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Bemessung Bemessung von von

Ziegelmauerwerk Ziegelmauerwerk

Ziegelmauerwerk nach DIN 1053-100 Vereinfachtes Verfahren

Schneelast

Deckenlasten Deckenlasten Verkehrs- lasten Windlast WindlastErddruck
Deckenlasten
Deckenlasten
Verkehrs-
lasten
Windlast
WindlastErddruck
Deckenlasten Deckenlasten Verkehrs- lasten Windlast WindlastErddruck Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel e.V., Bonn

Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel e.V., Bonn

1 Einführung

Inhalt

2 Sicherheitskonzept und Nachweisverfahren der DIN 1053-100

3 Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Berechnungsverfahrens in DIN 1053-100, Abschnitt 8.1

4 Nachweis der aufnehmbaren Normalkraft bei zentrischer und exzentrischer Druckbe- anspruchung nach dem vereinfachten Be- rechnungsverfahren der DIN 1053-100

5 Schubnachweis nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100

6 Nachweis von Kelleraußenwänden

7 Bemessungsbeispiele

7.1 Gebäudebeschreibung

7.2 Position 1: Außenwand im 2. Obergeschoss

7.3 Position 2: Tragende Innenwand im Erdgeschoss

7.4 Position 3: Kelleraußenwand

Impressum

Seite

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25

42

47

DIN 1053-100 Bemessung von Mauerwerk nach dem Teilsicherheitskonzept In den letzten 20 Jahren ist im

DIN 1053-100 Bemessung von Mauerwerk nach dem Teilsicherheitskonzept

In den letzten 20 Jahren ist im Bauwesen schritt- weise das globale Sicherheitskonzept durch das Teilsicherheitskonzept abgelöst worden. Durch die Zuweisung von differenzierten Sicher- heitsbeiwerten zu Einwirkungen und Widerstand verspricht man sich eine genauere Beschreibung der Bemessungssituation und damit wirtschaftli- chere Konstruktionen. Als letzte Bauweise hat der Mauerwerksbau im Jahr 2004 mit der Vorlage der DIN 1053-100 die- se Umstellung in der Bemessung vorgenommen. Dabei wurde allerdings in einem ersten Schritt lediglich der bisherige globale Sicherheitsbeiwert so aufgeteilt, dass das Bemessungsergebnis mög- lichst unverändert blieb. Eine wirkliche Umstellung mit wissenschaftlich fun- dierten Teilsicherheitsbeiwerten bleibt der Überar- beitung der DIN 1053-1 vorbehalten, die bis Ende 2008 abgeschlossen werden soll. Nachdem bei Vergleichsrechnungen im Auftrag der Arge Mauerziegel Unstimmigkeiten im Ver- gleich zur bisherigen Bemessung nach DIN 1053-1 festgestellt wurden, wurde im August 2006 eine

1 Einführung

Neufassung der DIN 1053-100 veröffentlicht, die im Januar 2007 durch eine weitere A1-Änderung optimiert werden soll. Diese optimierte Fassung wird voraussichtlich im Frühjahr 2007 bauaufsicht- lich parallel zu DIN 1053-1 eingeführt. Für den Bereich Konstruktion und Ausführung gelten auch bei Bemessung nach DIN 1053-100 die bewährten Regeln der DIN 1053-1. Damit ist dann eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Sicherheitskonzepten bei der Bemessung gegeben. Mittelfristig ist mit einem vollständigen Übergang auf die Bemessung nach dem Teilsicher- heitskonzept zu rechnen. Die Arge Mauerziegel legt in dieser Broschüre eine erste Beispielsammlung zur Bemessung von Zie- gelmauerwerk nach DIN 1053-100 anhand eines typischen 6-Familien-Hauses vor. Dabei werden zunächst die neuen Nachweisformate vorgestellt und anschließend anhand von ausführlich kom- mentierten Beispielen mit dem vereinfachten Ver- fahren nach DIN 1053-100 vorgeführt. Die vorgese- hene Änderung A1 ist dabei bereits berücksichtigt. Die Beispiele zeigen, dass auch zukünftig die überwiegende Mehrzahl der Bemessungsfälle mit dem vereinfachten Verfahren bearbeitet werden kann.

DIN 1053-1

1996

   

(GSK)

 

DIN 1053-100 2006 (TSK)

 
 

DIN 1053-1

„2008“

 

(TSK)

 

DIN 1055

(GSK)

DIN 1055

DIN 1055 EC 1

EC 1

(TSK)

   

November 06

01.01.07

Frühjahr 07

Mitte 09

Bild 1: Zeitschiene für die Normen DIN 1053 und DIN 1055

2

Sicherheitskonzept und Nachweisverfahren der DIN 1053-100

Allgemeines2 Sicherheitskonzept und Nachweisverfahren der DIN 1053-100 Mauerwerk ist nach DIN 1053-100 in der Regel im

Mauerwerk ist nach DIN 1053-100 in der Regel im Grenzzustand der Tragfähigkeit nachzuweisen. Der Bemessungswert des Widerstandes R d muss mindestens so groß wie der Bemessungswert der Einwirkungen E d sein.

R

= γ

M

EE

=⋅≤γ

d

kF

EE =⋅≤γ d kF R d k (1)

R

d

k

(1)

mit

E

E

γ F

d

k

R

R

d

k

γ

M

Bemessungswert der Einwirkung charakteristischer Wert der Einwirkung Teilsicherheitsbeiwert für die Einwir- kung, s. Tabelle 1 Bemessungswert des Widerstandes charakteristischer Wert des Wider- standes Teilsicherheitsbeiwert des Wider- standes, s. Tabelle 3

Bemessungswert der Einwirkung E d d

Der Bemessungswert der Einwirkung wird aus der maßgebenden Kombination der ständigen und ver- änderlichen Einwirkungen nach DIN 1055 ermittelt.

In Gebäuden darf nach DIN 1053-100, Anhang A, der Bemessungswert der Einwirkung für Bemes- sungssituationen mit einer veränderlichen Einwir- kung vereinfachend zu:

E d =

∑ γ G,j · G k,j + 1,5 · Q k,1

(2)

und bei mehreren veränderlichen Einwirkungen zu

E d =

∑ γ G,j · G k,j + 1,5 · (Q k,1 + ψ 0,i · Q k,i )

(3)

angenommen werden.

mit:

G

Q

Q

k

k

k,1

ψ 0, ψ 1, ψ 2

charakteristischer Wert der ständigen Einwirkung charakteristischer Wert der veränderli- chen Einwirkung charakteristischer Wert der veränderli- chen Leiteinwirkung Kombinationsbeiwerte nach Tabelle 2 gesetzt werden.

