanden. was der Mißbrauch des Geschlechts in der eigentlichen Bedeutung dieser Worte heißt. hat es zu etwas geführt.Originalität'. müssen von Anfang an zerstört werden. Es liegt nicht im Geschlecht selbst. wo das Hauptübel liegt und was an der Sklaverei schuld ist. weil die anormalen leichter zu verbergen sind. um zu begreifen. daß nur ein in geschlechtlicher Hinsicht vollständig normaler Mensch irgendwelche Aussichten in der Arbeit hat. aber in den meisten Fällen bedeutet die sogenannte Enthaltsamkeit einfach. das heißt das Wirken des Geschlechtszentrums durch andere Zentren und das Wirken anderer Zentren durch das Geschlechtszentrum. Diese haben in der Arbeit überhaupt keinen Platz.

„Das heißt. Abnonnalitäten in der Arbeit des Geschlechtszentrums benötigen ein besonderes Studium. Diese Frage hatte uns schon lange interessiert. Behauptung und Verneinung. sie zu beantworten.und Instinktzentrum.Nein' im Denkzentrum. außer den höheren. „Das Geschlechtszentrum arbeitet mit . In allen anderen Zentren. Und dann ruft eine bestimmte Art von Anregung des Geschlechtszentrums oder sogar jede Anregung des Geschlechtszentrums unangenehme Gefühle und Empfindungen hervor." „Mit welchem . die in ihnen durch Ideen und Einbildungen im 378 . Menschen. Im Geschlechtszentrum gibt es keine solche Teilung. in all diesen gibt es sozusagen zwei Hälften — die positive und die negative. „Zuallererst muß man bemerken.Wasserstoff 12". „Wenn jedoch das untere Stockwerk als ein Ganzes genommen wird. überhaupt keine Empfindung. hatte. daß das Geschlechtszentrum sich mit dem negativen Teil des Gefühlszentrums oder mit dem negativen Teil des Instinktzentrums verbindet. genau wie im höheren Gefühls. Dies ist si 12. im Denk-. keine negative Seite gibt. sagte G. wenn er gefragt wurde. aber wir waren nicht imstande gewesen. Jedoch geschieht es oft infolge der falschen Arbeit der Zentren. es sollte damit arbeiten. Ja' und . oder gar nichts. Aber tatsächlich arbeitet es sehr selten mit dem richtigen .Wasserstoff arbeitet das Geschlechtszentrum?" fragte ein anderer. „Es kann". nie darauf eine direkte Antwort gegeben. daß es normalerweise im Geschlechtszentrum.Wasserstoff. dann kann das Geschlechtszentrum als der neutralisierende Teil des Bewegungszentrums betrachtet werden. im Bewegungszentrum. Und G. im Fühl-. die unangenehme Gefühle und Empfindungen erfahren. sagte er bei dieser Gelegenheit.und im höheren Denkzentrum. Entweder gibt es eine angenehme Empfindung.„Kann das Geschlecht als unabhängiges Zentrum betrachtet werden9" fragte einer der Anwesenden. vollständige Gleichgültigkeit. im Instinkt. ein angenehmes Gefühl. angenehme und unangenehme Empfindungen im Bewegungs. Keine unangenehmen Empfindungen oder Gefühle sind in ihm zu finden. In ihm sind keine positiven und negativeil Seiten.

an einer Hitzigkeit erkannt werden. diese als eine große Tugend oder etwas Originelles zu betrachten.oder dem Instinktzentrum. die esnicht selbst benützt. springt. stellt verschiedene Rekorde auf. daß das Geschlechtszentrum mit »Wasserstoff 12 arbeitet. kämpft und so fort. kritisiert und schafft neue subjektive Theorien. Das Denkzentrum schreibt Bücher. „Dies ist der »Mißbrauch des Geschlechts'. Die Energie des Geschlechtszentrums in der) Arbeit des Denk-. Tatsächlich lenkt das Geschlecht alle anderen Zentren. Das Gefühlszentrum predigt Christentum. dem ewigen Feuer. sollte entweder angenehm oder gleichgültig sein. streitet. in anderen Worten. Die Energie bleibt erhalten und geht auf andere Zentren" über. Unter gewöhnlichen Umständen.und Bewegungszentrums kann an einem" bestimmten . Die . klettert auf Berge. Unangenehme Gefühle und Empfindungen stammen alle aus dem Gefühls. der Hölle.. das heißt. an einer gewissen Heftigkeit. alles mit der gleichen Energie. tatsächlich ist dies einfach eine Krankheit. der Qual der Sünder. die an-' deren Zentren rauben dem Geschlechtszentrum die Energie. Weiterhin muß man sich daran erinnern. neigen dazu. die für die in Frage stehenden Angelegenheiten gar nicht notwendig ist. Askese oder die Angst und den Schrecken vor der Sünde.. Aber sie können nicht seine Energie zerstören. Alles. Auf der anderen Seite bringt es Revolutionen zum Ausbruch. findet über sie ihren Ausdruck. können nur . aber bei Verwendung der Energie des Geschlechtszentrums beschäftigt es sich nicht nur mit Philosophie. sie können seine normale Äußerung verhindern. in denen sowohl in der Arbeit des Denkzentrums als auch 379 . Gefühls. was mit dem Geschlecht zusammenhängt. ficht. Wissenschaft oder Politik — immer kämpft es. ringt. daß es schneller und stärker als alle anderen Zentren arbeitet. und tut all dies mit der Energie des Geschlechtszentrums. wenn ein Mensch weder Bewußtsein noch Willen hat.Zusammenhang mit dem Geschlecht hervorgerufen werden.Puffer' das Geschlechtszentrum sich unterworfen halten. Das bedeutet. raubt. In all diesen Fällen. Enthaltsamkeit. Das Bewegungszentrum beschäftigt sich mit Sport. brennt und tötet.Puffer' können es gänzlich auf den Nullpunkt bringen.Geschmack'.

Die feine Eindrucksnahrung ist zur Herstellung der höheren . die nicht seine eigene ist.Wasserstoff 12 arbeitet. Verbindung mit dem Gefühlszentrum erzeugt Sentimentalität oder im Gegensatz dazu Eifersucht und Grausamkeit. besondere Heftigkeit und außerdem die Nutzlosigkeit der betreffenden Arbeit. daß es genau so unmöglich ist. Dies ist wieder ein Bild vom Mißbrauch des Geschlechts. im Organismus die Rolle zu spielen. gibt es immer ein allgemeines Kennzeichen. Und trotzdem ist das Geschlechtszentrum für die allgemeine Tätigkeit sehr wichtig und vor allem für das innere Wachstum des Organismus. „Gerade auf diese Frage habe ich gewartet". der noch nicht begonnen hat. an sich selbst 380 . „Aber Sie sollten jetzt schon verstanden haben. lachte. daß. sich mit diesen Einbildungen zufriedenzugeben. die viel niedriger und gröber als seine eigene ist. Weder das Denk. dieses keine mehr für sich übrig hat und die Energie anderer Zentren stehlen muß. denn da es mit .Wasserstoffe' sehr wichtig. und dies ist eine bestimmte. dann werden seine Eindrücke viel gröber und es hört auf. die ihm zukommen könnte. Ein anderer besteht in der Tatsache. was keines der gewöhnlichen Zentren vermag. um gegen den »Mißbrauch des Geschlechts* zu kämpfen?" fragte ein Anwesender.oder Bewegungszentrum können jemals irgend etwas Nützliches mit der Energie des Geschlechtszentrums hervorbringen. nämlich mit den verhältnismäßig niedrigen . wenn die Energie des Geschlechtszentrums von anderen Zentren geraubt und auf nutzlose Arbeit verwandt wird." „Was muß man tun. Gleichzeitig erzeugt seine Verbindung mit dem Denkzentrum und der Gebrauch von dessen Energie viel zu viel Einbildungen über das Geschlecht selbst und außerdem eine Neigung. G.in der Arbeit des Gefühls. Dies ist ein Beispiel vom Mißbrauch des Geschlechts! . einem Menschen.noch das Gefühls. Aber wenn das Geschlechtszentrum mit einer Energie arbeitet. kann es eine sehr feine Eindrucksnahrung aufnehmen.Wasserstoffen' 48 und 24.„Aber dies ist nur ein Aspekt.und Bewegungszentrums diese mit der Energie des Geschlechtszentrums arbeiten. sagte er.

zur Schule. Und in diesem Falle.Mißbrauch des Geschlechts' bedeutet. wenn es seine eigene Energie verwendet. „Die Rolle des Geschlechtszentrums bei der Schaffung eines allgemeinen Gleichgewichtszustandes und eines dauernden Schwerpunktes kann sehr bedeutend sein. Und alle anderen Zentren sind ihm untergeordnet." 381 . um diese Mißbräuche zu vermeiden. in ihm einen dauernden Schwerpunkt schaffen kann. steht das Geschlechtszentrum auf einer Ebene mit dem höheren Gefühlszentrum.zu arbeiten und die Struktur der Maschine noch nicht kennt. würden alle anderen Zentren richtig an ihrer Stelle und mit ihrer eigenen Energie arbeiten. Die Frage lautet folgendermaßen: woraus und auf welche Weise kann ein dauernder Schwerpunkt geschaffen werden? Und darauf kann man antworten. nämlich wenn das Geschlechtszentrum mit seiner eigenen Energie und an der ihm zukommenden Stelle arbeitete. was man tun muß. zu erklären. Deshalb wäre es eine große Sache. wenn es mit seiner eigenen Energie arbeiten würde. daß nur die Haltung des Menschen zur Arbeit. Die richtige Arbeit an sich selbst beginnt mit der Schaffung eines dauernden Schwerpunktes. daß alles andere mechanisiert und zwecklos ist. das heißt. Wenn ein dauernder Schwerpunkt geschaffen ist. seine Bewertung der Arbeit und seine Einsicht. dann beginnt alles andere unter seine Herrschaft zu kommen und geordnet zu werden. was . Seiner Energie nach. Dies allein würde auf eine verhältnismäßig hohe Seinsstufe hinweisen. wie zu sagen.

daß wir uns beeilen müßten. wie sie gekommen war. die ich früher erworben hatte. mehr zu wissen. meinen Weg zu erfühlen. Auch machte ich eine Reihe ziemlich schwieriger Denkübungen zur Konzentrierung der Aufmerksamkeit. und wir versuchten. Aber alle diese Dinge zusammengenommen und auch unsere Gespräche und Versammlungen hielten mich in einem Zustand un- 382 .DREIZEHNTES KAPITEL D er Hochsommer 1916 hat sich dem Gedächtnis aller Mitglieder unserer Gruppe als eine Zeit sehr großer innerer Arbeitsintensität eingeprägt. das in Verbindung mit Fasten früher bei mir interessante psychische Ergebnisse gezeitigt hatte. aber sehr „intensiver" Fastenübungen durch. weil sie im Grunde nur Versuche waren. Ich nenne sie intensiv. Im Zusammenhang damit begann ich nach einem bestimmten System zu „atmen". die wir uns gestellt hatten. dem Organismus möglichst starke Schocks zuzufügen. und auch „Wiederholung" nach der Methode des „DenkGebetes". Ich beschreibe diese Experimente und Übungen nicht im einzelnen. genau so plötzlich aufhören könnte. zu wenig täten. ja daß wir im Vergleich zu der Unermeßlichkeit der Aufgabe. das Arbeitsmaß in uns selbst zu vergrößern und alles zu tun. ohne eine genaue Kenntnis der möglichen Ergebnisse zu haben. Wir fühlten alle. daß unsere Aussicht. sondern im Gegenteil versuchte. meine Aufmerksamkeit zu konzentrieren und mich selbst zu beobachten. solange die Verhältnisse günstig waren. Wir sahen ein. Ich führte eine Reihe kurzer. was uns möglich war. Ich begann eine Reihe von Experimenten oder Übungen. das mir früher viel dazu verholten hatte. wobei ich eine gewisse Erfahrung in dieser Hinsicht benützte. weil ich sie überhaupt nicht vom hygienischen Standpunkt aus betrachtete.

" — Dies schien mir immer künstlich und erfunden. Dieser Zustand. die irgendeine Art außergewöhnlicher Erlebnisse gehabt und sich nachher geweigert hatten. Und nun befand ich mich selbst in genau der gleichen Lage. wenn ich sie in den Erinnerungen oder Aufzeichnungen von Leuten fand. Der wichtigste Teil dieser Erfahrungen bestand in ihrem inneren --T Siehe Kapitel l. Diese anderen Dinge bestanden aus der Vorbereitung. Sie hatten das Wunderbare gesucht und glaubten. anerkannt oder zulässig halten. sondern daß es immer so ist.gewöhnlicher Spannung und bereiteten mich natürlich in einem hohen Maße für die Reihe von außergewöhnlichen Erlebnissen vor. denn G. die das Gebiet dessen. Nun komme ich auf etwas sehr Schwieriges zu sprechen. daß er unerläßlich ist und ohne ihn keine Tatsachen möglich sind. sie zu beschreiben. Aber ich kann nicht beschreiben. weil es überhaupt keine Möglichkeit gibt. als daß sie zum Allgemeingut werden könnten. die ich im August 1916 haben sollte. ein gefühlsmäßiger. Ich hatte gefunden. sie hätten es auf die eine oder andere Weise gefunden. ist genau das. und ich kann nichts darüber aussagen. gemeint hatte. vollständig hinausgingen. dem Verstehen gewisser Ideen und einem gewissen Seins-Zustand. daß Behauptungen dieser Art mich immer aufgebracht hatten. 383 . was wir nicht verstehen können. was wir für möglich. Und ich glaube. diese „Tatsachen" selbst zu beschreiben. was sie suchten. Ich entsinne mich. daß viele andere Dinge noch vor den Tatsachen notwendig seien1. so sagten sie immer das gleiche: „Ich habe es gefunden. Seite 30/1. Ich sah und beobachtete Tatsachen. was ich gefunden habe. Warum? Diese Frage habe ich mir selber oft gestellt. Und ich konnte nur antworten. daß es in ihnen viel zu viel Persönliches gab. was ich suchte. verstand auch zur gleichen Zeit. daß dies nicht nur in meinem Falle so war. das heißt wir verstehen nicht. als er sagte. Aber wenn sie gefunden hatten. hielt sein Wort und ich sah Tatsachen. was G.

als er vor allen anderen etwas wiederholte. unser Leben zu erzählen. und Dr. Aber auch der äußere Aspekt kann nur sehr annähernd beschrieben werden. wieder zu der Frage zurück. N. begann uns gewisse Haltungen und körperliche Bewegungen zu erklären und zu zeigen.Gehalt und in dem neuen Wissen. zu bemerken. warum wir unsere Lebensgeschichte nicht erzählen könnten. daß. S. als er mich. weil ich immer bei anderen derartige Reden verurteilt hatte. und besonders betonte er unsere Feigheit und die Faulheit unserer Gedanken. Später kam G. nämlich was ich über Dr. aber ich konnte sie äußerlich nachahmen. G. Dr. obgleich ein Turner natürlich diese Bewegungen leicht ausführen könne. Petersburg kürzlich oft unsere Zusammenkünfte gehabt hatten. Was er sagte. in dessen Haus wir in St. Ich kann mit unbedingter Gewißheit sagen. keinerlei 384 . er selbst mache sie auf eine bestimmte Weise mit entspannten Muskeln. Ich habe niemals vorgegeben. Ich war besonders betroffen. Wir saßen auf „türkische Weise" auf dem Boden. es war ungefähr zehn Uhr. Und damit begann das Wunder. Ich konnte nicht umhin. daß in all seinen Bewegungen ein erstaunliches Maß von Sicherheit und Genauigkeit war. ein Athlet zu sein. als ob er einmal diesen. und etwa acht unserer Leute waren da. er sie jedoch auf andere Weise als er ausführen würde. M. war sehr scharf und sarkastisch. zu sprechen. Ich glaube. G. gesonderten Raum rief. obgleich die Bewegungen und Haltungen in sich selbst keine außergewöhnliche Schwierigkeit darstellten und ein guter Turner sie ohne besondere Anstrengung hätte ausführen können. Am Abend kamen wir auf unsere Versuche. G. Ich kam zum Landhaus von E. Wie ich schon gesagt habe. einmal einen anderen von uns herausfordern wolle. dachte. und G. erklärte. was ich ihm in unbedingtem Vertrauen gesagt hatte. daß G. in Finnland. S. das sie begleitete. nach all meinem Fasten und anderen Experimenten war ich in einem eher aufgeregten und nervösen Zustand und physisch weniger im Gleichgewicht als gewöhnlich. war hauptsächlich deswegen für mich sehr unangenehm. Z in einen kleinen.

wobei ich auf die gewöhnliche Weise redete. ich würde es sofort ausführen. Er stellte mir eine bestimmte Frage. ganz gleich wie schwierig das sei. gegenüber. Nach einiger Zeit hörte ich seine Stimme in mir. „Warum sagte er das?" fragte G. was er verlange. dauerte nicht weniger als eine halbe Stunde. Die Angelegenheit bezog sich auf gewisse Bedingungen. „Fragte ich ihn irgend etwas?" Und sofort stellte er mir eine noch schwierigere Frage auf die gleiche Weise wie zuvor. G. die er mich fragte und die ich nicht wiedergeben kann. laut sprechend. er saß da und lächelte. noch hypnotisierte er mich auf irgendeine bekannte Methode. Z. daß ich anfing. wie man ihn oft in Landhäusern findet. in der Nähe des Herzens. unserer Unfähigkeit. 385 .. die er uns allen sagte. stellte mir wortlos Fragen. Alles begann damit.auf der ändern. Z . oder ich hätte die Arbeit zu verlassen. Dr. S. war auf einer Seite von mir. und die Dinge. S. die ich entweder annehmen mußte. indem er seinerseits Z. G. daß zwischen den Worten. Dieses Gespräch. Ich saß G. bestand auf der Zeitspanne eines Monats. Aber G. mir sagte. die G.äußere Methoden benützte. nickte mir zu und hielt mit dem Reden inne. Und wieder antwortete ich darauf mit der gewöhnlichen Stimme. Ich sah ihn an. Ich fing einen dieser Gedanken auf und antwortete darauf. die Wahrheit zu erkennen oder zu sagen. Schließlich stand er auf und wir gingen hinaus auf die Veranda. was stattfand. und S. waren sichtlich erstaunt über das. G. und ich beantwortete sie. das heißt er gab mir keine Rauschgifte. in der gewöhnlichen Weise. Seine Frage rief in mir ein sehr starkes Gefühl hervor. besonders Z. Er saß still. „Gedanken" waren. Ich antwortete ihm bejahend. ohne ein Wort zu sagen. G. Ich wollte die Zeit nicht annehmen und sagte. sofern man es ein Gespräch nennen kann. Seine Worte verwirrten mich sehr. ansah. gab mir einen Monat Zeit. Wir saßen in einem kleinen Zimmer mit hölzernem Fußboden ohne Teppich. Und plötzlich bemerkte ich. und Dr. sprach von unseren „Hauptzügen". die für mich bestimmt waren. Dann war eine ziemlich lange Pause. Ich war sehr aufgeregt durch die Dinge. seine Gedanken zu hören. und zwar in der Brust.

kann ich nur sehr wenig berichten. Bei dieser Gelegenheit hörte ich nicht nur. was er über mich sagte. und die anderen zu dieser Zeit beim Abendessen auf der großen Veranda. Über das.'s Stimme in meiner Brust. Schließlich. wenn ich ihm dieses andere zeigte. 386 . in Wirklichkeit nicht gab. und G. Als ich zu dem Haus zurückkehrte. ganz in der Gewalt der außerordentlichsten Gedanken und Gefühle. So ging es für ein oder zwei Stunden weiter. aber obgleich ich versuchte. und S. sondern antwortete auch in Gedanken. in einem Augenblick. Aber für mich selbst war es unbezweifelbar. In Wirklichkeit waren G. Ich nahm an. und auch meiner eigenen Lage. Manchmal schien es mir. was G. daß ich recht hatte. was sie als eine Tatsache bestätigen würde.Auf der anderen Seite des Hauses war eine andere große Veranda. Lange Zeit saß ich in einer Art Lichtung und rauchte. ging in mein eigenes Zimmer und legte mich nieder. Von da aus ging ich in den Wald. Irgend etwas sehr Seltsames war an dieser Unterredung. konnte aber nichts finden. dann verlor ich es wieder. war es bereits dunkel auf der kleinen Veranda. durchblitzte mich ein Gedanke. Ich versuchte mir etwas auszudenken. und spätere Ereignisse zeigten mir. der mir wie der Gipfel der Widersprüche und des inneren Drangsais vorkam. ich hätte etwas gefunden. daß er mir nicht glauben und daß er mich auslachen würde. in dessen Folge ich sehr schnell zu einem klaren und richtigen Verständnis all dessen gelangte. Ich wußte. sprach gerade mit Z. was nachher geschah. alle anderen seien bereits zu Bett gegangen. wo die übrigen saßen. mein Puls fing stark zu schlagen an und ich hörte wieder G. obwohl sich dann erst die Hauptsache ereignete. daß G. hörte mich und antwortete mir. sehr stark. Ich sah ein. daß es das. was ich für fest und zuverlässig in mir gehalten hatte. Bald nachdem ich ins Bett gegangen war. und ich sprang von meinem Stuhl auf und ging in den Garten. Dort spazierte ich lange Zeit im Dunkel umher. begann in mir wieder eine merkwürdige Aufregung. Aber ich hatte etwas anderes gefunden. Dann berührte mich irgend etwas. Schließlich konnte es eine „Einbildung" oder ein Wachtraum sein. recht hatte. gesagt hatte. G..

sagte seine Stimme. etwas Konkretes zu fragen. „Ein andermal". daß er konkrete Antworten vermied. Was er sagte. weil ich eine be* jahende Antwort geben wollte. sagte er schließlich. die ich ihm stellte und auf die er antwortete. „Nun gut. dann hielt er an. warte und nicht lange warten werde. etwas. „schlafen Sie." Und seine Stimme schwieg. daß man Angst hat. daß G. hätte ich mich selber fragen und auch beantworten können. die später als „Beweise" hätten dienen können. drei unserer Leute waren bei ihm. mir ein bißchen Zeit zu geben. Als ich sie erreichte. es sei eine Unterredung. als ob er auf eine Antwort warte. was mich sofort aufmerken ließ. brachte plötzlich alle meine Gedanken und Gefühle zu einem Stillstand. und irgend etwas lahmte mich buchstäblich vollständig.'s Stimme in meiner Brust." Ich begann etwas zu sagen. „Fragt ihn. aber ich zitterte am ganzen Köper. und auf eine oder zwei meiner Fragen gab er absichtlich unbestimmte Antworten. Ich hatte sogar den Eindruck. konnte ich nichts finden. im Garten zwanzig Meter weg an einem runden Tisch. jedenfalls nicht eine bewußte Furcht. 387 . Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen. saß G. Nach einer langen Pause fragte mich G. wir werden dies bis zu einem späteren Zeitpunkt lassen. Ich drehte mich um und ging zur Terrasse. so daß ich kein einziges Wort artikulieren konnte. um mich an diesen Gedanken zu gewöhnen. als ich auf die kleine Terrasse herauskam. Und gewisse Fragen. war sehr stark und völlig neu und ganz anders wie alles andere. sagte G. „Sie sind jetzt müde. Am Morgen. hörte ich wieder G. bei der man weiß. y Ich empfand. was jeden Zweifel an der Wirklichkeit der Unterredung oder seiner Teilnahme daran aufgehoben hätte.G. Sie sind jetzt müde". Es war keine Furcht. wo wir am vorhergehenden Abend gesessen hatten. trotzdem ich furchtbare Anstrengungen machte. ich glaube. was wichtig genug war. ich bat ihn zu warten. was gestern nacht geschehen ist". Aber das Gefühl. Aus irgendeinem Grunde ärgerte mich dies.

fragte ich G. Er lächelte.. Und was war das Dritte? fragte ich mich. „Wo gehen Sie hin? Setzen Sie sich hierher!" sagt er mit seiner gewöhnlichen Stimme. hatte meine Gedanken beantwortet. 388 . Wir blieben noch drei weitere Tage in Finnland. „Gewiß nicht".„HaitiIch hielt an und drehte mich G. sagte er. Und ich war die ganze Zeit in einem ungewöhnlichen Gefühlszustand. „Wie kann ich dies loswerden? Ich kann es nicht länger ertragen". zu. Bewußtsein. „Möchten Sie schlafen gehen?" sagte G. die ich auf gewöhnliche Weise nicht finden könnte. laut." Die Leute. „Lassen Sie es". verschwand alles. daß ich vielleicht in diesem ungewöhnlichen Zustand Antworten auf die Fragen finden könnte. Ich setzte mich zu ihm. Was konnten sie bedeuten? Können wir sie bestimmen? Können wir ihre Bedeutung verstehen? Irgend etwas begann sich in meinem Kopf zu formulieren. Ich begann über die erste Triade des „Schöpfungsstrahls" nachzudenken. das den ganzen Tag und noch länger andauerte. über die drei Kräfte. aber als ich versuchte. wollte auch gar nichts reden.. über Ihre Arbeit nach. der mich manchmal zu bedrücken begann. die mit uns dasaßen. sahen uns verwundert an. „Sie können jetzt nicht die Antwort finden. mich auf bestimmte Probleme zu konzentrieren. die mir besonders schwierig erschienen waren. Dann begann etwas sehr Merkwürdiges. — Wille. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg". wenn ich das Dritte benennen könnte. und er schaute mich an. Gleichzeitig fühlte ich eine außergewöhnliche Gedankenklarheit und versuchte. die eine Kraft ausmachen. sagte ich. Ich wandte ihm meine Augen zu. Mir kam der Gedanke in den Sinn. würde ich sofort alles andere verstehen. konnte aber nichts sagen. Denken Sie lieber über sich selbst. Mir schien. sagte G. es in Worte zu fassen. G. Während dieser drei Tage führten wir viele Gespräche über die verschiedensten Themen.

Sie dauerte etwa drei Wochen an. Und ich war über viele Dinge in mir selbst überrascht. w a s Sie wünschten. vieles hatte überhaupt keine Beziehung zur Wirklichkeit. müssen meine Gefährten bei diesem merkwürdigen Abenteuer sehr überrascht haben. Und während dieser Zeitspanne sah ich von Zeit zu Zeit „schlafende Menschen". benutzen Sie es. 389 . daß dies ganz wahr war. fuhr nach Moskau und wir gingen direkt vom Finnland-Bahnhof zum NikolajewskyBahnhof. Plötzlich fand ich mich in der Lage des Prinzen im „Dornröschen". G. Alle um mich herum schliefen. Wieder spät am Abend dieses Tages gab es neue und sehr merkwürdige Erscheinungen. Viele Dinge. und ich „unterhielt" mich mit ihm. Zwei oder drei Tag-e nach G. Darüber konnte überhaupt kein Zweifel sein. seine Träume sehen könnte. Trotzdem seine Augen offen waren. daß ich.„Was fragen Sie dann? Dies ist es. Eine ziemlich große Gruppe war zusammengekommen.'s Abreise ging ich die Troitskystraße entlang. Es war eine unbezweifelbare und deutliche Empfindung. daß der Mann. Vieles glich dem Schlaf. wobei ihm diese wie Wolken über seinem Gesicht hingen. das heißt verstehen könnte. Ein schlafender Iswostschik fuhr vorbei mit zwei schlafenden Insassen. Es kam mir in den Sinn. Später war es sehr merkwürdig. wenn ich ihn lange genug anschauen würde. Petersburg. die ich gesagt hatte. Aber er ging weiter. Nach ihm kam ein anderer Schlafender. um ihn zu verabschieden. Aber das Wunderbare war noch längst nicht zu Ende gekommen. und plötzlich sah ich. Dies erfordert eine besondere Erklärung. Er fuhr ab. was er in seinen Träumen sah. In diesem Augenblick schlafen Sie nicht!" Ich glaube nicht. während ich ihn im Abteil des nach Moskau fahrenden Zuges sah. Zweifellos erfand ich sehr viel. der auf mich zukam. Hiernach folgte eine merkwürdige Zeit. ging er sichtlich in Träumen versunken. die ich zu jener Zeit sagte. schlief. Schließlich fuhren wir nach St. Zweifellos „schlieft' ich in manchen Augenblicken. mich an die Dinge zu erinnern.

die Zukunft voraussehen. wie man elektrische. Es ist vollständig absurd zu glauben. mediumistische Erscheinungen und so weiter könnten auf die gleiche Weise untersucht werden. meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Darüber konnte kein Zweifel bestehen. was genau geschehen war. daß ich durch den Versuch. das heißt ich hatte Dinge in mir gesehen. Erscheinungen einer höheren Ordnung. Am nächsten Tage wiederholten sie sich sehr schwach. das heißt keine Erscheinung. mich meiner selbst zu erinnern. „schlafende Leute" zu sehen. Wenn die Aufmerksamkeit abgelenkt wurde.Es war mir klar. Und obgleich ich später wieder der gleiche wurde. daß viel Phantasie in dem war. Eine Sache. Ich erzählte nur einigen unserer Leute von diesen Experimenten. hörte ich auf. kann mittels gewöhnlicher Mittel in einem gewöhnlichen Bewußtseinszustand wie eine physische Erscheinung beobachtet oder untersucht werden. chemische oder meteorologische Erscheinungen untersuchen kann. was es bedeutete: viele Dinge können mit unseren Augen gesehen werden. und zwei von ihnen hatten ähnliche Erlebnisse. „Hellsehen". wie „Telepathie". die das Gebiet der gewöhnlichen. Aber alles in mir war auf den Kopf gestellt. nicht zerstreut zu werden. die manchmal „metaphysisch" genannt wird. war folgende: keine Erscheinung einer höheren Ordnung. Ich konnte mir keine klare Rechenschaft darüber ablegen. was ich während dieser drei Wochen sagte und dachte. Diese Empfindungen dauerten einige Minuten. keine Erscheinung der Art. die ich damals ganz klar verstand. weil ich offensichtlich selbst eingeschlafen war. nämlich den Dingen und meiner Umgebung nicht zu erlauben. Später wa-r wieder alles wie gewöhnlich. sich ihrer selbst zu erinnern. diese Empfindungen für so lange zu verstärken und zu verlängern. Und es besteht kein Zweifel. als ich genug Kraft hatte. die ich früher nie gesehen hatte. und ich konnte nichts vergessen. täglich zu beobachtenden Dinge überschreitet. die wir gewöhnlich nicht sehen. der ich vordem gewesen war. fähig wurde. Aber ich hatte mich selbst gesehen. konnte ich nicht umhin zu wissen. daß dies geschehen war. als sie versuchten. Erscheinungen höherer 390 . Aber ich machte sofort die Entdeckung.

