Sie sind auf Seite 1von 1

Kurzabstract zum Tutorium „Numerische Simulation strömungsmechanischer Probleme“

Das Seitenleitwerk eines Flugzeugs bestimmt maßgeblich die Gierbewegung eines Flugzeugs. Durch
Ausschlag eines Ruders am Schwanz des Seitenleitwerkprofils wird eine Kraft erzeugt. Hierbei entsteht
bei positivem Seitenruderausschlag eine positive Seitenkraft und somit ein negatives Giermoment.
Durch den Ruderausschlag entsteht eine Wölbung des Profils, welcher einen Auftrieb erzeugt.
Besonders im Fall der statischen Seitenstabilität, auch Windfahnenstabilität genannt, spielt das
Seitenleitwerk eine zentrale Rolle.

Um die aerodynamischen Zustände der Gierbewegung bei verschiedenen Seitenruderausschlägen


detaillierter betrachten zu können, ist eine numerische Strömungssimulation des Seitenleitwerks
sinnvoll. Hierbei soll ein vereinfachtes 2D-Modell des Seitenleitwerks dargestellt werden. Zur
Simulation soll ein symmetrisches NACA Profil verwendet werden, an welches in CAD ein Ruder mit
Drehgelenk angebracht werden kann. Um die Simulation zu vereinfachen, soll ein Kleinflugzeug
betrachtet werden, welches auf einer vorgegebenen Höhe bei einer maximalen Geschwindigkeit von
250km/h operiert. Ein zentraler Parameter dieses Problems soll die Geschwindigkeit des Flugzeugs
sein. Durch die Wahl der niedrigen Geschwindigkeit kann von einer inkompressiblen Strömung
ausgegangen werden. Es wird eine ungestörte Anströmung angenommen, sodass der ungestörte
Umgebungsdruck vor dem Seitenleitwerk gleich dem Druck hinter dem Seitenleitwerk entspricht.
Weiterhin soll die Höhe parametrisiert werden, wodurch zusätzlich die Reynoldszahl sowie die
Machzahl beeinflusst werden kann. Ein weiterer Parameter ist der Schiebewinkel, welcher eine
seitliche Anströmung des Seitenleitwerks bewirkt. Als letzten Parameter soll durch den
Seitenruderausschlag die Wölbung des Profils beeinflusst werden.

Ziel der numerischen Simulation ist zunächst die Bestimmung der Kräfte (Auftrieb, Widerstand) des
Seitenleitwerks und die Ermittlung der Parametereinstellungen, die eine mögliche
Grenzschichtablösung verursachen. Diese Größen sind weiterhin relevant für die konstruktive
Auslegung des Flugzeuges. Unter verschiedenen Parametervariationen soll ein grafischer Vergleich
innerhalb von Auftriebs- Anstellwinkel Diagrammen und Lilienthal Polaren durchgeführt werden.