Sie sind auf Seite 1von 13

Thomas Beer

1. Ausgabe, März 2010

Windows Server 2008 R2

Aufbau und Verwaltung eines Netzwerks

W2008R2AVN

Thomas Beer 1. Ausgabe, März 2010 Windows Server 2008 R2 Aufbau und Verwaltung eines Netzwerks W2008R2AVN

I

Windows Server 2008 R2 - Aufbau und Verwaltung von Netzwerken

 

1 Informationen zu diesem Buch

4

8 Domänencontroller installieren und neue Domänen erstellen

52

1.1 Voraussetzungen und Ziele

4

1.2 Aufbau und Konventionen

5

8.1 Installation der Verzeichnisdienste vorbereiten

52

 

8.2 Domänecontroller installieren

53

 

2 Das Betriebssystem Windows Server 2008 R2

6

8.3 Domänencontroller entfernen

59

2.1 Windows Server 2008 R2

6

9 DNS und Namensauflösung

62

2.2 Dateisysteme

8

 

9.1 Einführung

62

9.2 Funktionsweise des DNS

63

 

3 Netzwerk mit Windows

10

9.3 DNS im Active Directory

66

3.1 Grundlagen des Netzbetriebes 10

9.4 DNS-Server konfigurieren

69

3.2 TCP/IP 12

9.5 Weitere Hinweise

75

3.3 Vergabe von IP-Adressen 14

 

3.4 Verzeichnisdienste

15

10 DHCP - Dynamische IP-Konfiguration

78

3.5 Verwaltungsfunktionen 16

 
 

10.1 Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP)

78

 

4 Windows Server 2008 R2 installieren

18

10.2 DHCP-Server installieren

79

4.1 Vorbereitungen

18

10.3 DHCP-Server konfigurieren

80

4.2 Installation

20

4.3 Basis-Konfiguration

22

11 Standorte und Replikation

86

 

11.1 Überblick

86

 

5 Anpassungen

26

11.2 Replikation

87

5.1 Computer konfigurieren - Systemsteuerung 26

11.3 Standorte verwalten

87

5.2 Anwendungsprogramme installieren 26

11.4 Replikationstopologie erkunden

91

5.3 Windows-Funktionen verwalten

27

5.4 Aktuelle Konfiguration einsehen

29

12 Active-Directory-Konten verwalten

92

5.5 Einstellungen des Betriebssystems ändern 30

12.1 Überblick

92

5.6 Dienste starten und verwalten

31

12.2 Container der Domäne erkunden

93

5.7 Geräte verwalten

33

5.8 Energieverwaltung 34

12.3 Organisationseinheiten erstellen und verwalten

94

 

12.4 Exkurs: Hinzufügen von Konten zu Listen

96

 

6 Hardware hinzufügen

36

12.5 Benutzerkonten erstellen und verwalten

97

6.1 Hardware-Komponenten und Treiber

36

12.6 Computerkonten erstellen

12.7 Gruppenkonten

99

100

6.2 WDM - Treibermodell

37

6.3 Plug & Play

37

12.8 Spezielle Konten

102

6.4 Hardware installieren

38

6.5 Hardware konfigurieren

40

13 Berechtigungen anpassen

104

6.6 Einzelne Geräte installieren

41

13.1 Berechtigungen

104

6.7 Hardware deinstallieren

42

13.2 NTFS-Berechtigungen

105

6.8 Problembehandlung

43

13.3 Freigabe-Berechtigungen für Ordner

110

 

13.4 Berechtigungen für Drucker

111

 

7 Einführung in Active Directory

46

7.1 Überblick Verzeichnisdienst 46

14 Dateidienste einrichten

112

7.2 Domäne, Struktur und Gesamtstruktur 46

14.1 Ordner-Freigaben

112

7.3 Funktionsebenen

48

14.2 Dateidienste installieren

113

7.4 Domänencontroller, Betriebsmaster und globaler Katalog

14.3 Freigabe- und Speicherverwaltung

115

49

14.4 Ressourcen-Manager für Dateiserver

117

7.5 Organisationseinheit - OU

50

14.5 DFS (Distributed File System)

120

7.6 Standorte im Active Directory

51

7.7 Sysvol 51

 

