Sie sind auf Seite 1von 13

The Wayback Machine - https://web.archive.org/web/20101123024844/http://dillum.

ch/html/geschichtskritik_chronol…

Die behauptete Geschichte vor dem letzten Viertel des 18.


Jahrhunderts ("Altertum", "Mittelalter", "Neuzeit") hat nichts mit
sicherem Wissen zu tun, sondern ist historische Mythologie.

Der Löwe von Stavros (Kantza), östlich von Athen


Illustration aus: Hans Rupprecht Goette: Athen - Attika - Megaris; Köln 1993, Tafel
20.2

_______________________________________________________________________________

Die Geschichtserfindung behauptet, diese frei liegende Löwenfigur stamme aus


dem "4. Jahrhundert vor Christus",  sei von den "alten Griechen" geschaffen
worden und ursprünglich Teil des "Grabes von Demosthenes" gewesen.
Geschichts- und chronologiekritische Überlegungen lassen das Alter des Löwen
von Kantza auf rund 300 Jahre schätzen.

Und geschaffen wurde die Plastik von den damaligen Herren von Attika, den
Franken, Norditalienern, Aragonesen oder Katalanen.

Westeuropäer haben das "antike Griechenland" geschaffen.

Ein wichtiges Argument der Geschichts- und Chronologiekritik ist


Pompeji:

Die Kunst, die in dieser Stadt gefunden wurde, ähnelt einem späten
Mittelalter, der Renaissance und teilweise auch schon dem frühen Barock. -
Diese Stile aber gehören m.E. in das zweite Viertel oder zweite Drittel des
18. Jahrhunderts.

Also ist die Stadt Pompeji erst vielleicht in den 1730er Jahren
verschüttet worden.
Für Einzelheiten vgl. Die Matrix der alten Geschichte

und

Der Vesuv ist überall

Ferner den Artikel von Andreas Tschurilow (2009): http://www.ilya.it


/chrono/pages/pompejidt.htm

Die Geschichts- und Chronologiekritik geht von folgenden Grundeinsichten aus:

· Unser Wissen über die Vergangenheit der


menschlichen Kultur und der Erde allgemein ist
beschränkt.

· Je weiter wir in die Vergangenheit hinabsteigen,


um so ungenauer und unsicherer werden unsere
Kenntnisse.

· Jenseits einer bestimmten Zeitschwelle verliert


sich die Geschichte in der Geschichtsnacht.

· Das herrschende Geschichtsbild über die älteren


Zeiten ist falsch.

· Die Chronologie der älteren Zeiten ist falsch. Die


Zeitstellungen für die Vergangenheit des
Menschengeschlechts und der Erde sind absurd
überzogen.

· Die menschliche Kulturentwicklung ist in kurzen


oder verkürzten Zeiträumen zu sehen. Das gilt
auch für die Erdgeschichte.
Bereits kurz nach der Schöpfung der uns erhaltenen Schriftlichkeit – nach
meinem Dafürhalten im frühen 18. Jahrhundert, weniger als dreihundert Jahre
vor heute – hat es Kritik an der eben geschaffenen Geschichte gegeben.

Vor allem ist Voltaire zu nennen, der an verschiedenen Stellen die eben
geschaffene antike und mittelalterliche Geschichte als einen absurden Unsinn
geißelte.

Im 19. Jahrhundert gab es wohl Ansätze und einzelne Kritiken an der alten
Geschichte, aber keine systematische Geschichtskritik.

Als erster hat der englische Kirchenhistoriker Edward Johnson 1894 in The
Pauline Epistles eine zusammenfassende Kritik der alten Geschichte vorgelegt.
Nach ihm ist die antike und mittelalterliche Geschichte eine Schöpfung von
Mönchszirkeln, die in bestimmten Klöstern in Italien, Frankreich und England
ihre pseudohistorischen Schriften schufen.

Johnson sah als erster auch eine chronologische Geschichtsschwelle. Nach ihm
begann die glaubwürdige Geschichte im 2. Drittel des 16. Jahrhunderts.

1902 publizierte der Schweizer Philologe Robert Baldauf seine 100-seitige


Broschüre Historie und Kritik. Darin kam er auf Grund von ausgewählten
Vergleichen von alten lateinischen, griechischen und deutschen Texten zum
Schluß, daß die gesamte biblische, antike und mittelalterliche Literatur eine
Fälschung sei, die in einem einzigen Jahrhundert geschrieben wurde.

