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Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

Bachelor-Studiengang „Public Management/ Public Administration“, 1. Semester


WS 2009/2010
Priv Doz Dr.
Priv.-Doz. Dr Matthias Vieth

Vorlesungsskript Teil 1

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -1-
10.10.2009
Einführung

1. Zielsetzung der Veranstaltung

2. Erwartungen der Studierenden

3. Betriebswirtschaftliche Problemstellungen

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -2-
10.10.2009
Zielsetzung des Studienganges PUMA
Berufsbild
„Derzeit werden auf breiter Front Verwaltungen auf betriebswirtschaftliche Rechnungslegung und
ökonomische Steuerungsverfahren umgestellt. Dieser Ökonomisierungsschub
Ö erzeugt auf längere Frist
einen bedarf an Ökonomen, die mit den Besonderheiten des öffentlichen und gemeinwirtschaftlichen
Bereichs vertraut sind.“
(Zitat aus: Internet-Auftritt der FH-Frankfurt, Studiengang Public Management)

Berufsaussichten/Arbeitsfelder
„Für die sich gegenwärtig vollziehende Modernisierung und Umstrukturierung im öffentlichen und
gemeinnützigen Sektor werden Kenntnisse und Managementmethoden benötigt, wie sie in der
Privatwirtschaft seit langem engesetzt werden. Der Studiengang vermittelt das fachliche und
methodische Wissen das für eine Übertragung und Anwendung moderner Managementkonzepte im
öffentlichen Sektor erforderlich ist.“.“
(Zitat aus: Internet-Auftritt der FH-Frankfurt, Studiengang Public Management)

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -3-
10.10.2009
Zielsetzung des Studienganges PUAD
Berufsbild
„Der Stadtverwaltung obliegt eine Fülle von öffentlich-rechtlichen Pflichten. Außerdem versteht sie sich
als
l Serviceleisterin
S i l i t i für
fü die
di BBelange
l ih
ihrer Bürger
Bü undd Bürgerinnen.
Bü i Di Planung,
Die Pl O
Organisation,
i ti
Durchführung und Kontrolle dieser umfangreichen Funktionen liegt in den Händen von gut
ausgebildeten Beschäftigten.
Die Grundlagen ihrer Aufgaben werden den Studierenden im Rahmen des Studiums vermittelt
vermittelt. Ziel ist es
darüber hinaus, sie für zukünftige Managementaufgaben zu qualifizieren.“
(Zitat aus: Internet-Auftritt der FH-Frankfurt, Studiengang Public Administration)

Berufsaussichten/Arbeitsfelder
„Zielsetzung des Studiengangs ist die Befähigung der Absolventinnen und Absolventen zur Wahrnehmung
verantwortlicher Managementaufgaben in der öffentlichen Verwaltung und sonstigen öffentlichen
Einrichtungen.“
(Zitat aus: Internet-Auftritt der FH-Frankfurt, Studiengang Public Administration)

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -4-
10.10.2009
Zielsetzung und Inhalte dieser Veranstaltung

Zielsetzung
Beherrschung g der g
grundlegenden
g Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre
Im Einzelnen bedeutet das, dass Sie …
- betriebswirtschaftliche Zusammenhänge in Unternehmen erkennen,
- betriebswirtschaftliche Probleme identifizieren,
- einzelne Methoden zur Lösung der Probleme kennen und angewendet haben
- mit dem betriebswirtschaftlichen Vokabular vertraut sind.

Inhalte dieser Veranstaltung


1 Grundlagen und Grundbegriffe der Betriebswirtschaftslehre
1.
2. Unternehmensführung – Ziele, Planung, Entscheidung, Umsetzung, Kontrolle
3. Grundlagen und Methoden der Funktionsbereiche betrieblicher Tätigkeiten

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -5-
10.10.2009
Zielsetzung und Inhalte dieser Veranstaltung

Organisatorisches
1. Präsentation zu jjeder Vorlesung g wird zur Verfügung
g gg gestellt!
2. Theoretische Ausführungen werden um praktische Beispiele angereichert!
3. Literatur zu Selbststudium wird genannt!
4. Übungsaufgaben werden gestellt!
5. Eigene Mitschriften sind hilfreich!
6. Vorlesungsplan bietet Orientierung!

7. Kontaktperson – Sprecher!
8. Verteilung der Unterlagen!
9 Namensschilder!
9.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -6-
10.10.2009
Einführung

1. Zielsetzung der Veranstaltung

2. Erwartungen der Studierenden

3. Betriebswirtschaftliche Problemstellungen

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -7-
10.10.2009
Erwartungen der Studierenden (Aussagen am 12.10.2009)

1. Keine Vorkenntnisse; Grundlagen vermitteln sehr wichtig!


2. Gute Zusammenarbeit!
3. Offenes Wort!
4. Verständlichkeit!
5. Aufgabenlösungen!
6. Praktische Fragestellungen!
7. Multiple Choice-Aufgaben!

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -8-
10.10.2009
Einführung

1. Zielsetzung der Veranstaltung

2. Erwartungen der Studierenden

3. Betriebswirtschaftliche Problemstellungen

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -9-
10.10.2009
Betriebswirtschaftliche Problemstellungen am Beispiel eines
landwirtschaftlichen Betriebes

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -10-
10.10.2009
Betriebswirtschaftliche Problemstellungen des landwirtschaftlichen
Betriebes (Beiträge der Studenten am 12.10.2009)

1. Umwelteinflüsse – nicht beeinflussbare Größen (??)


2. Abnehmer ((Markt)) – Preispolitik
p ((Absatz))
3. Einkauf – Saatgut, Werkzeuge, Maschinen, Futtermittel – (??)
4. Kosten – Pacht, Instandhaltungskosten, Strom, Wasser, Personalkosten (Internes
Rechnungswesen)
5. Personal – Weiterbildung, Arbeitsverträge, Rekrutierung, Freisetzung, Versicherung,
Motivation, Ziele, Führung (Personalwirtschaft)
6. Staatliche Einflüsse – Subventionen, Rechtsprechung (??)
7. Steuern (??)
8. Externes Rechnungswesen – Bilanzen (Parallelveranstaltung, deshalb nicht intensiv
behandelt)
9. Konkurrenz (Absatz)
10. Produktion – wie werden bestimmte Produkte hergestellt
Einsatzfaktoren – Maschinen, Wasser, Strom, Personal, Nutztiere
Produkte – Milch, Getreide, Brot, Gemüse, Energie, Ferien/Hotellerie
11. Investitionen – Maschinen, Amortisatonszeit – Mittelverwendung (Investition)
12. Finanzierung – Mittelherkunft (Finanzierung)
13. Organisation – Aufgabenteilung und -zusammenfassung (Organisation)

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -11-
10.10.2009
Grundlagen, Einordnung und Entwicklung

1. Grundlagen

2. Einordnung

3. Entwicklung

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -12-
10.10.2009
Übersicht über die Vorlesungsinhalte

Unternehmensführung
(Planung, Entscheidung, Umsetzung, Kontrolle)

Organisation Personalwirtschaft

Produktion Absatz Investition und


Finanzierung
ƒ Grundlagen ƒ Grundlagen ƒ Grundlagen
- Einsatzfaktoren und Produkte - Bestimmungsgrößen
B ti öß des
d - Investitionsformen
- Produktionsplanung Absatzes - Finanzierungsformen
- Produktionsprozess - Produktionsprozess
ƒ Investitionsplanung
ƒ Produktionstheorie ƒ Marketing
- Produktionsmodelle
P d kti d ll
ƒ Investitionsrechnung
- Produktionsfunktionen ƒ Absatzplanung
ƒ Simultane Investitions und
ƒ Kostentheorie
ƒ Absatzpolitische Instrumente Finanzentscheidungen
- Determinanten
- Kostenbegriffe
- Gesamtkostenfunktion
ƒ

Rechnungswesen (intern)

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -13-
10.10.2009
Definitionen

Der Begriff „Betriebswirtschaft “ setzt sich aus den beiden Wörtern „Betrieb“ und
„Wirtschaft“ zusammen.

Wirtschaftswissenschaften betrachten das Wirtschaften, d.h. alle Tätigkeiten, die der


Deckung des menschlichen Bedarfs an wirtschaftlichen Gütern dienen.

