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Aktualisierte Ausgabe Nr.

03 | Februar 2006

e-f@cts
Innovationspolitik, Informationsgesellschaft, Telekommunikation
Informationen
zum E-Business

Schwerpunkt
E-Business einführen –
aber wie? Woran Sie bei den
wichtigsten EB-Anwendungen
denken sollten. Eine Übersicht.
3 ab Seite 1

Fakten & Zahlen E-Business einführen – aber wie?


Ob E-Mail, Internetpräsentation oder Online- wisses Hintergrundwissen, wie z. B. zur Funk-
Verkauf: Die Einführung von E-Business-Anwen- tionsweise des Web oder Aufgabe der Provider
dungen im Unternehmen bringt eine Reihe von (s. E-Business-ABC, ab S.5). Anbieter von Schu-
Aufgaben mit sich. Woran Sie bei den wichtigs- lungen und Seminaren sind u. a. die Kompe-
ten EB-Anwendungen denken sollten, dazu tenzzentren für den Elektronischen Geschäfts-
3 ab Seite 2 hier eine Übersicht. Detaillierte Informationen verkehr (Adressen: www.ec-net.de). Zudem
zu diesen Anwendungen liefern die folgenden empfiehlt es sich, auch bei Weiterbildungs-
E-Business-ABC e-f@cts-Ausgaben. trägern vor Ort (Kammern, Verbänden, Volks-
hochschulen) und Ihrem Hardware-Lieferanten
Browser, Firewall, Newsgroup, Mitarbeiter mit einbeziehen und schulen nachzufragen.
Router, Provider, Server Für alle „Nicht-Einzelkämpfer“: Die Arbeit am
3 ab Seite 5 PC werden vor allem Ihre Mitarbeiterinnen und Schritt für Schritt vorgehen
Mitarbeiter erledigen müssen. Beziehen Sie Stellen Sie zunächst fest, welche E-Business-
diese daher auch möglichst früh in die Planung Anwendungen für Sie sinnvoll sind (s. dazu
mit ein. Auf diese Weise identifizieren sie sich e-f@cts 2 „Welche EB-Anwendungen machen
frühzeitig mit neuen Aufgaben und der dazu Sinn?“). Wenn Sie wissen, welche Anwendung
gehörigen Technik. Sie einführen wollen: Gehen Sie Schritt für
Praxis & Technik Für einen erfolgreichen Einsatz von E-Busi- Schritt vor. Machen Sie eine genaue Zeitpla-
ness-Anwendungen im Unternehmen müssen nung. Überlegen Sie sich, wie viel Geld Sie
Checkliste: Sie und Ihre Mitarbeiter außerdem ausreichend investieren wollen oder können. Richten Sie
Testen Sie Ihre Internet- qualifiziert sein. Da es sich für die meisten Be- womöglich eine Projektgruppe ein. Diese
präsentation! teiligten um ein neues Aufgabengebiet handelt, Gruppe sollte für jede angepeilte E-Business-
3 Seite 6 müssen sie die erforderlichen Fertigkeiten und Anwendung ermitteln,
Techniken lernen. Dazu gehört auch ein ge- 3 welche Ziele damit verfolgt werden sollen;
2 Schwerpunkt

E-Business
einführen –
aber wie?