Gustav Friedrichs erkannte in seinem Buch Die Geschichtszahlen der Alten


sind Kalenderzahlen (1910) zuerst, daß die Jahrzahlen der antiken und
mittelalterlichen Geschichte nur eine sinnbildliche Bedeutung hatten.

Mit Die Fälschung der deutschen Geschichte (1935, ND 2000) hat der deutsche
Jurist und Historiker Wilhelm Kammeier die schriftliche historische
Überlieferung auch im Detail widerlegt. Nach ihm sind alle mittelalterlichen
Chroniken und Urkunden klerikale Fälschungen oder Verfälschungen.

In späteren Schriften und Büchern hat Kammeier auch den Beginn der
europäischen Geschichtsfälschung zu bestimmen versucht: Diese habe am
Anfang des 15. Jahrhunderts, nach dem avignonesischen Exil der Päpste
begonnen.

Der endgültige Durchbruch der Geschichts- und Chronologiekritik im heutigen


Sinne gelang seit den frühen 1990er Jahren dem russischen Mathematiker und
Statistiker A. Fomenko. Dieser empfing seinerseits Anregungen von dem
Landsmann N. Morozov, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts biblische Schriften
analysierte.

Fomenko analysierte mit mathematisch-statistischen Mitteln die wichtigsten


Erzählungen der antiken und mittelalterlichen Geschichte und erkannte, daß
diese auf wenige, etwa vier Textbücher zurückgingen, die sich in den
verschiedensten behaupteten Zeiträumen wiederholten.

Die alte Geschichte besteht nach Fomenko demnach aus Geschichten,


Personen und Epochen, die sich in allen Erzählungen wiederfinden. Daraus
ergeben sich die typischen Isomorphismen, Duplizitäten oder Parallelitäten
in den verschiedenen historischen Textbüchern.
Bei der Analyse von (pseudo-)historischen Personen etwa gilt es nach Fomenko
die verschiedensten Mitteilungen zu berücksichtigen: Herkunft, Lebensdauer,
Dauer der Regierungszeit, Todesumstände, Familie, Taten, usw.

Fomenko hat seine Werke in Russisch publiziert. Jedoch sind seine wichtigsten
Arbeiten auch in englischer Übersetzung zugänglich. Grundlegend ist die
zweibändige Empirico-statistical analysis of narrative material and ist
applications to historical dating (1994) und seit 2003 die auf sieben Bände
angelegte History: Fiction or Science? (bisher vier Bände erschienen).

In den frühen 1990er Jahren entwickelte sich auch im deutschen Sprachraum


eine Kritik und Neubetrachtung der alten Geschichte und sogar der
Erdgeschichte.

In einem mißglückten Ansatz versuchte Heribert Illig die Karolingerzeit und


mit ihr 300 Jahre mittelalterlicher Geschichte als fiktiv zu entlarven: Karl der
Grosse (1996).

Der freie Forscher Uwe Topper bot in verschiedenen Büchern interessante


Beobachtungen, vornehmlich zur Vorgeschichte, Philologie und
Kunstgeschichte, die eine Verkürzung und Verjüngung der menschlichen Kultur
nahelegten.

Topper entlarvte auch wichtige kunsthistorische Fälschungen, wie etwa den


Pergamon-Altar und Schliemanns „Schatz des Priamus".

Christian Bloess und Hans-Ulrich Niemitz legten in verschiedenen Büchern


eine Verkürzung der Erdgeschichte und der Menschheitsgeschichte dar. Auch
widerlegten sie die naturwissenschaftlichen Datierungsmethoden (C 14,
Dendrochronologie, usw.) als Unfug (C 14-Crash, 1997; Ceno Crash, 2000: Wie
alt ist das Menschengeschlecht? 1996).

Der Physiker Eugen Gabowitsch erfüllte eine wichtige Funktion in der


geschichts- und chronologiekritischen Szene, indem er von Karlsruhe, dann von
Berlin aus eine Plattform für Interessierte schuf, Kongresse und Vorträge
veranstaltete, Verbindungen zu ähnlichen Bestrebungen in Osteuropa schuf
und einen direkten Kontakt mit Fomenko und seinen Anhängern in Rußland
herstellte.

Herwig Brätz aus Rostock liefert zu einem Teilgebiet, den alten Städtebildern,
wertvolle Hinweise. Denn bekanntlich sind die Grundrisse der alten Städte
enigmatisch angelegt; sie enthalten Tier- oder andere Figuren und Sternbilder.
Diese Bilder geben Aufschluß auf die Entstehungszeit und auf die
Gedankenwelt der Erbauer.

