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KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 1 von 16

www.kristallmensch.de
KRISTALLMENSCH - SEMINAR 2007
LEHRER SEIN
St. Germain
Maria und Ohamah
Sabine Wolf

Lektion 8
Spirit und Sexus
Teil 1 Geistige Grundlagen
Eine Geschichte
vom Tanz des Einen in die Zwei
Liebe und Gewalt sind polare Kräfte des Einen
Welche Bedeutung gabt ihr der Sexualität? Welche Lebenswerte gabt ihr an sie ab?
Was ist dabei
aus eurer Sexualität geworden? An die Sexualität gabt ihr alle negativen Werte eurer
Weltsicht ab:
Scham, Schmutz, Schuld. Dementsprechend ist sie am Ende der Zeit mit diesen
Kräften überlagert -
in euch. So entstand ein Moloch aus Verwirrung, Verweigerung, Druck, Angst und
Verlangen,
Fremdbewusstsein, Krankheit, Elend und Gewalt - in der Sexualität und in
euch..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 2 von 16
Ihr selbst
Ihr selbst wart es, die das Spiel erfanden. Ihr selbst habt das Spiel der Dualität
beschlossen und
gespielt. Ihr habt ihm eine gewisse Zeit gegeben, nach deren Ablauf ihr es
abschließen wolltet. Ihr
nutztet damals wie heute eure eigenen Schöpferkräfte, um den Raum der Dualität zu
erschaffen, in
dem ihr spielen und erfahren wolltet. Ihr nutztet den reagierenden Kosmos als
Experimentierfeld.
Jedes Wesen im Spiel sollte die bedingungslose Möglichkeit der Entscheidung,
Erfahrung und
Selbstverwirklichung haben, jedes Wesen sollte selbst den tiefsten Umkehrpunkt
erreichen – und so
geschah es.
Es begann mit der Spaltung der Einen Kraft in zwei Teile, zwei Pole. Diese nanntet ihr
„männlich“ und
„weiblich“. Ein Teil des EINEN nahm den maskulinen Pol auf und der andere Teil des
EINEN den
femininen. Das Spiel erstreckte sich über drei Stufen des Abstiegs, in denen
unterschiedliche
Bedingungen eure Entwicklung führen sollten. Es wurden Schritte notwendig, die
euer geistiges
Einssein teilten und euch die Teilung vergessen lassen sollten. Euer gesamtes Wesen
musste
umgebaut und im wahren Wortsinn erniedrigt werden, damit das Experiment
gelingen konnte.
Körper mussten entstehen – Zwei verschiedene Körper!
Die Reise in die körperlichen Räume war schon ein Schöpfungsspiel für sich. Die
Körper und den
Karma-Gnade Kreislauf erfandet ihr als ein mögliches System der Erfahrung von
Geist, Gefühl und
Entwicklung in der Materie. Die Erde mit der stärksten Dichte aller Planeten im
Kosmos wurde euer
Zuhause bis zum Zeitenende - JETZT - da die Erde in lichtere Regionen aufsteigt. Sie
hat euch
gedient und als eigenständiges Bewusstsein an eurem Spiel teilgenommen. Sie ist
mit euch gereift
und hat mit euch gelitten.
Sonne und Mond haben eure männlichen und weiblichen Kräfte sowohl gestärkt und
gehütet, als auch
verbrannt und verborgen. Am Beginn der Zeit war das feminine Licht ebenso göttlich
wie das
maskuline Dunkel und am Ende der Zeit trug das maskuline Licht ebenso dämonische
Züge wie das
feminine Dunkel. Wie oft haben sie miteinander getanzt und ihre Rollen vertauscht,
sich geteilt und
einander mitgeteilt, sich voneinander abgespalten, einander geliebt und getötet. Und
immer wieder
sind sie aus einander hervorgegangen - wie heute noch eure männlichen und
weiblichen Kinder aus
euren männlichen und weiblichen Körpern hervorgehen.
Wir hören und sehen in unseren Reichen, wie schnell und inniglich sich viele von
euch in dieser Zeit
aus diesem schmerzvollsten Thema der Menschheit erheben. Wir nehmen wahr, wie
entschlossen ihr
seid, diese innere Spaltung in euch selbst zu erlösen - jene Trennung, die euch
jahrtausendelang
Leben um Leben gekostet hat und euch auch im Tod keine Ruhe finden ließ. Wir
sehen die langen
Reihen von Tragödien, die eure Generationslinien durchzogen haben, die ihr in euren
Körpern und
Bewusstsein liebevoll gezüchtet und gepflegt habt, wie einen grenzenlosen Garten
übervoll mit
Rosen.
So berührt es uns tief, nun da ihr erwacht hinter den undurchdringlichen Wänden aus
dornigen
Rosenranken, nun da der Prinz, jene verlorene Hälfte eures Seins, gekommen ist und
euch wach
küsst, nun da ihr diesen Kuss endlich zulasst und empfangt. Und es sind in der Tat
die weiblichen
Wesen unter euch, die sogenannten Opfer und Schwachen, die hier als erste das Tor
zur Neuen Erde
durchschreiten, denn ihr seid die Schwestern, Geliebten und Mütter aller Kinder,
Krieger und Könige -
stark und in leuchtender Liebesausstrahlung, die tiefste Räume der kriegerischen und
dämonischen
Welten sanft öffnet.
In tiefer Liebe sind wir mit euch und begleiten euch auf diesem Weg.
Wir sind Maria und Ohamah..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 3 von 16
Wir schreiben an einer neuen Schöpfungsgeschichte für euch. Es ist nur eine
Geschichte, doch sie
soll die Grundlage unserer Begegnungen und Gespräche sein, die Grundlage unserer
Erläuterungen
und eures Verständnisses dessen WAS und WER ihr wirklich seid. Also werden wir
hier einige
Abschnitte aus dieser Geschichte herauspicken, um dieses wichtigste und sensibelste
Thema eures
Menschseins „Spiritualität und Sexualität“ angemessen einzuleiten.
Beginn der Ausschnitte aus „Der Tanz des Lebens“:
Der Anfang von Allem Was Ist oder Die Reise von ES
Am Anfang war das LICHT, der GEIST, das EINE SEIN.
ES war voller Liebe und Weisheit,
voller Macht und Strahlkraft,
doch ohne Ausdruck und ohne Wissen um das eigene Sein.
ES war ALLES und NICHTS.
Also zog ES eines Tages aus ins Feld des NICHTS,
um hier ALLES zu werden.
Am Beginn unserer Geschichte gab es ein Sein - kein Wesen, sondern ein Sein im
Kosmos. Wir
nennen es hier: „EIN SEIN“ oder „ES“. ES war Raum und Zentrum, kosmische Weite
und äußerste
Grenze. Doch nichts davon war be-greifbar. ES war ruhendes Sein im Lande „ALLES
und NICHTS“
oder „AN“. ES befand sich in einer unendlichen Ruhe. Nichts bewegte sich. Nichts
atmete. Nichts
ging vor sich. Nichts war zu tun. ES WAR EINFACH. Und hätte ES gesprochen, dann
wohl nur die
Worte: „ICH BIN“.
Daher musste EIN SEIN es hinnehmen, dass sich nichts veränderte, dass sich sein
gewaltiges
Potenzial an Licht und Liebe nicht ausdrücken konnte, dass seine ganze Weisheit und
Macht am
Ende zu nichts nütze sein würden. ES nahm es lange hin - bis zu einem ganz
bestimmten Tag.
An diesem kosmischen Tag fühlte ES tief in sich einen allerersten göttlichen
Gedanken und ES sprach
ihn in den unergründlichen Tiefen seines Seins aus: „HIER und JETZT reicht’s!“
Und ES tat einen allerersten tiefen Atemzug. Dieser Atemzug riss das Innerste in ES
auf, öffnete ES,
schlug Kanäle aus dessen Zentrum heraus und verursachte damit eine gigantische
Erschütterung im
Omniversum. Alle umliegenden Geist- und Energiestrukturen gerieten in einen
Bewegungsstrudel und
strömten tosend durch die geöffneten Kanäle herein, ins Herz von EIN SEIN. Und - um
Gottes Willen -
das hat sich verdammt ungemütlich angefühlt! ES kam irgendwann wieder zu sich,
war sehr erstaunt
und fragte sich: „Was geschieht da?“
......
