Sie sind auf Seite 1von 9

AUSGABE #22/23Erste

Straßenzeitung für ganz Österreich

DiE US-REvolUTioN

oder

„Alles für das Volk, aber nichts durch das Volk“

Karl Öllinger

Der Beginn des

Zeitalters der

postamerika-

nischen

Welt

EHEMALS DIE BUNTE ZEITUNG - MEDIUM FÜR WÜRDE, GERECHTIGKEIT UND DEMOKRATIE

D. Bukasa

¯

theglobalplayer.org

€2 Die Hälfte für den/die Kolprteur/in
€2
Die
Hälfte für
den/die
Kolprteur/in

AUFBRUCH DER MITTELSCHICHT IN DEN USA! LERNEN VON AMERIKA? ANTON PELINKA

Di-Tutu Bukasa ditutu.bukasa@chello.at WORAN ICH GLAUBE United States of America
Di-Tutu Bukasa
ditutu.bukasa@chello.at
WORAN ICH GLAUBE
United States of America

The Change

Die nächste US-amerikanische Revolution oder der Beginn des Zeitalters einer postamerikanischen Welt

Ist die Migration nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein großer Motor der Veränderung? In der Geschichte der Menschheit wird die Migration normalerweise als eine Folge kriegerischer Auseinandersetzungen angesehen. Heutzutage besteht Bedarf an einer friedlichen Revolution in der Beziehung zwischen Institutionen und Gesellschaft. Auf beiden Seiten des Atlantiks scheinen im Schatten der Finanzkrise die sozialen und ideellen Auseinandersetzungen entscheidend für eine Veränderung zu sein.

J ede Wahl ist ein Anlass da- für, dass die Legitimation der Institutionen im Bewusst- sein der Bevölkerung erneu-

ert wird. Sie bestimmt das weitere Schicksal und die Sicherheit des Landes durch die politische Macht vor allem der Regierungspartei, die die Richtung unter Mitwirkung der Opposition vorgibt. Sie ist neben einem Zündstoff ein Feuerlöscher, der nach Zündstoff riecht. Auf jeden Fall haben zwei unterschiedliche Großmächte, China und die USA, zur relativ gleichen Zeit ihren jewei- ligen Regierungschef gewählt. Chi- na hat es fürs Erste offensichtlich geschafft, eine hinreichend große Mittelklasse am wirtschaftlichen Er- folg zu beteiligen, sodass eine Mehr- heit der Chines_innen die Herrschaft der KP unterstützt. Die Demokraten in den USA haben ihre Kampagne auch mit dem Slogan der Mittelklas- se gewonnen. In einer Umfrage äu- ßerten sich in China mehr als 80% aller Teilnehmer zufrieden mit der Ausrichtung ihres Landes, bei einer vergleichbaren Umfrage in den USA sagten das nicht einmal 30%. Ohne zu hinterfragen, wofür das autoritär regierte China steht, will ich näher betrachten, wofür Amerika mo- dellhaft steht. Der „American Dream“ ist nicht nur veraltet, sondern er er- zeugt auch eine spaltende Disso- nanz. Doch auch die EU hat im Pro- zess der Suche nach dem Ausweg aus der Finanz- und Eurokrise mehr und mehr ihre Nord-Süd Diskre- panzen entdeckt. Die Frage lautet,

wohin steuert die Welt und was kann Europa aus dem historischen Pro- blemstoff der USA lernen? Geweckt durch die multiplen Krisen unserer Zeit, ist in den USA die tiefe kulturelle Spaltung, die sich vor 150 Jahren noch in den blutigen Schlachten des Bürgerkriegs zwischen den Nord- und Südstaaten äußerte, wieder da. Aber heute ist die US-Spaltung um- fassender als damals, sie ist sozial, politisch und ideell. Es gibt zwei Modelle des „Ameri- can Dream“:

Der „American Dream“ ist nicht nur veraltet, sondern er erzeugt auch eine spaltende Dissonanz.

1. Der „American Dream” der „White Supremacy“ Es mag unterschiedliche Bekennt- nisse zur Nation geben und viele Schwüre auf die stolzen Stars and Stripes. Aber wenn es an das Be- zahlen geht, wenn Kosten umge- legt werden sollen, wenn Solidarität eingefordert wird, verfliegt aller Ge- meinsinn und es tun sich tiefe Grä- ben auf. Auf jeden Fall hat der Hass auf das „Big Gouvernement“ bzw. die Staatsfeindlichkeit ein existenzbe- drohendes Niveau erreicht. Wegen den Obamas im Weißen Haus ha- ben die Leute die Zeiten vergessen, in denen D. Roosevelt der Bevölke- rung mutig erklärte, dass ein kollek-