Tabelle 1:

Wichtige Teilsicherheitsbeiwerte γ F der Einwirkungen für den Nachweis im Grenzzustand der Tragfähigkeit

Einwirkung

ungünstige

günstige

außergewöhnliche

Einwirkung

Einwirkung

Bemessungssituation

ständige Einwirkung (G) z.B. Eigengewicht, Ausbau- last, Erddruck

γ G = 1,35

γ G = 1,00

γ GA = 1,00

veränderliche Einwirkung (Q) z.B. Wind, Schnee, Nutzlasten

γ Q = 1,5

γ Q = 0

γ Q = 1,00

2 Sicherheitskonzept und Nachweisverfahren der DIN 1053-100

Tabelle 2:

Kombinationsbeiwerte ψ nach DIN 1055-100

 

Einwirkung

 

Kombinationsbeiwert

 

ψ

0

ψ

1

ψ

2

Nutzlasten auf Decken von:

 

Wohn- und Büroräumen

0,7

0,5

0,3

Versammlungs- und Verkaufsräumen

0,7

0,7

0,6

Lagerräumen

1,0

0,9

0,8

Windlasten

0,6

0,5

0

Schneelasten bis 1000 m ü.NN

0,5

0,2

0

über 1000 m ü. NN

0,7

0,5

0,2

Tabelle 3:

Teilsicherheitsbeiwerte γ M für Baustoffeigenschaften (DIN 1053-100, Tabelle 1)

   

γ

M

 

normale

 

außergewöhnliche

Einwirkungen

Einwirkungen

Mauerwerk

1,5 · k 0

 

1,3 · k 0

Verbund, Zug- und Druckwider- stand von Wandankern und Bändern

2,5

 

2,5

k 0

Faktor zur Berücksichtigung der Wandlänge

 

k 0

1,0 für Wände

k 0

1,0 für „kurze Wände“ (400 cm 2 A < 1000 cm 2 ), die aus einem oder mehreren ungetrennten Steinen oder aus getrennten Steinen mit einem Lochanteil von weniger als 35 % bestehen und nicht durch Schlitze oder Aussparungen geschwächt sind

k 0

1,25 für alle anderen „kurzen Wände“ (400 cm 2 A < 1000 cm 2 )

 

2 Sicherheitskonzept und Nachweisverfahren der DIN 1053-100

Bemessungswert des Widerstands R d d

Der Bemessungswert des Widerstands R d wird aus den charakteristischen Werten des Wider-

stands R k und den Teilsicherheitsbeiwerten γ M nach DIN 1053-100 zu

R

d = γ

M

R

k

(4)

ermittelt.

Die wichtigsten Informationen zum Sicherheits- konzept der DIN 1053-100 sind im Anhang A der Norm zusammengestellt.

Mischungsverbot mit DIN 1053-1der DIN 1053-100 sind im Anhang A der Norm zusammengestellt. Die Bemessungsregeln der DIN 1053-100 dürfen

Die Bemessungsregeln der DIN 1053-100 dürfen innerhalb eines Bauwerks nicht mit den Bemes- sungsregeln der DIN 1053-1, 1996 kombiniert werden.

Ein entsprechendes Mischungsverbot ist bauauf- sichtlich in der Musterliste der technischen Baube- stimmungen, Ausgabe September 2006, Anlage 2.2/6, enthalten.

Die Mauerwerksbemessung muss also für alle Bauteile innerhalb eines Bauwerks entweder nach dem globalen Sicherheitskonzept oder nach dem Teilsicherheitskonzept erfolgen.

oder nach dem Teilsicherheitskonzept erfolgen. Nachweisverfahren Der Nachweis von Mauerwerkbauteilen kann

Nachweisverfahren

Der Nachweis von Mauerwerkbauteilen kann auch nach DIN 1053-100 wie bisher bekannt nach ei- nem vereinfachten Verfahren (Abschnitt 8) oder einem genaueren Verfahren (Abschnitt 9) durchge- führt werden.

Bei üblichen Ziegelbauteilen ist das vereinfachte Verfahren in der Regel völlig ausreichend, der er- höhte Nachweisaufwand des genaueren Verfah- rens ist in der Regel nicht in wirtschaftlichere Kon- struktionen umsetzbar. Es besteht allerdings kein Mischungsverbot, so dass einzelne Bauteile eines Gebäudes mit dem genaueren Verfahren nachge- wiesen werden können. Ein Sonderfall, bei dem dies sinnvoll sein kann, ist der Schubnachweis, bei dem die Bemessung nach dem genaueren Verfah- ren eine deutlich höhere Ausnutzung des Mauer- werks erlaubt.

Diese Broschüre beschränkt sich daher vorwie- gend auf das vereinfachte Verfahren, für den Schubnachweis wird allerdings zusätzlich der Be- messungsalgorithmus für das genauere Verfahren dargestellt.

3

Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Berechnungsverfahrens in DIN 1053-100, Abschnitt 8.1

VoraussetzungenBerechnungsverfahrens in DIN 1053-100, Abschnitt 8.1 Das vereinfachte Verfahren kann immer angewen- det werden,

Das vereinfachte Verfahren kann immer angewen- det werden, wenn die geometrischen und konstruk- tiven Randbedingungen des Abschnitts 8.1 und der Tabelle 2 der DIN 1053-100 eingehalten sind.

Die Gebäudehöhe darf nicht größer als 20 m und die Stützweite der aufliegenden Decken muss klei- ner oder gleich 6 m sein. Die Gebäudehöhe ist bei geneigten Dächern als Mittelwert zwischen First- und Traufhöhe definiert.

Für unterschiedliche Bauteile (Innen- und Außen- wände) sind in Abhängigkeit von der Wanddicke maximal zulässige Geschosshöhen und Nutzlasten bei Anwendung des vereinfachten Verfahrens an- gegeben. Tabelle 4 enthält einen Auszug aus der Tabelle 2 der DIN 1053-100 mit allen für Ziegel- bauten wichtigen Angaben.

Tabelle 4: Anwendungsgrenzen des vereinfachten Verfahrens nach DIN 1053-100 für übliche Ziegelwandkonstruktionen
Tabelle 4:
Anwendungsgrenzen des vereinfachten Verfahrens nach DIN 1053-100 für übliche
Ziegelwandkonstruktionen
Wanddicke d
lichte
Wandhöhe h s
Nutzlast q k
Lfd.
Bauteil
Nr.
mm
m
kN/m 2
≥ 115
1
2,75
< 240
Innen-
wände
keine
2
≥ 240
Einschränkung
3
≥ 175
2,75
≤ 5,00
einschalige
< 240
Außenwände
4
≥ 240
≤ 12 · d 1)
Tragschale
≤ 3,00
zweischaliger
inklusive Trennwandzuschlag
5
≥ 175
2,75
Außenwände
< 240
und
zweischaliger
Haustrenn-
5,00
≥ 240
wände
≤ 12 · d 1)
6
1) d Wanddicke

4

Nachweis der aufnehmbaren Normalkraft bei zentrischer und exzentrischer Druckbeanspruchung nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100

Nachweisnach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100 Die Standsicherheit von Wänden bei Normalkraft-

Die Standsicherheit von Wänden bei Normalkraft- Beanspruchung wird nach DIN 1053-100 durch den Vergleich der vorhandenen Normalkraft N Ed mit der maximal aufnehmbaren Normalkraft N Rd nachgewiesen

N Ed N Rd

(5)

Das vereinfachte Verfahren ist in Abschnitt 8 der Norm beschrieben.

