Sie sind auf Seite 1von 48

Die natürlichen Fundamente der

GESUNDHEIT

Wie Sie Ihre Gesundheit weitestgehend selbst im Griff haben, Krankheiten vermeiden und eine optimale körperliche Konstitution erreichen

v02

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

3

1. Ernährung

5

1.1 Lebensmittel

5

1.2 Besonderheiten

12

 

1.2.1

Tierische Proteine

12

1.2.1.1 Milchprodukte

13

1.2.4 Weizen

14

1.2.5 Wildpflanzen

14

1.2.6 Bitterstoffe

14

1.3

Weitere Kriterien bei Auswahl und Einkauf von

Lebensmitteln

16

1.3.1 Frisch

16

1.3.2 Unbelastet

17

1.3.3 Regional

19

1.4

Wasser

20

1.5

Mäßiges Essen und Fasten

21

1.6

Zusammenfassung Ernährung

22

2. Luft

23

3. Licht

24

4. Psyche

25

5. Toxische Gesamtbelastung

28

6. Bewegung und Dehnung

31

7. Regenerationsphasen

33

8. Zusammenfassung

34

9. Anhang

36

9.1 Pilze, Bakterien, Viren und Parasiten

36

9.2 Krankheiten als biologisch sinnvolle

Sonderprogramme

40

9.3 Krank für den Profit

42

9.4 Die systematischen Alternativen

46

Vorwort

Dieser Leitfaden ist allen gewidmet, welche selbst Verantwortung für Ihre eigene Gesundheit übernehmen wollen und diese nicht allein profitorientierten Unternehmen und Praxen überlassen möchten.

Der Leitfaden gibt Ihnen grundlegenden Regeln und Bedingungen der Gesundheitserhaltung an die Hand, welche weitestgehend auch im Krankheitsfalle richtig und gesundheitsförderlich sind. Selbstverständlich gelten je nach Erkrankung und individueller Konstitution gewisse Einschränkungen, z.B. bezüglich der Belastbarkeit (Sport) oder der Verträglichkeit bestimmter Lebensmittel. Die persönlichen Eigenheiten und Bedürfnisse, sowie das Gespür dafür, was einem im jeweils aktuellen Zustand besser und was schlechter bekommt, sind dem feinfühligen Menschen immer ein hervorragender Berater, der durch kein explizites Wissen ersetzt werden kann.

Es sei erwähnt, dass einige Einflüsse auf die Gesundheit stark vom Wohnort und den Bedingungen des sozialen und beruflichen Umfeldes abhängen und nicht immer vollumfänglich durch eigenes Handeln direkt beeinflussbar oder änderbar sind, zumindest häufig nicht ohne andere soziokulturelle oder wirtschaftliche Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Hier obliegt es selbstverständlich jedem selbst, in wie weit man in der subjektiven Einzelfallbetrachtung bereit ist Anpassungen seiner Lebensumstände zu Gunsten seiner Gesundheit vorzunehmen bzw. welche praktikablen Möglichkeiten überhaupt in Frage kommen können.

Je nach Krankheit besonders vorteilhafte Heilmethoden und -pflanzen werden in diesem Leitfaden nicht erörtert.

1. Ernährung

1.1 Lebensmittel

„Lass Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.“

Hippokrates von Kos

„Vielmehr sind alle Mangelkrankheiten Folge fehlerhafter menschlicher Maßnahmen bei Gewinnung, Aufbewahrung oder Zubereitung der Nahrung. Letzten Endes also ist der Mensch und seine fehlerhafte Handlungsweise Erfinder der Mangelkrankheiten, die er “

jetzt entdeckt hat

Prof. Dr. med. Werner Kollath nach Der Gesundheitsberater

„Das Verhältnis des Frischkostanteils (Rohkost) zur Gesamtnahrungsmenge ist abhängig von dem Grad des Gesundheitswunsches des Einzelnen. Je mehr Frischkost (Rohkost), umso größer ist die vorbeugende und heilende Wirkung.“

Dr. med. Max Otto Bruker

„ die vom Menschen aus den ursprünglichen

Wildpflanzen entwickelten Nahrungspflanzen in

Zubereitungsformen, welche die Entwicklung und Blüte früher Hochkulturen mit gesunden Menschen und

gesundem Nachwuchs ermöglicht

ermöglicht auch heute ein gesundes Leben und gesunden Nachwuchs und erlaubt so die Überwindung

von Zivilisationskrankheiten und Degeneration."

Diese Kost

Dr. Johann Georg Schnitzer

Immer mehr Zivilisationskrankheiten werden durch die industrielle Nahrungsmittelproduktion und -verarbeitung verursacht.

Die bedeutendste Grundregel lautet:

Je naturbelassener, je vollwertiger und je

lebendiger desto gesünder.

Eine hervorragende Übersicht und grundlegende Orientierung zur gesundheitsbewussten Ernährung bietet die sogenannte Kollath-Tabelle (siehe auch Anhang), in welcher alle Lebens- und Nahrungsmittel in sechs Spalten eingeteilt werden, die jeweils mehr oder weniger empfehlenswert sind:

Spalte 1: gänzlich naturbelassene, vollwertige Lebensmittel – sehr empfehlenswert

Spalte 2: rein mechanisch veränderte Lebensmittel (z.B. gemahlenes Korn, geschnittenes Gemüse, zerhackte Nüsse, kaltgepresste Öle, frische Obstsäfte, Butter) – sehr empfehlenswert

Spalte 3: fermentativ veränderte Lebensmittel (z.B. Sauerkraut, Frischkorngerichte, Rohmilchprodukte) – sehr empfehlenswert

Spalte 4: erhitzte Nahrungsmittel (gekochte Gerichte, Vollkornbrot, gekochte Eier) – bedingt empfehlenswert

Spalte 5: konservierte Nahrungsmittel (z.B. Dauerbackwaren, Frucht- und Gemüsekonserven,

Marmelade, Babynahrung, H-Milch, Säfte aus Konzentrat) – nicht empfehlenswert

Spalte 6: präparierte Produkte (alle Raffinadeprodukte wie Industriezucker und Weißmehl bei denen Hauptsächlich nur ein oder wenige Bestandteile der Pflanze extrahiert wird, Margarine, Soft-Drinks, Eis, Milchpulver usw.) - möglichst zu meiden

Die ersten drei Spalten sind sehr empfehlenswert, die vierte Spalte bedingt empfehlenswert und durch eine übermäßige Ernährung aus den letzten zwei Spalten entstehen alle ernährungsbedingten Krankheiten. Vermeidet man also Nahrungsmittel aus den letzten beiden Spalten (oder Kategorien) weitestgehend, so hat man quasi eine Garantie auch die entsprechenden Krankheitsbilder nicht zu erleiden. Diese fangen an bei Karies, gehen über Magen-, Darm- und Hautkrankheiten bis hin zu Diabetes, Arthritis oder Arteriosklerose.

Aber auch hier gilt: die Dosis macht das Gift! Man muss also nicht zwanghaft vollständig auf ungesunde Nahrungsmittel „verzichten“, sondern es geht darum eine zuverlässige Orientierung zu haben und zu wissen, welche man bevorzugen und welche man möglichst meiden sollte, so dass man sich im Zweifel sicher für die gesündere Alternative entscheiden kann. Vielfach bestätigt wurden die Erkenntnisse von Prof. Kollath u.a. durch Dr. Max Otto Bruker und Dr. Johann Georg Schnitzer, welche erstaunliche und wiederholbare Heilungserfolge mit einer naturgemäßen

Ernährungsumstellung nach Kollath erreicht haben.

Wie weitgehend man ernährungsbasierte Erkenntnisse in seinem Leben umsetzt, ist natürlich jedem selbst überlassen und hängt stark davon ab, wie wichtig einem die eigene Gesundheit ist.