tiv getragenes Sozialsystem nicht Sozialismus statt Freiheit bedeute, sondern einen „New Deal“, der Ame- rika auf Dauer stärke. Besonders bei der republikanischen Partei öffnen sich die alten Narben der Pionier- geschichte, die Erinnerungen, dass die weiße Bevölkerung traditionell im Vorteil war, indem bis heute entwe- der aus Naivität oder aus faktischen numerischen Machtverhältnissen geglaubt wird, dass die USA und das Weiße Haus das „Property“ des weißen Mannes sind - „White Supre- macy“. Selbst Mitt Romney synchro- nisierte in seinem Wahlkampf diesen Zweideutigkeits-Mythos des „White House“. Die Konnotation des „White Supremacy“-Mythos vermengt sich hier mit dem US-Anspruch, dass die USA „the greatest nation on earth“ ist. Dass sie in jeder Hinsicht das größte Land der Welt sei, ist ein Glaube, der durch Obama, einen schwarzen Prä- sidenten, erschüttert wird: Obama im Weißen Haus wird als politische Hebamme gesehen, der bei den Re- publikanern innerparteilich die „Tea Party-Bewegung“, eine ultrakonser- vativen Subgruppe, hervorgebracht hat. Mit dem sogenannten Filibuster (Ermüdungsrede) werden zahlreiche Gesetze von Obama torpediert. Es scheint so, als sei es der einen - re- publikanischen - Hälfte Amerikas nur darum gegangen, der anderen - de- mokratisch gesinnten - in die Sup- pe zu spucken, ganz gleich worüber verhandelt wurde und gleichgültig auch, ob es dem Gemeinwohl diente oder schadete.

WORAN ICH GLAUBE

Politik. International

#22/23

theglobalplayer.org

2. Der „American Dream“ als US- Revolution im Licht der Mehrheit der Mittelschicht Die gesamte Familie Obama im Weißen Haus ist zunächst ein Aus- druck dafür, dass ein Bruch der Tra- dition stattgefunden hat - das Weiße Haus als Symbol der „White Supre- macy“ - zugunsten einer Freiheit für Alle. Ein „Yes, we can“ ist des- halb mehr als ein simpler Wahlslo- gan. Es stellt eine Herausforderung und einen Anspruch dar, 150 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs einen Übergang in die nächste amerika- nische Revolution - aber ohne Blut- vergießen - zu erleben. Mehr als ein US-Präsident ist auch hier Obama primär politisch eine Hebamme für eine Neugeburt Amerikas, ein Kata- lysator. Er lässt am deutlichsten wis- sen, dass die Immigranten, d.h. die Einwanderer, Amerika groß gemacht und groß gehalten haben. Wenn nun die 13% der schwarzen Bevölkerung Amerikas durch die Familie Obama die Macht im „Weißen Haus“ haben, haben somit die USA im Vergleich zu anderen Ländern der Welt die Kant’sche universelle kontextuelle Ethik eines kategorischen Imperativs (darauf kommen wir noch zurück) umgesetzt, da hier der Mensch nicht nach seiner Herkunft, nicht nach sei- ner Hautfarbe, etc., etc. und auch nicht als Migrant wie in Europa und Österreich, sondern als Amerikaner, Staatsbürger, gewählt wurde. Auch wenn die Tea Party ein überholtes Klischee bedient, um die republika- nische Partei zu stärken, bildet die emporgekommene Tea Party-Men- talität in ihrer Erscheinungsform des Widerstands einen integralen Be- standteil dieser US-Revolution. Die Anhänger der Tea Party-Bewegung behaupten, Amerika sei per Verfas- sung ein christliches Land, was nicht stimmt, und ihr Programm enthält Forderungen zur Abschaffung aller Steuern oder gleich der Zentral- regierung in Gänze. Das Gravierende ist, dass die USA noch jede Debatte über die Grün- de für die Spaltung verweigern. Es scheint, dass viele Amerikaner nicht mehr darüber reden möchten, wie ihre Union wieder erstarken kann. Kritik gilt als Verrat an Amerikas Größe. Dafür schickten die Verei- nigten Staaten die „Curiosity“ auf den Planeten Mars, um das Leben

dort zu erkunden, während auf der Erde ein Gesellschaftsvertrag des Zusammenlebens mit Obama als „Commander in Chief“ in die Tat um- gesetzt wurde - das ist auch anthro- pologisch gesehen eine Revolution.

***

Beginn des Zeitalters der Posta- merikanischen Welt Bis jetzt leben Viele im kollektiven Glauben, dass die USA ein Land ist, in dem Menschen in der Tradition der weißen Dominanz stehen. Das trifft auch zu. Die Rede ist davon, dass die USA ein von immigrierten Europäern beherrschtes Land ist. Der „Beginn des Zeitalters der po- stamerikanischen Welt“ wie der „Time“-Kolumnist Fareed Zakaria pointiert ausdrückt, kann nur bedeu- ten, wie der Politologe Charles Kup- chan in seinem neuen Buch über

Je weiter Obama den Republikanern entgegen kam, desto extremer wurden deren Positionen, desto hysterischer wurde ihre Kritik, um jede Chance zum Kompromiss möglichst auszuschließen.

