Sie sind auf Seite 1von 20

M aga zi n ru n d u m di e Ga rt engesta lt u ng C Ausga be 1 · 2011

2 Editorial

L iebe Leser,
jedes Jahr sehnen wir uns am Ende des Winters
Wie wäre es in diesem Jahr mit einer Schönheitskur für Ihren Garten? Mit einem üppig blü-
henden Staudenbeet, wo jetzt noch Rasen ist? Mit einem Wasserspiel, das Sie mit seinem
sanften Plätschern an lauen Sommerabenden begleitet? Mit einem Weg, der Ihnen ganz neue
nach Farbtupfern im Freien. Bewundern die auf- Blickwinkel auf Ihren Garten eröffnet? Schon kleine Veränderungen haben eine große Wirkung.
geweckten Frühblüher wie Krokusse und Schnee- Ob Umgestaltung oder Neuanlage: wir helfen Ihnen, Ihren Traum von der Oase im Grünen zu
glöckchen, die tapfer den letzten Nachtfrösten verwirklichen. Lassen Sie sich von den »GartenVisionen« inspirieren.
trotzen. Freuen uns über Tulpen, Narzissen und Stiefmütterchen, die im März die Gartensaison Viel Freude beim Lesen wünschen Ihnen Ihr
eröffnen. Und beobachten bis zum Sommer beinahe täglich, wie der Garten immer mehr von
seiner Pracht entfaltet. Schon die Perser wussten: „Man muss nicht sterben, um das Paradies
zu sehen, wenn man einen Garten hat.“ Albrecht Bühler & Team
Editorial .....................................  2
I n h a lt

3
Zwie be lpflanze n

Frühlingserwachen ....................  4

GA RT EN W EGE

Zielführend ................................ 6

B RUNN EN UN D WA S S E R L Ä U F E

Wasser gibt Kraft......................  10

FRISCHES AUS DEM GARTEN

Da haben wir den Salat! . ........  12

SALAT…

Rezepte .....................................  13

RO SEN

Blühender Hofstaat ..................  14

BAUMPFL EGE

Sommerschnitt .........................  17

GEWINNSPIEL

Rätsel…haftes . ...........................  18 HERZLiCH


WilLkommen
Impressum.............................. 18

Kontakt . .................. R ückseite


44 Z wie b e l p f l a n ze n

Frühlingserwachen W interlinge, Schneeglöckchen und kung hat. Grün-weiß panaschierte Pflanzen


