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INFORMATIONSBLATT NR. 75 24. JAHRGANG

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DES 00. LANDESJAGDVERBANDES SEPTEMBER 1997

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SEPTEMBER 1997

Der Landes­ jägermeister am Wort

ÖR Hans Reisetbauer Landesjägermeister

Eine Lanze für eine gemeinsame Sprache!

aturgemäß ist die Jagd auch in unse­ rem Land einem ständi­ gen Wandel unterworfen, und doch, so grundlegenden

Veränderungen, wie sie sich zu unserer Zeit abspie­

Veränderungen, wie sie sich zu unserer Zeit abspie­ len, stand die Jägerschaft selten gegenüber. Daß sie

len,

stand die Jägerschaft

selten

gegenüber. Daß sie die Entwicklung so mustergültig bewältigt, spricht für den guten Willen aller jener Men­ schen, die Verantwortung tragen und die Fähigkeit besitzen, Konflikte ver­

bal und mit Sachverstand zu lösen. Allen diesen Gesprächspartnern liegt bei gebührender Akzeptanz des technischen Fortschrittes einerseits und des wachsenden Freizeitanspru­ ches der Bevölkerung andererseits die Erhaltung eines hohen Prozent­ satzes an natürlicher Ursprünglich­ keit am Herzen. So gesehen, gehen wir Jäger als gleichberechtigte Partner der nicht- jagenden Mitbürgerinnen und Mitbür­ ger den selben Weg der Erhaltung und Hege eines bedeutenden Erbes, das es für unsere zukünftigen Gene­ rationen ohne Abstriche zu erhalten gilt. Jahrzehntelang funktioniert dort, wo Lebensraumpflege jahraus und jah­ rein im Alltagsleben praktiziert wird, nämlich in unseren Dörfern auf dem

Titelbild:

Erich Marek, Wildtierfotograf

Dörfern auf dem Titelbild: Erich Marek, Wildtierfotograf Land, in unserer Bergwelt und an den Seen und

Land, in unserer Bergwelt und an den Seen und Flüssen, das Miteinander bestens und jahrzehntelang erfreuen sich Einheimische und Gäste ge­ meinsam einer Gott sei Dank vieler­ orts noch intakten Umwelt. Dort, wo der Jäger und der Ernährer des Wil­ des noch eine Sprache sprechen, dort finden sie auch nach unter­ schiedlichen Auffassungen wieder zusammen. Ernsthaftigkeit beider Partner, der Jagdausschüsse und der Jägerschaft, ist die Grundvorausset­ zung für eine erfolgreiche Weiterent­ wicklung unserer Gesellschafts- und Brauchtumskultur, in der auch wir Jäger einen festen Platz einnehmen. Ich bin ein Verfechter der offenen Rede und Gegenrede, doch als prak­ tizierender Weidmann halte ich nichts von betont emotionell gehaltenen Vorbringen, von welcher Seite auch immer, denn sie nehmen dem Gegenüber den guten Willen zur gemeinsamen Lösungsfindung. Wie könnte ich von einem Außenstehen­ den einen seriösen Wortwechsel ein­ fordern, wenn ich mir nachsagen las­ sen müßte, daß dieser in Jägerkrei­ sen nicht geführt wird? Mein ständi­ ges Bemühen gilt über alle Hürden hinweg, in unserem Land Oberöster­ reich Einklang zu halten zwischen Bauern und Jägern. Wir können uns glücklich schätzen, daß beinahe 100 Prozent der Genossenschaftsjagden in heimischen Händen gehalten wer­ den. Und wenn in der einen oder anderen Gemeinde selbsternannte Ratgeber glauben, das Klima zwi­ schen Grundbesitzern und Jägern

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

vergiften zu müssen, es wird ihnen nicht gelingen, wenn beide Seiten in traditioneller Weise offen und ehrlich und ordentlich miteinander umgehen! Auch wenn wir unsere Sorgen haben, mit der Nichterfüllung der Abschußpläne oder mit dem richtigen Umgang beim Auftreten von Wild­ schäden - wir wollen das gemeinsa­ me Gespräch mit den Grundbesit­ zern! Aber ohne Verhetzung und Ver- naderung, sondern als Partner und Freunde! Daß wir diese Partner­ schaft und den gegenseitigen Respekt auch von den Behördenver­ tretern nach schillerschem Vorbild erbitten, wolle uns nicht als Schwä­ che, sondern als Entgegenkommen angerechnet werden! Ich habe dieses Mal das Gespräch, das „Miteinander Reden“, zu meinem Thema gewählt und ich danke allen, die mit mir eines Sinnes sind. Ich danke unseren politischen Ver­ tretern im Lande, an der Spitze Landeshauptmann Dr. Josef Püh- ringer und Landesrat Leopold Hofinger, für ihr offenes Bekennt­ nis zur oberösterreichischen Jagd. Ich danke ihnen dafür, daß sie die Bezirksjägertage besuchen und vor Ort von den Freuden, aber auch von den Sorgen und Nöten der oberöster­ reichischen Jägerinnen und Jäger erfahren. Ihnen allen entbiete ich ein kräftiges Weidmannsheil und viele schöne und spannende Pirschgänge in unseren herbstlichen Revieren!

Aus dem Inhalt

Es sollte einmal gesagt werden

Wald- und Revierreinigungsaktion

4

Landesjägermeister ÖR Hans Reisetbauer 60 Jahre

6

Der Jagdleiter - hochgradig gefordert!

10

Das neue Waffengesetz

18

Mehr Forstpflege - mehr Winteräsung

20

Ungewöhnlich starker Hasenverbiß an Aufforstungspflanzen

24

Schutzwald - wer schützt wen?

30

Twenty Years After

34

Jungwildrettung - ein breiter Silberstreif am Horizont

37

Öffentlichkeitsarbeit der Jäger:

41

Inhaltsangaben „OÖ. Jäger“, 41-60

43

Waldspaziergänger - Hund - Jäger schaff - Kein Anlaß zum Streiten!

56

Schule und Jagd

60

Hundewesen

64

Aus den Bezirken

67

Jagdhornbläser

80

Neue Bücher

86

SEPTEMBER1997

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

peterKraushofer Es sollte einmal gesagt werden

Intervalljagd, Schwerpunktbejagung, Bewegungsjagd, Wildtiermanage-

ment

viele neue Wörter sind in den

letzten Jahren aufgetaucht. Eigent­ lich liegen diesen Begriffen aber durchwegs alte Jagdtraditionen zugrunde. Es muß nichts neu erfun­ den werden, nur die alten und guten

Handwerksregeln der Jägerei sind zu pflegen. In diesem Sinne meine Gedanken zum Rehwildriegler:

Wir sind das Rehwildland in Österreich. Besonders bei der Herbstrehjagd entscheidet der Revierbetreuer über Zahl und Qualität seiner Rehe. Schon durch die Jahreszeit bedingt, wird dafür nur ein Bruchteil der Bockjagdzeit aufgewendet. Jedenfalls soll vor der Notzeit die Bejagung abgeschlossen, der Abschußplan erfüllt sein. Dafür ist ein Rehriegler sicher hilfreich. In großen Waldrevieren gibt es keinen „Auszug“ auf Äsungs­ flächen. Die Rehe stehen unsichtbar in Jungkulturen und Dickungen. Gerade dort aber ist eine Abschußdurchführung im Sinne der Abschußplanver­ ordnung (Verbiß) angebracht, ein Rehwildriegler sinnvoll und

zweckmäßig. Einige wichtige Punkte, die bei jedem Rehriegler beachtet werden sollten:

• Nur wenige, aber orts- und reh­ kundige Schützen (2 bis 8) mit einem Nachsuchenhund.

• Ebensolche Treiber (1 bis 3) even­ tuell mit einem fermen (kurzläufi­ gen) Stöberhund.

• Hellhöriges klares Wetter, kühl, eventuell Schnee (kein Laub auf den Bäumen, kein starker Wind).

• Vorher gut situierte und leise erreichbare Stände mit Sitzmög­ lichkeit erkunden. Kugelfang be­ achten!

• Schuß nur auf verblüffendes oder ziehendes Wild (mit Büchse und Zielfernrohr)!

• Revierteil möglichst nur einmal im

„Rehriegler“

Jahr bejagen (Triebe 5 bis 50 ha - je nach Gelände und Bestandes­ art)

Nicht „hudeln“ (2 bis 4 Triebe pro Jagdtag). Ein Riegler darf keines­ wegs eine „Treibjagd“ sein.

Zu

den

obigen

Punkten wichtige

Details:

sein. Zu den obigen Punkten wichtige Details: (m \ Jeder Schütze sollte selbständig sei­ nen Stand

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Jeder Schütze sollte selbständig sei­ nen Stand erreichen. Der Trieb kann so von verschiedenen Seiten gleich­ zeitig „angegangen“ werden (Wind beachten). Einwandfreies Anspre­ chen und Schießen muß von jedem Schützen verlangt und erwartet wer­ den können. Reine „Schießer“, die nicht gut ansprechen, sind genauso ungeeignet wie ewige „Schauer“, die mit der Büchse nicht zurechtkom­ men. Keinesfalls ist so ein Jagdtag dazu geeignet „irgendwelche Gäste“ einzuladen, um seinen Verpflichtun­ gen nachzukommen. Zweckmäßig ist es aber, den Reviernachbarn einzu­ laden. Größere Schützenanzahl (über 10) erfordert enormen Aufwand beim Organisieren, Anstellen, Über­ prüfen der Anschüsse etc.; meist

erbringen solche Großaufgebote auch nicht die entsprechende Strecke und „Ergiebigkeit“. Zu den Trieben: Oft ist der Revierbe­ treuer oder Grundeigentümer der beste Treiber. Er kennt jeden Gra­ ben, jede Dickung , kann kleinräumig „hobeln“ (zurückgehen) und findet verläßlich den zweckmäßig­ sten Weg. Dabei sollte der Trei­ ber öfters längere Zeit ruhig stehenbleiben. Die Rehe wer­ den dadurch verunsichert. Jedenfalls ist „lautlos“ zu trei­ ben. Gelegentliches Ast­ knacken genügt, um Rehe und Schützen über den Weg des Treibers zu informieren. Ziel der Treiber muß es sein, die Rehe nicht hochflächig auszu­ jagen, sondern von einer Deckung in die nächststehende „umzudrücken“. Nach dem Auswechseln oder Abspringen aus einer Deckung beruhigen sich die Rehe nach einer Fluchtstrecke meist schon vor dem Einwechseln in die nächste sichere Deckung. Dort verhoffen sie oft „zurück“, können gut angesprochen und erlegt werden. Die Schützen sind demnach nicht am durch­ zutreibenden Einstand, son­ dern vor der benachbarten Deckung anzustellen. Vorhandene Leitern und Kanzeln stehen oft nicht an geeigne­ ter Stelle. Gräben, Wege, Schneisen werden vom Reh meist zu schnell überfallen und sind als Schützen­ stände ungeeignet. Hochwald mit Bodendeckung und angrenzender Dickung ist erfolgversprechend. Es ist zu bedenken, daß Rehe bereits in kniehoher Deckung Sicherheit emp­ finden. Beim Schuß ist zu beachten: Nur der Erdboden ist verläßlicher Kugelfang. Treiber können jederzeit und überall auftauchen! Absoluter und gut ein­ sehbarer Kugelfang muß vorhanden sein. Gewehrauflage und Ellenbo­ genauflage vorbereiten. Genaues Ansprechen des anwechselnden Wil-

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DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

drücken des Gebietes, wenn die Trei­ ber schon am Sammelplatz sind, soll­ ten die Schützen noch länger auf den Ständen verweilen. Heimliche Stücke „verdrücken“ sich erst nach dem Wir­ bel aus dem beunruhigten Gebiet, andere wollen zu diesem Zeitpunkt wieder in ihren Einstand zurückkeh­ ren. Oft ist daher „nach dem Trieb“ der Jagderfolg erheblich. Jedenfalls ist bei derartigen Rieglern eine Tagesstrecke von einigen Stücken anzustreben (mindestens 0,5 bis 1 Stk. pro Schütze). Wird dies nicht erreicht, hat man Fehler gemacht oder der Rehwildstand ist schon so gering, daß eine (derartige) Bejagung überflüssig ist. Abschließend noch ein wichtiger Hin­ weis:

Ein Rehriegler ist keine Hasenjagd, ein Rotwildriegler keine Rehjagd. Jeweils gelten gänzlich andere Ver­ haltensmuster des Wildes und damit auch der Jäger! Leider wird besonders das Rotwild oft „saumäßig“ bejagt, sorgloser als Reh und Hase. Bei der Rotwildbeja- gung ist unser Bundesland in vielen Gebieten leider noch Entwicklungs­ gebiet. Denken wir daran: Weidwerk verpflichtet!

gebiet. Denken wir daran: Weidwerk verpflichtet! des muß auch dessen Reihenfolge berücksichtigen. Auf

des muß auch dessen Reihenfolge berücksichtigen. Auf Verschiebung der Stücke besonders achten. Die Erlegung eines „verwechselten“ Stückes sollte nicht Vorkommen, ebenso bei der Schußabgabe auf ein im Hintergrund stehendes weiteres Reh achten (Splitterwirkung beim Anschuß!). Stets für nachfolgende

Schüsse (Kitz, Geiß

Rehwildriegler sollten den Jagddruck mindern und, anstelle von unzähligen Ansitzen (die das Wild mitbekommt!), zum Erfolg führen. Die Beunruhigung für das Wild kann somit auf einen der zwei Tage im Herbst und Winter reduziert werden. Selbstverständlich wird mit dem Abschuß des weibli­ chen Rehwildes schon am 16. 5. (Schmalgeißen) und spätestens Mitte September bei Geiß und Kitz begon­ nen. Äußerst ungünstig ist die baldi­ ge Wiederholung von Rieglern im gleichen Revierteil. Wenn zum ver­ einbarten Termin die Witterung nicht geeignet ist, sollte unbedingt ver­ schoben werden.

Bei der Zeiteinteilung ist zu beach­ ten, daß bereits durch das Anstellen der Schützen einzelne Rehe beunru­

) gerüstet sein.

higt werden und anwechseln können. Nach dem eigentlichen Durch-

der Schützen einzelne Rehe beunru­ ) gerüstet sein. higt werden und anwechseln können. Nach dem eigentlichen

SEPTEMBER1997

Landesjäger-

„meister ÖR Hans Reisetbauer -

60 Jahre

Landesjäger- „meister ÖR Hans Reisetbauer - 60 Jahre m 30. August vollendete LJM Hans Reisetbauer sein

m 30. August vollendete LJM Hans Reisetbauer

sein

60.

Lebensjahr. Der Jubilar steht seit 1973, also fast zweieinhalb Jahr­ zehnte hindurch, in wirklich „alter Fri­ sche“ an der Spitze der rund 17.000 Jäger Oberösterreichs. Für den „OÖ. Jäger“, der dem Jubilar nicht nur sei­ nen Bestand, sondern weitgehend auch seine derzeitige Form und Qua­ lität verdankt, sprach HR Dipl.-Ing. Sepp Baidinger mit dem Landesjä­ germeister:

Du bist seit 24 Jahren Landesjäger­ meister. Wie kamst Du zu dieser ver­ antwortungsvollen Aufgabe?

LJM Reisetbauer: Von meinem Vater her, der Jagdleiter in Kleinmün­ chen war, bin ich jagdlich „stark vor­ belastet“. Seit 1953 bin ich selbst Jäger, seit 1961 Jagdleiter in Kirch- berg-Thening und 18 Jahre lang Jagdleiter in Ebelsberg. 1968 wurde ich in den Landesjagdbeirat berufen, kam 1971 als Bezirksdelegierter von Linz-Land in den Landesjagdaus­ schuß und wurde dort Finanzreferent und Stellvertreter von LJM Tröls. 1972 wurde ich wegen dessen Erkrankung geschäftsführender Lan­ desjägermeister und im November 1973 zum Landesjägermeister gewählt.

und im November 1973 zum Landesjägermeister gewählt. Viele unter Deinen Jägern kennen Dich zwar von den

Viele unter Deinen Jägern kennen Dich zwar von den Bezirksjägertagen oder aus den Medien, wissen aber nicht, wer Du bist, was Du - neben der Führung der Jägerschaft - tust und wo Du jagst?

LJM Reisetbauer: Nach dem Besuch der Landwirtschaftsschule Otterbach und der agrarpolitischen Fachschule Marburg an der Lahn in Hessen begann meine bäuerliche Laufbahn auf dem 1956 von meinen Eltern erworbenen Kirchdorfergut in Kirchberg-Thening. Seit 1965 bewirt­ schafte ich, zusammen mit meiner Frau und inzwischen mit einem mei­ ner Söhne, diesen 112 ha großen Betrieb, der 70 ha Ackerbau und 40 ha Wald umfaßt. Wir produzieren Mais, Zuckerrüben, Weizen und Raps und daneben Edelobst auf über 7000 Bäumen. Mein Sohn betreibt eine expandierende Brennerei von Edelbränden. 30 Jahre Tätigkeit als Ortsbauernob­ mann, als genossenschaftlicher Funktionär im Waren- und Geldsek­ tor und die Zugehörigkeit zum Lan­ desbauernrat sind meine Aufgaben in der Standesvertretung, denen ich vielleicht den „Ökonomierat“ verdan­ ke, eine Auszeichnung, auf die ich sehr stolz bin. Jagen tu ich hauptsächlich im eige­ nen Revier, gerne als Gast auch bei Freunden, und, abgesehen von einer bescheidenen Ausnahme, praktisch nur im Inland. Ich war immer begei­ sterter Flugschütze, in besseren Zei­ ten auf vielleicht zwanzig, heute nur zwei bis drei Jagden im Jahr, führe ein Leben lang Hunde und bilde mir ein, ein recht passabler Pirschführer zu sein.

Wie sieht Du die Entwicklung der Jagd in den fast 25 Jahren Deiner Amtszeit?

LJM Reisetbauer: Diese Zeit umfaßt eine gewaltige Umwälzung im gesamten Jagdwesen. Ich erinnere mich an die Schwierigkeiten von frü­ her: vorgelegte Abschußpläne wur­ den häufig reduziert, Fehlabschüsse wurden streng geahndet und z. B. die angestrebte, aber seitens der Behör­ de lange Zeit verhinderte Vorverle­ gung der Schußzeit auf Knopfbock und Schmalreh gipfelte im Vorwurf

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

der „Ausrottung des Rehwildes“. Dessen Stand ist aber vielmehr angestiegen, ebenso wie jener der Jäger in Oberösterreich, der bei mei­ ner Amtsübernahme rund 13.000 umfaßte und heute etwa bei 17.000 stagniert, wobei die Zunahme unter dem Schnitt der Bundesländer liegt. Diese Zunahme ist einerseits ein Zei­ chen des Wohlstandes, die Jagd ist sicher auch Statussymbol geworden, andrerseits auch Zeichen eines stei­ genden Bedürfnisses nach naturna­ hem Erleben. Dafür spricht auch eine deutliche Gewichtsverlagerung zu den Stadtjägern, unter denen interes­ santerweise Ärzte dominieren. Die regional unterschiedlich ange­ stiegenen Wildstände haben die Wildschadensfrage verschärft. Die Waldbesitzer sind sensibler gewor­ den. Die Begründung von Mischbe­ ständen nach verschiedenen Kata­ strophen anstelle reiner Fichte und die Förderung der Naturverjüngung verlangen nach maßgeblicher Reduktion, die aber infolge der Störung durch intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung und wegen maßloser Freizeitkonsumati­ on immer schwieriger wird. Vielfach ist aber bestimmt auch das Maß des Erfüllbaren schon erreicht. Jedenfalls werden wir Jäger je nach Betrach­ tungsweise als grausame Bambimör­ der oder aber verantwortungslose Wildmäster auf fremden Grund gegeißelt. Recht machen können wir es anscheinend niemandem!

