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Elemente der Analysis

WiSe 2010/2011

Prof. Dr. Rainer Danckwerts Henrike Allmendinger

¨

Ubungsblatt 4 Aspekt der lokalen Linearisierung

12.11.10

Aufgabe 13 (N¨aherungswert) [7 Punkte] Die durch f (x) = x 3 gegebene Funktion soll in der N¨ahe von x 0 = 2 durch die Tangente approximiert werden.

a) Bestimme die Gleichung der Tangente.

den Funktionswert f (2, 5), und wie groß ist der absolute

b) Welcher N¨aherungswert ergibt sich fur¨ Fehler?

c) Bezieht man den absoluten Fehler auf den zugeh¨origen Funktionswert und nimmt davon den Betrag, so erh¨alt man den relativen Fehler. Wie groß ist dieser (in Prozent)?

d) Bezieht man den absoluten Fehler statt auf den Funktionswert auf den Zuwachs im Argument (hier h = 0, 5), so bekommt man einen weiteren relativen Fehler. Wie groß ist dieser?

e) Wir untersuchen, wie sich der absolute Fehler r(h) und der relative Fehler r(h) twickeln. Erg¨anze folgende Tabelle

h

fur¨

kleine h en-

h

r(h)

r(h)

h

0,5

1,625

3,25

0,05

0,005

.

.

.

Inwiefern stutzen¨

h selbst“. (Diese Tatsache ist der Kern der Weierstraßschen Restgliedbedingung lim h0 r(h)

die Ergebnisse die Tatsache, dass der Fehler r(h) schneller gegen null geht als

h

= 0.)

f) Begrunde:¨

Der erste relative Fehler

r(h) f(x 0 + h)

(siehe Teil c))

gibt an, um wie viel Prozent der tangentiale N¨aherungswert an der Stelle x 0 + h vom wahren Funktionswert an dieser Stelle abweicht. Der zweite relative Fehler

¨

r(h)

h

(siehe Teil d))

¨

gibt an, um wie viel die mittlere Anderungsrate im Intervall [x 0 , x 0 + h] von der lokalen Anderungsrate

an der Stelle x 0 abweicht.

Abgabe: Freitag, 19.11.10 vor der Vorlesung.

http://www.uni-siegen.de/fb6/didaktik/lehre/elan

Elemente der Analysis

WiSe 2010/2011

Prof. Dr. Rainer Danckwerts Henrike Allmendinger

Aufgabe 14 (N¨aherungsformeln) [4 Punkte]

Der Praktiker – der Theoretiker im

Vielfach reicht ihm eine (lokale) lineare N¨aherung. (Oft spricht er dann von erster N¨aherung“ und hat dabei die Potenzreihe im Sinn.) Die folgende Tabelle enth¨alt die gebr¨auchlichsten linearen N¨aherungen einiger algebraischer Funktionen.

¨

Ubrigen auch – bedient sich gern einfacher N¨aherungsformeln.

Funktion

N¨aherung

Funktion

N¨aherung

Funktion

N¨aherung

 

1

2

1 + x

 

1 x

 

1 + x

1

(1 + x) 2

1 x

1 2x

1 + x

1 + x

3

1 +

2

x

3

1 + x

1 x

1

+ x 2

1 2x

1 4x

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

a) Wie sieht wohl die n¨achste Zeile der Tabelle aus?

¨

b) Uberzeuge dich am Beispiel

1x

1+x

von der Richtigkeit der angegebenen N¨aherung.

c) Wie groß darf |x| h¨ochstens sein, damit der relative Fehler der N¨aherung aus Teil b) unter 1% bleibt?

Aufgabe 15 (Geometrische Deutung) [4 Punkte]

(a)

Berechne (2, 01) 2 n¨aherungsweise und deute N¨aherung und Fehler von (2, 01) 2 geometrisch.

(b)

Der Radius eines Kreises w¨achst von 3 m auf 3, 04 m. Wie groß ist n¨aherungsweise der Fl¨achen- zuwachs? Vergleiche mit dem wahren“Zuwachs.

Aufgabe 16 (Faustregel) [4 Punkte] Bekanntlich w¨achst bei Zinseszins das Kapital exponentiell. Fur¨ die Verdoppelungszeit T (in Jahren) gilt bei kleinem j¨ahrlichen Zinssatz p (in Prozent) in guter N¨aherung

T · p 70.

(a)

Wie genau ist diese Faustregel fur¨

p = 1 (5,

25)?

(b)

Leite die Faustregel her! (Hinweis: Verwende die N¨aherung ln(1 + x) x.)

(c)

Welchen praktischen Nutzen k¨onnte diese Faustregel haben?

Abgabe: Freitag, 19.11.10 vor der Vorlesung.

http://www.uni-siegen.de/fb6/didaktik/lehre/elan