„Gesundes Essen“ ist jedenfalls alles andere als gleichbedeutend mit „nicht lecker“, oft gehört nur ein bisschen Übung und Erfahrung dazu, wie man gesunde Lebensmittel schmackhaft kombiniert und zubereitet. Je nach Methode muss die Zubereitung nicht einmal länger dauern, als konventionelles Kochen.

Kauft man fertige Nahrungsmittelprodukte aus mehreren Zutaten, so sollte man selbstverständlich diejenigen bevorzugen, welche einen geringeren Anteil gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe aus den letzten zwei bis drei Kollath-Spalten haben, also beispielsweise die mit weniger raffiniertem Zucker und chemischen Zusatzstoffen, mit mehr Vollkornanteil, die geringer erhitzen und weniger gespritzten (dazu später mehr).

Bzgl. der bedingt empfehlenswerten erhitzten Nahrungsmittel muss ergänzt werden, dass um so mehr Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe strukturell zerstört werden, um so länger und heißer die Speise erhitzt wird. Allerdings haben warme Mahlzeiten nicht nur laut traditioneller chinesischer Medizin, sondern auch laut des eigenen Empfindens, einen positiven, wohltuenden gesundheitlichen Effekt, ganz besonders in den kälteren Wintermonaten. Um diesen Widerspruch zwischen vitaler Rohkost und wohltuender Wärme aufzulösen lautet die Empfehlung bei Appetit auf eine warme Speise, die

Lebensmittel zumindest nicht tot zu kochen, sondern z.B. nur ganz kurz im Wok „anzuheizen“, so dass Gemüse trotz der Erhitzung knackig bleibt und die wertvollen Inhaltsstoffe nur im geringen Maße denaturiert werden. Blanchieren und Dampfgaren sind weitere alternative Methoden zur schonenden Gemüsezubereitung.

Darüber hinaus hat sich als Grundregel sehr bewährt, eine einseitige Ernährung zu vermeiden und sich unter Berücksichtigung des bereits genannten möglichst vielfältig und bunt zu ernähren. So wird einerseits noch sicherer ein Nährstoff-, Vitamin- oder Mineralienmangel vermieden und anderseits eine evtl. belastende „Überdosis“ bestimmter Stoffe verhindert. Wählen Sie für Ihre Speisen sowohl Gemüse die unter der Erde wachsen (z.B. Möhren, Wurzelgemüse) wie auch welche die überirdisch wachsen und kombinieren Sie verschiedenfarbige Gemüse.

Und: lassen Sie sich nicht von einer Ernährungsumstellung unnötig stressen! Es ist immer noch besser peu à peu immer mehr Erkenntnisse in die eigenen Ernährungsgewohnheiten einfließen zu lassen, als an einer radikalen Umstellung zu scheitern. Nur wenn sie möglichst schnell in den Genuss der wohltuenden „Früchte“ gesunder Ernährung kommen wollen oder krankheitsbedingt müssen, ist direkt eine möglichst vollständige Umsetzung zu raten.

Nicht zuletzt sollte man unbedingt auch auf die eigene Empfindung und seinen Instinkt achten, denn der Körper verrät einem in der Regel was er gerade benötigt, was einem individuell in dem Moment gut tut und was weniger. Dies ist von Person zu Person und

von Zeit zu Zeit selbstverständlich unterschiedlich. Leider verkümmern die Sinne aber bei ständiger Überreizung und Überstrapazierung sukzessive, wodurch das sensible Geschmacks- und das feinfühlige Körperempfinden drastisch nachlassen. Durch Reduzierung der geschmacklichen und generell sensorischen Überreizungen sowie durch Meditation und andere Übungen wie Tai Chi oder Yoga kann man den Prozess aber auch wieder umkehren und die Feinfühligkeit der Sinne und das Körperbewusstsein schrittweise wieder zurück gewinnen.

1.2 Besonderheiten

1.2.1 Tierische Proteine

Ein zu hoher Anteil an erhitzten tierischen Proteinen (Fleisch, Milchprodukte, Eier) in der Ernährung, insbesondere aus industrieller Fertigung, kann diverse Problematiken zur Folge haben, von Pickeln, über die Eiweißspeicherkrankheit bis hin zur Gicht. Überschüssige Eiweiße werden an den Blutkapillaren abgelagert, und vermindern bzw. behindern im Übermaß die Durchgängigkeit bzw. den Stoffwechsel zwischen Kapillaren und Zellen, was eine Mangelversorgung der Zellen und Gewebe verursacht. Dieser Umstand kann wiederum zu Bluthochdruck, einer Steigerung des Herzinfarkt Risikos, einer Schwächung der Gelenkknorpel u.v.m. führen. Des Weiteren ist die medikamentöse Belastung von konventionell erzeugten tierischen Produkten sehr hoch, was ebenfalls zu diversen Problemen, beispielsweise zu Antibiotikaresistenzen oder anderen Nebenwirkungen der Medikamente führen kann.

Wir nehmen in westlichen Gefilden in der Regel ein Mehrfaches der tatsächlich benötigten Menge an Proteinen zu uns und benötigen weder Fleisch noch Milchprodukte für eine hohe Leistungsfähigkeit, was nicht nur durch vegetarische Marathon-Läufer bewiesen wird. Im Gegenteil, nach einer Mahlzeit mit viel Fleisch und Käse benötigen wir viel Energie für die Verdauung und werden entsprechend müde, während wir nach der gleichen Menge an Rohkost viel fitter und trotzdem gesättigt sind.

1.2.1.1 Milchprodukte

Milchprodukte, insbesondere aus konventioneller Erzeugung, können zu verschiedenen Krankheitsbildern führen. Zum einen sind bei Hochleistungskühen, die bis zu 10.000 Liter im Jahr geben, durch die ständige Überlastung die Euter häufig vereitert und zum Zweiten ist eine hohe Medikamentierung durch die häufig schlechten Lebensbedingungen nötig (einseitige Ernährung mit Kraftfutter, zu wenig Bewegung und frische Luft). Medikamente und Eiter landen letztlich mehr oder weniger in der Milch und können beim Konsumenten der Endprodukte in leichten Fällen zu Hautausschlägen, -rötungen und Pickeln führen. Aber auch Diabetes, Übergewicht und sogar Krebs sollen sehr ungünstig durch Milchkonsum beeinflusst werden, weil Milch Enzyme beinhaltet, die massiv das Zellwachstum fördern. Des Weiteren muss unser Körper die Versäuerung durch Milchsäure mit Calzium abpuffern, welches teilweise aus den Knochen entnommen wird. Somit kann sich eine Osteoporose durch Konsum von Milchprodukten entgegen der Volksmeinung sogar verschlimmern. Dies könnte auch der Grund sein, warum Länder mit dem höchsten Konsum von Milchprodukten auch die höchste Anzahl an Osteoporose Fällen aufweisen. Falls Sie ähnliche Probleme haben, sollten Sie in jedem Fall ein paar Monate versuchen Milchprodukte zu meiden und beobachten, ob sich ihre Symptome hierdurch bessern.

1.2.4

Weizen

Seit der Weizen zur Optimierung der Eigenschaften für die industrielle Verarbeitung mit immer höheren Gluten Gehalten gezüchtet wurde, verursacht dieser auch immer häufiger Probleme bei den Konsumenten. Alte Kornsorten wie Dinkel, Einkorn und Urkorn sollten daher Weizenmehlprodukten vorgezogen werden, aber auch Hafer und Roggen weisen weit weniger Unverträglichkeiten auf.

