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Keltische Mythologie

Keltische Mythologie ist eine von der Literaturwissenschaft (Philologie) und Religionswissenschaft geprägte Sammelbezeichnung
für die Gesamtheit der sagenhaften profanen (weltlichen) und religiösen Erzählungen (Mythen) der Kelten, von der Zeit vor ihrer
Christianisierung bis ins christliche Mittelalter hinein. Dagegen bedeutet der Begriff keltische Religion die Summe der Institutionen,
Riten oder Zeremonien zu bestimmten denGöttern oder den Verstorbenen gewidmeten Anlässen vorder Christianisierung.

Für die keltische Mythologie der vorgeschichtlichen und antiken Zeit sind kaum direkte schriftliche Quellen überliefert, die
innerkeltische Tradierung erfolgte in vorchristlicher Zeit nahezu ausschließlich durch die mündliche Überlieferung. Die Berichte
antiker griechischer und römischer Autoren, sowie die viel später von christlichen Mönchen verfassten Manuskripte von den
Britischen Inseln geben weitere Informationen. Bei den antiken Autoren wird wegen der Interpretatio Graeca und der Interpretatio
Romana (Gleichsetzung altkeltischer mit griechischen und römischen Gottheiten) ein klares Bild erschwert.

Aus allen diesen deshalb mit gebotener Vorsicht zu verwendenden Quellen ist zu erkennen, dass es für den keltischen Raum (das
Celticum) keine einheitliche mythologische Tradition gab. Die große Zahl regionaler Mythen stand nur in sehr geringem Umfang in
Einklang untereinander.[1]

Inhaltsverzeichnis
Ursprünge und Überlieferung
Fremde Einflüsse und Wechselwirkungen
Regionale Mythologien
Festlandkeltischer Bereich
Kleinasien
Irland
Britannien
Tiermythologie
Pflanzenmythologie
Dingbeseelung
Kessel-Mythen
Neopagane Rezeption und Literatur
Fantasy und Popkultur
Siehe auch
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise

Ursprünge und Überlieferung


Da es eine politische oder kulturelle Einheit der Kelten nicht gab, weist die keltische Mythologie ebenfalls keine Einheit auf, sondern
ist regional unterschiedlich ausgebildet. Die bisher aufgefundene Überlieferung ist bruchstückhaft, da es in der keltischen Frühzeit
lediglich eine mündliche Tradierung gab. Ein schriftliches Festhalten der überlieferten Mythen war üblicherweise im Kreis des
Kultpersonals (Druiden, Druidinnen, Vates, Filid) verpönt, da dieses Wissen nur ihren Adepten zugängig gemacht werden sollte.[2]
Schriftliche Aufzeichnungen der Mythen gibt es für die Festlandkelten erst durch die antiken griechischen und römischen
Ethnographen, die allerdings vom jeweiligen Götterbild der Autoren geprägt sind. Die von ihnen dabei angewandten Interpretationes
Graeca und Romana sind hier zusätzlich wenig bis gar nicht hilfreich.

Die inselkeltischen Aufzeichnungen ab dem frühen Mittelalter (6. bis


11. Jahrhundert) durch irische und britannische Mönche, die oft noch den alten
Druiden- und Bardengeschlechtern entstammten und deshalb eine enge Beziehung
zu den Mythen ihrer Vorfahren pflegten, sind dagegen durch die christliche Sicht
verändert – wenn auch erstaunlich zurückhaltend.[3] In Irland traf gewissermaßen
die heidnische Gedächtniskultur auf die christlich-monastische Schriftkultur, die es
sich zur Aufgabe machte, die alten Legenden in der traditionellen Form zu
bewahren.[4][5]

Helmut Birkhan nennt folgende nach ihrer Verlässlichkeit sortierten Quellen für die
Erforschung der keltischen Mythologie:[4]
Mönch im Skriptorium;
Indigene (original keltische) Texte (Weihesteine, Fluchtafeln) William Blades (1891)
Antike Autoren (Caesar, Diodor, Strabon, Pomponius Mela, Plinius der
Ältere, Athenaios, Poseidonios, Ammianus Marcellinus, Lucan, Cassius
Dio)
Archäologische Funde in Form indigener Bilder (Darstellungen ohne oder mit ganz knappen begleitenden
Inschriften)
Andere archäologische Funde (aus Gräbern, Kultorten wieHainen und Quellen[6])
Etymologien und andere sprachwissenschaftliche Argumente
Indogermanische Parallelen (Sprache, Dichtform, Religion)
Inselkeltische literarische Quellen(walisische und irische Sagenkreise)
Späteres Brauchtum, vor allem bei den Inselkelten und denBretonen (volkstümliches Brauchtum, das auf alte
Mythen zurückzuführen ist)
Neuzeitliche Erzähltradition (z. B.Märchen) ebenfalls meist bei den Inselkelten und Bretonen
Sprachwissenschaftlich werden in der keltischen Mythologie analog zur geographischen Aufteilung der keltischen Volks- und
Sprachgruppen mehrere Zweige unterschieden:

Goidelisch (Gaeilge in Irland, Gàidhlig in Schottland und Gaelg auf der Insel Man)
Britisch, also Kumbrisch, Kymrisch, Kornisch, Bretonisch (Zentral-England, Wales, Cornwall und Bretagne)
Festlandkeltisch, also Gallisch, Keltiberisch, Galatisch, Lepontisch, Norisch (Kontinentaleuropa und Kleinasien)
Die auf den britischen Inseln, in Irland und der Bretagne überlieferten Mythen beschreiben Heroen, die auf ursprüngliche Gottheiten
zurückzuführen sind. Göttergeschlechter wie die irischen Túatha Dé Danann sind in den frühmittelalterlichen Legenden zu
mythischen Helden geworden, die im Volksmärchen zu Kobolden, Elfen und anderen Sagenfiguren umgedeutet werden.[4] In die
Heiligenviten werden in den klösterlichen Skriptorien immer wieder Begegnungen der christlichen Heiligen mit längst verstorbenen
heidnischen Helden(göttern) hineingeschrieben.[7] Ein Beispiel dafür ist Acallam na Senórach („Die Unterredung der Alten“) aus der
Zeit um 1200 n. Chr., wo ein Gespräch zwischen mythischen Helden und dem heiligen Patrick von Irland (4./5. Jahrhundert n. Chr.)
erzählt wird.

Die Probleme der richtigen Bewertung dieser Euhemerisierung (Entstehung von Gottesvorstellungen durch mythische Überhöhung
historischer Personen) zeigt die Legende der heiligen Brigida von Kildare: sie ist eng verbunden mit den Mythen um die keltische
Göttin Brigid, wobei unter Wissenschaftlern diskutiert wird, ob Brigida einerseits als historische Person oder Vermenschlichung der
alten Göttin zu sehen sei – oder ob andrerseits Brigid als „Vorbild“ der Heiligen erfunden worden war, um diese zugunsten des
Nationalheiligen Patrick von Irland als heidnische Sagengestalt abzuwerten.[8]

Fremde Einflüsse und Wechselwirkungen


„Direktverbindungen mit den Etruskern und den Skythen erweiterten den keltischen Horizont, und damit
Mythologie und Weltbild.“
– SYLVIA & PAUL F. BOTHEROYD[9]
– SYLVIA & PAUL F. BOTHEROYD[9]

Diese vermutlich um das Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. beginnenden Kontakte über die Alpen (in Etrurien um 400 v. Chr.)[10] und
auf die Balkanhalbinsel (in Illyrien um 360 v. Chr.)[11] waren einer der Auslöser für den Übergang der Hallstatt- in die La-Tène-
Kultur. Die keltische Mythologie, grundsätzlich indoeuropäisch ausgerichtet, wurde davon offenbar zwar beeinflusst, behielt jedoch
elt bei.[9]
ihre spezielle Sicht der engen Verbundenheit der materiellen, diesseitigen mit der spirituellen, jenseitigen W

