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Alter Geist

im neuen look

Die extreme Rechte zwischen Glatze und Hip-Hop


Eine Broschüre für Schülerinnen und Schüler · 02/2005
2 • Alter Geist im neuen look

Vorwort Inhaltsverzeichnis
Vorwort und Inhaltsverzeichnis 2
Alter Geist im neuen look 3
In den letzten Jahren hat sich in der rechts- Marken 5
extremen Szene ein Wandel vollzogen, den lei- „Querfront“ 8
der viele Menschen nicht bemerkt haben. Antisemitismus & Antizionismus 11
Mir war und ist es sehr wichtig darüber auf- Kameradschaften und NPD 13
zuklären. Mir wurde von meiner Schule Zeit Berliner Szene 16
gegeben mich mit dem Thema stärker ausein- · „Berliner Alternative Süd-Ost“ 17
ander zu setzten und es dann zu präsentieren. · „Autonome Nationalisten Berlin“ 18
So konnte diese Broschüre entstehen und ich · „Kameradschaft Tor“ 19
hoffe sie animiert euch ähnliche Aktionen zu · „Märkischer Heimatschutz – MHS“ 20
planen und umzusetzen. Wenn ihr Fragen Und Nu? 22
habt, könnt ihr mir ja mailen. Kontakt und Adressen 24
Kontakt: alter-geist-im-neuen-look@web.de
Auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen

Dank an alle, die direkt oder indirekt an der


Erstellung dieser Broschüre beteiligt waren.

V.i.S.d.P.: Stephanie Jürgens · Seelenbinderstraße 23 · 12555 Berlin


Gedruckt beim AStA TU-Berlin · Marchstraße 6 · 10587 Berlin
Alter Geist im neuen look • 3

Alter Geist im Die Neonazis veränderten zwar nicht ihre


Ideologie, begannen sich aber daraufhin
neuen look anders zu kleiden. Das altbekannte Bild des
kahlrasierten Stiefelnazis wich in den folgen-
den Jahren zunehmend dem, des normal
Als vor knapp 4 Jahren die Menschen in gekleideten Jugendlichen .
Deutschland nicht mehr vor rassistisch moti- Abgesehen von völlig neuen Marken, die
vierten Morden die Augen verschließen konn- unauffällige, sportliche und qualitativ hoch-
ten, wurde durch die Regierung der „Aufstand wertige Kleidung mit nationalsozialistischen
der Anständigen“ initiiert. Bezug verbanden, bedienten sich die Neonazis
Für einige Zeit rückte die Problematik alternativer Stile aus verschiedensten Jugend-
Rechtsextremismus in die Medien und weiter kulturen.
in die Köpfe der Menschen.
Lehrer und Arbeitgeber sahen sich gezwun-
gen, in ihrem Wirkungskreis Konsequenzen
zu ziehen. Die bekannten Naziutensilien, wie
Springerstiefel, Lonsdale-Kleidung und Bom-
berjacken wurden aus einigen Schulen und
teilweise von Arbeitsplätzen verbannt.
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Das verwunderlichste an der äußerlichen ter in der Nazi-Szene hier nach einem ähn-
Veränderung der Neonazi-Szene ist die Über- lichen Schema. Die Symboliken werden aus
nahme linker Symboliken und Kleidungsstü- ihren (linken) politischen Kontext gerissen
cke, wie beispielsweise des Palestinesertuch und so auf einige wenige Punkte reduziert,
(„Palituchs“) oder T-Shirts mit der linken Iko- dass die Nazi-Szene politisch an diese anknüp-
ne Che Guevara. fen kann und sie von rechts neu besetzt.“ [1]
Hier „stellt sich natürlich sofort die Frage
nach der Motivation der Nazis, Symboliken
ihrer politischen Widersacher zu übernehmen.
Meist funktionieren die Argumentationsmus-

Sorgte für Spott in den


eigenen Reihen: Kame-
radschafts-Führer [1] Antifaschistisches Infoblatt, 04/2004.
René Bethage: im
„Schmuddel-Look“.
Mit Palästinenstertuch
und Che-Guevara-
Shirt zum Nazi-Auf-
marsch.
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Marken ke „Thor Steinar“ auf den Markt. Diese wurde


