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Reuchlin – Gymnasium I n g o l s t a d t

Kollegstufenjahrgang 2006/2008

FACHARBEIT

DDAASS BBEERRUUFFSSBBIILLDD DDEESS

KKLLAASSSSIISSCCHHEENN SSCCHHLLAAGGZZEEUUGGEERRSS

S K K L L A A S S S S I I S S C
S K K L L A A S S S S I I S S C

VON STEFAN LANDES

- 2 -

IINNHHAALLTTSSVVEERRZZEEIICCHHNNIISS

1

EIN BERUFSBILD IM BRENNPUNKT KONTRÄRER

 

ENTWICKLUNGEN……………………………………………………

4

2

HINTERGRÜNDE UND VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE ARBEIT ALS KLASSISCHER SCHLAGZEUGER……………………………………

5

2.1

Musisch-ethnologische Definition des Schlagzeugs………

……

5

2.2

Eine perkussive Renaissance im 20. Jahrhundert….………………. 6

2.2.1

Schlagzeug als Weg zu einer neuen „Weltmusik“ .…………….

6

2.2.2

Globaler quantitativer Reichtum an Schlaginstrumenten……

6

2.2.3

Wegbereiter einer instrumentalen Emanzipation……….……

7

3

DAS SCHLAGZEUGSTUDIUM ALS BASIS FÜR DIE VIELFÄLTIGE ARBEIT DES KLASSISCHEN SCHLAGZEUGER…………………

8

3.1

Abgrenzung des Berufsfeldes anhand der grundlegenden musikalischen Ausbildung.…………………

 

8

3.2

Veranschaulichung der Profilierungsmöglichkeiten innerhalb des Berufsfeldes………

…………….……

9

4

DETAILLIERTE ANALYSE DES BERUFSBILDS DES KLASSISCHEN SCHLAGZEUGERS

……

11

4.1

Der Berufsbereich des Schlagzeugpädagogen

 

11

4.1.1 Spezialisierter Unterricht für Schlaginstrumente an den Musikschulen……………………………………………

11

4.1.2 Steigende Nachfrage nach Schlagzeugunterricht

 

12

4.1.3 Der Einstieg in den Schlagzeugunterricht

 

12

4.1.4 Schlagzeugunterricht in der Sekundarstufe

 

13

4.1.5 Arbeitszeiteinteilung als Schlagzeuglehrer

14

4.1.6 Perspektiven für den selbstständigen Schlagzeuglehrer

15

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4.2

Der Berufsbereich des Orchesterpaukers und –Schlagzeugers

16

4.2.1

Allgemeine derzeitige Perspektiven für Orchestermusiker

16

4.2.2

Chancen für Orchesterschlagzeuger und –Pauker bei Probespielen

16

4.2.3

Die Bedeutung des Schlagzeugs in der Orchester- literatur des 21. Jahrhunderts ………………………

…………….

17

4.2.4

Analyse der Berufssituation und –Zufriedenheit von Orchester- schlagzeugern und –Paukern anhand einer Fragebogenaktion……

18

4.2.4.1 Erläuterungen zur Durchführung der Studie…………

 

18

4.2.4.2 Analyse der Arbeitszeit……………………

……………

….

19

4.2.4.3 Untersuchung der musikalischen Nebentätigkeiten………………

4.2.4.4 Ermittlung von negativen Belastungsfaktoren als Orchestermusiker. 21

4.2.4.5 Eine hohe Berufszufriedenheit in einem umkämpften Berufsbereich

21

20

4.3 Der Berufsbereich des konzertierenden Schlagzeugers………

22

4.3.1 Publikumswirksame Merkmale von Schlagzeugkonzerten.………

22

4.3.2 Besonderheiten in der Vermarktung von konzertierenden Schlagzeugern…………………………

…23

5

ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE UND FAZIT……

 

24

5.1 Zusammenfassende Perspektive und Arbeitsmöglichkeiten als selbstständiger Schlagzeuger ……………………

……

24

5.2 Hintergründe zur Arbeit als selbstständiger Schlagzeuger

24

5.3 Persönliches Fazit…………………………………………

25

6

ANMERKUNGEN………………………………………

 

26

7

QUELLENVERZEICHNIS

………….…………

28

7.1 Bücher……………………………

28

7.2 Zeitungsartikel……

……….….……

….

29

7.3

Onlinequellen……

……….….……

29

7.4 Sonstige schriftliche Quellen

30

7.5 Fragebogenaktion unter Orchesterschlagzeuger und – Pauker als Informationsquelle

30

7.6 Informelle Gespräche und Korrespondenzen

31

1

- 4 -

Ein

Entwicklungen

Berufsbild

im

Brennpunkt

konträrer

Rhythm Boom

Das In – Instrument 2007 heißt Schlagzeug“,

so lautet der Titel eines Artikels des nmz - Chefredakteurs Andreas Kolb 1 . „Keine andere Instrumentengruppe unterlag in den vergangenen Jahren einer derart

rasanten Entwicklung wie die Schlaginstrumente.“ 2 , ergänzt die „neue Zeitschrift für Musik“ und erklärt, dass alle anderen Instrumente währenddessen „auf dem Stand der Spätromantik stehen geblieben“ seien. In einer Zeit, in der digitale Medien wie Radio und Fernsehen das über Jahrhunderte scheinbar unantastbare Unterhaltungsmonopol klassischer Musik gebrochen haben, scheint es dieser speziellen Gruppe von Instrumenten gelungen zu sein, den Menschen im 21. Jahrhunderts auf besonderem Wege zu erreichen: So sieht Maestro Sir Yehudi Menuhin im Schlagzeug die Rückkehr zum „[Rhythmus] als uralten Bestandteil des Lebens3 . Wohin man blickt, die Präsenz der Schlaginstrumente scheint allgegenwärtig: Selbst das bayerische Kultusministerium hat in seinem Amtsblatt Nr. 3/2007 4 den Lehrgang „Klassenmusizieren mit Perkussionsinstrumenten“ als erste Fortbildungsreihe, die die Thematik des „Klassenmusizierens“ behandelt, staatlich anerkannt. Das Ministerium schätzt den Kurs derart hoch ein, dass für die interessierten Lehrkräfte, die in diesem Lehrgang zuerst in die Instrumentengruppe eingeführt werden und dann erfahren, wie mit einer ganzen Schulklasse perkussiv musiziert werden kann, eine Dienstbefreiung auszustellen sei. Im Kontrast zu dieser starken Entwicklung der durchaus außergewöhnlichen Instrumentengruppe stehen Berufsaussichten für Musiker, die wenig Mut machen: Mit beängstigendem Zahlenmaterial belegt Gerald Mertens, Geschäftsführer der deutschen Orchestervereinigung, dass nur noch eine Minderheit der Absolventen instrumentaler Studiengänge eine Anstellung in den Orchestern finden werde 5 . Die Bundesagentur für Arbeit spricht auf ihrer Internetseite sogar allgemein von einem „extrem schwierigem

Arbeitsmarkt6 für künstlerische Berufe.

Was lässt sich aus diesen zwei gegensätzlichen Entwicklungen für den jungen, motivierten Schlagzeuger feststellen, der zu Beginn des 21. Jahrhunderts in das Berufsleben einsteigen möchte? Wo liegen die Potenziale und Besonderheiten des Berufsfelds, und was macht die Attraktivität dieser zweifelsohne sehr arbeitsintensiven Beschäftigung aus? Dies gilt es nun in einer auf aktuellen Daten basierenden Analyse des Berufsbildes des klassischen Schlagzeugers im 21. Jahrhunderts herauszufinden.

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2 Hintergründe und Voraussetzungen für die Arbeit als klassischer Schlagzeuger

2.1 Musisch - ethnologische Definition des Schlagzeugs

Zuerst soll in einer allgemeinen Begriffsbestimmung versucht werden, die Eigenheiten der Instrumentengruppe herauszustellen:

Gemäß der Definition in der neusten Ausgabe der „Brockhaus Enzyklopädie“ 7 gehören zum Schlagzeug sowohl die Instrumente, „deren Töne durch Anschlag zum Klingen gebracht werden“, als auch alle „Geräusch- und Effektinstrumente“, wie Ratsche oder Windmaschine. Diese auf den ersten Blick unterschiedlichen instrumentalen Gebiete vereinen sich bei einer Untersuchung der Klangideologie des Schlagzeugs, wo sich „Schlag“ und „Klangeffekt“ verklären: Denn bei genauerer Betrachtung der Terminologie von „Schlagzeug“, „Schlagwerk“ und „Schlaginstrumenten“ erkennt man den Konsens im Begriff „Schlag“: Eine Bewegungsbezeichnung, die vager kaum sein könnte. Jede Berührung, aber auch jede Zerstörung kann als „Schlag“ bezeichnet werden, wobei die resultierende akustische Bandbreite unglaubliche Weiten annimmt. Der Schlag als Keim jeder willentlichen Veränderung stellt eine „Aktualisierung des Big bang8 dar. Folglich darf das Schlagen nicht als „gefühllose Handlung“ 9 gesehen werden, sondern muss in diesem Sinne eine „schöpferische Belebung“ 9 sein: der Weg, jeder Materie den ihr innewohnenden spezifischen Klang hervorzulocken.

So wird auch die Interpretation vom „Schlag“ als „kultisches Symbol“ 8 verständlich. Bei näherem Hinsehen erkennen wir in ihm nämlich eine „Kunst, die allen Kulturen gemeinsam ist“, und somit die Schlagzeugmusik als „anthropologische Konstante in jeder Musik der Welt“ 8 - unabhängig von Raum, Zeit und Genres. Prof. Dr. Peter Sadlo hat über „die Kunst des Schlagens“ seine Doktorarbeit verfasst. Insbesondere ist ihm hierbei die notwendige „Bewusstheit der Bewegung“ eines Schlagzeugers wichtig, die erforderlich ist, um „die richtige Stelle eines Schlaginstruments mit dem für einen bestimmten Klang erforderlichen Krafteinsatz zu treffen10 . Er vergleicht diese gleichermaßen kulturübergreifend mit der motorischen Konzentration eines Tai-Chi-Spezialisten. So hebt diese Art der Musikerzeugung „den Schlagzeuger zwangsläufig aus der Masse der Musiker heraus11 .

Dennoch darf man das Schlagzeug nicht auf die nulldimensionale zelebrierende Klangerzeugung reduzieren: Denn mag der Schlag als musikalischer Konsens eine noch so große globale wie kulturübergreifende Konstanz haben, zeigt er sich in der musikalisch- akustischen Realität als Opfer der omnipräsenten physikalischen Vergänglichkeit.

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Unter Einbeziehung einer temporalen Dimension erkennt man so die Sterblichkeit des Klangs - gepaart mit seiner steten Wiederkehr und Wiederholung – als Entsprechung der wichtigsten akustischen und biologischen Regelmäßigkeit des Menschen: Seinem

Pulsschlag, der intimsten Erscheinungsform des „Rhythmus des Universums12 . Steve Reich, der als wichtiger Vertreter der Minimal-Musik stets daran arbeitet, die Musik auf ihre einfachsten melodischen und rhythmischen Bausteine zu reduzieren, schrieb dazu:

Die Anordnung zweier aufeinander folgender Schläge ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Musik an jedem Ort“. 13

2.2 Eine perkussive Renaissance im 20. Jahrhundert

2.2.1 Schlagzeug als Weg zu einer neuen „Weltmusik“

Der Musikwissenschaftler Georg Capellen (1869-1934) prophezeite schon 1906 „nach der ernormen Erweiterung unseres geistigen und politischen Horizonts in den letzten Jahren“ auch eine Veränderung unserer musikalischen Perspektiven. Beim Blick über das westliche Harmonieverständnis hinaus, unter Einfluss von anderen musikalischen Kulturen, gelange man zur „Weltmusik“, die im „tonal freien Bereich“ stattfinde und sich durch oben beschriebene Besinnung auf Klang und Rhythmus auszeichne 14 . Infolgedessen haben sich auch andere Instrumente im Zuge dieser „neuen Musik“ klanglich geöffnet, wobei hier der perkussive Aspekt stets einen hohen Stellenwert einnimmt: Z.B. präpariert J. Cage in seinem Stück „Amores“ jede Saite eines Flügels mit unterschiedlichen Methoden und Materialien, sodass sich als klangliches Ergebnis ein

Schlagzeugensemble in den Händen eines einzelnen Spielers15 ergibt.