Die besonders wichtige germanisch-keltische wechselseitige Beeinflussung ist älteren Datums und beginnt erst mit der
Späthallstattzeit (ab 6./5. Jahrhundert v. Chr.). Zur Zeit der Römerherrschaft im Rheinland waren Germanen und Kelten schon
jahrhundertelang Nachbarn, was an den Matronenkulten ablesbar ist. In welcher Richtung allerdings die Beeinflussung ging, ist nur
unzureichend belegbar, da die dazugehörenden Mythen nicht überliefert sind und die Etymologie sowohl die Wanderung keltischer
Matronennamen ins Germanische als auch umgekehrt annimmt. Aus der Bildhaftigkeit inselkeltischer Mythen und ihrer
nordgermanischen Gegenstücke ist anzunehmen, dass es sowohl eine wechselseitige Befruchtung gab, als auch ein keltisch-
germanischer Kulturverband des Nordseeraumes bestand, der Gemeinsamkeiten in der Formulierung der Überlieferungen förderte.
Besonders alle Erzählungen, die sich um die Gefolgschaftstreue drehen, sind nach derzeitiger Erkenntnis von den Germanen aus dem
keltischen Kulturraum übernommen worden. Dies ist unter anderem am altgermanischen Wort *ambaχtaz („Diener“,
„Gefolgschaftsmann“) zu sehen, das vom altkeltischen*ambaχtos („der Herumgeschickte“) herkommt.[12]

Wie schwierig ein Mythenzusammenhang herzustellen ist, ist beispielhaft an der keltischen Gottheit Taranis und ihrer germanischen
Entsprechung Thor/Donar zu sehen. Etymologisch als „Donner(er)“ zu deuten (kymrisch taran), mit der entsprechenden
nordgermanischen literarischen Mythen-Überlieferung, die im Keltischen fehlt, wird er bei den Galliern mit Dispater/Iuppiter
identifiziert. Bei den Matronen steht der keltische Name der Ollogabiæ („Alles Nehmende“?)[13] dem germanischen Alagabiæ
(„Alles Gebende“)[14] gegenüber, wobei der germanische Name der ältere sein dürfte.[15] Das Fehlen überlieferter Mythen im
[16]
kontinentalen Celticum ist oft Grund für problematische Deutungsversuche.

Im Laufe der mündlichen Überlieferung veränderten sich die Inhalte der dieser Mythologie zu Grunde liegenden Mythen und nahmen
zudem Einflüsse spätantiker (römischer) und frühmittelalterlicher (vor allem wikingerzeitlicher und angelsächsischer) Quellen auf.
Bei der schriftlichen Niederlegung kamen biblische Überlieferungen (durch die mönchischen Sagen-Aufzeichner) oder frühritterliche
Tradition (aus der Matière de Bretagne) vom europäischen Festland dazu, deshalb bieten die inselkeltischen Mythen zusätzlich einen
Einblick in die früh- und hochmittelalterliche Sagen- und Gedankenwelt der Britischen Inseln.

Regionale Mythologien
„Von den Festlandskelten kennen wir (zum Teil wenigstens) die Religion, aber keine Mythologie, wogegen die
Inselkelten die Mythologie in einer Zeit literarisch gestalteten, als die zugrundeliegende Religion nicht mehr
existierte“
– HELMUT BIRKHAN[4]

Festlandkeltischer Bereich
Die Mythologie der Festlandkelten ist weitestgehend verschollen. Bildmotive wie der Kessel von Gundestrup oder der Nautae
Parisiaci (Pfeiler der Pariser Schiffergilde) scheinen vom Mythos der Tötung eines Stieres, des Tarvos Trigaranus inspiriert zu sein.
Außerdem werden der Sieg des Gottes oder Heroen Smertrios über eine mythische Riesenschlange und die Fällung eines Baumes
durch den Gott Esus wiedergegeben. Aufgrund fehlender antiker Quellen ist die Deutung der abgebildeten Szenen überaus schwierig
und umstritten.[17]

Als Beispiel dient eine Darstellung des Gottes Ogmios, auf der zu sehen ist, dass von seiner durchbohrten Zungenspitze Ketten von
Gold und Bernstein ausgehen, mit denen er eine große Menge von Menschen hinter sich herzieht, deren Ohren am anderen Ende der
Ketten hängen. Die Menschen leisten nicht nur keinen Widerstand, sondern folgen ihrem Führer offenbar freudig, der ihnen, den
Kopf nach hinten gedreht, zulächelt. Lukian von Samosata berichtet in seinem Werk Ἡρακλῆς (Hercules, auch „Der gallische
Herkules“), ein „weiser“ Kelte – offenbar ein Druide – habe ihm die dazugehörende Deutung gegeben, dass dies die Macht des
Wortes versinnbildlichen solle, der die Menschen gerne folgen. Ob es sich dabei tatsächlich um eine überlieferte mythologische
Erzählung oder „nur“ um einen Erklärungsversuch durch den griechischen Autor oder dessen gallischen Gewährsmann handelt, lässt
sich nicht klären.[18][19]

Lateinische Inschriften auf Gallo-römischen Jupiter-Gigantensäulen aus den römischen


Provinzen Germania superior, Germania inferior und dem nördlichen Gallien deuten
zusätzlich auf einen keltischen Mythos hin, in dem der keltische Gott Taranis/Jupiter gegen
Giganten kämpft. Manche Keltologen vermuten in den Säulen eine Weiterführung der
Verehrung heiliger Bäume.[20]

Die festlandkeltische Götterwelt ist fast nur durch ihre aufgezeichneten Namen überliefert,
Funktion oder Kultus können lediglich durch den Fundort der Weihesteine oder anderer
Artefakte unzureichend vermutet werden. Caesar[21] berichtet über einen „Heiligen Hain“
(nemetom, „das Geweihte“) als Kultzentrum und Versammlungsort beim Aufstand des
Vercingetorix (52 v. Chr) im Gebiet der Karnuten als „Zentrum Galliens“. Dort fanden die
alljährlichen Druidenversammlungen statt.[22]

Aus der Bretagne, Aremorica genannt, gibt es nahezu keine überlieferten Mythen, die
Jupiter-Taranis, Reiter einer
wenigen vorhandenen beziehen sich auf Kontakte mit Wales und Cornwall, wie einige spätere
Gigantensäule in Obernburg
Artus-Sagen, die unter dem Begriff Matière de Bretagne die höfische Dichtung in am Main
altfranzösischer und mittelhochdeutscher Sprache beeinflussten. Obwohl schon ab dem
4. Jahrhundert offenbar die ersten Siedler von den britischen Inseln das Festland erreichten,
hat eine kontinuierliche schriftliche Tradierung erst ab dem 14. und 15. Jahrhundert begonnen. Die bretonischen Märchen und
volkstümlichen Erzählungen können möglicherweise auf altes Sagengut zurückgehen, dafür gibt es derzeit jedoch keine gesicherten
Quellen.[23][24] Im 12. Jahrhundert wurden von der Dichterin Marie de France zwölf bretonische Lais (kurzes Gedicht in
französischer Sprache mit keltischem Thema) gesammelt und veröffentlicht. Ein Beispiel davon ist das Lai Lanval. Erst im
19. Jahrhundert gab Théodore Hersart de La Villemarqué unter dem Namen Barzaz Breiz („Poesiesammlung der Bretagne“) eine
Sammlung bretonischer Volksmärchen heraus.[25]