1.2.5 Wildpflanzen

Wildpflanzen bzw. -kräuter enthalten so gut wie immer ein Vielfaches der Vitamine, Mineralien und Vitalstoffe als hochgezüchtete Ertragssorten der industriellen Landwirtschaft. Sie können daher einen sehr wertvollen Beitrag für eine vollwertige Ernährung bieten und sind zudem häufig reich an Bitterstoffen, Chlorophyll und Biophotonen. Unzählbare persönliche Erfahrungsberichte schwören auf die erstaunlichen Heilerfolge durch konsequente Ernährung mit einem hohen Anteil an Wildkräuterrohkost.

1.2.6 Bitterstoffe

Bitterstoffe in Pflanzen haben viele positive Einflüsse auf die Gesundheit. Sie regen die Verdauungs- und Gallentätigkeit an. Sie wirken adstringierend, blutstillend und harntreibend und sollen sehr effektiv in der Prävention von Herzinfarkten, Schlaganfällen und Krebs sein. Dies könnte neben dem Stress, der hohen toxischen Gesamtbelastung und der auch sonst

schlechten Ernährung in westlichen Industriegesellschaften ein weiterer gewichtiger Grund sein, warum Naturvölker viel seltener unter diesen Krankheiten leiden, da sie viel mehr Bitterstoffe mit ihrer Nahrung aufnehmen, die bei uns aus geschmacklichen Gründen weitestgehend aus den Pflanzen, Gemüsen und Früchten heraus gezüchtet wurden und vom Markt verschwunden sind.

1.3 Weitere Kriterien bei Auswahl und Einkauf von Lebensmitteln

1.3.1 Frisch

Im Allgemeinen sollten Lebensmittel beim Kauf bzw. beim Verzehr so erntefrisch wie möglich sein und nicht zu lange gelagert, weil die Inhaltsstoffe (z.B. Vitalstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Fettsäuren) umgehend nach der Ernte anfangen zu degenerieren. Eine kühle und dunkle Lagerung kann den Verfallsprozesse erheblich verzögern. Lebensmittel, welche direkt nach der Ernte eingefroren werden, können länger ohne wesentlichen Verlust wertvoller Inhaltsstoffe gelagert werden, was allerdings mit einem hohen Energieeinsatz verbunden ist und auch eine strukturelle Veränderung verursacht, deren Auswirkung auf die Qualität sicherlich nicht positiv zu bewerten ist. Nach dem Auftauen ist die Haltbarkeit zudem deutlich verringert, so dass eingefrorene Produkte direkt nach dem Auftauen verwendet werden sollten. Als weitere relativ schonende Konservierungsmethoden eignen sich das langsame Dörren (trocknen) bei niedrigen Temperaturen unter 40 Grad oder das Einlegen in Öl ohne Erhitzung. Keimfähige Getreidesaaten, welche noch unverarbeitet sind, halten sich als volles Korn hervorragend über Jahre. Erst nach der Vermahlung zu Mehl oder nach der Schrotung, also nach Beschädigung der natürlichen Schutzhülle des Samens fangen die Inhaltsstoffe schnell an zu degenerieren. Daher sollte man Getreide auch immer erst kurz vor der Verwendung zermahlen, also z.B. wenige Stunden vor dem Backen, und Müsli bzw.

Frischkornbrei sollte aus dem keimfähigen Korn zeitnah vor dem Verzehr geschrotet bzw. geflockt werden.

1.3.2 Unbelastet

Lebensmittel können den Organismus erheblich mit toxischen Stoffen aus Herbiziden, Fungiziden, Pestiziden und Insektiziden sowie chemischen Zusatzstoffen belasten. Daher sollten möglichst ungespritzte, naturbelassene Lebensmittel ohne chemische Zusatzstoffe bevorzugt werden. Hierfür gibt es zur Orientierung diverse Siegel auf dem Markt, welche Produkte als biologisch angebaut kennzeichnen, mit jeweils unterschiedlich hohen Ansprüchen bzgl. der Grenzwerte, der Anbau- und Zuchtmethoden, usw

Empfehlenswerte Bio-Siegel:

- Demeter

- Bioland

- Naturland

- Biokreis

- Gäa

- Biopark

- Ecoland

- Ecovin

Diese haben die höchsten Ansprüche und dementsprechend eine niedrigere Schadstoffbelastung für Mensch und Natur, weniger schädliche Zusatzstoffe sowie einen höheren Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen. Auch für die nachhaltige Landschaftspflege leisten diese

Label einen wichtigen Beitrag.

Das EU-Bio-Siegel und das deutsche staatliche Bio- Siegel, welche am häufigsten in Supermärkten vertreten sind, haben dagegen weit geringere Ansprüche als die oben gelisteten Siegel und dürfen sogar im geringen Maße gentechnisch verändertes Material enthalten. Trotzdem sollten diese immer noch aufgrund der im allgemeinen geringeren Schadstoffbelastung und wertvolleren Inhaltsstoffen gänzlich konventionell angebauten Lebensmitteln vorgezogen werden.

Die Anbaumethoden, das Bodenleben und die verwendeten Sorten wirken sich entscheidend auf den Gehalt an Vitaminen, Mineralien, sekundären Pflanzenstoffen und nicht zuletzt den Geschmack aus. Der industrielle Anbau von primär auf Ertrag hochgezüchteten Sorten in großen Monokulturen führt automatisch zu einem verkümmerten Bodenleben und zu einer drastischen Reduktion an wertvollen Inhaltsstoffen. Außerdem erfordert der Anbau in Monokultur einen viel intensiveren Einsatz von Vernichtungsgiften (Insektizide, Funghizde und Herbizide), weil sich Schädlinge rapide ausbreiten können und die Pflanzen insgesamt krankheitsanfälliger als in Poly- oder Permakulturen sind. Aus diesen Gründen und um eine hohe Biodiversität sicher zu stellen, sollten Lebensmittel aus möglichst diversen Mischkulturen bevorzugt werden, welche zudem eine unschätzbare Bereicherung für Flora und Fauna darstellen.

1.3.3 Regional

Es gibt viele gute Argumenten dafür regionale Produkte zu bevorzugen, welche nicht unmittelbar etwas mit der Gesundheit zu tun haben, indirekt aber sehr wohl. So werden lange Transporte vermieden, welche nicht nur die Frische der Lebensmittel verringern, sondern auch die Luftqualität verschlechtern (Abgase). Außerdem ist transporttechnisch meist eine sehr unreife Ernte von Vorteil, womit ein suboptimaler Erntezeitpunkt erzwungen wird, damit die Lebensmittel überhaupt bis zum Verbraucher „durchhalten“. Ein Nachreifen auf dem Weg ist geschmacklich und inhaltlich dem Ausreifen an der Pflanze weit unterlegen.

Ein weiteres gesundheitsbezogenes Argument regionale Produkte zu bevorzugen ist die Gewöhnung des Organismus an das im eigenen Habitat verfügbare Nahrungsspektrum, insbesondere wenn sich bereits viele Elterngenerationen vor einem von diesen heimischen Lebensmitteln ernährt haben. Krasse Beispiele hierzu wären, wenn sich hauptsächlich von Fleisch ernährende Inuit plötzlich auf die vegetarische Ernährung der meisten Inder umstellen müssten oder Chinesen sich von heute auf morgen so viel Milchprodukte wie die Europäer einverleiben sollten. Massives Unwohlsein wäre die garantierte Folge.

Darüber hinaus fördert man mit dem Einkauf regionaler Produkte auch noch die regionale Wirtschaft, was den sozialen Umständen in der eigenen Umgebung zu Gute kommt, welche wiederum ein sehr bedeutender Faktor für die Gesundheit (Perspektive, Anerkennung von Leistungen etc.) und den sozialen Zusammenhalt sind.