Schließlich dachte ES: „Etwas MUSS geschehen! DAS halte ich nicht mehr lange aus!“
Nun, es
waren einige Jahrmillionen, die ES in dieser tosenden Öffnung verbrachte. ES ist
etwas geduldiger als
ihr. Ihr zappelt schon, wenn sich nach drei Tagen keine Veränderung einstellt. ES
musste etwas tun,
aber was? Allein TUN hat es bisher noch nie gegeben. Was ist das - TUN? Wie geht
das, wie macht
man das? Fragen im Ewigen Licht – und weit und breit keine Antwort!.KRISTALL-SEMINAR
Lektion 8 4 von 16
So fing ES schließlich auch an zu zappeln und erfand dabei gleich die allererste
Bewegung. Sie hat
bis heute nicht aufgehört, denn immer noch ist Bewegung notwendig, um
weiterzukommen, um etwas
auszudrücken, zu erfahren und zu wandeln. ES zappelte unbändig und brachte sein
ganzes
Universum durcheinander. Dinge tobten und regten sich tief in ES - um Gotteswillen -
schon wieder
etwas Neues: ein ANLIEGEN, ein WUNSCH, der brennend wurde. Es beunruhigte ES
urplötzlich,
dass ES nicht wirklich wusste, was ES ist. „WAS - BIN ICH?“
So lange hatte ES existiert, ohne zu wissen, WAS, WER oder WARUM ES ist. Dies war
in der Tat
eine erschütternde Erkenntnis. ES musste eine Antwort finden! Tief in sich ahnte ES:
Die Antwort
kann nur im Herzen von ALLES liegen oder im Gegenteil, im NICHTS. Denn etwas
anderes als
ALLES und NICHTS gab es ja gar nicht, nicht einmal ein Herz. Also machte ES sich
zunächst einmal
daran, EIN HERZ zu erschaffen und einen Lebensraum und eine äußerste Grenze und
dann - EIN
GEGEN-TEIL von ALLEM.
......
Das erste Kristall-Zeitalter oder ER und SIE setzen die Reise fort
Die Essenzen von ES haben sich gespalten und ES zu etwas ganz anderem werden
lassen. Die
Drehung ließ nach und lief langsam aus. ES war nicht mehr ES Selbst. ES konnte
nicht mehr sehen
was außerhalb ist. ES selbst war jetzt außer sich und sah, was aus ES geworden war.
Sein Blick fiel
auf zwei sehr, sehr eigenartige ...?..?... Wesen. Nie zuvor hatte es in diesem
Universum SO ETWAS
gegeben. Nun, ES war hübsch, anmutig, doch WAS war es und was sollte damit
geschehen ...?
So habt ihr im ersten Kristallzeitalter euren Anfang genommen. Es lässt sich nicht
mehr sagen, wer
erstaunter war, ES oder IHR. EIN SEIN hat sich in seinem letzten wilden Tanz in ZWEI
WESEN
ergossen, ALLES aus sich heraus extrahiert und NICHTS für sich behalten.
Ein Wesen, nennen wir es „ER“, hat alle Ur-Kräfte in sich aufgenommen, die ihr heute
DUNKEL und
ABSTIEG nennt. Das ist kein Mann, um Gotteswillen. ER ist ein Wesen maskulinen
Geistes. ER sollte
das Ur-Wesen aller verdichtenden, absteigenden, dunklen Energien sein, der Ur-Vater
und Hüter
eures menschlichen Dunkels und aller negativen Gefühlskräfte, das Wesen des
Schöpferischen
Dunkels.
Das andere Wesen, nennen wir es „SIE“, hat alle Ur-Kräfte in sich aufgenommen, die
ihr heute LICHT
und AUFSTIEG nennt. SIE ist keine Frau. SIE ist ein Wesen femininen Geistes und soll
das Ur-Wesen
aller ausdehnenden, aufsteigenden und lichten Energien werden, die Ur-Mutter und
Hüterin eures
menschlichen Lichtes und aller positiven Gefühlskräfte, das Wesen des
Schöpferischen Lichtes.
ES hat sein Ganzes Sein in diese beiden Wesen gegeben, doch EIN HERZ blieb im
Zentrum. Sie
haben keine eigenen Herzen und Wirbel-Säulen erhalten. Sie existieren gemeinsam
im Herzen des
EINEN, um das sie gemeinsam tanzen. Was ES fühlte, fühlen sie auch, sowohl ER als
auch SIE.
So begann das erste Kristall-Zeitalter als reiner Geist-Raum. Er diente der
gemeinsamen Erforschung
des geteilten Geistes in zwei Wesen. Das maskuline und das feminine Wesen
unterschieden sich
vollkommen voneinander. Jedes der beiden hatte Eigenschaften in sich, die das
andere nicht kannte
und nicht empfinden konnten. Sie waren einander vollkommen fremd..KRISTALL-
SEMINAR Lektion 8 5 von 16
Und doch herrschte tiefer Frieden zwischen ihnen und jedes brachte dem anderen
eine unermessliche
Liebe und Achtung entgegen, denn jedes fühlte dies in sich. Schließlich gab es nichts
anderes als
dies. Sie waren Wesen des EINEN und erfüllt von Ehrfurcht sich selbst und dem
anderen gegenüber.
Nichts anderes konnten sie empfinden. Trotz zutiefst gegensätzlicher Natur konnten
sie keinen
wirklichen Unterschied zwischen sich wahrnehmen - noch nicht.
Sie gingen hinaus und experimentierten mit sich selbst. Sie erforschten ihr Sein. Sie
hatten die
gleichen Fragen wie ES am Anfang. Sie wollten herausfinden, was sie sind, sie selbst
und der andere.
Dasselbe Feuer brannte in ihnen. Sie wollten wissen, warum sie unterschiedlich sind.
ER fühlte
unendlich tief in sich hinein und berührte ES in seinem Innersten. Das hat ER tief
bewegt. ER teilte es
SIE mit und war erstaunt, dass auch SIE ES in sich selbst entdeckt hatte, obwohl SIE
doch ganz
anders war als ER. Wieso konnten beide das gleiche in sich fühlen, obwohl SIE sich in
allem anders
ausdrückte als ER, anderes wollte als ER, anders fühlte als ER?
ER pulsierte nach innen, wenn er sich freute oder etwas Neues entdeckte und ein
tiefes Dunkel
überzog seine Gegenwart. SIE strahlte nach außen, wenn sie sich freute oder etwas
Neues fand und
überzog ihre Gegenwart mit hellem Licht. Goldgelbe Strahlen und indigoblaue Wellen
tanzten
miteinander und verschmolzen zu schönsten Formen, wenn sie sich gemeinsam
freuten. Dabei blitzte
immer wieder das unergründliche Smaragdgrün auf, jenes ozeanische Licht von ES,
das am Ende der
Zeit die tiefste Abgründe der schwarzen Magie ebenso durchzogen hat wie die
höchsten Tempel der
Weisheit.
ER tanzte immerzu in eine Richtung und sog dabei in gewaltigen Wirbeln alles zu
sich. SIE konnte nur
in der anderen Richtung tanzen und dehnte sich dabei in große Weiten aus. Ihre
gemeinsamen Tänze
waren furiose Stürme von Licht und Dunkelheit, Gold und Indigo, die zwischen EIN
HERZ und der
äußersten Grenze pulsierten und den Kosmos mit Leben erfüllten.
Und noch ein Phänomen nahmen sie wahr: Alle Unterschiede, die sie zwischen sich
sahen,
verwehten, sobald sie sie erkannten. Alle Ausdrucksformen, die SIE und ER so sehr
voneinander
unterschieden, erschienen vorübergehend und kehrten sich ins Gegenteil, sobald sie
sie bemerkten.
