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ANTIZYKLISCHER BÖRSENBRIEF

DAS ANLEGERMAGAZIN FÜR DEN


UNKONVENTIONELLEN BLICKWINKEL
VON ANDREAS HOOSE

eBook powered by GodmodeTrader


Adventspezial
Antizyklischer Börsenbrief: Das Anlegermagazin für den unkonventionellen Blickwinkel

2019: Chancen und Risiken für Kontra-Anleger…

Seit fast 15 Jahren begleiten wir mit dem Antizyklischen Börsenbrief das Ge-
schehen an den weltweiten Kapitalmärkten. In dieser Zeit ist es uns immer
wieder gelungen, gerade in schwierigen Phasen zu bestehen.

Das liegt in der Natur der Sache, denn während sich Trendfolgesysteme vor al-
Andreas Hoose lem in Schönwetterperioden bewähren, kommt die Zeit der Kontra-Strategen,
wenn das Umfeld turbulent wird.
Andreas Hoose ist seit 1982 an der Börse aktiv. Die langjährige Erfah-
rung führte bei ihm zu der Überzeugung, dass nur die antizyklische An- Die jetzt vor uns liegende Zeit weltweiter Umbrüche stellt Anleger jedoch vor
lagestrategie langfristig Erfolg verspricht: Zu kaufen, wenn anderen die ganz neue Herausforderungen:
Knie schlottern und wieder auszusteigen, wenn der Optimismus Über-
hand nimmt, das ist der Kern der Vorgehensweise. Die Geldflut der Notenbanken, die zu einer Art „Alles-Blase“ bei Anleihen, Im-
mobilien und Aktien geführt hat, drohende Bargeldverbote, ein riesiges welt-
Der gelernte Journalist und studierte Ökonom ist Chefredakteur des weites Schuldenproblem, ausufernde Bewertungen bei einigen Anlageklas-
Antizyklischen Börsenbriefs und Geschäftsführer des Antizyklischen sen, erdbebenartige politische Veränderungen und wachsende geopolitische
Aktienclubs. Grundlage seiner Anlageentscheidungen sind fundamen- Spannungen erzeugen ein Umfeld, das es nie zuvor in der Finanzgeschichte
tale Kriterien, die mit den Methoden der charttechnischen Analyse ver- gegeben hat. Mehr denn je wird es in den kommenden Jahren deshalb darauf
feinert werden. Ein weiteres wesentliches Merkmal ist die Analyse von ankommen, die immer zahlreicher werdenden Klippen abseits der Mehrheits-
Stimmungen. Mit seiner Vorgehensweise erkennt Andreas Hoose neue meinung zu umschiffen.
Trends meist wesentlich früher als die Masse der Anleger und trifft im-
mer wieder wichtige Wendepunkte im Marktgeschehen. Unsere Vorgehensweise sollte sich dabei besonders bewähren: Unser Spezi-
algebiet ist es, an den Börsen erst dann einzusteigen, wenn sich die Masse
der Anleger nicht mehr weitertraut und vielen vor Angst die Knie schlottern.
Seinen Börsenbrief können Sie hier buchen.

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Antizyklischer Börsenbrief: Das Anlegermagazin für den unkonventionellen Blickwinkel