Seit etwa 1990 verfolgte der Autor als Historiker die entstehende
geschichtskritische Szene in Deutschland.

Ab 1995 untersuchte er besonders die gallorömische Vergangenheit der


Schweiz und entdeckte dort die Chronologie als ebenso gleich wichtiges
Element wie die Kritik an der behaupteten Geschichte der älteren Zeiten.

Ab 2000 nahmen des Autors Erkenntnisse über die alte Geschichte Form an und
führten zu konkreten Vorstellungen über Geschichte, Vorgeschichte und
Chronologie. Diese erlaubten es, die Ergebnisse in Büchern niederzuschreiben.

Für die allgemeine Geschichtskritik ist vor allem das Werk Die Matrix der
alten Geschichte. Analyse einer religiösen Geschichtserfindung (2006,
Ergänzte Neuauflage in Vorbereitung) maßgebend.

Zentral ist in dem Werk neben der Quellenkritik, der Kritik an den
Zeitstellungen die Erkenntnis, daß die Geschichtserzählungen nach
Blaupausen, nach einer Matrix komponiert sind, die sich in allen historischen
Texten der älteren Zeit wiederfinden.

Gegenüber Fomenko und anderen, die nur Geschichtswerke untersuchen, hat


der Autor den Vorteil, daß er auch lokale und handschriftliche Quellen
betrachtet. Dies verschafft ihm einen Vorteil an Detailkenntnis.

Die besondere Berücksichtigung der engeren Umgebung führte auch dazu, daß
die anderen Werke des Autors einen engeren Horizont betrachten, also die
Schweiz und dort wieder besonders Bern.

Die Wissenschaft der Geschichts- und Chronologiekritik war neu, die


grundlegenden Erkenntnisse kamen nach und nach, und das Bild veränderte
sich häufig. Der Autor war deshalb gezwungen, seine Bücher in verschiedenen
Neuausgaben herauszubringen. Und neben den gedruckten Werken entwickelte
sich die private historische Webseite www.dillum.ch zu einem bevorzugten
Instrument der Verbreitung der neuen Ideen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (anfangs 2009) präsentieren sich für den Autor
die eigenen Anschauungen über die Geschichts- und Chronologiekritik als
gefestigt und weitgehend endgültig. Grosse Veränderungen sind nicht mehr zu
erwarten, eher Ausgestaltungen von Einzelheiten und Einzelthemen.

Seit Jahren versuche ich die diesbezüglichen Erkenntnisse auch thesenartig


festzulegen.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Anschauungen umschreibe ich den


Gegenstand unter anderem mit folgenden Sätzen:

Unsere Möglichkeit, in die Vergangenheit der menschlichen Kultur


und auch der Vergangenheit der Erde zu blicken ist beschränkt und
an das Vorhandensein von zuverlässigen Daten gebunden.

Sichere Geschichte ist an verläßliche Inhalte und ebenso


verläßliche Zeitangaben gebunden.

Je weiter wir in die Vergangenheit hinabsteigen, desto weniger


sicherer werden unsere sicheren inhaltlichen und zeitlichen
historischen Kenntnisse.

Vor einer gewissen Zeit vor heute hören alle sicheren Kenntnisse
über die Vergangenheit auf.

Vor einer gewissen Zeit vor heute hört auch die schriftliche
Überlieferung auf.

Als Konsequenz gibt es eine historische Zeitschwelle. Hinter dieser


gibt es keine sichere Geschichte, können wir Ereignisse und
Entwicklungen nur mutmaßen und Epochen und Zeiten nur
schätzen.

In einer gewissen zeitlichen Entfernung hinter der historischen


Zeitschwelle werden auch Mutmaßungen und Schätzungen
problematisch und letztlich sinnlos.

Keine wissenschaftliche Anstrengung kann eine Geschichte wahr


machen, die es nicht gegeben hat. Und historische Mutmaßungen
werden immer solche bleiben.

Die plausible und zuverlässig rekonstruierbare Geschichte Europas beginnt im


ausgehenden 18. Jahrhundert, nach eigenen Erkenntnissen etwa im Zeitraum
zwischen 1770 und 1780. – Hinter dieser Zeitschwelle wird jede historische und
zeitliche Aussage mit jedem Jahr unsicherer und hypothetischer. – Vielleicht
hundert Jahre hinter dieser Schwelle werden auch Schätzungen von Inhalten
und Datierungen sinnlos.