Bemessungswert der vorhandenen Normalkraft N E d Ed

In Hochbauten darf angesetzt werden:

N Ed = 1,35 · N Gk + 1,5 · N Qk

(6)

In Hochbauten mit Stahlbetondecken und charak- teristischen veränderlichen Lasten q k 2,5 kN/m 2 darf vereinfacht angesetzt werden:

 

N Ed = 1,4 · (N Gk + N Qk )

(7)

Bemessungswert der aufnehmbaren Normalkraft N R d

Bemessungswert der aufnehmbaren Normalkraft N Rd

 

N Rd = Φ · A · f d

(8)

mit

Φ Abminderungsfaktor min (Φ 1 , Φ 2 , Φ 3 )

A

f

beanspruchter Querschnitt Bemessungswert der Druckfestigkeit

d

f

d

f k

= η⋅ γ

M

f

k

charakteristische Mauerwerkdruckfestig- keit, siehe Tabelle 5

Tabelle 5:

Charakteristische Werte f k der Mauerwerkdruckfestigkeit für Ziegelmauerwerk nach DIN

1053-100

Ziegelfestigkeitsklasse

 

Normalmörtel

 

Leichtmörtel

II

IIa

III

IIIa

LM21

LM36

 

N/mm 2

 

4

2,2

2,5

2,8

1,5

2,2

6

2,8

3,1

3,7

2,2

2,8

8

3,1

3,7

4,4

2,5

3,1

10

3,4

4,4

5,0

2,7

3,3

12

3,7

5,0

5,6

6,0

2,8

3,4

16

4,4

5,5

6,6

7,7

20

5,0

6,0

7,5

9,4

28

5,6

7,2

9,4

11,0

36

11,0

12,5

4 Nachweis der aufnehmbaren Normalkraft bei zentrischer und exzentrischer Druck- beanspruchung nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100

γ M

Teilsicherheitsbeiwert für Materialeigen- schaften, siehe Tabelle 3

η Abminderungsbeiwert zur Berücksichti- gung von Langzeiteinwirkungen, i.a. gilt η = 0,85

Abminderungsfaktoren Φ

mit:

h k

d

Knicklänge

Wanddicke

Bei flächig aufgelagerten massiven Decken nach DIN 1045-1 oder DIN 1045-100 mit lastverteilen- den Balken und falls keine größeren horizontalen Lasten als die planmäßigen Windlasten rechtwink- lig auf die Wände wirken wird die Knicklänge zu:

Φ 1 bei vorwiegender Biegebeanspruchung (z.B. Windscheiben):

 
 

h k = β · h s

(11)

 
 

e

 
 

Φ 1 =−⋅1

2

b

(9)

mit:

 
 

h s

lichte Geschosshöhe Abminderungsbeiwert

 

mit:

β

e

Exzentrizität

 

b

Wandlänge

 

β

= 0,75

für Wanddicke d 175 mm;

Bei Plattenbeanspruchung ist b = d zu setzen

β

= 0,90

für Wanddicke 175 mm < d 250 mm;

 

β

= 1,00

für Wanddicke d > 250 mm.

Φ 2 bei Knickgefahr:

2 h k ⎞ =−0 85 , 0 0011⋅ ⎛ , Φ 2 ⎜ ⎟
2
h
k ⎞
=−0 85
,
0 0011⋅ ⎛
,
Φ 2
(10)
⎝ d ⎠

Die Schlankheit h k /d darf nicht größer als 25 sein.

Tabelle 6:

Abminderungsbeiwerte Φ 2 für unterschiedliche Wanddicken in Abhängigkeit von der Wandhöhe

Wanddicke d

 

Geschosshöhe h s

 
 

m

2,5

2,625

2,75

3

3,5

mm

 

Φ

2

115

0,558

0,528

0,496

nach dem vereinfachten Verfahren nicht zulässig

175

0,724

0,711

0,697

240

0,753

0,743

0,733

0,711

0,661

300

0,774

0,766

0,758

0,740

0,700

365

0,798

0,793

0,788

0,776

0,749

425

0,812

0,808

0,804

0,795

0,775

490

0,821

0,818

0,815

0,809

0,794

4 Nachweis der aufnehmbaren Normalkraft bei zentrischer und exzentrischer Druck- beanspruchung nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100

Tabelle 7:

Abminderungswerte Φ 3 bei Decken zwischen Geschossen

 

Stützweite

Charakteristische Mauerwerkdruckfestigkeit

 

Φ

3

l 4,2 m

Keine Einschränkung

 

0,9

 
 

f k < 1,8 N/mm 2 (HLz 4 / LM 21)

 

l

4,20 < l 6,0 m

 

1,6 –

5

0,9

 

f k 1,8 N/mm 2 (alle übrigen Ziegel-Mörtel-Kombinationen)

 

l

 

1,6 –

6

0,9

Φ 3 bei Traglastminderung durch den Decken- drehwinkel bei Endauflagern

Bei Decken im obersten Geschoss, z.B. Dach- decken gilt grundsätzlich

Φ 3 =

1

3

(12)

für alle Werte der Stützweite l.

Scheibenschub 1,0 ≤ c ≤ 1,5 N y n y x y max σ y
Scheibenschub
1,0 ≤ c ≤ 1,5
N y
n y
x
y
max σ y
n x
σ y
z
H x

Bild 2: Prinzipskizze Scheibenschub

Bei Decken zwischen Geschossen gelten die Werte der Tabelle 7.

Wird die Traglastminderung infolge Deckendreh- winkel durch konstruktive Maßnahmen, z.B. Zen- trierleisten, vermieden, so gilt unabhängig von der Deckenstützweite Ф 3 = 1,0.

Für die Bemessung maßgebend ist der kleinere der Werte Ф 2 und Ф 3 .

Plattenschub c = 1,5 N y n y x e o y e u z
Plattenschub
c = 1,5
N y
n y
x
e o
y
e u
z
σ y
Bild 3: Prinzipskizze Plattenschub

5

Schubnachweis nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100

Randbedingungen für das Entfallen des Schubnachweisesnach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100 Auf einen rechnerischen Nachweis der räumlichen Steifigkeit

Auf einen rechnerischen Nachweis der räumlichen

Steifigkeit darf verzichtet werden, wenn die Ge-

schossdecken als steife Scheiben ausgebildet sind

bzw. statisch nachgewiesene Ringbalken vorliegen und wenn in Längs- und Querrichtung des Gebäu- des eine offensichtlich ausreichende Anzahl von

genügend langen aussteifenden Wänden vorhan-

den ist, die ohne größere Schwächungen und ohne Versprünge bis auf die Fundamente geführt sind.

