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KALKSANDSTEIN

Der Keller: wirtschaftlich und sicher


INHALT

1. Einleitung_________________________________________________________ 3
2. Sicherheit_________________________________________________________ 4
3. Nutzung __________________________________________________________ 5
3.1 Musterbauordnung – Baurecht __________________________________ 6
3.2 Belichtung ___________________________________________________ 7
3.3 Belüftung ____________________________________________________ 7
3.4 Oberflächen im Innenbereich____________________________________ 8
4. Wirtschaftlichkeit __________________________________________________ 9
4.1 Hochwertige Nutzung __________________________________________ 9
4.2 Kosten des Kellers ____________________________________________ 9
4.3 Keller-Bauweisen_____________________________________________ 10
4.4 Vergleich der Bauweisen ______________________________________ 10
5. Statik ___________________________________________________________ 11
5.1 Entfallen des Nachweises auf Erddruck _________________________ 11
5.2 Zweiachsiger Lastabtrag bei Aussteifung der Kellerwände
durch Querwände ____________________________________________ 12
5.3 Nachweis nach den ermittelten Schnittgrößen____________________ 13
6. Abdichtung ______________________________________________________ 14
6.1 Bodenfeuchtigkeit und nicht stauendes Sickerwasser _____________ 14
6.2 Druckwasser aus Stauwasser (aufstauendes Sickerwasser) ________ 15
6.3 Druckwasser aus Grund- oder Hochwasser_______________________ 15
6.4 Querschnittsabdichtung _______________________________________ 16
7. Mauerwerk_______________________________________________________ 17
7.1 Kimmschicht ________________________________________________ 17
7.2 Aufgehendes Mauerwerk ______________________________________ 17
7.3 Mörtelauftrag mit dem Mörtelschlitten __________________________ 17
7.4 KS-Mauerwerk ohne Stoßfugenvermörtelung _____________________ 18
7.5 Stumpfstoßtechnik ___________________________________________ 18
7.6 Sockelausbildung ____________________________________________ 18
8. Bauphysik _______________________________________________________ 19
8.1 Schallschutz_________________________________________________ 19
8.2 Wärmeschutz ________________________________________________ 19
8.3 Tauwasserschutz _____________________________________________ 20
Kalksandstein. 8.4 Behaglichkeit ________________________________________________ 20
Der Keller: wirtschaftlich und sicher.
9. Ausschreibung____________________________________________________ 21
Stand: September 2004 9.1 Erdarbeiten__________________________________________________ 21
Redaktion: 9.2 Betonarbeiten _______________________________________________ 22
Dipl.-Ing. S. Brinkmann, Durmersheim 9.3 Mauerarbeiten _______________________________________________ 22
Dipl.-Ing. B. Diestelmeier, Dorsten
Dipl.-Ing. G. Meyer, Hannover 9.4 Lichtschächte _______________________________________________ 24
Dipl.-Ing. D. Pikowski, Berlin
Dipl.-Ing. W. Raab, Röthenbach
9.5 Abdichtungsarbeiten__________________________________________ 24
Dipl.-Ing. J. Schmertmann, Buxtehude 9.6 Wärmedämmung _____________________________________________ 24
Dipl.-Ing. H. Schwieger, Hannover
10. Keller-Details _____________________________________________________ 25
Herausgeber:
10.1 Beheizter Keller ______________________________________________ 25
Bundesverband Kalksandsteinindustrie eV, Hannover
10.2 Unbeheizter Keller____________________________________________ 26
BV-9002-06/01
Literatur ______________________________________________________________ 27
Alle Angaben nach bestem Wissen und Lieferverzeichnis _______________________________________________________ 28
Gewissen, jedoch ohne Gewähr.

Nachdruck auch auszugsweise nur mit


schriftlicher Genehmigung.

Gesamtproduktion und
© by Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf

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1. EINLEITUNG

1. EINLEITUNG

Keller aus Kalksandstein haben sich seit


Jahrzehnten bewährt. Ob als Kelleraußen-
wand oder Kellerinnenwand – hohe Trag-
fähigkeit, Robustheit und wirtschaftliches
Arbeiten machen den Kalksandstein für
Kellerwände besonders attraktiv.

Kalksandstein-Keller sind sicher.


Das Mauerwerk ist hochbelastbar und
hervorragender Untergrund für alle Ab-
dichtungsstoffe. Die Abdichtung erfolgt
durch qualifizierte Verarbeiter mit Bah-
nen oder Dickbeschichtungen nach DIN
18195. Die Wände werden damit nicht
nur wasserundurchlässig, sondern was-
serdicht. Hochwertige Nutzungsmöglich-
keiten – bis hin zu Wohnräumen – und
angenehmes Raumklima sind bei Kalk-
sandstein-Kellern mit Abdichtung und
Perimeterdämmung möglich. Bild 1/1: Keller aus Kalksandstein sind für alle Abdichtungsarten geeignet.

In den vergangenen Jahrzehnten wur-


de der Verzicht auf den Keller als ver- Wertentwicklung Vermarktungschancen
meintliches Einsparpotential für kosten-
günstiges Bauen angeführt. Vergleichs- 100 % 100 %
rechnungen [1] ergeben, dass im Keller die
günstigsten Räume entstehen.
80 % 80 %

Ein Keller ist nicht nachrüstbar. Mit ca.


5 % Mehrkosten werden 35 % mehr 60 % 60 %
Nutzfläche geschaffen.

Während Aufenthaltsräume im Kellerge- 40 % 40 %


schoss mit ca. 200 €/m 2 zu Buche
schlagen, sind sie im Obergeschoss mit
1.200 €/m 2 zu veranschlagen. Ohne 20 % 20 %
Keller sind Ersatzräume für Hauswirt-
schafts- und Technikräume oder Lager-
0% 0%
und Abstellräume erforderlich. Beim Kos-
BRD Nord Süd Ost West BRD Nord Süd Ost West
tenvergleich ist dies zu berücksichtigen.
Ein Keller steigert nicht nur den Nutzwert, höher gleich geringer einfacher gleich schwerer
sondern auch den Wiederverkaufswert der
Immobilie. Bild 1/2: Wertentwicklung unterkellerter Gebäude Bild 1/3: Vermarktungschancen unterkellerter
nach [1] Gebäude nach [1]

Tafel 1/1: Zehn Argumente für Keller aus Kalksandstein

1. Keller aus Kalksandstein sind sicher. 4. Aus Kalksandstein gemauerte Keller sind 8. Kalksandsteine stehen für alle Arten der
Das garantieren Ihnen Planer, Maurer wirtschaftlich. Das gilt gleichermaßen für Verarbeitung zur Verfügung. Ob Handver-
und qualifizierte Abdichtungsunterneh- Erstellung, Ausbau und Nutzung. mauerung oder maschinelles Verlegen
men. 5. Kalksandstein-Keller sind vielfältig nutz- mit Versetzgerät – die KS-Produktpalette
2. Mauerwerkswände aus Kalksandstein bar. Sie bieten Platz für Wohn-, Aufent- bietet Kalksandsteine für jede Verarbei-
sind hochbelastbar. Die hohe Steindruck- halts-, Büro-, Nutz- und Abstellräume. tungsart.
festigkeit (SFK ≥ 12) des Kalksandsteins 6. Kalksandsteinwände bieten alle Gestal- 9. Für KS-Kellerwände mit außenliegender
sorgt für hochtragfähige Wände. tungsmöglichkeiten. Ob verputzt, sichtbar Perimeterdämmung ist kein Tauwasser-
3. Abdichtungsstoffe nach DIN 18195 ma- belassen, geschlämmt oder nur gestri- nachweis erforderlich. Es handelt sich
chen den KS-Keller wasserdicht. Durch chen – das Kalksandstein-Mauerwerk ist um eine erprobte und sichere Konstruk-
die hohe Ebenheit und Maßhaltigkeit ein idealer Untergrund für alle Arten der tion nach DIN 4108-3.
der Kalksandsteine ist der Einsatz von Oberflächenbehandlung. 10. Der Keller aus Kalksandstein wirkt sich
Abdichtungsbahnen und kunststoffmo- 7. Kalksandsteinwände bieten angenehmes positiv als Pufferraum für Wärmeschutz
difizierten Bitumendickbeschichtungen und gesundes Raumklima. Die hohe und Schallschutz aus. Thermische und
(KMB) in der Regelfläche auch ohne Speichermasse des Kalksandsteins wirkt akustische Behaglichkeit garantieren
Unterputz möglich. temperatur- und feuchteausgleichend. hohe Wohnqualität.

3
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

2. SICHERHEIT

Die Sicherheit einer Kelleraußenwand wird


durch drei wesentliche Faktoren beein-
flusst:

 Statik – Die Bemessung von Mauer-


werk erfolgt nach DIN 1053 [2].

 Abdichtung – Die Festlegung der Ab-


dichtungsart erfolgt nach DIN 18195 [3]

Foto: Remmers GmbH


in Abhängigkeit vom Lastfall.

 Ausführung – Die normgerechte Aus-


führung des Mauerwerks (DIN 1053) und
der Abdichtung (DIN 18195) erfolgt durch Bild 2/1: Das fachgerechte Aufmauern der Keller- Bild 2/2: Die wasserdichte Abdichtung der Keller-
Bauunternehmer entsprechend der jewei- wände beinhaltet auch das Einlegen der Quer- außenwand erfolgt durch qualifizierte Abdichtungs-
ligen Norm und den Verarbeitungsregeln schnittsabdichtung. unternehmen.
der Hersteller.

Für die fachgerechte Ausführung tech-


nisch anspruchsvoller Arbeiten ist quali-
fiziertes Personal erforderlich. So wie die
Mauerwerkserstellung durch ausgebildete
Maurer erfolgt, sollte ein Qualifikations-
nachweis auch für die Ausführung der
Abdichtung selbstverständlich sein.

Für die Abdichtung mit kunststoffmo-


difizierten Bitumendickbeschichtungen
(KMB) wird seit September 2000 der
Lehrgang „Herstellen von Abdichtungen
aus kunststoffmodifizierten Bitumendick-
beschichtungen“ (KMB) auf Basis DIN
18195 im Auftrag des gleichnamigen
Ausbildungsbeirates der Bildungszentren
des Baugewerbes e.V. (BZB) angeboten.
Der dreitägige Lehrgang in Theorie und Pra-
xis schließt mit einem bundeseinheitlichen
Zertifikat, dem „KMB-Schein“ ab.

Schwerpunktthemen des Lehrganges


sind: Kenntnisse über Lastfälle, Dränung
und Schutzschichten, Abdichtungsbau-
weisen und -materialien, Ausführung der
Abdichtungen (Theorie und Praxis) sowie
Kontrollen/Prüfungen.

Der Lehrgang schließt mit einer Kennt-


nisprüfung zur Erlangung des bundesein-
heitlichen Qualifikationsnachweises ab.
Die Teilnehmer erhalten nach bestandener
Prüfung ein Zertifikat des Ausbildungsbei-
rates, dessen Träger die Hauptverbände
der Deutschen Bauwirtschaft sind (Deut-
sche Bauchemie e.V., Deutscher Holz- und
Bautenschutzverband e.V., Zentralverband
des Deutschen Baugewerbes e.V. und
Zentralverband des Deutschen Dachde-
ckerhandwerks e.V.). Ausführliche Informa-
tionen zum „KMB-Schein“ sind erhältlich
über www.kmb-ausbildung.de.
Bild 2/3: Der “KMB-Schein” kann als Qualitätszeichen von Verarbeitern für kunststoffmodifizierte Bitumendick-
beschichtungen (KMB) angesehen werden.

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3. NUTZUNG

3. NUTZUNG Kellerräume sollten in Neubauten so  Bei freistehenden Einfamilien- und


geplant und hergestellt werden, dass Doppelhäusern bleibt neben den Nutz- und
Ein Kellergeschoss bietet erheblichen eine hochwertige Nutzung als Freizeit-, Technikräumen auch genug Platz für Frei-
Mehrwert. Der Grundflächenbedarf wird Wohn- und Arbeitsraum möglich ist. Die zeiträume, wie z.B. Werkraum, Partykeller,
bei der Planung des Kellergeschosses Herstellung eines dichten, warmen, be- Sauna etc. Die zusätzliche Raumreserve,
nicht erhöht – bei gleicher Grundstücks- haglichen Kellers ist insbesondere aus z.B. für ein Jugendzimmer, lässt sich auch
größe lässt sich somit mehr Wohn- und Gründen der Ressourcenschonung – z.B. später noch aktivieren.
Nutzfläche herstellen. des flächensparenden Bauens –, der
Wirtschaftlichkeit und der flexibleren Nut-  Bei mehrgeschossigen Wohngebäuden
Die Baukosten für das Kellergeschoss zungsmöglichkeiten sinnvoll. dienen Keller in der Regel als Abstellraum
sind zwar höher als die Erstellung einer und Technikräume. Ein Abstellraum im Kel-
einfachen Bodenplatte. Dennoch sind Je nach Gebäudetyp wird das Kellerge- ler ist in der Regel leichter erreichbar als
Kellergeschosse die günstigsten Räume schoss unterschiedlich genutzt: ein Abstellraum im Dachgeschoss. Neben
des Hauses, wenn man die ohnehin an- dem Abstellraum für jede Wohnung werden
fallenden Kosten für die Gründung richtig  Bei Reihenhäusern, ist die überbaute im Kellergeschoss auch Gemeinschafts-
berücksichtigt. Bei einem Kellergeschoss Grundfläche deutlich kleiner als bei jedem räume, wie z.B. Heizraum, Wäsche- und
kann im Regelfall die Gründung flacher anderen Gebäudetyp. Abstell- und Lager- Trockenraum oder Abstellräume für Fahr-
erfolgen als bei einem Bauwerk ohne räume sowie Räume für Hausanschluss, räder und Gartengeräte angeordnet.
Keller. Unterkellerte Häuser sind immer Heizung und Waschmaschine werden
frostsicher gegründet. daher ideal im Keller angeordnet.

Die Nutzung der Kellerräume ist abhän-


gig von der Gebäudesituation.

In der Vergangenheit wurden Keller häu-


fig als untergeordnete Räume zur Lagerung
von Kohlen und Kartoffeln genutzt. Feuchte
Wände und Böden waren dabei unkritisch.
Im Altgebäudebestand sind solche Keller
auch heute noch zu finden.

Im Neubau werden an Kellerräume höhe-


re Ansprüche gestellt. Ob als hochwertiger
Aufenthaltsraum (Wohnraum, Büro etc.),
Abstellraum (Lagerraum) oder sonstige
Räume (Gastwirtschaft, Arztpraxis etc.)
– Durchfeuchtungen im Keller sind nicht
hinnehmbar.

Die Baustoffindustrie hat deshalb Ab-


dichtungsstoffe und -verfahren entwickelt,
die das Wasser wirksam von den Kellerwän- Bild 3/1: Technikräume im Mehrfamilienhaus sind Bild 3/3: Kalksandsteinmauerwerk im Kellerbereich
ideal im Keller aufgehoben. bietet hochwertige Gestaltungsmöglichkeiten.
den fernhalten. Der wasserdichte Keller –
Grundvoraussetzung für eine hochwertige
Nutzung – ist damit möglich. Die Abdich-
tung von nicht wasserdichten Bauwerken
oder Bauteilen, wie z.B. Kellermauerwerk,
erfolgt üblicherweise nach DIN 18195.

Abweichungen von der Abdichtungs-


norm DIN 18195 sind im Vorfeld zwi-
schen den Baubeteiligten vertraglich
zu vereinbaren.
Foto: Remmers GmbH

Foto: MEA

Bild 3/2: Im Reihenhaus bietet der Keller Bild 3/4: Einfamilienhaus: Für Hobby und Freizeit
ausreichend Platz für den Hauswirtschaftsraum. bietet der Keller ausreichend Platz.

