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Weinberg- Infoblatt für die Gruppen- mitglieder von EBM EBM-Hüttenreport (vormals HÜTTENREPORT)

Weinberg-

Infoblatt für die Gruppen- mitglieder von EBM

Weinberg- Infoblatt für die Gruppen- mitglieder von EBM EBM-Hüttenreport (vormals HÜTTENREPORT)

EBM-Hüttenreport

(vormals HÜTTENREPORT)

www.einheit-berlin-mitte.de ++++ Ausgabe 4/2013 (56)

Liebe EBMler, liebe Sympathisanten,

Ausgabe 4/2013 (56) Liebe EBMler, liebe Sympathisanten, unser heutiges Titelfoto zeigt den Wartturm, wie wir ihn

unser heutiges Titelfoto zeigt den Wartturm, wie wir ihn 2010 zur Winterwanderung gesehen haben. Wird uns die kommende Win- terwanderung eine ähnlich schöne Winterlandschaft bescheren? Es

wäre schön. Wir haben ja so manche Tour unternommen, aber am Lilienstein im Winter, da waren wir noch nicht. Vielleicht tun wir das im kommenden Februar. Schließlich ist der Lilienstein unser „Hausmassiv“. Die endgültige Route ist noch nicht ausgeguckt, sie wird Euch aber spätestens auf dem Gruppenabend im Januar angesagt werden können. Das Ganze hängt auch sehr damit zusammen, ob wir unsere Hütte winterfest bekommen, also sie im Winter benutzbar ist. Das hängt in erster Linie davon ab, ob es uns gelingt, die Sanitärfrage zufriedenstellend zu lösen. Vorstellungen gibt es und sind in Arbeit. Es wäre jedenfalls schön, wenn wir die Winterwanderung von unserer Hütte aus starten könnten.

Das Stichwort „Arbeit“ lässt uns zurückblicken auf das 2013 Erreichte. Wir sind mit Eurer Hilfe ein ganzes Stück voran gekommen. Die „Erledigt-Haken“ an unserer Liste haben erfreulich zugenommen. Die großen Brocken, wie zum Beispiel der Schornsteineinbau sind weitgehend abgearbeitet. Viele kleinere Sachen stehen aber noch auf der Liste. Zum Teil sind das Arbeiten, die auf Regentage warten können. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass wir auf Regentage hoffen, außer wenn der Regen nur die Wochentage Montag bis Donnerstag betrifft, denn der Garten um unsere Hütte herum möchte auch gepflegt, heißt vor allem gegossen werden.

möchte auch gepflegt, heißt vor allem gegossen werden. Nun steht Weihnachten schon wieder vor der Tür

Nun steht Weihnachten schon wieder vor der Tür und auch der Jahreswechsel, zu dem man sich bekanntlich allerlei wünschen kann und zu dem man sich etwas für das neue Jahr vornimmt.

Wir wünschen uns vor allem, dass sich unsere Gruppe weiter entwickelt, dass der eine oder die andere Jüngere zu uns stößt. Wir wünschen uns, dass Ihr uns weiterhin so unterstützt wie im abgelaufenen Jahr und dass wir 2014 die Hütte in den mehr oder weniger endgültigen Stand versetzen, damit das Klettern und Wandern absolute Priorität bekommt. Euch wünschen wir im Jahre 2014 alles Gute, kommt immer gesund wieder nach Hause und fühlt Euch zusammen mir Euren Gästen auf der Hütte wohl.

Ulf und Thomas

Neues von der Hütte

Der Bau der Sommerdusche ist weiter voran gekommen. Die Wände

stehen schon und der Wasseranschluss ist vorbereitet. Bis zur Eröffnung der Saison 2014 im Frühjahr wird sie funktionsfähig sein. Zuvor wird sie während des Winterhalbjahres ihre Wände für die Aufstellung der Bio- Toilette zur Verfügung stellen. Wir haben mit einer solchen Toilette ja eine jahrelange Erfahrung vom Kayserberg her. Der Waschplatz im Freien ist ja schon seit längerem fertig.

Die letzten Teile der Birke sind zu Kleinholz

geworden und liegen wohl geordnet an der Stirnseite des Schuppens zum Trocknen. Die Scheite warten jetzt auf die Feuerklappe des Kaminofens. Allerdings haben wir beim Zerschneiden des Birkenstammes nicht den Rachen des Kaminofens beachtet, so dass eine erhebliche Zahl der Hölzer noch einmal von einer Säge behandelt werden muss.

Hölzer noch einmal von einer Säge behandelt werden muss.  Sowohl im Schuppen als auch auf

Sowohl im Schuppen als auch auf dem

Dachboden wurden Leuchtstofflampen installiert. Insbesondere im Schuppen kann nun auch bei Dunkelheit optimal gearbeitet werden.

Das im Schuppen stationierte Hütten-Dienstfahrrad hat jetzt nach

einer ausgiebigen, von erfahrenen Ingenieuren geführte Diskussion über Rechts- und Linksgewinde auf beiden Seiten identische Pedale.

und Linksgewinde auf beiden Seiten identische Pedale.  Das gelungene Kunstwerk von Jörg Marotz ziert jetzt

Das gelungene Kunstwerk von Jörg Marotz ziert jetzt das Grundstück und weist es als Bergsteiger“bungalow“ aus. Die Inschrift „EBM“ wird sicherlich manchen vorbei gehenden Spaziergänger zum Grübeln animieren. (vielleicht zum Beispiel: Erstes Bergsteiger-Museum“ oder so ähnlich)

Leider ist auch der erste Diebstahl zu vermelden. Das Außenthermometer zwischen den beiden Eingangstüren wurde entwendet. Es war ein schönes Emailleschild, das jetzt wohl auf einem Trödelmarkt landen wird.

Ein herbstlicher Hüttenputz war für das Wochenende vom 18.

bis zum 20. Oktober angesetzt worden. Es wurde dann aber doch eher ein

Bauwochenende, an dem noch so allerhand erledigt wurde. Die Arbei-

ten am Kamin gingen weiter. So wurde der Schornsteinabschluß fertiggestellt und die Stellfläche für den Ofen vorbereitet. Letzteres bestand im Auslegen des Linole- ums und einer Feuerschutzplatte. Das erste Anheizen ist nach Druck- legung dieses Heftes bestimmt schon erfolgt. Außerdem wurde der Wasser- schenkel des Fensterrahmens im Hochzeitszimmer saniert. Als guter Zimmermann hat sich hier Wolf- gang Puchmüller hervor getan. Die übrigen teilnehmenden Hand- werker waren Jochen und Ulf. Sie lasierten das Ablagebrett am Durchreichefenster, setz- ten den Komposthaufen um, schnitten die Stand- fläche für die Schornstein- leiter zu, dichteten die

Dachrinne ab und mach- ten die Regenhaube für den Schornstein passend. Das eigentliche Putz- kommando war weiblich und bestand aus Christia- ne und Eveline. Beide unterzogen die Küchen- zeile einer Grundreini-

gung einschließlich des generellen Abwaschs des Inhalts der Schränke. Ein ähnliches Prozedere mussten sich das kleine Schränkchen und die Fensterrahmen gefallen las- sen. Und damit gaben sich die Damen nicht zufrieden, sondern sie widme- ten ihre Hände noch dem Zurechtstutzen des Gartens. Der große Reinigungs- und Putzeinsatz wird dann im März 2014 fällig sein. Der Termin steht im Fahrtenplan. Da sind dann wieder viele Hände gefragt.

im März 2014 fällig sein. Der Termin steht im Fahrtenplan. Da sind dann wieder viele Hände
vorher
vorher
nachher
nachher

Ein weiteres Wochenende sollte der Inbetriebnahme des Kaminofens dienen. Da spielte aber der Baumarkt nicht mit, bei dem das Ofenrohr bestellt worden war. Sonstige Arbeit gibt es aber noch genug und so beschäftigten sich Bärbel im Garten, Micha befasste sich mit dem Aufarbeiten des kleinen Schränkchen, Harald baute die Sommerdusche soweit weiter, dass sie im Winter als Stellplatz für die Bio-Toilette geeignet ist, Jochen baute unter anderem am Handlauf unter dem Vordach und Ulf war mit der Schornsteinabdichtung ausgelastet. Daneben wurde der Schuppen zum Spielplatz hin beplankt, die Außenwand zum Waschplatz hin mit Paneel verschönert, im Inneren Ordnung hergestellt und die Wetterseiten des Ensembles mit Wetterschutz-Gel behandelt. Da wir an diesem Wochenende schon die Maßnahmen für das Abstellen des Wassers treffen mussten, erfolgte auch dieses einschlließlich des Auffüllens der Reservekanister mit Brauchwasser.

Das ganze fand am ersten Novemberwochenende statt, was wegen der dann schon früh einsetzenden Dunkelheit
Das
ganze
fand
am
ersten
Novemberwochenende
statt,
was
wegen
der
dann
schon
früh
einsetzenden
Dunkelheit
zu

gemüticher Abendgestaltung Zeit ließ.

In allerletzter Minute

Wie das beim Zeitungsmachen so ist, treffen in allerletzter Minute noch Nachrichten ein, die es verdient haben, unbedingt noch mitgenommen zu werden. Eigentlich müssten dann manchmal andere Beiträge nachträglich korrigiert werden, die schon fest im Layout integriert sind, aber das macht unheimlich viel Arbeit. Das heißt für euch Leser und Leserinnen, auch ein bisschen zwischen den Zeilen zu lesen. Dann wird es jedem und jeder klar, was das gerade Gültige, sprich das Aktuelle darstellt. Deshalb auch die merkwürdige Seitennummerierung mit 6a und so weiter.

Er brennt oder Feuer-TV könnte man hingerissen ausrufen. Und wer sich nun fragt, wer denn brennt, heißt die Antwort: Nicht der Kaminofen unserer Hütte brennt, sondern in ihm brennt es, und zwar gut. Also richtig muss es heißen: Es brennt. An der freudig erregten Stimme von Ulf, als er mir nämlich die Erfolgsmeldung durchs Telefon flötete, konnte ich unschwer feststellen, dass es ein durchaus erhebender Moment gewesen sein musste, als er das Streichholz an die im Inneren sorgfältig gestapelten Brennmateria- lien hielt. Und spannend war es wohl ebenfalls, denn bisher war ja alles Theorie, wenn auch nach allen Seiten gut abgewogen und unter Beiziehung von etlichem Expertenwissen einschließlich aus dem weltweiten Gewebe. Nun muss nur noch die Holzstapelvorratssortiereinrichtung von Jochen in die Tat umgesetzt werden, und unser Heizproblem für den Aufenthaltsraum ist gelöst. Für das Dach, also den Schornsteinfeger muss auch noch gebaut werden. Aber bevor er das erste Mal zum Kehren erscheint vergeht noch etwas Zeit und bis dahin ist auch das dann erledigt. Mit der Aufstellung des Kaminofens einschließlich der Feuerschutzmaßnahmen war er jedenfalls sehr zufrieden. Mit der Aufstellung des Kaminofens ist jetzt die Winternutzung der Hütte gegeben, denn auch die Biotoilette ist betriebsbereit. Notwendig allerdings ist es weiterhin, Frischwasser für den Morgenkaffe mitzubringen. Brauchwasser fürs Waschen und Abwaschen ist gebunkert. Die leeren Kanister müssen mit zurückgebracht werden. Wir stellen uns das dann so vor, dass diejenigen, die die Hütte nutzen, diese wieder gefüllt mitbringen. Oder sie können irgendwo vor Ort nachgefüllt werden. Noch geben die Regentonnen Wasser, was sogar die Nutzung der normalen Toiletten in der Hütte erlaubt, denn die Abwasserentsorgung klappt ja auch im Winter. Allerdings darf auf keinen Fall bei der Abreise die Gabe eines Frostschutzmittels in alle Trapse und Toiletten vergessen werden. Wenn dann die echte Frostperiode (etwa ab Mitte Dezember) eintritt, müssen dann auch die Regentonnen noch entleert werden.

Nun fragt sich vielleicht mancher, was ist Feuer-TV. Nun es ist kein neues Format unserer Öffentlich- Rechtlichen, nein es ist eine Wortschöpfung von Ulf, die daher rührt, dass alle die den rechteckigen Blick vom vielen Fernsehen in ihren Augen mit sich herum tragen, auf unserer Hütte diesen Blick nicht vermissen müssen. Einfach vor die Kamintür setzen, und dem Spiel der Flammen zuschauen. Etwas Unterhaltsameres und dabei qualitativ Hochwertigeres (ökologisch) kann es nicht geben. Und das ganze in Farbe, allerdings mit einem ziemlich kräftigen Rotstich.