2

 

© HERDT-Verlag

Inhalt

I

15 Drucker verwalten

128

21 Datensicherung

192

15.1 Überblick

128

21.1 Sicherungsarten und -strategien

192

15.2 Drucker installieren

130

21.2 Regelmäßige Datensicherung

193

15.3 Drucker konfigurieren

132

21.3 Sicherung wiederherstellen

198

15.4 Druckerwarteschlange verwalten

134

15.5 Druckaufträge verwalten

136

22 System wiederherstellen

200

15.6 Mehrere Druckerwarteschlangen für einen Drucker

15.7 Druckserver mit Druck- und Dokument- diensten verwalten

137

22.1 Strategien und Wiederherstellungs- funktionen 200

 

138

22.2 Erweiterte Startoptionen

200

 

22.3 Systemwiederherstellung und -reparatur über die Installations-DVD

202

16 Gruppenrichtlinien

140

16.1 Gruppenrichtlinienobjekt (GPO, Group Policy Object)

140

23 Active-Directory-Objekte

wiederherstellen

204

16.2 Verarbeitung der Gruppenrichtlinien- objekte

142

23.1 Überblick und Hintergründe 204

 

16.3 Gruppenrichtlinieneinstellungen

23.2 Active-Directory-Objekt autorisierend wiederherstellen

 

konfigurieren

145

205

16.4 Gruppenrichtlinienergebnisse

147

23.3 Alternative Methoden zur Wiederher- stellung 209

 

16.5 Gruppenrichtlinienimplementierung

planen

148

23.4 Active-Directory-Papierkorb 211

16.6 Zusätzliche Kontorichtlinie erstellen

151

 

24 Software-Updates mit WSUS

214

17 Benutzerprofile verwalten

154

24.1 Software-Updates 214

 

17.1 Personalisierung der Arbeitsumgebung

154

24.2 WSUS installieren und konfigurieren

214

17.2 Servergespeicherte Benutzerprofile

156

24.3 WSUS-Clients konfigurieren 219

 

17.3 Servergespeicherte Profile implementieren

157

 

Stichwortverzeichnis

220

18 Überwachung

162

18.1 Überwachung und Leistungsanalyse

162

18.2 Ereignisanzeige

163

18.3 Ereignisabonnements

166

18.4 Leistungsdaten und der Systemmonitor

168

18.5 Netzwerkmonitor

171

18.6 Das Problem "Der RPC-Server ist nicht verfügbar"

173

19 Die Registrierungsdatenbank

174

19.1 Die Windows-Server-2008-Registrierung

174

19.2 In der Registry arbeiten

176

19.3 Regedit, die Kommandozeile und hilfreiche Tools

179

20 Datenträger verwalten

180

20.1 Datenträger

180

20.2 Organisation des Speicherbereichs

181

20.3 Performance versus Ausfallsicherheit

182

20.4 Datenträgerverwaltung

183

20.5 Volumes verwalten

186

20.6 Dateisystem konvertieren

186

20.7 Datenträger pflegen

187

20.8 Datenträgerkontingente verwalten

188

20.9 Schattenkopien einsetzen

189

© HERDT-Verlag

3

5

Windows Server 2008 R2 - Aufbau und Verwaltung von Netzwerken

5

Anpassungen

 

In diesem Kapitel erfahren Sie

wie Sie die Systemsteuerung als Ausgangspunkt für Konfigurationsmaßnahmen verwenden

wie Sie Anwendungs-Software installieren

wie Sie Windows-Komponenten verwalten

wie Sie die Einstellungen des Betriebssystems ändern

wie Sie Dienste und Geräte verwalten

wie Sie den Energieverbrauch des PCs steuern

 

Voraussetzungen

Erfahrungen im Umgang mit Windows und Anwendungsprogrammen

Grundlegende Hardware-Kenntnisse

5.1 Computer konfigurieren - Systemsteuerung

Systemsteuerung öffnen

Aktivieren Sie den Menüpunkt - SYSTEMSTEUERUNG.