wenn dies ohne genauere Bestimmung gesagt werden kann. Wünsche und Sehnsüchte bemerkte. sondern daß sie das Ergebnis der Gefühle waren. ist sehr schwer. Und die. Ich sah mit unbezweifelbarer Klarheit ein und verlor auch später niemals ganz dieses Gefühl. Die erste Tatsache. die ich feststellen konnte. Diese Wandlungen selbst zu beschreiben. ganz bestimmte Wandlungen in meinen Ansichten über mich selbst. war die Schwächung meines außerordentlichen Individualismus. für die sie angewandt werden. Ich kann nur sagen. zweite Tatsache war. was in Finnland gesagt wurde.Ordnung erfordern für ihre Untersuchung und ihr Studium einen besonderen Gemütszustand. der bis zu diesem Zeitpunkt der Hauptzug meiner Haltung gegenüber dem Leben gewesen war. zu den gleichen Schlüssen gelangt. ähnelte dem Anschein nach Tolstois Nicht-Widerstand-Leisten. Und später sah ich deutlich ein. Er bezieht sich auf eine Veränderung. daß in überhaupt allem gewalttätige Mittel und Methoden nur negative Ergebnisse zeitigen können. die ich in verschiedenen Ansichten von mir. Viele Aspekte hiervon wurden mir erst später klar. nämlich die Nutzlosigkeit. mehr meine Gemeinschaft mit ihnen zu spüren. aber nun verstand ich auch den Grund. Ich war früher nach eigenen Experimenten. im Zusammenhang standen. über meine Umgebung und besonders über die „Handlungsmethoden" in mir vollzogen. daß sich zu diesem Zeitpunkt gewisse. ist viel schwieriger zu beschreiben. die ich dort erlebt hatte. Der zweite interessante Schluß. das heißt Ergebnisse. ganz gleich welchen Zieles anzuwenden. die ich im Heuen Modell des Weltalls im Kapitel „Experimentelle Mystik" beschrieben habe. mehr die Menschen zu sehen. daß sie in keiner Weise mit dem. Und dies schließt jede Möglichkeit von „richtig durchgeführten" Laboratoriumsexperimenten und -beobachtungen aus. in verschiedenen Formulierungen meiner Ziele. die im Gegensatz zu den Zielen stehen. Von da an begann ich. Gewalt zur Erreichung irgendeines. warum dies unmöglich ist. 391 . Wozu ich gekommen war. daß ich irgendwo sehr tief in mir selbst den esoterischen Grundsatz der Unmöglichkeit der Gewaltanwendung verstand. zu dem ich kam.

wie G. „Ich stimme nur damit nicht überein. daß Sie nicht bereit waren". weil ich nicht von einem ethischen. Aber ich bestreite nicht. genau wie ich meinen Hauptzug „Ouspensky" nennen könnte oder. „wenn Sie 392 . Bei manchen Leuten kann dieser Zug so unter verschiedenen formalen Äußerungen verborgen sein. sagte G. „Wenn dies der Fall war. Das nächste Mal. ob es wahr sei. wie Sie es beschreiben. sondern von einem praktischen Gesichtspunkt zu dieser Überzeugung gekommen war. „Der Hauptzug. Ich versuchte ihn zu fragen. Wenn irgend jemand nicht mit der von G. zeige. G. war sehr geschickt in der Bestimmung der Hauptzüge. den ich in mir kenne. Und dann kann ein Mensch sich selbst für seinen Hauptzug nehmen. ist viel schlimmer. Bei diesem Besuch lag der Schwerpunkt der Gespräche im „Hauptzug" oder „Hauptfehler" von einem jeden von uns. sagte einer von uns. daß er fast unmöglich zu finden ist. Petersburg kam. sondern was wirksamer und angebrachter ist. daß die Menschen mich so sehen mögen. daß der Betreffende mit ihm nicht übereinstimme. immer. Dabei kann es keinen Irrtum geben. daß er etwas gesagt habe. als G. so sagte G. was genau in Finnland geschehen war. was besser oder schlechter. was mich beängstigt hätte. was Sie sagen." „Sie wissen überhaupt nichts von sich". und warum ich Angst gehabt habe.. sagte ihm G. nach St. daß ihm die Tatsache. war es Anfang September. daß nicht jedermanns Hauptzug bestimmt werden kann. „Piotr Demianowitsch". bedeutet das. ihn immer nannte. Bei dieser Gelegenheit erkannte ich. tatsächlich mein Hauptzug ist". Er erklärte nichts weiter.aber es war keineswegs Nicht-Widerstand-Leisten. gegebenen Bestimmung seines „Hauptzuges" einverstanden war. nicht vom Ständpunkt dessen. daß das. weil der „Piotr Demianowitsch" jedes Menschen sich sozusagen „um seinen Hauptzug" bildet. daß er recht habe.

den Sie machen möchten. wie diese Sie sehen. Aber wenn Sie so wie jetzt sind. Spitznamen bezeichnen manchmal sehr gut den Hauptzug. seiner sei. Wenn Sie das.äußeres Sich-Richten' geben. wie die Menschen Sie sehen.Es kann kein richtiges ." Hiermit begann ein langes Gespräch über die Eindrücke. G. „Sein Hauptzug ist. uns den Hauptzug darstellte. Wie kann er sich nach irgend etwas ödet irgend jemandem richten?" Ich war erstaunt über die künstlerische Vollendung. sagte G. daß er nie zu Hause ist. mit der G. ^. daß er überhaupt nicht existiere. „Sie verstehen. wie verborgen dieser auch sein mag. gegen diesen Hauptzug anzukämpfen. antwortete G. Das war schon nicht mehr Psychologie. das war Kunst. so werden Sie verstehen. und ihn zerstören. ich sehe Sie nicht". wie ich es Ihnen sagte. Aber ihre Definitionen sind oft sehr gut und treffend. sondern jeden Eindruck. was ich Ihnen gesagt habe. Aber Sie sehen nicht.inneren" und „äußeren Sich-Richten". sagte G.. dann würden Sie nicht diesen Zug haben. das heißt seine unwillkürliche Äußerung zerstören". „Psychologie kann niemals nur eine Wissenschaft sein. betonte diese Worte.etwas wüßten. solange ein Mensch in seinem Hauptzug festsitzt". „Die Mitmenschen sehen den Hauptzug eines Menschen. Natürlich können Sie ihn nicht immer in Worten definieren. Und wenn Sie einen Weg finden." Das Gespräch über die Eindrücke brachte uns wieder zu dem ^. „so werden Sie auf die Menschen nicht den Eindruck machen. existieren Sie überhaupt nicht." 393 . Und die anderen Menschen sehen Sie sicherlich auf die Art." Einem anderen von uns sagte er auf die Frage nach dem Hauptzug. den Sie jetzt auf sie machen. als Ihren Hauptzug annehmen. „Zum Beispiel Soundso". und wie er einen wünschenswerten oder einen unerwünschten Eindruck hervorrufen kann. daß Sie immer so sind. Nehmen Sie zum Beispiel Spitznamen. er nannte einen unserer Gruppe. die ein Mensch auf andere macht. „Das heißt nicht. „Und Psychologie sollte Kunst sein".

sagte G. er würde mit jedem von uns einzeln reden und jeder 394 ..Einem anderen sagte er. es habe keinen Sinn. Einmal sagte er. Niemand konnte umhin. G. seinem Gefährten im Experiment. denn eine halbernste Haltung könne überhaupt kein Ergebnis zeitigen. Wer nicht aufwachen will. er wäre in der öffentlichen Bibliothek gewesen und hätte die enzyklopädischen Wörterbücher von vier Sprachen nach der Bedeutung des Wortes „Gewissen" durchgesehen. alle Versuche in dieser Richtung aufzugeben. daß er die Arbeit nur mit denen fortsetzen würde. sein Hauptzug sei eine Neigung. oder ob es besser sei. und sofort machte dieser einen ganz komischen Witz über sich selbst. erklärte einem anderen in unserer Gruppe — es waf der Mann in mittleren Jahren. gegen ihre Mechanisiertheit und den Schlaf anzukämpfen. Dem anderen Mann." Er sagte. die einen bestimmten und ernsten Entschluß faßten. Er hatte sich stark erkältet. zwischen zwei Stühlen zu sitzen. „Aber ich streite doch nie!" antwortete der Mensch sofort sehr heftig. zu lachen. ob wir mit ihm weitergehen und arbeiten wollten. Aber es hat keinen Sinn. er habe kein Schamgefühl. Er fügte hinzu. in einer Wohnung an der Liteiny in der Nähe des Newsky.kein Gewissen habe. machte nur eine Handbewegung. mit jedem über alles zu streiten. an dem er das Experiment der Trennung von Persönlichkeit und Kern ausgeführt und der um Himbeermarmelade gebeten hatte — sein Kennzeichen sei. G. daß ei. sagte er. „Sie wissen jetzt schon". daß wir so weitermachten. Wir müßten eine bestimmte Entscheidung treffen. Am folgenden Tag kam der Betreffende und sagte. Zu dieser Zeit wohnte G. den soll man jedenfalls gut schlafen lassen. „daß man nichts Schreckliches von Ihnen verlangt. und wir trafen uns bei ihm in kleinen Gruppen.

daß es nichts anderes gibt. die plötzlich. Wenn ja. P-. mit anderen nicht so lang. Sie sollten jetzt schon besser begreifen. ob Sie sich auf dem gleichen Weg wie ich befinden oder nicht. und sollten jetzt auch schon einsehen. die ich tun könnte. warum er. 395 . worin mein Ziel besteht. ein Mißverständnis von seiner Seite und bei den übrigen Gruppenmitgliedem einen Mangel an Sympathie und Gefühl sahen. Nur zwei fielen ab. „oder vielleicht glauben Sie. Schließlich verblieben fast alle. die sich fest entschlossen haben. es schien uns wie durch eine Art Magie. Und wenn ich meine Zeit hierauf verwende. aufhörten. weil ich ein bestimmtes Ziel habe. so irren Sie sich in beiden Fällen gewaltig. daß dies mir viel Befriedigung gibt". Ihre Haltung war zuerst mißtrauisch und argwöhnisch und wurde dann sogar sichtlich feindlich gegen fast alle. Und nur die Menschen können für mich nützlich sein.'s Unterredungen mit Mitgliedern der Gruppe dauerten ungefähr eine Woche. Mit einigen sprach er sehr lange. und nur bei manchen Gelegenheiten verlor er sich in einer formalen Haltung oder in „buchstäblichem Verstehen".müsse ihm einen ausreichenden Grund aufzeigen. bestand die Prüfung in Ehren und wurde schnell ein sehr tätiges Mitglied unserer Gruppe. so ist dies nur deswegen. sagte er. G. Ich will nichts weiter sagen. sagte.. was G. woher es kam. Aber in Zukunft werde ich nur mit denen arbeiten. wovon G. „Sie glauben vielleicht. „Wir machten aus allem ein Geheimnis". Wir hätten G. das heißt gegen ihre Mechanisiertheit zu kämpfen. das heißt G. und alle waren über die merkwürdigen und ganz unerwarteten Anklagen sehr erstaunt." Damit endete dieses Gespräch. sich um ihn kümmern solle. die für mich bei der Erreichung meines Zieles nützlich sein können. irgend etwas zu verstehen. mit sich selbst zu kämpfen. den ich in Verbindung mit den Experimenten der Teilung von Persönlichkeit und Wesenskem erwähnte. der Mann im mittleren Alter. was ich tun könnte. Es gibt sehr viele andere Dinge. und in allem. wir sagten ihnen nicht. in ihrer Abwesenheit gesprochen hatte. Niemand wußte.

über sie zu reden. wodurch wir ihn zu Irrtümern veranlaßten. nun wäre er scharf. habe aufgehört. „Wie hoch sie die Arbeit schätzen". anspruchsvoll. als es war. die heuchelten. Und dies war besonders merkwürdig.. Ich kann Sie täuschen. damit er ihnen nußtraue. wenn ich will. Sie . als wir ihm erzählten. brachten sofort eine ganz neue Atmosphäre mit sich. „vollständig gewandelt". und ich müßte von Ihnen lernen. der die Arbeit lehrt. alles g-anz anders zu sehen.über sie Geschichten erzählt. er ziehe es vor. falsche Eindrücke über sie vermittelt und ihn veranlaßt. nicht getäuscht werden. sich gegenseitig schöntäten und gleichzeitig die anderen ausspionierten. zur Gruppe zurückzukommen?" fragten einige von uns G." „Wie sollen wir mit ihnen sprechen und wie können wir ihnen helfen. Er lachte sehr. Viele Male versuchten wir. mit G. ganz verschieden von dem. Gleichzeitig habe sich G. sie haben aufgehört. dann würden Sie nichts von mir lernen. das Wichtigste zu verstehen. weil . da wir alle Tatsachen verstümmelten und uns bemühten. In der Arbeit kann der. alles in einem falschen Licht darzustellen. „Nicht nur können Sie nichts tun". Wir hätten G. „und was für ein ärmlicher Idiot ich von ihrem Gesichtspunkt aus bin! Wie leicht ich doch zu täuschen bin! Sie sehen. Dies ist ein Gesetz. der er früher zu sein pflegte. sagte er. die uns bisher i fremd gewesen war. sagte ihnen G. Wir würden ihm alle unsere Gespräche mit ihnen berichten. habe alles Gefühl und alles Interesse für einzelne verloren. Wenn es sich nicht so verhielte. wäre ein ganz anderer geworden. von den Menschen die Wahrheit zu verlangen. „sondern Sie 396 .gerade damals die meisten von uns sich in einem sehr intensiven Gefühlszustand befanden und diesen zwei protestierenden Mitgliedern unserer Gruppe besonders gut gesinnt waren. Aber Sie können mich nicht täuschen. welches aus dem über Wissen und Sein Gesagten hervorgeht. Wir waren über diese und ähnliche Reden sehr überrascht. ihm die Wahrheit zu sagen. daß wir ihm nach ihrer Meinung immer „falsche Eindrücke" über sie berichteten. Leute um sich «zu haben. die Angst hätten.

daß man nicht zwischen zwei Stühlen sitzen kann. das heißt sie haben es einmal eingesehen. Das bedeutet mehr und mehr lügen. was sie vor allem zu behalten wünschen? Erstens das Recht. um zu lernen. Aber im nächsten Augenblick vergessen sie dies alles. um zur Selbsterkenntnis und zum Verstehen zu gelangen. „Und was ist es." „Wie konnte dies geschehen?" fragten andere ihn. sie bringen in ihre Arbeit schon ihre eigene lumpige subjektive Haltung mit. Aber später werden Sie erkennen. sie beginnen. daß es sehr oft vorkommt. daß es immer auf die gleiche Weise geschieht. Schon jetzt »nehmen sie eine Sache an' und . um sich selber im Recht zu fühlen. weil Sie durch solche Versuche die letzte Chance vernichten. zurückzukommen. Sie sind Toren und sie wissen es schon. daß alles. die die zwei noch haben. „Warum wandelte sich ihre Haltung gegenüber uns allen und gegenüber Ihnen so plötzlich und unerwartet?" „Für Sie ist es der erste derartige Fall". was Sie über mich und sich selbst gehört haben. sie könnten zwischen zwei Stühlen sitzen. das heißt. Es ist immer sehr schwer. Es muß zerstört werden und kann nur durch Leiden zerstört werden. sie könnten das Neue erwerben und das Alte behalten. Und gewöhnlich denken die Menschen. Verstehen Sie doch.nehmen eine andere 397 .. etwas. andere zu beschuldigen. sich selbst zu erkennen. Aus diesem Grund sind sie gekommen. Und dies zeigt sich sofort in ihrer Haltung gegenüber den Ideen und dem. Und dann muß es eine vollständig freiwillige Entscheidung sein. ihre eigene Wertschätzung von Ideen und Menschen zu haben. über mich und jeden anderen Urteile abzugeben. was ich sage. die ohne irgendwelche Art von Überredung oder Zwang zustandekommt. sagte G. Versuche der Selbst-Rechtfertigung sind: Versuche. wird es jetzt zehnmal schwieriger sein. als ob sie fähig wären. Der Hauptgrund hierfür ist. was für sie schädlicher ist als alles andere. aber es kommt auf das gleiche heraus. irgend etwas zu beurteilen. Wenn es vorher für sie schwer war.sollten es auch nicht versuchen. und Sie werden sehen. sie glauben dies natürlich nicht bewußt. „und darum scheint es Ihnen merkwürdig.

Sie verspüren sogar keine Verlegenheit. hören sie sofort auf. den Hügel zu erklettern. Idioten. Und in der Hauptsache denken sie. in diesem Moment. Und auch Sie werden es aus den Folgen kennenlernen. daß die Menschen dies bezüglich anderer sehen können. „Und das Komischste hierbei ist. Nun kann einer ohne den anderen nicht zurückkommen. daß. alle anderen Mitglieder der Gruppe sind Toren. Es ist spaßig. aber sehr leicht. Dies ist ein Gesetz. oder sogar von denen ich keine Ahnung habe." 398 .Geschnatter' beginnt — neue Theorien und neue Erklärungen. in dieser Haltung mit mir und anderen zu sprechen. was andere sagen oder tun. ihn herunterzurutschen. und sogar wenn sie zurückkommen wollten. Wären sie getrennt. Indem sie etwas nicht annehmen oder einer Sache mißtrauen. aber welche sie besser als ich wissen und verstehen. in einer anderen Sache trauen sie mir nicht. das andere lehnen sie ab. und der eine unterstützt den anderen gerade in seinen Schwächen. dem einen stimmen sie zu. Ein . weiß ich schon alles. Es ist schwer. „Und beachten Sie ein Weiteres. würde ich nur einen von ihnen und nicht den anderen aufnehmen. Sie sind ein Paar.Arbeit' verbunden werden kann. so wäre es leichter für sie. Fehler und Ungenauigkeiten zu finden und ebenso in allem. Wenn ein Mensch irgend etwas in dieser Richtung sagt. wenn ein Mensch diese Saite anschlägt. Und so weiter und so fort wie eine Drehorgel. es in Beziehung auf sich selbst zu sehen. sie sind Freunde. beginne ich über Dinge zu reden. ihre Lage zu erkennen und zurückzukommen. jeder für sich selbst. die weder mit der Arbeit noch mit meinen Ausführungen etwas gemein haben. in einer Sache trauen sie mir. daß dies mit irgendeiner Art . daß sie sich einbilden.arbeiten' zu können. was ich sage oder tue. Und sie verstehen nicht einmal. Tatsächlich ist dies vollständig unmöglich. sein Lied ausgesungen ist.Sache nicht an'. Aber sie sind ein Paar. Aber wenn sie selbst verrückte Dinge tun. Sie beginnen in allem. von denen ich gar nichts weiß. was er später sagen wird. setzen sie sofort etwas eigenes an deren Stelle. unter solchen Bedingungen . Jetzt. das heißt ohne mir in allem zu trauen und ohne alles anzunehmen.

eine gezwungene und erfundene Rolle zu spielen. in der alle Böden und Wände im östlichen Stil mit Teppichen und die Zimmerdecken mit Seidengehängen bedeckt waren. aufzuhören. Aber auf zufällige und neugierige Besucher machte dieses Schweigen einen außerordentlich merkwürdigen Eindruck. im Gegenteil. der uns „unterdrücke". P. andere fanden es dumm. was sie überhaupt tun können. Seine kleine Wohnung auf der Bolschaja Dmitrowka. wie Menschen das Schlimmste tun. die hinkamen — die alle G. Dabei wurde mir klar. es gab ein Gefühl der Sicherheit und der Befreiung von der Notwendigkeit. die Reaktion verschiedener Menschentypen auf das „Schweigen" zu verzeichnen. Aber ich sage Ihnen. sich selbst zu fragen. daß es sich nicht einmal lohne. muß er seinen Freund verlassen und allein zurückkommen. sagte G. vor allem unsere Schwäche und unsere vollständige Unterordnung unter G.. dann gibt es nichts weiter zu reden. 399 . „Im augenblicklichen Fall nur. um den ersten zu befähigen. Und es war nichts Bedrückendes oder Unangenehmes in diesem Schweigen. sie glaubten. erstaunte mich durch ihre besondere Atmosphäre. um ihnen zu zeigen. Vor allem hatten alle Leute. das . und es zeige unsere schlimmsten Eigenschaften. Wenn er wichtiger ist. mit ihnen zu reden. in Moskau.." Im Oktober war ich mit G. „unnatürlich". wie sehr G.'s Schüler waren — keine Angst zu schweifen. wer für ihn wichtiger sei. rauchten und sprachen oft stundenlang kein einziges Wort. Sie kamen. „Das ist eine ganz andere Frage". wenn sie von dem. Sie begannen zu reden und redeten unaufhörlich. als ob sie Angst hätten. entschloß sich sogar.'s Schüler ihnen überlegen seien. Dies ist ein gutes Beispiel dafür. sie hängen aneinander und hindern sich gegenseitig.Schweigen" sei gegen sie gerichtet. komisch. Andererseits waren andere beleidigt. setzten sich. aber wenn ich der Wichtigere bin. Das allein war schon ungewöhnlich. was für sie gut ist. ich oder sein Freund. und ihnen zu verstehen zu geben. abweichen. Und dann später mag der andere zurückkommen.„Warum?" fragte ein Anwesender.

so bemerkt er die Betonungen der anderen nicht und ist unfähig. ihr Lächeln zu unterdrücken. Er hatte niemanden getroffen und niemand hatte ihm irgend etwas erzählt. wenn ich ihn anblickte.'s Gruppen kam. wie er gerade einen Menschen getroffen habe.. mit der wir sprachen. Und nachdem er eine Zeitlang dagesessen war. hört er die verschiedenen Betonungen und beginnt die Lügen anderer Leute zu erkennen. über Friedensmöglichkeiten und so fort erzählt habe. daß auch in diesem Fall das Ganze in der Betonung lag. den ich schon vorher getroffen hatte und der manchmal zu G. etwas sich selbst einzugestehen. sehr schnell zu reden. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. G. daß er log. und er bemerkte überhaupt nicht die Blicke. eine Art Selbstverteidigung ist und sich immer auf ein Nicht-bereit-Sein. gründet. das heißt etwas aufwacht. immer zu reden. Einmal kam ein Bekannter von G.'s Wohnung. daß ich sähe. wobei ihn sein Gegenstand mehr und mehr fortriß. wenn er ruhig ist. erkennbar und greifbar. um zu beginnen. die wir unabsichtlich miteinander wechselten. Es war mir peinlich. Er erfand das alles auf der Stelle. selbst war nicht da. und die „Betonung". Dies war nicht der einzige Fall. daß sie genau wie ich empfanden und kaum fähig waren. Wenn ein Mensch darauflosredet oder einfach auf eine Gelegenheit wartet. daß er allein nichts bemerkte und fortfuhr. ihn anzusehen.daß die Menschen das Schweigen mehr als alles andere fürchten und daß unsere Neigung. 400 . Ich entsann mich plötzlich der Versuche. Sehr schnell bemerkte ich eine noch überraschendere Eigenheit von G. Plötzlich empfand ich. begann unser Gast zu erzählen. Aber sofort. Es war dort nicht möglich zu lügen. würde er erkennen. wenn wir die Tatsachen zu verbergen suchten. unser Leben zu beschreiben. Mir wurde klar. Ich blickte auf die anderen und sah. Eine Lüge wurde dort sofort offensichtlich. die wir im Sommer gemacht hatten. einfach weil er das Schweigen nicht ertragen konnte. Außer mir waren noch zwei oder drei Menschen in der Wohnung. wie er lüge. der ihm einige außerordentlich interessante Dinge über den Krieg. Mir schien es. etwas einzusehen. Dann blickte ich wieder auf den Sprechenden und sah.

über Spiritismus. und über . A. Ich war im Begriff zu sprechen. obwohl er gewöhnlich mit Arbeit überladen war und von einem Ort zum anderen hastete. würde beleidigt sein. als ich ihm von G. Er sprach über den Krieg. — G. das damals luxuriös war. Dann begann er zu reden. aber von all denen. dann über künstliche Düngung.'s Erlaubnis lud ich ihn ein. er gab die Meinungen aller öffentlichen Persönlichkeiten von Moskau und St. Mein Gefühl von mechanisch lügenden Menschen hier in G. Aber er war sehr interessiert. was in Finnland geschehen war. Schaschlik. in seine Nähe. erzählte. als ich erkannte. über Bodenverbesserung.Wir sprachen verschiedene Male mit G. Mit einem Wort. woran ich mich jetzt nicht mehr erinnere. es war eine jener kaukasischen Mahlzeiten. Petersburg gesehen hatte. die „Materialisation von Händen" und über anderes. noch sonst jemand sprach ein einziges Wort. da ich fürchtete. A. bemerkte 401 . unterhielt ihn die ganze Zeit und goß ihm Wein ein. daß ich davon absah. über alle unsere Verbündeten und Feinde. Ich wollte sehr gern einige meiner Moskauer Freunde bei G. dann sprach er über das Trocknen von Gemüse für die Wehrmacht (womit er sich damals neben seiner Joumalistenarbeit beschäftigte). A. die mittags beginnen und bis zum Abend dauern. A. die ich während dieser Tage traf. Petersburg über alle möglichen Gegenstände wieder. aber G.'s Wohnung erinnerte mich sehr stark an mein Gefühl von „schlafenden Menschen". Ackerbauchemie und Chemie im allgemeinen. Es schwiegen nämlich alle.'s Schülern über diesen Gegenstand. zu was für einer Prüfung ich meinen alten Freund gebracht hatte. war sehr freundlich zu ihm. einführen. Weder G. die ich in den Straßen von St. kagetischem Wein und so fort.. lebendig genug zu sein. mein alter Zeitungsfreund W. machte mir nur einer. Piroschki. — Er setzte A. blickte so wild zu mir herüber. zu ihm zum Essen zu kommen. Mir wurde plötzlich anders zumute. übrigens waren meine Ängste umsonst. den Eindruck. und mit G.die „schlafenden Menschen". Der arme A. nüt Sakuski. rief etwa fünfzehn seiner Leute zusammen und veranstaltete ein Essen. Ich erzählte ihnen. besonders über das Trocknen von Zwiebeln. hielt dies für fünf Minuten aus.

wirklich. aber Sie verstehen. nachdem A. das mit einem anderen Gespräch in St. die ich im August hatte". weil ich kein anderes weiß. wo er eine Gelegenheit gehabt hätte. Sie hatten den armen A." Von den Moskauer Gesprächen mit G. er war so von seinem eigenen Reden und seiner eigenen Gesprächigkeit hingerissen. sagte ich. in dem ich mich . zusammenhängt. was ist er denn wert? Er ist nicht mehr jung. sonst will er nichts. Und ich weiß. was ich ersehnen könnte. gegangen war. wovon ich rede" — er nickte —. „Den nennt man einen gescheiten Menschen. die Wahrheit zu hören. Dabei war er viel besser als viele andere. seinen Leuten eine Vorführung gegeben hatte. daß er glücklich am Tische sitzen blieb und. Ich begriff.Sdamals befand. zum Narren gehalten. Aber denken Sie nach. „Da sehen Sie es". Er konnte natürlich nichts Derartiges erwartet haben. wenn ich ihm seine Hosen weggenommen hätte. erinnere ich mich an eines. Diesmal begann G. Aber er hätte es nicht einmal gemerkt. ich wäre dann fähig. „von dem Gefühlszustand abhingen. natürlich auf seine eigene Weise.Erlebnisse' — ich wähle dieses Wort nur. alles übrige zu finden. „Wenn ich fähig wäre. daß G. was Sie bisher gelernt haben?" fragte er mich. Und so sind alle. „Natürlich die Erlebnisse. ohne einen Augenblick aufzuhören. der mich ansah.nichts. lachte verschmitzt. Ich war sehr beschämt. wovon er redete. mit viel Gefühl die Hand und dankte ihm für seine „sehr interessante Unterredung". denn ich glaube. so wäre das alles. „Was halten Sie für das Wichtigste von allem. sagte er.. sie willentlich hervorzurufen und zu benützen. Wenn er nur reden kann. Petersburg. Er log nicht. bis vier Uhr redete. Und er redete selbst die ganze Zeit. Und er wußte. und so war er auf den Leim gegangen. daß diese . Und vielleicht war dies das einzige Mal in seinem Leben. von dem ich schon berichtete. Dann schüttelte er G. G. Gleichzeitig aber weiß ich. daß sie immer davon abhängen 402 . selbst zu sprechen.

daß ich eine Sekunde lang den sehr starken Wunsch hatte. Der Mensch ist so beschaffen. Und drittens. jemand kann ihn in Ihnen erzeugen.Wach-Sein'." „Es gibt drei Wege". ist auch sehr schwer. Was ziehen Sie vor?" Ich gestehe. oder ich müßte selbst etwas tun. All diese Worte müssen in Anführungszeichen verstanden werden. erzeugte. in mir den Gefühlszustand. was sie haben. um ihn zu erlangen. „Erstens. Aber das ist schwierig für sie. Und man muß vom Leiden frei 403 . .werden. „Etwas anderes. „Ich will ihn natürlich selbst erzeugen". ich zöge es vor. Es ist viel leichter. daß er sagen würde. Sie müssen ihre Einbildungen opfern. aber sein Leiden wird er nicht aufgeben. Sie können ihn selbst schaffen. Sie verstehen dies wörtlich. Wenn ich solch einen Gefühlszustand in mir selbst hervorrufen könnte. — Wie kann man diesen Gefühlszustand erzeugen? Sagen Sie es mir. sagte G. daß Opfer notwendig sind". Dies ist »Schlaf und jenes . Zweitens. Aber ich fühle mich unendlich weit von diesem Gefühlszustand entfernt.Ruhe'. sie müßten etwas opfern. zu sagen. sagte G. das heißt er.Gesundheit' opfern. daß er an nichts so sehr gebunden ist wie an sein Leiden. Zum Beispiel einmal habe ich gesagt. Ein Mensch mag allen möglichen Vergnügungen entsagen.„Ohne Opfer kann nichts erreicht werden. „Aber wie kann das gemacht werden?" „Ich habe schon vorher gesagt. von welchem ich sprach. Sein Leiden zu opfern. so ist es die Vorstellung vom Opfer. als ob ich schliefe. Tatsächlich müssen sie nur das opfern. zufällig kommen. dieser Zustand kann von selbst. ist ihr Leiden. . Aber ich sah sofort ein. Nun haben sie aber weder Glauben noch Ruhe noch Gesundheit. er habe es bereits einmal getan und ich müßte nun entweder warten.Glauben'. was die Menschen nicht verstehen. Sie glauben. würde ich sehr schnell zu diesen Erlebnissen kommen. wirkliche Dinge zu opfern. was sie sich einbilden zu haben und in Wirklichkeit aber nicht haben. Aber wenn es irgend etwas in der Welt gibt. sagte ich. wenn ein anderer. daß es von selber geschehe. sie müßten . was die Menschen opfern müssen. sehr schwierig.

Feuer kann als Beispiel von . das Prinzip zu erfassen. Keiner/der nicht vom Leiden befreit ist. Wasser ist das Absolute für ein Stück Zucker. aber in einer beträchtlich erweiterten Form. Während meines Moskauer Aufenthaltes hatten mir G." Aber ich war unfähig. fuhr ich in einer 404 ." Ich blieb ungefähr eine Woche in Moskau und kehrte nach Petersburg mit einer frischen Ladung von Ideen und Eindrücken zurück. Ich konnte mich von der Notwendigkeit der reduzierten Skalen nicht überzeugen. Nehmen wir die neunte Skala.Wasserstoff4 96. zeigte mir eine Tabelle. P. auf Grundlage dessen es möglich wäre. uns vorher ausgearbeitet hatte. Nichts kann ohne Leiden erreicht werden. Ich begann nachzudenken. die bis zur fünften Skala aufgestellt war und sich auf parallele Stufen in verschiedenen Welten bezog. hatten sie die Reduktion fortgesetzt und alles in allem zwölf Skalen aufgestellt. sein Leiden zu opfern. der mir vieles in G. aber gleichzeitig muß man damit beginnen. genau zu bestimmen.Wasserstoff4 384 oder Wasser. die G. was dies bedeutet. wann man solch eine Skala benützen könne. In solcher Form war die Tabelle kaum verständlich.Wasserstoff4 96 dienen. Hier ist das Absolute . Und nachdem ich bei diesem Gedanken verweilt hatte. wie wir sie in St. Nämlich außer den drei „Wasserstoffe-Skalen. Nun entziffern Sie.'s Schüler verschiedene Gesetze erklärt. der nicht sein Leiden geopfert hat. unter anderem zeigten sie mir wieder die „Tabelle der Wasserstoffe". „Nehmen wir zum Beispiel die siebente Skala41. Petersburg genannt hatten.'s System und Lehrmethode klarmachte. Aber ich konnte nichts damit anfangen. Später muß noch viel über das Leiden gesagt werden. Hier ereignete sich ein interessanter Vorfall. all diese verschiedenen Skalen mit den verschiedenen Kosmen zu vereinigen.werden. die sich auf den Menschen und die Welt bezogen. ob es nicht möglich sei. sagte P. kann arbeiten. „Das Absolute ist hier . Feuer ist folglich das Absolute für ein Stück Holz.