(ökologisch) kann es nicht geben. Und das ganze in Farbe, allerdings mit einem ziemlich kräftigen Rotstich.
(ökologisch) kann es nicht geben. Und das ganze in Farbe, allerdings mit einem ziemlich kräftigen Rotstich.
Mach mal Pause EBM beim Relaxen
Mach mal
Pause
EBM beim
Relaxen
Mach mal Pause EBM beim Relaxen 6

Kurznachrichten aus dem Elbsandstein

Der Aufstieg zur Hickelhöhle wird saniert. Dazu haben neun geistig

Behinderte im Rahmen der 9. Woche des Bürgerschaftlichen Engagements 220 Eichenstufen und –pfosten vor Ort transportiert.

220 Eichenstufen und –pfosten vor Ort transportiert.  Am 4. November ist bei der Kirnitzschtal- Bahn

Am 4. November ist bei der Kirnitzschtal- Bahn der Winterfahrplan in Kraft getreten. Die Straßenbahn fährt dann nur noch alle 70 Minuten.

Das nach altem böhmischem Rezept

gebraute Weizenbier „Falkenstejn“ gibt es seit dem Sommer aus der Brauerei in Krasna Lipa. Es

schmeckt leicht nach Obst bzw. Kräutern, ist ungefiltert und nicht pasteurisiert.

Der Wanderweg durch die Schwedenlöcher ist seit September

wieder begehbar. Im August wurde eine überhängende Felspartie zum kontrollierten Absturz gebracht. Sie drohte, auf den Wanderweg abzustürzen. Rund 80 Meter neueren Weges mussten über die niedergegangenen Felsbrocken gelegt werden. Dazu gehörten stellenweise auch neue Steiganlagen. Allein dies einmal zu besichtigen, lohnt schon den Aufstieg zur Bastei über diesen Weg.

Der

schon den Aufstieg zur Bastei über diesen Weg.  Der Lückenschluss Bahnlinie über (Niedereinsiedel) nach

Lückenschluss

Bahnlinie

über

(Niedereinsiedel) nach Mikulasovice (Nixdorf), wo sich die Strecke beim

unteren Bahnhof teilt, ist

erfolgt.

eigentlich nur noch rund 900 Meter vom Bahnhof

Sebnitz bis zur Staatsgrenze. Jetzt müssen nur noch administrative Fragen (z. B. Fahrpläne, Tarif etc.) geklärt werden, und dann könnte es los gehen (Termin noch unklar).

Dann könnte man zum Beispiel mit der Bahn von Bad Schandau (Rathmannsdorf) nach Mikulasovice fahren, über den Tanzplan zurück nach Hinterhermsdorf wandern und von da mit dem Wanderbus zurück nach Bad Schandau fahren.

der

Sebnitz

von

Dolni Poustevna

Es

waren

An unserem Hausberg, dem Lilienstein hat Ende Oktober eine Wanderin einen 40 Meter tiefen Sturz überlebt. Die 49-Jährige war an der Nordseite des Tafelberges wandern. An einem Aussichtspunkt rutschte die Frau vermutlich aus. Dabei stürzte sie so unglücklich, dass sie über die Kante fiel. Danach ging es 40 Meter abwärts. Erst ein Felsvorsprung stoppt den Fall. Die alarmierte Bergwacht aus Rathen fanden die Wanderin, sie lebte und war sogar ansprechbar. Laut der Einsatzkräfte musste sie mehrere Schutzengel gleichzeitig gehabt haben. Ein Notarzt behandelte die Verunglückte vor Ort. Die Männer von der Bergwacht seilten die Frau anschließend 20 Meter nach unten auf den Hauptweg ab. Zusammen mit einem Luftretter am Helikopter wurde die Verletzte an einem Bergetau aus dem unwegsamen Gelände geflogen. Am Fuße des Liliensteins kam sie anschließend in einen Rettungswagen des DRK, der sie dann ins Sebnitzer Krankenhaus fuhr.

Von hier und da:

Notizen

Nachrichten

Fakten

Notizen

(I)

Zeitsprung.- Enkel Thomas und Urenkelin Charlotte von Cube bestiegen gemeinsam den 2043 Meter hohen Pic von Cube auf Korsika, der nach Felix von Cube benannt worden ist, der Anfang des letzten Jahrhunderts auf Korsika zahlreiche Neutouren auf unberührte Gipfel erschlossen hatte. Ein Gipfel wurde ihm zu Ehren Pic von Cube benannt.

Vor 55 Jahren.- Im August 1958 (also noch vor dem Mauerbau) gelang den beiden bekannten DDR-Bergsteigern Harry Rost und Günther Kalkbrenner bei sehr schwierigen Wetterbedingungen die damals erst 13. Begehung der Dru Westwand.

Detail am Rande: Harry Rost schreibt im “Bergsteiger”: “Der Kocher schnurrt, und

während Günther einen kräftigen Tee mit Rum (!) braut,

(Schon bei Whymper

gehörte bei seiner Erstbesteigung des Matterhorns ein Fässchen Wein zur Ausrüstung.htw)

Kooperation.- Eine grenzübergreifende Zusammenarbeit wollen die drei Bergrettungsdienste von Polen, Tschechien und der Slowakei für die Hohe Tatra, die Beskiden und die Sudeten organisieren. Insbesondere sollen gemeinsame Such- und Rettungsaktionen mit Hubschraubern koordiniert werden. Auch bei der Ausbildung von professionellen und freiwilligen Bergrettern soll es eine Zusammenarbeit geben.

DAV beschenkt.- Die Erben der Wissenschaftler Hermann, Adolph und Robert Schlagintweit haben dem Alpinmuseum des DAV etwa 200 Aquarelle aus dem Nachlass der Brüder Schlagintweit geschenkt. Sie dokumentieren die Expeditionen 1854 bis 1857 der Brüder nach Indien, Nepal, Tibet und Turkistan. Unter anderem wurde der Nanga Parbat erstmals bildlich festgehalten

Gestorben.- Lutz Protze, Urgestein aus dem Elbsandstein, ist mit 71 Jahren gestorben. Bergsteigen war sein Lebenselixier. 1990 war er erstmals allerdings nur zum Müll einsammeln am K2, immerhin aber schon bis auf 7500 Meter. 19 mal war Protze auf dem Kilimandscharo. Zweimal war er erst 1992 mit Kammerlander und dann 1994 mit Dujmovits am Everest. Beide Male erfolglos. Zu den heutigen Verhältnissen am höchsten Berg meinte er einmal: “ Hunderte Ärsche vor einem beim Aufstieg. Das kann keinen Spaß machen und gefährlich ist es dazu auch noch.”

Tsartse weiter unbestiegen.- Auch der vierte Versuch, den 6343 Meter hohen Tsartse erstzubegehen, war nicht erfolgreich. Die beiden Sachsen Meutzner und Wiegand gehörten unter anderem zu der Mannschaft. Bei 6050 Metern war Schluss.

anderem zu der Mannschaft. Bei 6050 Metern war Schluss. Vor 75 Jahren.- Am 24. Juli 1938

Vor 75 Jahren.- Am 24. Juli 1938 gelang die Durchsteigung der Eiger-Nordwand durch Andreas Heckmair, Ludwig Vörg, Heinrich Harrer und Fritz Kasparek. Dabei wäre sie beinahe noch schief gegangen, denn als die Vier schon auf dem Gipfelgrat waren, verloren sie im Nebel die Orientierung. Dazu später Heckmair: “ Das wäre doch Pech gewesen: Auf der Nordseite durchzukommen und über die Südseite abzustürzen, weil man den Gipfel übersehen hat.”

Problem gelöst.- Eines der so genannten letzten ungelösten Probleme, die Erstersteigung des Kunyang Chhish Ost (7400 m) im Karakorum, ist jetzt den Brüdern Hansjörg und Matthias Auer und dem Schweizer Simon Anthamatten gelungen. Die Route führte durch die schwere Südwestwand.

Bergsteigerdörfer.- Nach österreichischenm Vorbild will jetzt auch der DAV so genannte Bergsteigerdörfer unterstützen. Das sind Orte, die sich der Tendenz zum “Vergnügungspark Alpen” widersetzen wollen, die vor allem die skitouristischen Erschließungsmaßnahmen ablehnen.

Umsatzrückgang.- Die Outdoorbranche mit Bremsspuren im ersten Halbjahr 2013. Die starken Steigerungsraten konnte die Branche nicht halten. Zwei

Prozent Steigerungsrate in den Industrienationen ist nicht viel.

Steigerungsrate in den Industrienationen ist nicht viel. Walter Kargel 90.- Bekannt geworden war er vielen

Walter Kargel 90.- Bekannt geworden war er vielen Kletterern und Wanderern aus der ehemaligen DDR durch seine jährlich auch in deutsch erschienenen Almanache “Komm mit”. Er hat aber auch einen Kletterführer über die rumänischen Berge verfasst. Zudem ist er ein lustiger Zeichner. Ihm ist in großen Teilen die klettermäßige Erschließung seiner Heimatberge zu verdanken.

100 Jahre Klettern.- Das beliebte Klettergebiet Greifensteine konnte in diesem Jahr das 100. Jahr seiner Erschließung feiern. Zu den Erschließern gehörte auch der Wahlberliner Kurt Sachse (Mitglied bei EBM), der dort unter anderem die schöne Südwand am Seekofel, eine Sternchen-Fünf eröffnet hat.

Gletscherlabor.- Das einzige subglaziale Labor der Welt befindet sich unter (!) der Eiszunge des Svartisen-Gletschers in Norwegen. Anhand der in den unteren Schichten der Gletscher gefundenen Mikroorganismen will man dort herausfinden, wie Lebewesen unter derartig extremen Bedingungen leben können.

Drahtzieher festgenommen.- 20 Verdächtige und den Drahtzieher des Taliban-Massakers im Basislager am Nanga Parbat Ende Juni hat die pakistanische Polizei festgenommen. Alle damals am Berg aktiven Expeditionen waren zum Abbruch ihrer Unternehmen aufgefordert und der Berg für weitere Aufstiege gesperrt worden.

Weiteres von hier und da auf den Seiten14 und 27.

Entdeckung beim Holzhacken

und da auf den Seiten14 und 27. Entdeckung beim Holzhacken Schnell mal und meist gedankenlos ist

Schnell mal und meist gedankenlos ist ein Nagel in einen Baum getrieben. Was der dort aber anstellt, verbirgt sich dem Auge. Beim Holzhacken spaltete sich der Birkenabschnitt zufällig so, dass man den Verlauf des Nagels sehen konnte. Und siehe da, das Eisen hatte dem Saft im Stamme folgend eine schwarze Spur hinterlassen. Quasi eine Blutvergiftung. Eine Entdeckung, die zum Nachdenken anregt über das, was wir mit unserer Natur so alles anstellen.

Nachruf

Unsere ehemalige Kayserberg-Hütte verdankt ihren Namen nicht zuletzt den Kaysers, von denen Einer sie an
Unsere ehemalige Kayserberg-Hütte verdankt ihren
Namen nicht zuletzt den Kaysers, von denen Einer sie
an der jetzigen Stelle aufgebaut hatte. Im Alter von
fast 97 Jahren ist der gelernte Konditor und Drogist
Gottfried Kayser in diesem August gestorben. „Er war
ein Stück Bad Schandau“, hieß es in der Trauerrede.
Als treuer und interessierter Leser unseres
HÜTTENREPORTs gehörte auch er ein kleines Stück
zu unserer Gruppe.

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Noch sind die meisten Gipfel kostenlos zu erreichen, wenn man die Anstrengungen einer Besteigung auf sich nimmt. Jedenfalls in Europa. Bei den 8000ern im Himalaya ist das schon ganz anders. Trotzdem ist auch in Europa unser Sport durchaus kostenintensiv, wenn man ihn ernsthaft betreibt und nicht nur auf das Wandern in der engeren Umgebung beschränkt. Die Süddeutsche Zeitung hat kürzlich einmal zusammengetragen, was uns die Berge kosten (dem eigenen Portemonnaie oder auch dem Wanderer/Bergsteiger als Steuerzahler).

1070 Euro muss man einem Bergführer für die Besteigung des Matterhorns hinblättern. Hinzu rechnen muss man aber noch die Kosten für die Bergbahn von Zermatt zum Schwarzsee (40 Euro) und die Halbpension auf der Hörnli-Hütte für sich und den Bergführer von 125 Euro.