1.4 Wasser

Unser Körper besteht hauptsächlich aus Wasser und wir benötigen ca. zwei Liter pro Tag, je nach Temperatur, Bewegung und weiteren Faktoren. Wesentliche Körperfunktionen basieren auf der regelmäßigen Wasserzufuhr, entweder direkt oder mittels der Nahrung und die meisten Menschen können nur wenige Tage ohne diese überleben.

Leider ist unser Trinkwasser sehr häufig mit Medikamentenrückständen, Hormonen, Pflanzenschutzmitteln, Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastet, womit wir diese direkt in uns rein schütten und unsere Gesundheit beeinträchtigen. Je höher die Belastung desto empfehlenswerter wird ein effizienter Wasserfilter zur Reinigung des Trinkwassers oder, falls verfügbar, die Nutzung alternativer Wasserquellen mit hoher Qualität, z.B. Quell-, Brunnen- oder Regenwasser.

Eine gute Methode die Qualität des Wassers einzuschätzen, ist es z.B. Katzen diese bewerten zu lassen. So bevorzugen Katzen mit Ihrem feinen Gespür in aller Regel Regenwasser vor gechlorten und belastetem Leitungswasser. Es heißt auch, dass sie Wasser, welches mittels Umkehrosmose- oder Aktivkohlefiltern gereinigt wurde, bevorzugen.

Es gibt aber noch andere Aspekte der Wasserqualität, welche insbesondere durch Viktor Schauberger studiert und bekannt wurden. Wasser, welches sich mäandrierend fortbewegt und dabei stetig verwirbelt, hat eine bessere Qualität, als brachliegendes oder unverwirbelt in geraden Rohren oder begradigten Flussläufen fließendes Wasser. Dies liegt u.a. daran, dass durch die Verwirbelung eine Verdichtung,

Sauerstoffanreicherung, Reinigung und Energieanreicherung des Wassers erfolgt. Man kann sagen, dass verwirbeltes Wasser lebendiger ist. Naturgemäß entstehen solche Verwirbelungen in mäandrierenden Bach- und Flussläufen ganz von selbst und besonders intensiv in Gebirgsbächen mit Kiesbett, in dem zudem unzählbare kleinere Verwirbelungen stattfinden, was neben der Reinheit von Gebirgsquellen ein weiterer Grund ist, dass solches Wasser als besonders heilkräftig empfunden wird.

1.5 Mäßiges Essen und Fasten

Übermäßiges Essen und Völlerei belasten den Körper unnötig und verringern die Gesamtlebenszeit. Übergewicht und dadurch u.a. verursachte Gelenk- und Kreislaufprobleme sind ebenfalls durch ein maßvolles Essverhalten und die richtige Kost vermeidbar.

Regelmäßiges Fasten hilft dem Körper zu entschlacken und entlastet die Organe. Der Darm kann sich von Rückständen befreien.

Bei manchen Krankheiten ist Fasten äußert hilfreich und sinnvoll und der Körper teilt einem dies meist durch deutliche Appetitlosigkeit auch mit. Man sollte dann nicht gegen seine Instinkte Essen in sich oder seine Kinder rein pressen, es ist noch keiner durch ein paar Tage fasten verhungert. Erst bei längerer Nahrungsverweigerung, die evtl. lebensbedrohlich werden könnte, sollte gehandelt werden.

Als regelmäßige Fastenzeit empfiehlt sich in der nörderlichen Hemisphäre 1 x jährlich rund um die Osterzeit, also zwischen März und April, weil dies der

Zeitraum ist, in welchem naturgemäß die Nahrungsvorräte der Ernte des letzten Jahres zur Neige gehen.

Aber auch zwischendurch wird man mit einem beschwingten Körpergefühl und Gemüt belohnt, wenn man nicht kontinuierlich mit vollem Magen gesättigt ist, sondern auch immer mal wieder ein Hungergefühl zulässt, bevor man es befriedigt.

1.6 Zusammenfassung Ernährung

Zusammengefasst kann man empfehlen auf folgende Attribute bei der Ernährung und Lebensmittelbeschaffung zu achten:

so vollwertig wie möglich

so vielfältig wie möglich

so wenig erhitzt wie möglich/nötig

so ungespritzt/unbelastet wie möglich

so wenig chemische Zusatzstoffe wie möglich

so naturbelassen wie möglich

so frisch wie möglich

so regional wie möglich

so individuell wie nötig

gemäßigt essen

2. Luft

Frische und saubere Luft ist ein äußerst wichtiger Faktor für die Gesundheit, was jeder intuitiv merkt, sobald man sich in Gegenden mit unbelasteter Luft hoher Güte aufhält, wo jeder eine direkte Verbesserung des Wohlbefindens feststellen kann. Sauerstoff wird von uns noch mehr als feste Nahrung oder Getränke benötigt. Während wir Tage ohne Wasser und gar Wochen ohne feste Nahrung überleben können, können wir nicht mal wenige Minuten ohne zu atmen überleben. Der Sauerstoff ist für viele Funktionen des Körpers lebensnotwendig und ein Mangel macht sich sofort unangenehm bemerkbar.

Ist die Luft mit zu vielen Schadstoffen belastet, so führen wir uns diese ständig zu, was entsprechend zu einer höheren toxischen Gesamtbelastung führt.

Folgende Maßnahmen sind z.B. zu empfehlen:

wenn möglich einen Wohnort und eine Arbeitsstelle mit möglichst hoher Luftqualität wählen

Auf ausreichend Frischluftzufuhr während des Schlafens achten, also z.B. Fenster auf Kippe lassen und nackt schlafen, weil auch die Haut ein großes Atemorgan ist

regelmäßig an frischer Luft mit hoher Güte und geringer Schadstoffbelastung bewegen

zu Fuß Nebenstraßen anstelle von Hauptstraßen bevorzugen

usw.

3. Licht

Unser Organismus benötigt Tageslicht um seine Funktionen sicher zu stellen. Ein längerer Entzug von Tageslicht führt z.B. unmittelbar zu einem Vitamin D Mangel.

In den Wintermonaten fühlen sich daher viele weniger fit und emotional eher betrübt, als in den sonnenreichen Frühlings- und Sommermonaten - bekannt auch als sogenannte Winterdepressionen.

Man sollte vermeiden sich überwiegend in dunklen Räumen ohne Tageslicht aufzuhalten und wenn möglich mehrmals täglich Sonne tanken, also viel Sonnenlicht an seine Haut lassen. Nur bei zu großer Hitze sollte die brennende Sonne gemieden und schattige Plätze bevorzugt werden, was wir aber sowieso intuitiv machen.

Da neben dem Licht Bewegung und frische Luft der Gesundheit sehr zuträglich sind, bieten sich z.B. Spaziergänge, Joggen/Walking, Gartenarbeit oder andere Sport- und Bewegungsarten in der Natur als perfekte Kombinationen für gesundheitsförderliche Freizeitbeschäftigungen an.

4. Psyche

Für eine gesunde Psyche bedarf jeder Mensch neben regelmäßiger Ruhephasen das ausreichende Vorhandensein mindestens einen der folgenden Aspekte:

Anerkennung

Perspektive

Liebe

Fehlt es an all diesen dauerhaft, so sind Depressionen und anderweitige psychische Störungen unvermeidliche Folge, welche dann wiederum auch organische Sekundärerkrankungen hervorrufen können, was keineswegs selten vorkommt. Ist einer dieser Aspekte dagegen ausreichend vorhanden, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, eine relativ gesunde und stabile Psyche zu haben.

Eigenen Kindern kann man mit ausreichender und aufrichtiger Anerkennung, Liebe und Perspektive psychisch ein optimales Umfeld schenken, was geradezu zwangsläufig zu einem zufriedenen Kind mit einem guten Selbstwertgefühl und einer gesunden Psyche führt.