H6 Hl H12 Hl H6 H12 H24 H12 Hl H6 Hl H6 H12 H24 H96 H384 Tabelle 4 H6 Hl H24 Hl H6 H6 H12 H24 H12 H24 H48 H48 H96 H192 Hl H12 H6 H48 H24 H12 H96 H48 H24 H192 H48 H24 H48 H96 H192 H384 H768 H96 H192 H384 H768 H1536 H96 H48 405 H384 H192 H96 H768 H384 H192 Hl H6 H12 H48 H24 Hl H6 H12 Hl H6 Hl H1536 H768 H384 H3Ü72 H1536 H768 H6144 H3072 H1536 H12288 H6144 H3072 H 192 H96 H48 H24 H12 H6 .

daß ich im allgemeinen aufgehört hatte. Petersburg an. weil die Kosmen natürlich überhaupt keine Beziehung zu der Einteilung der Skalen haben. In diesem Zustand kam ich in i St. der von allgemeinen Fragen und Gesetzen handelte. irgend etwas von den „drei Strahlungs-Oktaven" zu verstehen.vollständig falschen Richtung fort. 2. Das ärgerte mich und j ich wußte nicht. 2 und die Beziehungen zwischen „Kohlenstoff^'. Gleichzeitig erkannte ich. daß ich jetzt sofort etwas finden müsse. daß ich nicht nur nichts Neues erworben. daß. 2? Kann ein Beispiel eines solchen Überganges in uns bekannten Erscheinungen gefunden werden? Ich fühlte. Und die ganze Zeit. bezeichneten. daß darin etwas Wichtiges enthalten war. könnte ich den anderen nichts sagen. wobei ich versuchte. „Sauerstoff^' und „Stickstoff". 3 und l. Wir hatten in unserer Gruppe eine Abmachung. Es war 406 . sondern auch das Alte verloren hatte. nämlich was ich schon zu verstehen geglaubt hatte. von denen die erste „Wasserstoff-Skala abgeleitet war. den Beginn des Gespräches über die „Diagramme". Petersburg •j allen anderen mitteilen müsse. Und ich verließ Moskau mit dem unangenehmen Gefühl. Ich begann auf der Tafel das Diagramm zu zeichnen. wer auch immer nach Moskau führe und irgendwelche neue Erklärungen ^oder Vorlesungen höre. soweit als möglich hinauszuschieben. weil ich sie selber nicht verstand. mittein. Der Stein des Anstoßes war die Beziehung der drei Kräfte l. Petersjburg. i fühlte ich. wie wir den Teil von G. und am folgenden Tag ging ich zu unserer Zusammenkunft. 3 in l. was ich tun sollte. die Hauptsache zu ver. Aber auf dem Weg nach St. 3. während ich von einer Sache sprach. während ich die Moskauer Gespräche genau überdachte. 2. denn wenn ich nicht erst selbst etwas fände. Ich berichtete über die allgemeinen Eindrücke meiner Reise. 3. ging eine andere durch meinen Kopf: Wie soll ich anfangen? — Was bedeutet der Übergang von l. Gleichzeitig schien es mir. diese bei seiner Ankunft in St. daß ich nicht fähig sein würde.'s System.

nämlich dadurch. was ich sagen würde. 2. Und unter dem Ansporn dieser Empfindung fand ich. eine neue Wahrnehmungs. was über das ihnen bereits Bekannte hinausginge. „Wir verschwenden unsere Zeit auf Rätselraten". sobald ich gesagt hatte. „Würde es nicht einfacher sein. sich dieses Diagramm als ein sich bewegendes vorzustellen. bei dem die Glieder der Kette wie in einem mystischen Tanz Platz wechselten. daß wir nur sehr wenig Zeit haben. so zu han- 407 . weil nur wenig Zeit da ist und noch mehr Schwierigkeiten vor uns liegen. uns zu helfen. ist es notwendig." „Gerade aus dem Grunde. Sie selbst haben gesagt. sah ich. Aber nachdem ich meine Gedanken gesammelt hatte. sagte ich. daß noch viele andere Schwierigkeiten vor uns liegen. daß man anderen Leuten etwa<> erklärt. daß es nötig sei. deren Zweck ich nicht verstand.und Verstehensmethode entdeckt hätte. Wir waren bereits an diese Terminologie und an G. Später hatte ich mit G. daß Beispiele oder Analogien des Überganges der Kräfte l. das mir in den Kopf kam und das niemand in Moskau ausgesprochen hatte. was ich sagte. 2 in der wirklichen Welt gefunden werden müssen. wenn wir in diesem Tempo fortfahren. und das oft. 3. daß ich für einige Zeit gar nicht hörte. Aber ich wußte überhaupt nicht." Ich sah ein. Ich empfand in diesem Wort soviel. als ob ich für mich selbst neue Möglichkeiten. sogleich Beispiele hierfür sowohl im menschlichen Organismus und in der astronomischen Welt als auch in der Mechanik der Wellenbewegungen. Dies verursachte in mir eine außerordentlich starke und klare Empfindung. daß sie mir zuhörten und daß ich alles erklärt hatte. was ich selbst auf dem Weg zur Versammlung nicht verstanden hatte. Und plötzlich verband und erklärte ein einziges Wort. diese rascher zu lösen? Sie wissen.'s Darstellungsart gewöhnt. ein Gespräch über verschiedene Skalen. 3 und l. alles: „Ein sich bewegendes Diagramm.das Diagramm der Strahlungen in drei Oktaven: das Absolute — Sonne — Erde — Mond. und wir werden sie niemals lösen.

" 408 . daß irgend etwas in den Schulen in einer vollständigen Form gegeben wird? Sie betrachten das sehr naiv. bis jemand kommt und es einem gibt. wenn es nicht gegeben wird. Und Sie möchten. „Wenn Sie vor diesen Schwierigkeiten schon Angst haben. Manchmal kann man etwas aus Witzen lernen. Sie müssen wissen. wie man es nimmt. wenn nötig stiehlt. wie ich es tue".dein. so tun als ob. daß alles sehr einfach sei. Sie müssen schlau sein. aber nicht wartet. Das ist nie der Fall. wie wird es später sein? Glauben Sie. sagte G. das Gespräch auf bestimmte Dinge bringen. aus Geschichten.

Das erste war die Frage der „Selbst-Erinnerung" und die Notwendigkeit dauernder Arbeit an sich selbst. um dies zu erreichen. die einige von G. Von ältesten Zeiten an haben Menschen.'s Moskauer Schülern machten. die von der Beobachtung uns zugänglicher Tatsachen in subjektiven Bewußtseinszuständen abgeleitet werden. „Eine der zentralen Ideen objektiven Wissens". indem ich zum Teil Aufzeichnungen. nannte er subjektiv.. die Ausdrücke „objektiv" und „subjektiv" in einem besonderen Sinn. gebrauchte G. All unser gewöhnliches Wissen. unweigerlich in all seinen Gesprächen mit uns zurückkam. indem er die Einteilung in „subjektive" und „objektive" Bewußtseinszustände zur Grundlage nahm. „ist die Idee der Einheit von allem. das war für ihn objektives Wissen. sagte G. der Einheit in der Vielheit. zu denen Außenstehende zugelassen wurden. Wissen von Dingen an sich. und das zweite war die Frage der Unvollkommenheit unserer Sprache und der Schwierigkeit. alle wissenschaftlichen Theorien. Ich will versuchen. Wissen auf Grund alter Methoden und Beobachtungsprinzipien. auf die G. wenn die formellen Vorlesungen beendet waren. zu vermitteln. das Folgende. und zum Teil meine eigenen Aufzeichnungen der Petersburger Gespräche benütze. Wie ich schon früher erwähnt habe. das einen „objektiven Bewußtseinszustand" begleitet.V I E R Z E H N T E S KAPITEL E s gab einige Punkte. das auf den gewöhnlichen Methoden der Beobachtung und der Nachprüfung von Beobachtungen beruht. Wissen. Wissen vom All. soweit ich mich daran erinnere. die den Inhalt und die Bedeu- 409 . mit unseren Worten „objektive Wahrheiten" zu vermitteln.

In solchen Fällen mußte die Idee der Einheit von allem als die grundsätzliche und zentrale Idee dieses Wissens zuerst vermittelt werden. wenn es durch subjektives Bewußtsein wahrgenommen wird. die dieses Wissen ausdrücken. eine geeignete Vorbereitung. müssen es verstümmeln und an Stelle der Wahrheit mehr und mehr Täuschungen erzeugen. Mit objektivem Bewußtsein ist es möglich. mußte die Idee in Formen gefaßt werden. 410 . welche die Menschen auf die Stufe des . ein Glaubenselement zu schaffen und eine Gefühlswelle hervorzurufen. oder i in religiösen Lehren.. einen Weg zu finden. eine Bestimmung des »grundsätzlichen Prinzips' •oder der apyi zu geben. Um dies durchzuführen. um diese Idee in einer den anderen verständlichen Form zu vermitteln. die danach strebten. denen diese Idee vermittelt wurde. durchziehen die ganze Geschichte der Menschheit von der ältesten bis zur heutigen Zeit und haben sich in den Formen religiösen Glaubens und philosophischer Systeme gleich Denkmälern auf den Wegen dieser Versuche. danach gestrebt. Die Formen. Zu diesem Zweck verlangte man von den Menschen. und die Idee selbst wurde entweder in einer logischen Form gegeben. manchmal weniger erfolgreich.objektiven Bewußtseins' bringen sollten. die dieses Wissen besaßen. „Versuche sowohl der einen als auch der anderen Art. erhalten. manchmal : mehr. das Denken der Menschheit und das esoterische Denken zu vereinen. Die richtige Übermittlung der Ideen objektiven Wissens war immer ein Teil der Aufgabe derjenigen. die ihre richtige Aufnahme seitens anderer gewährleisten und die Möglichkeit der Verstümmelung und Verfälschung bei der Weitergabe ausschließen. und zwar mit entsprechender Vollständigkeit und Genauigkeit. Für das subjektive Bewußtsein ist jedoch die Welt in Millionen gesonderter und unzusammenhängender Erscheinungen gespalten. die Einheit von allem zu sehen und zu fühlen.tung dieser Idee verstanden und in ihr die Grundlage objektiven Wissens sahen. von der alles andere abgeleitet wird. Versuche. die danach strebten. .Objektives Wissen mit der Idee der Einheit geht aber mit objektivem Bewußtsein Hand in Hand. wie zum Beispiel in philosophischen Systemen.

die diese Idee unverändert von einer Schule zur anderen. „Es wurde schon gesagt. die Eindrücke der Vielheit und Mannigfaltigkeit in subjektiven Bewußtseinszuständen zum Ausdruck bringt und darauf aufgebaut ist. Eine Sprache. daß in den höheren Bewußtseinszuständen des Menschen die höheren psychischen Zentren arbeiten: das . ohne die Gesetze zu kennen. die Idee der Einheit durch .diese Erscheinungen in irgendeinem wissenschaftlichen oder philosophischen System zu verbinden. auf denen diese Teilung beruht. ihnen die dem Intellekt unzugänglichen Ideen zu vermitteln. im voraus zum Scheitern verurteilt. oft sogar von einer Epoche zur anderen überliefert haben. . und die Prinzipien der Teilung des Ganzen nicht finden kann. wenn man von gesonderten Tatsachen ausgeht. führen zu nichts. aber in ihrer Beziehung zur Vielheit kann sie in Worten oder logischen Formen niemals klar ausgedrückt werden. welche für den objektiven Bewußtseinszustand erkenntlich und offensichtlich ist.Symbole' (oder die Formeln und Ausdrücke.höhere Denkzentrum'. kann die Idee der Einheit. Die Vorbereitung zur Aufnahme 411 .Symbole' war es.Mythen' waren für das höhere Gefühlszentrum bestimmt. niemals mit genügender Vollständigkeit und Klarheit vermitteln. . die die Möglichkeit falscher Deutungen ausschließen. Es kann immer alles verstanden werden. die höheren Zentren des Menschen anzusprechen. Aus diesem Grunde sind alle Versuche.Mythen'. . die eine Summe ihres Inhaltes darstellen) nur mit dem Denken zu verstehen oder zu erklären. aber nur mit den zuständigen Zentren.Mythen' und . durch . Hier verbleibt immer die unübersteigbare Schwierigkeit dieser Sprache. weil man nicht zur Idee der Ganzheit kommen kann.höhere Gefühls-' und das . „Nichtsdestoweniger besteht die Idee der Einheit von allem auch im intellektuellen Denken. Das Ziel der .Symbole' für das höhere Denkzentrum.Mythen' und . „In der Erkenntnis der Unvollkommenheit und Schwäche der gewöhnlichen Sprache haben die Menschen im Besitz objektiven Wissens versucht. und zwar in Formen.Symbole' und durch besondere Wortformeln auszudrücken.

Das Studium von Symbolen. und sie überliefern nicht nur das Wissen selbst. „Von diesem Gesichtspunkt ist eine andere Formel. Aber was ihn selbst betrifft. „Die Symbole wurden in grundlegende und untergeordnete eingeteilt. die zur Überlieferung der Ideen des objektiven Wissens dienen. sondern zeigen auch den Weg dazu. ohne fremde Elemente hinzuzufügen.wie oben. muß über den Weg des Denkens geschehen. Diese Formel behauptet. Derselbe Sinn liegt in der Analogie zwischen dem Mikrokosmos (Mensch) und dem Makrokosmos (Weltall). zu irgendeinem weiteren Wissen zu kommen. erkenne dich selbst. Deshalb soll der Mensch. der nach der Erkenntnis des Weltalls strebt. ihrem Aufbau und ihrer Bedeutung bildete einen sehr wichtigen Teil der Vorbereitung der Aufnahme objektiven Wissens und war in sich selbst eine Prüfung. daß alle Gesetze des Kosmos im Atom oder in jeder anderen Erscheinung. die zweiten brachten die wesentliche Natur der Erscheinungen in ihrer Beziehung zur Einheit zum Ausdruck.von Ideen. die zu objektivem Wissen zählen. welche eine Zusammenfassung des Inhaltes vieler Symbole darstellen. „Unter den Formeln. mit dem Studium seiner selbst und der Erkenntnis der in ihm wirkenden Grundgesetze beginnen. „Zu den Symbolen. gehören die Diagramme der Grundgesetze des Weltalls. Die Grundgesetze der Triaden und Oktaven sind in allen Erscheinungen zu finden und sollten gleichzeitig sowohl in der Welt als auch im Menschen untersucht werden. gefunden werden können. die gewissen Gesetzen zufolge eine Ganzheit bildet. gab es eine mit einer besonderen Bedeutung. weil ein buchstäbliches oder formales Verstehen von Symbolen es sofort unmöglich machte. so unten' aus den Smaragd-Tafeln des Hermes Trismegistos. voll von besonders tiefer Bedeutung und eines der führenden 412 . ist der Mensch ein näherer und erreichbarerer Gegenstand für die Untersuchung und das Wissen als die Welt der Erscheinungen außerhalb seiner selbst. die ersten schlössen die Prinzipien der gesonderten Wissensgebiete ein. nämlich die Formel . denn nur ein richtig vorbereitetes Denken kann diese Ideen den höheren Zentren vermitteln.

wovon das eine dem anderen entgegengesetzt ist und die. „Dem Verständnis von Symbolen kann man auf folgende Weise näherkommen: beim Studium der Erscheinungswelt sieht man zu allererst in allem das Wirken zweier Prinzipien. der nur die Oberfläche der Erscheinungen kennt. „Die Bedeutung der Symbole kann nur einem Menschen klargemacht werden. Beim Studium der Welt und ihrer Gesetze studiert ein Mensch sich selbst. Und dann wird das Symbol für ihn zu einer Synthese seines Wissens und dient ihm als Ausdruck und zur Übermittlung desselben. was dieses Symbol enthält. der es geschaffen hat. wenn er nämlich diese Gesetze in sich selbst verstanden hat. das sie geschaffen hat. Dieser Vorgang wird in ihm das große Symbol erzeugen. Jedoch bezüglich seiner selbst kann sein Verständnis der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit in einer praktischen Form Ausdruck finden. Auf diese Weise wird er die Linie des Willens zuerst in den Kreislauf der Zeit und dann in den Kreislauf der Ewigkeit einführen. der schon zu einem gewissen Verständnis dieser Symbole in sich selbst gelangt ist. 413 . aber die Bedeutung eines Symbols und die Enthüllung seines Kems kann nur dem vermittelt und nur von dem verstanden werden. in Vereinigung oder im Gegensatz zueinander. während sie sich für ihn nur in einer Richtung zu bewegen scheinen. der sozusagen schon weiß. das unter dem Namen das Siegel Salomonis bekannt ist. kann er sozusagen die Auswirkung der Gesetze von Zweiheit und Dreiheit auf den dauernden Kampf mit sich selbst auf dem Wege zur Selbst-Erkenntnis beschränken. welche sich in verschiedenen Richtungen bewegen. Diese Äußerung der großen Gesetze der Zweiheit und Dreiheit sieht der Mensch gleichzeitig im Kosmos und in sich selbst. Das Studium der Welt und das Studium des Menschen unterstützen einander. genau wie es dem Menschen diente. Aber bezüglich des Kosmos ist er nur ein Zuschauer und noch dazu einer.Symbole auf dem Weg zur Erkenntnis der Wahrheit. das heißt die wesentliche Natur des Prinzips aufzeigen. Dies klingt wie ein Paradoxon. das eine oder andere Ergebnis zeitigen. und beim Selbst-Studium studiert er die Welt. In diesem Sinn lehrt jedes Symbol uns etwas über uns selbst.

Bewegungsimpulse stehen einer instinktiven Sehnsucht nach Ruhe gegenüber. was uns heute führt. Eindrücke. in der alle Wahrnehmungen. und alles ist gleichermaßen mechanisch. was bewußt ist. in der ein Mensch lebt. 6. „Der Mensch in seinem normalen. Sie zeigen die verschiedenen Stufen auf dem Wege der menschlichen Selbst-Vervollkommnung und des Wachstums seines Seins. ihm natürlichen Zustand wird als Zweiheit angenommen.Gegensatzpaaren'. „Aber diese Dualität scheint zu wechseln. Jeder Mensch. alle Reaktionen. nützliche und schädliche.Gedanken eines Menschen werden in positive und negative. was mechanisch und dem. 4. Diesem Verständnis muß die Zerstörung der Selbst-Täuschung vorausgehen. Alle Empfindungen. der sich auch nur ein wenig beobachtet. gute und schlechte und • in angenehme und unangenehme eingeteilt. Er besteht gänzlich aus Zweiheiten oder . welche sie ausdrücken. der sogar 414 . wird morgen zweitrangig und untergeordnet. 3. kann diese Dualität in sich erkennen. haben bezüglich der inneren Entwicklung des Menschen eine bestimmte Bedeutung. Gefühle und . 5. gleichermaßen unabhängig vom Willen und führt gleichermaßen zu keinem irgendwie gearteten Ziel. Die Gedanken sind dem Gefühl entgegengesetzt. Die Arbeit der Zentren vollzieht sich im Zeichen dieser Einteilung. Das Verständnis der Zweiheit in einem selbst beginnt mit der Einsicht der Mechanisiertheit und der Einsicht des Unterschiedes zwischen dem. Dies ist die Zweiheit. nötige und unnötige. der heutige Sieger ist der Besiegte von morgen. das ganze menschliche Leben vor sich geht.„Die rinfackeren Symbole: Figur 43 oder die Zahlen 2.

ergibt eine bleibende Ergebnislinie in der Zeit und bildet die Verwandlung der Dreiheit in die Uierheit. Zu diesem Zweck beginnt der Mensch mit dem Bestreben. Gefühls-. beginnt ein Kampf um die Verwirklichung des Bewußtseins im Leben und um die Unterordnung des Mechanischen unter das Bewußte. dann »schließt er das Pentagramm in sich ein' und wird ein ausgebildeter Typus des physisch vollkommenen Menschen. welche sich gemäß den Gesetzen der Zweiheit vollziehen.Schocks' zu wirken pflegten und zufällige Ergebnisse zeitigten. Wir wissen. Und von diesen Bedeutungen muß zweifellos vor allem die begriffen werden. sogar bezüglich des Menschen. Wenn jedoch ein Mensch die Arbeit der fünf Zentren in sich in harmonischen Einklang bringt. „Wenn die Selbst-Täuschung zerstört ist und der Mensch anfängt. den mechanischen Vorgängen. die Verwandlung der Vierheit in die Fünfheit und die Konstruktion des Pentagramms. instinktive und Geschlechtszentrum. sondern viele verschiedene Bedeutungen. „Die Stärkung dieser Entscheidung und deren dauernde und unfehlbare Anwendung auf alle Ereignisse. bei denen früher zufällige neutralisierende . Die vollständige und richtige Arbeit der fünf Zentren vereint diese mit den höheren Zentren. Die nächste Stufe. hat nicht eine.seine mechanischsten Handlungen für willentlich und bewußt und sich selbst für eine Einheit. Die überwiegende Entwicklung irgendeines Zentrums auf Kosten der anderen erzeugt einen außerordentlich einseitigen Menschentypus. welche das fehlende Prinzip darstellen und den Menschen in direkte und dauernde Verbindung 415 . aus bewußten Motiven stammende Entscheidung entgegenzusetzen. Die Schaffung eines dauernden dritten Prinzips ist für den Menschen die Verwandlung der Zweiheit in die Dreiheit. den Unterschied zwischen dem Mechanischen und dem Bewußten in sich selbst zu sehen. eine Ganzheit hält. der zur weiteren Entwicklung unfähig ist. Bewegungs-. „Die Entwicklung der menschlichen Maschine und die Bereicherung des Seins beginnt mit einem neuen und ungewohnten Arbeiten dieser Maschine. eine bestimmte. die sich auf die richtige Arbeit der Zentren bezieht. daß der Mensch fünf Zentren hat: das Denk-.

was man als die Symbolik der Zahlen bezeichnen kann. Im Sinn des Oktaven-Gesetzes ist jeder vollständige Vorgang ein Übergang der Note do durch eine Reihe von nachfolgenden Tönen zum do der nächsten Oktave. macht er sich von fremden Einflüssen oder zufälligen Schocks frei.mit dem objektiven Bewußtsein und objektiven Wissen bringen. Die Hinzufügung des do der nächsten Oktave. durch die Quersumme dieser Ziffern.theosophische Addition' bekannt ist. die die Symbolik der Zahlen nicht verstehen. wie Oktaven im Dezimalsystem ausgedrückt werden und umgekehrt. An dieser Stelle kommen wir zu dem. das heißt. indem er in einen unabhängigen und in sich vollständigen Lebenskreis eingeschlossen wird. weil ein Symbol nie vollständig gedeutet werden kann. zehnte. den es ausdrückt. Durch Einschluß des do der nächsten Oktave erhalten wir zehn Stufen. nämlich die Bestimmung von Zahlen. Die letzte. „Der gleiche Vorgang der harmonischen Entwicklung des Menschen kann vom Gesichtspunkt des Oktaven-Gesetzes aus betrachtet werden. wie zum Beispiel die Idee der Selbst-Erkenntnis verstanden werden muß. „Und dann wird der Mensch ein sechszackiger Stern. 5. Das Oktaven-Gesetz gibt ein anderes System von Symbolen. scheint diese Methode 416 . Es kann nur auf die gleiche Weise verstanden werden. Stufe ist das Ende des vorigen und der Beginn des neuen Kreislaufes. 6 — als auf einen bestimmten Vorgang anwendbar gedeutet. 4.zusätzlichen Schocks' ergeben neun Stufen. die aus zwei oder mehr Ziffern bestehen. ergibt die achte Stufe. verstanden werden. er verkörpert in sich das Siegel Salomonis. die Zahlen von eins bis zehn ein. „In diesem Beispiel wird die Reihe der gegebenen Symbole — 2. 3.Intervallen' und den . Die sieben Grundtöne der Oktave drücken das Gesetz der Sieben aus. Auf diese Weise schließt das Oktaven-Gesetz und der Entwicklungsvorgang. Jedoch sogar diese Deutung ist unvollständig. Die sieben Grundtöne zusammen mit den zwei . Menschen. „In den westlichen Systemen des Okkultismus gibt es eine Methode. das heißt die Krönung des Vorganges. Die Symbolik der Zahlen kann nicht ohne das Oktaven-Gesetz oder ohne eine klare Vorstellung. die unter dem Namen .

Im Ausdruck des Gesetzes der Einheit einer unendlichen Mannigfaltigkeit besitzt das Symbol selbst eine unendliche Anzahl von Aspekten. daß ein Symbol niemals in einer endgültigen und bestimmten Bedeutung angenommen werden kann. In der Hand des Unfähigen und Unwissenden jedoch. In der . die Fähigkeit. werden in ihnen starr.Gerät der Täuschung'. Buchstaben und Worten ergibt eine komplizierte. die durch die Zahlen von eins bis zehn ausgedrückt werden.Kabbala' ist auch eine Symbolik der Buchstaben in Gebrauch und in Verbindung mit der Buchstabensymbolik eine Symbolik der Worte. der selbst die sehr relative Freiheit der logischen Untersuchung eines Gegenstandes unmöglich macht. weil sie nämlich alle Vielheit in die sie beherrschenden Grundgesetze auflöst. „Ferner gibt es eine Symbolik der Magie. für den hat die Methode der theosophischen Addition eine tiefe Bedeutung. das sie zu einer Ganzheit vereint. und erfordert von einem Menschen. der die Einheit alles Bestehenden versteht und den Schlüssel für diese Einheit hat. zwängen ihre Bedeutung in einen engen dogmatischen Rahmen. aber vollkommenere Methode. Das hat seinen Grund darin.ihr eigenes Gegenteil'. „Jedes dieser Systeme kann als Mittel dienen. von welchen aus es geprüft werden kann. undeutlich und sehr leicht . „Wie wir früher erwähnt haben. die in die Worte der gewöhnlichen Sprache übertragen sind. Für einen Menschen jedoch. Der Grund hierfür besteht in der Tatsache. Die Wahrheit wird wieder durch eine 417 . wird das gleiche Symbol ein .der Vereinigung von Zahlen absolut willkürlich zu sein und zu nichts zu führen. so gute Absichten er auch haben möge. Eine Vereinigung der vier symbolischen Methoden von Zahlen. Symbole. um die Idee der Einheit zu vermitteln. geometrischen Figuren. sind in der Symbolik Zahlen mit bestimmten geometrischen Figuren verknüpft und ergänzen sich gegenseitig. eine Symbolik der Alchimie und eine Symbolik der Astrologie und ebenfalls das System der Symbole des larot. der es erfassen will. daß die Symbole buchstäblich verstanden werden und man ihnen eine einzige Bedeutung verleiht. es gleichzeitig von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu sehen.

die es ersehnen und ihn anzusehen verstehen. ist nur auf einer gewissen Entwicklungsstufe und nur dann möglich. um diese zu verstehen —. wenn sie symbolisch wird. etwas buchstäblich zu verstehen. Alle Versuche. die er als lichtig betrachtet und die gewöhnlich überhaupt keine Beziehung zu ihnen hat. Ein Mensch jedoch. „Es ist notwendig. der jedoch für jene. indem er ihnen eine Meinung entgegensetzt. „Richtiges Verständnis von Symbolen kann nicht zu Meinungsverschiedenheiten führen. muß man vorher gelernt haben und bereits wissen. das heißt nach dem Großen Tun. hierbei zu verweilen. gegen alles. verstärkt. was sie hören. weil es das Streben nach wirklichen Ergebnissen. Es ist wohl bekannt. nach der Vereinigung von Wissen und Sein. der Dinge vernimmt. von der Symbolik der Sprache zu sprechen. was für Irrtümer aus den Symbolen der Religion. Die innere Bedeutung von etwas Gesagtem zu verstehen. die für ihn neu sind. irgend etwas Neues zu erreichen. Auf diese Weise versperrt er sich jede Aussicht. sie zu bestreiten oder zurückzuweisen. weil der Intellektualismus der zeitgenössischen Erziehung die Menschen mit einer Neigung und einem Hang erfüllt. Um die Sprache verstehen zu können. „Und in diesem Sinn ist es möglich. die sie buchstäblich und nur in einer Bedeutung aufgefaßt haben. wenn von objektivem Wissen und der Vereinigung von Vielfalt und Einheit die Rede ist. wenn der Zuhörer die entsprechenden Anstrengungen macht und in einem entsprechenden Zustand ist. und sie zu erkennen. erfordert eine ungeheure Anstrengung des Sichtens. beginnt — anstatt Anstrengungen zu machen. durchsichtig wird. bei welchem die Idee des Symbols selbst verlorengeht. sie verhüllen es wie ein Schleier.A äußere Lügendecke verschleiert. wie man zuhören muß. Es vertieft das Wissen und kann nicht theoretisch bleiben. obwohl diese Symbolik nicht von jedem verstanden wird. Reines Wissen kann nur in Symbolen vermittelt werden. logische Defini- 418 . Alchimie und besonders der Magie in solchen Leuten entstanden sind. sind von vornherein zum Scheitern verurteilt und führen in den meisten Fällen zu weiteren Täuschungen.

von der Tatsache. aber sie unterscheiden sich sehr von dem. es gibt sie nur dort. auf dem Weg der Selbst-Erkenntnis fortschreiten kann. fesseln sich die Menschen unbewußt selbst mit ihrem Wunsch nach Genauigkeit in diesem Bereich. welche nicht durch die Energiestärke des sich vollziehenden Vorganges ausgefüllt werden 419 . die Hinweise. zu befolgen. bevor er ein Verständnis vom Wesen einer Sache erlangt hat. die er bezüglich seiner eigenen Arbeit erhalten hat. ganz gleich auf welcher Ebene er stattfindet. jeder Ton auf einer anderen Ebene wieder eine ganze Oktave bildet. daß es auf dem Weg des wahren Wissens keine genauen Begriffsbestimmungen gibt. daß jede Note. daß er solches Wissen haben kann. und wenn er erwartet. Das bedeutet nicht. dieses Wesen selbst zu verstehen. wofür wir sie gewöhnlich halten. Niemand kann ihm je geben. ohne sich zuerst die Mühe gemacht zu haben.Intervalle' zwischen mi und fa und zwischen si und do. Und wenn irgend jemand annimmt. was er sucht. und daß er nur aus sich selbst heraus und durch seine eigenen Anstrengungen das erreichen kann. ihm einen Ansporn zur Arbeit zu geben. im Gegenteil. dann muß er zuallererst einsehen. daß jeder Vorgang. daß er. ist. weil dort exakte Definitionen allein notwendig Ungenauigkeiten in der Bedeutung mit sich bringen. Alles. ausgerüstet mit einem genauen Wissen aller Einzelheiten. es für ihn schwierig macht. Ohne es zu bemerken. niemand kann für ihn die Arbeit leisten. in seiner allmählichen Entwicklung vollends durch das Gesetz des Aufbaues der Sieben-Ton-Leiter bedingt ist. „Infolge dieser erwähnten Neigung unseres Denkens geschieht es oft. „Wir haben früher vom Oktaven-Gesetz gesprochen. das einem Menschen vermittelt wird. Im Zusammenhang hiermit wurde erwähnt. was ein anderer für ihn tun kann. und von diesem Gesichtspunkt aus spielt die richtig verstandene Symbolik die Rolle eines solchen Ansporns für unsere Erkenntnis. Die . die er selbst für sich tun sollte. daß exaktes Wissen von Einzelheiten. was er nicht vorher besessen hat.tionen und logische Beweisgründe ins Feld zu führen. daß er kein Wissen erreichen wird. ehe er nicht die notwendigen Anstrengungen macht.

zu verstehen und ebenso die Beziehung dieser Lehre zu anderen Systemen. verbinden gerade durch diesen Sachverhalt einen Vorgang mit anderen Vorgängen. die mehr oder weniger bekannt sind.Schock'. die dieses Symbol gebraucht. Deswegen ist es manchmal möglich. die zur Erkenntnis der Einheit führen. der die Reihen des Überganges und die Gesetze des Aufbaues der Oktave kennt. daß die Wege. „Von den Hauptlinien. in Richtung auf diese gleich den Radien eines Kreises verlaufen. ist es notwendig. wobei Linien die neun Punkte auf dem Krcisumfang in einer gewissen Ordnung verbinden. desto näher kommen sie auch einander. gibt es ein gewisses Symbol in Form eines in neun Teile gegliederten Kreises. Wenn aber ein vollständiges Wissen und Verständnis der Grundlinien fehlt.können und einen von außen kommenden . je näher sie dem Mittelpunkt kommmen. welche zur Überlieferung des Wissens symbolische Methoden verwenden. „Aus diesem Grunde können theoretische Behauptungen. können vier genannt werden: 420 . sozusagen äußere Hilfe. alles und jede Erscheinung in ihrem Wesen genau zu erkennen und ebenso alle Wechselbeziehungen innerhalb der Erscheinungen und alles damit Verbundenen. können solche Zwischenwege leicht zu einer Vermischung von Linien. die sich nach der Mitte zu bewegen. erfordern. manchmal vom Gesichtspunkt der Behauptungen einer anderen Linie erklärt werden und umgekehrt. daß das . muß man immer im Gedächtnis behalten. zwischen zwei benachbarten Linien eine Zwischenlinie zu bilden. „Um die Beziehung dieser Lehren untereinander zu verstehen. zu Verwirrung und Irrtum führen. welche die Grundlage einer Linie bilden. die Möglichkeit gibt. „Bevor wir nun zum Studium des Symbols selbst übergehen. gewisse Aspekte der Lehre. „Um alles mit dem Gesetz der Oktavenstruktur in Zusammenhang stehende Wissen in eine Ganzheit zu verwandeln. Hieraus folgt.Oktaven-Gesetz' alle Vorgänge des Weltalls miteinander verbindet und dem.

die 3. nur zu negativen Ergebnissen. „Femer kennen wir von der letzten nur die Philosophie und von den drei ersten Teile ihrer Theorie. nämlich der in neun Teile gegliederte Kreis. und darum führen Versuche. „Außerdem gibt es zwei in Europa bekannte Linien. ägyptische. die 4. sie zu einer praktischen Verwirklichung zu bringen. aber keine von ihnen besitzt ein vollständiges Wissen. persische. ist vollständig selbständig. „Dieses Symbol sieht folgendermaßen aus: F i g u r 44 421 . von anderen Linien unabhängig und war bis zum heutigen Tage vollständig unbekannt. „Die Lehre. und eines ihrer Hauptsymbole ist die bereits erwähnte Figur. indische. nämlich die Theosophie und den sogenannten westlichen Okkultismus.1. die aus einer Mischung der Grundlinien entstanden sind. deren Theorie wir darlegen. die 2. Wie andere Linien benützt sie die symbolische Methode. die hebräische. Beide Linien tragen in sich Wahrheitskömer.