96 Euro (160 hin und zurück) kostet eine Fahrt mit der Jungfraubahn von der Kleinen Scheidegg zum Jungfraujoch. Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahre 1912 hat sie rund 833 000 Besucher befördert, mehr als die Hälfte davon aus Asien.

Nur 12 Euro kostet eine Übernachtung für DAV-Mitglieder im Matrazen- lager. Nebenbei: Mit jährlich rund 1,2 Millionen Übernachtungen ist der DAV auch der größte Beherbergungsbetrieb in Österreich.-

70 Euro pro Minute plus eine Pauschale von 193 Euro werden in der Schweiz für einen Rettungseinsatz mit einem Hubschrauber berechnet.

8000 bis 14000 Euro kostet je nach Erreichbarkeit die Versorgung einer Alpenvereinshütte mit Verbrauchsgütern (Wasser, Lebensmittel, Heizmaterial usw.). Sofern keine Quelle vorhanden ist kostet die Bereitstellung von einem Liter Teewasser bis zu 5 Euro. Verlangen dürfen die Hütten aber maximal 3 Euro.

40 000 Euro hat die Installation des 500 Meter langen Zweiländer- Klettersteigs an der Kanzelwand im Kleinwalsertal gekostet.

1 000 000 Euro (und etwa 50 000 freiwillige Arbeitsstunden) kostet dem DAV jährlich die Erhaltung des rund 300 000 Kilometer langen Wegenetzes.

25 000 Euro hat das vollständig aus Glas hergestellte Gipfelkreuz auf der Schartwand im Tennengebirge gekostet, das auf Initiative des bekannten Kletterers Roland Steiner aufgestellt worden ist. Das Gipfelkreuz auf dem Großvenediger musste übrigen abmontiert werde, da der Eissockel zu weit abgeschmolzen war.

270 000 Euro ist inzwischen den Skipistenbetreibern allein am Stubaigletscher die Abdeckung der Eismassen wert, um die Skisaison zu verlängern. Das Liftgeschäft lohnt sich offenbar.

7,5 Milliarden Euro geben allein in Deutschland die Wanderer jährlich aus. Für die Ausrüstungen kommen noch einmal rund 3,5 Milliarden Euro dazu (pro Wanderer etwa 92 Euro).

2013 brüteten in der Sächsischen Schweiz 11 Wanderfalkenpaare (16 waren insgesamt vor Ort gesichtet worden). 19 Jungfalken konnten groß gezogen werden. Dazu noch diese Zahlen: Deutschlandweit stieg die Zahl der Wanderfalken von 50 Brutpaaren 1970 auf über 1000 Paare im Jahr 2011. Bei den ebenfalls in der Sächsischen/Böhmischen Schweiz brütenden Schwarzstörchen wuchs die Zahl der Paare von 50 im Jahr 1985 auf jetzt 800. Auch der Biber, der bis auf wenige Dutzend Exemplaren an der Elbe fast ausgerottet war, hat sich auf etwa 25 000 erholt. Eine ähnlich gute Entwicklung gibt es beim Seeadler, bei den Kranichen Und den Uhus. Dagegen haben es die Wiesenvögel schwer. Deren Zahl ist drastisch zurückgegangen.

1,3 Millionen Gäste übernachten pro Jahr in Garmisch-Partenkirchen, die zu einem großen Anteil die Zugspitzregion bevölkern. Bei 27000 Einwohnern hat die Stadt 800 Hotels und Pensionen.

350 Millionen Euro Umsatz hat im vergangenen Jahr ADIDAS mit Outdoorartikeln gemacht. Der Sportartikelriese liegt outdoormäßig damit hinter THE NORTH FACE, COLUMBIA, PATAGONIA und Jack Wolfskin erst auf dem fünften Rang. Damit ADIDAS, der die Glaubwürdigkeit im Bergsport fehlt, besser in der Outdoorszene Fuß fassen kann, hat die Firma jetzt die Huber Buam verpflichtet. Bereits vor 35 Jahren hatte sie Reinhold Messner in den Dienst genommen, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.

Schon gewusst?

Im Bergecho 1/2013 wurde erzählt, warum der Honi9gstein Honigstein heißt. Hier soll nun aufgeklärt werden, weshalb die Teufelsküche im Uttewalder Grund Teufelsküche heißt:

die Teufelsküche im Uttewalder Grund Teufelsküche heißt: Beim Uttewalder Grund soll vor langer Zeit mitten im

Beim Uttewalder Grund soll vor langer Zeit mitten im Wald eine Klause gestanden haben, in der der fromme Udo hauste. Das gefiel dem Teufel nicht, und er versuchte mit hübschen Hexen und sonderbaren Getränken den Udo von seiner Frömmigkeit abzubringen. Die Getränke braute er in der Höhle, die noch heute Teufelsküche genannt wird. Als der fromme Udo einmal am

Bach entlang spazierte, ohne von den Verlockungen des Teufels Notiz zu nehmen, warf dieser wutentbrannt einen großen Felsbrocken nach ihm. Aber dank eines Engels, der schnell zwei Felsen zusammen schob, blieb der Felsbrocken stecken. Noch heute ist diese Stelle vorhanden. Sie bildet das bekannte Felsentor im Uttewalder Grund, durch das in diesem Jahr die acht EBM-Malerweg-Wanderer (ehrfürchtig?) hindurch gezogen sind.

Auch mit Diabetes vom Typ 1 kann man auf höchste Berge steigen. Nötig dafür sind neben dem entsprechenden Ausdauertraining lediglich ein gutes Körpergefühl und natürlich die notwendigen Medikamente und das erforderliche Equipment. Zum Beispiel sollte das Blutzuckermessgerät nicht im Rucksack fehlen. Es muss aber für große Höhen geeignet sein, was nicht von jedem Gerät erwartet werden kann. Andreas Hüsch, ein Diabetes-1-Patient, will die „Seven Summits“ schaffen und hat am Acongagua bereits 6000 Meter erreicht. Bis zu siebenmal hat er dabei täglich den Blutzuckerspiegel gemessen, um ihn und damit seine Leistungsfähigkeit optimal anzupassen.

Der DAV setzt sich bekanntlich für den Rückbau und gegen den Neubau von Beschneiungsanlagen an Skipisten ein. In einer in seinem Auftrag jetzt fertig gestellten Studie wird nachgewiesen, dass langfristig trotz 100prozentiger Beschneiung durch den erwarteten Klimawandel nur noch die Gebiete an der Zugspitze und am Nebelhorn schneesicher bleiben werden.

Von hier und da:

Notizen

Nachrichten

Fakten

(II)

Höhenforschung.- Ende September ist eine rund 100 Personen starke Forschungsgruppe vom Universitätsklinikum Leipzig zum Berg Himlung Himal (7126 m) aufgebrochen, um dort Forschungen zur Höhenkrankheit durchzuführen. $2 Probanden, drei Ärzte und zwei Krankenschwestern, allesamt gut durchtrainierte Sportler bilden das Herz des Teams. Erwartet werden Erkenntnisse zur Behandlung von Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten.

Höhe eingebüßt.- Gegenüber der Messung aus dem Vorjahr hat der Mont- Blanc 38 Zentimeter an Höhe eingebüßt. Er ist jetzt mit 4810, 06 Meter vermessen worden. Der Berg wird seit 2001 alle zwei Jahre ausgemessen.

Unfall in Löbejün.- Wieder einen Unfall von einem Berliner Bergsteiger gab es am 22. September 2013 im Löbejüner Steinbruch. Der Kletterer stürzte circa sieben Meter in die Tiefe und verletzte sich dabei schwer. Nach unbestätigten Berichten sei die Sicherung des 19jährigen nicht korrekt gewesen.

500 Meter –Sturz.- Am Aufstieg zur Zugspitze durch das Höllental ist eine chinesische Studentin 500 Meter tief abgestürzt. Sie verletzte sich dabei tödlich. Ihr Begleiter musste aus der Irmer-Scharte von der Bergwacht geborgen werden, da er nicht mehr in der Lage war, weiter zu gehen. Beide waren für die Tour schlecht ausgerüstet und spät aufgebrochen, so dass sie in die Dunkelheit geraten waren.

Augen auf.- Auf dem Gletscher die Augen auf zu halten, kann nicht nur vor Spaltenstürzen schützen, sondern man kann auch Schätze finden. Ein

einem Mont Blanc-Gletscher ca. hunderttausend Euro Rubine und Saphire stammen Flugzeugabsturz einer indischen Jahren in diesem Gebiet. Zuvor

war schon einmal Diplomatenpost dort gefunden worden, die offensichtlich

aus dem selben Flugzeug stammte.

junger Franzose hat auf Edelsteine im Wert von gefunden. Die Smaragde, vermutlich von einem Airline vor über 50

junger Franzose hat auf Edelsteine im Wert von gefunden. Die Smaragde, vermutlich von einem Airline vor

Schreib doch mal was

Auf seiner CD „Flaschenpost“ hat Reinhart Mey auch den Titel „Noch’n Lied“, in dem er beklagt, dass er von allen Seiten immer wieder dazu aufgefordert wird, doch mal einen Text zu diesem oder einem anderen vorgegebenen Thema zu schreiben. So ähnlich geht es mir manchmal auch. Für den Hüttenreport soll mir immer wieder etwas Neues einfallen. Gott sei Dank gibt es den Nachrichtendienst der Presseagenturen, aus deren Fundus ich immer wieder etlichen Honig saugen kann. Für die beiden folgenden Seiten hatte ich nun die Idee, einfach mal nachzusehen, was ich vor 10 oder 20 Jahren geschrieben habe oder was andere damals geschrieben haben. Also das Archiv geöffnet und nachgesehen, was im „Hüttenreport“, was in den „BFK-Informationen“, dem „Tourist“ oder den Heften des SBB oder anderen Blättchen stand. In der Ausgabe 4/2003 des HÜTTENREPORTs, also vor 10 Jahren fand ich beispielsweise einen Artikel von Ekkehard Martin, in dem er beschreibt wie eine schwarze Fleecejacke von Steffi ihm das Leben gerettet hat. Sehr amüsant! Und dann fand ich noch den Artikel über die damalige Anfängerfahrt. Ja damals gab es noch Anfänger bei uns. Nach langer Pause gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels. Im Beitrag „Klimmerstein gestern und heute“ auf Seite 28 in diesem Heft ist Näheres dazu zu lesen. Die Anfängerfahrten gingen damals immer am Himmelfahrtswochenende über die Bühne. Was für ein passender Name für die Anfänger! Auf einem der Bilder habe ich auch zwei EBM-Mitglieder entdeckt, die sich heute eher rar machen, und zwar Holger Lehmann und Rolf Fliegauf. Holger wurde damals gerade 40, wozu ihm der Hüttenreport auch gratuliert hat. Genau so, wie jetzt in diesem Heft zu seinem 50. Damals hatten wir noch die Kayserberghütte, und Jochen hatte große Pläne. So sollte zum Beispiel der Schlafboden isoliert werden. Nun ja, was daraus geworden ist, wissen wir. Und was schrieben so die anderen Blättchen? Im „Tourist“ 4/1973, also vor 40 Jahren wurde der 25. Jahrestag der sozialistischen Sportbewegung gefeiert, und dazu passend in Gedichtform die häufigen „Korrekturen“ auf den Titelseiten vieler Gipfelbücher (von den Genossen als Schmierereien eingestuft) kritisiert. Hier die letzten vier Zeilen des Gedichtes (Zitat):

Es standen Freunde viel am Felsen hier. Sie liebten Berge! – Krieg, Faschismus brach ihr Leben. Drum gilt jetzt unsre Mahnung dir:

Sei Kämpfer! Sozialismus sei dein Streben! Paul Illmer (Illmerweg am Falkenstein) war der Verfasser des zugehörigen Artikels. Das Gedicht stammt allerdings von Rudolf Scheibner, von dem ich unter anderem auch in der Kriegsausgabe des ‚Sächsischen Bergsteigers vom Mai 1941 ein Gedicht fand. Das handelte in ziemlich pathetischem