Bei den stark auf die Psyche wirkenden Umständen kommt es primär auf das eigene soziale und berufliche Umfeld an, was häufig nicht nach Belieben angepasst oder geändert werden kann, ohne anderweitige Nachteile zu erleiden. Dennoch ist zu empfehlen bei dauerhaft krank machenden Faktoren wie ständigem Stress, Mobbing oder anderen unerträglichen Arbeits- und Lebensbedingungen unbedingt frühzeitig und proaktiv

eine positive Änderung herbei zu führen, bevor der Körper diese durch „Burn-Out“, chronischen Depressionen oder organische Erkrankungen erzwingen wird, welche dann meist schwerwiegender verlaufen und noch langfristiger zu Einschränkungen der Lebensqualität führen. Zu aller erst kann man in solchen Fällen natürlich versuchen konstruktiv auf sein Umfeld einzuwirken, um die negativen Faktoren evtl. zum Positiven zu wenden. Hierfür muss man erkennen, welches Verhalten oder welche Umstände einem missfallen und bedrücken und sich klar formulieren, so dass die krank machenden Ursachen evtl. mittels Dialog abgestellt werden können.

Getreu dem Motto „wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus“ lohnt sich meistens die Mühe mit anderen genau so positiv umzugehen, wie man es auch am liebsten hätte, dass andere mit einem selbst umgehen, auch wenn dies bei dem ein oder anderen zeitweise schwer fallen wird. Spendet man seinem Umfeld viel Liebe, Anerkennung und Dankbarkeit, so erhält man in der Regel auch viel davon zurück.

Abhängig von der Persönlichkeit und der Art der Belastung für die Psyche gibt es mannigfaltige, mehr oder weniger effektive Strategien und Methoden, um die Ursachen der Belastungen zu beseitigen oder unwirksam werden zu lassen, welche hier selbstverständlich nicht alle erwähnt werden können. Erst wenn solche Anstrengungen nicht hinreichend fruchten, bleibt einem ggf. nur noch der konsequente Wechsel von destruktiven Teilen des Umfeldes, der dann aber getrost als Gewinn neuer Möglichkeiten sowie als Ende der Bedrückung anstatt als Verlust begriffen

werden sollte.

Eine insgesamt positive und zuversichtliche Grundeinstellung ist dabei stets hilfreich für eine heitere und somit gesunde Grundstimmung. Negative Gefühle wie Neid, Missgunst und Hass schlagen dagegen letztlich immer auf den eigenen Magen bzw. machen auf Dauer anderweitig krank und sollten daher vermieden werden.

Es sei erwähnt, dass auch die anderen natürlichen Fundamente der Gesundheit, also Bewegung und/oder Sport an der frischen Luft, eine gesunde Ernährung

gegen-depressionen-ia.html), genügend Tageslicht, ausreichende Ruhephasen und eine geringe toxische Belastung heilsam und beruhigend auf die Psyche wirken, diese erhalten und aufbauen und die Widerstandskraft gegenüber negativen psychischen Einflüssen erheblich steigern.

5. Toxische Gesamtbelastung

Giftstoffe sowie bestimmte Strahlungsquellen stören unsere biologischen Regelkreisläufe bzw. beeinträchtigen die Funktion unserer Körperzellen und können schwerste Schäden und Krankheiten hervorrufen. Als toxische Gesamtbelastung kann man die Summe der sich im Körper befindlichen Giftstoffe sowie der negativ einwirkenden Strahlungsquellen bezeichnen. Folgend ein paar Beispiele von typischen Quellen, welche die toxische Gesamtbelastung zu Lasten unserer Gesundheit erhöhen:

Fungizide, Pestizide, Insektizide, Herbizide (z.B. Glyphosat in Bier und in Kornprodukten, als Round-Up im eigenen Garten, DDT, Neonicotinoide usw.)

Abgase (Autos, Fabriken, Kraftwerke,

Formaldehyd (z.B. in Möbeln)

Medikamente (auch indirekt über das Trinkwasser)

Tabakrauch, Alkohol, andere Drogen

Impfstoffe (Thiomersal/Quecksilber, Formaldehyd, Aluminiumhydroxid, etc. )

Butuline, Salmonellen, Tetanus (anaeobe Medien)

Amalgam (Zahnfüllung aus Quecksilberlegierung)

Lebensmittelzusatzstoffe (Aspartam, Emulgatoren, Polysorbat, Carboxymethylcellulose usw.)

Fluorid (Zahnpasta, Salz)

Handystrahlung

DECT-Telefone

W-LAN

)

usw.

Alle Quellen, welche die toxische Belastung des Körpers erhöhen, sollten selbstverständlich möglichst vermieden oder zumindest weitestgehend reduziert werden. Das heißt:

ungespritzte Lebensmittel mit vertrauenswürdigen Biolabeln einkaufen, siehe Kapitel „Ernährung“, chemische Zusatzstoffe meiden

Abgase meiden (möglichst nicht an Hauptverkehrsstraßen wohnen)

chemische Medikamente soweit wie möglich meiden, Antibiotika nur in Notfällen

nicht oder wenig Rauchen/Trinken/Drogen

Vermeidung von anaeroben Medien / Hygiene (sauberes Wasser, frische Lebensmittel etc.)

Impfstoffe/Hilfsadjuvantien meiden

Amalgam-Zahnfüllungen meiden

Nicht zu lange mit Handy und DECT Telefonen telefonieren, strahlungsarme Standards vorziehen (z.B. DECT+) , WLAN ausschalten

Zahnpasta gut ausspülen und nicht schlucken oder Zahnpasta ohne Fluorid verwenden

Unbelastetes Trinkwasser bevorzugen, z.B. Regen- oder Quellwasser (hierdurch keine Medikamentenbelastung) oder geeignete Wasserfilter verwenden

„Hier war die Arznei, die Patienten starben, Und niemand fragte: wer genas? So haben wir mit höllischen Latwergen In diesen Tälern, diesen Bergen Weit schlimmer als die Pest getobt. Ich habe selbst den Gift an Tausende gegeben:

Sie welkten hin, ich muß erleben, Daß man die frechen Mörder lobt.“

(Latwerg = hochgiftige Quecksilber-Medizin in süßem Sirup) Johann Wolfgang von Goethe, „Faust Teil 1, Arzt Dr. Faustus im Gespräch mit Wagner

6. Bewegung und Dehnung

Viel Bewegung und sportliche Aktivitäten wirken sich auf alle vorherigen Bereiche positiv aus. So können durch den gesteigerten und verbesserten Stoffwechsel mehr Giftstoffe ausgeleitet bzw. ausgeschwitzt werden und man kann in der Regel auch schlechtere, fettreiche Nahrung besser verkraften. Sport, insbesondere Ausdauersport, stabilisiert den gesamten Körper und die Psyche und macht die „Haut dicker“ gegen negative psychische Einflüsse von außen und steigert die Widerstandsfähigkeit der Psyche. Ausgenommen der Leistungssport, welcher durch den enormen Leistungsdruck Psyche und Körper übermäßig belastet!

Da regelmäßiger Sport bzw. Bewegung den gesamten Bewegungsapparat, also Sehnen, Muskeln und Knochen stärkt und das ganze Skelett besser stützt, verringert sich auch die Gefahr von mechanischen Verletzungen wie z.B. Knochenbrüche, Zerrungen, Hexenschüsse, Verrenkungen, Bandscheibenvorfälle, Umknicken, Bänderrisse, Rückenbeschwerden usw

Gelenkschmerzen wiederum rühren nicht selten von einer Verspannung der Muskulatur bzw. der Faszien her, welche durch jahrelange Fehlhaltung und mangelnde Bewegungsdynamik verursacht wird, also z.B. durch eine im Leben dominierende Sitzhaltung mit angewinkelten Beinen. Diese Verspannung sorgt u.a. für einen erhöhten Druck auf die Gelenkknorpel und Bandscheiben und führt so zu Schmerzen, welche durch eine angemessene Dehnung der Muskulatur und der Faszien relativ leicht

gemindert werden können. Dazu genügen häufig einfache Streckungsübungen oder das regelmäßige Betreiben von Yoga, Tai Chi, Qi-Gong oder ähnlichem.

