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ANTIFA-MERAN.

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antifa-meran@hotmail.com 10-PUNKTE-PROGRAMM

INFORMIEREN – AGIEREN - REAGIEREN

WIR INFORMIEREN: Ein wirksames Mittel gegen Rechtsextremismus ist die Aufklärung. Das
Informieren der Bevölkerung über faschistische Aktivitäten gehört daher zu unseren obersten
Zielen. WIR AGIEREN: Antifaschismus heißt Aktion. Deshalb setzen wir uns durch vielfältige
Initiativen für Nichtdiskriminierung und Menschlichkeit ein. WIR REAGIEREN: Faschistische
Präsenz in der Öffentlichkeit wird leider viel zu oft toleriert. Wir sehen es als Pflicht eines jeden,
dagegenzuhalten – und tun dies auch, als laute Stimme im allgemeinen Schweigen.

Aufklärung an Schulen: Das Phänomen Rechtsextremismus muss in allen


1 Schulstufen im Unterricht eingehend behandelt werden. Besonders die
Mittelschulen müssen dahingehend aktiv werden. Rassismus muss thematisiert
und durch Schulprojekte vorgebeugt werden.
Beobachtungs– und Beratungsstelle: Es braucht eine vom Land
2 finanzierte Anlaufstelle mit Fachkräften, welche extremistische Aktivitäten aller Art
dokumentieren, Familien und Angehörigen von Rechtsextremisten pädagogisch zur
Seite stehen und Gesamtkonzepte zur Prävention ausarbeiten und koordinieren.
Jugendarbeit: Jugendzentren sind Orte der Gemeinschaft und des
3 Gemeinsinns und brauchen Anerkennung und Förderung. Den Jugendlichen muss
ein breites Angebot an Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer Freizeit geboten
werden.
Spracherwerb: Rechtsextremismus baut auch auf die ablehnende Haltung zu
4 anderen Ethnien und Kulturen. Die ausreichende Kenntnis von Zweit– und
Fremdsprachen ist die Voraussetzung, um Ängste abzubauen und Brücken zu
schlagen; Spracherwerb muss daher gefördert werden.
Forza Nuova und Co.: Neofaschistische Parteien, welche sich hinter einer
5 demokratischen Fassade verstecken, müssen entlarvt werden und bedürfen eines
wachsamen Auges. Besonders den Medien obliegt die Aufgabe des kritischen
Hinterfragens und Informierens. Faschismus darf in der Politik nicht weiter
toleriert werden!
Faschistische Relikte: Das Siegesdenkmal muss seine faschistische
6 Bedeutung verlieren, indem man es soweit umgestaltet, dass es eine mahnende
Funktion erhält. Andere geduldete Überbleibsel ohne historische Bedeutung
müssen entfernt werden.
Toponomastik: In der Ortsnamensfrage muss eine von allen drei
7 Sprachgruppen mitgetragene Lösung gefunden werden,
Wiedergutmachung der Kulturverbrechen von Tolomei vor Augen hat.
welche die

Diskriminierung von Randgruppen: Menschen ohne Stimme, von der

8 breiten Masse oft übergangen oder angefeindet, müssen fair und gleichberechtigt
behandelt werden. Politische Parteien tragen eine große Verantwortung für das
friedliche Zusammenleben.

Gewalttätige Übergriffe: Zivilcourage ist gefragt! Weiters ist ideologisch


9 motivierte Gewalt aufs Strengste zu verfolgen und muss mit harten Strafen
geahndet werden. Resozialisierungsprojekte und gemeinnützige Arbeit bieten die
Möglichkeit zur Wiedergutmachung.
Erinnerung wach halten: Wir müssen aus der Geschichte lernen: Das
10 Gedenken an verstorbene Personen, welche gegen Nationalsozialismus oder
Faschismus gekämpft haben oder durch Faschistenhand getötet wurden, muss
aufrecht erhalten werden, als Vorbilder für kommende Generationen.