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Befehlen und Signalisieren

www.schaltungsbuch.de Automatisieren
Rund um den Motor
Moeller® series Energiemanagement

Schaltungsbuch | 2011
L1 SmartWire-DT
L2
L3 8 8

1 3 5 1.13 1.21
“+” “I >”
CB M -Q1
L1 L1 T1 1.14 1.22 4.43
L2 T2 4.44 4.13
L2 M I I I
L3 T3 4.14
L3 2 4 6

H1 H4 4.43 1.13
1 3 5 -Q1 -Q1
4.44 1.14
-Q11
2 4 6

X0 X1 X2 X3 X4
A1 24 V
PE -Q11 0V
A2 DC
U V W PE
X1

U V W PE

M
3~

1 H3 H2 4
H1 H4 -M1

X1 X2
Alle Marken- und Produktnamen sind Warenzeichen
oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Titelhalter.

Korrigierte Auflage 2011, Redaktionsdatum 06/11

© 2008 by Eaton Industries GmbH, 53105 Bonn


Redaktion: Walter Heumann, Thomas Kracht, Barbara Petrick,
Heidrun Riege, Rene Wiegand

Alle Schaltungen wurden von uns nach bestem Wissen erstellt


und sorgfältig getestet. Sie dienen als praktische Beispiele. Für
eventuelle Fehler übernimmt die Eaton Industries GmbH keine
Haftung.

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, vorbehalten.


Kein Teil dieses Schaltungsbuches darf in irgendeiner Form
(Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder einem anderen Verfahren) ohne
schriftliche Zustimmung der Eaton Industries GmbH, Bonn,
reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme
verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Änderungen vorbehalten.

Gedruckt auf Papier aus chlor- und säurefrei gebleichtem Zellstoff.


Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch

Kapitel
00
Das Eaton Schaltungsbuch 0

Schalten, Steuern, Visualisieren 1

Elektronische Motorstarter und Drives 2

Befehls- und Meldegeräte 3

Nockenschalter 4

Schütze und Relais 5

Motorschutzschalter 6

Leistungsschalter 7

Rund um den Motor 8

Export in den Weltmarkt und nach Nordamerika 9

Normen, Formeln, Tabellen 10

Stichwortverzeichnis 11

0-1
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch

Seite
00
Moeller ist jetzt Eaton 0-3

Eaton Stromversorgungsqualität 0-4

Eaton Mittelspannungs-Systeme 0-6

Was ist neu in dieser Ausgabe? 0-7

Kompetenz und Erfahrung aus einer Hand 0-8

Das Support Portal 0-10

Der Eaton Online-Katalog 0-11

After Sales Service 0-12

Photovoltaik im Wohnbau 0-14

Energieverteilungen von Eaton 0-22

0-2
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Moeller ist jetzt Eaton

00

Moeller ist Eaton


Die Stärken von Moeller bleiben – sie werden
durch Eaton erweitert.
Mit der abgeschlossenen Integration von Moeller in den
weltweiten Konzern Eaton bleibt nicht nur der Name
Moeller erhalten. Auch unser Leistungsspektrum
profitiert von der Verbindung. Der Name Moeller wird
als Produktserienbezeichnung weiter bestehen.
Auf den ehemaligen Moeller Produkten erscheint in
Anerkennung der an Eaton übertragenen Werte
„Moeller ® -series”, während die Verpackungen das
Eaton Logo tragen. Mit diesem stetig wachsenden
Leistungsspektrum helfen wir Ihnen, den steigenden
Anforderungen des Marktes täglich gerecht zu
werden. Wir erweitern die Maßstäbe und bleiben
unseren Kernkompetenzen treu. Wir sind stolz darauf,
Ihnen mit der jüngsten Version des Schaltungsbuches
wieder einen fähigen Begleiter für Ihre tägliche Arbeit
an die Hand zu geben.

0-3
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Eaton Stromversorgungsqualität

00 Lernen Sie die Eaton Produkte zur


Stromversorgungsqualität kennen
Stromversorgungsprobleme

Eaton Technologien
Eaton entwickelt innovative technische
1 Ausfall der Strom-
versorgung

Lösungen im Bereich Stromversorgungs-


schutz bereits seit 1962 (erste Patentan- 2 Spannungseinbruch

meldung). Durch neue, fortschrittliche,


patentierte Technologien erfüllt Eaton
die Kundenbedürfnisse, die einer rapi-
den Veränderung unterworfen sind.
3 Überspannungsspitzen

Neun Probleme der Stromversorgung


im Überblick
Wie eine USV bei der Lösung hilft
4 Unterspannung
(Spannungsabfall)
Eaton USVs bieten Schutz gegen alle neun
üblichen Stromversorgungsprobleme, die
nachfolgend beschrieben werden. Sie
erfüllen die Anforderungen hinsichtlich 5 Überspannung

gesicherter Stromversorgungsqualität,
Energieverteilung und Power Management
für Computer-Netzwerke und Datenzen- 6 Elektrische Störsignale

tren ebenso wie für Telekommunikation,


Gesundheitswesen und industrielle
Anwendungen (vgl. Tabelle).
7 Frequenzabweichungen

Eaton Produktübersicht
Das Eaton Portfolio zum Schutz der
8 Spitzen von Schalt-
vorgängen

Stromversorgungsqualität umfasst ein


umfangreiches Angebot von Power- 9 Harmonische Verzerrung
(Oberwellen)
Management-Lösungen aus einer Hand.
Dies beinhaltet USV-Anlagen, Überspan-
nungsschutz-Einrichtungen, Energiever-
teilungseinheiten (ePDUs), Fernüber- schen Erfordernisse der Kunden ausge-
wachung, Messgeräte, Verbindungs- richtet, sowohl für Neuanlagen als auch
material, Gehäuse, Schränke und Dienst- für bereits existierende Anlagen wird
leistungen. Unser Portfolio zur Qualität eine umfassende Lösung geboten. Mit
der Stromversorgung ist auf die spezifi- allen Produkten strebt Eaton nach konti-

0-4
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Eaton Stromversorgungsqualität

00
Definition Ursache Lösung

Totaler Ausfall des Kann durch eine Reihe von Ereignissen entstehen:
Versorgungsnetzes Blitzschlag, zerstörte Übertragungsleitungen, Netzüber-

Einphasen-USV-Serie 3
lastung, Unfälle und Naturkatastrophen.

Kurzzeitige Unter- Ausgelöst durch das Einschalten von großen Verbrau-


spannung chern, Schaltvorgängen im Versorgungsnetz, Ausfall von
Netzanlagen, Blitzschlag und Stromversorgungsanlagen,

Einphasen-USV-Serie 5
die den Anforderungen nicht gerecht werden. Zusätzlich
zu möglichen Geräteausfällen kann auch Hardware
beschädigt werden.

Kurzzeitige Überspan- Kann durch Blitzschlag bewirkt werden und kann die Netz-
nung von mehr als 110 spannung kurzzeitig auf Werte von über 6.000 Volt bringen.

Ein- und Dreiphasen-USV-Serie 9


Prozent des Nennwerts Eine Spannungsspitze bewirkt fast immer Datenverlust und
Hardwareschäden.

Reduzierte Netzspannung Kann auftreten, wenn die Netzspannung zur Reduzierung


für die Dauer von einigen der Leistung während Spitzenverbrauchszeiten absicht-
Minuten bis zu einigen lich gesenkt wird oder wenn die angeschlossene
Tagen Verbraucherlast die Versorgungskapazität übersteigt.

Erhöhte Netzspannung für Ausgelöst durch starke Lastreduzierung, Abschaltung


die Dauer von einigen Mi- großer Verbraucher und andere Schaltvorgänge im Netz.
nuten bis zu einigen Tagen Hardware kann dadurch zerstört werden.

Störsignale mit höheren Können durch Funkenstörungen (EMI) oder durch Hoch-
Frequenzen frequenzstörungen (RFI) von Schweißgeräten, Sende-
anlagen, Druckern, Gewittern usw. ausgelöst werden.

Unstabilität der Sie entstehen durch Lastwechsel bei Generatoren, insbe-


Netzfrequenz sondere bei kleineren Generatorenanlagen. Frequenzabwei-
chungen können fehlerhafte Abläufe, Datenverluste, Sys-
temzusammenbrüche und Schäden an Geräten bewirken.

Kurzzeitige Spannungs- Die Dauer solcher Spitzen ist sehr gering und liegt im
einbrüche Bereich von Nanosekunden.

Verzerrung der sinusför- Schaltnetzteile, Schrittmotoren, Kopierer und Faxgeräte


migen Wellenform, zu- sind Beispiele für nichtlineare Verbraucherlasten.
meist hervorgerufen durch Sie können Kommunikationsfehler, Überhitzung und
nichtlineare Belastungen Hardwareschäden hervorrufen.

nuierlichem Erfolg beim Voranbringen Beispiele aus unserem umfangreichen


technischer Innovationen, um die Lösungen Angebot von Lösungen. Um das gesamte
der nächsten Generation zu entwickeln. Angebot anzusehen oder um einen
Die Produkte und Dienstleistungen in der Produktkatalog anzufordern, besuchen
folgenden Auflistung repräsentieren Sie bitte www.eaton.com/powerquality.

0-5
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Eaton Mittelspannungs-Systeme

00 Mittelspannungs-Systeme
Die Qualität der Mittelspannungs-Syste-
me basiert auf der mehr als 100-jährigen
Erfahrung von Eaton in diesem Bereich. im Rahmen erneuerbarer Energien wie
Windparks und kombinierte Heizkraftwerke.
Vakuum-Technologie Die Konstruktion der SVS und Xiria basiert
auf einer Kombination von Vakuum- und
Die Vakuum-Technologie bildet das Gießharztechnologie. Es gibt eine Vielzahl
Herz der maximal umweltfreundlichen verschiedener Arten von Schaltanlagen, die
Schaltanlagen. Eaton hat mehr als für jede Anwendung geeignet sind. Wegen
30 Jahre Erfahrung in der Anwendung der kompakten Größe und der SF 6 -freien
der Vakuum-Technologie in Leistungs- Konstruktion sind SVS und Xiria auch
schaltern und Lasttrennschaltern. die idealen Lösungen für unterirdische
Anwendungen bei Infrastrukturprojekten.
Primäre Schaltanlage
Wie der Name schon sagt, ist eine primäre
Schaltanlage die erste Stufe bei der
Weiterleitung des elektrischen Stroms
vom Stromnetz zum Endkunden. Die
Bedeutung der strategischen Position
der Unterstation und ihrer Schaltanlage
innerhalb des Systems zeigt sich darin,
dass Aufbau, Konstruktion und Betrieb
auf maximale Verfügbarkeit und Zuver-
lässigkeit ausgelegt sein müssen. Aus
diesem Grund gehören zur Angebotspa- Ringnetzstationen
lette von Eaton MMS – eine kompakte
stationäre Schaltanlage mit Einzel- bzw. Elektrische Energie ist ein unverzichtbarer
Doppelsammelschiene – sowie Power Bestandteil der modernen Gesellschaft
Xpert ® UX, eine Schaltanlage mit her- geworden. Eine zuverlässige und kontinu-
ausnehmbaren Leistungsschaltern, ierliche Energieversorgung gewinnt jeden
Schaltern und Schaltschützen. Tag an Bedeutung. Vom Standpunkt der
Energieunternehmen und der Industrie
bedeutet dies, dass das Verteilernetz dem
Sekundäre Schaltanlage immer mehr steigenden Bedarf nachkom-
Unter der Bezeichnung SVS hat Eaton eine men muss. Selbstverständlich, dass
universelle modulare Sekundärschalt- Sicherheit und Betriebszuverlässigkeit
anlage entwickelt. Sie eignet sich für den eine größere Rolle spielen.
Einsatz in Versorgungsnetzen, Geschäfts-
gebäuden, Infrastrukturprojekten und www.eaton.com
Industrieanwendungen sowie für Objekte www.eaton.com/electrical
0-6
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Was ist neu in dieser Ausgabe?
Export in den Weltmarkt und nach Nordamerika
00
Der Weg zur sicheren Maschine

easySafety – Fit für höchste Sicher-


heitsanforderungen.
Die Sicherheit des Menschen und der
Maschine muss während des gesamten
Lebenszyklus einer Maschine/Anlage
berücksichtigt werden. Für den Personen-
schutz kommen in der Praxis sicherheits-
gerichtete Komponenten zum Einsatz, wie
Positionsschalter, Lichtgitter, Zweihand-
schalter oder NOT-AUS-Taster. Die sicher-
Die Zielmärkte von Maschinen- und heitsgerichteten Informationen werden mit
Anlagenbauern sind international. Eaton dem neuen Steuerrelais easySafety, das
kennt diese Märkte und ist weltweit kom- den höchsten Sicherheitsanforderungen
petenter Ansprechpartner in allen Fragen entspricht, überwacht und ausgewertet,
rund um das Thema Export von Schaltgerä- → Abschnitt „Der Weg zur sicheren
ten und Schaltanlagen. Dabei gewinnen Maschine”, Seite 1-29.
die Besonderheiten beim Export nach
Nordamerika (USA und Kanada) mehr und Immer aktuell
mehr an Bedeutung, siehe Kapitel 9.
Wir setzen alles daran, jede neue Ausgabe
des Schaltungsbuches an die stetig wach-
Photovoltaik im Wohnbau senden Anforderungen der Märkte anzu-
Der Einsatz regenerativer Energien wird passen und zu aktualisieren.
immer wichtiger. Eaton ist kompetenter Besonders die zahlreichen Beispielschal-
PV-Anbieter und beschreibt in der vor- tungen werden von unseren Fachleuten
liegenden Ausgabe die technischen kontinuierlich aktualisiert und nach bestem
Hintergründe sowie die Komponenten- Wissen erstellt und sorgfältig getestet. Sie
Auswahl, siehe → Seite 0-14. dienen als praktische Beispiele. Für
eventuelle Fehler übernimmt die Eaton
Industries GmbH keine Haftung.

0-7
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Kompetenz und Erfahrung aus einer Hand
www.schaltungsbuch.de
00

Ausgabe 1958 Ausgabe 1986

Ein Klassiker seit über 50 Jahren und wohl Auch online stehen Ihnen die Inhalte unter
die populärste Publikation des Unter- www.schaltungsbuch.de zur Verfügung.
nehmens ist das Schaltungsbuch. Durch Die Online-Version verbindet das bewährte
die internationale Verbreitung hat es in den Wissen mit der aktuellen Internet-Technik.
vergangenen Jahren neuen Aufschwung So ist z. B. eine Volltextsuche möglich.
erlebt. Erstmals wurde die Ausgabe 2005 in
Als Service für die Nutzer aus aller Welt
neun Sprachen übersetzt:
steht eine spezielle Seite mit den Links zu
• Englisch, allen vorliegenden Sprachversionen zur
• Französisch, Nutzung bereit.
• Italienisch, http://www.eaton.com/moeller/support
• Spanisch, (Schaltungsbuch)
• Niederländisch,
• Russisch,
• Tschechisch,
• Rumänisch,
• Schwedisch.

0-8
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Kompetenz und Erfahrung aus einer Hand
www.Eaton.com – die Produkte der Moeller® series
00
Eaton bietet Ihnen ein optimal kombinier- • Informationen über die Europa-Aktivi-
bares Angebot an Produkten und Dienst- täten von Eaton,
leistungen. Besuchen Sie uns im Internet. • Presse, Fachpresse,
Dort finden Sie alles rund um Eaton, z. B: • Referenzen,
• aktuelle Informationen über die Eaton • Messetermine und Events,
Produkte, • Technische Unterstützung im Eaton
• Adressen der Eaton Vertriebsbüros und Support Portal.
Vertretungen weltweit,

www.eaton.com/moeller/support – Das Support Portal


Einfach per Mausklick erhalten Sie techni- • Auswahlhilfen
sche Unterstützung zu allen Eaton Pro- – Motorstarter → Abschnitt „Aus-
dukten. Dazu Tipps und Tricks, FAQs (Fre- wahlhilfen”, Seite 8-3
quently Asked Questions), Updates,
Software-Module, PDF-Downloads, Demo-
programme und vieles mehr.
Ebenso können Sie sich hier für die Eaton
Newsletter anmelden.
Unkompliziert und schnell finden Sie Ihre
gewünschten Informationen:
• PDF-Downloads, Internet-gestützte
Blätterkataloge, Smart-Phone-Anwen-
dungen (Apps)
– Kataloge
– Handbücher und Montageanwei-
sungen
– Produktinformationen, wie
Broschüren, Auswahlhilfen, techni-
sche Fachaufsätze, Konformitätserklä-
rungen und natürlich
– Das Eaton Schaltungsbuch
• Software-Downloads
– Demoversionen
– Updates
– Softwarebausteine und Anwender-
module

0-9
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Das Support Portal
Auch einen Link zum Eaton After Sales Ser- Per E-Mail können Sie Anfragen direkt an
00 vice finden Sie über das Support Portal den Technischen Support/Pre-Sales über-
(→ Abschnitt „After Sales Service”, mitteln. Schicken Sie einfach das gezielt
Seite 0-12). nach Ihren Anforderungen ausgewählte
E-Mail-Formular an die Eaton Spezialisten.

0-10
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Der Eaton Online-Katalog
Der effiziente Weg zu detaillierten Produktinformationen
00
Von der detaillierten Produktinformation Die Suchhilfen
bis zur Anfrage Ihrer gewünschten Mehrere Suchmöglichkeiten bieten für
Produkte per E-Mail oder Fax bei Ihrem jede Produktsuche den geeigneten
Lieferanten für Moeller-Produkte. Dieses Zugang.
und vieles mehr bietet Ihnen der Eaton • die Produktgruppen-Baumstruktur
Online-Katalog. ermöglicht übersichtliches Auffinden mit
wenigen Klicks
• Auswahlhilfen filtern sinnvoll in Produkt-
gruppen, die viele Produkte enthalten
• eine leistungsstarke Suchfunktion mit
Vorschlagsliste ermöglicht überdurch-
schnittlich erfolgreiche Suchvorgänge
Zahlreiche Links auf ergänzende Informa-
tionen zum und rund um das Produkt bieten
Ihnen den Service, das Produkt optimal zu
verwenden, z. B.:
• Anwendungsbeispiele und Projek-
Sie haben schnellen Zugang zu den Pro- tierungshinweise,
duktneuheiten sowie zu den zahlreichen • Approbationen
Informationen der aktuellen Eaton Sor- • Montageanweisungen,
timente • Handbücher,
• Industrieschaltgeräte, • Software usw.
• Antriebstechnik,
• Automatisierungs-Produkte, Wählen Sie „Ihren“ Online-Katalog im
• Energieverteiler-Systeme. Internet:
Erstellen Sie z. B. ein ausführliches http://ecat.moeller.net/?locale=de_DE
Datenblatt eines Produktes und speichern
Sie es als PDF-Dokument oder drucken Sie Der Online-Katalog wird regelmäßig aktua-
es aus. lisiert.

0-11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
After Sales Service
So nah, wie Sie es möchten.
00 Onsite Service
Servicespezialisten Störfallbehebung vor Ort
Nutzen Sie unser Servicepersonal. Qualifizierte Techniker und Spezialisten
Umfangreiches Know-how, verknüpft mit kommen zu Ihnen und beheben Störfälle
langjähriger Erfahrung und moderner Aus- schnell und sicher.
stattung, hilft Ihnen bei der Lösung Ihrer
Aufgaben. Montage- und Inbetriebnahme-
unterstützung
Material Benötigen Sie kurzfristig kompetente
Komponenten, Baugruppen und Ersatzteile Unterstützung bei Montagen und Inbe-
aus unserem Produktsortiment, stehen bei triebnahmen, wenden Sie sich an uns.
Bedarf für Ihre Anwendungen zur Ver-
fügung. Umbauten und Erweiterungen
Ob Steuerungen, Leistungsschalter oder
Logistik andere Komponenten, bei Bedarf bringen
Personal und Material werden gemäß wir Ihre Maschinen und Anlagen auf den
Ihren Anforderungen sach- und terminge- neusten Stand.
recht bereitgestellt.
Inspektion und Wartung
Die gesetzlichen Bestimmungen und Richt-
Helpline
linien verlangen eine wiederkehrende
Hotline Prüfung von elektrischen Anlagen zur
Bei ungeplanten Maschinen- und Anlagen- Erhaltung des ordnungsgemäßen
stillständen, Systemstörungen und Gerä- Zustandes. Weitergehende Information
teausfällen bekommen Sie kompetente und erhalten Sie auf unserer Internetseite
schnelle telefonische Hilfe rund um die www.eaton.com/moeller/aftersales
Uhr.
Der After Sales Service bietet deshalb für
Helpdesk die Bereiche Leistungsschalter und
In den Geschäftszeiten werden Sie unter- Niederspannungsverteiler entsprechende
stützt von der Inbetriebnahme über Dienstleistungen an.
Anwendungsfragen bis hin zur Störungs- Wir unterstützen Sie bei der Inspek-
analyse, die auch per Ferndiagnose tion/Wartung der von uns gelieferten Leis-
erfolgen kann. tungsschalter und Niederspannungsver-
Es stehen Ihnen die Spezialisten zu den teiler, ermitteln den Zustand Ihrer Anlagen
Themen Automatisierung, Drives, Nieder- und führen erforderliche Arbeiten aus.
spannungs-Energieverteilung oder Schalt- Falls erforderlich, wird bei diesen Arbeiten
geräte zur Verfügung. auch die Thermografie eingesetzt oder
eine Netzanalyse durchgeführt.

0-12
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
After Sales Service
Serviceschulungen
Mit maßgeschneiderten Serviceschu-
Online Service 00
lungen, die Ihre individuellen Anforde- Online-Störungssuche
rungen berücksichtigen, machen wir Ihr Eine besondere Hilfestellung bieten wir
Personal fit. Ihnen, wenn Sie Störungen an Produkten
analysieren und beheben möchten. Über
Thermografie das Internet haben Sie die Möglichkeit der
Mit der Thermografie haben wir eine effizi- interaktiven Fehlersuche durch direkten
ente Möglichkeit, den Zustand Ihrer elekt- Zugriff auf unsere Service-Datenbank.
rischen Anlagen und Steuerungen im
laufenden Betrieb zu analysieren. FAQ - Frequently Asked Questions
Es gibt Fragen zu unseren Produkten, die
Netzanalyse unsere Kunden immer wieder an uns
Die Netzanalyse liefert Ihnen ohne richten. Von den Antworten dazu können
langwierige und teure Fehlersuche klare Sie profitieren. Häufig gestellte Fragen mit
Aussagen über Ihre individuellen Netz- den zugehörigen Antworten rund um die
verhältnisse. Automatisierung können Sie nachlesen.
Busmonitoring Downloads
Bei Bedarf untersuchen wir die Kommu- Benötigen Sie Updates, Software,
nikationsnetzwerke Ihrer Anlagen mit Dokumentation und Konformitätserklä-
moderner technischer Ausrüstung. rungen, sind Sie hier richtig. Besuchen Sie
das Download Center von Eaton, dort
Repairs erhalten Sie alle Informationen.
Direktaustausch
Im Störfall reduziert der Kontakt
Direktaustausch-Service für ausgewählte Hotline für den Störfall
Produkte die Ausfallzeit Ihrer Produk- Im Servicefall wenden Sie sich bitte an Ihre
tionsanlage deutlich. zuständige Vertretung
Reparaturen www.eaton.com/moeller/aftersales
Die Reparatur von Produkten in unserem oder direkt an den After Sales Service
Service-Center ist eine kostengünstige
+49 (0) 180 522 3822, 24/7 (rund um die Uhr)
Alternative bei der Störungsbehebung.
Helpdesk
Ersatzteile/-geräte
Tel.: +49 (0) 228 602 3640
Wir reduzieren Instandhaltungskosten mit
ausgewählten Ersatzteilen und -geräten (Mo. – Fr. 08:00 – 16:00 Uhr MEZ).
aktueller/ ausgelaufener Produktlinien. Email
AfterSalesEGBonn@eaton.com
Internet
www.eaton.com/moeller/aftersales

0-13
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau
Sonnenenergie sicher nutzen – Lösungen von Eaton
00
Sichere Photovoltaik-Anlagen erzeugten Gleichstroms in Wechselstrom
notwendig.
Eine netzgebundene Anlage besteht neben
den Photovoltaik-Paneelen aus einem oder
mehreren Wechselrichtern und Schalt-
geräten für Betrieb, Wartung und Schutz
im Fehlerfall – beispielsweise:
• aus einem DC-Strangschutz,
• DC-Lasttrennschalter,
• DC-Überspannungsschutz,
• PV-Wechselrichter,
• Fehlerstromschutzschalter (RCD),
• AC-Überspannungsschutz
DC-Strangschutz • und xComfort-System (optional).
DC-Sicherungs-
Damit die erforderliche Eingangsgleich-
trennschalter spannung für den Wechselrichter erreicht
wird, werden die Photovoltaik-Paneele in
DC-Lasttrenn- Serie (als Strang) geschaltet.
schalter
DC-Überspan-
Um die Leistung der Anlage zu erhöhen,
nungsschutz werden zwei oder mehr Stränge parallel
geschaltet. Aus Sicherheitsgründen müs-
PV-Wechsel-
richter sen alle elektrischen Anlagen isoliert,
geschützt und mit Schaltgeräten gesichert
Fehlerstrom-
Schutzschalter sein, die ebenfalls durch Gehäuse
geschützt werden müssen. Alle diese
Zählerstand wichtigen Schutzmaßnahmen bietet Eaton
PV-Einspeisefeld
aus einer Hand.
Sicher trennen, schalten und schützen.
Photovoltaik-Anlagen wandeln mit Hilfe Damit der erzeugte Strom in das öffentliche
von Solarzellen die Sonnenenergie in elek- Stromnetz eingespeist oder selbst ver-
trische Energie um. braucht werden kann, wandeln Wech-
Ist die Anlage netzgebunden, wird der selrichter den Gleichstrom der Solarzellen
erzeugte Strom direkt in das Stromnetz in Wechselstrom um.
eingespeist. Dadurch entfällt im Gegensatz Dabei werden Frequenz- und Spannungs-
zu einer netzunabhängigen Anlage eine werte an das Netz angepasst.
aufwendige Zwischenspeicherung, gleich- Auch hier bietet Eaton zuverlässige
zeitig wird jedoch die Umwandlung des Schutz- und Netztrenneinrichtungen sowie

0-14
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau
Wechselrichter von 1500 bis 4000 W für • Standardschnittstelle RS232 ENS ent-
den Innen- und von 4000 bis 4600 W für den sprechend VDE0126-1-1/DK5940. 00
Außeneinsatz. • Kompaktes, elegantes und modernes
Design.
Sonnenenergie effizient umwandeln Einsatz in Innenräumen
Die ISG-Serie mit Schutzgrad IP43 ist für
die Aufstellung in Innenräumen konzipiert.
Einsatz im Freien
Die ISG-Serie mit Schutzgrad IP65 ist für
den Innen- und Außeneinsatz vorgesehen.
Spezifikationen
Alle Wechselrichter sind für Umgebungs-
temperaturen von -20 bis +55 °C ausgelegt.
Ein optimaler Betrieb wird bei Umgebungs-
temperaturen zwischen 0 und +40 °C
erreicht.
Die Kraft der Sonne – optimal genutzt
Netzgekoppelte Wechselrichter von 1500 Die Gesamtleistung einer Photo-
bis 4600 W voltaik-Anlage ist nicht nur von der
Jede Photovoltaik-Anlage ist so individuell Gesamtfläche der Photovoltaik-Paneele,
wie die Ansprüche ihrer Betreiber. der Ausrichtung und dem Neigungswinkel
Daher bietet Eaton eine komplette Reihe der Module abhängig.
einphasiger Wechselrichtern von 1500 bis Komponenten wie die Wechselrichter
4600 W: spielen für den Wirkungsgrad eine große
• Für mono- und polykristalline PV-Gene- Rolle. Mit Wechselrichtern von Eaton
ratoren geeignet. sichern Sie sich die maximale Leistung.
• Wartungsfrei, höchst zuverlässig und
sehr installationsfreundlich. Anforderungen, die DC-Trennstelle
• Integriertes LCD-Display erleichtert die
DC-Lasttrennschalter
Bedienung.
Die Norm IEC 60364-7-712 schreibt zwi-
• Optimaler Wirkungsgrad durch maximale schen dem PV-Generator und dem Wech-
Leistungspunktnachführung (MPPT). selrichter einen Lasttrennschalter vor.
• Lüfterlos durch natürliche Konvek- Eaton bietet gekapselte und offene
tions-kühlung. Last-trennschalter für Gleichspannungen
• Im Vergleich zur Baugröße sehr hohe bis 1000 V. Gemäß Vorschrift VDI 6012
Leistungskapazität. können sie als separate Schaltstellen
• Besonders leiser und verschmutzungs- genutzt werden – so kann beispielsweise
armer Betrieb. ein defekter Wechselrichter gefahrlos

0-15
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau
komplett spannungsfrei geschaltet wer- Anlagen geeignet. Alle Schalter sind
00 den. Alle Last-trennschalter schalten zwei- TÜV-zertifiziert.
polig und sind damit auch für ungeerdete

Kompakte Trenner für Wechselrichter Feuerwehrschalter – kleine Investition,


Eaton hat gekapselte und offene Lasttrenn- großer Schutz
schalter im Programm. Die ungekapselten
Lasttrennschalter P-SOL sind für den Im Falle eines Hausbrandes kann die
Einbau in kundenspezifische Gehäuse oder Feuerwehr oft nur Personen- und Tierret-
Wechselrichter vorgesehen. Ihre Befes- tungen durchführen sowie ein Übersprin-
tigung erfolgt auf Hutschienen (35 mm), gen auf benachbarte Objekte verhindern.
ihre Anschlussklemmen ermöglichen den Der Grund dafür ist die von PV-Anlagen
Anschluss aller gängigen Leiterarten. erzeugte Spannung von bis zu 1000 V, die
auch nach Freischaltung des Inverters
Perfekte Kapselung für die Außenmontage weiter anliegt. Beim Betreten des Gebäu-
Die Eaton Lasttrennschalter SOL in Gehäu- des bestünde durch beschädigte DC-Lei-
sen sind einbaufertig und daher besonders tungen für die Rettungskräfte Lebens-
installationsfreundlich. Es stehen Vari- gefahr. Abhilfe schafft der Eaton
anten für 2, 3, 4 oder 8 Stränge sowie für die Feuerwehrschalter SOL30-SAFETY, der die
gängigsten Steckerformen wie MC4 oder Leitung von den Solarmodulen zum Wech-
metrische Verschraubungen zur Ver- selrichter spannungslos schaltet und so
fügung. Das Gehäuse besitzt Schutzgrad die gefahrlose Brandbekämpfung ermög-
IP65 und ist für die Außen-installation licht.
geeignet. Die Abschließbarkeit bietet
VDE 0100-7-712 schreibt zwar einen
Sicherheit im Servicefall. Ein Druckaus-
DC-Freischalter vor, aber nicht den Ort der
gleichselement verhindert Kondenswas-
Anbringung: Häufig ist der Freischalter in
serbildung und dadurch auch Ausfälle
den Inverter integriert, so dass die Leitung
durch Spannungsüberschlag.
zwischen Wechselrichter und Hausan-

0-16
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau
schluss gesichert ist, die Module und strömen, die an defekten Strängen
DC-Leitungen bis dorthin aber weiterhin entstehen können, und verhindern das 00
unter Gleichspannung von bis zu 1000 V Rückspeisen von intakten Paneelen zu
stehen, pro Strang mit bis zu ~8A. Paneelen mit Kurzschluss. Strangschutz-
schalter besitzen gegenüber Sicherungen
den Vorteil, nach Behebung des Defekts
sofort wieder betriebsbereit zu sein sowie
die Möglichkeit über Hilfsschalter eine
Ausgelöstmeldung abzusetzen und
dadurch Ertragsverluste vermeiden. Eine
weitere Besonderheit des DC-Strang-
schutzschalters ist der variable Auslöse-
bereich für Kurzschlussströme: Er reagiert
bereits ab dem 1,05 … 1,3-fachen Fehler-
strom. Eaton bietet sowohl Sicherungs-
trennschalter als auch Strangschutzschal-
ter an, die im Bedarfsfall problemlos mit
weiteren Komponenten kombiniert werden
können.

Einfacher Einbau Sicherungstrennschalter mit integriertem


Feuerwehrschalter werden in unmittelba- Kurzschlussschutz
rer Nähe der PV-Module in die Gleich- PV-Paneele vor Kurzschlussströmen zu
stromleitung direkt nach der Gebäude- schützen, ist die Aufgabe der Sicherungs-
eintrittsstelle zwischen Panel und trennschalter FCFDC10DISOL für die
Wechselrichter eingebaut. Die Abschal- zylindrischen Schmelzeinsätze
tung der PV-Module erfolgt automatisch ASFLC10-SOL der Sicherungsgröße 10 x 38.
per Unterspannungsauslöser im Feuer- Optional können sie eine durchgebrannte
wehrschalter, wenn entweder die Feuer- Sicherung mittels Blinkfunktion anzeigen.
wehr vor Ort die AC-Spannung des Strangschutzschalter
Gebäudes oder über den örtlichen Energie- Die sicherungslose Alternative für den
versorger den Brandort stromfrei schalten Schutz vor Kurzschlussströmen sind die
lässt oder vor Ort der PV-AUS-Schalter Strangschutzschalter Eaton PKZ-SOL. Mit
betätigt wird. ihrem variablen Auslösebereich lassen sie
sich optimal auf den tatsächlichen Kurz-
DC-Strangschutz schlussstrom eines Strangs einstellen. Ein
thermischer Auslöser reagiert bereits beim
Verfügt eine Photovoltaik-Anlage über drei
1,05 … 1,3-fachen Strom, der magnetische
oder mehr Stränge, empfiehlt sich ein
Auslöser beim 6-fachen Strom. Ungekap-
Strangschutz durch DC-Sicherungen oder
selte Strangschutzschalter sind für den
DC-Strangschutzschalter. Diese schützen
die PV-Paneele vor Fehler- und Rück-
0-17
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau
Einbau in kundenspezifische Genera- Digitaler FI-Schutzschalter
00 tor-Anschlusskästen vorgesehen. Mit der Entwicklung der Digitaltechnik
wurde ein neues Präzisionsniveau
DC-Überspannungsschutz erreicht, mit dessen Hilfe Fehlauslösungen
vermieden werden können. Diese können
Überspannungsschutzgeräte für beispielsweise bei permanenten Fehler-
PV-Anwendungen strömen elektrischer Geräte oder temporä-
Der Überspannungsableiter Eaton ren Störungen durch Gewitter auftreten.
SPPT2PA ist speziell für Photo- Eaton ist auch hier einen Schritt voraus:
voltaik-Anwendungen entwickelt und
Als weltweit erstes Unternehmen bietet es
schützt vor transienten Überspannungen,
einen digitalen FI-Schutzschalter an. Die-
die durch indirekte Blitzeinwirkungen her-
ser vermindert durch die ständige Über-
vorgerufen werden können. Eaton bietet
wachung des Anlagenzustands deutlich
Ausführungen sowohl für geerdete als
die ungewollten und lästigen Abschal-
auch für ungeerdete Anlagen, bei denen
tungen, größtmögliche Anlagenverfügbar-
der Einsatz einer Funkenstrecke die gal-
keit ist garantiert. Hierbei zeigen drei LEDs
vanische Trennung gewährleistet. Die
nach dem „Ampelprinzip“ an, wann ein
Einheiten können vorverdrahtet als fertige
Differenzstrom die Warnschwelle von 30 %
Anschlusseinheit geliefert werden.
erreicht hat. Auf diese Weise können
Gegenmaßnahmen in der Anlage ergriffen
Gebäudesicherheit und Komfort erhöhen werden, bevor sich die Situation ver-
AC-Schaltgeräte für Gebäude, wie Lei- schärft. Der Anlagennutzer erhält höhere
tungsschutzschalter (LS-Schalter) und Sicherheit – bei mehr Komfort.
Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutz- Kombischalter
schalter) bieten maximale Sicherheit. Die Vorteile von LS- und FI-Schutzschal-
Eaton Produkte der Serie xPole, vereinen tern kombiniert in einem Gerät – das ist der
alle Funktions-, Montage- und Sicherheits- Kombischalter von Eaton. Er spart Platz,
vorteile: intelligente Konstruktionslösun- gewährleistet aber die komplette Sicher-
gen schließen Montagefehler aus. Auch heit: Hier lassen zuverlässiger Brand- und
für den Endverbraucher bieten sie ein Personenschutz (30 mA Typ) genug Raum
Höchstmaß an Sicherheit: für flexible, großzügige Verkabelung.
Personenschutz in Form von FI-Schutz- Die stoßstromfeste Ausführung verhindert
schaltern und den Schutz seiner Elektro- eine ungewollte Abschaltung und selektive
anlage in Form von Überspannungsschutz- Typen ermöglichen ein selektives
und LS-Schaltern. Abgerundet wird die Abschalten fehlerhafter Anlagenteile.
Palette mit einem umfassenden Angebot
an intelligenten Schaltgeräten wie Fern-
schaltern, Wiedereinschaltgeräten und
weiteren.

0-18
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau
Leitungsschutzschalter
Egal ob Steckklemmtechnik oder Schraub-
PV-Anlage drahtlos überwachen und
Energie einfach managen
00
anschluss, Eaton hat sowohl für den
Wohnbau als auch für Industriean- Energiemesssensor bis 16 A und
wendungen den passenden LS-Schalter. Room-Manager
Umfangreiches Zubehör wie z. B. Hilfs- Komfortable Überwachung der Stromer-
schalter, Arbeitsstromauslöser, Wieder- zeugung vom Wohnzimmer aus – moderne
einschaltgerät und intelligente Verschie- Hausautomation macht es möglich. Eaton
nungslösungen erlauben eine Vielzahl von bietet mit xComfort, der Room-Manager mit
Anwendungen und Automatisierungslö- integrierter Energiemanagement-Software
sungen. (Energy-Manager) eine leistungsstarke
Lösung.
Verteiler
Durch die Verbindung des Eaton Ener-
Vom Kleinverteiler über den Zählerschrank
giemesssensors mit dem Wechselrichter
bis hin zur Energieverteilung und zum
kann die aktuell ins Netz eingespeiste elek-
Datennetzwerkschrank bietet Eaton ein
trische Energie ermittelt werden.
lückenloses Produktprogramm. Für die
Infrastruktur im Wohn- und Zweckbau Diese Daten werden dann per Funk an den
sowie in der Industrie können somit alle Room-Manager übertragen, der in einem
Anwendungen abgedeckt werden. der Wohnräume angebracht werden
kann.Dort kann der Anlagenbetreiber vom
Überspannungsschutz Display Werte wie Energie (kWh), Leistung
Blitze und Überspannungen stellen nicht (kW), Spannung (V) und Strom (A) ablesen.
nur eine Gefahr für die elektrische Anlage,
sondern auch für ihre Betreiber dar. Eaton
bietet ein umfangreiches Angebot an Über-
spannungsschutzgeräten. Zusätzlich
ermöglichen anbaubare Hilfsschalter die
Funktionsüberwachung der Geräte.

0-19
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau

00

0-20
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Photovoltaik im Wohnbau

00

Komfort, Sicherheit und Durch die Eingabe des Preises pro Mess-
Energiemanagement einheit lassen sich schnell und einfach die
Drahtlose Hausautomation ermöglicht Kosten für einen Verbrauchzyklus, bei-
Lichtmanagement, Beschattungssteue- spielsweise ein Vollbad oder einen Wasch-
rung, Überwachung und Gefahrenwarnung zyklus berechnen.
sowie energiesparende Regelungskon- Noch mehr Verbrauchs- und Kostenkont-
zepte für Heizung, Kühlung und Lüftung. rolle bietet eine Funktion, die den Verlauf
So kann mit Eaton´s xComfort und Energy der letzten 24 Stunden bis hin zu den letzten
Manager Transparenz, Komfort und 12 Monaten aus dem Archiv auslesen und
Sicherheit kombiniert werden: als Wert oder Trend am Display anzeigen
• Verbrauchskontrolle kann. Möglich ist auch die Ausgabe einer
• Kosteneinsparung Warnmeldung, sobald ein benutzerdefi-
• Verringerung der CO2-Emission nierter Grenzwert überschritten wird. Das
alles macht die Energiemanagement- Soft-
EU-Vorschriften schreiben vor, dass der
ware von Eaton zu einem hilfreichen Werk-
aktuelle Energieverbrauch für Endkon-
zeug zur Erkennung möglicher Einsparun-
sumenten klar ersichtlich sein muss. Diese
gen und zur Stromkostenreduzierung für
Aufgabe erfüllt der Eaton Room-Manager
private Anlagenbetreiber.
durch Anzeige und Kontrolle des Energie-
verbrauchs spezifischer elektrischer oder
Gasgeräte im gesamten Heim.

0-21
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
xEnergy – Sichere Energieverteilung bis 5000 A
00
Das Baukastensystem besteht aus pass- berücksichtigt europäische und lokale
genauen und gemäß IEC/EN 61439 bauart- (DIN, VDE, CEI, NF, UNE) Installations-
geprüften Funktionsmodulen, inneren gewohnheiten.
Unterteilungen Form 1 bis Form 4 und

Mit xEnergy steht dem Schaltanlagen- eine technische als auch eine wirtschaft-
bauer ein frei kombinierbares Produktsor- liche Einheit.
timent für Energieverteiler bis 5000 A zur Diese praxisgerechte Systemplattform
Verfügung. ermöglicht individuelles Projektieren,
Die Funktionsweise ist trotz seiner Komple- maximale Flexibilität und zügiges Fertigen
xität denkbar einfach. Das System ist als in der Werkstatt. Dies spart einerseits Zeit,
Baukasten konstruiert und intelligent Geld und Platz und andererseits ent-
kombinierbar. sprechen die bauartgeprüften Einbau-
Schalt- und Schutzgeräte, sowie die dazu- einheiten einem hohen Sicherheitsniveau.
gehörige Einbautechnik und vielfältige Darüber hinaus ist das modulare System
Gehäusekomponenten, sind optimal mit wenigen Handgriffen auf zukünftig
aufeinander abgestimmt und bilden sowohl wachsende Ansprüche erweiterbar.

0-22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Von der Planung über die Angebotser- • Abmessungen: Höhe 2000 mm
stellung bis hin zur Bestellung stehen dem Breite 425, 600, 800, 850, 1000, 1100, 1200, 00
Schaltanlagenbauer effiziente Tools zur 1350 mm
Verfügung. Je nach Wunsch wird das Tiefe 400, 600, 800, 1000 mm
gesamte Sortiment funktional verpackt in
Einzelteilen (Flatpack) oder als vormontier-
ter Schaltschrank geliefert.
Verfügbare Technik:
Systemmerkmale: Festeinbautechnik
• Bemessungsbetriebspannung 400 bis
Steckeinsatztechnik
690 V AC
• Bemessungsstrom 630 bis 5000 A Volleinschubtechnik
• Bemessungskurzzeitstromfestigkeit bis
100 kA (1 s)
• Hauptsammelschienenstrom bis 5000 A
• Verteilsammelschienenstrom bis 2000 A
• Stahlblechgehäuse für Anreih- und Ein-
zelaufstellung
• Schutzart IP31 und IP55
• Farbe RAL 7035
• Innere Unterteilung bis Form 4

xEnergy XP (Power)
• Einspeisungen, Abgänge und Kupp-
lungen mit Leistungsschaltern NZM oder
IZM bis 5000 A
• Leistungsschalter in Festeinbau oder
Ausfahrtechnik
• 3- oder 4-polige Leistungsschalter
• Innere Unterteilung bis Form 4
• Kabelanschluss von oben oder unten
• Einspeisesystem für bohrungslosen
Kabelanschluss

0-23
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
xEnergy XF (Fixed) Festeinbautechnik
00 • Abgänge mit Leistungsschaltern PKZ
oder NZM bis 630 A
• Leistungsschalter in Festeinbau oder
Ausfahrtechnik
• 3- oder 4-polige Leistungsschalter
• Abgänge mit Sicherungs-Lastschalt-
leisten SL bis 630 A
• Individuelle Abgänge z. B: Steuerungen,
Motorstarter, kleine Energieabgänge, …
• Innere Unterteilung bis Form 3 bzw. 4
• Kabelanschluss von oben oder unten

xEnergy XR (Removeable)
Steckeinsatztechnik
• Abgänge mit Leistungsschaltern PKZ und
NZM bis 630 A
• Abgänge mit Schalter-Sicherungs-
einheiten in Leistenbauform bis 630 A
• Flexibler Aufbau durch Steckkontakte
• Steckeinsatzmodule und Schalter-
Sicherungseinheiten unter Spannung
austauschbar
• Einfache Wartung, minimale Ausfallzeit
• Innere Unterteilung bis Form 4
• Kabelanschluss von oben oder unten

0-24
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
xEnergy XW (Withdrawable)
Volleinschubtechnik 00
• Energieabgänge mit Leistungsschaltern
PKZ und NZM bis 630 A
• Abgänge für Motorstarter bis 250 kW
• Leereinschübe für individuelle
Anwendung
• Einheitliche, einfache Bedienung bei
allen Einschubgrößen
• Kein Spezialwerkzeug erforderlich
• Flexibler Aufbau durch Steckkontakte
(Zugang und Abgang)
• Einschübe unter Spannung
austauschbar
• Eindeutige Stellungsanzeige für Betrieb,
Test, Spannungsfrei
• Einfache Wartung, minimale Ausfallzeit
• Innere Unterteilung bis Form 4
• Kabelanschluss von oben oder unten

xEnergy XG (General) Leerfelder


• Blindleistungskompensationen
• Einbausysteme für Unterverteilung mit
Reiheneinbaugeräten
• Steuerungstechnik mit Sasy60i und
xStart
• Individuelle Festeinbauten auf
Montageplatte

0-25
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Anreihverteiler xVtl
00
Das Anreihverteilersystem xVtl nimmt in Typische Einsatzgebiete finden sich als
seinem Inneren Schaltgeräte auf, die für Energieverteiler in Zweckbauten oder als
Anwendungen bis 2500 A reichen. Steuerungsgehäuse in der Industrie. Hier
kann der xVtl seine Robustheit unter
Beweis stellen.

Der xVtl ist ein stabiler, anreihbarer Ver- Bedingungen, wie sie beispielsweise auf
teiler aus Stahlblech, der sich auch für die einem Schiff, in einer Windenergieanlage
Einzelaufstellung bestens eignet. Er oder in der Industrie vorherrschen, die
schützt den Menschen vor dem direkten Ausführung mit eingeschäumter Poly-
Berühren aktiver Teile und somit vor einem urethan-Dichtung. Ein abriebfester Korro-
möglichen elektrischen Schlag und wehrt sionsschutz ist durch die Strukturlackie-
schädigende Einflüsse von außen zuver- rung in Pulverbeschichtung RAL 7035
lässig ab. Das erledigt er je nach Bedarf mit gewährleistet.
Schutzart IP40 oder IP55. Während sich Insgesamt entspricht die technische Aus-
erstere für diverse Einsätze in Zweck- führung des xVtl den Normen IEC/EN 62208
bauten wie Schulen oder Krankenhäusern und IEC EN 60439-3 sowie der IEC 61439-1,
anbietet, empfiehlt sich für rauere
0-26
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
sofern er als Niederspannungsenergiever- • Bemessungskurzzeitstromfestigkeit bis
teilsystem eingesetzt wird. 65 kA (1 s) 00
• Stahlblechgehäuse für Anreih- und Ein-
Systemmerkmale:
zelaufstellung
• Gemeinsame Plattform mit xEnergy:
Zahlreiche konstruktive Elemente wie • Schutzart IP40 und IP55
z. B. Gerüstrahmen, Boden- und • Farbe RAL 7035
Dachbleche sowie Seiten- und • Innere Unterteilung bis Form 2
Rückwände können für xVtl und xEnergy • Abmessungen:
verwendet werden. Höhe 1400, 1600, 1800, 2000 mm
• Installationseinbausysteme: Profi+, EP Breite 425, 600, 800, 850, 1000, 1100, 1200,
und IVS 1350 mm
• Bemessungsbetriebspannung 415 V AC Tiefe 400, 600, 800 mm
• Bemessungsstrom bis 2500 A

xVtl Niederspannungshauptverteilung
• Einspeisungen, Abgänge und Kupp-
lungen mit Leistungsschaltern NZM und
IZM bis 2500 A
• Abgänge mit Sicherungs-Lastschalt-
leisten SL bis 630 A
• Innere Unterteilung bis Form 2
• Leistungsschalter in Festeinbau oder
Ausfahrtechnik
• 3- oder 4-polige Leistungsschalter
• Kabelanschluss von oben oder unten
• Einspeisesystem für bohrungslosen
Kabelanschluss

• Abgänge mit Leistungsschaltern NZM


• Kompensationsfelder
• Individuelle Festeinbauten auf
Montageplatte

0-27
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
xVtl Unterverteilung
00 • Installationseinbausysteme Profi+, EP
und IVS
• Einbaumodule für
– NZM
– NH-Lasttrennschalter
– NH-Sicherungs-Lastschaltleisten
– Reitersicherungen
– Reiheneinbaugeräte
– individuelle Geräte

xVtl Steuerungsverteiler
• Steuerungstechnik mit Sasy60i und
xStart
• Individuelle Festeinbauten auf
Montageplatte
• Belüftung und Klimatisierung
• Automatisierungstechnik

0-28
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Modulares Schaltanlagen-System MODAN®
00
Das System MODAN ist ein bauartgeprüf-
tes, modular aufgebautes Schaltanlagen-
system nach IEC/EN 61439-1. Eingesetzt
wird es überall dort, wo große Energie-
mengen sicher und zuverlässig verteilt
oder Motorsteuerungen in Prozesse integ-
riert werden müssen.
MODAN vereint größtmögliche Flexibilität
mit Sicherheit und langfristiger Wirtschaft-
lichkeit. Einfache Projektierung, sichere
Inbetriebnahme und störungsfreier Betrieb
durch Modulbauweise mit Eaton Produkten
zum Schalten, Schützen, Steuern und Visu-
alisieren.
Eine ganzheitliche Integration der Leit-
technik wird auf Basis vernetzter Funk-
tionsgruppen realisiert.
Als Personen- und Anlagenschutz ist das
Störlichtbogenschutzsystem ARCON® pro-
blemlos integrierbar.
MODAN® P – Power
• Betriebsspannung 400 bis 690 V AC
• Bemessungsstrom 630 bis 6300 A
• Kurzschlussfestigkeit bis 100 kA (1 s)
• Anschluss von oben und unten für Kabel
und Stromschienen (LX, LD, BD)
• Innere Unterteilung bis Form 4b

0-29
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
MODAN® R – Removable
00 • Feld für bis zu 15 Steckeinsatz-Module
für Energieabgänge und Motorstarter
oder
• Feld für bis zu 27 Schalter-Sicherungs-
einheiten
• Flexibler Aufbau durch Steckkontakte
• Steckeinsätze unter Spannung
austauschbar
• Einfache Wartung und reduzierte Aus-
fallzeit

Steckeinsatz-Module
• Energieabgänge bis 630 A
• Motorstarter bis 90 kW
• Modul ist steckbar, d. h. die Einspeisung
ist steckbar ausgeführt

0-30
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton

MODAN® W – Withdrawable
• Feld für bis zu 30 Einschübe für Energie-
00
abgänge und Motorstarter
• Hohe Packungsdichte
• Einheitliche, einfache Bedienung bei
allen Einschubgrößen
• Kein Spezialwerkzeug erforderlich
• Einschübe unter Spannung
austauschbar
• Einfache Wartung und minimale Ausfall-
zeit
• Innere Unterteilung bis Form 4b

MODAN für Einschübe


• Energieabgänge bis 630 A
• Motorstarter bis 200 kW
• Einschub ist einschiebbar, d. h. alle elek-
trischen Anschlüsse sind Steckan-
schlüsse
• Unter Spannung austauschbar
• Alle Einschubstellungen abschließbar
• Eindeutige und gut sichtbare Anzeige für
alle möglichen Einschubstellungen
(Betrieb, Test, Spannungsfrei)

0-31
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Störlichtbogen-Schutzsystem ARCON®
00
Höchste Personen-und Anlagensicherheit, teeinheit spricht an, wenn Licht- und
besonders bei kontinuierlichen Produk- Stromsignal vorhanden sind. Es erfolgt ein
tionsprozessen, ermöglicht Ihnen das Stör- Auslösesignal auf das Löschgerät und auf
lichtbogen-Schutzsystem ARCON. Das die einspeisenden Leistungsschalter. Der
System bietet Schutz von 6 bis 100 kAeff Störlichtbogen wird in weniger als 2 ms
Störlichtbogenstrom. gelöscht. Die Anlage kann nach Fehler-
Erfasst werden die Störlichtbögen mit behebung und Austausch des Löschgerä-
Licht- und Stromsensoren. Die Auswer- tes wieder in Betrieb genommen werden.