Inhalt 3 welche Qualifikationen die Mitarbeiter Für Sicherheit sorgen


benötigen (qualifikatorische Anforderungen); Das Senden und Empfangen von E-Mails sowie
Schwerpunkt
E-Business einführen – aber wie?
3 welche organisatorischen Umgestaltun- Downloads bei der Internetnutzung sind mit
gen eventuell notwendig werden (organisatori- Sicherheitsrisiken verbunden. Sie können
Woran Sie bei den wichtigsten
sche Anforderungen); „Viren“ und „Trojanische Pferde“ enthalten
EB-Anwendungen denken
sollten. Eine Übersicht.
3 welche Hard- und Software benötigt wird (Programme, die geheime Informationen, z. B.
und welche sicherheitstechnischen Maßnah- Ihre Passwörter, ausspionieren und selbsttätig
3 ab Seite 1 men ergriffen werden müssen (technische an einen unbefugten Empfänger übermitteln).
Anforderungen). Darum sollte jeder E-Mail- und Online-Arbeits-
Fakten & Zahlen
Machen Sie dabei keine „halben Sachen“. So platz mit einer Antivirus-Software ausgestattet
kann möglicherweise ein Internetauftritt ohne sein. Diese Virensoftware sollte stets als neueste
attraktive, regelmäßig aktualisierte Inhalte und Version (Update) in den Rechnern geladen sein,
ohne Interaktion mit den potenziellen Kunden da immer wieder neue „Viren“ auftauchen.
schädlicher für das Image Ihres Unternehmens Sie überprüft alle E-Mails und Downloads aus
sein als gar kein Internetauftritt. dem Internet automatisch. Übersicht und
Kosten von Virenprogrammen und zu weiteren
Hilfe für den E-Business-Start suchen Sicherheitsmaßnahmen: www.bsi.de sowie
3 ab Seite 2 Wenden Sie sich für eine Erstberatung z. B. an www.sicherheit-im-internet.de. Weitere Infor-
ein Kompetenzzentrum für den Elektronischen mationen bieten zudem die e-f@cts 8 „Sicher-
E-Business-ABC
Geschäftsverkehr oder Ihre IHK. Details für Ihr heit im E-Business“.
Browser, Firewall, Newsgroup,
Unternehmen sollten Sie mit Fachleuten aus
Router, Provider, Server
Internet- oder Multimedia-Agenturen sowie
3 ab Seite 5 Unternehmensberatungen klären. Hilfreich Kosten für eigene
kann auch eine Werbeagentur sein, die sich mit Homepage
Praxis & Technik
dem Thema „Internet“ auskennt. Bei der Suche
Checkliste: Euro-Einschätzungen in % der befragten
nach Agenturen hilft: www.zdnet.de/internet.
Testen Sie Ihre Internet- Unternehmen
Fragen Sie auch Geschäftspartner, die schon
präsentation!
EB-Erfahrungen gesammelt haben. Häufig kann
3 Seite 6 Ihnen auch Ihre Print-Werbeagentur Experten
empfehlen. 8%
Angebote und Leistungen vergleichen:
Wenn Sie die Qual der Wahl einer Internet-
18%
Agentur haben: Es empfiehlt sich, Angebote
und Leistungen zu vergleichen. Erste Anhalts-
punkte geben die Webseiten der Agenturen
selbst. Inhalt, Aufbau und Gestaltung sagen 56%
schon sehr viel über deren Kompetenz aus.
Sprechen Sie diese Seiten an? Finden Sie sich 18%
zurecht? Außerdem sollten im Agenturangebot
Referenzkunden angegeben sein, deren Seiten
man sich ebenfalls zunächst kritisch ansehen
sollte. Wichtig: Für den Start eine Web-Agentur
in der Nähe suchen, da viel persönlicher Kon-
takt für Planung und Abstimmungen notwen- 0 bis 4.999 Euro
dig ist. 5.000 bis 12.499 Euro
12.499 bis 24.999 Euro
25.000 bis 49.999 Euro

Quelle: TechConsult 2002


e-f@cts Informationen zum E-Business
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Anwendungsbeispiel: Werbung, Telekom-Läden. Außerdem bieten sie Keine „halben Sachen“: Lieber
Homebanking, Reiseinformationen oder gar kein Internetauftritt als ein
Internet zur Informa- Nachrichten an. Neben Online-Diensten gibt es unattraktives, nicht aktuelles
tionsbeschaffung so genannte Access-Provider (z. B. Uunet), die in Internetangebot.
erster Linie die Verbindung ins Internet als
Dienstleistung anbieten. Kosten für Online-
Ziel: Sie wollen Informationen aus dem Inter- Dienste und Access-Provider: Grundgebühren
net gewinnen, z. B. für gezielte Markt-, Trend- (je nach Anbieter verschieden, sogar kostenlos)
und Konkurrenzbeobachtungen, über Zulie- sowie Leitungsgebühren abhängig von der
ferer, Angebote für Bürobedarf, Ausschreibun- Nutzung. Ausnahme: unbeschränkte Nutzung
gen, Zahlen zu wirtschaftlichen und politischen bei monatlicher Pauschale (Flatrate). Auflistung
Rahmenbedingungen, Hinweise auf Veranstal- aller Provider unter www.zdhnet.de,
tungen, Tipps und Fakten zur Vorbereitung www.heise.de.
von Geschäftsreisen etc. Ein Router sorgt dafür, dass gleichzeitig von
Qualifikatorische Anforderungen: Um die mehreren Arbeitsplätzen im Internet recher-
gewünschten Informationen auch möglichst chiert werden kann. Dieser Router ist bei fast
schnell zu finden, müssen Sie und Ihre Mit- allen Hardwarelieferanten zu kaufen, die ihn
arbeiter für die Informationssuche im Internet auch installieren.
„fit“ sein. Wo und wie findet man im Riesenan-
gebot des Web konkrete und zuverlässige Infor-
mationen? Wie „merkt“ man sich die Quellen? Probleme bei der EB-Einführung
Wichtig ist hier vor allem, Suchmaschinen, Antworten in % (Mehrfachnennungen möglich)
Kataloge oder so genannte Newsgroups gezielt
fehlendes Mitarbeiter-Know-how
zu nutzen. 44
Eine Schulung kann in Ihrem Betrieb
(Inhouse-Schulung) entweder von einem exter- Integration in die vorhandene DV-Infrastruktur
27
nen Referenten oder von einem qualifizierten
Mitarbeiter durchgeführt werden. Dauer: zu- Projektverzögerung
mindest einen halben Tag. 25