Über den Ursprung der Menschheit, der Kultur, der Völker und Sprachen wissen
wir folglich nichts.

Die schriftliche Überlieferung unserer abendländischen Kultur auf Papier und


Pergament, handschriftlich oder gedruckt, beginnt weniger als dreihundert
Jahre vor heute, nach eigenen Erkenntnissen vielleicht in den späten 1720er
Jahren.

Die einzige historische Datierungsmöglichkeit ist die heute weltweit


gebrauchte Anno Domini-Jahrzählung. Diese ist aber an die schriftliche
Überlieferung gebunden und folglich erst etwa ab 1730 sicher bezeugt.

Vor der erhaltenen Schriftlichkeit gibt es vereinzelte Schriftzeugnisse, die als


älter anzusehen sind: Inschriften auf Stein, auf Metall, auf Münzen, dazu
Tontafeln im Nahen Osten. Die erhaltenen Wörter und Texte reichen jedoch
nicht aus, um eine Kultur und Geschichte zu rekonstruieren. Und
allerspätestens etwa 350 Jahre vor heute hören auch solche Dokumente auf.

Die erste erhaltene Schriftlichkeit seit dem frühen 18. Jahrhundert bis zur
sicheren Geschichtszeit gegen Ende desselben Säkulums, beschreibt eine
erfundene, gefälschte und verfälschte Geschichte, stellt eine religiös
motivierte Geschichtsdichtung dar.

Das literarische Altertum und Mittelalter, ebenso die frühe Neuzeit, sind
folglich Schöpfungen des 18. Jahrhunderts.

Die meisten Daten der Geschichtsfälschung sind falsch, ebenso die Inhalte
(Beispiel: „Dreißigjähriger Krieg, 1618 – 1648").

Die Geschichtsdichtung enthält jedoch in chronologischer Verstellung einige


wahre Ereignisse. Beispiele: Kreuzzüge in den Osten, Entdeckung und
Kolonisation der Neuen Welt, Glaubensspaltung, Auflösung des „Römischen"
Reiches).

Die anfängliche Chronistik mit ihren Inhalten und Daten wollte bewußt nicht
richtige Geschichte darstellen, sondern sich als religiös inspirierte
Sinngeschichte mit Sinnzahlen verstanden wissen (Beispiel: die chronikalischen
Bücher des Alten Testaments, Herodot, Titus Livius).
Der Versuch, Geschichtssagen oder Geschichtsmärchen als wahre Geschichte
darzustellen (Beispiel: Das Reich des Königs Salomo), kann nicht gelingen.

Weil wir nicht datieren können, bleiben vorgeschichtliche Funde letztlich in


ihrem zeitlichen und inhaltlichen Kontext unbestimmt (Beispiel: die
„hethitischen" Tontafeln von Hattuscha und das Keilschrift-Archiv von Tell el
Amarna).

Die Geschichts- und Chronologiekritik erweist eine schnelle technische und


technologische Entwicklung der Kultur, einen zügigen künstlerischen und
stilistischen Wandel auch am Anfang der Geschichte und in der Vorzeit. Also
dauerte das Zeitalter des gotischen Stils einige Jahrzehnte vor der ersten
Hälfte des 18. Jahrhunderts und nicht 500 Jahre wie die offizielle
Kunstgeschichte behauptet.

Besonders ist auf die Erfindung des Mörtels hinzuweisen. Diese ermöglichte
erst die „römische" Baukultur. Der Zement kann nach eigener Schätzung
frühestens vor ungefähr 350 Jahren erfunden worden sein.

Die erste Schriftlichkeit, die anfängliche literarische Chronistik hatte klar die
Geschichtsfälschung als Grundmotiv. Deshalb wurden zum Beispiel alte
Sprachen erfunden (homerisches Griechisch, Mittelhochdeutsch, Gotisch), es
wurden frühe Schriften (Capitalis, Unziale, karolingische Minuskel) geschaffen,
die frühere Epochen beweisen sollten. Und vor allem wurde eine Vielzahl von
Dokumenten geschaffen, welche die chronikalische geschichtslegende
unterlegen sollten, also Urkunden, Ratsmanuale, Rechnungen,
Besitzverzeichnisse, Taufregister, usw.).

Die erste erhaltene Schriftlichkeit ist gedruckt und handschriftlich überliefert.


