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Das Verb

Verb (lat. verbum temporale oder kurz verbum), auch Verbum, Zeitwort oder Tätigkeitswort. Verben werden nach Person, Tempora (Zeitstufen) und Numerus-formen flektiert. Nach morphologischen Kriterien Nach Art der Konjugation werden Verben in starke (gehen - ging - gegangen), schwache (loben - lobte - gelobt) und gemischte Verben (denken - dachte - gedacht) eingeteilt. Schwache Verben werden auch regelmäßige Verben genannt und starke und gemischte auch unregelmäßige.

Der Imperativ

1. Im Singular wird der Imperativ im Deutschen gebildet, indem man die Verbform der 2.

Person Singular benutzt, aber neben dem Personalpronomen auch die Endung -st weglässt. Im Plural wird nur das Pronomen weggelassen, ansonsten die Verbform der 2. Person Plural verwendet:

 

Indikativ

Imperativ

2.

Ps. Sg.

Du gehst

Geh!

2.

Ps. Pl.

Ihr geht

Geht!

2.

Eine Ausnahme stellen sein und wissen dar (im Folgenden nur noch 2. Person Singular):

 

Indikativ

Imperativ

sein

Du bist

Sei!

wissen

Du weißt

Wisse!

3.

Bei starken Verben fällt der Umlaut der 2. Person Singular weg:

 

Indikativ

Imperativ

schlafen

Du schläfst

Schlaf!

laufen

Du läufst

Lauf!

4. Die Endung -e beim Imperativ Singular ist im heutigen Sprachgebrauch meistens

fakultativ: mach und mache oder schlaf und schlafe gelten in Deutschland als gleichwertige Parallelformen, in Österreich ist das Endungs-e im Hochdeutschen unüblich und veraltet. Bei den schwachen Verben, deren Wortstamm auf -t oder -d endet, gilt die Form mit -e als stilistisch besser:

 

Indikativ

Imperativ

reden

Du redest

Rede!

warten

Du wartest

Warte!

5. Im Plural lässt man zur Bildung des Imperativs von der 2. Person Plural nur das

Personalpronomen weg, die Endung bleibt. Aus ihr schaut wird schaut!.

Numerus

Respekt

Indikativ

Imperativ

 

familiär

Du bist streng.

Sei nicht so streng!

Singular

distanziert

Sie sind streng.

Seien Sie nicht so streng.

Plural

familiär

Ihr seid streng.

Seid nicht so streng!

distanziert

Sie sind streng.

Seien Sie nicht so streng.

Die Reflexivpronomen

Das Reflexivpronomen ist abhängig vom Subjekt. Es muss immer die gleiche Person angeben, die das Subjekt vorgibt. Für die 1. und 2. Person Singular und Plural werden die entsprechenden Formen des Personalpronomens im Akkusativ bzw. im Dativ übernommen. Nur die 3. Person bildet eine eigene Form: "sich". Diese Form bleibt sowohl im Dativ und Akkusativ als auch im Singular und Plural bestehen.

 

Personalpronomen

Reflexivpronomen

 

Akkusativ

Dativ

Singular

ich

mich

mir

du

dich

dir

er/sie/es

sich

sich

Plural

wir

uns

uns

ihr

euch

euch

sie/Sie

sich

sich

Konjugation der starken Verben

mit haben

         
   

Präsens

Präteritum

Perfect

Plusquamperfekt

Singular

ich

trage

trug

habe getragen

hatte getragen

du

trägst

trugst

hast getragen

hattest getragen

er/sie/es

trägt

trug

hat getragen

hatte getragen

Plural

wir

tragen

trugen

haben getragen

hatten getragen

ihr

tragt

trug

habt getragen

hattet getragen

sie/Sie

tragen

trugen

haben getragen

hatten getragen

mit sein

         
   