aufgrund ihres Logos schnell sehr beliebt. Das
Logo setzt sich aus zwei germanischen Runen,
Viele der Marken die direkt aus der rechts- der Tyrrune (Todesrune) und der Giborrune
extremen Szene stammen, wie „Walhall“, (Wolfsangel) zusammen. Beide haben eine
„Sport Frei“, „Rizist“, „Pro Violence“ oder fragliche Vergangenheit. So wurde die doppel-
„H8wear“, knüpfen vorzugsweise an Stilvorla- te Tyrrune als Abzeichen der 32. Division der
gen aus Hip Hop, Rock´n Roll oder Punk an. SS verwendet und die Giborrune stand für die
Die nähere Beschreibung aller, in der Neo- Werwolf- und Sabotageeinheiten am Ende des
nazi-Szene beliebten Marken würde den Rah- 2. Weltkrieges.
men dieser Broschüre sprengen, daher nur Gerade der Bezug zur germanischen Sym-
diese drei als Beispiel. bolik machte „Thor Steinar“ in der neonazisti-
schen Szene sehr populär.
Thor Steinar Allerdings wurde die Marke nicht nur in
Im Oktober 2002 brachte der 30-jährige einschlägig rechten Läden verkauft, sodass sie
Axel Kopelke, bekannter und aktiver Neonazi teilweise auch nicht-rechte Personen trugen.
aus Königs-Wusterhausen bei Berlin, die Mar- Nicht zuletzt durch die Arbeit engagierter

Das Logo der Marke „Thor-Steinar“ wurde Mitte November 2004 verboten. Inzwischen hat die Firma ein neues Emblem auf den
Markt gebracht (links, Kreuz mit zwei Punkten). Die Optik als Mischung aus germanischen Runen und NS-Vokabular ist weiter-
hin die gleiche. Eine Kampagne „Stop-Thor-Steinar“ klärt über den rechten Mode-Zirkus auf (www.stop-thorsteinar.de.vu).
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AntifaschistInnen, die diese Entwicklung und Die Boxermarke Lonsdale ist in rechten
Bedeutung öffentlich machten, gelang es Mitte Kreisen sehr beliebt, aufgrund des „NSDA“,
November 2004 das Logo von „Thor Steinar“ welches sich ergibt, wenn man eine Jacke darü-
zumindest in den Bundesländern Berlin und ber halboffen trägt; denn das spielt auf die
Brandenburg zu verbieten, da es aufgrund des Abkürzung der Nationalsozialistischen Deut-
oben genannten Bezuges als Verfassungsfeind- schen Arbeiterpartei (NSDAP) an.
liches Symbol zählt. Nachdem der Firma Lonsdale bekannt wur-
Inzwischen musste Axel Kopelke das Logo de, das ihre Kleidung in der rechten Szene
soweit verändern, dass der nationalsozialisti- genutzt würde, kündigte Lonsdale sämtliche
sche Bezug nicht mehr offensichtlich ist und Lieferverträge für rechte Läden und Versande.
er die Marke weiterhin straffrei vertreiben Ein Beweis, dass die Marke nicht selbst dem
kann. rechten Spektrum angehört.
„Consdaple“ Unter anderem aus diesen Grund wurde
„Consdaple“ [2] ist eine Marke, die definitiv die Marke „Consdaple“ herausgebracht. Ein
rechts ist. Sie wurde vom Betreiber des rechts- weiterer Vorteil: das „P“, was beim lonsdal-
extremen „Patria-Versand“ erfunden. schen „NSDA“ noch fehlte, ist nun ebenfalls
Der Grund für die Entwicklung der Marke gegeben.
ist wohl folgender:

[2] Der Begriff ist eine Ableitung von dem englischen Wort „Cons-
dable“, was übersetzt Schutzmann bedeutet.
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„Doberman“ Firmen sich bereits gegen Rechtsextremismus


„Doberman“ wäre namentlich gesehen eine engagiert haben.
Marke analog zu „Pit Bull“. „Pit Bull“ bezieht Jedoch nicht nur mit ihrer Kleidung verän-
sich auf die deutsche Hunderasse, mit dem dern die Neonazis ihr Erscheinungsbild.
Ruf eines gefährlichen Wachenhundes. Wenn Einige von ihnen versuchen seit kurzem
man allerdings die Abbildung auf einigen Pro- mit Piercings, Tattoos, gefärbten Haaren (bis
dukten begutachtet, merkt man, dass der hin zum eigentlich aus der Punk-Szene stam-
eigentliche Interessenkreis weit rechts liegt. menden Irokesenschnitt) ihre „Individualität“
Der Inhaber der Marke „Doberman-Deutsch- auszudrücken, so sind sie nicht mehr eindeu-
land“ ist der Geschäftsmann Werner Kahl, der tig der Neonazi-Szene zuzuordnen und kön-
chon wegen Sprengstoffanschlägen auf Fahr- nen sich unbehelligt auch in antifaschisti-
zeuge von MigrantInnen, sowie Waffenschie- schen Kreisen bewegen. Diese äußerlichen
berei in mehreren Fällen verurteilt wurde. Veränderungen finden allerdings nicht bei
Die Produkte tragen Aufschriften wie allen Kameraden Anklang.
„100%-White“ oder „Made in Germany“ mit
zwei Stiefeln über dem Schriftzug.
Nicht zu vergessen sind Marken wie
„Alpha“, „Lonsdale“, „Everlast“, „Fred Perry“,
usw., die weiterhin von rechts gerichteten Per-
sonen getragen werden, obwohl viele dieser