ALLES war möglich und NICHTS blieb bestehen. ER war Dunkel, leuchtend wie das
Licht, und SIE
war Licht, strahlend wie das Dunkel. Sie konnten ES drehen und wenden wie sie
wollten: tiefste
Gegensätze blieben ohne Unterschied, wenn sie genau hinschauten.
..........
Und am Ende dieses Zeitalters tanzten sie in das nächste.
Das Kalk-Zeitalter oder Teilung ist Verschmelzung
Mit auslaufender Drehung landetet ihr schließlich im Kalk-Zeitalter und eröffnetet es.
Und siehe: die
erste Antwort auf die letzte Frage blitzte bereits auf. Eure Gestalt hatte sich trotz
allem nur wenig
verändert - und doch war nichts wie vorher. Herein kamen zwei Wesen, gespalten
und doch
verschmolzen - gleich und doch verschieden - verschieden und doch gleich. Eine
neue Teilung hat
stattgefunden und gleichzeitig eine Verschmelzung. Die Zwei haben sich selbst
geteilt und einander
mitgeteilt. Sie haben sich ausgetauscht und sind je mit der Hälfte des anderen
verschmolzen. Sie.KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 6 von 16
haben ihre Ganzheit, ihre Quell-Natur aufgegeben. ER ist nicht mehr ER und SIE ist
nicht mehr SIE.
ER war ER und SIE. SIE war SIE und ER.
Nun schwebtet ihr nicht mehr in harmonischen fließenden Strömen, sondern eine
Hälfte eures
Wesens zog aufwärts und die andere abwärts. Ihr musstet es halten. Eure
strahlenden Geistkörper
zogen sich zusammen. Ihr erlebtet das gleiche, was ES zuvor erlebt hatte. Ihr wart zu
etwas anderem
geworden. Eine Hälfte leuchtete und dehnte sich aus, während die andere dunkel war
und sich
zusammen zog. Und in eurer Wesens-Achse spürtet ihr eine eigenartige Spannung,
eine neue Un-Ruhe.
Es spannte und juckte, würdet ihr heute sagen. Es beunruhigte euch und regte euch
gleichzeitig an. Und ihr ahntet, dass es noch zwei Zeitalter dauern sollte, bevor dieser
Beginn innerer
Zerrissenheit seine Vollendung und Erlösung finden würde.
Alle Bewegungen und Erscheinungen waren das Gegenteil von dem, was sie zu sein
schienen. Sie
wechselten ihr Antlitz je nachdem, aus welcher Richtung ihr darauf schautet.
Immerhin blieben sie in
diesen neuen Feldern erhalten. Sie waren nicht mehr flüchtig, konnten nicht mehr so
leicht verwehen
und sich wandeln, sondern blieben eine Weile bestehen. Doch sie standen nicht still.
Sie waren
gefangen zwischen den Membranen der Räume und glitten auf Energiewellen von
einer Wand zur
anderen und zurück. Sie trieben auf einem Ozean, der sie immer wieder an seine Ufer
spülte und sie
doch nicht freigab, sondern wieder auf die offene See zurückzog. Alle Erscheinungen
liefen hin und
her wie Tiger im Käfig. Sie schwangen und pendelten zwischen unsichtbaren Wänden
und
verdichteten sich mit euch.
Dies beunruhigte euch zu Beginn, denn es war eine der letzten verblassenden
Erinnerungen an eure
Heimat, dass ALLES fließend und frei war, veränderlich. Nun begann ALLES langsam
zu erstarren.
LICHT und DUNKEL waren nun in jedem eurer Körper - und nicht mehr frei. Auch sie
begannen
zwischen dem Ozean des Geistes und den Kontinenten des Körpers hin und her zu
treiben. Auch sie
begannen, ihre Rollen zu vertauschen und verloren dabei ihre Einzigartigkeit - in
euch. Mit der Zeit
gewöhntet ihr euch daran und spürtet tief in euch, wie sehr Licht und Dunkel
einander lieben und sich
einander hingeben. Ja, LIEBE war noch in euch. Sie tanzten miteinander,
verschmolzen und trennten
sich. Sie erfanden in ihrer neuen Welt neue Tänze, spielten und tobten wie die Kinder,
bauten Burgen
und zerstörten sie wieder um neue zu erbauen.
Ihr seid in eine wundersame Welt der Gegensätze gepurzelt, voller Potenziale und
Widerstände, in
der Alles und Nichts sich anzogen und abstießen, um sich sogleich wieder anzuziehen
und
abzustoßen. Ihr musstet lernen, dieses Phänomen zu beherrschen, um darin nicht
verrückt zu
werden. ... Huch ... „VERRÜCKT“ - was um alles in der Welt ist denn DAS...!?
Ihr seid in eine Spiegelwelt getaucht, in eine Illusion des EINEN SEINS. ES scheint mit
euch zu
spielen, euch zu verspotten und alle Gesetze zu umgehen, die ES selbst erschaffen
hat. ES nahm
Formen an, um sie sogleich zu maskieren. ES überschritt Grenzen, die ES gerade
gesteckt hatte. ES
setzte Limits, um sie gleich zu überlisten. ES war ein riesenhafter Tummelplatz der
Phänomene, aus
denen ihr später eure Körper und eure Welten bauen würdet. Doch zunächst wart ihr
zutiefst irritiert
und beglückt.
.............
Was waren jetzt (am Ende des zweiten Zeitalters) die brennenden Fragen, für deren
Antworten ihr
bedingungslos alles getan habt? Was wolltet ihr wissen, erreichen und ausdrücken?
Nun, es ging
immer noch um Definitionen:
Was ist: .... Licht? ... Liebe? ... Ewigkeit ...? ... Geborgenheit? ... Macht?
Was ist: ... Raum? ...Zeit? ... Weg? ...Fühlen? ...Erkennen? ... Wissen?
Ihr kanntet diese Wesen als Teil eurer selbst, ihr wart sie gewohnt, sie waren
selbstverständlich für
euch und doch hat es sich mit den Zeitaltern verändert. ES blieb nicht, was ES war.
ES veränderte
von Tanz zu Tanz sein Gesicht und begann langsam, sich euch zu entziehen. So
erwachte die Un-Ruhe
auf’s neue in euch, der Wille, noch tiefer einzudringen in diese Erscheinungen, bis zu
ihrem
Kern, der unveränderlich sein müsste - das ahntet ihr.
Ihr wolltet ES erfahren. Tief in euch wusstet ihr, wie ihr es angehen könnt. Ihr musstet
nur das Gegen-Teil
von dem erschaffen, was ihr erkennen wolltet. Ihr musstet das Gegen-Teil erleben
und euer
Erleben am Ende der Zeit erneut ins Gegen-Teil verkehren. Dann - diese Weisheit
vibrierte in EIN
HERZ - habt ihr ES in seiner wahren Natur erkannt. Dann habt ihr den Geist in eine
neue Welt.KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 7 von 16
gebracht. Ja, zwei Mal musstet ihr ES drehen. Zwei Mal musstet ihr euch selbst
vergessen, zwei Mal
musstet ihr sterben und neu geboren werden. Dann würdet ihr WISSEN – und ein
heiliger Schauer
durchfuhr euch, als ihr dies erkanntet. So habt ihr beschlossen, eure Reise
unverzüglich fortzusetzen.
Wolltet ihr den ewigen Kern von LIEBE erfahren, musstet ihr das Gegen-Teil
erschaffen – in euch
selbst. Dies habt ihr später HASS genannt und ANGST. Um EWIGKEIT zu erkennen,
musstet ihr
STERBLICHKEIT erfahren. Und was ist EINHEIT? Bis zu diesem Zeitpunkt wart ihr EINS.
Keiner von
euch hatte ein eigenes Herz. EIN HERZ barg alle Wesen in sich. Bei keinem eurer
Abenteuer habt ihr
es erlebt, voneinander getrennt zu sein. Dennoch war EINS zu VIELEM geworden.
........