Krokusse bringen schon im Febru- wie der weißbunte Hartriegel (Cornus alba
ar erste Farbakzente in den tristen, spät- „Elegantissima“)  oder  entsprechende
winterlichen Garten und künden vom na- Funkien wie Hosta „Francee“ finden ihr
henden Frühling. Gefolgt von Kleinblumen­ farbliches Pendant in den Blüten der Tulpe
zwiebeln wie Schneeglanz, Blausternchen „Spring Green“ und dem Zierlauch Allium
und frühen Wildtulpen steigert sich bis nigrum, dessen weiße Blütenbälle beim Öff-
Anfang April die Blütenfülle, bis schließ- nen grünlich schimmern.
lich prächtige Hyazinthen, Narzissen und Interessante Pflanzenbilder entstehen
Tulpen zusammen mit dem frischen Grün auch durch die Benachbarung von farblich
des Staudenaustriebs den Frühling mit aller auffälligem Laubaustrieb und Blüten, die
Macht einläuten. Wenn Anfang Mai die letz- damit harmonieren. Faszinierend wirkt die
ten Tulpen zusammen mit späten Zwiebel- beinahe schwarze Tulpe „Queen of Night“
pflanzen wie Zierlauch, Steppenkerze oder vor dem metallisch glänzenden dunkelroten
Prärielilien ihre Blütenpracht mit den ersten Laubaustrieb einiger Pfingstrosensorten.
Staudenblüten mischen, entsteht ein Feuer- Zusammen mit filigranem, bronzefarbenem
werk an Farben und Formen, das vor dem jungem Laub des Roten Zierfenchels (Foeni-
überall sprießenden Grün besonders gut culum vulgare „Atropurpureum“) entsteht
zur Geltung kommt. eine fast mystische Gartenstimmung.
Damit das gewünschte Bild erzielt wird, Neben Ton-in-Ton-Pflanzungen sind auch
sollten die Zwiebelpflanzen in großer Anzahl kräftige Farbkontraste sehr wirkungsvoll.
verwendet werden. Durch eine fein abge- Die bereits erwähnte „Queen of Night“
stimmte Benachbarung von Zwiebelpflan- und die leuchtend orangefarbene, lilien-
zen, Stauden und Gehölzen lassen sich an- blütige Tulpe „Ballerina“ steigern sich ge-
Wer im Herbst
sprechende Pflanzenbilder entwerfen, bei genseitig in ihrer Wirkung. Ein Blickfang
Blumenzwiebeln ins denen sich der Blick aufs Detail lohnt. in jeder Staudenrabatte ist der Zierlauch
Beet gepflanzt hat, Sehr attraktiv sind Ton-in-Ton-Pflan- (Allium), dessen Arten und Sorten von April
kann von Februar bis zungen, bei denen sich Blatt- und Blüten- bis Juli Blütenbälle in verschiedenen Größen
Mai zusehen, wie der farben von Stauden und Blumenzwiebeln und Farben ausbilden. Wichtig: Damit Sie
harmonisch ergänzen. Ein klassisches sich im Frühjahr an der Blütenfülle erfreuen
Garten Stück für Stück
Thema ist der „Weiße Garten“, der mit den können, müssen die Zwiebeln im Herbst ge-
erwacht und seine Farben Grün und Weiß eine beruhigende Wir- steckt werden. Norbert Mückschel
Farbenpracht entfaltet.
Z wie b e l p f l a n ze n

Rosa Blütenträume: Tulpe „Blenda“


zwischen den rosa-weißen Blüten
des „Tränenden Herzens“ (o.) und
Sternkugellauch (Allium christoph), der
die hellrosa Pfingstrosen umspielt (r.)

Wer beruhigendes Weiß mag, wird die


Kombination der Tulpe „Spring Green“
und Hosta „Francee“ lieben (o.m.).
Farbharmonie und Formenkontrast
machen die Mischung aus Zierlauch
(Allium nigrum) und Hartriegel (Cornus
alba Elegantissima) interessant (o.r.)

Liebhaber kräftiger Farben werden von


der fast schwarzen Tulpe „Queen of
Night“ inmitten des orangefarbenen
Blütenmeeres (Tulpe „Ballerina“)
begeistert sein (S.4). Ein Klassiker, der
von April bis Juli blüht, ist der Zierlauch
(ganz rechts).
6 Zielführend