Rückblickend sieht Yehudi Menuhin am Ende des 20. Jahrhunderts in der so bedingten „revolutionären Wandlung16 des Schlagzeugs eine „Rückkehr von der Gregorianik, von

der volltönenden Harmonie“ 17 , hin zu obigen klanglich-rhythmischen Idealen, die schon im Bewusstsein unserer Vorfahren „eine essentielle Bedeutung, noch weit vor Melodie oder Harmonie rangierend [besaßen] 18 “.

2.2.2 Globaler quantitativer Reichtum an Schlaginstrumenten

Neben jener inhaltlichen Aufwertung des Schlagzeugspiels war diese Entwicklung zuallererst von einer kontinuierlichen instrumentalen Addition gekennzeichnet. Im Kontrast zur globalen, epochalen und kulturellen Konstanz des Schlagzeugs fand man sich in verschiedensten Kulturkreisen mit einer instrumentalen Vielfalt konfrontiert, die auf unterschiedliche klangliche Prioritäten, sowie auf verschiedene technologische und stoffliche Mittel zurückzuführen ist. Auf meine Nachfrage schätzte Peter Sadlo die Anzahl der heute existierenden perkussiven Klangerzeuger auf 2000.

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Dieser quantitative Reichtum eröffnet nun dem Schlagzeuger wie auch dem Komponisten ein unglaubliches Maß an Kombinationsmöglichkeiten, insbesondere durch Variation verschiedenster Anschlagsarten und –mittel.

So konnten jetzt „aus verschiedensten Quellen [

ins Orchester geholt [werden]19 . In ihrem Artikel „Das Schlagzeug im europäischen

Orchester“ 20 hat Hella Meikert die Voraussetzungen für diese orchestrale Offenheit für das Schlagzeug untersucht, und festgestellt, dass die Emanzipation des Schlagzeugs in der europäischen Orchestertradition schon mit Stravinskys ersten Werken mit Schlagzeug als solistischem Element, wie „L’Histoire du Soldat“ (1918), abgeschlossen war. Nach einer Untersuchung der Rolle des Schlagzeugs im Orchester, von der ersten Verwendung von Pauken bei Bach und Händel, durch die Klassik und Romantik hindurch bis hin zu besagten Stravinsky-Werken kommt sie zu dem Schluss, dass sich ab diesem Zeitpunkt „[dem Schlagzeug] völlig neue Wege auf[tun].“ 21

alle erdenklichen Schlaginstrumente

]

2.2.3 Wegbereiter einer instrumentalen Emanzipation

Hierfür waren und sind musikalische Pioniere notwendig, die den Mut aufbringen, diese Wege als erstes zu gehen und für eine breite Akzeptanz des Instruments kämpfen. Beispielhaft ist dafür aktuell die Perkussionskünstlerin Evelyn Glennie, die in ihrem auf internationalen Filmfestivals erfolgreichen Kinofilm „Touch the sound“ 2004 versuchte, „die Welt der Klänge mit den visuellen Mitteln des Kinos zu entdecken21 .

Damit aber die neu entdeckten musikalischen Wege langfristig von vielen Musikern nachgegangen werden können, mussten auch praktische Hindernisse ausgeräumt werden:

So war es natürlich der Wunsch vieler Komponisten, die neu entstandene klangliche Fülle auch breit in ihren Stücken auszunutzen. Dies stellte den Spieler in der Aufführungspraxis aber vor „große Probleme22 , wenn man einen Aufbau unterschiedlichster Instrumente möglichst Platz sparend, solide stehend und gut spielbar realisieren wollte, und dazu noch auf kurze Auf- und Umbauzeiten auf der Bühne achten sollte. Hier hat die technische Entwicklung die Basis für jegliche künstlerische Weiterentwicklung in diese Richtung geschaffen: So bietet das seit den 70er Jahren erfolgreich eingesetzte Ständersystem des Marktführers „Kolberg Percussion“ für fast alle heute gebräuchlichen Schlaginstrumente die Möglichkeit, sie - wie auf Bild 1 im Anhang ersichtlich – im Stile eines „Märklin-Baukasten[s] für Schlagzeug“ auf einem fahrbaren Ständer sicher und einfach anzuordnen. 22 Christian Gutgsell, stellvertretender Solopauker im Staatstheater Darmstadt, erklärte mir dazu, dass seiner Meinung nach erst dieses System die effektive Spielbarkeit und den brei- ten Durchbruch von heutiger instrumental groß angelegter Set-up-Literatur ermöglicht hat.

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3 Das Schlagzeugstudium als Basis für die viel- fältige Arbeit des klassischen Schlagzeugers

3.1 Abgrenzung des Berufsfeldes anhand der grund- legenden musikalischen Ausbildung

In der Musikenzyklopädie „Musik in Geschichte und Gegenwart“ liest man, dass sich mit wachsender Bedeutung der Instrumentengruppe auch die Rolle des Perkussionisten radikal verändert habe 23 . In der Hochschulzeitung der Münchner Musikhochschule erklärt Prof. Peter Sadlo, der als einer der aktuell renommiertesten Schlagzeugsolisten einen umfassenden Überblick über die klassische Perkussionslandschaft hat, dass von einem angehenden klassischen Schlagzeuger „gemäß dem heutigen Anforderungsprofil24 neben gestiegenen technischen und qualitativen Ansprüchen insbesondere eine stilistisch breit angelegte Vielseitigkeit verlangt wird.

Im Gespräch mit ebendiesem Professor und dem Schlagzeugprofessor der Musikhochschule Stuttgart, Prof. Klaus Dreher, kristallisierte sich „Das Berufsbild des klassischen Schlagzeugers“, das in dieser Arbeit untersucht werden soll, in stets enger Verbindung mit einem klassischen Schlagzeugstudium heraus. Denn alle anderen professionell tätigen Schlagzeuger, die kein klassisches Studium durchlaufen haben, finden sich überwiegend im Bereich der Rock-, Pop- und Jazzmusik. Der Unterschied besteht darin, dass diese Musiker auf ein Instrument aus der Schlaginstrumentengruppe, nämlich dem Drum-set spezialisiert sind, und sich oben beschriebene stilistische und klangliche Vielfalt des Schlagwerks in ihrer Arbeit nur bedingt widerspiegelt.

Die Grundlage einer Arbeit als klassischer Schlagzeuger wird im Studium zum einen durch das Kennen lernen der gesamten Breite der Instrumentengruppe und der „multikulturellen Struktur25 der Literatur an Schlagzeugmusik gelegt. Diese Studien müssen nicht theoretischer Natur bleiben, denn Professoren sehen es immer gern, wenn Hochschüler im Rahmen des europäischen Studentenaustausch-Programms ERASMUS oder aus Eigeninitiative andere Kulturen und Länder besuchen, um ihren musikalischen Erfahrungshorizont zu erweitern. Prof. Sadlo wies mich an dieser Stelle auf seinen Kollegen Bob Becker hin, der einige Monate in Ghana verbrachte, und dabei so tief in die afrikanische Trommelkunst eintauchte, dass er als bisher einziger weißer Musiker die Rolle des „Masterdrummers“ beim traditionellen einheimischen Trommelfestival übernehmen durfte.

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Zum anderen sollen im Studium auf den einzelnen Instrumenten flexible manuelle Fertigkeiten entwickelt werden, die sich dann ohne größeren Aufwand auf die vielen Anschlagsarten und –mittel übertragen lassen. Im gleichzeitigen Umgang mit mehreren Instrumenten sind darüber hinaus gute organisatorische Fertigkeiten notwendig, denn ohne eine solche „breitgefächerte Ausbildung ist man heutzutage im Beruf des klassischen Schlagzeugers ohne Chance“. 25

Der Schlagzeuglehrer Martin Luderschmid, der als Absolvent eines pädagogischen Schlagzeugstudium jetzt hauptsächlich Drum-set Unterricht gibt, empfiehlt, sich im Studium auch technisch sehr variabel zu orientieren, und sich auch mit der modernen Drum-set Technik zu beschäftigen. Diese ist in der Praxis von vielen modernen Bandschlagzeugern unabhängig von der klassischen Trommeltechnik weiterentwickelt worden und wird im Studium meist vernachlässigt.

Ein dritter, nicht zu vernachlässigender Aspekt des Studiums stellt das Ensemblespiel dar, welches - in anderen Instrumentalstudiengängen meist selbstverständlich - beim Schlag- zeug seit den letzten Jahren durch ein wachsendes Literaturangebot gefördert wird.

3.2 Veranschaulichung der Profilierungsmöglichkeiten inner- halb des Berufsfeldes

Die genannten Schlagzeugprofessoren bestätigten mir unabhängig voneinander, dass diese fundamentalen Kenntnisse für jegliche Arbeit als klassischer Schlagzeuger unabdinglich sind, unabhängig davon, welchen Schwerpunkt man für seine weitere Ausbildung legt. Hierauf sollte schon bei der Wahl der Hochschule geachtet werden, denn beispielsweise legt Prof. Hermann Schwander an der Musikhochschule Nürnberg mehr Wert auf die Ausbildung im pädagogischen Studiengang, während Prof. Sadlo in München den künstlerischen Ausbildungsaspekt betont. Letzterer Studienaspekt muss wieder je nach Ziel des Studenten unterteilt werden in eine Ausbildung zum Orchestermusiker, im Bereich des Schlagwerks speziell in Orchesterschlagzeuger oder -Pauker, und in die qualitativ anspruchsvollste Ausbildung zum konzertierenden Schlagzeuger.

Es ist auch möglich, ein Schulfachstudium mit Schlagwerk als verpflichtendes Instrumentalfach zu absolvieren. Da diese Ausbildung aber deutlich mehr Wert auf eine musiktheoretische Ausbildung und auf das Klavierspiel legt als auf die Elemente eines klassischen Schlagzeugstudiums im Sinne von Kap. 3.1, wird sich meine weitere Analyse auf die anderen Arbeitsbereiche als klassischer Schlagzeuger konzentrieren.

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An den meisten Hochschulen wird diesen vielfältigen Ausbildungsrichtungen durch unterschiedlich profilierte Lehrbeauftragte Rechnung getragen. So gibt es an der Musikhochschule Stuttgart für klassisches Schlagzeug insgesamt sechs Professoren und Lehrbeauftragte, darunter Schlagzeuger und Pauker aus dem Sinfonie- und Opernorches- terbereich, während für die solistisch-konzertierende Ausbildung die Gewinnerin des ARD-Musikwettbewerbs im Fach Schlagzeug von 2001, Prof. Marta Klimasara unterrichtet. So erhält man beim Blick auf die Ausbildungsmöglichkeiten zum klassischen Schlagzeuger schon eine grobe Gliederung über die Berufsmöglichkeiten, die im Folgenden detailliert untersucht werden sollen.

Hier fügte Prof. Dreher an, dass viele Studenten schon während des Studiums beginnen, in den unterschiedlichen musikalischen Arbeitsgebieten Erfahrungen zu sammeln. So haben einige Studenten schon erste Schlagzeugschüler, während andere in Orchesterkonzerten bei Stücken mit großem Bedarf an Schlagzeugern aushelfen. Diese erste Berufspraxis ist im späteren Berufsleben eine große Einstiegshilfe. Dennoch sollte man versuchen, so lang wie möglich bei verschieden profilierten Lehrkräften Unterricht zu nehmen und sich während des Studiums nicht zu früh zu spezialisieren.

Denn nur wer auch mit „Vielseitigkeit und Flexibilität26 punkten kann, kann laut Prof. Franz Lang von der Musikhochschule Trossingen im heutigen Arbeitsmarkt für klassische Schlagzeuger bestehen.