Bedarf := der durch Kaufkraft konkretisierte Wunsch nach Beschaffung von Gütern zur
Befriedigung von Bedürfnissen. Bedarf entsteht durch die Abweichung des Ist-
Z t d vom Ideal-Zustand.
Zustandes Id l Z t d

Bedürfnis:= Verlangen oder Wunsch, einem empfundenen oder tatsächlichen Mangel


Abhilfe zu schaffen ((→ Motiv; → Motivation; → Maslow‘sche
Maslow sche
Bedürfnispyramide)

Wirtschaftliche Güter sind knapp und haben deshalb immer einen Preis.
Preis

Betrieb := planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, in der Produktionsfaktoren


kombiniert werden,
werden um Güter (und Dienstleistungen) herzustellen und
abzusetzen

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -14-
10.10.2009
Maslow‘sche
Maslow sche Bedürfnispyramide

Selbstverwirklichungsbedürfnisse
5

Wertschätzungsbedürfnisse
4

3 Soziale Bedürfnisse

2 Sicherheitsbedürfnisse

1 Physiologische Grundbedürfnisse

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -15-
10.10.2009
Leistungserstellung und -verwertung
verwertung

Beschaffungsmarkt
schaft)
6 1
Kapitalmarkt
Planwirts

7
Produktionsfaktoren
ystem

8 2
Fi
Finanzielle
i ll
schaft, P
chaftssy

Produktion
Mittel
9
3
arktwirts
Wirtsc

10 Produkte/
Dienstleistungen
(z.B. Ma

St t
Staat
5 4

Absat markt
Absatzmarkt

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -16-
10.10.2009
Beziehungen im betrieblichen Leistungserstellungs- und -
verwendungsprozess

1. Erwerb von Produktionsfaktoren am Arbeitsmarkt (Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe)

2. Innerbetriebliche Bereitstellung der Produktionsfaktoren

3. Kombination der Produktionsfaktoren und Umwandlung in Konsum- oder Investitionsgüter, Zwischen-


oder Endprodukte

4. Absatz der Produkte am Absatzmarkt (private Haushalte – B2C (Business to Consumer)-Markt;


betriebliche Abnehmer – B2B (Business-to-Business)-Markt

5
5. Ei
Einzahlungen
hl d
durch
hVVerkauf
k fd der P
Produkte
d kt am Ab
Absatzmarkt
t kt

6. Auszahlungen durch den Kauf der Produktionsfaktoren am Beschaffungsmarkt

7
7. Beschaffung von Kapital am Kapitalmarkt (Finanzierung durch Eigen
Eigen- und/oder Fremdkapital)

8. Vergütung der Kapitalbereitstellung durch den Kapitalmarkt (Eigenkapitalgeber erhalten Dividenden;


Fremdkapitalgeber erhalten Fremdkapitalzinsen)

9. Transferleistungen/Subventionen des Staates (Forschungsgelder, Gründergelder,


Regionenförderung)

10 Mittelabfluss durch vom Staat erhobene Steuern/Abgaben


10.
Informationen, z.B. von Lieferanten, Kunden, Wettbewerbern, Eigentümern, Banken, staatlichen
Institutionen, Öffentlichkeit, Börsen
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -17-
10.10.2009
Erscheinungsformen des Wirtschaftens

Bedarfsdeckung Fremdbedarfsdeckung Eigenbedarfsdeckung

Trägerschaft Betriebe/ Betriebswirtschaftslehre Haushalte/ Hauswirtschaftslehre

Private Betriebe
Privat Privathaushalte
(erwerbswirtschaftliches Prinzip)

Öffentliche Betriebe
Öffentlich (Kostendeckungsprinzip*, Öffentliche Haushalte
Zuschussprinzip**))
Zuschussprinzip

* Beispielsweise Städtische Wasserwerke, Städtische Kindergärten


** Beispielsweise Museen, Theater, Sozialeinrichtungen

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -18-
10.10.2009
Gliederung der Betriebe (Betriebstypologie)

Kriterien Beispiele
p
Industrie-, Handles-, Bak-, Verkehrs-,
Wirtschaftszweigen (Branchen)
Versicherungs-, Dienstleistungsbetriebe
Art der erstellten Leistung Sachleistungs-, Dienstleistungsbetriebe
Sachleistungs
Fertigungsprinzipien (Massen-, Sorten-,
Serien, Chargen-, Einzelfertigung)
Art der Leistungserstellung
Fertigungsarten (Werkbank-
(Werkbank-, Werkstätten-,
Werkstätten-
Reihen-, Fließband, Prozessfertigung)
Vorherrschende Produktionsfaktor Arbeits-, anlagen-, materialintensive Betriebe

Betriebsgröße Groß, Mittel-, Kleinbetriebe


Rohstoff-, energie-, arbeitskraft-,
Standortabhängigkeit
absatzmarktabhängige Betriebe
Einzelunternehmen, Personengesellschaft,
Rechtsform
Kapitalgesellschaft, Genossenschaft,

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -19-
10.10.2009
Erkenntnisobjekt – Wirtschaften im Betrieb

Erfahrungsobjekt: Betrieb

Auswahlprinzip: Ökonomisches Prinzip


+ +

+ +

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -20-
10.10.2009
Ökonomisches Prinzip

Rationalprinzip := Wirtschaftssubjekt entscheidet sich bei der Wahl zwischen


zwei Alternativen immer für die bessere Lösung
Lösung.

Güterknappheit zwingt zu sparsamen Gütereinsatz (Produktionsfaktoren,


Inputfaktoren) zur Erzeugung von Gütern (Produkte
(Produkte, Outputfaktoren)
Outputfaktoren).

Faktorkombinationsprozess ≡ Leistungserstellung ≡ Produktion

Produktions-/Input-Faktoren:
- Arbeit (ausführende und dispositive Tätigkeiten (siehe Gutenberg))
- Betriebsmittel
- Werkstoffe

Ergebnis des Faktorkombinationsprozesses ≡ Leistungsverwertung ≡ Absatz

Produkte/Outputfaktoren:
P d kt /O t tf kt
- Konsum- und Investitionsgüter, Zwischen- und Endprodukte
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -21-
10.10.2009
Ökonomisches Prinzip

Für welches der nachfolgenden Verfahren müsste sich ein Betrieb entscheiden, wenn er
ökonomisch rational handeln würde?

Beispiel 1: Fertigungsverfahren
Verfahren 1 Verfahren 2 VerfahrenV 3 Verfahren 4
Produkt Kartoffel [kg] 1.300 1.300 1.200 1.100
Produktions- Arbeit [Stunden] 40 40 40 30
faktoren Energie [kWh] 5 6 5 5
S t t [kg]
Saatgut [k ] 200 200 200 150

Beispiel 2: Fertigungsverfahren
F ti f h
Verfahren 1 Verfahren 2 Verfahren 3 Verfahren 4
Produkt Milch [Liter] 1.000 1.000 1.000 1.000
Produktions- Arbeit [Stunden]
Produktions 25 20 23 18
faktoren Kühe [St.] 50 40 30 20
Energie [kWh] 1 1,2 1,2 1,5

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -22-
10.10.2009
Ökonomische Prinzip

Das ökonomische Prinzip verlangt, das Verhältnis aus Produktionsergebnis (Output,


Ertrag) und Produktionseinsatz (Input
(Input, Aufwand) zu optimieren
optimieren.

Ausprägungen des ökonomischen Prinzips / Wirtschaftlichkeitsprinzips:


Bei einem gegebenen (bewertetem) Faktoreinsatz/Input (Aufwand) ist eine
Maximalprinzip größtmögliche (bewertete) Gütermenge/Output (Ertrag) zu erwirtschaften.

Eine gegebenen (bewertete) Gütermenge/Output (Ertrag) ist mit einem


Minimalprinzip möglichst geringen (bewertetem) Faktoreinsatz/Input (Aufwand) zu
erwirtschaften.
Es ist ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen (bewerteter)
Optimalprinzip Gütermenge/Output (Ertrag) und (bewertetem) Faktoreinsatz/Input
(Aufwand) zu erwirtschaften.

Aus ökonomischer Sicht haben alle betrieblichen Entscheidungen dem ökonomischen


Prinzip zu gehorchen. Erst so wird der Betrieb zu einer planvoll organisierten
Wirtschaftseinheit.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -23-
10.10.2009
Bestimmungsfaktoren des Betriebes
Vom Wirtschaftssystem unabhängige Vom Wirtschaftssystem abhängige
Bestimmungsfaktoren Bestimmungsfaktoren

Produktionsfaktoren Selbstbestimmung des


(Arbeit, Wirtschaftsplans
Betriebesmittel, (Autonomieprinzip)
Werkstoffe)
Marktwirtschaft Erwerbswirtschaftliches
(Betrieb = Prinzip
Unternehmung)
(Gewinnmaximierung)

Betrieb
Prinzip des
Privateigentums
Wirtschaftlichkeits-
Prinzip Zentraler
Volkswirtschaftsplan
Planwirtschaft (Autonomieprinzip)
(Betrieb =
Organ der Prinzip der
Gesamt- Planerfüllung
g
wirtschaft)
i t h ft)
Finanzielles
Gleichgewicht Prinzip des
Gemeineigentums

Im marktwirtschaftlichen Wettbewerb ist der Gewinn eine Vorzugsprämie für Vorzugsleistungen!


Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -24-
10.10.2009
Entscheidungsorientierte Betriebswirtschaftslehre

Die entscheidungsorientierte Betriebswirtschaftslehre möchte Unternehmen helfen, optimale


Entscheidungen zu treffen!

Erfolgsmaßstäbe unternehmerischen Handelns

Erfolgsmaßstab Definition des Erfolgsmaßstabs

Mengenmäßiger
g g Output
p
P d kti ität
Produktivität
Mengenmäßiger Input
Mengenmäßiger Output
Wirtschaftlichkeit
Mengenmäßiger
g g Input
p

Gewinn Ertrag - Aufwand

Erfolgsgröße
Rentabilität
Basisgröße

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -25-
10.10.2009
Grundlagen, Einordnung und Entwicklung

1. Grundlagen

2. Einordnung

3. Entwicklung

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -26-
10.10.2009
Einordnung der Betriebswirtschaftslehre

Wissenschaften

Real-/Erfahrungswissenschaften Idealwissenschaften

Naturwissenschaften, Kulturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften Formalwissenschaften, Normative Wissenschaften,


z.B. Chemie, Physik, z.B. Geistes- und z.B. Maschinenbau, z.B. Mathematik, z.B. Ethik
Biologie Sozial- Elektrotechnik, Bau Operations Research
wissenschaften

Wi t h ft
Wirtschafts- R h
Rechts- S i l i
Soziologie P h l i
Psychologie
wissenschaften wissenschaften

Betriebswirtschaftslehre Volkswirtschaftslehre

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -27-
10.10.2009
Zielsetzung der Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft

Als anwendungsorientierte Wissenschaft will die Betriebswirtschaftslehre Handlungsempfehlungen

erteilen. Diese Handlungsempfehlungen sollen sich auf einen Teilbereich menschlichen Tuns , das

Wirtschaften in Betrieben, erstrecken. (Wöhe, S. 34.)

Allgemein
g spricht
p man von Handeln dann,, wenn menschliches Tun als ein gewolltes
g und

kontrolliertes Mittel (Instrument) zur Erreichung eines bestimmten Zweckes (zur Lösung eines

bestimmten Problems)) interpretiert


p werden kann.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -28-
10.10.2009
Betriebswirtschaftslehre als theoretische und angewandte
Wissenschaft

Th
Theoretische
ti h
Angewandte Betriebswirtschaftslehre
Betriebswirtschaftslehre
Erkenntnisobjekt Existentielle Seite („Dasein“) Logische Seite („Sosein“)
1. Erfahrung 1. Abstraktion
2. Beobachtung 2. Logik
Vorgehensweise
3. Abstraktion 3. Prämissen
4. Induktives Folgern 4. Deduktives Schließen
Schlussfolgerung Vom Besonderen auf das Allgemeine Vom Allgemeinen auf das Besondere

Forschungsverfahren induktiv deduktiv


Ursachenkomplexe
Grenzen der Theorie „zurechtgemachte
g Wirklichkeit“
(I li
(Isolierung, Wiederholung)
Wi d h l )
Instrumente Statistik Mathematik, Operations Research

ƒ Komplexität der Realität


ƒ Wiederholung bestimmter Phänomene

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -29-
10.10.2009
Betriebswirtschaftliche Modelle

Betriebswirtschaftliche Modelle

Beschreibungsmodelle Erklärungsmodelle Entscheidungsmodelle


(deskriptive Modelle) (explikative Modelle)

Deterministische Stochastische Spieltheoretische


Modelle Modelle Modelle

Beispiele für die Anwendung der betriebswirtschaftlichen Modelle:


1. Verhandlungen zwischen Vertriebsmitarbeiter Unternehmen x und Einkaufsmitarbeiter Unternehmen y über neuen
Rahmenvertrag!
2. Die Einführung eines Erfolgsbeteiligungssystems im Unternehmen steigert die Arbeitsleistung der Mitarbeiter!
3. Die Organisation des Unternehmens entspricht einer Matrixorganisation, gegliedert nach den Produktgruppen … und den
Funktionen …!
4. Die Qualifizierung der Mitarbeiter steigert die Qualität des Outputs im Unternehmen und führt zu weniger
Qualitätsproblemen!
5. Unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeiten für die erfolgreiche Produkteinführung wird aus unterschiedlichen
Investitionsalternativen die Beste ausgewählt!

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -30-
10.10.2009
Nachbarwissenschaften – Gleichheit des Erfahrungsobjektes
Unterschiedlichkeit des Auswahlprinzips

Nachbarwissenschaften Fragestellung
g g

Wie können technische Prozesse ablauf- und


Betriebstechnik
sicherheitstechnisch optimiert werden?

Wie lassen sich konträre Individual- nd Gruppeninteressen zu


Betriebssoziologie
einem Konsens führen?

Wie sind die rechtlichen Beziehungen zwischen dem Betrieb


Wirtschaftsrecht
und seiner Umwelt zu regeln?

Wie beeinflusst die betriebliche Tätigkeit den menschlichen


Arbeitsmedizin
Organismus und die Psyche?

Wie beansprucht die betriebliche Tätigkeit die natürlichen


Ökologie
R
Ressourcen?
?

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -31-
10.10.2009
Homo oeconomicus

Erklärung eines Teilbereichs menschlichen Handelns, der als materielle


Daseinsvorsorge
g beschrieben werden kann!

Grundannahmen für wirtschaftliches Handeln:

1. Rationalität

2 Streben nach Nutzenmaximierung


2.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -32-
10.10.2009
Allgemeines Handlungsmodell
Konditionen
(
(Bedingungen)
g g )
(konstitutiver modellierender Einfluss)
Planung Entscheidung Durchführung

Ziele Maßnahmen Wirkungen


Instrumente
Problemstellungen (Mittel) unbeab- beab-
(Selektivität) (Kausalität) sichtigt sichtigt
Zwecke Ursachen

Kontrolle
Grad der Zielerreichung
(Niveau der Problemlösung)

In der Wirtschaft wird vielfach dieser Regelkreis der Veränderung/Verbesserung auch als PDCA („Plan – Do – Check – Act)“-Regelkreis
bezeichnet (vgl. Six Sigma-Systematik/Methodik)
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -33-
10.10.2009
Methodische Grundlagen

Planung
z.B. Zielbildung,
g, Problemanalyse,
y , Alternativenermittlung,
g, Alternativenbewertung
g

Entscheidung
zz.B.
B Grundelemente entscheidungstheoretischer Modelle,
Modelle Entscheidungen
- bei sicheren Erwartungen,
- unter Risiko,
- bei unsicheren Erwartungen,
- in der Spielsituation
- Entscheidungstechniken

Durchführung
z.B. Umsetzung der Ergebnisse der getroffenen Entscheidung

Kontrolle
z.B. Kennzahlen, Kennzahlenbaum, Balanced Scorecard

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -34-
10.10.2009
Grundlagen, Einordnung und Entwicklung

1. Grundlagen

2. Einordnung

3. Entwicklung

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -35-
10.10.2009
Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland

Inhalte: rechtlich-wirtschaftliche Problemstellungen:


Informationsökonomie (Informationsasymmetrie), Property-Rights-
Institutionenökonomischer Ansatz (Tausch von Verfügungsrechten), Transaktionskostenansatz,
Ansatz Principal-Agent-Ansatz (besonderer
( Vertragstyp: Auftrag)
f )
Vertreter: Laux, Ordelheide, Jost

Inhalte: Vereinbarkeit von ökologischer und


betriebswirtschaftlicher Sichtweise (Verhältnis Ökonomie zu
UmweltorientierterAnsatz Ök l i ) Ei
Ökologie), Einbeziehung
b i h ök
ökologischer
l i h F Fragestellungen
t ll iin
Betriebswirtschafslehre (Erweiterung des Zielsystems)
Vertreter: Strebel, Ridder, Müller-Christ

Inhalte: Erklärung des tatsächlichen Entscheidungsverhaltens von


Verhaltensorientierter handelnden Menschen
Ansatz Vertreter: Kirsch, Kroeber-Riel, Meffert, Osterloh

