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Beim Albinismus handelt es sich um eine genetische Stoffwechselstörung der Pigmentzellen

(Melanozyten). Diese Zellen sind eigentlich für die dunkle Färbung von Fell bzw. Haaren, Haut
und Augen verantwortlich, doch wegen einem vererbbaren Gendefekt, ist der Farbstoff Melanin
bei "Albinos" nur schwach bzw. gar nicht vorhanden.

Es gibt (zurzeit) zwei Gründe für Albinismus: Man bezeichnet sie als tyrosin-negativ bzw. positiv.

Tyrosin ist eine Aminosäure, die für die Bildung von Melanin notwendig ist. Ist ein Tier nicht in der
Lage, diese Aminosäure zu bilden spricht man von tyrosin-negativen Exemplaren.

Die zweite Form sind Tiere, die Tyrosin bilden können, aber nicht in der Lage sind, Melanin
herzustellen. Diese Tiere sind Tyrosin-positiv.

Melaninsynthese

Der Farbstoff Melanin wird von farbstoffbildenden Zellen, den Melanozyten, produziert. Die
Vorstufen der Melanozyten,sind die Melanoblasten,diese wandern schon während der
schwangerschaft In die Haut des Kindes.Dort entwickeln sich die Melanoblasten zu Melanozyten
und bilden zahlreiche Zellfortsätze aus, über die sie das Melanin an die Keratinozyten(Zellen die
die haut vor z.B Austrocknung schützen) weitergeben. Ein an Albinismus erkranktes Tier hat
genau so viele Melanozyten wie ein nicht erkraktes. Die Fell oder Gefiederfarbe wird durch die
Menge und Qualität des gebildeten Farbstoffs Melanin bestimmt, nicht durch die Anzahl dieser
Zellen.

Melanozyten enthalten Melanosomen, kleine membranumschlossene Bläschen, in denen der


Farbstoff Melanin produziert wird. Sie sind in ihrer Funktion ähnlich wie die Lysosomen
(Zellorganellen, die der Verdauung dienen) , denn beide enthalten Stoffe, die für die Zelle
gefährlich sind und deshalb nicht mit dem Rest der Zelle in Berührung kommen dürfen. Um
Melanin zu produzieren, werden Enzyme gebraucht, die nacheinander beim Aufbau des Melanins
mitwirken. Wenn eines der Enzyme dieses Stoffwechselwegs nicht mehr funktionsfähig ist, tritt
Albinismus auf.

Äußere Merkmale von Albinos

-das Fell oder das Gefieder ist weiß und die Schnauze rosa gefärbt.
-Albinismus zeichnet sich durch die rote Tönung der Augen aus. Diese kommt dadurch zustande,
dass die farblose Iris das Blut durchschimmern lässt.

-Nicht alle weißen Tiere sind Albinos.


Bei vielen Tieren ist ein weißes Fell oder Gefieder völlig normal zum Beispiel bei Hunden oder
Pferden.

Albinismus bei fast allen Tierarten auftreten – egal ob Tiger, Fisch, Pinguin, Igel oder Eule,oder
bei Eisbären!

Für uns Menschen stellen diese Sonderlinge seither ein Phänomen dar.
Daher wird auch viel mit ihnen experimentiert,besonders mit Ratten,weil diese dem menschlichen
Körper am ähnlichsten sind(aufbau).

Albinos sind gefährdet


Die geringe Pigmentierung belastet Abinos.

Ihre Augen können den Lichteinfall wegen der Unterproduktion von Melanin nicht regulieren .die
Iris, ist bei den Albinos zum Teil lichtdurchlässig. Deswegen leiden die betroffenen Tiere dann
unter verminderter Sehfähigkeit oder sogar blindheit(fotophobie).
-Melaninmangel stellt eine große gefahr für die haut dar.Fast ein Sechstel aller Tiere erkranken
an Hautkrebs. Albinos sind sehr lichtempfindlich und kriegen schnell einen Sonnenbrand. So
muss beispielsweise das englische Albino-Pferd "Blue", das im Dienst der Polizei steht, im
Sommer literweise mit Sonnencreme eingerieben werden.