„Die Welt die niemandem gehört (No One‘s World)“ schreibt, dass „es offenkundig mehrere Wege zur ‚Mo- dernität‘ gäbe, auch wenn der alte Westen das nicht gerne höre. Die Welt werde nicht homogener, sie wird vielfältiger, unamerikanischer.“ In der Sprache der Machtverhält- nisse bedeutet „amerikanisch“ die bisherige weiße Dominanz. Diese Erkenntnis beruht auch auf einer ähnlichen Feststellung dass Immi- granten, die rund 12 Prozent der ak- tuellen US-Bevölkerung stellen, zwi- schen 2003 und 2005 mehr als die Hälfte aller Firmen im Silicon Valley gegründet haben. Jedes vierte Patent wurde von Immigranten angemeldet. Fast jeder zweite Doktorant im Ingenieurswesen und in den Na- turwissenschaften spricht Englisch

nicht als erste Sprache. Die wei- ße Elite wechselt nicht so gern in Technologie- und Ingenieursberufe, sondern zu den Zockern an die Wall Street: Rund ein Drittel der Har- vard-Absolventen eines Jahrgangs nimmt Jobs im Investment Banking, bei Unternehmensberatung oder bei Hedge Fonds an, also in Branchen, deren Produkt das schnelle Geld ist. Diese Tendenz des Eindringens der Multitüde in der Mitte heißt „uname- rikanisch“.

Die Behauptung, dass Obama nicht sein Versprechen gehalten hat, das Land politisch zu versöhnen, muss nicht stimmen, weil zu einer Versöhnung immer zwei gehören. Zu beobachten war in den vergangenen Jahren dies: Je weiter Obama den Republikanern entgegen kam, desto extremer wurden deren Positionen, desto hysterischer wurde ihre Kritik, um jede Chance zum Kompromiss möglichst auszuschließen. Die tiefe kulturelle Spaltung charakterisiert die Systemkrise der US-amerikanischen Demokratie. Da das Phänomen Ob- ama einen multiplikatorischen Effekt für einen gesellschaftlichen Pluralis- mus mit dem Erstarken einer traditi- onellen Minorität darstellt, impliziert dies in der Sprache der Macht eine Herausforderung gegenüber dem etablierten, immanenten System der weißen Mehrheit. Bevor dieser Anlauf zu einer kompakten „neuen Mannschaft“ namens Amerika wird, ist das Phänomen Obama in der Sprache der Medizin kein destruk- tiver Virus, der gegenüber der entge- gengesetzten Norm der Gesundheit triumphiert. Vielmehr verkörpert er die Gesetzlichkeit der Norm der Ge- sundheit gegenüber der Gesetzlich- keit der Norm der Krankheit, indem er die künftigen Generationen und gesellschaftlichen Strukturen Ameri- kas positiv beeinflusst. Die Blockie- rung der Politik Obamas hat sich in den vergangenen vier Jahren radi- kalisiert. Recherchen des Magazins „Newsweek“ dokumentieren, dass schon am Tag von Obamas Amts- einführung am 20. Jänner 2009 von den Republikanern vereinbart wur- de, Obamas Politik unnachgiebig zu blockieren. Zur Illustration folgende Fakten:

= Das große Konjunkturpaket, das staatliche Investitionen von 787

United States of America

Milliarden Dollar vorsah, enthielt be- achtliche, von den Republikanern geforderte, von den Demokraten ei- gentlich abgelehnte Steuererleichte- rungen, und doch stimmten nur drei Republikaner und kein einziger im Repräsentantenhaus dafür. = Die Gesundheitsreform, die einst als historische Leistung gelten wird, lehnten alle Republikaner in beiden Häusern geschlossen ab. = Für das Gesetz zur Finanz- marktreform, das weit moderater ausfiel als von den Demokraten vor- gesehen, bekam Obama in beiden Häusern jeweils nur drei Stimmen von Republikanern. Ergebnisse einer aktuellen Stu- die zeigen, dass die Republikaner bereits seit 2007 versucht haben, mehr als 70% aller Gesetze zu tor- pedieren. Aber das heutige extreme Niveau der Obstruktion, also eines Verhaltens, das politische Vorgänge behindert, hängt mit der Person Ob- amas im Weißen Haus zusammen. Was dokumentieren diese Fak- ten? Nach dem Zusammenbruch des ehemaligen Sowjetimperiums Ende der 1980er Jahre sahen die Apologeten der amerikanischen Größe damals bereits das Ende der Geschichte gekommen, weil dies für sie der Beweis war, dass es nur ein Modell staatlicher Organisation geben kann. Aber tatsächlich verlo- ren die USA danach als Modell, als treibende Kraft, als alter und hellster Leuchtturm des Westens an Boden. Ein sanftes Abtreten der USA als Weltgendarm für ein anderes Ame- rika wurde initiiert. Externe Faktoren: Die Verände- rungen und Umbrüche in der ara- bischen Welt zeigten schon, wie wenig die USA geopolitisch vernetzt ist und wie sie letztlich einflusslos in verschiedenen Regionen geworden ist. Dass jetzt Mursi, ein Muslimbru- der, in Ägypten herrscht, dass der Iran weiterhin sein Atomprogramm voranzutreiben scheint, dass Isra- els Lage prekärer denn je ist, dass aufgrund der dramatischen Misser- folge der Militäroperationen im Irak und in Afghanistan die US-Truppen bis 2014 abgezogen werden sollen - all diese Indizien weisen darauf hin, dass die Weltmachtrolle der USA nicht mehr unumstritten ist. Und die Republikaner machten Obama da- für verantwortlich, dass er in Libyen,