Schon am Anfang existierte also der Buchdruck. Die Unmenge der
Handschriften und handschriftlichen Bücher (Codices) wurden einzig deswegen
hergestellt, um eine Schriftüberlieferung vor der Einführung des Buchdrucks
vorzugaukeln.

Die erfundene Geschichte ist oft kunstvoll gestrickt und raffiniert ausgestaltet.
Trotzdem sind viele ihrer Behauptungen einfältig, widersprüchlich und absurd
- besonders weil sie auch an eine unsinnige Chronologie gekoppelt sind.

Beispielsweise heißen etliche Mitglieder der spätrömischen Kaiserhäuser


Hanniballianus.

Schon in der trojanischen Königsfamilie kommen die Namen der antiken


Königin Kleopatra und sogar der spätmittelalterliche Name Anna vor.

Der „kappadokische" Kirchenvater Gregor von Nazianz (französisch: naissance =


Geburt) soll in Arianz (!) geboren sein; von einem Vater, der wie er Gregor von
Nazianz hieß und einer Mutter namens Nonna (!).

Der „spätmittelalterliche" Kanzler der Universität von Paris, Gerson, kommt


schon im Alten Testament, im Buch Esra, als Gersom vor.

Frühe illustrierte Chroniken stellen Stadtbelagerungen vor, bei denen auch


Kanonen verwendet werden. Solche Abbildungen werden aber auch für
Belagerungen gebraucht, die zeitlich vor der Erfindung des Schießpulvers
gesetzt werden.
Die „spätantiken" Eroberungen von Rom sind in einem zeitlichen Intervall von
genau 45 Jahren getaktet: 410 (Alarich) – 455 (Geiserich) – 500 (Theoderich) –
545 (Totila).

Die Stadt Krakau soll 50 AD gegründet worden sein! - Die Stadt Zürich sogar
1990 AC!

Mithridates soll König in Pontus in Kleinasien gewesen sein. Aber seine


Schlachten schlägt er in Böotien im Herzen Griechenlands.

Ich und Fomenko haben eine Unmenge an Isomorphismen, Duplizitäten oder


Parallelitäten zwischen den verschiedenen Textbüchern der erfundenen
Geschichte aufgezählt. Diese beweisen augenfällig, wie sich die einzelnen
Geschichten wiederholen, entweder ganz oder in wesentlichen Teilen. Man
kann dabei ganze Epochen (zum Beispiel die Römische Kaisergeschichte von
Augustus bis zu den Severern) vergleichen, oder auch nur einzelne Personen
und Ereignisse.