Schubnachweis für Rechteckquerschnitteund ohne Versprünge bis auf die Fundamente geführt sind. Ist ein Schubnachweis erforderlich, darf für Recht-

Ist ein Schubnachweis erforderlich, darf für Recht- eckquerschnitte (keine zusammengesetzten Quer- schnitte) nach DIN 1053-100, Abschnitt 8.9.5, das folgende vereinfachte Verfahren angewendet wer-

den:

V Ed V Rd

(13)

mit:

V

V

Ed

Rd

Bemessungswert der Querkraft Bemessungswert des Bauteilwiderstan- des bei Querkraftbeanspruchung

d

f vk

M

⋅⋅ γ

c

V Rd

= α

s

(14)

α s

b

l c

Schubtragfähigkeitsbeiwert min (1,125 · b; 1,333 · l c )

Länge der nachzuweisenden Wand überdrückte Länge des Querschnitts l c = 1,5 · (b - 2e)

d Dicke des Wandquerschnitts

c Faktor zur Berücksichtigung der Vertei- lung der Schubspannungen über den Querschnitt

e Exzentrizität (Ausmitte)

c

c

1,5 für

1,0 für

h

w

b

h

w

b

2

1

γ M

f vk

Zwischenwerte dürfen linear interpoliert werden.

h w

b Länge der Wand

Bei Plattenschub gilt stets: c = 1,5 Teilsicherheitsbeiwert nach Tabelle 3

charakteristische Schubfestigkeit

gesamte Wandhöhe

Scheibenschub (s. Bild 2)

f vk = f vk0 + 0,4 · σ Dd max f vk

(15)

Plattenschub (s. Bild 3)

f vk = f vk0 + 0,6 · σ Dd

(16)

f vk0

σ

A

Dd

c

max f vk

f bk

abgeminderte Haftscherfestigkeit nach Tabelle 8 Bemessungswert der zugehörigen Druckspannung im untersuchten Last-

fall. Im Regelfall ist die minimale Einwir-

kung σ Dd = 1,0

überdrückte Querschnittsfläche

N

Ed

A

c

maßgebend.

A c = l c · d

Höchstwerte der charakteristischen

Schubfestigkeit

max f vk = 0,016 · f bk für Hochlochsteine

und Steine mit Grifföffnungen oder

-löchern

max f vk = 0,020 · f bk für Vollsteine ohne

Grifföffnungen oder -löcher charakteristischer Wert der Steindruck- festigkeit (Steinfestigkeitsklasse)

5

Schubnachweis nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100

Tabelle 8:

Abgeminderte Haftscherfestigkeit f vk0 nach DIN 1053-100, Tabelle 6

 

Stoßfugen

 

Mörtelgruppe

NM I

NM II

NM IIa

NM III

NM IIIa

LM 21

LM 36

 

f vk0 MN/m 2

unvermörtelt

0,01

0,04

0,09

0,11

0,13

vermörtelt

0,02

0,08

0,18

0,22

0,26

0,13 vermörtelt 0,02 0,08 0,18 0,22 0,26 Schubspannungsnachweis nach dem genaueren Verfahren Auch

Schubspannungsnachweis nach dem genaueren Verfahren

Auch für das genauere Verfahren gelten die Re- geln des vereinfachten Verfahrens. Der Nachweis wird mit den beiden Gleichungen

f vk = f vk0 + 0,4 · σ Dd = 0,45 · f ·
f vk = f vk0 + 0,4 · σ Dd
= 0,45 · f
·
1+ σ Dd
f vk
bz
f
bz

(17)

(18)

mit

f bz = 0,033 · f bk für Hochlochsteine und Steine mit Grifflöchern oder Grifföffnungen

f bz = 0,040 · f bk für Vollsteine ohne Grifflöcher oder Grifföffnungen

geführt. Dabei ist der kleinere der beiden Werte maßgebend.

Gleichung (18) führt in der Regel zu deutlich höhe- ren Bemessungswerten als dem Höchstwert der Schubfestigkeit max f vk . Dieser Nachweis kann im- mer angewendet werden, auch wenn der Rest des Bauteils mit dem vereinfachten Verfahren bemes- sen wurde.

Bauteils mit dem vereinfachten Verfahren bemes- sen wurde. Ermittlung der mittleren Druckspannung σ D d Für

Ermittlung der mittleren Druckspannung σ Dd

Für ungerissene Querschnitte mit Ausmitten e b/6 wird die Randspannung σ R wie folgt bestimmt:

N Ed b ⋅ d dabei ist 6⋅ e m = b mit Normalkraft N
N Ed
b
⋅ d
dabei ist
6⋅ e
m
=
b
mit
Normalkraft
N Ed
b
Querschnittsbreite/Wandlänge
d
Wanddicke
m
bezogene Ausmitte
e
Exzentrizität (Ausmitte)

σ Rl ll

,

=

(1±

m )

(19)

Bei gerissenen Querschnitten (Ausmitten b/6 < e b/3) wird die Randspannung zu

N Ed

4

σ

R

=

bd

3

m

(20)

bestimmt.

5

Schubnachweis nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren der DIN 1053-100

Die mittlere Druckspannung σ Dd lässt sich aus der Randspannung σ R unter der Annahme einer ge- radlinigen Spannungsverteilung zu

mit

σ Rl

σ Rll

2

Randspannung am “linken” Rand Randspannung am “rechten” Rand

(gilt für σ Rl > σ Rll )

σ Dd

=

σ

Rl

σ

Rll

+ σ

Rll

(21)

ermitteln.

l /3 e b/2 c R N M Q
l
/3
e
b/2
c
R
N
M
Q

σ R

überdrückte Fläche A b σ R /2 l c τ
überdrückte Fläche A
b
σ R /2
l c
τ

d

Bild 4: Normal- und Schubspannungsverteilung für einen gerissenen Querschnitt bei Scheibenbean- spruchung

einen gerissenen Querschnitt bei Scheibenbean- spruchung Nachweis der Randdehnungen bei Schei- benbeanspruchung Bei

Nachweis der Randdehnungen bei Schei- benbeanspruchung

Bei Querschnitten mit klaffender Fuge ist zusätz- lich die rechnerische Randdehnung ε R auf der Sei- te der Klaffung unter Gebrauchslasten mit N Ed = 1,0 · N Gk nachzuweisen. Dieser Nachweis soll sicherstellen, dass die „gezogene“ Seite nicht tatsächlich aufreißt und somit bei einem Wechsel der Beanspruchungsrichtung die angesetzte Haft- scherfestigkeit weiterhin vorhanden ist.