öffnen Aktivieren Sie den Menüpunkt - SYSTEMSTEUERUNG. Über die Systemsteuerung können Sie viele Funktionen zur

Über die Systemsteuerung können Sie viele Funktionen zur Konfiguration des Computers aufrufen. Die einzelnen Sym- bole stehen dabei für die verschiedenen Bereiche, in denen Sie Einstellungen vornehmen können.

Unter können Sie in eine Symbol- Ansicht umschalten, die die momentanen Kategorien aufbricht in einzelne Symbole und mehr an die klassische Ansicht der vorhergehenden Windows-Versionen erinnert.



5.2 Anwendungsprogramme installieren

Notwendige Neuinstallationen

Um Anwendungsprogramme zu nutzen, müssen Sie diese in der Regel installieren. Auch beim Upgrade von Server 2003 kann dies notwendig sein, da in vielen Fällen nur dadurch gewährleistet wird, dass alle Verknüpfungen des Programms mit seinen Bibliotheken und Modulen richtig vorgenommen und registriert werden. Die Ordnerstruktur hat sich mit Windows Server 2008 verändert.

Ordnerstruktur hat sich mit Windows Server 2008 verändert. Schnell installieren vom lokalen DVD-Laufwerk Falls der

Schnell installieren vom lokalen DVD-Laufwerk

Falls der Installationsdatenträger über die Autostart-Funktion verfügt, öffnet sich kurz nach dem Einlegen ein Willkommensdialog. Klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche, um den Installationsvorgang zu starten.

26

© HERDT-Verlag

Anpassungen

5

Anwendungsprogramme ändern, entfernen oder reparieren

Öffnen Sie SYSTEMSTEUERUNG - PROGRAMME - PROGRAMME UND FUNKTIONEN.

Markieren Sie in der Liste das entsprechende Programm .

Betätigen Sie die Schaltfläche .

 

Wie es jetzt weitergeht, hängt ab vom markierten Programm. Meisten können Sie in den folgenden Dialog- fenstern bestimmen, ob Sie die Installation reparieren wollen, einzelne Module des Programms hinzufügen bzw. entfernen möchten oder ob Sie das gesamte Programm deinstallieren wollen.

5.3 Windows-Funktionen verwalten

Server-Manager

Wenn Sie im oben abgebildeten Fenster auf WINDOWS-FUNKTIONEN AKTIVIEREN ODER DEAKTIVIEREN klicken, landen Sie im Server-Manager, der zentralen Verwaltungsstelle von Windows Server 2008 R2. Im Server-Manager können Sie nahezu alle Verwaltungsaufgaben ausführen. Über eingebaute Links erreichen Sie viele Konfigurationsmöglichkeiten der Systemsteuerung.

Windows-Funktionen sind entweder als Rolle oder als Feature implementiert.

Zur Installation einer Komponente markieren Sie im linken Bereich den entsprechenden Eintrag .

Im rechten Bereich erscheint dann ein Link, mit dem Sie Rollen bzw. Features hinzufügen oder entfernen können.




Ein Klick auf den Link öffnet einen Assistenten, der Sie schrittweise durch die Installation führt.

© HERDT-Verlag

27

5

Windows Server 2008 R2 - Aufbau und Verwaltung von Netzwerken

Rollen hinzufügen

Nahezu alle Server-Dienste sind als Rolle implementiert.

Aktivieren Sie das Kontrollfeld neben den zu installieren- den Rollen.

Im rechten Bereich erhalten Sie eine Beschreibung der markierten Rolle. Der Link öffnet die zugehörige Hilfe.

