Staatliches Schulamt für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis LimburgWeilburg in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen

Schulamt für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis und dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Marburg-Biedenkopf

Fachforum Französisch 2009
Kompetenzen entwickeln – Lernerautonomie fördern

Tagungsstätte Weilburg Frankfurter Straße 20-22, 35781 Weilburg Samstag, 20. Juni 2009 8:00 bis 18:00 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern laden wir Sie herzlich zum Fachforum Französisch 2009 ein. Das diesjährige Forum trägt den Titel „Kompetenzen entwickeln – Lernerautonomie fördern“. Die Veranstaltung hat zum Ziel, Ihnen konkrete Impulse für einen zeitgemäßen, kompetenzorientierten Französischunterricht zu geben. Im Rahmen der dreistündigen Ateliers, die von Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Bundesländern gestaltet werden, sollen Elemente der vorgestellten Unterrichtsarrangements von Ihnen selbst erprobt und reflektiert werden. In bewährter Weise soll auch dem kollegialen Austausch breiter Raum gegeben werden. Ihre Teilnahme wird mit 10 Leistungspunkten honoriert. Wir freuen uns darauf, Sie in Weilburg begrüßen zu können. Volker Imschweiler Regionale Lehrerfortbildung Thilo Karger Alexander Kraus Klaus Mengler

Kooperationspartner:
• • • • Cornelsen, Diesterweg, Ernst Klett, Friedrich, Langenscheidt, Reclam, Schöningh und Stark Lingua-Video.com Le Préau – Librairie Jeunesse Metz Institut Français de Mayence

Programm: ab 08:00 Uhr: Ausstellung der Verlage

08:30 – 09:00 Uhr: Begrüßung und organisatorische Hinweise 09:00 – 09:30 Uhr: Impulsvortrag Otto-Michael Blume

Kompetenzen entwickeln – Lernerautonomie fördern
09:30 – 13:00 Uhr: 1er tour (inkl. Kaffeepause) 1.1 Elke Waldeier-Odenthal

Lire – dès le début !
Lesen kinderleicht gemacht! Es funktioniert ab der ersten Unterrichtsstunde: mit kleinen Einheiten zu aktuellen französischen albums. Neben dem lustvollen Lesen, Sprechen und Spielen des Textes helfen einfache Übungen beim Aufbau von Lesekompetenz und Wortschatz. Von Anfang an können diese charmanten Texte die Lehrbucharbeit ergänzen und den Lernalltag bereichern. Kommen Sie neugierig und gehen Sie nach Hause mit vielen Ideen und ganz konkreten Stundenbeispielen und –materialien für die Arbeit mit französischen Bilderbüchern im Anfangsunterricht.

1.2 Anette Fritsch

Comme Dieu en Provence – Lernen mit allen Sinnen fördern
Die exemplarische Vorstellung einer französischen Region im Rahmen eines Projektes bietet vielfältige Gelegenheiten für methodisch abwechslungsreiches, handlungsorientiertes und ganzheitliches Lernen und die Entwicklung und Erprobung unterschiedlicher Kompetenzen. In diesem Atelier wird ein lehrwerkunabhängiges Lernarrangement für die Jahrgangsstufe 9/10 vorgestellt, in dem Lernende auf einer (kulinarischen) Reise den provenzalischen Luberon selbständig entdecken und dabei sprachlich-kommunikative, interkulturelle und auch methodische Kompetenzen anwenden, entwickeln und erproben können. Verschiedene Elemente des Lernarrangements sollen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst durchgeführt und mit Blick auf ihre Umsetzung im Unterricht kritisch reflektiert werden.

1.3 Alexander Kraus

À plus ! und Réalités Nouvelle édition sur le web: Kompetenzorientiert mit digitalen Medien unterrichten
Innerhalb des Ateliers werden die unterschiedlichen Facetten und das Innovationspotential der Neuen Medien systematisch und übersichtlich erklärt und mit zahlreichen Beispielen illustriert. Die Bezugnahme auf die Kompetenzbereiche des europäischen Referenzrahmens und die nationalen Bildungsstandards unterstreicht die Bedeutung der Neuen Medien für einen innovativen und kompetenzorientierten Französischunterricht. Die Unterrichtsbeispiele und Einsatzmöglichkeiten zielen nicht ausschließlich auf die Inhalte und die Progression der genannten Lehrwerke. Die Veranstaltung ist als Mischung aus Vortrag und Workshop konzipiert. Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit, die Potentiale der dargebotenen Internetseiten selbst zu erproben.