Wie haben sich Aufgabe und Arbeit­ sumfang für den Landesjägermeister während Deiner Amtszeit verändert?

LJM Reisetbauer: Meinem Vorgän­ ger genügte noch ein wöchentlich einmaliger Besuch in der Verbands­ kanzlei. Inzwischen vergeht bei mir kein Tag ohne irgendeine Befassung mit meiner Funktion: 15 Bezirksjäger­ tage jährlich, der Landesjagdaus­ schuß und die Unterausschüsse, der Vorsitz im Landesjagdbeirat mit Lo­ kalaugenscheinen und Gutachten, Verhandlungen mit der Landesregie­ rung, der Kammer, dem Landesforst­ dienst und nichtjagdlichen Gruppie­ rungen, der Vorsitz im Rehwildaus­ schuß der Landesjagdverbände und schließlich die oft ad hoc notwendige

SEPTEMBER 1997

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

E M B E R 1 9 9 7 DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Medienpräsenz schaffen mir einen

Medienpräsenz schaffen mir einen reichhaltigen Terminkalender. Natür­ lich kann ich dank hervorragender Mitarbeiter im Verband und engagier­ ter Funktionäre in den Bezirken man­ ches delegieren. Es bleibt mir aber „Chefarbeit“ genug, die mir durchaus Freude macht.

Wie stehst Du zur „obersten Jagd­ behörde“, zur Landwirtschaftskam­ mer und zum Landesforstdienst und wie zum oberösterreichischen Umweltanwalt? Hast Du Probleme mit dem Natur- und Tierschutz?

LJM Reisetbauer: Meine gute Beziehung zum Ressortchef der Land- und Forstwirtschaft und damit auch der Jagd, Landesrat ÖR Leo­ pold Hofinger, basiert auf gegenseiti­ gem Vertrauen und der Freundschaft aus gemeinsamer Schulzeit. Auch mein Verhältnis zur Agrar- und Forst­ rechtsabteilung der Landesregierung ist das beste. Der Landesjagdver­ band konnte wichtige Verordnungen und Richtlinien mitgestalten und gemeinsam mit dem Landesforst­ dienst die Voraussetzung für die

mit dem Landesforst­ dienst die Voraussetzung für die Der Landesjägermeister in gelungener „hauseigener“

Der Landesjägermeister in gelungener

„hauseigener“

Laubholz-Naturverjün-

gung.

Abschußplanverordnung 1993 als bestimmt zielführenden Weg zur Bewältigung der Wald-Wild-Frage schaffen. Wird diese konsequent umgesetzt, und dabei sind wir, sehe ich keine zwingende Notwendigkeit zu einer Novellierung des Jagdgeset­ zes.

Daß bei vielen von uns Jägern ab sofort ein gewal­ tiges Umdenken notwendig ist und daß wir alle in der Zukunft ein hohes Maß an Einsatz, aber noch mehr an jagdlicher Beschei­ denheit werden aufbringen müs­ sen, muß uns klar sein. Das darf uns aber die Freude an * * der Jagd nicht nehmen!

Das darf uns aber die Freude an * * der Jagd nicht nehmen! LJM Reisetbauer im

LJM Reisetbauer im „OÖ. Jäger“, März 1994

Die Zusammenarbeit mit dem Lan­ desforstdienst beim Vollzug der Abschußplanverordnung läuft positiv, abgesehen von wenigen Fällen, wo die Probleme meiner Meinung nach hauptsächlich im rein Menschlichen liegen. Zwischen dem Landesforstdi­ rektor und mir herrscht eine gute Gesprächskultur. Natürlich haben wir beide manche Schwierigkeit an der jeweiligen Basis, doch darf uns dies in der Anfangsphase der notwendi­ gen Umsetzung nicht entmutigen. Weil mir oft von Jägerseite sogar ein zu großes Verständnis für das Grundeigentum vorgeworfen wird und weil 25 % des bäuerlichen Wal­ des Jägern gehören, wünschte ich mir ein noch besseres Verhältnis zur Landwirtschaftskammer. Wir haben im vorigen Jahr Jagdausschußob­ männer und Jagdleiter gemeinsam geschult und wollen das in besserer Form wiederholen, weil ich diese Zusammenarbeit zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses für äußerst wichtig ansehe. Leider anerkennt der Umweltanwalt meiner Meinung nach die bei der seit Jahren laufenden Reduktion erbrach-

SEPTEMBER1997

te Leistung der Jäger und auch ihre Bemühungen im Kulturschutz und in der Biotoppflege zu wenig. Er verall­ gemeinert einzelne, schwierig zu lösende Wildschadensfälle auf eine sicher nicht gegebene Schadenssi­ tuation im ganzen Land und nimmt die steigenden Erschwernisse für die Jagd einfach nicht zur Kenntnis. Obendrein sieht er manche Gefähr­ dung des Waldes durch bedenkliche Nutzungen und Bringungsvorgänge und unterbleibende Waldpflege anscheinend überhaupt nicht. Daher sehe ich derzeit leider keine Basis für eine zielführendes Gespräch mit ihm. Mit dem Naturschutz haben wir in Oberösterreich erfreulicherweise überhaupt keine Probleme. Was den Tierschutz betrifft, bin stolz darauf, daß ich 1984 mit dem großen golde­ nen Verdienstkreuz des oberöster­ reichischen Tierschutzvereines aus­ gezeichnet wurde. Sicher eine Be­ stätigung dafür, daß wir Jäger den Tierschutz ernst nehmen, auch wenn fehlerhaftes Verhalten einzelner nicht immer auszuschließen ist.

Was hältst Du von den Forderungen der „Schutzgemeinschaft Wald“ und von der Gründung eines sogenann­ ten „Ökojägervereines“?

LJM Reisetbauer: Hier laufen schon seit zehn Jahren, seinerzeit noch unter LWK-Präsident Gurtner geführt, die gleichen Gespräche mit den glei­ chen Leuten. Man spricht von der Entmündigung des Grundeigentü­ mers, will unter anderem ein neues Jagdgesetz, kleinere Eigenjagd­ flächen und die Möglichkeit freiwilli­ ger Zusammenschlüsse, um die Abschußregelung am Beispiel „Mög- gers“ selbst vornehmen zu können. Aber der Vergleich mit Vorarlberger Verhältnissen paßt einfach nicht. Dort war die weitgehende Verpach­ tung an Ausländer die Ursache allen Übels. Hier sind alle 452 Genossen­ schaftsjagden, in denen ja die Schutzgemeinschaft die Ursache für ihre Forderungen sieht, in der Hand heimischer Jäger und innerhalb der Pächter sind die Grund- und Waldbe­ sitzer in der Mehrheit. Ich nehme die Schutzgemeinschaft durchaus ernst, halte aber den Großteil ihrer Forde­ rungen geradezu für absurd. Ich

den Großteil ihrer Forde­ rungen geradezu für absurd. Ich glaube auch nicht, daß unsere Land­ bevölkerung

glaube auch nicht, daß unsere Land­ bevölkerung eine derartige Entwick­ lung akzeptieren würde. Zuletzt ernsthaft mit der Schutzgemeinschaft geführte Gespräche waren leider nicht fruchtbar, diese werden aber fortzusetzen sein. Vorerst bleibt mir nur der Apell an meine Jäger, den notwendigen Abschuß konsequent zu vollziehen, sich aktiv am Forst­ schutz zu beteiligen und damit Schaden möglichst gering zu halten. Und jede Entschädigungsausein­ andersetzung bei gerechtfertigter und vernünftiger Forderung durch Entgegenkommen im Keim zu ersticken.

Was macht

Dir im

Rückblick auf

Deine bisherige Tätigkeit besondere

Freude?

LJM Reisetbauer: Wir konnten die Politik aus dem Jagdgeschehen fern­ halten! Nach dem Prinzip „heimische Jagd in heimischer Hand“ gab es in 25 Jahren keine Jagdversteigerung! Manche Verhandlungsnacht hat sich gelohnt. Die parallel zur schon voll­ zogenen Wildstandsreduktion er­ reichte Anhebung der gesundheitli­ chen Güte des Rehwildes, bewiesen durch die nie gehabte Trophäenqua­ lität, macht mir Freude. Ebenso die Leistungen der Jäger in der Äsungsverbesserung, Biotoppflege und beim Kulturschutz, die Fortschrit­ te in der Wildbrethygiene und -Ver­ wertung. Als ein Zeugnis von hoher Jagdkultur betrachte ich Schloß Hohenbrunn, für dessen Erhaltung und Ausbau zum nunmehrigen Jagd- und Fische­ reimuseum die Jägerschaft 25 Millio­ nen Schilling aufgebracht hat. Nun müssen wir es schaffen, daß es noch viel mehr als bisher von der Jäger­ schaft angenommen wird. Natürlich gilt mein ganzer Stolz dem „OÖ. Jäger“, der vom schlichtesten Mitteilungsblatt am Anfang meiner Amtszeit zu einem ausgezeichneten Medium der Information und Fortbil­ dung unserer Jägerschaft geworden ist. Auch unser hochentwickeltes Jagdhundewesen im Lande macht mir, der ich seit 1955 ununterbrochen Hunde führe und durch 20 Jahre als Vizepräsident im ÖJGV tätig war, besondere Freude.

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Was schmerzt Dich besonders?

LJM Reisetbauer: Die oft, aber mei­ stens in Unkenntnis der Zusammen­ hänge geäußerten Vorwürfe von Jägern tun mir weh, daß ich zu nach­ giebig sei und zu wenig Härte gegenüber den Forstleuten oder jagdfeindlichen Gruppierungen zei­ ge. Zwangsläufig fallen notwendige, aber unpopuläre Maßnahmen auf den Landesjägermeister zurück. Ich weiß zwar, daß manche Kritik momentaner Emotion entspringt, glaube aber sagen zu dürfen, daß ich versuche, so wie meine Funktionäre und Mitarbeiter auch, aus jeder Situation das für die Jagd Beste her­ auszuholen. So wie Politik im allge­ meinen ist auch Jagdpolitik und damit die Vertretung der Jagd in der heutigen Gesellschaft die Kunst des Möglichen, die nicht immer jeden befriedigen kann. Ich glaube aber mit dem beharrlich fortgesetzten Ge­ spräch mit allen, die gegen die Jagd sind oder für die Jagd gewonnen werden können, mehr Erfolg zu haben, als das fallweise lauthals ge­ forderte „auf die Straße gehen“ der Jägerschaft bringen könnte.

Sorgen machen mir die steigenden Mähverluste und das Fallwild auf den Straßen. Sehr bedauern muß ich auch den seit 100 Jahren unüberseh­ baren Rückgang des Rotwildes und die Zerschlagung der großen Revie­ re. Hier sehe ich mit Neid auf alle anderen Bundesländer und wünschte mir wenigstens eine maßvolle und vernünftige Anhebung des Bestan­ des. Das Rotwild ist Kulturgut, sicher gleich wertvoll wie Bär und Luchs, und sollte auch hier im Lande Daseinsberechtigung genießen. Schließlich schmerzt mich die stei­ gende Beanspruchung der Lebens­ räume des Wildes durch andere Landnutzer, hauptsächlich durch Sport und Freizeitkonsum, und wei­ ters die Ignoranz vieler Medien gegenüber dem ehrlichen Bemühen der Jägerschaft, die doch einen beachtlichen Aufwand an Zeit und Geld für Wild und Landeskultur lei­ stet. Ganz besonders ärgert mich die fehlende Objektivität und Fachkennt­ nis bei manchen geradezu militanten Jagdgegnern, die das Heil für die Umwelt nur im Schuß sehen.

SEPTEMBER 1997

Wie siehst Du die Jagd und Deine spezielle Aufgabe in der Zukunft des neuen Jahrtausends?

U M Reisetbauer: Eine Selbstregu­ lierung zwischen Wildtier und Le­ bensraum gibt es in der Kulturland­ schaft schon lange nicht mehr, Daher wird es auch in Zukunft die Jagd geben müssen, die sich selbstver­ ständlich den Gegebenheiten von Zeit und Gesellschaft anzupassen hat, was sie übrigens wohl zu allen Zeiten getan hat. Schon lange ist nicht mehr der „wilde Jäger“ gefragt, vielmehr wird ein erstklassig ausge­ bildeter, ökologisch bewußt Jagender die Verantwortung für die Erhaltung gesunder und artenreicher Wildstän- de, wie das Gesetz es noch immer befiehlt, bei größtmöglicher Rück­ sichtnahme auf Wald und Flur zu tra­ gen wissen. Jagen ist längst kein Pri­ vileg mehr und dafür mehr und mehr Verpflichtung gegenüber der Umwelt im weitesten Sinne.

Du hast an der Spitze der Oberösterreichischen Jäger­ schaft in 23 Jahren Fachwissen und Kompetenz, Verhandlungsge- sch ick, Duchsetzungsvermögen, Verständnis und Weitblick zu erfolgreicher Arbeit eingesetzt. Es freut mich, Dir dafür heute das Dir in Anerkennung Deiner Leistung von der Landesregierung verliehe­ ne Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich * / überreichen zu dürfen. W W

Landes Oberösterreich * / überreichen zu dürfen. W W Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer am Landeshubertustag in

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer am Landeshubertustag in St. Florian am 15. September 1996

Meinen Auftrag sehe ich darin, für eine auf alter Tradition beruhende, aber durchaus „neue“ Jagd einzutre­ ten, deren Aufgabe und Berechti­ gung auch künftig von der Gesell­ schaft erkannt und damit akzeptiert wird. Ich weiß, daß es dazu einer immensen Öffentlichkeitsarbeit be­ darf, die äußerst schwierig und nicht nur meine, sondern auch Sache jedes einzelnen Jägers ist. Ich möch­ te hier wiederholen, was ich beim Landeshubertustag in St. Florian im September vorigen Jahres aus Anlaß des 50-Jahr-Jubiläums des Landes­ jagdverbandes annähernd gesagt

habe, nämlich, daß sich die Aufga­ ben der Jagd gewandelt haben und die Herausforderung an uns Jäger größer ist als je zuvor. Daß wir uns aber dieser Herausforderung mit unverminderter Freude am Jagen stellen wollen, weil wir unsere Ver­ antwortung um unser Wild und sei­ nen Lebensraum wirklich erfaßt haben und überzeugt sind, daß unse­ re Kulturlandschaft und unsere Ge­

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

sellschaft den Jäger und die Jagd auch im kommenden Jahrtausend brauchen werden. In diesem Sinne möchte ich Weiterarbeiten.

Dazu und zu Deinem runden Geburtstag wünscht Dir, Herr Lan­ desjägermeister, der „OÖ. Jäger“ Glück, Gesundheit und Erfolg und dankt Dir für das Gespräch.

Große Geburtstagsfeier am Kirchdorfergut in Axberg

Große Geburtstagsfeier am Kirchdorfergut in Axberg LJM-Stellvertreter BJM Dr. Dieter Gaheis überreicht dem

LJM-Stellvertreter BJM Dr. Dieter Gaheis überreicht dem Jubilar ein Geschenk des OÖ. Landesjagdverbandes.

Die engeren Mitarbeiter des Lan­ desjägermeisters waren am 29. August fast geschlossen der Einla­ dung von LJM-Stellvertreter BJM Dr. Dieter Gaheis gefolgt, um „da­ heim“ beim Jubilar, am Kirchdorfer­ gut in Axberg, ÖR Hans Reisetbau- ers Sechziger zu feiern: der Lan­ desjagdausschuß, also die Be­ zirksjägermeister und die Delegier­ ten, die Mitglieder des Landes­ jagdbeirates, Hofrat Dr. Rechberger von der Agrar- und Forstrechtsab­ teilung der oö. Landesregierung und Landesforstdirektor HR Dipl.- Ing. Dr. Otto Sedlak. An der Spitze der Ehrengäste war Agrarreferent Landesrat ÖR Leopold Hofinger gekommen, um seinem Freund und langjährigen Mitstreiter persönlich zu gratulieren. LJM-Stellvertreter Dr. Gaheis wür­ digte in seiner Laudatio die von Hans Reisetbauer drei Jahrzehnte hindurch für die Jagd geleistete Arbeit. Er überreichte dem Landes­ jägermeister den ersten Ehrenring

der oberösterreichischen Jäger­ schaft und - weil dem Schloß als nunmehrigen Jagd- und Fischerei­ museum stets das besondere Anliegen Reisetbauers gilt - als Ehrengeschenk einen Stich des Jagdschlosses Hohenbrunn aus 1769. Natürlich ließ es Landesrat Hofinger sich nicht nehmen, auf seine Art mit der Zitierung mancher Gemeinsamkeiten dem Freund Glück und Gesundheit zu wün­ schen. Dies in der Erwartung noch langer Zusammenarbeit. Unter den zahlreichen Gratulanten sorgte Alt- BJM FD Dr. Josef Traunmüller für Heiterkeit, der dem Ex-Chef ein mit schwarzem Humor angereichertes Gedicht widmete. Die Parforce-Jagdhornbläsergrup- pe Kremstal und die „Hahnpfalz­ musi“ umrahmten das gelungene Fest in der einmaligen Atmosphäre von Haus und Hof des Kirchdorfer- gutes und im Genuß der großzügi­ gen Gastfreundschaft der Frau des

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Hauses.

SEPTEMBER! 997

Der Jagdleiter - hochgradig gefordert!

Fühmngsaufgaben des Jagdleiters. Neu bearbeitet von Prof. Dr. Ernst Moser, Ausschuß für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit

Moser, Ausschuß für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit tung für Gedeih und Verderb unseres Wildes trägt, trifft

tung für Gedeih und Verderb unseres Wildes trägt, trifft dies für den Leiter der kleinsten „jagdlichen Einheit“, der Eigen- oder Genossenschaftsjagd, besonders zu. Es ist daher zweck­ mäßig, einmal Persönlichkeit und Aufgabenkreis des Jagdleiters zu betrachten, da auch in Meldungen aus Jägerkreisen dies gewünscht wird. Die vielseitigen und schwieri­ gen Aufgaben des Jagdleiters stellen an dessen Fähigkeiten und Charak­ ter hohe Anforderungen.

1. Eigenschaften des Jagdleiters

1.1 Ausreichende Fachkenntnisse

einer Zeit geänderter Aufgaben, Ansichten und Methoden im Weidwerk hat die Stellung des Jagdlei­ ters eine Auf­ wertung erfahren. Er ist nicht Vorstand einer feuchtfröh­ lichen Jägerrunde, sondern Vertrau­ ensperson an der Spitze aller im Revier das Weidwerk ausübenden Jäger, der für einen gesunden, arten­ reichen und den Erfordernissen der Land- und Forstwirtschaft angepaß­ ten Wildstand im Revier zu sorgen hat und über den Standort hinaus für den gesamten Wildbestand des Lan­ des mitverantwortlich ist. Wenn jeder einzelne Jäger heute die Verantwor­

ist. Wenn jeder einzelne Jäger heute die Verantwor­ Beim Mangel an Fachkenntnissen besteht die Gefahr falscher

Beim Mangel an Fachkenntnissen besteht die Gefahr falscher Entschei­ dungen oder Anweisungen bzw. Un­ terlassungen. Folgen: Kritik der Mitpächter und Jäger sowie der Grundbesitzer und Jagdbehörde, schlampige Durch­ führung im Jagdbetrieb und Auto­ ritätsverlust.