Syrien, im Iran und anderswo nicht stark genug gehandelt hat. Für die Umsetzung seiner Politik schrieb Ob- ama schon vor seiner Amtszeit: „Wir können uns weder aus der Welt zu- rückziehen, noch können wir sie zur Unterwerfung nötigen.“ Dies klang in den Ohren der Republikaner wie ein Signal der Schwäche. Und dass militärische Rückzüge des Nobel- preisträgers Obamas seine Amtszeit prägten, passt für die Republikaner in dieses Bild. Interne Faktoren: Welche Kon- sequenzen und Drohungen haben die USA zu erwarten, wenn die Republikaner ihren Plan auch in der zweiten Amtsperiode Obamas fortsetzen? Schon jetzt verweigern

Welche Konsequenzen und Drohungen haben die USA zu erwarten, wenn die Republika- ner ihren Plan auch in der zweiten Amtsperiode Obamas fortsetzen?

manche republikanische Gouver- neure verschiedener Bundesstaaten die Staatshilfe. Dahinter steht wieder der Plan, die Politik Obamas zu blo- ckieren und sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, Geld vom „Big Gou- vernement“ anzunehmen. Exakt mit Ende des Jahres 2012 läuft das Ul- timatum, der sogenannte „fiscal cliff“ aus. Das ist der Deal zwischen De- mokraten und Republikanern, nach den gescheiterten Haushaltsver- handlungen im Sommer 2011 den Staatshaushalt zu retten. Hier sieht man, wie jenseits des Wahlergeb- nisses die beiden großen Instituti- onen des Landes, der Kongress und der Senat, jeweils im Spannungsfeld der Machtverhältnisse ihre Entschei- dungen treffen, geleitet von histo- rischen und sozialen Widersprüchen und Interessen. D.h., wenn sich beide Seiten nicht auf eine gemein- same Lösung einigen können, treten am 31.12.2012 automatisch Ein- sparungen und Steuererhöhungen in Kraft, um den Staatshaushalt mit seinem derzeitigen Defizit von 900 Milliarden Dollar um 607 Milliarden

Dollar zu entlasten. Die Gefahr bei diesem Notsparpaket wäre, dass vor allem Ärzte und Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten, Theater und Museen, Bahnhöfe, Flughäfen und Universitäten betroffen wären. Kaufkraft würde entzogen und In- vestitionen würden nicht stattfinden. All dies, weil im heutigen Amerika politische Kompromisse und ein ver- nünftiger Ausgleich von Interessen nicht mehr möglich scheinen. Im Zentrum des Konflikts stehen die beiden Kontrahenten, die Re- publikaner mit ihrer Dominanz und Einflussnahme im Kongress und die Demokraten im Senat. Während die Demokraten auf Steuererhöhungen für Reiche bestehen, lehnen die Re- publikaner dies ab. Sie wollen den Haushalt allein durch Einsparungen konsolidieren. Im Bewusstsein die- ser Spannung hat Obama, dessen Amtsperiode noch bis 20. Jänner 2013 andauert, bereits angekündi- gt, dass er sein Veto gegen jeden Vorschlag einlegen wird, der keine Steuererhöhungen für Reiche bein- haltet. Sollten die USA keine andere Lösung für ihre Haushaltsprobleme finden, droht nach Verlautbarungen offizieller Regierungsstellen, eine „signifikante Rezession“. Die Wirt- schaft, die nach Prognosen um gut 2% wachsen soll, könnte stattdes- sen schrumpfen. Die Konsequenz wäre ein Ansteigen der Arbeitslo- senrate auf über 9%. Auch der IWF (Internationale Währungsfonds), der eigentlich ein Befürworter von Sparmaßnahmen ist, warnt vor den Folgen und Auswirkungen des „fis- cal cliff“, der Amerikas Zukunftshoff- nungen zunichte machen würde. Zu dieser Problematik pointierte John Podesta vom Center for American Progress: „Der Präsident hat bei diesen Verhandlungen gute Karten. Verweigern die Republikaner einen Kompromiss, kann er damit drohen, dass dann für alle Amerikaner die Steuern erhöht werden. Dann ste- hen die Republikaner als eine Partei da, die Steuererhöhungen für Milli- onen Kleinverdiener akzeptiert, um Privilegien für ein paar Superreiche zu erhalten. Das würden selbst die eigenen Leute nicht mehr verste- hen. Wenn man das Kind beim Namen nennen will, so geht es um zwei un- terschiedliche Gesellschaftsprojekte,

WORAN ICH GLAUBE

Politik. International

#22/23

theglobalplayer.org

d.h. zwei unterschiedliche Auffas- sungen des „American Dream“:

