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Einführung...................................................................................................................................................2
Grey Owl...................................................................................................................................................3
Der Einfluss des Menschen auf seine Umwelt...........................................................................................8
Die Besiedlung Amerikas und das verschwinden der ansässigen Megafauna............................................8
Die Besiedlung Australiens.....................................................................................................................10
Das Problem Klimawandel.......................................................................................................................12
Das Klima verstehen................................................................................................................................12
CO2 - Kohlendioxid................................................................................................................................12
Fossile Brennstoffe..................................................................................................................................15
Was ist schon 1 Grad wärmer ?...............................................................................................................16
Wann wird es zuviel sein ?......................................................................................................................18
Was ist so Dramatisch am aktuellen Klimawandel..................................................................................20
Ozeane und Meeresströmungen...............................................................................................................21
Einfluss auf die Biodiversität...................................................................................................................21
Aufgeklärt – bis zum Jahr 2050...............................................................................................................21
Quellennachweis........................................................................................................................................22

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Einführung

Der heutige Klimawandel führen Klimatologen darauf zurück, dass sich die CO2 Konzentration in der
Atmosphäre durch das verbrennen fossiler Brennstoffe erhöht. CO2 ist ein Treibhausgas und besteht aus
einem Kohlenstoffanteil C und zwei Sauerstoff Atomen O2, es bedeutet Kohlenstoffdioxid. Treibhausgase
speichern wärme der Sonnestrahlen und sorgen damit dafür, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde
bei angenehmen 15 Grad Celsius liegt. Ohne Treibhausgase in unserer Atmosphäre, würde auf unserem
Planeten eine Lebensfeindliche Kälte von -18 Grad Celsius herrschen.
CO2 ist nicht einfach in unserer Atmosphäre, es unterliegt einem CO2 Kreislauf, der alle Organismen auf
unserem Planeten einschließt, auch den Menschen.
Bäume und Pflanzen absorbieren CO2 aus der Luft, speichern den Kohlenstoff zur Erzeugung von Energie
und geben den Sauerstoff Anteil an die Atmosphäre zurück, dies ist der Grund, warum wir Menschen und
andere Lebewesen Sauerstoff atmen können.
Obwohl CO2 und andere Treibhausgase wie Methan, Wasserstoff und Ozon unseren Planeten um fast 30
Grad wärmer macht, ist der Anteil von Treibhausgasen in der Atmosphäre nur knapp ein Prozent, davon sind
heute 0,338 Prozent CO2.
Unser angenehmes Klima basiert also auf einem sehr geringen Anteil von Treibhausgasen. Eine Abnahme
dieser Treibhausgase führt daher zu einem kälteren Klima, eine Zunahme zu einer wärmeren Atmosphäre
und daher einem wärmeren Klima.
Der Anteil an CO2 ist in der Geschichte der Erde schon erheblich höher gewesen als heute. Am Anfang,
vor ungefähr 4 Milliarden Jahren lag er bei über 4 Prozent. Diese Konzentration ist für alle heutigen, auf
unserem Planeten existierenden Lebewesen ausschließlich einiger Mikroorganismen giftig und tödlich.
Dennoch waren es die ersten Organismen im Meer, die am Anfang der Zeit Kohlenstoff absorbierten, was
nach Millionen von Jahren dazu führte, dass sich erste Pflanzen bildeten, die zusätzlich CO2 absorbierten
und Sauerstoff abgaben. Das ermöglichte es dass die ersten Landlebewesen entstanden, die Sauerstoff
atmeten.
Das Klima änderte sich bis heute Ständig, getrieben von Verschiebungen der Kontinentalplatten,
Ausbrüchen von Vulkanen oder Meteoriten Einschlägen, gab es in der Geschichte der Erde immer wieder
wärmere und kältere Epochen.
Seit ungefähr 10'000 Jahren, befindet sich das Klima in einem ungewohnt stabilen Zustand. Es herrscht
eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius, welches vor allem dem Menschen sehr entgegen kam.
Der Mensch wie wir in heute kennen entwickelte sich vor mehr als 200'000 Jahren im warmen Afrika.
Die Nordhalbkugel befand sich zu dieser Zeit unter einer dicken Eisschicht. Vor ungefähr 100'000 Jahren,
begann der Homo Sapiens sich von Afrika aus auf alle Kontinente zu verbreiten. Zuerst nach Asien, von dort
nach Australien, Europa und zum Schluss nach Amerika.

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Diese Menschen waren Physisch und Geistig gleich weit entwickelt wie wir. Dennoch bauten Sie keine
Städte, lebten nur in kleinen Sippen und blieben Jäger und Sammler.
Erst nach dem Ende der letzten Eiszeit vor ungefähr 8'000 Jahren begannen die Menschen, erste Nutztiere
zu züchten und die ersten Getreidesorten anzubauen. Sie wurden sesshaft, wohnten in Hütten und bauten
erste Städte.
Von nun an setzte der Mensch alles daran, seine Umwelt nach seinen Wünschen zu gestalten.
Doch warum hat sich der Homo Sapiens erst in den letzten 8'000 Jahren so weit entwickelt? Und warum
hat der Homo Sapiens überlebt während alle anderen Menschen Arten ausstarben?
Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei der extremen Anpassungsfähigkeit und vor allem der Kreativität des
Homo Sapiens. Der Homo Sapiens hatte als einzige Menschenart die Fähigkeit nicht nur in der Gegenwart zu
denken, sondern sich eine Zukunft vorzustellen. Diese Fähigkeit ist verantwortlich dafür, dass der Mensch
begann, seine Umwelt zu verändern, so zu verändern, dass das Leben für Ihn einfacher wurde. Doch genau
diese Fähigkeit und dieses Verhalten des Menschen sind, wie wir im Verlaufe dieses Buches sehen werden,
dafür verantwortlich dass eine große Zahl von Lebewesen von unserem Planeten verschwand und unser
Planet sprichwörtlich von den Menschen regiert wird.
Beginnen möchte ich mit einer Zusammenfassung aus dem Film „Grey Owl“ von Sir Richard
Attenborough mit Pierce Brosnan als Hauptdarsteller, der Film, der auf der wahren Geschichte von Grey
Owl basiert, hat mich zutiefst fasziniert und ich möchte Sie damit in die Welt der Menschen und der Natur
führen.

Grey Owl
Archibald Stansfeld Belaney träumte schon als kleines Kind davon, wie die Indianer, im Einklang mit der
Natur zu leben. Geboren wurde er am 18. September 1888 in Hastings im Süden Englands. Seine Eltern
kannte er nicht, er wurde seit seinem zweiten Lebensjahr von seinen zwei Tanten aufgezogen. Von der
Faszination für die Natur getrieben, unternahm er als Kind lange Wanderungen in den Wäldern rund um
Hasting und befasste sich mit den Wildtieren.
Im alter von 17 Jahren folgte er seinem Traum in der Wildnis zu leben und wanderte nach Kanada aus um
ein neues Leben in den weiten des Nordens zu beginnen. Sein wissen über die Indianer half ihm, sich den
Oijbway Indianern des Bear Island Stammes anzuschliessen. Von nun an gab er sich als Halbblut Indianer
aus, dessen Vater Schotte und Mutter eine Apache Indianerin war. Er lernte die Sprache der Oijbway
Indianer und nahm deren Lebensgewohnheiten an. Der Häuptling des Stammes adoptierte ihn als Sohn und
gab ihm den Namen Wa-sha-quon-asin, zu Englisch Grey Owl (Graue Eule), was soviel bedeutet wie „Vogel
der in der Nacht wandert“. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in den nächsten Jahren mit dem Verkauf
von Fellen erlegter Tiere. Des Schreibens mächtig schrieb er zwischendurch auch Artikel für verschiedene
Magazine in Kanada und Grossbritannien. In seinen Artikeln berichtete er von seinem Leben in der Wildnis,