5
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

3.1 Musterbauordnung – Baurecht In Abhängigkeit von der Nutzung werden 3.1.1 Aufenthaltsräume
Die Nutzungsmöglichkeiten und weitere An- Kellerräume nach Musterbauordnung un- Aufenthaltsräume sind in der Musterbau-
gaben zum Kellerbau finden sich auch in terschieden in: ordnung wie folgt definiert:
den einzelnen Landesbauordnungen. Die
Landesbauordnungen orientieren sich an  Aufenthaltsräume  Aufenthaltsräume sind Räume, die
der Musterbauordnung (MBO) [4]. nicht nur vorübergehend zum Aufenthalt
 Abstellräume von Menschen geeignet sind.

Die im konkreten Fall zu berücksich-  sonstige Räume  Die lichte Raumhöhe beträgt mindes-
tigende Landesbauordnung regelt, tens 2,40 m. Bei Gebäuden der Gebäude-
wie Kellergeschosse genutzt werden Kellergeschosse liegen nach Muster- klasse 1 und 2, deren Fußbodenoberkante
dürfen und welche Einschränkungen bauordnung vor, wenn ihre Deckenober- im obersten Geschoss nicht höher als 7 m
oder Erleichterungen ggf. zu berück- kanten im Mittel um maximal 1,40 m ist und die nicht mehr als zwei Nutzungs-
sichtigen sind. über die Geländeoberfläche hinausra- einheiten von insgesamt 400 m2 aufweist,
gen. Geschosse, deren Deckenoberkante sind Ausnahmen möglich.
mehr als 1,40 m über Geländeoberfläche
hinausragen – teilweise als Hochkeller  Eine ausreichende Belüftung ist sicher-
bezeichnet –, sind wie oberirdische Ge- zustellen.
schosse zu betrachten, Bild 3/5.
 Die Räume sind mit Tageslicht belichtet
– das Rohbaumaß der Fensteröffnungen
muss dabei mindestens 1/8 der Netto-
Kellergeschoss Geschoss, oberirdisch Grundfläche des Raumes aufweisen.

 Aufenthaltsräume, deren Nutzung eine


Belichtung mit Tageslicht verbietet, sowie
Verkaufsräume, Schank- und Speisegast-
stätten, ärztliche Behandlungs-, Sport-,
≤ 1,40 m

Spiel-, Werk- und ähnliche Räume, sind


auch ohne Fenster zulässig.
> 1,40 m

3.1.2 Abstellräume
Abstellräume für Kinderwagen und Fahr-
räder müssen nach Musterbauordnung
(MBO) in Wohngebäuden der Gebäude-
klassen 3 bis 5 mit mehr als zwei Nut-
zungseinheiten leicht erreichbar und gut
zugänglich sein. Für jede Wohnung muss
zusätzlich ein ausreichend großer Abstell-
raum vorhanden sein.

Bild 3/5: Nach Musterbauordnung handelt es sich um Kellergeschosse, wenn die Deckenoberkante um 3.1.3 Sonstige Räume
maximal 1,40 m über die Geländeoberfläche hinausragt. Sonstige Räume sind zum Beispiel:

 Heizräume
Tafel 3/1: Gebäude werden nach Musterbauordnung in folgende Gebäudeklassen eingeteilt:
Gebäudeklasse 1 a) freistehende Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als  Lagerräume
zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m² und
b) freistehende land- oder forstwirtschaftlich genutzte Gebäude
 Werkräume
Gebäudeklasse 2 Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungs-
einheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m²  Verkaufsräume

Gebäudeklasse 3 sonstige Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m  Schank- und Speisegaststätten

Gebäudeklasse 4 Gebäude mit einer Höhe bis zu 13 m und Nutzungseinheiten mit jeweils  ärztliche Behandlungsräume
nicht mehr als 400 m²

Gebäudeklasse 5 sonstige Gebäude einschließlich unterirdischer Gebäude  Sporträume

Als Höhe ist das Maß der Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses, in dem  Spielräume
ein Aufenthaltsraum möglich ist, über der mittleren Geländeoberfläche zu verstehen.
Die Grundflächen der Nutzungseinheiten im Sinne der Musterbauordnung sind die Brutto-
Grundflächen. Bei der Berechnung der Brutto-Grundflächen bleiben Flächen in Keller-
geschossen außer Betracht.

6
3. NUTZUNG

3.2 Belichtung 3.3 Belüftung


Bei Aufenthaltsräumen im Keller sind
Aufenthaltsräume müssen ausreichend Vor allem dort, wo Wäsche gewaschen und
je nach Landesbauordnung Erleichte-
belüftet und mit Tageslicht belichtet getrocknet wird, ist es notwendig, die hohe
rungen möglich.
werden können. Dies gilt auch für Auf- Raumfeuchtigkeit abzuführen. Kipp-, Dreh-
enthaltsräume im Kellergeschoss. Sie und Drehkipp-Fenster bieten hier vielfältige
Sonstige Räume, die nicht zum dauer-
müssen Fenster mit einem Rohbaumaß Möglichkeiten zur natürlichen Lüftung.
haften Aufenthalt von Menschen gedacht
der Fensteröffnungen von mindestens
sind oder die aufgrund ihrer Bestimmung
1/8 der Netto-Grundfläche des Raumes
nicht mit Tageslicht belichtet werden
haben. Bei einer Netto-Grundfläche von
müssen, brauchen nicht durch Tageslicht
16 m2 muss das Rohbaumaß der Fenster-
belichtet werden.
öffnungen demzufolge mindestens 2 m2
(16 m2 x 1/8) aufweisen.
Selbst tragende Leibungsrahmen für
Kellerfenster lassen sich einfach mit dem
Die Belichtung kann sichergestellt
Mauerwerk aufmauern. Die Leibungsrah-
werden:
men lassen sich aufgrund des geringen
Gewichts leicht versetzen und mit verschie-
 bei Hochkellern durch Fenster oberhalb
denen Fenstereinsätzen kombinieren. Auf
der Geländeoberkante
die Überdeckung mit Stürzen kann bei
selbst tragenden Leibungsrahmen im Re-
 durch Abböschungen der Geländeober-
gelfall verzichtet werden. Leibungsrahmen
kante vor den Fenstern
werden üblicherweise in einer Breite von
75 cm bzw. 100 cm und Höhen von 50 cm,
 durch Lichtschächte oder Lichtgräben
62,5 cm und 75 cm angeboten.
vor den Fenstern Bild 3/11: Selbst tragende Leibungsrahmen werden
mit dem Mauerwerk versetzt.

Bild 3/6: Hochkeller – Kellerfenster oberhalb


Geländeoberkante

Bild 3/9: Bei Hochkellern oder abgeböschten Bild 3/12: Die selbst tragenden Leibungsrahmen
Geländekanten lassen sich normale Fenster werden wie Stürze übermauert.
verwenden.

Bild 3/7: Kellerfenster an abgeböschter


Geländekante
Foto: MEA

Bild 3/8: Lichtschacht – Kellerfenster unterhalb Bild 3/10: Lichtschächte werden meist als Bild 3/13: Kellerfenster regulieren die natürliche
Geländeoberkante Fertigelemente verwendet. Belüftung.

7
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

3.4 Oberflächen im Innenbereich Besonders rationell und damit wirt-


In hochwertig genutzten Kellerräumen Unter dem Begriff Sichtmauerwerk schaftlich ist KS-Mauerwerk mit Nut-Fe-
werden die gleichen Oberflächenanforde- kann sehr Unterschiedliches verstan- der-System, bei dem die Stoßfugen nicht
rungen gestellt wie in den darüber liegen- den werden. Einheitliche Kriterien für vermörtelt werden.
den Geschossen. Die Oberflächen solcher das optische Erscheinungsbild von
Räume werden daher im Regelfall geputzt Sichtmauerwerk gibt es nicht. Um Keller-Mauerwerk in untergeordneten
oder als Sichtmauerwerk ausgeführt. Missverständnissen zwischen Planern, Räumen darf in der Regel ein rustikales
Bauunternehmern und Bauherren vor- Aussehen aufweisen. Steinabplatzungen
Für untergeordnete Kellerräume, wie zubeugen, sollte daher die erwartete oder Ausbrüche geringen Umfangs werden
z.B. Abstellräume, wird meist sichtbares Leistung – das Sichtmauerwerk – mög- hingenommen, da hier üblicherweise nur
Mauerwerk bevorzugt – zum Teil deckend lichst vollständig und eindeutig in der geringe Ansprüche an die Optik beste-
weiß gestrichen. Dabei sind viele Varianten Leistungsbeschreibung beschrieben hen. Die rohen Wände können je nach
denkbar. Somit lassen sich alle individuel- werden. optischem Anspruch deckend gestrichen,
len Wünsche erfüllen. mit Schlämmanstrich oder Putz überzogen
Ob traditionell mit Fugenglattstrich in werden.
Die Ausführung der Wände kann zum Stoß- und Lagerfuge oder klar gegliedert
Beispiel erfolgen als: – mit sichtbarem Fugenglattstrich nur in Bei hohen Ansprüchen an die Optik
der Lagerfuge – die Erscheinungsbilder des Sichtmauerwerks sind KS-Verblen-
 Sichtbares Mauerwerk aus klein- oder sind individuell auswählbar. der nach DIN V 106-2 oder KS-Fasen-
mittelformatigen KS-Steinen – naturbelas- steine zu verwenden. Das Anlegen von
sen. Entscheidend ist der persönliche An- Musterflächen und deren Vereinbarung
spruch des Bauherrn. Er bestimmt die als Maßstab für die geschuldete Leis-
 Sichtbares Mauerwerk aus KS-R-Block- Materialauswahl, die Arbeitstechnik und tung ist ebenfalls zu empfehlen.
steinen ohne Stoßfugenvermörtelung, damit auch den Herstellungspreis der
deckend gestrichen. KS-R-Blocksteine fertigen Wand.
werden von Hand oder mit Versetzgerät
verarbeitet.

 Sichtbares Mauerwerk aus KS-R-


Blocksteinen, jedoch mit Stoßfugenver-
mörtelung; Verarbeitung nur von Hand;
deckend weiß gestrichen – der rustikale
Charakter der Sichtflächen wird bei dieser
Ausführung betont.

 Sichtbares Mauerwerk aus KS-Plan-


steinen KS-R P/KS XL ohne Stoßfugenver-
mörtelung. Die hohe Maßgenauigkeit der
Plansteine (± 1 mm) ermöglicht besonders
ebenflächiges und sauberes Mauerwerk.
Stoß- und Lagerfugen treten optisch in den
Hintergrund. Bild 3/14: Innensichtmauerwerk aus kleinformatigen Bild 3/16: Verputzte Kellerwände geben dem Keller
Kalksandsteinen eine hochwertige Oberfläche.
 Sichtmauerwerk aus KS-Fasensteinen.
Der Fasenstein bietet durch die umlaufen-
de Fase eine unverwechselbare Optik.

 Hochwertiges Sichtmauerwerk aus KS- „Abschneiden“ mit der Kelle


Verblendern mit glatter oder strukturierter und nach dem Ansteifen:
Oberfläche mit Stoßfugenvermörtelung. Glattstreichen mit einem
abriebfreien Schlauchstück
 Mit Dickputzen (d ≥ 10 mm) verputztes
Mauerwerk.

 Mit Dünnlagenputzen (d ≥ 5 mm) ver-


putztes Mauerwerk aus KS-Plansteinen
KS-R P/KS XL.

 Verschlämmtes Mauerwerk ohne An-


forderungen an die flächenfertige Wand.
Bild 3/15: In untergeordneten Räumen darf das Bild 3/17: Fugenglattstrich
sichtbar bleibende Mauerwerk im Regelfall auch ein
rustikales Aussehen haben.

8
4. WIRTSCHAFTLICHKEIT

4. WIRTSCHAFTLICHKEIT Üblicherweise werden für die Perime- 4.2 Kosten des Kellers
terdämmung Schaumkunststoffe bzw. Die tatsächlichen Kosten eines Kellers
Kellermauerwerk aus Kalksandstein ist Schaumglas zur Perimeterdämmung einge- ergeben sich nicht allein durch die Her-
wirtschaftlich. Unabhängig davon, ob der setzt: stellkosten des Kellergeschosses.
Keller als Nutz- oder Wohnraum konzipiert
ist.  Polystyrol-Hartschaum (EPS) nach Beim Verzicht auf einen Keller ist zu
DIN EN 1363 berücksichtigen, dass Ersatzräume, z.B.
Bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für Heizung und Brennstofflager, Hausan-
sind neben der Tragkonstruktion (z.B.  Polystyrol-Extruderschaum (XPS) nach schlüsse etc. an anderer Stelle zu pla-
KS-Mauerwerk) auch Wärme- und Tau- DIN EN 13164 nen sind. Die erhöhten Kosten für die
wasserschutz sowie die Abdichtungsart Gründung, z.B. größere Abmessungen
zu berücksichtigen.  Polyurethan-Hartschaum (PUR) nach der Streifenfundamente oder zusätzliche
DIN EN 13165 Aufwendungen zur Herstellung eines trag-
4.1 Hochwertige Nutzung fähigen Untergrundes werden bei der ver-
Damit der Keller hochwertig genutzt wer-  Schaumglas (CG) nach DIN EN 13167 meintlichen „Einsparmaßnahme“ Keller-
den kann, z.B. als Wohn- oder Büroraum, verzicht meist vernachlässigt. Nicht ohne
sind Tauwasserschutz und Wärmeschutz Die Perimeterdämmung kann neben Grund bieten Fertigteilhaus-Hersteller im
zu planen. Der gewünschte Wärmeschutz der Wärmedämmung auch Aufgaben Regelfall ohne Bodenplatte an.
wird wesentlich durch die Dicke der Peri- als Schutzschicht für die Abdichtung
meterdämmung bestimmt. übernehmen. Nach DIN 18195-10 sind Bei unterkellerten Häusern lassen sich
in diesem Fall Schaumkunststoffplatten ca. 35 % mehr Wohn- und Nutzfläche
Kalksandstein-Kelleraußenwände mit oder Schaumglasplatten einzusetzen, die bei nur ca. 5 % Mehrkosten bauen.
außenliegender Perimeterdämmung bauaufsichtlich für diesen Zweck zugelas- Kellerräume sind damit die preiswer-
sind erprobte und sichere Konstruk- sen sind. testen Räume des Hauses.
tionen, die nach DIN 4108-3 auch
ohne besonderen Nachweis tauwas- Quelle: Vergleichsrechnung [5] der
serfrei sind. Initiative Pro Keller e.V.

6,00 m 5,70 m 10,11 m


36,5 200 17,5 150 36,5 30 17,5 17,5 30
17,5
11,2
36,5

112
6,24 m

17,5
10,20 m

11,2

112
150 11,5

150 11,5

17,5

17,5

100 100 100


36,5

50

2,20 m
50

2,20 m

35
50

50 50 50
50 50 50 50

Bild 4/1: Beispiel freistehendes Einfamilienhaus Bild 4/2: Beispiel Reihenmittelhaus Bild 4/3: Für 5 % Mehrkosten erhält man 35 % mehr
Lebensraum.
Tafel 4/1: Kostenvergleich Keller nach Initiative Pro Keller e.V. [5]

freistehendes
Einfamilienhaus Reihenmittelhaus
Wohn- und Nutz-
flächengewinn 93,5 m2 53,1 m2
Kosten mit Keller 32.850 € bis 35.150 € 21.150 € bis 23.550 €
Kosten ohne Keller 1)
22.600 € 17.550 €
echte Zusatzkosten 2)
10.250 € bis 12.550 € 3.600 € bis 6.000 €
1)
Kosten für Erdarbeiten und Gründung, als Kel- 2)
Wird der Platz für die Kellertreppe als frost-
lerersatzraum eine 3,00 m x 6,00 m große Fer- sichere Ersatzfläche genutzt, so beläuft sich
tiggarage (nur Erstellungskosten) sowie 4 m2 der Kostenunterschied auf ca. 150 €/m2.
frostsichere Ersatzflächen (750 €/m2) in den
Obergeschossen. Bild 4/4: Kalksandstein ist wirtschaftlich.

