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de      ALEX  DÜSSELDORF FISCHER


 
 
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Diese Informationen aus meiner KRISEN-TOOLBOX 


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(Das Unternehmerhandbuch zur Krisenbewältigung) 
 
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(Mit Schritt für Schritt Anleitungen durch die Krise) 
 
Welche Banken sind in dieser Krise noch sicher? Welche solltest Du unbedingt meiden? 
(Wie kann ich Geldwerte und Barmittel vor Bankencrash, Liquidation etc. effektiv absichern?) 
 
Wohin  kann  man  in  der  Corona  Krise  (je  nach  Risikobereitschaft)  überhaupt  noch 
investieren? 
(Theorie UND Praxis: Börse, Immobilien, (strategische) Beteiligungen etc.) 
  
Mietverluste in der Corona Krise? So gehst Du damit um... 
(Prävention, Abwehr, Gefahren, Chancen) 
 
Wie sichere ich meine Immobilien und Vermögen vor staatlichem Zugriff ab?  
(Zwangshypotheken, Enteignung, Bankenrettung etc.) 
 
Einzelhandel  und  Gastronomie:  Versicherung  zahlt  nicht  für  Betriebsschließung?  Hier 
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Wie werden sich die einzelnen Immobilien-Märkte in / nach dieser Krise entwickeln? 
(Chancen und Risiken - “Behind the scenes”- Einblicke) 

 
   
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Inhaltsverzeichnis 
 
Warum ich dieses Booklet geschrieben habe 5 
Meine sieben Krisen 5 
Ohne meine damaligen Mentoren wäre ich heute am A…. 5 
Es geht oft um Millimeter 5 
Mein Schwur am Tiefpunkt 6 
Was mich bewegt und zugleich ärgert 6 
Vier Jahre, die mir heute zugute kommen 7 
 
Der träge “Immobilienmarkt” und seine Risiken 8 
Die Situation vor der Krise 8 
Was ist Geld? 8 
Deflationärer Druck (= Cash für Investitionen wird knapp) 8 
Es gibt keinen Immobilienmarkt 9 
Konsequenzen von Krisen 9 
 
Die Meilensteine der zukünftigen Marktentwicklung 1 0 
Wie kommen steigende / fallende Preise bei Immobilien zustande? 11 
Definition der Klassen von Standorten (A, B und C) 12 
Nachfrageströme und Standorte 13 
Standorte, Nachfrageströme und Marktentwicklungen 14 
Finanzierung und Nachfrage 15 
Spezielle Nischen 16 
Warum A-Standorte krisensicherer sind 16 
Warum ich Immobilien liebe: Meine beste Investment-Regel 17 
Chancen nutzen durch Bankkontakte und hohe Liquidität 18 
Auslandsimmobilien (z.B. Mallorca oder USA) 18 
Neubauten & Grundstücke 19 
Nutze die Regeln der Märkte 19 
Keine Zeit? Kein Netzwerk? 19 
 
Resümee 2 1 
Über den Autor 2 2 
Bonuskapitel & weitere kostenlose Informationen für dich 2 4 

 
   

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Warum ich dieses Booklet geschrieben habe 


 
Meine sieben Krisen 
Ich  habe in diesem Leben bereits sieben große Krisen mitmachen müssen. Zwei davon waren 
extern  (Dotcom-Krise  im  Jahr  2000  und  Lehman-Brothers-Pleite  im  Jahr  2009  mit 
anschließender Finanzkrise), fünf Krisen davon trafen mich eher persönlich.  
 
So  bekam  ich  im  Jahr  2003  von  heute  auf  morgen  einen  voll besicherten Kontokorrentkredit 
über 200.000 Euro gekündigt, der dummerweise komplett ausgeschöpft war.  
 
Ich  wurde  in  die  “Abwicklungsabteilung” der Bank geschickt (dort landen die Fälle, die bereits 
“abgeschrieben”  sind)  und  somit  war  meine  ganze  Existenz  bedroht.  Denn  als 
Immobilieninvestor  und  Initiator  von  Immobilienprojekten  hätte  ich  mit  einem  drohenden 
Schufa-Eintrag natürlich einpacken können. 
  
Ich  habe  eine  Scheidung  hinter  mich  gebracht,  wurde  von  Geschäftspartnern  betrogen  und 
von  Führungskräften  in  schweren  Zeiten  im  Stich  gelassen.  Ich  erzähle  dir  diese  „traurige 
Geschichte“, nicht um Mitleid zu bekommen, sondern weil ich dir eine Sache vermitteln will: 
  
Jede dieser Krisen war (als sie stattfanden) dramatisch und niederschmetternd für mich.  
 
Ohne meine damaligen Mentoren wäre ich heute am A…. 
Da  ich  allerdings  ein  paar  wirklich  gute  Mentoren  hatte,  die  mir  die  richtigen Fragen stellten, 
meinen  Blick  auf  die  richtigen  Dinge  richteten  und  auch  die  richtigen  Antworten  gaben,  kam 
ich aus jeder Krise sogar noch gestärkt hervor. 
  
Und  glaube  mir,  ich  kenne  das  Problem,  wenn  du  keine  Ahnung  hast,  wovon  du  deine 
Rechnungen  oder  Mitarbeiter  bezahlen  sollst.  Ich  weiß,  wie  sich  Existenzangst  anfühlt  und 
wie  der  Puls  steigt,  weil  man  Angst  hat,  dass  die  EC-Karte  nicht  mehr  aus  dem  Automaten 
herauskommt. 
  
Heute,  rückblickend  auf  meine  28  Jahre  Unternehmer-  und  Investoren-Dasein,  kann  ich  eine 
Sache von mir behaupten:  
 
Ich  kenne  inzwischen  die  Business  Welt  von  oben,  von  unten  und  auch  in  sehr  stürmischen 
Zeiten.  Man  könnte  sogar  sagen,  dass  ich im Feuer diverser Krisen zu dem geschmiedet wurde, 
was ich heute bin.  
 
Es geht oft um Millimeter  
Eine  Sache  haben  mich  meine  7  Krisen  gelehrt  -  Du  hast  drei  Möglichkeiten,  die  meist  nur 
Millimeter auseinander liegen: 
 

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● Die erste Möglichkeit ist es, einfach irgendwie durch die Krise hindurchzukommen.  
● Die zweite Möglichkeit ist, als strahlender Sieger daraus hervorzugehen.  
● Die dritte Möglichkeit ist leider oft die völlige Zerstörung.  
 
Die  gute  und  zugleich  schlechte  Nachricht  ist:  Diese  drei  Varianten  liegen  oft  nur  wenige 
Millimeter  oder  ein  paar  Grad  auseinander.  Bei  mir  war  es  oft  nur  ein  letztes  Stückchen 
Anstrengung oder eine Idee in letzter Minute, die den Unterschied ausmachten. 
 
Das  Wort  Krise  kommt  aus  dem  Griechischen  “crisis”  und  bedeutet  so  viel  wie 
„Wendepunkt“,  „Entscheidungspunkt“  oder  auch  „Neuanfang“.  Die  Frage  lautet  also: 
“Bekomme ich, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten, die Kurve?” 
 
Mein Schwur am Tiefpunkt 
Ich  wende  mich  mit  diesem  Booklet  heute  an  dich,  da  ich  dir  etwas von meinen Erfahrungen 
und  Learnings  aus  Krisenzeiten  mitgeben  möchte.  Learnings  und  Erfahrungen,  welche  mich 
(im Nachhinein betrachtet) sehr erfolgreich durch meine großen Krisen gebracht haben.  
 
Ich  hätte  es  damals  ohne  die  Hilfe  meiner  Freunde,  Geschäftspartner  und  teils  sehr  weisen 
Mentoren  niemals  geschafft.  Und  gerade  in  der  schwierigsten  der  schwierigen  Zeiten,  an 
meinem  absoluten  Tiefpunkt,  habe  ich damals etwas entschieden. Ich schwor mir: „Wenn ich 
es  schaffen  sollte,  hier  wirklich  wieder  herauszukommen, dann gelobte ich vor Gott, dass ich 
irgendwann das zurückgeben werde, was ich einst an erfolgreicher Hilfe bekam“.  
  
Diesen heiligen Schwur von damals möchte ich jetzt, heute und hier einlösen.  
 
Was mich bewegt und zugleich ärgert 
Das  allein  ist  es  aber  nicht.  Es  ist  mir  tatsächlich  eine  Herzensangelegenheit, Selbständige, 
Freiberufler  und  Unternehmer  zu  unterstützen.  Unternehmer  sein ist für mich keine Frage des 
Berufsverhältnisses,  sondern  eine  Frage  der  Einstellung.  Bin  ich  passiver  Zuschauer  oder 
unternehme ich etwas? 
 
Ich  glaube  nämlich  fest  daran,  dass  Selbständige  und  Unternehmer,  die  auf  eigenes  Risiko 
etwas  erschaffen,  um  ihre  Vision  zu  realisieren,  tatsächlich  diejenigen  sind,  die  die  Welt  auf 
ihren Schultern tragen.  
 
Die  Unternehmer,  Freiberuflichen  und  Selbständigen  sind  es,  die  tatsächlich  die  Welt  zum 
Besseren verändern können. Sie tun es täglich und werden es auch in Zukunft immer tun.  
 
Es  sind  die  Selbständigen  und  Unternehmer  die  am  meisten  vernachlässigt  und  oft  sogar 
bestraft  werden.  Die  Konzerne  bekommen  die  Zuschüsse,  Steuervorteile  und  Staatshilfen, 
die Angestellten die sozialen Sicherungssysteme. Was bekommen die “Macher”? 
 

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Fährst  du  nach  endlosen  Arbeitsstunden  ein  dickes  Auto, so schlägt dir Sozialneid entgegen, 
scheiterst  du  mit  einem  riesigen  Schuldenberg,  so  gibt  es  Häme.  Anerkennung? 
Pustekuchen! 
 
Ich  möchte  dir  diese,  dir zustehende, Anerkennung geben. Als jemand, der etwas unternimmt 
und nicht einfach “zuschaut”, will ich dich unterstützen, so gut ich es zumindest kann. 
  
Wenn  dir  dieses  Booklet  also  helfen  sollte  und  dir  etwas  mehr  Stabilität  gibt,  dann  hilf  mir 
bitte  dabei,  auch  andere  Unternehmer  und  Selbständige  zu  stabilisieren,  denn  wir  alle 
hängen voneinander ab. 
 
Vier Jahre, die mir heute zugute kommen 
Das  Jahr  2007/2008  war  für  mich  damals  ein  sehr  erfolgreiches  Jahr  und  ich  dachte,  es 
ginge  immer so weiter. Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2009, eingeleitet durch die Pleite von 
Lehman-Brothers,  hat  mich  damals  eiskalt  erwischt. Meine Kosten waren viel zu hoch, meine 
Margen  zu  gering  und  meine  Prozesse  und  Abläufe  für  eine  Krise  viel  zu  instabil.  Vier  Jahre 
und ein paar graue Haare haben mich die “Aufräumarbeiten” gekostet. 
  
Ich  habe  diese  Krise  überstanden  (so  wie  die  anderen davor) und auch daraus meine Lehren 
gezogen.  Heute  sind  meine  Fixkosten  sehr  niedrig,  ich  habe  genug  Reserven,  um 
Durststrecken  überstehen  zu  können  und  somit  auch  die  Zeit,  dieses  Büchlein  schreiben  zu 
können.  
  
Die  damaligen  Krisen,  die  Hinweise  meiner  Mentoren  und  die  Analysen  der  eigenen  Fehler, 
ließen  mich  Regeln  und  geänderte  Abläufe  aufstellen.  Diese  Regeln  und  Prozesse  sorgen 
heute dafür, dass ich nicht eiskalt erwischt werde und wurde.  
 
Diese  Learnings  und  auch  die  Techniken,  die  mich  durch  die  vergangenen  Krisen  gebracht 
haben  (trotz  mangelnder  Vorbereitung),  möchte  ich  in  diesem  Büchlein,  das  ein  kleiner  Teil 
meiner  kostenlosen  “Krisen  Toolbox”  (https://AF-Krisentoolbox.de)  ist,  mit  dir  teilen.  Es  wäre 
mir  eine  Ehre  die  “wenigen  Millimeter”  oder  “paar  Grad”  zu  deinem  Erfolg  beitragen  zu 
dürfen. 
 
Viel Erfolg bei der Umsetzung und ein starkes Rückgrat wünscht dir 
 
 
 
Dein 
 

 
Alex Düsseldorf Fischer    

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Der träge “Immobilienmarkt” und seine Risiken 


 
Die Situation vor der Krise 
Der  Coronavirus  wird  in  den  Mainstream-Medien  als  “Verursacher  der  aktuellen 
Wirtschaftskrise”  verteufelt.  Was  die  meisten  dabei  nicht  bedenken  ist,  dass  die  Wirtschaft 
bereits  vor  der Krise in keinem überragenden Zustand gewesen ist. Viele Unternehmen waren 
überfinanziert  und  hielten  sich  nur  durch  billige  Kredite  und  die  Hochkonjunktur  am  Leben. 
Bei den europäischen Staaten, sieht es dabei noch viel düsterer aus als in Deutschland. Man 
denke hierbei nur an die hohen Staatsverschuldungen von Italien, Spanien, Frankreich, etc. 
 
Die  Behauptung,  ein  Virus hätte uns in die Wirtschaftskrise geführt, ist meiner Meinung nach 
nur  ein  schwacher  Versuch  jemand  anderem  (am  besten  etwas,  was  man  gar  nicht 
beeinflussen  kann,  wie  höhere  Gewalt  oder  eben  einem  Virus),  die  Schuld  am  eigenen 
Versagen  in die Schuhe zu schieben. Die Krise war von vornherein absehbar – Corona ist jetzt 
nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. 
 
Was ist Geld? 
Geld  ist  nichts  anderes  als  Vertrauen  und  Vorhersagbarkeit.  Und  wenn  “alles  unsicher”  ist 
und  die  Menschen  kein  Vertrauen  mehr  (in  die  Wirtschaft,  in  die  gesellschaftliche  und 
politische  Ordnung,  etc.)  haben,  gibt  es  so  gut  wie  keine  Entscheidungsfreudigkeit. 
Unvorhersagbarkeit ist nämlich der Feind von Entscheidung und Vertrauen.  
 
Immer  wenn  die  Leute  also  nicht  wissen,  was  sie  tun  sollen,  bleiben  sie  in  Cash  (halten  ihr 
Geld zusammen), machen nichts oder kaufen sich Gold.  
 
Deflationärer Druck (= Cash für Investitionen wird knapp) 
Wenn  Leute  nicht  genügend  Liquidität  besitzen  (durch  die  Krise  oder  weil  sie  überfinanziert 
sind),  führt  das  zu  Liquiditätsschwierigkeiten  und  sie  werden  gezwungen  sein,  ihre  Assets, 
z.B.  Immobilien,  Aktien,  Anlagen,  Edelmetalle, etc. zu verkaufen - egal, ob es sinnvoll ist oder 
nicht.  
 
Der  Abverkauf  wird  in  Teilsegmenten  (z.B.  überfinanzierte  Immobilien,  die  sich  z.B.  nur  über 
“Airbnb”  Vermietungen  rechen,  Büroimmobilien,  etc.)  zu  fallenden  Preisen  führen.  In  der 
Volkswirtschaft spricht man vom sogenannten deflationären Druck.   
 
Gleichzeitig  gibt  es  viele  Leute,  die  sich  Sorgen  vor  staatlichem  Zugriff  auf  ihre  Gelder  und 
Vermögenswerte  machen.  In  meiner  Corona  Krise  Toolbox  habe  ich  weitere  kostenlose 
Booklets  zusammengestellt,  die sich mit dem Thema Immobilien- und Vermögenssicherung in 
der Krise beschäftigen. 
 
Bei  deflationärem  Druck  lautet  die  Devise:  “Cash  is  King”.  Wenn  du  in  dieser  Phase  gut 
aufgestellt  bist,  die  richtigen  Kontakte  zu  “behind  the  scenes”-Wissen  hast  und  über 

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genügend  Geldreserven  verfügst,  kannst  du  von  einer  Vielzahl  an  Chancen  profitieren.  Und 
auf diese gehen wir jetzt im Detail ein. Zunächst noch ein paar Basics: 
 
Es gibt keinen Immobilienmarkt 
Wichtig: Es gibt faktisch keinen “Immobilienmarkt” in Deutschland, es gibt nur Teilmärkte: 
 
● A-/B-/C-Standorte (München oder Castrop-Rauxel?) 
● A-/B-/C-Lagen (Königsallee oder neben Auffanglager für Flüchtlinge?) 
● Größe (Appartements, 1-6 Zimmer, etc.) 
● Art (Wohnung, Haus, Doppelhaus, Mehrfamilienhaus, etc.) 
● Segmente wie Wohnen, Büro, Ladengewerbe, etc. 
● etc.  
 
Falle  also  keinesfalls  auf  Pauschalierungen  von  “klickgeilen  Experten”  herein,  die 
Immobilienmärkte haben sehr viele Dimensionen. 
 
Konsequenzen von Krisen 
Die  wirtschaftliche  Situation  macht  sich  immer  erst  mit  einer  bestimmten  Verzögerung  auf 
den Immobilienmärkten bemerkbar.  
 
Hier  gibt  es  nämlich  feste  Darlehenslaufzeiten  und  außerordentliche  Verkäufe finden erstmal 
nur  in  Notfällen  statt  (zum  Beispiel  im  Fall  einer  Insolvenz).  Selbst  dann,  wenn  die 
Entscheidung  zum Verkauf gefallen ist, dauert es, bis die Abwicklung tatsächlich durchgeführt 
wurde.  
 
Dennoch gibt es bereits jetzt Entwicklungen, die man im Immobilienmarkt beobachten kann: 
 
Gerade  in  dem  Segment  der  Kurzzeit  -  und  Sondervermietung  (Airbnb,  Ferienwohnungen, 
Monteurswohnungen,  etc.)  gibt  es  enorme  Mietausfälle. Wer hier zu teuer eingekauft hat und 
bis  ans  Limit  finanziert  ist  (sodass  sich  nur  eine Sondervermietung rechnet), hat definitiv ein 
Problem.  
 
Denn  bei  Mietausfällen  fehlen  nicht  nur  die  Mieten,  sondern  auch  die  Nebenkosten,  die  die 
Versorger  weiterhin  brav  abbuchen.  In diesen Nischenmärkten wird es demnächst einige gute 
Deals zu machen geben. Ob Du an diese herankommst, hängt stark von deinem Netzwerk ab. 
 
   

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Die Meilensteine der zukünftigen Marktentwicklung 


 
Ok,  wir  haben  gerade  gelernt,  dass  es  so  etwas  wie  “den  Immobilienmarkt”  genau 
genommen  nicht  gibt.  In  diesem  Abschnitt  werde  ich  einige  Aussagen  über  “die 
Marktentwicklung”  treffen,  um  dir  einige  Prinzipien  zu  vermitteln.  Diese  sind  natürlich 
pauschaliert und sollten erst mal als solche verstanden werden. 
Dann  solltest  du  aber  unbedingt  noch  nach  den  jeweiligen Teilmärkten unterscheiden. Regel: 
A-Standorte sind stabiler und wertsicherer, C-Standorte instabiler und viel schwankungsbreiter.  
 
Einige  “Coaches”  und  “Berater”  im  Web  erzählen,  dass  das  einzige,  was  zählen  würde 
“Cashflow”  und  “Mietrendite”  wäre.  Das  zeugt  einfach  nur  von  Unerfahrenheit  und  dass  die 
jeweiligen  Protagonisten  selbst  keinen  Plan  haben,  was  sie  da  erzählen.  Ich  muss allerdings 
eine  Lanze  für  diese  Leute  brechen:  Als  ich  Anfänger  war,  habe ich genauso gedacht und die 
gleichen  Fehler  gemacht.  Meine  Bitte  an  dich  -  in  eigenem  Interesse  -  glaube  diesen  Käse 
nicht. 
 
Der Umschwung 
Nach  der  beschriebenen  Phase  des  “deflationären  Drucks”  wird  es  allerdings  recht  bald 
einen Umschwung geben. Sobald sich alle wieder beruhigt haben, werden Fragen aufgeworfen 
werden.  Wenn  du  im  Feuer  stehst,  machst  du  dir  erstmal  keine  Gedanken  über  die Schäden 
des Löschwassers, am nächsten Tag jedoch schon.  
 
Fragen wie: 
● Ok, jetzt ist die Krise im Griff, aber wer soll die Party bezahlen? 
● Ok,  es  wurde  also  sehr  viel  Geld  gedruckt,  was  ist,  wenn  demnächst  die  Inflation 
ausufert? 
● Was  ist,  wenn  die  Menschen  (gerade  die  mit  den  vollen  Konten)  das  Vertrauen in die 
Schuldenpolitik und somit in den Euro verlieren? 
● Was passiert, wenn die ganzen “Notkredite” der KfW in 2 bis 5 Jahren fällig werden? 
● und, und, und… 
 
Diese  Fragen  (wer  die  Party  bezahlen  soll)  werden  eine  Antwort  ergeben:  Die  Menschen  mit 
Vermögen in (den gehorteten) liquiden Mitteln. 
 
Trendwende Richtung bedeutsame Inflation 
Was  passiert  also,  wenn  die Menschen das Vertrauen in “die Gutscheine” (= Geld) verlieren? 
Richtig! Sie wollen sie einlösen (= echte, physische Werte haben). 
 
Da  Gold  keine  Erträge  bringt,  es  “mobil”  ist  (hat  nicht  nur  Vorteile,  es  kann  auch  ein  Dritter 
damit  abhauen),  werden  sehr  schnell  wieder  Immobilien  in  den  Fokus  geraten.  Gerade 
Deutschland  wird  auch  von  internationalen  Großinvestoren  sehr  stark  nachgefragt,  denn  die 
haben sich in der Krise mit billigem Geld versorgt. 
 
Es  wird  also nach einer Phase der Seitwärtsbewegung und in einigen Teilmärkten der heftigen 
Verluste  (B-  &  C-Standorte)  in  einen  schnell  steigenden  Markt  übergehen,  da  die 
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Marktteilnehmer  jetzt  Inflationsdruck  bzw.  sogar  Hyperinflation  erwarten.  Denn  wie  sollen 
diese  Schuldenberge  der  Krise  abgebaut  werden?  Entweder  über  eine  Währungsreform  oder 
eine stark steigende, jedoch offiziell schöngerechnete Geldentwertung. 
 
Außerdem  sind  die  aktuellen  Negativzinsen  noch  gar  nicht  bei  den  meisten  Sparern 
angekommen.  Wenn  diese  irgendwann  zusehen  müssen,  wie  ihr  Geld  auf  dem  Konto 
dahinschmilzt, dann werden auch sie versuchen ihr Geld loszuwerden bzw. zu investieren. 
 
Wie kommen steigende / fallende Preise bei Immobilien zustande? 
In  der  Schule  haben  wir  gelernt:  “Durch  Angebot  und  Nachfrage”.  Schön,  aber  was bedeutet 
das  genau?  Lass  mich  dir  zur  Verdeutlichung  sieben  Beispiele  machen.  Diese  sind  natürlich 
vereinfacht, um den Kern herauszuarbeiten: 
 
Fallender Markt 
● 100 Anbieter 
● 95 Interessenten 
● Die Anbieter unterbieten sich, bis entweder: 
○ Alle Interessenten gekauft haben 
○ Einzelne  Anbieter  sagen  “Ne,  das  ist  mir zu niedrig, dann verkaufe ich einfach 
gar nicht mehr” 
○ Neue Interessenten aufgrund der niedrigeren Preise hinzugekommen sind 
 
Stark fallender Markt 
● 100 Anbieter 
● 80 Interessenten 
● Die Anbieter unterbieten sich, bis entweder: 
○ Alle Interessenten gekauft haben 
○ Einzelne  Anbieter  sagen  “Ne,  das  ist  mir zu niedrig, dann verkaufe ich einfach 
gar nicht mehr” 
○ Neue Interessenten aufgrund der niedrigeren Preise hinzugekommen sind 
○ was sehr viel länger dauert, als beim “fallenden Markt” 
 
Nicht existierender Markt 
● 100 Anbieter 
● 2  Interessenten  (weil  sich  z.B.  für  diesen  Standort  / Segment keiner interessiert und 
/ oder vor Ort keine Nachfrage bzw. keine Kaufkraft vorhanden ist 
● In  solchen  Märkten  werden Immobilien teilweise dann für 1 EUR “verschenkt”, um die 
laufenden Kosten loszuwerden. 
 