<

Fließend geht der


Weg in die Fläche
und die Fläche in den
Weg über.
G a r t e n wege

7
K ein Weg ohne Ziel“, lautet ein
Leitspruch in der Gartenge-
staltung. Das kann ein Sitzplatz sein,
Das heißt: kein Schwung ohne
Grund. Dieser mag in einer Rich-
tungsänderung liegen oder in der
ein Teich, ein Beet oder schlicht und Notwendigkeit, den Weg an ei-
einfach die Garage, die man auf nem Teich, Beet, Baum oder Haus
> einem möglichst festen Untergrund vorbeizuführen.
Anderer Belag –
andere Wirkung:
Beton, Kies, Holz, erreichen möchte. Der Wahl einer Form folgt die
alte Gehwegklinker
und Naturstein
Wege sind oft mehr als die kür- Wahl des Materials. Für gepflaster-
(von oben)
zeste Verbindung zwischen zwei te Wege eignen sich Natursteine,
Punkten. Sie gliedern den Garten. Klinker oder Betonsteine. Es gibt
Je nachdem, was gewünscht ist, sie in vielen Größen, Farbvarianten
können sie Flächen teilen oder ver- und mit unterschiedlichsten Ober-
binden. Die Kunst ist es, einen Weg flächen. Die Materialien lassen sich
so anzulegen, dass er den Gesamt- auch gut kombinieren.
eindruck des Gartens unterstreicht. Ein weiterer beliebter Belag ist
Zunächst einmal gilt es, die Kies. Damit sich keine Kiesel in an-
Form des Weges zu bestimmen. grenzende Beete und Rasenflächen
Nicht jeder gerade Weg ist eintönig verirren, sollte unbedingt an eine
und nicht jeder geschwungene Pfad Randbefestigung gedacht werden.
romantisch. Ein eher ungewöhnliches Ma-
Schon Fürst Pückler warnte in terial für Wege ist Holz. Da es bei
seinen „Andeutungen über Land- Feuchtigkeit rutschig wird, sollte
schaftsgärtnerei“ davor, Wege an- man es möglichst nur in sonnigen
zulegen, die sich „wie eine auf den Bereichen verwenden. Da Holz ein
Stock gezogene Schlange fortwäh- Naturmaterial ist, ist seine Lebens-
rend zu drehen brauchen.“ Viel- dauer begrenzt. Gleiches gilt für
mehr sollten sie „mit Leichtigkeit Rindenmulch. Dieser wirkt in natur-
< und Zweckmäßigkeit die Biegungen nahen Gärten sehr schön, der Belag
machen müssen, die nötig sind, um muss jedoch regelmäßig erneuert
In Norddeutschland
sind Ziegel ein den Gegenständen zu folgen.“ werden.
Klassiker für
Gartenwege
8 G a r t e n wege

<
< >

Schlicht und schön Hier gehen Weg


Porphyr, Carrara und passt ein Belag und Pflanzungen
Granit schwungvoll aus Kies zu jedem immer wieder
verlegt Gartenstil ineinander über

>>

Kiesfläche:
gut begehbar dank
Großformatplatten
(oben Mitte)

>> >>>
Harmonisches
Stufen und Pali­saden Muster, das gut
aus hellem, Platten zum nostalgischen
aus dunklem Granit Sitzplatz passt
(unten Mitte) (ganz rechts)
G a r t e n wege

9
10
W raft
asser
K gibt

U m zu entspannen und neue


Energie zu tanken, genügt oft
schon ein sanftes Plätschern. Brun-
nen, Quellsteine und
Wasserbecken finden
Wasser belebt und auch in kleinen Gärten
Platz. Wer es klassisch
beruhigt. Mit
mag, entscheidet sich stahlkubus. So findet sich für jeden
Brunnen, Quell- vielleicht für einen nos­ Gartenstil das Richtige. Wer beweg-
steinen und Wasser- talgischen Brunnen oder tes Wasser längere Zeit genießen
becken kann man ein  Wasserbecken aus will, kann sich diesen Wunsch mit Rin-
sich auch auf kleinem Naturstein.  Verspielte nen erfüllen. Sie können Terrassen
Gemüter mit einem Fai- umranden oder an Mauern entlang-
Raum an der Kraft des
ble für mediterrane Gar- führen. Auch der Wasserfall erlebt
Wassers erfreuen. tengestaltung  werden gerade eine Renaissance – in Form
bei Wandbrunnen  aus von Wasservorhängen, die in Mau-
Marmor, Bronze oder Gusseisen ern und Wände installiert sind. Für
fündig. Zum japanischen Garten viele Wasserspiele müssen Schläu-
passen Brunnen aus Bambus. che verlegt und Pumpen eingebaut
Quellsteine sind längst nicht werden. Landschaftsgärtner wissen
mehr nur aus Stein. Das Material, nicht nur, wie sich das technische
dem das erquickende Nass ent- Zubehör sicher und frostfrei verlegen
springt, reicht vom durchbohrten lässt, sondern planen und realisieren
Findling über die Keramikkugel bis mit viel Kreativität und Know-how
zum auf Hochglanz polierten Edel- Ihren Wassergarten.
<
Bru n n e n & W a sser l äu f e

