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ORIENTALISCH

E
HERRSCHERIN
NEN: JULIA
DOMNA &
ZENOBIA
Frauen in der Antike | Konrad Mohr
GLIEDERUNGSPUNKTE
I. Julia Domna
II. Zenobia
III. Zenobia als mythische Figur und Filmheldin
JULIA DOMNA - BIOGRAFIE
• geboren ca. 160 in Emesa
(heute Homs)
• Tochter des Julius Bassianus
(Oberpriester des Elagabal)
• ab ca. 180: Aufeinandertreffen
mit Lucius Septimius Severus
• 186: Übersiedelung nach
Gallien
JULIA DOMNA - BIOGRAFIE
• 187: Hochzeit in Lugdunum (Verwaltungssitz
der Gallia Lugdunensis, heutiges Lyon)
• 188: Geburt des ersten Sohnes, Caracalla
• zw. 188 und 189: Ende der Statthalterschaft
und Umsiedelung nach Rom
•189: Geburt des zweiten Sohnes, Geta
• Ergreifung der Kaiserwürde durch Septimius
Severus im 2. Vierkaiserjahr 193
JULIA DOMNA - BIOGRAFIE
• Juni 193: Julia Domna wird Julia Domna Augusta
• ständige Begleiterin des Kaisers auf Feldzügen
• Mater Castrorum
• Darstellung der vorbildlichen Herrscherfamilie im Sinne des dynastischen
Gedankens des Severus
• womögliche Beteiligung am Wiederaufbau des Vesta-Tempels
• zahlreiche Ehrungen und Ehreninschriften während und nach Severus‘ Herrschaft
• Konflikt mit Plautian, Versuch der Intrige, 205 Ermordung durch Caracalla
JULIA DOMNA - BIOGRAFIE
• Krisenjahr 211: Zerwürfnis der Söhne Caracalla und Geta
• In einem Hinterhalt wird Geta in Anwesenheit der Mutter von Handlangern Caracallas
getötet
• Damnatio Memoriae – Julia durfte keine Trauer zeigen, Zerstörung von Abbildern Getas
• Trotz des nun gebrochenen Verhältnisses zu Caracalla behält Julia wichtige Aufgaben in
der Regierung bei (Pia Felix)
• 217: Attentat auf Caracalla durch den Prätorianerpräfekt Macrinus
• freiwilliger Hungertod im Frühjahr 217
• Vergöttlichung und Verehrung, teomorphe Darstellung
ZENOBIA - BIOGRAFIE
•geboren ca. 240 in Palmyra, familiäre
Herkunft weitestgehend unbekannt
•sicher ist, dass Zenobia aus gutem
Hause stammte und eine für Mädchen
aus edlen Familien übliche Bildung
erhielt
•255: Hochzeit mit Odaenathus
(Exarch in Palmyra)
•Palmyra unter Odaenathus: beinahe
unabhängiger Bestandteil des
römischen Imperiums
ZENOBIA - BIOGRAFIE
•Ab 267: vormundschaftliche Regierung für Sohn Vaballathus
•Herrschaft über die Provinz Syria
•ab 270: Unterwerfung des unter römischer Hoheit stehenden Arabiens
•Erweiterung des Einflussgebietes bis nach Ägypten
•weitere Eroberungen im Norden des palmyrenischen Reiches
•Anfang 272: Zenobia lässt sich zur Augusta und ihren Sohn zum Augustus ausrufen
•spätestens jetzt begann Kaiser Aurelian (Nachfolger des Gallienus) einen Feldzug
gegen Zenobia
ZENOBIA - BIOGRAFIE
•Zenobia erlitt die Niederlage und wurde nach einem Fluchtversuch Kaiser Aurelian
vorgeführt
•Quellen über ihr weiteres Schicksal gehen auseinander
•mögliches Szenario 1: Zenobia starb beim Transport nach Rom infolge einer
Krankheit oder ihrer ablehnenden Haltung, Essen zu sich zu nehmen in den Jahren
272/273
•mögliches Szenario 2: Zenobia überstand den Transport nach Rom und wurde dem
Volk bei einem Triumphzug präsentiert. Sie starb erst im hohen Alter, womöglich in
einer Villa bei Tivoli
ZENOBIA IN DER
KÜNSTLERISCHEN REZEPTION
LITERATUR
•H. Temporini – Gräfin Vitzthum (Hrsg.), Die Kaiserinnen Roms. Von Livia bis
Theodora. München 2003
•Thomas Späth, Beate Wagner-Hasel (Hrsg.): Frauenwelten in der Antike.
Geschlechterordnung und weibliche Lebenspraxis. Metzler, Stuttgart 2006
•Sonja Nadolny: Die severischen Kaiserfrauen. Franz Steiner, Stuttgart 2016
•Erich Kettenhofen: Die syrischen Augustae in der historischen Überlieferung. Ein
Beitrag zum Problem der Orientalisierung. Habelt, Bonn 1979