Duktus vom Mutterherz, das aufgehört hatte zu schlagen. Der Titel: Dir, Mutter! (Die Nazis hatten bekanntlich den Muttertag eingeführt.) Wenn man so die Hefte der Nazi-Zeit mit denen des real existierenden Sozialismus‘

vergleicht, entdeckt man so manche Parallelen bei den ideologisch gefärbter Beiträgen, manchmal sogar die gleichen Autoren wie bei ‚Dir, Mutter!‘ Direkt vor diesem Gedicht ein typischer Durchhaltebeitrag, eine Schilderung eines 50-Kilometermarsches einer Gebirgsjägerkompanie. Gebirgsjäger mussten es schon sein, schließlich handelte es sich ja um ein Heft des Alpenvereins. Und

in einer halben Stunde konnten wir sagen: Wieder 50

Kilometer der griechischen Grenze näher gekommen.“

der Beitrag endete „

Im Juli-Informationsblatt der BFK Bergsteigen Berlin aus dem Jahr 1983, also vor 30 Jahren fand ich die Beschreibung der Ersteigung des Postredny Hrot in der Hohen Tatra durch Reinhard Foik und Jochen Söhler. Rainer hatte den Artikel verfasst. Vielleicht schreibt er ja mal wieder einen Artikel für den Hüttenreport. Ich bin als Redakteur für alles dankbar, was nicht aus meiner Feder fließt. Aber nicht nur von ihm, sondern von allen EBMlern, die etwas Mitteilungswertes erlebt haben. Im gleichen Jahrgang 1983, also vor 30 Jahren, fand ich im letzten Heft noch die Auflistung der EBM-Erfolge im Berliner Bereich. Da war ich sogar mit einem goldenen Bergsteigerabzeichen dabei, aber noch viele andere. Besonders unsere Jugendlichen und Kinder standen damals gut da.- Die Jugendleistungsklassen beispielsweise wurde fast komplett von unseren Leuten dominiert. Namen, wie Katrin Lehmann, Steffen Weinert, Hanno Kramer oder Uwe Schönfisch zeigten damals, wo es lang ging. Von den drei Leistungsklasse-I–Kletterern kamen zwei von EBM (Dietlind Harting und Andreas Kramer). Damals hatten wir übrigens noch neun Bergsteigersektionen in Ostberlin, von denen noch vier Gruppen übrig geblieben sind bzw. in zwei DAV-Sektionen weiter bestehen. Wo sind die anderen eigentlich geblieben?

Neues von Messner und Kammerlander

Wenn man berühmt ist, ist man häufig zur Unterstützung der verschiedensten Kampagnen oder als Promi begehrt. Nun hat sich Reinhold Messner als Erstunterzeichner für eine Kampagne von Alice Schwarzer zur Verfügung gestellt, bei der es um ein Verbot der Prostitution in Deutschland geht. Währenddessen adelte Hans Kammerlander die Harzer Schmalspurbahn, indem er mit ihr von Drei Annen Hohne bis auf den Brocken fuhr. Ob Brockenbenno auch dabei war ist nicht überliefert. (Siehe auch S. 35 „7000 Mal auf dem Brocken“.)

Aus der Welt des Skurrilen

VIAGRA aus dem Himalaya

Selbst der Dalai Lama aus dem fernen Exil mischt sich ein, um seine an Bhudda und Karma glaubenden Landsleute zu beruhigen. Denn Gewalt macht sich allenthalben breit. Und das wegen einer

Raupe, die von einem Pilz befallen ist. Es geht dabei natürlich um viele von dieser Sorte und der Hintergrund ist der, dass die traditionelle chinesische Medizin herausbekommen haben will, dass das Gebilde Potenz fördernd und sogar Krebs heilend sein soll. Die nicht mit Gold aufzuwiegenden verschrumpelten Würmer entstehen dadurch, dass der chinesisch „Dongchongxiacao“ (zu deutsch: Winterwurm) heißende Raupenpilz Schmetterlingslarven befällt und diese von innen her

auffrisst, bis er am Kopf

befällt und diese von innen her auffrisst, bis er am Kopf wieder heraustritt. Sie sehen dann
befällt und diese von innen her auffrisst, bis er am Kopf wieder heraustritt. Sie sehen dann

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heraustritt.

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unter den Nachbarn, wer

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wo

sammeln

darf.

Es

hat

deswegen

schon

zwei

Tote

gegeben. Das Sammeln ist im übrigen ein mühsames Geschäft, das häufig von den Söhnen der armen Bauern betrieben wird. Sie robben dann bei jedem Wetter durch die Wiesen im Hochland von Tibet. Das aber lohnt. Denn. je nach Saison bringt ihnen jeder Wurm etwa zwei Euro ein. Und ein kleiner Beutel dieser Würmer kostet inzwischen bis zu 12 000 Euro, das Kilo erstklassiger Ware bis zu 80.000 Euro. Diesen Erlös erzielen natürlich in erster Linie die Händler, die die reiche chinesische Oberschicht beliefern. Und um von einem Krebsleiden wirklich geheilt zu werden, muss man schon ein halbes Kilo davon schlucken. Wenn ein Mann Probleme mit der Fortpflanzung hat, so soll er den Pilz in einer Hühnersuppe aufkochen und davon dann einmal pro Woche trinken. Er hätte dann ein großartiges Sex- Leben und kein Problem mehr, ein Kind zu zeugen. Wissenschaftlich ist die Wirkung nicht bewiesen. Das schreckt aber die

Käufer nicht ab, seit 1993 zwei chinesische Leichtathletik Olympiasiegerinnen ihren Erfolg auf die Würmer zurückgeführt hatten. Wie auch hierzulande clevere Nahrungsergänzungshersteller nicht müde werden, darauf hinzuweisen, dass man das angepriesene Präparat über einen längeren Zeitraum einnehmen müsse, um Wirkung zu verspüren, so werden die chinesischen Konsumenten genauso geködert. Mindestens drei Jahre, so sagt ein chinesischer Unternehme, der sich täglich eine Tasse aus fünf Raupenpilzen gönnt, müsse man schon das Zeug schlucken, bis man gesundheitlich davon profitiert. Das kostet ihn immerhin jeden Tag 23 Euro. Insgesamt habe er schon 95.000 Euro investiert. Es wäre ein Wunder, wenn das Wundermittel nicht auch in Westeuropa Fuß gefasst hätte. Für lasche 41 Euro kann man im Versandhandel eine Monatspackung zu 60 Kapseln mit Trockenextrakt erstehen.

Die wissenschaftliche Bezeichnung des Raupenpilzes ist übrigens Cordyceps sinensis.

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Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu, und es kommt damit die Zeit der Rückblicke. Was war in unserem Metier, dem Klettern und Bergsteigen wichtig?

Da ist als erstes der Erste Jahrestag unserer EBM Hütte zu nennen. Ja, so schnell vergeht die Zeit. Und der geplante Schuppen wurde fertig. Dann wurde zweitens Holger Lehmann 50 Jahre alt. Natürlich gab es noch andere Runde

Geburtstage, aber das Jahrhundert ist doch ein besonderes Er-eignis, zuletzt, weil man dann in der UHUs aufgenommen Drittens jährte sich zum der Beginn des Streites

Tod von Günther Messner am Nanga Parbat. Wir erinnern uns, dass Reinhold Messner diesen bis an die Gerichte gegangenen Streit los getreten hatte, als er behauptete, seine damaligen Kameraden hätten ihn im Stich gelassen, worauf diese dann ihr Schweigen brachen und ihrerseits die Geschehnisse in Büchern aufarbeiteten (Saler und von Kienlin). Viertens gab es die 60. Wiederkehr der Erstbesteigung des Everests durch Tensing Norgay und Edmund Hillary. Wenn die beiden damals gewusst hätten, was heute an dem Berg los ist, hätten sie möglicherweise auf den Gipfel verzichtet. Fünftens war klettermäßig gesehen das Jahr 2013 unfallfrei, was auch in den nächsten Jahren hoffentlich so bleibt.

2013

 

halbe

ganz

nicht

die

Gilde

wird.

10.

Male

um

den

Jahresabschluss(fahrt) 2013

Jahresabschluss(fahrt) 2013 Eine Fahrt war es schon, denn bis in den Bruno- Bürgel-Weg kam man –

Eine Fahrt war es schon, denn bis in den Bruno- Bürgel-Weg kam man – jedenfalls abschnittsweise – nur mit dem ÖPNV, ggf. unökologisch mit dem Auto. Für die diesjährigen Veranstalter allerdings war das Auto quasi Pflicht, denn sie mussten alles selbst organisieren, von der

Heranschaffung des Essens und der Getränke bis zu Ausgestaltung des Ganzen. Hier muss ein kräftiges Lob gezollt werden, für das, was die Lok-Leute in der kurzen Zeit seit der Absage von Maxicky geleistet haben. Die insgesamt angemeldeten rund 110 Leute belegen, dass auch eine solche Veranstaltung Zuspruch findet, nicht zuletzt durch die wesentlich geringeren Kosten. Es entfallen vor allem ja die Anreise- und Übernachtungskosten. Jedenfalls erinnere ich mich nur

geringeren Kosten. Es entfallen vor allem ja die Anreise- und Übernachtungskosten. Jedenfalls erinnere ich mich nur
geringeren Kosten. Es entfallen vor allem ja die Anreise- und Übernachtungskosten. Jedenfalls erinnere ich mich nur
geringeren Kosten. Es entfallen vor allem ja die Anreise- und Übernachtungskosten. Jedenfalls erinnere ich mich nur
an ein einziges Mal, bei dem in Maxicky diese Personenzahl deutlich übertroffen wurden. Das war,
an ein einziges Mal, bei dem in Maxicky diese Personenzahl deutlich übertroffen wurden. Das war,

an ein einziges Mal, bei dem in Maxicky diese Personenzahl deutlich übertroffen wurden. Das war, als EBM als Veranstalter vergaß, die Bremse zu ziehen, als die Kapazität in Maxicky erreicht worden war. Damals mussten wir 150 Leuten eine Stelle für ihr müdes Haupt besorgen. Der etwas abgelegene Feierort führte

allerdings zum frühzeitigen Aufbruch verschiedener Teilnehmer, die sonst ihren letzten Anschluss nach Hause nicht mehr bekommen hätten, aber sicher gern noch länger geblieben wären. Den zwischenzeitlichen Abschluss,

Hause nicht mehr bekommen hätten, aber sicher gern noch länger geblieben wären. Den zwischenzeitlichen Abschluss, 20
Hause nicht mehr bekommen hätten, aber sicher gern noch länger geblieben wären. Den zwischenzeitlichen Abschluss, 20

nämlich die Beerdigung des Kletterjahres gegen Mitternacht, aber auch sogar die Verleihung des Fliegerpokals wurden so zwangsweise verpasst. Falls es in Zukunft die Entscheidung gibt, den Jahresabschluss generell in/bei Berlin durchzuführen, müsste das berücksichtigt werden. Ggf. müsste vielleicht ein Shuttlebus zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt eingerichtet werden. Ich habe den Eindruck, dass sich seit einigen Jahren ein kreativer Wettbewerb hinsichtlich der Ausgestaltung des traditionellen Quiz‘ etabliert hat. Und die Leute von Lok hatten sich wieder etwas besonderes einfallen lassen. Es gab Zweiermannschaften der fünf Gruppen, aber alle konnten für sich mitdenken und mitraten. Damit dies alles korrekt ablief, gab es „echten“ Polizeischutz. Als Sieger gingen die Horzels aus diesem reinen Wissenswettbewerb hervor, EBM, gut vertreten von Ulf und Jochen, wurden

hervor, EBM, gut vertreten von Ulf und Jochen, wurden die des in neuem Gewand daher. ihn

die

des

in

neuem Gewand daher.

ihn

Matthias Warthemann von den Bärensteinern.

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Gruppengesundheit allerdings sehr gut ist.