11
<

<
Sprudelndes Nass Einen Hauch
kommt wie von Asien bringt das
Zauberhand aus Bambusrohr in den
der Mauer Garten Dank ausgeklügelter
Technik ergießt sich
das Wasser hier als
sanfter Schleier

< >
>
Kunstobjekt und Das Wasser wird
Wasserspiel in aus der Granitkugel Inspirationen von
einem: Brunnen aus in die Wasserrinne der LGS Rosenheim:
Edelstahl geleitet Wasserbecken mit
Überlauf in einen
Teich
12 Frisc h es a us de m G a r t e n

Da haben wir den


Salat schmeckt und
ist gesund, vor allem,
wenn er ohne lange
Lagerung direkt nach
der Ernte gegessen
wird. Im Garten lässt
S alate lassen sich grob einteilen in Sor-
ten, die Köpfe bilden (Eissalat, Kopf-
salat) und sogenannte Pflück- oder Schnitt-
salate, deren Blätter von außen nach innen
geerntet werden. Die meisten Salate fühlen
sich in lockerem, humosem Boden wohl,
S
alat!
saat von Mitte Juni bis Mitte Juli
direkt ins Freiland. Nachsaaten im Abstand
von etwa drei Wochen sichern die Ernte über
mehrere Monate. Endivie lässt sich von Au-
gust bis in den Spätherbst hinein ernten.
er sich relativ einfach
brauchen ausreichend Wasser, mögen aber Pflücksalate wie Eichblatt und Lollo Ros-
anbauen.
keine Staunässe. Faustregel bei der Aussaat: so können ab Anfang April im Freiland gesät
Reihen im Abstand von etwa 30 cm, die werden. Bei den Sorten darauf achten, wel-
Jungpflanzen dann etwa 25 bis 35 cm che für den Frühjahr- und für den Sommeran-
auseinandersetzen. bau geeignet sind. Eichblattsalat wird bis in
Zu den bekanntesten Salatsorten gehö- den Herbst hinein geerntet.
ren Kopfsalat, Eisbergsalat, Endivie sowie Feldsalat sorgt im Herbst und Winter für
Eichblatt- und Feldsalat. Kopfsalat ist der Vitamine. Ausgesät wird er im April und im
Essbare Blüten wie
Klassiker unter den Salaten. Er kann von August/September (Hauptaussaatzeit). Die die Kapuziner-
kresse bringen
Anfang April bis in den August hinein gesät Ernte erfolgt von Oktober bis Mai. Dabei die fröhliche Farbtupfer
in den Salat
werden. Hohe Temperaturen können sich al- Blätter nicht ausreißen und darauf achten,
lerdings negativ auf die Keimung auswirken. mit der Schere nicht zu tief zu schneiden. >
Ein wenig unempfindlicher ist Eissalat, Wer sich das Ausdünnen der ausgekeim-
der feste, kompakte Köpfe bildet. Die Sa- ten Pflanzen sparen will, kauft Setzlinge
men werden von April bis Ende Juli ins Beet beim Gärtner und setzt sie in den vorgege-
gesät, die Köpfe sind von Juni bis Oktober benen Abständen ein. Achtung: Die meisten
erntereif. Beim Endiviensalat gibt es glatt- Salatsorten mögen es nicht, bis „zum Hals“
blättrige und krause Sorten. Ideal ist die Aus- in der Erde zu stecken.
F
rühlingssalat mit Blüten
R eze p t e

