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Xenotransplantation

Definition:
Durch die Xenotransplantation (griech: Xeno=Fremd) wird seit Anfang der 90er
Jahre versucht, tierische Zellen und Organe auf Menschen zu übertragen bzw.
zu transplantieren. Somit würde man den Organmangel erheblich reduzieren

Ethik:
Mit dieser Methode sind natürlich moralische Probleme verbunden. Ist es aus
ethischer Sicht korrekt, ein Tierorgan in einem Menschen zu transplantieren?
Ist es psychisch für einen Menschen ertragbar zu wissen, dass er das Herz
eines Schweins trägt?
Weiterhin birgt die Xenotransplantation ein weiteres Risiko in sich. Sie kann
gefährliche Epidemien oder Immunkrankheiten, ähnlich wie Aids injizieren, aber
auch die Abstoßungsreaktion bei dieser Transplantation ist sehr stark.

Die Anhänger der personalistischen Ethik sind gegen diese Methode, da sie die
Würde des Menschen aber auch der Tiere in Gefahr sehen. So begründen sie
ihre Meinung damit, dass die Spendertiere als „Source animals“ missbraucht
werden und die Menschen mit solch einem Organ, als Menschen zweiter Klasse
angesehen werden könnten. E.M. Engel, ein Anhänger dieser Ethik, sagte zum
Thema Xenotransplantation:
„Diese sind die Prinzipien der biomedizinischen Ethik, wozu der Respekt vor
Autonomie und Selbstbestimmung, die Prinzipien der Nichtschädigung (primum
non nocere), der Fürsorge oder des Wohltuns und der Gerechtigkeit oder
Fairness gehören (Beauchamp und childress 1994)“.

Dem Gegenüber steht die „utilitaristische“ (griech: Utilitas=Nutzen)


Begründung in dieser Diskussion. Sie besagt, dass man die Xenotransplantation
begrüßen sollte, da sie der Gesellschaft sehr viel Nutzen bringt. So sagt die
Schweizer Akademie der Medizinischen Wissenschaften im Jahr 2000:
"Wie schon betont, muss jedoch eine sehr klare Trennlinie gezogen werden zwischen der
Xenotransplantation
von Organen und der Transplantation von Geweben und Zellen, die unterschiedliche
Probleme aufwerfen. Es ist wichtig, dass in der Diskussion die Kosten und der Nutzen für
den
Patienten und die Gesellschaft erörtert werden, ebenso wie weltanschauliche
Unterschiede in der
Bevölkerung."

Somit wird die Schwierigkeit der Xenoplantation in der Ethik deutlich: Die Motivation, aus
der die Menschen ihre ethische Urteilsfindung fällen, unterscheidet sich enorm

Quelle:
http://www.rwi.uzh.ch/lehreforschung/alphabetisch/kley/ka/person/publikationen/Teleologis
che_deontologische_Ethik_ARSP_2004.pdf
Reader von Frau Sorgatz „Gentechnik in der Diskussion“ und „Die ethische Frage in der
Gentechnik“