1.2 Charakterliche Eigenschaften

Der Jagdleiter muß eine geradlinige, aufrichtige Persönlichkeit mit hoher Autorität sein. In der Gemeinde muß er ein Ansehen genießen und als glaubwürdiger Partner gelten, zumal er der Kritik des Jagdausschusses, der Mitglieder der Jagdgenossen­ schaft, der Mitpächter, der ortsansäs­ sigen Jäger und auch jener Mitbürger ausgesetzt ist, die selbst das Weid­ werk nicht ausüben. Nachlässige Erfüllung seiner Aufgaben bringt Autoritätsverlust mit sich und schadet der Jagd. Nur ein einwandfreier Cha­

Redaktion, Geschäftsführung und Anzeigenverwaltung:

OÖ. Landesjagdverband, 4020 Linz, Humboldtstraße 49, Telefon (0 73 2) 66 34 45, 66 77 05, Fax (0 73 2) 66 34 45-15, 66 77 05-15. Redaktionsausschuß: Leiter Helmut SIEBÖCK, Geschäftsführer des Landesjagdverban­ des; Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge): Hofrat Dipl.-Ing. Josef BALDINGER, Lan- des-FD-Stellv. a. D., 4866 Unterach am Attersee; Dipl.-Ing. Dr. Stefan FELLINGER, Wild­ biologe, 5020 Salzburg; Veronika KRAWINKLER, 4490 St. Florian; Fö. Ing. Franz KROIHER, 4553 Schlierbach; BJM-Stellv. Ing. Peter KRAUSHOFER, 4059 Leonding; Prof. Dr. Ernst MOSER, Bad Zell; Konsulent OAR Gerhard M. PÖMER, 4240 Waldburg; LJM ÖR Hans REISETBAUER, 4062 Thening; Alt-BJM FD a. D. Dipl.-Ing. Dr. Josef TRAUNMÜLLER, Altenberg.

Herausgeber, Medien-Alleininhaber und Verleger: OÖ. LANDESJAGDVERBAND, 4020

Linz. Hersteller: Druck und Verlag DENKMAYR GesmbH., Katsdorf - Linz - Wels. Druckauflage: 20.000 Exemplare. Der „OÖ. JÄGER“ dient der Bildung und Information der oberösterreichischen Jägerschaft; er erscheint vierteljährlich und gelangt an alle oberösterreichischen Jäger zur Verteilung. Beiträge, welche nicht der offiziellen Meinung des OÖ. Landesjagdverbandes entsprechen, sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet.

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DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

rakter besitzt die Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung der Ord­ nung innerhalb der Jagdgesellschaft. Dies ist von entscheidender Bedeu­ tung, wenn es um Neuverpachtun­ gen, Verhandlungen mit dem Jagd­ ausschuß, Wildschadensfragen und interne Reibereien geht. Überemp­ findlichkeit, aufbrausende oder belei­ digende Art und ähnliche negative Charaktereigenschaften werden kaum die Führungs- und Vermittler­ rolle des Jagdleiters fördern. Dieser muß außerdem soviel Charakterstär­ ke besitzen, zurückzutreten, wenn Krankheit oder Alter eine gewissen­ hafte Erfüllung seiner Aufgaben nicht mehr gewährleisten und die Erhal­ tung der Einheit der Jagdgesell­ schaft, die Bildung eines neuen Kon­ sortiums oder der Friede in der Gemeinde dies erfordern. Gerechtigkeit in der Behandlung der Jäger muß dem Jagdleiter Grundsatz sein. Es darf keine Bevorzugung geben, auch wenn es sich um Ver­ wandte handeln sollte. Voreingenom­ menheit und Aufsässigkeit müssen ebenso wegfallen, weil die Schaffung von „Märtyrern“ innerhalb der Jagd­ genossenschaft nicht dem inneren Frieden dient.

1.3 Führungswissen

Fachwissen allein genügt nicht. Der Jagdleiter muß in der Lage sein, die Jägerschaft so zu führen, daß keine Spannungen entstehen und seine Anordnungen nicht als Zwang, son­ dern als jagdliche Notwendigkeit angesehen werden. Die Jagd soll nach den Grundsätzen der Weidge­ rechtigkeit nicht autoritär, sondern möglichst demokratisch geführt wer­ den. Mitdenken bedeutet Mitverant­ wortung. Ständiges Beanspruchen von Rechten und Befugnissen ist kein Merkmal echter, sondern man­ gelnder Persönlichkeit. Der Jagdleiter muß soweit redege­ wandt sein, daß er Begrüßungen hal­ ten, Informationen geben und Dis­ kussionen leiten kann. Vor allem muß er bestrebt sein, keine Politik in die Jagd zu bringen, um Unfrieden zu vermeiden. Die charakterliche und jagdliche Haltung allein sollen für die Beurteilung des einzelnen Jägers maßgebend sein. Der Grundsatz von

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SEPTEMBER1997

AltlandesjägermeisterTröls möge als Richtlinie dienen: „Es gibt keine schwarzen, roten oder blauen, son­ dern nur grüne Jäger.“

1.4 Der Jagdleiter soll möglichst ortsansässig sein

§ 72 des OÖ. Landesjagdgesetzes schreibt vor, daß ein Beauftragter zu bestellen ist, falls der Jagdleiter nicht im Jagdgebiet wohnt. Die Aufspal­ tung der verschiedenen Aufgaben

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des Jagdleiters könnte Anlaß zu einem Autoritätsverlust sein.

2. Aufgaben des Jagdleiters

Die Aufgaben des Jagdleiters erstrecken sich vor allem auf die Ein­ haltung des Jagdgesetzes, des Pacht- und Gesellschaftsvertrages, der Hege und Jagd, des jagdlichen Brauchtums, der Öffentlichkeitsarbeit und Erziehung der Jägerschaft (För­ derung der Jagd, wie es die Satzun­

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GRAF SILVA TARUCA MIT AUERHAHNEN Kallwang im Mai 1914

GRAF SILVA TARUCA MIT AUERHAHNEN Kallwang im Mai 1914 Das Foto erhielt ich von Oberjäger Gerold

Das Foto erhielt ich von Oberjäger Gerold aus Kallwang, der 1995 90jährig gestorben ist. Er war also damals neun Jahre alt und wohl erin­ nerungsfähig! Nach seiner Aussage hat Graf Taruca die abgebildeten 24 Hahnen (genau hinschauen!) an einem Balzmorgen im Liesingtal erlegt! Das kann auch Jägerlatein sein! Taruca selbst schreibt in seinem Buch „Kein Heger - Kein Jäger“: „Als ich den Besitz Kallwang 1895 von Baron Haas übernahm, war im ganzen Jagdgebiet ein Wildstand von 350 Stück Hochwild, 250 Gemsen, etwa 150 Rehen und 22 gemeldete, balzende Auer- und Birkhähnen vorhanden. Neun Jahre später betrug der Wild­ stand 1300 Stück Hochwild, 500 Gemsen, über 1000 Rehe, über 100 balzende Auer- und 150 Kleine Hahnen! Im Jahre 1914 balzten so viele Hahnen wie niemals früher oder später!! Ich erlegte dann auch in dieser denkwürdigen Balz sage und schreibe 64 Auerhahnen! Wenn Einem Viel geboten wird, ist es nicht unwaidmännisch, viel zu schießen; es kommt einzig und allein darauf an, daß man sich dabei waidmännisch benimmt!" gez.: Astegher

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

gen des OÖ. Landesjagdverbandes vorsehen).

2.1

Einhaltung der jagdgesetzlichen Bestimmungen

a)

Alle 6 bzw. 9 Jahre:

Verpachtungs-Verhandlungen mit dem Jagdausschuß.

Zwei Wochen nach Abschluß des Pachtvertrages Bezahlung der Kaution (in der Höhe des jährli­ chen Pachtschillings).

Rückzahlung spätestens drei Monate nach Ablauf der Pachtpe­ riode.

Bezahlung des Pachtschillings im ersten Pachtjahr.

b)

jährlich:

Lösung der Jagdkarte (Zahlschein des OÖ. LJV) innerhalb von drei Monaten nach Beginn des Jagd­ jahres (sonst scheidet der Pächter aus der Jagdgesellschaft aus).

Ausstellung von Jagdgastkarten (14 Tage Gültigkeit).

c)

Bestimmungen, die nach § 32 die Auflösung des Pachtvertrages zur Folge haben:

Wiederholte Nichterfüllung des Abschußplanes.

Wiederholte Gesetzesübertretung durch den Jagdleiter.

Wiederholte Gesetzesübertretung durch Jagdgäste.

Nichtbestellung eines Bevoll­ mächtigten (wenn der Jagdleiter nicht ortsansässig ist).

d)

Weitere gesetzliche Bestimmun­ gen:

Meldung des Abschusses (Ab­ schußanzeige) innerhalb einer Woche (soweit in der Schußzeit im Rahmen des Abschußplanes erlegt). Sofort, wenn abschuß­ planpflichtiges Wild in der Schon­ zeit oder über den Abschußplan hinaus erlegt wird.

Vorlage der Trophäen.

Hundehaltung (bis 1500 ha einen, für jeweils weitere 1000 ha zu­ sätzlich einen Jagdhund mit Brauchbarkeitsprüfung).

Tägliche Fallenkontrolle.

Abschuß von Hunden und Katzen im Rahmen des OÖ. Landesjagd­ gesetzes.

Erlaubnis des Grundbesitzers zur Errichtung von Hochständen, Füt-

SEPTEMBER 1997

terungen und dgl. einholen. • Pflicht zur Bezahlung des Wild­ schadens. In verpachteten Eigen­ jagden ergeben sich oft Schwie­ rigkeiten hinsichtlich Wilddichte, Schälschäden, Fütterung, Jagd­ aufsicht und bei Fehlabschüssen.

2.2 Einhaltung des Pacht- und Gesellschaftsvertrages

Verträge sind gründlich zu erstellen und einzuhalten, Sonderverträge für stille Teilhaber zu beachten. Es ist zweckmäßig, sich im Laufe der Pachtperiode Anlässe für Schwierig­ keiten aufzuschreiben, die künftig in neuen Pachtverträgen berücksichtigt werden sollen. Erfahrungsgemäß ist in einem Jagdgebiet nur dann der innere Frieden zu erhalten, wenn den ortsansässigen Jägern Jagdgelegen­ heit (Bockabschuß, Treibjagden) geboten wird.

2.3 Hege und Jagd

Zur Weiterbildung der Jäger und zur Festigung der Jagdkameradschaft ist es zu empfehlen, im Abstand von ein bis zwei Monaten Jagdbesprechun­ gen abzuhalten. Themen: Neues aus der Jagdleitung (Rundschreiben des Bezirksjägermeisters; Anbau von Äsungspflanzen; Abschuß der Böcke, Geißen und Kitze; Abhaltung von Treibjagden; Fütterung; Ausneu­ en des Raubwildes, Lebensraumge­ staltung usw.). Durch Einladung von Vortragenden und Vorführung von Filmen können die Besprechungen interessant und abwechslungsreich gestaltet werden. Zur weidgerechten Jagdausübung gehört auch eine fachgerechte Ver­ wertung des Wildes (Wildwagen, Wildfleisch-Verordnung, Privatver­ kauf).

2.4 Jagdliches Brauchtum

Der Jagdleiter sollte auch das jagdli­ che Brauchtum (siehe Satzungen des OÖ. Landesjagdverbandes) pfle­ gen, z. B. den Einsatz von Jagdhorn­ bläsern bei verschiedenen Gelegen­ heiten vorsehen.

2.5 Öffentlichkeitsarbeit

Im Zeitalter mißverständlicher und falscher Auffassungen von Wild und

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Jagd ist es Pflicht jedes einzelnen Jägers, zur Öffentlichkeit ein gutes Verhältnis zu pflegen und das Anse­ hen der Jägerschaft zu heben. Um so mehr steht der Jagdleiter im Blick­ punkt, weil er als Vorsteher der Jägerschaft eines Revieres gilt, Ver­ antwortung trägt und zur Verantwor­ tung gezogen wird. Der Öffentlichkeit gegenüber gilt er als Vertreter der Gesamtheit der Jägerschaft, wofür Pauschalurteile den Beweis liefern. Die Jäger als Minderheit sind hin­ sichtlich Jagdgesetzgebung, Ver­ pachtung usw. von der Öffentlichkeit abhängig. Besonders wichtig ist es, Handlungen zu unterlassen, die das Ansehen der Jägerschaft schwer schädigen, z. B. Verstöße gegen die Sicherheit (Jagdunfälle); Tierquälerei (Unterlassung der Nachsuche, schlampige Fallenkontrolle, Nichtan­ wendung des Fangschusses, grobe Behandlung der Hunde usw.); Abschuß geschützter Greifvögel und seltener Wildarten; Abschuß von Hunden und Katzen (genaue Einhal­ tung der jagdgesetzlichen Bestim­ mungen). Nie sollte eine Kluft zwi­ schen Stadt und Land, arm und reich oder Pächter und Ausgeher spürbar werden!

2.6 Erziehung der Jägerschaft zur Weidgerechtigkeit

Das Gedeihen und Ansehen der Jagd sollte der Jagdleiter im Sinne der Satzungen des OÖ. Landesjagd­ verbandes zu heben trachten. Die Erziehung der Jäger zur Weidgerech­ tigkeit und die fachliche Weiterbil­ dung sind dabei besonders wichtig. Weidgerechtes Jagen verlangt auch Weiterbildung. Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind nicht mehr wegzu­ denken und müssen die Praxis ergänzen, da die Jagd auch eine Angelegenheit des Umweltschutzes geworden ist und die Jägerschaft die Aufgabe übernommen hat, die Wild­ bestände in angemessener Zahl künftigen Generationen zu erhalten. Innerhalb der Jagdgenossenschaft sollte jeder einzelne eingesetzt wer­ den, der fähig und berufen ist, ande­ ren Weidkameraden Wissen zu ver­ mitteln. Der Jagdleiter muß selbst umfassende und ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Wild-

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SEPTEMBER 1997

künde, darüber hinaus aber auch ein Wissen über Zusammenhänge in der Natur besitzen. Ohne wissenschaftli­ ches Fundament gibt es keine nach­ haltigen Hegeerfolge. Der Jagdleiter sollte sich besonders der Jungjäger annehmen und ihnen Aufgaben stel­ len, z. B. Wildzählung, Verbiß- und Fegeschutz, Anlage von Äsungs­ flächen und Verbißgehölzen, Bau von Hochständen und Pirschsteigen, Jagd mit der Falle, Abschuß und Fang von Krähen und Elstern, Jagd auf Tauben, Winterfütterung, Nistka­ stenbau usw. Der Jagdleiter sollte die Führung von Jagdhunden und die Jagd mit der Kamera besonders fördern. Hunde­ führer, die sich für Nachsuchen häu­ fig zur Verfügung stellen, sollten beim Bockabschuß und bei Treibjagden für ihre Mühen belohnt werden.

2.7

Spezielle Aufgaben des Jagdlei­ ters in den einzelnen Monaten

April

a) Kontrolle der Vergleichs- und Wei­

serflächen, Wildzählung.

b)

Einreichung des Abschußplanes für Rehwild in Niederwildrevieren (15. April).

c)

Abgabe der Abschußlisten (15. April).

d)

Hundemeldung. (Nur geprüfte Hunde entsprechen den Anforde­ rungen des Jagdgesetzes).

e)

Planung und Durchführung von Hecken und Verbißgehölzpflan­ zungen.

f)

Überprüfung der Hochsitze.

g)

Säubern der Fütterungen.

h)

Entfernen unnütz gewordener Kulturzäune.

Mai

a) Eventueller Abschuß von Jung­ füchsen (die Kurzhaltung des Raubwildes wird von der Landbe­ völkerung sehr hoch eingeschätzt - Hühnerverluste, Tollwutbe­ kämpfung).

b) Auswahl und Neuanlage von Äsungsflächen (ÖPUL).

c) Überwachung des Anbaues von Wildäckern.

d) Einreichung des Abschußplanes in Hochwildrevieren (Termin 15. Mai).

des Abschußplanes in Hochwildrevieren (Termin 15. Mai). e) Überprüfung der Gewehre (ge­ meinsames Aufschießen).

e) Überprüfung der Gewehre (ge­ meinsames Aufschießen).

f) Einteilung des Rehbockabschus­ ses:

• Welche Böcke kann der einzelne Schütze erlegen (I, II, III)? Bei der Festlegung der Bockzahl für den einzelnen Schützen sollte berück­ sichtigt werden, wie weit er sich am Geißenabschuß, bei der Win­ terfütterung und an Revierarbei­ ten beteiligt hat.

• Wie viele Böcke können erlegt werden? (Knopfspießer oder Böcke unter 15 cm sollen dem einzelnen Schützen nicht ange­ rechnet werden, sonst bleiben die schlechtveranlagten Böcke häufig stehen.)

• Welche Jagdgäste werden in wel­ che Revierteile und auf welche Böcke eingeladen? (Verantwor­ tung des Jagdleiters gemäß § 32 bei Übertretung - Ausstellung der Jagdgastkarten für Jäger, die außerhalb des Bundeslandes wohnen.)

• Welche Hirsche in Rotwildringen und welche Grenzböcke sollen

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

geschont werden?

• Wo ist das Wild sauber aufgebro­ chen abzuliefern (Wildbrethygie­ ne)?

• Welche Angaben sind als Grund­ lage für die Abschußmeldung zu machen? (Erlegungsdatum, Erle­ ger, Wildart, Geschlecht, Gewicht, Klasse und Alter etc., Fallwild.)

• Der Jagdleiter sollte nicht nur die Trophäen, sondern auch die erlegten Stücke besichtigen, wie sie aufgebrochen sind und wel­ chen Schuß sie haben. Aus dem Sitz des Schusses kann er auf Güte der Schützen und Gewehre, Schußentfernung, Beleuchtung und Stellung des Wildes Schlüsse ziehen. Trotz aller Rahmenempfehlungen und gesetzlichen Vorschriften muß der Jagdleiter für sein Revier die Entscheidung über die Abschußeinteilung treffen, da er die Anteile an Wald, Wiesen, Fel­ dern, Wasserflächen etc. kennt und wissen muß, welchen Wild­ stand er dem Äsungsangebot anzupassen hat. Dies ist eine Auf-

Natur und Umweltschutz: Jäger sind bemüht, das ursprüngliche Landschaftsbild wieder herzustellen

das ursprüngliche Landschaftsbild wieder herzustellen Überzeugt von dieser Notwendigkeit, pflanzte die Pöttinger

Überzeugt von dieser Notwendigkeit, pflanzte die Pöttinger Jägerschaft 1400 Stück Heckensträucher als Verbißgehölze zur Entlastung des Waldes. Einerseits sollte der Druck auf den Wald verringert werden und weiters unseren Singvögeln Nistgelegenheit geboten werden. Jagdleiter Johann Haböck und seine Jäger neh­ men diese Aufforderung der Forstbehörde sehr ernst, insbesondere auch, weil die Gemeinde Pötting den geringsten Waldanteil im Bezirk hat. Das Gelingen dieser Aktion muß aber auch aufgeschlossenen Grundbesitzern zugeschrieben werden.