Genauso gerne nehmen wir aber auch eine Gegenposition ein, wenn wir der n Wegen der wachsenden globalen Schuldenproblematik und mit Blick auf
Ansicht sind, dass sich allzu große Euphorie breit macht. eine weitere Zuspitzung der internationalen Bankenkrise investieren wir
seit Herbst 2015 verstärkt in die Rohstoff-Märkte. Einige unserer Akti-
Wir sind jedoch ausdrücklich keine Day-Trader: Mit unserer Vorgehensweise enempfehlungen aus diesem Sektor konnten seither um mehr als 300
richten wir uns an mittel- bis langfristig vorgehende Anleger, sowohl spekulati- Prozent zulegen.
ver wie auch konservativer Ausrichtung.
n Gelegentlich beteiligen wir uns auch an prozyklischen Investments: Weil
An dieser Stelle eine kurze Zwischenbilanz: die Apple- Aktie im Sommer 2016 deutlich zurückgekommen war, konn-
ten unsere Leser mit dem Schwergewicht zwischenzeitlich mehr als 100
Die folgende Übersicht gibt Ihnen einen Einblick, wie die Leser des Antizykli- Prozent Kursgewinn einfahren.
schen Börsenbriefs seit der Erstausgabe im August 2006 von unserem Rese-
arch profitieren konnten: Interessant ist an der Börse jedoch vor allem der Blick nach
vorne:
n Im November 2008 und im März 2009 raten wir unseren Lesern inmitten
der größten Verkaufspanik der vergangenen 30 Jahre antizyklisch zum Ein- n Derzeit richten wir unser Augenmerk auf die stark unterbewerteten Roh-
stieg in die Aktienmärkte. In den folgenden Monaten können wir spektaku- stoff- und Edelmetall-Märkte. Gänzlich unbemerkt von der breiten Öf-
läre Erfolge erzielen: Mehr als 50 unserer Aktienempfehlungen legen fentlichkeit bieten sich Anlegern mit Geduld und Weitblick dort derzeit
mindestens 100 Prozent an Kurswert zu. Unsere Empfehlungen aus dem regelrechte Jahrhundertchancen.
Goldsektor erzielen in der Spitze einen Wertzuwachs von mehr als 2.000
Prozent. Zahlreiche weitere Edelmetall-Titel legen zwischen 500 und 800 n An den breiten Märkten rechnen wir in den kommenden Jahren ebenfalls
Prozent zu. Seit 2016 ist der Sektor noch einmal deutlich zurückgekom- mit herausragenden antizyklischen Kaufgelegenheiten: Eine Korrektur
men und bietet auch Späteinsteigern jetzt noch einmal historische Kaufge- der seit fast zehn Jahren anhaltenden Dauerhausse könnte gerade
legenheiten beginnen - und sie dürfte heftiger ausfallen, als sich das die meis-
ten Anleger heute vorstellen können.
n Spätere „Überflieger“ wie Dialog Semiconductor, First Solar, Nordex
oder ADVA Optical empfehlen wir unseren Lesern schon einige Monate,
bevor diese Aktien ihre beeindruckenden Höhenflüge starten.

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Antizyklischer Börsenbrief: Das Anlegermagazin für den unkonventionellen Blickwinkel

Dass sich die Lage derzeit erkennbar zuspitzt, ausgerechnet inmitten der Denn gerade in Krisenphasen kommt es darauf an, den Blick über den Teller-
saisonal stärksten Börsenphase des gesamten Jahres, hatten wir kürzlich in rand hinaus zu richten, sich von Angst und Panik nicht anstecken zu lassen
einem Beitrag mit dem Titel „Historisch: Crashsignale im November“ zu- und einen kühlen Kopf zu bewahren.
sammengefasst. Unser Fazit:
Einen Aspekt sollte man dabei immer im Hinterkopf behalten:
„Was derzeit an den Kapitalmärkten geschieht, das hat kaum histori- Mit Geduld und Weitblick wurden die großen Vermögen schon immer in Kri-
sche Vorbilder. Eines kann man daher schon heute sagen: Da braut senzeiten gemacht…
sich was Größeres zusammen...“

(Den gesamten Beitrag finden Sie weiter hinten in diesem PDF) Mit herzlichen Grüßen aus München,
Ihr Andreas Hoose
Vor diesem Hintergrund zeichnet sich schon heute ab, dass sich Kontra-An-
legern an den weltweiten Aktienmärkten in den kommenden Jahren seltene
Kaufchancen bieten werden. Diese zu nutzen erfordert jedoch eine Menge
Mut, starke Nerven und Disziplin. Mit unserer Erfahrung aus mehr als drei The trend is your friend – oder schwimmen
Jahrzehnten gelingt es uns immer wieder, den in solchen Phasen übermächti-
gen Emotionen wie Angst und Panik ein Schnippchen zu schlagen. Das dürfte
Sie lieber gegen den Strom?
diesmal nicht anders sein… Viele Anleger kaufen zu Höchstkursen und steigen wieder aus, wenn
rabenschwarzer Pessimismus herrscht und die Kurse im Keller sind.
n Weil politische, soziale und ökonomische Umwälzungen die Anleger in
den kommenden Jahren vor besondere Herausforderungen stellen, rich- Dabei sagt doch schon der gesunde Menschenverstand, dass man es
ten wir unser Augenmerk auch auf diese Themenfelder. eigentlich genau anders herum machen sollte. Ganz so einfach ist die
Sache mit dem Trend also nicht.
Der Grund ist naheliegend: Allmählich wird immer offensichtlicher, dass die
Erfahren Sie mehr im Antizyklischer Börsenbrief
kommenden Jahre in sozialer und politischer Hinsicht weitaus schwieriger
werden als die zurückliegenden Jahrzehnte. Für Anleger sollte es sich daher
gerade jetzt auszahlen, Standpunkte einzunehmen, die sich von der Mehr- Jetzt anmelden!
heitsmeinung deutlich unterscheiden.

