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ENG V.

4 SIM B4W3
Science and Utopia

Skills: Mediation

All the news you need?


An English friend of yours says he doesn’t need to buy a newspaper or watch the news. He
can get all the news he needs from Facebook and Twitter. This article seems to prove that
this is not true.

a) Read the text and mark information about the background to the experiment.

17. Mai 2010, 20:51 Uhr

Big Brother-Experiment mit Facebook: Eingeschlossen im


Netz
Fünf Journalisten kommunizieren fünf Tage lang nur über Facebook und Twitter mit der
Außenwelt. Ihr Fazit: Soziale Netzwerke können traditionelle Medien nicht ersetzen.

Victor Henle

Auf einem Bauernhof im Périgord ging in Frankreich gerade eine ungewöhnliche Art eines
Big-Brother-Experiments zu Ende. Fünf französischsprachige Journalisten aus Frankreich,
Kanada, Belgien und der Schweiz hatten sich fünf Tage mit der Absicht eingeschlossen, sich
nur mit Facebook und Twitter über die Außenwelt zu informieren. Sie wollten erproben, was
sie unter diesen Umständen über die Welt erfahren. Das Experiment lief unter dem Titel:
"Eingeschlossen im Netz".

Als Resümee wagten die Journalisten keine allgemeinen Schlussfolgerungen, außer der, dass
die traditionellen Medien und die sozialen Netzwerke sich gegenseitig nicht ersetzten,
sondern komplementär seien. Einige wichtige Einzelerkenntnisse drängten sich ihnen
jedoch auf.

Knall eines Flugzeugs

Erstaunt waren sie über die Geschwindigkeit, mit der sich Twitter-Nachrichten nach dem
Schneeballsystem ausbreiten. Zwar wussten sie das theoretisch, dennoch hätten sie sich das
Ausmaß nicht so groß vorgestellt. Einer der Journalisten brachte das Beispiel eines Mannes,
der in Russland plötzlich festgenommen wurde und vor der Polizeistation gerade noch einen
Journalisten mit seinem Smartphone über den Vorfall informieren konnte.

Gleichzeitig erschreckte die Eingeschlossenen die Vorstellung, wie leicht ungeprüfte


Nachrichten in die Netzwerke gelangen können. Auch da erlebten sie ein Beispiel.

Eine Meldung, in der Stadt Lille habe es eine heftige Explosion gegeben, veranlasste über
5000 Nutzer sich einer entsprechenden Facebook-Gruppe anzuschließen. Später stellte sich
heraus, dass es nur der Knall eines Flugzeuges war, das die Schallmauer durchbrochen hatte.
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Eine andere wichtige Erkenntnis war, wie sehr die Informationsbreite und die Erklärfunktion
der traditionellen Medien fehlten. Das erfuhren die Journalisten anhand einer Mitteilung,
wonach Georges Frêche, ehemaliger Bürgermeister von Montpellier und bekannter
rechtspopulistischer Sozialist, den früheren Premierminister Laurent Fabius mit
antisemitischen Äußerungen überzogen habe.

Dazu vermissten sie zur Einordnung den Hintergrund und den Kontext, in dem diese
Äußerungen fielen.

Keine Auslandsnachrichten

Aufgefallen ist den Teilnehmern auch die andersartige Hierarchie der Nachrichten. Während
ansonsten der Bahnstreik das mediale Hauptthema war, rangierte bei Twitter eine bunte
Nachricht an erster Stelle: Die französische Justizministerin Michèle Alliot-Marie und
Innenminister Brice Hortefeux können sich angeblich nicht ausstehen.

Ein Mangel schließlich war ganz evident: Auslandsnachrichten drangen fast keine zu den
Probanden durch.

Scheinbar interessieren sich die Nutzer der sozialen Netzwerke mehr für die kleinen Dinge
des Lebens im eigenen Land als für das, was außerhalb der Grenzen geschieht. Der
kanadische Journalist fasste seine Erfahrung so zusammen: "Es ist verrückt, wie viel Aufwand
wir treiben mussten, um ein kleines bisschen Informationen zu bekommen, die wir in den
alten Medien selbstverständlich gehabt hätten."

b) Mark examples illustrating the main aspects of the text in a different colour.

c) Note down English keywords and phrases for these main aspects of the text (in the margin).
Arrange your ideas/ findings in the space below:

A group of five journalists conducts an experiment in which they exclusively utilize Twitter
and Facebook to keep themselves informed about the outside world.
They ultimately come to the conclusion that conventional media and social media
complement rather than merely supplant one other. Several of them were taken aback by
how quickly these stories spread, but they also saw that most of the stories were unproven,
leading them to believe that they were false news.

For example, they can report that an explosion occurred in Lille; however, the report was
later proven to be false, as the explosion was caused by an airplane breaking the sound
barrier. They were able to analyse these issues and realized that a lot of news is lacking in
context and can be misinterpreted.

Finally, they discuss current events on the outside. Most people don't seem to be as
interested in them as they expected. It turns out that news from their own country is more
significant than news they don't have to recognise or be aware of.
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d) Write what you want to tell your friend about this experiment.
You could start like this:
Dear Sam,
how are you? I remember you saying that you could get all the news you need on the
Internet. Perhaps the results of this experiment would interest you…
A group of five journalists conducts an experiment in which they exclusively utilize Twitter
and Facebook to keep themselves informed about the outside world.
They ultimately come to the conclusion that conventional media and social media
complement rather than merely supplant one other. Several of them were taken aback by
how quickly these stories spread, but they also saw that most of the stories were unproven,
leading them to believe that they were false news.

For example, they can report that an explosion occurred in Lille; however, the report was
later proven to be false, as the explosion was caused by an airplane breaking the sound
barrier. They were able to analyse these issues and realized that a lot of news is lacking in
context and can be misinterpreted.

Finally, they discuss current events on the outside. Most people don't seem to be as
interested in them as they expected. It turns out that news from their own country is more
significant than news they don't have to recognise or be aware of.
I hope you and your family are doing well.
Cuidate
Marcelo