„Der Kreis wird in neun gleiche Teile geteilt. das einen in neun Teile geteilten Kreis mit den diese Teile verbindenden Linien darstellt. weder in Büchern noch in mündlicher Überlieferung. Sechs Punkte sind durch eine Figur verknüpft. daß sie es für notwendig erachteten. Femer ist der oberste Punkt der Scheitel eines gleichseitigen Dreiecks. die in bezug auf einen Durchmesser. die nicht in die ursprüngliche komplizierte Figur einbezogen sind. „Dieses Symbol ist im Studium des . „In der Literatur können nur einige Hinweise darauf und teilweise Darstellungen gefunden werden. drückt das Gesetz der 422 . Ihm wurde von den Wissenden eine so große Bedeutung verliehen. seine Kenntnis geheimzuhalten. So kann man zum Beispiel auf eine Darstellung folgender Art stoßen: F i g u r 45 „Oder eine andere: F i g u r 46 „Das Symbol.Okkultismus' nirgends zu Enden. symmetrisch ist. das die Punkte miteinander verbindet. der den Kreisumfang am obersten Punkt durchschneidet.

wie man das Wesen eines Dinges an sich erkennen kann. Das Symbol als Ganzes ist do. von seiner Umgebung abgesondert.Sieben in seinem Zusammenhang mit dem Gesetz der Drei aus. Karppe. ist komplizierter als die hier dargestellte. das heißt die Einer nehmen die linke Seite und die Zehner die rechte Seite ein. die untersucht werden. Es ist die Null unseres Dezimalsystems. Die Aufeinanderfolge der Stufen in dem Prozeß muß mit der AufeinAnmerkung: In dem Buch „Etudes sur les origines de la natme du Zohar". von S. in sich alles für das eigene Dasein Notwendige. und der achte ist eine Wiederholung des ersten. Seite 200 bis 201. deren ZiffernZeichen ein geschlossener Kreis ist. Die verschiedenen Punkte in der Teilung des Kreisumfangs symbolisieren die Stufen des Vorganges. „Die vollständige Konstruktion dieses Symbols. ist der geschlossene Kreis eines ewig wiederkehrenden und ununterbrochen fließenden Vorgangs. „Die Oktave hat sieben Töne. In gleicher Weise erscheinen bei 9X8 die Zahlen 7 auf der linken und 2 auf der rechten Seite. „Das isolierte Dasein eines Dinges oder einer Erscheinung. welche dieses mit einem vollständigen Ausdruck des Oktaven-Gesetzes verbindet." 423 . genau das gleiche Prinzip zeigt sich bei 9X6. Bei 9X5 wird die Ordnung umgekehrt.Intervalle' mi — fa und si — do ausfüllen. Paris 1901. Zusammen mit den zwei »zusätzlichen Sdiocks*. findet sich eine Zeichnung eines in neun Teile gegliederten Kreises mit folgender Beschreibung des Kreises: „Wenn wir 9 mit 9 multiplizieren. Aber sogar diese Konstruktion zeigt die inneren Gesetze einer Oktave und weist auf eine Methode hin. das heißt etwas mit einer ordnungsgemäßen und vollständigen Existenz. Es ist ein Kreis — ein vollendeter Kreis. Er enthält. zeigt sich das Ergebnis in der Zahl 8 auf der linken Seite und der Zahl l auf der rechten Seite. gibt es neun Elemente. welche die . Der Kreis symbolisiert diesen Vorgang.

wo der Kreis sich schließt. und auf die übrigen Punkte werden die Zahlen l bis 8 verteilt. das heißt schließt den Kreis. die das . Infolgedessen liegt jeder Anfang und jede Vollendung des Kreises im Scheitelpunkt des Dreiecks. Die Gesetze der Einheit spiegeln sich in allen 424 . müssen wir uns die Gesetze ihres Aufbaues klarmachen. mit der Zahl 9 bezeichnet.anderfolge der Zahlen von eins bis neun verbunden werden. vollendet den Kreis. in dem Punkt. F i g u r 47 „Wenn wir nun zur Untersuchung der komplizierten Figur innerhalb des Kreises übergehen. Die neunte Stufe. dem Punkt. wie der Scheitelpunkt des Dreiecks sich unendlich oft auf der Grundlinie aufträgt. die den Kreislauf schließt und wieder beginnt. Der Scheitel des Dreiecks vereinigt die Zweiheit seiner Basis und ermöglicht mannigfaltige Formen seiner Darstellung in den verschiedensten Dreiecken auf die gleiche Weise. Aber es ist die neunte Stufe. der dem do entspricht.Intervall' si — do ausfüllt. wo Beginn und Ende zusammenfallen. der an dieser Stelle neu beginnt. der im unendlich fließenden Kreis als die zwei do der Oktave erklingt. Darum wird der oberste Punkt des Dreiecks.

2/7=0. nämlich eine ganze Oktave. . erhalten wir die Figur. so daß es möglich ist. dann zwei Siebentel. Sie bilden ein gesondertes Dreieck. mit welcher Zahl wir beginnen —. so müssen wir diese Einheit in sieben ungleiche Teile teilen. Wenn wir diese Teile in Dezimalzahlen ausrechnen. . die freie Dreieinigkeit des Symbols. erhalten wir: 1/7=0. In jeder einzelnen Note ist wieder eine ganze Oktave enthalten. Die Zahlen 3.285714 . vier Siebentel. dann drei Siebentel.theosophische Addition' verwenden und die Zahlen der Periode zusammenzählen. .142857 . in der die Zahlen der Periode stehen — gleichgültig. 6/7=0. um zu den sieben Noten dieser Oktave zu gelangen. 3/7=0. . die wir in dem Kreis finden. . sechs Siebentel und sieben Siebentel. . 5/7=0. . miteinander verbinden. . 6 und 9 sind nicht in der Periode inbegriffen. . die in sich selbst eine ganze Oktave enthält. die den gleichen Gesetzen unterliegt wie die 425 . fünf Siebentel. . „Wenn wir diese Reihe periodischer Dezimalzahlen untersuchen. 7/7=0. . .857142 . daß alle außer der letzten Periode aus den gleichen sechs Ziffern in einer bestimmten Reihenfolge bestehen. .999999 . wenn man die erste Ziffer der Periode kennt. Aber in der graphischen Darstellung wird auf die Ungleichheit der Teile keine Rücksicht genommen. erhalten wir neun. „Wenn wir nun die . und für die Konstruktion des Diagramms wird erst ein Siebentel genommen.428571 .Erscheinungen. sehen wir sofort. Wenn wir eine Einheit als eine Note annehmen. 4/7=0.571428 . die ganze Periode vollständig zu rekonstruieren. Das Dezimalsystem gründet sich auf die gleichen Gesetze. „Wenn wir nun auf den Umkreis alle neun Zahlen von eins bis neun auftragen und diese in der Periode inbegriffenen Zahlen durch Linien in derselben Reihenfolge.714285 . .

erste. das die drei Punkte auf dem Kreisumfang. die imstande ist. Auch hier ist also do im Besitz dieser Möglichkeit und mittels des Dreiecks 3—6—9 mit den Stellen in der Oktave verbunden. 9 sind nicht in der Periode Inbegriffen. Das Gesetz der Drei stammt sozusagen aus dem Gesetz der Sieben. die in dem untersuchten Kreis die . Die Zahlen 3. und diese zwei Figuren ergeben in ihrer Verbindung die innere Struktur der Oktave und ihrer Noten. 3 und 6. die nicht in die Periode fällt. 6. in eine Wechselbeziehung mit einer ihr ähnlichen Erscheinung zu treten. in ein Ganzes zusammenschließt. als die Note do in einer entsprechenden Oktave. die 426 . die nicht in der Periode Inbegriffen sind.Intervalle' in der Oktave ausfüllen. welche die . entsprechen den zwei .Schocks' spielen. ohne seine „An dieser Stelle unserer Überlegung wäre es ganz richtig. Deshalb kann sich do aus dem Kreis herauslösen und in ordnungsgemäße Beziehung zu einem anderen Kreis treten. um die Verbindung mit dem herzustellen.Intervallen' in der Oktave. verbindet das Gesetz der Sieben und das Gesetz der Drei. die dritte ist sozusagen überflüssig und ersetzt gleichzeitig die Grundnote. was außerhalb ihrer existiert. Die Lage dieser Noten entspricht den Zahlen der Periode und die Zeichnung einer Oktave sieht aus wie folgt: F i g u r 48 „Das Dreieck 9—3—6. das Dreieck durchdringt die Periode. Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. Zwei von ihnen. das heißt in einem anderen Kreis die Rolle übernehmen. wo die Schocks aus äußeren Quellen hinzutreten und wo man in die Oktave eindringen kann. Darüber hinaus klingt jede Erscheinung.

dann hätten wir den folgenden Kreis: Figur 49 und die neun Elemente des geschlossenen Kreises wären auf folgende Weise symmetrisch gruppiert worden: F i g u r 50 „Die Verteilung. welches durch die Zahl 6 bezeichnet wird. zwischen sol und la. an seinem richtigen Platz zwischen den Noten mi und fa und das andere. welches durch die Zahl 3 bezeichnet wird.Frage zu stellen: warum ist eines der . die wir erhalten: F i g u r 51 kann nur folgende Gruppierung ergeben: 427 .Intervalle'. wo doch sein richtiger Platz zwischen si und do wäre? „Wenn die Bedingungen der Erscheinung des zweiten Intervalls (6) an ihrer richtigen Stelle beachtet worden wären.

Es wurde darauf hingewiesen. was für eine Art . „Um dies zu verstehen. wo es nicht notwendig ist.Schocks' bei den sich im Menschen und Weltall vollziehenden Vorgängen gesagt wurde.Schock' für den Übergang von si auf do notwendig ist. innerhalb des Sonnenorganismus vollzieht.F i g u r 52 das heißt. das Ausfüllen des Intervalls.Inter- 428 . das Symbol zu lesen. „Die offensichtliche Anordnung des Intervalls an einer falschen Stelle zeigt denen. ist es notwendig. die fähig sind. „Als wir die Anwendung des Oktaven-Gesetzes auf den Kosmos untersuchten. sich daran zu erinnern. was über die Rolle der . in einem Fall x zwischen mi und fa und im anderen zwischen sol und la.Sonne—Erde' auf folgende Weise dargestellt: F i g u r 53 „Bezüglich der drei Strahlungs-Oktaven wiesen wir darauf hin. daß in der kosmischen Oktave der Übergang des . wurde die Stufe . daß sich der Übergang von do auf si.

„Wie schon früher erwähnt. welches in sie eindringt. Und die dritte Oktave vereint sich mit der zweiten an der Stelle. ermöglicht. Wenn wir die Nahrungsvorgänge im menschlichen Organismus und die Verwandlung der in ihn eingeführten Stoffe untersuchen. um sich selbständig in die nächste Note. das heißt die innere Kraft zu sammeln. „Genau das gleiche Verhältnis wiederholt sich in allen abgeschlossenen Vorgängen. wo die erste Oktave in ihrer Entwicklung bei der Note mi zu einem Halt kommt. die genau von der Natur vorausbestimmt sind. zu verwandeln. Die Qualität und Quantität können dadurch geregelt werden.valls' do—si durch den Willen des Absoluten vollzogen wird. vereint sich mit der ersten.Schocks'.Intervalle' und . mittels einer Reihe innerer Vorgänge die Merkmale des über ihm befindlichen sol zu erwerben. „Aber man muß verstehen. das ist die Luft-Oktave. die es fa. Die zweite Oktave. und so müssen im menschlichen Organismus die . „Der endgültige Stoff im Prozeß der Nabrungs-Oktave ist die Substanz si (»Wasserstoff 12 der dritten Skala). in mi. Der Übergang fa—mi in der kosmischen Oktave wird mechanisch mit Hilfe einer besonderen Maschine vollzogen. nimmt der Mensch drei Arten von Nahrung auf. daß genau wie in vielen chemischen Prozessen nur bestimmte Mengen von Stoffen. ohne seine Note zu verändern. Jede von ihnen ist der Beginn einer neuen Oktave. so finden wir in diesen Vorgängen genau die gleichen . die einen . daß man die drei vom Organismus aufgenommenen Nahrungsarten regelt. Aber nachdem drei Oktaven an der Erzeugung dieser Substanz teilgenommen haben. nämlich der Oktave des Essens und Trinkens. Verbindungen der erforderlichen Qualität ergeben.drei Nahrungsarten' in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. an der Stelle. um in ein neues do überzugehen. ergibt sich ihr Einfluß auch im endgültigen Resultat durch die Bestimmung ihrer Qualität. Nur bei einer vollständigen und harmonischen Übereinstimmung zwischen allen drei Nahrungsarten durch Verstärkung oder Abschwächung ver- 429 .zusätzlichen Schock' braucht. wo die zweite Oktave in ihrer Entwicklung an der Note mi zu einem Halt kommt.

die inneren Vorgänge praktisch zu beeinflussen. die Natur der möglichen . sich das genaue gegenseitige Verhältnis der in den Organismus eintretenden Substanzen.Absolutes—Mond' nach dem Gesetz der Drei in drei untergeordnete Oktaven zerlegt. zwei Bestandteile des Vorganges. Wenn man den Menschen studiert. wie man die Nahrung des dritten Stockwerkes. In diesen drei Oktaven verhält sich der Kosmos genau wie der Mensch — die gleichen . die . zu dem gewünschten Ziel führen kann.Schocks* und die Gesetze. was man tut und warum und was für ein Ergebnis man erreichen wird. die den Übergang der Noten regeln. studiert man den Kosmos. Diese Gesetze sind überall die gleichen. die Nahrung oder den Atem im buchstäblichen Sinne des Wortes zu regulieren. „Und weiterhin. sich in die Note mi zu ver- 430 . weil es noch wichtiger ist. wenn man den Kosmos studiert.schiedener Teile des Vorganges wird das gewünschte Ergebnis erzielt.drei Stockwerke'.Eindrücke'. welche dort in gleicher Weise wie im menschlichen Körper zu finden sind. „Darum ist es wesentlich. solange man nicht genau weiß. die wiederum der Note fa innerhalb der Maschine dazu verhilft. noch bevor man daran denken kann.Maschinen' vermerkt. die in das mittlere Stockwerk eintritt wie die Luft beim Atmen. nämlich Nahrung und Atem. „Aber man muß sich dessen bewußt sein. zu regulieren. Die Substanz sol der kosmischen Oktave dient als die Substanz. daß keine willkürlichen Versuche. „Wir haben die kosmische Oktave . klarzumachen. wäre das wiederum nicht genug. „An der Stelle des Intervalls fa—mi in der kosmischen StrahlungsOktave werden im Diagramm die . regulieren kann. sogar wenn es jemandem gelänge. die gleichen drei Schocks. Infolgedessen klingt es am Anfang in der Maschine als do. studiert man den Menschen. „Der Vorgang des Überganges fa—mi kann auf die schematischste Weise folgendermaßen dargestellt werden: das kosmische fa tritt in diese Maschine wie die Nahrung des unteren Stockwerkes ein und beginnt den Kreislauf seiner Wandlungen.

fa als Nahrung für die Maschine. Das aktive Prinzip in ZusammenWirkung mit dem passiven (das heißt mit ihm durch das neutralisierende Prinzip vereint) ergibt ein bestimmtes Ergebnis. ohne seine Tonlage zu verlieren. Dies wird symbolisch folgendermassen dargestellt: Figur 55 „Dieses Symbol zeigt. dienen die folgenden Noten la.wandeln. Auch dieses sol klingt beim Eintritt in die Maschine als do. 431 . was wir über die Strahlungs-Oktaven und über die Nahrungs-Oktaven im menschlichen Organismus gesagt haben. wir hieraus ersehen. steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Symbol des in neun Teile geteilten Kreises. Dieses Symbol als Ausdruck einer vollkommenen Synthese enthält in sich alle Elemente der von ihm dargestellten Gesetze. In der Figur 54 Ordnung ihrer Aufeinanderfolge ist nach dem Gesetz der Drei la das aktive Element. „Alles. daß fa. sol das neutralisierende und fa das passive. kann man sagen. Und da dieser Vorgang sich innerhalb der Oktave vollzieht und sich tatsächlich innerhalb der Note fa entwickelt. daß die Substanz fa in der Mischung mit der Substanz la als Ergebnis die Substanz sol ergibt. Der Stoff. wird im oberen Stockwerk mit der Substanz des kosmischen la verbunden. der so zustande kommt. sol. die Eigenschaften von sol erwirbt. die in das obere Stockwerk der Maschine als do eintritt: „Wie.

Hopfen. Alles kann im Enneagramm zusammengefaßt und in ihm gefunden werden. sich treffen. Und so kann man sagen. jeder Organismus. kann das Enneagramm in den Sand malen und die ewigen Gesetze des Weltalls daraus lesen. Für den Menschen. die im Leben des Menschen eine bestimmte Rolle spielen. etwas. Tee. „Jedes vollständige Ganze. daß das Enneagramm ein universales Symbol ist. Mohn. wer von ihnen mehr weiß und wer folglich auf einer höheren Stufe steht. kam oft und in vielen Zusammenhängen auf das Enneagramm zurück. Kaffee. jeder Kosmos. macht das Enneagramm Bücher und Bibliotheken vollständig überflüssig. muß man verstehen. Das innere Dreieck zeigt das Vorhandensein höherer Elemente nach der Tabelle der . Tabak und vielen anderen. dann werden sie das Enneagramm zeichnen.ist ein Enneagramm". was man in das Enneagramm einfügen kann. sagte er. Dieses innere Dreieck befindet sich in Pflanzen wie Hanf. daß man nur das weiß. „Aber nicht jedes dieser Enneagramme hat ein inneres Dreieck. wer der Lehrer und wer der Schüler ist. und jedesmal kann er etwas Neues lernen. jede Pflanze . beziehungsweise versteht." G. als es Stufen von Menschen gibt 432 .und aus ihm kann alles. und noch vieles mehr abgeleitet und mit seiner Hilfe weitergegeben werden. die in verschiedenen Schulen gewesen sind. der allein in der Wüste ist. was er vorher noch nicht wußte. Alles Wissen kann im Enneagramm zusammengefaßt und mit Hilfe des Enneagramms gedeutet werden. was mit diesen Oktaven zusammenhängt. Das Enneagramm ist die fundamentale Hieroglyphe einer Universalsprache. „Wenn zwei Menschen. Das Studium dieser Pflanzen kann uns viel über das Enneagramm offenbaren. und mit seiner Hilfe werden sie sofort sehen. Was man nicht in das Enneagramm einfügen kann. der es benützen kann. „Allgemein gesprochen. das heißt wer der Ältere.Wasserstoffe' in einem bestimmten Organismus an. die so viele verschiedene Bedeutungen hat. versteht man nicht. Ein Mensch.

sein Institut in Frankreich organisierte und seine Schüler Tänze und Derwischübungen studierten. Aber natürlich muß man wissen. die mit der „Bewegung des Enneagramms" in Beziehung standen. das lebendige Symbol ist die Bewegung. und wenn es nun sozusagen allen zugänglich gemacht wird. was in ihnen war. muß man es sich bewegt. zeigte er ihnen Übungen.„Das Enneagramm ist dauernde Bewegung. „Die Kenntnis des Enneagramms wurde lange Zeit geheimgehalten. wobei sie sich an den Treffpunkten umeinander drehten. Und es ist klar. die mit den Zahlen l bis 9 bezeichnet wären. in der die Übungen stattfanden. in Bewegung vorstellen. warum sie das perpetuum mobile nicht finden können.. das heißt einer Maschine von dauernder Bewegung. das gleiche perpetuum mobile." Viel später — es war im Jahr 1922 — als G. wie dieses Enneagramm zu lesen ist. Und dann begannen sie sich in Richtung auf die Zahlen der Perioden in einer sehr interessanten Bewegung zu bewegen. Das Enneagramm ist ein schematisches Diagramm der dauernden Bewegung. es zu benützen. das die Menschen seit dem ältesten Altertum gesucht und niemals gefunden haben. Es ist das perpetuum mobile und ist auch der Stein der Weisen der Alchimisten. und sie versuchten dauernde Bewegung zu konstruieren. das heißt an den Punkten. Das Verständnis dieses Symbols und die Fähigkeit. gibt dem Menschen eine sehr große Macht. „Um das Enneagramm zu verstehen. so nur in einer unvollständigen und theoretischen Form. daß Übungen mit Bewegungen nach dem 433 . wurde ein großes Enneagramm gezeichnet. wie man eine Maschine konstruiert. wo sich im Enneagramm die Linien kreuzten. Sie suchten außerhalb von sich. Damals sagte G. die niemand ohne Belehrung durch einen Wissenden irgendwie praktisch anwenden kann. Ein sich nicht bewegendes Enneagramm ist ein totes Symbol. und die an den Übungen teilnehmenden Schüler standen an den Stellen. Auf den Boden der Halle. während die wirkliche dauernde Bewegung ein Teil einer anderen dauernden Bewegung ist und nicht losgetrennt von ihr erzeugt werden kann.

das Enneagramm durch Bewegung zu erleben". In Zusammenhang mit den Gesprächen über die Bedeutung des Enneagramms als Universalsymbol sprach G. eine Universalsprache zu erfinden". daß es ohne Teilnahme an diesen Übungen und ohne eine bestimmte Stelle in ihnen einzunehmen. „Und stellt nicht die Kunst selbst diese . denen gegenüber die gewöhnliche Sprache machtlos ist. sagte er. nach welcher die anderen verstandesmäßig suchen?" „Ich weiß nicht. ihre eigenen Gedanken auszudrücken und die Gedanken von anderen über Dinge zu verstehen.Enneagramm in seinem Ballett „Der Kampf der Magier" eine wichtige Rolle spielten. was schon vor langer Zeit gefunden wurde. daß es nicht nur eine. sagte G. „Es gibt Kunst und Kunst. Diese zusätzlichen Symbole bezogen sich auf die „Zentren". und versuchen etwas zu erdenken und zu erfinden. sagte er. der Mensch und der Adler — und mit ihnen eine Taube. „Es ist möglich. Und er sagte auch.philosophische Sprache' dar. fast unmöglich sei." Eine andere Zeichnung des Enneagramms wurde unter seiner Leitung im Jahre 1920 in Konstantinopel ausgeführt. sondern drei universale Sprachen gibt. daß ich während unserer Vorlesungen und Gespräche oft von Anwesenden über die Kunst gefragt wurde. „Die Menschen haben seit langem versucht. In dieser Zeichnung wurden innerhalb des Enneagramms die vier Tiere der Apokalypse dargestellt: der Stier. Sie haben zweifellos schon bemerkt. diesen Gegenstand zu besprechen. wieder von der Existenz einer universalen „philosophischen" Sprache. das Enneagramm zu verstehen. Ich tat dies. „Der Rhythmus der Bewegungen selbst suggeriert die notwendigen Ideen und erhält die notwendige Spannung aufrecht. von welcher Kunst Sie sprechen". was schon seit langem besteht und bekannt ist." „In welcher Beziehung stehen diese Sprachen zur Kunst?" fragte jemand. daß ich aber immer vermieden habe. „Und in diesem Fall wie auch in vielen anderen suchen sie etwas. Ohne sie kann man nicht fühlen. Ich habe schon früher gesagt. was das Wichtigste ist. der Löwe. oder genauer drei verschiedene Grade. weil 434 . Der erste Grad dieser Sprache ermöglicht es den Menschen.

weil ich nur objektive Kunst Kunst nenne. glauben. . sage ich. was Sie kennen. was ich als objektive Kunst bezeichne. das heißt Sie erwarten.sie wird geschaffen'. und zweitens. Wenn mir an einem Tag ein großes Unglück geschieht und ich gerade eine heitere Melodie das erstemal höre. ein Künstler schafft etwas. das heißt über den Menschen kennt. wobei sie etwas ganz anderes meinen. Und wenn 435 . alles. Sie sagen. das richtige Verhältnis der Dinge einem Menschen zu erklären. daß es zwei Arten von Kunst gibt. zu versuchen. ist vor allem deswegen schwierig. wird diese Melodie für mein ganzes späteres Leben traurige und bedrückende Gedanken in mir hervorrufen. „Vor allem dürfen Sie nicht vergessen. was ich überhaupt nicht als Kunst bezeichne. Femer schreiben Sie subjektiver Kunst eine unveränderliche Wirkung zu. die eine ganz verschieden von der anderen — objektive und subjektive Kunst. Aber in Wirklichkeit ist es zuweilen ganz anders. sie stünden auf der gleichen Stufe wie subjektive Kunstwerke. zum Beispiel ein Komarinsky. Sie denken zum Beispiel. was Sie Kunst nennen. Die Leute sprechen von einer Sache. was sie meinen. so daß ich vielleicht jetzt mit Ihnen sogar schon über Kunst sprechen kann. Ihnen meine Idee klarzumachen. zu bestimmen. ist subjektive Kunst. der noch nicht einmal das Abc über sich selbst. weil Sie der subjektiven Kunst die Kennzeichen der objektiven Kunst zuschreiben. „Ich will versuchen. daß Werke subjektiver Kunst in jedem Menschen die gleiche Reaktion hervorrufen. Alles. aber hier liegt der ganze Unterschied. wenn Sie zufällig auf objektive Kunstwerke stoßen. fröhliche Gedanken hervorrufen. Wir haben jetzt schon lange genug miteinander gesprochen und Sie sollten dieses Abc jetzt schon kennen. Was subjektive Kunst betrifft. das heißt etwas. „Das. Sie unterscheiden nicht zwischen diesen beiden Sachverhalten. ein Begräbnismarsch müsse in jedem traurige und feierliche Gedanken und jede Tanzmusik.ich alle gewöhnlichen Gespräche über Kunst für völlig bedeutungslos halte. Gleichzeitig ist es zwecklos. und sie haben keine Ahnung. weil Sie. Alles wird durch Assoziationen bedingt. Ich sage dies nur bezüglich objektiver Kunst.

der Art von Hypnose. Kunst zu sein. wenn wir die Tatsache. die gleichen Ideen aufnehmen und die gleichen Gefühle haben. „Und ist es nicht gerade eine gewisse Unbestimmtheit. seinen Gewohnheiten. daß bei objektiver Kunst der Künstler wirklich . wenn sie auf diese Weise bestimmt wäre?" fragte einer von uns. ein trauriges Lied höre. wird dieses Lied immer glückliche Gedanken hervorrufen. dann erzeugt diese Form genau so zufällig im Menschen diese oder jene Wirkung. wo ich besonders glücklich bin.es schafft' mit ihm und durch ihn. „Bei der subjektiven Kunst ist alles zufällig. „Wir haben verschiedene Standpunkte. In objektiver Kunst gibt es nichts Unbestimmtes. das heißt er gestaltet das. Und so ist es mit allem anderen. daß der Künstler selbst nicht weiß. Und wenn sie zufällig diese oder jene Form angenommen haben. nichts bestimmt. was er beabsichtigt. und so fort.ich an einem Tag. seinem Geschmack. Weder in der Schöpfung objektiver Kunst noch in den Eindrücken. Und die Wirkung dieses Werkes auf die Menschen ist eine ganz bestimmte. was er erreichen wird oder was für einen Eindruck sein Werk auf die Menschen machen wird. Wir können 436 .Buch' und keine Kunst. natürlich jeder nach seiner Stufe. die er darin ausdrücken will. unter der er lebt. er bringt in sein Werk die Ideen und Gefühle. Sie lenken ihn und drücken sich in der einen oder anderen Form aus. die sie hervorruft. je nach seiner Stimmung. ." „Ich weiß nicht. Hierbei ist nichts unveränderlich. dann wird es ein . das heißt er ist in der Macht von Ideen. sie werden. die er selbst nicht versteht und über die er überhaupt keine Herrschaft hat. Unfaßbarkeit. die die Kunst zum Beispiel von der Wissenschaft unterscheidet? Wenn wir diese Unbestimmtheit wegnehmen.schafft'. worüber Sie reden". sagte G. ich messe das Verdienst der Kunst nach ihrer Bewußtheit und Sie nach ihrer Unbewußtheit." „Würde die Kunst nicht aufhören. wegnehmen. schafft der Künstler nichts. „Der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Kunst ist der. Wie ich schon gesagt habe. kann es etwas Zufälliges geben. Gedanken und Stimmungen. die der Künstler ihnen vermitteln wollte.