4

- 11 -

Detaillierte

klassischen Schlagzeugers

Analyse

des

Berufsbilds

des

4.1. Der Berufsbereich des Schlagzeugpädagogen

4.1.1 Steigende Nachfrage nach Schlagzeugunterricht

Als erstes soll die Arbeit als Schlagzeugpädagoge näher untersucht werden. Gemäß dem Solopauker der Nürnberger Sinfoniker, Roland Schmidt, gibt es kaum klassische Schlag- zeuger, die nicht pädagogisch tätig sind, sei es durch das Offerieren von Meisterkursen, durch Lehr- oder Professoraufträge an Musikhochschulen, als Schlagzeuglehrer an einer Musikschule oder in einem Musikverein oder durch Anbieten von Privatunterricht. Diese vielfältigen Unterrichtsmöglichkeiten werden von einer „rapide ansteigend[en]27 Nachfrage nach Schlagzeugunterricht genährt, so der deutsche Schlagzeuger-Verband Percussion creativ. Beim genaueren Blick auf die Statistiken für die Schülerzahlen im Fach Schlagzeug in den Jahresbüchern des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) und im statistischen Onlineangebot des deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) bestätigt sich dieser Eindruck, wie im Diagramm 1 (alle Diagramme etc. finden sich im Anhang ab S. 32) dargestellt. Im Vergleich zur Gesamtzahl aller Musikschüler fällt auf, dass der prozentuale Anteil der Schlagzeugschüler hierbei immer mehr zunimmt (Diagramm 2). Beim Betrachten des absoluten Schülerzuwachses von 2000 bis 2006 im Diagramm 3 erkennt man, dass die Schlaginstrumente in der Schülerzahl am deutlichsten zulegen konnten, während andere traditionellere Instrumente, wie Blockflöte oder Klavier drastische Einbußen hinnehmen mussten. Gründe für diese Popularität können in der stilistischen Unabhängigkeit des Schlagzeugs, als Bindeglied zwischen E- und U-Musik, gesehen werden. 28 Im „Lehrplan

Schlaginstrumente“ des VdM 29 versucht man jene Popularität auch mit dem schon im Kapitel 2 beschriebenen grundsätzlichem Streben des Menschen zu begründen, sich mit Schlagbewegungen rhythmisch auszudrücken. Diese rhythmische Verarbeitung des natürlichen Spieltriebs wird verknüpft mit sehr schnellen und befriedigenden Lernerfolgen. Prof. Dreher betont, dass der verhältnismäßig lange Prozess des Erarbeitens von melodischen Strukturen, wie bei allen anderen Melodieinstrumenten notwendig, beim Drum-set ausfällt, und schon nach wenigen Stunden universale Grundrhythmen beherrscht werden. Generell lässt sich auch bei den Eltern eine zunehmende Akzeptanz des Schlagzeugunterrichts als Alternative zum ersten Klavier- oder Blockflötenunterricht feststellen, während früher negative Vorurteile angesichts der Lautstärke beim Üben und der fehlenden melodischen Elemente überwogen, so Dreher.

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4.1.2 Spezialisierter Unterricht für Schlaginstrumente an den Musik- schulen

Obwohl diese Tatsachen eine nicht anzuzweifelnde Zukunftsfähigkeit einer professionellen Tätigkeit als Schlagzeuglehrer nachweisen, ist die Stellensituation für fest angestellte Instrumentallehrer an deutschen Musikschulen schon seit mehreren Jahren rückläufig. Der Sparkurs der öffentlichen Hand zwingt die Musikschulen, den Unterricht auf mehr Teilzeitstellen zu verlagern, wie in Diagramm 4 ersichtlich. Im Bereich des Schlagwerks kann dies aber dazu genutzt werden, dass mehrere unterschiedlich profilierte Lehrkräfte, z.B. ein Lehrer für Mallet-Instrumente, einer für klassisches (Orchester-) Schlagwerk, einer für Percussion-Instrumente und eine Lehrkraft für herkömmliches Drum-set an einer Musikschule – wenn auch nur in Teilzeit - angestellt werden. Diese Entwicklung wird bei einem Blick in das Zahlenmaterial des Verbands bayerischer Sing- und Musikschulen (VBSM) bestätigt (Tabelle 1), welche im Bereich des Schlagwerks ab 2004 für spezielle Schlaginstrumente gesonderte Schülerzahlen aufführt. Dies ist wiederum ein Beleg dafür, dass für jene Fachgebiete teilweise schon spezialisierte Lehrkräfte eingestellt wurden.

An dieser Stelle verweist Prof. Dreher zurück auf das Studium, wo auch Studenten mit pädagogischen Zielen neben einer stilistisch unabhängigen perkussiven Grundausbildung ihre individuelle instrumentale Profilierung suchen sollten. Dennoch wird bisher dieser spezielle Unterricht an den meisten Musikschulen noch in den allgemeinen breitgefächerten Schlagzeugunterricht eingebunden, wenn man bedenkt, dass diese gesondert ausgewiesenen Schülerzahlen im Bezug auf die Gesamtzahl aller Schlagzeugschüler in Bayern bisher im Bereich von ca. 6-7% liegen 30 . Beim Vergleich dieser Zahlen in der Tabelle 1 von 2004 und 2006 wird aber klar, dass dieser Trend stark zunimmt.

4.1.3 Der Einstieg in den Schlagzeugunterricht

Der „Lehrplan Schlaginstrumente“ des VdM betont ebenfalls einen auf mehrere Schlaginstrumentengruppen ausgerichteten Unterricht 31 . Bei diesen Instrumentengruppen hält er sich an die Einteilung, die auch bei dem vom VdM mitinitiierten Wettbewerb „Jugend-musiziert“ für Schlaginstrumente gebräuchlich ist: Pauken, Kleine Trommel, Mallets, Drum-set und Folklore-Instrumente aus dem „Percussion“-bereich z.B. afrikanischer oder südamerikanischer Kulturen. Nun wird vorgeschlagen, in den ersten Jahren eine Instrumentengruppe in den Vordergrund zu stellen, und an diesem Instrument grundsätzliche Schlagtechniken zu erarbeiten.

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In der Praxis wird hierfür meist das Drum-set gewählt, da auf diesem Instrument erste Kenntnisse sehr einfach auf bekannte Musikstücke der Pop- und Rockmusik angewandt werden können, was sich stark auf die Motivation des Schülers auswirkt. Der Orchestermusiker Roland Schmidt, der auch Schlagzeugunterricht erteilt, arbeitet dagegen mit seinen Schülern zu Beginn einige Zeit lang nur mit der kleinen Trommel. Er erklärt, dass dies vom Spielerlebnis natürlich weniger interessant ist, als wenn man den Anfänger gleich vor ein großes Drum-set setzt. Dafür kann man gleich von Beginn an eine auf beiden Händen gleich gut ausgebildete Trommeltechnik aufbauen. Auf dem Drum-set, wo den Händen bei den Grundrhythmen gleich unterschiedliche Aufgaben zugewiesen werden, ist das nur schwieriger möglich.

4.1.4 Schlagzeugunterricht in der Sekundarstufe

Nach dieser Zeit an einem Instrument soll der Schüler in der Lage sein, sich die anderen Instrumentengruppen zügiger zu erschließen, da er seine technischen Fähigkeiten bis zu einem gewissen Punkt übertragen kann. Da der Lehrplan sich aber der unterschiedlichen Ziele und stilistischen Interessen der Schüler bewusst ist, empfiehlt er den Lehrern einen stark „flexibel konzipierten32 Unterricht. So wird für den ambitionierten Schüler, der ein Schlagzeugstudium anstrebt, empfohlen, auf allen Instrumentengruppen ein hohes musikalisches Niveau zu erarbeiten, mit besonderer Betonung der klassischen Instrumentengruppen wie Pauke und kleine Trommel und der Mallet-Instrumente. Diesen Schülern sei auch der Wettbewerb „Jugend-musiziert“ nahe gelegt, der ein Beherrschen von mindestens drei der fünf Instrumentengruppen fordert. Beim Blick auf die Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren der Kategorie „Schlagzeug solo“ (Diagramm 5) fällt auf, dass immer mehr Schüler bereit sind, anspruchsvolle Literatur auf den verschiedenen Schlaginstrumentengruppen zu erarbeiten und diese auf hohem musikalischen Niveau zu präsentieren. Anderen Schülern, deren Ziel eher auf dem Schlagzeugspiel in einer Jazz/Rock/Popband oder in Blas- und klassischen Jugendorchestern liegt, müssen im fortgeschrittenem Stadium des Musikunterrichts mit der wichtigen Rolle des Schlagzeugs als das für den Rhythmus verantwortliche Instrument vertraut gemacht werden und in ihrem „Timing“ geschult werden, damit sie auch eine große Gruppe von anderen Musikern mit ihrem Rhythmus anführen können. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Unterrichts nicht nur in der Sekundarstufe ist das Zusammenspiel von mehreren Schülern in einem Perkussionsensemble, wo den unterschiedlichen Niveaus der Schüler unterschiedlich anspruchsvolle Instrumente innerhalb eines Ensembles zugeordnet werden können, und im Zusammenspiel die Motivation aller gefördert wird, wie die selbstständige Schlagzeuglehrerin Christine Pesold aus Eichstätt erläutert.

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Sie hat nun nach Möglichkeiten gesucht, der Aufführung dieser einstudierten Ensemblewerke, die sich musikalisch z.B. an bekannten Perkussionsensembles wie „Stomp“ oder der „Bluemangroup“ orientieren können, den entsprechenden konzertanten Rahmen anbieten zu können. Deshalb führt sie mit allen ihren Schlagzeugschülern einer Institution regelmäßig Klassenvorspiele durch, wie sie bei anderen Instrumentengruppen selbstverständlich sind, beim Schlagzeug aber kaum praktiziert werden. Hier besteht die Möglichkeit, dass die Schüler, die eine instrumental breite Schlagwerksausbildung erhalten, sowohl in Ensemblestücken als auch beim Vortrag von solistischen Werken während des Vorspielabends das ganze Spektrum der Instrumentengruppe vorstellen, was bei den Eltern ihrer Aussage nach immer sehr positiven Anklang fand.

4.1.5 Arbeitszeiteinteilung als Schlagzeuglehrer

Insgesamt hält Christine Pesold ihren Beruf für sehr zeitintensiv, da neben der reinen Unterrichtszeit eine gründliche Vorbereitung auf die einzelnen Unterrichtsstunden nötig ist. Im Gegensatz zu anderen Instrumenten, wo mit den Schülern progressiv eine Instrumentenschule durchgearbeitet werden kann, ist dies beim Schlagzeug höchstens im Primärbereich bei der Arbeit an einem Instrument möglich. Im Sekundarbereich, wo der Schüler auf unterschiedlichen Instrumenten in der Spieltechnik und in der Konzertliteratur bzw. als Schlagzeuger im Ensemblekontext ausgebildet werden soll, liegt es an dem Lehrer, für jede Unterrichtsstunde die entsprechenden Übungen und Noten, oder auch „Play-alongs“ im Vorfeld herauszusuchen, welche der Schüler an den einzelnen Instrumenten erarbeiten soll. Während des Unterrichts selbst, so der Schlagzeuglehrer Martin Luderschmid, wird von der Lehrkraft ein konstant hohes Maß an Konzentration gefordert. Besonders junge Schüler im Grundschulalter oder während der Pubertät erfordern viel Einfühlungs- vermögen und Geduld, um auch ihnen einen effektiven Unterricht anbieten zu können. Hauptsächlich während mehrerer Einzelunterrichtsstunden hintereinander hat der Lehrer kaum Möglichkeiten, kurz abzuschalten oder in der Konzentration nachzulassen, da er ständig auf den Schüler und sein Spiel achten und zugleich immer daran denken muss, seine vorbereiteten Unterrichtsinhalte während der vorgegebenen Unterrichtszeit umzusetzen. Dennoch muss auch hier eine ständige Flexibilität dem Schüler und seiner variablen Leistungsbereitschaft gegenüber in den Vordergrund gestellt werden. Verstärkt wird diese psychische Anstrengung des Schlagzeugunterrichts durch den – trotz Einsatz von Lärmschutz – konstant hohen Lärmpegel, so der Instrumentallehrer für Schlagzeug am musischen Gnadenthal-Gymnasium in Ingolstadt, Bernhard Reitberger. Martin Luderschmid hält es für einen wichtigen Faktor der Qualität des Schlagzeug- unterrichts dass der Lehrer selbst seine Fähigkeiten auf dem Instrumentarium pflegt.

