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Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk: Düsseldorf

Fläche: 217,22 km²

Einwohner:

586.217 (31. Dez. 2009)

Düsseldorf ist die Hauptstadt des Landes Nordrhein-Westfalen. In der Mitte der Metropolregion Rhein-
Ruhr und des zentralen europäischen Wirtschaftsraums gelegen zählt Düsseldorf Ȃ neben Frankfurt
am Main, Berlin, Hamburg und München Ȃ zu den fünf wichtigsten, global stark verflochtenen
Wirtschafts-, Verkehrs-, Kultur- und Politikzentren Deutschlands, den sogenannten Big Five.

Die Messestadt ist Sitz einer Vielzahl börsennotierter Unternehmen, darunter der DAX-Konzerne E.ON
AG, Henkel AG und Metro AG. Düsseldorf ist der umsatzstärkste deutsche Standort für
Wirtschaftsprüfung, Unternehmens- und Rechtsberatung[3], Werbung und Mode sowie ein wichtiger
Banken- und Börsenplatz. Der Düsseldorfer Flughafen ist das interkontinentale Drehkreuz Nordrhein-
Westfalens. Die Stadt am Rhein verfügt über zwei Binnenhäfen und ist Sitz von vier Hochschulen,
darunter der renommierten Kunstakademie und der Heinrich-Heine-Universität. Überregional ist
Düsseldorf für seinen Einkaufsboulevard Königsallee, die Altstadt sowie den Karneval bekannt.
Zahlreiche Museen und Galerien sind weitere Anziehungspunkte für Touristen und Einheimische.
Bemerkenswert ist die große Anzahl ostasiatischer Einwohner, darunter die japanische Gemeinde. In
nationalen und internationalen Städtevergleichen erreicht Düsseldorf regelmäßig gute bis sehr gute
Ergebnisse, nach den Mercer-Studien insbesondere unter dem Kriterium Lebensqualität.

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Das Klima des Düsseldorfer Raumes ist durch die reliefbedingte Öffnung in Richtung Nordsee
ozeanisch geprägt. Überwiegend westliche Windströmungen tragen feuchte Luftmassen heran. Die
Folgen sind milde, schneearme Winter und mäßig warme und feuchte Sommer. Insgesamt ist die
Witterung wechselhaft. So gibt es in der Stadt bei einer Jahresmitteltemperatur von 10,6 °C im Mittel
rund 800 mm Niederschlag. Der Raum Düsseldorf gehört zu den Gebieten mit den mildesten Wintern
in Deutschland. Im Durchschnitt fällt lediglich an elf Tagen im Jahr Schnee. Mit rund 1550
Sonnenstunden nimmt Düsseldorf in der Liste der sonnenscheinreichen Städte in Deutschland jedoch
eher einen der hinteren Plätze ein. Das milde Klima ermöglicht es, dass selbst exotische Pflanzen wie
Hanfpalmen und Yuccas im Freien gedeihen.

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Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp in einer Schreinskarte kann nicht sicher datiert
werden und stammt frühestens aus dem Jahr 1135. Am 5. Juni 1288 fand die Schlacht von Worringen
statt, in deren Folge Graf Adolf V. von Berg Düsseldorf am 14. August 1288 die Stadtrechte verlieh. Die
nur 3,8 Hektar umfassende Stadt war kaum mehr als ein umwalltes Dorf, das die Westgrenze der
Grafschaft Berg markierte.

1380 wurde Graf Wilhelm II. von König Wenzel in den Reichsfürstenstand erhoben. Noch im selben
Jahr beschloss der neue Herzog zum Ausdruck seiner reichspolitischen Funktion und Stellung, die
relativ abgelegene Burg an der Wupper als Regierungssitz aufzugeben und das am Rhein gelegene
Düsseldorf zur neuen Residenz auszubauen. Für die geplante bergische Hauptstadt Düsseldorf wurde
erstmals 1382 eine Burg urkundlich erwähnt. Zwischen 1384 und 1394 wurde die Stadt erheblich
erweitert. Durch geschickte Heiratspolitik vereinigten die Herzöge von Berg die Herzogtümer Jülich
und Kleve mit dem ihren zum gemeinsamen Herzogtum Jülich-Kleve-Berg. In den Jahren 1538 bis 1543
war Düsseldorf die Hauptstadt eines Verbundes von Territorialstaaten, der neben Jülich-Kleve-Berg
auch das Herzogtum Geldern, die Grafschaften Mark, Ravensberg und Zutphen sowie die Herrschaft
Ravenstein umfasste. Insbesondere unter Wilhelm dem Reichen wurde die Region zu einem Zentrum
humanistischer Wissenschaft und liberaler Katholizität. 1585 wurde bei der Vermählung des
Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prunkvollste
dokumentierte Hochzeit des 16. Jahrhunderts ausgerichtet. Unter dem Titel Orpheus und Amphion
kam dabei zum ersten Mal ein opernartiges theatralisches Schauspiel mit Gesang und Musik zur
Aufführung. Wilhelm der Reiche sorgte für den Wiederaufbau und Ausbau des Düsseldorfer Schlosses
durch den Renaissance-Baumeister Alessandro Pasqualini. Nach dem Aussterben des jülich-bergisch-
klevischen Regentenstammes 1609 und einem Erbfolgestreit zwischen Brandenburg und Pfalz-
Neuburg besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.