Stagnierender Markt 
● 100 Anbieter 
● 98 Interessenten 
● Markt  bleibt  in  etwa  gleich,  weil  die  Anbieter  ihre  Preise  nur  in  Einzelfällen 
durchgesetzt bekommen. 

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Steigender Markt 
● 100 Anbieter 
● 105 Interessenten 
● Die Interessenten überbieten sich, bis entweder: 
○ Alle Anbieter verkauft haben 
○ Einzelne  Interessenten  sagen “Ne, das ist mir zu teuer, dann kaufe ich einfach 
gar nicht mehr” 
○ Neue Anbieter aufgrund der gestiegenen Preise hinzugekommen sind 
 
Stark steigender Markt 
● 100 Anbieter 
● 110 Interessenten 
● Die Interessenten überbieten sich, bis entweder: 
○ Alle Anbieter verkauft haben 
○ Genügend  Interessenten  sagen  “Ne,  das  ist  mir  zu  teuer,  dann  kaufe  ich 
einfach gar nicht mehr” 
○ Neue Anbieter aufgrund der gestiegenen Preise hinzugekommen sind 
 
Massiv steigender Markt 
● 100 Anbieter 
● 120 Interessenten 
● Die Interessenten überbieten sich, bis entweder: 
○ Alle Anbieter verkauft haben 
○ Genügend  Interessenten  sagen  “Ne,  das  ist  mir  zu  teuer,  dann  kaufe  ich 
einfach gar nicht mehr” 
○ Interessenten auf Nebenmärkte (z.B. von München zu Umland) abwandern 
○ Neue Anbieter aufgrund der gestiegenen Preise hinzugekommen sind 
○ Der  Markt  “leergekauft”  ist  oder  die  finanzierenden  Banken  auf  die  Bremse 
treten. 
 
Du siehst also, es braucht nur ein Ungleichgewicht von 25 Interessenten pro 100, um von einem 
fallenden Markt in einen massiv steigenden Markt zu kommen und umgekehrt. 
 
Definition der Klassen von Standorten (A, B und C) 
Wie  ist  also  ein  “A-Standort”  definiert?  Die  beste  Definition,  die  ich  kenne,  ist  “Kennt  man 
diese  Stadt  auch  im  Ausland  /  in  der  Welt?”.  Das  trifft  somit  auf  München  (Oktoberfest), 
Stuttgart  (Daimler  und  Porsche),  Frankfurt  (Banken),  Hamburg  (internationale  Hafen-  und 
Hansestadt),  Düsseldorf  (Mode  &  Technologie), Bonn (ehemaliger Regierungssitz), Köln (Dom 
und Uni) und natürlich Berlin zu.  
 
“C-Standorte”  sind  Standorte, die man selbst in Deutschland kaum kennt und / oder wo man 
“nicht tot über dem Zaun hängen” will.  
 

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“B-Standorte”  sind  der  Übergang  zwischen  A  und  C.  Wenn  nahe  an  A,  dann  wäre  es  ein  B+ 
Standort. 
 
Nachfrageströme und Standorte 
Um  die  Macht  von  A-Standorten  besser  verstehen  zu  können,  will  ich  dir  kurz  die  Arten  der 
Nachfrage (Nachfrageströme) aufdröseln, die es bei einem Objekt geben kann: 
 
1. Eigennutzer Markt lokal 
2. Mischanleger  Markt  lokal  (=  investiert  eigentlich  nicht  direkt,  sondern  hat  “Kann  ich 
später mal einziehen…” im Hinterkopf) 
3. Anleger  Markt  lokal  (=  will  tatsächlich  in  vermietete  Immobilien,  aber  vor  Ort 
investieren) 
4. Anleger  Markt  Umgebung  (=  Anleger  im  Umkreis  von  50  km  investieren,  wegen  der 
Mischung aus Attraktivität des Standorts und Nähe zum eigenen Lebensmittelpunkt) 
5. Anleger  Markt  Bundesland  (=  Anleger  finden  den  Standort  so  attraktiv,  dass  sie  die 
erhöhte Distanz zum eigenen Lebensmittelpunkt in Kauf nehmen) 
6. Anleger  Markt  Festgeld  (=  Anleger,  die  eigentlich  keine Immobilie, sondern einfach ihr 
Geld  von  der  Bank  umschichten  wollen.  Sie sind bereit Höchstpreise für Sicherheit zu 
bezahlen,  da  sie  die  Immobilie  mit den Konditionen von “Festgeld” vergleichen: Keine 
oder  negative  Zinsen,  Anfälligkeit  auf  Geldwertverluste,  Anfälligkeit  für  Zugriffe  z.B. 
des  Staates  oder  der  Bank  im  Fall  einer  Insolvenz.  Hier  werden  Mehrfamilienhäuser 
bevorzugt,  große  Summen  investiert  und  viel  mehr  Aufmerksamkeit  auf  Sicherheit 
gelegt, als auf Rendite. 
7. Anleger  Markt  Deutschland  (=  Anleger  aus  anderen  Bundesländern,  also  aus  ganz 
Deutschland,  finden  den  Standort  so  attraktiv,  dass  sie  bereit  sind  über  größere 
Distanz zu investieren) 
8. Anleger  Markt  DACH  (=  Anleger  aus  Österreich  und  der  Schweiz  finden  den  Standort 
so  attraktiv,  dass  sie  bereit  sind  hier  zu  investieren.  Passiert  oft  aufgrund  eigener, 
enger Märkte oder investorenunfreundlicher Gesetze z.B. im Mietrecht Österreich) 
9. Anleger  Markt  Europa  (=  Anleger  aus  ganz  Europa  inkl.  GUS  finden  den  Standort  so 
attraktiv,  dass  sie  bereit  sind hier zu investieren. Passiert oft aufgrund eigener, enger, 
sehr  teurer  Märkte  oder  investorenunfreundlicher  Gesetze  z.B.  im  Mietrecht). 
Hauptsächlich Großinvestoren und Fonds. 
10. Anleger  Markt  Welt  (=  Anleger  weltweit  finden  den  Standort  so  attraktiv,  dass  sie 
bereit  sind  hier  zu  investieren.  Passiert  oft  aufgrund  eigener,  enger,  ausverkaufter, zu 
teurer  Märkte,  oder  investorenunfreundlicher  Gesetze.  Hauptsächlich  Großinvestoren 
und Fonds. 
 
   

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Standorte, Nachfrageströme und Marktentwicklungen 


Inzwischen  dürfte  Dir  das  gleiche  Licht  aufgegangen  sein,  wie  mir  damals,  als  einer  meiner 
Mentoren (mit über 50 Jahren Markterfahrung) mir diese Sichtweise verdeutlichte: 
“Je  mehr  Ungleichgewicht  zwischen  Interessenten  und  Anbietern,  desto  stärker  steigen / fallen 
die  Preise.  Je  mehr  Nachfrageströme,  desto  mehr  verschiebt  sich  der  Markt  zugunsten  der 
Anbieter.  Je  höherwertiger  der  Standort,  desto  höher  die  Nachfrageströme  und  somit  die 
Wertsteigerung und Sicherheit.” 
 
Mein  Einwand  damals: “Toll, das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass ich bei A-Standorten 
nie  wirklich  günstig  einkaufen  kann…”.  “Fast  richtig..”,  antwortete  er  und  fuhr  fort:  “Auch 
A-Standorte  sind  zu  gewissen  Zeiten  und  in  gewissen  Nischen  sehr  günstig  zu  haben.  Ein 
günstiger  Porsche  wird  jedoch  im  absoluten  Kaufpreis  immer  noch  viel  höher  liegen  als  ein 
günstiger Toyota Corolla..”. 
Heute, 26 Jahre später, weiß ich aus eigener Erfahrung zu A-Standorten: 
 
● In Krisen fällt automatisch ein Teil der Nachfrageströme aus, weil 
○ Einige Interessentenströme gerade durch andere Probleme abgelenkt sind 
○ Interessenten aufgrund von Unsicherheiten erst mal abwarten 
○ Mehr  Anbieter  aus  Panik  oder  Liquiditätsknappheit  (oft  hervorgerufen  in 
anderen  Bereichen,  wie  z.B.  dem eigenen Unternehmen) verkaufen wollen und 
müssen. 
○ Liquidität  durch  überlastete  Banken  oder  “hamstern”  von  Liquidität  knapper 
wird. 
● Einzelne  Marktsegmente  der  jeweiligen  Standorte  geraten  immer  wieder  aus  dem 
Gleichgewicht, wie z.B.: 
○ Spezialimmobilien 
○ “Problem-Immobilien” 
○ Einzelne Segmente des gewerblichen Marktes, wie z.B. “Büroimmobilien” 
● Der  Trick  ist  das  Timing,  die  Liquidität,  die  eigenen  Netzwerke  so  zu  managen,  dass 
man: 
○ zur richtigen Zeit 
○ im richtigen Teilmarkt 
○ wenig  nachgefragte  (oder  vom  Markt  schwierig  zu  finanzierende)  Immobilien 
ankauft, 
○ diese Immobilien transformiert, 
○ sodass  sie  aus  dem  schlechten  Teilmarkt  in  den  besten  Teilmarkt  wandern 
(z.B. unmoderne Büroimmobilien in nachgefragte Loft-Wohnungen verwandeln) 
 
Jetzt  spiele  diese  Szenarien  und  Kriterien  mal  für  echte  “C-Standorte”  durch  und  du  kannst 
selbst vorhersagen, was in und nach Krisen passieren wird. 
 
   

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Finanzierung und Nachfrage 


Natürlich  gibt  es  weitere  Faktoren,  die  auf  die  Prinzipien  der  Nachfrageströme  einwirken, 
diese jedoch vom Grundsatz her nicht ändern, sondern oftmals verstärken. 
 
Ein Beispiel anhand der aktuellen, Corona bedingten Lage, Stand: Anfang April 2020. 
 
● In  Liquiditätsnot  geratene  Unternehmer,  Selbständige  und  Freiberufler  stürmen  die 
Firmenkundenbetreuer. 
● Die  von  der  Politik  geweckten  Eindrücke  über  die  KfW  bzw. Förderkredite entsprechen 
nicht  der  Realität  und  müssen  bei  den  Anstürmenden  (durch  die 
Firmenkundenbetreuer) sehr zeitaufwändig richtig gestellt werden. 
● Dauernde  telefonische  Nachfragen  liquiditätsenger  und  panischer  Menschen  kosten 
zusätzliche Zeit. 
● Die Banken sind nicht voll leistungsfähig, da Mitarbeiter die Kinder zu  
Hause  hüten  müssen  (Kitas  und  Schulen  geschlossen)  und  “Home  Office”-Prozesse 
praktisch bisher nicht vorhanden waren. 
● Firmenkundenbetreuer  versuchen  (im  eigenen  Interesse)  ihre  Kunden  vor Insolvenzen 
zu  bewahren  (Schaden  zu  vermeiden)  und  haben  wenig  Muße  sich um “Neugeschäft” 
wie Immobilienfinanzierungen zu kümmern. 
● “Angestellte”,  “Privatkunden”  und  “Bauprofis”  haben  oft  andere  Abteilungen  und 
Ansprechpartner  (je  nach  Bank  und  wie  diese  organisiert  ist), die noch leistungsfähig 
sind  und  “Immobilienfinanzierung  Neugeschäft”  mit  ca.  20%  verlängerter 
Bearbeitungsdauer abwickeln können. 
● Bedeutet:  Wenn  irgendwie  möglich,  versuche  nicht  beim  “Firmenkundenbetreuer”  zu 
landen.  Angestellte  aus  “gesunden”  Bereichen  wie  IT  oder  E-Commerce  sind  voll 
handlungsfähig. 
● Die  Handlungsfähigkeit  der  “finanzierenden  und  nicht  in  Not  befindlichen 
Unternehmer”  (hinweg  über  alle  Nachfrageströme  1-10)  für  Immobilien,  ist  gerade 
bankseitig auf nahezu null gedrosselt worden. 
 
Mein  Ziel  ist  es  nicht,  dir  “autoritär”  oder  von  oben  herab  meine  “Experten-Meinung” 
aufzudrücken.  Ich will Dir die Hintergründe und “Algorithmen” geben, sodass du dir dein eigenes 
Bild machen kannst.  
 
Tipp:  Wenn du einmal durch dieses Booklet hindurch bist, lies es ein weiteres mal, sodass du 
das Gesamtkonzept wirklich verinnerlicht hast. 
 
   

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Spezielle Nischen 
Manche  “Experten”  behaupten,  dass  Gewerbeimmobilien  besonders  von  der  Krise  betroffen 
sein  werden.  Das  ist  so  nicht  ganz  korrekt,  denn  “Gewerbeimmobilie”  ist  ein sehr dehnbarer 
Begriff.  Darunter  fallen  nämlich  Logistikimmobilien,  Ladengeschäfte,  Werkhallen  aber  auch 
Büroimmobilien.  Hast  du  eine  Logistikimmobilie,  die  von  Amazon  oder  für  E-Commerce 
genutzt werden kann, ist das sicher ein Jackpot!  
 
Nicht  alle  Gewerbeimmobilien  werden  gleichermaßen  betroffen  sein,  aber  wenn  Arbeitgeber 
erkennen,  dass  Homeoffice  gut  funktioniert,  werden  sie  sich  auch  darüber  Gedanken 
machen,  ihre  Büroflächen  zu  reduzieren.  Ein  Freund  von  mir  hat  600  Angestellte in München 
und  er  hat  bereits  jetzt  beschlossen,  4  Büroetagen  zurückzugeben,  da  “Homeoffice  so 
hervorragend  funktioniert”.  Wenn  dieser  Trend  steigt,  wird  es  auch  im  großen  Stil  Leute 
treffen die Büroräume zu vermieten. Warum also nicht Büroimmobilien günstig kaufen und sie 
später in Wohnungen umbauen/umnutzen? 
 
Eine  weitere  Nische  sind  Immobilien  mit  Ankermietern  (=  Mieter,  der  einen  Großteil  der 
Gesamtmiete  ausmacht)  aus  dem  Gastrobereich  (Restaurants,  Cafes,  etc.).  Eine  Masse  an 
Insolvenzen  sind  hier  nicht  auszuschließen.  Da  wäre  es  natürlich  von  Vorteil,  wenn  du 
Connections  zu  betroffenen  Immobilieneigentümern  hättest,  um  Schnäppchen  machen  zu 
können.  (Wie  du  deine  eigene  Immobilie  absichern  kannst,  beschreibe  ich  ausführlich  in 
einem separaten Buch meiner Krisen - Toolbox) 
 
Auch  Garagen  und  Stellplätze  sind  mittel-  bis  langfristig  von  Veränderungen  betroffen.  Da  es 
immer  mehr  Carsharing-Projekte  gibt  und  autonomes  Fahren  auf  dem  Vormarsch  ist,  werden 
Parkplätze langfristig höchstwahrscheinlich weniger benötigt. 
 
Eine  weitere  interessante Investitionsmöglichkeit sind überfinanzierte Mehrfamilienhäuser mit 
hohem  Ladenanteil  (Gewerbeanteil).  Vernetze  dich  mit  Unternehmern  mit  Immobilien  (oder 
Leuten,  die  solche  kennen,  z.B.  Finanzierungsvermittler),  die  jetzt verkaufen müssen, um ihre 
Liquidität  zu  sichern  oder  beteilige  dich  an  Projekten  von  Immobilieninvestoren  (A-  Standorte 
und A-Lagen only!). 
 
Gleiches  gilt  für  überfinanzierte  Sondervermietungsmodelle  wie  Airbnb,  Ferienimmobilien  & 
Co.  Mit  überfinanziert  meine  ich  hier  “ursprünglich  zu  teuer  eingekauft,  sodass  es  sich  nur 
mit  Sondervermietung  rechnet”.  Auch  hier  werden  Eigentümer  in  Schwierigkeiten  kommen 
und gute Deals zu machen sein. 
 
Warum A-Standorte krisensicherer sind 
Je  schlechter  die  Standorte/Lagen,  desto  schlechter  die  Mieter-Qualität.  Hier  kommt  es, 
gerade  in  Krisenzeiten,  besonders  oft  zu  Zahlungsausfällen.  Außerdem  ist  Neuvermietung  in 
C-Lagen/-Standorten  schwieriger,  weil  es  auch  schon  zu  normalen  Zeiten  oft  wenige 
Interessenten gibt.  
 

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A-Standorte  werden,  egal  ob  Krise  oder  nicht,  weiterhin  gefragt  sein.  In  München  war  es  in 
der  Vergangenheit  beispielsweise  so,  dass  selbst  wenn  alle  Konjunkturdaten  gefallen  sind, 
die  Immobilienpreise  kaum  bzw.  gar  nicht  gefallen  sind.  Und  selbst  wenn  sie  fallen,  können 
die  Besitzer  es sich erlauben zu sagen: “Dann verkaufe ich eben nicht und warte auf bessere 
Zeiten”.  
 
Außerdem  haben  A-Standorte  eine  zusätzliche  Nachfrage  von  ausländischen  Investoren,  weil 
sie  weltweit  bekannt  sind.  Auf  diese Weise hast du mehr Verhandlungsspielraum, da du nicht 
auf den erstbesten Interessenten angewiesen bist.  
 
Das,  was  an  der  Börse  für  Haupt-  und  Nebenwerte  gilt,  gilt  bei  Immobilien  für  A-  und 
C-Standorte.  A-Standorte  sind  also  (im  übertragenen  Sinne)  die  Blue  Chips  unter  den 
Immobilienstandorten,  während  C-Standorte  die  Nebenwerte  abbilden  und  diese  schwanken 
in Krisenzeiten nunmal immer stärker! 
 
Warum ich Immobilien liebe: Meine beste Investment-Regel 
Ein  sehr  vermögender  Mentor  nannte  mir  einst  eine  Regel:  “Geld  =  Kontrollbereich”.  Alles, 
was  ich  selbst  unter  Kontrolle  hatte  (Definition  hier: “vorhersagbare Veränderung erzielend”), 
brachte  Geld.  Alle  Bereiche,  in  denen  ich  nicht  die  Kontrolle  hatte,  waren  rückblickend  die 
Bereiche, in denen ich Geld verlor. 
 
Das  ist  übrigens  auch  der  Unterschied  zu  “Spekulation”:  Hier  hoffen  (=  keine  Kontrolle) 
Menschen  darauf,  dass  sich  ein  Wert  entwickelt.  Das  ist  Glücksspiel  und  kein  Investment. 
Selbst  Intraday-Trader  (=  handeln  in  Echtzeit  Wertpapiere  “im  Tag”)  halten  nicht,  sondern 
handeln  immer  nur  für  wenige  Minuten/Stunden)  “spekulieren”  nicht,  sondern  arbeiten  mit 
mathematischen Wahrscheinlichkeiten, die sie von Charts (Statistiken) abzuleiten versuchen. 
 
Ich  werde  oft  gefragt  “Alex,  was  hältst  du  von  Bitcoin  &  Co?”.  Meine  Antwort  “Wenn  Du  so 
vernetzt  bist,  dass  du  “vorhersagbare  Veränderung  erzielend”  bist,  dann  mach’  es.  Ich  kann 
das leider nicht von mir behaupten…”.  
 
Bei  Immobilien  kann  man  (wenn  man  die  Faktoren  und  Kennzahlen  kennt)  wunderbar 
vorhersagen. Auch jetzt in der Krise. Stell dir doch mal folgende Fragen: 
 
● In welchen Bereichen kann ich Veränderung vorhersagen? 
● Wen  kenne  ich,  bei  dem  ich  einsteigen  könnte,  der  in  seinem  Bereich  die  volle 
Kontrolle hat? 
● Wie  könnte  ich  mir  so  ein  Netzwerk  erschaffen?  (im  Anhang  findest  Du  ein 
Bonuskapitel “Die Sieben-Kontakte-Regel”, das dir dabei helfen wird) 
● Kann  ich  mich  in  Netzwerke  “einschleusen”,  in  denen  viele  Spezialisten  sind,  die 
jeweils ihren Bereich unter Kontrolle haben? 
   

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Chancen nutzen durch Bankkontakte und hohe Liquidität 


Ein  weiterer  Punkt,  der  die  Immobilienpreise  beeinflussen  kann,  ist  die Liquidität der Banken 
und  ihre  Bereitschaft  Kredite  zu  vergeben.  In  der  Vergangenheit  gab  es  oft  Situationen,  in 
denen  es  zwar  viele  Schnäppchen  auf  dem  Markt  gab  (2008-2011),  aber  trotzdem  kaum 
jemand investieren konnte, weil Banken keine Kredite vergeben haben.  
 
Hier  gewinnen  die  mit  den  besseren  Bankkontakten,  Finanzierungsvermittlern  und  Insidern. 
Denn  wenn  du  weißt,  welche  Banken  in Krisenzeiten Geschäfte machen wollen (und können), 
kannst  du  von  den  niedrigen  Preisen  profitieren,  während  den  anderen  die  Hände  gebunden 
sind. 
 
Wichtig:  Gehe  in  Krisenzeiten  nie  zum  Notar  ohne  eine  belastbare  Finanzierungsbestätigung 
(ohne  Gremienvorbehalt  “Wir  sagen  zu…  vorbehaltlich  abschließender  Prüfung  durch  unsere 
Gremien”) oder einem, von der Bank unterschriebenen Darlehensvertrag.  
Hinweis:  Notare  gelten  als  systemrelevant  und  müssen  Kunden  auch  in  Krisenzeiten  zur 
Verfügung stehen. Deswegen sollte das keinen Engpass darstellen. 
 
Auslandsimmobilien (z.B. Mallorca oder USA) 
Das  sieht  jetzt  sicher  nach  einer  Nischen-Empfehlung  aus  –  aber,  weil  ich seit Jahren vor Ort 
bin und die Märkte kenne, kann ich dir dazu ein paar Insights geben: 
 
Mallorca  ist  der  “Hotspot”  für  Erholung  der  Schönen  und  Reichen.  Wenn  du  dort  in 
A-Standorte  (wie  Südwesten  zwischen  Palma  und  Port  d‘Andratx)  und  in  A-Lagen  (Hafen  und 
Meerblick) investierst, wirst du nie Geld verlieren.  
 
Die allgemeinen Vorteile einer Mallorca-Immobilie sind: 
● Insel liegt in der EU 
● Von allen Großstädten Europas leicht zu erreichen 
● Tolle Natur 
● Unabhängig  von  demographischer  Entwicklung  vieler  Europäischer  Länder  mit 
sinkenden  Einwohnerzahlen.  Die  Inselbevölkerung  steigt  stetig.  Besonders Menschen 
mit höherem Vermögen zieht es immer häufiger nach Mallorca. 
● Hohe Infrastruktur mit vielen internationalen Schulen 
● Hoher Lebensstandard 
● Sehr gute ärztliche Versorgung 
● Internationales Publikum 
● Und  vor  allem:  Begrenzter  Raum  und  kein  neues  Bauland  mehr,  das dem Grundstück 
zusätzliche Wertstabilität gibt 
 
Besonders  Grundstücke  und  hochwertige  Immobilien  im  Südwesten  der  Insel  (immer  mit 
Meerblick),  waren  in  der  spanienweiten  Immobilienkrise  2008/2009  am  wertstabilsten  und 
haben auch anschließend am schnellsten neue Höchstpreise erzielt. 
 

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Ein  Freund  von  mir  ist deutscher Immobilieninvestor in den USA. Seine Informationen sind für 
mich  oft  unermesslich  wertvoll,  denn  Wissensvorsprünge  machen  den  Unterschied  zwischen 
guten und sehr guten Deals.  
 
Neubauten & Grundstücke 
In  Krisenzeiten  sind  Handwerker  und  Generalunternehmer  (baut  mit  eigenen  Handwerkern 
und  Subunternehmern)  natürlich  bereit  bessere  Preise  zu  machen,  wenn  diese  im  Gegenzug 
dafür Planungssicherheit (fester Vertrag mit Finanzierungsnachweis) erhalten. 
 