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1.4 Thilo Karger

« Il n’y a que le premier pas qui coûte » - Erstlektüren im erweiterten Anfangsunterricht
Die erste Lektüre einer authentischen Ganzschrift bedeutet für viele Lernende einen Wendepunkt: Das lern- und übungsintensive Fach Französisch entdeckt mit einem Male eine neue inhaltlich-thematische Seite, die nach Deutungen verlangt und zu persönlicher Stellungnahme herausfordert. Gleichzeitig erfordert die Lektüre von erzählenden Texten den bewussten Einsatz von Lesetechniken, ohne die selbst Geschichten kürzeren Umfangs nicht angemessen rezipiert werden können. Im Rahmen des Ateliers soll am Beispiel der Erzählung « Détournement » von Cathy Ytak vorgestellt und erprobt werden, welche unterrichtlichen Wege beschritten werden können, um die im dritten und vierten Lernjahr vorhandenen kommunikativen und methodischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler diagnostizieren und im Prozess der sprachproduktiven Auseinandersetzung mit dem literarischen Text fördern zu können.

1.5 Otto-Michael Blume

Literaturarbeit in der Sekundarstufe II in Zeiten der Kompetenz- und Standardorientierung
Exemplarisch soll gezeigt werden, wie im Rahmen der unterrichtlichen Beschäftigung mit zeitgenössischen Novellen unterschiedliche Kompetenzen integrativ gefördert werden können, ohne dass sich diese Arbeit allerdings auf den Erwerb oder das Training von Fertigkeiten beschränken darf: Sie würde ansonsten weder dem literarischen Text gerecht noch dem Bildungsauftrag von Schule entsprechen.

1.6 Nicole Luigs

A petits pas, à haute voix et aux grands gestes – Elemente des Szenischen Spiels in der Lehrwerkphase
Einstiege, Vertiefungen, aber auch kurze Exkurse mit den Mitteln des Szenischen Spiels als ein Weg zu mehr Individualisierung und Mündlichkeit im täglichen Umgang mit dem Lehrwerk: In diesem Atelier werden Möglichkeiten der Arbeit mit szenischen Verfahren vorgestellt und ausgehend von einer konkreten Lektion des Lehrwerks A plus ! mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erprobt. Die Arbeit bezieht sich auf unterschiedliche Schwerpunkte, z.B. Darstellen individueller Vorkenntnisse, Mitteilen von Erfahrungen zu einem Themenbereich, Erkunden fremder Orte und Situationen, Erproben eigenen Sprachhandelns, Übernahme von Rollen, Rezitieren eigener Texte sowie Spielen selbst verfasster Szenen.

1.7 Maik Böing

Schüler werden zu Stilmittel-Spürnasen - ein Kompetenzaufbautraining für den Literaturunterricht der Oberstufe
Gute Stilmittelanalysen, die inhaltlich-funktional in die Textinterpretation eingebettet werden, sind eine anspruchsvolle Aufgabe im Französischunterricht der Oberstufe. Das Atelier möchte ein Diagnose- und Fördervorhaben vorstellen und erproben, welches Schülerinnen und Schüler schrittweise und prozessorientiert zur komplexen Schreibaufgabe der Textinterpretation mit inhaltlich-funktionaler Stilmittelanalyse hinführt. Als exemplarische literarische Grundlage dient der Klassiker im Kanon der Schulliteratur « Candide ou l’Optimisme » von Voltaire. Nicht zuletzt aufgrund seiner eindringlichen Inhalte und seines nach wie vor großen Aktualisierungspotentials bleibt der Text Schülerinnen und Schülern häufig in überaus markanter Erinnerung. Es soll schließlich auch gezeigt werden, dass Stilmitteltraining und kreative Textproduktion sehr gewinnbringend miteinander verknüpft werden können und Spaß machen!