Inhalte: Gestaltungsmodelle für zukünftige Wirklichkeiten und für


Systemorientierter Ansatz das Funktionieren von Systemen
Vertreter: Ulrich, Baetge

Inhalte: realitätsnahe Berücksichtigung konkreter Entscheidungs-


Entscheidungsorientierter situationen, Öffnung hin zu sozialwissenschaftlichen
Ansatz Fragestellungen, rationales Entscheidungsverhalten
Vertreter: Heinen, Hax, Laux
Inhalte: Produktivitätsbeziehungen zwischen
Produktivitätsorientierter Faktoreinsatz und Faktorertrag
Ansatz Vertreter: Gutenberg

Privatwirtschafts-/ Inhalte: kaufmännische Techniken, Rechtskenntnisse


Vertreter: Niklisch, Rieger, Schmalenbach, Schmidt
Handelswirtschaftslehre
Maximen: „Gemeinnutz
Gemeinnutz geht vor Eigennutz“;
Eigennutz ;
„Gemeinnutz kommt von Eigennutz“

1900 1945 heute


Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -36-
10.10.2009
Gliederung der Betriebswirtschaft

Güter
Markt
Markt Informationen Kundenlieferungen
I f
Informationen
ti
Kundenanforderungen
(Zufriedenheit, Bedarfs-
(Bedürfnisse, Bedarf)
Geld deckung)

1. Beschaffen 1. Geschäftsprozesse 1. Industrie


1 Gründungsphase
1.
2. Produzieren (z.B. Geschäftsfeld, (z.B. Entwicklungs-, Liefer-, 2. Verwaltung

Sichtweise
ozessuale Siichtweise
unktionale Siichtweise

enetische Sichtweise

3. Verkaufen Standort, Rechtsform, Service-, Kundenbeziehung, 3. Handel


4. Investieren Kapitalbereitstellung, Projektmanagement) 4. Bank
5. Finanzieren Organisation) 2. Unterstützungsprozesse 5. Versicherung
g

Insttitutionelle S
6. Planen 2. Betriebsphase (z.B. (z.B. Qualität, Einkauf, 6. Landwirtschaft
Leistungserstellung/- Patente, Arbeits-.
7. Kontrollieren 7. Medien
verwertung, Umweltschutz)
8. Entscheiden Zusammenschlüsse, 8. Logistik
3. Managementprozesse
g
9. Organisieren Umstrukturierung)
Pro (z B Führung
(z.B. Führung, Strategische
Ge
Fu

10. Führen 3. Liquidationsphase Planung, Finanzwirtschaft &


(z.B. Krisen, Insolvenz, Controlling, Organisation)
Liquidation)

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -37-
10.10.2009
Prozessuale Sichtweise
Geschäftsprozesse
Projektmanagement-Prozess (PM)

Angebot Realisierung Betrieb

Kundenservice (CS)

Planung Durchführung Prüfen Handeln

Customer Relationship Management (CRM)

Planung Verständnis Verkauf Betreuung

Supply Chain Management (SCM)

Planung Beschaffung Fertigung Lieferung Rücklieferung

Product Lifecycle Management (PLM)


Produkt
Vermarktung/
Planung Portfolio Definition Realisierung Produktauslauf
Betrieb
Management

Unterstützungsprozesse
Umwelt, Organisation,
Qualitäts- Personal- Finanz-
Gesundheit & Informations Mgt.
Informations-Mgt.
management management management
Sicherheit & IT-Infrastruktur
Einkauf & Informations-
Patent- Richtlinien- Prozess-
Kommunikation Lieferanten- sicherheit &
management management management
management Datenschutz
Managementprozesse

Strategische Finanzplanung & Unternehmens- Kontinuierliche


Innenrevision
Planung & Controlling Controlling organisation Verbesserung

Dr. Matthias Vieth


38
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -38-
10.10.2009
Unternehmensführung

1. Aufgaben

2. Ziele

3. Planen

4. Entscheiden

5. Umsetzen

6. Kontrollieren

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -39-
10.10.2009
Aufgaben der Unternehmensführung
Die Unternehmensführung hat die Aufgabe, den Prozess der betrieblichen Leistungs-
erstellung und -verwertung so zu gestalten, dass das (die) Unternehmensziele auf
höchstmöglichem Niveau erreicht wird (werden)
(werden).
Information

Zielbildung

Kontrolle
Planung
Koordination

Ausführung
g
Entscheidung

Information

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -40-
10.10.2009
Allgemeines Handlungsmodell
Konditionen
(
(Bedingungen)
g g )
(konstitutiver modellierender Einfluss)
Planung Entscheidung Durchführung

Ziele Maßnahmen Wirkungen


Instrumente
Problemstellungen (Mittel) unbeab- beab-
(Selektivität) (Kausalität) sichtigt sichtigt
Zwecke Ursachen

Kontrolle
Grad der Zielerreichung
(Niveau der Problemlösung)

In der Wirtschaft wird vielfach dieser Regelkreis der Veränderung/Verbesserung auch als PDCA („Plan – Do – Check – Act)“-Regelkreis
bezeichnet (vgl. Six Sigma-Systematik/Methodik)
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -41-
10.10.2009
Methodische Grundlagen

Planung
z.B. Zielbildung,
g, Problemanalyse,
y , Alternativenermittlung,
g, Alternativenbewertung
g

Entscheidung
zz.B.
B Grundelemente entscheidungstheoretischer Modelle,
Modelle Entscheidungen
- bei sicheren Erwartungen,
- unter Risiko,
- bei unsicheren Erwartungen,
- in der Spielsituation
- Entscheidungstechniken

Durchführung
z.B. Umsetzung der Ergebnisse der getroffenen Entscheidung

Kontrolle
z.B. Kennzahlen, Kennzahlenbaum, Balanced Scorecard

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -42-
10.10.2009
Interessengruppen
Anspruchsgruppen Anspruch gegenüber der Beitrag zur Beispiele für
Unternehmung Unternehmung Anspruchsgruppen
Eigenkapitalgeber Mehrung des eingesetzte Kapitals (Eigen)Kapital Eigentümer, Anteilseigner

Fremdkapitalgeber Zeitlich und betragsmäßig festgelegte (Fremd)Kapital) Banken, Lieferanten,


Tilgung und Verzinsung des eingesetzten Kunden,
Kapitals
Arbeitnehmer Leistungsgerechte Entlohnung, Ausführende Arbeit, Fest angestellte
motivierende Arbeitsbedingungen, Verbesserungsideen Arbeitnehmer, befristet
Arbeitsplatzsicherheit, herausfordernde angestellte Arbeitnehmer
Aufgaben
Management Leistungsgerechte Entlohnung, Dispositive Arbeit Managementgeführte
motivierende Arbeitsbedingungen, Unternehmen,
Arbeitsplatzsicherheit, herausfordernde eigentümergeführte
Aufgaben, Macht, Einfluss, Prestige Unternehmen
Kunden Preisgünstigste Güter in der richtigen Abnahme von Gütern Preisbewusste Kunden,
Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort qualitätsbewusste Kunden
Li f
Lieferanten
t G t Preise,
Gute P i Zuverlässige
Z lä i B Bezahlung,
hl Li f
Lieferung von Güt
Gütern Li f
Lieferanten
t für

langfristige Lieferbeziehungen, geringe Fertigungsmaterial,
Risiken Lieferanten für Sach- und
Dienstleistungen
Werbewerber Fairer Wettbewerb, Austausch von Erfahrungsaustausch, Direkte Wettbewerber,
Erfahrungswissen Verhaltensregeln indirekte Wettbewerber
Allgemeine Öffentlichkeit Steuerzahlungen, Einhaltung von Infrastruktur, Aufsichtsbehörden, Zoll,
Rechtsvorschriften, schonender Umgang Rechtsordnung, Finanzamt, Gerichte, Politik,
mit Ressourcen Umweltgüter, Reputation Presse

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -43-
10.10.2009
Unternehmensführung

1. Aufgaben

2. Ziele

3. Planen

4. Entscheiden

5. Umsetzen

6. Kontrollieren

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -44-
10.10.2009
Unternehmensziele

Unternehmensziele sind Maßstäbe, an denen unternehmerisches Handeln gemessen


werden kann
kann.

