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1.

) Definition Demokratie: Allgemeine Wahlen / Gewalteinteilung / Grundrechte / Kontrolle der


Regierung / Pluralismus1 / Minderheitsschutz

Für Dummies: Demokratie ist die Regierungsform, mit der du seit Jahren lebst!

a) Merkmale der direkten Demokratie

 Volksabstimmung über Gesetze, Sachfragen und Personen


 laufende Kontrolle der Regierung
 wichtige Entscheidungen werden vom Volk direkt getroffen

Nachteile:

 Konsequenter Regierungskurs oder tief greifende Reformen sind schwierig durchzusetzen, da


über alle Entscheidungen abgestimmt wird.
 Förderung von Populismus2

Für Dummies: Jedesmal wenn eine wichtige Entscheidung getroffen werden muss (z.B. neues
Gesetz), bestimmt das Volk und nicht die Politiker über das Ergebnis. Die Politiker sind in der direkten
Demokratie die Esel und das Volk hat die komplette Macht. Schön nicht? Ääääähhhh NEIN! Denn bei
jeder wichtigen Entscheidung, müssen wir immer unser Arsch hochbewegen und wählen gehen. Das
kostet zu viel Zeit, Geld und Nerv. Außerdem ist das Volk manchmal so bekloppt und emotional
drauf, das sie öfters auch mal die falsche Entscheidung treffen könnten. Zum Beispiel dank dem
Einfluss der Bild Zeitung ;-).

b) Repräsentative Demokratie

 Wahl von Volksvertretern / Abgeordneten


 Entscheidungen werden durch gewählte Vertreter gefällt, die aber nicht weisungsgebunden
sind
 Kontrolle der Regierung durch den Bürger findet hauptsächlich durch Wahlen statt

Nachteile:

 Bürger haben zwischen den Wahlen kaum Einfluss auf politische Entscheidungen
 Bei knappen Mehrheitsverhältnissen schwerfällige Entscheidungen durch Zwang
Kompromissen

Für Dummies: Sowie in Deutschland, als auch in vielen anderen Ländern herrscht eine repräsentative
Demokratie. Wir wählen genau die Volksvertreter aus, die unsere Interessen vertreten. So gehen wir
nur alle paar Jahre wählen und um den Rest kümmern sich dann die Politiker. Leider sind manche
Volksvertreter Arschlöcher und verfolgen lieber ihre eigenen Ziele als unsere. Und solange wir keinen
Aufstand wie in Ägypten anzetteln, müssen wir warten bis deren Amtszeit vorbei ist und wir wieder
neu wählen dürfen.

1 Pluralismus beschreibt die Idee des friedlichen gleichzeitigen Vorhandenseins verschiedener Systeme, Interessen, Ansichten und
Lebensstile. 2 Populismus bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre
Zwecke instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.
c) Wer macht eigentlich Politik?

Parteien, Bürgerinitiative, Wahlen, Interessenverbände, Medien,

wirken auf den deutschen Bundestag (Mitglied des Deutschen Bundestages) ein

d) Wie können die Bürger auf die Politik mitwirken?

 Mitglied in einer Partei werden


 Bürgerinitiative
 Wahlen
 Demonstrationen
 Petition

Somit kann ein Bürger Einfluss auf den Parlament, die Regierung und Verwaltung nehmen.

Für Dummies: Jeder der sein Arsch hochkriegt und genug Macht ausübt, nimmt Einfluss auf die
Politik.

2.) Gewaltenteilung

Legislative Exekutive Judikative


(gesetzgebende (ausführende Gewalt) (rechtsprechende Gewalt)
Gewalt)
Bundesebene Bundestag Bundesregierung Bundesverfassungsgericht
Landesebene Landtag Landesregierung Oberlandesgericht
Kommunale Ebene Gemeinderat Landratsamt Amtsgericht

Die Gewaltenteilung gibt es, damit nicht ein Organ alleine über die komplette Staatsgewalt verfügt.
Ansonsten Gefahr einer Alleinherrschaft.

3.) Entscheidungswege der Demokratie

 Bundestag wählt Bundeskanzler, Bundesverfassungsgericht (2/3 Mehrheit) und kontrolliert


die Massenmedien.
 Bundeskanzler wählt Bundesminister.
 Bundesverfassungsgericht kontrolliert Bundestag und Bundeskanzler.
 Die Massenmedien kontrollieren alle.
4.) Föderalismus

Definition: Wenn die Bundesregierung und die Bundesländern eng zusammenarbeiten, nennt man
dies Föderalismus. Ein Zusammenschluss von Bund und Land so zu sagen.

Wie ist die Gesetzgebungszuständigkeit zwischen Bund und Ländern geregelt?