Genesis: Kain tötet seinen Bruder Titus Livius: Romulus tötet seinen
Abel. Bruder Remus.
Genesis: Adam und Eva essen von Troja-Geschichte: Der trojanische
dem verbotenen Apfel. Sie werden Krieg beginnt wegen der Zwietracht
deshalb aus dem Paradies zwischen drei Göttinnen: der Apfel
vertrieben. des Paris.
Zwist zwischen Abraham (=Vater Zwist zwischen Konstantin dem
von Rom) und Lot. Letzterer zieht Grossen und Licinius. Letzterer
ostwärts. zieht ostwärts.
Ruth: Der Raub der Töchter von Titus Livius: Der Raub der
Siloh (SILO = S(C)L = SICILIA) Sabinerinnen
Genesis: Ein Feuer zerstört die Römische Geschichte: Ein
Zwillingsstädte Sodom und Vulkanausbruch und ein Feuer
Gomorra. zerstören die Städte Pompeji und
  Rom.
Abraham will seinen Sohn Isaak auf Agamemnon will seine Tochter
einem Altar opfern. Iphigenie auf einem Altar opfern.
Exodus: Auszug der Juden aus Titus Livius: Auszug der Plebejer aus
Ägypten ins Heilige Land. Rom auf den Heiligen Berg.
Julius Caesar: Auszug der Helvetier
Auszug der Juden (Exodus) aus
(Exodus) über die Rhone (Rotten =
Ägypten über das Rote Meer.
Roter Fluß) nach Gallien.
Troja hat sieben Könige. Rom hat sieben Könige.
Um 1200 AC wird Troja von den 1202 - 1204 wird Konstantinopel von
Griechen = Franken erobert. den Franken = Griechen erobert.
Junius BRUTUS befreit das BRUTUS befreit Rom von der
königliche Rom von der Tyrannei. Tyrannei des Julius Caesar.
Die Babylonier erobern 587 AC
Die Gallier erobern 387 AC Rom.
Jerusalem.
Der Assyrerkönig Pul belagert Kaiser Friedrich Barbarossa belagert
Jerusalem, wird aber durch eine Rom, wird aber durch eine Seuche
Seuche vertrieben. vertrieben.
REZIN, der König von Syrien, Illa, ein Vertrauter der
belagert mit Remalja, dem König spätrömischen Reichsverweser
von Israel das judäische Jerusalem RICIMER und Odoaker, belagert
vergeblich (2. Könige 16). vergeblich Byzanz (Konstantinopel).
SAUL vernichtet die Priesterschaft SULLA vernichtet die Priesterschaft
des Höhenheiligtums von Nob. des Höhenheiligtums von Praeneste.
Sulla läßt Praeneste 82 AC Papst Bonifaz VIII. läßt Praeneste
zerstören. (Palestrina) 1298 AD zerstören.
SAUL tritt freiwillig als König SULLA tritt als römischer König
zurück. freiwillig zurück.
Die Gattin des frührömischen Königs Die Mutter des spätrömischen
Tarquinius Priscus heißt Tanaquil = Kaisers Valentinian III. heißt Galla
TRANQUILLA. Die Frau ist von edlem Placidia. Die Frau war von edlem
Geblüt und sehr herrisch. Geblüt und sehr herrisch.
Julius Caesar verbandelt sich mit
Kaiser Aurelian entführt Zenobia,
Kleopatra, einer Königin aus dem
eine Königin aus dem Osten.
Osten
Julius Caesar wird bei einer Jesus Christus wird bei einer
Verschwörung durch eine Verschwörung durch eine
Stichwaffe getötet. Stichwaffe getötet.
Hildebrand = Gregor VII. reinigt die
Jesus reinigt den Tempel in
Kirche von Elementen, die mit
Jerusalem von Händlern.
kirchlichen Ämtern Handel treiben.
Der trojanische Königssohn Hektor
Jesus hat Johannes den Täufer als
hat seinen Bruder Paris als
Nebenbuhler. Letzterer wird zuerst
Nebenbuhler. Letzterer wird zuerst
getötet.
getötet.
JOSUA (=JOU AN) erobert das Karl von ANJOU erobert das heilige
heilige Land KANAAN. Land KAMPANIEN.
Josua erobert Jericho, wobei Alexander der Grosse erobert Tyrus,
Trompeten erwähnt werden. wobei Trompeten erwähnt werden.
Der Assyrerkönig PHUL > TUL (TL) Der Hunnenkönig ATTILA (TL)
verheert Israel. verheert das Römische Reich.
Konstantin der Grosse teilt das
Das Königreich Israel besteht aus
Römische Reich in zwölf Diözesen
zwölf Stämmen.
ein.
Das Königreich Israel besteht aus
Die Helvetier haben zwölf Oppida.
zwölf Stämmen.
Der Heerführer Jehu verwüstet die Der Heerführer Alarich verwüstet
Teilreiche Israel und Juda und Ost- und Westrom und herrscht über
herrscht über beide Reiche. beide Reiche.
Alarich (= ALA = GOTT) hat neben
Jehu (= JAHWE = GOTT) hat neben
sich den Kirchenvater Johannes
sich den Propheten Elisa.
Chrysostomus.
Jotam von Juda (Regierungszeit: 16
Kaiser Domitian (Regierungszeit: 16
Jahre) kämpft gegen die
Jahre) kämpft gegen die Daker.
Ammoniter.
Esra: Nach der Heimkehr aus der
Nach dem Ende der babylonischen
babylonischen = persischen
Gefangenschaft der Kirche
Gefangenschaft veranstalten die
veranstalten deren Würdenträger
Juden eine große
ein großes Konzil in Konstanz
Glaubensversammlung in
(vorher in PISA = PERSIA)
Jerusalem.
Alexander der Grosse zerstört am Karl der Kühne zerstört am Anfang
Anfang seiner Regierungszeit seiner Regierungszeit DINANT, eine
THEBEN, eine Stadt in seinem Stadt in seinem Machtbereich
Machtbereich. (später noch Lüttich und Nesle)-
Alarich, ein Germane, wird im Fluß Friedrich Barbarossa, ein Deutscher,
Busento begraben. ertrinkt im Fluß Saleph.
Der oströmische Kaiser Justinian
Der judäische König Manasse richtet
richtet in Konstantinopel während
in Jerusalem ein Blutbad an.
des Nika-Aufstandes ein Blutbad an.
Hildebrand = Gregor VII. hat
Jesus hat MARIA MAGDALENA als
MATHILDE von Tuszien als adelige
adelige Gönnerin.
Gönnerin.
Friedrichs II. von Hohenstaufen
Salomo hat eine königliche Freundin
zweite und dritte Ehefrau heißt
aus SABA.
ISABELLA.
Hadrian hat einen geliebten Friedrichs II. von Hohenstaufen
Jüngling namens ANTINOUUS. Lieblingssohn heißt ENZIO.
Justinian der Grosse kodifiziert das
Moses erläßt das Zehntafel-Gesetz.
römische Recht.
Auf dem Konzil von Nikäa wird die Auf dem Konzil von Konstanz wird
Lehre des ARIUS verdammt. die Lehre von JAN HUS verdammt.
Kaiser JULIANUS Apostata besiegt
JULIUS Caesar besiegt die
die Alemannen bei Straßburg im
Germanen im Elsaß.
Elsaß.
Der Römische Kaiser AURELIANUS
Julius Caesar ist ein Sonnenkönig.
erhebt den Sonnenkult zur
Seine Mutter heißt AURELIA.
Staatsreligion.
Caligula mußte als Jüngling Julianus Apostata mußte als
Soldatenstiefel tragen. Jüngling Soldatenstiefel tragen.
Der tyrannische Kaiser Nero Der tyrannische Kaiser Valens
(Regierungszeit: 14 Jahre) in (Regierungszeit: 14 Jahre) in
Westrom hat als Mitregenten Ostrom hat als Mitregenten
Seneca. Gratian.
Triumvirat Valens, Valentinian I.,
Triumvirat Nero, Burrus, Seneca
Gratian
Otto III. (OTTONEM) läßt seine
Nero (NERONEM) läßt seine erste
Ehefrau, eine aragonesische
Frau Octavia wegen angeblichem
Königstochter, wegen angeblichem
Ehebruch verbrennen.
Ehebruch verbrennen.
Otto III. läßt den römischen
Herodes (HERODEM) läßt
Stadtpräfekten JOHANNES
JOHANNES den Täufer enthaupten.
Crescentius enthaupten.
Nero läßt den römischen Otto III. läßt den römischen
Stadtbürger Paulus von Tarsus Stadtpräfekten JOHANNES
enthaupten. Crescentius enthaupten.
Johannes der Täufer, ein
Paulus von Tarsus, ein Nachfolger
Vorgänger von Jesus wird
von Jesus wird enthauptet.
enthauptet.
Spartakus und seine Anhänger
Jesus von Nazareth wird außerhalb
werden außerhalb von Rom
von Jerusalem gekreuzigt.
gekreuzigt.
Der Feldherr des römischen Kaisers
Der Feldherr des oströmischen
Karl V. läßt Tunis (Karthago)
Kaisers Justinian läßt Karthago
erobern. ("1535" = 1000 Jahre nach
erobern. ("535 AD")
Justinian!).
Friedrich II. von Hohenstaufen
Theoderich der Grosse wird am
wird am Ende seines Lebens
Ende seines Lebens mißtrauisch und
mißtrauisch und läßt den Hofkanzler
läßt den Philosophen BOËTHIUS
PETRUS von Vineis (Vinea)
hinrichten.
hinrichten.
Der Peloponnesische Krieg in
Der Gotenkrieg in Italien beginnt
Griechenland endet mit einer
mit einer amphibischen Operation
amphibischen Operation der
der Oströmer gegen Sizilien.
Athener gegen Sizilien.
POMPEJUS der Grosse wird auf der Der letzte Ostgotenkönig TEJAS
Flucht nach der Schlacht (POM-PEJUS!) wird auf dem
enthauptet. Schlachtfeld enthauptet.
Die gemeinsame Herrschaft von Die gemeinsame Herrschaft von
Pompejus dem Grossen mit Julius Diocletian und Constantinus
Caesar dauert 11 Jahre. Chlorus dauert 11 Jahre.
(M)ARIUS stirbt durch einen Blut- ARIUS stirbt durch einen Sturz (in
Sturz. die Latrine).

