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Irrsinn Energiewende, ein Faktencheck 2013

Ulrich Wolff August 2013 Zielvorgabe der sog. deutschen „Energiewende“ sind bekanntlich sowohl ein vollständiger Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie als auch aus der Verwendung fossiler Brennstoffe. Das sei erforderlich wegen vermeintlich nicht akzeptabler Restrisiken der Kernenergie und um „das Klima zu schützen“. Beide Behauptungen finden in einer überwältigenden Mehrheit der Staaten außerhalb Deutschlands keine Akzeptanz. Ausgangspunkt und Grundlage der Hinterfragung ist die Primärenergienutzung der letzten 22 Jahre seit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 in Abb. 1.

Abb.1 Primärenergienutzung in Deutschland. http://www.energycomment.de/primarenergieverbrauch-deutschland-1990-2012/ Danach liefert Mineralöl nach wie vor nahezu unverändert den dominanten Anteil der Primärenergie. Der Anteil der Braunkohle an der Stromerzeugung wurde in den ersten 5 Jahren nach der Wiedervereinigung etwa halbiert insbesondere mit Hilfe neuer Kraftwerke bei höherem Wirkungsgrad. Die Stilllegung unrentabler deutscher

2 Steinkohle Zechen mit dem Übergang auf Importkohle hatte eine geringe Reduktion der verstromten Steinkohlemenge zur Folge. Der Ergaseinsatz stieg dem globalen Angebot folgend an. Der politische Eingriff in die Struktur der Primärenergie Nutzung begann etwa ab 2000 insbesondere in der Stromerzeugung, in die etwa ein Drittel der Primärenergie fließt, Wirkung zu zeigen: Unter dem Eindruck der Naturkatastrophe in Fukushima wurden im August 2011 spontan 8 Kernkraftwerke mit einer Leistung von 8,4 GW abgeschaltet und damit der Beitrag der Kernenergie zur Stromerzeugung um mehr als 10% auf etwa 16% reduziert. Die Nennleistung der Anlagen zur Stromerzeugung aus Windkraft und Solarstrahlung ist dagegen inzwischen auf 62,5 GW angewachsen, deren gesetzlich fixierter Vorrang zur Einspeisung stochastisch den Beitrag des Stroms aus fossilen Brennstoffen verdrängt. Das deutsche Stromnetz kann zeitabhängig lediglich etwa 45 – 75 GW aufnehmen. http://de.scribd.com/doc/125613305/2013-02-Strom-Solar-Und-Windanlagen-2012Alt Den jeweiligen anteiligen Beitrag der Primärenergieträger zur Stromversorgung im Jahr 2012 zeigt Abb. 2. Die Multiplikation mit der Bruttostromerzeugung von 617 Milliarden Kilowattstunden ergibt den jeweiligen Beitrag zur Stromerzeugung.

Abb. 2. Beiträge der Primärenergieträger zur Stromerzeugung in Deutschland

Im Jahr 2012 verdrängte der Beitrag von Wind und Photovoltaik zur Stromerzeugung danach 11,9% des Stroms aus Kohle und Erdgas. Der Beitrag von Wasser blieb mit 3,3% unverändert, Biomasse und Siedlungsabfälle trugen 6,4% bei. Weitere Hinweise auf Fakten gibt der Anhang.

3 Es resultiert die folgende Zwischenbilanz der sog. Energiewende: 1. Der Preis für Strom hat sich mehr als verdoppelt und ist über 25 Cent/kWh angestiegen. Die Konkurrenzfähigkeit besonders stromabhängiger Industriezweige kann nur durch Subvention erhalten werden. 2. Der Bedarf an fossilen Brennstoffen und die Freisetzung von CO2 blieben nahezu unverändert weil die Wirkung der Abschaltung der Kernkraftwerke mit 8,4 GW Leistung und des Zubaus von 62,5 GW Windkraft und Photovoltaik sich mit ihrem jeweiligen Beitrag von etwa 70 Mrd. KWh kompensieren. (Der Anteil von Biomasse und Siedlungsabfällen am Primärenergiebedarf von etwa 2,2% entsprechend etwa 6.6% an der Stromerzeugung – enthält u. a. den Mineralölbedarf für ihre Bereitstellung.) 3. Der stochastisch anfallender Wind- und Solarstrom ersetzt kein einziges Kohle-, Erdgas- oder Kernkraftwerk, sondern hat lediglich ihre Wirtschaftlichkeit und die Zuverlässigkeit der Stromversorgung verringert. Auch ein weiterer Zubau von Windkraft, Photovoltaik und Stromleitungen kann das „irrsinnige Projekt Energiewende“ nicht heilen, sondern lediglich die Stromkosten weiter erhöhen und die Sicherheit der Versorgung weiter verringern. Stromspeicher der erforderlichen Kapazität sind eine wirtschaftliche, technische und ökologische Utopie. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist daher nur möglich mit ihrem Ersatz durch fossile Brennstoffe verbunden mit einem entsprechenden Anstieg der Strompreise. Der Nachweis liegt unübersehbar vor: „Die sog. Energiewende ist eine sehr kostspielige Illusion!“

Anhang: 1. „Die Energiewende in Deutschland, Trauerspiel oder Komödie“ – Juli 2012 http://de.scribd.com/doc/116255658/Die-Energiewende-in-DeutschlandTrauerspiel-oder-Komodie„ 2. „Kernenergie, Windkraft und Pumpspeicher“ – April 2011 http://de.scribd.com/doc/129978934/Kernenergie-Windkraft-undPumpspeicher-docx 3. „Die Energiewende, kollabiert das Stromnetz?“ – März 2013 http://www.rentnerblog.com/2013/03/die-energiewende-kollabiert-das.html 4. „Das Glashaus Energiewende – eine kostspielige Utopie“ – Februar 2013 http://de.scribd.com/doc/123659181/Glashaus-Energiewende-pdf 5. „Energiewende in Deutschland“ – Juni 2011 http://de.scribd.com/doc/138849037/Die-Energiewende