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der Jagd nach Tieren und seiner Sorge, dass der Vordrang der „weißen Kultur“ den Lebensstil der Indianer
und die Natur zu zerstören drohe.
Durch die Artikel in den Zeitungen, fanden immer wieder Touristen zu ihm, die ihn als Führer für jagten
engagierten. Einer dieser Touristen, Mister Chandlin, Besitzer einer Buchdruckerei und eines Buchverlages
legte ihm dabei ans Herz, ein Buch zu schreiben, über sein leben in der Wildnis.
Im Jahr 1925 lernte Grey Owl die 19 jährige Mohawk Indianerin Anahareo kennen. Es war liebe auf den
ersten Blick und diese Frau sollte sein Leben für immer verändern.
Zusammen verbrachten sie den nächsten Winter in seinem Winterquartier in den Bergen, wo er Jagd auf
Tiere machte um deren Felle in der Stadt zu verkaufen. Anahareo machte aus ihrer Abscheu gegen seinen
Beruf kein Geheimnis, es war ihr von Grund auf zuwider, Tiere für Geld zu töten nur um deren Felle zu
verkaufen.
Eines Tages, als Grey Owl und Anahareo auf einer Tour die gestellten Fallen kontrollierten fanden sie bei
einem Biberdamm nur noch die Kette der gelegten Falle. Grey Owl vermutete dass der Biber mitsamt der
Falle ertrunken sei. Anahareo entdeckte unweit vom Damm zwei junge Biber. Sie merkte an, dass die jungen
ohne ihre Mutter nicht überleben können. Grey Owl sagte daraufhin, er müsse diese beiden jungen
erschießen, damit sie nicht am qualvollen Hungertod sterben. Anahareo jedoch fühlte sich verpflichtet die
beiden jungen Biber aufzuziehen. Trotz der Abneigung Grey Owl’s wuchsen ihnen die beiden Tiere schnell
ans Herz und er beschloss, sich von nun an dem Schutz der dezimierten Biberstämme in Nordkanada zu
widmen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Biberstämme durch die brutalen Jagdmethoden der „weißen Kultur“
die Biberdämme mit Dynamit sprengten oder sie Vergifteten, schon erheblich zurückgegangen.
Nach der Rückkehr aus dem Winterlager, verkaufte er seine letzten Felle und schickte das Buch dass er
über den Winter geschrieben hatte Mister Chandlin, der es zu veröffentlichen gedachte. Von nun an hielt er
Vorträge um auf die Bedrohliche Lage der Natur aufmerksam zu machen. Bei seinem ersten Vortrag war er
so nervös, dass er mit dem Gedanken spielte gar nicht auf die Bühne zu gehen. Als er auf der Bühne stand
sagte er: „Ich habe noch nie vor so einem großen Publikum gesprochen, ich fühle mich wie die Maus vor der
Schlange.“, er zögerte und wusste nicht womit beginnen. In dem Moment, ließ Anahareo die beiden
Biberbabys auf die Bühne, die schnatternd zu Grey Owl liefen. Er hob sie auf und sagte:

„Das sind unsere beiden Biberbabys, sie leben mit uns.“ Er atmete kurz auf und fuhr fort: „Biber haben
Familiensinn, Biberpaare bleiben ein leben lang zusammen. Wir werden die beiden sicherlich nicht für
immer behalten, wenn sie ausgewachsen sind, bringen wir sie in die Wildnis damit sie junge bekommen“
Wieder legte er ein kurze pause ein.“Ich muss gestehen, auch ich habe Biber gefangen, heute tue ich es nicht
mehr, aber ich weiss warum, ich weiss, dass es falsch war, sie sind beinahe ausgestorben. Zu viele Trapper,
zu wenige Biber. Vielleicht wissen es noch nicht alle, doch der Biber hat den Norden zu dem gemacht was er
ist. Sie bauen Dämme die Teiche stauen, die Lebensgrundlage für Elche, Bisamratten und Wasservögel. Im
Frühling öffnen Sie ihre Dämme und lassen das Schmelzwasser ablaufen und bewässern damit tausende von

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Quadratmeilen. Vernichten wir den Biber, ist diese Kette unterbrochen. Von heute an ist der Biber mein
Freund, wenn wir ihn jetzt nicht schützen, dann ist diese Spezies bald ausgestorben.
Als Mensch der in der Natur lebt, spüre ich es vielleicht früher als andere, dass der Mensch ebenfalls eine
Aussterbende Spezies und jedem hier, der ein gewissen hat sage ich; ohne diese Tierchen wäre unsere Welt
sehr viel ärmer.“
Die Zuhörer waren begeistert und im Anschluss wurde ihm das Angebot gemacht, als Nationalparkwächter
in Manitoba eine Biberkolonie aufzubauen. Nach einigem zögern und gutem zureden von Anahareo nahm er
dieses Angebot an. Sie siedelten samt ihren beiden Bibern nach Manitoba über.
Während Grey Owl und Anahareo in Manitoba ihre Biberzucht aufbauten, verkaufte sich sein Buch in
Kanada und Grossbritannien hervorragend. Dies veranlasste Chandlin, Grey Owl in Manitoba zu besuchen
um ihn davon zu überzeugen, eine Vortragsreise nach Grossbritannien zu machen.
Grey Owl war von dieser Idee wiederum nicht begeistert, hinzu kam, dass das Interesse an seiner Person
einen Journalisten des North Bay Nuggets dazu veranlasste eine Biographie über ihn zu schreiben, was
durchaus dazu hätte führen können, dass seine Vergangenheit in England bekannt wurde. Da jedoch
niemand, auch Anahareo, nichts von seiner Vergangenheit wusste, ließ er sich überzeugen, die Vortragsreise
zu machen um auf sein Anliegen aufmerksam zu machen.
Während drei Monaten hielt er in Grossbritannien über fünfzig Vorträge und traf zum Abschluss seiner
Vortragsreise den König von England, den er bat, das Abholzen der Wälder zu beenden.
Zurück in Kanada wurde er wie ein Held empfangen. Die indianischen Stämme betrachteten ihn nun als
ihren Sprecher, der die Anliegen seines Volkes in die Welt hinaustrug. Dafür wurde er an einem
Stammestreffen indianischer Häuptlinge für sein Engagement geehrt.

Weitere Vorträge in Kanada folgten, so geschah es eines Abends, als sich Grey Owl in seinem
Vorbereitungsraum auf seinen Vortrag vorbereitete jemand an die Tür klopfte. Er wartete einen kurzen
Moment und bat denjenigen einzutreten.
„Verzeihen sie die Störung Sir, sie kennen mich noch nicht, Cyras Finney vom North Bay Nugget, einer
Zeitung, ich bin, ich bin der Reporter“ sagte der Mann. Grey Owl schaute in den Spiegel der vor ihm auf
dem Tisch stand und musterte den Mann. „Nur einen ganz kleinen Moment“ meinte der Reporter. „Ich bin
seit Jahren auf der Suche nach einem gewissen Archie Belaney“ Finney wartete kurz. Grey Owl stellte das
Glas Wasser ab, das er in der halt hielt und nickte. „Kennen Sie ihn“ fragte Finney. Grey Owl liess einen
kurzen Augenblick vorüber gleiten ehe er antwortete: „Ja, ich kenne ihn“, ein schmunzeln machte sich auf
Grey Owls Gesicht breit, er drehte sich zu Finney um und sah ihn an. „War eine lange Zeit“ sagte Grey Owl.
„Ich wollte sicher gehen“ meinte Finney. Grey Owl nickte nachdenklich, atmete durch und fragte: „Was
wollen sie wissen?“. „Alles was sie mir sagen wollen“, antwortete Finney. „Da gibt’s nicht viel zu sagen“
antwortete Grey Owl. „Schon als kleiner junge träumte er davon in der Wildnis zu leben“. „Und niemand
schöpfte Verdacht? Auch nicht auf Ihren zahlreichen Expeditionen? “ fragte Finney. Grey Owl, nahm das
Amulett dass er von den Häuptlingen geschenkt bekam und erhob sich vom Stuhl. „Falls sie denken dass es