Kleinasien
Über Mythos und Kultus der kleinasiatischen Galater ist wenig bekannt. Sie hielten den Großen Rat der 300, die Versammlung der
Vertreter der drei Galater-Stämme, in einem drunémeton (δρυνέμετον), einem „Heiligen Hain“ ab, der von Druiden als Kultplatz
betreut wurde. Der Vergleich mit dem gallischen Hain im Karnutenwald drängt sich hier auf. Die abgehaltenen Riten sind nicht
überliefert, jedoch werden von den Druiden ekstatische Praktiken berichtet. Ein Priesterkönigtum ist bezeugt, es gab
Menschenopfer[26], der gallische Genius cucullatus hat sein Gegenstück im galatischen Heilgott Telesphoros („Vollender“), Zeus
wurde unter verschiedenen keltischen (Bei-)Namen verehrt (Boussourigios, „mit dem königlichen Mund“, Bennios, vom gallischen
benna, „Wagen“). Namen der Tetrarchen (Stammes-Anführer), wie De(i)otaros, „Himmelsstier“ und Brogitaros, „Stier das Landes“,
deuten auf einen Stierkult hin und die späteren galatischenKybelepriester wurden „Gallier“ (Γάλλοι) genannt.[27][28]

Irland
→ Hauptartikel: Irische Mythologie

„Irland machte eine ungebrochene Sonderentwicklung durch und beschert uns deshalb noch einen reichen
Sagenschatz, der die keltische Mythologie am besten bewahrt hat, wiewohl erst christliche Schreiber vom
7. Jahrhundert an die Erzählungen aufschrieben.“
– SYLVIA & PAUL F. BOTHEROYD[9]
Die schriftlich tradierten Mythen des alten Irland beginnen mit dem Lebor Gabála Érenn
(„Das Buch der Landnahmen Irlands“). Es wurde in seiner überlieferten Fassung von irischen
Mönchen aufgeschrieben, die die keltische mit der christlichen Überlieferung zu verbinden
suchten. Das Lebor beschreibt die Besiedlung Irlands und wurde bis ins 17. Jahrhundert nicht
als Teil des irischen Sagenzyklus, sondern als Geschichtswerk angesehen. Heute ist diese
[29]
Einstellung auf Grund neuerer archäologischer Befunde einer großen Skepsis gewichen.

Geschildert wird im Lebor Gabála Érenn die Reihenfolge der Besiedlungen oder Eroberungen
der Insel, wobei sechs Etappen unterschieden werden: Zuerst kam Cessair, dann Partholon
und Nemed, die Firbolg, die Túatha Dé Danann und schließlich die Milesier, die als die
eigentlichen Vorfahren der irischen Gälen genannt werden. In der Form des Euhemerismus
(Überhöhung quasi-historischer Personen) sollen diese Gestalten der vorchristlichen
Mythologie als Götter, später aber als historische Personen dargestellt werden. Nachdem sich
die jeweils unterlegenen Besiedler in die Anderswelt zurückzogen, in das Reich der Toten, auf Cú Chulainn und sein
Wagenlenker;
Inseln weit jenseits des Horizonts, in die unterirdischen Höhlen (Síd) oder in magische Reiche
Joseph Christian
unterhalb des Meeres, wurden sie von den Menschen als Götter oder Natur
geister verehrt. Leyendecker (1911)

In den Sagen des mythologischen Zyklus wird ausführlich von diesem áes sídhe („Volk der
[Grab-]Hügel“) erzählt, das meist mit den Legenden um die Túatha Dé Danann in Verbindung gebracht wird.[30] Spätere Sagen sind
zum Beispiel der Ulster-Zyklus, der hauptsächlich vom Helden Cú Chulainn und dem Epos des Táin Bó Cuailnge („Der Rinderraub
von Cooley“) handelt, der Finn-Zyklus über Fionn mac Cumhaill und den sagenhaften Kriegerbund der Fianna, der Königs- oder
Historische Zyklus über die späteren vor- und frühchristlichen Königsgeschlechter Irlands und die Imrama über Reisen in die
Anderswelt. In allen diesen jüngeren Zyklen sind die früheren Gottheiten bereits zu mythischen Helden mit übersinnlichen Gaben
mutiert.

Ein wesentliches, bis heute nachwirkendes Brauchtum bilden die vier Hauptfeste des irisch/keltischen Jahres, Samhain
(1. November), Imbolc (1. Februar), Beltaine (1. Mai) und Lughnasadh (1. August), die alle auf alte Mythen und die damit eng
verbundenen Gottheiten zurückzuführen sind.[31][32]

Britannien
Die schriftlich überlieferte britannische Mythologie lässt sich in drei Gruppen aufteilen:
mittelalterliche Texte in kymrischer sowie bretonischer Sprache und mittelalterliche Texte in
lateinischer oder angelsächsischer Sprache. Während für Wales, ebenso wie für Irland, die
mönchischen Manuskripte Basis der Überlieferung sind, ist es in Schottland eine mündliche
Tradierung in Form von balladenähnlichen Liedern, die bis in die erste Hälfte des
20. Jahrhunderts noch immer gesungen wurden.[4]

Als sagenhafter Stammvater der Britannier gilt Prydein, Britus genannt. Eine Überlieferung in
der geschichtlich unzuverlässigen Historia Regum Britanniae („Die Geschichte der Könige
Britanniens“) des Geoffrey von Monmouth über einen Britto oder Brutus erwähnt die König Arthur, Miniatur im
Flores Historiarum, 13. Jh.
Landnahme in Britannien und die Kämpfe gegen die Ureinwohner
.

Aus Wales sind vor allem die Pedeir Ceinc y Mabinogi („Die Vier Zweige des Mabinogi“) zu
nennen, in denen es um die euhemerisierten walisischen Gottheiten aus verschiedenen Göttergeschlechtern geht, im Besonderen aus
dem Hause Dôn und dem Hause Llŷr, vergleichbar den irischen Túatha Dé Danann. Die vier Zweige tragen die Titel Pwyll Pendefig
Dyfed („Pwyll, Fürst von Dyfed“),Branwen ferch Llŷr („Branwen, Tochter des Llyr“), Manawydan fab Llŷr („Manawydan, Sohn des
Llyr“) und Math fab Mathonwy („Math, Sohn des Mathonwy“). Sowohl die britannische Mythologie, als auch Sagen und Märchen
sind als Quellen dieser Erzählungen anzusehen.[33][4]
Die frühe Artussage ist ein wesentlicher Teil der walisisch/britisch/cornisch/bretonischenMythen, wozu die Y Tair Rhamant („Die
drei Romanzen“), nämlich Iarlles y Ffynnawn („Die Herrin des Brunnens“), Peredur fab Efrawg („Peredur, Sohn des Evrawg“) und
Gereint fab Erbin („Gereint, Sohn des Erbin“), dazu noch Culhwch ac Olwen („Kulhwch und Olwen“), Breuddwyd Rhonabwy („Der
Traum Ronabwys“), Breuddwyd Macsen („Der Traum Macsens“) und Preiddeu Annwfn („Die Beraubung von Annwfn“) gezählt
werden. Außerdem damit verbunden sind auch die Sagen um Taliesin (Hanes Taliesin, „Die Geschichte Taliesins“ und Llyfr Taliesin
„Das Buch Taliesins“). Die späteren Artusromane der Autoren Chrétien de Troyes, Hartmann von Aue, Ulrich von Zatzikhoven,
Wolfram von Eschenbach, Wirnt von Grafenberg, Heinrich von dem Türlin, Der Stricker und Konrad von Stoffeln, die ab dem
12. Jahrhundert entstanden, zusammengefasst unter dem Begriff Matière de Bretagne („Thema aus Britannien“), fußen auf diesem
britannischen Artus-Mythos.