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allerdings sehr gut ist. Der von für zunächst Matthias beschrieben Sturz wurde diesmal sowohl in Bild,

Matthias beschrieben Sturz wurde diesmal sowohl in Bild, als Kletterführer-

beschreibung und Kommentarzitaten von der Teufelsturm-Homepage ergänzt, was allenthalben zum Schmunzeln anregte. Dazu kam
beschreibung und Kommentarzitaten von der Teufelsturm-Homepage ergänzt, was allenthalben zum Schmunzeln anregte. Dazu kam

beschreibung und Kommentarzitaten von der Teufelsturm-Homepage ergänzt, was allenthalben

zum Schmunzeln anregte. Dazu kam dann noch eine extra für die Verleihung des Fliegerpokals für Kletterer modifizierte Variante des Klassikers

Peter Gapski, begleitet

von einem Backroundchor von Lok besorgte hier die musikalische Umsetzung. Wusste bisher gar nicht, dass die Lok-Leute den Bergfinken Konkurrenz machen können. Das, was unsere Feier seit Jahrzehnten begleitet ist die Lautstärke-Diskussion, was diesmal noch dadurch beeinflusst war, dass die Akustik in dem Etablissement grottenschlecht ist. Es gab aber genügend schallgedämmte Räume im hinteren Teil des Hauses, so dass man sich problemlos über das vergangene und das zukünftige Kletterjahr austauschen konnte. Dennoch wurde die Musik von Franz Schneeweiß und seiner Band gern angenommen, diesmal auch wieder unter meiner Mitwirkung mit Mundharmonika im zweiten Teil. Ohne vorherigen Soundcheck machte sich aber sehr negativ bemerkbar, dass die Lautstärke- und Klangregelungen der Gitarren nicht vom Mischpult aus erfolgte. Dadurch konnte vom Discjockey nur sehr begrenzt nachgesteuert werden. Dort, in den hinteren Räumen gab es auch die Fotoausstellung, die diesmal nicht so gut bestückt war wie sonst. Gewonnen haben sehr schöne Fotos aus der winterlichen Tatra, die vielleicht von etlichen gerade deshalb ausgewählt worden waren, weil man schon mal dort gewesen war, alle Gipfel und Zacken selbst schon mal betreten hatte und sich schöne Erinnerungen damit verbanden. Mir ging es jedenfalls so. Erst dachte ich, sie seien alle von dem Tatra-Fan Rudi Kebschull gewesen, sie waren aber von Matthias Warthemann, der damit zweimal im Rampenlicht stand.

„Zehn kleine Negerlein

“.

Als letzte im Rampenlicht stand die kleine Tochter von Daniel, die das Begräbnis des Kletterjahres durch die Mannschaft der Horzelbuben wie ein Profi bewältigt hat und diesmal den Text sogar komplett auswendig darbot. Hut ab vor dieser Leistung. Mein Fazit: Positiv für diese Veranstaltung zu nennen ist der große

Positiv für diese Veranstaltung zu nennen ist der große Zuspruch. Keiner ist ins Wasser gefallen. Die
Positiv für diese Veranstaltung zu nennen ist der große Zuspruch. Keiner ist ins Wasser gefallen. Die

Zuspruch. Keiner ist ins Wasser gefallen. Die Versorgung mit Getränken hat sehr gut geklappt, mehr muss gar nicht sein. Alles war eigentlich wunderbar organisiert, wofür den Leuten von Lok ein großer Dank gebührt. Generell muss überlegt werden, ob, wenn die Veranstaltung nicht wieder in die Berge verlegt werden kann, ein günstigeres Haus gefunden werden kann (größerer Saal vor allem). Schön wäre natürlich auch eine professionelle Gastronomie, besonders, was die Getränke betrifft, aber mir hat das Angebot völlig gereicht, zumal es sehr preiswert war und die beiden jugendlichen „Barkeeper“ freundlich und perfekt das Getränkedepot gemanagt haben.

Aktuelles aus dem Hauptverein

Aktuelles

aus dem Hauptverein

Aktuelles aus dem Hauptverein Aktuelles aus dem Hauptverein Alpenvereinsspitze butterweich – In Sachen Olympia Wie es

Alpenvereinsspitze

butterweich

In

Sachen

Olympia

Wie es der Jugend geziemt, hatte sie als Alpenvereinsjugend (JDAV) in der Frage der Olympiabewerbung klar und eindeutig Stellung bezogen: Sie lehnt die Winterolympiade im Alpenraum um Garmisch Partenkirchen strikt ab und appelierte an den Hauptverein, diesem Votum zu folgen. „Der JDAV ist der Meinung, dass der DAV seiner Aufgabe und seinem Selbstverständnis als Naturschutzverband nur mit einer Ablehnung dieses Großereignisses in den Bayerischen Alpen gerecht werden kann“, hieß es ziemlich deutlich bei der Alpenvereinsjugend. Der Hauptverein dagegen lavierte herum und verschob seine Entscheidung auf die Hauptversammlung am 8./9. November in Ulm, einen Tag vor den Volksentscheiden in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden. Die Bewerbung hatte der DAV – unter der Forderung zusätzlicher Umweltschutzmaßnahmen – anfangs unterstützt. Ein wichtiger Kritikpunkt des DAV war dabei die Nichteinbeziehung der vorhandenen Sportstätten in Ruhpolding. Im neuen Konzept der Bewerbung sind diese jetzt dabei, und damit gab es weniger Gründe für eine Ablehnung. Als die im olympischen Sportbund (DSOB) organisierten Verbände Ende September das neue Konzept absegneten, enthielt sich der DAV als einziger der Stimme. Umweltverbände und die GRÜNEN sind strikt dagegen. Sie beklagen erhebliche Eingriffe in die Natur und die hohen Kosten, die besser im Breitensport angelegt wären. Olympia 2018 hatte den DAV vor eine Zerreißprobe gestellt. Der damalige Präsident Heinz Röhle ist mit an dieser Angelegenheit gescheitert und sieht sich als „Olympiaopfer“. Er vertrat wesentlich vehementer den Naturschutzgedanken, als die Mannschaft um den umtriebigen Geschäftsführer Urban, der der Kommerzfraktion zugerechnet wird. Von Röhle ist zu hören: „ Wenn man sich damals positiv dafür ausgesprochen hat, kann es aus meiner Sicht jetzt gar keine Gründe dagegen mehr geben,“

Aktuelles aus dem Hauptverein

Aktuelles aus dem Hauptverein

und weiter: „Man drückt sich davor, die Meinungsführerschaft (dagegen red) zu übernehmen, die erwartet wird.“ Präsident Klenner war im Vorfeld der Hauptversammlung abgetaucht unter dem Vorwand, man wolle die Meinungsbildung nicht beeinflussen. Beim DAV heißt es jetzt: Besser mitgestalten als außen vor zu bleiben. Unter diesem Deckmantel ist der weltgrößte Bergsteigerverband von etlichen seiner eigentlich bisher strikten

Positionen abgerückt, bei den Klettersteigen (Aussichtsplattformen), bei den Schneekanonen oder beim Run auf den Everest (Der Summit Club mischt da kräftig mit!).

Nun ist am 10. November die Entscheidung gefallen: Alle Volksabstimmungen in den Städten und Kreisen sind für die Olympiabefürworter negativ ausgegangen. Die Bürger haben mit „Nein“ gestimmt. Vor allem die befürchteten hohen Kosten, die Knebelverträge mit dem IOC und die Beeinträchtigung der Umwelt haben zu diesem Votum geführt. Auch auf der Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist ein eindeutiges Votum dagegen gefallen. Insgesamt rund 600 Delegierte aus 265 Sektionen hatten sich in Neu-Ulm eingefunden und die Parole „Wir sind das Volk“ übernommen und dem butterweichen Vorstand die Richtung gewiesen Die Delegierten haben sich mit klarer Mehrheit (rund 70 Prozent) gegen Olympische Spiele in den Bayerischen Alpen ausgesprochen. Das Hauptargument war auch bei dieser Versammlung die Belastung der alpinen Umwelt. Gleichzeitig forderte der DAV eine Einbindung in den Bewerbungsprozess, falls die Bürgerentscheide positiv ausgingen. Damit hatte sich der Verband (das Präsidium) eine Hintertür offengehalten. Mit dem Bürgerentscheid ist diese Aussage nun obsolet geworden, und das Präsidium kann das Gesicht waren. Mitarbeiten sei besser als nur zuzuschauen, hieß bis dahin sein Credo.

sei besser als nur zuzuschauen, hieß bis dahin sein Credo. Was wurde noch beschlossen? 1. Die

Was wurde noch beschlossen?

1. Die DAV-Struktur wird angepasst. Hintergrund: Seit vielen Jahren hält das Mitgliederwachstum des DAV an, in diesem Jahr hat er die Millionenmarke geknackt. Dadurch und mit den Veränderungen im gesellschaftlichen Umfeld haben sich auch die Herausforderungen für den DAV geändert. Entsprechend hat der DAV auf der letztjährigen Hauptversammlung ein neues Leitbild verabschiedet. In diesem Jahr haben die Delegierten mit großer Mehrheit Anpassungen der Verbandsstruktur beschlossen. Dies sind nun die wesentlichen Inhalte: Das Präsidium wächst von fünf auf sieben

Aktuelles aus dem Hauptverein

Aktuelles

aus dem Hauptverein

Mitglieder. Dadurch soll das immer größer werdende Themenfeld auf mehrere Schultern verteilt werden.

2. Der Verbandsrat schrumpft von 21 auf 19 Mitglieder. Sein

Aufgabenbereich verschiebt sich weg von operativen Aufgaben hin zu mehr strategischer und beratender Funktion. Die fachliche Beratung findet vor

allem in Präsidialausschüssen, Kommissionen und Projektgruppen statt.

3. Zur Meinungsbildung in grundsätzlichen Fragen gibt es zukünftig

das zusätzliche Instrument der "DAV-Werkstatt". An den tagungsähnlich strukturierten Veranstaltungen können alle Aktiven im DAV teilnehmen. DAV-Werkstätten finden in unregelmäßigen Abständen statt. Als Richtwert ist ein zweijähriger Turnus angedacht. Eine 14-köpfige Projektgruppe hatte das Konzept erarbeitet. Bis zu nächsten Hauptversammlung 2014 in Hildesheim muss nun die Satzung angepasst und verabschiedet werden. Die bisherige Struktur wurde im Jahr 2002 in Friedrichshafen beschlossen

4. Ab Mai 2014 gibt es eine zentrale Online-Mitgliedsaufnahme.

Das hat mit dem stetigen Wachstum des DAV zu tun. Die 355 DAV- Sektionen verfügen je nach Größe über unterschiedliche organisatorische und technische Möglichkeiten. Dies betrifft natürlich auch die Mitgliederaufnahme: Bislang ist es nicht bei allen Sektionen möglich, online Mitglied zu werden. Dies wird ab 1. Mai 2014 anders sein: Die Delegierten haben mit großer Mehrheit eine zentrale Online-Mitgliederaufnahme beschlossen.

Außerdem wurde auf der Hauptversammlung das Präsidium mit großer Mehrheit für eine weitere Amtszeit gewählt. Auf Präsident Josef Klenner entfielen 97,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. In Ähnlich überzeugender Manier sprachen die Delegierten den Vizepräsidenten ihr Vertrauen aus. Ludwig Wucherpfennig erhielt 96,85 Prozent, Guido Köstermeyer 99,16 Prozent und Franz-Josef van de Loo 98,5 Prozent. Vizepräsident Michael Knoll (nicht verschwägert mit Ulf!) hatte sich aus beruflichen Gründen nicht erneut zur Wahl gestellt. Für ihn wurde Philipp Sausmikat mit 98,94 Prozent neu in das Präsidium gewählt. Philipp Sausmikat löst Michael Knoll auch als Bundesjugendleiter ab. Der 26-jährige Münchner von der DAV-Sektion Oberland war beim JDAV-Bundesjugend- leitertag zwei Wochen zuvor gewählt worden. Die DAV-Satzung sieht vor, dass der Bundesjugendleiter in der Hauptversammlung als DAV- Vizepräsident gewählt wird.

Von hier und da:

Notizen….Nachrichten….Fakten….(III)

Gipfel-Klau.- Die Polizei auf den Plan gerufen hat eine PR-Agentur mit dem angeblichen Diebstahl der Zugspitze. Vier selbst ernannte Gipfelsammler hatten behauptet, an der höchsten Stelle der Zugspitze einen 25 Zentimeter großen Gesteinsbrocken heraus gemeißelt zu haben. Darüber hatten die Vier ein Video gedreht und bei YouTube eingestellt. Später sah man sie in dem Video noch, wie sie in einer Kneipe auf den Diebstahl anstießen. Die Polizei von Garmisch-Partenkirchen ging zunächst von einem echten Diebstahl aus und leitete Ermittlungen ein. Später stellte sich heraus, dass der Felsbrocken von den Bergsteigern mit auf den Gipfel geschleppt und der Diebstahl nur gestellt worden war. Urheber war der Veranstalter einer Modellbaumesse, der eine Werbeagentur beauftragt hatte, das Video zu drehen.