= Einerseits der „American Dream“ des konservativen, traditio- nellen Amerika mit einer historischen Dominanz der Weißen, nämlich der Superreichen, die in der republi- kanischen Partei, der „Grand Old Party“, versammelt sind, aus deren Schoß die ultranationalistische „Tea Party-Bewegung“ geboren wurde. = Andererseits der „American Dream“ eines Gesellschaftsver- trags der „social issues“. Es geht um Gruppen von Menschen aus der Mittelschicht, wie etwa Studenten oder Hochschulabsolventen, die mit Schulden belastet sind, um ein zunehmend fortschrittliches Frau- enbild, eine liberale Haltung zur Fa- milienplanung und gleichgeschlecht- lichen Ehe, um die Interessen der numerischen Minderheiten, wie La- tinos, Asiaten, Schwarze und vieler gut ausgebildeter Frauen sowie der „Native Americans“. Vor allem geht es auch um die fast 11 Millionen „un- authorized immigrants“, die seit 2010 in den USA leben, davon 6,6 Millio- nen aus Mexiko. Für sie müssen Lö- sungen jenseits der von Mitt Rom- ney angedrohten „self-deportation“ gefunden werden. Es ist der Pool jener Menschen, deren Umgangs- sprache spanisch ist und die eigene Sitten haben. Sie brauchen einen Anwalt, der ihre Interessen schützt und ihre Zukunft fördert, sodass ihre Träume eines Tages nicht mehr nur an die Wand und Haut gemalt sind, sondern gelebt werden können.

***

Universelle Kontextualität Umsetzung einer Universal-Ethik der Gleichheit: Jene US-Revolution, die auf dem Konflikt zwischen den Nord- und Südstaaten basierte, war grundsätzlichen ein Konflikt der Ho- mogenen, der Gleichen unter Glei- chen (der Weißen), mit dem Ziel, der Abschaffung der Sklaverei. Erst Lyn- don B. Johnson, der 36. US-Präsi- dent, initiierte einen Prozess, der die Menschenrechte und Menschenwür- de amalgamierte: Mit der Einführung des „Civil Rights Act“ von 1964 und des „Voting Rights Act“ erklärte er nicht nur der Armut den Krieg, son- dern ließ auch in Bundesgesetzen festschreiben, dass es keine Bürger

zweiter oder dritter Klasse geben

darf, ganz gleich, welche Farbe ihre Haut hat. Rechte, die es überhaupt erst ermöglicht haben, dass im Jahr

2008 Obama US-Präsident wurde.

Mit der Wiederwahl Obamas im Jahr

2012 verwandelten sich die USA

nun aber affirmativ zur „Greatest Nation in the World“: Sie haben für alle Kulturen der Erde ein Beispiel gegeben, indem sie das Tor geöffnet haben für die Umsetzung eines uni- versalen Gleichheitsprinzips in einer politischen Kontextualität – ein neu- er Anfang.

Die republikanische Partei wurde von einer demographischen Zeitbombe getroffen: 7 von 10 Latinos haben für Obama gestimmt und weil sie mittlerweile 10% der amerikanischen Wählerschaft ausmachen, werden ihre parteipolitischen Präferenzen entscheidend sein.

Von einer nationalen Kontextua- lität ausgehend ist das Verfahren- sprinzip so, dass jedes Recht vom Volk ausgeht und durch das Volk ausgeführt wird. Da der zentrale Begriff der Demokratie „Volk“ und nicht Menschheit ist, gibt es in die- ser Denktradition überhaupt nur eine Volks- und keine Menschheitsdemo- kratie. In dieser Tradition sind Volk und Nation austauschbare Begriffe für eine Bürgerschaft, die mit ihrem demokratischen Gemeinwesen ident ist. Das Staatsvolk gilt nicht als vor- politische Gegebenheit, sondern als Produkt des Gesellschaftsvertrages. In diesem Verfahrensprinzip des Volkes als Kontextualität der Gel- tung des Gleichheitsprinzips eines Gesellschaftsvertrags der Bürger ist der „Migrant“ nicht mitgezählt. Er ist wie ein Januskopf - ein Staatsbürger und zugleich Fremder. Er ist ein „Bür- ger“, der prädestiniert ist, sich „nicht

zu befinden“, auch dort nicht zu gel- ten, wo er sich unmittelbar befindet. Gemäß dieser Logik wird der Migrant parteipolitisch (auch bei den Grünen in Österreich) diskriminierend auf einen nichtwählbaren Platz gestellt. Der Druck der Finanz- und Eurokrise führt aber auch zu einer Verstärkung von Absplitterungstendenzen natio- naler Minderheiten, etwa den Kata- lanen in Spanien oder den Basken in Frankreich. Im extremen Fall, wie in Österreich erkennbar ist, ermöglicht dieser Trend, dass Geschäftsleu- te spekulieren, Parteimitglieder zu kaufen und längerfristig sogar das gesamte Parlament unmanövrierbar machen könnten mit dem Zweck, die Ultrakonservativen in den Sattel zu heben, damit auf demokratische Weise eine zweite Generation des Postfaschismus in Gang gesetzt wird. Um diesem Kurs entgegenzu- steuern, ist ein kontextgebundenes Verfahrensprinzip des Kant’schen kategorischen Imperativs im Sinne einer Universal-Ethik zweckmäßig. Diese universal kontextgebundene Ethik ist so zu verstehen, dass sie jenseits der amerikanisch-europä- ischen Kultur an keinen nationalen oder kulturellen Sonderweg gebun- den ist, sondern in jedem System zugänglich ist. Vielmehr hat sie eine transkulturelle Reichweite und wur- zelt in etwas Tieferem und Univer- sellerem als etwa nur der amerika- nischen-europäischen Kultur. Sie ist auch als Konsenstheorie zu verste- hen. Gemäß dieser von Habermas entwickelten universalen Ethik der Gleichheit müssten alle moralischen und rechtlichen Grundsätze dem öffentlichen Diskurs zugänglich ge- macht werden, um sie überprüfen zu können. Dabei soll es möglich sein, dass ein einmal gefundener Konsens aufgehoben und eine neue Überein- stimmung erlangt werden kann das gilt auch für ursprünglich anerkannte Grundsätze, die keinen Ewigkeits- wert beanspruchen können.