Das Staub-Zeitalter oder Dem Tode folgt das Kreuz des Lebens
Nun konnte ein neuer Tanz beginnen. Diesen Tanz vollzog erstmals jeder in sich
selbst und das
Zeitalter gemeinsam mit euch. Eure Körper drehten sich um eine Achse, die in
diesem Tanz entstand,
denn ihr habt vorher beschlossen, die einzelnen Teile eurer selbst an alle anderen
Wesen abzugeben
und sie mit ihnen in verschiedene Räume, Zeiten und Dimensionen ziehen zu lassen.
Ein äußerst
abenteuerliches Unterfangen! Doch da ihr noch in EIN HERZ geborgen wart – was
sollte passieren?
In diesem Tanze jedoch drehtet ihr euch aus EIN HERZ heraus. Ihr hattet es nicht
geplant, doch es
geschah. Ihr seid auf euch selbst zurückgeworfen worden, fort vom anderen Wesen.
Also werden
auch wir uns jetzt auf den einzelnen Körper konzentrieren, nachdem wir bisher die
Entwicklung der
Zwei verfolgt haben. Es war der Moment, da ihr das Kreuz des Lebens erschaffen
habt, jenes große
Wahrzeichen eurer Körper, an das ihr am Ende der Zeit alles Leid gebunden habt.
Ein eigenes Herz wird geboren
Einzelne Teile eures Körperfeldes drehen sich um ihre Achse, damit - wieder einmal -
etwas Neues
entsteht. So dreht und tanzt ihr aus EIN HERZ heraus und erschafft euch gleichzeitig
eigene Herzen.
Jedes Wesen erschafft sich ein eigenes Herz und wird ein eigenes SELBST, ein
Individuum - ein
eigenes Ungeteiltes Ganzes.
Und es war ein äußerst erhebendes Gefühl, ein eigenes Herz in der Brust zu haben.
Zwar hatte sich
die Schwingung eurer Körper in diesem Tanz, in dieser Operation, erneut verdichtet,
doch das war ein
Preis, den ihr gerne zahltet. Nun hatte jedes Wesen EIN HERZ in seiner Brust, ein
richtiges, ganzes -
ein vollkommenes Herz. Jedes einzelne Wesen hatte ES selbst in seiner Brust, EIN
SEIN, das Licht
und die Liebe des Einen: die Weisheit und das Leben des Anfangs. Ihr habt
Freudentänze getanzt,
euch selbst und die anderen befühlt und euch gegenseitig beschrieben, wie
wunderbar es ist, ein
eigenes Herz zu haben.
Dann seid ihr allein hinausgegangen in die Weiten der Landschaft, wo ihr ganz alleine
wart, weit ab
von den Plätzen, wo sie alle lebten. Dort habt ihr zutiefst in euch hinein gefühlt,
gesucht und getastet -
und tatsächlich: IHR wart GANZ. Ihr wart zutiefst nicht allein, nicht einsam, obwohl
weit und breit kein
anderes Wesen war. Ihr wart GANZ in euch SELBST. Ströme von Glückseligkeit
durchflossen euer
Sein, Stürme von Dunkel und Licht zogen weich und gewaltig durch eure neuen
Herzen und hauchten
ihnen das neue Leben ein. Oh, es waren heilige Augenblicke in euch, so erhaben und
mächtig, dass
ihr ein ganzes Zeitalter davon zehren konntet - jenes Zeitalter, das nun kommen
sollte..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 8 von 16
Schließlich, lange nach den Feiern und den glückseligen Erforschungen eures neuen
Seins, merktet
ihr, dass da noch Etwas war, etwas Beunruhigendes. Ihr wusstet plötzlich nicht mehr,
wie es den
anderen geht. Ihr konntet sie nicht mehr fühlen. Ihr musstet sie fragen und sie
mussten es euch
mitteilen. Erst dann konntet ihr sie wieder fühlen, doch nicht mehr so tief wie ihr es
gewohnt wart, nicht
mehr in euch selbst. Zunächst habt ihr euch in Farben, Licht und Tönen mitgeteilt, in
jener Sprache
die ihr mitgebracht habt. Doch ihr merktet bald, dass diese Sprache nicht mehr
ausreichte. Ihr suchtet
nach neuen Bewegungen und Formen. Später, als eure Körper fester wurden,
erfandet ihr Gesänge,
Laute und Worte, einfach nur um zu erfahren wie es den anderen geht. Es war in der
Tat
beängstigend, dies nicht mehr zu fühlen.
So habt ihr euch mit eurem eigenen Herzen vereint und euch darin von allen anderen
getrennt. Damit
hatte niemand gerechnet. Das war eine ungeheuerliche Wirkung, die eine große
Kühle in euch
brachte, eine Distanz, die sich nur noch zeitweilig und nur noch wenig erwärmen ließ.
Es
verunsicherte euch tief, den anderen nicht mehr zu fühlen und an diesem Punkt
eurer Entwicklung
begann etwas in euch zu keimen, das ihr später MISSTRAUEN nanntet. Doch es war
nicht mehr
rückgängig zu machen.
Diese sirrende und unfassbare Trennung voneinander sollte bald in einen grausamen
Augenblick
münden: Ihr musstet euch entscheiden, was ihr sein wollt: „Teil der Gemeinschaft“
oder „Ihr Selbst“.
Ihr musstet erleben, dass die Entscheidung für die Gemeinschaft euch aus eurem
Herzen fortzog,
während die Entscheidung für euch selbst euch von den anderen trennte. Bei dieser
unweigerlichen
Erkenntnis zog sich euer neues Herz furchtbar zusammen und fühlte sich eine
Zeitlang in der Tat
allein, verloren und sehr einsam.
Ende der Ausschnitte aus „Der Tanz des Lebens“:
An dieser Stelle verlassen wir unsere Geschichte und kehren mit einer kleinen
Weisheit zu unserer
Lektion zurück.
Willst du den Berg bezwingen, so wirst du ihn nicht ergründen. Du wirst ihn sehen
und besteigen,
seinen Gipfel erreichen und doch von ihm getrennt bleiben. Du wirst ihn erfahren,
aber nicht mit ihm
Eins werden. So ist es mit Allem was von dir getrennt ist. Indem du beginnst dich
selbst zu ergründen,
erkennst du den Geist und kannst Eins mit ihm werden.
Spirit und Sexus - was ist das?
Spirit
Spirit ist das androgyne unverkörperte Wesen,
sowohl maskulin also auch feminin, weder männlich noch weiblich.
Spirit ist das Eine Unteilbare Selbst im Geistraum, dein körperloses Sein.
Spirit ist die Eine Unteilbare Liebe , die bedingungslos liebt, gebiert und stirbt,
annimmt und loslässt, Eins ist und Alles, Alles und Nichts.
Spirit bist DU SELBST im unverkörperten Raum.
Spiritualität
Spiritualität ist deine Suche nach deiner inneren Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit.
Spiritualität ist dein Streben nach Vereinigung des Getrennten in dir.
Spiritualität ist deine Sehnsucht nach Verschmelzung des Geteilten in dir selbst.
Spiritualität ist der Wunsch nach Ausdruck deiner Liebes- und Schöpferkraft.
Spiritualität ist deine Suche nach DIR SELBST im verkörperten Raum..KRISTALL-SEMINAR
Lektion 8 9 von 16
Sexus
Sexus ist das auf zwei Geschlechter verteilte Einssein,
die männliche und die weibliche Hälfte deines unteilbaren Ganzen.
Sexus ist die Trennung des Einen in Zwei.
Sexus ist die Verdichtung des Geistes zu körperlichem Sein.
Sexus ist der geschlechtliche Körper.
Sexus bist DU SELBST im verkörperten Raum.
Sexualität
Sexualität ist deine Suche nach deiner inneren Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit.
Sexualität ist dein Streben nach Vereinigung des Getrennten in dir.
Sexualität ist deine Sehnsucht nach Verschmelzung des Geteilten in dir selbst.
Sexualität ist der Wunsch nach Ausdruck deiner Liebes- und Schöpferkraft.