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1.8 Carolin Kling

Au plaisir d’écouter et de regarder – Förderung des Hörsehverstehens (B1) mit Musikvideoclips
Verglichen mit dem klassischen Hörverstehen fristet die deutlich anwendungsbezogenere Fertigkeit des Hörsehverstehens noch immer ein Dasein als Cinderella Skill. Authentische Musikvideoclips bieten die Möglichkeit, das Hörsehverstehen zu schulen und Unterrichtsinhalte an den Interessen der Schülerinnen und Schüler zu orientieren. Im Atelier wird an unterrichtserprobten Beispielen erläutert, wie Musikvideos effektiv in den Französischunterricht der Sekundarstufe II integriert werden können. Zudem soll gezeigt werden, wie sich ihre Themen und Inhalte kreativ weiter ausgestalten lassen und die Lernerautonomie durch Verfahren der Selbstkorrektur gefördert werden kann.

13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause 14:30 – 18:00 Uhr: 2nd tour (inkl. Kaffeepause) 2.1 Silke Topf

Lire – toujours et encore
Haben Sie auch eine Klasse 8 oder 9? Dann wissen Sie, wovon ich spreche: Der Einstieg ist geschafft, der Zauber des Anfangs ist vorüber und viele sind das Lehrbuch etwas müde. Die Pubertät nicht zu vergessen… Wie kann es an diesem Punkt weitergehen? Wie lässt sich das Interesse am Französischen bewahren (oder wieder wecken)? Dafür sind bestimmte Bücher besonders geeignet, einige davon sollen hier vorgestellt werden. Es geht um die Weiterentwicklung der Anfänge: im Lesen und im Sprechen, in der Wortschatzarbeit und Textproduktion. Und das Ganze im Spracherwerb sinnvoll portioniert und mit Gewinn für alle Beteiligten: an kommunikativer Kompetenz und an Vergnügen.

2.2 Dr. Hans-Ludwig Krechel

Bilinguale Module – Text- und Spracharbeit
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe mit der Fächerkombination Französisch und beliebigem Sachfach. Sie hat zum Ziel, Grundprinzipien des Arbeitens im Rahmen bilingualer Module und konkrete Methoden der Verknüpfung von sprachlichem und fachlichem Lernen zu vermitteln. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Text- und Spracharbeit gelegt. Einzelne Methoden werden vorgestellt und bei der Besprechung von Unterrichtsmitschnitten und Unterrichtsmaterialien diskutiert.

2.3 Jochen Momberg

Podcasts im Fremdsprachenunterricht- Möglichkeiten und Grenzen
Authentisches Material in der fremden Sprache, Schulung des Hörverstehens, alles leicht verfügbar und interessant für den jugendlichen Lerner? Eine faszinierende Vorstellung! Inwieweit sich diese Hoffnungen Lehrwerk unterstützend, zur Vorbereitung auf Prüfungen wie DELF oder aus rein persönlichem Interesse nutzen lassen, soll in diesem Atelier gemeinsam erprobt werden. Anfänger und Fortgeschrittene sind willkommen, praktische Übungen werden die theoretischen Überlegungen begleiten.

2.4 Prof. Dr. Christian Minuth

Lecture individuelle - ateliers de lecture - approche exploratrice en lecture
Sur la base de différents textes - dits difficiles - nous allons étudier des possibilités d'intégration de diverses techniques de lecture individuelle et nous allons discuter sur l'emploi ou non de ces textes en classe. 4

2.5 Madeleine Hütten und Judith Spaeth-Goes

« Ensemble, c’est tout »
Comment gérer les handicaps et les difficultés qui nous barrent le chemin du bonheur et vivre notre vie d’adulte malgré les blessures de l’enfance ? Comment garder le lien entre les générations ? Voilà des questions auxquelles le film répond avec humour et légèreté. L’atelier propose des approches méthodologiques qui pourraient aider à travailler plusieurs compétences à la fois : la compréhension audiovisuelle et écrite (basée sur le film de Claude Berri et quelques extraits du roman d’Anna Gavalda) et l’entraînement de l’expression orale et écrite (Niveau B 1).