Yeti-Existenz bewiesen.- Der britischer Gen-Forscher Sykes will das Rätsel um den legendären Yeti mit Hilfe moderner DNA-Technik gelöst haben. Bei 27 der ihm zugesandten 70 Fell-, Haar- und Kleidungsproben habe er beim Vergleich der DNA-Spuren eine Übereinstimmung mit einem Kieferknochen festgestellt, der in Norwegen gefunden worden war. Dieser stammte von einer Urform des heutigen Eisbären, die vor 40.000 bis 120.000 Jahren gelebt habe, aber eben auch schon ausgestorben sei. Es könne aber sein, so der Forscher, dass sich in den höheren Gebirgsregionen des Himalayas eine Nachfolgespezies herausgebildet haben könnte. Diese könnte auch aus einer Paarung mit Braunbären hervorgegangen sein. Sykes räumte allerdings ein, dass es zur Interpretation der Ergebnisse noch weiterer Forschung bedarf. Reinhold Messner, der hinsichtlich seiner angeblichen Beobachtung von Yeti-Spuren in Erklärungsnot geraten war, kann also noch nicht aufatmen.

DAV in Erklärungsnot.- Angesichts der massiven Umweltprobleme infolge des Massenansturms auf den Mount Everest verteidigt der DAV seinen hauseigenen Reiseveranstalter‚ den DAV Summit Club, der sich bekanntlich an diesem Auftrieb beteiligt. Der DAV begründet das damit, dass die Agenturen, mit denen er zusammen arbeite, die Auflage hätten, jeglichen Müll wieder mit herunter zu bringen und ordentlich zu entsorgen. Ab 2015 will der Summit Club Expeditionen zum Everest für 38.000 Euro anbieten. Er brauche dies auch als Aushängeschild, gibt dessen stellvertretender Geschäftsführer Manfred Lorenz zu.

Der Klimmerstein – gestern und heute

Kaum ein Gipfel dokumentiert für mich besser die Ver- änderungen im sächsischen Klettern als der Klimmerstein. Vor 40 Jahren, im März 1973, war ich zum ersten Mal an diesem Gipfel aktiv. Damals hatten wir noch unser Schlafquartier auf dem Trockenboden bei Frau Huke im Bahnhof Schöna. Ich war gerade 30 Jahre alt geworden und blutiger Anfänger, es war meine erste Kletterfahrt. Zwei Einser standen vom Sonnabend her schon in meinem noch nicht vorhandenen Fahrten- buch (die Seyd’sche Variante am Hohen Torstein und der AW am Mittleren). Ich kann mich erinnern, dass es damals weder einen Ring im Juliweg (V), noch eine Abseilöse auf dem Gipfel gab. Abklettern war angesagt, was mir damals gar nicht so leicht fiel. Inzwischen bin ich den Juliweg einige Male ge-

klettert, allerdings immer mit der zwar guten aber viel

ge- klettert, allerdings immer mit der zwar guten aber viel Als ich nun in diesem Jahr
ge- klettert, allerdings immer mit der zwar guten aber viel Als ich nun in diesem Jahr

Als ich nun in

diesem Jahr wieder einmal dort war, stellte ich fest, dass es neben einer Abseilöse und dem besagten Ring im Juliweg auch noch eine Sicherungsöse auf dem Vorgipfel gibt, so dass sowohl der Juliweg als auch mit Hilfe einer langen Schlinge ein Anfänger im AW sogar schön von oben gesichert werden kann. Schließlich sichtete ich sogar einen Ring auf dem Pfeiler, der den Kamin zwischen Vorgipfel und Pfeiler bildet (Ostweg II). Sicherungstechnisch hat sich in den 40 Jahren viel getan, aber auch am Gelände rings um den Gipfel, denn den bequemen Zustieg, den ich damals noch nutzen konnte, gibt es nicht mehr. Jetzt ist schon beim Zugang leichte Kletterei ange- sagt. Der Klimmerstein ist immer noch ein dankba- rer Gipfel, wenn es darum geht, Anfängern das Seiltragen (Bild) und das Kaminklettern (Bild oben) nahe zu bringen. Unserem 1,96- Meter-Mann fielen die Wege dort nicht son- derlich schwer, was die Hoffnung nährt, dass der Junge vielleicht schon ein bisschen Blut geleckt hat und möglicherweise einmal unse- re Gruppe verstärkt. Das viele Eisen auf dem Gipfel, dem Vorgipfel und dem Pfeiler entspannt die Situation merklich, wenn viel Betrieb am Felsen herrscht.

zu tief liegenden Kiefer abgesichert

Pfeiler entspannt die Situation merklich, wenn viel Betrieb am Felsen herrscht. zu tief liegenden Kiefer abgesichert

Ein Kletterer aus Saarbrücken kann sich zur Zeit sehr schlecht bücken. Denn er sprang eine Drei, brach das Knie sich dabei. Jetzt geht er deshalb an zwei Krücken.

-wie-

Neues vom Everest

An der TU Dresden ist die bisher genaueste Karte des Everest-Gebietes

im Maßstab 1:50000 erstellt worden. Sowohl die derzeitigen Umrisse der Gletscher als auch die Standorte aller verfügbaren Handy-Masten und der genaue Verlauf aller Wege sowie die Infrastruktur sind dargestellt. Es gibt zwei Kartenblätter: Khumbu Himal und Shorong Hinku. Mit den neuen Karten können Trekking-Touristen problemlos selbständig den Everest-Trail vom Himalaya-Flughafen Lukla zum Basislager bewältigen. Das Kartenwerk entstand als Auftragsarbeit für die Arbeitsgemeinschaft für vergleichende Hochgebirgsforschung in München.

Die Rekordjagd geht weiter (I): Mit 80 Jahren auf dem Everest, das hat

vor Ihm noch keiner geschafft. Der Japaner Yuichiro Miura ist mit seinen 80 Jahren der bisher älteste Mensch auf diesem Berg. Zweimal war er schon oben gewesen, mit 70 und mit 75 Jahren. Der bisherige Rekordhalter Serchan, der mit 76 Jahren oben war, soll inzwischen mit seinen jetzt 82 Jahren bereits wieder am Berg sein. Der nicht unvermögende Miura hatte 6 Lager anlegen lassen(!). Ab 7000 Metern ging er mit zusätzlichem Sauerstoff. Erst im Januar dieses Jahres war er zum vierten Mal am Herzen operiert worden.

Als erste beinamputierte Frau ist die Inderin Arunima Sinha auf dem

Everest gewesen. Die 26-Jährige frühere Volleyball-Spielerin hatte ein Bein verloren, als sie aus einem Zug gestoßen worden war.

Die Rekordjagd geht weiter (II): Nepal will fünf weitere 8000er zur

Besteigung freigeben. Bisher waren es in Nepal nur acht. Ab der nächsten Saison dürfen dann diese Gipfel im Everest- und Kanchenjunga-Gebiet bestiegen werden, sofern die Internationale Union der Alpinismusvereinigungen (UIAA) ihre Zustimmung gegeben hat. Im Einzelnen sind das der Lhotse Middle, der Lhotse Shar, der Kanchenjunga South, West und Central. Alle sind über 8400 Meter hoch. Ein neuer Wettbewerb wird dann losgetreten, wer als Erster auf allen 19 Achttausendern gestanden hat, als Frau, als Mann, als Invalide oder als Ältester, Jüngster und so weiter. Ob Reinhold Messner da noch mitmischen will?

auf allen 19 Achttausendern gestanden hat, als Frau, als Mann, als Invalide oder als Ältester, Jüngster und so weiter. Ob Reinhold Messner da noch mitmischen will?

Verrückte Rekorde auf die 8000er (siehe weiter unten und S. 29)

soll es nach dem Willen der nepalesischen Regierung bald nicht mehr geben. Solche ‚Rekorde‘ und Aufstiege untrainierter Gipfelstürmer könnten zukünftig verboten werden. Eine Arbeitsgruppe soll die bisher geltenden Regeln überprüfen. Das Komiteemitglied Ang Chiring Sherpa sagte in Kathmandu, es würden neue Kriterien in Bezug auf das technische Können und die Erfahrung der Bergsteiger festgesetzt. Damit würden nur noch geübte Bergsteiger zugelassen.

Eine südafrikanische Frau hat kürzlich einen völlig verwahrlosten und

abgemagerten Hund aus einem Slum der Gebirgsstadt Leh „gerettet“ und, nachdem sie ihn gehörig aufgepäppelt hatte, den Hund mit in das Basislager

am Everest genommen. Angeblich habe er sogar den Gipfel bezwungen. Nach der Rückkehr sei er von Mönchen in Kathmandu gefeiert worden.

Den traditionellen Tensing-Hillary-Everest-Marathon hat in diesem

Jahr bei den Frauen eine schwangere Oma gewonnen. Die erst 44-jährige Frau hat drei Kinder und bereits einen Enkel und ist selbst schon wieder schwanger. Sie legte die rund 42 Kilometer lange Strecke in sechs Stunden, 2 Minuten und zehn Sekunden zurück. Nach dem Rennen äußerte sie den Wunsch, nun auch auf dem Gipfel des Everestes stehen zu wollen. Die Marathonstrecke führt vom Basislager in 5364 Metern Höhe hinab nach Namche Bazaar, das noch 3446 Meter hoch liegt.

Der bekannte russische Bergsteiger Alexej Bolotow (11 von den 14

Achttausendern bereits bestiegen) ist am Everest tödlich abgestürzt. Er war mit dem Usbeken Denis Urubku (schon alle 8000er bestiegen) auf einer neuen Route in der Südwestwand unterwegs. Bei einem Sturz sei das Seil an einer scharfen Felskante gerissen, sagte Urubku. Bolotow (50) galt als einer der besten russischen Bergsteiger und hatte in der Vergangenheit bereits zweimal den begehrten „Piolet d’Or“ (Goldener Eispickel) für seine Leistungen verliehen bekommen.

Ein behinderter Franzose ist mit dem Fallschirm über dem Mount

Everest abgesprungen. Der an multipler Sklerose erkrankte und auf den Rollstuhl angewiesene Mann (55) sprang aus circa 10.000 Metern Höhe ab, allerdings im Tandem mit einem Fallschirmsprung-Profi. Freunde und Spender hatten für das Unternehmen rund 26.000 Euro zusammengebracht. Der Franzose wollte mit dieser Aktion anderen Erkrankten Mut machen und sie inspirieren.

Urgyen Trinley, ein potenzieller Nachfolger des jetzigen Dalai Lamas, hat das Vorgehen der Chinesen im Himalaya-Gebiet angeprangert. Die Umwelt der Region sei durch diverse Minen-, Staudamm- und Militärprojekte starken Belastungen ausgesetzt. Trinley wird sowohl von China als auch vom derzeitigen Dalai Lama (78) als Reinkarnation des Karmapa Lama anerkannt, dem Führer einer der vier großen Schulen des tibetischen Buddhismus.

Aus anderen Mittelgebirgsklettergebieten

Im Klettergebiet Bruchweiler ist ein 31-jähriger Mann am Geierstein sieben Meter tief abgestürzt, weil sich in dem dortigen weichen Gestein ein Sicherungshaken gelöst haben soll. Er hatte sich bei dem Unfall tödlich verletzt.

Die auch von Berliner Bergsteigern gern besuchte ‚Schwarze Wand‘ in den Hohburger Bergen bei Leipzig soll für den Kletterbetrieb geschlossen werden. Ebenso der Zinkenberg. Der Spielberg versinkt bereits seit geraumer Zeit im Wasser. Die Basalt-Actien-Gesellschaft Lautbar will dort in einem Großtagebau Schotter gewinnen. An der Schwarzen Wand wird seit 1925 geklettert.

Nach dem Neuberturm ist im Böhmischen ein weiterer Klettergipfel in sich zusammen gefallen. Der Klettergipfel ‚Gabel‘ (Vidlicka) in der Vogelwand bei Rajec (Raiza) ist im Aprlil eingestürzt. Sechs Kletterwege führten auf seinen Gipfel.

Rolf Böhm hat eine neue Karte herausgebracht. Diesmal erstmals eine von der Böhmischen Schweiz. Dazu hat er das Khaatal ausgewählt. Herauisgekommen ist die genaueste Karte der nördlichen Böhmischen Schweiz. Sie hat den maßstab 1:10.000.

An der Trasse der A17 von Dresden nach Prag hat es im Bereich des Ceské Stredohory (Böhmische Mittelgebirge) einen gewaltigen Erdrutsch gegeben, der die dort noch nicht im Betrieb befindliche Autobahn teilweise verschüttete. Bereits bei der Planung der Trasse wurde von Umweltschützern in dem Bereich ein Tunnel gefordert.