Organisatorische Anforderungen: Alle Mitar- Mitarbeiterschulung


beiter, für die eine Internetnutzung im Rahmen 25
ihrer Aufgaben sinnvoll ist, sollten über einen
fehlende Komplettlösung
Internetzugang an ihrem Arbeitsplatz verfü- 24
gen. Viele Unternehmen haben, um privates
„Surfen“ im Internet zu verhindern, nur einen zu enger Zeitplan
24
Firmen-Internetzugang. Hier „geht der Schuss“
nicht selten „nach hinten los“: Ein einziger In- Integration in bestehende Unternehmenssoftware
ternetzugang an nur einem Rechner im Unter- 23

nehmen wird erfahrungsgemäß zu wenig ge- interne Akzeptanz bei Mitarbeitern


nutzt. 22
Technische Anforderungen: Auf allen Inter-
Kostenrahmen nicht eingehalten
net-Arbeitsplätzen muss ein Browser (z. B. Inter- 19
net Explorer oder Netscape Communicator)
installiert sein. Mit seiner Hilfe kann man Inter- Verfügbarkeit der Dienstleister/Berater
17
netseiten „lesen“. Das Tor zum Internet selbst
öffnen Online-Dienste wie T-Online, AOL, schlechte Qualität des Dienstleisters
Compuserve oder Germany-Net. Sie offerieren 15
darüber hinaus eine eigene E-Mail-Adresse,
Quelle: TechConsult/IBM/impulse 2004
ggf. auch eine eigene Homepage. Kontakt:
4 Schwerpunkt

E-Business
einführen –
aber wie?