2.6 Wolfgang Spengler

Apprendre à écrire – dès le début: Aufbau von Schreibkompetenz in der Sekundarstufe I und der Übergangsstufe
Bildungsstandards und Europäischer Referenzrahmen unterstreichen zu Recht die Bedeutung des Mündlichen. Aber wie sieht es mit der Schreibkompetenz aus? In der Unterrichtspraxis ist unschwer festzustellen, wie gerne Schülerinnen und Schüler bei interessanten Aufgabenstellungen ihre Ideen verschriftlichen. Bei Durchsicht der Ergebnisse müssen wir dann aber feststellen, dass die Texte im Hinblick auf Gedankenführung, Ausdruck und sprachliche Korrektheit häufig unseren Erwartungen nicht entsprechen. Was ist zu tun? Schreibkompetenz ist aus unserer Sicht durchaus "erlernbar" und sollte vom ersten Tag des Sprachlernprozesses an gefördert werden. In der angebotenen Fortbildung sollen Lösungsansätze dafür vorgestellt werden, wie Schreib- und Korrektheitskompetenz allmählich aufgebaut werden können. Zahlreiche Beispiele für entsprechende Übungsformen finden Sie in einer Dokumentation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Gelegenheit erhalten, einige der Übungsformen konkret zu erproben und zu diskutieren.

2.7 Jochen Sendzik

« DIALOGUE(S) DE BASE» – apprentissages de communication
L’atelier se propose d’inviter les participants à une triple expérience. Un premier volet sera consacré à la présentation du «DIALOGUE DE BASE» en tant que module de toute première rencontre avec la nouvelle langue. S’y enchaîneront des travaux pratiques où il sera question de tenir compte des « exigences du manuel ». Dans une troisième partie l’accent sera mis sur l’engrenage des compétences de dialogue avec d’autres compétences langagières notamment celle de l’expression écrite.

2.8 Claudia Breuer

La simulation globale - Förderung kommunikativer Kompetenzen anhand authentischer Kommunikationssituationen
Die Bildungspläne schreiben in Anlehnung an den handlungsorientierten Ansatz des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GeR) als zentrales Ziel des Französischunterrichts vor, dass Schülerinnen und Schüler lernen sollen, sowohl inhaltlich kompetent als situativ angemessen agieren zu können. Die Methode der Simulation ermöglicht es in besonderer Weise, dieser Forderung zu entsprechen, da sie von den Lernenden situative sprachliche Reaktionen fordert und durch dieses Probehandeln auf künftige außerschulische Kommunikationssituationen vorbereitet. Das Atelier soll dieses Prinzip erfahrbar machen, indem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit erhalten, verschiedene Simulationselemente konkret zu erproben und zu diskutieren. Am Beispiel einer Simulation zu L’immeuble (Klassenstufen 9 und 10/ G9) soll ein Überblick über das methodische Konzept und dessen Einsatzmöglichkeiten in einem kompetenzorientierten Französischunterricht gegeben werden. Anschließend soll das erworbene Wissen im Rahmen einer Simulation zum Thema Entrer dans la vie active (Jahrgangsstufe 11) aktiv umgesetzt werden.

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18:00 – 19:00 Uhr: Autorenlesung Lesung mit Roland Fuentès
Né à Oran en 1971, Roland Fuentès a passé son enfance en Algérie et sa jeunesse en Provence. Il enseigne l’allemand à mi-temps depuis dix ans, et emploie l’autre partie de son temps à écrire des nouvelles et des romans, d’abord pour adultes – entre autres Douze Mètres cubes de littérature (2003, prix Prométhée de la nouvelle) et Le Passeur d’éternité (2007) – et depuis peu, pour la jeunesse (L’Échange (2007), Les Voleurs du vent (2008), La Dédicace (2009)).

Die Tagungsstätte Weilburg freut sich, Sie zum FACHFORUM FRANZÖSISCH 2009 begrüßen zu können.
Anfahrtsskizze

Weilburg ist zu erreichen aus Richtung Wiesbaden über die A 3 (Köln-Frankfurt) bis zur Abfahrt Limburg-Nord, dann weiter die B 49 in Richtung Giessen bis zur Abfahrt Weilburg. Aus Richtung Giessen über die B 49 ebenfalls bis zur Abfahrt Weilburg. Ab dort durch die Stadt Richtung Bad Homburg auf der B 456. Aus Richtung Frankfurt erreichen Sie die Tagungsstätte ab Bad Homburg-Oberursel über die B 456. Die Tagungsstätte liegt aus Richtung Innenstadt kommend auf der rechten Seite, aus Richtung Bad Homburg kommend auf der linken Seite der Frankfurter Straße B 456. Per Zug erreichen Sie Weilburg über die Lahntalstrecke Koblenz – Giessen, Haltepunkt Weilburg.
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