Es gibt nicht umsonst die Volksweisheit „Wer rastet der rostet“!

7. Regenerationsphasen

In den Ruhephasen regeneriert sich der Körper und der Geist (die Psyche). Zu viel Stress und zu wenig Entspannung enden früher oder später zwangsläufig in psychischen und/oder körperlichen Erkrankungen, aufgrund mangelnder Regeneration. Gönnen Sie sich daher stets ausreichenden Schlaf und nehmen Sie sich nach Bedarf auch zwischendurch immer wieder Zeit für Entspannungs- und Ruhephasen. Dadurch ist man in aktiven Zeiten körperlich wie psychisch entsprechend belastbarer.

8. Zusammenfassung

Jedes einzelne Fundament der Gesundheit wirkt sich auch auf alle anderen aus. Treibt man z.B. Sport können mehr Giftstoffe ausgeleitet werden und Körper wie auch die Psyche stabilisieren sich.

Ernährt man sich sehr gesund so wirkt sich dies ebenfalls positiv auf die Psyche und die toxische Gesamtbelastung aus.

Hat man ausreichend Ruhephasen, so ist man psychisch belastbarer und insgesamt ausgeglichener, mechanische Verletzungen sowie toxische Belastungen werden

effektiver kuriert

Man kann somit das Resümee ziehen, dass nicht in allen gesundheitsrelevanten Bereichen zwanghaft perfekte Bedingungen geschaffen werden müssen, um trotzdem ein hohes Maß an Gesundheit zu genießen. Gute Bedingungen in einigen Bereichen können schlechtere in anderen teilweise kompensieren und müssen dies auch ständig tun. Auch hier gilt: „die Dosis macht das Gift“.

Zwecks Krankheitsprävention bzw. Gesundheitserhaltung ist es allerdings empfehlenswert auf die Stärkung aller gesundheitsrelevanten Fundamente zu achten, um im Zweifelsfalle auch unerkannte Krankheitsursachen in den eigenen Lebensumständen besser kompensieren zu können. Denn die weitestgehende Berücksichtigung führt zu einer optimalen körperliche Konstitution, welche gegen alle Widrigkeiten besser gerüstet ist.

Bei Unwohlsein oder Krankheit sollte man auch immer die in dieser Fibel genannten Faktoren in den eigenen Lebensumständen genau prüfen, in wie weit diese eine Rolle spielen könnten. Eine aussagekräftige Anamnese

usw

und damit die Herbeiführung einer substanziellen Lösung ist ohne die genaue Betrachtung der diesbezüglichen Lebensumstände geradezu unmöglich.

9. Anhang

9.1 Pilze, Bakterien, Viren und Parasiten

Die körperliche Gesamtkonstitution ist entscheidend dafür, welche Bakterien, Pilze oder Viren sich überhaupt ausbreiten können oder sogar müssen. Denn diese sind stets nur Symptome des gegebenen Milieus und nie eigentliche Krankheitsursache.

„Das Bakterium ist nichts, das Milieu ist alles“

Louis Pasteur, französischer Chemiker und Mikrobiologe

Wenn bei Ihnen beispielsweise ein Pilz auf der Haut wächst, dann ist dies ein Zeichen für eine geschädigte Hautflora und nicht etwa dafür, dass ein Pilz sie angegriffen hat. Standard medizinisch kann und möchte man systembedingt das Symptom, also den Pilz behandeln, nachhaltiger und nebenwirkungsfrei wäre allerdings heraus zu finden, welche tatsächliche Ursache der geschädigten Hautflora zu Grunde liegt und diese entsprechend zu regenerieren, also das gesunde Hautmilieu wieder herzustellen. Das gleiche gilt bei inneren Symptomen.

Auch Bakterien vermehren sich nur dort, wo die Bedingungen, also das Milieu es zulässt und dort sind sie auch unbedingt notwendig zur Erfüllung der natürlichen Kreisläufe. Bakterien sind in aller Regel unsere Symbionten, man denke nur an die Darmflora. Aber auch im Speichel, den Schleimhäuten, auf der Haut oder bei der Verarbeitung von geschädigtem Gewebe übernehmen Bakterien vielfältige für uns

lebensnotwendig Aufgaben. Insgesamt bestehen wir aus mehr Bakterien und einzellige Mikroben, als aus Körperzellen! Bakterien sind also unverzichtbar für die Aufrechterhaltung der Funktionstüchtigkeit des Körpers und untrennbarer Bestandteil des menschlichen Organismus. Wir bilden, wie alle anderen größeren Mehrzeller auch, ein gigantisches multizelluläres Stoffwechselkollektiv mit zahllosen anderen Mikroorganismen.

Eine gesunde körperliche Konstitution ist gleichzusetzen mit einer vielfältigen und naturgemäßen Kultur von Mikroorganismen und Körperzellen.

Die Einnahme von Antibiotika ist daher nur in sehr seltenen, akuten und ansonsten evtl. gefährlichen oder stark beeinträchtigenden Fällen wie z.B. einer fortgeschrittenen Lungenentzündung sinnvoll, falls man versäumt hat frühzeitig naturgemäße Maßnahmen zur Abheilung oder Verhinderung dieser zu ergreifen. Denn mit Antibiotika tötet man auch unsere eigenen Symbionten und schadet sich somit letztlich indirekt selbst.

Übrigens müssen Bakterien, welche in anaeroben (sauerstoffarmen) Medien organische Stoffe zersetzen, naturgemäß ihren Metabolismus umstellen, was zur Ausscheidung giftiger Stoffwechselprodukte (Toxine) führt. Dies kann man bei allen anaeroben Fäulnisprozessen beobachten, wo Salmonellen-Toxine, Botulinumtoxin, Choleratoxin usw. entstehen, welche erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen können, falls man sich diese zuführt. Auch hier sind also nicht die Bakterien selbst die Ursache für das

gesundheitliche Problem, sondern das umgebende Medium. Max Pettenkofer hat dies sogar bewiesen, in dem er mit seinen Studenten ohne gesundheitliche Folgen lebende Cholerakulturen getrunken hat.

Es gilt daher sauerstoffarme Fäulnisprozesse im Trinkwasser und Lebensmitteln zu vermeiden und nicht sinnloserweise die daraus folgenden Bakterien zu bekämpfen.

Viren scheinen entsprechend der Arbeiten von Dr. Peter Duesberg, dem Entdecker der Retroviren, primär Vesikel multizellulärer Organismen zu sein, welche u.a. interzelluläre Transportaufgaben von DNA und RNA wahrnehmen, anstatt Krankheiten zu verursachen. Dies würde auch erklären, warum sie dabei beobachtet werden, wie sie in Zellen eindringen und diese auch wieder verlassen. Wie Bakterien sind Viren ebenfalls lebensnotwendiger Bestandteil aller multizellulären Lebenwesen. Bei unterschiedlichen Erkrankungen können naturgemäß unterschiedliche Virentypen beobachtet werden, da andere Erfordernisse und andere Milieus bestehen. Einen Virus aber, der auch nur Symptom seines Mediums sein kann, als Ursache für alle möglichen Krankheiten misszudeuten, dient vor allem der Pharmaindustrie, weil nur deren Labore in der Lage sind den Virus zu identifizieren und zu behandeln. Der Patient und auch Naturheilkundler werden somit entmachtet, da ihnen abgesprochen wird, selber die Ursachen solcher Erkrankung zu erkennen, einschätzen und behandeln zu können und sind dann alternativlos BigPharma und den standard medizinischen Betrieben ausgeliefert.