daß der Künstler seine Ideen nicht direkt durch Worte oder Zeichen oder Hieroglyphen übermittelt. die einen Menschen sofort töten würde. daß es solche Geschichten gibt. was er tut und warum er es tut. sagte G. wird keine Mauern zerstören." „Ganz wahr". Wenn Sie sie jedoch nicht erfassen. wie Sie es nennen. zeigt..Buch' sein. sondern auch bestiiumte physische Ergebnisse zeitigen. werden Sie imstande sein. „und eben diese Tatsache. wobei er weiß. Es kann Musik geben. was ich Ihnen sagen kann. „müssen Prinzipien verstanden werden. die Wasser zum Gefrieren bringt. daß die Menschen verstanden. dann wird nichts. Es kann Musik geben. Objektive Musik beruht nur auf den »inneren Oktaven'. „Ich will Ihnen nur ein Beispiel nennen — Musik. irgend etwas erklären. Wenn Sie diese Prinzipien erfassen." „Können Sie uns andere Werke objektiver Kunst nennen?" „Gibt es in der zeitgenössischen Kunst etwas. die er bewußt und sachgemäß hervorruft. ob ihre Wirkung unveränderlich oder vom Zufall abhängig ist. Und sie kann nicht nur bestimmte psychologische Ergebnisse. Die übliche Musik. daß zum Beispiel die Statue des Zeus in Olympia in jedermann einen bestimmten und immer gleichen Eindruck hervorrief.. zu richten." Einer der Anwesenden sagte: „Von den Statuen der Götter in den alten griechischen Tempeln sind uns Legenden überliefert worden. daß der Unterschied zwischen wahrer und falscher Kunst genau hierin liegt. aber objektive Musik kann dies wirklich 437 . sondern durch gewisse Gefühle. sie werden hören und doch nicht hören. „Bevor wir hiervon sprechen". sagte G. Die biblische Legende der Zerstörung der Mauern von Jericho durch Musik ist eine solche Legende von objektiver Musik.einander nicht verstehen. der einzige Unterschied ist der. diese Fragen selbst zu beantworten. Gerade hierüber wurde einst gesagt: sie werden sehen und doch nicht sehen. ganz gleich welcher Art. Ein Werk objektiver Kunst soll ein . was wir objektiv nennen könnten?" „Wann wurde das letzte objektive Kunstwerk geschaffen?" Fast jeder Anwesende begann diese und ähnliche Fragen an G.

sie fühlt sie und gehorcht ihr. wenn auch natürlich sehr primitiv. kann natürlich nur subjektive Kunst haben. so werden Sie verstehen. aber in dieser einzigen Note vollziehen sich andauernd .innere Oktaven' und Melodien »innerer Oktaven'. Die Musik der Schlangenbändiger im Osten ist eine Annäherung an objektive Musik. daß Kunst nicht nur einesprache ist. Und wenn Sie das. um diese Augenblicke richtig zu verstehen und um sie richtig zu benützen. aber vom Gefühlszentrum empfunden werden. Und die Schlange hört diese Musik oder. die sehr lange hingezogen wird und nur wenig steigt und fällt. In der Legende von Orpheus gibt es Hinweise auf objektive Musik. Nummer zwei und Nummer drei besteht. Sehr oft ist es nur eine Note. mit dem. genauer gesagt. in Zusammenhang bringen. ist eine große innere Einheit und eine große Selbstbeherrschung unerläßlich. nur etwas komplizierter. was ich gerade sagte.tun. was ich früher über die verschiedenen Stufen des menschlichen Seins gesagt habe. Und sie kann nicht nur zerstören. die aus Mensch Nummer eins." 438 . Die mechanische Menschheit. Die objektive Kunst verlangt zumindest Augenblicke objektiven Bewußtseins. sondern auch aufbauen. weil Orpheus Wissen durch Musik zu vermitteln pflegte. Die gleiche Musik. und die Menschen würden ihr gehorchen. was über die Kunst gesagt wurde. die für die Ohren unhörbar sind. sondern etwas viel Größeres. „So sehen Sie.

„In erster Linie". „Man muß verstehen. daß er dieser Religion anhänge.F Ü N F Z E H N T E S KAPITEL B ei den Gesprächen jener Zeit. man . Nummer fünf und weiter ist etwas von der Religion von Mensch Nummer eins. Ob der Mensch will oder nicht. es sei etwas Grundfalsches in der Grundlage unserer gewöhnlichen Haltung gegenüber religiösen Problemen. die sich auf Religion bezog. haben überhaupt kein Recht hierzu. weil sie nicht nur die Forderungen ihrer Religion 439 . „ist Religion ein relativer Begriff. daß er die Tatsache betonte. Und die Religion eines Menschen braucht überhaupt nicht für einen anderen geeignet zu sein. Sie entspricht der Stufe des Seins eines Menschen. einige Male die Frage der Religion. soviel man kann. Wenn also seine Taten denen. „In zweiter Linie ist Religion Tun. die von einer bestimmten Religion gefordert werden. Nummer zwei und Nummer drei vollständig Verschiedenes. berührte G.denkt' seine Religion nicht nur oder . die ich nun beschreibe. Und wenn ihm jemand eine Frage stellte. widersprechen. immer damit. das heißt. er zeigt seine Haltung gegenüber der Religion durch seine Taten und kann seine Haltung nur durch seine Taten zeigen. sondern man .fühlt' sie. sonst ist es keine Religion. Die Religion von Mensch Nummer vier. so kann er nicht behaupten. sondern Einbildung oder Philosophie. daß die Religion von Mensch Nummer eins von einer Art ist. nämlich Ende 1916. die Religion eines Menschen auf einer Seinsstufe ist nicht geeignet für einen Menschen auf einer anderen Seinsstufe. Die überwiegende Mehrheit der Menschen. die Religion von Mensch Nummer zwei von einer anderen Art und die Religion von Mensch Nummer drei von einer dritten Art. die sich Christen nennen. begann G.lebt' seine Religion. sagte er immer.

Sein Bewegungszentrum wird auf seine übliche Weise reagieren. daß sie nicht nur keine Christen sein wollen. sondern muß imstande sein. Und wenn dieses Hinhalten mechanisch 440 . oder nach einem Polizisten rufen.nicht befolgen. „Ich habe das Beispiel des Krieges angeführt. weil es das treffendste Beispiel ist. der nicht Christi Vorschriften befolgt. hat man überhaupt kein Recht. die Backe hinzuhalten. „Lange Belehrung.sie'. wenn ihn jemand auf die rechte schlägt. Wenn man überhaupt nicht an sie denkt. sich als Christ zu bezeichnen. wenn man versucht. sondern sogar keine sein können. Nehmen wir an. Er wird nicht einmal Zeit haben. Wie können wir uns also Christen nennen? „Niemand hat das Recht. was er tut. Entweder wird er den Menschen ins Gesicht schlagen. daß es wirklich geschieht. daß diese Forderungen befolgt werden sollten. er ist . Glauben Sie. Man kann sagen. darüber nachzudenken. daß ein Mensch sich entscheidet. gemäß der Bibel die linke Backe hinzuhalten. diese Vorschriften zu befolgen. daß man ein Christ sein will. bevor es dem Betreffenden zum Bewußtsein kommt. er ist .wir' oder. daß jemand einen Menschen schlägt. um fähig zu werden. ein . richtiger.Ich'. Jedoch unser ganzer Fortschritt ist im Grunde genommen nur Fortschritt in der Technik des Mordes und Fortschritt in der Kriegführung. Die Menschen nennen sich Christen. lange Übung ist unerläßlich. „Der Mensch an sich ist nicht einer. muß man es nicht nur wünschen. aber sie sehen nicht ein. Alles rührt davon her.Ich' entscheidet dies entweder im Denken oder im Gefühlszentrum. Nehmen wir an.Ich' weiß davon. denn um ein Christ zu sein. Aber ein . sondern nicht einmal daran denken. wie es gelehrt wurde zu reagieren. Ein . Aber es ist in allem so. der ihn geschlagen hat. sich einen Christen zu nennen. „Das Christentum verbietet den Mord. über sie lacht oder sie durch eigene Erfindungen ersetzt oder einfach vergißt. er ist nicht . einer zu sein. daß dieser seine linke Backe hinhalten wird? Keineswegs.Ich' erinnert sich daran — die anderen nicht. oder er wird einfach davonlaufen.

„Man muß lernen zu beten. wessen Gebet es ist". Es kann keine objektiven Ergebnisse zeitigen. oder was es zum Essen geben wird und Derartiges. weil es in diesem Fall bedeutet. Selbst-Suggestion. Die meisten Gebete haben überhaupt nichts mit Bittgebeten gemein. das heißt von Mensch Nummer eins. es hängt davon ab. bei dem kann das Gebet Ergebnisse zeitigen. wie ein Christ zu leben?" fragte jemand. Wer weiß. „Es hängt davon ab. daß ein Mensch seine Backe hinhält. schnell damit fertig zu werden. kann nur subjektive Ergebnisse zeitigen. Ich spreche von alten Gebeten.ist — so hat es wieder keinen Wert. daß das Bittgebet mit allen anderen Arten von Gebeten vereint werden kann. Aber es kann ein Gebet 441 . „Das Gebet des subjektiven Menschen. strebt er danach. Diese Gebete sind sozusagen Rekapitulationen: indem ein Mensch sie laut oder im Geist wiederholt. genau so wie man alles andere lernen muß. Aber das Wesentliche ist. mit seinem Denken und seinem Gefühl das zu erleben. Aber man muß verstehen. sagte G. weil er nichts anderes tun kann. „Ich habe schon gesagt. ihren ganzen Inhalt. Wenn er es zehntausendmal am Tage wiederholt und dabei nur daran denkt. dann ist es kein Gebet. sich in der richtigen Weise zu konzentrieren. Zum Beispiel kann er sagen: . Aber wenn wir vom Gebet oder den Ergebnissen des Gebetes sprechen. daß es verschiedene Gebete gibt und daß ihre Ergebnisse verschieden sind. oder wir glauben." „Aber kann nicht das Gebet im allgemeinen objektive Ergebnisse zeitigen?" fragte ein Anwesender. Und ein Mensch kann immer neue Gebete für sich aufstellen. viele von ihnen sind viel älter als das Christentum. so meinen wir damit immer nur eine Art Gebet — das Bittgebet. antwortete G. wessen Gebet". wie er es sagt. nämlich Selbst-Tröstung.ich will ernst sein'." „Kann nicht das Gebet einem Menschen helfen. Das weiß man sogar aus dem gewöhnlichen Gottesdienst. sondern einfach Selbst-Täuschung. Dies ist natürlich nicht wahr. was in ihnen ist. Selbst-Hypnose. wie er beten soll und fähig ist. Nummer zwei und Nummer drei.

dann kann sein Gebet ein Ergebnis in dem Sinne zeitigen. Genau so kann ein Mensch . Aber diesem .Ich' und versucht gleichzeitig an alles zu denken. .es will' und . An wie wenig er sich doch erinnert! Wie oft er vergißt.Sich erinnern' — was bedeutet . was es heißt. woran er sich erinnern will? Die Idee der Arbeit! Wie kann er sich 442 . was . was er beschlossen hat. Es ist möglich. »der Herr'.Will' — dabei denkt er über die Bedeutung von . sondern eine Menge kleinlicher.zu sein'.Ich' weiß. wenn er sich mehr erinnern könnte. und fühlt.sein' erwirbt ein Gewicht.es will nicht' sucht er sein eigenes . sondern im Sinne der ganzen Größe der Macht. ernst zu sein.werden.Sein' bedeutet. auf verschiedene Weise . was er über . daß er es wirklich wünscht. was dies bedeutet. .es will nicht'.Ich'. wenn er sich richtig klarmacht. streitsüchtiger Jchs'. .Sein' — der Mensch denkt darüber nach.Ich' sein. das heißt es bringt die dritte Kraft zur gewöhnlichen Verbindung der zwei Kräfte .ich will mich meiner selbst erinnern'. Kann er wollen? Mit ihm . so geht es immer.Meiner selbst' — wieder kehrt er zu sich zurück.es will' und . lärmender.ich will' hängt mit den Zielen der Arbeit an sich selbst zusammen. er hat nicht ein . ernst zu sein. den Kutscher und den Herrn.es will nicht'. Das Sein eines mechanischen Menschen. was er weiß! Sein ganzes Leben wäre anders. das Pferd. daß er an Stärke gewinnt. Er möchte nicht nur im Sinne des einfachen Daseins . wenn er nicht ernst ist. in dem alles geschieht.Ich' ist der Herr. ist sehr wichtig. daß er sich leichter dazu bringt.sich erinnern'? Der Mensch muß über das Erinnern nachdenken. daß er sich an sein ganzes Selbst erinnert? Wie kann er das finden. .beten': . An welches Selbst will er sich erinnern? Lohnt es sich. die er haben kann. ernst zu sein. was er gesehen hat. Er erinnert sich an den Wagen. Aber er möchte ein . eine neue Bedeutung für ihn. wenn ein Mensch das Gebet auf folgende Weise verrichtet: Er sagt . . Wenn er versteht. In Wirklichkeit besteht es nicht.ich will' entgegenzusetzen. . Das Wort .sein'. Alles Übel kommt davon. Das Sein eines Menschen.will es' oder . was es heißt. daß er sich nicht erinnern kann. der tun kann.ich will' nach.Emst' — der Mensch denkt nach. Welche Antwort er sich darauf gibt. dieses . daß er es öfter bemerken wird.

daß dies überhaupt kein Ergebnis haben kann. erbarme Dich meiner. Sie sehen. von den Kirchenvätern erfunden wurde. daß es sich lohnt. die Riten. wenn er dies einfache Gebet ausspricht. die das für ihn tun könnten. Andere glauben. sich seiner zu erbarmen. Aber sie verlieren jeden Sinn und alle Bedeutung. Zuerst einmal können die Kirche und der Gottesdienst in der Form. die sie in den ersten Jahrhunderten 443 . was er von Gott verlangt. das Singen der Gesänge und so weiter. ist viel interessanter. ihn zu bemerken? Was ist denn in ihm. alle diese Gedanken und noch viele andere sollten durch seinen Sinn gehen. von vielem wissen wir weder die Geschichte noch den Ursprung. Die Frage nach dem Ursprung der christlichen Kirche. Aber hierzu muß Gott erst überhaupt an ihn denken und ihn bemerken. Aber lohnt es sich überhaupt. Was bedeutet das? Ein Mensch ruft Gott an. „Nehmen Sie das gewöhnliche Herr. Er sollte ein wenig nachdenken. in dem sich die Gläubigen versammeln und in dem nach besonderen Riten die Gottesdienste gehalten werden. daß die äußere Form des Gottesdienstes. der Tempel.selbst mit der Idee der Arbeit in Zusammenhang bringen? Und so weiter und so fort. wenn sie mechanisch wiederholt oder gesungen werden. erbarme Dich meiner! Herr. das heißt des christlichen Tempels. „Im allgemeinen wissen wir sehr wenig über das Christentum und die Form des christlichen Kultes. wenn er nur wie ein Papagei wiederholt: Herr. als wir denken. erbarme Dich meiner! Sie wissen selbst. diese äußere Form sei zum Teil von heidnischen Religionen und zum Teil von den Hebräern übernommen worden. woher stammt sie? Viele Leute denken überhaupt nicht darüber nach. Aber all das ist nicht wahr. Aber woran kann er denken und was für ein Ergebnis wird ein Gebet haben. Sie glauben. Und dann sind es genau diese Gedanken. einen Vergleich anstellen und sich fragen. bei denen es notwendig ist. Dann bittet er Gott. über jedes Wort nachzudenken. was Gott ist und was er selbst ist. erbarme Dich meiner! Herr. ihn zu bemerken? Und wer soll ihn bemerken? Gott selbst. Zum Beispiel die Kirche. „Im christlichen Glauben gibt es sehr viele Gebete wie dieses.

Dieses Ägypten gab es an der gleichen Stelle wie das andere. daß wir nicht einmal wissen. das in diesen Schulen gelernt werden konnte. Die christliche Kirche ist — eine Schule. sondern von einem uns unbekannten. daß sie eine Schule ist. von der die Menschen vergessen haben. wo sie verwahrt wurden. daß dieses prähistorische Ägypten viele tausend Jahre vor der Geburt Christi schon christlich war. und diese Teile wurden so sorgsam verwahrt. die . nicht vom Heidentum übernommen worden sein. die griechischen und römischen Tempel verschiedener Götter waren von der christlichen Kirche. Die jüdische Synagoge. und wo die Schüler oder einfach die Leute. ohne zu wissen. wenn ich sage. Es wurde alles in fertiger Form von Ägypten übernommen. in einer kompakten Form öffentlich wiederholt. Dank dieser Wiederholungen erhielten die Menschen. das heißt. in der die Lehrer Vorlesungen halten und erklärende Vorführungen veranstalten. wie sie im ersten und zweiten Jahrhundert auftrat. das wir kennen. die in die Schule kommen. In diesen Schulen wurde an bestimmten Tagen. Manchmal dauerte diese Wiederholung eine Woche oder einen Monat. ihre Verbindung mit der Schule 444 .Sakramente'. „Die christliche Kirche. die christliche Form des Gottesdienstes ist nicht von den Kirchenvätern erfunden worden. daß dies Vorlesungen und Vorführungen sind. ganz verschieden. das ganze Wissen. weil es weder in den griechischen noch in den römischen Kulten. Man stelle sich eine Schule vor. Nur kleine Teile davon sind auf historische Zeiten gekommen. das heißt für Magie halten. diese Vorlesungen oder Vorführungen für Zeremonien oder Riten oder . der jüdische Tempel. jedoch nicht von dem Ägypten. ' „Viele Menschen mag es befremden.des Christentums angenommen haben. Dies gilt annähernd von der christlichen Kirche unserer Zeit. die das wahre Christentum ausmachen. aber viel früher. in manchen Schulen vielleicht sogar jeden Tag. die diesen Kurs mitmachten. noch im Judentum etwas Derartiges gab.Schulen der Wiederholung' genannt wurden. In diesem prähistorischen Ägypten gab es besondere Schulen. daß seine Religion auf denselben Prinzipien und Ideen beruhte.

Damit meine ich. Seine Erklärung unterschied sich sehr von den gewöhnlichen theologischen und sogar von den mystischen Auslegungen.'s Erklärungen besonders verwunderte. daß wir viele Dinge für Allegorien halten. daß er mit sehr vielen Allegorien aufräumte. 445 . die vom Weltall und Menschen handelt. alle hatten ihre eigene Bedeutung in dieser Wiederholung. sie aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. wie vieles in reiner Form aufbewahrt ist und wie wenig wir von all dem verstehen. Was mich an G." Was er früher über das Abendmahl gesagt hatte. Leider wurden damals keine Aufzeichnungen gemacht.lebendig und behielten alles.Schulen der Wiederholung' dienten den christlichen Kirchen als Vorbild. ist ein gutes Beispiel dafür. und ich will es nicht unternehmen. war. sagte er. wie auch die Feiertage und alle religiösen Symbole. „Eine Zeremonie ist ein Buch. die überhaupt keine Allegorien sind und die man viel einfacher und psychologischer verstehen sollte.Wiederholungen' besonders umfassend und wurden mit besonderer Feierlichkeit durchgeführt — und diese Tage besaßen selbst eine symbolische Bedeutung. „Diese . daß von den ersten Worten an die Liturgie sozusagen durch den ganzen Vorgang der Schöpfung geht und alle seine Stufen und Übergänge darlegt. Hymnen. wenn auch ihre Bedeutung schon seit langem in Vergessenheit geraten ist. Die Idee war.Wiederholung' zuzuhören und ihre Verbindung mit der Schule aufs neue zu stärken. nur um einer . im Gedächtnis. daß aus seinen Erläuterungen offensichtlich hervorging." Im weiteren Verlauf führte G. was sie gelernt hatten. An einigen besonderen Tagen im Jahr waren diese . Individuelle Gebete. wenn sie unverändert vollzogen werden". Und der Hauptunterschied war. Manchmal kamen sie von sehr weit her. einige sehr interessante Beispiele der Auslegung verschiedener Teile der orthodoxen Liturgie an. „Jede Zeremonie und jeder Ritus haben einen Wert. Responsorien. die Form des Gottesdienstes in den christlichen Kirchen stellt in ihrer Gesamtheit einen Wiederholungskurs der Wissenschaft dar.

wo man über 446 . „Ein Mönch kniet oder steht in einer bestimmten Haltung mit erhobenen. hörte all diesen Bemerkungen zu und sagte. andere wieder spürten es in der Brust und andere über dem Kopf — außerhalb des Körpers. Er sprach von den heiligen Tänzen.Ich' laut aussprechen. als ob das Wort im Kopf erklänge. gleichzeitig hervor. Ein Ritus enthält oft mehr als hundert Bücher. in diesem Zusammenhang gebe es eine Übung. hob G. wo dieses Wort in Ihnen erklingt?" Wir verstanden nicht sofort. in jedem Augenblick. was er meinte.Ich' die deutliche Empfindung hatten.in dem sehr viel geschrieben steht. als er von Konzentrationsübungen sprach und wie man die Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Teil des Körpers konzentrieren könne: „Wenn Sie das Wort . wobei er zugleich lauscht. daß ich persönlich vollständig unfähig war.. was verlorenging und vergessen wurde. und mich dabei auf andere berufen muß. Jeder. wie man den Atem beherrschen könne und von der Notwendigkeit. daß einige von uns beim Aussprechen des Wortes . G. kann es lesen. fähig zu sein. Bei einer Gelegenheit sagte G. Hier muß ich erwähnen. der es versteht. jede Muskelgruppe oder auch die Muskeln des ganzen Körpers willentlich anzuspannen oder zu entspannen. wo das Wort „ego" widerklingt. diese Empfindung in mir hervorzurufen. an den Ellbogen abgebogenen Armen und sagt laut und gedehnt ego. die die „Gottesdienste" in den „Tempeln der Wiederholung" begleitet hatten und in der christlichen Form des Gottesdienstes nicht erhalten sind." Indem er auf das hinwies. haben Sie bemerkt. die sich sozusagen auf die „Technik" der Religion beziehen. Aber sehr bald begannen wir zu bemerken. und über viele Dinge. die sich in den Klöstern auf dem Berg Athos bis auf die heutige Zeit erhalten habe. „Der Zweck dieser Übung ist. das heißt für verschiedene Arten von Meditation. besonderen Haltungen für verschiedene Gebete. was bis auf unsere Zeit überliefert wurde. Er sprach auch von verschiedenen Übungen.

zuhörte. „daß jede wirkliche Religion.. sagte ich. auf dem Wege der Religion zu irgendwelchen Ergebnissen. daß es ohne sie unmöglich sei. „fügen Sie hier nur noch die Idee der Skala hinzu. wären viele Dinge." Hier muß ich noch ein weiteres Gespräch mit G. wertvoll. Aber die Idee der Skala 447 . die durch Wissende zu einem bestimmten Zweck geschaffen worden ist. anführen.sich nachdenkt. wie man das tun soll. als sechsdimensionaler Körper das numenon. wies viele Male auf die Notwendigkeit hin. und er lehrt. diese vergessene „Technik" zu studieren. Das war das einzige. was getan werden soll. oder jedenfalls würde solch ein Verständnis unvollständig und sehr subjektiv sein. das heißt jede. „Sie müssen verstehen". was der erste Teil lehrt." G. und femer. „Ohne diesen zweiten Teil kann es kein Verständnis von Religion geben. Dieser Teil wird Allgemeingut. und mit seiner Hilfe ist es immer möglich. wie die Vorschriften Christi auszuführen sind und was sie wirklich bedeuten. Dieser Teil wird in besonderen Schulen geheimgehalten. wird im Verlauf der Zeit verstümmelt und weicht vom Ursprünglichen ab. das im ersten Teil Verstümmelte zu berichtigen oder das Vergessene zu ergänzen. aus zwei Teilen besteht. wieder einmal im Zusammenhang mit den Kosmen. sagte er. „Dies steht mit Kants Idee der phenomena und numena im Zusammenhang". genau wie in anderen Religionen. Der eine Teil lehrt. dachte ich. „denn dies ist schließlich die Hauptsache. „Diesen geheimen Teil gibt es auch im Christentum. außer rein subjektiven zu kommen. was ihm mangelte. sagte G. Wenn Kant die Idee der Skala in seine Beweisführung eingeführt hätte. Der zweite Teil lehrt. sein „Ich" zu fühlen und es von einem Zentrum zum anderen zu bringen." „Sehr wahr". die er geschrieben hat. daß Kant über diese Äußerung wohl sehr überrascht gewesen wäre. — Die Erde als dreidimensionaler Körper ist das phenomenon." Während ich G.

sagte er. Die planetarischen Einflüsse. verweilte G. wo er durch sie nicht mehr wachsen 448 . Aber Sie sollten bereits verstanden haben. Das gewöhnliche Wissen bringt es mit nichts in Zusammenhang und zieht keine Schlüsse aus der Tatsache seiner Existenz. aber später kommt eine Zeit. den Mond zu ernähren. wo ihm diese Nahrung nicht mehr genügt. genau wie es nicht ohne sie bestehen kann. Das organische Leben muß sich deswegen entwickeln und den Bedürfnissen der Planeten und der Erde anpassen. Um feinere Einflüsse aufzunehmen. „ist das organische Leben eine Art zufälligen Zusatzes. über die ich noch sprechen werde. Etwa ein Jahr später. Gleicherweise kann auch der Mond zu einer Zeitspanne mit Nahrung befriedigt werden. sind ungenügend geworden. So ist das organische Leben ein unerläßliches Glied in der Kette der Welten. daß das organische Leben der Erde planetarische Einflüsse verschiedener Art zuführt und daß es dazu dient. aber im Sinn größerer Bewußtheit. „Für das gewöhnliche Wissen". nicht der Größe nach. viel Neues und Unerwartetes zu finden. zu wachsen und stärker zu werden. die ihr zu einer Zeit ihrer Existenz genügten. Aber auch die Erde wächst. Wir haben schon früher gesagt. die nicht ohne es bestehen könnten. sie bedarf der Auf nähme feinerer Einflüsse. alles hat eine bestimmte Aufgabe. daß es nichts Zufälliges oder Unnötiges in der Natur gibt und geben kann. Und ich erkannte. größerer Empfänglichkeit. der die Integrität eines mechanischen Systems verletzt. während ich die Idee der Kosmen im Zusammenhang mit dem Problem der Zeit entwickelte. empfindlicherer Aufnahmsapparat notwendig. alles erfüllt einen bestimmten Zweck. in Dingen. daß es mit ihr als Ausgangspunkt möglich ist. die ihm durch organisches Leben einer bestimmten Qualität vermittelt wird. bei dem „organischen Leben auf Erden". Als wir bei einer Gelegenheit von dem geordneten Zusammenhang von allem im Weltall sprachen. stellte ich eine Tabelle der Zeit in den verschiedenen Kosmen auf.lag mir sehr. die wir zu kennen glauben. ist ein feinerer. und es ihm ermöglicht.

der neue Sprößlinge treibt. diesen Hunger zu stillen. Der Zweig kann verwelken. Wenn dieses organische Leben verschwindet oder stirbt. entspricht nicht seinem Zweck. bezieht sich auch auf das organische Leben auf Erden. wenn er weder neue Schößlinge treibt noch diese zu treiben verspricht. Das Ende dieses Zweiges. ein wachsender Zweig. der Erde und des Mondes entsprechenden Stufe stehen muß. muß geschehen. eine Art seitlichen Zweiges entwickeln muß. wird der ganze Zweig sofort verwelken.kann und anfängt. wenn das organische Leben in seiner Entwicklung. sie hängt von der harmonischen und richtigen Wirkung ihrer eigenen Gewebe ab. Daraus folgt. ist der Mond. der jenseits des organischen Lebens liegt. sonst erfüllt es nicht seine Funktion. in der die gesonder- 449 . daß entweder das Wachstum des ganzen Schöpfungsstrahls zum Stillstand kommt oder daß er einen anderen Weg für sein Wachstum finden. daß das Wachstum des Schöpfungsstrahls vom organischen Leben auf Erden abhängt. wie jedem gesonderten Zweig eines großen Baumes. sich entwickeln und auf einer den Bedürfnissen der Planeten. Wenn die Entwicklung eines Gewebes aufhört. Das organische Leben auf Erden ist eine mannigfaltige Erscheinung. Wenn der Mond nicht wächst. jedenfalls der Teil des Zweiges. „Wir müssen daran denken. daß der Schöpfungsstrahl. daß das organische Leben. was man über den Schöpfungsstrahl oder seinen Teil Erde—Mond sagen kann. Daran muß man denken.und Wachstumsmöglichkeit gegeben. wie wir ihn angenommen haben. Gleichzeitig ersehen wir aus dem früher Gesagten. wenn auch langsamer. Das gleiche. Das organische Leben muß imstande sein. Aber die Vollendung dieses Wachstums ist überhaupt nicht gewährleistet. seiner Evolution aufgehalten wird und die an es gestellten Forderungen nicht erfüllen kann. wie das Wachstum des Mondes vom organischen Leben auf Erden bedingt wird. vom Absoluten bis zum Mond wie der Zweig eines Baumes ist. Dem Schöpfungsstrahl oder sagen wir dem Teil Erde—Mond ist genau die gleiche Entwicklungs. Alles. hungrig zu werden. Das bedeutet. so kommen auch die anderen zu einem Stillstand. dann bedeutet das. um seinem Zweck zu entsprechen.