Sexualität ist deine Suche nach DIR SELBST im verkörperten Raum.
Die Innere Trennung - Gewinn und Problem
Nein, ihr Lieben, wir haben uns nicht geirrt und hier einen Textblock an die falsche
Stelle kopiert.
Tatsächlich sind Spiritualität und Sexualität identisch – ein und dasselbe. Der einzige
Unterschied liegt
darin, dass Spirit das geistige Wesen eurer selbst ist und Sexus das körperliche.
Diese beiden waren
lange Zeit voneinander getrennt – in euch selbst. Zwei Probleme stellen sich am Ende
der Zeit, zwei
Aspekte, die der Klärung bedürfen:
1.) Ihr habt die spirituelle Suche nach Verwirklichung bisher auf die geistigen
Lebensräume begrenzt
und die sexuelle Suche nach Verwirklichung auf die körperlichen Räume. Zwischen
diesen beiden
Lebensthemen und -räumen stand die gleiche hohe Mauer wie zwischen dem
männlichen und dem
weiblichen Pol in eurer Gesellschaft. Das Eine hatte für euch nichts mit dem Anderen
zu tun, mehr
noch: das Eine behinderte das Andere, das Eine musste getötet werden, damit das
Andere leben
konnte (wie eure religiösen und spirituellen Dogmen fordern) – eine unermessliche
Tragik, mit der ihr
in die tiefsten Räume von Schmerz, Angst und Einsamkeit absteigen konntet, in der
Tat.
2.) Sowohl in der spirituellen als auch in der sexuellen Verwirklichung – und es gibt
nur die SELBST-
Verwirklichung – habt ihr euch immerzu nach außen orientiert, habt außen Erfüllung,
Vereinigung und
Verschmelzung gesucht. Und natürlich habt ihr sie dort nicht gefunden, weil ihr in
euch selbst nicht
erfüllt, vereinigt und verschmolzen wart.
Die innere Trennung habt ihr, wenn wir unserer Geschichte glauben dürfen, von
Beginn an gewollt. Ihr
habt sie konstruiert und aufrecht erhalten und mit jeder weiteren Stufe auf eurer
Leiter nach unten
verstärkt. Lange Zeit war Trennung die Investition des Geistes in seine Verkörperung
und
Ausdehnung. In der Phase eures Abstiegs war sie ein wahrer Gewinn. Seit einiger Zeit
allerdings, seit
dem Zeitpunkt eurer kollektiven Umkehr im Mai 2001, ist Trennung ein Problem – ein
Problem, das
gelöst werden sollte und kann.
Freiwillige und unfreiwillige Vereinigung
Die innere Trennung ergab zwei Phänomene, die euer irdisch-menschliches Leben
und Liebesleben
durchzogen: die freiwillige und die unfreiwillige Vereinigung. Eure tiefsten
Untergründe sind davon
erfüllt und traumatisiert. Alle eure Gefühle und Entscheidungen im Wachbewusstsein
werden durch
diese Erfahrungen beeinflusst und gelenkt.
1.
Das Liebe-Angst-Syndrom
Das Freude-Aggression-Prinzip
Die Freiwillige Vereinigung betrifft alle eure Begegnungen mit anderen Wesen, die
nach eurem
persönlichen Wunsch entstanden und entstehen. Zur freiwilligen Vereinigung gehört
die.KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 10 von 16
Liebesbeziehung, die aus der entflammten Herzkraft entsteht, wenn zwei Wesen
aufeinandertreffen,
die in tiefer Resonanz zueinander stehen. Im Rahmen eurer Dualität folgt der
Glückseligkeit die
Ernüchterung, der Liebe folgt die Angst (vor Verlust), der Freude folgt die Aggression,
dem Vertrauen
folgt die Kontrolle, dem elektrisierenden freien Fließen folgt die magnetische
Bindung. Dem JA folgt
das NEIN. Der freiwilligen Vereinigung folgt die unfreiwillige, mechanische
Wiederholung - liebesleer,
geist- und leidenschaftslos. Der bedingungslosen Entscheidung für diesen EINEN folgt
eines Tages
das Scheitern dessen, was euer Lebenstraum war - oder zu sein schien.
Es ist gleichgültig, in welcher Phase des Erlebens ihr euch gerade befindet. Das Eine
ist so wertvoll
und belanglos wie das andere, solange ihr diese großen Wesen und Kräfte der
Dualität nicht in euch
selbst angenommen und vereinigt habt: LIEBE und ANGST, FREUDE und
AGGRESSION, RUHE und
STURM.
Die äußere Unfreiheit und Einsamkeit sind Spiegel eurer inneren Unfreiheit und
Einsamkeit. Nur diese
könnt ihr erlösen - und nur ihr selbst könnt es. Das ist Fluch und Segen in einem: Ihr
müsst es tun, ihr
müsst es allein tun, kein Weg führt daran vorbei. Ihr könnt es völlig unabhängig von
anderen tun.
Niemand kann euch daran hindern.
2.
Das Opfer-Täter-Syndrom
Das Macht-Ohnmacht-Prinzip
Die Unfreiwillige Vereinigung betrifft alle Begegnungen mit anderen Wesen, die nicht
eurem
persönlichen Wunsch entsprechen und entsprachen. Zur unfreiwilligen Vereinigung
gehört der
sexuelle Missbrauch, den viele von euch erfahren haben, sowohl als Opfer als auch
als Täter. Viele
von euch erinnern sich an ihr Opfersein und andere an ihr Tätersein. Doch es ist
gleichgültig. Solange
ihr in euch selbst das eine vom anderen trennt, sind sowohl Opfer als auch Täter
einsam und
verzweifelt.
Niemand kann Opfer sein, ohne den Täter in sich zu haben. Dies ist eine zwingende
Gesetzmäßigkeit
der Dualität. Je stärker ihr das Opfer in euch fühlt, desto stärker verbergt ihr den
Täter in euch.
Menschen, die sich als Opfer sehen, leiden nicht unter dem äußeren Täter - den sie
mit ihrer
Ausstrahlung zweifellos anziehen - sondern sie leiden unter dem eingekerkerten
Täter in sich selbst.
Sie leiden unter dem tiefsten Inneren Wissen, dass der Schöpfer in ihnen nicht
auferstehen kann,
solange sie Täter und Opfer voneinander trennen. Das kommt einer Spaltung eurer
Herzen gleich
(rechte Kammer = Täter, linke Kammer = Opfer - oder umgekehrt, es ist beliebig).
Vorschau
Diesem Kapitel werden wir uns in der Folge weiterer Lektion widmen. Wir stellen
folgende Fragen auf
und werden uns den Antworten nähern:
- Wo liegt die Verbindung zwischen dem geistigen Willen, der den Missbrauch erlaubt,
und dem
Egowillen, der ihn verurteilt?
- Was ist frei-willig und was ist un-frei-willig?
- Wie kommt ein Missbrauch zustande? Was sind die Grundlagen und Ursachen der
Beteiligten?
- Was findet auf den äußeren Ebenen statt und was auf den inneren?
- Worin liegen Weisheit und Wert eines Missbrauchs?
- Worin findet Missbrauch seine Erfüllung?
Findet eure Antworten, findet weitere Fragen und deren Antworten und seid offenen
Herzens in diesen
schmerzvollsten Räumen der Menschheitsgeschichte, die sich nun lichten und öffnen,
die sich nun
durch eure Herzen kristallisieren.
Das Prinzip der freiwilligen und unfreiwilligen Vereinigung gilt nicht nur für körperlich-
sexuelle
Begegnungen, sondern auch für geistig-spirituelle. Denkt nur an eure vielen
religiösen und spirituellen
Gemeinschaften, die ihre Mitglieder und Anhänger mit erstickenden Dogmen halten,
verwalten und
vergewaltigen, in der Tat.