Gerade  das  Baugewerbe  ist  sich  bewusst,  dass  es  sich  bei  diesem  oft  um  “eine 
verschiebbare  Leistung”  handelt,  im  Gegensatz  zu  z.B.  Toilettenpapier,  das  zwangsweise 
laufend konsumiert wird. 
 
“Filetstücke”  an  A-Standorten  und  am  besten  noch  in  A-Lagen  werden  vielleicht  kurzen 
Schwankungen  (aufgrund  oben  beschriebener  Wechselwirkungen)  unterliegen  und  dann  aber 
umso  stärker  nachgefragt  werden.  Denn  auf  die  aktuelle  Aufblähung  der  Geldmenge,  schaut 
momentan noch keiner. Das wird sich aber sicherlich bald ändern. 
 
Nutze die Regeln der Märkte  
Die  Regeln  der  Märkte  gelten  übergreifend  –  egal  ob  bei  Aktien  oder  bei  Immobilien:  Was 
teuer  ist,  bleibt  im  Allgemeinen  teuer.  Was  in  einer  Krise  relative  Stärke  zeigt  (also  weniger 
fällt  als  der Gesamtmarkt), wird sich am schnellsten erholen und vor dem Gesamtmarkt neue 
Höchstkurse erzielen.  
 
Ich  gehe  davon  aus,  dass  sich  gute  Immobilien  gerade  jetzt  als  “wertstabil”  erweisen.  Einer 
meiner Vermittler will gerade ein Haus bei Düsseldorf verkaufen und hat einige Interessenten. 
Zweien  davon  konnte  es  in  den  letzten  Wochen  gar  nicht  schnell  genug  gehen.  Beide  haben 
Bedenken, in bzw. nach der Corona Krise ihr Geld auf der Bank zu lassen. 
 
Keine Zeit? Kein Netzwerk? 
Du  hast  dir  beim  Lesen  vielleicht  schon  einmal  folgende  Fragen  gestellt  oder  Gedanken 
gehabt:  “Wie  soll  das  gehen?  Ich  habe  nicht  die  Zeit,  mich  so  intensiv  mit  der  Akquise  von 
guten  Deals  zu  beschäftigen…”  oder  “Bis  ich mich in diesem Bereich/dieser Nische vernetzt 
bzw. fit gemacht habe, sind die ganzen guten Deals schon wieder weg…”. 
 
Dafür möchte ich dir hier ein paar Lösungsansätze liefern: 
 
● Versuche  in  (elitäre)  Netzwerke  bzw.  Communities  vorzudringen,  sodass  du  nur  sagst 
“Ich  suche  XXX”  und  dich  die  Mitglieder  dann  dabei  unterstützen  bzw.  in  der 
Community selbst eine Art “Marktplatz” entsteht. 
● Besuche  “Masterminds”  (=  kleinere  Treffen,  meist  10-20  Personen,  vorselektiert,  die 
gleiche  Ziele  haben,  aber  nicht  in  Konkurrenz  stehen).  Jeder  sagt  dort  a)  sein 
Problem,  das  er  gelöst  haben  möchte  und  b)  welches  sein  aktuell  coolster 

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Insider-Hack  ist.  Die  Teilnehmer  bewerfen  ihn  dann  mit  Kontakten  und 
Lösungsansätzen.  Regel:  Je  höher  das  “Eintrittsgeld”  und  die  “Aufnahmekriterien”, 
desto hochwertiger das Publikum. 
● Suche  nach  Insidern  aus  den  jeweiligen  Nischen/Branchen  und  beteilige  dich  als 
Co-Investor (= der eine hat das Knowhow, der andere das Geld) 
 
In  der  Immobilienbranche  ist  es  z.B.  üblich  mit  Co-Investoren  zu  arbeiten. Ich trete selbst oft 
als  Co-Investor  auf,  nehme  aber  auch  Co-Investoren  bei  bestimmten  Deals  mit  rein.  Meist in 
Form  eines  Darlehens,  einer  Gewinnbeteiligung  oder  in  Form  von  Anteilen,  allerdings  erst  ab 
250.000  EUR.  Ich  bin  hier  aber  nicht  unbedingt  repräsentativ,  da  ich  aufgrund  meiner 
Bekanntheit und Marktkenntnis erhöhte Ansprüche stelle. 
 
   

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Resümee 
 
Die  Marktmechanismen  bei  Immobilien  sind  sehr  viel  langsamer,  da  diese  nicht  “per 
Knopfdruck”,  aus  einer  Panik  heraus,  wie  z.B.  Aktien  verkauft  werden  können.  Dies  bewahrt 
die  Marktteilnehmer  vor  panischen  Abverkäufen.  Verkäufer  werden  also,  bedingt  durch  die 
Anlageklasse, geradezu gezwungen, einen kühlen Kopf zu bewahren. 
 
Weil  der  Faktor  der  menschlichen  Psyche  sehr  viel  weniger  vorhanden  ist,  als  bei  anderen 
Anlageklassen, ist es umso wichtiger sich auf die fundamentalen Faktoren zu konzentrieren. 
 
Die  fundamentalen  Faktoren  bei  Immobilien  sind  u.a.:  Standort,  Lage,  Lagetrends  über 
mehrere  Jahre,  Zuzug  oder  Wegzug,  Magneten  (Kulturangebot,  Unis  etc.),  Kaufkraft, 
Klumpenrisiken  (Wolfsburg  ist  völlig  abhängig  vom  Wohl  und  Wehe  des  Volkswagenkonzerns) 
und Teilmarkt bzw. Nische. 
 
Auch  hier  gilt  (wie  immer)  “Nicht  die  Großen  fressen  die  Kleinen,  sondern  die  Schnellen  die 
Langsamen...”.  Somit  ist  ein  weiterer  fundamentaler  Faktor  für  deinen  Immobilienerfolg  ein 
hochwertiges  Netzwerk,  in  dem  Geschäfte,  Kontakte  und  Informationen  untereinander 
“gehandelt” werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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AF-KRISENTOOLBOX.de      ALEX  DÜSSELDORF FISCHER
 

Über den Autor 


 
„In  meinem  Leben  musste  ich  bereits  sieben  heftige  Krisen  bewältigen.  Zwei 
Krisen  (Dotcom-Krise  2000  und  Finanzkrise  2007-2009)  betrafen  die 
Gesamtwirtschaft,  fünf  Krisen meine Branche, meine Unternehmen und mich als 
Person.  
Ich  wurde  also  im  Feuer  diverser  Krisen  geschmiedet  und  bin  dank  der  Hilfe 
zahlreicher Mentoren dabei nicht verglüht….“  
Alex Düsseldorf Fischer  
 
Alex  Fischer  wurde  1973  in München geboren. Schon seine Eltern (beide Lehrer) kauften und 
bewirtschafteten  Immobilien  –  so  wurde  ihm  diese  Leidenschaft  in  die  Wiege  gelegt.  Nach 
Abitur,  Lehre  zum  Versicherungskaufmann  und  diversen  Studiengängen  zog  es  den  Praktiker 
in  die  aufregende  Welt  der  Unternehmer:  Es  folgte  die  Selbständigkeit  im  Bereich 
Finanzierungsvermittlung  für  Makler  und  Bauträger,  bald  darauf  Immobilienberatungen  und 
1996 gründete Alex Fischer eine eigene Vermögensberatungs GmbH.  
 
„Schon  während  meiner  Ausbildung  zum  Versicherungskaufmann  hatte  ich  bereits  durch 
Vermittlungen  von  Immobilien  und Finanzierungen ein kleines Vermögen verdient, das meinen 
Mit-Azubis und Ausbildern feuchte Augen bereitete.“  
 
Wer  jetzt  denkt,  dass  bei  Alex  alles  eine  einzige Erfolgsstory war, der irrt sich gewaltig. Es ist 
nämlich  ein  riesen  Unterschied,  ob  man  ein  paar  Glückstreffer  landet  oder  vorhersagbare, 
wiederholbare  Ergebnisse  erzielen  kann:  “So  kam  ich  schnell  herunter,  von  meinem 
jugendlichen  Höhenflug.”  -  schreibt  Alex  Fischer.  “Tatsächlich  war mein hauptberuflicher Start 
in  der  Selbständigkeit  ein  böses  Erwachen,  fast  sogar  ein  Alptraum.  Es  hagelte  geradezu 
Rückschläge und ich kam sehr hart auf dem Boden der Tatsachen auf.  
 
Ich  mußte  erst  einmal  lernen  “zu  wissen,  dass  ich  nichts  weiß”.  Zu  meinem  Glück  traf  ich 
irgendwann  einen  Branchenkenner, der mich unter seine Fittiche nahm. Nicht nur das, mit der 
Zeit  stellte  er  mich  anderen  Top-Unternehmern,  Maklern,  Investoren,  Bauträgern  und 
Steuerprofis  vor.  Letztlich  ergab  sich  daraus  ein  Netzwerk  von  27  Mentoren,  die  zusammen 
eine  Erfahrung  von  über 800 Jahren hatten. Und damals habe ich mir geschworen: “Wenn ich 
es  jemals  schaffen  sollte  auf  das Level meiner Mentoren zu kommen, dann würde ich, genau 
wie  sie  damals  bei  mir,  mein  Wissen  genauso  offen  und  freigiebig  an  meine  Mitmenschen 
weitergeben”.  
 
All  diese  Menschen  hatten  übrigens  eine  Sache  gemeinsam:  Sie  glaubten  fest  daran,  dass 
man  nur  dann  wirklichen  Erfolg  haben  kann,  wenn  man  auch  seine  eigene  Umgebung 
erfolgreich  macht.  Das  war  wahrscheinlich  die  wichtigste  Lektion,  die  ich  damals  lernen 
durfte…. 
 

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AF-KRISENTOOLBOX.de      ALEX  DÜSSELDORF FISCHER
 
Die  Wahrheit  ist:  Ohne  die  Hilfsbereitschaft,  Unterstützung  und  Freigebigkeit  meiner 
Mentoren  hätte  ich  damals  niemals die Kurve gekriegt. Heute stehe ich ähnlich da wie meine 
damaligen Mentoren und teile somit gerne mein Wissen.” 
 
In  seiner  25-jährigen  Praxis  als  Unternehmer  und  Immobilieninvestor  veranstaltete  Alex 
Fischer  rund  850  Seminare  für  Kunden  und  Geschäftspartner  und  führte  diverse 
Unternehmensberatungen  sowie  Prozessoptimierungen  für  befreundete  Firmen  aus  dem 
Immobilien-  und  Nichtimmobilienbereich  durch.  Außerdem  entwickelte  er  das  „Kleine 
Immobilienseminar“, welches allein in München über 250 Mal veranstaltet wurde. Auf seinem 
Youtube-Kanal  veröffentlicht  der  Unternehmer  regelmäßig  Inhalte,  für  die  andere  ein 
Vermögen nehmen würden. 
 
Alex  hat  mittlerweile  über  2.000  Wohnungen  sowohl  im  Ankauf, der Entwicklung, als auch im 
Abverkauf  betreut,  ein  privates  Immobilienvermögen  im  zweistelligen  Millionenbereich 
aufgebaut und über 523 Publikationen zu Fachthemen veröffentlicht.  
 
Alex  Fischer  lebt  heute  im  Düsseldorfer  Zentrum  und  projektiert  neben  hochwertigen 
Renovierungs-  und  Neubaumaßnahmen  im  In-  &  Ausland  auch  Immobilien  speziell  für 
Kapitalanleger.  Mehr  über  den  Autor  und  viele  kostenlose  Inhalte  bekommst  Du  unter 
www.alex-fischer-duesseldorf.de. 
Mehr  kostenlosen  Content  zu  den  Themen  Steuerfallen,  Steuern  in  privates  Vermögen 
umwandeln etc. findest Du unter: https://www.af-steuercoaching.de/steuerfallen 
 
YouTube: Alex Düsseldorf Fischer 
Facebook: Alex Düsseldorf Fischer 
Instagram: Alex Düsseldorf Fischer 
iTunes*: Immobilien Investor Podcast 
iTunes*: Reicher als die Geissens Hörbuch als Podcast  
Kostenlose Softcover-Version von Reicher als die Geissens  
Buch: Steuerlexikon der Grundlagen 
Kindle: Reicher als die Geissens Buch 
Kindle: Steuerlexikon der Grundlagen 
 
* neben iTunes gibt es diese Inhalte natürlich auch noch auf Spotify, Google Play etc.  
 
 
 
 

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Dieses Buch widme ich meinem tollen und
extrem wissbegierigen Sohn Tom Fischer.

Schön, dass es dich gibt und du da bist.

Meiner geliebten Tochter widme ich dann das nächste Buch ... ;)
INHALT

Einführung 11

Eine wirklich wichtige WARNUNG 17

TEIL 1: Mindset & wichtiges Wissen als 20


Unternehmer deines Lebens

01 Deine persönlichen Immobilienmöglichkeiten 23

02 Macht Geld (wirklich) glücklich? 27

03 Warum dein Mindset (fast) der wichtigste Faktor ist 37

04 Was ist Mut? 39

05 Wie dein Verstand auswertet und welche Streiche er dir 43


dabei spielt

06 Das Glück liegt außerhalb der Komfortzone 51

07 Was ich anhand von Verkehrsregeln fürs Leben lernen 55


konnte

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Inhalt

08 Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen 63

09 Kenne dein Warum 71

10 Was ist Geld und warum haben die meisten keines? 77

11 Wie du deinen Purpose (Ziel im Leben, Berufung, 87


Bestimmung) findest

12 Über Zeitverschwendung, Geduld und unnötigen Stress 101

13 It’s a „Hell yeah, baby!“ or a „No!“ 105

14 Du hast mehr Abteilungen, als du denkst … 109

15 Bin ich ein guter Lebensinvestor? 115

16 Analysiere deine Glaubenssätze: Kann ich haben? 121

17 Alles ist Ursache/Wirkung (Aktion/Reaktion aus der 127


Physik)

18 Wenn du dir das abgewöhnst, wirst du unglaublich 133


charismatisch

19 Wenn du den Rhein flussaufwärts schwimmst ... 139

20 Bauanleitung für einen Geldmagneten 145

21 Ein Auszug aus einigen Geldgesetzen 151

22 Was Wasserhähne und Eisberge gemeinsam haben 163

23 Wie DU ein echter Profi wirst 167

6 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
TEIL 2: Die Werkzeuge als Manager deines Lebens 170

01 Deine Werkzeugkiste 173

02 Kenne die Basics von Marketing und Vertrieb 179

03 Ein Problem besteht nur so lange, bis du die 189


richtige Frage stellst …

04 Sei ehrlich und authentisch! 195

05 Wähle deine Partner mit Bedacht 201

06 Gutes Benehmen? Ohne ist doch viel cooler … 207

07 Ziele? Ziele setzen? Hör mir auf, da schlaf ’ ich 211


ein …

08 Wie die Macht mit dir ist 217

09 Pareto in der Anwendung 223

10 Die Sieben-Kontakte-Regel 229

11 Der blinde Schwimmer 233

12 Wie schweißt man ein Team zusammen und was 245


sind gute Führer?

13 Von Stühlen und Maschinen 251

14 Warum viele Ideen nur Träume bleiben 257

15 Meine schlimmsten Fehler 263

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Inhalt

16 Wie man Prioritäten setzt 269

17 Keine Disziplin? Daran liegt es … 277

18 With great power comes great responsibility … 281

19 Wie du „viral gehst“ 287

20 Die Königsdisziplin: strategische Planung 291

TEIL 3: Wie man eine Geldmaschine baut 302

01 Die Unterziele auf deinem Weg zur finanziellen 305


Freiheit. Ein Überblick

02 Den Geldmagneten einrichten 309

03 Kosten analysieren und reduzieren 311

04 Einkommen und kreative Zeit steigern nach Pareto 315

05 Deinen Purpose finden 321

06 Deine Ressourcenliste 323

07 Deine Stärkenliste 327

08 Die Branchen-/Marktnischenliste 331

09 Cashflow steigern 335

10 Eigenkapital steigern 351

11 Handelsgeschäfte 357

8 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
12 Bonitätsaufbau (Steigerung der Kreditwürdigkeit) 363

13 Finanzierte Handelsgeschäfte 375

14 Permanentes Lernen und immaterieller Vermögensaufbau 379

15 Wie man Milliardär wird ... 387

16 Deine Vermögensbilanz analysieren und optimieren 389

17 Deine immateriellen Assets analysieren und aufbauen 395

18 Wie man Investoren und Kickstarter findet 401

19 Der Aufbau deines Powernetzwerks 407

20 Die Känguru-Finanzierung – große Sprünge trotz leerem 413


Beutel …

21 Die erste Immobilie – leg dir die weiße Kugel zurecht 421

22 Wert und Cashflow steigern 425

23 Expansion und weiter 427

Nachwort und Umsetzung

Mein Appell an dich 431

Wenn du das, was ich tue, unterstützen möchtest ... 433

Anhang 437

Index 439

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Einführung
Warum ich dieses Buch geschrieben habe
und warum es so aufgebaut ist, wie es ist

Der Titel

D u findest den Titel dieses Buches reißerisch und vielleicht unglaub-


würdig? Du denkst: „Schon wieder so ein obskurer Quatsch, das
funktioniert doch eh nicht“? Und du erwartest vielleicht jetzt, dass ich
dir alles über Immobilien erzähle und wie man damit reich wird? Warte
ab, das Buch hat sehr viel mehr Tiefgang, als du dir vorstellen kannst.

Beginnen wir mit dem größten Fehler, der alles zum


Scheitern verurteilt
Ich habe immer wieder festgestellt, dass viele Leute auf der Suche
nach einer Geldmaschine sind. Schaut man jedoch mal in München
(Prinzregentenstraße) bei der Firma Giesecke & Devrient vorbei (die
beschäftigen sich mit dem Druck der Euroscheine), so stellt man eines
fest:

Gelddruckmaschinen sind tonnenschwer und


stehen auf sehr dicken Betonfundamenten!

Außerdem gibt es Kabel, Wartung, Logistik, EDV und in Drucktech-


niken ausgebildete Mitarbeiter. Was will ich damit sagen?

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Selbst wenn dir jemand eine Gelddruckmaschine schenken würde, was
könntest du dann damit tun? In den Garten stellen? Wie würdest du sie
gegen Witterung schützen? Wie würdest du verhindern, dass sie bricht
(weil kein Fundament vorhanden ist, auf dem sie sicher stehen kann)?
Wie wartest du sie? Und am wichtigsten: Wie nimmt man sie überhaupt
in Betrieb?

Was ich damit sagen will? Selbst wenn du eine Geldmaschine hättest,
brächte dir das gar nichts, wenn sie nicht auf einem stabilen Fundament
steht und die Umgebung geschaffen wurde, die einen Betrieb möglich
macht.

Folgende Erfahrung habe ich mit meinem Immobilien-Know-how


gemacht: Einige werden damit sofort erfolgreich, die meisten nie. Woran
liegt das?

Meine Recherchearbeit hat Folgendes hervorgebracht: Diejenigen, die


sofort Erfolge hatten, hatten bereits ein Fundament! Ein unternehmeri-
sches Fundament.

Du bist gar kein Unternehmer? Wirklich? Bist du nicht wenigstens der


Unternehmer deines Lebens? Willst du nicht mit deinem Leben etwas
unternehmen, anstatt nur herumgeschubst zu werden?

Fragt man Unternehmer nach ihren Erfolgsrezepten, so erzählen sie nur


von der „Geldmaschine“, nie vom Fundament und von der Logistik.
Warum? Weil das Letzte, das ein Fisch wahrnehmen wird, das Wasser
um ihn herum ist. Es ist für ihn selbstverständlich. Außer das Wasser ist
nicht da, dann merkt es der Fisch schnell und ist vertrocknet.

Es ist also keine böse Absicht, dass dich viele Bücher nicht weiterbringen;
das Fundament ist nur für die meisten, die solche Bücher schreiben, „zu
selbstverständlich“.

12 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Einführung

Darum hat dieses Buch drei Teile und folgenden Anspruch


1. Mindset & wichtiges Grundlagenwissen als Unternehmer deines Lebens

2. Die grundlegenden Werkzeuge als Manager deines Lebens

3. Wie man eine Geldmaschine erkennt, baut und betreibt (am Beispiel
Immobilien)

Anfangs habe ich dieses Buch geschrieben, weil ich es leid war, immer
die gleichen Fragen zu beantworten. Als ich dann beim Schreiben war,
dachte ich mir: „Wow, ich werde in den ersten beiden Teilen all das
schreiben, was man im Leben wirklich wissen muss. Das, was man in der
Schule und Uni ‚vergessen‘ hat den Leuten beizubringen.“

Und das völlig unabhängig davon, ob man in Immobilien investieren


möchte oder nicht. Denn auch von meiner direkten (nicht unterneh-
merischen Umgebung) wurden mir immer die gleichen Fragen gestellt.

Als ich weiterschrieb, war ich so begeistert, dass ich begann, den Anspruch
weiter zu heben: Angenommen, jemand würde zu mir sagen: „Alex,
du hast 450 Seiten, um alles wirklich Wichtige an deinen Sohn
weiterzugeben, was würdest du aufschreiben?“

Daraus ist dieses Buch entstanden. Mein ganzes Herzblut steckt


darin, verschwende es bitte nicht.

Die 43 Regeln, die du besser kennen solltest


Ich war nämlich immer auf der Suche nach der „ultimativen Lösung“,
nach dem „Ding, das mein Leben verändert“. Und das war mein Fehler.
Es gibt nicht „das eine Ding“. Niemals und bei niemandem. Es ist
nämlich nicht ein einzelner Ton, den man anspielen muss, sondern eher
ein Akkord, ein Mehrklang.

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Tatsächlich fand ich nach jahrzehntelanger Suche Folgendes heraus:
Es gibt 43 Gesetzmäßigkeiten, die man unbedingt gleichzeitig „erklingen“ lassen muss.
Dann ist man toperfolgreich, hat Spaß, ist glücklich und hat jede Menge Geld. Man
kann es sich auch leisten, drei bis vier davon nicht zu beachten. Ab fünf missachteten
Regeln/Gesetzen beginnt man auf der Bremse zu stehen.

Fehlen einem 15 Gesetze, dann ist das Leben anstrengend, mühsam und frustrierend.
Beachtet man nur fünf davon, so endet man als alkoholisierter Obdachloser auf der
Straße.

Dieses Buch hat nicht den Anspruch, „völlig Neues“ zu erzählen.


Manche Prinzipien sind Tausende von Jahren alt. Dieses Buch hat aber
sehr wohl den Anspruch, komplett zu sein. Es hat den Anspruch, zu 100
Prozent anwendbar zu sein und Ergebnisse zu liefern:

Viele Menschen haben in der „Werkzeugkiste“ zum Erschaffen ihres


Lebens gerade mal 15 Werkzeuge, manche 20, manche 30. Willst du
wirklich erfüllt, glücklich und erfolgreich sein, dann brauchst du aber
ALLE Werkzeuge in deiner Kiste. Du versuchst sonst an einer Kette zu
ziehen, in deren Mitte ein paar wichtige Glieder fehlen. Wie willst du
damit Erfolge an Land ziehen?

Diese 43 Regeln, Werkzeuge und Gesetzmäßigkeiten sind in Teil 1 und


2 dieses Buches beschrieben. In Teil 3 zeige ich dir dann, wie man auf
der Basis dieser 43 Gesetze und Prinzipien eine wirkliche Freiheits- und
Geldmaschine baut, am Beispiel von Immobilien.

Jetzt bringen wir auch das Grundwissen der ersten beiden Teile in
konkret abzuarbeitende Schritte, wie bei einer Checkliste. Diese Prin-
zipien (auch die von Teil 3) kannst du aber auf jeden anderen Bereich
übertragen, sie sind sogar auf der ganzen Welt gültig.