Ein Klick auf führt zum nächsten Schritt des Assisten- ten.

Die Anzahl der Schritte hängt ab von den zu instal- lierenden Rollen.

 



Der Assistent löst Abhängigkeiten automatisch auf. Setzt eine markierte Rolle eine andere Rolle oder ein nicht installiertes Feature voraus, weist Sie der Assistent darauf hin und bietet Ihnen an, die vorausgesetzte Komponente in der notwendigen Minimalkonfiguration mit zu installieren. Auch die notwendigen Firewall- Regeln erstellt der Assistent automatisch.

Features hinzufügen

Features sind in der Regel kleinere Tools oder Verwaltungsprogramme. Das Vorgehen bei der Installation entspricht dem Hinzufügen von Rollen.

der Installation entspricht dem Hinzufügen von Rollen. Die Remoteserver- Verwaltungstools beinhalten die

Die Remoteserver- Verwaltungstools beinhalten die MMC-SnapIns, die Sie zur Verwaltung von Rollen (auf anderen Servern) benötigen.

Soll die Remoteverwaltung von Windows-7 oder Vista- Clients aus erfolgen, so müssen Sie dort die Remote Server Administration Tools (RSAT) installieren. Für XP- Clients benötigen Sie das Adminpak.

Server Administration Tools (RSAT) installieren. Für XP- Clients benötigen Sie das Adminpak. 28 © HERDT-Verlag

28

© HERDT-Verlag

Anpassungen

5

5.4 Aktuelle Konfiguration einsehen

Systeminformationsprogramm starten

Konfiguration einsehen Systeminformationsprogramm starten Öffnen Sie INFORMATIONEN. - ALLE PROGRAMME - ZUBEHÖR -

Öffnen Sie INFORMATIONEN.

- ALLE PROGRAMME - ZUBEHÖR - SYSTEMPROGRAMME - SYSTEM-

oder

Drücken Sie die Windows-Taste

nformationen werden nun oben im Menü angezeigt und sind in der Regel bereits markiert.

im Menü angezeigt und sind in der Regel bereits markiert. und geben Sie sys in das

und geben Sie sys in das Suchfeld ein. Die System-

RETURN
RETURN

startet das Programm.

STRG + UMSCHALTEN + RETURN eingeschaltet ist.
STRG
+ UMSCHALTEN
+ RETURN
eingeschaltet ist.

startet als Administrator - wichtig, wenn die Benutzerkontensteuerung

Administrator - wichtig, wenn die Benutzerkontensteuerung Das Verwaltungswerkzeug S YSTEMINFORMATIONEN zeigt

Das Verwaltungswerkzeug SYSTEMINFORMATIONEN zeigt detaillierte Informationen zu Ihrem System.

zeigt detaillierte Informationen zu Ihrem System. Die Systemübersicht zeigt Informationen über die Version

Die Systemübersicht zeigt Informationen über die Version des Betriebssystems, den Prozessor, das BIOS sowie die Größe des Speichers.

Hardwareressourcen zeigt u. a. Ressourcenkonflikte, verankerte Hardware, E/A (Eingabe-/Ausgabe- Anschlussadressen) und Informationen zum Arbeitsspeicher.

Komponenten zeigt u. a. Informationen über Multimedia, Audio, Infrarot-, Speicher- und Eingabe- geräte.

Softwareumgebung liefert u. a. Informationen über Systemtreiber, Aufträge, Dienste und Umge- bungsvariablen.

Bericht erstellen

Sie können alle Informationen direkt in eine ASCII-Datei schreiben lassen.

Wählen Sie unter DATEI den Menüpunkt EXPORTIEREN.

Wählen Sie für die Datei einen Pfad und geben Sie einen Namen ein.

© HERDT-Verlag

29

5

Windows Server 2008 R2 - Aufbau und Verwaltung von Netzwerken

5.5 Einstellungen des Betriebssystems ändern

Systemeigenschaften öffnen

Klicken Sie mit rechts auf COMPUTER und öffnen Sie die Eigenschaften.