Präsens

Präteritum

Perfect

Plusquamperfekt

Singular

ich

gehe

ging

bin gegangen

war gegangen

du

gehst

gingst

bist gegangen

warst gegangen

er/sie/es

geht

ging

ist gegangen

war gegangen

Plural

wir

gehen

gingen

sind gegangen

waren gegangen

ihe

geht

gingt

seid gegangen

wart gegangen

sie/Sie

gehen

gingen

sind gegangen

waren gegangen

1. Die starken Verben ändern den Stammvokal in Präteritum und meistens im Partizip Perfekt.

finden fand gefunden

tragen trug getragen

2. Bei manchen Verben ändert sich der gesamte Stamm.

gehen ging gegange

sein war gewesen

3. In der 1. und 3. Person Singular Präteritum haben die starken Verben keine Endung.

ich/er trug

ich/sie ging

4. Im Partizip Perfekt haben die starken Verben die Endung -en.

gehen ging gegangen

5. Das Futur I wird mit werden und dem Infinitiv des Vollverbs gebildet.

Ich werde gehen.

Das Futur II wird mit werden und dem Infinitiv Perfekt gebildet.

Ich werde gegangen sein.

Ich werde getragen haben

Trennbare Verben

Infinitiv: zuhören, weglaufen

Präsens

Präteritum

Perfekt

ich höre zu ich laufe weg

ich hörte zu ich lief weg

ich habe zugehört ich bin weggelaufen

1. In Hauptsätzen wird im Präsens und Präteritum der Verbsatz vom konjugierten Verb getrennt

und ans ende des Satzes gestellt.

Er hörte dem Redner eine Stunde lang zu.

2. Im Perfekt und Plusquamperfekt steht der Verbzusatz wieder mit dem Partizip zusammen.

Er hat dem Redner eine halbe Stunde lang zugehört.

3. Auch mit anderen Verbzusätzen können trennbare Verben gebildet werden.

Er hat sein Auto kaputtgefahren (auch: kapput gefahren).

Sie hat das Insekt totgetreten.

Er hat den ganzen Abend ferngesehen.

Anmerkungen:

Zusammensetzungen aus zwei Verben werden gemäβ der neuen Rechtschreibung in der Regel getrennt geschrieben. Verbindungen mit bleiben oder lassen dürfen bei übertragener Bedeutung auch zusammengeschrieben werden. Bei der Verbindung aus kennen und lernen ist beides möglich.

Wollen wir spazieren gehen?

Er ist in die sechsten Klasse sitzen geblieben/ sitzengeblieben.

Wir haben uns vor einem Jahr kennen gelernt/ kennengelernt.

Untrennbare Verben

Präsens

Präteritum

Perfekt

ich erzähle

ich erzählte

ich habe erzählt

ich verstehe

ich verstand

ich habe verstanden

1.

Untrennbare Verben werden mit kurzen Vorsilben zusammengesetzt, deren Sinn kaum noch

verständlich ist, z. B. be-, emp-, ent-, er-, ge-, miss-, ver-, zer- u.a. Die Vorsilbe wird beim Sprechen nicht betont.

Ausnahme: Die Vorsilbe hinter- har zwar eine allgemein verständliche Bedeutung, wird aber dennoch in untrennbaren Zusammensetzungen gebraucht.

Er hinterlässt seinem Sohn ein groβes Vermögen.

2. Diese Vorsilben geben dem Verb eine neue Bedeutung , die man aus dem Basisverb meist

nicht ableiten kann.

Ich suche den Schlüssel.

Sie zählt das Geld.

Aber: Ich besuche meinen Onkel.

Aber: Sie erzählt ein Märchen.

3. Die Vorsilbe steht immer mit dem Verb zusammen.

4. Beim Patizip Perfekt fällt das sonst übliche ge- weg.

Anmerkungen:

1. Einige Verben mit einer untrennbaren Vorsilbe haben kein eigenes Basisverb mehr z.B.

gelingen, verlieren u.a.

Trennbar und untrennbar gebrauchte Verben

I. Verben mit durch-, ϋber-, um-, unter-, wieder- und wieder-

 

Präsens

Perfekt

trennbar

Das Schiff geht in Sturm unter.

Das Schiff ist im Sturm untergegangen.

untrennbar

Er unterschreibt den Brief.

Er hat den Brief unterschrieben.

1.

Einige Verben, die mit durch-, ϋber-, um-, unter-, wieder- und wieder- zusammengesetzt sind,

werden trennbar, andere mit denselben Vorsilben untrennbar gebraucht.

