Sie sind auf Seite 1von 20
Medienbegleitheft zur DVD 12486 OPERN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Entführung aus dem Serail

Medienbegleitheft zur DVD 12486

OPERN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Entführung aus dem Serail

Medienbegleitheft zur DVD 12486 OPERN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Entführung aus dem Serail
Medienbegleitheft zur DVD 12486 OPERN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Entführung aus dem Serail

Medienbegleitheft zur DVD

25 Minuten, Produktionsjahr 2001 2011 Neuauflage der VHS 88975

OPERN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Die Entführung aus dem Serail

von Wolfgang Amadeus Mozart

Reg.-Nr. 88975

Erster Akt

Piraten haben das Schiff des Spaniers Belmonte überfallen und seine Braut Konstanze, ihre Die- nerin Blondchen und deren Freund Pedrillo gefangen genommen. Alle drei sind an Bassa Selim als Sklaven verkauft worden und leben nun in dessen Serail (Palast). Der schlaue Pedrillo hat Bas- sa Selims Vertrauen gewonnen und ist Aufseher der Gärten geworden. Auf diese Weise ist es ihm gelungen, Belmonte eine Nachricht zu schicken. Belmonte findet das Anwesen, wird aber vom Aufseher Osmin abgewiesen. Bassa Selim wirbt um Konstanze, sie bleibt jedoch standhaft und sehnt sich nach ihrem geliebten Bräutigam. Schließlich gelingt es Pedrillo, Belmonte als Baumeister im Serail einzuführen. Osmin, der Fremde grundsätzlich nicht mag, ist dagegen.

Zweiter Akt

Osmin hat ein Auge auf Blondchen geworfen, sie wehrt jedoch seine plumpen Annäherungsver- suche gekonnt ab. Auch Bassa Selim hat bei Konstanze keinen Erfolg – lieber würde sie „Martern aller Arten“ (Arie) ertragen als Belmonte untreu zu werden. Inzwischen bereiten Pedrillo und Belmonte die Entführung ihrer Mädchen vor. Pedrillo verleitet Osmin, Wein zu trinken (in den er ein Schlafmittel gemischt hat!). Anfangs wei- gert sich Osmin zwar – die islamische Religion verbietet den Genuss von Wein –, aber schließlich kommt er aber auf den Geschmack. Der Wein tut bald seine Wirkung.

Dritter Akt

Ein nächtliches Ständchen von Pedrillo soll das Zeichen für die Entführung sein. Belmonte und Konstanze, Pedrillo und Blondchen werden jedoch bei ihrem Fluchtversuch von einem Sklaven ertappt, der dies sofort Osmin meldet. Dieser wird langsam aus seinem „Weinschlaf“ wach und schwelgt in Rache. Lebhaft malt er sich grausame Bestrafungen für die vier Gefangenen aus. Zu allem Unglück stellt sich noch heraus, dass Belmonte der Sohn eines Spaniers ist, der Bassa Selim einst aus dem Land vertrieben und ihn um sein Vermögen gebracht hat! Belmonte und Konstanze rechnen mit dem Schlimmsten und bereiten sich auf ihren Tod vor. Zum Erstaunen aller erweist sich Bassa Selim schließlich als großmütig: Er will das erlittene Unrecht nicht wieder mit Unrecht vergelten und gibt den Paaren die Freiheit – auch Konstanze lässt er gehen, die er gern zur Frau gehabt hätte. In einem feierlichen Schlusschor loben alle (außer Osmin) Bassa Selims edle Gesinnung.

Frisch zum Kampfe ( kommt im Video nicht vor ! ) Konstanze Bassa Selim Belmonte

Frisch zum Kampfe (kommt im Video nicht vor!)

Konstanze

Bassa Selim

Belmonte

Blondchen

Pedrillo

Osmin

Arie im Video

Beschreibung

Name

Die Tabelle auf Seite 2 soll dir eine Übersicht über die Hauptpersonen der Oper „Die
Die Tabelle auf Seite 2 soll dir eine Übersicht über die Hauptpersonen der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ geben.
Sie nennt die Figuren der Handlung, gibt eine dazugehörige nähere Beschreibung und führt den Titel der jeweiligen Arie im Video an.
Die Namen der Personen sind in den einzelnen Zeilen in der Spalte „Name“ bereits vorgedruckt!
Die beiden anderen Spalten sind jedoch leer – die Inhalte dazu findest du als Textstreifen auf dieser Seite!
Schneide die Streifen an den Linien aus.
Klebe sie, jeweils zur entsprechenden Person passend, in die Spalten „Beschreibung und „Arie im Video“ der Tabelle ein.
Ein Tipp: Beim Zusammensuchen der Streifen wird dir die jeweilige Schriftart eine Hilfe sein!