Junge Neonazis mit einem Transparent im Hip-Hop-Style


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„Querfront“ rechtsextremen Theorien und Personen zu


beschreiben. Die Hauptakteure der Querfront
Ebenfalls ein umstrittenes Thema in der versuchten in den letzten Jahren Einfluss in
Neonazi-Szene ist die so genannte „Quer- bestimmten Bereichen zu erlangen. Die Pro-
front“. Ihr wird ein historischer Hintergrund teste gegen den Irak-Krieg sowie die Anti-
zugeschrieben, der bis zum Nationalsozia- Hartz-Demonstrationen wurden dafür
lismus zurückgeht. Der Begriff wird dafür ver- genutzt, die eigenen Ansichten gesellschaftsfä-
wendet die Verbindungen von links- und hig zu machen. Hauptsächlich in ostdeutschen
Städten, wie Gera oder Magdeburg führten sie
bald die, eigentlich von Bürgern organisierten,
Demonstrationen an.
Allerdings bewegten sich die „Querfront-
Aktivisten“ nicht nur auf Demonstrationen,
sondern versuchten mit eigenen Veranstaltun-
gen und Artikeln in gesellschaftlich akzeptier-
ten, intellektuellen Kreisen Fuß zu fassen.
„Es ist an der Zeit, dass wir die neuen Möglich-
keiten voll ausschöpfen und damit beginnen uns neu
zu organisieren. Der gewaltfreie, friedliche Kampf
hat fast 60 Jahre stattgefunden und wir haben
nichts erreicht.“ [3]
[3] Zitiert nach „Kameradschaft Oberspree“.

Auf den ersten Blick eher ein Linker und/oder Autonomer. In


Wirklichkeit Neonazi-Kader Sebastian Schmidke vom
„MHS“ als Ordner bei einem Aufmarsch im Land Bran-
denburg. Er trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Nationaler
Sozialist“, wobei „Nationaler“ bewusst klein gehalten wird.
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Vor allem die jungen Aktivisten nutzten die Peter Töpfer und die Nationale
Chance für Provokation und Verwirrung. Anarchie
Ein Beispiel hierfür ist der ursprünglich „Wir sind bereit mit dem ‚Teufel‘ ein Bündnis
der radikalen Linken entsprungene Schwarze einzugehen, wenn es der nationalen Bündnisbewe-
Block (Black block – BB). Dieser bietet ihnen gung unseres Volkes nützt.“ [Peter Töpfer]
die Möglichkeit uniformiert und unauf- Ebenso wie die meisten extremen For-
fällig aufzutreten und dabei von * men der Querfront entstand die
Antifaschisten und Polizei weit- „Nationale Anarchie“ durch den
gehend unerkannt handeln zu Einzelkämpfer Peter Töpfer. Der
können. Doch dabei bleibt es seit Jahren aktive Neonazi
nicht. Inzwischen sind Rote schrieb schon 1993/1994 einen
Fahnen [4] auf rechten Auf- höchst seltsamen Gründungs-
märschen keine Seltenheit aufruf für eine „Nationale
mehr und auch der Vorschlag Linke“.
Israel-Fahnen als Provokation Dieses Vorhaben führte er
mitzuführen kreiste in einigen zusammen mit Andreas Röhler
rechten Chat-Rooms. Dies stieß in Form der Zeitschrift „Sleipnir“
aber bei der Mehrheit der Neonazis fort. Er setzte neben bekannten
auf Ablehnung. Rechtsextremen immer wieder ungefragt
linke Autoren in das Heft.

*
[4] Die Rote Fahne ist eigentlich seit jeher Symbol des Kommu-
Ist bei Nazis oft zu klein geraten: das Gehirn.
nismus.
10 • Alter Geist im neuen look