2. Beim trennbaren Verb liegt die Betonung auf dem Verbsatz (z.B. untergehen), beim

untrennbaren Verb liegt die Betonung auf dem Stammvokal des Verbs (z.B. unterschreiben).

Transitive und intransitive Verben

Einige transitive und intransitive Verben sind schwer zu unterscheiden, zum Beispiel: legen und liegen; stellen und stehen; setzen und sitzen; hängen; stecken.

TRANSITIVE VERBEN

INTRANSITIVE VERBEN

Legen, legte, hat gelegt Ich habe das Buch auf den Schreibtisch gelegt.

Liegen, lag, hat gelegen Das Buch hat auf dem Schreibtisch gelegen.

Stellen, stellte, hat gestellt Ich habe das Buch ins Regal gestellt.

Stehen, stand, hat gestanden Das Buch hat im Regal gestanden.

Setzen, setzte, hat gesetzt Sie hat das Kind auf den Stuhl gesetzt.

Sitzen, saß, hat gesessen Das Kind hat auf dem Stuhl gesessen.

Hängen, hängte, hat gehängt Ich habe den Mantel in die Garderobe gehängt.

Hängen, hing, hat gehangen Der Mantel hat in der Garderobe gehangen.

Stecken, steckte, hat gesteckt Er hat den Brief in die Tasche gesteckt.

Stecken, steckte, hat gesteckt Der Brief hat in der Tasche gesteckt.

→TRANSITIVE VERBEN

zeigen eine Handlung: eine Person (Subjekt) tut etwas mit einer Sache (Akkusativ- Objekt)

die Ortsangabe wird mit dem Akkusativ gebraucht die Frage ist WOHIN?

→INTRANSITIVE VERBEN

zeigen das Ergebnis einer Handlung

die Ortsangabe wird mit dem Dativ gebraucht die Frage ist WO?

→ Andere transitive und intransitive Verben

TRANSITIVE VERBEN

INTRANSITIVE VERBEN

Erschrecken, erschreckt, hat erschreckt Der Hund hat das Kind erschreckt.

Erschrecken, erschrak, ist erschrocken Das Kind ist vor dem Hund erschrocken.

Löschen, löschte, hat gelöscht Die Männer haben das Feuer gelöscht.

Erlöschen, erlosch, ist erloschen Das Feuer ist erloschen.

Senken, senkte, hat gesenkt Der Händler hat die Preise gesenkt.

Sinken, sank, ist gesunken Die Preise sind gesunken.

Sprengen, sprengte, hat gesprengt Die Soldaten haben die Brücke gesprengt.

Springen, sprang, ist gesprungen Das Glas ist gesprungen.

Versenken, versenkte, hat versenkt Das U-Boot hat das Schiff versenkt.

Versinken, versank, ist versunken Die Insel ist im Meer versunken.

Verschwenden, verschwendete, hat verschwendet Der Sohn hat das Geld verschwendet.

Verschwinden, verschwand, ist verschwunden Das Geld ist verschwunden.

→ TRANSITIVE VERBEN

zeigen eine Handlung (Akkusativ)

→ INTRANSITIVE VERBEN

zeigen den Zustand, in dem sich das Subjekt befindet (Dativ)

Modalverben

→ mit Modalverben kann man ausdrücken, wie man zu einer Handlung steht, etwas machen will, etwas machen kann, usw.

→ Modalverben brauchen ein Vollverb im Infinitiv (ohne zu)

→ die Modalverben sind:

Dürfen (Erlaubnis, Recht, Verbot) In diesem Park dürfen Kinder spielen.

Können (Möglichkeit, Gelegenheit, Fähigkeit) Er kann gut Tennis spielen.

Mögen (Zuneigung, Abneigung, Wunsch, oft ohne Vollverb) Ich mag keine Schlagsahne!

Müssen (Zwang, Notwendigkeit) Nach dem Unfall mussten wir zu Fuß nach Hause gehen.

Sollen (Gebot, Gesetz, Pflicht, Befehl, Absicht) Du sollst nicht lügen. / Hier soll ein Einkaufszentrum entstehen.