An dieser Stelle, ihr Geliebten, ist bereits alles Wesentliche zum Thema gesagt. Lasst
diese Aussagen
in euer Herz fließen, atmet sie, atmet euch und lasst Zeitalter der Suche und Sucht,
der Entzweiung
und Verzweiflung durch euch ziehen und sich erlösen..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 11 von
16
SPIRIT STREBT HERAB ZU SEXUS
Sie
erreichen
einander
wenn
sich
das
gespaltene
und
verhärtete
HERZ
das
die
beiden
voneinander
getrennt
hielt
erweicht
und
öffnet
SEXUS STREBT HERAUF ZU SPIRIT
Männliche und weibliche Essenzen
Männer und Frauen
In der 1. Stufe unserer Geschichte verzweigte sich Ein Sein zu einem maskulinen und
einem
femininen Wesen. Der Geist blieb Eins. Ein Herz strahlte in beiden Wesen - oder -
beide Wesen
strahlten in Ein Herz. In der 2. Stufe entstand die Seele und teilte sich in zwei Wesen,
in ein
männliches und ein weibliches. Ein Herz blieb erhalten und seine Kraft war groß und
ungebrochen. In
der 3. Stufe spaltete der Geist die Seele ab und opferte Ein Herz. Er ließ sie alleine
weitergehen.
Seelen in männlichen und weiblichen Körpern blieben übrig, die mit jedem weiteren
Schritt vergaßen,
wer sie sind.
Die Frauen und Männer der Erde sind die linke und die rechte Hand Adam Kadmons,
des kosmischen
Menschen, des planetarischen Körpers eures Universums. Solange sie diese Wahrheit
nicht erkannt
haben, werden die Geschlechter gegen sich selbst und den anderen kämpfen, sich
selbst und den
anderen unterdrücken.
Seelen inkarnieren als Männer oder Frauen, je nach der Aufgabe, die sie lösen wollen,
je nach den
Begleitumständen, die für diese Aufgaben notwendig sind. Eine als Mann inkarnierte
Seele hat auf
Erden andere Möglichkeiten und Grenzen als eine als Frau inkarnierte Seele.
Haben Männer die Möglichkeit, in aktiver Entfaltung schöpferische, kriegerische
Potenziale ins Wirken
zu bringen, Veränderungen herbeizuführen und Schmerzen zu bereiten, so haben
Frauen die
Möglichkeit, in passiver Entfaltung Annahme und Hingabe zu verkörpern, Schmerzen
zu ertragen und
zu erlösen, schöpferische Potenziale des Mitgefühls auf dem Planeten zu verankern
und in der Demut
machtvoll zu werden.
Doch auch Männer sind Wesen der Demut und Frauen sind Wesen des Kampfes.
Jeder gleicht dem
Anderen am Beginn – und am Ende.
Vollendung
So liegt die vollendete Männlichkeit des Mannes in der vollen Integration der
weiblichen Seelenkräfte:
der Passivität und Inspiration, der Fürsorge und Hingabe, der Sanftheit und
Vergebung, des Nährens
und des Mitgefühls. Im lebendigen Ausdruck dieser weiblichen Kräfte erhebt sich der
Krieger zum
Heiler und Priester - zum König des Geistes und Vater der Menschheit. Dies hat Jesus
gelebt..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 12 von 16
Die vollendete Weiblichkeit der Frau liegt in der vollen Integration der männlichen
Seelenkräfte: dem
Willen und Mut, der Aktivität und Durchsetzungskraft, der Entschlossenheit und
Beharrlichkeit. Im
lebendigen Ausdruck dieser männliche Kräfte erhebt sich die Heilerin zur Priesterin -
zur Königin des
Geistes und Mutter der Menschheit. Dies hat Maria gelebt.
So bündeln sich LIEBE und WEISHEIT zu MACHT auf Erden. Im geistigen Raum gibt es
keinen
Unterschied zwischen Mann und Frau. Die Verkörperung dieser Unterschiedslosigkeit
ist identisch mit
der Transzendierung eures menschlichen Körpers, mit der Kristallisierung eures
Willens und der
Geburt eurer schöpferischen Macht auf Erden. Tiefste Widerstandslosigkeit und
Gleich-Gültigkeit im
Feld der irdischen Dramen sind größte Herausforderungen und gebären höchsten
geistigen Ausdruck.
Paare und Partner
Indem ihr einander gegenübersteht und auf den Anderen schaut, sind eure Kräfte
entzweit und
schwach, denn ihr nehmt den Anderen wahr und nicht euch selbst.
Indem ihr nebeneinander steht und in die gleiche Richtung blickt, werden sich euer
Vertrauen und
eure Kräfte auf Erden vereinigen und bündeln, denn ihr habt dasselbe Ziel vor Augen.
Indem ihr im Geiste der Einheit Rücken an Rücken steht und in entgegengesetzten
Richtungen
schaut, verschmelzen die Geistkörper eurer Herzen und potenzieren ihre kosmische
Kraft. So sieht
jeder was der andere sieht und ihr erschafft die Einheit auf Erden. Auf diese Weise
zieht ihr große
Kräfte aus den tiefsten und höchsten Räumen an und sendet sie in alle Richtungen
der Erde aus, in
der Gemeinschaft des Geistes.
Geistige Essenzen und Körpersäfte
Für einige Völker ist die Sexualität ein edles Geschenk an willkommene Fremde. Sie
überlassen ihre
Frauen dem Gast für eine Nacht. Das Geschenk besteht nicht in der Frau und dem
Akt der Lust,
sondern im Angebot zur Verschmelzung mit dem weiblichen Wissen, der Weisheit des
Volkes. In der
Begegnung wird kristallines Erbgut verschenkt, geteilt und mitgeteilt.
Wer dieses Geschenk der „Vereinigung des Geteilten“ ablehnt, erzeugt Schmerz,
Erstaunen und
Verwirrung. Ein solches Volk weiß nichts von Scham, Dünkel und zivilisierter Moral
und kann eine
solche Ablehnung nicht verstehen. In der weiblichen Sexualität schwingt die geistige
Weisheit eines
Volkes - in Form der Mutter des Volkes.
Als ihr euch, aus der Einen Form kommend, in männliche und weibliche Pole geteilt
und in Körper
begeben habt, nahmen die Sekrete eurer Körper die maskulinen und femininen
geistigen Essenzen in
sich auf und wurden zu männlichen und weiblichen Säften. In der Verschmelzung
führen sie wieder
zur Einheit, die sich im Körper des Kindes ausdrückt.
So besitzt ein jeder Körper sowohl die männlichen und weiblichen Säfte seiner Eltern
und der
Vorgenerationen als auch die Säfte seines eigenen Geschlechts und schließlich die
ungeteilten
geistigen Essenzen der Einheit – wenn auch in inaktiver Form. Doch genau um diese
geht es. Die
Säfte der Eltern und Vorgenerationen in euren Körpern sorgen für die Fortsetzung
ihrer emotionalen
und physischen Lebensdramen in eurem Leben. Die Säfte eures eigenen Geschlechts
teilen eure.KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 13 von 16
Einheit in eine Hälfte des Ganzen, die verzweifelt nach der anderen Hälfte sucht und
diese im Außen
nicht findet. Bestenfalls wiederholen sich die Dramen der Altvorderen.
Die inaktiven ungeteilten Essenzen der Einheit sind zu aktivieren. Dies geschieht in
der inneren
Haltung der Unterschiedslosigkeit und der vollkommenen Hingabe an euer geteiltes
Körperherz und
an das Eine Herz eures Geistes. Dieser liebevollste Selbst-Bezug, dieses
bedingungslose JA zu
eurem eigenen Leben, aktiviert die geistigen Essenzen des Schöpfers und der
Schöpferin in euch.
Die einstmalige geistige Teilung drückt sich in den Körpersäften aus. Sie kann durch
die geistige
Vereinigung der Säfte wieder eins werden. Hier liegt die Urkraft der geistigen Liebe
verborgen, die den
einzelnen Menschen wieder in die Einheit führt.
Solange ihr euch in einem Bewusstseinsfeld befindet, das Befriedigung, Erfüllung und
Vereinigung auf
der körperlichen Ebene sucht, steht euch die Sexualität als Möglichkeit einer
vorübergehenden
Verschmelzung zur Verfügung.