Die Textbausteine auf dieser Seite erzählen dir über die Entstehung von

Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“

Doch halt – bei der Reihenfolge stimmt etwas nicht! Ordne die Bausteine so, dass sich eine zeitlich richtige Abfolge ergibt (Jahreszahlen sowie Sinn und Inhalt der Texte helfen dir dabei). Es gibt mehrere Möglichkeiten. Du kannst dazu die Bausteine ausschneiden und in der richtigen Reihenfolge auf ein Blatt Papier oder in ein Malheft kleben!

Ein Hinweis:

Die unterstrichenen Wörter sind Fachausdrücke aus der Welt der Oper – sie werden dir im „ Opern- lexikon“ auf den Seiten 12 – 16 näher erklärt!

Die Handlung der neuen Oper spielt im Orient (in der heutigen Türkei). Alles Türkische ist zu dieser Zeit gerade groß in Mode! Mozart macht sich mit Begeisterung an die Arbeit. Ganz nach dem neuen Geschmack seiner Zeit tragen die Sänger fremdländische Kostüme, die Musiker im Orchester spielen auf Instrumenten aus dem Morgenland; Mozart schreibt auch einen türkischen Marsch und lässt einen Chor von Janitscharen (eine Art türkischer Soldaten, siehe auch Seite 13) auftreten.

Mozart möchte in Wien Opern komponieren, die im kaiserlichen Hoftheater aufgeführt wer- den sollen. Schneller als erwartet erfüllt sich sein Wunsch: Der Regisseur Gottlieb Stephanie der Jüngere erteilt ihm den Auftrag, ein Singspiel zu komponieren. Er ist es auch, der das Libretto dazu schreibt – sogar nach Mozarts Wünschen! Der Text wird diesmal in deutscher Sprache abge- fasst (ganz im Gegensatz zu den früheren italienisch gesungenen Opern).

Im März 1781 übersiedelt Mozart nach Wien. Diese Stadt ist Hauptstadt eines großen Kaiser- reiches und gilt schon zu dieser Zeit auch als „Hauptstadt der Musik“. Mozart wohnt hier bei der Familie Weber, die er schon von früheren Reisen her kennt. Er verliebt sich in Konstanze (die Schwester seiner ersten Liebe Aloysia), die seine Braut wird.

Am 16. Juli 1782 wird die neue Oper in Wien uraufgeführt. Sie kommt beim Publikum gut an. Auch der berühmte Komponist Christoph Willibald Gluck ist anwesend. Er beglück- wünscht Mozart zu seinem Erfolg; die „Entführung“ wird die meistgespielte Oper während seiner Lebenszeit.

Die Arien des Belmonte gelingen ihm besonders gut, ist er doch selbst in ein Mädchen namens Konstanze verliebt! Für die Figur des Bassa Selim ist ursprünglich ein Sänger geplant, doch ändert Mozart sie auf eine Sprechrolle ab. (Die genauen Gründe sind uns heute nicht bekannt; möglicherweise konnte der dafür vorgesehene Sänger die Rolle nicht übernehmen). Entgegen seiner Gewohnheit schreibt Mozart die Ouvertüre nicht erst in der Nacht vor der Uraufführung. Er verwendet darin viele Melodien, die auch in der folgenden Oper vorkom- men.

Mozart steht als junger Mann – wie auch sein Vater – in den Diensten des Erzbischofs von Salzburg. Er soll Kirchenmusik schreiben. Diese Arbeit gefällt ihm gar nicht. Er möchte frei leben und komponieren, was ihm gefällt. Nach einem Streit mit dem Erzbischof gibt er die Arbeit auf und verlässt seine Vaterstadt Salzburg.