Klicken Sie auf den Link ERWEITERTE SYSTEMEINSTELLUNGEN.

Multitasking-Eigenschaften festlegen

  



Sie können festlegen, ob mehr Prozessorleistung für Anwendungs- programme oder für Hintergrundaktivitäten, wie z. B. Druckvorgän- ge, eingesetzt wird. Im Normalfall ist hier die Standardeinstellung, also die Optimierung der Leistung für Anwendungen, zu bevor- zugen. Änderungen können nur von Administratoren durchgeführt werden.

Klicken Sie im Bereich LEISTUNG auf EINSTELLUNGEN.

Wechseln Sie in das Register ERWEITERT.

Legen Sie mit den entsprechenden Optionsfeldern und fest, wofür die Systemleistung optimiert werden soll.

Zur Anpassung des virtuellen Arbeitsspeichers klicken Sie auf .

Größe des virtuellen Arbeitsspeichers ändern

Für den Fall, dass der physikalische Arbeitsspeicher (RAM) nicht ausreicht, verwendet Windows Server 2008 R2 Auslagerungsdateien (pagefile.sys) auf Festplatten. Auf jedem Laufwerk kann ein bestimmter Bereich für eine solche Auslagerungsdatei reserviert werden. Dazu sind nur Administratoren berechtigt.

Die empfohlene Größe der Auslagerungsdatei (angezeigt unter ) beträgt das 1,5-Fache des physikalischen Arbeitsspeichers. Für eine optimale Systemleistung sollte der Anfangswert einer Auslagerungsdatei nicht unter der empfohlenen Größe liegen. Zudem ist es sinnvoll, auf mehreren physikalischen Festplatten Aus- lagerungsdateien bereitzuhalten. Standardmäßig verwaltet Windows Server 2008 R2 diese Einstellungen automatisch.

Um eigene Werte einzugeben, deaktivieren Sie das Kontrollfeld .

Im Bereich sehen Sie die verfügbaren Laufwerke sowie die minimale und maximale Größe der reser- vierten Auslagerungsdatei.

Zum Ändern der Werte markieren Sie das entspre- chende Laufwerk im Bereich und geben die neuen Werte für die Mindest- und für die Maximalgröße ein. Orientieren Sie sich dabei auch am verfügbaren Speicherplatz auf dem entsprechenden Laufwerk.

Klicken Sie auf die Schaltfläche FESTLEGEN, um Ihre Änderungen in die Liste der Laufwerke zu übertragen.

Um Ihre Änderungen tatsächlich in Kraft zu setzen, betätigen Sie die Schaltfläche OK. Unter Umständen werden Sie jetzt aufgefordert, Windows neu zu starten.

Wenn Sie wollen, dass Windows Server 2008 R2 selbst- ständig die Größe der Auslagerungsdatei verwaltet, aktivieren Sie das Kontrollfeld .

    





30

© HERDT-Verlag

Anpassungen

5

Systemverhalten bei schwerwiegenden Fehlern steuern

Klicken Sie in den SYSTEMEIGENSCHAFTEN auf dem

Register ERWEITERT im Bereich STARTEN UND WIEDER- HERSTELLEN auf EINSTELLUNGEN.

Mit Kontrollfeld können Sie festlegen, dass das System nach einem schweren Systemfehler von selbst neu startet.

Diese Standardeinstellung kann zu Endlosschleifen führen, bei denen der Rechner abstürzt, automatisch neu startet, etwas läuft, abstürzt, …

Sie haben die Möglichkeit, Debug-Informationen mit Informa- tionen über den Systemstatus im Moment des Systemfehlers zu speichern. Dabei handelt es sich um ein Speicherabbild, dessen Größe je nach der ausgewählten Option (keines, klein, nur Kernel oder gesamter Speicher) variiert. Das Anlegen dieses Speicherabbildes kann vonnöten sein, wenn Sie die Hilfe, z. B. die des Microsoft Software Service, in Anspruch nehmen.