Die weiblichen Säfte tragen die Weisheit des Geistes und die Kraft des geistigen
Lebens in sich. Das
Monatsblut der Frau nährt den Körper der Erde mit weiblicher Weisheit und
Geisteskraft. Über das
Blut verbindet ihr Frauen als menschliche Mütter die Mutter Erde mit der kosmischen
Mutter. Ihr seid
Mütter, Kinder und Geliebte aller drei Sphären. Allein indem euch dies bewusst wird,
öffnen sich die
geistigen Zellen eurer Kraft und sie wird in ein machtvolles Fließen kommen.
Die männlichen Säfte bergen die Weisheit des Körpers und die Kraft des körperlichen
Lebens und
Todes in sich. Der Samen des Mannes erschafft menschliche Körper und die Welt auf
Erden. Das Blut
der Frau ist der nährende dunkle Boden, in dem der männliche Lichtsamen keimt und
reift. Im
männlichen Samen liegt nicht nur die Saat des Kindskörpers, sondern auch die Kraft
der Wieder-Verkörperung
des Mannes selbst: Sein Samen regeneriert den alternden Körper und kann ihn in der
vollen Konzentration des Geistes über die Grenzen der Sterblichkeit hinausführen.
Die „unbefleckte“ Empfängnis ist die direkte Verschmelzung zwischen Spirit und
Sexus. Die
vollkommene Hingabe der Partner an sich selbst, aneinander und an die ganze
Menschheit ist ein Akt
geistiger Liebe, der den geistigen Raum der Erschaffung und Empfängnis so weit
öffnet und aktiviert,
dass die geistige Essenz des männlichen Samens in die geistig offene weibliche
Geburtshöhle
überspringen und sich dort verkörpern kann. Was im Körper auf Bahnen und durch
Kanäle fließt, fließt
auch im Geiste über Bahnen und Kanäle und kann sich manifestieren.
Geistige Essenzen und Gewalt
In dieser Aufteilung der geistigen Essenzen auf die körperlichen Säfte beider
Geschlechter findet ihr
den tiefsten unbewussten Grund für die Gewalt zwischen Männern und Frauen. Die
Gewalt der
Frauen liegt in der Verweigerung. Sie wollen ihre Macht und Weisheit bei sich
behalten, sie wollen ihre
erlösende Liebe nicht weitergeben und mit den Männern teilen. Sie versperren ihnen
den Weg zur
Erfüllung. Damit bringen sie die frei fließenden Kräfte ins Stocken – zunächst in sich
selbst und dann
im Außen.
Männer, die Übergriffe auf Frauen vollziehen, dürsten nach der weiblichen Weisheit
und Weichheit,
nach Sanftheit und Ermutigung ihres Anders-Seins. Tiefe Ängste und Verzweiflung
entstehen in ihnen,
wenn sie sich von dieser Quelle abgeschnitten fühlen. Männer brauchen die
femininen Essenzen der
Frauen in dieser Zeit nötiger als Frauen die maskulinen Essenzen der Männer
brauchen, denn in den
weiblichen Körpern sind tiefste Geborgenheit, Trost und Heilung angelegt.
In der maskulinen Essenz herrscht die Todeskraft, die zu einem ausweglosen Ende,
einem
Schattendasein führt, wenn sie sich nicht mit der femininen Essenz der Neuen Geburt
austauschen
kann. Aus diesem Grunde wurden die männlichen Heerscharen und Herrscherkasten
eurer
Jahrtausende, die ohne weibliche Nahrung waren, immer härter und unmenschlicher,
wilden Tieren
gleich, einsam und hoffnungslos. Die Männer eurer Gesellschaft scheinen machtvoll
zu sein, doch sie
sind verzweifelt, denn ihre Macht berührt nur die Erde, nicht den Himmel. So könnt
ihr die Tiefe der
geistigen Verlorenheit männlicher Säfte nicht ermessen, solange sie von den
weiblichen getrennt sind.
Diese abgrundtiefe Zweiheit ist es, die Männer zu grausamen Tätern macht und
danach zu ewig
Verdammten..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 14 von 16
So entstanden neben der Weisheit männlichen und weiblichen Lebens auch
Verzweiflung, Hass und
Verdammnis – in euch allen. Ihr weiblichen Wesen werdet es eines Tages erkennen:
Was euch
Menschen die nährende Sonne ist, ist den Männern die Frau. Und ihr werdet
liebevolle Verantwortung
dafür übernehmen. Zwar gehört euer Körper euch selbst – dennoch trägt er ein
geistiges kollektives
Gut in sich, auf das alle ein Anrecht haben.
Zwar hat sich dieses Drama in eurer äußeren Welt entwickelt, doch erst nachdem ihr
es in euren
inneren Räumen und Welten vollzogen hattet. So raten wir euch, dieses Kapitel nicht
auf euch und die
Welt zu beziehen, sondern auf euch selbst – nur auf euch, auf die geteilten und
voneinander
getrennten Hälften eures maskulin-femininen Ganzseins, auf die Verzweiflung der
ausgestoßenen und
verhungernden Krieger in euch selbst, auf die stolzen und verletzten Heilerinnen in
euch selbst, auf
die geächteten Schöpfer in euch selbst.
Die äußere Gewalt ist sekundär. Sie ist eine Folge der inneren Gewalt gegen euch
selbst, die ihr
eingerichtet und ausgeübt habt. Was ihr in euch habt, strahlt ihr aus und zieht es an.
Es ist eine Frage
der Resonanz. Bleibt bei euch, wenn ihr euch dem Thema Täter-Opfer zuwendet,
haltet eure Herzen
offen und atmet tief. Lasst alle Ströme frei fließen.
Der Krieger und die Heilerin
Das männliche Wesen ist ein Krieger, Abenteurer und Neuerer, Veränderer des Alten.
Er erschafft
den Boden des Neuen. Er ist der Weise, der am Beginn des Zyklus steht. Noch ist der
Himmel blau
und das Land ist grün. Das Schlachtfeld ist noch unberührt. Der Krieger ist
gekommen, um die
Schlacht zu schlagen, denn er ist der Vater aller Dinge, der Samen aller Pflanzen, das
Dunkel allen
Lichtes, der Tod allen Lebens, der Urgrund aller Liebe, der Anfang aller Kraft und
Macht.
Der Krieger ist ein Wesen der schöpferischen Entschlusskraft. Er verändert das
Gewesene in großer
geistiger Ausstrahlung. Er ist das männliche Wesen des Anfangs, ein Wesen kühnen
Herzens, dem
das Schlimmste noch bevorsteht. Kämpfe und Kriege werden kommen, wenn - und
weil - er
gekommen ist..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 15 von 16
Das weibliche Wesen ist die Heilerin der Wunden, die Geliebte der Krieger, die Mutter
der
verwundeten Kinder, die Nahrung der Verhungernden. Sie ist die Weise, die am
Tiefpunkt des Zyklus
steht. Der Himmel ist grau verhangen, die Schlachtfelder sind still geworden, das Blut
des Lebens ist
vergossen, die Samen für das Neue sind gelegt. Die Heilerin ist gekommen, die
Wunden zu
verbinden, denn sie ist die Mutter aller Dinge, der Boden aller Pflanzen, das Licht
allen Dunkels, das
Leben allen Todes, die Liebe aller Urgründe, die Erfüllung aller Kraft und Macht
Das weibliche Wesen trägt den Kelch, der das Blut zum Wasser des Lebens werden
lässt. Es ist stark.
Es kann Schmerzen ertragen, heilen und lieben, vergeben und akzeptieren. Es ist
voller Mitgefühl und
darin zu großer Macht fähig. Doch diese Macht kann es erst entfalten, wenn das
männliche Wesen
zuvor in seiner Kraft gewirkt hat. Das männliche Wesen kann wenig Schmerzen
ertragen, nicht heilen,
aber Schmerzen verursachen. Es kann nicht lieben, solange es selbst nicht geliebt
wird.