***

Die Wahl von Obama im Jahr 2012 ist wohl die Umsetzung dieser kontextuell universalen Ethik. Die republikanische Partei wurde von einer demographischen Zeitbombe getroffen: 7 von 10 Latinos haben für

United States of America

© Wikimedia

Obama gestimmt und weil sie mitt- lerweile 10% der amerikanischen Wählerschaft ausmachen, werden ihre parteipolitischen Präferenzen entscheidend sein. Die Rede ist da- her vom Ende des weißen, anglo-sa- xischen Amerikas, vom Aufstieg der neuen Zuwanderer zur gesellschaft- lichen Macht aus eigenem Recht, von demographischen Verschiebungen, die die politische Landschaft für im- mer verändern werden. Diese Prä- sidentschaftswahl 2012 macht auf ganz neue Weise deutlich, welche umwälzenden Kräfte des Wandels im Einwanderungsamerika am Werk sind. Wichtig für die universale Kon- textualität des Gleichheitsprinzips ist, wenn der „Commander in Chief“ selbst die realpolitischen Ergebnisse in der Wahlnacht wie folgt interpre- tiert: „Dieses Land ist reicher als jedes andere Land, aber das ist es nicht, was uns wirklich reich macht. Wir haben das stärkste Militär in der Geschichte der Welt, aber das ist es nicht, was uns stark macht. Was Amerika zu einer einzigartigen Na- tion macht, sind die Bande, die uns zusammenhalten, gerade weil wir so verschieden sind, aus verschie- densten Ecken der Welt stammen“.

Barack Obama bei David Letterman, 2012

Was die EU von den USA in die- sem Zusammenhang lernen kann, sind zwei Gesichtspunkte: Erstens könnte etwas Ähnliches wie Lyn- don B. Johnsons Civil Rights Act und Voting Rights Act verabschie- det werden, womit ausdrücklich festgehalten wird, dass die Immi- granten keine Staatsbürger zwei- ter und dritter Klasse sind. Sie sollten auch bei Wahlen von den Parteien, etwa in Österreich, auf

wählbare Plätze gesetzt zu werden. Zweitens sollte der parlamenta- rische Pluralismus so repariert wer- den, dass zivilgesellschaftlich eine neue Mehrheit entsteht, die die Kontextualität der universalen Ethik repräsentiert plus die Immigranten als Gegengewicht zu den heute pro- duzierten Agitatoren, wie Stronach oder Strache, die das Parlament zu ihrer persönlichen Spielwiese trans- formieren wollen. <

4Sans théorie révolutionnaire, point de révolution. Ohne Theorie der Revolution gibt es keine Revolution. Thomas Sankara

4L‘argent est comme un sixième sens – sans lui, on ne peut se servir des cinque autres. Geld ist wie ein sechster Sinn - ohne es nutzen die fünf anderen auch nichts. William Somerset Maugham

4Il n‘y a qu‘un secret pour mener le monde, c‘est d‘être fort, pacre qu‘il n‘y a dans la force ni erreur, ni illusion c‘est le vrai qui est mis à nu. Es gibt nur ein Geheimnis, die Welt zu führen: man muss stark sein, denn in der Stärke gibt es weder Irrtum noch Illusion, sondern das Wahre wird entblösst. Napoléon Bonaparte

4L‘indifférence est une infirmité de l‘`esprit et du coeur. Gleichgültigkeit ist ein Gebrechen von Geist und Herz. Françoise Giroud

4Le cheval est dangereux devant, dangereux derrière et inconfortable au milieu. Das Pferd ist gefährlich, wenn man vor oder hinter ihm steht, und ungemütlich wenn man mitten drauf sitzt. Winston Churchill

4Ne demandez pas à un vieillard où il a des douleurs, mai où il n‘en a pas. Fragen Sie einen alten Mann nicht, wo er Schmerzen hat, sondern wo er keine hat. Bulgarischer Spruch

Humor & Weisheiten

4On devrait toujours être amoureux. C‘estlaraisonpourlaquelleonnedevraitjamaissemarrier. Man sollte immer verliebt bleiben. Das ist auch der Grund dafür, dass man nicht unbedingt heiraten muss. Oscar Wilde