Bestimmen Sie den Umfang des Speicherabbildes und einen Speicherort .

5.6 Dienste starten und verwalten

Dienstverwaltung öffnen

Öffnen Sie

starten und verwalten Dienstverwaltung öffnen Öffnen Sie - VERWALTUNG - DIENSTE.    oder Öffnen

- VERWALTUNG - DIENSTE.

  

oder Öffnen Sie den Server-Manager und dann die Diensteverwaltung in der Struktur KONFIGURA-

TION.

Dienste sind Komponenten des Betriebssystems, die in der Regel im Hintergrund arbeiten, wie z. B. der Ereignisprotokolldienst oder die Sicherheitskontenverwaltung. Nur wenn Sie Mitglied der Gruppe der Administratoren sind, können Sie alle Dienste verwalten.

  Dienst neu starten Dienst starten Dienst anhalten Dienst beenden

Dienst neu starten
Dienst starten
Dienst anhalten
Dienst beenden

© HERDT-Verlag

31

5

Windows Server 2008 R2 - Aufbau und Verwaltung von Netzwerken

In der Spalte  erhalten Sie eine kurze Beschreibung des Di enstes. Durch Markiere n eines Dienstes und erhalten Sie eine kurze Beschreibung des Dienstes. Durch Markieren eines Dienstes und Kli- cken auf die entsprechenden Symbole können Sie den Dienst starten, beenden, anhalten und neu starten.

Überblick über einige Standarddienste von Windows

Anmeldedienst

Unterstützt bei Arbeitsstationen das Weiterleiten der Echtheitsbestätigung bei der Anmeldung in der Domäne

Arbeitsstationsdienst

Stellt Netzwerkverbindungen und Kommunikationseinrichtungen bereit

Computerbrowser

Verwaltet die aktuelle Liste der Computer und stellt diesen Anwendungen zur Verfügung

Druckwarteschlange

Verwaltet die anfallenden Druckdateien

Server

Stellt die Unterstützung von RPC (Remote Procedure Call) sowie der Freigabe von Dateien, Druckern und Named Pipes bereit

Dienst verwalten

Klicken Sie doppelt auf den gewünschten Dienst.

Falls erforderlich, geben Sie im Eingabefeld einen Startparameter ein.

Klicken Sie auf eine der vier Schaltflächen, um den Dienst zu starten , zu beenden , anzuhalten oder fortzusetzen .

Beachten Sie beim Verwalten von Diensten die Angaben im Register A BHÄNGIGKEITEN  . Dort können Sie einsehen, mit welchen anderen Diensten der im Register ABHÄNGIGKEITEN . Dort können Sie einsehen, mit welchen anderen Diensten der ausgewählte Dienst verbunden ist. Im oberen Bereich sehen Sie, welche Dienste laufen müssen, damit dieser Dienst gestartet werden kann, im unteren Bereich, welche Dienste von diesem Dienst abhängen.

Im Register WIEDERHERSTELLEN können Sie festlegen, welches Verhalten Windows Server 2008 R2 zeigen soll, wenn es zu einem Ausfall des Dienstes kommt. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, den Rechner in diesem Fall neu zu starten.

       





Starttyp festlegen

Für jeden Dienst können Sie festlegen, ob er manuell oder automatisch gestartet werden oder auch im laufenden Betrieb deaktiviert werden soll.

Stellen Sie im Listenfeld den gewünschten Starttyp ein.