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falsch war was ich getan habe, so müssen sie das schreiben in ihrem … „ Grey Owl stockte. „North Bay
Nugget“ ergänzte ihn Finney. „North Bay Nugget“ wiederholte Grey Owl mit einem schmunzeln. „Ich bitte
sie nur um eines, hören sie sich an was ich heute Abend zu sagen habe“.
Grey Owl ging auf die Bühne und Finney beeilte sich in den Saal zu kommen um den Vortrag zu hören.
„Sie sind ein ganz attraktives Publikum“ begann Grey Owl. Das Publikum lachte und applaudierte. „Da
muss ich mich schon Fragen, liegt es an mir“, ein raunen ging durchs Publikum. „Ist es das hier“ fragte
Grey Owl und nahm seinen Kopfschmuck ab. Er hielt den Kopfschmuck dem Publikum entgegen und sagte:
„echte Adler Federn, schön nicht wahr“ und stellte den Kopfschmuck beiseite. „Oder das?“ er griff sich an
seinen Gürtel und zog ihn aus. „aus Ojibway Fell, Lake Temagami“. „Oder das?“ er fasste das Amulett an
seinem Hals, zog es jedoch nicht aus. „Das schenkte mir der Häuptling der Sioux Völker“. Er zog seine mit
indianischen Symbolen bestickte Jacke aus und legte sie auf den Tisch der auf der Bühne stand. Nun stand er
auf der Bühne, hatte nur noch seine Hose, Schuhe und das Amulett um den Hals. „Noch weiter glaube ich,
sollte ich nicht gehen“. Das Publikum reagierte verwundert. „Bin ich das?“ Grey Owl schaute in die Runde
und machte eine verneinende Geste mit dem Kopf. „Nein, bin ich nicht. Es steht mir nicht zu diesen
Kopfschmuck zu tragen. Ich bin weder ein Held noch ein Prophet. Wie die meisten von uns habe ich nur das
getan, was ich tun musste.“ Grey Owl schaute in die verwunderten Gesichter des Publikums und fuhr fort:
„Das was mir heute Abend den Mut gibt mich vor sie hinzustellen ist das Wissen, nein, die Gewissheit, dass
das was ich ihnen sage entscheidend ist für unser Überleben.“ Grey Owl schaute in die Oberen Ränge im
Saal und ging einige Schritte auf das Publikum zu. „Wir sind nicht die Herren dieser Erde, wir sind ihre
Kinder. Wir dürfen im Schoss ihrer Schöpfung liegen, in Armen eines Weltgeistes der grösser ist als wir.
Darum sag ich, schützt den Biber, darum sage ich, hört auf die Wälder abzuholzen.“ Seine Stimme wurde
kräftiger, „das Geld dass ihr dafür bekommt ist den Preis nicht wert den ihr bezahlt.“ Grey Owl hob seine
rechte Hand und ballte sie zu einer Faust. „Es gibt wertvolleres. Wenn wir uns sagen es gibt ein paar Dinge
die nicht käuflich sind, weil der Schöpfer diese Werte uns allen zugedacht hat, auch den Zukünftigen
Generationen. Wenn wir uns das immer wieder ins Gewissen rufen, werden es auch andere tun. Und je mehr
sich von uns dazu bekennen, desto mehr von uns sind überzeugt, dass wir diese Welt verändern können.“
Grey Owl hob beide Hände. „Lasst uns heute den ersten Schritt tun, in Kanada, hier, jetzt!“.
Das Publikum stand auf und applaudierte, von überall kamen „Bravo“ rufe, jeder einzelne war fasziniert
und im hinteren Teil des Saales stand der Reporter Finney und applaudierte ebenfalls.
Es war Grey Owls letzter Vortrag, er hielt nach diesem Abend nie mehr eine Rede in der Öffentlichkeit. Er
tauchte unter in seine abgelegene Hütte am Lake Ajawaan, wo er 1938 an einer Lungenentzündung starb.
Anahareo kämpfte weiter für die anliegen ihres Mannes und nach und nach wurden Gesetze erlassen, die
das jagen der Biber verboten. Heute ist der Biber in die Wälder des Nordens zurückgekehrt.
Finney hielt die Biographie von Grey Owl bis nach dessen Tod zurück. Er sagte: „An jenem Abend an dem
er öffentlich bekannte kein Indianer zu sein, wusste ich, dass das was er zu sagen hatte, sehr viel wichtiger
war.“

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Der Einfluss des Menschen auf seine Umwelt

Viele von unseren Mitmenschen ist, vor allem wegen dem aktuellen Klimawandel klar, dass die
Menschheit der Natur und vor allem anderen Tierarten direkt oder indirekt schadet. Auch wenn es schwierig
ist es sich vorzustellen, so ist der aktuelle Klimawandel und das damit verbundene aussterben von Tierarten
nicht der erste Fall.
Wir modernen Menschen haben von unseren Vorfahren ein Bild, das sie im Einklang mit der Natur darstellt.
Dies ist jedoch ein völlig verklärtes Bild, das wir, vor allem aus Romanen und Filmen kennen. Sicher kommt
diese Weltsicht aus einer Zeit in der wir noch nicht so viel über die Vergangenheit wussten wie heute, denn
mit dem heute errungenen Wissen müssen wir die Geschichte unserer Vorfahren anders interpretieren und
dabei bleibt wenig übrig vom romantischen Leben im Einklang mit der Natur.1 Das Leben unserer Vorfahren
war geprägt vom Kampf ums überleben, nicht nur gegen Menschliche Feinde und Territorien, diese Kämpfe
entfachten sich erst in den letzten 6 bis 7 Tausend Jahren. Das Leben der ersten Homo Sapiens war geprägt
vom Kampf gegen die Naturgewalten und dem Suchen und jagen nach Nahrung. Dabei verlief die
Geschichte unserer Vorfahren nicht immer bergauf, vor gut 140'000 Jahren, so wissen wir heute, lebten in
Zentralen Afrika gerade mal noch 20'000 Individuen unserer Vorfahren, während andere Homoniden Arten
wie der Homo erectus oder der Neandertaler (Homoneandertalerensis) weit verbreiteter und nicht vom
Aussterben bedroht war. Doch wie wir heute wissen, sind wir, die Homo Sapiens die einzig überlebende
Homoniden Art. Das ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass der Homo Sapiens weitaus die
aggressivste und eroberungsfreudigste Spezies aller uns Verwandten Arten ist.