Töpfer weckt dadurch den Eindruck eines der Nazis immer noch sehr aktiv: bei fast allen
harmonisierenden Bündnisses von linken, wie Aufmärschen in Berlin ist er dabei, um später
rechten Autoren. Weiterhin erhofft er den Vor- auf eigens betriebenen Internetseiten oder in
teil die gesellschaftliche Akzeptanz linker einschlägigen Zeitschriften das Erlebte zu
Publikationen für sich selbst nutzen zu kön- schildern.
nen. „Inhaltlich ist Töpfer ein Witz. Beachtet man
Er unternimmt ständig Versuche in der lin- jedoch die zeitliche Ausdauer, die Infrastruktur, die
ken und linksradikalen Szene Fuß zu fassen, Aktivitäten und den Output solcher Kleinstprojekte,
was ihm aber durch das sollte man von einer Unterschätzung lieber abse-
Eingreifen von Antifa- hen.“ [5]
schistInnen bisher
nicht gelang.
Neben dem immer-
währenden Experiment
der „Nationalen Lin-
Neonazi Peter Töpfer: ken“, leugnet er in der
verwirrt und politisch
relativ isoliert – aber
oben genannten Zei-
deshalb nicht weniger tung „Sleipnir“ weiter-
gefährlich. hin den Holocaust.
Doch auch sonst ist
Töpfer im üblichen Stil
[5] Stressfaktor, Februar 2005.
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Antisemitismus und
Antizionismus
Nicht nur die Querfront, sondern auch der
Großteil der organisierten Neonazi-Szene ver-
suchte sich politisch und intellektuell zu eta-
blieren. Zumindest in den eigenen Strukturen
ließen sie sich weiterbilden und erweiterten
ihre Bandbreite politischer Theorien.
Antisemitismus und Antizionismus spielen
weiterhin eine gewichtige Rolle in den rechts-
extremen Debatten. Den Neonazis wurde klar,
dass mit blankem Hass auf Juden und Israel
keine Medaille zu gewinnen ist. Antisemi-
tismus tritt immer häufiger durch die Hinter-
tür des Antizionismus, sprich der Hass auf
Israel, oder durch die Relativierung – nicht
Leugnung – des Holocaust auf. Nicht nur, dass
dabei meist die strafrechtliche Relevanz weg-
fällt, auch gesamtgesellschaftlich findet diese
Art von Antisemitismus leichter Anklang.
12 • Alter Geist im neuen look

Die Deutschen als Opfer Vorschub geleistet. Viel einfacher ist es an all-
Der bisherige Höhepunkt nazistischer gemeinen Standards anzuknüpfen, als zu ver-
Opfermentalität war die provokante Nichtbe- suchen die deutsche Bevölkerung mit simpler
teiligung der NPD im Dresdener Landtag, als Leugnung historischer Tatsachen zu überzeu-
den Opfern der NS-Diktatur gedacht wurde. gen.
Stattdessen verzog sich die NPD aus dem Sit-
zungssaal und hielt danach eine Rede, in der
sie den Angriff der Alliierten auf Dresden als
„Bombenholocaust“ bezeichnete.
Ob Alt- oder Neonazis, seit jeher ist die Ver-
herrlichung des NS-Regimes und die Leug-
nung der Shoa wichtiger Bestandteil in den
Argumenten der Nazis. In den letzten Jahren
hat sich auch in der Nazi-Szene, zumindest
nach außen hin, eine Entwicklung vollzogen.
Durch die gesamtgesellschaftliche Diskus-
sion um die deutsche Opferrolle, vorzufinden
in verschiedenen Büchern und Filmen, wie
Jörg Friedrichs „Der Brand“, Bernhard
Schlinks „Der Vorleser“ oder im Kinofilm
„Der Untergang“, wird den Neonazis natürlich
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Kameradschaften
und die NPD
Durch den Aufwind der NPD in den 1970er Kühnen forderte die Unterwanderung einer
Jahren – wo sie fast den Einzug in den bestehenden Partei. Die „Freiheitliche Deut-
Bundestag geschafft hätte – schloss sie, aus sche Arbeiterpartei“ (FAP) wurde als ideal
Angst vor dem Parteiverbot die offen national- dafür empfunden. Der Partei gelangen willent-
sozialistischen Kameraden aus. Einige gingen lich keine Erfolge wei Wahlen; sie diente ledig-
freiwillig. Die Konsequenz dieses organisatori- lich als schon bennanntes Sammelbecken für
schen Lecks in der Nazi-Szene, war die Grün- Nazis.
dung der „Aktionsfront Nationaler Sozialisten“ Nach der Wiedervereinigung kam es vor
(ANS/NA) im Jahr 1977, durch Michael Küh- allem im Osten Deutschlands zu wochenlan-
nen. Hier konnten sich alle sammeln, die gen rassistischen Pogromen. Viele MigrantIn-
nicht die Möglichkeit hatten, in die NPD ein- nen wurden vom rassistischen Mob ermordet,
zutreten oder nicht hineinwollten. während der Großteil der anwesenden Bevöl-
Ende 1983 wurde die „ANS/NA“ verboten. kerung und auch die Polizei tatenlos daneben
Wiederum war es der damals wohl einfluss- stand, bzw. applaudierte. Als staatliche Reak-
reichste Kader der westdeutschen Nazi-Szene tion wurden in den darauffolgenden Monaten
Michael Kühnen, der den nächsten Schritt die meisten rechtsextremen Strukturen verbo-
plante. ten und ihre Mitglieder vor Gericht gestellt.
14 • Alter Geist im neuen look