SEPTEMBER 1997

gäbe, die größte Verantwortung verlangt. Beim Rehwild liegt oft eine zu hohe Bestandesdichte vor. Den größten Fehler begehen jene Jagdleiter, die den Bestand nach der Anzahl der Ausgeher festsetzen, damit jeder alljährlich einen Geweihbock erlegen kann. Wer einen Bestand hegt, der dem natürlichen Äsungsangebot nicht entspricht und Wildschäden ver­ ursacht, beschwört behördliche Maßnahmen herauf, unter denen letzten Endes das Wild leidet. Eine weitere Folge ist das Pau­ schalurteil, daß die Jäger Überhe­ ger sind.

Juni

Besondere Vorsorge muß der Ret­ tung von Rehkitzen, Niederwild und Gelegen dienen. Die Landwirte sol­ len gebeten werden, daß die Jäger Scheuchen in den Wiesen aufstellen dürfen und daß Mähretter verwendet werden. Der Einsatz der Mähretter ist zu organisieren, wobei auf Örtlichkei­ ten, wo erfahrungsgemäß immer wie­ der Jungwild und Gelege vernichtet werden, besonders zu achten ist. Das gute Einvernehmen des Jagdlei­ ters mit der Bevölkerung wird sich bewähren.

Juli

Der Jagdleiter muß besonders auf die Grundsätze für den Rehbockab­ schuß hinweisen und dafür sorgen, daß mit der Blattjagd nicht zu früh begonnen wird. Hinsichtlich der Wild­ verwertung ist die leichte Verderb­ lichkeit des Wildbrets im Hochsom­ mer zu beachten.

August

In Revieren, in denen Rebhühner noch bejagt werden können, ist eine Einteilung zu treffen:

a) Wo soll gejagt werden? (Gebiete aussparen, damit große Ketten unbeschossen bleiben.)

b) Wer kann wie viele Rebhühner erlegen? (Bei geringem Besatz Abschuß nur, soweit es für die Abrichtung der Hunde wichtig ist.)

c) Eine Zählung der angetroffenen Hasen und Fasanen soll durchge­ führt werden.

d) Anlage der Wildäcker.

soll durchge­ führt werden. d) Anlage der Wildäcker. September a) Geißen- und Kitzabschuß eintei­ len (wo,

September

a) Geißen- und Kitzabschuß eintei­ len (wo, wer, was schießt - be­ sondere Vorsicht bei „Geltgei­ ßen“, die oft ihr Kitz verloren ha­ ben und nicht aus Altersgründen kein Kitz führen).

Oktober

a) Wo soll Mais für Fasanen stehen­ bleiben? (Ankauf bei Bauern.)

b) Festlegung der Treibjagdtermine (Organisation der Treiber, der Fuhrwerke usw.)

c) Jagdeinladungen nur mit Zustim­ mung des Jagdleiters erlaubt. Hohe Anzahl von Schützen ver­ meiden. Der Jagdleiter muß dafür sorgen, daß nicht eingeladene Gäste von der Teilnahme an der Jagd ausgeschlossen werden. Dabei sind auch jene Jäger zu belangen, die ohne Wissen des Jagdleiters Gäste mitbringen.

d) Keine wiederholte Bejagung des­ selben Gebietes (Suchjagd auf Küchenhasen).

e) Festlegung der Revierteile, wo Fasanhennen geschossen wer­ den sollen, und solcher Triebe, die nicht bejagt werden.

f) Begrüßung und Verlautbarung, welches Wild geschossen werden darf. Hier muß sich der Jagdleiter konsequent verhalten. Disziplinlo­ sigkeit muß mit dem Ausschluß von der Jagd geahndet werden, wobei auf Name und Rang keine Rücksicht genommen werden soll, da der Jagdleiter sonst unglaubwürdig wird. Abschüsse von nicht freigegebenem Wild sol­ len nicht mit ein paar „Straflitern“ beim Schüsseltrieb zur Belusti­ gung genützt werden.

g) Einhalten der Sicherheitsbestim­ mungen: Hinweis auf den Besitz und das Mitführen einer gültigen Jagdkarte. Laden und Entladen der Waffe, Betreten des Sammel­ platzes vor und nach dem Trieb nur mit „gebrochenem“ Gewehr, Verbot des „Durchziehens“ durch die Schützenkette, peinliche Beachtung des Abblasens bei Kreisjagden, Vorsicht bei gefrore­ nem Boden (Geller).

h) Beachtung des richtigen Anstel­ lens: Hundeführer auf Eckstände

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- schwache Schützen vorne, wo die Fasanen aufstehen, gute Schützen weiter weg vom Trieb. Schlecht veranlagte oder nicht gut abgeführte Hunde sollen bei der Nachsuche nicht verwendet wer­ den. Im Interesse der Aufrechter­ haltung des „inneren Friedens“ bei der Jagd sollen die Stände in gerechter Verteilung ständig aus­ gewechselt werden. Wenn immer dieselben Schützen vorne ange­ stellt werden, fühlen sich die anderen weidgerecht und anstän­ dig jagenden Teilnehmer benach­ teiligt.

i) Hinweis auf die Folgen von Weit­ schüssen, die das Wild oft nicht zeichnen lassen und dennoch zum qualvollen Verenden führen, wenn ein Schrotkorn lebenswich­ tige Organe getroffen hat. Ebenso sind Nahschüsse zu vermeiden, weil sie das Wildbret wertlos machen. Auf das Verbot, Hasen im Lager zu schießen, ist auf­ merksam zu machen, da dies lei­ der immer wieder geschieht.)

j) Aufsammeln der Patronenhülsen und Schachteln anordnen, keinen Müll im Revier zurücklassen.

k) Sauberes Versorgen des Wildes auf dem Wildwagen (Aufhängen;

Sauberes Versorgen des Wildes auf dem Wildwagen (Aufhängen; bei Hasenjagden sind die Treiber auf das Ausdrücken

bei Hasenjagden sind die Treiber auf das Ausdrücken der Blase hinzuweisen).

l)

Streckelegen - Verblasen.

m)

Schüsseltrieb. Hier muß der Jagd­ leiter auf die Wahrung des Anse­ hens der Jägerschaft in der Öffentlichkeit achten, die in man­ chen Lokalen als Zeuge anwe­ send sein kann. Es können auch jagdfeindliche Gäste zugegen sein. Es ist daher angebracht, von der Wahl eines „Jagdkönigs“ mit der höchsten Anzahl von Ab­ schüssen Abstand zu nehmen. Abgesehen davon, daß die Öffentlichkeit darin das Feiern eines Schießers erblickt, könnten sich auch jene Jagdteilnehmer gekränkt fühlen, die vielleicht nicht so geübt sind oder ungünsti­ gere Stände zugeteilt bekommen haben.

n)

Eventueller Beginn der Winterfüt­ terung (Abwurfstangen).

o)

Wenn nötig, Verbißschutz bei Tanne und Laubhölzern vorneh­ men.

November

a) Hinweis auf Abschußplanerfül­ lung bei Geißen, Kitzen und Kahl­ wild.

lung bei Geißen, Kitzen und Kahl­ wild. Von einem starken Fuchsvorkommen zeugt auch die

Von einem starken Fuchsvorkommen zeugt auch die Winterstrecke von Heinrich Schwarzmüller aus Kleinreifling.

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

b) Erfüllung der Fütterungspflicht (Proßholz, Misteln, Wildäcker öff­ nen).

Dezember

a) Fang und Abschuß des Raubwil­ des (Marder und Fuchs).

b) Jagdabende (Schlußjagd - Reh­ schmaus, Jagdausschuß und Grundbesitzer einladen).

c) Ab Mitte Dezember sind Feldha­ sen bereits auf Partnersuche - Schonung!

Jänner

a) Wildfütterung.

b) Raubwild bejagen (Neue ausnut­ zen - alle Revierteile abspüren).

c) Wildackersaatgutbestellung für das neue Jahr.

Februar

a) Fortsetzung der Wildfütterung, gegen Monatsende verstärken.

b) Bejagung des Raubwildes.

c) Genaue Fallwildmeldung.

d) Pachtschilling bis Ende Februar für das neue Jagdjahr einzahlen.

e) Abrechnung: Die Abrechnung soll exakt und übersichtlich sein und auch die Verrechnung der Zufuhr, Kühlgebühren und andere kleine Beträge enthalten. Bargeldloser Verkehr ist zweckmäßig. Falls der Obmann des Jagdausschusses nicht eingeladen wird, sollte er über die Bilanz informiert werden. Es entstehen sonst häufig in der Bevölkerung Gerüchte über fal­ sche Zahlen. So z. B. werden die Gesamteinnahmen als Reinge­ winn betrachtet.

März

a) Rehwildfütterung fortsetzen, da­ mit der Übergang zur Grünäsung erleichtert wird.

b) Fasanfütterung weiter fortsetzen. Die lange durchgeführte Fasan­ fütterung stärkt die Hennen. Sie legen dann früher und mehr Eier als bei schlechtem Gesundheits­ zustand.

c) Beginn der Wildzählung.

d) Einreichen des Abschußplanes für Birk- und Auerwild.

e) Anlage von Hecken und Verbißge­ hölzen planen und durchführen.

f) Jagdkarte lösen (Zahlschein OÖ. LJV).

SEPTEMBER 1997

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Wenn die Anforde­ rungen der Zeit sich ändern, dann müs­ sen sich auch die Bücher ändern. Deshalb gibt es den „Jagdprü­ fungsbehelf“ jetzt in einer komplett überarbeiteten Neuauflage. Mit neuer Anleitung zum Aufbrechen und zur Wild­ bretversorgung. Und mit eige­ nem EU-Kapi- tel. Und sonst? i Da gibt es wie schon bisher um­ fangreiche und kompetente Fach­ information zu folgenden Themen: S 590.-

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SEPTEMBER1997

Das neue Waffengesetz

Nach den Vorfällen in Zöbern ist die Diskussion um das neue Waffengesetz wieder verstärkt ins Licht der Medien gerückt. Noch vor Inkrafttreten des Waffengesetzes 1996 wollten die verantwortlichen Politiker dieses novellieren oder durch ein neues Gesetz ersetzen. Nun trat das Waffen­ gesetz 1996 doch wie geplant am 1. Juli 1997 in Kraft, und eine Gesetzesnovelle über die Neuregelung der Verwah­ rungspflicht der Waffen ist für den Herbst zu erwarten.

rungspflicht der Waffen ist für den Herbst zu erwarten. as Waffenge­ setz 1996 bringt einige wesentliche

as Waffenge­

setz 1996

bringt einige

wesentliche

Änderungen

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zeslage

und

bedeutet auch für Jäger einige unbedingt zu beachten­ de Verpflichtungen. Eine Beschrän­ kung bei der Anzahl von Schußwaf­ fen oder bei Munition wird es ebenso wie eine generelle Waffenbesitzbe­ rechtigung künftig nicht geben. Jäger brauchen aber auch keinen „Psycho­ test“ abzulegen.

Vom Jäger zu beachten

• Die vorhandenen Waffen mit gezo­ genen Läufen bis spätestens 30. Juni 1998 beim Büchsenmacher oder Waffenhändler anmelden! Zum Führen dieser Waffen bedarf es eines Waffenpasses oder einer gültigen Jagdkarte.

• Der Erwerb von Flinten ist wie bis­ her frei, zum Führen von Flinten bedarf es allerdings eines Waffen­

zum Führen von Flinten bedarf es allerdings eines Waffen­ passes oder einer gültigen Jagd­ karte. •

passes oder einer gültigen Jagd­ karte.

• Vorhandene Halbautomaten (Kugel, Schrot, KK) bis spätestens 30. Juni 1998 bei der Behörde anzeigen und so die Erweiterung oder Neuausstellung eines Waffen­ passes oder einer Waffenbesitz­ karte beantragen! Zum Führen sol­ cher Waffen bedarf es eines Waf­ fenpasses.

• Der Behörde bis spätestens 30. Juni 1998 melden, daß 20 oder mehr Schußwaffen oder Munition in großem Umfang in einem räum­ lichen Naheverhältnis verwahrt werden!

• Den Erwerb einer Waffe mit gezo­ genem Lauf von einem Händler oder von privater Hand innerhalb von vier Wochen bei einem Büch­ senmacher oder Waffenhändler melden (eigenes Formular)! Zum Führen einer solchen Waffe bedarf es eines Waffenpasses oder einer gültigen Jagdkarte. Waffenpaß oder gültige Jagdkarte entbinden auch von der dreitägigen Abkühl­ phase.

• Auf behördlich genehmigten Schießstätten gelten die Bestim­ mungen über das Überlassen, den Besitz und das Führen von Schußwaffen nicht.

• Schußwaffen müssen beim Trans­ port in einem geschlossenen Behältnis und ungeladen verwahrt werden, sonst gilt der Transport als

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

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Nähere Auskunft erteilt:

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Führen, Waffenpaß oder gültige Jagdkarte sind dann notwendig.

• Der Europäische Feuerwaffenpaß soll die Einreise in benachbarte Länder (EU-Mitgliedstaaten und andere Nachbarstaaten) erleich­ tern. Er wird auf Antrag für 5 Jahre ausgestellt und kann um 5 Jahre verlängert werden. Bis zu drei im Europäischen Feuerwaffenpaß ein­ getragene Schußwaffen (bei Jägern keine Faustfeuerwaffen) können ohne Grenzstopp an den EU-Innengrenzen mitgeführt wer­ den. Sie sind mit dem Europäi­ schen Feuerwaffenpaß nur bei einer Überprüfung vorzuzeigen.

• Immer zeitgerecht, d. h. sofort mit Beginn des Jagdjahres, eine Jagd­ karte lösen!

Mit freundlicher Genehmigung aus „Der Anblick“ 7/97

Waffengesetz 1996 - Fragen und Antworten

Wer muß melden? Jeder, der in Österreich lebt und eine meldepflichtige Waffe (Kategorie C) besitzt. Was muß gemeldet werden? Jagd- und Sportwaffen mit einem gezoge­ nen Lauf oder mehreren gezogenen Läufen, soferne sie nicht Selbstlade­ waffen (Kategorie B) sind. Wann muß gemeldet werden? Ab sofort bis längstens 30. Juni 1998. Wo kann gemeldet werden? Die Waffenart, das Fabrikat, das Modell, das Kaliber und die Waffennummer müssen beim Waffenhändler in ein dort aufliegendes Formular eingetragen werden (siehe Muster). Die Waf­ fen müssen beim Händler nicht vorgelegt werden. Er bestätigt die durch­ geführte Meldung. Was kostet die Anmeldung? Ein Formular bietet für ein bis sechs Waf­ fen Platz und kostet inkl. MwSt. S 180.-. Was hat mit der Bestätigung zu geschehen? Sie muß sorgfältig aufbe­ wahrt werden. Man muß nachweisen können, daß man der Meldepflicht nachgekommen ist.

SEPTEMBER 1997

SEPTEMBER 1997 DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Geschätzte Leserinnen und Leser! In dieser Ausgabe des Informationsblattes

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Geschätzte Leserinnen und Leser!

In dieser Ausgabe des Informationsblattes „Der OÖ. Jäger“ finden Sie ein Inhaltsverzeichnis für die Ausgaben Nr. 41 bis 60. Gemeinsam mit den Sachregistern in der Ausgabe Nr. 56 („OÖ. Jäger“ Nr. 1-20) und in der Ausga­ be Nr. 60 („OÖ. Jäger“ Nr. 21-40) steht Ihnen nunmehr eine umfassende, alphabetisch geordnete Nachschla- gemöglichkeit zur Verfügung.

Bildtexte über Chronikbeiträge (Sterbefälle, Jagderlebnisse

) sind nicht enthalten, weil das Verzeichnis dem

raschen Auffinden von Sachbeiträgen, Fachartikeln und wissenschaftlichen Aufsätzen dienen soll. Wichtige Beiträge finden Sie gegebenenfalls unter mehreren Stichworten, z. B. „Schule und Jagd“ = S, und „Jagd und Schu­ le“ = J. Die angegebene Seite bezeichnet den Beginn des Beitrages. Um auch für später ein rasches Finden zu gewährleisten, wurden möglichst wenige Abkürzungen verwendet. Innerhalb der Buchstabengruppen finden Sie eine chronologisch geordnete Darstellung. Ich schlage Ihnen vor, das vorliegende Verzeichnis nur kurz zu über­ fliegen, Sie werden einen überaus vielfältigen Querschnitt durch ein reichhaltiges Informationsangebot, das Ihnen der OÖ. Landesjagdverband mit dem „OÖ. Jäger“ bietet, vorfinden! Falls Sie an dem einen oder anderen Beitrag Interesse haben, wird Ihnen dieser gerne in Ablichtung zur Verfügung gestellt (Bitte schriftlich unter „OÖ. Jäger Inhaltsverzeichnis - Pömer“ anfordern). Der Landesjagdverband freut sich, Ihnen mit diesem Verzeichnis eine weitere Serviceleistung bieten zu können.

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SEPTEMBER1997

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Mehr Forst­ pflege - mehr Winteräsung

Oberförster Ing. Franz Sternberger, Ebensee

Winteräsung Oberförster Ing. Franz Sternberger, Ebensee gen- und Althölzern für das Rehwild zugänglich zu lagern.

gen- und Althölzern für das Rehwild zugänglich zu lagern. Dort liegt der Schnee nicht so hoch wie auf der Freifläche und das Wild nimmt die vorgelegte Äsung auch tagsüber lie­ ber an. Die Vorlage von Proßholz lenkt das Wild vom Verbiß der Forst­ pflanzen ab. Für den Jäger ist es wichtig, daß die Forstpflegearbeiten nicht zu früh im Herbst durchgeführt werden, weil das Wild abgetrocknete Triebe nicht mehr annimmt. Beim guten Einvernehmen der oö. Jäger mit den Grundbesitzern wird sich oft der geeignete Zeitpunkt für die Wald­ arbeit auf Flächen finden lassen, wo Winteräsung anfällt.