Die Besiedlung Amerikas und das verschwinden der ansässigen Megafauna


Vor ungefähr 14’000 Jahren, am ende der letzten Eiszeit, wanderten die ersten Menschen auf der Suche
nach Nahrung nach Amerika. Zu diesem Zeitpunkt lag der Meeresspiegel 70 Meter tiefer als heute Amerika
war über die trocken gelegene Beringstrasse mit Sibirien verbunden. Wahrscheinlich folgten sie Tierherden,
die auf der Suche nach neuen Nahrungsplätzen diesen Weg nahmen, und gelangten so auf einen Kontinent,
der ein Viertel der ganzen Landfläche unseres Planeten ausmacht.
Auf diesem, vom Eis überzogenen Kontinent fanden sie riesige Herden von Mammuts, Wollnashörner,
Büffel und Raubtiere wie den Säbelzahntiger Smilodon, der rund ein drittel größer war als die heutigen
Löwen in Afrika.
Für die Neuankömmlinge war dies trotz der extremen Klimatischen Verhältnisse ein Paradies, mit einem
Nahrungsvorrat der unerschöpflich schien.
Innerhalb von nur ein paar hundert Jahren, besiedelten sie den ganzen Kontinenten von Alaska bis zu den
Feuerland Inseln im Süden des Kontinents.

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Heute wissen wir, dass vor 10'000 Jahren, kurz nach der Ankunft der ersten Menschen, die Mammuts,
Wollnashörner und andere Tiere der Megafauna auf dem Amerikanischen Kontinent verschwanden. Doch
was war die Ursache für das aussterben der Megafauna? Wissenschaftler standen lange vor einem Rätsel,
warum gerade starben diese Tiere am Ende der letzten Eiszeit aus, wieso nicht am Ende der Risseiszeit vor
130'000 Jahre, als eine noch frostigere Periode zu Ende ging. Bis zu ihrem aussterben, hatte die Megafauna
in Amerika 17 verschiedene Kälte und Wärmeperioden überstanden. Hatte der Mensch etwa damit zu tun.
Tatsächlich fanden Wissenschaftler Indizien, wonach der Mensch, in dieser Zeit des Überganges, als sich
das Klima und die Vegetation änderten, erheblichen Einfluss auf das fragile System der Megafauna hatte.
Die Vorfahren der heutigen Indianer, die den Amerikanischen Kontinent entdeckten waren die besten
Großwildjäger in der Geschichte der Menschheit. Sie hatten ihre Fähigkeiten über tausende von Jahren
gelernt und perfektioniert, sie waren die einzigen Raubtiere, die in der Lage waren, ihre Beute aus der
Distanz zu erlegen. Ein Tier das als Beute auserkoren wurde, konnte dem Tod nicht entkommen. Hinzu kam,
dass die Tiere in Amerika den Menschen nicht als Raubtiere sahen, dieses Lebewesen war von der Optik her
zu klein um es als Raubtier zu erkennen. Das ist auch der Grund, warum die Megafauna in Afrika noch
existiert. Die Tiere in Afrika haben sich mit dem Menschen entwickelt als sie noch nicht solch spezialisierte
Jäger waren, und entwickelten daher eine scheu gegenüber dem Menschen.2
Sicher kann man davon ausgehen dass die Vorfahren der Indianer nicht bis zum letzten Tier aktive
Ausrottung betrieben. Es wird eher davon ausgegangen dass die Umweltbedingten Änderungen die
Tierpopulationen inolchen Zeiten anfälliger fürs aussterben machen, und der Einfluss des Menschen im
gesamten zuviel wurden und sich die Bestände des Großwilds nicht mehr erholten. Mit den großen
Beutetieren starben auch die Raubtiere wie der Säbelzahntiger und der Kurzschnauzenbär aus, weil ihre
Nahrungsquelle versiegte.

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Die Besiedlung Australiens


Als die Vorfahren der Aborigines vor 65'000 Jahren erstmals den Australischen Kontinent betreten, trafen
sie auf ein Land, dass seit 40 Millionen Jahren vom Rest der Welt getrennt ist. Es ist ein trockener Kontinent,
mit völlig eigener Vegetation und exotischen Lebewesen. Hier existiert fast kein Großwild, dafür gibt es im
Australien vor 65'000 Jahren noch Riesenechsen und andere exotische Kreaturen wie das Dripotodon, ein
Nashorngrosses Beuteltier oder der Donnervogel, ein bis zu 3 Meter großer Fleisch fressender Verwandter
des heutigen Straußes.
Nahrung fanden die Einwanderer an Ufer von Flüssen und dem Meer, auch wenn es im neuen Land viele
unbekannte Pflanzen gab, so glichen einige Pflanzen deren, die sie aus der alten Heimat kannten.
Das jagen von Tieren stellte die Einwanderer jedoch vor neue Herausforderungen, es existierten zu viele
Tierarten die ihnen Fremd waren und sie nicht wussten vor welchen Kreaturen sie sich in acht nehmen
mussten.
Die Tiere auf dem Kontinent waren wahrlich Monster, so lebt zu dieser Zeit ein sieben Meter großer, Fleisch
fressender Leguan, der Megalania, das größte Raubtier auf dem Kontinent. Andere Riesige Tiere wie ein das
Tripotodon, ein Nashorn großes Beuteltier, dass dem heutigen Wombat glich waren Pflanzenfresser und für
die Einwanderer harmlos.
Wie alle unsere Vorfahren ging die größte Gefahr jedoch nicht von den Raubtieren aus, sondern von der
Natur selbst. Riesige Buschbrände, entfacht durch Blitzeinschläge bedrohen die Menschen immer. Ein
Buschfeuer ist schneller als ein Mensch rennen kann, die wichtigste Lektion um zu überleben war jedoch
schnell gelernt, in Windrichtung der Feuerbrunst folgen, vermindert die Gefahr.
Mit der Zeit, so glauben Forscher heute, begannen die Menschen selbst Feuer zu legen und damit die
Umwelt ihren Vorstellungen anzupassen. Belegt ist dies dadurch, dass man in neueren Sedimentschichten
viel mehr Holzkohle findet, als in früheren Epochen in der Australien noch nicht von Menschen besiedelt
war.
Ungewiss ist wieso die Menschen Buschfeuer entfachten. Eine Möglichkeit ist, dass sie das Feuer legten,
um ihre Umgebung besser zu überblicken, denn das leben im Busch war gefährlich, die Steppe hätte, durch
bessere Überblickbarkeit, mehr Sicherheit geben können. Möglich ist aber auch, dass die Feuer gezielt zur
Jagd gelegt wurden, weil sie damit ihre größten Feinde, die Riesenechsen und Donnervögel töten konnten,
diejenigen Kreaturen vor denen sich die Menschen in acht nehmen mussten. Sicher ist dass unzählige der
Riesenechsen dem Feuer zum Opfer fielen.
Was auch immer der ausschlaggebende Punkt war für die von Menschen gelegten Feuerbrünste, mit der
Zeit konnte sich die Natur nicht mehr erholen, das Buschland und der trockene Wald wuchsen nicht mehr
nach und wich der offenen Steppe. Mit dem verschwinden des Buschlandes verschwanden auch die letzten
großen Tiere, die auf dem Australischen Kontinent lebten.
Diese Umwälzung der Natur hatte vor allem für ein Tier und eine Baumart vorteile. Das Känguru, dass
bevorzugt in der offenen Steppe lebt, vermehrte sich aufgrund des neuen Lebensraumes und wurde zum

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prägenden Tier von Australien. Anderseits starben durch die vielen Brände die meisten heimischen
Baumarten aus, nur der feuerresistente Eukalyptus vermehrte sich aufgrund der harten Bedingungen, denen
nur er gewachsen war. Auch er ist, wie das Känguru, heute ein Wahrzeichen von Australien.