ARC-EM IZM
ARC-EL3
ARC-AT

c d e a
a Stromwandler
b Linienförmiger Lichtsensor ARC-SL...
c Elektronische Auswerteeinheit
(Slave) ARC-EL3
d Elektronische Auswerteeinheit
(Master) ARC-EM ARCON® – Löschgerät
e Löschgerät ARC-AT

0-32
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Stahlblech-Wandgehäuse CS mit Montageplatte
00

Die robuste Gehäusereihe CS aus solidem schlags, da jeder Metallstift völlig werk-
Stahlblech findet überall dort ihre Anwen- zeuglos entnommen werden kann. Mit
dung, wo ein besonders wirksamer Schutz Wandbefestigungswinkeln lässt sich der
gegen direktes Berühren aktiver Teile oder Schaltschrank an einer Wand montieren.
der Schutz aller eingebauten Betriebs- Der PHZ-A Dreh-Komfortgriff mit Schließ-
mittel vor schädigenden Außeneinflüssen stellungsanzeige zeigt von außen gut
gefordert ist. Dank hoher Schutzart IP66 erkennbar an, ob der Zylinder in Position
(UL/CSA Types 1, 12) – mittels einer durch- geöffnet oder geschlossen ist. Der Dreh-
gehend eingeschäumten Polyurethan- Komfortgriff lässt sich schnell nachrüsten
Dichtung – können Wasser, Öl oder – ohne Ausbau des Standardverschlus-
Schmutz nicht ins Gehäuseinnere dringen. ses – und umgeht so den montageinten-
Dies macht die CS-Gehäuse speziell siven Einsatz von Schwenkhebeln.
geeignet für Unterverteilungen in Steue-
Die bis zu drei Millimeter starke Montage-
rungsanlagen bei Industrie- und Zweck-
platte aus verzinktem Stahlblech bietet
bauten sowie für den Maschinenbau.
eine sichere Installation der Schaltgeräte
Das stabile Stahlblechgehäuse ist gemäß und den EMV-Grundschutz.
Stoßfestigkeitskategorie IK09 nach
Da das CS-Gehäuse um 180° drehbar mon-
EN 62262 eingestuft. Für zusätzliche
tierbar ist, sind die Kabel wahlweise von
Sicherheit sorgen die stoßsicheren Ver-
oben oder unten einführbar. Und die
schlüsse aus Metall. Die Scharnierstifte
großen Flanschplattenöffnungen bieten
mit Quick-Change-Technologie erlauben
dem Monteur eine flexiblere Handhabung.
einen schnellen Wechsel des Türan-
0-33
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Dank der geschäumten Dichtung der Die Strukturlackierung im Pulverbeschich-
00 Flanschplatte entfällt für den Anwender tungsverfahren sorgt für einen abrieb-
das zeitintensive Aufkleben von Moos- festen Korrosionsschutz. Als besonderen
gummi-Dichtungen. Sowohl Flansch- als Service bietet Eaton individuelle und auf
auch Montageplatten sind ins Erdungskon- spezielle Kundenwünsche hin abge-
zept eingebunden, was eine zusätzliche stimmte Lösungen.
Schutzleiterverbindung überflüssig macht.

Kleinverteiler für Unterputz und Aufputz


Unterputz-Kleinverteiler KLV-U Aufputz-Kleinverteiler BC-A

Überall dort, wo die Möglichkeit des


Einbaus in Hohlraumwände nicht gegeben
ist, schützt der robuste Aufputz-Kleinver-
Das hohlwandtaugliche Kunststoff-
teiler BC-A das Innenleben vor mechani-
gehäuse mit Stahlblechtür überzeugt
schen Beanspruchungen und schädlichen
durch seine hohe Stabilität und fügt sich
Umwelteinflüssen. Zusätzlich zur Schutzart
durch die flache Konstruktion der Stahl-
IP30 wird in Verbindung mit Rückwand und
blechtür optisch unauffällig in alle Räum-
Abdeckplatte die Schutzklasse II erfüllt.
lichkeiten ein. Eine Verstellmöglichkeit bis
18 mm zum Ausgleichen von Mauer- bzw. Trotz kompakter Abmessungen stehen bis
Putzunebenheiten vereinfacht spürbar das zu 4 Reihen mit jeweils 13 TE je Verteiler-
bündige Einpassen in Wandöffnungen. gehäuse zur Verfügung. Standardmäßig
sind für die Aufputz-Kleinverteiler BC-A
Die Null- und Schutzleiterklemmen sind
Türen sowohl in weiß als auch in transpa-
bereits vormontiert. Die Verteilergehäuse
rent erhältlich.
KLV-U mit Schutzklasse II und Schutzart
IP30 sind von 1- bis 4-reihig mit jeweils
12 + 2 TE erhältlich.
Folgende Türvarianten stehen zur Aus-
wahl: Stahlblechtür flach und superflach,
Kunststoff-Designtür weiß und transpa-
rent.

0-34
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Installations-Verteiler-System IVS Der Installationsverteiler IVS bis 630 A wird
vor allem für die sichere und wirtschaft- 00
liche Energieversorgung in der Industrie, in
Gebäuden und im Gewerbe eingesetzt.
Das Programm umfasst daher Wand- und
Standgehäuse jeweils mit Schutzart IP30
und IP54.
Besonders übersichtlich ist der Einbau-
raum mit einer gleichmäßigen Unterteilung
in standardisierte Felder der Größe
250 x 375 mm. Entsprechend einfach sind
daher Planung, Bestellung und Montage.
• Das Bindeglied zwischen dem Gehäuse
und den Einbaueinheiten ist das Träger-
system mit Isolierstoffhaltern. Nach
Abnehmen der Blenden und Lösen der
Schrauben ist das Trägersystem heraus-
nehmbar.
• Eine Vielzahl von Einbaueinheiten, die
zugeschnitten sind auf original Eaton
Schalt- und Schutzgeräte, lassen sich
zeitsparend und einfach montieren.
• Isolierstoffabdeckungen decken die
Einbaueinheiten berührungssicher ab.

Geltende Norm für die Herstellung ist die


IEC EN 60439-1 „Typgeprüfte Niederspan-
nungs-Schaltgerätekombinationen“.

0-35
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Anschlussklemme K Kupferleiter können ohne sie zu verbiegen
00 einfach und zeitsparend von oben in das
Druckstück eingelegt werden.
Die Eaton Anschlussklemmen sind außer
für Kupferleiter auch für Kupferbänder
oder Schienen ausgelegt. Jeweils ein
Klemmenpaar ist in eine Kunststoffschale
aus Duroplast eingebettet. Jede der 6
Baugrößen ist als 1-, 3-, 4- oder 5-polige
Klemmenkombination in kürzester Zeit ab
Die Anschlussklemme besteht aus mehre-
Lager lieferbar.
ren zusammengesetzten, sehr stabilen
Reihenklemmen. Sie wird zum Verbinden Zusatzausstattung, wie die transparente
zweier oder mehrerer Leiter eingesetzt. Kunststoffabdeckung, Hilfsleiteran-
schlüsse oder Umbausätze ermöglichen
Insgesamt steht ein sehr variantenreiches
darüber hinaus die Kreation eigener
Sortiment aus 6 Baugrößen mit Anschluss-
Klemmenvarianten.
querschnitten von 16 bis 3 x 240 mm² (160
bis 1000 A) standardmäßig bereit.

0-36
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Isolierstoffverteiler CI, totalisoliert
00

Seine Flexibilität demonstriert das CI-Sys- • durch „Totalisolation“ bietet der Ver-
tem beim Zusammenbau. Ob als Ein- teiler ein Maximum an Personenschutz
zelgehäuse, Wand- oder Standverteiler und Betriebssicherheit,
unterschiedlichster Größenordnung – der • farblos durchsichtiger Deckel erlaubt
CI-Isolierstoffverteiler in Kastenbauweise uneingeschränkte Einsicht,
bis 1600 A ist immer die richtige Lösung bei • Schließung mittels Zylinderschloss oder
rauen Umgebungsbedingungen. Werkzeug-betätigt,
Das modulare Bausteinsystem vereinfacht • Standverteiler mit Sockelabdeckungen
das Anpassen an die unterschiedlichsten zum Rangieren, Befestigen und Abdek-
Gegebenheiten. ken von großen Kabelquerschnitten.
• die Schutzart IP65 schützt vor Staub,
Feuchtigkeit und Strahlwasser, Isolierstoffgekapselte Verteiler sind
• Druckentlastung durch Deckelhub mit- „typgeprüfte Schaltgerätekombinationen“
tels federnd gelagertem Schließbolzen, (TSK) gemäß VDE 0660-500 oder Type
Tested Assemblies (TTA) nach IEC 60439.

0-37
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Das Eaton Schaltungsbuch
Energieverteilungen von Eaton
Sammelschienen-System SASY60i für
00 den Weltmarkt

Das modulare Sammelschienen-System Konstruktiv berücksichtigt sind die gemäß


SASY60i von Eaton ist für die effiziente UL 508A in Amerika zu beachtenden größe-
Energieverteilung im Schaltschrank kon- ren Luft- und Kriechstrecken der Sammel-
zipiert. schienen-Komponenten.
Dank der innovativen Montagetechnik las- Beim Einsatz in Nordamerika gilt es, die
sen sich Einspeise- und Abgangsschalter Kunststoff-Bodenplatte unter das System
schnell und platzsparend montieren. zu montieren. Selbstverständlich lassen
SASY60i ist sicher und zuverlässig. sich auch für IEC zugelassene Kompo-
In Kombination mit der neuen Generation nenten wie NH-Sicherungslasttrennschal-
der Eaton Motorschutz- und Leistungs- ter oder D-Reitersicherungen passgenau
schalter bildet SASY60i eine durchgängige, montieren.
UL-zertifizierte Lösung zum Schalten, Steu- Da SASY60i weniger Systembauteile benö-
ern, Schützen und Verteilen von Energie. tigt, reduzieren sich beim neuen Eaton
Das Sammelschienen-System ist bei Ver- Sammelschienen-System sowohl die
wendung der entsprechenden Schalt- und Lagerhaltung als auch der Bestellaufwand.
Schutzgeräte für den weltweiten Einsatz Diese Vorteile gelten selbstverständlich
ausgelegt. auch für die Eaton Sammelschienen-
systeme SASY185i und SASY Compact.

0-38
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren

Seite

Kommunikationssystem SmartWire-DT 1-2

Der Weg zur sicheren Maschine 1-29 11


Zeitrelais 1-36

Mess- und Überwachungsrelais EMR 1-40

Systemübersicht Relay, MFD-Titan 1-43

Projektieren Relay, MFD-Titan 1-50

Programmieren Relay, MFD-Titan 1-77

HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit


System 1-94

Compact PLC – universelle


Kompaktsteuerungen 1-108

Modular PLC 1-113

Modulares I/O-System 1-124

Software 1-130

1-1
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Verbinden statt Verdrahten Die Ausdehnung eines SmartWire-DT
Den größten Teil der Steuerungsaufgaben Netzwerks kann bis zu 600 Meter betragen.
einer Maschine erfüllt heute eine Die Anzahl der anschließbaren Teilnehmer
11 speicherprogrammierbare Steuerung ist max. 99.
(SPS). Die SPS befindet sich meist in einem Sie können die SmartWire-DT Technologie
Schaltschrank – typischerweise an einem flexibel verwenden. Die Anbindung über
zentralen Punkt der Anlage. Spezielle Lei- standardisierte Feldbussysteme (z. B. PRO-
tungen von den Ein-/Ausgangs-Klemmen FIBUS, CANopen) unter Verwendung von
der SPS realisieren die Ansteuerung der SWD Gateways erlaubt die Anwendung
Schaltgeräte für die Steuerungsaufgaben auf Steuerungsplattformen vieler Her-
und deren Rückmeldung. Bei dezentralem steller. Eine weitere Möglichkeit ist die
Aufbau erfolgt die Verbindung zwischen Verwendung von Eaton Automatisierungs-
den Schaltgeräten und dem komponenten (z. B. Visualisierungssystem
Remote-I/O-System auf die gleiche Art. XV100) mit integrierter SmartWire-DT
Das Kommunikationssystem Smart- Schnittstelle.
Wire-DT ersetzt die bisher notwendige
Steuerverdrahtung zwischen
SPS-Ein-/Ausgängen und Schaltgeräten.
Die Ein-/Ausgänge der SPS werden so zu
den Schaltgeräten verlagert. Hierzu wer-
den steckbare Kommunikationsmodule
verwendet. Die Kommunikation erfolgt
über eine 8-polige Flachleitung. Für den
Anschluss der Kommunikationsmodule an
die Leitung gibt es spezielle Gerätestecker.
Die Schaltgeräte werden steuerstromsei-
tig direkt über das Verbindungskabel ver-
sorgt.
Das System SmartWire-DT
• verringert die benötigte Zeit für Steuer-
verdrahtung und Verdrahtungstest,
• spart Platz im Schaltschrank, weil
Kabelkanäle entfallen und
• reduziert die benötigten Ein-/Ausgänge
an der SPS.

1-2
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Evolution im Schaltschrank
Früher Heute
11

1-3
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT

1 2
5 6

11 6
7
7
10

3
8
3 9

18
14
15 17
12

11
13
13
7 16
7
7
7
7

22 23
20 22 25
21 25
24
24 22
40
5 7
7
5 7
19 7
26
28

27 27
5 39

29
31

30
31
23 25
28 25 32

36
35
38

34

33
34
5 7
34 7
7 37
5

1-4
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
1 Speicherprogrammierbare Steuerung 29 SmartWire-DT Leiterplatte für Funk-
SPS tionselemente, Bodenbefestigung
2 SmartWire-DT Gateways 30 SmartWire-DT LED Elemente für
3 Datenstecker SUB-D 9-polig Bodenbefestigung 11
4 SmartWire-DT HMI-PLC 31 SmartWire-DT Funktionselemente für
5 SmartWire-DT Flachstecker 8-polig Bodenbefestigung
6 SmartWire-DT Flachbandleitung 32 SmartWire-DT Universalteilnehmer,
8-polig Bodenbefestigung
7 SmartWire-DT Gerätestecker 8-polig 33 SmartWire-DT Adapter
8 SmartWire-DT Ein-/Ausgabemodule Flachleitung/Rundleitung für
9 SmartWire-DT Anschaltung für NZM Hutschienenmontage
10 Leistungsschalter NZM 34 SmartWire-DT PKE-Modul
11 SmartWire-DT Schütz-Modul (Motorschutzschalter)
12 Leistungschütze DILM 35 Motorschutzschalter PKE12, PKE32
13 SmartWire-DT Schütz-Modul mit 36 Motorschutzschalter PKE65
Hand-0-Automatik-Schalter 37 Netzwerkabschluss für 8-polige
14 Motorschutzschalter PKZM0 Flachbandleiter
15 Motorstarterkombination MSC 38 Softstarter DS7
16 SmartWire-DT PKE-Modul 39 SmartWire-DT Rundleitung, 8-polig
(Motorstarter) 40 SmartWire-DT Planungs- und
17 Motorstarterkombination mit elektroni- Bestellhilfe, SWD-Assist
schen Motorschutzschalter PKE
18 Softstarter DS7 mit elektronischem
Motorschutzschalter PKE
19 SmartWire-DT Powerfeed-Module
20 SmartWire-DT Universalteilnehmer,
Frontbefestigung
21 SmartWire-DT LED-Elemente,
Frontbefestigung
22 RMQ-Titan Befestigungsadapter für
Fronteinbau
23 RMQ-Titan Leuchtmelder
24 SmartWire-DT Funktionselemente für
Frontbefestigung
25 SmartWire-DT Bedienelemente
26 SmartWire-DT Schalt-
schrankdurchführung Flach- auf
Rundleitung
27 SmartWire-DT Steckverbinder
28 RMQ-Titan Aufbaugehäuse

1-5
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
PKE-Kommunikation über SmartWire-DT
Über Motorstarterkombinationen, die mit Informationen über SmartWire-DT über-
PKE ausgerüstet sind, können folgende tragen werden:
11
I_max Maximaler Motorstrom (relativ): Zeigt den Einphasenstrom
(Einphasenlast) oder den Maximalstrom in der ent-
sprechenden Phase (Dreiphasenlast) an.
Thermisches Abbild des Gibt die Temperaturkurve des Motors wieder; Angabe in %,
Motors Funktion „Überlastvorwarnung“ möglich
Anzeige Typ Zeigt den Typ Auslöseblock, der gerade verwendet wird.
Auslöseblock
Anzeige eingestellter Zeigt den aktuell eingestellten Wert für den Überlast-
Wert Überlast auslöser an.
Anzeige eingestellter Zeigt den aktuell eingestellten Wert für den Trägheitsgrad
Wert Trägheit an (Class 5…20).
Anzeige Schaltzustand Zeigt den aktuell eingestellten Schaltzustand EIN/AUS an.
PKE
Anzeige Schaltzustand Zeigt den aktuell eingestellten Schaltzustand EIN/AUS an.
Schütz DILM
Ausgelöstmeldung Zeigt eine differenzierte Fehleranzeige „Überlast“ an.
Überlast
Ausgelöstmeldung Zeigt eine differenzierte Fehleranzeige „Kurzschluss“ an
Kurzschluss
Ausgelöstmeldung Zeigt eine differenzierte Fehleranzeige „Phasenausfall“ an
Phasenausfall
Ausgelöstmeldung Test Zeigt eine differenzierte Fehleranzeige „Auslösung über
Testfunktion“ an
ZMR-Funktion Überlast-Relaisfunktion: Bei eingestellter ZMR-Funktion
schaltet das Schütz im Überlastfall ab. Der Motorschutz-
schalter PKE bleibt im eingeschalteten Zustand
(EIN-Stellung).
Die Rückstellung des Schützes erfolgt über die Funktion
HAND/AUTO über das PKE-SWD-32.

1-6
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Überlast-Relaisfunktion (ZMR)
Die ZMR-Funktion erlaubt, dass im Falle ZMR-Betriebsart „Hand“
einer Überlast die Abschaltung des Motors
durch das angeschlossene Leistungs- In der ZMR-Betriebsart „Hand“ muss vor 11
schütz erfolgt. Hierfür sendet der PKE über dem Wiedereinschalten des Leistungs-
die Datenleitung des PKE32-COM den Aus- schützes eine Quittierung erfolgen.
schaltbefehl für das Leistungsschütz an
das PKE-SWD-32. ZMR-Betriebsart Automatik
Die Auslösung in Folge einer Überlast des In der ZMR-Betriebsart „Automatik“ ist die
Motors erfolgt, wenn das thermische Wiedereinschaltbereitschaft des Leis-
Motorabbild des PKE den Wert 110 % tungsschützes sofort nach dem Unter-
erreicht. schreiten der 100 %-Marke des thermi-
Dieser Wert bleibt gesetzt, bis das thermi- schen Motorabbildes möglich.
sche Motorabbild die 100 %-Marke unter- Gefahr!
schritten hat und das Leistungsschütz Wird in der ZMR-Betriebsart „Automatik“
wieder einschaltbereit ist. der Einschaltbefehl für das Schütz gesen-
Die Wiedereinschaltbereitschaft des Leis- det, läuft der Motor nach Unterschreiten
tungsschützes kann durch die beiden der 100 %-Marke des thermischen Motor-
ZMR-Betriebsarten „Hand“ und „Automa- abbildes automatisch wieder an.
tik“ ausgewählt werden. Trennen Sie nie die Kommunikationsver-
Die ZMR-Funktion ist nur in der Stellung A bindung zwischen PKE-SWD-32 und dem
des 1-0-A-Schalters verwendbar. PKE-Auslöseblock nach einem Überlastfall
Im Falle einer Phasenunsymmetrie und mit aktivierter ZMR-Funktion, da hierdurch
aktivierter ZMR-Funktion wird nach einer bei anstehendem Schaltbefehl ein Ein-
Auslösung bei 100 % der Wert des thermi- schalten des Leistungsschützes erfolgen
schen Motorabbildes auf 110 % gesetzt. kann.
Die Einschaltbereitschaft des abgeschal-
teten Leistungsschützes ist bei Unter-
schreitung des 100 %-Wertes wieder
gegeben.
Bei Wendestartern darf die Aktivierung der
ZMR-Funktion nicht erfolgen, da diese
betriebsweise kein Ausschalten des
zweiten Leistungsschützes im Überlastfall
gewährleistet.

1-7
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Direktstarter mit PKZ Verfügung. An diesen beiden Rückmelde-
Die Direktstarter werden aus einem Motor- eingängen können bei Bedarf potenzial-
schutzschalter PKZM0 und einem Leis- freie Hilfsschalterkontakte des Motor-
11 tungsschütz DILM7 bis DILM32 aufgebaut. schutzschalters PKZ angeschlossen
Die Anbindung an SmartWire-DT über- werden (z. B. Normalhilfsschalter
nimmt das Modul DIL-SWD-32-... Es wird NHI-E-…-PKZ0, Differenzierter Ausgelöst-
direkt auf das Schütz montiert und über melder AGM2-…-PKZ0).
den SWD-Gerätestecker mit der → Abbildung, Seite 1-10
SWD-Kommunikationsleitung verbunden.
Wendestarter mit PKZ
Die Wendestarter werden aus einem
Motorschutzschalter PKZM0 und zwei
2 Leistungsschützen DILM7 bis DILM32
aufgebaut. Auf beide Schütze wird je ein
SmartWire-DT Modul DIL-SWD-32-…
SWD4-8SF2-5 montiert und über den SWD-Gerätestecker
mit der SWD-Kommunikationsleitung ver-
+ 15V
bunden.
1
SWD4-8SF2-5
Zusätzlich zu der Schützansteuerung
SWD4-8SF2
SWD4-8SF2
können pro SmartWire- DT Modul für DILM
+ 15V zwei Rückmeldungen in das SmartWire-
DT System erfolgen.
Die SmartWire-DT Module für DILM steu-
Zusätzlich zu der Schützansteuerung ern die Schütze so an, dass die Anschluss-
können pro SmartWire-DT Modul für DILM klemmen A1-A2 der Schütze mit Ausnahme
zwei Rückmeldungen in das SmartWire-DT der Brücke DILM12-XEV nicht weiter ver-
System erfolgen. drahtet werden dürfen. Der Hilfskontakt
X3-X4 ist werkseitig mit einer Brücke ver-
Das SmartWire-DT Modul für DILM steuert
bunden. Zur elektrischen Verriegelung der
das Schütz so an, dass die Klemmen A1-A2
beiden Schütze wird diese Brücke entfernt
nichtt weiter verdrahtet werden dürfen.
und der Hilfsöffner (Kontakte 21-22) des
Der Hilfskontakt X3-X4 ist werkseitig mit anderen Schützes als potenzialfreier
einer Brücke verbunden. Sind in der Kontakt eingebunden.
Applikation elektrische Verriegelungen
An der dreipoligen Klemme X0-X1-X2
vorgesehen, kann die Brücke entfernt und
stehen zwei Rückmeldeeingänge an die
ein potenzialfreier Kontakt angeschlossen
speicherprogrammierbare Steuerung zur
werden.
Verfügung. An diesen beiden Rückmelde-
An der dreipoligen Klemme X0-X1-X2 eingängen können bei Bedarf potenzial-
stehen zwei Rückmeldeeingänge an die freie Hilfsschalterkontakte des Motor-
speicherprogrammierbare Steuerung zur
1-8
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
schutzschalters PKZ angeschlossen
werden (z. B. Normalhilfsschalter
NHI-E-…-PKZ0, Differenzierter Ausgelöst-
melder AGM2-…- PKZ0). Zum Aufbau 11
eines Wendestarters dürfen die Verdrah-
tungssets DILM12-XRL und PKZM0-XRM12
nur verwendet werden, wenn die
Wendebrücken gegen DILM12-XR aus-
getauscht werden. Die A2-Anschlüsse der
Schütze dürfen nicht gebrückt werden.
→ Abbildung, Seite 1-11

1-9
11
Direktstarter mit PKZ

1-10
L1 SmartWire-DT
L2
L3 8 8

1 3 5 1.13 1.21
“+” “I >”
-Q1
1.14 1.22 4.43

4.44 4.13
I I I
4.14
2 4 6

4.43 1.13
1 3 5 -Q1 -Q1
4.44 1.14
-Q11
Schalten, Steuern, Visualisieren

2 4 6

X0 X1 X2 X3 X4
A1 24 V
Kommunikationssystem SmartWire-DT

PE -Q11 0V
A2 DC
U V W PE
X1

U V W PE

M
Eaton Schaltungsbuch 06/11

3~

-M1
Wendestarter mit PKZ
L1 SmartWire-DT SmartWire-DT SmartWire-DT
L2
L3 8 8 8

1 3 5 1.13 1.21
“+” “I >”
-Q1
1.14 1.22 4.43
21 21
4.44 4.13
I I I -Q12 -Q11
4.14 22 22
2 4 6

4.43 1.13
1 3 5 1 3 5 -Q1 -Q1
4.44 1.14
-Q11 -Q12
2 4 6 2 4 6
Schalten, Steuern, Visualisieren

X0 X1 X2 X3 X4 X0 X1 X2 X3 X4
A1 24 V A1 24 V
-Q11 0V -Q12 0V
Kommunikationssystem SmartWire-DT

A2 DC A2 DC

PE

U V W PE
X1

U V W PE
Eaton Schaltungsbuch 06/11

M
3~

-M1

1-11
11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Direktstarter mit PKE Der Hilfskontakt für die elektrische
Die Direktstarter werden aus einem PKE12/ Freigabe X3-X4 ist werkseitig mit einer
PKE32 mit PKE-Auslöseblock Brücke verbunden. Sind in der Applikation
11 PKE-XTUA-… und einem Leistungsschütz elektrische Verriegelungen vorgesehen,
DILM7 bis DILM32 aufgebaut. Die kann die Brücke entfernt und ein poten-
Anbindung an SmartWire-DT übernimmt zialfreier Kontakt angeschlossen werden.
das Modul PKE-SWD-32. Es wird auf das Der Hilfskontakt für die elektrische
Leistungsschütz montiert und über den Freigabe kann beim PKE-SWD-32 für
SWD-Gerätestecker mit der SWD-Kommu- sicherheitsrelevante Steuerungsteile ver-
nikationsleitung verbunden. wendet werden (z. B. sicherheitsgerichte-
tes Stillsetzen des Antriebes).
→ Abbildung, Seite 1-14

+ 15V

1
+ 15V

Das PKE32-COM dient als Kommunika-


tionsverbindung zwischen dem
PKE-SWD-32 und dem PKE-Auslöseblock.
Das PKE-SWD-32 empfängt über das
PKE32-COM die Daten des PKE-Auslöse-
blocks und stellt diese als Eingangsdaten
über das SmartWire-DT Netzwerk zur Ver-
fügung.
Die Montage des PKE32-COM erfolgt am
PKE-Grundgerät (PKE12 bzw. PKE32) und
wird mit der entsprechenden Schnittstelle
des PKE-SWD-32 verbunden.

1-12
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Wendestarter mit PKE
Die Wendestarter werden aus einem Der Hilfskontakt für die elektrische
PKE12/PKE32 mit Auslöseblock Freigabe X3-X4 kann bei dem PKE-SWD-32
PKE-XTUA-… und zwei Schützen DILM7 für sicherheitsrelevante Steuerungsteile
11
bis DILM32 aufgebaut. Das PKE-SWD-32 verwendet werden. Zum Aufbau eines
wird auf eines der beiden Schütze des Wendestarters dürfen die Verdrahtungs-
Wendestarters montiert. Im Gegensatz zu sets DILM12-XRL und PKZM0-XRM12 nicht
Direktstartern muss bei Wendestartern die verwendet werden.
Ansteuerung des zweiten Schützes mit Die A2-Anschlüsse der Schütze dürfen
einem SmartWire-DT Schützmodul nicht gebrückt werden.
(DIL-SWD-32-…) erfolgen. Beide
→ Abbildung, Seite 1-15
SWD-Module werden dann über den
SWD-Gerätestecker mit der SWD-Kommu-
nikationsleitung verbunden.
Der Hilfskontakt „Freigabe“ X3-X4 ist werk-
seitig mit einer Brücke verbunden. Zur
elektrischen Verriegelung der beiden
Schütze wird diese Brücke entfernt und
der Hilfsöffner (Kontakte 21-22) des ande-
ren Schützes als potenzialfreier Kontakt
eingebunden.

1-13
11
Direktstarter mit PKE

1-14
L1 SmartWire-DT
L2
L3 8 8
1 3 5
-Q1

I I I
2 4 6

1 3 5 10
Schalten, Steuern, Visualisieren

-Q11
2 4 6
Kommunikationssystem SmartWire-DT

X3 X4
A1 24 V
-Q11 0V
PE A2 DC

U V W PE
X1
Eaton Schaltungsbuch 06/11

U V W PE

M
3~

-M1
Wendestarter mit PKE
L1 SmartWire-DT SmartWire-DT
L2
L3 8 8 8

1 3 5
-Q1

I I I
2 4 6

21 21
-Q12 10 -Q11
22 22
Schalten, Steuern, Visualisieren

1 3 5 1 3 5
-Q11 -Q12 X3 X4 X0 X1 X2 X3 X4
2 4 6 2 4 6
A1 24 V A1 24 V
Kommunikationssystem SmartWire-DT

-Q11 0V -Q12 0V
A2 DC A2 DC

PE PKE-SWD-32 DIL-SWD-32-...

U V W PE
X1
Eaton Schaltungsbuch 06/11

U V W PE

M
3~

-M1

1-15
11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Stern-Dreieck-Starter
mit SmartWire-DT Modulen für DILM mit SmartWire-DT Schützmodul und Zeit-
Sie steuern die Schütze an, sodass die relais ETR4-51
11 Anschlussklemmen A1-A2 der Schütze Das SWD-Schützmodul für DILM steuert
nicht weiter verdrahtet werden müssen. das Netzschütz Q11 an, so dass die
Zusätzlich wird über die SWD-Schützmo- Anschlussklemmen A1-A2 das Schützes
dule für DILM eine Rückmeldung in das nicht weiter verdrahtet werden müssen.
System SmartWire-DT realisiert. Zusätzlich wird über das SWD-Schützmo-
Die Anschlussklemmen X3-X4 sind werks- dul für DILM eine Rückmeldung in das Sys-
seitig mit einer Brücke verbunden. Zur tem SmartWire realisiert.
elektrischen Verriegelung der beiden Steuerung bzw. Umschaltung zwischen
Schütze wird diese Brücke entfernt und Sternschütz und Dreieckschütz ent-
der Hilfsöffner (Kontakte 21-22) des ande- sprechen in ihrer Verdrahtung und Funk-
ren Schützes als potentialfreier Kontakt tion dem konventionellen
eingebunden. Stern-Dreieck-Starter-Aufbau.
→ Abbildung, Seite 1-18 → Abbildung, Seite 1-20
mit SmartWire-DT I/O-Modul
EU5E-SWD-4D2R
Das SmartWire-DT I/O-Modul betätigt mit-
tels digitalem Relais-Ausgang Q0 das
Schütz Q11. Der weitere Ablauf entspricht
dem eines konventionell aufgebautem
Stern-Dreieck-Starters.
Über die Eingänge des Smart-Wire-DT
I/O-Moduls werden Rückmeldungen in das
System SmartWire realisiert.
→ Abbildung, Seite 1-19

1-16
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
mit PKE und SWD-Modulen für DILM mit PKE, SWD-Modul für Netzschütz DILM
Die Stern-Dreieck-Starter werden aus und Zeitrelais ETR4-51
einem PKE12/PKE32 mit Auslöseblock Die Stern-Dreieck-Starter werden aus
PKE-XTUA-… und drei Schützen DILM7 bis einem PKE12/PKE32 mit Auslöseblock 11
DILM32 aufgebaut. Das PKE-SWD-32 wird PKE-XTUA-… und drei Schützen DILM7 bis
auf das Netzschütz des DILM32 aufgebaut. Das PKE-SWD-32 wird
Stern-Dreieck-Starters montiert. Die auf das Netzschütz des
Ansteuerung des Stern- und Stern-Dreieck-Starters montiert. Die
Dreieck-Schützes erfolgt mit Smart- Ansteuerung des Stern- und
Wire-DT Schützmodulen (DIL-SWD-32-…). Dreieck-Schützes erfolgt konventionell.
Alle SWD-Module werden dann über den Das PKE-SWD-32 Module wird über den
SWD-Gerätestecker mit der SWD-Kommu- SWD-Gerätestecker mit der SWD-Kommu-
nikationsleitung verbunden. nikationsleitung verbunden. Zum Aufbau
des Stern-Dreieck-Starters können die
Der Hilfskontakt „Freigabe“ X3-X4 ist werk-
Verdrahtungssets DILM12-XSL und
seitig mit einer Brücke verbunden. Zur
PKZM0-XSM12 verwendet werden.
elektrischen Verriegelung des Stern- und
Dreieck-Schützes Schütze wird diese → Abbildung, Seite 1-22
Brücke entfernt und der Hilfsöffner
(Kontakte 21-22) des jeweils anderen
Schützes als potenzialfreier Kontakt
eingebunden.
Der Hilfskontakt für die elektrische
Freigabe X3-X4 kann bei dem PKE-SWD-32
für sicherheitsrelevante Steuerungsteile
verwendet werden.
Zum Aufbau eines Stern-Dreieck-Starters
dürfen die Verdrahtungssets DILM12-XSL
und PKZM0-XSM12 nicht verwendet wer-
den.
Die A2-Anschlüsse von Stern- und
Dreieck- und Netz-Schütz dürfen nicht
gebrückt werden.
→ Abbildung, Seite 1-21

1-17
11
Stern-Dreieckstarter mit 3 SmartWire-DT Schützmodulen

1-18
L1 SmartWire-DT SmartWire-DT SmartWire-DT SmartWire-DT
L2 8 8 8 8
L3

1 3 5
-Q1

I I I
2 4 6

1.53
-Q1
1.54

X0 X1 X2 X3 X4
Schalten, Steuern, Visualisieren

1 3 5 1 3 5 1 3 5 24V
-Q11 -Q12 -Q13 -Q11 0V
2 4 6 2 4 6 2 4 6 DC

DIL-SWD-32 21
Kommunikationssystem SmartWire-DT

-Q13
22

PE
X0 X1 X2 X3 X4
24V
U1 V1 W1 PE V2 W2 U2 -Q12 0V
X1 DC

DIL-SWD-32-...
21
-Q12
U1 V1 W1 PE 22
Eaton Schaltungsbuch 06/11

M X0 X1 X2 X3 X4
-M1 24V
3~
-Q13 0V
DC

V2 W2 U2 DIL-SWD-32-...
Stern-Dreieckstarter mit SmartWire-DT mit I/O-Modul EU5E-SWD-4D2R
L1 L01
L2 1.53
-Q1
L3 1.54

1 3 5 1.53 13
-Q1 -K2
1.54 14 SmartWire-DT SmartWire-DT
8 8

I> I> I> +24 V DC


2 4 6

57 67 13 13 13 ① -Q11
-K1 -K1 ① ② ③ ② -Q12
58 68 14 14 14
Schalten, Steuern, Visualisieren

1 3 5 1 3 5 1 3 5 ③ -Q13
-Q11 -Q12 -Q13
2 4 6 2 4 6 2 4 6
22 22 1.53
-Q12 -Q13 -Q1
Kommunikationssystem SmartWire-DT

21 21 1.54

PE
U1 V1 W1 PE V2 W2 U2
X1 V+ I0 I1 I2 I3 V+
A1 A1 A1
U1 V1 W1 PE
-Q11 -K1 -Q13 -Q12 -K2 Q0 Q1
A2 A2 A2
13 14 23 24
Eaton Schaltungsbuch 06/11

-M1 M
3~ L02
V2 W2 U2

1-19
11
11
Stern-Dreieckstarter mit SmartWire-DT Schützmodul und Zeitrelais ETR4-51

1-20
L1
L01
L2
L3 1.53
-Q1
1.54
1 3 5
-Q1 13
-Q11
14

18 28
I I I SmartWire-DT SmartWire-DT 17 17
8 8 -K1 -K1
2 4 6

22 22
1.53
-Q1 -Q12 -Q13
21 21
1.54

X0 X1 X2 X3 X4
Schalten, Steuern, Visualisieren

1 3 5 1 3 5 1 3 5 24V A1 A1 A1
-Q11 -Q12 -Q13 -Q11 0V -K1 -Q13 -Q12
2 4 6 2 4 6 2 4 6 DC A2 A2 A2
Kommunikationssystem SmartWire-DT

L02

PE

U1 V1 W1 PE V2 W2 U2
X1

U1 V1 W1 PE
Eaton Schaltungsbuch 06/11

-M1 M
3~

V2 W2 U2
Stern-Dreieckstarter mit PKE und SWD-Modulen für DILM
L1 SmartWire-DT SmartWire-DT SmartWire-DT SmartWire-DT
L2 8 8 8 8
L3
1 3 5
-Q1

I I I
2 4 6 SmartWire-DT
10

1.53
-Q1
1.54

X0 X1 X2 X3 X4
Schalten, Steuern, Visualisieren

1 3 5 1 3 5 1 3 5 24V
-Q11 -Q12 -Q13 -Q11 0V
2 4 6 2 4 6 2 4 6 DC

PKE-SWD-32 21
Kommunikationssystem SmartWire-DT

-Q13
22

PE
X0 X1 X2 X3 X4
24V
U1 V1 W1 PE V2 W2 U2 -Q12 0V
X1 DC

DIL-SWD-32-...
21
-Q12
U1 V1 W1 PE 22
Eaton Schaltungsbuch 06/11

M X0 X1 X2 X3 X4
-M1 24V
3~
-Q13 0V
DC

V2 W2 U2 DIL-SWD-32-...

1-21
11
11
Sterndreieckstarter mit PKE, SWD-Modul für Netzschütz DILM und Zeitrelais ETR4-51

1-22
L1
L01
L2
L3 1.53
-Q1
1 3 5 1.54
-Q1
13
-Q11
14

18 28
I I I SmartWire-DT SmartWire-DT 17 17
8 8 -K1 -K1
2 4 6
10
22 22
-Q12 -Q13
21 21

X0 X1 X2 X3 X4
Schalten, Steuern, Visualisieren

1 3 5 1 3 5 1 3 5 24V A1 A1 A1
-Q11 -Q12 -Q13 -Q11 0V -K1 -Q13 -Q12
2 4 6 2 4 6 2 4 6 DC A2 A2 A2
PKE-SWD-32
Kommunikationssystem SmartWire-DT

L02

PE

U1 V1 W1 PE V2 W2 U2
X1

U1 V1 W1 PE
Eaton Schaltungsbuch 06/11

-M1 M
3~

V2 W2 U2
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Leistungsschalter NZM
Das SmartWire-DT Modul NZM-XSWD-704
dient dazu, einen Leistungsschalter mit
elektronischem Auslöser (NZM 2,3,4) über
11
eine speicherprogrammierbare Steuerung
abzufragen, also die Stellung On/Off/Trip

des Schalters und die Aktualströme zu
erfassen. Auch ein optional installierter
Fernantrieb kann über das Modul ange-
steuert werden. Das NZM-XSWD-704 wird Trip

auf einer Hutschiene montiert und über


eine 2,0 m lange Datenleitung mit dem NZM
verbunden. Die Hilfskontakte und der
Fernantrieb werden gesondert verdrahtet.
Der Anschluss an die SmartWire-DT
Flachleitung erfolgt dann über den
SWD-Gerätestecker.
a SmartWire-DT Anschluss LT306.230.3
b Datenleitung NZM mit NZM-XSWD-704
c Hilfsschalter in NZM
d Energieerfassungsgerät XMC (extern) ②
e Fernantrieb

① ④
NZM
HIA HIN
③ 24 V GND
I0

24 V
I1 NZM-XRD
S0+
+, P
M22-K01
S0-

Q0 OFF ⑤
M22-K10 0V
≦ 200 mA
Q1
0V
ON 0 V, N
≦ 200 mA
70 71 72 74

1-23
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Befehls-und Meldegeräte Diese Funktionselemente stehen jeweils in
Auch einfache Befehls- und Meldegeräte zwei Bauformen für eine Front- oder
können ohne aufwändige Verdrahtung Bodenbefestigung zur Verfügung.
11 direkt in das Kommunikationssystem Bodenfestigungselemente können in Ver-
SmartWire DT eingebunden werden. Die bindung mit den SWD-Leiterplatten
Funktionselemente werden in den Befes- M22-SWD-I… und den IP65-Aufbaugehäu-
tigungsadapter M22-A eingeschnappt und sen M22-I… zu dezentralen Bedien- und
dann über den SWD-Gerätestecker mit der Anzeigegeräten kombiniert werden.
SWD-Kommunikationsleitung verbunden.

SWD4-…LF… 2 3 1 2 3 1 2 3 1

IN

OUT
ON

OFF
SWD-8SF2-5

M22-SWD-K…
M22-SWD-LED…
M22… M22-SWD-NOP

Die Schaltstellungsanzeigen der


Bedienelemente sowie das Ansteuern der
Leuchtmelder erfolgt über das Smart-
Wire-DT Kommunikationssystem. Zur Ver-
fügung stehen die in der Tabelle genannten
Funktionselemente.

M22-SWD-K(C)11 Funktionselement mit einem Wechsler


M22-SWD-K(C)22 Funktionselement mit zwei Wechslern
M22-SWD-LED… LED-Funktionselemente in Weiß (W), Rot (R), Grün (G) oder
Blau (B)
M22-SWD-K11LED… Funktionselement mit einem Wechsler und einer LED in Weiß
(W), Rot (R), Grün (G) oder Blau (B)
M22-SWD-K22LED… Funktionselement mit zwei Wechslern und einer LED in Weiß
(W), Rot (R), Grün (G) oder Blau (B)

1-24
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Digitale und analoge Signalverarbeitung • Anschluss von Hilfsschaltern an Module
Für die Verarbeitung von digitalen oder mit digitalen Eingängen
analogen Ein-Ausgangssignalen stehen • Anschluss von digitaler Aktorik ohne
folgende SWD-Module zur Verfügung: integrierte SWD-Funktionalität 11
(Signalleuchten, Zeitrelais, usw.)
EU5E-SWD-8DX 8 digitale Eingänge • Anschluss beliebiger analoger Ein-/Aus-
EU5E-SWD-4DX 4 digitale Eingänge gänge
mit Geberversor-
gung
EU5E-SWD-4D4D 4 digitale Ein- und
4 digitale Ausgänge ①
EU5E-SWD-4D2R 4 digitale Ein- und
2 Relaisausgänge
3A
EU5E-SWD-X8D 8 digitale Ausgänge
EU5E-SWD-4AX 4 analoge Eingänge ②
0 – 10 V, 0 – 20 mA ③
EU5E-SWD-2A2A 2 analoge Ein und
2 analoge Ausgänge
0 – 10 V, 0 – 20 mA
EU5E-SWD-4PT 4 Temperatur-
eingänge PT100, ④
PT1000, Ni1000

Die Module werden direkt auf die Hut-
schiene montiert und dann über den
SWD-Gerätestecker mit der SWD-Kommu-
nikationsleitung verbunden.
Die Module können direkt in der Nähe der a SmartWire-DT Leitung mit
anzuschließenden Senorik/Aktorik mon- Gerätestecker
tiert werden. Das reduziert die ver- b SmartWire-DT Diagnose-LED
bleibende Verdrahtung zusätzlich. c Statusanzeigen der Ein-/Ausgänge
(optional)
Anwendungsmöglichkeiten sind: d Ein-/Ausgangsklemmen
• Anschluss von AC-Schützen oder Schüt- e Externe Versorgung (optional)
zen großer Leistung > DILM32, die keine
Anschlussmöglichkeit für das Modul
DIL-SWD-… haben. Hierzu verwenden
Sie das Modul EU5E-SWD-4D2R

1-25
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Kommunikationssystem SmartWire-DT
Sicherheitsrelevante Anwendungen
Für die meisten Anwendungen ist neben Maßnahmen für höhere Sicherheits-
dem betriebsmäßigen Schalten auch das kategorien
11 Abschalten im Notfall oder das Abschalten In vielen Anwendungen werden Steue-
durch Öffnen von Schutztüren gefordert. rungen mit einem Performance Level von
Das System SmartWire-DT ist nicht für die PL d oder PL e nach EN ISO 13849-1
Übertragung sicherheitsrelevanter Signale gefordert (PL = Performance Level). Durch
ausgelegt. Durch den nachfolgend ein zusätzliches Gruppenschütz, das in
beschriebenen Aufbau kann das System Reihe vor die Motorabgänge geschaltet
SmartWire-DT dennoch für sicherheits- wird, können Steuerungen mit PL d
relevante Abschaltungen verwendet wer- aufgebaut werden. Über das Sicherheits-
den. relais wird im Notfall neben der Steuer-
spannung für die Motorschütze auch die
Durch die Freigabepfade des Sicherheits-
Steuerspannung für das Gruppenschütz
relais wird im Notfall die Steuerspannung
abgeschaltet. Diese redundante Abschal-
für die Schützspulen abgeschaltet. Durch
tung ermöglicht Steuerungen mit PL d. Zur
die Verwendung zusätzlicher Smart-
Erreichung dieser Sicherheitskategorie
Wire-DT Power-Module werden Schütz-
muss das verwendete Sicherheitsrelais
gruppen gebildet, die im Notfall zusammen
einem PL d oder höher entsprechen
abgeschaltet werden. Mit einer derartigen
(z. B. ESR5-NO-31-24VAC-DC).
Schaltung lassen sich Steuerungen bis
maximal PL c nach EN ISO 13849-1 Weitere Hinweise zu Sicherheitstechnik an
aufbauen (PL = Performance Level). Das Maschinen und Anlagen sind im Eaton
Sicherheitsrelais muss in diesem Beispiel Sicherheitshandbuch enthalten:
PL c oder höher entsprechen (z. B. http://www.eaton.eu/shb
ESR5-NO-41-24VAC-DC).
→ Abbildung, Seite 1-27
Rückführkreis
Der im Leistungsschütz integrierte Hilfs-
öffner ist ein Spiegelkontakt nach
IEC/EN 60947-4-1. Mit diesem Kontakt kann
der Zustand der Leistungskontakte zuver-
lässig gemeldet werden. Der
Spiegelkontakt lässt sich so in den
Rückführkreis des Sicherheitsrelais
einbinden, dass das Sicherheitsrelais nur
bei geöffnetem Schütz eine erneute
Freigabe erteilen kann.

1-26
Steuerstromkreis für sicherheitsrelevante Anwendung
L1
L2
L3
PE

-Q1 -Q1

I I I I I I
400 0
-T01 2~
e H
-F01 24 0
21 e
-S01 f
-F02 -F03 -F04
Schalten, Steuern, Visualisieren

NOT-AUS 22 13 23
-K01 e -K01
14 24
24 V 0 V 24 V 0 V 24 V 0 V
Kommunikationssystem SmartWire-DT

-K02 POW AUX -K03


Gateway Power-Feeder AUX
21
-S02 SWD
RESET 22 In Config SmartWire-DT
-K01 A1 A2 Y1 Y2 Y3 13 23 33 41 NET Bus
Out Power In Out
RESET Out
K1
8 8
Eaton Schaltungsbuch 06/11

CONTROL-LOGIC
K1 8 8 8 8
POWER
e A1 X0 X1 X2 A1 X0 X1 X2 A1 X0 X1 X2 A1 X0 X1 X2 A1 X0 X1 X2
A2 X3 X4 A2 X3 X4 A2 X3 X4 A2 X3 X4 A2 X3 X4
-Q11 -Q12 -Q13 -Q14 -Q15
e 14 24 34 42

1-27
11
11
Hauptstromkreis für sicherheitsrelevante Anwendung

1-28
L1
L2
L3
PE

1 3 5 1 3 5 1 3 5 1 3 5 1 3 5
-Q1 -Q2 -Q3 -Q4 -Q5

I> I> I> I> I> I> I> I> I> I> I> I> I> I> I>
2 4 6 2 4 6 2 4 6 2 4 6 2 4 6
Schalten, Steuern, Visualisieren

1 3 5 1 3 5 1 3 5 1 3 5 1 3 5
-Q11 2 4 6
-Q12 2 4 6
-Q13 2 4 6
-Q14 2 4 6
-Q15 2 4 6
Kommunikationssystem SmartWire-DT

PE

U V W PE U V W PE U V W PE U V W PE U V W PE
Eaton Schaltungsbuch 06/11

U V W PE U V W PE U V W PE U V W PE U V W PE

-M1 M -M2 M -M3 M -M4 M -M5 M


3~ 3~ 3~ 3~ 3~

-M1 -M1 -M1 -M1 -M1


Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Der Weg zur sicheren Maschine

11
Die internationale Norm EN ISO 12100-1 Sie in der Neufassung des Eaton Sicher-
„Sicherheit von Maschinen – heitshandbuches PU05907001Z-DE.
Grundbegriffe und allgemeine
Gestaltungsleitsätze“ gibt dem Konst-
rukteur detaillierte Hilfestellung bei der
Identifizierung von Gefährdungen und die
dadurch zu betrachtenden Risiken.
Als Resultat werden die technischen Maß-
nahmen zur Gefahrenreduzierung fest-
gelegt.
Die Teile von Maschinensteuerungen, die
Sicherheitsaufgaben übernehmen, werden
in den internationalen Normen als „sicher-
heitsbezogene Teile von Steuerungen“
(SRP/CS) bezeichnet. Sicherheitsbezogene
Steuerungsteile umfassen jeweils die
gesamte Wirkungskette einer Sicherheits- Das Sicherheitshandbuch hilft Ihnen,
funktion, bestehend aus der Inputebene anhand von praxisnahen Beispielen von
(Sensor), der Logik (sichere Signalverar- Sicherheitsschaltungen und die dazu-
beitung) und der Outputebene (Aktor). gehörigen Berechnungen die sicherheits-
technische Leistungsfähigkeit nach
Eaton bietet Ihnen für die Risikoredu-
EN ISO 13849-1 und IEC 62061 zu ermitteln.
zierung durch SRP/CS die passenden Kom-
ponenten mit Safety Technology ent- Das Sicherheitshandbuch steht Ihnen
sprechend den höchsten Anforderungen online oder gedruckt zur Verfügung:
der internationalen Sicherheitsnormen • Registrieren Sie sich unter
EN 954-1, EN ISO 13849-1 und IEC 62061. Je www.eaton.eu/shb und arbeiten Sie
nach Einsatzgebiet und der erforderlichen online mit dem Sicherheitshandbuch
Gefahrenabsicherung werden die passen- oder laden Sie sich die PDF-Version kos-
den Sicherheitsfunktionen eingesetzt. tenlos herunter.
Weiterführende Informationen zu der bis- • Die aktuelle Druckversion bestellen Sie
herigen und den neuen internationalen bei Ihrem Großhändler oder Ihrem Eaton
Sicherheitsnormen sowie die ent- Kundenservice: PU05907001Z-DE,
sprechenden Schaltungsbeispiele für Artikel-Nr. 119906
unterschiedlichste Applikationen finden

1-29
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Der Weg zur sicheren Maschine

Gefahren schnell erfassen mit


NOT-AUS-Betätigern RMQ-Titan und FAK.
Bewegungen sicher im Griff mit Positions-
11 schalter LS-Titan®.
Sicher schalten, trennen und steuern mit
Nockenschalter T und Lasttrennschalter P.

Sicheres Überwachen und Verarbeiten mit


Sicherheitsrelais ESR und sicherheits-
gerichtetem Steuerrelais easySafety.

Zuverlässiges Abschalten mit Leistungs-


schützen DILM und Schutzüberwachungs-
relais CMD.

Weiterführende technische Informationen


zu den einzelnen Sicherheitsprodukten
finden Sie unter
www.eaton.com/moeller

1-30
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Der Weg zur sicheren Maschine
Logikeinheiten für Sicherheitsfunktionen Mit Sicherheitsrelais ESR oder dem sicher-
Mit sicheren Logikeinheiten reduziert sich heitsgerichteten Steuerrelais easySafety
der Hardware-Aufwand beträchtlich und lassen sich Anwendungen realisieren, die
beschränkt sich weitestgehend auf die den höchsten Sicherheitsanforderungen 11
Sensor-/Aktorebene. Eaton stellt Ihnen gemäß den internationalen Normen ent-
zwei sichere Logikreihen zur Verfügung: sprechen:
• Elektronische Sicherheitsrelais ESR5 • Kategorie 4 nach EN 954-1
• Sicherheitsgerichtetes Steuerrelais • Performance Level PL e nach
easySafety. EN ISO 13849-1
Sicherheitsrelais der Serie ESR5 bieten für • Safety Integrity Level SIL CL 3 nach
jede Applikation die optimale Lösung durch IEC 62061
maßgeschneiderte Sicherheitsfunktionen. • Safety Integrity Level SIL 3 nach
Die interne Logik der Sicherheitsrelais IEC 61508
überwacht die verdrahteten Sicherheits- Eaton gewährleistet den erforderlichen
kreise und aktiviert im fehlerfreien Zustand Personen- und Prozessschutz durch die
die Freigabekontakte. vom TÜV Rheinland approbierten Sicher-
heitsprodukte – sowohl an einfachen als
Das sicherheitsgerichtete Steuerrelais
auch an komplexen Maschinen.
easySafety integriert eine Fülle an Sicher-
heitsrelais in Form von Sicherheitsfunk-
tionsbausteinen in einem Gerät und bietet
dadurch höchste Flexibilität bei deutlicher
Platzersparnis. easySafety überwacht alle
gängigen Sicherheitseinrichtungen und
übernimmt zusätzlich erforderliche Steue-
rungsaufgaben an der Maschine.