Bild 1: Mischungsregulierung und Auflockerung in einem jungen Buchen-Fichten-Mischbestand. Das Bild stammt von einem Mischbe­

stand, der 40 m von einer Rehwild­ fütterung entfernt, ohne Verbißschutz aufgewachsen ist. Am Rand von Wegen und Lücken verbissene Buchen haben die Entwicklung und Mischung des Jungbestandes nicht beeinträchtigt. Ohne Regulierung der Bestandesmi­ schung entwickeln sich Waldbestän­ de oft nicht nach den ertragsmäßigen Vorstellungen des Waldbesitzers. Der Besitzer ist daher bestrebt, Baumarten zu fördern, die in Zu­ wachsleistung, Qualität, Preis und Absatz seinen Erwartungen entspre­ chen. In der natürlichen Waldgesell­ schaft des Fichten-Tannen-Buchen- waldes, etwa über 500 m Seehöhe, ist ein höherer Nadelbaumanteil naturgemäß. Dabei wird die Tanne oft unterschätzt, obwohl sie viele Vor­ züge hat, wie hohe Zuwachsleistung, gute Schaftform, tiefgehende Wurzel, Bodenverbesserung, hohe Sturm­ und Schneefestigkeit. Die Buche macht sich mit ihrem bodenverbessernden Laub und der hohen Sturm- und Schneefestigkeit bei der Zuwachsleistung und Wider­ standsfähigkeit der Fichtenbestände bezahlt. Die besonderen waldbauli­ chen Vorzüge der Buche verdienen je nach Klima und Bodengüte einen entsprechenden Anteil an der Bestandesmischung. Die Freistellung der erwünschten Baumarten soll gruppenweise und nicht einzeln erfolgen. Bei der Pflege von Jungbeständen wird oft nicht

(mit 7 Bildern des Verfassers)

Mi­

schungsre­ gelung und Freistellung erwünschter Baumarten fällt viel Win­ teräsung an, die für eine gesunde Ernäh­ rung des Rehwildes sehr wichtig ist. Beim Reh ist die Ernährung im Win­ ter auf Sparsamkeit abgestimmt. Der Pansen wird wesentlich kleiner, die Bewegung eingeschränkt und die Äsung dort aufgesucht,wo sie leicht zu erreichen ist. Die von Jägern öfter gehörte Meinung, es gibt genug Äsung, wenn sie auch bei Tiefschnee freigeschlagen wird, übersieht die Tatsache, daß das Freischlagen oft mehr Energie kostet als die freige­ schlagene Äsung bringt. Daher ist es hegerisch wichtig, einen Teil des Anfalls bei der Forstpflege in Stan­

einen Teil des Anfalls bei der Forstpflege in Stan­ ei der FLORIANER JAGDHORNBLÄSER Präsentation der neuen

ei

der

FLORIANER JAGDHORNBLÄSER

Präsentation der neuen CD am 4. Oktober 1997 um 19 Uhr in der Stiftskirche St. Florian

Jagdhornmesse mit Orgelbegleitung, anschließend Jagdmusik auf Parforcehörner in Es in der Sala Terene

Auf Ihr Kommen freuen sich die Florianer Jagdhornbläser

SEPTEMBER 1997

beachtet, daß im hiebsreifen Altbe­ stand nur rund 500 Stämme/ha ste­ hen. Bild 2: Dichte Fichten-Jungwuchs- gruppe. Dicht aufgewachsene Fich­ tenbestände sind später durch Schnee und Sturm sehr gefährdet. Die Wurzelbildung ist nicht nur von Baumart und Bodendurchlüftung abhängig, sondern auch von der Beanspruchung, die in dichten Be­ ständen gering ist. Ein beachtlicher Anteil der Sturm- und Schneeschä­ den wird bei der Fichte durch Dicht­ schluß verursacht. Fichtentriebe und Knospen, die im Licht erwachsen sind, werden vom Rehwild gern angenommen. In der Regel wird Proßholz mehr abgeäst, wenn es nahe der Fütterung oder am Wechsel ausgelegt wird.

Bild 3: Fichtenkultur mit geringem Laubbaumanteil und viel Himbee­ re. Auf guten Böden kommt häufig Himbeere, die bei weiteren Pflanz­ verbänden im Spätherbst jahrelang viel Äsung bietet. Auf Böden geringe­ rer Güte bedecken oft Drahtschmiele (Waldschnittlauch) und Landreitgras den Großteil des Bodens, die kaum oder nur kurz nach dem Austreiben abgeäst werden. Bei geringem Äsungsangebot sind die Forstpflan­ zen durch Verbiß besonders gefähr­ det und der Verbißschutz wird drin­ gend.

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

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SEPTEMBER1997 DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

SEPTEMBER1997 DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

SEPTEMBER 1997

Bild 4: Buchenstamm und gleich­ alte verbissene Buchen. Vor Jahr­ zehnten wurde bei einer stark verbis­ senen Buche (Kollerbusch) ein Leit­ trieb durch Anstrich geschützt, der zu einem stärkeren Stamm heranwuchs. Die nicht geschützten Triebe bieten seit vielen Jahren begehrte Winter­ äsung. Diese Buche ist ein gutes Bei­ spiel, wie mit geringem Aufwand viel für Wald und Wild getan werden kann.

Bild 5: Fichtenkultur mit Buchen- und Eschennaturverjüngung. Durch Entnahme der grobastigen Randbuchen wird die wertvolle Mischkultur freigestellt. Die im Licht erwachsenen Triebe und Knospen liefern viel Winteräsung, die bei Lagerung in Stangen- und Althölzern auch bei höherer Schneelage vom Wild erreicht wird.

Bild 6: Altbuche mit beginnendem Sonnenbrand in einem Fichten- Buchen-Jungbestand. Der Bu­ chenüberhälter sollte erst entnom­ men werden, wenn die Jahrestriebe der Jungfichten deutlich kürzer wer­ den. Bei freistehenden Buchen sind Jahrringbreiten von 1 cm keine Sel­ tenheit. Die starke Krone bringt viel Winteräsung.

Bild 7: Fichtengruppe, von Buchen und Kiefern geringer Qualität bedrängt. Nach Freistellung und Durchforstung der bis 10 m hohen Fichtengruppe entsteht ein Kern für einen mehrstufigen Mischbestand, der später ohne Kahlschlag bewirt­ schaftet wird.

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

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Unberührte Schöpfungslandschaften - endlose Wälder, mächtige Ströme, gran­ diose Gebirge - der Westen Kanadas fasziniert mit einzigartigen Naturschönhei- ten. Der Reisebericht „Unterwegs im Land der Bären“ beschreibt die magischen Wei­ ten des Yukon Territory - vermittelt Eindrücke seiner einmaligen Tier- und Pflan­ zenwelt. Herden von Karibus durchziehen Tundra und Prärie, Elche und Bären werden fast überall angetroffen. Hier zählt man die meisten Weißkopfadler, Bergziegen und Trompeterschwäne der Welt und in den Flüssen kämpfen sich Jahr für Jahr Mil­ lionen Lachse stromaufwärts, um in ihre Laichgebiete zu gelangen. Das Klima in dieser Region wird von Gegensätzen geprägt: im Winter werden Temperaturen bis minus 50 Grad gemessen - die Sommer sind trocken und warm. Rund 30.000 Menschen leben hier auf einer Fläche weit größer als die der Bun­ desrepublik Deutschland. Ihre ursprüngliche Kultur ist geprägt von indianischen Wurzeln - die Neuzeit begann hier mit den sagenhaften Ereignissen des großen Goldrausches am Ende des 19. Jahrhunderts. In dieser Umgebung erwartet Reisende ein unvergleichliches Erlebnis - Freiheit und Abenteuer in unberührter Natur.

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SEPTEMBER1997

Ungewöhnlich

starker

Hasenverbiß

an

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pflanzen

Wird Hasenverbiß unterschätzt?

Hubert Simmel, Oepping

ine ordentliche Überra­ schung er­ lebte ich, als ich in den mittleren Jännertagen dieses Jah­ res die Wirk­ samkeit eines neuen Verbißmittels an den im Früh­ jahr 1996 gepflanzten Jungfichten überprüfen wollte. Für das Entgegen­ kommen des Waldbesitzers, einen Wildacker für Markstammkohl zur Verfügung zu stellen, hatte ich ihm den Schutz dieser ca. 30 Jung­ bäumchen mit einem neuen, im Sprühverfahren und daher bequem handzuhabenden Verbißmittel, das im OÖ. Jäger bereits 1994 angekün­ digt worden war, angeboten. Die Jungfichten waren, das war auf der geschlossenen Schneedecke schnell auszumachen, sowohl an den Seitentrieben als auch bei 90 % der Terminaltriebe stark verbissen. Sollte das angepriesene Mittel, auch wenn ich es wegen der nicht so lei­ stungsfähigen Sprühdose etwas ver­ dünnt hatte, etwa den Erwartungen nicht entsprochen haben? Der Blick auf die Bißstelle an den Ter­

entsprochen haben? Der Blick auf die Bißstelle an den Ter­ minaltrieben zeigte aber dann durch­ wegs,
entsprochen haben? Der Blick auf die Bißstelle an den Ter­ minaltrieben zeigte aber dann durch­ wegs,

minaltrieben zeigte aber dann durch­ wegs, daß hier Meister Lampe am Werk gewesen war. Hasenlosung bei fast jedem Bäumchen und das fast vollständige Fehlen von Trittsiegeln von Rehen ergaben ein eindeutiges Bild. Auch wenn an den feinen Sei­ tentrieben die Bißstellen nur manch­ mal als schräg zu identifizieren waren, war die Zuordnung eigentlich ganz klar: hier hatte in den vergange­ nen Wochen ein Hase - oder waren es mehrere? - „ganze Arbeit“ gelei­ stet. Nach identischen Beobachtun­ gen eines Jagdkameraden in einem anderen Revierteil und auch in Nach­ barrevieren erhob sich natürlich die Frage nach den Ursachen. Die Gedanken an das Vorjahr, als in einem Wald bei ähnlicher Größe der Aufforstungsfläche eine den Abschußplan negativ beeinflussende Beurteilung festgelegt wurde, weck­ ten unangenehme Erinnerungen. Denn die Vorstellung, daß im Früh­ jahr, zur Beurteilungszeit, das Beweismittel Schnee fehlt, läßt die Vermutung zu, daß vielleicht doch bei dem einen oder anderen Verbißscha­ den allzu leichtfertig das Rehwild als Verbißursache herhalten muß oder mußte. Dies ist keine Schuldzuweisung, doch die etwas spät bekanntgewor­ dene Tatsache, daß im Vorjahr ein Jagdleiter durch sachkundige und

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

durch sachkundige und DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Die Hasenlosung zeigt hier deutlich, wer am Werk gewesen

Die Hasenlosung zeigt hier deutlich, wer am Werk gewesen ist. Ohne Schneelage würde man dieses Bäumchen ohne zu zögern als Rehverbiß klassifizieren.

Terminaltrieb

zeigt hier eindeutig: Hasenverbiß! Auch an kräftigen Seitentrieben ist der schräge Abbiß klar feststellbar, an feineren Sei­ tenzweigen ist die Verbißstelle zu klein.

Der schräge Abbiß am

schräge Abbiß klar feststellbar, an feineren Sei­ tenzweigen ist die Verbißstelle zu klein. Der schräge Abbiß
schräge Abbiß klar feststellbar, an feineren Sei­ tenzweigen ist die Verbißstelle zu klein. Der schräge Abbiß

SEPTEMBER 1997

konsequente Kontrolle der Verbißzu­ ordnung die Beurteilung des behörd­ lichen Kommissionsmitgliedes korri­ gieren konnte, untermauert dies. Nach gemeinsamen Überlegungen kamen wir zum Ergebnis, für dieses in solcher Stärke eigentlich unbe­ kannte Hasenverbiß-Phänomen fol­ gende kausale Zusammenhänge als vermutete Ursache festzulegen.

• In den vergangenen zwei Wintern gab es jeweils eine extreme und im vergangenen Winter auch lange Kälteperiode. Die Temperaturaufzeichnungen der Wetterstation Rohrbach weisen aus, daß das Tagesminimum ab 21. 12. 1996 unter -8° C gefallen war, die Temperaturen über 20 Tage tiefer als -10° C gelegen sind und das Mini­ mum erst am 23. Jänner 1997 wieder über -5° C gestiegen ist. In dersel­ ben Zeit hatte die Quecksilbersäule nur an einem Tag einen geringfügi­ gen Pluswert angezeigt. Zu beden­ ken ist aber, daß in dieser Zeit die Temperaturen in Schattenlagen, an Bachläufen oder an anders exponier­ ten Lagen noch wesentlich tiefer als an der günstig gelegenen Wettersta­ tion registriert worden sind.

• Der Hase braucht auch Flüssigkeit. Er nimmt sie mit der Äsung auf (Grünfutter, Tau).

• Da der Hase vor allem dämme- rungsaktiv/nachtaktiv ist, war für ihn bei den tiefen Temperaturen sowohl am Abend als auch am Morgen eine Flüssigkeitsaufnahme unmöglich.

• Jegliches Wild ist instinktiv bemüht, den Energiegewinn durch Äsungs­ aufnahme so positiv wie möglich zu gestalten. Da dies vor allem in Not­ zeiten überlebenswichtig ist, ver­ geudet es durch überflüssige Bewegung keine Energie.

• Äsungsmöglichkeiten in Waldrand­ lage sind daher in Notzeiten ideal für den Hasen. Hier hat er seine Nahrungsquelle „vor Ort“.

• Nach Verbrauch der körpereigenen Reserven hat er die großen Knos­ pen und die jungen und saftigen Triebe der Baumschulpflanzen als Flüssigkeitslieferanten entdeckt. Die Kälteperioden der vergangenen zwei Winter, besonders des vergan­ genen, waren eigentlich im Verlauf der letzten 20 Jahre die Ausnahme.

eigentlich im Verlauf der letzten 20 Jahre die Ausnahme. Auch für die Natur gilt, daß man

Auch für die Natur gilt, daß man Aus­ nahmen als Tatsachen registrieren, sich aber von Ausnahmen nicht hyp­ notisieren lassen sollte. Es wäre daher allzu billig und auch nicht zu rechtfertigen, jetzt den Hasen aus waldbaulichen Gründen als neues Schadwild zu entdecken, auch wenn die Verbißbelastung bei Laubgehöl­ zen bekannt ist. Weiters spricht dagegen, daß der allgemein bekann­ te Rückgang der Hasenstrecken mancherorts bereits zur notwendigen Schonung geführt hat oder eine weidgerechte Bejagung nicht mehr zuläßt. Die Diskussionen, den Hasen in manchen Gegenden auf die Rote Liste zu setzen, sind bekannt. Auch in Oepping, einem traditionell guten Hasenrevier, sind die Strecken soweit zurückgegangen, daß die Tagjagden nur mehr im 2-Jahres- Rhythmus durchgeführt werden kön­ nen. Trotzdem werden hier noch immer über 10 % der Bezirksstrecke erlegt. Hasenverbiß an Fichte war

Dieser Terminaltrieb war wohl zu dick. Wie groß muß wohl die Not gewesen sein, da nicht einmal der mit Arbinol (Ver­ bißmittel im Sprühverfahren) geschützte Trieb den Hasen abgehalten hat? Rehe haben arbinolgeschützte Forstpflanzen respektiert.

Rehe haben arbinolgeschützte Forstpflanzen respektiert. DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER aber bisher unbekannt.

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

aber bisher unbekannt. Bewußt werden sollten sich aber alle mit der Waldproblematik befaßten Gruppen, daß sich das Äsungsver­ halten von Wildtieren in Ausnahmesi­ tuationen, wie z. B. bei extremen Wit­ terungsphasen, in unerwarteter Form ändern kann. Das lineare Denken, das vor allem in Gesetzen und nor­ mierenden Vorschriften seinen Aus­ druck findet, gibt es in der freien Natur nicht und sollte daher öfters, insbesondere bei Behörden, einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Es muß daher die Feststellung erlaubt sein, daß als Nebenerkennt­ nis zum Problem gesagt werden darf, daß Verbißgutachten den Anteil an Hasenverbiß oft nicht ausweisen oder nicht ausweisen können, weil er an Seitentrieben nur an ausreichend dicken Trieben zu erkennen ist und so mancherorts das Rehwild als Schadwild herzuhalten hat. Müßig ist es auch, die Erkenntnis zu bestär­ ken, daß im Wald durch waldbauliche Maßnahmen der Naturverjüngung gegenüber Nachpflanzungen der Vorzug zu geben ist. Der Zeitgewinn bei der Umtriebszeit von Baumschul­ pflanzen sollte angesichts der verän­ derten forstwirtschaftlichen Aussich­ ten ebenso ehestmöglich relativiert werden.

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SEPTEMBER 1997

Zum Artikel „Ungewöhnlich starker Hasenverbiß an Auf­ forstungspflanzen“

Hubert Simmel aus Oepping schreibt sehr eindrucksvoll über einen Feld­ hasenverbiß an Fichten in seinem Revier und belegt diesen auch mit eindeutigen Fotos. Feldhasenverbiß an Laubhölzern kommt sehr häufig vor. Für die Buchenverjüngung, speziell in Gebie­ ten wo diese nur spärlich vorkommt, stellt der Hasenverbiß oft ein Haupt­ verjüngungshemmnis dar. Sehr sel­ ten hingegen ist massiverer Fichten­ verbiß durch Hasen. Am ehesten tritt dieser aus drastischem Äsungsman­ gel bzw. wegen Rohfaserbedarf auf. Dazu ein kleines persönliches Erleb­ nis: Als vor Jahren einmal meine Kaninchen während meiner Abwe­ senheit ausschließlich mit Getreide gefüttert wurden, begannen sie in ihrer Verdauungsnot zur Abdeckung des Rohfaserbedarfes den hölzernen Hasenstall aufzufressen; dies kam, abgesehen von einzelnen Nagereien, weder vorher noch nachher wieder vor. Vorsichtig soll man damit sein, auf­ grund einiger Beobachtungen im Revier bereits eine Theorie aufzu-

Hasen- (links) und Rehlosung (rechts):

die Losung kann zur „Täterüberführung“ beitragen, manchmal waren aber auch mehrere am Werk.

beitragen, manchmal waren aber auch mehrere am Werk. Verbissene Buche: Typischer Hasenver­ biß, auch relativ
beitragen, manchmal waren aber auch mehrere am Werk. Verbissene Buche: Typischer Hasenver­ biß, auch relativ

Verbissene Buche: Typischer Hasenver­ biß, auch relativ dicke Äste betroffen, schräge Schnittstelle, meist „gründliche Arbeit“ d. h. die meisten Triebe sind betroffen.

stellen. Bei der wildökologischen For­ schung braucht man in der Regel eine Fülle von Daten, da sehr viele Faktoren im Spiel sind. Ob die Oep- pinger Hasen (vielleicht war es auch nur ein Spezialist) zur Deckung des Energiebedarfes die Fichten verbis­ sen haben, sei dahin gestellt. Fest steht allerdings, daß Tiere durchaus Schnee aufnehmen, um den Wasser­ bedarf zu stillen.

Schnee aufnehmen, um den Wasser­ bedarf zu stillen. DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Die Anregung, bei

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Die Anregung, bei Wildschäden genau hinzuschauen, kann nur unter­ strichen werden. Was hilft’s, wenn man die Rehe totschießt und in Wirk­ lichkeit der Hase der Übeltäter ist, auch wenn dies nur selten vorkommt. Häufiger ist es allerdings, daß Bäume gegen Winterverbiß geschützt werden, der Verbiß aber im Frühling und Sommer stattfindet. Der Sommerverbiß ist auch im Herbst noch an den teilweise abge­ bissenen Trieben erkenntlich. Zum Verdünnen des Verbißschutz­ mittels: Davor muß gewarnt werden, es kann nämlich dazu führen, daß die ganze Arbeit umsonst war. Ab­ schließend ist darauf hinzuweisen, daß bei bevorzugt vom Hasen verbis­ senen Baumarten, wie Wildobst oder Elsbeere, zumindest in den ersten Jahren, der ganze Stamm geschützt werden soll.

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SEPTEMBER1997

Europaweite Regelung zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten

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1. Juni

1997

trat

in

allen

Mitgliedstaa­ ten der EU die „Verordnung

 

über

den

Schutz

von

Exemplaren wildlebender Tier- und Pflan­ zenarten“ (EU-Artenschutzverord- nung) in Kraft. Der „OÖ. Jäger“ über­ nimmt dazu die im Zuge einer am 22. 7. 1997 in Wien abgehaltenen Pres­ sekonferenz von Dr. Wolfgang Strei­ tenberger, dem Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, gegebene Information:

„Die Europäische Union hat einen weiteren Schritt zum europaweiten und letztendlich auch weltweiten Naturschutz gesetzt. Am 9. Dezem­ ber letzten Jahres hat der EU-Mini­ sterrat die Verordnung über den Schutz von Exemplaren wildleben­ der Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels‘ verab­ schiedet, diese tritt nun am 1. Juni 1997 in Kraft. Bei dieser Verord­ nung geht es um die Unterbindung des illegalen Handels mit vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. “ Die Europäische Kommission hat für eine EU-weite, sich über 17 Monate erstreckende Informati­ onskampagne über diese Verord­ nung 600.000 ECU (ca. 8,25 Millio­ nen Schilling) zur Verfügung ge­ stellt. Die Informationsarbeit wird dabei vom WWF und von Traffic Europe durchgeführt.