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Das Problem Klimawandel

Meines Erachtens ist es vor allem heute, unter dem starken Einfluss der Medien, Politik und Wirtschaft,
wichtig den Klimawandel für sich selbst zu erfassen und sich davon ein neutrales Bild machen, dass nicht
übertrieben ist und das auch nicht davon geprägt ist, den Klimawandel als Hirngespinst von Forschern
abzutun. Sicherlich, es ist klar dass ein solches Phänomen wie der Klimawandel, gerade weil er global ist
und jeden Menschen auf unserem Planeten in irgendeiner Weise betrifft irgendwann zum Schlachtfeld für
die Wirtschaft und die Politik wird, dennoch sollte man die Realität nicht aus den Augen verlieren und
versuchen, den Klimawandel als das zu verstehen was er ist, und nicht ein Horrorszenario daraus machen um
Vorteile für anstehende wichtige Geschäfte oder Politische zwecke zu ziehen, genauso wenig sollte man
einfach wegschauen und den Klimawandel als politisches oder wirtschaftliches Machtinstrument abtun

Das Klima verstehen


Um den Klimawandel zu verstehen, müssen wir zuerst mal wissen wie das Klima auf unserem Planeten
funktioniert. Was ist das Klima und welche Faktoren haben auf das Klima einen Einfluss. Zu allererst
müssen wir um das Problem Klima oder eben Klimawandel zu verstehen mit unserem Zeitdenken
umschalten. Denn während ein Jahr für einen modernen Menschen eine lange Zeitdauer ist, in welchem sich
sein ganzes Leben ändern kann oder enorm viel verändert werden kann, ist ein Jahr für die Kreisläufe der
Erde eine extrem kurze Zeit. Die Kreislaufsysteme der Erde sind schwerfällig, Veränderungen passieren
nicht von heute auf morgen, leider auch nicht innerhalb von 10 oder 20 Jahren, Veränderungen an den
Kreislaufsystemen wirken sich erst nach geraumer Zeit aus, und auch nicht schlagartig, die Veränderungen
passieren schleichend und bergen damit die Gefahr von uns nicht wahrgenommen zu werden.
Unser Klima ist wohl eines der Komplexesten Systeme auf unserem Planeten, und jedes Lebewesen hat
Einfluss auf dieses System, jedes Lebewesen hängt von diesem System ab und kann nur in diesem System
überleben, alle Tierarten und alle Pflanzen sind an das aktuelle Klima angepasst, sie haben sich mit dem
Klima entwickelt und die meisten Organismen können nur mit dem Klima leben, an dass sie sich angepasst
haben, ein anderes Klima würden sie nicht vertragen. Unser Klima ist in sich ein geschlossenes System, dass
sich selbst Reguliert und damit die Lebensbedingungen auf der Erde bestimmt.

CO2 - Kohlendioxid

Der größte Einfluss auf unser Klima hat wohl die Sonne, sie strahlt Energie auf die Erde ab, die von den
Treibhausgasen in Form von wärme in unserer Atmosphäre gespeichert werden. Diese Treibhausgase, sind
dafür verantwortlich, dass wir auf der Erde eine angenehme mittlere Temperatur von ungefähr 15 Grad
Celsius haben. Ohne Treibhausgase wie CO2; Methan oder Wasserstoff würde auf unserem Planeten ein

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eisiges, lebensfeindliches Klima von -18 Grad Celsius herrschen. Jedoch täuscht der Einfluss der die
Treibhausgase auf das Klima haben, denn die Konzentration der Treibhausgase machen in der Atmosphäre
gerade mal 1% aus, der Rest der Atmosphäre setzt sich aus Stickoxid, Sauerstoff und … Zusammen. Nichts
desto trotz haben diese kleinen Anteile der Treibhausgase einen enormen Einfluss auf unser Klima und
genau diese Anteile sind diejenigen die in der Debatte der Globalen Erwärmung von sich reden machen.
CO2 ist dabei das Treibhausgas das im Mittelpunkt steht. Es ist bei weitem nicht das effektivste
Treibhausgas, Methan und Wasserstoff speichern mehr Energie und damit wärme wie CO2. Jedoch ist CO2
bei weitem das langlebigste Treibhausgas, es kann sich bis zu 100 Jahren in der Atmosphäre halten und hat
damit die Möglichkeit, das Klima zu verändern.
Mit einem Wert von ungefähr 388 Teile pro Million ist der CO2 Anteil heute um rund 100 Teile höher als
vor beginn der Industriellen Revolution. Und wenn man den Statistiken glauben schenken darf, merken wir
diese 100 Teile auch schon mit einer Durchschnittlichen Erwärmung von 0,6 Grad Celsius. Wie genau aber
funktioniert CO2 welche Lebewesen sind in den CO2 Kreislauf eingebunden, und vor allem, warum
kommen die Forscher gerade darauf, dass CO2 der Grund für die Globale Erwärmung ist?
CO2 ist ein Stoff, der sich aus einem Kohlenstoffatom C und zwei Sauerstoffatomen O zusammensetzt.
Kohlenstoff ist ein organisches Material, es ist die Grundlage für jedes Lebewesen auf unserem Planeten und
das am meisten Vorkommende Element in der Biosphäre. Tiere und Menschen produzieren CO2 durch die
Zellatmung und scheiden es über den Atem aus. Pflanzen und einige Bakterien Absorbieren durch die
Photosynthese das CO2 und speichern den Kohlenstoff um Energie zu erzeugen. Wie sicherlich den meisten
bekannt ist, geben die Pflanzen beim ausatmen den Sauerstoff wieder frei, was es den anderen Lebewesen
ermöglicht zu atmen. In der Natur entsteht CO2 auch durch die Verbrennung von Kohlenstoffhaltigen
Materialien wobei sich der Kohlenstoff unter günstigen Bedingungen mit Sauerstoff verbindet. Solche
Verbrennungen finden statt, wenn wir fossile Energieträger wie Erdöl oder Steinkohle verbrennen um
Energie zu erzeugen.
Der CO2 Gehalt in unserer Atmosphäre unterlag in der Geschichte unseres Planeten starken
Schwankungen die chemische sowie auch physikalische Ursachen hatten. Seit ungefähr 650'000 Jahren
jedoch, hat sich der CO2 Gehalt in der Atmosphäre stabilisiert. Bis zur Industriellen Revolution Anfang des
19. Jahrhunderts, war der CO2 Anteil sogar die letzten 10'000 Jahre bei stabilen 280 Teilen pro Million oder
0,028%. Sie mögen sich jetzt fragen wieso schlagen die Wissenschaftler jetzt Alarm, wenn doch der CO2
Anteil in vergangenen Epochen teils erheblich höher lag. Der Grund ist eigentlich Simpel. Auch wenn das
Klima auf unserem Planeten schon immer Schwankungen unterlag, so war die Ursache für einen
Klimawandel nie direkt eine Störung der Treibhausgase, die Konzentration der Treibhausgase veränderte
sich erst, als das Klima schon im Wechsel war und es gab beispielsweise einen höheren CO2 Anteil, weil die
Ozeane durch eine Erwärmung weniger CO2 banden.
Wie schon angedeutet, die Konzentration der Treibhausgase variiert auch ohne den Einfluss des Menschen,
auf den wir später noch zu sprechen kommen. In den ersten Millionen Jahre nach der Entstehung der Erde,
war die CO2 Konzentration so hoch, dass kein Lebewesen auf der Erdoberfläche lebte, ganz zu schweigen