Beispiele

Der weiße Gorilla "Copito de Nieve" (Schneeflöckchen) ist der bisher einzige bekannte Albino-
Gorilla er war schon mehr als 30 Jahre lang das Maskottchen des Zoos von Barcelona. 1966
wurde "Copito" von Ethnologen aus Afrika mitgebracht. und Seine eigenen Nachkommen kamen
alle mit schwarzem Fell auf die Welt. Im Jahr 2001 erkrankte "der Gorilla an Hautkrebs – wegen
seiner hellen Haut. Die Krankheit verschlimmerte sich, sodass er 2003 eingeschläfert werden
musste.

Es gibt auch noch weitere Tiere z.B Snowflake ein Brillenpinguin


Im Jahr 2002 schlüpfte in Bristol (UK) eine weitere "Schneeflocke": der Brillenpinguin
"Snowflake".
oder Wale.Die werden ganz besonders geschützt.
-ein Gesetzt verbietet sich dem Wal mehr als 5000 meter anzunähern.

Es gibt auch Legenden bei den Indianern über Albinos die besagen ,dass wenn man z.B einen
weißen Hirschen umbringt wird man selber sterben oder wenn man ein weißes Eichhörnchen
erschießt wird man seine Fähigkeit als Jäger verlieren.

Störungen des räumlichen Sehens

Melanin spielt auch bei der Entwicklung der Sehnerven eine Rolle.
- Normalerweise ist das Gesichtsfeld beim Menschen unter beiden Gehirnhälften gleichmäßig
aufgeteilt – jede Gehirnhälfte hat ihre Seite und bekommt von beiden Augen den Teil des Bildes
geliefert, der zu dieser Seite gehört.
Durch den Vergleich beider Bilder kann jede Gehirnhälfte die Entfernung der Gegenstände
berechnen und räumlich zuordnen. Bei Lebewesen mit Albinismus kreuzt ein größerer Anteil der
Sehnerven zur gegenüberliegenden Gehirnhälfte, dadurch können zusammengehörende Bilder
nicht mehr richtig verarbeitet werden.
Außerdem liegtnormalerweise ein okulärer Nystagmus (Augenzittern) von unterschiedlichem
Schweregrad vor, meist auch mit manifestem Strabismus (Schielen). Bei einer
Untersuchungsreihe von 37 Patienten hatten alle einen Nystagmus verschiedener Ausprägung,
nur vier von ihnen schielten nicht.

Verminderte Sehschärfe

die Netzhautstelle des schärfsten Sehens, ist beim Albinismus nicht voll ausgebildet, da ihre
Entwicklung ebenfalls durch Melanin beeinflusst wird. Sie wird entweder nicht ausgebildet
(Aplasie) oder entwickelt sich nur unvollständig (Hypoplasie).

Durch den Nystagmus beträgt der Visus (Sehschärfe) bei einem voll ausgeprägten Albinismus
selten mehr als 0,1, und kann je nach Schweregrad der Anomalie bis etwa 0,5 erreichen. Die
Sehbehinderung schwankt auch innerhalb des gleichen Typs teils stark. Wegen der bestehenden
Pigmentdefekte der Iris sind Kontraste zwischen hellen und dunklen Stellen im Raum häufig nur
undeutlich zu erkennen.

Außerdem sind Albinos oft nicht in der Lage, das Auge auf unterschiedliche Entfernungen scharf
einzustellen (Akkommodation), und viele Betroffene sind kurz- oder weitsichtig.
Behandlung

Albinismus hat keinen Einfluss auf die geistige Entwicklung . Deshalb können sie meist, trotz des
nicht therapierbaren Stoffwechseldefekts, mit Hilfe von (vergrößernden) Sehhilfen, getönten
Brillen oder Kontaktlinsen und entsprechendem Hautschutz ein weitgehend normales Leben
führen.
Einige Menschen mit Albinismus sind nicht völlig weiß, sondern haben dunkle Leberflecken.