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16. Oktober 2015
16. Oktober 2015

70 Jahre Vereinte Nationen

In diesem Jahr werden die Vereinten Natio- nen (United Nations/UN) 70 Jahre alt. Die

Institution musste in ihrer Geschichte viel

Kritik über sich ergehen lassen. Charles de Gaulle beispielsweise nannte sie einen „Quatschkasten“. Sicher ist diese Organisa- tion nicht perfekt, aber für die gemeinsame Arbeit der Staaten an einer sichereren und gerechteren Welt ist sie nicht zu ersetzen. Die Vereinten Nationen haben schon viel

erreicht. Es gibt keine andere Institution auf der Welt, die die Länder der Erde, so unter- schiedlich deren Positionen auch sein mö- gen, an einen Tisch bekommt und zur Dis-

kussion anregt.

Zur immer wieder geäußerten Kritik, die Organisation sei zu starr und zu schwach möchte ich entgegnen: Die UN kann nur so gut sein wie ihre Mitgliedstaaten. Leider kommt es immer wieder zu Verweigerungs- haltungen einzelner Länder. Der Appell, schneller Lösungen zu finden, muss also an diese gehen.

Die Vereinten Nationen haben große Her- ausforderungen zu bewältigen, auch heute.

Es sind so viele Menschen auf der Flucht,

wie seit ihrer Gründung im Jahr 1945 nicht mehr - 60 Millionen Männer, Frauen

und Kinder.

Von den zahlreichen UN-Einrichtungen möchte ich drei herausheben, die in Notfall- situationen besonders unentbehrlich sind:

Die erste ist das Welternährungsprogramm

nen Menschen in etwa 80 Ländern. Die

zweite ist das UN-Flüchtlingshilfswerk

(UNHCR) und die drit-

te das Kinderhilfs- werk der Vereinten Nationen (UNICEF).

Ich habe mich als Mitglied des Aus- schusses für wirtschaftliche Zusammenar- beit und Entwicklung dafür eingesetzt, dass Deutschland den Beitrag gerade an das Welternährungsprogramm massiv an- heben wird. Dies wird in der 2./3. Lesung des Bundeshaushalts für das Jahr 2016 im November beschlossen.

Grafik: Vereinte Nationen
Grafik: Vereinte Nationen

Liebe Freundinnen und Freunde,

in der kommenden Wochen beginnen die Herbstferien in Niedersachsen. Die kältere Jahreszeit hat auch Berlin erreicht.

Die Sitzungen des Bundestages laufen allerdings weiter. In dieser Woche haben wir einiges auf den Weg gebracht,

worüber wir vorher viel und kontrovers

diskutiert haben. Zum Beispiel das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz am Donnerstag. Damit legen wir den Grundstein für eine rasche Integration der Flüchtlinge.

Euer Achim Barchmann

Delegationsreise nach Malawi und Sambia

Als Mitglied des Ausschusses für wirt- schaftliche Zusammenarbeit und Ent- wicklung habe ich vom 4. Oktober bis zum 10. Oktober 2015 eine Delegationsrei- se nach Südostafrika, in die beiden Länder Malawi und Sambia, unternommen.

Der Besuch bot gute Möglichkeiten, die

für

vielfach beschworenen

Potenziale

ziale w gerade S lernen in schen w Kinder in Veni Village . deren
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Abgeordneten trafen wir die Parlaments-

und

Vertreterinnen und Vertreter aus der Zi- vilgesellschaft, der Kirche und der Wirt-

schaft.

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präsidenten, mehrere

der Kirche und der Wirt- schaft. wie präsidenten, mehrere Besuch des Schulernährungsprogramms in Salima. Thema hier

Besuch des Schulernährungsprogramms in Salima. Thema hier war Ernährungssicherheit und Bildung.

wichtig eine schnelle Umsetzung von ar- mutsreduzierenden Reformprogrammen

Besuch in Veni Village bei Chipata. Gespräch mit Klein-
Besuch in Veni Village bei Chipata. Gespräch mit Klein-

bauern, die im Rahmen der deutschen Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ unterstützt werden .

aus unserer Sicht wäre. Außerdem be-

suchten wir verschiedene Projekte in den Ländern. Erschreckend habe ich die große Diskrepanz zwischen dem Reichtum der Staaten an Bo- denschätzen und der Mög-

dem Reichtum der Staaten an Bo- denschätzen und der Mög- Eine Giraffe im transnationalen Schutzgebiet Sambia-Malawi.