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davon dass die Evolution noch nicht so weit fortgeschritten war, war die Atmosphäre für jedes Lebewesen
giftig.
Das leben begann sich in den Urozeanen zu entwickeln, erste Mikroorganismen entstanden. Diese
Mikroorganismen, die auch heute noch eine wichtige Rolle spielen bei der CO2 Aufnahme der Ozeane
banden als erste Lebewesen CO2. Es scheint für einen Menschen unvorstellbar, dennoch diese Organismen
brauchten mehr als eine Milliarde Jahre, bis der CO2 Gehalt der Atmosphäre so weit gesunken war, dass sich
die ersten Pflanzen auf dem Festland ansiedelten. Dies war der Anfang des Lebens auf dem Festland. Auch
wenn es noch weitere Millionen von Jahren benötigte, bis die ersten Tiere begannen an Land zu Leben, so
reicherten die Pflanzen die Atmosphäre mit Sauerstoff an und entzogen ihr gleichzeitig CO2.
Wir sehen also, erst die Pflanzen und der Kohlenstoff Kreislauf, machte das Leben außerhalb des Wassers
möglich. Seit der Entstehung der Erde gab es nie mehr so viel CO2 in der Atmosphäre wie in den ersten ein
bis zwei Milliarden Jahren, denn die Organismen haben das CO2 gebunden. Diese CO2 Speicher bauen wir
heutzutage zum Teil ab, sei es als Steinkohle, die von den Wäldern des Karbons stammen und dort CO2
Absorbierten oder vom Erdöl, welches Organismen in den Urozeanen waren und CO2 absorbierten.
Die größten Schwankungen der CO2 Konzentration in der restlichen Erdgeschichte verursachten meistens
Vulkanausbrüche. In tektonisch aktiven Zeiten, in denen sich die Kontinente verschoben, schleuderten
Vulkane immer wieder riesige Mengen CO2 in die Atmosphäre die das Klima veränderten. Diese
Vulkanausbrüche sind wohl am ehesten zum Vergleich mit dem geeignet was heute passiert. Denn das CO2
dass Vulkane in die Atmosphäre schleuderten ist wie jenes CO2 dass wir heute in die Atmosphäre
einschleusen mehr als der natürliche Kreislauf verarbeiten kann.
Der Natürliche CO2 Kreislauf, das heißt das CO2 das in der heutigen Zeit in unserer Atmosphäre zirkuliert
und von Lebewesen erzeugt wird, ist beträgt …. Millionen Tonnen. Die … Millionen Tonnen CO2 die die
Menschheit durch das verbrennen von Fossilen Energieträgern in die Atmosphäre entlässt, scheint im
vergleich zum natürlichen CO2 Kreislauf gering, dennoch ist dieses CO2 dass wir durch verbrennen von
fossilen Energieträgern produzieren mehr als der natürliche Kreislauf verarbeiten kann. Und genau das ist
der Springende Punkt in der Debatte um die Globale Erwärmung, denn das Klima auf der Erde war selten,
vielleicht noch nie so stabil wie in den letzten 10'000 Jahren. Diese Stabilität des Klimas ermöglichte es dem
Menschen, sich über 5 Kontinente auszubreiten und zu lernen, wie er die Ressourcen und die Natur zu seinen
Gunsten nutzen kann. Wäre das Klima nicht stabil gewesen, wäre der Mensch nicht in der Lage gewesen,
Pflanzen anzubauen und Tiere zu züchten und damit sesshaft zu werden, er hätte wie alle anderen Lebewesen
den Klima folgen müssen, damit er überlebt hätte.

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Fossile Brennstoffe
Um zu erkennen welches die Gefahr für das Klima bei fossilen Brennstoffen ist, ist es wichtig, zu wissen
was fossile Brennstoffe sind und wie sie entstehen.
Fossile Brennstoffe die viel CO2 enthalten sind vor allem Kohle und, Erdöl. Warum aber enthalten diese
beiden Energieträger CO2? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir in eine Zeit vor einigen Millionen
Jahre blicken.
Kohle oder englisch Carbon stammt aus dem gleichnamigen Erdzeitalter Carbon. Dieses Zeitalter begann
vor …. Millionen Jahre und endete vor ….. Millionen Jahren. Damals waren weite Teile des heutigen
Amerika, Europa und auch Asien von Sumpfwäldern bewachsen. Sumpfwälder sind die Voraussetzung
dafür, dass sich über Millionen von Jahren Kohle bilden kann. Sterben bäume ab, versinken sie mit ihrem
Gesamten Kohlenstoffreservat dass sie sich über ihr Leben angesammelt haben im Sumpf, dadurch wird der
Kohlenstoff nicht in die Atmosphäre abgegeben sondern unter der Erdoberfläche im Baumstamm
gespeichert.
Es ist klar dass die riesigen Wälder von damals enorm viel CO2 gebunden haben. All dieses CO2 nahmen
sie mit in ihr Grad im Sumpf.
Durch den lauf der Zeit trockneten diese Sümpfe aus und wurden von neuen Erdmassen die durch die
Verschiebung der Kontinente entstanden zusammengedrückt und dadurch Komprimiert. Durch den Druck
der die Erdmassen auf die ausgetrockneten Sümpfe ausübt, entsteht über Millionen von Jahren Kohle.
Beim Erdöl müssen wir noch weiter zurückschauen. Es ist zwar immer noch nicht zu hundert Prozent
nachgewiesen wie Erdöl wirklich entsteht, außer Frage steht aber, dass Erdöl aus biologischen Organismen
entsteht. Der Beginn des Erdöls finden wir in den Ozeanen des Erdzeitalters Kambrium vor 450 Millionen
Jahren. Algen und andere Organismen die in diesen Ozeanen lebten absorbierten wie die Bäume CO2 aus der
Atmosphäre und gaben den Sauerstoff an die Ozeane ab. Stirbt ein solcher Organismus, sinkt er samt seinem
Kohlenstoff Vorrat auf den Grund des Meeres wo sich mit den Jahren regelrechte Friedhöfe für tote Algen
und Organismen bilden. Durch Veränderungen der Ozeane und Verschiebungen der Kontinente wurde auch
diese tote Masse in Luftdichten Reservoiren unter der Erdoberfläche gespeichert und durch den Druck über
Millionen von Jahren zu Erdöl.
Vielleicht sehen sie das Problem der Fossilen Energieträger jetzt schon. Wir setzten durch die Verbrennung
fossiler Brennstoffe CO2 frei, dass Millionen von Jahren vor unserer Zeit der Atmosphäre entzogen wurde.

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Was ist schon 1 Grad wärmer ?