Sowohl Kunden als auch Lieferan- Anwendungsbeispiel: externen Referenten oder von einem qualifi-
ten sollen die Möglichkeit nut- zierten Mitarbeiter durchgeführt werden. Die
zen, in Ihrem Unternehmen elek- E-Mail Dauer ist abhängig von den genutzten Funktio-
tronisch schneller und kosten- nen und beträgt ca. 1-2 Tage.
günstiger als auf herkömmlichem Ziel: Sie wollen sowohl die interne als auch die Organisatorische Anforderungen: Da E-Mails
Weg zu kommunizieren. externe Kommunikation bei relativ geringem in einem virtuellen „Briefkasten“ eintreffen,
Aufwand deutlich verbessern. Sowohl Kunden muss dafür gesorgt werden, dass dieser mehr-
als auch Lieferanten sollen die Möglichkeit mals täglich „geleert“ wird. Dies wird von
nutzen, in Ihrem Unternehmen elektronisch „Greenhorns“ nicht selten zu Beginn vergessen.
schneller und kostengünstiger als auf her- Außerdem muss sicher gestellt sein, dass
kömmlichem Weg (Brief, Fax) zu kommuni- eingegangene E-Mails von den jeweiligen
zieren. Empfängern auch sofort beantwortet werden.
Qualifikatorische Anforderungen: E-Mailen Der Kunde erwartet bei einer E-Mail-Anfrage
ist nicht schwieriger als Faxen. Trotzdem müs- wie bei einer telefonischen Anfrage eine
sen Sie und Ihre Mitarbeiter in die Benutzung „zeitnahe“ Antwort (im Gegensatz zu einer
eines E-Mail-Programms, das Anlegen von Anfrage mit der normalen Post). Faustregel: bis
Verteilerlisten, das Versenden von Textdateien 24 Stunden später = optimal; bis 48 Stunden =
oder Grafiken und auch die automatische ausreichend; später als 48 Stunden = schlecht.
Weiterleitung von Mails an die Vertretung bei Technische Anforderungen: Eine E-Mail-Soft-
Urlaub oder Dienstreise eingearbeitet werden. ware gehört heute in der Regel zur Standard-
Diese Schulung kann – wie beim Thema ausstattung eines PCs, braucht also nicht eigens
Internet – in Ihrem Betrieb entweder von einem angeschafft werden. Wer E-Mails verschicken
und empfangen will, muss sich dafür bei einem
Online-Dienst oder Access-Provider oder aber
Wer hilft bei der EB-Einführung? einem kostenlosen Freemailer (z.B. gmx, web.de,
Antworten in % (Mehrfachnennungen möglich) hotmail; s. Anwendungsbeispiel: Internet zur
Informationsbeschaffung, S.3) anmelden. Bei
Internet-Provider
78 diesen technischen Helfern befindet sich auch
Systempartner der virtuelle „Briefkasten“ für eingehende Mail-
62 Post. Um diesen „Briefkasten“ zu „leeren“, muss
Anwendungssoftware-Anbieter er jeweils angewählt und „gecheckt“ werden.
60 Dies kostet Telefongebühren. Je mehr E-Mails
Hardware-Hersteller Sie versenden oder empfangen und je mehr
28 Mitarbeiter durch E-Mails kommunizieren,
Werbeagentur desto eher empfiehlt sich für Betrieb und Ver-
28
waltung Ihrer elektronischen Post die Einrich-
Multimedia-Agentur tung eines eigenen E-Mail-Servers im Unter-
26
nehmen: ein Programm, das in regelmäßigen
Datenbank-Hersteller
25
Abständen automatisch im „Briefkasten“ nach
allen eingegangenen E-Mails „fragt“ und gleich-
Anbieter von Firmensoftware
23 zeitig alle ausgehenden Mails verschickt. Das
Freie Mitarbeiter spart Leitungsgebühren. Außerdem wickelt es
22 die Verteilung der E-Mails im Unternehmen in
E-Commerce-Anbieter interne Postfächer ab.
12 Eindeutige Adressen: Damit E-Mails auch
keine Hilfe, machen wir selbst möglichst schnell an den zuständigen Mitarbeiter
8 gelangen, sollten klare und eindeutige Adressen
vergeben werden. Sie können den Namen des
Quelle: TechConsult/IBM/impulse 2004
Mitarbeiters (z.B. meier@meine-firma.de) oder
e-f@cts Informationen zum E-Business
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aber eine bestimmte Abteilung im Unterneh- keiten wie z. B. konkrete Anfragen zu Produkten
E-Business-ABC
men enthalten (z.B. den Einkauf). Wenn eine per E-Mail. Das bedeutet: Das Medium Internet Browser