Hinweise auf weitere, bereits verschollene Mythen enthalten dieTrioedd Ynys Prydein („Walisische Triaden“).[29]

Tiermythologie
Dass Tiere in der keltischen Mythologie eine wichtige Rolle spielen, ist aus ihrer Bedeutung für das tägliche Leben, vor allem aber
für die Opferzeremonien, erklärbar. Ein Beleg dafür ist die wesentlich häufigere Darstellung in der Kunst im Vergleich zu
menschlichen Abbildungen. Viele Götter und Göttinnen stehen in enger Beziehung zu bestimmten Tieren, was sich durch Tierbilder
als Attribut vieler Götterbilder zeigt. Die jedenfalls damit verbundenen Mythen sind im Festlands-Celticum nicht mehr
rekonstruierbar.[34] In den inselkeltischen Mythen spielen Tiere sehr oft eine handlungsauslösende Rolle.

Vögel beeindruckten die Menschen vermutlich häufig durch ihre vielfältigen


Fähigkeiten (Fliegen, Schwimmen, T auchen), die Kelten zusätzlich durch ihre
geheimnisvolle Abwesenheit in der kalten oder warmen JahreszeitZugvögel)
( –
ein Aufenthalt in der Anderswelt schien eine plausible Erklärung dafür zu sein.
Trotz der ihnen zugeschriebenen Verbindungsfunktion zwischen der Welt und
den Himmelshöhen sowie zwischen den Elementen Erde, Luft und W asser
schrieben die eisenzeitlichen Kelten einzelnen Vogelarten entweder positive oder
negative Kräfte zu. Vögel der Muttergöttinnen waren lebensfördernd und heilend,
Vögel der Kriegsgottheiten bedrohlich und zerstörerisch. Auch freiwillige oder
unfreiwillige Verwandlungen in Vogelgestalt sind ein häufiges Mythenthema.[35]

Dem Adler wurde zugeschrieben, er könne direkt in die Sonne fliegen,


deshalb wird er als würdiger Begleiter der HauptgottheitTaranis gesehen. In
inselkeltischen Mythen gilt der Adler häufig als eines der ältesten und damit
weisesten Geschöpfe (so inCulhwch ac Olwen). Llew Llaw Gyffes
verwandelt sich nach einem Mordanschlag in einen Adler . In der
arthurianischen Sage Eachtra Mhacaoimhan-iolair(„Die Abenteuer des
Adlerknaben“) rettet ein Adler ein gefährdetes Kind. [35]

Eulen gelten als Symbol der MuttergottheitRigani, in inselkeltischen Sagen


Lir und die Schwäne;
ist Blodeuwedd nach ihrer Verfluchung durch Gwydyon zur Eule
[35] H.R.Millar (1905)
geworden.
Seit der späten Hallstattzeit ist das Haushuhn nördlich der Alpen
nachweisbar. Bei Caesar[36] ist zu lesen, dass die Britannier den Verzehr von
Hühnerfleisch aus Tabugründen ablehnten. Ein Fibel-Amulett in Form eines Hahnes als Schadensabwehrzauber
wurde im Grab der Fürstin von Reinheimgefunden.[37] Der Gallische Hahn als Symbol- und Wappentier
Frankreichs dürfte als Begleiter Merkurs seine Stellung eingenommen haben, da dieser in der Interpretatio
Romana gallischer Götter am häufigsten genannt wird. Der Hahn als sein Begleittier ist aus diesem Grund
ebenfalls auf Darstellungen im Gebiet des heutigen Frankreichs sehr präsent. Eine Ente mit einer Sonnenkugel
im Schnabel (ein häufiges mythologisches Motiv) ziert den Bug vonSequanas Boot.[35] Auch die Gans war in
Britannien als Speise tabu, nicht jedoch im Festland-Celticum, wie Gräberfunde in Ost-T schechien (besonders
häufig in Kriegergräbern) beweisen. In Risingham Northumberland)
( wurde ein namenloser Gott verehrt, der die
Gans als Sympathietier hatte.[38]
Der Kranich, oft in Verbindung mit dem Stier ein beliebtes Motiv auf Schildern, Helmen und W affen, wird in einer
Sage über Midir in der Form der „drei Kraniche der Knausrigkeit“(corr diúltada) dargestellt, die er dem geizigen
Aithirne überlassen muss. Der erste ruft unentwegt„Komm nicht!“, der zweite „Geh weg!“ und der dritte „Vorbei
am Haus!“. Wer diese drei Kraniche auch nur ansah, konnte an diesem Tag keinen Kampf siegreich bestehen.
erbot des Verzehrs von Kranichfleisch.[35]
Bis ins Mittelalter galt in Irland ein striktes V
In der Gründungssage vonLyon (Lugdunum) wird berichtet, dass vom HimmelRaben heruntergekommen wären
und die Stadt deshalb den Namen Lugdunum erhalten habe (nach Pseudo-Plutarch, de fluviis 6, 14, soll „Rabe“
auf gallisch lugos heißen). Es gibt dafür zwar keine etymologische Bestätigung, aber die Münzen und einige
Medaillons der Stadt zeigen ein rabenähnliches T ier. Auf einer Silberschale (Beginn 1. Jh. n. Chr
.) ist der Gott
Lugus mit einem über ihm flatternden Raben zu sehen. Das Rabenorakel in einem nicht lokalisierten Atlantik-
Hafen mit dem Namen „Zwei Raben“(Δύο κοράκων) fußt ebenfalls auf einer örtlichen Legende. Im
inselkeltischen Bereich ist der Rabe stets mit kriegerischen Handlungen verbunden. Die irischen Kriegsgöttinnen
Bodb und Morrígan sowie die KriegsdämoninnenScáthach, Uathach und Aife sind von Raben begleitet oder
können sich in solche verwandeln. In der walisischen SageBranwen ferch Llŷr sind die Namen Brân Fendigeid
(„Gesegneter Rabe“) undBranwen („Weiße Rabin“) zu finden. Einen dressiertenStar sendet Branwen mit einem
Hilferuf an ihren Bruder Brân von Irland nach W ales.[39] Im Mythos der beiden GottheitenNantosuelta und
Sucellus dürften Raben als Verbindung zur Welt der Toten eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Raben des
Londoner Tower sind bis heute mit der Legende verbunden, sie würden dort Brâns Haupt bewachen und
Englands Existenz beschützen. Da sichKönig Arthur nach seinem Schlachtentod bei Camlannin einen Raben
verwandelt haben soll, war das Töten eines solchen V ogels in Cornwall bis ins ausgehende Mittelalter
verboten. [35]

In vielen irischen Sagen verwandeln sich Götter und Helden inSchwäne oder werden in solche verwandelt, so
beispielsweise Midir inTochmarc Étaíne („Das Werben um Étaín“), Fand und Lí Ban in Serglige Con Chulainn
(„Cú Chulainns Krankenlager“) und die KinderLirs in Oidheadh Chlainne Lir („Die Geschichte der Kinder
Lirs“).[40] In der Sage Aislinge Oenguso („Oengus' Traumgesicht“) ist die Geliebte von Oengus, Cœr Ibormeit
eine von 75 Schwänen.[35]

Als Jagdwild beliebt, wird derBär zum Symbol der Stärke und des Kriegers. Die
Götternamen Andarta, Artaius, Artio und Matunus sind von *artos (ir. art, kymr.
arth „Bär“) und *matus (ir. math „Bär“) abgeleitet.[41][42] Die Bärin als Vorbild der
Mutterliebe wurde mit der Göttin Artio in ihrer Funktion als Muttergottheit
zusammengebracht. Auch dem Bären wird wegen seines Winterschlafes in
dunklen Höhlen und dem Wiederauftauchen im Frühjahr ein zeitweiser erbleib V
in der Anderswelt nachgesagt. [43]