Starttyp

Beschreibung

Automatisch (verzögerter Start)

Dienst startet automatisch nach dem Hochfahren des Systems

Automatisch

Dienst startet automatisch beim Hochfahren des Systems

Manuell

Dienst muss entweder vom Benutzer oder von einem anderen Dienst gestartet werden

Deaktiviert

Dienst kann weder vom Benutzer noch von einem anderen Dienst gestartet werden

32

© HERDT-Verlag

Anpassungen

5

Dienst mit einem Benutzerkonto anmelden

Sie können einige Dienste so konfigurieren, dass diese sich beim Start mit einem bestimmten Benutzerkonto anmel- den und mit den Berechtigungen dieses Benutzerkontos ihre Arbeit verrichten. Im Normalfall sollten Sie zu diesem Zweck vorher ein spezielles Benutzerkonto angelegt haben.

Der SQL-Server verlangt beispielsweise, dass bestimmte seiner Dienste mit einem Dienstkonto gestartet werden.

Nach einem Doppelklick auf den entsprechenden Dienst in der Liste wechseln Sie in das Register ANMELDEN.

Aktivieren Sie das Optionsfeld und tragen Sie in die Eingabefelder den Benutzernamen und zweimal das Kennwort ein.

Achten Sie darauf, dass beim angegebenen Benutzer das Kennwort niemals abläuft, sonst kann der Dienst nicht starten.

5.7 Geräte verwalten



Geräte aktivieren und deaktivieren

Das Aktivieren und Deaktivieren von Geräten ist dann sinnvoll, wenn Sie nicht ständig mit der gleichen Hardware arbeiten. Durch das Deaktivieren eines Geräts halten Sie den entsprechenden Gerätetreiber an, und Windows versucht nicht mehr, auf dieses Gerät zuzugreifen. Nur Mitglieder der Gruppe der Administra- toren können diese Änderungen vornehmen.

Öffnen Sie im Server- Manager unter DIAGNOSE den Eintrag

GERÄTE-MANAGER. ANDERE GERÄTE zeigt

Hardware, die Windows zwar er- kennt, aber nicht automatisch instal- lieren kann. Hier fehlen in der Regel passende Treiber.

Klicken Sie mit rechts auf das Gerät, dessen Status Sie ändern möchten. Hier können Sie die Treibersoft- ware aktualisieren, das Gerät aktivieren oder deaktivieren oder die Eigenschaf- ten bearbeiten.

 


Die Möglichkeiten, den Status eines Geräts zu ändern, sind abhängig von der Hardware und den verwende- ten Treibern. Einige Geräte können Sie vielleicht nur entfernen, nicht aber deaktivieren.

Ein deaktiviertes Gerät wird mit einem schwarzen Pfeil versehen, z.B.

.
.

© HERDT-Verlag

33

5

Windows Server 2008 R2 - Aufbau und Verwaltung von Netzwerken

Server 2008 R2 - Aufbau und Verwaltung von Netzwerken Der Server hat bereits den Namen DC-Berlin

Der Server hat bereits den Namen DC-Berlin erhalten, wurde aber noch nicht zum Domänencontroller hoch- gestuft. Das erkennen Sie an . Auf Domänencontrollern gibt es keine lokalen Konten, deshalb werden Sie dieses SnapIn dort auch nicht finden.

Eigenschaften eines Geräts

In den Eigenschaften eines Geräts erhalten Sie weitere Infor- mationen in dem Register DETAILS.

Im Register RESSOURCEN können Sie bei einigen Geräten die Ressourcenzuordnung verändern.

Im Register TREIBER können Sie sich die benutzten Treiber- dateien anzeigen lassen .

Sollte ein Gerät nach einer Treiberaktualisierung nicht mehr korrekt funktionieren, dann können Sie mit auf den vorherigen Treiber zurück schalten.

Je nach ausgewähltem Gerät können zusätzliche Register erscheinen oder abgebildete fehlen.

Mehrsprachige Tastaturbelegungen verwalten

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das DE- Symbol rechts unten in der Taskleiste und wählen Sie EINSTELLUNGEN. Im Listenfeld sehen Sie die momentan installierten Eingabegebietsschemata.