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Antizyklischer Börsenbrief: Das Anlegermagazin für den unkonventionellen Blickwinkel

Historisch: Crashsignale im November…

Was derzeit an den Kapitalmärkten geschieht, das hat kaum historische Doch in diesem Jahr scheinen andere Gesetze zu gelten: Schon im Oktober
Vorbilder. Eines kann man daher schon heute sagen: Da braut sich was 2018 hat der Dow Jones mit einem Abschlag von 5,57 Prozent außerordent-
Größeres zusammen... lich schlecht abgeschnitten. Und der Folgemonat steht dem bislang um nichts
nach: Bis zum 21. November 2018 steht beim Weltleitindex seit dem Monats-
Was sich an den Bösen gerade abspielt, das könnte in die Geschichtsbücher hoch ein Verlust von 6,80 Prozent zu Buche.
eingehen, denn zahlreiche Entwicklungen verlaufen völlig anders als das zu
erwarten wäre: Normalerweise beginnt mit dem November die stärkste Börsen- Um das einzuordnen, ist ein Blick auf die langjährige Wertentwicklung speziell
phase des gesamten Jahres. Viele Anleger haben sich darauf verlassen, und im November hilfreich. Dabei zeigt sich: In den vergangenen 33 Jahren hat der
sich im Herbst bis zur Halskrause mit Aktien eingedeckt. Weltleitindex nur einmal noch schlechter abgeschnitten als zur November-Zwi-
schenbilanz 2018, und zwar im Crashjahr 1987. Seinerzeit war die Monatsbi-
Doch plötzlich fallen die Kurse auf breiter Front. Ausgerechnet im No- lanz mit einem Minus von 7,05 Prozent jedoch nur geringfügig schlechter als
vember. Was ist da bloß los? Sehen wir uns das etwas genauer an: der Zwischenstand 2018.

Statistisch gesehen ist der November mit einem Zuwachs von 0,65 Prozent Mit anderen Worten: Gemessen an seinen bisherigen Maximalverlusten ist der
zwar nicht der stärkste Monat einer Börsensaison, doch zusammen mit dem November 2018 bislang der zweitschlechteste seit 1985. Aktuell fehlt nicht
Oktober, dem Dezember und dem Januar bilden die vier Herbst- und Winter- mehr viel und der November 2018 geht in die Geschichtsbücher ein als der
monate die mit Abstand stärkste Vier-Monats-Periode eines Börsenjahres. Im Monat mit der schlechtesten November-Performance beim Dow Jones seit min-
langjährigen Mittel errechnet sich beim Dow Jones in Summe ein Wertzuwachs destens drei Jahrzehnten. Das kann ohne Frage als historische Entwicklung
von 3,25 Prozent. Die folgende Grafik zeigt das. bezeichnet werden - in der Zwischenbilanz wohlgemerkt, denn der Monat ist
ja noch nicht zu Ende. Auf ein Wunder darf man selbstverständlich hoffen, die
Chance dass es eintrifft, ist nach Lage der Dinge jedoch gering: Die Schwäche
der Börsen ist derzeit geradezu erdrückend...