Ein Alleingänger aus Werben, der stürzte und musste sterben. Er ging ohne Seil, das blieb dabei heil. Das freut jetzt besonders die Erben.

htw

Was sonst noch passiert(e)

Die Gipfel „Schisser“ im deutsch-österreichischen Grenzgebiet des Kleinwalsertales haben ausgedient. Der eine heißt jetzt „Oberstdorfer Hammerspitze“, der andere „Walser Hammerspitze“. Damit hat der bisherige Namenswirrwar, nämlich deutsch „Schüsser“ und österreichisch „Hammerspitze“ ein Ende. Das Problem war, dass die jeweilige Seite den jeweils auf der anderen Seite stehenden Gipfel Schüsser bzw. Hammerspitze genannt haben und umgekehrt. Anlass für diese Bereinigung des Gipfelwirrwars war die Herausgabe einer neuen Alpenvereinskarte des DAV von diesem Gebiet. Voraus gegangen war ein Streit der beiden anliegenden Gemeinden, die jeweils befürchtet hatten, ihre Identität zu verlieren. Die Touristen sind somit Gewinner, denn sie wissen nun, auf welchem Weg sie welchen Gipfel erreichen.

Wer bei der neuen Mont Blanc-Luxushütte „Refuge du Gouter“ (Übernachtung/HP 90 Euro) nicht vorher reserviert hat, muss zwischen Bergschuhen und Steigeisen im Vorraum kampieren, aber trotzdem den vollen Preis zahlen und das ohne Mahlzeiten. Dieser Straftarif soll den großen Ansturm kanalisieren, der nach der Eröffnung einsetzte. An der benachbarten alten Hütte ist

deshalb auch das Zelten bzw. Biwakieren jetzt verboten. Bisher war das möglich. Die Nobelhütte thront in 3835 Meter Höhe auf dem Kamm der Aiguille du Gouter und bietet 120 Leuten Platz.

der Aiguille du Gouter und bietet 120 Leuten Platz. • Dass Klettern durchaus gefährlich sein kann,

Dass Klettern durchaus gefährlich sein kann, mussten zwei Männer aus Fürstenwalde feststellen, die aus Imponiergehabe gegenüber ihren Begleiterinnen eine Straßenlaterne erklommen. Als auch der Zweite oben ankam, gab die Laterne nach und sie landeten hart auf dem Asphalt und anschließend der eine sogar noch im Krankenhaus.

ankam, gab die Laterne nach und sie landeten hart auf dem Asphalt und anschließend der eine

Nicht ganz schwindelfrei war wohl ein Einbrecher in Berlin-Friedrichshain, denn als die Polizei alarmiert wurde, kletterte er über sechs Balkone bis aufs Dach, wo er angesichts der potenziellen Absturzhöhe einen Kreislaufkollaps erlitt. Die Feuerwehr musste ihn mit einer Drehleiter wieder auf den Boden holen.

ihn mit einer Drehleiter wieder auf den Boden holen. • Kletterer, in diesem Fall Industriekletterer wurden

Kletterer, in diesem Fall Industriekletterer wurden gebraucht, damit der DGB für einen Mindestlohn werben konnte. Aus zehn Meter Höhe ließen sich diese von einem Klettergerüst in der Nähe des Berliner Hotels Intercontinental in ein Auffangnetz fallen, was symbolisieren sollte, dass die Löhne nicht ins Bodenlose fallen dürften.

Ein seit vier Monaten vermisster Wanderer ist lebend auf 3000 Meter Höhe in den Anden gerettet worden. Er hatte bei zwei Schneestürmen die Orientierung verloren. Eine Hubschrauberbesatzung entdeckte ihn zufällig, weil die Tür der Berghütte offenstand, in die er sich schließlich geschleppt hatte. Der Mann, der eigentlich mit einem Motorrad unterwegs gewesen war, hatte nach einer Panne beschlossen, zu Fuß weiter zu gehen. Er überlebte nach eigenen Angaben dank der wenigen Lebensmitteln, die er in verlassenen Hütten fand. Außerdem ernährte er sich von Wühlmäusen und Gras. Später stellte sich heraus, dass er auf der Flucht vor der argentinischen Polizei war, die ihm wegen Kindesmissbrauch auf den Fersen war.

Aufgabe aus dem Ländervergleich für die Sekundarstufe I im Fach Physik:

Bergsteiger aus Deutschland befinden sich am Mount Everest in einem Hochlager auf 6500 Metern Höhe. Um ihr Essen zuzubereiten, müssen sie Wasser zum Sieden

bringen. Wie wird sich die Siedetemperatur im Hochlager im Vergleich zu Deutschland ändern?.

1. Die Siedetemperatur in Deutschland ist höher als im

Hochlager

Siedetemperatur in Deutschland ist höher als im Hochlager 2. Die Siedetemperatur im Hochlager ist höher als

2. Die Siedetemperatur im Hochlager ist höher als in Deutschland.

3. Die Siedetemperaturen sind gleich.

4. Das kann man erst nach einer Messung entscheiden.

(Lösung siehe letzte Seite)

Reinhold Messner, der gewohnt ist, über alles zu reden, hat sich auch zum Tod geäußert. Bei seiner Alleindurchquerung der Wüste Gobi hätte er, wie er sagt, eine genaue Vorstellung vom Tod vermittelt bekommen. Messner: „Ich habe die Wüste erlebt als eine zeitlich und räumlich unbegrenzte Welt. Du wanderst weiter, der Horizont springt auch weiter, alles bleibt gleich.“ Im Grunde, so sagte er gegenüber dem ‚Kölner Stadt-Anzeiger‘, sei für ihn der Tod nichts anderes als ein Hineingehen in eine räumliche und zeitliche Unbegrenztheit. Und weiter: „Solange man denkt, man könne noch etwas tun, krallt man sich an das Leben“. Aber wenn man glaube, alle Möglichkeiten zur Rettung seien ausgeschöpft, dann komme eine Art Identifikation mit dem Sterben. Das sei jedenfalls seine Erfahrung. Nun, egal wie man selber über den eigenen Tod denkt, es ist ein guter Brauch, derer zu gedenken, die voraus gegangen sind, sie nicht dem Vergessen anheim zu geben. Das geschah an jenem Sonntag wie in jedem

Jahr an der Hohen Liebe. In diesem Jahr waren elf EBMler mit dabei. Dazu kam dann noch am Sonntag ein Großteil der Kramer-Familie. Und damit traf zu, was Uli Voigt als Redner zu den Gründen sagte, weshalb viele wohl gern an diesem Tag zur Hohen Liebe pilgern, nämlich dass man dort Leute trifft, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat. Der Sonnabend

zuvor wurde zu

einer Wanderung

über

Bärensteine genutzt, und am Abend ging es

laut bei diversen aufregenden Spielen zu. Aber wir waren ja die einzigen Gäste in der Ostrauer Ju- gendherberge, und so konnten

wir

geben, wie wir halt sind. Die

Folge für mich: Ich konnte lange nicht einschlafen. Ob da auch der Alkohol eine Rolle gespielt hat? Schließlich galt es, den Geburtstag unseres Ehrenvorsitzenden nach zu feiern.

es, den Geburtstag unseres Ehrenvorsitzenden nach zu feiern. die uns so Wann wird der Fortschritt zum

die

uns

so

Fahrt zum Totensonntag

Eine kleine Gruppe von EBM nahm wie eigentlich in jedem Jahr an der traditionellen Totenehrung auf der Hohen Liebe am 23. November dieses Jahres teil. Die Totenehrung ist nicht nur ein Gedenken an die Verstorbenen, insbesondere an die Sportfreunde, die im Gebirge tödlich verunglückt sind, sondern sie ist gleichzeitig auch ein Nachdenken über die eigene Endlichkeit. Jeder hat ja seine eigenen Vorstellungen vom Tod. Bei den meisten von uns beschränkt sich das auf ein unbestimmtes Hoffen, dass irgend etwas noch kommt. Und jeder wünscht sich einen „angenehmen“ Tod. Der Tod ist Bestandteil des Lebens. Alles, was wir tun, hat einen Anfang und ein Ende. Verstehen kann man den Tod nicht, man sollte ihn aber auch nicht ausklammern.

wir tun, hat einen Anfang und ein Ende. Verstehen kann man den Tod nicht, man sollte
wir tun, hat einen Anfang und ein Ende. Verstehen kann man den Tod nicht, man sollte

Leute

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Nicht nur in Deutschland wurde gewählt, sondern auch bei unserem Nachbarn Österreich. Der dortige Amtsinhaber des Kanzleramtes Werner Faymann ist in seiner Freizeit ein passionierter Bergsteiger und Skifahrer.

Achille Ratti, Jahrgang 1857, war einst einer der besten Bergsteiger

Italiens. 1888 trat er dem gerade gegründeten italienischen Alpenverein bei.

1890 horchte die Bergsteigergemeinde auf, denn Ratti glückt der nach ihm

benannte Abstieg vom Mont-Blanc. Es ist heute die Normalaufstiegsroute

von der italienischen Seite her. Als siebte Seilschaft gelang ihm auch die Durchsteigung der gewaltigen Monte Rosa-Ostwand. Auch eine eisige Biwak-Nacht auf einem schmalen Sims stehend gehörte damals dazu. Schokolade und Kirschschnaps (!) hielten die Lebensgeister wach. Dieser Weg wird im heutigen Gebietsführer nicht mehr erwähnt, weil er als zu gefährlich gilt. Sein Tourenbuch umfasste 28 Jahre eines intensiven Bergsteigerlebens. Matterhorn, Gran Paradiso und andere Gipfel waren darin zu finden. Vor 100 Jahren hängte er dann die Bergstiefel an

den Nagel, weil er zum Erzbischof und schließlich

1922 zum Papst aufstieg. Pius XI. hieß er dann,

wurde im Volksmund aber nur papa alpinisti genannt. 1923 ernannte er den Heiligen Bernhard zum Patron der Bergsteiger, segnete Pickel, Seil und Haken. 1924 sendet er ein Beileidstelegramm anlässlich des vom Mount Everest nicht zurückgekehrten George Mallory. 1940 gründet dann ein britischer Bischof den „Achille Ratti Climbing Club“, dem heute 750 Mitglieder angehören. Über dem Aostatal ist ein Gipfel nach ihm benannt und auch eine Hütte in Südtirol trägt seinen Namen.

und auch eine Hütte in Südtirol trägt seinen Namen. ■ Auch die aktuelle deutsche Weinkönigin, Nadine
und auch eine Hütte in Südtirol trägt seinen Namen. ■ Auch die aktuelle deutsche Weinkönigin, Nadine

Auch die aktuelle deutsche Weinkönigin, Nadine Poss, liebt den Nervenkitzel.- Klettern und Bergsteigen sind ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen.

Wegen Hausfriedensbruches müssen sich Vadim Makhorov und Vitaliy Raskalov verantworten. Die beiden jungen Russen hatten im Stile von Alain

Robert in Turnschuhen und nachts den Kölner Dom bestiegen. Zuvor waren sie schon an der Kathedrale von Barcelona und an Notre Dame in Paris zugange gewesen.

Noch einen Koffer, in diesem Fall ein Materialdepot hat Kurt Diemberger (80) im Himalaya. Hinter dem K2 und dem Broad Peak im Shaksgam-Tal liegen seit 1999 gut verpackt in einer Plastiktonne Brennstoff, Gaskartuschen und weitere Bergausrüstung. Ob allerdings die Konserven noch genießbar sind, müsste sich erst noch herausstellen, falls Diemberger das Versteck unter dem Geröll überhaupt wiederfindet. Er meint aber in einem Interview: “Da komme ich sicher noch mal hin.“

in einem Interview: “Da komme ich sicher noch mal hin.“ Reinhold Messner fühlt sich den Obdachlosen

Reinhold Messner fühlt sich den Obdachlosen nahe und das, weil er bei seinen Extremtouren oft allein war. Er habe großen

Respekt vor diesen Menschen, sagte er gegenüber dem Nürnberger Sozialmagazin. Und weiter, er wisse wie schwer das Überleben in Kälte und Hunger sei. Auch habe er bei seinen Touren die Einsamkeit kennen gelernt, beispielsweise bei seinen 40 Tagen während der Alleindurchquerung der Wüste Gobi.