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Welche Entstehungsgeschichte hat diese Verordnung? Am 3. März 1973 wurde in Washing­ ton die „Konvention über den interna­ tionalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflan­ zen“ (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora - CITES) von zunächst 21 Staaten unterzeichnet. Diese Konvention trat am 1. 1. 1975 in Kraft. Ihr sind bis heute 135 Ver­ tragsparteien beigetreten, darunter alle EU-Staaten mit Ausnahme von Irland. Der Beitritt Irlands wird jedoch in Kürze erwartet. Obwohl die EG bislang keine Ver­ tragspartei der Konvention mit vollen Rechten ist, hat sie diese mit zwei Verordnungen aus den Jahren 1983 und 1984 in den Mitgliedstaaten, und zwar mit Wirkung 1.1. 1984, in Kraft gesetzt. Die EG sah von ihrer Seite Handlungsbedarf gegeben,

- weil ihr mit dem EWG-Vertrag die alleinige Kompetenz im Bereich des Außenhandels übertragen wurde

- und weil die Anwendung der Kon­ vention Ausnahmen vom EWG- Vertrag erforderlich machten. (Der EWG-Vertrag verbietet den Mit­ gliedstaaten, untereinander quan­ titative Einschränkungen des Han­ dels vorzunehmen.) Auch das Fehlen von systematischen Grenzkontrollen erschwerte die effektive Anwendung der Konvention, zumal 1982 nur fünf Mitgliedstaaten Vertragspartei der Konvention waren. Laut Dr. Wolfgang Streitenberger ergaben die seit dem Inkrafttreten der beiden EU-Verordnungen gewon­ nenen neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und - noch wichtiger - die Vollendung des Binnenmarktes einen zusätzlichen Handlungsbedarf von EG-Seite, um die Konvention wirksam anzuwenden. Dr. Wolfgang Streitenberger: „Die Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen erforderte strengere Maßnahmen zur Kontrolle des Handels an den Außengrenzen. Dazu gehören insbe­ sondere harmonisierte Bedingungen für die Erteilung von Ein- und Aus­ fuhrgenehmigungen für die unter die Verordnung fallenden schutzwürdi­ gen Arten.“ Weiters gehören dazu einheitliche Bestimmungen über die

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Beförderung dieser Arten innerhalb der Gemeinschaft sowie Bedingun­ gen für ihre Unterbringung und auch Bestimmungen, die wirksame Kon­ trollen in allen Mitgliedstaaten sicher­ stellen. Schließlich bedarf es auch gemeinschaftlicher Verfahren zur Überwachung des Handels mit wild­ lebenden Tieren und Pflanzen (wie etwa die Erstellung von Jahresbe­ richten) und der Einsetzung einer Wissenschaftlichen Prüfgruppe, die die Europäische Kommission in ihren Entscheidungen unterstützt.

Was ist die politische Bedeutung der neuen Verordnung?

Die neue Verordnung, die Anfang Juni in Kraft trat, ist laut Dr. Wolfgang Streitenberger Ausdruck der Ent­ schlossenheit der Union, den zuneh­ menden illegalen internationalen Handel mit wilden Tieren und Pflan­ zen wirksam zu bekämpfen. Der EU kommt als einem der Hauptimporteu­ re von freilebenden und vom Aus­ sterben bedrohten Tieren und Pflan­ zen eine besondere Verantwortung zu. Wie ernst die Union diese Verant­ wortung nimmt, läßt sich daran able­ sen, daß die neue Verordnung im internationalen Vergleich zu den gründlichsten und umfassendsten Gesetzgebungen in diesem spezifi­ schen Sektor des Naturschutzes zählt. Dr. Wolfgang Streitenberger: „Die politische Bedeutung, die die Europäische Union dem Naturschutz und speziell dieser beimißt, wird durch die mit dem heutigen Tag in allen Hauptstädten der 15 Mitglied­ staaten eröffneten Informationskam­ pagne zum Schutz der gefährdeten Fauna und Flora deutlich.“ Der Union ist an einem durchschlagenden Er­ folg dieser Kampagne gelegen. Das ist der Grund dafür, warum die Europäische Kommission den WWF und Traffic Europe (ein gemeinsa­ mes Programm von WWF und der World Conservation Union) mit der Durchführung dieser EU-lnformati- onsaktivitäten betraut hat. Sie zielen auf die Sensibilisierung sowohl der breiten Öffentlichkeit als auch spezifi­ scher Adressaten (Importeure, Han­ delsvertreter, die staatlichen Voll­ zugsorgane) ab.

SEPTEMBER 1997
SEPTEMBER 1997

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SEPTEMBER1997

Schutzwald - wer schützt wen?

Schutzwaldsanierung auf Kosten des Wildes?

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Abs. 1 Forstge-

deren Standort durch die abtragen­ den Kräfte von Wind, Wasser und Schwerkraft gefährdet ist und die eine besondere Behandlung zum Schutze des Bodens und des Bewuchses sowie zur Wiederbewal­ dung erfordern. Nach den Ergebnissen der Forstin­ ventur ist etwa ein Viertel der Schutzwälder von Zerfallserschei­ nungen betroffen, über ein Drittel ist nur locker überschirmt oder licht, der Anteil unbestockter Blößen und Lücken ist hoch. Der Überhang an Altbeständen ist groß, (Natur-)Ver- jüngung im erforderlichen Ausmaß fehlt weitgehend. Noch drastischer formuliert die Situationsanalyse im Österreichischen Waldbericht 1994:

„Als prekär ist auch die Situation im Schutzwald anzusehen. Überalte­ rung, Schäden durch Wild und Wei­ devieh sowie zunehmende touristi­ sche Aktivitäten in diesen sensiblen Waldregionen, lassen Bemühungen zur Sanierung dieser Wälder trotz des damit verbundenen hohen finan­ ziellen Einsatzes hinfällig erscheinen. Zusätzliche Beeinträchtigungen des Waldes werden permanent durch Luftverunreinigungen hervorgerufen;

Hoher finanzieller Einsatz - Wert der Schutzwirkung

Gemäß einer Studie des Bundesmi­

- Wert der Schutzwirkung Gemäß einer Studie des Bundesmi­ DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER mit mindestens 10.000

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

einer Studie des Bundesmi­ DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER mit mindestens 10.000 DM pro Jahr. Durch den

mit

mindestens

10.000

DM

pro

Jahr.

Durch den Wald kann manch ein Lawi­ nenanbruch bereits gestoppt werden.

nisteriums für Land- und Forstwirt­ schaft muß zur Erhaltung der Schutz­ wirkung innerhalb der nächsten 10 Jahre 161.000 ha Wald gesichert und verbessert werden. Die Kosten dafür sind mit 14,4 Milliarden beziffert. Die forstlichen Dienststellen des Bundes­ ministenums haben seit 1989 ca. 200 flächenwirtschaftliche Gemein­ schaftsprojekte ausgearbeitet, in deren Rahmen bis jetzt ca. 1,4 Mil­ liarden für Maßnahmen zur Sicher­ stellung der Schutzwirkung des Wal­ des ausgegeben wurden. Die Kosten für die Aufforstung und Sicherung eines Hektars Schutzwald liegen zwi­ schen 30.000 bis 40.000 S. Forstdi­ rektor Sedlak (1997) gibt die Kosten für die Aufforstung eines Hektars Schutzwald inkl. einfacher Siche­ rungsmaßnahmen mit 250.000 S an. Meister (1997) führt als Kosten für die „permanente“ technische Sanie­ rung eines Hektars nicht mehr funkti­ onstauglichen Schutzwaldes durch verschiedenste Bauwerke mit 800.000 bis 1,000.000 DM. Man geht davon aus, daß eine permanente Verbauung ca. 80 Jahre hält. Aus diesem Wert und den Kosten einer vorübergehenden Holzverbauung errechnet er den Wert eines Hektars funktionsfähigen Schutzwaldes

Situation in Oberösterreich

13 % des Oberösterreichischen Wal­ des sind Schutzwald, der größte Anteil davon gehört den Österreichi­ schen Bundesforsten. Dieser Schutz­ wald ist charakterisiert durch Überal­ terung, mehr als ein Drittel ist älter als 140 Jahre. Ca. 40 % des Schutz­ waldes sind lückig und/oder befinden sich im Stadium des Zerfalls, ohne daß eine ausreichende Naturverjün­ gung aufkommt. 40 % aller Stämme des Schutzwaldes im Ertrag sind beschädigt, wobei 8 % auf alte Schäl­ schäden zurückzuführen sind, der Rest auf Steinschlag und Holzernte. Gemäß dem österreichischen Wald­ bericht liegt auf 50 % der Jung­ wuchsflächen in den Schutzwaldbe­ zirken extremer Verbiß vor.

Sanierungsmaßnahmen brauchen Zeit und wenig Schalenwild

„Im Schutzwald ist schnell eine Straße gebaut, man bringt sie aber nie mehr weg! Im Schutzwald ist schnell ein alter Baum gefällt, damit ist aber noch nicht gesichert, daß genügend junge nachkommen! Ich glaube daher, daß Ungeduld im Schutzwald nicht angebracht ist. Viel­ mehr müssen wir der Schutzwaldent­ wicklung viel Zeit einräumen und dafür sorgen, daß die Rahmenbedin­ gungen für eine möglichst natürliche

SEPTEMBER 1997

Entwicklung des Schutzwaldes ver­ bessert werden. Daher hat in der Schutzwaldbewirtschaftung die Anpassung der Wildbestände und die Lösung der Wald/Weide-Frage höchste Priorität“, so Dr. Weinfurter von den Österreichischen Bundesfor­ sten bei einer Schutzwaldtagung im Juni 1997.

Gelungene Schutzwaldsanierung trotz unverändertem Wildstand, ein Fallbeispiel aus Salzburg

Der Zustand der Wälder des Projekt­ gebietes war schon seit vielen Jah­ ren speziell im Hinblick auf den Wild­ verbiß und das Waldsterben auf­ grund seiner Lage von besonderem öffentlichem Interesse. Es wurde sogar öffentlich behauptet, daß zehnmal so viele Rehe und Gemsen dort leben, als in „normalen“ natürlichen Wäldern. Schon damals wurde auch ein Amtsbericht verfaßt und darin unter anderem erwähnt, daß das Naturverjüngungspotential im Projektsgebiet durch Totverbiß um etwa 50 bis 70 % reduziert ist, die Sämlinge und Jungpflanzen zu 40 bis 60 % ein- bis mehrfach verbissen sind und daß die Tannenverjüngung außerhalb von gezäunten Wald­ flächen vollkommen ausfällt. Darauf aufbauend wurde die Senkung des stark überhöhten Wildbestandes

Mure Achenkirch, 1995.

des stark überhöhten Wildbestandes Mure Achenkirch, 1995. Steinschlag - alte Narben als stumme Zeugen.
des stark überhöhten Wildbestandes Mure Achenkirch, 1995. Steinschlag - alte Narben als stumme Zeugen.

Steinschlag -

alte Narben als stumme

Zeugen.

gefordert. Auch im Rahmen von Arbeiten durch Mitarbeiter der Uni­ versität für Bodenkultur und einem eigens in Auftrag gegebenen Gut­ achten wurden die gravierenden Ver­ bißschäden bestätigt. Die Wildschä­ den stufte der Gutachter sogar als waldverwüstend ein und forderte unter anderem eine drastische Erhöhung der Abschüsse. Zahlreiche Bescheide, die Bejagung betreffend, wurden erlassen, aber nur eingeschränkt von der zuständi-

wurden erlassen, aber nur eingeschränkt von der zuständi- DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER ANGEBOT DES MONATS JAGD

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

von der zuständi- DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER ANGEBOT DES MONATS JAGD PVTROINE’N Schrotpatronen

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SEPTEMBER1997

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DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

gen Jägerschaft befolgt. So kam es auch zur Verhängung von Verwal­ tungsstrafen und 1995 wurden vor­ erst sogar öffentliche Förderungsgel­ der, die für die Sanierung des Schutzwaldes gedacht waren, wegen der angeblichen Wildschäden nicht mehr zur Verfügung gestellt. Viele Waldbesitzer sowie die Jäger­ schaft waren allerdings der Meinung, daß der Waldverjüngungszustand wieder gut sei und so wurde erneut ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Auflichtung der Wälder

In den vergangenen sechs Jahren geschah viel und dies war auch drin­ gend notwendig. Die schwierigen Bringungsverhältnisse, die klein­ flächige Besitzstruktur und die Unab­ hängigkeit vom Einkommen aus dem Wald haben dazu geführt, daß in jün­ gerer Zeit kaum mehr forstliche Ein­ griffe in die Wälder des Projektgebie­ tes gemacht wurden. Parallel dazu war aber zur Erhaltung der Schutz- und Wohlfahrtswirkung eine Verjün­ gung der teilweise überalterten und kränklichen Waldbestände dringend erforderlich. Um die notwendigen forstlichen Eingriffe sicherzustellen, wurde eine Waldpflegegemeinschaft gegründet. Der größte Teil der 75 betroffenen Waldbesitzer hat sich dieser Waldpflegegemeinschaft an­ geschlossen. Zur fachlichen Betreu­ ung und organisatorischen Umset­ zung des Schutzwaldsanierungskon­ zeptes kam es sogar zur Anstellung eines eigenen Forstorganes. Auf Grund des hohen persönlichen Ein­ satzes aller Betroffenen gelang es, in den letzten Jahren ca. 40 % der ver­ jüngungsnotwendigen Waldflächen auch tatsächlich zu verjüngen.

Beibehaltung der Abschußhöhe

Die zuständige Jagdgesellschaft trug

der Abschußhöhe Die zuständige Jagdgesellschaft trug das Ihre zum Gelingen der Waldver­ jüngung bei, indem sie

das Ihre zum Gelingen der Waldver­ jüngung bei, indem sie Schwerpunkt­ abschüsse durchführte, im Jahres­ verlauf relativ früh mit den Abschüs­ sen begann und 4 Rehwildfütterun­ gen aufließ. Die Abschußhöhe mit jährlich ca. 55 Rehen auf 750 ha nutzbarer Jagdfläche blieb während der letzten 10 Jahre gleich.

Waldverjüngung heute

Aussagen über die derzeitige Wald­ verjüngung stützen sich auf verschie­ dene Erhebungen und Auswertun­ gen: Durch die Landesforstdirektion (7 Probeflächen), durch das Büro eines freiberuflichen Wildökologen (21 Probeflächen 54.444 Bäume pro ha), aus 8 Kontrollzäunen und aus der Begehung sowie Beschreibung aller wesentlichen Jungwuchsflä­ chen. Dabei zeigte sich, daß:

• die Verjüngungspotenz der Wald­ flächen beachtlich ist,

• verbißbedingt das Laubholz nur an einer einzigen Stelle im oberen Bereich ausfällt,

• an wenigen Plätzen die Laubholz­

1

verjüngung durch Verbiß behindert wird, sie entwächst aber trotzdem mit ein bis drei Jahren Verzögerung dem Wildäser,

• überall dort, wo Tannen-Samen- bäume vorhanden waren, auch junge Tannen (von Keimling bis Übermannshöhe) vorgefunden wurden,

• es keine ökologisch bedeutsame Fegeschäden gab,

• es stellenweise sogar die sehr ver­ bißempfindliche Eibe schafft, sich zu verjüngen und

• sich hinsichtlich der Erreichung des Verjüngungszieles (Soll-Ist-Wert- vergleich) das Verjüngungsergeb­ nis verbißbedingt nur um 3 % ver­ schlechtert.

Die Moral von der Geschieht’, das Wild war’s diesmal ausnahmsweise nicht!

Die Ergebnisse waren überraschend, denn sehr oft bereitet der Schalen­ wildverbiß große Probleme, wie auch der Autor in seinen Gutachten mei­ stens feststellen muß. Außerdem war noch im Österreichischen Waldbe­ richt 1994 zu lesen, daß im Untersu­ chungsgebiet „Waldverwüstung durch Schalenwild“ vorläge. Tatsächlich hat sich aber bei der Ver­ fassung des Gutachtens herausge­ stellt, daß die Waldverjüngung präch­ tig und vom Wildverbiß kaum beein­ trächtigt gedeiht. Es wird wohl kaum irgendwo in Österreich ein Schutz­ waldsanierungsgebiet geben, in dem es so schnell und gut gelang, aus

OÖ. Landesjagdverband Neue Fax-Nummer

0 73 2 / 66 34 45-15 Oder 66 77 05-15

SEPTEMBER 1997
SEPTEMBER 1997

einem „Waldverwüstungsgebiet“ einen vorbildlich verjüngten Schutz­ wald „herauszuzaubern“. Es hat sich wieder einmal gezeigt, daß bei einer einigermaßen naturnahen Ausgangs­ situation (Samenbäume, Lichtver­ hältnisse, Umland) die forstlichen Eingriffe hinsichtlich des Gedeihens der Waldverjüngung als entscheiden­ der erwiesen, als die jagdlichen. Obwohl in den nächsten zwei/drei Jahren keinerlei verbißbedingte Gefährdung der Waldverjüngung zu erwarten ist, heißt es trotzdem wach­ sam zu bleiben, die Waldverjüngung genau zu beobachten und örtliche

Schwerpunktabschüsse zu tätigen. Dieses für die Jägerschaft erfreuliche Ergebnis darf nicht darüber hinweg täuschen, daß dem Wildverbiß bei den meisten Schutzwaldsanierungs­ projekten eine entscheidende Bedeu­ tung zukommt. Der eigentliche Grund, warum der Wildverbiß oft pro­ blematisch wird, ist aber oft nicht nur die meist sofort genannte Überhege des Schalenwildes (wo werden Gams gehegt?), sondern die Unruhe am Berg, geänderte Landnutzung (Almen), Altlasten aus früheren Waldnutzungen und forstliche Fehler. Trotzdem muß in vielen Fällen ein­

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

fach „scharf geschossen“ werden, und dies nicht nur zum Wohle des Waldes, sondern auch der Jäger­ schaft. Wenn die Bevölkerung näm­ lich merkt, daß die Jäger nicht nur das Wild schützen, sondern auch bereit sind, dort wo es unbedingt not­ wendig ist, zur Lösung von Umwelt­ problemen beizutragen, wird ihr Ansehen steigen.

Dipl.-Ing. Dr. Stefan Fellinger Büro für Wildtierökologie, regionale Landnutzung und Umweltberatung

In der Landesgeschäftsstelle werden abgegeben oder auf Wunsch zugesandt:

• Das OÖ. Jagdgesetz

• Jagduhr klein

• Verbandsabzeichen Silber

• Verbandsabzeichen groß

Hutabzeichen

• Verbandsabzeichen klein

• Liederbuch „An Jaga sei Liadabüchl“

• Demo-Cassette für

„An Jaga sei Liadabüchl“

Broschüren:

• Prüfungsordnung für Jagdhunde

• Wildbrethygiene

• Wildfleisch-Verordnung

• Wildfleisch-Direktvermarktung

• Leitfaden für Niederwildhege

• Hecken

• Wer war es?