14 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Einführung

Warum ich mir die Mühe mache


und so viel kostenlos herausgebe
Ich fand die Vision von Apple immer toll, die in etwa so lautet: „Unsere
Kunden sind die Kreativen und die Rebellen. Wir bauen für sie die coolen
Werkzeuge, mit denen sie eine Delle ins Universum hauen können ...“

Meine Vision ist heute: „Den Kreativen und den Rebellen die Werk-
zeugkiste, die fehlenden Kettenglieder und das Know-how zu geben, so
dass sie wirklich wertvolle Dellen in ihr Leben und ins Universum
hauen können ...“

Außerdem will ich das komplettieren, was in der schulischen und univer-
sitären Ausbildung leider fast komplett fehlt: anwendbare finanzielle und
unternehmerische Bildung. Das fehlende Fachgebiet „Erfolg im Leben“.

Ich werde oft gefragt: „Alex, warum machst du so viel kostenlos?“

Das ist die Antwort: Vor ein paar Monaten habe ich ein kleines
Einkaufszentrum mit 6.500 Quadratmetern gekauft, für 1,2 Millionen
Euro. Dieses Investment hat eine jährliche Zielmiete von 500.000 Euro.
Man braucht nicht das Rechengenie Adam Riese zu sein, um zu sehen,
dass sich diese Immobilie in 2,5 Jahren selbst abbezahlt.

Dann ein weiteres Jahr für die Steuer, und ab da kommen jedes Jahr
500.000 Euro Cashflow zur freien Verfügung. Solche Investments kann
ich aufgrund meiner Kontakte jedes Jahr tätigen. Wenn ich also Geld
verdienen will, mache ich Immobiliengeschäfte.

Und dann? Ich habe bereits eine tolle Wohnung, ein tolles Auto, ein
Motorrad und einen wirklich lukrativen Cashflow. Eine Jacht und teure
Urlaube brauche ich nicht, ich bin nämlich eigentlich eher so der Pfad-
finder- und Naturtyp. In Bayern sagt man: „Jeder kann auch nur ein
Schnitzel fressen ...“

Die meisten meiner Kollegen in einer ähnlichen Situation fangen dann


an, komische Spiele zu spielen: 5 Frauen gleichzeitig, das 8. Auto, die

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13. Uhr, Drogen oder wilde Partys. Andere spielen, wenn ihnen lang-
weilig ist, „World of Warcraft“ (ein Kultspiel, das Millionen von Usern
an die Bildschirme fesselt; man kann sich mit anderen über das Netz
verbünden, Gegner attackieren und in den Ranglisten aufsteigen).

Ich bevorzuge es hingegen, mein eigenes „World of Warcraft“ zu


bauen: Ich will, dass coole Leute das Wissen bekommen, um Dellen
ins Universum hauen zu können. Darum baue ich an Webseiten, an
meinem YouTube-Channel und an meinem Podcast. Meine Download-
zahlen sind mein Punktestand, andere YouTuber meine „Mitspieler“ auf
der Rangliste.

Doch was gibt es bei „World of Warcraft“ final zu gewinnen? Letztlich


nur den Ruhm, die Nummer eins zu sein. Trotzdem macht „World of
Warcraft“ wirklich süchtig.

Wenn ich es schaffe, in meinem Spiel die Nummer eins zu sein, dann
habe ich meine Umgebung wirklich nachhaltig verändert und hinter-
lasse im Universum so viele Dellen wie ein Hagelsturm. Ich hinterlasse
vielleicht eine Umgebung, die ich meinen Kindern und deren Kindern
für später einmal wünsche.

Das ist mein Spiel, es macht richtig süchtig, und ich liebe es. Vielleicht
hast du ja eines Tages Lust, dabei mitzuspielen?

Viel Spaß beim Lesen, und möge dein Leben so sein, wie du es dir immer
gewünscht hast.

Dein

Alex Fischer aus Düsseldorf

PS: Und noch eine Bitte: Wenn dir an den Leuten in deiner direkten
Umgebung etwas liegt und dir dieses Buch ein paar Erkenntnisse für
dein Leben verschafft, dann hilf mir später vielleicht, die Lücken in
deren Ausbildung zu schließen. Okay?

16 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Eine wirklich
wichtige WARNUNG

»
W enn du die Einführung überblättert hast, dann gehe bitte
zurück und lies sie. Du verstehst sonst den Aufbau des
Buches nicht und somit auch nicht den Inhalt.

» Von den meisten Büchern werden nur die ersten beiden Kapitel
gelesen. Glaube mir, du würdest es in diesem Fall bereuen.

» Dies ist kein „normales“ Buch, es kann wirklich dein Leben massiv
zum Positiven verändern. Die ersten Probeleser bezeichneten es gar
als eine Art „Hogwarts-Ausbildung“ (die Zauberausbildung von
Harry Potter).

» Dieses Buch enthält eine extrem hohe Daten- und Informations-


dichte: Kein Absatz enthält auch nur einen unnötigen Satz.

» Kein Satz enthält ein unnötiges Wort. Jedes Wort steht da, weil es
einen Sinn hat.

» Wenn du aktuelle Bücher gewohnt bist, dann weißt du, dass sie
üblicherweise fünf interessante Informationen enthalten. Der Rest
ist Blabla, weil man für fünf Seiten keine 30 Euro verlangen kann.

» Andere hätten aus den einzelnen Kapiteln jeweils ein eigenes Buch
gemacht. So erkläre ich zum Beispiel in einem Kapitel alles, was

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es zum Thema „Glücklichsein“ zu wissen gibt. Und das inklusive
aller Punkte, die man selbst aktiv beeinflussen kann.

» Trotz der hohen Datendichte habe ich mir die Mühe gemacht, es
leicht verständlich zu schreiben. So nehme ich dich mit auf die
Reise zurück zu meinen eigenen Erkenntnisprozessen und Erleb-
nissen, die mich erfolgreich gemacht haben.

» Wenn du dieses Buch wie die üblichen Bücher nebenbei konsu-


mierst, dann verpasst du 90 % des Inhaltes.

» Alles, was darin steht, ist ausschließlich auf Anwendung


geschrieben worden. Wenn etwas theoretisch klingt, lies es bitte
noch einmal und überlege dir, wie du es anwenden könntest.

» Dieses Buch kann man nicht einfach nur „lesen“, es sollte wirklich
durchgearbeitet werden: mit Notizen, eigenen Beispielen, Zusam-
menschriften und Skizzen. Behalte dabei immer eine Frage im
Kopf: „Wie kann ich das Gelesene für mich genau anwenden?“

» Du solltest die Informationen mit deiner Vergangenheit verglei-


chen und ausschließlich mit der Frage lesen: „Wie kann ich das für
mich und meine Umgebung anwenden?“

» Wenn du beginnst „querzulesen“, verpasst du mindestens 50 %


des Inhaltes, da die Kapitel exakt aufeinander aufbauen. Fange
bitte vorne an und gehe dieses Buch Seite für Seite durch.

» Da du Dinge erst anwenden kannst, wenn du sie immer und


immer wieder wiederholst, mache bitte Folgendes: Hole dir das
Hörbuch (gesprochen von mir persönlich und der deutschen
Stimme von „Gordon Gekko“ (Michael Douglas) aus dem Film
„Wall Street“) und höre es sooft du kannst (z. B. im Auto).
Du findest es auf meiner Webseite unter:
www.alex-fischer-duesseldorf.de/HB-bestellen

18 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Eine wirklich wichtige WARNUNG

» Lies das Buch einmal bis zum Ende. Dir werden ein paar Dinge
klar werden, einige werden dir noch nicht so wichtig erscheinen.

» Lies es (und/oder höre es) noch einmal und du wirst feststellen,


dass „da auf einmal Dinge drinstehen, die du vorher gar nicht
wahrgenommen hast“.

» Dieses Buch enthält über 668 sehr wichtige Informationen für


dein Leben. Tests auf meinen Workshops haben gezeigt, dass
Leser vor allem das nachvollziehen können, was sie a) bereits selbst
erlebt haben, b) bei anderen beobachtet haben oder c) bei einem
gerade aktuellen Problem einsetzen können.

Leider werden rund 90 % der Inhalte selbst bei aufmerksamen


Lesern faktisch nur „angeklebt“ statt in Fleisch und Blut über-
nommen. Echte Gelegenheiten zeigen sich oft völlig unverhofft
und nur kurz, darum solltest du entsprechend vorbereitet sein. Aus
diesem Grund habe ich für dich die „90-Tage-Challenge“ (drei
Workbooks und diverse Videos) erstellt.

Stelle dir vor, ich persönlich würde dich über 90 Tage, jeden
Tag 30–60 Minuten, coachen. Mit Aufgaben und Fragen, die
sicherstellen, dass du wirklich alles vollständig verstanden hast. Ein
Coaching, das diese über 668 extrem wichtigen Informationen
komplett in deine Art zu denken einbaut. Du wärst für jede Situ-
ation gewappnet. Willst du also wirklich im „driver‘s seat“ deines
Lebens sitzen? Dann starte noch heute die „90-Tage-Challenge“
unter: www.alex-fischer-duesseldorf.de/90TC-erklaervideo

» Die höchste Form des Verstehens bringt (neben mehrmaliger


Wiederholung) übrigens Folgendes: Erkläre den Inhalt anderen
anhand des Buches. Arbeite mit Leuten, die Probleme im Leben
haben, dieses Buch durch. Du selbst wirst am meisten davon
profitieren.

» Viel Erfolg!

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KAPITEL 02

Macht Geld
(wirklich) glücklich?
Die, die es schon „geschafft“ haben

Ich fürchte, leider nein, denn sonst wären die „Reichen und Schönen“
in Hollywood ja alle total glücklich, da sie scheinbar alles erreicht
haben. Doch wie ist es tatsächlich? Aus irgendwelchen „unerfindli-
chen“ Gründen produzieren sie sich dann künstlich Probleme wie
Drogenkonsum oder Affären und beginnen irgendwie wieder alles
kaputtzumachen. Irgendetwas scheint hier doch nicht zu stimmen.

Andererseits sind Menschen ohne oder mit zu wenig Geld auch nicht
gerade am Frohlocken – was sind denn dann eigentlich die genauen
Faktoren? Du wirst die Antwort darauf gleich bekommen, jedoch
möchte ich dir zuerst zum besseren Verständnis ein paar Beispiele
aufzählen, die mich selbst sehr verblüfft haben, als ich sie das erste Mal
in einem Vortrag von Dieter Lange hörte:

Was ich von Michael Schumacher gelernt habe


Als Michael Schumacher seinen 51. Grand-Prix-Sieg in Monza einfuhr,
wurde er bei der Siegerehrung von einem Reporter Folgendes gefragt:
„Michael, Sie haben ja jetzt mehr Grand-Prix-Siege als Alain Prost und
Ayrton Senna eingefahren und sind die unangefochtene Nummer eins.
Wie fühlen Sie sich jetzt?“ Michael Schumacher brach als Reaktion in
einen Heulkrampf aus. Wie konnte das passieren? Auf dem Gipfel seines
Erfolges müsste er doch glücklich sein?

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Teil 1 – Kapitel 02

Reinhold Messner
Reinhold Messner bestieg am 8. Mai 1978 zusammen mit einem
Sportskollegen den Gipfel des Mount Everest. Er war der erste Mensch
überhaupt, der dies ohne zusätzliche Sauerstoffversorgung tat.

Reinhold Messner hatte immer geglaubt, dass er sein Glück auf der
Spitze des Gipfels finden würde, jedoch berichtet er in einem Interview
das Gegenteil. Er empfand auf den letzten Metern nichts außer Leere
und verfiel sogar in eine Art depressive Stimmung. Wie kann das sein?
Die ganze Anstrengung, die Vorbereitung, die unendlichen Strapazen,
und dann bekommt man die Belohnung und ist unglücklich?

Boris Becker
Als Boris Becker Nummer eins der Weltrangliste war und alles erreicht
hatte, was er sich je erträumt hatte, war seine Reaktion, dass er nach dem
Sieg das Stadion wortlos verließ, sich an einen Kanal setzte und weinte.
Er hatte alles erreicht, und er war traurig. Warum? Bald sollte ich es
selbst herausfinden ...

Mit einer Unterschrift 2,4 Millionen Euro verdient


Im Jahr 2007 verkaufte ich ein Objekt und machte mit nur einer
Unterschrift einen Gewinn von 2,4 Millionen Euro. Ich hatte dieses
Objekt ungefähr zwölf Monate vorher angekauft, gründlich entwickelt,
gut vermietet und letztendlich dann in Berlin an eine große Fondsge-
sellschaft verkauft. Nach dem Notartermin und besagter Unterschrift
fühlte ich mich geradezu „high“ und hätte am liebsten Flickflacks über
den Ku’damm in Berlin gemacht. Wie passt das jetzt mit Boris Becker,
Michael Schumacher und Reinhold Messner zusammen?

Die Antwort sollte ich vier Jahre später bekommen: Im Jahr 2011
verkaufte ich ein weiteres Objekt, mit einem Gewinn von 2,3 Milli-
onen; auch das geschah mit nur einer Unterschrift. Diesmal wollte ich
keine Flickflacks mehr machen, sondern war eher ein wenig traurig und
dachte mir: „Schade, das Objekt mochte ich.“

28 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Macht Geld (wirklich) glücklich?

Hä? Da hat man gerade einen Gewinn von 2,3 Millionen gemacht, setzt
sich auf die Düsseldorfer Königsallee und fühlt sich betrübt? Dieses
Erlebnis gab mir sehr zu denken, und ich begann zu recherchieren.
Heute bin ich sehr froh, dass ich dieses Wissen relativ jung in meinem
Leben gewonnen habe.

Einkommenshöhe, Lottogewinne und Glücklichsein


Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen darüber, dass sich Lottomillio-
näre circa drei Monate nach Gewinnauszahlung wieder genauso glücklich
oder unglücklich fühlten (oft sogar erstaunlicherweise unglücklicher) als
zu der Zeit, als sie noch „arm“ waren. Eine weitere Studie besagt, dass
jegliche Form materiellen Zugewinns ein Glücksgefühl von höchstens
drei Monaten nach sich zieht.

Danach fühlt man sich wieder genauso gut/schlecht wie vorher (oft sogar
schlechter). Erstaunlicherweise scheint diese Regel nur eine Ausnahme
zu haben: gemachte Brüste bei Frauen. Diese Form des materiellen
Besitzes (kein Witz!) ist die einzige Ausnahme, die Forscher je gefunden
haben.

Weitere Studien vor allem aus den USA haben ergründet, dass mit
zunehmendem Einkommen das Glücksempfinden steigt, jedoch
nur bis zu einem Nettobetrag von monatlich 5.000 Euro. Steigt das
Einkommen darüber hinaus, ist kaum noch eine oder zumindest eine
stark abgeschwächte Verbindung zwischen Einkommen und glücklich
sein zu bemerken. Sehr interessant!

Was ist denn nun „Glücklichsein“?

Ein Schlüsselerlebnis
Vielleicht sollten wir uns hier mal ein Beispiel an den Wesen nehmen,
die meist recht begeisterungsfähig und glücklich sind: kleine Kinder.

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Teil 1 – Kapitel 02

Wenn man ein kleines Kind beobachtet, kann man unglaublich viel über
das Glücklichsein lernen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit baute der Nachbarsjunge mit unglaub-
licher Begeisterung und Liebe über Stunden hinweg einen nahezu
perfekten Schneemann. Dieser hatte alles, was man braucht: ein Funda-
ment, eine Nase, Augen, keinen Zylinder, aber dafür eine Zipfelmütze.
Als er damit fertig war, standen er und sein Freund da und betrachteten
für kurze Zeit ihr Werk.

Sie freuten sich darüber und begannen nach nicht einmal fünf Minuten
damit, den gerade gebauten Schneemann vollständig und mit dem glei-
chen Enthusiasmus wieder einzureißen. Der Vater kam herausgestürmt
und sagte: „Sohn, du hast dir stundenlang Arbeit gemacht, und jetzt
machst du es einfach wieder kaputt, warum?“ Die Antwort des Kleinen
war kurz und einfach: „Darum!“ Und jetzt begann er mit der gleichen
Inbrunst, ein Iglu zu bauen.

Das war der Moment, in dem ich wirklich eine Erkenntnis über das
Leben hatte. Es war nicht der Besitz und das Verwalten von etwas; es
war der kreative Entstehungsprozess, der die Befriedigung und die
Freude machte.

Was sollte er auch tun mit dem Schneemann? Angst haben, ihn
zu verlieren? Angst haben, dass er schmilzt? Ihn konservieren? Ihn
beschützen? Nein, für den Jungen war das abgehakt und er überlegte
sich einfach ein neues Spiel.

Macht Desinteresse glücklicher?


Nachdem ich gemerkt hatte, was man alles von kleinen und noch nicht
durch unsere Erziehung und Ausbildung „verdorbenen“ Kindern lernen
konnte, begann ich genauer hinzusehen. Fortan beobachtete ich Kinder
und auch Erwachsene.

30 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Macht Geld (wirklich) glücklich?

Dabei fiel mir Folgendes auf: Alle Leute, die sehr glücklich schienen
(und gemäß Beobachtung auch waren), hatten eines gemeinsam: Sie
zeigten starkes Interesse an ihrer Umwelt. Also: Wenn man glücklich ist,
hat man starkes Interesse an der Umwelt.

Wirklich? Oder ist das gar: „Wenn man interessiert an seiner Umwelt
ist, ist man glücklich“? Ich begann diese These zuerst bei mir selbst zu
testen. Eines Morgens stand ich mürrisch auf und hatte schlechte Laune.

Ich erinnerte mich an diese These und wendete sie an: Ich begann mich
einfach dazu zu zwingen, mich für meine Umgebung zu interessieren
und sie interessiert wahrzunehmen. Nach ganz kurzer Zeit bemerkte ich,
wie meine schlechte Laune nachließ und ich immer mehr Spaß bekam.

Das ging so weit, dass ich ganz vergaß, dass ich einen Test machte. Erst
am nächsten Tag fiel mir auf, dass ich gestern wider Erwarten wirklich
einen sehr, sehr guten Tag gehabt hatte.

Was ich von meiner Tochter bezüglich Spielgeist lernte


Konnte das so einfach sein? Ein weiterer Test musste her. Tags darauf sah
ich meine Tochter in einer extrem üblen Laune. Wunderbar, jetzt kannst
du mal wieder deine These testen. Gesagt, getan.

Normalerweise hätte ich sie gefragt: „Warum hast du denn so schlechte


Laune?“ Als Antwort hätte ich dann wieder irgendeine Erklärung und
Gründe bekommen, warum es richtig ist, schlechte Laune zu haben.

Heute versuchte ich eine andere Taktik. Ich ging gar nicht auf die Übel-
launigkeit ein, sondern begann ihr zu erzählen, dass ich eine sehr, sehr
tolle Idee hatte, wie man ein tolles Spiel mit ihren Puppen veranstalten
könnte. Ich war wirklich erstaunt darüber, wie schnell sich Griesgram in
Enthusiasmus und Glücklichsein verwandeln kann. Und dann verstand
ich es. Es war nicht nur Interesse an der Umwelt, es war auch Interesse
an einem Spiel.

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Teil 1 – Kapitel 02

Stimmt – denn alle Menschen, die ich kenne, welche wirklich über-
durchschnittlich glücklich sind, haben eins gemeinsam: Sie nehmen ihr
Leben, ihre Arbeit, ihre Beziehung, eigentlich fast alles spielerisch.

Wann macht Erfolg unglücklich?


Auf einmal verstand ich auch, warum Michael Schumacher, Reinhold
Messner, Boris Becker und ich selbst 2011 traurig waren. Es war nicht
der Erfolg, der uns traurig gemacht hat. Es war der Erfolg, der das Spiel
beendet hatte. Ich hatte es 2007 das erste Mal geschafft, mit einer Unter-
schrift einen großen Millionenbetrag zu erzielen. Das war ein Spiel für
mich, und dieses Spiel endete dort. Und als ich es wiederholen wollte,
fand ich es langweilig. Ich war ein wenig betrübt darüber, dass es mir
nicht mehr die gleiche Befriedigung gab wie damals 2007.

Und dann war mir auch klar, was bei unseren vorherigen Beispielen
passiert ist. All diese Leute wussten eines: Das Spiel macht keinen Spaß
mehr, denn sie sind ganz oben, und ab jetzt geht es nur noch abwärts.
Game over.

Langsam hatte mich die Forschungswut gepackt in Bezug auf Glück-


lichsein. Es gibt ja einiges zu gewinnen, wenn man weiß, was wirklich
Glücklichsein ist und wie man es erreicht. Also begann ich weiter zu
beobachten und gerade bei mir darauf zu achten, an welchen Aktivitäten
ich besonders Spaß hatte. Mehr Geld verdienen machte mir ab 2011
keinen Spaß mehr.

Und ich hatte den gleichen Fehler gemacht wie unsere drei prominenten
Beispiele: Ich hatte mir keine neuen Ziele gesetzt, sondern wollte
weiter Schneemänner bauen, anstatt mich einem Iglu zuzuwenden.

Was also genau tun?


Die Frage war also: Was macht mir Spaß, begeistert mich und macht
mich glücklich? Ich begann, mich zu beobachten, andere zu beobachten
und darüber Tagebuch zu führen. Dabei fiel mir nach einigen Monaten

32 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Macht Geld (wirklich) glücklich?

etwas auf: Immer wenn ich jemandem helfen konnte und dabei wirk-
liche Erfolge erzielte, fühlte ich mich total glücklich und voller Energie.
Immer wenn ich mich zum Empfangspunkt machte (also nicht selbst
etwas erschuf oder startete (Sende- oder Ursprungspunkt), sondern
etwas haben wollte, etwas, das auf mich hereinfließt), dann begann ich
mich schlechter zu fühlen.

Beispiele hierfür sind: exzessives Fernsehen, im Internet surfen, Geld


eintreiben, fordern. Sollte an dem biblischen Spruch „Geben ist seliger
denn Nehmen“ doch etwas Wahres dran sein?? Langsam wurde mir
bewusst, was damit gemeint ist. Es ist nicht gemeint, dass man sein
letztes Hemd für jeden geben soll, sondern dass man nur glücklich
(selig) sein kann, wenn man bereit ist zu geben.

Sollte es also gerade Gordon Gekko aus dem Film „Wall Street“ sein,
mit seinem Leitspruch „Gier ist gut“, der eine ganze Generation in die
Depression trieb? Es gefiel mir nicht, aber ich fürchte: Ja, es war genau
so!

Ich beschäftigte mich immer weiter mit dem Thema, machte Analysen, wertete aus,
testete das Ganze bei mir und bei anderen und extrahierte folgende Grundregeln:

1. Glücklichsein entsteht durch einen kreativen, extrovertierten Prozess (Bauen von


Schneemännern, Erschaffen einer coolen und wertvollen Sache).
2. Ohne dass man an seiner Umwelt interessiert ist, gibt es kein Glücklichsein.
3. Steigendes Einkommen macht nur insoweit glücklich, als es die Hindernisse
beseitigt, die einen in den Grundbedürfnissen einschränken (so dass ich mir
keine Sorgen um die Finanzen mehr zu machen brauche).
4. Je wertvoller jemandem seine eigenen Beiträge an die Umgebung erscheinen,
desto höher das Glücklichsein.
5. Je mehr jemand für seine Umgebung (Familie, Freunde, Gesellschaft etc.) beiträgt
und ihr hilft, desto höher ist die persönliche Befriedigung daraus. Erstaunlicher-
weise sagt das Wort „Selbstwertgefühl“, wenn man es genau betrachtet, genau das
aus: Welchen Wert hat man (für seine Umgebung) tatsächlich aus der eigenen
Sicht? Selbstwertgefühl ist das Fundament von Selbstvertrauen.

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Teil 1 – Kapitel 02

6. Ohne eine herausfordernde Zielsetzung scheint kein Glücklichsein möglich zu


sein, die größten Glücksgefühle gibt es beim Erreichen von Zwischenetappen auf
dem Weg zum herausfordernden Ziel. Wie man diese Ziele richtig setzt, erfährst
du später im Buch.
7. Ist das herausfordernde Ziel erreicht und kein neues in Sicht, äußert sich das in
Unglücklichsein. Game over.
8. Im Falle eines „Game over“ muss schleunigst eine neue lohnende und heraus-
fordernde Zielsetzung her. Sonst droht der „Stimmungsblues“ wegen totaler
Ziel- und Sinnlosigkeit.