1993 entwickelte Christian Worch, ein bis listen“ begann zu arbeiten. Natürlich fand es
heute bedeutender Neonazi-Führer, das Kon- in den ersten Jahren wenig Zuspruch in der
zept der „Autonomen Rechten“, was später den Szene, bedeutete die Organisation autonomer
durch Thomas Wulff geprägten Namen „Freie Gruppen doch den Verlust der Traditionen.
Nationalisten“ bekam. Bis ins Jahr 2000 blieb bei den rechten vie-
Das Konzept sah und sieht vor, die Organi- les beim Alten. Die Nazi-Szene hatte aufgrund
sationsstruktur der damaligen radikalen Lin- staatlichen Vorgehens viele ihrer wichtigen
ken zu übernehmen. Das heißt, es sollten Kader verloren und wurde somit weitestge-
autonome Kleingruppen gebildet werden, hend handlungsunfähig.
deren Mitglieder möglichst individuell vorge- Doch im Jahr 2000 änderte sich einiges.
hen können und dennoch ein Höchstmaß an Hetzjagden auf MigrantInnen erreichten ein
Operationsfähigkeit bewahren. in den letzten Jahren nie da gewesenes Aus-
1995 wurde die „FAP“ verboten und das maß. Demonstrationen konnten wieder
dafür angelegte Konzept der „Freien Nationa- durchgeführt werden und auch die radikale

Widerstand auf der Straße: AntifaschistInnen blockieren einen


Neonazi-Aufmarsch in Berlin-Rudow (Dezember 2003).
Alter Geist im neuen look • 15

Linke hatte sich gespalten, womit ein schlag- „Black Block“ übernommen und auch auf
kräftiger Gegner wegfiel. Der „Aufstand der intellektueller Ebene tat sich einiges.
Anständigen“ wurde als Prestigefrage von der Nach dem Scheitern des NPD-Verbots im
Rot-Grünen Regierung initiiert, Hunderttau- Jahr 2003, begannen die Grenzen zwischen
sende gingen auf die Straße um gegen Gewalt „Freien Nationalisten“ und NPD-Parteimit-
und für Toleranz zu demonstrieren, beteten gliedern zu verschwimmen, einige einflussrei-
und sangen. che „Freie Nationalisten“ traten in die NPD
Auch begann in diesem Jahr das NPD-Ver- ein. Sie blieben bzw. bleiben aber weiterhin
botsverfahren. auch im außerparteiischen Umfeld aktiv.
Plötzlich nahm die schon fast zehn Jahre Wie sich die rechte Szene nach den Wahler-
alte Idee von Christian Worch Form an. Kame- folgen der NPD/DVU in den nächsten Mona-
radschaften wurden gegründet und begannen ten und Jahren weiterentwickeln wird, bleibt
nach linkem Vorbild zu arbeiten. Es wurde viel zu verfolgen.
Wert auf öffentlich wirksame Aktionen gelegt
und auch die Zahl der organisierten Übergriffe
stieg rasant an.
Das Konzept der „Freien Nationalisten“
brachte neuen Wind in die Szene. Es wurden
Organisationsstrukturen wie der sogenannte
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Die Berliner Szene es wieder zur Bildung größerer, überregional


In Berlin begann die „Kameradschaft Ger- aktiver und dennoch autonomer Gruppen.
mania“, unter der Führung von Oliver Schwei- Wichtig für Berlin ist hier, die vor allem im
gert, als erste das Konzept der „Freien Natio- Nordosten aktive „ANB“ (Autonome Nationa-
nalisten“ umzusetzen. Oliver Schweigert war listen Berlin), die „Kameradschaft Tor“ aus
damals liiert mit der NPD-Kreisvorsitzenden Friedrichshain/Lichtenberg, sowie die „BASO“
Pankow, Stella Palau. Die „KS-Germania“ löste (Berliner Alternative Südost) aus Treptow.
sich allerdings nach einigen Jahren im Streit Dadurch entwickelten sich in Berlin zwei
um den Führungsanspruch auf. Oliver Neonazihochburgen. Nicht mehr die Platten-
Schweigert ist seitdem meist nur noch als baughettos von Hohenschönhausen, Marzahn
Ordner auf verschiedenen
Neonazi Veranstaltungen zu
finden.
Zeitgleich mit der Auflö-
sung der „KS Germania“
entwickelten sich in Berlin
viele kleine Kameradschaf-
ten die auf die Bezirke
beschränkt agierten. Erst in
den letzten zwei Jahren kam

Rechte Männer unter


sich: Der Berliner Neo-
nazi Oliver Schweigert
(links) und der Chef des
Brandenburgischen
„MHS“ Gordon Rein-
holz (rechts).
Alter Geist im neuen look • 17