Zielmerkmale Zielausprägungen Beispiele

Zielsetzungsinstanz Individuum,
Individuum Kollektiv Unternehmen Abteilung
Unternehmen, Abteilung, Führungskraft,
Führungskraft

Zielinhalt Mengen- und Wertgrößen; Sach- und Formalziele Gewinnung von 100 neuen Kunden,
Erhöhung des Marktanteils in Europa um 10%
Zielausmaß Begrenzte
g Ziele und unbegrenzte
g Ziele Maximierung g des Gewinns,, Investitionen in Höhe des
vereinbarten Budgets
Zeitbezug Kurzfristige Ziele, langfristige Ziele Entwicklung einer neuen Produktgeneration,
Einstellung weiterer Entwicklungsingenieure
Zielbeziehungen Komplementäre Ziele, konkurrierende Ziele, Erhöhung des Absatzes – Steigerung der
i diff
indifferente
t Ziele
Zi l K d
Kundenzufriedenheit,
f i d h it mehrh Mit
Mitarbeiter
b it – geringeres
i
Personalbudget, Steigerung des Umsatzes in USA –
Steigerung des Umsatzes in Europa
Zielhierarchie Oberziele, Zwischenziele, Unterziele Gewinnmaximierung, Senkung der Produktionskosten,
Reduzierung der Ausschussquote

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -45-
10.10.2009
Zielbeziehungen

hoch
Qualität

mittel
Komplementäre Ziele
Q

niedrig hoch
konkurrierende Ziele

menge
niedrig mittel hoch

Absatzm
Kundenzufriedenheit mittel
itt l

niedrig
hoch
Betriebsgröße

niedrig mittel hoch


Preis
mittel
indifferente Ziele

niedrig

niedrig mittel hoch


Wirtschaftlichkeit

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -46-
10.10.2009
Grundsätze der Zielbildung

S pecific (spezifisch) Ziele sollen konkret, klar,


präzise schriftlich
präzise, schriftlich, eindeutig
definiert sein!

M easurable ((messbar)) Ziele sollen Kriterien


enthalten, die überprüfbar sind!

A ttainable (attraktiv) Ziele sollen akzeptabel,


attraktiv und motivierend sein!

R ealistic (realistisch) Ziele sollen einen erreichbaren


Zustand beschreiben!

T imely (terminiert) Ziele sollen zeitlich fixiert sein!

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -47-
10.10.2009
Ökonomische, soziale und ökologische Ziele

Ökonomische Ziele Soziale Ziele Ökologische Ziele


(z.B. Eigenkapitalgeber) (z.B. Arbeitnehmer) (z.B. Öffentlichkeit)
Ö

- Langfristige - Gerechte Entlohnung - Ressourcenschonung


Gewinnmaximierung - gute Arbeitsbedingungen - Begrenzung von
- Shareholder Value - betriebliche Sozialleistungen Schadstoffemissionen
- Rentabilität - Arbeitsplatzsicherheit - Abfallvermeidung
- Unternehmenssicherung - Mitb ti
Mitbestimmung - Abfallrecycling
- Unternehmenswachstum

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -48-
10.10.2009
Unternehmensführung

1. Aufgaben

2. Ziele

3. Planen

4. Entscheiden

5. Umsetzen

6. Kontrollieren

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -49-
10.10.2009
Planung
Planung ist die gedankliche Vorbereitung zielgerichteter Entscheidungen.

Totalplanung Sachliche Teilung,


g,
z.B.

Partialplanungen Absatzplanung
Produktprogramm 1
Produktionsplanung
Produktprogramm 2
Investitionsplanung
Unternehmens-
g
leitung Entwicklungsplanung
t c u gsp a u g
Betriebsmittelausstattung 1

Betriebsmittelausstattung 2 Standortplanung
Mittlere Führungsebene
Betriebsmittelausstattung 3
Beschaffungsplanung

Fertigungslinie 1
Finanzierungsplanung
Fertigungslinie 2
Untere Führungsebene
g
Fertigungslinie 3
Fertigungslinie 4

Zeitliche Teilung, Operative Ziele Taktische Ziele Strategische Ziele


z.B. Heute Morgen Übermorgen
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -50-
10.10.2009
Planung - Alternativenermittlung und -bewertung
bewertung

Alternativenermittlung
Alt ti ittl b
beschäftigt
häfti t sich
i h mitit der
d Frage,
F mitit welchen
l h
Mitteln/Maßnahmenbündeln die im Zuge der Problemanalyse festgestellten Probleme
gelöst werden können.

Alternativenbewertung steht am Ende des Planungsprozesses und beschäftigt sich


mit dem erwarteten Beitrag der Alternativen zur Lösung des Problems bzw
bzw. zur
Zielerreichung.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -51-
10.10.2009
Charakteristika strategischer, taktischer und operativer Planung

Merkmale Strategische Planung Taktische Planung Operative Planung

Fristigkeit 5 Jahre und mehr 2 bis 5 Jahre Maximal 1 Jahr

U i h h it
Unsicherheitsgrad
d E t
Extrem hoch
h h H h
Hoch gering
i

Vorwiegend qualitativ,
Datenprognose Quantitativ grob strukturiert
Quantitativ, Quantitativ fein strukturiert
Quantitativ,
grob strukturiert

Kapazitätsveränderung
p g Ja: Rahmenplanung
p g Ja: Detailplanung
p g Nein: Kapazität
p ist Datum

Zuständigkeit Unternehmensleitung Mittlere Führungsebene Untere Führungsebene

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -52-
10.10.2009
Planung - Zielbildung und Problemanalyse
Zielbildung Problemanalyse
Top Down-Planung Ermittlung des Istzustandes und der
Ei fl
Einflussfaktoren
f kt
Methoden/Instrumente
ƒ Konkurrenzanalyse
ƒ Benchmarking g

om-Planung
ƒ Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT)
Unternehmens- ƒ Erfahrungskurvenanalyse
leitung ƒ Produktlebenszyklusanalyse
ƒ Portfolio-Analyse
y

Gegenstro
Mittlere Führungsebene

ƒ Fehler-Möglichkeit-Einfluss-Analyse
ƒ Total Cost of Ownership-Analyse
ƒ Prozessstrukturmatrix
Untere Führungsebene ƒ Theorie der Engpässe

Bottom up-Planung

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -53-
10.10.2009
Unternehmerisches Planungsmodell – Übersicht (vgl. Kossbiel)
Zielfunktion
Kapital- ≤ Höchst- oder
beträge > Mindestbeträge
Kapitalein- Kapitalaus- Ein- Aus- Ein- Aus- Auszahlung/ Aus- Anfangsbestand
zahlung zahlung ≤
zahlung zahlung zahlung zahlung zahlungsersparnis liquide Mitteln
Lager-
mengen
Höchst- oder
Absatz- ≤
< Mindest-
mengen
g mengen
Beschaffungs-
mengen
End-
Lager- Absatz- produkte
g
mengen mengen Zwischen- Lageranfangs-
=
(End- Beschaffungs- produkte bestand
Bestand) mengen Vor-
produkte
Betriebsmittel- Betriebsmittel-

bedarf ausstattung
Personal- Personal-
Personalbedarf Personalbedarf
bedarf einsatz = 0
Leistungs- Personalverwaltung
Finanz Lager Absatz Beschaffung Schulung
erstellung und -führung
Personaleinsatz Personalausstattung- Personal-
ä d
änderung anfangs-
Leistungs- ≤
Ausleihe Schulung Zugänge Abgänge ausstattung
prozess
Zahl Auszu-
leihenden
Zahl zu ≤ Höchst- oder
Höchst
Schulender > Mindestzahlen
Zahl Einstellungen/
Entlassungen
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -54-
10.10.2009
Planung - Methoden/Instrumente der Problemanalyse - Beispiele

Beispiel 1: Produkt
Produkt-Lebenszyklus-Analyse
Lebenszyklus Analyse

Umsatz U
Gewinn G
Umsatzsatzkurve

Gewinnkurve

Einführungsphase Wachstumsphase Reifephase Sättigungsphase Auslaufphase

U = schwach
U =steigend U = stark steigend U = relativ konstant U = rückläufig
steigend

G = negativ G = steigend G= rückläufig G = rückläufig G = stark rückläufig

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -55-
10.10.2009
Planung - Methoden/Instrumente der Problemanalyse - Beispiele

Beispiel 2: Stärken-Schwächen-Analyse

Interne Analyse
Stärken Schwächen

• Verfolgen von neuen Chancen, • Schwächeneliminieren, um


neue Möglichkeiten zu nutzen
Analyse

die gut zu den Stärken des


Chancen Unernehmens passen
Externe A

• Stärken nutzen, um • Verteidigungsstrategien


Bedrohungen abzuwenden entwickeln, um vorhandene
Schwächen nicht zum Ziel von
Ri ik
Risiken Bedrohungen werden zu
lassen

Vorgehen
1. Inweltanalyse: Suchen von Stärken und Schwächen durch Befragungen, Brainstorming in Gruppen,
Datenerhebung und -analyse
2. Umweltanalyse: Suchen von strategisch relevanten Chancen und Risiken durch Benchmarking,
Kundenbefragung, Technologie-Screening

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -56-
10.10.2009
Unternehmensführung

1. Aufgaben

2. Ziele

3. Planen

4. Entscheiden

5. Umsetzen

6. Kontrollieren

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -57-
10.10.2009
Entscheiden

In der Realität ist die zielkonforme, zukunftsabhängige Bewertung von


Handlungsalternativen ein höchste komplexer Vorgang
Vorgang. Mit diesem Problemkomplex
beschäftigt sich die betriebswirtschaftliche Entscheidungstheorie.
Entscheidung wird dabei nicht nur als ein rein formaler Auswahlakt gesehen, sondern
als
a s Entscheidungsprozess
sc e du gsp o ess verstanden.
e s a de

Im betrieblichen Entscheidungsprozess werden Unternehmensziele,


Handlungsalternativen und Umweltbedingungen analysiert und aufeinander abgestimmt.