Wollen (Wunsch, Wille, Absicht) Ich will dir die Wahrheit sagen.

→ Manchmal kann das Vollverb auch weggelassen werden.

z.B. Ich muss nach Hause (gehen).

Sie kann gut Englisch (sprechen).

→ Wenn der Zusammenhang klar ist, können Modalverben auch als selbständige Verben gebraucht werden.

z.B. Ich kann nicht gut kochen. Meine Mutter konnte es auch nicht. Wir haben es beide nicht gut gekonnt.

→ Modalverben können auch zwei Infinitiven haben.

z.B. Ich kann dich weinen sehen.

Er musste nach seinem Unfall wieder laufen lernen.

Das Perfekt des Verbs

Das Perfekt unterschdeidet sich vom Präteritum grundsätzlich dadurch, dass es nicht ein Geschehen als in der Vergangenheit ablaufend schildert, sondern einen Vorgang als vollendet hinstellt. Demzufolge bezeichnet es meist ein in der Perspektive des Sprechers vergangenes und vollendetes Geschehen, das noch in der Gegenwart hineinreicht, auf dessen Folgen oder Ergebnissen die gegenwärtige Lage oder Handlung beruht.

Bildung: Hilfsverb (sein/haben) + Partizip II

Varianten beim Gebrauch des Perfekts:

Vorgänge die noch in der Gegenwart hinreichen (Bsp. Ich habe mir gute Mitarbeiter gewonnen. => Ich kann jetzt gut arbeiten)

Sachlich betonte Feststellung (Bsp. Gestern Abend hat sich an der Albertbrücke ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. / Das hast du gut gemacht!)

Völliger Abschluss der Handlung (Bsp. Regnet es noch? Nein, es hat geregnet.)

Zukünftiges Geschehen (Bsp. Wage, und du hast gewonnen! / Morgen um diese Zeit ist er wieder abgereist.)

Vermutetes Geschehen (Bsp. Du hast es sicher schon erfahren)

Bildung des Perfekts mit sein

Alle Verben, die kein Akkusativobjekt bei sich haben können( = intransitive Verben), die aber eine Bewegung von oder zu einem Ort zeigen: aufstehen, fahren, fallen, fliegen, gehen, kommen, reisen, begegnen u.a

Alle intransitive Verben, die eine Änderung des Zustands anzeigen

- Zu einem Neubeginn oder einer Entwicklung: aufblühen, aufwachen, einschlafen, entstehen, werden, wachsen u.a

- Zu einem Ende oder zu einer Beendignung einer Entwicklung: sterben, ertrinken, ersticken, umkommen, vergehen u.a

Die Verben sein und bleiben

Anmerkungen:

Die Verben fahren und fliegen können auch mit einem Akkusativobjekt gebraucht werden; dann steht im Perfekt haben: Ich habe das Auto selbst in die Garage gefahren. / Der Pilot hat das Flugzeug nach New York geflogen.

Das Verb schwimmen: Es ist über den Kanal geschwommen. (= Bewegung zu einem Ziel) / Er hat zehn Minuten im Fluss geschwommen. (= keine zielgerichtete Bewegung, fester Ort)

Bildung des Perfekts mit haben

Alle anderen Verben werden mit haben gebraucht:

Alle Verben, die ein Akkusativobjekt bei sich haben können (= transitive Verben): bauen, fragen, essen, hören, lieben, machen, öffnen u.a

Alle reflexiven Verben: sich beschäftigen, sich bemühen, sich rasieren u.a

Alle Modalverben: dürfen, können, müssen, sollen, wollen, mögen

Verben, die kein Akkusativobjekt bei sich haben können (=intransitive Verben), aber nur, wenn sie keine Bewegung, sondern die Dauer einer Handlung oder einen Zustand ausdrücken: hängen, liegen, sitzen, stehen, stecken, arbeiten, leben, schlafen, wachen

(Verben, die mit Orts- und Zeitangaben gebraucht werden); antworten, danken, drohen, gefallen, glauben, nützen, schaden, vertrauen (Verben, die mit Dativobjekt gebraucht werden); anfangen, aufhören, beginnen (Verben, die einen festen Anfangs- und Endpunkt bezeichnen)

Aktiv und Passiv

Es gibt verschiedene gedanklich-sprachliche Auffassungs- und Darstellungsmöglichkeiten für das Ablaufen des verbalen Geschehens im Verhältnis zum Subjekt. Demnach unterscheiden wir verschiedene Geschehensarten des Verbs. Die traditionelle kennt die Genera verbi Aktiv und Passiv.