S ommersalat mit
Knoblauch-
13
1. In einem Schälchen Essig, Senf und Honig
Croûtons 1. Für den Salat den Knoblauch schälen, durch
die Presse drücken und gut mit Tomatensaft,
gut verrühren. Das Öl langsam dazugießen und
Essig und Honig verrühren. Das Öl unterschla-
gründlich unterschlagen. Mit Salz und Pfeffer
gen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Basilikum-
kräftig würzen. Den Borretsch waschen,
blättchen von den Stängeln zupfen und grob
trockenschütteln, fein zerschneiden und
zerschneiden, unter das Dressing mischen.
unterrühren.
2. Den Römersalat zerpflücken, waschen und
2. Rucola, Portulak und die Frühlings- oder
in breite Streifen schneiden. Den Rucola
Wildkräuter waschen und grobe Stiele entfer-
waschen und harte Stiele abschneiden. Toma-
nen. Möhre schälen und mit dem Sparschäler
ten waschen und in dünne Spalten schneiden,
zu Spänen abziehen. Die Radieschen
Stielansätze entfernen.
waschen und in Scheiben schneiden.
3. Für die Croûtons das Brot in etwa 1 cm gro-
Die Blüten vorsichtig waschen.
ße Würfel schneiden. Knoblauch schälen und
3. Rucola, Portulak und die Frühlings- oder Wild-
fein hacken. Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
kräuter mit der Vinaigrette mischen, dann
Brotwürfel, Knoblauch und Pinienkerne dazuge-
Möhre und Radieschen locker unterheben.
ben und unter Rühren bei mittlerer Hitze knusp-
Mit den Blüten dekorieren und servieren.
rig braun braten. Vom Herd nehmen.
E1NKAUFSL1STE 1 Bund Radieschen 4. Römersalat, Rucola und Tomaten mit dem
Zutaten für 8 Personen: 1 großer Bund Frühlings- Dressing mischen.
3 EL B alsamico bianco E1NKAUFSL1STE 1 Bund Basilikum Die warmen Croûtons
oder Wildkräuter
1 TL D ijon-S enf Zutaten für 4 Personen: 1 Römersalat darauf verteilen, sofort
(z.B. Sauerampfer, Brun- 1 Bund Rucola
1 TL Honig Für den Salat servieren.
nenkresse, Kerbel, Löwen- 2 große Fleischtoma ten
1 Knoblauchzehe
6 EL D istel- oder Olivenöl zahn) Für die Croûtons
100 ml Tomatensaft
5 Blätter Borretsch 12-16 essbare Blüten (z.B. 1 EL Rotweinessig 3 dicke Scheiben Weißbrot
1 Bund Rucola Kapuzinerkresse, Gänse- 1 EL Honig 1 Knoblauchzehe
300 g Portulak blümchen oder Veilchen) 4 EL Olivenöl 4 EL Olivenöl
1 große Möhre Salz, Pfeffer 3 EL Pinienkerne
Salz, Pfeffer

Diese und weitere Rezepte finden Sie in »Salate« von Tanja Dusy, erschienen in der Reihe »GU-Küchenratgeber« (Verlag Gräfe und Unzer; 7,99 Euro; ISBN: 978-3-8338-0326-0)
14 R o se n

Was ist die Königin ohne ihren Hofstaat?


Unter den Stauden gibt es viele Begleiter,
die die Schönheit der Rosen besonders
hervorheben.

D ie aus unzäh-
ligen Blüten-
blättern perfekt ge-
getaucht in Silber, bekommt durch die Beimischung
einiger magentafarbener Kronenlichtnelken (Lychnis
coronaria) einen besonderen Pfiff.
formte Rosenblüte mit Bei Ton-in-Ton-Pflanzungen ist es wichtig, dass der
ihrem betörenden Duft Farbharmonie ein starker Kontrast der Formen gegenüber-
begeistert seit Jahrhun- steht. Die Vielfalt unterschiedlicher Blüten- und Blattformen
derten die Pflanzenliebha- bringt die nötige Spannung. Zarte Blütenschleier von Frauen­
ber aller Länder. Die Ästhe- mantel (Alchemilla mollis) oder Bergminze (Calamintha nepeta) um-
tik der Rosenblüte lässt sich hüllen üppig gefüllte Rosenblüten. Davon heben sich deutlich die
noch steigern, wenn man sie kerzenartigen Blütenstände von Rittersporn (Delphinium), Fingerhut
mit Stauden kombiniert. (Digitalis) und Ehrenpreis (Veronica longifolia) ab.
Klassisch wirken rosa blühen- Farbliche Harmonie und Kontrast bei der Form bilden im Herbst

