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Zeichentheorie und Grundlagen der Kommunikation

Kommunizieren ist Übermittlung und Austausch von Informationen durch Zeichen (lat. Communicatio: (Mitteilung; con: gemeinsam, munus: Aufgabe, Leistung)).

Semiotik: Zeichentheorie; Wissenschaft, die sich mit allen Zeichenty- pen beschäftigt (C. W. MORRIS, C. S. PEIRCE, U. ECO)

Zeichen: Index, Ikon, Symbol

ÜB I: Bilaterale Zeichenmodelle (vgl. DE SAUSSURE), triadische Zei- chenmodelle (vgl. OGDEN/RICHARDS), funktionale Zeichenmodelle

(vgl. BÜHLER, JAKOBSON)

Zum Verhältnis zwischen Ausdrucks- und Inhaltsseite eines Zeichens:

Arbitrarität (Ausnahme onomatopoetische Wörter?), Konventionalität (vgl. Bichsel-Geschichte), Assoziativität (Analogie: Blatt Papier)

Zur Relevanz sprachlicher Zeichen für die Kommunikation (s. ÜB II):

Wörter als „geistige Stellvertreter(vgl. SWIFT), Mitteilungen über das Hier-und-Jetzt-Hinaus; Präzisierbarkeit der Intentionen (vgl. Arm- leuchter-Cartoon)

Kommunizieren als eine besondere Form des Handelns und der sozia- len Interaktion (vgl. WEBER und KRECKEL-Zitate auf ÜB III sowie

SCHÜTZ und MEAD)

Symbolischer Interaktionismus (MEAD): „Das Verhalten eines Indivi- duums kann nur in Verbindung mit dem Verhalten der ganzen gesell- schaftlichen Gruppe verstanden werden, deren Mitglied es ist.“

Theorie des kommunikativen Handelns (HABERMAS): Der Begriff

des kommunikativen Handelns

mindestens zwei sprach-und handlungsfähigen Subjekten, die (

verbalen Mitteln

Handlungsrationalität: Zielgerichtetheit und Problemlösungsfähigkeit

Kommunikation und Situation:

Wer sagt was zu wem, warum, wie, wann und wo? (vgl. LASSWELL)

bezieht sich auf die Interaktion von

mit

) eine interpersonale Beziehung eingehen.“

Pragmatik als Theorie des sprachlichen Handelns und der pragmatischen Kompetenz

Pragmatik wird allgemein als der Bereich innerhalb der Linguistik verstanden, der sich mit dem Gebrauch, d. h. der produktiven und rezeptiven Verwendung von Sprache beschäftigt.

Grundannahme: Sprechen ist Handeln mit dem Medium Sprache und verläuft regelgeleitet.

Die moderne Pragmatik umfasst drei Gebiete:

regelgeleitet. Die moderne Pragmatik umfasst drei Gebiete: Pragmatik Sprechakttheorie Theorie der Konversationsmaximen

Pragmatik

Die moderne Pragmatik umfasst drei Gebiete: Pragmatik Sprechakttheorie Theorie der Konversationsmaximen

Sprechakttheorie

Theorie der Konversationsmaximen

Gesprächsanalyse

SA: sprecherorientiert; K.maximen: hörer- und sprecherorientiert; GA: Interak- tion; Gemeinsames Ziel: Aufschluss über kommunikative Kompetenz (Sprach- verwendungskompetenz, Wissen um die soziale und situative Angemessenheit von sprachlichen Äußerungen) zu erhalten

Kommunikative Kompetenz:

Fähigkeit, situationsangemessen und rezipientenorientiert sprachliche Äuße- rungen zu produzieren (= Produktionsaspekt)

Fähigkeit, sprachliche Äußerungen und damit Gemeintes je nach Situation zu verstehen (z. B. Sprechakt DU siehst aber schön aus! als Ironie verstehen) (= Rezeptionsaspekt)

Zur Pragmatik der Kommunikation: Pragmatics of human communicationvon P. WATZLAWICK u. a. 1974 4 .

Grundannahmen:

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten (Sequenzen von sprachlicher Information sowie Mimik/Gestik).

Kommunikation ist entweder symmetrisch oder komplementär/asymmetrisch (Gleiche (soziale) Stellung oder unterschiedliche Positionen der Kommuni- zierenden).

Jede Kommunikation hat Inhalts- und Beziehungsaspekte (Inhalt: wird ver- mittelt über sprachliche Inferenzen; die explizite Information; Beziehungsas- pekt: Einstellung des Sprechers zum Hörer und umgekehrt; z. B. bei asym- metrischer Kommunikation: Chef spricht mit Mitarbeiter in unhöflichem Ton).