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Ein Grund dafür ist, dass er nur so auch den fortgeschrittenen Schülern die schwierigeren Übungen technisch einwandfrei vorspielen kann. Christine Pesold ergänzt, dass man individuelle Erfahrungen mit der Rolle des Schlagwerks in verschiedensten musikalischen Ensembles sammeln sollte. Werden diese Erkenntnisse dann an die eigenen Schüler weitergeben, können diese von den persönlichen Erfahrungen als Schlagzeuger nur profitieren. So ist sie neben der unter der Woche zeitlich sehr ausfüllenden Unterrichtstätigkeit am Wochenende selbst musikalisch aktiv, speziell als Schlagzeugaushilfe bei Orchester- konzerten, oder bei anderen musikalischen Ensembles im professionellen, semiprofessionellen oder nichtprofessionellen musikalischen Bereich.

4.1.6 Perspektiven für den selbstständigen Schlagzeuglehrer

Da man an Musikschulen, wie in Kap. 4.1.2 beschrieben, fast nur noch eine Teilzeitstelle als Schlagzeuglehrer erhalten kann, muss man, vor allem wenn man dort gar keine Anstellung findet, am besten mehrere andere Unterrichtsmöglichkeiten suchen. Christine Pesold, selber „selbstständige“ Schlagzeuglehrerin, hat sich ihre verschiedenen Unterrichtsmöglichkeiten nur durch starke Eigeninitiative geschaffen, wie sie sagt. Das bedeutet, sich selbst an Musikvereinen, privaten Musikschulen und bei privaten Schlagzeugschülern mit einem breitem stilistisch unabhängigen pädagogischen Angebot vom Ensemblespiel bis hin zum individuellen Einzelunterricht für Schlagzeugschüler auf jeder Niveaustufe und mit jeglichem musikalischen Interesse zu empfehlen. Bernhard Reithberger ist sich sicher, dass die Zukunft des Schlagzeuglehrers in diesem selbstständigen Bereich liegt. Hierfür ist große Einsatzbereitschaft gefragt, und dazu eine grundsätzliche Offenheit für moderne Unterrichtsmodelle mit dem vielseitigen Schlaginstrumentarium. Eines dieser Modelle ist das in der Einleitung angesprochene Klassenmusizieren. Auch als Schlagzeuglehrer kann man sich in diesem Spezialbereich ausbilden lassen, und muss dann selbst aktiv werden und an Schulen für dieses neuartige Unterrichtskonzept werben, um Möglichkeiten zu erhalten, die erworbenen Kenntnisse auch umsetzen zu können. Im Zuge einer wie im Kapitel 2 beschriebenen Rückbesinnung auf den Rhythmus als „elementarsten und uralten Bestandteil des Lebens33 werden auch im Ausland oft Methoden entwickelt, die, wie das Rhythmuspädagogik-Modell „Taketina“, „Rhythmus als Weg persönlicher Weiterentwicklung34 anbieten. Für den Durchbruch solcher Modelle in Deutschland fehlen oft nur aufgeschlossene Pädagogen, die bereit sind, ihre eigene rhythmische Überzeugung mit Hilfe eines solchen modernen Modells zu vermitteln.

Mit Blick auf solche Entwicklungen sieht Reitberger als Perspektive für den aufgeschlossenen und flexiblen Schlagzeugpädagogen einen abwechslungsreichen, wie auch intensiven Tätigkeitsbereich voraus.

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4.2 Der Berufsbereich des Orchesterschlagzeugers und -Paukers

4.2.1 Allgemeine derzeitige Perspektiven für Orchestermusiker

Nach der Analyse dieses pädagogischen Berufsbereichs soll nun die Arbeit untersucht werden, die der klassisch-künstlerische Schlagzeugstudiengang zum Ziel hat. Als erstes wird die Beschäftigung als Schlagzeuger oder Pauker in einem deutschen Kulturorchester Gegenstand einer genaueren Analyse sein. Zuerst ist aber ein Überblick über die momentane Lage der deutschen Orchesterlandschaft wichtig, um die aktuelle Arbeitsmarktsituation zu verstehen:

Obwohl Deutschland mit einer Zahl von 133 professionellen Kulturorchestern in dieser Hinsicht europaweit noch an der Spitze steht, hat sich diese Anzahl in den letzten 15 Jahren um 35 Orchester, die von einer Auflösung oder Fusion betroffen waren, verkleinert, wobei ein Ende dieser Entwicklung nicht abzusehen ist. 35

Ebenso ging die Zahl der Planstellen für Orchestermusiker seit Beginn der 90er Jahre stetig zurück, wie Diagramm 6 beweist. Gerald Mertens, der Geschäftsführer der deutschen Orchestervereinigung (DOV), erklärt, dass die Zahl der Absolventen im Fach Instrumental/Orchestermusik an deutschen Musikhochschulen in keinem Verhältnis zur Zahl der frei werdenden Orchesterstellen steht, von denen ein Teil aus Einspargründen gar nicht wieder besetzt wird. Da man sich als Orchester einer Menge an hochqualifizierten jungen Bewerber sicher sein kann, haben Musiker ab 35 „meist keine Chance mehr in ihrem Beruf36 .

4.2.2 Chancen für Orchesterschlagzeuger und –Pauker bei Probe- spielen

Prof. Peter Sadlo hält es trotzdem auch heute noch für einen guten Weg eine feste Anstellung als Orchestermusiker anzustreben. So sind einige seiner ehemaligen Studenten bei den Münchner Philharmonikern, dem Tonhalle Orchester Zürich oder beim Radiosinfonieorchester Saarbrücken 37 – um nur einige zu nennen – fest engagiert. Mit viel Ausdauer beim Erarbeiten von Orchesterstellen und regionaler Flexibilität, das heißt eine Offenheit für Orchesterstellen z.B. auch in Österreich oder in der Schweiz, ist dieses Ziel auch zu erreichen.

An den Probespielen für diese freie Stellen, an denen laut Reinhard Eichhorn 38 oft 50 Kandidaten oder mehr vorspielen, sind mit der Entwicklung des Schlagzeugs auch die Ansprüche an die Bewerber für Schlagzeug- und Paukestellen ständig gestiegen 39 .

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Christian Pfeiffer 40 berichtet, dass schwierige Glockenspielstellen, die früher der Korrepetitor an der Celesta spielen musste, heute selbstverständlich in den Probespielen abgefragt werden.

Um einen aktuellen Eindruck von gegenwärtigen Probespielen zu erhalten, sprach ich mit Andreas Greiter, der 2007 auf der Suche nach einer festen Stelle als Schlagzeuger oder Pauker einige Probespiele in deutschen Orchestern absolviert hat. Er bestätigte, dass das Niveau der Kandidaten beim Vorspiel sehr hoch ist. Grundsätzlich ist die Einladung zum Probespiel nach der Bewerbung aber nicht selbstverständlich: Da hier jeder Vorspielende wertvolle Zeit des Orchesterpersonals, das sich seine zukünftigen möglichen Kollegen selbst anhört und auswählt, in Anspruch nimmt, werden die Bewerber schon im Vorfeld im Hinblick auf Ausbildung, vorherige Anstellungen bei anderen Orchestern, absolvierte Praktika etc. geprüft und selektiert. Manchmal werden für alle Studenten, die hier noch wenig vorweisen können, „Vorprobespiele“ abgehalten, die eine zusätzliche Hürde darstellen.

Laut Greiter, der jetzt eine Stelle als Praktikant bei den Essener Philharmonikern hat, ist für ein erfolgreiches Bestehen eines Probespiels mehr erforderlich als lediglich perfektes Beherrschen der Orchesterstellen: Zum einen muss in interpretatorischen Fragen der musikalische Geschmack des jeweiligen Orchesters genau getroffen werden. Zum anderen sollte man eine positive Ausstrahlung und selbstbewusstes Auftreten an den Tag legen, um sich gegen eine Vielzahl von anderen Kandidaten durchzusetzen.

4.2.3 Die Bedeutung des Schlagzeugs in der Orchesterliteratur des 21. Jahrhunderts

Entsprechend zur Emanzipation der Schlaginstrumente im Orchester 41 hat sich auch die

Anzahl der eingesetzten Schlagzeuger „von 1-3 [

erweitert.“ 42 Auf Nachfrage erklärte mir Prof. Dreher bei einer genaueren Aufgliederung der heute gefragten Orchesterliteratur, warum hier den Schlagzeugern eine so wichtige Rolle zukommt:

mit der modernen Musik auf 10 und mehr

]

Nachdem vor ca. 60 Jahren Stücke der Klassik und Früh- und Hochromantik stark gefragt waren, hat sich jetzt das Publikumsinteresse chronologisch verschoben, und fordert sinfonische Werke der Spätromantik und des Expressionismus, wie von Mahler, Stravinsky und Bartok. In diesen Stücken spielen der Rhythmus und die Klangfarben des Schlagzeugs eine elementare Rolle, weshalb eine hohe Zahl an Schlagzeugern gebraucht wird. So ist auch „Das meistgespielte Werk der E-Musik des 20. Jahrhunderts43 , nämlich Carl Orffs „Carmina Burana“ ein Paradestück für den starken Einsatz von Schlaginstrumenten in tragender Rolle.

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Genauso wird in den sinfonischen Werken der Avantgarde nach 1945 die Klangfarbenpalette des Orchesters durch den großzügigen Einsatz von Schlaginstrumenten erweitert. Der zweite Punkt, den Dreher nannte, sind vom Publikum mit meist großer Begeisterung aufgenommene Projekte im Bereich von Filmmusik- oder Musical, oder generell die Verknüpfung eines Symphonieorchesters mit Ensembles der U-Musik, wie die Berliner Philharmoniker, die 2000 ein Projekt mit der Rockband „Scorpions“ durchführten. Auch hier ist der Wunsch nach Klangfarben jenseits von Streicher- und Bläserklängen da, sodass beispielsweise die Melodielinie auf ein Malletinstrument übertragen wird. An diesen Kompositionen, die neben kleiner besetzten Werken der Klassik, der Früh- und der Hochromantik den heutigen Konzertbetrieb bestimmen, erkennt man deutlich die Notwendigkeit von vielen Schlagzeugern. Gemäß dem “Tarifvertrag für Kulturorchester

(TVK)44 ist die Anzahl der Schlagzeugerstellen in den unterschiedlich eingestuften Orchestern genau vorgegeben. Somit sind mehr als zwei Schlagzeugerstellen nur an den gro- ßen renommierten Orchestern der höchsten Einstufungsklasse „A/F1“ vertraglich vorgeschrieben. Bei allen anderen Orchestern müssen im Bedarfsfall durch Aushilfen die fehlenden Schlagzeugerstellen ersetzt werden, was laut Roland Schmidt sehr oft der Fall ist. Er fügt hinzu, dass aus finanziellen Gründen generell gefordert wird, dass die vom Komponisten geforderte Schlagzeugerstimmen auf möglichst wenig Ausführende komprimiert werden, aber hierzu meint Christian Pfeiffer:

Mit dem Motto ‚Mit weniger Menschen mehr erreichen’ spart man sich arm und dumm, denn auch ich habe nur zwei Hände und zwei Arme!!“ 45

4.2.4 Analyse der Berufssituation und –Zufriedenheit von Orchester-

schlagzeugern und –Paukern anhand einer repräsentativen Studie

4.2.4.1 Erläuterungen zur Durchführung der Studie Um ein möglichst aktuelles wie aufschlussreiches Bild über die Berufssituation und – Zufriedenheit im Beruf des Orchesterschlagzeugers und –Paukers zu erhalten, wurde von mir bei dieser Berufsgruppe eine Umfrage durchgeführt. Dazu habe ich einen Fragebogen erstellt, mit dem statistische Daten zur Berufsausübung und –zufriedenheit ermittelt werden sollten, der aber genauso Fragen zu bisher behandelten Themen dieser Facharbeit, wie der Entwicklung des Schlagzeugs (Bisher daraus verwendete Zitate: [5] im Quellenverzeichnis) enthält. Dieser ist über das Internet und über persönliche Kontakte an die Zielgruppe ausgeteilt worden und dann auf schriftlichem oder auf digitalem Weg an mich zurückgeleitet worden. Der Rücklauf von 18 Fragebögen kann durchaus als repräsentativ für die 395 an deutschen

Kulturorchestern fest angestellten Orchesterschlagzeuger und –Pauker 46 angesehen werden.