SOLON tritt nach Erfüllung seiner SULLA tritt nach Erfüllung seiner
Aufgaben freiwillig zurück. Aufgaben freiwillig zurück.
Der Hohenstaufenkaiser Friedrich II.
Der karthagische Feldherr Hannibal
zieht mit Elefanten und anderen
zieht mit Elefanten durch
exotischen Tieren durch
Norditalien.
Norditalien.
Im Hause der Habsburger gibt es
Im Hause der Severer gibt es einen
einen Bruderzwist (Adolf -
Bruderzwist (Caracalla - Geta).
Albrecht).
Der Dynastiegründer Septimius Der Dynastiegründer Rudolf I. von
Severus regiert 18 Jahre. Habsburg regiert 18 Jahre.
Septimius Severus erobert am Rudolf von Habsburg erobert am
Anfang seiner Regierungszeit Ende seiner Regierungszeit
BYZANZ. BESANÇON = BYZANZ.
Vernichtende Niederlage des Vernichtende Niederlage des
römischen Heeres unter Crassus 53 römischen Heeres unter Kaiser
AC bei Carrhae in Syrien gegen die Valens 378 AD bei Adrianopel gegen
Parther = Perser. Die Niederlage die Goten. Die Niederlage bleibt
bleibt folgenlos. folgenlos.
Konstantin der Grosse
Heraklius (Regierungszeit 31 Jahre)
(Regierungszeit 21 Jahre) zieht 330
zieht 630 AD in Jerusalem
AD in Konstantinopel (Neu-Rom)
(himmlisches Rom) ein.
ein.
Konstantin der Grosse erbaut Neu- Konstantin XI. (Paläologos) verliert
Rom (Konstantinopel) 330 AD. Konstantinopel 1453 AD.
Konstantin I. der Grosse, der erste
Romulus Quirinus, der erste
spätrömische Kaiser, läßt seinen
römische König, tötet seinen Bruder
Schwager, Mitregenten und
und Nebenbuhler Remus.
Nebenbuhler Licinius töten.
Der erste spätrömische Kaiser
Der erste römische König Romulus
Konstantin I. der Grosse wurde
Quirinus wurde nach seinem Tod in
nach seinem Tod in den Himmel
den Himmel entrückt.
entrückt.
Der Reformator Martin Luther (ein
Augustinus (ein Reformator des
Augustiner!) schreibt eine Predigt
Glaubens!) verfaßt eine Schrift
Vermahnung wider die Juden und
Adversus Judaeos = Wider die
eine Schrift Von den Juden und
Juden.
ihren Lügen.
Der Bischof von AVIGNON, AVENNO Der Bischof von AVENTICUM (VNN)
(VNN) verlegt seinen Sitz nach Rom. verlegt seinen Sitz nach Lausanne.