9
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

4.3 Keller-Bauweisen 4.4 Vergleich der Bauweisen


4.3.1 Keller aus Kalksandstein Die Abdichtung der Doppelwandele- Die Wirtschaftlichkeit einer Bauweise wird
Kalksandstein bringt alle Vorraussetzun- mente mit Abdichtungsstoffen nach bestimmt durch den:
gen für den idealen Kellerbaustoff mit. DIN 18195, wie sie bei Mauerwerk
grundsätzlich zur Anwendung kom-  Personalaufwand (Arbeitszeit und Ar-
Die hohen Steindruckfestigkeiten von men, sichert das Bauwerk dauerhaft beitskosten)
Kalksandstein (SFK ≥ 12) führen zu hohen gegen Wasser ab. Der Keller wird mit
zulässigen Spannungen. Damit lassen sich Abdichtungsstoffen nach DIN 18195,  Materialpreis (Materialkosten)
hochbelastbare Kellerwände erstellen. Bahnen oder kunststoffmodifizierten
Besonders vorteilhaft ist der Einsatz von Bitumendickbeschichtungen (KMB)  Geräteeinsatz (Gerätekosten)
KS-Plansteinen und großformatigen KS XL nicht nur wasserundurchlässig, son-
(Schichthöhe ≥ 50 cm), die in Dünnbett- dern quasi wasserdicht. Zum konkreten Vergleich der unter-
mörtel versetzt werden und somit noch schiedlichen Bauweisen werden an einem
höher belastbar sind. Beispiel die unterschiedlichen Bauweisen
gegenüber gestellt, Bild 4/5.
Durch die ebenen Oberflächen lassen
sich Bahnen wie Dickbeschichtung einfach Die Abdichtung und der Tauwasser-
und sicher auftragen. Das Vorspachteln schutz werden bei allen Bauweisen gleich
von Ziegel-Putzrillen oder das Schließen ausgeführt, z.B. mit KMB und außenlie-
der Poren von haufwerksporigen Leicht- genden Perimeterdämmplatten. Damit
oder Betonsteinen nach KMB-Richtlinie werden die reinen Arbeitszeiten für die
[6] entfällt bei Kalksandstein-Mauerwerk. Wände maßgeblich.

Kalksandstein-Mauerwerk ist für den Die Arbeitszeit zur Erstellung von ca.
Kellerbau bestens geeignet. 100 m2 Kelleraußenwänden beträgt je
nach Bauweise zwischen 35 und 70 h.
Je nach Kolonnengröße, z.B. 4 Mann,
4.3.2 Keller aus Beton- sind dies ein bis zwei Arbeitstage.
Doppelwandelementen Bild 4/5: Kalksandstein-Mauerwerk ist für den
Als Argumente für Beton-Doppelwandele- Kellerbau bestens geeignet.
mente werden oftmals der schnelle Bau-
fortschritt und die vermeintlich sichere
Bauwerksabdichtung durch Einsatz von
wu-Beton genannt.

Der Aufbau und die Ausrichtung der


Beton-Doppelwandelemente erfolgt in der
Regel an ein bis zwei Tagen. Dafür sind KS-Plansteine ohne Verlegehilfe
größere Kolonnen (im Regelfall vier Mann)
erforderlich. Das Ausbetonieren der Beton-
Doppelwandelemente ist in etwa mit dem KS-Plansteine mit Verlegehilfe
gleichen Zeitaufwand verbunden wie das
Aufstellen.
KS XL mit Verlegehilfe
Abdichtungsmaßnahmen – insbesonde-
re an den Stoßstellen zwischen den Ele-
menten und beim Fundamentanschluss – Beton-Doppelwandelement
sind bei Beton-Doppelwandelementen mit
besonderer Sorgfalt durchzuführen.
Ortbetonwand
Bei der Verwendung von wu-Beton (wu
= wasserundurchlässig) ist zu beachten,
dass ein wu-Beton vorliegt, wenn die Was- 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0
sereindringtiefe (geprüft nach DIN 1048)
Annahmen: [Mann-Stunden]
von 50 mm nicht überschritten wird. - Ansatz der Arbeitszeit-Richtwerte nach ARH-Tabelle des ZTV-Verlages [7]
- die Maurerkolonne besteht aus 2 Mann
Schwierigkeiten ergeben sich bei Beton- - die Kolonne zum Versetzen der Doppelwandelemente besteht aus 4 Mann
- Maße des Beispiel-Kellers (Länge x Breite x Höhe) 10,00 m x 8,00 m x 2,70 m
Doppelwandelementen häufig aufgrund - Außenwände: (10,00 x 2,70 + 8,00 x 2,70) x 2 = 97,2 m2
fehlender oder zu enger Rüttelgassen, - Mauerwerk: 30 cm dick
die zu unzureichender Verdichtung füh- - Doppelwandelemente: 25 cm dick (Plattendicke je 4 cm, Betonfüllung 17 cm)
- Ortbetonwand: 30 cm dick
ren. Ebenfalls problematisch ist die große
Fallhöhe, die zur Entmischung des Betons
führen kann. Bild 4/6: Vergleich der Arbeitszeiten [Mann-Stunden] unterschiedlicher Keller-Bauweisen

10
5. STATIK

5. STATIK Tafel 5/1: Lastabtragungssysteme

Statisches System Erforderliche Bemerkungen


Kellerwände werden hoch beansprucht. Auflast am
Sie tragen die vertikalen Lasten aus den Wandkopf
Geschossdecken und den aufgehenden
Wänden über die Fundamente in den hoch Einachsige, lotrechte Lastabtragung
1)
Baugrund ab. Bei den Kelleraußenwänden 1)
ergibt sich zusätzlich eine horizontale Be- 1)
lastung durch die Erdanschüttung. 1)

Die daraus resultierende Biegebean- 2) mittel Zweiachsige Lastabtragung


2)
spruchung der Wand kann bei ausreichend
2)
großer vertikaler Belastung relativ leicht 2)
aufgenommen werden. In diesem Fall kön-
nen die Kelleraußenwände auch bei hohen 3)
Erdanschüttungen sehr schlank ausgeführt 3)
3) keine Lotrechte Lastabtragung über Gewölbe-
werden mit Wanddicken ≤ 24 cm.
3) wirkung in Zugglieder

Ungünstige Verhältnisse liegen bei Kel-


leraußenwänden mit geringen Auflasten 4)
4)
und hoher Erdanschüttung vor. Dieser 4) keine Horizontale Lastabtragung über Gewölbe-
4) wirkung.
Fall tritt z.B. bei Einfamilienhäusern auf,
wenn im Wohnzimmer des Erdgeschosses Gewölbeschub an Endstützen beachten.
zur Terrasse hin große Fensterflächen Stoßfugenvermörtelung erforderlich.
angeordnet sind, oder aber bei leichten
Fertighäusern. Hier sind dickere Keller-
außenwände erforderlich und die Wände  Die Wandlängskraft N1 aus ständiger
zusätzlich auszusteifen. Mögliche Lastab- Last in halber Höhe der Anschüttung liegt
Waagerechtes No Decke
tragungssysteme für Kelleraußenwände innerhalb folgender Grenzen (DIN 1053-1, Gelände als Scheibe
sind in Tafel 5/1 zusammengestellt. Gleichung 17):
p ≤ 5,0 kN/m2

Die Erdanschüttung (maximal bis zur d · βR ρe · hs · he2


halben Geschosshöhe) erfolgt erst nach ≥ N1 ≥ min N =
3·γ 20 · d
Aufliegen der Kellerdecke.
mit: N1

hs ≤ 2,60 m
5.1 Entfallen des Nachweises auf
d Wanddicke
he ≤ hs

Erddruck
Für die Bemessung bietet DIN 1053-1 hs lichte Höhe der Kellerwand
ein vereinfachtes Nachweisverfahren an. he Höhe der Anschüttung
d ≥ 24 cm
ρe Rohdichte der Anschüttung
he
2

Dabei darf bei Kellerwänden der statische


Nachweis auf Erddruck entfallen, wenn die γ Sicherheitsbeiwert
folgenden Bedingungen erfüllt sind: βR Rechenwert der Druckfestigkeit

 Wanddicke d ≥ 24,0 cm. Anstelle der Wandlängskraft N1 aus


ständiger Last in halber Höhe der An-
 Lichte Höhe der Kellerwand hs ≤ 2,60 m. schüttung darf auch der Nachweis über
die ständige Auflast N0 der Kellerwand Bild 5/1: Bedingungen für das Entfallen des
Nachweises von Kelleraußenwänden auf Erddruck
 Die Kellerdecke wirkt als Scheibe und am Wandkopf nachgewiesen werden. Der nach DIN 1053-1
kann die aus dem Erddruck entstehenden Nachweis ist erfüllt, wenn die ständige
Kräfte aufnehmen. Auflast N0 der Kellerwand am Wandkopf
Tafel 5/2: Ständige Auflast (min N0) für Keller-
innerhalb folgender Grenzen liegt: außenwände ohne rechnerischen Nachweis
 Im Einflussbereich des Erddrucks auf – einachsige, lotrechte Lastabtragung – nach
die Kellerwand beträgt die Verkehrslast max N0 ≥ N0 ≥ min N0 DIN 1053-1

auf der Geländeoberfläche nicht mehr als mit: Wand- min N0


5 kN/m2. max N0 = 0,45 · d · σ0 dicke bei einer Höhe der Anschüttung he
min N0 nach Tafel 5/2 d 1,0 m 1,5 m 2,0 m 2,5 m
 Die Geländeoberfläche steigt nicht [cm] [kN/m] [kN/m] [kN/m] [kN/m]
an. Kann der Nachweis nach dem verein- 24 6 20 45 75
fachten Verfahren nicht geführt werden
30 3 15 30 50
 Die Anschütthöhe he ist nicht größer oder sind die Randbedingungen nicht
als die Wandhöhe hs. eingehalten, muss eine genauere Berech- 36,5 0 10 25 40
nung der Kelleraußenwand durchgeführt 49 0 5 15 30
werden. Zwischenwerte sind geradlinig zu interpolieren.

11
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

5.2 Zweiachsiger Lastabtrag bei


Aussteifung der Kellerwände durch
Querwände
Zweiachsiger Lastabtrag der Kellerau-
ßenwand darf angesetzt werden, wenn
die Kelleraußenwand durch Querwände
oder statisch nachgewiesene Bauteile hs
im Abstand (b) ausgesteift ist und das
erforderliche Überbindemaß ≥ 0,4 · h
eingehalten wird. Für den zweiachsigen
Lastabtrag ist ein gesonderter Nachweis
erforderlich. Der Abstand der Querwände
(b) darf dabei höchstens das Zweifache der
lichten Geschosshöhe (hs) betragen.

Der untere Grenzwert (min N0 bzw. min b b


N1) der ständigen Last in Wandmitte (N1)
Bild 5/2: Bei durch Querwände ausgesteiften Kelleraußenwänden (b ≤ 2 · hs) darf ein zweiachsiger Lastabtrag
bzw. der ständigen Auflast am Wandkopf angesetzt werden.
(N0) ergibt sich in Abhängigkeit vom Ab-
stand der Aussteifung (b) und der lichten
Wandhöhe (hs):

 für b ≤ hs
N1 ≥ 0,5 · min N α
N0 ≥ 0,5 · min N0 1,0
N1 ≥ α · min N
 für b ≥ 2 · hs No ≥ α · min No
N1 ≥ min N
N0 ≥ min N0 0,5 b Abstand der Querwände oder
der gleichwertigen Bauteile
hs lichte Kellergeschosshöhe
 Zwischenwerte sind geradlinig zu
interpolieren: 0
N1 ≥ α · min N0 0 1 2 b
hs
N0 ≥ α · min N0

mit:
Bild 5/3: Abminderung des Mindestwertes der Wandlängskraft N1 bzw. der Auflast N0 bei zweiachsig
b Abstand der Querwände oder der gespannten Kelleraußenwänden
gleichwertigen Bauteile
hs lichte Kellergeschosshöhe
N1 Wandlängskraft aus ständiger Last in
halber Höhe der Anschüttung
N0 ständige Auflast am Wandkopf
α Korrekturwert zur Abminderung des 2ø8 2ø8
außen
unteren Grenzwertes N0

Zwischenaussteifungen bei zweiachsiger


Lastabtragung können bei langen Wand-
15

scheiben durch Querwände oder Ausstei-


fungsstützen aus Stahl oder Stahlbeton
erfolgen, zum Beispiel durch ausbetonierte
KS-U-Schalen, Bild 5/4.
2 ø 14 innen 3 ø 14

175 35

Beton C 20/25*)
Betonstahl IV S

*) alte Bezeichnung B 25

Bild 5/4: Aussteifende Stahlbetonstützen in 24 cm dicken Kelleraußenwänden unter Verwendung von


KS-U-Schalen (Querschnitt)

12
5. STATIK

5.3 Nachweis nach den ermittelten Tafel 5/3: Rohdichteklasse ≥ 1,4, Normalmörtel MG IIa, Lastfall Bodenfeuchte oder nicht stauendes
Sickerwasser
Schnittgrößen
Bei der genaueren Berechnung der Keller- lichte Keller- Wand- zulässige Erdanschüttung über dem Wandfuß he [m]
außenwände wird im Regelfall die Keller- geschoss- dicke d lotrechte Wandbelastung (ständige Lasten) am Wandkopf N [kN/m]
0
außenwand als einachsig vom Wandkopf höhe hs
bis zum Wandfuß (lotrecht) gespannt [m] [cm] 5 10 15 20 30 40 50
angenommen. 36,5 1,50 1,75 1,95 2,15 2,50 2,60 2,60
2,60 30 1,30 1,55 1,70 1,90 2,20 2,55 2,60
Zweiachsiger Lastabtrag darf auch hier 24 1,10 1,30 1,50 1,65 1,95 2,25 2,50
angesetzt werden, wenn die Kellerwände 36,5 1,50 1,75 2,00 2,20 2,40 2,40 2,40
ausreichend ausgesteift sind. Der Abstand 2,40 30 1,30 1,55 1,75 1,95 2,30 2,40 2,40
der Querwände darf dabei höchstens das 24 1,10 1,35 1,50 1,70 2,00 2,30 2,40
Zweifache der lichten Geschosshöhe 36,5 1,50 1,80 2,05 2,20 2,20 2,20 2,20
betragen. 2,20 30 1,30 1,55 1,80 2,00 2,20 2,20 2,20
24 1,10 1,35 1,55 1,75 2,10 2,20 2,20
Die zulässige Erdanschüttung lotrecht • Steinfestigkeitsklasse ≥ 12 • Rohdichte der Anschüttung
gespannter Kelleraußenwände ergibt sich • Stoßfugen vermörtelt oder unvermörtelt erdfeucht ρe = 19 kN/m3
in Abhängigkeit von der Wandbelastung. • Steine der Rohdichteklasse 1,4 (γM = 15 kN/m3) • Erddruckbeiwert Ka = 1/3
Beim Nachweis nach den ermittelten • Normalmörtel MG IIa (βRHS ≥ 0,09 MN/m2) • Geländeoberfläche nicht ansteigend
• Verkehrslast im Einflussbereich des Erddrucks p = 5,0 kN/m2 • kein anstehendes Grundwasser
Schnittgrößen ergibt sich die zulässige
Erdanschüttung (he). In den Tafeln 5/3
bis 5/5 wurden drei grundlegende Fälle
ausgewertet: Tafel 5/4: Rohdichteklasse ≥ 1,6, Dünnbettmörtel DM, Lastfall Bodenfeuchte oder nicht stauendes
Sickerwasser
 Kelleraußenwand in Normalmörtel lichte Keller- Wand- zulässige Erdanschüttung über dem Wandfuß he [m]
gemauert, ohne aufstauendes Wasser geschoss- dicke d lotrechte Wandbelastung (ständige Lasten) am Wandkopf N0 [kN/m]
höhe hs
 Kelleraußenwand in Dünnbettmörtel [m] [cm] 5 10 15 20 30 40 50
gemauert, ohne aufstauendes Wasser 36,5 1,55 1,80 2,00 2,20 2,60 2,60 2,60
2,60 30 1,35 1,55 1,75 1,95 2,30 2,60 2,60
 Kelleraußenwand in Dünnbettmörtel 24 1,15 1,35 1,55 1,70 2,00 2,25 2,55
gemauert, aufstauendes Wasser ≤ 50 cm 36,5 1,55 1,80 2,05 2,30 2,40 2,40 2,40
2,40 30 1,35 1,55 1,80 2,00 2,35 2,40 2,40
Ablesebeispiel zu Tafel 5/4: 24 1,15 1,35 1,55 1,70 2,05 2,40 2,40
36,5 1,55 1,85 2,10 2,20 2,20 2,20 2,20
 lichte Geschosshöhe ≤ 2,20 m 2,20 30 1,35 1,60 1,85 2,05 2,20 2,20 2,20
24 1,15 1,35 1,60 1,75 2,15 2,20 2,20
 Wanddicke = 30 cm • Steinfestigkeitsklasse ≥ 12 • Rohdichte der Anschüttung
• Stoßfugen vermörtelt oder unvermörtelt erdfeucht ρe = 19 kN/m3
• Steine der Rohdichteklasse 1,6 (γM = 17 kN/m3) • Erddruckbeiwert Ka = 1/3
 Mauerwerk in Dünnbettmörtel (DM) • Dünnbettmörtel (βRHS ≥ 0,11 MN/m2) • Geländeoberfläche nicht ansteigend
• Verkehrslast im Einflussbereich des Erddrucks p = 5,0 kN/m2 • kein anstehendes Grundwasser
 ständige Auflast = 20 kN/m