Der Hase war nach Caesar[44] für die Britannier eine verbotene Speise wie Huhn
und Gans. Die britannische KöniginBoudicca ließ vor ihrem Aufstand gegen die
Römer einen Hasen als Opfer für die GöttinAndraste frei. Als Symbol der Artio-Plastik, Historisches
Jagdgöttin Abnoba gilt ebenfalls der Hase.[45] Als die erzürnte HexeCeridwen Museum Bern
den kleinen Gwion Bach (den späteren Dichter Taliesin) fangen will, verwandelt
sie sich in einen Hund, der Knabe in einen flüchtenden Hasen (in der Erzählung
Hanes Taliesin, „Die Geschichte Taliesins“).[46]
Als Begleiter und Attribut einer Gottheit wird derHirsch in der keltischen Kunst häufig abgebildet. Außerdem gibt es
Götter mit Hirschkopf oder -geweih, wieCernunnos. Im Finn-Zyklus Irlands trägt der Hauptheld Fionn mac Cumhaill
den Jugendnamen Demne („Hirschkalb“), sein Sohn istOisín („Hirschlein“), sein EnkelOscar („Hirschlieb“). In
einigen Sagen, auch außerhalb des Celticums, kommen Hirsche vor , die menschliche Gestalt annehmen
können.[47][48] Der Wachstumsrhythmus des Geweihs vomAbwerfen im Februar/März bis zumBastfegen im August
entspricht dem Aussäen und Ernten des Getreides; das Hirschgeweih galt deshalb als Zeichen der Fruchtbarkeit
und des Lebenslaufes. In Wales wurde erzählt, dass das Lebensalter eines Hirschen 243 Jahre betrage. [49]

Als Haustier und Jagd- sowie Kriegshelfer war derHund ein ständiger Begleiter
der Kelten. Attribute waren Hunde vor allem bei Heilgöttern,Muttergöttinnen und
Jagdgottheiten wie Abnoba. In einem Heiligtum inWiltshire ist der Fund eines
Gottes mit dem Namen Cunomaglus („Herr der Hunde“) zu verzeichnen, der von
den Römern mit Apollon gleichgesetzt wurde. In Irland ist „Hund“ oft ein
Synonym für „Krieger“ – so bedeutet Cú Chulainn „Hund des Culann“ (siehe
Macgnímrada Con Culainn, „Cú Chulainns Knabentaten“).[50] Der treue Hund
Gelert ist Mittelpunkt einer Sage ausGwynedd (Wales).
Der nächste Hunde-Verwandte, der Wolf, zeigt dies schon im Namen:cuallaidh
(irisch, „Wildhund“). Ähnlich wieRomulus und Remus in der römischen
Sagenwelt wird Cormac mac Airt gleich nach der Geburt von einer Wölfin
verschleppt und gemeinsam mit ihren Jungen aufgezogen. Als er König wird,
nimmt er seine Wolfsfamilie mit nach Tara an den Königshof. In der Erzählung
Math fab Mathonwy („Math, der Sohn Mathonwys“) aus demMabinogion werden
die Brüder Gwydyon und Gilfaethwy zur Strafe in Wolf und Wölfin verwandelt
und bekommen einen Welpen. Auf dem Kessel von Gundestrupist eine Szene
dargestellt, wo ein Gott mit Hirschgeweih (Cernunnos?) einen W olf offenbar Stephen Reid: Der Tod von
davon abhält, sich auf einen Hirsch zu stürzen; die dazugehörende Legende ist Culanns Hund, 1904
nicht bekannt.[51]
Eine besonders wichtige Rolle in der keltischen Mythologie spielen diePferde.
Als Opfertiere kommen sie nach den archäologischen Funden sehr häufig vor , besonders bei Fürstenbestattungen
waren Pferde eine Grabbeigabe. Bei der Königs inauguration in Nordirland soll nachGiraldus Cambrensis die
Kopulation des zukünftigen Herrschers mit einer weißen Stute ein wesentlicher Punkt der Zeremonie gewesen
sein.[52] Auf Münzen sind sehr oft Pferde abgebildet. Eng mit dem Pferdekult verbunden waren die gallische Göttin
Epona und ihr walisisches Gegenstück Rhiannon.[53] In Irland ist die Gründungssage vonEmain Macha, Noínden
Ulad („Die Schwäche der Ulter“), die Schilderung eines W ettlaufes zwischen der FeeMacha und einem Pferd, in
dem die schwangere Macha zwar siegt, aber daran stirbt. [54] Cú Chulainns LieblingspferdLiath Macha versucht ihn
vor der Todesgefahr zu warnen und holtConall Cernach herbei, den Tod seines Herrn zu rächen (Aided Chon
Culainn, „Der Tod Cú Chulainns“).
Ihrer wichtige Rolle in der Viehzucht, dem Lebensmittelpunkt der keltischen Bauern, entspricht die mythologische
Bedeutung der Rinder, besonders des Stieres. Als Opfertiere waren bei Grabungen ihre Knochen häufig auf
Kultplätzen zu finden. In der irischen Mythologie sind die bekanntesten der Stier von Ulster und sein Gegenstück von
Connacht, Donn Cuailnge und Findbennach, die Auslöser der Táin Bó Cuailnge. Ihre Entstehung wird in der Sage
De chophur in da muccida(„Von der [Verwandlung?] der beiden Schweinehirten“) erzählt. [55]

Nach den Rindern waren dieSchweine die wichtigsten Haustiere der Kelten, sie sollen nach einigen inselkeltischen
Sagen aus der Anderswelt stammen (siehePwyll). Als Grabbeigaben für das Weiterleben in der Anderen Welt
waren sie besonders beliebt, alsHelmzimier bei Kriegern (beispielsweise auf demKessel von Gundestrup) und als
Verzierung auf Torques („Halsringen“) vorzufinden. Im walisischen Sagenkreis des Mabinogion sind Schweine,
besonders Eber, oft der Auslöser für Kriege und Beutezüge. Die bekanntesten Eber von W ales sind der Twrch
Trwyth mit seinen Söhnen und derYsgithyrwyn. In Irland wird das Geschehen um denHeldenbissen in vielen
Mythen erzählt, so in Scéla mucce Meic Dathó(„Die Geschichte von Mac Dathós Schwein“). [56] Die magische Sau
Henwen wirft auf ihrer Wanderung durch Wales gute (Weizen, Gerste und Bienen im Süden) und schlechte (W olf,
Adler und ein Katzenungeheuer im Norden) Gaben für die Menschen. [57]

Als Verbindung zweier typisch keltisch-mythischer Fruchtbarkeitssymbole,Widder (ein frühes Teutates-Symboltier)


und Schlange, kann die Widderkopfschlange gesehen werden, deren Mythik vermutlich von den Skythen über die
Thraker zu den Kelten kam. Eine dem Widder eng verbundene Gottheit warMoltinus.[58][59] In der Táin Bó Froích („
Das Wegtreiben der Rinder Froechs“) wird ineiner Episode der Handlung die Schlangensympathie Conall Cernachs
geschildert.[60] Die wechselwarmen Schlangen leben nach den Jahreszeiten ober- und unterirdisch, was die Kelten
als Symbole der bäuerlichen Jahreszeiten, von Leben und od, T sowie wegen ihrer Häutung als Symbol der
Wiedergeburt deuteten.[61]
Ebenfalls eine Tierkombination stellt dasGreif-Motiv dar. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde der Greif aus dem
mediterranen Raum in die La-Tène-Kultur übernommen. Die Kombinationen sind nicht einheitlich, im Grab von
Glauberg ist es ein Pferdekopf auf einem Löwenkörper; in Funden vonParsberg und Ossarn sind es Raubvogelkopf
mit Löwenkörper. Als mythologische Bedeutung ist aus den Darstellungen die Bewacherfunktion desLebensbaumes
zu erkennen; der Greif kann mit der Gestalt (Raubtierkopf, Löwenkrallen, Flügelschlangen-Körper) und mythischen
Funktion des latènezeitlichenDrachenmotivs gleichgesetzt werden.[62]
Bei den Fischen sind besonders die Forelle und der Lachs für die Mythologie von Bedeutung. Von der Forelle wird
behauptet, sie könne nicht gebraten werden, da sie sofort vom Grill herunterrutsche – dies soll die schwarzen
Streifen mancher Forellenarten erklären. Der Lachs von Llyn Llyw zählt zu den ältesten Lebewesen, wie in Kulhwch
ac Olwen von der BefreiungMabons berichtet wird; bei denMetamorphosen, die die am längsten lebenden
Menschen durchmachen (Túan mac Cairill, Fintan mac Bóchra und die beiden Schweinehirten inDe chophur in da
muccida) ist stets eine Lachs-Phase zu finden; inMacgnímartha Finn („Fionns Jugendtaten“) nascht der jungeFionn
mac Cumhaill versehentlich vom gebratenen „Lachs der W eisheit“ (eó fis) und erringt dadurch das geheime
Druidenwissen.[63] In der Navigatio Sancti Brendani(„Die Seereise [des Abtes] Sankt Brendan“) wird der größte
Fisch der Welt Jasconius genannt; Sankt Brendan und seine Mönche können auf ihm landen und
umherspazieren.[64]