1-31
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Der Weg zur sicheren Maschine
Bewegliche Schutzeinrichtung über- Funktion
wachen mit ESR5 Für zweikanalige Anwendungen stellt die
Zur Absicherung von zugänglichen Gefah- sichere Logikeinheit zwei getrennte
11 renbereichen können bewegliche Schutz- Eingangskreise zur Verfügung, die die Sen-
einrichtungen, wie z. B. Schutztüren, Gitter sorik (z. B. Positionsschalter einer Ver-
und Klappen eingesetzt werden. Die riegelungseinrichtung) überwachen. Nach
Stellung der beweglichen Schutzeinrich- dem Schließen der Eingangskreise kann
tung wird mit Positionsschaltern oder das Sicherheitsrelais mit Hilfe eines
berührungslosen Kontaktsensoren erfasst, Reset-Tasters gestartet werden. Dadurch
die mit einer sicheren Logikeinheit über- werden die Freigabe- und Meldestrom-
wacht und ausgewertet werden. Eine pfade aktiviert und die daran angeschlos-
Risikoanalyse liefert den notwendigen senen Aktoren eingeschaltet. Über
Grad an Risikominderung durch die zwangsgeführte Hilfskontakte der Aktorik
Schutzeinrichtung. diagnostiziert das Sicherheitsrelais mög-
liche Fehlerzustände.

Sicherheitstechnische Bewertung

Kat B 1 2 3 4
PL a b c d e
SIL 1 2 3
Kat. nach EN 954-1
PL nach EN ISO 13849-1
SIL nach IEC 62061

1-32
Schaltungsbeispiel: Zweikanalige Schutztürüberwachung mit ESR5
24 V
L1 L1 0V
L2 L2 24V1
L3 L3 0V1

1
1
-F1 -F2

2
2

L1
L2
L3
-Q3

21
I> I> I>
-Q1

T1
T2
T3
21 22
-Q2
13
23
33

A1
A2

22
S11
S33
S34
S12
ESR5-NO-21-24VAC-DC

21
-B1 -K11
Power
Der Weg zur sicheren Maschine

22
24 V AC/AC
Schalten, Steuern, Visualisieren

K1
Logik

13

1
3
5
K2
-B2
-Q1

2
4
6
14
24 V DC
Schließer
betätigt
S21
S22
14
24
34

1
3
5
-Q2

2
4
6
A1
A1

PE
-Q1 -Q2
A2
A2

U1
V1
W1
PE
-X1
Eaton Schaltungsbuch 06/11

U
V
W
M PE
3

1-33
11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Der Weg zur sicheren Maschine
Stillsetzen im Notfall mit easySafety realisiert. Die beiden Schütze fallen ab, ein
Die NOT-HALT-Funktion ist eine ergän- erneutes Starten ist durch Betätigen der
zende Schutzmaßnahme und nicht als aus- START-Taste möglich. Wird während der
11 schließlicher Schutz zulässig. Gemäß Gefahr bringenden Bewegung der
Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ist jedoch NOT-HALT-Taster S4 betätigt, wird die
an jeder Maschine eine Einrichtung zum Freigabe der Ausgänge QS1 und QS2 ent-
Stillsetzen im Notfall (NOT-HALT) vorzu- zogen und die Schütze fallen ab. Ein erneu-
sehen. Der Grad der Risikoabsicherung tes Starten ist erst nach Rücksetzen des
durch die NOT-HALT-Einrichtung ist durch NOT-HALT-Tasters und dessen Freigabe
eine Risikobewertung zu bestimmen. Führt durch Betätigen der RESET-Taste möglich.
ein sofortiges Abschalten der Energiezu- Mit der Verwendung des Ausgangs QS4
fuhr nicht zu gefährlichen Zuständen, kann der Antrieb aktiv gebremst werden.
können Sie eine ungesteuerte Stillsetz- Diese Option wird jedoch nicht in die
funktion gemäß Stopp-Kategorie 0 nach Sicherheitsbetrachtung einbezogen, da
EN ISO 13850 einsetzen. der Frequenzumrichter den sicheren
Bremsvorgang nicht unterstützt.

Sicherheitstechnische Bewertung

Kat B 1 2 3 4
PL a b c d e
SIL 1 2 3
Kat. nach EN 954-1
PL nach EN ISO 13849-1
SIL nach IEC 62061

Funktion
Der NOT-HALT-Taster S4 muss sich in
Freigabe-Stellung (Öffnerkontakte
geschlossen) befinden, damit die Freigabe
über den RESET-Taster S3 erteilt werden
kann. Mit Betätigen des START-Tasters S1
wird die Gefahr bringende Bewegung in
Gang gesetzt. Die Selbsthaltung und ihre
Unterbrechung wird über das Programm

1-34
Schaltungsbeispiel: Zweikanalige Not-Halt-Überwachung mit easySafety
L1 L1
L2 L2
L3 L3 +24 V
PE PE 0V

L1
L2
L3
2
2
-Q4 -F2 -F1

1
1
13
13

21
-S1 -S2 -S3
I> I> I>

22
Stopp

14
14
Start Reset

T1
T2
T3
11
21

21

K11
-Q1 -S4

22
NOT-HALT
22

1
3
5
12
-T1

21
-Q1

K14

2
4
6
-Q2

22

1
3
5
-Q2

2
4
6
+24V 0V 0V IS1 IS2 IS3 IS4 IS5 IS6 IS7 IS8 IS9 IS10 IS11 IS12 IS13 IS14
-K1 NET

DC 24 V Input 14 x DC

U1
V1
W1
Der Weg zur sicheren Maschine

DEL ALT
Schalten, Steuern, Visualisieren

PE

1
13
-R1 P2

-QR1 -Q3

2
P1 P3

14

V2
U2
W2
P4

ESC OK

L1
L2
L3
PE
ES4P-221-DMXD1
-R2
Output 1x Relay / 6A 4x Transistor / 0,5A 4x Test Signal

2
4
6
8
1 2

1
2
5

L1
L2
L3
QR1 +24V 0V QS1 QS2 QS3 QS4 T1 T2 T3 T4

PE
-T1

P24
L+

DC+
DC-
Eaton Schaltungsbuch 06/11

U
V
W
K12

PE
K14
K11
A1
A1
A1

-Q1 -Q2 -Q3

U1
V1
W1
PE
-X1
A2
A2
A2

U1
V1
W1
M PE

3∼

1-35
11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Zeitrelais
Elektronische Zeitrelais werden in Schütz- • ETR2-44
steuerungen eingesetzt, wo kleine Rück- Funktion 44 (blinkend, zwei Zeiten;
stellzeiten, gute Wiederholgenauigkeit, impulsbeginnend oder pausebeginnend
11 hohe Schalthäufigkeit und hohe Gerä- einstellbar)
telebensdauer gefordert werden. Zeiten • Multifunktionsrelais DILET70, ETR
können zwischen 0,05 s und 100 h gewählt 4-69/70 Funktion 11 (ansprechverzögert)
und leicht eingestellt werden. Funktion 12 (rückfallverzögert)
Das Schaltvermögen elektronischer Zeit- Funktion 16 (ansprech- und rückfallver-
relais entspricht den Gebrauchskategorien zögert)
AC-15 und DC-13. Funktion 21(einschaltwischend)
Funktion 22 (ausschaltwischend)
Von der Betätigungsspannung her gibt es
Funktion 42 (blinkend, impulsbeginnend)
bei den Zeitrelais folgende Unter-
scheidungen: • Funktion 81 (impulsgebend)
Funktion 82 (impulsformend)
• Variante A (DILET… und ETR4)
ON, OFF
Allstromgeräte:
• Multifunktionsrelais ETR2-69(-D)
Gleichspannung 24 bis 240 V
Funktion 11 (ansprechverzögert)
Wechselspannung 24 bis 240 V, 50/60 Hz
Funktion 12 (rückfallverzögert)
• Variante W (DILET… und ETR4) Funktion 21 (einschaltwischend)
Wechselstromgeräte:
Funktion 22 (ausschaltwischend)
Wechselspannung 346 bis 440 V, 50/60 Hz Funktion 42 (blinkend, impulsbeginnend)
• ETR2… (als Reiheneinbaugerät nach Funktion 43 (blinkend, pausebeginnend)
DIN 43880) Funktion 82 (impulsformend)
Allstromgeräte:
• Stern-Dreieck-Zeitrelais ETR4-51
Gleichspannung 24 bis 48 V
Funktion 51 (ansprechverzögert)
Wechselspannung 24 bis 240 V, 50/60 Hz
(ETR2-69-D: 12 bis 240 V, 50/60 Hz)
DILET70 und ETR4-70 bieten den Anschluss
eines Fernpotentiometers. Beide Zeitrelais
Den jeweiligen Zeitrelais sind folgende
erkennen das Potentiometer beim
Funktionen zugeordnet:
Anschluss selbstständig.
• DILET11, ETR4-11,ETR2-11
Eine Besonderheit stellt das Zeitrelais
Funktion 11 (ansprechverzögert)
ETR4-70 dar. Mit zwei Wechslern aus-
• ETR2-12
gerüstet, ist es umrüstbar auf zwei Zeit-
Funktion 12 (rückfallverzögert)
kontakte 15-18 und 25-28 (A2-X1 gebrückt)
• ETR2-21 oder einen Zeitkontakt 15-18 und einen
Funktion 21 (einschaltwischend)
Sofortkontakt 21-24 (A2-X1 nicht gebrückt).
• ETR2-42 Ist die Brücke A2-X1 entfernt, vollzieht nur
Funktion 42 (blinkend, impulsbeginnend) der Zeitkontakt 15-18 die nachstehend
beschriebenen Funktionen.

1-36
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Zeitrelais
Funktion 11 Funktion 16
ansprechverzögert ansprech- und rückfallverzögert

A1-A2 A1-A2 11
15-18 Y1-Y2
t B1
15-18
t t (25-28)
Die Betätigungsspannung Us wird über
einen Ansteuerkontakt an die Klemmen A1 Die Versorgungsspannung Us wird direkt
und A2 gelegt. an die Klemmen A1 und A2 gelegt. Werden
Nach der eingestellten Verzögerungszeit beim DILET70 die Klemmen Y1 und Y2 durch
geht der Wechsler des Ausgangsrelais in einen potentialfreien Schließer überbrückt
die Stellung 15-18 (25-28). oder beim ETR4-69/70 ein Potential an B1
gelegt, geht der Wechsler nach der einge-
Funktion 12 stellten Zeit t in die Stellung 15-18 (25-28).
Wird nun die Verbindung Y1-Y2 unterbro-
rückfallverzögert
chen bzw. B1 vom Potential getrennt, geht
A1-A2 der Wechsler nach der gleichen Zeit t in
Y1-Y2 die Ausgangslage 15-16 (25-26) zurück.
B1
15-18
t (25-28) Funktion 21
Nach Anlegen der Versorgungsspannung einschaltwischend
an die Klemmen A1 und A2 bleibt der
A1-A2
Wechsler des Ausgangsrelais in der Aus-
gangslage 15-16 (25-26). Werden beim 15-18
t (25-28)
DILET70 die Klemmen Y1 und Y2 durch
einen potentialfreien Schließer überbrückt
Nach Anlegen der Spannung Us an A1 und
oder beim ETR4-69/70 oder ETR2-69 ein
A2 geht der Wechsler des Ausgangsrelais
Potential an B1gelegt, geht der Wechsler
in die Stellung 15-18 (25-28) und bleibt ent-
unverzögert in die Stellung 15-18 (25-28).
sprechend der eingestellten Wischzeit
Wird nun die Verbindung der Klemmen betätigt.
Y1-Y2 unterbrochen bzw. B1 vom Potential
In dieser Funktion wird also aus einer Dau-
getrennt, kehrt der Wechsler nach Ablauf
erkontaktgabe (Spannung an A1-A2) ein
der eingestellten Zeit in die Ausgangslage
zeitlich definierter Wischimpuls (Klemmen
15-16 (25-26) zurück.
15-18, 25-28).

1-37
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Zeitrelais
Funktion 82 Verzögerungszeit geht der Wechsler des
impulsformend Ausgangsrelais in die Stellung 15-18
(25-28) und fällt nach 0,5 s zurück in die
11 A1-A2 Ausgangslage 15-16 (25-26). Bei dieser
Y1-Y2 Funktion handelt es sich also um einen
B1
15-18
Wischimpuls mit zeitlicher Verzögerung.
t (25-28)
Funktion 22
Nach Anlegen der Versorgungsspannung
an A1 und A2 bleibt der Wechsler des Aus- ausschaltwischend
gangsrelais in der Ruhelage 15-16 (25-26). A1-A2
Werden beim DILET70 die Klemmen Y1 und
Y1-Y2
Y2 durch einen potentialfreien Schließer B1
überbrückt oder beim ETR4-69/70 oder 15-18
t (25-28)
ETR2-69 ein Potential an B1 gelegt, geht
der Wechsler unverzögert in die Stellung Die Versorgungsspannung Us liegt direkt
15-18 (25-28). an A1 und A2. Werden beim DILET70 die
Wird nun die Verbindung Y1-Y2 wieder Klemmen Y1 und Y2, die vorher zu einem
geöffnet bzw. B1 vom Potential getrennt, beliebigen Zeitpunkt (DILET-70: potential-
bleibt der Wechsler solange betätigt, bis frei) kurzgeschlossen worden sind, wieder
die eingestellte Zeit abgelaufen ist. Bleibt geöffnet bzw. beim ETR4-69/70 oder
Y1-Y2 länger geschlossen bzw. B1 am ETR2-69 der Kontakt B1 potentialfrei,
Potential, geht das Ausgangsrelais schließt der Kontakt 15-18 (25-28) für die
ebenfalls nach der eingestellten Zeit in Dauer der eingestellten Zeit.
seine Ruhelage zurück. Bei der impulsfor-
menden Funktion wird also immer ein zeit- Funktion 42
lich genau definierter Ausgangsimpuls
blinkend, impulsbeginnend
gegeben, egal ob der Eingangsimpuls über
Y1-Y2 oder B1 kürzer oder länger als die A1-A2
eingestellte Zeit ist. 15-18
(25-28)
t t t t
Funktion 81
impulsgebend mit festem Impuls Nach Anlegen der Spannung Us an A1 und
A2 geht der Wechsler des Ausgangsrelais
A1-A2 in die Stellung 15-18 (25-28) und bleibt ent-
15-18 sprechend der eingestellten Blinkzeit betä-
t 0.5 s (25-28) tigt. Die anschließende Pausenzeit ent-
spricht der Blinkzeit.
Die Betätigungsspannung wird über einen
Ansteuerkontakt an die Klemmen A1 und
A2 gelegt. Nach Ablauf der eingestellten
1-38
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Zeitrelais
Funktion 43 Funktion 51 Stern-Dreieck
blinkend, pausebeginnend ansprechverzögert
A1-A2
A1-A2 11
15-18 17-18
(25-28)
t t t t t 17-28
t tu
LED

Wird die Betätigungsspannung Us an A1


Nach Anlegen der Spannung Us an A1 und und A2 gelegt, geht der Sofortkontakt in die
A2 bleibt der Wechsler des Ausgangsrelais Stellung 17-18. Nach Ablauf der einge-
entsprechend der eingestellten Blinkzeit in stellten Zeit öffnet der Sofortkontakt; der
der Stellung 15-16 und geht nach Ablauf Zeitkontakt 17-28 schließt nach einer
dieser Zeit in die Stellung 15-18 (Der Zyklus Umschlagszeit tu von 50 ms.
beginnt mit einer Pausen-Phase).
Funktion ON-OFF
Funktion 44
blinkend, zwei Zeiten A1-A2
15-18
A1-A2 OFF ON OFF (25-28)
A1-B1 LED
15-18
t1 t2 t1 t2 t1 t2 Mit der ON-OFF-Funktion lässt sich die
Funktion einer Steuerung testen. Sie ist ein
Rel LED
A1-B1
Hilfsmittel, etwa bei der Inbetriebnahme.
Mit der OFF-Funktion lässt sich das Aus-
15-18
t1 t2 t1 t2 t1 t2 gangsrelais abschalten, es reagiert nicht
mehr auf den Funktionsablauf. Bei der
Rel LED
ON-Funktion wird das Ausgangsrelais
Nach Anlegen der Spannung Us an A1 und eingeschaltet. Diese Funktion setzt voraus,
A2 geht der Wechsler des Ausgangsrelais dass an den Klemmen A1-A2 die Versor-
in die Stellung 15-18 (impulsbeginnend). gungsspannung anliegt. Die LED macht auf
Durch eine Brücke zwischen den den Betriebszustand aufmerksam.
Kontakten A1 und B1 kann das Relais auf
pausenbeginnend umgeschaltet werden. Weitere Informationsquellen
Die Zeiten t1 und t2 können unterschiedlich • Montageanweisungen
eingestellt werden. → http://www.eaton.com/moeller/sup-
port (Montageanweisungen)
Suchbegriffe: DILET, ETR4, ETR2
• Hauptkatalog Industrieschaltgeräte
(HPL) → Kapitel „Zeitrelais“

1-39
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Mess- und Überwachungsrelais EMR
Für die verschiedensten Anwendungen Gezielte Überbrückung von kurzen
werden Mess- und Überwachungsrelais Stromspitzen
benötigt. Mit dem neuen EMR-Sortiment Mit Hilfe der zwischen 0,05 und 30 s
11 deckt Eaton viele Anforderungen ab: wählbaren Zeit der Ansprechverzögerung
• universeller Einsatz, Stromwächter können kurzfristige Stromspitzen über-
EMR…-I brückt werden.
• platzsparende Überwachung des
Drehfeldes, Phasenfolgerelais EMR…-F Phasenwächter EMR…-W
• Schutz vor Zerstörung oder
Beschädigung einzelner Anlagenteile,
Phasenwächter EMR…-(A)W(N)
• sicheres Erkennen eines Phasenausfalls,
Asymmetrierelais EMR…-A
• erhöhte Sicherheit durch Arbeitsstrom-
prinzip, Niveaurelais EMR…-N
• Erhöhung der Betriebssicherheit, Isola-
tionswächter EMR…-R Phasenwächter EMR…-W überwachen
neben der Drehfeldrichtung auch die Höhe
Stromwächter EMR…-I der angelegten Spannung. Das bedeutet
Schutz vor Zerstörung oder Beschädigung
einzelner Anlagenteile. Hierbei wird
sowohl die minimale Unterspannung als
auch die maximale Überspannung mit
einem Drehschalter innerhalb eines
definierten Fensters bequem auf die
gewünschte Spannung eingestellt.
Zusätzlich kann zwischen einer ansprech-
Die Stromwächter EMR…-I sind sowohl verzögerten und einer rückfallverzögerten
zur Überwachung von Wechsel- als auch Funktion unterschieden werden. In der
von Gleichstrom geeignet. Mit ihnen ansprechverzögerten Einstellung werden
können Pumpen und Bohrmaschinen auf kurze Spannungseinbrüche überbrückt.
Unter- oder Überlast überwacht werden. Die Rückfallverzögerung ermöglicht eine
Das geschieht mit Hilfe der wählbaren Fehlerspeicherung für die eingestellte Zeit.
unteren oder oberen Ansprechgrenze. Die Verzögerungszeit kann zwischen 0,1
Es gibt zwei Ausführungen mit je drei und 10 s eingestellt werden.
Messbereichen (30/100/1000 mA, Das Relais zieht bei korrektem Drehfeld
1,5/5/15 A). Die Multispannungsspule und richtiger Spannung an. Nach einem
ermöglicht ein universelles Einsetzen des Abfallen zieht das Gerät erst wieder an,
Relais. Der zweite Hilfswechsler ermög- wenn die Spannung eine 5 %ige Hysterese
licht eine direkte Rückmeldung. überschritten hat.
1-40
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Mess- und Überwachungsrelais EMR
Phasenfolgerelais EMR…-F auch bei hoher Rückspeisung des Motors
sicher erkannt und eine Überlastung des
Motors verhindert werden.
11
Niveaurelais EMR…-N

Mit dem nur 22,5 mm breiten Phasenfolge-


relais können ortsveränderliche Motoren,
bei denen die Drehrichtung von Bedeutung
ist (z. B. Pumpen, Sägen, Bohrmaschinen),
auf ein rechts drehendes Drehfeld über- Die Niveaurelais EMR…-N kommen im
wacht werden. Das bedeutet Platz im Wesentlichen zum Trockenlaufschutz von
Schaltschrank durch geringe Baubreite Pumpen oder als Niveauregulierung von
und Schutz vor Schäden durch Über- Flüssigkeiten zum Einsatz. Sie arbeiten mit
wachung des Drehfeldes. Hilfe von Sensoren, die die Leitfähigkeit
Bei rechts drehendem Drehfeld wird mit messen. Hierzu werden jeweils ein Sensor
dem Wechsler die Steuerspannung für die für die maximale und ein Sensor für die
Motorschaltgeräte freigegeben. Das minimale Füllhöhe benötigt. Ein dritter Sen-
EMR…-F500-2 deckt den gesamten Span- sor dient als Massepotential.
nungsbereich von 200 bis 500 V AC ab. Das 22,5 mm schmale Gerät EMR…-N100
eignet sich für gut leitfähige Flüssigkeiten.
Asymmetrierelais EMR…-A Es ist mit einer Umschaltung von Niveau-
regulierung zu Trockenlaufschutz aus-
gerüstet. Die Sicherheit wird erhöht, da in
beiden Fällen das Arbeitsstromprinzip zum
Einsatz kommt.
Das Niveaurelais EMR…-N500 hat eine
erweiterte Empfindlichkeit und ist auch für
weniger gut leitende Medien geignet.
Durch eine integrierte wählbare Anzugs-
Das Asymmetrierelais EMR…-A in seiner oder Abfallverzögerung zwischen 0,1 uns
22,5 mm Baubreite ist das richtige Schutz- 10 s können auch bewegte Flüssigkeiten
organ gegen Phasenausfall. Damit schützt überwacht werden.
es den Motor vor Zerstörung.
Da der Phasenausfall auf Basis der Pha-
senverschiebung erfasst wird, kann dieser

1-41
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Mess- und Überwachungsrelais EMR
Isolationswächter EMR…-R Multifunktionale Dreiphasenwächter
EMR…-AW(N)

11

Die EN 60204 „Sicherheit von Maschinen“


sieht zur Erhöhung der Betriebssicherheit Mit den multifunktionalen Dreiphasen-
die Überwachung von Hilfsstromkreisen wächtern erfolgt die platzsparende Über-
auf Erdschluss mittels Isolationswächter wachung des Drehfeldes mit ver-
vor. Die EMR…-R haben hier ihr schiedenen Funktionen. Dabei werden die
Haupteinsatzgebiet. Aber auch für medi- Phasenparameter Phasenfolge, Pha-
zinisch genutzte Räume gibt es ähnliche senausfall, Asymmetrie sowie Unter- und
Forderungen. Überspannung erfasst.
Über einen Wechslerkontakt melden sie Je nach Ausführung der Geräte bewegt
einen Erdschluss und ermöglichen so eine sich der einstellbare Schwellenwert für
Fehlerbeseitigung ohne teure Stillstands- Asymmetrie zwischen 2 bis 15 %. Die
zeiten. Schwellenwerte für Unter- und Überspan-
Wahlweise verfügen die Geräte über eine nung sind einstellbar bzw. fest eingestellt.
Fehlerspeicherung, die ein Qittieren nach Die verschiedenen Möglichkeiten und Ein-
der Fehlerbeseitigung erfordert. Mit Hilfe stellwerte entnehmen Sie bitte den
einer Testtaste kann das Gerät jederzeit jeweiligen Montageanweisungen.
auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft
werden.
Weitere Informationsquellen
AC oder DC Steuerspannungen • Montageanweisungen
Es gibt sowohl für Wechselstrom- als auch → http://www.eaton.com/moeller/sup-
für Gleichstromkreise ein Gerät. Damit wird port (Montageanweisungen)
der gesamte Steuerspannungsbereich Suchbegriffe: EMR4, EMR5
abgedeckt. Beide Geräte verfügen über
• Hauptkatalog Industrieschaltgeräte
eine Multispannungsquelle. Dadurch ist
(HPL), → Kapitel „Messrelais EMR,
die Versorgung sowohl über AC als auch
Überwachungsrelais EMR“
über DC möglich.

1-42
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Systemübersicht &Relay, MFD-Titan
Steuerrelais 500/700

1 3 11
4
3
1

5
6
2 7
8

POW

BUS
POWER
COM-ERR ERR
MS
ADR

NS

1 Grundgeräte &500, stand alone 11


2 Grundgeräte &700, erweiterbar: 12
Digital-Ein-/Ausgänge und 10

Bussysteme
9
3 Abgesetztes Textdisplay
4 Ethernet-Gateway
5 Busmodul PROFIBUS-DP 11
6 Busmodul AS-Interface
7 Busmodul CANopen 10
8 Busmodul DeviceNet
9 Ausgangserweiterung
10, 11 Ein-/Ausgangserweiterungen
12 Koppelmodul für den dezentralen
Anschluss einer digitalen
Ein-/Ausgangserweiterung

1-43
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Systemübersicht &Relay, MFD-Titan
Steuerrelais 800

11 2

1 3

1 2

L
DE
ALT
ES

OK
C

15
15

4
5
6
7

POW

BUS

MS

NS

14

10
11
9, 12

10
13

12

1-44
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Systemübersicht &Relay, MFD-Titan
1 Grundgeräte &800, erweiterbar:
Digital-Ein-/Ausgänge und
Bussysteme, &Net onboard
2 Abgesetztes Textdisplay 11
3 Ethernet-Gateway
4 Busmodul PROFIBUS-DP
5 Busmodul AS-Interface
6 Busmodul CANopen
7 Busmodul DeviceNet
8 Ausgangserweiterung
9, 10 Ein-/Ausgangserweiterungen
11 Koppelmodul für den dezentralen
Anschluss einer digitalen
Ein-/Ausgangserweiterung
12 Ein-/Ausgangserweiterung
13 Kompakt-SPS easyControl
14 Sicherheitssteuerrelais &Safety
15 Multi-Funktions-Display MFD-Titan

1-45
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Systemübersicht &Relay, MFD-Titan
Multi-Funktionsdisplay MFD-Titan

11
1

1 2

14

3
4
5
6

POW

BUS

MS

13 NS

13

9
11
8, 10

10

1-46
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Systemübersicht &Relay, MFD-Titan
1 MFD-Titan, bestehend aus:
Anzeige-/Bedieneinheit,
Netzteil/CPU-Modul, E/A-Modul
2 Ethernet-Gateway 11
3 Busmodul PROFIBUS-DP
4 Busmodul AS-Interface
5 Busmodul CANopen
6 Busmodul DeviceNet
7 Ausgangserweiterung
8, 9, 10 Ein-/Ausgangserweiterungen
11 Koppelmodul für den dezentralen
Anschluss einer digitalen
Ein-/Ausgangserweiterung
12 Kompakt-SPS &Control
13 Sicherheitssteuerrelais
&Safety
14 Steuerrelais &800

1-47
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Systemübersicht &Relay, MFD-Titan
Funktionen
500 und 700 MFD(-AC)-CP8… und 800
11

easy500 und easy700 haben die gleiche


MFD(-AC)-CP8… und easy800 haben die
Funktionalität. easy700 bietet mehr Ein-
gleiche Funktionalität. MFD-80.. mit
und Ausgänge, ist erweiterbar und kann an
Schutzart IP65 ermöglicht den Einsatz auch
Standard-Bussysteme angebunden wer-
in rauer Umgebung. Zusätzlich zur Erwei-
den. Die Reihen- und Parallelschaltung von
terbarkeit und der Anbindung an
Kontakten und Spulen erfolgt in 128 Strom-
Standard-Bussysteme können acht
pfaden; max. drei Kontakte und eine Spule
easy800 oder MFD-Titan über easyNet ver-
in Reihe. Die Anzeige von 16 Bedien- und
netzt werden. Die Reihen- und
Meldetexten erfolgt über in- oder externes
Parallelschaltung von Kontakten und
Display.
Spulen erfolgt in 256 Strompfaden. Vier
Die Hauptfunktionen sind: Kontakte und eine Spule in Reihe. Die
• Multifunktionszeitrelais, Anzeige von 32 Bedien- und Meldetexten
• Stromstoßschalter, erfolgt über ein in- oder externes Display.
• Zähler Ergänzend zu den Funktionen des easy700
– vor- und rückwärts, bieten das easy800 und das MFD-Titan:
– schnelle Zähler, • PID-Regler,
– Frequenzzähler, • Arithmetikbausteine,
– Betriebsstundenzähler,
• Werteskalierung,
• Analogwertvergleicher,
• und vieles mehr.
• Wochen- und Jahresschaltuhren,
Die individuelle Beschriftung des
• Automatische Umschaltung Sommerzeit,
MFD-80… und des easy800 ist möglich.
• Remanente Istwerte von Merker, Zählern
und Zeitrelais.
Die individuelle Beschriftung von easy500
und easy700 ist möglich.

1-48
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Systemübersicht &Relay, MFD-Titan
„Abgesetztes“ Display – Textanzeige für Relay

11

Über Plug & Work schließen Sie das Dis-


play MFD-80.. über das Versorgungs- und
Kommunikationsmodul MFD-CP4.. an die
easyRelay an. Das MFD-CP4.. enthält eine
kürzbare, 5 m lange Verbindungsleitung.
Vorteil, Sie benötigen keine Software oder
Treiber zum Anschluss. Das MFD-CP4..
bietet echtes Plug & Work. Die Verdrah-
tung der Ein- und Ausgänge erfolgt am
easyRelay. Im easyRelay läuft auch die
Schaltplanabarbeitung ab. Das MFD-80..
wird in zwei 22,5 mm Befestigungslöchern
montiert. Das in Schutzart IP65 ausge-
führte Display selbst ist hinter-
grundbeleuchtet und sehr gut ablesbar.
Die individuelle Beschriftung des Displays
ist möglich.

1-49
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss Stromversorgung
bei AC-Geräten bei DC-Geräten
11 L +
N –

> 1A L.1 > 1A +.1

L N N +...V 0 0

Grundgeräte Grundgeräte
EASY512-AB-… 24 V AC EASY512-DA-… 12 V DC
EASY719-AB-… 24 V AC EASY719-DA-… 12 V DC
EASY512-AC-… 100 – 240 V AC EASY512-DC-… 24 V DC
EASY719-AC-… 100 – 240 V AC EASY7…-DC-… 24 V DC
EASY819-AC-… 100 – 240 V AC EASY819-DC-… 24 V DC
EASY82.-DC-… 24 V DC

MFD-AC-CP8-… 100 – 240 V AC MFD-CP8-… 24 V DC


MFD-CP10… 24 V DC
Erweiterungsgeräte Erweiterungsgeräte
EASY618-AC… 100 – 240 V AC EASY410-DC… 24 V DC
EASY618-DC… 24 V DC
EASY620-DC… 24 V DC
EASY406-DC-ME 24 V DC
EASY411-DC-ME 24 V DC

1-50
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss digitale Eingänge der AC-Geräte

L1
N 11
100 nF
/275 V ∼

100 nF
1N4007
/275 V ∼ 1 kΩ

1 N

① ② ③ ④ ⑤ ⑥ ⑦ ⑧
a Eingangssignal über Schützkontakt, Hinweise
z. B. DILER • Durch die Zusatzschaltung wird die
b Eingangssignal über Taster RMQ-Titan Abfallzeit des Eingangs verlängert.
c Eingangssignal über Positionsschalter, • Leitungslängen bei Eingängen ohne
z. B. LS-Titan Zusatzschaltung ≦ 40 m, mit Zusatzschal-
d Zusatzschaltung mit Diode tung ≦ 100 m.
(→ Hinweise) • Eingänge I7, I8 haben bereits eine interne
e Erhöhung des Eingangsstromes Zusatzschaltung.
f Begrenzung des Eingangsstromes
g Erhöhung des Eingangsstromes mit
EASY256-HCI
h Vorschaltgerät EASY256-HCI mit inter-
ner Zusatzschaltung(→ Hinweise)

1-51
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss digitale Eingänge der DC-Geräte

+
11 –

① ② ③ ④ ⑤
a Eingangssignal über Schützkontakt, Hinweis
z. B. DILER • Berücksichtigen Sie bei der Leitungs-
b Eingangssignal über Taster RMQ-Titan länge den Spannungsabfall.
c Eingangssignal über Positionsschalter, • Verwenden Sie wegen des hohen Rest-
z. B. LS-Titan stromes keinen Zwei-Draht-Näherungs-
d Näherungsschalter, drei-Draht schalter.
e Näherungsschalter, vier-Draht

1-52
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Analoge Eingänge
Je nach Gerätetyp sind zwei oder vier • Wenn Lasten wie Motoren, Magnet-
analoge Eingänge mit 0 bis 10 V verfügbar. ventile oder Schütze und easy über die
Die Auflösung beträgt 10 Bit = 0 bis 1023. gleiche Versorgungsspannung betrieben
11
werden, kann das Schalten zu einer Stö-
Es gilt:
rung der analogen Eingangssignale füh-
I7 = IA01 ren. Schließen Sie deshalb induktive
EASY512-AB/DA/DC… Lasten, die Sie über die Ausgänge von
I8 = IA02
easy schalten, an eine separate Versor-
EASY719-AB/DA/DC… gungsspannung an oder verwenden Sie
EASY721-DC… eine Schutzbeschaltung für Motoren und
I11 = IA03 EASY819/820/821/822-DC… Ventile.
MFD-R16, MFD-R17,
I12 = IA04 MFD-T16, MFD-TA17

Vorsicht!
Unsachgemäßer Anschluss kann zu nicht
gewollten Schaltzuständen führen.
Analogsignale sind störempfindlicher als
digitale Signale, sodass die Signalleitun-
gen sorgfältiger verlegt und angeschlos-
sen werden müssen.
• Verwenden Sie geschirmte, paarweise
verdrillte Leitungen, um Störeinkopp-
lungen auf die Analogsignale zu ver-
meiden.
• Erden Sie den Schirm der Leitungen bei
kurzen Leitungslängen beidseitig und
vollflächig. Ab einer Leitungslänge von
etwa 30 m kann die beidseitige Erdung zu
Ausgleichsströmen zwischen beiden
Erdungsstellen und damit zur Störung
von Analogsignalen führen. Erden Sie die
Leitung in diesem Fall nur einseitig.
• Verlegen Sie Signalleitungen nicht
parallel zu Energieleitungen.

1-53
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss Stromversorgung und analoge Eingänge der …AB-Geräte

L
11 N

~ EASY200-POW

+12 V
0V

L01h
F1
N01 h

L N N I1 I7 I8

Hinweis Achten Sie darauf, dass das gemeinsame


Bei easy…AB-Geräten, die analoge Bezugspotential geerdet ist oder mittels
Signale verarbeiten, muss das Gerät mit- Erdschlussüberwachungsgerät überwacht
tels Transformator versorgt werden, damit wird. Beachten Sie die gültigen Vor-
eine galvanische Trennung vom Netz schriften.
besteht. Der Neutralleiter und das Bezugs-
potential der DC-Speisung analoger Sen-
soren sind galvanisch zu verbinden.

1-54
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss analoge Eingänge der …DA/DC-… oder MFD-R…/T…

+
– 11

4...20 mA
(0...20 mA)

+..V
∼ -0 V
Out
0...10 V -35...55 °C 500 Ω
+12 V 0V

+...V 0V 0V

① ② ③ ④
a Sollwertgeber über gesonderte Strom- Hinweis
versorgung und Potentiometer ≦1 kΩ, • Beachten Sie die unterschiedliche
z. B. 1 kΩ, 0,25 W Anzahl und Benennung der Analog-
b Sollwertgeber mit vorgeschaltetem eingänge je Gerätetyp.
Widerstand 1,3 kΩ, 0,25 W, Potentio- • Verbinden Sie die 0 V des easy bzw. des
meter 1 kΩ, 0,25 W (Werte für 24 V DC) MFD-Titan mit den 0 V der Stromversor-
c Temperaturerfassung über Tem- gung des Analogwertgebers.
peraturfühler und Messumformer • Bei einem Sensor von 4(0) bis 20 mA und
d Sensor 4 bis 20 mA mit Widerstand einem Widerstand von 500 Ω ergeben
500 Ω sich folgende ca. Werte:
– 4 mA ≈ 1,9 V,
– 10 mA ≈ 4,8 V,
– 20 mA ≈ 9,5 V.
• Analog-Eingang 0 bis 10 V,
Auflösung 10 Bit, 0 bis 1023.

1-55
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss von Pt100/Ni1000 bei MFD-T(A)P…

11

a b

a Dreileiter-Anschluss b Zweileiter-Anschluss

MFD-TAP13-PT-A -40 °C ... +90 °C


MFD-TP12-PT-A 0 °C ... +250 °C
0 °C ... +400 °C
MFD-TAP13-NI-A 0 °C ... +250 °C
MFD-TP12-NI-A -40 °C ... +90 °C
MFD-TAP13-PT-B 0 °C ... +850 °C
MFD-TP12-PT-B
-200 °C ... +200 °C

Hinweis
Leitungslänge abgeschirmt < 10 m.

1-56
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschlussmöglichkeiten für Eingänge „Schneller Zähler“ bei …DA/DC-Geräten
oder MFD-R…/-T…

+ + 11
– –

A B

① ② ③

a schneller Zähler, Rechtecksignal über c Rechtecksignale über Inkremental-


Näherungsschalter, Puls-Pausenver- geber 24 V DC
hältnis sollte 1:1 sein easy800-DC… max. 5 kHz und
easy500/700 max. 1 kHz MFD-R/T… max. 3 kHz
easy800 max. 5 kHz
MFD-R/T… max. 3 kHz Hinweis
b Rechtecksignal über Frequenzgeber, Beachten Sie die unterschiedliche Anzahl
Puls-Pausenverhältnis sollte 1:1 sein und Benennung der Eingänge „schnelle
easy500/700 max. 1 kHz Zähler“, „Frequenzgeber“ und
easy800 max. 5 kHz „Inkrementalgeber“ je Gerätetyp.
MFD-R/T… max. 3 kHz

1-57
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss von Relaisausgängen bei EASY…R, MFD…R

11 1 2 1 2 1 2 1 2 1 2

L… L… L… L… L…

a b c d e
Absicherung Außenleiter L.. a Glühlampe, max. 1000 W bei
230/240 V AC
b Leuchtstoffröhre, max. 10 x 28 W bei
elektronischem Vorschaltgerät,
1 x 58 W bei konventionalem Vorschalt-
gerät bei 230/240 V AC
≦ 8 A/B16 c Wechselstrommotor
d Ventil
Mögliche AC-Spannungsbereiche: e Spule
24 bis 250 V, 50/60 Hz
z. B. L1, L2, L3 Phase gegen Nulleiter
Mögliche DC-Spannungsbereiche:
12 bis 300 V DC

1-58
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss von Transistorausgängen bei EASY…T, MFD-T…

11
+ 24 V 0V

f 2.5 A
F 10.0 A

24 V DC

a b c d
a Schützspule mit Z-Diode als generell, die Schutzbeschaltung möglichst
Schutzbeschaltung, 0,5 A bei nahe an der Induktivität anzuschließen.
24 V DC
Werden Induktivitäten nicht schutzbe-
b Ventil mit Diode als schaltet, gilt:
Schutzbeschaltung, Es dürfen nicht mehrere Induktivitäten
0,5 A bei 24 V DC
gleichzeitig abgeschaltet werden, um die
c Widerstand, Treiberbausteine im ungünstigsten Fall
0,5 A bei 24 V DC nicht zu überhitzen. Wird im NOT-AUS-Fall
die +24 V DC-Versorgung mitttels Kontakt
d Leuchtmelder 3 oder 5 W bei
24 V DC, abgeschaltet und kann dabei mehr als ein
Leistung abhängig von Gerätety- angesteuerter Ausgang mit Induktivität
pen und Ausgängen abgeschaltet werden, müssen Sie die
Hinweis Induktivitäten mit einer Schutzbeschaltung
versehen.
Beim Abschalten von induktiven Lasten ist
Folgendes zu beachten:
Schutzbeschaltete Induktivitäten ver-
ursachen weniger Störungen im gesamten
elektrischen System. Es empfiehlt sich

1-59
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Parallelschaltung Hinweis
Nur innerhalb einer Gruppe (Q1 bis Q4 oder
Q5 bis Q8, S1 bis S4 oder S5 bis S8) dürfen
11 die Ausgänge parallel geschaltet werden;
z. B. Q1 und Q3 oder Q5, Q7 und Q8. Parallel
geschaltete Ausgänge müssen gleichzeitig
angesteuert werden.
wenn 4 Ausgänge parallel,
max. 2 A bei 24 V DC

wenn 4 Ausgänge parallel,


max. 2 A bei 24 V DC
Induktivität ohne Schutzbeschaltung
max. 16 mH

12 oder 20 W bei 24 V DC
Leistung abhängig von Gerätetypen
und Ausgängen

0V
a
a Widerstand

1-60
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss von analogem Ausgang bei EASY820-DC-RC…, EASY822-DC-TC…,
MFD-RA…, MFD-TA…

+
11

0V IA

+...V 0V 0V 0V Q A1 0V Q A1

① ②

a Servoventil ansteuern
b Sollwertvorgabe für Antriebsregelung
Hinweis
• Analogsignale sind störempfindlicher als
digitale Signale, sodass die Signalleitun-
gen sorgfältiger verlegt werden müssen.
Unsachgemäßer Anschluss kann zu
nicht gewollten Schaltzuständen führen.
• Analog-Ausgang 0 bis 10 V,
Auflösung 10 Bit, 0-1023.

1-61
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Ein-/Ausgangserweiterung 
Zentrale Erweiterung, bis 40 E/A Vernetzung über Net, bis 320 E/A
easy700, easy800, MFD(-AC)-CP8… Bei der Erweiterung der Ein- und Ausgänge
11 können über easy202, easy410, easy618 über easyNet können bis zu acht
oder easy620 erweitert werden. Hier Teilnehmer miteinander verbunden wer-
stehen Ihnen maximal 24 Eingänge und 16 den. Jede easy800 oder MFD(-AC)-CP8…
Ausgänge zur Verfügung. Eine Erweiterung kann mit einem Erweiterungsgerät ergänzt
je Grundgerät ist möglich, → Abschnitt werden. 1000 m Netzwerklänge sind mög-
„Zentrale und dezentrale Erweiterung lich. Es gibt zwei Betriebarten:
&”, Seite 1-63. • Ein Master (Platz 1,
Dezentrale Erweiterung, bis 40 E/A Teilnehmeradresse 1) und bis zu 7 wei-
easy700, easy800 und MFD-Titan werden tere Teilnehmer. Das Programm ist im
über das Koppelmodul EASY200-EASY mit Master enthalten.
easy410, easy618 oder easy620 erweitert. • Ein Master (Platz 1,
Das Erweiterungsgerät kann bis zu 30 m Teilnehmeradresse 1) und bis zu 7 wei-
vom Grundgerät entfernt betrieben wer- tere „intelligente“ oder „nicht
den. Es stehen Ihnen maximal 24 Eingänge intelligente“Teilnehmer. Jeder
und 16 Ausgänge zur Verfügung. Eine „intelligente“ Teilnehmer hat ein Pro-
Erweiterung je Grundgerät ist möglich, gramm.
→ Abschnitt „Zentrale und dezentrale → Abschnitt „&Net, Netzwerkver-
Erweiterung &”, Seite 1-63. bindung „Durch das Gerät schleifen“”,
Seite 1-64

1-62
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Zentrale und dezentrale Erweiterung 

1 2
I 1 - I... R 1 - R... zentrale Erweiterung 11
Q 1 - Q... S 1 - S...
easy700 easy202…
easy800 easy410…
easy618…, easy620…

1 2 E+ E-
I 1 - I... R 1 - R... dezentrale Erweiterung
≦ 30 m

Q 1 - Q... S 1 - S...
E+ E-

easy700 easy200 easy410…


easy800 easy618…, easy620…

R 1 - R... zentrale Erweiterung

MFD
S 1 - S...
MFD-AC-CP8… easy202…
MFD-CP8… easy410…
MFD-CP10… easy618…, easy620…

dezentrale Erweiterung
E+ E-
R 1 - R...
≦ 30 m

MFD
S 1 - S...
E+ E-

MFD-AC-CP8… easy200 easy410…


MFD-CP8… easy618…
MFD-CP10… easy620…

EASY-LINK-DS

1-63
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Net, Netzwerkverbindung „Durch das Gerät schleifen“

EASY-NT-R easyNet Geografischer Teilnehmer


11 (124 Ω
PIN1+2)
Ort, Platz1) Beispiel 1 Beispiel 2

1 1 1

easy800

2 2 3

easy800 easy800
easy618
easy620

3 3 8

MFD-AC-CP8… easy800
MFD-CP8… easy200 easy618
MFD-CP10… easy620

8 8 2

easy800 easy202
1) Der geografische Ort/Platz 1 hat immer die
EASY-LINK-DS
Teilnehmeradresse 1.
• Adressierung der Teilnehmer: • Die max. Gesamtlänge bei easyNet beträgt
– Automatische Adressierung vom Teilnehmer 1000 m.
1 oder über die easySoft… vom PC, • Wird easyNet unterbrochen oder ist ein
geografischer Ort = Teilnehmer, Teilnehmer nicht betriebsbereit, ist das Netz-
– Einzeladressierung am entsprechenden werk ab der Unterbrechungsstelle nicht mehr
Teilnehmer oder über easySoft… an jedem aktiv.
Teilnehmer, geografischer Ort und • Leitung 4-adrig ungeschirmt, je zwei Adern ver-
Teilnehmer können unterschiedlich sein. drillt. Wellenwiderstand des Kabels muss 120 Ω
betragen.

1-64
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Net, Netzwerkverbindung „T-Stück mit Stichleitung“

EASY-NT-R easyNet Geografischer Teilnehmer


(124 Ω
PIN1+2)
Ort, Platz1) Beispiel 1 Beispiel 2 11
1 1 1

easy800 ≦ 0.3 m

2 2 3
easy800 easy800
easy618
easy620 ≦ 0.3 m

3 3 8
MFD-AC-CP8… easy800
MFD-CP8… easy200 easy618
MFD-CP10… easy620

8 8 2

easy800 easy202
1) Der geografische Ort/Platz 1 hat immer die
EASY-LINK-DS
Teilnehmeradresse 1.
• Adressierung der Teilnehmer: • Wird easyNet zwischen T-Stück und Teil-
– Einzeladressierung am entsprechenden nehmer unterbrochen, oder ist ein Teilnehmer
Teilnehmer oder über easySoft… an jedem nicht betriebsbereit, ist das Netzwerk zu den
Teilnehmer. verbleibenden Teilnehmern weiter aktiv.
• Die max. Gesamtlänge, inklusive Stichleitung bei • Leitung 4-adrig ungeschirmt, je zwei Adern ver-
easyNet beträgt 1000 m. drillt. Drei Adern werden benötigt.
• Die max. Länge der Stichleitung vom T-Stück zur Wellenwiderstand des Kabels muss 120 Ω
easy800 oder zum MFD beträgt 0,30 m. betragen.

1-65
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Netzwerkanschluss Net
Buchsen RJ45 und Stecker Aufbau der Netzwerkleitung für Net
Anschlussbelegung der Buchse RJ45 am Der Wellenwiderstand muss 120 Ω
11 easy und MFD. betragen.
Die Netzwerkleitung benötigt kein
1 Abschirmgeflecht.
2 Wird dennoch ein Abschirmgeflecht ver-
3 wendet, sollte es mit „PE“ verbunden wer-
4 den.
5
6 Hinweis
7 Kabellängen und Querschnitte → Tabelle,
8 Seite 1-68.
Anschlussbelegung des Steckers RJ45 am
easy, MFD(-AC)-CP8/CP10…. Der minimale Betrieb mit easyNet funktio-
niert mit den Leitungen ECAN_H, ECAN_L,
1 GND. Die SEL_IN-Leitung dient allein der
2 automatischen Adressierung.
3 A 1 ECAN_H
4 A 2 ECAN_L
5 a B 3 GND (Ground)
6 B 4 SEL_IN
7
8 Busabschlusswiderstand
a Leitungseinführungsseite Beim geographisch ersten und letzten
8-poliger RJ45, EASY-NT-RJ45 Teilnehmer im Netzwerk muss der
Busabschlusswiderstand angeschlossen
Belegung bei Net (gesteckt) werden:
PIN 1; ECAN_H; Datenleitung;
• Wert des Busabschlusswiderstandes
Leitungspaar A
124 Ω,
PIN 2; ECAN_L; Datenleitung;
• Anschluss an PIN 1 und PIN 2 des
Leitungspaar A
RJ45-Steckers,
PIN 3; GND; Masseleitung; Leitungspaar B
• Abschlussstecker: EASY-NT-R.
PIN 4; SEL_IN; Selektleitung;
Leitungspaar B

Konfektionierte Leitungen, RJ45-Stecker


an beiden Seiten

1-66
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Projektieren &Relay, MFD-Titan

Leitungslänge [cm] Typbezeichnung


Leitungslänge bei bekanntem Querschnitt
berechnen
Für einen bekannten Leitungsquerschnitt
30 EASY-NT-30 wird die maximale Leitungslänge 11
80 EASY-NT-80 berechnet.
lmax = Länge der Leitung in m
150 EASY-NT-150
S = Leitungsquerschnitt in mm2
ρcu = spezifischer Widerstand von Kupfer,
Frei konfektionierbare Leitungen
falls nicht anders angegeben:
100 m, 4 x 0,14 mm2; paarweise verdrillt:
0,018 Ωmm2/m
EASY-NT-CAB
RJ45-Stecker:
EASY-NT-RJ45 S x 12,4
lmax =
Crimpzange für RJ45-Stecker: ρcu
EASY-RJ45-TOOL.
Querschnitt bei bekannter Leitungslänge
berechnen
Für die bekannte maximale Ausdehnung
des Netzwerkes wird der minimale Quer-
schnitt ermittelt.
l = Länge der Leitung in m
Smin = minimaler Leitungsquerschnitt in
mm2
ρcu = spezifischer Widerstand von
Kupfer, falls nicht anders
angegeben: 0,018 Ωmm2/m

l x ρcu
Smin =
12,4

Hinweis
Wenn das Ergebnis der Berechnung
keinen Normquerschnitt ergibt, nehmen
Sie den nächst größeren Querschnitt.

1-67
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Zulässige Netzwerklängen bei Net
Leitungslänge Übertragungs- Leitungsquerschnitte genormt Busleitung
Net gesamt geschwindigkeit Mindest-Leitungs-
11 EN AWG
querschnitt

m kBaud mm2 mm2


≦6 ≦ 1000 0,14 26 0,10
≦ 25 ≦ 500 0,14 26 0,10
≦ 40 ≦ 250 0,14 26 0,10
≦ 125 ≦ 1251) 0,25 24 0,18
≦ 175 ≦ 50 0,25 23 0,25
≦ 250 ≦ 50 0,38 21 0,36
≦ 300 ≦ 50 0,50 20 0,44
≦ 400 ≦ 20 0,75 19 0,58
≦ 600 ≦ 20 1,0 17 0,87
≦ 700 ≦ 20 1,5 17 1,02
≦ 1 000 = 10 1,5 15 1,45
1) Werkseinstellung

1-68
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Netzwerkanschluss bei Leitungs-
querschnitten > 0,14 mm2, AWG26
Netzwerkverbindung „durch das Gerät Netzwerkverbindung „T-Stück mit
schleifen“ Stichleitung“
11
Beispiel A, mit Klemmen Beispiel A, mit Klemmen

1 1
2
IN
3 2

4
IN
3
1
① 2
3 ③ 4

RJ45 RJ45 4 RJ45

OUT OUT

easy800 easy800
MFD-CP8 MFD-CP8

a Empfehlung ≦ 0,3 m c ≦ 0,3 m (3-adrig)

Beispiel B, mit Übergabeelement Beispiel B, mit Übergabeelement

IN IN
8 6 4 2

7 5 3 1

8 6 4 2

7 5 3 1

RJ45 RJ45

② ④ OUT
8 6 4 2

7 5 3 1

RJ45
RJ45 RJ45 RJ45

OUT

easy800 easy800
MFD-CP8 MFD-CP8

b Empfehlung ≦ 0,3 m (EASY-NT-30) d ≦ 0,3 m (EASY-NT-30)

1-69
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Netzwerkmodule

11

EASY204-DP EASY221-C0 EASY222-DN EASY205-ASI

easy700, easy800

MFD…CP8…
MFD…CP10…

Ein Netzwerkmodul kann mit easy700, Weitere Informationen finden Sie in den
easy800 oder MFD(-AC)-CP8… verbunden zugehörigen Handbüchern:
werden. Das Netzwerkmodul ist als Slave • MN05013003Z-DE
in die Konfiguration einzubinden. easy500, easy700, Steuerrelais,
Die Erweiterung der Ein- und Ausgangs- • MN04902001Z-DE
punkte über easyNet ist möglich easy800, Steuerrelais,
(→ Abschnitt „&Net, Netzwerkver- • MN05002001Z-DE
bindung „T-Stück mit Stichleitung“”, MFD-Titan, Multi-Funktions-Display,
Seite 1-65 und → Abschnitt „&Net, • MN05013005Z-DE
Netzwerkverbindung „T-Stück mit Stichlei- EASY204-DP,
tung“”, Seite 1-65). • MN05013008Z-DE
EASY221-CO,
• MN05013007Z-DE
EASY222-DN.

1-70
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Abgesetztes Display in Schutzart IP65

+ L.1 L L.1
– N
11
>1A >1A

+ 24 V 0 V L N
115/230 V easy800
50/60 Hz

easy700
MFD-CP4-800-CAB5 ≦5m
DEL
ALT

ESC
OK

MFD...CP4...

easy500

DEL
ALT

MFD-80...
MFD-CP4-500-CAB5
ESC
OK

≦5m

Auf dem „abgesetzten Display“ MFD-80…


wird die Display-Anzeige des easyRelay
abgebildet.
Mit MFD-80-B kann easyRelay auch
bedient werden.
Zum Betrieb des „abgesetzten Displays“
ist keine zusätzliche Software und keine
Programmierung notwendig.
Das Verbindungskabel MFD-CP4-…-CAB5
kann gekürzt werden.