Die Lösung für die „Reichen und Schönen“


Die oben genannten Regeln erklären jetzt auch, warum die „Reichen
und Schönen“ oft nicht glücklich sind. Sie hatten ursprünglich das Ziel,
reich und schön zu werden, und haben es (endgültig) erreicht. Aller-
dings haben sie auch (und das kann echt gemein sein) kein neues Ziel
mehr, das sie sich vorstellen können und das für sie eine Herausforde-
rung wäre. Somit fühlen sie sich zu ewiger Langeweile verdammt und
furchtbar unglücklich. Eine Sache ist mir wichtig:

Das Ziel finanzielle Freiheit alleine wird dich nicht


glücklich machen. Kein Geld zu haben macht aber
auch nicht unbedingt glücklich.

Was dich aber glücklich machen wird, ist, sich immer neue Ziele zu
setzen und darauf hinzuarbeiten. Idealerweise sind das Ziele, die beim
Erreichen nicht nur eine große Hilfe für dich selbst, sondern auch für
deine Umgebung sind.

Und dafür ist Geld da: damit du die Möglichkeit hast zu tun, worauf
du Lust hast, und deine Träume erreichst. Aber nicht alle Träume sind
käuflich ...

34 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Macht Geld (wirklich) glücklich?

Teste dein Verstehen:


+ Warum macht Geld alleine nicht wirklich glücklich?
+ Was sind die acht Grundregeln, um ein wirklich glückliches Leben zu führen?
+ Wozu führt ein „Game over“ und warum kann man danach in depressive
Stimmung verfallen?
+ Erinnere dich an einige Momente, in denen du richtig glücklich warst. Stimmen
die Punkte 1 bis 8?
+ Im Workbook Nr. I auf Seite 17 der „90-Tage-Challenge“ findest du noch 14
weitere Coachingfragen und Übungen, die dafür sorgen, dass du jeden Tag ein
wenig glücklicher wirst.

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KAPITEL 08

Wenn du das
Gleiche machst
wie alle anderen
Das Pareto-Prinzip – ich dachte lange,
ich hätte es verstanden

V ilfredo Pareto war ein italienischer Ingenieur, Ökonom und Soziologe


im 19. Jahrhundert. Er entwickelte das sogenannte Pareto-Prinzip,
das einige Leute bereits zu kennen glauben. Genau genommen ist das
allerdings kein Prinzip, sondern eine mathematische Formel.

Pareto fand heraus, dass sich alles 80/20 teilt:

» 20 % der Weltbevölkerung halten 80 % des Vermögens.

» Umgekehrt halten 80 % der Bevölkerung nur 20 % des Vermö-


gens.

» 20 % der Kunden machen 80 % des Ertrags für ein Geschäft,

» wogegen 80 % der Kunden nur 20 % des Ertrags machen.

» Umgekehrt machen auch 20 % der Menschen 80 % des Ärgers


etc.

Aber Pareto gilt nicht nur für Wirtschaft, Menschen und Verkäufer,
sondern auch für Pflanzen, Bäume und sogar Planeten.

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Teil 1 – Kapitel 08

Der Baum vor meiner Tür produziert mit 20 % seiner gesamten Blätter
80 % seiner Nährstoffe. 20 % der Flüsse transportieren 80 % des Wassers
etc.

So weit, so gut, das wirst du vielleicht schon kennen. Allerdings ist den
meisten Leuten nicht bewusst, dass Pareto kein nettes Prinzip, sondern
tatsächlich eine mathematische Formel ist. Denn auch 80/20 teilt sich
wieder 80/20, mit folgender Konsequenz:

» Mit 20 % deiner Aktionen machst du 80 % deines Ergebnisses,


» mit 4 % deiner Aktionen machst du 64 % deines Ergebnisses und
» mit knapp 1 % deiner Aktionen machst du gut 51 % deines
Ergebnisses.

Gleiches gilt natürlich wieder für Kunden, Geld, Flüsse, Bäume etc.

Das Pareto-Prinzip

20 % 80 %

Aufwände Ergebnisse

20 % 80 %

4 % 64 %

Ergebnisse

20 % 80 %

1 % 51 %

Ergebnisse

64 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen

Irgendwann musst du für dich die Entscheidung treffen, auf welcher


Seite du stehen möchtest. Möchtest du die 20 % oder die 80 % sein?

Hierzu später mehr.

Lass dich nicht verarschen


Entschuldige bitte die Wortwahl, jedoch sagt kein anderer Satz es besser
aus. Was meine ich damit? Ich meine, dass ich im Laufe meiner Unter-
nehmerkarriere eins gelernt habe: Selten ist etwas so, wie es scheint.
Nichts passiert zufällig, und glaube auf keinen Fall Dinge blind mit der
Begründung „Ist halt so“!

De Beers
In unserer Gesellschaft ist es komplett üblich, dass ein Mann beim
Heiratsantrag seiner zukünftigen Frau einen Diamantring schenkt.
Forscht man in der Geschichte ein wenig nach, findet man heraus,
dass das vor den 60er-Jahren überhaupt nicht der Fall war. In den
60er-Jahren stellte sich der Quasi-Monopolist für Diamanten De
Beers mit seinem Marketingteam die Frage: „Wie können wir mehr
Diamanten verkaufen?“

Das Marketingteam hatte folgende Idee: Wie wäre es, wenn wir eine
massive Kampagne fahren, die folgenden Inhalt hat: „Wenn du als Mann
wirklich etwas auf dich hältst und deine Frau tatsächlich liebst, dann
gehört es sich, ihr beim Heiratsantrag einen Diamantring zu schenken.“
Gesagt, getan. Die Kampagne war gut gemacht, und somit stiegen die
Verkaufszahlen stark an.

Doch das reichte De Beers nicht. Deswegen änderte man nachfolgend


die Kampagne ein wenig ab: „Ein Mann, der wirklich etwas auf sich
hält, investiert mindestens einen Monatslohn in den Diamantring für
seine Angebetete.“

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Teil 1 – Kapitel 08

Als De Beers bemerkte, dass auch diese Kampagne funktionierte, wurde


sie wieder geändert: „Ein Mann, der etwas auf sich hält und seine Ange-
betete wirklich liebt, sollte auf jeden Fall zwei bis drei Monatsgehälter
in den Diamantring investieren.“ Klingt das romantisch? Als ich das
herausfand, konnte ich es kaum glauben.

Körperbehaarung
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellte die Rasierklingenindustrie fest,
dass ihre Zahlen stagnierten. Der Grund dafür war einfach der gesättigte
Markt. Was tun? Schlaue Marketingleute hatten dann die Idee, dass man
es einfach nur schaffen müsste, Körper- und Genitalbehaarung in der
öffentlichen Wahrnehmung mit „eklig“ zu verbinden. Schon würden
dreimal so viele Rasierklingen verkauft werden wie bisher. Gesagt, getan.
Der Rest ist Geschichte.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch ich finde exzessive Körperbehaa-
rung nicht unbedingt schön. Ich finde es aber genauso merkwürdig, dass
man durch irgendwelche äußeren Zwänge dazu gebracht wird, „blitz-
blank“ zu sein, damit man nicht schräg angeschaut wird.

Hierzu benutzen die Marketingstrategen gewisse Mechanismen aus der


Gruppenpsychologie. Es werden über gewisse Mittel Trends installiert,
bis hin zum sozialen Zwang, einfach nur um Geld zu verdienen.

Die Geburt des Weihnachtsmannes


Inzwischen hat es sich schon langsam herumgesprochen, dass der
Weihnachtsmann keine biblische Figur ist und auch überhaupt nichts
mit unserer Kultur oder sonst was zu tun hat. Tatsächlich ist der Weih-
nachtsmann von Coca-Cola erfunden worden, mit dem Zweck, die
Markenfarbe positiv zu assoziieren (in Verbindung zu bringen).

Ist das nicht interessant, wie einem nach einer gewissen Zeit Dinge als
„natürlich“ erscheinen, obwohl sie künstlich installiert wurden?

66 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen

Lemminge
Vielleicht hast du schon einmal den Spruch „wie die Lemminge“ gehört.
Das bedeutet so viel wie „hirnlos ins Verderben stürzen“. Lemminge
sind so eine Art Meerschweinchen, denen man nachsagt, dass sie Selbst-
mord begehen und sich ins Meer stürzen würden, wenn sie sich zu stark
vermehren. Viele Leute glauben das.

Das ist jedoch keine zoologische Erkenntnis, sondern entstand in einem


Walt-Disney-Film. In diesem wurde das Ganze so dargestellt, als wäre es
Fakt. Tatsächlich wurden die Lemminge sogar mit ziemlicher Anstren-
gung über die Klippe geschubst und zum Abstürzen gebracht. Und das,
gekoppelt mit guter Kameraführung, bringt die Leute zu dem Glauben,
Lemminge würden tatsächlich Selbstmord begehen. Nein, leider wurde
wieder aus finanziellen Gründen ein Trugbild geschaffen.

Die Medien/Finanzmedien
An oben genannten Beispielen habe ich versucht darzustellen, wie
leicht es passieren kann, dass man falsche Informationen untergejubelt
bekommt. Man hört sie einfach sehr oft und nimmt sie deswegen als
gegeben (oder sogar als wahr) hin. Einer meiner Mentoren sagte einmal:
„Deine Entscheidungen sind nur so gut wie die Informationen, aufgrund
deren du sie triffst.“

Ich musste mich oft bei Fehlschlägen daran erinnern, wie recht er hatte.
Was will ich damit sagen? Die Antwort ist einfach! Woher bezieht man
üblicherweise seine Informationen? Von Medien, Blogs, Hörensagen
etc. Und glaube mir eines: Informationen werden nicht wahrer dadurch,
dass sie öfters wiederholt werden.

Gerade Zeitschriften und andere Medien müssen auch ihre Rech-


nung bezahlen und können nicht wirklich schreiben, was sie denken.
Das könnten sie nur, wenn sie wirklich finanziell unabhängig wären,
von Politik, Wirtschaft, Finanzwesen und den Marschrouten ihrer
Eigentümer.

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Teil 1 – Kapitel 08

BSE, Vogelgrippe und andere Feindbilder


„Divide et impera“ (lateinisch für „Zerschlage und herrsche“ oder „Teile
und herrsche“) ist eine beliebte Technik, mit der man Leute beschäf-
tigt hält. Die Schwarzen gegen die Weißen, die Republikaner gegen
die Demokraten, die Muslime gegen die Christen. Schon die Römer
herrschten mit diesem Leitsatz. Sie hetzten Völker gegeneinander auf,
was diese natürlich schwächte. So waren sie keine Bedrohung für die
Interessen Roms.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass ständig Angstszenarien aufgebaut


werden und dann wieder völlig vergessen sind? Zuerst das schreckliche
BSE bei Rindern. Dann die Vogelgrippe. Und heutzutage? Plötzlich alles
weg?

Vor Jahren waren die Zeugen Jehovas sehr gefährlich, dann die Sciento-
logen und jetzt die Muslime ... Könnte es sein, dass solche „Hypes“ auch
nichts anderes als geschickt gesteuerte Marketingkampagnen sind, um
zum Beispiel Medikamente zu verkaufen (Medikament Tamiflu gegen
Vogelgrippe) oder Rindfleischpreise an den Börsen zu beeinflussen?

Innovationen und weltverändernde Ideen werden dagegen oft ange-


griffen, da das Establishment oder wichtigtuerische „Autoritäten“ um
ihre Positionen fürchten. Wenn man im Mittelalter nicht glauben wollte,
dass die Erde eine Scheibe sei, sondern sich gar traute zu behaupten,
sie sei eine Kugel, dann wurde man als Ketzer auf dem Scheiterhaufen
verbrannt.

Heute ist das nicht unbedingt anders, die Methoden haben sich nur
geändert: Wenn du heute aus der Reihe tanzt, dann versuchen diese
Typen deine Reputation zu „kreuzigen“ oder deine Geschäftsgrundlagen
zu sabotieren. Beliebt ist auch immer, den Dissidenten als Witzfigur
oder Betrüger darzustellen. Es ist schon oft eine „verkehrte Welt“, in der
man die Guten angreift und die Bösen (sofern sie genug Geld haben)
beschützt.

68 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wenn du das Gleiche machst wie alle anderen

Also:
» Glaube nichts, was dir nicht bewiesen wurde!
» Wenn du Dinge öfters hörst, dann heißt das nicht, dass sie wahr sind.
Gerade Geheimdienste arbeiten mit der Technik, dieselbe Lüge an
verschiedenen Orten zu verbreiten. Man will den Eindruck erwecken,
dass die Information wahr wäre, weil verschiedene Quellen das Gleiche
sagen.
» Hinterfrage auch das, bei dem du gar nicht auf die Idee kämest, es zu
hinterfragen!
» Lass dich nicht aufhetzen und bleib cool, wenn das nächste Mal eine
neue „Sau durchs Dorf getrieben“ wird.
» Reduziere passiven Nachrichtenkonsum (Fernsehen und Soziale Medien)
und beschäftige dich mehr mit nutzbringendem Wissen.
» Be a rulebreaker! Wenn du heutzutage nicht auf irgendeiner schwarzen
Liste stehst oder manche Leute sich nicht von dir auf die Füße getreten
fühlen, solltest du dir die Frage stellen, ob du wirklich aktiv genug bist,
um es zu etwas zu bringen.

Teste dein Verstehen:


+ Wie lautet die Pareto-Grundregel?
+ Wie errechnen sich die 4 % und das 1 %?
+ Warum wäre es schlau, seinen Fokus auf die 20/4/1 % zu richten?
+ Was passiert, wenn du diese Regel nicht anwendest?
+ Warum sollten bei dir „alle Alarmglocken läuten“, wenn alle in eine Richtung
rennen oder „Kreuzigt ihn!“ rufen?
+ Welche Entscheidungen solltest du treffen, damit du in Zukunft möglichst
wenig manipulierbar bist?
+ Im Workbook Nr. I der „90-Tage-Challenge“ auf Seite 33 findest du 20
Coachingfragen und Übungen, die dir dabei helfen werden, dass dir Pareto
wirklich in Fleisch und Blut übergeht, du jede Menge Zeit sparst, du wirklich
unbeeinflusst Entscheidungen treffen und Manipulation durchschauen wirst.

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KAPITEL 10

Was ist Geld und


warum haben die
meisten keines?
Was ist der Zweck von Geld?

N achdem ich mich intensiver mit dem Thema „Glücklichsein“ und


„Follow your purpose“ beschäftigt hatte, begann ich das erste Mal,
Geld richtig zu verstehen. Könnte es sein, dass Geld so eine Art Ener-
gieform ist? Eine Energieform, die es einem ermöglicht, die Projekte
(Purposes) durchzuziehen, die einen glücklich machen?

Ich begann, diese These zu testen. Die zitierten Studien aus den USA
hatten ja gezeigt, dass sich Glücklichsein nach oben schraubt, wenn sich
das Gehalt erhöht. Jedoch nur bis zu einem Punkt von 5.000 Euro pro
Monat. Das würde Sinn ergeben: Wie soll man seiner Berufung/seinem
Purpose folgen, wenn man die ganze Zeit mit Knappheit, Rechnungen
und laufenden Kosten zu kämpfen hat? In Frankreich gibt es einen
Spruch, der sinngemäß Folgendes sagt: Ich muss zur Arbeit, damit ich
mir Benzin leisten kann, um zur Arbeit zu fahren ...

Geld als Energieform für die eigene Bestimmung


Aber zurück zu unserer These. Wenn Geld eine Energieform ist, dann
lass uns diesen Gedanken doch einmal weiterdenken. „Strom zu spei-
chern um des Stroms willen ...“ Wäre das eine befriedigende Aufgabe
für mich?

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Teil 1 – Kapitel 10

Gut, Energie bedeutet ja gemäß der Physik, dass Teilchen in Bewegung


sind. Das würde also zutreffen für Wasser, das fließt (Wasserenergie), für
Strom, der fließt (fließende Elektronen), für Windenergie (Luftmole-
küle, die sich bewegen) etc.

Falscher Umgang mit Geld


am Beispiel eines Staudammes
Schauen wir uns doch eine dieser Energieformen einmal an, um daraus
Rückschlüsse auf das Thema Geld und unsere These ziehen zu können.
Auch da half mir ein Erlebnis aus meiner Kindheit, das ich damals gar
nicht richtig einzuordnen wusste.

Bei uns in der Umgebung gab es einen kleinen Bach, und meine Freunde
und ich hatten die Idee, wir sollten ihn aufstauen. Zuerst begannen wir
mit ein paar Steinen und Hölzern, wie man das üblicherweise so macht.
Leider wurde unser Konstrukt immer wieder weggespült. Deswegen
entschlossen wir uns zu professionelleren Maßnahmen:

Wir besorgten uns Hammer, Holzpfosten und Bretter und machten


wirklich eine Art Staudamm, mit dem Zweck, das Wasser aufzustauen.
Der Plan ging auf, das Wasser staute sich wunderbar. Doch als wir am
nächsten Tag wiederkamen, war unser Konstrukt, obwohl ordentlich
verankert, komplett weggespült. Wir hatten einfach vergessen, dem
Wasser eine Möglichkeit zu geben, trotzdem im Fließen zu bleiben.
Stattdessen hatten wir den Durchfluss vollständig blockiert.

Aber was hat das mit dem Thema Geld zu tun? Ich dachte mir, viel-
leicht könnte man daraus die These ableiten, dass es schon sinnvoll
ist, diese Geldenergie aufzustauen, um genug zur Verfügung zu haben
( = Vermögen anhäufen). Aber in dem Moment, in dem man praktisch
zu viel nur für sich will, wird der Fluss gestoppt. Und das äußert sich
früher oder später in einer Explosion der angestauten Energie.

Erstaunlicherweise stellte sich heraus, dass sich diese Theorie doch auch
auf Geld anwenden lässt. Ich schaute zurück auf die ersten fünf Jahre

78 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Was ist Geld und warum haben die meisten keines?

meiner Selbstständigkeit. In denen beschäftigte ich mich primär mit


Finanzierungsvermittlungen (dem Vermitteln von Finanzierungen an
Immobilieninteressenten; ich war also ein professionelles Bindeglied
zwischen Banken und Endkunden) und Vermögensberatung.

Und ja, richtig! Den Leuten, die wirklich sehr geizig und extrem sparsam
waren (den Bach komplett aufstauen wollten), konnte man den Druck
der Energie wirklich ansehen. Keiner von denen war wirklich glücklich.
Keiner von diesen Leuten fühlte sich frei. Stattdessen waren sie irgendwie
gestresst, konnten es diesem Phänomen jedoch nicht zuordnen. So weit
auf jeden Fall schon einmal sehr interessant. Doch das war nur ein
Teilaspekt.

Was genau ist Geld?


Schaut man sich das bedruckte Papier an, wegen dessen die Leute ihre
Geschäftspartner betrügen, Morde begehen und oft auch ihr ganzes
Leben verplempern, so fragt man sich: Was ist denn das eigentlich
genau? Der rein materielle Wert eines 500-Euro-Scheins beläuft sich
wahrscheinlich auf vier Cent (Druckkosten plus Papier).

Doch wenn man sich einmal diese Frage stellt, wird die Antwort sehr
offensichtlich.

„Geld ist nichts anderes als eine Art Gutschein, der seinen
Wert nur und ausschließlich durch das Vertrauen der Leute
in ihn erhält.“

Also schnappte ich mir den Duden und schlug das Wort „Vertrauen“
nach: „festes Überzeugtsein von der Zuverlässigkeit“. Ich wälzte noch
andere Bücher und fand noch Definitionen wie: „Vertrauen bekommt
man, wenn man in der Lage ist, die Handlungen, Verhaltensweisen oder
Gesetzmäßigkeiten vorhersehen zu können.“

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Teil 1 – Kapitel 10

Aber wie soll ich das anwenden? Die Antwort auf diese Frage sollte ich
dann ein wenig später bekommen ...

Wie das Bankwesen entstanden ist


Also begann ich mich mit der Historie des Bankwesens zu beschäftigen.
Und dabei stellte sich heraus, dass die ersten Banken eigentlich aus
Goldschmieden entstanden sind.

Goldschmiede produzierten wertvolle Gegenstände aus Gold. Doch


irgendwann wurde die Nachfrage der Bürger wach, ob der Goldschmied
diesen Ring nicht lieber bei sich sicher verwahren könnte. Dafür bekam
man dann eine Quittung, die man jederzeit einlösen konnte. Es war
nämlich viel sicherer, mit einem kleinen Stück Papier zu reisen, als mit
einer Truhe voll Gold.

Und irgendwann begannen die Leute, direkt mit den Quittungen zu


bezahlen, die man beim Goldschmied einlösen konnte. Als die Gold-
schmiede dann Banker wurden, stellten sie auf einmal fest, dass nie alle
Leute ihre Goldschätze gleichzeitig einlösen wollten. Daraus entstand
dann die Idee, Gutscheine auf Wertgegenstände auszugeben, die schon
einmal quittiert wurden. Also mehr als ein Gutschein für ein und
denselben Wertgegenstand.

Das Ganze taten sie in der Hoffnung, dass nicht alle Leute gleichzeitig
einlösen würden. Diese Gutscheine wurden dann gegen Zinsen ausge-
geben, und so entstand das Kreditwesen. Sprich, der Goldschmied wie
der Banker verleiht Geld, das eigentlich nicht seines ist, in der Hoff-
nung, es wieder mit Zinsen zurückzubekommen.

So weit, so gut. Aber die Frage bleibt noch immer offen: „Wie kann ich
das anwenden, um meinen persönlichen Wohlstand zu mehren?“

80 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Was ist Geld und warum haben die meisten keines?

Geld und Tauschhandel in den Anfängen der Zivilisation


Ich ging noch etwas weiter in der Historie zurück, und erst dann verstand
ich, was Geld wirklich ist und wie es funktioniert.

Versetzen wir uns also kurz zurück an die Anfänge der Zivilisation. Wie
lebten die Leute damals? Da gab es Bauern, Jäger, Produzenten und
Händler. Jeder begann damit, sich seinen persönlichen Fähigkeiten zu
widmen. Man machte das, worin man am besten war oder wofür man
die besten Voraussetzungen hatte.

Und man produzierte natürlich zunächst nur so viel, wie man für sich
selber brauchte. Aber darüber hinaus produzierte man auch Dinge,
um sie gegen andere Dinge einzutauschen. Wir hatten also den Bäcker
Helmut, der fleißig sein Brot backte. Er nahm das Brot, ging damit auf
den Markt und tauschte es gegen Eier von Bauer Wilfried. Beide waren
happy. Der eine hatte jetzt seinen Laib Brot, der andere die Eier, die er
brauchte, um seine Kost etwas abwechslungsreicher zu gestalten.

Natürlich hatte der Tauschhandel auch so seine Probleme. War ich jetzt
Bauer Wilfried und brauchte Brote, so war selbst mein kleinstes Ferkel
mindestens 30-mal mehr wert als ein Laib Brot. Und was sollte ich mit
30 Laiben Brot? Die würden sich ja nur bei mir stapeln und letztendlich
verderben.

Und da begann ich zu verstehen, was Geld in seiner ursprünglichen


Form und noch immer ist:

„Geld ist ein Gutschein für gelieferte Ware


oder Dienstleistung.“

Wow. Und zwar mit dem Zweck, Produktion und Dienstleistung lager-
fähig oder speicherbar zu machen. Ein Gutschein, um unterschiedlich
wertvolle Güter einfach handelbar zu machen (Beispiel Ferkel versus
Brote). Es hatte also auch eine Art Adapterfunktion.

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Teil 1 – Kapitel 10

Wir stellen also fest: Geld ist gegenüber dem früheren Tauschhandel eine
sehr praktische Angelegenheit, denn es verdirbt nicht (zumindest nicht
im klassischen Sinne) und macht Handel leicht und unkompliziert.

Warum „Geld machen“ nicht funktioniert


Hast du dir schon einmal die Frage gestellt: „Wie kann ich mehr Geld
machen?“ Ich habe sie mir auch sehr oft gestellt. Bis mich ein schlauer
Mensch darauf hinwies, dass das die falsche Frage ist.