Ergebnis: Tafel 5/5: Rohdichteklasse ≥ 1,6, Dünnbettmörtel DM, Lastfall aufstauendes Sickerwasser

Die maximal zulässige Erdanschüttung lichte Keller- Wand- zulässige Erdanschüttung über dem Wandfuß he [m]
beträgt ≤ 2,05 m. geschoss- dicke d
lotrechte Wandbelastung (ständige Lasten) am Wandkopf N0 [kN/m]
höhe hs
[m] [cm] 5 10 15 20 30 40 50
Die in der Praxis am häufigsten vor-
36,5 1,55 1,75 2,00 2,20 2,55 2,60 2,60
kommenden Kelleraußenwände 2,60 30 1,35 1,55 1,75 1,90 2,25 2,55 2,60
können vereinfacht nach DIN 1053-1 24 1,15 1,35 1,50 1,65 1,95 2,25 2,50
nachgewiesen werden. Sind die in
36,5 1,50 1,80 2,00 2,25 2,40 2,40 2,40
DIN 1053-1, Abschnitt 8.1.2.3 ge- 2,40 1,95 2,40
30 1,30 1,55 1,75 2,35 2,40
nannten Bedingungen nicht erfüllt, 24 1,10 1,35 1,55 1,70 2,05 2,35 2,40
können die zulässigen Anschütthö-
36,5 1,50 1,80 2,10 2,20 2,20 2,20 2,20
hen mit dem Nachweis nach den 2,20 30 1,30 1,55 1,80 2,05 2,20 2,20 2,20
ermittelten Schnitthöhen bestimmt 24 1,10 1,35 1,55 1,75 2,10 2,20 2,20
werden. Es sind dann sogar höhere
• Steinfestigkeitsklasse ≥ 12 • Rohdichte der Anschüttung
Anschütthöhen als nach DIN 1053-1 • Stoßfugen vermörtelt oder unvermörtelt erdfeucht ρe = 19 kN/m3
nachweisbar [8]. • Steine der Rohdichteklasse 1,6 (γM = 17 kN/m3) unter Auftrieb ρe‘ = 11 kN/m3
• Dünnbettmörtel (βRHS ≥ 0,11 MN/m2) • Erddruckbeiwert Ka = 1/3
• Verkehrslast im Einflussbereich des Erddrucks p = 5,0 kN/m2 • Geländeoberfläche nicht ansteigend
• Grundwasserstand hw ≤ 0,50 m

13
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

6. ABDICHTUNG 6.1 Bodenfeuchtigkeit und nicht Bitumen-Schweißbahnen und Polymerbitu-


stauendes Sickerwasser men-Schweißbahnen sollen aufgeschweißt
Die Abdichtung von Bauwerken erfolgt in Die geringste Wassereinwirkung auf erd- werden.
der Regel nach DIN 18195. Dabei ist zu- berührte Bauteile aus Bodenfeuchtigkeit
erst der vorliegende Lastfall zu ermitteln und nicht stauendem Sickerwasser liegt  kaltselbstklebenden Bitumen-Dich-
in Abhängigkeit von: vor, wenn das Gelände über dem Bemes- tungsbahnen (KSK) nach Tabelle 10 der
sungswasserstand liegt und der Baugrund DIN 18195-2
 Bauteil (erdberührte Wand oder Boden- – und auch das Verfüllmaterial des Arbeits- Der Untergrund ist mit kaltflüssigem Voran-
platte) raumes – aus stark durchlässigem Boden strich nach Tabelle 1 der DIN 18195-2 zu
besteht; DIN 18195 gibt einen Durchläs- versehen. KSK-Bahnen werden vollflächig
 Bemessungswasserstand (ober- oder sigkeitsbeiwert k > 10-4 m/s an. Davon verklebt.
unterhalb des Bauteils) kann bei Sand und Kies ausgegangen
werden. Von dieser geringen Wasserbe-  Kunststoff- und Elastomer-Dichtungs-
 Bodenart (stark oder wenig durchlässig anspruchung der erdberührten Bauteile bahnen nach Tabelle 5 und 7 der
nach DIN 18130) ist ebenfalls auszugehen, wenn bei wenig DIN 18195-2
durchlässigen Böden (z.B. Lehm, Schluff, Die Wandflächen sind beim Einsatz bi-
 Dränung (mit oder ohne) Ton) durch eine funktionsfähige Dränung tumenverträglicher Bahnen mit kaltflüs-
für die Ableitung des sonst möglichen sigem Voranstrich zu versehen. Bei der
Für die Planung und die Ausführung Stauwassers gesorgt wird. Abdichtung mit PIB-Bahnen sind die
der Abdichtung werden drei wesentliche Wandflächen mit einem Aufstrich aus Bi-
Lastfälle unterschieden: Die Abdichtung der erdberührten Wän- tumenklebemasse nach Tabelle 2 der DIN
de gegen Bodenfeuchtigkeit und nicht 18195-2 zu versehen. Die Bahnen sind
 Bodenfeuchte und nicht stauendes stauendes Sickerwasser erfolgt nach DIN im Flämmverfahren aufzukleben. Bitumen-
Sickerwasser nach DIN 18195-4 18195-4 mit: verträgliche Kunststoff-Dichtungsbahnen
dürfen mit Bitumenklebemasse oder im
 aufstauendes Sickerwasser nach DIN  kunststoffmodifizierten Bitumendickbe- Flämmverfahren oder lose mit mecha-
18195-6, Abschnitt 9 schichtungen (KMB) nach Tabelle 9 der nischer Befestigung eingebaut werden.
DIN 18195-2 Nichtbitumenverträgliche Kunststoff-Dich-
 dauerhaft drückendes Wasser nach Die KMB ist in zwei Arbeitsgängen aufzu- tungsbahnen sind lose mit mechanischer
DIN 18195-6, Abschnitt 8 bringen. Die Trockenschichtdicke muss Befestigung einzubauen und dürfen nicht
mindestens 3 mm betragen. Das Auf- mit Bitumen in Berührung kommen. Elas-
bringen der Schutzschicht darf erst nach tomer-Bahnen dürfen mit Klebemasse
ausreichender Trocknung der Abdichtung aufgeklebt oder lose mit mechanischer
erfolgen. Befestigung eingebaut werden.

 Bitumenbahnen nach Tabelle 4, Zeile 4  Elastomer-Dichtungsbahnen mit Selbst-


Bauteil bis 10 der DIN 18195-2 klebeschicht nach Tabelle 6 der DIN
erdberührte Wand
Die Wandflächen sind mit kaltflüssigem Vor- 18195-2.
anstrich nach Tabelle 1 der DIN 18195-2 Die Wandflächen sind mit kaltflüssigem Vor-
zu versehen. Bitumenbahnen sind mindes- anstrich nach Tabelle 1 der DIN 18195-2
oberhalb unterhalb
Bemessungs- Bemessungs- tens einlagig mit Klebemasse aufzukleben. zu versehen. Die Bahnen werden aufge-
wasserstand wasserstand klebt, die Überlappungen verschweißt.

Belastung durch Belastung


- Kapillarwasser durch
- Haftwasser - Grundwasser
- Sickerwasser - Hochwasser

Bodenart Bodenart Lastfall: Bodenfeuchte DIN 18195-4 Lastfall: nicht stauendes Sickerwasser DIN 18195-4

stark wenig jede Niederschlag Niederschlag


durchlässig durchlässig
k > 0,0001 k ≤ 0,0001
stark durch- wenig durch-
lässiger Boden1) lässiger Boden1)
mit ohne k ≤ 10-4 m/s
Dränung Dränung k > 10-4 m/s
(k > 0,1 mm/s) (k ≤ 0,1 mm/s)
mit Dränung
nach 4095

Bodenfeuchte aufstauendes drückendes


und nicht Sickerwasser Wasser
stauendes 1)
siehe DIN 18530-1
1)
siehe DIN 18530-1
Sickerwasser

Bild 6/1: DIN 18195 unterscheidet prinzipiell drei Bild 6/2: Lastfall Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser
Lastfälle.

14
6. ABDICHTUNG

6.2 Druckwasser aus Stauwasser Die Abdichtung der erdberührten Wände 6.3 Druckwasser aus Grund- und
(aufstauendes Sickerwasser) gegen aufstauendes Sickerwasser nach Hochwasser
Wird bei der Baugrunderkundung für ein DIN 18195-6, Abschnitt 9, erfolgt mit: Wegen der meist nur ungenauen Abschät-
über dem Bemessungswasserstand zu zungsmöglichkeiten des höchsten Bemes-
errichtendes Gebäude ein gering durch-  kunststoffmodifizierten Bitumendickbe- sungswasserstandes sieht DIN 18195
lässiger Boden ermittelt (Wasserdurch- schichtungen (KMB) nach Tabelle 9 der grundsätzlich einen Sicherheitszuschlag
lässigkeitsbeiwert k ≤ 10-4 m/s) und soll DIN 18195-2 von 30 cm zum ermittelten Bemessungs-
oder muss auf eine Dränung verzichtet wer- Der Auftrag der KMB erfolgt in zwei Ar- wasserstand vor, bis zu dem mindestens
den, da z.B. eine behördlich zugelassene beitsgängen, mit dazwischen liegender Druckwasser haltend abgedichtet werden
Vorflut nicht verfügbar ist, so ist vor den Verstärkungslage. Die Trockenschichtdicke muss.
erdberührten Bauteilen mit Stauwasser beträgt mindestens 4 mm.
zu rechnen. Die Abdichtung gegen Druckwasser er-
 Polymerbitumen-Schweißbahnen folgt nach DIN 18195-6, Abschnitt 8. Auf-
Bei Gebäuden, deren Sohle mindestens nach Tabelle 4, Zeile 9 der DIN 18195-2 grund der erhöhten horizontalen Kräfte ist
30 cm über dem höchsten Bemessungs- Ein Voranstrich ist auf den Untergrund aus neben der Abdichtungsart insbesondere
wasserstand liegt, und bei Gründungstiefen Mauerwerk aufzubringen. Die Bahnen sind die Statik des Tragwerks zu prüfen. Mauer-
bis 3 m unter Geländeroberkante können vorzugsweise im Schweißverfahren ohne werk ist für den Lastfall dauerhaft drücken-
nach DIN 18195, Teil 1 und 6 einfachere, Verwendung von Klebemasse einzubau- des Wasser oder wechselnde Lastfälle mit
Druckwasser haltende Abdichtungen ver- en. stark schwankenden Wasserständen in der
wendet werden als bei Beanspruchungen Regel nicht anwendbar.
aus dauerhaft drückendem Wasser.  bitumenverträglichen Kunststoff- und
Elastomer-Dichtungsbahnen nach Tabel- Der pauschale Ansatz des Lastfalls
Dieser Neuregelung liegt die Erfahrung le 5 der DIN 18195-2 „dauerhaft drückendes Wasser“ führt
zugrunde, dass Stauwasserbeanspruchun- Die Bahnen sind vollflächig im Bürsten- zu erheblichen Mehraufwendungen,
gen in der Regel nur kurzfristig auftreten. streich- oder Flämmverfahren aufzukleben, die konstruktiv zu berücksichtigen
ggf. ist ein Voranstrich erforderlich. Längs- sind. Es ist deshalb sinnvoll, den
und Quernähte sind zu verschweißen. vorliegenden Lastfall im Zweifelsfall
durch eine Baugrunderkundung zu
bestimmen.