In jeder gesonderten Entwicklungszelle gibt es sich entwickelnde Teile und Teile. für den sie geschaffen wurde. Allgemeines Wachstum ist nur unter der Bedingung möglich. wenn sie aufhört. „Gleichzeitig müssen wir bei der Prüfung des Lebens der Menschheit. Mond und Menschheit befinden. soweit wir sie historisch kennen. Gleichzeitig wird die Menschheit. für den Zweck. daß diese Entwicklung niemals gewährleistet ist: sie ist nur möglich und kann in jedem Augenblick und an jeder Stelle aufhören. das heißt sie mögen wissen. daß das . und kann daher zerstört werden. nutzlos. so bedeutet das. um sagen zu können. es gibt im organischen Leben Gewebe. die als Nahrung und Medium für die sich entwickelnden dienen. In einem Jahrhundert zerstört sie 450 . Aber wissende Menschen mögen natürlich genaue Kenntnis davon haben. und es gibt Gewebe. aber wir dürfen nicht vergessen. „Der sich entwickelnde Teil des organischen Lebens ist die Menschheit. daß die Entwicklung des organischen Lebens aufhören und dies wiederum das Wachstum des Schöpfungsstrahls zum Stillstand bringen wird. Oder. daß die Anzahl von Möglichkeiten niemals unbegrenzt ist.ten Teile voneinander abhängen. genauer gesprochen. „Wir haben keine Anhaltspunkte. Wir können dies nicht wissen. Aber man muß immer und in allem daran denken. die sich entwickeln. aber hiervon werden wir später sprechen. zugeben. Vorläufig wollen wir die Menschheit als Ganzes betrachten.Ende des Zweiges' wächst. die entsprechende Entwicklung des organischen Lebens abzuwarten oder nicht. auf welcher Stufe der ihnen möglichen Entwicklung sich Erde. Somit kann die Beendigung der Entwicklung die Vernichtung der Menschheit bedeuten. die als Nahrung für die sich entwickelnden dienen. die sich entwickeln. daß die Menschheit sich in einem Kreis bewegt. Auch die Menschheit hat einen Entwicklungsteil. Wenn sich die Menschheit nicht entwickelt. die als Nahrung und Medium für jene dienen. in welcher Periode der planetarischen Entwicklung wir uns befinden und ob Mond und Erde Zeit haben. sich zu entwickeln. Dann gibt es innerhalb der sich entwickelnden Gewebe sich entwickelnde Zellen und Zellen.

Der eine erfindet eine Theorie. Verfeinerung auf der einen Seite verursacht Vulgarität auf der anderen. die an diesem Vorgang teilhaben. etwas getan werden kann. können sie doch nichts tun. hat man allen Grund. Ich wiederhole. tritt ein anderer an seine Stelle und so weiter. Freiheit in einer Beziehung ruft Sklaverei in einer anderen hervor. so werden wir sehen. die unvermeidliche Zerstörung von allem voraussehen. Allgemein gesprochen. der sich auf eine bestimmte Weise vollzieht. daß ein solcher ausgeglichener Vorgang. daß das Leben der Menschheit nicht auf die Weise vor sich geht. Ein anderer erfindet sofort eine entgegengesetzte Theorie. und der Vorgang wird sich nach mechanischen Gesetzen vollziehen und entwickeln. bei den Oktaven nannten wir sie die Intervalle mi—fa und si—do. nichts getan wird.Wegkreuzungen' verändert und auf einen neuen Weg gebracht werden.Kreuzung' überschreitet und nichts geschieht. Unwissenheit auf einem anderen hervor. „Natürlich gibt es sehr viele Leute. und selbst wenn Leute. und vom Stillstand führt ein gerader Weg zu Niedergang und Entartung. Und sie erfinden verschiedene Theorien. die nach ihrer Meinung das ganze Leben der Menschheit verändern sollten. Stillstand bedeutet. was sie in einem anderen geschaffen hat. Er kann nur an gewissen . daß die Menschheit sich in einem Stillstand befindet. daß Fortschritt und Rückschritt sich die Waage halten. Wenn ein Aberglaube verschwindet. dann kann auch später nichts getan werden. „Wenn wir uns nun das Oktaven-Gesetz vor Augen halten.alles. die ich eben als Wegkreuzungen bezeichnet habe. nicht in jedem Augenblick nach Belieben verändert werden kann. Und beide 451 . Das Wachstum des Wissens auf einem Gebiet ruft das Wachstum der. zu denken und zu behaupten. daß nur in bestimmten Augenblicken. Wenn nun aber ein Vorgang eine . und der Fortschritt der letzten hundert Jahre in mechanischen Dingen ging auf Kosten vieler anderer vielleicht viel wichtigerer Dinge. Das Auftreten einer Eigenschaft ruft unmittelbar das Auftreten einer anderen entgegengesetzten Eigenschaft hervor. die der Ansicht sind. Zwischen den Wegkreuzungen kann nichts getan werden. nach der es sich ihrer Meinung nach vollziehen sollte.

die ihrerseits wieder entgegengesetzte Theorien verursachen. die Sterne. weil sie das Wichtigste nicht in Betracht ziehen. sein ganzes Leben zu ändern. und all diese Theorien und der Streit zwischen ihnen stellen zweifellos eine der Kräfte dar. nämlich die untergeordnete Rolle. die Erde. Nebenbei sind all diese Theorien für das allgemeine Wohl und die allgemeine Gleichheit nicht nur nicht zu verwirklichen. hauptsächlich deswegen. alles besteht für ihn. Und so ist es mit allen intellektuellen Theorien. ein Mensch sei nach Belieben fähig. an ihre eigenen Theorien oder die anderer Leute zu glauben. Beseitigung des Leidens würde erstens die Beseitigung einer ganzen Reihe von Wahrnehmungen bedeuten.erwarten. es sei möglich. seine Nichtigkeit. daß alle ihnen glauben. und bilden sich ein. Und viele Leute glauben tatsächlich der einen oder der anderen. Sie behaupten. Und er beginnt mit der gleichen Tatsache. aber die Menschen hören nicht auf. für die der Mensch geschaffen ist. dann zieht sie andere 452 . nämlich eine gewisse Gruppe von Zellen wird allmählich bewußt. das heißt sein Leben auf vernünftigen Grundsätzen aufzubauen. Alles hat in der Natur sein Ziel und seinen Zweck. die Sonne. die die Menschheit und das organische Leben im Weltprozeß spielen. etwas zu tun. und zweitens die Beseitigung des . in dem sie sich gegenwärtig befindet. die für die Menschheit als ein Ganzes möglich ist. All diese Theorien sind zweifellos ganz phantastisch. sondern es würde sogar verhängnisvoll sein. Das Leben nimmt natürlich seinen eigenen Lauf. sein vorübergehendes Dasein und anderes. nämlich jener Entwicklung.Schocks'. der Mond. die die Menschheit in dem Zustand festhalten. Beseitigung der Ungleichheit würde Vernichtung der Entwicklungsmöglichkeit bedeuten. Und die ganze Zeit tauchen neue Theorien auf. die allein die Lage verändern kann. Intellektuelle Theorien stellen den Menschen in die Mitte von allem. sowohl die Ungleichheit der Menschen als auch ihr Leiden. das heißt der Kraft. wenn sie verwirklicht würden. „Der Prozeß der Entwicklung. Sie vergessen sogar die verhältnismäßige Kleinheit des Menschen. verhält sich ganz analog dem Prozeß der dem einzelnen Menschen möglichen Entwicklung.

Jedoch Bewußtsein und bewußter Widerstand gegen den Evolutionsvorgang können in gewissen Augenblicken auch beim Involutionsvorgang auftreten. die in ihrer Entwicklung aufgehalten wurden. Woher kommt dieses Bewußtsein? Natürlich vom Evolutionsprozeß. die gegen die Entwicklung der Menschheit ankämpft?" fragte ich. Geschmacksrichtungen und Schwächen gegen das bewußte Selbst-Erinnem im Menschen ankämpfen. sagte G. „Woher kann diese Kraft kommen?" fragte ich. während er sich entwickelt. nämlich daß es nur zwei kämpfende Kräfte in der Welt gibt — . Das ist Entwicklung.Bewußtsein' und . auch vereinen und wenigstens für eine gewisse Zeit vom Kampf gegen den Evolutionsprozeß leben. ihren Zielen zu folgen und nicht nur zu essen. Es gibt zwei Prozesse. dies zu erklären". In der Menschheit sowohl wie im Einzelmenschen beginnt alles mit der Bildung eines bewußten Kerns. Der Evolutionsprozeß muß ohne Unterbrechung fortschreiten. daß es eine bewußte Kraft gibt. antwortete G. „und es kann für uns im Augenblick keine praktische Bedeutung haben. ein Evolutionsprozeß beginnt halbbewußt. und es kann keine andere Art von Entwicklung geben. Ich habe dies aufgezeichnet. zu trinken und zu schlafen.Involution' und . Im 453 .. wird aber schon beim nächsten Schritt mechanisch — und wird mehr und mehr mechanisch. weil es seinen früheren Worten zu widersprechen scheint.Mechanisiertheit'. während er sich entwickelt. „Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Jedes Anhalten verursacht eine Trennung vom Grundprozeß. genau wie alle mechanischen Gewohnheiten. So können sich abgetrennte Fragmente von Bewußtsein.Evolution' genannt werden. Der Unterschied zwischen ihnen ist der folgende: ein Involutionsvorgang beginnt bewußt im Absoluten. wird aber mehr und mehr bewußt. macht sie sich untertänig und bringt allmählich den ganzen Organismus dazu. Alle mechanischen Kräfte des Lebens kämpfen gegen die Bildung dieses bewußten Kems in der Menschheit. die manchmal .Zellen an. „Von einem gewissen Gesichtspunkt aus kann man es sagen"." „Kann man sagen.

Wir sehen nur neue Spaltungen. Die Ursache hierfür ist. was auf eine sich vollziehende Evolution hinweist. die Anzeichen dafür festzustellen. wird es nicht schwer sein. sogar solche. wenn diese auch natürlich nicht mit jenen.Grunde macht dies den Evolutionsprozeß nur interessanter. jedes Mittel zu verwenden. „Können wir sagen. wir sehen ein Übergewicht von Gemeinheit und Dummheit aller Art. die die Evolution leiten. daß die Kräfte. daß wir im Leben ein Übergewicht der besten. stärksten und mutigsten Elemente beobachten können? Nichts dergleichen. „Können wir sagen. die nur einen zeitweiligen Erfolg ergeben. Das Leben wird von den am wenigsten Bewußten. „So gibt es in der gegenwärtigen Lage der Menschheit überhaupt nichts. diese Frage hat für uns keine praktische Bedeutung. wenn wir die Menschheit mit einem Menschen ver- 454 . Für uns ist es nur wichtig. Im Gegenteil. welche den Evolutionsprozeß lenken. in anderen Worten. wann eine Evolution beginnt und wann sie sich vollzieht. Anstatt gegen mechanische Kräfte zu kämpfen. Im Gegenteil. neue Mißverständnisse. neue Feindschaften. daß das Leben von einer Gruppe bewußter Menschen gelenkt wird? Wo sind sie? Wer sind sie? Wir sehen genau das Gegenteil. Diese widerstrebenden Kräfte können manchmal sogar siegen. „Aber wie ich schon gesagt habe. sie können nur gewisse Mittel und gewisse Methoden verwenden. und als Endergebnis sowohl die Evolution als auch die Involution an der fraglichen Stelle vernichten. festzustellen. Und wenn wir uns an die vollständige Analogie zwischen Menschheit und Mensch erinnern. „Können wir zum Beispiel sagen. zur Vereinigung hin beobachtet werden können? Natürlich nichts dergleichen. ob die Menschheit als evolvierend betrachtet werden kann. den am tiefsten Schlafenden gelenkt. daß im Leben Bestrebungen zur Einheit hin. kann es in gewissen Augenblicken einen Kampf gegen den absichtlichen Widerstand ziemlich mächtiger Kräfte geben. Die widerstrebenden Kräfte sind in ihrer Wahl von Mitteln nicht begrenzt und immer imstande. zu vergleichen sind. eine begrenztere Auswahl von Mitteln haben.

Teile von Maschinen. daß sie alle einander kennen?" fragte der Betreffende wieder. „Heißt das. „Alles. um den Rest der Menschheit zu unterjochen. was einem Menschen geschehen kann. „Stellen Sie sich vor. Er fängt an. daß es zwei oder drei Menschen gibt. Unwirklichen und Fremden auf Kosten des Natürlichen. Es ist unmöglich.gleichen. Der Mensch wird ein williger Sklave. „Die zeitgenössische Kultur verlangt Automaten. oder ob es überhaupt ein Ende und einen Ausweg gibt. daß es solch eine Gruppe gibt? Vielleicht können wir es auf Grund einiger Anzeichen. daß die Sklaverei des Menschen wächst und zunimmt. was ich bisher gesagt habe. daß die Menschheit sich in einem Zustand befindet. daß es eine sehr kleine Gruppe ist. aber jedenfalls müssen wir zugeben. Wirklichen und Eigenen. Und das ist das Schrecklichste. betrifft die ganze Menschheit. die Evolution der Menschheit kann sich nur durch die Evolution einer gewissen Gruppe vollziehen. wo dies alles endet und wo es einen Ausweg gibt. sagte G. jedenfalls ganz ungenügend. „Gleichzeitig hiermit beobachten wir ein Wachstum des Automatischen. dann können wir ganz klar das Wachstum der Persönlichkeit auf Kosten des Kerns beobachten." „Wieviele Leute könnte es in dieser bewußten Gruppe geben?" fragte jemand. können wir sagen. „Das wissen nur sie selbst". auf sie stolz zu sein. „Können wir sagen. das heißt ein Wachstum des Künstlichen. die inmitten einer Menge 455 . „Wie könnte es anders sein?" fragte G. wenn wir es von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. Er braucht keine Ketten mehr. die ihrerseits den Rest der Menschheit beeinflussen und führen wird. Eines allein ist sicher. Und die Menschen verlieren zweifellos ihre erworbenen Gewohnheiten der Unabhängigkeit und werden Automaten. seine Sklaverei gern zu haben. zu sagen. Aber wie ich vorher betonte. der sie unfähig macht. Oder. die Führung einer bewußten Gruppe anzunehmen.

wenn sie existierten und es für notwendig und gerechtfertigt hielten. und ferner Einflüsse.schlafender Leute wach sind. „Der innere Kreis wird der . zu der wir gehören. als wir über die Geschichte der Menschheit sprachen. „Früher. Es wurde schon früher ganz klar gesagt.Ich'. Sicherlich werden sie einander kennen. die schlafen. Aber jene. „Wir haben die Probleme der Esoterik berührt. Wie viele sind es? Wir wissen es nicht und können es nicht wissen. das ganze dem Menschen erreichbare Wissen und einen freien und unabhängigen Willen. dieser Kreis besteht aus Menschen. jeder von ihnen hat im vollsten Ausmaße Individualität. die aus den inneren Kreisen der Menschheit herrühren. nämlich die gesamte historische und prähistorische Menschheit. daß das Leben der Menschheit. zu der wir gehören. als sie planetarische Einflüsse vermuten. daß jeder Mensch nur auf seiner eigenen Seinsstufe sehen kann.esoterische' genannt. 456 . sozusagen aus verschiedenen konzentrischen Kreisen besteht. oder vielleicht schlafen die anderen Menschen zu fest. so wie die Wissenschaft und Zivilisation sie kennt. stellt in Wirklichkeit nur den äußeren Kreis der Menschheit dar. innerhalb dessen es mehrere andere Kreise gibt. Aber entweder gibt es noch nicht soviele oder sie wollen es nicht. volle Beherrschung dieser Bewußtseinszustände. die vollständig mechanisch wirken und von den menschlichen Massen genau wie vom Einzelmenschen ganz unwillkürlich und unbewußt aufgenommen werden. das heißt ein unteilbares . deren Dasein und Bedeutung die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr vermuten. bevor wir nicht werden wie sie. oder es ist vielleicht die Zeit noch nicht gekommen. wiesen wir darauf hin. sowohl die uns bekannte als auch die uns unbekannte. können sie nicht kennen. Sie können nichts tun. Erstens planetarische Einflüsse. Aber zweihundert bewußte Menschen. „Die Menschheit. durch Kräfte aus zwei verschiedenen Quellen gelenkt wird. daß die ganze Menschheit. alle Formen des dem Menschen möglichen Bewußtseins. „So können wir uns vorstellen. die die höchste dem Menschen erreichbare Entwicklung erlangt haben. könnten das ganze Leben auf der Erde verwandeln.

wissen vieles von dem. das heißt der äußere. Ihr Verstehen kann nicht in Taten zum Ausdruck kommen. das heißt den mittleren. In Wirklichkeit ist. verstehen alle anderen. sie können keine Erkenntnis haben. Aber wie schon gesagt. daß ihr Wissen mehr theoretisch ist. die zu diesem Kreis gehören. Gleichzeitig kann es keine Zwietracht. Infolgedessen ist ihre Tätigkeit vollständig koordiniert und führt zu einem gemeinsamen Ziel ohne jede Art von Zwang. die die Existenz der Esoterik anerkennt. Sie wissen mehr als sie tun. Natürlich bezieht sich dies auf ein Wissen kosmischer Art. „In der Literatur. die sich nicht in ihrem Tun ausdrückt. und alle verstehen auf die gleiche Weise wie einer. was die Menschen der esoterischen und mesoterischen Kreise wissen. Sie wissen und verstehen viele Dinge. Zwischen ihnen kann es keine Zwietracht. aber ihr Wissen über die Kosmen hat einen mehr philosophischen Charakter. Ein Mitglied des mesoterischen Kreises berechnet. Was einer versteht. Der eine versteht auf die gleiche Weise wie alle anderen. weil sie auf einem gemeinsamen und gleichen Verstehen beruht. Menschen. wird die Menschheit gewöhnlich nur in zwei Kreise gegliedert und der •exoterische Kreis' im Gegensatz zum esoterischen als das gewöhnliche Leben betrachtet. kein Mißverständnis geben. weil es der äußere Kreis des inneren Teils der Menschheit ist. Aber es kann zwischen ihnen keine Unterschiede im Verständnis geben. ein Mitglied des exoterischen Kreises kontempliert. das heißt es ist abstrakter als das Wissen des mesoterischen Kreises.was ihrer Erkenntnis entgegengesetzt ist. der 457 .mesoterischen'. ist dieses Verständnis im Vergleich zum Verständnis des esoterischen Kreises etwas mehr theoretisch. Die Menschen. „Der dritte Kreis wird der . keine Unterschiede im Verstehen zwischen ihnen geben. besitzen alle Eigenschaften der Mitglieder des esoterischen Kreises mit dem einzigen Unterschied.exoterische' genannt. wie wir sehen. Jedoch ihr Verstehen ist genau so exakt und deswegen mit dem Verstehen der Menschen des esoterischen Kreises identisch. die zu diesem Kreis gehören. „Den nächsten Kreis nennt man den . die bisher in ihrem Tun noch keinen Ausdruck gefunden haben.

daß sie eine unbewußte Tendenz zum inneren Kreis haben. verstanden zu werden. kein gemeinsames Verständnis möglich. Wenn sich Menschen. die diesem Kreis angehören. dann bedeutet dies. „Der . außerordentlichen Augenblicken oder in Dingen ohne große Bedeutung.Esoterik'. wo das Verstehen anfängt. des allgemein mangelnden Verständnisses bewußt werden und sich danach sehnen. das heißt der Kreis. Und diese Menschen werden sich des mangelnden Verstehens gewöhnlich in ganz verschiedenen Formen bewußt. „Wenn wir uns die Menschheit in Form von vier konzentrischen Kreisen vorstellen. Jeder versteht auf seine Weise und alle verstehen verschieden. zu verstehen und verstanden zu werden. „Die Möglichkeit zu verstehen hängt also für die Menschen von der Möglichkeit ab. wo keiner den anderen versteht und sich auch keine Mühe macht. „Diese vier Tore entsprechen den früher beschriebenen vier Wegen. der Menschen des physischen Körpers.äußere Kreis' ist der Kreis der mechanischen Menschheit. vier Tore vorstellen. durch welche die Menschen des mechanischen Kreises eindringen können. der Weg der Menschen Nummer eins. in dem jeder seine eigene besondere Sprache spricht. 458 . Dieser Kreis wird manchmal der Kreis der .exoterische Kreis' sehr weit von uns entfernt. In diesem Kreis ist außer in seltenen. daß es unter den ihm zugehörigen Menschen kein gemeinsames Verstehen gibt und auch nicht geben kann. Das erste Zeichen dieses Kreises ist es. nämlich des exoterischen Kreises. der instinktivbeweglich-sinnlichen Menschen ohne viel Verstand und ohne viel Herz.Verwirrung der Zungen' genannt. denn das gemeinsame Verständnis beginnt erst im exoterischen Kreis und ist nur dort möglich. können wir uns auf dem Umfang des dritten inneren Kreises. Für den gewöhnlichen Menschen ist er schon . in den exoterischen Kreis einzudringen. der wir zugehören und die wir allein kennen.. „Der erste Weg ist der Weg des Fakirs. die auf ein bestimmtes Wesen beschränkt sind.

oder dreitausend Jahren gab es noch andere Wege. „Der vierte Weg unterscheidet sich von den alten und neuen Wegen durch die Tatsache. ohne irgendein Unternehmen. das heißt der Gefühlsmenschen. die durch lange Perioden der Geschichte fast unverändert bestanden haben. „Der dritte Weg ist der Weg des Yogi. das heißt. sonst könnten sie ein Hindernis auf diesem Wege bilden. Denken und Körper sollten hier nicht zu stark sein. und dem vierten Weg besteht in der Tatsache. Er hat keine bestimmte Form und es gibt keine mit ihm verbundenen Institutionen. den diejenigen gehen können. um das herum und im Zusammenhang mit dem er allein bestehen kann. „Der vierte Weg besteht nie ohne irgendwelche Arbeit einer bestimmten Bedeutung. Herz und Körper dürfen nicht besonders stark sein. die es jetzt nicht mehr gibt. „Vor zwei. sie standen einander viel näher. „Abgesehen von diesen drei Wegen gibt es einen vierten Weg. Die Grundlage dieser Institutionen ist die Religion. Diese drei traditionellen Wege sind innerhalb der Grenzen unserer historischen Zeitspanne bleibende Wege. unterscheiden sie sich äußerlich nur wenig von religiösen Schulen. daß sie an bleibende Formen gebunden sind. Und in verschiedenen Geschichtsperioden haben verschiedene Gemeinschaften oder Orden von Fakiren in verschiedenen Ländern bestanden und bestehen sogar noch. der religiöse Weg. Wo es Yogischulen gibt. daß er nie ein bleibender Weg ist. und die jetzt bestehenden Wege "waren noch nicht so scharf voneinander getrennt. Wenn diese Arbeit zu Ende ist. verschwindet der vierte Weg. Er erscheint und verschwindet wieder nach seinen eigenen ihn lenkenden Gesetzen. „Der Grundunterschied zwischen den drei ersten Wegen. der Weg der Menschen Nummer drei. der Weg der Menschen Nummer zwei. das heißt er verschwindet an 459 . denen die drei ersten nicht offenstehen. wenn das gestellte Ziel erreicht ist. dem Weg des Mönches und dem Weg des Yogi.„Der zweite Weg ist der Weg des Mönches. Dies ist der Weg des Denkens. nämlich dem Weg des Fakirs.

die nur ihre äußere Seite kannten und die ganze Arbeit von diesem äußeren Aspekt aus sahen. daß nach Schließung der Schule eine Anzahl Leute übrigbleibt. „Die Arbeit der Schulen des vierten Weges hat viele Formen und viele Bedeutungen. die gelernt haben. Inmitten der gewöhnlichen Lebensbedingungen ist die einzige Hoffnung. „Ohne an sich selber oder an der Richtigkeit ihrer Schlüsse und 460 . verschwindet in der betreffenden Form und besteht vielleicht in einer anderen Form an anderer Stelle weiter. „Aber manchmal geschieht es. auf solche eine Arbeit zu stoßen. auf Arbeit dieser Art zu stoßen. was zu lernen möglich war. sich bewußte Mitarbeiter zu schaffen. die Schulen bestehen nur solange. „Je schneller ein Mensch das Ziel der Arbeit. die der Mensch hat. und somit ist es die erste Aufgabe derjenigen. einen Weg zu finden. die die Arbeit begonnen haben. die ausgeführt wird. Nur bewußte Arbeit kann in allen Unternehmungen des vierten Weges nützlich sein. Wenn die Arbeit getan ist. begreift. was das Grundziel der Arbeit ist. beginnen auf die eine oder andere Weise ihre eigene persönliche Arbeit. verlassen die Bühne. wie auch die Möglichkeit. auf dem Weg unabhängig fortzukommen. die um die Arbeit herum waren. Schulen des vierten Weges bestehen für die Bedürfnisse der Arbeit. Aber die Hoffnung. die eine solche Arbeit beginnen. als die Arbeit andauert. „Aber ganz gleich.dem betreffenden Platz. Der mechanische Mensch kann keine bewußte Arbeit vollbringen. „Auf dem vierten Wege kann in keiner Arbeit mechanische Hilfe gebraucht werden. Diejenigen von ihnen. die Möglichkeit. die im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Unternehmen ausgeführt wird. und die Möglichkeit erlangt haben. hängt von vielen Umständen und Bedingungen ab. werden die Schulen geschlossen. aus dieser Gelegenheit Nutzen zu ziehen. Sie bestehen nie an sich als Schulen zum Zwecke der Erziehung und Belehrung. desto schneller kann er für sie nützlich werden und desto mehr kann er für sich selbst daraus gewinnen. Die Menschen.

zu unterscheiden. die sie ausführen. „Außerdem Endet sich manchmal ein Wahrheitskömchen in un- 461 . wo das Wirkliche endet und die Nachahmung beginnt Genau genommen bezieht sich fast alles. auf solche Nachahmungen. mit Ausnahme der Ergebnisse ihrer Arbeit. eine gewisse Anzahl von Menschen zu erziehen. Unverhüllte Wahrheit würde für sie eine unverdauliche Nahrung bilden. die sie selber bekommen haben. Auf Grund der vielen Eigentümlichkeiten des menschlichen Wesens. das größer als das Leben ist. nur in dieser Form sind sie fähig. zu hören und zu erfahren. Um sie fortzusetzen. hätte die überwältigende Mehrheit der Menschen überhaupt keine Möglichkeit. ist es uns fast unmöglich. Aber wenn wir auf die Geschichte zurückschauen.ihres Verständnisses zu zweifeln. was sie selber gelernt haben. und geben dieselben Versprechungen. die vollständig im materialistischen Leben versunken ist. vom Bestehen von etwas. ebensosehr für die Zwecke ihres eigenen Daseins als für die Zwecke der Arbeit kosmischen Charakters. sie aufzunehmen. die Arbeit fortzusetzen. Sie sind nämlich das Zwischenglied zwischen einer Menschheit. lehren die Menschen. kann die Wahrheit nur in Form einer Lüge zu den Menschen kommen — nur in dieser Form sind sie fähig. Sogar die Grundidee der Esoterik. erreicht die Menschen in den meisten Fällen über pseudo-esoterische Systeme und Schulen. und auch das nur dann. weil die Wahrheit in ihrer reinen Form ihnen unzugänglich ist. Wir wissen praktisch gar nichts über die richtigen Schulen. die daran interessiert sind.und alchimistischen Schulen wissen. bilden sie neue Schulen. Freimaurer. was wir über die verschiedenen Arten von okkulten. und Schulen. All dies kann natürlich nur eine äußere Nachahmung sein. die Idee der Initiation. wenn wir fähig sind. vor allem des zeitgenössischen. und wenn es nicht diese pseudo-esoterischen Schulen gäbe. sie zu verdauen und sich einzuverleiben. „Aber solche pseudo-esoterische Systeme spielen auch in der Arbeit und Tätigkeit esoterischer Kreise eine Rolle. entschließen sie sich. die Ergebnisse richtiger Arbeit von Fälschungen und Nachahmungen zu unterscheiden.

ihren Riten. Die Gläubigen haben gewöhnlich zum ersten äußeren Hof Zugang. ihren Auffassungen von Hierarchie. ihren Dogmen und in ihren Vorschriften aufbewahrt sein. ihren Überlieferungen. „Die Idee der Initiation. sie gehörten zu einer besonderen Kaste. auf 462 . sind schwer zu finden. in kirchlichen Religionen. Es mag in ihren Schriften. Die Mysterien stellten einen besonderen Weg dar. Und Sie können tatsächlich dieselbe Ordnung in allen Tempeln beobachten.veränderter Form in pseudo-esoterischen Bewegungen. die es mit kleineren Abweichungen überall gibt. wird uns auch in vollständig falscher Form vermittelt. das heißt nicht pseudo-esoterische Schulen. die es vielleicht in einigen Ländern des Ostens gibt. Zugang zum zweiten Hof haben nur Menschen einer gewissen Kaste oder solche mit besonderer Erlaubnis. zu existieren. „Esoterische Schulen. und wenn man es Ihnen nicht sagt. in okkulten und theosophischen Schulen. Aber dies wissen Sie nicht. können Sie einen esoterischen Tempel oder ein esoterisches Kloster nicht von einem gewöhnlichen unterscheiden. eines im anderen enthalten. vor allem die in Südindien. die wir über die alten Mysterien besitzen. Die indischen Tempel. sind nach demselben Plan gebaut. weil sie im Gewand gewöhnlicher Klöster und Tempel bestehen. Die Legenden über die äußeren Riten der Initiation wurden aus Bruchstücken von Nachrichten gescharfen. jedoch in Form von Vierecken. Zugang zum dritten Hof haben nur dem Tempel zugehörige Menschen und Zugang zum vierten nur Brahmanen und Priester. Aber wie kann man sie erkennen? Wenn Sie hineinkommen. werden Sie nur in den ersten Hof gelangen. gebaut. manchmal als Ausnahme sogar Leute einer anderen Religion und Europäer. Organisationen dieser Art. Zum zweiten haben nur Schüler Zugang. Die tibetanischen Klöster sind gewöhnlich in Form von vier konzentrischen Kreisen oder vier konzentrischen Höfen. Über den dritten und vierten Hof erfahren Sie nicht einmal etwas. ohne erkannt zu werden. ermöglichen es esoterischen Schulen. Eines von Dutzenden von Klöstern ist eine Schule. die uns über pseudo-esoterische Systeme erreicht. die durch hohe Mauern getrennt sind. man sagt Ihnen.

dem Eingeweihten gewisse Kräfte vermittelt. Man glaubt. In Wirklichkeit gibt es nur Selbst-Initiation." 463 . „Der Übergang von einer Seinsstufe zu einer anderen wurde durch gewisse Darstellungs-Zeremonien. Systeme und Schulen können auf Methoden und Wege hinweisen. Und nur in pseudo-esoterischen Systemen. gekennzeichnet. aber kein System oder keine Schule kann für einen Menschen die Arbeit tun. Aber eine Wandlung des Seins kann nicht durch irgendwelche Riten bewirkt werden. Riten sind nur das Kennzeichen einer vollendeten Wandlung. in denen es nichts anderes als diese Riten gibt. Dies gehört wiederum zur Psychologie eines Nachahmungsweges. die er selbst tun muß. Inneres Wachstum.welchem neben einer schwierigen und langen Studienperiode theatralische Darstellungen einer besonderen Art gegeben wurden. Es gibt keine äußere Initiation und kann sie auch gar nicht geben. eine Wandlung des Seins hängt nur von der Arbeit ab. nämlich die Initiation. die in allegorischer Form den gesamten Weg der Entwicklung von Mensch und Welt darstellten. und die muß der Mensch an sich selbst tun. beginnt man den Riten eine unabhängige Bedeutung zuzusprechen. daß ein Ritus. indem er in ein Sakrament verwandelt wird.

und wir konnten nicht länger umhin. In erster Linie war es jedem. Gleichzeitig war es unmöglich. begann die Lage in Rußland recht düster auszusehen. Andererseits war dies jedoch eine so außergewöhnliche Zeit. durch irgendeine innere Müdigkeit und durch die Einsicht der Sinnlosigkeit all dieses Grauens. dem Geschehen Einhalt zu gebieten. Niemand glaubte mehr an irgendwelche Schlagworte. 464 . der sehen konnte und wollte. trotzdem schon feste Wurzeln gefaßt hatte. und in Wirklichkeit war es nie so klar. Nun rückten uns die „Ereignisse" näher. sie nicht zu bemerken. Außerdem hätte nichts so guten Stoff für das Studium der „Mechanisiertheit" von Ereignissen geben können. im November 1916. Es ist keineswegs meine Aufgabe. daß ich nicht ganz vermeiden kann.SECHZEHNTES KAPITEL D amals. die Vorkommnisse in unserer Umgebung zu erwähnen. den Krieg fortzuführen. die von dem Willen irgendeines Menschen abzuhängen schienen oder scheinen konnten. die. Keine Versuche irgendwelcher Art. daß der Krieg zu Ende ging. jedenfalls die meisten von uns. und alle Gespräche über die Notwendigkeit. klar. daß alles geschieht und daß niemand etwas tut. den Krieg zu galvanisieren. Bis dahin hatten wir. das heißt von dem gänzlichen und vollständigen Fehlen irgendeines Willenselementes. konnten zu irgendeinem Ergebnis führen. uns wie durch ein Wunder von den „Ereignissen" femgehalten. die Geschehnisse zu schildern oder zu analysieren. ich meine. ohne den Anschein zu erwecken. wie die Beobachtung von Geschehnissen dieser Zeitspanne. sie rückten jedem von uns persönlich näher. obwohl sie erst dunkel dämmerte. ich sei sowohl blind als auch taub gewesen. und zwar durch sich selbst. Im weiteren Verlauf werde ich die Dinge erwähnen. Jedoch auch dies war Täuschung.