Ergänze den Text und setze die fehlenden Wörter in Blockschrift in die Kästchenreihen ein (Ü

Ergänze den Text und setze die fehlenden Wörter in Blockschrift in die Kästchenreihen ein (Ü = ein Buchstabe!). Einige Kästchen tragen Zahlen. Die Buchstaben in den so bezeichneten Kästchen trägst du unten in die Lösungskette ein. Achte darauf, dass die Zahlen übereinstimmen. Das Wort in der Lösungskette ergibt – von rechts nach links gelesen! – die Bezeichnung türki scher Soldaten. (Ein nach ihnen benannter Chor kommt auch in der „Entführung“ vor!)

„Die Entführung aus dem Serail“ enthält auch Stellen mit gesprochenem Text; sie ist daher ein

Die Handlung spielt in einem fremden Land im Orient, in der Die Textvorlage zu einem
Die Handlung spielt in einem fremden Land im Orient,
in der
Die Textvorlage zu einem solchen Werk
nennt man
Gottlieb Stephanie der
Wünschen geschrieben.
hat sie nach Mozarts
Ein „Erfinder“ von Musik wird als
bezeichnet.
Er schreibt die Melodien in Form von
auf Papier.
Die Musiker, die gemeinsam musizieren, spielen in
einem
Eine der Hauptpersonen,
Sprechrolle.
, hat eine
Er hält drei Gefangene an seinem Hof: Pedrillo und dessen
Freundin, die hübsche
, sowie
, die er selbst gerne heiraten würde.
Doch sie hält treu zu ihrem Freund Belmonte!
Der hat bereits einen Plan, Pedrillo und die Mädchen aus dem Serail zu
daher auch der Name des Werkes.

Lösungswort:

Eine

Eine ist ein Musikstück, das am einer Oper steht und damit das Werk einleitet. Der Name

ist ein Musikstück, das am

einer

Oper steht und

damit das Werk einleitet.

Der Name kommt vom französischen Wort „ouvrir“, das so viel wie

bedeutet.

Ouvertüren sind meistens in dreiteiliger Form

;

sie können nach italienischem (schnell-langsam-schnell) oder französischem Vorbild

(langsam-schnell-langsam) gestaltet sein.

Der Komponist (das ist der „Erfinder“ der Musik) verarbeitet meist auch Melodien aus

der

auf das Folgende ein.

und

stimmt so den

In der Ouvertüre wird damit auch die Stimmung und die Handlung der Oper auf

Früher war die Ouvertüre das

Art erzählt.

dafür, dass die Oper

bald beginnen würde – die Opernbesucher begaben sich zu ihren Sitzen (und hörten

eigentlich gar nicht so recht zu).

Heute spielt das Orchester die Ouvertüre, wenn die Besucher bereits auf ihren Plätzen

sind.

Manchmal werden Ouvertüren auch als eigenständige

bei Konzerten gespielt.

Setze die Wörter aus dem Rahmen unten richtig in den Text ein!

Musikstücke

musikalische

Zeichen

Oper

Beginn

komponieren

„öffnen“

Zuhörer

Eine

Eine ist eine kurze Erzählung; sie schildert eine wahre (manchmal auch eine erfundene) Begebenheit aus dem

ist eine kurze Erzählung; sie schildert eine wahre (manchmal auch eine erfundene) Begebenheit aus dem Leben einer bekannten Person. Sie kann aber auch über einen Ausspruch einer berühm- ten Persönlichkeit berichten.

Von Wolfgang Amadeas Mozart wird folgende Anekdote überliefert:

Als Wolfgang etwa sieben Jahre alt war, bestellte ein vornehmer Herr bei Vater Mozart ein
Als Wolfgang etwa sieben Jahre alt war, bestellte ein vornehmer Herr bei Vater
Mozart ein kleines Menuett; der Bub sollte es ihm nach Fertigstellung über-
bringen.
Auf seinem Weg zu diesem Herrn musste das Kind über die Salzachbrücke
gehen.
Es war ein recht windiger Nachmittag. Als der kleine Wolfgang auf der Brücke
war, erfasste ein Windstoß das Notenblatt und wehte es davon!
Was sollte er nun dem vornehmen Herrn bringen? Was würde sein strenger Vater
zu seiner Ungeschicklichkeit sagen?
In seiner Verzweiflung lief der Bub zu einem Freund, borgte sich von ihm Feder
und Notenpapier und schrieb kuzerhand ein neues Menuett. Dies brachte er dem
Herrn.
Am nächsten Tag lobte der Mann das Menuett über alle Maßen. Begeistert setzte
er sich an sein Cembalo und spielte Vater Mozart dessen vermeintliche Komposi-
tion vor.
Er staunte nicht schlecht, als Leopold Mozart meinte, dieses Menuett sei nicht
von ihm geschrieben! Man fragte Wolfgang, woher er das Notenblatt gehabt habe;
der Knabe musste nun sein Missgeschick erzählen.
Keiner war ihm jedoch wegen der Geschichte böse – im Gegenteil – alle lob-
ten die außergewöhnliche Begabung des kleinen „Wolferl“.