B
de Rosen und Blütenstauden in auch rosa blühende Rosen in Kombination mit den rostroten Blüten-
verschiedenen Blau- und Lilatönen tellern der Fetthenne (Sedum telephium „Herbstfreude“). Sie bringen
und silberlaubige Stauden. Laven- zusammen mit dem tiefen Purpurrot von Aster novae-angliae „Purple

Lühender
del, Katzenminze und andere Stauden Dome“ kräftige Farbtöne ins Beet, die gut zum kräftigen Rosa der
mit silbrigem Laub ergeben zusammen Rose „Rosarium Uetersen“ passen.

H
mit blau und lila blühendem Salbei, Storch- Extrem spät blühende Astern wie zum Beispiel Aster novi belgii.
schnabel und den lindgrünen Blütenwolken „Blaue Nachhut“ oder Aster ericoides „Schneegitter“ begleiten mit

ofstaat des Frauenmantels attraktive Pflanzenbilder.


Mit einer durchgehenden Blüte von Mai bis No-
vember begeistern neue blaue Storchschnabelsorten
ihrem Schleier bis in den November hinein die letzten Rosenblüten.
Mit dominanten Gräsern wie der Rutenhirse (Panicum virgatum „Reh-
braun“) oder dem Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) las-
wie Geranium „Rozanne“ oder Geranium „Jolly Bee“ und sen sich im Herbst Akzente setzen, die bis in den Winter hinein erhalten
umspielen die Rosenblüten vom Frühsommer bis zu den ers- bleiben. Raureif verzaubert die letzten Rosenblüten und die filigranen
ten Frösten. Das Arrangement aus Rosa-, Blau- und Lilatönen, ein- Gräsergestalten zu märchenhaften Winterbildern. N. Mückschel
R o se n

15

• Sie läutet die Rosensaison ein: die Pfingstrose


(S. 14)
• Klassische Rosenbegleiter sind Nelken und Rittersporn
(o.l.)
• Kontrastreich wirken Rose und Silberdistel
(o.2.v.l.)
• Üppig und romantisch mutet die Pflanzung aus
verschiedenen Stauden und Rosen an (o.)
• Lila ist nicht nur in der Mode eine beliebte Trendfarbe.
Hier kuscheln sich Polsterglockenblumen mit weißen
Rosenblüten zusammen (o.r.)
• Träume in lila und rosa: Pfingstrosen mit Frauenmantel
und Storchschnabel (r.), als Kontrast dazu die
geraden Blütenstände des Salbeis (l.)
16

Eine vielseitige Ausbildung an einem Arbeitsplatz draußen in der Natur.


Teamarbeit im Grünen, die wachsende Werte schafft.

Der Beruf Landschaftsgärtner bietet viele interessante Perspektiven.


Infos im Internet u n t e r :
w w w.landschaftsgaertner.com
B a u m P f l ege

17
S

Schon
ommerschnitt

gehört?
F rüher hatten die Landwirte
im Sommer keine Zeit, sich
um ihre Obstbäume zu kümmern.
che“. Örtliche Baumschutzsatzun-
gen und die Regelungen des be-
sonderen Artenschutzes müssen
Bis heute hält sich hartnäckig der jederzeit beachtet werden.
Glaube, dass Bäume zwischen Für qualifizierte Unternehmen,
dem 1. März und dem 30. Sep- die sich auf Baumpflege speziali-
tember grundsätzlich nicht ge- siert haben, gehört die Rücksicht
schnitten werden dürfen. Das ist auf Brüter und Jungvögel zur täg- Links eine Buche vor, und
rechts nach dem Beschnitt
nur bedingt richtig. lichen Arbeit. Ein Baum mit be-
Das  Bundesnaturschutzge-
wohnten Vogelnestern wird erst
setz verbietet unter anderem,
beschnitten, wenn die Brut flügge Wichtiges im Überblick
Bäume außerhalb gärtnerisch
ist.
genutzter Grundflächen zwischen
Mittlerweile haben Baumbio-
März und September abzuschnei-
logen festgestellt, dass die Reak-
den oder auf den Stock zu setzen.
tionen eines Baumes auf Schnitt-
Zulässig sind jedoch schonende
Form- und Pflegeschnitte, um den stellen in der Zeit von April bis
September  deutlich  positiver ❦
Zuwachs der Pflanzen zu beseiti-
gen oder um die Bäume gesund sind als in den übrigen Monaten.
zu erhalten. Die Bäume haben mehr Kraft, die ❦
Was Baumfällungen angeht, Wunden heilen besser und sind re-
sind die Vorschriften in jedem Bun- sistenter gegen Pilzbefall. Bäume
desland unter­schiedlich. Grund ist im Sommer zu schneiden ist also ❦
die Interpretation des Begriffes biologisch sinnvoll und unterstützt
„gärtnerisch genutzte Grundflä- deren Gesundheit.
18 G E W I NN S P I E L · I m p ressu m