Wir sprachen damals oft davon.'s System uns ein gewisses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Unsere Versammlungen gingen weiter. Während der letzten Monate des Jahres 1916 kam G. Und es war offensichtlich. zu viele fürchteten sie. Wer konnte damals.oder die Notwendigkeit. Um genau zu sein: sie zeigten sich als die Blindesten. gab G. wissen. die bisher eine passive Rolle gespielt hatten. daß dies sein letzter Winter sein würde? Doch zu viele Menschen haßten diese Stadt. was sie vorbereiteten. die am wenigsten Vorbereiteten und waren am wenigsten fähig zu verstehen. Ich war immer der Ansicht. die G. daß alles einem unbekannten Ende zusteuerte. und ihre Tage waren gezählt. daß niemand die Ereignisse abwenden oder in irgendwelche sichere Kanäle leiten konnte. Ich erinnere mich so gut an Petersburg im letzten Winter seines Bestehens. seine eigene Hilflosigkeit einzusehen. wenn wir nicht das System hätten. den Krieg zu beenden. aber einige Mitglieder unserer Gruppe gingen nach Moskau und brachten bei ihrer Rückkehr neue Diagramme und einige Aufzeichnungen mit. Besonders berührte mich zu dieser Zeit die Lage berufsmäßiger Politiker der Linken. Diese Zeit kennzeichnet der Beginn der Gespräche über die Arche Noah. wohin sie führten. und obwohl es klar war. wie wir uns inmitten all dieses Chaos fühlen würden. sogar für sich selbst.'s Moskauer Schüler unter seiner Leitung ausgeführt hatten. selbst bei Annahme des Schlimmsten. sich nun jedoch vorbereiteten. daß der Zusammenbruch näherrückte. Wir konnten uns nicht mehr vorstellen. wie wir ohne es leben und in dem Labyrinth all der bestehenden Widersprüche unseren Weg finden könnten. In zweiter Linie war es klar. auf eine aktive überzugehen. zeigten nur die Hilflosigkeit des menschlichen Denkens. was sie wirklich taten. daß niemand irgend etwas aufhalten konnte. Viele neue Menschen erschienen damals in unserer Gruppe. daß der Mythos der Arche Noah 465 . nicht nach Petersburg. das mehr und mehr unser Eigen wurde. das sogar unfähig war. Alles verlief auf die einzig mögliche Weise und konnte in keiner anderen Weise verlaufen.

kam erst Anfang Februar 1917. 466 . Das System selbst war eine „Arche". „Wirklich toter Stoff beginnt da. G. Aber Sie müssen ein für allemal verstehen. desto bewußter und intelligenter ist der Stoff. worüber er bisher gesprochen hatte. Sie dürfen nicht vergessen. es gibt nur verschiedene Grade und Stufen des Belebtseins. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. sagte er. Und je dichter die Schwingungen. den Grad der Intelligenz und des Bewußtseins festzustellen. Wir müssen nun erkennen. „Bisher haben wir". Bei einem der ersten Gespräche zeigte er uns eine vollständig neue Seite alles dessen. daß dieser Mythos nicht nur eine Allegorie der allgemeinen Vorstellung von Esoterik war. uns zur Zeit der „Sintflut" zu retten. die Dichtigkeit des Stoffes und die Geschwindigkeit der Schwingungen zu bestimmen. in der wir darauf hoffen konnten. desto weniger bewußt. Viele in unserer Gemeinschaft hatten nun zu sehen begonnen. „die . Alles lebt auf seine eigene Weise. weil der Bewußtseinsgrad dem Dichtigkeitsgrad oder der Geschwindigkeit der Schwingungen entspricht Das bedeutet: je dichter der Stoff. alles ist auf seine eigene Weise intelligent und bewußt. Zum Beispiel haben wir bisher nicht von der Intelligenz oder dem Bewußtsein des Stoffes gesprochen.Tabelle der Wasserstoffe' als eine Tabelle der Schwingungen und Dichtigkeiten von Stoffen betrachtet. Die Geschwindigkeit der Schwingungen eines bestimmten Stoffes zeigt jedoch seinen Intelligenz-Grad an. desto weniger intelligent ist er.eine esoterische Allegorie sei. Nur drückt sich dieses Bewußtsein und diese Intelligen2 auf verschiedenen Seins-Stufen — das heißt in verschiedenen Skalen — auf verschiedene Weise aus. sondern gleich2eitig auch ein Plan jeder esoterischen Arbeit unter Einschluß unserer eigenen. wo die Schwingungen aufhören. die in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen. daß die Dichtigkeit der Schwingungen und die Dichtigkeit des Stoffes viele andere Eigenschaften des Stoffes anzeigen. „Die »Tabelle der Wasserstoffe' dient. gleichzeitig dazu. daß es in der Natur nichts Totes oder Unbelebtes gibt. während sie hilft.

die aus vielen . sondern wir können auch sagen. Wir können nicht gleichzeitig vom Menschen und vom Tier sprechen. wievielmal dieser oder jener .Wasserstoff dichter oder leichter ist als ein anderer. aus denen ein Geschöpf oder Ding besteht.Tabelle der Wasserstoffe' verschiedene Stellen einnehmen. Das heißt. Die höchsten uns bekannten Tiere bestehen aus zwei Stockwerken und die niedrigsten aus nur einem Stockwerk. bestimmen wir nicht nur ihre Dichtigkeit. „Der Wurm besteht aus nur einem Stockwerk. der uns bekannt ist. durch den Vergleich zwischen Stoffen. Die Seinsstufe ist in erster Linie durch die Anzahl der Stockwerke in der Maschine bestimmt. sondern auch ihre Intelligenz.Wasserstoffe'.Wasserstoff gibt." G. Und wir haben den Menschen als eine dreistöckige Struktur angenommen. All der Stoff. werden wir zuerst von lebenden Geschöpfen sprechen. Bisher haben wir nur über den Menschen gesprochen. „Der Mensch besteht aus drei Stockwerken. da sich die Tiere wesentlich vom Menschen unterscheiden. Und die Wissenschaft kann ihn sich nicht beschaffen. die innerhalb der .Wasserstoffen' bestehen. „Wie der Grad der stofflichen Dichtigkeit mittels der . ist lebendiger Stoff und auf seine eigene Weise intelligent. der seinen Schwerpunkt bildet. wievielmal ein .Wasserstoff intelligenter ist als ein anderer.allgemeinen Wasserstoff' zu finden. „Gleichzeitig sind das untere und mittlere Stockwerk des Men- 467 . Um diesen . „Das Schaf besteht aus zwei Stockwerken. „Die Verwendung der . machte eine Zeichnung. beruht auf dem Prinzip. dies ist sozusagen der .Aber unter den gewöhnlichen Lebensbedingungen auf der Erdoberfläche beschäftigen wir uns nicht mit totem Stoff.Tabelle der Wasserstoffe' zur Bestimmung verschiedener Eigenschaften von Dingen und von lebenden Geschöpfen. so auch der Grad der Intelligenz. Und wir können nicht nur sagen.Tabelle der Wasserstoffe' bestimmt wird. Zuallererst müssen wir die Seinsstufe des betreffenden Geschöpfes kennen. daß es in jedem lebenden Geschöpf und in jedem Ding einen bestimmten .allgemeine Wasserstoff aller der .

Wasserstoffe' des oberen Stockwerkes gezeigt wurden. Der Schwerpunkt des Astralkörpers ist .F i g u r 56 Mensch Schaf Wurm sehen sozusagen dem Schaf und das unterste Stockwerk dem Wurm gleichwertig.Wasserstoff 48.Mensch' durch den Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes bestimmt. das heißt des physischen Körpers des Menschen. So kann man sagen. So spielt der Wurm die Hauptrolle in Mensch Nummer eins. Im allgemeinen ist der . „Wenn Sie sich an das Diagramm der vier Körper des Menschen erinnern. und daß ein Schaf aus einem Schaf und einem Wurm besteht. Der Schwerpunkt des dritten Körpers ist .Wasserstoff 24 und der Schwerpunkt des vierten Körpers ist .Wasserstoff 96. 468 . einem Schaf und einem Wurm besteht. aus denen er zusammengesetzt ist. Die Intelligenz vpn . „Der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes im Menschen ist . Aber diese Begriffsbestimmungen sind nur in Einzelfällen wichtig. seine Seinsstufe wird durch die Seinsstufe der Geschöpfe bestimmt.Menschen'. in Mensch Nummer zwei das "Schaf und in Mensch Nummer drei — der Mensch.Wasserstoff 96 bestimmt die durchschnittliche Intelligenz des . daß ein Mensch aus einem Menschen. Der Mensch ist ein mannigfaltiges Geschöpf. Das Schaf und der Wurm spielen eine größere oder geringere Rolle im Menschen. das wir früher besprochen haben und in dem die durchschnittlichen .Wasserstoff 12.

„Wenn wir dies als Ausgangspunkt nehmen. Dieser ist der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes eines Menschen Nummer acht." G. Und der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes ist nur um einen . Und wenn wir berechnen können. sondern in einer ganz anderen Progression. nimmt man gewöhnlich das mittlere Stockwerk. welche die erste 469 . Er befindet sich vollständig zwischen . daß die .Wasserstoff höher als der Schwerpunkt des mittleren Stockwerkes.Wasserstoff' höher als der Schwerpunkt des unteren Stockwerkes.Wasserstoff 3072 nach der dritten Skala der . wievielmal intelligenter ist Jesus Christus als ein Tisch? „Ein Tisch hat keine Stockwerke. werden wir feststellen.Wasserstoffe'. Die Dichtigkeit der Schwingungen vermehrt sich jedoch nicht durch Verdoppelung wie in den Oktaven der . folgende Probleme zu lösen: „Nehmen wir an. „Aber wie ich schon gesagt habe: um mittels der . wievielmal intelligenter Mensch Nummer acht ist als ein Tisch. wievielmal . ist es zum Beispiel möglich.Tabelle der Wasserstoffe' die Seinsstufe zu bestimmen.Wasserstoff 1536. meine gegenwärtigen Ausführungen zu verstehen.Wasserstoff 6.Intelligenz' nicht an der Dichtigkeit des Stoffes.Wasserstoff 1536 und .Wasserstoff 6 intelligenter ist als . Mensch Nummer acht ist . zeichnete folgendes Diagramm: F i g u r 57 48 96 192 24 48 96 12 24 48 6 12 24 „Der Schwerpunkt des oberen Stockwerkes ist nur um einen . sondern an der Dichtigkeit der Schwingungen erkannt wird.wird es leichter für Sie sein. daß Jesus Christus Mensch Nummer acht ist.Tabelle der Wasserstoffe'. Aber wir müssen uns in diesem Zusammenhang daran erinnern.

sie können sich aber auch von einem niedrigeren . „Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen ist es unerläßlich für Sie. Tatsächlich gibt es eindeutige Merkmale.Wasserstoff 192.Wasserstoff. einer für den Menschen ungenießbaren Nahrung. Die kosmische Seinsstufe jedes lebenden Geschöpfes wird bestimmt durch: „Erstens. Zähne. Nagetiere usw. die sich von allen anderen Tieren unterscheidet. Aber er ist ein Tier einer Art. so werden Sie in der Lage sein.Wasserstoff 768. Wirbeltiere. 470 . was das Geschöpf ißt. Es gibt kein Wesen auf unserem Planeten. ja sogar höher als 384. „Dies sind die drei kosmischen Seinsmerkmale. den Grundsatz der Einteilung und Bestimmung von Lebewesen vom kosmischen Gesichtspunkt. in der der Mensch nicht leben könnte. die höher sind als er. die für alles Lebendige identisch sind und es uns ermöglichen. Er nährt sich von . nicht 768. atmet . so merkwürdig es auch scheinen mag. nähren. In der gewöhnlichen Wissenschaft wird die Einteilung nach äußeren Merkmalen vollzogen — Knochen. Funktionen. Eine Biene nährt sich von einem . „Diese Merkmale sind die Seinsmerkmale. sondern einem. daß dieses Problem. zweitens. Ich möchte nur zeigen.Wasserstoff. Säugetiere.Wasserstoff 768 nähren. Von einem äußeren Gesichtspunkt aus ist der Mensch ein Tier. Tiere wie ein Hund können sich von . dieses Problem zu lösen. der viel höher ist als 768. was es atmet und drittens. aber sie lebt in einem Bienenstock in einer Atmosphäre. festzustellen. in dem es lebt. vom Gesichtspunkt ihres kosmischen Daseins her zu verstehen. „Nehmen wir zum Beispiel den Menschen. das ihm gleicht. durch das Medium. gelöst werden kann. den es im Weltall einnimmt. Art und Gattung eines Geschöpfes mit größter Genauigkeit sowohl bezüglich anderer Geschöpfe als auch nach dem Platz. Wenn Sie den genauen Koeffizienten dieser Vermehrung kennen.zahlenmäßig um viele Male übertrifft. der 1536 nahekommt. Es gibt jedoch Wesen. im exakten Wissen geschieht die Einteilung nach kosmischen Merkmalen..Wasserstoff 192 und lebt in .

„Die Intelligenz eines Stoffes wird durch das Geschöpf bestimmt. Wenn wir nun erkennen.Wasserstoff 1536 nähren.Wasserstoff 1536. gewinnen wir damit die Möglichkeit für sehr genaue Definitionen. Genau so verhält es sich mit der Luft und genau so mit dem Medium. wenn man sie wie wir in Oktaven zusammenfaßt. Was zum Beispiel ist von diesem Gesichtspunkt aus intelligenter.„Nehmen wir ein anderes Beispiel — einen Mehlwurm. es ermöglicht. werden Sie sehen.Wasserstoff* 192 und lebt in . daß dieser Plan.Wasserstoff.Wasserstoff* 192. Wir nahmen zum Beispiel an. einem .Tabelle der Wasserstoffe' zusammen. für das er als Nahrung dienen kann. eine rohe Kartoffel oder eine gebackene Kartoffel? Eine rohe Kartoffel kann als Nahrung für Schweine dienen und eine gebackene als Nahrung für Menschen. Nehmen wir also auch diesen als 1536 an. „Wenn Sie versuchen.Wasserstoff 96 und lebt teilweise in . atmet nur teilweise . Er nährt sich von Mehl. daß ein Hund.Wasserstoff 1536. Eine gebackene Kartoffel ist intelligenter als eine rohe Kartoffel.Wasserstoff 3072 (Erdboden). daß die . „Ein Baum nährt sich von .Wasserstoffe'. besonders wenn Sie im Sinn behalten. so werden viele Dinge klar und 471 . diese Begriffsbestimmungen weiterzuführen.Wasserstoff' 1536. „Diese kosmischen Seinsmerkmale hängen unmittelbar mit der Bestimmung der Intelligenz nach der . so einfach er auf den ersten Blick ist. „Wenn diese Grundsätze der Einteilung und Bestimmung auf die fichtige Weise verstanden werden. der viel gröber ist als .Wasserstoff* 384 und atmet .Wasserstoff 192 und teilweise in .Wasserstoff Substanzen organischen Ursprungs. sehr umfassende Begriffe sind. und meinten mit diesem . lebt in . ein Fisch und ein Mehlwurm sich gleicherweise von .Wasserstoff 768. die sich nicht für menschliche Nahrung eignen.Wasserstoff 192 und teilweise . daß diese Substanzen wiederum in verschiedene Gattungen eingeteilt werden können. die feinsten Unterscheidungen zwischen den Gattungen der Lebewesen zu treffen. Er atmet . „Ein Fisch nährt sich von . weil der Wurm auch von verdorbenem Mehl leben kann.

sie zu verwandeln. sind keinem kosmischen Gesetz unterworfen. das Wachstum und die Entwicklung des Organismus notwendigen Wasserstoffe aus drei Nahrungsaiten stammen. Kein Lebewesen kann seine Nahrung. daß wir die Qualität der Nahrung und der Luft verbessern. Der Mensch muß sich überhaupt 472 . er kann nicht die Luft verbessern. ist er nicht in der Lage. Wenn ein Mensch seine Nahrung verbessern würde. Nahrung und Luft zu verbessern.Wasserstoff 384 ist Wasser. . Genau so verhält es sich mit der Nahrung. Weder Luft noch Nahrung können verändert werden.Wasserstoff 96 anstatt 192 atmen könnten.Wasserstoff 384 anstatt 768 nähren und . nach Belieben verändern. das heißt sie feiner machen.Wasserstoff 96 anstatt 192 entweder sehr verdünnte Luft oder sehr heiße. Gerade hierauf beruht die Möglichkeit der Evolution. in dem es lebt. müßte er sich von Wasser nähren und Feuer atmen. weißglühende Gase.Wasserstoff 96 ist Feuer. für die Arbeit. die wir atmen. die Luft.verständlich. Der kosmische Standort jedes Wesens bestimmt seine Nahrung in gleichem Maße wie die Luft. nämlich aus Nahrung in der eigentlichen Bedeutung des Wortes — Eßbarem und Trinkbarem —. und das Medium. die es atmet. aus der Luft. Offensichtlich ist dies unmöglich. die ein Mensch unmöglich atmen kann. in dem es lebt. die es atmet. und stirbt sehr bald. sahen wir. kann er seine Eindrücke in sehr hohem Maße verbessern und auf diese Weise feine . Verbesserung würde in diesem Fall tatsächlich alles schlimmer machen. zum Beispiel wäre . Nehmen wir nun an. gerade diese groben Stoffe in feine Stoffe zu verwandeln. .Wasserstoffe' in den Organismus einführen. Der Mensch kann nicht seine Nahrung verbessern. oder das Medium. Aber während es für ihn nicht möglich ist. Aber die Eindrücke. daß alle feineren. Der Organismus ist eingerichtet. „Als wir früher über die Nahrungsoktaven in der dreistöckigen Fabrik sprachen. zum Beispiel uns von . Wieviel einfacher und leichter wäre dann die Zubereitung der feinen Stoffe im Organismus! Aber leider ist das ganz unmöglich. und wenn Sie ihm feine Stoffe statt grobe Stoffe zuführen. und aus Eindrücken. das heißt die Qualität der dem Menschen möglichen Eindrücke.

H 12 und H 6." G. Die erste Einteilung.Wasserstoff im unteren Kreis zeigt. „das Sie auch verstehen sollten.nicht von den trüben Eindrücken von H 48 nähren. und ein Mensch. Das Diagramm dieser Einteilung wird das . Es ist eine Einteilung in einem ganz anderen Oktavenverhältnis.Lebewesen'.Diagramm alles Lebendigen' genannt. sagte er." Bei einem der folgenden Gespräche kam G. nach . unter Einschluß der Pflanzen. wird sich sicherlich von einem. ja sogar H 3 zugänglich. was wir als . sondern Gattungen in einem sehr weiten Sinn. über die Lebewesen hinaus.Nahrung'. Die andere Einteilung. „Jedes Viereck stellt eine Seinsstufe dar". der sich von niedrigeren . weil in der kosmischen Ordnung jede Gattung von Geschöpfen sich von einer bestimmten Klasse niedrigerer Geschöpfe nährt und als Nahrung für eine Klasse höherer Geschöpfe dient. In der Natur steht alles im Zusammenhang und ist alles lebendig.Wasserstoffen' nährt. jeglicher Seinsgrad danach bestimmt. In jedes Viereck mit Ausnahme der zwei obersten zeichnete er drei Kreise mit Zahlen.Wasserstoffen' nährt. was für diese Art Geschöpf oder Wesen auf einer gewissen Stufe als Nahrung dient und für was sie selber Nahrung sind. unter die Lebewesen. Das verändert das ganze Bild. wovon sich die betreffende Gattung von Geschöpfen nährt. . zeichnete ein Diagramm in Form einer Leiter mit elf Vierecken. hinaus. Der . bezieht sich nur auf die . wie wir sie kennen.Luft' und dem Medium. Vor allem zeigt diese Einteilung. daß es in der Natur überhaupt keine Sprünge gibt.Lebewesen' bezeichnen. es sind ihm auch H 24. das heißt auf Individuen. führt uns weit über die Grenzen dessen. sagte er. von der ich nun sprechen werde.Wasserstoff im oberen Kreis zeigt die 473 . „Nach diesem Diagramm wird jegliches Geschöpf. als auch nach unten. unterscheiden. und sie behandelt nicht Individuen. wieder auf das Thema der Einteilung nach kosmischen Merkmalen zurück. sowohl nach oben. „Der . „Es gibt noch ein anderes System der Einteilung". der das obere Stockwerk seiner Maschine mit höheren .

Gattung. was diese Geschöpfe sind.Wasserstoff dieser Gattung. Diesem Diagramm nach ist der Mensch . nährt sich von .Wasserstoff 24. und der .Wasserstoff 96 und dient 474 . die sich von diesen Geschöpfen ernährt. F i g u r 58 Das Absolute Das ewig Un wandelbare Engel Mensch Erzengel WirbeHlere Pilanzen Minerale Wirbellose Tiere Metalle Das Absolute „Der Platz des Menschen ist das siebente Viereck von unten gerechnet und das fünfte von oben.Wasserston' im nuttleren Kreis ist der durchschnittliche . der zeigt.

Wasserstoff 6. daß wir früher über . das nächste die wirbellosen Tiere Wirbellose Tiere sind . und in das nächste Viereck setzte er die Zahlen l und 6. Das nächste Viereck — l. sondern versuchen Sie zu verstehen. Nur müssen Sie es für lange Zeit von den übrigen gesondert betrachten. werden Sie alles in einen Zusammenhang bringen. 48. das nächste die Metalle. und das folgende Viereck hat in unserer irdischen Sprache keinen Namen. Das nächste Viereck unterhalb des Menschen sind Wirbeltiere. diese Wesen wollen wir als . einen Kreis in die Mitte und in diesen Kreis ein Dreieck. Das nächste die Mineralien.selbst als Nahrung für . sagte er. weil wir Stoffe in diesem Zustand auf der Erdoberfläche niemals finden. sich darin zurechtzufinden. die innerhalb der Mineralien eine gesonderte kosmische Gruppe bilden. Viereck 3.Wasserstoff 96.Engel' nennen. 6. Dieses Viereck kommt mit dem Absoluten in Berührung. „Suchen Sie für den Augenblick nicht nach Widersprüchen. „Auf der anderen Seite des Menschen befindet sich das. Das ist eine Gattung von Geschöpfen. das einen anderen Kreis mit einem Punkt als Mittelpunkt enthielt. was dies bedeutet." In das folgende Viereck setzte er die Zahlen 3 und 12 und zwei Kreise. und nannte es das „Ewig Unwandelbare". Dies ist der . Und vergleichen Sie auch dieses Diagramm nicht mit anderen. die wir nicht kennen. 12.Heilige Starke'.Erzengel' bezeichnen. diesem Diagramm nach von . „Aber allmählich werden Sie lernen." Im untersten Viereck zeichnete er ein kleines Dreieck mit dem Scheitel nach unten. 24 —. jeden mit einem Punkt in der Mitte. Warum? Was bedeutet das? Das eine wie das andere ist richtig." 475 .Wasserstoff' 96. wenn Sie dies erfassen.Heiliger Starker' sprachen. Sie erinnern sich. „Das nächstniedere Viereck sind die Pflanzen. Später. und nannte es „das Absolute". Wir wollen sie . „Dieses Diagramm wird Ihnen vorerst nicht sehr verständlich sein". folglich nährt sich der Mensch von wirbellosen Tieren. Dem Nahrungsdiagramm nach nährt sich der Mensch von .Wasserstoff 768.

sprach von der Plattform des Wagens aus mit uns.Wasserstoff 3072.Wasserstoff der dritten Skala.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. . nämlich zur dritten Skala. .Sauerstoff und keinen . darauf. Nach dem zweiten Läuten ging er in den »Wagen — sein Abteil war das der Tür am nächsten gelegene — und kam zum Fenster. Ich versuchte.Stickstoff. In unseren Gesprächen über dieses Diagramm kamen wir bald überein. Aber was uns sehr verwirrte. über dieses merkwürdige Diagramm hörte. Viel später fragte ich ihn.Stickstoff 1024 zusammen.Wasserstoff setzt sich aus . war das Erscheinen von „Wasserstoff^' 6144. Er gehört zur gleichen. die „Engel" als Planeten und die „Erzengel" als Sonnen zu betrachten. 476 .Stickstoff wird für die nächste Triade . ist aber unfertig. die mit „Wasserstoff^' 3072 schloß.Wasserstoff6144.Kohlenstoff. Wir verabschiedeten uns alle am Nikolajewsky-Bahnhof. das wirklich viele frühere Ausführungen umzustoßen schien. wonach ich mich in meinen äußeren Entscheidungen hätte richten können. „Nun weiter: . ist jedoch ein toter Wasserstoff ohne jede Möglichkeit.Wasserstoff ohne den Heiligen Geist. sagte er.Sauerstoff und . vollständig fehlte. Viele andere Dinge wurden uns allmählich klar. Aber er sagte nichts Bestimmtes. Nehmen wir nun den letzten . mit ihm über die kommenden Ereignisse zu sprechen. „Dies ist ein unvollständiger . Er war der gewöhnliche G-.Sauerstoff 1536 und . Dieser . sich in irgend etwas Weiteres zu verwandeln." Dies war G. wie wir ihn immer gekannt hatten. Im Zusammenhang mit seiner Abreise trug sich etwas sehr Interessantes zu. Deshalb wird er durch Verdichtung selbst . was dies bedeute.Kohlenstoff.Kohlenstoff 512. Gleichzeitig bestand aber G.Stickstoff.'s letzter Besuch in Petersburg. ein . daß die Bezifferung der „Wasserstoffe" der dritten Skala entnommen sei. „ein . aber es gibt dafür keinen . der dritten.Dies war tatsächlich alles. der in der vorigen Skala der „Wasserstoffe".Wasserstoff besteht aus . G.Wasserstoff". „Jeder vollständige . was ich von G. Es war am Bahnhof. .

Im Wagen mit G. Er hatte sich während dieser wenigen Sekunden gewandelt. nicht persönlich. Aber unter den Leuten. oder man könne sich tatsächlich unsichtbar machen. nicht denjenigen. aber sie empfanden und erlebten etwas. Ich kannte A. man könne wunderschön oder häßlich werden. den Unterschied zu beschreiben. und aus dem Fenster blickte uns ein Mensch ganz anderer Art an. G. Das dritte Läuten folgte fast unmittelbar auf das zweite. ein sehr bekannter Journalist. Einige von uns konnten damals nicht klar erkennen.. fuhr A. Ich erinnere mich nicht. wer als erster von dieser „Verklärung" G. was außerhalb der üblichen Erscheinungen lag.'s sprach. hatte uns früher erklärt. der gerade damals von Petersburg fortgeschickt wurde (es war gerade vor der Revolution). verabschiedete. zu dem er jetzt reiste und den wir verabschiedeten. Er hatte gesagt. die wir G.Er war anders! Im Fenster sahen wir einen anderen Menschen. während sie stattfand. standen am einen Ende des Wagens. und der Zug fuhr ab. wenn man die Kunst der Mimik beherrsche. Was war dies? Vielleicht war es ein Fall von Mimik. Wir. aber auf der Plattform war er ein gewöhnlicher Mensch wie jeder andere gewesen. mit einer ganz außerordentlichen Bedeutung und Würde in jedem Blick und jeder Bewegung. könne man die eigene Erscheinung vollständig verändern. die ihn verabschiedeten. als wir allein waren. während am anderen Ende eine Gruppe stand. der in den Zug eingestiegen war. daß wir sie alle gesehen hatten. All dies dauerte nur einige Sekunden. die A. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. waren einige Bekannte von mir und sogar ein paar 477 . was geschah. Er fuhr im gleichen Wagen. als ob er plötzlich ein regierender Fürst oder Staatsmann irgendeines unbekannten Königreiches geworden sei. Aber alle ohne Ausnahme hatten etwas Ungewöhnliches gefühlt. einen zu bemerken. Es ist sehr schwierig. wenn wir sie auch nicht alle gleichmäßig bemerkt hatten. verabschiedeten. und es zeigte sich. man könne die Menschen zwingen.

Er trank Tee. die irgendwo im Agrionischen Raum herumflogen.Freunde. Er schwieg und fuhr dann fort: . um irgendein Aas zu zerreißen — er war dunkelbäutig. Warum wich er seinem eigenen Fleisch und Blut aus und verachtete es? Aber zu meinem Glück begann er zu mir zu sprechen. höflich wie bei einem Orientalen. der ihm unter der lärmenden Menge von Spekulanten. und der von seiner Höhe auf die lärmenden Leute herabsah. ein stiller Mensch in einer kostbaren Astrachanmütze. mit kohlschwarzen Augen und einem Schnurrbart wie Selim-Khan . und einige rätselhafte Sätze im Gespräch bestärkten in ihm noch die Überzeugung. zwei oder drei von ihnen waren bei unseren Versammlungen gewesen und gingen von einer Gruppe zur anderen. in dem die schwarzen Augen. während er schlief. Am meisten interessierte mich die Tatsache. die kalt und ruhig war. in Rußland gibt es im Augenblick viel Geschäfte. so schien es mir wenigstens. auf die er von unerreichbaren Höhen herabschaue. die er auf dem Weg von Petersburg nach Moskau gehabt hatte. dessen Millionen sich vermehrten.. . Und sie ihrerseits blickten ihn. die sich bemühten. an der A.Sie regen sich sehr auf. und ich fragte ihn geradeheraus: 478 . wenn nicht sogar mit Ehrfurcht.Es ist ja Krieg. aus denen ein kluger Mensch viel Geld machen konnte'. daß er vom gleichen südlichen orientalischen Typus zu sein schien wie die übrigen Spekulanten. zuweilen blickte er mit größter Verachtung auf das Durcheinander und Lärmen dieser gestikulierenden Menschen. eine Horde von Geiern. durch seine außerordentliche Würde und Ruhe aufgefallen war.. mit großer Achtung an.' Im Ton seiner Stimme. Einige Tage später enthielt die Zeitung. daß hier ein Mensch war. „Mein Mitreisender hielt sich abseits. ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Geld zu machen. A. Jeder will ein Millionär werden. in dem A. und nach einer weiteren Pause erklärte er: . mitarbeitete. als ob diese Leute für ihn wie kleine Fliegen seien. leicht lächelten. die Gedanken und Eindrücke beschrieb. wobei er sein Glas zur Abkühlung vorsichtig auf den schmalen Fenstertisch setzte. Er war ein Perser oder Tatare. unter dem Arm hatte er einen französischen Roman. das an Zynismus grenzte. genau so. Ein merkwürdiger Orientale war mit ihm im gleichen Wagen gefahren. glaubte ich eine Art fatalistischen und rücksichtslosen Prahlens zu entdecken. sagte er mit einem bewegungslosen und blassen Gesicht. einen Artikel „Auf dem Wege".Ja. hielt ihn für einen „ölkönig" aus Baku. die den Wagen füllten.