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Der hohe Repräsentationsgrad ergibt sich aus einer breiten Streuung der zurückgegebenen Fragebögen mit Musikern aus Sinfonie-, Theater-, und Opernorchestern, wobei vom Solopauker bis hin zum einfachen Orchesterschlagzeuger alle Beschäftigungs- möglichkeiten in der Schlagzeuger-Stimmgruppe vertreten sind. Genauso sind sowohl die neuen als auch die alten Bundesländer repräsentiert, sowie Orchester jeglicher Einstufungsklassen des TVK. Die breit gestreute Altersstruktur der Zielgruppe spiegelt sich ebenfalls in meiner Erhebung mit einem Spektrum von 26-50 Jahren sehr gut wieder. Um die für diese Instrumentengruppe ermittelten Zahlen in eine statistische Relation zur Gesamtheit aller Orchestermusiker zu stellen, wurde als Bezugsobjekt eine „repräsentative Studie zur Arbeits- und Berufszufriedenheit im Orchestermusikerberuf47 von Sabrina Paternoga verwendet. Im Folgenden sollen die erzielten Ergebnisse analysiert und interpretiert werden.

4.2.4.2 Analyse der Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten als Orchesterschlagzeuger und -Pauker wurden von 72,2% als negativ beurteilt. Andererseits sahen 44,4% auch zumindest teilweise Vorteile in diesem Arbeitsaspekt. Hier ergibt sich kaum eine Abweichung zur Gesamtheit der Orchestermusiker, wo ebenfalls nur 39,0% mit der „zeitlichen Inanspruchnahme“ zufrieden sind 48 . Generell lässt sich sagen, dass der TVK die Arbeitszeiten in Anbetracht der stark variierenden Spielpläne der Orchester sehr flexibel regelt. Grundsätzlich steht den Musikern aber mindestens ein komplett dienstfreier Tag pro Kalenderwoche zu. 49 Die Proben und Aufführungen werden in so genannte „Dienste“ vom maximal 3:15h Dauer eingeteilt. Die Arbeitszeit der Musiker soll wöchentlich aus durchschnittlich 8 solcher Dienste bestehen, in Spitzenzeiten sind bis zu 10 Dienste pro Woche möglich. In meiner Umfragenaktion fiel auf, dass in Opernorchestern im Vergleich zu konzertanten Orchestern durchschnittlich an mehr Tagen pro Woche abends Aufführungen stattfinden. Jede Woche wird nun von neuem ein „Arbeitsplan“ erstellt, der die angesetzten Proben und Konzerte terminiert, und welcher wöchentlich neu die Freizeit und Arbeitszeit der Orchestermusiker festsetzt. Diese „unregelmäßigen Arbeitszeiten“ machen regelmäßige

wöchentliche Termine unmöglich 50 . Der Jahresurlaub wird „grundsätzlich während der

Theater-(konzert-)ferien erteilt“ 51 . So erübrigt sich z.B. ein Skiurlaub über Silvester und Neujahr, denn gerade während dieser Zeit werden vom Orchester „Neujahrskonzerte“ erwartet 52 . Laut Roland Schmidt kann es Jahre dauern, bis sich die Familie an diese besondere Arbeitssituation gewöhnt hat. Denn besonders die Arbeitszeit mit vielen Konzerten abends macht die Pflege eines Freundeskreises extrem schwierig.

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Jochen Ille sieht in den Arbeitszeiten mit Konzerten am Wochenende aber auch den Vorteil, dass der wöchentliche dienstfreie Tag zumeist werktags ist, weshalb man dann problemlos Behördengänge o.ä. erledigen kann 53 . Die verbleibende proben- und aufführungsfreie Zeit muss vor allem als Orchestermusiker als Übezeit genutzt werden, um dem hohen Anspruch aktueller Orchesterprogramme mit einer gut gepflegten eigenen Spieltechnik entgegnen zu können 54 .

4.2.4.3 Untersuchung der musikalische Nebentätigkeiten Der Anteil der Orchesterschlagzeuger und –Pauker, die mindestens eine musikalische Nebentätigkeit ausüben, ist mit 94,4% etwas größer als der entsprechende Anteil bei allen Orchestermusikern (85%) 55 . Dies lässt sich aber im Detail begründen: In Diagramm 7 erkennt man, dass die Anzahl der Orchesterschlagzeuger und –Pauker, die regelmäßig als Aushilfen in anderen Orchestern arbeiten, mit 72% deutlich größer ist wie bei allen Orchestermusikern (60%) 56 . Dass der Bedarf an Aushilfen aber insbesondere an Schlagzeugern da ist, wurde schon im Kapitel 4.2.3 begründet. Anders verhält es sich bei der „Kammermusikalischen Nebentätigkeit“ und bei der „Solistischen Tätigkeit“: Hier liegt meine Zielgruppe mit 39% bzw. 22% deutlich unter den entsprechenden Werten aller Orchestermusiker mit 63% bzw. 32% 56 . Dies erklärt Franz Bach vom Radiosinfonieorchester Stuttgart damit, dass Kammermusik für Schlagzeuger viel schwieriger zu organisieren ist wie z.B. bei einem Bläserensemble, da erst das für ein Schlagzeugensemble erforderliche große Instrumentarium besorgt und aufgebaut werden muss, bevor das Zusammenspiel überhaupt beginnen kann. Ähnlich verhält es sich bei der solistischen Tätigkeit, wo ein Streicher ähnlichen spieltechnischen Anforderungen als Solist wie als Orchestermusiker gerecht werden muss. Ein Schlagzeuger dagegen spezialisiert sich meist schon im Studium auf eines der beiden Felder, denn allein die instrumentalen Unterschiede vom Orchesterschlagwerk zum Soloperkussionist, der viel mit Set-up und Marimba arbeitet, sind immens. Der letzte verglichene Punkt ist die Unterrichtstätigkeit. Dass hier die Orchesterschlagzeuger und –Pauker, die hier mit 61% mehr aktiv sind als das Gros der Orchestermusiker (47%) 56 , überrascht nicht, wenn man sich die oben beschriebene Nachfrage nach Schlagzeugunterricht vor Augen führt. Wie Roland Schmidt in Nürnberg, haben viele Orchesterschlagzeuger und –Pauker einen Lehrauftrag für Orchesterstudien an Musikhochschulen inne. Denn wie Schmidt erklärt, benötigen besonders orchestral ausgerichtete Studenten Kenntnisse im Spiel von typischen Orchesterinstrumenten wie Paarbecken, Triangel oder große Trommel, die in der solistischen Literatur kaum eingesetzt werden. Diese spieltechnischen Feinheiten ergeben sich aber erst in der praktischen Erfahrung von vielen entsprechenden Notenstellen in der Orchesterliteratur.

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4.2.4.4 Ermittlung von negativen Belastungsfaktoren des Orchestermusikers Maximilian Piperek hat verschiedene Studien zu unterschiedlichen Belastungsfaktoren von Orchestermusikern veröffentlicht, und ist in einer Analyse der psychisch-geistigen Konzentration zum Schluss gekommen, dass dieser Beruf „einer der konzentrations- intensivsten Berufe überhaupt“ ist, mit Genauigkeitsanforderungen in den Einsätzen von einer Hundertstelsekunde in Verbindung mit einer nötigen Daueraufmerksamkeit über die Zeitspanne eines Konzerts von meist über zwei Stunden. 56 Laut Roland Schmidt herrschen in nur wenigen anderen Berufen ähnlich anspruchsvolle Verhältnisse, wie bei einem Chirurgen oder bei einem Piloten. Piperek belegt seine These

durch eine „psychophysiologische Untersuchung57 , in der die Pulsfrequenzen von Orchestermusikern untersucht wurden, und stellte während eines Konzerts Spitzenfrequenzen von über 150 Schlägen/Minute fest. Da der Schlagzeuger und vor allem der Pauker durch seine solistische Stellung im

Orchester eine „wesentlich höhere Verantwortung“ als beispielsweise ein Tuttigei- ger innehat, schlägt sich dies bei ihm in einer noch umso höheren „nervlichen Anspannung“ nieder. 58

In meiner Erhebung wurden besonders im Personenbereich über 40 Jahre gehäuft die hohe Lautstärke, die vom Schlagwerk und vom gesamten Orchester an manchen Stellen aber uneingeschränkt erwartet wird, trotz Verwendung von Lärmschutz als belastend empfunden. Roland Schmidt ergänzt noch die besonders im Schlagwerksbereich auftretenden räumlichen Probleme, wenn der Schlagzeuger mit seinem großen Instrumentarium auf kleineren Bühnen nicht in einer wünschenswerten Weise agieren kann und gezwungen wird, Kompromisse einzugehen.

4.2.4.5 Eine hohe Berufszufriedenheit in einem umkämpften Berufsbereich Obwohl auch Paternoga in ihrer Arbeit mit diesen Belastungsfaktoren für Orchestermusiker konfrontiert war, stellt sie fest, dass dies „der Arbeitszufriedenheit […]

insgesamt keinen großen Abbruch [tat].59 In meiner Erhebung bei Orchesterschlagzeugern und –Paukern ermittelte ich sogar eine deutlich höhere Zufriedenheitsquote als Paternoga (Diagramm 8). Immer wieder wurde als positiv erwähnt,

dass man sein „Hobby zum Beruf gemacht60 habe. Außerdem entsteht, auch wenn ein Pro- gramm schon oft gespielt wurde, die Musik in jedem Konzert wieder neu, was die Tätig-

keit sehr „abwechslungsreich“ macht. 61 So glaubt man Michael Steiner gerne, der bekennt:

„Ich würde diese Position nie mit einem normalen Angestellten, der 40 Stunden die Woche

in einem Büro sitzen muss, tauschen wollen, auch wenn er das doppelte verdient!“ 62

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Abschließend lässt sich zum Beruf des Orchestermusikers sagen, dass es heutzutage sicher kein leichtes Unterfangen ist, eine feste Stelle zu kriegen. Wer sich dennoch voll für diesen Berufsbereich einsetzt und viel Zeit und Arbeit investiert, den erwartet eine

befriedigende63 und kurzweilige Tätigkeit, deren Berufszufriedenheitsrate ihresgleichen sucht.

4.3 Der Berufsbereich des konzertierenden Schlagzeugers

4.3.1 Publikumswirksame Merkmale von Schlagzeugkonzerten

Der letzte zu analysierende Berufsbereich ist der laut Prof. Peter Sadlo qualitativ anspruchvollste, in dem aber gleichzeitig das höchste Maß an Selbstverwirklichung möglich ist: Es handelt sich um den Bereich des konzertierenden Schlagzeugers, der alleine, im Ensemble mit anderen Schlagzeugern oder als Solist mit Orchester Konzerte bestreitet.

Prof. Klaus Treßelt von der Musikhochschule Stuttgart, der Jury-Mitglied beim ARD- Wettbewerb in der Kategorie Schlagzeug-solo 2006 war, erklärte mir, dass das Schlagzeug in diesem Bereich im Vergleich zu anderen Instrumenten besondere Möglichkeiten bietet. Zuallererst fesselt der Anblick einer Bühne mit vielen für das breite Publikum meist unbekannten Schlaginstrumenten die Zuhörerschaft von der ersten Sekunde an. An dieser Stelle ist der Künstler gefordert, mittels einer Moderation zwischen den Stücken das Publikum auch theoretisch in die vielgestaltige Welt des Schlagzeugs einzuführen.

Ein weiterer Punkt ist die starke Betonung der Bewegung als musikalisches Element, vor allem in der neuen Musik. So könnte Prof. Treßelt es sich nicht vorstellen, Schlagzeugmusik im Stil von Stockhausen mit den klanglichen und spielerischen Möglichkeiten z.B. eines Streichensembles einem Publikum kurzweilig zu präsentieren. Der wichtigste Punkt aber ist der Rhythmus, der zu Beginn dieser Arbeit als natürliche Verbindung vom Menschen mit der Musik dargestellt wurde. Durch dieses Element, das bei solchen Konzerten fast kontinuierlich im Vordergrund steht, erhalten die Zuhörer einen einfachen Zugang zur angebotenen Musik.