1-71
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Kommunikationsverbindungen 

easy500 easy700
11 EASY-PC-CAB

DEL DEL
ALT ALT

EASY-USB-CAB

① EASY-SOFT-BASIC
ESC ESC
OK OK

② EASY-SOFT-PRO
①②③ ③ OPC
MFD-CP4-500-CAB5

EASY209-SE XT-CAT5-X...

MFD-CP4-800-CAB5

②③

easy800 MFD...CP8/CP10...

EASY800-USB-CAB

EASY800-PC-CAB

EASY800-MO-CAB

1-72
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Projektieren &Relay, MFD-Titan
Standardanschluss EASY209-SE Ethernet-Anschluss

a 1 TX+
2 TX– 11
2 3 RX+
4
g b 5
6 RX–
1 7
c 8

d
f COM-Anschluss
e

3 2
a Ethernet-Anschluss (RJ45-Buchse)
1
b Status-LED (POW/RUN) 1
2
c COM-Anschluss, Federklemme 5-polig 3
d RESET-Taster 4
5
e Spannungsversorgung Gerät 24 V DC
f Gerätekennzeichnungsschild
g Zugentlastung
1 drücken – 2 stecken – 3 entfernen
24-V-Anschluss 1 = grau
+24 V
2 = braun
3 = gelb
0V
4 = weiß
5 = grün
>1A

+24 V 0 V

1-73
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
COM-LINK-Verbindung
MFD-80… MFD…CP8/CP10… easy800 MFD…CP8/CP10…
MFD..T../R.. MFD..T../R..
11

POW-Side

Der COM-LINK ist eine Punkt-zu-Punkt- Remote-Teilnehmer können ein easy800


Verbindung mittels serieller Schnittstelle. oder ein MFD…CP8/CP10… sein. Der
Über diese Schnittstelle wird der Status Remote-Teilnehmer antwortet auf die
von Ein-und Ausgängen gelesen sowie Anforderungen des aktiven Teilnehmers.
Merkerbereiche gelesen und geschrieben. Er erkennt nicht den Unterschied, ob der
Zwanzig Merker-Doppelworte lesen oder COM-LINK aktiv ist oder ein PC mit der
schreiben sind möglich. Lesen und EASY-SOFT-PRO die Schnittstelle benutzt.
Schreiben sind frei wählbar. Diese Daten Die Teilnehmer des COM-LINK können
können Sie für die Sollwertvergabe oder zentral oder dezentral mit easy-Erweite-
Anzeigefunktionen verwenden. rungsgeräten ergänzt werden.
Die Teilnehmer des COM-LINK unter- Der Remote-Teilnehmer kann auch ein
scheiden sich in ihren Aufgaben. Der Teilnehmer im easyNet sein.
aktive Teilnehmer ist immer ein
MFD…CP8/CP10… und steuert die
gesamte Schnittstelle.

1-74
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss und Betrieb der 800 am seriellen Protokolldrucker
Mit Hilfe eines SP-Bausteins (SP =
serielles Protokoll) können Sie Daten direkt
über die serielle PC-Schnittstelle auf der
11
Frontseite des Gerätes an einen Proto-
kolldrucker senden. Mehr Informationen
hierzu finden Sie in der Hilfe der
EASY-SOFT-PRO.

easy800 seriell ange-


steuerter Pro-
tokolldrucker

EASY800-MO-CAB

Pinbelegung EASY800-MO-CAB:

2 weiß T x D
1 2 3 4 5 1 2 3 4 5
3 braun R x D
6 7 8 9 6 7 8 9
5 grün GND

Informationen zu EASY800-MO-CAB siehe auch Montageanweisung IL05013021Z.

1-75
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Projektieren &Relay, MFD-Titan
Anschluss und Modembetrieb mit  oder MFD

easy700 easy800
11 easy500
MFD...CP8...
DEL
ALT

DEL ESC
ALT OK

ESC
OK

EASY800-PC-CAB
EASY-PC-CAB EASY800-MO-CAB

Modem 1 Modem 2

PC Fax E-Mail SMS Pager OPC

Informationen zu EASY800-MO-CAB siehe


auch Montageanweisung IL05013021Z.

1-76
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Verknüpfen statt verdrahten
Stromlaufpläne bilden die Basis aller
elektrotechnischen Anwendungen. In der
praktischen Umsetzung werden Schalt- S1 K1 S4 S6 11
geräte miteinander verdrahtet. Mit dem
Steuerrelais easy geht das ganz einfach S5
per Tastendruck bzw. mit der komfortablen
easySoft am PC. Einfache Menüführung K3 K3
mit vielen Sprachen erleichtert die
Eingabe. Das spart Zeit und somit Kosten.
easy und MFD-Titan sind die Profis für den K1 K2 K3
Weltmarkt.

Kontakte, Spulen, Funktionsbausteine, Operanden


Operand Beschreibung easy500, easy800 MFD(-AC)-CP8…
easy700 MFD(-AC)-CP10…
I Bit-Eingang Basisgerät x x x
nI Bit-Eingang Basisgerät über easyNet – x x
IA Analogeingang x x x
R Bit-Eingang Erweiterungsgerät1) x x x
nR Bit-Eingang Erweiterungsgerät über – x x
easyNet
Q Bit-Ausgang Basisgerät x x x
nQ Bit-Ausgang Basisgerät über easyNet – x x
QA Analogausgang – × x
S Bit-Ausgang Erweiterungsgerät x x x
nS Bit Ausgang Erweiterungsgerät über – x x
easyNet
ID Diagnosemelder – x x
1ID Diagnosemelder COM-Link – – x
LE Bit-Ausgang Displaybeleuchtung + – – x
Frontplatten-LEDs
M Merker x x x
1M Merker COM-Link – – x
MB Merker-Byte – x x
MD Merker-Doppelwort – x x
MW Merker-Wort – x x
1MB/1MW Merker-Operand COM-Link – – x
/1MD
N Merker x – –
P P-Tasten x x x

1-77
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Operand Beschreibung easy500, easy800 MFD(-AC)-CP8…
easy700 MFD(-AC)-CP10…
: Sprung x x x
11 nRN Bit Eingang über easyNet – x x
nSN Bit Ausgang über easyNet – x x
A Analogwertvergleicher x x x
AR Arithmetik – x ×
BC Blockvergleich – × x
BT Blocktransfer – x x
BV Boolesche Verknüpfung – × x
C Zählrelais × × x
CF Frequenzzähler ×2) × x
Hochgeschwindigkeitszähler × 2) × x
CH
CI Inkrementalwertzähler – × x
CP Vergleicher – × x
D Textanzeige x x –
DB Datenbaustein – x x
DC PID-Regler – × x
FT PT1-Signalglättungsfilter – × x
GT Wert aus dem easyNet holen – × x
Ö H/HW (Uhr)/Wochenzeitschaltuhr × × x
Y/HY Jahreszeitschaltuhr × × x
JC Bedingter Sprung – x x
LB Sprungmarke – x x
LS Wertskalierung – x x
Z/MR Masterreset x x x
MX Datenmultiplexer – x –
NC Zahlenwandler – × x
O/OT Betriebsstundenzähler × × x
PO Impulsausgabe – x –
PW Pulsweitenmodulation – × x
SC Uhr über Netz synchronisieren – × x
ST Sollzykluszeit – × x
SP Serielles Protokoll – x –
SR Schieberegister – x x
T Zeitrelais × × x
TB Tabellenfunktion – x x
VC Wertbegrenzung – × x
1) Bei easy700, easy800 und MFD…CP8/CP10… n = Net-Teilnehmernummer 1…8
2) Bei easy500 und easy700 als Betriebsart parametrier-
bar.

1-78
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Spulenfunktionen
Das Schaltverhalten der Relaisspulen wird Nicht belegte Ausgänge Q und S können
über die zu wählende Spulenfunktion ebenfalls wie Merker M und N verwendet
bestimmt. Die aufgeführten Funktionen werden.
11
sollten je Relaisspule nur einmal im Schalt-
plan verwendet werden.
Schaltplan-Darstellung -Anzeige Spulenfunktion Beispiel

Ä Schützfunktion ÄQ1, ÄD2,


ÄS4, Ä:1,
ÄM7

Å Schützfunktion mit ÅQ1, ÅD2,


negiertem Ergebnis ÅS4

è Zyklusimpuls bei èQ3, èM4,


negativer Flanke èD8, èS7

È Zyklusimpuls bei positi- ÈQ4, ÈM5,


ver Flanke ÈD7, ÈS3

ä Stromstoßfunktion äQ3, äM4,


äD8, äS7

S Setzen (Verklinken) SQ8, SM2,


SD3, SS4

R Rücksetzen (Entklinken) RQ4, RM5,


RD7, RS3

1-79
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Parametersatz für Zeiten

Parameter Schaltfunktion
11
X Ansprechverzögert schalten

?X Ansprechverzögert mit Zufallszeitbereich schalten

â Rückfallverzögert schalten

?â Rückfallverzögert mit Zufallszeitbereich schalten

Xâ Ansprech- und rückfallverzögert schalten

?Xâ Ansprech- und rückfallverzögert mit Zufallszeit schalten

ü Impulsformend schalten

Ü Blinkend schalten

Mögliche Spulenfunktionen:
• Trigger = TT..
• Rücksetzen = RT..
• Halt = HT..

Beispiel anhand der EASY512 T1 Relais-Nr.


Ausgehend vom Programm können Sie
I1 Zeitsollwert 1
folgende Parameter einstellen:
I2 Zeitsollwert 2
• Schaltfunktion,
• Zeitbereich, # Schaltzustand Ausgang:
• Parameteranzeige, # Schließer offen,
• Zeitsollwert 1 und â Schließer geschlossen
• Zeitsollwert 2. ü Schaltfunktion
S Zeitbereich
T1 ü S + + Parameteranzeige
30.000 Konstante als Wert, z. B. 30 s
I1 30.000
I7 Variable, z. B. Analogwert I7
I2 I7
T:00.000 Istzeit
# T:00.000

1-80
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan

Parameter Zeitbereich und Sollzeit Auflösung

S 00.000 Sekunden: 0,000 bis 99.999 s easy500, easy700 10 ms


easy800, MFD…CP8/CP10… 5 ms 11
M:S 00:00 Minuten : Sekunden 00:00 bis 99:59 1s

H:M 00:00 Stunden : Minuten, 00:00 bis 99:59 1 Min.

Parametersatz über Menüpunkt „Parameter“ anzeigen

+ Aufruf möglich

- Aufruf gesperrt

Grundschaltungen
Der Schaltplan von easy wird in Kontakt- Negation
plantechnik eingegeben. Dieses Kapitel Negation bedeutet, dass der Kontakt bei
enthält einige Schaltungen, die Ihnen als Betätigung nicht schließt sondern öffnet
Anregung für Ihre eigenen Schaltpläne (NICHT-Schaltung).
dienen sollen. Im easy-Schalt-
Die Werte in den Logiktabellen bedeuten plan tauschen I1-------ÄQ1
für Schaltkontakte Sie mit der
0 = Schließer offen, Öffner geschlossen ALT-Taste Öffner
1 = Schließer geschlossen, Öffner offen und Schließer.
Für Relaisspulen Qx Logiktabelle
0 = Spule nicht erregt I1 Q1
1 = Spule erregt
Hinweis 1 0
Die Darstellungen der Beispiele beziehen
0 1
sich auf easy500 und easy700. Bei easy800
und MFD…CP8/CP10… stehen vier
Kontakte und eine Spule pro Pfad zur Ver-
fügung.

1-81
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Reihenschaltung Parallelschaltung
Q1 wird mit Q1 wird mit einer
einer Reihen- Parallelschal-
11 schaltung von
I1-I2-I3-ÄQ1
tung von mehre-
I1u------ÄQ1

drei Schließern I1-I2-I3-ÄQ2 ren Schließern I2s


angesteuert angesteuert I3k
(UND-Schal- (ODER-Schal-
tung). tung).
Q2 wird mit einer Reihenschaltung von drei Eine Parallel-
Öffnern angesteuert (NAND-Schaltung). schaltung von I1u------ÄQ2
Im easy-Schaltplan können Sie für easy500 Öffnern steuert
Q2 an I2s
und easy700 bis zu drei Schließer oder
Öffner in einem Strompfad in Reihe (NOR-Schal- I3k
schalten. Müssen Sie mehr Schließer in tung).
Reihe schalten, benutzen Sie Hilfsrelais M.
Logiktabelle Logiktabelle
I1 I2 I3 Q1 Q2 I1 I2 I3 Q1 Q2

0 0 0 0 1 0 0 0 0 1
1 0 0 0 0 1 0 0 1 1
0 1 0 0 0 0 1 0 1 1
1 1 0 0 0 1 1 0 1 1
0 0 1 0 0 0 0 1 1 1
1 0 1 0 0 1 0 1 1 1
0 1 1 0 0 0 1 1 1 1
1 1 1 1 0 1 1 1 1 0

1-82
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Wechselschaltung Logiktabelle
Eine Wechsel- I1 I2 Kontakt Spule Q1
schaltung wird in Q1
easy mit zwei
I1-I2u---ÄQ1
11
Reihenschal- I1-I2k 0 0 0 0
tungen, die zu
einer Parallel- 1 0 0 0
schaltung 0 1 0 0
zusammengefasst werden, realisiert
(XOR). 1 1 0 1
XOR ist die Abkürzung von exklusiv 1 0 1 0
Oder-Schaltung. Nur wenn genau ein 0 1 1 1
Kontakt eingeschaltet ist, ist die Spule
erregt. 1 1 1 1
Logiktabelle Die Selbsthalteschaltung wird zum Ein-
I1 I2 Q1 und Abschalten von Maschinen eingesetzt.
Eingeschaltet wird die Maschine an den
0 0 0 Eingangsklemmen über den Schließer S1,
ausgeschaltet über den Öffner S2.
1 0 1
S2 öffnet die Verbindung zur Steuerspan-
0 1 1 nung, um die Maschine auszuschalten.
1 1 0 Dadurch ist sichergestellt, dass die
Maschine auch bei Drahtbruch abgeschal-
Selbsthaltung tet werden kann. I2 ist im unbetätigten
Eine Kombina- S1 Schließer an I1 Zustand immer eingeschaltet.
tion aus Reihen- S2 Öffner an I2 Alternativ kann S1 Schließer an I1
und Parallel- die Selbsthal- S2 Öffner an I2
schaltung wird I1uI2----ÄQ1 tung mit Draht-
zu einer Selbst- bruchüber- I1-------SQ1
haltung verdrah- Q1k
wachung auch I2-------RQ1
tet. mit den
Die Selbsthal- Spulenfunk-
tung wird durch tionen Setzen
den Kontakt Q1 erzeugt, der parallel zu I1 und Rücksetzen
liegt. Wenn I1 betätigt und wieder geöffnet aufgebaut wer-
wird, übernimmt der Kontakt Q1 den den.
Stromfluss so lange, bis I2 betätigt wird.

1-83
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Wird I1 eingeschaltet, verklinkt die Spule Ansprechverzögertes Zeitrelais
Q1. I2 kehrt das Öffnersignal von S2 um und Die Ansprech- S1 Schließer an I1
schaltet erst dann durch, wenn S2 betätigt verzögerung
11 wird und damit die Maschine abgeschaltet kann genutzt I1-------TT1
werden soll oder wenn ein Drahtbruch auf- werden, um
T1-------ÄM1
tritt. kurze Impulse
Halten Sie die Reihenfolge ein, in der die auszublenden
beiden Spulen im easy-Schaltplan ver- oder um mit dem
drahtet sind: Erst die S-Spule, danach die Starten einer
R-Spule verdrahten. Die Maschine wird Maschine eine weitere Bewegung zeitver-
beim Betätigen von I2 auch dann ausge- zögert einzuleiten.
schaltet, wenn I1 weiter eingeschaltet ist. Dauerkontakt
Stromstoßschalter Um eine Relais-
Ein Stromstoß- spule ständig an
S1 Schließer an I1 ---------ÄQ1
schalter wird Spannung zu
häufig für Licht- legen, ver-
I1-------äQ1
steuerungen wie drahten Sie eine
z. B. für die Trep- Verbindung über
penhaus- alle Kontakt-
beleuchtung felder von der Spule nach ganz links.
eingesetzt. Logiktabelle
Logiktabelle --- Q1
I1 Zustand Q1 Q1
1 1
0 0 0
1 0 1
0 1 1
1 1 0

1-84
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Kontakte und Relais verdrahten
Fest verdrahtet Mit easy verdrahten
11
S1 S1 S2
K1

K1
S2

K1 P1

P1

Stern-/Dreieckanlauf
Mit easy können Sie zwei Stern-Dreieck- Wartezeit zwischen dem Abschalten
Schaltungen realisieren. Der Vorteil von Sternschütz/Einschalten Dreieckschütz
easy ist, dass Sie die Umschaltzeit zwi- frei wählen können.
schen Stern-/Dreieckschütz sowie die

S1

S2 Q11

Q12 Q11 K1

Q13 Q12

K1 Q11 Q12 Q13


N

1-85
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
.

L
N
S1
11
S2 Q11

K1

L N I1

Q1 Q2
1 2 1 2

Q11 Q12 Q13


N

Funktion des -Schaltplans Wenn in Ihrem easy eine Schaltuhr


Start/Stopp der eingebaut ist, können Sie den
Schaltung mit I1u------TT1 Stern-Dreieck-Anlauf mit der Schaltuhr
den externen kombinieren. In dem Fall schalten Sie das
Tastern S1und dT1----ÄQ1 Netzschütz auch über easy.
S2. Das Netz- dT1----TT2
schütz startet die
Zeitrelais in easy. hT2----ÄQ2

I1: Netzschütz eingeschaltet


Q1: Sternschütz EIN
Q2: Dreieckschütz EIN
T1: Umschaltzeit Stern-Dreieck (10 bis 30 s)
T2: Wartezeit zwischen Stern aus, Dreieck
an (30, 40, 50, 60 ms)

1-86
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Programmieren &Relay, MFD-Titan
Treppenhausbeleuchtung
Für eine konventionelle Schaltung benö- easy benötigt vier Teilungseinheiten. Mit
tigen Sie mindestens fünf Teilungs- fünf Anschlüssen und dem easy-Schalt-
einheiten im Verteiler, d. h. ein Stromstoß- plan ist die Treppenhausbeleuchtung
11
schalter, zwei Zeitrelais, zwei Hilfsrelais. funktionsfähig.

S1

S2
E1

E2
S3
E3

L
N

K3 K1 Q12 Q12

Q11
K3 K2

K1 K2 K3 Q11 Q12
5s 6 min

Wichtiger Hinweis
Mit einem easy-Gerät können vier dieser
Treppenhausschaltungen realisiert wer-
den.

1-87
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan

S1

11 S2
E1

E2
S3
E3

L
N

K1
L N I1

Q1
1 2

Taster kurz betätigt Licht EIN oder AUS, Stromstoßschalter-Funktion


schaltet auch bei Dauerlicht aus.
Licht nach 6 min. aus Automatisch auschalten, bei Dauerlicht ist diese
Funktion nicht aktiv.
Taster länger als 5 s betätigt Dauerlicht

1-88
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Der easy-Schaltplan für nebenstehende Bedeutung der verwendeten Kontakte und
Funktionen sieht wie folgt aus: Relais
I1: Taster EIN/AUS

I1-------TT2
Q1: Ausgangsrelais für Licht EIN/AUS 11
M1:Hilfsrelais, um bei Dauerlicht die Funk-
T2-------SM1 tion „6 min. automatisch Ausschalten“
I1u------äQ1 abzublocken.
T1: Zyklusimpuls zum Ein-Ausschalten von
T3k
Q1, (ü, impulsformend mit Wert 00.00 s)
Q1-M1----TT3 T2: Abfrage, wie lange der Taster betätigt
war. War er länger als 5 s betätigt, wird
Q1-------RM1
auf Dauerlicht geschaltet. ( X,
ansprechverzögert, Wert 5 s)
T3: Ausschalten bei einer Lichteinschalt-
easy-Schaltplan erweitert, nach vier Stun- zeit von 6 min. ( X, ansprechverzögert,
den wird auch das Dauerlicht ausgeschal- Wert 6:00 min.)
tet. T4: Auschalten nach 4 Stunden Dauerlicht.
( X, ansprechverzögert, Wert 4:00 h)
I1------uTT1

hTT2

T2-------SM1
T1u------äQ1

T3s

T4k

Q1uM1----TT3

h------TT4

Q1-------RM1

1-89
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
4-fach Schieberegister
Um eine Information, – z. B. gut/schlecht- Funktion
Trennung – zwei, drei oder vier Transport-
11 schritte weiter zwecks Sortierung der Teile
Takt Wert Speicherstelle

zu speichern, können Sie ein Schieberegis- 1 2 3 4


ter einsetzen.
Für das Schieberegister wird ein 1 1 1 0 0 0
Schiebetakt und der Wert (0 oder 1), der 2 0 0 1 0 0
geschoben werden soll, benötigt.
3 0 0 0 1 0
Über den Rücksetzeingang des
Schieberegister werden nicht mehr benö- 4 1 1 0 0 1
tigte Werte gelöscht. Die Werte im
5 0 0 1 0 0
Schieberegister durchlaufen das Register
in der Reihenfolge Reset = 1 0 0 0 0
1., 2., 3., 4. Speicherstelle. Belegen Sie den Wert 0 mit dem Informa-
Blockschaltbild des 4-fach Schieberegis- tionsinhalt schlecht. Wird das Schiebe-
ters register versehentlich gelöscht, werden
keine schlechten Teile weiterverwendet.
a b c
d I1: Schiebetakt (TAKT)
I2: Information (gut/schlecht) zum
1 2 3 4 Schieben (WERT)
I3: Inhalt des Schieberegisters löschen
(RESET)
M1: 1. Speicherstelle
a TAKT M2: 2. Speicherstelle
b WERT M3: 3. Speicherstelle
c RESET M4: 4. Speicherstelle
d Speicherstellen M7: Hilfsrelais Zykluswischer
M8: Zykluswischer Schiebetakt

1-90
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan

Schiebetakt erzeugen
I1uM7----ÄM8
h------ÄM7
11
4. Speicherstelle setzen
M8uM3----SM4
4. Speicherstelle löschen
dM3----RM4
3. Speicherstelle setzen
dM2----SM3
3. Speicherstelle löschen
dM2----RM3
2. Speicherstelle setzen
dM1----SM2
2. Speicherstelle löschen
dM1----RM2
1. Speicherstelle setzen
dI2----SM1
1. Speicherstelle löschen
hI2----RM1
Alle Speicherstellen löschen
I3------uRM1
dRM2
dRM3
hRM4

1-91
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Texte und Istwerte anzeigen, Sollwerte anzeigen und editieren
easy500 und easy700 können 16, easy800 Beispiel für eine Textanzeige:
kann 32 frei editierbare Texte anzeigen. In
11 diesen Texten können Istwerte von Funk-
tionsrelais wie Zeitrelais, Zähler, Betriebs- SCHALTEN;
stundenzähler, Analogwertvergleicher, STEUERN;
Datum, Uhrzeit oder skalierte Analogwerte ANZEIGEN;
angezeigt werden. Sollwerte von Zeitre- ALLES EASY!
lais, Zähler, Betriebsstundenzähler,
Analogwertvergleicher können während
der Anzeige des Textes am Gerät verändert
werden.

Die Textanzeige besitzt folgende


Anzeige-Eigenschaften:

Zeile 1, 12 Zeichen
LAUFZEIT M:S
T1 :012:46
Zeile 2, 12 Zeichen, ein Sollwert oder Istwert
C1 :0355 ST Zeile 3, 12 Zeichen, ein Sollwert oder Istwert
PRODUZIERT Zeile 4, 12 Zeichen

Die Sollwerte sind editierbar: D1 ist als Alarmtext definiert und ist somit
• easy500 und easy700: zwei Werte, vorrangig in der Anzeige der Texte.
• easy800: vier Werte. D2 bis D16/D32 werden bei Aktivierung
Der Textausgabe-Baustein D (D = Display, angezeigt. Sind mehrere Anzeigen akti-
Textanzeige) wirkt im Schaltplan wie ein viert, werden diese nacheinander alls 4 s
normaler Merker M. Wird ein Text zu einem dargestellt. Wird ein Sollwert editiert,
Merker hinterlegt, wird dieser bei bleibt die entsprechende Anzeige bis zur
Zustand 1 der Spule in der easy-Anzeige Wertübernahme angezeigt.
angezeigt. Voraussetzung ist, dass sich
easy in der Betriebsart RUN befindet und
vor der Anzeige des Textes die Statusan-
zeige angezeigt wurde.

1-92
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Programmieren &Relay, MFD-Titan
Visualisieren mit MFD-Titan
Die Visualisierung beim MFD-Titan erfolgt • Tasterelemente
in Masken, die auf dem Display dargestellt
werden.
– Rastender Taster
– Tasterfeld
11
Beispiel einer Maske: • Textelemente
– Statischer Text
– Meldungstext
– Maskenmenü
S1 S2
– Laufschrift
S3
– Rollierender Text
• Wertanzeigeelemente
– Datum- und Zeitanzeige
M
3h – Zahlenwert
– Zeitrelaiswertanzeige
• Werteingabeelemente
Nachfolgende Maskenelemente können
– Werteingabe
eingebunden werden.
– Zeitrelaiswerteingabe
• Grafikelemente – Datum- und Zeiteingabe
– Bitanzeige – Wochenschaltuhreingabe
– Bitmap – Jahresschaltuhreingabe
– Bargraph
– Meldungsbitmap

1-93
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
Systemübersicht

1
11 2
1 3

180

4
4 11
5

180

10

5
6 8

1-94
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
1 XV100 HMI/PLC mit Touchdisplay:
Vollgrafische 3,5“, 5,7“ oder 7“-Wide-
screen Geräte
2 SD-Speicherkarte 11
3 XV-Lizenzproduktschein: Erweiterung
der Gerätefunktionalität durch
Zuweisen von Lizenzpunkten
4 XV200 HMI/PLC mit Touchdisplay:
Vollgrafische 5,7“-Geräte
5 CompactFlash-Speicherkarte
6 XV400 HMI/PLC mit Touchdisplay: 5,7“,
8,4“, 10,4“, 12,1“, 15“ Geräte mit
Infrarot- oder Resistiv-Touch
7 XV-Lizenzproduktschein: Erweiterung
der Gerätefunktionalität durch
Zuweisen von Lizenzpunkten
8 OS Upgrade-Lizenz
9 Kommunikationsbaugruppen für XV400
10 Befestigungssatz
11 Software

1-95
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
Allgemeines
berührt wird. Auf diese Weise wird die
Berührungsstelle eindeutig lokalisiert.
11 Das Infrarot-Touch Panel arbeitet mit
einem Lichtschrankengitter im Infrarot-
bereich. Jedem Sender sitzt ein Empfänger
auf der anderen Seite gegenüber. Der
Strahlengang verläuft knapp über der
Frontscheibe. Durch die gleichzeitige
Unterbrechung mehrerer Infrarotkanäle in
X- und Y-Richtung wird die Berührungs-
position erkannt und die Schaltfunktion
Ob im Maschinen- oder Anlagenbau oder ausgelöst.
in der Einzelanwendung, ein HMI (Human
Machine Interface) oder HMI-PLC (HMI mit
SPS-Funktionalität) vereinfacht die Bedie-
nung und entlastet den Bediener.
Touch Panel sorgen für eine übersicht-
liche, flexible Menüführung in jeder
gewünschten Sprache und ermöglichen
dem Hersteller den weltweiten Vertrieb
seiner Maschinen mit nur einer Hard- und
Softwarelösung.
In der Mehrheit werden heute Touch Panel
mit Resistiv- und Infrarot-Technologie
eingesetzt. Eaton bietet Geräte mit beiden
Technologien an.
Beim Resistiv-Touch Panel spannt sich
eine leitende Folie über die leitfähig
gemachte Bildschirmoberfläche. Die Folie
wird durch zahlreiche Isoliernoppen vom
Bildschirm getrennt. Erst wenn leichter
Druck ausgeübt wird, berührt die Folie an
dieser Stelle die Bildschirmoberfläche und
es fließt ein Strom. Basierend auf dem
Spannungsteilerprinzip ergibt sich ein
anderer Strom- bzw. Widerstandswert, je
nachdem an welcher Stelle die Folie

1-96
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System

Touch-Technologie Infrarot Resistiv

Lichtdurchlässigkeit 100 % 70 – 85 %
Bedienbar mit Finger, Handschuhen Finger, Handschuhen,
11
Touchpen
Auslösung der Funktion ohne Druck (Unterbrechen durch leichten Druck
des Lichtschrankengitters)
Displayfront Glas Kunststoff-Folie
Gerätefront Stufe bedingt durch den vollkommen plan
Infrarotrahmen
Empfindlichkeit gegen Kratzer nein ja
Beständigkeit gegen hoch mittel
Reinigungsmittel und
Chemikalien
Einsatz in Feuchträumen ja ja

Im Automatisierungsbereich kommen
Geräte mit Displaygrößen von 3,5“ bis 19“
zu Einsatz. Eaton bietet Geräteausfüh-
rungen in Kunststoff und Metall an. Die
Front bei den Metallgeräten ist entweder
aus Aluminium oder aus Edelstahl.
Schutzart frontseitig: IP65
Die meisten Touch Panel lassen sich auch
im Portrait-Format (hochkant) einsetzen.

1-97
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
Projektieren

11


③ ⑧ Rückansicht eines
⑦ 7“-Resistiv-Panels der
④ ⑥ XV102-Reihe mit Kunst-
stoffgehäuse

a SD-Speicherkarte (Secure Digital ② USB-Device
Memory Card) Die USB-Device-Schnittstelle unterstützt
b USB-Device, Seite 1-98 USB 2.0.
c USB-Host, Seite 1-98
d Ethernet-Schnittstelle, Seite 1-99
e 24-V-DC-Stromversorgung POW und
AUX (für SmartWire-DT Teilnehmer,
Seite 1-99 • Kabel
f SmartWire-DT Schnittstelle (nur – Nur USB-Standard-Kabel mit Abschir-
bestimmte Gerätetypen), Seite 1-100 mung verwenden.
g Onboard-Schnittstellen, je nach – Maximale Kabellänge: 5 m.
Gerätetyp: ③ USB-Host
– RS232, Seite 1-100 Die USB-Host-Schnittstelle unterstützt
– RS485, Seite 1-101 USB 2.0.
– CAN, Seite 1-102
– PROFIBUS-DP, Seite 1-104
h 24-V-DC-Geräteversorgung,
Seite 1-106 • Kabel
– Nur USB-Standard-Kabel mit Abschir-
mung verwenden.
– Maximale Kabellänge: 5 m.

1-98
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
④ Ethernet-Schnittstelle Versorgungsspannung AUX:
LINK ACT Wenn sich Schütze oder Motorstarter in
der SWD-Topologie befinden, muss zusätz-
lich eine 24-V-DC-Spannung AUX als Steu- 11
erspannung für die Schützspulen
eingespeist werden.
LED Signal Bedeutung

ACT blinkt Ethernet ist aktiv


(gelb) (Datenverkehr)
LINK leuchtet Aktives Netz ist • Verdrahtung
(grün) zugeschaltet Steckverbinder WAGO, Art.-Nr. 734-104
und detektiert wird mit dem Gerät geliefert.

+24 VDC POW


• Kabel
0 V POW
– Geschirmtes TwistedPair-Kabel (STP) +24 VDC AUX
für Vernetzung verwenden 0 V AUX
Für Verbindung von Gerät zu Gerät:
ausgekreuztes Kabel (Cross-
over-Kabel) Anschluss Belegung
Für Verbindung zu Hub/Switch:
1:1-Patchkabel +24 V DC POW UPow +24 VDC
– Maximale Kabellänge: 100 m. 0 V POW UPow 0 V
Ethernet-Schnittstelle gemäß EIA/TIA 568
TSB-36. +24 V DC AUX UAux +24 VDC

⑤ 24-V-DC-Stromversorgung POW und 0 V AUX UAux 0 V


AUX (für SmartWire-DT Teilnehmer)
Die POW/AUX-Schnittstelle ist nicht gal-
Beim Konfektionieren der Verdrahtung des
vanisch getrennt. In einem SmartWire-DT
Steckverbinders ist Folgendes zu
Netzwerk werden folgende Versorgungs-
beachten:
spannungen benötigt:
Versorgungsspannung POW: Klemmenart: Federzug-
Die Geräte-Versorgungsspannung für die klemmen
Elektronik aller SWD-Teilnehmer (15 V DC)
Klemmbare Leiter 0,2 - 1,5 mm2
wird aus der 24-V-DC-Versorgungsspan-
eindrähtig: (AWG24 - 16)
nung erzeugt, die Sie an den Anschluss
POW anlegen. Abisolierlänge: 6 - 7 mm

1-99
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
Für UAux ist eine externe Absicherung mit-
tels Leitungsschutzschalter 24 V DC not- 1 2 3 4 5
wendig. 6 7 8 9
11 ⑥ SmartWire-DT Schnittstelle (nur
bestimmte Gerätetypen)
Pin Signal Belegung
Die SWD-Schnittstelle ist nicht galvanisch
getrennt.

87654321 1 DCD Data Carrier


Detected
2 RxD Receive Data

• Verkabelung 3 TxD Transmit Data


Für den Anschluss des SmartWire-DT 4 DTR Data Terminal
Netzwerks ausschließlich folgende Lei- Ready
tungen verwenden:
5 GND Ground
– SWD-4-100LF8-24 mit den zugehörigen
Flachsteckern SWD-4-8MF2 oder 6 DSR Data Set Ready
– SWD-4-(3/5/10)F8-24-25 (vorkonfektio- 7 RTS Request to Send
nierte Leitung)
8 CTS Clear to Send
Eine ausführliche Anleitung für die
Montage des Flachsteckers SWD-4-8MF2 9 RI Ring Indicator
finden Sie im Handbuch MN05006002Z-DE,
Kapitel „Flachstecker SWD4-8MF2 montie-
ren“. • Verdrahtung
Die Beschreibung der Projektkonfiguration – Es müssen abgeschirmte Kabel einge-
(SmartWire-DT Konfiguration in setzt werden.
XSoft-CoDeSys-2 Projekt) finden Sie im – Die maximale Baudrate ist von der
Handbuch MN04802091Z-DE, Leitungslänge abhängig:
XSoft-CoDeSys-2: SPS-Programmierung
XV100, Kapitel „SmartWire-DT Konfigura- Leitungslänge Max. Baudrate
tion“.
⑦ RS232 2,5 m 115200 Bit/s
Die RS232-Schnittstelle ist nicht gal-
5m 57600 Bit/s
vanisch getrennt. Das Gerät kann durch
Potenzialunterschiede beschädigt werden. 10 m 38400 Bit/s
Die GND-Anschlüsse aller Busteilnehmer
15 m 19200 Bit/s
müssen daher verbunden werden.
30 m 9600 Bit/s

1-100
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
⑦ RS485 Spezifikation Kabel:
Die RS485-Schnittstelle ist nicht gal-
vanisch getrennt. Das Gerät kann durch Max. Leitungslänge 1200 m
Potenzialunterschiede beschädigt werden.
Mögliche Baudraten 9600 Bit/s
11
Die GND-Anschlüsse aller Busteilnehmer
müssen daher verbunden werden. 19200 Bit/s
38400 Bit/s
57600 Bit/s
1 2 3 4 5 115200 Bit/s
6 7 8 9

Bei der Konfektionierung darauf achten,


dass der Kabelschirm elektrisch gut leitend
Pin Signal Belegung
mit dem Steckergehäuse verbunden ist.
• RS485-Topologie:
1 - nc – Ein Bussegment kann maximal
32 Busteilnehmer miteinander ver-
2 - nc
binden.
3 B Leitung B – Mehrere Bussegmente können über
Repeater (bidirektionale Verstärker)
4 - nc
gekoppelt werden. Genauere Angaben
5 GND Ground dazu entnehmen Sie den Dokumenta-
tionen des Herstellers des Repeaters.
6 - nc
– Durch den Einsatz von Repeatern kann
7 A Leitung A die maximale Leitungslänge erhöht
werden. Genauere Angaben dazu ent-
8 - nc
nehmen Sie den Dokumentationen des
9 - nc Herstellers des Repeaters.
nc: Pin 1, 2, 4, 6, 8 und 9 dürfen nicht – Ein Bussegment muss an beiden Enden
angeschlossen werden. mit einem Leitungsabschluss (120 .)
versehen sein. Diese Abschlüsse müs-
sen im Stecker, direkt zwischen Pin 3
• Verdrahtung und 7, angeschlossen werden.
Es müssen abgeschirmte, verdrillte – Das Bussegment muss an beiden
Zweidrahtleitungen eingesetzt werden. Enden abgeschlossen sein.
– Es dürfen nicht mehr als zwei
Spezifikation Kabel: Abschlüsse pro Bussegment vor-
handen sein.
Nennwellenwiderstand 120 . – Der Betrieb ohne korrekten Leitungs-
abschluss kann zu Übertragungs-
Zulässiger 108-132 .
fehlern führen.
Wellenwiderstand

1-101
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System

1 1 1 1
6 6 6 6
2 7A A
2 7A A
2 7A A
2 7
120 120
11
3 B B3 B B3 B B3
8 8 8 8
4 4 4 4
9 9 9 9
5 GND GND 5 GND GND 5 GND GND 5

⑦ CAN Die Stromversorgung der


Die CAN-Schnittstelle ist nicht galvanisch CAN-Bus-Treiber erfolgt intern.
getrennt. Das Gerät kann durch Potenzial-
Es ist keine Stromversorgung für
unterschiede beschädigt werden. Die
Fremdgeräte auf den CAN-Stecker geführt.
GND-Anschlüsse aller Busteilnehmer müs-
sen daher verbunden werden. • Verdrahtung
Es müssen abgeschirmte, verdrillte
Zweidrahtleitungen eingesetzt werden.
1 2 3 4 5
6 7 8 9
Spezifikation Kabel:

Nennwellenwider- 120 .
Pin Signal Belegung stand
1 - nc Zulässiger 108-132 .
Wellenwiderstand
2 CAN-L Bus line
(dominant low) Kapazitätsbelag < 60 pF/m
3 CAN- CAN Ground Aderquerschnitt / * 0,25 mm2/100 m
GND max. Leitungslänge
* 0,34 mm2/250 m
4 - nc
* 0,75 mm2/500 m
5 - nc
6 GND Optional CAN Ground
7 CAN-H Bus line
(dominant high)
8 - nc
9 - nc
Pin 3 (CAN-GND) und 6 (GND) sind intern
im Gerät miteinander verbunden.
nc: Pin 1, 4, 5, 8 und 9 dürfen nicht
angeschlossen werden.

1-102
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
Die maximale Baudrate ist von der Lei- – Empfehlungen von CiA (CAN in
tungslänge abhängig: Automation) beachten.
– Bei der Konfektionierung darauf
Leitungslänge Max. Baudrate achten, dass der Kabelschirm elek- 11
trisch gut leitend mit dem Stecker-
gehäuse verbunden ist.
25 m 1000 kBit/s
50 m 800 kBit/s • CAN-Bus-Topologie
– Ein Bussegment kann maximal
100 m 500 kBit/s 32 Busteilnehmer miteinander ver-
250 m 250 kBit/s binden.
– Mehrere Bussegmente können über
500 m 125 kBit/s Repeater (bidirektionale Verstärker)
500 m 100 kBit/s gekoppelt werden. Genauere Angaben
dazu entnehmen Sie den Dokumenta-
1000 m 50 kBit/s tionen des Herstellers des Repeaters.
2500 m 20 kBit/s – Ein Bussegment muss an beiden Enden
mit einem Leitungsabschluss (120 .)
5000 m 10 kBit/s versehen sein. Diese Abschlüsse müs-
sen im Stecker, direkt zwischen Pin 2
– Bei Kabellängen über 1000 m ist der und 7, angeschlossen werden.
Einsatz von Repeatern empfehlens- – Das Bussegment muss an beiden
wert. Repeater können außerdem zur Enden abgeschlossen sein.
galvanischen Trennung verwendet – Es dürfen nicht mehr als zwei
werden. Genauere Angaben dazu ent- Abschlüsse pro Bussegment vor-
nehmen Sie den Dokumentationen des handen sein.
Herstellers des Repeaters. – Der Betrieb ohne korrekten Leitungs-
abschluss kann zu Übertragungs-
fehlern führen.

1 1 1 1
6 CAN-L 6 6 6
CAN-L
120 2 7 CAN-H 2 7 2 7 CAN-H
2 7 120
3 CAN-CND 3 3 CAN-CND 3
8 8 8 8
4 4 4 4
9 9 9 9
5 GND 5 5 5

1-103
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
⑦ PROFIBUS-DP • Verdrahtung
Die PROFIBUS-Schnittstelle ist nicht gal- Es müssen abgeschirmte, verdrillte
vanisch getrennt. Das Gerät kann durch Zweidrahtleitungen, Leitungstyp A (ent-
11 Potenzialunterschiede beschädigt werden. sprechend PROFIBUS-Norm EN 50170)
Die GND-Anschlüsse aller Busteilnehmer eingesetzt werden.
müssen daher verbunden werden.
Spezifikation Kabel:
5 4 3 2 1
Nennwellenwiderstand 150 .
9 8 7 6
Zulässiger Wellen- 135-165 .
widerstand
Pin Signal Belegung
Kapazitätsbelag < 30 pF/m
Schleifenwiderstand < 110 ./km
1 - nc
Adernquerschnitt * 0,34 mm2
2 - nc (22 AWG)
3 B EIA RS485-Leitung B
Die maximale Baudrate ist von der Lei-
4 RTSAS Ausgang zur Steue-
tungslänge abhängig:
rung eines Repeaters
5 M5EXT Ausgang 0 V für Leitungslänge Max. Baudrate
externen Abschluss
6 P5EXT Ausgang 5 V für 200 m 1500 kBit/s
externen Abschluss
400 m 500 kBit/s
7 - nc
1000 m 187,5 kBit/s
8 A EIA RS485-Leitung A
1200 m 4 93,75 kBit/s
9 - nc
Pin 6 (5 V) darf nicht als Stromversor- Bei der Konfektionierung darauf achten,
gung für externe Geräte verwendet dass der Kabelschirm elektrisch gut leitend
werden. mit dem Steckergehäuse verbunden ist.

1-104
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
• PROFIBUS-Topologie abschluss, der bei Bedarf zugeschaltet
– Ein Bussegment kann maximal werden kann.
32 Busteilnehmer miteinander ver- – Ein Bussegment muss an beiden Enden
binden. mit einem Leitungsabschluss versehen 11
– Mehrere Bussegmente können über sein. Der Abschluss ist passiv, wird
Repeater (bidirektionale Verstärker) aber aus dem Busteilnehmer gespeist.
gekoppelt werden. Genauere Angaben Er sorgt für einen definierten
dazu entnehmen Sie den Dokumenta- Ruhepegel auf dem Bus, wenn kein
tionen des Herstellers des Repeaters. Busteilnehmer sendet. Diese
Busabschlüsse werden vorzugsweise
Hinweis:
extern, gemäß PROFIBUS-Norm im
Durch den Einsatz von Repeatern kann die
Steckergehäuse, realisiert.
maximale Leitungslänge erhöht werden.
Genauere Angaben dazu entnehmen Sie
Hinweise:
den Dokumentationen des Herstellers des
Repeaters. – Das Bussegment muss an beiden
Enden abgeschlossen sein.
– Nur Busanschlussstecker verwenden,
– Es dürfen nicht mehr als zwei
die für den Einsatz im PROFIBUS-Netz
Abschlüsse pro Bussegment vor-
spezifiziert sind. Diese fassen beide
handen sein.
Buskabel an einem Busteilnehmer und
– Mindestens einer der beiden
stellen sicher, dass der Kabelschirm
Abschlüsse muss durch den Bus-
impedanzarm durchgeschlauft und auf
teilnehmer gespeist werden.
das Schirmbezugspotenzial des Bus-
– Der Betrieb ohne korrekten Abschluss
teilnehmers geführt wird. Diese Bus-
des PROFIBUS-Netzes kann zu Über-
anschlussstecker beinhalten den
tragungsfehlern führen.
PROFIBUS-spezifischen Leitungs-

1 1 1 1
390 6 6 6 6 390
2 2 2 2 7
3 7 7 7
B B3 B B3 B B3 220
220 8A A 8A A 8A A 8
4 4 4 4
9 9 9 9
390 5 M5EXT M5EXT 5 M5EXT M5EXT 5 M5EXT M5EXT 5 390
(GND) (GND) (GND) (GND) (GND) (GND)

1-105
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
⑧ 24-V-DC-Geräteversorgung
Das Gerät besitzt eine interne Schmelzsi- Anschluss Belegung
cherung und einen Verpolungsschutz. Die
11 Funktionserdung ist ausschließlich mit der
+24 VDC Versorgungs-
Steckerblende verbunden, nicht aber mit
0 V. Das Gehäuse ist aus Kunststoff und spannung +24 V DC
potenzialfrei. Die Stromversorgung des E Funktionserdung mit
Gerätes ist nicht galvanisch getrennt. Steckerblende verbun-
Das Gerät benötigt eine Stromversorgung den. Muss nicht ange-
von 24 V DC von einem AC/DC-Wandler mit schlossen werden.
sicherer Trennung (SELV).
0V Versorgungs-
– SELV (Sicherheits-Kleinspannung: spannung 0 V
safety extra low voltage); Stromkreis,
bei dem auch bei einem einzelnen
Beim Konfektionieren der Verdrahtung des
Fehler keine gefährliche Spannung
Steckverbinders ist Folgendes zu
auftritt.
beachten:

Klemmenart: Schraubklemme
• Verdrahtung steckbar
Steckverbinder Phoenix Contact Querschnitt: min. 0,75 mm2 /
MSTB 2.5/3-ST-5.08, Phoenix Art.-Nr. max. 2,5 mm2
1757022 wird mit dem Gerät geliefert. (Litze oder Draht)
min. AWG18 /
max. AWG12
Abisolierlänge: 7 mm
Max. Anzugs- 0,6 - 0,8 Nm /
drehmoment: 5 - 7 Lb. In.
+24 VDC ⏚ 0V

1-106
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
HMI-PLC – Visualisieren und Steuern mit System
Konfektionierung der Kabel mit SUB-D-Stecker
Die Ausführung der Busverkabelung ist ein – Der Schirmgeflecht muss am
wesentlicher Faktor für den zuverlässigen Kabelende 5 - 8 mm frei bleiben.
Betrieb sowie für die elektromagnetische – Das zurückgestülpte Schirm-
11
Verträglichkeit (EMV). geflecht-Ende muss vom Schrumpf-
schlauch oder von der Gummitülle
Anforderungen an die Verdrahtung
abgedeckt sein.
• Die Kabel müssen abgeschirmt sein.
d Montieren Sie den SUB-D-Stecker an
• Der Kabelschirm muss aus einem
das Kabelende:
Kupfergeflecht bestehen.
– Das blanke Schirmgeflecht muss mit
• Der Kabelschirm muss großflächig und
der Kabelschelle an das Stecker-
impedanzarm mit dem Steckergehäuse
gehäuse geklemmt werden.
kontaktiert sein. Dies wird erreicht
durch:
– Verwendung von metallischen oder A B C D E F
metallisierten Steckergehäusen mit
einer Bride als Zugentlastung.
– Die Bride muss mit dem Stecker fest
verschraubt sein.
Kabelschirm anschließen
1
30 mm
A Kabel mit Kabelmantel
B Schrumpfschlauch oder Gummitülle
2 C Kabelschelle
D Schirmgeflecht
E SUB-D-Stecker
F Befestigungsschraube UNC
3
5…8 mm

a Isolieren Sie das Kabelende so ab, dass


das Schirmgeflecht ca. 3 cm frei liegt.
b Stülpen Sie das Schirmgeflecht über
den Kabelmantel zurück.
c Schrumpfen Sie einen ca. 3 cm langen
Schrumpfschlauch über das zurückge-
stülpte Schirmgeflecht-Ende oder ver-
wenden Sie eine Gummitülle.

1-107
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Compact PLC – universelle Kompaktsteuerungen
Systemübersicht

11 3
4

1 Kompaktsteuerung EC4P
2 Anzeige-/Bedieneinheit MFD-80-B
1 3 CANopen-Anschaltung MFD-CP4-CO
1
4 Netzteil-/Kommunikationsmodul, inklu-
sive Verbindungsleitung für EC4P
5 Ausgangserweiterung EASY202-RE
ES
C

6 Ein-/Ausgangserweiterung, digital
EASY410...
L
DE
ALT

7 Ein-/Ausgangserweiterung, digital
ES

OK
C

EASY6...
8 Koppelmodul EASY200-EASY
9
9 CANopen-Erweiterung EC4E-221-...

7
8
6

9 7

1-108
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Compact PLC – universelle Kompaktsteuerungen
Allgemeines
Kompakte Steuerungen bieten in einem Flexible Vernetzungsmöglichkeiten:
Gerät viele Funktionen, die die Automati-
sierung von kleineren und mittleren
• dezentral erweiterbar via CANopen oder
easyNet
11
Applikationen abdecken. • lokal erweiterbar über easyLink-Schnitt-
Eaton bietet für diesen Bereich die stelle
EC4P-Reihe an. Die Steuerungen bieten im • Fernprogrammierung über Netzwerk
Gehäuse der easy800-Steuerungsrelais die • Anbindung eines oder mehrerer
Leistungsfähigkeit einer SPS. Die Pro- MFD-80-B über CANopen
grammierung erfolgt mit der Software • Anbindung eines MFD-80-B über RS232
CoDeSys. • Steckbare Speichermodule zur
Die Steuerungen unterscheiden sich in Datenarchivierung
Anzahl und Art der Ein-/Ausgänge. Darüber
hinaus gibt es Varianten mit und ohne Dis-
play sowie mit und ohne Ethernet-Schnitt-
stelle. Ethernet erlaubt die Fernpro-
grammierung über Netzwerk und die CAN

Kommunikation über UDP und MODBUS.


Alle EC4P-Steuerungen verfügen über eine
CAN/easyNet Schnittstelle.