Bei allen Abdichtungsarten gegen Lastfall: drückendes Wasser (Grundwasser)


Lastfall: aufstauendes Sickerwasser DIN 18195-6 Abschnitt 7.2.1
DIN 18195-6 Abschnitt 7.2.2 aufstauendes Sickerwasser sind
wenig durch- Niederschlag
Schutzschichten aufzubringen und Niederschlag
lässiger Boden1) vorzugsweise Stoffe nach Abschnitt
k ≤ 10-4 m/s 3.3.8 der DIN 18195-10 einzusetzen, wenig oder stark
durchlässiger
(k ≤ 0,1 mm/s) wie z.B. Perimeterdämmplatten oder Boden1)
ohne Dränung Dränplatten mit abdichtungsseitiger
≤3m Gleitfolie.
Gründungstiefe
bis zu 3 m
unter GOK Bemessungs-
wasserstand2)
Bemessungs- ≥ 300 mm
wasserstand2)
1)
siehe DIN 18530-1
2)
langjährig ermittelter höchster Grundwasser-/Hochwasserstand 1)
siehe DIN 18530-1
2)
langjährig ermittelter höchster Grundwasser-/Hochwasserstand

Bild 6/3: Lastfall aufstauendes Sickerwasser Bild 6/6: Lastfall drückendes Wasser
Foto: quick-mix

Foto: quick-mix

Foto: quick-mix

Bild 6/4: Herstellen der Hohlkehle; Bild 6/5: Aufziehen der kunststoffmodifizierten Bild 6/7: Glattziehen der Hohlkehle mit der
Querschnittsabdichtung mit Dichtschlämme Bitumendickbeschichtung (KMB) Zungenkelle

15
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

6.4 Querschnittsabdichtung zwischen Wand und Fundament stören platte) werden flexible Schlämmen als
Bei allen Wänden, die dem Erddruck aus- und somit das Reibungsverhalten un- Querschnittsabdichtung bis zur Funda-
gesetzt sind, ist nach DIN 1053-1 auf das günstig beeinflussen. Besser geeignet mentvorderkante ausgeführt. Ebenso wird
Reibungsverhalten der als Querschnitts- sind Querschnittsabdichtungen aus Dich- der Wanduntergrund im Kehlbereich nach
abdichtung eingesetzten Sperrschicht zu tungsschlämmen, die – ähnlich wie Mörtel einer Grundierung mit einer Schlämme
achten. – einen guten Haftverbund zwischen, Wand vorbehandelt. Anschließend kann dann
und Fundament sicherstellen. eine Hohlkehle, z.B. aus Sperrmörtel,
Nach der neuen DIN 18195-4 ist in aufgetragen werden. Darüber wird die
Mauerwerkswänden nur noch eine Querschnittsabdichtungen aus Schläm- Wandabdichtung aus KMB in gleich blei-
Querschnittsabdichtung vorzusehen. men sind unproblematisch und daher bender Schichtdicke und damit ohne
In der Regel wird sie unmittelbar auf grundsätzlich zu empfehlen. Dichtungs- Durchtrocknungsprobleme bis auf die Bo-
der bis zur Fundamentaußenkante schlämmen sind jedoch bislang nicht denplattenstirnseite geführt. Positiv sind
durchlaufenden Bodenplatte verlegt. in DIN 18195 geregelt. Die Anwendung an dieser Variante folgende Aspekte: Man
der Dichtungsschlämme sollte deshalb erreicht durch die verschiedenen Arbeits-
Nach DIN 18195-4, Abschnitt 7.2 dürfen vorab zwischen den Vertragsparteien gänge vor dem Aufbringen der KMB einen
folgende Bahnen für die Abdichtung in oder geklärt sein. gesäuberten, verfestigten, geebneten, trag-
unter Wänden verwendet werden: fähigen Untergrund. Viele Fehlerquellen bei
Wird die Querschnittsabdichtung unmit- der sonst häufig vernachlässigten Unter-
 Bitumen-Dachbahnen mit Rohfilzeinla- telbar auf der Bodenplatte angeordnet und grundvorbehandlung werden dadurch klein
ge nach DIN 52128 weist diese einen außenseitigen Absatz gehalten. Die dichtenden mineralischen
auf, so sollte bei bahnenförmigen Wandab- Untergründe im Kehlenbereich machen im
 Bitumen-Dachdichtungsbahnen nach dichtungen die Querschnittsabdichtung ca. Übrigen diese Ausführungsform besonders
DIN 52130 10 cm weit auf den Absatz reichen und mit unempfindlich gegen Hinterfeuchten durch
der Wandabdichtung überlappend verklebt Tagwasser, das während der Bauzeit vom
 Ethylencopolymerisat-Bitumen (ECB)- werden. Wegen des Beschädigungsrisikos Kellerinnenraum her eindringen kann.
Bahnen nach DIN 16729 hohl liegender Bahnenkehlen ist die Kehle Nachteilig ist allerdings, dass man sich
z.B. über einen Dreieckskeil (Dämmstoff) im Hinblick auf die Querschnittsabdichtung
 Polyisobutylen (PIB)-Bahnen nach DIN zu führen [9]. auf eine weiterhin nicht genormte aufge-
16935 spachtelte Schicht – nämlich eine flexible
Wandabdichtungen sollen grundsätz- Dichtschlämme – verlassen muss. Es gilt
 Polyvinylchlorid weich (PVC-P)-Bahnen lich bis ca. 10 cm auf die Stirnfläche der dazu das bereits oben zu Schlämmen
mit Glasflieseinlage, nicht bitumenverträg- Bodenplatte heruntergeführt werden, um Dargestellte.
lich nach DIN 16735 einer Unterläufigkeit der Querschnittsab-
dichtung entgegenzuwirken. Innenseitig sollte die auf der Bodenplat-
 Polyvinylchlorid weich (PVC-P)- Bahnen, te angeordnete Querschnittsabdichtung
bitumenverträglich nach DIN 16937 Bei zweikomponentigen kunststoffmodi- grundsätzlich bei hochwertiger Innen-
fizierten Bitumendickbeschichtungen ist es raumnutzung ca. 5 bis 10 cm über die
 Polyvinylchlorid weich (PVC-P)-Bah- sinnvoll, die Querschnittsabdichtung etwa Wandoberfläche vorstehen (ggf. während
nen, nicht bitumenverträglich nach DIN an der außenseitigen Wandoberfläche ab- der Bauzeit durch Bohlen gegen Beschädi-
16938 zuschneiden und die Dickbeschichtung mit gung schützen), um eine verklebbare Über-
einer aus dem Dickbeschichtungsmaterial lappung zur Abdichtung der Bodenplatte
 Polyvinylchlorid weich (PVC-P)-Bahnen bestehenden Hohlkehle bis auf die Boden- zu erreichen. Die gleiche Anschlussaus-
mit Verstärkung, aus synthetischen Fa- plattenvorderkante zu führen. bildung ist auch bei aufstehenden Innen-
sern, nicht bitumenverträglich nach DIN wänden auszuführen, die ebenfalls eine
16734 Hersteller von einkomponentigen KMB Querschnittsabdichtung erhalten sollten.
empfehlen folgende Lösung: Nach einer
 Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA)- Grundierung (Verkieselung) der Boden- Gerade durch die höherwertige Nutzung
Bahnen, bitumenverträglich nach DIN der Kellerräume sollte auch ein „Hava-
18195-2, Tabelle 7 riefall” im Kellergeschoss, wie z.B. ein
Wasserrohrbruch oder eine auslaufende
 Elastomer (EPDM)-Bahnen nach DIN Waschmaschine, berücksichtigt werden.
7864-1, abweichend jedoch mit werksei- In der DIN 18195 sind hierzu keine Emp-
tiger Beschichtung zur Nahtfügetechnik fehlungen ausgesprochen, da ein solcher
„Havariefall” keine planmäßige Belastung
 Elastomer-Dichtungsbahnen mit darstellt. In der Praxis empfiehlt es sich,
Selbstklebeschicht nach DIN 7864-1, auf der Wandinnenseite ebenfalls eine Ab-
abweichend jedoch mit werkseitiger Be- Falls erforderlich: dichtung bis auf eine Höhe von 10 cm über
schichtung zur Nahtfügetechnik und mit Egalisationsmörtelschicht Oberkante Fertigfußboden hochzuführen.
> 100
Selbstklebeschicht, zusätzliche Anforde- Aus Gründen der leichten Verarbeitung,
rungen nach DIN 18195-2, Tabelle 6 des Haftverbundes zum Stein und eines
eventuellen Innenputzes empfiehlt sich
Querschnittsabdichtungen aus Abdich- Bild 6/8: Anschluss einer zweikomponentigen KMB-
hier der Einsatz von mineralischen Dich-
tungsbahnen können die Verbundwirkung Abdichtung am Bodenplattenabsatz tungsschlämmen.

16
7. MAUERWERK

7. MAUERWERK

KS-Steine werden systemgerecht angelie-


fert, entweder paketiert oder mit Spezi-
altransportern. Das Absetzen erfolgt auf
ebenem Untergrund.

Das Mauerwerk der Innen- und Außen-


wände des Kellers kann aus allen von der
Kalksandsteinindustrie angebotenen Stein-
formaten hergestellt werden. Aus techni-
scher und bauphysikalischer Sicht sind
diese Möglichkeiten als gleichwertig zu
betrachten. Die stofflichen Eigenschaften
sind unabhängig vom gewählten Format.
Bild 7/3: Die Querschnittsabdichtung erfolgt Bild 7/4: Der Dünnbettmörtelauftrag erfolgt einfach
7.1 Kimmschicht zweckmäßig und sicher unter der Wand. und schnell mit dem Mörtelschlitten.
Das Aufmauern der Wände beginnt grund-
sätzlich mit einer Ausgleichsschicht aus Zum Höhenausgleich können kleinforma- 7.3 Mörtelauftrag mit dem
Normalmörtel der Mörtelgruppe III, Dicke tige Mauersteine oder spezielle Kimmstei- Mörtelschlitten
d = 1 bis 3 cm, oder mit Ausgleichssteinen ne eingesetzt werden. Kimmsteine werden Der Mörtel wird zweckmäßigerweise mit
(Kimmsteinen), die in Normalmörtel der von den KS-Werken in unterschiedlichen dem Mörtelschlitten aufgetragen, das
Mörtelgruppe III versetzt werden. Höhen angeboten. Mauerwerk ist ggf. abzufegen und vorzu-
nässen. Mörtelschlitten lassen sich für
Die Ausgleichsschicht dient dem Hö- Wärmetechnisch optimierte Kimmsteine Normal- und Dünnbettmörtel in der ge-
henausgleich der Wand zur Herstellung zur Reduzierung von Wärmebrücken (KS- wünschten Fugendicke genau einstellen,
eines planebenen Niveaus in Längs- und ISO-Kimmsteine) werden üblicherweise mit sorgen für einen gleichmäßigen Mörtelauf-
Querrichtung und dem Ausgleich von 11,3 cm Steinhöhe angeboten. trag und reduzieren Mörtelverluste.
Unebenheiten in der Betondecke. Das
genaue Anlegen der Ausgleichsschicht Die regionalen Lieferprogramme sind Für Dünnbettmörtel ist die passende
ist insbesondere bei Mauerwerk mit zu beachten. Zahnschiene („Schließblech“) zu verwen-
Dünnbettmörtel wichtig. den, Bild 7/2. Die Angaben der Mörtel-
Die Ausgleichsschicht muss vor dem hersteller, die auf den Säcken aufgedruckt
Weitermauern ausreichend erhärtet sein. oder durch spezielle Produktbeschreibun-
Im fachgerechten, exakten Anlegen der gen vorliegen, sind einzuhalten.
Kimmschicht liegen erhebliche Reserven.
Das Erstellen der Kimmschicht mit Hilfe Für Mauerwerk in Normalmörtel be-
von verfahrbaren Mörtelwannen und spe- trägt die Mörtelfugendicke 12 mm. Bei
ziellen Mörtelschaufeln hat sich in der Pra- Mauerwerk in Dünnbettmörtel beträgt die
xis bewährt. Bei Großobjekten bietet sich Fugendicke 2 mm. Die Maße beziehen sich
sogar der Einsatz spezialisierter Teams für jeweils auf den eingebauten Zustand.
das Anlegen der Kimmschicht an.
Die Lagerfuge wird in Abhängigkeit von
Die Querschnittsabdichtung erfolgt zweck- der Witterung etwa 2 m vorgezogen und
mäßig und sicher unterhalb der Wände. die Steine werden in Reihenverlegetechnik
aneinander gereiht. Gegebenenfalls wer-
den die Steine anschließend mit einem
Bild 7/1: Anlegen der Kimmschicht Querschnittsabdichtungen aus Schläm-
Gummihammer ausgerichtet.
men sind unproblematisch und daher
grundsätzlich zu empfehlen. Dichtungs-
Der gleichmäßige Mörtelauftrag beim
schlämmen sind jedoch bislang nicht
Einsatz von Mörtelschlitten ermöglicht
in DIN 18195 geregelt. Die Anwendung
ein lückenloses Versetzen der Steine. Bei
von Dichtungsschlämmen sollte des-
zweischaligen Haustrennwänden hat das
halb vorab zwischen den Vertragspar-
fachgerechte Aufziehen mit dem Mörtel-
teien geklärt sein.
schlitten den Vorteil, dass kein Mörtel in
die Luftschicht fällt und die Schalldäm-
7.2 Aufgehendes Mauerwerk mung somit nicht beeinträchtigt wird.
Durch die Verwendung großformatiger KS-
R-Steine und KS XL lassen sich erhebliche
Der Einsatz des Mörtelschlittens spart
Baukosten einsparen. Der Einspar-Effekt
Zeit und reduziert die Mörtelverluste.
ist bei wenig oder nicht gegliedertem
Zahnkellen sind kein Ersatz für Mör-
Bild 7/2: Beispiele verschiedener Zahnschienen für Mauerwerk und Kellerwänden besonders
telschlitten.
Dünnbettmörtel groß.

17
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

7.4 KS-Mauerwerk ohne 7.5 Stumpfstoßtechnik / Verzahnung Tafel 7/1: Empfehlungen zur Planung und
Ausführung von Stumpfstößen
Stoßfugenvermörtelung Die liegende Verzahnung bedeutet in
Beim Mauerwerk ohne Stoßfugenvermörte- vielen Fällen eine Behinderung beim  Stumpf gestoßene Wände werden in
lung werden KS-R-Steine und KS XL auf der Aufmauern der Wände, bei der Bereitstel- der Statik als zweiseitig gehaltene Wände
(oben und unten) bemessen.
mit Mörtel vorher aufgezogenen Lagerfuge lung der Materialien und beim Aufstellen
knirsch aneinander gereiht. Das an den der Gerüste. Stumpf gestoßene Wände  Im Ausnahmefall kann der Stumpfstoß
in der Statik als zusätzliche seitliche Halte-
Stirnflächen der Steine vorhandene Nut- vermeiden diese Nachteile. Bei der
rung(en) herangezogen werden. Dazu sind
Feder-System erleichtert es dem Maurer, Bauausführung ist zu beachten, dass die die Stumpfstoßanker im Höhenabstand von
ebene Wandflächen zu erstellen. Ein Ver- Stoßfuge zwischen Längswand und stumpf ≤ 25 cm einzulegen. Für großformatige
kanten der Steine wird vermieden und das gestoßener Querwand voll vermörtelt wird. Kalksandsteine mit Schichthöhe ≥ 50 cm
Mauerwerk ist bereits in der Rohbauphase Die Vermörtelung ist aus statischen und ist dies nicht anwendbar.
optisch dicht. Die in DIN 1053-1 maximal schalltechnischen Gründen wichtig. Aus  Aus baupraktischen Gründen wird emp-
zulässigen Stoßfugenbreiten von 5 mm baupraktischen Gründen wird empfohlen, fohlen, Stumpfstoßanker in jeder Lagerfuge
sind mit KS-R-Steinen und KS XL pro- den stumpfen Wandanschluss durch einzulegen.
blemlos einzuhalten. Die Fugenbreite bei Einlegen von Edelstahl-Flachankern in die  In der Statik wird zwischen auszustei-
vermörtelten Stoßfugen soll in Einzelfällen Mörtelfugen zu sichern. fender Wand und Aussteifungswand unter-
20 mm nicht überschreiten. schieden. Die auszusteifende Wand läuft
Bei stumpf gestoßenen Wänden sind durch, die Aussteifungswand wird stumpf
In Ausnahmefällen kann es erforderlich insbesondere Statik, Verformung und angeschlossen.
sein, die Stoßfugen zu vermörteln, u.a. Schallschutz zu beachten.  Bei Trennwänden mit Schallschutzan-
bei: forderungen wird empfohlen, die Trenn-
wand durchzuführen und die flankierenden
Kelleraußenecken werden im Verband Wände, z.B. die Außenwände, stumpf
 Stoßfugen > 5 mm, gemauert. Für das Aufmauern von anzuschließen.
Wandscheiben ist das gleichnamige  Die Anschlussfugen sind aus Gründen
 der Druckzone von Flachstürzen,
Merkblatt der Berufsgenossenschaft des Schallschutzes zu vermörteln.
 Kelleraußenwände mit horizontaler [10] zu beachten. Stumpfstöße sind zu planen und im Ausfüh-
Lastabtragung über Gewölbewirkung, rungsplan in ihrer Richtung vorzugeben, da-
mit der Bauausführende die „richtige Wand“
 bewehrtem Mauerwerk nach 7.6 Sockelausbildung durchlaufen lässt. Die Anschlussfugen sind
DIN 1053-3 (gilt nicht für konstruktiv Die vertikale Abdichtung ist nach DIN zu vermörteln.
bewehrtes Mauerwerk), 18195-4, Abschnitt 6.1.1 im Regelfall bis
30 cm über Gelände hochzuführen. Da- Im Spritzbereich oberhalb des Geländes
 einschaligem Mauerwerk ohne Putz, mit ergeben sich ausreichende Mög- darf nach DIN 18195-4 die Abdichtung ent-
bei dem Winddichtigkeit gefordert ist lichkeiten zur Anpassung der Gelände- fallen, sofern dort ausreichend wasserab-
sowie oberfläche, damit die Abdichtung im End- weisende Bauteile verwendet werden.
zustand mindestens 15 cm über Gelände-
 ggf. bei nicht tragenden inneren Trenn- oberfläche endet. Es hat sich bewährt, im Spritzwasserbe-
wänden, wie z.B. bei dreiseitig gehaltenen reich mineralische Dichtungsschlämmen
Wänden mit oberem freien Rand. Die Abdichtung wird an der Tragschale einzusetzen, die eingefärbt oder überstri-
hochgeführt und befestigt. Die üblicherwei- chen werden können. Die bituminöse Verti-
Vereinzelt auftretende Stoßfugen se im Erdreich eingesetzten Abdichtungs- kalabdichtung kann somit einfach und sicher
> 5 mm sind entsprechend DIN stoffe auf Bitumenbasis sind im Regelfall z.B. mit der Z-Folie des zweischaligen Mau-
1053-1 beim Aufmauern, spätestens nicht ausreichend UV-stabil und können erwerks verbunden werden. Bei KS-Ther-
aber vor dem Putzauftrag, mit Mörtel daher im sichtbaren Spritzbereich nicht mohaut-Konstruktionen (KS+WDVS) ist der
zu schließen. dauerhaft verwendet werden. Anschluss noch einfacher ausführbar.