E-Mail eintrifft, landet sie direkt im PC des verlangt völlig neue Konzepte. Allgemeiner Begriff für Software,
betreffenden Mitarbeiters. Ein solcher E-Mail- Regelmäßige Aktualisierung: Eine verstärk- mit deren Hilfe im Internet
Server kann auch für E-Mail-Mailings (z. B. an te und neue Bindung von Kunden kann nur gesucht und Inhalte auf einem
bestimmte Kundengruppen) genutzt werden dann erreicht werden, wenn der Internet- Monitor sichtbar gemacht
und leitet E-Mails automatisch weiter, wenn der auftritt regelmäßig aktualisiert wird, entweder werden können (z. B. Internet
Empfänger im Urlaub oder auf Dienstreise ist. durch Ihre Internet-Agentur oder von Mitarbei- Explorer, Netscape-Navigator).
tern aus Ihrem Unternehmen. Die Häufigkeit Diese Browser können auch für
der Aktualisierung hängt dabei von den Inhal- die Nutzung von Multimedia-CDs
ten ab. Eine Seite mit den neuesten Informatio- verwendet werden.
Anwendungsbeispiel: nen aus der Firma muss häufiger auf den
Präsentation im Internet neuesten Stand gebracht werden als die Seite Firewall
mit der Firmengeschichte. Legen Sie Verant- Ein Rechner, der einem lokalen
Ziel: Sie wollen Ihr Unternehmen und dessen wortliche für den Inhalt und für die Realisie- Netzwerk (z. B. in einem Unter-
Angebote per Internet weltweit bekannt ma- rung fest, falls Sie die Aktualisierungen im nehmen) vorgeschaltet wird.
chen, um „alte“ und „neue“ Kunden vor Ort eigenen Unternehmen durchführen. Lassen Seine Aufgabe ist, den
sowie im In- und Ausland über Ihre Produkte Sie sich ggf. von der Internet-Agentur eine angeschlossenen Rechnern den
oder Dienstleistungen zu informieren. Die Software zur Verfügung stellen, mit der sich Zugang auf das Internet zu
Kunden sollen bei Interesse Kontakt aufnehmen Änderungen leicht umsetzen lassen. erlauben und umgekehrt das
oder direkt Produkte ordern können. Statistiken auswerten: Überlassen Sie Netz vor Zugriffen aus dem
Qualifikatorische Anforderungen: Eine Web- nichts dem Zufall. Nehmen Sie das Verhalten Internet abzuschirmen.
seite ist eine wichtige und hochsensible „Mehr- Ihrer Internetbesucher „unter die Lupe“. Ihr
zweckwaffe“ Ihres Unternehmens. Sie verlangt Provider (s. Technische Anforderungen, S.7)
aus diesem Grund neben fundiertem techni- führt – in der Regel – eine Statistik darüber,
schen Know-how auch komplexe Marketing- wie oft Ihr Unternehmensauftritt insgesamt
kenntnisse. Darum sollten Sie für Ihren ersten und welche Seiten Ihrer Präsentation im Ein-
Internetauftritt oder eine Neugestaltung die Fortsetzung auf Seite 7
Hilfe einer professionellen Internet-Agentur in
Anspruch nehmen. Dies ist – nach aller Erfah-
rung – preiswerter und effektiver, als sich selbst Wie weit nutzt Ihr Unternehmen
oder Mitarbeiter in die Materie einzuarbeiten. E-Business? Antworten in %
Trotzdem sollten einige Kollegen, die dann die
Pflege der Präsentation übernehmen, zum Offline
Thema „Internetpräsentationen“ geschult 1
werden. Dauer: 1-2 Tage.
Recherche, E-Mail
Organisatorische Anforderungen: Webseiten 13
müssen – wie jedes Werbemittel – exakt auf die
Zielgruppe und das jeweilige Kommunikations- eigene Homepage
45
medium zugeschnitten sein. Es reicht daher
nicht aus, Inhalte und Design von bestehenden Online-Shop
Werbebroschüren einfach ins Netz zu über- 17
tragen. Das Internet ist kein typisches „Lese-
Vernetzung mit Kunden, Lieferanten
medium“: Texte müssen daher kurz sein und
16
interessante Verweise oder Links auf weiterfüh-
rende Informationen enthalten. So können sich elektronische Lieferkette
Nutzer individuell im gesamten Informations- 6
angebot „fortbewegen“. Besonders relevant
Quelle: TechConsult/IBM/impulse 2004
sind persönliche Kommunikationsmöglich-
6 Praxis & Technik