und Hellersdorf sind die Aktionsschwerpunk- Aktivitäten“ zu erhalten. Dabei stellt sie die
te der organisierten Nazis, sondern die Groß- rechtsextremen Jugendcliquen, die andersden-
bezirke Pankow und Treptow- Köpenick. Die kenden Jugendlichen gegenüber teilweise
„KS-Tor“ hält hierbei die Mitte zwischen den extrem gewalttätig begegnen, als ausgegrenzte
beiden Bezirken. Opfer dar. Um ihre Ziele, für ein nationales
Insgesamt hat sich die Situation in Berlin Jugendzentrum zu erreichen, geben sie sich
durch diese Entwicklung sehr verschärft und bürgerlich und normal. Das Aktionsfeld reicht
benötigt ein neues Konzept der Gegenwehr. von dem Verschicken von offenen Briefen an
Politiker, Besuche von Bürgersprechstunden
„Berliner Alternative Süd-Ost“ im Bezirksamt, Auftreten bei Parteiveranstal-
Hinter dem unscheinbaren Namen „Berli- tungen, bis hin zu spontanen Kundgebungen,
ner Alternative Süd-Ost“ (BASO) stehen nicht Aufmärschen und symbolischen Hausbeset-
etwa engagierte Bürger, sondern militante zungen, was eher aus der linken Szene bekannt
Neonazis, die seit Herbst 2003 in dem Bezirk ist.
Treptow-Köpenick aktiv sind. Hauptsächlich Doch dabei bleibt es nicht: Auch bei
verfolgt die etwa 15-köpfige Gruppe um René bundesweiten Aufmärschen sind sie gerne in
Bethage, ehemaliger NPD Kreisvorsitzender, den Reihen der Organisatoren und mit der
zur Zeit das Ziel, ein „nationales Jugendzen-
trum“ aufzubauen um, wie sie selber sagen,
„einen Rückzugsraum“ für ihre „nationalen

Offener Bezug zur NS-Ideologie – geschickt verpackt als „Inter-


nationaler Nationaler Sozialismus“. Neonazis aus Pankow
beim Aufmarsch der „BASO“ im Herbst 2004.
18 • Alter Geist im neuen look

Verbreitung von NS-Propaganda aktiv. So sind „Autonome Nationalisten Berlin“


sie fast jedes Wochenende bei Neonazi-Aktio- Zum ersten mal traten die „Autonomen
nen präsent. Die meisten der etwa 15 Mitglie- Nationalisten Berlin“ (ANB) Mitte 2002 in die
der der „BASO“ seien bereits durch Gewalt- Öffentlichkeit. Sie sind ein Zusammenschluss
oder Propagandadelikte aufgefallen, bemerkt aus sogenannten „Freien Nationalisten“ und
auch der Berliner Verfassungsschutz. Außer- organisierten Kameradschafts Neonazis.
dem versuche man verstärkt, Jugendliche zwi- Auf Demonstrationen, lokal wie auch
schen 14 und 16 Jahren zu rekrutieren, was bundesweit, agieren sie oft gemeinsam mit der
ihnen auch zunehmend gelingt. „KS-Tor“ (auch personelle Überschneidungen
Der Bezirk Treptow-Köpenick, von der existieren), jedoch wesentlich aggressiver und
Polizei und lokalen Gruppen als einer der meist hetzend gegen politische Gegner. Die
Hochburgen rechtsextremer Gewalt beschrie- Themen und Inhalte ihrer Publikationen
ben, ist an den Statistiken klar erkennbar. 2003 beschränken sich auf die üblichen nationalisti-
erfolgten 34% aller rechtsextremen Gewaltta- schen, antisemitischen, rassistischen und
ten Berlins in Treptow-Köpenick. geschichtsrevisionistischen Naziphrasen. Ver-
Dies mag auch an dem organisierten meintlichen Antifaschisten drohten sie selbst
Zusammenhang der BASO liegen, welche prü- namentlich mit Mord (… we will smash u /
gelnde Stiefelnazis und ideologisch gefestigte
Kameradschaftsaktivisten zusammenbringt,
deren Mitglieder immer wieder durch Schlä-
gereien und gewalttätige Übergriffe auf
andersdenkende und aussehende Menschen
Schlagzeilen von sich machen. Die meisten
Aktivisten haben zur Zeit Verfahren laufen
oder haben auch schon mal im Gefängnis
gesessen.

Tritt immer seltener auf: Die „Autonomen Nationalisten


Berlin“. Hier bei einem Aufmarsch in Neubrandenburg.
Alter Geist im neuen look • 19

… wir kriegen dich) oder sprühten in mehrere mit ihren Transparenten auf Demonstrationen
Hauseingänge „Antifa du bist erkannt“. Hier- in Erscheinung.
bei gilt zu bemerken, dass schon demokratisch
engagierte Menschen von ihnen als „Antifas“ „Kameradschaft Tor“
bezeichnet werden. In den Bezirken Hohen- Die „Kameradschaft Tor“ (KS-Tor) gründete
schönhausen, Lichtenberg, Marzahn-Hellers- sich in dem Bezirk Friedrichshain rund um
dorf, Pankow und Weißensee tauchten ver- den Bahnhof Frankfurter Tor – daher auch
stärkt Plakate, Aufkleber oder Graffitis der der Name. Obwohl sie immer noch dort, wie
„ANB“ mit Aufschriften, wie „C4 fo Reds“, im angrenzenden Lichtenberg ihren Aktions-
„Jews out“ oder „Reds better run“, die mit schwerpunkt sieht, tritt sie verstärkt in Berlin
„ANB“ unterschrieben waren, auf. bzw. bundesweit in Erscheinung. Ohne die,
Mittlerweile hört man kaum noch etwas maßgeblich durch Daniel Meinel und Björn
von den ANB, sie treten nur noch sehr selten Wild beeinflusste, KS-Tor findet in Berlin
mittlerweile fast keine
rechtsextreme
Demonstration mehr
statt und auch bei aus-
wärtigen Großveran-
staltung, wie zum Bei-
spiel Wunsiedel oder