Viel wird darüber gesprochen dass unser Klima im Durchschnitt 1 Grad Celsius wärmer wird, seit Anfang
der Industriellen Revolution sogar schon 0,6 Grad wärmer ist. Sind sie nicht Klimaforscher oder Biologe, der
sich mit den zusammenhängen des Klimas mit Flora und Fauna auseinander setzt, so dürfte sie dieses eine
Grad wärmer nicht beunruhigen. Bei einem Grad wärmer haben die meisten Menschen die Hoffnung, das
Klima werde angenehmer, die folgen wären wärmerer und schönere Sommer und mildere Winter. Aus
irgendeinem Grund verbindet der Mensch eine Temperatur Erhöhung mit mehr Komfort und angenehmeren
Lebensbedingungen.
Nun ist das ganze wie sie sicher schon bemerkt haben nicht so einfach und die folgen von einem Klima das
Durchschnittlich ein Grad wärmer ist, sind für die Natur und auch unsere Gesellschaft schwieriger zu
meistern als wir das glauben.
Pflanzen und Tiere in unseren Breitengraden sind an das gegenwärtige Klima angepasst. Sie überleben
dadurch, dass sich das Wetter ungefähr so verhält wie sie es gewohnt sind und auch die Temperaturen sich in
einem rahmen befinden, die sie vertragen. Wird das Klima tatsächlich um ein Grad wärmer, so sind die
Pflanzen und Tiere mit neuen Gegebenheiten konfrontiert., nämlich mit einem Klima das weiter südlich von
uns herrscht.
Nehmen wir als Beispiel die Schweiz, viele Schweizer kennen den Süden Frankreichs und Italien, dort
haben wir etwa ein Klima dass im Durchschnitt 1 bis 2 Grad wärmer ist als unseres, und wir können es auch
an der Vegetation erkennen. Die Vegetation in unseren Ferienparadiesen ist meistens weitaus spärlicher als
in unserer Region. Das Landschaftsbild ist geprägt von anderen Baumarten als bei uns, und auch das Gras ist
weniger satt und Grün, da es weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann. Wenn sich das Klima in der Schweiz
also um 1 Grad erwärmt, dann werden sich auch die Klimazonen verschieben und die Pflanzen werden
mitziehen, für die Landwirtschaft wird das kein leichtes unterfangen, dennoch setzt man, vor allem in der
Landwirtschaft heute schon auf neue, in der Schweiz noch unbekannte Obst und Gemüsesorten, die an ein
wärmeres Klima angepasst sind und bessere Erträge geben.
Nicht nur in der Landwirtschaft bemerken wir die Erwärmung. Die Baumgrenze in unseren Gebirgen liegt
ja bei ungefähr 1800 Metern über Meer, doch seit einigen Jahren wird beobachtet, dass der Wald viele
Weiden Oberhalb der Baumgrenze zurückerobert. Einerseits hat dies sicher damit zu tun, dass diese Weiden
nicht mehr wie bis vor ein paar Jahrzehnten von den Bauern bewirtschaftet werden, anderseits ist das aber
auch die Folge von einem schon milderen Klima, wäre nämlich das Klima nicht wärmer, könnten diese
Bäume nicht den Berggipfeln entgegen wandern.
Doch nicht nur die Natur wird sich an neue Gegebenheiten anpassen, auch für uns Menschen birgt ein
wärmeres Klima gewisse Gefahren und stellt unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen.
Erinnern wir uns kurz an den Rekordsommer 2003, über 10'000 Hitzetote in Frankreich, eine Dürreperiode
in der Schweiz die viele Flussläufe trocken legte und Temperaturrekorde in ganz Europa. Solche

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Rekordsommer sind mit einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 1 Grad vermehrt zu erwarten. Für
ältere Menschen mit einem weniger robusten Herz-Kreislaufsystem werden das schwierige Zeiten und viele
werden solche Sommer mit dem Tot bezahlen. Zudem rechnet man damit, dass in einem wärmeren Klima
die Stechmücke Anopheles, welche die Malaria Krankheit überträgt, in unseren Breitengraden ansiedeln und
Populationen entstehen werden.
Nicht zuletzt werden wärmere Temperaturen im Sommer mehr Energie für Klimaanlagen brauchen. In der
Schweiz wird ein großer Teil des Stromes in unserem Netz mit Wasserkraft erzeugt. Doch genau diese
Wasserkraft wird durch das schmelzen unserer Gletscher abnehmen. Flüsse werden weniger Wasser führen,
was weniger Trinkwasser und zu geringerer Energieerzeugung in den Kraftwerken führt.
Leider sind dies nicht nur annahmen, wir können mit großer Sicherheit davon ausgehen dass dieses Szenario
in unseren Breitengraden eintritt. Denn viele Glaziologen gehen davon aus, dass die meisten kleinen bis
mittelgroßen Gletscher in den nächsten 20 bis 30 Jahren abgeschmolzen sein werden.

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Wann wird es zuviel sein ?

Der Grenzwert  Rückkoppelungseffekte  Amazonas  Golfstrom

Heute, da wir wissen dass wir den Klimawandel nicht stoppen können, stellt sich vor allem eine Frage.
Welchen Wert darf nicht überschritten werden damit nicht Natürliche Kreisläufe die Globale Erwärmung
unberechenbar machen? Wissenschaftler sind sich heute einig, dass dieser Wert bei 450ppm CO2 liegt. Da
wir heute schon bei 382ppm CO2 liegen, haben wir diese Schwelle schon bald erreicht. Was heisst schon
bald? Zur Zeit steigt der CO2 Gehalt pro Jahr um 2 ppm, bleibt der Energieverbrauch Fossiler Energieträger
der Menschheit auf dem heutigen Niveau, so stehen wir schon in 30 bis 35 Jahren vor dieser Marke.
Doch was ist der Grund für diese Schwelle, was wird an dieser Schwelle passieren? Genau können uns
auch die Wissenschaftler diese Frage nicht beantworten, dennoch geht man heute davon aus, dass bei einem
solchen Wert, Rückkoppelungseffekte in unserem Klimasystem in gang gesetzt werden. Diese
Rückkoppelungseffekte wären die wahren Desaster einer Globalen Klimaerwärmung. Bei einem
Rückkoppelungseffekt, beginnt ein System sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verändern.
Grosse Systeme die solche Rückkoppelungseffekte auslösen könnten sind vor allem der Amazonasregenwald
und der Golfstrom, der für Europas mildes Klima verantwortlich ist.
Rückkoppelungseffekte haben vor allem die Eigenschaft, dass sie vermehrt selbst Treibhausgase in die
Atmosphäre entlassen und so die globale Erwärmung noch beschleunigen. Im Falle des
Amazonasregenwaldes könnte dies dadurch geschehen, dass durch die nun schon erhöhte CO2
Konzentration in der Luft, die Pflanzen ihre Poren für kürzere Zeit öffnen müssen um CO2 aus der Luft zu
absorbieren. Dies wiederum führt dazu, dass weniger Wasser verdunstet, denn jedes mal wenn eine Pflanze
ihre Poren öffnet um CO2 aus der Luft zu absorbieren, verdunstet Wasser aus ihren Blättern. Durch die
Enorme Größe des Amazonasregenwaldes macht der Regenwald sein Klima sozusagen selbst. Wasser dass
Verdunstet zieht sich über mehrere Millionen Quadratkilometer zusammen und bildet neue Niederschläge,
die wiederum den Amazonas im Norden speisen. Wird die Verdunstung nun durch den höheren CO2 Gehalt
in der Luft kleiner, führt dies längerfristig zu geringeren Niederschlägen im Amazonas Gebiet was einem
ökologischen Desaster gleichkommt. Die Vegetation im Amazonasregenwald würde sich verändern, viele
Bäume würden dem neuen, trockenerem Klima nicht Standhalten und eingehen. Dieses Sterben des
Amazonasregenwaldes würde wieder enorme Mengen CO2 freisetzen die der Regenwald in der ganzen
Geschichte gespeichert hat und die Globale Erwärmung stärker beschleunigen, als dies der Mensch bisher
verursacht hat. Leider ist der Amazonas nicht nur durch die Globale Erwärmung bedroht. Der
Rückkoppelungseffekt im Amazonas könnte, bei unglücklichen Umständen schon früher geschehen, denn
die Rodungen die seit Jahrzehnten im Amazonas stattfinden, haben das fragile System des Amazonas schon
beträchtlich beeinflusst und im Jahre 2007 erlebte das Amazonasgebiet eine Dürreperiode die weitere Teile
des Amazonas zerstörte.

