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Semesterschlussprüfung Atomphysik 2004

1. Fotoeffekt (3P)
Eine Fotodiode wird mit Licht der Wellenlänge λ = 540 nm bestrahlt. Liegt zwi-
schen Kathode und Anode eine Spannung von 0.34 V an, werden die schnellsten
aller Elektronen aus der Kathode auf die Geschwindigkeit null abgebremst.

a) Berechne die Energie der Photonen und die maximale kinetische Energie der
Elektronen.
b) Ablösearbeit Wa , Grenzfrequenz fg des Kathodenmaterials?
c) Geschwindigkeit, mit der die Elektronen die Kathode verlassen?
d) Auswirkung Verdoppelung Lichtintensität auf Geschwindigkeit der Elektro-
nen?
e) Verbindet man Kathode und Anode, so fliesst ein Fotostrom. Auswirkung
Verdoppelung Lichtintensität auf Fotostrom?

2. Wasserstoffatom (6P)

a) Erwartungswert des Bahndrehimpulses eines Elektrons im 3d–Zustand?


b) Erwartungswert des Abstands des Elektrons im 3d–Zustand vom Kern?
c) Erwartungswert Geschwindigkeitsbetrag des Elektrons?
d) Wie lautet der Term des H–Atoms in diesem Zustand nach den Hund’schen
Regeln?
e) Bestimme für diesen Zustand, in wieviele Linien das Energieniveau in einem
äusseren homogenen Magnetfeld aufspaltet, und wie gross der Energieunter-
schied (in eV) zwischen zwei benachbarten Linien ist, falls das Magnetfeld
~ = 0.25 T beträgt.
|B|

3. Feinstruktur beim H–Atom (4P)

a) In wieviele Niveaus spaltet sich das n=3 Niveau im H–Atom durch Feinstruk-
turkorrektur auf? Zeichne die Niveaus schematisch auf und gib zu jedem Ni-
veau die zugehörigen Zustände an.
b) Berechne für das Niveau mit der grössten Korrektur den numerischen Wert.

4. Elektrischer Dipolübergang (3P)


In einem Zwei–Niveau–System geht ein Elektron vom Zustand 2 mit der Energie
-7.2 eV durch spontane Emission mit der Lebensdauer von τ = 9 · 10−9 s in den
Zustand 1 mit der Energie -11.1 eV über.

a) Berechne die Übergangswahrscheinlichkeit A21 .

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b) Berechne das Dipolmatrixelement |D21 | dieses Übergangs.
c) Berechne das Verhältnis von induzierter zu spontaner Emission bei der Tem-
peratur 2500 K für diesen Übergang.

5. Mg–Atom (5P)
Mg hat im Grundzustand in der äusseren Schale zwei 3s–Elektronen. Das Dia-
gramm gibt ein Termschema an, bei dem sich ein Elektron in einem angeregten
Zustand befindet.

a) Zeichne schematisch in das Diagramm entsprechende Energieniveaus und Be-


zeichnungen im Triplett–System.

b) Erkläre den Grund für den Energieunterschied zwischen den Singulett–Zuständen


mit dem Elektron im 3s– und 3p–Zustand.
c) Erkläre allfällige Energieunteschiede zwischen entsprechenden Zuständen zwi-
schen Singulett– und Triplett–System.
d) Zeichne für den 3p–Zustand des Elektrons im Triplett–System die möglichen
Zustände bezüglich J des Atoms ein.
e) Zeichne im Singulett–System fünf erlaubte elektrische Dipolübergänge ein.

6. Slater–Orbitale (4P)
Ein Elektron des Si–Atoms befinde sich im Zustand n=3, l=1 und ml =1.

a) Gib die vollständige Zustandsfunktion (ohne Spin) eines Elektrons an.


b) Berechne den Erwartungswert des Abstands eines Elektrons vom Kern.
c) Berechne den wahrscheinlichsten Abstand des Elektrons vom Kern.

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7. Zeemanneffekt (5P)
Kalzium hat, wie He, in der äusseren Schale zwei Elektronen. In einem angeregten
Zustand des Atoms sein ein Elektron im Triplett–System im Grundzustand, das
andere im Zustand 3d. Das angeregte Elektron geht nun von 3d nach 4p, unter
Aussendung eines Photons.

a) Term des Atoms in diesem Zustand und im Grundzustand?


b) In wieviele Energieniveaus spalten sich diese Niveaus (3d und 4p) in einem
äusseren Magnetfeld auf?
c) Wie gross ist der Landé–Faktor gJ im Niveau 3d?
d) Bei ausgeschaltetem B–Feld misst man für die Wellenlänge des ausgesannten
Photons λ = 1.9309 · 10−6 m. Wird das Magnetfeld zugeschaltet, misst man
einen Wellenlängenunterschied von ∆λ = 6.93 · 10−11 m zwischen benachbar-
ten Linien. Berechne die Stärke des äusseren Magnetfelds.