4Lorsque l‘on se cogne la tête contre un pot et que cela sonne creux, ça n‘est pas forcément le pot qui est vide. Wenn man sich den Kopf an einem Topf anschlägt und es hohl klingt, dann ist es nicht notwendigerweise der Topf, der leer ist. Kofuzius

4J‘ai été pauvre, j‘ai été riche coryez moi, c‘est beaucoup mieux d‘être riche. Ich war einmal arm. Reich war ich auch. Glauben Sie mir, es ist viel besser, wenn man reich ist. Dorothy Parker

4Il est dans le caractère français d‘exagérer, de se plein- dre et de tout défigurer dès qu‘on est mécontent. Es liegt im Charakter der Franzosen: Wenn sie mit etwas unzufrieden sind, übertreiben sie, sie jammern und sie machen alles schlecht. Napoléon Bonaparte

4Une femme qui fait la cuisine, c‘est son boulot. Un homme qui cuisine un plat, c‘est un héros. Wenn eine Frau etwas kocht, dann ist das ihre Arbeit. Hingegen ein Mann, der ein Gericht zubereitet, ist ein Held. Anne Roumanoff

EDITORIAL #22/23
EDITORIAL #22/23
DIE US-REVOLUTION „Alles für das Volk, aber nichts durch das Volk“ lk“ Karl Öllinger oder
DIE US-REVOLUTION
„Alles für das Volk, aber nichts durch das Volk“
lk“
Karl Öllinger
oder
Der Beginn des
theglobalplayer.org
Zeitalters der
€2
postamerika-
Die
Hälfte für
nischen
den/die
Kolprteur/in
Welt
EHEMALS DIE BUNTE ZEITUNG - MEDIUM FÜR WÜRDE, GERECHTIGKEIT UND DEMOKRATIE
EHEMALS DIE BUNTE ZEITUNG - MEDIUM FÜR WÜRDE, GERECHTIGKEIT UND DEMOKRATIE
D.
Bukasa
¯
AUFBRUCH DER MITTELSCHICHT IN DEN USA!
LERNEN VON AMERIKA? ANTON PELINKA
AUSGABE #22/23Erste
Straßenzeitung für ganz Österreich
THE CHANGE

Impressum # 22/2

Erscheinungsjahr 2012. Medieninhaber, Verleger, Herausgeber: Verein Die Bunten Redaktion: The Global Player - Medium für Würde, Gerechtigkeit und Demokra- tie. Offenlegungsgesetz: THE GLOBAL PLAYER steht für gesellschaftliche Diversität und sozialen Frieden, und ist materielle Stütze für Menschen, die prekarisiert leben. Adresse: Rotenlöwengasse 12/1, A-1090 Wien; Tel/Fax:

+43/1/961 10 29; Website: www.theglobalplayer.org Email: verein@diebunte.at, tgpdiebunten@hotmail.com. Obmann des Vereins Die Bunten: Dr. Di-Tutu Bukasa, Stellvertretung: Sintayehu Tsehay und Madge Gill Bukasa; Executive Director: Madge Gill Bukasa

Chefredakteur THE GLOBAL PLAYER: Di-Tutu Bukasa - RedakteurInnen der Ausgabe: Di-Tutu Bukasa, Madge Gill Bukasa, Ruud van Weerdenburg, Suzanne Ebeid, Espérance-François Bulayumi, Rainer Klien, Norbert Prettenthaler, Johannes Ithaler, Birgit Werl, Gerhard Kettler, Kyoni Kya Mulundu, Anton Pelinka, Femi Ibrahim, Peter Lippmann; Online-Text: ENGEL von Pamela Koevoets; Ergänzende Information: Jeune Afrique, Der Spiegel Fotos: Reuters, OJP, TGP, Wikimedia, AAI Wien, Bayo Babajide, Sarah Kölbl - Layout: Embryo aka Madge Gill Bukasa Lektorat: MGB & Co THE GLOBAL PLAYER IST ERHÄLTLICH IN DER Redaktion, Rotenlöwengasse 10, 1090 Wien, UND im Max Frisch Freundeskreis Glacis 25 - 8010 Graz UND bei Kolporteu- rInnen in ganz Österreich;

Herstellung: Druck Styria Auflage: 20.000 Stück. Der Verein ist Mitglied der „Vereinigung Alternativer Zeitungen und Zeitschriften“ (http://vaz.mediaweb.at); Bankverbindung: PSK 60000 KontoNr. 00510019512 Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder! Titel und Vorspann fallen in die Verantwortung der Redaktion, Fotos, Illustrationen, Bilder, Cartoons in die Freiheit der Kunst und alles in die Medien und Meinungs- freiheit. Weitere Projekte: FC Sans Papiers, theglobalpla- yer.org, Jeden Samstag 16.30 Uhr Radio ICAP 94.0 auf Radio Orange