Das Schlagzeug-Duo „Double drums“, bestehend aus Alexander Glöggler und Philipp Jungk, zwei ehemaligen Absolventen der Schlagzeugklasse von Prof. Sadlo, setzt bei seinen Konzerten sogar zusätzliche Medien, wie Filmeinspielungen zur Musik oder den Rhythmus ergänzende Synthesizer-Klänge ein, und bietet so „eine überragende Percussionshow mit faszinierenden optischen Effekten64 .

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4.3.2 Besonderheiten der Vermarktung von konzertierenden Schlagzeugern

Laut Alexander Glöggler ist es kaum möglich, ohne Agent und Veranstalter, die den Bürokratie- und Marketingaufwand übernehmen, eine lohnende Anzahl an Konzerten zu organisieren und zu absolvieren, ohne die Arbeit an der eigenen musikalischen Qualität, die als konzertierender Perkussionskünstler besonders im Vordergrund steht, zu vernachlässigen. So habe ich mich an die Agentin von „Double-drums“, Frau Anke Kienitz-Kirk gewandt, um mir ein Bild über die Besonderheiten der Vermarktung eines solchen Schlagzeugduos machen zu können.

Laut ihrer Aussage ist Schlagzeug etwas schwieriger zu vermarkten als z.B. Geige, wo die regionalen Konzertveranstalter mit dem angekündigten Konzertprogramm Werbung machen können, da jeder die Stücke kennt und so die Qualität des Musikers leicht zu bemessen ist. Die Konzertveranstalter sind leider in letzter Zeit bei neuartigen Veranstaltungskonzepten etwas zurückhaltender geworden und wollen finanzielle Risiken vermeiden. Deshalb muss man ihnen, um sie auch für Schlagzeug zu begeistern, etwa eine DVD der Show schicken, da sie so auch einen Eindruck vom visuellen Aspekt des Konzerterlebnisses erhalten. Des Weiteren sollte man gute Presserezensionen vorweisen können, um zu beweisen, dass ein solches Konzert für den Veranstalter wie für den Zuhörer ein lohnendes Ereignis ist.

Der langfristige Erfolg hängt stark von der Einsatzbereitschaft der Musiker ab. So ist „Double drums“ ständig auf der Suche nach neuen Klängen, und komponiert die verwendeten Rhythmen selber. Ferner wird nicht zuletzt perkussives Talent benötigt, und auch die gehörige Portion Spaß, den man ja vermitteln will. Neben diesen Eigenschaften ist aber anfänglich viel Geduld und Disziplin nötig. Denn man muss selbst viele Konzerte organisieren, sich von bisherigen Formen durch neue Ideen absetzen oder sich in existierenden konzertanten Disziplinen des Schlagwerks qualitativ von der Konkurrenz absetzen.

Letztendlich muss man aber während dieser ganzen Anstrengungen stets darauf warten, so die Aufmerksamkeit eines aufgeschlossenen Agenten auf sich zu ziehen, der den Rahmen einer weiteren konzertierende Tätigkeit sichert und dem Musiker mehr zeitliche und künstlerische Freiräume zugesteht.

Gemäß Peter Sadlo, einem der erfolgreichsten internationalen Perkussionssolisten, ist dieser Berufsbereich der einzige, in dem ein künstlerisch tätiger Musiker alle seinen Einfälle und musikalischen Ansprüche uneingeschränkt verwirklichen kann und so ohne jegliche Vorgaben im wahrsten Sinne des Wortes „künstlerisch“ tätig sein kann. Er selbst freut sich schon auf weitere Jahre seiner konzertierenden Tätigkeit, in denen er sich mit seinen innovativen musikalischen Projekten aktiv an der Spitze der globalen Entwicklung des Schlagwerks einbringen kann.

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5 Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

5.1 Zusammenfassende Perspektive und Arbeitsmöglichkeiten als selbstständiger Schlagzeuger

Resümierend ist schon bei der Analyse des Berufsbereichs des Schlagzeugpädagogen klar geworden, dass hier aufgrund weniger voller Stellen an den Musikschulen immer mehr Schlagzeuger als „selbstständige Schlagzeuglehrer“ ihre Existenz aufbauen. Da die Zusammenfassung der Untersuchung der Arbeit im Orchesterbereich einen ebenfalls sehr umkämpften Stellenmarkt aufgezeigt hat, wollen viele Schlagzeuger den anstrengenden Probespielen entgehen und arbeiten folglich im freiberuflichen Bereich. Somit weiten sich jetzt die Grenzen des „selbstständigen Schlagzeuglehrers“ hin zu einem generellen „selbstständigen Schlagzeuger“, der seinen Arbeitsalltag nach individuellen Interessen und Möglichkeiten aus allen beschriebenen Arbeitsbereichen zusammenstellt.

Dies gilt insbesondere im solistischen und konzertanten Bereich. Der Perkussionssolist Nebojsa J. Zivkovic erklärte mir, dass die meisten konzertierenden Schlagzeuger selbstständig sind und als Ergänzung ihrer Konzerttätigkeit Meisterkurse anbieten oder eine Lehrtätigkeit ausüben. Eine andere Kombination mit einer konzertierenden Aktivität hat Roland Härdtner für sich entdeckt, der eine Stelle am städtischen Theater Pforzheim mit einer regelmäßigen Arbeit als Mallet-Solist verknüpft, welche nach eigenen Angaben ca. 30% Prozent seines Gesamteinkommens ausmacht. 65 Eine weitere Arbeitsmöglichkeit ist natürlich die Tätigkeit als Orchesteraushilfe, deren Bedarf schon im Kap. 4.2.3. aufgezeigt wurde. Roland Schmidt fügte nun noch hinzu, dass man sich aber auf Ballungsräume mit vielen Berufsorchestern – wie München - konzentrieren sollte, damit die Anzahl der meist eher schlecht bezahlten Aushilfsjobs wirklich einen wesentlichen Teil des Einkommens sichern kann. Um zu beweisen, dass das große Schlaginstrumentarium auch im nicht-musikalischen Bereich berufliche Potenziale birgt, sei auf den selbstständigen Schlagzeuger Markus Hauke verwiesen. Er hat vor allem im Transport von hochwertigen Schlaginstrumenten Verbesserungsbedarf entdeckt und produziert und verkauft deshalb jetzt „Softbags“ in

Maßanfertigung […] für alle auf dem Markt befindlichen [Perkussionsinstrumente]66 .

5.2 Hintergründe zur Arbeit als selbstständiger Schlagzeuger

Diese auf den ersten Blick sehr risikoreiche und unsichere Tätigkeit als selbstständiger Schlagzeuger hat aber auch positive Seiten. Alexander Glöggler erklärt, dass man mit viel Engagement, hohem musikalischen Anspruch in einer vielfältigen und erfüllenden Arbeit ein Einkommen erreichen kann, das dem eines gutbezahlten Orchestermusikers in keinster Weise nachsteht.

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Auch auf soziale Sicherheiten muss nicht verzichtet werden, denn der Staat, der mit seinem aktuellen „Einsparungen bei der Kultur67 als Geldgeber sowohl der Orchester wie auch der Musikschulen nicht unschuldig ist an den sinkenden festen Stellenzahlen, hat die „Künstlersozialkasse“ (KSK) eingerichtet, damit „selbständige Künstler und Publizisten einen ähnlichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung genießen wie Arbeitnehmer68 . Ein Blick auf das Zahlenmaterial der Künstlersozialkasse (Diagramm 9) beweist, dass dieses Angebot mit einer schon seit Jahren stark positiven Tendenz von immer mehr Musikern wahrgenommen wird. Im Musikalmanach Deutschland liest man dazu, dass „der starke Zuwachs [im Bereich] der freiberuflichen Musikberufe [zeigt], dass der Musikmarkt weiterhin ein zentraler Hoffnungsträger für viele Menschen in Deutschland bleiben wird.“ 69

Mit Blick auf die im Vergleich zu anderen Musikbereichen reichhaltigen Möglichkeiten des Schlagzeugers und seines Instrumentariums, lässt sich mit gutem Gewissen auch die vielfältige Arbeit als selbstständiger oder fest angestellter klassischer Schlagzeuger als zukunftsfähig bezeichnen.

5.3 Persönliches Fazit

Für mich persönlich war diese eingehende Analyse des von mir angestrebten Berufsbildes eine wichtige Erkenntnis auf dem Weg über ein Schlagzeugstudium hin zum Beruf des professionellen klassischen Schlagzeugers.

Wenn man sich bewusst macht, mit welchem Hintergrund das Schlagzeug im 20. und besonders jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine so besondere Stellung unter den Musikinstrumenten einnimmt, und dabei die aktuellen strukturellen Veränderungen in der Kulturpolitik im Auge hat, erkennt man das einzigartiges Potenzial, das im „Berufsbild des klassischen Schlagzeugers“ als Verknüpfung der beiden Gebiete steckt.

Diesen ständigen Wandel, den das klassische Schlagzeug im letzten Jahrhundert mitgemacht hat und dem es sicher weiter unterworfen bleiben wird, fordert das Instrument auch von dem ausübenden Schlagzeuger, der sich immer wieder neu auf die verschiedenen Einflüsse im Bereich des Instrumentariums, der Musik und deren soziokulturellen Verwertungsmöglichkeiten einstellen muss.

Mit diesem Bewusstsein kann man wie in meiner Situation mit einer ganz anderen Perspektive ein klassisches Schlagzeugstudium aufnehmen, aber auch im späteren Berufsleben seine eigene intuitive Verknüpfung, wie auch die der jeweiligen pädagogischen wie künstlerischen Rezeptionsgruppe mit dem Klang und der Rhythmik des Schlagzeugs immer wieder mit neuer Leidenschaft erleben.

6.

Anmerkungen

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1 [1]: A. Kolb, „Rhythm boom – das in-Instrument 2007 heißt Schlagzeug“, in: Off-beat, (Mitgliedermagazin des deutschen Schlagzeugerverbands „Percussion creativ“), Ausgabe 4/07, S.9

2 [2]: Heidenreich, A., „Mit dem Schlagzeug durch Raum und Zeit“, in: Neue Zeitschrift für Musik 2/2005, S. 15ff

3 [3]: J. Holland, Y. Menuhin (Hrsg.), „Yehudi Menuhins Musikführer: Das Schlagzeug“, Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt/M. 1994² Vorwort von Y. Menuhin, S.10f

4 KWMBl Teil I Nr. 3/2007, abrufbar unter www.km.bayern.de/km/amtsblatt/index.html (23.1.08)

5 vgl. [4]: Gerald Mertens: „Philharmonisches Paradies? Arbeits- und Berufssituation von Orchestermusikern“, in: Politik und Kultur, Hrsg.: Deutscher Kulturrat, Ausgabe 1/2005, S.18f 6 Arbeitsmarktbericht künstlerische Berufe: „Es braucht Besessenheit“, Hrsg: Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg, http://www.abi.de/arbeitsmarkt/arbeitsmarktberichte/ arbeitsmarkt_künstlerische_berufe048.htm (23.1.08)

Brockhaus Enzyklopädie“, Stichwörter „Schlaginstrumente“/ “Schlagzeug“, F.A.Brockhaus Verlag 2006 21 , Mannheim, Band 24, S. 284f.