Die betrieblichwirtschaftliche Entscheidungstheorie beschäftigt sich mit der Analyse


von Entscheidungsprozessen.
1. Normative Entscheidungstheorie – Wie soll entschieden werden, um ein Ziel zu
erreichen?
2. Deskriptive Entscheidungstheorie – Wie kommen Entscheidungen tatsächlich
zustande?

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -58-
10.10.2009
Normativer Ansatz – Grundelemente entscheidungstheoretischer
Modelle
Entscheidungsmatrix

Ergebnismatrix

Zustandsraum
(Umweltzustände, Eintrittswahrscheinlichkeiten)

Zielfunktion
Alternativen-/ (Zielgrößen,
Ergebnisraum
Aktionenraum Präferenzfunktion,
Optimierungskriterium)

Alternativen-/Aktionenraum: - Alternativen schließen sich gegenseitig aus


- Unterlassungsalternative ist sinnvolle Handlungsmöglichkeit

Zustandsraum: - Umweltzustände sind nicht beeinflussbar


- Ausprägungen: sichere Erwartungen, Risiko, unsichere Erwartungen, Spielsituationen

Ergebnisraum: - Ergebnisbeiträge in Abhängigkeit von Handlungsalternative und Umweltzustand

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -59-
10.10.2009
Grundzüge
g der betriebswirtschaftlichen Entscheidungstheorie
g

Problemstellung:
Wie soll ein Wirtschaftssubjekt
j heute entscheiden,, wenn es nur unzureichende Informationen über künftige
g Entwicklungen
g
hat?
Komplexitätsreduktion im Modell, in dem mehrere konkurrierende Ziele und Entscheidungskollektive ausgeschlossen
werden

Vollkommene Information Unvollkommene Information

Entscheidungen bei sicheren Entscheidungen bei unsicheren


Entscheidungen unter Risiko*
Erwartungen Erwartungen

Konsequenzen des Handels sind Konsequenzen des Handelns sind


Konsequenzen d
K des H
Handelns
d l sind
i d unbestimmt unbestimmt
vollständig bekannt Eintrittwahrscheinlichkeiten sind Eintrittswahrscheinlichkeiten sind
bekannt unbekannt
*Entscheidungssituationen unter Risiko haben die größte praktische Relevanz

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -60-
10.10.2009
Axiome der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Kolmogorowsche Axiome* der Wahrscheinlichkeitstheorie


1
1. JJedem
d zufälligem
fälli E
Ereignis
i i A iistt eine
i reelle
ll ZZahl
hl P(A) mit
it 0
0≤ P(A)≤1
P(A) 1 zugeordnet,
d t welche
l h man di
die W
Wahrscheinlichkeit
h h i li hk it
von A nennt

2. Die Wahrscheinlichkeit eines sicheren Ereignisses ist 1.

3. Sind A1, A2, …, AA zufällige Ereignisse, die paarweise unvereinbar sind, dann gilt, dass die Summe über alle
Wahrscheinlichkeiten dieser Ereignisse Aa immer den Wert 1 ergibt.

* Axiom := als absolut richtig anerkannter Grundsatz, gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -61-
10.10.2009
Entscheidungstechniken, dargestellt anhand eines Beispieles
Wir gehen von unserem bereits bekannten Problemstellung eines Unternehmens aus dem Marktsegment „Fertiggerichte“ für
den Endverbrauchermarkt aus. Das Unternehmen hat die Möglichkeit eines der in der nachfolgenden Tabelle beschriebenen
Fertigungsverfahren auszuwählen
auszuwählen.

Fertigungsverfahren
Preise FV 1 FV 2 FV 3 FV 4
[€/Ei h it]
[€/Einheit]
Produkt 10 Fertiggericht [kg] 130 130 120 110
Produktions- 50 Arbeit [Stunden] 4 4 4 3
faktoren 2 Strom [kWh] 5 6 5 5
5 Gemüse [kg] 200 200 200 150

Es wird angenommen, dass alle produzierten Produkte auch am Markt verkauft werden können!
Nun ist es allerdings so, dass die gelisteten Fertigungsverfahren FV1 bis FV 4 leider nicht alle gleich zuverlässig sind. Alle
Fertigungsverfahren sind unterschiedlich anfällig für Fehler, wie auch die Aufzeichnungen zu Fehlerraten zu den einzelnen
Fertigungsverfahren zeigen. Wie Sie sich vorstellen können, führen diese Fehler zu Kosten für das Unternehmen (z.B.
Betriebsunterbrechungs-, Reparatur-, Anlaufkosten).

Weiterhin ist das Unternehmen daran interessiert, die für sich beste Fertigungsalternative auszuwählen. Als beste
Fertigungsalternative wird diejenige angesehen, die den höchsten Gewinn für das Unternehmen liefert. Bitte helfen Sie
dem Management des Unternehmens bei seiner Entscheidung, in dem Sie die Entscheidung vorbereiten!

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -62-
10.10.2009
Entscheidungssituationen

Fall 1: Entscheidungen bei sicheren Erwartungen

Umweltzustand Eintrittswahrscheinlichkeit FV 1 FV 2 FV 3 FV 4
U1 1 100 20 130 90
Tabelle 2: Matrix mit den Fehlerkosten der einzelnen Fertigungsverfahren bei sicheren Erwartungen

Fall 2: Entscheidungen unter Risiko

Umweltzustand Eintrittswahrscheinlichkeit FV 1 FV 2 FV 3 FV 4
U1 0,1
, 100 20 130 90
U2 0,2 50 30 40 70
U3 0,7 20 40 10 150
U4 0,0 200 10 300 40
Tabelle 3: Matrix mit den Fehlerkosten der einzelnen Fertigungsverfahren unter Risiko

Fall 3: Entscheidungen bei unsicheren Erwartungen


Umweltzustand Eintrittswahrscheinlichkeit FV 1 FV 2 FV 3 FV 4
U1 100 20 130 90
U2 50 30 40 70
U3 20 40 10 150
U4 200 10 300 40
Tabelle 3: Matrix mit den Fehlerkosten der einzelnen Fertigungsverfahren bei unsicheren Erwartungen
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -63-
10.10.2009
Fall 1: Entscheidungen bei sicheren Erwartungen

Vollkommene Information Unvollkommene Information

Entscheidungen bei sicheren Entscheidungen bei unsicheren


Entscheidungen unter Risiko
Erwartungen Erwartungen

Konsequenzen des Handels sind Konsequenzen des Handelns sind


Konsequenzen des Handelns sind unbestimmt unbestimmt
vollständig bekannt Eintrittwahrscheinlichkeiten sind Eintrittswahrscheinlichkeiten sind
bekannt unbekannt

Preise [€/Einheit] FV 1 FV 2 FV 3 FV 4

Produkt 10 Fertiggericht [kg] 130 130 120 110


Produktions- 50 Arbeit [Stunden] 4 4 4 3
faktoren 2 Strom [kWh] 5 6 5 5
5 Gemüse [kg] 200 200 200 150
Gewinn 1 90 88 -10 190
./.Fehlerkosten 100 20 130 90
Gewinn 2 -10 68 -140 100

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -64-
10.10.2009
Fall 1: Entscheidungen bei sicheren Erwartungen
Allgemein gilt:

Erfolg = Ertrag – Aufwand

Für das konkrete Beispiel gilt:

Erfolg 1 = Produktpreis x Produktmenge – Faktorpreis x Faktormenge

Erfolg 2 = Erfolg 1 - Fehlerkosten

Fertigungsverfahren
F ti f h 1
Erfolg 1: 130 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = 90 €
Erfolg 2: 90 € - 100 € = -10 €
Fertigungsverfahren 2
E f l 1:
Erfolg 1 130 kkg x 10 €/kg
€/k – (4 h x 50 €/h x + 6 kWh x 2 €/kWh + 200 kkg x 5 €/kg)
€/k ) = 88 €
Erfolg 2: 88 € - 20 € = 68 €
Fertigungsverfahren 3
Erfolg 1: 120 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = -10 €
Erfolg 2
2: -10
10 € - 130 € = -140
140 €
Fertigungsverfahren 4
Erfolg 1: 110 kg x 10 €/kg – (3 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 150 kg x 5 €/kg) = 190 €
Erfolg 2: 190 € - 90 € = 100 €

Das Fertigungsverfahren FV4 weist den größten Erfolg mit 100 € aus. Da das Unternehmen sich für die Alternative
entscheiden möchte, die den größten Erfolg ausweist, wird die FV 4 empfohlen!