m
>5m

≥ 15 cm

≥ 10 cm

Bild 7/5: Vereinzelt auftretende Stoßfugen > 5 mm Bild 7/6: Detailausbildung mit Wärmedämmung Bild 7/7: Sockelausbildung unterkellerter Häuser
sind nach DIN 1053-1 zu schließen oberhalb der Bodenplatte

18
8. BAUPHYSIK

8. BAUPHYSIK 8.2 Wärmeschutz Tafel 8/1: Temperaturkorrekturfaktoren nach


DIN V 4108-6
Kellerräume sind durch die Einbindung
Ein Keller bietet bauphysikalische Vorteile. in das Erdreich nur in geringem Maße luftberührte Fe = 1,0
von den Temperaturschwankungen der Außenwand
8.1 Schallschutz Luft betroffen. Dies wird auch in der
Reihenhäuser, Doppelhäuser und mehr- Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) erdberührte FG = Fbw = 0,4 bei Rw ≤ 1
geschossige Wohnungsbauten werden im berücksichtigt. Kellerwand FG = Fbw = 0,6 bei Rw > 1
Regelfall auf einer gemeinsamen Boden-
Rw: Wärmedurchlasswiderstand der Keller-
platte gegründet. Neben dem Wärmedurchgangskoeffizi-
wand
enten U der Bauteile ist auch der Tem-
Die zweischaligen Trennwände werden peraturkorrekturfaktor F in Abhängigkeit
durch die durchlaufende Bodenplatte vom Bauteil mit der Wärme tauschen- Ein beheizter Keller wirkt sich positiv
miteinander gekoppelt. Das Stoßstellen- den Hüllfläche A zu multiplizieren. Der beim Nachweis nach Energieeinspar-
dämm-Maß ist dabei deutlich schlechter Temperaturkorrekturfaktor für beheizte verordnung (EnEV) aus.
als in den Geschossen darüber, wo die De- Kellerwände ist erheblich geringer (ca.
ckenplatten voneinander getrennt sind. die Hälfte) als für luftberührte Wände,  Ein Gebäude mit beheiztem Keller ist
Tafel 8/1. Um rechnerisch den selben kompakter (günstigeres A/V-Verhältnis).
Bei nicht unterkellerten Gebäuden soll- Transmissionswärmeverlust zu erhalten,
ten Wandkonstruktionen mit R‘w ≥ 72 dB sind für Kellerwände daher geringere  Die Temperaturkorrekturfaktoren der
gewählt werden. Die Erhöhung der Schall- Dämmstoffdicken und damit U-Werte erdberührten Flächen sind ca. halb so
dämmung darf üblicherweise nicht durch ausreichend, Tafel 8/2. groß wie bei Bauweise ohne Keller.
Vergrößerung des Schalenraums vorge-
nommen werden, sondern muss über die
flächenbezogene Masse erfolgen.

Grundriss Schnitt
EG OF

EG EG
Trennfuge
Massivdecke

Trennfuge,
KG KG Schallbrücken
sind unbedingt
zu vermeiden
Innenschale

KG OF

Bild 8/1: Leitung des Schalls durch eine


zweischalige Wand mit durchgehender Trennfuge Verblendschale
ohne Fundamenttrennung Fundament

Schalenabstand ≥ 30 mm, Mörtel mit dem Mörtelschlitten aufbringen. Auf das Einlegen von
Mineralwolle darf verzichtet werden. Bei durchgehender Auflagerung, z.B. gemeinsamer
Bodenplatte, kann das Schalldämm-Maß im untersten Geschoss etwa 5 dB niedriger sein als in den
Außenlufttemperatur darüber liegenden Geschossen.
θe = -5,0 °C
Bild 8/2: Ausführungsbeispiel für zweischalige Trennwände aus zwei schweren, biegesteifen Schalen mit bis
zum Fundament durchgehender Trennfuge

Tafel 8/2: U-Werte1) von KS-Kellerwänden


Innenlufttemperatur

Dicke des Dicke der Dämm- U [W/(m2·K)]


Systems tragenden schicht- Beschreibung
θi = 20,0 °C

System
Wand dicke2) λR [W/(m·K)]
(Aufbau)
[cm] [cm] [cm] 0,035 0,040
35 30 5 0,53 0,59
Einschaliges KS-Kellermauerwerk mit
41,5 36,5 0,52 0,57 außen liegender Wärmedämmung
38 30 8 0,37 0,41 (Perimeterdämmung)3)
44,5 36,5 0,36 0,40 Aufbau:
KS-Außenwand mit der
42 30 12 0,26 0,29 Rohdichteklasse 1,8
48,5 36,5 0,25 0,28 Perimeterdämmplatten4)
3)
Als Dämmung können unter Berücksichtigung der stofflichen Die aufgeführten U-Werte erdberührter Bauteile gelten nur in
Wärmeströme q Eigenschaften und in Abhängigkeit von der Konstruktion alle Verbindung mit den Reduktionsfaktoren nach Tabelle 3 aus
genormten oder bauaufsichtlich zugelassenen Dämmstoffe DIN V 4108-6: 2000-11. U-Werte erdberührter Bauteile sind
Isothermen verwendet werden, z.B. Hartschaumplatten, Mineralwolleplatten.
1) 4)
sonst nach DIN ISO 13370: 1998-12 zu ermitteln.
bisher k-Wert durch Zulassungen geregelt
2)
Die Dicke der Tragschale beeinflusst den U-Wert nur unwesentlich.
Bild 8/3: Wärmeübertragung über das Erdreich

19
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

8.3 Tauwasserschutz ist dies nicht der Fall. Kondensation tritt 8.4 Behaglichkeit
Tauwasserbildung aus der Raumluft unter nicht auf. Ein Kellergeschoss ist den Temperatur-
winterlichen Bedingungen ist nach DIN schwankungen der Außenluft nicht so
4108-3 zu vermeiden bzw. so zu begren- Für Wände aus einschaligem Mauer- stark ausgesetzt wie die oberirdischen
zen, dass Schäden wie z.B. unzulässige werk nach DIN 1053-1 mit außenlie- Geschosse. Die Wärmeüber tragung
Minderung des Wärmeschutzes und gender Wärmedämmung, z.B. KS-Kel- über das Erdreich findet verzögert statt.
Schimmelbildung vermieden werden. Die lerwände mit Perimeterdämmung, ist Tageszeitliche Schwankungen sind daher
Möglichkeit der raumseitigen Tauwasserbil- ein Tauwassernachweis nicht erforder- in Kellerräumen kaum spürbar.
dung aus einströmender Außenluft in den lich. Es handelt sich nach DIN 4108-3
Innenraum ist im Einzelfall zu beachten. um eine bewährte, praxiserprobte, Für die Behaglichkeit eines Raumes ist
sichere Konstruktion. neben der Raumlufttemperatur eine Viel-
Der Tauwassernachweis ist nach Anhang zahl weiterer Faktoren zu berücksichtigen.
A der DIN 4108-3 durchzuführen. Dabei Bevor Tauwasser an der Bauteilober- Wesentlichen Einfluss auf das Behaglich-
wird überprüft, ob die Tauwassermenge, die fläche ausfällt, kann es zur Schimmelbil- keitsempfinden hat neben der Raumluft-
sich im Winter im Bauteil bildet, in den Som- dung kommen. Es ist deshalb in Wohn-, temperatur, die Oberflächentemperatur der
mermonaten wieder verdunsten kann. Aufenthalts- und Nutzräumen mit üblichen Umschließungsflächen sowie die relative
Klimabedingungen bereits in der Planung Raumluftfeuchte. Kalksandstein-Wände
Bei monolithischen Wänden aus so ge- darauf zu achten, dass die Oberflächen- sorgen für hohe Behaglichkeit, denn durch
nannten „Wärmedämmsteinen“ kommt es temperatur nicht unter die kritische Marke die hohe Rohdichte der Kalksandsteine
im Winter zu Kondensation im Baustoffin- von 12,6 °C absinkt. wirken sie als natürliches Thermostat und
neren. Dadurch verschlechtert sich auch nehmen überschüssige Wärme auf.
der Wärmeleitwert des Baustoffs. Bei au- KS-Kellerwände mit Perimeterdämmung
ßengedämmten Konstruktionen, wie bei gewährleisten dauerhaften Wärmeschutz Kalksandstein-Wände wirken tempe-
KS-Kellerwänden mit Perimeterdämmung, und helfen damit, Tauwasser- und Schim- ratur- und feuchteausgleichend.
melpilzbildung zu vermeiden.

Erdreichtemperatur θg = 10 °C

Innenluft-
temperatur
θi = 20 °C

Foto: MEA

Bild 8/4: Bei einer 30 cm dicken Kalksandsteinwand Bild 8/6: Keller aus Kalksandstein sind behaglich.
mit 10 cm Perimeterdämmung beträgt die innere
Oberflächentemperatur 18,5 °C.

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Luft
Lu

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h e B e d in g un g e n
Dominierende Faktoren
Foto: BASF

Foto: BASF

Zusätzliche Faktoren
Vermutete Faktoren

Bild 8/5: Die Perimeterdämmplatten werden mit Bild 8/7: Die Baugrube wird lagenweise verfüllt. Die Bild 8/8: Thermische Behaglichkeit in Abhängigkeit
Bitumenkleber aufgeklebt. Perimeterdämmplatten sind Schutzschicht für die von physiologischen, intermediären und
Abdichtung. physikalischen Einflüssen [11]

20
9. AUSSCHREIBUNG

9. AUSSCHREIBUNG 9.1 Erdarbeiten 9.1.3 Baugrube verfüllen


9.1.1 Oberboden
Bauleistungen sind nach §9 der Verdin- _______ m3
gungsordnung für Bauleistungen – Teil A _______ m2 Bauwerk mit geschützter Abdichtung
(VOB/A) eindeutig, vollständig und objekt- Oberboden, abtragen, seitlich lagern, schichtenweise in der Reihenfolge des
spezifisch zu beschreiben. Die Leistungen Abtragdicke im Mittel 20 cm, Mengener- Schichtenverzeichnisses hinterfüllen,
müssen so eindeutig beschrieben sein, mittlung nach Aufmaß an der Entnahme- einschl. Stoffe verdichten, mit seitlich
dass die geforderte Leistung sicher und stelle. gelagertem Boden, Bodengruppe SW
ohne umfangreiche Vorarbeiten kalkuliert DIN 18196 (weitgestuftes Sand-Kies-
werden kann. _______ m2 Gemisch).
Oberboden, zwischengelagert, auftragen,
Für die Erstellung sachlich richtiger Auftragsdicke im Mittel 20 cm. _______ m2
und VOB-gerechter Texte können z.B. Boden schichtenweise in der Reihenfolge
Ausschreibungssysteme auf Basis des des Schichtenverzeichnisses einbauen
digitalen Standardleistungsbuches Bau 9.1.2 Baugrube freilegen und verdichten, in Baugruben, mit vom
(StLB-Bau) verwendet werden. AN zu lieferndem Boden, Bodengruppe
_______ m3 GW DIN 18196 (weitgestuftes Kies-Sand-
Mit dem Textbildungssystem im StLB- Boden für Baugruben nach Abtrag des Gemisch), Schichtdicke 10 cm.
Bau lassen sich modular aufgebaute Texte Oberbodens profilgerecht lösen und au-
erstellen, die in sich schlüssig, vollständig ßerhalb der Baugrube lagern, Ausführung
und eindeutig sind. mit geböschten Wänden, Aushubtiefe bis 9.1.4 Dränarbeiten
0,8 m, Mengenermittlung nach Aufmaß an
Die Kalksandsteinindustrie bietet der Entnahmestelle, Bodenklassen 3 und _______ m
Ausschreibungstexte auf Basis des 4 DIN 18300. Dränleitung aus Kunststoffrohr, Form R 1,
digitalen StLB-Bau zur Erzeugung an; PVC-U DIN 4262-1, DN 125, mit Geotex-
Bezug über www.kalksandstein.de. _______ m3 til-Ummantelung, Schlitzbreite 1,2 mm, in
Boden für Baugruben ab Zwischensohle vorhandenem Graben auf Baugrubensohle,
Im Textbildungssystem hinterlegte Aus- profilgerecht lösen und laden, Abfuhr und Tiefe über 1,75 bis 2,5 m.
schließungen, z.B. Steinart – Mörtelart, Deponierung werden gesondert vergütet,
erleichtern dem Auszuschreibenden die Ausführung mit geböschten Wänden, Aus- _______ m3
Zusammenstellung der Texte und bieten hubtiefe bis 1,25 m, Bodenklassen 3 und Sickerschicht aus Kies, Körnung 32/63,
somit mehr Sicherheit als bei Anpassung 4 DIN 18300. für Leitung, DN 100, Höhe über Graben-
bereits vorformulierter Musterleistungs- sohle 15 cm, Grabentiefe über 0,25 bis
verzeichnisse. _______ m3 0,5 m, Grabenbreite 30 cm, Ausführung
Boden für Streifenfundamente ab Baugru- gemäß Zeichnung.
Unzulässige Kombinationen lassen sich bensohle profilgerecht lösen und laden, Ab-
damit weitestgehend vermeiden. Planer fuhr und Deponierung werden gesondert _______ m3
erhalten somit mehr Sicherheit für ihre vergütet, Aushubtiefe bis 0,8 m, Breite Auskleidung der Sohle und der Wände des
Ausschreibung. über 0,5 bis 0,75 m, Mengenermittlung Drängrabens mit geotextilem Filter, Durch-
nach Aufmaß auf dem Fahrzeug, Boden- lässigkeitsbeiwert kv mind. 0,1 cm/s,
Die nachfolgend abgebildeten Aus- klassen 3 und 4 DIN 18300. wirksame Öffnungsweite (DW) 0,1 bis
schreibungstexte stellen Beispiele 0,15 mm, Überlappung 15 cm, Überde-
für mögliche Leistungspositionen dar. _______ m3 ckung der Grabenränder mind. 20 cm,
Sie erheben keinen Anspruch auf Voll- Boden, Bodenklassen 3 und 4 DIN 18300, Abrechnung nach bedeckter Fläche.
ständigkeit und sind auf das jeweilige nicht schadstoffbelasteter nicht gefährli-
Bauobjekt anzupassen. cher Abfall, nicht überwachungsbedürftig,
Entsorgungsnachweis ist nicht erforderlich,
der Ablagerung zur Beseitigung (Deponie-
rung) zuführen, die Gebühren der Ablage-
rung werden gegen Nachweis vergütet,
Boden transportieren zur Deponie.