• Greifvögel und Niederwildhege

• Lebensraumverbesserung

• Falter Greifvögel

• Falter Wasserwild

• Äcker voll Leben

• Wildbretanhänger

• Trophäenanhänger grün/rot

Tafeln:

• Wandertafel (Verhalten im Wald)

• Fallentafel

• Ruhezone

• Reiten verboten

S 298.-

Bücher:

S 420.-

 

S 170.-

S

40.-

• Jagd + Kunst von

S 850.

• Rehwildreport von Wolfram Osgyan S 545. Lederausgabe S 1169.

H. Weidinger

S

20.-

• Abenteuer Jagd. Mit Büchse und Kamera um

S

20.-

die Welt. Heribert Sendlhofer S 698.

S 100.-

Videofilme:

• Das jagdliche Jahr von H. Sendlhofer

 

englisch

S 8 2 5 -

deutsch

S 795.

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30.-

• Ohne Jäger kein Wild

 

S

15.-

von H. Sendlhofer

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SEPTEMBER! 997

Twenty Years After

Ing. Franz Kroiher

or zwanzig Jahren begannen die Wälder in den Höhenlagen der Grenzge­ birge zwi­ schen Tsche­ chien, Polen und der ehemali­ gen DDR großflächig abzusterben. Es hat sich seither auf den ersten Blick nicht viel geändert. Die Tsche­ chen nennen diese von Luftschad­ stoffen zerstörten Wälder und Böden das schwarze Dreieck. Mich erinnert das ans Bermuda-Dreieck, wo Schif­ fe spurlos verschwinden. Hier war es der Wald mit seiner Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Eine urtümliche Waldlandschaft, die ihre Bewohner über Jahrhunderte geprägt hat, ist verschwunden. Dabei ist die Katastrophe noch lange

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verschwunden. Dabei ist die Katastrophe noch lange f «. _ nicht ausgestanden. Inzwischen frißt sich der

nicht ausgestanden. Inzwischen frißt sich der Borkenkäfer durch die Wäl­ der unterhalb der abgestorbenen Flächen. Vom Holzeinschlag in die­ sen Gebieten sind bis 93 % Schad­ hölzer, die entfernt werden müssen. Dazu gehören auch Windwürfe und Schneebrüche. Diese Flächen sind außerdem natürlich stark erosionsge­ fährdet. Wann das endet, ist nicht vorauszusagen.

Die Kosten zur Revitalisierung dieser Gebiete sind enorm. Dabei geht es im Nationalpark Riesengebirge noch einigermaßen gut, obwohl auch hier große finanzielle Mittel fehlen. Be­ trächtliche Summen für die Wieder­ bewaldung werden dafür von der Holländischen Stiftung FACE zur Verfügung gestellt. Auf der polni­ schen Seite des Riesengebirges fehlt das Geld, da sieht es noch so wie vor zwanzig Jahren aus.

Auf der Tschechischen Seite wurde schon viel angepflanzt. Unter den abgestorbenen Bäumen wächst ein neuer Wald heran. Die geräumten Flächen wurden neu aufgeforstet. Dabei werden vermehrt Laubhölzer und Tannen angepflanzt, was sich wiederum günstig auf den Boden und das Bodeneben auswirkt. Die große Schwierigkeit dabei ist das entspre­ chend angepaßte genetische Pflan­ zenmaterial zu beschaffen, um das charakteristische Hochgebirgsökosy- stem vor dem Aussterben zu bewah­

Hochgebirgsökosy- stem vor dem Aussterben zu bewah­ Zwischen den abgestorbenen Bäumen wächst ein neuer Wald.

Zwischen den abgestorbenen Bäumen wächst ein neuer Wald.

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

wächst ein neuer Wald. DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Steckling - dung angeregt. Äste werden zur Wurzelbil­

Steckling -

dung angeregt.

Äste werden zur Wurzelbil­

ren. Über Samen ist das kaum mehr möglich. So versucht man unter großem Auf­ wand, dies mittels Stecklinge (Äste die zur Wurzelbildung angeregt wer­ den) zu erreichen. Eine zweite Methode zu entspre­ chenden jungen Bäumen zu gelan­ gen sind Absenker. Da im Riesengebirge ein sehr rauhes Klima vorherrscht (langer Winter, kur­ zer Sommer und Herbst), vermehrt sich die Fichte neben Samen auch auf natürliche Weise durch auf den Boden abgesenkte Äste, die sich wieder bewurzeln. Allerdings dauert es etwa 50 Jahre bis so ein neuer Baum entsteht. Die Forstleute senken solche Äste gezielt ab und haben bei dieser Art der Vermehrung bei 65 bis 80 % der abgesenkten Äste Erfolg. Weiters bemüht man sich, die ursprüngliche Artenvielfalt wieder herzustellen. Bei den relativ gut wachsenden Fichten treten leider schon wieder vermehrt Schäden durch die Wintertrocknis (was immer das auch ist) auf. Im Nationalpark Riesengebirge gibt es außerdem ein einzigartiges Vor­ kommen nacheiszeitlicher Pflanzen­ gesellschaften, die einmalig in Euro­ pa sind. Ähnliche Vorkommen gibt es

SEPTEMBER 1997

S E P T E M B E R 1 9 9 7 Absenker - senkten
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Absenker -

senkten Ästen entstehen junge Bäume.

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Ästen entstehen junge Bäume. aus auf den Boden abge­ DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER ANGEBOT DES MONATS JAGD
Ästen entstehen junge Bäume. aus auf den Boden abge­ DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER ANGEBOT DES MONATS JAGD

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

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SEPTEMBER1997

SEPTEMBER1997 nur mehr inselhaft in Schweden und England. Die Nationalparkverwaltung bemüht sich zusätzlich um die
SEPTEMBER1997 nur mehr inselhaft in Schweden und England. Die Nationalparkverwaltung bemüht sich zusätzlich um die

nur mehr inselhaft in Schweden und England. Die Nationalparkverwaltung bemüht sich zusätzlich um die Siche­ rung und Erhaltung seltener Pflan­ zen- und Waldgemeinschaften. Ich habe es anfänglich als Hohn empfunden, daß sich diese zerstör­ ten Gebiete mit ihren toten Wäldern noch Nationalpark nennen dürfen. Heute jedoch sehe ich wie sehr man sich bemüht, diese riesigen Schad­ flächen wieder zu sanieren, und zwar unter größten Schwierigkeiten und Kosten. So betrachtet besteht diese Bezeichnung noch zu Recht. Es gibt immerhin die Hoffnung, daß künftige Generationen wieder ein Riesenge­

birge vorfinden, mit geheimnisvollen großen Wäldern, die schützend über den menschlichen Siedlungen rau­ schen.

Jagd: Das im Nationalpark lebende Hochwild wurde in den letzten Jahren sehr stark reduziert. Die National­ parkverwaltung will jedoch auch einen entsprechenden Wildstand hal­ ten. Jetzt erholen sich die Wildpopu­ lationen langsam wieder. Die Fütte­ rung erfolgt hauptsächlich im Winter­ gatter (Heu, Rüben, Kastanien). Gute Hirsche werden wieder zum Abschuß freigegeben. Die dabei ein­ genommenen Gelder verwendet man

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Auerhahnvoliere - es wird versucht, Auerhähne wieder einzubürgern.

zur Sanierung der geschädigten Flächen. Diese Schäden an Wald und Land­ schaft sollten auch für uns eine ernst­ hafte Warnung sein. Bloß durch die Erklärung zum Nationalpark ist ein Gebiet noch lange nicht vor „uns“ sicher. Es müssen weiterhin alle Vor­ kehrungen getroffen werden, daß uns „so etwas“ nie passiert. Was wir durch Luftschadstoffe den Wäldern und unserer Natur antun, bekommen wir postwendend zurück, und zwar in Form von Katastrophen und einer menschenfeindlichen Landschaft.

Literaturhinweis:

Jan Jenik, M. F. Price - Biosphere Reserves on the crossroads of Central Europe. EMPO- RA-Publishing House, Karmelitska 6, 11800 Pragque. Stanislav Vacek - Monitoring, research and management of the ecosystems in the Krkono- se National Park Region. Dipl.-lng. Otakar Schwarz - Atmospheric Deposition and Forest Management. General information on the region of the Krkonose and Jizerske Hori Mts. Dipl.-lng. Otakar Schwarz - Management of forest ecosyszems in the Krkonose National- park, Black triangle region, Czech Republik. Dipl.-lng. Otakar Schwarz - Waldpflege in der Biosphärischen Reservation Krkonose/CR.

Dank: Ich bedanke mich bei der Nationalpark­ verwaltung für das zur Verfügung gestellte Informationsmaterial und ihr Entgegenkom­ men. Beim Leiter der Forstexkursion Dr. Kar für die ausgezeichnete Organisation.

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SEPTEMBER 1997 DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER
SEPTEMBER 1997
DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Jungwildrettung - breiter Silberstreif am Horizont

Von Mitte Mai bis Anfang Juni wurde ein Prototyp eines Infrarot-Wilddetek- tors der DLR aus Oberpfaffenhofen mit Kaninchen und Rehkitzen im Mähgut (Gras, Klee, Roggen) ge­ testet. Das Hauptinteresse galt der Frage, wie der Sensor bei hoher Luft­ temperatur und direkter Sonnenein­ strahlung reagiert. Nachdem bei bewölktem Himmel bzw. in den Mor­ genstunden schon sehr zufrieden­ stellende Ergebnisse erzielt wurden, was auch heuer bestätigt werden konnte, wurden Tests zu dieser „Hauptmähzeit“ nur beiläufig mitge­ nommen. Versuche mit einem Kanin­ chen in 40 cm hohem Kleegras bzw. im 70 cm hohem Roggen ergaben auch bei 30° Lufttemperatur und direkter Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit keinen Fehlalarm. Das Versuchstier wurde jedoch bei jedem

Test angezeigt. Die Einwände, daß großblättrige Pflanzen (breitblättriger Wiesenampfer) oder Maulwurfshügel Fehlalarme auslösen, konnte auch bei direkter Sonneneinstrahlung nicht bestätigt werden. Die bislang in Wie­ sen und Grünfutterschlägen vorge­ nommenen Infrarotmessungen zeig­ ten keine unterschiedlichen Werte, die Fehlalarme auslösen könnten. Um die Fehlalarmauslösung zu testen, wurde ein frisch gepflanztes Maisfeld sowie ein Straßenbankett detektiert. Diese „Provokation“ hatte Erfolg, ist aber für die Praxis der Jungwildrettung unrealistisch. Die Bodentemperaturen lagen am Mais­ feld bei 48° und an den unbewachse­ nen Flächen der Bankette bei 35° bis 40°. Selbst bei einen Tag alten Reh­ kitzen wurden Temperaturdifferenzen von ca. 10° zur Umgebung im Gras

gemessen. Zusammenfassend ist festzustellen, daß der richtige Weg für die Jung­ wildrettung beschritten wurde. Es wird jedoch unerläßlich sein, bevor gesicherte Empfehlungen abgege­ ben werden können, eine Serie von Wilddetektoren bei der Mahd 1998 in die praktische Anwendung zu schicken, zumal nicht alle Anwender auf eine langjährige Erfahrung und umfangreiche Betreuung zurückgrei­ fen können. Etwaige technische Pro­ bleme bei der Anwendung können in einem Funktionstest mit „gestellten“ Situationen und fehlender „Opferbe­ reitschaft“ seitens des Jagdpächters, die Rehkitze betreffend, nicht erho­ ben werden, weshalb dem nächst­ jährigen Forschungsabschnitt eine gleich große Bedeutung zukommt, wie dem heurigen.

eine gleich große Bedeutung zukommt, wie dem heurigen. MANFRED WEITGASSER JAGD- U ND 4020 TELEFON/FAX

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Einsatz des DLR - Wilddetektors

Bei kleinflächigen Wiesen und Grün­ futterschlägen, ganz besonders bei Bodenunebenheiten und strukturier­ tem Gelände, verursacht der Einsatz von am Mähgerät montierten Senso­ ren einen hohen Betreuungsauf­ wand. Bodenberührungen beim Wenden bzw. beim Anheben des Mähwerks beeinträchtigen den Arbeitsablauf erheblich. Für Grün­ landverhältnisse wie im Versuchsge­ biet (Unteres Mühlviertel - Bad Zell) stellt sich daher die Frage, ob nicht auch ein zusätzliches „manngetra­ genes“ Detektorgerät der Jungwild­ rettung gerechter wird. Die aufgefun­ denen Rehkitze müssen weggetra­ gen bzw. weggejagt werden, wobei letzteres neben „Sprinterqualitäten“ gute Augen und Zeit verlangt, Anfor­ derungen, die nicht jedem durch die Heuernte gestreßten Bauern zuzu­ muten sind. Dieser Aufwand muß daher fallweise von einer weiteren Person erbracht werden, die wäh­ rend des Mähvorganges anwesend sein muß. Vorheriges Absuchen, Austragen und Verwahren der Kitze kann mit einem getragenen Detektor einige Zeit vor dem Mähen erfolgen und auch mehrere Wiesen umfassen und dies ohne Zeitdruck. Um ein Zurücklaufen der Kitze zu vermeiden ist es angebracht, diese einzusper­ ren. Anfassen mit Gras bzw. eigenen Handschuhen ist selbstverständlich. 1 bis 5 Tage alte Kitze liegen in der Regel ruhig in ihren „Gefängnissen“, ältere wehren sich mitunter gegen die Gefangennahme, weshalb eine ausgepolsterte Kiste oder elastische Wände (Netzgehschule) am geeig­ netsten sind. Nach Beendigung der Mahd werden die Kitze wieder frei gelassen. Ist der Detektor am Mähwerk bzw. am Traktor montiert und der Fahrer gewillt den Zeitauf­ wand für die Kitzrettung zu leisten, ist ein Verwahren der Kitze genauso erforderlich. Wenn ältere Kitze nicht mehr gefangen werden können, ist es notwendig, sie weit genug wegzu­ jagen, wobei freie Flächen, Bäche oder sonstige Hindernisse zwischen Fluchtort und zu mähender Wiese lie­ gen sollten. Ein Beobachten des Geländes, um etwaige „Rückkehrer“ zu entdecken, ist sinnvoll.

um etwaige „Rückkehrer“ zu entdecken, ist sinnvoll. DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Abschließend muß ich

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

zu entdecken, ist sinnvoll. DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Abschließend muß ich jedoch fest- halten, daß der

Abschließend muß ich jedoch fest- halten, daß der DLR-Wilddetektor nur zum Auffinden des Jungwildes dient und die Anzahl der geretteten Tiere vom Einsatz der Jäger bzw. Bauern abhängt. Daß praktisch alle Flächen, die gemäht werden, abzu­ suchen sind, hat sich bestätigt. 30 Kitze wurden gerettet, 3 übersehen und vermäht, daher wurde noch kein Detektor ausgesetzt. Aber acht Mäh­ verluste hatten wir auf Flächen, wo wir überzeugt waren, daß keine Kitze liegen (20 m vom Bauernhof entfernt,

30 m neben einer stark befahrenen und begangenen Straße, 3 vermähte Kitze auf Wiesen, wo nicht Geißen beobachtet wurden usw.). Die Chan­ cen, den Mähtod einzudämmen ste­ hen gut, ganz sicher aber ist, daß Aufwand und Arbeit mehr werden.

Dr. Ernst Moser, 4283 Bad Zell

und Arbeit mehr werden. Dr. Ernst Moser, 4283 Bad Zell Mangelnde Obsorge ist meist der Grund,

Mangelnde Obsorge ist meist der Grund, daß Hunde Wild reißen, wie diese Geiß mit ihrem Kitz im Bezirk Steyr.

 

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SEPTEMBER 1997

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

 

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Präparation ja oder nein - Gedanken eines Präparators!

Tierpräparation beginnt beim Kun­ den und nicht beim Präparator! Leider stehen meine Berufskollegen und ich immer wieder vor dem Pro­ blem, daß so manche/r Jäger/in bei der Behandlung der Trophäe, die er/sie präparieren lassen möchte, überfordert ist. So passiert es immer wieder, daß Capes (eng. „cape“ = Kopf und Trä­ gerdecke) viel zu kurz abgeschärft werden. Außerdem geschieht es sehr häufig, daß bei den zu präparierenden Tro­ phäen Drossel- und Kieferschnitt gemacht werden oder sogar die Decke auf der Trägerunterseite auf­ geschnitten wird. Solche Fehler können vom Präpara­ tor leider nicht mehr vollständig korri­ giert werden und stellen somit eine Qualitätsminderung dar. Das Schlimmste, das bei der Versor­ gung der Trophäe passieren kann, ist das Einsetzen der Verwesung (man spricht dabei von „lässig“ werden):

Etwas, das viele nicht glauben wollen oder können und das bereits nach einigen Stunden eintreten kann, wenn die Stücke falsch versorgt wer­ den. So beginnen, zum Beispiel, beim Murmeltier, wenn dieses nicht aufgebrochen wurde und nicht im Schatten auskühlen konnte, und dann womöglich auch noch im hei­ ßen Kofferraum bis zum Abend im Auto gelassen wird, die Verwesungs­ prozesse so stark zu wirken, daß es Schwierigkeiten bei der Präparation gibt, obwohl das Tier am gleichen Tag zum Präparator gebracht wurde. Diese Probleme gelten aber selbst­ verständlich nicht nur für Murmeltie­ re, sondern für alle Tierarten. Es gilt die Grundregel: So schnell wie möglich aufbrechen, aus­ kühlen, einfrieren. Sollte das nicht möglich sein, bringen Sie Ihre Trophäe binnen weniger Stunden zum Präparator, damit er diese Arbeiten für Sie übernehmen kann. Denn, so meine ich, besser ein

paar Überstunden leisten, als später ein Präparat, das man nicht mehr identifizieren kann. Vielfach wird auch, speziell bei Auer- und Birkhähnen, der Fehler gemacht, daß diese auf frisch abgeschnittene Latschen- oder Fichtenäste gebun­ den werden, ohne daran zu denken, daß das Federkleid nicht mit dem Harz in Berührung kommen darf. Das Harz kann dann, wie warmer Schweiß, oftmals nicht mehr aus den Federn entfernt werden. Darum sollte immer darauf geachtet werden, das Gefieder so wenig wie möglich zu beschmutzen, um dann später ein schönes Präparat zu erhalten. Auch sollte bedacht werden, daß Vögel, die gerade im Federwechsel (Mauser) sind, oftmals nicht präpa­ riert werden können, da ihnen während der Präparation die noch nicht fertigen Federn (Blutkiele) aus- fallen können. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für Säugetiere, die sich im Haar­ wechsel befinden. Ob sich ein solches Tier für die Präparation eignet, kann oftmals nur der fachkundige Präparator feststel­ len, daher sollten Sie ihm dieses zur Begutachtung überlassen. Bitte denken Sie daran, daß der Sinn der Präparation darin liegt, Tiere so lebensecht wie nur irgendwie möglich für die Nach­ welt zu erhalten und somit das Interesse unserer Mitbürger für die Schönheit unserer Tierwelt zu erhalten und sich selbst daran zu erfreuen. Damit ihre Freude nicht getrübt wird, vergleichen sie bei den Präparatoren nicht primär den Preis, sondern das Aussehen ihrer Präparate. Denn vielfach werden bei Billigpräpa­ raten nicht nur verschiedene wichtige Arbeitsschritte vernachläßigt, son­ dern auch die Anatomie und Mimik des Tieres. Bedenken Sie, lieber Kunde! Die Fotografie eines guten Präparates

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können Sie nicht vom Foto eines lebenden Tieres unterscheiden. (Sollten Sie dies nicht glauben, lade ich Sie gerne in meinen Betrieb zu einem Test mit meinen Fotos ein.) Leider sind vielen Jägern/innen die Möglichkeiten der modernen Tier­ präparation, mit denen die anerkann­ ten oberösterreichischen Fachbetrie­ be arbeiten, noch nicht bekannt. So steigt laufend die Zahl der Kun­ den, die sich ihr Tier nicht nur in mög­ lichst natürlicher Form an die Wand präparieren lassen, sondern auch jene, die bitten, dieses staubfrei mit nachgebautem Lebensraum in Glas­ vitrinen zu plazieren. In solchen Kleindioramen kommt das Tier durch den naturnahen Hinter­ grund viel mehr zur Geltung und stellt somit ein Schmuckstück in jedem Jagd-, aber auch im modernen Wohnzimmer dar. Der größte Vorteil ist aber die einfa­ che Pflege einer Glasvitrine, die nur von Zeit zu Zeit mit einem weichen Tuch abgewischt werden muß. Somit kann der Einwand „Präparate

abgewischt werden muß. Somit kann der Einwand „Präparate sind nur Staubfänger“ entkräftet wer­ den. Bitte,

sind nur Staubfänger“ entkräftet wer­ den. Bitte, denken Sie daran, daß der Sinn der Präparation darin liegt, verendete Tiere zu erhalten und somit unser Interesse, das unserer Kinder und unserer Mitbürger für die Schönheit der Natur zu wecken. Dennoch sollte jedem klar sein, daß nur legal erlegte oder gefundene Tro­ phäen, die man seinen Freunden und Bekannten und auch Gegnern der Präparation von Tieren mit Stolz zei­ gen kann, wirklich Freude machen und zugleich den Beruf des Präpara­ tors in unserer Gesellschaft aufwer­ ten. Denn wir Präparatoren versuchen, mehr als bloß Fotos, Filme und Daten von der uns umgebenden Tier­ welt zu erhalten. Einer Tierwelt, die nicht nur durch die Jagd und den Straßenverkehr, sondern auch zu einem großen Teil nach dem natürli­ chen Tod in unsere Hände gelangt. In diesem Sinne möchte ich Sie bit­ ten, Tiere, die zu schade für die Tier­ körperverwertung sind, von einem

Der Luchs hat immer Appetit

sind, von einem Der Luchs hat immer Appetit ln der Nacht vom 19. auf den 20.

ln der Nacht vom 19. auf den 20. April 1997 gab es im Revier Kläffer, Bezirk Rohrbach (Hochfichtgebiet, ca. 800 bis 900 m Seehöhe), starken Schneefall. Prompt wurde am 21. April d. J. dieses einwandfrei vom Luchs gerissene, relativ starke Stück Rehwild aufgefunden.