44 AC wird Julius Caesar, der


44 AD wird Petrus erster römischer
römische Pontifex Maximus = Papst
Papst = Pontifex Maximus.
ermordet.
Menachem, der Herrscher des
Der weströmische Kaiser Valentinian Teilkönigkönigreichs Israel =
III. zahlt dem Hunnenkönig Attila Westrom zahlt dem Assyrerkönig Pul
Tribut, damit er nicht gegen Rom (Phul oder Tul) Tribut, damit er
zieht. nicht Samaria = heiliges Rom
angreift.
Der Osmanen- oder Türkenkönig
Der Makedonenkönig Philipp
Mohammed II. belagert und erobert
belagert und erobert Byzanz
Konstantinopel "1453".
"340/339 AC".
Die Namen MOHAMMED UND
Byzanz = Konstantinopel
MAKEDONEN sind ähnlich.
Das Reich Alexanders des Grossen
Die Makedonen oder Türken
hat eine ähnliche Ausdehnung wie
kommen aus THRAKIEN (TRC =
dasjenige der Osmanen.
TURCI).

Fomenko hat als Erster die Textbücher der antiken und mittelalterlichen
Chronistik auf wenige Vorlagen zurückgeführt. Die Matrix der alten
Geschichte, wie ich es nenne, ist einförmig. Vielgestaltig sind nur die
Ausformungen.

Ich und Fomenko erkennen die Sage des trojanischen Krieges als Leitmotiv
der Geschichtserzählungen. Die Analyse der historischen Parallelen beweist
dies.

Beispielsweise stellt der Gotenkrieg in Italien ebenso eine Variante der Troja-
Sage dar wie die Kriege Karls des Kühnen. - Und jeder trojanische Krieg dauert
ungefähr zehn Jahre.

Troja, Iljon (französisch: lion = Löwe = das Wappentier von Troja) ist im
Grunde die einzige Stadt in der Geschichtsdichtung. Also sind Neapel,
Jerusalem und Rom letztlich nur Namensvarianten von Troja und seinem
Sinngehalt.