Bei transitiven Verben sind zwei Pole der Verbhandlung angegeben: der Handlungsträger erscheint als grammatisches Subjekt, der Zielpunkt der Handlung als grammatisches Objekt (Bsp. Karl [S] pflückt Äpfel [O]).

Die intransitive Verben haben auch ein tätigesSubjekt, das als Ausgangspunkt des Verbgeschehens gilt. Die Geschehens- oder Verhaltungsrichtungen, die offensichtlich von der Zugehörigkeit des Verbs zu einer der verschiedenen verbalen Schichten unabhängig ist, nennt man Grundrichtung. Es ist das Genus des Aktivs (Bsp. Das Wasser [S] steigt).

Man bildet das Passiv mit dem Hilfsverb werdenund dem Partizip Perfekt des Vollverbs (Bsp. Ich werde gefragt. / Ich wurde gefragt.). Im Perfekt und Plusquamperfekt Passiv ist das Hilfsverb immer sein; nach dem Partizip Perfekt des Vollverbs steht worden(Bsp. Ich bin gefragt worden. / Ich war gefragt worden.).

Gebrauch:

In einem Aktivsatz ist das Subjekt, die handelnde Person wichtig; in einem Passivsatz steht die Handlung im Vordergrund und die handelnde Person ist unwichtig,uninteressant und kann meist weggelassen werden.

Oft ist der Urheber der Handlung nicht bekannt; dann gebraucht man einen Aktivsatz mit man oder einen passivsatz, wobei man wegfällt (Bsp. Man baut hier eine neue Straße. / Hier wird eine neue Straße gebaut.).

Es gibt Passivsätze mit Subjekt und subjektlose Passivsätze (entweder Haupt- oder Nebensätze).

Zur Bildung des Passivs im Konjunktiv I werden folgende Formen von werden

ich würde informiert

ich sei informiert worden, du seist

verwendet: ich würde informiert, du werdest informiert

werden, du werdest informiert werden informiert worden,

;

;

.

Es gibt eine weitere Passivform, die aber keinen Vorgang darstellt, sondern einen Zustand; diese form wird Zustandspassiv genannt und wird auch mit der Hilfe des Partizips gebildet, zu dem aber nicht das Hilfsverb werden, sondern sein hinzutritt (Bsp. Die Tür war geöffnet. / Das Schloss ist auf Granit gebaut.).

Konjunktiv I

Gebrauch:

In der indirekten Rede werden die Aussagen einer Person objektiviert und oft verkürzt wiedergegeben. Von Reden, Schriften, öffentlichen Bekanntmachungen usw. wird meist nur das Sachlich Wichtige berichtet. Durch den Gebrauch des Konjunktiv I wird der Abstand zur wörtlichen Rede kenntlich gemacht.

Wenn eine Frage in indirekter Rede als Nebensatz wiedergegeben wird (indirekte Frage).

Im Falle des Imperativs in der indirekten Rede kann ein Modalverb benutzt werden (Bsp. Reg dich doch bitte nicht so auf!-> Er bat mich, ich möge mich nicht so aufregen. / Hört jetzt endlich auf über das Wahlergebnis zu diskutieren! -> Er befahl uns, wir sollten aufhören über das Wahlergebnis zu diskutieren.).

Diese Konjunktivform wird auch für den Ausdruck einer Bitte oder eines Wunsches verwendet und heißt noch optatives Konjunktiv.

Der hypothetische Konjunktiv drückt Unbestimmtheit, Zweifel, Möglichkeit aus und dafür steht der Konjunktiv II (Bsp. So wäre es wohl besser gewesen. / Dazu wäre er bestimmt geeignet.).