Worüber berichtet diese Anekdote? Was zeigt sie sehr deutlich? Könnte dieser Bericht der Wahrheit entsprechen?

Erzähle die Geschichte mit eigenen Worten nach und lasse die Personen darin in direkter

Rede sprechen! Spiele die Anekdote mit Kindern aus der Klasse nach!

Verfasse dazu die Sprechtexte für die einzelnen Personen!

Tipp:

Wenn das so entstandene kleine „Theaterstück“ gut eingeübt ist, kannst du es mit deinen Mit- schülerlinnen auch einer anderen Klasse vorführen!

Mit seiner „Entführung“ hatte Mozart schon zu seinen Lebzeiten einen großen Erfolg! Die Handlung dieses
Mit seiner „Entführung“ hatte Mozart schon zu seinen Lebzeiten einen großen
Erfolg!
Die Handlung dieses Singspieles (so nennt man eine Oper, in der auch gespro-
chener Text vorkommt!) kam den Wienern gerade richtig – alles Orientalische
war damals nämlich gerade groß in Mode!
Die letzte (zweite) Wiener Türkenbelagerung war schon 100 Jahre her, und die
Angst vor dem Fremden verwandelte sich in Interesse: Musik, Instrumente,
Mode, Feste oder Köstlichkeiten aus der orientalischen Küche waren – wie wir
heute sagen würden – „in“. (Freilich blieb das meiste dabei nur den Reichen
dieser Zeit vorbehalten
)
Viele Dinge kennen wir heute nur durch die damaligen Türkenbelagerungen;
sie sind uns gut vertraut, und niemand macht sich mehr Gedanken über ihre
eigentliche Herkunft!
Gehe einmal mit „kritischen Augen " auf Märkte, in ein Lebensmittel
geschäft und/oder einen Supermarkt! Findest du heraus, welche Dinge die
Belagerer damals mitgehabt und nach ihrer Niederlage in Wien gelassen
haben?)
Die Bilder auf dieser Seite zeigen dir allerlei Dinge:
Welche könnten davon aus der Türkei kommen?
Sind sie auch bei uns erhältlich?
Aufweiche Art kommen diese Waren zu uns?
Wie wurden diese Waren zu Mozarts Zeit befördert?
Wie lange hat das wohl gedauert (im Unterschied zu heute!)?
Warum war vieles davon nur den Reichen vorbehalten?
In vielen Schulklassen sitzen heute Kinder aus der Türkei!
Sie sollen über Feste, Bräuche, Mode und Kleidungsvorschriften oder leckere
Rezepte erzählen!
Übrigens: Ein Rezept für Baklava findest du auf Seite 9!
Am Ende der islamischen Fastenzeit serviert man in der Türkei diese besondere Spezialität (viel- leicht

Am Ende der islamischen Fastenzeit serviert man in der Türkei diese besondere Spezialität (viel- leicht vergleichbar mit unseren Vanillekipferln zu Weihnachten). Dann feiern die Kinder auch ihr „Zuckerfest", bei dem es Geschenke und selbst gebackene Süßig- keiten gibt.

Türkische Hausfrauen haben dabei „ihr" besonderes Rezept, das oft über mehrere Generationen in der Familie weitergegeben wird.

Die Geschwister Fatma und Ayse Ünal aus Wien verraten dir hier ihr Familienrezept für Baklava:

Du brauchst:

ein Packerl Strudelteig oder Filloteig, den man in türkischen Geschäften erhält

(wer will und kann, bereitet den Teig auch selbst zu!)