Remote Textdisplay Drive


I/O EC4E MFD-80-B + DF51
MFD-CP4-CO
12I/8O

18I/14O

24I/16O

1-109
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Compact PLC – universelle Kompaktsteuerungen
Projektierung
Kabelverbindungen
11 Kabeltyp/Speicherkarte Gerät Funktion

EU4A-RJ45-CAB1 PC, Terminal/Printer Programmierung über


serielle Schnittstelle
COM1 , Transparent-
modus

EU4A-RJ45-USB-CAB1 PC Programmierung über


USB-Schnittstelle

EU4A-RJ45-CAB2 MFD-CP4-CO + CAN-Anbindung


MFD-80-B
EC4E

XT-CAT5-X-2 PC Programmierung über


Ethernet

MFD-CP4-800-CAB5 MFD-CP4 Display-Verlängerung,


seriell

1-110
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Compact PLC – universelle Kompaktsteuerungen

Kabeltyp/Speicherkarte Gerät Funktion

easy800-USB-CAB PC zur Programmierung


über USB-Schnittstelle 11

easy800-MO-CAB PC, Terminal/Printer Programmierung über


serielle Schnittstelle
COM1 , Transparent-
modus

EU4A-MEM-CARD1 EC4P Speicherkarte

EU4A-MEM-CARD2 EC4P Speicherkarte mit


Batterie zur Pufferung
der Uhrzeit

1-111
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Compact PLC – universelle Kompaktsteuerungen
Geräteanordnung Anschlussbeispiele
Bauen Sie die Steuerung in einen Schalt- Die hier aufgeführten Anschlussbeispiele
schrank, einen Installationsverteiler oder aus dem Kapitel „Projektieren easyRelay,
11 in ein Gehäuse ein, sodass die Anschlüsse MFD-Titan“ gelten gleichermaßen für die
der Versorgungsspannung und die Kompaktsteuerung EC4P.
Klemmenanschlüsse im Betrieb gegen • Spannungsversorgung anschließen,
direktes Berühren geschützt sind. → Seite 1-50
Sie können die Steuerung senkrecht oder • Digitaleingänge anschließen,
waagerecht auf eine Hutschiene nach → Seite 1-51
IEC/EN 60715 oder mit Gerätefüßen auf der • Analogeingänge anschließen,
Montageplatte befestigen. Um die Ver- → Seite 1-55
drahtung zu erleichtern, halten Sie auf den • Inkrementalgeber anschließen,
Klemmenseiten einen Abstand von → Seite 1-57
mindestens 3 cm zur Wand oder zu • Relais-Ausgänge anschließen,
benachbarten Geräten ein. → Seite 1-58
• Transistor-Ausgänge anschließen,
① → Seite 1-59
• Analog-Ausgänge anschließen,
→ Seite 1-61
① ①

Weitere Informationen → Handbuch


① MN05003003Z-DE
① 30 mm
(1.18“)

1-112
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Systemübersicht

1
1
11
1

2 3

0
4
0
4
1 2 3
5 6 7
1 2 3
5 14 15
0 1 2
4
XC-CPU201 3
4 5 6

5
8 9 10 7 0 1 2
3
11 4 5 6
12 13 14
15 8 9 10 7
DC INPUT 11
EH-XD16 12 13 14
15
DC INPUT
EH-XD16

7
8

6 6
6 6

1 Baugruppenträger
2 Batterie
3 Steuerungen XC100/XC200
4 XI/OC E/A-Module, Kommunikations-
module
5 Speicherkarte
6 XI/OC-Klemmenblock (Schraub- oder
Federzugklemme)
7 Steuerung XC121
8 I/O-Erweiterung XIO-EXT121-1 für
Steuerung XC121

1-113
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Allgemeines XC200-Modularsteuerungen
Modularsteuerungen zeichnen sich durch Die Steuerungen der XC200-Serie bieten
ihren in weiten Grenzen skalierbaren hohe Rechenleistungen und vielfältige
11 Aufbau aus. Das bietet viel Flexibilität beim Kommunikationsmöglichkeiten. Hier sind
Zusammenstellen individueller Automati- die Unterscheidungsmerkmale die Größe
sierungslösungen. Verschiedene des verfügbaren Programmspeichers, die
CPU-Leistungsklassen und vielfältige Länge der Zykluszeit und der integrierte
Erweiterungsbaugruppen stehen zur Ver- WEB-Server.
fügung. • erweiterbar mit bis zu 15 XIOC-Modulen
Der Datenaustausch über eine Ether- • Datenspeicherung auf SD-Karte oder
net-Schnittstelle zu OPC-Clients oder inte- USB-Stick
grierte WEB-Server ermöglichen innova- • Ethernet-Schnittstelle zur Kommunika-
tive Lösungen. tion und Programmierung
• CAN-Schnittstelle zur Kommunikation
• RS232-Schnittstelle
• integrierter WEB-Server
Weitere Informationen → Handbuch
MN05003001Z
XIOC-Signalmodule
Die XIOC-Signalmodule können sowohl an
Eaton bietet in dieser Klasse die beiden XC100- als auch an XC200-Steuerungen
Serien XC100 und XC200 an. angeschlossen werden (Ausnahme: Fern-
XC100-Modularsteuerungen wirkbaugruppe XIOC-TC1 nur an XC200). Es
Die Steuerungen der XC100-Serie sind uni- stehen eine Vielzahl unterschiedlicher
verselle Automatisierungsgeräte für kleine Module zur Verfügung:
und mittlere Anwendungen. Sie unter- • Digitale Eingangs-/Ausgangsmodule
scheiden sich in der Größe des verfügba- • Analoge Eingangs-/Ausgangsmodule
ren Programmspeichers. Eine Variante • Temperaturerfassungsmodule
verfügt über eine optische CAN-Schnitt- • Zählermodule
stelle. • Serielles Schnittstellenmodul (RS232,
• erweiterbar mit bis zu 15 XI/OC-Modulen RS485, RS422; Betriebsarten: Transpa-
• Datenspeicherung auf SD-Karte rent-Modus, Modbus Master/Slave,
• CAN-Schnittstelle zur Kommunikation Sucom-A, Suconet K-Slave)
• RS232-Schnittstelle • Fernwirkmodul
Weitere Informationen → Handbuch • Kommunikationsmodule PROFIBUS
MN05003004Z-DE DP-Master, PROFIBUS DP-Slave,
Suconet-K-Master)
Weitere Informationen → Handbuch
MN05002002Z-DE

1-114
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Projektierung
Geräteanordnung
Bauen Sie die Baugruppenträger und die
Steuerung waagerecht in den Schalt-
11
schrank ein.
c a Abstand > 50 mm
b Abstand > 75 mm zu aktiven
Elementen
a b
c Kabelkanal

a a
b b
a b

Spannungsversorgung a Hauptschalter
b Leitungsschutzorgan

c 24-V-DC-Versorgungsspannung
L1
L2
L3
d Geerdeter Betrieb
N
PE e Bei ungeerdetem Betrieb muss eine
② Isolationsüberwachung eingesetzt
werden (IEC 204-1, EN 60204-1,
③ ~ ~ DIN EN 60204-1)
= =
f 24-V-DC-Netzfilter; stellt sicher, dass
④⑤ ④⑤ bei einer Bemessungsspannung von
24 V DC ein Strom von bis zu 2,2 A
Ferrithülse
(maximal) zur Verfügung steht. Mit dem
⑥ Einsatz des Filters werden die Vor-
1*)
2*) XT-FIL-1 gaben des EMVG erfüllt.
1*) 1*)

1*) intern gebrückt


24 V 0 V DC 24 VQ 0 VQ DC 2*) zusätzliche
PE-Verbindung über
(Spannungsversorgung der CPU) (Spannungsversorgung der
lokalen Digital-Ein-/Ausgänge) Kontaktfeder auf der Rückseite
XC-CPU200

1-115
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Klemmenbelegung auf der CPU Ein-/Ausgänge der CPU anschließen
Die Anschlüsse für Spannungsversorgung Der Spannungsanschluss 0VQ/24VQ dient
und lokale Ein-/Ausgänge sind wie folgt alleine der Spannungsversorgung der
11 belegt: lokalen 8 Ein- und 6 Ausgänge und ist zum
Bus hin potenzialgetrennt.
Die Ausgänge 0 bis 3 können mit 500 mA
und die Ausgänge 4 und 5 mit jeweils 1 A
bei einer Einschaltdauer (ED) von 100 %
%IX 0.0 und einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 1
%IX 0.1
%IX 0.2 belastet werden.
%IX 0.3
%IX 0.4 Das Verdrahtungsbeispiel zeigt die Ver-
%IX 0.5
%IX 0.6 drahtung bei getrennter Spannungsversor-
%IX 0.7 gung von Steuerung und I/O-Klemmen.
%QX 0.0
%QX 0.1 Wird nur eine Spannungsversorgung ver-
%QX 0.2
%QX 0.3 wendet, sind folgende Klemmen zu ver-
%QX 0.4
%QX 0.5 binden:
24 VQ
24 V
0 VQ 24 V mit 24VQ und 0 V mit 0VQ.
0V

0
1
2
3
4
5
6
7
0
1
2
3
4
5
24 VQ
0 VQ
24 V
0V

+ 24 V ⎓
0V⎓

1-116
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Ethernet/RS2232

(XC-CPU101, RS232 ETH


XC-CPU201) (XC-CPU202) (XC-CPU201, XC-CPU202) 11
8 RxD –
8 1 7 GND –
7 2 6 – Rx–
6 3 5 TxD –
5 4
4 5 4 GND –
3 6 3 – Rx+
2 7 2 – Tx–
1 8
1 – Tx+

Physikalisch ist die Programmier- – Verbindungsaufbau Cross-Over-Kabel


geräte-Schnittstelle als RJ45-Schnittstelle 4-adrig
(Buchse) ausgebildet. Somit können
handelsübliche Ethernet-(Patch-)Kabel mit 1 1
RJ45-Steckern eingesetzt werden. 2 2
• Direktverbindung PC – XC200 3 3
Die XC200 können Sie direkt mit dem (Pro- 6 6
grammier-)PC über ein Cross-Over-Ether-
net-Kabel verbinden. Folgende Cross-Over-Kabel stehen zur
Cross-Over-Kabel haben folgenden Verfügung:
Aufbau: XT-CAT5-X-2 (2 m lang)
– Verbindungsaufbau Cross-Over-Kabel XT-CAT5-X-5 (5 m lang)
8-adrig

1 1 • Verbindung PC – XC200 über Hub/Switch


Wenn Sie zwischen die Verbindung PC –
2 2 XC200 einen Hub oder Switch einsetzen,
3 3 müssen Sie für die Verbindung zwischen
4 4 PC – Hub/Switch und Hub/Switch – XC200
ein Ethernet-Standardkabel verwenden,
5 5
dessen Adern 1:1 verbunden sind.
6 6 Für die Programmierung über die
7 7 USB-Schnittstelle eines PC steht das Kabel
8 8 EU4A-RJ45-USB-CAB1 zur Verfügung.

1-117
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Hinweis! Beim ersten und letzten Teilnehmer am
Beachten Sie, dass durch die Dop- Strang müssen Busabschlusswiderstände
pelbelegung der RJ45-Schnittstelle mit eingesetzt werden (→Abb. unten).
11 RS232 und Ethernet auf den Anschlüssen
4 und 7 wegen der RS232-Schnittstelle Bei der XC-CPU202 ist der Busabschluss-
„GND-Potential“ liegt. Aus diesem Grund widerstand schaltbar ausgeführt. Der
empfehlen wir den Einsatz von vieradrigen Schalter befindet sich oberhalb der Batte-
Kabeln für die Anbindung der XC200 an das rie.
Ethernet.
Verwenden Sie nur ein für CANopen
zugelassenes Kabel mit folgenden Eigen-
CANopen-Schnittstelle schaften:
Belegung des 6-poligen • Wellenwiderstand 100 bis 120 Ohm
Combicon-Steckers: • Kapazitätsbelag < 60 pF/m

Klemme Signal

Adernquerschnitt
Baudrate [kBit/s]

Schleifenwider-
6 GND

stand [Ω/km]
Länge [m]

6 5 CAN_L
5
4 4 CAN_H [mm2]
3 3 GND 20 1000 0,75 – 0,80 16
2
1 2 CAN_L 125 500 0,50 – 0,60 40
1 CAN_H 250 250 0,50 – 0,60 40
Steckertyp: 6-poliger, steckbarer Feder- 500 100 0,34 – 0,60 60
zugklemmenblock
1000 40 0,25 – 0,34 70
Leiteranschlüsse: bis 0,5 mm2
Die Klemmen 1 und 4, 2 und 5 sowie 3 und 6
sind intern verbunden.
Die CAN-Schnittstelle ist potenzial-
getrennt.

6 6 6
5 CAN_L 5 5
4 CAN_H 4 4
3 3 3
120 O 2 2 2 120 O
1 1 1

1-118
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Anschlussbeispiele
Für die Verdrahtung können Sie wahlweise
Klemmenblöcke mit Schraubklemmen oder
Federzugklemmen verwenden.
11
Leiter Schraubanschluss Federzuganschluss

eindrähtig 0,5 bis 2,5 mm2 0,14 bis 1,0 mm2


feindrähtig mit 0,5 bis 1,5 mm2 Die Adern sind ohne Aderendhülsen
Aderendhülse oder Kabelschuhe in die Klemmen
einzuführen.
feindrähtig – 0,34 bis 1,0 mm2

Hinweise:
• Kabelschuhe dürfen einen Durchmesser
von höchstens 6 mm haben.
• Verwenden Sie maximal zwei Kabel-
schuhe pro Klemme.
• Verwenden Sie eine Leitung mit maximal
0,75 mm2 bzw. eine Leitung mit 0,5 mm2,
falls zwei Kabelschuhe an derselben
Klemme befestigt werden sollen.

1-119
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Verdrahtung Digital-Eingangsmodule

XIOC-32DI
0
11 1 16
2 17
3 18
4 19
5 20
XIOC-8DI XIOC-16DI 21
XIOC-16DI 6
7 22
0V 23
0 8 0V
1 8 9 24
2 9 10 25
3 10 11 26
4 11 12 27
5 12 13 28
6 13 14 29
7 14 15 30
0V 15 0V 31
0V 0V

+24 V ⎓
0V

1-120
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Verdrahtung Digital-Ausgangsmodule (Transistor)

XIOC-32DO
0
1
16
17 11
2 18
3 19
4 20
5 21
6 22
7 23
XIOC-8DO XIOC-16DO C C
XIOC-16DO S S
0 8 24
1 8 9 25
2 9 10 26
3 10 11 27
4 11 12 28
5 12 13 29
6 13 14 30
7 14 15 31
24 V 15 C C
0V S S

24 V ⎓ 24 V ⎓
0V⎓ 0V⎓

Schließen Sie bei induktiven Lasten eine


Freilaufdiode parallel an.

Verdrahtung Digital-Ausgangsmodule (Relais)

XIOC-12DO-R
24 V ⎓
0V
0
1 6
2 7
3 8
4 9
5 10
C 11
C

+24 V ⎓
0V⎓
+24 V ⎓, 100/240 V ∼
0 V, N

1-121
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Modular PLC
Verdrahtung Analog-Eingangsmodule

Klemmenanordnung Verdrahtung der U-/I-Diagramm der


11 Module Module

XIOC-8AI-I2 XIOC-8AI-I2 XIOC-8AI-I2


XIOC-8AI-U1/-U2 0FFFhex

I0 +
I/V I0 – 07FFhex

0+ I/V
1+ 0–
0000hex
1– 4 12 20 I [mA]
2+
2–
I7 + 0
3+ XIOC-8AI-U1
4+ 3– I7 – 0FFFhex
5+ 4–
6+ 5–
7+ 6– XIOC-8AI-U1 07FFhex

24 V ⎓ 7– XIOC-8AI-U2
0V
0000hex
0 5 10 U0 [V]
V0 +
+24 V ⎓ XIOC-8AI-U2
V0 –
0V⎓ 07FFhex

–10 0000hex
V7 + 0 10 U0 [V]
V7 – 0800hex

1-122
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modular PLC
Verdrahtung Analog-Ausgangsmodule

Klemmenanordnung Verdrahtung der U-/I-Diagramm der


Module Module 11
XIOC-2AO-U2 XIOC-2AO-U2 XIOC-2AO-U2
XIOC-4AO-U1/U2 XIOC-4AO-U1/U2 XIOC-4AO-U1/U2
I1 [mA]
V0 + 20

V0+ V0 – 12
V1+ V0–
*V2+ V1– 4

*V3+ V2–* V3 + 0000hex 07FFhex 0FFFhex


V3–* *
V3 – XIOC-2AO-U1-2AO-I1
U1 [V]
10

24 V ⎓ XIOC-2AO-U1-2AO-I1
0V
5
V0 +

+24 V ⎓ V0 – 0
0000hex 07FFhex 0FFFhex

0V⎓ XIOC-2AO-U2
I2 + XIOC-4AO-U1
U1 [V]
XIOC-2AO-U1-2AO-I1
I2 – 10

0800hex 0FFFhex

V0+ 0 07FFhex

V1+ V0–
I2+ V1– –10
I3+ I2–
I3–

24 V ⎓

+24 V ⎓
0V⎓

1-123
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modulares I/O-System
Systemübersicht

11 5

1 2
4
4
8 7

6 8
X I/ON

13 12 11 5
10 9

1 Gateways
2 Digitale Eingabemodule
3 Relaismodule
4 Kodierelement
5 Basismodule
6 Querverbinder Relais
7 Abschlussplatte
8 Endwinkel
9 Versorgungsmodule
10 Analoge Eingabemodule 14
11 Digitale Ausgabemodule
12 Analoge Ausgabemodule
13 Technologiemodule
14 Markierer

1-124
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modulares I/O-System
Allgemeines
Ob Bewegungen steuern, Temperaturen- und Gateways. Die ECO Gateways
oder Drehzahlen messen, Ströme und bedienen die Bussysteme CANopen,
Spannungen erfassen – die Anwendungs- PROFIBUS-DP und Ethernet.
11
bereiche für Remote I/Os sind vielfältig. – ECO Gateways mit integrierten
Remote I/Os sind überall dort im Einsatz, Busabschlusswiderständen
wo dezentrale Signalverarbeitung das – Volle Kompatibiltät zum Standard
A und O des Automatisierungskonzeptes XI/ON-System
ist. – keine Basismodule erforderlich
Wesentliche Merkmale des modularen – hohe Kanaldichte (bis zu 16 DI/DO auf
I/O-Systems XI/ON sind: 12,5 mm Breite)
• Hohe Modularität – „Push-IN“-Federzugklemmen
• Feldbusse: CANopen, PROFIBUS-DP, – Multifunktionsscheiben
DeviceNet und Ethernet – Mini-USB-Diagnoseschnittstelle
• busunabhängige, steckbare Module
• XI/ON Standard Gateways und Standard
• geringer Verdrahtungsaufwand
Module
• zielgenaue Diagnose
Die Standard Gateways bedienen die Bus-
• Platz und Kosten sparen mit
systeme CANopen, PROFIBUS-DP,
ECO-Modulen
DeviceNet und Ethernet.
• Programmierbares CANopen-Gateway
• Standard- und ECO-Module mischbar – Einsatz der steckbaren I/O-Module ist
unabhängig vom verwendeten Feldbus
– Verdrahtung erfolgt auf Basismodule,
stehende Verdrahtung
– schneller Modulwechsel (Hot Swap)
– Generierung der Diagnoseinforma-
tionen zur übergeordneten Steuerung
– bis zu 74 Scheibenmodule pro Gateway
anschaltbar
– Mechanische Kodierung der Module

• Programmierbares CANopen-Gateway
Mit dem programmierbaren
Das modulare I/O-System XI/ON stellt ein CANopen-Gateway kommt die SPS-Leis-
umfangreiches Sortiment an digitalen und tung direkt in die Feldbusklemme. Das
analogen I/Os sowie Technologiemodulen Gerät ist ideal geeignet, um dezentrale
zur Verfügung: Automatisierungsaufgaben zu über-
• XI/ON ECO Gateways und ECO Module nehmen und damit eine übergeordnete
XI/ON ECO ergänzt das XI/ON I/O-System SPS zu entlasten. Die serielle on board
um preis- und platzoptimierte I/O-Module Schnittstelle dient als Programmierzugang

1-125
Eaton Schaltungsbuch 06/11
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Modulares I/O-System
vor Ort und als Schnittstelle für das Die Basismodule dienen dem Anschluss
Konfigurations- und Diagnosetool I/Oas- der Feldverdrahtung für die Standard
sistant. Alternativ kann diese Schnittstelle XI/ON-Module. Sie sind für 2-, 3- und 4-Lei-
11 auch als freie Anwenderschnittstelle ver- ter-Anschluss erhältlich, als Block- oder
wendet werden. Programmiert wird das Scheibenmodule, wahlweise mit Zugfeder-
Gateway mit der XSOFT-CODESYS-2. klemmen- oder Schraubanschluss.
• Basismodule für jede Anforderung

Projektierung
Konfigurations- und Diagnosetool Sicherheit durch Kodierung
I/Oassistant Die steckbaren Module ermöglichen auch
Der I/Oassistant ist in der unter Spannung (Hot Swap) einen
XSOFT-CODESYS-2 integriert und unter- schnellen und werkzeuglosen Austausch
stützt interaktiv bei der kompletten Planung der Module. Die mechanische Kodierung
und Realisierung einer XI/ON-Anlage. Dazu verhindert das Fehlstecken.
wählen Sie Gateways, Elektronik- und
Basismodule sowie das entsprechende
Zubehör aus. Anschließend werden die
einzelnen Stationen wahlweise offline oder
online konfiguriert. Wenn alles eingestellt
ist, setzen Sie die Anlage in Betrieb. Zudem
generiert der I/Oassistant automatisch
eine Stückliste für Ihre Bestellung. Der
I/Oassistant überprüft die Station, liest Pro-
zessdaten ein, gibt Werte aus und visuali-
siert die Diagnosedaten der Kanäle. So
können Sie Ihre Station auch ohne überge-
ordnete Steuerung in Betrieb nehmen und
sicherstellen, dass ein Anlagenteil korrekt
funktioniert.

1-126
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modulares I/O-System
Anschlussbeispiele
Versorgungsmodul (Bus Refreshing Einspeisemodul (Power Feeding Modul)
Modul) • Modul zur Einspeisung der Feldspan-
• Modul zur Einspeisung der Systemspan- nungsversorgung 24 V
11
nungsversorgung 24 V DC und der
Feldspannungsversorgung 24 V DC XN-P4…-SBBC für XN-PF-24VDC-D

XN-P4…-SBBC mit Gatewayversorgung


XN-P4…-SBBC-B ohne Gatewayversor-
11 21
gung
24 V ⎓
Modulbusversorgung 12 22
+ – 24 V ⎓

13 23

11 21
PE 14 24

12 22 • Modul zur Einspeisung der Feldspan-
24 V ⎓
Feldbus- + nungsversorgung 120/230 V AC
versorgung
13 23
XN-P4...-SBB für XN-PF-120/230VAC-D

PE 14 24
11 21

N
12 22

L 13 23

PE 14 24

1-127
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modulares I/O-System
Digitales Eingabemodul Digitales Ausgabemodul
• Plusschaltend • Plusschaltend

11 XN-S4…-SBBC für XN-2DI-24VDC-P XN-S4…-SBCS für


XN-2DO-24VDC-0.5A-P
XN-2DO-24VDC-2A-P
S S
11 21 S S

11 21
12 22

12 22
13 23

PE 13 23 PE
PE 14 24 PE

• Minusschaltend 14 24

XN-S4…-SBBC für XN-2DI-24VDC-N • Minusschaltend

XN-S4…-SBCS für
XN-2DO-24VDC-0.5A-N
S S
11 21
S S

12 22 11 21
+ +

13 23 12 22

PE 14 24 PE PE PE
13 23

14 24

1-128
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Modulares I/O-System
Analoges Eingabemodul Weitere Anschlussbeispiele finden Sie in
den Handbüchern
XN-S4…-SBBS für XN-1AI-I(0/4...20MA) XI/ON Digitale I/O-Module, Versorgungs-
XN-S4…-SBBS für module, MN05002010Z-DE 11
XN-1AI-U(-10/0...+10VDC) (früher: M001735-02)
Analogwertgeber mit potentialgebundener XI/ON Analoge I/O-Module,
Geberversorgung MN05002011Z-DE (früher: M001756-04)
Diese Handbücher können Sie unter
www.eaton.com/moellerproducts im
Uh Bereich „Produkte & Lösungen“... als PDF
Uh+ herunterladen.
11 21

12 22
Sh

13 23

14 24

Analoges Ausgabemodul

XN-S3...-SBB für XN-2AO-I(0/4...20MA)

11 21

Kanal 1 12 22 Kanal 2
Sh Sh

13 23

1-129
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Software
Textorientierte Sprachen
Anweisungsliste (AWL)
Eine Anweisungsliste (AWL) besteht aus
11 einer Folge von Anweisungen. Jede
Anweisung beginnt in einer neuen Zeile
und beinhaltet einen Operator und – je
nach Art der Operation – einen oder meh-
rere durch Komma abgetrennte
Anwender von Automatisierungskom- Operanden.
ponenten wie z. B. Maschinen- und Vor einer Anweisung kann sich eine Iden-
Anlagenbauer geben sich heute nicht mehr tifikator-Marke befinden, gefolgt von
mit Einzellösungen zufrieden. Deshalb einem Doppelpunkt (:). Sie dient der Kenn-
haben sich Standards wie die IEC 61131-3 zeichnung der Anweisung und kann bei-
als herstellerunabhängige Norm zur Pro- spielsweise als Sprungziel verwendet wer-
grammierung von Speicherprogrammier- den.
baren Steuerungen etabliert. CoDeSys Ein Kommentar muss das letzte Element in
unterstützt alle in der Norm IEC-61131 einer Zeile sein.
beschriebenen Programmiersprachen. Beispiel:
CoDeSys basiert auf einem Standard der LD 17
Firma 3S. Ausgereifte technische Eigen- ST lint (* Kommentar *)
schaften, einfaches Handling und eine GE 5
weite Verbreitung dieser Software zur Pro- JMPC next
grammierung von Automatisierungskom- LD idword
ponenten verschiedener Hersteller sind EQ istruct.sdword
Garanten für den Erfolg. STN test
Sämtliche Steuerungen von Eaton werden next:
mit der CoDeSys-Software programmiert.
Die Programmierung kann in unter- Strukturierter Text (ST)
schiedlichen Programmiersprachen Der Strukturierte Text (ST) besteht aus
erfolgen. Dabei wird zwischen textorien- einer Reihe von Anweisungen, die wie in
tierten und grafikorientierten Sprachen Hochsprachen bedingt (IF...THEN...ELSE)
unterschieden. oder in Schleifen (WHILE…DO) ausgeführt
werden.
Beispiel:
IF value < 7 THEN
WHILE value < 8 DO
value := value + 1;
END_WHILE;
END_IF

1-130
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Software
Grafikorientierte Sprachen
Ablaufsprache (AS)
Die Ablaufsprache ist eine grafisch orien-
tierte Sprache. Sie ermöglicht es, die zeit-
11
liche Abfolge verschiedener Aktionen
innerhalb eines Programms zu beschrei-
ben. Dazu werden Schrittelemente ver-
wendet, denen bestimmte Aktionen zuge-
ordnet werden und deren Abfolge über
sogenannte Transitionselemente gesteu-
ert wird.

Beispiel für ein Netzwerk in der Ablauf-


sprache:

1-131
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Software
Kontaktplan (KOP)
Der Kontaktplan ist eine grafisch orien- besteht aus einer Folge von Netzwerken.
tierte Programmiersprache, die dem Prin- Ein Netzwerk wird auf der linken und
11 zip einer elektrischen Schaltung angenä- rechten Seite von einer linken und einer
hert ist. rechten vertikalen Stromleitung begrenzt.
Einerseits eignet sich der Kontaktplan Dazwischen befindet sich ein Schaltplan
dazu, logische Schaltwerke zu konstruie- aus Kontakten, Spulen und Verbindungs-
ren, andererseits kann man aber auch linien.
Netzwerke wie im FUP erstellen. Daher
kann der KOP sehr gut dazu benutzt wer- Beispiel eines Netzwerks im Kontaktplan
den, um den Aufruf von anderen Bau- aus Kontakten und Spulen:
steinen zu steuern. Der Kontaktplan

Funktionsplan (FUP)
Der Funktionsplan ist eine grafisch orien- Beispiel für ein Netzwerk im Funktionsplan:
tierte Programmiersprache. Er arbeitet mit
einer Liste von Netzwerken, wobei jedes
Netzwerk eine Struktur enthält, die jeweils
einen logischen bzw. arithmetischen Aus-
druck, den Aufruf eines Funktionsblocks,
einen Sprung oder eine Return-Anweisung
darstellt.

1-132
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Schalten, Steuern, Visualisieren
Software
Freigrafischer Funktionsplan (CFC) mit frei platzierbaren Elementen. Dies
Der freigrafische Funktionsplan basiert auf erlaubt beispielsweise Rückkopplungen.
dem Funktionsplan (FUP), arbeitet jedoch Beispiel für eine Implementierung im Frei-
nicht wie dieser mit Netzwerken, sondern grafischen Funktionsplaneditor: 11

Integrierte Visualisierung
Das Programmiersystem CoDeSys beinhal- sierungsinformationen eine XML-Besch-
tet neben der Programmierung auch einen reibung, die zusammen mit einem
grafischen Visualisierungseditor. Dies bie- Java-Applet auf der Steuerung abgelegt
tet einen entscheidenden Vorteil: und per TCP/IP auf einem Browser darge-
Um die Daten einer unter CoDeSys pro- stellt werden kann (WEB-Visualisierung).
grammierten Steuerung zu visualisieren
(also zu beobachten und zu bedienen), ist Interaktives Visualisierungstool GALILEO
kein zusätzliches Softwarepaket erforder- Eaton bietet für seine HMI und HMI-PLC
lich. Der Anwender kann im Zuge der eine schnell erlernbare, aber dennoch
Applikationsentwicklung bereits Visuali- leistungsstarke und umfangreiche Projek-
sierungsmasken in ein- und derselben tierumgebung an – ideal einsetzbar in allen
Oberfläche erzeugen. Die in CoDeSys inte- maschinen- und prozessnahen
grierte Visualisierung kann direkt auf die Anwendungen des Anlagen- und
Variablen aus der Steuerung zugreifen. Maschinenbaus. Galileo ist branchenneut-
Verfügt die Steuerung über ein Display ral konzipiert und bietet eine durchgängige
(HMI-PLC), kann diese Visualisierung Projektierung für alle grafischen
direkt auf dem Panel angezeigt werden Bediengeräte von Eaton.
(Target-Visualisierung).
Viele Steuerungen beinhalten heute einen
Webserver. Optional generiert das Pro-
grammiersystem CoDeSys aus den Visuali-

1-133
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Notizen

11

1-134
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives

Seite

Grundlagen der Antriebstechnik 2-2

Grundlagen zum Softstarter 2-9

Anschlussbeispiel DS7 2-26 22


Anschlussbeispiel DM4 2-44

Grundlagen zum Frequenzumrichter 2-66

Anschlussbeispiel M-Max™ 2-85

System Rapid Link 4.0 2-98

2-1
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen der Antriebstechnik
Auswahlkriterien der Antriebstechnik
Jede Antriebsaufgabe erfordert einen Bei einer Netzspannung von 400 V und
Antriebsmotor. Dessen Drehzahl, Dreh- 8-fachem Anlaufstrom entspricht dies
moment und Regelbarkeit müssen die einem Motorbemessungsstrom von etwa
geforderte Aufgabe erfüllen. Generell gilt: 7,5 A und somit einer Motorleistung von
22 „Die Anwendung definiert den Antrieb.“ 4 kW.
Der weltweit am häufigsten eingesetzte Die Motorleistung kennzeichnet die an
Antriebsmotor in industriellen Anlagen und der Welle abgegebene mechanische
großen Gebäuden ist der Drehstrom-Asyn- Leistung des Motors.
chronmotor. Sein robuster und einfacher • Stern-Dreieck-Starter ②
Aufbau sowie hohe Schutzarten und Dies ist die bekannteste und meist-
standardisierte Bauformen sind Merkmale angewandte Startvariante für Motorleis-
dieses preiswerten Elektromotors. tungen > 4 kW (400 V).
• Elektronischer Motorstarter (EMS) und
Softstarter ③
Drehstrom-Asynchronmotor Sie ermöglichen einen sanften und
geräuscharmen Motorstart. Die beim
Startvarianten des Motors Schalten störenden Stromspitzen und
• Direkter Motorstart ① Momentschläge werden hier eliminiert.
Im einfachsten Fall wird der Motor direkt Zudem können die Start- und Auslauf-
mit einem Schütz geschaltet. Die Kombi- phase des Motors, in Abhängigkeit von
nation mit Motorschutz und Leitungs- der Last, zeitlich gesteuert werden.
schutz (Sicherung) wird als Motorstarter • Frequenzumrichter ④
(MSC = Motor-Starter Combination) Er ermöglicht den zeitlich geführten
bezeichnet. Motorstart, die Motorbremsung und den
Durch das Anlegen der vollen Netzspan- Betrieb mit stufenlos einstellbaren
nung an die Motorwicklungen können Motordrehzahlen.
beim direkten Start große Anlaufströme Applikationsbedingt wird ein Frequenz-
entstehen, die störende Spannungs- umrichter in verschiedenen Ausprä-
änderungen zur Folge haben. gungen eingesetzt:
Im öffentlichen Stromnetz dürfen direkt – mit der Spannungs-/Frequenzsteue-
startende Drehstrommotoren keine stö- rung (U/f) oder der Vektor-Steuerung
renden Spannungsänderungen hervor- für den frequenzgesteuerten Motor-
rufen. Diese Bedingung gilt allgemein betrieb,
dann als erfüllt, wenn die Scheinleistung – mit Vektor-Regelung oder als
eines Drehstrom-Asynchronmotors nicht Servo-Regler für hohe Drehzahlgenau-
mehr als 5,2 kVA bzw. sein Anlaufstrom igkeit mit zusätzlicher Drehmoment-
nicht mehr als 60 A beträgt. anpassung.

Zugehörige Stromlaufpläne → Seite 2-3

2-2
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen der Antriebstechnik

3 / N / PE / AC 50/60 Hz

F1

Q1 ∆  22
F2

Q2 T1

M M M M
M1 B1
3~ 3~ 3~ 3~

① ② ③ ④

B1: Drehzahlerfassung (Impulsgeber) Motoranschluss


F1: Absicherung Beim Anschluss eines Drehstrommotors
(Kurzschluss- und Leitungsschutz) am elektrischen Netz müssen die Daten auf
F2: Motorschutz dem Leistungsschild des Motors mit der
(Schutz vor thermischer Überlast, Netzspannung und der Netzfrequenz über-
Motorschutzrelais) einstimmen.
M1: Drehstrom-Asynchronmotor Der Anschluss erfolgt dabei standard-
Q1: Schalten mäßig über sechs Schraubenverbin-
(Leistungsschütz, Motorschütz) dungen im Klemmkasten des Motors und
Q2: Softstarter, elektronischer Motor- entsprechend der Netzspannung in der
starter sogenanten Stern- oder Dreieckschaltung.
T1: Frequenzumrichter
U1 V1 W1

W2 U2 V2

2-3
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen der Antriebstechnik
Der Drehsinn eines Motors wird immer mit Durch Induktionswirkung werden in der
Blick auf die Antriebswelle des Motors Läuferwicklung Drehfeld und Drehmoment
angegeben (Antriebsseite). Bei Motoren gebildet. Die Drehzahl des Motors ist hier-
mit zwei Antriebswellen ist diese Antriebs- bei abhängig von der Polpaarzahl und der
seite mit D (= Drives) gekennzeichnet, die Frequenz der speisenden Spannung. Die
22 Nichtantriebsseite mit N (= No drives). Drehrichtung kann durch den Wechsel
zweier Anschlussphasen umgekehrt wer-
den.
Rechtslauf (FWD) Linkslauf (REV)

L1 L2 L3 L1 L2 L3

U1 V2 W3 U1 V2 W3
Unabhängig von der Schaltungsart und der
Ausprägung des Drehstrom-Asynchron-
motors sind die Anschlüsse so gekenn-
zeichnet, dass in alphabetischer Reihen- FWD = forward run (Rechtsdrehfeld)
REV = reverse run (Linksdrehfeld)
folge (z. B. U1, V1, W1) bei Anschluss der
Netzspannung in zeitlicher Phasenfolge
(L1, L2, L3) der Rechtslauf bewirkt wird. Angaben auf dem Leistungsschild
Die elektrischen und mechanischen
L1 L2 L3 L1
Bemessungsdaten des Motors müssen auf
seinem Leistungsschild dokumentiert sein
(IEC 34-1, VDE 0530). Die Bemessungs-
0 90° 180° 360° daten auf dem Leistungsschild beschrei-
270° ben den stationären Betrieb des Motors im
Bereich des Arbeitspunktes (MN, z. B. bei
400 V und 50 Hz). In der Phase des Motor-
starts sind die Betriebsdaten instabil.
120° 120° 120°
Die folgenden Beispiele zeigen die Leis-
Beim Drehstrom-Asynchronmotor sind drei tungsschilder für zwei Motoren mit einer
Wicklungsstränge um jeweils 120°/p Motorwellenleistung von 4 kW und deren
(p = Polpaarzahl) gegeneinander versetzt Anschlussschaltungen an einem dreipha-
angeordnet. Beim Aufschalten einer drei- sigen Wechselstromnetz mit 400 V und
phasigen, um jeweils 120° zeitlich verscho- 50 Hz.
benen Wechselspannung wird im Motor
ein Drehfeld erzeugt.

2-4
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen der Antriebstechnik
Sternschaltung Dreieckschaltung

230 / 400 V △/ 14.5 / 8.5 A 400 / 690 V △/ 8.5 / 4.9 A
S1 4.0 KW cos ϕ 0.82 S1 4.0 KW cos ϕ 0.82 22
1410 min-1 50 Hz 1410 min-1 50 Hz
IP 54 Iso. KI F IP 54 Iso. KI F

L1 L2 L3 L1 L2 L3
ILN ULN ILN ULN
V1
U2 V1

U2 V2
U1 W2 W1 U1 V2
W2 W1

U LN = 3 ( U W , I LN = I W U LN = U W , I LN = 3 ( IW

U1 V1 W1 U1 V1 W1

W2 U2 V2 W2 U2 V2
• Mit der Spannungsangabe 230/400 V • Mit der Spannungsangabe von
muss dieser Motor in der Sternschal- 400/690 V muss dieser Motor in der
tung am Drehstromnetz (ULN = 400 V) Dreieckschaltung am Drehstromnetz
angeschlossen werden. (ULN = 400 V) angeschlossen werden.
• Die Spannung jeder Motorwicklung ist • Jede Motorwicklung ist hier für die
für 230 V ausgelegt. Die Wicklungen maximale Phasenspannung von 400 V
müssen daher in Reihe an die Phasen- ausgelegt und kann direkt angeschlos-
spannung (400 V) geschaltet werden. sen werden.
• Die drei Wicklungsenden (W2-U2-V2) • Die Wicklungsenden sind im
sind im Klemmkasten zum sogenannten Klemmkasten zusammengeschaltet
Sternpunkt zusammengeschaltet. Die (U1 – W2, V1 – U2, W1 – V2) und direkt
Spannung der einzelnen Phasen zum mit den einzelnen Phasen verbunden.
Sternpunkt beträgt 230 V (= UW).

2-5
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen der Antriebstechnik
Anlaufkennlinien Drehzahl eines Asynchronmotors:
Die nachfolgende Abbildung zeigt die
f
charakteristischen Anlaufkennlinien eines n = --- # ' 1 – s &
p
Drehstrom-Asynchronmotors.

M, I I
f: Frequenz der Spannung in Hz (= s-1)
22 MA
A MK n: Drehzahl in min-1
MS p: Polpaarzahl
s: Schlupfdrehzahl in min-1
MN
MB Elektrische Leistung:
MM
P 1 = U ( I ( 3 ( cos -
IN
ML P1: elektrische Leistung in W
0 nN nS
U: Bemessungsspannung in V
n
I: Bemessungsstrom in A
cos ϕ: Leistungsfaktor
IA: Anlaufstrom
IN: Nennstrom im Arbeitspunkt Motorleistung (Größengleichung):
MA: Anlaufmoment
MB: Beschleunigungsmoment (MM > ML) MN ( n
P 2 = ----------------
-
MK: Kippmoment 9550
ML: Lastmoment
MM: Motormoment P2: mechanische Wellenleistung in kW
MN: Nennmoment (stabiler Arbeitspunkt, MN: Nennmoment in Nm
Schnittpunkt der Drehmoment- n: Drehzahl in min-1
kennlinie mit der Lastkennlinie)
MS: Sattelmoment Wirkungsgrad:
n: Drehzahl (aktueller Wert)
P
nN: Nenndrehzahl im Arbeitspunkt ! = -----2
P1
nS: synchrone Drehzahl
(nS - nN = Schlupfdrehzahl s)

Synchrone Drehzahl: Gegenüberstellung der Startvarianten


Die Merkmale der auf Seite 2-2
f beschriebenen Startvarianten ① bis ④
n s = ---
p sind auf den folgenden Seiten 2-6 und 2-7
dargestellt.
Schlupfdrehzahl in %:
Die Grafiken zeigen dabei typische
ns – n Kennlinienverläufe.
s = -------------
- # 100%
ns

2-6
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen der Antriebstechnik
Direkter Motorstart ① Stern-Dreieck-Starter ②
Spannungsverlauf Spannungsverlauf
U U
100 % 100 % Δ

58 %

t t
22
• Netzbelastung hoch • Netzbelastung mittel
Stromverlauf Stromverlauf
I / Ie I / Ie

6 6

4 4

2 2
IN IN

0.25 0.5 0.75 1 n/nN 0.25 0.5 0.75 1 n/nN

• Relativer Anlaufstrom • Relativer Anlaufstrom


4 bis 8 x Ie (abhängig vom Motor) 1,3 bis 3 x Ie (~ ⅓ gegenüber Direktstart)
Drehmomentverlauf Drehmomentverlauf
M/MN M/MN

3 3

2 2

1 MN 1 MN

ML ML
0.25 0.5 0.75 1 n/nN 0.25 0.5 0.75 1 n/nN

• Relatives Anlaufmoment • Relatives Anlaufmoment


1,5 bis 3 x MN (abhängig vom Motor) 0,5 bis 1 x MN (~ ⅓ gegenüber Direktstart)
• Merkmale: • Merkmale:
– starke Beschleunigung bei hohem – Anlauf mit reduziertem Strom und
Anlaufstrom Drehmoment
– hohe mechanische Belastung – Strom-, Momentspitze bei Umschalten
• Anwendungsbereich: • Anwendungsbereich:
Antriebe an starken Netzen, die hohe Antriebe, die erst nach dem Anlauf
Anlaufströme (-Momente) zulassen belastet werden
2-7
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen der Antriebstechnik
Softstarter ③ Frequenzumrichter ④
Spannungsverlauf Spannungsverlauf
U U
100 % 100 %
UStart
22 30 % UBoost
tStart t t-acc t

• Netzbelastung gering bis mittel • Netzbelastung gering


Stromverlauf Stromverlauf
I / Ie I / Ie

6 6
5
4 4
3
2 2
IN 1 IN

0.25 0.5 0.75 1 n/nN 0.25 0.5 0.75 1 n/nN

• Relativer Anlaufstrom • Relativer Anlaufstrom


2 bis 6 x Ie (reduziert durch Spannungs- ≦ 1 bis 2 x Ie (einstellbar)
steuerung) Drehmomentverlauf
Drehmomentverlauf M/MN

M/MN 3

3
2
2
1 MN
1 MN ML
ML 0.25 0.5 0.75 1 n/nN
0.25 0.5 0.75 1 n/nN
• Relatives Anlaufmoment
• Relatives Anlaufmoment ~ 0,1 bis 2 x MN (M ~ U/f, einstellbares
0,1 bis 1 x MN (M ~ U2, quadratisch ein- Drehmoment)
stellbar durch Spannungssteuerung) • Merkmale:
• Merkmale: – hohes Moment bei geringem Strom
– einstellbare Anlaufcharakteristik – einstellbare Anlaufcharakteristik
– gesteuerter Auslauf möglich • Anwendungsbereich:
• Anwendungsbereich: Antriebe, die eine geführte und
Antriebe mit angepaßtem Startverhalten stufenlose Drehzahlverstellung
an die Arbeitsmaschine. erfordern.

2-8
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Softstarter
Softstarter sind elektronische Geräte für • Aufschlagen von Zahnflanken im
den sanften Start von Drehstrommotoren; Getriebe
sie werden daher auch elektronische • Druckstöße in Rohrleitungssystemen
Sanftanlasser genannt. Softstarter müssen • Durchrutschen von Keilriemen
die Produktnorm IEC/EN 60947-4-2 erfüllen. • Ruckeffekte bei Transporteinrichtungen 22
In der Startphase eines Motors steuert ein
M/MN
Softstarter durch Phasenanschnitt die Ver-
sorgungsspannung stufenlos und kontinu-
ierlich bis zum Bemessungswert (ULN). 3
Durch diese Spannungssteuerung wird der
Anlaufstrom begrenzt, da sich der Motor- 2
strom proportional zur Motorspannung
verhält. Mit dem daraus resultierenden,
stoßfreien Drehmomentanstieg passt sich 1 MN
der Motor dem Lastverhalten der
Maschine an. ML

I / Ie 0.25 0.5 0.75 1 n/nN

6
Nach Ablauf der zeitlich geführten Span-
5 nungsänderung (TOR = Top-of-Ramp) kann
4 die Phasenanschnittsteuerung für den
statischen Dauerbetrieb durch sogenannte
3
Bypass-Kontakte überbrückt werden.
2 Durch den deutlich geringeren Übergangs-
1 IN widerstand der mechanischen Schalt-
kontakte gegenüber den Leistungshalb-
0.25 0.5 0.75 1 n/nN leitern wird die Verlustleistung im
Softstarter reduziert und die Lebensdauer
der Leistungshalbleiter verlängert.

Die mechanischen Betriebsmittel einer


solchen Antriebseinheit werden somit
besonders schonend beschleunigt. Dies
beeinflusst Lebensdauer, Betriebsver-
halten und Arbeitsabläufe positiv und ver-
meidet negative Einflüsse wie beispiels-
weise:

2-9
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter

22

ULN

TOR
U-Start

t
t-Start

ULN = Netzspannung
U-Start = Startspannung
t-Start = Rampenzeit der
Spannungsänderung
TOR = Top-of-Ramp (Endpunkt der
Spannungssteuerung: U = ULN)

Hinweis Motorstopp. Eine solche Stoppfunktion


Die Hochlaufzeit eines Antriebs mit einem wird überwiegend bei Pumpen zur Ver-
Softstarter ist stets abhängig von den Last- hinderung von Druckwellen (Wasser-
und Reibmomenten. Bei der Inbetrieb- schlag) eingesetzt. Ebenso können auch
nahme eines solchen Antriebssystems ruckartige Belastungen und damit der Ver-
sollte daher zuerst das erforderliche Los- schleiß bei Ketten- und Riemenantrieben
brechmoment über die Startspannung sowie in Lagern und Getrieben vermindert
(U-Start) eingestellt und dann eine mög- werden.
lichst kurze Rampenzeit (t-Start) für die Hinweis
lineare Spannungsänderung ermittelt wer- Die eingestellte Rampenzeit bei der Verzö-
den. gerung (t-Stop) muss größer als die last-
Neben dem zeitlich geführten Start eines abhängige freie Auslaufzeit der Maschine
Motors ermöglicht der Softstarter auch sein.
eine zeitlich geführte Verringerung der
Motorspannung und damit einen geführten
2-10
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Steuerung der Motorspannung

22

U-Start

t-Start t-Stop

Das Verhältnis von Überlaststrom zu Andere Überlastzyklen und Schalt-


Bemessungsstrom, die Summe der Zeiten häufigkeiten können berechnet werden.
für den gesteuerten Überlaststrom sowie Angaben hierzu sind im Handbuch eines
Einschaltdauer und Startzyklus bilden das Softstarters dokumentiert.
Überlaststromprofil eines Softstarters;
Hinweis
diese Daten sind gemäß IEC/EN 60947-4-2
auf dem Leistungsschild dokumentiert. Für die Leistungshalbleiter im Softstarter
stellt die geführte Verzögerung eine ver-
Beispiel
gleichbare Belastung wie beim Startvor-
55A: AC-53a: 3-5 : 75-10
gang dar. Wird beispielsweise bei einem
Softstarter mit maximal 10 zulässigen
55A = Bemessungsstrom des Softstarters Starts pro Stunde die Verzögerungsrampe
AC-53a = Lastzyklus gemäß aktiviert, reduzieren sich die zulässigen
IEC/EN 60947-4-2 Starts auf 5 pro Stunde (plus 5 Stopps
innerhalb dieser Stunde).
3 = 3-facher Überstrom beim Start
(3 × 55 A = 165 A)
5 = Überstromdauer in Sekunden
75 = Einschaltdauer in Prozent innerhalb
des Lastzyklus
10 = Anzahl der zulässigen Starts pro
Stunde

2-11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Ausführungsvarianten
Generell werden bei Softstartern zwei Aus-
führungsvarianten unterschieden:

• Zweiphasig gesteuerte, elektronische • Dreiphasig gesteuerte, elektronische


22 Sanftanlasser für einfache Aufgaben: Sanftanlasser für anspruchsvolle
– Der Einsatz ist auf kleine und mittlere Aufgaben:
Leistungen (< 250 kW) begrenzt. – Für mittleren und hohen Leistungsbe-
– Einfach in der Handhabung mit reich bis 800 kW als Kompaktgeräte
geringen Einstellmöglichkeiten und – Die Geräte verfügen über eine ein-
zeitlich geführten Spannungsrampen. stellbare Strombegrenzung und inte-
– Für einfache Anwendungen, die auf grierte Motorschutzfunktionen.
ruckfreien Betrieb in der Startphase – Sie haben voreingestellte Applikations-
Wert legen. kennlinien und sind parametrierbar zur
– Sie sind eine preiswerte Alternative Optimierung der Maschinen-Start-
zum Stern-Dreieck-Starter. funktionen.
– Nur in der sogenannten In-Line-Schal- – Mit Steuereingängen, Meldekontakten
tung einsetzbar. und optionalen Feldbusanschaltungen
ermöglichen sie vielfältige Kommuni-
kationsmöglichkeiten.
– Sie können in der In-Line- sowie in der
In-Delta-Schaltung eingesetzt werden.
Beispiel siehe DM4 → Seite 2-57

L1 L2 L3 L1 L2 L3

M M
3~ 3~

2-12
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter


U, I, f

③ Auswahlkriterien
22
Die Auswahl des Softstarters ③
erfolgt gemäß der Versorgungsspan-
nung ULN des speisenden Netzes ①
und gemäß dem Bemessungsstrom
des zugeordneten Motors ②. Dabei
muss die Schaltungsart (Δ / 6) des
Motors passend zur Versorgungs-
spannung ① gewählt werden. Der
Ausgangsbemessungsstrom Ie des
Softstarters muss größer oder gleich
dem Motorbemessungsstrom sein.

230 / 400 V ∆ /  4.0 / 2.3 A


0,75 kW cos ϕ 0.67
1410 min-1 50 Hz

2-13
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Auswahlkriterien
Für die Auswahl des Antriebs müssen Die Auslegung der Schalt- und Schutzge-
folgende Kriterien bekannt sein: räte (elektromechanische Komponenten)
• Art des Motors im Hauptstromkreis des Motorabgangs
(Drehstrom-Asynchronmotor) erfolgt gemäß dem Bemessungsbetriebs-
22 • Netzspannung = Bemessungsspannung strom (Ie) des Motors und der Gebrauchs-
des Motors (z. B. 3 ~ 400 V) kategorie AC-3 (Norm IEC 60947-4-1).
• Motorbemessungsstrom (Richtwert,
abhängig von der Schaltungsart und der Die Gebrauchskategorie lautet hier AC-53a
Anschlussspannung) (Norm IEC/EN 60947-4-2).
• Lastmoment (quadratisch, linear) • AC-3 = Käfigläufermotoren: Anlassen
• Anlaufmoment und Ausschalten während des Laufs
• Umgebungstempertatur • AC-53a = Steuern eines Käfigläufermo-
(Bemessungswert +40 °C). tors mit elektronischem Sanftanlauf:
L1 8-Stunden-Betrieb mit Anlaufströmen für
Startvorgänge, Einstellungen, Betrieb
L2
L3
PE

I> I> I>


Motorabgang mit Soft-
starter DS7 kombiniert
mit PKZM0 in
In-Line-Schaltung

U1 V1 W1

M
3~

2-14
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Zulässige Anschlussschaltungen des Motors
Drehstrom-Asynchronmotoren dürfen an Netzspannung, in der Stern- oder Dreieck-
einem Softstarter, in Abhängigkeit von der schaltung angeschlossen werden.

Beispiel
Zweiphasig gesteuerter Softstarter (DS7) 22
Sternschaltung L1 L2 L3

L1 L2 L3
U1 V1 W1

T1 T2 T3 W2 U2 V2

Dreieckschaltung

U1 V1 W1

W2 U2 V2

2-15
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Hinweis Gefahr!
Mittelpunktgeerdete Drehstrommotoren Gefährliche Spannung.
(Sternschaltung) dürfen nicht an einem Lebensgefahr oder schwere
zweiphasig gesteuerten Softstarter ange- Verletzungsgefahr.
schlossen werden, da hier eine Phase Softstarter sind im Leistungsteil mit
22 direkt an die Netzspannung geschaltet ist
und den Motor unzulässig erwärmt.
Halbleitern (Thyristoren) aufgebaut. Bei
anliegender Versorgungsspannung (ULN)
liegt auch im AUS-/STOP-Zustand am Aus-
gang zum Motor gefährliche Spannung an.
Dieser Warnhinweis gilt für alle Ausprä-
gungen von Softstartern.
L1 L2 L3 Beispiel
Zweiphasig gesteuerter Softstarter
L1 L2 L3

1L1 3L2 5L3 PE


T1 T2 T3

2T1 4T2 6T3 PE

M
3~

Achtung!
Nicht zulässig

2-16
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Softstarter und Zuordnungsarten nach geräte und -Schütze besteht die Gefahr der
IEC/EN 60947-4-3 Kontaktverschweißung. Für diesen Fall
Nach IEC/EN 60947-4-3, 8.2.5.1 sind muss der Hersteller Wartungsanwei-
folgende Zuordnungsarten definiert: sungen geben.
Das zugeordnete Sicherungsorgan (SCPD
Zuordnungsart 1
Bei Zuordnungsart 1 darf das Gerät im
= Short-Circuit Protection Device) muss bei 22
Kurzschluss auslösen. Im Falle einer
Kurzschlussfall Personen und Anlage nicht Schmelzsicherung muss diese ausge-
gefährden und braucht für den weiteren tauscht werden. Dies zählt zum normalen
Betrieb ohne Reparatur und Teileerneue-
Betrieb der Sicherung, auch für Zuord-
rung nicht geeignet zu sein. nungsart 2.
Zuordnungsart 2 Hinweis
Bei Zuordnungsart 2 darf das Gerät im
Überflinke Halbleitersicherungen immer
Kurzschlussfall Personen und Anlage nicht direkt vor den Leistungshalbleitern
gefährden und muss für den weiteren anordnen (kurze Leitungslängen).
Betrieb geeignet sein. Für Hybrid-Steuer-
L1 L1
L2 L2
L3 L3
PE PE

Q1 Q1
I> I> I> I> I> I>

F3

L1 L2 L3 L1 L2 L3

Q21 Q21
F3: überflinke Halbleiter-
T1 T2 T3 T1 T2 T3 sicherungen, zusätz-
lich zum Kurzschluss-
und Leitungsschutz Q1
Hybrid-Steuergeräte =
Softstarter mit
Bypass-Kontakten
Hybrid-Schütze =
M M
M1 3 M1 3 elektronische
Motorstarter (EMS)
Zuordnungsart 1 Zuordnungsart 2
2-17
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Fehlerstromschutzeinrichtungen
L1
Fehlerstromschutzeinrichtungen
(FI-Schutzschalter) – auch als RCD L2
(Residual Current Device) oder Reststrom- L3
schutzgeräte bezeichnet – schützen Per-
22 sonen und Nutztiere gegen das Vor- PE
handensein (nicht das Entstehen!) von
F1 RCD
unzulässig hohen Berührungsspannungen.
Sie verhindern gefährliche und zum Teil
tödliche Verletzungen bei Stromunfällen Q1
und dienen zusätzlich der Brandverhütung.
Bei einem Softstarter können Standard-
Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD I> I> I>
Typ A) mit bis zu 30 mA und höher ein-
gesetzt werden.