Pflanzenmythologie
Nach Plinius dem Älteren, wahrscheinlich auf einem Bericht von Pomponius Mela fußend,
war die Eichenmistel (Loranthus europaeus) die heiligste Pflanze der Druiden, ebenso der
Baum, auf dem sie wuchs. Am sechsten Tag nach dem Neumond wurde sie unter Einhaltung
bestimmter Vorschriften geschnitten:[65]

„Die Mistel ist jedoch ziemlich selten zu finden und wenn sie gefunden wird, so
wird sie mit großer Feierlichkeit geerntet, insbesondere am sechsten Tage des
Mondes (womit bei ihnen die Monate und Jahre beginnen) und nach dem
dreißigsten Jahr eines Zeitabschnittes, weil sie dann Kraft im Überfluss hat und
nicht nur die Hälfte. […] Ein Priester in weißen Gewand steigt auf den Baum und
[66]
schneidet die Mistel mit einer falce aurea [goldenen Sichel oder Hippe] ab.“ Druiden mit Eichenblätter-
Kränzen bei der Mistelernte;
Da in Britannien die Eichenmistel zu dieser Zeit nicht vorkam, haben die Druiden der Insel Joseph Martin Kronheim
wahrscheinlich die Weißbeerige Mistel (Viscum album) verwendet, die im Gegensatz zur (1810–96)
relativ wirkungslosen Eichenmistel eine narkotisierende und krampflösende Wirkung hat. Im

[67]
[67]
Darm der Moorleiche „Lindow-Mann“ wurden tatsächlich Pollenkörner dieser giftigen Pflanze gefunden.

Schon im Namen des Druiden, nach Plinius dem Älteren auf das altgriechische Vokabel δρῦς (drys, „Eiche“) zurückzuführen und im
bei Strabon genannten galatischen Drynemeton (keltisch dru-nemeton, „Eichen-Hain“) kommt die Eiche als wichtiges mythisches
Symbol vor. Als Träger der heiligen Mistel galt die Eiche ebenfalls als heilig und Eichenlaub war nach Berichten der antiken Autoren
der Kopfschmuck für Mensch und Tier bei Opferhandlungen und anderen Zeremonien. Nach den Berner Lukan-Scholien führt der
Genuss von Eicheln durch den Druiden zum Blick in die Zukunft. Im inselkeltischen Raum hat dagegen nach den tradierten
Legenden die Eiche keine besondere Bedeutung gehabt.[68] Der kymrische Name der Druiden, derwydd, von derwen, derw („Eiche“,
[69]
„Eichen“) lässt dennoch auf eine gewisse Bedeutung schließen.

Als Zeichen der Anderen Welt galt der Apfel, der von dort zu den Menschen gekommen sein soll. Geoffrey of Monmouth nennt die
mythologische Insel Avalon in seiner Historia Regum Britanniae(1135) auf lateinisch Insula Avallonis; in seiner 1150 verfassten Vita
Merlini wird der Ort Insula Pomorum („Apfelinsel“) genannt. Avalon kommt von kymrisch abal („Apfel“) oder aball
(„Apfelbaum“). In denArtusmythen spielt diese Insel eine wichtige Rolle.[70]

In einer Legende aus Tara wird erzählt, ein Riese namens Trefuilgid habe fünf Beeren in Irland verstreut. Aus ihnen wären die fünf
heiligen Bäume Irlands entsprossen, die in einem Dindsenchas-Merkspruch angeführt sind: Der Baum von Ross (Eibe), die Bäume
von Dathis, Tortus und Uisneach (Eschen) sowie der Baum von Mugnas (Eiche). In Wales wurde von mittelalterlichen Schreibern die
W sei.[71]
alte Legende aufgezeichnet, dass die Eibe 19.683 Jahre alt werde und somit das langlebigste Geschöpf der elt

Dingbeseelung
Den an sich toten Dingen eine „Seele“ zuzugestehen, kommt in der keltischen Mythologie häufig vor, überliefert ist dies in einigen
inselkeltischen Legenden. So verkündet der Stein Lia Fáil in Emain Macha durch einen lauten Schrei die Rechtmäßigkeit eines
irischen Königs; er ist zusammen mit dem unten beschriebenen Kessel des Dagda, dem Speer Lughs und dem Schwert des Nuada
einer der „vier Schätze der Túatha Dé Danann“, die sämtliche ein vom Besitzer oder Benutzer unabhängiges Eigenleben haben.
Vergleichbar ist diese Ansammlung von Gegenständen mit den „dreizehn Schätzen der Insel Britannien“ (Tri Thlws ar ddeg Ynys
Brydain), zu denen Arthurs Kessel (siehe unten), Schwert, Schild, Schiff usw. gehören. Die beseelte Wunderharfe des Dagda kehrt
nach ihrem Raub durch den Fomoren-König Bress von selber in die Hände ihres Besitzers zurück, wobei sie mit einschläfernden
Melodien die feindlichen Krieger außer Gefecht setzt und einen sogar erschlägt. Neben dem Lia Fáil sind auch noch die beiden
Steine Bloc und Blugne in der Lage, den richtigen König zu erkennen, indem sie ihm freiwillig Durchlass gewähren.[72] Bei der
Königs-Prüfung von Conaire Mór rücken zuerst die beiden Steine auseinander, dann brüllt der Lia Fáil seinen Namen und zuletzt
lässt ihn der Königswagen, der jeden Unrechtmäßigen abwirft, aufsteigen und die beiden Pferde, die sonst bocken, ziehen ihn in die
Königsresidenz hinein.[73]

Kessel-Mythen
→ Hauptartikel: Keltischer Kesselkult
Der Kessel spielte bei den Kelten und teilweise bei den Germanen[74] eine wichtige Rolle als mythisches Gerät und ist in vielen
Sagen präsent. Im festlandskeltischen Bereich sind Kessel als Grabbeigaben häufig archäologisch nachweisbar, eventuell damit
verbundene Mythen konnten bisher leider noch nicht erschlossen werden. In der frühmittelalterlichen Literatur der Inselkelten ist ein
Kessel mit wunderbaren Eigenschaften ein immer wiederkehrendes Motiv.[75] Es werden drei Arten von Wunderkesseln
unterschieden: der Kessel des Reichtums und der Fülle, der Kessel als Beutestück aus der Anderswelt und der Kessel der Heilung
oder Wiedergeburt.[74]

So besitzt der „Gute Gott“ Dagda, Mitglied der Túatha Dé Danann, einen Kessel, der unerschöpflich Speisen spendet. In Aided Chon
Culainn („Der Tod Cú Chulainns“) wird Cú Chulainn von Hexen gezwungen, unter Verletzung seiner geis (Tabu) aus ihrem Kessel
zu essen, in dem sie Hundefleisch gekocht hatten.
Auch im Mabinogion werden Kessel als wesentliches Requisit der Handlung erwähnt. In
Branwen ferch Llŷr gibt es einen Kessel, der in der Schlacht gefallene Krieger wiederbeleben
kann und der von Efnisien zerstört wird. In Manawydan fab Llŷr werden Pryderi und
Rhiannon von einem Zauberkessel festgehalten. In Culhwch ac Olwen ist der Wunderkessel,
der gut und böse unterscheiden kann, Ziel eines Raubzuges von König Artus. Ebenfalls um
den Raub eines Kessels aus Annwn (der Anderswelt), den der Atem von neun Jungfrauen
erhitzt, geht es in Preiddeu Annwfn. Aus der Jugendzeit des Dichters Taliesin (Hanes Taliesin)
wird berichtet, dass er ausCeridwens Kessel seine Gabe der Dichtkunst empfängt.