Interessanterweise bleiben selbst die zwischengeschalteten Baisse-


jahre mit ihren teilweise enormen Panikattacken hinter den aktuellen

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Antizyklischer Börsenbrief: Das Anlegermagazin für den unkonventionellen Blickwinkel

Verlusten sehr deutlich zurück: Tatsächlich zeigen sich auch an anderer Stelle Warnsignale, die man
in dieser Form seit Jahrzehnten nicht gesehen hat. Vielleicht noch nie.
Im Crashjahr 2008 etwa büßte der Dow Jones im November „lediglich“ 5,32
Prozent ein. Das berüchtigte Baissejahr 2000 brachte trotz platzender Techno- Nehmen wir beispielsweise den Kursverlauf bei Deutschlands größtem Fi-
logieblase beim Dow Jones ein November-Minus von „nur“ 5,03 Prozent. nanzinstitut: Nach dem schwachen Oktober-Auftritt, mit dem Bruch der auch
psychologisch wichtigen Marke von 10,00 Euro, ist der Weg für die Aktie der
Im Jahr 2007, dem Beginn der Immobilienkrise in den USA, lag der Novem- Deutschen Bank jetzt sozusagen frei – und zwar nach unten. Die folgende
ber-Abschlag bei vergleichsweise bescheidenen 3,96 Prozent. Und während Abbildung zeigt das:
der Asien- und Russlandkrise in den Jahren 1997 und 1998 konnte der Dow
Jones im November sogar deutlich zulegen, und zwar um 5,06 Prozentpunkte
in 1997 und 6,05 Prozent im darauffolgenden November. Den langjährigen
Verlauf des Weltleitindex illustriert die folgende Grafik:
Grafik XX: INDU seit 1985

Dieser Chart sagt schlicht und ergreifend, dass bei der Deutschen Bank die
Hütte brennt - und dass Anleger gut daran tun, sich von dem Titel fernzuhalten.

Wer die Aktie nach dem glasklaren Verkaufssignal der vergangenen Tage je-
doch „shorten“ möchte, der sollte folgendes bedenken:

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Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Bundesregierung irgendwann gezwun- Nebenbei bemerkt sieht die Aktie von Goldman Sachs (GS) nicht viel besser
gen sein, den Derivate-Zombie zu „retten“. Zumindest wird man den Versuch aus. Lediglich die Fallhöhe ist hier „etwas größer“, was Anleger der Deutschen
unternehmen. Dass solche Rettungsmanöver mit hoher Wahrscheinlichkeit Bank mit Blick auf den gesamten Finanzsektor jedoch keineswegs beruhigen
zum Scheitern verurteilt sind, lassen ein paar Zahlen erahnen. Die Wirtschafts- sollte. Die folgende Grafik zeigt das:
woche etwa notierte vor einiger Zeit:

„Sorgen macht vor allem der Derivatebestand des Instituts. Auf


42.000 Milliarden Euro summieren sich die abgeleiteten Wetten und
Absicherungen auf Zinsen und Währungen, bei denen die Deutsche
Bank Kontraktpartner ist. Das Derivatebuch ist damit gut 15-mal so
groß wie das deutsche Bruttoinlandsprodukt“.

Finanzwetten mit dem 15fachen des deutschen BIP? Das heißt, bei der Deut-
schen Bank droht mittelfristig ein gigantischer Schuldenschnitt in Verbindung
mit einer kompletten Verstaatlichung. Im Vorfeld solcher Maßnahmen sind wil-
de Kurssprünge garantiert – und zwar in beide Richtungen.

Mutige Spekulanten, die davon ausgehen, dass Derivate, wie Optionsscheine


oder Zertifikate, in einem solchen Umfeld auch längerfristig ein sinnvolles In-
vestment sind, können sich daran beteiligen – sollten sich aber nicht beschwe-
ren, wenn sich der Einsatz in Luft auflöst. Weltblickende Investoren lassen von
solchen Spielchen besser die Finger, denn allmählich wird sichtbar, was wir an
dieser Stelle schon vor Jahren prognostiziert haben:

Massive Probleme bei der Deutschen Bank dürften den Auftakt bilden
zum zweiten Teil der weltweiten Finanzkrise.

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Auch beim marktbreiten S&P 500 sind derzeit Entwicklungen zu beobachten, Epische Kursverluste zeigen sich auch bei den vor Jahresfrist noch in den Him-
die Seltenheitswert haben. In den vergangenen 14 Handelstagen wurden hier mel gejubelten Kryptowährungen. Allein der Bitcoin hat im November 2018
nicht weniger als drei große Kurslücken gebildet. Achten Sie auf die blauen innerhalb weniger Tage rund 30 Prozent an Wert verloren. Der folgende Chart
Markierungen in der folgenden Abbildung. Die Kurssprünge sind Ausdruck ist selbsterklärend:
der enormen Nervosität, die derzeit durch die Börsensäle geistert.