In Reih und Glied: die


„KS Tor“ beim Aufmarsch im
bayrischen Wunsiedel, wo der
Hitler-Stellvertreter Rudolf
Hess begraben liegt. Björn
Wild (letzte Reihe rechts) und
Daniel Meinel (3. Reihe rechts).
20 • Alter Geist im neuen look

Halbe, sehen sie sich gerne in den Reihen der fanden, schränkten sie ihre neonazistischen
Organisatoren. Machenschaften ein.
Eines ihrer momentanen Ziele ist der Auf-
bau eines „nationalen Jugendzentrums“, wofür Der Märkische Heimatschutz
sie eng mit „BASO“ und „ANB“ zusammen Ende November 2001 initiierten Gordon
arbeitet und auch gleiche Aktionsformen Reinholz, Frank Schwerdt und Dany Dahlig –
(symbolische Hausbesetzungen, Briefe, …) alle drei langjährige Aktivisten der rechtsextre-
nutzt. Auch sie versuchen sich ähnlich wie die- men Szene –ein Treffen in Kerkow (Ucker-
se beiden Gruppen, öffentlich als „normale mark) an dem das „Nationale Aktionsbündnis
Bürger“ darzustellen. Preußen“ und eine Gruppe aus Prenzlau teil-
So engagierten sie sich z.B. gegen den Irak- nahmen. An diesem Tag gründete sich der
krieg und beteiligten sich an den Sozialprotes- „Märkische Heimatschutz“ (MHS). Als Ziele
ten gegen die „Agenda 2010“. Mit eigenen setzte sich dieser – neben der Verhinderung
Flyern, Aufklebern und einer regelmäßig aktu- des Zuzugs von Ausländern in die Region und
alisierten Homepage, werben sie für ihre der Einschüchterung von antifaschistisch
Aktionen. engagierten Personen – vor allem ein lukrati-
Dennoch bleiben die Argumente der „KS- ver Gesprächspartner für Bürger und Politiker
Tor“ einem rassistischen und neofaschisti- zu werden. In den Dörfern nordöstlich von
schen Grundsatz verhaftet. Berlin hat der „MHS“ eine gesellschaftliche
Nachdem Anfang des Jahres bei mehreren Akzeptanz erreicht, mit der er auch in größe-
Mitgliedern der Kameradschaft Tor in Berlin ren Gemeinden an Diskussionen über „Dro-
und Brandenburg Hausdurchsuchungen statt- gen“, „Ausländer“, „Kriminalität“ oder „Gewalt“
teilnehmen konnten.
Seit 2002 verstärkten sich ihre öffentlichen
Auftritte, so gab es neben regelrechten Plakat-
und Flugblatt-Überschwemmungen, die sich
gegen Asylbewerber richteten und mit einem
Vokabular aus dem historischen Nazijargon
Alter Geist im neuen look • 21

arbeiteten, auch zahlreiche Gegenaktionen zu Anfangs beschränkte sich das Aktionsfeld


antifaschistischen bzw. antirassistischen Aktio- des „MHS“ auf die Uckermark, als sich jedoch
nen. die gewaltsamen Aktionen gegen das Büro
Den „MHS“ kann man als einen Dachver- und die Mitglieder des antirassistischen Ver-
band verschiedener loser Zusammenhänge eins „Salz und Pfeffer“ häuften und die Polizei
sehen, der jedoch nicht mit der DVU oder der mit Hausdurchsuchungen antwortete, wurde
NPD zu vergleichen ist. Zwar gibt es zur NPD ihnen das etwas zu heikel.
– wie auch zu vielen anderen rechtsextremen Einer ihrer Aktionsschwerpunkte liegt in
Gruppen – personelle Überschneidungen, der „Anti-Antifa- Arbeit“ [6], die sich am Bei-
doch das Handeln ist autonomer. Der „MHS“ spiel des „MHS“ an dem antirassistischen Ver-
hat verschiedene Ortssektionen, wie zum Bei- eins „Salz und Pfeffer“ entlud. In dessen Büro
spiel in Eberswalde, Prenzlau, Bernau und seit
Ende 2004 auch in Berlin.