40 dag Walnüsse, fein gehackt

16 dag Mandeln, fein gehackt

1 /2 Teelöffel gemahlenen Zimt

1/2 Teelöffel gemischte Gewürze nach Geschmack (Kardamom, Anis, Fenchel)

1

Esslöffel feinen Zucker

6

dag weiche Butter

3

Esslöffel Olivenöl

Für den Sirup:

25 dag Zucker

180 ml Wasser

3

ganze Nelken

3

Teelöffel Zitronensaft

3 ganze Nelken 3 Teelöffel Zitronensaft So wird's gemacht: Eine feuerfeste Schüssel mit

So wird's gemacht:

Eine feuerfeste Schüssel mit zerlassener Butter einfetten:

Nüsse, Mandeln, Gewürze und Zucker in einer weiteren Schüssel vermengen und in drei Portio- nen teilen. Ein Teigblatt mit Butter-Öl-Mischung bestreichen, zusammenfalten und damit den Boden der gefetteten Schüssel auslegen. Eine Portion der Nussmischung darüber streuen. Dann das nächste Teigblatt bestreichen, zusammenfalten und auf die Nussmischung legen. Jetzt wieder eine Nussmischung darüber streuen usw., bis das letzte Teigblatt obenauf zu liegen kommt. Mit der übrigen Butter-Öl-Mischung bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 180° C etwa 30 Minuten backen, bis die Baklava goldbraun und knusp- rig sind.

Sirup:

Zutaten in einen Topf geben und bei geringer Temperatur erhitzen. Dabei immer rühren! Wenn die Masse kocht und der Zucker aufgelöst ist, Hitze zurückschalten, nicht mehr rühren. 10 Minu- ten köcheln und dann auskühlen lassen. Nelken entfernen und über die heißen Baklava gießen.

Servieren:

Nach dem Erkalten werden die Baklava in Vierecke (Quadrate oder Rauten) geschnitten.

Fatma und Ayse wünschen dazu „Afiyet olsun!“ Guten Appetit!

Eine Aufführung einer Oper oder eines Singspieles ist auch oft ein wahrer „Augenschmaus“! Bühnenbild und

Eine Aufführung einer Oper oder eines Singspieles ist auch oft ein wahrer „Augenschmaus“! Bühnenbild und Ausstattung sind für den Gesamteindruck und damit für das Gelingen und Gefallen der Oper sehr entscheidend. (Näheres dazu kannst du im Begleitheft zur Oper „Zar und Zimmermann“, Reg.-Nr. 88984, auf Seite 8 nachlesen!)

Viele Aufführungen werden durch die Vielfalt der prächtigen Kostüme erst richtig lebendig. Die Arbeit der Kostümbild- ner/innen und Schneider/innen ist daher sehr wichtig!

Eine Kostümbildnerin bzw. ein Kostümbildner entwirft (ent- werfen = sich etwas ausdenken, nach eigenen Vorstellungen gestalten) sämtliche Kleidungsstücke für alle Personen, die im Laufe einer Aufführung auf die Bühne kommen.

Die Zeichnungen der Kostümbildner/innen dienen den Theaterschneider/innen dann als Vorlage für deren Arbeit:

Stoffe werden ausgesucht, Schnittmuster gezeichnet und die einzelnen Kostüme für alle Mitwirkenden genäht.

und die einzelnen Kostüme für alle Mitwirkenden genäht. Überlege, welche Fähigkeiten und Interessen eine

Überlege, welche Fähigkeiten und Interessen eine Kostümbildnerin / ein Kostümbildner haben sollte!

In Zeitungen findest du – meist unter dem Titel „Stellenmarkt“ – Inserate von Firmen und Unternehmen, die Arbeitskräfte suchen.

Suche solche Stellenangebote in den verschiedenen Tageszeitungen! Wie sind sie jeweils gestaltet? Welche Art Sprache wird dabei verwendet? Achte dabei darauf, welche Fähigkeiten/Kenntnisse gefordert werden!

gestaltet? Welche Art Sprache wird dabei verwendet? Achte dabei darauf, welche Fähigkeiten/Kenntnisse gefordert werden!
gestaltet? Welche Art Sprache wird dabei verwendet? Achte dabei darauf, welche Fähigkeiten/Kenntnisse gefordert werden!
gestaltet? Welche Art Sprache wird dabei verwendet? Achte dabei darauf, welche Fähigkeiten/Kenntnisse gefordert werden!

Stelle nun selbst (allein, mit einem Partner oder in der Kleingruppe) ein solches Inserat zusam- men, und zwar

in der Kleingruppe) ein solches Inserat zusam- men, und zwar eines, in dem ein Theater /

eines, in dem ein Theater / ein Opernhaus Kostümbildner/innen sucht sowie eines, in dem du als Kostümbildner/in eine Stellung suchst! Überlege dabei, welche besonderen Fähigkeiten und Kenntnisse du darin anführen kannst, die für dich sprechen! Bedenke weiters, dass Inserate recht teuer sind – die Bezahlung erfolgt nämlich nach der Anzahl der verwendeten Wörter! Gestalte deine Stellenbewerbung daher klar und knapp!

Vergleiche dein Arbeitsergebnis dann mit dem der anderen Mitschüler/innen! Stelle dir vor, du wärest der Personalchef eines Theaters oder Opernhauses:

Einige Kinder sollen ihre Inserate vorlesen.

Welche Bewerber würdest du in die engere Wahl ziehen bzw.

welche eher nicht? Begründe jeweils deine Meinung!

du hast dich in einem Opernhaus um die Stelle einer Kostümbildnerin/eines Kostümbildners beworben und sie

du hast dich in einem Opernhaus um die Stelle einer Kostümbildnerin/eines Kostümbildners beworben und sie bekommen. Deine erste Aufgabe ist es, die Kostüme der Hauptpersonen der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ neu zu gestalten! Nun zeige, was du kannst!

Wie – du willst nicht Kostümbildner/in werden? Auch gut, dann zeichnest du einfach die Kostü- me vom Video ab!

Wie – du willst nicht Kostümbildner/in werden? Auch gut, dann zeichnest du einfach die Kostü- me
Arie Gesangsstück für eine einzelne Sängerin oder einen Sänger (auch „Solosängerin/Solosänger“ genannt);

Arie

Gesangsstück für eine einzelne Sängerin oder einen Sänger (auch „Solosängerin/Solosänger“ genannt); meist in mehrteiliger Form komponiert. Viele Komponisten haben manche Arien den damaligen Sängern „auf den Leib“ geschrie ben (beim Vortrag konnten diese ihr besonderes Können zeigen!); für andere Sänger/innen sind solche Arien manchmal jedoch äußerst schwierig und daher (bis heute!) gefürchtet.

Bühne

Große erhöhte Fläche in Theater- oder Opernhäusern, auf der die eigentliche Aufführung von Theaterstücken oder Opern stattfindet.

Hier bewegen sich die Schauspieler, Sänger und Tänzer, hier befinden sich auch die verschie-

densten Dinge, die die Bühne ausgestalten, wie etwa das Bühnenbild, Bauten (z.B. Hausteile, Pflanzen usw. Dem Zuschauer wird damit der Ort vorgestellt, an dem die Handlung des Stückes spielt. Hinweis: Im Begleitheft zum Video „Opern für Kinder – Zar und Zimmermann“ (Medien- service Reg.-Nr. 88984) findest du auf Seite 8 eine Bastelanleitung für eine kleine Bühne! Ebenso im Begleitheft zu „Die Zauberflöte“ (Medienservice Reg.-Nr. 88077) auf den Seiten

),

12-16!

Cembalo

Tasteninstrument, bei dem die Saiten angerissen (und nicht mit Hämmerchen angeschlagen!) werden; Vorläufer des heutigen Klaviers.

Chor

Bezeichnung für mehrere Sänger, die miteinander singen. Je nachdem, welche Personen diesem Chor angehören, gibt es einen Kinderchor, Knabenchor (wie etwa die Wiener Sängerknaben!), einen Frauen- oder Männerchor. Singen Männer und Frau-

en gemeinsam, spricht man von einem gemischten Chor. Man bezeichnet einen Chor aber auch nach der Art der Lieder, die gesungen werden (Opernchor,

Kirchenchor, Matrosenchor, singen.

).

Ein Chor kann mit oder ohne Begleitung durch Instrumente

Dirigent

Leiter eines Orchesters, Chores oder einer Opernaufführung. Er erarbeitet das Musikstück mit den Musikern. Mit Handbewegungen gibt er Beginn und Ende sowie die Geschwindigkeit des Stückes vor und zeigt den Musikern ihren Einsatz.

Der Dirigent beeinflusst den Ausdruck (und somit die Wirkung!) eines Musikstückes ganz wesentlich – das kannst du selbst ausprobieren:

Höre dir ein und dasselbe Musikstück an – jedoch von unterschiedlichen Dirigenten geleitet! An manchen Stellen wirst du wesentliche Unterschiede heraushören können!