Eine Giraffe im transnationalen Schutzgebiet Sambia-Malawi. Dieses Gebiet ist größer als bei- spielsweise Baden-Württemberg.

lichkeit zur

landwirt-

schaftlichen

Nutzung des

Bodens und

den ärmlichen

Verhältnissen, in denen die Bevölkerung leben muss, empfunden. Die beiden

Länder gehen

durch schwie- rige wirtschaftliche und soziale Zeiten. Durch unsere Entwicklungszusammenar- beit können wir sie unterstützen und da- bei helfen, die Strukturen gerechter und sicherer zu gestalten.

Treffen mit dem Vorsitzenden des EU-Ausschusses der Slowakei

Am Montag habe ich Ľuboš Blaha, den

Vorsitzenden des Europaausschusses im slowakischen Parlament, im Bundestag empfangen. Die Slowakei ist seit 2004 Mitglied der

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schen Union. Intensiv dis- kutiert wur- de natürlich vor allem die

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Gespräch mit Delegation des

rumänischen Parlaments

Die Flüchtlingspolitik war auch beim Aus- tausch mit einer Delegation aus dem ru- mänischen Parlament das gesprächsprä- gende Thema.

ru- mänischen Parlament das gesprächsprä- gende Thema. Achim Barchmann (2. v. r.) empfing mit Kollegen des

Achim Barchmann (2. v. r.) empfing mit Kollegen des Europaausschusses eine Delegation aus dem rumäni- schen Parlament.

Zudem wurde bei dem Treffen die voll- ständige Umsetzung des Schengen- Abkommens in Rumänien angesprochen.

Deutschland ist seit 1985 ein sogenannter Schengen-Staat. Die Zugehörigkeit zum

Schengen-Raum hat für die Mitgliedslän-

der der EU viele Vorteile. Mit dem Wegfall der Grenzkontrollen an den Binnengren- zen geht nicht nur ein Mehr an Freiheit für die Bürgerinnen und Bürger einher, son- dern auch an Sicherheit. Der Wegfall der internen Kontrollen wird mit verstärkten Kontrollen an den EU-Außengrenzen so- wie Maß-nahmen der mobilen Grenzüber- wachung und engerer Vernetzung der Poli- zeiarbeit ausgeglichen.

Achim Barchmann (4.v.r.) beim l l e Austausch mit der slowakischen
Achim Barchmann (4.v.r.) beim
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Austausch mit der slowakischen

Flüchtlings- Delegation im Paul-Löbe-Haus.

problematik. Als einer von vier EU-Mitgliedsstaaten hatte die Slowakei die geplante Quoten- R e g e l u n g bei der Ver- teilung der Flüchtlinge abgelehnt.

g e l u n g bei der Ver- teilung der Flüchtlinge abgelehnt. Achim Barchmann mit

Achim Barchmann mit Lubos Blaha, den EU-Ausschuss-Kollegen Iris Eberl und Detlef Müller und dem slowaki- schen Botschafter.

Trotz dieser

ablehnen-

den Hal- tung beton- te Blaha die Solidarität

seines Lan- des mit Deutschland. Bei der Aufnahme von Flüchtlingen müsse jedoch auch den unterschiedlichen wirtschaftlichen Mög- lichkeiten der EU-Mitgliedstaaten Rech- nung getragen werden.

Ausgewählte Termine:

17.10.2015

ab 15 Uhr

10 Jahre Arbeitskreis „Arbeitslos nicht wehrlos“

18.10.2015

ab 10 Uhr

IG Metall Wolfsburg Bürgermeisterfrühstück Nord-Elm Schützenhaus Süpplingen

V.i.S.d.P.: Achim Barchmann, MdB, Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin