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GK: Europa

Die wichtigsten Etappen der europäischen Integration:

1951/52:

Unterzeichnung der Pariser Verträge. Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Freier Verkehr von Kohle und Stahl. Länder sind Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande.

1957:

Römische Verträge. Gründung Europäischer Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Europäische Atomgemeinschaft (Euroatom). Ziel ist die Schaffung eines großen gemeinsamer Markts.

1967:

Zusammenlegung von EWG, Euroatom und EGKS zu den Europäischen Gemeinschaften.

1968:

Zollunion wurde gegründet. Keine Zollabgaben

1986/87:

In der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) wird die Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarktes bis 1993 festgelegt. D.h. Europa ohne innere Grenzen

1992:

Vertrag von Maastricht. Er legt die Vorschriften für die künftige gemeinsame Währung sowie für die Außen- und Sicherheitspolitik und einer engere Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres fest. Die „Europäische Gemeinschaft" heißt nun offiziell „Europäische Union"

1993:

Gemeinsamer Binnenmarkt mit den 4 Freiheiten verwirklicht. Kopenhagener Kriterien werden festgelegt (Beitrittskriterien).

1990/95:

Unterzeichnung Schengner Abkommen (tritt 95 in Kraft). Freier Personenverkehr ohne Grenzkontrollen und regelt die polizeiliche Kooperation zwischen mehreren Mitgliedsstaaten.

1997/99:

Vertrag von Amsterdam. Soll zwischenstaatliche Arbeit perfektionieren

2002:

Einführung Euro.

2007/09:

Umgestaltung der EU. EU erhält eigene Rechtspersönlichkeit, Auflösung EG -> Aufgaben fallen auf EU, 3 Säulen ungültig

Die "vier Freiheiten" im Binnenmarkt

1. Freier Personenverkehr: Wegfall der Grenzkontrollen; Harmonisierung der Asyl- und

Zuwanderungspolitik; Freizügigkeit für AN, Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht für EU - Bürger.

2. Freier Dienstleistungsverkehr: Grenzüberschreitende Dienstleistungen; Liberalisierung der der

Bank-und Versicherungsdienstleistungen. Öffnung der Transport-, Post-, Telekommunikation-, Energiemärkte.

3. Freier Warenverkehr: Wegfall der Grenzkontrollen, keine Zölle, Steuerharmonisierung

4. Freier Kapitalverkehr: Freizügigkeit für den Zahlungsverkehr und Kapitalverkehr (Investitionen und

Anlagen) ; Liberalisierung des Wertpapierverkehrs.

EU im Vertrag von Maastricht

Form des Zusam- menschlusses

1.Säule EG

Entscheidungsverfahren supernational (überstaatlich)

Bundesstaat

EU: "Dachverband ohne eigene Rechtspersönlichkeit"

2.Säule GASP

3.Säule ZIJ

intergouvernementale

(zwischenstaatlich)

Staatenbund

Amsterdam: 3. Säule kommt in die 1. Säule, EG entscheidet dabei über Rechtssprechung , Einzelstaaten müssen dies nicht mehr tun.

Lissabon: Bild der 3. Säule verliert Gültigkeit EU erhält eigene Rechtspersönlichkeit.

Koppenhagener Kriterien Beitrittskriterien 1993 festgelegt.

Politische Kriterien:

stabile Demokratie

Achtung der Menschenrechte

Schutz von Minderheiten

Acquis-Kriterien:

Wirtschaftliche Kriterien -funktionierende Marktwirtschaft -wirtschaftliche Stärke

Übernahme des Gemeinschaftsrechts

Übernahme der Ziele, der Wirtschafts- und Währungsunion

Beteiligung an der Entwicklung der EU

Stabilitäts/- Konvergenzkriterien -Inflation: Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5% über den 3 preissabilsten Mitgliedsstaaten

-Staatsfinanzen: Der staatliche Schuldenstand darf nicht mehr als 60 %, die jährliche Nettoneuverschuldung nicht mehr als 3% des BIP betragen.

-Landeswährung: Der Staat muss mindestens 2 Jahre lang am Wechselkursmechanismus II teilgenommen haben. Dabei darf die Währung nicht mehr als 15 % vom Eurokurs abweichen.

-Zinsen: Der Zinssatz langfristiger Kredite (Staatsanleihen) darf nicht mehr als 2% über dem der 3 preisstabilsten Mitglieder liegen.

Begriffe:

Schengener Informations-System (SIS): Gemeinsames Fahndungs/- und Informationssystem der Schengen-Staaten ermöglich nationalen Polizei-und Justizbehörden Fahrdungsdaten auszutauschen.

Schuman-Plan: Am 9. Mai 1950 nach WK2 schlug der französische Außenminister Robert Schuman vor Stahl-und Kohleproduktion von F und D in einer gemeinsamen, supernationalen Aufsichtsbehörde zu unterstellen --> Gründung EGKS. Mitglieder Frankreich Belgien, BRD, Frankreich, Italien und Niederlande (Montanunion). Gab F die Kontrolle über die Rüstungs/- Schwerindustrie in Dtl. Intergrationsmöglichkeit für Deutschland. Römische Verträge Geburtstag der EU.

Souveränität: Souveräne Staaten können frei und unabhängig über die Art der Regierung, das Rechtssystem und die Gesellschaftsordnung staatsintern bestimmen (innere Souveränität).

In Demokratien beruht die höchste Staatsgewalt auf dem Volk. Das Völkerrecht erhebt Anspruch auf die Unabhängigkeit und Gleichheit aller Staaten in den internationalen Beziehungen (äußere Souveränität).

Staaten können sich durch völkerrechtliche Verträge zusammenschließen, indem sie Souveränitätsrechte (Hoheitsrechte) auf supernationale Organisationen übertragen.

Sprachen: Europa hat eine große Sprachenvielfalt. 225 gesprochene Sprachen. Sprachfamilien in EU sind germanisch, romanisch, slawisch, baltisch und keltisch.

EU - Karte

225 gesprochene Sprachen. Sprachfamilien in EU sind germanisch, romanisch, slawisch, baltisch und keltisch. EU - Karte