Als literarische Vorgänger der Erzählungen um den Heiligen Gral können alle diese Sagen
durchaus gesehen werden.[76][77]

Neopagane Rezeption und Literatur


Die unvollständige Quellenlage der keltischen Mythologie begünstigt eine spekulative und
Pryderi und Rhiannon
fantasievolle Interpretation im Neopaganismus (Neuheidentum) und seinen Versionen
gefangen vom
Keltischer Neopaganismus, Neuzeitliches Druidentum, dem anti-patriarchalischen Wicca-Kult
Zauberkessel;
und anderen. Auch Autoren wie James Macpherson („Ossian“), Iolo Morganwg („Barddas“) Albert Herter (1898)
und in neuerer Zeit Rudolf John Gorsleben („Hoch-Zeit der Menschheit. Das Welt-Gesetz der
Drei“), Martha Sills-Fuchs („Wiederkehr der Kelten“), Robert Graves („Die weiße Göttin“)
erke dazu beigetragen.[78]
oder Ingeborg Clarus („Keltische Mythen“) haben durch ihre W

Die Werke der genannten Autoren – mit Ausnahme eventuell von James Macpherson und Ingeborg Clarus – werden von Birkhan
unter dem Begriff „fiktionale Literatur und Wissenschaft“ zusammengefasst. Die Intention der Autoren beschreibt er als

„[…] ‚fiktionale Wissenschaft‘. Richtig betrachtet kommt es bei solchen Werken nicht primär auf den
wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt der Aussagen, sondern auf die Originalität der Erfindung, den Lustgewinn
(des Wiedererkennens) und die Ästhetik des Argumentierens an.“[79]

Dem „Ossian“ (Originaltitel: The Works of Ossian, Son of Fingal, ab 1760) Macphersons liegt eine bewusste Täuschung des Lesers
zugrunde, da der Autor behauptete, diesen Text als Original in schottisch-gälischer Sprache besessen zu haben. Tatsächlich hat er ihn
aus Elementen des Finn-Zyklus' zusammengesetzt und die vorgeblichen Originale aus dem Englischen ins Gälische rückübersetzt,
womit er einen ungeheuren Erfolg im Zeitalter der romantischen Literatur erzielte. Dies führte zu einem hohen Interesse an den alten
keltischen Mythen, was allerdings nicht vor Fehlinterpretationen und früher nicht vorhandenen Zuordnungen bewahrte, die besonders
in neopaganen Kreisen bis heute anhalten.[80]

Im „Barddas“ („Poesie“, „Dichtkunst“, ab 1862) von Iolo Morganwg (Edward Williams), einem Werk, das er unter dem Pseudonym
Llewellyn Sion schrieb, behauptet der Autor,während der Regierungszeit von KaiserMacsen Wledig (335–388) wären die Barden zu
ihrer Unterstützung besonders bevorrechtet worden. Dem trotzdem folgenden Niedergang des Bardentums habe König Arthur durch
Gründung seiner Tafelrunde im 6. Jahrhundert entgegenwirken wollen, die deshalb eigentlich ‚an arrangement of the arts, sciences,
usages and privilegy of the Bards‘ gewesen sei. Auch eine Pseudo-Runenschrift namens Coelbren y beirdd („Loshölzer der Barden“)
erfindet Williams in diesem Kontext (Barddas, S. 55–167), die von den Neudruiden noch immer als „überlieferte Schriftform“
verwendet wird.[81]

Rudolf John Gorsleben verknüpft in „Hoch-Zeit der Menschheit. das Welt-Gesetz der Drei oder: Entstehen – Sein – Vergehen in
Ursprache – Urschrift – Urglaube aus den Runen geschöpft“ (1930) germanische Traditionen mit dem Christentum und verwendet
dafür keltische Begriffe, die er linguistisch frei assoziierend verwendet („Gallien“ zu „Galiläa“, „Druide“ zu „Troja“ (einer
Dichterschule [sic!]), aus der Insel „Iona“ wird „Zion“).[82]

In Martha Sills-Fuchs' Werk „Wiederkehr der Kelten“ (1983) wird von der Autorin auf nachvollziehbare Angaben zu Zeit und Ort
sowie sämtliche Belegversuche verzichtet. Kern der Aussagen sind verschiedene „Zeitalter“, die Kelten (die sie mit den
Indoeuropäern gleichsetzt) erschienen im „Stierzeitalter“ (4000–2000 v. Chr.), im folgenden „Widderzeitalter“ sei ihr Höhepunkt
bereits überschritten (das entspricht allerdings archäologisch der Hallstattzeit, dem Beginn der Keltisierung Mitteleuropas). Aus den
Torques entsteht der Christbaumschmuck, die Mohnmehlspeisen Böhmens und des österreichischen Waldviertels, der Heimat von
[83]
Sills-Fuchs, sind direkt überlieferte Rezepte der Kelten.

Robert (von Ranke-)Graves ist der Anreger einer bestimmten Form der Keltenrezeption in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Sein Buch „Die weiße Göttin“ (1948) wurde fürEsoteriker und Vertreter der Matriarchatstheorie bald zum Standardwerk, auch gilt er
als Schöpfer des neukeltischen Baum- und Pflanzenmythos. Er vertritt die Ansicht, eine „alteuropäische Weiße Göttin der Geburt,
der Liebe und des Todes“ sei die Grundlage aller Göttinnengestalten der einzelnen Mythologien. Dabei stützt er sich auf eine
[84]
fehlinterpretierende spekulative Etymologie, ausgehend von den inselkeltischen Überlieferungen.

Ingeborg Clarus versucht die inselkeltischen Mythen in ihrem Buch „Keltische Mythen“ (1991) teilweise auf den Geschlechterkampf
[78]
im Zuge der von ihr als Theorie verfochtenen Ablösung des Matriarchates durch das Patriarchat bei den Kelten zu reduzieren.

Auch außerhalb organisierter neopaganer Gruppierungen sind fehlerhafte Interpretationen keltischer Mythen anzutreffen. Birkhan
nennt die zugrunde liegende Idee „Keltenfascinosum“, die auf die Frage „Wo kommen wir her?“ eine sentimentalistisch-
neoromantische Antwort zu geben sucht. Mittel zum Zweck sind unter anderem Scheinetymologien, zum Beispiel: der Name des
archäologisch interessanten Kalenderbergs bei Mödling wird auf ein erfundenes keltisches Wort † kal für „Mutterbauch;
Geborgenheit“ zurückgeführt, der Gaisberg im Süden Wiens auf ein ebenso erfundenes † gais für „geheiligter Platz, Tabuzone“,
wobei offenbar ein Lautzusammenhang mit dem altirischen geis (Tabu, siehe oben bei „Mythische Praktiken“) gesucht und gefunden
wurde – allerdings geht geis, auch geiss, auf altkeltisch *gʷed-, altirisch guidiu („ich bitte“) zurück. Die auf dem Gaisberg stehenden
Kalkfelsen natürlichen Ursprungs wurden deshalb zu „Druidensteinen“ erklärt. Ein Beispiel aus der Pflanzenmythologie ist der
sogenannte „Lebensbaumkreis am Himmel“ in Wien/Döbling.[85][86]

Fantasy und Popkultur


In den Fantasy-Romanen von J. R. R. Tolkien (Der Herr der Ringe, ab 1969), Marion Zimmer Bradley (Die Nebel von Avalon,
1983), Joanne K. Rowling (Harry Potter, ab 1998), Lloyd Alexander (Die Chroniken von Prydain, ab 1964) und anderen Autoren
sind keltische Mythen, kombiniert mitgermanischer Mythologie, als Grundlage der fantasievollen Erzählungen zu erkennen.