Du, mein geliebtes Wesen, bist weder Mann noch Frau, weder Krieger noch Heilerin!
Du bist ein
Wesen der Einheit, das sich für jede Inkarnation auf Erden den Körper genommen
hat, der deinem
Willen und deiner Liebe entsprach. Wolltest du als Krieger dienen und den Menschen
helfen,
Schmerzen zu ertragen, Demut zu erlangen, Kraft und innere Stärke? Wolltest du
ihnen helfen,
Grenzen zu überwinden und neue Räume zu beschreiten? Wolltest du sie lehren zu
vergeben, dann
konntest du dies zutiefst in einem männlichen Körper tun. Denn er besaß die
ungezügelte Wildheit,
die dafür vonnöten war.
Hattest du dich entschieden, deine inneren Kräfte zu vervollkommnen, vergeben und
heilen zu
lernen? Hattest du beschlossen, den Menschen auf ihrem Weg die Hand zu reichen,
sie mit der Kraft
deines Herzens zu stützen? Hattest du vor, sie in Mitgefühl und Liebe, in immer
wiederkehrender Kraft
zu baden, ihre Wunden zu heilen und sie zu trösten, so konntest du dies nur in einem
weiblichen
Körper tun.
Tief in dir weißt du um deine eigene Kraft, die im Irdischen lange Zeit keinen
Ausdruck fand. Du weißt,
dass jener, der dich schmerzt, selber große Schmerzen in sich trägt. Und so ist es das
männliche
Wesen, das die größeren Schmerzen auf sich nahm, denn es hat die Verbindung zur
geistigen Heimat
von Beginn an aufgegeben - jenen goldenen Faden zwischen Kosmos und Erde, den
das weibliche
Wesen hält und pflegt.
Das männliche und das weibliche Wesen
Männliche Energie und Wahrnehmung sind energetisch-materieller Natur, jene des
Sichtbaren für die
Augen eurer Körper. Es hat das Wissen um die Materie in sich. Es erschafft Materie
und wird selbst
zu ihr, es glaubt an Starre und erstarrt selbst. Damit verlässt der göttliche maskuline
Schöpfer den
Raum des fließenden Geistes und verdichtet sich in niederen Frequenzen. So ist der
Schöpfer zum
Geschöpf geworden, der Erfinder zur Materie. In diesem Akt der Schöpfung hat er
sich selbst verloren
und bleibt auf Zeiten in seiner Schöpfung gefangen. Das männliche Wesen schaut
hinauf und sieht
den Geist aus der Sicht der Materie. Er schaut gegen das Licht und kann wenig
sehen. Er ist der
Forscher auf der waagerechten Ebene eures Lebenskreuzes. Er verkörpert die Welten
des Entweder-Oder-
Prinzips, der Logik und der Intelligenz. Er ist der Bezwinger des Berges und des
Geistes - und
erfährt ihn nicht.
Das männliche Wesen hat eine tiefe Grube gegraben und sich bis auf den Grund
darin
herabgelassen. Einen Rückweg gibt es nicht. Der Sinn dieses Spiels, dieser
Schöpfung, liegt nur
sekundär im Erforschen der Materie. Das primäre Anliegen ist das Erforschen der
Gefühle und der
Kräfte des Geistes, das Erforschen von Wandlung und Raum, von Zeit und Bewegung
der
kosmischen Energien – und die Ausdehnung des Geistes in diesen einstmals
geistlosen Gefilden der
Materie.
Oben am Rande der Grube steht - im Sonnenlicht, um dieses Bild fortzuführen - das
weibliche Wesen.
Es hat ein Seil, das lang genug wäre, um ihn heraufzuziehen. Doch sie tut es nicht,
denn damit wäre
nichts gewonnen, nichts erfahren und erkannt, nichts gewachsen. Das weibliche
Wesen ist die
feminine göttliche Schöpferin. Es hat den anderen Teil der gespaltenen Allmacht zu
sich genommen,
die Kraft der Intuition, die Erinnerung an die kosmische Heimat und Quelle, das
Fühlen des Geistes.
Um diese Kraft zu erhalten, bleibt sie oben in der Sonne und begibt sich nicht hinab
in die Grube..KRISTALL-SEMINAR Lektion 8 16 von 16
Weibliche Energie ist energetisch-geistiger
Natur, die Sicht des Unsichtbaren für die
Augen des Körpers, des Nicht-Erreichbaren
für den menschlichen Geist.
Das weibliche Wesen schaut hinunter und
sieht die Materie aus der Sicht des
Geistes. Sie schaut mit dem Licht und
kann vieles erkennen.
Sie ist die Forscherin der senkrechten
Achse eures Lebenskreuzes. Sie
verkörpert das Sowohl-Als-Auch-Prinzip,
die Wahrnehmung der Muster hinter aller
Form, die Inspiration. Sie ist die
Ergründerin des Berges und des Geistes -
und verschmilzt mit ihm.
Männliche Körper-Energien sind an den
Planeten gebundenen und darauf
angewiesen, von weiblichen Licht-Energien
genährt zu werden, um den
irdischen Weg gehen und am Ende wieder
in die Ganzheit zurück finden zu können -
frei zu werden von Materie und Bindung.
Weibliche Körper-Energien fließen senkrecht zwischen Kosmos und Erde. Sie sind
darauf
angewiesen, von den männlichen Körper-Energien gehalten und herabgezogen zu
werden, um auf
Erden anzukommen - um sich verwurzeln und Blüten treiben zu können. ER ist die
Wurzel, SIE ist die
Blüte. Gemeinsam gebären sie die Frucht. Dafür muss ER IHRE ätherische Natur
ebenso annehmen
wie SIE SEINE materielle Natur – unterschiedslos, frei von Bewertung und Vergleich,
denn dies sind
zutiefst Illusionen.
Auf diesem Weg der gegenseitigen Akzeptanz und des Mitgefühls können diese
beiden
gegensätzlichen Pole zueinander fließen und sich zu EINER KRAFT vereinigen. Das
maskuline und
das feminine Wesen haben sich auf dem Abstieg voneinander getrennt, sich einander
ausgeliefert und
einander ihre Hilfe zugesagt – spätestens am Ende der Zeit. So haben sich die Götter,
die sich selbst
im Feld der Materie erfahren wollten, aneinander gebunden, die Eine Macht unter
sich zwei-geteilt und
vorausbestimmt, dass dieses Spiel erst enden würde, wenn die Reife und Einsicht zur
Wieder-Vereinigung
erlangt sei: durch Akzeptanz der Gegensätze, durch Geben und Empfangen und
durch
die Selbst-Erkenntnis im Lichte der Einheit.
Wir sind mit euch, im Herzen eines jeden von euch, in Liebe.
Wir sind St. Germain, Maria, Ohamah und Sabine
Bitte:
Gebt diese Texte, Lektionen und die Interadresse KRISTALLMENSCH bitte weiter.
Lasst viele
Menschen daran teilhaben. Respektiert unser Urheberrecht an diesen Texten und
verteilt sie in alle
Welt - zum Wohle aller und der Erde. Unsere Liebe fließt mit jedem Wort mit. Vielen
Dank.
Dank:
Unser Dank geht an euch, die ihr am Seminar teilnehmt, darin aufblüht und der Welt
damit ein großes
Geschenk macht. Unser Dank geht an euch alle, die ihr an Kristallmensch.de
mitarbeitet. Unser Dank
geht an euch, die ihr uns eine finanzielle Unterstützung zukommen lasst, mit der wir
diese Arbeit
fortführen und ausdehnen können.
Konto in der Schweiz: Nr. 84 - 314 16 - 5 Bank: DIE POST Inhaber: Sabine Wolf
Konto in Deutschland: Nr. 5000541300 BLZ: 27893760 Volksbank Seesen
IBAN: DE66 2789 3760 5000 5413 00 / BIC-Code: GENODEF1SES
www. Kristallmensch.de Sabine Wolf Hannover, am 11. März 2007