Checkliste: Testen Sie Ihre Internetpräsentation!


Ob Ihre Kunden Ihre Internetseiten annehmen und nutzen werden, hängt davon ab, ob Sie Ihnen (alle) Hindernisse
dafür aus dem Weg geräumt haben. Das sollten Sie nicht dem Zufall überlassen, sondern „checken“. Einen solchen
Check können Sie dabei weitgehend selbst übernehmen. Einige (eher technische) Prüfungen sollte Ihre Internet-
Agentur übernehmen.

E-Business-ABC
Newsgroup Ist die Internetadresse kurz und einprägsam?............................................................................■ Ja ■ Nein
Diskussionsforum oder Kann man die Internetseite leicht über Suchmaschinen finden?........................................... ■ Ja ■ Nein
„Schwarzes Brett“ zu be- Ist die Gestaltung der Seiten ansprechend und interessant?....................................................■ Ja ■ Nein
stimmten Themen im Internet. Findet sich auf den Internetseiten das bisherige Erscheinungsbild
Hier kann man nach Neuigkeiten des Unternehmens wieder?............................................................................................................■ Ja ■ Nein
„stöbern“, Fragen stellen und – Sind die Internetseiten übersichtlich und logisch aufgebaut? ................................................■ Ja ■ Nein
wenn man „eingreifen“ will – Findet man sich auf den Internetseiten schnell zurecht?......................................................... ■ Ja ■ Nein
Fragen beantworten. Findet man schnell die Information, die man sucht?................................................................ ■ Ja ■ Nein
Gibt es auf den Internetseiten eine angenehme und ausgewogene
Provider
Mischung aus Text, Bildern, Animationen?................................................................................. ■ Ja ■ Nein
Provider sind technische
Sind die Texte kurz und verständlich?.......................................................................................... ■ Ja ■ Nein
Dienstleistungsunternehmer.
Access-Provider bieten Kunden Ist die Qualität von Bildern und Grafiken gut?............................................................................■ Ja ■ Nein
einen Zugang zum Internet an. Sind die Internetseiten informativ? ..............................................................................................■ Ja ■ Nein
Service-Provider speichern die Sind die angebotenen Informationen aus der Sicht des Kunden und nicht
Webseiten eines Kunden auf aus der Sicht des Unternehmens ausgewählt und aufbereitet?...............................................■ Ja ■ Nein
ihrem Rechner, stellen sie zum Sind die angebotenen Informationen aktuell?...........................................................................■ Ja ■ Nein
weltweiten Zugriff für beliebig Ist der Urheber der Internetseite genannt (Impressum)?..........................................................■ Ja ■ Nein
viele Benutzer im Internet zur Gibt es eine Möglichkeit, mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen?...........................■ Ja ■ Nein
Verfügung, liefern Statistiken Funktionieren die Internetseiten (vor allem Bilder und Grafiken) mit allen
über die Zahl der „Besucher“, gebräuchlichen Browsern (Internet Explorer, Netscape)?........................................................■ Ja ■ Nein
nehmen ggf. auch „Post“ oder
Baut sich die Internetseite schnell genug auf?........................................................................... ■ Ja ■ Nein
Bestellungen von Nutzern entge-
Sind die Seiten bei einer reinen Textdarstellung (in der speicherintensive
gen etc. Für Leistungen muss der
Bilder oder Grafiken zur Zeit- und Kostenersparnis des Nutzers
Kunde eine leistungsabhängige
oder pauschale Gebühr bezahlen. abgeschaltet sind) weiterhin verständlich und die Seiten noch „ansehnlich“?.................... ■ Ja ■ Nein
Ist die Navigation übersichtlich und mit „gesundem Menschenverstand“
ohne Probleme zu nutzen?............................................................................................................. ■ Ja ■ Nein
Gibt es auf jeder Seite eine Navigationsmöglichkeit?................................................................■ Ja ■ Nein
Zeigt die Navigation jederzeit an, wo man sich befindet?........................................................ ■ Ja ■ Nein
Führen Links auch wirklich dahin, wo sie hinführen sollen?................................................... ■ Ja ■ Nein
Erlaubt die Navigation ein Rückwärtsgehen?............................................................................ ■ Ja ■ Nein
Erlaubt die Navigation einen „Ausstieg“ aus der Internetseite?.............................................. ■ Ja ■ Nein