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

der anerkannten oberösterreichi­ schen Fachbetriebe lebensecht präparieren zu lassen. Falls Sie aus irgendwelchen Grün­ den kein Interesse an Präparaten haben, bitte ich Sie, verendete Tiere entweder dem OÖ. Landesmuseum oder in einem Betrieb abzugeben, um sie den bestimmen zu lassen und so den Oberösterreichern als drei­ dimensionales Anschauungsobjekt zu erhalten.

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DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Öffentlichkeitsarbeit der Jäger: Wald- und Revierreinigungsaktion

Hans Mayrhofer, Jagdgesellschaft Niederthalheim

Als weiterführenden Teil des Projek­ tes „Der Wald, das Wild und sein Lebensraum“ (siehe Bericht im OÖ. Jäger/Juni 1996) mit den Schulkin­ dern der Volksschule Niederthalheim führten die Jäger der Jagdgesell­ schaft Niederthalheim am Samstag, 4. April 1997, eine Wald- und Revierreinigungsaktion durch. An dieser Revierreinigung haben neben den Niederthalheimer Jägern und den Kindern der 4. Klasse der Volksschule Niederthalheim mit ihrem Klassenlehrer Dir. Max Kiener auch die Mitglieder des Umweltaus­ schusses der Gemeinde Niederthal­ heim und die Fischereiberechtigten der in Niederthalheim durchfließen­ den Fischbäche teilgenommen. Zu Beginn wurden die Kinder und die Umweltausschußmitglieder den ein­

zelnen Revierinhabern zugeteilt - und dann ging’s los! So wurden in den verschiedenen Waldstücken illegal abgelagerter Müll, entlang den Straßen von Auto­ fahrern „durchs Fenster entsorgte“ Getränkedosen und Flaschen und zum Teil vom Wind vertragene Pla­ stikfolien eingesammelt. Angefangen vom im Wald entsorgten Traktorrei­ fen über Autoreifen, Lackdosen, Alt­ metall, Flaschen, Batterien und Silo­ planen kam alles mögliche zum Vor­ schein und wurde gesammelt, um der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt zu werden. Am Ende der Revierreinigung lud die Gemeinde die Teilnehmer an der Sammelaktion zu einem Imbiß ins Gasthaus ein. Dort erklärte Jagdleiter Franz Fellin-

ger den Kindern den Sinn der ganzen Sache:

„Müll ist leicht produziert, sollte aber unbedingt in jedem Fall der ord­ nungsgemäßen Entsorgung in Alt­ stoffsammelzentren oder der Rest­ müllentsorgung zugeführt werden. Besser wäre natürlich überhaupt, die Produktion von Müll durch umweltbe­ wußteres Verhalten zu reduzieren oder zu vermeiden. Um jedes im Wald, entlang den Fahrbahnen oder Spazierwegen weggeworfene Stück Unrat muß sich jemand bücken, um es eirizusammeln. Das kann man bereits von vornherein vermeiden, wenn nichts achtlos weggeworfen wird. Weiters birgt achtlos weggewor­ fener Müll unendliche Gefahren für unsere Umwelt. Denke man hier nur an die Brennglaswirkung einer acht-

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Schwarzwild S 26.314.-

(200x200x200)

Fütterung und Hege

Rotwild # freistehende Tröge # Heuraufen # Heutische Schwarzwild # Frischlingsrechen # Futtertröge # Saugreisei Rehwild # Futterautomaten # Heuraufen # Kombinationen Fasan # Fasanenschütten

Sonstiges

# Futterlagerhütten # Rebhuhnfütterungen # Entenbruthaus # Salzlecken

Jagdeinrichtungen

Schirme # Enten- & Ansitzschirme Leitern # freistehend # - mit Dach # -verblendet Sonstiges # Riegelleitern # Riegelstände # Riegelhochstände

SEPTEMBER1997

SEPTEMBER1997 Die Teilnehmer an der Revierreinigungsaktion in der Genossenschaftsjagd Nieder­ thalheim. 1. Reihe links

Die Teilnehmer an der Revierreinigungsaktion in der Genossenschaftsjagd Nieder­ thalheim. 1. Reihe links vorne: der Initiator der Aktion, JL Franz Fellinger

links vorne: der Initiator der Aktion, JL Franz Fellinger DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER los weggeworfenen

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

los weggeworfenen Glasflasche, die im schlimmsten Fall einen Wald- oder Flurbrand verursachen kann, an die Gefahr, daß sich ein Mensch oder ein Tier an einem Stück Unrat verletzen könnte - oder an die Möglichkeit der Verseuchung des Trinkwassers durch illegal abgelagerte, das Was­ ser verunreinigende Reststoffe.“ Die Idee der Revierreinigungsakti­ on wurde sowohl von den Kindern als auch von den Umweltaus­ schußmitgliedern der Gemeinde sehr gut aufgenommen und stellte die Jagd in der Öffentlichkeit dar, wie sie wirklich ist, nämlich als wichtiges Bindeglied zwischen Natur- und Umweltschutz.

als wichtiges Bindeglied zwischen Natur- und Umweltschutz. Zwei gute Abnorme aus Rohr im Krem­ stal. Ein

Zwei gute Abnorme aus Rohr im Krem­ stal. Ein Weidmannsheil den Erlegern Franz Stehrer sen. und Josef Riepler.

Schulkinder beim Einsammeln einer weggeworfenen Getränkedose entlang eines stark begangenen Spazierweges.

JAGDVERGABE

Bei der Forstverwaltung Gmunden der Österr. Bundesforste AG gelangen ab 1. April 1998 zur Vergabe:

1 Pachtrevier (Rehwild, rd. 200 ha) 2 Abschußverträge (Gams-, Rot- und Rehwild) Pirschverträge in Rehwildrevieren für einsatzfreudige Jäger

Auskünfte

Forstverwaltung Gmunden, 4810 Gmunden, Klosterplatz 1 Telefon 0 76 12/45 29

Nähere

erteilt:

Verkaufe Geländewagen Daihatsu Feroza

55.000 km, VB 110.000.- Telefon 0 79 42 / 72 5 32

Nissan Terrano I

Bj. 1991, V6, 5türig, grün-metallic, 70.000 km, div. Extras VB 159.000.- Telefon 0 72 46 / 88 66-0

Inhaltsangaben „0 0 . Jäger“, 41-60

 

A

Bezirksjägertage 1989 - Urfahr

Die Dogge, Win fried Nouc

45/41

Ausputzen - eine Gefahr für den Mischwald,

Dipl.-Ing.Josef Baidinger

 

Perg

45/42

Dr. Piringer/Dr. Traunmüller

47/20

Buchbesprechungen Der Spaniel, Peter Beyersdorf

45/45

Abschußrichtlinien ab Mai 1990 Abschußplanung und Rehwildjagd, Dr. Peter Riedelsberger

47/26

49/24

Bernhardiner, Otmar Kuttenkeuler

Alpenlandschaft, Schutz der, Ing. Franz Kroiher

49/40

Der Leonberger, Schmitt/Zerle

45/46

Auf gutem Weg für Wald und Wild in OÖ.,

Abschußrichtlinien - Rehwild und Hegeerfolg, Josef Dirneder

50/8

53/30

Der Boxer, Horst Volkmann Achtet auf Grün, Peter Rosegger Video - Im Revier der schwarzen Rehe, Julius Behnke

45/46

45/49

Auerwild-Größe macht genügsam, Wildforschung

54/32

Video - Apport - ohne Wenn und Aber, Niedenzu

Äsungsflächen als Wildfalle, Hubert Roiss 55151

Video - Das Jagdwaffen-Abitur, Niedenzu

 

56/23

Der Welt Bedrohung, E. Konnert

Adlertage in Innsbruck 1993 Äsungsangebot und Wildverbiß, Ing. Franz Sternberger

Alpenmurmeltier, wie das in die Alpen kam, Monika Preleuthner 59/36

59/13

Da Jaga, Hilde Neulinger Bezirksjägertage 1990 - Rohrbach Eferding

45/50

46/40

46/41

Wels

46/42

 

B

Schärding, Steyr

46/44

Buchbesprechungen

41/29

Buchbesprechungen

„Der Waldbrunnen“ - Adalbert Stifter

Jagen ein Leben lang, A. F. z. Hohenlohe-Jagdst

46/46

Der Bullterrier, Heinz Müller Setter und Pointer, Hedwig Riedl

Einmahl ist jede Zeit vorbey, E. Müller Wo fängt man in BRD, Fisch und Fang

46/47

Der Bobtail, Dagmar Ziegler-Vonwinckel

Bezirksjägertage 1990 - Grieskirchen

47/43

Der Beagle, Jochen v. Eberhard

Gmunden

47/44

Neufundländer, Heinrich Ippen

Vöcklabruck

47/45

Bezirksjägertage 1989 - Eferding

42/27

Kirchdorf

Schärding

42/28

Buchbesprechungen Wild & Hund-Kalender 1991

47/47

Wels

42/28

53mal Natur und Tier von ihrer schönsten Seite

Vöcklabruck

42/29

Zurück in die Wildnis

Rohrbach

42/30

Brauchen Jagd und Jäger ein Marketingkonzept?

Steyr

42/31

Dr. Josef Gugerbauer

48/20

Ried i. I.

42/32

Bezirksjägertag 1990 - Urfahr

48/28

Buchbesprechungen Der Rehruf, Philipp Meran

42/36

Buchbesprechungen Rien Poortvliets großer Tierkalender 1991

48/32

Diana war mir nicht immer hold, Alfons Wunschheim 42/36

Der Rotfuchs, Felix Labhardt

Jagen zwischen den Wendekreisen, Hellmuth Reichel Wassergeflügel, Steve Madge Der Dackel, Wolf Herrmann

42/37

Der Deutsche Wachtelhund Lebensraum Wald, Heinrich Hofmeister Vom Welpen zum Jagdhelfer, H. J. Markmann

48/33

Der Rottweiler, Adolf Ringer Bearded Collie, Maria Westphal-Giesenkirchen

Fischerei, Franz Kienzl Video - Ohne Jäger kein Wild, Heribert Sendlhofer

48/34

Wildwechsel durch Moor und Heide 42/38 Jagdliches Schießen, Karl Grund Das Flintenschießen, Robert Churchill

Video - Auf Jagd im Reich des Löwen, Heribert Sendlhofer Im Land des Donnerdrachen, H. Reichel Biotopverbesserung die wichtigste Hegemaßnahme,

Wildäsungsflächen, Dipl

-Fw.

Dr. E. Ueckermann/Scholz

Dr. Ernst Moser

49/16

Pflanzen, Tiere, Spuren, Christoph Needen

 

Bezirksjägertag 1991 - Perg

49/46

Bezirksjägertag

1989 - Kirchdorf

 

42/39

Buchbesprechungen

Borreliose - die zweite Zeckenkrankheit

43/11

Washingtoner Artenschutzübereinkommen

49/50

Bergradler aufgepaßt, Mag. Lebersorger

43/16

Präparieren von Beutewild und Trophäen, J. Hildebrandt

49/50

Buchbesprechungen Im Poncho auf der Pirsch, Guill. Staudt

43/30

Forellenzucht, Kurt Igler Heilpflanzen, Ekkehard Müller

Brüsseler Spitzen, Wolfgang Remmele 43/31

Grabnerhof-Kochbuch, Betty Hinterer

Hütte und Kochbuch, Johanna Bauer

43/33

Bisamrattenfang, Dr. Friedr. Reisinger

50/31

Bezirksjägertag 1989 - Freistadt

44/36

Bezirksjägertage

1990 -

Freistadt

50/41

Buchbesprechungen

Bezirksjägertage 1991 - Rohrbach

50/42

Jahreszeiten eines Jägers, Adreas F. v. Nolcken

44/38

Grieskirchen

50/44

Wild & Hund-Kalender 1990

Gmunden

50/45

Rien Pootvliets großer Tierkalender 90

Wels

50/46

Der Afghane, Christa Plum

44/39

Schärding

50/47

Terrier, Wiebke Steen

Buchbesprechungen Stunde des Jägers, Hanns Polke

50/48

Der Deutsche Schäferhund The Big Game of the World, Werner Trense

Große Münsterländer, Egon Vornholt Das Reh in der Kulturlandschaft, Fred Kurt

50/49

Das Morgenrot kam unverhofft, Philipp Meran Büchsenknall und Hörnerklang, M. G. v. Pückler

44/40

Damwild und Rotwild in landw. Gehegen Jagdreise nach Ungarn

In stillen Revieren und weiter Wildnis, Fritz Stieren Zurück auf eigener Fährte, Hans Nolböck-Hochstetter

Ein altes Forsthaus erzählt Alpenländische Dachsbracke

50/49

SEPTEMBER! 997

SEPTEMBER! 997 DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER Video - Jägerprüfung in Frage und Antwort, Niedenzu 50/50 Jagen

DER OBERÖSTERREICHISCHE JÄGER

Video - Jägerprüfung in Frage und Antwort, Niedenzu

50/50

Jagen zwischen Böhmen und Hoher Tatra Bezirksjägertage 1991 - Eferding

51/42

Ried i. I.

51/43

Vöcklabruck

51/45

Kirchdorf

51/46

Buchbesprechungen Jagen zwischen Namibia und Kalahari

51/49

Der Jäger als Land- und Forstwirt Taschenbuch für Touristik-Presse Karpatenjagd, Alfred Honig

51/50

Auf Hoher Pirsch in weiter Welt Brachvogels Dank, WWF, G. Haslinger

52/26

Bezirksjägertage 1991 - Steyr

52/38

Urfahr

52/39

Freistadt

52/42

Buchbesprechungen Freizeit und Natur, Ammerer/Pröbstl

52/47

Mit Buchenblatt und Büchse, G. v. Harling Rien Poortvliets gr. Tierkalender 1992 Wild & Hund-Kalender 1992 Erlebnis Nockberge, Engelbert Katschner

52/48

Nationalparks in Skandinavien 52/49

Der Wildnis verfallen, E. A. Zwilling Jagd vorbei, A. Wunschheim Bestandspyramide, rascher u. a. Überblick, Dr. Peter Riedelsberger

Böhmerwald - Naturraum, Landesausstellung 1992 Braunbär, Der europäische, Christoph Aste Bezirksjägertage 1992 - Schärding Vöcklabruck Grieskirchen Eferding Wels Gmunden

Buchbesprechungen Fährten, Clemens G. v. Walzel

53/38

54/4

54/22

54/37

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54/44

54/47

Jagen - Fischen - Natur erleben, Katalog

St. Hubertus-Jahrbuch 1992 Von Hirschen, Hahnen und Böcken im Gebirg, L. v. Drasenovich Video - Spielend zum Erfolg, Jagdhundeausbildung, Niedenzu

Auf Pirsch und Ansitz, Herb. Nadler

54/48

In den Hochkarpaten, Hans Philipowicz Elchwald, Hans Kramer Sünden rings um die Schweißarbeit, Rudolf Frieß Bildung und Jagd, Dr. Ernst Moser Bezoarsteine-Pansensteine aus Öpping Bezirksjägertage 1992 - Steyr Rohrbach Buchbesprechungen Jack Rüssel Terrier, M. Haller Foxterrier, Marx/Möhrke Das Sikawild, Dr. E. Ueckermann Mein Jagdrevier ist groß und weit, K. Menzel Größtes Deutsches Jagdantiquariat Bezirksjägertage 1992 - Urfahr Freistadt Buchbesprechungen Natur ohne Grenzen,ÖBJ Haslach Rien Portvliets großer Tierkalender 1993 Wörterbuch der Jägerei, Walter Frevert Goldgelbes Herbstlaub, R. Ebner-Ebenau

Jagd im Glanz und Widerschein, A. F. v. Nolcken Durch die großen Wälder, Herbert Nadler Bauernhäuser in Österreich, Milan/Schicklhofer Wenn die Wolken weiterziehen, Philipp Meran Mit dem Wild auf der Flucht, Emil F. Pohl Peter Rosegger, Texte der Heiterkeit, Zitzenbacher Brut- und Tragzeiten unserer Wildarten Bezirksjägertag 1993 - Perg Buchbesprechungen Zwischen Böhmerwald und Donau, W. Dunzendorfer Kanada-Wildnis, Jagd und Lagerleben, Heide Schütz Wollt’ nicht jagen ohne Hund, Heinz Holzmann Pirsch durch die Zeit, Emil F. Pohl

54/49

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Karpaten, K. P. Weber

Tatort Revier, G. Huth Lexikon der Waidmannssprache

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Der Most, K. Stückler Brotbacken, Dam/Kramer

Schnapsbrennen, Josef Pischl Die wichtigsten Obstkrankheiten

Der brennende