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[2], S.16

[3], S. 10f

Peter Sadlo, zitiert auf http://www2.vol.at/kufo/HTMLTexte/sadlo.htm (23.1.08)

[2], S.16

vgl [3] S.10f

[2], S. 21

[2], S.15, zitiert nach Joachim-Ernst Berendt: „Über Weltmusik“, in: Programmheft Donaueschinger Musiktage 1985, S.28

R. Kostelanetz, „John Cage“, DuMont Verlag, Köln 1973, S. 107

Grötzinger, J. „drumming – neue musik im Stadthaus Ulm“ , in: Neue Zeitschrift für Musik 2/2005

S. 46

[3] S.10f

nach Peter Sadlo, einleitendes Zitat auf http://www.sadlo-percussion.de/ (23.1.08)

[5]: Jochen Brenner, Solopauker SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, vgl dazu Anmerkung zu [5] im Quellenverzeichnis S. 30

[6]: Meikert, H. „Tönet, ihr Pauken – Das Schlagzeug im europäischen Orchester“, in: Neue Zeitschrift für Musik 2/2005 S. 23ff

Programmkino.de zitiert auf http://www.touchthesound.de/start.html (23.1.08) „Pressestimmen“

vgl http://www.kolberg-percussion.com/pages/produkte.html „Ständer“ (23.1.08) und [3], S. 223

Musik in Geschichte und Gegenwart“, Sachteil Band 8, S.1093, Bärenreiter Verlag 1998²

[7]: P. Sadlo, „Zwanzig Jahre Schlagzeugklasse Peter Sadlo“, in: „Auftakt“, Hochschulzeitung der Musikhochschule München, Heft 11, Sommersemester 2007, S. 20f

[5] Philipp Schroeder, 1. Schlagzeuger Gewandhausorchester Leipzig

[5] Prof. Franz Lang, Professor an der Musikhochschule Trossingen und stv. Solopauker im SWR- Sinfonieorchester

[1]

vgl. [1]

vgl. [8]: „Lehrplan Schlaginstrumente (percussion)“ des Verbands deutscher Musikschulen (VdM), Verlag Gustav Bosse GmbH, Kassel, S.3

Quelle: Schülerzahlenberichte des Verbands bayerischer Sing- und Musikschulen (VBSM), einsehbar an allen VBSM-Musikschulen

vgl. [8] S.6ff

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32 [8] S.5

33 [3] S. 10

34 Reinhard Flatischler, Musikpädagoge und Begründer der Taketina-Methode, auf http://taketina.com/ (23.1.08)

35 vgl. [4]

36 ebd.

37 vgl. [7]

38 [5] Roland Eichhorn, Solopauker Jenaer Philharmonie

39 vgl. Roland Härdtner, Schlagzeuger beim städtischen Theater Pforzheim

40 [5] Christian Pfeiffer, 1. Schlagzeuger städtisches Orchester Bremerhaven

41 vgl. [6]

42 [5] Helmut Huy, Schlagzeuger Düsseldorfer Symphoniker

43 Franz Willnauer, (Hrsg.), „Carmina Burana von Carl Orff“, Schott Musik Verlag Mainz 1995, S.10

44 [9]: Tarifvertrag für die Musiker in Kulturorchestern (TVK), S. 15f, erhältlich auf Anfrage bei der deutschen Orchestervereinigung, Kontakt: www.dov.org (23.1.08)

45 [5] Christian Pfeiffer, 1. Schlagzeuger städtisches Orchester Bremerhaven

46 Quelle: DOV auf Nachfrage per E-mail vom 10.8.07

47 [10]: Sabrina Paternoga, „Was zufrieden macht - eine repräsentative Studie zur Arbeits- und Berufszufriedenheit im Orchestermusikerberuf“ in: Das Orchester Ausgabe 01/2006, S. 8ff

48 vgl [10], S.11

49 [9], S.8ff

50 [5], Thorsten Blumberg, stellv. Solopauker WDR-Rundfunkorchester

51 [9], S. 27

52 [5] Christian Pfeiffer, 1. Schlagzeuger städtisches Orchester Bremerhaven

53 [5] Jochen Ille, Schlagzeuger in der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern

54 [5] vgl. Markus Fischer, 1. Schlagzeuger Stuttgarter Philharmoniker

55 vgl. [9], S.12

56 M. Piperek „Stress und Kunst – Gesundheitliche, psychische, soziologische und rechtliche Belastungsfaktoren im Beruf des Musikers eines Symphonieorchesters“, Wilhelm Braumüller Universitätsverlag 1971, S. 5ff

57 ebd., S. 20f

58 [5] Philipp Schroeder, 1. Schlagzeuger Gewandhausorchester Leipzig

59 [10], S.12

60 [5] Jochen Brenner, Solopauker SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

61 [5] Jürgen Spitschka, Schlagzeuger im Staatstheater Stuttgart

62 [5] Michael Steiner, 1. Schlagzeuger Staatstheater Gärtnerplatz München

63 [5] Jürgen Spitschka, Schlagzeuger Staatstheater Stuttgart

64 Süddeutsche Zeitung, zitiert auf http://www.doubledrums.com/ (23.1.08)

65 [5] Roland Härdtner, Solopauker und Schlagzeuger Theater Pforzheim, und gleichzeitig Mallet- Solist

66 Markus Hauke, Firmencharakteristik von „Percussion bags“, http://www.percussion-bags.de/ (23.1.08) „deutsch“

67 [5] Dietmar Kauffmann, Solopauker Oper Kiel

68 Kurzcharakteristik der Künstlersozialkasse,

http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/Kuenstlersozialkasse-Kurzcharakteristik.pdf (23.1.08)

69 Michael Söndermann, „Beiträge zum Musikleben in Deutschland: Musikwirtschaft“, in:

Musikalmanach 2007/2008, conBrio Verlag Regensburg 2007, S.145

- 28 -

7.

Quellenverzeichnis

7.1 Bücher

[3] James

Holland,

Yehudi Menuhin (Hrsg.),

Yehudi Menuhins Musikführer: Das

Schlagzeug“, Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt/M. 1994²

Richard Kostelanetz, „John Cage“, DuMont Verlag Köln 1973

Brockhaus

Enzyklopädie“,

Stichwörter

„Schlaginstrumente“/

“Schlagzeug“,

F.A.Brockhaus Verlag Mannheim 2006 21 , Band 24

Musik in Geschichte und Gegenwart“, Bärenreiter Verlag, Kassel 1998², Sachteil Band 8

[8]

Lehrplan

Schlaginstrumente

(percussion)“

des

Verbands

deutscher

Musikschulen (VdM), Verlag Gustav Bosse GmbH, Kassel, S.3

Dokumentation Jugend musiziert“ in: Programmbuch zum 44. Bundeswettbewerb Jugend musiziert, Hrsg: Deutscher Musikrat 2007

Franz Willnauer, (Hrsg.), „Carmina Burana von Carl Orff“, Schott Musik Verlag Mainz

1995

M. Piperek „Stress und Kunst – Gesundheitliche, psychische, soziologische und rechtliche Belastungsfaktoren im Beruf des Musikers eines Symphonieorchesters“, Wilhelm Braumüller Universitätsverlag 1971

Michael Söndermann, „Beiträge zum Musikleben in Deutschland: Musikwirtschaft“, in:

Musikalmanach 2007/2008, conBrio Verlag Regensburg 2007

7.2 Zeitungsartikel

[1] A. Kolb, „Rhythm boom – das In-Instrument 2007 heißt Schlagzeug“, in: Off-beat, (Mitgliedermagazin des deutschen Schlagzeugerverbands „Percussion creativ“), Ausgabe 4/2007, S.9

[2] Heidenreich, A., Mit dem Schlagzeug durch Raum und Zeit, in:

Musik, Ausgabe 2/2005, S. 15ff

Neue Zeitschrift für

Jürgen Grötzinger: „drumming – neue musik im Stadthaus Ulm“, in: Neue Zeitschrift für Musik, Ausgabe 2/2005, S. 46f

Hella Meikert: „Tönet, ihr Pauken – Das Schlagzeug im europäischen Orchester“, in:

Neue Zeitschrift für Musik, Ausgabe 2/2005 S. 23ff

Steve Reich, zitiert in [2] nach Joachim-Ernst Berendt: „Über Weltmusik“, in: Programmheft Donaueschinger Musiktage 1985, S.28

[4] Gerald Mertens: „Philharmonisches Paradies? Arbeits- und Berufssituation von Orchestermusikern“, in: Politik und Kultur, Hrsg.: Deutscher Kulturrat, Ausgabe 1/2005, S.

18f

Hartmut Karmeier: „Orchestermusiker – ein Berufsbild mit Zukunft“, in: Musikforum, Ausgabe 01/2007, S. 23ff

- 29 -

[6] Peter Sadlo, „Zwanzig Jahre Schlagzeugklasse Peter Sadlo“, in: Auftakt, Hoch- schulzeitung der Musikhochschule München, Heft 11, Sommersemester 2007, S. 20f

7.3

[10] Sabrina Paternoga, „Was zufrieden macht - eine repräsentative Studie zur Arbeits- und Berufszufriedenheit im Orchestermusikerberuf“ in: Das Orchester, Ausgabe 01/2006, S. 8ff

Onlinequellen

Peter Sadlo, zitiert auf http://www2.vol.at/kufo/HTMLTexte/sadlo.htm (23.1.08) und auf http://www.sadlo-percussion.de/ (23.1.08)

Amtsblatt der Bayerischen Kultusministeriums KWMBl Teil I Nr. 3/2007, abrufbar unter www.km.bayern.de/km/amtsblatt/index.html (23.01.08)

Arbeitsmarktbericht künstlerische Berufe: „Es braucht Besessenheit“, Hrsg: Bundes- agentur für Arbeit, Nürnberg, http://www.abi.de/arbeitsmarkt/arbeitsmarktberichte/arbeitsmarkt_künstlerische_berufe 048.htm (23.1.08)

Programmkino.de zitiert auf http://www.touchthesound.de/start.html „Pressestimmen“

(23.1.08)

„Kombiständer für Schlaginstrumente und Zubehör“, Produktbeschreibung auf http://www.kolberg-percussion.com/pages/produkte.html „Ständer“ (23.1.08) entsprechender Produktkatalog: http://www.kolberg-percussion.com/pdf/ Kombistaender.pdf (23.1.08)

Statistik über die Schüler in den verschiedenen Fächern des vdm“ des deutschen Musikinformationszentrums (MIZ), abrufbar unter http://www.miz.org/ intern/uploads/statistik3.pdf (23.1.08)

Statistik über „Schüler, Lehrkräfte und Finanzierung an den Musikschulen des vdm“ des MIZ, abrufbar unter http://www.miz.org/ intern/uploads/ statistik2.pdf (23.1.08)

Reinhard Flatischler, Musikpädagoge und Begründer der Taketina-Methode, auf http://taketina.com/ (23.1.08)

„Tabelle über Planstellen in den deutschen Kulturorchestern“, in: Gerald Mertens, „Kulturorchester, Rundfunkensembles und Opernchöre“, Themenportal „Konzerte und Musikleben“ im Onlineangebot des MIZ,

http://www.miz.org/static/themenportale/einfuehrungstexte_pdf/03_KonzerteMusiktheater/

mertens.pdf (23.1.08)

Kurzcharakteristik der Künstlersozialkasse, http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/Kuenstlersozialkasse-Kurzcharakteristik.pdf

(23.1.08)

Statistik über „Versichertenbestandsentwicklung in der KSK“, http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/ksk_in_zahlen/statistik/versichertenbestandsent wicklung.php (23.1.08)

Markus Hauke, Firmencharakteristik von „Percussion bags“, http://www.percussion-bags.de/

(23.1.08)

Süddeutsche Zeitung, zitiert auf http://www.doubledrums.com/ (23.1.08)

- 30 -

7.4 Sonstige schriftliche Quellen

Statistiken der Jahresberichte des VBSM, für 2004 und 2006, einsehbar in allen VBSM – Musikschulen

Schülerzahlenstatistiken für die Jahre 2004 – 2006 aus den Jahresberichten des VdM. Einsehbar in allen VdM – Musikschulen

[9] Tarifvertrag für die Musiker in Kulturorchestern (TVK), erhältlich auf Anfrage bei der deutschen Orchestervereinigung unter www.dov.org (23.1.08)

7.5 Fragebogenaktion unter Orchesterschlagzeugern und – Paukern als Informationsquelle

[5] Alle so gekennzeichneten Zitate stammen aus der unter Kap. 2.4.2 beschriebenen von

mir selbst durchgeführten Studie unter Paukern und Schlagzeugern in deutschen Kultur-

orchestern. Diese wurden von mir in allgemeinen Fragen um ihre Meinung zur

Entwicklung des Schlagwerks, zur Bedeutung des Instruments und um eine Beschreibung

ihrer persönlichen Erfahrungen in diesem Beruf gebeten.