21
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

9.2 Betonarbeiten 9.3 Mauerarbeiten als Sichtmauerwerk, Stoßfuge vermörtelt,


9.2.1 Streifenfundamente 9.3.1 Querschnittsabdichtung der Innen- Kalksandstein, DIN V 106, KS L, Festig-
und Außenwände keitsklasse 12, Rohdichteklasse 1,4,
_______ t Mauerwerksdicke 36,5 cm, Mauermörtel
Bewehrung aus Betonstahlmatten _______ m MG II a, 2 DF (240/115/113), Höhe bis
BSt500M DIN 488, als Lagermatte, Aus- Waagerechte Abdichtung gegen Boden- 2,5 m, Abrechnung Sichtmauerwerk nach
führung gemäß Zeichnung. feuchte in Wänden aus Mauerwerk, DIN Abwicklung.
18195-4, Auflagerflächen mit Mörtel
_______ m3 MG III abgleichen, Abdichtung einlagig, _______ m2
Ortbeton der Streifenfundamente, obere aus Bitumenbahnen, Bitumen-Dachdich- Mauerwerk DIN 1053-1 als Rezeptmauer-
Betonfläche waagerecht, als Stahlbeton, tungsbahnen DIN 52130 G 200 DD mit werk, der Kelleraußenwand, Kalksandstein,
Normalbeton C 20/25 DIN EN 206-1/DIN Glasgewebeeinlage 200 g/m2, Wanddicke DIN V 106, KS L-R, Festigkeitsklasse 12,
1045-2, Expositionsklasse Bewehrungs- 36,5 cm, Verbreiterung für Anschluss an Rohdichteklasse 1,4, Mauerwerksdicke
korrosion, ausgelöst durch Karbonati- Bodenabdichtung 15 cm, zweiseitig. 36,5 cm, Mauermörtel MG II a, Format
sierung XC2, Breite über 40 bis 50 cm nach Wahl des Bieters.
Ausführung gemäß Zeichnung. _______ m
Waagerechte Abdichtung gegen Boden- _______ m2
_______ m2 feuchte in Wänden aus Mauerwerk, DIN Mauerwerk DIN 1053-1 als Rezeptmauer-
Schalung der Streifenfundamente, als 18195-4, Auflagerflächen mit Mörtel MG werk, der Kelleraußenwand, Kalksandstein,
verlorene Schalung, Bauteilhöhe über III abgleichen, Abdichtung einlagig, aus DIN V 106, KS L-R P, Festigkeitsklasse 12,
0,5 bis 1 m. Kunststoff-Dichtungsbahnen, Polyvinylchlo- Rohdichteklasse 1,4, Mauerwerksdicke
rid weich (PVC-P) DIN 16937, bitumenver- 36,5 cm, Dünnbettmörtel, Format nach
träglich, Dicke 1,2 mm, Stoßüberdeckung Wahl des Bieters.
9.2.2 Sauberkeitsschicht lose, Wanddicke über 25 bis 40 cm.
_______ m2
_______ m2
_______ m Mauerwerk DIN 1053-1 nach bauaufsicht-
Ortbeton der Sauberkeitsschichten, Unter-
Waagerechte Abdichtung gegen Boden- licher Zulassung, der Kelleraußenwand,
grund waagerecht, obere Betonfläche waa-
feuchte in Wänden aus Mauerwerk, Kalksandstein, DIN V 106, KS XL-RE, Fes-
gerecht, als unbewehrter Beton, Normal-
Abdichtung einschichtig, aus zementge- tigkeitsklasse 20, Rohdichteklasse 2,0,
beton C 8/10 DIN EN 206- 1/DIN 1045-2,
bundenen starren Dichtungsschlämmen, Mauerwerksdicke 30 cm, Dünnbettmörtel,
Expositionsklasse kein Korrosions- oder
chromatarm, Auftragsmenge der Trocken- Format nach Wahl des Bieters.
Angriffsrisiko X0, Dicke 5 cm.
masse mind. 3 kg/m2, Wanddicke über
_______ m2 25 bis 40 cm. _______ m2
Glätten der Frischbetonoberfläche an der Mauerwerk DIN 1053-1 nach bauaufsicht-
Oberseite waagerechter Bauteile. licher Zulassung, der Kelleraußenwand,
9.3.2 Mauerwerk der Kelleraußenwände Kalksandstein, DIN V 106, KS XL-PE, Fes-
_______ m 2 tigkeitsklasse 20, Rohdichteklasse 2,0,
Trennlage aus PE-Folie 0,3 mm, Stöße _______ m2 Mauerwerksdicke 30 cm, Dünnbettmörtel,
überlappen, auf Sauberkeitsschicht, Un- Mauerwerk DIN 1053-1 als Rezeptmau- Format nach Wahl des Bieters.
tergrund Beton. erwerk, der Kelleraußenwand, einseitig

9.2.3 wu-Beton-Bodenplatte

_______ t
Bewehrung aus Betonstahlmatten
BSt500M DIN 488, als Lagermatte, Aus-
führung gemäß Zeichnung.

_______ m2
Ortbeton der Bodenplatten, Untergrund
waagerecht, obere Betonfläche waage-
recht, als Stahlbeton, Normalbeton C
20/25 DIN EN 206-1/DIN 1045-2, Ex-
positionsklasse Bewehrungskorrosion,
ausgelöst durch Karbonatisierung XC1,
mit hohem Wassereindringwiderstand,
Dicke 15 cm.

_______ m2
Glätten der Frischbetonoberfläche an der
Oberseite waagerechter Bauteile.
Bild 9/1: Die Leistungen müssen eindeutig beschrieben sein, damit sicher kalkuliert werden kann.

22
9. AUSSCHREIBUNG

9.3.3 Mauerwerk der Kellerinnenwände 9.3.4 Zulagen zum Mauerwerk _______ St


Herstellen von Öffnungen beim Aufmauern,
_______ m2 _______ m in Außenwänden, als Türöffnung, lichte
Mauerwerk DIN 1053-1 als Rezeptmau- Ausgleichsschicht/Kimmschicht am Breite bis 1,01 m, lichte Höhe über 2,13
erwerk, der Kellerinnenwand, einseitig Wandfuß als Zulage, aus Mauersteinen, bis 2,51 m, Wanddicke 30 cm.
als Sichtmauerwerk, Fugenglattstrich/ Mauerwerksdicke 30 cm, Erzeugnis KS-
Ausfugen wird gesondert vergütet, Kalk- ISO-Kimmstein, Lambda-R = 0,33 W/mK. _______ St
sandstein, DIN V 106, KS, Festigkeitsklas- Herstellen von Öffnungen beim Aufmauern,
se 12, Rohdichteklasse 1,8, Mauerwerks- _______ m2 in Innenwänden, als Türöffnung, lichte Brei-
dicke 11,5 cm, Mauermörtel MG II a, 2 DF Fugenglattstrich beim Herstellen des te bis 1,01 m, lichte Höhe über 2,13 bis
(240/115/113). Mauerwerks. 2,51 m, Wanddicke 11,5 cm.

_______ m2 _______ m _______ St


Mauerwerk nach bauaufsichtlicher Zu- Verzahnung in Mauerwerk als Lochver- Kellerfenster, bestehend aus Leibungs-
lassung, der Innenwand, zweiseitig als zahnung, Mauerwerksdicke über 30 bis rahmen als Fertigteil und Flügeleinsatz,
Sichtmauerwerk, Kalksandstein, DIN V 36,5 cm. Baurichtmaß Breite 750 mm, Höhe 500
106 Fasenstein, Festigkeitsklasse 12, mm, Wanddicke 30 cm, Rahmen aus Po-
Rohdichteklasse 1,8, Mauerwerksdicke _______ St lymerbeton, Einsatz aus Kunststoff, als
24 cm, Dünnbettmörtel, Ausführung im Herstellen von Öffnungen beim Aufmauern, Drehflügel, einflügelig, einschl. Verglasung
Kellergeschoss. in Außenwänden, als Fensteröffnung, lich- aus Einfachglas.
te Breite bis 1,01 m, lichte Höhe bis 1,51 m,
_______ m2 Wanddicke 30 cm. _______ m
Mauerwerk DIN 1053-1 als Rezeptmauer- Öffnung überdecken mit Kalksandstein-
werk, der Kellerinnenwand, für späteren Hintermauersturz, Wanddicke 11,5 cm,
Putzauftrag, Kalksandstein, DIN V 106, lichte Breite 101 cm.
KS-R P, Festigkeitsklasse 20, Rohdich-
teklasse 1,8, Mauerwerksdicke 15 cm,
Dünnbettmörtel, Format nach Wahl des
Bieters.

_______ m2
Mauerwerk nach bauaufsichtlicher Zulas-
sung, der Kellerinnenwand, Kalksandstein,
DIN V 106, KS XL-PE, Festigkeitsklasse 20,
Rohdichteklasse 2,0, Mauerwerksdicke
11,5 cm, Dünnbettmörtel, Format nach
Wahl des Bieters.

_______ m2
Mauerwerk nach bauaufsichtlicher Zulas-
sung, der Kellerinnenwand, Kalksandstein,
DIN V 106, KS XL-RE, Festigkeitsklasse 20,
Rohdichteklasse 2,0, Mauerwerksdicke
11,5 cm, Dünnbettmörtel, Format nach
Wahl des Bieters.

Bild 9/2: Kellerwände aus Kalksandstein sind wirtschaftlich und sicher.

23
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

9.4 Lichtschächte 9.5.3 Abdichtung mit Kunststoffdich- 9.6 Wärmedämmung


tungsbahnen 9.6.1 Bodenplatte
_______ St
Kellerlichtschacht, als Kunststofffertigteil, _______ m2 _______ m2
Maße B/H/T 100/100/bis 75 cm, einschl. Voranstrich aus Bitumenemulsion, für Wärmedämmschicht auf Fußboden, aus
Höhenausgleichsaufsatz, Maße B/H/100/ Abdichtungen, auf Außenwänden, Höhe Polystyrol-Hartschaum DIN EN 13164
35 cm, einschl. korrosionsbeständiger bis 2 m. XPS, einlagig, Bemessungswer t der
Schrauben, einschl. Gitterrostabdeckung, Wärmeleitfähigkeit max. 0,04 W/(mK),
Maschenweite 20/20 mm. _______ m2 Nachweis durch Fremdüberwachung,
Abdichtung gegen Bodenfeuchte und Dämmstoffkennzeichnung mit Ü-Zeichen,
nichtstauendes Sickerwasser DIN 18195- Gesamtdicke 120 mm, als Unterlage für
9.5 Abdichtungsarbeiten 4 für mäßige Beanspruchung, auf Mauer- Estrich auf Dämmschicht.
9.5.1 Vorarbeiten werkswänden, einlagig, aus Kunststoff-
Dichtungsbahnen einschl. Schutzlagen,
_______ m Polyvinylchlorid weich (PVC-P) DIN 16937, 9.6.2 Kelleraußenwände
Hohlkehle an Wand-Fundamentanschlüs- bitumenverträglich, Dicke 1,5 mm, Schutz-
sen in Mörtel MG III ausbilden, einschl. lagen aus Bautenschutzmatten/-platten, _______ m2
Haftbrücke. Dicke 6 mm, kleben. Dämmschicht aus Schaumglas DIN EN
13167 CG, WLG 045 DIN 18174, Dicke
80 mm, als Perimeterdämmung, auf Kel-
9.5.2 Abdichtung mit Bitumenbahnen 9.5.4 Abdichtung mit kunststoffmodifi- leraußenwände, mit Klebe- und Dichtungs-
zierten Bitumendickbeschichtungen masse befestigen, Anwendungsgebiet DIN
_______ m2 V 4108-10 PW – außenliegende Wärme-
Voranstrich aus Bitumenlösung, für Ab- _______ m2 dämmung von Wänden gegen Erdreich
dichtungen, auf Außenwänden, Höhe bis Abdichtung von Außenwandflächen gegen (außerhalb der Abdichtung).
2 m. nichtdrückendes Wasser, DIN 18195-4,
Ausführungshöhe bis 2 m, Flächen senk- _______ m2
_______ m 2
recht, Untergrund Mauerwerk, zweischich- Dämmschicht aus Polystyrol-Hartschaum
Abdichtung von Außenwandflächen gegen tig, aus kunststoffmodifizierter Bitumen- DIN EN 13164 XPS, WLG 035 DIN V
Bodenfeuchte und nichtstauendes Sicker- dickbeschichtung (KMB) DIN 18195-2, 18164-1, Dicke Perimeterdämmung/
wasser, DIN 18195-4, Ausführungshöhe Trockenschichtdicke mind. 3 mm. Dränrille 75/80 mm, als Perimeterdäm-
bis 2 m, Flächen senkrecht, Untergrund mung einschl. Dränrillen und Filtervlies,
Mauerwerk, einlagig, aus Bitumenbahnen, auf Kelleraußenwände, mit Klebe- und
Bitumen-Dachdichtungsbahnen DIN 52130 9.5.5 Vertikale Schutzschicht Dichtungsmasse befestigen, Anwendungs-
– G 200 DD mit Glasgewebeeinlage 200 gebiet DIN V 4108-10 PW – außenliegende
g/m2, vollflächig kleben. _______ m2 Wärmedämmung von Wänden gegen Erd-
Vertikale Schutzschicht DIN 18195-10 mit reich (außerhalb der Abdichtung).
Dränfunktion vor erdberührter Gebäudeau-
ßenfläche, aus Dränmatten aus Kunststoff,
vlieskaschiert, als Verbundelement DIN
4095, mit Trenn- und Gleitfunktion, Dicke
50 mm.

_______ m2
Schutzschicht vor senkrechter Abdichtung,
aus Noppenbahnen aus Polyethylen-HDPE,
an der Wand befestigen, einschl. Filter-
schicht aus Filtervlies.