Mit der Schaltfläche HINZUFÜGEN können Sie weitere Sprachen hinzufügen, markierte Sprachen entfernen, sich Details zu den Sprachen anzeigen lassen und eine Sprache als Standard definieren.

Legen Sie unter fest, welche Taste betätigt

werden soll, um die Feststelltaste vieren.

werden soll, um die Feststelltaste vieren. zu deakti-

zu deakti-

Dort können Sie auch bestimmen, mit welcher Tastenkombination Sie zwischen den verschiede- nen Eingabegebietsschemata wechseln möchten.

Problembehandlung und Hilfe

 
 



Wenn Sie Probleme mit Ihrer Tastatur haben, können Sie im Gerätemanager die Geräteeigenschaften ein- sehen und Anpassungen vornehmen. Dort können Sie auch die Treiber aktualisieren und ermitteln, welche Ressourcen der Tastatur im Moment zugewiesen sind.

5.8

Energieverwaltung

Industriestandards für die Energieverwaltung

ACPI

Advanced Configuration and Power Interface; ein neuer Standard

APM

Advanced Power Management, ein älterer Standard

34

© HERDT-Verlag

Anpassungen

5

Advanced Configuration and Power Interface (ACPI)

ACPI ist der Standard aktueller Motherboards. Er besteht aus zwei Teilen: der Konfiguration (Unterstützung von Plug & Play) und der Energieverwaltung. ACPI-Boards können das Betriebssystem zum einen über die aktuelle Gerätekonfiguration und über die möglichen bzw. erlaubten Betriebsarten von ACPI-tauglichen Geräten informieren. Zum anderen kann Windows mithilfe von ACPI die komplette Steuerung der Energie- verwaltung und das Zu- und Abschalten von Geräten übernehmen. ACPI unterstützt z. B. das Herunterfahren von Enhanced-IDE-Festplatten oder das Abschalten momentan nicht benötigter Karten.

Ziel von ACPI ist eine OnNow-Energieverwaltung, die einerseits z. B. erkennt, dass ein Programm aktiv ist, und dementsprechend die Prozessorleistung nicht reduziert, gleichzeitig aber Monitor und Drucker auf Stand-by- Betrieb setzt. Zum anderen kann der Computer durch das Signal eines Eingabegeräts (Maus, Tastatur, Joy- stick), Modems oder einer Netzkarte aus einem Energiesparzustand sofort aktiviert werden.

Advanced Power Management (APM)

APM ist ein älterer Standard zur Energieverwaltung, bei dem das BIOS die Steuerung übernimmt. APM (Version 1.2) wird von Windows nur eingeschränkt und nur auf tragbaren Computern unterstützt. Zu den Funktionen, die mit APM angesteuert werden, gehören die Abfrage des Akkustatus und der Ruhezustand.

Energieschema auswählen und anpassen

Konnte Windows ACPI oder APM finden und aktivieren, dann können Sie mithilfe von Energiesparplänen das Energiesparverhalten des Systems festlegen. Für typische Situationen liegen bereits drei Pläne vor: Ausbalanciert, Höchstleistung und Energiesparmodus.

Öffnen Sie in der Systemsteuerung

die ENERGIEOPTIONEN (unter SYSTEM UND SICHERHEIT).

Nach einem Klick auf können Sie den bevorzugten Energiesparplan ändern und mit dessen Einstellun- gen anpassen.

Mit können Sie eigene Energie- sparpläne erstellen.

Um nach einem Klick auf sämtliche Optionen bearbeiten zu können, klicken Sie dort auf

ERWEITERTE ENERGIEEINSTELLUNGEN ÄNDERN.

  


Erweiterte Energieoptionen

Nach einem Klick auf können Sie hier z. B. festlegen, was passiert, wenn der Netzschalter gedrückt wird: nichts oder Herunterfahren.

Veränderungen an vordefinierten Energiesparplänen können Sie mit einem Klick auf in den Ursprungszustand zurücksetzen.

 


© HERDT-Verlag

35