[6] „Anti-Antifa-Arbeit“ bezeichnet das Ausspähen, Einschüchtern,


Bedrohen und in letzter Konsequenz auch Angreifen von Nazi-
Gegnern. Neben aktiven AntifaschistInnen geraten auch immer
wieder JournalistInnen, LehrerInnen, PolitikerInnen aber auch
Angehörige staatlicher Organe (Polizei, Richter, Staatsanwälte) ins
Fadenkreuz neonazistischer „Anti-Antifa-Arbeit“. Streckbriefähn-
liche Mordaufrufe mit Foto, Namen und Adresse, Sachbeschädi-
Mit Kamera auf „Feindkundschaft“. Regelmäßig gungen und Überfälle sind dabei keine Seltenheit.
werden bei Neonazis Fotosammlungen von Nazi-
Gegner bei Razzien von der Polizei beschlagnahmt.
22 • Alter Geist im neuen look

wurden die Scheiben eingeworfen, es mit


Sprühereien beschmiert oder mit Farbeiern
Und nu?
beschmissen. So stand eines nachts auf dem
Auto eines Vereinsmitglieds „Jude“. Die Broschüre versucht die Erneuerung
Mittlerweile haben sie ihren Aktions- und den Aufschwung im rechten und rechts-
schwerpunkt vor allem außerhalb der Ucker- extremen Milieu zu beschreiben. Aufgrund
mark gelegt und es vergeht fast kein Woche- der Ereignisse in den letzten Jahren kann man
nende, an dem sie nicht an bundesweiten annehmen, dass es nicht nur bei Veränderun-
Demonstrationen oder Kundgebungen teil- gen im Kleidungsstyle, dem Köperschmuck
nehmen oder sie mitorganisieren. Heute sieht und/oder dem Weltbild bleiben wird. Die einst
man den „Märkischen Heimatschutz“ mit sei- nur von konservativen bis rechtsextremen
nen 30-50 Mitgliedern als größte neonazisti- Kreisen geführte Diskussionen, z.B. um die
sche Gruppe im Land an und dieser hat deutsche Opferrolle im und nach dem Zweiten
dadurch auch einen gewissen Einfluss auf Weltkrieg, hat längst Einzug in liberale gesell-
Neonazis aus anderen Gruppen. schaftliche Schichten gehalten.
Nicht trotz, sondern gerade wegen dem
Umstand einer ständig wachsenden Akzeptanz
rechter Argumentationen, finden in Deutsch-
land alle Jahre wieder Massendemonstratio-
nen gegen rechte Gewalt und für Toleranz
statt.
Alter Geist im neuen look • 23

Doch ist das alles? Die Notwendigkeit rern Anklang. Vielleicht wollt ihr auch nur
gegen Rechtsextremismus in Aktion zu treten Informationen zu der Naziszene in eurem
geht weit darüber hinaus, lediglich auf staat- Kiez haben oder speziell auf bestimmte Gege-
lich organisierte oder gar verordnete Demon- benheiten, wie Nazitreffs oder ständige
stration zu gehen. Schmierereien hinweisen.
Wenn ihr Dinge plant, die eine größere
Bei Dir vor Ort Öffentlichkeit nach sich ziehen könnte, wie
Also, was könnt ihr zu Hause, in der Schule, eine Veranstaltung im Jugendclub oder eine
im Jugendclub oder eurem Bezirk tun? Meist Demonstration, wendet euch besser an Leute,
gibt es ja eine Menge zu tun. die schon einige Erfahrung damit haben und
Ob ihr alleine aktiv werdet oder zusammen euch unterstützen können.
mit euren FreundInnen, werdet euch erst ein- Dafür findet ihr auf der letzten Seite einige
mal bewusst, welche Probleme ihr mit Rechts- Adressen, die euch nützlich sein könnten.
extremen in eurer Umgebung habt. Daraufhin
lässt sich viel besser abstimmen in welchen
Maßen ihr aktiv werden könnt und an wen ihr
euch gezielt wenden könnt,
wenn ihr Hilfe braucht.
Der Kreativität sind bei der
Suche nach möglichen Aktio-
nen kaum Grenzen gesetzt.
Ein Aktionstag in eurer Schu-
le braucht zwar ein wenig
Aufwand, findet aber bei den
meisten Schülern und Leh-
24 • Alter Geist im neuen look

Kontakt
Reach Out – Beratung für
Opfer rechter Gewalt
Reach Out | Oranienstr. 159 | 10999 Berlin
Telefon: (030) 695 68 339
Internet: www.reachoutberlin.de

Mobile Beratung gegen


Rechtsextremismus (MBR)
MBR | Chausseestraße 29 | 10115 Berlin
Telefon: (030) 240 45 434
Internet: www.mbr-berlin.de

Antifa-Pressearchiv – apabiz
apabiz e.V. | Lausitzerstr.aße 10 | 10999 Berlin
Telefon: (030) 611 62 49
Internet: www.apabiz.de

Turn it down!
Internetportal gegen rechter Musik
Internet: www.turnitdown.de

Antifaschistische Linke Berlin


Internetportal der Antifa
Internet: www.antifa.de