In der Comicserie Asterix (Originaltitel Astérix le Gaulois, ab 1959) von René Goscinny und Albert Uderzo ist manchmal keltische
Mythologie zu finden, besonders der Kessel, die goldene Hippe und die Mistelsuche des Druiden Miraculix (Originalname
Panoramix) oder die Sorge der Gallier, dass ihnen „der Himmel auf den Kopf falle“[87][88] (siehe auch Liste der Gottheiten in den
Asterix-Comics)

Hier ist auch die Fantasy-Comicserie Slaine (ab 1983) von Pat Mills einzuordnen, die starken Bezug auf keltisches Sagengut mit
gleichzeitig sehr freier Variation desselben verbindet. Die Roman- und Filmfigur Conan von Robert E. Howard entfernt sich von den
mythologisch/keltischen Wurzeln noch weiter, es bleibt davon lediglich die Verwendung einiger Namen und Begriffe übrig.[89]

Siehe auch
Portal: Mythologie – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mythologie
Keltische Gottheiten
Liste keltischer Götter und Sagengestalten
Keltischer Kalender
Keltische Frauen
Keltomanie

Literatur
Gerald Unterberger: Taureau tricornu. Der keltische Dreihorn-Stier und der Ursprung des Dreihorn-Motivs.In:
Keltische Götternamen als individuelle Option? Osnabrücker Forschungen zu Altertum und Antike-Rezeption (Hrsg.:
Wolfgang Spickermann), Bd. 19, Verlag Marie Leidorf, Rahden 2013.
Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Verlag der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, Wien 1997,ISBN 3-7001-2609-3.
Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1.
Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 1, Lit-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-8258-7562-8. Teil 2,
Lit-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-8258-7563-6.
Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie.Tosa Verlag, Wien 2004.
Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt.Walter Verlag 1991, Paperback-Ausgabe
Patmos Verlag, Düsseldorf, 2000, 2. Auflage,ISBN 3-491-69109-5.
Ray Dunning: Die Kelten. In: Arthur Cotterell: Mythologie – Götter, Helden, Mythen. Parragon, Bath 2004,ISBN 1-
4054-2108-8.
Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5.
Bernhard Maier: Die Religion der Kelten. Götter – Mythen – W eltbild. Verlag C. H. Beck, München 2004,ISBN 3-
406-48234-1.
Bernhard Maier: Das Sagenbuch der walisischen Kelten. Die vier Zweige des Mabinogi . Dtv München, April 1999,
ISBN 3-423-12628-0.
Wolfgang Meid: Keltische Religion im Zeugnis der Sprache. In: Zeitschrift für celtische PhilologieBd. 53, 2003, S.
175–196.
Susanne Sievers, Otto H. Urban, Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie.(= Mitteilungen der
prähistorischen KommissionBd. 73), Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012,ISBN
978-3-7001-6765-5.

Weblinks
Commons: Keltische Religion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Bücherliste zum Thema Keltenmythologie

Einzelnachweise
1. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur.S. 245.
2. Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt.S. 11 f.
3. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 245, 274.
4. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 431 f.
5. Ray Dunning: Die Kelten. S. 77.
6. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 778 f.
7. Ray Dunning: Die Kelten. S. 92 f.
8. Lisa M. Bitel: St. Brigit of Ireland: From Virgin Saint to Fertility Goddess auf
http://monasticmatrix.org/commentaria/article.php?textId=6(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven (http://timetr
avel.mementoweb.org/list/2010/http://monasticmatrix.org/commentaria/article.php?textId=6) ) Info: Der Link wurde
automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis. [26. September 2006]
9. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, Vorwort S. 8 f.
10. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 85 f.
11. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 130 f.
12. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 320 f; 517 f; 937; 1040.
13. CIL XIII, 7280 (http://db.edcs.eu/epigr/epi_einzel_de.php?p_belegstelle=CIL+13%2C+07280&r_sortierung=Belegstel
le) Mainz-Kastel: Olloga/biabus / Apiuva / Messo[r]
14. CIL XIII, 8529 (http://db.edcs.eu/epigr/epi_einzel_de.php?p_belegstelle=CIL+13%2C+08529&r_sortierung=Belegstel
le) Offenbach-Bürgel: Matroni[s] / Alagabiabus / Iul(ia) Pusua / pro se et Iuli(i)s f(iliis) / Peregrino / Sperato / Severo /
v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
15. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 518.
16. Wolfgang Meid: Keltische Religion im Zeugnis der Sprache, S. 25.
17. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 153, 246 f.
18. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 564.
19. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 261.
20. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 182.
21. Caesar, De bello Gallico. VI, 13.
22. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 753.
23. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 265 f.
24. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 52.
25. Ray Dunning: Die Kelten. S. 96.
26. Titus Livius, Ab urbe condita XXXVIII, 47.
27. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 146 f., 626, 747.
28. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 136 f.
29. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 471 f.
30. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 507 f.
31. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 195 f.
32. Ray Dunning: Die Kelten. S. 791 f.
33. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 217.
34. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 313.
35. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 346 f.
36. Caesar, De bello Gallico V, 12.
37. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 158.
38. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 721.
39. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 654, 722 f.
40. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 720 f.
41. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 35.
42. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 713 f.
43. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 28 f.
44. Caesar, De bello Gallico V, 12.
45. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 163.
46. Helmut Birkhan: Kelten.Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur . S. 730.
47. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 167 f.
48. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 702.
49. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 161 f.
50. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 174.
51. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 367 f.
52. Giraldus Cambrensis: Topographia Hibernica 3,25.
53. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 267.
54. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 714.
55. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 298 f; 95 f.
56. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 287.
57. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 290 f.
58. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 336.
59. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 725 f.
60. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 700 f.
61. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 288 f.
62. Sievers/Urban/Ramsl:Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z ; S. 439, 693.
63. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 126 f.
64. Carl Selmer: Navigatio Sacti Brendani Abbatis.Veröffentlichungen zur Mittelalter-Forschung Band IV
, University of
Notre Dame Press, Notre Dame Campus/Indiana 1959.
65. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 235.
66. Plinius der Ältere: Naturalis historia XVI, 95.
67. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 902 f.
68. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 108 f.
69. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 898 f.
70. Helmut Birkhan: Kelten, Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 523, 843, 920.
71. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 31 f.
72. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Wien 2009, S. 813 f.
73. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 62 f.
74. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Wien 2009, S. 809 f .
75. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 193.
76. Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 150.
77. Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt.S. 316 f.
78. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 13 f.
79. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 571.
80. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 361 f.
81. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 782.
82. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 576 f.
83. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 579 f.
84. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 566 ff.
85. Helmut Birkhan: Beobachtungen zum mystischen Keltenbild besonders in Österreich.Referat bei der Kelten-Tagung
in Hallein 2010. S. 2 f, 7 f.
86. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 586, Anm. 3.
87. 335 v. Chr. sagt ein keltischer Abgesandter auf die FrageAlexander des Großen, was er am meisten fürchte:„Nicht
dich, sondern dass der Himmel einstürzen könnte.“Conchobor meint ebenfalls: „Aber wenn nicht das Firmament
herabfallen wird, […]“; Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 131, 782.
88. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 513 f.
89. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption.S. 521 f.

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