Damit gilt:

 

ε

R

ε

D

 
 

=

 

(22)

bl

c

l

c

   

l

l

c

l

σ

R

=⋅− 1

10

4

ε

R

=

ε

D

l

c

E

D

l

c

⎞ ⎠ ⎟ (23)

für seltene Bemessungssituationen nach DIN 1055-100:2001 - 03, Abschnitt 10.4, Abs. (1a). Für Ziegelmauerwerk kann entweder vereinfachend

E

D

=

1000

f

k

(24)

oder nach Tabelle 3 der DIN 1053-100

 

E

D

=

1100

f

k

(25)

angesetzt werden.

Der Nachweis darf für häufige Bemessungssitu-

ationen nach DIN 1055-100:2001 - 03, Abschnitt 10.4, Abs. (1b) nur geführt werden, wenn beim Nachweis der Querkraftbeanspruchung auf den Ansatz der Haftscherfestigkeit verzichtet wird.

6

Nachweis von Kelleraußenwänden

6 Nachweis von Kelleraußenwänden Nachweis von Kelleraußenwänden Bei Kelleraußenwänden kann nach DIN 1053-100,

Nachweis von Kelleraußenwänden

Bei Kelleraußenwänden kann nach DIN 1053-100, Abschnitt 10, ein genauerer rechnerischer Nach- weis auf Erddruck entfallen, wenn die nachfolgen- de Bedingungen erfüllt sind und der Bemessungs- wert der Wandnormalkraft innerhalb bestimmter Grenzen liegt:

Wanddicke d 240 mm

lichte Höhe der Kellerwand h s 2,60 m

Die Kellerdecke wirkt als Scheibe und kann die aus dem Erddruck entstehenden Kräfte aufneh- men.

Im Einflussbereich des Erddruckes auf die Kel- lerwand beträgt der charakteristische Wert q k der Verkehrslast auf der Geländeoberfläche nicht mehr als 5 kN/m 2 ,

die Geländeoberfläche steigt nicht an und

die Anschüttungshöhe h e ist nicht größer als die Wandhöhe h s .

Wenn diese Bedingungen eingehalten sind, muss der Bemessungswert der jeweils maßgebenden

N 0, Ed Decke als Scheibe Waagerechtes Gelände q k <_ 5 kN/m 2 N
N 0, Ed
Decke als Scheibe
Waagerechtes
Gelände
q k <_ 5 kN/m 2
N 1, Ed
d >_ 24 cm
h
<_ h
e
s
h
/2
e
h
_< 2,60 m
s

Bild 5: Randbedingungen für den vereinfachten Nachweis einer Kelleraußenwand

Wandnormalkraft N 1,Ed in halber Höhe der An-

schüttung innerhalb folgender Grenzen liegen:

 

N 1 , Rd

=

N

d N

f

d

3 11Ed

,

,lim,

d

(26)

mit

 
 

γ ese

h

h

2

 

N 1 ,lim, d

=

(27)

20 d

d

γ e

f d

N 1,Rd

N 1,lim,d

N 1,Ed

Wanddicke Wichte der Anschüttung Bemessungswert der Mauerwerkdruck- festigkeit oberer Grenzwert der Wandnormalkraft unterer Grenzwert der Wandnormalkraft Bemessungswert der Wandnormalkraft aus dem Lastfall max N bzw. min N

Alternativ kann nachgewiesen werden, dass der

Bemessungswert der jeweils maßgebenden Wand- normalkraft N 0,Ed der Kelleraußenwand unterhalb der Kellerdecke innerhalb folgender Grenzen liegt:

d N

f

N

 

=

d

N

(28)

0 , Rd

00Ed

,

,lim,

d

3

mit

N

N

0,lim,d

0,Ed

unterer Grenzwert der Wandnormalkraft, s. Tabelle 9 Bemessungswert der Wandnormalkraft aus dem Lastfall max N bzw. min N

Mit dem jeweiligen oberen Grenzwert wird eine ausreichende Normalkraft-Tragfähigkeit sicherge- stellt, der untere Grenzwert stellt eine ausreichen- de Überdrückung des Querschnitts zur Aufnahme von Horizontalkräften sicher.

6

Nachweis von Kelleraußenwänden

Tabelle 9:

Untere Grenzwerte N 0,lim,d für Kelleraußenwände ohne genaueren rechnerischen Nachweis

Wanddicke d

 

N 0,lim,d in kN/m bei einer Höhe der Anschüttung h e

 

mm

1,0 m

1,5 m

2,0 m

2,5 m

240

6

20

45

75

300

3

15

30

50

365

0

10

25

40

490

0

5

15

30

Zwischenwerte sind linear zu interpolieren

 

Tabelle 10:

Minimale Auflast N 1,lim,d für Kelleraußenwände bei Auswertung von Gl. 27 Randbedingungen: h s = 2,5 m, ρ s = 800 kg/m³

Wanddicke d

 

N 1,lim,d in kN/m bei einer Höhe der Anschüttung h e

 

mm

1,0 m

1,5 m

2,0 m

2,5 m

240

6

18

36

59

300

3

13

28

46

365

0

9

21

37

425

0

6

17

30

490

0

3

13

25

Zwischenwerte sind linear zu interpolieren

 

Für den Nachweis der oberen Grenzwerte muss der Bemessungswert der Wandnormalkraft aus dem Lastfall max N, für die unteren Grenzwerte

aus dem Lastfall min N (Eigengewicht) bestimmt werden.

6

Nachweis von Kelleraußenwänden

6 Nachweis von Kelleraußenwänden Zweiachsige Lastabtragung der Kelleraußenwand Die beiden vorgenannten Nachweise

Zweiachsige Lastabtragung der Kelleraußenwand

Die beiden vorgenannten Nachweise setzen vo- raus, dass die Kellerwand die Lasten einachsig zwischen Kellerdecke und Bodenplatte abträgt. Ist die Kelleraußenwand durch Querwände oder sta- tisch nachgewiesene Bauteile im Abstand b aus-

gesteift, sodass eine zweiachsige Lastabtragung in der Wand stattfinden kann, dürfen die unteren Grenzwerte N 0,lim,d und N 1,lim,d in Abhängigkeit vom Abstand b der Aussteifungselemente und der Geschosshöhe h s abgemindert werden.