F3
1 L1

3 L2

Q21 5 L3
2 T1

4 T2

6 T3

F1: Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD)


F3: optionale Halbleitersicherungen
für Zuordnungsart 2 M M1
M1: Motor 3~
Q1: Leitungsschutz + Motorschutz
Q21:Softstarter

2-18
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Motorschutz

L1 Der Motorschutz schützt den Drehstrom-


Asynchronmotor vor thermischer Überlas-
L2
tung aufgrund mechanischer Überlastung
L3 oder beim Ausfall eines bzw. zweier
PE Anschlussleiter. 22
Es gibt zwei grundlegende Arten, den
Drehstrommotor im Betrieb vor Überlast zu
schützen:
① • Überwachung der Stromaufnahme
I> I> I>
(Motorschutzschaltung, Motorschutz-
relais bzw. Bimetallrelais)
• direkte Überwachung der Temperatur in
der Motorwicklung (PTC, Thermistor,
Kaltleiter)

a Motorschutzschalter (PKZ, PKE, NZM),
Abschaltung mit manueller
1 L1

3 L2

5 L3

Entriegelung
b Motorschutzrelais (ZB, ZEB) – hier in
Kombination mit einem Schütz
c Motorschutzrelais (ZB, ZEB) zur
Meldung der thermischen Überlast
2 T1

4 T2

6 T3

d Thermistor-, PTC- oder Kaltleiterschutz


in der Motorwicklung mit externem
Melderelais (EMT)
③ Hinweis
Die Kombination der stromüberwachenden
M Motorschutzvarianten ①, ② oder ③ mit
3~ der temperaturüberwachenden
M1
Variante ④ bezeichnet man auch als
④ Motorvollschutz.

Hinweis
Nach Auslösen eines Motorschutzes
können der Softstarter und das Schutz-
organ erst nach Abkühlung erneut einge-
schaltet werden. Die Wiederbereitschafts-
zeit ist abhängig vom thermischen Zustand.

2-19
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Parallelschalten von Motoren an einem
Softstarter
Mit einem Softstarter können mehrere
parallel geschaltete Motoren gemeinsam
gestartet werden. Das Startverhalten der
22 einzelnen Motoren kann dabei nicht
beeinflusst werden.
Hinweise
• Die Stromaufnahme aller angeschlos-
senen Motoren darf den Bemessungsbe-
triebsstrom Ie des Softstarters nicht
überschreiten.
• Jeder Motor muss einzeln gegen thermi-
sche Überlast geschützt werden, z. B.
Thermistoren und/oder Bimetallrelais
(F11, F12). Alternativ können hier auch
Motorschutzschalter (Q11, Q12) einge-
setzt werden.
• Es empfiehlt sich, diese Schaltungsvari-
ante nur mit Motoren gleicher Größe
auszuführen (maximale Abweichung:
eine Leistungsgröße). Sind Motoren mit
großen Leistungsunterschieden (z. B.
1,5 kW und 11 kW) am Ausgang eines
Softstarters parallelgeschaltet, können
während des Starts Probleme auftreten.
Unter Umständen kann der Motor mit der
geringeren Motorleistung das geforderte
Drehmoment nicht aufbringen. Ursache
sind die relativ großen ohmschen Wider-
standswerte im Stator dieser Motoren.
Sie benötigen während des Starts eine
höhere Spannung.
• Der letzte Motor darf im Betrieb nicht
abgeschaltet werden, da die dabei auf-
tretenden Spannungsspitzen zu einer
Schädigung der elektronischen Bau-
elemente im Softstarter und damit zu
dessen Ausfall führen können.

2-20
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter

L1
L2
L3

F1 22
Q1

Q11

F3

L1 L2 L3

Q21

T1 T2 T3

Q11
Q12
F11 F12
I> I> I>

M M
M1 M2
3 3

F11, F12: Motorschutz (Bimetallrelais)


oder Motorschutzschalter
(Q11, Q12)
F3: überflinke Halbleiter-
sicherungen (optional,
zusätzlich zu Q1 bzw. F1)
Q1 oder F1: Kurzschluss- und Leitungs-
schutz

2-21
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Drehstrom-Schleifringläufermotor an einem Softstarter
Bei der Umrüstung bzw. Modernisierung Q1: Leitungs- und Motorüberlastschutz
älterer Anlagen können Softstarter auch oder
die Funktion der Schütze und Läuferwider- F1: Leitungsschutz und
stände bei mehrstufigem Drehstrom-Läu- F2: Überlastschutz für den Motor erforder-
22 fer-Selbstanlasser ersetzen. Dazu werden lich (Thermistor, Bimetallrelais), wenn
die Läuferwiderstände und zugeordnete der Softstarter (Q21) diese Funktion
Schütze entfernt und die Schleifringe des nicht beinhaltet. Beispiel: Bimetall-
Läufers am Motor kurzgeschlossen. Der relais F2 in Kombination mit Schütz Q11.
Softstarter wird anschließend in die Zulei- M1:Schleifringläufermotor
tung eingeschaltet. Der Motorstart erfolgt
dann stufenlos.
→ Abbildung, Seite 2-23
Hinweise
• Schleifringläufermotoren entwickeln ein
hohes Anlaufmoment bei kleinerem
Anlaufstrom. Sie können somit unter
Nennlast anlaufen – dies muss bei der
Auswahl eines Softstarters berücksich-
tigt werden. Nicht in jeder Applikation
kann der Softstarter die Läuferwider-
stände ersetzen.
• Je nach Ausprägung des Motors kann es
erforderlich sein, dass die letzte Wider-
standsgruppe fest am Schleifringläufer-
Anschluss (K-L-M) angeschlossen bleibt.

2-22
L1 L2 L3 L1 L2 L3

1 3 5 13 1 3 5 13
F1 F1
14 14

Q1 I> I> I> Q1 I> I> I>


2 4 6 2 4 6

1 3 5 1 3 5 1 3 5 1 3 5 1 3 5
Q11 Q43 Q42 Q41 Q11
Grundlagen zum Softstarter

2 4 6 2 4 6 2 4 6 2 4 6 2 4 6
F2
L1 L2 L3

Q21
Elektronische Motorstarter und Drives

T1 T2 T3

U V W PE U V W
K R3 R2 R1 K
Eaton Schaltungsbuch 06/11

M L U3 U2 U1 M L
3 M V3 V2 V1 3 M
W3 W2 W2
M1 M1

2-23
22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Softstarter
Motoren mit Kompensationskondensatoren
Drehstrommotoren beziehen als ohm- Die nachfolgende Abbildung ③ zeigt eine
sche-induktive Verbraucher Blindleistung betriebssichere Anordnung. Die Kompen-
aus dem Netz. Diese Blindleistung kann mit sationskondensatoren werden dabei über
Hilfe von parallel zum Motor geschalteten ein Kondensator-Schütz (Q12) geschaltet.
22 Kondensatoren (Cx) kompensiert werden Die Steuerung des Kondensator-Schützes
① (verbesserter Leistungsfaktor cos ϕ). erfolgt über das TOR-Signal (Top-of-Ramp)
Vorsicht des Softstarters. Während der kritischen
Start- und Stopp-Zeiten (Phasenanschnitt-
Im Ausgang eines Softstarters dürfen
steuerung) sind die Kondensatoren vom
keine kapazitiven Lasten (Kondensatoren)
Netz getrennt.
angeschlossen werden ②. Der Softstarter
würde dadurch beschädigt.
Sollen Kondensatoren zur Blindleistungs- Hinweis
kompensation und damit zur Verbesserung In Netzen mit elektronisch gesteuerten
des Leistungsfaktors verwendet werden, Verbrauchern (z. B. Softstartern) sollten
müssen sie auf der Netzseite des Soft- die Kompensationseinrichtungen immer
starters angeschlossen werden ③. mit einer Reiheninduktivität geschaltet
Wird der Softstarter zusammen mit einem sein.
Trenn- bzw. Hauptschütz (Q11) eingesetzt,
müssen bei offenen Schützkontakten die
Cx: Kondensatoren zur Blindleistungs-
Kondensatoren vom Softstarter abgetrennt
kompensation
sein (Q12).
Q1: Motorschutzschalter
Q11:Netzschütz
Q12:Kondensatorschütz
Q21:Softstarter
M1: Drehstrom-Asynchronmotor

2-24
L1 L1 L1
L2 L2 L2
L3 L3 L3

Q1 Q1 Q1

Q11 Q11
Grundlagen zum Softstarter

L1 L2 L3
Q11 Q12
Q21
Elektronische Motorstarter und Drives

T1 T2 T3
L1 L2 L3 Cx
Q21
TOR
T1 T2 T3
Cx Cx
Eaton Schaltungsbuch 06/11

M M M
M1 3 M1 M1
3 3
Achtung!
① ② ③
Nicht zulässig

2-25
22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Produktmerkmale DS7
• Zweiphasig gesteuerter Softstarter, DS7 mit Gerätelüfter DS7-FAN-032
erfüllt die Produktnorm IEC/EN 60947-4-2
• Leistungsteil und Steuerteil sind gal-
vanisch voneinander getrennt
22 • Leistungsteil:
– Bemessungsbetriebsspannung:
200 – 480 V, -15 % /+10 %
– Netzfrequenz: 50/60 Hz ±10 %
– Überlastzyklus: AC53a: 3 – 5: 75 – 10
• Steuerspannung/Reglerversorgungs-
spannung:
– DS7-340…: 24 V AC/DC, -15 %/+10 %
– DS7-342…: 120 - 230 V AC,
-15 %/+10 %
– AC: 50/60 Hz ±10 %
– Steuerspannung und Reglerversor-
10 20
gungsspannung haben stets gleiches
Potenzial und Spannungsniveau.
• Relais-Kontakte (potenzialfrei) t-Start (s)
1 30
– TOR (Top-of-Ramp): 230 V AC, 1 A,
AC-11
In Baugröße 1 (bis 12 A) mit Poten-
zialanbindung an das Steuerteil U-Start (%)
30 100
– RUN (Betriebsmeldung): 230 V AC, 1 A,
10 20
AC-11
In Baugröße 1 (bis 12 A) ist dieser
Relais-Kontakt nicht vorhanden. t-Stop (s) 0 30
• Umgebungstemperatur im Betrieb:
-5 bis +40 °C, max. +60 °C mit Derating
t-Start = Rampenzeit (1 - 30 s) für die Span-
und Gerätelüfter
nungserhöhung von dem Wert U-Start bis
• Lastzyklus: 10 Starts pro Stunde, max.
zur Netzspannung (ULN)
40 Starts mit Derating und eingebautem
Gerätelüfter (optional) U-Start = Startspannung (30 - 100 %),
• Statusanzeige (LEDs) beeinflusst das Drehmoment des Motors
– RUN = Betriebsmeldung (grün) t-Stop = Rampenzeit (0/1 - 30 s) für die
– Error = Fehlermeldung (rot) Spannungsreduzierung von der Netzspan-
• Parametrierung/Einstellung über drei nung (ULN) bis auf den Wert von U-Start
frontseitig angeordnete Parameter

2-26
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Baugrößen DS7
Baugröße 1 (4 bis 12 A) Baugröße 3 + 4 (41 bis 200 A)

22

DS7-34…SX004…
DS7-34…SX007…
DS7-34…SX009… DS7-34…SX041…
DS7-34…SX012… DS7-34…SX055…
DS7-34…SX070…
DS7-34…SX081…
Baugröße 2 (16 bis 32 A) DS7-34…SX100…
DS7-34…SX135…
DS7-34…SX160…
DS7-34…SX200…

Dokumentation
Handbuch: MN03901001Z
Montageanweisungen:
DS7-34…SX016… IL03902003Z (für Baugröße 1)
DS7-34…SX024… IL03902004Z (für Baugröße 2)
DS7-34…SX032… IL03902005Z (für Baugröße 3 und 4)

2-27
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Leistungsbedingt weichen die Anzahl und Aufbau im Leistungsteil in den einzelnen
Anordnung der Steuerklemmen sowie der Baugrößen voneinander ab.

Baugröße 1 (4 bis 12 A)

22 1L1 3L2 5L3

TOR

2T1 4T2 6T3 +US +A1 -A2 13

Baugröße 2 (16 bis 32 A)

1L1 3L2 5L3

TOR RUN

2T1 4T2 6T3 +US -US +A1 -A2 13 14 23 24

Baugröße 3 und 4 (41 bis 200 A)

1L1 3L2 5L3 PE

TOR RUN

2T1 4T2 6T3 PE +US -US +A1 -A2 EN 13 14 23 24

2-28
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Standardanschluss mit vorgeschaltetem Netzschütz und Softstopp-Rampe
Standardanschluss mit Netzschütz, Baugröße 1 (4 bis 12 A)
L1
L2
L3 22
PE

Q1

I> I> I> F1

Q11

F2

F3
1L1

3L2

5L3

TOR
Q21

+ Us - A2 + A1 13
2T1

4T2

6T3

Q11

K3
M M1
3~ (+) Us
24 V AC/DC, 120/230 V AC
(–) Us

2-29
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Ansteuerung mit Netzschütz Q1, F1: Kurzschluss- und Leitungsschutz
Q11: Netzschütz
F2: Motorschutz
F3: optionale Halbleitersicherung für
Zuordnungsart 2, zusätzlich zu Q1
22 K3:
bzw. F1
Start/Stopp

① optional – falls ein Stopp ohne Soft-


Stopp gefordert wird
Einstellung: t-Stop > 0

L01/L+

Q1

F2

Q11

S1 Soft-Stopp

S2 Q11 Soft-Start K3

Q11 K3
L00/L-

2-30
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Drehrichtungsumkehr mit Softstopp-Rampe
Baugröße 1 (4 bis 12 A)
L1
L2
L3 22
PE

Q1

I> I> I>

Q11 Q12

F3
1L1

3L2

5L3

Q21

- A2 + Us
2T1

4T2

6T3

M M1
3~ (+) Us 24 V AC/DC,

(–) Us 120/230 V AC

2-31
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Ansteuerung Drehrichtungsumkehr

L (+)

22 1.53 ③
1.54

21 ①
0
22

REV II

FWDI
13 14

15 25
K2T
16 26

53 53
Q11 Q12
54 54
63 63
Q11 Q12
64 64

Q12 Q11
A1 B1 +A1 +US
Q11 Q12 K2T Q21
A2 -A2
A2 t > t-Stop
N(-)

FWD = Rechtsdrehfeld (forward run) a Dreifachdrucktaster


REV = Linksdrehfeld (reverse run) b Wendestarter
c Normalhilfsschalter
Q11= Netzschütz FWD
Q12 = Netzschütz REV

2-32
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Ansteuerung Drehrichtungsumkehr

Hinweis
Die Steuerspannungen (+US) des Soft-
starters DS7 und der Schützsteuerung
22
21 22 21 22 21 22

müssen gleiches Potenzial haben:


13 14 13 14 13 14
24 V DC/AC oder 120/230 V AC

Q1, Q11, Q12 = Motorstarterkombination


MSC-R ② ist ein Kompaktgerät mit elektri- M22-I3-M1
scher und mechanischer Verriegelung. a Schaltzeichen Dreifachdrucktaster
Q1 für Leitungs- und Motorschutz wird
ergänzt um den Hilfsschalter
NHI-E-10-PKZ0 ③.

MSC-R-… NHI-E-10-PKZ0
b Wendestarter c Normalhilfsschalter (grau)

2-33
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Die beiden Wendeschütze Q11 und Q12
werden durch zwei Hilfsschalterbausteine
DILA-XHI20 ergänzt.
Der Schließer 53/54 dient zur Selbsthaltung
der Wendeschütze Q11 und Q12; Schließer
22 DIL-XHI20 63/64 steuert das Zeitrelais K2T und den
Softstarter Q21 an.
Die Drucktaster 0, I, II als Komplettgerät
(M22-I3-M1) für den Aufbau ① ermög-
lichen den Drehrichtungswechsel über
Stopp.
K2T ist ein rückfallverzögertes Zeitrelais
(vom Typ ETR2) und simuliert hier das
RUN-Signal. Die Rückfallzeit muss dabei
größer als die beim Softstarter DS7 einge-
stellte Stopp-Zeit (t-Stop) sein. Ein
Umschalten in die andere Drehrichtung ist
erst nach Ablauf des hier eingestellten
ETR2-11
Wertes möglich.

A1-A2

B1 t > t-Stop
t 15-16 / 25-26
Power LED (grün)
Relais LED (gelb)

2-34
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Kompakter Motorstarter mit Wartungsschalter
Softstarter DS7, Leistungsschalter NZM1
und Wartungsschalter P3,
Baugröße 3 + 4 (41 bis 200 A)

L1 22
L2
L3
PE
Q1

ON
I> I> I>
Trip

OFF
F3
NZM1
3L2

5L3
1L1

PE

TOR RUN
Q21
PE
2T1

4T2

0 V +24 -A2 EN +A1 13 14 23 24


6T3

DS7
+ 24 V
0V
1 3 5 7
Q32 Start/Stopp
2 4 6 8

P3 U V W

M1 M
3~

F3: überflinke Halbleitersicherung Q21:Softstarter DS7


(optional für Zuordnungsart 2, Q32:Wartungsschalter (vor Ort)
zusätzlich zu Q1) M1: Drehstrommotor
Q1: Leitungs- und Motorschutz

2-35
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Leistungsschalter NZM mit NOT-AUS-Funktion nach IEC/EN 60204 und VDE 0113-1,
Baugröße 3 + 4 (41 bis 200 A)

Q1
3.14

22
I> I> I>

F3
1L1

3L2

5L3

PE
Q21

0V +24 -
2T1

4T2

6T3

PE

M
M1 3~

; NOT-AUS a Steuerleitungsanschluss
F3: überflinke Halbleitersicherung b Unterspannungsauslöser mit
(optional für Zuordnungsart 2, voreilendem Hilfsschalter
zusätzlich zu Q1)
Q1: Leitungs- und Motorschutz
(NZM1, NZM2)
Q21:Softstarter DS7
M1: Motor
2-36
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Bypass-Schaltung Hinweis
Hinweis Im Gegensatz zum einfachen Bypass-
Bei den Geräten der Reihe DS7-34… sind Betrieb muss hier das Bypass-Schütz nach
bereits Bypass-Kontakte eingebaut. Ein Gebrauchskategorie AC-3 ausgelegt wer-
externer Bypass für den Dauerbetrieb mit den.
einem Softstarter DS7 ist daher nicht 22
erforderlich.
Bypass-Schaltung für Notbetrieb
Beim Betrieb von Pumpen ist eine der
häufigsten Forderungen, mit dem
Bypass-Schütz einen Notbetrieb fahren zu
können. Mit einem Serviceschalter wird
zwischen Softstarterbetrieb und Direkt-
starterbetrieb über ein Bypass-Schütz
(Q22) ausgewählt. Der Softstarter wird F3: überflinke Halbleitersicherung
dann komplett freigeschaltet. Wichtig (optional) für Zuordnungsart 2
dabei ist, dass der Ausgangskreis nicht im (zusätzlich zu Q1)
laufenden Betrieb geöffnet wird. Die Ver- Q1: Leitungs- und Motorschutz
riegelungen sorgen dafür, dass nur nach Q11: Netzschütz (optional) zum Abtrennen
einem Stopp eine Umschaltung möglich ist. im Notbetrieb
Eine elektrische und/oder mechanische Q21: Softstarter
Verriegelung der Schütze Q22 und Q31 Q22: Bypass-Schütz
gewährleistet einen sicheren Betriebszu- Q31: Motorschütz
stand. M1: Motor

2-37
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Leistungsteil DS7 ≧ 41 A mit Bypass-Notbetrieb (Beispiel Pumpe)

L1
L2
L3
22 PE

Q1

Q11

F3
1 L1

5 L3
3L2

PE

Q21
4T2

6T3
2 T1

PE

Q22 Q31

M
M1
3~

2-38
Ansteuerung mit Bypass-Notbetrieb (Pumpenbetrieb)

K1

S1
S4

S2 Q22
23 13
Anschlussbeispiel DS7

K1 K3 K2 K3 K4 S5 K5 K5 Q2 RUN TOR K2
24 14
K2

S3 K1 K4

Q31

EN A1
Elektronische Motorstarter und Drives

K1 Q21 K2 K3 Q31 Q11 K5 Q21 K4 Q22


A2 A2

① ② ③ ④ ⑤
① Freigabe (Enable) S1: Betriebsarten-Wahlschalter
② Automatik-Betrieb (Softstarter) S2: Aus
③ Hand-/Bypass-Betrieb S3: Ein
Eaton Schaltungsbuch 06/11

④ Softstart/Softstopp S4: Stopp (Softstarter)


⑤ Bypass-Schütz S5: Start (Softstarter)

Hinweis
Die hier abgebildete Steuerung kann auch für die Softstarter DS7 in der Baugröße 2
(16 bis 32 A) eingesetzt werden.

2-39
22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DS7
Mehrere Motoren nacheinander mit einem Softstarter starten (Kaskadensteuerung)
Werden mehrere Motoren nacheinander F3: überflinke Halbleitersicherung
mit einem Softstarter gestartet, so ist bei (optional für Zuordnungsart 2,
der Umschaltung folgende Reihenfolge zu zusätzlich zu Q1)
beachten: Q1: Leitungsschutz
22 1. Mit Softstarter starten Q2: Softstarter DS7
2. Bypass-Schütz Qn2 durch TOR Qn1: Motorschütz (1, 2, n)
(Top-of-Ramp) einschalten Qn2: Netz-Bypass-Schütz für
3. Softstarter sperren Motor (1, 2, n)
4. Softstarterausgang mit Qn1 auf den Qn3: Motorschutz (Motorschutzschalter
nächsten Motor schalten oder Bimetallrelais
5. Erneut starten Mn: Motor (1, 2, n)

Hinweise
Hinweise
• Beim Starten mehrerer Motoren mit
• Die hier abgebildete Steuerung kann
einem Softstarter ist die thermische Belas-
auch für die Softstarter DS7 in der
tung des Softstarters (Starthäufigkeit,
Baugröße 2 (16 bis 32 A) eingesetzt wer-
Strombelastung) zu beachten. Sollen die
den, jedoch ohne Freigabe ① (Enable).
Starts zeitlich dicht hintereinander liegen,
• Alternativ zu den Motorschutzrelais Q13,
so ist unter Umständen der Softstarter grö-
Q23, … , Qn3 können hier auch Bimetall-
ßer zu dimensionieren (das heißt, der Soft-
relais eingesetzt werden
starter ist mit einem entsprechend höheren
(siehe Seite 2-21).
Lastspiel auszulegen).
• Aufgrund der thermischen Auslegung
der Softstarter DS7 ist ein Start von mehre-
ren Motoren mit einem Gerät der Reihe
DS7 nur mit einem optionalen Lüfter zu
empfehlen.

2-40
Kaskadensteuerung
Leistungsteil Motorkaskade (Beispiel Baugröße 3 und 4)
L1
L2
L3
N
PE
Q1
I> I> I>
Anschlussbeispiel DS7

F3

1L1
2L2
3L3
Q2 PE
Elektronische Motorstarter und Drives

2T1
4T2
6T3
Q11 Q12 Q21 Q22 Qn1 Qn2
Eaton Schaltungsbuch 06/11

Q13 Q23 Qn3

I> I> I> I> I> I> I> I> I>

M M M
M1 M2 Mn
3~ 3~ 3~

2-41
22
22
Ansteuerung Motorkaskade, Teil 1

2-42
K1T K4

S1
Anschlussbeispiel DS7

Q11 Q21 Q31 Qn1

13 23
S2 K1 K1 K1 K4 K12 K22 K32 Kn2 K2 Q2 TOR RUN K4 K4
14 24
Elektronische Motorstarter und Drives

EN A1
K1 Q2 Q1 K2 Q2 K3 K4 K1T K4T
A2 A2

① ② ③ ④
a Enable
b Softstart/Softstopp
c Starthäufigkeitsüberwachung. Das Zeitrelais muss so eingestellt sein, dass der Softstarter thermisch nicht überlastet
Eaton Schaltungsbuch 06/11

wird. Die entsprechende Zeit ergibt sich aus der zulässigen Schalthäufigkeit des gewählten Softstarters.
Gegebenenfalls Softstarter größerer Leistung einsetzen.
d Zeitrelais auf ca. 2 s Rückfallverzögerung einstellen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass bei laufendem Softstarter
nicht der nächste Motorzweig zugeschaltet werden kann.
Der Öffner S1 schaltet alle Motoren gleichzeitig ab.
Ansteuerung Motorkaskade, Teil 2

S3 S3 S3

Q1 Q11 Q12 Q12 K12 Q21 Q22 Q22 K(n-1)2 Qn1 Qn2 Qn2

K12 K3 K22 K3 Kn2 K3


Anschlussbeispiel DS7

Q11 Q(n-1)1

K4T K4T
Q21 Qn1
Elektronische Motorstarter und Drives

Q11 Q12 K12 Q21 Q22 K22 Qn1 Qn2 Kn2

① ② ③

a Motor 1
Eaton Schaltungsbuch 06/11

b Motor 2
c Motor n
Der Öffner S3 ist erforderlich, falls Motoren auch einzeln abgeschaltet werden sollen.

2-43
22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Produktmerkmale DM4
• Dreiphasig gesteuerter Softstarter; Für zehn typische Anwendungen sind ent-
erfüllt die Produktnorm IEC/EN 60947-4-2 sprechend eingestellte Parametersätze
• Parametrierbar und kommunikationsfä- einfach über einen Wahlschalter
hig mit steckbaren Steuerklemmen und (siehe Seite 2-48) abrufbar.
22 Schnittstelle für Optionen: Weitere anlagenspezifische Parameter-
– Bedien- und Parametriereinheit einstellungen können über eine optional
– serielle Schnittstelle erhältliche Bedieneinheit individuell ange-
– Feldbusanschaltung passt werden. Zum Beispiel die Betriebsart
• Applikationswahlschalter mit vorpro- Drehstromsteller. In dieser Betriebsart
grammierten Parametersätzen für zehn können mit DM4 dreiphasige ohmsche und
Standardapplikationen induktive Lasten (Heizungen, Beleuch-
• I2t-Regler tungen, Transformatoren) gesteuert und
– Strombegrenzung mit Istwertrückführung (geschlossener
– Überlastschutz Regelkreis) auch geregelt werden.
– Leerlauf-/Unterstromerkennung An Stelle der Bedieneinheit können auch
(z. B. Keilriemenabriss) intelligente Schnittstellen aufgesteckt
• Kick- und Schweranlaufstart werden:
• automatische Steuerspannungs-
• serielle Schnittstelle RS232/RS485
erkennung (Parametrierung über PC-Software)
• 3 Relais, z. B. Störmeldung,
• Feldbusanschaltung PROFIBUS-DP
TOR (Top-of-Ramp)
• Leistungsteil: Der Softstarter DM4 ermöglicht den
Bemessungsbetriebsspannung Sanftanlauf in seiner komfortabelsten
230 - 480 V, -15 % / + 10 %
Form. So kann auf zusätzliche, externe
Netzfrequenz: 50/60 Hz ±10 %
Komponenten wie Motorschutzrelais ver-
• Steuerspannung/Reglerversorgungs- zichtet werden, da neben der Phasen-
spannung: ausfallüberwachung und der internen
– 24 V DC Motorstrommessung auch die Tempera-
– 120 - 240 V AC, -15 % / +10 %, 50/60 Hz turmessung in der Motorwicklung über den
• Umgebungstemperatur im Betrieb: integrierten Thermistoreingang ausgewer-
0 bis +40 °C tet wird.
• Lastzyklus: 10 Starts pro Stunde mit
Hinweis
3,5 x Ie für max. 35 s
Die optionalen überflinken Halbleitersi-
cherungen (F3) für Zuordnungsart 2 können
ab der Baugröße 2 (ab 85 A) in Gehäuse
des Softstarters DM4 eingesetzt werden.

2-44
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Baugrößen DM4
Baugröße 1
16 - 72 A
zugeordnete Motorleistung bei 400 V:
7,5/11 - 37 kW 22
Baugröße 2
85 - 146 A
zugeordnete Motorleistung bei 400 V:
45/75 - 75/132 kW

Baugröße 3
174 - 370 A
zugeordnete Motorleistung bei 400 V:
90/160 - 200/315 kW

Baugröße 4
500 - 900 A
zugeordnete Motorleistung bei 400 V:
250/400 - 500/900 kW

2-45
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Dokumentation
Handbücher:
AWB8250-1346
(„Auslegung von Softstartern“)
AWB8250-1341 („DM4 Softstarter“)
22 AWB8240-1398 („DE4-NET-DP2 Schnitt-
stellenmodul für PROFIBUS-DP“)
AWB823-1279
(„DE4-COM-2X Schnittstellenmodul“)
AWB8240-1344
(„DE4-KEY-2 Bedieneinheit“)

Montageanweisungen:
AWA8250-1704 (bis 37 kW)
AWA8250-1751 (45 bis 75 kW)
AWA8250-1752 (90 bis 200 kW)
AWA8250-1783 (250 bis 500 kW)

2-46
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Notizen

22

2-47
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Der Applikationswahlschalter ermöglicht
eine direkte Zuordnung ohne Parame-
trierung.

22

0 - standard
1 - high torque
2 - pump
3 - pump kickstart
4 - light conveyor
5 - heavy conveyor
6 - low inertia
fan
7 - high inertia
fan
8 - recip compressor
9 - screw compressor
ly
ult
pp

0 - standard flash
su
fa

1 - high torque on a
2 - pump
n
c/l
ru

3 - pump kickstart
4 - light conveyor
5 - heavy conveyor
6 - low inertia fan
7 - high inertia fan b
8 - recip compressor
9 - screw compressor

2-48
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Standard-Applikationen (Wahlschalter)

Bedruckung Anzeige in der Bedeutung Besonderheiten


auf Gerät Bedieneinheit
Standard Standard Standard • Werkseinstellung, für die meisten
Anwendungen ohne Anpassung
geeignet
22
High LosbrechM. hohes Losbrech- • Antriebe mit erhöhtem Losbrech-
torque1) moment moment
Pump Kleine Pumpe kleine Pumpe • Pumpenantriebe bis 15 kW
Pump Große Pumpe große Pumpe • Pumpenantriebe über 15 kW
Kickstart • größere Auslaufzeiten
Light Kleines Band kleines –
conveyor Transportband
Heavy Großes Band großes –
conveyor Transportband
Low inertia Lüfter klein leichter Lüfter • Lüfterantrieb mit relativ geringem
fan Massenträgheitsmoment, max. das
15-Fache Motorträgheitsmoment
High inertia Lüfter groß schwerer Lüfter • Lüfterantrieb mit relativ großem
fan Massenträgheitsmoment, mehr als
das 15-Fache Motorträgheitsmoment
• längere Anlaufzeiten
Recip Kolbenpumpe Kolbenverdichter • erhöhte Startspannung
compressor • cos ϕ-Optimierung angepasst
Screw Schraub.Komp Schrauben- • erhöhter Strombedarf
compressor kompressor • keine Strombegrenzung
1) Bei der Einstellung „High torque“ wird vorausgesetzt, dass der Softstarter um den Faktor 1,5 mehr
Strom liefern kann, als auf dem Motor gestempelt ist.

2-49
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Freigabe/sofortiger Stopp ohne Rampenfunktion (z. B. bei NOT-AUS)
Der Digital-Eingang E2 ist in der Werksein- Falls die Betriebsverhältnisse eine sofor-
stellung so programmiert, dass er die Funk- tige Spannungsfreischaltung erfordern,
tion „Freigabe“ hat. Nur wenn ein erfolgt diese über das Freigabesignal.
High-Signal an der Klemme anliegt, ist der
22 Softstarter freigegeben. Ohne Freigabesig-
Vorsicht!
Sie müssen in allen Betriebsfällen immer
nal kann der Softstarter nicht betrieben
zuerst den Softstarter stoppen
werden.
(„Run“-Relais abfragen), bevor Sie die
Bei Drahtbruch oder Unterbrechung des Leistungsleitungen mechanisch unter-
Signals durch einen NOT-AUS-Kreis wird brechen. Andernfalls wird ein fließender
im Softstarter der Regler sofort gesperrt Strom unterbrochen – dadurch entstehen
und der Leistungskreis abgeschaltet, Spannungsspitzen, die in seltenen Fällen
danach fällt das „Run“-Relais ab. die Thyristoren des Softstarters zerstören
Normalerweise wird der Antrieb über eine können.
Rampenfunktion gestoppt.

; NOT-AUS
E2: Digital-Eingang
Q21: Softstarter
(E2 = 1 → freigegeben)
S1: Aus
S2: Ein

S1 K1

S2 K1

E2
K1 Q21
39

2-50
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Einbindung des Motorschutzrelais in die Steuerung
Wir empfehlen, anstelle eines Motor- Vorsicht!
schutzschalters mit eingebautem Motor- Bei einem direkten Öffnen der Leistungslei-
schutzrelais ein externes Motorschutzre- tungen kann es zu Überspannungen kom-
lais zu verwenden. Nur dann kann über die men, die die Halbleiter im Softstarter zer-
Ansteuerung sichergestellt werden, dass stören können. 22
im Überlastfall der Softstarter kontrolliert
heruntergefahren wird.

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Motor-


schutzrelais in die Steuerung einzubinden,
die in nebenstehender Abbildung darge-
K1 stellt sind:
F1
a Die Meldekontakte des Motorschutz-
a b relais werden in den Ein-/Aus-Kreis
eingebunden. Im Fehlerfall fährt der
Softstarter mit der eingestellten
S1 Rampenzeit herunter und schaltet ab.
b Die Meldekontakte des Motorschutz-
relais werden in den Freigabe-Kreis
eingebunden. Im Fehlerfall wird der
Ausgang des Softstarters sofort
abgeschaltet. Der Softstarter schaltet
S2 K1
zwar ab, das Netzschütz bleibt aber
eingeschaltet. Um das Netzschütz mit
abzuschalten, muss ein zweiter Kontakt
des Motorschutzrelais mit in den
E2 Ein-/Aus-Kreis eingebunden werden.
K1 Q21
39

; NOT-AUS
S1: Aus
S2: Ein
Q21: Softstarter (E2 = 1 → freigegeben)

2-51
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Mit separatem Schütz und Motorschutz- Standardanschluss
relais Zur Trennung vom Netz ist entweder ein
Netzschütz vor dem Softstarter oder ein
L1 zentrales Schaltorgan (Schütz oder Haupt-
L2
L3 schalter) notwendig.
22 N
PE Ansteuerung

Q1
K1
I> I> I> S2

Q11

S1 K1

F2
E2 E1
F3
K1 Q21 Q21
39 39

a b
L N F2: Motorschutzrelais
1L1

2L2

3L3

F3: überflinke Halbleitersicherungen


~ (optional)
= M1: Motor
Q21 Q1: Leitungssschutz
Q11:Netzschütz
+ Thermistor

– Thermistor

Q21:Softstarter
S1: Soft-Start
S2: Soft-Stopp
T1 T2
2T1

4T2

6T3

a Freigabe
b Soft-Start/Soft-Stopp
M
M1
3~

2-52
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Ohne Netzschütz
L1
L2
L3
N
PE
22
Q1 Q2

I> I> I> I> I> I>

F1

F3
1L1
3L2
5L3

L N E1 E2 39 7 +12 8 1
0 V Analog

REF 2: 4–20 mA
Start/Stopp

Freigabe

0 V (E1;E2)

+12 V DC

REF 1: 0–10 V
~
=
Q21 =
K1;RUN K2;TOR K3 K4 ~
Analog Out 1

Analog Out 2
- Thermistor
+ Thermistor

0 V Analog

PE
2T1
4T2
6T3

T1 T2 13 14 23 24 33 34 43 7 62 63

Imot ③
M
M1
3~

F3: überflinke Halbleitersicherungen a Steuerspannung über Q1 und F11 oder


(optional) separat über Q2
Q1: Leitungs- und Motorschutz b siehe Ansteuerung
Q21:Softstarter c Motorstromanzeige
M1: Motor

2-53
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Softstarter mit separatem Netzschütz
Ansteuerung

22
K1

S3
Q1 Q11
13
S1 K1 S4 K2 K2 K1 Q21 RUN 14

S2 K1

Q21 OK 33
(no error)
34
E2 E1
K1 Q21 K2 Q21 Q11
39 39

a b
; NOT-AUS a Freigabe
M1: Motor mit Temperaturfühler b Soft-Start/Soft-Stopp
(Thermistor)
Q1: Leitungs- und Motorschutz
Q21:Softstarter
S1: Aus (ungeführter Auslauf)
S2: Ein
S3: Soft-Start
S4: Soft-Stopp (Verzögerungsrampe)

2-54
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Softstarter mit separatem Netzschütz

L1
L2
L3
N
PE
22
Q1 Q2

I> I> I> I> I> I>

Q11 F11

F3
1L1
3L2
5L3

L N E1 E2 39 7 +12 8 1
0 V Analog
Start/Stop

REF 2: 4–20 mA
Freigabe

+12 V DC

REF 1: 0–10 V
0 V (E1;E2)

~
=
Q21 =
K1;RUN K2;TOR K3 K4 ~ Analog Out 1

Analog Out 2
- Thermistor
+ Thermistor

0 V Analog

PE
2T1
4T2
6T3

T1 T2 13 14 23 24 33 34 43 7 62 63

I mot ③
M
3~
M1

E1: Start/Stopp a siehe Ansteuerung


E2: Freigabe b Steuerspannung über Q1 und F11 oder
T1: + Thermistor über Q2
T2: – Thermistor c Motorstromanzeige

2-55
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
In-Delta-Schaltung
In der Regel werden Softstarter direkt in Nachteile (gegenüber In-Line-Schaltung):
Serie mit dem Motor geschaltet • Der Motor muss wie bei der
(In-Line-Schaltung). Der Softstarter DM4 Stern-Dreieck-Schaltung mit sechs Lei-
ermöglicht allerdings auch den Betrieb in tern angeschlossen werden.
22 der sogenannten In-Delta-Schaltung (auch • Der Motorschutz des Softstarters DM4
als „Wurzel-3-Schaltung“ bezeichnet). ist nur in einem Strang aktiv. Es muss
Die antiparallelen Thyristoren werden daher eine zusätzliche Motorschutzein-
dabei direkt in Reihe mit den einzelnen richtung im Parallelstrang oder in der
Motorwicklungen geschaltet. Zuleitung installiert werden. Der Motor
Vorteile (gegenüber In-Line-Schaltung): kann hier beispielsweise auch über
Thermistoren geschützt werden.
• Kostengünstig, da der Softstarter nur für
ca. 58 % (1/√3) des Bemessungstroms
ausgelegt sein muss – insbesondere bei Hinweise
Motorleistungen > 30 kW und bei • Die Spannung der Motorwicklung muss
Austausch von Stern-Dreieck-Startern. mit der Netzspannung übereinstimmen.
• Bei gleicher Motorleistung reduziert sich Bei einer Netzspannung von 400 V muss
die notwendige Softstarterleistung. der Motor somit für 400 V/690 V gestem-
pelt sein.
• Auch in der In-Delta-Schaltung kann der
Softstarter selbst für den Dauerbetrieb
durch ein Bypass-Schütz überbrückt
werden (siehe Seite 2-60). Die Ansteue-
rung erfolgt durch TOR (Top-of-Ramp).

2-56
In-Line-/In-Delta Schaltung

In-Line ULN 400 V In-Delta

NZM7-125N-OBI NZM7-125N
I I I I I I

DILM115 DILM115
Anschlussbeispiel DM4

100 A 100 A
3
DM4-340-55K DM4-340-30K
Elektronische Motorstarter und Drives

(105 A) (59 A)

400 / 690 V 100 / 59 A


S1 55 kW cosj 0.86
U1 V1 W1 M 1410 rpm 50 Hz U1 V1 W1
M
3~ 3~
Eaton Schaltungsbuch 06/11

W2 U2 V2 W2 U2 V2
55 kW 55 kW
400 V 400 V

2-57
22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
In-Delta-Schaltung

L1
L2
L3
N
22 PE

Q1 Q2

I> I> I> I> I> I>

Q11

F11

F3
1L1
3L2
5L3

L N E1 E2 39 7 +12 8 1
0 V Analog

REF 2: 4–20 mA
+12 V DC

REF 1: 0–10 V
Start/Stopp

Freigabe

0 V (E1;E2)

~ PE
=
Q21 =
K1;RUN K2;TOR K3 K4 ~
Analog Out 1

Analog Out 2
+ Thermistor

– Thermistor

0 V Analog

7 62 63
W1 2T1
V1 4T2
U1 6T3

T1 T2 13 14 23 24 33 34 43

I mot ③
M
M1
3~
W2

U2
V2

a Steuerspannung über Q1 und F11 c Motorstromanzeige


oder über Q2 d Thermistoranschluss
b siehe Ansteuerung (→ Seite 2-61)

2-58
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Ansteuerung

K1 22
S3
Q1

13
S1 K1 S4 K2 K2 Q21 RUN 14

S2 K1

Q21 OK 33
(no error)
34
E2 E1
K1 Q21 K2 Q21 Q11
39 39

a b
; NOT-AUS a Freigabe
E2: Freigabe b Soft-Start/Soft-Stopp
Q1: Leitungs- und Motorschutz
S1: AUS; freier Auslauf des Motors
S2: EIN/Start
S3: Soft-Stopp

2-59
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Bypass-Schaltung

L1
L2
L3
N
22 PE

Q1 Q2

I> I> I> I> I> I>

Q11

F11


F3
1L1
3L2
5L3

L N E1 E2 39 7 +12 8 1
0 V Analog
Start/Stop

REF 2: 4–20 mA
Freigabe

+12 V DC

REF 1: 0–10 V
0 V (E1;E2)

~ PE
=
Q22
Q21 =
K1;RUN K2;TOR K3 K4 ~
Analog Out 1

Analog Out 2
- Thermistor
+ Thermistor

0 V Analog
2T1
4T2
6T3

T1 T2 13 14 23 24 33 34 43 7 62 63

I mot ③
M
M1
3~

E1: Start/Stopp a siehe Ansteuerung (→ Seite 2-61)


E2: Freigabe b Steuerspannung über Q1 und F11
T1: + Thermistor oder über Q2
T2: – Thermistor c Motorstromanzeige

2-60
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Bypass-Schaltung Das Bypass-Schütz wird nun in einen
Der Softstarter DM4 steuert nach stromlosen Zustand geschaltet und kann
Beendigung des Hochlaufs (volle Netz- daher nach Gebrauchskategorie AC-1 aus-
spannung erreicht) das Bypass-Schütz an. gelegt werden.
Dadurch wird der Motor direkt mit dem Wird bei NOT-AUS eine sofortige Span-
Netz verbunden. nungsfreischaltung gefordert, muss das 22
Vorteil: Bypass-Schütz auch die Motorlast
schalten. Es ist in diesem Fall nach
• Die Verlustleistung des Softstarters wird Gebrauchskategorie AC-3 auszulegen.
auf die Leerlauf-Verlustleistung redu-
ziert.
• Die Grenzwerte der Funkstörklasse „B“
werden eingehalten.
Ansteuerung

K1
S3

13 23
S1 K1 Q22 S4 K2 K2 K1 Q21 RUN 14
Q21 TOR 24

S2 K1

Q21 OK 33
(no error) 34
E2 E1
K1 Q21 K2 Q21 Q11 Q22
39 39

① ② ③

; NOT-AUS a Freigabe
S1: Aus (ungeführter Auslauf) b Soft-Start/Soft-Stopp
S2: Ein c Bypass-Schütz

2-61
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel DM4
Mehrere Motoren nacheinander mit einem Softstarter starten (Kaskadensteuerung)
Sollen mehrere Motoren nacheinander mit d Umschaltüberwachung
einem Softstarter gestartet werden, so ist Das Zeitrelais sollte auf ca. 2 s Rückfall-
bei der Umschaltung folgende Reihenfolge verzögerung gestellt werden. Es wird
einzuhalten: damit sichergestellt, dass bei laufen-
22 1. Mit Softstarter starten dem Softstarter nicht der nächste
2. Bypass-Schütz einschalten Motorzweig zugeschaltet werden kann.
3. Softstarter sperren
4. Softstarterausgang auf den nächsten → Abschnitt „Ansteuerung Teil 2”,
Motor schalten Seite 2-65
5. Erneut starten ① Motor 1
② Motor 2
→ Abschnitt „Ansteuerung Teil 1”, ③ Motor n
Seite 2-64 ⑨ Einzelmotorabschaltung
; NOT-AUS
F3: überflinke Halbleitersicherungen Der Aus-Taster schaltet alle Motoren
(optional) für Zuordnungsart 2 gleichzeitig ab. Der Öffner ⑨ ist dann
Q1: Hauptschalter / erforderlich, falls Motoren auch einzeln
Leitungsschutz (NZM) abgeschaltet werden sollen.
Q2/F11: optionale Steuerspannungs- Dabei ist die thermische Belastung des
versorgung Softstarters zu beachten (Starthäufigkeit,
Qn3: Motorschutzschalter Strombelastung). Sollen die Starts zeitlich
Qn4: Motorschütze Softstarter dicht hintereinander liegen, so ist unter
Qn5: Motorschütze Bypass Umständen der Softstarter größer zu
S1: Q11 aus dimensionieren (Auslegung mit ent-
S2: Q11 ein sprechend höherem Lastspiel).

a Soft-Start/Soft-Stopp
b RUN
c Ausschaltzeitüberwachung
Das Zeitrelais K1T ist so einzustellen,
dass der Softstarter thermisch nicht
überlastet wird. Die entsprechende Zeit
ergibt sich aus der zulässigen Schalt-
häufigkeit des gewählten Softstarters,
bzw. muss der Softstarter so aus-
gewählt werden, dass die geforderten
Zeiten erreichbar sind.

2-62
Kaskadensteuerung

L1
L2
L3 Q2
F11
N
PE I> I> I>

Q1
Anschlussbeispiel DM4

F3

1L1
2L2
3L3
L N

~
Q21 =
PE
Elektronische Motorstarter und Drives

– Thermistor
+ Thermistor
T1 T2

2T1
4T2
6T3
Q14 Q15 Q24 Q25 Qn4 Qn5
Eaton Schaltungsbuch 06/11

Q13 Q23 Qn3

I> I> I> I> I> I> I> I> I>

M M M
M1 M2 Mn
3~ 3~ 3~

2-63
22
22
Ansteuerung Teil 1

2-64
K1T K4

Q1
Anschlussbeispiel DM4

S1
Q14 Q24 Qn1
Elektronische Motorstarter und Drives

13
K2T
S2 K1 K1 K4 K12 K22 Kn2 K2 Q21 TOR K4 K4
14

A1
Eaton Schaltungsbuch 06/11

K1 Q11 K2 Q21 K2T K3 K4 K1T K4T


A2

a b c d e
→ Abschnitt „Mehrere Motoren nacheinander mit einem Softstarter starten (Kaskadensteuerung)”, Seite 2-62
Ansteuerung Teil 2

i i i

Q11 Q14 Q15 Q15 K12 Q24 Q25 Q25 K(n-1)2 Qn Qm Qm


Anschlussbeispiel DM4

K12 K3 K22 K3 Kn2 K3

Q14 Q(n-1)1
Elektronische Motorstarter und Drives

K4T K4T
Q41 Qn

Q14 Q15 K12 Q24 Q25 K22 Qn Qm Kn2


Eaton Schaltungsbuch 06/11

a b c

→ Abschnitt „Mehrere Motoren nacheinander mit einem Softstarter starten (Kaskadensteuerung)”, Seite 2-62

2-65
22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Aufbau und Wirkungsweise von Frequenzumrichtern
Frequenzumrichter ermöglichen die
variable und stufenlose Drehzahlregelung
von Drehstrommotoren.

22 Energiefluss
treiben bremsen

F
U, f, I M, n
U, f, (I) M m v
variabel 3~
konstant
J
Netz Frequenzumrichter Motor Last

I ~ M Mxn
Pel = U x I x √3 x cos ϕ PL =
f ~ n 9550

Der Frequenzumrichter wandelt die kon- U = Bemessungsspannung [V]


stante Spannung und Frequenz des spei- f = Frequenz [Hz]
senden Netzes in eine Gleichspannung um. I = Bemessungsbetriebsstrom [A]
Aus dieser Gleichspannung erzeugt er für M = Drehmoment [Nm]
den Drehstrommotor ein neues, dreipha- n = Drehzahl [min-1]
siges Netz mit variabler Spannung und F = Kraft [N]
variabler Frequenz. Dabei entnimmt der v = Geschwindigkeit [m/s]
Frequenzumrichter dem speisenden Netz J = Trägheitsmoment [kg • m2]
fast nur Wirkleistung (cos ϕ ~ 1). Pel = elektrische Leistung [kW]
Die für den Motorbetrieb erforderliche PL = mechanische Wellenleistung [kW]
Blindleistung liefert der Gleichspannungs-
zwischenkreis. Somit kann auf netzseitige cos ϕ = Leistungsfaktor, Wirkfaktor (P/S)
cos ϕ-Kompensationseinrichtungen ver- mit
zichtet werden. P = Wirkleistung = Pel = P1 [kW] und
S = Scheinleistung [kVA]
Frequenzumrichter müssen die Produkt-
norm IEC/EN 61800-3 erfüllen.
η = PL/Pel = P2/P1 = Wirkungsgrad

2-66
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Blockschaltbild mit Hauptkomponenten eines Frequenzumrichters
Interne Kontroll- und Regelkreise (CPU) Das Leistungsteil eines statischen Fre-
überwachen alle im Frequenzumrichter quenzumrichters in kompakter Bauform
vorkommenden Größen und schalten bei unterteilt sich in drei Hauptgruppen:
gefährlichen Werten den Prozess automa- • Gleichrichter (A)
tisch ab. • Gleichspannungs-Zwischenkreis (B) 22
• Wechselrichter (C).

I/O
KEYPAD CPU
BUS

M
3∼

A B C

ULN: Strangspeisung UDC: Zwischenkreis- Ausgangsspannung = geschal-


vom speisenden spannung tete Zwischenkreisspannung mit
Wechselstromnetz UDC = 1,41 x ULN sinusbewerteter Puls-Weiten-
(einphasige Strang- Modulation (PWM)
spannung)
UDC = 1,35 x ULN
(dreiphasige Strang-
spannung)

2-67
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter

22 a
BACK
RESET

OK
LOC
REM
b
I

a Leistungsteil mit:
A = Gleichrichter
B = Gleichspannungs-Zwischenkreis
C = Wechselrichter
b Steuerteil mit:
I/O = analogen und binären Ein- und
Ausgängen
KEYPAD = Bedieneinheit mit
Anzeigeeinheit
BUS = serielle Schnittstellen
(RS485, Feldbus, PC-Schnittstelle)

2-68
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Antriebssystem (PDS) nach EN 61800-3

Anlage oder Teil einer Anlage

PDS (Antriebssystem)

CDM (vollständiges Antriebsmodul) 22


Systemregelung und Ablaufsteuerung

BDM (Antriebsgrundmodul)
Regel- und Steuereinheit
Stromrichter
Schutzeinrichtung

Einspeiseabschnitt
Feldversorgung
Widerstandsbremsung
Hilfsausrüstungen
Andere Ausrüstungen

Motor und Messfühler

Angetriebene Ausrüstung

BDM (basic drive module) = CDM (complete drive module) =


Antriebsgrundmodul vollständiges Antriebsmodul
Elektronischer Leistungsstromrichter mit Antriebsmodul, welches aus dem BDM und
zugehöriger Regelung, der zwischen der Erweiterungen wie Schutzeinrichtungen,
elektrischen Versorgung und einem Motor Transformatoren und Hilfseinrichtungen
angeschlossen ist. Das Modul regelt Dreh- besteht, aber nicht darauf begrenzt ist.
zahl, Drehmoment, Kraft, Position, Strom, Dazu zählen jedoch nicht der Motor und die
Frequenz und Spannung einzeln oder meh- Messfühler, die mechanisch an die Motor-
rere bis hin zu allen Größen. Das BDM kann welle gekoppelt sind.
die Leistung von der elektrischen Versor-
gung zum Motor und ebenso die Leistung
vom Motor zur elektrischen Versorgung
übertragen.

2-69
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Der frequenzgeregelte Drehstrommotor ist Diese bezieht sich dabei nicht nur auf den
ein Standardbaustein zur stufenlosen Frequenzumrichter als Komponente,
Drehzahl- und Drehmomentregelung – sondern betrachtet ein komplettes
energiesparend und wirtschaftlich, als Ein- Antriebssystem (PDS = Power Drives
zelantrieb oder als Teil einer automati- System) mit Motor, Leitungen, EMV usw.
22 sierten Anlage. (→ Seite 2-69).