Menschliche Parasiten werden dagegen als Ursache von Krankheitssymptomen sehr häufig unterschätzt oder gar nicht erst detektiert, obwohl z.B. Borreliosen und Würmer sehr verbreitet sind und eine Vielfalt von Beschwerden hervorrufen können. Auch hier ist allerdings die körperliche Gesamtkonstitution wieder das A und O dafür, wie stark sich welche Parasiten überhaupt ausbreiten können und welche Symptome sie hervorrufen. Wichtig zur Prävention ist insbesondere die Wasser-, Luft- und Lebensmittelhygiene.

9.2 Krankheiten als biologisch sinnvolle Sonderprogramme

Krankheiten als biologisch sinnvolle Sonderprogramme zu sehen, also als Heilungs- oder Kompensationsreaktionen des Körpers, rückt diese in ein ganz anderes, eher positives Licht.

Um ein paar einleuchtende Beispiele zu nennen:

Bei Fieber erhöht der Körper bewusst die Temperatur, z.B. um Parasiten oder andere Schädlinge loszuwerden. Daher ist es auch nicht ratsam fiebersenkende Mittel einzunehmen, weil diese das biologisch sinnvolle Sonderprogramm unterbrechen und somit die heilende Wirkung vermindern oder gar verhindern.

Eiterreaktionen wie z.B. eine Mandelentzündung, sind eine Möglichkeit des Körpers Fremd- und Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Unterbricht man diese z.B. durch die Gabe von Antibiotika, so verbleiben auch die auszusondernden Stoffe im Körper und können dort evtl. weiter den Regelkreislauf oder Zellfunktionen beeinträchtigen.

Mit Husten und Niesen sondert der Körper Fremdstoffe in den Atemwegen aus

Bei einer Magen-Darm-Erkrankung wiederum hat man meist was verdorbenes bzw. belastendes gegessen oder getrunken, was vom Körper dann oben wie unten schnellstmöglich und gründlich heraus befördert wird.

Bluthochdruck ist die sinnvolle Reaktion des Körpers z.B. bei Arterienverkalkung

(Arteriosklerose), um die Zellen trotzdem ausreichend versorgen zu können. Ursächlich ist eine ungesunde Ernährungsweise und Bewegungsmangel.

usw.

Solche Beispiele für sinnvolle Heilungs- oder Kompensationsreaktionen des Körpers, welche als Krankheit bezeichnet und häufig ungünstigerweise behandelt werden, kann man fast beliebig ergänzen.

Krankheiten als Vorgänge zu verstehen, die man nicht bekämpfen muss und auch nicht darf, sondern die eben selbst dafür da sind zugrunde liegende Probleme aufzuzeigen, zu beheben oder zu kompensieren, bedeutet einen erheblichen Bewusstseinsschritt und einen essentiellen Gewinn an Lebensqualität. Man kann sich nun voll auf die Auffindung und nachhaltige Heilung der tatsächlichen Ursachen anstatt auf die kontinuierliche und oft kontraproduktive Behandlung der Symptome konzentrieren.

Schwerwiegende, zu stark belastende Symptome oder Krankheitsverläufe können und sollten je nach Bedarf des Betroffenen natürlich trotzdem gelindert werden, auch wenn die Effektivität des biologisch sinnvollen Sonderprogramms hierdurch abnehmen kann oder die Heilungsphase insgesamt länger dauert.

9.3 Krank für den Profit

In einem „Krankheitssystem“ in dem alle Beteiligten außer den Patienten von Krankheit anstatt von Gesundheit finanziell profitieren, gibt es ein starkes, systematisch bedingtes Motiv immer mehr Krankheiten zu definieren, zu diagnostizieren und zu behandeln. Kontinuierliche Symptombehandlung und das ständige „Reinfuschen“ in biologisch Abläufe ist profitabel, nachhaltige Heilung oder präventive Gesunderhaltung kaum bis gar nicht.

Krankheit bedeutet für Ärzte, Praxen, Pharmaindustrie und Krankenhäuser Umsatz - Gesundheit macht sie arm und bedeutungslos.

Das soll nicht heißen, dass alles in der Schulmedizin schlecht ist, gerade in der Notfallversorgung und bzgl. minimalinvasiver Operationstechniken gibt es unbestreitbare Errungenschaften. Unerwähnt bleiben hier auch die unzähligen Beschäftigten in dieser Branche welche Tag für Tag für Ihre Patienten kämpfen.

Es gibt aber einen systembedingten Interessenkonflikt zwischen dem Patienten auf der einen Seite und dem Arzt, der Praxis, dem Krankenhaus und der Pharmaindustrie auf der anderen. Der Patient profitiert am meisten von einer guten Gesundheit, die Betriebe und Konzerne verdienen am besten bei möglichst langer und vielschichtiger Krankheit.

Selbst unsinnige oder gar kontraproduktive Behandlungsmaßnahmen lohnen sich in einem solchen System finanziell für die Anbieter. Daher kommt es auch immer wieder vor, dass unnötige Operationen durchgeführt werden oder Messergebnisse tendenziell in einer schlechteren Diagnose münden, da die Behandlung

schwererer oder chronischer Krankheiten einfach besser vergütet wird. Und wenn Medikamente Nebenwirkungen aufweisen, welche den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten sogar verschlechtern, dann ist das gut für die Rendite der Pharmaindustrie.

Immer kleinere Abweichungen von Durchschnittsmesswerten werden profitabler weise als Krankheit eingestuft und symptomatisch behandelt, obwohl eine Abweichung in aller Regel biologisch sinnvoll ist. Wenn beispielsweise der Blutdruck erhöht ist, dann macht der Körper dies nicht ohne Grund, er macht es um seine Zellen besser zu versorgen, entweder weil durch eine Arteriosklerose der Stoffwechsel zwischen Blut und Zellgewebe behindert ist oder weil ein „Hans-Dampf in allen Gassen“ für seine erhöhte Aktivität einfach mehr Stoffumsatz benötigt. Gibt man dann blutdrucksenkende Mittel kann dies u.a. zu Herzinsuffizienz und Durchblutungsstörungen führen. Dabei kann fast jeder seinen Blutdruck mittels einer vitalstoffreichen Vollwertkost bzw. mittels ruhigeren Lebensumständen ganz ohne negative Nebenwirkungen nachhaltig normalisieren.

Ältere Menschen wiederum haben einen größeren Bedarf an Cholesterin und ein niedrigerer Cholesterinspiegel kann das Sterberisiko sogar signifikant erhöhen (http://www.bvpraevention.de/cms/index.asp? inst=bvpg&snr=8724). Trotzdem werden Millionen Menschen Cholesterinsenker verschrieben, ein riesiges Geschäft zu Lasten der Patienten und der Beitragszahler der Krankenkassen.

Man könnte hier zahlreiche weitere Beispiele aufführen, aber das erwähnte sollte erst mal genügen, um die

Skepsis bzgl. der Nützlichkeit von Behandlungsmaßnahme und Medikamenten zu schärfen und zu erkennen, dass ganz oft der Umsatz und nicht etwa die Gesundheit der Anlass einer Untersuchung, einer Behandlung oder einer Verschreibung ist.

Im gleichen Licht sollte man auch die vielgepriesenen Vorsorgeuntersuchungen sehen, da mit diesen ein gigantisches Umsatzpotential erschlossen wird, in dem möglichst viele Abweichungen von der Norm detektiert und als Krankheit diagnostiziert werden und daraufhin entsprechende Behandlungen angeboten und verkauft werden können, die der Betroffene ansonsten wahrscheinlich gar nicht in Anspruch nehmen würde, weil er sich ggf. wohlfühlt und sich erst durch die Diagnose zur (Be-)Handlung gezwungen sieht.