Auswertung: Beantworten Sie die Fragen der obigen Fragenliste. Sie sollten erst zufrieden sein,
wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten können.

Tipp: Lassen Sie zunächst Unbeteiligte, z.B. Geschäftsfreunde, ausgewählte Kunden oder
Mitarbeiter Ihre Seiten überprüfen. Sie sehen den Internetauftritt mit den Augen unvoreinge-
nommener Nutzer und stoßen womöglich über Stolpersteine, an die Sie nicht gedacht haben.
e-f@cts Informationen zum E-Business
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Fortsetzung von Seite 5


zelnen „besucht“ wurden. Werden Sie im Inter- blemen an? Gibt es eine Hotline? Welche Sicher-
E-Business-ABC
net ausreichend wahrgenommen? Finden die heitsstandards bietet der Provider? Steht das Router
Besucher auf Ihren Seiten, was sie finden sollen? Internetangebot rund um die Uhr und über die Ein Rechner, der dafür sorgt,
Nehmen die Kunden Ihre Angebote an? gesamte Woche zur Verfügung? Werden nachts dass gleichzeitig von mehreren
Suchmaschinen nutzen: Für einen Erfolg eingehende Bestellungen sofort bearbeitet? Arbeitsplätzen im Internet
des Internetauftritts ist es besonders wichtig, Werden die Daten regelmäßig auf externen gearbeitet werden kann, der
mit treffenden Suchwörtern (Keywords, z. B. Datenträgern gesichert? Werden die Regelun- den Datenaustausch in einem
„Pizza“) in den wichtigsten Internet-Suchma- gen des Datenschutzgesetzes eingehalten? Netzwerk oder zwischen ver-
schinen (z. B. Google, Altavista, Yahoo) vertreten schiedenen Netzwerken
zu sein. Den Eintrag in die Suchmaschinen erle- organisiert und Datenpakete,
digt z. B. die Internet-Agentur. Ihre Internet- die mit einer bestimmten Adresse
Adresse (URL = Uniform Resource Locator)
Anwendungsbeispiel: versehen sind, an den betreffen-
erhalten Sie über Ihren Service-Provider. Liste Verkauf von Produkten den Rechner weiter leitet.
aller URLs in Deutschland: www.denic.de.
Hier können Sie auch prüfen, ob Ihre Wunsch-
per Internet Server
adresse noch frei ist. Diese Adresse – wie auch 1. Ein Rechner, auf dem An-
Ihre E-Mail-Anschrift – muss auch auf dem Ziel: Sie wollen Produkte oder Dienstleistungen wendungen und Dokumente
Briefpapier und auf allen gedruckten Prospek- über das Internet verkaufen, um Ihren Vertrieb platziert sind. So kann ein Server
ten angegeben werden und gehört auf die darüber zu verbessern und zusätzliche Kunden als zentraler Rechner in einem
Visitenkarte jedes Mitarbeiters. Auf Veranstal- zu gewinnen. Für alle weiteren Überlegungen Unternehmens-Netzwerk als
tungen und Messen, an denen Sie teilnehmen, bei der Einführung eines Online-Verkaufs ist gemeinsamer Speicher für Daten
sollten beide an auffälliger Stelle, ggf. auf einem wichtig: Werden Sie nur einige wenige Produk- und Programme zur Verfügung
gesonderten Blatt, publiziert werden. te oder Dienstleistungen anbieten, oder haben stehen.
Technische Anforderungen: Um Webseiten Sie ein umfangreiches Verkaufsangebot? 2. Ein spezielles Programm, das
unter dem eigenen Namen anzubieten, ist in Qualifikatorische Anforderungen: Wie auch bestimmte Aktionen ausführt.
der Regel ein Service-Provider notwendig. Er schon bei der Präsentation im Internet müssen Es kann z. B. für Empfangen,
speichert die Seiten Ihrer Firma auf seinem Sie und das Personal sich darauf einrichten, mit Versenden und Verteilen von
Rechner und stellt sie zum weltweiten Zugriff Kunden elektronisch zu kommunizieren, Nach- E-Mails zuständig sein. Dieses
für beliebig viele Benutzer im Internet zur Ver- fragen zu beantworten, geänderte Lieferter- Programm läuft dann auf dem
fügung. Geschäftspartner oder Freunde, die mine bekannt zu geben etc. Daher sollten die o.g. zentralen Server-Rechner.
schon im World Wide Web präsent sind, kön- Mitarbeiter, die Bestellungen per Internet
nen Ihnen meist aufgrund eigener Erfahrungen bearbeiten, geschult sein im Umgang mit
Adressen von zuverlässigen Service-Providern Computern und in der E-Mail-Kommunikation.
nennen. Wenn nicht: Provider-Adressen gibt es Der Schulungsaufwand entspricht dem für das
u. a. unter www.zdnet.de/internet (Artikel, E-Mail-Handling bzw. der Informationsbeschaf-
Checklisten, Tests), verschiedene Provider in fung per Internet.
unterschiedlichen Preisklassen unter Organisatorische Anforderungen: Wenn Sie
www.heise.de/ix/provider, Tests von Providern nur wenige, spezielle Produkte oder Dienstleis-
bei Stiftung Warentest unter www.warentest.de. tungen verkaufen möchten, können Sie Ihr
Damit regelmäßige Aktualisierungen leicht zu Internetangebot schon mit geringem Aufwand
bewerkstelligen sind, lohnt es sich, über die An- einrichten. Dazu gehören einige ansprechend
schaffung eines Content-Management-Systems gestaltete Web-Seiten (s. Anwendungsbeispiel:
(CMS) nachzudenken, das alle eigenen Web- Präsentation im Internet, S.5), die über eine rei-
Inhalte sortieren und verwalten hilft. ne Präsentation hinaus u. a. mit einem Bestell-
Kosten: Es gibt kostengünstigere und teu- formular, Angaben zu geltenden Geschäftsbe-
rere Service-Provider. Prüfen Sie darum, bevor dingungen und einer E-Mail-Adresse, über die
Sie sich festlegen, genau das Preis-Leistungs- Bestellungen abgewickelt werden, ausgerüstet
Verhältnis: Müssen Sie für jede weitere Leistung sein müssen. Werden nur wenige Bestellungen
extra zahlen? Bietet der Provider Hilfe bei Pro- erwartet, könnten diese per E-Mail im Unter-
8 Schwerpunkt

E-Business
einführen –
aber wie?