A uf beiden Seiten des Atlantiks erleben wir eine schwere Zeit. Das Zauberwort dafür heißt „Umbruch der Mittelschicht“. Dieser Be- griff steht politisch für einen komplexen Proz-

ess der Entpuppung ohne große „Events“ wie Krieg. In der Vergangenheit war der Krieg der regulären Armeen der „Zeitzeuge“ dafür. Er stiftete letztendlich für alle Beteilig- ten die gewünschte Ordnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand grundsätzlich die gegenwärtige „Weltordnung der Nationen“. Die Weltorganisationen wie die UNO, hin zu Weltbank und IWF als Instrumentarien des Welt- und Fi- nanzkapitalismus, sind sowohl für Weltfrieden und Sicher- heit als auch ursächlich für die regionale und die Weltkrise verantwortlich. Abgesehen davon kennen wir – mit Aus-

nahme des Malvinas Kriegs – keinen anderen Krieg, in dem die regulären Armeen die konfliktuellen Interessen der Be- teiligten geschlichtet haben: Während etwa im Nahen Os- ten die Logik des „Terrorismus“ als Humus herrscht, um den ewigen Konflikt zu nähren, schaffen die mächtigen Länder der Welt, die im Sicherheitsrat sitzen, Einheiten à la „Black- water“ mit ausgedienten Söldnern, die am effizientesten in nichtregulären Armeen zu gebrauchen sind und wildartig ihren Auftrag – illegalerweise – in Verbindung mit multina- tionalen Konzernen ausführen. Mit Waffen, die aus diesen mächtigen Nationen stammen, destabilisieren sie die gege- bene Ordnung, welche historisch politisch diese Länder ver- ursacht haben. Die Demokratische Republik Kongo (RDC), Syrien, der Nahe Osten, Mali sind Beispiele dafür, dass der Staatsterrorismus westlicher Provenienz wie ein Hamas- Terrorismus destabilisierend war, worüber die Öffentlichkeit jetzt noch schweigt. Übrigens ist mit der Wahl Obamas 2012 im Haus USA der seit längerem erwartete „Dammbruch“ zur Demokratieent- wicklung eingetreten. Man nennt das Phänomen also „Aufbruch der Mittelschicht“. Gemeint ist die neue pluralist- ische Mehrheit. Ist die Nord-Südeuropa-Problematik der EU plus Eurokrise etwa wie Sand im Getriebe, der zum regel- rechten Stillstand des Motors führt? Während ich die Prä- sidentschaftswahl Obamas 2012 als Ausdruck der neuen US-Revolution beschreibe, zeigt Anton Pelinka auf der Eb- ene der Institutionen, was die EU von den USA lernen kann. Es ist lesenswert. Karl Öllinger im Interview beschreibt am Beispiel Stronach die Schwäche der österreichischen poli- tischen Klasse als „Humus des Rechtspopulismus”.

Pour que le monde avance!

der österreichischen poli- tischen Klasse als „Humus des Rechtspopulismus”. Pour que le monde avance! Di-Tutu

Di-Tutu

#22/23 INHALT
#22/23
INHALT
#22/23 INHALT  Grüner Sozialsprecher Karl Öllinger Seite 16 Niki Heger, AAI v.l.: Gast, Dr. Mohamed-Ali

Grüner Sozialsprecher Karl Öllinger Seite 16

Niki Heger, AAI
Niki Heger, AAI
v.l.: Gast, Dr. Mohamed-Ali Ibrahim, Skills Marianne Kirchmayr
v.l.: Gast, Dr. Mohamed-Ali Ibrahim, Skills
Marianne Kirchmayr
v.l.: Madge Gill Bukasa, Di-Tutu Bukasa, Espérance-François Bulayumi
v.l.: Madge Gill Bukasa, Di-Tutu Bukasa,
Espérance-François Bulayumi

Eventfotos von der ersten Diambour- Preisverleihung auf Seite 24

PoliTik

3

Woran ich glaube Di-Tutu Bukasa

7

Humor & Weisheiten

8

Impressum

8

Editorial

10

Global News

11-13

Lernen von Amerika? :: Anton Pelinka

14

Dezember: T ag der Menschenrechte! :: Rainer Klien

15

Ein fiktiver offener Brief an Staatssekretär Seba- stian Kurz :: Espérance-François Bulayumi

inTeRvieW

16-21

Alles für das Volk, aber nichts durch das Volk ::

Interview mit Karl Öllinger

BUChReZenSion

22

Mein Leben für den Weltfrieden :: Kyoni kya Mulundu

23

Das Beichten eines Afro-Wieners ::

Johannes Ithaler

ÖSTeRReiCh

24-25

Erster Diambour-Preisträger :: Birgit Werl

27

Sicherheitshalber :: Ruud van Weerdenburg

27

Die Grüne Klientel :: Harald Schebach

kUlTUR

28

Wienwoche: Dissidenten Aktivismus :: Gerhard Kettler

29

steirischer herbst: From Camp To Mob :: Norbert Prettenthaler

GeoPoliTik

30

Von Rechts nach Links: Der Schwenk in den Nie- derlanden :: Madge Gill Bukasa

31

Turbulente Zeiten in Nahost :: Suzanne Eibed

32-35

A

Walk through Banja Luka :: Peter Lippmann

35

Nachruf Franz Hofer

36-37

Boko Haram’s violence and implication for Nigeria.

::

Femi Ibrahim

38

Fokus :: Madge Gill Bukasa