Eines kann man mit einiger Sicherheit sagen: Nach der beispiellosen Berg-
und Talfahrt hat sich privates (!) Kryptogeld als ernst zu nehmende Währungs-
alternative für viele Jahre diskreditiert. Fraglich ist, ob privat organisierte Inter-
netwährungen überhaupt noch einmal Oberwasser bekommen, denn in den
vergangenen Monaten wurde hier enorm viel Porzellan zerschlagen. Das eben
erst aufkeimende Vetrauen in Kryptowährungen wurde zerstört, vermutlich
nachhaltig.

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Zufall oder Absicht? Wir erinnern an dieser Stelle an das Titelblatt des Econo- Massive Rücksetzer beim Technologie-ETF mit dem Kürzel QQQ und dem
mist aus dem Jahr 1988: Seinerzeit wurde für 2018 eine neue Weltwährung Russel 2000-ETF mit dem Kürzel IWM, in dem kleine US-Unternehmen er-
angekündigt. Nicht auszuschließen, dass es sich dabei um staatliches Krypto- fasst werden, komplettieren das katastrophale Bild, das die Aktienmärkte der-
geld handeln könnte. zeit abliefern. Nachfolgend zunächst der QQQ. Man achte hier insbeodere auf
das enorme Abwärtsvolumen der vergangenen Wochen. Nach aller Erfahrung
ist es ein sehr schlchtes Zeichen, wenn Aktien oder Indizes ausgehend von
einem markanten Hoch mit starken Umsätzen in die Tiefe stürzen:

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Die kleinen Unternehmen aus dem Russel 2000 performen derzeit ähnlich Interessanterweise denkt das „Smart Money“ gar nicht daran, im aktuellen
schwach wie die Technologiewerte. Auch das Verkaufssignal beim MACD auf Umfeld Aktien zu kaufen. Ganz im Gegenteil: Die großen Adressen scheinen
Monatsbasis hat Seltenheitswert. Achten Sie auf die rote Markierung in der derzeit in ganz großem Stil die Beine in die Hand zu nehmen und aus Aktien
folgenden Grafik: zu flüchten. Die folgende Grafik ist daher mindestens so historisch wie die ein-
gangs beschriebene November-Schwäche.

Vervollständigt wird der Reigen außergewöhnlicher Entwicklungen mit einem


Blick auf die Arbeitslosenzahlen in den USA und die Aktienkredite jeweils in
Relation zu den Aktienmärkten. Die beiden folgenden Grafiken sprechen der-
art für sich selbst, dass sich jeder weitere Kommentar erübrigt.

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Nur soviel: Sollten die in der folgenden Grafik dargestellten Börsenkredite jetzt
analog zu 2000 und 2007 nach unten drehen, dann erleben wir mehr als nur
eine Korrektur im Aufwärtstrend. Zwangsverkäufe von Aktienbeständen könn-
ten dann eine gewaltige Lawine auslösen...

Erstaunlich stabil präsentiert sich in diesem Umfeld der Goldpreis, den viele
schon abgeschrieben hatten. Wie hier schon vor Monaten angekündigt, hat
die auch fundamental wichtige Marke von 1.200 US-Dollar je Unze bislang ge-
halten. Achten Sie auf die waagrechte rote Linie in der folgenden Abbildung.