40 Tagen während der Alleindurchquerung der Wüste Gobi. 7000 Mal auf dem Brocken .- Der heute

7000 Mal auf dem Brocken.- Der heute 81-jährige Benno Schmidt hat “seinen”

Berg, den Brocken am 22. Mai zum 7000. Mal betreten. Seit seiner 1000. Besteigung hat der Schierker den Beinamen Brocken-Benno. Seine Vorgänger hatten die Beinamen Brocken Willi (500 Aufstiege) und Brocken-Geist (650 Aufstiege). Das Bemerkenswerte daran ist, dass er mit dieser Leidenschaft erst

nach der Wende wirklich begonnen hat. Aus Ärger über die 28 Jahre, in denen er den Brocken nur sehen, aber nicht besteigen durfte.

denen er den Brocken nur sehen, aber nicht besteigen durfte. „Angst macht sicher“, meint Extremkletterer Alexander

„Angst macht sicher“, meint Extremkletterer Alexander Huber. Für ihn sei die Angst in Extremsituationen eine Art Lebensversicherung. Wäre er ein angstfreier Bergsteiger geworden, wäre er sich schon längst im Jenseits, schreibt er in seinem neuen Buch „Die Angst. Dein bester Freund“. Die Angst habe deshalb ein Lob verdient.

Und hier noch der letzte BIWAK-Termin in diesem Jahr

Erstausstrahlung 11. Dezember 2013

21:15 Uhr

Wiederholung 12. Dezember 2013

05:50 Uhr

Für Euch gesehen:

Die Alpen –Unsere Berge von oben

So hatte ich die Berge noch nicht gesehen, nämlich von oben. Bisher hatte ich sie nur von unten angeschaut, zumal ich bisher nicht zu denen gehöre, die das Vergnügen hatten, mit einem Ballon oder einem Flugzeug der Sächsischen Schweiz von oben in die gute Stube sehen zu können. Allenfalls hatte ich Gipfelsichten, bei denen ich zwar auf Nachbargipfel hinab sehen konnte, es sich dabei aber im Grund genommen um niveaugleiche Sichten handelte.

Die Alpen hatte ich schon einmal überflogen, aber in sehr großer Höhe. Der Film „Die Alpen –Unsere Berge von oben“ hat die Draufsicht in einer atemberaubenden Perfektion realisiert. Alle, aber auch wirklich alle Bilder waren von oben gefilmt, meist vom Helikopter oder von Drohnen aus. Nur wenige Aufnahmen erfolgten mit Kranautos. Sehr hilfreich war dabei sicher eine Spezialkamera, die von dem in Verruf geratenen US-amerikanischen Geheimdienst NSA entwickelt worden war und die gestochen scharfe Bilder auch aus sehr großer Entfernung lieferte.

scharfe Bilder auch aus sehr großer Entfernung lieferte. Der Film ergeht sich nicht nur in schönen

Der Film ergeht sich nicht nur in schönen Bildern, sondern sieht auch die Probleme, wie zum Beispiel touristische Übererschließung, überfüllte Klettersteige, Gletscherschwund und Bauernsterben. Dennoch: Hängen bleiben am Ende die phantastischen Bilder dieses Hochgebirges. Während des Films wurden die Orte, an dem man sich gerade befand, eingeblendet (Seiseralm etc.). Vermisst habe ich allerdings Einblendungen, welcher Berg gerade zu sehen war. Denn von oben sieht doch alles ganz anders aus.

Für Euch gesehen:

Jäger des Augenblicks

Der Streifen lief schon seit Ende April, aber irgendwie hatte ich keine Zeit, ins Kino zu gehen. Dann im Juni drohte der Film aus den Programmen zu fallen, und so googelte ich schnell durch, wo er noch läuft. Er lief noch im „Sputnik“. Also aufgemacht in das Etablissement in der Nähe des Südsterns, und so entdeckte ich ganz nebenbei das erste Bergsteigerkino in Berlin, denn es liegt im fünften Stock. Ohne Aufzug! Also für mich eine Art Erstbegehung. Oben fand sich dann noch unter den sechs weiteren Interessenten ein Mitglied vom DAV Brandenburger Tor mit frischen Erdbeeren. Und so wurde es nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch ein kulinarischer Genuss.

Doch nun zum Film: Stefan Glowacz ist bekannt dafür, dass er in den letzten Jahren Abenteuer der besonderen Art sucht. Entweder mit dem Hundeschlitten zu einsamen Bergen auf Baffin Island, nach Mexiko oder wie bei diesem Film in den Urwald Südamerikas. In letzterem steht mitten im Regenwald zwischen Venezuela, Brasilien und Guayana der riesige Tafelberg Roraima, die Wände rundum steil oder gar überhängend abfallend und

die Feuchtigkeit ist allgegenwärtig. Dieser Tafelberg hatte es ihm und den beiden Mitstreitern Kurt Albert und Holger Heuber angetan. Zunächst ging es durch den Urwald über zwei Steilstufen an die Wand. Da die Träger an der zweiten Stufe ihre Dienste verweigerten, mussten die drei Profibergsteiger schon viel Kraft und Zeit lassen beim Transport der umfangreichen Ausrüstung zum Wandfuß. Dieses, das schlechte Wetter und schließlich noch eine geprellte Ferse von Glowacz führte letztlich zum Abbruch und einem zweiten Anlauf einige Monate später. Der lief dann nicht mehr „per fair means“, sondern per Helikopter von oben. Man seilte einfach bis zum höchsten erreichten Punkt ab. Im zweiten Anlauf, bei dem der inzwischen tödlich abgestürzte Kurt Albert fehlte, klappte dann alles in höchsten Schwierigkeitsgraden. Ich ertappte mich, wie ich mich in den Sessel stemmte, als nach mehreren (gestellten) Stürzen die Schlüsselstelle dann doch gelöst wurde. Hier kam so etwas wie Spannung auf. Ansonsten war es halt Augenschmaus und wegen der diversen Rückblenden in die Sturm-und-Drang- Zeit der drei Protagonisten auch eine vergnügliche Rückschau.

wegen der diversen Rückblenden in die Sturm-und-Drang- Zeit der drei Protagonisten auch eine vergnügliche Rückschau. 37
wegen der diversen Rückblenden in die Sturm-und-Drang- Zeit der drei Protagonisten auch eine vergnügliche Rückschau. 37
wegen der diversen Rückblenden in die Sturm-und-Drang- Zeit der drei Protagonisten auch eine vergnügliche Rückschau. 37

Kurt Albert und sein „Roter Punkt“ spielte in dem Streifen, wohl auch wegen seines tödlichen Unfalls, eine besondere Rolle. Er war dort als sehr nachdenklicher und pessimistischer Abenteurer zu erleben, gerade so, als spürte er sein nahendes Ende. Nach Reinhold Messner ist mit diesem Film ein Psychogramm von drei weiteren herausragenden Bergsteigern gezeichnet worden, auch wenn Glowacz und Albert hier in eine Story eingebettet wurden. Bei Buch und Regie war auch Malte Röper beteiligt. Unangenehm fiel mir auf, dass bei den vielen „specially thanks for“ die Indio-Träger unter den Tisch gefallen sind. Positiv empfand ich die Filmmusik, denn es waren viele Lieder zu hören aus der Zeit, als ich jung war, von Slade über Queen bis Mey. Aber das ist ja Geschmacksache. Übrigens ist Glowacz in zweiter Ehe mit der Tochter von der Sportreporterlegende Harry Valerien Tanja verheiratet und hat mit ihr Drillinge. Wohl vorläufig ein letztes Mal war der Film beim Freiluftkino im Cassiopeia (Revaler Straße 99) am 12. August zu sehen.

Und was bietet das Kino sonst noch?

Die beiden Hollywood-Stars Jake Gyllenhaal und Josh Brolin drehen zur Zeit einen Film über die 1996er Everest-Tragödie. Acht Bergsteiger kamen damals ums Leben. Gyllenhaal spielt den Bergführer Scott Fisher, Brolin den Kletterer Beck Weather, der die Expedition mit schweren Erfrierungen überlebte. Jason Clarke ist für die Rolle des neuseeländischen Everest- Experten Rob Hall. Gedreht wird seit Oktober in Island, Regie führt der Isländer Baltasar Kormakur.

Seit dem 7. November läuft in den Kinos der Dokumentarfilm „Chasing Ice“, der die schwindenden Gletscher zum Thema hat. Er erzählt den Kampf des Naturfotografen James Balog um mehr öffentliche Aufmerksamkeit für den weltweiten Klimawandel. Für seine Aufnahmen hatte er seit 2007 spezielle Zeitrafferkameras an Gletschern installiert. Der Film ist leider typisch amerikanisch: Laut und plakativ.

Wer kommt mit?

Ich plane für Mai oder September 2014 eine Wander-/Kletterfahrt in den Naturpark „Fichtelgebirge“. Quartier soll die Pension „Naabquelle“ in Fichtelberg Neubau werden. Die Fahrt soll eine Woche dauern und wie bei den bisherigen Fahrten möglichst mit einer An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Viele lohnende Wanderziele gibt es dort, zum Beispiel das Felsenlabyrinth Luisenburg, die Drei Brüder Steine, die Weißmainfelsen,der Ochsenkopf oder die Main-, Eger- und Naabquellen. Interessenten für eine solche Fahrt melden sich bitte bei Harald Wiemann.

Termine zum Vormerken

11. Januar 2014

22./23. Februar 2014

14.-16. Februar 2014

4.-6. April 2014

Jahresanfang mit Grog und Bratwürsten an der Südecke des Großen Zschirnsteins

Aussteiger-Treffen am Liepnitzsee

Winterwanderung (nähere Modalitäten auf der Gruppenversammlung bzw. auf unserer Homepage)

Frühjahrsputz Weinberghütte

Nachsatz

zum Malerweg-Beitrag im letzten Heft (Aus Platzgründen konnte ich diesen Text im letzten Heft nicht mehr loswerden.):

Auch ich war bei zwei Etappen mit dabei. Zunächst auf der vierten und schließlich noch bei der sechsten. Die sechste Etappe, das war der Ausklang in der Porschdorfer Einkehr. Die vierte Etappe führte für mich von der Neumannmühle bis nach Schmilka. Ich weiß nicht, ob die Mannschaft sich da schon etwas müde gelaufen hatte, denn als gegenwärtig Fußkranker konnte ich das Tempo ganz gut mithalten. Ich bin zwar schon viel in der Sächsischen Schweiz herum gekommen, diese Etappe über den Kleinstein, dann über das Große Pohlshorn zum Zeughaus und weiter über den Großen Winterberg war auf etlichen Abschnitten neu für mich, und ich stelle wieder fest, die Sächsische Schweiz bietet immer wieder Neues mit Aha- oder Oho-Effekt. Dank an Ulf für die Mühen der Vorbereitung und die Überzeugungsarbeit für das Zustandekommen des Unternehmens.

Harald

In eigener Sache:

Im vorletzten Heft hatten wir angefragt, ob der HÜTTENREPORT weiter Hüttenreport heißen sollte, denn es geht ja nicht ständig um unsere Hütte. Der Name war entstanden, als es damals darum ging, die Kayserberg-Hütte aufzubauen. Da wir davon ausgehen, dass die jetzige Hütte und ihr Umfeld demnächst ihren Endzustand haben wird, hat der Name Hüttenreport eigentlich seine Berechtigung verloren. Probeweise wird deshalb ab 2014 der Name in „EBM-Report“ geändert. Was sagt Ihr dazu? Andere Vorschläge sind willkommen.

Harald

Die EBM-NACHRICHTEN gratulieren mit dieser Ausgabe nachträglich zu den Runden im vergangenen Quartal:

Holger Lehmann November 2013

zum 50. Geburtstag am 13.

Holger Lehmann November 2013 zum 50. Geburtstag am 13. Fotorätsel Das Fotorätsel aus dem letzten Heft

Fotorätsel

Lehmann November 2013 zum 50. Geburtstag am 13. Fotorätsel Das Fotorätsel aus dem letzten Heft war

Das Fotorätsel aus dem letzten Heft war wohl auch wieder zu schwierig geraten, denn es gab nur eine Zuschrift. Sie war zwar dicht dran, allerdings nicht ganz korrekt. Nebenstehend nun die Lösung. Es ist ein Ausschnitt der Harzspuren an der Fichte vor unserem Hütteneingang.

der Harzspuren an der Fichte vor unserem Hütteneingang. Nun rechts nebenstehend das hoffentlich nicht ganz so

Nun rechts nebenstehend das hoffentlich nicht ganz so schwer geratene neue Rätsel: Was ist auf dem Foto zu sehen, und wo

gehört es hin? Es gehört zum Bereich unserer Hütte. Dieser Blick ist aber erst seit kurzem möglich geworden und ist es inzwischen nicht mehr.

Lösungen wie immer an die Redaktion (harald.wiemann@t-online.de).

Lösung von Seite 25: Die Siedetemperatur in Deutschland ist höher als im Hochlager, weil bei steigendem Luftdruck auch die Temperatur steigt, bis ein Stoff siedet.