N 0,Ed α · N 0,lim,d

oder

N 1,Ed ≥α · N 1,lim,d mit α nach Tabelle 11

Tabelle 11:

Abminderungsfaktoren α für die zweiachsige Lastabtragung von Kellerwänden in Abhängigkeit vom Verhältnis Abstand d A der Aussteifungselemente und Geschosshöhe h s

 

d A / h s

1,00

1,25

1,50

1,75

2,00

0,50

0,625

0,75

0,875

1,00

7.1 Gebäudebeschreibung Die nachfolgend dargelegten Berechnungsbei- spiele werden für ein Mehrfamilienhaus geführt.

7.1 Gebäudebeschreibung

Die nachfolgend dargelegten Berechnungsbei- spiele werden für ein Mehrfamilienhaus geführt. Es handelt sich um ein dreigeschossiges unterkel- lertes Gebäude mit einem Walmdach. Die Dach- konstruktion wird in Holzbauweise erstellt. Alle Geschosse werden aus gemauerten Wänden mit Stahlbetondecken erstellt. Die Stahlbetondecken wirken als aussteifende Deckenscheiben. Für die verputzten, einschaligen Außenwände werden wärmedämmende Hochlochziegel und Leicht- mauermörtel verwendet. Als Wandbaustoffe für die Zwischenwände und nichttragenden Wände werden Hochlochziegel eingesetzt. Diese werden ebenso wie die Kelleraußenwände mit Normal- mauermörtel verarbeitet. Die Wandstöße werden in Stumpfstoßtechnik mit Flachblechankern ausge- führt. Die Trennwände zum Treppenhaus werden aus Schallschutzziegeln erstellt. Dieses gilt

7 Bemessungsbeispiele

ebenso für die Trennwände zwischen den Wohn- einheiten.

Die Stahlbetondecken weisen eine Dicke von 180 mm auf. Diese Decken liegen mit einer Aufla- gertiefe von 180 mm auf den Außenwänden auf, so dass eine Abmauerung auf der Wandaußenseite mit zusätzlicher Wärmedämmung eingebaut wer- den kann. Im Bereich der Deckenauflager wird auf der Unterseite und auf der Oberseite eine besan- dete Bitumendachbahn nach DIN 52128 – R500 verwendet.

In dieser Broschüre werden die Standsicherheits- nachweise entsprechend dem neuen Konzept für Mauerwerksbauten mit Teilsicherheitsbeiwerten nach DIN 1053-100 und der DIN 1055-100 vorge- stellt. Auf bauphysikalische Nachweise zum Brand-, Schall- und Wärmeschutz wird hier nicht eingegangen.

OK. FIRST

+12.495

25° OK. TRAUFE +9,17 +8,415 DG +5,61 2.OG +2,85 1.OG ±0,00 EG OK GEL. OK
25°
OK. TRAUFE
+9,17
+8,415
DG
+5,61
2.OG
+2,85
1.OG
±0,00
EG
OK GEL.
OK GEL.
KG
2.6252.50
3.902.6252.625
18
18
18
18
50
8.235
1.00
1.54
1.54
mittlere Gebäudehöhe 10.955

Bild 6: Schnitt durch das Mehrfamilienhaus

1.0014.25

5.135 36.54.3851.002.762436.5

36.55.135

5.37 Pos.3 (KG)

4.385

1.00

15.25

14.25

2.76

24

7 Bemessungsbeispiele

(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
(KG) 4.385 1.00 15.25 14.25 2.76 24 7 Bemessungsbeispiele 36.5 14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51
36.5
36.5
14.365 50 36.5 3.01 17.5 3.51 2424 3.51 17.5 3.01 36.5 50 3.375 Pos.2 (EG)
14.365
50 36.5
3.01
17.5
3.51
2424
3.51
17.5
3.01
36.5
50
3.375 Pos.2 (EG)
36.5
5.385
24
2.385
24
5.385
36.5
14.365
15.365
5.345
3.38
4.96
7.00
1.385.62
5.375 Pos.1 (2.OG)

Bild 7: Grundriss des Mehrfamilienhauses

36.5 14.365 15.365 5.345 3.38 4.96 7.00 1.385.62 5.375 Pos.1 (2.OG) Bild 7: Grundriss des Mehrfamilienhauses
36.5 14.365 15.365 5.345 3.38 4.96 7.00 1.385.62 5.375 Pos.1 (2.OG) Bild 7: Grundriss des Mehrfamilienhauses
36.5 14.365 15.365 5.345 3.38 4.96 7.00 1.385.62 5.375 Pos.1 (2.OG) Bild 7: Grundriss des Mehrfamilienhauses
36.5 14.365 15.365 5.345 3.38 4.96 7.00 1.385.62 5.375 Pos.1 (2.OG) Bild 7: Grundriss des Mehrfamilienhauses
36.5 14.365 15.365 5.345 3.38 4.96 7.00 1.385.62 5.375 Pos.1 (2.OG) Bild 7: Grundriss des Mehrfamilienhauses
36.5 14.365 15.365 5.345 3.38 4.96 7.00 1.385.62 5.375 Pos.1 (2.OG) Bild 7: Grundriss des Mehrfamilienhauses
7.2 Position 1: Außenwand im 2. Obergeschoss Statisches System Zweiseitig gehaltene, einschalige Außenwand als

7.2 Position 1: Außenwand im 2. Obergeschoss

Statisches System

Zweiseitig gehaltene, einschalige Außenwand als Endauflager

11 5 7 18 Decke ü.2.OG DG 1 Außenwand im 2.OG 2.OG Decke ü. 1OG
11 5
7 18
Decke ü.2.OG
DG
1
Außenwand
im 2.OG
2.OG
Decke ü. 1OG
1.OG
36 5
1818
2,625
2,805

Bild 8: Schnitt durch die Außenwand im 2. OG

7 Bemessungsbeispiele

Decke ü. 1OG 1.OG 36 5 1818 2,625 2,805 Bild 8: Schnitt durch die Außenwand im

7 Bemessungsbeispiele

Bauteildaten

Mittlere Gebäudehöhe

10,955 m

Ziegeldruckfestigkeitsklasse

 

8

Ziegelrohdichte

800 kg/m³

Mauermörtel

Leichtmörtel LM 21

Wanddicke d

365

mm

Putzdicke d p

35 mm (20 + 15)

Wandlänge b

5,375 m

Lichte Wandhöhe h s

2,625 m

Höhe Drempel h Dr

0,50 m

Deckenstützweite l 1

5,345 m

Deckendicke d b

180

mm

Lastzusammenstellung

Dachlasten (aus Nebenrechnung)

Ständige Last g Da

3,10 kN/m

 

Veränderliche Last

2,50 kN/m

 

q

Da

Deckenlasten

g

Beton

4,50 kN/m²

 

g

Belag

1,60 kN/m²

 

Ständige Last Σ g De

6,10 kN/m²

 

Nutzlast Kategorie A2

1,50 kN/m²

 

Trennwandzuschlag

1,20 kN/m²

 

Veränderliche Last

2,70 kN/m²

Σ

q De

Eigenlast Wand

g

Wand

3,65 kN/m²

 

g Putz

0,35 kN/m²

 

Σ g W

4,00 kN/m²

g Beton = d b · γ B = 0,18 · 25 = 4,5 kN/m² Estrich und Belag zu g Belag = 1,6 kN/m²