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -65-
10.10.2009
Fall 2: Entscheidungen unter Risiko

Vollkommene Information Unvollkommene Information

Entscheidungen bei sicheren Entscheidungen bei unsicheren


Entscheidungen unter Risiko
Erwartungen Erwartungen

Konsequenzen des Handels sind Konsequenzen des Handelns sind


Konsequenzen des Handelns sind unbestimmt unbestimmt
vollständig bekannt Eintrittwahrscheinlichkeiten sind Eintrittswahrscheinlichkeiten sind
bekannt unbekannt

Umweltzustand Eintrittswahrscheinlichkeit FV 1 FV 2 FV 3 FV 4
U1 01
0,1 100 20 130 90
U2 0,2 50 30 40 70
U3 0,7 20 40 10 150
U4 0,0 200 10 300 40
Erwartungswert der 34 36 28 128
Fehlerkosten

Preise [€/Einheit] FV 1 FV 2 FV 3 FV 4

Produkt
P d kt 10 Fertiggericht
F ti i ht [kg]
[k ] 130 130 120 110
Produktions- 50 Arbeit [Stunden] 4 4 4 3
faktoren 2 Strom [kWh] 5 6 5 5
5 Gemüse [kg] 200 200 200 150
Erfolg 1 90 88 -10 190
./.Fehlerkosten 34 36 28 128
Erfolg 2 56 52 -38 62
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -66-
10.10.2009
Fall 2: Entscheidungen unter Risiko

Allgemein gilt:
Erfolg 1 = Produktpreis x Produktmenge – Faktorpreis x Faktormenge
Erfolg 2 = Erfolg 1 – Eintrittswahrscheinlichkeit Umweltzustand x Fehlerkosten im Umweltzustand

Fertigungsverfahren 1
Erfolg 1: 130 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = 90 €
Erfolg 2: 90 € - 0,1
0 1 x 100 € + 0
0,2
2 x 50 € + 0
0,7
7 x 20 € = 56 €
Fertigungsverfahren 2
Erfolg 1: 130 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 6 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = 88 €
Erfolg 2: 88 € - 0,1 x 20 € + 0,2 x 30 € + 0,7 x 40 € = 52 €
g g
Fertigungsverfahren 3
Erfolg 1: 120 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = -10 €
Erfolg 2: -10 € - 0,1 x 130 € + 0,2 x 40 € + 0,7 x 10 € = -38 €
Fertigungsverfahren 4
Erfolg 1: 110 kg x 10 €/kg – (3 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 150 kg x 5 €/kg) = 190 €
Erfolg 2: 190 € - 0,1 x 90 € + 0,2 x 70 € + 0,7 x 150 € = 62 €

Das Fertigungsverfahren FV4 weist den größten Erfolg mit 62 € aus. Da das Unternehmen sich für die Alternative
entscheiden möchte, die den größten Erfolg ausweist, wird die FV 4 empfohlen!

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -67-
10.10.2009
Fall 3: Entscheidungen bei unsicheren Erwartungen

Vollkommene Information Unvollkommene Information

Entscheidungen bei sicheren Entscheidungen bei unsicheren


Entscheidungen unter Risiko*
Erwartungen Erwartungen

Konsequenzen des Handels sind Konsequenzen des Handelns sind


Konsequenzen des Handelns sind unbestimmt unbestimmt
vollständig bekannt Eintrittwahrscheinlichkeiten sind Eintrittswahrscheinlichkeiten sind
bekannt unbekannt

Umweltzustand Eintrittswahrscheinlichkeit FV 1 FV 2 FV 3 FV 4
U1 ? 100 20 130 90
U2 ? 50 30 40 70
U3 ? 20 40 10 150
U4 ? 200 10 300 40

Das Problem der unbekannten Eintrittswahrscheinlichkeiten wird daraus gelöst, dass bestimmte Entscheidungsregeln
angewendet werden!
In diesem Beispiel wird exemplarisch die Laplace-Regel („Regel
( Regel des unzureichenden Grundes
Grundes“)) angewendet.
angewendet Im Rahmen
dieser Regel wird Folgendes unterstellt. Wenn die Eintrittswahrscheinlichkeiten nicht bekannt sind, dann müssen alle denkbaren
Umweltzustände als gleichermaßen wahrscheinlich gelten.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -68-
10.10.2009
Fall 3: Entscheidungen bei unsicheren Erwartungen

Umweltzustand Eintrittswahrscheinlichkeit FV 1 FV 2 FV 3 FV 4

U1 0,25
, 100 20 130 90

U2 0,25 50 30 40 70

U3 0,25 20 40 10 150

U4 0,25 200 10 300 40

Preise [€/Einheit] FV 1 FV 2 FV 3 FV 4

Produkt 10 Fertiggericht
gg [[kg]
g] 130 130 120 110
Produktions- 50 Arbeit [Stunden] 4 4 4 3
faktoren 2 Strom [kWh] 5 6 5 5
5 Gemüse
Ge üse [[kg]
g] 200
00 200
00 200
00 150
50
Erfolg 1 90 88 -10 190
./.Fehlerkosten 92,5 25 120 87,5
Erfolg 2 -2,5 63 -130 102,5

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -69-
10.10.2009
Fall 3: Entscheidungen unter Risiko

Allgemein gilt:
Erfolg 1 = Produktpreis x Produktmenge – Faktorpreis x Faktormenge
Erfolg 2 = Erfolg 1 – Eintrittswahrscheinlichkeit Umweltzustand x Fehlerkosten im Umweltzustand

Fertigungsverfahren 1
Erfolg 1: 130 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = 90 €
Erfolg 2: 90 € - 0,25 x (100 € + 50 € + 20 € + 200€) = -2,5 €
Fertigungsverfahren 2
Erfolg 1: 130 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 6 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = 88 €
Erfolg 2: 88 € - 0,25 x (20 € + 30 € + 40 € + 10€) = 63 €
F i
Fertigungsverfahren
f h 3
Erfolg 1: 120 kg x 10 €/kg – (4 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 200 kg x 5 €/kg) = -10 €
Erfolg 2: -10 € - 0,25 x (130 € + 40 € + 10 € + 300€) = -130 €
Fertigungsverfahren 4
E f l 1:
Erfolg 1 110 kkg x 10 €/kg
€/k – (3 h x 50 €/h x + 5 kWh x 2 €/kWh + 150 kkg x 5 €/kg)
€/k ) = 190 €
Erfolg 2: 190 € - 0,25 (90 € + 70 € + 150 € + 40 €) = 102,5 €

Das Fertigungsverfahren FV4 weist den größten Erfolg mit 102,5 € aus. Da das Unternehmen sich für die Alternative
entscheiden möchte, die den größten Erfolg ausweist, wird die FV 4 empfohlen!

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -70-
10.10.2009
Unternehmensführung

1. Aufgaben

2. Ziele

3. Planen

4. Entscheiden

5. Umsetzen

6. Kontrollieren

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -71-
10.10.2009
Grundlagen der Organisation

Während Planung die gedankliche Projektion künftigen Handelns ist, müssen zur
Zielerreichung die geplanten Maßnahmen auch tatsächlich ausgeführt werden.
Planausführung setzt damit menschliches Handeln voraus.

Betriebswirtschaftliche Planungsmodelle gehen von rationalem, zielorientiertem Handeln der


beteiligten Personen aus. Danach setzt die Unternehmensplanung voraus, dass auf allen
Ebenen des betrieblichen Leistungsprozesses das ökonomische Prinzip eingehalten wird.
Di
Dieses P
Postulat
t l t stößt
tößt auff der
d Ausführungsebene
A füh b auff Hindernisse,
Hi d i sog. „Mängel
Mä l im
i Prozess
P
des Wirtschaftens“ (Picot, 2005).