24
10. KELLERDETAILS

10. KELLERDETAILS

10.1 Beheizter Keller


Sockel-Anschlüsse des beheizten Kellers.
Kellers

Bild 10/1: Beheizter Keller – Sockel-Anschluss, KS-Thermohaut Bild 10/2: Beheizter Keller – Sockel-Anschluss, KS-Mauerwerk mit Kerndämmung
und KS-ISO-Kimmstein
Bodenplatten-Anschlüsse des beheizten Kellers, Wärmedämmung oberhalb der Bodenplatte

Bild 10/3: Beheizter Keller – Bodenplatte innengedämmt, KS-Kelleraußenwand Bild 10/4: Beheizter Keller – Bodenplatte innengedämmt, KS-Kellerinnenwand
mit KS-ISO-Kimmstein mit KS-ISO-Kimmstein

Bodenplatten-Anschlüsse des beheizten Kellers, Wärmedämmung unterhalb der Bodenplatte

Bild 10/5: Beheizter Keller – Bodenplatte außengedämmt (Wärmedämmung Bild 10/6: Beheizter Keller – Bodenplatte außengedämmt (Wärmedämmung
nach Zulassung), KS-Kelleraußenwand außengedämmt nach Zulassung), KS-Kellerinnenwand

25
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

10.2 Unbeheizter Keller


Sockel-Anschlüsse des unbeheizten Kellers, Wärmedämmung oberhalb der Kellerdecke

Bild 10/7: Unbeheizter Keller – Sockel-Anschluss, Kellerdecke innengedämmt, Bild 10/8: Unbeheizter Keller – Kellerdecke innengedämmt, KS-Mauerwerk mit
KS-Thermohaut mit KS-ISO-Kimmstein Kerndämmung und KS-ISO-Kimmstein.
Sockel-Anschlüsse des unbeheizten Kellers, Wärmedämmung unterhalb der Kellerdecke

Bild 10/9: Unbeheizter Keller – Sockel-Anschluss, Kellerdecke außengedämmt, Bild 10/10: Unbeheizter Keller – Sockel-Anschluss, Kellerdecke außengedämmt,
KS-Thermohaut mit KS-ISO-Kimmstein KS-Mauerwerk mit Kerndämmung und KS-ISO-Kimmstein

Kellerdecken-Anschlüsse des unbeheizten Kellers

Bild 10/11: Unbeheizter Keller – Kellerdecke innengedämmt, KS-Mauerwerk mit Bild 10/12: Unbeheizter Keller – Kellerdecke außengedämmt, KS-Mauerwerk mit
KS-ISO-Kimmstein Kerndämmung und KS-ISO-Kimmstein

26
LITERATUR

[1] Wiederverkaufswert von unterkellerten


Häusern – Kurzfassung des Gutachtens
„Die Entwicklung der Wiederverkaufswerte
von Ein- und Zweifamilienhäusern in Abhän-
gigkeit von der Bauweise“, DIA Consulting
Aktiengesellschaft, Freiburg, 2000

[2] DIN 1053-1: 1996-11 Mauerwerk – Teil 1:


Berechnung und Ausführung.

[3] DIN 18195 Bauwerksabdichtungen

[4] Musterbauordnung (MBO) von November


2002, ARGEBAU (= Arbeitsgemeinschaft
der für das Bau-, Wohnungs- und Sied-
lungswesen zuständigen Minister der
Bundesländer)

[5] Tatsachen – Was kostet ein Keller tatsäch-


lich. Initiative Pro Keller e.V., Friedberg,
Internet-Seite der Initiative Pro Keller:
www.prokeller.de/kosten/kosten.htm

[6] Richtlinie für die Planung und Ausführung


von Abdichtungen mit kunststoffmodifizier-
ten Bitumendickbeschichtungen (KMB),
Hrsg.: Deutsche Bauchemie, Frankfurt,
2001

[7] ARH-Tabellen Hochbau, Hrsg.: Tarifvertrags-


parteien der deutschen Bauwirtschaft,
Zeittechnik-Verlag

[8] Mathias, B.; Reeh, H.; Reeh, S.: DIN


1053-1 Mauerwerk – Berechnung und
Ausführung, Verlag Bau+Technik, 2. Auf-
lage, Düsseldorf 1997, Nachdruck 2002

[9] Kalksandstein. Planung, Konstruktion, Aus-


führung., Verlag Bau+Technik, 4. Auflage,
Düsseldorf 2003, Nachdruck 2004

[10] Merkblatt für das Aufmauern von Wand-


scheiben. Hauptverband der gewerblichen
Berufsgenossenschaften, Sankt Augustin

[11] Frank, W.: Raumklima und thermische


Behaglichkeit. Berichte aus der Baufor-
schung, Heft 104, Verlag Ernst & Sohn,
Berlin, 1975

27
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

LIEFERVERZEICHNIS BOTAMENT SYSTEMBAUSTOFFE FlachdachTechnologie


GmbH & Co. KG GmbH & Co. KG
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Wissen und Gewissen, jedoch ohne Postfach 32 05 Ziegelhäuser Straße 25
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digkeit. Tel.: 05 41 / 6 01-01 Tel.: 0 62 28 / 92 49-0
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AWA GmbH PCI Augsburg GmbH
 Mauersteine Postfach 30 01 61 Piccardstraße 11
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Fax: 02 28 / 4 05-309 Fax: 08 21 / 59 01-372
 KS-ISO-Kimmsteine
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Fax: 0 22 41 / 85-24 39 Industriestraße 19-23
 Mörtel 21493 Schwarzenbek
Dörken GmbH & Co. KG Tel.: 0 41 51 / 89 15-0
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2. Abdichtungen aus Bahnen Tel.: 0 23 30 / 63-0 LUGATO CHEMIE
Fax: 0 23 30 / 63-355 DR. BÜCHTEMANN
SCHOMBURG GmbH GMBH & CO KG
Wiebuschstraße 2 - 8 Icopal GmbH Helbingstraße 60-62
32760 Detmold Postfach 13 51 22047 Hamburg
Tel.: 0 52 31 / 9 53-00 59356 Werne Tel.: 0 40 / 6 94 07-0
Fax: 0 52 31 / 9 53-123 Tel.: 0 23 89 / 79 70-0 Fax: 0 40 / 6 94 07-110
Fax: 0 23 89 / 79 70-20
Bostik Findley GmbH SCHOMBURG GmbH
An der Bundesstraße Nr. 16 VEDAG GmbH Wiebuschstraße 2-8
33829 Borgholzhausen Postfach 60 05 40 32760 Detmold
Tel.: 0 54 25 / 8 01-0 60335 Frankfurt/Main Tel.: 0 52 31 / 9 53-00
Fax: 0 54 25 / 8 01-140 Tel.: 09 51 / 18 01-0 Fax: 0 52 31 / 9 53-123
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GEORG BÖRNER Bostik Findley GmbH
GmbH & Co. KG Henkel Bautechnik GmbH An der Bundesstraße Nr. 16
Heinrich-Börner-Straße 31 WOLFIN + Teroson Bautechnik 33829 Borgholzhausen
36251 Bad Hersfeld Am Rosengarten 5 Tel.: 0 54 25 / 8 01-0
Tel.: 0 66 21 / 1 75-0 63607 Wächtersbach-Neudorf Fax: 0 54 25 / 8 01-140
Fax: 0 66 21 / 1 75-200 Tel.: 0 60 53 / 7 08-135
Fax: 0 60 53 / 7 08-113 GEORG BÖRNER
Ceresit Henkel Bautechnik GmbH GmbH & Co. KG
Erkrather Straße 230 Sopro Bauchemie GmbH Heinrich-Börner-Straße 31
40233 Düsseldorf Postfach 42 01 52 36251 Bad Hersfeld
Tel.: 02 11 / 73 79-0 65102 Wiesbaden Tel.: 0 66 21 / 175-0
Fax: 02 11 / 73 79-318 Tel.: 06 11 / 6 76-18 00 Fax: 0 66 21 / 175-200
Fax: 06 11 / 6 76-39 39
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Heinrich-Hahne-Weg 11 DEUTSCHE O.F.I.C. GMBH Erkrather Straße 230
45711 Datteln Ostring 11 40233 Düsseldorf
Tel.: 0 23 63 / 56 63-0 65205 Wiesbaden Tel.: 02 11 / 73 79-0
Fax: 0 23 63 / 56 63-90 Tel.: 0 61 22 / 9 90-0 Fax: 02 11 / 73 79-318
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28
LIEFERVERZEICHNIS

Deitermann GmbH SCHOMBURG GmbH Sopro Bauchemie GmbH


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Remmers Baustofftechnik GmbH Heinrich Hahne GmbH & Co. KG Tel.: 0 72 23 / 80 80 80
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PCI Augsburg GmbH Tel.: 0 97 36 / 41-60
Piccardstraße 11 MC-Bauchemie Müller GmbH & Co. KG Fax: 0 97 36 / 41-20
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Fax: 08 21 / 59 01-372 Tel.: 0 20 41 / 1 01-50
Fax: 0 20 41 / 1 01-588 ANRIN Anröchter Rinne GmbH
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Bitumendickbeschichtungen (KMB) Postfach 3205 Tel.: 0 29 47 / 97 81-0
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Helbingstraße 60-62 Remmers Baustofftechnik GmbH 76534 Baden-Baden
22047 Hamburg Bernhard-Remmers-Straße 13 Tel.: 0 72 23 / 80 80 80
Tel.: 0 40 / 6 94 07-0 49624 Löningen Fax: 0 72 23 / 80 80 810
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Fax: 0 54 32 / 39 85

29
KALKSANDSTEIN. DER KELLER: WIRTSCHAFTLICH UND SICHER

MEA Bausysteme GmbH 10. Mauer- und Öffnungslehren 13. Schutz- und Dränschichten
Sudetenstraße 1
86551 Aichach Joachim Borgolte SCHOMBURG GmbH
Tel.: 0 82 51 / 91-0 Im Winkel 2 Wiebuschstraße 2-8
Fax: 0 82 51 / 91-12 09 37632 Eschershausen 32760 Detmold
Tel.: 0 55 34 / 38 57 Tel.: 0 52 31 / 9 53-00
ACO Markant GmbH Fax: 0 55 34 / 38 57 Fax: 0 52 31 / 9 53-123
Neuwirtshauser Straße 14
97723 Oberthulba-Reith 11. Mauerwerksbewehrung für Heinrich Hahne GmbH & Co. KG
Tel.: 0 97 36 / 41-60 Normalmörtel Heinrich-Hahne-Weg 11
Fax: 0 97 36 / 41-20 45711 Datteln
Bekaert GmbH Tel.: 0 23 63 / 56 63-0
8. Leibungsrahmen, selbst tragend Otto-Hahn-Straße 20 Fax: 0 23 63 / 56 63-90
61381 Friedrichsdorf-Köppern
ANRIN Anröchter Rinne GmbH Tel.: 0 61 75 / 79 70-159 BOTAMENT SYSTEMBAUSTOFFE
Siemensstraße 1 Fax: 0 61 75 / 79 70-108 GmbH & Co. KG
59609 Anröchte Am Kruppwald 1
Tel.: 0 29 47 / 97 81-0 12. Perimeterdämmplatten 46238 Bottrop
Fax: 0 29 47 / 97 81-50 Tel.: 0 20 41 / 10 19-0
GEORG BÖRNER Fax: 0 20 41 / 26 24-13
SyPro Bauelemente GmbH GmbH & Co. KG
Schneidweg 8 Heinrich-Börner-Straße 31 Remmers Baustofftechnik GmbH
76534 Baden-Baden 36251 Bad Hersfeld Bernhard-Remmers-Straße 13
Tel.: 0 72 23 / 80 80 80 Tel.: 0 66 21 / 1 75-0 49624 Löningen
Fax: 0 72 23 / 80 80 810 Fax: 0 66 21 / 1 75-200 Tel.: 0 54 32 / 83-0
Fax: 0 54 32 / 39 85
MEA Bausysteme GmbH DEUTSCHE FOAMGLAS® GMBH
Sudetenstraße 1 Landstraße 27-29 Dörken GmbH & Co. KG
86551 Aichach 42781 Haan Wetterstraße 58
Tel.: 0 82 51 / 91-0 Tel.: 0 21 29 / 93 06-21 58313 Herdecke
Fax: 0 82 51 / 91-12 09 Fax: 0 21 29 / 16 71 Tel.: 0 23 30 / 63-0
Fax: 0 23 30 / 63-355
ACO Markant GmbH Dow Deutschland GmbH & Co. OHG
Neuwirtshauser Straße 14 Am Kronberger Hang 4 DEUTSCHE O.F.I.C. GMBH
97723 Oberthulba-Reith 65824 Schwalbach Ostring 11
Tel.: 0 97 36 / 41-60 Tel.: 0 61 96 / 5 66-0 65205 Wiesbaden
Fax: 0 97 36 / 41-20 Fax: 0 61 96 / 5 66-4 26 Tel.: 0 61 22 / 9 90-0
Fax: 0 61 22 / 9 90-60
9. Lichtschächte BASF AG
Anwendungstechnik Styrodur 14. Steinknacker (mechanisch/
SyPro Bauelemente GmbH 67056 Ludwigshafen hydraulisch)
Schneidweg 8 Tel.: 06 21 / 60-21 239
76534 Baden-Baden Fax: 06 21 / 60-72 226 Probst Greiftechnik
Tel.: 0 72 23 / 80 80 80 Verlegesysteme GmbH
Fax: 0 72 23 / 80 80 810 Saint-Gobain ISOVER G+H AG Gottlieb-Daimler-Straße 6
Bürgermeister-Grünzweig-Straße 1 71729 Erdmannhausen
MEA Bausysteme GmbH 67059 Ludwigshafen Tel.: 0 71 44 / 33 09-0
Sudetenstraße 1 Tel.: 08 00 / 5 01 55 01 Fax: 0 71 44 / 33 09-50
86551 Aichach Fax: 08 00 / 5 01 65 01
Tel.: 0 82 51 / 91-0 15. Steintrennsägen (stehend/liegend)
Fax: 0 82 51 / 91-12 09 SCHWENK Dämmtechnik
GmbH & Co. KG Lissmac Maschinenbau u.
ACO Markant GmbH Postfach 10 13 63 Diamantwerkzeuge GmbH
Neuwirtshauser Straße 14 86883 Landsberg a. Lech Lanzstraße 4
97723 Oberthulba-Reith Tel.: 0 81 91 / 1 27-0 88410 Bad Wurzach
Tel.: 0 97 36 / 41-60 Fax: 0 81 91 / 1 27-3 60 Tel.: 0 75 64 / 3 07-0
Fax: 0 97 36 / 41-20 Fax: 0 75 64 / 3 07-500

Steinadler Andreas Ritzl GmbH


Bahnhofstraße 16
89278 Nersingen/Unterfahlheim
Tel.: 0 73 08 / 96 99-0
Fax: 0 73 08 / 96 99-66

30
HEIDELBERGER KALKSANDSTEIN GmbH
Zentrale Verwaltung
Malscher Straße 17 76448 Durmersheim
tel: 0 72 45 I 8 06-0 fax: 0 72 45 I 8 06-224

info-kalksandstein@heidelbergcement.com
www.heidelberger-kalksandstein.de
Beratungs-Hotline: 08 00 57 77 63 4

1 Kalksandsteinwerk Durmersheim 4 Kalksandsteinwerk Dettelbach 7 Kalksandsteinwerk Demmin

Malscher Straße 17 76448 Durmersheim Hans-Kleider-Straße 9 97337 Dettelbach Jarmener Chaussee 8 17109 Demmin
tel: 0 72 45 l 8 06-0 fax: 0 72 45 l 8 06-224 tel: 0 93 24 l 3 03-0 fax: 0 93 24 l 3 03-15 tel: 0 39 98 l 27 52-0 fax: 0 39 98 l 27 52-10

2 Kalksandsteinwerk Kronau 5 Baustoffwerke Dresden GmbH & Co. KG 8 Kalksandsteinwerk Kavelstorf

Am Gemeindewald 76709 Kronau Radeburger Straße 30 01129 Dresden Silder Moor 11 18196 Kavelstorf
tel: 0 72 53 l 94 19-0 fax: 0 72 53 l 94 19-94 tel: 03 51 l 8 17 87-71 fax: 03 51 l 8 17 87-74 tel: 03 82 08 l 6 25-0 fax: 03 82 08 l 6 25-23

3 Kalksandsteinwerk Babenhausen 6 Kalksandsteinwerk Herzfelde

Am Hardtweg 8 64832 Babenhausen Rehfelder Weg 1 15378 Herzfelde


tel: 0 60 73 l 72 81-0 fax: 0 60 73 l 72 81-29 tel: 03 34 34 l 4 47-0 fax: 03 34 34 l 4 47-33

Heidelberger Kalksandstein GmbH Heidelberger Kalksandstein GmbH


Kalksandsteinwerk Demmin Kalksandsteinwerk Kavelstorf
Jarmener Chaussee 8 Silder Moor 11
17109 Demmin 18196 Kavelstorf
tel: 03 99 8 l 27 52-0 tel: 03 82 08 l 625-0
fax: 03 99 8 l 27 52-10 fax: 03 82 08 l 625-23
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