IMpressum
Organisation · Redaktion · Abwicklung:

R ätsel … haftes?!
Raten Sie mit und gewinnen Sie! Unter allen Einsendungen mit dem 4c-textprojekte
richtigen Lösungswort verlosen wir einen Beratungs- oder Produkt- Susanne Wannags
gutschein im Wert von ca. 50 Euro. eMail: info@4c-textprojekte.de
Tel.  08193  9987949
Schreiben Sie das Lösungswort auf, das sich aus den roten Ziffern
Gesamtgestaltung · Grafik · Layout · Satz:

Mitmachen und gewinnen! ergibt und schicken Sie es bis 1. Juli 2011 per eMail oder Postkarte an
uns (Adresse siehe Umschlag).
SiNNBILDL!CH
Thomas Maria Pichler
eMail: mail@sinnbildli.ch
1 2 3 4 5 6 7 Tel.  08193  9987947
Lektorat:

                            
8 9 10 11
Peter Botzler, München

12 12 13 14
Bildnachweise
Umschlag: BGL (Titelbilder); Innenteil:
15 5 16 9
Seite 3: Thomas M. Pichler (Meyer zu

17 18 7 19 20 Hörste); Seite 4/5: Norbert Mückschel;


Seite 6: Albrecht Bühler „Baum & Garten“;
21 22 23 24 Seite 7: „braun – Ideen aus Stein“;
Carolin Tietz „Blitzart“ („Garten und
25 26 27 28 so“/2), Susanne Wannags (1), T. Pichler
(Meyer zu Hörste/1, Uphoff Gärten/1);
8 29 6 30 31 3 32
Seite 8/9: C. Tietz (2), S. Wannags
(J. Aengen-Eyndt „Alles Grüne“/1, Bern-
33 34 35 36 10
hard Heid/1), Lemonia Tsouridis (1); Seite
10/11: T. Pichler (LGS Rosenheim/2;
37 38 1
Andreas Krappweis „Private Gardens“/1,

39 40 41 42 13 Meyer zu Hörste/1); C. Tietz („Glöckle


Gärten“/1,  MGM/1); A. Bühler „Baum &
roten 43 44 45 46 47 Garten“ (1); Seite 12: www.pixelio.de
(2: K. Bouda[1] und M. Gade [1]),
Das Lösungswort heiSSt … 48 11 49 T. Pichler (1); Seite 13: T. Pichler (1);
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Klaus M. Einwanger (2); „Gräfe und
50 4 2
Unzer“/Jörg Lehmann (1); Seite 14/15:
N. Mückschel; Seite 17: VGL Nieder-
sachsen-Bremen (2), T. Pichler (Uphoff
Gärten/1); Seite 18: T. Pichler (LGS
Rosenheim)
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.
GARTEN V ISIONEN 2 0 1 1

19
Kontakt

Unsere
Gärtenmachen glücklich!
Albrecht Bühler Fon 07022 36060
Baum und Garten Fax 07022 37270
Hindenburgstr. 67 eMail info@baum-und-garten.de
72622 Nürtingen Web www.baum-und-garten.de