Impressum nehmen eintreffen und dann im Vertrieb/Ver- Beispiele bestehender Shops: www.shop.de.
Herausgeber: kauf weiter bearbeitet werden. Wie auch immer: Ihr Online-Shop wird schließ-
Bundesministerium für Wirtschaft
Online-Shop: Wenn Sie aber ein umfang- lich von Ihrem Service-Provider ins Netz gestellt
und Technologie (BMWi)
reiches Verkaufsangebot mit breiter Produkt- (s. Anwendungsbeispiel: Präsentation im Inter-
Öffentlichkeitsarbeit
11019 Berlin palette, zahlreichen Produkten und Leistungen net, S.5).
info@bmwi.bund.de ins Internet stellen möchten, sollten Sie einen Zahlungsweise: Nicht vergessen, Sie müssen
www.bmwi.de Internet-Shop einrichten. Dazu gehört auch, sich überlegen, wie Sie die Bezahlung abwickeln
Werbung in herkömmlichen Medien und im werden (auf Rechnung, per Nachnahme, mit
Redaktion: Internet (z. B. Bannerwerbung) und Marketing- Kreditkarte). Bestellungen von Kunden, bei de-
Bernd Geisen, Regine Hebestreit
maßnahmen zu planen (z. B. Gewinnspiele, nen sensible Kundendaten (z. B. Kreditkarten-
PID Arbeiten für Wissenschaft und
E-Mail-Newsletter, Kundenbenachrichtigungen nummer) an Ihr Unternehmen übermittelt wer-
Öffentlichkeit GbR
Menzenberg 9, 53604 Bad Honnef etc.). Größerer Betreuungs- und Beratungs- den, sollten nur mit Hilfe eines sicheren Servers
Tel.: 02224 90034-0, Fax: 02224 90034-1 bedarf auf Seiten der Kunden kann zusätzlich abgewickelt werden (mit dem so genannten
info@pid-net.de erfordern, ein Call- und Clearingcenter einzu- SSL-Protokoll). So können Sie einen irrtümlichen
richten oder zu beauftragen. Bestellungen oder gewollten Missbrauch der Daten verhindern.
Mitarbeiter dieser Ausgabe: sollten direkt in eine Datenbank gespeichert Dieses SSL-Protokoll verwendet Ihr Provider auf
Dr. Jürgen Seidel
und weiter verarbeitet werden (z. B. Weiter- Anforderung. Bedenken Sie: Nur bei einer siche-
GMD – Forschungszentrum Informa-
leitung an Vertrieb, Rechnungswesen etc.), ren Übermittlung und Schutz vor Datenmiss-
tionstechnik GmbH, Sankt Augustin
Heiko Oberlies um manuelle Nacharbeit im Vertrieb/Verkauf brauch werden Kunden bei Ihnen online be-
Kompetenzzentrum Bonn/Rhein-Sieg (s. o.) zu sparen. stellen (s. dazu e-f@cts 13 „Zahlungsverkehr im
(KompEC) Vertrieb: Die „halbe Miete“ Ihres Online- Internet”).
Verkaufs ist ein gut organisierter Vertrieb.
Gestaltung und Produktion: Welche Vertriebswege Ihr Unternehmen für
PRpetuum GmbH, München
den Online-Verkauf auswählt, hängt von der Art Kosten für elektronische
Bildnachweis:
der Angebote ab. Digitale Produkte (z. B. vorräti- Lieferkette
MEV, Photodisc ge Dokumente, Software, Musik, Videos) kön-
Euro-Einschätzungen in % der
nen dem Kunden automatisch direkt nach der
befragten Unternehmen
Druck: Bestellung übermittelt werden, und zwar über
Harzdruckerei Wernigerode GmbH die noch bestehende Online-Verbindung.
Alternative: Versand per Post oder Kurierdienst.
Auflage: 10.000 10%
Technische Anforderungen: Zum Aufbau
eines Online-Shops sollten Sie auf jeden Fall eine 4%
Schwerpunkt der nächsten Ausgabe: 31%
„Elektronischer Einkauf“ spezielle Software benutzen. Wichtiges
Element: ein Produktkatalog mit Ihrem Ange- 10%
Wenn Sie dazu Fragen oder Anregun- bot, in dem sich die Kunden leicht orientieren
gen haben oder Fragen zu anderen können. Das Suchen nach bestimmten Produk-
Themen der e-f@cts, wenden Sie sich ten kann z. B. durch den Einsatz einer eigenen
bitte an:
Suchfunktion unterstützt werden. Eine Waren-
Bernd Geisen, Regine Hebestreit 21%
korbfunktion sammelt automatisch alle ein-
PID Arbeiten für Wissenschaft und
Öffentlichkeit GbR gegebenen Bestellungen.
24%
Online-Shop machen oder kaufen: Kleine
und mittlere Unternehmen haben in der Regel
keine Programmierer im Hause, die eine eigene
Shop-Lösung „bauen“ könnten. Deshalb sollten 0 bis 4.999 Euro
Sie die Entwicklung Ihres Online-Shops von 5.000 bis 12.499 Euro
12.500 bis 24.999 Euro
einer qualifizierten Internet-Agentur ausführen
25.000 bis 49.999 Euro
lassen oder ein geeignetes Shopsystem mieten
25.000 bis 249.999 Euro
oder kaufen. Einfache Online-Shops „von der Quelle: TechConsult 2002
250.000 Euro und mehr
Stange“ bekommt man sogar kostenlos.