Du wirst dir jetzt sicher denken: „Warum?“ Das liegt daran, dass Geld
– so viele Vorteile es haben mag – gegenüber dem ursprünglichen
Tauschhandel zwei gravierende Nachteile hat:

» Geld verdeckt in der heutigen Gesellschaft den dahinterliegenden


Tauschhandel von wertvollen Waren und Dienstleistungen.

» Jedes Mal, wenn in Geld umgetauscht wird, wird Steuer fällig


(zumindest Umsatzsteuer).

Und da dämmerte mir, warum „Wie kann ich mehr Geld machen?“ eine
sehr übliche, aber nicht sonderlich intelligente Frage ist.

Gehen wir wieder zurück zu unserem Szenario mit dem Tauschhandel.

Bäcker Helmut, nachdem er zusammen mit seiner Frau die ertauschten


Eier verzehrt hatte, ging wieder mit einem Laib Brot auf den Marktplatz.
Er traf wieder unseren Bauern Wilfried und wollte mit ihm erneut Brot
gegen Eier tauschen. Doch Wilfried sagte Folgendes zu ihm: „Nö, danke,
kein Bedarf.“ Die Frage des Bäckers war dann natürlich: „Warum?“

Wilfrieds Antwort: „Weißt du, das letzte Brot war außen verbrannt,
innen nicht durch und deshalb ganz schön matschig. Das schmeckte
nicht und war zäh wie Leder.“

82 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Was ist Geld und warum haben die meisten keines?

Bäcker Helmut machte also große Augen und nahm das erst mal zur
Kenntnis. Er ging nach Hause, brach sein Brot auf und probierte es
zusammen mit seiner Frau. Beim Probieren stellte er fest, dass Wilfried
recht hatte und das Brot wirklich außen verbrannt, innen matschig war
und überhaupt nicht gut schmeckte. Also machte er sich zusammen
mit seiner Frau auf und änderte die Vorgehensweise, die Rezeptur, das
Backverfahren und fand letztendlich heraus, wie er äußerst wohlschme-
ckendes Brot produzieren konnte.

Davon schnappte er sich diesmal zwei Brotlaibe, ging wieder zu unserem


Bauern Wilfried und sagte zu ihm: „Lieber Wilfried, hier möchte ich dir
ein Brot geben als Ersatz für das letzte, das so scheiße war.“ Bauer Wilfried
brach das Brot auf, probierte und war vom Geschmack begeistert.

Nun sagte Helmut zu ihm: „Du hast jetzt dieses Brot zur Wiedergutma-
chung für das letzte. Jetzt gebe ich dir ein weiteres, für das ich gerne Eier
hätte.“ Weil das Brot aber dieses Mal so besonders lecker war, legte Bauer
Wilfried sogar noch ein Extra-Ei drauf.

Und erst mit dieser Denkweise erkannte ich Problem Nummer


eins von Geld:
Wenn ich nicht genug Geld habe, dann bedeutet das: Das, was ich liefere,
hat nicht genügend Wert. Punkt.

Zumindest nicht für die Zielgruppe, der ich es anbiete (Beispiel:


Bewohner Sibiriens werden Kühlschränke weniger attraktiv finden als
Bewohner Afrikas).

Jetzt verstand ich auch, was mein Mentor mit „Das ist die falsche Frage“
meinte. Die richtige Frage – und die stelle ich mir heutzutage jeden Tag
mehrmals – lautete: „Was müsste ich tun können, haben oder produ-
zieren, so dass ich maximal wertvoll für meine Umgebung/Zielgruppen
bin?“

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Teil 1 – Kapitel 10

Und jetzt verstand ich auch den Schwachsinn von „Geld machen“. Man
kann nur wertvolle Dienstleistungen erbringen oder Produkte machen,
diese dann auf den Marktplatz tragen und als Austausch dafür den
„Gutschein“ (genannt Geld) bekommen.

Scheinbares „Geldmachen“ genauer beleuchtet


Jetzt wirst du vielleicht einwenden: „Ich kenne aber viele Leute, die sind
stinkreich und liefern trotzdem nichts Wertvolles.“ Das war nämlich
auch einer meiner Gedanken. Doch seitdem ich dieses Gesetz mit
dem Tauschhandel erkannt hatte, begann ich genauer hinzusehen. Ich
stellte plötzlich fest, dass diese Leute alles andere als reich waren. In den
meisten Fällen war der Reichtum nur sehr kurzfristig. Schnell hatten
diese Menschen genau das auf ihrem Konto, was ihr tatsächlicher Wert
war: NULL.

Oder die andere Alternative: Sie blieben reich, weil sie einige andere
Gesetze über Geld verstanden hatten. Jedoch wirkte die Energie des
Geldes komplett gegen sie. Von Glücklichsein keine Spur. Dafür Kreis-
laufprobleme und Beta-Blocker gegen erhöhten Blutdruck. Also, auch
bei Geld gibt es eine dunkle und eine weiße Seite der Macht.

Geld und Aufmerksamkeit bekommen


Außerdem lernte ich sehr viel später auch noch, dass Geld und Aufmerk-
samkeit irgendwie zusammenzuhängen scheinen. Wenn du also wirklich
gute und wertvolle Produkte mit deinen Zielgruppen und deiner Umge-
bung austauschst und auch noch die nötige Aufmerksamkeit dafür
bekommst, wirst du langfristig niemals Probleme mit Geld haben.

Doch dazu mehr in den weiteren Abschnitten dieses Buches, die auf den
ersten Blick scheinbar nichts mit Geldverdienen zu tun haben.

84 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Was ist Geld und warum haben die meisten keines?

Regel:
Wenn ich kein Geld habe, dann bin ich nicht wertvoll genug für meine
Umgebung. Ich muss also herausfinden, wie ich mich maximal wertvoll
für meine Umgebung machen kann. Idealerweise so wertvoll, dass mir die
Leute das Geld in der Sackkarre hinterherbringen ...

So sagte einst ein Ingenieur zu Steve Jobs, dass er bei Apple 30 % weniger
bekomme als bei Google. Steve Jobs’ Antwort (er war für direkte Worte
sehr bekannt) lautete: „Dann frage doch mal deinen Manager, warum er
dich nicht für wertvoller hält.“

Die exakten Schritte und Vorgehensweisen, wie du dich maximal wert-


voll für deine Umgebung machen kannst und wie du auch die richtigen
Märkte findest (Afrika für Kühlschränke, nicht Sibirien), erkläre ich dir
Stück für Stück im Verlauf dieses Buches.

Teste dein Verstehen:


+ Was ist ein Geldschein?
+ Woran genau liegt es, wenn ich nicht genügend Geld habe?
+ Was sind die Vorteile/Nachteile von Geld?
+ Warum brauchst du den Faktor Aufmerksamkeit, um zu Geld zu kommen?
+ 15 weitere Coachingfragen und Aufgaben, die dir dabei helfen werden, das
Thema „Geld“ vollständig zu absorbieren und somit viel mehr Geld zu verdienen,
bekommst du auf Seite 42 des Workbooks Nr. I der „90-Tage-Challenge“.

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KAPITEL 15

Bin ich ein guter


Lebensinvestor?

E iner meiner Mentoren fragte mich einmal: „Sag mal, Alex, was denkst
du eigentlich, was der Unterschied ist, warum die einen schneller
vorankommen und die anderen nur sehr langsam oder gar nicht?“

Das war eine gute Frage; wenn ich darauf die Antwort hätte, wäre ich
sicher schon ein gutes Stück weiter, dachte ich mir damals. Natürlich
hatte ich vage Vorstellungen und Ideen darüber, was das sein könnte.
Kennst du das Gefühl, wenn es manchmal schwierig ist, Beobachtungen
in eine Gesetzmäßigkeit umzuwandeln? Man kann es einfach nicht
wirklich greifen. Ich verneinte also.

„Eigentlich ist es so einfach, dass man es leicht übersieht“, sagte er. „Die
einen investieren das, was sie haben (Zeit, Geld, Kontakte, Wissen etc.)
einfach besser als andere. Es sind einfach bessere Investoren.“

„Soll das heißen, dass man zum guten Investor geboren ist? Dass man
dafür entweder Talent hat oder nicht?“, fragte ich.

Er lachte. „Nein, eigentlich hat das nur mit zwei Sachen zu tun:

1. genau zu wissen, was eine Investition und was ein Verlust/eine


Ausgabe ist,

2. sich die Denkweise anzugewöhnen, alles im Leben unter diesem


Gesichtspunkt anzuschauen.“

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Teil 1 – Kapitel 15

Das klang irgendwie interessant. Man konnte es also lernen. Es hatte


offenbar nichts mit Glück, Talent oder angeborenen Fähigkeiten zu tun.
Ich bat ihn, mehr zu erzählen. Er malte mir Folgendes auf:

Was ist eine Investition, was eine Ausgabe? Gilt nicht nur für Geld!
Investition: X -> X + Y
Ausgabe: X -> X – Y

Er sagte: „Schau, Alex, eine Investition ist einfach, wenn du irgend-


etwas investierst (deine Zeit, dein Geld, deine Kontakte, deine
Aufmerksamkeit etc.) und anschließend das Gleiche plus mehr dazu
bekommst.

Eine Ausgabe ist es, wenn du etwas investierst und danach einfach
weniger herausbekommst, als du ursprünglich investiert hast, oder
im schlimmsten Fall gar nichts.“

Ich dachte mir, na ja, das ist eine sehr simple Formel, darauf hätte ich
eigentlich auch selber kommen können. Aber so ganz begriffen hatte ich
es noch nicht, und ich bat ihn, das genauer auszuführen.

Das solltest du unbedingt auch machen


Er sagte mir: „Ich denke, bei dem Thema Geld sollte es klar sein. Eine
Investition muss mehr Geld zurückbringen, als ursprünglich investiert
wurde. Aber das ist nicht der Punkt. Alex, du solltest dir eine Liste deiner
Aktivitäten machen und diese anhand dieser Formel auswerten. Jene
Aktivitäten, die Investitionen sind, bekommen ein Plus, Aktivitäten, die
eine Ausgabe sind, bekommen ein Minus.“

Ich machte mich daran, und auf einmal erkannte ich, was er meinte:
Es gab sowohl Menschen als auch Aktivitäten, nach denen man sich

116 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Bin ich ein guter Lebensinvestor?

viel besser fühlte als vorher. Sie waren also Investitionen. Es gab aber
auch jede Menge andere Aktivitäten. Diese raubten Energie oder sorgten
dafür, dass ich mich schlapp fühlte.

Schaut man sich beispielsweise Schulungsvideos auf YouTube an, so ist


das eine Investition. Wenn man Zeit investiert und wenn das Video gut
war, hat man anschließend mehr Wissen, was einem wiederum Zeit
spart. Schaut man dagegen zwei Stunden fern, ist die Zeit einfach weg
und man fühlt sich tatsächlich danach inaktiver als vorher.

Ich begann mir also folgende Fragen zu stellen:

» Welche Aktivitäten sind Investitionen, welche sind Ausgaben?


» Welche persönlichen Kontakte sind Investitionen, welche sind Ausgaben?
» Welche geschäftlichen Kontakte sind Investitionen, welche sind Ausgaben?
» Welche meiner Bekannten saugen nur Energie (Ausgaben) aus mir und bei
welchen fühle ich mich nach einem Kontakt besser als vorher?

Schön langsam hatte ich es verstanden.

Tipps dazu
Er gab mir hierzu jedoch noch ein paar Tipps: „Wichtig ist, dass du
diesen Investitions-/Ausgabengesichtspunkt permanent im Kopf hast
und so deine Aktivitäten, Geschäfte und auch deine Freizeit immer im
Blick behältst.

Wenn du zum Beispiel Zeit in Sport investierst, fühlst du dich danach


energiegeladen und kannst andere Dinge viel schneller machen. Somit
ist es definitiv eine Investition. Außerdem ist es sehr wichtig, dass du
das Pareto-Gesetz bzw. die Pareto-Formel wirklich gut verstanden hast.“

Ich verstand, was er mit der Pareto-Formel meinte (den betreffenden


Abschnitt dieses Buches solltest du wirklich genauestens studiert haben).

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Teil 1 – Kapitel 15

Die 20 %, die 80 % des Ergebnisses bringen, sind natürlich eine sehr


gute Investition. Die 20 %, die 80 % des Ärgers machen, sind natürlich
eine Ausgabe. Die mittleren 60 % sind zwar keine Ausgabe, aber auch
keine gute Investition.

Jedoch die 4 %, die 64 % des Ergebnisses bringen, beziehungsweise das


1 %, das 51 % des Ergebnisses bringt, sind hervorragende Investitionen.
Ich begann also, auch wieder erfolgreiche Menschen unter diesen neu
gelernten Gesichtspunkten zu beobachten, und stellte Folgendes fest:
Entweder kannten sie Pareto sehr genau und konzentrierten sich immer
auf die 20, 4 oder auch 1 %. Oder sie kannten Pareto nicht und hatten
es einfach aus Erfahrung (die meist sehr teuer war) gelernt.

Da ich nicht zu den Leuten gehöre, die sich theoretisches Wissen des
Wissens wegen reinpfeifen, machte ich mich sofort an meine Liste und
begann alle Ausgaben „auszumisten“. Dazu zählten beispielsweise die
Angewohnheiten, sich alle drei Jahre ein neues Leasingfahrzeug zu holen
und meine Zeit mit Miesmachern und Energievampiren zu verbringen.

Ich analysierte auch sehr genau, welche Personen am meisten zu meinen


bisherigen Erfolgen beigetragen haben, und begann diese Menschen
nun mit voller Energie zu unterstützen.

In Bezug auf Geld und Cashflow muss man natürlich wissen, dass eine
Investition den Cashflow mittel- oder kurzfristig erhöht/erhöhen sollte.
Eine Ausgabe wäre eine Verpflichtung, ohne dass sie mehr Cashflow
bringt (zum Beispiel eigengenutzte Wohnung, schönes Auto, Luxus
etc.). Ich will damit nicht sagen, dass ich inzwischen keine Ausgaben
mehr tätigen würde. Denn auch ich liebe schöne Autos, habe ein tolles
Motorrad und eine sehr hübsche Wohnung.

Aber: Ausgaben sollte man erst tätigen, wenn man bereits genügend sehr
gute Investitionen getätigt hat, auf keinen Fall andersherum.

118 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Bin ich ein guter Lebensinvestor?

Noch ein Tipp: Stell dir die Frage „Wie kann ich mich zu einer guten
Investition für meine Umwelt machen?“. Leute lieben gute Investi-
tionen, und du willst doch sicher, dass Leute in dich investieren ...

Resümee:
1. Investition & Ausgabe verstehen
2. Gelder, Tätigkeiten, Personen etc. analysieren
3. Ausmisten & korrekt investieren
4. Sich selbst zur Investition machen

Teste dein Verstehen:


+ Wie genau definiert man eine Investition?
+ Wie genau definiert man eine Ausgabe?
+ Finde drei Beispiele für Ausgaben und Investitionen.
+ Schaue in der „90-Tage-Challenge“ auf Seite 60 (Workbook Nr. I). Hier
bekommst du 15 Aufgaben und Coachingfragen, die dir das Thema
„Investitionen“ in Bezug auf Zeit, Geld und alles andere in Fleisch und
Blut übergehen lassen werden. Falls du die „90-Tage-Challenge“ noch
nicht kennst, zeige ich dir in diesem kurzen Erklärvideo, wie du alle über
668 wichtigen Tipps dieses Buches in dein Bewusstsein „einbrennst“,
damit du sie jederzeit abrufen und deine Ziele schneller erreichen kannst:
www.alex-fischer-duesseldorf.de/90TC-erklaervideo

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KAPITEL 02

Kenne die Basics


von Marketing und
Vertrieb
Verkaufen ist wie Fußpilz

I n den USA ist es schon fast ein geflügeltes Wort: „Life is a salestalk“
(Das Leben ist ein Verkaufsgespräch).

Auch wenn du nie Verkäufer werden willst, dieses Thema betrifft dich.
Im Leben musst du permanent verkaufen, sei es als Single auf Partner-
suche, bei einem Einstellungsgespräch, beim Verhandeln über einen
Neuwagen und sogar bei Behörden (damit dein Vorhaben schneller
bearbeitet wird).

„Bäh, verkaufen?“, wirst du dich jetzt vielleicht fragen. Genauso ging es


mir anfangs auch. Und das wirft schon mal die erste Frage auf: Warum
ist das Thema Verkaufen oder Verkäufer sein gefühlt auf demselben
Beliebtheitsniveau wie Fußpilz – möchte man nicht haben und auch
nichts mit zu tun haben?

Schaut man in die Vereinigten Staaten, stellt man fest, dass dort Verkäufer
ein sehr, sehr hohes Ansehen haben. Das hat natürlich schon Leute vor
mir verwundert, deswegen wurden dort Umfragen und Studien gemacht
und heraus kam folgende Einstellung der meisten Amerikaner:

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Teil 2 – Kapitel 02

„Ohne Verkäufer wird nichts verkauft. Wenn nichts verkauft


wird, kann nichts produziert oder ausgeliefert werden. Es
kann kein Arbeiter und auch keine Sekretärin bezahlt werden.
Verkäufer sind der Motor unserer Wirtschaft. Natürlich
verdienen diese Leute hohes Ansehen!“

Warum Verkäufer der krisensicherste Job ist


Ein interessanter Gesichtspunkt. Relativ zu Anfang meiner Karriere
traf ich Gott sei Dank einen Verkaufsprofi, der mir hierzu recht früh
den Blick zurechtgerückt hat. Er sagte: „Schau mal, Alex, ein wirkli-
cher Verkäufer zu sein ist das Wunderbarste der Welt, aus einem Grund:
Du brauchst nichts und niemanden und keine Vorbedingung, um ein
Ergebnis zu erzielen.

Verkäufer ist der einzige Job, der aus dem Nichts etwas machen kann,
und steht deswegen ganz am Anfang der Futterkette. Ohne Verkäufer
läuft nichts. Selbst eine Sekretärin braucht einen Schreibtisch zum
Arbeiten. Und wovon soll die Sekretärin bezahlt werden? Vom ‚Chef‘
oder doch tatsächlich von den Einnahmen, die die Firma durch verkaufte
Produkte erzielt?“

Ich wollte immer frei, nie ein Sklave sein


Wow, das war das Argument, das mich geknackt hat. Völlige Ursache,
ohne Abhängigkeiten? Das war genau mein Ding. Lustigerweise verstand
ich erst, nachdem ich mich mit Glaubenssätzen beschäftigt hatte, warum
ich damals so auf dieses Argument abgefahren bin: Ich wollte immer
frei sein, ich wollte nie ein Sklave sein. Ich wollte auch nie mit Sklaven
arbeiten oder Sklaven um mich herum haben. Das ist übrigens auch
einer der Gründe, warum ich dieses Buch schreibe. Jeder, der will, soll
auch wirklich seine Ketten abstreifen können.

Da es auch hier wieder einmal viel zu gewinnen gab, beschloss ich also,
auch in diesen Bereich weiter einzutauchen. Und heute kann ich dir
wirklich eines bestätigen: Das Leben ist wirklich unangenehm ohne

180 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Kenne die Basics von Marketing und Vertrieb

verkäuferische Grundkenntnisse. Das gilt für die Partnersuche genauso


wie die Jobsuche oder die schnelle Bearbeitung deines Antrages bei
Behörden, glaube es mir – für alles!

Also, für mich stand ab diesem Zeitpunkt fest: Es ist erstrebenswert,


verkäuferische Fähigkeiten zu haben.

Warum sind nervende Verkäufer gar keine Verkäufer?


Aber die erste Frage, die ich hatte, lautete: Was genau muss ich denn
anstreben, was genau wäre der ideale Verkäufer? Also versuchte ich erst
mal verschiedene Leute zu befragen, was denn eigentlich die Definition
von „Verkaufen“ oder „Verkäufer“ sei. Die Definition aus dem Duden –
„jemand, der Waren oder Dienstleistungen verkauft“ – war alles andere
als befriedigend und in keiner Weise anwendbar. Nach viel Recherche
trug ich die (meiner Meinung nach) beste und vor allem anwendbare
Definition zusammen:

Ein Verkäufer ist eine Person, die bei einer Zielgruppe einen
vorhandenen Bedarf findet, vergrößert und/oder weckt und ihn
anschließend deckt.

Die Definition mag auf den ersten Blick etwas fad erscheinen, sie hat es
jedoch in sich. Ich begann nämlich auf einmal zu verstehen, warum mir
manche Verkäufer total auf die Nerven gingen (was auch der Grund ist,
warum Verkäufer in Deutschland so einen schlechten Ruf haben: Sie
kennen nicht diese Definition). Andererseits gab es Verkäufer, mit denen
ich mich sogar gerne privat getroffen hätte.

Die Antwort war einfach: Wenn jemand versucht, einen nicht


vorhandenen Bedarf zu decken, geht einem das auf die Nerven.

Wenn mich jedoch ein Verkäufer darauf hinweist, dass ich da einen
Bedarf habe (sofern es der Wahrheit entspricht), und mir dann dabei
hilft, das Produkt zu bekommen und zu kaufen, was wäre daran verkehrt?
Nichts, und zwar absolut gar nichts.

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Teil 2 – Kapitel 02

Ich nahm also diese Definition, checkte sowohl gute als auch schlechte
Verkäufer durch, und ja, diese Definition war korrekt. Verkäufer, die mir
auf die Nerven gingen und auch nicht wirklich Umsätze machten, ließen
sich durch diese Definition erklären. Ja, dadurch ließen sich sogar die
Schwächen aufzeigen: Lag die Schwäche beim Finden? Beim Wecken?
Beim Vergrößern? Oder beim Vorgang der Bedarfsdeckung?

Die vier Hauptschwächen schlechter Verkäufer


Natürlich könnte man allein über die Anwendung dieser Definition
ein ganzes Buch schreiben, und vielleicht tue ich das auch irgendwann
einmal, aber das würde diesen Rahmen sprengen.

Mir geht es einfach darum, dass du das grundlegende Handwerkszeug


bekommst, damit du im Leben erfolgreich und frei sein kannst, bei was
auch immer du tust.

Auch als Immobilieninvestor wirst du ohne verkäuferische Fähigkeiten


kläglich scheitern (du musst dich der Bank verkaufen, den Eigentümern,
von denen du ein Objekt kaufen möchtest, du musst den richtigen Preis
verkaufen, sowohl bei der Ankaufs- als auch der Verkaufsverhandlung
etc.).

Meine Erfahrung im Umgang mit Hunderten von Verkäufern hat


folgende vier Hauptschwächen gezeigt:

1. Schwächen bei der Bedarfsfindung (das ist der Hauptpunkt)

2. die Unfähigkeit, die Perspektive/Sichtweise des Gegenübers einzu-


nehmen,

3. „Features“ anstatt „Benefits“ zu verkaufen (wird nachfolgend


erklärt),

4. fehlende Führungsbereitschaft und zu wenig wohlwollende


Dominanz.

182 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
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Die zwei Hauptmotivationen des Menschen


Das Blöde an den oben genannten vier Punkten ist, dass sie sich gegen-
seitig verstärken. Drücken wir es aus wie mein Verkaufsmentor: „Ohne
Kittelbrennfaktor gibt es keinen Verkauf.“ Punkt! Vielleicht zunächst
zur Erklärung: Was ist ein „Kittelbrennfaktor“ (KBF)?

Grundsätzlich folgen wir alle zwei Arten von Motivation:


erstens Freude erlangen und zweitens Schmerz vermeiden.

Studien haben gezeigt, dass die Motivation „Schmerz vermeiden“


dreimal höher ist als „Freude erlangen“. Hierzu wurden exzessive Tests
gemacht und das kann man als Fakt hinnehmen – und davon abgesehen
auch bei sich selbst beobachten.

Je teurer also das Produkt (Immobilien sind nun mal größere Vermö-
genswerte), desto mehr wird Regel Nummer eins wahr: Ohne KBF kein
Verkauf. Es bedeutet einfach: „Wo brennt dem Interessenten der Kittel?“
( = Wo hat er dringenden Handlungsbedarf?)