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Ähnliches könnte mit dem nördlichen Ausläufer des Atlantik Golfstrom passieren. Der Nordatlantische
Golfstrom, der unter anderem für das milde Klima Europas verantwortlich ist befördert Salzwasser vom
Süden in den Norden. Dieses Wasser wärmt in den Breitengraden um den Äquator auf und fliesst bis
Oberhalb Großbritannien nach Norden, auf diesem Weg gibt das Wasser seine Wärme Teilweise ab, was
unser mildes Klima verursacht. Auf der höhe von Island, trifft das warme Wasser auf kältere Strömungen aus
dem Norden und kühlt soweit ab, dass es in einem inner Ozeanischen Wasserfalls in tiefere Schichten fällt
und von Norden wieder nach Süden fließt. Genau an diesem Punkt liegt die Gefahr für einen weiteren
Rückkoppelungseffekt. Würde sich nämlich dieser nördliche Ausläufer des Golfstromes nach Süden
verschieben, hätten wir in ziemlich kurzer Zeit in Europa wieder ein Eiszeitliches Klima. Es grenzt an Ironie
dass eine Eiszeit in Europa durch eine Globale Erwärmung zustande kommen könnte, dennoch sind sich die
Wissenschaftler beinahe einig, dass zwei Faktoren der Globalen Erwärmung genau zu so einer Verschiebung
des Nordatlantischen Ausläufers führen könnte. Die erste finden wir wenn wir uns nochmals auf die 450ppm
CO2 in der Atmosphäre besinnen. Heute ist man sich nämlich durchaus bewusst, dass bei einem CO2 Anteil
von 450ppm die Eispanzer von Grönland und der Antarktis in den kommenden 100 Jahren abschmelzen
würden, dies würde so viel Süßwasser freisetzen, dass sich das Wasser soweit verdünnen würde, dass das
Warme Wasser des Golfstromes sich an einem anderen Ort abkühlen würde und der nordische Ausläufer sich
dadurch verschiebt. Das Abschmelzen der Eiskappen auf Grönland und der Antarktis hätte noch zwei weitere
Folgen. Aus dem Permafrostboden unter den Eiskappen würden sich enorme, noch nicht erfassbare Mengen
des Treibhausgases Methan in die Atmosphäre gelangen. Diese Treibhausgase sind in ihrer Wirkung sieben
mal stärker als CO2 und würden unsere Atmosphäre weiter aufheizen. Anderseits würde das neue Wasser die
Meeresspiegel um bis zu 7 Meter ansteigen lassen, für viele Millionen Metropolen wie New York,
Amsterdam oder Los Angeles und viele weitere das sichere Todesurteil.

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Was ist so Dramatisch am aktuellen Klimawandel

Wenn man über die Szenarien die wir im letzten Kapitel angeschaut haben nachdenken, merken wir ohne
ein Wissenschaftler zu sein, dass wenn ein Rückkoppelungseffekt einsetzt, der ganze Kampf um die Globale
Erwärmung vorüber ist. Ab diesem Zeitpunkt hat der Mensch, egal was er tut, keinen Einfluss mehr auf das,
was mit dem Klima unseres Planeten geschieht. Sicherlich steht es außer Frage dass sich ein solches
Szenario auch ohne den Einfluss Menschen auf seine Umwelt irgendwann in ferner Zukunft der
Erdgeschichte abspielen wird. Doch wir sprechen hier von einem Szenario, dass sich in den nächsten 100 bis
300 Jahren abspielen könnte.
Extrem an dieser Vorstellung ist, dass alles Leben auf unserem Planeten eine enorme Veränderung der
Lebensräume überleben müsste. Bei Klimawandeln in vergangenen Epochen waren die Tier und
Pflanzenwelt ebenfalls solchen Veränderungen unterworfen, und die meisten Spezies haben diese Wechsel
überlebt, sie haben sich verändert und den neuen Lebensbedingungen angepasst. Gefährlich bei einem
Szenario von einem Rückkoppelungseffekt oder nur schon beim aktuellen Klimawandel ist jedoch die
Geschwindigkeit und die Umstände, mit denen die Natur durch den Menschen konfrontiert ist.
In früheren Phasen von Klimawandeln, hatte die Natur den nötigen Raum sich anzupassen, Wälder
wanderten indem ihre Samen an den Stellen wuchsen, an denen sie überleben konnten, und Tiere passten
sich über mehrere tausend Jahre an neue Gegebenheiten an, änderten ihre Nahrungsgewohnheiten oder
Wanderten mit den Klimazonen.3
Heute ist ein Wandern eines Waldes nur sehr schwer vorstellbar, hat der Mensch doch in den meisten
Regionen irgendwo Städte gebaut, die zu unüberwindbaren Hindernissen für die Natur werden können. Ganz
davon abgesehen, dass sich der heutige Klimawandel nicht über 1000 oder 10'000 Jahre erstreckt, sondern
dass wir davon ausgehen müssen, dass ein Klimawandel bei dem die Natur in früheren Epochen tausende
von Jahren hatte sich anzupassen beim heutigen Klimawandel die Dauer gerade mal 100 bis 200 Jahre sein
könnte. Diese Zeitspanne ist für eine Anpassung von Pflanzen und Tieren im Sinne der Evolution unmöglich
zu bewerkstelligen. Darum sprechen viele Biologen schon heute davon, dass der Schaden der die Menschheit
unserem Planeten zugefügt hat und noch wird mit dem Meteoriteneinschlag der die Dinosaurier zum
aussterben brachte vergleichbar ist.4

Verrückt an dieser Vorstellung ist, dass der Mensch dann tatsächlich der Grund für eine der Größten
Katastrophen der Erdgeschichte wäre. Eine Katastrophe, die das Aussterben von enorm vielen Individuen
und Arten zur Folge hätte, und wer weiß, vielleicht auch das Ende unsere Hoch Spezialisierten Gesellschaft.
Da sind wir doch schon verpflichtet uns die Frage zu stellen, ob das was das kommen könnte, von uns
verursacht, Ethisch überhaupt verantwortbar ist. Meiner Meinung nach ist es das nicht. Sicherlich ist es eine
Frage der Weltanschauung, auch eine Frage unserer eigener Spezies, aber durch den Egoismus

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Ozeane und Meeresströmungen


Die Ozeane sind eines der wichtigsten Systeme die Einfluss haben auf unser Klima. Die Ozeane sind
bekanntlich ja nicht still sondern sind getrieben von Warm und kaltwasser Strömen. Solch einem
warmwasser Strom, dem Golf Strom, verdankt Europa sein Mildes Klima, während sich das Wasser in
Äquatornähe aufwärmt und richtig norden Fliesst, gibt das Wasser auf der höhe von Europa einen Teil seiner
Wärme ab, welcher für unser Angenehmes Klima verantwortlich ist.

Einfluss auf die Biodiversität


Einfluss des Klimawandels auf die Biodiversität, vor allem wird gezeigt dass nicht der Klimawandel dass
Problem der Biodiversität ist, sondern die zerstörung von Lebensräumen die auch die Anpassungsfähigkeit
für die Arten um einiges Schwieriger macht.

Aufgeklärt – bis zum Jahr 2050


Hier wird erklärt dass der Klimawandel bis zum Jahr 2050 nicht mehr verändert werden kann, wir kennen
nur die folgen noch nicht, was wir jetzt an Emissionen einsparen, vermindert nur die Auswirkungen ab 2050
aber selbst dann wird sich das Klima noch weitere hundert Jahre aufwärmen bis sich der
Kohlenstoffkreislauf an die neue Masse angepasst hat.

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Quellennachweis

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1
Was ist Biodiversität – Erforschung, Schutz und Wert biologischer Vielfalt, Bruno Streit, Verlag C.H. Beck,
Seite 27 ff.
2
Jared Diamond, Film „Zur Lage des Planeten“ mit David Attenborough, Produktion BBC / Discovery in
Lizenz von BBC Worldwide
3
Film „Zur Lage des Planeten“ mit David Attenborough, Produktion BBC / Discovery in Lizenz von BBC
Worldwide
4
Aus „Zur Lage des Planeten“ mit David Attenborough, Produktion BBC / Discovery in Lizenz von BBC
Worldwide