7 2
I M
Ie 6 MN

5
M
4 MN
1
3
I
2 IN
1
ML

0.25 0.5 0.75 1 0.25 0.5 0.75 1


n/nN n/nN
I/Ie: 0...1.8 M/MN: 0.1...1.5

2-70
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Elektrischer Netzanschluss
Frequenzumrichter dürfen uneinge- Die genormten Nennspannungen der Ener-
schränkt an sternpunktgeerdeten Wech- gieversorger (EVU) gewährleisten an der
selstromnetzen (gemäß IEC 60364) ange- Übergabestelle zum Verbraucher folgende
schlossen und betrieben werden. Bedingungen:
• maximale Abweichung vom Bemes- 22
L1 sungswert der Spannung ULN: ±10 %
L2 • maximale Abweichung in der Span-
L3 nungssymmetrie: ±3 %
PEN • maximale Abweichung vom Bemes-
sungswert der Frequenz: ±4 %
In Bezug auf den unteren Spannungswert
(ULN -10 %) der speisenden Netzspannung
L1 ist in den Verbrauchernetzen ein weiterer
L2 Spannungsabfall von 4 % zulässig. Die
L3 Anschlussspannung am Verbraucher darf
N daher Werte von ULN -14 % annehmen.
PE In ringförmig eingespeisten Maschen-
netzen (wie beispielsweise in der EU) sind
die Verbraucherspannungen (230 V / 400 V
Anschluss und Betrieb an asymmetrisch / 690 V) identisch mit den Versorgungs-
geerdeten Netzen wie beispielsweise pha- spannungen der EVUs. In sternförmigen
sengeerdeten Dreiecknetzen (Grounded Netzen (beispielsweise in Nordamerika)
Delta, USA) oder nicht bzw. hochohmig berücksichtigen die angegebenen Ver-
geerdeten (> 30 Ω) IT-Netzen sind nur braucherspannungen den Spannungs-
bedingt zulässig und erfordern zusätzliche abfall vom Einspeisepunkt des EVU bis zum
Projektierungsmaßnahmen. letzten Verbraucher.

Netzspannungen in Nordamerika

Versorgungsspannung ULN Motorspannung gemäß Verbraucherspannung


des EVU UL 508 C (Bemessungswert für die
Motoren)

120 V 110 - 120 V 115 V


240 V 220 - 240 V 230 V
480 V 440 - 480 V 460 V
600 V 550 - 600 V 575 V

2-71
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
EMV-Maßnahmen im PDS In einem Antriebssystem gemäß IEC/EN
In einer Anlage (Maschine) beeinflussen 61800-3 sind Fachgrundnormen der ein-
sich die elektrischen Komponenten gegen- zelnen Komponenten nicht gültig. Deren
seitig. Jedes Gerät stört nicht nur andere, Hersteller müssen Lösungen anbieten, die
sondern wird selbst durch Störungen den normgerechten Einsatz sicherstellen.
22 negativ beeinflusst. Die Einkopplung der
Störenergie erfolgt dabei galvanisch,
In Europa ist die Einhaltung der EMV-Richt-
linien verpflichtend.
kapazitiv und/oder induktiv oder durch
Eine Erklärung zur Konformität (CE) bezieht
elektromagnetische Strahlung. Die Grenze
sich immer auf ein „typisches“ Antriebs-
zwischen den leistungsgebunden Kopp-
system. Der Endanwender oder Betreiber
lungen und der Strahlungskopplung liegt in
einer Anlage ist letztendlich verantwortlich
der Praxis bei etwa 30 MHz. Über 30 MHz
für die Einhaltung der gesetzlichen Grenz-
wirken die Leitungen und Kabel wie
werte und somit für die Sicherstellung der
Antennen, die elektromagnetische Wellen
elektromagnetischen Verträglichkeit.
ausstrahlen.
Er muss Maßnahmen zur Minimierung oder
Die Betrachtung der elektromagnetischen
Beseitigung von Störaussendungen (Emis-
Verträglichkeit (EMV) für drehzahlver-
sionen) in der jeweiligen Umgebung
änderbare elektrische Antriebe erfolgt
treffen. Weiter muss er dafür sorgen, die
gemäß der Produktnorm IEC/EN 61800-3.
Störfestigkeit (Immissionen) der Geräte
Sie umfasst das gesamte Antriebssystem oder Systeme zu erhöhen.
(PDS = Power Drive System) von der netz-
seitigen Einspeisung bis zum Motor inklu-
sive aller Komponenten einschließlich
Kabel. Ein solches Antriebssystem kann
dabei auch aus mehreren Einzelantrieben
bestehen.

Öffentliches Mittelspannungsnetz

Messpunkt Öffentliches Industrie Industrie


Niederspannungsnetz Netz 1 Netz 2

Kategorie C1
Kategorie C1/C2 Kategorie C3/C4 Kategorie C3/C4

1. Umgebung 2. Umgebung

EMV-Umgebung und Kategorien

2-72
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
PDS-Kategorien
Bei Antriebssystemen (PDS) werden
folgende vier Kategorien unterschieden.
PDS der Kategorie C1 PDS der Kategorie C3
• PDS zum Einsatz in der ersten Umgebung
• Nennspannung < 1000 V
• PDS zum Einsatz in der zweiten
Umgebung
22
• kein Einsatz in der ersten Umgebung
PDS der Kategorie C2
vorgesehen
• PDS zum Einsatz in der ersten Umgebung
• Nennspannung < 1000 V
• Nennspannung < 1000 V
• Warnhinweis erforderlich
• nicht über Steckvorrichtungen ange-
(„Dieses PDS ist nicht für den Anschluss
schlossen
an das öffentliche Netz vorgesehen.
• nicht ortsveränderlich
Beim Anschluss an diese Netze kann es
• Anschluss und Inbetriebnahme müssen
zu EMV-Störungen kommen.“)
durch Personen erfolgen, die über
technischen Sachverstand verfügen PDS der Kategorie C4
• Warnhinweis erforderlich • PDS zum Einsatz in der zweiten
(„Dieses Produkt kann in einem Wohnbe- Umgebung, die mindestens einem der
reich Funkstörungen verursachen; in die- nachfolgenden Kriterien entspricht:
sem Fall können zusätzliche Maßnahmen • Nennspannung > 1000 V
erforderlich sein.“) • Nennstrom > 400 A
• Anschluss an IT-Netze
• Geforderte dynamische Eigenschaften
werden aufgrund von EMV-Filtermaß-
nahmen nicht erreicht.
• EMV-Plan erforderlich

2-73
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Betriebsmittelkennzeichen
F: Sicherungen und Schutzschalter
(Leistungsschutz)
Q: Kontrolliertes Schalten im Energiefluss F
(Schütz, Leistungsschalter)
22 R: Begrenzung (Drossel, Widerstand)
K: Funk-Entstörfilter
T: Frequenzumrichter
Q
M: Motor

T
R
3~
BACK
RESET LOC
REM
OK

3 3

M M
3~

2-74
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter

Sicherungen (Schutzschalter) ermöglichen den Schutz von Leitungen und elektrischen


Geräten. Für den Personenschutz sind zusätzlich allstromsensitive Fehlerstromschutz-
schalter (RCD Typ B) erforderlich.
Leistungsschütze dienen zum Ein- und Ausschalten der Netzspannung.
Netzdrosseln dämpfen auftretende Stromoberschwingungen sowie Stromspitzen und 22
begrenzen den Einschaltstrom (Zwischenkreiskondensatoren).
Funk-Entstörfilter dämpfen hochfrequente elektromagnetische Emmissionen von Gerä-
ten. Sie dienen zur Einhaltung der in der jeweiligen Produktnorm definierten Grenzwerte
(EMV) für leitungsgebundene Störaussendungen (Frequenzumrichter).
Frequenzumrichter ermöglichen die stufenlose Drehzahlsteuerung von Drehstrom-
motoren.

Ein Bremswiderstand wandelt die generatorische Bremsenergie des Frequenzumrichters


in Wärme um.
Der Frequenzumrichter muss dazu mit einem Brems-Chopper ausgrüstet sein, der den
Bremswiderstand parallel zum Zwischenkreis schaltet.

Motordrosseln
• kompensieren bei großen Motorleitungslängen die kapazitiven Umladeströme,
• reduzieren die Stromwelligkeit und die Stromänderungsgeräusche im Motor,
• dämpfen die Rückwirkungen beim parallelen Anschluss mehrerer Motoren.

Sinusfilter
• glätten die Ausgangsspannung sinusförmig,
• mindern durch die du/dt-Reduzierung die Geräusche im Motor und verlängern somit
die Lebensdauer der Motorisolation,
• reduzieren die Ableitströme und erlauben so längere Motorleitungen bei günstigeren
EMV-Werten.

Abgeschirmte Motorleitungen dämpfen abgestrahlte und leitungsgebundene Hochfre-


quenzemissionen innerhalb der von der jeweiligen Produktnorm definierten Grenzwerte
(EMV).
Drehstrom-Asynchronmotor (Normmotor)

2-75
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Hinweise zur fachgerechten Installation von Frequenzumrichtern
Unter Berücksichtigung der folgenden Hin- Erdungsmaßnahmen
weise wird ein EMV-gerechter Aufbau Sie sind zwingend notwendig, um die
erreicht. Elektrische und magnetische gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen und
Störfelder können so auf die geforderten Voraussetzung für den wirkungsvollen
22 Pegel begrenzt werden. Die erforderlichen Einsatz weiterer Maßnahmen wie Filter
Maßnahmen sind nur in der Kombination und Schirmung. Alle leitfähigen, metalli-
wirksam und sollten schon bei der Projek- schen Gehäuseteile müssen elektrisch lei-
tierung berücksichtigt werden. Die nach- tend mit dem Erdpotenzial verbunden wer-
trägliche Erfüllung der erforderlichen den. Dabei ist für die EMV-Maßnahme
EMV-Maßnahmen ist nur mit erhöhtem nicht der Querschnitt der Leitung maß-
Aufwand und Kosten möglich. gebend, sondern die Oberfläche, auf der
Maßnahmen zur EMV-gerechten Installa- hochfrequente Ströme abfließen können.
tion sind: Alle Erdungspunkte müssen, möglichst
niederohmig und gut leitend, auf direktem
• Erdungsmaßnahmen,
Weg an den zentralen Erdungspunkt
• Schirmungsmaßnahmen,
(Potenzialausgleichschiene, sternförmiges
• Filtermaßnahmen, Erdungssystem) geführt werden. Die
• Drosseln. Kontaktstellen müssen farb- und korro-
Sie werden im Anschluss näher sionsfrei sein (verzinkte Montageplatten
beschrieben. und Materialien verwenden).

T1 K1 Tn Kn
M1 Mn
M M
3h 3h
PE
K1 = Funk-Entstörfilter
PE PE PE PE
T1 = Frequenzumrichter

2-76
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Schirmungsmaßnahmen

L1 M
L2
L3 3
PE
22

F 300 mm

a b

Vieradrige abgeschirmte Motorleitung:

a Cu-Abschirmgeflecht,
beidseitig und großflächig erden
b PVC-Außenmantel
c Litze (Cu-Drähte, U, V, W, PE)
d PVC-Aderisolierung:
3 x schwarz, 1 x grüngelb
e Textilband und PVC-Innenmaterial

e d c

2-77
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Schirmungsmaßnahmen dienen zur Redu-
MBS-I2
zierung der gestrahlten Störenergie (Stör-
festigkeit benachbarter Anlagen und
Geräte gegen die Beeinflussung von
außen). Leitungen zwischen Frequenz-
22 umrichter und Motor müssen geschirmt
verlegt werden. Der Schirm darf dabei
nicht die PE-Leitung ersetzen. Empfohlen
werden vieradrige Motorleitungen (drei
Phasen + PE), deren Schirm beidseitig und
4.2 x 8.2
großflächig auf Erdpotenzial gelegt wird

(PES). Der Schirm darf nicht über
Anschlussdrähte (Pig-Tails) aufgelegt wer-
den. Schirmunterbrechungen (z. B. bei ⌀ 4.1 ⌀ 3.5
Klemmen, Schützen, Drosseln usw.) müs-
sen niederohmig und großflächig über-
brückt werden.
Unterbrechen Sie dazu den Schirm in der
Nähe der Baugruppe und kontaktieren Sie
ihn großflächig mit dem Erdpotenzial (PES,
Schirmklemme). Die freien, nicht abge- Hinweis
schirmten Leitungen sollten nicht länger Wartungsschalter im Ausgang von
als etwa 100 mm sein. Frequenzumrichtern dürfen nur im strom-
Beispiel: Schirmauflage für Wartungs- losen Zustand betätigt werden.
schalter
Steuer- und Signalleitungen sollten ver-
drillt sein und können mit Doppelschirm

eingesetzt werden. Dabei wird der innere
PES Schirm einseitig an der Spannungsquelle
aufgelegt, der äußere Schirm beidseitig.

PES

a Metallplatte (z. B. MSB-I2)


b Erdungsklemme
c Wartungsschalter

2-78
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Die Motorleitung muss räumlich getrennt
von den Steuer- und Signalleitungen
② ① (> 30 cm) und darf nicht parallel zu Netzlei-
tungen verlegt werden.
Hinweis
Auch innerhalb von Schaltschränken 22
sollten Leitungen bei einer Länge größer
als 30 cm abgeschirmt werden.

≧ 300 mm
(≧ 11.81”)

a Leistungsleitungen: Netz, Motor,


DC-Zwischenkreis, Bremswiderstand
b Signalleitungen: analoge und digitale
Steuersignale

Beispiel zur Schirmung von Steuer- und Signalleitungen


Standardanschluss eines Frequenzumrichters mit Sollwertpotenziometer R11 (M22-4K7),
Steuersignalen für Rechts- und Linkslauf (FWD, REV) und Montagezubehör ZB4-102-KS1

1 2

+10 V AI 0V REV FWD +24 V


3
15

PES 2
Cu 2.5 mm
≦ 20 m

M4
PE
ZB4-102-KS1

PES
4K7
M M
R11 REV FWD

2-79
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Filtermaßnahmen Hinweis
Funk-Entstörfilter und Netzfilter (Kombina- Die Montageflächen von Frequenzumrich-
tion von Funk-Entstörfilter + Netzdrossel) ter und Funk-Entstörfilter müssen farbfrei
dienen zum Schutz vor hochfrequenten und HF-mäßig gut leitend sein.
leitungsgebundenen Störgrößen (Störfes-
22 tigkeit) und reduzieren die hochfrequenten
Störgrößen des Frequenzumrichters, die
über das Netzkabel oder die Abstrahlung
des Netzkabels ausgesendet werden und
auf ein vorgeschriebenes bzw. gesetz-
liches Maß begrenzt werden sollen.
Filter sind heutzutage häufig bereits im
Frequenzumrichter integriert oder sollten
möglichst in unmittelbarer Nähe des BACK
RESET

OK
LOC
REM

Frequenzumrichters montiert werden. Bei I

extern angeordneten Funk-Entstörfiltern


muss die Verbindungsleitung zwischen
Frequenzumrichter und Filter kurzgehalten
(≦ 30 cm) werden.

2-80
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
EMV-gerechter Aufbau und Anschluss

22

15
PES
PE PES


PES

② PES

PES W2 U2 V2


U1 V1 W1
PE

a Metallplatte mit PE-Anbindung


b Erdungsklemme (Verbindung der
PE-Leiter und der Erdung der Metall-
platte ①)
c Wartungsschalter

2-81
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Fehlerstromschutzschalter (RCD)
Frequenzumrichter und Funk-Entstörfilter Die Fehlerstromschutzschalter beim Fre-
haben betriebsbedingte Ableitströme, die quenzumrichter müssen vom Typ B sein,
im Fehlerfall (Phasenausfall, Schieflast) da hier neben sinusförmigen Wechsel- und
erheblich größer als die Nennwerte wer- pulsförmigen Gleichfehlerströmen auch
22 den können. Zur Vermeidung gefährlicher reine Gleichfehlerströme auftreten
Spannungen müssen im PDS alle Kom- können.
ponenten (Frequenzumrichter, Funk-Ent- Bei Ableitströmen ≧ 3,5 mA muss nach
störfilter, Motor, abgeschirmte Motorlei- VDE 0160 bzw. EN 60335 entweder:
tungen) geerdet sein. Da es sich bei den
• der Schutzleiter-Querschnitt ≧ 10 mm2
Ableitströmen um hochfrequente Störgrö-
sein,
ßen handelt, müssen diese Erdungsmaß-
• der Schutzleiter auf Unterbrechung hin
nahmen niederohmig und großflächig sein.
überwacht werden oder
• ein zweiter Schutzleiter zusätzlich ver-
legt werden.

F F K T M
L1 RCD L1 R2 L1 U
M
L2 L2 S2 L2 V
3∼
L3 L3 T2 L3 W
N  

PE

2-82
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Netzdrosseln
Auf der Eingangsseite des Frequenzum-
richters reduzieren Netzdrosseln die
stromabhängigen Netzrückwirkungen und
einphasige Drossel bewirken eine Verbesserung des Leis-
tungsfaktors. Der Stromoberwellengehalt
wird reduziert und die Netzqualität verbes-
22
sert. Der Einsatz von Netzdrosseln
empfiehlt sich besonders beim Anschluss
mehrerer Frequenzumrichter an einen
Netzeinspeisepunkt sowie beim Anschluss
anderer elektronischer Geräte am Netz.
Eine Reduzierung der Netzstromwirkung
wird auch durch Gleichstromdrosseln im
Zwischenkreis des Frequenzumrichters
erreicht. Hierbei kann auf Netzdrosseln
verzichtet werden.

Motordrosseln
dreiphasige Drossel Im Ausgang des Frequenumrichters wer-
den bei langen Motorleitungen und beim
Parallelanschluss mehrerer Motoren
Motordrosseln ① eingesetzt.
Sie erhöhen zudem den Schutz der Leis-
tungshalbleiter bei Erd- und Kurzschluss
und schützen die Motoren vor zu hohen
Spannungsanstiegsgeschwindigkeiten
(> 500 V/μs), die durch die hohen Takt-
frequenzen hervorgerufen werden.

Q11 Q12 Q13

F1 F2 F3
U1 V1 W1 U1 V1 W1 U1 V1 W1

M M M
M1 M2 M3
3
˜ 3
˜ 3
˜
2-83
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Grundlagen zum Frequenzumrichter
Sinusfilter
Sinusfilter sind eine Kombination aus Dros-
① sel und Kondensator (Tiefpassfilter).
Sie verbessern die Sinusform der Aus-
gangsspannung des Frequenzumrichters,
22 wodurch die Geräusche und die Erwär-
mung im Motor reduziert werden.
Vorteile eines Sinusfilters:
• lange geschirmte Motorleitung
– max. 400 m bei Netzspannungen bis
② 240 V +10 %
– max. 200 m bei Netzspannungen bis
480 V +10 %
• hohe Lebensdauer des Motors – wie bei
reinem Netzbetrieb
• geringere Geräuschentwicklung des
SFB400/… Motors
• geringere Motorerwärmung
• reduzierte du/dt-Werte (< 500 V/μs)

Nachteile eines Sinusfilters:


• bis zu 30 V Spannungsabfall
• Betrieb nur mit fest eingestellter Taktfre-
quenz möglich

2-84
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Produktmerkmale M-Max™

① ②

22

⑩ ④

⑨ BACK
RESET
HOA

⑧ OK



Bezeichnungen am M-Max™
a Befestigungslöcher f Anschlussklemmen des Leistungsteils
(Schraubenbefestigung) g Abdeckklappe der Steuerklemmen und
b Entriegelung (Demontage von der der Mikroschalter
Montageschiene) h Schnittstelle für PC-Anschaltgruppe
c Aussparung für die Montage auf der MMX-COM-PC (Option)
Montageschiene (DIN EN 50022-35) i Bedieneinheit mit 9 Steuertasten
d Schnittstelle für Feldbus-Anschalt- j Anzeigeeinheit (LCD)
baugruppen (Option, MMX-NET-XA)
e Installationszubehör EMV

2-85
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Funktionen Dokumentation
Umfangreiche Schutzfunktionen gewähr- Handbuch: MN04020001Z
leisten einen sicheren Betrieb sowie den Montageanweisung: IL04020001E
Schutz von Frequenzumrichter, Motor und
Applikation. Sie schützen vor:
22 • Überstrom, Erdschluss
• Überlast (elektronischer Motorschutz)
• Übertemperatur
• Überspannung, Unterspannung
Weitere Funktionen
• Wiederanlaufsperre
• U/f-Steuerung oder sensorlose Vektor-
steuerung
• 2-facher Anlaufstrom und 1,5-facher
Überstrom
• PID-Regler
• Ablaufsteuerung
• Bremssteuerung (DC-Bremsung)
• 8 Festfrequenzen
• Elektronisches Motorpotenziometer
• Logik-Funktion (Und, Oder, Exklusives
Oder)
• Minimum- und Maximumbegrenzung von
Frequenz und Strom
• Frequenzsprung (Frequenzausblendung)
• Gleichstrombremsung vor dem Start und
bis zum Motorstillstand
• 2 Parametersätze

2-86
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Baugrößen M-Max™
Baugröße 1 (FS1)
MMX12…: 1,7 - 2,8 A
MMX32…: 1,7 - 2,8 A

OK
MMX34…: 1,4 - 2,4 A 22
I

Baugröße 2 (FS2)
MMX12…: 3,7 - 7 A
MMX32…: 3,7 - 7 A
MMX34…: 3,3 - 5,6 A

OK

Baugröße 3 (FS3)
MMX12…: 9,6 A
MMX32…: 9,6 A
MMX34…: 7,6 - 14 A

FS = Frame Size (= Baugröße)

MMX12…: einphasiger Netzanschluss,


OK Bemessungsspannung 230 V
I

MMX32…: dreiphasiger Netzanschluss,


Bemessungsspannung 230 V
MMX34…: dreiphasiger Netzanschluss,
Bemessungsspannung 400 V

2-87
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Anwendung Hinweise
Die Frequenzumrichter der Gerätereihe • Bei Installation und Betrieb gemäß UL®
M-Max™ ermöglichen die stufenlose müssen die netzseitig angeordneten
Drehzahlsteuerung von Drehstrom-Asyn- Schaltgeräte einen 1,25-fachen
chronmotoren. Sie eignen sich besonders Eingangsstrom berücksichtigen können.
22 für Applikationen, bei denen einfache
Handhabung und Wirtschaftlichkeit eine
• Netzschütze berücksichtigen immer nur
den eingangsseitigen Netzbemessungs-
zentrale Bedeutung haben. strom ILN des Frequenzumrichters ohne
Die kennliniengeführte Spannungs-Fre- Netzdrossel. Die Auswahl erfolgt nach
quenz-Steuerung (U/f-Verfahren) erlaubt dem thermischen Strom (Gebrauchs-
bereits in der Grundeinstellung ein weites kategorie AC-1).
Anwendungsspektrum: von einfachen • Ein Tipp-Bereich über das Netzschütz ist
Pumpen- und Lüfterantrieben, Standard- bei Frequenzumrichtern nicht zulässig
applikationen in der Verpackungsindustrie (Pausenzeit ≧ 60 s zwischen Aus- und
bis hin zum Mehrmotorenbetrieb in der Einschalten).
horizontalen Transport- und Fördertechnik.
Mit der sensorlosen Vektorregelung kann
ein Einzelantrieb auch in anspruchsvollen
Applikationen, bei denen ein hohes
Drehmoment und eine hohe Rundlaufgüte
im unteren Drehzahlbereich gefordert sind,
eingesetzt werden: Beispielsweise in der
kunststoff- und metallverarbeitenden
Industrie, der Textil-, Papier- und Druck-
industrie sowie im Bereich von Kran- und
Liftanlagen.
Nennströme von 1,4 bis zu 14 A ermög-
lichen den Betrieb von vierpoligen
Standard-Drehstrom-Asynchronmotoren
im zugeordneten Leistungsbereich von:
• 0,25 bis 2,2 kW bei 230 V
(einphasiger Netzanschluss),
• 0,25 bis 2,2 kW bei 230 V
(dreiphasiger Netzanschluss),
• 0,37 bis 5,5 kW bei 400 V
(dreiphasiger Netzanschluss).

2-88
2-89
U
L1

M
3~

3 AC 230 V
1 AC 230 V
1 AC 240 V

W
L2/N

e
PE
EMC
PE

R13
22

Run R14
23

+24 V Out 24 V
6

R21 < 50 mA
25

R22
24
S1

DI_COM
7

Error R24
26

FWD
8

GND DI1
3
9

DI2 REV
1

+10 V Out
< 10 mA DI3 FF1
10

f-Soll
2
0...+10 V AI1 DI4 FF2
14

200 kΩ

DI5 Reset
15

200 Ω
DI6 PI-Off
16

S2
GND

5
S3
200 Ω
200 kΩ
PI-Ist AI2

4
0 (4)...20 mA
f-Out AO

18
S4
0...+10 V < 10 mA
120 Ω
Ready
22
DO-

13

+
< 50 mA
DO+

20
X1

B
Blockschaldbild für MMX12…
Anschlussbeispiel M-Max™
Elektronische Motorstarter und Drives
Eaton Schaltungsbuch 06/11
2-90

R-
R+

PE


U
V

M
3~
3 AC

3 AC
L1 L2/N L3

W
PE


EMC
PE

R13
22

Run R14
23

+24 V Out 24 V
6

R21 < 50 mA
25

R22
24
S1

DI_COM
7

Error R24
26

FWD
8

DI1
GND
3
9

DI2 REV
1

+10 V Out
< 10 mA DI3 FF1
10

f-Soll
2
0...+10 V AI1 DI4 FF2
14

200 kΩ

DI5 Reset
15

200 Ω

DI6 PI-Off
16

GND S2

5
S3
200 Ω
200 kΩ
PI-Ist AI2

4
0 (4)...20 mA
f-Out AO

18
0...+10 V < 10 mA S4
Ready 120 Ω
DO-

13

+
22
< 50 mA
DO+

20
X1

B
Blockschaldbild für MMX32… und MMX34…
Anschlussbeispiel M-Max™
Elektronische Motorstarter und Drives
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Belegung der Steuerklemmen
Die Steuerklemmen sind in der Werksein-
stellung wie folgt belegt:
2: AI1: f-Soll = Frequenzsollwert (0 - +10 V)
4: AI2: PI-Ist = Istwert für PID-Regler
(Prozessvariable, 4 - 20 mA) 22
8: DI1: FWD = Freigabe Rechtsdrehfeld
(Forward)
9: DI2: REV = Freigabe Linksdrehfeld
(Reverse)
10: DI3: FF1 = Festfrequenz 1
13: DO-: Ready = Starbereit
(Transistorausgang mit der Spannung
von Klemme 20)
14: DI4: FF2 = Festfrequenz 2
15: DI5: Reset = Quittieren einer
Fehlermeldung
16: DI6: PI-Off = PID-Regler deaktiviert
18: AO: f-Out = Ausgangsfrequenz zum
Motor (0 - +10 V)
20: DO+: Eingangsspannung für Transistor-
ausgang (+24 V DC)
22/23: R13/R14 (Schließer):
RUN = Betriebsmeldung (Relais)
24/25/26: R21/R22/R24 (Wechsler):
Error = Fehlermeldung (Relais)

a Anschlussklemmen R+ und R- für


externen Bremswiderstand (optional) –
bei Baugröße 2 (FS2) und Baugröße 3
(FS3)

2-91
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Grundsätzliche Ansteuerung

Beispiel 1
Sollwertvorgabe über Potenziometer R11
Freigabe (START/STOPP) und Drehrich-
tungswahl über Klemmen 1 und 2 mit inter-
22 ner Steuerspannung
; NOT-AUS-Kreis
F1: Leitungsschutz
PES: PE-Anschluss des Leitungsschirmes
Q11: Netzschütz
M1: Motor, 3-phasig, 230 V
S1: AUS
S1 S2: EIN

Hinweise
S2 Q11 • Für einen EMV-gerechten Netzan-
schluss sind nach der Produktnorm
IEC/EN 61800-3 entsprechende
Funk-Entstörmaßnahmen erforderlich.
• Bei Frequenzumrichtern mit einpha-
sigem Netzanschluss empfiehlt sich der
Einsatz von Parallelverbindern zur
gleichmäßigen Belastung der Strom-
Q11
bahnen.

DILM12-XP1

(4. Pol abbrechbar)


DILM A1 1 3 5 13

A2 2 4 6 14

2-92
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Verdrahtung (MMX12…)
f
1 ∼ 230 V, 50/60 Hz
L
N M
PE
t

F1 M
22
PE
FWD

Q11
REV

L1 L2/N PE

+10 V

+24 V
FWD
REV
0V
AI
U V W PE 1 2 3 9 8 6
T1
PES PES
PES
X1
PES
PES PE

M1 M 4K7
3~ M M
 R11 REV FWD

– Einphasiger Frequenzumrichter FWD: Freigabe Rechtsdrehfeld


MMX12… REV: Freigabe Linksdrehfeld
– Rechts-Linkslaufsteuerung über
Klemmen 8 und 9
– Externe Sollwertvorgabe über
Potenziometer R11

2-93
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Frequenzumrichter MMX34… mit externem Funk-Entstörfilter
Hinweis
Nur für MMX…N0-0 (ohne internen
Funk-Entstörfilter)

22
Ansteuerung

Beispiel 2
Sollwertvorgabe über Potenziometer R11
(fs) und Festfrequenz (f1, f2, f3) über Klemme
10 und 14 mit interner Steuerspannung
Freigabe (START/STOPP) und eine
Drehrichtungswahl über Klemme 8 (FWD)

; NOT-AUS-Kreis
Q1
FF1: Festfrequenz f1
FF2: Festfrequenz f2
FF1+ FF2: Festfrequenz f3
S1 FWD: Freigabe Rechtsdrehfeld,
analoger Frequenz-Sollwert fS
K1: Funk-Entstörfilter MMX-LZ…
S2 Q11 M1: Motor, 3-phasig, 400 V
PES: PE-Anschluss des
Leitungsschirmes
Q1: Leitungsschutz
Q11: Netzschütz
R1: Netzdrossel
S1: AUS
S2: EIN
Q11

2-94
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Verdrahtung (MMX34…)
3 ∼ 400 V, 50/60 Hz f
L1 fs = fmax
L2 f3
L3 f2
f1
PE
Q1
22
PE
FF1
I I I

Q11 FF2

FWD
U1 V1 W1

PE
R1

U2 V2 W2

Hinweis
L1 L2 L3
K1: Der externe Funk-Entstörfilter
K1
PE
MMX-LZ… ist nur für MMX…N0-0
einsetzbar.

L1 L2/N L3 PE
+10 V

+24 V
FWD
FF2
FF1
0V
AI

U V W PE 1 2 3 14 10 8 6
T1
PES
PES
X1 R11
PES
PES PE

M1 M
3~

2-95
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Anschlussvarianten
Variante A: mit 400 V (Variante B) angeschlossen
Motor in Dreieckschaltung (MMX12…) werden.
Der unten aufgeführte 0,75 kW-Motor kann
in der Dreieck-Schaltung an ein einpha-
22 siges Netz mit 230 V (Variante A) oder in
Motor: P = 0,75 kW
Stern-Schaltung an ein dreiphasiges Netz Netz: 1/N/PE 230 V 50/60 Hz

1 ∼ 230 V, 50/60 Hz
L
N
PE

FAZ-B10/1N F1

DILEM Q11
+P1DILEM
1

PE
R1
DEX-LN1-009
2

L1 L2/N PE

MMX12AA3D7F0-0

T1 U V W PE

PES
230 / 400 V 3,2 / 1,9 A PES
S1 0,75 kW cos ϕ 0.97
1410 rpm 50 Hz X1
PES
PES

U1 V1 W1
230 V M
3.2 A M1 3~
0.75 kW W2 U2 V2

2-96
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
Anschlussbeispiel M-Max™
Variante B:
Motor in Sternschaltung (MMX34…) Motor: P = 0,75 kW
Netz: 3/PE 400 V 50/60 Hz
3 ∼ 400 V, 50/60 Hz
L1
L2
L3
22
PE
Q1
PKM0-6.3

I I I

DILEM Q11

U1 V1 W1

PE
R1
DEX-LN3-004
U2 V2 W2

L1 L2/N L3 PE

MMX34AA2D4F0-0

T1 U V W PE

PES
PES
X1
PES
PES

U1 V1 W1
400 V M
1.9 A M1 3~
0.75 kW W2 U2 V2 

2-97
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
System Rapid Link 4.0
Systemübersicht Rapid Link Module RA 4.0
Rapid Link ist ein dezentrales Schalt- und Steckbare Anschlussleitungen mit nor-
Installationssystem. mierten Anschlüssen reduzieren den Ver-
Durch ihre kompakte Bauform und ihre drahtungsaufwand und gewährleisten die
hohe Schutzart IP65 können diese Motor- in der Fördertechnik bevorzugte Installa-
22 starter in unmittelbarer Nähe des Motors tionstechnik.
installiert werden.


400 V
M
3∼ 400 V
M
③ 3∼
3 ∼ 400 V, N, PE ⑱
50/60 Hz ⑲
⑭ ⑮ ⑰

⑤ ⑧




2-98
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
System Rapid Link 4.0
Funktionsmodule: Motoranschluss:
a Motorstarter RAMO (Motor Control r ungeschirmte Motorleitung
Unit) → dreiphasiger, elektronischer s abgeschirmte Motorleitung (EMV)
Direktstarter oder Wendestarter, mit
Produktmerkmale
elektronischem Motorschutz für zuge-
Die Installation erfolgt mit Hilfe eines Ener-
ordnete Leistungen von 90 W bis 3 kW
gie- und eines Datenbusses, die in allen 22
(bei 400 V).
Modulen des Systems Rapid Link steckbar
b Drehzahlsteller RASP (Speed Control
eingesetzt werden.
Unit) → dreiphasiger, frequenzgeschal-
teter Motorstarter (Festdrehzahlen, Im Mittelpunkt stehen kunden- und
zwei Drehrichtungen, Sanftanlauf), in branchenspezifische Anforderungen für
vier Leistungsgrößen (2,4 A/3,3 A/4,3 A/ fördertechnische Applikationen.
5,6 A) mit elektronischem Motorschutz In der Variante 4.0 verfügen die Rapid
für zugeordnete Leistungen von Link-Module über folgende Eigenschaften:
0,18 kW bis 2,2 kW (bei 400 V). • Schutzart IP65
• Umgebungstemperatur im Betrieb von
Energiebus: -10 °C bis +55 °C
c Energieeinspeisung (3 AC 400 V) über • maximale Leitungslänge 10 m
Leistungsschylter zum Schutz vor Über- • AS-Interface® Profi 7.4 für Kommunika-
last und Kurzschluss tion und Diagnose
d Energieeinspeisung für Flachleitung • steckbare Anschlusstechnik nach
e Flachleitung für 400 V AC ISO 23570
f Endstück für Flachleitung • Vor-Ort-Handbedienung
g Flachleitungsabgang • Wartungs- und Reparaturschalter
h Energieadapterleitung zum Flachlei- (optional)
tungsabgang • elektronischer Direktstarter RAMO-D
i Rundleitung für 400 V AC
• elektronischer Wendestarter RAMO-W
j steckbarer Energieabzweig für
• frequenzgesteuerter Drehzahlsteller
Rundleitung
RASP
k Energieadapterleitung zum Rundlei-
tungsabgang
l Energieabzweig für Rundleitung Dokumentation
m Energieadapterleitung (Rundleitung) Handbuch: MN03406003Z
zur Powerbox Montageanweisungen:
n AS-Interface® – Einspeisung über IL003406019Z
Kopfleitung IL003406020Z
Datenbus:
o AS-Interface®-Flachleitung
p Abzweig für M12-Steckerleitungen
q M12-Verlängerung

2-99
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
System Rapid Link 4.0
Blockschaltbild RAMO-D…
Elektronischer Direktstarter

4
1
+24 V
<1A
O3

4
22

3
2

+ 24 V
0V
4
I4
1

3
2
3

3
< 160 m A 0 V I3

4
4

3
ASi-

4
1
3

2
2

+24 V

1
ASi+

8
5

N
4
4
N

PE 6

L
PE 5

PE
L3 PE

T1
3

U V W
M3∼
2

3
L2

T2
i
1

1
L1

7
6

8

3
1

PE
4

5

3
5
2

Optionale Ausprägung:
a Reparaturschalter
b Ansteuerung externe Bremse (230 V)
c Ausgang Aktor

2-100
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
System Rapid Link 4.0
Blockschaltbild RAMO-W…
Elektronischer Wendestarter

4
1
+24 V
<1A
O3

4
22

3
2

1
4

+ 24 V
0V
I4
1

3
2
3

3
< 160 m A 0 V I3

4
4

3
ASi-

4
1
3

2
2

+24 V

1
ASi+

8
5

N
4
4
N

PE 6

L
PE 5

PE
L3 PE

T1
3

U V W
M3∼
2

3
L2

T2
i
1

1
L1

7
6

8

3
1

PE
4

5

3
5
2

Optionale Ausprägung:
a Reparaturschalter
b Ansteuerung externe Bremse (230 V)
c Ausgang Aktor

2-101
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Elektronische Motorstarter und Drives
System Rapid Link 4.0
Blockschaltbild RASP-…
Frequenzumrichter

+24 V

3
0 V +24 V

M
RJ 45
22

3
2

4
1
(4)

4
I4a
1

3
I4(b)

2
(2)

(b)
2

3
I3a

4
4

< 160 m A 0 V

3
ASi-

(a)
1
3

4
I3(b)

2
2

1
ASi+

+24 V
1

8
5
N
4
4
N

PE 6
L
PE 5

PE
L2 L3 PE

T1
U V W
M3h
2

T2
i
1

1
L1

PE 7
4 6

3 5 8
a
3
1
e

1
5
2

Optionale Ausprägung:
a Reparaturschalter
b Ansteuerung externe Bremse (230 V)
c Gerätelüfter
d interner Bremswiderstand

2-102
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte

Seite

RMQ – System 3-2

RMQ – Projektieren 3-9

RMQ – Beschriften 3-13

Signalsäulen SL 3-14
33
Positionsschalter LS-Titan® 3-16

Elektronische Positionsschalter LSE-Titan® 3-26

Analoge elektronische Positionsschalter 3-27

Sensoren – Funktionsweise 3-30

Sensoren – Anwendungen 3-37

3-1
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – System
Befehlen und Melden sind die • durchgängige Anschlusstechnik mit
grundlegenden Funktionen zur Steuerung Schrauben und Cage Clamp1),
von Maschinen und Prozessen. Die not- • selbstspannende Cage Clamp
wendigen Bediensignale werden entwe- Anschlüsse für sicheren und wartungs-
der manuell mit Hilfe von Befehls- und freien Kontakt,
Meldegeräten oder maschinell durch Posi- • elektroniktaugliche Schaltkontakte nach
tionsschalter erzeugt. Der jeweilige EN 61131-2: 5 V/1 mA,
Anwendungsfall bestimmt dabei die
33 Schutzart, Form und Farbe.
• frei programmierbares Schaltverhalten
bei allen Wahltasten: tastend/rastend,
Konsequent sind zukunftsorientierte • alle Tasten in unbeleuchteter und
Technologien bei den Befehlsgeräten beleuchteter Ausführung,
„RMQ-Titan®“ angewendet worden. • NOT-AUS Tasten mit Zug- oder Drehent-
Durchgängige LED-Elemente und Laserbe- riegelung,
schriftung bieten ein Maximum an Sicher- • beleuchtbare NOT-AUS Tasten für aktive
heit, Verfügbarkeit und Flexibilität. Im Ein- Sicherheit,
zelnen bedeutet dies: • Kontakte schalten unterschiedliche
• hochwertige Optik für ein einheitliches Potenziale,
Erscheinungsbild, • Einsatz auch in sicherheitsgerichteten
• höchste Schutzart bis IP67 und IP69K Stromkreisen durch zwangsläufige Betä-
(Dampfstrahlgeeignet), tigung und zwangsöffnende Kontakte,
• kontrastreiche Beleuchtung mittels • erfüllen Industriestandard IEC/EN 60947.
LED-Elementen, auch bei Tageslicht, 1) Cage Clamp ist ein eingetragenes Warenzeichen

• bis zu 100.000 h für maschinenlange der WAGO Kontakttechnik GmbH, Minden.


Lebensdauer,
• unempfindlich gegen Schock und Vibra- RMQ16 Systemübersicht
tionen,
• LED-Betriebsspannung von 12 bis 500 V,
• geringe Leistungsaufnahme – nur 1/6 von
Glühlampen,
• erweiterter Betriebstemperaturbereich
-25 bis +70 °C,
• Leuchtmittel-Testschaltung,
• integrierte Schutzschaltungen für
höchste Betriebssicherheit und Ver-
fügbarkeit,
• abriebfeste und kontrastreiche
Laser-Beschriftung,
• kundenindividuelle Symbole und
Beschriftungen ab 1 Stück,
• Text und Symbolik frei kombinierbar,

3-2
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – System
RMQ-Titan® Systemübersicht

33

3-3
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – System
Vierfach Taster Joystick mit Doppelkontakt
Eaton ergänzt sein Sortiment der erfolg- Über den Joystick werden bis zu vier
reichen Befehls- und Meldegeräte Bewegungsrichtungen an Maschinen
RMQ-Titan um weitere Bedienelemente. gesteuert. In verschiedenen Varianten
Ihr Aufbau ist modular konzipiert. Zur besitzt der Joystick 2/4 Stellungen sowie
Anwendung kommen Kontaktelemente aus weitere Varianten mit 2 Positionen je
dem RMQ-Titan-Programm. Die Frontringe Stellung. Damit kann je Richtung, beispiels-
und Frontrahmen sind in der gewohnten weise die Geschwindigkeit, in zwei Stufen
33 RMQ-Titan Form und Farbe ausgeführt. gesteuert werden. Dazu werden ein
Standardschließer und ein Frühschließer
Vierfach Drucktaster
mechanisch hintereinander gesteckt. Wei-
Über die vierfach ausgelegten Drucktaster
terhin sind auch tastende und rastende
steuern Anwender an Maschinen und
Ausführungen möglich.
Anlagen vier Bewegungsrichtungen. Dabei
ist jeder Bewegungsrichtung ein Kontakt- 0 0
element zugeordnet. Die Taste verfügt über
1
vier einzelne Drucktasterplatten. Sie las- 1 2
sen sich für verschiedene Applikationen
individuell auswählen und können nach
eigenen Wünschen mit Laser beschriftet
werden.

Wahltasten
Über vier Stellungen verfügen die
Wahltasten. Der Betätiger ist wahlweise in
den Ausführungen Drehknopf oder
Knebelgriff erhältlich. Jeder Ein- und jeder
Aus-Stellung ist ein Kontaktelement zuge-
ordnet.

3-4
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – System
Schilder elle Beschriftungen entworfen, die
Für alle Bedienelemente bietet Eaton anschließend per Laser dauerhaft und
Schilder in verschiedenen Ausführungen wischfest auf die Schilder aufgebracht
an. Verfügbar sind die Ausführungen: werden. → Abschnitt „Labeleditor”,
• Blanko, Seite 3-13
• mit Richtungspfeilen,
• mit Beschriftung „0–1–0–2–0–3–0–4“.
Darüber hinaus lässt sich eine kundenspe-
zifische Beschriftung erstellen. Mit der
33
Software „Labeleditor“ werden individu-

Kontaktvarianten

Schraub- Federzug- Frontbe- Bodenbe- Kontakt Wegediagramm1)


klemmen klemmen festigung festigung

Kontaktelemente
x x x x .3

0 2.8 5.5
.4
M22-(C)K(C)10
x x x – .1

0 1.2 5.5
.2
M22-(C)K(C)01
x x x x .5

0 3.5 5.5
.6
M22-(C)K01D2)
x – x – .7

0 1.8 5.5
.8
M22-K10P
1) Hub in Verbindung mit Frontelement.
2) Öffner: Sicherheitsfunktion durch Zwangsöffnung nach IEC/EN 60947-5-1.

3-5
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – System

Schraub- Federzug- Frontbe- Bodenbe- Kontakt Wegediagramm1)


klemmen klemmen festigung festigung

Doppelkontaktelemente
– x x – .3 .3

.4 .4

33 0 3.6 5.5
M22-CK20
– x x – .1 .1

.2 .2
0 1.2 5.5
M22-CK02
– x x – .1 .3

.2 .4
0 1.2 3.6 5.5
M22-CK112)
selbstüberwachende Kontaktelemente
x – x x
3 1

0 1.2 2.8 5.5


4 2
M22-K(C)01SMC10
x – x x
3 1 1

0 1.2 2.8 5.5


4 2 2
M22-K(C)02SMC10
1) Hub in Verbindung mit Frontelement.
2) Öffner: Sicherheitsfunktion durch Zwangsöffnung nach IEC/EN 60947-5-1.

3-6
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – System
NOT-HALT-/NOT-AUS-Tasten, Systemübersicht
Pilzform

38

33
45

60
Palmenform

3-7
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – System
Die neuen NOT-HALT-Taster bzw. Mit einem optional erhältlichen Leuchtring
NOT-AUS-Taster für das weltweit einsetz- können NOT-HALT/NOT-AUS-Taster an
bare Befehls- und Meldegeräte Produkt- einer Maschine oder Anlage noch stärker
sortiment RMQ-Titan sind in Palmenform kenntlich gemacht werden. So wird selbst
mit einem Durchmesser von 45 oder 60 mm in abgedunkelten Umgebungen die Posi-
ausgeführt. Sie sind mit oder ohne Schlüs- tion dieser Taster eindeutig signalisiert.
sel, drehentriegelbar, unbeleuchtet, Der Leuchtring zeigt aus großer Entfernung
beleuchtbar mit Standard-LED oder mit zuverlässig den Betriebszustand an. Im
33 mechanischer Schaltstellungsanzeige ausgelösten Zustand können beispiels-
(grün/rot) in der Mitte des Betätigungs- weise drei getrennt ansteuerbare
elementes erhältlich. Die selbstüber- LED-Reihen als Lauflicht aktiviert werden.
wachenden Kontaktelemente gewähren
eine umfassende Betriebssicherheit:
selbst bei fehlerhafter Installation oder
nach übermäßig kraftvoller Betätigung.
Hierzu integrieren die modular
aufgebauten Kontaktelemente neben dem
NOT-AUS-Öffnerkontakt einen zweiten
Kontakt zur Abfrage der mechanischen
Verbindung zum NOT-HALT-Betätigungs-
element. Die Kontaktelemente stehen für
die Front- oder Bodenbefestigung für 1-
oder 2-kanalige Sicherheitsschaltungen
zur Verfügung, bis SIL 3 nach IEC 62061
oder Performance Level PL e nach
EN ISO 13849-1.

3-8
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – Projektieren
Zusammenbau und Funktion

M22…SMC10

M22-PV...
33

a
M22-K... SMC10
b
b
M22-K... SMC10

a Der selbstüberwachende Kontakt überwacht mechanisch die Anschaltung am


M22-PV…
b Der selbstüberwachende Kontakt überwacht mechanisch die Anschaltung am darü-
berliegenden Safety-Kontakt M22-K…SMC10, nicht aber die anschaltung am
M22-PV…
M22-K01SMC10 M22-K02SMC10
M22-KC01SMC10 M22-KC02SMC10

3 1 3 1 1

4 2 4 2 2

Bei korrekter Montage des selbstüberwachenden Kontaktes ist der Schließer


geschlossen.
Durch eine Reihenschaltung von Öffner und Schließer wird der
NOT-AUS/NOT-HALT-Kreis aktiviert, wenn
• der NOT-AUS/NOT-HALT-Taster betätigt wird oder
• der selbstüberwachende Kontakt mechanisch vom Taster getrennt wird.

3-9
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – Projektieren
Anschlussbezeichnung und Funktionsziffern (Kennzahl/Schaltzeichen), EN 50013

10 13 01 21

14 22

20 13 23 11 13 21
02 11 21

33
14 24 14 22
12 22

33 12
30 13 23 33 21 13 21 13 21 31
03 11 21 31

14 24 34 14 22 34 14 22 32 12 22 32

Spannungsvarianten mit Vorschaltelementen

M22-XLED601) Ue ≦AC/DC
Ue h/H
1x 60 V
2x 90 V
12 – 30 V h/H
3x 120 V
... ...
1 2 1 2 1 2 X1 X2 7x 240 V
M22-XLED220 Ue ≦
M22-XLED60/ M22-(C)LED(C)-... 1x 220 VDC
M22-XLED220 1) Für Spannungserhöhung
AC/DC.

Ue h
M22-XLED230-T1) Ue ≦
85 – 264 V h,
1x 400 V~
50 – 60 Hz
2x 500 V~
1) AC– für Spannungserhöhung
1 2 1 2 X1 X2
50/60 Hz.

M22-XLED230-T M22-(C)LED(C)230-...

3-10
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – Projektieren
Schaltung Leuchtmitteltest
Die Prüftaste dient zur Funktionskontrolle
der Leuchtmelder unabhängig vom
jeweiligen Steuerungszustand. Entkopp-
lungselemente verhindern Spannungs-
rückspeisung.
M22-XLED-T
für Ue = 12 bis 240 V AC/DC (auch für 33
Leuchtmitteltest bei Signalsäulen SL)

13 13 13 3
a
14 14 14 4

2 1

2 1
12 – 240 V h/H

2 1

1 1 1 M22-XLED-T

2 M22-XLED60/ 2 M22-XLED60/ 2 M22-XLED60/


1 1 1
M22-XLED220 M22-XLED220 M22-XLED220
2 2 2

X1 X1 X1

X2 X2 X2 M22-(C)LED(C)-... 1)

a Prüftaste
1) Nur für Elemente 12 bis 30 V.

3-11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – Projektieren

M22-XLED230-T
für Ue = 85 bis 264 V AC/50 – 60 Hz

L1
13 13 13 3 1
a
33
14 14 14 4 2
85 – 264 V h/50 – 60 Hz

2 1

2 1

2 1
M22-XLED230-T
X1 X1 X1

X2 X2 X2 M22-(C)LED(C)230-... 2)
N
a Prüftaste
2) Für Elemente 85 bis 264 V.

3-12
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
RMQ – Beschriften
Labeleditor
• Tastenplatte in grün mit Sonderbeschrif-
tung
Grundtyp M22-XDH-*-*
1. * = Farbe (hier „G“ für grün),
2.* = vom Labeleditor vergebener
Dateiname
Bitte bestellen Sie: 33
1 x M22-XDH-G-RMQ_Titan_xxxxx.zip

Individuelle Beschriftung mit Hilfe der • Doppeldrucktaster mit weißen Tasten-


Labeleditor-Software platten und Sondersymbolen
In vier Schritten können Sie Ihr Gerät indi- Grundtyp: M22-DDL-*-*-*
viduell beschriften:
1. * = Farbe (hier „W“ für weiß),
• Download der Beschriftungssoftware: 2. und 3. * = vom Labeleditor vergebener
www.eaton.com/moeller/support, Dateiname; muss hier 2 x angegeben wer-
Stichwort: „Labeleditor“ den
• Erstellen der Bedruckungsvorlage
Bitte bestellen Sie:
(menügeführt in der Software)
1 x M22-DDL-W-RMQ_Titan_xx
• Versenden der Bedruckungsvorlage an
xxx.zip-RMQ_Titan_xxxxx.zip
das Fertigungswerk per E-Mail. Die
E-Mail-Adresse wird automatisch in
Bezug auf das gewählte Produkt vom • Schlüsseltaster, 2 Stellungen, Einzel-
Programm eingestellt. Beim Versenden schließungs-Nr. MS1, individuelles Sym-
Ihrer Vorlage vergibt der Labeleditor bol
einen Dateinamen, wie zum Beispiel Grundtyp: M22-WRS*-MS*-*
„RMQ_Titan_12345.zip“. Dieser WRS*: * = Anzahl der Stellungen,
Dateiname ist Bestandteil des zu MS*: * = Nummer der Einzelschließung,
bestellenden Artikels (siehe Bestellbei- -*: * = vom Labeleditor vergebener
spiele). Dateiname
• Bestellung an ein Eaton Vertriebsbüro Bitte bestellen Sie:
oder den Elektrogroßhandel senden. 1x
Bestellbeispiele M22-WRS2-MS1-RMQ_Titan_xxxxxx.zip
• Einlegeschild M22-XST für Schildträger
M22S-ST-X mit Sonderbeschriftung
Grundtyp: M22-XST-*
* = vom Labeleditor vergebener Dateiname
Bitte bestellen Sie:
1 x M22-XST-RMQ_Titan_xxxxxx.zip
3-13
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Signalsäulen SL
Signalsäulen SL – immer alles im Blick
Signalsäulen SL (IP65) zeigen Maschinen- Produktmerkmale
zustände mit optischen und akustischen • Dauerlicht, Blinklicht, Blitzlicht und
Signalen an. Auf Schaltschränken oder an Akustikmelder lassen sich beliebig
Maschinen montiert, sind sie als Dauer- kombinieren.
licht, Blinklicht, Blitzlicht oder Akus- • Die freie Programmierbarkeit erlaubt die
tikmelder auch aus der Ferne sicher zu Ansteuerung von fünf Adressen.
33 erkennen und einzuordnen. • Einfacher Zusammenbau ohne Werk-
zeug durch Bajonettverschluss.
• Automatische Kontaktierung durch inte-
grierte Kontaktstifte.
• Hervorragende Ausleuchtung durch spe-
ziell geformte Linsen mit Fresnel-Effekt.
• Wahlweise Beleuchtung durch Glühlam-
pen oder LEDs.
• Für typische Anwendungen erleichtert
eine Vielzahl von Komplettgeräten die
Auswahl, Bestellung und Lagerhaltung.