Figur

Andere Bezeichnung für „Person“, die in der Handlung einen Oper oder eines Singspie les vorkommt.

Handlung

Darunter versteht man die Geschichte, die in einer Oper erzählt wird (Liebesgeschichte, Mär-

chen,

Viele Opern haben ein glückliches Ende (Hauptpersonen heiraten, vertragen sich wieder usw.), andere jedoch enden tragisch (z.B. die Helden der Geschichte sterben oder werden ermor- det).

).

Instrumente

mit denen man Töne oder Geräusche

erzeugen kann. Je nach ihrer Bauart und Verwendung unterscheidet man Blas-, Streich-, Zupf-, Tasten- oder Schlaginstrumente, wobei es in jeder genannten Gruppe noch weitere Unterteilungen gibt (z.B. nach Material, wie etwa Holzblas- oder Blechblasinstrumente!).

Geräte aus verschiedenstem Material (Holz, Metall,

),

Janitscharenmusik

wird auch „türkische Musik“ genannt. Sie wurde ursprünglich von Janitscharen (= türkische Soldaten, eigentlich ehemalige von Seeräu- bern gefangene Christenkinder) gespielt und durch die Türkenkriege auch in Europa bekannt. Dabei werden besondere Instrumente (Schalmeien, eine Art Blasinstrumente, oder eine Viel- zahl von Schlaginstrumenten) eingesetzt. Die Musik ist meist marschartig und mitreißend. Sie hat eine eher kriegerische Wirkung. Während der ersten und zweiten Türkenbelagerung (1529 und 1683) war sie gefürchtet, zu Mozarts Zeit jedoch erlebte sie eine Wiederbelebung und wurde „modern“. Zahlreiche Kom- ponisten schrieben damals Musik in dieser Art.

Kirchenmusik

Musik, die eigens für die Verwendung bei Feiern in Kirchen komponiert wird, wie etwa festli- che Messen für besondere Anlässe (Ostern, Weihnachten, Gedenktage, Hochzeiten, Krönungen von Königen/Kaisern, Beerdigungen usw.). Viele Komponisten standen bei Bischöfen im Dienst und schrieben Kirchenmusik (wie Vater Mozart – auch Wolfgang war eine Zeit lang beim Salzburger Erzbischof angestellt!).

komponieren

vom lateinischen Wort „componere“ (= wörtl. „zusammensetzen“); sich Musik einfallen lassen und diese in Notenschrift aufschreiben. Jemand, der komponiert, ist ein Komponist.

Komponist

ist jemand, der sich Musik ausdenkt und in Notenschrift aufschreibt. Jede Melodie, die du hörst (auch im Supermarkt oder bei der Fernsehwerbung!), hat ein Kompo- nist geschrieben.

Librettist

Person, die das Libretto (Textvorlage zu einer Oper oder einem Singspiel) schreibt.

Libretto

Textvorlage/Textbuch zu einer Oper oder einem Singspiel. Enthält alle Texte, die die Personen der Handlung zu singen bzw. zu sagen haben. Der Librettist schreibt das Libretto.

Musiker

sind Menschen, die sich in irgendeiner Form mit Musik beschäftigen (Mitglieder eines Orches- ters, Komponisten); zumeist versteht man unter diesem Begriff aber Leute, die ein Instru ment spielen.

Oper

Theaterstück mit Musik, das auf einer Bühne in einem Opernhaus aufgeführt wird. Die Perso- nen der Handlung werden jeweils von Sänger/innen dargestellt. Die Texte werden dabei gesungen. Den Text zur Oper bezeichnet man als Libretto, die Musik dazu schreibt der Komponist. Das Wort Oper bezeichnet auch das Gebäude, in dem die Oper aufgeführt wird. Hinweis: Im Begleitheft zu dem Video „Opern für Kinder – Hänsel und Gretel“ (Medienser- vice Reg.-Nr. 88139) findest du auf den Seiten 10 und 11 Näheres über den „Arbeitsplatz Opernhaus“!

Orchester

Musiker, die gemeinsam unter der Leitung eines Dirigenten auf Instrumenten spielen, bezeichnet man als Orchester.