Wenn du nicht deinen Schmerz vermeiden möchtest (zum Beispiel raus


aus der Sklaverei, aus dem Hamsterrad, aus den Zwängen etc.), dann
wirst du niemals die Motivation aufbringen, das Ganze durchzuziehen.

Meine Analysen haben gezeigt, dass die Leute sehr motiviert sind,
nachdem sie mal ehrlich ihren eigenen Rentenbescheid nachgerechnet
haben. Wenn sie sich einmal wirklich und genau anschauen, was sie
denn im Rentenalter tatsächlich netto, inflationsbereinigt und nach
Kranken- und Pflegeversicherung bekommen.

Diese Leute stellen dann fest, dass die Rente gemäß Rentenauskunft
eine Höhe von 2.800 Euro zum Renteneintritt hat. Nach allen Abzügen
(Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Steuer) und Kaufkraftverlust
bleiben jedoch nur etwas mehr als 900 Euro Kaufkraftwert übrig. Dieje-
nigen, die das wirklich verstanden haben, sind wie gesagt meist hoch

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Teil 2 – Kapitel 02

motiviert, etwas zu ändern und zum Beispiel Immobilien zu kaufen.


Hierzu habe ich auch ein Video auf meiner Website: „Die Zeitbomben
in deinem Rentenbescheid“. Es erklärt ganz genau, wie man sich seinen
eigenen Rentenbescheid anhand des Kleingedruckten nachrechnen
kann.

Der Kittelbrennfaktor
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die besten Verkäufer exzellente
Meister darin sind, bei Kunden wirklich den Engpass, den Schmerz-
punkt, eben den KBF herauszuarbeiten. Doch wie kann man das im
Leben anwenden?

Na ja, stell dir vor, du möchtest an einen VIP herankommen. Stell dir
vor, du wärest in der Lage, seinen KBF zu finden und ihm dafür eine
Lösung zu bieten (zum Beispiel Dauerstreit mit dem geliebten Kind).
Dann würde auch der meistbeschäftigte VIP hohes Interesse an einem
Termin mit dir haben. Dafür brauchst du natürlich verschiedene Skills
und Wissen. Aber allein aus dem, was du in diesem Buch bereits gelernt
hast und noch lernen wirst, oder den kostenlosen Videos auf meiner
Website: Sei dir sicher, du bekommst die Werkzeuge, um auch für die
größten VIPs „sexy“ zu sein.

Was mich früher nervte, mache ich heute selbst


Was meine ich mit der Unfähigkeit, sich in andere Menschen hinein-
zudenken? Hierzu eine kleine Geschichte aus meinem Leben: Ich hatte
früher oft Schwierigkeiten mit meinen Eltern. Viele ihrer Gesichts-
punkte fand ich als Jugendlicher kleinlich und übertrieben. So hat meine
Mutter oft einen Riesenaufstand gemacht, wenn ich mich beim Schuhe
Ausziehen mit den Händen an der weißen Wand angelehnt habe. Sie
meinte: „Hey, du machst die Wand schmutzig. Zieh die Schuhe gefälligst
aus, ohne die Wand zu berühren!“ Ich dachte mir damals: „Wie spießig!“

Heute habe ich selber Kinder und, wie du dir sicher vorstellen kannst,
auch jede Menge Wände. Und was ich unglaublich hässlich finde, ist,

184 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Kenne die Basics von Marketing und Vertrieb

dass sich um die Lichtschalter herum bräunlich-graue Schatten bilden.


Die können nach einer gewissen Zeit ziemlich eklig aussehen, obwohl
der Rest der Wand tipptopp erstrahlt.

Nachdem ich inzwischen weiß, was für ein Aufwand es ist, eine Wand
zu streichen (Möbel wegrücken, abdecken, Handwerker koordinieren,
die richtige Farbe auswählen, streichen etc.), kann ich heute diesen
Gesichtspunkt sehr gut nachvollziehen.

Kannst du wirklich durch


die Brille jeder Person schauen?
Gott sei Dank sagte mir mein Verkaufsmentor damals: „Alex, eine Sache
musst du verstanden haben: Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene
Sicht der Dinge. Und glaub mir, Leute machen mehr von dem Recht
Gebrauch, als dir bewusst ist.“

Ich fragte ihn: „Wie meinst du das genau?“ Er antwortete mir: „Nimm
diesen Aschenbecher hier vor dir. Es sind zwei ausgedrückte Kippen
darin, plus die entsprechende Asche. Jetzt frag mal zehn Leute, wie sie
diesen Aschenbecher finden, und du wirst wahrscheinlich zehn verschie-
dene Antworten bekommen.

Der eine wird sagen: ‚Der Aschenbecher ist total leer‘ (weil seiner immer
extrem voll ist),

der Nichtraucher wird sagen: ‚Wie eklig. Aschenbecher stinken‘,

ein sehr ordentlicher Raucher wird sagen: ‚Ich hasse es, wenn Aschenbe-
cher nicht sofort geleert werden‘,

ein Feuerwehrmann wird sagen: ‚Oh, Aschenbecher, wann wurden


eigentlich das letzte Mal die Feuerlöscher gewartet?‘, und

ein Hausverwalter wird sagen: ‚Igitt, da muss ich ja ganz oft die Wände
streichen lassen.‘“

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Teil 2 – Kapitel 02

Und dann begann ich zu verstehen. Ich hatte zeit meines Lebens den
Fehler gemacht, stillschweigend davon auszugehen, dass alle Leute die
Dinge so zu sehen hätten, wie ich sie sehe.

Und wenn jemand seinen eigenen Gesichtspunkt hatte (was sein gutes
Recht ist), dann fand ich den „blöd“. Nicht gerade schlau, oder?

An diesem Tag entließ mich mein Mentor mit dem Satz: „Alex, wenn
du es schaffst, die Fähigkeit zu kriegen (durch Übung), durch die Brille
jedes deiner Gegenüber schauen zu können, dann wird dein Leben
wohlhabend und wunderschön sein; wenn nicht, sehr frustrierend.“

Ich verstand: Natürlich, darum konnte ich meinem besten Freund


jede meiner Ideen „verkaufen“. Ich wusste ja genau, wie er tickt, und
deswegen war es so einfach. Da war er wieder, der Fisch, der das Wasser
um sich herum nicht wahrnimmt.

Features und Benefits


Was man grundlegend verstanden haben muss, ist, dass sich jeder
permanent die Frage stellt: „What’s in it for me?“ (Was bringt mir das?).

Wenn ich also einem Interessenten eine Bohrmaschine anpreise, ihm


die Wattzahl erkläre, die Umdrehungen pro Minute und all die anderen
feinen technischen Features, dann langweilt ihn das wahrscheinlich.

Warum will der Interessent denn die Bohrmaschine? Er möchte damit


etwas tun; er möchte damit ein Ergebnis erreichen. Und der Hand-
werker hat sicher ein anderes Ergebnis als der Geschäftsmann oder der
kaufmännische Angestellte im Auge.

Der schlaue Verkäufer würde also nicht die ganzen Produktfeatures


hervorheben, sondern erst einmal fragen: „Was soll die Bohrmaschine
denn können?“ beziehungsweise „Was haben Sie damit vor?“.

186 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Kenne die Basics von Marketing und Vertrieb

Und dann würde der Verkäufer herausfinden, dass der Kunde tatsächlich
Bilder aufhängen und dabei nicht seine ganze Wohnung und seine Klei-
dung versauen möchte.

Bilder ohne Schmutz aufhängen wäre also der Benefit (Vorteil, von lat.
„bene“ = gut und „facere“= machen, tun), das „What’s in it for me?“.

Die ganzen technischen Details wären Features ( = Produkteigenschaften).

Zu wenig wohlwollende Dominanz


Potenzielle Kunden erwarten von Verkäufern, dass diese Sicherheit und
Führung ausstrahlen. Verkäufer mit hohen Verkaufszahlen geben immer
klare Empfehlungen und führen ihre Interessenten im Ringen mit dem
„inneren Schweinehund“.

Produktverliebte Verkäufer
Und gerade Verkäufer machen immer wieder diesen Fehler. Sie kennen
sich ja so gut mit ihrem Produkt aus, dass sie den Gesichtspunkt des
Kunden vergessen. Dann langweilen sie ihn mit Details, die ihm nicht
helfen, sein Problem (KBF) zu lösen.

Wie vorher schon erwähnt, kann man über dieses Thema wahrschein-
lich mehrere Bücher schreiben. Aber tatsächlich werden diese Bücher
(wenn sie intelligent geschrieben sind) sich immer um die Definition des
Verkäufers (wie beschrieben) drehen, wie auch um die bereits genannten
Punkte 1 bis 4.

Im Anhang findest du Links zu verschiedenen Fragen, die dir dabei


helfen werden, Gesichtspunkte zu ergründen, Features von Benefits zu
unterscheiden und Kittelbrennfaktoren in Windeseile ganz leicht zu
finden.

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Teil 2 – Kapitel 02

Mein Mentor sagte damals zu mir: „Wenn du diese vier Eigenschaften


vollständig richtig draufhast, steht deinem Leben in Glück und Über-
fluss eigentlich nichts entgegen.“

Er sollte recht behalten.

Tipp: Ein Freund von mir, Dirk Kreuter aus Bochum, ist ein exzellenter
und vielfach ausgezeichneter Verkaufstrainer. Schau dir seine Videos an
oder höre seine Podcasts, da kann man viel lernen ...

Teste dein Verstehen:


+ Warum ist es sinnvoll, Verkaufsfähigkeiten zu entwickeln?
+ Was ist die Definition eines Verkäufers und welche vier Schwächen gibt es
üblicherweise, die Verkäufer erfolglos und nervig machen?
+ Welche beiden Motivationen haben Menschen und welche ist die stärkere?
+ Was genau ist der Kittelbrennfaktor?
+ Welche Fähigkeit macht dein Leben wohlhabend und wunderschön?
+ Nenne drei Produkte und beschreibe jeweils deren Features und deren Benefits.
+ 16 weitere Coachingfragen und Aufgaben, mit denen du ab jetzt deine Ziele
„verkaufst“, deinen Willen durchsetzt und endlich bekommst, was du willst,
findest du in meiner „90-Tage-Challenge“ (Workbook Nr. II, Seite 9).

188 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 08

Wie die Macht


mit dir ist

Ich liebe coole Überschriften. Aber Spaß beiseite. Langsam dämmerte


mir anhand der vorherigen Beispiele, dass ich vielleicht nicht die übli-
chen Fragen stellen sollte, die jeder stellt. Und vor allem, dass ich nicht
die üblichen Leute fragen sollte, die jeder fragt.

Ein ebenfalls sehr erfahrener Freund und Partner von mir meinte:
„Alex, das ist sehr schlau, denn die Leute, die wirklich etwas können in
Management, Marketing etc., stellen sich nicht für 5.000 Euro an die
Uni. Leute, die etwas können, machen eigene Projekte und tauschen
nicht Zeit gegen Geld.“ Hier gibt es sicher Ausnahmen, die das aus
Berufung tun, aber grundsätzlich hatte er sicher recht.

Außerdem hatten die vorherigen Beispiele gezeigt, dass die Lösungen für
viele geschäftliche und private Probleme oft in ganz anderen Fachgebieten
lagen, als man hätte denken sollen. Dass sich meine größten Business-
probleme nicht durch Volkswirtschafts- oder Betriebswirtschaftslehre
lösen lassen würden, sondern durch Philosophie oder Physik, hätte ich
nie für möglich gehalten.

Also machte ich es wie Steve Jobs, begann mich auch in ganz anderen
Branchen umzuschauen und nicht nur mit den „Business-Nerds“ zu
sprechen.

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Teil 2 – Kapitel 08

Die ultimative Erfolgsregel


Ich hatte Gott sei Dank trotz der Fehler, die ich alle machte, eine Eigen-
schaft, die mich (ohne dass ich es willentlich tat) von vielen anderen
unterschied. Ich war extrem zäh. Und ich hatte schon in der Schule
gelernt, dass der gewinnt, der den längeren Atem hat.

Das, was ich dir jetzt nachfolgend erklären werde, ist eine einfache
Erfolgsregel, die sehr leicht durchzuführen ist – auch ganz ohne persön-
liche Fähigkeiten. Man muss nur verstehen, was es ist und dass es
existiert.

Zunächst ein paar Definitionen aus der Physik


Zunächst muss ich allerdings ein wenig allgemeiner ausholen und wieder
zurück in die Physik marschieren: Wie wir vorher schon beim Thema
Geld festgestellt haben, ist die Definition von Energie: „Teilchen in
Bewegung“.

Ich war immer auf der Suche nach einer Methode, mit der ich meine
Ziele mit 100-prozentiger Zuverlässigkeit Wirklichkeit werden lassen
könnte. Und dazu muss man nur eine Sache wissen. Wirklichkeit werden
heißt eigentlich „sich materialisieren“.

Und somit wären wir bei der Definition von Materie: Materie ist
„verdichtete Energie“.

Würde man also in ein Stück Stein mit einem (bisher noch nicht
gebauten) Superelektronenmikroskop hineinschauen, so würde man
dort sehen, dass die Moleküle allesamt nur aus zusammengepresster
Energie bestehen.

Der Beweis dafür ist das (radioaktive) Metall Uran, aus dem man
Atombomben baut. Es hat eine spezielle Eigenschaft: Es ist nicht sehr
„beständig“. Was bedeutet, dass die energetischen Teilchen keine stabile
Bindung haben und leicht zerfallen (die Verdichtung der Energie ist

218 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wie die Macht mit dir ist

instabil). Hierbei wird Energie frei (Explosion). Das heißt vereinfacht


gesagt: Der Übergang zwischen Materie und Energie ist bei Uran „auf
der Kippe“.

Und das war das, was ich unbewusst richtig gemacht habe: Ich setzte
mir ein Ziel und richtete meine Energie darauf. Ich begann also darauf
hinzuarbeiten, meine Energie dort hinzuschieben und Aktionen in
Richtung Ziel zu unternehmen (Werbung, Anrufe, Termine, Planungen,
Ausarbeitungen etc.).

Ich ließ mich durch nichts frustrieren, sondern blieb immer am Ball.
Und nach vielen Rückschlägen (Rückschläge sind erstaunlicherweise
auch etwas ganz anderes, als man ursprünglich denkt – doch dazu später
mehr) machte es auf einmal wie magisch „Plopp“ und das Ziel war da
(hatte sich materialisiert).

Was will ich damit sagen? Halte dich an folgende gültige Gesetzmä-
ßigkeit und du wirst Dinge erreichen können, die dir bisher komplett
vorenthalten waren:

Richte deine Energie auf ein lohnenswertes Ziel und lasse sie lange
genug darauf, bis es sich materialisiert. Denn Materie ist ja verdich-
tete Energie.

Früher hatte ich auch einmal einen Spruch aufgeschnappt: „Setze dir
hohe Ziele, dann hast du die wenigste Konkurrenz …“ Und auch dieser
Spruch ergab für mich jetzt Sinn, aus zwei Gründen:

1. Die meisten Leute trauen sich große Ziele gar nicht zu, deswegen
gibt es da kaum Konkurrenz. Viele arbeiten an mittelmäßigen
Zielen, die aufgrund der hohen Konkurrenz viel schwerer zu errei-
chen sind.

2. Die, die sich die großen Ziele zutrauen, haben aber selten genug
Durchhaltevermögen. Sie können nicht lange genug Energie auf
das Ziel richten, bis es sich materialisiert.

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Teil 2 – Kapitel 08

Der Fehler, der gemacht wird


Wie läuft es in der Praxis, wenn man dieses Gesetz nicht kennt?

1. Man setzt sich ein Ziel.


2. Man beginnt auf dieses Ziel Energie und Aufmerksamkeit zu
richten.
3. Dann tauchen Probleme auf.
4. Man beginnt seine Aufmerksamkeit und Energie auf die Probleme
zu richten und vom Ziel wegzunehmen.
5. Die Probleme werden größer und die Hindernisse ebenso.

Es dauerte lange Zeit, bis ich erkannte, dass ich oft den Fehler machte,
meine Energie von den Zielen herunterzunehmen. Das geschah natür-
lich, ohne dass ich es merkte. Ich gab mich exzessiv dem Lösen von
Problemen hin, anstatt mein Ziel weiterzuverfolgen.

Tatsächlich zog ich damit meinem Ziel den Stecker. Stattdessen fing ich
an, die Probleme und Hindernisse mit Energie zu versorgen (die sich
dann durch meine eigene Energie immer mehr „materialisierten“).

Energie Energie

Ein Problem tritt auf

Problem

Ziel Problem
Ziel

Verdichtete Energie auf das Ziel wird das Fehler: Dem Ziel wird der Stecker gezogen. Die
Ziel „materialisieren“. Probleme dagegen „materialisieren“ sich immer
stärker, weil zu viel Energie darauf gerichtet wird.

220 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Wie die Macht mit dir ist

Ich weiß, das klingt etwas theoretisch. Aber schau doch mal aus diesem
Gesichtspunkt auf deine Erfahrungen der letzten Jahre. Könnte es sein,
dass du

» a) die Dinge nicht lange genug mit Energie versorgt hast,

» b) deine Energie auf die falschen Sachen gerichtet hast,

» c) die Energie vom ursprünglichen Ziel auf andere Sachen


gerichtet hast oder

» d) deine Energie gegen andere Energie gerichtet hast (den Rhein


flussaufwärts schwimmen)?

In den nachfolgenden Kapiteln werde ich dir mehr darüber erzählen,


wie du es schaffst, deine Energie weiter fokussiert zu halten und „den
Rhein in Richtung deiner Zielsetzungen umzuleiten“. Dort wird diese
Theorie dann auch mit konkreten Beispielen untermauert.

Teste dein Verstehen:


+ Warum musst du ein klar umrissenes Ziel möglichst lange mit Energie versorgen?
+ Wie kann das in der Praxis aussehen, „Teilchen in Richtung Ziel“ zu schieben?
+ Welchen Fehler darfst du niemals machen, wenn Probleme oder Ablenkungen
auftreten?
+ An welchen vier Fehlern kann es liegen, wenn du ein Ziel nicht erreichst?
+ Wenn du in Zukunft viel schneller deine Ziele materialisieren und deinen
Hindernissen die Luft herauslassen möchtest, solltest du außerdem die 15
weiteren Coachingfragen und Übungen auf Seite 28 aus dem Workbook Nr. II
der „90-Tage-Challenge“ bearbeiten.

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KAPITEL 10

Die
Sieben-Kontakte-Regel

D iese Regel ist das Fundament, auf dem ich mein doch sehr weitläu-
figes Netzwerk aufgebaut habe. Websitebetreibern ist diese Regel
sehr gut bekannt, nämlich dass der Interessent im Durchschnitt erst
beim siebten Besuch auf der Website kauft. Zunächst zur Regel. Diese
lautet:

Jeder neue Kontakt ist wie ein Reispflänzchen. Wenn du ihn zu


früh belastest, machst du ihn kaputt (am Reis ziehen). Ein Kontakt
braucht mindestens sieben Kontaktaufnahmen, bis er „reif“ ist. Erst
dann kann man anfangen, ihn mit „schwerer Kost“ zu belasten (zum
Beispiel um Gefallen fragen etc.).

Vielleicht hast du ja auch so einen Freund, von dem du jetzt schon ein
Jahr nichts mehr gehört hast. Nicht weil es Streit gab, sondern weil
beide einfach beschäftigt waren. Du rufst bei ihm an, weil du seine Hilfe
brauchst, kannst ihn direkt ansprechen ohne große Umschweife und er
sagt: „Ja klar, morgen bin ich da.“ So einen Kontakt würde ich in diesem
Sinne als „gereift“ bezeichnen.

Wie man es auf keinen Fall macht


Wie machen das die meisten Leute, wenn sie einen neuen Kontakt
(besonders schlimm bei VIPs) herstellen? So ist zum Beispiel Kris
Stelljes, einer der erfolgreichsten und bekanntesten Internetmarketer
im deutschsprachigen Raum, auf jedem seiner Seminare damit beschäf-

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Teil 2 – Kapitel 10

tigt, Anfragen abzuwehren. Die Leute zeigen ihm ihre Produkte und
Dienstleistungen und sagen Dinge wie: „Ich habe da ein cooles Produkt,
bewirb das doch mal …“ Diese Leute hätten lieber mal dieses Buch
(siehe „Kannst du wirklich durch die Brille jeder Person schauen?“ in
Teil 2/Kapitel 2) oder zumindest diesen Abschnitt hier lesen sollen.

Noch einmal: Direkte Anfragen à la „Hey, lass uns doch Geschäfte


machen“ beim ersten Kontakt sind immer zum Scheitern verurteilt (harte
Kost). Menschen machen Geschäfte mit Menschen, für Menschen. Und
natürlich bin ich in meiner Anfangszeit auch mit meinen Kontakten
umgegangen wie der Elefant mit der Ming-Vase im Porzellanladen.
Und genau das ist der Grund, warum ich dieses Buch schreibe: um
meine Leser davor zu bewahren, die gleichen, im Nachhinein betrachtet
unglaublich hirnlosen, Fehler zu machen wie ich.

Der Profinetzwerker
Aber kommen wir zur Umsetzung der Sieben-Kontakte-Regel. Ein Freund von mir
ist ein wirklicher Meister darin und geht immer folgendermaßen vor:

1. Sobald er einen neuen Kontakt findet, verfolgt er mit dem Erstkontakt nichts
anderes, als dass sein Gegenüber ein wenig besser drauf ist als vorher.

2. Direkt nach dem Gespräch schickt er eine SMS oder WhatsApp-Nachricht und
bedankt sich für das angenehme Gespräch.

3. Nach einer gewissen Zeit (auf keinen Fall zu schnell!) ruft er den Kontakt an und
vereinbart einen neuen Termin, mit dem Tenor: „Ich fand unser letztes Gespräch
so interessant und auch die Themen, über die Sie zu erzählen hatten. Ich hätte
da ein, zwei Ideen zu und ich würde gerne noch ein bisschen mehr von Ihnen
erfahren …“

4. Am dann stattfindenden Termin verfolgt mein Freund ausschließlich die Absicht,


den KBF (Kittelbrennfaktor, siehe entsprechendes Kapitel) oder den Engpass
seines Gegenübers zu finden. Er achtet auch immer darauf, dass er nur 30 %

230 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Sieben-Kontakte-Regel

spricht und sein Gegenüber 70 % sprechen lässt. Er stellt permanent Fragen mit
der Absicht, den „Denkkosmos“ (jeder hat seinen eigenen Gesichtspunkt und
seine Denkweise) des anderen zu ergründen.

5. Er überlegt sich zu Hause etwas zu dem Problem (KBF, Engpass etc.) seines
Kontaktes, macht sich Arbeit, recherchiert für ihn und kramt in seinen Assets
( = Werte, die man einsetzen kann, wird im Buch weiter hinten sehr detailliert
erklärt). Er tut das mit der Absicht, seinem Gegenüber wirklich helfen zu können
(damit unterscheidet er sich stark von allen anderen, die immer nur an sich und
ihren eigenen Gesichtspunkt denken).

6. Üblicherweise meldet sich der Kontakt dann von selber und bedankt sich. Mein
Freund sagt immer: „Wenn sich der Kontakt von sich aus meldet, ist das immer
ein gutes Zeichen des Reifeprozesses.“

7. Irgendwann wird ein Termin vereinbart mit dem Tenor: „Hey, es macht mir
wirklich Spaß, mit Ihnen zu arbeiten, sollen wir uns nicht mal zusammensetzen
und ein lockeres Brainstorming machen, wie wir vielleicht zueinanderkommen
können …“

Erst wenn dieser Prozess durchlaufen ist, kann man davon ausgehen, dass
eine gegenseitige Beziehung so gereift ist, dass man jetzt auch schwerere
Kost besprechen kann.

Jetzt mag dir ja vielleicht der Einwand kommen: „Das ist ja Manipula-
tion …“

So kann man das sehen. Man kann es aber auch so sehen, dass es einfach
die Anwendung von Wissen über menschliches Sozialverhalten ist, das
in unserer heutigen stressigen Zeit oft völlig vernachlässigt und vergessen
wird. Siehe hierzu den Abschnitt „Manieren“. Und auch beim Aufbau
von Netzwerken gilt das Prinzip: Geben ist seliger denn Nehmen.