Die verschiedenen Farben der Leucht-


elemente zeigen den jeweiligen Betriebs-
zustand nach IEC/EN 60204-1 an:
ROT:
gefährlicher Zustand – sofortige Handlung
notwendig
GELB:
anormaler Zustand – Überwachen oder
Handeln
GRÜN:
normaler Zustand – kein Handeln not-
wendig
BLAU:
abweichender Zustand – zwingende Hand-
lung erforderlich
WEISS:
anderer Zustand – kann beliebig genutzt
werden.

3-14
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Signalsäulen SL
Programmierbarkeit

3 1

5 0
5
33
5
BA15d F 7 W

4 4

3 3

2
2

1 1

054321

N 1...5 Ue = 24 – 230 Vh/H

Von einer Klemmleiste im Basismodul wer-


den fünf Signalleitungen durch jedes
Modul geführt. Mit Hilfe einer Drahtbrücke
(Jumper) auf jeder Leiterplatte wird das
Modul adressiert. Fünf verschiedene
Adressen können auch mehrfach ver-
geben werden.
So kann zum Beispiel ein rotes Blitzlicht
und parallel dazu ein Akustikmelder den
gefährlichen Zustand einer Maschine
anzeigen und melden. Beide Jumper auf
die gleiche Position stecken – fertig!
(→ Abschnitt „Schaltung Leuchtmittel-
test”, Seite 3-11.)

3-15
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
Neue Kombinationen für Ihre Lösungen mit LS-Titan®


33 LS-Titan

RMQ-Titan

a Antriebsköpfe in vier Positionen,


jeweils um 90° gedreht, aufsetzbar.

Befehlsgeber RMQ-Titan® einfach auf- Zusätzlich haben alle Antriebsköpfe und


schnappen der Adapter zur Aufnahme der
Ein weiteres einzigartiges Merkmal ist die RMQ-Titan-Tasten einen Bajonettver-
Möglichkeit, Befehlsgeräte aus dem schluss, der schnell und sicher montiert
RMQ-Titan Programm mit den Positions- wird. Die Köpfe können mit dem Bajonett-
schaltern LS-Titan zu kombinieren. Es verschluss in allen vier Richtungen (4 x 90°)
können Drucktaster, Wahlschalter oder aufgesetzt werden.
NOT-AUS-Taster direkt als Antriebskopf
auf jeden Positionsschalter geschnappt
werden. Die gesamte Einheit verfügt
sowohl front- als auch rückseitig mindes-
tens über die hohe Schutzart IP66.

3-16
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
Übersicht

33
LS, LSM LS4…ZB

LSR… LS…ZB LS…ZBZ

3-17
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
Sicherheits-Positionsschalter LS4…ZB, LS…ZB
Die Sicherheits-Positionsschalter von Die Zwangsöffnung ist eine Öffnungsbe-
Eaton sind speziell konzipiert für die wegung, die sicherstellt, dass die Haupt-
Stellungsüberwachung von Schutz- kontakte eines Schalters die Offenstellung
abdekkungen, wie Türen, Klappen, Hauben erreicht haben, wenn das Bedienteil in
und Schutzgitter. Sie erfüllen die Grund- AUS-Stellung steht. Diese Anforderungen
sätze der Berufsgenossenschaften für die erfüllen alle Moeller-Positionsschalter.
33 Prüfung von zwangsöffnenden Positions-
Zertifizierung
schaltern für Sicherheitsfunktionen
Alle Eaton Sicherheitspositionsschalter
(GS-ET-15). Dort heißt es unter anderem:
sind von der deutschen Berufsgenossen-
„Positionsschalter für Sicherheitsfunk- schaft oder vom TÜV Rheinland zertifiziert.
tionen müssen so beschaffen sein, dass
die zum Schutz dienende Funktion nicht PRÜFZ PRÜFZ PRÜFZ

ERT

ERT

ERT
BG

BG

BG
von Hand oder mit einfachen Hilfsmitteln
verändert oder umgangen werden kann.“ ET 06183 BGIA 0603010 ET 07014

Einfache Hilfsmittel sind: Zangen, Schrau-


Sicherheit geprüft Sicherheit geprüft Sicherheit geprüft
bendreher, Stifte, Nägel, Draht, Scheren, tested safety tested safety tested safety

Taschenmesser u. a. LS4…ZB LS…ZBZ LS…ZB


Über diese Forderungen hinaus bietet der
Positionsschalter LS…ZB zusätzliche PRÜFZ
ERT
BG

Manipulationssicherheit durch einen dreh-


baren, jedoch nicht demontierbaren, ET 06165

Antriebskopf. Sicherheit geprüft


tested safety

Zwangsöffnung
Mechanisch betätigte Positionsschalter in LSR-ZB…
Stromkreisen, die der Sicherheit dienen,
müssen mit zwangsöffnenden Kontakten
versehen werden (siehe IEC EN 60947-5-1).
Hier wird der Begriff Zwangsöffnung wie
folgt definiert: „Die Ausführung einer
Kontakttrennung als direktes Ergebnis
einer festgelegten Bewegung des Bedien-
teils des Schalters über nicht federnde
Teile (z. B. nicht abhängig von einer
Feder).“

3-18
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
„Personenschutz“ durch Überwachen der Schutzeinrichtung
LS…ZB LS4…ZB
• Tür auf
• LS…ZB schaltet
STOP
Spannung ab
• keine
Gefährdung
33

LS…ZB
geschlossen offen

a Sicherheitskontakt
b Meldekontakt

21 22 21 22
a
b 13 14 13 14

Tür geschlossen → Sicherheitskontakt (21 – 22) geschlossen


Meldekontakt (13 – 14) offen

Tür offen → Sicherheitskontakt (21 – 22) offen


Meldekontakt (13 – 14) geschlossen

3-19
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
„Erhöhter Personenschutz“ mit separater Meldung der Türstellung
LS…ZBZ
• Stopp-Befehl
• Warte-Zeit
• Maschine steht
STOP • Schutzeinrichtung auf
• keine Gefährdung
33
LS…FT-ZBZ, federkraftverriegelt
(Ruhestromprinzip)
LS-S02-…FT-ZBZ
a Sicherheitskontakt
③ ④ ⑤
b Meldekontakt
c verriegelt
d entriegelt
A1 A1 A1 e offen
US US
A2 A2 A2
a 21 22 21 22 21 22

11 12 11 12 11 12
b

Tür geschlossen → Spule an (A1, A2) spannungslos auch bei Netzausfall oder Drahtbruch:
und verriegelt Tür verriegelt = sicherer Zustand
Sicherheitskontakt (21 – 22) geschlossen
Meldekontakt (11 – 12) geschlossen

Tür entriegelt → Spannung an Spule (A1, A2) anlegen


z. B.: über Stillstandswächter
Sicherheitskontakt (21 – 22) öffnet
Meldekontakt (11 – 12) bleibt geschlossen
Tür öffnen → nur möglich, wenn entriegelt
Meldekontakt (11 – 12) öffnet

Tür offen → beide Kontakte in Offen-Stellung


auch bei Überlistungsversuchen mit einfachen Hilfsmitteln

Tür schließen → Meldekontakt (11 – 12) schließt

Tür verriegeln → Spannung an Spule (A1, A2) abschalten


1. Betätiger verriegelt
2. Sicherheitskontakt (21 – 22) schließt

3-20
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
LS-S11-…FT-ZBZ
a Sicherheitskontakt
③ ④ ⑤
b Meldekontakt
c verriegelt
d entriegelt
A1 A1 A1 e offen
US US
A2 A2 A2

a
33
21 22 21 22 21 22

13 14 13 14 13 14
b

Tür geschlossen → Spule (A1, A2) spannungslos auch bei Netzausfall oder Drahtbruch:
und verriegelt Tür verriegelt = sicherer Zustand
Sicherheitskontakt (21 – 22) geschlossen
Meldekontakt (13 – 14) offen

Tür entriegelt → Spannung an Spule (A1, A2) anlegen


z. B.: über Stillstandswächter
Sicherheitskontakt (21 – 22) öffnet
Meldekontakt (13 – 14) bleibt geöffnet
Tür öffnen → nur möglich, wenn entriegelt
Meldekontakt (13 – 14) schließt
Tür offen → Sicherheitskontakt (21 – 22) geöffnet
Meldekontakt (13 – 14) geschlossen

Tür schließen → Meldekontakt (13 – 14) öffnet

Tür verriegeln → Spannung an Spule (A1, A2) abschalten


1. Betätiger verriegelt
2. Sicherheitskontakt (21 – 22) schließt

3-21
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
„Prozessschutz und Personenschutz“ mit separater Meldung der Türstellung
LS…ZBZ
• Stopp-Befehl
STOP • Warte-Zeit
• Prozessablauf beendet
• Schutzeinrichtung auf
• Produkt i. O.
33
LS…MT-ZBZ, magnetkraftverriegelt
(Arbeitsstromprinzip)
LS-S02-…MT-ZBZ
a Sicherheitskontakt
③ ④ ⑤ b Meldekontakt
c verriegelt
A1 A1 A1
d entriegelt
US e offen
A2 A2 A2

a 21 22 21 22 21 22

b 11 12 11 12 11 12

Tür geschlossen → Spannung an Spule (A1, A2)


und verriegelt Sicherheitskontakt (21 – 22) geschlossen
Meldekontakt (11– 12) geschlossen

Tür entriegelt → Spule (A1, A2) spannungslos


z. B.: über Stillstandswächter
Sicherheitskontakt (21 – 22) öffnet
Meldekontakt (11 – 12) bleibt geschlossen
Tür öffnen → nur möglich, wenn entriegelt
Meldekontakt (11 – 12) öffnet

Tür offen → beide Kontakte in Offen-Stellung auch bei Überlistungsversuchen mit


einfachen Hilfsmitteln
Tür schließen → Meldekontakt (11 – 12) schließt

Tür verriegeln → Spannung an Spule (A1, A2) anlegen


1. Betätiger verriegelt
2. Sicherheitskontakt (21 – 22) schließt

3-22
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
LS-S11-…MT-ZBZ
a Sicherheitskontakt
③ ④ ⑤
b Meldekontakt
c verriegelt
A1 A1 A1 d entriegelt
US
A2 A2 A2
e offen

a 21 22 21 22 21 22

b
13 14 13 14 13 14
33

Tür geschlossen → Spannung an Spule (A1, A2)


und verriegelt Sicherheitskontakt (21 – 22) geschlossen
Meldekontakt (13 – 14) offen

Tür entriegelt → Spule (A1, A2) spannungslos


z. B.: über Stillstandswächter
Sicherheitskontakt (21 – 22) öffnet
Tür öffnen → nur möglich, wenn entriegelt
Meldekontakt (13 – 14) schließt

Tür offen → Sicherheitskontakt (21 – 22) geöffnet


Meldekontakt (13 – 14) geschlossen
Tür schließen → Meldekontakt (13 – 14) öffnet

Tür verriegeln → Spannung an Spule (A1, A2) anlegen


1. Betätiger verriegelt
2. Sicherheitskontakt (21 – 22) schließt

3-23
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®
„Personenschutz“ durch Überwachen der Schutzeinrichtung
LSR…I(A) /TKG LSR…I(A)/TS
• Schutzklappe auf
• LSR… schaltet
STOP Spannung ab
• keine Gefährdung

33

LSR…TKG, LSR…TS
geschlossen offen

a Sicherheitskontakt
b Meldekontakt

21 22 21 22
a
b 13 14 13 14

Schutzklappe geschlossen → Sicherheitskontakt (21 – 22) geschlossen


Meldekontakt (13 – 14) offen
Schutzklappe offen → Sicherheitskontakt (21 – 22) offen
Meldekontakt (13 – 14) geschlossen

3-24
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Positionsschalter LS-Titan®

LS, LSM LS4…ZB LS…ZB LS…ZBZ


• IEC 60947-5-1 • IEC 60947-5-1 • IEC 60947-5-1 • IEC 60947-5-1
Normen

→ EN 50047 → EN 50041 • IP65 • IP65


• Abmessungen • Abmessungen
• Befestigungs- • Befestigungs-
maße maße
• Schaltpunkte • Schaltpunkte
• min. IP65 • IP65 33
• Einsatz auch in • Sicherheits-Posi- • Sicherheits-Posi- • Sicherheits-Posi-
Eignung

Stromkreisen, die tionsschalter mit tionsschalter mit tionsschalter mit


der Sicherheit Personenschutz- Personenschutz- Personenschutz-
dienen durch funktion funktion funktion
zwangsläufige • mit getrenntem • mit getrenntem • mit getrenntem
Betätigung und Betätigungs- Betätigungs- Betätigungs-
zwangsöffnende element für element für element für
Kontakte Schutzab- Schutzab- Schutzab-
deckungen deckungen deckungen
• zwangsläufige • zwangsläufige • zwangsläufige
Betätigung und Betätigung und Betätigung und
zwangsöffnende zwangsöffnende zwangsöffnende
Kontakte Kontakte Kontakte
• Zulassung von • Zulassung von • elektro-
Berufsgenossen- Berufsgenossen- magnetische
schaft schaft Verriegelung
• Zulassung von
Berufsgenossen-
schaft
• Kuppenstößel • Codiertes Betä- • Codiertes Betä- • Codierte Betä-
Antrieb

(Zentralbefes- tigungselement tigungselement tigungselemente


tigung) • Antriebskopf: • Antriebskopf: • Antriebskopf:
• Rollenstößel – um je 90° – um je 90° – um je 90°
(Zentralbefes- umsetzbar umsetzbar umsetzbar
tigung) – von beiden – von 4 Seiten – von 4 Seiten zu
• Schwenkhebel Seiten zu betä- und von oben betätigen
• Winkel- tigen zu betätigen
rollenhebel • Betätigungs-
• Verstell- element
rollenhebel – umsetzbar für
• Stangenhebel senkrechte
• Federstab und
• Antriebsköpfe um waagerechte
90° versetzbar Befestigung
• mit
3-fach-Codierung

3-25
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Elektronische Positionsschalter LSE-Titan®
Schaltpunkt variabel einstellbar
Der elektronische Positionsschalter
LSE-Titan verfügt über einen variabel ein-
stellbaren Schaltpunkt. Zwei schnelle und
prellfreie PNP-Schaltausgänge erlauben
hohe Schaltfrequenzen.
Der Positionschalter ist überlast- sowie
33 bedingt kurzschlussfest und mit einem
sprunghaften Schaltverhalten ausge-
stattet. Das garantiert einen definierten
und reproduzierbaren Schaltpunkt. Der
Schaltpunkt selbst liegt im Bereich von 0,5
bis 5,5 mm (Auslieferungszustand = 3 mm).
Das Einstellen auf den „neuen“ Schalt- einstellen
punkt wird wie folgt vorgenommen:
befestigen
Der Stößel muss von der „alten“ in die
„neue“ Schaltposition bewegt werden.
Dazu ist für die Dauer von 1 s die Set-Taste
zu drücken. Die LED blinkt jetzt mit hoher
Taktfrequenz und der neue Schaltpunkt ist
1s
remanent eingestellt. LED
einstellen
Die Komplettgeräte LSE-11 und LSE-02 dür- fmax F 2 N
fen in sicherheitsgerichteten Schaltungen
eingesetzt werden. Sie sind gleichwertig in einstellen
der Funktion wie elektromechanische
Positionsschalter. Bauart geprüft
Functional
Hinweis
TÜV Safety
Somit eignen sich alle Geräte auch für Rheinland Type approved
Sicherheitsanwendungen, die dem Per-
sonen- oder Prozessschutz dienen.

Schaltwegediagramm
LSE-11 +Ue 0 0.5 5.5 6.1 LSE-02 +Ue 0 0.5 5.5 6.1
Q1 Q1
elektron. elektron.
Q2 Q2
Q1 Q2 Q1 Q2
default = 3.0 default = 3.0
0V 0V

3-26
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Analoge elektronische Positionsschalter
Es stehen zwei Typen zur Verfügung: Schaltwegediagramm
• LSE-AI mit Stromausgang, LSE-AI
• LSE-AU mit Spannungsausgang.
I [mA]
20
Analoge, mechanisch betätigte Positions-
schalter direkt mit der Automatisierungs-
4
welt verbinden S [%]

Analoge Positionsschalter LSE-AI (4 bis


0 100
33
20 mA) und LSE-AU (0 bis 10 V) stellen eine
weitere Innovation an elektronischen Posi- LSE-AU
tionsschaltern dar. Hiermit lässt sich nun
erstmals die tatsächliche Position einer U [V]
10
Rauchgasklappe oder eines Stellantriebes
kontinuierlich erfassen. Hierbei wird die
Position analog in Spannung (0 bis 10 V) S [%]
oder Strom (4 bis 20 mA) umgesetzt und 0 100
stetig an die Automatisierungswelt
gemeldet. Auch Objekte unterschiedlicher
Größe oder Dicke, etwa von Bremsbacken,
sind erfass- und weiterverwertbar.
Einfache drehzahlabhängige Steuerungen
von Lüftungsmotoren oder Entrauchungs-
gebläsen melden, wie weit die Luftklappe
geöffnet ist (z. B. 25, 50 oder 75 %) und
schonen somit Energie und Material. Die
analogen Positionsschalter besitzen
zudem einen Diagnoseausgang zur weite-
ren Datenverarbeitung. Damit lässt sich
der sichere Zustand jederzeit überwachen
und auswerten. Ebenso verfügt der Posi-
tionsschalter über eine Selbsttestfunktion.
Die Ausgänge Q1 und Q2 werden ständig
auf Überlast, Kurzschluss gegen 0 V und
Kurzschluss gegen +Ue geprüft.

3-27
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Analoge elektronische Positionsschalter
Anschlussschaltbild

+24 V (–15 / +20 %)

LSE-AI
+Ue
F 200 mA
Diagnose +Q2
4 – 20 mA
analog +Q1

33
0V
A

< 400 O Q Ue

0V

+24 V (–15 / +20 %)

LSE-AU
+Ue
F 200 mA
Diagnose +Q2
F 10 mA
analog +Q1
0V

V 0 V – 10 V Q Ue

0V

3-28
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Analoge elektronische Positionsschalter
Schaltdiagramm
Normalfall
LSE-AI LSE-AU
Q1 4 – 20 mA 0 – 10 V
Q2 ≈ Ue ≈ Ue
LED
33
LED LED

t t

Fehlerfall

LSE-AI LSE-AU
Q1 0 mA 0V
Q2 0V 0V
LED

LED LED

t t

Reset +Ue +Ue

t t
>1s >1s

3-29
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Funktionsweise
Induktive Sensoren
Induktive Sensoren werden zur Erfassung Bauteile
von Metallgegenständen verwendet.
Dabei werden die Gegenstände durch ein
elektromagnetisches Feld erkannt.
Durch ihre Fähigkeit, Objekte bei sehr kur-
zen Entfernungen zu erfassen, eignen sie
33 sich ideal für Anwendungen in der Präzi-
sions-Messung und -Inspektion.

Funktionsweise der induktiven Sensoren


Induktive Sensoren erzeugen ein unsicht-
bares schwingendes Feld im Hochfre-
quenzbereich (HF). Wird ein Metallobjekt in
dieses Resonanzfeld gebracht, verändert
sich das Feld. Jeder Sensor schaltet bei
einer definierten Entfernung vom
erkannten Objekt, sodass eine hochpräzise
und wiederholbare Objekterkennung mög-
lich ist.
Wird ein Metallobjekt in das vom Sensor
erzeugte Feld gebracht, wird dieses unter-
brochen und bewirkt eine Reduzierung des
durch die Sensorspule fließenden Stroms
(Wirbelstromdämpfung). Der Detektor-
schaltkreis erkennt diese Änderung und
sendet ein Signal über den Sensoraus-
gang.

Ein Metallgegenstand (Zielobjekt) wird in


das Messfeld gebracht.
Die Spule des Sensors ist typisch um einen
Ferritkern gewickelt. Das durch die Spule
erzeugte elektromagnetische Feld ist
kegelförmig. Das Zielobjekt bewegt sich
durch dieses Feld. Der Ferritkern bestimmt

3-30
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Funktionsweise
die Form des Feldes und die Größe der Korrekturfaktoren
Spule dessen Erfassungsreichweite. Multiplizieren Sie die Erfassungs-
Der Resonanzkreis erzeugt eine reichweite mit dem nachstehenden Faktor.
HF-Schwingung des elektromagnetischen Zielobjekt Sensorgröße
Feldes (zwischen 100 kHz und 1 MHz).
4–8 12 18 30
Befindet sich ein Metallobjekt im Feld, ver-
mm mm mm mm
ursacht dieses eine Änderung der Magnet-
Stainless 0.90 0.90 1.0 1.0
feldschwingung.
Steel 4001) 33
Diese Änderung erzeugt einen Wir-
belstrom, der das zur Sensorspule Stainless 0.65 0.70 0.70 0.75
Steel 3002)
rückgeführte Signal dämpft.
Der Detektorschaltkreis erkennt diese Messing 0.35 0.45 0.45 0.45
Änderung und schaltet bei einer Aluminium 0.35 0.40 0.45 0.40
definierten Amplitude ein. Dieses
Kupfer 0.30 0.25 0.35 0.30
EIN-Signal wiederum erzeugt ein Signal
am statischen Ausgang. 1) Rostfreier Stahl Serie 400 nach ASTM
Der Ausgangsschaltkreis bleibt aktiv, bis A240, martensitisch oder ferritisch,
das Zielobjekt das Messfeld verlässt. Der magnetisierbar.
2) Rostfreier Stahl Serie 300 nach ASTM
Oszillator antwortet mit einer Erhöhung der
Amplitude, und bei Erreichen des Sollwerts A240, austenitisch, nicht magnetisier-
schaltet der Detektorschaltkreis aus. Der bar.
Ausgang kehrt dann in seinen Normalzu- Das Verzeichnis der rostfreien Stähle
stand zurück. finden Sie in der EN 10088-1.

Werkstoff des Zielobjekts


Die vom Sensor-Hersteller genannten
Erfassungsreichweiten gelten generell für
Ferritobjekte aus gewalztem Kohlenstoff-
stahl (E235) nach ISO 630.
Für weitere Werkstoffe sind die Erfas-
sungsreichweiten durch einen in der nach-
stehenden Tabelle aufgeführten Korrektur-
faktor angepasst worden. Hierzu
multiplizieren Sie die Erfassungs-
reichweite des Sensors mit dem Faktor aus
der Tabelle.

3-31
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Funktionsweise
Kapazitive Sensoren
Kapazitive Sensoren erfassen sowohl • Kondensator
metallische als auch nichtmetallische
Gegenstände. Sie sind ideal geeignet zur ①
Füllstandsmessung für Flüssigkeiten und
Schüttgut.
Funktionsweise der kapazitiven Sensoren
33 Kapazitive Sensoren arbeiten mit einem
Kondensator. Dieser besteht aus zwei
Metallplatten, die durch ein isolierendes
Dielektrikum getrennt sind. Die Funktions-
weise dieses Sensors beruht auf dem Prin- ②
zip der dielektrischen Kapazität, d. h. der ③
Fähigkeit eines Dielektrikums, eine elektri-
sche Ladung zu speichern. a Platten
Die Entfernung zwischen den Platten b Schalter
bestimmt die Fähigkeit des Kondensators, c Dielektrikum
eine elektrische Ladung zu speichern. Im kapazitiven Sensor bildet eine kapazi-
Wird ein Objekt in das elektrische Feld tive Platte einen Teil des Schalters, und
geführt, verändert sich die Kapazität des das Gehäuse (die Fühlerfläche) das Dielek-
Kondensators. Diese Änderung wird zur trikum. Das Zielobjekt bildet die zweite
Umsetzung der Ein/Aus-Schaltfunktion „Platte“. Die Erde ist die gemeinsame
genutzt. Masse.
Kapazitive Näherungsinitiatoren können
ein beliebiges Zielobjekt mit einer Dielektri-
zitätskonstante größer als Luft erkennen.
Flüssigkeiten haben eine hohe Dielektri-
zitätskonstante. Metallische Gegenstände
sind ebenfalls geeignete Zielobjekte.

3-32
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Funktionsweise
• Kapazitiver Sensor

Kapazitive Sensoren bestehen im Wesent- Dielektrizitätskonstante ε des Isolators. Die


33
lichen aus vier Grundbausteinen: Dielektrizitätskonstante ist für alle festen
• Fühler (Dielektrikum) und flüssigen Stoffe größer als für Luft.
• Resonanzkreis In gleicher Weise wirken Objekte aus
• Detektorschaltkreis nichtleitenden Stoffen auf die aktive Fläche
• Ausgangskreis. eines kapazitiven Näherungsschalters. Die
Wenn ein Objekt sich dem Sensor nähert, Koppelkapazität wird erhöht. Stoffe mit
verändert sich die Dielektrizitätskonstante großer Dielektrizitätskonstante erzielen
des Kondensators. Die Schwingung im hohe Schaltabstände.
Resonanzkreis beginnt, wenn eine Hinweis
Rückwirkungskapazität erkannt wird. Beim Abtasten organischer Materialien
Somit arbeitet dieser Initiator auf genau die (Holz, Getreide usw.) ist zu beachten, dass
gegenteilige Weise wie ein induktiver Sen- der erzielbare Schaltabstand sehr stark
sor, in dem die Schwingung durch Annä- von ihrem Wassergehalt beeinflusst wird.
herung eines Zielobjekts gedämpft wird. (εWasser = 80!)

Beeinflussungsarten
Kapazitive Sensoren werden sowohl von
leitenden als auch von nichtleitenden
Objekten betätigt.
Metalle erreichen aufgrund ihres sehr
hohen Leitwertes die größten
Schaltabstände. Reduktionsfaktoren für
unterschiedliche Metalle, wie bei indukti-
ven Sensoren, sind nicht zu berücksich-
tigen.
Betätigung durch Objekte aus nichtlei-
tenden Stoffen (Isolatoren):
Bringt man einen Isolator zwischen die
Elektroden eines Kondensators, erhöht
sich die Kapazität in Abhängigkeit von der

3-33
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Funktionsweise
Einfluss der Umgebungsbedingungen Stoff εr
Wie dem nachfolgenden Diagramm zu ent-
nehmen ist, ist der Schaltabstand Sr von Luft, Vakuum 1
der Dielektrizitätskonstante εr des Erfas- Teflon 2
sungsobjektes abhängig. Holz 2 bis 7
Paraffin 2,2
Bei metallischen Objekten wird der
Petroleum 2,2
maximale Schaltabstand (100 %) erreicht.
33 Bei anderen Materialien reduziert er sich
Terpentinöl
Trafoöl
2,2
2,2
in Abhängigkeit von der Dielektrizitätskon- Papier 2,3
stanten des Erfassungsobjektes. Polyäthylen 2,3
Polypropylen 2,3
er
80 Kabelvergussmasse 2,5
Weichgummi 2,5
Silikongummi 2,8
60
Polyvinylchlorid 2,9
Polystyrol 3
Zelluloid 3
30 Plexiglas 3,2
Araldit 3,6
10 Bakelit 3,6
1 Quarzglas 3,7
10 20 40 60 80 100 Hartgummi 4
sr [%] Ölpapier 4
Pressspan 4
In der nachfolgenden Tabelle sind die
Porzellan 4,4
Dielektrizitätskonstanten εr einiger wich-
Hartpapier 4,5
tiger Stoffe aufgeführt. Aufgrund der hohen
Quarzsand 4,5
Dielektrizitätszahl von Wasser ergeben
Glas 5
sich bei Holz relativ große Schwankungen.
Polyamid 5
Feuchtes Holz wird demnach von kapaziti-
Glimmer 6
ven Sensoren erheblich besser erfasst als
Marmor 8
trockenes.
Alkohol 25,8
Wasser 80

3-34
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Funktionsweise
Optische Sensoren
Optische Sensoren erfassen Objekte durch der von einem Empfänger erfasst wird.
einen Lichtstrahl. Zu den Vorteilen der opti- Bewegt sich ein Objekt zwischen Leucht-
schen Sensoren zählen eine kontaktlose diode und Empfänger, unterbricht es den
Objekterfassung und eine sehr große Lichtstrahl und wird somit erfasst.
Erfassungsreichweite. Die folgende Abbildung illustriert die Funk-
Funktionsweise des optischen Sensors tionsweise eines optischen Sensors.
Eine Leuchtdiode sendet einen Lichtstrahl, 33
① ② ③ ④

⑤ ⑥

⑩ ⑨ ⑧ ⑦
a Spannungsversorgung: Wenn der Fühler Licht empfängt, über-
Beliefert den Sensorschaltkreis mit trägt er ein Stromsignal an den Detek-
geregelter Gleichspannung. torverstärker.
b Modulator: h Detektorverstärker:
Erzeugt einen Impuls mit definierter Blendet aus der Umgebung
Frequenz für Verstärker und Leucht- einfallendes Licht aus, verstärkt das
diode. empfangene Lichtsignal und überträgt
c Quellstromverstärker es durch den Demodulator.
d Leuchtdiode i Demodulator:
e Linse Trennt das vom Fühler abgegebene
f Zielobjekt oder Reflektor Licht von anderen Umgebungslicht-
g Fotodetektor: quellen. Wenn der Demodulator die
Entweder eine Fotodiode oder ein Foto- empfangenen Lichtsignale als korrekt
transistor; hochempfindlich für die von erkennt, steuert er den Ausgang an.
der Leuchtdiode abgestrahlten j Ausgang:
Wellenlänge. Leuchtdiode und Fühler Übernimmt die Schaltfunktion; wird
sind mit Schutzlinsen ausgestattet. vom Demodulator angesteuert.

3-35
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Funktionsweise

Erfassungsmethoden

Betriebsart Beschreibung Betriebsart Beschreibung


Lichtschranken Eine Lichtquelle Reflexlichttaster Lichtquelle und
sendet einen Zielobjekt Empfänger
Zielobjekt Lichtstrahl zu befinden sich in
einem der selben Einheit.
Empfänger. Bewegt sich ein
33 Bewegt sich ein
Objekt zwi-
Zielobjekt vor den
optischen Sensor,
Empfänger schen Licht- Reflexlichttaster reflektiert es den
quelle und Lichtstrahl direkt
Sender
Empfänger, zurück zum
unterbricht es Empfänger.
den Lichtstrahl.
Polarisationsreflexlicht- Lichtquelle und Hintergrundausblendung Hierbei handelt es
schranke Empfänger (Perfect prox) sich um einen spe-
befinden sich in ziellen, aus zwei
Zielobjekt der selben Fühler
Einheit. Bewegt Zielobjekt bestehenden
sich ein Ziel- diffus-reflexiven
Retroreflektor objekt vor den optischen Sensor.
Optischen Sen- Dieser Sensor
sor, reflektiert Hintergrund bietet eine sichere
Polarisationsreflex-
lichtschranke
ein Reflektor Erfassung von
Reflexlichttaster
den Lichtstrahl Perfect Prox
Zielobjekten in
zurück zum mit fixer Brennweite einem definierten
Empfänger. Entfernungs-
bereich und
blendet zugleich
Objekte außerhalb
dieses Bereichs
aus. Im Gegensatz
zu einem
gewöhnlichen
diffus-reflexiven
optischen Sensor
wirkt sich die
Farbe oder Reflek-
tivität des Ziel-
objekts nur
minimal auf die
Erfassungs-
reichweite dieses
Sensors aus.

3-36
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Werkzeugbruchkontrolle

Beschreibung Bestelltyp

E58 Perfect Prox Sensor E58-30DP oder E58-18DP Sensor

Dieser Sensor für hohe Beanspruchung


wird zur Werkzeugerkennung auf der Fräs-
maschine eingesetzt. Durch die hohe Sen- 33
sorleistung und Hintergrundausblendung
des Perfect Prox wird das Fräswerkzeug
auch bei großen Mengen von Schneidflüs-
sigkeit zuverlässig erkannt und andere
Objekte unmittelbar hinter dem Werkzeug
ausgeblendet. Die robusten Sensoren sind
dauerhaft beständig gegen Schmiermittel,
Schneidflüssigkeit und Metallspäne.

Werkzeugbruchkontrolle

Beschreibung Bestelltyp

Induktiver Sensor mit Zylindergehäuse E57 Produktfamilie oder iProx

Ein Sensor mit Zylindergehäuse wird zur


Werkzeugerkennung eingesetzt und sen-
det bei Werkzeugbruch ein Signal an die
Steuerung.

3-37
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Spanabhebende Bearbeitung

Beschreibung Bestelltyp

Induktiver Sensor mit Zylindergehäuse E57 Produktfamilie oder iProx

In der spanabhebenden Bearbeitung von


Aluminium wird ein Sensor verwendet, der
33 nur Eisenwerkstoffe erkennt. Dieser Sen-
sor ignoriert die (nichteisenhaltigen)
Aluminiumspäne und erkennt somit nur das
Zielobjekt.

Werkzeugposition

Beschreibung Bestelltyp

Induktiver Sensor mit Zylindergehäuse E57 Produktfamilie oder iProx

Ein Sensor mit Zylindergehäuse wird zur


Erkennung der Position eines Werk-
zeugfutters eingesetzt.

3-38
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Flaschenerkennung

Beschreibung Bestelltyp

Sensor E65 für transparente Objekte E71-CON oder E71-COP

Ein Sensor für transparente Objekte wird


zur Erkennung von Flaschen in einer Abfüll-
einrichtung verwendet. Die Sensoren 33
haben auch bei Flaschen unter-
schiedlicher Farben und Stärken eine hohe
Funktionssicherheit.

Verfahrenstechnik

Beschreibung Bestelltyp

Kapazitiver Sensor mit Zylindergehäuse E53 Produktfamilie

Ein kapazitiver Sensor wird in einer


Mineralwasser-Abfülllinie zur Überprüfung
des Füllstands eingesetzt.

3-39
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Transportband-Werkstückskontrolle

Beschreibung Bestelltyp

Induktiver Sensor mit Zylindergehäuse E57 Produktfamilie oder iProx

Ein induktiver Sensor mit Zylindergehäuse


wird zur Erkennung von Metall-Werkstück-
33 trägern verwendet.

Stapelhöhenkontrolle

Beschreibung Bestelltyp

Einweglichtschranke 11100A
Serie Comet - Sender
Einweglichtschranke 12100A
Serie Comet - Empfänger

Eine Reihe von Einweglichtschranken


ermittelt die Höhe einer Scherenhebe-
bühne. Wenn die Steuerung z. B. auf „Aus-
lösen bei frei“ programmiert ist, fährt die
Hebebühne hoch, sobald eine Lage vom
Stapel entfernt wurde und bleibt stehen,
wenn die nächste darunterliegende Lage
den Messstrahl unterbricht.

3-40
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Karton-Füllstandskontrolle

Beschreibung Bestelltyp

Reflexlichtschranke Comet 14102A


mit sichtbarem Messstrahl
Reflexlichttaster Comet mit Hintergrund- 13103A
ausblendung (Perfect Prox)
33
Retroreflektor 6200A-6501

Zwei Sensoren messen den Füllstand der


Kartons auf einem Transportband. Ein
Reflexlichttaster erkennt die Position der
Kartons und erregt die Sensoren über dem
Inhalt. Wenn die Sensoren den Inhalt nicht
„sehen“, fällt die Füllstandskontrolle nega-
tiv aus.

Deckelerkennung

Beschreibung Bestelltyp

Induktiver Sensor mit Zylindergehäuse E57 Produktfamilie oder iProx

Zwei Sensoren werden eingesetzt, um eine


Dose auf einem Transportband zu
erkennen, und zu prüfen, ob ein Deckel vor-
handen ist.

3-41
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Mautstellenüberwachung

Beschreibung Bestelltyp

E67 Weitbereichssensor Perfect Prox E67-LRDP

Die weitreichenden Polarisations-Reflex- sicher aus. Durch seine robuste Konstruk-


lichtschranken werden zur Zeitsteuerung tion ist er auch für den Dauereinsatz bei
33 einer Schranke verwendet. Die Schranke extremen Wetterbedingungen geeignet.
schließt, sobald das bezahlte Fahrzeug die
Mautstelle passiert hat, um sicherzu-
stellen, dass das nächste Fahrzeug
angehalten wird. Der Initiator E67 Long
Range Perfect Prox mit großer Reichweite
kann nur auf einer Seite platziert werden.
Er erkennt Fahrzeuge unterschiedlicher
Farben und blendet Objekte im Hintergrund

Kontrolle Flüssigkeitsstand

Beschreibung Bestelltyp

Kapazitiver Sensor mit Zylindergehäuse E53 Produktfamilie

Zwei kapazitive Sensoren erkennen durch


ein Sichtglas einen niedrigen bzw. einen
hohen Füllstand in einem Tank. Spricht der
Sensor für Mindestfüllstand an, startet
eine Pumpe, um den Tank nachzufüllen.
Bei Ansprechen des Sensors für
maximalen Füllstand hält die Pumpe an.

3-42
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Schüttguterkennung

Beschreibung Bestelltyp

Kapazitiver Sensor mit Zylindergehäuse E53 Produktfamilie

Ein kapazitiver Sensor wird zur Über-


wachung des Füllstands (z. B. Kunststoff-
pellets) in einem Trichter oder Container 33
eingesetzt.

Bauteilerkennung

Beschreibung Bestelltyp

Grenztaster, induktiver Sensor E57 Produktfamilie


Comet Perfect Prox 1310
Induktiver Sensor iProx E59-M

Ein als Grenztaster konfigurierter Sensor


kann verwendet werden, um zu erkennen,
ob ein Bauteil in einem Bestückungsau-
tomaten vorhanden ist. Der Comet erkennt
alle Werkstoffe, Farben und Oberflächen
und blendet den Hintergrund aus. Der iProx
kann zur Erkennung eines bestimmten
Materials programmiert werden und
blendet in dem Fall alle anderen Werk-
stoffe aus.

3-43
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Bauteilerkennung

Beschreibung Bestelltyp

Reflexlichttaster Comet Perfect Prox, 13101A


100 mm

Der Sensor erkennt Bauteile unter-


33 schiedlicher Höhen von ca. 13 bis 76 mm in
einer Rinne und blendet die Rinne aus. Die
Installation ist einfach und erfordert kein
Anbohren oder Schneiden der Rinne.

Längenkontrolle Filterpapier

Beschreibung Bestelltyp

Diffuser Fokus-Reflexlichttaster Comet 13102A

Ein diffuser Fokus-Reflexlichttaster ist an


eine programmierbare Steuerung ange-
schlossen und kontrolliert die Länge von
Wellpappenfiltern für den Automobilbau.
Die Steuerung erkennt die Wellen im Filter-
material. Wurde eine bestimmte Anzahl an
Wellen erkannt, steuert die SPS eine
Schere an, die die Pappe durchschneidet.

3-44
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Drehzahlüberwachung

Beschreibung Bestelltyp

Induktiver Sensor mit Zylindergehäuse E57 Produktfamilie oder iProx

Ein Sensor mit Zylindergehäuse erkennt


eine Reihe von Madenschrauben auf einer
Wellennabe und sendet entsprechende 33
Signale an eine SPS zur Drehzahlsteue-
rung oder Bewegungserkennung.

Bewegungssteuerung

Beschreibung Bestelltyp

Induktiver Sensor mit Zylindergehäuse E57 Produktfamilie oder iProx

Zwei Sensoren mit Zylindergehäuse


erkennen die Endstellungen (offen und
geschlossen) eines Ventils.

3-45
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen
Bahnbrucherkennung für transparenten Kunststoff

Beschreibung Bestelltyp

Diffuser Fokus-Reflexlichttaster Comet 13107A


Serie 150 mm

Die transparente Materialbahn wird von


33 einem hochempfindlichen Diffus-Reflex-
lichttaster erkannt. Durch dessen kurze
Reichweite ist der Sensor immun gegen
reflektierende Hintergrundobjekte. Durch
die extrem hohe Verstärkung werden auch
Spiegelungen ausgeblendet, die durch das
Flattern der Materialbahn entstehen.

Papiererkennung

Beschreibung Bestelltyp

Comet Perfect Prox, 50-mm-Serie, recht- 13104R


winklig

Durch die um 90 Grad abgewinkelte


Konstruktion und seine kompakten a
Abmessungen kann der Sensor bei dem
begrenzten Einbauraum in Papierhandling-
systemen montiert werden. Die hohe Auf-
lösung und scharfe optische Abgrenzung b
stellen eine sichere Ausblendung des Hin-
tergrunds und eine zuverlässige Erken-
nung von Papier jeder Farbe und
Beschaffenheit sicher. c
a Comet Sensor
b Papier
c Walze

3-46
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Befehls- und Meldegeräte
Sensoren – Anwendungen

Kollisionswarnung

Beschreibung Bestelltyp

Einweglichtschranke E58-Serie, Sender E58-30TS


Einweglichtschranke E58-Serie, E58-30TD
Empfänger
33
Sender und Empfänger werden an gegen-
überliegenden Enden eines langen Lager-
regals so angeordnet, dass der Lichtstrahl
nicht durch hängende Objekte (Lichter,
Kabelkanäle, Gasleitungen usw.) unterbro-
chen wird. Unterbricht ein Gabelstapler bei
der Warenhandhabung den Lichtstrahl,
warnt ein akustisches oder optisches
Signal den Fahrer, um eine Kollision zu ver-
meiden.

3-47
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Notizen

33

3-48
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter

Seite

Übersicht 4-2

Einschalter, Hauptschalter,
Wartungsschalter 4-3

Umschalter, Wendeschalter 4-5

(Wende-)Stern-Dreieck-Schalter 4-6

Polumschalter 4-7
44
Verriegelungsschaltungen 4-11

Einphasen-Anlassschalter 4-12

Messgeräte-Umschalter 4-13

Heizungsschalter 4-14

Stufenschalter 4-15

4-1
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Übersicht
Verwendung und Bauformen
Eaton „Nockenschalter“ und „Lasttrenn- Als Bauformen stehen zur Verfügung:
schalter“ werden eingesetzt als: g Einbau,
a Hauptschalter, Hauptschalter als h Zentraleinbau,
NOT-AUS-Einrichtung, i Aufbau,
b EIN-AUS-Schalter, j Verteilereinbau,
c Sicherheitsschalter, k Zwischenbau.
d Umschalter, Technische Angaben zu den Schaltern und
e Wendeschalter, Stern-Dreieck-Schal- die Angaben zu Normen entnehmen Sie
44 ter, Polumschalter,
f Stufenschalter, Steuerschalter, Codier-
bitte unserem aktuellen Hauptkatalog
„Industrieschaltgeräte“.
schalter, Messumschalter.
Ergänzend zu den im Hauptkatalog
aufgeführten Schaltern finden Sie weitere
Schaltungsabwicklungen im Fachkatalog
K115 (www.eaton.com/moeller/support
(Kataloge)).
Basistyp Iu Verwendung als Bauform
[A] ① ② ③ ④ ⑤ ⑥ ⑦ ⑧ ⑨ ⑩ ⑪
TM 10 – x – x – x ○ ○ – ○ –
T0 20 x x – x x x + ○ ○ ○ +
T3 32 x x – x x – + ○ ○ ○ +
T5B 63 x x x x x – + – ○ – +
T5 100 x – x x – – + – ○ – +
T6 160 x – – x – – – – + – +
T8 3151) x – – x – – – – + – +
P1-25 25 x x x – – – + ○ + ○ +
P1-32 32 x x x – – – + ○ + ○ +
P3-63 63 x x x – – – + – + ○ +
P3-100 100 x x x – – – + – + ○ +
P5-125 125 x x – – – – + – – – +
P5-160 160 x x – – – – + – – – +
P5-250 250 x x – – – – + – – – +
P5-315 315 x x – – – – + – – – +
Iu = max. Bemessungsdauerstrom
1) In gekapselter Ausführung (Aufbau), max. 275 A.
○ Abhängig von der Anzahl der Baueinheiten, der Funktion und der Abwicklung.
+ Unabhängig von der Anzahl der Baueinheiten, der Funktion und der Abwicklung.

4-2
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Einschalter, Hauptschalter, Wartungsschalter
EIN-AUS-Schalter, Hauptschalter
T0-2-1 0 1 Dieser Schalter kann auch als Lastschalter
P1-25 L1 1
für Licht, Heizung oder kombinierte Verbrau-
2
P1-32 L2 3 cher verwendet werden.
4
P3-63 L3 5
6 Hauptschalter nach IEC/EN 60204; VDE 0113
P3-100 bei Zwischenbauschaltern mit Türver-
P5-125 riegelung, Vorhängeschlosssperre, fingersi-
P5-160 cheren Zuleitungsklemmen, N- und
P5-250 PE-Klemme, roten Knebelgriff (auf Wunsch
P5-315
ON
schwarz), Warnschild. 44
Wenn die Zugehörigkeit eines Antriebes und
OFF
des Hauptschalters nicht ohne weiteres
FS 908 erkennbar ist, ist für jeden Antrieb ein
zusätzlicher Wartungsschalter in unmit-
telbarer Nähe des Antriebes erforderlich.
Wartungsschalter (Sicherheitsschalter)
mit Hilfsstrombahnen
T0-3-15680
ON
0 1
OFF
L1 1
2
L2 3
4
FS 908 L3 5
6
N 7
8
9 1)
N 10
11
12

P1-25/.../ 0 1 Wartungsschalter werden an elektrischen


L1 1
P1-32/.../ 2 Maschinen oder Anlagen angebracht, um
P3-63/.../ L2 3
Wartungsarbeiten unter Beachtung der
4
P3-100/.../ L3 5
6
Sicherheitsregeln gefahrlos zu ermöglichen.
...N/NHI11 N N
Durch Einhängen seines Vorhängeschlos-
N
ON 13 1) ses in die Vorhängeschlosssperre SVB kann
N 14
OFF 21
22
sich jeder Mitarbeiter davor schützen, dass
ein anderer unbefugt einschaltet
FS 908
(→ Abschnitt „Schaltungsbeispiel für
1) Lastabwurfkontakt einen Wartungsschalter mit Lastabwurf-
kontakt und (oder) Schaltstellungsanzeige”,
Seite 4-4).

4-3
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Einschalter, Hauptschalter, Wartungsschalter
Schaltungsbeispiel für einen Wartungs- Wartungsschalter T0(3)-3-15683
schalter mit Lastabwurfkontakt und
(oder) Schaltstellungsanzeige
L1 Funktion
L2 Lastabwurf: Beim Ein-
L3
N schalten schließen
zuerst die Haupt-
FAZ-
F1 F0 stromkontakte, dann
B4/1-HS
wird über den
nacheilenden Schlie-
44 Q11
1 3 5
F2
95
ßer die Steuerung für
2 4 6 96 das Motorschütz
21 freigegeben. Bei der
F2 O Ausschaltung wird
22 über den nun vor-
13 13
eilenden Kontakt zuerst
I Q11 das Motorschütz abge-
14 14 schaltet, dann trennen
die Hauptkontakte die
Zuleitung zum Motor.
1 3 5 7 9 11
Schaltstellungs-
Q1
meldung: Über zusätz-
2 4 6 8 10 12
U V W
liche Schließer und
Öffner kann die
A1
Stellung des Schalters
P1 P2 Q11 zum Steuerschrank
M A2
oder zur Leitwarte
3
gemeldet werden.

P1: Ein
P2: Aus
Q11: Lastabwurf

Schaltdiagramm T0(3)-3-15683

1-2,3-4,5-6
7-8,11-12
9-10

4-4
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Umschalter, Wendeschalter
Umschalter
T0-3-8212 L1 L2 L3
T3-3-8212 10 2
1
T5B-3-8212 2
3
T5-3-8212 4
5
T6-3-8212 6
7
T8-3-8212 8
9
0 10
1 2 11
12

FS 684
44

Wendeschalter
T0-3-8401 L1 L2 L3
T3-3-8401 1 0 2
1
T5B-3-8401 2
3
T5-3-8401 4
5
0 6
1 2 7
8
9
10
FS 684

4-5
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
(Wende-)Stern-Dreieck-Schalter
Stern-Dreieck-Schalter
T0-4-8410 L1 L2 L3
0 YΔ
T3-4-8410 1
2
Y 3
0
T5B-4-8410 4
5
T5-4-8410 6
7
FS 635 8
9
10
11
12
13
44 W2 U1
14
15
16
W1
U2

V2 V1

Wende-Stern-Dreieck-Schalter
T0-6-15877 L1L2L3
Y 0 Y
T3-6-15877 1
SOND28 1 ) 2
0 3
Y Y 4
5
6
7
FS 638 8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
W2 U1
20
21
22
W1 U2
23
V2 V1 24

1) Standard-Schützverriegelung
→ Abschnitt „Verriegelungsschal-
tungen”, Seite 4-11

4-6
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Polumschalter
2 Drehzahlen, 1 Drehrichtung
Dahlanderschaltung L1 L2L3
T0-4-8440 0 1 2
1
T3-4-8440 2
3
T5B-4-8440 4
5
T5-4-8440 6
7
1 8
0 2 9
10
11
12
FS 644
44
13
1U 14
15
2W 2V 16

2U
1W 1V

① ohne Verbindungen

2 getrennte Wicklungen
T0-3-8451 L1L2L3
T3-3-8451 0 1 2
1
T5B-3-8451 2
3
T5-3-8451 4
5
1 6
0 2 7
8
9
10
11
FS 644 12

1U 2U

1W 1V 2W 2V

4-7
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Polumschalter
2 Drehzahlen, 2 Drehrichtungen
Dahlanderschaltung
T0-6-15866 L1 L2 L3
2 1 0 1 2
T3-6-15866 1
2
0 3
1 1 4
2 2 5
6
7
8
FS 629 9
10
11

44
12
13
14
15
16
17
18
19
1U 20
2W 2V 21
22
2U 23
1W 1V
24

2 getrennte Wicklungen, L1 L2L3


2 Drehrichtungen 2 1 0 1 2
1
T0-5-8453 2
3
T3-5-8453 4
5
0 6
1 1 7
2 2 8
9
10
FS 629 11
12
13
14
15
16
1U 2U
17
18
19
20
1W 1V 2W 2V

4-8
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Polumschalter
3 Drehzahlen, 1 Drehrichtung
Dahlanderschaltung, einfache L1 L2 L3
Wicklung für niedrige Drehzahl 0 1 2 3
T0-6-8455 1
2
T3-6-8455 3
4
T5B-6-8455 5
6
T5-6-8455 7
8
1 2 9
0 3 10
11

44
12
13
FS 616 14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24

1U
1U
2W 2V

2U
1W 1V 1W 1V

A B

0-(A)6- (B)Δ = (B)6 6

4-9
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Polumschalter
3 Drehzahlen, 1 Drehrichtung
Dahlanderschaltung, einfache L1 L2 L3
Wicklung für hohe Drehzahl 0 1 2 3
T0-6-8459 1
2
T3-6-8459 3
4
5
1 2
6
0 3 7
8
9
10
FS 616 11

44
12
T5B-6-8459 13
14
T5-6-8459 15
16
2 17
1 3 18
0 19
20
21
FS 420 22
23
24

1U
1U
2W 2V

2U
1W 1V 1W 1V

A B

0-(B)Δ- (B)6 6 -(A)6

4-10
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Verriegelungsschaltungen
Verriegelungsschaltungen zwischen • schützen vor automatischer Wiederein-
Nockenschaltern und Schützen mit Motor- schaltung nach Motorüberlastung oder
schutzrelais ergeben elegante und preis- Spannungsunterbrechung
werte Lösungen für viele Antriebspro- • einer oder mehrere AUS-Taster „0“
bleme. Allen Verriegelungsschaltungen ermöglichen Fernausschaltung, z. B. in
gemeinsam sind folgende Punkte: Notfällen.

Ohne Netzabschaltung (SOND 27) Mit Netzabschaltung (SOND 28)


Netzabschaltung nur durch Schütz Netzabschaltung durch Schütz und
vorwiegend bei Stern-Dreieck-Schaltung Schalter
44
F0 Q11 F0
Q11
F2 F2
Q1 Q1
S0 S0
01 2
Steuerteil
01 2 Steuerteil
SOND 27 SOND 28
Q11 Q11
Hauptstromteil Hauptstromteil
ohne ohne
Q11 Q11
Netzabschaltung Netzabschaltung

Schaltung Schaltung
nach Bedarf nach Bedarf

M M
3~ 3~

Verriegelung mit Schütz (SOND 29) Verriegelung mit Schütz (SOND 30)
Einschalten des Schützes nur in der Einschalten des Schützes nur in den
Nullstellung des Schalters Betriebsstellungen des Schalters

Q11 F0 Q11 F0

F2 F2
Q1 Q1
S0 S0
01 2 Steuerteil 01 2 Steuerteil
S1
SOND 29 SOND 30
Q11 S1 Q11
Hauptstromteil Hauptstromteil
Q11 Q11

Schaltung Schaltung
nach Bedarf nach Bedarf
M M
3~ 3~

4-11
Eaton Schaltungsbuch 06/11
Nockenschalter
Einphasen-Anlassschalter
Messgeräte-Umschalter machen es mög- Für die verschiedenen Messungen steht
lich, mit nur einem Messgerät ver- eine Anzahl von Schaltungen zur Ver-
schiedene Messungen in einem fügung. Einige der gebräuchlichsten
Drehstrom-System vorzunehmen: Ströme, Schaltungen sind auf den folgenden Seiten
Spannungen, Leistungen. aufgeführt.

Spannungsmesser-Umschalter
T0-3-8007 T0-2-15922
3 x Phase gegen Phase 3 x Phase gegen Phase ohne Null-
44 3 x Phase gegen N mit Nullstellung stellung
0 L2-L3

L1-L2
L2-L3
L3-L1
L3-L1
L2-L3
L1-L2

L1-L2 L1-N L1L2L3 N L1L2 L3


L1-N
L2-N
L3-N
L1-L2 L3-L1
L2-L3 L2-N
0

L3-L1 L3-N 1