DIN 1055-1 Wohnräume mit ausreichen- der Querverteilung

DIN 1055-3

g W = d · γ W = 0,365 · 10 = 3,65 kN/m² g Putz = d P · γ P = 0,035 · 10 = 0,35 kN/m²

Belastung am Wandkopf

Aus Drempel und Dach

 

g

Dr = h Dr · g W = 0,5 · 4,00 =

2,00 kN/m

g

0 = g Dr + g Da = 2,00 + 3,10 =

5,10 kN/m

q

0 = q Da =

2,50 kN/m

aus Decke über dem 2.OG

Lasteinzugsfaktor für das Endauflager k = 0,4

g

De = k · l 1 · g De = 0,4 · 5,345 · 6,10 =

13,04 kN/m

q

De = k · l 1 · q De = 0,4 · 5,345 · 2,70 =

5,77 kN/m

Summe Lasten am Wandkopf

g

1 = g 0 + g De = 5,10 + 13,04 =

18,14 kN/m

q

1 = q 0 + q De = 2,50 + 5,77 =

8,27 kN/m

Schnittgrößen

 

Normalkraft

 

n

Ed,j = 1,35 · (g 1 + g w · h w ) + 1,5 · q 1

 

Einwirkung am Wandkopf

n

Ed,o = 1,35 · 18,14 + 1,5 · 8,27 =

36,9 kN/m

Einwirkung in Wandmitte

g

w,m = 2,625

2

4,00 =

5,25 kN/m

n

Ed,m = 1,35 · 5,25 + 36,9 =

44,0 kN/m

Einwirkung am Wandfuß

g

w,u = 2,625 · 4,00 =

10,5 kN/m

n

Ed,u = 1,35 · 10,5 + 36,9 =

51,1 kN/m

7 Bemessungsbeispiele

= 2,625 · 4,00 = 10,5 kN/m n E d , u = 1,35 · 10,5

7 Bemessungsbeispiele

7 Bemessungsbeispiele Bemessung nach DIN 1053-100, 2006-08 Überprüfung der allgemeinen Bedingungen zur Anwendung des

Bemessung nach DIN 1053-100, 2006-08

Überprüfung der allgemeinen Bedingungen zur Anwendung des ver- einfachten Verfahrens nach Abschnitt 8.1

Kriterium

Anforderung

Istwert

Bemerkung

Maximale

h 20 m

10,955 m

eingehalten

Gebäudehöhe

Maximale

l 6 m

5,345 m

eingehalten

Deckenstützweite

Maximal

h s 12 d = 4,38 m

2,625 m

eingehalten

zulässige

Geschosshöhe

 

Maximale

q k 5 kN/m²

2,7 kN/m²

eingehalten

Verkehrslast auf

Decken

 

Nachweis

Bemessungswert N Rd des Widerstands N Rd = Φ · A · f d mit

A Auflagerfläche der Decke auf der Wand

A = 1,00 m · 0,18 m = 0,18 m²

A = 1,00 m · 0,365 m = 0,365 m²

Abminderungsfaktoren Φ

Knicken Φ 2

Φ 2 = 0,85 - 0,0011 ·

h

k

d

2

Knicklängenfaktor β = 1,0

Wanddicke d > 25 cm

Knicklänge h k

= 0,85 - 0,0011 · 7,2² = 0,79

h k = β · h s = 1,0 · 2,625 = 2,625 m

Schlankheit λ

λ == h k

2 625

,

,

7 2

<= 25

zul

 

=

 

d 0 365

,

λ

für Wandkopf/-fuß für Wandmitte

Deckendrehwinkel Φ 3

Φ 3,Wandkopf = 0,33

Φ 3,Wandfuß = 1,6 l 1

5 345

,

16

= 0 71

,

=−,

6

6

Bemessungswert f d der Druckfestigkeit

η ⋅ f

f

 

k

= =

,

,

= 1,42 N/mm²

d

 

γ

M

15

,

0 85

2 5

mit:

charakteristische Druckfestigkeit f k = 2,50 N/mm²

Dauerstandfaktor η = 0,85

Teilsicherheitsbeiwert γ M = 1,5 · k 0 = 1,5 · 1,0 = 1,5

Beiwert k 0 zur Berücksichtigung der Wandart

k 0 = 1,0

Bemessungswiderstand am Wandkopf

n Rd,Wandkopf = Φ 3,Wandkopf · A · f d

 

=

0,33 · 0,18 · 1,42 · 1000 =

84,3 kN/m

Bemessungswiderstand in Wandmitte

 

n Rd,Wandmitte = Φ 2,Wandmitte · A · f d

 

=

0,79 · 0,365 · 1,42 · 1000 =

409,5 kN/m

Bemessungswiderstand am Wandfuß

 

n Rd,Wandfuß = Φ 3,Wandfuß · A · f d

 

= 0,71 · 0,18 · 1,42 · 1000 =

181,5 kN/m

7 Bemessungsbeispiele

Oberste Geschossdecke

Bei jedem Wand-Decken- knoten wird empfohlen, eine Bitumenpappe R 500 zwischen dem Ziegelmauerwerk und der Deckenplatte einzulegen.

Ziegelfestigkeitsklasse 8, Leichtmörtel LM 21, DIN 1053-100, Tabelle 5

Wandlänge 5,345 m, Wandfläche A = 9621 cm² >> 1000 cm²

Es wird nur die Auflagertiefe der Decke als lastabtragender Querschnitt berücksichtigt.

7 Bemessungsbeispiele Zusammenstellung der maßgebenden Werte Ort Abminder- ungsfaktoren Wider- stand

7 Bemessungsbeispiele

Zusammenstellung der maßgebenden Werte

Ort

Abminder-

ungsfaktoren

Wider-

stand

Einwirk-

ung

n

n

Ed

Bemer-

kungen

Φ 2

Φ 3

n

Rd

n

Ed

Rd

     

kN/m

   

Wandkopf

-

0,33

84,3

36,9

0,438

Nachweis

erbracht

Wandmitte

0,79

-

409,5

44,0

0,107

Nachweis

erbracht

Wandfuß

-

0,71

181,5

51,1

0,282

Nachweis

erbracht

44,0 0,107 Nachweis erbracht Wandfuß - 0,71 181,5 51,1 0,282 Nachweis erbracht 24
7.3 Position 2: Tragende Innenwand im Erdgeschoss Statisches System Zweiseitig gehaltene tragende Innenwand Decke ü.