Der Bund ist ausschließlich für Verteidigung und Außenpolitik zuständig. Er hat also das Recht zur
ausschließlichen Gesetzgebung. Auch die Bundesländer haben das Recht auf eine ausschließliche
Gesetzgebung. Dies Recht macht sich in der Schul- und Bildungspolitik bemerkbar. Zusätzlich haben
die Länder das Recht auf eine konkurrierende Gesetzgebung. Dies bedeutet, dass jedes Bundesland
das Recht hat, seine eigenen Gesetze zu verabschieden, außer der Bund macht schon Gebrauch von
diesen Gesetzen.

Nennen sie die (Haupt-) Aufgabe und Zusammensetzung des Bundesrates!

Mitwirkung an der Gesetzgebung des Bundes

Von besonderem Gewicht ist die Mitwirkung des Bundesrates im Gesetzgebungsverfahren. Kein
Bundesgesetz kommt zustande, ohne dass der Bundesrat damit befasst war. Viele Gesetze können
sogar nur dann in Kraft treten, wenn der Bundesrat ihnen ausdrücklich zustimmt.

Zusammensetzung

Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern/Vertretern der Landesregierungen. Insgesamt können im


Bundesrat zur Zeit 69 Stimmen abgegeben werden. Wie viel Stimmen welches Bundesland hat, ist
abhängig von der Bevölkerungszahl (3-6 Stimmen). Alle 16 Bundesländer sind vertreten.

Welches Gremium kann der Bundesrat bei Einwänden gegen vom Bundestag beschlossene Gesetze
„anrufen“? Wie setzt es sich zusammen?

Es kann der Vermittlungsausschuss angerufen werden. Dieser besteht aus 16 Abgeordneten des
Bundestages und 16 Mitgliedern des Bundesrates (ein Mitglied für jedes Bundesland).

Welche zwei „Gesetzesformen“ kann man unterscheiden?


Zustimmungsgesetz: Der Bundesrat hat ein absolutes Vetorecht. Verweigert er also seine
Zustimmung, ist das Gesetz gescheitert.

Einspruchsgesetz: Der Bundestag kann den Einspruch des Bundesrates mit absoluter Mehrheit
überstimmen.

Wie kann der Bundesrat parteipolitisch instrumentalisiert werden?


Im Bundesrat könnten sich Anhänger von bestimmten Parteien befinden. Wenn zum Beispiel die SPD
ein Gesetz verabschieden will und in Bündnis mit mehreren Vertretern der Landesregierungen steht,
hat sie somit einen Vorteil, da sie schon die Stimmen der Vertreter hat.
5.) Der Bundesrat (kurz)

 Bundesrat wählt die hälfte der Mitglieder vom Bundesverfassungsgericht


 96 Stimmen können abgegeben werden
 Höchstmögliche Stimmenzahl (abhängig von der Einwohnerzahl) für ein Bundesland im
Bundesrat sind 6 und ein Land kann seine Stimmte nur einheitlich abgeben
 Bundesrat vertritt die Interessen der Bundesländer
 Landesregierung bestimmt, ob ein Bundesland im Bundesrat zustimmt oder ablehnt.

6) Bund und Länder: Zuständigkeiten in der Gesetzgebung

Ausschließliche Gesetzgebung (Bund)

 Passwesen
 Staatsangehörigkeit
 Verteidigung

Ausschließliche Gesetzgebung (Länder)

 Kulturpolitik
 Schul- und Bildungspolitik
 Zulassung von Hörfunk und Fernsehen

Konkurrierende Gesetzgebung (Bund und Länder)

 Bürgerliches Recht
 Versammlungsrecht
 Strafrecht und Strafvollzug

Rahmengesetzgebung (Aufgaben der Länder. Bund legt jedoch die Rahmenbedingungen fest)

Presserecht

Hochschulrecht

Raumordnung
6.) Parteien

 Vereinigung von Bürgern


 Mitglieder nur natürliche Personen
 Vertretung des Volkes
 Bändeln die Interessen der Mitglieder
 Erstellen Parteiprogramme
 Schlagen Lösungen für politische Probleme vor
 Durchführung von Wahlkampf und –programmen (Kandidatenaufstellung)
 Anregung für die Gesetzgebung, Vertretung der Bürger
Übernahme von Regierungsverantwortung

Bürger wählen Landestag und Bundestag. Landestag wählt Ministerpräsident. Bundestag wählt
Bundeskanzler.

7.) Das Geld der Parteien

Die Parteifinanzierungen setzten sie aus folgenden Bereichen zusammen: Mitgliedsbeiträge,


staatliche Mittel, Spenden, sonstige Einnahmen