iskutierten über den Reisevertrieb: Christoph Keese, Axel Springer AG, Marco Nussbaum, Prizeotel, Peter Verhoeven, Ac·

or, Soren Hartmann, DER Touristik und Michael Buller, Verband Internet Reisevertrieb Foto: UY1e Lehmann

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BERLIN. V\'o geht die Reise hin? J)as
fragter1 sich hochrangige Vertreter der,
1ouris1nusbrancl1e und der Hotellerie
l'ei einer Podiumsdiskt1ssio11 zu1n Tl1c-
ma „ Digitalisicru11g der Touris111us-
\'lirtscha ft". Di e Ges1Jrächsrunde \Var
Teil des Tot1risn1usgiplcls des Bundes-
verbands der l)eutschcn Tourisn1us-
\\ irtschalt in1 Bcrlir1er Hotel Adlon
Kemµinski.
Als einziger ßranchcnfre111der auf
der ßtthnc mit dabei \Var C:luislopll
Keese, Exccutive Vice Prcsident der
Axel Springer AG, der auch die radi -
kalste und provokai1testc Tl1esc ver-
lral. „,\lle \ lcr1nittler abschaffen Ltnd
da Sl·ll)cr 111achcn." \ \ fcr die
11icht 'er tche, clc11
' me r e n, zu

d1 r Frkcnntn1s sei er bei crncm län-
geren 1\ufenthalt in1 Silicon Vailcy ge-
kom111e11, bcric.htet Keese. !vlit dieser
1v1cinung der Medicnma1m in der
ltt1nde durchaus auf Vcrstä11d11is. Al-
lerdings sei der Wcttbe\verb noch nicht
ül1erall S() \Veit, so die ei11hcllige tvlci-
nttng t1nter den Gcsprächsparu1ern.
„Derzeit generieren \Vir in1n1er 11oc.h
Tourismusglpfel Die
Reisebranche will sich
im Online-Vertrieb
besser aufstellen.
Experten aus anderen
Branchen geben Tipps.
80 Pro1e11t <lcr Buchunge11 i111 Reisebü-
ro, 20 Prozent im Internet, allcrdi11gs
inf or111icren sich 50 t>ro1ent unserer
Gäste vor ihrer Huchung in1 Netz", fasst
Sören Hart111ann, Sprecher der c;e-
schäftsführw1g fJER lour1st1k, den ak-
tuelle11 Stand für sein Unter neh111cn 1u-
„ .• m   ...l'nt 1.u St .11.
c1 c direkt o er ubcr crtr1cll)plattfi.>r-
men, d.is ist auch für l>etcr \'erhoevcn,
CEO lbis Brands Europe bei Accor, un-
\1cr1.ichtbar. 1\l>er noth seien die her-
ko1nml1chcn Vertricbs\\'egc nicht tot.
„ 111uss nicl1t i1ur präse11t sein, son-
dern Nt1tzen schaffen, online oder off-
li11c, sonst hat man keine Cha11cc",
glaubt Buller, Vorstand des
Verbands lntcr11et Reisevertrieb (VfR).
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Jn der llraxi-; :-.teilen s1cf1 jcdo<..h oft
genug unv<>rl1ergcseher1c Problen1c,
''eiß 'Jussb.1un1, CEO Prizcotel

\\'Olltcn unseren Vielbu-
chcrn ern1ögli<..hen, ül)er eit1c Al'lP e1n-
1uchecken, tun n1it ihrern Sn1artpl1onc
clirekt ihr Zi11ltncr t)ff11en 1u können,
ohne vorher lästige Forn1alitälcn erle-
digen zu n1üsscn'', erzählt der Hc>tel-
111anager, „do<..h dabei stellt sich dann
das Proble111, \\ ie cfcr ?\1eldezctlel aus-
gefüllt ,„,erdc11 soll."
Ge11ercll, da si11d sich alle Ge-
'>prächspart11er einig, n1u-;se der Ge-
seLZgebcr sch11cller L111d ko11sc<1ue11ter
auf die Oigitalisieru11g reagieren. Doch
auch für die 8rancl1e selbst gebe es
nocl i1.l z_ •. ßr ... 01.l 1.Tilll L!l
tcrr1chn1en :,c1cn da häU11g besser aut-
gcslellt, merkte Sörcn Hartn1ann an.
Fazit: Die Tot1ris111usbranchc ist in1
Tnter11ct aktiv, sucht aber nocl1 nach
den richlige11 Strategien, un1 sich dort
effektiv 1u vcrn1arktcn. Und so mw-
che tcchniscl1 heule schon machbare
ModernisicrLL11g könnte vorerst an
rorn1alitätcn ()der rechtlt(hcn \ 'orga-
hen SLhcitern. U1vc Lel1111c11111

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