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Teil 2 – Kapitel 10

Wenn du noch mehr über das Thema Netzwerken erfahren möchtest,


kannst du an meinem Gewinnspiel teilnehmen und durch die aktive
Weiterempfehlung meines Buchs den exklusiven Videokurs „Der
Power-Netzwerker“ erhalten.

Falls du außerdem wissen möchtest, wie du mit deinen neuen Netz-


werk-Partnern verhandelst, kannst du dir im Verbreitungsspiel auch
den Videokurs „Verhandeln wie der Pate“ verdienen. Mehr dazu unter:
http://www.alex-fischer-duesseldorf.de/gewinnspiel

Teste dein Verstehen:


+ Was ist mit „gereifter Kontakt“ gemeint und warum braucht es dafür sieben
Kontakte?
+ Wie genau verbrennt man Kontakte?
+ Zur Sieben-Kontakte-Regel habe ich 4 weitere Coachingfragen und Übungen
erstellt, die dir dabei helfen sollen, ein Power-Netzwerk aufzubauen. Schaue
dafür in meine „90-Tage-Challenge“ auf Seite 32 des Workbooks Nr. II.

232 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
KAPITEL 20

Die Königsdisziplin:
strategische Planung

L eider ist das Wort „Strategie“ das wohl meistmisshandelte im Wirt-


schaftsleben. Und ich kriege regelmäßig Schmerzen, wenn Leute
über „Strategien“ sprechen. Warum das so ist? Weil ganz normale opera-
tive/taktische Vorgehensweisen als „Strategie“ bezeichnet werden.

Unter anderem deswegen blieb mir die Macht des Werkzeuges strate-
gische Planung lange Zeit verborgen. Das führte auch dazu, dass ich
lange Zeit geniale Strategien nicht sehen konnte, was ich dir mit diesem
Abschnitt ersparen möchte.

Zunächst zum besseren Verständnis die Definitionen dazu, auf deren


Anwendung und genaue Verwendung ich dann im Nachfolgenden
eingehen werde.

Definitionen
Strategie von gr. „strategos“ = General, von „stratos“ = Armee und
„agein“ = führen, also der übergeordnete Gesichtspunkt, wie man unter
Ausnutzung der Ressourcen seine (militärischen) Ziele erreicht. Und das
bei minimalem Verlust und maximalen Gewinnen.

Planung = die allgemein formulierte, schlaue Vorgehensweise/Idee,


wie man einen Istzustand möglichst einfach in einen Idealzustand
verwandelt.

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Teil 2 – Kapitel 20

Wahre Expansion = das Ausdehnen des eigenen Einflussbereichs in der


Art und Weise, dass man das eroberte Gebiet anstrengungsfrei aufrecht-
erhalten kann.

Zweck von Strategie = einen Krieg zu gewinnen

Zweck von Taktik = eine Schlacht (als Teil des Krieges) zu gewinnen

Strategische Planung = die übergeordnete, allgemeine Planung, wie


man seine Ziele zu erreichen gedenkt. Hierbei achtet man sehr genau
auf den sinnvollen, cleveren und brillanten Einsatz eigener Ressourcen,
aber auch der Ressourcen und Strömungen, die in der Umgebung
vorhanden sind. Man verfolgt das Ziel, bestehende Energievektoren
(gerichtete Strömungen) zu koordinieren. Nämlich so, dass man bei
seinen Zielsetzungen Rückenwind bekommt, anstatt „gegen den Strom“
zu schwimmen. All das mit der Absicht, die eigene Planung möglichst
ressourcenschonend Wirklichkeit werden zu lassen, entgegen allen
Hindernissen.

Theorie? Nein, es ist Erfolgsdynamit ...


Klingt nach grauer Theorie? Glaube mir, es ist Dynamit. Lass uns also
einsteigen: Man kann das Thema Strategie nicht verstehen, wenn man
nicht weiß, wie es ursprünglich verwendet wurde: im Militär und in
der Kriegsführung. Genau genommen hat sich die Wirtschaft erst seit
der Industriellen Revolution mit Management und Strategie auseinan-
dersetzen müssen. Die zivile Managementkultur ist also gerade einmal
200 Jahre alt, während man im Militär auf Tausende Jahre an Erfahrung
zurückschauen kann.

Um dieses mächtige Werkzeug (strategische Planung) also verstehen zu


können, sollte man sich zunächst einmal anschauen, was ein General
in einer Armee für eine Aufgabe hat: Der General bekommt von seiner
Regierung (im Geschäft wäre das die Geschäftsleitung) eine Zielsetzung,
die es zu erreichen gilt. Bei Apple war es zum Beispiel im Jahr 2001 „den
Musikmarkt erobern“.

292 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Aber bleiben wir zunächst bei der militärischen Verwendung, da man


hier die ganze Sache am leichtesten versteht.

Ein politisch unkorrektes Beispiel,


das dir aber die Augen öffnen wird
Nehmen wir an, du wärest der Generalstabschef von Deutschland, also
der oberste Militärführer. Du würdest von der Regierung den Auftrag
erhalten, Frankreich zu erobern und zu besetzen.

Deine Aufgabe als General wäre es, einen circa zweiseitigen strategi-
schen Plan auszuarbeiten, wie man dieses Ziel mit möglichst geringen
Verlusten und wenig Kraftaufwand erreicht. Und das Ganze gemäß
obenstehender Definition, unter Vorhersehung möglichst aller Eventu-
alitäten und unter Einbeziehung bestehender Kräfte und Strömungen.

Weil du ein sehr schlauer General bist und dir deine Soldaten wirklich am
Herzen liegen, arbeitest du folgenden (wirklich fiesen) strategischen Plan
aus:

1. Zunächst werden wir uns bei Frankreich einschleimen und mit ihnen einen
Freundschafts- und Brüderschaftsvertrag schließen.

2. Gleichzeitig schicken wir Agenten nach Paris, die die Aufgabe haben, innerhalb
des Landes Unruhe zu stiften. Sie werden Widerstand, Demonstrationen und
Unruhen organisieren. Außerdem sollen diese Agenten oppositionelle und revolu-
tionäre Gruppen finanzieren, so dass innerhalb Frankreichs ein möglichst großes
Durcheinander gestiftet wird. Dies stellt sicher, dass Frankreich zu beschäftigt ist,
um zu merken, was hinter seinem Rücken abläuft.

3. Gleichzeitig schließen wir mit den Spaniern, die eine gemeinsame Grenze
mit Frankreich haben, einen Geheimvertrag. Wir wissen, dass die Spanier ein
hohes Interesse am Ausbau ihrer Marine haben. Darum versprechen wir ihnen
Folgendes: Ihr helft uns, Frankreich einzunehmen, und dafür bekommt ihr das
komplette französische Marineequipment.

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Teil 2 – Kapitel 20

4. Dann, wenn unsere Agenten im Inneren Frankreichs genug Durcheinander ange-


richtet haben, bitten wir die Spanier, ihre gesamten Panzer vor der französischen
Grenze aufzufahren und sich möglichst bedrohlich für Frankreich zu verhalten.
Frankreich wird natürlich (durch die inneren Verwirrungen geschwächt, die
Geheimdienstarbeit überlastet) sofort in Alarmbereitschaft versetzt werden.

5. Was werden die Franzosen machen? Natürlich – sie werden ihr gesamtes
Kriegsgerät (Panzer, Artillerie, Bataillone etc.) an der spanischen Grenze zusam-
menziehen. Da mit Deutschland ja ein Brüder- und Freundschaftsvertrag besteht,
wird man diese Grenze natürlich als sicher ansehen.

6. Jetzt würde Deutschland Frankreich kontaktieren, scheinheilig behaupten, wie


böse die Spanier doch seien, und seine Hilfe anbieten.

7. Die Franzosen wären natürlich begeistert und würden ganz freiwillig ihre deut-
sche Grenze für deutsche Panzer und Armeen öffnen.

8. Die deutsche Armee würde in aller Seelenruhe durch Frankreich marschieren und
dann auf Höhe von Paris über Nacht den Regierungssitz übernehmen. Sobald
sich also die Atomwaffenkontrollcodes in unseren Händen befinden, klären wir
den Schwindel auf nach dem Motto „Ätsch, reingefallen ...“.

Wie viele deiner Soldaten wären dabei wohl ums Leben gekommen?
Wahrscheinlich zehn. Sie hätten sich totgelacht ...

Nur zum korrekten Verständnis: Meine Partnerin ist Halbfranzösin und


ich liebe Frankreich. Trotzdem wird auf diese Weise (und glaube mir, das
läuft heute noch immer so) in militärischen Angelegenheiten gehandelt.

Man muss natürlich wissen, dass die Wissenschaft der Militärstrategie


schon Tausende von Jahren alt ist, während die organisatorische und
Business-Strategie erst seit wenigen Jahrhunderten in Anwendung ist.
Ich will dir auch mit diesem Beispiel keine Anregung zu hinterhältigen
Techniken, wie sie im Militär benutzt werden, geben.

294 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Meine Seminare über strategische Planung haben mir aber gezeigt, dass
das Fachgebiet am leichtesten über dieses Beispiel verstanden wird.
Wenn du jetzt noch einmal auf oben genannte Definitionen schaust,
wird dir ziemlich klar werden, was damit gemeint ist.

Die Apple-Strategie
Das beste Beispiel für strategische Planung gibt sicherlich die Firma
Apple. Nehmen wir mal an, Steve Jobs hätte bei seiner Rückkehr zu
Apple 1997 das strategische Ziel ausgerufen, „den PC-Markt zu
erobern“. Wäre Apple dieses Ziel ohne intelligente strategische Planung
angegangen, wäre es ein Desaster geworden. Menschen mögen keine
Veränderung, und warum sollte man sich vom altbekannten Windows
auf das meinetwegen praktischere, aber für die meisten User völlig neue
Apple-System umgewöhnen wollen?

Die genialen Schachzüge


Apple machte also Folgendes: Sie suchten sich einen gänzlich unbe-
setzten Markt (digitale Musik) und bauten nicht einen mp3-Player,
sondern einen gesamten „Musikkosmos“.

Dieser Kosmos beinhaltete, dass man 1.000 Songs in seiner Tasche


dabeihaben, alte CDs archivieren und Musik direkt online kaufen
konnte, die sich voll automatisch mit dem iPod synchronisiert. Apple bot
der Musikindustrie eine Lösung für die Probleme, die sie mit digitalen
Märkten hatte (Raubkopien, keine ausgereiften digitalen Vermarktungs-
möglichkeiten, Einsparung teurer Vertriebswege etc.).

Da der iPod toll designt und dank iTunes extrem leicht zu bedienen
war, wurde dieses Produkt der Verkaufsschlager. Das Ganze war aller-
dings auch nur deswegen möglich, weil Apple einen völlig neuen Markt
eröffnete (das ist übrigens eine strategische Richtlinie von Apple; diese
Firma geht nie auf Verdrängungsmärkte, sondern eröffnet immer eigene
Märkte).

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Teil 2 – Kapitel 20

So ging es auch mir. Ich kaufte mir relativ schnell den iPod. Ich hasste
es nämlich, CDs kaufen zu müssen, auf denen mich eigentlich nur
ein Song interessiert, oder dass ich mir meine Musik nicht individuell
zusammenstellen konnte. Zumindest nicht ohne illegale Downloads.

Einige Zeit später kam das iPhone heraus, als Apple wieder durch eine
Innovation und einen kompletten Kosmos (Musik, Video, Apps und
E-Books) den Telefonmarkt komplett aufrollte. Während Nokia 20
verschiedene Modelle hatte (weil Leute ja individuelle Telefone wollten),
löste Apple das Problem anders.

Apple baute das iPhone so, dass es sich jeder selbst individuell gestalten
konnte. Das gefiel den Usern viel besser, und für Apple war es sehr
vorteilhaft, da die Entwicklungskosten für individuelle Prototypen sehr
hoch sind. Und es hat natürlich Vorteile, nur ein Modell entwickeln zu
müssen anstatt 20. Außerdem kann man natürlich bei einem Produkt
exzellenter sein, als wenn man seine Produktdesigner auf 20 Produkte
aufteilen muss.

Ich wehrte mich damals noch gegen das iPhone, da ich die physische
Tastatur des Nokia Communicator bevorzugte. Doch als immer mehr
Freunde mir zeigten, was für coole Apps es gab, von finanzmathemati-
schen Rechnern bis zu Computerspielen etc., war mir irgendwann klar,
dass jeder Widerstand zwecklos war. Also kaufte ich mir ein iPhone. Die
Bedienung war für mich sehr leicht, da ich ja über den iPod schon an
iTunes gewöhnt war (sehr schlau!).

Hier benutzt Apple übrigens die gute, alte Rockefeller-Strategie:


Verschenke die Öllampe und verdiene am Öl (Rockefeller wurde damals,
als es noch keine Elektrizität gab, reich damit, Öllampen zu verschenken
und das tatsächliche Geld mit der Belieferung mit Öl zu verdienen).

Einige Zeit später kam das iPad heraus, das die logische Weiterentwick-
lung des iPhones war. Natürlich kaufte ich mir das auch, da ich mich
auch hier nicht umstellen musste. Als ich dann mein Loft ausbaute,
fragte mich der Elektriker, ob ich auch gerne „Video on Demand“ hätte.

296 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Ich sagte: „Klar!“ Auf seine Frage, welches System wir denn gerne
nutzen möchten (das der Telekom, eines anderer freier Anbieter oder
Apple-TV), fragte ich ihn, was denn Apple-TV genau wäre.

Er sagte mir: „Es ist das Gleiche wie ein iPad. Die Basis ist iTunes und
die Bedienung erfolgt über das TV-Gerät und eine Fernbedienung.“
Da ich mir bisher gar nicht vorstellen konnte, wie andere „Video on
Demand“-Systeme funktionieren, entschied ich mich natürlich für
Apple-TV. Es war ja wie iTunes ...

Irgendwann brachte Apple immer mehr Funktionen heraus, wie iCloud,


automatische Backups etc. Ich stellte fest, dass die Apple-Systeme dann
am besten zusammenarbeiten würden, wenn ich auch ein MacBook
hätte. Und so war ich bereit, den Aufwand der Umstellung von Windows
auf Apple hinzunehmen. Steve Jobs hatte mich also in ganz kleinen
Schritten von einem mp3-Player- zum Apple-Vollnutzer gemacht. Sehr
schlau.

Weitere geniale Strategien von Steve Jobs


Aber das war nicht die einzige schlaue Strategie: Steve Jobs wusste natür-
lich, dass elektronische Geräte nur so gut sind wie die Software darauf.

Nokia löste dieses Problem, indem es Hunderte festangestellte Program-


mierer hatte, die Software für die eigenen Telefone programmierten.
Das war teuer und musste aufwendig gemanagt werden. Die Arbeit war
natürlich mittelmäßig, da die Programmierer auch nur mittelmäßig
motiviert waren. Sie tauschten nämlich Zeit gegen Geld.

Und deswegen machte Steve Jobs beim iPhone Folgendes: Er ließ ein
paar Apps programmieren, zur Demonstration der Möglichkeiten
des iPhones (Taschenrechner, Aktienkurse, Wetter etc.). Doch anstatt
Hunderte Programmierer einzustellen, fokussierte er sein Team auf nur
zwei Dinge:

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Teil 2 – Kapitel 20

1. einen extrem leicht zu bedienenden App Store zu programmieren,


2. ein Programmierer-Werkzeug zu programmieren, mit dem fremde
Leute nach Lust und Laune Software produzieren können. Er
hatte nämlich herausgefunden, dass es auf der ganzen Welt sehr
viele kreative Programmierer mit tollen Ideen gab, die jedoch alle
ein Problem hatten: keine Vertriebswege für ihre Software. Wie
sollten sie ihre tollen Programme und Apps verkaufen?

Jobs machte also Folgendes: Er stellte einen Marktplatz (iTunes und App
Store) zur Verfügung und ein Programmiertool, mit dem es sehr leicht
war, Apps zu programmieren. Dieses Programmiertool hatte einen Preis
von 450 Dollar und sorgte am ersten Abend dafür, dass 80 Millionen
US-Dollar Einnahmen aus dem Verkauf entstanden.

Wie genial ist das denn? Anstatt sich Fixkosten mit unmotivierten
Programmierern ans Bein zu binden, spannte er einfach alle Program-
mierer der Welt ein, kostenlos Software zu programmieren, die die
Produkte von Apple immer attraktiver machten.

Er sparte sich nicht nur die Kosten für die Softwareentwicklung, nein,
er verdiente auch noch Geld am Programmiertool. Und sobald eine App
über den App Store verkauft wird, kassiert Apple 30 %. Das Lustige
dabei ist aber, dass alle Beteiligten extrem happy sind, weil es Jobs einfach
genial verstand, die unterschiedlichen Bedürfnisse perfekt miteinander
zu verknüpfen. Und in der Mitte aller Verknüpfungen sitzt: Apple.

Ich habe mich sehr lange damit beschäftigt, sämtliche Strategien Apples
auszuknobeln, um von ihnen zu lernen. Ich denke, ich kenne inzwischen
90 %, jedoch würde deren Behandlung den Rahmen dieses Buches weit
sprengen und wäre Stoff für ein getrenntes Buch.

Bill Gates: Durch nur eine geniale Strategie zum Milliardär


Bill Gates von Microsoft brachte im April 1981 die Version 1.0 von
MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) heraus. MS-DOS war das
Vorgängerbetriebssystem des späteren Microsoft Windows (das genau

298 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

genommen auch ein wenig von Apple abgekupfert wurde). Bill Gates
hatte einem anderen Programmierer die Grundversion von MS-DOS,
die damals anders hieß, für 50.000 US-Dollar abgekauft.

Diese Software stellte er dem damaligen Marktführer für Personal


Computer, IBM, zu einem recht günstigen Preis zur Verfügung. Er
konnte IBM davon überzeugen, dass es wesentlich schlauer wäre, seine
PCs von Anfang an mit einem Betriebssystem auszustatten. Zu diesem
Zeitpunkt war es nämlich üblich, bloß die reine Hardware auszuliefern.

Er erklärte den Managern von IBM, dass sie sich viel größere Märkte
erschließen könnten (nicht nur von Computerfreaks, da man ja Infor-
matiker sein musste, um einen Computer überhaupt mal zum Laufen zu
kriegen), auch den breiten Markt der allgemeinen User. Das überzeugte
IBM, und „zufällig“ hatte er auch schon eine Lösung dafür … Der Rest
ist Geschichte.

Anstatt also mit MS-DOS loszumarschieren, eigene Vertriebsstrukturen


aufzubauen, Werbung zu machen etc., übernahm er in gewisser Weise
einfach die bestehende riesige geschäftliche Infrastruktur von IBM.
IBM verkaufte nämlich mit seinen Tausenden Außendienstmitarbeitern
und über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen mal so ganz nebenbei das
Microsoft-Produkt. Ohne diese Strategie wäre Bill Gates nur ein kleiner
Fisch mit einer mittelmäßig erfolgreichen Softwarefirma.

Die Oprah-Strategie
Weißt du, wer aktuell die mächtigste Frau der Welt ist? Nein, es ist nicht
die amerikanische First Lady, sondern es ist die amerikanische Talk-
show-Moderatorin Oprah Winfrey. Warum, fragst du dich jetzt?

Ganz einfach: Oprah ist inzwischen so einflussreich, dass, wenn sie einen
amerikanischen Präsidentschaftskandidaten favorisiert, er mit an Sicher-
heit grenzender Wahrscheinlichkeit gewinnen wird. Wie hat sie das
geschafft? Wenn man weiß, dass Oprah aus ganz einfachen, niedrigen
Verhältnissen kam, ist das umso verwunderlicher.

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Teil 2 – Kapitel 20

Oprah hat jedoch eine einzige Strategie seit Jahren konsequent gefahren:
Wenn man prominente Persönlichkeiten interviewt, strahlt ein Teil der
Prominenz und Öffentlichkeitswirksamkeit auf den Interviewer ab.
Wenn man dann noch als Interviewer darauf achtet, dass man seinen
Interviewpartner stets gut dastehen lässt, so zieht einen dies automatisch
mit nach oben.

Würdest du zum Beispiel ein professionell produziertes Video-Interview


mit einem Prominenten aufnehmen und der Prominente würde in einem
sehr guten Licht dastehen, was würde dieser dann machen? Richtig – er
würde dieses Video an seine Kontakte weiterleiten. Und wen sehen seine
Kontakte neben ihm? Richtig. Sie würden dann dich sehen.

Natürlich hat Oprah nicht bei Präsidentschaftskandidaten angefangen


(wie auch, ohne Namen am Anfang?), sondern vielleicht erst einmal bei
Bürgermeistern. Und so hat sie sich dann Stück für Stück von Bürger-
meistern zu Senatoren bis zu Präsidentschaftskandidaten hochgearbeitet
(bzw. bei Schauspielern von C-Promis über B-Promis zu A-Promis …).
Du siehst also, fast alle großen Erfolgsgeschichten haben immer eine
Strategie, ohne die sie nie so groß geworden wären.

Ich habe in den letzten 15 Jahren 27 Hauptstrategien isolieren


können, plus die dazugehörigen Grundlagen und Fundamente.
Daraus ist eine elfseitige Checkliste entstanden, anhand derer
man sein Leben und sein Business strategisch überarbeiten kann.
Inzwischen muss ich feststellen, dass in letzter Zeit kaum noch neue
Strategien dazugekommen sind. Sämtliche neuen Erfolgsmodelle
scheinen immer nur eine Kombination dieser Hauptbausteine zu
sein.

Um ehrlich zu sein, ist mein Lieblingsfachgebiet strategische Planung


und schlaue Strategien zu entwickeln, so dass man extrem leicht an
sein Ziel kommt. Wenn dich dies auch interessiert, dann schau mal
auf meine Website. Denn dort werde ich diese strategische Checkliste
in Form eines Videokurses veröffentlichen, der jeden einzelnen Punkt
genau erklärt.

300 Reicher als die Geissens – Mit null Euro Startkapital in fünf Jahren zum Immobilien-Millionär
Die Königsdisziplin: strategische Planung

Resümee von Teil 1 und 2 dieses Buches:


Du siehst also, Erfolg hat sehr viel mit Wissen, Strategie und Durchhalte-
vermögen zu tun. Tatsächlich sind der Erfolg und das daraus resultierende
Geld in keiner Weise anrüchig. Das denken nur die Ahnungslosen, die
einfach nicht wissen, was alles hinter einem großen Erfolg steht. Sie sehen
nur die Spitze des Eisberges.

Du hast jetzt schon etwas mehr als die Spitze des Eisberges gesehen,
jedoch konnte ich in dieses Buch nur etwa 5 % dessen packen, was es
meiner Meinung nach zu wissen gibt.

Du musst auch nicht alles wissen. Wie viel, hängt natürlich davon ab,
welche Ziele du verfolgst und wo du irgendwann mal sein möchtest.
Wenn du aber diesen Content bisher cool fandest, dann kann ich dir
versichern, dass das, woran ich gerade an meiner Seite baue, dir wirklich
Spaß machen wird.

Dort will ich nämlich zu allen Sektionen des Lebens gemäß Pareto die
wichtigsten Informationen zusammentragen, die ich alle persönlich auf
Anwendbarkeit und Durchführbarkeit getestet habe. Jetzt hast du all
die Grundlagen, um gemäß Teil 3 dieses Buches die Geldmaschine
erfolgreich bauen und betreiben zu können.

Teste dein Verstehen:


+ Wie lauten die sechs unumgänglichen Definitionen, die du zu „strategischer
Planung“ kennen solltest?
+ Warum ist es sinnvoll, sich mit „strategischer Planung“ auseinanderzusetzen,
wenn man nicht „den Rhein flussaufwärts schwimmen“ möchte?
+ Liste fünf schlaue Strategien auf, die du kennst.
+ 14 weitere Coachingfragen und Übungen zum Kapitel findest du auf Seite 55
der „90-Tage-Challenge“ im Workbook Nr. II. Wenn du es vorziehst smart zu
sein, statt ein schwitzender „Galeerensklave“, solltest du diese durcharbeiten.

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