Auswahl und Zusammenstellung der Instrumente hängen vom Stück ab, das gespielt wird (der Komponist schreibt sie genau vor); bei Opern und Konzerten sind fast alle Arten von Instru- menten vertreten. Es gibt aber auch Musikstücke, die nur für eine Auswahl von Instrumenten geschrieben wur- den, etwa für ein Streicher- oder Bläserorchester. Hinweis: Näheres zum Thema Orchester erfährst du im Begleitheft zu dem Video „Kompo- nisten auf der Spur – Ludwig van Beethoven“ (Medienservice Reg.-Nr. 88038) auf der Dop- pelseite 14/15!

Publikum

anderes Wort für die Gesamtheit der Zuschauer bzw. Zuhörer.

Regisseur (sprich: „Reschisör“)

Spielleiter bei Theater- und Opernaufführungen sowie auch bei Film und Fernsehen. Überwacht die Proben und die Einstudierung des Stückes, gibt die Anweisungen, wie die

Texte und Lieder zu gestalten sind und wie sich die Schauspieler und Sänger dabei bewegen

sollen. Der Regisseur sucht auch oft die Mitwirkenden selbst aus.

Rezitativ

Sprechgesang, der mit Orchester oder nur mit Cembalo begleitet wird. Der Sänger oder die Sängerin „erzählt“ dabei, was er/sie als Figur der Handlung

fühlt, denkt, vor hat,

; danach folgt meistens eine Arie.

Sänger - Sängerin

Jeder Mensch kann singen! Mit Liedern lassen sich vielerlei Gefühle ausdrücken (Freude, Hoff- nung, Liebe, Trauer, Angst, Verzweiflung). Menschen, die besonders gut singen, können ihre Stimme schulen lassen – durch richtiges Atmen und viel Übung wird ihre Stimme mit der Zeit immer klangvoller (Opernsänger benötigen kein Mikrophon!). Männer haben eine tiefere Stimme als Frauen. Je nach der Tonhöhe unterscheidet man auch verschiedene Stimmlagen.

Singspiel

Oper, in der manche Texte von den Sängern nicht gesungen, sondern gesprochen werden. Manchmal gibt es sogar Personen in der Handlung, die nur eine Sprechrolle haben (wie zum Beispiel Bassa Selim in der „Entführung aus dem Serail“).

Stimmlage

Jeder Mensch hat eine andere Stimme – Männerstimmen sind tiefer, Frauenstimmen höher. Jeder Sänger kann nur eine bestimmte Menge Töne gut singen – die jeweiligen Bereiche werden als „Stimmlagen“ bezeichnet. Schreibt der Komponist Lieder und Arien für die Sängerinnen und Sänger, muss er den jeweiligen Tonbereich berücksichtigen.

Bei Männern unterscheidet man drei Bereiche:

Bass

ganz tief klingende Stimme

Bariton

Mittellage

Tenor

höchste Männerstimmlage

Bei Frauen gibt es ebenfalls drei Stimmlagen:

Alt

tiefste Frauenstimme

Mezzosopran

Mittellage

Sopran

höchste Frauenstimmlage

Sprechrolle

Bei einem Singspiel erhalten manche Texte keine Musik – sie werden gesprochen. Hat eine Figur im Singspiel ihre Texte überhaupt nur zu sprechen (und nicht zu singen!), bezeichnet man diese Rolle als Sprechrolle. Sie wird mit einem Schauspieler besetzt.

Text

Gesamtheit aller Sätze und Äußerungen, die von den Figuren der Handlung während der ganzen Oper oder des ganzen Singspieles gesungen oder auch gesprochen werden. Alle Texte

sind im Textbuch (im sogenannten

Librettist- er lässt sich die Geschichte (= die Handlung) zur Oper einfallen. Zu diesem Text wird dann von einem Komponisten die passende Musik geschrieben.

Libretto) aufgeschrieben; die Vorlage dazu schreibt der

Uraufführung

Bezeichnung für die allererste Aufführung eines Werkes.

Medieninhaber und Herausgeber:

BUNDESMINISTERIUM FÜR

UNTERRICHT, KUNST UND KULTUR Medienservice

1014 Wien, Minoritenplatz 5

Tel. 01/53 120-4829, Fax: 01/53 120-4848 E-Mail: medienservice@bmukk.at

Download unter:

http://www.bmukk.gv.at/schulen/service/mes/specials.xml

Bestellungen:

AMEDIA Servicebüro

1140 Wien, Sturzgasse 1a

Tel. 01/982 13 22, Fax: 01/982 13 22-311 E-Mail: office@amedia.co.at

Verlags- und Herstellungsort: Wien