7.3 Position 2: Tragende Innenwand im Erdgeschoss

Statisches System

Zweiseitig gehaltene tragende Innenwand

Decke ü. EG 1. OG 2 Innenwand im EG EG Decke ü. KG KG 24
Decke ü. EG
1. OG
2
Innenwand
im EG
EG
Decke ü. KG
KG
24
2,625 1818
2,805

Bild 9: Schnitt durch die tragende Innenwand im EG

7 Bemessungsbeispiele

EG Decke ü. KG KG 24 2,625 1818 2,805 Bild 9: Schnitt durch die tragende Innenwand

7 Bemessungsbeispiele

Bauteildaten

Mittlere Gebäudehöhe

10,955 m

Ziegeldruckfestigkeitsklasse

12

Ziegelrohdichte

1200 kg/m 3

Mauermörtel

NM IIa

Wanddicke d

0,24 m

Wichte γ w

14 kN/m 3

Wandlänge b

3,375 m

Lichte Wandhöhe h s

2,625 m

Höhe Drempel h Dr

0,50 m

Deckenstützweite l 1,o

5,345 m

Deckenstützweite l 2,o

3,38 m

Deckendicke d b,o

0,18 m

Deckenstützweite l 1,u

5,345 m

Deckenstützweite l 2,u

3,38 m

Deckendicke d b,u

0,18 m

l 1 , u 5,345 m Deckenstützweite l 2 , u 3,38 m Deckendicke d b

Lastzusammenstellung

Dachlasten

Ständige Last g Da

3,10 kN/m

 

Veränderliche Last Σ q Da

2,50 kN/m

Deckenlasten

g

Beton

4,50 kN/m²

 

g

Belag

1,60 kN/m²

 

Ständige Last Σ g De

6,10 kN/m²

 

Nutzlast Kategorie A2

1,50 kN/m²

 

Trennwandzuschlag

1,20 kN/m²

 

Veränderliche Last Σ q De

2,70 kN/m²

Flächenlast für Putz

g

Putz

0,35 kN/m²

Eigenlast Wand

 

Σ g W

3,71 kN/m²

Belastung am Wandkopf

Aus Decke

g De = k

q De = k

 

(l

1

+ l

2

)

= 1,2

6,1

(5,345 + 3,38)

2

⋅⋅

2

 

(l

1

+ l

2

)

= 1,2

2,7

(5,345 + 3,38)

 

2

⋅⋅

2

g

De

q

⋅⋅

De

Auflast auf Wand ohne Decke

g 0 = 31,93 · 2 + 3,71 · 2,625 · 2 =

q 0 = 14,13 · 2 =

Mit Auflast aus Decke

g 1 = g 0 +g De = 83,34 + 31,93 =

q 1 = q 0 +q De = 28,26 + 14,13 =

Gesamtlast für die Wand

=

31,93 kN/m

=

14,13 kN/m

83,34 kN/m

28,26 kN/m

115,27 kN/m

42,39 kN/m

G 1 = g 1 · b = 115,27 · 3,375 =

389,03 kN

Q 1 = q 1 · b = 42,39 · 3,375 =

143,07 kN

7 Bemessungsbeispiele

g Beton = d b · γ B = 0,18 · 25 = 4,50 kN/m²

DIN 1055-1 Wohnräume mit ausreichender Querverteilung DIN 1055-3

g W = d · γ W + g Putz = 0,24 · 14 + 0,35 = 3,71 kN/m²

Lasteinzugsfaktor für das Zwischenauflager k = 1,2

7 Bemessungsbeispiele

Schnittgrößen

 

Normalkraft

n Ed,j =

1,35 · (g 1 + g w · h w ) + 1,5 · q 1

 

Einwirkung am Wandkopf

n Ed,o =

1,35 · 115,27 + 1,5 · 42,39 =

219,20 kN/m

n Ek,o =

1,00 · 115,27 =

115,27 kN/m

Einwirkung in Wandmitte

 

2,625

g w,m =

2

3,71 =

4,87 kN/m

n Ed,m =

1,35 · 4,87 + 219,20 =

225,77 kN/m

Einwirkung am Wandfuß

g w,u =

2,625 · 3,71 =

9,74 kN/m

n Ed,u =

1,35 · 9,74 + 219,20 =

232,35 kN/m

E d , u = 1,35 · 9,74 + 219,20 = 232,35 kN/m Bemessung nach DIN

Bemessung nach DIN 1053-100, 2006-08

Überprüfung der allgemeinen Bedingungen zur Anwendung des vereinfachten Verfahrens nach Abschnitt 8.1

Kriterium

Anforderung

Istwert

Bemerkung

Maximale

     

Gebäudehöhe

h 20 m

10,955 m

eingehalten

Maximale

     

Deckenstützweite

l 6 m

5,345 m

eingehalten

Maximal zulässige Geschosshöhe

keine Einschrän- kung

2,625 m

eingehalten

Maximale

     

Verkehrslast auf

q k 5 kN/m²

2,7 kN/m²

eingehalten

Decken

Maximale       Verkehrslast auf q k ≤ 5 kN/m² 2,7 kN/m² eingehalten Decken 28

Nachweis

Bemessungswert N Rd des Widerstands

N Rd = Φ · A · f d

mit

A Wandquerschnitt

A = 1,00 m · 0,24 m = 0,24 m²

Abminderungsfaktoren Φ

Knicken Φ 2

Knicklängenfaktor β = 0,9

Wanddicke 17,5 < d 25 cm

Knicklänge h k

h k = β · h s = 0,9 · 2,625 = 2,36 m

Schlankheit λ

λ =

h k

2,36

d 0,24

=

= 9,8 < 25 = zul λ

2

d

= 0,85 - 0,0011 · 9,8² = 0,74

Φ 2 =

0,85 - 0,0011 ·

h

k

Deckendrehwinkel Φ 3

Φ 3,Wandkopf = 1,6 - l 6 = 1,6 - 5,345

1

6

= 0,71

Φ 3,Wandfuß = 1,6 - l 6 = 1,6 - 5,345

1

6

= 0,71

7 Bemessungsbeispiele

Wegen der stark unterschied- lichen Stützweiten wird auf der sicheren Seite liegend der Deckendrehwinkel eines End- auflagers angenommen.

7 Bemessungsbeispiele

Bemessungswert f d der Druckfestigkeit

f

f

d = η ⋅

k

= 0,85

= 2,83 N/mm²

 

γ M

1,5

5,0

mit:

charakteristische Druckfestigkeit f k = 5,0 N/mm²

Dauerstandfaktor η = 0,85

Teilsicherheitsbeiwert γ M = 1,5 · k 0 = 1,5 · 1,0 = 1,5

Beiwert k 0 zur Berücksichtigung der Wandart

k 0 = 1,0

Bemessungswiderstand am Wandkopf

n Rd,Wandkopf = Φ 3,Wandkopf · A · f d

= 0,71 · 0,24 · 2,83 · 1000 =

482,2 kN/m

Bemessungswiderstand in Wandmitte

n Rd,Wandmitte = Φ 2,Wandmitte · A · f d

= 0,74 · 0,24 · 2,83 · 1000 =

502,6 kN/m

Bemessungswiderstand am Wandfuß

n Rd,Wandfuß = Φ 3,Wandfuß · A · f d

= 0,71