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Die relative Stärke des Goldes muss freilich nicht von Dauer sein. Zwei Im folgenden Artikel heißt es dazu:
Szenarien sind denkbar:
„Das Barbarische Relikt (…) bekommt durch die Basel III Regulierung
Sollten sich die Kursverluste an den Aktienmärkten ausweiten, könnten ab 2019 einen neuen Rang zugewiesen. Bisher war das Gold als
Zwangsliquidierungen von Aktienbeständen Anleger dazu veranlassen, wert- Rohstoff zu bewerten und musste dementsprechend mit Eigenkapital
haltige Investments abzustoßen, um so weitere Zwangsverkäufe zu verhindern. hinterlegt werden. Doch durch die Regulierung wird das Edelmetall
Das könnte auch den Goldpreis kurzfristig noch einmal unter Druck bringen. nun Re-Monetarisiert“.
Die Marke von 1.000 US-Dollar wäre dabei ein prominentes Ziel…
Damit ist das Gold erstmals seit dem Fall des Bretton-Woods-Systems künftig
Andererseits hat das Edelmetall bereits sieben schwache Jahre hinter sich. wieder einer Währung gleichgestellt und wird bilanziell nicht mehr als Rohstoff
Weitere massive Kursverluste sind vor diesem Hintergrund eher unwahrschein- behandelt. Ob dies Auswirkungen auf die Preise haben wird, das wird sich zei-
lich. Auch wäre es „zu einfach“, wenn sich die Börse erneut so ähnlich verhal- gen. Fakt ist, dass die großen Zentralbanken in den vergangenen Jahren mas-
ten sollte, wie schon einmal im Jahr 2008: siv physische Goldbestände aufgebaut haben, allen voran Russland und Chi-
na. Sie werden ihre Gründe dafür haben. Und auch die massiven Silberkäufe
Seinerzeit stürzte der Goldpreis mit dem Gesamtmarkt in die Tiefe. der US-amerikanischen Großbank JP Morgan während der vergangenen
sieben Jahre erscheinen in diesem Kontext in einem anderen Licht.
Im Hinterkopf behalten sollte man in jedem Fall mögliche Währungsturbulen-
zen, die im Economist schon vor 30 Jahren für 2018 angekündigt wurden. Gut Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklun-
möglich, dass hier die Erklärung für die relative Stärke des Goldpreises zu gen kann es nicht erstaunen, dass die Macher wich-
finden ist: tiger Wirtschaftspublikationen für das kommende
Jahr vorsichtig formuliert nicht gerade Optimismus
Sollte das Edelmetall mittelfristig wieder eine Rolle im Weltwährungssystem versprühen. Den Vogel schießt dabei der gerade
spielen, wären längerfristig weit höhere Kurse zu erwarten. Zu denken ist hier erwähnte Economist ab, eine Rothschild-Publi-
auch an die Basel III-Regelungen, die im Januar 2019 in Kraft treten werden, kation übrigens, der seine Prognose für 2019 in
und die dem Gold eine wichtige Rolle bei der Kapitalisierung der Banken zu- ein komplett schwarzes Titelblatt kleidet. Kein wei-
weisen. terer Kommentar nötig, das ist wohl die Botschaft
der folgenden Grafik:

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Fazit:

Aus antizyklischer Sicht wäre die aktuelle Stimmungslage eigentlich ein erfreu- Da scheint es ratsam, in Deckung zu gehen und sich auf turbulente Zeiten
liches Signal zum Aufbruch, denn „Schwarzmalerei“ in den großen Medien einzurichten…
und überbordender Pessimismus in den Börsensälen sind oftmals ein gutes
Zeichen.

Wenn da nur die enorm schwache November-Vorstellung an den Börsen nicht


wäre. Die Börsenflaute ausgerechnet in der stärksten Zeit des gesamten Jah-
res, deutet darauf hin, dass da irgendetwas nicht mehr stimmt.

Das außerordentlich schlechte Abschneiden der Aktienmärkte im November


2018 ist ein Indiz dafür, dass sich hinter den Kulissen wichtige Weichenstellun-
gen vollziehen, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Dies nährt den
Verdacht, dass sich da etwas Größeres anbahnt.

Eine internationale Währungskrise etwa wäre eine mögliche Erklärung, ein


Währungsschnitt hin zu einer staatlichen Kryptowährung, taumelnde Großban-
ken oder eine Rückkehr der Eurokrise. Der Phantasie sind keine Grenzen ge-
Anmeldemöglichkeit (1): Das Drei-Monats-Abo des
setzt...
Antizyklischen Börsenbriefs

Was wirklich hinter der ausnehmend schwachen Performance der Aktienmärk-


Anmeldemöglichkeit (2): Das Jahres-Abo des Antizyklischen Börsenbriefs
te inmitten der „starken Börsenphase“ steckt, das werden wir mit hoher Wahr-
scheinlichkeit in den kommenden Monaten erfahren.

Es sieht so aus, als würde sich da gerade ein schweres Unwetter ankündigen,
von dem wir noch unseren Enkeln erzählen werden…

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Herausgeber:
BörseGo AG

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gemäß § 27a UStG: DE207240211

Autor: Andreas Hoose


Vorstand: Robert Abend, Christian Ehmig,
Johannes Pfeuffer, Thomas Waibel
Aufsichtsratsvorsitzender: Theodor Petersen