Ursachen der Unzulänglichkeiten menschlichen Handelns:


ƒ ungenügende Information (Nichtwissen)
ƒ ungenügende Motivation (Nichtwollen)
ƒ [ungenügende Qualifikation (Nichtkönnen)]

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -72-
10.10.2009
Grundlagen der Organisation
Nichtwissen

„Im Zuge der Koordination bemüht sich die Unternehmensleitung um die Abstimmung von
Teilaktivitäten im Hinblick auf ein übergeordnetes Ziel.“ (Wöhe, S. 113)

Nichtwollen

„Unter Motivation versteht man alle Anreize, die ein Individuum veranlassen, sich mit voller
Kraft für die Erreichung eines bestimmten Ziels einzusetzen.“ (Wöhe, S. 113)

Nichtkönnen

Unter Qualifikation versteht man alle Fähigkeiten und alles Wissen, dass ein Individuum
befähigt Aufgaben im Hinblick auf ein Ziel zu erledigen.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -73-
10.10.2009
Effizienzsteigerung durch Koordination, Motivation und
Qualifikation

Planung Effizienzdefizit Ausführung

Gedankliche
Nichtwissen Nichtwollen Nichtkönnen

Konzeption Tatsächliches

effizienten Koordination Motivation Qualifikation ineffizientes

Handelns Handelns

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -74-
10.10.2009
Organisationsbegriff

„Unter Organisation versteht man das Bemühen der Unternehmensleitung, den komplexen
Prozess betrieblicher Leistungserstellung und Leistungsverwertung so zu strukturieren, dass
die Effizienzverluste auf der Ausführungsebene minimiert werden.“ (Wöhe, S. 113)

Aufgaben
g der Organisation
g
ƒ Schaffung einer Ordnung arbeitsteiliger Prozesse
ƒ Entlastung der Unternehmensleitung durch generelle Regeln zur Erledigung häufig
wiederholbarer Aufgaben (Routinearbeiten)

Entlastung der Unternehmensleitung von Routineaufgaben durch Delegation. Dazu setzt die
Unternehmensleitung drei Schritte um:
ƒ Abgrenzung von Einzelfall- und Routineentscheidungen
ƒ Erlass von generellen Regelungen zur Erledigung von Routinearbeiten
ƒ Delegation von taktischen und operativen Einzelfallentscheidungen an nach geordnete
Entscheidungsträger

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -75-
10.10.2009
Personalwirtschaft - Grundlagen

Die Personalwirtschaft (Personalplanung, Personalführung) umfasst alle


personalwirtschaftlichen Gestaltungsmaßnahmen zur Erreichung der
Unternehmensziele.

Bedeutung der Personalwirtschaft lässt sich an mehreren Punkten festmachen:


1) Personal als Leistungsfaktor
2)) Personal als Kostenfaktor
3) Personal als Produktionsfaktor

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -76-
10.10.2009
Personalwirtschaftliche Problembereiche
Personalwirtschaftliche Problembereiche

Herstellung und Sicherung Herstellung und Sicherung


der Verfügbarkeit über der Wirksamkeit des
Personal Personals
((Deckungg der Bedarfe an ((Durchsetzungg der
Personalpotential) Ansprüche an das
Personalverhalten)

Korrespondenzpostulat:
K d t l t Konformitätspostulat:
K f ität t l t
Personalbedarf - Verhaltensanspruch –
Personalausstattung tatsächliches Verhalten

Personal(potential-)
(p ) ( )
Personal(verhaltens-)
bereitstellung beeinflussung

Personalwirtschaftliche Maßnahmenbereiche

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -77-
10.10.2009
Personalwirtschaftliche Maßnahmen
Personalwirtschaftliche Maßnahmen

Zentrale personalwirtschaftliche Maßnahmen Periphere personalwirtschaftliche


Maßnahmen

Personal(potential-) Personal(verhaltens-) Interaktion mit Personal-


bereitstellung b i fl
beeinflussung Interessen- verwaltung
vertretungsorganen

Struktuerelle/ präsituative Dispositive/ situative


Maßnahmen Maßnahmen

Personal- Personal- Organisatorische Sozialisatorische Verhaltens- Verhaltens- Anreiz- Personalwirt- Vollzug


ausstattung einsatz Maßnahmen Maßnahmen lenkung kontrolle verfügung schaftliche personalwirt-
ƒ Beschaffung ƒ Leistungs- ƒ Aufgaben- ƒ informatorische ƒ Ad hoc- ƒ Soll-Ist- ƒ Belohnung Informations- schaftlicher
aufgaben inhalte Handlungs
Handlungs- Gestaltung Vergleich ƒ Bestrafung veranreitung Abwicklungs-
ƒ Freisetzung
F i B t f
ƒ Schulung grundlagen von ƒ Abweichungs- ƒ Datensamm- aktivitäten
ƒ Schulung ƒ Handlungs-
ƒ Ausleihe bedingungen ƒ intentionale Aufgaben- analyse lung
ƒ Versetzung
ƒ Kontroll- Handlungs- inhalten ƒ Feedback ƒ Rechnungs-
mechanismen grundlagen ƒ Motivation legung
ƒ Anreizsystem

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -78-
10.10.2009
Unternehmensführung

1. Aufgaben

2. Ziele

3. Planen

4. Entscheiden

5. Umsetzen

6. Kontrollieren

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -79-
10.10.2009
Kontrollieren

Kontrollen haben den Zweck, unternehmerisches Handeln zu überwachen und


Hindernisse auf dem Weg zur Erreichung der Unternehmensziele ausfindig zu machen
machen.
Warum sind Kontrollen erforderlich?
- Ungewissheit der Zukunft
- Unzulänglichkeit menschlichen Handelns

Im Rahmen der Abweichungsanalyse (Soll-Ist-Vergleich) versucht man, die Ursachen


fü negative
für i Planabweichungen
Pl b i h ffestzustellen.
ll

Welche Abweichungsursachen sind möglich?


- Unzulängliche Planung
- Unzulängliche Ausführung

Im Rahmen des Verbesserungsprozesses


g p können die Erkenntnisse aus der
Abweichungsanalyse zur Verbesserung künftiger Unternehmensführung genutzt
werden. Davon können alle Teilprozesse profitieren wie Zielbildung, Planung und
Entscheidung, Ausführung und Kontrolle.

Dr. Matthias Vieth


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -80-
10.10.2009
Kennzahlenbaum - Geschäftswertbeitrag

Planung und Performance-Beurteilung (operatives Geschäft)

GWB® -Treiberbaum
(Quelle: Win-Team;
GWB®
Er gänzungen PL top+)

Geschäftsergebni s (NOPAT)
↑ (- Steuern1) ) Kapital kosten (Zi nsen)
EBIT
x Kapit alkostensatz
op. Funktions- Sonsti ge 2)
Umsatzerlöse Geschäftsver mögen
kosten

FuE-
FuE Vertriebs
Vertriebs- Verwaltungs
Verwaltungs- Umlauf-
Umlauf Sonsti ge 3)
Umsatzkosten Anlagevermögen
Kosten kosten kosten vermögen

u.a.
Forde- Verbindlich- Erhaltene Sachanl age- Finanzanlage-
Materi al Logistik Produkti on Vorräte
rungen k i
keiten Anzahlungen
A hl vermögen
ö vermögen
ö

Material- Durch- First Pass Vorratsum- Forderungsum- Operative Kennzahl en


DLO
produkt
d kt iivität
ität llaufzeiten
f it Yi ld
Yield schlag
hl / DIO schlag
hl / DRO (Beispi ele)
1)und Adjustments für Leasing, Goodwill etc. 2) u.a. Sonst. A/E; Ver änder ung Vor sorgen, Beteiligungser gebnis
3) u.a. Leasing Nettobarwert, Rücknahme Goodwill- Abschreibung
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -81-
10.10.2009
Allgemeines Handlungsmodell
Konditionen
(
(Bedingungen)
g g )
(konstitutiver modellierender Einfluss)
Planung Entscheidung Durchführung

Ziele Maßnahmen Wirkungen


Instrumente
Problemstellungen (Mittel) unbeab- beab-
(Selektivität) (Kausalität) sichtigt sichtigt
Zwecke Ursachen

Ungewissheit
Unvollkommenheit
Kontrolle
Grad der Zielerreichung
(Niveau der Problemlösung)

Abweichungsursachen
Dr. Matthias Vieth
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre -82-
10.10.2009