Alle meine Pläne waren schon längst umgestoßen worden. die kaum umgestoßen werden wird. " Besonders überraschte uns G.Mit Sonnenenergie. Krieg oder kein Krieg ist uns ganz gleich. .'" (G. die mit dieser Arbeit verbundenen Gespräche und Reisen verwandt und meine eigenen Angelegenheiten vollständig vernachlässigt. und zwar sehr bald. Inzwischen wurde die Atmosphäre immer düsterer. obwohl ich gleich zu Beginn des Krieges erkannt hatte. die ich zu veröffentlichen beabsichtigt hatte. von denen der Lauf der Ereignisse noch abzuhängen 479 . „die Sammlung von Wissen und das Sammeln der Menschen". meinte natürlich esoterische Arbeit. Man fühlte. es war mir nicht gelungen..Wollen Sie das nicht auch?' Er antwortete mit einer unbestimmten und leicht ironischen Geste.' . gelb gebundenen oder vielleicht nicht einmal gelb gebundenen Einband „sehen" lassen. Aber A. daß sicher irgend etwas geschehen werde.Aber womit handeln Sie denn?' — .Was meinen Sie?' fragte er zurück. Wir machen immer Profite... bezog dies auf „öl" — und er setzte folgende Schlußfolgerung ans Ende seiner Geschichte vom „ölkönig".oder zweimal Nachrichten aus Moskau. Nach G. seine Gruppen.Und Sie?' — .Wir machen immer Profite. Entweder hatte A. oder G. G.'s Abreise erhielten wir bis zur Revolution nur ein. und ich wiederholte: .'s „französischer Roman".) „Es hätte mich interessiert. Nur diejenigen. ihn erfunden und seinen eigenen Eindrücken hinzugefügt. Mir schien. die Bücher zu veröffentlichen. Während der letzten zwei Jahre hatte ich alle meine Zeit auf G. noch dessen Interessen sich in diesem Grund Krieg und Frieden überlegen erweisen . las ja kein Französisch.'s Arbeit. dessen Kapital nur von der Ordnung des Sonnensystems abhängt. er habe nicht gehört oder nicht verstanden. daß ich meine literarische Arbeit würde ins Ausland verlegen müssen. Es war mir nicht gelungen. ausländische Ausgaben vorzubereiten. noch weiter mit ihm zu sprechen und noch mehr von der Psychologie eines so merkwürdigen Menschen zu erfahren. hatte ihn tatsächlich einen französischen Roman in einem kleinen.Wollen Sie nicht auch Profite machen?' Er lächelte besonders ruhig und sagte ernst: . Uns berührt das nicht.

Aber das Merkwürdigste von allem war. empfand ich. wie dies viele andere damals taten. und sahen nur das. auch sie bewegte und an der Nase herumführte. sagte ich mir. die an Ort und Stelle. Als ich in einem nur auf einer Seite bedruckten Flugblatt die Abdankung von Nikolaus II. aber er wurde vollständig mißverstanden und verstand auch nicht sein eigenes Selbst.schien. was nach ihrer Ansicht geschehen sollte. Schließlich brach der Sturm los. daß Leute. Ich erinnere mich. wo er. die sie bedrohte.März 1917. dies zu sehen oder zu fühlen. die alle ihre Hoffnungen in sie gesetzt und in ihr die Befreiung von irgend etwas gesehen hatten. von allen verlassen und verraten. was tatsächlich geschah. Daß ich recht hatte. Die Person des Kaisers Nikolaus II. das Ende der russischen Geschichte' ". daß wir zu dieser Zeit von der „Macht der Theorien" sprachen. Die „große unblutige Revolution" fand statt — die offensichtlichste und absurdeste Lüge. er schien mir in vielen Hinsichten ein bemerkenswerter Mensch zu sein. die man sich hätte ausdenken können. wunderbare Stärke und sogar Seelengröße zeigte. daß hierin der Schwerpunkt aller Geschehnisse lag. Aber die ganze Angelegenheit hatte nichts mit ihm als Person 480 . Ein Marionettentheater wird auf die gleiche Weise gespielt. die auf die Revolution gewartet hatten. wird durch das Ende seines Tagebuches bewiesen. an diese Lüge glauben und inmitten all der Mordtaten von einer „unblutigen" Revolution sprechen konnten. Menschen. Ich hatte überhaupt keine Gefühle für die Dynastie. im Mittelpunkt aller Geschehnisse standen. und verstanden nicht. daß derselbe Draht. hatte mich immer interessiert. konnten und wollten nicht sehen. „Ilowaiski kann aus seinem Grab aufstehen und an das Ende seiner Bücher schreiben . las. Die Marionetten erkannten nicht die Gefahr. der den Verbrecher mit dem Messer in der Hand hinter dem Busch hervorzieht. waren unfähig. aber ich wollte mich einfach nicht selber täuschen. das von den Bolschewiken veröffentlicht wurde und sich auf die Zeit bezieht.

S. Und wir hatten nichts anderes. Der „Zar" war der unerläßliche Mittelteil dieser Maschine. die er in sich darstellte. Die Ereignisse bewegten sich mit atemraubender Geschwindigkeit. Die Abdankung des „Zaren" in solch einem Augenblick mußte die ganze Maschine zerstören. die im Begriff waren. trotzdem arbeitete und alles zusammenhielt. daß dieses Prinzip von einem beträchtlichen Teil der russischen Intelligenz geleugnet wurde. Die berühmte „öffentliche Zusammenarbeit". Irgend etwas „auf dem Marsch" zu schaffen. zusammen und setzte ihnen meine Ansichten über die Lage der Dinge auseinander. die aus den Kasernen ausbrachen oder aus den Zügen. Und für das Volk hatte das Wort „Zar" schon lange alle Bedeutung verloren.zu tun. eine Woche nach der Revolution brachte ich die wichtigsten Mitglieder unserer Gruppe in der Wohnung von Dr. aber sichtlich konnte er ihn selbst nicht verdauen und gab es auf. Ich sagte. meiner Meinung nach habe es überhaupt keinen Sinn. Sogar die Nowoje Wremja wurde plötzlich eine sozialistische Zeitung. sondern mit dem Prinzip der Einheit der Macht und der Verantwortlichkeit gegenüber dieser Macht. und wir müßten ins Ausland gehen. daß die Menschen etwas finden konnten. erwies sich. als ein Bluff. Aber ich war über unsere „Intelligenzler" überrascht. wenn auch unvollkommen. Die Armee brach in wenigen Tagen zusammen. war unmöglich. aber die neue Regierung wollte diese Tatsache nicht anerkennen. die. Der berühmte Menschikoff schrieb einen Artikel „Über die Freiheit". sie zur Niedermetzelung zu bringen. wie zu erwarten war. in Rußland zu bleiben. Ich spreche nicht von den Soldaten. Ich glaube. aller Wahrscheinlichkeit nach gäbe es nur eine kurze Periode verhältnismäßiger Ruhe und dann würde alles zusammen- 481 . die von „Patrioten" sofort zu „Revolutionären" und „Sozialisten" geworden waren. Eine neue Lüge wurde begonnen. Der Krieg hatte in Wirklichkeit schon früher aufgehört. worüber sie sich freuten. für deren Schaffung so viele Opfer gebracht worden waren. Aber dieses Wort hatte immer noch eine große Bedeutung für die Armee und für die bürokratische Maschine. Es ist wahr. Aber das erstaunlichste dabei war.

um es aufrichtiger zu sagen. Er schrieb. Ich hielt es für sinnlos und dumm. Hierbei könnten wir nichts helfen und unsere Arbeit würde unmöglich sein. Für andere war die Hauptschwierigkeit. jedenfalls sahen sie keinen Grund zur Eile. und seine Karte war im Februar geschrieben. 482 . Ich kann nicht behaupten.'s Zustimmung oder. Moskau vor der Revolution verlassen hatte und noch nichts von den Ereignissen wissen konnte. Andere waren von der üblichen Täuschung befangen. was heute möglich wäre. daß alles. in Rußland zu bleiben.brechen. Gleichzeitig wollte ich aber nicht ohne G. nicht ohne ihn weggehen. die er vor einem Monat im Zug auf dem Weg von Moskau nach dem Kaukasus geschrieben hatte und die die ganze Zeit wegen der herrschenden Unordnung auf dem Postamt gelegen hatte. und ihnen schien es möglich. Und er war in den Kaukasus gefahren. Die meisten erkannten nicht den Ernst der Lage. daß wir nichts von G. als er sie schrieb. abgereist war. zum Besten geschieht. Ihnen schienen meine Worte übertrieben. Diese Nachricht stellte mich vor ein sehr schwieriges Problem. daß meine Ansicht viel Zustimmung fand.. daß. morgen unmöglich werden kann. Bald nach der Versammlung in Dr. Seit der Revolution war nur ein Brief aus Moskau gekommen. daß G. und konnte keine Beziehung zur gegenwärtigen Lage haben. die sich in unregelmäßigen Abständen trafen. Aus der Postkarte ging hervor. daß sich alles wieder beruhigen und normal werden könnte.'s Haus erhielt ich eine Postkarte von G. die Arbeit der Gruppen bis zu seiner Rückkehr gegen Ostern fortzusetzen. doch zu warten. er forderte mich auf. Zu dieser Zeit gab es zwei Gruppen mit insgesamt ungefähr vierzig Menschen. S. wohin. Schließlich entschlossen wir uns zu warten. das heißt vor der Revolution. was geschieht. er ginge nach Alexandropol. obwohl ich sah. daß G. Zu guter Letzt entschloß ich mich. und ferner noch einige gesonderte Gruppen. daraus konnte man entnehmen. gehört und auch seit langer Zeit keine Nachricht mehr von ihm erhalten hatten. aber niemand wußte.

„Drei Sekunden.Schlafen und Wachen' der .'s Worte über verschiedene Zeit in verschiedenen Kosmen interessierten mich brennend. in dem er sagte.Ostern kam — doch keine Nachrichten von G. Und in der letzten Unterhaltung hatte G. Folglich beansprucht ein voller Atemzug ungefähr drei Sekunden. Mir schien die ganze Zeit. und ich dachte oft. Ich erwähnte auch die Schwierigkeiten. die wir von G. Und ich versuchte mich daran zu erinnern. Die erste „provisorische Regierung" kam zu einem Ende. viel ungesagt geblieben war. ins Ausland zu gehen. Eine Woche nach Ostern kam ein Telegramm. daß „Zeit Atem ist". daß zu diesen „Diagrammen".'s Worte. Früher schrieb ich. die im Zusammenhang mit der verschiedenen Bedeutung von „Mikrokosmos" und „Tritokosmos" auftauchten. vielleicht würde uns bei einem tieferen Studium der „Diagramme" allmählich deren innere Bedeutung klar werden. Als ich einmal einige im Vorjahr gemachte Aufzeichnungen durchging. mir über „Schlafen und Wachen" und über den „Atem des organischen Lebens" gesagt hatte. was P. „Was ist Atem?" fragte ich mich. G. Unsere Gespräche kamen oft auf die „Diagramme" zurück. Aber zu dieser Zeit hatten wir uns schon entschlossen. daß er im Mai ankomme. Es war schon schwieriger. Unsere Gruppen trafen sich weiter und erwarteten G. „Warum sind . weil sie vollständig mit der „Dimensionen-Periode" des Heuen Modells des Weltalls übereinstimmten.Atem des organischen Lebens'? Was ist Schlafen und Wachen? „Für den Menschen und alle mit ihm vergleichbaren und in ähn- 483 . bekommen hatten. Dann erinnerte ich mich an G. hielt ich bei den „Kosmen" an. daß die „Kosmen" mich besonders anzogen. den „Menschen" als „Mikrokosmos" und das organische Leben auf Erden als „Tritokosmos" zu verstehen. besonders wenn wir mit neuen Leuten in unserer Gruppe sprachen. Der Mensch atmet in normalem Zustand in der Minute ungefähr zwanzig Male voll ein und aus. dem schweigend zugestimmt. Lange Zeit konnte ich nichts damit anfangen.

aus. und wenn sie wachen. Durch die Teilung von 28." Diesen Überlegungen nach stellte ich die Perioden des Atmens und des Schlafens und Wachens auf folgende Weise dar: Tafel 5 Mikrokosmos Tritokosmos Atem 3 Sekunden Schlafen und Wachen 24 Stunden Atem 24 Stunden Schlafen und Wachen ? Ich erhielt eine einfache „Regel der Drei". „Könnte man die Parallele nicht weiterentwickeln?" fragte ich Tafel 6 Mikrokosmos Mensch Atem: 3 Sekunden Tag und Nacht: 24 Stunden Leben: 79 Jahre Tritokosmos Organisches Leben Atem: 24 Stunden Tag und Nacht: 79 Jahre Mesokosmos Erde Atem: 79 Jahre 484 . ein. 79 Jahre machen meinen früheren Überlegungen nach Schlafen und Wachen des „organischen Lebens" aus. sogar für Pflanzen. Durch die Teilung von vierundzwanzig Stunden durch drei Sekunden erhielt ich 28. Das interessierte mich. während sie schlafen. im Schlaf und im Wachen. sind dies vierundzwanzig Stunden. aber es stellte die menschliche Lebensdauer dar. das heißt in der Nacht. genau auf die gleiche Weise gibt es für alle Säugetiere wie auch für den Menschen einen Unterschied in der Aufnahme von Sauerstoff und COz nachts und tags.800 (Tage und Nächte) durch 365 kam ich fast genau auf 79 Jahre. Zum Beispiel Pflanzen atmen. Außerdem sind Schlafen und Wachen Atem.liehen Umständen lebenden Organismen. Das entsprach nichts mir Bekanntem im organischen Leben.800. das heißt bei Tag.

Man kann nicht sagen. Diese Zahl sollte die Dauer des Lebens der Erde bedeuten. daß eine solche Teilung der Zellen in zwei Kategorien von der Wissenschaft schon endgültig angenommen worden ist.000 Jahre. Jahre Jahre 75 Milliarden Jahre Das Ergebnis war sehr interessant.800 und erhielt etwas weniger als zweieinhalb Millionen Jahre.5 Mill. Aber wenn wir an Dimensionen innerhalb der „Mikrowelt" denken. 24 Stunden bestimmen die Lebensdauer einer Zelle. daß für eine spezialisierte Zelle wie eine Zelle des menschlichen Organismus 485 . 75. Ich erhielt das folgende Bild: Tafel 7 Kleine Zellen Große Zelle» Mikrokosmos (Mensch) Organisches Leben Erde Atem — Tag u." Ich entschloß mich. nicht zuzugeben. Soweit scheinen diese Zahlen logisch möglich. „Sehen wir zu. links vom Mikrokosmos (auf dem Diagramm) zwei Kosmen anzunehmen. Und obwohl die Lebensdauer einer einzelnen Zelle noch in keiner Weise als festgestellt betrachtet werden kann. Darauf multiplizierte ich 79 Jahre mit 28. 24 SHumden "79 Jdhss 2.000.000 zum Zwecke der einfacheren Berechnung multiplizierte. in welchem Verhältnis sie hierzu stehen. daß diese Welt aus zwei Welten besteht.5 Mill.000 Jahre mit SO. die unter dem Menschen stehen". erhielt ich eine Zahl von elf Ziffern. die voneinander so verschieden sind wie die Welt der Menschen und die Welt verhältnismäßig großer Mikroorganismen und Zellen. dann ist es unmöglich. sind viele Forscher zu dem Schluß gekommen.000. Nacht — Leben 3 Sekunden — 3 Sekunden 24 Stunden 79 Jahre 3 Sekundsrn 24 Stunden 79 Jahre 2. und darunter verstand ich erstens verhältnismäßig große mikroskopische Zellen und zweitens die (zulässig) kleinsten. sagte ich mir.mich. fast unsichtbaren Zellen.500. Zweieinhalb Millionen Jahre für das organische Leben und 75 Milliarden Jahre für die Erde. Ich ordnete die erhaltenen Zahlen auf die folgende Weise: 79 Jahre bedeuteten wiederum nichts im Leben der Erde. „Aber es gibt Kosmen. Indem ich 2.

75. Der Atem der Zelle entspricht drei Sekunden. versuchte ich eine vollständigere Tabelle zu zeichnen. durch 30.000 als 3.000. Vier Perioden erschienen miteinander verbunden oder voneinander getrennt durch den gleichen Koeffizienten 30. Für leichteres Rechnen und zum Zwecke der Klarheit nahm ich 30.000 schien zu groß. was man für ein Ergebnis erhält. Dann wiederum zum Zwecke der Klarheit wie bei der Multiplikation mit 30.000. so nahm ich 2.ich auf viele Gedanken.000 an Stelle von 28. Die Zeitdauer eines elektrischen Funkens und gleichzeitig die Dauer der kürzesten visuellen Wahrnehmung. Gleichzeitig kennzeichnet jede dieser Perioden eine entsprechende. diese Zellen zu sehen. Der Koeffizient 30. Aber gleichzeitig erinnerte ich mich. aber niedrigere Periode in einem höheren Kosmos und eine entsprechende höhere Periode in einem niedrigeren Kosmos. 3 und 9. Eine Zehntausendstel Sekunde war das Ergebnis. Weiter versuchte ich zu sehen. Atem oder die Dauer von Einatmung und Ausatmung. konnte ich noch nicht sagen. und 79 als 80 und so weiter.die Lebensdauer genau vierundzwanzig Stunden zu sein scheint.800. daß die Beziehung eines Kosmos zu einem anderen sich wie „Null zu Unendlich" verhärt. das heißt die Reihe der Kosmen um zwei niedrigere zu erweitern.000. die Periode von Wachen und Schlafen und das durchschnittlich längste Lebensalter.000.000. warum es so schwierig ist. von denen ich den ersten als „Molekül" und den zweiten als „Elektron" bezeichnete. wenn „Atem". Ob es möglich war.000 nahm ich nur runde Zahlen und nur zwei Koeffizienten. Das sagte mir nichts.000 — die kürzeste Gesichtswahrnehmung.000. sie für richtig zu halten und in ihr ein genaues Bild der Beziehung eines Kosmos zu einem anderen zu sehen. „Das Ver- 486 .000. Ich erhielt die folgende Tabelle: Diese Tafel brachte m. trotzdem sie ihrer Größe nach unter einem guten Mikroskop erkannt werden müßten. das heißt drei Sekunden. Ohne noch irgendwelche Schlüsse zu ziehen.000 geteilt wird. Aber drei Sekunden des Lebens einer kleinen Zelle — das enthüllte mir vieles und machte vor allem verständlich.400. Und in einem derartigen Verhältnis konnte kein Koeffizient zu groß sein.000 nahm ich als 90.

000 second 91019 years (number of 16 figures) 3 1023 years (number of (number of 20 figures) 24 figures) 9102* years (number of 29 figures) .000.Elektron Molekül Zellen Zellen kosmos Kleine Große Tritokosmos kosmos kosmos kosmos kosmos teroMakroOgioOgloMesoM ejo- MikroProtoProfo- Deu- (Mensch) kosmos Eindruck l 10.000 second l 10.000 second 3 seconds SO years 24 hours 3 million years 90 milliard years 3 1015 years (number of 16 figures) 487 1 10.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 31015 years (number of | 16 figures) 910» i years (number of 20 figures) Tag und Nacht ! 90 milliard years 31015 years 9 10» years (number of (number of 16 figures) 20 figures) 31023 years ! (number of 24 figures) Leben l 300.000 second 3 seconds 24 hours 80 years 3 million years 3 seconds j 24 hours 80 years 3 million years 90 milliard years 3J015 years Atem l 10.

aber drei Kosmen zusammengenommmen umfassen in sich alle Gesetze des Weltalls. Die Kosmen stellen sich in ihrem Verhältnis zueinander als Größen von einer höheren oder geringeren Anzahl von Dimensionen dar. Ich versuchte mich an alles zu erinnern. Nehmen wir zum Beispiel den Menschen im Verhältnis zur Sonne. oder zwei Kosmen. der obere und der untere. macht für die Sonne nur die Zeit eines elektrischen Funkens aus.hältnis Null zu Unendlich" war das Größenverhältnis der verschiedenen Dimensionen. mit welchem ich anfangen sollte. G. wenn wir den Menschen als ersten Kosmos annehmen. denn sobald ich die Existenzdauer eines Kosmos in bezug auf höhere Kosmen in Betracht zog. verschwanden die geringeren Kosmen lange bevor sie die siebente Dimension erreichten. bestimmen den Kosmos. intelligentes Wesen. In einem Kosmos ist es unmöglich." — „Wenn ein Mensch in seinem Bewußtsein auf die Stufe eines höheren Kosmos gelangt. Es kann aber nur sechs Dimensionen oder mit null sieben geben. über Kosmen gesagt hatte." Ich fühlte. ich wußte nicht. daß der nächste Kosmos über ihm für ihn vierdimensional ist und der nächste Kosmos unter ihm zweidimensional. alle Gesetze des Weltalls zu verstehen. und mittels dieser Tafel erhält man elf Kosmen. sagte. daß in jedem dieser Worte ein Schlüssel für das Verständnis der Struktur der Welt war. der sich zwischen ihnen befindet. Jeder Kosmos wird geboren. lebt und stirbt. jeder Kosmos sei für sich dreidimensional. aber es waren zu viele Schlüssel. Aber ein langes Menschenleben. „Jeder Kosmos ist ein belebtes. gelangt er eben durch diese Tatsache auf die Stufe eines niedrigeren Kosmos. was G. Beim ersten Anblick scheint dies merkwürdig. Die Sonne erscheint in bezug auf den Menschen als vierte Dimension. aber nur beim ersten Anblick. Dies bedeutet. achtzig Jahre. der kleinstmöglichen Gesichtswahmehmung. Der nächste Kosmos darüber fünfdimensional und der nächste Kosmos darunter eindimensional. Wie entstand die Bewegung von einem Kosmos zu einem anderen 488 .

Das letztere schien mir wahrscheinlicher auf Grund der Bestimmung der Gegenwart als der Zeit. wie zum Beispiel zur Geschwindigkeit der Bewegung himmlischer Körper. Als ich begann. daß die Erde nicht auf die Art ihrer selbst bewußt sein kann. daß die Erde mit einem Atemzug in achtzig Jahren die Empfindung ihrer selbst mit achtzig Ringen einer Spirale verbindet. ob bei solcher Geschwindigkeit die Erde die Bewegung um ihre eigene Achse bemerken könnte. als G. Hiervon ausgehend und in der Annahme. Es ist sehr zweifelhaft. mit der Empfindung der Gegenwart in Zusammenhang steht.und wo und wann verschwand sie? In welchem Verhältnis standen die von mir gefundenen Zahlen zu den mehr oder weniger als sicher angenommenen Zahlen der kosmischen Bewegungen. das heißt gleich der Geschwindigkeit eines elektrischen Funkens. Damals dachte ich. 489 . würde seine Drehung um die Sonne ungefähr eine Fünfundzwanzigstel Sekunde beanspruchen. vor einem Jahr nach der ersten Vorlesung über Kosmen zu seinen vorhergehenden Ausführungen hinzufügte: Zeit ist Atem. Und wenn wir die ungeheure Entfernung in Betracht ziehen. Ich hatte somit eine völlig unerwartete Bestätigung aller Schlüsse und Folgerungen des Neuen Modells des Weltalls erhalten. Wenn der Mensch sich drehte. Dies war übrigens der erste Gedanke. der mir in den Sinn kam. das heißt für die unmittelbare Wahrnehmung werde die Dauer des Atems als Gegenwart empfunden. wie wir sie kennen. er meine vielleicht. erhielt ich einige sehr überraschende Verhältnisse. der Atem wäre die Zeiteinheit. die die Erde in dieser Zeit zu bewältigen hat. die das Atmen in Anspruch nimmt. so kommen wir zu dem unvermeidlichen Schluß. daß die Empfindung des Selbst. zur Lichtgeschwindigkeit und so fort. zum Beispiel für die Erde war die Periode der Bewegung um ihre eigene Achse gleich einem Zehntausendstel einer Sekunde. die Dauer einer Momentphotographie. sondern ihrer selbst als Ring oder einer langen Spirale von Ringen bewußt sein muß. der Elektronen in einem Atom. die Bewegungen der verschiedenen Kosmen zu vergleichen. das heißt des eigenen Körpers. kam ich zu dem Schluß. das heißt in Form einer Sphäre.

wenn wir einsehen. selbst in der Hälfte dieser Zeit. ist es möglich. macht es vollständig phantastisch und wunderbar. Die Wissenschaft erklärt natürlich nur. mit anderen Substanzen vermischt und dann in Form dieser Mischung erst als Brennstoff. geradezu blitzartige Geschwindigkeit vieler innerer Vorgänge. Aber in diesem Falle sollte sie meiner Ansicht nach die Tatsache nicht verbergen und übergehen. die in den Organismus eingeführt wurde. daß für die großen Zellen. im Prozeß der Analyse geht sie durch eine Reihe von Laboratorien. einer unserer Atemzüge vierundzwanzig Stunden dauert. In vierundzwanzig Stunden. die offensichtlich das Leben des Organismus lenken. sie wird in ihre Bestandteile aufgelöst. daß sich in dieser ganz unmerklichen Zeitspanne. was sie erklären kann. im Organismus eine ganze Reihe mannigfaltiger chemischer und anderer Vorgänge vollzieht. die sich in meiner Tabelle links vom Menschen befinden. die kleinste Abweichung vom Üblichen wird sofort bemerkt. der nicht über die Fragen der Physiologie nachdenkt. das heißt zu denen. weiterverbraucht. sogar in einem Drittel. was mir in der Arbeit unseres Organismus immer am rätselhaftesten und unerklärlichsten erschienen war. alle inneren Kräfteverhältnisse und die Form und Art der Reaktionen verändert. nämlich die erstaunliche. wird sorgfältig analysiert. Mir war es immer fast als Scharlatanismus seitens der Physiologen erschienen. Aber die phantastische Seite fällt weg. sondern ständig die Aufmerksamkeit darauf richten. daß dieser Tatsache keine genügende Bedeutung beigemessen wird. Die Substanz. der die verschiedenen Nervenzentren ernährt. mag über die Tatsache nicht erstaunt sein. sich den 490 . bei jeder passenden Gelegenheit auf sie hinzuweisen. fand ich schon im ersten von ihnen die Erklärung dessen. das heißt in acht Stunden (was einer Sekunde entspricht). die ungefähr einem Atemzug gleicht. daß das Trinken einer Tasse starken Kaffees oder eines Glases Kognaks oder das Einatmen des Rauchs einer Zigarette sofort vom ganzen Körper empfunden wird. Ein Mensch.Als ich zu den niedrigeren Kosmen kam. Daß sich dies in Sekunden unserer Zeit vollzieht. aber es sollte einem Physiologen klar sein. als ob sie nicht bestünde. All dies muß ziemlich viel Zeit beanspruchen.

Seine Lebensspanne ist gleich einem elektrischen Funken oder dem zehntausendsten Teil einer Sekunde. ist es nicht mehr der Stein. die. was dies bedeutet. eine Analogie ist notwendig. muß es wie alles Lebendige geboren werden. das innerlich lebt. in der sich diese Zellen vermehren. Wenn drei Sekunden die Lebensgrenze für eine kleine Zelle dieser Art darstellen und dem langen Leben eines Menschen entsprechen. sah ich mich der Tatsache gegenüber. Von diesem bequemen Gedanken müssen wir uns trennen. Die. den man gesehen hat. müssen von innen heraus noch schneller als unser Organismus erneuert werden. l leben und sterben. Zum Beispiel die Fälle einer fast augenblicklichen Ansteckung bei Epidemien oder ansteckenden Krankheiten im allgemeinen. obwohl sie strukturell sehr kompliziert sind. deren Erreger noch nicht gefunden worden sind. Eisen. Das Molekül. vor allem jene. sozusagen als das lebende Innere der Bausteine eines Stoffes angenommen werden. kein einziges der beim erstenmal gesehenen Moleküle ist übriggeblieben. Als ich dann zum Kosmos der kleinen Zellen kam. zu klein. so lange bestehen wie der betreffende Stoff. die an der Grenze oder jenseits der Grenze mikroskopischer Sicht stehen. Granit. Ein Vergleich. genau wie er in einer großen und gut geleiteten „chemischen Fabrik" mit verschiedenen Laboratorien durchgeführt werden könnte. als Grundlage. daß die Kürze des Daseines eines Moleküls fast unvorstellbar ist. Tatsächlich erneuert er sich vor unseren Augen. und wenn es lebendig bleibt. um direkt auf unsere Vorstellung zu wirken. fand ich wieder eine Erklärung für das Unerklärliche. die Augen schließt und sofort wieder öffnet.Ablauf aller der erwähnten Vorgänge auf ordnungsgemäße Weise vorzustellen. Gewöhnlich nimmt man an. Wenn man einen Stein betrachtet. um zu verstehen. wenn für sie schon fünfzehn Sekunden gleich vier Jahrhunderten sind? Als ich dann zur Welt der Moleküle kam. daß die Moleküle. Aber auch dann sieht man nicht die 491 . Toter Stoff. sterbenden Zellen unseres Organismus und ihr Ersetztwerden durch andere bringen uns dieser Anschauung nahe. kann nicht äußerlich tot sein. was wäre dann die Geschwindigkeit. Kupfer.

nämlich . die einer elfstelligen Zahl entspricht. Und außerdem ist die Geschwindigkeit eines Elektrons innerhalb des Atoms nur eine sehr ungefähre Größe. Und da das ganze Leben eines Elektron nicht mit der Erde. daß sich ein Elektron innerhalb eines Atoms in seinem Kreislauf mit der Geschwindigkeit von eins geteilt durch eine fünfzehnstellige Zahl bewegt. Die Beziehung des Lebens eines Elektrons zu unserer Wahrnehmung läßt sich folgendermaßen bestimmen. sondern mit dem Neptun vergleichen. Zahl ist. Das Elektron als dreidimensionaler Körper ist zu unbefriedigend. deren Kürze über unser Vorstellungsvermögen geht. daß ein Elektron während seiner Lebenszeit eine Anzahl von Bewegungen um seine „Sonne" ausführt. weil Merkur die Sonne vierhundertsechzigmal schneller umkreist als Neptun.der Unterschied zwischen einer sieben. daß der Unterschied der Umlaufperioden der Planeten um die Sonne in unserem System eine dreistellige Zahl darstellt. Unsere schnellste visuelle Wahrnehmung ist gleich eine zehntausendstel Sekunde. sondern nur ihre Spuren. Weiter. folgt daraus. oder unter Einschluß des Koeffizienten einer siebenstelligen Zahl. im letzten Kosmos. „warum wir keine Moleküle sehen können". Ich fragte mich. Dies erklärt auch. Zwischen einer siebenstelligen und einer elfstelligen Zahl scheint ein riesiger Unterschied zu sein. dann vollführt sie meiner Tabelle nach während ihrer Lebensdauer eine Anzahl von Bahnen um die Sonne.und einer neunstelligen Zahl — das heißt zwei Stellen anstatt vier. Die 492 . sondern mit dem Neptun vergleichen.Moleküle selbst. dann wird der Un