Darüber hinaus wurden statistische Daten zur Arbeitszufriedenheit, ihrer Arbeitszeit, ihren

musikalischen Nebentätigkeiten und zu Belastungsfaktoren im Beruf des

Orchestermusikers ermittelt.

Dankenswerter Weise haben mich folgende Orchesterschlagzeuger und –Pauker durch

Ausfüllen eines Fragebogens hierbei unterstützt:

Franz Bach, Schlagzeuger Radiosinfonieorchester Stuttgart Bernhard Betzl, Solopauker Staatstheater Kassel Thorsten Blumberg, stellv. Solopauker WDR-Rundfunkorchester Jochen Brenner, Solopauker SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg Stephan Cürlis, Pauker NDR-Sinfonieorchester Roland Eichhorn, Solopauker Jenaer Philharmonie Markus Fischer, 1. Schlagzeuger Stuttgarter Philharmonikern Christian Gutgsell, stellvertretender Solopauker im Staatstheater Darmstadt Dietmar Kauffmann, Solopauker Oper Kiel Joachim Michelmann, Solopauker mit Schlagzeugverpflichtung Stadttheater Giessen Roland Härdtner, Schlagzeuger städtisches Theater Pforzheim Helmut Huy, Schlagzeuger Düsseldorfer Symphonikern Christian Pfeiffer, 1. Schlagzeuger städtischen Orchester Bremerhaven Jochen Ille, Schlagzeuger Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern Prof. Franz Lang, Professor an der Musikhochschule Trossingen und stv. Solopauker im SWR-Sinfonieorchester Philipp Schroeder, 1. Schlagzeuger Gewandhausorchester Leipzig Jürgen Spitschka, Schlagzeuger Staatstheater Stuttgart Michael Steiner, 1. Schlagzeuger Staatstheater Gärtnerplatz München

- 31 -

7.6 Informelle Gespräche und Korrespondenzen

Bei folgenden Personen möchte ich mich besonders für die sehr ergiebigen und

interessanten Gespräche sowie E-mail-Korrespondenzen bedanken:

Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Sadlo, Musikhochschule München

Prof Klaus Dreher, Musikhochschule Stuttgart

Prof. Klaus Treßelt, Musikhochschule Stuttgart

Roland Schmidt, Solopauker Nürnberger Sinfoniker

Franz Bach, Schlagzeuger Radiosinfonieorchester Stuttgart

Christian Gutgsell, stellvertretender Solopauker Staatstheater Darmstadt

Gerd Schenker, Solo-Schlagzeuger MDR-Sinfonieorchester

Andreas Greiter, Praktikant Essener Philharmoniker

Gerald Mertens, Geschäftsführer der deutschen Orchestervereinigung (DOV)

Hartmut Karmeier, Vorsitzender des Bundesfachausschuss Musikberufe des deutschen Musikrats

Christine Pesold, selbstständige Schlagzeuglehrerin

Martin Luderschmidt, selbstständiger Schlagzeuglehrer

Bernhard Reitberger, Instrumentallehrer für Schlagzeug am musischen Gnadenthal-Gymnasium in Ingolstadt

Anke Kienitz-Kirk, Kulturmanagerin

Alexander Glöggler und Philipp Jungk, Schlagzeugduo „Double-drums“

Nebojsa Jovan Zivkovic, Perkussionssolist

Herbert Brandt, „Percussion-Versand Brandt“

Markus Hauke, Perkussionskünstler und Inhaber der Firma „Percussion bags“

Julia Gehring, Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ)

Georg Huber, Schlagzeuger-Verband „Percussion Creativ“ e.V.

Claudia Wanner, Referentin Öffentlichkeitsarbeit VdM

Petricia Jehn, Simon-Mayr Sing- und Musikschule Ingolstadt (Verbandsmusikschule im VdM und VBSM)

- 32 -

8. Anhang:

H
H

Bild 1: Ständer für den komplexen Aufbau vielfältiger Schlaginstrumente

Entnommen aus dem Produktkatalog

„Kombiständer“ der Firma Kolberg Percussion, S.19, online verfügbar unter

http://www.kolberg-

percussion.com/pdf/Kombistaender.pdf

(23.1.08)

Diagramm 1: Schülerzahlen Schlagzeug und Schlaginstrumente bundesweit 40000 37 231 35000 35 149 33 606
Diagramm 1:
Schülerzahlen Schlagzeug und
Schlaginstrumente bundesweit
40000
37 231
35000
35 149
33 606
30000
25000
26 383
Anzahl Schüler
20000
Schlagzeug +
Schlaginstrumente
15000
10000
5000
0
2000
2004
2005
2006
15000 10000 5000 0 2000 2004 2005 2006 Datenquelle für die Diagramme 1-3: Für die Jahre

Datenquelle für die Diagramme 1-3:

Für die Jahre 2004 - 2006:

„Schülerzahlenstatistiken“ in den

Jahresberichten des Verbands

deutscher Musikschulen (VdM).

Einsehbar in allen VdM –

Musikschulen.

Für das Jahr 2000:

„Statistik über die Schüler in den

verschiedenen Fächern des vdm“ des

deutschen Musikinformationszentrums,

abrufbar unter http://www.miz.org/

intern/uploads/statistik3.pdf (23.1.08))

- 33 -

Diagramm 2: Anteil der Schlaginstrumenten- und Schlagzeugschüler an der Gesamtschülerzahl des VdM 7,00% 6,00%
Diagramm 2:
Anteil der Schlaginstrumenten- und
Schlagzeugschüler an der
Gesamtschülerzahl des VdM
7,00%
6,00%
5,77%
5,61%
5,00%
5,36%
Prozentualer Anteil
4,00%
4,25%
3,00%
2,00%
1,00%
0,00%
2000
2004
2005
2006
Diagramm 3:

Absoluter Schülerzahlenzuwachs von 2000 - 2006 an VdM-Musikschulen

-20000 -10000 0 10000 20000 Schlagzeug und Schlaginstrumente E-Gitarre Sonstige Instrumente Gesang und andere
-20000
-10000
0
10000
20000
Schlagzeug und Schlaginstrumente
E-Gitarre
Sonstige Instrumente
Gesang und andere vokale Fächer
10848
5944
5767
3895
Saxophon
Querflöte
Violoncello
Klarinette
Violine
E-Bass
Trompete
Sonstige Streichinstrumente
Posaune
Sonstige Blechblasinstrumente
3104
2883
1969
1874
1760
1690
1197
1142
941
629
Kontrabass
Horn
Sonstige Zupfinstrumente
Fagott
Viola
Tenorhorn
Oboe
621
576
absoluter
475
Schülerzahlenzuwachs
469
2000-2006
412
356
347
Sonstige Holzblasinstrumente
Sonstige Tasteninstrumente
55
-846
Gitarre
-1855
Akkordeon
-4993
Klavier
-6580
Keyboard und E-Orgel
-9307
Blockflöte
-15945

Diagramm 4:

- 34 -

Bundesweite Anzahl Haupt- und nebenberuflicher Lehrerer an den Musikschulen des VdM

30000

25000

20000

15000

10000

5000

0

23891 23511 23249 23124 23090 23189 23680 22379 21732 12588 11754 11321 11525 11372 11297
23891
23511
23249
23124
23090
23189
23680
22379
21732
12588
11754
11321
11525
11372
11297
11047
11246
10987
Anzahl nebenberuflicher Lehrerstellen
Anzahl hauptberuflicher Lehrerstellen
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005

Tabelle 1:

Gesondert ausgewiesene Schülerzahlen an den

Musikschulen des VBSM:

2004

2006

Conga

33

29

Djembe

 

73

Kleine Trommel

34

125

Xylophon

35

76

Sonstige Mallet-Instrumente

13

38

Datenquelle für Diagramm 4:

Statistik über „Schüler, Lehrkräfte und Finanzierung an den Musikschulen des VdM“ des deutschen Musik- informationszentrums, abrufbar unter http://www.miz.org/ intern/uploads/ statistik2.pdf

(23.1.08))

Datenquelle für Tabelle 1:

Jahresberichte des Verbands Bayerischer Sing- und Musikschulen (VBSM) 2004 und 2006, einsehbar in allen VBSM – Musikschulen.

- 35 -

Diagramm 5: Anzahl der Teilnehmer in der Kategorie "Schlagzeug solo" im Wettbewerb "Jugend musiziert"
Diagramm 5:
Anzahl der Teilnehmer in der Kategorie
"Schlagzeug solo" im Wettbewerb
"Jugend musiziert"
700
609
600
609
500
494
Regionalw ettbew erbe
400
Landesw ettbew erbe
412
Bundesw ettbew erb
281
300
262
239
200
109
160
100
68 73
49
0
1998
2001
2004
2007
200 109 160 100 68 73 49 0 1998 2001 2004 2007 Diagramm 6: Planstellen in
Diagramm 6: Planstellen in den deutschen Kulturorchestern 1992-2006 14.000 12.000 10.000 8.000 12159 11486 6.000
Diagramm 6:
Planstellen in den deutschen
Kulturorchestern 1992-2006
14.000
12.000
10.000
8.000
12159
11486
6.000
11023
Anzahl der Planstellen
11216 10839
4.000
10445 10052 10325
2.000
0

1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006

Datenquelle für Diagramm 5:

„Dokumentation Jugend musiziert“ im

Programmbuch zum 44. Bundeswettbewerb

Jugend musiziert, S. 58f.

Hrsg: Deutscher Musikrat 2007

Datenquelle für Diagramm 6:

Tabelle über Planstellen in den deutschen

Kulturorchestern, in: G. Mertens,

„Kulturorchester, Rundfunkensembles

und Opernchöre“, S. 4

http://www.miz.org/static/themenportale/

einfuehrungstexte_pdf/03_Konzerte

Musiktheater/mertens.pdf

- 36 -

Diagramm 7: Musikalische Nebentätigkeiten von Orchestermusikern 100% 95% 90% Orchesterschlagzeuger und -Pauker 85%
Diagramm 7:
Musikalische Nebentätigkeiten von Orchestermusikern
100%
95%
90%
Orchesterschlagzeuger und -Pauker
85%
80%
Orchestermusiker insgesamt
72%
70%
63%
60%
60%
61%
50%
47%
40%
39%
32%
30%
22%
20%
10%
0%
musikalische
Aushilfe
Kammer- Solistische Tätigkeit
Unterrichtstätigkeit
Tätigkeiten insgesamt
Berufsorchester
musikalische Tätigkeit

Diagramm 8:

Berufszufriedenheit bei Orchestermusikern insgesamt und speziell bei Orchesterschlagzeugern und -Paukern 0,4% gesamte
Berufszufriedenheit bei Orchestermusikern insgesamt und speziell bei
Orchesterschlagzeugern und -Paukern
0,4%
gesamte Orchestermusiker
8,0%
69,3%
16,7%
5,6%
sehr/völlig zufrieden
(recht) zufrieden
unentschieden
(recht) unzufrieden
sehr/völlig unzufrieden
Orchesterschlagzeuger und -
Paukern
70,6%
29,4%
0
0
0,0%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%

Datenquelle für Diagramm 7 und 8:

Für die Zahlen über die Orchestermusiker insgesamt: [8, S. 11f Für die Zahlen über die Orchesterschlagzeuger und –Pauker: Eigene empirische Erhebung, vgl. Kap. 4.2.4 und [5]

Diagramm 9:

- 37 -

Freiberuflich Tätige in der Sparte Musik der KSK 45.000 40886 40.000 37642 39628 35.000 31375
Freiberuflich Tätige in der Sparte Musik der KSK
45.000
40886
40.000
37642
39628
35.000
31375
33097 35134
30.000
25870
29464
27742
25.000
24289
20188 22372
20.000
16214
18273
15.000
14649
11994
10.000
Freiberuflich Tätige in der
Sparte Musik
5.000
0
1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006

Datenquelle für Diagramm 9:

Statistik über „Versichertenbestandsentwicklung in der KSK“, http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/ksk_in_zahlen/statistik/versichertenbestandsentwicklung.php

(23.1.08)