Und nicht selten verschlechtern die Diagnose und die folgenden Behandlungsmaßnahmen und Medikamentengaben dann sogar direkt die Lebensqualität der Betroffenen ohne nachweislich das Leben zu verlängern, was ja immer als Hauptargument für die Wahrnehmung regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen angeführt wird.

Viele Ärzte sind sich dieser negativen Umstände eines gewinnorientierten Gesundheitsunwesens bewusst, können aber nur selten daraus ausbrechen, weil sie vom System geradezu gezwungen werden in einer bestimmten Art und Weise zu behandeln. Einmal, weil sie ihre Approbation verlieren können, wenn sie wegen einem Vorfall, also z.B. einem Patienten der in ihrer Behandlung verstirbt, angeklagt werden und nicht nach gängiger Praxis behandelt haben. Und auch schlicht weil primär die Krankenkassen vorgeben, was für sie

wirtschaftlich ist und was nicht. Das fängt schon damit an, dass noch nicht einmal eine ausreichend tiefgründige Anamnese finanziert wird, welche die Grundlage jeder nachhaltig erfolgreichen, ursächlichen Behandlung ist.

Aber selbst wenn eine Anamnese ausreichend von den Krankenkassen bezahlt würde, fehlt es den meisten schulmedizinisch ausgebildeten Ärzten an Wissen über gesamtbiologische Zusammenhänge und Behandlungsmethoden, insbesondere den Fachärzten. Sie müssen ihre Diagnosen oft auf einzelne Messwerte gründen und verkennen somit häufig die Ursachen von den Symptomen. Anstatt die grundlegenden Ursachen zu erkennen und zu behandeln wird gelehrt, welche Medikamente bei welchen Diagnosen zu verabreichen oder welche mechanische Eingriffe durchzuführen sind, die dann nicht selten weitere Nebenwirkungen und Probleme hervorrufen und den Patienten zusätzlich belasten und teilweise wieder gesonderte Behandlungen und Medikationen erfordern.

Zu allem Ungemach erhält jeder Arzt im Durchschnitt zwei mal pro Tag Besuch von einem Pharmareferenten, der ihm nahelegt, welche Medikamente im Moment am besten bei bestimmten Symptomen/Diagnosen verabreicht werden sollten. Und nur wenige Ärzte haben die Zeit und die Muße neben ihren täglichen Aufgaben noch eigene umfangreiche Recherchen zu Gunsten ihrer Patienten durchzuführen.

9.4 Die systematischen Alternativen

Die Alternative zu unserem Krankheitsunwesen, in dem die meisten Beteiligten, außer den Patienten und der Gemeinschaft, finanziell von Krankheiten profitieren, wäre ein System, in dem alle von Gesundheit profitieren.

Ein einfaches Beispiel zu einem solchen System soll es in China gegeben haben, wo einem Arzt eine bestimmte Anzahl von Menschen für ein vorgegebenes Budget zur Betreuung zugewiesen wurden und sobald jemand krank wurde, wurde ihm von diesem Budget etwas abgezogen. Dieser Arzt war also doppelt motiviert alles zu tun, um die Menschen in seinem Verantwortungsbereich präventiv gesund zu erhalten, einmal, damit sich sein Einkommen nicht schmälerte und des Weiteren, weil er nur unnötige Arbeit mit der Behandlung von Erkrankten hätte. Ein solches System ist das glatte Gegenteil von dem typischen westlichen und führt systematisch und kostengünstig zu einem sehr hohen Gesundheitsniveau anstatt zu inflationären Krankheitskosten zu Lasten aller und zu Gunsten weniger.

Eine weitere konstruktive Maßnahme wäre, dass auch der Patient finanziell belohnt werden sollte, wenn er viel für seine gesundheitliche Prävention tut bzw. gesundheitsschädliches Verhalten vermeidet und daher nur wenig Leistungen von der Krankenkasse, also der Gemeinschaft, in Anspruch nehmen muss. Dies könnte man so umsetzen, wie es manche Krankenkassen ja auch schon handhaben, dass ein Teil der Krankenkassenbeiträge, z.B. 20%, an alle entsprechend der jeweiligen Anspruchsnahme von Leistungen zurückvergütet würden. Also derjenige der viel von der Gemeinschaftskasse in Anspruch nimmt, bekäme wenig

Rückvergütung während derjenige, welcher nur wenig Leistungen aus der Gemeinschaftskasse benötigt, in den Genuss einer höheren Rückvergütung käme. Hiermit würde ein starkes finanzielles Motiv für jeden geschaffen, das gemeinschaftliche System nur in Anspruch zu nehmen, wenn es auch nötig ist und nicht mit einer „Vollkaskomentalität“ mitzunehmen was geht.

Sobald es sich finanziell spürbar lohnt, sich selbst um eine bestmögliche Gesundheit zu bemühen, könnten hierdurch die Erkrankungen und die dadurch nötigen Behandlungskosten stark zurückgehen, so dass man auch den monatlich Grundbeitrag zur Krankenversicherung für alle senken kann, womit auch die krankheitsanfälligen Personen entlastet würden und somit ebenfalls von diesem System einer leistungsgerechten Rückvergütung profitieren würden.

Apropos Gesundheitskosten: Hätten wir eine wirklich solidarische Krankenversicherung, müssten alle, auch die Wohlhabenderen in eine Gemeinschaftskasse einzahlen und die Kosten für den einzelnen Arbeiter und Angestellten würden nur ein Bruchteil der jetzigen Kosten betragen, da im Moment weder Unternehmer, noch Anwälte, noch Ärzte, noch Beamte in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen und die Reichen und Spitzenverdiener nur bis zu einer für diese lächerlichen Beitragsbemessungsgrenze zahlen müssen, anstatt proportional zu ihren Einkünften.

Wenn nun Ärzte, Krankenhäuser, Therapeuten, sprich alle Wirtschaftsbetriebe, welche sich mit Krankheit befassen sowie die Patienten selbst für einen guten Gesundheitszustand finanziell und persönlich stark belohnt würden, würde sich das kommerzialisierten

Krankheitssystem systematisch in ein präventives und nachhaltiges Gesundheitssystem mit einem äußerst hohen allgemeinen Gesundheitsniveau transformieren, dass nur sehr geringe Kosten für die Gemeinschaft verursachen würde.

Darüber hinaus gibt es weitere sehr effektive Maßnahmen, um das Gesundheitsniveau gesamtgesellschaftlich nochmals erheblich zu verbessern, nämlich indem man z.B. einfach ungesunde Produkte und Lebensmittel höher besteuert als gesunde und nachhaltige Produkte, so wie man es bei Tabak und Alkohol ja auch macht. Raffinadezucker, Weißmehl, Konserven und Süßigkeiten würden dann beispielsweise teurer werden, während unbelastetes Vollkornmehl, Gemüse und Obst günstiger werden würde.

Zuletzt sei noch erwähnt, dass durch den Wachstumszwang in einer kapitalistischen Wirtschaft zwangsläufig immer mehr unsinnige Umsätze auch im Gesundheitsbereich gemacht werden müssen, um den Geldkreislauf aufrecht zu erhalten. Die wesentlichste Besserung würde sich daher bei der Einführung einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus, der sogenannten natürlichen Wirtschaftsordnung, ergeben, welche ohne Wachstumszwang und systematische Konzentration von Kapital in Großkonzernen Leistungsgerechtigkeit und Nachhaltigkeit garantiert.

9.5 Schlusswort

Ich wünsche allen Lesern eine bestmögliche Gesundheit und Heiterkeit! :-)